Issuu on Google+

retail

Freitag 8. Februar 2013 – 13

© Rewe Int.

inside your business. today. 

süsse versuchung

Merkur Dinkel-Krapfen, Spar Pangasius-Filet, Asbach Sonder­edition und Heringschmaus bei Nordsee. Seite 17

Verknackt

Karriere

Schweizer Milchriese Emmi schraubt Umsatz kräftig nach oben  Seite 15

Die Chefs des Modelabels Mariella Burani wurden verurteilt  Seite 16

Robert Renz wird die Filialorganisation von Spar in Wien übernehmen  Seite 18

© Spar

zugelegt

© EPA

© Emmi

medianet

Aktuelle Kaffeetrends: Nachhaltig & Premium

© APA/Roland Schlager

short

© APA/Barbara Gindl

Am Pranger ArbeiterkammerPräsident Herbert Tumpel (Bild) schoss am gestrigen Donnerstag scharf gegen die Intransparenz der Bundeswettbewerbsbehörde in Sachen Milchpreiskartell. Lediglich sechs Zeilen habe diese im Fall veröffentlicht, der Konsument werde über Hintergründe im Ungewissen gelassen. Seite 15

© EPA

Produktion läuft Die Reihe der Interessenten für die NiemetzSchwedenbombe liest sich wie das Who is Who der Süßwarenbranche im Lande: Manner, Guschlbauer und Heindl werden als mögliche strategische Partner gehandelt. Mittlerweile läuft bei Niemetz die Produktion dank Factoring wieder auf Normalbetrieb. Seite 16

Starke Bohne Ohne Herkunftsbezeichnung und nachhaltiges Siegel wird sich bald kein Kaffee mehr verkaufen lassen, sind Hersteller überzeugt. Da sich auch der Welthandelspreis bei Kaffee beruhigt hat, steht Qualität im Fokus. Seite 14

Spar punktet mit „Health Card“

Adeg: Anruf genügt

Salzburg. Seit 2011 gibt es bei Spar die Initiative „Gesund bei Spar“. Am 6. Februar wurde dieses Engagement mit dem „Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung“ gewürdigt. Mehr als 1.000 Mitarbeiter können eine Vielzahl an Gesundheitsaktivitäten nutzen. Inkludiert sind etwa Impfungen, Sehtests, Lauftreffs, Massagen, Vorträge. Hauptmedium für die Gesundheitsaktivitäten ist der Gesundheitspass „Spar Health Card“. „Gesundheit ist auch eine Gemeinschaftsaufgabe ist“, meint dazu Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel. (red)

Perchtoldsdorf. Bei Adeg Unger in Perchtoldsdorf können Kunden neuerdings auch telefonisch bestellen. Mitarbeiter nehmen die Bestellung entgegen und stellen den Einkaufskorb am gleichen Tag zu. „Wir wollten ein Rundum-Service bieten“, erklärt Erich Unger die Idee. „Mit unserer Hauszustellung ersparen sich unsere Kunden viel Zeit; das kann für Berufstätige genauso interessant sein wie für Senioren.“ Für den telefonischen Einkauf gelten die gleichen Preise wie im Adeg-Markt, die Zustellung ist ab einem Einkaufswert von 70 € kostenlos. (red)

Siegfried Schluckner (Gebietskrankenkasse Sbg.), Spar-Betriebsärztin Andrea Tögel, Nicole Berkmann, Renate Fellner-Färber (beide: Spar), Minister Alois Stöger.

© Rewe International/Voglhuber

Neuer Service Erich Unger etabliert Telefonbestellung

© Wildbild

Ausgezeichnet „Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung“ an Spar verliehen

Adeg-Kaufmann Erich Unger bietet ­seinen Kunden Bestellung per Telefon.


ti t e l sto r y

Freitag, 8. Februar 2013

© Tchibo Eduscho; Starbucks

14 – medianet retail

Sam ant ha Yarwood Harald J. Mayer

Trends am Kaffeemarkt Qualität bleibt wesentliches Thema, Herkunft des Produkts spielt immer größere Rolle

Guten Gewissens den Morgenkaffee genießen

Die Starbucks-Marketing Directorin für Österreich und die Schweiz und der Chef von Eduscho-Tchibo Österreich blicken entspannt auf den Kaffee­ markt 2013: Aufgrund der guten Ernte des Vorjahrs sind aus heutiger Sicht keine gröberen Veränderungen am Kaffeepreismarkt zu erwarten.

