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13. JG. NO. 1731

¤ 4,–

freitag/samstag/sonntag, 29. Nov. – 1. dez. 2013

TREVISION

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a Trevision Holding Company

„Media-Menschen 2013“

FMP Media Night im Marxpalast: Man kürte „Media Mann“ & „Rookie of the Year“ Seite 8

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27.10.2005

© Dietmar Mathis

© Selina de Beauclair

www.trevision.at geheimnisvolles Ländle

heute mit csrnet

Gebhard Sagmeister, Spartenobmann H ­ andel, über das kaufkräftige Vorarlberg  Seite 16

Dicke Luft im Büro, Awards für intelligente Mobilität, neuer Bauherren-Leitfaden u.v.m.

12:07 U

Interview IV-Chef warnt: Ohne Strukturreformen werden andere Länder den Standort Österreich überholen

„Wir sollten uns nicht selbst im Weg stehen“

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inhalt

prime news & market watch > „2. Österreichischer Markendialog“ im Rückblick  3 > Feature: Cityfood – die urbanen Selbstversorger  4/5

© Okto

marketing & media > Web-Launch: Freizeit-­ Magazin jetzt auch online  9

retail > SCS Refurbishment: neuer Glanz, neue Mietpreise  17 > Genuss-Gipfel: Präsentation des neuen Genuss Guide  20

© panthermedia.net/Jonathan Ross

business weekend > OECD: Medizinsystem ist teuer und aufgebläht  22 > VW: Viel Geld soll Weg zum Weltmarktführer ebnen  28 > Pensionskonto: Chance für Finanzdienstleister  36

© APA/Georg Hochmuth

> Jubiläum: Fernsehsender Okto feiert den Achter  13

Reformdruck Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung und CEO des heimischen Technologie-Unternehmens Kapsch Group, kann Stillstand nichts abgewinnen. Er fordert Reformen, „die ohnehin in der Schublade liegen“. Seite 2

INNOVAZIONE

> Videokonferenzen sollen das Geschäft beleben 

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medianet erscheint vier Mal/Woche.Print­ ausgabe: Dienstag und Freitag; Mittwoch und ­Donnerstag erhalten Sie unsere Digitalausgabe.

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DESIGN KNOW-HOW CULTURA : B&B ITALIA FIRMA LE ICONE CHE ARREDANO LA TUA VITA

INNENARCHITEKTUR | EINRICHTUNGSKONZEPTE | EIGENE TISCHLEREI | MONTAGE


c ov e r

Freitag, 29. November 2013

© APA/Georg Hochmuth

2 – medianet

mängel pal et t e

Standort Österreich IV-Präsident Georg Kapsch fordert einmal mehr, anstehende Reformen zügig umzusetzen

„Viele Konzepte liegen in der Schublade bereit“

Gut geht es dem Standort nur scheinbar, sagt Georg Kapsch. Er beklagt „zu hohe Arbeitszusatzkosten, die hohe Steuerbelastung, eine überbordende Bürokratie, hohe Energiekosten und eine inneffiziente Bildungspolitik“.

Der Industrie geht es gut, aber ohne finanzierbares Pensionssystem, ausgabenseitige Budgetsanierung und entschlossene Strukturreformen werden andere Länder den Standort Österreich überholen. erika hofbauer

Wien. Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung und CEO des heimischen TechnologieUnternehmens Kapsch Group, kann Stillstand nichts abgewinnen. Er fordert Reformen, die ohnehin in der Schublade lägen. Sozialstaat ja, aber unter gewissen Effizienzbedingungen ... medianet: Die Wahlen sind geschlagen, jetzt wird verhandelt. Wäre Ihnen ‚gehandelt‘ lieber? Georg Kapsch: Der Begriff ‚gehandelt‘ ist zweideutig. Im Sinne von Umsetzung ja, im Sinne von Gegengeschäften und faulen Kompromissen nein, denn die bringen uns nicht weiter. Wir brauchen dringende nachhaltige Reformen, um den Sozialstaat so effizient wie

möglich zu gestalten. Dazu zählt eine strukturelle und qualitative Bildungsreform, die für einen Rückgang des Fachkräftemangels sorgt, eine Pensionsreform, die das Pensionssystem nachhaltig finanzierbar gestaltet sowie eine ausgabenseitige Budgetsanierung durch entschlossene Strukturreformen – diese Dinge werden am Ende über die Qualität des Wirtschaftsstandorts entscheiden. Viele Konzepte liegen in der Schublade. Als Industrie fordern wir, sie herauszuholen und umzusetzen, versehen mit klaren Terminen. medianet: Dem Industriestandort Österreich geht es wohl gut – aber Probleme gibt es wohl dennoch ... Kapsch: So gut geht es dem Standort nur scheinbar – andere Länder haben aufgeholt und uns teilweise

überholt. Zu hohe Arbeitszusatzkosten, die hohe Steuerbelastung insgesamt, eine überbordende Bürokratie, die unternehmerisches Handeln erschwert, hohe Energiekosten, eine inneffiziente Bildungspolitik – das alles macht den Standort Österreich leider zunehmend unattraktiv für Investitionen. medianet: Die Industrie ist – nicht nur in Österreich – ein wichtiger Taktgeber. Dennoch lauert überall ‚Konkurrenz‘ beispielsweise in Form von Unternehmen der Finanzwirtschaft, Internet-Startups, etc. Verliert der Zweite Sektor an einen Vierten Sektor namens ‚Virtuelle Welt‘? Kapsch: Ohne reale Welt gibt es auch keine virtuelle Welt, ohne Computer und Netzwerk keinen

Cyberspace. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat uns vor Augen geführt, wie bedeutend eine starke industrielle Basis als stabilisierender Faktor ist. Nach wie vor steht der servoindustrielle Sektor für rund 57 Prozent aller Jobs in Österreich, für 70 Prozent der Produktion und rund 60 Prozent der gesamten Wertschöpfung. Ich denke daher nicht, dass der zwei-

„Die Wirtschaftskrise hat uns vor Augen geführt, wie bedeutend eine starke industrielle Basis als stabilisierender Faktor ist.“ iv-Präsident Georg Kapsch

Klimakonferenz Warschau Klimapolitik als „Umverteilungsbasar“

EU zunehmend „isoliert“ Wien. Am vergangenen Wochenende meldete sich Industriellenpräsident Georg Kapsch zur Klimakonferenz in Warschau zu Wort: „Trotz des zuletzt erreichten Kompromisses auf dem Weg zu einem neuen Abkommen bis 2015 ist das schwache Gesamtergebnis der Warschauer Klimakonferenz grundsätzlich zu hinterfragen“, so Kapsch. „Die jüngste Konferenz zeigt mehr denn je, dass sich die internationale Klimapolitik zunehmend zum globalen Umverteilungsbasar entwickelt. Die Begrenzung von Treibhausgasemissionen als Kern der Klimapolitik hingegen tritt auf globaler Ebene zunehmend in den Hintergrund und bleibt eine einsame Absicht der EU, deren Isolation in dieser Frage fortschreitet.“ Es brauche vielmehr „ein verbindliches Abkommen auf globaler Ebene und ein verstärktes Setzen auf Innovation und Technologie für ein effizientes Energiesystem“. Kapsch: „Solange sich die neuen Industriestaaten wie China oder Singapur – deren pro-Kopf-Emissionen längst in der Größenordnung anderer Industriestaaten liegen, oder wie im Falle von Saudi-Arabien oder Katar deutlich darüber – wie selbstverständlich in die Reihe klimapolitischer Entwicklungsländer stellen, bleibt eine umfassende globale Antwort auf den Klimawandel eine Illusion“, so Kapsch.  (red)

te Sektor verliert, im Gegenteil: Er wird immer wichtiger. Das erkennt auch die Politik, denn nicht umsonst gibt es auch auf europäischer Ebene Bemühungen in Richtung Reindustrialisierung und Stärkung der Industrie. Ich sehe daher andere Sektoren weniger als Konkurrenz, sondern als Partner der Industrie – wie etwa die Finanzwirtschaft. medianet: Wie problematisch schätzen Sie für die Industrie die vorherrschende EU-Skepsis ein? Kapsch: Leider hat sich die Erkenntnis, dass Europa die Lösung

und nicht das Problem ist – ja geradezu sein muss, wenn wir auf den internationalen Märkten bestehen wollen –, bisher nicht allgemein durchgesetzt. Das ist bedauerlich. Problematisch wird es aber erst dann, wenn bei für die Industrie wichtigen Zukunftsthemen – etwa Energie- und Rohstoffpolitik – nationale Lösungen für eine globalisierte Welt gesucht werden. Als Industrie ist uns die Notwendigkeit europäischer Lösungen bewusst, die wir daher auch massiv von der Politik einfordern. Eine Europäisierung der Energiepolitik wäre ein Gebot der Stunde, wenn wir wettbewerbsfähige Energiepreise sicherstellen wollen. medianet: Wie sehr beeinflussen internationale Entwicklungen wie z.B. der US-Budget-Streit oder die EU-Krisenländer den IndustrieStandort Österreich? Kapsch: Österreichs Industrie ist eng mit der gesamten Weltwirtschaft verwoben. Knapp 58 Prozent unser Industrieumsätze werden exportiert, 68 Prozent der österreichischen Ausfuhren gehen in die EU, 21 Prozent in die CEE-Staaten und direkt und indirekt über Vorleistungen immerhin auch knapp acht Prozent in die USA. Somit beeinflusst jegliche Nachfrageschwäche, vor allem von Investitionsgütern, die österreichische Industrie. Wir haben rund 130 Weltmarktführer in Nischensegmenten, die besonders auf eine stabile ausländische Auftragslage angewiesen sind. Aber die größte Gefahr ist, wenn wir uns aufgrund politischer Ärgernisse selbst im Weg stehen.


Pr i m e N e ws

Freitag, 29. November 2013

2. Österreichischer Marken“Dialog Wie sich Markeninhaber in Zeiten einer anhaltenden Krise schützen können

SHORT

Schutz vorm „Burnout“

EMI: Beschleunigung der Industriekonjuntur Wien. Die Geschäfte der heimischen Industrie beginnen besser zu laufen. „Der Bank Austria EinkaufsManagerIndex (EMI) hat im November den Aufwärtstrend der vergangenen Monate bestätigt“, so Bank Austria- Chefvolkswirt Stefan Bruckbauer. Der Indikator stieg um 1,5 auf 54,3 Punkte. Das signalisiert den stärksten Geschäftszuwachs in der Industrie seit 2,5 Jahren. Ein Wermutstropfen bleibt: Trotz voller Auftragsbücher wereden weiter Jobs in der Industrie abgebaut. (red)

Der „Logenplatz“ im Kopf des Kunden.

Beim Markendialog auf der Schallaburg: (v.l.) Laurentius Mayrhofer, Zsuzsanna Trunk, András Köszegi, Friedrich Rödler und Manfred Enzlmüller.

© Infineon/Johannes Puch

Kircher folgt Jordis im AUA-Aufsichtsrat

Infineon Austria-Chefin Monika Kircher wurde am Donnerstag gewählt.

Wien. Die Vorstandschefin von Infineon in Österreich, Monika Kircher (56), wurde in der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat der Austrian Airlines gewählt, teilte die AUA am Donnerstag mit. Sie folgt der Wirtschaftsanwältin Theresa Jordis, die Anfang September verstorben ist. „Ich freue mich, mit Monika Kircher eine anerkannte Managerin und Finanzexpertin im Aufsichtsratsgremium gewonnen zu haben“, so der Vorsitzende des AUAAufsichtsrates, Harry Hohmeister in einer Aussendung. Kircher ist seit 2001 im Vorstand und seit 2007 CEO der Infineon Technologies Austria AG. Kircher sitzt auch im Aufsichtsrat von Siemens Österreich und im Kontrollgremium des Kärntner Energieversorgers Kelag.  (APA)

Wirtschaftsmotor, Steuerzahler, Partner der mündigen Bürger und Trafiken. Die Tabakbranche ist eine der am härtesten regulierten – Tatsache: Kaum ein anderes legales Genussmittel der Moderne steht derart unter Beobachtung. Eine breite Öffentlichkeit fordert Transparenz und Aufklärung, weit über die üblichen Gesundheitsfragen hinaus. Internationale wie nationale Gesetzgeber, Profiteure der ständig sprudelnden Tabaksteuermilliarden, drehen munter weiter an der Informations- und Verordnungsschraube: ein breites Spannungsfeld und Herausforderung zugleich, für die dahinterstehende Industrie und ihre Partner. Japan Tobacco International, seit sechs Jahren in Österreich in führender Position am Markt präsent, sieht sich hier als Wahrer und Vermittler österreichischer Tabaktradition und transparenter Taktgeber von morgen. Aufklärung und Sicherung von Arbeitsplätzen spielen für den international erfolgreichen Produzenten eine besondere Rolle. Man sei sich der Verpflichtung gegenüber dem mündigen Konsumenten und den Vertriebspartnern, allen voran den Nahversorgern in den Tausenden Trafiken des Landes – nicht zuletzt aber auch gegenüber den eigenen Mitarbeitern bewusst, betont Ralf-Wolfgang Lothert, Head of Corporate Affairs & Communication bei JTI Austria. „Als Tabakhersteller sind wir stark reglementiert und eingeschränkt.

Transparenz statt verschlossener Türen: Der Tabakkonzern gewährt viele Einblicke.

Der intensive Dialog mit Öffentlichkeit und Politik ist deshalb eine zentrale Funktion und Teil un-

serer Verantwortung.“ Dazu liefert man harte Zahlen und Soft-Facts; auch „grüne“ Fragen zur Tabakpro-

„JTI gehört zu den Marktführern bei Tabakprodukten. In dieser Position tragen wir große Verantwortung.“ RALF-WOLFGANG LOTHERT, HEAD OF CORPORATE AFFAIRS & COMMUNICATION, JTI AUSTRIA © JTI

Wien. Die ÖBB unterstützen den Verein „Licht ins Dunkel“ heuer zum fünften Mal mit einer österreichweiten Sterneaktion: Ab 30.11. sind sieben Postbusse in speziellem Design auf Österreichs Straßen unterwegs. Durch Sterne in verschiedenen Größen, die gekauft und auf die Busse geklebt werden, verwandelt sich das blaue „Firmament“ in einen Sternenhimmel auf Rädern. Die Spenden-Aktion läuft bis Ende Jänner. Der Erlös kommt „Licht ins Dunkel“-Projekten in ganz Öster­reich zugute. Die Patronanz der Sterneaktion übernimmt dieses Jahr wieder Verkehrsministerin Doris Bures. Gemeinsam mit Manfred Oschounig, Geschäftsführer der ÖBB-Werbung GmbH, signierte Bures zum Auftakt einen Stern.  oebb.at/sterneaktion

Dialog verstärken, Antworten liefern

© JTI

BM Doris Bures und Manfred Oschounig (ÖBB-Werbung) beim Sternebus-Start.

„Wir bieten allen Stakeholdern valide Informationen. Wir sind präsent und stehen Rede und Antwort.“ IRIS PERZ, CORPORATE AFFAIRS & COMMUNICATIONS MANAGER, JTI AUSTRIA © JTI

© Andreas Scheiblecker

JTI Austria in der Vorreiterrolle Tabakproduzent nimmt seine Verantwortung wahr

duktion bleiben nicht ausgespart. Von der eigenen Nabelschau hält auch Iris Perz, Corporate Affairs & Communications Manager, wenig: „Wir bieten allen Stakeholdern valide Informationen als Arbeitsgrundlage“, sagt sie. „Wir sind präsent und stehen Rede und Antwort.“ JTI will diese Unternehmensphilosophie auf sämtlichen Kanälen weiter vorantreiben. Das ausgegebene Ziel des Tabakkonzerns ist ambitioniert: Neben dem reinen Informationstransport soll ein breiter gesellschaftspolitischer Diskurs angestoßen werden.

amtspräsident Friedrich Rödler setzte sich mit den Möglichkeiten des Markenrechts zum Schutz geistigen Eigentums auseinander, und wie ein „Burnout-Syndrom entsteht, das Marken müde und kraftlos macht“, davon erzählte Enzlmüller, Autor zahlreicher Fachbücher und Experte für ganzheitliche Markenbewertung. Passend zum Thema des 2. Markendialogs erschien der Brandmanagement-Leitfaden, eine Anleitung für Unternehmen, das System Marke – weit über Logo und Corporate Design hinaus – im Firmenalltag professionell zu managen.  www.markendialog.at

ÖSTERREICH-TRADITION/ INT. TABAK-MODERNE

Bis 2007 ... Der Tabakkonsum wird auf dem Boden des heutigen Österreich erstmals im 16. Jahrhundert dokumentiert. Im 17. Jahrhundert kommt das Pfeiferauchen in weiten Teilen der Bevölkerung in Mode – in der Folgezeit mutiert die Habsburgermonarchie zu einem der größten Tabaklieferanten Europas. Das Geschäft mit den Rauchwaren, dem neuen Trendgenussmittel, boomt. 1784 wurde durch das Tabakpatent von Joseph II. die Austria Tabak als Staatsund Monopolbetrieb unter der Bezeichnung „Österreichische Tabakregie“ gegründet – und dem Staat eine sprudelnde Steuerquelle erschlossen. Als staatlicher Monopolbetrieb oblag der Austria Tabak die Herstellung und der Verkauf von Tabakwaren – genau 213 Jahre lang. 1997 leitete die Regierung die Teilprivatisierung der Austria Tabak ein, die Vollprivatisierung folgte 2001. Nach einer öffentlichen Ausschreibung erwarb der britische Tabakkonzern Gallaher die Austria Tabak. Seit 2007... Seit sechs Jahren gehört Austria Tabak zu Japan Tobacco International (JTI). JTI ist eine Tochtergesellschaft von Japan Tobacco Inc., dem heute weltweit drittgrößten internationalen Hersteller von Tabakprodukten. Die Firmenzentrale befindet sich im schweizerischen Genf. JTI wurde 1999 gegründet; zu diesem Zeitpunkt erwarb der Mutterkonzern das amerikanische Tabakunternehmen R. J. Reynolds. 2007 wurde das Tabakunternehmen Gallaher übernommen, seit 2009 sind Rohtabakunternehmen wichtiger Teil der JT-Gruppe. Durch den direkten Kontakt zu den Tabakbauern will man die Belieferung mit qualitativ hochwertigem Rohtabak garantierten. JTI in Zahlen: • 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 69 Ländern • 95 Niederlassungen • 25 Zigarettenfabriken • 6 Forschungs- und Entwicklungszentren • 5 Tabakverarbeitungsanlagen Das umfassende Marken-Portfolio von JTI wird in 120 Ländern vertrieben. In Österreich sind rund 400 Angestellte im Central Office, im Großhandel und in der eigenen F&E-Abteilung beschäftigt. www.jti.com

PROMOTION

Wien/Schollach. „Wie können sich Markeninhaber in Zeiten einer anhaltenden Krise vor einem MarkenBurnout schützen?“ – diese Frage beleuchteten Manfred Enzlmüller und Laurentius Mayrhofer, Initiatoren des Österreichischen Marken“Dialog 2013, am 21. November auf der Schallaburg gemeinsam mit nationalen und internationalen Referenten. Marcin Kotlowski, W24 TV-CEO, erklärte, warum es nicht mehr reicht, „darzustellen, was man hat und kann, sondern dass es darum geht, einen Logenplatz im Kopf der Kunden zu ergattern, um von dort aus die Entscheidungen positiv beeinflussen zu können“. Patent-

© Brandart

ÖBB-„Sterneaktion“ für „Licht ins Dunkel“

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F E ATU R E

Freitag, 29. November 2013

feature@medianet.at

Š Paul Miller/EPA/picturedesk.com

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F E ATU R E

Freitag, 29. November 2013

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feature@medianet.at

Selbstversorger Alexandra Binder

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uch wenn manche Stadtväter es nicht gern hören: Es ist ein nicht zu widerlegendes Faktum – die Städte sind es, die sowohl Hauptverursacher als auch Hauptbetroffene des Klimawandels sind und die zweifelsohne künftig unter den Auswirkungen leiden werden. Die Vorbereitung darauf wird ergo dessen immer wichtiger. Gleichzeitig gibt es aber auch immer engere finanzielle Spielräume. Eine mögliche Rettung aus dem Dilemma trägt den Namen Urbane Lebensmittelerzeugung. Sie hat Potenziale, die die Antwort auf beide Herausforderungen sein könnten. Sichert sie doch einerseits die lokale Versorgung mit gesunden Lebensmitteln und erhöht andererseits die Resilienz – was so viel heißt, wie die Widerstandsfähigkeit gegen Krisen. Gar nicht zu sprechen von der Verbesserung des urbanen Klimas, der Erhöhung der Biodiversität, der Förderung der Integration und Gemeinschaftsbildung und den Impulsen für die lokale Wirtschaft. So sieht die Sache auch der gerade erschienene Bericht „Cityfood“: „Linking Cities on Urban Agriculture and Urban Food Systems”. Dahinter stecken Iclei, der weltweite Städteverbund für Nachhaltigkeit, und die RUAF-Foundation – Resource Centres on Urban Agriculture and Food Security, eine Stiftung, die Know-how zu urbaner Landwirtschaft verbreitet und entsprechende Projekte begleitet.

Paradebeispiel Toronto Welche Städte liegen nun aber vorn in Sachen Selbstversorgung? Da wäre einmal Toronto als Paradebeispiel zu nennen. Dabei war die Ausgangsbasis der kanadischen Metropole vor etwa zwei Jahrzehnten nicht gut: Billignahrungsmittelimporte nagten an der Gesundheit sozial weniger gut gestellter Bevölkerungsschichten, machten Familienbauernbetriebe in Südontario kaputt und beschleunigten den Ausverkauf des besten landwirtschaftlichen Bodens für den Bau neuer Wohngebiete. Als die Stadtväter das hausgemach-

te Desaster erkannten, wurde als Instrument zum Gegensteuern die „Toronto Food Strategie“ ausgearbeitet – eine städtische Nahrungsmittelstrategie mit dem Ziel, das Ruder durch die Förderung der urbanen Landwirtschaft noch einmal herumzureißen. Statt zu fragen, was die Stadt für die Lebensmittelversorgung tut, kann man auch die Frage stellen, welche Vorteile die urbane Landwirtschaft für eine Stadt bringt, meint Lauren Baker vom Toronto Food Policy Council. Gestellt wurde diese Frage im Rahmen einer Plattform, auf der alle beteiligten Akteure zusammenkamen. Die Schaffung einer solchen Plattform gehört für Baker zum Pflichtprogramm, ebenso das Bereitstellen entsprechender Ressourcen und Unterstützung für die Bürger. Ohne das werde nämlich keiner aktiv, sagt sie. Abgesehen davon setzt Toronto in seinem Aktionsplan auf Ernährungsbildung in Schulen, die Zusammenarbeit mit dem Einzelhandel zur Verbesserung des Lebensmittelangebots, die Bereitstellung von öffentlichen Flächen, die Einrichtung von lokalen Märkten, Programme zur Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen und here Ziele: Etwa, dass langfristig das lokale Lebensmittelangebot für Kids von 20 auf 50 Prozent angehoben wird.

Masterpläne allerorten Die einzige Stadt mit einem Masterplan für urbane Lebensmittelerzeugung ist Toronto freilich nicht, wie Marielle Dubbeling von der RUAF bestätigt. Sie nennt allein fünf Städte in Holland und 100 Verwaltungen in China, die sich konkrete Ziele in Sachen Verbesserung der städtischen Nahrungsversorgung gesetzt haben. Die Ziele sind allerdings sehr individuell, meint Dubbeling. „Das Potenzial zur Selbstversorgung hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab. In der Millionenstadt Daressalam beispielsweise könnten 90 Prozent des Gemüsebedarfs und 60 Prozent des Milchbedarfs produziert werden, in Shanghai rechnet man mit einem Selbstversorgungsgrad von 60 Pro-

zent bei Gemüse, 90 Prozent bei Eiern, 50 Prozent bei Geflügel- und Schweinefleisch sowie 90 bis 100 Prozent bei Milch.“ Die niederländische Großstadt Almere bei Amsterdam hingegen habe sich vorgenommen, etwa 20 Prozent des täglichen Lebensmittelbedarfs von etwa 350.000 Einwohnern selbst zu produzieren: „Das ist nicht nur gut für die Wirtschaft, sondern auch für das Klima. Durch die lokale Lebensmittelproduktion werden 16 Millionen Kilometer Transporte überflüssig, das entspricht einem Energieverbrauch von 11.000 Haushalten.“

Londons „Capital Growth“ Ein sehr schönes Beispiel städtischer Initiativen zur Selbstversorgung liefert auch London. Unter anderem setzt die Stadt an der Themse seit 2008 auf das Projekt Capital Growth, dessen Anliegen die Schaffung neuer Gärten ist. 2008 gestartet, erreicht es seine hochgesteckten Ziele seither Jahr für Jahr. Und die können sich sehen lassen: 2012 etwa wurden – wie anvisiert – der Jahreszahl entsprechend 2012 neue Gärten geschaffen. Möglich wurde das einerseits durch Unterstützung bei der Grundstückssuche, Netzwerkarbeit und Training. Die Überzeugungsarbeit in Sachen Gartenbebauung fruchtet allerdings auch aufgrund kleinerer Förderbeträge. Rund 100.000 Menschen sind bereits mit an Bord, 50 Hektar Brachflächen werden neu genutzt, 750 Menschen haben durch Capital Growth eine Ausbildung oder eine Anstellung bekommen, 1.000 Gruppen wurden mit Fördergeldern beim Kauf von Ausrüstung und Saatgut unterstützt, 1.000 Leute wurden im städtischen Lebensmittelanbau geschult und schließlich haben sich 687 Schulen an Capital Growth beteiligt. Überhaupt liegt die Selbstversorgung in England im Trend: Laut Daily Mail stieg der Anteil von selber angebautem Obst und Gemüse am Gesamtverzehr zwischen 2008 und 2011 von 2,9 auf 5 Prozent. Das ist ein Anstieg um fast 70 Prozent. Und auch mit den Hendln schließen immer mehr Engländer

mariel l e dub b el ing RUAF Foundation www.ruaf.org

© RUAF

Dass urbane Lebensmittelerzeugung ein zukunftsträchtiges Thema ist, wurde an dieser Stelle schon mehrmals angesprochen. Wie weit die Städte – von Toronto über Shanghai bis Daressalam und London – in dieser Rolle tatsächlich schon gediehen sind, überrascht. Die Details dazu liefert der eben erschienene Bericht Cityfood „Linking Cities on Urban Agriculture and Urban Food Systems“. Warum die ganze Sache aber auch etwas mit „Back to the roots“ zu tun hat, lesen Sie hier.

„In der Millionenstadt Daressalam könnten 90% des Gemüsebedarfs und 60% des Milchbedarfs produziert werden, in Shanghai rechnet man mit einem Selbstversorgungsgrad von 60% bei Gemüse, 90% bei Eiern, 50% bei Geflügel und Schweinefleisch sowie 90-100% bei Milch.“ Freundschaft. Der Anteil von Eiern aus eigener Haltung ist von 3,2 auf 5,7 Prozent gestiegen.

Back to the roots Es scheint, dass viele Städte auf dem Weg zurück dahin sind, wo sie schon einmal waren. Der Blogger und Experte für Urbane Lebensmittelerzeugung, Philipp Stierand, hat sich mit der Geschichte europäischer Städte auseinandergesetzt: „Landwirtschaft in der Stadt scheint ein neues Phänomen“, erläutert er. Dabei sei in den aktuellen Vorstellungen von modernen, fortschrittlichen Städten eigentlich kein Platz für Ackerbau- und Viehzucht. „Selbst wenn sich im Zusammenhang mit der aktuellen Gar-

tenbewegung der Begriff ,Urbane Landwirtschaft‘ eingebürgert hat, wird Landwirtschaft nur von den Wenigstens als urban begriffen.“ Die Geschichte allerdings lehre etwas anderes: „Noch im gesamten 19. Jahrhundert war die Lebensmittelerzeugung selbst in Metropolen wie London und Paris zwingend innerstädtisch.“ Der Grund dafür liege auf der Hand: Die Konservierung und der Transport der meisten Lebensmittel sei schwierig bis unmöglich gewesen. Auf den Punkt gebracht: Stadt war ohne Landwirtschaft nicht vorstellbar. Für London liefert Peter Atkins von der Durham Universität zugehörige überraschende Zahlen: Für Mitte des 19. Jahrhunderts schätzt er, dass in London und Umland 12.000 Äcker für die Erzeugung von Gemüse und 5 000 Äcker für die Erzeugung von Früchten genutzt wurden. Wichtigster Düngerlieferant waren die 20 000 Kühe Londons. 1850 wurde London zu 80 Prozent aus dem näheren Umland versorgt und auch noch 1880 waren auf den Märkten überwiegend die Produzenten selbst anzutreffen.

Die Zukunft Heute zeigt urbane Landwirtschaft für Stierand ein vielfältiges Potenzial für die Stadtentwicklung, das weit über die Produktion von Lebensmitteln hinausgeht. Aus Stadtplanungssicht das vordergründige Motiv der Gärtner, den Lebensmittelanbau, in den Mittelpunkt der Diskussion zu stellen, greift für ihn zu kurz. Bei der Produktion von Lebensmitteln im urbanen Raum gehe es um Mitwirkung und Mitbestimmung, um Raumaneignung und -gestaltung, das Ausprobieren neuer Arbeits- und Lebensformen, letztlich um Empowerment und neue Governance-Ansätze. Stierands Prognose: „So ungewohnt und peripher das Thema Anbau von Gemüse für die moderne Stadt zu sein scheint, so zentral sind die Themen, die urbane Landwirtschaft für deren zukünftige Entwicklung thematisiert.“ Cityfood-Download: http:// resilient-cities.iclei.org/?id=723


th e opi n i on

6 – medianet

So schnell kanns gehen, wenn man nur will: Die Anhebung des Anspruchsalters – zumindest für Seniorentickets in den öffentlichen Verkehrsmitteln Österreichs – auf 65 Jahre, einheitlich für Männer und Frauen, ist bis 2022 erledigt. Das könnte ein weiterer Ansporn sein, die eigene Lebensarbeitszeit ein wenig auszudehnen: Die Spanne zwischen der letzten beruflichen Verpflichtung und dem tatsächlichen Pensionsantritt füllen derzeit Krankengeld, Arbeitslosenversicherung und Notstandshilfe. Streicht man in dieser Phase sämtliche Vergünstigungen, steigt die Lust auch auf unbefriedigendste Tätigkeiten. Im Endausbau könnte das so skurrile Blüten treiben wie in den USA längst Usus: Menschen, die Mitte 50 ihre letzte Rubrik im Curriculum vitae abhaken, weil der Arbeitgeber den Pool seiner humanen Ressourcen verjüngt, schlafen unter der Brücke, bis mit dem vertraglich vorgesehenen Bezugsalter zehn Jahre später der Anspruch auf die Rente einsetzt. Nett ist in diesem Zusammenhang auch die in Österreich in regelmäßigen

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

U-30-Casting am Arbeitsmarkt Anreize zur Weiterbeschäftigung älterer Arbeitnehmer sollten positiver Natur sein. Ansonsten erreicht man das Gegenteil. An Ideen mangelt es nicht. sabine bretschneider

Abständen ventilierte Idee, Betrieben einen Malus anzudrohen, wenn sie ältere Mitarbeiter freisetzen. Will man sich dieser Drohung entziehen, bleibt den Unternehmern nichts anderes mehr übrig, als für Jobs, die etwas Einarbeitungszeit erfordern, ausnahmslos U-30-Personal einzustellen.

Ein paar interessante Fakten zur Entwicklung der heimischen Beschäftigungsstatistik kann man in einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (Anreizsysteme zur Weiterbeschäftigung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Juli 2013) nachlesen – mit etlichen sehr intelligenten

Ratschlägen, die man in den aktuellen politischen Diskussionen vermisst (siehe: http://www.wifo.ac.at/ publikationen?page=14). Ein Detail: Die Beschäftigungsquote bei älteren Arbeitnehmern hat zwischen 2002 und 2012 in Öster-reich deutlich über dem europäischen Durchschnitt zugenommen, sowohl bei den 55- bis 59-Jährigen (+17,5 Prozentpunkte; EU-27: 11,7) als auch bei den 60- bis 64-Jährigen mit 9,3 Prozentpunkten (9,2) – allerdings bei einer im Vergleich geringen Basis-Beschäftigungsquote. Kurz: Man muss der Poli-tik zugestehen, dass der Weg offensichtlich richtig gewählt ist, auch wenn das Schritttempo noch beschleunigt werden sollte. Ob man dies dadurch erreicht, dass man die Öffi-Tarife erhöht, sei jedoch dahingestellt.

Gastkommentar PET als wertvoller Rohstoff

„Kunst-Stoff“ Plastik ist mittlerweile fixer Bestandteil unseres Lebens, den wir quasi wie selbstverständlich in vielen Alltagssituationen verwenden. Wir tragen es, wir sitzen darauf, wir transportieren unsere Einkäufe damit und profitieren von den Vorteilen dieses praktischen Verpackungsmaterials. Ein ‚Kunst-Stoff‘, der uns tagtäglich begleitet und mittlerweile fest im Alltag verankert ist, sodass er uns in seiner Präsenz, seiner Praktikabilität und seinem Komfort oft gar nicht mehr auffällt. Die Verwendung von Plastik wirft gleichzeitig aber auch Fragen auf – das Gute ist, dass es auf diese Fragen gerade in Österreich auch die richtigen Antworten gibt. Die Sensibilität – sowohl was Herstellung, Verwendung und Recycling betrifft –, hat innerhalb der letzten Jahre erfreulicherweise eine Stärkung erfahren. Wertstoffliches Recycling und die Bildung von Ressourcen-Kreisläufen rücken verstärkt in den Mittelpunkt des Interesses. Denn: Nachhaltiges Wirtschaften, ökologisches Planen und Recycling legen als gesellschaftliche Werte in der Bedeutung konsequent zu. Zuletzt rückte die ‚Plastiksackerl-Diskussion‘ den reflektierten und sparsamen Umgang mit Plastik wieder in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Auch hier sind Schlagworte wie ‚Wiederverwendung‘, ‚Recycling‘ und ‚Ressourcenschonung‘ entscheidend.

Ein Argument ist eine verbundene ­Folge von Aussagen, mit der Absicht, eine Behauptung ­aufzustellen. w w w.zitate . at

„Zuletzt rückte die

Ein lückenloser Kreislauf

© gst

„Ein Kauf zu überhöhten Preisen rechnet sich nicht, weil die Mieten nicht im gleichen Ausmaß erhöht werden können; die Einkommen steigen ja nicht.“

m o nika piber-mas lo, Au st ria Glas Rec yc l i n g, s. 48

© Eva Kelety

© Fotostudio Helmreich

Er ste Immo KAG- C h e f Peter Karl , s. 42

„Müll trennen allein reicht nicht; es geht darum, ein systematisches Bestreben zu ­zeigen und zu belegen.“

‚Plastiksackerl-Diskus-

Der Umgang der heimischen Konsumenten mit dem sion‘ den reflektierten Wertstoff PET – genauer gesagt den PET-Flaschen, sei hier als beispielgebend zu nennen. Denn was fachgeund sparsamen Umrechtes Bottle-to-Bottle-Recycling von PET-Flaschen betrifft, sind gang mit Plastik wieder die Österreicher im internationalen Vergleich ganz weit in das Zentrum der vorn. Sieben von zehn dieser Flaschen werden hierzulande Aufmerksamkeit.“ fachgerecht in der getrennten Sammlung entsorgt und einem Christian Strasser , PET to funktionierendem VerpackungsPET Recycling Österreich kreislauf zugeführt – Tendenz steigend: Allein in Wien wurden im ersten Halbjahr 2013 um 7,5 Prozent mehr Plastikflaschen gesammelt als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Mit dem fachgerechten Recycling wird ein lückenloser Bottle-to-Bottle-Recycling-Kreislauf gewährleistet und der Einsatz von PETRecyclat bei der Herstellung neuer Flaschen in Österreich steigt kontinuierlich. Unter diesen Voraussetzungen und den unbestreitbaren Vorteilen im Bereich Convenience, wie zum Beispiel geringeres Gewicht und leichtere Handhabung, sprechen die Argumente eine deutliche Sprache. Man darf also auch weiterhin gespannt sein, was sich im Bereich PET und Getränkeverpackungslösungen noch entwickelt; in der Schweiz t��ftelt man bereits an praktischen und recycelbaren Leicht-Verpackungen für ‚Wein to go‘.

heute im business weekend

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM

Quo vadis, Plastik …? zitat des ta ge s Monty Python („Der Argumentations-Sketch“, 1972)

Freitag, 29. November 2013

Medieninhaber: „medianet“ Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at

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tel. 01/919 20-2100 medianet prime news (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Chef vom Dienst: Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/Medien) Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Daniela Prugger (dp – DW 2228) medianet specials (specials@medianet.at) Redaktionelle Leitung: Britta Biron (bb – 2226) medianet financenet, real:estate & advisory (financenet@medianet.at) Chefredakteur: Gerald Stefan (gst) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Chris Haderer (hc) medianet destination (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) medianet careernetwork (careernet@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Lektorat: ­ Christoph Strolz Grafik/­Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­Jonke Anzeigen­produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell­ service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­ center-wien@redmail.at“ Erscheinungs­weise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr) Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr); 229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­ zeitraums bei 6-wöchi­ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­ gemeinen Geschäfts­ bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 MedienG: http://www.medianet.at/footermenu/ mediadaten-impressum/

Christian Strasser, Geschäftsführer PET to PET Recycling Österreich GmbH; www.pet2pet.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

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medianet

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freitag, 29. November 2013 – 7

Zusammenarbeit

Wiener Werbeagentur F&A Madvertising betreut künftig Duran Sandwiches  Seite 9

© Michael Alschner

© F&A Madvertising

marketing & media Unterstützung

Winterlich

Zwei Ideen werden im Rahmen der Initiative „Ideen gegen Armut“ gefördert  Seite 10

MCÖ lud zum Clubabend aufs Eis  Seite 14 © medianet/Szene1/Matthias Buchwald

FMP Media Mann des Jahres 2013 ist gekürt

www.mhoch3.at

© Kurier/Gilbert Novy

short

© Chris Melzer/dpa/picturedesk.com

Michael Horowitz, Chefredakteur des Kurier-Magazins Freizeit, spricht von einem „noch nie dagewesenen optisch wie technisch umwerfenden Konzept“; die Rede ist von der kürzlich gelaunchten Online-Version des Printtitels, die (noch) kostenlos verfügbar ist.  Seite 9

© Selina de Beauclair

Kathrin Zechner, ORF-Fernsehdirektorin, spricht von einer „großen internationalen Anerkennung und einem unglaublichen Erfolg“, denn die ORF/ ZDF-Koproduktion „Das Wunder von Kärnten“ räumte bei den Emmy Awards einen der begehrten Preise ab.  Seite 11

© Okto/Bino

Sieger VivaKi-COO Oliver Ellinger (Bild) ging aus einer Wahl von insgesamt zwölf Nominierten als „FMP Media Mann 2013“ hervor. Gewählt wurde auch der „Rookie“ des Jahres. Dieser Titel ging an Sebastian Watschinger (UMPanMedia).  Seite 8 Christian Jungwirth, Geschäftsführer des nichtkommerziellen TV-Senders Okto, feiert das achtjährige Bestehen. Dabei nennt er seinen Sender den „wahren öffentlich-rechtlichen Rundfunk; schließlich wird bei uns von den Bürgern selbst Fernsehen gemacht.“  Seite 13

Wahl Helmut Hanusch als Präsident wiedergewählt; zwei von Radiovertretern frei werdende Sitze fallen Print zu

Media Analyse: Neuwahl & Bestätigung

Ogilvy Brasilien mit „Real Beauty Sketches“ für Dove als bestes Viralvideo 2013 gekürt.

© medianet/Szene1/Christian Mikes

© Dove

medianet tv heute

Helmut Hanusch als Präsident des Vereins Media Analyse wiedergewählt.

Wien. Der Verein ARGE Media Analyse hat in seiner gestrigen ordentlichen Generalversammlung seinen Vorstand neu gewählt. Der Neuwahl ging eine eine Statutenänderung zur Vorstandsbesetzung voraus. Da mit der MA 2014 elektronische Medien (zuletzt Radio) keine Mitglieder im Verein ARGE Media Analysen sein werden, wurde beschlossen, die zwei frei werdenden Sitze gleichmäßig auf Print- und Agenturvertreter aufzuteilen, womit die Ausgewogenheit zwischen Print und Agentur weiterhin aufrechterhalten bleibt. Helmut Hanusch bleibt weiterhin Präsident.

der vorstand Präsident Helmut Hanusch (News) Vizepräs. Raimund Jacoba (Gewinn), Peter Lammerhuber (MediaCom) Kassier Erwin Vaskovich (VivaKi) Schriftführer Winfried König (Sbg Woche) Vorstand Printmedien Wolfgang Bergmann (Standard), Thomas Kralinger (Kurier), Hermann Petz (TT), Markus Raith (Vlbg Nachrichten), Gerhard Riedler (Krone), Dietmar Zikulnig (Kl. Zeitung), Helmut Hanusch (News), Harald Knabl (NÖN), Winfried König (Salzburger Woche), Ekkehard Veser (profil), Josef Gruber (Tips), Dieter Henrich (Bezirksrundschau), Stefan Lassnig (Bezirksblätter), Raimund Jacoba (Gewinn), Thomas Leskoschek (Sportma-

gazin), Franz Renkin (Servus in Stadt & Land), Claudia Volak (Auto Touring) Vorstand Agenturen Sibylle Blümel (mec), Joachim Feher (MediaCom), Michaela Geist (maxus), Josef Guzei (Eumedia), Petra Hauser (media.at), Anja Hettesheimer (OmnicomMediaGroup), Ronald Hochmayer (Mediaplus Austria), Susanne Koll (OmnicomMediaGroup), Peter Lammerhuber (MediaCom), Friederike MüllerWernhart (Mindshare), Elisabeth Ochsner (UM PanMedia), Xavier Reynaud (Initiative), Christina Schauer (Media 1), Sabine Schmidt (UM PanMedia), Gerhard Turcsanyi (TMC), Erwin Vaskovich (VivaKi), Andreas Weiss (Aegis).


C ov e r

8 – medianet

Freitag, 29. November 2013

FMP Oliver Ellinger ist der „FMP Media Mann 2013“ & Sebastian Watschinger „FMP Rookie of the Year 2013“

Seiteneinwurf

„Media-Menschen 2013“

Wenn Zitronenfalter Zitronen falten …

Wieder gewählt „FMP Media Mann bzw. die Media Frau des Jahres“ & der „FMP Rookie of the Year“.

K

ürzlich hat ein Jäger eine Kuh mit einem Wildschwein verwechselt und erschossen. Pardon: richtig müsste es heißen: Kürzlich hat ein Jäger an unterschiedlichen Tagen die Kühe Dexi, Mulletin und Mirau stets mit einem Wildschwein verwechselt (obs immer das gleiche war?) und nun sind alle drei Kühe tot. So viel zum Image und Selfmarketing der heimischen Jäger. An anderer Stelle arbeitet auch eine deutsche Berufsgruppe heftig daran, als völlig debil abgestempelt zu werden. Denn kürzlich meinte doch tatsächlich ein für die Angelegenheit zuständiger Beamter, das Abkommen mit den USA zum Austausch (er meinte wohl eher den Abfluss in eine Richtung, nämlich jene westwärts über den Atlantik) von Bankdaten bleibe trotz NSASkandal aufrecht. Seine Begründung: Die amerikanischen Freunde hätten immerhin schriftlich versichert, sich an geltende Gesetze zu halten, und so gäbe es keinen Grund, an der Vertrauenswürdigkeit der USA in der Causa zu zweifeln. Klingt ein bisschen so wie der Spruch: Wer glaubt, dass Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Und deutsche Behörden glauben, was US-Behörden so schriftlich zusichern, möchte man hinzufügen.

© Selina de Beauclair (3)

dinko fejzuli

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1. Bettina Lindermair (MEC), Stefan Strohofer (Omnimedia), Sebastian Watschinger (UM Panmedia), Sabine Kaplanek (Media 1), Despina Parlicheva (vivaki), Lukas Brändle (OMG Austria); 2. Matthias Seiringer (ORF-Enterprise), Andrea Reschreiter (OMG Austria), Ina Bauer (ATV), Matthias Stöcher (Der Standard), Helmut Hanusch (Verlagsgruppe News), Oliver Ellinger (vivaki), Simone Ratasich, Florian Skala (IP), Brigitte Hauser (RMS); 3. Christian Moser (ATV, Vorstandsmitglied FMP), Franz Solta (Infoscreen, Vorstandsmitglied FMP), Elisabeth Plattensteiner (OMD, Vorstandsmitglied FMP), Stephan Kreissler (MediaCom, Vorstandsmitglied FMP), Tina Hofbauer (UM Panmedia, Vorsitzende FMP), Georg Gartlgruber (Carat, Vorstandsmitglied FMP), Peter Strutz (ORF-Enterprise, Vorstandsmitglied FMP), Helmut Kammerzelt (FH St. Pölten, Vorstandsmitglied FMP).

Wien. Am vergangenen Dienstag war es wieder so weit: Nach vier spannenden Talks, vier BackstageBesuchen und drei interessanten Workshops endet mit der Generalversammlung ein erfolgreiches Vereinsjahr für das FMP Forum Mediaplanung. Im Rahmen der FMP Media Night 2013 wurde somit von der Vorstandsvorsitzenden Tina Hofbauer (UM PanMedia) das alte Vereinsjahr verabschiedet und das neue begrüßt. Dieses Jahr fand die FMP Media Night zu sehr winterlichen Bedingungen statt, was die Teilnehmer jedoch nicht weiter störte. Die Stimmung im gut gefüllten Marx Palast im Mediaquarter war keineswegs eisig.

Die Media-Wahl 2013 Auch dieses Jahr wurde wieder der „FMP Media Mann bzw. die Media Frau des Jahres“ und der „FMP Rookie of the Year“ gekürt. Dieser Preis wurde heuer zum zweiten Mal in der 46-jährigen Geschichte des FMP vergeben. Die Frage nach den Kompetenzen eines Media-Stars beantworteten Elisabeth Plattensteiner (OMD) und Christian Moser (ATV),

tipp des tages

die Moderatoren der Media-Wahl. Neben Qualitäten wie Serviceorientierung, innovatives und integratives Denken und Handschlag-qualität war auch die Fähigkeit einer ganzheitlichen kommunikativen Betrachtungsweise ein Thema. Aus zwölf Nominierten wählten die 550 FMP-Mitglieder dann die gestern Ausgezeichneten.

3

Rookie of the Year 2013 „Ein frisches Gesicht, das man sich merken sollte. Junge Leute, die auffallen in ihrem Job“. Diese Qualitäten sind bei allen der zehn Nominierten für den Titel „Rookie of the Year“ zu finden. Die Entscheidung fiel schlussendlich auf Sebastian Watschinger (UMPanMedia). Laudatorin für den glücklichen Sieger war die UMPanMedia-GF Elisabeth Ochsner. Sie bezeichnete Watschinger beruflich, aber auch im privaten Leben als „Gipfel­ stürmer“. Watschinger selbst war „erstens überrascht, zweitens sehr überrascht und drittens extremst überrascht“, nahm die Auszeichnung jedoch freudestrahlend entgegen. Anders als im letzten Jahr standen bei der heurigen Wahl zwölf

statt zehn Nominierte am Podium. Schlussendlich verkündete der Laudator Patrick Stepanian (Carat Deutschland) den Namen des diesjährigen Media-Mannes: Oliver Ellinger (COOVivaki). Stepanian beschrieb Ellinger als „großes Vorbild und Organisationstalent, jemand, der das Medienhandwerk aus dem Effeff beherrscht“. Auch Ellinger freute sich sehr über die Auszeichnung. In seiner Dankesrede sprach er seine Bewunderung für alle Rookies der Mediabranche aus, da diese seiner Meinung nach „nicht lustiger geworden ist“.  www.fmp.at

facts Im Rahmen der Media Night fand ebenfalls die FMP-Generalversammlung inklusive der Neuwahl des Vorstands für das Vereinsjahr 2014 statt. Hierbei stellte sich der Vorstand von 2013 geschlossen erneut zur Wahl und wurde einstimmig wiedergewählt. Das FMP Forum Media Planung bietet seit mehr als 40 Jahren eine Plattform für den Austausch von Wissen, Ideen und Erfahrungen in den Bereichen Mediaplanung und Mediaforschung. Durch regelmäßige Vorträge können sich die Mitglieder beruflich weiterbilden und Kontakte knüpfen.

