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retail inside your business. today.

KiK, Cecil und Fussl sind die expansivsten Textilhändler in Österreich  Seite 16

Freitag, 3. Februar 2012 – 13

© Haribo

süsses & saures

Osterneuheiten von Lindt, Haribo 500 g-Dosen und 111 Jahre-Sondereditionen von Milka. Seite 17

lieber selber

milk-business

Benetton-Familie kauft sich sämtliche Anteile der Firma zurück  Seite 16

Armin Pichler ist neuer Sales Director bei der NÖM 

© NÖM

auf dem gas

© Giulio Rustichelli

© Kik Textilien

medianet

Seite 18

Spar holt sich die Stars ins Eigenmarken-Boot

© dpa/Martin Gerten

short

© Spar

© Spar; EPA (3); APA/Helmut Fohringer; Montage: B. Schmid

Wie gehts weiter? Die Meldungen über die Zukunft der Schlecker Auslandsgesellschaften wie Österreich fielen in dieser Woche recht unterschiedlich aus. Ein Unternehmens-Sprecher versuchte, die Wogen zu glätten. Hierzulande traf sich die Austro-Unternehmensspitze zum Gespräch mit der Gewerkschaft. Seite 15

Rochaden Spar setzt Zeichen im krisengeschüttelten Ungarn. Erwin Schmuck (Bild), Kenner der Handelsbranche und langjähriger Geschäftsführer der Spar Steiermark, wechselt nach Ungarn. Sein Nachfolger in der Grünen Mark wird Tirol-Chef Christoph Holzer. Der wiederum wird von Christof Rissbacher beerbt. Seite 16

Starreigen Nach „Desperate Housewife“ Marcia Cross (Mitte) und Ex-James Bond Pierce Brosnan angelte sich Spar nun Gwyneth Paltrow als Botschafterin für die neue Eigenmarkenlinie Spar Veggie. Seite 14

Statistik Austria Der Lebensmittelhandel ist 2011 sogar mit 1,4 Prozent rückläufig

Deichmann Neuer Umsatzhöchstwert: 4,13 Mrd. €

Um 1,1 Prozent weniger Umsatz

Schuhgröße XXXL

niveau. Im Gesamtmonat Dezember schrumpfte das reale Absatzvolumen gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1 Prozent. Nominell legten die Umsätze um 1,7 Prozent zu, die Anzahl der Verkauftstage war mit 26 gleich hoch. © Panthermedia.net/James Peragine

LEH hat stärkere Einbußen

Österreichs Handel setzte 2011, bereinigt um die Inflation, 1,1 Prozent weniger um.

Das Minus im Lebensmittelhandel (definiert als Handel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren) fiel mit 1,4 Prozent übrigens deutlicher aus als bei den Händlern mit Nicht-Lebensmitteln, die real 0,8 Prozent aufwiesen. (red)

© Deichmann

Wien. Österreichs Einzelhandel setzte 2011 inflationsbereinigt um 1,1 Prozent weniger um, teilt die Statistik Austria mit. Nominell entsprach das einem Plus von 2,5 Prozent. Mit ausschlaggebend für den effektiven Rückgang seien vor allem die Diskussionen über die Wirtschafts-und Finanzkrise gewesen. Diese hätten nämlich dazu geführt, dass in der zweiten Jahreshälfte eine „nachlassende Dynamik und eine Zurückhaltung im Konsum feststellbar“ sei. Hingegen blieb das Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatz von etwa 1,3 Mrd. € auf Vorjahres-

Europas größter Schuheinzelhändler Deichmann wird 2012 hundert Jahre alt.

Essen. Europas größter Schuheinzelhändler Deichmann legte als Gruppe in 2011, bereinigt um Währungseffekte, um fünf Prozent Umsatz zu – der neue Höchstwert beläuft sich auf rund 4,13 Mrd. €. Im Jahr 2010 belief sich das Wachstum sogar auf 12,5 Prozent. In 21 Ländern Europas und den USA verkaufte Deichmann 156 Mio. Paar Schuhe. Das sind vier Mio. Paar oder 2,6 Prozent mehr als 2010. Ende 2011 betrieb Deichmann 3.175 Filialen, das ist ein Zuwachs von 236 Läden. Gleichzeitig nahm die Mitarbeiterzahl um 2.500 auf 32.500 zu. (APA)


titelstory

14 – medianet retail

Freitag, 3. Februar 2012

Ger h ard drexel

© Spar/Helge Kirchberger, Spar (6)

Starke Eigenmarken Den Innovationsgrad seiner Spar hat Präsident Gerhard Drexel immer hoch angesetzt – besonderes Augenmerk kommt dabei den Eigenmarken zugute. Immerhin hat deren Forcierung laut Spar erheblich damit zu tun, dass es von der Industrie die geforderten Innovationen mitunter nicht gibt. Aktuell legt sich das auf die neue Spar VeggieLinie so um: Etwa die Hälfte von den 43 StartProdukten hat es bis dato in der Form nicht gegeben.

