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FreiTAG, 27. APRIL 2012 – 13

© Efko/Lang & Lang

retail medianet

mampf

In Edelstal geht eine Hightech Wasserab­füllung für Römerquelle in Betrieb Seite 15

naturkosmetik

milchmann

Die in Italien äußerst beliebte Marke Just will in Österreich durchstarten  Seite 16

Frédéric Leroy übernimmt Geschäftsführung von Danone Österreich  Seite 18

© Danone

Superclean

© Just Österreich

© Römerquelle

efko Genuss Plus-Neuheiten, Alpro Mandel und Haselnussmilch, Dr. Oetker Backpulver mit Safran und Bourbon Vanille-Mühle und Hochriegl frizzante acht Muscato. Seite 17

Die großen Profiteure: Factory Outlets im Hoch

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

short

Handelskongress Rund 350 Besucher zog es ins Linzer Palais Kaufmännischer Verein zum oberösterr. Handelskongress. Zahlreiche Experten wie etwa DiTech-Chefin Aleksandra Izdebska (Bild) sprachen über das Thema E-Commerce – und wie Händler die besten Fänge im World Wide Web machen können.  Seite 16

© Villaggio: McArthurGlen Designer Outlet Parndorf; Natalie Oberhollenzer; Freeport

© Peter Rigaud

In aller Freundschaft Die Pfeiffer Unternehmensgruppe beteiligt sich mit 24,9% an Zielpunkt. Operativ bleiben die Unternehmen selbstständig, allerdings ist in späterer Zeit auch eine Erhöhung der Anteile auf 50% denkbar – an der Bundeswettbewerbsbehörde würde dieser Deal kaum scheitern.  Seite 15

Satte Rabatte Warum Fabrikabverkaufszentren wie McArthurGlen und Villaggio in Parndorf sowie Freeport International und die Excalibur City an der österreichischtschechischen Grenze derzeit bei Kunden besonders gefragt sind.  Seite 14

Billas Nahversorger mit Niveau

Nivea bleibt auf Kurs

(v.li.) Billa-Vertriebsmanager Stefan Schachinger, Bgm Otto Jäger, Marktleiterin Sophie Ries und Vertriebsdirektor Robert Nagele in der neuen Filiale in Neumarkt an der Ybbs.

Neumarkt. Ein umfangreiches Sortiment von über 8.500 Artikeln, ein innovatives Ladenbaukonzept mit Snack-Bereich sowie Einkaufskomfort auf höchstem Niveau – all das zeichnet die neu eröffnete BillaFiliale in Neumarkt an der Ybbs aus. Darüber hinaus entspricht der neue Billa den strengen Green Building-Anforderungen der EU. „Wir möchten einmal mehr unter Beweis stellen, dass Billa für Nahversorgung auf höchstem Niveau steht“, erklärte Vertriebsdirektor Robert Nagele anlässlich der Eröffnung, die für ein „Einakufserlebnis der besonderen Art“ steht. (red)

© EPA

Beiersdorf Produktpalette gestrafft, mehr Kernkompetenz

© Rewe International/APA-Fotoservice/Preiss

Neueröffnung Die Filiale in Neumarkt verbindet Komfort mit Umweltbewusstsein

Beiersdorf-Vorstand Thomas-B. Quaas will 2012 mit dem Markt weiter wachsen.

Hamburg. Der Nivea-Konzern Beiersdorf sieht sich nach dem weitgehend vollzogenen Konzernumbau auf gutem Weg in die Zukunft. „Die neue strategische Ausrichtung hat das Unternehmen stärker und schlagkräftiger gemacht“, sagte der scheidende Vorstandschef Thomas-B. Quaas gestern, Donnerstag, bei der Hauptversammlung in Hamburg. Beiersdorf habe seine Produktpalette gestrafft und sich auf die Kernkompetenz ‚Hautpflege‘ fokussiert. Quaas bekräftigte die Prognose für das laufende Jahr, nach der Beiersdorf mit dem Markt wachsen will. (APA)


ti t e l story

Freitag, 27. April 2012

© medianet/Szene1/Philipp Hutter

14 – medianet retail

Jan Procházka, Center Director des Freeport International Outlet: „Wichtig ist, dass unsere Besucher zufrieden sind und wiederkommen. Das zeigt unser Wachstum in den letzten vier bis fünf Jahren.“

Factory Outlets Freeport International Center Director Jan Procházka über die Hochkonjunktur der Fabrikabverkaufszentren

Händler haben die Scheu vor Rabatt-Tempeln verloren Sieben Prozent Plus im Freeport, Besucher zur Hälfte aus Tschechien, zur Hälfte aus Österreich. natalie Oberhollenzer

Wien/Chvalovice. Jan Procházka ist ein großer Experte, wenn es um Abverkäufe von Mode und Accessoires geht. Seit drei Jahren leitet er nun die Geschicke des Factory Outlets Freeport an der tschechisch-österreichischen Grenze. In letzter Zeit bemerkt er eine neue Offenheit – und zwar der Konsumenten, die ihre verkrusteten Ideen über Fabriksabverkäufe über Bord geworfen haben, aber auch bei den

Händlern, die keine Angst mehr davor haben, ihre Marken mit Rabattaktionen zu entwürdigen.

