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retail INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Die neue Steuer in Dänemark führt zu Hamsterkäufen von fettem Essen Seite 37

DIENSTAG, 4. OKTOBER 2011 – 35

HÖLLISCH SCHARF HÖL

Loidls neue Speckspezialitäten, Iglo Erntefrisch alität Spinatneuheiten und Spinat Fel Felix Höllenfeuer Shot. Seite 39

© Felix

GESELLIG

SPAR-KARRIERE

100 Spar-Kaufleutet treffen sich in Velden zum Strategie-Meeting Seite 38

Stephan Kalteis ist Center Manager vom Q19 in Wien-Döbling Seite 40

© Q19

© sxc

FETTSTEUER

© Spar/F. Press

medianet

Zu Hause in aller Welt: Familienbetrieb Schärf

© Haubi’sx

SHORT

Brot-Deal Die niederösterreichische Bäckerei Haubis hat eine freundliche Übernahme getätigt: Die Landbäckerei Neubacher in Wieselburg gehört von nun an auch zum Haubiversum. GF Anton Haubenberger (Bild) wird in einem ersten Schritt die Süßwarensparte verlegen, weitere Investitionen sind geplant. Seite 37

© H&M

Stylish Bipa-Chef Hubert Sauer (Bild) angelt sich die dänische Kosmetik-Marke Gosh exklusiv. Mit 580 Outlets beansprucht der Bipa-Chef die Marktführerschaft im Drogeriefachhandel und ortet derzeit zunehmende Konkurrenz durch den LEH: Die vielen Non Food-Preisaktionen ebenda machen Druck. Seite 38

LATEST NEWS H&M mit Umsatzminus +++ Mars kooperiert mit fairtrade +++ Metro verkauft Immobilienpakete +++ Supermärkte profitieren am meisten vom Bio-Boom +++ Spar und Volvo präsentieren Vollhybrid-Lkw +++ Müller geht ins Exklusiv-Segment +++ das alles & mehr unter www. medianet.at/retail

© Coffeeshop Company

© medianet

Reinhold & Marco Schärf pendeln nicht nur zwischen Neusiedl, Mexico City, St. Petersburg – sie kümmern sich auch noch stets um Innovationen fürs Unternehmen, wie aktuell um eine neue, ganz besondere Trinkschokolade. Seite 36


TI TE L S TO R Y

Dienstag, 4. Oktober 2011

© Coffeeshop Company

36 – medianet retail

S ER V ICE , Q UA L I TÄ T, W OH LF ÜH L E N

Schärf/Coffeeshop Company Expansion in beiden Geschäftsfeldern des Unternehmens schreitet voran

„1.000 Geschäfte sind mittlerweile realistisch“

Coco Latte-Konzept mit hochwertigen Innovationen beim Kunden punkten – ein Erfolgsgeheimnis von Schärf.

Barrista-Boom in Deutschland, Aufwertung des Konzepts durch Trinkschokolade-Innovation.

Braucht Kaffee Zigaretten? Nur im deutschsprachigen Raum können sich die Coffeeshops nicht so richtig entwickeln. In Deutschland mussten sogar Standorte verkauft werden, während das Unternehmen in anderen

Ländern – etwa Mexiko – Standorte von Mitbewerbern übernahm. Oder: Ein Wachstum von knapp zwei Prozent in Österreich steht einem Wachstum von 25% in Russland gegenüber. Als Hauptursache für diese Entwicklung ortet der Firmenchef die Raucherfrage. „Neue Standorte haben bei uns daher jedenfalls immer einen Außenbereich für Raucher und an diesen Standorten sehen wir stets einen positiven Trend.“

Deutscher Barista-Boom Das zweite Standbein des Unternehmens, das Schärf Barrista Konzept, boomt vor allem im deutschsprachigen Raum: 650 der weltweit 900 Konzepte finden sich in Deutschland und hier vor allem in den Bäckereien. Rund 100-mal ist Schärf Barrista in den österreichischen Bäckereien vertreten. Dabei handelt es sich um ein komplettes Kaffeekonzept, welches den Kunden eine Kaffeemaschine, Software, Schulung und ständige Betreuung garantiert. Bäckereien verzeichnen mit dem Barista Konzept als Shop-in-Shop-Lösungen bereits zweistellige Zuwachsraten. „Ich liebe zwei Dinge: Menschen und Kaffee; daher biete ich meinen Kunden immer jenes Konzept an, das dem Menschen am nächsten und auch qualitiv hochwertig ist. Die besonders schonende und einzigartige Extraktion unserer eigens entwickelten Zylinder-Kolben-Kaf-

in den nächsten zehn Jahren 2.000 unserer Barrista-Konzepte vorstellen“, so Schärf.

feemaschine steht für den perfekten Espresso. Mit unseren Konzepten bekommt der Kunde daher Espressotechnologie auf höchstem Niveau sowie Beratung und Know-how aus mehr als 50 Jahren Erfahrung“, so der Unternehmer.