Ausbildung Tiroler Journalismusakademie feiert Premiere

Kampagne Debra Austria

Print Gusto Unterwegs

Innsbruck. Zwölf Teilnehmer absolvierten den ersten Lehrgang der Tiroler Journalismusakademie erfolgreich, der Vorsitzende der Akademie, Hermann Petz, sah einen „großen Erfolg“. Die Akademie besteht aus vielfältigen Modulen und Ausbildungsschritten und umfasst praktische Fächer, wie journalistische Darstellungsformen, journalistische Ausdrucksweise, aber auch theoretische Belange von Recht bis

Wien. Debra Austria – Hilfe für die Schmetterlingskinder setzt erstmalig auf eine Sonderwerbeform am Smartphone und erhofft sich dabei durch den Überraschungseffekt der Werbeform hohes UserInvolvement. Um neue Spenden zu lukrieren, hat die Agentur Mindshare die Idee initiiert, eine mobile Mystery Ad-Kampagne für das Smartphone zu entwickeln – um so eine höhere potenzielle Spenderreichweite für Debra Austria zu generieren. Gemeinsam mit YOC, Tunnel23 und Lowe GGK wurde als Kampagnenmotiv stellvertretend für die Empfindlichkeit der Haut eines „Schmetterlingskinds“ ein Luftballon umgesetzt, der nach Berührung durch den User am Screen effektvoll zerplatzt. Schmetterlingskinder leben mit der genetisch bedingten und noch unheilbaren Hauterkrankung Epidermolysis Bullosa (EB). Die Haut der Betroffenen ist so verletzlich wie die Flügel eines Schmetterlings. Das aufmerksamkeitsstarke Werbeformat soll das Thema der Zerbrechlichkeit für den User „fühlbar“ machen.  (red)

Wien. Neues Magazin der Verlagsgruppe News: Gusto Unterwegs zeigt als Kombi aus Koch-Zeitschrift, Reisemagazin und Heimatmagazin die schönsten Regionen Österreichs. „Die Redaktion setzt unter der Qualitätsmarke Gusto neue journalistische Akzente“, so VGN-CEO Axel Bogocz. Gusto Unterwegs ist in einer Druckauflage von 50.000 Stück ab sofort auf 148 Seiten für 4,9 € in den Trafiken erhältlich.  (red)

V.l.n.r.: Ronald Zecha (Lehrgangsleiter), Landeshauptmann Günther Platter, Hermann Petz (Vorsitzender Tiroler Journalismusakademie), Helmut Krieghofer (stv. Vorsitzender Tiroler Journalismusakademie) mit den Teilnehmern der Journalismusakademie.

Neuer VGN-Titel

© VGN

Das Wiener Kaffeehaus Experiment „Kaffeehäuser sind wie Taschen der Öffentlichkeit, in denen Raum und Zeit konsumiert werden, aber nur der Kaffee taucht auf der Rechnung auf.“ Unter der Regie des Wiener Architekten Gregor Eichinger luden das MAK und departure zu einem angewandten Forschungsprojekt mit dem Fokus auf wichtige urbane Knotenpunkte: die Wiener Kaffeehäuser. Das Forschungstagebuch vermittelt Einblicke und Impressionen der Kult-Treffs und hält zudem vielleicht für den Ein oder Anderen wertvolle Tipps für die nächste Suche nach dem richtigen Kaffee bereit. 19,90 €, Metroverlag, ISBN: 978-399300-107-0.

Ethik. Abgeschlossen wird dies mit der Anwendung der Kompetenzen in Online, Radio, TV und Print. Die Tiroler Journalismusakademie wird von einem Verein getragen, in dem die größten Medien des Landes vertreten sind: ORF Tirol, Tiroler Tageszeitung, Tiroler Krone, Tiroler Bezirksblätter und die Target Group (Magazine der Moser Holding). Die Ausbildung wird in Zusammenarbeit mit Wifi und BFI Tirol abgewickelt.  (red)

© Moser Holding/Thomas Böhm

© Metroverlag

12 Absolventen in erstem Lehrgang Mobil gemacht­

Die erste Ausgabe von Gusto Unterwegs widmet sich u.a. dem Pongau.


M e di e n

Freitag, 29. November 2013

SHORT

F&A Madvertising werkt für Duran Sandwiches

medianet – 9

Web-Launch Kurier will mit Fotostrecken, Videos und Parallax-Scrolleffekten im Internet Leser überzeugen

„Freizeit“-Magazin online

Alan Galekovic & Florian Matthies betreuen künftig Duran Sandwiches.

Wien. Die Wiener Werbeagentur F&A Madvertising übernimmt das Rebranding und Redesign des Traditionsunternehmens Duran Sandwiches. „Duran Sandwiches wird nach einem umfassenden Rebranding- und Redesignprozess sowohl offline als auch online fit für aktuelle und zukünftige Herausforderungen des Markts sein“, meint Florian Matthies neben Alan Galekovic, die beiden Inhaber der Agentur. Zum Aufgabenbereich der F&A Madvertising zählen: die strategische Markenberatung, das Packaging Design, das Designing der Drucksorten sowie eine Neuaufstellung im Digitalbereich inklusive aktualisierter Website und neuer digitaler Kommunikationsstrategie.

Wien. Vor dem bevorstehenden 25-Jahre-Jubiläum im Juni 2014 launcht der Kurier die Online-Version des Kurier-Magazins Freizeit. Das Lifestyle-Magazin unter der Leitung von Chefredakteur Michael Horowitz war bisher nur in gedruckter Form erhältlich. Das Design der Website bietet Fotostrecken, Videos, Parallax-Scrolleffekte und ist auch für mobile Endgeräte erhältlich. „Wir bieten unseren Lesern und Leserinnen die faszinierende Welt der Freizeit über viele Ausgaben hinweg, in einem noch nie dagewesenen, optisch wie technisch umwerfenden Konzept, das

wir täglich weiterentwickeln“, so Horowitz über das Produkt. „Das hochwertige Design und Layout entspricht ganz dem Image der Freizeit, am Tablet wird das Gefühl vermittelt, man surft in einem Hochglanzmagazin“, so Thomas Kralinger, Geschäftsführer des Kurier Medienhauses. Die Wochenausgabe des Magazins wird jeden Montag unter www.freizeit.at erhältlich sein. In der Einführungsphase ist das Magazin kostenlos verfügbar, jedoch wird der zukünftige Zugriff kostenpflichtig und somit zu einem Paid-Content-Produkt. www.freizeit.at

© freizeit.at

© F&A Madvertising/Joachim Haslinger

Kurier-Format auf Smartphone und Co. erhältlich.

Die Freizeit-Website will als Online-Hochglanzmagazin die Leser überzeugen.

Accedo holt sich den Anker-Etat Wien. Die PR-Schmiede Accedo Austria unterstützt künftig die Wiener Traditionsbäckerei Anker bei ihrer Kommunikationsarbeit. Im Fokus des Etats steht die strategische Kommunikationsberatung bei zukünftig wichtigen Themen. „Accedo freut sich riesig über den Anker-Etat. Es ist immer toll, über ein Traditionsunternehmen mit so langer Geschichte kommunizieren zu dürfen. Zusätzlich will Anker neue Produktlinien kommunizieren. In Summe werden also nicht nur unsere Ideen, sondern auch unsere Umsetzungskompetenz gefragt sein“, so AccedoGründer und Geschäftsführer Christoph Edelmann.

Das Wichtigste im Fokus.

PR Plus kann sich über drei neue Kunden freuen

© PR Plus

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Die PR Plus-Agenturchefin Charlotte Ludwig zieht neue Kunden an Land.

Wien. Die PR Plus-Agenturchefin Charlotte Ludwig konnte neben dem vier Sterne-Hotel „Grand Hotel Sava Superior“ in Rogaska Slantina in Slowenien und dem Reisesalon auch die Ferienregion Kaiserwinkel in Tirol für ihre Agentur PR Plus gewinnen. „Der Kaiserwinkel ist eine lebendige Ferienregion mit vielen Facetten. Ich freue mich darauf, sie mit meinem Team am österreichischen Markt präsentieren zu dürfen“, so die Agenturchefin, die heuer das 15jährige Jubiläum ihrer Firma feiert. Informationen zur Agentur PR Plus finden Sie unter: www.prplus.at

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m e di e n

10 – medianet

Freitag, 29. November 2013

Unterstützung Zwei herausragende Sozialprojekte werden mit 42.000 Euro Startkapital finanziell gefördert

short

Mit viel Engagement und guten Ideen gegen Armut

© Markus Hippmann

„PR-Bild des Jahres“ von Lebenshilfe Wien

Zwei preisgekrönte Ideen werden wieder im Rahmen der Initiative „Ideen gegen Armut“ gefördert. caroline wirth

Das österreichische Siegerbild der Lebenshilfe Wien.

Wien. Rund 1.700 Fotos aus Deutschland, Österreich und der Schweiz konkurrierten um die bereits zum achten Mal vergebenen „PR-Bild-Awards“. Der Österreich-Sieger kommt in diesem Jahr von der Lebenshilfe Wien: Fotograf Markus Hippmann konnte sich mit einem Foto zum Thema „Inklusion“ durchsetzen; Hippmann erreichte mit seinem Beitrag, der eine Umarmung zeigt, auch den zweiten Platz in der Kategorie „NGO“. Das Bild beeindrucke vor allem deshalb, weil „es Nähe und Normalität vermittelt“, erklärte APA-PictureDesk-Geschäftsführer und Jurymitglied Klemens Ganner. Der PR-Bild-Award ist eine gemeinsame Initiative von APAOTS, news aktuell Deutschland und news aktuell Schweiz.

Entwicklung fördern Zwei Projekte konnten am Ende das Rennen für sich entscheiden. Die Preise wurden dieses Jahr im Rahmen des Social Entrepeneurship Campus Day an der neuen Wirtschaftsuniversität vergeben. Das prämierte Projekt „Grow Together“ ist eine Einrichtung für Mütter mit Babys und Kleinkindern, die in einem psychosozial hochbelasteten Umfeld leben. Das Tageszentrum „Grow Together“ bietet sensible und nachhaltige Entwicklungsförderung für Mutter und Kind. Mütter werden gezielt geschult und beruflich (re)integriert. Projektleiterin Katharina Kruppa: „Das Preisgeld freut mich insofern ganz besonders, weil damit diesen jungen Frauen, diesen Familien, die in ihrem Leben so viel Leid erlebt haben, eine große Wertschätzung gezeigt wird.“ Die Jury von „Ideen gegen Armut“ setzte sich aus Experten des

Preis für Handelsforschung und -publizistik Wien. Bereits zum 17. Mal vergab die Sparte Handel der Wirtschaftskammer Wien gemeinsam mit dem Institut für Handel und Marketing der Wirtschaftsuniversität Wien den „Wiener Preis für Handelsforschung und -publizistik”. Die Auszeichnungen erhielten die Chefredakteurin der Wirtschaftsnachrichten Donauraum, Marie-Theres Ehrendorff, und Christian Idinger. Der Preis soll wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und fachpublizistische Arbeiten auszeichnen, die zu einem besseren Verständnis für Fragen des Handels zu führen.

Ausgezeichnete Ideen gegen Armut: Ines Schönauer, Michael Kruppa, Katharina Kruppa, Anna Nostitz, Christian Horak, Renate Schnee, Wolfgang Bergmann, C ­ hristine Scholten, Sonja Callahan, Michael Meyer und Philipp Bodzenta.

NPO-Kompetenzzentrums der WU Wien, von Contrast Management Consulting, bdv Austria, Der Standard und Coca-Cola zusammen.

Kulturelle Integration Mit „Nachbarinnen in Wien“ konnte sich das zweite Siegerprojekt durchsetzen. Es widmet sich der aufsuchenden Sozialarbeit für in Isolation geratene Familien mit Migrationshintergrund. Die „Nachbarinnen“ sind überwiegend sozial ausgebildete Assistentinnen mit einem Migrationshintergrund. Sie zeigen sozial schwachen Mitbürgern aus dem eigenen kulturellen Umfeld, wie sie bestehende Angebote für Bildung, Gesundheit

und Soziales nutzen können. Im Mittelpunkt steht die Förderung von Müttern und Kindern. Über die finanzielle Unterstützung ist Projektleiterin Christine Scholten besonders froh: „Das Budget des Vereins ermöglicht die Ausbildung und Anstellung unserer zwölf Nachbarinnen sowie die Lernhilfe für die Kinder der aufgesuchten Familien; alle andere Arbeit erfolgt ehrenamtlich.“

Nicht nur Startkapital Seit 2010 ist das Preisgeld für die Siegerprojekte an die Existenzjahre von Coca-Cola Österreich gekoppelt. Coca-Cola feiert heuer in Österreich den 84. Geburtstag,

84.000 € fließen daher jeweils zur Hälfte in die Siegerprojekte. Philipp Bodzenta, Unternehmenssprecher von Coca-Cola Österreich: „Wir sind stolz, dass sich Ideen gegen Armut zu einer Institution im Bereich der Förderung von Social Start-ups und Armutsprävention entwickelt hat. Wir stellen nicht nur Startkapital für Projekte zur Verfügung, die von Sozialunternehmern langfristig aufgebaut werden sollen, sondern sind mit dem gesamten Know-how eines Unternehmens wie Coca-Cola aktiv, wenn es um die Entwicklung der Businesspläne oder um die Umsetzung von Vermarktungsstrategien bis hin zur Unterstützung in rechtlichen Belangen geht.“

Out of the Box Mit dem neuen mobilen Präsentationsstand stehen auf hohem Niveau alle Möglichkeiten offen

Klein, praktisch und vor allem individuell

Neuer Mitarbeiter über Facebook-Plattform

© Identum

Wien. Klein, praktisch, individuell und einfach: mit Out of the Box soll ein kompletter Präsentationsstand flexibel und innerhalb von 60 Minuten aufzubauen sein. Peter Gruber, Out of the BoxGeschäftsführer, ist von den Vorteilen des neuen Systems überzeugt: „Das System ist einfach und schnell aufgebaut, ebenso schnell wieder verstaut und ermöglicht einen professionellen Auftritt im Firmendesign.“ Dabei stelle Out of the Box eine absolute Neuheit

im Messebau dar: Es sei erstmals gelungen, den professionellen Auftritt von großen Messeständen mit dem einfachen Handling eines kleinen zu kombinieren.

Klein, aber oho Der einklappbare Präsentationsstand hat es in sich, denn er umfasst neben einem Barelement mit Stehtischen und Barhockern, einem Marken-Kühlschrank und einer Kaffeemaschine auch hoch-

wertige Leuchten und einen Teppichboden. Eine Koje mit Ablagesystem sowie ein Flatscreen für Video-Präsentationen sollen das Gesamtpaket abrunden. Bedarf sei durchaus mehr als genug gegeben: „In Österreich finden jährlich mehr als 3.500 Veranstaltungen statt. Mit dem System von Out of the Box bieten wir für sämtliche Veranstaltungen die ideale Lösung für die individuelle Produktpräsentation“, schildert Gruber. Dazu können die einzel-

nen Elemente von Out of the Box passend für jedes Corporate Design gestaltet werden. Die ganzflächige, randlose Bedruckbarkeit der Wände, der Bar und des Anhängers ermöglicht individuelle Gestaltungsfreiheit. „Die hochwertigen Bespannungen mit einem Clippingsystem sind ganz einfach in nur fünf Minuten zu wechseln und somit sehr vielseitig auch für verschiedenste Produktpräsentationen einsetzbar“, erläutert Gruber.

© Out of the box/Lichtspieler (2); Out of the box

Georg Mühl konnte mit seiner kreativen Anzeige den Job ergattern.

Wien. Erfahrene Texter sollen mit erfolgreichen Agenturen auf Facebook vernetzt sein. Diese Annahme nutzte identum und schaltete auf der Social Media-Plattform für zwei Wochen eine Anzeige, die kreative Texter ansprechen und zur Bewerbung motivieren sollte. In der „Finde-dich-selbstFacebook-Anzeige“ musste ein eigener Anzeigen-Text samt Bild gestaltet und direkt als Bewerbung abgeschickt werden. 50 Personen entschlossen sich zur Bewerbung. Der Salzburger Georg Mühl konnte sich durchsetzen und unterstützt zukünftig das identum-Team.

© Michael Alschner

Wien. Zwei außergewöhnliche Projekte zur Armutsbekämpfung und -prävention in Österreich wurden auch in diesem Jahr wieder prämiert. Die engagierten Projekte „Grow Together“ und „Nachbarinnen in Wien“ werden mit je 42.000 € Startkapital ausgestattet. Der Sozial-Innovationspreis „Ideen gegen Armut“ ist seit Jahren die größte ihrer Art in Österreich. Die Initiative wurde bereits im Jahr 2007 von Coca-Cola Österreich gemeinsam mit dem NPOKompetenzzentrum der Wirtschaftsuniversität Wien und der Tageszeitung Der Standard ins Leben gerufen und fördert seitdem herausragende Projekte im Bereich der Armutsprävention.

Je nach Einsatzbereich und Platzangebot können die Elemente in den unterschiedlichsten Varianten aufgebaut werden; was nicht gebraucht wird, bleibt in der Box.


M e di e n

Freitag, 29. November 2013

medianet – 11

41st International Emmy Awards ORF/ZDF-Koproduktion holt einen der weltweit begehrtesten Fernsehpreise

short

Emmy für ORF/ZDF-Koop

Sky Sport News HD: seit zwei Jahren on air

Auszeichnung für „Das Wunder von Kärnten“ von Regisseur Andreas Prochaska bei Emmy-Awards. Wien/New York. Die ORF/ZDF-Koproduktion „Das Wunder von Kärnten“ unter der Regie von Andreas Prochaska räumte bei den 41st International Emmy Awards am Montagabend in New York einen der begehrten Fernsehpreise in der Kategorie „TV Movie/ Mini-Series“ ab. Der Film, der auf einer wahren Geschichte basiert, setzte sich gegen große internationale Konkurrenz durch.

Der International Emmy Award ist ein von der International Academy of Television Arts & Sciences verliehener Fernsehpreis im Rahmen der Emmy Awards. Mit dem International Emmy Award kürt die Organisation alljährlich die besten, außerhalb der USA produzierten und ausgestrahlten Fernsehsendungen. Die Academy ist eine Organisation globaler Sender mit Mitgliedern aus nahezu 70 Ländern und über 400 Unternehmen. 60% des Vorstandsgremiums stammen aus Ländern außerhalb der Vereinigten Staaten und repräsentieren die weltweit größten Produktions-, Distributions- und Rundfunkunternehmen.

„Das Wunder von Kärnten“ ist eine Produktion der Rowboat Film- und Fernsehproduktion in Koproduktion mit der Graf Filmproduktion, dem ORF und dem ZDF, gefördert vom Fernsehfonds Austria der RTR, dem Kulturreferat des Landes Kärnten und der Kärnten Werbung. Die Produktion wurde vom Fernsehfonds Austria im Jahr 2010 mit 330.000 € gefördert. Ausgezeichnet wurde „Das Wunder von Kärnten“ bereits im Jahr 2012: Die Produktion erhielt die „Romy“ in den Kategorien „Bester Produzent“ und „Bestes Buch TVFilm“ und holte beim Bayerischen Fernsehpreis den „Blauen Panther“ in der Kategorie „Beste Regie Fernsehfilm“. In dem Ärztedrama geht es um einen jungen Mediziner, der, auf sich allein gestellt, eine Notoperation an einem dreijährigen Mädchen

© Chris Melzer/dpa/picturedesk.com

RTR fördert Erfolg mit

ZDF-Intendant Thomas Bellut, Schauspieler Heino Ferch, ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner, ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler, Filmproduzent Sam Davis.

vornehmen muss, um das Kind zu retten. Die Hauptrollen spielen Ken Duken und Julia Koschitz. Der Film erreichte der Produktionsfirma Rowboat zufolge bei der Erstausstrahlung im Fernsehen im ZDF einen Marktanteil von 17,1%, beim ORF sogar von 33%. Hochzufrieden zeigte sich Fernsehdirektorin Kathrin Zechner vom koproduzierenden ORF zum Gewinn eines der international wichtigsten Fernsehpreises: „Der

Gewinn des Emmy Awards ist eine große internationale Anerkennung, ein unglaublicher Erfolg, aber auch ein unerwartetes Geschenk. Das ist ein unbezahlbarer Beweis für die Qualität österreichischer und koproduzierter Produktionen, den international hohen Standard und die langjährige künstlerische Partnerschaft mit der österreichischen Filmwirtschaft und unseren Kopartnern des ZDF.“ Zechner richtete ihren Dank so-

wie Gratulationswünsche an die Drehbuchautoren Christoph Silber und Thorsten Wettcke, an die Redaktionen von ORF und ZDF, federführend für den ORF, Sabine Weber und Heinrich Mis, sowie an den Regisseur Andreas Prochaska und den Produzenten Klaus Graf sowie Sam Davis.

Nominiert: Heino Ferch Ebenfalls nominiert für einen „International Emmy Award“ war Heino Ferch, der für seine Rolle in dem vom Fernsehfonds Austria geförderten Film „Spuren des Bösen – Racheengel“ in der Kategorie „Best performance by an actor“ ins Rennen ging. Regie führte ebenfalls Andreas Prochaska. (red)

© Sky/Hoffmann

int. emmy award

Seit zwei Jahren 24 Stunden Sport pro Tag auf Sky Sport News HD.

Wien. Vor zwei Jahren ging Sky Sport News HD am 1. Dezember 2011 als einziger 24-StundenSportnachrichtensender für Deutschland und Österreich auf Sendung. Seit Juni 2012 bietet der Sportsender des Pay TV-Anbieters Sky zudem ein „Österreich Update“ als tägliches Format mit Sportnachrichten aus Österreich – sechs Reporter berichten täglich live aus den heimischen Sportligen. „Wir sind täglich die Ersten, die österreichische Sportnachrichten auf Sendung bringen und können bei Breaking News sofort reagieren“, so Dieter Jaros, Leitung Programm & Produktion Sky Österreich. „Sky Sport News HD deckt den gesamten österreichischen Sport ab – nicht zuletzt, um den tollen Leistungen der heimischen Sportler Rechnung zu tragen.“ Mit über 500 Nennungen in österreichischen Medien in diesem Jahr habe sich Sky Sport News HD in Österreich als „eine der führenden Sportinformationsquellen etabliert“. (red)

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15.02.13 08:56

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m e d i e n & a ge n tu r e n

Freitag, 29. November 2013

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„Diva Wohnen“ lädt zum Dinner und Talk ein

medianet – 13

Jubiläum Community-Medien gegen Politikverdrossenheit und Medienkonzentration

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Okto wird acht

Kobza Media-Gruppe bietet Online-Consulting Wien. Mit „Digital Reputation Management“ bieten Kobza Integra PR & Integra Performance ein neues Service für die Kontrolle und Schärfung der digitalen Reputation an. „Digital Reputation Management verbindet die Expertise aus zwei Welten: die strategische Kommunikationskompetenz unserer PRAgentur sowie das Online- und Social-Media-Know-how von Integra Performance“, so Beatrix Skias, GF der Kobza Integra PR. Neben diesem „Basispaket“ können Kunden die Betreuung um zusätzliche Leistungen erweitern: PR- und Content Management-Maßnahmen sowie die Produktion multimedialer Inhalte für On- und Offline-Kanäle schärfen die digitale Identität. Das Leistungspaket „OnlineMonitoring“ umfasst die kontinuierliche Überwachung der Online-Präsenz des Kunden, Präventiv-Schutzmaßnahmen sowie regelmäßiges Controlling und Reporting der durchgeführten DRM-Maßnahmen.

© Diva Wohnen/Stephanie Starz

Nichtkommerzieller Fernsehsender feiert und stellt seine neuen Formate vor. Marc Weidinger

TV-Interessierte fördern Das Konzept des Senders: Das nötige Fachwissen, Filmequipment und Programmplätze werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Das TV-Programm soll mit Konventionen brechen. Okto-Geschäftsführer Christian Jungwirth nennt seinen TV-Sender den „wahren öffentlich-rechtlichen Rundfunk“. „Schließlich wird bei uns von den Bürgern selbst Fernsehen gemacht“, so Jungwirth. „Community-Medien sind der Inbegriff für Meinungsvielfalt und zivilgesellschaftliche Partizipation. Insbesondere in Zeiten steigender Medienkonzentration und wachsender Politikverdrossenheit sind diese Leistungen von immenser Bedeutung und sollten auch entsprechend wertgeschätzt werden“, meint der Okto-Geschäfts-

Der TV-Sender Okto unterstützt Menschen, selbst Fernsehen zu machen.

führer. Nicht nur der achte Geburtstag des Community-Senders wird gefeiert, auch die Umstellung des Sendeformates auf 16:9 wird zelebriert.

Neue Formate Ein weiteres Okto-Highlight ist die Sendereihe „Unter Kontrolle – Medien im Donauraum“, die am 30.11.2013, 14.12.2013 und 8.02.2014 jeweils samstags um 20 Uhr live ausgestrahlt wird. Diese Reihe ist in Eigenproduktion entstanden und wurde von der Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) finanziell unterstützt. Worum geht es? „In halbstündigen Dokus sowie

anschließenden, hochkarätig besetzten Studiodiskussionen wirft ‚Unter Kontrolle‘ einen kritischen Blick auf die Situation von Medien etwa in Ungarn und Bosnien“, so Programmintendantin Barbara Eppensteiner. Weiter auf der Agenda steht das Projekt „Okto Stars“: Das Format stellt die Menschen vor, die für die Fernsehproduktion des Community-Senders verantwortlich sind. In Kurzportraits erzählen die Macher von Sendungen wie beispielsweise Afrika TV, O-Ton oder Mulatschag über ihre Person, über ihr Verhältnis zu Okto TV und über ihre Beweggründe, ehrenamtlich bei Okto zu arbeiten.  www.okto.at

© Christina Anzenberger-Fink

Wien. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Diva Wohnen Dinner & Talk“ wurde die neuste Ausgabe des Magazins in den Wiener Tuchlauben vorgestellt. Gäste des Dinners waren: Karl Hans Polzhofer (Neue Wiener Werkstätte), Peter Gauss (Rado), PR-Expertin Brigitte Gauss, Nathalie Le Reun (Jaeger-LeCoultre), Ingrid Haslauer (Bocom), Daniela und Romy Hubegger (Hubegger Textile Accessoires), Georg Schmertzing, Eva-Maria SchmertzingThonet, Michael Niederer und Benjamin Götz (alle von Viktor Steinwender). Diva Wohnen war bei der Marni-Chefdesignerin Consuelo Castiglioni zu Gast. Außerdem ist in der neuesten Ausgabe über die Icones-Kollektion von Louis Vuitton zu lesen und warum die Kollektionn des Modelables der Architekturlegende Charlotte Perriand gewidmet ist. (red)

© Okto

Andrea Busta (Diva Wohnen-Anzeigenleiterin), Peter Gauss, Brigitte Gauss, Yasmin El Mohandes (Diva Wohnen-Chefredakteurin).

Wien. Der Community-Sender Okto hat vor acht Jahren, am 28. November 2005, seine erste Sendung ausgestrahlt. Heute kann das nichtkommerzielle CommunityMedium auf über 330 ausgestrahlte Sendereihen zurückblicken, denn seit jeher legt Okto hohen Wert auf Partizipation; das Hauptaugenmerk werde darauf gelegt, Menschen zu ermutigen und zu ermächtigen, selbst Programme zu erstellen, so die Macher.

Beatrix Skias (GF Kobza Integra PR) und Alexander Mühr (GF Integra Performance).


Bi z-ta l k C LA S SI C

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Freitag, 29. November 2013

Gut zu wissen: Von Bösmüller stammt der X-MAS CUBE: Ein würfelförmiger Adventkalender. Individuell bedruckbar und lebensmittelkonform. Druckerei Bösmüller. Kompetenz, die überzeugt.

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wirtschaft & medien & talk marketing on ice

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

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1. Peter Bosek, Richard Grasl, Peter Hanke; 2.Gabi Stanek, Kristin Hanusch-Linser; 3. Manfred Ainedter, Doris Felber, Karl Mahrer.

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Im „Wirtschaftsgespräch“ zu Gast: Richard Grasl

Der Marketing Club Österreich lud zum Clubabend

MCÖ am Eis Kein Glatteis Der Marketing Club Österreich lud am Montagabend zum vorweihnachtlichen Jahresausklang in die modernen Hallen der UPC Vienna Capitals. Den Auftakt übernahmen UPC Vienna CapitalPräsident Hans Schmid sowie General Manager Franz Kalla. Nach Insiderstories von Schmid und Kalla und einem Kräftetanken am Buffet wurden die Mitglieder und Gäste des MCÖ geradewegs aufs Glatteis geführt. Beim Eisstockschießen durfte unter professioneller Anleitung nicht nur sportliches Können, sondern auch Teamgeist unter Beweis gestellt werden. Zugegen waren gut 100 Gäste, u.a Konrad Fux (Verbund), Georg Grassl (Henkel), Silvia Kosbow (Deichmann), Christine Langschwert (Sky Österreich), Heidi Rothwangl-Buchmayer (Rewe), Peter Schilling (Agentur Schilling), Alexandra Vetrovsky-Brychta (Herold), Michael Winkler (Svoboda Büromöbel), Gabriele Zelloth (Megaboard) sowie Paul Leitenmüller (medianet).

Walter ­Trpisovsky (Head of CEE Corporate Product & Process Development Bank Austria Unicredit).

Gastkommentar PR – eine unverzichtbare Säule demokratischer Öffentlichkeit

Professionalität der Kontrolle PR-Politik Der PR-Ethik-Rat existiert und arbeitet nun seit fünf Jahren. Aufgrund seiner wohlüberlegten Konstruktion ist er ein kleines, arbeitsfähiges Organ mit elf ehrenhalber tätigen Mitgliedern. Und genau ob dieser Konstellation nun an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gekommen. Was hierzulande die Schwesterinstitutionen ‚Presserat‘ und ‚Werberat‘ und alle vergleichbaren Einrichtungen in anderen Ländern lehren, bedarf auch der freiwilligen Selbstkontrolle einer Branche, die sich verbindlich ethischen Prinzipien verpflichten will, eines Mindestmaßes an Professionalität und institutioneller Absicherung. Das aber kostet mehr, als die drei den PREthik-Rat derzeit tragenden Berufsverbände PRVA, Vikom und PRQA billigerweise aufbringen können. Sie haben in ihrem begrenzten Rahmen den Aufwand und die Unkosten der ersten fünf Jahre garantiert. Der jetzt notwendige Schritt in eine Geschäftsführung, die nicht mehr ehrenhalber geleistet werden kann, bedarf der Unterstützung durch die öffentliche Hand. Die Public Relations sind zusammen mit der Werbung und dem Journalismus eine der drei unverzichtbaren Säulen demokratischer Öffentlichkeit. Diese befindet sich heute wieder einmal in einer Phase dramatischen Wandels. Die seit Jahren anhaltende, viele besprochene ‚Medienkrise‘ verlangt erst recht nach dem Beitrag der PR zur Qualität öffentlicher Kommunikation. Deshalb muss die Finanzierung ihrer Selbstkontrolle zur Pflicht einer demokratischen Kommunikationspolitik werden. Wolfgang R. Langenbucher, Vorsitzender des PR-Ethik-Rats Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Forum Wien News Auf Einladung von Wien Holding-CEO Peter Hanke und Erste Bank-Vorstand Peter Bosek war diesmal das Forum Wien – Wirtschaftsgespräche am Motto am Fluss mit dem Thema „Die Zukunft des TV“ befasst. Das Motto des Abends war Second Screen und die gelungene Reform des ORF. Und so meinte auch der Gast des Abends, Richard Grasl: „Es ist uns gelungen, eine schwarze Null zu schreiben und auch die wichtigen neuen Sender ORFIII und ORF Sport plus weiter in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Mit Second Screen haben wir ein besonderes Angebot für zusätzliche spannende Information für unsere Zuseher.“ Unter den zahlreichen Gästen: News-Herausgeber Peter Pelinka, Hink Pasteten-Eigentümer Hans Peter Spak, Doris Felber (GF Felber Brot), WSE-GF Monika Freiberger, Erste Bank-Kommunikationsleiterin Karin Berger, Personalberaterin Manuela Lindlbauer, die Unternehmer & Investoren Werner Neuwirth-Riedl und Christian Heute Abend findet das ÖJCWimmer, Oracle-ML Johan­ Adventfest mit der Verleihung nes Dobretsberger, ÖMGdes „New Media Journalism Vizepräsidentin Gabriele StaAward 2013“ statt. nek, Unternehmerin Bettina 19 Uhr, Mozarthaus Vienna, Breiteneder und der Initiator Domgasse 5 1., 1010 Wien des Forum Wien, Ralph Vallon (GF live relations). (fej)

Karriere

tipp des tages

präsentiert von

Florian Skala, TV Markiza Übertritt Ende 2013 verlässt Skala die IP und geht als Sales Director zum größten slowakischen TVSender TV Markiza. Vor allem die Möglichkeit, dort viel Neues bewegen habe ihn gereizt, so Skala gegenüber medianet.

Ein Universum aus Nichts Lawrence M. Krauss, Professor für Astrophysik an der Arizona State University, erzählt die Entstehungsgeschichte des Universums aus atheistischer Sicht. Er bezieht sich auf Fakten und „schont dabei niemanden – weder Philosophen, noch Theologen, noch mich selbst“, so der Autor. Der Experte für Teilchenphysik und Kosmologie bezieht sich auf die Frage „Warum ist Etwas und nicht Nichts“? 19,99 €, Czernin Verlag, ISBN: 978-381350-4682.

© IP/Photo Simonis

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1. Franz Kalla (General Manager UPC Vienna Capitals), Georg Wiedenhofer (Präsident Marketing Club Österreich), Hans Schmid (Präsident UPC Vienna Capitals), Niko Pabst (Geschäftsführer Marketing Club Österreich); 2. Hannes Glavanovits (Spar), Alexandra Vetrovsky-Brychta (Herold), Manfred Schmid (Spar); 3. Harald E. Meyer (Geschäftsführer Beste Österreichische Gastlichkeit-BÖG), Martina Kapral (Inhaberin Humor AG), Andreas Schmölzer (Inhaber Pilotfilm); 4.Gerhard Vater (Berater) und Peter Schilling (Inhaber Schilling Werbeagentur).

© PR-Ethik-Rat/Patzak

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© Knaus

© medianet/Szene1/Matthias Buchwald

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Laut einer Studie der SES ist winterliches Wetter gut fürs Weihnachtsgeschäft Seite 18

Impulskäufe

Auch Online-Shopper sind spontan und impulsiv bei ihren Einkäufen  Seite 18

© J. Hammerschmid

© SES

Winter bringts

© Panthermedia.net

inside your business. today. 

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© Beam Austria

retail medianet

Xmas-party

Ein Partyshot namens Sourz, Trumer Bier aus dem Holzfass, Weihnachtspunsch von Jim Beam und Karibik-Rum vom Mount Gay. Seite 19

edler tropfen

Alexander Adlgasser ist Sommelier des Jahres 2013 Seite 20

Was das Ländle kann, und warum es klappt

© Toni Rappersberger

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© Beiersdorf/Rafaela Pröll

SCS Unibail Rodamco, Eigentümer der SCS in Vösendorf, hat 150 Mio. € investiert, um das größte EKZ Mitteleuropas attraktiver zu machen. Centermanager Anton Cech rechnet für 2014 mit einer Steigerung der Besucherfrequenz um zehn Prozent. 2012 hatte SCS 23,2 Mio. Besucher und setzte 760 Mio. € um.  Seite17

© Dietmar Mathis

Kosmetik Die Österreicher gaben 2013 insgesamt 1,5 Mrd. € für Kosmetik- und Körperpflegeprodukte aus. Dabei wird laut Irene Szimak (Bild) von der Branchenplattform Kosmetik transparent mehr auf Qualität als auf Quantität geachtet. Die Konsumenten kauften weniger, dafür aber teurere Produkte. Seite 18

Starke Wirtschaft Gebhard Sagmeister, Obmann Sparte Handel Vorarlberg, im Gespräch mit medianet retail: Warum die Vorarlberger beim Einkaufen die Nase weit vorn haben und was die Schweiz damit zu tun hat.  Seite 16 LEH Betrugsfälle in der Lebensmittelbranche nehmen zu

Klosterneuburg. Die angeschlagene Baumarktkette bauMax strukturiert die Führungsebene neu: Nach 30 Jahren operativer Tätigkeit wird sich bauMax-Chef Martin Essl mit April 2014 in den Aufsichtsrat zurückziehen. Handelsexperte Michael Hürter, seit Juli 2012 im Unternehmen, wird neuer Vorstandsvorsitzender. (APA)

© Panthermedia.net/Sebastian Duda

© medianet/Szene1/Philipp Hutter

Kampf gegen Lebensmittelbetrug

Zu den betrugsgefährdeten Produkten gehören v.a. Bio-Produkte und Olivenöl.

Brüssel. Der Anstieg der Betrugsfälle in der europäischen Lebensmittelbranche ist Besorgnis erregend: Häufig werden Pferdefleisch statt Rindfleisch, Streusalz statt Speisesalz und Eier aus Käfighaltung statt Bio-Eier verkauft. Nun sagt das Europaparlament dem Lebensmittelbetrug den Kampf an und spricht sich für eine bessere Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten mit Europol aus. Betrugsgefährdete Produkte sind: Olivenöl, Fisch, Bio-Produkte, Getreide, Honig, Kaffee und Tee. Als Grund für den Betrug wird u.a. der hohe Gewinn bei geringem Entdeckungsrisiko genannt.  (dp)

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Freitag, 29. November 2013

© Dietmar Mathis

16 – medianet retail

Geb h ard Sagmeist er

Vorbildlich Der Handel im Ländle blüht und konnte als einziges Bundesland in diesem Jahr ein Plus verzeichnen

Lebensmittel und andere „Ländle-Geheimnisse“ Gebhard Sagmeister, Obmann der Sparte Handel Vorarlberg, über das kaufkräftige Vorarlberg. caroline wirth

Bregenz. „Wir haben in Vorarlberg eine vorbildliche Struktur im Lebensmittelbereich“, ist Gebhard Sagmeister, Obmann der Sparte Handel Vorarlberg, stolz auf das Ländle. Mit 200 Vollsortimentern kann sich das westlichste Bundesland durchaus sehen lassen. „Spar hat generell 95 Standorte, aber davon sind 52 selbstständige SparKaufleute. Dem stehen 13 Geschäfte der Rewe-Gruppe wie Billa und Merkur-Standorte und 22 Sutterlüty gegenüber. Adeg und Nah&Frisch

haben zusammen 60 Standorte. Neben den Vollsortimentern gibt es 30 Discounter. Deren Anzahl stieg zwar bis 2008/2009 stetig weiter, sei aber seither stagniert.

Kaum weiße Flecken „In Summe machen die Lebensmittelflächen knapp 0,3 Quadratmeter pro Einwohner aus. Das ist eine sehr gesunde Verteilung und auch im österreichischen Vergleich sehr positiv“, schildert Sagmeister. Somit liege keine übermäßige Flächenkonzentration vor.

Beachtlich sei die gute Nahversorgung in kleineren Gemeinden: „Wir haben nur in neun von 96 Gemeinden noch keinen Lebensmittelversorger.“ Gerade bei den kleineren Orten fördere das Land Lebensmittelbetriebe. Nur so könne gewährleistet werden, dass es in über 90% der Gemeinden einen Nahversorger gibt. Erfreulich sei auch der wachsenden Trend zu Fachgeschäften: „Es entstehen oft Synergien zwischen hervorragenden Fachgeschäften wie Metzgereien und der Ansiedlung von größeren Super-

Einkaufsparadies Schon vor dem guten Kurs kamen sie gern ins Ländle

Schweizer bevorzugen den „Ländle“-Charme Bregenz. Sie haben zwar Berge, Kühe, Schokolade und herrlichen Käse. Aber der Schweizer Zustrom ist in Vorarlberg weiterhin ungebrochen. Dieser ist „aber nicht nur auf den eklatanten Preisvorteil unserer Nachbarn zurückzuführen; die Schweizer genießen auch die Kunst- und Kulturszene in Vorarlberg“, resümiert Gebhard Sagmeister. Zwar wird seitens der Schweiz versucht, die Kaufkraftabwanderung durch erhebliche Preissenkungen einzudämmen. Die Schweizer kommen aber dennoch weiterhin nach Vorarlberg; hier spiele eventuell auch der Service-Gedanke und die räumliche Nähe eine bedeutende Rolle. Vermutlich wird der Trend anhalten. Im Jahr 2013 kann Vorarlberg im Einzelhandel eine Steigerung von 2,9 Prozent verbuchen und liegt damit an der Spitze in Österreich. Sonst gibt es beinahe in allen Bundesländern Verluste. Dies sei sowohl auf die hohe Kaufkraft der Vorarlberger, als auch der Schweizer zurückzuführen. Profitieren könne die Vorarlberger Wirtschaft auch vom Kur- und Kongresstourismus – darauf reagiere die Schweiz immer mehr. Gerade in der Hotellerie gäbe es starke Budgetaufstockungen und Nachlässe bei der Mehrwertsteuer. Mit günstigen Angeboten will man die Schweizer im Winter im Land halten. Vorarlberg versuche den Anstrengungen entgegenzuwirken. Wie es sich entwickelt, werde sich im kommenden Winter weisen.

märkten.“ Diese Entwicklung sei vermutlich dem erhöhten Qualitätsanspruch geschuldet, der vor allem bei Wurst- und Fleischwaren bestehe. Hier schaue der Kunde sehr auf Regionalität, erklärt Sagmeister diese Entwicklung. Neben dem „Regionalkaiser“ Sutterlüty sowie Spar mischen aber mittlerweile auch die Discounter mit regionalen Produkten mit.

Wochenmarkt versus EKZ „Neben dem regionalen Angebot in den Lebensmittelgeschäften besteht eine florierende Wochenmarkt-Szene“, sagt Sagmeister. Zweimal die Woche finden diese in den Städten und größeren Gemeinden statt; dazu kommen noch zahlreiche Bauernmärkte, die den Lebensmittelhandel beleben. Neben dem eher traditionellen Angebot können aber auch die Einkaufszentren auf gute Zahlen blicken. Allen voran der Messepark in Dornbirn. „Der Messepark funktioniert aufgrund seines Branchenmixes sehr gut. Zusätzlich profitiert er von der günstigen Verkehrslage. Er ist nicht nur ‚mitten’ in Vorarlberg, sondern auch in Grenznähe; 20 Prozent der Kunden kommen aus der benachbarten Schweiz.“ So habe das Einkaufszentrum in Dornbirn ein Alleinstellungsmerkmal durch das Einzugsgebiet und wenig bis gar keine Konkurrenz in Vorarlberg.

Gute Flächennutzung wichtig Für den Obmann der Sparte Handel in Vorarlberg steht eine gute Flächenwidmungsentwicklung an erster Stelle. Nur eine gute Struktur von Klein- zu Großflächen und funktionierende Innenstädte können zu einem „gesunden“ Handel beitragen. Mithilfe eines Masterplans sollen im kommenden Jahr die Potenziale für Handelsflächen erkannt werden. Damit soll eine „Steuerungsmöglichkeit“ gegeben sein, um die Balance im Vorarlberger Wirtschaftsraum aufrechtzuerhalten.

„Eine erstaunlich gute Entwicklung haben auch einige Ortszentren, wie Götzis, die von den Konsumenten besonders positiv aufgenommen werden“, erklärt Sagmeister.

Optimistische Wirtschaft Wichtig sei dabei nur, dass man besonders gut darauf achte, dass die Struktur erhalten bleibe. Gemeinsam mit der Landesregierung sei die Wirtschaftskammer darum bemüht, dass die zukünftige Flächenverteilung für den Handel auch in Zukunft verträglich ist. Anfang nächsten Jahres präsentieren sie gemeinsam einen Masterplan, wo es im Land noch Potenzial für neue Handelsflächen gibt. Dazu komme noch ein Kriterien-Set, wie Flächenwidmungen zu beurteilen sind, wenn sie ans Land herangetragen werden. Besonders wichtig sei dabei, dass die Fußläufigkeit zum nächsten Nahversorger nur 400 Meter betragen soll, um den Autoverkehr einzudämmen. Grundsätzlich blickt die Vorarlberger Wirtschaft positiv in die Zukunft. Im Baustoffhandel, bei Holz- und Holzprodukten sowie im Eisen- und Stahlhandel erwarten im Schnitt 50% gleichbleibende Umsätze bzw. Deckungsbeiträge. Dies hängt vor allem mit dem anhaltend starken Wohnbau zusammen. Qualität stehe auch hier beim Kunden an erster Stelle.


Freitag, 29. November 2013

r e ta i l & pr odu c e rs

medianet retail – 17

SCS Refurbishment 150 Mio. € hat Unibail Rodamco, Eigentümer der SCS Vösendorf, investiert, um das größte EKZ Mitteleuropas attraktiver zu machen

Neuer Glanz, neue Mietpreise Wien/Paris. Nach zwei Jahren laufender Rundumerneuerung ist der Immobilienkonzern Unibail Rodamco nun mit seinem größten Einkaufszentrum Mitteleuropas, der Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf, erst mal zufrieden – zumindest für die nächsten sieben Jahre. Gestern, Donnerstag, erfolgte die offizielle Eröffnung, am 11. Dezember öffnen dann noch der Textildiskonter Primark und Lebensmittler Billa die Pforten. Statt ursprünglich geplanter 100 Mio. € für die Investitionen kosteten letztlich Marmorböden, futuristische Bäume (Garden City), Tageslichtkuppeln, Ruhezonen und der in modernen Einkaufszentren fast schon obligatorische, fünf Meter hohe Wasserfall 150 Mio. €. Die Erwartungen an die Mall sind auch für den neuen Unibail Rodamco CEE-Chef Arnaud Burlin hochgesteckt – als Vergleich dient das zweite Unibail Rodam-

Die Nachfrage von internationalen Labels, die in der SCS den Eintritt in den österreichischen Markt suchen, sei groß. Sobald neue Flächen frei werden, wie etwa durch eine Pleite wie jene von Niedermeyer, würden sie für große Marken reserviert, erzählt Cech.

Duell zwischen SCS und SES De facto gibt es zwischen Spar European Shopping Centers und Unibail Rodamco ein Match darum, wer die meisten Neueinsteiger nach Österreich holt. Zuletzt hatte SES die Nase vorn – bei Hollister und insbesonders bei Primark,

der als erstes im Innsbrucker Sillpark eröffnete. Die SCS zog aber nach – und hat jetzt in Sachen Attraktivität kräftig aufgemöbelt. Was allerdings auch dazu geführt hat, dass sich Mieter bezüglich der höheren Mieten beschwert haben. „Wir mussten die Shopfläche annähernd halbieren, denn die Pachtpreise wurden verdoppelt“, beklagte sich der Expansionsleiter von Libro/Pagro, Helmut Wohlmuther, laut aktuellem trend. „Wir werden sehen, wie sich das weiterentwickelt. Wenn sich die Mieten bei uns verdoppeln, müssten wir ausziehen“, deponiert desgleichen Robert Hartlauer. (nov/APA)

© Toni Rappersberger

192.500 Quadratmeter Fläche, 23,2 Mio. Besucher und 10% Umsatzplus.

Auch nach außen hin eine sowohl imposante als auch elegante Erscheinung: SCS.

„Wir glauben, dass wir mit neuen Mietern wie Primark den Wegfall des 8. Dezember als Einkaufstag kompensieren können.“ anton cech

co-Einkaufszentrum in Österreich, das Donauzentrum; dort steigerten sich die Umsätze nach dem Ausbau zweistellig. „Für 2014 rechnen wir eigentlich schon mit einer Steigerung der Besucherfrequenz um zehn Prozent“, führt auch Centermanager Anton Cech aus. 2012 zählte die SCS 23,2 Mio. Besucher und stand für 760 Mio. € Umsatz. Neben dem irischen Diskonter Primark eröffnet auch das USLabel Michael Kors im Dezember seinen SCS-Store. Die neuen Brands sollen laut Cech dazu beitragen, „dass wir im Weihnachtsgeschäft auch den 8. Dezember kompensieren“. In Sachen Primark rechnet der Centermanager mit 10.000 Besuchern allein in diesem einen Laden. Weiters eröffnete diese Woche ein Shop des Snowboard- und Surfartikelanbieters Blue Tomato. Somit sind internationale Labels wie Superdry, Hollister, Aldo, Pull&Bear oder Camicissima in der SCS vertreten. Für 2014 verspricht Cech eine Vielzahl neuer Marken – Einschränkung: „Einen AppleStore kann ich aber ausschließen.“

Denkanstöße, die wirken: € 84.000,Startkapital für die beiden Siegerideen! Coca-Cola Österreich, Der Standard und das NPO-Kompetenzzentrum der WU Wien ermunterten auch 2013 wieder, IDEEN GEGEN ARMUT zu entwickeln. Nun wurden die beiden Siegerprojekte mit je € 42.000,- honoriert: Grow Together – Tageszentrum gibt Familien aus einem psychosozial stark belasteten Umfeld durch eine hochfrequente Betreuung die Chance, eine liebevolle, entwicklungsfördernde Beziehung zu gestalten. Nachbarinnen in Wien wird von ausgebildeten sozialen Assistentinnen getragen, die isolierten migrantischen Familien Wege weisen, wie sie Angebote für Bildung, Gesundheit und Soziales nutzen können.

© SCS

www.ideen-gegen-armut.at

Hausherr Anton Cech ist stolz auf das neue Erscheinungsbild der SCS.


R e ta i l & Pr odu c e r s

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Freitag, 29. November 2013

Kosmetikindustrie In diesem Jahr investierten die Österreicher satte 1,5 Mrd. € in Kosmetik- und Pflegeprodukte

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Qualität statt Quantität?

Schoko-Nikolos fallen im Qualitätscheck durch Wien. Greenpeace, Südwind, der VKI und PRO-GE prüften 23 hierzulande erhältliche Schokoladen-Nikolos. Die Produkte wurden auf ökologische Kriterien, Tierschutz und soziale Aspekte geprüft. Das Ergebnis: Nur drei Nikolos haben den Test bestanden. Bei den anderen waren die ,,sozialen Aspekte“ alarmierend, denn es konnte u.a. nicht evaluiert werden, ob bei der Kakaoproduktion faire Löhne bezahlt und auf Kinderarbeit verzichtet wurde. (APA)

Im Vergleich zum Vorjahr kauften die Konsumenten zwar weniger, dafür aber teurere Produkte. 90 Mio. € an Bodylotions und 40 Mio. € an Gesichtsreinigungsprodukte. Auf Platz zwei landen Düfte, Aftershaves und Deos mit 237 Mio. €. Während 210 Mio. € für Seifen, Badezusätze und Duschgels ausgegeben wurden, investierten wir 160 Mio. € in Zahnpflege, die Hälfte davon allein in Zahnpasten.