Produktionen nur für FOCs Den Kunden dämmert langsam, dass in den FOCs nicht die uralten Stücke hängen, die in den konventionellen Geschäften niemand kaufen wollte. Vielmehr gebe es heute ganze Produktionsreihen, die nur für solche Outlets bestimmt seien, gewisse Überproduktionen oder

Samples, die sonst nirgendwo in Europa zu finden sind. So produziert etwa ein großer Sportschuhhersteller 10.000 Sneakers je Größe und entscheidet erst dann, ob das Modell überhaupt in Masse produziert wird oder nicht. Wenn das nicht passiert, landen ebendiese in den Factory Outlets. „Der Kunde muss nicht verstehen, woher die Ware kommt oder wie alt oder neu sie ist; der Kunde muss zufrieden sein“, sagt Procházka. Große Modeketten tauschen

heute ihre Ware alle zwei Wochen komplett aus, Trends kommen und gehen in Rekordzeit und der Konsument pfeift auf sie. Er macht sich nichts mehr aus Modediktaten, aus In‘s und Out‘s, und so kommt es, dass immer mehr Leute Leistung und Preis der Factory Outlets schätzen. Siehe im neben der Excalibur City gelegenen Freeport, wo die Umsatzzahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr um sieben, die Besucherzahlen um 16% angestiegen sind.

Mehr Rabatte denn je

Expansion Das neue Factory Outlet ist auf den kleineren Geldbeutel ausgerichtet

Parndorf wächst: Villaggio mit 40 neuen Shops

Parndorf. Zuwachs am heimischen Factory Outlet Markt: Im burgenländischen Parndorf, direkt neben dem gutgehenden FOC von McArthurGlen, eröffnete nun ein weiteres Fabriksabverkaufszentrum. Villaggio heißt das neue, von Zwerenz & Krause und der APM Holding finanzierte Center, gekostet hat es stattliche 40 Mio. €. Im Gegensatz zum luxuriösen FOC daneben setzt man im Villaggio auf den niedrig- bis mittelpreisigen Bereich. Zu den Mietern zählen Cinque, Betty Barclay, Tamaris, Ara Shoes, Asics, Marc Aurel, Mey, Brax und Bijou Brigitte und Claires im Accessoires-Sektor. Als Ankermieter wird Esprit mit einem 2.500 m2 großen Outlet genannt. Aktuell misst das Center 10.100 m2, bis 2014 soll die Fläche auf 15.000 m2 wachsen und insgesamt 60 Geschäfte beherbergen.

Weniger luxuriös, dafür frisch und stylish „Zielgruppe des neuen Shopping Mekkas sind Fashionistas, die stylish und modeaffin sind“, erklärt die neue Villaggio-Geschäftsführung, bestehend auf Frauke Aumann und Mario Strasser. Der Look vom Villaggio unterscheidet sich deutlich von den zuckerbäckerartigen Häuschen in Parndorf, kommt weniger luxuriös, dafür stylish und frisch daher. Die Fassadenelemente in unterschiedlichen Höhen, mit floralen Mustern bespielt, erinnern an Geschenk-Packerl, über das Areal verteilte Enzis laden zum Verweilen ein. Man darf gespannt sein, ob das Villaggio mehr Leute anlockt, oder den schon vorhandenen Geschäften die Umsätze abgräbt.

Auch die Händler öffnen sich immer mehr gegenüber den Outlets. „Es gibt heute mehr Ware für die Outlets als je zuvor; das hängt auch mit der Euro-Krise zusammen“, so Procházka. Auch zahlreiche neue Geschäfte hat er in die Hallen von Freeport gebracht: Das Modehaus Gil Donna/Uomo mit Labels wie Armani, Versace oder Cerruti, Dessous-Anbieter Skiny Huber oder die gediegene Italo-Marke Stefanel und der Jeans-Händler Lee Cooper haben aufgesperrt, dazu der RadFachhändler Cyklo Point und die Kosmetikmarke Body Basics Shop. Dazu kommen Namen wie Geox, Lindt und Rip Curl. „Wir sind zu 95 Prozent vermietet“, erklärt der Centermanager; summa summarum zählt der 22.000 m� große Standort 75 Shops. Rund die Hälfte der Kunden kommt dabei aus Tschechien, die andere Hälfte aus Öster-

reich. Im Schnitt gibt ein Besucher der Alpenrepublik in einem FOC 117 € aus.

