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Werte-Index 2012: Warum man mit Haltung weiter kommt als ohne Seite 4/5

NO. 1525

¤ 2,50

DIENSTAG, 24. JĂ„NNER 2012

PULS 4 WIRD VIER

Ein Gespräch mit Michael Stix, ProSiebenSat.1 Austria

Seite 8

Š mn/Szene1/C. Mikes

Š Trendbßro

DER WERT IST DAS ZIEL

12. JAHRGANG

Š mn/Szene1/C. Mikes

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FISCHE SIND FREUNDE ...

JĂśrg Grossauer, Bolton Austria, Ăźber das Nachhaltigkeitskonzept von Rio Mare Seite 14

Insolvenz Der Absturz des Drogeriediscounters Schlecker: Von der Nummer 1 zum Sanierungsfall

Die qualvolle Pleite des Billig-Drogisten

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INHALT

prime news & market watch > Tourismus-Fachmesse actb wird wieder zur atb > Roman Szeliga Ăźber das „beste Frustschutzmittel“

3 6

Š APA/Herbert Neubauer

marketing & media

Š dpa/Stefan Puchner (2)

> Aufbruch am KĂźniglberg & Protest der Freelancer 10 > Plenos lud zum rauchfreien „Plenum“: 360°-Risotto 12 retail

Š Wiesbauer

Aus oder Neustart? Experten nehmen in Sachen Schlecker derzeit das Wort „Zerschlagung“ in den Mund. FĂźr Lars und Meike Schlecker ist aber alles mĂśglich – inklusive Neustart. Die Entscheidung liegt beim Amtsgericht Ulm. Seite 2 > Wiesbauer Holding AG erzielte 145 Mio. â‚Ź Umsatz 15 > Vorarlberger Gunz baut die Exporte aus 16

Weltwirtschaftsforum Rezepte fĂźr die Wirtschaft

Rekordansturm auf Davos

braucht Branche > Wass brauch br auchtt die auch die Branch Br anchee anch und was bietet sie an? 19–24 P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien GZ: 02Z030468T Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15 Tel. 919 20-0 Fax: 919 20-2231 e-Mail: abo@medianet.at

Š EPA

special eventmarketing

K. Schwab: „Je schlechter es der Wirtschaft geht, desto grĂśĂ&#x;er der Andrang.“

Davos. Im Schweizer Davos wird ab Mittwoch wieder nach Zukunftsrezepten fĂźr die globale Wirtschaft gesucht. Mit 2.600 Teilnehmern verbucht das 42. Weltwirtschaftsforum eine Rekordbeteiligung. „Je schlechter es der Wirtschaft geht, desto grĂśĂ&#x;er ist der Andrang“, so WEF-GrĂźnder Klaus Schwab. 40 Staats- und Regierungschefs, 1.600 Unternehmer und Minister aus 19 der G-20-Ländern kommen ins GraubĂźndner Alpental, um nach Wegen aus Krise und Rezession zu suchen. Heuer ist der Zeitpunkt besonders passend, kurz nach der Attacke von Standard & Poor‘s gegen neun europäische Staaten.

 

            

Digitaler Offs Pantone Sch etdruck mit m u c k b e n. far     



 


C OV ER

2 – medianet

Dienstag, 24. Jänner 2012

S TA ND OR T PR OB L EM

© EPA

An jedem Ort ein Schlecker In seiner Expansionslust okkupierte Schlecker Standorte, die andere als unrentabel links liegen ließen. Das Erfolgsgeheimnis in Österreich hing lange Zeit damit zusammen, dass der Drogeriediscounter rasch in neue Mietobjekte ging – um sie bei Unrentabilität ebenso rasch wieder zu verlassen. Die Lebensdauer einer schlechten Schlecker-Filiale war somit mit drei Monaten gut umrissen. Mit der Veränderung der Kundenwünsche, denen die „gediegenen“ Outlets von Mitbewerbern wie dm oder Bipa zusehends mehr entgegenkamen, verlor die Schlecker-Strategie an Zukunftstauglichkeit.

Schlecker-Pleite Experten erwarten das Ende des Drogeriehändlers, Schlecker hofft auf planmäßige Insolvenz

Was kommt jetzt: Neustart oder totale Zerschlagung? Handelsexperte Peter Schnedlitz von der WU Wien rechnet mit einem „Gesundschrumpfungsprozess“. CHRISTIAN NOVACEK

Wien. Schlecker geht pleite und der aktuelle Tweet im offiziellen Twitter-Account von Schlecker lautet: „Massive Preissenkungen zum Jahreswechsel bei Baby- und Kindersortiment bei Schlecker!“ In Anbetracht eines Szenarios, das derzeit von strategischer Insolvenz bis zum Absturz reicht, zeigt das einmal mehr, was bei Schlecker das Problem war: Kommunikation hart am Nullpunkt. Das heißt wiederum nichts anderes als: Schlecker mag seine Kunden anders. Zuletzt war die kommunikative Unausgereiftheit des deutschen Drogerie-

discounters (47.000 Beschäftigte, rd. 7.000 Filialen allein in Deutschland) mit ausschlaggebend dafür, dass der gestrige (Montag) Antrag auf Planinsolvenz beim Amtsgericht Ulm für Branchenexperten überraschend kam.

Abenteurer hoch im Kurs Umso bemerkenswerter, dass trotz des Überraschungseffekts die „Experten“ rasch einig sind, dass die Drogeriekette kaum Chancen auf einen Fortbestand habe. Die Einschätzung tendiert Richtung Zerschlagung. Der von der APA zitierte „Experte“ meint: „Um so

einen Laden umzudrehen, müssen Sie einen sehr langen Atem haben.“ Schlecker habe allerdings weder einen guten Namen, noch gute Standorte. „Vielleicht findet sich trotzdem ein Abenteurer, der das kauft. Aber ich kann es mir nicht vorstellen.“ Beim deutschen Mitbewerber Rossmann etwa ist die Abenteuerlust gering ausgeprägt: Derzeit wurde lediglich Interesse an 50 bis 80 Märkten bekundet. Demgemäß äußert sich Dirk Roßmann im aktuellen Focus: „Ich wage die Prophezeiung, dass der Insolvenzverwalter nicht viele Läden weiter betreiben wird können.“

