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13. JahrganG NO. 1626

¤ 3,–

dienstag, 9. april 2013

TREVISION

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27.10.2005

12:07 U

Interview Clemens G. Arvay über die Vereinnahmung des Begriffs „Bio“ durch Industrie und Händler

„Bio ist für die Konzerne nur Geschäftemacherei“

www.direkt.biz +43 (0) 1 / 66 177

tel.: +43-1-536 26-0 www.plakativ.at inhalt

prime news & market watch > Mythos „Bankgeheimnis“: Auch bei uns wird‘s eng ...  3 > Feature: Was ist ein Facebook-Fan wert?  4/5

© medianet

marketing & media

> Radio Stephansdom und der Mut zur Nische  8 > „Radio Arabella Parkfest“: neues Sommer-Highlight  9 > „Taskfarm“ entwickelt Pool von Top-Experten  11

© Nadja Meister

retail > Zucker-Bashing macht AF-Industrie zu schaffen  34

© Spar/Eva-Maria Repolusk

Weg von den Supermärkten und hin zu den Bioläden und Bauernmärkten, ­fordert Agrarbiologe Clemens G. Arvay. Ein Gespräch über die Forderungen der Bio-Pioniere und das „grüne Mäntelchen“ industrieller Produktion.  Seite 2 > Hypermarkt Interspar: Neuer Trend Co-Creation  36

Creative Printing-Konferenz 2013 23. Mai in Wien

„Kann Print noch wachsen?“

> grafik & design: Wandel in der Rolle der Designer 13–18 > media-analyse 2012: PrintAuflagen bleiben stabil 19–32 P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien,  Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

© Der Spiegel

specials

Einer der Keynote-Speaker ist der neue Spiegel-Artdirektor Uwe C. Beyer.

Wien. Kann Print außerhalb von Nischen überhaupt noch wachsen? Diese Frage diskutieren europäische Branchengrößen wie der neue Spiegel-Artdirektor Uwe C. Beyer oder Thomas Koch, Gründer der deutschen Media-Agentur tkmStarCom, bei der „Creative Printing“Konferenz am 23. Mai in Wien. Die Konferenz widmet sich heuer dem Thema, wie Print seine Tugenden gegenüber elektronischen Medien beweisen kann. Die Creative Printing ist eine Veranstaltung von 4c, Österreichs größtem Magazin für Druck, Design und digitale Medienproduktion. Infos:  www.creative-printing.info


c ove r

2 – medianet

Dienstag, 9. April 2013

Friss oder stirb Agrarökonom und Buchautor Clemens G. Arvay fordert bei biologischen Produkten ein Umdenken der Konsumenten

„Massive Verstöße gegen die Idee der Öko-Landwirtschaft“

Erst wenn der Bio-Markt nicht mehr von den Supermärkten beherrscht wird, könne er wieder wachsen, erklärt Arvay. Christian Horvath

Wien. Der steirische Agrarbiologe Clemens G. Arvay schreckt die Lebensmittelindustrie und den Handel auf. Mit seinem Buch „Der große Bio-Schmäh – wie uns die Lebensmittelkonzerne an der Nase herumführen“ hat der freie Sachbuchautor die Widersprüche zwischen der wahren Natur der Bio-Produkte und dem Bild, das uns die Werbung vermittelt, aufgedeckt. Mit „Friss oder stirb“ hat Arvay die industrielle Produktion analysiert, die im Supermarkt im grünen Mäntelchen auftritt. Gleichzeitig hat Arvay für kritische Konsumenten Alternativen aufgezeigt, wie diese zu Bio-Produkten kommen, die dieses Attribut letztlich auch verdienen. medianet: Herr Arvay, Sie schreiben in Ihrem Buch ‚Friss oder stirb‘, dass ‚echtes‘ Bio, wie es sich der kritische Konsument vorstellt, im Supermarkt unmöglich ist. Stichwort Bio-Bluff und Tierhölle mit Öko-Gütesiegel: Ist die Bio-Ware aus dem Supermarkt heute ausnahmslos industriell produziert?

„Es gibt eine struktuzwischen dem konventionellen Handel und den Idealen der ÖkoLandbaubewegung.“ Clemens g. Arvay

Clemens G. Arvay: Es ist tatsächlich so, dass die Wirtschaftsweise zentral gesteuerter Supermarktund Discountkonzerne gar keine andere Produktion zulässt als die industrielle, weil ja auch die Produktionskette in den Händen von konventionellen Industrie- und Handelskonzernen ist. Das ist auch eine Folge der Bündelung mit wenigen Warenumschlagplätzen. Es gibt eine strukturelle Inkompatibilität zwischen dem konventionellen Handel und den Idealen der Ökolandbaubewegung. medianet: Sehen Sie eine Möglichkeit, beim Handel anzusetzen oder kommt es in erster Linie auf den Konsumenten an, hier gegenzusteuern? Arvay: Meiner Ansicht nach ist der Konsument massiv gefordert, weil die Industrie und der konventionelle Handel strukturell gar nicht in der Lage sind, eine Form der ökologischen Landwirtschaft umzusetzen, die wirklich nahe an den einstigen Forderungen der Bio-Pioniere liegt. Das sieht man zum Beispiel daran, dass man etwa im Geflügelbereich nur noch die immer selben Hochleistungshybriden vorfindet, die eigentlich für die konventionelle Produktion gezüchtet wurden und die aus den Händen internationaler Agrarkonzerne kommen. Da gibt es massive