Internationale Vernetzung Mit seinem Geschäftsmodell – Coffeeshop Company und Barrista – hält Schärf wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen stand. Ob ein Ausbau der Coffeeshops in Libyen möglich ist, wird man sehen, meint der Unternehmer, aber Marokko oder Ägypten funktionieren gut.

Wachstum durch Innovation Damit Schärf bei seinen Kunden, den Bäckereien, und diese wiederum bei ihren Kunden, den Endverbrauchern, auch immer wieder von Neuem punkten können, wird das Barrista-Konzept auch regelmäßig erweitert. Wie schon beim 2008 eingeführten Tee-Konzept, wird bei der aktuell vorgestellten Coco Latte auf außergewöhnliche Präsentation und einen Mehrwert für den Partner und dessen Kunden geachtet. „Unabhängig vom Konzept ist neben der Qualität der Produkte und dem Service der Wohlfühlfaktor ein wesentlicher Bestandteil unseres Erfolgs“, sagt Schärf. Die Entwicklung der Trinkschokolade hat rund drei Jahre Zeit benötigt, vor allem deshalb, weil Hochwertigkeit und Nachhaltigkeit vereinbar sein sollten. „Mit dem Tee machen wir bereits rund zehn Prozent unseres Umsatzes. In dieser Größenordnung soll mittelfristig auch die Schokolade kommen“, erklärt der Geschäftsführer und damit sei auch auf vorhandener Fläche Wachstum möglich. „Ich kann mir allein im deutschsprachigen Raum

Prozent gespürt und etwa drei Prozent mussten wir an unsere Kunden weitergeben“, erklärt Reinhold Schärf, der noch ein zweites Argument anführt, warum sein Unternehmen relativ unabhängig von den Warenbörsen arbeiten kann: „Wir kaufen – und das ist vor allem der Verdienst meines Sohnes – zu rund 75 Prozent unseren Kaffee direkt von den Produzenten ein.“ Wetterschwankungen und höchste Qualitätsansprüche machen manchmal Zukäufe notwendig, aber auch das sollte mittelfri-

„Kopieren reicht nicht: Unser System ist ein sich täglich ändernder Prozess. Durch unsere weltweiten Kontakte sind wir stets am Puls der Zeit.“ © medianet

JUTTA MAUCHER

Neusiedl. „Als ich im Jahr 1999 mit der ‚Coffeeshop Company‘ startete, schienen mir 100 Geschäfte davon unvorstellbar. Heute verfügen wir über 230 Coffeeshops in 23 Ländern und haben Verträge, die bereits 600 Standorte in absehbarer Zeit sicherstellen“, erklärt Firmenchef und Unternehmensgründer Reinhold Schärf, der auch für die weitere Entwicklung optimistisch ist: „1.000 Geschäfte sind mittlerweile realistisch.“ Die meisten Geschäfte wird es dabei in Russland geben: Aus derzeit 40 Standorten, vor allem in St. Petersburg, sollen rund 250 werden, die auch andere Großstädte des Landes abdecken. Ausbaupotenzial, um an die prognostizierten 1.000 Standorte zu kommen, sieht Reinhold Schärf nahezu überall auf der Welt. Insbesondere Mexiko, wo sich sein Sohn Marco Schärf engagiert, will das Unternehmen mit Schärf-Shops erobern, ebenso Kanada. „Natürlich ist es auch mein Wunsch, eines Tages den einen oder anderen Coffeeshop in den USA zu eröffnen“, erklärt Reinhold Schärf.

REINHOLD SCHÄRF

Auch steigende Rohstoffpreise tangieren ihn nur marginal: „Wir haben schon immer nur hochwertige und damit hochpreisige Ware gekauft: Der Kaffeepreis ist seit 2008 um 138 Prozent gestiegen, davon haben wir nur rund zehn

stig der Vergangenheit angehören: „Mit all diesen Ansprüchen wird es uns gelingen, heuer einen Systemumsatz von rund 70 Millionen Euro zu erreichen, was einer Steigerung von knapp 20 Prozent entspricht“, resümiert Schärf.