Keine Angst vor Parndorf Vom neuen Mitbewerber in Parndorf zeigt sich Procházka unbeeindruckt: „Die sehen wir nicht als große Konkurrenz. Parndorf war schon da, bevor wir angefangen haben. Wichtig ist, dass unsere Besucher zufrieden sind und wiederkommen. Und das Wachstum in den letzten vier, fünf Jahren gibt uns recht.“ Zu den wesentlichen Benefits im Freeport zählt er die ausgedehnten Öffnungszeiten (mit der Sonn- und Feiertagsöffnung kommt man auf rund 70 Tage im Jahr mehr als die Konkurrenz) und die im Gegensatz zu anderen FOCs überdachten Hallen, die wetterunabhängiges Shopping ermöglichen.

facts Das Freeport International Outlet liegt rund 50 Fahrminuten von Wien entfernt an der Grenze von Österreich und der Tschechischen Republik bei Znaim. Das Factory Outlet bietet 75 Shops auf einer Fläche von 22.000 m², zum Sortiment gehören um 30 bis 70% reduzierte, internationale Marken. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Brands auf 200; als besonderes Plus kann das Center ausgedehnte Öffnungszeiten bieten: Täglich, auch an Sonn- und Feiertagen, von 10 bis 21 Uhr.


r e ta i l & prod u c er s

Freitag, 27. April 2012

medianet retail – 15

Zielpunkt-Pfeiffer-Deal Oberösterreichischer Großhändler holt sich 24,9% an jener Supermarktkette, die derzeit mehr als 3,2% Marktanteil hat

Pfeiffer steigt bei Zielpunkt ein Zielpunkt-Chef Jan Satek erwartet von der Pfeiffer-Beteiligung Synergien bei Logistik und Einkauf. Wien. Gerüchte gab es viele in den letzten Wochen und Monaten rund um Zielpunkt: Seitdem der ehemalige Geschäftsführer Jan Satek durch ein Management Buy-out zum Eigentümer avancierte, rissen Spekulationen um Investoren, Beteiligungen, aber auch Verkäufe, nicht ab. Satek selbst räumt ein: „Ich habe immer davon gesprochen, dass ein strategischer Partner durchaus interessant ist.“ Nunmehr ist Pfeiffer mit 24,9% an der Supermarktkette beteiligt – vorbehaltlich der Zustimmung durch das Kartellgericht.

die Rede. Das sei laut BWB für den Markt sogar förderlich. Auch Satek, der lediglich die 24,9% bestätigt, sieht einer Genehmigung des Deals durch die Kartellbehörde relativ gelassen entgegen und rechnet mit einer Entscheidung noch bis Ende Mai.

Stärkung im Osten Grund für diesen Schritt und damit die bewusste Entscheidung für Pfeiffer ist laut Satek gewesen, dass die beiden Handelsorganistationen schon seit Längerem erfolgreich zusammenarbeiten, dass es auch auf persönlicher Ebene

ein gutes Miteinander gebe. Dazu kommt: Mit der Beteiligung von Pfeiffer sichert sich Zielpunkt seine Flexibilität und gewinnt spürbare Markbedeutung. Oder wie Satek sagt: „Wir wollen vor allem unsere Position im österreichischen LEH stärken.“ Dabei hat der Zielpunkt-Chef weiterhin mit seiner Handelskette vor allem den Osten und hier wiederum Wien im Visier. Aufgrund der neuen Beteiligung schielt er keineswegs Richtung Westen: „In Wien sind wir derzeit in der Anzahl der Filialen die klare Nummer zwei. Da wollen wir unsere Position noch ausbauen. Ebenso ist die

Expansion in Niederösterreich ein Thema.“

Bio-logische Beteiligung Dass Zielpunkt mit Pfeiffer innovativ unterwegs sind, würde die bestehende Zusammenarbeit im Eigenmarkenbereich beweisen, also bei der Biomarke „Natürlich für uns“ und der Preiseinstiegsmarke „Jeden Tag“. In diesem Sinn resümiert Satek: „Da beide Unternehmen eigentümergeführt sind, sind wir auf langfristigen Bestand und Erfolg ausgerichtet; Einsparungspotenziale sehe ich bei Logistik und Einkauf.“

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Jutta Maucher

Jan Satek nimmt sich Partner ins Boot.