Private Label-Boom Die 40 Prozent-Marke im Umsatzanteil der Spar-Marken ist eine realistische Perspektive

Hey Leute, esst doch nicht so viel Fleisch!

Spar-Präsident Gerhard Drexel zum Launch der Veggie-Linie: „Wir popularisieren einen neuen Trend.“ christian novacek

Wien. „Niemand von uns isst 21 mal in der Woche Fleisch“, beschreibt Spar-Präsident Gerhard Drexel die Ausgangslage des neuesten SparEigenmarken-Coups. Er führt aus: „Die meisten von uns sind TeilzeitVegetarier, also Flexitarier.“ Und für ebendiese Klientel, die sehr oft jung, weiblich und intelligent ist, hat Spar die neueste EigenmarkenLinie kreiert: Spar Veggie. Sie geht mit 43 Produkten, die mehr oder minder stark bereits seit Ende Jänner in allen Spar-Vertriebslinien zu finden sind, an den Start. Laut Spar hat sie jede Menge Potenzial

in Richtung Ausweitung. Beispielsweise ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis vegetarische Gummibärlis die Veggie-Fahne hissen werden. Veganes Speiseeis indes hat sogar einen fixen Starttermin per April 2012. „Wir sind die erste Handelsorganisation mit einer vegetarischen Produktlinie“, bringt Drexel einmal mehr die Innovationskraft der Spar AG ins Treffen. Immerhin: Rund die Hälfte der neuen Produkte gab es im Handel bis dato nicht. Zumindest psychologisch angenehm zu werten ist außerdem der Umstand, dass mehr als 70% der Produkte aus der biologischen

Landwirtschaft stammen. 100% der Produktrange werden gentechnikfrei produziert. Via Tracking-Code ist es überdies möglich, zum jeweiligen Bio-Tofu den dazugehörigen Bio-Sojabohnenlandwirt auszumachen.

„Ein langsamer Mord“ Alles in allem also eine runde Sache. Die ist auch insoweit rund, als sie von medizinischer Seite Unterstützung erfährt: Ernährungsexperte Markus Metka, seines Zeichens Oberarzt an der Universitätsklinik Wien, freut sich erstens über die Mitarbeit an der neuen Produktlinie

und zweitens über die rasche Umsetzung von der Idee hin zur Tat: „Die Zusammenarbeit war für mich faszinierend; vor allem das Umsetzungstempo ist für Wissenschaftskreise sensationell.“ Vom gesundheitlichen Wert der Co-Kreation ist Metka ohnedies überzeugt. „Fleisch ist leider ein Transporteur von vielen schlechten Fetten und wer zu viel, also mehr als 600 Gramm in der Woche, davon isst, begeht leider einen feigen, langsamen Mord!“ formuliert er überspitzt und verweist dabei durchaus auf den aktuellen Stand amerikanischer Ernährungswissenschaft. Dieser lautet in einem Satz zusammengefasst so: „Eat food mostly from plants and not too much!“

kannt gegeben) rechtfertigt Fritsch damit, dass die Werbelinie positiv auf den ganzen Konzern ausstrahlt. Und dieser ist ja nicht zuletzt einer, der in Sachen Eigenmarken das Tempo vorgeben will. Drexel: „Mit einem Eigenmarken-Anteil von 35 Prozent per Ende 2010 sind wir im österreichischen Handel jedenfalls führend.“ Ausgereizt ist das Thema aber selbst in Anbetracht dieses hohen Stands nicht. Der Spar-Präsident zieht den Vergleich zur britischen Tesco – wo der Eigenmarken-Anteil noch um einiges höher liegt – oder der Schweizer Migros augenfällig mit Wohlbehagen. Und verweist bei der neuen Spar-Veggie Linie darauf, „dass wir noch einige Sachen in der Pipeline haben“.

Star-TV mit Spar-Werbung

Fast wie Tesco Spar pusht Eigenmarken-Umsatzanteil jährlich um rund 2 Prozent

Wie viele Handelsmarken verträgt die Spar?