Nataša Nikolić

Wien. Dass die Österreicher in diesem Jahr 1,5 Mrd. € in Kosmetik- und Körperpflegeprodukte investiert haben, hat die Kosmetikindustrie nicht allein den Damen zu verdanken. Denn auch die Männer geben immer mehr für Aftershaves, Parfüms und Männerpflege aus. Der Kosmetikmarkt legte 2013 im Vergleich zum Vorjahr, bei rückläufigem Mengenvolumen, um 2,5% zu. ,,Dies lässt darauf schließen, dass die Konsumenten mehr und mehr zu teuren Produkten greifen“, so Irene Szimak, Sprecherin der Branchenplattform Kosmetik transparent und Geschäftsführerin von Beiersdorf. Für Hautpflege wird am tiefsten ins Portemonnaie gegriffen. Diese ließen sich die Österreicher 2013 300 Mio. € kosten. Davon gingen 115 Mio. € an Gesichtscremes,

Bis Jahresende werden die Österreicher etwa 200 Mio. € für Make-up, Lippenstifte, Mascaras, Lidschatten & Co. ausgegeben haben. Auf Haarpflege und Styling wird ebenfalls besonders viel Wert gelegt. So überrascht es nicht, dass dafür insgesamt 186 Mio. € reingesteckt wurden. Das stärkste Segment im Haarsektor sind aber die Haartönungen und Haarfärbemittel, die dieses Jahr 124 Mio. € umgesetzt haben.

© Beiersdorf/Rafaela Pröll

© Emma Jane Hogbin/Wikimedia/CC Lizenz

H&M verzichtet vorerst auf Angora-Wolle

200 Mio. € Make-up-Ausgaben

Irene Szimak, CEO von Beiersdorf: ,,Konsumenten kaufen mehr teuere Produkte“.

H&M schließt sich der Konkurrenz an und verzichtet auf Angora-Wolle.

Aus Max Bahr verschwindet

Eröffnung 500.000 Lichtpunkte und 150.000 Kristalle weisen den Weg durch die Innenstadt

Stockholm. Videos von in China gerupften Kaninchen sorgten kürzlich für große Empörung. Die Aufregung ging auch am Modekonzern H&M nicht spurlos vorbei. Dieser will nämlich vorerst auf Kleidung mit Angora-Wolle verzichten, bis überprüft wurde, ob sich die Hersteller an die ,,Standards“ halten. ,,Wir stoppen die Produktion“, hieß es daher vonseiten der Geschäftsführung des Unternehmens. (nn)

Keine Rettung für Max Bahr

Wels ist bereit für Weihnachten Wien. In Wels dreht sich alles um Weihnachten: Vor wenigen Tagen eröffnete die Welser Weihnachtswelt 2013. Seither leuchten eine halbe Million Lichtpunkte und 150.000 Kristalle den Weg durch die Innenstadt und begleiten die Besucher beim Einkaufen.

Hamburg. Die Baumarktkette Max Bahr verschwindet vom Markt. Die Hoffnung der 3.600 Mitarbeiter auf eine Rettung blieb vergebens. Eine bereits weitgehend ausgehandelte Übernahme durch die Handelskette Globus kommt nämlich ebenfalls nicht zustande. „Leider ist es nicht zu einer Einigung mit dem Unternehmen gekommen“, so ein Sprecher des Insolvenzverwalters des Immobilienbesitzers Moor Park. Es bleibt also bei einem Ausverkauf der Märkte. Allerdings gebe es Verhandlungen mit deutschen Baumarkt-Unternehmen, welche Interesse an mehreren Märkten zeigen. Wie viele Arbeitsplätze erhalten bleiben könnten, steht derzeit noch nicht fest. (dp)

Metro eröffnet 750. Großmarkt weltweit

Auch heuer lädt die iCover-Piste im Pollheimerpark zum Spaß haben ein. Das Stille Nacht-Museum im Ledererturm ist eine Neuheit: Den Besuchern wird eine Ausstellung auf den Spuren der bekanntesten deutschsprachigen Weihnachtslieder geboten. Daneben gibt es eine Krippenausstellung in der Burg Wels.  (dp)

Düsseldorf. Der deutsche Handelsriese Metro hat seinen 750. Großmarkt eröffnet. Der neue Standort befindet sich in der chinesischen Millionenstadt Chongqing und ist damit der 72. Metro-Großmarkt in China. Nach Deutschland und Frankreich ist China damit bereits der drittgrößte Markt für die Großhandelssparte Metro Cash & Carry. (nn)

Die iCover-Piste im Pollheimerpark lädt wieder zum Rodeln und Spaß haben ein.

Weihnachtsumsätze Winterwetter steigert die Kauflust

Studie Für Online-Kunden zählen Design und Navigation

Salzburg. Pünktlich zum Adventsbeginn fallen die Temperaturen und es soll Schnee geben. Laut einer Statistik von SES Spar European Shopping Centers ist das eine gute Grundlage für das Weihnachtsgeschäft im Handel. Denn mit jedem weiteren Temperaturfall steige die weihnachtliche Stimmung. Das Wetter im Dezember ist für den GeschäftsführungsVorsitzenden von SES, Marcus Wild, aber nur ein Erfolgsfaktor

Wien. Attraktives Shop-Design kann Online-Shopper zum Spontankauf anregen. Das zeigt eine von der Webster University Vienna publizierte Studie, in der das Kaufverhalten von über 500 Online-Shoppern analysiert wurde. Mit dieser Studie wurde erstmals die Anwendbarkeit eines verhaltenspsychologischen Modells für das impulsive Kaufverhalten von Online-Shoppern bestätigt.

SES hofft auf Weihnachtswachstum Spontane, impulsive Online-Käufe

© SES

Günter Steinbauer, Renate Brauner, Irene Ströck & Gaby Sonnbichler.

Für Marcus Wild ist winterliches Wetter aber nur ein Erfolgsfaktor von vielen.

von vielen. Daneben gebe es weitere grundlegende Kriterien wie Standortqualität, Branchentrends und Produktinnovationen, perfekte Kommunikation und freundliches Verkaufspersonal. Wild rechnet dieses Jahr mit einem neuerlichen Wachstum beim Weihnachtsgeschäft.

Das Geschäft läuft Profitieren würden aber besonders jene Standorte, die auch unter dem Jahr populär und somit gut besucht sind. Neue Produkte anzubieten, ist für den Handel essenziell. Elektrohändler erwarten einen Ansturm auf Smartphones. Der Buchhandel will mit neuen e-Reader-Modellen punkten und im Schmucksegment liegt der Schwerpunkt auf Rosé/RotgoldKreationen. Die wirtschaftliche Konjunktur spiele hingegen eine untergeordnete Rolle. „Es hat sich gezeigt, dass auch in Zeiten der Wirtschaftskrise kein Einbruch im Weihnachtsgeschäft zu verzeichnen ist“, betont Marcus Wild. „Wenn es um schöne Geschenke geht, spielt der Preis eine geringere Rolle.“ (dp)

– stehen dem Onlinehandel nicht zur Verfügung. Jedoch beeinflussen Design und die Navigation von Online-Shops die positiven Gefühle der Konsumenten. Grafik, Struktur oder Farbe sind also einfache Mittel, um impulsives Kaufverhalten zu fördern. Für Online-Shop-Betreiber ist die Studie deshalb interessant, weil sie zum ersten Mal den konkreten, spontan ausgegebenen Geldbetrag untersucht.  (dp)

Design und Navigation Der Informationsgehalt und Produktbeschreibungen eines WebShops haben hingegen nur wenig Einfluss auf Impulskäufe. „Studienergebnisse zeigen eindeutig, dass das Web-Store-Design sowie die Navigation einen signifikanten Einfluss auf die Freude am Einkaufen des Kunden haben. Das heißt, nur so kann auch die Bereitschaft zu impulsiven Online-Einkäufen geschaffen und geweckt werden“, erklärt Professor Maria Madlberger von der Webster University Vienna. Konventionelle Mittel aus dem Einzelhandel – Musik, Sofas, eine moderne Geschäftsarchitektur

© Panthermedia.net/Georgii Dolgykh

© Ströck/Franz Helmreich

Ströck-Weihnachtsbim fährt für die Krebshilfe

Wien. Die Ströck-Weihnachtsbim fährt heuer bereits zum neunten Mal in Kooperation mit den Wiener Linien und zugunsten der Krebshilfe. Ab morgen und bis 22. Dezember verbreitet die OltimerBim Weihnachtsstimmung für einen guten Zweck. Besucher können sich samstags und sonntags zwischen 13 und 18 Uhr auf eine Fahrt rund um die Ringstraße freuen. Der Ticketerlös kommt der Initiative ,,Mama/Papa hat Krebs“ der Österreichischen Krebshilfe Wien zugute. (nn)

© Wels Marketing Touristik GmbH

Welser Weihnachtswelt

Nicht nur im Einzelhandel, sondern auch online wird impulsiv eingekauft.


pr odu c t n e ws

Freitag, 29. November 2013

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Fest der Sinne mit Rum, Bier, Partyshot und Whisky-Punsch Product News Ein Partyshot namens Sourz, Trumer Bier aus dem Holzfass, Weihnachtspunsch von Jim Beam und Karibik-Rum vom Mount Gay. Die Nacht wird süß und sauer – jedenfalls, wenn einer den neuen Partyshot namens Sourze griffbereit hat. Knallige Farben und der einzigartige süß-saure Geschmack haben bereits die Partyszene in Großbritannien aufgemischt; nun gibt es den Quell der guten Laune auch in Österreich, rechtzeitig zum Start der Apres-Ski-Saison.

Mit dem Trumer „holzfassgereift“ präsentiert die Privatbrauerei ein Bockbier, ausgebaut in Holzfässern, mit 8,5% Alkohol und 16,9 Grad Stammwürze. Braumeister Axel Kiesbye verschneidet die Biere zu Genusserlebnissen: frisch am Gaumen, komplex und tanninreich, mit Zucker-Säure-Spiel, feiner Moussage und erwärmendem Abgang.

Kategorie Launch Produkt Sourz Apple-Shot/Blackcurrant/ Redburry Packung 0,75 l Vertrieb Beam Austria GmbH Distribution Gastronomie, Fachhandel Info www.beamaustria.at

© Beam Austria (4); Trumer

Schon 1795 wurde der erste Jim Beam Bourbon destilliert, der von sieben Generationen bis heute nach dem gleichen Originalrezept hergestellt wird. Als winterlicher Punsch war das Familienrezept schon seit jeher ein Winterfavorit der Beam-Familie. Passend zur kalten Jahreszeit, teilt die Beam-Familie den Winterklassiker jetzt erstmals mit allen Freunden weltweit.

20 Jahre Vielfalt.

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Launch Jim Beam Hot Punch 0,75 l Beam Austria GmbH Spar, C&C-Märkte www.beamaustria.at

Launch Trumer Holzfassgereift 0,75 l Trumer Wein & Co, Getränkefachhandel www.trumer.at

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Wien. Einen Schluck der ExtraGüte hat Top Spirit ins Sortiment genommen: Der Mount Gay Rum wird seit 1703 in der ältesten Rumdestillerie der Welt auf Barbados hergestellt. Basis für die Herstellung von Mount Gay ist der aus dem Zuckerrohr der Insel gewonnene Zucker. Entscheidenden Einfluss auf Qualität, Geschmack, Aroma und Farbe hat die Reifung des Rums in Fässern aus weißer Kentucky-Eiche, in denen zuvor Bourbon gelagert wurde.  (red)

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Mount Gay Rum

© Top Spirit

Kärntner Ring 5-7 und 9-13, 1010 Wien www.ringstrassen-galerien.at Mount Gay steht für das karibische Flair von Sommer, Sand, Strand und Sonne. Anz-Premium 216x288.indd 1

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20 – medianet retail

Freitag, 29. November 2013

25 Jahre Agrana

© Karl Schöndorfer

genuss guide

© medianet/APA-Fotoservice/Preiss (5)

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Johann Marihart (Vorstandsvorsitzender Agrana), Natalie Lottersberger (GF „Malteser Care Ring Kinderhilfe“), Sissi Pröll (Präs. „Hilfe im eigenen Land Katastrophenhilfe Österreich“), Roland Geyer (Intendant Theater an der Wien).

70.000 Euro gingen an heimische soziale Initiativen 2

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1. Andrea Knura, GD Karl Stoss, BM Niki Berlakovich, Margarete Reichsthaler, Franz Klammer, Willy Lehmann; 2. Friedrich Stickler, Andreas Nentwich; 3. Michael Tschürtz; 4. Herbert Czech, Martina Zowack, Herbert Emberger.

Genuss-Gipfel mit Präsentation des neuen Genuss Guide

Mehr als nur Brot

Gastgeber des Abends: GD Karl Stoss.

Geschmackvoll Im Studio 44 wurde der Genuss Guide 2014 vorgestellt – die bereits 10. Ausgabe des Führers durch die Genusswelt im österreichischen Lebensmittelhandel listet auf, wo Schmankerln und Besonderheiten zu finden sind, die es nicht überall gibt. Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist Brot- & Gebäck. Über die zahlreichen Gäste, an vorderster Stelle BM Niki Berlakovich, freuten sich insbesondere Gastgeber GD Karl Stoss (Casinos Austria) und Margarete Reichsthaler (Obfrau des Hauptsponsors Genuss Region Österreich). Viele Prominente aus Politik, Wirtschaft, Sport, Society ließen sich dieses Genuss-Festival nicht entgehen. Unter ihnen: Friedrich Stickler (GD Lotterien), Franz Klammer (Genussbotschafter Kärnten), Gerhard Gucher (GF Vamed Vitality World), Andreas Nentwich (GF Markant Österreich), Nhut La Hong (La Hong Design), Ciro de Luca (Kabarettist), Herbert Czech und Herbert Emberger (GF Waldquelle), Peter Buoz (Dir. Schick Hotels), Harald Meyer (GF BÖG) (Unternehmer) und die besten Bäcker, u.a. Christian Ruetz, Josef Weghaupt (Joseph Brot), Emma und Oliver Gradwohl.  (red)

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die finstere brille

Mr. Spock kauft nicht bei Amazon Christian Novacek

© Marvis

© Jürgen Hammerschmid

Zuckersüß Die Agrana Beteiligungs-AG feiert heuer ihr 25-jähriges Bestehen – diese wurde im Rahmen eines Benefizkonzerts in Kooperation mit dem Theater an der Wien abgeschlossen. Musikalisch stand der Konzertabend im Zeichen von Starpianist Rudolf Buchbinder, der Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven zum Besten gab. Den Kartenerlös verdoppelte Agrana und spendete gemeinsam mit dem Theater an der Wien einen Gesamtbetrag von 70.000 € an die beiden Organisationen „Malteser Care Ring Kinderhilfe“ und „Hilfe im eigenen Land – Katastrophenhilfe Österreich“. Natalie Lottersberger, Geschäftsführerin der „Malteser Care Ring Kinderhilfe“, und Sissi Pröll, Präsidentin von „Hilfe im eigenen Land – Katastrophenhilfe Österreich“ nahmen hierzu die Spendenschecks von Johann Marihart, Vorstandsvorsitzender der Agrana Beteiligungs-AG, sowie Theater an der Wien-Intendant Roland Geyer entgegen. „Wir bekenDer Handelsverband lädt ein nen uns zu unserer unternehzum Thema: „Ethnomarketing: merischen Verantwortung für Erfolg, Vielfalt, Handel“. gesellschaftliche Anliegen und 4. Dezember, 18 Uhr, sind bereits seit vielen Jahren 1080 Wien, Alser Straße 45 Partner verschiedener karitawww.handelsverband.at tiver Projekte“, so der AgranaChef.  (red)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Alexander Adlgasser (45) ist Sommelier des Jahres 2013. Adlgasser, der im „Tian“ werkt, wurde die Liebe zum Wein quasi bereits in die Wiege gelegt. Schon der Großvater hatte ein Gasthaus, der Vater war ebenfalls Spitzensommelier. Die Karriere führte den gebürtigen Salzburger in die weite Welt: Er arbeitete als Sommelier und Restaurantmanager unter anderem in der „Aubergine“ von Eckart Witzigmann in München, im „Jean Georges“ und „Danube“ in New York, in Restaurants in Italien und zuletzt in Wien im Palais Coburg und in der „Sky Bar“. Sein aktueller Arbeitsplatz ist das vegatarische Restaurant Tian.

Zwischen Musikund Spendenfreude

Wer das Besondere will Marvis, ein italienisches Unternehmen, hat das Konzept der Zahnpasta revolutioniert und zwar mit sieben Geschmacksrichtungen, denen man schon beim ersten Probieren erliegt: Eine alltägliche Handlung wird zu einem Moment des puren Genusses. Diese Entwicklung basiert auf einer traditionellen Verarbeitungsmethode, die eine dichte, kompakte Textur, den maximalen Schutz, ein unverwechselbares, frisches Gefühl und einen außergewöhnlichen Whitening-Effekt garantiert. Erhältlich in den Geschmacksrichtungen Amarelli Licorice (Lakritze), Aquatic Mint (Wasserminze), Cinnamon Mint (Zimt-Minze), Classic Strong Mint (starke Minze), Ginger Mint (Minze-Ingwer), Jasmin Mint (Minze-Jasmin) und Whitening Mint (aufhellende Minze). UVP: 7 x 75 ml: 69,99 €, 7 x 25 ml: 39,99 €. Bestellbar u.a. über www.marvis.lu; Offizielle Seite:  www.marvismint.com

A

mazon Logistik-Chef Dave Clark bringt auf den Punkt, warum es bei der Streikgeschichte aus Amazon-Sicht keinen Kompromiss mit der Gewerkschaft gibt: „Warum sollten wir uns von jemandem zur Zusammenarbeit erpressen lassen, der damit droht, das Weihnachtsfest für Kinder zu ruinieren?“ sagt der Herr und möglicherweise ästimiert er mit seinem Ausspruch, er wäre in etwa auf der Weisheitsebene von Mr. Spock, als dieser kundtat: „Das Wohl vieler ist wichtiger als das Wohl weniger oder eines Einzelnen.“ Aber weit gefehlt, zwar ist es leichthin immer ein Feger, wenn man mit den Kindern kommt; beispielsweise war ich mal auf einer Veranstaltung, wo der niederösterreichische Landeshauptmann gleichfalls bedeutungsschwer in die Runde flüsterte: „Es geht um das Wohl unserer Kinder ...“ Aber: Was rechtfertigt das? Weil es um die Kinder geht, darf ich meine Arbeitnehmer schikanieren? So gesehen kann ich jedem negativen Grundton einen positiven Überton verleihen. Vielleicht zahl ich nur deshalb so schlechte Gehälter, damit ich mehr Leute einstellen kann und somit tu ich was gegen die Arbeitslosigkeit? Ich sag euch was: Ich bin morgens immer müde, aber abends werd ich wach. c.novacek@medianet.at

Di e z a h l m it d e m a ha -e f f e kt zum Weitererzählen

Ruhestörung Der Schnarchweltrekord liegt bei unglaublichen 93 Dezibel – lauter als ein Presslufthammer.


medianet

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Freitag, 29. November 2013 – 21

Jurist Klaus Firlei sieht in Gesundheitsreform nur Ziel der Kostenreduktion Seite 23

Online-Kassen

Hauptverband und SVA der gewerblichen Wirtschaft suchen Versichertenkontakt Seite 24

© privat

Interview

© www.facebook.com

© Foto Christian

healtheconomy Frauenpower Privatspitäler mit neuer Chefin

OECD: Medizinsystem ist teuer und aufgebläht

© C. Sauermann

short

Kritik Die OECD hat die Gesundheitssysteme international verglichen. Die Bilanz für Österreich ist nicht rosig: Die Spitäler sind zu voll und zu teuer, es gibt zu viele Ärzte. Das Problem: Die Österreicher fühlen sich nicht gesünder als anderswo.  Seite 22

inhalt

Healthcare > Kommentar: Hersteller von Medizinprodukten wichtig 22 > Erstmals Kollektivvertrag für Kur- und Rehabetriebe  23

vertraut auf

Pharmareport und Lifescience > Novartis kündigt massive Aktienrückkäufe an  25 > Roche punktet mit neuem Brustkrebsmedikament  25 > Milliardenstrafe in den USA für Johnson & Johnson  25 Medizintechnik und eHealth > Sicherheitsstandards von GS1 retten Leben  24 > MedAustron bereitet sich auf Testbetrieb vor  24

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E-Health Diagnosia, ein Österreichisches Software-Unternehmen, gab den Start seiner neuesten Applikation aus dem Bereich „clinical decision support“ bekannt. Dabei handelt es sich um ein Wechselwirkungstool, das medizinischem Personal helfen soll, richtige Entscheidungen beim Verschreiben zu treffen. Seite 24

© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd.

© Foto Wilke

Gesundheitszentrum Das Wiener Ärztezentrum Mediclass bietet für eine monatliche Mitgliedsgebühr 50 Fachärzte und Therapeuten aufsuchen. Mit der Rückvergütung durch die sozialen Krankenkassen soll das Privatmedizin zum Nulltarif ermöglichen. Nun wird auch mit den Privatversicherungen Uniqa und Wr. Städtische zusammengearbeitet. Seite 22

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22 – healtheconomy

Freitag, 29. November 2013

Studie OECD-Untersuchung zeigt Österreich bei Spitälern und Ärzten im Spitzenfeld; Gesundheit ist aber mittelmäßig

Kommentar

Medizinprodukte unter Druck

Teure Spitäler machen uns auch nicht gesünder BIP-Anteil der Gesundheitsausgaben und Arzneimittelausgaben sind zuletzt leicht gesunken.

A

ustromed, die Interes­ sens­vertretung der heimischen Medizin­ produkte-Unternehmen, prä­ sentierte in diesen Tagen eine neue Studie zur „wirtschaft­ lichen Bedeutung der Medi­ zinprodukte-Unternehmen in Österreich“. Die Ergebnisse unterstreichen einmal mehr die Relevanz der Branche als Standort- und Arbeitsmarkt­ faktor: Knapp 500 heimische Medizinprodukte-Unterneh­ men beschäftigen rund 23.000 Mitarbeiter und erwirtschaften 6,8 Mrd. Euro Umsatz pro Jahr. Weitere 44.000 Arbeitsplätze in Österreichs Volkswirtschaft hängen an der Leistungskraft dieser Unternehmen. 94,5% der befragten Medi­ zinprodukte-Unternehmen sehen das Gesundheitssystem als wesentlichen Einflussfaktor auf ihre Wettbewerbsfähigkeit – dicht gefolgt vom Refundie­ rungssystem der Krankenkas­ sen bzw. des Hauptverbands (88,9%), der Gesetzgebung für das Gesundheitswesen (83,3%) sowie der Vergabepraxis bei öf­ fentlichen Aufträgen (81,5%). Zahlen, die den Regierungs­ verhandlern zu denken geben sollten, wenn sie über Re­ formen im Gesundheitswesen nachdenken. Nicht weil diese Unternehmen wichtige Arbeit­ geber sind – das wird von Re­ formen kaum tangiert –, son­ dern auch, weil sie Steuer- und die Beschäftigen Beitragszahler sind. Das Gesundheitswesen ist nicht nur Kostenfaktor...

GRAFIK DER WOCHE KRANKENKASSEN IM PLUS Einzelne Kassen Saldo (Nov. 2013) 147,2

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Quelle: APA/Hauptverband; Grafik: Raimund Appl

Wien. Österreich gibt im internationalen Vergleich überdurchschnittlich viel für das Gesundheitswesen aus und hat viele Ärzte und Spitalsbetten. Das ist für Beobachter nicht überraschend, wurde nun aber in der OECD-Statistik „Gesundheit auf einen Blick“ erneut bestätigt. Auch bei den Spitalsaufenthalten liegt Österreich gar an der Spitze. Mit 273 pro 1.000 Einwohner liegt Österreich hier mit großen Abstand vor dem zweitplatzierten Deutschland – und anders als andere Länder rechnet Österreich hier die Entlassung von gesunden Neugeborenen nicht ein. In der Einschätzung der eigenen Gesundheit indes bewegen wir uns im Durchschnitt. Anders formuliert: Die Österreicher gehen mehr als alle anderen ins Spital, sie sind aber auch nicht gesünder, als die Menschen in anderen Ländern. 69,4% der Erwachsenen gaben laut der Studie an, sich guter Gesundheit zu erfreuen. Das trifft den OECD-Schnitt von 69% ziemlich genau. Für dieses Ergebnis werden insgesamt 3.360,69 € pro Kopf und Jahr für die Gesundheit ausgegeben, rechnet die OECD vor. Das ist deutlich mehr als der OECDDurchschnitt von rund 2.470 €. Mit einem Anteil von 10,8% ist der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP im Jahr 2011 im Vergleich zu 2010 (11%) leicht gesunken, im langfristigen Vergleich indes etwas gestiegen (2005: 10,4%, 2006: 10,2%). Der OECD-Schnitt beträgt 9,3%. Abgenommen haben in Österreich die Ausgaben für Medikamente: von über 13% (Anteil der Gesamt-Gesundheitsausgaben) auf 11,7% im Jahr 2011. Eingerechnet sind dabei aber nicht die Gratislieferungen der Industrie in

Spitäler sind in vielen Bundesländern Baustellen. Die Zahl der Aufenthalte ist hoch, die Defizite sind es in der Folge auch.

Form von Naturalrabatten an die Krankenhäuser. Das Privatbudget der Österreicher wird durch Gesundheitsausgaben mit 2,8% der gesamten Haushaltsausgaben, belastet. 39% der Ausgaben gehen für Arztbesuche u.Ä. drauf, 18% für Zahnbehandlungen, 27% für Medikamente. Österreich hat aber nicht nur viele Krankenhäuser, sondern auch überdurchschnittlich viele Ärzte, nämlich 4,8 pro 1.000 Einwohner (OECD-Schnitt: 3,2). Nur in Russland und in Griechenland sind es mehr – wobei in der griechischen Statistik auch Gesundheitsmanager, Forscher u.Ä. berücksichtigt sind. Auch Sorgen über einen künftigen Ärztemangel sind zu-

mindest anhand der OECD-Zahlen nicht berechtigt: Bei der Zahl der Medizinstudium-Absolventen liegt Österreich mit 19,9 pro 100.000 Einwohner überdeutlich an der Spitze (Rang zwei: Dänemark mit 16,8). Die OECD weist allerdings darauf hin, dass die Ärztedichte regional sehr unterschiedlich und wie in anderen Staaten vor allem in der Hauptstadt hoch ist.

Ländern geht das Geld aus Die hohen Spitalszahlen haben auch ökonomische Folgen: Die Länder, die neben einem Fixbetrag vor allem die Abgänge ihrer Spitäler zahlen müssen, pfeifen zum Teil aus dem letzten Loch: In Salzburg muss die neue Geschäftsführung

etwa massiv sparen. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Finanzlücke fast auf das Dreifache vergrößert. Für heuer wird die Lücke auf 104 Mio. € geschätzt, 5 Mio. € mehr als 2012. Das Land Steiermark wiederum schichtet einen Teil seiner Schulden um: Zur Refinanzierung der ersten von zwei Anleihen der Krankenanstalten Immobilien Gesellschaft (KIG) im Gesamtumfang von 1,2 Mrd. € wird das Land 2014 neue Darlehen aufnehmen. Die beiden im kommenden Jahr und 2017 zu bedienenden Anleihen (700 und 500 Mio. €) wurden im Wahlkampfjahr 2010 begeben, um Investitionen und Betriebsabgänge der Krankenanstalten Gesellschaft KAGes zu finanzieren.

Gesundheitszentrum Ärzte- und Therapeutenzentrum gewinnt Uniqa und Wiener Städtische als Partner

Mediclass kooperiert mit Privatkassen Wien. Seit zwei Jahren gibt es in Wien mit Mediclass einen bis dahin nicht gekannten Privatärzteservice: Für eine monatliche Mitgliedsgebühr können Patienten rund 50 Fachärzte und Therapeuten aufsuchen. Mit der Rückvergütung durch die sozialen Krankenkassen soll das Privatmedizin zum Nulltarif ermöglichen. Jetzt wird direkt mit großen Privatversicherungen zusammengearbeitet. „Privatversicherte sparen sich den Papierkrieg – Kunden mit einer privaten Zusatzversicherung der Uniqa und Wiener Städtischen können ab sofort bei Mediclass direkt abrechnen“, heißt es in einer Aussendung. Der ehemalige Pharma-Manager Christoph Sauermann hatte im Jahr 2011 das mittlerweile größte Ärztezentrum Österreichs gegründet. Das Prinzip: An dem Zentrum arbeiten Privatärzte verschiedenster Fachgebiete. Patienten werden Mitglied und bezahlen eine monatliche Gebühr (26,90 €). Dafür erhalten sie einen umfassenden Gesundheits-Check und können die Privatärzte konsultieren. Diese verrechnen vergünsti-

gte Wahlarzthonorare, die von den Krankenkassen bis zu 100% refundiert werden. Damit ergibt sich im besten Fall ein Nullsummenspiel – mit Privatmedizin. Sauermann: „Kunden, die bei einem der beiden Versicherungspartner versichert sind, müssen bei ihren Rechnungen keine langen Wege mehr beschreiten, sondern können direkt mit uns abrechnen – und wir kümmern uns um den

Rest.“ Ist es bisher bei Privat- und Wahlärzten so, dass man die Rechnung vor Ort begleicht und dann den Beleg bei der gesetzlichen Krankenkasse wie auch privaten Krankenzusatzversicherung einreichen muss, um die Kosten erstattet zu bekommen, geht das bei dem Serviceunternehmen jetzt in einem Schritt. Der Geschäftsführer: „Wir sind das erste ambulante Gesundheitszentrum in Österreich, das ei-

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Martin Rümmele

© APA/Georg Hochmuth

Ina Karin Schriebl

Mediclass-Gründer Christoph Sauermann: „Privatmedizin zum Kassentarif“.

ne Direktverrechnung mit den beiden größten privaten Krankenversicherungen in Österreich anbietet.“ Die Rechnung, nur in Höhe des Kassentarifs, wird vor Ort bezahlt. Mediclass reicht für den Kunden bei der gesetzlichen Krankenkasse um Rückerstattung ein und rechnet mit den beiden Versicherungspartnern direkt den Privatanteil ab; damit hat der Kunde eine ca. 80% geringere Zahlungsvorleistung und keinen administrativen Aufwand mehr mit den Einreichungen. Uniqa-Vorstand Peter Eichler: „Der Gesundheitsclub ist eine spannende Neugründung im Medizinbereich und für unsere Kunden sehr interessant. Eine schnelle Terminvergabe und Pünktlichkeit werden in der Medizin nämlich immer wichtiger.“ Ähnlich wird auch Judit Havasi, GeneraldirektorStellvertreterin der Wiener Städtischen, zitiert: „Das Konzept mit 50 Ärzten und Therapeuten unter einem Dach ist sehr gut. Damit unsere Kunden medizinische Leistungen aus einer Hand ohne Umstände nutzen können, haben wir die Kooperation abgeschlossen.“ (rüm)


H E A LTH : C A R E

Freitag, 29. November 2013

healtheconomy – 23

Interview Salzburger Jurist ortet in Gesundheitsreform ausschließlich die „Verfolgung finanzpolitisch motivierter Kostenreduktionen“

„Ärzte als Ökonomiemaschine“ Medizin- und Sozialrechtsexperte Klaus Firlei kritisiert Schattenseiten der Gesundheitsreform. healtheconomy: Wie schätzen Sie die Gesundheitsreform ein? Klaus Firlei: Öffentlich preist die Politik unser Gesundheitssystem als eines der besten der Welt. Doch die Verantwortung für die Begrenzung der Leistungen wird an die Ärzte delegiert. Die Politik zwingt Ärzte in die Rolle der Exekutoren ihrer Sparpolitik. Sie verlagert die ‚Drecksarbeit‘ nach unten, während sie selbst schön dastehen will. healtheconomy: Was steckt für Sie tatsächlich hinter den Reformen? Firlei: Die Reformen der vergangenen Jahre, in besonderer Weise die gerade in Umsetzung befindliche, dienen in Wahrheit ausschließlich der Verfolgung finanzpolitisch motivierter Kostenreduktionen.

Firlei: Bis zum Jahr 2020 sollen 11 Mrd. Euro gegenüber dem prognostizierten Verlauf der Gesundheitsausgaben eingespart werden. Das ist ein halbes Jahresbudget unseres gesamten Gesundheitssystems – und das bei einer stark alternden Gesellschaft und bei einem nach wie vor rasanten medizinischen Fortschritt. Da stellt sich schon die Frage: Wie will man gleichzeitig Leistungen verbessern? healtheconomy: Was stört Sie besonders an der Umsetzung? Firlei: Elemente dieser Strategie sind etwa bestimmte Arten der Gestaltung der Gesamtverträge (Leis-

tungsbegrenzungen, degressive Tarife), Pauschalhonorierungen der ärztlichen Leistungen anstelle von Einzelleistungshonorierung, eine Ausweitung der bewilligungspflichtigen Behandlungen oder Heilmittelverschreibungen, die Vorgabe von restriktiven Leitlinien, deren Einhaltung mit Sanktionen verbunden wird, eine umfassende Ökonomisierung der ärztlichen Tätigkeit durch Anreize und Sanktionen im Bezug auf die Einhaltung von Kostendämpfungszielen, eine Herausnahme von Leistungen aus der Sachleistungsversorgung und der Übergang zu Kostenerstattungen. Das ist eine

Vorstufe zur Teilprivatisierung der Krankenversicherung. healtheconomy: Was bedeutet das für Ärzte? Firlei: Der Arzt wird zu einer Ökonomiemaschine umfunktioniert, die vorgegebenen Sparziele sollen ihm aufgezwungen werden. Der Patient ist aber im wahrsten Sinne des Wortes existenziell auf einen Arzt angewiesen, der ihm bedingungslos zur Seite steht, auch bei der Vertretung seiner Ansprüche auf eine optimale Behandlung nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft, die von der Krankenversicherung zu finanzieren sind.

© foto_christian@mac.com

Christian Resei

Firlei ist Professor für Arbeits-, Wirtschafts- und Europarecht in Salzburg.

healtheconomy: Aber sparen ist derzeit eines der obersten Gebote?

Unternehmen Gehälter

Kuren: neuer KV Wien. Nach mehrjährigen, teils schwierigen Verhandlungen wurde nun der erste bundesweite Kollektivvertrag für private Kuranstalten und Rehabilitationsbetriebe abgeschlossen. Am Dienstag kamen die Vertreter der Verhandlungspartner vom Fachverband der Gesundheitsbetriebe in der WKO und den Gewerkschaften vida und GPA-djp zur Unterzeichnung des Kollektivvertrags im Haus der Wirtschaft in Wien zusammen. WKO-Fachverbandsobmann Julian Hadschieff begrüßt die Einigung: „Dieser KV schafft einheitliche Lohn- und Gehaltsniveaus und damit gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle privaten Kur- und Rehabilitationsbetriebe in Österreich. Die Branche bietet qualifizierte Arbeitsplätze und setzt wichtige wirtschaftliche Impulse in ländlichen Regionen. Durch die richtigen medizinischen Therapien im Zuge einer Rehabilitation oder medizinischen Kur kann die Arbeitsfähigkeit erhalten und der Wiedereintritt in die Erwerbsfähigkeit erreicht werden.“ Willibald Steinkellner, Vize-Vorsitzender der vida: „Die Beschäftigten in den privaten Kur- und Rehabetrieben leisten für Gesellschaft und Volkswirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmern, was vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung besondere Bedeutung erlangt; mit dem KV ist endlich ein weißer Fleck getilgt.“  (ik)

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Unterzeichneten einen neuen KV: Hadschieff (re.) und Steinkellner (li.). maedchen_medianet_216x288_DU130415_ABF.indd 1

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24 – healtheconomy

Freitag, 29. November 2013

E-Health Softwareunternehmen Diagnosia bringt Wechselwirkungstool für Ärzte, das helfen soll, den Überblick zu bewahren

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Arzneimittel-Infos für Ärzte

Sanova erhöht die ­Gewinnprognose

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Wien. Diagnosia, ein in Österreich ansässiges eHealth- und SoftwareUnternehmen, gab den Start seiner neuesten Applikation aus dem Bereich „clinical decision support“ bekannt. Dabei handelt es sich um ein innovatives und evidenzbasiertes Wechselwirkungstool, das medizinischen Fachkreisen, insbesondere Ärzten, dabei helfen soll, im klinischen Alltag die richtigen Entscheidungen beim Verschreiben von Medikamenten zu treffen.

Sanova-Geschäftsführer Lukas Braunschweiler sieht rosige Zukunft.

Basel. Die Hörgeräte des Weltmarktführers Sonova finden bei den Kunden offenbar mehr Resonanz als erwartet. Der Schweizer Konzern erhöhte die Prognose für das Geschäftsjahr 2013/14. Nun erwartet Sonova ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 8 bis 10% und einen Anstieg des Betriebsgewinns (EBITA) von 11 bis 14%. Die bisherige Prognose sah ein Umsatzplus von 6 bis 8% und 9 bis 13% mehr Betriebsgewinn vor. Im ersten Halbjahr steigerte Sonova den Gewinn um 10,1% auf 164 Mio. CHF (132,8 Mio. €). Mit einem Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 10,4% auf 948 Mio. CHF gewann das Unternehmen weitere Marktanteile.

12.000 Interaktionspaare „Stellen Sie sich vor, Sie sind Arzt und sollen beim Verschreiben von Medikamenten jederzeit und überall mehr als 12.000 potenzielle Interaktionspaare im Kopf haben. Ihr Wissen soll ständig am aktuellsten Stand sein, und in kritischen Fällen sollen Sie innerhalb kürzester Zeit gefährliche Interaktionen vollständig, studienbelegt

Studie: Standardisierung spart Milliarden

München. Somatom Force, der neue Computertomograf (CT) von Siemens, wurde an der Universitätsmedizin Mannheim weltweit erstmals öffentlich vorgestellt. Am Institut für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin hat sich die dritte Generation der Dual-Source-Computertomografie (CT-Scanner mit je zwei Strahlungsröhren und Detektoren) in den ersten Wochen der klinischen Anwendung bei verringerter Dosis als deutlich schneller und präziser in der Diagnostik erwiesen. Der High-End-CT bietet sich besonders bei sensiblen Patientengruppen an.

der Unterzeichnung eines Zusatzes zu der Vereinbarung ihre Absichtserklärung zur Zusammenarbeit mit dem Ziel der Verringerung von Fehlern im medizinischen Bereich und zur Steigerung der Effektivität der Versorgungskette im Gesundheitswesen. GS1, eine neutrale, nicht gewinnorientierte, globale Organisation mit Sitz in Brüssel, entwickelt und wartet das weltweit meist genutzte Standardsystem für die Versorgungskette. HL7, eine nicht auf Gewinn ausgerichtete Organisation aus Michigan, entwickelt Interoperabilitätsstandards für Informatikanwendungen im Gesundheitswesen und gilt als weltweit wichtigster Akteur im Bereich Interoperabilität. (iks)

E-Health I User-Befragung

E-Health II Facebook-Start

E-Health III Geheimdienst

E-Health IV Telemedizin

Wien. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger bittet um Feedback und Meinung der Internetnutzer in Form einer OnlineBefragung zur eigenen Website. Die Befragung dauert rund zehn Minuten, bis 6. Dezember kann daran teilgenommen werden, und die Kassen verlosen Büchergutscheine. Der Hintergrund: Unter www.sozialversicherung.at betreibt die Sozialversicherung unter Federführung des Hauptverbands seit zehn Jahren ein gemeinsames Internetportal aller Sozialversicherungsträger. Über die Website können nicht nur Informationen zu Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherungsangelegenheiten auf über 150.000 Informationsseiten abgerufen werden, es erlaubt auch OnlineAntragstellungen in zahlreichen Verwaltungsverfahren und Zugang zu personenbezogenen Daten auf höchstem Sicherheitsniveau. Das Portal hat sich im Lauf der Zeit zu einem der führenden österreichischen e-Government-Portale im Internet entwickelt.

Wien. Die SVA der gewerblichen Wirtschaft ist ab sofort als erste Sozialversicherung in Österreich auch auf der Social Media-Plattform Facebook präsent. Damit öffnet die SVA einen neuen Service-, Informations- und Kommunikationskanal für Österreichs Unternehmer. „Social Media-Plattformen sind als moderne Kommunikationsplattform etabliert und Unternehmer sind Vorreiter“, sagt SVAVizeobmann Peter McDonald.

Wien. Der amerikanischer ITDienstleister Computer Sciences Corporation (CSC) gilt als geheimdienstnah und war bis vor Kurzem in die Abwicklung Zehntausender Visa-Anträge für das österreichische Außenministerium und die Einrichtung des zentralen Patientenindex für die elektronische Gesundheitsakte ELGA involviert. Das berichtet nun „profilonline“. CSC war laut Berichten im Boston Globe und im Guardian unter anderem an den berüchtigten „Extraordinary Renditions“ der CIA und an der Entwicklung eines groß angelegten DatenabsaugProgramms des US-Geheimdiensts NSA beteiligt. Die Süddeutsche Zeitung nennt das Unternehmen „so etwas wie die EDV-Abteilung der US-Geheimdienste“. Vor zwei Jahren schloss CSC einen weiteren sensiblen Auftrag mit Österreich ab: Es unterstützte den Hauptverband der Sozialversicherungsträger dabei, den Zentralen Patientenindex für die elektronische Gesundheitsakte ELGA aufzusetzen.

Wien. Die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB) betreibt mit dem Austrian Institute Of Technology den „Gesundheitsdialog Diabetes“. Er stellt ein neues Instrument dar, das den Umgang mit und die Behandlung der chronischen Krankheit Diabetes unterstützt. VAEB-Generaldirektor Kurt Völkl: „Die Vision ist, dass durch Technik und Präventionskonzept die Autonomie der Patienten nachhaltig gestärkt wird.“

© GS1/iStockphoto.com

Schäden bei zwischen 0,7 und 1,4 Millionen Patienten verhindern“ könne. Dem Bericht zufolge verhindert ein einheitliches, auf globalen Standards basierendes System die Einbringung von Medikamentenfälschungen im elfstelligen Dollarbereich in die legale Versorgungskette, während es gleichzeitig grundlegende Sicherheitsvorteile bietet, die zu einer Senkung der Kosten im Gesundheitswesen in einer Höhe von zwischen 30 und 75 Mrd. € führen. GS1 und HL7 unternahmen bei der halbjährlichen GS1-Konferenz in San Francisco Anfang Oktober noch einen weiteren wichtigen Schritt zur Verbesserung des globalen Gesundheitswesens. Die beiden Organisationen erneuerten mit

Kassen lassen Website testen

SVA sucht ­Kundenkontakt

Die SVA der gewerblichen Wirtschaft sucht Kundenkontakt via Facebook.

Dienstleister Kassen-Hilfe CSC unter Druck für Diabetiker

© AIT

Ein neuer Computertomograf soll soll schneller und präziser arbeiten.

Globale Standards über die gesamte Versorgungskette retten Leben.

Brüssel. Health Level Seven International unterstützt GS1 und hat wie 50 führende Akteure im Gesundheitswesen aus der ganzen Welt eine Empfehlung unterzeichnet, die sich für die Einführung der GS1Standards im Gesundheitswesen als weltweit am besten geeigneten Standard für die Versorgungskette im Gesundheitswesen ausspricht. Die führenden Vertreter des Gesundheitswesens unterzeichneten das GS1 unterstützende Papier nach der Veröffentlichung eines Berichts durch McKinsey & Company, demzufolge „die durchgehende Umsetzung globaler Standards über die gesamte Versorgungskette im Gesundheitswesen zwischen 22.000 und 43.000 Menschenleben retten und bleibende

© www.facebook.com/svagw

© Siemens

Siemens bringt neuen CT auf den Markt

Diagnosia Co-Geschäftsführer Marco Vitula will Ärzten die Arbeit erleichtern.

Sicherheit HL7 unterstützt GS1 als weltbesten Standard für die Versorgungskette im Gesundheitswesen

MedAustron nimmt Gestalt an Wiener Neustadt. Große und wichtige Teile des Krebstherapie- und -forschungszentrums MedAustron in Wiener Neustadt sind bereits fertiggestellt, im vierten Quartal des Jahres 2015 sollen die ersten Patienten behandelt werden. Der Vollbetrieb für bis zu 1.400 Patienten ist ab 2020 geplant. Derzeit wird mit Hochbetrieb am 80 m umfassenden Kreisbeschleuniger gearbeitet, mit dem Teilchen für die sehr präzise und hochwirksame Bestrahlung von Tumoren auf zwei Drittel der Lichtgeschwindigkeit gebracht werden. Bei MedAustron soll eine neue Form der Strahlentherapie angeboten werden, die sogenannte Ionentherapie.

und sicher auffinden, erkennen und vermeiden können – eine irrsinnige Anforderung“, sagt Lukas Zinnagl, selbst Mediziner und Mitgründer von Diagnosia. Diagnosia Check biete Nutzern die Möglichkeit, bis zu 30 Substanzen und Markenpräparate gleichzeitig auf Wechselwirkungen zu überprüfen. Die Ergebnisse werden nach einem Ampelsystem von grün nach rot gewichtet, nach Schwere der Interaktion und Evidenzgrad aufbereitet und ausgegeben. Zusätzlich stehen weiterführende Empfehlungen zu Behandlungsoptionen sowie Hintergrundinformationen zum jeweiligen Mechanismus der Wechselwirkung auf Knopfdruck zur Verfügung. „Hauptziel bei der Entwicklung war es, medizinischem Fachpersonal eine wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlage zur Verfügung zu stellen, die auch mobil einsetzbar ist.“  (iks)

© Foto Wilke, Diagnosia Internetservices GmbH

„Wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlage ist auch mobil einsetzbar“, sagt Diagnosia-Gründer.

Eisenbahnerkasse entwickelte mit AIT ein Telemedizin-Projekt für Diabetes.


Freitag, 29. November 2013

Ph a r m a r e p or t: L i f e sc i e n c e

Finanzmärkte Mit Aktienrückkäufen gibt Novartis 3,7 Mrd. € an Aktionäre zurück

Wachstumspläne Industrieriese fokussiert sich auf Innovationen. Basel/Zürich. Im Rahmen eines Investorentags äußerte sich kürzlich der Chef des Schweizer Pharmakonzerns Novartis, Joseph Jimenez, zu den kurz- und langfristigen Plänen des Konzerns: In den nächsten zwei Jahren sollen über ein Aktienrückkaufprogramm umgerechnet 3,7 Mrd. € an die Aktionäre zurückgehen und Kapital über wachsende Dividende ausgeschüttet werden.

Wachstumsphase einleiten Der Konzern will sich auf Innovationen in den wachstumsträchtigen Sparten des Gesundheitsmarkts konzentrieren. Auf Basis der Forschungserfolge soll die Medikamentensparte in eine neue Wachstumsphase überführt werden. Weiters will der Konzern das erfolgreiche Geschäft mit Krebs-

medikamenten mit Wirkstoffen für Haut-, Herz- und Atemwegskrankheiten und Zelltherapien ergänzen. Für die Augenheilmittelsparte Alcon stellt Novartis ein über dem Marktdurchschnitt liegendes Wachstum in Aussicht. „Novartis hat einen Wendepunkt erreicht, nachdem Alcon vollständig integriert und die Verschuldung gesenkt worden ist“, sagt Jimenez. Dies bedeutet, dass Kapital zur Rückgabe an die Aktionäre zur Verfügung steht, aber auch, dass Novartis nicht abgeneigt ist, kompatible Unternehmen zu erwerben.

Zulassung Neues Brustkrebsmedikament von Roche

Bessere Hilfe gegen Brustkrebs Brüssel/Basel. Bei mehr als 70.000 Patientinnen in Europa wird jährlich fortgeschrittener Brustkrebs diagnostiziert. Bei rund einem Fünftel der Fälle handelt es sich um die besonders aggressiven HER2-positive Tumore. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat nun mit „Kadcyla“ von Roche mit dem Wirkstoff T-DM1 ein neues Arzneimittel zugelassen, das gezielt für den HER-2-positiven Brustkrebs entwickelt wurde.

Konstrukt aus zwei Stoffen

© APA/Keystone/Gaetan Bally

ulli moschen

healtheconomy – 25

Novartis glaubt trotz auslaufender Patente an ein kontinuierliches Wachstum.

T-DM1 ist ein Konstrukt aus dem monoklonalen Antikörper Trastuzumab, an den Moleküle des Chemotherapeutikums Emtansine gehängt werden. Die monoklonalen Antikörper binden spezifisch an den Krebszellen und entfalten ihre

Wirkung mit Blockierung des Rezeptors für Wachstumsfaktoren; gleichzeitig schleusen sie das Zytostatikum in die Zellen ein. T-DM1 ist als Einzeltherapie bei Erwachsenen mit HER2-positivem, nicht operierbarem, lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem Brustkrebs zugelassen. Im Rahmen der Emilia-Studie stellte sich heraus, dass Patientinnen mit der neuen Behandlungsmethode um fast sechs Monate länger überlebten als Patientinnen, die die Standardtherapie erhielten. Ein weiteres Plus des neuen Medikaments sind die reduzierten Nebenwirkungen. Als Einzelmedikament wäre Emtansine zu toxisch, in dieser Kombination landet die geringe Dosis aber fast ausschließlich in den Krebszellen. (um)

Forschung Parkinson

Vermittlungstool Innsbruck. Für die Einführung neuer, innovativer Medikamente zur effektiven Behandlung von Parkinson werden dringend Studienteilnehmer gesucht. Die Michael J. Fox Foundation für Parkinson-Forschung (MJFF) – von US-Schauspieler Michael J. Fox gegründet – hat eine Online-Plattform entwickelt, die eine anonyme Verbindung zwischen Parkinson-Patienten und klinischen Studien herstellt.