Ernterekorde des Jahres 2012 lassen für heuer eine Entspannung beim Kaffeepreis erwarten. Jutta Maucher

Wien. Kaffee ist aus dem Leben der Österreicher praktisch nicht wegzudenken. Mit einem ProKopf-Verbrauch von 7,2 kg bzw. 162 l jährlich liegen wir im europäischen Mittelfeld. Immer mehr hinterfragen die Konsumenten allerdings die Qualität und die Herkunft dieses Produkts. Für Meinl ist Qualität die oberste Prämisse – oder wie es aus dem Unternehmen heißt: „Kompromisslose Qualität liegt im Trend; unsere Stärke ist in diesem Sinne die feine Wiener Röstung, Herzstück der Wiener Caféhauskultur.“ Viele andere Anbieter überschlagen sich dagegen in Sachen Nachhaltigkeit mit ihren diesbezüglichem Tun und betonen dabei regelmäßig, dass nachhaltig erzeugter Kaffee ohnedies auch die Qualität verbessert.

Kaffee mit Glücksgarantie Das am Weltmarkt tätige Unternehmen, Mondelez International, in Österreich vertreten mit Jacobs, beispielsweise prolongiert seit vergangenem Herbst die Devise „Coffee Made Happy“. Dabei handelt es sich um eine Initiative, deren Ziel es ist, den Kaffeebauern zu besseren Lebensbedingungen zu verhelfen. „Für die Farmer, für die Umwelt und für unser Unternehmen ist dies die richtige Entscheidung. Gemeinsam können wir dazu beitragen, den Kaffeeanbau

für künftige Generationen attraktiver zu machen“, so Hubert Weber, President Global Coffee, Mondelez Bremen. Weber kann auch bereits gestartete Förderprogramme in Vietnam und Peru berichten. Nespresso wiederum arbeitet schon seit vielen Jahren mit der Umweltorganisation „Rainforest

„Grundsätzlich geben wir Preiserhöhungen so spät wie möglich, Senkungen jedoch so bald wie möglich an unsere Kunden weiter.“ Harald J. Mayer GESCHÄFTSFÜHRER Tchibo

Alliance“ zusammen mit dem klaren Ziel, Qualität und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Chris Wille, Rainforest Alliance, überzeugt diese Partnerschaft mit dem Kaffeehersteller, wie er öffentlich sagte: „Nachhaltigkeit ist für jene, die sie wollen, eine Reise; unser Zertifikat bescheinigt ihnen, dass sie auf dem rechten Weg sind. Eine gut geführte Kaffeefarm ist in den Tropen die zweitbeste Sache

nach einem wirklichen Regenwald. In ihrem Endprodukt kann man den Schmetterling, den Vogelgesang, mit einem Wort die Nachhaltigkeit, schmecken.“

werden 100% unseres Kaffees von Dritten zertifiziert werden, wie etwa ‚CAFE Practices‘ oder ‚Fairtrade‘.“

Rainforest Alliance & Co

Qualität und Nachhaltigkeit ist die eine Seite, die Konsumenten bei Kaffee interessiert, die andere betrifft den Preis. Von Julius Meinl heißt es zu dem Thema: „Viele unserer Kunden begleiten wir seit Jahrzehnten; in diesem Sinne haben wir in den vergangenen Jahren versucht, die extremen Kaffeepreissteigerungen soweit es ging abzufangen, unser Unternehmensergebnis war entsprechend davon betroffen. Die derzeitige Preissituation bei ‚Arabica Kaffee‘ sorgt natürlich für Entspannung“, heißt es aus dem Unternehmen. In diese Richtung argumentiert auch Eduscho-Tchibo Chef Mayer: „2012 hat es gute Ernten gegeben, auch die Spekulationen am Rohkaffeemarkt haben sich wieder beruhigt. Wir beobachten einen Abwärtstrend auf den Märkten und gehen davon aus, dass dieser nachhaltig ist. Daher haben wir die Kaffeepreise bereits gesenkt, bei gleichbleibend höchster 100% Tchibo Arabica Qualität. Grundsätzlich geben wir Preiserhöhungen so spät wie möglich, Senkungen jedoch so bald wie möglich an unsere Kunden weiter.“ Starbucks-Österreich Chefin Yarwood ergänzt: „Unser Ansatz ist es, beim Kauf von Kaffee direkt

Der in Österreich dominante Hersteller Tchibo setzt ebenfalls auf diesen spürbaren Trend der Nachhaltigkeit. „Als erster Anbieter auf dem österreichischen Markt verwendet ‚Tchibo Cafissimo‘ seit August 2012 für alle bereits eingeführten und neuen Cafissimo Sorten ausschließlich Kaffees aus zertifiziert nachhaltigem Anbau“, so Eduscho-Tchibo Chef Harald J. Mayer, der weiter ausführt: „Alle Rohkaffees des Cafissimo Sortiments stammen zu 100 Prozent von Kaffeefarmen, die den Anforderungen des Zertifizierungsstandards der ‚Rainforest Alliance Certified‘ oder dem Nachhaltigkeitsprogramm von ‚UTZ Certified‘ entsprechen. Somit leisten Kaffee-Genießer mit jeder Tasse Cafissimo einen Beitrag zum Schutz der Natur und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in den Ursprungsländern der Tchibo Kaffees.“ Und Starbucks, seit Kurzem auch erfolgreicher Ready-to-Drink-Anbieter im LEH, hat sich dazu verpflichtet, allen Kaffee ethisch korrekt und fair gehandelt zu kaufen. Samantha Yarwood, Marketing Director Österreich und Schweiz : „Wir haben zudem ein kühnes Ziel – bis 2015