Analyse Schlecker-Pleite könnte Vorbote für Discounterturbulenzen sein

Ist der Harddiscount ein Auslaufmodell? Zukunftstauglich? „30.000 Schlecker-Angestellten drohen massive Lohnerhöhungen durch Hartz 4“ – so und so ähnlich zwitschern die Kommentare auf twitter anlässlich der Schlecker-Insolvenz. Was derart zynisch zum Ausdruck gebracht wird, hat einen harten Kern: Schlecker war berühmt für seinen harschen Umgang mit Mitarbeitern. Und legte die Latte für Aldi/Hofer, Lidl, KiK & Co. niedrig. Discounter brachten nicht nur im Preis Verächtlichkeit dem Produkt gegenüber zum Ausdruck: Gegenüber Mitarbeitern war ebenfalls die harte Tour angesagt. Nun stellt sich die Frage, inwieweit der Discounter von heute in der Lage ist, aus der Zone der Verächtlichkeit zu treten. Denn im Preis ist er mittlerweile schlagbar: Billa & Co konkurrenzieren ihn nicht nur mit preisaggressiven Handelsmarken. Als weitaus smartere Waffe gegen den Discounter gestalten sich die Warengruppenrabatte. Denn bei 25% Rabatt auf das Bier-Sortiment kann ein Hofer nicht mithalten, da hat er schon ob seiner naturgemäß geringen Auswahl das Nachsehen. Je mehr nun Werte wie gute Behandlung der Mitarbeiter, Sortimentsvielfalt und architektonisch ansprechende Geschäfte ins Rampenlicht geraten, umso mehr stehen die Discounter plötzlich mit ihrer drögen Preisfrage allein in der Wüste.

Die meisten der noch rund 7.000 Märkte in Deutschland (inkl. Ausland: rd. 11.000 Geschäfte) seien schlichtweg nicht zeitgemäß. „Rossmann, dm und Müller sind dieser Kette schon vor Jahren meilenweit enteilt“, so Roßmann. Schlecker habe zu lange am alten Konzept festgehalten, immer nur neue Geschäfte zu eröffnen. Die lagen schließlich mit einem monatlichen Umsatzvolumen von im Schnitt 20.000 € krass auf der Bottom Line der Drogeriehandelsumsätze – vergleichsweise macht manch schmucke dm-Filiale auch mal einen Monats-Erlös von rd. 300.000 €. Das beständige Setzen auf Cund D-Flächen gedieh letztlich aufgrund teils langfristiger Mietverträge zum Klotz am Bein der Umstrukturierung. Der deutsche Handelsexperte Thomas Roeb, dereinst Berater des Drogeriediscounters, sieht das so: „Schlecker hat nicht rechtzeitig genug auf wettbewerbsfähige Filialen gesetzt. Die waren zu klein und die Gänge viel zu schmal. Konkurrenten wie dm, Müller und Rossmann haben ihnen so die Kunden abgejagt. Rund die Hälfte der 11.000 Geschäfte arbeitet seit Jahren nicht profitabel.“ Den effektiven Garaus ortet Roeb somit in der Filialstruktur des Unternehmens. Den Willen zum Kurswechsel mag man Lars und Meike Schlecker indes nicht absprechen. Die Veränderungs-Signale tönten ernsthaft,

und laut. Die „Schließungswelle“ wurde medial als dynamischer Neubeginn gewertet. Immerhin ging sie mit der Revitalisierung bestehender Filialen einher. Zum positiven Medienecho trug weiters der Umstand bei, dass Schlecker im Ausland besser reüssierte. Demzufolge ging es Schlecker in Österreich mit seinen rund 970 Geschäften jedenfalls passabel. Noch im Herbst hatte Lars Schlecker im medianet-Interview das Österreich-Geschäft als „absolut profitabel“ bezeichnet. WU-Professor Peter Schnedlitz geht hierzulande von einem Gesundschrumpfungsprozess um 10 Prozent des Filialnetzes aus.

FACTS Das Unternehmen: 1975 eröffnet Anton Schlecker seine erste Drogerie, zwei Jahre später sind es 100 Filialen. 2008 erfolgt der Umsatzrekord mit 7,42 Mrd. €; 2011 kommt der Umbau des Filialnetzes – zu spät. Die Insolvenz: Die deutsche Drogeriekette Schlecker hat am 23.1. Planinsolvenz beim Amtsgericht Ulm beantragt. Der zuständige Insolvenzrichter Benjamin Webel prüft den Antrag und wird entscheiden, ob das Insolvenzverfahren eröffnet wird – und in welcher Form. Schlecker strebt eine Planinsolvenz an. Ein Insolvenzverwalter berät dabei, die Geschäftsführung bleibt im Amt. Das neue Unternehmen könnte auch die Tarifverträge mit der Gewerkschaft kündigen. Europaweit bangen rd. 47.000 Beschäftigte um ihre Jobs. In Österreich sind es rund 3.000.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

DIENSTAG, 24. JÄNNER 2012 – 13

GEPFLEGT FLEGT

Nivea Creme Limited Edition Share Love, L’Oréal Mega Volume Collagene Mascara, Rexona Maximum Protection und head & shoulders Frische-Varianten. Seite 17

MARMELADE & CO

UNTERWEGS

Lehrlingsinformationstage beim Baumarkt in Hornbach

Darbo hat 2011 die Planzahlen nur um einige tausend Euro verfehlt Seite 16

Wolfgang Helm ist Vertriebsleiter Einzelhandel in der Spar-Region St. Pölten Seite 18

Seite 15

© Spar

WUNSCHKONZERT

© Darbo

© Hornbach

retail

© Beiersdorf Beiersdo eiersdorf eiersdo

Nicht im Trüben fischen: Rio Mare wird nachhaltig

© Wiesbauer

SHORT

© medianet/Szene1/Christian Mikes

© Michael Gunz

Auf Kurs Die Wiesbauer Gruppe konnte trotz schwieriger Rahmenbedingungen - die Rohstoffpreise sind deutlich gestiegen - einen Gewinn einfahren: Im abgelaufenen Jahr 2011 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 145 Mio. €, was eine Steigerung von über 15% gegenüber dem Jahr 2010 bedeutet. Seite 15

Stark gewachsen Helmut und Werner Gunz, Geschäftsführer der gleichnamigen vorarlbergerischen Lebensmittelvertriebsfirma, haben den Umsatz in 2011 erneut zweistellig steigern können. Das erforderte sowohl eine Aufstockung der Mitarbeiter, als auch einen Ausbau der Infrastruktur in Österreich und Deutschland. Seite 16