Enge Zusammenarbeit Die MJFF arbeitet eng mit der Universitätsklinik für Neurologie Innsbruck zusammen, um über diesen Fox Trial Finder Patienten und Familienangehörigen in Österreich die Chance zur Teilnahme an klinischen Studien zu eröffnen.

Recht Johnson & Johnson

Strafzahlung

New York. In jüngster Vergangenheit sah sich der Medizinkonzern Johnson & Johnson (J&J) mit massiven Vorwürfen seitens der USArzneimittelaufsicht FDA konfrontiert. J&J soll Ärzte bestochen und mehrere Medikamente für Anwendungsgebiete beworben haben, für die sie nicht zugelassen worden seien. Damit die Ermittlungen wegen Korruption und unerlaubter Werbung eingestellt werden, zahlt der Pharmariese nun an den amerikanischen Staat eine Strafe von 2,2 Mrd. USD – und damit eine der höchsten, die in den USA je im Gesundheitsbereich gezahlten wurden.

Sicherheit der Patienten „Das Verhalten in diesem Fall hat die Gesundheit und Sicherheit der Patienten aufs Spiel gesetzt“, erklärte US-Justizminister Eric Holder. Die Strafe gegen Johnson & Johnson zeige, dass der Staat gegen Unternehmen vorgehe, „die gegen das Gesetz verstoßen und sich zum Schaden des amerikanischen Volks bereichern“.  (APA/red)

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Für Ihre Gesundheit gibt es jetzt eine Alternative. Ärzte bei mediclass hören Ihnen genau zu und nehmen sich Zeit für Ihre Gesundheit. Kurzfristige und pünktliche Termine erleichtern dabei Ihre Tagesplanung. Umfassende Gesundheitsvorsorge in einer Qualität, die bisher nur Privatmedizin leisten konnte. mediclass schafft das zum Kassentarif – leistbar für alle. Machen Sie sich selbst ein Bild und besuchen Sie unser Ärztezentrum mit über 50 Ärzten und Therapeuten am Rande des Wiener Prater. Werden Sie Mitglied bei mediclass und genießen Sie viele Vorzüge. Viertel Zwei Campus / Vorgartenstraße 206C / 1020 Wien / U2 Krieau / 01 890 45 20 Mehr Informationen: www.mediclass.com

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M E N SC H E N & KA R R I ER E N

26 – healtheconomy

short

Geplante Uni Linz soll Branche ankurbeln

Freitag, 29. November 2013

Benefiz-Matinee Volksoperndirektor Robert Mayer erwies sich als Zugpferd für Aktion der Selbsthilfegruppe

Hilfe für Darmkrebsopfer lich gemeinsam gebruncht. Und das alles für den guten Zweck. „Es ist uns auch diesmal wieder gelungen, das Ergebnis des Vorjahres zu toppen: Rund 6.000 Euro Reinerlös konnten gesammelt werden, die uns bei unserer Arbeit in den nächsten Monaten hilfreich unterstützen werden“, freute sich Helga Thurnher, Präsidentin der Selbsthilfe Darmkrebs. Gastgeber der Matinee war Heinz Ludwig, Onkologie-Vorstand am Wilhelminenspital und Initiator der Selbsthilfe Darmkrebs. Die Liste der prominenten Gäste war lang. Unter ihnen befanden sich etwa Marianne Klicka (3. Landtagspräsidentin), Thomas Szekeres (Präsident der Wiener Ärztekammer), Fritz Aichinger (Abgeordneter zum Wiener Landtag), die Vorstandsdirektoren Christian Aichinger (Sparkassenverband) und Johann Ertl (Raiffeisen Bausparkasse) sowie zahlreiche Ärzte.

LR Michael Strugl erhofft sich Wirtschaftseffekte durch die Uni Linz.

Linz. Der oberösterreichische Gesundheits-Cluster (GC) erwartet von der geplanten Linzer Medizinfakultät massive positive Effekte für Medizintechnik-Firmen. Wirtschaftslandesrat Michael Strugl verwies auf Zahlen der Wirtschaftskammer, die mit einem Anstieg des bundesweiten Branchen-Umsatzes von derzeit 18 auf 68 Mrd. € bis 2020 rechnet. An diesem Kuchen will man mit dem Uni-Ausbau mitnaschen.

FH Campus Wien und Meduni kooperieren

Wien. Für die schon traditionelle vorweihnachtliche Benefiz-Matinee konnte die Selbsthilfe Darmkrebs einen absoluten Publikumsliebling gewinnen: Volksoperndirektor, Schauspieler und Sänger Robert Meyer. Kein Wunder, dass Freunde der schönen Künste am 24. November in Scharen ins Hotel Hilton Vienna kamen, um den Theatergiganten zu sehen und zu hören. Unter dem Titel „Max und Moritz – und anderes Gereimtes von Wilhelm Busch“ gestaltete Meyer einen amüsanten Vormittag und begeisterte sein Publikum – neben vielen anderen Texten Buschs – mit einer äußerst charmanten Darbietung der allseits bekannten Bubengeschichte in sieben Streichen. Bei ausverkauftem Haus genossen die rund 300 Gäste nicht nur das fröhlich Erzählte und Gelesene – anschließend wurde auch köst-

WHO-Bericht 30 Prozent der Frauen Opfer von Gewalt

Auszeichung Bestes Klinikmarketing wurde gewürdigt

Wien. Expertinnen, die am 25. und 26. November in Wien zusammentrafen, rufen Staaten dazu auf, gesundheitpolitische und sozialpolitische Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen umzusetzen. Immerhin: 25,4% der Frauen in der WHORegion Europa werden zumindest einmal in ihrem Leben Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt durch einen Partner, und 5,2 Prozent Opfer von sexueller Gewalt außerhalb der Partnerschaft. Das zeigt der WHO-Bericht „Globale und regionale Schätzungen zu Gewalt gegen Frauen”. „Gewaltschutz heißt, Frauen ihre Würde, die ihnen durch Gewalt genommen wurde, wieder zurückzugeben. Wir dürfen nicht aufhören, Gewalt gegen Frauen zu thematisieren und in den politischen

Wien. Die Vinzenz Gruppe darf sich über den „KlinikAward“, den „Oscar“ der Klinikbranche, in der Kategorie „Bestes Klinikmarketing“ im deutschsprachigen Raum freuen. Mit dem KlinikAward werden jedes Jahr hervorragende Leistungen im Bereich Marketing ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde am 6. November in Köln im Rahmen des Kongresses Klinikmarketing, dem größten Fachkongress für Gesundheitskommunikation im deutschsprachigen Raum, von der rotthaus medical gmbh verliehen. „Die Vinzenz Gruppe ist Vorreiter und Benchmark für Klinikmarketing in Österreich“, heißt es in der Begründung der Fachjury. „Für die Vinzenz Gruppe ist dieser Preis eine besondere Auszeichnung“, betont Annemarie Kramser, Kommunikati-

Wien. Meduni und Fachhochschule FH Campus Wien wollen enger zusammenarbeiten. In einem Abkommen wurden Kooperationen in Lehre, Forschung und Infrastruktur vereinbart. Beide sind in den Bereichen Biotech, klinische Forschung und Gesundheitsmanagement tätig. Darüber hinaus wollen die Hochschulen komplementäre Forschungsschwerpunkte identifizieren und gemeinsam Projekte entwickeln.

Fokus zu rücken. Bewusstseinsbildung bringt uns unseren Zielen näher“, sagte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. (fei)

© Christian Jobst

© Daniel Hinterramskogler

Aufruf gegen Gewalt an Frauen

Meduni und FH Campus Wien ­wollen Forschungskräfte bündeln.

Robert Meyer engagierte sich bei Benefitz-Matinee für Darmkrebs-Patienten.

Barbara Prammer (Mi.): mehr Sensibilität für Gewalt gegen Frauen schaffen.

Unterstützung Pharmaunternehmen hilft Philippinen

KlinikAward für Vinzenz Gruppe

onschefin der Vinzenz Gruppe. Sie nahm den Preis gemeinsman mit Claus Hager (Barmherzige Schwestern Linz) entgegen.  (fei)

© Rotthaus

© Land OÖ/Kauder

andreas feiertag

© Ludwig Schedl

Traditionelle Veranstaltung brachte Spendengelder von rund 6.000 Euro ein.

Annemarie Kramser (Vinzenz Gruppe, Mi.) freut sich über Lob für Werbearbeit.

Menschen, über die man spricht

Ferring mit gutem Beispiel voran

Tabuisierte Erkrankungen Da es sich bei vielen Indikationsgebieten von Ferring um gesellschaftlich tabuisierte Themen und Erkrankungen handelt, setzt sich Ferring aktiv dafür ein, den Betroffenen Information einfach und ano-

Monika Maier, neue vorsitzende der arge selbsthilfe

Die Mitglieder der ARGE Selbsthilfe Österreich haben einen neuen Bundesvorstand gewählt: Mit Monika Maier wurde die Geschäftsführerin des Dachverbands Selbsthilfe Kärnten zur neuen Vorsitzenden bestellt. „Die Selbsthilfe spielt schon heute eine wichtige Rolle im Gesundheits- und Sozialwesen“, so Maier. „Unsere Forderungen sind verbindliche Förderzusagen und Beteiligungsmöglichkeiten; diese sollten auch im Regierungsprogramm Niederschlag finden.“

Klemens Wassermann, sieger des falling walls award

Bei der jährlichen, internationalen Wissenschaftskonferenz Falling Walls in Berlin stellten Nachwuchswissenschafter ihre Forschungsprojekte zu gesellschaftlichen Herausforderungen vor. Jury- und Audience Award-Sieger heuer ist Klemens Wassermann vom AIT Austrian Institute of Technology. Wassermann revolutioniert die Infektionsdiagnostik anhand einer simplen Idee, Bakterien im Blut nachzuweisen. Mit Mikrofluidik und elektrischen Feldern können sie detektiert werden.

© Vinzenz Gruppe

Wien. Wechsel in der Geschäftsführung des Verbands der Privat­ krankenanstalten Österreichs: Peter Sloup wird mit Jahresende seine Tätigkeit als Geschäftsführer beenden und eine neue Aufgabe in einer privaten Krankenanstalt übernehmen. Die seit 1953 bestehende Interessensvertretung für Rechtsträger privater Krankenanstalten hat sich auf Katharina Olsacher als seine Nachfolgerin geeingt. (fei)

© AKAI Herschelmann

Informationen und SMS-Service für Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen: www.vergiss-m-nicht.at Erstanlaufstelle für bettnässende Kinder und deren Eltern: www.clubmondkind.at Informationsseite zu Nächtlichem Harndrang: www.nachtsaufsklo.at Homepage und Patientenprogramm für Prostatakarzinom-­ Patienten und deren Angehörige: www.feelplus.at

Katharina Olsacher führt Privatkrankenanstalten

© privat

nym zugänglich zu machen. Dies geschieht durch die Unterstützung einschlägiger Vereine und Selbsthilfegruppen und durch verschiedene online abrufbare Informationen, Services und Veranstaltungen. „Tragödien, wie Naturkatastrophen, die bewusst machen, dass viele Menschen auf fremde Hilfe angewiesen sind, aber auch ein tabuiertes, vielleicht unheilbares Leiden eines geliebten Menschen, fordern viel Unterstützung von jenen, die helfen können. Ferring kann und tut es und hofft, auch andere zur Mithilfe zu inspirieren“, teilt das Unternehmen mit. (red)

© APA-Fotoservice/Schedl

Zürich/Wien. Im Sinne von „Tu Gutes und sprich darüber“ engagiert sich Ferring, ein forschungsorientiertes, biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, für die Opfer der Taifun-Katastrophe auf den Philippinen. Ferring hat 50.000 USD Soforthilfe bereitgestellt und verdoppelt zusätzlich alle privaten Spenden seiner Mitarbeiter. Damit beteiligt sich die Firma an den Hilfsaktionen des Roten Kreuzes und macht seinem Slogan „People come first at Ferring“ alle Ehre. Im täglichen Geschäft gilt dieser den Mitarbeitern und den Patienten, deren Leiden mit hochspezialisierten Nischenpräparaten, u.a. in den Bereichen chronischentzündliche Darmerkrankungen, Darmreinigung, Prostatakarzinom, Bettnässen und nächtlicher Harndrang gelindert werden.

Michael Gorlitzer, neuer primar im göt tlichen heiland

Seit 1. November leitet Michael Gorlitzer (47) die Gefäßchirurgie im Krankenhaus Göttlicher Heiland und baut damit den Schwerpunkt der Gefäßmedizin weiter aus. Der Steirer spezialisierte sich nach seiner Ausbildung zum Facharzt für Chirurgie auf die Themen Herz- und Gefäßchirurgie. Zuletzt war er im Krankenhaus Hietzing tätig. „Wir intensivieren die multidisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Angiologie, interventioneller Radiologie, Neurologie und Gefäßchirurgie.“


medianet

inside your business. today.

Freitag, 29. November 2013 – 27

Talsohle erreicht?

Janus Capital sieht Europas Autoindustrie nun wieder auf dem Weg nach oben  Seite 29

© ÖAMTC/Axel Grisch

© Panthermedia.net/Tiero

automotivebusiness Dringender nachholbedarf

ÖAMTC testet Notbremsassistenten mit Fußgänger-Erkennung  Seite 34

opel insignia Neuer country tourer im test © GM Company

Viel Geld soll Weg zum Weltmarktführer ebnen

© dpa/Uli Deck

short

© EPA/Jeff Kowalsky

Washington. Die US-Regierung will bis Jahresende bei GM aussteigen. Die verbliebenen 31,1 Mio. Aktien würden noch im laufenden Jahr verkauft, kündigte das US-Finanzministerium an. Zugleich teilte das Ministerium mit, kürzlich 70,2 Mio. Anteilsscheine veräußert zu haben. Unabhängig davon scheint GM auf bestem Wege zurück zu alter Stärke – das schließt auch die deutsche Tochter Opel ein, der wir uns kommende Woche in der Coverstory ausführlich widmen werden. www.gm.com

© Julian Stratenschulte/dpa

Turin. Autobauer Fiat verschiebt überraschend den für dieses Jahr geplanten Börsengang seiner US-Tochter Chrysler. „Es wird nicht möglich sein, den Börsengang vor dem Ende des Geschäftsjahrs 2013 einzuleiten und abzuschließen“, teilte der Konzern diese Woche mit. Und weiter: „Es kann keine Zusicherung gegeben werden, ob und wann ein Angebot gestartet wird.“ Das hänge von den Marktbedingungen ab, im Raum steht aber ein Termin im ersten Quartal 2014.  www.fiat.it

© Panthermedia.net/HappyAlex

Volkswagen Der deutsche Automobilhersteller musste zuletzt vor allem in den USA und in Europa Rückschläge hinnehmen. Investitionen von 100 Mrd. Euro bis 2018 sollen trotzdem die Straße zur Weltmarktführerschaft planieren. Seite 28 Lamborghini Letzter Gallardo rollt vom Montageband

Biker-s-World Motorradmesse findet am Wochende statt

Letzter Vertreter seines Modells: ein Gallardo LP 570-4 Spyder Performance.

Sant‘Agata Bolognese. In den Fabrikhallen von Automobili Lamborghini rollte nun der letzte Lamborghini Gallardo (was zu deutsch „Stolz“ bedeutet) vom Band. Das finale Exemplar ist ein Gallardo LP 570-4 Spyder Performante in der Farbe Rosso Mars. Er geht an einen privaten Sammler. Mit insgesamt 14.022 Exemplaren ist der Gallardo nicht nur der mit Abstand meistgebaute Lamborghini (seit der Unternehmensgründung vor 50 Jahren wurden insgesamt rund 30.000 Lamborghini gebaut), sondern einer der erfolgreichsten Supersportwagen überhaupt. www.lamborghini.com

Die Bike-Welt trifft sich in Salzburg

© www.christof-reich.com

Wien. Im Zeitraum Jänner bis Oktober 2013 wurden laut Statistik Austria 871.768 gebrauchte Kraftfahrzeuge (Kfz) zum Verkehr zugelassen, um 1,4% mehr als im selben Berichtszeitraum 2012. Die Zahl der Gebrauchtzulassungen von Personenkraftwagen nahm um 2,0% auf 705.884 Stück zu, der Nutzfahrzeugmarkt entwickelte sich unterschiedlich: Während Sattelzugfahrzeuge (+8,8%), Lastkraftwagen Kl. N3 (+2,9%) und Lkw Kl. N1 (+1,8%) zunahmen, waren Lkw Kl. N2 (-6,1%) rückläufig.  www.statistik.at

© Lamborghini/Umberto Guizzardi

Gallardo fährt in Rot aus der Halle

Die Zweiradmesse findet am Wochenende im Messezentrum Salzburg statt.

Salzburg. Losgelöst von der internationalen Auto Messe, startet die Biker-s-World vom 30. November bis zum 1. Dezember als eigenständiger Motorradevent im Messezentrum Salzburg durch. Neben Motorrädern wird es auch Scooter und Custombikes zu sehen geben, ebenso Biker-Lifestyle, von der richtigen Bekleidung bis hin zur Ausrüstung, zum Zubehör und zu Motorradreisen. Insgesamt stellen 50 Aussteller eine Sortimentsbreite von 25 Marken aus; dabei werden auch zahlreiche neue Modelle für die Bikesaison 2014 erstmals im deutschsprachigen Raum präsentiert.  www.biker-s-world.com


C ov e r

28 – automotivebusiness

Kommentar

Achtung Kamera!

Freitag, 29. November 2013

Volkswagen Der deutsche Automobilhersteller musste in den vergangenen Monaten einige Rückschläge hinnehmen

Milliarden-Investitionen sollen VW auf Kurs bringen Ungeachtet dessen wurde zuletzt trotzdem ein 100 Mrd. Euro schweres Investitionspaket beschlossen. Jürgen Zacharias

Jürgen Zacharias

E

Wolfsburg. Seit Jahren schiebt der deutsche Automobilriese Volkswagen große Ambitionen: Spätestens 2018 wollen die Wolfsburger – so das mantraartig formulierte Ziel – größter Automobilhersteller der Welt werden und möglichst schnell sollen die Verkaufszahlen die magische 10-Millionen-Grenze überspringen. Um diese Visionen erreichen zu können, haben die Wolfsburger in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Fabriken hochgezogen, ihr Vertriebsnetz ausgebaut und mit dem Modularen Querbaukasten ein Baukastensystem ins Leben gerufen, das langfristig neue Modelle nicht nur deutlich günstiger ausspucken, sondern auch die Produktions- und Entwicklungskosten senken soll. Der Plan schien lange aufzugehen, bis sich zuletzt einige Ungereimtheiten ins perfekt geschmierte Räderwerk des deutschen Herstellers eingeschlichen haben.

Das begann bereits vor einigen Monaten, als sich abzeichnete, dass die europäische Absatzkrise auch vor Volkswagen nicht Halt macht. Dann musste man in Wolfsburg erkennen, dass auch in den USA die Kassen alles andere als geplant klingeln; dort musste Volkswagen sogar deutliche Einbußen hinnehmen. Und da aller schlechten Dinge bekanntlich drei sind, kam vor wenigen Wochen noch die Ankündigung dazu, weltweit 2,6 Mio. Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen zu müssen. Bislang hatte man in Wolfsburg große Stücke auf die Qualität seiner Fahrzeuge gehalten und die großen Rückrufaktionen der Konkur-

Sixt Erfolg im 3. Quartal

Daimler Der Premiumhersteller erwirbt Anteile an Partner BAIC und will damit sein China-Geschäft ankurbeln

Besser als erwartet: Sixt schrieb im dritten Quartal 38,6 Mio. Euro Plus.

München. Gute Nachrichten für Sixt: Der deutsche Autovermieter konnte im dritten Quartal deutlich mehr Geld verdienen als geplant und prognostiziert nun auch sein Gesamtjahr wieder positiv – ursprünglich war Sixt hier von einem Minus ausgegangen. Von Juli bis September konnte das Unternehmen unter dem Strich 38,6 Mio. € Gewinn verbuchen; um knapp 40% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch der Umsatz entwickelte sich positiv und stieg – vor allem dank einer stark gestiegenen Inlandsnachfrage – um 11 Prozent auf 432,3 Mio. €. www.sixt.com

Absatzzahlen im Minus: Vor allem in den USA und in Europa läuft für Volkswagen das Geschäft derzeit alles andere als rund.

renten Toyota und General Motors belächelt, nun ist man plötzlich selbst betroffen: Im kompakten Geländewagen Tiguan (Baujahre 2008 bis 2011) wurde laut eigenen Angaben eine Sicherung eingebaut,

die durchbrennen kann und beim Pickup Amarok kann unter extremen Bedingungen eine Benzinleitung durchscheuern. Vom Kurs abbringen lassen wollen sich die Konzernlenker rund

Absatzrückgänge & Rückruf

um Vorstandschef Martin Winterkorn dadurch aber nicht. Im Gegenteil: Zwar hat man zuletzt zu Sparmaßnahmen und mehr Kostendisziplin vor allem in Europa aufgerufen, Investitionen von rund 100 Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren sollen aber den Weg an die Weltspitze ebnen. Investiert wird in moderne Standorte und neue Technologien, vor allem die Entwicklung von Hybridund Elektromotoren soll vorangetrieben werden. „Dies wird uns die nötige Schubkraft auf dem Weg an die Spitze geben“, erklärte Martin Winterkorn. Grund seine Zuversicht anzuzweifeln gibt es keinen, schließlich hat sich Volkswagen laut aktuellem EU-Anzeiger mit Investitionen von 9,5 Mrd. Euro in F&E 2012 zuletzt bereits zum investitionsfreudigsten Privatunternehmen der Welt entwickelt (siehe Grafik links) und legt nun weiter nach. www.volkswagen.com

Präsenz in Fernost stärken und ausbauen Peking. Seit Jahren ist die Rede davon, dass Chinas Automobilherstellern auch im Ausland der Durchbruch unmittelbar bevorsteht; dazu gekommen ist es bislang aber nicht. Nichtsdestotrotz dürfte der deutsche Automobilhersteller Daimler vom Potenzial der dortigen Unternehmen überzeugt sein; schließlich haben sich die Stuttgarter zuletzt als erster ausländischer Autobauer einen größeren Anteil an einem staatlichen chinesischen Hersteller gesichert: 625 Mio. € investierte Daimler in seinen Partner Beijing Motor (BAIC) und bekam dafür zwölf Prozent der Anteile und zwei Sitze im Verwaltungsgremium.

Präsenz in China stärken Natürlich geht es Daimler dabei auch um ein mögliches Zukunftsgeschäft, wenn der internationale Durchbruch tatsächlich gelingt; vordergründig will man aber seine Position am umkämpften chinesischen Premiummarkt stärken. Daimler-Chef Dieter Zetsche sah deshalb in der Beteiligung nach

der jüngst erfolgten Öffnung eines Motorenwerks in China auch „einen Meilenstein“, mit dem nun die Aufholjagd des Oberklasseherstellers in Fernost neuen Schwung bekommen soll. „Gemeinsam können wir nun unsere Präsenz in China weiter ausbauen und stärken, um künftig noch besser von den enormen Möglichkeiten des Automobilmarkts in China zu profitieren“, sagte Zetsche bei der Unterzeichnung der Verträge in Peking. Im Vertrag geregelt ist auch eine Ausweitung der Anteile der Stuttgarter an der gemeinsamen Vertriebsorganisation in China, in der Daimler nun mit 51% die Mehrheit übernimmt. Mit der neuen Kontrolle soll die Organisation schlagkräftiger und bisherige Probleme behoben werden.

BAIC daran nun die Mehrheit, was auch einen Börsengang möglich macht, da die Chinesen das Gemeinschaftsunternehmen jetzt als ihr Eigentum angeben können. „Wir sind an einem starken Partner interessiert“, sagte Zetsche zu der Unterstützung für BAIC. Beide Unternehmen seien jetzt „noch besser für eine erfolgreiche Zukunft aufgestellt“. Darüber hinaus könnte BAIC

sich bald auch selbst finanziell an Daimler beteiligen. Zetsche würde laut eigenen Angaben entsprechende Pläne „begrüßen“. Es gebe aber noch keine Entscheidung. BAIC sei interessiert, aber sehr mit dem geplanten Börsengang beschäftigt, sagte Zetsche. Er deutete allerdings an, dass danach aber durchaus mit einer solchen Beteiligung zu rechnen sei. www.mercedes-benz.com

Vorteile für beide Partner Auch BAIC soll jetzt von dem Deal profitieren und erhält deshalb im Gegenzug einen Prozentpunkt mehr am gemeinsamen Joint Venture Beijing Benz Automotive (BBAC) in Peking. Mit 51% gehört

© EPA/Tobias Hase

© dpa/Andreas Gebert

Gutes Ergebnis

© EPA/Daniel Reinhardt

ine Kamera hier, drei dort und vier da drüben. Dazu die NSA am Datenkabel, der britische SIS am Handy-Lauschposten und wer weiß ich noch aller irgendwo dazwischen: Wer in Zeiten wie diesen lebt, muss sich bewusst sein, dass alles, was man von sich gibt und tut – sei es in der Öffentlichkeit oder gegebenenfalls auch zuhause – von irgendjemandem aufgezeichnet und gesehen wird. Das betrifft neuerdings auch den Straßenverkehr, der mithilfe von Überwachungskameras im Auto zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Diese Kameras liefern zwar nur mäßig scharfe Bilder, aber der Meteoriteneinschlag in Russland war damit trotzdem gut erkennbar. Ebenso wie so mancher Unfall, Verschneider oder was auch immer – das kann in Österreich allerdings rechtliche Folgen nach sich ziehen. Die filmische Dokumentation von Autofahrten ist hierzulande nämlich verboten und laut ARGE Daten im Fall der Fälle mit einer Anzeige und einer Verwaltungsstrafe von bis zu 10.000 Euro verbunden. Die Begründung: Wer permanent aus dem Auto filmt, führt eine Videoüberwachung durch und die ist im öffentlichen rot-weißroten Raum nicht zulässig. Daher könnten Sie – von jemand anderem gefilmt – zivilrechtlich auch Schadenersatz in Höhe von bis zu 20.000 Euro fordern. Also auf und Kamera suchen!

Daimler-Chef Dieter Zetsche sieht die Beteiligung an BAIC für beide Seiten positiv.


Freitag, 29. November 2013

H e rste l l e r & Z u l i e f er e r

automotivebusiness – 29

Janus Capital Das Finanzunternehmen sieht die Talsohle am europäischen Automarkt erreicht und rechnet nun mit einem deutlichen Aufschwung

Ist nun der Wendepunkt erreicht? Moritz Kolar

Brüssel. „Die Automobil-Industrie könnte der Motor für die wirtschaftliche Erholung in Europa werden“, glaubt Wahid Chammas, Fondsmanager des Janus Europe Funds und Europaexperte bei Janus Capital. „Seit dem Frühjahr beobachten wir, dass sich die Auftragseingänge bei europäischen Automobil-Zulieferbetrieben deutlich verbessert haben. Auch die Verkaufszahlen für Neuwagen haben sich in einigen der größten europäischen Ländern positiv entwickelt.“ Anfang des Jahres war der Pkw-Absatz auf dem europäischen Markt noch eingebrochen, was die Bewertungen laut Janus stark unter Druck und unter den langjährigen Durchschnitt gedrückt hatte. Chammas und seine Kollegen von Janus Capital sehen darin aber eine Parallele zur Entwicklung in den USA. „Der US-Au-

tomobilmarkt hatte im Jahr 2009 eine ähnlich tiefe Marke erreicht, bevor er sich dann stark erholte“, erläutert Chammas. „Wir denken, dass in Europa dieser Wendepunkt jetzt erreicht wurde.“

Nachhaltige Erholung Ein starker Aufschwung in der Automobilbranche würde sich auch auf die gesamteuropäische Entwicklung positiv auswirken, argumentiert Chammas, denn die Branche spiele in vielen europäischen Volkswirtschaften eine zentrale Rolle. Laut dem Finanzexperten haben die Anleger auf die verän-

derten Vorzeichen aber noch nicht reagiert – und auch in anderen bedeutenden Industriezweigen hätten viele Unternehmen ihre wirtschaftliche Situation verbessert, ohne dass Investoren dies bislang wahrgenommen hätten. „Daher ist der Zeitpunkt für einen Einstieg in europäische Aktien so günstig wie lange nicht mehr,“ so Chammas. „Vereinzelt werden europäische Dividendentitel so niedrig wie seit 40 Jahren nicht mehr bewertet, dabei gibt es Anzeichen dafür, dass sich die Wirtschaft in der Region nachhaltig erholt und die Unternehmen in vielen Branchen wettbewerbsfähiger geworden sind.“

Gute Anlagemöglichkeiten sieht der Janus-Fondsmanager auch bei europäischen Banktiteln. Laut dem Janus-Fondsmanager seien viele Institute in einer sehr viel besseren wirtschaftlichen Verfassung, als dies am Markt wahrgenommen wird. Die Marktbewertungen liegen daher zum Teil weit unter den historischen Durchschnittswerten und dem, was für vergleichbare Institute in Asien und den USA gezahlt wird. „Wir denken, dass die Investoren die Anstrengungen, mit denen viele Häuser ihre Kosten gesenkt haben, unterschätzen“, sagt Chammas. www.januseuropefund.com

© Panthermedia.net/Tiero

Vom Sog dieser positiven Entwickling könnte laut Janus die gesamte europäische Industrie profitieren.

Janus Capital: Europas Automarkt ist auf einem ähnlichen Weg wie der US-Markt.

Rosenbauer Umsatzplus

Gute Entwicklung Wien. Rosenbauer hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres dank einer guter Auftragsentwicklung deutlich mehr verdient. Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 517,3 Mio. Euro, das Betriebsergebnis erhöhte sich um 37 Prozent auf 28 Mio. Euro und der Nettogewinn legte um 22 Prozent auf 19,4 Mio. Euro zu. Die Ergebnisse der ersten drei Quartale stimmen das Management laut einer aktuellen Aussendung auch für die Zukunft optimistisch: „Davon ausgehend, dass das hohe Ausliefervolumen reibungslos abgewickelt werden kann, plant Rosenbauer für 2013 einen Umsatz von deutlich über 700 Mio. Euro, zumindest jedoch eine im Vergleich zum Vorjahr zehnprozentige Umsatzsteigerung.“ www.rosenbauer.co.at

Skoda Starkes Oktober-Plus

Rekordergebnis

Mlada Boleslav. Gute Nachrichten für Skoda: Die tschechische VWTochter konnte im Oktober ihre Auslieferungen weltweit kräftig steigern. Der Hersteller lieferte insgesamt 83.800 Fahrzeuge an Kunden aus und damit um 7,5% mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres und so viel wie noch nie in einem Oktober. Besonders stark war das Wachstum mit 13,7% in Europa, wo Skoda beispielsweise in Spanien um starke 56%, in Deutschland um 23,5% oder in Großbritannien um 23,1% und in Dänemark auch um 32% zulegen konnte. Zweistellig wuchs die Marke auch in Finnland (33,6%). www.skoda-auto.com

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© EPA/Uli Deck

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M ode l l & H a n de l

32 – automotivebusiness

short

Ausblick auf einen scharfen Kompakt-SUV

Freitag, 29. November 2013

Opel Insignia Country Tourer Der runderneuerte Mittelklasse-Opel bekommt eine neue Variante

Auch Opels Mittelklasse bekommt Gummistiefel

© Daimler

Gut ein Jahrzehnt zu spät, aber doch steigt auch Opel ins Segment der Hochstelzen-Kombis ein. Greg Josel

Los Angeles. Mercedes-AMG zeigt auf der Los Angeles International Auto Show (20. November bis 1. Dezember) einen Ausblick auf ein kompaktes High-Performance-SUV. Das Concept GLA 45 AMG fasziniert mit kraftvoll-markantem Design und wird vom stärksten Serien-Vierzylinder der Welt angetrieben: Der AMG 2,0 lTurbomotor mit einer Leistung von 265 kW (360 PS) und einem maximalen Drehmoment von 450 Newtonmetern bietet konkurrenzlose Fahrleistungen bei geringen Verbrauchswerten. Eine Sieben vor dem Komma beim Kraftstoffverbrauch je 100 km (NEFZ gesamt) und die Erfüllung der EU 6-Abgasnorm stellt AMG dem Modell in Aussicht. Eine Beschleunigung in unter fünf Sekunden von null auf 100 km/h zeigt die markentypische Dynamik. Dank des performanceorientierten AMG- Allradantriebs 4matic und des AMG Speedshift DCT 7-Gang Sportgetriebes überzeugt das Concept GLA 45 AMG durch sein gleichermaßen sportliches wie effizientes Antriebskonzept. www.mercedes.at

Nachhaltigkeitspreis für den E-Transporter

Split. Allroad, Scout, XC, Outback, Alltrack, wie sie alle heißen mögen, die Gummistiefel-Kombis diverser Marken. Nun hat auch Opel seinen hochgestellten MittelklasseLader. Mit ein paar martialischen Beplankungen, einem verstärkten Unterboden sowie Allradantrieb nach Haldex-System serienmäßig wird aus dem eben erst runderneuerten Opel Insignia Sports Tourer ein Country Tourer. Motorisch stehen drei Varianten zur Auswahl: zwei Diesel ein Benziner. Vor allem Letzterer glänzt am Datenblatt mit ansprechenden Leistungswerten.

Stark und solide So bietet der 2 l-Turbo-Benziner ein solides Aggregat, das 250 PS und 400 Nm Drehmoment auf den Antriebsstrang stemmt. Das ist gefällig, reicht auch für solides Fortkommen wie wunderbar smoothes Cruisen auf der Autobahn; von unten weg allerdings, wenn man es an der Kreuzung fliegen lassen will, oder aber im Innenstadtgemurgel nicht allzu viel schalten möchte, hat dieser Motor Mankos. Ganz abgesehen davon, dass es mit der Laufruhe bei niederen Drehzahlen nicht immer so läuft, wie es könnte. Erstaunlicherweise sticht hier der Diesel das Blatt aus. Und zwar der starke. Das BiTurboAggregat mit seinen 195 PS und gleichen 400 Nm bietet ein Musterwerk an Souveränität im Motorenbau.

© GM Company

Kraftkur für den kommenden GLA. AMG zeigt den GLA 45 AMG.

In der Topversion mit dem 250 PS-Benziner und Automatik kostet der Opel Insginia Country Tourer 43.690 Euro.

auch durch Kraft und Durchzug in allen Fahrlagen, gefällt durch eine fast schon sportlich angehauchte Soundentfaltung und harmoniert wirklich perfekt mit allen Komponenten von Fahrwerk (beim County Tourer kommt serienmäßig das FlexRide-Premiumfahrwerk zum Einsatz) bis Getriebe – eindeutig die erste Wahl bei diesem Fahrzeug.

Entstresst In Sachen Komfort ist der Insignia sowieso schon ein sehr gutes Fahrzeug gewesen, da haben die Nachbesserungsarbeiten keineswegs geschadet, also ein noch besseres Auto aus ihm gemacht. Die Jukebox der Mittelkonsole etwa wurde entstresst, viele Funkti-

Ein Hoch dem Diesel!

Auszeichnung für den elektrischen Renault Kangoo Z.E.

Wien. Der Renault Kangoo Z.E. hat den „Europäischen Transportpreis für Nachhaltigkeit 2014“ in der Kategorie „Transporter bis 6,5 Tonnen“ gewonnen. Der geräumige RenaultKombivan mit Batterieantrieb hat damit als erstes reines Elektrofahrzeug die alle zwei Jahre verliehene Auszeichnung erhalten. Mit diesem Sieg bestätigt der vielfach ausgezeichnete Renault Transporter und „International Van of the Year 2012“ seine Top-Position bei den umweltschonenden Lieferfahrzeugen. Der Kangoo Z.E. und die Langversion Kangoo Maxi Z.E. sind auf die Bedürfnisse gewerblicher Nutzer zugeschnitten und eignen sich speziell für den Einsatz im Stadtgebiet. Der Kangoo Z.E. ist in Österreich zum Preis ab 20.300 € (netto, ohne Mehrwertsteuer) bestellbar. Zusätzlich mieten die Kunden die Lithium-Ionen-Akkus zum Pauschalpreis ab 73 € pro Monat (zuzüglich Mehrwertsteuer), bei einer Laufleistung von 10.000 km pro Jahr und einer Laufzeit ab 36 Monaten. www.renault.at

das ganze Fahrzeughandling. Auch die Sitze, beledert in der Topausstattung, bieten einen hohen Langstreckenkomfort; hier darf sich der Insignia sogar ein wenig mit klassenmäßig höher angesiedelten Konkurrenten messen.

Neuzeit Nicht so im Preis. Der EinstiegsCountry Tourer (Diesel, 163 PS) startet bei 37.190 € ins AbenteurerLeben, mit rund 7.000 € Aufpreis ist man schon in der Topliga beim 250 PS-Benziner mit Automatik angelangt. Auch die Serienausstattung kommt üppig; es scheint, als könnte die Marke mit dem Blitz in der Businessclass ernsthaft aufholen. www.opel.at

Seat Leon ST Nach Fließheck und Coupé hat Seat den aufgefrischten Leon auch im Kombi-Trim im Angebot

Sportliches Laden für die Jungfamilie Wien. Ein Quantum mehr optische Würze und Dynamik hatte Seat dem Leon im Zuge der Modell-Politur im Vorjahr gegönnt und ihm Design-Rundlichkeiten abgeschliffen. Im Sommer folgte dann eine Dreitür-Version, der SC, sprich SportCoupé. Jetzt legt Seat unter technischer Leitung des VW-Mutterschiffs noch eins nach: einen Kombi, in der Nomenklatur identifizierbar am Kürzel „ST“, für SportTourer. Der unterscheidet sich bis zur B-Säule nicht vom Fünf- und vom Dreitürer. Fürs Lader-Dasein hat man das Dach langgezogen und gleichzeitig die Gesamtlänge auf 4,535 m gestreckt.

vor allem junge Familien im Visier. Und jene, die sich bisher für die Kombi-Versionen von Ford Focus, Hyundai i30, Opel Astra, Peugeot 308 und Renault Clio interessiert haben. Bei aller Streckung und LadeTalentiertheit haben die Karosserieschneider streng aufs Gewicht geschaut. Davon bringt der Spanier, pardon Katalane, in der Basis-

Version nicht allzu viel auf die Waage: Mit 1.233 kg (fahrbereit) beansprucht Seat den Titel „leichtester Kombi seiner Klasse“. Das Motorisierungsangebot aus dem VW-Konzernregal steht im Zeichen von Verbrauchseffizienz: drei Benziner und zwei Diesel in neun Leistungsstufen im Hubraumbereich von 1,2 bis 2,0 l. Es sind allesamt turboaufgeladene

So muss Downsizing sein Bei aufrechter Bestuhlung passen in den Kofferraum 587 l Ladegut; legt man die Lehnen flach, können es bis zu 1.470 l sein. Die maximal mögliche Länge erstreckt sich auf bis zu 2,5 m. Das dürfte die Bandbreite vom Kinderwagenüber Skiausrüstungs- bis zum Baumaterialien-Transport gut abdecken. Denn als Zielgruppe hat Seat

© Porsche Medienservice

© Renault

Das hier ausschließlich mit Automatik orderbare Triebwerk läuft nicht nur seidenweich über die gesamte Leistungsrange, es gefällt

onen hat ein großes Touch-Display übernommen, das auch per Trackpad hinterm Schalthebel bedient werden kann, wenn man sich hier umgewöhnen mag (ja, es ist gewöhnungsbedürftig). Drehregler gibts nur noch fürs Wesentliche, also Heizung und Lüftung; auch die Rundarmaturen im Dashboard wurden komplett überarbeitet und kommen nun digitalisiert, also auch höchst wandelbar, im Erscheinungsbild. Einzig am Lenkrad wurde die Zahl der Taster erhöht, man sieht sich ein wenig mit einem Playstation-Controller konfrontiert, was nach einer Weile aber auch Spaß bringt. Ebenso wie das ganze Lenkrad überhaupt supergriffig daherkommt, genauso wie der Schalthebel, überhaupt

In der Einstiegsvariante kommt der neue Seat Leon ST auf moderate 16.990 Euro .

Direkteinspritz-Vierzylinder. Das Leistungsspektrum reicht dabei von 86 bis 184 PS. Je nach Konfiguration sind die Aggregate mit manueller 5- oder 6-Gang-Schaltung beziehungsweise 6- oder 7-StufenDoppelkupplungsgetriebe kombiniert. Auf der Verbrauchs-ebene soll sich der Lade-Katalane mit 3,3 bis 5,8 l pro 100 km begnügen (CO2: 87 bis 135 g/km). Weitere Motoren kommen ab dem kommenden Jahr hinzu. Auch eine Allrad-Variante wird es geben. Mit der KarosserieangebotsErweiterung Hand in Hand ging bei Seat eine Technik-Aktualisierung im Hinblick auf elektronische Assistenz-Systeme, als da verfügbar sind: adaptiver Tempomat (ACC), City-Notbremsfunktion und Staufahr-Helfer, dazu kamerabasierte Funktionen wie Müdigkeitserkennung und Assis-tenten fürs Fernlicht sowie fürs Spurhalten. Preislich startet der Leon ST bei 16.990 €. Dafür gibt’s den 1,2 l-TSI mit 86 PS in der Ausstattungsstufe „Entry“. Dieseln auf gleichem Mitgift-Level kostet ab 20.290 €. www.seat.at


Freitag, 29. November 2013

I n n ovati on & U m welt

automotivebusiness – 33

Lean & Green Efficiency Award Auszeichnungen gingen an VW, Fiat, SKF, Bosch, Schreiner Group & Stanztechnik und Werkzeugbau Wolfgang Loch

Green kann sich doppelt lohnen Preisverleihung fand im Rahmen des „Lean & Green Summit“ in Stuttgart statt. Stuttgart. Seit Jahren steht das Wort „Effizienz“ an der Spitze des ökonomischen Einmaleins. Möglichst geringe Kosten sollen bei möglichst guter Qualität zu einem möglichst hohen Zufriedenheitsgrad bei Konsumenten und wiederum zu einem möglichst erfolgreichen Geschäftsergebnis bei den Produzenten führen. Das gilt nicht nur, aber auch, für die Automobilindustrie, die sich darüber hinaus – aufgrund immer restriktiver werdender Emissionsrichtlinien – auch mit dem Faktor Umweltverträglichkeit konfrontiert sieht. Bei all dem gilt es also auch, Verbrauch und CO2Emissionen nachhaltig effizient zu gestalten. Möglichkeiten dazu gibt es viele, auch wenn einige davon wenig kostenneutral und daher am Markt kaum umsetzbar sind. Einen anderen Ansatz verfolgte deshalb der „Lean & Green Effici-

rungen. Insgesamt wurden sechs Preisträger für ihren schonenden Umgang mit wertvollen Ressourcen ausgezeichent, darunter Stanztechnik und Werkzeugbau Wolfgang Loch in der Kategorie „AutoPreisträger ausgezeichnet motive KMU“, die Schreiner Group in der Kategorie „Maschinenbau Nachhaltigkeit, Effizienz und KMU“, die Bosch-Werke Feuerbach Ressourcenschonung – so Marcel bzw. Homburg/Saar, Doppelsieger Hofer, Leiter der Lean-&-Greenin der Kategorie „Automotive OEM/ Studie – müssen nicht teuer sein, Konzerne“, und SKF-Deutschland sondern können sich entlang der in der Kategorie „Maschinenbau Prozesse des Gesamtunternehmens OEM/Konzern“. Der Sonderpreis auch positiv auf den Konzernerfolg „Lean“ ging an VW Sachsen und auswirken. „Lean erleichtert demder Sonderpreis „Green“ an das nach Green“, je höher das „Lean“Fiat-Werk Tychy in Polen. Niveau, desto schneller und erwww.lean-and-green.de folgreicher die „Green“-Verbessebey.business.medianet216x288-30.11.+6.12.13_Layout 1 27.11.13 09:56 Seite 1 ency Award 2013“ dessen Preisträger vor wenigen Tagen im Rahmen des „Lean & Green Summit 2013“ in Stuttgart ausgezeichnet wurden.

© Vogel Business Media

Moritz Kolar

Die Preisträger gaben in Best Practice-Vorträgen Einblicke in ihre Konzepte.

Japan Infrastruktur-Ausbau

Elektro-Initiative

© Everett Kennedy Brown/EPA/picturedesk.com

Tokio. Die Elektromobilität kommt und kommt nicht so recht auf Touren. Wurden von den Herstellern ihre Stromer-Bemühungen allerdings bislang meist isoliert gedacht, machen nun die japanischen Automobilhersteller in ihrer Heimat Ernst: Toyota, Nissan, Honda und Mitsubishi wollen ein gemeinsames Förderprogramm starten, das den Aufbau eines flächendeckenden Ladesäulen-Netzwerks finanziell unterstützt, um im Sog dieser Entwicklung dann auch verstärkt Elektrofahrzeuge absetzen zu können. Wer in Japan Ladestationen für E-Autos und Plug-in-Hybride installieren will, kann sich noch bis zum 28. Februar 2014 um Fördergelder bewerben. Die Ladestationen müssen an zugänglichen Orten wie Einkaufszentren und Hotels oder entlang vielbefahrener Routen beispielsweise an Raststätten, Mautstationen, Parkplätzen und 24-Stunden-Shops montiert werden. Ferner ist die Zahl der geförderten Säulen pro Standort begrenzt, um eine übermäßige Konzentration von Ladestationen zu vermeiden und ein möglichst flächendeckendes Netz zu schaffen. Eine gemeinschaftlich von den vier Unternehmen gegründete Organisation kümmert sich ab Frühjahr 2014 um Abwicklung und Abrechnung. Sie zieht Mitgliedsbeiträge und Nutzungsgebühren von den E-Autofahrern ein; Betreiber treten Nutzungsgebühren an die Organisation ab. Im Gegenzug sollen sie zum Beispiel von einem erhöhten Kundenaufkommen profitieren. www.toyota.com www.nissan-global.com www.honda.com www.mitsubishi.com

Japans Hersteller unterstützen den Bau von Elektro-Ladesäulen finanziell.

Der MOVANO

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r u n d u m s au to

34 – automotivebusiness

Westlake Village/Kalifornien. Jaguar ist aus der Sales Satisfaction Index Study (SSIS) der amerikanischen Verbraucherorganisation J.D. Power & Associates als bestplatzierte Luxusmarke hervorgegangen. Die Kundenzufriedenheitsstudie basiert auf den Antworten von 29.040 Neuwagenkäufern, die im April und Mai 2013 ein Neufahrzeug gekauft oder geleast haben. Bewertet wurden in erster Linie die Erfahrungen mit dem für den Neuwagenverkauf zuständigen Händler sowie der Service in den ersten Monaten nach dem Kauf. www.jaguarlandrover.com

Sondermodell auf 50 Exemplare limitiert

Mit Fußgänger-Sicherheit ist es noch nicht weit her

Zwei Systeme schnitten mit „gut“ ab, zwei weitere mit „befriedigend“, Nachrüstsystem am schwächsten. Moritz Kolar

Wien. Die Crashtests des ÖAMTC zeigen immer wieder, dass es bei der Fußgängersicherheit auch bei ansonsten sicheren Fahrzeugen Nachholbedarf gibt. In den vergangenen Jahren verunglückten auf Österreichs Straßen allein in Ortsgebieten jährlich rund 3.500 Fußgänger bei Kollisionen mit Pkws. „Im Schnitt wurden knapp 800 Personen bei einem Zusammenstoß schwer verletzt, für rund 60 kam jede Hilfe zu spät. Einen großen Schritt zur Reduzierung dieser Zahlen können Notbremsassistenten mit Fußgänger-Erkennung leisten“, sagt ÖAMTC-Techniker Gabriel Eberhart. Der Club hat daher gemeinsam mit seinen Partnern fünf solcher Systeme getestet.

© Audi

Volvo V40 & Lexus LS600h top Das Sondermodell des A8 beeindruckt mit exklusivem Interieur.

Ingolstadt. Audi bringt ein exklusives Sondermodell seines Flaggschiffs auf den Markt: Der A8 Audi exclusive concept mit W12-Motor (500 PS/368 kW) wird bei der quattro GmbH in Neckarsulm gebaut. Die Kleinserie, die ab März 2014 vom Band läuft, ist streng auf 50 Exemplare limitiert und durch einen speziellen Schriftzug an der Seitenleiste erkennbar. Das Fahrzeug zeichnet sich durch ein besonders elegantes Interieur aus: Audi verwendet Anilinleder in der Farbe Agatha cognac von der traditionsreichen italienischen Designmanufaktur Poltrona Frau und bei den Dekoreinlagen das Holz Oliveschenmaser silberbraun naturell. www.audi.de

© Daimler

Plus an Effizienz: neue Unimog-Generation

Daimler hat nun auch dem Unimog Euro VI-Triebwerke verpasst.