2013: Jahr des Aufschwungs

mit den Produzenten und Brokern gemeinsam einen Preis zu fixieren, welcher der Qualität des Kaffees gerecht wird, aber auch die ökologischen und sozialen Auswirkungen, die durch die Produktion ausgelöst werden, berücksichtigt. Wir kaufen Kaffee mit Festpreis und Zukunftspreis und mit Abnah-

„Wir haben ein kühnes Ziel: Bis 2015 sollen 100 Prozent unseres Kaffees von Dritten zertifiziert werden, wie ‚CAFE Practices‘.“ Samantha Yarwood, Marketing Director Starbucks

meverpflichtungen, welche es uns ermöglichen, vorab und für mehrere Monate eine Versorgung mit hochwertigem Kaffee zu Fixpreisen zu garantieren.“ In diesem Sinne sei es auch geradezu logisch konsequent, Premium-Preise für Premium-Qualitäts Kaffee zu bezahlen. Starbucks sei daher preislich auf Marktlinie mit dem Espresso zu 2,20 €, dem Latte zu 3,70 € und dem Cappuccino zu 3,70 €.


r e tai l & p r o d u c e r s

Freitag 8. Februar 2013

medianet retail – 15

Kartellrecht Arbeiterkammer fordert mehr Transparenz von Bundeswettbewerbsbehörde, Vereinigung der Österreichischen Milchverarbeiter mauert

Milchpreiskartell: AK prescht vor BWB veröffentlicht AK zufolge zu wenig Infos, Konsument habe ein Recht auf Details über Absprachen. entstandene Schadenssumme war (die AK schätzt ihn auf insgesamt rund 150 Mio. €) und welche Unternehmen sonst noch bei den illegalen Vereinbarungen mitgemacht hätten. „Die BWB muss reinen Tisch machen, sonst ändert sich nichts“, fordert Tumpel.

„Verwerfliche Kampagne“ BWB-Sprecherin Veronika Haubner nimmt Stellung: „Das Verfahren war gegen eine Partei und die wurde genannt.“ Betroffen seien ausgesuchte Molkereiprodukte wie Käse oder Butter. Weitere Parteien, die an den Absprachen beteiligt sein

könnten, könnten nicht bekanntgegeben werden, da noch Dinge am Laufen seien. Die Razzia bei Spar ging am Mittwoch zu Ende. Die Vereinigung der Österreichischen Milchverarbeiter ortet in den Aussagen Tumpels eine „verwerfliche Kampagne“ gegen die österreichische Milchwirtschaft. Die 35.000 heimischen Milchbauern, so VÖM-Geschäftsführer Hans Költringer, würden täglich harte Arbeit leisten und immer frische, erstklassige, teils kontrolliert gentechnikfreie Milch liefern. Die AK vergleiche immerfort mit dem billigsten Land in der EU und lasse außer Acht, dass heute viele Mol-

kereiprodukte viel billiger seien als noch vor 30 Jahren.

Razzien in 16 Häusern Tumpel schwant, dass sich „gar nichts ändern wird“, wenn Österreich seine Vorgehensweise in Sachen Kartellrecht nicht ändert. Im vergangenen Jahr hat die BWB Medienberichten zufolge Hausdurchsuchungen an 16 verschiedenen Standorten im Lebensmittelbereich durchgeführt, darunter Rewe und MPreis. Bei den Molkereien sollen die Kärntnermilch und Vorarlbergmilch gefilzt worden sein.  (no)

Tee/Kaffee Willi Dungl

Die neue Nr. 2 Wien. Das anthroposophische Teelabel Willi Dungl hat sich auf Platz zwei im Teebereich im LEH gemausert. Nielsen-Daten zufolge verfügt die Marke über einen wertmäßigen Marktanteil von zwölf Prozent. „Unter dem Motto ‚Die Natur bietet uns alles, was wir brauchen – besinnen wir uns darauf‘ stellte bereits mein Vater das menschliche Wohlbefinden in das Zentrum seiner Betrachtungen; gemeinsam mit ihm haben meine Schwester und ich jahrelange Aufbauarbeit im Bereich Gesundheit geleistet“, kommentiert Claudia Krist-Dungl, Geschäftsführerin der Dungl Zentren Wien, den Erfolg. Aktueller Superseller in der Teerange der Dungl-Family ist die Teemischung „Natürlich immun“.