Wien. Schon zu Ende 2010 belief sich der Spar-Eigenmarkenanteil auf satte 35%. Den derzeitigen Stand kann man bei Spar ob der derzeit erhöhten Taktzahl mit Spar Veggie noch nicht beziffern. Auffällig ist, dass Spar und Handelsmarken mittlerweile ein Verhältnis ohne Selbstzweifel darstellt. Spar-Präsident Gerhard Drexel verweist auf die innovationsgetriebene, leitende Rolle seines Unternehmens in diesem Bereich. Den Vergleich mit Eigenmarken-Kaisern wie Tesco oder Migros zieht er mit offensichtlichem Behagen. Für einen Händler, der sich vor zehn Jahren mit 15% Eigenmarkenanteil fragte, wohin das wohl führen wird, entspricht das einem rasch gewonnenen Selbstvertrauen. Wo kommt‘s her? Zum einen macht der Erfolg sicher: Mit „S Budget“ kam man zeitgerecht vor der Krise im Herbst 2008; „Spar Premium“ wurde ebenfalls pointiert lanciert, um 2010 das Ende der Krise stärker herbeizusehnen. Flop-Artikel lassen sich im jeweiligen Produktschwall übrigens schwer ausnehmen – und welche Produkte letztendlich stark gelistet sind, das muss sich, so Drexel, „einspielen“. Zu hinterfragen wäre möglicherweise, auf welchem Level sich ehemalige Großtaten wie „Spar American Cola“ oder „Spar vital“ letztlich eingespielt haben.

Der Wert der neuen gesunden Eigenmarken-Linie schlägt sich auch im Werbebudget wuchtig nieder: „Wir bleiben unserer Linie treu und besetzen die richtigen Produkte mit den passenden Celebrities“, benennt es Spar-Werbeleiter Gerhard Fritsch. In der Abfolge der Stars stehen Marcia Cross als ‚Desperate Housewife‘ für Sauberkeit, Ex-James Bond Pierce Brosnan für das Elitäre und für Spar-Veggie wurde jetzt die 41jährige US-Schauspielerin Gwyneth Paltrow engagiert. Die für die jeweilige einzelne Produktlinie ziemlich hohen Werbekosten (genaue Zahlen werden nicht be-

facts Spar Veggie neue vegetarische Produktlinie, Start per Ende Jänner mit 43 Produkten; rund die Hälfte davon mit Innovationsanspruch. Preisstellung bis zu 50% günstiger als vergleichbare Produkte im Reformhaus, 25 bis 30% günstiger als vergleichbare Markenartikel. Kampagne Schwerpunkt ist TV mit Gwyneth Paltrow als Markenbotschafterin. Kontrolle alle Produkte tragen das offizielle V-Label der europäischen Vegetarier Union, ein europaweit anerkanntes Label. Gesundheitsaspekt Laut amerikanisch aktuellem Stand der Ernährungswissenschaft gilt: „Eat food mostly from plants and not too much!“


r e tai l & pr o d u c e rs

Freitag, 3. Februar 2012

medianet retail – 15

Schlecker-Insolvenz Firmensprecher: „Auslandsgeschäfte stehen nicht zur Disposition“, GPA-djp: „Alles hängt von der Entwicklung in Deutschland ab“

Verwirrung um den Pleite-Plan

„Normaler Geschäftsbetrieb“

hängt alles von der Entwicklung in Deutschland ab“, so Proyer. Ein möglicher Verkauf der ÖsterreichTochter sei beim Gespräch kein Thema gewesen. Ausschließen wollte er lediglich die Umwandlung von Schlecker Österreich in eine Genossenschaft, eine Forderung, die für Schlecker-Deutschland laut wurde.

Keine Rosinenpickerei In Deutschland laufen die Verhandlungen zwischen dem vorläufigen Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz, dem Management und den Gläubigern und Arbeitnehmern.

Informationen der dpa zufolge hat sich Schlecker mit rund 150 Unternehmen geeinigt, die den Konzern weiter beliefern werden. Verdi-Sprecherin Christiane Scheller forderte den Insolvenzverwalter auf, eine Zerschlagung des Unternehmens und Rosinenpickerei durch Wettbewerber zu verhindern. Doch Spekulationen gibt es zuhauf, und Interessensbekundungen von Konkurrenten wurden auch schon laut. So hatte etwa Dirk Roßmann, Chef der gleichnamigen Drogeriekette, erklärt, dass er sich vorstellen könne, bis zu 80 Läden an guten Lagen wie Bahnhöfen zu übernehmen.  (APA/red)

Rund 150 Unternehmen haben eine weitere Belieferung von Schlecker zugesagt.