Stuttgart. Im Frühjahr dieses Jahres wurde sie vorgestellt, nun wurden die ersten Fahrzeuge der neuen UnimogGeneration BlueTec 6 mit Euro VI-Motoren ausgeliefert. Neben einigen grundlegenden Neuerungen wie dem modernen Freisichtfahrerhaus punktet das Fahrzeug vor allem mit seiner Effizienz. Mit den neuen BlueEfficiency PowerMotoren, die den Unimog noch umweltfreundlicher und bis zu drei Prozent sparsamer gemacht haben, konnten auch die Wirtschaftlichkeit über den Einsatz­zeitraum sowie die Hydraulik­systeme verbessert werden. www.daimler.com

Mit „gut“ wurde im ÖAMTC-Test die Fußgänger-Erkennung des Lexus LS600h und des Volvo V40 bewertet. „Beide Fahrzeuge können im Notfall bei einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu 50 km/h selbstständig einen Zusammenprall mit einem Erwachsenen vermeiden“, so der ÖAMTC-Experte. Der Volvo V40 verfügt insgesamt über das beste Fußgängerschutz-System. Neben dem optionalen Notbremsassistenten ist das Fahrzeug serienmäßig mit einem Außen-Airbag für Fußgänger ausgestattet. Mit „befriedigend“ schnitten die Fußgänger-Notbremssysteme in der Mercedes E-Klasse und im BMW 3er GT ab. „Der Mercedes verfügt zwar über ein ausgereiftes Paket an Assistenzfunktionen, die Fußgänger-Erkennung war jedoch im ÖAMTC-Test nicht immer zuverlässig und zeigte bei sehr knappen Situationen teilweise kei-

© ÖAMTC/Axel Grisch

Kunden mit Jaguar „sehr zufrieden“

ÖAMTC Der Autofahrerclub hat fünf Notbremsassistenten mit Fußgänger-Erkennung unter die Test-Lupe genommen

Mit flächendeckend eingeführten Notbremsassistenten mit Fußgänger-Erkennung ließen sich viele Verkehrsunfälle vermeiden.

ne Reaktion“, berichtet Eberhart. Beim BMW löst die Fußgänger-Erkennung zwar keine Vollbremsung aus, allerdings wird der Fahrer vor einem Zusammenprall gewarnt und beim Bremsen unterstützt – falls er schnell genug reagieren kann.

Technik weiter verfeinern Am schwächsten schneidet im ÖAMTC-Test das Nachrüstsystem „Mobileye 560“ ab. Das Gerät kann in jedem Fahrzeug ab Baujahr 2002 nachträglich installiert werden und warnt den Fahrer zuverlässig, wenn ein Fußgänger vor dem Auto auftaucht. „Bremsen muss der Fahrer nach der Warnung aber selbstständig, was eine gute Reaktionsfähigkeit verlangt“, so der ÖAMTC-

Techniker. „Außerdem funktioniert das Gerät nicht bei Dunkelheit.“ Beim Crashtest nach EuroNCAPNorm wird bisher in puncto Fußgängersicherheit das Hauptaugenmerk auf die Verletzungsgefahr an der Frontpartie der Fahrzeuge gelegt. „Noch besser wäre es, wenn ein Zusammenstoß vermieden oder zumindest die Folgen gemildert werden können“, hält Eberhart fest. Die Hersteller sind daher gefordert, die vorhandene Technik zur Fußgängererkennung flächendeckend zu erschwinglichen Preisen einzuführen. Nachbesserungsbedarf sieht ÖAMTC-Experte Eberhart vor allem in zwei Punkten: „Einerseits muss die Erkennung von Fußgängern schneller und zuverlässiger werden – unabhängig

von den Lichtverhältnissen. Andererseits muss eine Fehlfunktion bzw. Störung des Systems sofort an den Fahrer gemeldet werden.“

Anschaffung zahlt sich aus Generell rentiert sich aus Sicht des ÖAMTC-Technikers bereits jetzt bei einer Pkw-Neuanschaffung die Ausrüstung mit Assistenzsystemen. Auch wenn die Systeme teilweise teuer sind, lohnen sie sich, wenn dadurch ein Unfall vermieden oder wenigstens die Unfallschwere vermindert werden kann. „Blind auf Assistenzsysteme verlassen darf man sich als Fahrzeuglenker aber nicht“, so der abschließende Appell des ÖAMTC-Experten. www.oeamtc.at

BBLA Die heimische Firma liefert mit einer neuen Software den Fuhrparkchefs detaillierte Informationen zu ihrer Flotte

Den Fuhrpark immer voll im Bild haben Perchtoldsdorf. „Mehr Sicherheit, Kontrolle, Wirtschaftlichkeit und Überblick wünschen sich praktisch alle Flottenchefs und Fuhrparkverantwortlichen“, sagt Peter Wimmer, Geschäftsführer der Firma BBLA (Blackbox-Locating-Alarm) aus Perchtoldsdorf, und „dies möglichst mit einem integrierten System, das individuelle Lösungen erlaubt.“ Diese Themenfelder ziehen sich bei allen Unternehmen, die Fahrzeuge im Einsatz haben, wie ein roter Faden durch die tägliche Praxis: vom Taxiunternehmen bis hin zum Installateurbetrieb und zum Verkaufsaußendienst. Für all diese Betriebe, für die das Auto ein Werkzeug des Arbeitsalltags darstellt, ist es essenziell, zu wissen, wo sich das Fahrzeug gerade befindet, ob die Routenplanung optimiert ist, ob sich der Mitarbeiter an die Vorgaben des Unternehmens hält und auch, um einen Echtzeitüberblick über den Betriebszustand des Fahrzeugs zu haben. Aktuell gibt es dazu unterschiedlichste Systeme am Markt, die primär aus der Thematik Diebstahlschutz, Ortung und Navigation

entstanden sind. Die Firma BBLA hat nun eine Software „Made in Austria“ entwickelt, die eine Vielzahl an weiteren Aspekten integriert und maßgeschneiderte Auswertungsmöglichkeiten erlaubt. Mit dem GPS-Ortungssystem weiß der jeweilige Verantwortliche stets genau, wo sich die Fahrzeuge gerade befinden. Neben den Ortungsstandards und der Visualisierung des Betriebszustands des Fahrzeugs ist auch die Auswertung

der Daten einfach und logisch aufgebaut. In der Benutzerverwaltung kann festgelegt werden, wer die jeweiligen Daten „lesen“ darf. Gefahrene Strecken, Stillstände und Treibstoffverbrauch können ebenso ausgewertet werden wie die Erstellung eines „finanzamttauglichen“ Fahrtenbuchs, das als PDF-Dokument abrufbar ist. Mittels G-Meter- Funktion kann bei Überschreiten von festgelegten Grenzwerten beim Beschleunigen und Bremsen ein Alarm auslöst werden; über iButton oder Kartenleser für die Identifikation des Fahrers bis hin zu einem externen Taster für Privatfahrten reichen die Möglichkeiten des Systems.

Neue App ab Frühjahr 2014

© Foto Wilke

short

Freitag, 29. November 2013

Peter Wimmer, Geschäftsführer der Firma BBLA (Black-Box-Locating Alarm).

Für einen umfassenden Diebstahlschutz sorgt ein in der Blackbox integrierter Canbus Adapter für die sofortige Erkennung des Einbruchs und Meldung an den Fahrzeugbesitzer oder ein Callcenter. Letztgenanntes kontaktiert bei Alarm den Fahrzeugbesitzer und im Anschluss die Exekutive und

steht bei der genauen Ortung des entwendeten Fahrzeugs zur Seite. Optional ist beim Diebstahlschutz unter anderem ein „Geozaun“ (beim Verlassen eines festgelegten Gebiets wird Alarm ausgelöst), eine Motorblockade (im Stillstand), ein Innenraumüberwachungsmodul, ein externer Notfallknopf oder eine Integration der Warnblinkanlage als Notfallknopf möglich. Derzeit kann der Flottenmanager den Status der unternehmenseigenen Fahrzeuge über die BBLA-Internetseite verfolgen, ab Frühjahr 2014 wird auch eine eigene App verfügbar sein. Der Einbau des Systems dauert knapp eine Stunde und wird in einer Fachwerkstätte oder vor Ort beim Kunden vorgenommen. www.bbla.at

Gewinnspiel Einen Live-Eindruck des Systems kann man sich unter www.bbla.at verschaffen. Unter allen Interessenten, die Termine vereinbaren, verlost das Unternehmen zehn GratisGeräte inklusive Einbau. Kontaktinfo Peter Wimmer, info@bbla.at


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 29. november 2013 – 35

Skandinavien im blick

achtung: social media-hype

Skandinavische Märkte übertreffen MSCI Weltaktienindes um Vielfaches  Seite 37

Janus Capital sieht teils abstruse Bewertungen bei Social Media-Titeln  Seite 38

© EPA

© sxc

financenet issing „Euro nie wirklich bedroht“ © Hypo NOE Gruppe/APA-Fotoservice/Preiss

Pensionskonto: Chance für Finanzdienstleister

ATX

20.–27. November 2013 ATX (27.11.) 2.656,62 Wochentop Wochenflop

CNTY SBO

Top 5 ATX Prime CenturyCasinos Erste Group Bank Warimpex Telekom Austria Mayr-Melnhof Karton

1,89% 8,89% -5,18% 8,89% 5,59% 4,94% 4,48% 4,25%

Flop 5 ATX Prime Schoeller-Bleckmann -5,18% Wolford -3,05% Andritz -1,94% Zumtobel -0,83% Verbund -0,54%

DAX

20.–27. November 2013 DAX (27.11.) 9.351,13 FME LXS

Top 5 DAX Fresenius Medical Care Commerzbank Continental Deutsche Telekom Fresenius

6,23% -3,98% 6,23% 5,82% 4,54% 4,20% 3,86%

Flop 5 DAX Lanxess -3,98% K+S -3,34% Allianz -1,36% HeidelbergCement -0,86% Beiersdorf -0,65%

© Panthermedia.net/D. M. Baker

Wochentop Wochenflop

1,62%

Noch schnell aktivieren Nicht mehr lang kann man auf Daten früherer Rentenrechtsgrundlagen auf dem Pensionskonto zugreifen. So lässt sich errechnen, wie viel an Pension man künftig einbüßt. Experten wie Siegfried Prietl, Wolfgang Göltl, Peter Manhart sehen hier Chancen, bei Kunden mit Beratung zu punkten. Seite 36

inhalt

Capital:Markets > Vienna Insurance Group baut Vorstand um  > Die Investitionstrends unter der Lupe  > Constantia Flexibles sagt den Börsegang ab 

36 36

他們說中國話

36

Fonds:Park > 15 Jahre Green Invest von Swisscanto  37 > Erste Bank baut Angebot an Zertifikaten kräftig aus 38 Banking/Insurance:Watch > EU-Streit um Bankenabwicklung wird prolongiert 39 > Neuer Vertriebsvorstand bei Generali Österreich  40

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f i n a n c e : c ov e r

36 – financenet

Freitag, 29. November 2013

financenet@medianet.at

Pensionskonto Alte Daten werden verschwinden; wer jetzt noch sein Pensionskonto aktiviert, hat besseren Überblick

kolumne

Zeitfenster geht bald zu

Der Mangel an Alternativen

Banken, Versicherer und Finanzdienstleister wollen sich nun mit „Echtdaten“ forciert einbringen. Wien. Nicht nur, dass der Rücklauf der heuer gestarteten Fragebogenaktion der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) zum Pensionskonto – die Bürger waren aufgerufen, Versicherungslücken wie Studienzeiten, etc. zu ergänzen – mit rund 40% gering ist, wie PVADirektor Winfried Pinggera Anfang der Woche einräumte. Viel mehr Menschen müssten eigentlich ein vitales Interesse daran haben, Einsicht in das sogenannte Pensionskonto zu nehmen. Denn es gibt ein Zeitfenster, das sich bald schließen wird: Das sogenannte Pensionskonto gibt es zwar schon einige Jahre. Doch am 1.1.2014 kommt für alle nach dem 1.1.1955 Geborenen das Pensionskonto Neu – relevant ist das für jene, die schon vor dem 1.1.2005 gearbeitet haben. „Alle Daten, die dort bisher gespeichert waren, wie der aktuelle Pensionsanspruch, die Gesamtgutschrift, die Jahressumme der Beitragsgrundlagen, Teilgutschriften und Beitragsleistungen werden dann durch eine einzige Zahl – die neue Erstgutschrift ersetzt“, klärt Finanzdienstleister und Pensionsexperte Peter Manhart auf. Dies ist deshalb so, weil das Pensionskonto Neu Ansprüche aus diversen Rentenrechtsgrundlagen zusammenführt.

gerald stefan

S

liegen – könnte es ein böses Erwachen geben. Und grundsätzlich finden viele Bürger die Einführung des Pensionskontos zwar gut. Es soll mehr Transparenz in die komplizierte Ermittlung von Rentenansprüchen bzw. die mehrgleisigen Berechnungen bringen. Aber mit dem Verschwinden der alten Daten fällt es so manchem gar nicht auf, wie sehr er im Vergleich zu alten Pensionssystemen einbüßen wird. „Es ist ja klar, warum das alles passiert“, meint Manhart, „aber man muss es dem Bürger sagen.“ In Deutschland sei man schon weiter: Die Informationen dort würden viel klarer vermittelt und vor allem auch als Bringschuld; man muss sein Pensionskonto nicht anfordern, sondern bekommt es zugeschickt.

chade: Da freut sich der Finanzplatz Wien auf den ersten Börsegang seit 2011, und dann lässt die Constantia Flexibles ihr IPO einfach sausen. Platzierung zu schwierig – oder, genauer gesagt, Platzierung um den erzielbaren Preis zu wenig attraktiv. Dass der Rubel nicht rollte wie erhofft, muss nicht wundern: Besonders attraktiv wird den Österreichern ein Investment an ihrer Börse ja nicht gemacht. Als ob die Finanzmarktkrise nicht gereicht hätte, haben wir uns zusätzlich Feinheiten wie die Kursgewinnsteuer einfallen lassen; und neue Steuern stehen der Finanzbranche ins Haus. Es passt ins Bild, dass die Lust aufs Sparen in Österreich zum Jahreswechsel 2013/14 ein Rekordtief erreicht hat. Herausgefunden hat das eine Umfrage im Auftrag der Erste Bank, die sich diese Ergebnisse kaum gewünscht haben wird. Der Grund für die geringe Sparneigung wird sicherlich mit der weiterhin relativ flauen Konjunktur zu tun haben, die die Österreicher beim Einkommen zwickt. Doch vor allem die derzeit so niedrigen Zinsen dürften ein gewichtiger Faktor sein. Und die mögliche Alternative, nämlich Lust auf Wertpapiere, haben die Österreicher weiterhin kaum. Womit sich der Kreis schließt: Sparen gilt mangels Zinsen als perspektivlos, Aktien, Fonds & Konsorten gelten als Gottseibeiuns ...

Manhart: „Wer seinen Zugang heuer noch aktivieren lässt, der hat noch die Chance, zu vergleichen und abzulesen, ob er zu den Gewinnern oder Verlierern der Pensionspläne der Regierung gehört.“ Wer noch keine Freischaltung hat, könne zwar immer noch auf die alten Berechnungen zugreifen, mittels der Versicherungsdatenauszüge, aber, so Manhart, „da muss man fast schon ein Mathematikgenie sein, um sich das selbst ausrechnen zu können.“ Die Freischaltung funktioniert relativ einfach via Handy als virtuelle Bürgerkarte.

IPO Constantia Flexibles

Umfrage Finanzmarkttrends 2014 Erste Bank ortet mehr Kredite, weniger Sparbuch

Jetzt noch aktivieren

Der Börsegang blieb doch aus

© Niko Formanek

Jedenfalls wittern Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister ihre Chance. „Das ist das Hauptthema unserer Berufsgruppe“, meint Siegfried Prietl, Geschäftsführer der Bank Austria Finanzservice GmbH. Es gehe darum, den Kunden die Versorgungslücken nun anhand abgesicherter Werte aufzuzeigen. Neben vielen öffentlichen Stellen wie Gemeinden, SVA und WKO können auch Unternehmen, darunter auch Finanzberater – strafrechtliche Unbescholtenheit vorausgesetzt – die Bürgerkarte aktivieren. Dabei hätten dies Arbeiterkammer und Sozialministerium fast verhindert: Sie sahen darin eine potenzielle Unvereinbarkeit, wenn Kundendaten via Bürgerkarte gewerblich genutzt werden können und sich daraus ein Wettbewerbsvorteil herausholen ließe. Das ist aber weg vom Tisch. FinanzdienstleisterBundesobmann Wolfgang K. Göltl: „In Rechtsangelegenheiten wendet man sich doch auch an einen Rechtsanwalt...“ (lk)

Manhart: „Nun lässt sich die tatsächliche Pensionslücke individualisiert berechnen.“

„Innerhalb von zwölf Jahren hat es fünf Pensionsreformen gegeben“, macht Arno Slepice, Geschäftsführer der Varias OG, die einen Vorsorgerechner entwickelt hat, aufmerksam.

Künftig zählt jeder Tag Beim Stabilitätsgesetz von 2012 sei das Wort Pensionsreform zwar nie erwähnt worden, es sei aber schnell klar gewesen, dass die größte Budgetposition „Pension“ heißt, so Slepice vor Kurzem bei einer Veranstaltung der Fachgruppe der Wiener Finanzdienstleister. „Es hat kaum jemand mitbekommen, aber durch die Abschaltung

der Parallelrechnung und die Einführung der Kontoerstgutschrift ging auch der abfedernde Verlustdeckel verloren“, so Slepice; „künftig zählt jeder Tag für die Pensionsberechnung und nicht mehr die besten 10, 15, etc. Jahre.” Infolge der Reformen wird es zwar nicht nur Verlierer geben. Mütter mit mehreren Kindern und einem flachen Einkommensverlauf können durchaus zu den Gewinnern zählen. Für das Gros der Bürger jedoch – vor allem für Teilzeitbeschäftigte, Freiberufler, jüngere Personen, Akademiker, Menschen mit stark variierendem Einkommensverlauf oder Personen, die über der Höchstbeitragsgrundlage

Exit Kosyna und Gröll

VIG: Umbau im Vorstand

Wie die Österreicher veranlagen fungen Geld von ihrer Bank leihen. Die wirtschaftliche Situation Österreichs hält die Mehrheit für besser (55%) als in anderen EU-Staaten.

Lust auf Sicherheit „Ende des Jahres laufen wieder viele gebundene Sparformen aus, und es werden auch die Wertpapierdepots wieder durchforstet”, erklärt Peter Bosek, Privat- und

Erste Bank-Vorstand Peter Bosek: „Die Wertpapierdepots werden durchforstet.”

Firmenkundenvorstand der Erste Bank. Obwohl sie im Vergleich zu 2012 an Beliebtheit verloren haben, seien sichere Sparmöglichkeiten nach wie vor am gefragtesten. Im kommenden Jahr wollen weiterhin 62% mit dem Sparbuch sparen (-9), 51% (-8) einen Bausparvertrag abschließen und 41% (+1) mit einer Lebensversicherung ansparen. In Immobilien wollen 17% (-2) der Österreicher investieren, während 9% (-3) in Gold anlegen. Bei Wertpapieren sind die Österreicher weiter vorsichtig. In Anleihen wollen 8% (-4) investieren, jeder 10. Befragte will mit Aktien veranlagen und rund 13% (-1) setzen auf Fonds. Die Sparquote selbst, also der Anteil des Ersparten am frei verfügbaren Einkommen, ist mit aktuell 5,2% so niedrig wie kaum jemals zuvor. Rund ein Drittel (31%) der Österreicher hat in den nächsten zwölf Monaten vor, größere Anschaffungen zu tätigen. Dafür planen sie eine durchschnittliche Summe von 72.400 € ein (-13%). Mehr als ein Fünftel (21%) will zur Finanzierung Bankkredit oder Bauspardarlehen aufnehmen. (red)

Wien. Wegen Verlusten der Tochter Donau Versicherung im Autoversicherungsgeschäft in Italien nimmt VIG-Vorstand Franz Kosyna den Hut. Er war bis Mai 2012 Chef der Donau und ist bereits seit 1983 im Konzern tätig; seit 1. Juni 2012 trug er den Titel GeneraldirektorStellvertreter der VIG. Auch Vorstands-Vize Roland Gröll scheidet per 31.12.2013 aus.  (APA)

© APA/Vienna Insurance Group AG/IA

Wien. Wie viel Geld planen die Österreicher in den kommenden zwölf Monaten auf die Seite zu legen? Die Ergebnisse einer aktuellen Integral-Umfrage im Auftrag der Erste Bank zeigen, dass im Durchschnitt 5.200 € gespart beziehungsweise wiederveranlagt werden, um 900 € mehr als 2013. Die Lust auf einen Kredit ist etwas höher als im letzten Jahr. 21% (+7) wollen sich für größere geplante Anschaf-

© Erste Bank

Wien. Der geplante Börsengang der Constantia Flexibles in Frankfurt und Wien ist gescheitert. Kurz vor Ablauf der Zeichnungsfrist um 16 Uhr warf CEO Thomas Unger am Dienstag das Handtuch. Eigentlich hätte der IPO samt „Greenshoe” dem Verpackungshersteller und Mehrheitseigentümer One Equity Partner (OEP) zwischen 630 und 820 Mio. € in die Kassen spülen sollen – doch bald zeichnete sich ab, dass der erhoffte Preis zu hoch gegriffen war und man bestenfalls am unteren Ende der von 19,50 bis 25,50 € reichenden Preisspanne laden würde. Auch das ging sich aber nicht mehr aus. Das Scheitern des IPO der Constantia Flexibles ist nicht der erste Flop eines österreichischen Konzerns am Börsenparkett seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007/2008: Zuletzt hatte sich der Alukonzern AMAG an die Börse gewagt; der IPO von Photovoltaik-Zulieferer Isovoltaic scheiterte. (red/ag)

Chance Beratung

VIG-Vizegeneral Franz Kosyna scheidet zu Jahresende aus dem Vorstand aus.


f on d s: pa r k

Freitag, 29. November 2013

financenet – 37

financenet@medianet.at

Fidelity-Experte „Der Ausblick für skandinavische Werte ist weiterhin vielversprechend – plus 156 Prozent in den vergangenen zehn Jahren“

Wo nicht nur der Elch steppt Kronberg im Taunus. Die Zeiten, als europäische Aktien die Stiefkinder der Investoren waren, dürften für´s Erste vorüber sein: Seit diesem Jahr sind sie wieder stark gefragt, stellt das US-Investmenthaus Fidelity fest. Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres flossen 65 Mrd. USD von amerikanischen Investoren in den europäischen Aktienmarkt, wovon auch skandinavische Aktien profitierten.

Starke Volkswirtschaften Bertrand Puiffe, Manager des Fidelity Nordic Fund, sieht weiterhin gute Chancen für Anleger im „Hohen Norden“ Europas: „Über kurz wie lang haben die Aktienmärkte Skandinaviens den Durchschnitt der europäischen Börsen klar geschlagen. Mit einem Plus von 156 Prozent entwickelte sich der skandinavische Markt in den vergangenen zehn Jahren doppelt

so gut wie der europäische Aktienindex MSCI Europe mit plus 78 Prozent.“ Finnland, Schweden und Dänemark zeichnen sich durch gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen wie eine geringe Verschuldung und ein Haushaltsdefizit von unter drei Prozent aus, erläutert Puiffe: „Insbesondere Norwegen verfügt über einen starken positiven Netto-Cashflow und einen massiven Staatsfonds mit einem Vermögenswert, der ungefähr dem 18-monatigen Bruttoinlandsprodukt entspricht.“ Auch wenn im Norden der Steuerdruck auf Privathaushalte hoch ist, für Firmen sind die Steuern

günstig. So liegt etwa in Schweden die Körperschaftssteuer bei 22%, in Finnland bei 20% und in Dänemark wird sie bis 2015 von jetzt 25 auf dann 22% abgesenkt, meint Puiffe: „Auch das stabile Bankensystem ist ein nicht zu vernachlässigender Standortvorteil: Die skandinavischen Länder zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Wesentlichen Banken mit Privatkundengeschäft haben.“ Stark reguliert, weisen sie mit konservativen Geschäftsmodellen hohe Eigenkapitalquoten auf. Die Fundamentaldaten der Unternehmen sind robust, mit gesunden Bilanzen und Spezialisierungen

in Nischenmärkten mit kaum Wettbewerb, meint der Fidelity-Experte: „Beispiele sind Automobilsicherheitssysteme oder die Herstellung von Pflanzenölen für die Agrarindustrie, hier sind die Nordeuropäer optimal aufgestellt.“ Der etwas höhere Preis skandinavischer Aktien im Vergleich zum breiteren europäischen Markt sei gerechtfertigt, da hier die fundamental guten Aussichten der Unternehmen, ihre gesunden Bilanzen sowie ihr langfristiges Wachstumspotenzial einfließen, ist Puiffe überzeugt: „Sie werden immer noch unter ihrem historischen Mittelwert gehandelt”.  (rk)

© sxc

Gesunde Volkswirtschaften mit Exportprofis in Nischen- und Wachstumsmärkten im Norden Europas.

Auf Anleger in Skandinavien warten gute gesunde Bilanzen der Unternehmen.

Swisscanto Green Invest

Geburtstagsfeier Zürich. Vor genau 15 Jahren lancierte das Schweizer Fondsunternehmen Swisscanto den ersten nachhaltigen Fonds unter dem Label „Green Invest“. Zusammen mit dem WWF Schweiz und einem Nachhaltigkeitsbeirat, bestehend aus Persönlichkeiten verschiedener Gesellschaftsbereiche, entwickelte die Fondsgesellschaft der Schweizer Kantonalbanken einen Katalog, der die genaue Nachhaltigkeitsphilosophie inklusive der Ausschlusskriterien umfasst. Diese Ausführungen sind bis heute die Grundlage aller nachhaltigen Fonds, die dem Aktienfonds „Swisscanto (CH) Equity Fund Green Invest“ folgten. „Wir verfügen heute über eines der profiliertesten Angebote im Bereich der nachhaltigen Geldanlagen“, sagt Gérard Fischer, CEO der Swisscanto Gruppe. Das Thema Nachhaltigkeit ist zur Zeit der großen Klimadiskussionen um 2006 und 2007 endgültig in den Finanzmärkten angekommen und hat sich als fester Baustein etabliert, heißt es aus dem Unternehmen. Gemäß verschiedenen Marktanalysen machen aber als nachhaltig deklarierte Finanzprodukte im deutschsprachigen Raum lediglich ein bis maximal zwei Prozent des gesamten Anlagevolumens aus. Swisscanto, das heuer auch sein 20-jähriges Bestehen feiert, bietet Investoren derzeit acht nachhaltige Fonds an. Nach dem Premierenfonds in Schweizer Franken folgten ein weiterer Euro-Aktienfonds sowie zwei Misch- und ein Rentenfonds in beiden Währungen.  (red)

Wachstum braucht rasche Liquidität. Das Raiffeisen Factoring.

© Swisscanto/www.profifoto.ch

Forderungen wenige Stunden nach Rechnungslegung auf dem Firmenkonto haben – Raiffeisen Factoring sichert die Liquidität für Ihren laufenden Geschäftsbetrieb sowie die Finanzierung bei Umsatzsprüngen oder Saisonspitzen. Nutzen auch Sie diese flexible und moderne Form der Wachstumsfinanzierung. Infos bei Ihrem Firmenkundenbetreuer und auf www.raiffeisen-factorbank.at

Gérard Fischer, CEO Swisscanto: Green Invest-Familie ausgebaut. ZRW_Factoring_AZ_216x288abf_4c_abfall.indd 1

9/9/2013 8:21:56 AM


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financenet@medianet.at

„Social Media“ und „Cloud Computing“ Janus Capital Group warnt vor absurden „Kurs-Einnahmen-Verhältnissen“ als Bewertungsmaßstab

Achtung vor der Hype-Falle

„Nur wenige Unternehmen dürften den hohen Erwartungen der Anleger gerecht werden“, so die Experten des US-Fondshauses.

© EPA

Denver/Wien. Unternehmen aus den Bereichen Social Media und Cloud Computing erzielen beim Initial Public Offering Rekorderlöse. Doch viele Anleger dürften derzeit zu viel zahlen und in Zukunft enttäuscht werden, schätzt Alan Bezoza, Technologie-Experte bei der Janus Capital Group aus Denver. „Die Wachstumsgeschichten der Branche sind einfach zu verstehen – vielleicht zu einfach“, sagt der Analyst. „Wir glauben, dass sich viele Investoren in einem Umfeld langsamen Wachstums vom Hype um Cloud Computing und Social Media haben mitreißen lassen.“ Niemand stelle ernsthaft infrage, welch umwälzende Folgen die technologische Entwicklung haben werde. Doch dies erinnere stark an die Dotcom-Ära; damals kletterten die Kurse auf Höhen, die durch das fundamentale Potenzial der Unternehmen nicht gerechtfertigt waren. „Einige aktuelle Börsengänge errei-

Wie schon früher bei Amazon, eBay & Co. werden es auch jetzt nur wenige schaffen.

Wien. Die zweitägige Zwangspause an der Wall Street Ende Oktober 2012 wegen des Hurrikans „Sandy“ hat ihre Spuren auch noch ein Jahr danach in der heimischen Investmentfondsstatistik hinterlassen. Für beinahe 500 inländische Fonds, die US-Wertpapiere beinhalten, konnten damals wegen fehlender Schlusskurse keine Ultimo-Rechenwerte berechnet werden. Diese fehlen nun als Vergleichswerte. Die aktuelle monatliche Oktober-Statistik der VÖIG ist also nicht mit den anderen Monaten vergleichbar, wird betont. Insgesamt zeigten von den restlichen 1.141 Fonds 909 eine positive und 229 eine negative Einjahres-Performance.

Japan-Fonds stark Die durchschnittliche Einjahres-Performance der Fonds, für die Rechenwerte vorlagen, lag per Ende Oktober im arithmetischen Mittel – also ohne Berücksichtigung von Fondsvolumina oder Kategorien – bei einem Plus von 4,97% (Vormonat: 4,72% für alle 1.604 Fonds mit Einjahresperformance). Die beste Performance der rechenbaren Fonds weist mit 62,3% der Nippon Portfolio der Gutmann KAG aus, gefolgt vom WSS-Europa (3 Banken-Generali) und dem Omikron 7 (Bawag PSK Invest). Die schwächste Einjahres-Performance weist der Pioneer Funds AustriaInternational Bond (T) auf (-14,04%). (ag)

Übertriebene Bewertungen sieht der Experte auch abseits der IPOs. So hätten innerhalb des Russel Midcap Growth Index jene Betriebe, die rote Zahlen schrieben, in den ersten drei Quartalen 2013 im Schnitt 47,5 Prozent hinzugewonnen, der Gesamtindex konnte aber nur um 25,4 Prozent zulegen. „Es ist nicht erstaunlich, dass viele dieser Firmen Branchen mit übertriebenen Wachstumserwartungen wie Social Media und Cloud Computing angehören“, stellt Bezoza fest. Das gleiche gelte auch für den Russel 2000 Growth Index – auch hier hätten die Unternehmen außerhalb der Gewinnzone mit 42,7 Prozent stärker zugelegt

Alle Titel aus DAX, MDAX,TecDAX abgedeckt Wien. Ab sofort sind für Tradingorientierte Kunden mehr als 600 neue Turbo-Optionsscheine handelbar. Die neuen Produkte umfassen erstmals sämtliche Basiswerte aus dem DAX-, MDAX- und TecDAX-Segment. „Diese neuen Produkte ergänzen neben österreichischen Titeln und solchen aus Zentral- und Osteuropa das Angebot an Turbo-Optionsscheinen und bilden einen neuen, fixen Bestandteil in unserer Produktpalette“, erklärt Andre Albrecht, ZertifikateExperte bei der Erste Group. Das Angebot werde laufend ausgebaut, um immer eine aktuelle Auswahl anbieten zu können. Unter anderem finden sich darin Basiswerte wie Axel Springer, BB Biotech, Celesio, Euromicron, Leo-

ni, Qiagen, Stada, Wacker Chemie, etc. Die komplette Liste gibt es online: https://produkte.erstegroup. com/Retail/de/Products/ Structured_Products/Site/By_ underlying/index.phtml?ID_TYPE _INSTRUMENT=1 Neben Turbo Long-Produkten wurden auch Turbo Short-Produkte emittiert, mit denen Investoren auch von fallenden Notierungen profitieren können. Es handelt sich dabei um TurboOptionsscheine ohne Laufzeitbegrenzung. Turbo-Optionsscheine bieten Anlegern eine Hebelwirkung, bei der die Kursbewegung eines Basiswerts weitgehend unabhängig vom Volatilitätseinfluss abgebildet wird. (lk)

Axel Springer, Qiagen, Wacker Chemie ... sind nur einige der nun abgedeckten Titel.

Arisecur Elektronischer Antrag im Nürnberger-System

Rohstoffe Engpass in Libyen, Sorgen über Nigeria, Irak

Wien. Der Vertriebs-Pool Arisecur bietet seinen Partnern nun die Möglichkeit, direkt von der Pool-Plattform in das Nürnberger Vertriebspartner-InformationsSystem (VIS) umzusteigen und dabei vorhandene Kundendaten zu übernehmen. Im VIS könnten sie die Vorteile des elektronischen Antrags, der elektronischen Unterschrift und vieler weiterer Beratungstools nutzen, heißt es. „Es freut uns, dass der elektronische Antrag, den wir im September erstmals der Vermittlerschaft vorgestellt haben, von unseren Vertriebspartnern so gut angenommen wurde. Durch die nunmehrige Kooperation mit Arisecur können wir die Vorteile der neuen Beratungstechnologie mit einem Schlag einer großen Zahl von Beratern zur Verfügung stellen“, erläutert Wolfgang Menghin, Leiter MFAVertrieb der Nürnberger Versicherung Österreich. Der Hauptnutzen für den Arisecur-Berater sei, dass er vorhandene Kundendaten nicht nochmals im VIS erfassen müsse. Weiters entfalle die neuerliche Anmeldung, da die Zugangsberechtigung vom System automatisch

Wien. „Sowohl der Energiesektor als auch Industriemetalle haben zuletzt von verbesserten USKonjunkturdaten profitiert“, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. Besonders auffällig sei dieser Aufschwung in den USA selbst, wo der Dow Jones Industrial Index ein neues Rekordhoch erreichte, was die Angst vor einer Überhitzung der Aktienmärkte weiter schürt. Die anhaltende Geldflut durch diverse Zentralbanken tue ihr Übriges.

Gemeinsame Datenschnittstelle

erkannt wird. Bei der Überleitung des signierten Antrags wird dieser auch automatisiert als PDF im Bestandsverwaltungssystem der Arisecur revisionssicher beim Kunden archiviert. Im VIS könne dann der elektronische Antrag mit der elektronischen Unterschrift genutzt werden. Dieser biete dem Vermittler zahlreiche Vorteile, vor allem auch die zeitliche und örtliche Flexibilität, wird betont.  (lk)

Energiesektor: Sieger in letzter Zeit größten Opfern des sich ändernden makroökonomischen Umfelds. Gold kam letzte Woche erneut unter Verkaufsdruck und erreichte den tiefsten Punkt seit Anfang Juli (nur noch 5% über dem Jahrestiefpunkt von 1.180 USD pro Unze von Ende Juni). Zwar habe Gold technische Unterstützung unter der Marke von 1.240 USD gefunden, aber er würde keine Long-Positionen eingehen, bevor nicht 1.272 oder gar 1.300 erreicht seien, so Hansen. (red)

Die Hoffnungen

Wolfgang Menghin, Vertriebsleiter bei Nürnberger Versicherung Österreich.

Angetrieben von der steigenden Benzin- und Rohölnachfrage, war der Energiesektor der Sieger der letzten Zeit. WTI-Öl (West Texas Intermediate) hat sich von einem 5-Monats-Tief erholt und konnte im Windschatten der Sorte Brent zulegen, die wieder auf 110 USD pro Barrel stieg. „Die Unterstützung für Brent liegt an den anhaltenden Versorgungsstörungen in Libyen und den Befürchtungen über Lieferengpässe in Nigeria und dem Irak“, sagt Hansen. Gold und Silber werden heuer immer mehr zu den

© panthermedia.net/Oleksiy Mark

Hurrikan Sandy von 2012 hinterließ seine Spuren in der Statistik.

Verluste, hohe Performance

© dpa/Maurizio Gambarini

© NOAA/NRL Monterey Marine Meteorology Division

4,97% Plus bei den Fonds

als der Gesamtindex (32,5 Prozent). Da viele Unternehmen noch keine Gewinne erwirtschafteten, orientierten sich die Bewertungen zunehmend an den Einnahmen. Das Verhältnis zwischen Kurs und Einnahmen entspräche zurzeit oftmals dem, was Analysten normalerweise beim Kurs-Gewinn-Verhältnis erwarten würden. Um diese Bewertungen zu rechtfertigten, müssten die Firmen über Jahre hinweg außergewöhnliche Geschäftserfolge erwirtschaften. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass die meisten Unternehmen dabei scheitern werden“, so Bezoza. Die Lehre aus der Dotcom-Ära laute: Ähnlich wie bei Amazon, eBay und Co. würden auch nun nur eine Handvoll neue Technologiegiganten hervorgehen. Wo viel Schatten, da auch Licht: Firmen aus den Bereichen Hardware oder Business Services bieten laut Bezoza Wachstumspotenzial zu angemesseneren Preisen.  (lk)

Über 600 neue Turbo-Optionsscheine Erste baut Angebot an Zertifikaten aus, sowohl Long- als auch Short-Produkte

© Hubert Auer

VÖIG Fondsmarkt

chen derzeit Volumina, die jenseits des Umsatzpotenzials des gesamten erreichbaren Markts liegen“, zieht Bezoza Parallelen.

Gold und Silber als „Opfer“ des sich ändernden makroökonomischen Umfelds.


ba n k i n g

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Hypo NOE Ex EZB-Chefökonom Otmar Issing sprach im 8. Invest-Club über den Euro und seine Stärken

140 hochkarätige Gäste aus Wirtschaft, Politik und dem öffentlichen Leben im Palais Niederösterreich.

140 Gäste aus Wirtschaft, Politik und dem öffentlichen Leben waren erschienen, um die Ansichten des Experten zum Thema „Europa und der Euro – Motor der Integration oder Spaltpilz?“ zu hören. Und seine Ausführungen waren durchaus erhellend: Schon in den ersten Minuten seines Vortrags betonte Issing, dass die Existenz des Euro als stabile Währung nie wirklich bedroht gewesen sei. Im Bezug auf die Europäische Union sieht der ehemalige Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank den Euro jedoch als „Spaltpilz“, welcher die Gefahr birgt, die einzelnen Mitgliedsstaaten auseinanderdriften zu lassen.

Paris. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Danièle Nouy als Leiterin der neuen europäischen Bankenaufsicht vorgeschlagen. Die Nominierung war von den meisten Beobachtern im Vorfeld erwartet worden (financenet berichtete). Die Entscheidung war auch auf Druck des Europäischen Parlaments gefallen, das immer wieder moniert hatte, dass die EZB Spitze ein reiner Männerverein sei. Die als durchsetzungsstark und erfahren beschriebene 63jährige Französin ist Mutter zweier Töchter und leitet seit 2010 die französische Bankenaufsicht. Nouy arbeitete seit 1974 bei der französischen Zentralbank, wo auch ihr Vater bereits tätig war.  (red) 8. Invest Club: Hypo NOE-Generaldirektor Peter Harold mit Otmar Issing und NÖ LH.Stv. Wolfgang Sobotka (v.l.n.r.).

ropäische Union eine Bankenunion brauche, hielt Issing fest: „Die Notwendigkeit der Bankenunion folgt aus dem Versagen der nationalen Einrichtungen und Instrumente. Die EZB wird mit der Bankenaufsicht betraut. Für die gemeinsame Abwicklung bzw. Restrukturierung sind die wichtigsten Fragen noch ungeklärt; Gleiches gilt für die Einlagensicherung.“

Eurobonds undemokratisch

Ungeliebte Bankenunion

Der Idee von Eurobonds als Weg aus der Krise steht Issing sehr kritisch gegenüber. Die Ausgabe von Bonds, für die alle haften, würde einem fundamentalen Prinzip der Demokratie widersprechen: „No taxation without representation.

Die Zukunft des Euro werde laut Issing jedoch nicht in den Peripherieländern der EU, sondern in Ländern wie Italien und Frankreich und deren Reformwillen entschieden werden. Zur Frage, ob die Eu-

Ein vorrangiges Problem ortet Harold jedoch in der in den letzten Jahren am Kapitalmarkt, aber auch in der Bevölkerung steigenden Verunsicherung aufgrund der Peripheriestaaten wie beispielsweise Griechenland. Der niederösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka sieht Europa, genau wie Otmar Issing, als ein Friedensprojekt und fordert „in solch fragilen und volatilen Zeiten“ eine politische Vision. (red)

Bankenabwicklung Der Streit geht in die nächste Runde

Klagenfurt. Die BKS Bank wurde bereits zum zweiten Mal mit dem Zertifikat „berufundfamilie“ ausgezeichnet. Die Ehrung wurde von Minister Reinhold Mitterlehner im Rahmen einer Gala-Veranstaltung in Wien vorgenommen. Die BKS Bank ist seit 2010 zertifiziert und hat das Reaudit im Sommer gemeinsam mit Auditorin Irene Slama, Geschäftsführerin von ISCON, durchgeführt. Dabei wurden von einem MitarbeiterTeam jene Maßnahmen erarbeitet, die die Bank in den kommenden drei Jahren umsetzen wird.

Brüssel/Frankfurt. Das Gezerre um eine geregelte Bankenabwicklung für Institute in ganz Europa, die auch eine Unterstützung schon im Krisenfall durch andere Euro-Staaten mit sich bringen würde, ist noch nicht zu Ende: Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble legt sich weiterhin quer und sieht als erste die Nationalstaaten gefordert, ehe es ein Einschreiten und damit eine Unterstützung im Sinne der Solidarität gebe. Erst wenn deren Möglichkeiten ausgereizt wären, könne es eine Unterstützung geben: „Sonst schaffen wir nur wieder Fehlanreize“, stellte Schäuble fest. Und den Rettungsschirm ESM dafür heranzuziehen, ist für den deutschen Finanzminister ohnehin „jenseits aller Realität“. Die deutsche Bundesregierung und die deutsche Bundesbank beklagen seit Längerem, dass eine ausreichende Rechtsgrundlage für den sogenannten Einheitlichen Abwicklungsmechanismus („Single Resolution Mechanism“/SRM) fehlt. Dies könne eine Klagewelle nach sich ziehen. Deshalb plädiert Schäuble in einer Übergangszeit für ein Netz-

„Wir wollen unter anderem ein Konzept zu einem besseren Generationenmanagement entwickeln, die Notfallkinderbetreuung durch die Ausstattung unserer Stellen mit Spielzeugkisten erleichtern, unser Ferienbetreuungsangebot auf den Winter ausdehnen, im Intranet eine Tauschbörse einrichten und Treffen für Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Angehörigen organisieren“, erläuterte BKS Bank-Vorstand Herta Stockbauer.

© Harald Schlossko

Notfallkinderbetreuung

Minister Reinhold Mitterlehner verlieh das Zertifikat an Herta Stockbauer, BKS.

RLB NÖ Wien begibt 300 Mio.-„Tierchen“

Hilfe nur als allerletzter Ausweg

werk nationaler Behörden mit nationalen Restrukturierungsfonds. Dies lehnt die EZB aber ab. Kern der künftigen Abwicklungsregeln ist, dass der Steuerzahler nicht mehr als Erster bei einer Schieflage von Banken einspringen soll. Stattdessen sollen, wie in Zypern, Aktionäre und Gläubiger stärker zur Rettung eines Instituts herangezogen werden. Am EU-Gipfel vor Weihnachten wird weitergestritten.  (rk/APA)

© EPA/Carmen Jaspersen

„Wir verfügen seit Langem über eine Krabbelgruppe und moderne Arbeitszeitmodelle, die familiäre Anforderungen leicht integrierbar machen.“ Aber seit man mit den Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf begonnen habe, hätten sich die Anforderungen stark geändert, betonte Stockbauer weiters: „Burn-out und persönliche Krisensituationen nehmen zu“.(red)

New York. Die Banker von JPMorgan können sich Insidern zufolge nach den milliardenschweren Belastungen durch Rechtsstreitigkeiten keine Hoffnung auf größere Gehaltssteigerungen machen. Die Entlohnung solle in diesem Jahr weitgehend stabil gehalten werden, heißt es. Im Klartext: Es gibt nicht mehr Geld. Im Immobilienbereich könnte die Entlohnung sogar niedriger ausfallen als vor Jahresfrist, mutmaßen Insider. JPMorgan war im dritten Quartal zum ersten Mal seit knapp zehn Jahren wieder in die Verlustzone gerutscht.  (APA/Reuters/red)

Kapitalmarkt verunsichert

BKS Bank Zertifikat des Audit „berufundfamilie“ verliehen

Familienfreundlicher Arbeitgeber

JPMorgan-Banker: Gürtel enger schnallen

Dabei betonte Harold, dass der Euro eine solide Währung sei und seit seiner Einführung sogar noch weiter an Stabilität gewonnen hätte.

Damit würde die demokratische Legitimierung der Währungsunion zerstört“, so Issing. Abschließend lobte der Ökonom Europa als das erfolgreichste Integrationsmodell der Geschichte und wies daraufhin, dass dies nie gefährdet werden dürfe. In einer anschließenden, von Kurier-Chefredakteur Helmut Brandstätter moderierten Podiumsdiskussion mit Hypo NOEGeneraldirektor und Gastgeber des Clubabends, Peter Harold, und NÖ Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka wurden die derzeitige Lage in Europa sowie die notwendigen Maßnahmen für eine stabile Zukunft der Währungsunion und des Euro intensiv diskutiert.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble bleibt bei Bankenrettung hart.

© CR/Foto Wilke

Spaltpilz fördert Fliehkräfte

Soll kein Freund exotischer Anlageprodukte sein: Danièle Nouy.

© Hypo NOE Gruppe Bank AG/APA-Fotoservice/Preiss

Wien. War der Euro wirklich in großer Gefahr und musste man um Europa fürchten? Diese Frage hat wohl Millionen Menschen während der letzten Jahre immer wieder beschäftigt. Einige Antworten auf diese drängenden Fragen gab es jetzt von einem Finanzfachmann ersten Grades vor einer hochkarätig besetzten Zuhörerrunde im Palais Niederösterreich in der Wiener Herrengasse: Beim achten InvestClub der Hypo Niederösterreich sprach als Keynote-Speaker des Abends der ehemalige EZB-Chefökonom und Präsident des Center for Financial Studies der Uni Frankfurt, Otmar Issing.

Daniele Nouy künftige Banken-Oberaufseherin © EPA/Jean Derennes/Banque de France

„Euro als stabile Währung war nie wirklich bedroht“

short

„Erfolg am Kapitalmarkt“: Andreas Fleischmann, RLB NÖ Wien.

Wien. Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich Wien AG (RLB NÖ Wien) hat sich jetzt binnen drei Stunden über eine 300 Mio. € schwere Anleihe sogenanntes Basel-III-konformes Tier-2-Kapital mit zehnjähriger Laufzeit (im Fachjargon „Tierchen“ genannt; Anm.) besorgt. Der Kupon war zweifach überzeichnet. Die Zinsen betragen 5,875 Prozent. Basel-III-konformes Tier2-Kapital ist als Eigenkapital anrechenbar. „Institutionelle Investoren haben mit ihrem Interesse auch die Stärke der RLB NÖ Wien als Regionalbank bestätigt“, so Vorstand Andreas Fleischmann.  (APA)


i n su r a n c e : watc h

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financenet@medianet.at

© sVersicherung

s Versicherung: 700 wechseln zur BKV

Heinz Schuster, Vorstands­ vorsitzender der s Versicherung.

Wien. Der Gesetzgeber gab Beziehern von PensionskassenPensionen die Möglichkeit, bis zum 31. Oktober 2013 einmalig zu einer betrieblichen Kollektivversicherung zu wechseln. Die s Versicherung hat mit Erste Bank und Sparkassen eine Schwerpunktaktion gesetzt. „Wir konnten rund 700 Personen von den Vorteilen der betrieblichen Kollektivversicherung überzeugen”, so Heinz Schuster, Vorstandsvorsitzender der s Versicherung. (red)

Pensionskassen: von Erhöhung bis „Zittern“ Wien. Pensionskassen-Kunden mit Rechnungszins von 3,5 Prozent oder darunter haben Aussicht auf Erhöhung ihrer Zusatzpension im Jahr 2014. Für Leistungsbezieher mit hohen Rechnungszinsen dürfte es schwierig werden, die nötige Performance von zumindest 7 Prozent zu erzielen, warnt Mercer. (APA)

© Panthermedia.net/Philipp Dase

Deutschland: Hilfe für Versicherungsbranche

Deutsche Regierung will Assekuranzen Rückendeckung geben.

Berlin. Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble hat der deutschen Versicherungswirtschaft im aktuellen Niedrigzinsumfeld die Unterstützung der künftigen Bundesregierung zugesagt. So werde die Regierung einen neuen Anlauf zu einer fairen Verteilung der Bewertungsreserven in der Lebensversicherung auf die verschiedenen Kundengruppen machen. „Die Rahmenbedingungen müssen an die Besonderheiten eines Niedrigzinsumfelds angepasst werden”, so Schäuble. (APA/Reuters)

Markus Winkler übernimmt von Schuchter die Leitung der Regionaldirektion Tirol und Vorarlberg. Wien. Der italienische Versicherungskonzern Generali verliert in Österreich seinen Vertriebsvorstand. Harald Steirer (52) verlässt das Unternehmen mit Jahresende 2013. „Aus persönlichen Gründen” habe er sich entschlossen, sein Vorstandsmandat nicht zu verlängern, teilte das Unternehmen mit. Sein Nachfolger wird Arno Schuchter (53), seit 2002 Landesbzw. Regionaldirektor bei Generali. Der bisherige Vertriebschef Steirer kam 2004 zu Generali und wurde 2008 in den Vorstand berufen. Wo er jetzt hingeht, ist nicht bekannt. Schuchter wird ab 1. Jänner 2014 die Leitung der Abteilung Vertrieb-Marketing im GeneraliVorstand übernehmen.

mehr als im Vergleichszeitraum 2012. Seit der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft im Jahr 2004 hat Sace Dividenden im Wert von insgesamt 2,5 Mrd. € ausgeschüttet. 25.000 Kleinunternehmen zählen zu den Sace-Kunden. Italiens Regierung will durch den Verkauf von Beteiligungen an staatlich kontrollierten Unternehmen in den kommenden Wochen 10 bis 12 Mrd. € erlösen. Veräußert werden sollen drei Prozent am Öl- und Gaskonzern Eni sowie Beteiligungen am Schiffbauer Fincantieri. Verkauft werden auch Anteile an der Flugaufsicht ENAV, an Versorgungsnetzen, Geschäften in Bahnhöfen und an der Exportkreditversicherung Sace.