Mopro Sattes Umsatzplus

Emmi legt zu

Luzern. Der größte Schweizer Milchverarbeiter Emmi hat im vergangenen Jahr den Umsatz um 9,6% auf umgerechnet 2,41 Mrd. € gesteigert. Das Wachstum geht vor allem auf das gute Auslandsgeschäft zurück. Wichtige Erfolgsfaktoren waren die Akquisitionen aus jüngerer Zeit, das Wachstum des Umsatzes mit den Kaffeefertiggetränken der Marke Caffè Latte (+11%) sowie in der Schweiz neu eingeführte Produkte wie „Chässchiibe“ und „Mix-it Müesli“.

X-tra Unterstützung

– Österreichweite Citylight Kampagne und breit gestreute PR-Maßnahmen – Attraktive Zweitplatzierung für hohe Aufmerksamkeit am POS

X-tra Tasty

– Neues Nascherlebnis mit knackigem Keks, X-tra Caramel und feiner Schokolade – Attraktives Design und praktischer Wiederverschluss für die junge Zielgruppe

X-tra Verantwortungsvoll

© Emmi

Verantwortungsvoller Umgang mit wertvollen Ressourcen! Wir unterstützen und fördern den nachhaltigen Kakaoanbau. Der Schweizer Molkereiriese hat 2012 mehr Milch & Milchprodukte ausgeliefert.

© APA/Roland Schlager

Wien. „Es ist das bestätigt worden, was wir schon lange vermutet haben“, kommentierte Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel gestern, Donnerstag, die gegen die Molkereigenossenschaft Berglandmilch verhängte Kartellstrafe. Jahrelang hat die Behörde Lebensmittelpreise in Wien mit solchen in Berlin verglichen, hatte immer wieder den ungerechtfertigten Österreich-Aufschlag an den Pranger gestellt. Jetzt ärgert sich Tumpel weiter – über die Verschwiegenheit der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB). Nur ein sechs Zeilen langes Statement habe diese zu dem Fall herausgegeben. Dabei habe die Öffentlichkeit bei diesem „Skandal“ ein Recht, zu erfahren, bei welchen Produkten Absprachen getroffen worden sind und in welchem Ausmaß. Der Konsument werde im Unklaren darüber gelassen, wie hoch die durch den Aufschlag für ihn

AK-Präsident Herbert Tumpel fordert: „BWB muss reinen Tisch machen.“


short

Merkur Infotag findet am 15. Februar statt Wr. Neudorf. Die Verbrauchermarktkette Merkur startet 2013 wieder ihre Lehrlingsoffensive und sucht bis zu 200 engagierte junge Menschen, die eine abwechslungsreiche Ausbildung in einem Handelsunternehmen beginnen möchten. Am 15. Februar findet deshalb der „Merkur Infotag“ erstmals in der neuen Merkur Akademie in der Swatoschgasse 3 in Wien Simmering statt. Anmeldung & Bewerbungen unter www.merkurmarktlehrling.at (red)

© APA/Herbert Pfarrhofer

Einzelhandel schrumpft in 2012 um 0,6 Prozent

r e ta i l & p r o d u c e r s

Freitag, 8. Februar 2013

Niemetz Manner, Guschlbauer und Heindl lautet die Riege der potenziellen Partner oder Käufer der Schwedenbombe

Übernahme als Ausweg?

Niemetz-Boss Steve Batchelor glaubt aber weiter daran, die Sanierung ohne Partner zu schaffen. Wien. Während beim schwer angeschlagenen Wiener Schwedenbombenhersteller Niemetz die Maschinen dank Factoring-Finanzierung wieder auf Hochtouren laufen, ist andererseits die Diskussion über mögliche Kooperationen oder Übernahmen am Köcheln. Zuletzt wurden etwa Schnittenproduzent Manner, „Schaumrollenkönig“ Guschlbauer oder Konfekthersteller Heindl als mögliche strategische Partner gehandelt. Walter Heindl, Geschäftsführer der Confiserie Heindl, bestätigte mittlerweile, dass das Produkt Schwedenbombe „super“ sei und insofern gut ins Heindl-Sortiment passen würde. Allerdings müsse man die Schokoschaumküsse selbst sowie Design und Verpackung „aufmotzen“, da Niemetz in diesem Belang „vor 30 Jahren stehen geblieben“ sei. Heindl wartet derzeit auf nähere Unterlagen von Niemetz-Masseverwalter Stephan Riel. Erst dann

könne man entscheiden, ob verstärktes Interesse bestehe – denn: „Ich kenne weder das Unternehmen von innen noch die Maschinen oder Ähnliches“, so Heindl.