Fischen ohne Ende Jörg Grossauer, Director Sales und Marketing von Bolton Austria, präsentierte das Nachhaltigkeitskonzept von Rio Mare; innerhalb von fünf Jahren soll die Thunfisch-Produktion komplett umgestellt werden. Seite 14

Zielpunkt auf Expansionskurs

Schweizer Preissturz

Wien/Graz Mit der Neueröffnung einer Filiale in der Puchstraße 47 in 8020 Graz betreibt Zielpunkt bereits 40 Filialen in der Steiermark, 12 davon in Graz. „Wir freuen uns über eine weitere Filiale in Graz“, erklärt Jan Satek, Vorstandsvorsitzender von Zielpunkt. „Wir nehmen ganz bewusst die Rolle des Nahversorgers ein und planen, dieses Jahr noch weitere Filialen zu eröffnen.“ Die Filiale in der Puchstraße hat rund 600 m! Verkaufsfläche und bietet den Kunden eine Auswahl aus ca. 4.300 verschiedenen Artikeln des täglichen Lebens.

In Graz: Jan Satek, Viktor Larissegger, Ulrich Kempke, Martina Schröck.

Neben einer Vielzahl an Markenartikeln finden die Kunden bei Zielpunkt auch eine breite Palette an frischem Obst und Gemüse für den täglichen Bedarf sowie Fleischund Wurstspezialitäten vom steirischen Experten Schirnhofer. „Kunden wollen mehr denn je frische Fleisch- und Wurstwaren aus Österreich in Top-Qualität; diesen Wunsch erfüllt Zielpunkt gern“, freut sich Satek. Frisches Brot und Gebäck sowie Käsespezialitäten an der Theke, Bioprodukte von „natürlich für uns“ und die Eigenmarke „Jeden Tag“ runden das Angebot ab.

Basel. Coop Schweiz dreht an der Preisschraube. Mit heute, Dienstag, wurden die Preise für rund 250 Eigenmarkenartikel um sieben Prozent reduziert. Vor allem sämtliche Käsesorten – ob Fondue, Raclette, Aufstrich oder Hartkäse – sind dauerhaft billiger. Zudem wwurden auch Eier, Essig, Öle, Mayonnaise und Senf sowie Tierbedarf günstiger. Die Coop-Preisabschläge zeigen Wirkung: 2011 haben die Preissenkungen auf 4.500 Artikeln zu einem Umsatzwachstum von insgesamt 3,2% des Coop Supermarktsortiments geführt.

© Coop

Coop Schweiz Erneut Preise bei Eigenmarken gesenkt

© Zielpunkt/Nadia N. Gentile

Nahversorger Graz hat bereits die 12. Zielpunkt-Filiale, in der Steiermark gibt es 40

Günstige Zeiten für Schweizer Käseliebhaber: Coop senkt erneut die Preise.


TI TE LS T OR Y

14 – medianet retail

Dienstag, 24. Jänner 2012

JÖ RG G RO S S AUE R

© medianet/Szene1/Christian Mikes

Transparenz der Produktionsprozesse Das Rio Mare-Produktsortiment wird ab März 2012 um Thunfisch aus nachhaltiger Angelfischerei, sogenanntem Pole & LineFang, erweitert. Bis 2013 will das Unternehmen zu 45% Fisch aus nachhaltigem Fang anbieten können, bis 2017 soll dann der komplette Umstieg erfolgen. Das von Bolton Austria-Chef Jörg Grossauer präsentierte Nachhaltigkeitsprogramm unter dem Namen „Qualität mit Verantwortung“ sei nicht nur dem Schutz des maritimen Ökosystems verpflichtet, sondern werde von Rio Mare in einer Art 360°-Verantwortung „entlang der gesamten Produktionskette, vom Zeitpunkt des Fischfangs bis hin zum Endprodukt, das auf den Tisch kommt“, wahrgenommen, so Grossauer. Ab März ist das erste Produkt im Handel, der Preis wird 20 Cent über konventioneller Ware liegen.

Pole & Line Fünf Prozent Marktanteil peilt Bolton Austria-Chef Jörg Grossauer mit dem neuen, nachhaltigen Produkt an

Rio Mare wirft die Angel nach dem Thunfisch aus Bis 2017 soll die komplette Produktion an Dosen-Thunfisch aus nachhaltiger Fischerei kommen. CHRISTIAN HORVATH

Wien. Bolton Austria, hierzulande bekannt vor allem für die Rio Mare-Fischkonserven, hat vergangene Woche sein Nachhaltigkeitsprogramm vorgestellt. Wie Jörg Grossauer, seit 1. Juli 2011 als Director Sales & Marketing verantwortlich bei der Österreich-Niederlassung des italienischen Unternehmens, erläutert, will Bolton bis 2013 zu 45% Fisch aus nachhaltigem Fang anbieten. Bis 2017 schließlich soll der Umstieg auf ausschließlich nachhaltig gefangenen Thunfisch vollzogen werden.

„Als europäischer Marktführer sehen wir es als unsere Verpflichtung, soziale Verantwortung zu übernehmen“, so Grossauer. „Wir haben uns mit unserem Programm ‚Qualität mit Verantwortung‘ nicht nur zum Schutz der Vielfalt und der Gesundheit des maritimen Ökosystems verpflichtet, sondern über eine 360 Grad Verantwortung entlang der gesamten Produktionskette, vom Zeitpunkt des Fischfangs bis hin zum Endprodukt, das auf den Tisch kommt.“ Transparenz und externe Kontrolle durch das dänische Kontrollinstitut Det Norske Varitas sollen künftig die sichtbaren Zeichen

der Qualitätssicherung darstellen. Die Transparenz gewährleistet Rio Mare mit einer Chargennummer, die dem Konsumenten künftig ermöglichen soll, zu eruieren, in welchem Gebiet der Fisch gefangen wurde, von welchem Schiff, das genaue Datum, die Fangmethode und die Qualität des Thunfischs.

