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retail medianet

Over the counter

Geox wird sein Schuhwerk künftig auch in Serbien produzieren 

Seite 27

© Bipa

© Geox

Stiefelkönig

Nach dm kooperiert nun auch Bipa mit einer Versandapotheke  Seite 28

© Foto Hraby/Senna

© Kelly

inside your business. today. DiensTAG, 9. Oktober 2012 – 25

knabbereien

Kelly’s Caramel Pop und N.X.T. Red Curry, Think Pink Range bei Soletti, Dr. Oetker Schoko Gewürz Taler und Mautner Markhof 0% Zuckerzusatz Holunderblüten. Seite 29

Aufstieg Am Land

Von Efko zu Vivatis: Gerald Hackl wird Chef des Mischkonzerns 

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Leeb: Mein Programm für mehr Preisstabilität

© EPA

short

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

© Panthermedia.net/Markus Mainka

Gewinnwarnung Metro-Boss Olaf Koch wollte mittels drastischer Einsparungen für 2012 stärker in die Gewinnzone – und musste nun von diesem Vorhaben doch Abstand nehmen. Die Kaufzurückhaltung im Elektroniksektor ließ ihn die Gewinnprognose von 2012 auf rund zwei Mrd. € nach unten korrigieren. Seite 27

Ei ei ei... Während in der heimischen Legehennenhaltung eitel Wonne herrscht, sieht es auf gesamteuropäischer Ebene trotz des seit Jahresbeginn in Kraft getretenen Käfighaltungsverbots noch nicht rosig aus. Noch immer gibt es in der EU 40 Mio. Legehennen, die illegal in Käfigen gehalten werden. Seite 28

Qualität auf der Überholspur Mit hochwertiger Heumilch und Bio-Heumilch punktet die ­Alpenmilch Salzburg ebenso wie mit gut ausgebildeten Mitarbeitern, meint deren Geschäftsführer Christian Leeb.  Seite 26

Kurswechsel Mit neuem Ladenlayout und heimischen Produkten stärker punkten

Salzburg. Lidl Österreich positioniert sich neu und hat zu diesem Behufe via Marktforschungsinstitute und Universitätsprofessoren eine Umfrage machen lassen. Die Ergebnisse haben einerseits gezeigt, dass bestehende Kunden in puncto frisches Gebäck sowie frisches Obst und Gemüse mit Lidl zufrieden sind. Bezüglich heimischer Produkte hat Lidl aber Nachholbedarf – und will nun mit Verbesserungen ansetzen. Denn, so sieht es Brendan Proctor, Vorsitzender der Geschäftsleitung Lidl Österreich GmbH: „Wir wollen uns mit den Wünschen der

© Lidl Austria

Lidl walzt neues Konzept raus

Lidl-Chef Brendan Proctor setzt im Sortiment stärker auf rot-weiß-rot.

Kunden weiterentwickeln.“ Heute gibt es bei Lidl rund 25% österreichische Lebensmittel – dieser Anteil soll aber gesteigert werden. Regionale Heumilch-Spezialitäten wie die AMA-zertifizierte Buttermilch aus dem Zillertal ziehen dabei ebenso in die Regale ein wie ein steirisches Kürbiskern-Sortiment oder der Premium-Winzer Willi Opitz. Produkte aus Österreich sind übrigens ab sofort mit einem rot-weiß-roten Herz gekennzeichnet. Auch die Eigenmarken werden neu gestaltet und der berühmt-berüchtigte Lidl-Schilderwald wurde beseitigt. (red)

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ti t e l st o r y

Dienstag, 9. Oktober 2012

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

26 – medianet retail

Chr ist ian Leeb

Alpenmilch Salzburg Zuwächse in der Region Salzburg, im C&C-Geschäft und bei Heumilchprodukten im LEH

Österreichischer Meister: Inlandsplus für Alpenmilch

Alpenmilch Salzburg Mit Heumilch-Produkten hat die Alpenmilch Salzburg einen USP sowohl für den Handel als auch für Kunden entwickelt.