Sanierung selber stemmen Niemetz-Chef Steve Batchelor glaubt weiterhin daran, den Sanierungskurs ohne externen Partner bewerkstelligen zu können. Die potenziellen Interessenten Manner oder Heindl seien jedenfalls an ihn noch nicht herangetreten. „Die Aufträge sind sehr hoch“, konstatiert Batchelor. Bei voller Kapazität liefen pro Tag gut 350.000 Stück der süßen Bomben vom Fließband. „Die hohe Stückzahl ist nun erneut möglich, da infolge der zwischenzeitlichen Finanzierungslösung die Rohstoffproduzenten wieder bereit sind, an Niemetz zu liefern.“ Zusatzschichten seien nicht geplant. (APA/red)

© APA/Barbara Gindl

16 – medianet retail

Die Schwedenbombe ist auch für die Mitbewerber ein leckerers Häppchen.

1,2 Mrd. € wurden Weihnachten 2012 umgesetzt, ein Minus von 4,8%.

London. Die fürs Karomuster bekannte britische Luxusmarke Burberry hat ihren Vorstand umgestellt. Auf der neu geschaffenen Geschäftsführer-Position Chief Operating Officer wird sich John Smith unter anderem um die Expansion in den Parfüm- und Kosmetikbereich kümmern. Smith war zuletzt Vorstandschef von BBC Worldwide gewesen und hat bisher keine Erfahrung in der Modebranche. Finanz-Vorstand Stacey Cartwright verlässt das Unternehmen, Nachfolgerin ist Carol Fairweather. (APA)

Mistelbach. Das Weinviertler Wild wird Botschafter der Niederösterreichischen Landesausstellung 2013 „Brot & Wein“. Dazu wird der etablierte „Lepus-Preis“ vom Hasen zum Wildschwein aufgewertet, um im Landesschaufenster sozusagen die mehr „wilde“ Seite des Landes zu präsentieren. Landtagsabgeordneter Manfred Schulz in seiner Funktion als Obmann der Genussregion Weinviertler Wild: „Wenn die Veredelungs-, Fleischer- und Gastronomiebetriebe diese Plattform ebenso nutzen wie beim Feldhasen, werden wir im Herbst über hundert verschiedene ausgezeichnete Wildschweinprodukte als wilde Genuss-Botschafter der Landesschau ‚Brot & Wein‘ präsentieren können.“ (red)

Wiesbaden. Acht Prozent von 645.000 t deutscher Schokolade (Produktion von Jänner bis November 2012) werden nach Österreich exportiert. Damit rangiert die Alpenrepublik hinter Frankreich (13,4%) und Großbritannien (11%) in Sachen deutschlastiger Naschfreudigkeit. Gegenwert der 640.000 süßen Tonnen sind 2,7 Mrd. € – gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprich das einer wertmäßigen Steigerung um 5,7 Prozent. Demgegenüber führte Deutschland zwischen Jänner und November vergangenen Jahres Schokolade im Wert von 1,3 Mrd. € ein, am liebsten übrigens aus Belgien, gefolgt von den Niederlanden und der Schweiz. (APA)

Karl Polak, Andrea Ribisch, Gottfried Klinghofer, Kerstin Pichler, Manfred Schulz (Obmann Genussregion Weinviertler Wild) und Haubenkoch Manfred Buchinger.

Info am PoS Aufklärung von den medizinischen Profis

Nachspiel Nach der Pleite 2011 kamen jetzt die Urteile

Wr. Neudorf. Abseits der zum Jubiläum derzeit massiv ausgereizten Preiswürdigkeit geht Billa seit Jahren auch den Weg der Bewusstseinsbildung bei Themen rund um Ernährung und gesunder Lebensstil. Die aktuelle Broschüre nennt sich „Rund um Diabetes – wie der richtige Lebensstil vorbeugt und hilft“ und wurde von Sozialmedizinerin Anita Rieder sowie Ernährungswissenschaftlerin Astrid Draxler konzipiert. Sie ist in allen Filialen kostenlos erhältlich.

Rom. Walter Burani, Ex-Präsident der Modegruppe Mariella Burani, und sein Sohn Giovanni sind von einem Mailänder Gericht zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Sie werden wegen des betrügerischen Bankrotts ihrer Firma, die frühere Mehrheitsaktionärin der österreichischen Shopkette Don Gil war, verantwortlich gemacht – und müssen 13 Mio. € Entschädigung berappen. Das börsennotierte Unternehmen war vor drei Jahren bankrott gegangen, die beiden Unternehmer wurden im Juli 2010 verhaftet.