20 Cent Preisunterschied Ab März wird Rio Mare mit dem ersten Produkt aus nachhaltiger Angelfischerei, sogenanntem Pole & Line-Fang, in den Regalen der Supermärkte wie Billa, Spar, Merkur, Zielpunkt, MPreis und Metro

Spanische Studie Starke Überfischung in den letzten 50 Jahren

Thunfischbestand um rund 60% gesunken Madrid. Schon seit Jahren warnen Forscher davor, dass die falschen Fangmethoden ebenso wie die Überfischung langfristig die Bestände der Meeresbewohner substanziell gefähren. Erst im Dezember wurden wieder aktuelle Zahlen publiziert, wonach die Zahl der Thunfische und Makrelen in den Weltmeeren sinkt: Um durchschnittlich 60% sind die Populationen in den vergangenen 50 Jahren geschrumpft, berichtet ein internationales Forscherteam in den sogenannten Proceedings der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften. Verantwortlich dafür sei vor allem die starke Befischung der Tiere. Um den Schwund aufzuhalten beziehungsweise umzukehren und auch die Folgeschäden für die Ökosysteme zu begrenzen, seien strengere Regulierungen nötig. Die Forscher um Maria Jose Juan-Jorda (Universität von La Coruña in Spanien) hatten die Bestandsentwicklung bei insgesamt 26 Populationen von verschiedenen Thunfisch- und Makrelenarten zwischen 1954 und 2006 untersucht; den stärksten Rückgang stellen die Wissenschafter bei sehr unterschiedlich lebenden Arten fest: zum einen bei den größten und langlebigsten ThunfischArten der gemäßigten Zonen, wie dem Gelbflossen-, dem Großaugen- oder dem Blauflossen-Thun, zum anderen bei den kleinsten und schnelllebigen Makrelenarten.

vertreten sein. Der Preis für die Dose liegt mit 2,69 € um 20 Cent höher als für die bislang angebotenen Produkte. Die neuen Dosen liegen „preislich nur minimal über unseren konventionellen Thunfisch-Produkten“, meint Grossauer. „Dies entspricht unserer Verantwortung, den Konsumenten nachhaltigen Genuss zu ermöglichen, der auch leistbar sein soll.“ Auch der Handel zeige Interesse an nachhaltigen Produkten, so der Bolton Austria-Chef, der mit dem Thunfisch aus sogenannter Angelfischerei innerhalb eines Jahres einen Marktanteil in Österreich von fünf Prozent anstrebt. „Ich bin da optimistisch“, so Grossauer. Der Mehrwert soll auch auf der Packung dargestellt werden. Thunfisch ist bei den Österreichern ungebrochen beliebt, insgesamt rund 3.500 t des Meerestiers werden jährlich konsumiert. Bolton nimmt mit seiner seit 1995 in Österreich erhältlichen Marke Rio Mare dabei laut Nielsen-Zahlen aktuell mit einem Marktanteil von ca. 30% die zweite Position unter den Thunfischproduzenten ein. Mit seinem vorgestellten Nachhaltigkeitsprogramm baut Bolton laut Grossauer auf einem jahrelangem Engagement für Umwelt und Gesundheit auf. Seit 1992 unterstützt das Unternehmen das „Dolphin Safe“-Programm, im Jahr 2009 hat Bolton gemeinsam mit anderen Thunfisch verarbeitenden Unternehmen und dem WWF die Interna-

tional Seefood Sustainability Foundation ISSF begründet. Diese global agierende Non Profit-Organisation setzt sich für die langfristige Erhaltung der Thunfischbestände ein. Der ISSF fordert die weltweite Regulierung und Kontrolle der Fischfang-Kapazitäten ein und bekämpft die illegale Fischerei. Erklärtes Ziel ist die Reduktion von Beifang und Rückwürfen.

Breite Basis für den Fisch Seit ihrer Gründung konnte die ISSF bereits wesentliche Veränderungen erreichen, so Grossauer. Mit Unterstützung durch die Foundation wurden regionale Verwaltungsorgane, die Fischereiorganisationen, geschaffen. Diese verwalten die weltweiten Thunfischbestände. Damit sollen die Bestände auf einem Niveau erhalten bleiben, das einen maximalen nachhaltigen Ertrag gewährleistet. Die breite Koalition der Thunfischvermarkter, Meeresbiologen und dem WWF ermöglicht es der ISSF, eine führende Rolle im Eintritt für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen einzunehmen. Auf Basis wissenschaftlicher Modelle wird eine über einzelne Länderinteressen hinausgehende Strategie für den Fang vorgegeben. Bolton, so Grossauer, hält sich dabei an die Vorgaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO.


R E TA I L & P RO D UC ER S

Dienstag, 24. Jänner 2012

medianet retail – 15

Wiesbauer Holding AG Im abgelaufenen Jahr 2011 erzielte die Wiesbauer-Gruppe mit 700 Mitarbeitern 145 Mio. € Gesamtumsatz

„Die Pute liegt voll im Trend“ Wien. Im abgelaufenen Jahr 2011 erzielte die Wiesbauer-Gruppe mit 700 Mitarbeitern und 23.000 t Absatz einen Gesamtumsatz von 145 Mio. €. Das bedeuet eine Steigerung von über 15% gegenüber dem Jahr 2010. Verantwortlich dafür war laut Unternehmensangaben vor allem die gute Auftragslage (der Mengenabsatz konnte um knapp 20% erhöht werden), aber auch die Übernahme der Metzgerei Senninger, die in Saalbach beheimatet ist. Karl Schmiedbauer, der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Wiesbauer Holding AG, blickt optimistisch in die Zukunft, obwohl er die Rahmenbedingen derzeit als nicht so positiv darstellt: „Seit Sommer 2011 sind die Preise für Fleischrohstoffe – vor allem im Bereich Wurstfleisch und Speck – enorm gestiegen. Die damit notwendigen Preisanpassungen im Verkauf konnten trotz zäher Ver-

Spar Tirol Spendenaktion

Regionale Hilfe Mayrhofen. Zur Eröffnung des neuen Spar-Marktes der Familie Eder in Mayrhofen überreichte SparGeschäftsführer Christoph Holzer eine Spende in Höhe von 2.000 € an Renate Gröber und Martina Gruber von „Rettet das Kind“ Tirol. „Das Geld entstammt aus einer Verkaufsaktion gemeinsam mit der Firma Ölz“, sagt Holzer. Das Geld wird heuer zum 9. Mal der Initiative „Rettet das Kind“ zugute kommen.“ Dabei werden die Spenden ohne Umwege für bedürftige Kinder, die in Tirol leben, eingesetzt „Das unterstreicht unsere regionale Stärke. Die Soforthilfen werden immer dringender, und so helfen wir sofort, direkt und unbürokratisch –und das schon seit vielen Jahren“, so Holzer.