GF Christian Leeb wünscht sich eine Preiserhöhung bei Milchprodukten und eine Preissicherheit. Jutta Maucher

Salzburg. Christian Leeb, Geschäftsführer der Alpenmilch Salzburg und des Käsehofs, freut sich, dass das Jahr 2012 bis jetzt sehr gut gelaufen ist. Am meisten freut ihn dabei, dass bei der Alpenmilch Salzburg schon vergangenes Jahr das Wachstum vor allem im Inland generiert wurde: „Wir hatten im Jahr 2010 einen Exportanteil von 34 Prozent, 2011 waren es nur mehr 31 Prozent.“ Für diese Entwicklung waren laut Leeb vor allem drei Bereiche entscheidend. Nämlich erstens: die positive Resonanz der Kunden auf Heumilch, zweitens: die mas-

sive Zunahme von AlpenmilchProdukten im C&C-Geschäft und schließlich drittens: das Regionalwachstum in Salzburg.

Von C & C bis in die Region Im Detail heißt das: Die Alpenmilch Salzburg liefert an die großen Lebensmitteleinzelhändler Heumilch-Produkte, die von den Kunden sehr gut angenommen werden. Das hatte eine Ausweitung der Heumilch-Range zur Folge. Was C&C betrifft, so ist die Alpenmilch Salzburg Partner bei einigen C&C‘s und mit weiteren Großhändlern derzeit im Gespräch. „Wenn Sie zum Beispiel in Wien

in die Küche von Vierstern- oder Fünfstern-Hotels gehen, sehen Sie häufig unsere zehn Liter-Milchkübel, unser Fruchtjoghurt oder unser Schlagobers. Gute Qualität wird eben nachgefragt und bringt uns dann ein tolles Plus“, so Leeb. Um ein solches Plus zu erreichen, muss auch einiges investiert werden, wie das Beispiel der Aufholjagd in Salzburg zeigt. „Wir haben viel Geld in Regionalwerbung gesteckt, ebenso Aktionen am PoS forciert. Das Ergebnis ist, dass wir in Salzburg trotz harter Konkurrenz bei Butter, Milch, Topfen und Fruchtjoghurt zulegen konnten“, erklärt der Geschäftsführer, der auch noch einen Grund für diese

Offensive Gut ausgebildete Mitarbeiter als Schlüssel für den Erfolg

Ein Mentor für jeden neuen Lehrling

Salzburg. Bei Alpenmilch Salzburg und Käsehof wurden in diesem Frühjahr Lehrlingscastings durchgeführt: Von 200 Bewerbungen wurden 150 Interessierte eingeladen. Letztlich wurde je ein Lehrling für die neun Lehrberufe, die die Unternehmen zu bieten haben, aufgenommen. Dazu zählen: Molkereifachmann/-frau, Bürokaufmann/ (-frau), Einzelhandelskaufmann/-frau, Lagerlogis-tike/in, Mechatroniker/in, Logistiker, Lebensmitteltechniker/in, Informationstechnologe (m/w), Elektrotechniker/in, Metalltechnik Maschinenbautechniker/in. Das Besondere an der neuen Lehrlingsoffensive ist: Jedem Lehrling wird ein persönlicher Mentor zur Seite gestellt. Das ist ein extra geschulter Mitarbeiter des Unternehmens, den der Lehrling jederzeit kontaktieren kann, der gleichsam die Vertrauensperson des Unternehmens für den jungen Mitarbeiter ist. Dabei handelt es sich definitiv nicht um den jeweils Vorgesetzten, da es gegebenenfalls genau mit diesem ein Problem geben kann. „Unser Mentorenprogramm wird von anderen Unternehmen genau beobachtet, da wir offensichtlich eine Vorreiterrolle haben und wirklich etwas Innovatives am Markt anbieten“, so Geschäftsführer Christian Leeb.

Entwicklung nennt: „Wir konnten die Kunden überzeugen, heimisch aus der Region zu kaufen.“

Export im neuen Kleid Die Produkte des Käsehofs sind dagegen hauptsächlich im Ausland, und hier wiederum vor allem in Deutschland, erhältlich: 64% der Käsehof-Produkte werden exportiert. Heumilch-Käsespezialitäten wie Bergkäse oder Emmentaler in Bioqualität werden dabei ebenso wie die Verpackung in der „Käseglocke“ als Convenience-Mehrwert bei den Kunden gut angenommen. Zahlreiche Auszeichnungen machen die Käsehof-Produkte noch bekannter. So wurde der Bio Bergkäse mit dem „Käsekaiser 2012“ prämiert, im DLG Wettbewerb erreichte der Käsehof Premium Bergkäse eine Goldmedaille. „Zusammen mit den 29 Goldmedaillen, die verschiedenste SalzburgerLand Milchprodukte in diesem internationalen Bewerb erzeilen konnten, zeugt das vom hohen Qualitätsbewusstsein des gesamten Unternehmens“, so Leeb.