Aufstockung bis 50 Prozent? Da sollte es aber keine größeren Hürden geben. Laut Bundeswettbewerbsbehörde sei sogar von einer Option auf eine Aufstockung des Pfeiffer-Anteils auf bis zu 50%

Müller Top Beauty Stores

Glänzender Start Bregenz. Die von den deutschen Müllerdrogerien übernommenen Standorte in Vorarlberg haben ihre Startphase absolviert: In Bregenz, Dornbirn (2x), Lustenau, Götzis, Rankweil, Feldkirch, Bludenz und Bürs gingen die ehemaligen Le Duigou- und Mood-Filialen als Müller Beauty Stores ins Rennen. Laut Regionalverantwortlichem Rainer Jungblut sei in Tirol und Vorarlberg „eine Punktlandung gelungen“. Besonders gut sei der Kosmetikbereich der Geschäfte angenommen worden: „Hier bieten wir neue Konzepte zu besseren Konditionen“, meint Jungblut unter Verweis auf einen Konsumententest, den das Schweizer Kundenmagazin saldo durchgeführt hat und wo vergleichbare Schweizer Geschäfte erheblich teurer abschneiden.

Römerquelle Abfüllanlage

Wasser ultrarein

© Römerquelle

Edelstal. Römerquelle hat am Produktionsstandort im burgendländischen Edelstal eine neue Ultraclean Abfüllanlage für EinwegPET in Betrieb genommen. Das Unternehmen will mit der Anlage neue Maßstäbe in Sachen Qualität, Hygiene und Umweltfreundlichkeit setzen. „Mit der neuen ‚Ultra-clean‘ Line besitzt Römerquelle die modernste Wasser-Abfüllanlage Europas“, zeigt sich Patrick Misch, Supply Chain Director Coca-Cola Hellenic Österreich, zufrieden.

Neues Technik-Gustostückerl: Hightech-Anlage von Römerquelle in Edelstal. Remy VSOP Inserat 216x288.indd 1

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r e ta i l & p r o d u c e r s

16 – medianet retail

Freitag, 27. April 2012

OÖ Handelskongress Experten berichten in Linz, wie der Fachhandel den großen Fang im Internet machen kann

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„Geld zurück oder Twitter“: Handel im Internetzeitalter

BWB prüft in Sachen Rewe auch Industrie Wien. Nach dem Handelsriesen Rewe (Billa, Merkur usw.) hat sich die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) auch die Industrie wegen des Verdachts auf Preisabsprachen vorgeknöpft. Betroffen sollen einige ReweLieferanten sein, bevorzugtes Ziel der Fahnder seien die Laptops von Verkaufsleitern und Key Account Managern, die am Rewe-Sitz in Wiener Neudorf verkehren. Bei der BWB wurde das auf APA-Anfrage zumindest nicht dementiert. (APA)

Armin Wolf beschreibt die Macht des Konsumenten, Alexandra Izdebska erklärt den Zugang von DiTech.

v.l.: Manfred Zöchbauer, Sparten-GF Handel WKOÖ, WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner, WKO-Handelsobfrau Bettina Lorentschitsch, WKOÖ-Spartenobmann Franz Penz, Michaela Keplinger-Mitterlehner (Vorstandsdir. RLB OÖ), Armin Wolf (ORF), Moderatorin Michaela Roithmayr, Dietmar Mascher (OÖ Nachrichten) und Ernst Gittenberger, KMU Forschung.

Linz/Göss. Gösser hat allen Grund zur Freude: Drei unabhängige Marktforschungsinstitute bescheinigen der steirischen Biermarke sehr gute Umfrageergebnisse – sowohl, was Verkaufszahlen als auch Imagewerte betrifft. „Die Marktdaten von Nielsen, Spectra und market zeigen, dass wir uns mit Gösser auf dem besten Weg befinden. Die Produktqualität wird als ‚top‘ bewertet und Initiativen wie die Verwendung von 100 Prozent österreichischen Rohstoffen – für die wir mit dem AMA Gütesiegel ausgezeichnet wurden – stärken das Vertrauen der Konsumenten in die Marke. Innovationen wie der ‚Gösser NaturRadler‘ haben uns außerdem dabei geholfen, Menschen auf Gösser aufmerksam zu machen, die noch keine bekennenden Bierfans waren“, freut sich Brau Union Marketingleiter Andreas Stieber. In den letzten fünf Jahren hat sich der Marktanteil von Gösser gesteigert und liegt heute bei 13,5 Prozent. (red)