R E TAIL & P R OD UC E R S

Dienstag, 4. Oktober 2011

medianet retail – 37

Fettsteuer leere Regale

Freundliche Übernahme Die niederösterreichische Brot & Backwarenfirma schnappt sich 140 Jahre alte Landbäckerei

Hamsterkäufe

Haubis kauft Neubacher

© sxc

NATALIE OBERHOLLENZER

Der Staat wird mit fett: Fettes Essen wird in Dänemark hoch besteuert.

Kopenhagen. Als erstes Land der Welt hat Dänemark eine Steuer auf Fette in Nahrungsmitteln eingeführt. Seit vergangenem Samstag hebt der Staat pro Kilogramm gesättigte Fettsäuren umgerechnet 2,15 € ein. Die Maßnahme soll die Bevölkerung des Landes davon abhalten, zu viel der als ungesund verschrienen Fette zu essen. Die Dänen reagierten mit Hamsterkäufen. „Wir mussten unsere Lager mit tonnenweise Butter und Margarine auffüllen, um unsere Kunden bedienen zu können“, sagte Sören Jörgensen vom Molkerei-Konzern Arla. In Supermärkten in Kopenhagen herrschte Chaos, es gab viele leere Regale.

Wieselburg. Das Petzenkirchner Familienunternehmen Haubi‘s – Anton Haubenberger GmbH übernimmt den Produktionsstandort der Landbäckerei Neubacher in Wieselburg. „Mit unserer freundlichen Übernahme der Landbäckerei Neubacher wollen wir ganz bewusst gegen den Strom der wirtschaftlichen Gepflogenheit in unserer globalisierten Welt schwimmen“, kommentiert Geschäftsführer Anton Haubenberger den Deal. Für ihn sei es nicht nur selbstverständlich, die bislang bestehenden 15

Arbeitsplätze am Standort zu erhalten; er wolle künftig sogar noch zusätzliche schaffen. In einem ersten Schritt will der Firmenchef die gesamte Produktion im Bereich der Konditorei & Feinbäckerei vom Haubi‘s Hauptstandort Petzenkirchen nach Wieselburg verlagern. Ein Langzeitplan sieht weiters Investitionen in einen Ausbau der Landbäckerei vor. Für die Partner im Lebensmittelhandel bleibe indes alles beim Alten. Das im Jahr 1902 gegründete Unternehmen Haubis beschäftigt rund 650 Mitarbeiter und setzt mit seinem Brotund Backwarensortiment 58 Mio. € im Jahr um.

© Haubi’s

Süßwarensparte künftig komplett in Wieselburg.

Drei Generationen: Anton Haubenberger sen. (Mitte) mit Sohn Anton & Enkel Anton.

NEU:

Irreführend EasyTones

Reebok: Strafe

Vier daheim!

New York. Die Werbung für Sportschuhe, die angeblich schon beim Gehen Beine und Po straffen sollen, wird für die Adidas-Tochter Reebok in den USA teuer. Das Unternehmen einigte sich mit der Handelsbehörde FTC auf eine Zahlung von 18,3 Mio. €, um den Vorwurf irreführender Werbung aus der Welt zu schaffen. Das Geld soll an die Käufer zurückgehen. Reebok betonte, man sei weiterhin von der Technologie überzeugt. Die Schuhe namens EasyTone und RunTone haben eine gewölbte Sohle, die schon beim Gehen die Muskeln zum Arbeiten bringen soll. Die FTC betrachtet die Aussagen, wonach das Tragen der EasyTones einzelnen Muskeln um bis zu 28% mehr Kraft gebe, als nicht belegt. (APA)

Großhandel Kastner

Der CSR-Agent Zwettl. Das Waldviertler Großhandelsunternehmen Kastner hat einen CSR-Verantwortlichen ernannt: Der Logistik-Chef Lukas Schlosser wird von nun an erster Ansprechpartner für Nachhaltigkeits-Belange sein. Schlosser zeichnet bereits für die erfolgreiche Einführung eines integrierten Fuhrpark-ManagementSystems verantwortlich. Künftig wird er die nachhaltige Entwicklung der Gruppe in ihrer Ganzheitlichkeit kümmern.