FACT | factnet.de

Wien/Ehingen. Die Drogeriekette Schlecker versucht, in Österreich die Wogen zu glätten. Die österreichische Anton Schlecker Gesellschaft m.b.H. sei von der Insolvenz der deutschen Kette nicht betroffen. „Die Auslandsgeschäfte von Schlecker laufen eigenständig und rentabel; Österreich steht nicht zu Disposition“, gab Schlecker-Sprecher Patrick Hacker am Dienstag in einer Aussendung bekannt. Damit konterkarierte er die Aussage des Finanzchefs Sami Sagur. Dieser hatte mit seinem Statement, die Auslandsmärkte zur Disposition zu stellen, um Forderungen der Gläubiger tilgen zu können, für Wirbel gesorgt. Ferner war aus der deutschen Schlecker-Zentrale zu hören, dass auch die Auslandsgesellschaften Teil der Insolvenzmasse seien, auch wenn sie keinen Insolvenzantrag eingereicht hätten.

© dpa/Martin Gerten

Warenversorgung und Gehälter bei Schlecker Österreich aktuell sichergestellt.

Aktuell ist die Warenversorgung der Austro-Filialen jedenfalls sichergestellt. Von nennenswerten Schließungen von Filialen oder betriebsbedingten Kündigungen sei nicht auszugehen. Sämtliche Gehälter werden den Angaben zufolge fristgerecht überwiesen. „Die pünktliche Auszahlung der Löhne und Gehälter zum Monatsende belegt, dass das Unternehmen voll zahlungsfähig ist und aktuell alle Maßnahmen ergriffen wurden, um den normalen Geschäftsbetrieb fortzuführen“, heißt es in einer Aussendung der Gewerkschaft GPA-djp gemeinsam mit Schlecker Österreich. Die Gewerkschaft hatte sich am Dienstag mit Schlecker ­ÖsterreichProkurist Andreas Kozik und der Betriebsrätin der Drogeriekette zur Lagebesprechung getroffen. Das Gespräch sei, so GPA-Vizechef Karl Proyer, „ganz passabel“ verlaufen, eine Entwarnung sei aber aufgrund des laufenden Insolvenzverfahrens der Konzernmutter „schwierig“. „Es

Gesteigert 25 Prozent plus

Tafel zieht Bilanz Wien. Österreichs älteste TafelOrganisation zieht Bilanz: Bei einer Steigerung des Warenvolumens im Jahr 2011 um 25% legte die Wiener Tafel besonderen Wert auf einen hohen Anteil an Obst, Gemüse und Hygieneprodukten. Auch im Jahr 2012 soll das Angebot für armutsbetroffene Menschen noch mehr frische und gesunde Lebensmittel enthalten und der große Bedarf an Hygieneprodukten noch stärker berücksichtigt werden.

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r e ta i l & p r o d u c e r s

16 – medianet retail

Freitag, 3. Februar 2012

Personalia Spar-Steiermark-Chef Schmuck übernimmt das Ruder im Krisenland Ungarn, Verbleib von Feiner unklar

short

Spar tauscht Posten aus

Zielpunkt gibt Schülern und Studenten Prozente Wien. Nachdem Zielpunkt bereits 2010 den Mittwoch bei Zielpunkt zum Senioren-Tag ernannt hatte, wird diese „Minus zehn Prozent auf den gesamten Einkauf“-Aktion nun auch auf Schüler, Studenten und Lehrlinge ausgeweitet: Jeden Dienstag erhalten junge Menschen einen sofortigen Preisnachlass auf ihren Einkauf. Um den Rabatt nutzen zu können, müssen die Jugendlichen den Schüleroder Studentenausweis an der Kassa vorzeigen.