Mehr Geld für Milch & Co Damit die Entwicklung für die Alpenmilch und den Käsehof weiterhin so gut läuft, muss über den Preis geredet werden. „Wir leben leider heute in einer Zeit der Preisvolatilität. Allein in diesem Jahr gab es drei Preisänderungen

bei Milch“, so Leeb, der weiter ausführt: „Heute haben wir einen Bauernmilchpreis von 36 Cent bei der Alpenmilch, da liegen wir über dem österreichischen Durchschnitt – trotzdem steht der aktuelle Milchpreis in keiner Relation zu den sonst stark gestiegenen Kosten unserer Bauern.“ Dabei bekommen die Bauern in Salzburg sogar noch etwas mehr, da es einen HeumilchZuschlag von 3 ct gibt und einen Bio-Zuschlag von 7 ct, macht zusammen 10 ct Zuschlag bei BioHeumilch. Bei 50% Anteil an diesen „Spezialmilchsorten“ liegt die tatsächliche Auszahlungsleistung daher sogar noch deutlicher über dem Durchschnitt. „Nur aufgrund unserer hochwertigen Produkte schaffen wir es daher, bei 210 Millionen Litern 175 Millionen Euro Umsatz zu machen“, so Leeb. Trotzdem ist der Alpenmilch- und Käsehof-Chef mit der aktuellen Preissituation nicht zufrieden: „Wir hoffen auf eine Preiserhöhung im Handel speziel bei den Preiseinstiegsprodukten. Der Preis für die Preiseinstiegsmilch, der derzeit bei 59 Cent liegt, muss meiner Meinung nach um 10 Cent steigen.“ Ähnlich schwierig sei die Situation bei Butter gewesen, sie hätte sich allerdings durch eine Preiserhöhung beim Diskonter entspannt. „Wir müssen irgendwann unsere Vorleistungen an unsere Bauern zurückbekommen, um auch langfristig rentabel wirtschaften zu können“, resümiert Christian Leeb.


r e ta i l & p r o d u c e rs

Dienstag, 9. Oktober 2012

medianet retail – 27

Schwierige Märkte Die schwache Nachfrage am Elektroniksektor vor allem in südeuropäischen Ländern spürt Metro-Tochter Media-Saturn

Metro revidiert Gewinnprognose Düsseldorf. Der deutsche Handelsriese Metro revidiert sein Gewinnziel für 2012 nach unten. Hauptsächlich aufgrund der Destabilisierung in den südeuropäischen Ländern rechnet Metro-Chef Olaf Koch nun nicht mehr mit einem stabilen Betriebsgewinn, sondern mit einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr: „In vielen Ländern haben sich in den vergangenen Wochen die Bedingungen für unsere Kunden und damit auch für unser Geschäft deutlich verschlechtert“, klagt der Metro-Boss. Die Finanzkrise hätte dazu geführt, dass die Verbraucher ihr Geld mehr zusammenhalten – vor allem bezüglich Unterhaltungselektronik, wo Metro mit der Tochtergesellschaft Media-Saturn reüssiert. Media-Saturn ist Europas größte Elektronikhandelskette, die Rückgänge ebenda würden das Metro-Ergebnis „spürbar“ belasten. Metro rechnet somit im laufenden

Geschäftsjahr mit einem operativen Gewinn (EBIT) vor Sonderfaktoren von rund zwei Mrd. €; bisher war Koch von einem EBIT auf dem Vorjahresniveau von 2,37 Mrd. € ausgegangen. Am Ziel, den Umsatz gegenüber 2011 zu steigern, wird indes nicht gerüttelt.

Aktienkurs sackt ab Für die erst jüngst aus dem Dax in den Nebenwerteindex MDax abgestiegenen Aktien war die Gewinnkorrektur reines Gift: Der Kurs fiel um mehr als zehn Prozent auf ein Zwei-Monats-Tief von gut 21 €. Koch hatte zu Jahresbeginn

das Ruder bei dem Handelsriesen übernommen und mit einer Preisund Serviceoffensive versucht, den Umsatz anzukurbeln. Mit einem Sparprogramm, das weitere Stellenstreichungen umfasste, wollte er dafür sorgen, dass die Margen nicht wegbrechen. Zwar konnte Koch im zweiten Quartal die Umsätze steigern, allerdings belasteten die Kampfpreise den Ertrag: Der operative Gewinn schrumpfte und unterm Strich schrieb der Konzern von April bis Juni einen Verlust von 20 Mio. €. In der zweiten Jahreshälfte hatte Koch die Gewinne eigentlich steigern wollen. (APA)

© EPA

Statt 2,37 Mrd. € wie im Vorjahr wird EBIT nur rund zwei Mio. € betragen.