© Nadja Meister

relle Inkompatibilität

Verstöße gegen die Grundidee der ökologischen Landwirtschaft, auch gegen das, was uns in der Werbung verkauft wird. medianet: Glauben Sie, dass nach einer Umstellung auf richtige Bio-Produkte wie etwa das ‚Sulmtaler Huhn‘ die Preise explodieren könnten? Arvay: Das große Problem, das wir mit dem derzeitigen System der Supermärkte haben, ist die Massenproduktion. Viele Landwirte haben mir gesagt, dass sie das Gefühl haben, am wenigsten vom Kuchen abzubekommen und das meiste bei Handel und Industrie hängen bleibt. Wenn also der Handel jetzt plötzlich ‚Zweinutzungshühner‘ aus vertretbarer, artgerechter Haltung in klein strukturierter Landwirtschaft anbietet, dann würde ich als Erstes die Frage stellen: Ist das jetzt ein kleines Nischenprodukt im Supermarkt, mit dem man versucht, das Image aufzupolieren, oder wird tatsächlich der Großteil der Produktion aus Einsicht umgestellt? Ersteres könnte passieren, zweiteres schließe ich derzeit völlig aus. medianet: Welche Reaktionen haben Sie auf Ihr Vorgängerbuch ‚Der große Bio-Schmäh‘ vor einem Jahr seitens des Handels erhalten und wie unterscheiden sich diese von den aktuellen Standpunkten? Arvay: Es gab kaum Reaktionen, wie auch schon vor einem Jahr. Wenn heute ein Konzern diesem Buch auf seiner stark frequentierten Homepage Platz einräumt, dann haben sie ja quasi ihre Reichweite dazu genützt, um das Buch

zu verbreiten. Etwas anderes hat mich eher überrascht: Mein Buch ist vor drei Wochen erschienen und jetzt hat ‚Ja! Natürlich‘ verlautbart, sie wollen gemeinsam mit den ‚Vier Pfoten‘ erstmals Eier von Hühnern auf den Markt bringen, deren Brüder weiterleben dürfen. Wenn es eine Reaktion ist, dann ist sie sehr gekonnt: Man reagiert nicht direkt auf das Buch, sondern stellt sich auf die Seite der Kritiker. Für den Großteil der Bio-Eier von Ja! Natürlich werden aber die männlichen Küken wohl weiterhin am Fließband sterben müssen.

„Wir werden uns bei Lebensmitteln wieder mehr einmischen und die Entscheidungen nicht der Industrie überlassen.“ Clemens g. Arvay

medianet: Sehen Sie Lebensmittelskandale wie etwa die falsche Etikettierung von konventionellen Eiern als ‚Bio‘ als simplen Einzelfall oder hat der boomende Bio-Bereich grundsätzlich Unternehmen angezogen, die nur das schnelle Geld machen wollen? Arvay: Ich habe mit einem Prokuristen von ‚Hubers Landhendl‘

gesprochen, einem der größten Geflügelschlachthöfe in Österreich. Der meinte, nicht in den Bio-Markt einzusteigen, könne man sich heute als Unternehmen einfach nicht leisten. Da geht es offenbar in erster Linie ums Image. Denn wenn man nicht mitmacht, hat man gleich einen schlechten Ruf. Und er sagte, man müsse sich als Unternehmen die Anteile am Bio-Markt vor der Konkurrenz sichern. Diese Aussage spiegelt die Einstellung der großen Konzerne wider, mit Bio einfach einen Teil des großen Geschäfts machen zu wollen. medianet: Die Lebensmittelgesetze lassen im Bio-Bereich eine industrielle Produktion zu. Welche Möglichkeiten hat Ihrer Meinung nach der Gesetzgeber, hier lenkend einzugreifen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass es nicht zu einer Preisexplosion kommt? Arvay: Die EU sollte sich an dem, was Öko-Landwirtschaft ursprünglich einmal war, orientieren. Wir brauchen eine Neugründung der Landwirtschaft. Eine ‚ökologische Landwirtschaft‘, die gerade noch ‚etwas besser‘ ist als die konventionelle, ist weder im Sinne der BioKonsumenten, noch halte ich sie für den richtigen Weg bei Bio. medianet: Wir erleben seit einiger Zeit eine Stagnation am Bio-Markt. Glauben Sie, dass wir in Österreich den Plafond bei den Umsätzen mit Öko-Produkten erreicht haben? Arvay: Ich glaube, dass Bio in den Händen des konventionellen Lebensmittel-Einzelhandels immer ein Nischenprodukt bleiben