Fata Danni verkauft

Tirol und Vorarlberg Schuchters Nachfolger als Leiter der Regionaldirektion für Tirol und Vorarlberg wird Markus Winkler (51). Winkler trat 1983 bei der Generali Versicherung in Tirol als Schadenreferent ein. 1993 avancierte er zum Gruppenleiter Kfz-Schaden, 1998 folgte die Ernennung zum Leiter Kfz/Rechtsschutz und danach zum Leiter Makler-Partner-Service. 2010 wurde Winkler mit der Leitung des Exklusiv-Vertriebs der Generali Versicherung in Tirol betraut. Mit einem Prämienaufkommen von rund 291 Mio. € zählt die Generali zu den größten Versicherungsunternehmen in der Region Tirol und Vorarlberg.

Generali setzt auch ihre Strategie zur Veräußerung nicht-strategischer Assets fort. Der Konzern verkaufte die im Schadenversicherungsbereich spezialisierte Tochter Fata Danni an den Konkurrenten Cattolica. Der Deal beträgt 179 Mio. €. Der Triester Löwe trennt sich somit vom kompletten Aktienpaket an Fata Danni. Fata Danni meldete im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von 12 Mio. € und Prämien von 434 Mio. €. Die Operation ist Teil einer umfangreichen Strategie Generalis zur Konsolidierung seiner Kapitaldecke. Generali war im Oktober auch aus dem Flughafen von Venedig „Marco Polo” ausgestiegen. Die Versicherungsgesellschaft hatte ihre Anteile an der Beteiligungsholding Agora, die die Betreibergesellschaft des Venediger Flughafens Save kontrolliert, an Morgan Stanley verkauft. Damit kassierte Generali 60 Mio. €.  (APA)

Löst Ende des Jahres Harald Steirer als Vertriebsvorstand der Generali in Österreich ab: noch-Landesdirektor Arno Schuchter.

schulden plant. Die Triester Versicherungsgesellschaft ist an der Übernahme des 60%igen Anteils am staatlichen Exportkreditversicherer Sace interessiert, von dem sich der italienische Staat trennen will, berichtet die Mailänder

Interesse an Sace In Italien will die Generali von der umfangreichen Privatisierung profitieren, die die italienische Regierung zum Abbau der Staats-

Wirtschaftszeitung Sole 24 Ore. Bis zu 5 Mrd. € könnte Generali ausgeben, um sich die Mehrheit an Sace zu sichern. Der Versicherer hat in den ersten drei Quartalen 2013 einen Nettogewinn von 325 Mio. € verzeichnet, das sind 52,7%

Lebensversicherer Aufsicht ortet „Niedrigzinsfalle“

Uniqa International AG Andreas Kößl neu im Vorstand

Frankfurt am Main. Europas Lebensversicherer müssen nach Einschätzung ihrer Aufsicht das Geschäft rasch umbauen, um nicht in die Niedrigzinsfalle zu tappen. Die neuen Eigenkapitalvorschriften für die Branche, die in der Europäischen Union im Jahr 2016 eingeführt werden sollen, verschärften das Problem noch, warnte Gabriel Bernardino, Präsident der European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA).

Wien. Die Uniqa Insurance Group besetzt zwei Vor­stands­pos­ten mit Wir­kung ab 1. Jän­ner 2014 neu: Andreas Kößl (47) steigt zum Vor­ stands­mit­glied der Uniqa Inter­na­ tio­nal AG auf. In die­ser Funk­tion wird er die Geschäfte der Region Zen­tral­eu­ropa (CE) steu­ern, ver­ ant­wort­lich für die Tsche­chi­sche Repu­blik und die Slowakei. Kößl star­tete 1995 in der inter­nen Revi­ sion bei Uniqa. Seit 2011 ist er als CEO, CITO und CRO für Uniqa Slo­wa­kei im Ein­satz. Davor war der stu­dierte Betriebs­wirt bereits als Vor­stands­mit­glied für Uniqa Öster­reich aktiv.

EIOPA-Präsident warnt Versicherer Vorstandswechsel bei der Uniqa der Versicherer – vor allem, wenn die Zinsen schwanken. Für viele Lebensversicherer dürfte Solvency II zumindest zum Teil eine Abkehr von den langfristigen Garantien bedeuten, sagte Bernardino. Und weiter: „Die Realität ist, dass alle Garantien etwas kosten, und dass die Verbraucher erkennen müssen, dass Produkte, die zugleich kurzund langfristige Garantien bieten, extrem kostspielig sind.”   (APA/Reuters)

„Nicht bis 2016 warten” Er forderte die Versicherer auf, bald neue Produkte zu entwickeln, um auf die niedrigen Zinsen zu reagieren. „Die nächsten zwei Jahre sollten genutzt werden, um aktiv Maßnahmen umzusetzen, um den Worst Case zu vermeiden”, sagte Bernardino. „Wir können nicht bis 2016 damit warten.” Die EU hatte sich unlängst auf „Solvency II” geeinigt. Das mehr am Risiko der Kapitalanlagen ausgerichtete System soll die Kunden der Versicherer besser schützen, führt aber zu deutlich stärkeren Schwankungen der Kapitalpuffer

Zaeek war, bevor er 2008 zum CEO der Uniqa Toch­ter in Tsche­chien beru­fen wurde, jah­re­lang stell­ver­ tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Vor­ stan­ds von Uniqa in Prag. Uniqa Slo­wa­kei betreut 420.000 Kun­den und hält 4,8 Pro­zent Markt­an­teil und den 5. Marktplatz. Uniqa betreut auf dem tsche­chi­schen Markt rund 660.000 Kun­den und liegt mit einem Markt­an­teil von 4,6 % auf Platz 8 der tschechischen Versicherungen.  (red)

Martin Zaeek übernimmt

EIOPA-Präsident Gabriel Bernardino: „Die nächsten zwei Jahre nutzen.”

Neuer Vor­s tands­v or­s it­z en­ der bei Uniqa Slo­wa­kei und damit Nach­fol­ger von Andreas Kößl wird Mar­tin Zaeek (48), CEO der Uniqa-Tochter in Tschechien. Zaeek über­nimmt seine neue Funk­ tion in der Slo­wa­kei zusätz­lich zu der in Tsche­chien und wird damit Vor­stands­vor­sit­zen­der der Gesell­ schaf­ten in beiden Län­dern. Die Bestel­lung von Zaeek bedarf noch der Zustim­mung der Behör­den.

© Uniqa Group

Berlin. Wegen Naturkatastrophen droht einigen deutschen Versicherungen 2013 ein Verlustjahr. Vor allem Versicherer von Wohngebäuden und Autos könnten in die roten Zahlen rutschen, so der Präsident des Branchenverbandes GDV, Alexander Erdland. Diese Sparten müssen 2013 für Schäden von 6,5 Mrd. Euro aufkommen. Der GDV verwies auf eine Klimastudie, wonach Hagelschläge bis 2050 um 60 Prozent zunehmen könnten.  (APA/Reuters)

Neuer Vertriebsvorstand bei Generali Österreich

© Helmreich

Rote Zahlen wegen Naturkatastrophen

Vorstandswechsel bei der Generali Harald Steirer geht per Ende Dezember – Arno Schuchter folgt nach

© EIOPA/www.martinjoppen.de

short

Andreas Kößl, neues Vor­stands­mit­glied der Uniqa Inter­na­tio­nal AG.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 29. november 2013 – 41

© CA Immo

gute immo-zahlen

CA Immo, S Immo und conwert sehen sich nach 9 Monaten gut auf Kurs  Seite 42, 43

© panthermedia.net

real:estate

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Immobiliendienstleister Colliers ortet für 2014 ein Lockern der Geldbörsel 

Seite 44

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Fondsvolumen über 700 Millionen Euro Peter Karl, Chef der Erste Immobilien KAG, setzt auf attraktive Destinationen wie Hamburg und Entwicklungsprojekte wie die Wiener Seestadt Aspern für Einstiegsgelegenheiten. Neben dem Flaggschiff Erste Immobilienfonds gibt es jetzt den ersten Spezialfonds.  Seite 42

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42 – financenetreal:estate

Freitag, 29. November 2013

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© panthermedia.net/William Perry

Starke Signale vom Häusermarkt der USA

Erste Immobilien KAG Immobilienfonds-Chef Peter Karl erwartet heuer über 220 Millionen Euro Netto-Zuflüsse

Erste Immobilienfonds hat über 700 Millionen Euro

Washington. In den USA ist der Immobilienmarkt weiter im Aufwind: Die Hauspreise sind im September so stark wie seit über sieben Jahren nicht mehr gestiegen. In den 20 größten Ballungsgebieten zogen die Preise im Jahresvergleich um 13,29 Prozent an, wie der am Dienstag in New York veröffentlichte Index des Forschungsinstituts S&P/CaseShiller zeigt. Einen stärkeren Anstieg hatte es zuletzt im Februar 2006 gegeben – vor der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise. Experten hatten nur mit einem Zuwachs um 13 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Preise bereits 12,8 Prozent geklettert. Im Monatsvergleich stieg der Index im September um 1,03 Prozent; erwartet wurde nur ein Zuwachs um 0,90 Prozent. Auch die Baugenehmigungen haben im Oktober positiv überrascht: Sie stiegen zum Vormonat um 6,2 Prozent auf annualisiert 1,034 Millionen, wie das USHandelsministerium mitteilte. In den USA zeigt sich bereits seit Monaten eine starke Erholung auf dem Immobilienmarkt. Hier hatte die schwere Finanzkrise von 2008 ihren Ursprung; die US-Zentralbank Fed beobachtet die Entwicklung dieser Märkte besonders genau. (APA)

© panthermedia.net/Supakit Jeanjaroonsri

Deutsche Baubranche sieht 2,5% Wachstum

Erste Immo KAG-Chef Peter Karl: Investitionen in Projekte wie Seestadt Aspern setzen auf die künftige Stadtentwicklung.

Wiens’ engagiert. Damit setzt man auf die künftige Stadtentwicklung – „wir erhöhen die Investitionsquote und schaffen Wohnungsneubau zu vernünftigen Einstiegspreisen für uns“, sagt Karl. Auch in Deutschland ist man deshalb aktiv geworden – allerdings hat man die in Berlin erworbenen Immobilien bereits mit Gewinn verkauft und den Fokus voll auf Hamburg gerichtet. Karl hat schon einige Objekte erworben und erwartet sich 2014 einige weitere Investitionsschritte. „In Hamburg ist nach meinem Dafürhalten das gesamte wirtschaftliche, soziale und demografische Umfeld stabiler und damit für uns attraktiver als in Berlin – und die Preise sind angemessen.“

Neue Investitionsobjekte Um sich neue Projekte zu guten Preisen zu sichern, hat sich die Erste Immobilien KAG etwa als Investor im Wiener Stadtentwicklungsgebiet ‚aspern Die Seestadt

Zweites Standbein Ein neues Standbein ist die Auflage von Spezialfonds für Ins-titutionelle Anleger: Solche sind nämlich im für das breite Publikum gedachten Erste Immobilienfonds fehl am Platz; dafür gibt es die Möglichkeit, sich von der Erste Immobilien KAG einen eigenen Immobilienspezialfonds errichten zu lassen. „Ein solcher Fonds ist auf den Institutionellen maßgeschneidert, ab 40 Mio. Euro Anlagevolumen auf längere Sicht ist das sinnvoll“, sagt Karl. Den ersten solchen Fonds hat man nun gestartet. (gst)

Nicht teuer kaufen Was den Wiener Wohnungsmarkt betrifft, so rät Karl vom Kauf zu überhöhten Preisen ab: „Das rechnet sich nicht, weil die Mieten nicht im gleichen Ausmaß erhöht werden können; die Einkommen steigen ja nicht.“ Auch beim Neubau von Eigentumswohnungen müssen die Investoren

Guidance bestätigt Nach 9 Monaten mehr verdient

Wien. Die börsenotierte CA Immo will auch für das laufende Geschäftsjahr 2013 an ihre Aktionäre eine Dividende bezahlen, die erneut zwei Prozent des inneren Firmenwerts (NAV – Net Asset Value) beträgt. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres 2013 konnten die Mieterlöse stabil gehalten und der Gewinn leicht verbessert werden.

Wien. Die börsenotierte Immobilienfirma conwert hat in den ersten neun Monaten des Jahres besser verdient als in der Vorjahresperiode. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 7,9 Prozent von 91,6 auf 98,8 Millionen Euro, das Konzernergebnis nach Ertragsteuern von 12,8 auf 31,2 Millionen Euro (plus 143,8 Prozent) und das Konzernergebnis nach Minderheiten von 12,1 auf 28,5 Millionen Euro, teilte conwert mit.

dritten Quartal habe sich die operative Geschäftsentwicklung weiterhin stabil dargestellt, positive Trends wie geringere Personalund Finanzierungsaufwendungen hätten sich fortgesetzt, heißt es. Wie die CA-Immo weiter mitteilte, legt Bernhard Hansen zum Jahresende sein Vorstandsmandat im Einvernehmen zurück; die Position wird nicht nachbesetzt, seine Agenden als Chief Development Officer übernimmt Ettenauer. (red/APA)

Die neuen Zahlen Konkret lagen die Mieterlöse mit 213,1 Mio. Euro marginal über der Vorjahresperiode (212,2 Mio.), das Nettoergebnis konnte um drei Prozent auf 40,2 Mio. Euro gesteigert werden, teilt die CA-Immo mit. „Die Zielsetzung einer Dividende in Höhe von zwei Prozent des NAV bleibt für das Geschäftsjahr 2013 unverändert aufrecht”, betont CEO Bruno Ettenauer. Der NAV ist in den ersten drei Quartalen um 5,2 Prozent auf 20,9 Euro je Aktie gestiegen. Für 2012 erhielten die Aktionäre unverändert 0,38 Euro/ Aktie. Für das vierte Quartal erwartet Ettenauer eine weiterhin solide operative Entwicklung. Im

conwert: liegen 2013 auf Kurs

zu. conwert bestätigt gleichzeitig die Guidance vom Halbjahr für den Vorsteuergewinn (EBT) zum Jahresende. Konkret soll das EBT bei 50 bis 55 Mio. Euro liegen, und zwar ohne Berücksichtigung von Effekten aus der Neubewertung des conwert-Portfolios zum Jahresende 2013. Neuer CEO wird Clemens Schneider, Rail - Holding AG-Vorstand und ehemals leitender Sekretär des ÖGB. (red/APA)

Höhere Mieterlöse

© CA IMMO

Berlin. Angekurbelt vom Wohnungsbau, erwartet die Bauwirtschaft in Deutschland ein starkes Jahr 2014. Sie prognostiziert ein Umsatzwachstum von 2,5 Prozent auf 216 Mrd. Euro. „Die Zahl der Arbeitsplätze wird insgesamt bei knapp 2,5 Millionen stabil bleiben”, sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Karl-Heinz Schneider. Die Frühindikatoren deuteten auf eine weiter dynamische Entwicklung im Wohnungsbau, sagte der Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Hans-Hartwig Loewenstein. Der Wert der Baugenehmigungen liege derzeit um elf Prozent über Vorjahresniveau. Im Neubau seien in diesem Jahr bis September knapp 20 000 Wohnungen mehr genehmigt worden als im Vorjahreszeitraum, die meisten in Mehrfamilienhäusern. (APA)

darauf achten, ihre Produkte zu aktuellen Marktpreisen auch noch unterzubringen.

Gewinnplus Mieterlöse nach 3. Quartalen leicht höher

CA Immo zahlt erneut Dividende Deutschlands Baubranche sieht sich durch den Wohnbau gestärkt.

Innerhalb Österreichs ist der Fonds in vielen Landeshauptstädten präsent; man hat vor Kurzem ein Projekt im Linzer Stadtentwicklungsgebiet „Lilo“ gestartet und damit auch die oberösterreichische Landeshauptstadt abgedeckt. Auch in Salzburg und in Graz ist man mit mehreren Objekten präsent.

CA Immo-Chef Bruno Ettenauer übernimmt auch die Development-Agenden.

Damit stieg das Ergebnis bei der conwert je Aktie von 0,15 Euro auf unverwässert aktuell nun 0,34 Euro bzw. verwässert 0,27 Euro. Die Vermietungserlöse legten gleichzeitig von 142,8 Millionen Euro auf 167,6 Millionen Euro zu. Hinter der Zunahme steht insbesondere die Übernahme des deutschen Wohnimmobilienunternehmens KWG. Die Veräußerungserlöse fielen bei der conwert hingegen von 254,7 auf 167,3 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zu- und Abschreibungen (EBITDA) legte von 80,8 auf 92,8 Millionen Euro

© Conwert/keinrath.com

In den 20 größten Ballungszentren der USA stiegen Preise um 13,29%.

Wien. Peter Karl, Chef der Erste Immobilien KAG, hat im sechsten Jahr – es gibt den Erste Immobilienfonds erst seit Mai 2008 – die Schwelle von 700 Millionen Euro Volumen überschritten: Damit ist der relativ junge Fonds bereits die Nummer 2 auf dem österreichischen Markt und baut weiter aus. Die Nettozuflüsse von Anlegern liegen heuer bei rund 200 Millionen Euro; der Fonds hält derzeit 41 Immobilienobjekte mit insgesamt 190.000 Quadratmeter Nutzfläche und mehr als 2.000 Wohnungen. Bei den Investoren will Karl weiterhin wie schon bisher mit der relativen Sicherheit von Investments in österreichische und ausgewählte deutsche Wohnimmobilien punkten; dabei peilt er attraktive, aber preislich noch passende Lagen an. Der Kauf um jeden Preis, wie er unter dem Stichwort „Betongold“ bei vielen Anlegern in den letzten Jahren zu beobachten war, kommt für seinen Fonds nicht infrage: Zwar gehe es den Anlegern auch fünf Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 vor allem um Werterhalt, doch müsse letztlich auch eine vernünftige Rendite herausschauen. Viel Konkurrenz hat man da freilich nicht: Bei Sparbüchern sind die Zinsen bekanntlich sehr niedrig. „Nach Expertenmeinung ist zumindest in den nächsten beiden Jahren mit weiterhin niedrigen Zinsen zu rechnen.“ Daher bleiben Immobilien aus seiner Sicht eine attraktive Assetklasse.

© gst

Neben dem Flaggschiff Erste Immobilienfonds kam heuer auch ein Fonds für Institutionelle dazu.

conwert-Verwaltungsratschef Johannes Meran peilt EBT von 50-55 Mio. Euro an.


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Freitag, 29. November 2013

financenetreal:estate – 43

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Quartalsergebnis Kennzahlen wie das EBT und FFO konnten im Vergleich zur Vorjahresperiode gesteigert werden

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S Immo liefert gute Zahlen

Altamira Real Estate wird zu Geld gemacht © Andy Rain/EPA/pictruredesk.com

Hauptaugenmerk wird auf Wohnimmobilienmarkt in Deutschland gelegt; Berlin boomt besonders. Verlustrechnung spiegelt sich auch in höheren Funds From Operations (FFO) wider. Die FFO erhöhte sich gegenüber dem 3. Quartal 2012 um 10,6 Prozent auf 27,5 Millionen Euro (Q3 2012: 24,9 Mio. Euro).

Helga Krémer

Wien. Für die S Immo war auch das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres erfolgreich. Zwar lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 72,1 Millionen Euro um 2,44 Prozent unter dem Wert vom dritten Quartal 2012, der Gewinn vor Steuern (EBT) konnte jedoch um 12,78 Prozent auf 25,6 Millionen Euro gesteigert werden. Das EBITDA blieb mit 75,4 Millionen Euro nahezu gleich, das Periodenergebnis wurde auf 21,4 Millionen Euro verbessert. Eine Erhöhung der Dividende scheine gerechtfertigt, heißt es in der Aussendung zum Periodenergebnis.

Santander trennt sich von ihrer Immobilienverwaltungstochter.

Madrid. Spaniens größte Bank Santander verkauft ihre Immobilienverwaltungstochter Altamira Real Estate an den US-Finanzinvestor Apollo. Ein Preis wurde zwar nicht genannt, bei dem Deal solle es sich aber um ein Volumen von rund 700 Mio. Euro handeln, so Branchenkenner. Ziel sei, den Kapitalpolster vor dem europaweiten Stresstest aufzubessern und damit auch strengeren Vorgaben der Regulierungsbehörden nachkommen zu können. (APA)

Sehr gutes Ergebnis „Wir konnten relevante Kennzahlen wie das Bruttoergebnis, das EBT und die Funds From Operations im Vergleich zur Vorjahresperiode erneut steigern. Unser sehr gutes Ergebnis steht im Einklang mit den Zielen, die wir uns für das heurige Jahr gesetzt haben. Für das Gesamtjahr 2013 rechnen wir erneut mit einem im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Ergebnis”, kommentiert Ernst Vejdovszky, Vorstandsvorsitzender der S Immo AG die Zahlen des dritten Quartals 2013. Die positive Entwicklung der Kennzahlen in der Gewinn- und

Ausblick auf das Gesamtjahr Für das Jahr 2013 plant die S Immo Immobilienveräußerungen im Wert von rund 100 Millionen Euro. Die Verkäufe in der Berichtsperiode setzen sich aus zwei Eigentums-

Die Vorstände der S Immo, Vejdovsky und Wachernig, erwarten starke Entwicklung.

Erwerb 1.185 Einheiten auf fast 80.000 m2 um 50 Mio. Euro

Erneuerung Porr will März 2014 mit den Arbeiten starten

Wien. Die Immofinanz-Tochter Buwog hat um 50 Mio. Euro aus einer Insolvenzmasse ein Wohnungspaket erworben – es befindet sich in Berlin und im Berliner Umland und umfasst 1.185 Wohneinheiten mit einer Gesamtmietfläche von 79.422 m�. Die Bruttorendite beträgt 8,62 Prozent. „Der Zukauf folgt unserer Gesamtstrategie, die den kontinuierlichen Aufbau eines starken Portfolios in den nördlichen deutschen Bundesländern vorsieht“, so Daniel Riedl, Buwog-Geschäftsführer und COO des Mutterkonzerns Immofinanz Group. Der Erwerb bedarf noch der kartellrechtlichen Genehmigung. (ag)

Wien. Die Asfinag beauftragte die Porr, gemeinsam mit einem Partner, mit der Erneuerung des Verkehrsknotens Prater. Die Bauarbeiten sollen im März 2014 beginnen und werden rund 46 Monate dauern. Das Volumen beträgt rund 50 Millionen Euro. Auch die Erdberger Brücke wird aufgrund ihres schlechten Zustands erneuert. Um den Verkehr in der Bauphase aufrechtzuerhalten, werden zwei Entflechtungsbauwerke errichtet. „Dieses Vorhaben wird maßgeblich zur Verbesserung der Situation an einem der neuralgischsten Verkehrspunkte Wiens beitragen”, meint Porr-CEO Karl-Heinz Strauss. (ots)

Buwog-Geschäftsführer Daniel Riedl will norddeutsche Einkaufstour fortsetzen.

Italiens Premier Enrico Letta versucht Schuldenabbau mit Privatisierungen.

Rom. Die Regierung Letta in Italien plant eine große Privatisierungswelle – 12 Milliarden Euro sollen erzielt werden und je zur Hälfte für den Schuldenabbau und die Rekapitalisierung der staatlichen Förderbank Cassa Depositi e Prestiti (CDP) verwendet werden. So sollen unter anderem Teile des Ölkonzerns Eni, der Trans Austria Gasleitung und der Schiffswerft Fincantieri verkauft werden. Angeblich soll das Immobilienvermögen des Staats im Wert von etwa 300 Mrd. Euro unter Aufsicht der CDP gestellt und dann veräußert werden. An der CDP ist der italienische Staat zu 75 Prozent beteiligt, die restlichen 25 Prozent entfallen auf mehrere Bankenstiftungen des Landes.  (APA/hk)

Verkehrsknoten Prater kommt neu

© Porr

© Buwog

Buwog kauft Wohnungen in Berlin

Privatisierungswelle soll in Italien anrollen

men. So wolle man einerseits in Berlin und Hamburg selektive Verkäufe durchführen, andererseits werden aber derzeit auch unterschiedliche Investitionsmöglichkeiten in Berlin geprüft. Für das vierte Quartal 2013 erwartet das Management eine starke Entwicklung. Für das Gesamtjahr 2013 rechnet die S Immo dabei auch mit einem im Vergleich zur Vorjahresperiode verbesserten Ergebnis.

wohnungen, vier Wohnobjekten und einer Geschäftsimmobilie zusammen. Alle veräußerten Gebäude befanden sich in Österreich und Deutschland. Die Erlöse aus der Veräußerung von Immobilien betragen per 30. September 2013 90,9 Millionen Euro. Auf dem boomenden Wohnimmobilienmarkt in Deutschland werde in den nächsten Monaten das Hauptaugenmerk der S Immo liegen, heißt es aus dem Unterneh-

© APA/EPA/Guiseppe Lami

In vier Regionen ist die S Immo unterwegs – in Österreich, Deutschland, SEE und CEE. Diese unterschiedlichen Regionen haben auf ebenso unterschiedliche Weise zum Ergebnis beigetragen. „Die Einschätzung jener Märkte, in denen wir aktiv sind, bleibt für die letzten Monate des laufenden Geschäftsjahrs unverändert. Während der Berliner Wohnungsmarkt boomt, scheint sich der Büromarkt in der deutschen Bundeshauptstadt langsam zu erholen. Unser Heimmarkt Wien entwickelt sich ähnlich stabil wie Prag und Bratislava. Besonders schwierig bleibt der Budapester Büromarkt, Bukarest und Sofia dürften die Talsohle durchschritten haben”, meint Friedrich Wachernig, Vorstand der S Immo.

© Häusler

Budapest bleibt schwierig

Porr-CEO Karl-Heinz Strauss bekam Zuschlag für Erneuerung des Knotens.

Sicherheit bringt Vorteile für Immobilienverwalter

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Frau Wirth, warum empfehlen Sie Ihren Kunden gerade jetzt, sich mit der B1300 auseinanderzusetzen? Doris Wirth: Der Jahreswechsel ist ein guter Anlass, als Verwalter zu kontrollieren, ob man allen seinen Prüfpflichten nachgekommen ist. Dies auf Grundlage der Norm B1300, welche bereits seit elf Monaten in Kraft ist. (Anm.: Anfang 2014 kommt die neue Bauordnung dazu.) Die B1300 schreibt vor, wie und in welchen Intervallen Fassade, Dach, Stiegenhäuser, Fenster, Türen, Außenanlagen sowie die gesamten haustechnischen Anlagen überprüft wer-

den müssen. Außerdem muss für jedes Gewerk und jeden Bauteil ein Verantwortlicher festgelegt bzw. die eigene Haftung durch die Beauftragung von Sonderfachleuten weitergereicht werden. Der Vorteil ist, dass man gleichzeitig die eigenen Arbeitsprozesse vervollständigen und eine Qualitätssteigerung bei den verwalteten Immobilien erzielen kann. Das klingt nach viel Arbeit und nach neuen Kosten? Wirth: Da der Verwalter für alle diese Bereiche verantwortlich ist, hat er keine andere Wahl. Die kaufmännischen Prozesse

sind schon lange standardisiert. Im technischen Bereich bietet es sich genauso an, alle technisch notwendigen Prüfungen samt Fristen und Verantwortlichen in einem Prozesstool zu verwalten. Wir bieten als sehr praktisches Tool den ‚Intelligenten Planschrank‘ an, der das ganze Haus in digitalen Plandokumenten abbildet und fortlaufend mitwächst – für die erste Lizenz fallen keine Kosten an. Und was ist der Vorteil für einen Immobilienverwalter? Wirth: Die B1300 untersucht, ob von einem konkreten Wohngebäu-

de eine Gefährdung für die Bewohner/Nutzer ausgeht. Der Verwalter, der die B1300 umgesetzt hat, hat sich von seiner Haftung ‚freigeprüft‘. Er kann nachweisen, dass er mit der notwendigen Sorgfalt vorgegangen ist und ist somit zivilrechtlich nicht mehr haftbar. Die B1300 ist ein wesentlicher Bestandteil des Gebäudebuchs, welches die neue OIB-Richtlinie 2014 vorschreiben wird. Genau dafür haben wir mit unserem ‚Blue Book‘ eine sehr gute Lösung geschaffen; in diesem Gebäudebuch ist die technische Verwaltung mit einem integrierten Fristenbuch aufgearbeitet.

© BLUESAVE Ingenieure und Baumeister

Im Dialog mit Doris Wirth, Expertin für Energieeffizienz und Sanierung von Altbauten, GF von BLUESAVE Ingenieure und Baumeister.

Doris Wirth BLUESAVE Ingenieure und Baumeister, Amalienstraße 3, 1130 Wien, Tel: 876 31 90, Fax: 876 31 90-90 doris.wirth@bluesave.at, www.bluesave.at


i m m o: m a r k e ts

44 – financenetreal:estate

Freitag, 29. November 2013

financenet@medianet.at

Immobilieninvestoren Für 2014 optimistisch und auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten in Sekundärmärkten

short

Colliers ortet verstärkte Investitionsbereitschaft

Swietelsky schnappt sich Alpine Bau-Tochter Wien/Wals. Laut Bundeswettbewerbsbehörde hat sich die oberösterreichische Swietelsky Baugesellschaft m.b.H. die Tiroler Transportbeton und Asphaltgesellschaft m.b.H. Co. KG, eine Tochter der insolventen Alpine Bau GmbH aus Salzburg, geschnappt. Die Kartellbehörde prüft den geplanten Zusammenschluss jedoch noch. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Trotz politischer und wirtschaftlicher Turbulenzen sind Investoren wieder bereit, Risiko einzugehen. Fritz Haslinger

© aspern-seestadt.at

Seestadt Aspern soll lebendes Labor werden

Sekundärmärkte im Fokus Seestadt soll mit „Living Labs“ und Forschungsobjekten reüssieren.

In der EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) sind die Investoren vor allem auf der Suche nach Möglichkeiten, in Sekundärmärkte zu investieren beziehungsweise sich neu zu positionieren und dies trotz der jüngsten politischen Unruhen und wirtschaftlichen Unsicherheiten. Insgesamt blickt man 2014 wieder optimistisch entgegen und aufgrund des verstärkten Vertrauens planen viele Investoren wieder zu expandieren. Fast 41 Prozent aller Befragten haben ausgesagt, dass sie der Meinung waren, dass sich Investitionsbedingungen im Immobilienbereich in Westeuropa innerhalb der nächsten zwölf Monaten bessern werden, wohingegen lediglich 14 Prozent dachten, dass es schlimmer wird. Im Gegensatz hierzu gilt Vorsicht in Mittel- und Osteuropa, Russland, Türkei sowie Naher Osten und Nordafrika. „Ähnlich sieht es beim Investitionsvolumen aus; 63 Prozent der Befragten erwarten eine Umsatzsteigerung in Westeuropa (ohne

Wien. Teile des Stadtentwicklungsgebiets Wien-Aspern sollen in den nächsten fünf Jahren zu Forschungsobjekten oder „Living Labs“ werden. Über die Forschungsgesellschaft „Aspern Smart City Research“ (ASCR) werden Siemens, Wien Energie sowie Wien Energie Stromnetz bis 2018 fast 40 Mio. Euro in Technologie, Umwelt und Energieforschung investieren. Nach zwei Jahren Planung beginnen nun die Vorarbeiten für ein groß angelegtes Forschungsobjekt, an dem rund 30 Personen aus Energiewissenschaft, Netzwerktechnik und Sozialwissenschaften beteiligt sein werden. Im Zentrum stehen Fragen zur zukünftigen Ausgestaltung von komplexen Energiesystemen und mit welchen Technologien diese optimal kombiniert werden können. (APA/fh)

© panthermedia.net/Anna Leopolder

Wien. Laut neuester Colliers International-Studie sind die Immobilieninvestoren trotz der wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen bereit, in 2014 Risiken einzugehen. Tony Horrell, Geschäftsführer von Colliers in Großbritannien und Irland, kommentiert die Ergebnisse wie folgt: „Prime Assets in Großbritannien und der EMEARegion sind in der Regel preiswert, und der Markt für die Vermögenswerte so wettbewerbsfähig, dass Investoren in Europa ihre Chancen sehen, mit Sekundäranlagen ihr Investitionsvolumen anzuheben.“

Colliers ortet in Europa Chancen – bei den Märkten wie Deutschland oder Polen vor allem auch abseits der Hauptstädte.

Großbritannien) im Jahr 2013 gegenüber 2012 und nochmals im Jahr 2014 gegenüber 2013. In Mittel- und Osteuropa, Russland und der Türkei sowie im Nahen Osten und Nordafrika sind die Erwartungen mit 44 und 26 Prozent eher gedämpft, aber noch immer ermutigend, so Horrell.

Risikoprämien bleiben hoch Die Umfrage zeigt, dass 61 Prozent der EMEA-Investoren planen, ihre Portfolios auch im Hinblick auf Immobilien zu erweitern. Ungefähr 87 Prozent der EMEABefragten stimmten zu, dass es gute Investitionsmöglichkeiten am globalen Markt gibt, diese allerdings schwer zu finden sind.

Immobilien bleiben das wichtigste Investitionskriterium der EMEA-Befragten (4 auf einer Skala von 0 bis 5), gefolgt vom Wirtschaftswachstum (3,9). Das Staatsrisiko (3,8) erzielte den zweithöchsten Wert hinter Asien (4,0). Die Auswirkungen der Schuldenkrise auf Risikoprämien bleiben hoch zwischen Kern- und Randmärkten in Europa, trotz jüngster Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Stimmung.

vestitionen EMEA-weit; der Eigentumsmarkt ist daher immer noch gemischt. Prime-Märkte zeigen ein unregelmäßiges Wachstum aufgrund mangelnden Angebots, Sekundärmärkte wiederum kämpfen mit relativ niedrigen Durchschnittsmieten.“

Abseits der Größten „Die sechs großen Städte Deutschlands und speziell Deutschlands ‚20 Alternativen‘ bieten interessante Möglichkeiten. Auch Polen hat, abgesehen von Warschau, sechs große Städte (Krakau, Lodz, Breslau, Posen, Danzig, Kattowitz), die neue Produkte benötigen, um sich an das Wirtschaftswachstum und die Entwicklung anzupassen.“

Vielfältige Konjunktur Walter Böttcher, Research Director bei Colliers und Autor des Reports, fügt hinzu: „Die Konjunkturentwicklung ist vielfältig und dämpft expansive Unternehmensin-

Wachstum Trotz schwierigen Umfelds kann das Unternehmen seit Jahren wachsen

DGNB Zertifikat in Silber für neues Strabag-Bürohaus

Paradebetrieb WimbergerHaus

LLBT darf stolz sein

Lasberg/Wien. Mit Jahresbeginn, zum 30-jährigen Bestehen von WimbergerHaus, übernahm Sohn Christian Wimberger die alleinige Geschäftsführung des Mühlviertler Familienunternehmens, welches 1983 in Lasberg von Franz Wimberger und seiner Gattin gegründet wurde. „Mein Vater hat mir einen Paradebetrieb übergeben, in dem Werte wie gegenseitiger Respekt, Vertrauen und Handschlagqualität groß geschrieben werden. Nun gilt es, dieses Unternehmen erfolgreich durch ein schwieriges Umfeld in einer turbulenten Baubranche zu bringen“, erklärt Wimberger.

Wr. Neustadt/Wien. Anlässlich der DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen)-Zertifizierung für das Strabag-Bürogebäude in Wiener Neustadt konnten sich Gäste von der zukunftsweisenden Lukas Lang Bautechnologie (LLBT) überzeugen. „Mit dem DGNB Zertifikat in Silber ist bewiesen, dass das Bürogebäude ein Leuchtturmprojekt der Nachhaltigkeit ist“, betonte Philipp Kaufmann, Gründungspräsident der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft.

Das Jahr 2013 stand ganz unter dem Zeichen des Auf- und Ausbaus der neuen regionalen Standorte in Schörfling/Attersee und in Traismauer/Niederösterreich. WimbergerHaus kann durch diesen Expansionsschritt mittlerweile nahezu flächendeckend in Oberösterreich, in Salzburg sowie im nordwestlichen Niederösterreich als regio-

© WimbergerHaus/www.gregorhartl.at

Standorte Auf- und Ausbau

Christian Wimberger, N. Königsecker.

samt 11.000 Kunden betreut und über 4.000 Einfamilienhäuser errichtet.

Wachstum von 11 Prozent Im Geschäftsjahr 2012/2013 (1. März 2012 bis 29. Februar 2013) verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von über 44,3 Mio. €, was einem Wachstum von rund elf Prozent entspricht. Für das aktuelle Geschäftsjahr 2013/2014 wird ein erneutes Umsatzplus auf rund 46,5 Mio. € erwartet. „Immer mehr Familien entscheiden sich für ein WimbergerHaus, und wir wachsen seit Jahren gegen den Trend. Diese erfreuliche Auftragslage haben wir unserem konsequenten Ansinnen, individuell auf die Bedürfnisse der Baufamilien einzugehen, zu verdanken“, fasst Wimberger zusammen. Ein weiterer Erfolgsfaktor sind seine Mitarbeiter: „Wir sehen die Mitarbeiter als Basis unseres Erfolgs. Nur mit einem gut ausgebildeten und motivierten Team schaffen wir es, diese Leistung zu bringen“, so Wimberger. (fh)

Auf die Aufmerksamkeit, das Aggressionslevel, die Konzentrationsfähigkeit und die Fähigkeit zu gestalterischen und kreativen Aufgaben kann sich eine Holzumgebung förderlich auswirken, belegt eine Studie der University of British Columbia. „Es ist das angenehme Raumklima, das Wohlfühlen, welches unsere Gebäude auszeichnet“, so LLBT Geschäftsführerin Renate Jauk.

Durchgängige Bewertung Die Zertifizierung liefert eine einheitliche durchgängige Bewertungssystematik, wo alle wesentlichen Aspekte des nachhaltigen Bauens und Bewirtschaftens ersichtlich sind. Die Erkenntnisse der Zertifizierung sind ein wegweisender Schritt für eine zukünftige Zertifizierung des LLBT-Baukastens – ein Baukasten für Gebäude, der mit seinem Hauptmaterial Holz punktet.

© LLBT/prettypictures/Buchacher

naler Partner vor Ort agieren und wird diesen Service für seine Kunden und Interessenten auch weiter forcieren. Das Unternehmen ist ein Marktführer in den Bereichen Ziegelmassivhäuser und Alufix-Keller. An fünf Standorten (Linz, Lasberg, St. Georgen am Walde, Schörfling am Attersee, Traismauer) und mit 150 ausgewählten Partnerfirmen hat WimbergerHaus bisher insge-

Renate Jauk und Philipp Kaufmann präsentieren DGNB-Zertifikat in Silber.


i m m o: m a r k e ts

Freitag, 29. November 2013

financenetreal:estate – 45

financenet@medianet.at

Neue Studie von Immounited Aktuell werden 54 Prozent aller Immobilienverkäufe in Österreich von einem Immobilienmakler abgewickelt

Hälfte der Verkäufe ohne Makler Wien. Wie oft Österreichs Immobilien-Eigentümer die Arbeit eines Immobilienmaklers in Anspruch nehmen, dieser Fragen ging Immounited in einer aktuellen Studie nach. Das Ergebnis der telefonischen Umfrage unter rund 5.000 Personen in Österreich, die im Zeitraum Jänner 2012 bis September 2013 eine Immobilie veräußert oder erworben haben, kommt zum Schluss, dass im Zeitraum der letzten 21 Monate über die Hälfte, nämlich 54%, die professionelle Unterstützung eines Maklers für Immobiliengeschäfte in Anspruch genommen hat. „Das heißt aber, dass immer noch 46% der Immobilienverkäufe in Österreich ohne Makler getätigt werden“, erklärt Roland Schmid, Gründer und Eigentümer von Immounited.

Anders sieht es in den ländlichen Regionen aus: Im östlichen Gebiet verkaufen rund 43% ihre Immobilien privat, im Westen verzichten jedoch immerhin rund 55% auf einen Makler. Im Süden veräußert jeder zweite Eigentümer seine Immobilie mithilfe eines Maklers.

Häuser vor Wohnungen Unterteilt man die Ergebnisse in die unterschiedlichen ImmobilienKategorien, so zeigen sich ebenfalls sehr deutliche Unterschiede. So kristallisiert sich bei Grundstücken ein Makleranteil bei der Durchführung von Immobilien-

transaktionen von mageren 12% heraus. Bei der Gruppe der Einfamilienhäuser erstreckt sich der Makleranteil immerhin auf zwei Drittel. Betrachtet man die Kategorie Wohnungen, so hält sich der Anteil ziemlich die Waage: 56% der Verkäufe wurden hier über einen Makler abgeschlossen. „Daraus lässt sich ableiten, dass der österreichische Immobilienmarkt für Immo-Experten, vor allem was Grundstücke und ländliche Gebiete anbelangt, noch enormes Potenzial in der Erschließung neuer Marktanteile hat“, meint Anita Körbler, Geschäftsführerin von Immounited.  (red)

© IMMOunited/Foto Wilke

Vor allem bei Grundstücken und am Land ortet Immounited Potenzial.

Aktuelle Studie: Roland Schmid, Gründer und Eigentümer von Immounited.

Städte im Osten vorn Anhand der regionalen Klassifikation in die Stadt-Gruppen „Ost“ (Wien, Niederösterreich, Burgenland), „West“ (Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich) und „Süd“ (Steiermark, Kärnten) zeigt die Studie, dass die Immo­bilien­ makler im Osten Österreichs rund zwei Drittel der dortigen Geschäfte abwickeln, wogegen ihre Kollegen in den westlichen Städten nur cirka die Hälfte aller dortigen Verkäufe betreuen. In den südlichen urbanen Gebieten Österreichs gaben rund 58% der Befragten an, ihre Immobilien durch einen Makler verkauft zu haben. Betrachtet man Österreichs Städte gesamt, lässt sich die Schlussfolgerung „je größer die Stadt, desto höher der Wunsch nach Inanspruchnahme von Maklerleistungen“ ableiten: Während Eigentümer in kleineren Städten wie Feldkirch gerade mal 45% der Transaktionen via Immobilienmakler abwickeln, sind es in Graz 60% und in Wien sogar zwei Drittel.

Initiative Gemeinnützige

Vorarlberg baut

© ÖVP Vorarlberg

Bregenz. Der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner hat erklärt, dass in Vorarlberg bis zum Jahr 2018 insgesamt rund 2.500 neue gemeinnützige Wohnungen entstehen sollen. Durchschnittlich sollen circa 500 neue Wohnungen pro Jahr gebaut werden, so der Landeshauptmann. Auch die Richtlinien für die Wohnbauförderung werden geändert; dadurch sollen insbesondere Familien in Zukunft mehr Mittel aus der Wohnbauförderung erhalten.  (APA/red)

2.500 Wohnungen bauen: Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner.

Flexibel und verlässlich:

Gemeinsam Raum zum Leben schaffen: Mit der Raiffeisen Großprojektfinanzierung. Wer Großes vorhat, braucht einen starken Partner an seiner Seite – am besten die Raiffeisen Bausparkasse, einen der größten Finanziers für Wohnraumbeschaffung in Österreich. Denn nur gemeinsam kann viel geschafft und viel geschaffen werden. Mehr Informationen finden Sie unter www.bausparen.at/grossprojektfinanzierung


Pe op l e &Date s

46 – financenetreal:estate

Freitag, 29. November 2013

financenet@medianet.at

Neubau Die Strabag-Tochter Züblin baut am Stuttgarter Flughafen die Deutschlandzentrale der Unternehmensberatung Ernst & Young

Züblin baut EY-Hauptquartier

Auftragswert beläuft sich auf rund 95 Millionen Euro – zwei Jahre soll es dauern, bis das „New Office Airport Stuttgart“ fertig ist. Stuttgart. Die deutsche Tochter der Strabag, Ed. Züblin, hat im Auftrag der Flughafen Stuttgart GmbH mit dem schlüsselfertigen Bau des „New Office Airport Stuttgart“ begonnen. Das Gebäude wird im Partnerschaftsmodell mit einem garantierten Maximalpreis errichtet und nach seiner Fertigstellung nahezu vollständig an die Unternehmensberatung Ernst & Young als deren Deutschlandzentrale vermietet. Der Auftragswert des Büroensembles liegt bei rund 95 Mio. €.

othek, die Hausverwaltung, das IT-Service und Sozialräume.

„Wir sind stolz darauf, durch den Bau dieses Projekts an einem wichtigen Schritt zur Entwicklung des Flughafengeländes teilhaben zu dürfen. Als sechstgrößter Airport Deutschlands spielt Stuttgart bereits heute eine bedeutende Rolle und ist als Standortfaktor für alle Unternehmen, die sich in der Re-

gion ansiedeln möchten, nicht zu unterschätzen“, so Strabag SE-Vorstandsvorsitzender Thomas Birtel. Auf dem 17.750 m2 großen ehemaligen Gelände des Parkhauses P10 an der Stuttgarter Flug­hafenstraße entstehen nun nach den Plänen des Berliner Architekturbüros Hascher Jehle drei ineinandergreifende, gerundete Bau­körper mit unterschiedlichen Höhen und insgesamt rund 58.000 m2 Bruttogeschoßfläche. Der Gebäudekomplex soll das Entree der geplanten Airport-City im Nordwesten des Flughafengeländes werden. Die beiden Haupt-Baukörper haben sechs bzw. sieben Obergeschoße und bilden optisch die geschwungene Kontur einer liegenden Acht. Sie werden über einen zentralen Erschließungskern miteinander verbunden und sollen nicht nur Bürobereiche und Besprechungsräume beherbergen; eingeplant sind ebenso eine Bibli-

Keynote Fünf Stationen

Preis Gemeinsam mit externem Berater Media Consult Story Developer in der Kategorie „Interne PR“ abgeräumt

Helvetia: Partner Cercle

Derweil nur als Rendering: „New Office Airport Stuttgart“ wird von Ed. Züblin gebaut.

PR-Staatspreis an Bank Austria vergeben entwickeln. Im Zentrum stand einerseits, das Wissen unserer Führungskräfte um Veränderungsprozesse zu schärfen, gleichzeitig wurden aber auch konkrete Ansätze zur Verbesserung der zukünftigen Produkte und Services für unsere Kunden entwickelt“, so Anton Kolarik, Leiter Identity & Communications Bank Austria. Unter dem Geschäftsmodell SmartBanking ist die Vernetzung von virtueller und stationärer Bankfiliale zu verstehen – persönliche Beratung über VideoTelefonie, Telefon oder SMS und Onlineund MobileBanking steht zur Verfügung, aber auch das Filialnetz der Bank Austria: ganz wie, wann und wo der Kunde seinen Service in Anspruch nehmen will. (ag)

© PRVA/Nadine Bargad

Losch (BMWFJ), Kolarik (BA), Moser und Heuken (Media Consult), Vogl (PRVA).

Kultur „Maecenas Niederösterreich“ an Baumit Wopfinger

Zertifikat Besonders familienfreundliches Unternehmen

Wopfing. Für die Errichtung und Gestaltung des Dorfplatzes in Wopfing erhält Baumit Wopfinger den Anerkennungspreis des „Maecenas Niederösterreich”. Der Kultursponsoringpreis wird jedes Jahr für außergewöhnliche Kunstprojekte an niederösterreichische Unternehmen vergeben. Zu seinem 70. Geburtstag schenkte Baumit-Gründer Kommerzialrat Gewerke Friedrich Schmid der Gemeinde Wopfing einen

Wien. Die Raiffeisen Immobilien Vermittlung (RIV) wurde von Bundesminister Reinhold Mitterlehner mit dem Zertifikat „Beruf & Familie“ als besonders familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet. Damit ist sie zurzeit das einzige Immobilienmaklerunternehmen Österreichs mit diesem staatlichen Gütesiegel. Im heurigen Frühjahr hat sich die RIV entschlossen, am Audit „Familie & Beruf“ des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) teilzunehmen. Bei diesem Audit wird das Entwicklungspotenzial des teilnehmenden Unternehmens in zehn definierten Handlungsfeldern – wie z.B. Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Führungskultur oder gesundheitsfördernden Maßnahmen – systematisch ermittelt. Bei der RIV hat man ein ganzes Paket an familienfreundlichen Unterstützungen geschnürt, unter anderem flexible Arbeitszeiten für alle Makler oder die Möglichkeit, Kinder in Notfällen auch an den Arbeitsplatz mitzunehmen; auch ein Zuschuss zur Jahreskarte der Wiener Linien ist möglich.

Jubilar schenkt Wopfing Dorfplatz

© Baumit

aufwendig gestalteten Dorfplatz. „In Wopfing gab es bisher kein wirkliches Ortszentrum; ein Platz, wo sich Menschen treffen können, hat einfach gefehlt”, so Friedrich Schmid. Herzstück des 400 m2 großen Platzes in Wopfing ist ein 6,5 t schwerer Kalksteinblock aus dem Wopfinger Steinbruch in Dürnbach. Er wurde durchbohrt, teilweise geschliffen und poliert und zu einem Quellstein umfunktioniert. (ag/hk)

Bgm. Michael Zehetner, Georg Bursik (GF Baumit W.), Bereichsleiter E. Leichtfried.