Linz. Wenn es eine Entwicklung gibt, die es vermag, die gesamte Handelslandschaft umzukrempeln, dann ist es der Einkauf per Mausklick. Schon jetzt kaufen vier von zehn Österreichern im Netz, rund 4,5 Mrd. € werden in Österreich bereits online lukriert. Und das ist erst der Anfang, war sich die Expertenschaft auf dem „Oberösterreichischen Handelskongress“ vergangene Woche im Linzer Palais Kaufmännischer Verein einig. Gerrit Heinemann, Wirtschaftsprofessor an der Hochschule Niederrhein, beleuchtete das Phänomen in seinem Vortrag von der wissenschaftlichen Seite: „Die digitale Revolution wird wie die industrielle, nur schneller. Das Tempo und die Kraft des mobilen Web wird alles in den Schatten stellen, was bisher an Dynamik im Handel zu beobachten war. Ein

© C&A

Aleksandra Izdebska, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Damian die PC-Handelskette DiTech aufgezogen hat, erzählte von ihrer praktischen Erfahrung mit dem Thema. Die Handeslmanagerin stellt dort Filialen hin, wo stark online bestellt wird, denn „noch kaufen 60 Prozent derer, die sich im Internet umsetzen, letztlich im Geschäft“. Der Internet-Auftritt ist für DiTech ein „Schirm über alle Filialen, der den Kunden Sicherheit gibt“. Auf die neue Macht der Konsumenten im digitalisierten Zeitalter wies ORF-Anchorman Armin Wolf in seiner Rede hin. „Konsumenten sind sich ihrer neuen Interaktions-

kammer Österreich, Bettina Lorentschitsch, betonte indes, dass die heimische Handelslandschaft das Potenzial im Internet noch lange nicht ausgeschöpft hat. „Nur 15 Prozent der österreichischen Einzelhändler sind mit einem Onlineshop vertreten, was zur Folge hat, dass nur die Hälfte des Web-Umsatzes bei österreichischen Unternehmen bleibt.“ Die Zeit, sich einen Onlineshop aufzubauen, sei im Moment besonders günstig, denn viele andere hätten bereits Lehrgeld bezahlt und Erfahrungen gemacht, auf denen man aufbauen könne. Die strategischen Fenster, in denen die Claims im Internet verteilt sind, schätzen die Experten auf zwei Jahre. Doch nun gelte es, sich ranzumachen an die virtuellen Buletten – ganz gemäß der Devise „first come, first serve“.  (no)

„Erst 15 Prozent der österreichischen Einzelhändler betreiben einen Onlineshop.“ WKo-Handelsobfrau Bettina Lorentschitsch

ter.“ Er selbst nimmt sich jeden Tag eine Stunde Zeit, um im Social Network aktiv zu sein. Die neue Handelsobfrau der Wirtschafts-

Brauereien Mit Spezialbieren mehr Wachstum generiert

NonFood Naturkosmetikmarke wird auf Partys vertrieben

Klagenfurt. Die Kärntner Privatbrauerei Hirt hat 2011 ein Umsatzplus von 2,2 Prozent auf 23,3 Mio. € erwirtschaftet. Der Ausstoß stieg auf 155.000 hl (plus 3,4%). Das positive Ergebnis der Privatbrauerei rechnet GF Klaus Möller den Spezialbieren zu. So gab es beispielsweise 200% Zuwachs bei den Radlern, wo Hirter 2011 einen naturtrüben Kräuterradler brachte. Das Bockbier verbuchte ein Plus von 41,5%, Hirter Zwickl schaffte 34% plus.

Wien. Das Naturkosmetikunternehmen „Just Italia“ mit Sitz in Grezzona will in Österreich durchstarten. Das gaben Just Italia-Direktor Marco Salvatori, Austro-Verkaufsleiter Stefano Clementi und Gerlinde Ritsch vom Österreich-Verkaufsteam am gestrigen Donnerstag in Wien bekannt. Das Unternehmen, das allein in Italien pro Jahr einen Umsatz von 137 Mio. € lukriert, ist auf Kosmetikprodukte für Körperpflege und Hygiene spezialisiert, welche die Italienerinnen vor allen wegen dessen natürlichen Pflanzenextrakten und Mineralien in den Inhalten schätzen. Insgesamt zehn Linien mit mehr als 70 Artikeln hat das Unternehmen in petto.

Der Exportanteil der Brauerei lag 2011 bei elf Prozent. Für 2012 erhofft sich Möller ein Wachstum in der Größenordnung von rund fünf Prozent.