Cl emens G. Ar vay „Die Wirtschaftsweise zentral gesteuerter Supermarkt- und Discountkonzerne lässt gar ­keine andere Produktion zu als die industrielle.“

wird. Die haben diese Nische jetzt ausgereizt und sind auch offensichtlich gar nicht daran interessiert, aus eigener Motivation ihre Produktion umzustellen und als ganzer Konzern ökologisch zu werden. Die machen solange Bio-Produkte, solange der Markt es verträgt und sie Profit damit machen können. medianet: Was wäre hier die Lösung aus Ihrer Sicht? Arvay: Wir brauchen ganz neue Akteure in der Landwirtschaft; erst dann kann der Bio-Markt wieder wachsen und erst dann ist auch Bio für alle möglich. Ich glaube nicht daran, dass nur die Lebensmittelindustrie genug Lebensmittel herstellen kann; es geht auch auf dezentrale Art und Weise über einen sinnvollen Bedarfsmarkt. Die klein strukturierte Landwirtschaft ist in vielen Fällen ertragreicher als jede industrielle Monokultur. Jetzt ist es an der Zeit, Bioläden, Bauernläden und Bauernmärkte als Konsument gezielt zu fördern und neue Strukturen für den Lebensmittelkauf zu schaffen. Ich bin davon überzeugt, dass die Zeit der Konsumentendemokratie naht: Wir werden uns bei Lebensmitteln wieder mehr einmischen und die Entscheidungen nicht weiter der Industrie überlassen.


retail FrühlingsGefühle

Traditionelle Kaufhauskette Printemps geht an Investoren aus Katar  Seite 35

Alles Raus

Niedermeyer macht mit Abverkauf Geschäft wie sonst nur zu Weihnachten  Seite 36

© Henkel/Peter Svec

inside your business. today.Dienstag, 9. April 2013 – 33

© Accedo Austria

© Francis Peyrat

cheers! © Römerquelle

medianet

Römerquelle emotion himbeere/chili, afri sugarfree, Yo Fresh Orange-Mango-Limette, Mautner Markhof Feine Fruchtsirupe. Seite 37

Sesselkleber

Hermann Deitzer ist Vice President globales Klebstoffgeschäft bei Henkel  Seite 38

Zucker-Bashing macht AF-Industrie zu schaffen

© EPA

short

Mitreden Die Hypermarktkette Interspar will künftig Verbraucher näher an die Produktentwicklung im Non Food heranführen: Auf der Online-Plattform „Red’ mit“ können User ihre Produktideen vorstellen – diese werden dann evaluiert, diskutiert und im optimalen Fall von Interspar prämiert und auch produziert. Seite 36

© EPA

© Spar/Eva-Maria Repolusk

Familienclan Nicht zuletzt dank Donatella Versace machte der Mailänder Familienkonzern im letzten Jahr Rekordgewinne. Der Umsatz stieg um 20% auf 408,7 Mio. €, der Nettogewinn stieg von 7,9 Mio. € auf 8,5 Mio. €. Damit nicht genug: Die Eigentümerfamilie Versace will den Umsatz bis 2014 auf 500 Mio. € steigern. Seite 35

Neuer Lieblingsfeind Die Medien haben sich derzeit auf den „Problemstoff“   Zucker eingeschossen. Große Getränkehersteller reagieren mit Zero-Varianten, Stevia-Drinks und sensibilisierende Werbekampagnen. Seite 34

Online-Handel 300 Mio. € investiert Otto-Group ins strategisch wichtige Internet-Geschäft

© Unito Versand & Dienstleistungen/APA-Fotoservice/Rastegar

Otto investiert in E-Commerce

Harald Gutschi ortet im E-Commerce weiterhin große Wachstumschancen.

Wien. Von der Dynamik des OnlineHandels will die Otto Group profitieren. Bis 2015 sind Investitionen in Höhe von 300 Mio. € geplant. Damit soll der Aufbau vielversprechender Start-ups vorangetrieben werden, ebenso konzentriert sich die Gruppe auf die Weiterentwicklung bestehender MultichannelEinzelhändler. In Österreich will man bei einem Online-Wachstum von 15 bis 20% pro Jahr einen E-Commerce-Anteil von 85% bis zum Jahr 2015 erreichen. Die Marken Universal, Otto und Quelle in Österreich sowie Ackermann und Quelle in der Schweiz

(sie bilden zusammengefasst die Unito Versand & Dienstleistungen GmbH) konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 (per 28. Februar 2013) ihren Umsatz auf 278,7 Mio. € steigern. „Wir sind mit Universal, Otto und Quelle optimal auf die Zukunft vorbereitet. Unsere gute Entwicklung der vergangenen Jahre gibt uns die Kraft, maßgebliche Investitionen in strategisch wichtige Bereiche umzusetzen; Wachstumsmotor in Zukunft wird der boomende Eund M-Commerce bleiben“, freut sich Harald Gutschi, Sprecher der Unito-Gruppe. (red)


t i t e l st o r y

Dienstag, 9. April 2013

© Vöslauer; dpa/Jens Büttner

34 – medianet retail

Vöslauer-Chef Alfred Hudler (links) und Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz: Mit unterschiedlichen Rezepten reagieren die beiden Getränkeunternehmer auf veränderte Marktverhältnisse. Red Bull bringt nebst seiner Light-Variante ein Zero-Produkt mit null Kalorien in die Regale, Alfred Hudler möchte trotz starkem Eigenmarkendruck und nachlassendem Wachstum zur Nummer eins im Near Water-Segment werden.