Metro-Boss Olaf Koch wollte Gewinne steigern und musste sie nach unten korrigieren.

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Green Brands Aufnahme

Preis für alverde Salzburg. „Green Brands“ verleiht der dm Eigenmarke „alverde Naturkosmetik“ das „Green Brand Austria 2012/13“-Siegel. „Wir freuen uns sehr, dass unsere ökologischen und nachhaltigen Produkte von ‚alverde Naturkosmetik‘ ausgezeichnet wurden. Wir führen im Moment in Österreich über 350 alverde-Produkte“, sagt Thomas Kumric, in der dm-Geschäftsführung für die Qualitätsmarken verantwortlich. Norbert Lux, COO der Green Brand Organisation Limited, begründet die Entscheidung wie folgt: „‚dm drogerie markt‘ setzt mit seiner nachhaltigen Unternehmensphilosophie zukunftsweisende Signale. Die Marke alverde Naturkosmetik hat alle drei Phasen des Prüfungsverfahrens mit Bravour bestanden.“ (red)

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Markteinstieg Fabrikbau

Geox in Serbien Belgrad. Geox steigt in Serbien ein. Der italienische Schuhproduzent will laut der staatlichen Presseagentur Tanjug 15,8 Mio. € in einen Produktionsbetrieb mit 1.250 Beschäftigten im südserbischen Vranje investieren. In Serbien sollen demnach 1.250.000 Paar Schuhe jährlich hergestellt werden. Ein entsprechender Investitionsvertrag wurde gestern vom serbischen Finanzminister Mladjan Dinkic und Geox-Chef Mario Moretti Polegato abgeschlossen. (APA)

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r e ta i l & p r o d u c e r s

28 – medianet retail

Frische Branchenobmann Kirchweger fordert, dass die gestiegenen Kosten der Legehennenhalter abgegolten werden

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„Eierpreise müssen rauf“

Großhandel: Preise um 4,2 Prozent gestiegen Wien. Die Großhandelspreise haben im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,2% zugelegt – etwas weniger stark als im August, als die Jahresveränderungsrate noch bei 4,5% lag. Für den Preisauftrieb sorgten laut Statistik Austria Getreide, Saatgut & Futtermittel (+18,8%), lebende Tiere (+18,4%), Obst, Gemüse & ­Kartoffeln (+12,5%) sowie sonstige Mineralölerzeugnisse (+11,4%). Kraftwagenteile & -zubehör verteuerten sich um 9,5%.

Unzureichende Herkunftskennzeichnung: keine Transparenz in Gastro & weiterverarbeitender Industrie.

© dpa/Frank Leonhardt

Brot und Fleisch kaufen die Deutschen heute meist im Supermarkt.

ski schätzt, dass rund ein Viertel des Eibedarfs in der Alpenrepublik durch Eier aus europäischen Mitglieds- bzw. Drittstaaten bezogen wird. „Dabei wären die österreichischen Bauern jederzeit in der Lage, diesen Bedarf selbst zu decken.“

Da und dort investiert Noch klarere Worte findet Franz Kirchweger, Legehennenhalter und Obmann der Erzeugergemeinschaft Frischei GmbH. Er hält fest, dass es allerhöchste Eisenbahn ist, die Preise für Eier hochzuschrauben. „Wir haben Geräte zur lückenlosen Verfolgbarkeit jedes einzelnen Eies gekauft, haben Ställe um- oder neugebaut und auf gentechnikfreie Fütterung umgestellt. Außerdem sind die Preise für Futtermittel extrem gestiegen. Und das Ei wurde nie teurer. Spätestens jetzt muss es aber passieren.“  (no)

© AMA/APA-Fotoservive/Rastegar

Wien. Das Gelbe vom Ei bekommen die Konsumenten, wenn sie auf Eier made in Austria zurückgreifen. Nicht immer so hochqualitativ geht es dagegen im benachbarten Ausland zu. Denn obwohl die Käfighaltung von Legehennen seit Beginn des Jahres in ganz Europa verboten ist, werden noch immer 40 Mio. der Federviecher in illegalen Käfigen gehalten. Das gab Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski am gestrigen Montag auf einer Pressekonferenz anlässlich des Welteitages am 12. Oktober bekannt. Beim Kauf der Eier selbst ist der Konsument auf der sicheren Seite, seit der Dioxinkrise steht auf jedem einzelnen, woher es kommt. Nicht so transparent geht es indes in der Gastronomie und Hotellerie, in Großküchen und in der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie zu. Der Herkunftsnachweis ist hier nur schwer möglich, und Wlodkow-

Deutsche gehen immer seltener einkaufen

Rudolf Stückler (AMA Ei und Geflügel), LK-Präsident Gerhard Wlodkowski und Franz Kirchweger, Legehennenhalter & Obmann der Erzeugergemeinschaft Frischei.