RIV mit staatlichem Gütesiegel

Bei der RIV sieht man die Zertifizierung auch als Wettbewerbsvorteil am Arbeitsmarkt: „Unser Ziel ist es, uns mit der Zertifizierung noch gezielter als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Die gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gepaart mit der Sicherheit einer großen Unternehmensgruppe, sind starke Argumente, die RIV als Arbeitgeber zu wählen“, meint RIV-Geschäftsführer Christoph Petermann.  (red)

© Petra Spiola

© Helvetia/Foto Wilke

Wien. Beim PR-Staatspreis 2013 gingen die Bank Austria und ihr externer Berater Media Consult Story Development in der Kategorie „Interne PR“ als Sieger hervor. Das Projekt „Bankville – Erlebnis Zukunft“ involviert in Form eines modernen Spiels 280 Führungskräfte aktiv in die Gestaltung der „Bank der Zukunft“. In Teams zu je zehn Personen mussten die Teilnehmer auf einer speziell für das Projekt entwickelten Online-Plattform Aufgaben aus verschiedenen Bereichen wie z.B. Verbesserung von zukünftigen Kundenangeboten und -services lösen. „In dem Projekt ging es darum, verwertbare Ideen für die Bank der Zukunft und unser neues Geschäftsmodell SmartBanking zu

Alexander Neubauer, Leiter Helvetia Partnervertrieb, lädt jährlich ein.

Wien. Auf insgesamt fünf Stationen – Graz, Linz, St. Pölten, Hall in Tirol und Wien – fanden die Helvetia Partner CercleVeranstaltungen österreichweit statt. Keynotespeaker waren die beiden Abenteurer und bekannten Kletterer Stefan Glowacz und Holger Heuber. Sie fesselten abwechselnd – je nach Veranstaltungsort – die Zuhörer mit ihrem Vortrag „Aufbruch ins Abenteuer“. Die „Mutprofis“ berichteten darin über ihre gemeinsam absolvierte, faszinierende Klettertour ans Ende der Welt, nach Baffin Island – unterlegt mit spektakulären Fotos. Und sie diskutierten mit den Gästen auch noch im Anschluss beim Buffet darüber, was Mut ist, wann man ihn braucht und wer ihn hat. „Wir möchten uns mit unseren Vertriebspartnern und Maklern einmal im Jahr bewusst abseits des Tagesgeschäfts austauschen und ihnen zusätzlich zu aktuellen Helvetia-News auch Networking in entspannter Atmosphäre bieten“, sagt Alexander Neubauer, Leiter Helvetia Partnervertrieb, über die jährliche Veranstaltungsreihe „Helvetia Partner Cercle“. „Als Vortragende konnten stets außergewöhnliche Referenten gewonnen werden. Und es ist eine sehr schöne Möglichkeit, unsere Schwerpunkte für das kommende Jahr zu vermitteln – Regionalität und Produktinnovationen wie z.B. im Bereich der Landwirtschaftsversicherung“, so Neubauer.  (ag/red)

An diesen Gebäudekomplex ist ein drittes Bauwerk mit vier Obergeschoßen angegliedert. Neben Konferenzräumen und einem Auditorium umfasst dieses Gebäude auch eine Kantine sowie ein CaféBistro mit Dachterrasse. Auch eine Tiefgarage wird der Deutschlandzentrale von Ernst & Young zur Verfügung stehen – zweigeschoßig, mit rund 380 Stellplätzen. Begrünte Innenhöfe im Zentrum der Ringbauten sowie Außen­anlagen mit einem repräsentativ gestalteten Vorplatz sollen das Gebäudeensemble abrunden. Die Fertigstellung des New Office Airport Stuttgart ist für Herbst 2015 geplant, dann braucht das Unternehmen Ernst & Young nur mehr einzuziehen. (ag/hk)

© Flughafen Stuttgart

58.000 m2 Geschoßfläche

Fertigstellung: Herbst 2015

Christoph Petermann, Geschäftsführer der RIV: „Besonders familienfreundlich“.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 29. november 2013 – 47

risikomanagement punktet

das ranking der „presse“

Die Risiken planen, hilft bei Financiers und Partnern, so arithmetica  Seite 49

Österreichs Wirtschaftskanzleien auf dem Prüfstand der Klientenmeinung  Seite 50

© CMS

© arithmetica

advisory die reform NEUE verwaltungs­ gerichte © Panthermedia.net/Sebastian Duda

Austria Glas Recycling setzt auf neue Ziele

short

© Panthermedia.net/Michael Biehler

KMU: Zahlungsmoral leicht verschlechtert

Kleine und mittlere Unternehmen erhalten etwas später ihr Geld.

Wien. Die Zahlungsmoral der Kunden von Österreichs Kleinund Mittelbetrieben (KMU) hat sich im Herbst leicht verschlechtert. 14% dieser Unternehmen müssen länger als 60 Tage warten, bis ihre Rechnungen beglichen sind, hat die Creditreform im Herbst 2013 erhoben, vor einem Jahr waren das noch weniger als 12 Prozent. Unverändert fließt bei zwei Drittel der befragten Firmen das Geld innerhalb von 30 Tagen. Kleine Firmen mit bis zu zehn Mitarbeitern sind am stärksten von Zahlungsverzug betroffen. Nach Branchen betrachtet, sind Handel und Dienstleistungen mit den Zahlungsverhalten ihrer Kunden am ehesten zufrieden, während im Baugewerbe das Geld nur zäh fließt.  (red/ag)

© dpa/Kay Nietfeld

© medianet

Siemens mit Deckel für Vorstandsgehälter

Siemens-Konzernchef Joe Kaeser: neue Grenze sind 9,5 Mio. Euro.

München. Der deutsche Elektrokonzern Siemens will mit neuen Höchstgrenzen für die Vorstandsgehälter die Regeln zur guten Unternehmensführung (Corporate Governance) umsetzen. Vom kommenden Geschäftsjahr an dürfen die aktienbasierten Vergütungsteile das Dreifache des sogenannten Zielbetrags der Manager nicht überschreiten. Derzeit entspricht dieser Zielbetrag in etwa der Grundvergütung der Vorstandsmitglieder. Zugleich gilt, dass die Manager maximal das 1,7-Fache der Zielvergütung erhalten dürfen. Nach einer Beispielrechung im Geschäftsbericht würde sich eine absolute Obergrenze für die Vergütung von Siemens-Chef Joe Kaeser von 9,5 Mio. € ergeben. Damit soll vermieden werden, dass sprunghafte Aktienkurssteigerungen zu unverhältnismäßigen Gehaltssprüngen der Manager führen. (APA)

Nachhaltigkeitszertifizierung kommt In Zeiten der weltweiten Ressourcenver­ knappung spielen Nachhaltigkeit und Circular Economy eine immer größere Rol­ le – und sie zahlen sich nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch aus, so AGR-Chef Harald Hauke. Zertifizierung für Unternehmen liegt im Trend.  Seite 48

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a dv i s or y: c ov e r

48 – advisory

Freitag, 29. November 2013

Austria Glas Recycling Circular Economy bietet sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile

short

Nachhaltigkeit beweisen und davon profitieren

PwC: zertifiziert als familienfreundlich

© PwC

Zurzeit arbeitet man bei Austria Glas Recycling an der Nachhaltigkeitszertifizierung ONR 192500. Piber-Maslo betont, dass Austria Glas Recycling ein Non-ProfitUnternehmen ist und auch bleiben wird. Die Ziele für die Austria Glas Recycling im zukünftigen Wettbewerb bleiben bestehen: Die von der EU anerkannte europaweite Qualität des österreichischen Wegs soll erhalten bleiben und Missstände wie in Deutschland müssen vermieden werden. Dort wird zum Beispiel versucht, sich durch unkorrektes Wegdefinieren von Lizenzmengen, durch fragwürdige Branchenlösungsansätze oder etwa durch unzulässigen sog. Wiegescheinhandel Kosten- und Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. „Wir schauen darauf, dass wir Vorreiter in Sachen CSR bleiben.“ Dass Effizienz keines großen Apparats bedarf, zeigt auch das Beispiel von Austria Glas Recycling: Im Wiener Büro sind zehn Mitarbeiter, teilweise in Teilzeit, tätig, die die Glaswiederverwertung in ganz Österreich koordinieren.

mathieu völker

Elizabeth Hull, PwC: „Karriere um jeden Preis passt nicht mehr.“

Wien. In Zeiten der weltweiten Ressourcenverknappung spielen Nachhaltigkeit und Circular Economy eine immer größere Rolle. Im Gespräch mit medianet erläutern Harald Hauke, Geschäftsführer von Austria Glas Recycling, und Monika Piber-Maslo, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, warum Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sein müssen, welche Vorteile Unternehmen aus der künftigen Nachhaltigkeitszertifizierung erzielen können und wie es um das Glas Recycling in Österreich steht.

Wien. Der Wirtschaftsprüfungsund Beratungsriese PwC Österreich darf das Gütezeichen berufundfamilie erneut führen. Erstmals 2010 zertifiziert, erfolgte die Rezertifizierung durch Minister R. Mitterlehner am 19. November 2013. Elizabeth Hull, Human Capital Leader bei PwC Österreich: „Karriere um jeden Preis passt längst nicht mehr als Erfolgsbild für die heutige Generation an Nachwuchstalenten und Führungskräften.“ Der weibliche Anteil an Mitarbeitenden bei PwC Österreich liegt bei 59% bis 26% auf Partnerebene, die Teilzeitquote bei 20%. (red)

Austria Glas Recycling ist eines von zehn Unternehmen, die im Auftrag des Lebensministeriums an der neuen Nachhaltigkeitszertifizierung ONR 192500 arbeiten. Die zukünftige Norm basiere auf der ISO 26000, die heute jedoch nicht zertifizierbar ist. Für Unternehmen werde sich diese Zertifizierung insofern auszahlen, als dadurch ein systematisches Bestreben um Nachhaltigkeit nachgewiesen werden kann und somit ein Differenzierungsmerkmal gegeben ist. „Durch den ‚sanften Druck‘ der Zertifizierung kann man Unternehmen dazu bringen, ihre Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu verbessern. Es sind viele kleine Dinge, die in Summe zu ökologischen Verbesserungen führen; dieses Prinzip gilt es auch in dem Bereich CSR-Norm anzuwenden“, meint Piber-Maslo. Mit dem Begriff der Nachhaltigkeit werde heute oft missbräuchlich umgegangen: „Müll trennen allein reicht nicht; es geht darum, ein systematisches Bestreben zu zeigen und zu belegen.“ Glas Recyc-

SOT: Jahresabschluss jetzt richtig planen Wien. Im Regelfall endet das Wirtschaftsjahr mit dem Kalenderjahr und so stellt sich jetzt die Frage, inwiefern Unternehmensergebnisse noch verändert und auf sonstige steuerliche Aspekte geachtet werden sollte, heißt es bei SOT: Es sei nicht damit getan, Ausgaben noch schnell einzubezahlen oder Umsätze auf das nächste Jahr zu verlagern, sondern aufbauend auf der Planung der Ergebnisse für 2013 und 2014 solle die Steuersituation überdacht werden. Bei Einnahmen-Ausgaben-Rechner könne eine aktive Steuerplanung auch dazu führen, vor dem 31.12. nichts mehr zu tun. (red)

Neues Manz-Buch zur Beraterbranche

© Fotostudio Helmreich

Nachhaltigkeit nachweisen

Monika Piber-Maslo, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei Austria Glas Recycling.

„Müll trennen allein reicht nicht. Es geht darum, ein systematisches Bestreben zu zeigen und zu belegen.“ monika piber-maslo

ling sei ein Paradebeispiel für das glückliche Aufeinandertreffen von Ökologie und Ökonomie:

„Die Glasindustrie profitiert vom Sekundärrohstoff Altglas; es ist ein regionales Geschäft, das für Beschäftigung sorgt und zahlreiche Umweltvorteile hat.“ Hauke ergänzt: „Glas ist zu 100% recyclebar: Es ist kein Downcycling und deswegen sehr nachhaltig.“

glas recycling 1977 startete die die organisierte Altglassammlung und -verwertung in Österreich. Seitdem wurden mehr als 5,2 Mio. t Altglas gesammelt. Das entspricht ca. 17,2 Mrd. Glasverpackungen; aneinandergereiht ergibt das 100 Mal um die Welt. 80.000 Sammelbehälter stehen heute in Österreich für die Altglassammlung zur Verfügung. 97% der Österreicher sammeln ihr gesamtes oder das meiste Altglas (IFES, 2009). Dank getrennter Sammlung und stofflicher Verwertung von Glasverpackungen konnten 2012 folgende Rohstoffmengen gespart werden: 161.000 t Quarzsand, 52.000 t Kalk und Dolomit, 40.000 t Soda, 221.000.000. kWh elektrische Energie und 6.000.000 m³ Erdgas.

Liberalisierung ab 2015 Durch die Novellierung des Abfallwirtschaftsgesetzes am 1. Jänner 2015 wird es zu einer Liberalisierung des Markts kommen. Ab dem Zeitpunkt werden auch andere Sammel- und Verwertungssysteme im österreichischen Markt agieren können, jedoch darf es nicht zu Parallelstrukturen bei der Behälterinfrastruktur kommen.

DLA Piper 50 Mio. Euro

Finanztransaktionssteuer EU-Insider: Lage für Einführung nicht vielversprechend

© EPA

Finanztransaktionssteuer (eine Steuer auf börsliche und außerbörsliche Finanztransaktionen; Anm.) jetzt bereits in Jahren messbar. Glaubt man nun hochrangigen Insidern der EU, so ist die Transaktionssteuer wohl gestorben – vor allem, wenn diese ins EU-Budget fließen soll, nicht „nur“ in die jeweiligen nationalen Budgets. Für 2014 wird gar nicht mehr damit gerechnet, dass die Steuer ins EU-Bud-

Einer der vehementesten Gegner der Steuer: der britische Premier David Cameron.

get eingerechnet werden könnte. „Die Lage ist nicht vielversprechend“, so ein hochrangiger EUInsider.

Wien. Die internationale Anwaltskanzlei DLA Piper hat den Baukonzern Porr und die Emissionsbank bei der Emission eines 50 Mio. € schweren Corporate Bond (bereits im geregelten Freiverkehr der Wiener Börse; Anm.) beraten. Kapitalmarktspezialist Christian Temmel, Partner bei DLA Piper Weiss-Tessbach in Wien, war leitender Transaktionsanwalt.(ag/red)

Bevölkerung wäre dafür Dabei wäre die Finanztransaktionssteuer eine der wenigen neuen und zusätzlichen Abgaben, die von der Bevölkerung mehrheitlich begrüßt würden, zeigen Umfragen. Dass die Steuer aber „insgesamt fallen gelassen wird, ist nicht ausgeschlossen“.Eine zwischenstaatliche Kooperation zur Umsetzung in manchen EU-Ländern – möglicherweise Deutschland und auch Österreich – ist die realistischere Variante, die noch kommen könnte. Eine Gruppe von EU-Staaten will die Steuer gar nicht, eine andere Gruppe will die Einnahmen aus der möglichen Steuer, wenn diese umgesetzt wird, ins nationale Budget fließen lassen. In Österreich hatte Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) rund 500 Mio. € an Einnahmen bereits in den Etat eingeplant, was wieder verworfen wurde.  (red/APA)

© DLA Piper

Brüssel. Viele wollen sie so rasch wie möglich – wie Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann –, andere scheuen sie wie der Teufel das Weihwasser wie zum Beispiel der britische Premier David Cameron. Der fürchtet nämlich massive Nachteile für den Finanzplatz London und ein Ausweichen der Handelsszene nach Übersee. Und so ist das Gerangel um die Einführung einer europaweiten

© Manz

Wien. 60.000 Unternehmen sind im Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich organisiert. Sie erzielen einen Umsatz von etwa 20 Mrd. €, das entspricht einem Anteil am Bruttosozialprodukt in Höhe von 6,5%. Das neu bei Manz erschienene Buch „Unternehmensberatung und IT in Österreich: Stand, Erfolgsfaktoren und Zukunftstrends” will auf Basis einer empirischen Analyse ein möglichst vollständiges Bild des Markts zeichnen. Die Autoren wenden sich nicht nur an die Branche, sondern wollen auch Auftraggebern u.a. einen Einblick in die erfolgreiche Anbahnung und Beauftragung von Projekten geben. (red)

Corporate Bond: Porr beraten

Sie kommt, sie kommt nicht …

Handbuch zur Beraterbranche in Österreich.

Christian Temmel (41), Partner bei DLA Piper Weiss-Tessbach in Wien.


Freitag, 29. November 2013

a dv i sor y: pr a c ti c e

advisory – 49

financenet@medianet.at

arithmetica Gelebtes Risikomanagement wird bei vielen Bankhäusern immer mehr als Voraussetzung für eine Kreditvergabe gesehen

Bevor ein Risiko zur Gefahr wird Wien. 2013 war in den Augen von Christoph Krischanitz, Geschäftsführer des auf Risikomanagement spezialisierten Beratungsunternehmens arithmetica, ein relativ ruhiges Jahr – zumindest gemessen an der Zahl der Insolvenzverfahren bisher, die in den ersten drei Quartalen, verglichen zum Vorjahr, deutlich zurückgegangen sei. Das kommende Jahr könnte ähnlich ruhig sein, erwartet Krischanitz. Unternehmen sollten sich aber dennoch bereits jetzt mit den Risiken des Jahres 2014 auseinandersetzen, mahnt Krischanitz. Tatsächlich sei es in der unternehmerischen Praxis nicht selbstverständlich, sich frühzeitig mit jahresspezifischen Themen zu beschäftigen. Vorhersehbare Risiken gefährdeten vor allem KMUs, macht Krischanitz aufmerksam. Wiederkehrende Risiken liegen in den Themenfeldern Personal, Liquidität, Produktion, Umsatz und Markt.

etwa die Verknappung der erwerbsfähigen Personen in Österreich. 2014 erreichen wieder weniger Jugendliche das 18. Lebensjahr als noch im Vorjahr, der Trend werde sich noch lange fortsetzen. Umgekehrt scheidet eine massive Anzahl an Personen wegen der Pension aus dem Arbeitsmarkt aus; dies wird ab 2016 noch stärker zunehmen. Für etliche Betriebe ergebe sich daraus von Jahr zu Jahr ein größerer Fachkräftemangel. Mögliche Liquiditätsengpässe sind erstmals im Februar einzuplanen – wegen der fälligen Steuervorauszahlungen. Im Mai wiederum kommen die ersten Sonderzah-

lungen für das 13. Gehalt, detto im Oktober. Die Aufnahme neuer Kredite werde schwierig bleiben. „Gelebtes Risikomanagement wird immer mehr als Voraussetzung für die Kreditvergabe gesehen“, so Krischanitz. Der Finanzmarkt bringt traditionell in den Monaten März und April ein erhöhtes Risiko, denn im März publizieren die meisten börsenotierten Unternehmen ihre Jahresabschlüsse für das Jahr 2013. Für 2014 ist es aber generell ratsam, eher konservativ zu denken, denn die noch immer angespannte weltwirtschaftliche Situation verspricht turbulente Zeiten. (lk)

facts arithmetica Die 1982 gegründete arithmetica Versicherungs- und finanzmathematische Beratungs-GmbH mit Sitz in Wien ist im Bereich der Versicherungs- und Finanzmathematik führend. Die Tochtergesellschaft der Wiener Städtische und Donau Versicherung betreut Unternehmen und Interessenvertretungen und ist Partner für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Geboten werden Lösungsvorschläge sowie mathematisches FachKnow-how vor allem in den Schwerpunkten „pensions“ (Betriebliche Altersvorsorge, Sozialkapital, Gehaltsmanagement) „insurance“ (Versicherungstechnik, Solvency II), „risk&chance“ (Risikomanagement, CRM) und „mathematics&IT“ (Allgemeine Mathematik/Statistik/IT).

© arithmetica

Kalender hilft bei der Planung: Formelle und sportliche Ereignisse beachten.

Krischanitz: „Achtung im Dezember: Da muss vieles abgeschlossen werden.”

Jahresplan reicht nicht „Das Risikomanagement muss im Unternehmensprozess integriert sein und mit monatlichen Schwerpunkten arbeiten, eine Jahresplanung allein ist zu wenig“, so der Experte. Dabei unterscheiden sich die Jahre wesentlich voneinander, ob es sich nun um die wirtschaftlichen Rahmengrößen wie Arbeitslosigkeit oder Inflation handelt oder schlicht um die Verteilung der Feier- und Fenstertage. Krischanitz: „Oft wird übersehen, dass nicht die vermeintlich kurzen Monate, wie etwa der Februar, die Produktivität einschränken, sondern Monate wie der Mai oder Juni, die aufgrund ihrer Feiertage mit anschließenden Fenstertagen sogar weniger Arbeitstage haben können als der Februar. Zwei Tage sind immerhin zehn Prozent des Monats.“ Weiters sind Ferien und typische Krankheitsperioden in die Personalplanung einzubeziehen, umso eher, wenn es sich um eine personalintensive Branche handelt. Aber auch sportliche Großereignisse schlagen zu Buche. Diese könne ein gewieftes Management zu Informationsveranstaltungen mit gemeinschaftlichem Ansehen der Aufzeichnungen nutzen, statt an den Tagen nach den Spielen eine müde „Mannschaft“ im Büro zu haben.

Urlaubsnachwehen Noch ein Aspekt: „Gerade nach den größeren Urlauben sind Mitarbeiter offen für Veränderungen. Kündigungen, aber auch Scheidungen, finden vermehrt im Spätsommer oder im Spätwinter statt“, betont Krischanitz. Längerfristigere Folgen hätten demografische Tendenzen wie

termine 2014 1.1.: Lettland tritt der Eurozone bei; Bankenunion tritt in Kraft 1.2.: Umstellung auf vereinheitlichten Zahlungsverkehr in ganz Europa 22.–25.5.: Europawahl 25.5.: Parlamentswahl in Belgien 4.–5.6.: G8-Gipfeltreffen in Sotschi September: Landtagswahlen/Vorarlberg 18.9.: Referendum über die Unabhän gigkeit Schottlands 15.–26.11.: Gipfeltreffen G-20 Dezember: Abzug der internationalen Schutztruppen aus Afghanistan

JETZT KART EN KAUF EN Am Abend des 02. Dezember wird im Design Center Linz wieder der Austrian Event Award in 11 Kategorien verliehen. Die Nominees stehen bereits fest und sind auf der Homepage des Austrian Event Awards (www.eventaward.at) zu finden! Die elfköpfige Fachjury aus Österreich und Deutschland hat im Vorfeld der Jurysitzung einzeln alle Einreichungen bewertet. Bei der 8-stündigen Jurysitzung am 07. November wurde dann über die Goldsieger entschieden. Auch dieses Jahr gab es einige Kopfan-Kopf Rennen um den Pokal. Erstmalig vergibt die Jury den „Sonderpreis der Jury“, über den sich ein Nominee besonders freuen darf. Der Veranstalter, die Eventwerkstatt Ilk&Partner GmbH, legt besonderen Wert auf die Geheimhaltung der Goldgewinner. Nur so bleibt die Spannung erhalten und alle anwesenden Gäste erleben wahre Emotionen auf der Bühne. Unter dem Motto „vom Spektakel zum Sinn“ hat sich die Eventwerkstatt einige Highlights für die Besucher überlegt.

Anmeldung zur Verleihung ab sofort unter:

www.eventaward.at

Verleihung: am Montag, 02.12.2013, ab 18:00 Uhr im Design Center Linz, Europaplatz 1, 4020 Linz

Die Verleihung startet um 18 Uhr mit dem Welcome und der Ausstellung aller nominierten Projekte. Um 19 Uhr beginnt im Veranstaltungssaal des Design Center Linz die Verleihung der Goldpokale. Im Anschluss finden im Ausstellungsbereich der Branchentalk und das Catering statt. Bei kulinarischen Köstlichkeiten von Spitz Catering und Musik von den „Johnny Rockers“ klingt der Abend in lockerer Atmosphäre aus.


a dv i sor y: l aw

50 – advisory

Freitag, 29. November 2013

financenet@medianet.at

short

© Eilender Brose/The Visualizers

Freshfields: Feier für Klimscha als Partner

Der Advocatus ’13 Die Klienten von heimischen Wirtschaftskanzleien kürten in acht Kategorien ihre Favoriten

Die Klienten entscheiden, ganz ohne Rechthaberei

Wien. Rund 400 Gäste folgten vergangenen Donnerstagabend der Einladung zur Partnerernennungsfeier von Freshfields Bruckhaus Deringer ins Wiener Semper Depot. Das Wiener Büro lud zu einer Reise entlang der Donau anlässlich der Partnerernennung von Florian Klimscha. Zahlreiche Vertreter aus Österreichs Industrie und Wirtschaft sowie heimische und internationale Rechtsexperten gaben sich ein Stelldichein mit Vertretern der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer.  (red)

Wirten ist Tabakgesetz weiterhin zu unklar Wien. Das Tabakgesetz wird ein Fall für den Verfassungsgerichtshof (VfGH). Obwohl der Raucher- vom Nichtraucherbereich getrennt worden sei, habe der Magistrat ein Verwaltungsverfahren gegen die Wiener Trattoria Margareta eingeleitet, kritisierte Gastronom Stefan Gergely am Montag in Wien. Die Schlossquadrat Gastronomie, zu der das Lokal gehört, fordert die Aufhebung unklarer Passagen im Gesetz. In erster Linie gehe es darum, die Formulierung aufzuheben, nach der der Tabakrauch nicht in Räumlichkeiten mit Rauchverbot dringen dürfe. Bis zum Urteil des Verwaltungsgerichtshofs im Juni 2013 hatten die Verfassungsrichter ausdrücklich nicht gefordert, die Lufträume zwischen Raucher- und Nichtraucherbereichen völlig abzutrennen. Nun aber sei dies anders ausgelegt worden.  (ag)

© Polska Akademia

Welser ist Mitglied von Polens Adademie

Akademie-Präsident Andzej Bialas und Welser bei der Ehrung.

Wien/Krakau. Em. o. Univ.-Prof. Rudolf Welser, langjähriger Vorstand des Instituts für Zivilrecht an der Uni Wien, wurde zum Mitglied der Polnischen Akademie der Wissenschaften und Künste gewählt. Welser ist Leiter der Forschungsstelle für Europäische Rechtsentwicklung und Privatrechtsreform der Uni Wien und der einzige lebende österreichische Rechtsgelehrte, dem diese Auszeichnung der Mitgliedschaft zuteil wurde. Er wurde für den Aufbau der Forschungsstelle Europäische Rechtsentwicklung geehrt. (lk)

Wien. Auf Initiative der Tageszeitung Die Presse kürten dieses Jahr die Klienten der Wirtschaftskanzleien ihre Favoriten – anders als in den Vorjahren, in denen Presse-Redakteure die Sieger vor den Vorhang holten. Die Unternehmen, also diejenigen, die die Beratungsqualität am unmittelbarsten beurteilen können, konnten in insgesamt acht Kategorien ihre Stimme abgeben und so die Advocatus ‘13-Sieger ermitteln. Die Preisverleihung fand am 18. November mit Presse-Chefredakteur Rainer Nowak in der Redaktion der Zeitung statt. Gestartet wurde der Advocatus ‘13 heuer im Juli: Die Presse rief Unternehmen dazu auf, bis 30. September 2013 Empfehlungen für Kanzleien und Anwälte abzugeben. Und zwar in den acht Kategorien: Arbeitsrecht, Banken/Finanzen, Gewerblicher Rechtsschutz, Infrastruktur/Vergaberecht/Umweltrecht, Kapitalmarktrecht, Steuerrecht, Wettbewerbsrecht sowie M&A/Gesellschaftsrecht. Jedes Unternehmen hatte dabei die Möglichkeit, in jeder Kategorie bis zu drei Nominierungen abzugeben, die gleichrangig gewertet wurden.

Eine gemeinsame Liste Die Idee dahinter war, dass „das in einem gewissen Rahmen die Möglichkeit eröffnen sollte, dass verschiedene Bereiche oder Abteilungen eines Unternehmens, die womöglich mit unterschiedlichen Kanzleien zusammenarbeiten, ihre Erfahrungen einbringen und sich an der Abstimmung beteiligen“, heißt es bei Die Presse. Allerdings durfte jedes Unternehmen nur einmal bei der Wahl mitmachen. Dies bedeutet: Alle Involvierten eines

Günther Hanslik, Alexander Rakosi, Wieland Schmid-Schmidsfelden, Johannes Reich-Rohrwig, Johannes Trenkwalder, Peter Huber.

Unternehmens mussten sich letztlich auf maximal drei Nominierte pro Kategorie einigen und eine gemeinsame Liste einreichen. Zur Abgabe von Nominierungen aufgerufen wurden die Unternehmen sowohl in der Printausgabe der Presse als auch online. Insgesamt langten nach Angaben der Tageszeitung 1.536 Fragebögen ein. Wer mitgemacht und wer für wen gestimmt hat, bleibt allerdings ein Geheimnis, die Redaktion behandelt diese Angaben streng vertraulich. Auch habe es ganz bewusst keine getrennten Auswertungen nach Unternehmensgrößen oder Branchen gegeben. (red)

die advocatus ’13 Sieger „Boutiquen“ Mosati Rechtsanwälte, Salomonowitz Horak Rechtsanwälte, Barnert Egermann Illigasch

„Arbeitsrecht“ CMS Reich-Rohrwig Hainz „Infrastruktur, Vergabe-, Umweltrecht“ Haslinger Nagele & Partner

„M&A, Gesellschaftsrecht“ CMS Reich-Rohrwig Hainz

„Banken, Finanzen, Restrukturierung“ Binder Grösswang

„Wettbewerbsrecht“ Schönherr Rechtsanwälte

„Steuerrecht“ CMS Reich-Rohrwig Hainz

„Kapitalmarktrecht“ Binder Grösswang

„Stimmenstärkste Kanzlei aus den Bundesländern“ HBA Held Berdnik Astner

„Gewerblicher Rechtsschutz“ Schönherr Rechtsanwälte

Nachschlagewerk Die Änderungen ab 1. Jänner 2014

EU Arbeitnehmerfreizügigkeit; anderswo noch beliebter

Graz. Mit 1. Jänner 2014 ändert sich in Österreich der Rechtsschutz in Verwaltungssachen: Statt wie bisher vor einem Unabhängigen Finanzsenat oder Unabhängigen Verwaltungssenat werden Beschwerden, wie sie etwa gegen Einkommenssteuerbescheide oder Bescheide wegen Verkehrsübertretungen erhoben werden können, künftig vor dem neu gegründeten Bundesfinanzgericht oder den Landesverwaltungs- oder dem Bundesverwaltungsgericht entschieden. Juristen und Juristinnen am Institut für Finanzrecht der Universität Graz haben das neue „Beschwerdeverfahren in Abgabensachen“ umfassend analysiert und in einem Handbuch übersichtlich dargestellt. „Der Band soll in erster Linie eine Unterstützung

Brüssel. Zwei Drittel der Österreicher (67 Prozent) halten die Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU für positiv auch für die Wirtschaft des eigenen Landes. Das klingt nach viel, reicht aber mit Spanien und den Niederlanden nur für Platz 17. An der Spitze der jetzt von der EUKommission präsentierten Eurobarometer-Umfrage liegt Rumänien mit 88 Prozent, Schlusslicht ist Zypern mit nur 51 Prozent. Hinter Rumänien liegen Finnland und Bulgarien (je 79 Prozent), gefolgt von Litauen (78), Schweden und Polen (je 76), Luxemburg (75), Estland und Portugal (je 74), Italien und Malta ( je 73), Slowakei, Irland und Slowenien (je 72), Griechenland (70), Dänemark (69), Spanien, Niederlande und Öster-reich (je 67), Ungarn (66), Deutschland (64), Frankreich (61), Belgien, Tschechien und Lettland (je 60), Großbritannien (52) und Zypern (51).

Klarheit fürs Rechtsmittelverfahren Für zwei Drittel in positivem Licht für Mitarbeiter der Finanzverwaltung, Wirtschaftstreuhänder und Richter, die sich mit Verfahren in Abgabensachen auseinandersetzen müssen, sein“, erklärt die Leiterin des Instituts für Finanzrecht und Herausgeberin des Werkes, Univ.Prof. Tina Ehrke-Rabel. Da die rechtlichen Grundlagen des neuen Rechtsschutzverfahrens vor dem Bundesfinanzgericht sehr komplex und abstrakt sind, haben sich Juristen des Instituts für Finanzrecht der Uni Graz dessen anschauliche und praxisorientierte Aufbereitung zur Aufgabe gemacht. Das Ergebnis ist ein Werkzeug in Form eines Buchs, das Beispiele, Hin­ weise und Tipps für Praktiker bietet. (lk)

Papier listet die Brüsseler Behörde Maßnahmen zur Stärkung des Rechts auf Freizügigkeit und zur Unterstützung der Länder bei der Ausschöpfung von Vorteilen, die daraus resultieren, auf. Justizkommissarin Viviane Reding erklärte angesichts der Bedenken einiger Länder über einen potenziellen Missbrauch im Zusammenhang mit Mobilitätsströmen, der Aktionsplan werde es erleichtern, gegen solchen vorzugehen.  (APA)

Hilfe angekündigt

© Manz

„Rechtsmittelverfahren in Abgaben-sachen“ ist im Manz-Verlag erschienen.

Die EU-Kommission hat das Recht der Bürger betont, in einem anderen EU-Land zu arbeiten und zu leben. In einem Fünf-Punkte-

© Wikimedia

Friedrich Jergitsch, Office Managing Partner, hielt die Begrüßungsrede.

© CMS

Binder Grösswang und CMS räumten Awards in je drei Kategorien der Clients’ Awards ab.

Österreich belegt nur Platz 17 unter allen EU-Mitgliedsstaaten.


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Freitag, 29. November 2013

advisory – 51

financenet@medianet.at

Steuertransparenz 14 Länder wegen mangelnder internationaler Zusammenarbeit in Steuerfragen unter Beschuss

short

OECD-Forum kritisiert Schweiz und Luxemburg

Wien. Maurizia Anderle-Hauke (38) verstärkt die Anwaltskanzlei Binder-Grösswang als Rechtsanwältin. Sie ist auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und berät Banken, Investmentfonds und Finanzdienstleister in allen Bereichen des Aufsichtsrechts, insbesondere beim Markteintritt und den damit zusammenhängenden regulatorischen Fragen sowie bei Fragen der Beratungs- und Prospekthaftung. Nach ihrem Studium an der Universität Wien war AnderleHauke bei internationalen Kanzleien als Rechtsanwältin tätig.  (red)

Die Schweiz konnte das Global Forum für Steuerfragen noch nicht überzeugen: Transparenz und Information noch ungenügend.

Die Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) hatte die OECD damit beauftragt, beim Kampf gegen internationale Steuerhinterziehung eine Führungsrolle einzunehmen. Die Schweiz gehört nach wie vor zu den lediglich 14 Ländern, die in der ersten von zwei Überprüfungsphasen des Global Forums stecken; erst nach Absolvieren der zweiten Phase der Überprüfung durch die anderen Länder ist die Schlussbewertung möglich. Das Klassement des Forums wurde offiziell in Jakarta vorgestellt. Der Grund dafür, dass die Schweiz in der ersten Phase hängen geblieben ist, sind im Detail drei nicht erfüllte Anforderungen: Eine genügende Anzahl von Doppelbesteuerungsabkommen nach

OECD-Standard, die zwingende Benachrichtigung von Betroffenen bei Amtshilfegesuchen und die Identifikation der Inhaber von Inhaberaktien. Sämtliche Forderungen werden in der Schweiz seit Monaten diskutiert.

Schweiz relativiert Kritik Das Schweizer Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) meint in einer Reaktion, die Schweiz begrüße die Bemühungen des Global Forum zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung. An der Plenarversammlung in Jakarta habe die Schweiz ihre Reformen zur Erfüllung der internationalen Standards darlegen können. Diese Anstrengungen seien auf ein posi-

Die Aussichten „Insgesamt konnte die Schweiz ihre Position in Jakarta stärken“, ist Filliez überzeugt. Sie müsse allerdings ihre Bemühungen bei der Anpassung ihrer Gesetze fortsetzen, nicht zuletzt im Interesse ihres eigenen Finanzplatzes. Die Schweiz ist seit 2009 Mitglied dieses weltweit größten Organs für Steuerfragen.  (APA/red)

Studie Keine messbaren Vorteile für kleine Unternehmen

Wien. Laut einer aktuellen marketStudie leiden heimische Betriebe unter Fachkräftemangel. Jedes zweite Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern kann demnach manche fachspezifische Positionen nicht besetzen. Insgesamt fehlen in Österreich rund 30.000 Fachkräfte. Der Wettbewerb um die „besten Köpfe“ nimmt daher zu.

Vaduz. Kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) sind zwar immer stärker in den Sozialen Netzwerken präsent, aber bislang ohne messbaren unternehmerischen Erfolg. Das ergab eine gemeinsame Studie der Universität Liechtenstein und der Wirtschaftsuniversität Wien.

Betriebspension für „beste Köpfe“ Social Media bringen KMU nichts

© Valida Vorsorge Management/Helmreich

Attraktive Arbeitgeber

Andreas Zakostelsky, Chef der Valida: Betriebspension zieht beste Köpfe an.

gerungen der Autoren, an den schlechten Rahmenbedingungen liegen, an zu geringen personellen Ressourcen für das Social MediaMarketing und an einem zu geringen Know-how der Materie der Marketingverantwortlichen. Große Unternehmen sind im Vergleich dazu deutlich aktivere Netzwerknutzer. Bei KMU scheitert ein stärkeres Engagement zumeist am Kostenfaktor Zeit, ergab die Studie.  (red)

Keine Auswirkungen Befragt wurden mehr als 400 Entscheidungsträger im gesamten deutschsprachigen Raum. Zwei Drittel der Unternehmen setzen die Sozialen Netzwerke wie Facebook, Xing, Linkedin oder Twitter zur Vermarktung ihrer Marke, ihrer Produkte und Dienstleistungen ein. Sie wollen damit bekannter werden, neue Kunden gewinnen und Kundenbeziehungen optimieren. Die große Mehrheit der befragten Unternehmen ist zudem überzeugt, dass sie neue Produkte und Dienstleistungen via Soziale Netzwerke rascher auf dem Markt einführen können. Die Studie konnte bei KMU keine Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg feststellen. Dies könnte, so eine der Schlussfol-

© panthermedia.net/Harald Jeske

Arbeitgeber im Wettbewerb um die besten Köpfe“, meint Zakostelsky. „Betriebliche Vorsorgelösungen sind für eine Personalstrategie, die sich langjährige Partnerschaften mit den eigenen Mitarbeitern zum Ziel setzt, bestens geeignet.“ Besonders geeignet zur Mitarbeitermotivation seien Pensionskassenmodelle mit variablen Beiträgen; in wirtschaftlich erfolgreichen Zeiten werden da höhere „Erfolgsbeiträge“ einbezahlt. (red)

Wien. Zur Bekämpfung und Vorbeugung von Missbrauch im Umsatzsteuersteuerrecht kommt es voraussichtlich ab 1.1.2014 zu einer Ausweitung der Reverse Charge-Besteuerung in Österreich, davon geht die Wirtschafts- und Steuerberatungsgesellschaft KPMG aus. Reverse Charge-Bestimmungen regeln, dass bei bestimmten in Österreich steuerpflichtigen Umsätzen die Steuerschuld vom „Steuerausländer“ auf den Inländer übergeht.  (red)

ren gesetzlicher Rahmen als genügend anerkannt wurde. Voraussetzung dafür ist ein Zusatzbericht der Schweiz, der noch präsentiert und angenommen werden muss. Er wird derzeit von den Experten anderer Staaten überprüft.

tives Echo gestoßen. Auch Fabrice Filliez, Schweizer Botschafter für multilaterale Steuerfragen, relativiert die Kritik an der Schweiz: „Die Schweiz wird im Jahresbericht des Global Forums nirgends speziell kritisiert.“ Die Plenarversammlung habe offiziell festgehalten, dass von den 14 Staaten, die in der ersten Phase stecken – dazu gehören u.a. Botswana, Liberia und Panama – einige bereits Fortschritte gemacht hätten; diese Aussage beziehe sich implizit auch auf die Schweiz, meint der Botschafter. Filliez geht davon aus, dass die Schweiz im Laufe des kommenden Jahres in die zweite Überprüfungsphase wird eintreten können, in der sich die Staaten befinden, de-

Fachkräftemangel Junge wollen Zusatzpension

Eine Möglichkeit, hier erfolgreich zu sein, könnten betriebliche Vorsorgelösungen sein, meint Andreas Zakostelsky, Vorsitzender des Vorstands der Valida Vorsorge Management. Eine Umfrage von meinungsraum.at weise deutlich darauf hin. Drei Viertel aller unter-30jährigen Arbeitnehmer, die von keiner betrieblichen Vorsorgelösung begünstigt sind, wünschen sich eine solche von ihrem Arbeitgeber. Durch das neue Pensionskonto werde Arbeitnehmern ihre zu erwartende Pensionslücke noch bewusster. „Unternehmer, die eine betriebliche Vorsorgelösung anbieten, positionieren sich als attraktive

Reverse Charge wird ausgedehnt

KMU setzen auf Social Media ohne messbaren Nutzen, ergab Studie.

„Overbanked“, aber „underadvised“

© panthermedia/ginasanders

„Stecken in erster Phase“

Maurizia Anderle-Hauke verstärkt das Team von Binder-Grösswang.

© panthermedia.net/wRon Sumners

Jakarta. Die Schweiz, Luxemburg und Zypern haben sich ebenso wie die britischen Jungfraueninseln und die Seychellen vom Global Forum zu Steuertransparenz und automatischem Informationsaustausch in Steuersachen eine Rüge für zu laxe Steuerregeln eingefangen. 121 Länder sind Mitglied des Global Forums, das bei der OECD angesiedelt ist. Bei der sechsten Tagung des Forums in der indonesischen Hauptstadt Jakarta wurden die genannten Länder kritisiert, weil sie keine Steuerinformationen mit anderen Ländern austauschten oder nicht die Besitzer von bei ihnen registrierten Firmen näher überprüften. Offizielle Sprecher der Schweiz sehen dagegen Fortschritte ihres Landes und kündigen für nächstes Jahr entscheidende Verbesserungen an.

© Binder Grösswang

Die Schweiz verspricht Fortschritte bei Steuerinformation mit anderen Ländern für das nächste Jahr.

Neue Anwältin bei Binder-Grösswang

Österreicher brauchen weniger ­Banken und dafür mehr Beratung.

Wien. „Wir stehen vor dem Problem, dass Österreich zwar gewissermaßen ‚overbanked‘, jedoch – zumindest, was die mittlere Einkommensschicht betrifft – weitgehend ‚underadvised‘ ist“, meint Otto Lucius, Vorstandsvorsitzender des Österreichischen Verbands Financial Planners (AFP). Dabei hätte der Mittelstand gerade heute einen größeren Bedarf nach Finanzplanung als je zuvor: Er besitzt oft vielfältige Veranlagungsprodukte, unterschiedlichste Versicherungspolizzen und viele nennen darüber hinaus auch eine Immobilie ihr Eigen. Finanzprodukte gebe es wie Sand am Meer, die persönliche Finanzplanung sei heute daher nur mehr unter Einbeziehung eines unabhängigen Experten – etwa eines Certified Financial Planner – professionell durchzuführen, meint man beim AFP, der höhere Beratungsstandards etablieren möchte.  (red)


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52 – advisory

Freitag, 29. November 2013

financenet@medianet.at

KWR Die neue Verwaltungsgerichtsbarkeit ab Jänner 2014 stand im Zentrum der 8. KWR Corporate Lounge

short

Eine bedeutende Reform

Binder Grösswang bei Konfliktlösung führend

Podiumsdiskussion zu den Herausforderungen durch die Novelle zur Verwaltungsgerichtsbarkeit.

BG-Partner Christian Klausegger ist Spezialist für Konfliktlösungen.

Wien. In seiner aktuellen Ausgabe bewertet das Fachmagazin Juve die österreichischen Rechtsanwaltskanzleien im Bereich Konfliktlösung. Als führende Kanzlei wurde Binder Grösswang (BG) in den Bereichen „Prozesse“ und „Schiedsverfahren und Mediation“ genannt und Christian Klausegger wurde als einer der führenden Partner für Konfliktlösung erwähnt. „Die in den vergangenen Jahren langsam, aber stetig gewachsene Praxis zählt im Prozessrecht zu den führenden Teams am Markt und wird im Schiedsrecht ebenfalls empfohlen“, heißt es bei Juve. (red)

Positive Auswirkungen Es wurden großteils positive Auswirkungen der Reform erwartet. Michael Sachs ging näher auf die organisatorischen Herausforderungen ein, während Gerhart Holzinger die Realisierung einer zweistufigen Verwaltungsgerichtsbarkeit als gigantische Aufgabe sah, aber auch als eine große Chance für die Weiterentwicklung des Rechtsstaats. Hans Peter Lehofer wiederum strich die neue Rolle des VwGH als künftiges Revisionsgericht heraus. Thomas Rabl rechnet allerdings mit gewissen „Anlaufschwierigkeiten“ des Reformvorhabens. Die Lounge mit rund 170 Gästen aus Wirtschaft, Industrie und Verwaltung fand bei einem Cocktailempfang ihren Ausklang.  (mst)

Türkischer Mischkonzern auf Einkaufstour

© Erste Group/Andi Bruckner

Ingo Bleier, Head of Investment Banking Erste Group, ist stolz auf die Transaktion.

Seminar der woche

China geht gegen Korruption strenger vor, so die Experten von Taylor Wessing.

menszentrale befindet sich in Arnoldstein. Mit der Übernahme von Chemson kann OYAK seine Position als weltweit führendes Unternehmen bei PVC-Stabilisatoren weiter ausbauen.

Grenzüberschreitende Deals „Wir sind stolz darauf, dass wir den prominenten türkischen Mischkonzern OYAK bei dieser strategischen Übernahme beraten konnten“, erklärt Ingo Bleier, Head of Investment Banking bei Erste Group. „2013 war für uns im Bezug auf Unternehmensfinanzierungen ein sehr intensives Jahr. Wir freuen uns, dass wir eine weitere grenzüberschreitende Transaktion durchführen konnten.“  (mst)

Elisabeth Waldner, SOT Finanzplan jetzt Wien. Gerade für KMUs gilt: „Wer etwas von seiner Bank will, muss sich professioneller aufstellen“, sagt Elisabeth Waldner von der Süd-Ost Treuhand/Libertas (SOT). Denn Banken hätten unter dem Druck regulatorischer Vorgaben, wie Basel III, fallender Geschäftsvolumina u.v.m. ihren Zugang zum Firmenkunden geändert, weiß Waldner, deren Schwerpunkte Strukturierte Finanzierung und Coaching sind. „Als Spezialist kann man den Blick von außen hilfreich einsetzen“, so Waldner. Hier gäbe es vielfältige Maßnahmen, wie etwa die Umgestaltung der kurzfristigen Finanzierungslinien auf verschiedene Bankpartner.  (mst)

© Agentur Lichtmeister

„Safe Business im Reich der Mitte Mitte November veranstalteten Taylor Wessing und Außenwirtschaft Austria den Compliance Event „Safe Business in China“. China behandelt die Korruption heute strenger (und nicht, wie von uns vergangene Woche irrtümlich formuliert, weniger streng) als in der Vergangenheit, hieß es. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Leiter der deutschen Taylor Wessing „Compliance Group“, Andreas Wirth. Die Chancen des chinesischen Markts dürfen nicht die gleichzeitig bestehenden Risiken vergessen lassen, hieß es.

Wien. Die OYAK-Gruppe, einer der größten Industriemischkonzerne der Türkei, übernimmt die heimische Chemson Group. OYAK hat vom österreichischen Private Equity-Fonds Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG das gesamte Aktienkapital der Chemson Group erworben und wurde von Erste Group Bank AG beraten. Das österreichische Chemieunternehmen Chemson ist einer der globalen Technologie- und Marktführer bei Polymeradditiven für die Kunststoffindustrie, die unverzichtbare Zusatzstoffe bei der Herstellung von PVC-Produkten sind. Chemson produziert rund 100.000 Tonnen Additive in den Produktionsstätten in Europa, Asien, Amerika und Australien, die Unterneh-

thema der woche

Patentstreit Apple will Samsung kräftig blechen lassen

© dpa/Andreas Gebert

© EPA/Michael Reynolds

Rund 170 Gäste folgten der Einladung zur KWR Corporate Lounge 2013.

Erste Group Beratung bei strategischer Übernahme der Chemson Group durch die türkische OYAK-Gruppe

VKI setzt sich gegen T-Mobile durch Wien. Im Auftrag des Konsumentenschutzministeriums hat der VKI einen Musterprozess gegen den Telekomanbieter T-Mobile geführt. T-Mobile/ Telering hatte einem Kunden einen Vertrag angeboten, in dem eine Begrenzung auf „Freiminuten“ und die Kostenpflicht für darüberhinausgehende Gespräche nur schwer ersichtlich waren. Nun will er das von T-Mobile geforderte und bereits kassierte Geld zurück. Das Handelsgericht Wien gab als Berufungsgericht der Klage nun statt und erklärte die ordentliche Revision für unzulässig. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. (red)

tischen Vorhaben der neueren Verfassungsgeschichte handelt.