Alkoholfrei Energy Drink-Riese Red Bull bringt Zero-Variante auf den Markt, Coca-Cola lanciert Sprite aus Zucker-Stevia-Mix

Die Suche nach dem Softdrink Mehrweganteil bei Getränkeverpackungen in Österreich nach Jahren des Rückgangs wieder im Steigflug. natalie oberhollenzer

Wien. „Die Droge Zucker“, „süße Sünde“, oder „Zucker, gefährlicher als Alkohol und Nikotin“ – mit diesen Worten titelten auffällig viele, oft namhafte Zeitschriften in den vergangenen Wochen. Es schaut ganz so aus, als ob die Presse einen neuen Lieblingsfeind gefunden hat: Böse Kalorien, versteckt in Lebensmitteln, in denen sie der Durchschnittsverbraucher nicht vermutet. Nicht selten gerät die AF-Getränkeindustrie ins Visier der Kritiker. Softdrinks in XXL-Bechern oder das neue In-Getränk aus den

USA, der auf den ersten Blick unterm gesunden Mäntelchen daherkommende „bubble tea“, sind rote Tücher für die immer größer werdende Schar der Anti-Fett-Soldaten. Die Hersteller müssen jetzt reagieren.

Doppelt null: Zero Total Zero Der Salzburger EnergydrinkHersteller Red Bull tat dies mit dem Launch eines neuen Produkts namens „Red Bull Zero“. Der Aufputscher mit null Zucker und null Kalorien ist in den USA bereits seit dem Vorjahr unter den Namen „Red Bull Zero Total Zero“ auf

dem Markt, jetzt sollen auch die Österreicher auf den Geschmack kommen. Mitbewerber Coca-Cola, der seine Zero-Cola schon seit 2005 verkauft, setzt dem ZuckerBashing eine globale Aufklärungskampagne entgegen. Aktuell wirbt der Getränkeriese mit einem Spot, in dem einfache Bewegung wie Gassi gehen mit dem Hund oder Luftballons aufblasen als Kalorienverbrenner propagiert werden. Außerdem setzt Coca-Cola bei immer mehr Softdrinks auf das Süßkraut Stevia. Die Limo Sprite etwa gibt es in Frankreich und künftig auch in Großbritannien nur mehr in der einer Stevia-Zucker-Mixvariante.

Umwelttechnik Werbeschild extrahiert Wasser aus Luftfeuchtigkeit

Trinkwasser aus einer Reklametafel

Bujama. Wenn das kein guter Einfall ist: Peruanische Forscher haben in Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur eine Reklametafel entwickelt, die aus Luftfeuchtigkeit Trinkwasser extrahiert. Mithilfe der Werbefläche, die in der Nähe der Hauptstadt Lima am Straßenrand steht, wird Wasser gewonnen, indem Bestandteile, die nicht ins Trinkwasser gehören, herausgefiltert werden. Dabei kamen nach Angaben der Forscher innerhalb von drei Monaten 9.450 l sauberes Trinkwasser zusammen, berichtet das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

13 Millimeter Niederschlag im Jahr bei 80 Prozent Luftfeuchtigkeit Die Tafel steht in Bujama, einem Ort südöstlich der Hauptstadt, in dem viele Bewohner ihr Wasser aus verschmutzten Quellen holen. Die 8,5 Mio. Einwohner zählende Metropole Lima liegt in der großen Wüste, die sich entlang der Pazifikküste des südamerikanischen Kontinents erstreckt. Wie viele Städte der Anden kämpft Lima mit Wasserknappheit: In der Region fallen jährlich gerade einmal 13 Millimeter Niederschlag, die Luftfeuchtigkeit dagegen beträgt oft über 80%.

Hierzulande schon früher auf den Stevia-Zug aufgesprungen ist die Firma Radlberger mit ihrer Marke „Stevita“; mit der Ende 2011 lancierten AF-Linie agieren die Niederösterreicher allerdings bisher eher in einer Nische. Ein richtiger Sog konnte noch nicht entwickelt werden, Neo-Chef Bernhard Prosser sieht das auch in der in Sachen Stevia eher verhaltenen Vorgehensweise des Mitbewerbs begründet. Die Zeiten des Turbo-Wachstums schon hinter sich gebracht hat indes das einst so gefeierte Near Water-Segment. Als gesunde Alternative zur Limo gepriesen, kamen die Kunden bald drauf, dass das durchsichtige Feigen-Mandarinen-Wässerchen so kalorienarm doch nicht ist. Die Verkaufszahlen stagnieren, wie Vöslauer-Chef Alfred Hudler zu berichten weiß. Die „Balance“-Linie stagnierte im Vorjahr bei 19 Mio. € (-0,3%), die Preisschlacht der Handelseigenmarken in diesem Segment habe dem Unternehmenschef zufolge auf die Erlöse gedrückt. Mit einen Marktanteil von 30% liegt Vöslauer hinter Römerquelle Emotion mit seinen 40% auf Platz zwei. In den kommenden Jahren will Hudler zur Nummer eins aufschließen.