Hornbach auf der Suche

Lehrlingstage

© Hornbach

Wr. Neudorf. Bis Ende Februar können sich Interessierte direkt vor Ort in den verschiedenen HornbachMärkten über das Unternehmen und ihre persönlichen Chancen für eine Ausbildung informieren. „Bei den ‚Hornbach Lehrlingstagen‘ erfahren potenzielle neue Lehrlinge alles Wissenswerte über das Unternehmen, unsere Unternehmensphilosophie und ihre Karrieremöglichkeiten bei Hornbach. Der eine oder andere lernt vielleicht auch bereits zukünftige Kollegen kennen und kann sich ein Bild vom Arbeitsalltag bei uns machen“, beschreibt Marie-Luise Erbach, Lehrlingsbeauftrage bei Hornbach Österreich, die Initiative.

„Lehrlingstage“ bei Hornbach: Jobs mit Zukunft werden dabei angeboten.

handlungen mit dem LEH erst sehr spät realisiert werden.“

Innovativ in Wien Der Wiener Betrieb der Gruppe mit 485 Mitarbeitern hat im Jahr 2011 einen Umsatz von 85 Mio. € und einen Mengenabsatz von 12.000 t erzielt. Nach der Inbetriebnahme des neuen Zubaus an die Wiesbauer-Produktion Anfang des Jahres 2011 konnte speziell die Erzeugung von Slice-Produkten und der Schinken-Spezialitäten von „Wiesbauer Exquisit“ ausgebaut werden. Dies stellt auch einen Schwerpunkt im laufenden Jahr

dar. „Sehr positiv vom LEH und den Konsumenten angenommen wurden die beiden voll im Trend liegenden Puten-Innovationen, die ‚Gebratene Puten Keule‘ und das Fingerfood-Produkt ‚Kaminwurz´n Reine Pute‘ , von denen wir uns im Verkauf im Jahr 2012 sehr viel erwarten“, so Vorstands-Vorsitzender Thomas Schmiedbauer. Der Firmenchef freut sich auch über die sich positiv entwickelnden Bistro & Shop-Konzepte. Bei aller Euphorie gibt es nur einen einzigen Wermutstropfen: Die aktuelle wirtschaftliche Situation in Ungarn, die einen Ausbau der WiesbauerStandorte nicht erlaubt. (red)

© Wiesbauer

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen Optimismus auch für das Jahr 2012.

Führungsriege des Wurstproduzenten Wiesbauer: Karl und Thomas Schmiedbauer.


R E TA I L & P R OD UC ER S

16 – medianet retail

SHORT

Dienstag, 24. Jänner 2012

Neu dabei Im vergangenen Jahr nahm das Vorarlberger Vertriebsunternehmen 15 neue Staaten auf die Länderliste

Gunz baut Exporte aus

XXXLutz-Kette Lesnina eröffnet in Kroatien Zagreb. Die Welser Möbelkette XXXLutz eröffnet am 2. Februar in Zagreb erstmals nach der Übernahme der slowenischen Möbelkette Lesnina ein Möbelhaus in Zagreb. Im Zagreber Stadtteil Jankomir soll das 40.000 m! große Möbelzentrum unter der Marke „Lesnina“ die Pforten öffnen. Die Investitionssumme wurde mit 40 Mio. € beziffert. Bereits am 26. Jänner startet XXXLutz erstmals mit der Diskontschiene Möbelix in Kroatien. (APA)

Umsätze stiegen erneut zweistellig, Lebensmittelfirma lukrierte im Vorjahr um 11,3 Prozent mehr.

© EPA

Ikea konnte Gewinne 2011 deutlich steigern

Verschiebung hin zu immer mehr Eigenmarken feststellen. Mittlerweile werden rund zwei Drittel des Umsatzes mit Private Labels lukriert, europaweit 150 Hersteller produzieren diese für Gunz. Insgesamt bietet das Unternehmen eine Palette an 1.500 Artikeln.

Mehr Leute, neuer Standort Um dem schnellen Wachstum gerecht zu werden, wurde die Zahl der Mitarbeiter um 40 auf aktuell 170 erhöht. Auch die Infrastruktur mussten die Gunz-Brüder ausbauen: Am Austro-Standort in Mäder wurde die Verwaltung großzügig erweitert, im deutschen Magdeburg sind die Bauarbeiten für das neue Logistikzentrum schon weit forgeschritten. Satte 15 Mio. € an Investitionen fließen in den neuen Standort. Die Fertigstellung des 28.000 m2 großen Standorts ist für Mitte 2012 geplant. (no)

© Michael Gunz

Mäder. Das Vorarlberger Lebensmittel-Vertriebsunternehmen Gunz konnte seine Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut zweistellig steigern. Damit ist das Familienunternehmen in den letzten 16 Jahren 13 mal zweistellig gewachsen. Demnach stieg der Umsatz um 11,3 Prozent auf 75 Mio. €. Die Exportquote liegt konstant bei 94%. Die größten Zuwächse erzielt die Firma im wichtigsten Exportland Deutschland, ebenfalls zu den Hauptabsatzländern zählen die Schweiz, Niederlande, Belgien, Tschechien und Rumänien. Stark gestiegen ist auch die Anzahl der Exportländer: Gleich 15 neue Staaten kamen im vergangenen Jahr dazu, zu den erfolgreichsten neuen zählen Finnland, Kosovo, Australien und Japan. Innerhalb des Sortimentsportfolios der von den Brüdern Helmut und Werner Gunz geführten Firma lässt sich eine

Erfolgreiches Brüderpaar: die Gunz-Geschäftsführer Helmut und Werner Gunz.

Der schwedische Möbelriese setzt mittlerweile 24,7 Mrd. € im Jahr um.

Hofheim/Walau. Der schwedische Möbelkonzern Ikea hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Gewinn deutlich gesteigert. Das Unternehmen machte ein Plus von 2,97 Mrd. €, das sind 10,3% mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz habe im gleichen Zeitraum um 6,9% auf 24,7 Mrd. € zugelegt. Den Großteil seiner Erträge erwirtschaftete man in Europa; dort fuhr Ikea eigenen Angaben zufolge 79% seines Umsatzes ein, während die Geschäfte in Nordamerika 14% und die Geschäfte in Russland, Asien und Australien zusammen nur mehr sieben Prozent zum Jahresumsatz beitrugen. Das deutliche Plus aus dem vergangenen Jahr resultiert den Angaben zufolge vor allem aus einem verschärften Preiskampf: Trotz gestiegener Rohstoffpreise habe das Unternehmen die Preise für seine Produkte um durchschnittlich 2,6% gesenkt. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei Ikea „relevanter als je zuvor“, erklärte Vorstandschef Mikael Ohlsson.