Billa lanciert Diabetes-Broschüre

sein, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und den Lebensstil zu verändern. „Der Supermarkt kann Eigenverantwortung unterstützen und die Partizipation des Einzelnen fördern“, erläutert Billa-VD Josef Siess. „Um das Thema ‚Diabetes‘ sind viele Mythen im Umlauf; die Broschüre soll Abhilfe schaffen. Damit wollen wir unserer Verantwortung einmal mehr gerecht werden“, so Siess weiter. (red)

Vorbeugen schon am PoS Bezüglich Info-Verfügbarkeit am PoS meint Anita Rieder von der Medizinischen Universität Wien: „Als Sozialmedizinerin bin ich der Meinung, dass vorbeugende Maßnahmen auch direkt am Ort der Kaufentscheidung stattfinden sollen; daher ist es umso wichtiger, die Menschen genau dort entsprechend zu informieren und aufzuklären.“ Zwar sei die Gesundheitsbroschüre kein Ersatz für einen Arztbesuch oder eine professionelle Ernährungs- oder Bewegungsberatung, aber sie kann Motivation

Mariella Burani-Boss verurteilt

Billa will Verantwortung übernehmen und bringt Diabetes-Info an den PoS.

Taschenhersteller Antichi Pellettieri, Mandarina Duck und Coccinelle. Unter anderem gehörte ihr auch das deutsche Modehaus Rene Lezard. Mariella Burani beschäftigte vor der Pleite 2.000 Personen und machte einen Umsatz von 750 Mio. €. Im Gefolge der Pleite von Mariella Burani war 2011 über Don Gil Österreich Konkurs eröffnet worden – infolgedessen wurde Don Gil an den deutschen Damenmodenhändler Gerry Weber verkauft.

480 Mio. € Schuldenberg Die Modegruppe Mariella Burani ging unter einem Schuldenberg von 480 Mio. € pleite. Die Burani-Aktien an der Mailänder Börse waren im September 2009 vom Handel ausgesetzt worden. Die Gruppe Mariella Burani, die zu den klangvollsten Namen der italienischen Modeszene zählte, hatte die Mehrheitsbeteiligung bei Don Gil 2007 abgegeben und sich mit einer Minderheit begnügt. Zu Mariella Burani gehörten indirekt die

© EPA

Ex-BBC John Smith ist der neue Chief Operating Officer bei Burberry.

51.600 Tonnen deutsche Schoko

Die wilde Seite von Mistelbach

© Rewe International

© Burberry

Modelabel Burberry baut den Vorstand aus

Statistik Schokolade-Export

Genussregion Weinviertler Wild-Schwerpunkt im Rahmen der Landesausstellung NÖ

© Leaderregion Weinviertel Ost/Göstl

Wien. Österreichs Einzelhandel verliert an Dynamik: Im abgelaufenen Jahr 2012 schrumpfte das Absatzvolumen laut Statistik Austria zum zweiten Mal in Folge, und zwar um 0,6 Prozent. Der nominelle Umsatz stieg lediglich um 1,8 Prozent, wobei es vor allem im zweiten Halbjahr bergab ging. Das Weihnachtsgeschäft verlief schwach. Im Dezember 2012 setzten Österreichs Einzelhändler nominell um 2,4 Prozent und preisbereinigt um 4,8 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat. Allerdings gab es mit 24 Verkaufstagen zwei Einkaufstage weniger. Bereinigt um den Kalendereffekt ergibt sich ein nominelles Umsatzplus von 0,7 Prozent und ein realer Rückgang von 1,5 Prozent. Die Statistik Austria errechnete insgesamt ein Umsatzvolumen von rund 1,2 Mrd. € für das Weihnachtsgeschäft. Der LEH schlug sich etwas besser - und kam auf ein Mini-Umsatzplus von 0,1 Prozent. (red)

Die Modemarke Mariella Burani stand einst für einen Umsatz von 750 Mio. €.


product news

Freitag, 8. Februar 2013

medianet retail – 17

Fisch mit kräftigem Odeur, Edeldestillat in Sonderedition Product News Merkur Dinkel-Krapfen, Spar Pangasius-Filet, Asbach Sonderedition für Goethe und Heringschmaus bei Nordsee.