Der neue Egger Vierer-Pack bringt den neuen handlichen Vorteil in‘s Bierregal! © Fotostudio Huger

– als Vierer mit den neuen attraktiven Dosen – Convenience durch Vierer-Blisterung – dynamisch-frische Gestaltung – einfach zum Zugreifen & Mitnehmen

www.egger-bier.at Logistik-Bereichsleiter Lukas Schlosser wird CSR-Beauftragter bei Kastner.

MY HOME IS MY


R E TA I L & P R O D U C E R S

38 – medianet retail

Dienstag, 4. Oktober 2011

SHORT

Drogeriefachhandel Bipa listet exklusiv die dänische Kosmetikmarke Gosh ein, die damit in 80 Ländern vertreten ist

Österreichs Einzelhandel legt im August 0,3% zu

Bipas neuer Exklusiv-Deal

Wien. Österreichs Einzelhandel hat im August seinen Umsatz um 0,3 Prozent im Jahresvergleich gesteigert. Im Vormonat Juli waren die Erlöse um 4,6 Prozent geschrumpft. Nominell legte der August-Umsatz um 4,0 Prozent zu, teilte die Statistik Austria mit. Ohne Berücksichtigung von Tankstellen erhöhte sich das Absatzvolumen um 0,9 Prozent; das Ergebnis wurde mit gleich vielen Einkaufstagen (26) erreicht wie im Vorjahresmonat.

Wien. „In kürzester Zeit gingen abertausende Produkte über unsere Ladentische, das übertrifft alle unsere Erwartungen“, konstatiert Bipa-Chef Hubert Sauer den Start der dänischen Trendmarke Gosh beim Drogeriehändler. Das GoshEngagement in Österreich erfolgt exklusiv bei Bipa. Gosh-Geschäftsführer Bo Tjellesen sieht diese Ausschließlichkeit durchwegs positiv: „Bipa passt sehr gut zu uns. Als junges, dynamisches und sympathishes Unternehmen sind sie der perfekte Vertriebspartner für unsere Produkt-Range, die von Mascaras über Lidschatten, Lippenstifte und Glosse bis hin zu Grundierungen reicht.“ Für Sauer von Bipa ist die Einlistung der Trendmarke ein weiteres Zeichen in Sachen Innovations- und Marktführerschaft, die er im DFH mit 55% Anteil für seine Vertriebslinie beziffert. Mit der Umsatz- und Marktanteilsent-

© Saturn

Media Saturn macht Schluss mit geilem Geiz

wicklung zeigt sich Sauer auch für das laufende Jahr 2011 zufrieden. Allerdings mit einem Wermutstropfen: „Es ist für uns spürbar, dass der Lebensmittelhandel Non Food für sich entdeckt hat.“ Der Bipa-Boss spielt darauf an, dass der LEH zwar nicht akzentuiert in die Regalmeter investiert, aber die Non Food-Aktionsanteile seien signifikant im Steigen. „Wir werden uns die Preisführerschaft vom LEH nicht wegnehmen lassen“, stellt Sauer adäquate Gegenwehr in Aussicht – und gibt gleichzeitig eine Empfehlung ab: Auf längere Sicht sei im LEH der Frischeste sicher der erfolgreichere.

Keinerlei Investitionsstau Bipa verfügt derzeit über 580 Geschäfte in Österreich, die von 3.500 Mitarbeitern auf Kurs gehalten werden. In der Zentrale bilden 60 Mitarbeiter die Bipa-Family

– die es übrigens auf die beeindruckende Männerquote von ein Prozent bringt. Was den Zustand seiner Outlets betrifft, betont Sauer, niemals einen „Investitionsstau“ aufkommen zu lassen: „Jede Filiale unterliegt einer genauen Überprüfung der Performance. Wenn diese nicht entspricht, gibt es die entsprechenden Maßnahmen.“ Signifikant sei überdies, dass sich Bipa in der Expansion nicht mit branchenüblicher Verve in die Fachmarktzentren auf der grünen Wiese begeben hätte, sondern, so der Bipa-Chef: „Diesem Absiedelungstrend weg vom Ortskern haben wir uns nie intensiv angeschlossen.“ Dies wäre auch seitens der Gemeinden ein zu würdigender Ansatz, indes sind gerade die baulichen Vorgaben ebendieser oft nicht von schlechten Eltern. Bezüglich der Entwicklung des Sortiments in Sachen Eigenmarken versus Marken betonte

© medianet

Für Bipa laufen die Geschäfte in 2011 gut, allerdings schmerzen die Non Food-Preisaktionen im LEH.