Umsatzplus Erlöse der Tiroler stiegen um 2,5 Prozent, Exportquote auf Rekordniveau

Bier 3,8 Mio. hl exportiert

Darbo ganz knapp unter Planzahl

Bayern-Getränk mit Exportrekord

Listerien: Ermittlungen auf der Zielgeraden

New York. Eine Gruppe von Frauen im US-Bundesstaat Texas hat den Handelskonzern Wal-Mart wegen Diskriminierung verklagt. Die Anwälte der Frauen reichten in der vorigen Woche an einem Bundesgericht in Texas eine Sammelklage gegen den Händler ein. Grund der Klage: Die Frauen fühlen sich gegenüber ihren männlichen Kollegen benachteiligt. Angeblich wurden die weiblichen Angestellten schlechter bezahlt

Graz. Vor zwei Jahren kam der Listerien-Skandal ans Licht, der damals einsetzende Ermittlungs-Marathon ist nun auf der Zielgeraden. Alle Gutachten seien eingelangt, sie würden nun geprüft und ein Vorhabensbericht an die Oberstaatsanwaltschaft Graz geleitet, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Hansjörg Bacher. Aus den zuletzt eingeholten Gutachten soll hervorgehen, ob die Listeriose im Käse der oststeirischen Firma den Tod von acht Personen mit- bzw. überhaupt verursacht hat.

© Darbo (3)

Bei den Konfitüren konnte Darbo seinen Marktanteil von knapp 60 Prozent halten.

Wal-Mart Zweite Sammelklage wegen Schlechterstellung

Umfrage Marken-Image

Diskriminierte Frauen klagen an

Bipa am jüngsten Grüner Frosch

als die Männer. Es ist bereits das zweite Mal, dass auf regionaler Ebene gegen den Konzern geklagt wird. Im Oktober war eine Klage in North Carolina eingereicht worden. Das Oberste US-Gericht (Supreme Court) in Washington hatte im Juni 2011 eine historische Diskriminierungsklage von 1,5 Mio. Frauen gegen Wal-Mart abgelehnt – und zugleich strengere Maßstäbe für Klagen gegen Arbeitgeber festgelegt. (APA)

© Walmart

Kosteten die Listerien im steirischen Quargel acht Menschen das Leben?

München. Bayerisches Bier wird immer beliebter – insbesonders im Ausland. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) am Montag der Presse mitteilte, haben die bayerischen Brauer im vergangenen Jahr rund 3,8 Mio. hl Bier exportiert und damit ein neues Rekordergebnis erzielt. 70% der Ausfuhren gehen in die EU. Die Hauptexportländer sind Italien und Österreich. Auch in den USA und der Schweiz ist bayerisches Bier gefragt. Im Inland hingegen sinkt der Absatz. Insgesamt sei die Produktionsmenge im Freistaat mit rund 23 Mio. hl im Vergleich zum Vorjahr etwa gleichgeblieben, erklärte Brunner. (APA)

Arbeiten bei Wal-Mart ist kein Zuckerschlecken: Texanische Frauen klagen den weltgrößten Handelskonzern wegen schlechterer Bezahlung als die männlichen Kollegen.

Wien. Mit 61,3 erreicht Bipa in einer Erhebung der Goldbach Youngstar Marktforschung den höchsten Score der in dieser Welle einbezogenen Marken. Für die junge Zielgruppe ist Bipa damit der derzeit jugendlichste und vitalste Brand in Österreich. Zum Markenbild passt nach Meinung der Jugend auch der aktuelle Kampagnenauftritt. An der zweiten Stelle der jüngsten Befragung liegt Saturn mit einem Score von 55,9. Den dritten Platz (Score: 51) belegt mit Orange diesmal ein Mobilfunkanbieter. Die von Karmasin.Motivforschung im Auftrag von Goldbach Media Austria im Dezember 2011 durchgeführte, repräsentative Online-Umfrage wurde unter 500 Internetusern zwischen 14 und 29 Jahren bzw. „Youngmindern“ durchgeführt. Diese wurden zu Jugendlichkeit und Vitalität von 10 Marken, die im 4. Quartal 2011 mit einer TV- und/oder OnlineVideo-Kampagne bei der jungen Zielgruppe präsent waren, befragt. Der Durchschnitt der in dieser Welle abgefragten Marken liegt mit 46 knapp unter der Benchmark von 47,6.

Green Brands für Erdal

Wien. Für ihre vorbildliche ökologische Ausrichtung erhält die Marke Frosch die Auszeichnung „Green Brand Austria 2011/2012“. Im Rahmen eines aufwendigen Validierungsverfahrens wurde das Unternehmen samt Produktionsverfahren umfassend geprüft. Das Ergebnis veranlasste die Jury der Green Brands Organisation zur einstimmigen Anerkennung der Auszeichnung und Verleihung des Gütesiegels. (red)

© Green Brands/Anna Rauchenberger

© APA/Georg Hochmuth

Stans. Die Marmeladenfirma Darbo AG hat die Umsätze in 2011 um 2,5 Prozent auf 110,4 Mio. € gesteigert. „Wir haben unsere Planzahl für 2011 nur um ein paar Tausend Euro verfehlt“, sagt Unternehmenschef Martin Darbo. Besonders gut liefen die Exporte. Die Ausfuhren im Wert von 47,9 Mio. € ließen die Exportquote auf einen neuen Rekordwert von 43,4% klettern. Am stärksten wuchsen Deutschland (+15%), Italien und China. Zu den Wachstumsfeldern gehörten die Gastronomie (+ 7,3%) und die Industrie (Bäckereien und Konditoreien, + 8%). Im Inland konnte man sich in Sachen Marktanteil behaupten (Konfitüre 59,5%, Honig 39,1%). „In Summe war es ein gutes Jahr“, resümiert Darbo.

(v.li.): Friedrich Hinterberger, Franz Studener (Erdal), Norbert Lux (G. Brands).