Red Bull Bilanz 2011

CEE Die durchschnittlichen Konsumausgaben östlich von Österreich sind weniger hoch

Mateschitz verdient 76 Mio. €

Gefälle bei Konsumausgaben

M��nchen. Die Deutschen gehen immer seltener zum Lebensmittelhändler. Innerhalb von acht Jahren hat die Zahl der Einkauf-Trips in Supermärkte, Bäckereien oder Supermärkte um 15% abgenommen, wie das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf Zahlen der GfK berichtete. Demnach geben die Deutschen keineswegs weniger fürs Essen aus – sie shoppen aber anders: Ein Einkauf ersetzt zwei frühere. Als Hauptgründe für diese Entwicklung nennen die Forscher den Trend zu kleineren Haushalten und die zunehmende Berufstätigkeit, wodurch vielen die Zeit zum Einkaufen fehle. Die Brot- und Fleischeinkäufe erledigten die Menschen dann zusammen mit dem Rest im Supermarkt. Die Supermarkt-Ketten hätten laut Focus ihr Sortiment entsprechend ausgeweitet: In einem Durchschnittsmarkt würde mittlerweile fast ein Drittel mehr Waren angeboten als noch 2006.

Wien. Trotz Integration, Zusammenbruch des Kommunismus und Öffnung der Märkte – wie krass das Wohlstandsgefälle in Europa noch immer ist, das hat die RegioData aktuell erhoben. Demnach steht einem österreichischen Haushalt im Jahr rund 36.000 € für private Konsumzwecke zur Verfügung, der Spielraum eines ukrainischen Haushalts beträgt dagegen im Schnitt nur rund 3.800 €. Dem westeuropäischen Niveau am nächsten kommen die slowenischen Haushalte mit rund 20.500 € jährlich – das entspricht beinahe dem Wert der Konsumausgaben in Portugal. Ausgesprochen hoch ist in den Ländern östlich von Österreich nach wie vor der Anteil der Fixkosten.

Fuschl. Der Energydrink-Hersteller Red Bull hat im Vorjahr sowohl bei Umsatz als auch Gewinn kräftig zugelegt und damit Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz wieder ein Stück reicher gemacht. Für seinen 49%igen Anteil kassierte Mateschitz eine Gewinnausschüttung von 75,6 Mio. €. Seine thailändischen Partner bekamen 78,5 Mio. €, wie aus dem Jahresabschluss der Red Bull GmbH hervorgeht. In Summe verdiente der Getränkehersteller 2012 311,2 Mio. €, um fast 40% mehr als 2010. Als Hauptgrund für den Anstieg wird der Umsatzzuwachs gesehen. Weltweit stiegen die Erlöse um 12% auf 4,253 Mrd. €. In Österreich setzte der Bulle 2,3 Mrd. € um (+12%).

OTC Drogeriekette startet Zusammenarbeit mit mycare

Italien Demos gegen Liberalisierung in mehreren Städten

Wr. Neudorf. Die Drogeriekette dm hat es schon gemacht, jetzt zieht die Rewe-Schiene Bipa nach. Das Unternehmen erweitert sein Angebot im Online-Shop um rezeptfreie Arzneimittel; Kooperationspartner ist die Versandapotheke mycare. Der deutsche Anbieter mycare ist seit 2004 tätig und bietet mehr als 50.000 Arzneimittel und Gesundheitsprodukte an. Hierzulande wird es zugelassene originale Markenartikel wie Aspirin, Bepanthen