Trendwende bei Mehrweg Doch nicht nur mit den Gesundheits- und Schlankheitsfanatikern muss die Getränkeindustrie ak-

tuell Kämpfe ausfechten; auch in Umwelt-, sprich Verpackungsbelangen besteht Handlungsbedarf. So liegt die Mehrwegquote bei Getränkeverpackungen in Österreich noch bei vergleichsweise geringen 22%. Das Gute daran: Nach Jahren mit deutlichen Rückgängen ist die Zahl nun erstmals nahezu konstant geblieben. 2011 soll der MehrwegAnteil nur mehr um 0,2 Prozentpunkte auf 21,9% geschrumpft sein. Im Jahr davor ging die Quote um 0,5 Punkte und 2009 noch um 2,2% zurück, vermelden die Wirtschaftskammer und die Arbeiterkammer in einer gemeinsamen Aussendung. Die Sozialpartner werten das als Erfolge ihres Maßnahmenkatalogs zur Absicherung des Mehrwegflaschenanteils. In Deutschland fährt die Politik schärfere Geschütze auf: Umweltminister Peter Altmeier plant eine Kennzeichnung von Getränkeverpackungen in deutschen Supermärkten. Er will Supermärkte verpflichten, am Regal Hinweise anzubringen, welche Packungen Einweg und welche Mehrweg sind. Der Mehrweganteil, der seit 2004 von 70% auf derzeit rund 50% gesunken ist, soll dadurch wieder anziehen. Der Handel ist empört. Die Kosten, die auf die Ladenbetreiber zukämen, seien „deutlich zu niedrig veranschlagt“, schimpft Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland. Von der Regelung wären rund 125.000 Unternehmen betroffen.


short

Gewinn auf Italienisch: Prada auf Rekordkurs Mailand. Das Modehaus Prada trotzt der Rezession. Der Konzern meldete für 2012 ein Wachstum des Nettogewinns von 44,9% auf 625,7 Mio. €. Der Umsatz stieg um 29% auf 3,29 Mio. €, teilte das in Hongkong notierte Unternehmen mit. Das EBITDA, das auf 1,053 Mrd. € geklettert ist, macht 31,9% des Umsatzes aus. „2012 haben wir einen neuen Rekord sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn erzielt“, freute sich PradaGeschäftsführer Patrizio Bertelli.

medianet retail – 35

Übernahme Luxuskaufhauskette wechselt den Eigentümer: Investoren vom Golfstaat kaufen sich in Paris ein

Printemps gehört Katar Deutsche Bank gibt bisherige Beteiligungen ab. Paris. Die französische Luxus-Kaufhauskette Printemps wird an Investoren aus dem reichen Golfstaat Katar verkauft. Nach Angaben des bisherigen Holding-Chefs Maurizio Borletti hat die Deutsche Bank dem geplanten Geschäft zugestimmt, die zuletzt 70% Anteil an dem Traditionsunternehmen hatte.

Größte Beauty-Abteilung Die Katarer haben laut Borletti Investitionen von 270 Mio. € zugesichert. In Paris, Marseille sowie bei Nizza sollten in den nächsten Jahren neue Kaufhäuser eröffnet werden, sagte der Italiener der

französischen Wirtschaftszeitung Les Echos. Borlettis Beteiligungsgesellschaft hatte Printemps 2006 zusammen mit dem DeutscheBank-Unternehmen RREEF für 1,075 Mrd. € gekauft. Nach Informationen von Les Echos zahlen die Katarer nun 1,6 Mrd. € . Investoren aus dem ölreichen Zwergstaat hatten zuvor mehrere Pariser Luxushotels sowie den Fußballclub Paris Saint-Germain gekauft. Zu Printemps gehören zwei Dutzend Kaufhäuser, davon eines in Japan. Das Haupthaus am Boulevard Haussmann in Paris rühmt sich, die größte „Beauty-Abteilung“ der Welt zu haben. (red)

Das „Frühlingshafte“ Traditionskaufhaus Printemps hat ab sofort neue Geldgeber.

© EPA

Familienmode en vogue: Versace im Aufwind

R e ta i l & Pr o d u c er s

© Francis Peyrat/CC Lizenz

Dienstag, 9. April 2013

Donatella Versace trägt mit ihren Ideen zum Erfolg des Unternehmens bei.

Mailand Versace hat nach mehrjährigen Sanierungsbemühungen das Jahr 2012 mit einem kräftigen Umsatzwachstum abgeschlossen. Der Umsatz stieg um 20% auf 408,7 Mio. €. Der Nettogewinn stieg von 7,9 Mio. € auf 8,5 Mio. €, teilte das Unternehmen mit. Das EBITDA kletterte um 15% auf 44,5 Mio. €. Aus den USA, dem dynamischsten Markt für Versace, gibt es ein Umsatzplus von 46%, in Asien eines von 38% und in Europa stieg der Umsatz um 7%. Versace stellte einen Investitionsplan in Höhe von 25 Mio. € vor, der vor allem China, die USA, Europa und Brasilien betrifft und neue Standorte in Rom oder Florenz einschließt. Die Eigentümerfamilie Versace will den Umsatz bis 2014 auf 500 Mio. € steigern. Geschäftsführer Gian Giacomo Ferraris schloss Pläne für einen Börsengang aus. Die Familie Versace wolle die mehrheitliche Kontrolle am Unternehmen bewahren, meinte er.