P R OD UC T NEW S

Dienstag, 24. Jänner 2012

medianet retail – 17

Megavolumen für die Wimpern, Haare so sauber wie noch nie Product News Nivea Creme Limited Edition Share Love, L’Oréal Mega Volume Collagene Mascara ascara & Volum’Express Volum’Expres One by One Satin Black, Volum’ Rexona Maximum Protection, head & shoulders-Frische-Varianten und Oral B Test-Editionen.

Den L’Oréal Paris Labors ist es gelungen, eine Formel für unwiderstehliches Wimpernvolumen zu entwickeln: Die Mega-Volume-Collagene Mascara schenkt in nur einer Anwendung maximales Volumen für faszinierende Blicke – 24 Stunden lang. Das Produkt vereint erstmalig Collagensphären mit dem sogenannten Black Booster Polymer in einer Mascara: Die Collagensphären können ein Vielfaches ihres eigenen Gewichts an Wasser aufnehmen und sich dadurch maßgeblich ausdehnen. Das „Black Booster“ Polymer sorgt für eine feine und gleichmäßige Verteilung der schwarzen Pigmente.

Pünktlich zum Valentinstag Valent versprüht Beiersdorf den ZZauber der Liebe mit den Nivea-Liebesboten Nive – der Ni Nivea Creme Limited Edition Share Love „like you“, „d „dreaming with you“ und „love you“. Dieser Klassiker K unter den Cremen iist ein einzigartiger Feucht Feuchtigkeitsspender für jeden Ha Hauttyp. Die Creme versorgt die Hau Haut mit Feuchtigkeit, um frisch und gepflegt zu bleiben. Kate Kategorie Prod Produkt Preis Packung Pack Vertrieb Distribution Distribu Kontakt Kont

Kategorie Produkt Preis Vertrieb Distribution

Launch Nivea Creme Limited Edition Share Love 2,99 € 150 ml Beiersdorf Drogerien Beiersdorf, Tel.: 01/614 00-0

Kontakt

Launch Mega Volume Collagene Mascara 17,99 € L’Oréal Österreich GmbH Parfümerien, Drogerien, Verbrauchermärkte L’Oréal, Tel.: 01/53651-0

Für alle, die ein Erlebnis glatter Zähne haben möchten, bieten die Oral-B Test-Editionen nun Gelegenheit. Sie verfügen über die 3D-Reinigungs-Technologie mit bis zu 8.800 rotierenden und 40.000 pulsierenden Bewegungen des Bürstenkopfs pro Minute. Die sensitive Andruckkontrolle setzt die Vor- und Rückbewegungen automatisch aus, wenn beim Putzen zu viel Druck ausgeübt wird. Die Test-Edition XXL verfügt zudem über eine visuelle Andruckkkontrolle.

Mit dem neuen Creme-Deodorant Maximum Protection präsentiert Rexona zu Beginn des Jahres ein österreichweit einzigartiges Beauty-Produkt. Leistungsstarke Schweißhemmung durch den Einsatz von Zirkoniumsalzen, optimierter Schutz vor Geruchsbildung durch Encap-Technologie und besonders gute Hautverträglichkeit mittels pflegender Inhaltsstoffe sind jene drei Faktoren, die Rexona Maximum Protection zu einem einmaligen Deodorant machen. In dieser Kombination aus Bestandteilen sorgt es für leistungsstarke 48h-Deo-Wirksamkeit und bietet selbst utz nach dem Duschen noch effektiven Schutz vor Achselnässe und Körpergeruch. Launch ction Rexona Maximum Protection 5,99 € Unilever Austria GmbH Unilever, Tel.: 01/60535-0 Kategorie Produkt Preis Vertrieb Kontakt

Die Mascara Volum’Express One by One zaubert eine ganz neue Art von Volumen: gewagte, freche und definierte Fülle, Wimper für Wimper. Volum’Express One by One Satin Black kleidet die Wimpern in sattes Schwarz, jedoch mit einem seidig-zarten Effekt. Karbon Schwarz, eine neue Generation von Schwarz, umschließt die Wimpern deckend und erzeugt eine reflektierende und schimmernde Oberfläche. Traditionelles Schwarz mit Eisenoxid hingegen absorbiert das Licht, wodurch das Finish matter erscheint. Kategorie Produkt Preis Vertrieb Kontakt

Launch Volum’Express One by One Satin Black 9,99 € L‘Oréal L’Oréal, Tel.: 01/53651-0

© Beiersdorf; L’Oréal Paris; Rexona; Procter & Gamble; Oral-B

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Launch Oral-B Test-Edition und Oral-B Test-Edition XXL 49,99 €, 139,99 € Procter & Gamble Austria GmbH P&G, Tel.: 01/58857-0

Mit den neuen head&shoulders Frische-Varianten hält das Gefühl von frisch gewaschenem Haar und sauberer Kopfhaut besonders lange an. Denn die Shampoos gibt es nun mit einer innovativen Formel, die auf den neuesten Erkenntnissen von über 50 Jahren wissenschaftlicher Forschung basiert. So sorgen sie für länger sauberes Haar, von den Haarwurzeln bis zur Haarspitze. Und wie alle head&shouldersProdukte beseitigen sie bis zu 100% aller Schuppen. Kategorie Launch Produkt head & shoulders classic clean 2in1, fresh boost, lemongrass, ocean energy und for men Preis 4,79 € Packung 300 ml Vertrieb Procter & Gamble Austria GmbH Kontakt P&G, Tel.: 01/58857-0


S HO P TA L K

18 – medianet retail

Dienstag, 24. Jänner 2012

BRAU UNION IN KITZ

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© Brau Union

© Verein der Steiermärker/Steirerball 2012/Ludwig Schedl (3); Jürgen Hammerschmid (2)

STEIRERBALL

ÖSV-Sportdirektor Hans Pum, Voest-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Eder und Brau Union-Generaldirektor Markus Liebl.

Gösser-Abend als Highlight der Weltcupbesucher 2

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1. Andreas Zakostelsky, LH-Stv. Hermann Schützenhöfer, LR Bettina Vollath und LH Franz Voves; 2. „die Edlseer“ beim Gösser-Bieranstich; 3. ORF-Moderatorin Claudia Reiterer (2.v.li.) und der Ex-Volleyballspieler Oliver Stamm (Mitte); Irmie Schüch-Schamburek (Trendscout) im Gössl Festtagsdirndl, Christian Schamburek (Remington).

Gössl ist einer der Hauptsponsoren am Steirerball in Wien

Immer schön fesch

Gössl Wien-GF Birgit Indra im Gössldirndl.