Rom. Das Verkaufspersonal im Handel hat am Sonntag in mehreren italienischen Städten gegen die Liberalisierungsmaßnahmen der Regierung Monti demonstriert, die den Sonntag zum Einkaufstag machen will, um den Konsum im Land anzukurbeln. „Sonntags, nein Danke!“ lautet der Slogan der Demonstranten. „Wir sind gezwungen, immer öfters auch sonntags zu arbeiten. Oft haben wir zwei Wochen lang keinen freien Tag. Da der Sonntag nicht mehr als Feiertag betrachtet wird, wird die Sonntagsarbeit auch viel zu wenig bezahlt“, klagt eine Demo-Sprecherin. Der Protest wird von der Kirche unterstützt. „Der Sonntag ist ein Tag wie kein anderer; er muss vor der Pflicht der Arbeit, des Kaufens und Verkaufens geschützt werden“, meinten Kirchenvertreter. Die Maßnahmen der Regierung Monti, die Läden erlaubt, 24 Stunden pro Tag und 52 Sonntage im Jahr offen zu halten, ist ein Dorn im Auge der Arbeitnehmerverbände: „Konsum kann nicht das einzige Modell sozialen Zusammenlebens sein. Daher muss der Sonntag in seinem Wert

© Recheis

oder Thomapyrin zu „weit günstigeren Preisen als in den niedergelassenen Apotheken geben“, wie es in einer Mitteilung der Rewe heißt. „Nach der Erweiterung um Kontaktlinsen und optische Brillen setzen wir mit der Einführung der Versandapotheke einen wichtigen Schritt, um unseren Kunden online weitere Zusatzsortimente anbieten zu können“, kommentiert BipaGeschäftsführer Dietmar Gruber.

© Bipa

Green at heart: Das GeschäftsführerDuo Stefan Recheis & Martin Terzer.

Auf diese Seite gerät der Surfer auf der Bipa-Homepage unter der Rubrik Apotheke.

Proteste gegen neue Öffnungszeiten verteidigt werden. Laut dem Gewerkschaftsverband UIL muss die sonntägliche Öffnung der Läden geregelt werden, um zu verhindern, dass lediglich Schwergewichte des Großhandels davon profitieren. Kritisch ist auch der Kaufleuteverband Confcommercio: „Die wilde Deregulierung wird weder dem Konsum, noch dem Pluralismus im Vertriebssystem in diesem Land zugutekommen“, so ein Confcommercio-Sprecher.  (APA)

© EPA

Bipa verkauft Medikamente online

Recheis setzt auf nachhaltige Energie

Hall. Der Tiroler Teigwarenhersteller Recheis setzt auf die alternative Energiegewinnung und hat deshalb eine 1.000 m� große Fotovoltaikanlage in Betrieb genommen. So werden rund 175.000 kWh/Jahr ins öffentliche Netz eingespeist, was einem Jahresstrombedarf von 50 Haushalten entspricht. In die neue Hightechanlage, die auch als Öko-Tankstelle für den neuen Elektromobil-Fuhrpark fungiert, hat das Nudelunternehmen insgesamt 330.000 € investiert.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Italienische Handelsangestellte in ­mehreren Städten protestierten heftig.


Dienstag, 9. Oktober 2012

p r o d u c t n e ws

medianet retail – 29

Süße Popcorn, scharfe Chips und würzig-schokoladige Kekse Product News Kelly’s Caramel Pop, Kelly’s N.X.T. Red Curry, Think Pink Range bei Soletti, Dr. Oetker Schoko Gewürz Taler und Mautner Markhof 0% Zuckerzusatz Holunderblüten.

© Dr. Oetker; Kelly

Eine Reihe von neuen Knabbereien lanciert das Unternehmen Kelly: Die Mikrowellenpopcorn-Sorte Caramel ist die erste im Lande, die luftig-leicht und süß zugleich ist. Dazu ein weiteres, maßgeblich von Konsumenten mitgestaltetes Chips-Produkt: Kelly’s N.X.T. in der Geschmacksrichtung Red Curry Style. Dafür haben die Konsumenten im Rahmen der sogenannten Flavour Challenge abgestimmt. Ab Mitte Oktober ist die neue Sorte im Lebensmittelhandel erhältlich. Kelly, der heimische Knabbergebäck-Experte, unterstützt heuer zum zweiten Mal die Pink Ribbon-AkKategorie Launch tion der Österreichischen KrebsProdukt Kelly Caramel Pop, Kelly’s N.X.T. hilfe. „Jede verkaufte Packung Red Curry, Think Pink mit Soletti ‚Soletti SuperSize‘ und ‚Soletti SuperSize und Soletti miniKornspitz miniKornspitz‘ bringt direkte Hilfe Vertrieb Kelly für Brustkrebspatientinnen“, Distribution LEH erklärt Kelly-Marketingleiterin Kontakt Kelly, Tel.: 05/70789-0 Maria Bauernfried.