Hubert Sauer ist mit Bipa 2011 auf Kurs.

Sauer, dass es keinen „Masterplan“ mit definierten Eigenmarken-Zielen gäbe. Nichtsdestotrotz seien Eigenmarken das probate Mittel, wo es Bedarf gibt, beispielsweise in der Preiseinstiegslage, aber auch als Trendsetter zum angemessenen Preis. (nov)

„Geiz ist geil“ ist nicht zeitgemäß, Ende der Preisschlachten in Aussicht.

Deutschland Handel

Spar-Kaufleute tagen in Velden

Erlöse um 3% eingebrochen

Velden. Auf Einladung von Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender von Spar Österreich, und Manfred Schweighofer, GF der Region Kärnten und Osttirol, diskutieren rund 100 Vertreter der selbstständigen Spar-Kaufleute am 3. und 4. Oktober im Schlosshotel Velden am Wörthersee (Ktn.) über die Zukunft des Einzelhandels und aktuelle Entwicklungen der Nahversorgung. Im Fokus stehen Trends, Innovationen sowie zahlreiche Erfahrungsberichte. Auf der alljährlichen Spar-Kaufleute-Tagung sind neben verschiedenen Fachreferenten vor allem die Kaufleute selbst am Wort: Sie erzählen, wie man es in der heutigen Zeit schafft, erfolgreicher Einzelhändler zu sein. (red)

© Handelskongress Graz

Gruppenbild: 100 Spar-Kaufleute blicken in eine augenscheinlich sonnige Zukunft.

Auszeichnung In Wien ging die begehrte Trophäe an Thomas Figlmüller für „figls“

Nespresso Wettbewerb

„Bierwirt des Jahres“ vergeben

Auch Recycling braucht Design

Wien. Die Auszeichnung „Bierwirt des Jahres“ gibt es bereits zehn Jahre. Sie wurde einmal mehr für jedes Bundesland in der StieglBrauwelt in Salzburg vergeben. Für Wien machte das „figls“ im 19. Bezirk das Rennen; Hansi und Thomas Figlmüller leben hier Bierkultur und schreiben Biervielfalt groß. Egal, ob Bier vom Fass oder aus der Flasche, „figls“ ist in jeder Geschmackslage fit.

Die Bierkompetenz rührt übrigens aus dem Jahr 1918: Damals besaß ein Figlmüller‘scher Ur-Ur-Ur-Ahn ein Brauhaus im Waldviertel. Das figls besticht weiters durch die Verbindung zwischen Tradition und Moderne. Es gibt eine Menge Biergerichte, etwa Brezel mit Kräuter-, Bier- und Kürbiskernaufstrich, frisches Hausbrot mit würzigem Bieraufstrich überbacken oder Schweinsbraten mit Zwickel-

© Stieglbrauerei/www.neumayr.cc

Max Mayerhofer, Wirtschaftskabarettist, moderiert den Handelskongress.

Berlin. Die deutschen Einzelhändler haben im August den stärksten Umsatzeinbruch seit mehr als vier Jahren erlitten. Laut Statistischem Bundesamt nahmen sie 3,0% weniger ein als im Vormonat. Einen größeren Rückgang gab es zuletzt im Mai 2007. Im Juli war der Umsatz stabil geblieben, nachdem es im Juni ein Plus von 3,9% gegeben hatte. Preisbereinigt (real) fiel das Minus mit 2,9% ebenfalls sehr kräftig aus. Von Jänner bis August hatten die Händler 2,7% mehr in den Kassen als ein Jahr zuvor; real blieb ein Plus von 1,2 % übrig. Die GfK-Konsumforscher erwarten in diesem Jahr einen Anstieg der privaten Konsumausgaben von 1,5%. (APA)

(v.li.) Bierwirte des Jahres 2012: Die Stiegl-Eigentümerfamilie Heinrich Dieter und Alessandra Kiener gratuliert „Bierwirt 2012“ Thomas Figlmüller mit Maria Wanecek.

kraut, Serviettenknödel und Bierkümmelsaft. Unterstützt wird die Wahl zum Bierwirt von Stiegl-Eigentümer Heinrich Dieter Kiener. In der Expertenjury fungierten Gourmet-Experten wie die beiden „Wo isst Österreich?“-Herausgeber Klaus Egle und Renate Wagner.