Tirol-Geschäftsführer Holzer wechselt nach Graz, in Wörgl kommt Rissbacher auf den Chefsessel. Salzburg. Sesselrücken in den Geschäftsführungen des Spar-Konzerns: Steiermark-Chef Erwin Schmuck wird als Vorsitzender der Geschäftsführung zur Spar Ungarn entsendet. Schmuck gilt als einer der erfahrensten und profiliertesten Handelsmanager des Landes, er ist seit 1966 bei der Tanne tätig. Seit 26 Jahren leitete er die Geschicke in der Region Steiermark und dem südlichen Burgenland. Ob Peter Feiner, der seit 2004 den Posten als Ungarn-Chef bekleidet, in irgendeiner Form im Unternehmen weiterarbeiten wird, soll sich in den kommenden Wochen entscheiden. Man wolle trotz der derzeit nicht einfachen wirtschaftlichen Lage im Land ein deutliches Zeichen für den Standort setzen, heißt es in einer Aussendung des Handelskonzerns. Den nunmehr frei werdenden Posten in Graz übernimmt der bisherige Spar Tirol-Geschäftsführer

„Die besten Führungskräfte“ „Wir haben mit dieser Personalrochade eine weitreichende Entscheidung für die positive Weiterentwicklung des gesamten Unternehmens im In- und Ausland getroffen und für die Neubesetzungen unsere besten Führungskräfte ausgewählt“, kommentiert Gerhard Drexel, Präsident der Spar Holding AG.  (red)

© Spar

© APA/Rubra/Rudolf Brandstätter

Quelle: Abschluss des Verfahrens im Frühjahr

Christoph Holzer. Damit kehrt der gebürtige Grazer, der vor 17 Jahren bei der Spar St. Pölten eingestiegen ist, in seine Heimat zurück. Als neuen Geschäftsführer der SparZentrale in Wörgl, zuständig für die Region Tirol und Salzburg, beruft der Vorstand Christof Rissbacher. Der 35jährige Tiroler startete im Jahr 2002 im Bereich „Expansion“ bei Interspar. Seit fünf Jahren leitet er den Bereich „Konzern-Expansion und Projektentwicklung“.

Der erfahrene Spar Steiermark-Chef Erwin Schmuck soll’s nun in Ungarn richten.

Ende März, Anfang April sollte das Verfahren ad acta gelegt werden.

Unilever gründet CSR-Stiftung

Benetton vor großem Umbau

Thayngen/Wien. Der Konsumgüterriese Unilever lanciert eine weltweit aktive Stiftung, die Mittel und Initiativen zur Verbesserung der Lebensqualität bündelt. Über die Bereitstellung von Gesundheitspflege und Sanitärversorgung, sauberem Trinkwasser und Basisernährung sowie der Stärkung des Selbstwertgefühls wird sich die Unilever Foundation für nachhaltigen Wandel engagieren, wie das Unternehmen in dieser Woche in einer Aussendung ankündigt. Dabei geht man eine Partnerschaft mit den Hilfsorganisation Oxfam, PSI, Save the Children, UNICEF und der Welternährungsbehörde der Vereinten Nationen ein.

© Giulio Rustichelli/Fabrica

Rom. Die Familie Benetton, Eigentümerin des gleichnamigen Modekonzerns, plant das Delisting und den Rückkauf seiner Aktien an der Mailänder Börse. Mit dem Rückkauf der gesamten Anteile soll das Management freie Hand bei entscheidenden Beschlüssen für die Zukunft des Konzerns erhalten und das Unternehmen tiefgreifend erneuern können. Benetton machen die schwächere Nachfrage auf dem Heimmarkt Italien und die hohen Rohstoffkosten zu schaffen. Für 2011 rechnet der Modehändler mit einem Nettogewinn von knapp über 70 Mio. € nach 102 Mio. € im Vorjahr. Auch die Aussichten für das laufende Jahr werden wegen des Konsumrückgangs in Italien eher skeptisch eingeschätzt. (APA)

Der Absatz der Benetton-Mode schwächelte vor allem am Heimatmarkt Italien.

Expansion Textilhandel sucht die meisten Standorte

Onlinehandel Marktführer zahlt hohen Preis fürs Wachstum

Wien. Der Bekleidungshandel zählt zu den expansivsten Branchen im Handel. Heuer sind die Betriebe auf der Suche nach rund 500 Standorten vorzugsweise in Innenstadtlagen und Einkaufszentren, ergab eine Umfrage des Standortberaters RegioPlan. Am umtriebigsten seien die Modeketten Fussl und Cecil, die Diskonter Kik und NDK und der Dessoushändler Hunkemöller, die jeweils mehr als zehn Standorte in Österreich suchen.