Gewandet Über 2.500 Gäste feierten auf dem „Steirerball“ in der Hofburg bei Volksmusik und Kernöleierspeis. Prominente Steirer aus Politik und Showgeschäft waren vertreten, wie etwa Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) und sein Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (ÖVP) sowie der Urururenkel von Erzherzog Johann, Franz Harnoncourt-Unverzagt oder die Styria AGVorstände Wolfgang Bretschko und Klaus Schweighofer. Auch Gössl-Chefin Birgit Indra lud Freunde und Stammkunden von Gössl Wien zum Steirerball; ihre Gäste waren etwa Ballsportlegende Oliver Stamm mit seiner Caro. Beide tanzten, passend gekleidet im Gössl- gwand, zur Musik der „Klangvereinigung Wien“ ihre Runden. Zu den weiteren Gössl-Gästen zählten Barbara von Melle und Sängerin Sandra Pires. Zu den Dirndln der Ballbesucher meinte Indra: „Das Schöne beim Trachtengwand ist die Vielfalt! Abgesehen davon, dass es auf so einem Ball unbedingt eine elegante Seidenschürze anstatt der Alltags- bzw. Baumwollschürze sein sollte, sind den Kombinationen ja praktisch keine Grenzen gesetzt.“ (jm)

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LADEN-HÜTERIN

Herrliches Hausverbot ALEXANDRA BINDER

© Jockey

© Spar

Partyabend Auch starker Schneefall konnte die Begeisterung von Sportlern, Fans und Promis am vergangenen Wochenende in Kitzbühel nicht trüben. Mit der Sponsoring-Unterstützung von Gösser gingen Abfahrt und Slalom fulminant über die Bühne und zogen zigtausende Ski-Begeisterte in ihren Bann. Abseits der Pisten herrschte Feierlaune. Beim steirischen Gösser-Abend im Weltcup-Haus nutzten Ski-Stars und Promis die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch, bei einem erfrischenden Glas Gösser Bier wurde über Medaillenchancen und Favoriten diskutiert. Neben Brau Union-Generaldirektor Markus Liebl unter anderem mit dabei: die GösserTV-Spot-Stars Reinfried Herbst, Hans Knauss und Michael Walchhofer, die auf einen Sprung vorbeischauten, um die Entstehung des Gösser-Spots zu kommentieren. „Auch wenn das Wetter nicht ganz mitgespielt hat – Kitzbühel war wie jedes Jahr H.O.M.E.D.E.P. O.T.: Österreichs ein besonderes Erlebnis und Möbelmesse der Extraklasse ich gratuliere den Athleten zu – vom 14. bis 18. März 2012 ihren Erfolgen. Gösser und der im Semperdepot. ÖSV sind einfach seit mehr als Nähere Infos unter: homezwanzig Jahren ein unschlagdepot@aheadmedia.com bares Team“, betonte Markus Liebl. (red)

PRODUKT DES TAGES

KOPF DES TAGES

Wolfgang Helm (41) leitet seit Anfang Jänner 2012 den Bereich „Vertrieb Einzelhandel“ für Niederösterreich und das nördliche Burgenland für die Spar-Zentrale St. Pölten. Der Niederösterreicher war bisher als stellvertretender Vertriebsleiter tätig. Der 41-Jährige verfügt über langjährige Erfahrung im Vertrieb und kennt den Lebensmittelhandel wie seine Westentasche. Helm folgt als Vertriebsleiter für Spar-Kaufleute Herbert Schauer nach. Dieser ist ab sofort mit der strategischen Entwicklung des Spar-Einzelhandels in der Zentrale St. Pölten betraut.

Streifzug durch Kitz: Promis und Gösser

Woran der Liebsten Herz hängt Das US-Unternehmen Jockey hat ein paar der gefragten Männer-Typen charakterisiert und sie sogar anhand ihrer Unterwäschegeschmacks dingfest machen können: Wer ist nun Ihr Herzblatt? Die Typen: Der anspruchsvolle Business-Mann steht auf Funktionalität und damit auf die 3 D Innovations-Serie zumeist in Schwarz oder Weiß, manchmal in Farbe; der kernige Naturbursche will es unkompliziert und harmonisch, womit die klassiche Y-Front vor allem in Weiß stets passt; der ewige Party-Beau will Style und Luxus, vor allem im coolen Fashion Trunk, wie das etwa in der internationalen Collection von Jockey der Fall ist; der Familienmensch ist sensibel, gibt Geborgenheit und Wärme, er steht auf den klassischen Retro-Brief; die athletische Sportskanone ist im Fitnessstudio anzutreffen und sie mag die Jockey Sport Microfiber-Active-Serie. UVP je nach Modell zwischen 17,95 € und 19,95 €.

ie immerwährende Frage lautet: Dürfen’s das überhaupt? Was? Na Taschenkontrollen in Supermärkten veranstalten. Zwar reißen die meisten Obrigkeitsgläubigen eh schon fünf Schritte vor der Kassa ihr Tascherl auf aus lauter weiße Weste beweisen wollen. Aber dann und wann kommt man als Kassierin halt auch auf so Hantige wie die Händler Andrea, die das nicht so super findet, im Supermarkt des Vertrauens (Billa soll´s angeblich sein), den man zwei mal pro Woche datet, den Trolley-Inhalt auszuräumen und schlicht und einfach ‚Nein‘ auf die Anfrage sagt. Darf man laut ARGE Daten auch: ‚Das bloße Anbringen eines Schildes wie etwa ‚Lassen Sie an der Kassa Ihre Einkaufstaschen kontrollieren’ ist nicht ausreichend. Es besteht daher keinerlei Verpflichtung, Taschenkontrollen durchführen zu lassen‘, heißt es dort. Was tun als Kassierin? Die Filialleiterin holen. Was tun, wenn auch das nix hilft? Die Polizei holen. Was tun, wenn die kommt? Öffnen und feststellen, nix Gefladertes drin. Und dann? Sich entschuldigen? Nein, wer käme denn auf so was? Dann spricht man als Filialleiterin folgenden folgenschweren Satz aus: ‚Sie haben Hausverbot.‘ Und mit so was landet man dann umgehend im Fellner-Blatt Österreich. a.binder@medianet.at

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D I E ZA HL MI T D E M A HA - E F F EK T zum Weitererzählen

Es fließt im Überfluss 16% der haltbaren Getränke werden in den Müll geworfen, obwohl diese noch genießbar wären.


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