Wien. Nespresso und die Neigungsgruppe Design haben heuer zum 2. Mal den Sustain.Ability.Design Wettbewerb abgehalten. Fünf Designer wurden eingeladen, Arbeiten zum Thema Recycling der Nespresso-Kapseln zu entwerfen. Die Projekte werden während der Vienna Design Week vom 30. 9. bis 9. 10. in der Boutique in der Mahlerstraße in Wien ausgestellt.

Sieger der Bundesländer Als „Bierwirte des Jahres 2012“ wurden außerdem ausgezeichnet: Edith und Johann Dobersberger vom Stieglbräu zum Klosterhof (Linz/OÖ), Michaela und Manfred Erber vom „Landgasthof Erber“ (Zelking/NÖ), Julia Ivancsics und Peter Supper vom „Wia z´Haus“ (Stegersbach/Bgdl), Christiane und Mario Avi vom „Restaurant Forellenhof“ (Leutasch/Tirol), Erika und Christian Walch vom „Gasthof Hüs Nr. 8“ (Lech am Arlberg/Vlbg), Angelika und Emanuel Stadler vom „Restaurant-Hotel Metzgerwirt“ (Radenthein/Ktn), Paul und Florian Guttmann vom „Gasthof Hensle“ (St. Gallen/Stmk) sowie Theresa und Josef Schöndorfer vom „Der Wiesenhof“ (Abersee/Sbg).

© Nespresso

Grazer Handelskongress spricht die Sinne an

Graz. Der nächste Handelskongress findet am 12. Oktober, von 14:30 bis 20:00 Uhr im Hotel Novapark in Graz statt. Das Thema lautet: „Sinne ansprechen – Käufer gewinnen“. Unter den hochkarätigen Referenten: Psychologe Hans Georg Häusel von der Nymphenburg Consult AG München sowie Alexander Petrskovsky, GF Mode bei K&Ö. Anfragen bei Petra Blaimschein oder Karin Kohl unter der Telefonnummer: 07229/66 500 oder per Mail:office@shopmarketing.at. (red)

Treffen der Kaufleute 100 Vertreter der selbstständigen Sparianer diskutieren ihre Zukunft

© Spar/Fritz-Press

Berlin. Der Elektrohändler Media-Saturn will seine Preisstrategie ändern und auf Rabattschlachten verzichten. „Schluss mit den Preisschlachten, mit den Schleuderpreisen, den Geizhalsangeboten. Das wollen die Menschen nicht mehr“, sagte der Chef der Media-Saturn-Holding, Horst Norberg, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Statt „überzogener Preisaktionen“ solle es nun „dauerhaft Tiefpreise“ geben. Sollten wichtige Wettbewerber Preise senken, werde der Media-Markt entsprechend nachziehen. Eine diesbezügliche Garantie ist allerdings offenbar nicht geplant. Media-Saturn plant zudem den Einstieg ins Internetgeschäft: Noch im Oktober soll der „Saturn-Online-Shop“ starten. Norberg rechnet mit hohem Kundenansturm: „Wir haben Sorge, dass die Zugriffe auf saturn.de so groß sein werden, dass die Systeme ächzen. Auch die Logistik muss den Ansturm verkraften.“ (APA)

In der Mahlerstraße werden Design-Entwürfe zum Kapsel-Recycling ausgestellt.


Dienstag, 4. Oktober 2011

P R OD UC T N E W S

medianet retail – 39

Speck in der Lederhose und tiefgekühlte Zwutschgerl Product News Loidl Karreespeck, Hamburger Speck und Schinkenspeck, Iglo Erntefrisch Blattspinat mit Schafkäse und Blattspinat Zwutschgerl und Felix Höllenfeuer Shot.

Der Spezialitätenproduzent Loidl hat sein seine gschmackigen Specksorten in die Lederhose gepackt: Mit dem tren trendigen Lederhosen-Karton ohne Klebung wird die Lederhose durch Kleb eine Lasche am Latz verschlossen. Die Neuheiten sind garantiert ungekühl kühlt haltbar und mit dem AMAGütesiegeld ausgezeichnet. Güte

© Iglo, Loidl

ERFRISCHE DEIN LEBEN TK-Spezialist Iglo bringt einen neuen rezeptierten Blattspinat auf den Tisch: Er ist verfeinert mit Schafkäse und Tomatenstückchen und passt nicht nur hervorragend zu gegrilltem Fleisch oder Fisch, sondern damit lassen sich im Handumdrehen in nur wenigen Minuten köstliche Pastagerichte zubereiten. Außerdem gibt es ab Herbst die beliebten BlattspinatZwutschgerl in der Großpackung. Kategorie Produkt

Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Iglo Erntefrisch Blattspinat mit Schafkäse, Iglo Erntefrisch Blattspinat Zwutschgerl 2,49 €, 3,29 € 400 g, 700 g Iglo Austria GmbH LEH Iglo, Tel.: 01/60866/935

Felix scharfe Chili-Tropfen

Das Höllenfeuer

© Felix

Mattersburg. Felix Austria entflammt die Herzen aller Scharfesser: Der neue Felix Höllenfeuer Shot zum Schärfen beim Kochen und Aufpeppen von fertigen Speisen ist der neue Scharfmacher in Österreichs Küchen. Die fruchtige TomatenChili Sauce mit höllisch scharfen Red Savina Habenero Chilis ist ab Oktober 2011 im österreichischen Handel erhältlich. Die SchärfeSkala auf der Verpackung weist mit einem Augenzwinkern auf die außergewöhnliche Schärfe hin.

Nix für Weicheier: das neue Höllenfeuer Shot vom Ketchup-Marktführer Felix.

Kategorie Produkt

Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Loidl Karreespeck, Hamburger Speck und Schinkenspeck 80 g H. Loidl Wurstproduktionsund Vertriebsges.m.b.H. & Co KG LEH Loidl, Tel.: 03116/8994


S HO P TA L K

40 – medianet retail

Dienstag, 4. Oktober 2011

„ORBIT SMILE AWARD“ „GOLDENE KAFFEEBOHNE“

© Andreas Tischler (3)

© Rainer G. Eckharter (4), medianet/Szene1/Christian Mikes

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Wrigley übergibt 15.000 €-Scheck an CliniClowns 2

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1. Andreas Kutil, Claudia Stöckl, Karl Hohenlohe; 2. Peter Reinecke (ehem. Generaldirektor Kraft Foods Österreich), Gerald Steger (Café+Co); 3. Berndt Querfeld und Heinz Reitbauer; 4. Toni Faber und Heimo Leitgeb.

Wo Tradition und guter Geschmack täglich gelebt wird

Hoch die Tassen

Andrew Young begeisterte das Publikum.

Kaffeetradition Andreas Kutil (Managing Director Kraft Foods Österreich) lud gemeinsam mit Karl Hohenlohe (Herausgeber Gault Millau) in die Arena 21 des MuseumsQuartiers, um Gastronomen und Hoteliers, die sich besonders um die österreichische Kaffeekultur und Kaffeehaustradition bemühen, auszuzeichnen. Durch den Abend führte Claudia Stöckl, die mit Jacobs als „Botschafterin für gute Gespräche“ versucht, Menschen zusammenzubringen. Im Mittelpunkt standen die neun ausgezeichneten Betriebe – jeweils ein Hotel oder ein Gastronomiebetrieb pro Bundesland – und deren Vertreter, aber vor allem auch der Saxofonist und Klarinettist Andrew Young, der das Publikum mit Beatles-Hits begeisterte. Gesehen wurden unter anderem: die Schauspielerinnen Lilian Klebow und Christine Schuberth, Dompfarrer Anton Faber, Unternehmer Rudolf Semrad und die Gastronomen Berndt Querfeld (Café Landtmann), Heinz Reitbauer (Steirereck Pogusch) und Heimo Leitgeb (Radisson Blu Palais Hotel Wien). (jm)

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Freude überall Nunmehr steht es fest: Das bezauberndste Lächeln Österreichs hat Ines Gselmann aus Pottendorf in Niederösterreich. Zu dieser Entscheidung kam die prominente Jury, bestehend aus Model, Moderatorin und Sportlerin Patricia Kaiser, Austria’s Next Topmodel 2011 Lydia Obute und Kabarettist Günther Lainer, in der Finalshow des „Orbit Smile Award 2011“. Nach dem großen Finale versammelten sich alle im „Platzhirsch“, Wiens In-Club, um das bezauberndste Lächeln Österreichs gebührend zu feiern. Ein besonderes Highlight war die Performance von Drumatical Theatre, die mit ihren Trommeln den Club zum Beben brachten. Bis in die Morgenstunden wurde zu den Beats der DJs Flip Capella, Alex Wagner und Massive XL getanzt Gelächelt wurde auch für einen guten Zweck. Unter dem Motto „Lachen ist die beste Medizin“ spendete Wrigley 1 € für jeden Teilnehmer an die CliniClowns. Während der Minopolis feiert 6. Geburtstag Finalshow überreichte Domiund den „Minopolis Day“ – mit nic Killinger, Brand Manager dabei DSDS-Gewinner MehrOrbit, den Scheck über 15.000 zad Marashi; 15. Oktober, € an die CliniClowns und hilft 13 bis 19 Uhr; 1220 Wien, damit, kranken Kindern ein Wagramer Straße 2 Lächeln ins Gesicht zu zaubern. (jm)