Seattle. E-Commerce-Riese Amazon baut seine Stellung als weltgrößter Onlinehändler aus. Mit Kampfpreisen und kostenlosem Versand hat der US-Konzern im vergangenen Jahr zahlreiche neue Kunden gewonnen. Das ungestüme Wachstum ging allerdings auf Kosten des Gewinns, der um beinahe die Hälfte eingebrochen ist. Der Umsatz war im Gesamtjahr um 41 Prozent auf 48,1 Mrd. USD hochgesprungen (31,4 Mrd €). Die meistverkauften Produkte waren nach den Worten von Gründer und Konzernchef Jeff Bezos ein ums andere Mal die Kindle-Lesegeräte für elektronische Bücher und der neu eingeführte Tabletcomputer „Kindle Fire“.

Fussl, Kik & NDK am „hungrigsten“ Amazon: Gewinn dahingeschmolzen

© dpa/Kay Nietfeld

Bionade gehört nun zur Gänze Radeberger

Bionade hat seit geraumer Zeit mit Absatzeinbußen zu kämpfen.

Die Branche bekam zuletzt viel Zuwachs; so sind die zu Abercrombie & Fitch gehörende Marke Hollister, Forever 21 und Bershka nach Österreich gekommen. Im September macht im Tiroler EKZ Sillpark die erste Filiale des irischen Modehauses Primark auf. Schöps, adessa und Don Gil mussten dagegen das Handtuch werfen. Unangefochtener Marktführer ist nach wie vor H&M, gefolgt von C&A und Peek & Cloppenburg.

winn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überdies um 58% auf 134 Mio. €. Ganz so schlimm kam es dann doch nicht. Bezos betonte vor allem das überdurchschnittliche Wachstum der Fremdanbieter. Amazon verkauft über seine Website nicht nur eigene Waren, sondern hat sie auch für Dritte als Verkaufsplattform geöffnet. Auf diese fremden Händler entfielen nach Stückzahlen mittlerweile 36 Prozent aller Verkäufe.

Der Textildiskonter KiK zählt zu den expansionswilligsten seiner Branche in Österreich.

Das Unternehmen steckte jede Menge Geld in den Ausbau seiner Lieferzentren. Angesichts der hohen Kosten schmolz der Gewinn um 45 Prozent auf 480 Mio. €. Besonders dramatisch sah die Lage im Weihnachtsquartal aus: Nicht nur, dass Amazon sein Wachstumstempo nicht halten konnte; der Ge-

© EPA

Kostspieliger Ausbau

© Kik Textilien

München. Der Produzent der Öko-Brause Bionade gehört nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung künftig vollständig zum Getränkekonzern Radeberger. Die Bionade-Gründerfamilie Kowalsky habe ihre restlichen Anteile an Radeberger verkauft und ziehe sich nun vollständig aus dem Unternehmen zurück. Die Familie besaß noch rund ein Drittel der Anteile an der Firma. Der nachhaltige AFAnbieter hatte seit geraumer Zeit mit Absatzeinbußen zu kämpfen.

Nachhaltigkeit international

Modehandel Die Eigentümerfamilie des Textilriesen will wieder allein „regieren“

Linz. Das Ende 2009 begonnene Konkursverfahren des Linzer Versandhändlers Quelle könnte im heurigen Frühjahr endgültig abgeschlossen werden. Damit rechnet das Landesgericht Linz. Im letzten die Masse betreffenden Prozess wurde am Dienstag ein bedingter Vergleich geschlossen. Für diesen besteht nun noch eine Widerrufsfrist bis 21. Februar. Sollte er gültig werden, könnte mit einer Schlussrechnungs- und Schlussverteilungstagsatzung Ende März oder Anfang April gerechnet werden, erklärte der zuständige Richter Helmut Katzmayr. Die Gläubiger haben bei einer Zwischenverteilung im vergangenen Jahr eine Vorabquote von 45% und 34,3 Mio. € aus der Konkursmasse erhalten. Durch die inzwischen erfolgte Erledigung von noch offenen Rechtsstreitigkeiten könnte die Quote letztlich auf rund 60% der festgestellten Forderungen von 71,4 Mio. € steigen.  (APA)

Amazon-Chef Jeff Bezos muss ein schwaches viertes Quartal verbuchen.


product news

Freitag, 3. Februar 2012

medianet retail – 17

Hase im Täschchen, Gummis für Sportler und Sonderschokoladen Product News Osterneuheiten von Lindt, Haribo 500 g-Dosen und 111 Jahre-Sondereditionen von Milka. Rechtzeitig zum Frühlingserwachen wird es Zeit für „goldige Ostern“. Oster-Gold macht mit seinem eleganten Design in Weiß und Gold und einem zarten Blumendekor Lust auf den Frühling und feine Chocolade – etwa in Täschchen, Praliné-Schächtelchen, Runddosen oder dem Goldhasen Trüffel-Duo. Die unendlich zartschmelzenden Lindor Eier sind zu Ostern in einer schönen Metallei-Dose vesteckt.