Abwechslung und schnellen Keks-Genuss zugleich bietet die neue Backmischung Schoko Gewürz-Taler aus dem Sortiment der weihnachtlichen Gebäck-Ideen. Abgerundet mit dem Gewürz Kardamom, sind die Taler ein weihnachtlicher Genuss. Hinzugegeben werden der Backmischung nur noch 150 g Butter. Der Inhalt der Packung ergibt etwa 60 Taler. Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Dr. Oetker Backmischung Schoko Gewürz-Taler Dr. Oetker GmbH LEH Oetker, Tel.: 04242/55 4 54-53

Sirupe Mautner Markhof

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© Mautner Markhof

Wien. Der Feinkostexperte Mautner Markhof erweitert seine 0% Zuckerzusatz- Range um die Geschmacksrichtung „Holunderblüten“. Der neue Sirup richtet sich an alle, die auf zusätzliche Kalorien verzichten, aber das volle Aroma genießen möchten. Er ist für Diabetiker geeignet und auch eine alkohol- und nahezu kalorienfreie Variante des beliebten InDrinks Hugo lässt sich ganz einfach mit dem neuen 0% Holunderblüten Sirup zubereiten. Die 0% Zuckerzusatz-Range wurde um die Sorte Holunderblüten erweitert.


s h o p ta l k

30 – medianet retail

Dienstag, 9. Oktober 2012

Beefeater 24 Competition 15 jahre Europark

© Ludwig Schedl

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2 1. Die Jury hinten (v.li.n.re.) Christian Ebert, Sebastian Hamilton-Mudge, Halbestadt Bar-Besitzer Erich Wassicek, Christoph Stocker, Barkeeper Marco Pani; 2. Sebastian Hamilton-Mudge, Gewinner: Jamil El Aze, Martina Porhansl.

© Wildbild

Vienna Bar Community und Pernod Ricard luden ein 2

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1. Gerhard Drexel, Marcus Wild, Heinz Schaden, Gabi Burgstaller; 2. Nicole Beutler, Camilla Habsburg, Christoph Andexlinger; 3. Hannes Arch, Klaudia Gruendl de Keijzer; 4. Claudia Riegler, Manuela Riegler.

Geburtstagsfeier mit Promis aus Gesellschaft, Sport, Politik

Catwalk im EKZ

Höhepunkt Modenschau: Atil Kutoglu, Franziska Knuppe.

Feierlich Mit einem großen Fest feierte der Europark seinen 15. Geburtstag. Highlight war die VIP-Modenschau, in der Modestar Atil Kutoglu erstmals seine neue Kollektion präsentierte. Auf dem Catwalk: Topmodel Franziska Knuppe und Stuntmodel Miriam Höllern. In seiner kurzen Ansprache verwies Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel auf die enorme volkswirtschaftliche Bedeutung des Europark: „Hier ist es uns gelungen, den Kaufkraftabfluss nach Bayern nicht nur zu stoppen, sondern sogar umzudrehen.“ Heute kommt jeder fünfte Besucher aus Bayern nach Salzburg, um hier einzukaufen. „Wir wollten ein Fest für unsere Kunden veranstalten und uns bei ihnen für 15 Jahre Treue und Begeisterung zum Europark bedanken“, bringt es Europark- und SES-GF Marcus Wild auf den Punkt, der weiter ausführt: „Nirgendwo sonst ist der Umsatz pro Quadratmeter höher als hier.“ Gekommen waren unter anderem: der Bürgermeister der Stadt Salzburg, Heinz Schaden, und die Landeshauptfrau Gabi Burgstaller. Gewohnt charmant führte die Salzburger TV-Moderatorin Kathi Wörndl durch den Abend.  (red) Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

Gerhard Hackl (41) wird mit Jahresbeginn 2013 neuer Vorstandschef des zur Raiffeisenlandesbank (RLB) Oberösterreich gehörenden Lebensmittelkonzerns Vivatis. Auf seinen derzeitigen Posten als Geschäftsführer des oberösterreichischen Gemüse- und Obstvermarkters efko folgt ihm der Niederösterreicher Klaus Hraby nach. Das teilte die RLB, die auch efko-Mehrheitseigentümerin ist, mit. Die RLB will mit der Personalrochade ihre Beteiligungen aus dem Lebensmittelbereich stärken. Hackl bleibt Vorsitzender der efko-Mutter efko-Beteiligungs GmbH und übernimmt ein Mandat in der efko-Genossenschaft.