© Spar, Schlumberger, Rewe International/Merkur

Spar führt als erstes Handelsunternehmen das ASC-Label für Fische aus nachhaltiger Aquakultur ein. Als erstes Produkt hierzulande wurde das Spar Pangasius-Filet vom Aquacultural Stewardship Council (ASC) ausgezeichnet, dem Pendant zum bekannten Marine Stewardship Council (MSC) bei Wildfang. Weitere neue nachhaltige Fische verspricht die Supermarktkette in Kürze anzubieten. Kategorie Produkt Distribution Kontakt

Launch Spar Pangasius-Filet Spar, Eurospar, Interspar www.spar.at

Kategorie Produkt Vertrieb Kontakt

In einer Weltpremiere präsentiert das Haus Asbach im Jahr seines 120. Jubiläums die limitierte Sonderedition „Johann Wolfgang von Goethe Vintage Reserve 1952“. Die erlesene Rarität ist eine Hommage an Johann Wolfgang von Goethe und erinnert an einen Besuch des Dichters in der Heimat Asbachs. Weltweit sind 900 Karaffen vom Destillat erhältlich. In Österreich werden rund 30 Stück dieser edlen Karaffen exklusiv auf den Markt gebracht. Kategorie Produkt Vertrieb Kontakt

Launch Asbach Sonderedition „Johann Wolfgang von Goethe Vintage Reserve 1952“ Top Spirit VertriebsgesmbH Top Spirit, Tel.: 01/3686038-0

Fisch Systemgastronomie

Heringschmaus

Wien. Nordsee bietet heuer mit drei innovativen HeringschmausGeschmacksnoten alles, was das Kulinarik-Herz begehrt. Neben den klassischen Varianten wie Heringssalat Preiselbeer bietet die Kette ab sofort auch eine steirische Variation, mit Käferbohnen und Kürbiskernöl verfeinert. Heringssalat mit Frischkäse/Apfel oder mit Mango/Pfirsich runden das vielfältige Angebot ab. Genießbar ist der Schmaus bis einschließlich 13. Februar.

© Nordsee

Der neue Sekt von Kattus. Prickelt als Brut und Demi Sec.

Nordsee offeriert aktuell drei neue, innovative Heringschmausgerichte.

Rechtzeitig zur Hauptfaschingszeit bietet die Verbrauchermarktkette Merkur eine große Auswahl an täglich frischen, flaumigen Krapfen. Bis zu zehn verschiedene köstliche Sorten sind in den Märkten zu finden. Darunter ganz neu: der zu 100% aus Dinkelmehl bestehende Dinkel-Krapfen.

Im ausgewählten Lebensmitteleinzelhandel.

Launch Merkur Dinkel-Krapfen Merkur www.merkurmarkt.at


s h o p ta l k

18 – medianet retail

Freitag, 8. Februar 2013

Back-Event bipa Lehrlingstag

© Pro Juventute/Karl Leitner Pressefotografie

1

© Rewe International/APA-Fotoservice/Martin Lusser

1

3

1. Andreas Seidl und Monika Ballwein; 2. „Dancing Star“ Susanne Hirschler mit viel Spaß bei der Sache; 3. Adi Hirschal mit einem gelungenen Zopf.

Bäckerei Der Mann am Brotway für Pro Juventute 2

3

4

1. Marlies Feiertag (Leitung Lehrlingsausbildung) mit zwei Teilnehmerinnen beim Bipa BI Lehrling Infoday 2013; 2. Katrin Gatterbauer (Leitung Personalentwicklung) mit zwei interessierten Schülerinnen; 3. Visagistin Jasmin Latzelsberger beim Schminken einer Teilnehmerin; 4. Lehrlingsausbildnerin Nicole Karl.

Bipa zeigte interessierten Jugendlichen, was möglich ist

60 Neue gesucht am BI-Infoday

Marlies Feiertag informiert über die ­Lehre bei Bipa.

Engagiert Bipa sucht seit Jänner 60 Lehrlinge in ganz Österreich, die im August ihre Karriere beim Unternehmen starten möchten. Um interessierte Jugendliche über das Unternehmen und das attraktive Ausbildungsprogramm im Rahmen einer Lehre zu informieren, fand daher der „BI Lehrling Infoday“ im Bipa Training Center in Wien statt. Dietmar Gruber, Bipa Geschäftsführer: „Die Veranstaltung bietet den Teilnehmern die einmalige Chance, sich direkt mit ausgelernten Lehrlingen auszutauschen.“ Marlies Feiertag, Leitung Lehrlingsausbildung, und Katrin Gatterbauer, Leitung Personalentwicklung, informierten über das Ausbildungsprogramm und gaben Einblicke in die Bipa-Beauty-Welt, Bipa-Visagistinnen wie Jasmin Latzelsberger verrieten außerdem Spannendes zum Thema Duft, Pflege und dekorative Kosmetik.  (red) Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