Neu in der Geschäftsführung Weiters kündigte der HirterChef eine Änderung im Team an: Neffe Nikolaus Riegler wird CoGeschäftsführer und Hälftegesellschafter. (red)

© Lehmann Markenagentur/APA-Fotoservice/Raunig

Textilhändler C&A setzte 2011 in Österreich 397 Mio. € um.

möglichkeiten durchaus bewusst. Das geht so weit, dass verärgerte Kunden bei Unternehmen anrufen und sagen: Geld zurück oder Twit-

Schirm, der Sicherheit gibt

Hirter schafft 2,2% Umsatzplus

C&A legte in Österreich 3,2 Prozent Umsatz zu

Wien. C&A hat im Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 den Umsatz in Europa um 3,2 Prozent auf 6,8 Mrd. € gesteigert. Während der Modehändler etwa in den Krisenländern Spanien und Portugal Federn lassen musste, verlief das Geschäft in Österreich „besonders erfreulich“. Hierzulande setzte das Unternehmen 397 Mio. € um (+3,7%). Im Gegensatz dazu sei der textile Einzelhandel insgesamt um 4,8 Prozent geschrumpft. C&A betreibt in Österreich 136 Filialen bei 8,6% Marktanteil. (APA)

stationärer und ein Online-Einkauf werden künftig nicht mehr auseinanderhaltbar sein.“

Just will in Österreich durchstarten durchstarten und Produktmeetings in Hotels abhalten. „Es hat sich noch nie jemand über unsere Produkte beschwert. Sie bestehen aus hochwertigen Rohstoffen, die sorgfältig zusammengesetzt und in minutiöser Laborarbeit geprüft werden“, erklärt Ritsch. Just Italia wurde im Jahr 1984 auf Initiative von vier Gesellschaftern gegründet. Insgesamt ist die Marke in 30 Ländern auf der ganzen Welt präsent.

50 Mitarbeiter in Österreich

(v.l.) Bierige Aussichten: Nikolaus Riegler, designierter Geschäftsführer Privatbrauerei Hirt, Gesellschafterin Astrid Matchett-Krenn und Geschäftsführer Klaus Möller.

Vertrieben wird es, wie die Tupperware, auf sogenannten Hauspartys. In Italien sind etwa 17.000 Berater unterwegs, in Österreich zählt das Team aktuell rund 50 Mitarbeiter, die von Ritsch vor Arbeitsbeginn ausgiebig geschult werden. Ab Juni will man besonders in Wien so richtig

© Just Österreich

Laut Nielsen, Spectra und market ist Gösser ein Bier mit bestem Image.

© Franz Josef Schenk

© Gösser

Gösser als Top-Produkt von Umfragen bestätigt

Eines der erfolgreichsten Produkte der Marke: das Just-Öl aus 31 Kräutern.


product news

Freitag, 27. April 2012

medianet retail – 17

Schlemmen, bis der Arzt kommt Product News efko Genuss Plus-Neuheiten, Alpro Mandeldrink und Haselnussdrink, frizzante acht muscato und Dr. Oetker Bourbon Vanille Mühle und Backpulver mit Safran. Bioquelle launcht zwei Innovationen von Alpro: Alpro Mandeldrink 1 l und Alpro Haselnussdrink 1 l, kleine Juwelen aus Pflanzenkraft, mit hervorragendem Geschmack. Der Mandeldrink – zubereitet aus ganzen mediterranen Mandeln und natürlichem Quellwasser – enthält Antioxidantien, Calcium und Vitamin E. Alpro Haselnussdrink ist ausschließlich aus besten Haselnüssen zubereitet.

Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Kontakt

Launch efko Genuss Plus Apfel Mango Papaya, Apfel Himbeer, Apfel Pfirsich Maracuja und Apfel Erdbeer efko Frischfrucht und Delikatessen GmbH LEH efko, Tel.: 07272/4285-0

© Schlumberger; Efko/Lang & Lang; Bioquelle (2)

Mit neuen Saisonsorten eröffnet efko mit dem Frucht-Snack „Genuss Plus“ die warme Jahreszeit. Im 180 g-Becher sind jetzt die Geschmacksrichtungen „Apfel Mango Papaya“, „Apfel Himbeer“ und „Apfel Pfirsich Maracuja“ im Handel erhältlich. Der Klassiker „Apfel Erdbeer“ darf natürlich auch nicht fehlen. Der schmackhafte Frucht-Snack ist vitaminreich und kalorienarm und der ideale frisch-fruchtige Snack für zwischendurch.

Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Alpro Mandeldrink und Haselnussdrink 1l Bioquelle GmbH LEH Bioquelle, Tel.: 07252/72388-0

illkommen im Club Rechtzeitig vor der für Frizzante wichtigen Sommersaison bringt Hochriegl einen neuen Frizzante auf den Markt: „frizzante acht muscato“. Dabei folgt man dem bewährten Konzept des im letzten Jahr auf den Markt gebrachten frizzante acht: ein spritziger Frizzante aus österreichischen Trauben, der bei vollem Genuss mit dem geringen Alkoholgehalt von nur 8,5% punktet. Kategorie Produkt Preis Vertrieb Kontakt

Tofu stark geräuchert Aufstrich natur

Launch frizzante acht muscato 4,99 € Top Spirit VertriebsgesmbH Top Spirit, Tel.: 03686038-0

Seitanfilet Ei rei Aufstrich

Aufschnitt urst fein

Dr. Oetker Die Veredler

Vanille & Safran

Kren Karotte Aufstrich

Villach. Dr. Oetker vereint im Rahmen einer Produktneuheit die Gelingsicherheit des Backpulvers mit den Vorzügen von Safran. „Dr. Oetker Backpulver mit Safran“ veredelt jede Kuchenkreation durch ein einzigartiges Aroma und sorgt auch für eine goldgelbe Färbung. Mit der Bourbon-Vanille-Mühle bietet Dr. Oetker neben der Bourbon-Vanille-Schote und dem Bourbon-Vanille-Zucker nun ein weiteres hochwertiges Vanille-Produkt an.

Heurigenaufstrich

Tofu natur

iener Schnitzel Kräuteraufstrich

Tofu geräuchert

Aufstrich natur Aufschnitt urst pikant Ei rei Aufstrich

© Dr. Oetker

leischkäse

Aufstrich natur

GIBT’S BEI:

Ganz was Nobles: Dr. Oetker BourbonVanille-Mühle und Backpulver mit Safran.

Die vegane Eigenmarke der REWE International AG seit 2002


s h o p ta l k

18 – medianet retail

Freitag, 27. April 2012

Genuss Regionen 150 Jahre Meinl Kaffee

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

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© Barbara Pálffy/Volksoper

1. Germanos Athanasiadis, Margareta Reichsthaler, BM Niki Berlakovic, Fritz Stiefsohn; 2. Maggie Kolb, BM Niki Berlakovich, Irene Pöhl; 3. Akan Keskin, Birgit Szigeti, Marianne Ganger.

„Genuss Guide“-Testphase startete mit Prominenz 2

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1. Jeannette Skrbensky-Meinl, Marcel Löffler, Christina Rohla-Meinl; 2. Helmut Gadner, Andrea Prantl (beide St. Anna Kinderspital); 3. Kristiane Kaiser, Gernot Kranner „Im weißen Rössl“; 4. Sebastian Reinthaller, Andrea Bogner „Die Fledermaus“.

Wiener Traditionsbetrieb feiert Jubiläum in der Volksoper

Musik & Melange Genussvoll Auf Einladung von Julius Meinl beging man am Wochenende gemeinsam mit der Wiener Volksoper unter dem Motto „Wiener Musik und Melange“ ein außergewöhnliches musikalisches 150-Jahr-Jubiläum. Mit Ausschnitten aus Operetten von Johann Strauß, Franz Lehár und Ralph Benatzky, Musicals von Richard Rodgers und Frank Loesser sowie mit Schlagern von Hermann Leopoldi wurden die Freuden des Kaffee- und Teegenusses besungen. Ein Lied aus der Abraham-Operette „Dschainah, das Mädchen aus dem Tanzhaus” erinnerte an den Kunstmäzen Julius Meinl II., der dieses Werk 1935 für seine Frau Michiko Tanaka in Auftrag gab. Den Abschluss machte das Finale von Richard Strauss‘ „Rosenkavalier”. Durch das Programm führte Christoph Wagner-Trenkwitz. Am Ende der Matinee konnte ein Scheck über 8.524,50 € an die St. Anna Kinderkrebsforschung übergeben werden. Auch gesichtet wurden Jeannette Skrbensky-Meinl und Christina Rohla-Meinl kamen u.a. Heinz Stiastny, Andrea Bogner, Andrea Prantl, Gernot Kranner, Birgit Sarata, Eva und Robert Meyer, Helmut Gadner, Marcel Löffler. (jm)

Charmanter Moderator: Christoph Wagner-Trenkwitz.

Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

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© Remy Martin

© Danone

Genussvoll Bei Sonnenstrahlen und kräftig leuchtendem Obst & Gemüse wurde am Kutschkermarkt in Wien-Währung offiziell die Genusssaison eröffnet. Dies geschah unter Beisein von Bundesminister Niki Berlakovic und der Obfrau der Genuss Regionen Österreich, Margareta Reichsthaler. Die Herausgeber des Genussguide, Germanos Athanasiadis und Fritz Stiefsohn, verkündeten gleichzeitig mit diesem Veranstalter den Beginn der Testphase für den „Genuss Guide 2013“. Neben den Lebensmittelgeschäften werden heuer die Tester auch auf Märkte geschickt, um dort die Qualität der Produkte zu prüfen. Unterstützt wird das Projekt von den Genuss Regionen Österreich und präsentiert im Herbst im Studio 44 in Wien. Um die Wette strahlten an diesem Tag der Saisoneröffnung auf einem der traditionellen Wiener Märkte unter anderem: Maggie Kolb („Genussgalerie“ am Kutschkermarkt), Irene Pöhl („KäsespeziECR Europe Conference: 9. und alitäten am Kutschkermarkt“), 10. Mai in Brüssel unter dem Akan Keskin (Obmann des Motto „ECR: The Next GeneraWiener Markthandels), Birgit tion“ im „The Square Centre“. Szigeti (LandwirtschaftskamNähere Infos: ecreuropeforum. mer Wien), Marianne Ganger net; www.ecr-austria.at (Obfrau GenussRegion Wien).  (jm)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Frédéric Leroy (42), bisher Marketingdirektor von Danone Deutschland, übernimmt die Geschäftsführung von Danone Österreich und tritt somit an die Stelle von Christoph Vavrik, der sich neuen Aufgaben in der Konzernzentrale in Paris widmen wird. Der gebürtige Franzose verantwortet einen Netto-Jahresumsatz von 60 Mio. €. Leroy stieg 1999 bei Danone ein, 2003 wurde er zum weltweiten Marketingdirektor für Kinderprodukte ernannt. 2006 wechselte er nach Lissabon, wo er als Marketingdirektor für die Vermarktung der Milchfrischeprodukte verantwortlich zeichnete.

Saisoneröffnung am Kutschkermarkt

Außergewöhnlich Der „Rémy Martin V.S.O.P Mature Cask Finish“ setzt neue Maßstäbe im Cognacbereich. Der jüngste aus dem Hause Rémy Martin zielt in erster Linie auf die europäischen Märkte und soll hier für nachhaltige Impulse sorgen und so die führende Position der Marke weiter festigen. Rémy Martin V.S.O.P Mature Cask Finish trifft dabei besonders den Geschmack der europäischen Cognac-Liebhaber. Natürlich verfügt er über dieselbe Identität und perfekte Harmonie zwischen Reife und Aromaintensität wie alle Cognacs von Rémy Martin. Am besten schmeckt der Neue pur, auf Eis oder in einem Cocktail. Angeboten wird er jetzt in einer transparenten und eleganten Flasche, die an exponierter Stelle den Zentaur, das Emblem des Hauses Rémy Martin, trägt. Die Flasche im modernen Look unterstreicht die goldenen Nuancen des Cognacs so, wie die dazugehörige schwarz-rote Geschenkbox in besonderer Weise den Stil des Hauses Rémy Martin widerspiegelt.

die finstere brille

Die drei Musketiere Christian Novacek

Ü

bernahmen im Lebensmittelhandel haben oft einen martialischen Anstrich. Bevorzugt stört die Action mitten im Weihnachtsfrieden oder während der Sommerhitze – als wäre es von strategischem Vorteil, den dösenden Mitbewerber im richtigen Augenblick zu überraschen. Entsprechend das Timing der Verkündung gegenüber Journalisten: Meist Freitagnachmittags, wo sich das faule Schreiberpack bereits auf dem Weg ins Wochenende befindet. So gesehen bildet die Beteiligung der Pfeiffer-Gruppe an Zielpunkt die Ausnahme. Sie hing schon ein Weilchen in der Luft, war aber dennoch nicht sooo greifbar. Spekulationen hatten stets eine Nettigkeitsschlagseite. Schon bei der Pressekonferenz zur Einführung der gemeinsamen Eigenmarke „Natürlich für uns“ gab es gewichtige Sympathiebekundungen. Der derzeitige Status quo mit der 24,9%igen Pfeiffer-Beteiligung an Zielpunkt wirkt wie ein fröhlicher Etappensieg auf dem Weg einer echten Freundschaft. Wer weiß, was noch dräut. Vielleicht ist die Marke „Natürlich für uns“ als Synonym zu sehen und steht für „Einer für alle, alle für Einen“? Somit ist Platz für den dritten Musketier im Bündnis. Wer das ist? Keine Ahnung, aber der nächste Sommer kommt bestimmt.  c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Und sie wachsen doch ... Die kleinsten Naturbäume der Welt sind die Zwergweiden Grönlands, die knapp 5 cm Höhe erreichen.

medianet retail  

medianet retail - 2x die Woche neu, Nachrichten für Entscheidungsträger der Bereiche Marken, Handel, Industrie und Gewerbe

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