Jetzt Neu

Modelabel Gucci will Richard Ginori kaufen

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© EPA

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Richard Ginori-Mitarbeiter hoffen auf einen neuen Job unter der Marke Gucci.

Cadempino. Das italienische Mode­ label Gucci will die italienische Porzellanmanufaktur Richard Ginori übernehmen. Die Modefirma hat ein Angebot von 13 Mio. € für die toskanische Manufaktur eingereicht, die seit dem vergangenen Jahr pleite ist und unter Aufsicht eines Insolvenzverwalters steht. Damit sollen 250 Jobs gerettet werden. Ziel sei, ein historisches Florentiner Unternehmen, ein Symbol für Qualität und Kunst, zu retten, hieß es in einer Gucci-Aussendung. Bisherige Übernahmeangebote verliefen erfolglos.

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r e ta i l & pr o d uce r s

36 – medianet retail

Karstadt stellt sich eine schlechte Prognose aus Frankfurt. Bei Karstadt entwickeln sich die Umsätze laut WirtschaftsWoche schlechter als geplant. Der Warenhauskonzern rechne in diesem Jahr mit einem Erlös von 3,129 Mrd. €, das seien 232 Mio. € weniger als bisher geplant. Dieser Trend soll sich prolongieren. So erwarte Karstadt 2016 einen Umsatz von 3,336 Mrd. €, das seien sogar 375 Mio. € weniger als noch in der Mittelfristplanung von 2011 erwartet worden seien. (APA)

Abverkauf-Niedermeyer macht Rekordumsätze

Produktentwicklung Hypermarkt Interspar bringt unter dem Titel „Red’ mit“ die direkte Demokratie in den Handel

Neuer Trend: Co-Creation Via Online-Plattform fallen Entscheidungen über die Sortimentsgestaltung der kommenden Saison. Salzburg. Wollten Sie immer schon einen Tischtennistisch mit „runden Ecken“? Ein Kleinmöbel mit Halterungen für die vielen Fernsteuerungen, die im Haushalt so unabdinglich sind? Vorschläge dieser Art können Erfinderische jetzt der Hypermarktkette Interspar nahebringen – mit der Chance darauf, dass diese dann tatsächlich umgesetzt werden. Mittel zum Zweck ist die Online-Plattform „Red’ mit“. Was der Händler damit etabliert, kennt man international unter dem Begriff „Co-Creation“. Für den heimischen Handel ist das zumindest ein kleiner Meilenstein bei der Einbindung von Kundenideen.

© Accedo Austria/APA-Fotoservice

Meilenstein Co-Creation

Umsätze wie sonst zu Weihnachten erzielte Niedermeyer in 53 Filialen.

Wien. Der Abverkauf der insolventen Elektrokette Niedermeyer in den künftig geschlossenen 53 Filialen war offenbar ein Erfolg: Von Donnerstag bis Samstag seien „Umsätze wie zu Weihnachten erzielt“ worden, erklärte GF Werner Weber. Nun bietet man in 45 weiter geöffneten Filialen 10% Preisnachlass auf alle Apple-Produkte.

Interspar Österreich-Geschäftsführer Markus Kaser erklärt die Sache: „Auf ‚intersparmarkt.at/ redmit‘ haben Konsumenten, Interessierte und Fans seit Mitte März die Chance, innovative Ideen und Vorschläge zu den unterschiedlichsten Themen rund um unsere Non-Food-Produktwelten einzureichen. Was hat Ihnen bei Interspar bisher gefehlt? Für welches Problem in Küche und Haushalt suchen Sie das passende Gerät zur Lösung? Das sind Fragen, die wir der Community stellen.“ Im Rahmen der „Red’ mit“-Plattform werden also Ideen von anderen Usern evaluiert und diskutiert. Alle fünf Wochen lanciert Inter-

© Spar/Eva-Maria Repolusk

short

Dienstag, 9. April 2013

Interspar führt die direkte Demokratie im Handel ein: Auf intersparmarkt.at/redmit können Kunden Ideen zum Sortiment einbringen.

spar ein neues Thema, den Auftakt macht derzeit „Spielen im Freien“.

Kunden reden mit „Wir sind das erste Handelsunternehmen in Österreich, in dem die Kunden bei der Sortimentsgestaltung mitreden können“, meint Kaser. „Wir übertragen das historische Prinzip der direkten Demokratie in den Handel und in die heutige Zeit.“ Wie auch bei der

direkten Demokratie vergeht ein wenig Zeit zwischen Idee und Realisation, „die besten Ideen haben aber die Chance, dass sie schon in der nächsten Saison bei Interspar zu finden sein werden“. Für Einreichen, Abgeben von Bewertungen oder das Schreiben von Kommentaren erhält der User „INs“ – mittels welcher Preise gewonnen werden können. Zusätzlich wird aus den Einreichungen zum jeweiligen Thema ein Sieger mit einem Haupt-

preis bedacht. Spontan Kreative können übrigens auch via Smartphone mitmischen. (nov)

Facts Interspar Red’ mit Auf der Online-Plattform wendet sich der Händler direkt an Kunden, um sie in die Produktentwicklung im Non Food-Segment miteinzubeziehen. International gesehen ist das als Co-Creation bekannt, hierzulande ist Interspar damit Pionier.