2,1

Ausgewählt Die Vienna Bar Community und Pernod Ricard luden zur Beefeater Bartender Competition. 12 Barkeeper aus den besten Bars Österreichs mussten vor einer hochkarätigen Jury ihr Können unter Beweis stellen. Botschafterin Susan le Jeune d’Allegeershecque empfing die Teilnehmer mit einem English Breakfast. Der International Brand Ambassador für Beefeater, Sebastian Hamilton-Mudge, extra aus London eingeflogen, präsentierte die Historie von Beefeater 24 – dem Premium Gin von Beefeater. Bei einer Verkostung wurden die einzelnen Inhaltsstoffe sowie die Herstellung genau erläutert. Die Jury, bestehend aus Barkeeper Marco Pani, Beefeater-Ambassador Sebastian Hamilton-Mudge, Halbestadt Bar-Besitzer Erich Wassicek, Gründer der 1. Österreichischen Barkeeperschule, Christian Ebert, und Pernod Ricard-Verkaufsleiter Wien Christoph Stocker. Auf Platz 1 kam Jamil El Azem (Albertina Passage) mit seiner Kreation „Handel. Himmel. Hölle – ShopNamens „Coco Verde“, Platz ping Center als Wirtschaftsmo2 ging an Reinhard Pohorec tor“ am 24. Oktober ab 16 Uhr (Sign Cocktailbar) mit der Kreaim Haus der Industrie, 1030 tion „5 o’clock“, Platz 3 sicherte Wien, Schwarzenbergplatz 3. sich Dejan Trifunovic (Planters Anmeldung: s.schober@acsc.at Club) mit der Kreation „Tiger Hill 24“. (red)

Produkt des tages

LADEN-HÜTERIN

Erprobtes Ende Alexandra Binder

© SodaStream

© Foto Hraby/Senna

Kopf des Tages

Siegreich und neu: Cocktail-Kreationen

An Weihnachten denken SodaStream brachte kürzlich eine exquisite Variante des Modells „Crystal“ auf den Markt: Die Limited Edition ist mit Swarovski Elements dekoriert. Das Premiumgerät fasziniert mit über 300 funkelnden Kristallelementen, die in Handarbeit auf den zylinderförmigen silbernen Korpus aufgesetzt werden. So wird das Sprudeln von herrlich prickelndem Trinkwasser zu einem glanzvollen Erlebnis. Dank der Optik begeistert das edle Küchengerät die Liebhaber köstlichen Sprudelwassers ebenso wie designaffine Genießer. Wer sich oder seine Lieben mit diesem exklusiven Weihnachtsgeschenk erfreuen möchte, sollte sich daher eines der auf 1.800 Stück begrenzten Exemplare sichern. Erhältlich im ausgewählten Fachhandel, bei Media Markt, Saturn sowie unter www.sodastream.at um 199 €.

P

robieren soll ja angeblich über Studieren gehen. Sehe ich nicht so. Jedenfalls nicht, wenn es um die Pflege der Schönheit geht. Da braucht´s für mich vielmehr beides. Zuerst studiere ich nämlich die Inhaltsstoffe eines Produkts. Dann erprobe ich es. Und erst nach dem positiven Durchlauf dieser beiden Schritte lege ich es mir zu einem in der Regel deutlich überhöhten Preis zu. Nein, ich betreibe keine Probenhamsterei, nicht dass mir jetzt dieses Image entsteht. So eine bin ich nicht. Und bis dato haben wir uns auf diese Weise auch prächtig arrangiert, ich und die Naturkosmetikhersteller. Sie ließen mich in Ruhe erproben und ich habe dann in der Folge kräftig zugegriffen, ihren Umsatz erhöht und sie gegebenenfalls weiterempfohlen. Jetzt aber sind wir plötzlich kein Winning Team mehr, wir beide. Was früher nämlich eine meines Erachtens eh im Kaufpreis einkalkulierte Probe war, soll jetzt offenbar der neue Verkaufsschlager werden. Und nicht, dass Sie meinen, vielleicht ein eh fast geschenkter. Nein, die Minituberl, deren Inhalt grade für einmal Schmieren reicht, verklopft zum Beispiel Weleda, aber auch Dr. Hauschka neuerdings zwischen 1,90 und 2,90 Euro. Ich fürchte, das gibt ein Imageproblem. Ein mächtig unschönes noch dazu. a.binder@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Großunternehmen Die größte Einzelhandelskette der Welt, Wal-Wart, hat rund 2.100.000 Mitarbeiter.


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