LADEN-HÜTERIN

Card Complete, komplett kartenlos ALEXANDRA BINDER

© Dyson

Stephan Kalteis eis (30) übernimmt die Leitung des SES-ShoppingpingCenters Q19 in Wien-Döbling. ling. Nach drei Jahhren Tätigkeit als Spar-Sortimentsmanager für Körperpflege und Kosmetik wechselt er innerhalb des lienKonzerns zur Spar-ImmobilienSchwester SES Spar European Shopping-Centers. Dort begann egann er seine Laufbahn mit einer Lehre zum Bürokaufmann im Shopping-Center Europark Salzburg. Danach war er in der er Warenbeschaffung bei Interspar tätig. Auf dem zweiten ie Bildungsweg absolvierte er die Berufsreifeprüfung und schloss ss ein Studium an der WU Wien mit den Schwerpunkten Handel ndel & Marketing ab.

Stets ein Lächeln für den guten Zweck

PRODUKT PROD PR ODUKT DE DES TAGES

KOPF DES TAGES

© Q19

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1.Wrigley-Brand Manager Dominic Killinger mit Siegerin Ines Gselmann; 2. Jurymitglieder Lydia Obute, Patricia Kaiser; 3. Jurymitglied Günther Lainer.

Der Winter kommt bestimmt Herkömmliche Heizk lüfter biete bieten nur begrenzte Einstellungen. Dyso Hot Heizlüfter heizt mit großer Der Dyson Reichwei für schnelle Raumerwärmung, Reichweite denn er kann von 1 bis 37 º C eingestellt werden, um eeinen Raum zu erwärmen. Sobald die ein eingestellte Temperatur erreicht ist, wird die Rau Raumtemperatur durch Messung der Umgebungsluft Umgebungsluf überwacht. Bei einem Temperaturabfall springt der Lüfter wieder an, bis die spri eingestellte Temperatur wieder erreicht ist – das Tem dur die patentierte Air Multiplierpassiert durch Technologie. Das Gerät, das auf eine konsVerwen tante Verwendung von zehn Jahren ausgelegt ist, ist ab Ende Oktober zu einem UVP von 349 € verfügbar. www.dyson.at

ankenswerterweise habe ich ein Sackerl samt einer aus Käse, Eier und Topfen bestehenden Hofer-Einkaufsorgie und meinem Geldbörsl in der Straßenbahn stehen lassen – das offenbar irgendjemand dringlicher brauchte als ich. Seither bin ich ein U-Boot, das ohne Führerschein, e-Card, Kredit-, Bankomat- und gefühlten 27 Kundenkarten durch die Gegend taucht. Noch immer in der Hoffnung, dass für Börsln (die laut Sparscher Enthüllung sogar plauschen), heimfinden doch ein Klacks sein sollte. Meins entpuppt sich aber bis dato als minder intelligent. Stattdessen beschert mir seine Absenz erst Entzugserscheinungen, die dann nahtlos in ein gewisses Freiheitsgefühl übergehen. Wie beflügelt durchquere ich Supermärkte plötzlich auf höchst effiziente Weise, ohne dauernd bemüßigt zu sein, zu Zeug zu greifen, das ich zwar nicht brauche, von dem die Retailer mich aber überzeugen, dass eine Existenz ohne nicht lohnt. Eh schon wissen, keine Karte, keine leichte Marie. Besonderes Lob gilt in diesem Zusammenhang den Banken, die mit hinreichend kundenfreundlichen Öffnungszeiten ihren Teil dazu beigetragen haben, diesen Gemütszustand drogenfrei zu erreichen und zu halten. Jedenfalls, bis das Kartenhaus wieder aufgebaut ist ... a.binder@medianet.at

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D I E Z A HL MI T D EM A HA - E F F EK T zum Weitererzählen

Trend zur Kapsel Marktforschungen zufolge sind 30% der österreichischen Haushalte mit einem Kapsel-Kaffeeautomaten ausgestattet.

medianet retail  

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