Dienstag, 9. April 2013

a l ko h o l f r e i e g e t r ä n k e

medianet retail – 37

Himbeere meets Chili, Orange flirtet wild mit Mango & Limette Product News Römerquelle emotion himbeere/chili, afri sugarfree, Yo Fresh Orange-Mango-Limette, Mautner Markhof Feine Fruchtsirupe. afri geht in ihrer kalorienreduzierten Variante afri sugarfree mit neuer Rezeptur an den Start. Im Verbrauchertest schnitt die trendorientierte Geschmacksrichtung mehr als nur positiv ab: Der Blindtest im Bezug auf Geschmack, Süße, Säure sowie Geruch ergab eine gleichwertige und teils sogar deutlich bessere Benotung als die Light- und Zero-Versionen führender Cola-Mitbewerber. Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Relaunch afri sugarfree 0,2 l, 1 l Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG LEH, Gastronomie Mineralbrunnen, Tel.: 07563/9102-0

Römerquelle emotion startet mit scharfen Früchtchen in den Sommer: Die neue Summer Limited Edition Römerquelle emotion himbeere|chili verschärft ab Anfang April die Sinnesfreuden und erfrischt in der 1 lPET-Flasche erneut mit außergewöhnlichen Genussmomenten. Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Römerquelle emotion himbeere/chili Coca-Cola LEH Coca-Cola, Tel.: 01/66 171 0

© Römerquelle; afri; Eckes-Granini Austria

Die im Jahr 2011 erfolgreich eingeführte Subrange Yo Fresh wird im April um die exotische Sorte „OrangeMango-Limette“ erweitert. Yo Fresh Orange-MangoLimette überzeugt durch die Kom­ bination aus erfrischenden Zitrusfrüchten und fruchtig-süßer Mango, die für einen Hauch Exotik sorgt. Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Yo Fresh Orange-Mango-Limette Eckes-Granini Austria GmbH LEH Granini, Tel.: 07224/41888-0

Mautner Feine Fruchtsirupe

Neue Etiketten

© Mautner Markhof

Wien. Ab dem Frühjahr präsentieren sich die sieben Sorten der „Feinen Fruchtsirupe“ von Mautner Markhof mit neu gestalteten Etiketten. Der einheitliche grüne Hintergrund sorgt für ein frisches Erscheinungsbild, die größere Sortenbezeichnung und die Fruchtabbildungen sorgen für Aufmerksamkeit. Zudem präsentiert das Unternehmen eine Verpackungsneuerung: Ab heuer sind alle 0,7 l-Flaschen mit einem neuen Klappverschluss ausgestattet.

Die Feinen Fruchtsirupe von Mautner Markhof glänzen in neuen Etiketten.

Sport und Coca-Cola: Damit der aktive Lebensstil immer gewinnt. Damit die Balance zwischen Ernährung und Bewegung stimmt, fördert Coca-Cola gemeinsam mit Partnern in ganz Österreich die Lust am Sport. So weckt z.B. der Coca-Cola Cup bei den Fußballhelden von morgen spielend die Freude an der Bewegung. Darüber hinaus ebnet Coca-Cola als Partner des ÖFB bereits seit 2004 Österreichs Nachwuchsspielern den Weg in eine sichere torreiche Zukunft. Weil Fußball den Spaß an einem gesunden und aktiven Lebensstil so richtig ins Rollen bringt.


s h o p ta l k

38 – medianet retail

Dienstag, 9. April 2013

Gourmetköchetreffen Hamburg Moet & chandon

© Rolling Pin

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1. Jürgen Pichler, Nespresso Lady, Karlheinz Hauser; 2. Stefan Marquard, Manfred Huber, Karlheinz Hauser; 3. Mike Süßer, Mann mit Schal, Reinhard Hanusch, Andreas Schweiger und Nico Burkhardt.

© Andreas Tischler

Auf der „Internorga“ im Mittelpunkt des Geschehens 2

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1. Beim Frühlingsschmücken: Anton Birnbaum und Gabriela Benz; 2. Unterschrift auf der Champagnerflasche: Céline Roschek; 3. Missy May und Konstanze Breitebner; 4. Andrea Buday wünscht sich farbenfroh den Frühling.

Eine „Spring Awakening Party“ für Frühlingsstimmung

Ein Frühlingsgruß mit Champagner

Anton Birnbaum und Gabriela Benz.