© Lindt; Haribo

Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Kontakt

Im Frühjahr lanciert Haribo eine neue praktische, wiederverschließbare 500 g-Dose – ideal für die ganze Familie – in folgenden Sorten: Nimm dir Süsses, Nimm dir Saures und Sportler-Bären. Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Haribo Nimm dir Süsses, Nimm dir Saures und Sportler-Bären 500 g Haribo Lakritzen H. Riegel Betriebsges.m.b.H LEH Haribo, Tel.: 00732/774691

Special Edition Schokolade

111 Jahre Milka

© Kraft Foods

Wien. Milka feiert 111 zarte Jahre. Um Österreichs beliebteste Schokoladenmarke hochleben zu lassen, brachte Kraft Foods zu Beginn des Jahres viele beliebte Produkte in der limitierten Geburtstags-Edition „111 Jahre“ in den Handel. Zur Auswahl stehen etwa köstliche 100 g Milka-Tafeln: Zartschmelzende Milka Alpenmilch Schokolade mit bunten Kakaolinsen, mit einer feinen Milchcrème und Knistereffekt sowie mit einer Füllung à la Vanille-Pudding.

Milka feiert seinen runden Geburtstag mit drei ausgefallenen Tafelkreationen.

Launch Lindt Oster-Gold Goldhasen Täschchen, Oster-Gold Täschchen und Praliné, Runddose und Goldhasen Trüffel-Duo und Lindor Metall-Ei Lindt & Sprüngli Austria GmbH LEH Lindt, Tel.: 01/60182


s h o p ta l k

18 – medianet retail

Freitag, 3. Februar 2012

Neujahrsempfang DHK Miele Galerie

© medianet/Szene1/Christian Mikes

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© medianet/Szene1/Günther Langegger

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1. Thomas Gindele, Günther Apfalter, Christian Oppl, Hans Georg Gasser; 2. Franz Brosch, Wilfried Sihn, Oliver Lödl, Michael Baumann; 3. Georg Kühhas, Wolfgang Sauerzapf, Hannes Hödlmayr.

Magna Europa-Chef in der Deutschen Handelskammer 2

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1. Martin Melzer, Reinhard Zinkann, Markus Miele mit dem Modell der neuen Galerie; 2. Wiener Staatsballett, das ein eigens kreiertes Stück mit dem Titel „Tradition & Moderne“ tanzte; 3. Barbara Rett führte charmant durch den Abend (hier mit Martin Melzer); 4. Die Vorpremiere von „Cats“ in der Miele Galerie in Wien.

Haushaltkompetenz in der Wiener Vorarlberger Allee

Spülmaschine und Küche im Atelier Alles unter einem Dach Kürzlich eröffnete die erste Miele Galerie in Wien und somit die zweite in Österreich. Die Vertreter der Eigentümerfamilien und gleichzeitig geschäftsführende Gesellschafter, Markus Miele und Reinhard Zinkann, waren gekommen, um gemeinsam mit dem Miele Österreich Geschäftsführer Martin Melzer diese Eröffnung unvergesslich zu machen. Am Programm standen Superlative und Premieren. Barbara Rett führte durch den Abend und freute sich besonders, das Wiener Staatsballett ankündigen zu dürfen, das ein eigens kreiertes Stück mit dem Titel „Tradition & Moderne“ tanzte. Doch damit nicht genug, gab es schließlich bei Miele eine Vorpremiere des Musicals „Cats“, welches nunmehr in Wien ist. Für viele Besucher zählte dieser Auftritt, neben der Miele Galerie selbst, zu den Highlights dieses Abends. (jm)