3,2

Talente Kürzlich fand ein Promi-Back-Event in der Zentrale der Bäckerei DerMann am Brotway für die Kinderhilfsorganisation „Pro Juventute“ statt; zahlreiche Prominente kreierten dabei Briocheknöpfe und -stangerl. Nunmehr verkauft diese Bäckerei vier Wochen lang frisches Briochegebäck in allen Filialen in Wien zugunsten von Pro Juventute. Der Erlös aus dieser Aktion kommt der Fenstersanierung der Kinderwohngemeinschaft in Klosterneuburg zugute. „Ich möchte mich im Namen unserer Organisation sehr herzlich bei Senator Kurt Mann für diese tolle Kooperation bedanken“, sagte Gerhard Schwab, der kaufmännische Direktor der Kinderhilfsorganisation. Kurt Mann dazu: „Ich rechne mit rund 10.000 Stück verkauftem Gebäck.“ Zahlreiche Prominente legten sich am Brotway gemeinsam mit Kindern von Pro Juventute die Schürzen an: Pro Juventute-Testimonial Barbara Karlich, Miss Austria Amina Dagi, Dancing Star Weltleitmesse für Bio-Produkte Susanne Hirschler, „Mr Ferrain Nürnberg: „BioFach“, 13. ri“ Heribert Kasper, Moderabis 16. Februar. Neu ist heuer tor Andreas Seidl, Schauspieein Karrieretreff und ein Forlerin Adriana Zartl, die Sänger schungspreis Biolebensmittel. Monika Ballwein und Adi Infos auf: www.biofach.de Hirschal sowie Moderatorin Lizzy Engstler. (red)

die finstere brille

Einst liebte ich die verbale Gewalt Christian Novacek

A

© Spitz

Robert Renz (38) tret mit 1. Februar als Leiter der Filialorganisation für Spar in Wien an. Der gebürtige Steirer war in den letzten 17 Jahren in unterschiedlichen Funktionen für Spar in der Steiermark und dem südlichen Burgenland tätig. Begonnen hat Renz 1995 als Verkaufs- und Betriebsberater im Vertrieb Einzelhandel in der Spar-Zentrale Graz. Nach einem Trainee-Programm in England verantwortete er von 2003 bis 2011 den Bereich ‚Werbung und Öffentlichkeitsarbeit‘ in der Steiermark und im südlichen Burgenland. Zuletzt leitete er interimistisch die Filialorganisation in der Spar-Zentrale Graz.

Zöpfe backen für den guten Zweck

Produkt des tages

Kopf des Tages

© Spar

2

Gewürdigt 90 internationale Journalisten kürten die neue „Spitz Cola-Knister-Waffel“ zur Top-Innovation der ISM 2013. Unter 120 eingereichten Neuprodukten aus aller Welt erzielte die jüngste Entwicklung aus dem Hause Spitz den ersten Platz im Innovationsranking. Die Kombination aus knusprigem Waffelblatt, pfiffiger Cola-Creme und knisterndem Popping Candy überzeugte die Jury. „Mit der Prämierung zur ‚Top Innovation 2013‘ ist die Spitzenleistung unseres Backwarenteams international ausgezeichnet worden. Für Spitz ist dies nicht nur eine perfekte Möglichkeit, internationale Medienpräsenz zu erzielen, sondern zeigt vor allem, dass Spitz gute Ideen in internationale Erfolge umsetzen kann“, so Spitz-Geschäftsführer Josef Mayer.

lso, ich gestehe: Am Morgen bin ich eine einzige unwillige Verbalinjurie. Mein erstes gesprochenes Wort wurzelt tief in der Fäkalsprache. Ich finde nichts dabei, zumal ich mich auf gediegene literarische Wurzeln beziehe, nämlich auf das großartige „Moskau Petuschki“ von Venedikt Erofeev. Der im Laufe der Zugreise von Moskau nach Petuschki zunehmend betrunkene Autor führt darin mit großer Klarheit aus, dass jene, die morgens gut gelaunt sind, über einen gar entsetzlichen Charakter verfügen. Leider, mitunter, hält sich aber mein Hang zur verbalen Gewalt über den Morgen hinaus. Indes, mein mittägliches Vergnügen, durch eine schmissige diskriminierende Bemerkung lebhafte Diskussionen zu entfachen, schmälert sich zusehends: Die mir neuerdings häufig abgepressten Entschuldigungen nerven einfach zu sehr. Ergo arbeite ich daran, mein Verhalten dem verbal entschärften Weltgeist anzupassen. Wenns also mal gar nicht passt im Job, entfährt mir heute mitnichten ein bös geknurrtes „Scheißender Dreck!“ – stattdessen hauche ich ein sanft verzweifeltes „Mama ...!“ ins Großraumbüro.  Das sorgt zwar für Verwunderung. Aber ich muss mich nicht  entschuldigen. c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Auf Vorrat Laut Bericht der Scotch Whisky Association wurden im Jahr 2011 insgesamt 3.244,860,000 LPA (Liter reinen Alkohols) in Schottland gelagert.


medianet retail