Spritzig In der Osterwoche lud das Champagnerhaus Moët & Chandon zur „Sparkling Spring Awakening Party“ in die Wiener „Le Moët“ Bar. Zahlreiche Gäste trotzten in frühlingshaften Outfits nach dem Motto „Visualized Spring“ dem kalten Wetter und feierten mit RoséChampagner, exquisitem Catering und sommerlichen DJ-Tunes den Frühling herbei. Das passierte nicht zuletzt durch die frühlingshafte Deko, dazwischen eine Moet-Flasche, auf der die Promis unterschrieben. Danach durften sie es sich im eigenens angelegten Gras gemütlich machen – fast so wie draußen im Frühling. Da so viel Prominenz gekommen war, dürfte dieses Ansinnen doch letztlich Erfolg gehabt haben. Mit dabei waren unter anderem: Céline Roschek, Konstanze Breitebner, Uwe Kröger, Missy May, Sandra Pires, Niko Fechter, Andrea Bocan u.v.m. (red)

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90.000 Besucher und ein breites Fachpublikum Insgesamt hatte die Internorga, die Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt, 90.000 Besucher, mehr als die Hälfte davon sind auf der Leitungsebene ihres jeweiligen Unternehmens angesiedelt. Die hohe Fachlichkeit der Besucher begeisterte die Aussteller, die „10. Ringstrassen Galerien Desiihrerseits mit vielen innovagner Award“ am 17. April in den tiven Angeboten überzeugten. Ringstrassen-Galerien, 1010 Mehr als 1.200 Unternehmen Wien, Kärntner Ring 5–7 aus dem In- und Ausland haFashion-Show ab 20:30 Uhr. ben ihre Produkte, Dienstleiswww.ringstraßengalerien.at tungen und Konzepte präsentiert. (red)

LADEN-HÜTERIN

Von daher … lieber Fliegen fressen!

© Lupi Spuma

© Henkel/Peter Svec

Außergewöhnlich Rolling Pin & Lohberger haben die größte Gastronomiefachmesse Deutschlands gerockt. Daher fand genau dort das Gourmetköchetreffen als das Who is Who der deutschen Kochszene statt. Diese folgten der Einladung von Österreichs Gastronomiefachmagazin Rolling Pin; unter anderem dabei: Manfred Huber (Geschäftsführer Lohberger), Karlheinz Hauser, Jürgen Pichler (Herausgeber Rolling Pin).

Produkt des tages

Kopf des Tages

Hermann Deitzer (52) ist seit 1. April Vice President für das globale KlebstoffGeschäft für Konsumenten, Handwerker und Bau von Henkel. Er leitet damit den weltweiten Verkauf von Marken wie Pattex, Ceresit, Loctite oder Metylan im Doit-yourself-Bereich und ist für einen Umsatz von rund 2 Mrd. € verantwortlich. Der gebürtige Wiener startete seine Henkel-Karriere vor 27 Jahren. Ab 1990 kümmerte er sich im Business Development Klebstoffe um die Expansion in Osteuropa; seit 2005 ist er als Leiter Adhesive Technologies CEE tätig, seit 2008 verantwortete er außerdem das weltweite Baustoffgeschäft.

Voll gerockt: Rolling Pin & Lohberger

Farbenfroh In ihrer aktuellen Frühjahr/Sommer-Kollektion 2013 feiert Lena Hoschek ein mexikanisches Volksfest. Die Kollektion: farbenprächtige Stickereien, folkloristische Aztekenmuster und verspielte Fransen- und Pompon-Applikationen. Starke Farben und interessante Kontraste geben auch beim Make-up den Ton an. In Kooperation mit Maybelline Jade, essie und L’Oréal Professionnel hat Hoschek diesen farbenfrohen Look am Set in Mexiko entwickelt. Alle Produkte von Maybelline Jade und essie sind in Drogerie- und Verbrauchermärkten erhältlich, L’Oréal Professionnel-Produkte exklusiv beim L’Oréal Professionnel-Friseur und die aktuelle Frühjahr/Sommer-Kollektion 2013 von Lena Hoschek ist in allen Lena Hoschek Shops zu sehen.

Alexandra Binder

D

er Z. hat´s nicht so mit Einkaufen, braucht aber ein Jogginghoserl. Ich stell mir vor, das müsse doch easyest nebenbei mitzunehmen sein. Wo man doch eh zum Wochenendeinkauf muss und die Meidlinger Hauptstraße ums Eck ist... Praktisch gedacht, aber praktisch denken darf man sich abgewöhnen in dieser Handelslandschaft. Station Nr. 1 H&M: Gefühlt halb Wien wühlt sich durch die Kollektion für den nicht vorhandenen Frühling. Jogginghosen gibt es. Zwei Stück. In XXL. Verkäufer gibt es tendenziell eher nicht und wenn doch, dann Trainierte, die schneller davonlaufen, als ich mitkann und im Vorüberjoggen Auskünfte verteilen: „Lager haben wir keins, wenn nichts dahängt, gibt´s nichts. Von daher...“. Alles Klar. Station 2: C&A: Same Game. Verkäuferanzahl im EG: zero; in Stock eins: zwei – an der Kassa. Die zwitschern eh echt freundlich, sie seien heute nur zu dritt. Und von daher... Verstehe. Des Joggers Glück finde ich irgendwann selbst. Aber nur in kurzgestellter Form, die Z. höchstens bis zum Knöchel geht. Wenn überhaupt. Von daher muss ich tatsächlich eins bei Station 3 kaufen: Intimissimi. Wo ich dort doch nie wieder hinwollte, weil deren Umtauschpolitik ein Witz ist. Aber in der Not frisst der Teufel Fliegen. Von daher. a.binder@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Europavergleich In Österreich beträgt die durchschnittliche Wartezeit an der Supermarktkasse 2,71 Min., in Griechenland 13,72.


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