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Schnell unterwegs „Das Auto hat seine große Zeit noch vor sich.“ Das war die Botschaft von Günther Apfalter, Präsident von Magna Steyr in Graz und von Magna Europe, beim ersten Business-Lunch der Deutschen Handelskammer im Jahr 2012. Begründet wird sein Optimismus durch die starke Nachfrage junger Käuferschichten, vor allem in Ostasien, aber auch in Indien und Brasilien. Den Ausführungen des Top-Managers der Automobilbranche lauschten unter anderem: Thomas Gindele (DHK-Hauptgeschäftsführer), Christian Oppl (GrECo International AG), Thomas Unger (Vorstandsvorsitzender Constantia Packaging), Hans Georg Gasser (WirtschaftsBlatt), Franz Brosch (Geschäftsführer Wanzl), Wilfried Sihn (Fraunhofer Austria Research), Oliver Lödl (Geschäftsführer Schaeffler Austria), Michael Baumann (MTU Friedrichshafen), Georg Kühhas (CEO enso hydro), Wolfgang Sauerzapf (Generalbevollmächtigter Peek & ClopDie „BioFach“ findet vom 15. bis penburg), Johannes Hödlmayr 18. Februar im Messezentrum (Vorstand Hödlmayr InternaNürnberg statt. Themen sind tional), Reinhard Pinzer (SieKaffee, Textilien, Wein, Olivenöl. mens CFO), Josef Stockinger Nähere Infos: www.biofach.de. (Vorstandssprecher der OÖ Versicherung). (jm)

die finstere brille

Warum so billig, du Fetzchen? Christian Novacek

© OMV

Armin Pichler hat mit Beginn dieses Jahres die Leitung als Sales Director bei der NÖM AG übernommen. In dieser Funktion ist er für den nationalen und internationalen Verkauf verantwortlich. Pichler war 2011 bei Interfood beschäftigt und dort Leiter der Bereiche Verkauf und Marketing. Zuvor – von 2005 bis 2010 – sammelte er bei Tirol Milch mehrjährige Erfahrung in der Molkereibranche. Dabei war der Marketingprofi beim Tiroler Milchverarbeiter in unterschiedlichen Positionen tätig. Zuletzt war Pichler in der Geschäftsleitung für die Bereiche Marketing und Verkauf verantwortlich.

Spitzenköchin Sohyi Kim in der Galerie.

Von billigen Autos und jungen Käufern

Produkt des tages

Kopf des Tages

© NÖM

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M Bereit für -35 ° C ... MaxxMotion steht für maximale Leistung bei weniger Kraftstoffverbrauch: Hochleistungsadditive schützen den Motor vor Korrosion und Ablagerungen, eine höhere Cetanzahl verbessert die Qualität des Verbrennungsprozesses, usw. Vor allem aber: OMV MaxxMotion bewirkt sicheres Anstarten und optimalen Winterbetrieb bei Temperaturen bis -35°C. Vorzüge, die Harald Joichl, Leiter des OMV Tankstellengeschäfts in Österreich und Deutschland, so beschreibt: „Starke Performance, volle Motorleistung, gewohnt leise Motorengeräusche, optimale Verbrennungsleistung, weniger Abgase, Motorschutz und konstant geringer Verbrauch – wer das Beste für sein Fahrzeug will, tankt deshalb MaxxMotion.“ MaxxMotion Diesel mit Winterqualität ist ab sofort in Österreich und Deutschland an allen OMV Tankstellen mit VIVA und an den OMV Autobahn Stationen erhältlich. Weitere Informationen: www.omv.at/maxxmotion

itunter frage ich mich, inwieweit Kleidung den Charakter beeinflusst. Beispielsweise könnte bunte Kleidung im 70er Jahre-Style den Musikgeschmack in psychedelische Sphären hieven. Streng nach oben geknöpfte Hemden hingegen schnüren die Weltsicht in strenge Gefilde. Musik dazu ist je nach Charakterstärke beiläufig, eventuell ist hin und wieder eine Portion Grunz-Metal erlaubt. Was kommt zuerst, die Kleidung oder der Charakter? In der Erwachsenenwelt scheint die Sache klar: Erst der Mensch, dann das Outfit. Charakterlich lockere Typen präferieren die Jogginghose, wichtige Menschen greifen zu Burberry, humorvolle Leutchen zu Eigenmarken. Aber wie war das in der Kindheit? Ich gehe mal davon aus, dass sich bei denen, die häufig im Indianerkostüm stecken, im Älterwerden der Gerechtigkeitssinn rabiatisiert. Und Mädels, die zu oft in putzigen Kleidchen herumhüpften, sind möglicherweise die Style-Bitches der Gegenwart. Aber was sagt uns der derzeit bevorzugte Kleidungsstil über die Welt? Wenn ich mich umschau, sehe ich hauptsächlich Fetzen, Fetzen, Fetzen. Einmal anziehen, einmal den Boden wischen, weg damit. Analog die Welt: drauf herumtrampeln, Sauerstoff verbrauchen, weg damit. c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Genüsse Weltweit werden acht Prozent der Fertiggerichte in die Mülltonne geworfen, obwohl diese noch genießbar wären.


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