© KWR/www,romanzachkiesling.at

© Binder Grösswang

Wien. Im Dachgeschoss des Justizpalasts fand am 20. November die 8. KWR Corporate Lounge statt. Neben der neuen Verwaltungsgerichtsbarkeit, die mit 1. Jänner 2014 in Kraft tritt, war auch die damit einhergehende Reform des Rechtsschutzsystems Thema. Die hochkarätig besetzte Diskussionsrunde erörterte die wesentlichsten Änderungen und Herausforderungen, die sich durch die Verwaltungsgerichtsbarkeitsnovelle ergeben. Es diskutierten Gerhart Holzinger, Präsident des Verfassungsgerichtshofs (VfGH), Hans Peter Lehofer, Hofrat des Verwaltungsgerichtshofs (VwGH), Michael Sachs, Vizepräsident des Bundesverwaltungsgerichts, sowie die Rechtsanwälte Thomas Rabl und Jörg Zehetner, beide KWR. Moderator Zehetner sprach in der Eingangsrede über die Bedeutung der Reform, bei der es sich um eines der größten legis-

Samsung könnte zu einer Zahlung von knapp 930 Mio. USD verurteilt werden.

San Jose/Seoul. Michael m Patentstreit mit Apple musste der Elektronikriese Samsung wieder eine Niederlage hinnehmen: Geschworene in den USA verdonnerten die Südkoreaner zu einer Strafe von 290 Mio. USD (215,3 Mio. €). Der US-Konzern wirft Samsung vor, Technik und Design von iPhone und iPad kopiert zu haben. Im August 2012 hatten die Geschworenen im ersten Prozess die Verletzung zahlreicher Patente festgestellt, nun ging es darum, den Betrag neu festzulegen. Denn Richterin Lucy Koh hatte über 400 Mio. USD von dem ursprünglichen Milliarden-Schadenersatz wegen Fehlern der ersten Geschworenen gestrichen. (APA)


medianet

inside your business. today.

Freitag, 29. November 2013 – 53

Autor Steffan Heuer im Gespräch über die „digitale Selbstverteidigung“  Seite 55

verschwendete zeit

Laut dem IT-Radar 2014 verbringen CEOs zu viel Zeit mit IT-Problemen  Seite 57

kurios samsung galaxy gear im praxistest

© Samsung

Mich kriegt ihr nicht!

© Konica Minolta

© Thomas Kern

technology Videokonferenzen sollen das Geschäft beleben

© www.vap.cc

short

Die Zukunft heißt Video Zumindest in der Unternehmenskommunikation soll das laut Cisco und Polycom so ein. Jüngere Führungskräfte sehen die positiven Effekte in einer besseren Zusammenarbeit von entfernten Teams.  Seite 54

© ISPA/APA-Fotoservice/Reither

Wien. QlikTech belegt mit seiner BI-Lösung QlikView im BARC BI Survey 13 den ersten Platz in den Kategorien Collaboration und Performance Satisfaction (Bild: CEO Lars Bjoerk). Auch in weiteren Kategorien der weltweit größten, unabhängigen Umfrage unter Anwendern von BI- und Performance-ManagementSoftware erreichte das Unternehmen Spitzenpositionen: Im Vergleich mit Dashboard- und Data-Discovery-Mitbewerbern sowie Anbietern visueller BI-Lösungen bewerten die Teilnehmer QlikView als das Produkt, das den größten Kaufanreiz bietet. www.qliktech.com

© panthermedia.net/Jonathan Ross

© QlikTech

Wien. Filmproduzenten führen seit 2010 mit Unterstützung des Vereins für Anti-Piraterie (VAP) gegen den Internet-Provider UPC einen Musterprozess. Nun hat Pedro Cruz Villalón, ein Generalanwalt des EuGH, eine Entscheidungsempfehlung veröffentlicht. Er bejaht eine Verpflichtung des Access-Providers, mit seinen Diensten den Zugang zu gewerbsmäßigen und illegalen Plattformen zu verhindern. Sperrverfügungen können verhältnismäßig sein, auch wenn sie ohne besondere technische Kenntnisse umgangen werden können. www.vap.cc

IT‘S MOBILE Wien. Im Rahmen der 17. Generalversammlung des Verbands der österreichischen Internetwirtschaft wurden am 14. November der Präsident und der Vorstand der ISPA – Internet Service Providers Austria für die kommende Vereinsperiode gewählt. Als ISPA-Präsident wurde Andreas Koman (Tele2) bestätigt. Im Bild v.l.n.r.: Harald Kapper, Martin Prager, Andreas Koman, Christian Panigl und Thomas Schartner. www.ispa.at

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C ov e r

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Kommentar

Anzugpflicht bei Videokonferenzen?

Freitag, 29. November 2013

Polycom Laut einer Studie des UCC-Anbieters setzen drei Viertel der Entscheider bereits Videokonferenzen ein

Videokommunikation setzt sich im Business durch Junge Führungskräfte sind eine Triebfeder für die Einführung moderner Videokommunikationslösungen. und Ländern verbessert. Auf die Frage, welche Kommunikationsmethode sie momentan bevorzugt einsetzen, nennen die Befragten Video Conferencing an dritter Stelle mit 47 Prozent hinter E-Mail (89 Prozent) und Telefon/ Conference Calls (64 Prozent). Die gleichen Befragten sehen Video in drei Jahren als bevorzugtes Kommunikations-Tool (52 Prozent), gefolgt von E-Mail (51 Prozent) und Telefon/Konferenz-Calls (37 Prozent). Diejenigen, die Video Conferencing heute einsetzen, sehen folgende drei große Vorteile: Bessere Zusammenarbeit mit global verteilten Kollegen (54 Prozent), mehr Klarheit bei den diskutierten Themen (45 Prozent) und effizientere Meetings (44 Prozent). Über drei Viertel der befragten Entscheider (76 Prozent) setzen Videokonferenz bereits im Arbeitsleben ein. Immerhin 56 Prozent der VideoAnwender nehmen schon heute mindestens einmal pro Woche an einem Videomeeting teil.

Chris Haderer

Chris Haderer

F

Wien. Video ist zu einem Massenmedium geworden, das weit über seine Präsenz auf TV-Schirmen und in Form handlicher Urlaubskameras hinausgeht. Die steigenden Übertragungsleistungen moderner Datennetze und die schnelle Entwicklung auf dem mobilen Sektor lassen Video auch Einzug in den Geschäftsalltag halten. Eine Cisco-Studie prophezeit den Anstieg des globalen Datenverkehrs bis 2017 um 66 Prozent, und gut zwei Drittel davon sollen auf die mobile Videonutzung entfallen.

Dass der Videokommunikation im Business die Zukunft gehört, ist ein natürliches Credo von Polycom, allerdings untermauert der Unified Communications- & Collaboration-Lösungsanbieter seine These mit Zahlen aus der von Redshift Research angefertigten Studie „Global View: Business Video Conferencing Usage and Trends“. Derzufolge glauben 96 Prozent der befragten Business-Entscheider, dass Video Conferencing Distanzen abbaut und die Produktivität von Teams in verschiedenen Städten

IBM Montanuni Leoben

ifolor Der Foto-Anbieter produziert europaweit täglich etwa 5.000 Fotobücher und sieht Österreich als Wachstumsmarkt

Symbolische Scheckübergabe an der Montanuniversität Leoben.

Wien. Vor Kurzem übergab Markus Felmayer, Vertriebsdirektor der IBM Österreich, einen IBM Faculty Award an das Institut für Industrielogistik an der Montanuniversität Leoben. „IBM investiert rund sechs Mrd. US Dollar pro Jahr in Forschung und Entwicklung und beschäftigt weltweit 3.500 Wissenschafter und Ingenieure in zwölf Forschungs- und 24 Entwicklungslabors“, sagt Felmayer. „Wir forschen nicht hinter verschlossenen Labortüren, sondern verfolgen einen integrativen Ansatz, indem wir die besten Forschungsinstitute im Rahmen der Academic Initiative an Bord holen.“  www.ibm.at

Junge Führungskräfte Die Polycom-Studie hat auch gezeigt, dass 83 Prozent aller Befragten und knapp 90 Prozent der Befragten zwischen 20 und

Jim Kruger, EVP und Chief Marketing Officer beim UCC-Anbieter Polycom.

40 bereits jetzt Consumer Videolösungen nutzen. „Die Nutzung von Video Conferencing zuhause wird immer beliebter, speziell bei der jungen Generation, die jetzt ins Berufsleben einsteigt“, sagt Jim Kruger, EVP und Chief Marketing Officer bei Polycom. „Dadurch steigt auch die Präferenz für und die Akzeptanz von Video Collaboration am Arbeitsplatz.“ Damit die Nutzung von Video im Büro genau so populär wird wie die Nutzung zuhause, seien mehrere Voraussetzungen notwendig: „Die Handhabung muss einfach und die Verbindung qualitativ hochwertig sein“, sagt Kruger. „Außerdem sollte die Sicherheit auf EnterpriseNiveau garantiert werden. Zudem müssen die Teilnehmer bereit sein, kulturelle Unterschiede zu akzeptieren und sich anzupassen, wenn sie mit Menschen aus anderen Kulturkreisen kommunizieren. Wir erleben, wie Unternehmen weltweit tagtäglich mit Video Collaboration Distanzen überwinden, die Produktivität erhöhen, das Engagement der Mitarbeiter verbessern, Produkteinführungszeit verkürzen.”

Achim Kaspar, CEO Cisco Austria, sieht neue Videolösungen kommen.

Zu ähnlichen Aussagen gelangt auch eine Cisco-Studie, der zufolge drei von fünf jungen Führungskräften der Meinung sind, dass sie in den nächsten fünf bis zehn Jahren häufiger Videokonferenzen nutzen werden. Bei den jungen Managern aus Unternehmen mit weniger als 400 Mitarbeitern sind rund 94 Prozent davon überzeugt, dass Video Sprachbarrieren überwinden kann. „Wenn es nach der nächsten Generation von Führungskräften geht, werden sie in den kommenden Jahren immer mehr herkömmliche Kommunikationsmittel durch Videokommunikation ersetzen, sofern die einfache Nutzung gewährleistet ist“, kommentiert Achim Kaspar, General Manager von Cisco Austria. Allerdings gibt es auch eine kleine Hemmschwelle: Viele junge Führungskräfte sind kamerascheu und befürchten, dass „ihr unaufgeräumter Schreibtisch zu sehen ist, bemängeln, dass sie während der Videoübertragung nichts essen können, oder möchten nicht im TShirt gesehen werden.“ www.polycom.com www.cisco.at

Fotoapparate: Smartphones am beliebtesten Wien. Es gibt kaum eine Gelegenheit, bei der nicht ein Handy gezückt und damit Fotos gemacht würden. Laut einer Studie des Fotohauses ifolor machen etwa 30 Prozent der Österreicher mehr als 20 Aufnahmen pro Monat, wobei Urlaub und besondere Anlässe nicht mitgerechnet sind. Jeder Vierte macht bei diesen speziellen Anlässen zusätzlich noch über 200 Bilder, zehn Prozent sogar mehr als 400. Die Aufnahmen landen allerdings nicht ausschließlich auf Festplatten und Speicherkarten, sondern werden in den verschiedensten Formen (vom einfachen Foto bis zum Bildband) ausgedruckt.

zeitalters. Nur vier Prozent haben gar kein Interesse an analogen Bildern. „Haptische Eindrücke gewinnen gerade in unserer digital dominierten Welt zunehmend an Bedeutung – sei es als persönlich gestaltete Geschenke oder zur Erinnerung an schöne Erlebnisse und Ferien“, sagt Hipp. „Allein

zwischen Oktober und Dezember erhalten wir ungefähr 150 Millionen Bilder von Kunden, die wir in Fotokalendern, Karten oder Fotobüchern drucken.“ Infolor produziert europaweit durchschnittlich 5.000 Fotobücher pro Tag. „Gerade in Österreich sehen wir Wachstumspotenzial, wie

Haptische Gründe Laut der infolor-Studie wollen 73 Prozent der Anwender „wichtige Momente auch angreifen“, wie es Helmar Hipp, Geschäftsführer von ifolor, ausdrückt. Jeder Zweite lässt mindestens ein Mal pro Jahr Fotos ausarbeiten. 36 Prozent der Bevölkerung drucken heute sogar mehr Fotos aus als zu Beginn des digitalen Foto-

© ifolor

© Montanuniversität Leoben

Faculty Award

Akzeptanz wächst

© Polycom; Cisco Systems Austria/APA-OTS/Denk

ür alle Kommunikationsformen, die uns derzeit zur Verfügung stehen, stellt Video eine Bereicherung dar. Zumindest von den Herstellern diverser Kommunikationslösungen wird diese Botschaft in letzter Zeit recht heftig verbreitet. Und nicht erst seit dem Ausbruch des Eyjafjallajökull vor zwei Jahren, der viele Geschäftsreisen verhinderte, stimmt diese Behauptung. Wenn Video im Spiel ist, gewinnt die Kommunikation eine neue Qualität. Entkommen kann man ihr ohnehin von Smartphone zu Smartphone immer schwerer: Die Kamera ist längst zu einem zentralen Element geworden. Witzig dabei ist, dass sich laut einer Cisco-Studie (siehe Story rechts) gerade junge Führungskräfte Sorgen machen, ob sie am Bildschirm auch gut rüberkommen. Liegen keine Sushi-Kartons am Schreibtisch? Hängt der Rembrandt im Hintergrund gerade? Harmonieren Krawatte und Headset? Das Medium wird seinen Durchbruch dann erleben, wenn sich eine gewisse Gelassenheit den Bildern gegenüber durchsetzt – und formale „Knigge“ (wie Anzugpflicht bei Videokonferenzen) der Schnelligkeit und Lebendigkeit des Mediums weichen. Im Ansatz, glaube ich, kann man eine Videokonferenz durchaus mit Peter Altenbergs Hymne auf das Kaffeehaus vergleichen: Man ist nicht in der Arbeit – und trotzdem nicht an der frischen Luft.

Helmar Hipp, Geschäftsführer von ifolor: „Großes Wachstumspotenzial in Österreich“.

auch die aktuellen Studienergebnisse bestätigen.“

Beliebte Smartphones Österreich ist ein SmartphoneLand: 64 Prozent der Anwender verlassen sich auf die Linse im Smartphone, 61 Prozent der Anwender setzen eine Kompaktkamera ein, rund ein Viertel verwendet auch eine digitale Spiegelreflex­kamera. Systemkameras (die im Vergleich zu den anderen Systemen relativ jung am Markt sind) und Analogkameras verwenden nur rund fünf Prozent. Spezialkameras, die hauptsächlich von Enthusiasten verwendet werden (z.B. Lomo-, Lytro- oder Actionkameras), bringen es auf knapp zwei Prozent. Ihre fotografischen Ambitionen lassen sich die Österreicher auch mehr oder weniger viel kosten: Sechs von zehn investieren laut Studie zwischen 101 und 500 €, immerhin ein Fünftel gibt mehr als 500 € aus. Sechs Prozent kaufen Geräte aus dem professionellen Segment, beginnend bei 1.000 €. www.ifolor.at


Freitag, 29. November 2013

I d e e & s tr ate gi e

medianet technology – 55

Überwachung In seinem Buch „Mich kriegt ihr nicht!“ gibt brand eins-Kolumnist Steffan Heuer Tipps, wie man sich vor der Datensammelwut schützt

Digitale Selbstverteidigungstipps chris haderer

Wien. Das Gespräch findet via Skype statt. Vollkommen unverschlüsselt, ohne Zerhacker, über Server, die dem US-Unternehmen Microsoft gehören. Eigentlich ein sehr leichtsinniges Unterfangen – aber andererseits werden keine Dinge besprochen, die man nicht ohnehin nachlesen könnte. Im Detail in dem im Murmann Verlag erschienenen Buch „Mich kriegt ihr nicht!“ von Steffan Heuer und Pernille Tranberg. Untertitel: „Die wichtigsten Schritte zur digitalen Selbstverteidigung.“ Alle wichtigen Infos zu NSA, „Prisma“ und der allgemeinen Internetüberwachung bereits inklusive. Ein durchaus ambitioniertes Unterfangen angesichts der kapitalen Dimensionen des aktuellen Skandals. Steffan Heuer ist brand einsKorrespondent in Kalifornien und schreibt neben Innovationen über „die menschliche Seite neuer Technologien“. Sein Credo: Digitaler Selbstschutz ist möglich und auch notwendig – auch wenn er einen gewissen Aufwand darstellt. Mit medianet technology plauderte er über die Tatsache, dass es zwar eine Reihe wirksamer Maßnahmen gibt, die das Risiko verringern, im Internet verraten und verkauft zu werden, aber „keinen hundertprozentigen Schutz ...“

Selbstverteidigung gibt es nicht. Das ist genauso utopisch wie zu glauben, dass einem mit einem Airbag im Auto nichts passieren kann. Es gibt verschiedene Ebenen von Schutzmaßnahmen, die man ergreifen kann. Zu sagen, man benützt keine britischen und amerikanischen Server, bringt nichts, weil Datenströme abgefangen werden können. Es ist ein Puzzle, ein ständiges Katz- und Mausspiel, bei dem man sich ständig auf dem neuesten Stand halten muss. Aber man kann Leuten, die an ihre Daten herankommen wollen, zumindest das Leben schwer machen. twitter.com/sheuer

ginnen damit, dass man sich über das Oversharing, das allzu freizügige Teilen von Informationen, zu wenig Gedanken macht. Danach kommt die Ebene des Systems: Was brauchen wir für Systeme oder für Anwendungen und Techniken, mit denen wir alltäglich umgehen wollen. Wollen wir wirklich fraglos bei irgendwelchen Firmen im Ausland unsere Daten ablegen? Da muss sowohl in der Unternehmenswelt als auch beim Bürger kritisches Denken einsetzen. technology: Kann man sich überhaupt wirksam schützen? Heuer: Hundertprozentige digitale

© Thomas Kern; Murmann Verlag

Hundertprozentiger Schutz vor Datenmissbrauch ist eine technische Utopie.

Steffan Heuer: Sein Buch „Mich kriegt ihr nicht!“ ist im Murmann Verlag erschienen.

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Jeder verbirgt etwas medianet technology: Ein beliebter Satz lautet: Ich habe nichts zu verbergen. Warum hat jeder von uns etwas zu verbergen? Steffan Heuer: Jeder hat etwas zu verbergen, weil Privatsphäre ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens ist. Wenn man sich unterhält, würde man nicht jeder Person alles über sich erzählen. Jeder von uns bringt bestimmte Facetten seines Lebens ins Spiel, wenn er mit seinem Partner, seinen Kindern, seinen Arbeitskollegen spricht. Man überlegt sich sehr wohl, wie viel Vertrauen man aufbaut. Deshalb gibt es eine Schweigepflicht für Ärzte und Anwälte. Das Internet hat dieses ganze Vertrauensgefüge auf den Kopf gestellt, indem verlangt wird, dass man im vornhinein alles über sich preisgibt, um überhaupt mitspielen zu können – und sich dann im nachhinein bemühen muss, zurückzurudern und bestimmte Löcher zu stopfen. Unternehmen, die Gewinn aus diesen Daten schlagen, machen es den Anwendern nicht leicht. Ein Beispiel sind die Privatsphäre-Einstellungen von Facebook, die vorgaukeln, dass man mehr Steuermöglichkeiten hat. In Wahrheit mussten die User über die Jahre aber immer mehr Daten preisgeben.

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

technology: Welche Möglichkeiten hat man, sich gegen die Datensammelwut zu wehren? Heuer: Es gibt, grob gesprochen, zwei Kategorien, in denen man denken sollte: das Verhalten und das System. Mit Verhalten sind all die Dinge gemeint, die man sich im eigenen Kopf klarmachen muss, bevor man überhaupt online geht, Sensoren installiert, was auch immer. Plakativ gesagt, gibt es zwei Prinzipien. Erstens: Erst denken, dann posten. Und zweitens, seit Edward Snowden: Erst denken, dann hosten. Viele Probleme be-

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien

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Fa c ts & f i gu r e s

56 – medianet technology

short

© Kapsch/Agencia Zero

Kapsch will GSM-R-Funk in Spanien forcieren

Freitag, 29. November 2013

cellent AG Österreich In Zukunft soll frontworx, seit 2011 Tochter des IT-Dienstleisters, nur den SAP-Markt bearbeiten

Zwei-Marken-Strategie als künftige Zielvorgabe

Nach einem über dem Markt liegenden Wachstum steht nun Ertragssteigerung auf dem Plan.

Verstärkung für die österreichische Filiale Wien. Retarus verstärkt die Belegschaft seiner Niederlassung in Österreich: Alexander Fantl (46) übernimmt die Position des Senior Account Managers und wird sich um den weiteren Aufbau des Markts kümmern. Retarus entwickelt seit 1992 Managed Services und betreibt sie in eigenen Rechenzentren. Zu den Kunden in Österreich zählen u.a. Andritz, Europapier, Kuehne+Nagel, Plansee, Ratiopharm, RHI und Strabag. www.retarus.at

© Industrieinformatik

Umsatzzuwächse durch Industrie 4.0 erwartet

Umsatzsteigerungen mit integrierten Lösungen für die Fertigung.

Wien. Das Linzer Unternehmen Industrie Informatik konnte im Geschäftsjahr 2012/2013 zweistellige Umsatzsteigerungen erzielen. Dem Unternehmen ist es mit einem Team von 60 Mitarbeitern gelungen, seine hochspezialisierten integrierten Lösungen für die Fertigungsindustrie international zu platzieren und die Führungsrolle hinsichtlich Innovation und Qualität weiter auszubauen. In Deutschland – Stichwort Industrie 4.0 – und China konnten Umsatzzuwächse erzielt werden. Teiber waren die MESProdukte cronetwork Betriebsdatenerfassung und Maschinendatenerfassung. www.industrieinformatik.com

Wien. Es sind zwei Unternehmen, Mutter und Tochter, die eng verzahnt in den Bereichen Business Consulting, Software Development, Infrastructure Solutions und Managed Services tätig sind. Für das SAP-Geschäft ist frontworx verantwortlich, die seit dem Jahr 2011 als Tochter der cellent AG am österreichischen Markt agiert. In die Agenden der cellent AG Österreich fällt wiederum alles, was nicht SAP ist. Immerhin 21 Mio. € Umsatz konnte die cellent AG Österreich im Geschäftsjahr 2012/2013 erzielen, um 16% mehr als im Zeitraum davor. „Damit sind wir deutlich stärker gewachsen als der Markt und haben uns mit 21 Millionen Euro Umsatz in Österreich in der Riege der TopBeratungsunternehmen etabliert“, sagt Josef Janisch, Vorstand der cellent AG Österreich. „Wir spielen also jetzt in der Bundesliga, wenn man den sportlichen Vergleich heranziehen möchte.“ In den letzten beiden Jahren sei es dem Unternehmen gelungen, den „Österreich-Umsatz zu verdoppeln“, sagt Thomas Cermak, ebenfalls Vorstand der cellent AG Österreich und gleichzeitig auch frontworx-Vorstand. „Im Wesentlichen ist uns das durch zwei Effekte gelungen: durch den Zusammenschluss der frontworx und cellent und ein deutliches organisches Wachstum. Damit haben wir eine solide Basis für die kommenden Jahre geschaffen.“

Stärkung des Ertrags Im nächsten Schritt steht nicht das weitere Wachstum des Unternehmens im Vordergrund, son-

Baubranche im Visier

Thomas Cermak und Josef Janisch, beide im Vorstand der cellent AG Österreich.

dern die Stärkung des Ertrags. Dieses Ziel soll durch Aktionen auf mehreren Ebenen umgesetzt werden. Eine davon ist Qualifizierung und Zertifizierung. Dadurch sollen potenzielle Kunden schon im Vorfeld vom Know-how von

cellent und frontworx überzeugt werden. Eine weitere Ebene ist die Verbesserung der Prozesse im eigenen Haus. „Wir möchten schneller und effizienter werden“, sagt Janisch. Ein Kernelement ist allerdings die Diversifizierung

Im Solution-Bereich sei die Kombination cellent/frontworx dann „der richtige Partner, wenn es um Individuallösungen geht, die rein technisch im Microsoft oder Java-Umfeld abgewickelt werden bzw. in Kombination mit SAP. Zweitens sind wir davon überzeugt, dass wir dann einen Mehrwert für den Kunden haben, wenn wir sein Geschäft kennen, wenn wir für die Fachbereiche ein Ansprechpartner sind.“ In dieser Fragestellung wollen sich Janisch und Cermak in Zukunft verstärkt auf die Baubranche spezialisieren. Das Know-how ist vorhanden, denn ein Teil des IT-Teams der gefallenen Alpine werkt nun unter dem Dach von cellent. Die Fokus-Themen des kommenden Geschäftsjahrs sind nach wie vor „Mobility, Social Collaboration und Application Management“, sagt Janisch. „Diese bereits vor zwei Jahren identifzierten Fokusthemen haben nichts an ihrer Aktualität eingebüßt.“ www.cellent.at

T-Systems Das Unternehmen will mit RSA, der Sicherheitssparte von EMC, eine Cybersecurity Business Unit gründen

Neue Partnerschaft gegen Cyberkriminelle Bonn/Wien. Seit Cybercrime zum erfolgreichen Geschäftsmodell geworden ist, sind zeitgemäße Security-Lösungen ein Bestandteil sensibler IT-Infrastruktur. Dem Gedanken folgend, bündeln T-Systems und RSA, die Sicherheitssparte von EMC, nun ihre Kräfte: Mit der neuen Cybersecurity-Partnerschaft erweitert die Tochter der Deutschen Telekom ihr eigenes Sicherheitsportfolio und kann Großkunden weitreichende Sicherheitslösungen bieten. Ziel ist es, Cyberangriffe zielgerichtet und deutlich früher zu erkennen. Die Kombination aus moderner ITSicherheitstechnik, Expertenwissen und Zugriff auf Datenquellen wie konzerneigene Frühwarnsysteme ermöglicht den Aufbau neuer Sicherheitssysteme für Konzerne.

Neue Business Unit Die Cybersecurity-Partnerschaft mit RSA ist ein Baustein beim Aufbau der Business Unit Cybersecurity. Die neue Geschäftseinheit bündelt ICT-Kompetenz und Sicherheits-Know-how des Tele-

kom-Konzerns, um Großkunden die volle Bandbreite an Sicherheitslösungen zu bieten. „Wir sind die Nummer eins in Fragen der IT-Sicherheit für Großunternehmen”, sagt Reinhard Clemens, Telekom-Vorstand und CEO T-Systems. „Mit der CybersecurityPartnerschaft bauen wir das Rüstzeug für die Abwehr von Cyberangriffen weiter aus.“ Auch RSA-Chef Art Coviello schlägt in diese Kerbe: „Unsere Cybersecurity-Partnerschaft in Europa ermöglicht es Sicherheitsexperten, Werkzeuge für Analyse und Risikomanagement zu nutzen, um Unternehmensnetze gegen ausgefeilte Cyberangriffe zu schützen.“ Die beiden Unternehmen werden ihr gebündeltes Know-how über Cybersecurity und den Schutz von komplexen IT-Landschaften zunächst für die Beratung und Analyse von Großkunden-Systemen einsetzen. Das Leistungsspektrum reicht von der Analyse individueller Cyberrisiken für Unternehmen über die Hilfe beim Entwickeln von Cybersecurity-Strategien und -Architekturen bis hin zur

Lieferung hochentwickelter Cybersecurity-Dienste. Sicherheitsfachleute entwickeln für Kunden ein operatives System, das die IT-Sicherheit des Unternehmens auf dem neuesten Stand steuert und das dynamisch auf Angriffe reagieren kann. Ein solches Next Generation Security Operati-

on Center (SOC) kombiniert dabei neueste Technologien mit dem Know-how der Cyberabwehr-Spezialisten von T-Systems und RSA. Prävention, Erkennung und Reaktion auf Sicherheitsvorfälle sind in diesem Vorgehensmodell gleichberechtigte Aktionsfelder. www.telekom.com

© Deutsche Telekom

Lissabon/Wien. Um die spanische Präsenz zu verstärkten, hat Kapsch Ende Oktober ein Büro in Lissabon eröffnet. Kapsch möchte künftig in Portugal GSM-R-Technologie anbieten und verstärkt mit Bahnbetreibern zusammenarbeiten. Neben der Intensivierung des Railway-Geschäfts sieht Kapsch in Portugal auch großes Potenzial für M2M-Lösungen. Vor allem den Bereich Public Transport wird Kapsch verstärkt mit M2M-Systemen bedienen. „Portugal ist für Kapsch ein interessanter Markt – für Bahnkommunikation sowie für unsere Services im Bereich der Telekommunikation – mit starkem Wachstumspotenzial. Wir können von Portugal aus wichtige Zielmärkte in Afrika, Südamerika und im arabischen Raum adressieren“, sagt Kari Kapsch. Bislang wurde der portugiesische Markt über Madrid abgedeckt. www.kapsch.net

der Außendarstellung der beiden Unternehmen. „Wir fahren eine Zwei-Marken-Strategie“, erklärt Cermak. Gab es in der Vergangenheit unscharfe Grenzen, so ist frontworx nun ausschließlich für das gesamte SAP-Geschäft verantwortlich, cellent für alle anderen Bereiche. „Auf dem Kunden- und Personalmarkt ist uns das binnen kurzer Zeit bereits gelungen“, sagt Cermak. „Dort ist klar: die frontworx war und ist ein fokussierter SAPDienstleister.“ Diese Positionierung sei auch wichtig für den Hersteller und strategischen Partner SAP.

chris haderer

© Chris Haderer

Kapsch-Vorstand Kari Kapsch.

Reinhard Clemens, Vorstand Deutsche Telekom und CEO von T-Systems.


Fa c ts & f i gu r e s

Freitag, 29. November 2013

medianet technology – 57

Konica Minolta Das IT-Unternehmen hat im „IT-Radar 2014“ die aktuellen Probleme der heimischen KMUs erfasst

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„CEOs verbringen zu viel Zeit mit IT-Problemen“ Alfred unegg

Harald Winkelhofer, MMA Austria.

Wien. Laut aktuellen Zahlen der Mobile Marketing Association Austria (MMA) informieren sich bereits 81 Prozent der Befragten vor dem Kauf von Produkten mehr oder weniger regelmäßig via Handy. Kärntner und Tiroler sind dabei am offensivsten bei der Nutzung mobiler Produktinformationen. Die Einkäufe direkt via Handy steigen an: Schon 24 Prozent haben zwischen ein und zehn Produkte auf diese Art gekauft und 18 Prozent haben elf und mehr Produkte geshoppt. Während im Vorjahr 64 Prozent der Befragten das Handy zum Surfen nutzten, liegt der Anteil heuer bereits bei 74 Prozent. Von all diesen nutzen 81 Prozent das mobile Web zur Recherche über Produkte vor einem Kauf mehr oder weniger regelmäßig. Als Hauptquelle am mobilen Gerät nutzen 69 Prozent der Befragten die Suchmaschine Google. „Durch die hohe SmartphoneDichte in Österreich mit 78 Prozent ist es Usus geworden, auch im mobilen Internet zu surfen“, sagt Harald Winkelhofer, Vorstand der Mobile Marketing Association Austria. „Es bietet sich nahezu an, unterwegs zu suchen, recherchieren, vergleichen und Produktbewertungen zu lesen; hierfür müssen noch sehr viele Unternehmen ihre mobile Web-Präsenz verbessern.“ Er ist davon überzeugt, dass 2014 das „Jahr der mobilen Web-Optimierung ist; wer dies verschläft, verliert besonders in der Gruppe der unter 49-Jährigen.“ www.mmaaustria.at

© Konica Minolta/www.scenicdesign.org

Wien. Dass eine funktionierende, den Bedürfnissen des Unternehmens entsprechende, IT-Infrastruktur die Grundlage für gute Geschäfte ist, gehört sozusagen zum Credo der Industrie. Praktisch jeder Geschäftsprozess wird mittlerweile von der IT abgebildet und trägt somit zur Geschäftsentwicklung bei. Dieser Gedanke scheint sich in den Geschäftsführern heimischer KMUs allerdings noch nicht richtig festgesetzt zu haben; glaubt man den Ergebnissen des „IT-Radar 2014“ von Konica Minolta, klagen immerhin 58% der österreichischen Klein- und Mittelbetriebe über einen Anstieg der Aufwendungen für IT – allerdings schreiben nur 28% der Chefs ihrer IT einen sehr hohen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg zu.

© IQ mobile

Laut Johannes Bischof wenden 69% der KMU-Chefs wöchentlich bis zu fünf Stunden für IT-Probleme auf.

Mobiles Internet setzt sich verstärkt durch

Johannes Bischof, Geschäftsführer Konica Minolta, und Sophie Karmasin, Geschäftsführerin Karmasin Motivforschung.

Zuverlässige Services

sich laut der Studie zwei Drittel der heimische Chefs (69%) mit der Lösung von IT-Problemen beschäftigen, in 16% der Unternehmen sogar mehr als zehn Stunden. „Diese Ergebnisse zeigen uns klar: Die heimischen Unternehmen benötigen einen zuverlässigen IT- und Service-Dienstleister, der ihnen die Lösung von IT-Probleme vollständig abnimmt und ihnen dadurch wertvolle Zeit schenkt”, sagt Bischof. Die Tendenz geht in diese Richtung: In knapp einem Viertel (23%) der österreichischen KMU liegt die Hauptverantwortung für IT bereits bei externen Dienstleistern, ein weiteres Viertel (26%) plant, in Zukunft noch mehr auf externe Experten zu setzen. Den größten Ärger bereitet die IT der Hälfte der österreichischen Unternehmer, wenn die Ursache der Fehler unbekannt ist. Aber

„Auffallend ist, wie viel Zeit die Geschäftsführung mit IT-Problemen verbringt: Bis zu 5 Stunden pro Woche kümmern sich 69% der heimischen Chefs um IT-Belange anstatt um das Kerngeschäft“, sagt Johannes Bischof, Geschäftsführer von Konica Minolta Österreich. Deutlich mehr als ein Drittel (36%) der KMU kennt einen Kostenfaktor nicht: ihre Druckkosten. „Auffallend ist, wie viel Zeit die Geschäftsführung persönlich in IT-Fragen investiert“, sagt auch Sophie Karmasin, Geschäftsführerin Karmasin Motivforschung, die die Studie für Konica Minolta durchgeführt hat. „Es zeigt, dass Kosten und Nutzen nicht proportional steigen. Der Budgetbedarf für IT ist wesentlich höher als der wahrgenommene Nutzen.“ Bis zu fünf Stunden pro Woche müssen

auch die langsame Problembehebung (41%), langsame oder schlecht funktionierende Hardware (34%) sowie fehlende oder falsche Software (26%) sorgen für Unmut. „Interessanterweise sind Nummer eins bei der Ursache für IT-Probleme die Nutzer, wenn sie Anwendungen falsch verwenden“, sagt Bischof. In den vergangenen Jahren sind die Druckkosten in den befragten heimischen KMU mehrheitlich gestiegen (43%), mehr als ein Viertel (26%) geht von einem weiteren Anstieg aus. Mehr als ein Drittel (36%) hat allerdings keinen Überblick über die Gesamtkosten beim Drucken. „In anderen Geschäftsbereichen, wie zum Beispiel Fuhrparkmanagement, wäre es undenkbar, die Kosten nicht zu kennen. Hier tut sich eine Kostenfalle für die österreichischen KMU

auf, die absolut vermeidbar ist“, sagt Bischof und meint damit die Optimized Print Services (OPS) von Konica Minolta, mit denen Unternehmen entlastet werden sollen.

Unternehmen im Wandel Die Studie entstand nicht ganz uneigennützig: „Konica Minolta befindet sich im Wandel“, sagt Johannes Bischof. „Wir haben uns vom reinen Hardwareverkäufer zum IT-Dienstleister entwickelt. Wir konzentrieren uns auf die IT- und Druck-Umgebung unserer Kunden, damit diese sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren können. Die konkreten Wünsche und Anforderungen der österreichischen KMU haben wir nun erstmals im Konica Minolta IT-Radar 2014 erheben lassen.“ www.konicaminolta.at

„GeOrg“ organisiert in Zukunft die Gemeinden

Attingo Zum Teil sind es recht kuriose Gründe, wie Brösel von Backwaren, die zum Ausfall von Speichermedien führen

Wien. Der Jahreswechsel liegt in nicht mehr allzu weiter Ferne, und traditionell veröffentlicht der Wiener Datenretter Attingo seine „spannendsten“ Wiederbelebungsversuche von defekten Festplatten. Recht interessant, weil zum Teil auch kurios, ist jener Fall, in dem ein Kunde eine Festplatte mit bereits gebrochenem Siegel per Post an Attingo schickte. Auf Nachfrage gab der Kunde bekannt: „Die Festplatte ist runtergefallen, und ich habe dann auf meinem ganz sauberen Schreibtisch nur kurz hineingeschaut, ob der Arm hängen geblieben ist.“ Die Diagnose im Reinraum ergab jedoch, dass eigenartige, weiße Flöckchen im Inneren der Platte verteilt waren – die sich letztlich als Kokosraspeln entpuppten ...

Von Zeit zu Zeit erhält Attingo beschädigte Festplatten, bei denen die Fehlerbeschreibung nicht ganz mit dem tatsächlichen Fehler übereinstimmt. In einem aktuellen Fall lautete die Beschreibung: „Die

einem Baufahrzeug überfahren wurde ... Die Daten konnten übrigens dennoch gerettet werden.

Totale Löschung gefragt Interessant ist auch der Fall einer österreichischen Bank, die drei Festplatten zur Wiederherstellung

© panthermedia.net/Achim Prill

Brachiale Gewalt

externe Festplatte funktionierte nach dem Anstecken an USB plötzlich nicht mehr.“ Die äußere Optik ließ jedoch etwas anderes vermuten: massive Schäden am externen Gehäuse und der Festplatte selbst. Nach erneutem Nachfragen beim Kunden gestand dieser, dass der Datenträger versehentlich von

Zerstörte Datenträger können mit großem Aufwand im Reinraum gerettet werden.

an Attingo übermittelte. Auf Rückfrage, was denn vorgefallen sei und was für Daten gesucht werden, meinte der Kunde nur, das wisse er nicht. Die Diagnose der Festplatten ergab, dass die Datenträger keine Daten enthielten, sondern nur mit Null-Zeichen gefüllt waren. Deshalb vermuteten die Datenretter, dass es sich in Wirklichkeit um einen Test des internen Datenvernichtungsverfahrens der Bank handelte. Bei Attingo entschied man sich allerdings, auch die defekten Bereiche, die von der Festplatte bereits ausgeblendet und durch Reservesektoren ersetzt waren, zu analysieren. Und siehe da, es wurden teils sensible Fragmente von Excel-Dokumenten gefunden. Der Kunde war wenig erfreut, da ein funktionierendes Löschverfahren jegliche Daten rückstandslos vernichten muss. Die von Attingo jährlich veröffentlichten Fälle mögen auf den ersten Blick amüsant sein – sie zeigen aber auch, dass in Sachen Datensicherheit gravierender Nachholbedarf herrscht. www.attingo.at

© SAP

Kokosraspeln und überfahrene Festplatten

Vlnr: Christian Rupp (BKA), Heinz Wagner (Bürgermeister Micheldorf), Herbert Mißmann (Comm-Unity EDV GmbH), Klaus Sickinger (SAP Österreich), Roland Ledinger (BKA).

Wien. Comm-Unity und SAP Österreich haben eine Softwarelösung entwickelt, die die Verwaltungsarbeit von Gemeinden effizienter und kostengünstiger in Zukunft gestalten soll: „GeOrg“ heißt der multifunktionale Alleskönner. „Mit ‚GeOrg‘, dem Gemeinde-Organisator, eröffnet sich eine neue Dimension für Kommunen“, erklärt Herbert Mißmann, Gschäftsführer der Comm-Unity EDV GmbH die Lösung. „GeOrg basiert auf der weltweit führenden Wirtschaftssoftware SAP und vereinfacht die tägliche Verwaltungsarbeit enorm.“ www.comm-unity.at


Tool s & ser v i c es

58 – medianet technology

Freitag, 29. November 2013

Test Die „Galaxy Gear“ von Samsung ist ein nettes Stück Hightech – das allerdings ein Smartphone als Chef braucht

short

Tragbares Gadget für Nerds und Technik-Freaks

Update beseitigt mehr als 100 Fehlerquellen

Uhren-App (zu der man immer wieder zurückkehrt und für die es im PlayStore jede Menge Skins gibt), eine Mediencontroller-App (deren Funktionsumfang aber nicht weit über einen Lautstärkenregler hinausgeht) sowie eine TermineApp (ebenfalls mit eingeschränktem Funktionsumfang gegenüber einer „echten“ Kalender-App). Vorteil des Geräts ist, dass es auf Android basiert und deshalb mit weiteren Apps zu rechnen sein wird. Derzeit ist das Angebot eher mager und besteht in der Regel aus Companion-Apps, bei denen die Uhr nur als verlängerter Arm des gekoppelten Smartphones agiert. Durchaus überzeugend sind die mitgelieferte Schrittzähler-App sowie die im Play-Store erhältliche Runtastic-Erweiterung (die allerdings kostenpflichtig ist).

Chris haderer

Durch ein Update arbeitet XPress 10 auch unter Mavericks von Apple.

Wien. Das Design ist durchaus gelungen: ein Rahmen aus gebürstetem Metall, Zierschrauben, kratzresistentes Saphirglas, schwarzes Kunststoffband. Als Einzelstück kann die „Galaxy Gear“ (299 €) von Samsung am Smartwatch-Sektor optisch durchaus überzeugen. Sollte sie aber zum Verkaufsschlager werden und an jedem zweiten Handgelenk zu finden sein, überwiegt die Monotonie: Auch eine Rolex verliert ihren Reiz, wenn jeder eine hat. Varianten bietet Samsung bei seinem Smartwatch-Erstling nämlich keine an – nicht einmal beim Uhrband. Das ist nämlich kein modisches Accessoire, sondern Bestandteil der Uhr: Im mittels einer Metallklammer verstellbaren Band sind nämlich das Mikrofon der Smartwatch sowie die Kamera eingebaut (mit einem 1,9 Megapixel-Sensor, der es auf eine maximale Auflösung von 1.392 x 1.392 Bildpunkten bringt, Videoaufnahmen sind in VGAoder 720p-Auflösung möglich). Auf sich allein gestellt, kann die Galaxy Gear die Zeit anzeigen – zur Smartwatch wird sie erst durch die Koppelung an ein SamsungSmartphone, vorzugsweise an das Galaxy Note 3 oder das Galaxy S3.

Wien. Quark Software Inc. hat das kostenlose Update QuarkXPress 10.0.1 vorgestellt, das eine Reihe von Problemen behebt, die von Kunden gemeldet wurden, seit die neue Version Mitte September veröffentlicht wurde. QuarkXPress 10 beinhaltet die neue Xenon Graphics Engine, Unterstützung von Retina Displays, eine moderne Architektur und über 50 neue Funktionen und Erweiterungen. Version 10.0.1 ist das dritte Update seit der Einführung des Produkts im September. Es ist das bisher wichtigste, da knapp 100 Probleme in unterschiedlichen Bereichen behoben werden, vor allem betreffend die allgemeine Performance und die PDF-Ausgabe. Dieses Update liefert auch den Support für das neue MacintoshBetriebssystem OS X Mavericks von Apple. www.quark.de

Weltweit schnellste NAS im Desktop-Bereich Wien. Mit der neuen ReadyNAS 716 liefert Netgear die weltweit schnellste Desktop-Lösung im NAS-Bereich. Mit einer Kapazität von bis zu 24TB (erweiterbar mit zusätzlichen Chassis auf bis zu 84TB), ermöglicht das mit sechs Festplatteneinschüben ausgestattete ReadyNAS 716 einfachste Datenspeicherung und eine extrem hohe Datendurchsatzrate für kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 500 Nutzern gleichzeitig. www.netgear.de

Abseits aller Modefragen stellt sich die Frage, was eine Smartwatch können muss, um als solche zu gelten. In den Anfangstagen von James Bond spendierte Q der Uhr des britischen Kinoagenten eine Telexfunktion. Bei der Galaxy Gear sind es die verfügbaren Apps, die über Sinn oder Unsinn des Gadgets entscheiden. Vom Start weg an Bord sind unter anderem die

Die Samsung „Galaxy Gear“: Keine Smartwatch im eigentlichen Sinn, weil sie ein Samsung Smartphone als Steuerzentrale braucht und kaum eigene Intelligenz hat.

recht lauten Verschlussgeräusch gekoppelt, das eventuelle Heimlichkeiten schon im Keim erstickt. Die Fotoqualität entspricht dem, was man sich von einer 1,9MPKamera erwartet und hinterlässt einen eher nerdigen Beigeschmack. Alltagschronisten werden nicht um eine echte Kamera herumkommen (oder lieber die Kamera im ohnehin gekoppelten Galaxy-Smartphone verwenden). Bei schlechten Lichtverhältnissen ist die Bildqualität leider schauderbar. Eher zum Herzeigen ist auch die Telefonfunktion der Gear gedacht, die im Prinzip wie eine BluetoothFreisprecheinrichtung arbeitet. Im Test erwies sich die Tonqualität allerdings als äußerst bescheiden, sodass die Uhr keine Alternative zu

einem Kopfhörer oder dem Smartphone selbst darstellt. Insgesamt ist die Samsung „Galaxy Gear“ ein nettes Gadget ohne echten Mehrwert – derzeit. Mit neuen Apps mag sich das ändern, so aber positioniert sich das Gerät nicht als intelligente Smartwatch, sondern als Anhängsel, das ein Smartphone zum Glücklichsein braucht. Man darf aber nicht vergessen, dass es sich um die erste Generation der Samsung-Uhr handelt, mit der Erfahrungen für die nächsten Modelle gesammelt werden können. Die Galaxy Gear ist ein erster, kleiner Schritt am weiten Feld der Wearables, einer Richtung Massenmarkt, und notwendigerweise noch lang nicht der letzte. www.samsung.at

ITdesign Der Dienstleister bietet umfassendes Mobile Device Management aus der Cloud mit lokalen Ansprechpartnern

Sicheres Management für mobile Endgeräte Wien. Eine sich verändernde Arbeitswelt und Trends wie „Bring Your Own Device“ stellen die Unternehmens-IT vor die Herausforderung, unterschiedlichste Endgeräte zu managen. Dabei spielen sowohl der sichere Zugriff auf Unternehmensinformationen wie auch die Einhaltung von Firmenpolicies eine wesentliche Rolle. Die notwendigen Tools liefert der Dienstleister ITdesign mit seinem Mobile Device Management (MDM) auf Cloud-Basis. Die kleine Besonderheit der Lösung: „Es handelt sich zwar um einen Cloud-Service, der allerdings lokale Ansprechpartner bietet“, sagt ITdesignGründer und Geschäftsführer Michael Botek. Ein kleines Detail, das bei einer derart sensiblen Materie aber nicht unerheblich ist.

die gewünschten Policies in Abstimmung mit den Erfahrungen von ITdesign festgelegt“, erklärt Botek das Funktionsprinzip der Lösung. „Mittels einer zentralen Konsole kann der Kunde mit minimalem Aufwand MDM optimal administrieren.“ Bestehende Anwender aus Verzeichnissen wie dem

eDirectory oder Active Directory werden mit dem MDM-System verbunden, wobei Policies, Grundkonfiguration und Zertifikate für das Endgerät übernommen werden. Im Betrieb sorgt dann der MDMAgent auf dem Device für die notwendige Sicherheit und die Einhaltung der Regeln. „Bei Ver-

Für alle Betriebssysteme MDM von ITdesign arbeitet mit allen gängigen Betriebssystemen (wie etwa Android oder iOS) zusammen. „Der Kunde wird in der ITdesign Cloud angelegt, die Devices vom Kunden definiert und

© ITdesign

© Epson

Wien. Der Epson TM-P80 ist ein mobiler Thermobondrucker für den POS, der sich dank moderner Anschlüsse wie Wi-Fi und Bluetooth sowie einer langen Akku-Lebensdauer von bis zu 40 Stunden für den Einsatz in vielen Branchen eignet. Eine eingebaute Papiersparfunktion sowie die Energy StarZertifizierung sorgen für hohe Effizienz und kostengünstigen Betrieb. Die Wi-Fi-Variante unterstützt die Epson ePOS-Funktionalität, die es Anwendern erlaubt, von mobilen Endgeräten wie Tablets und Smartphones aus Quittungen, Bons und auch QR-Codes zu drucken – ein HTML5 kompatibler Webbrowser genügt dazu. www.epson.at

Die Galaxy Gear hat nur einen Schalter, der zum Aus- und Einschalten des Geräts dient. Alle anderen Funktionen werden über den (sehr guten) 1,69“ großen OLEDTouchscreen gesteuert. Der zeigt Informationen nicht permanent an, sondern nur wenn er aktiviert wird. Das kann auf zwei Arten geschehen: einerseits durch einen Tastendruck, andererseits durch eine leicht ausholende Geste mit der Hand, die der Beschleunigungssensor als Kommando interpretiert. In der Regel funktioniert die Geste recht gut. Die im Uhrband eingebaute Kamera, die über eine App in der Gear gesteuert wird, weckt den Geheimagenten im Träger: Geschossen wird mit leicht angewinkelter Hand, quasi aus der Hüfte. Um fotografische Eingriffe in die Privatsphäre anderer einzuschränken, ist die Fotofunktion mit einem

Magere Apps-Landschaft

Neuer Bon-Drucker mit langer Akkulebensdauer

Zuwachs für das POS-Segment: Bon-Drucker mit WiFi & Bluetooth.

Herzeige-Funktionen

© Samsung

© quark.de

Ein nützliches Utility ist die Samsung-Uhr noch nicht, aber ein erster Gehversuch am Smartwatch-Sektor.

Das Funktionsprinzip des Mobile Device Management-Systems von ITdesign.

stößen, wie etwa fehlenden Updates, der Installation von unerlaubten Anwendungen oder einem Jailbreak/Root wird der Zugriff auf geschäftskritische Ressourcen automatisch blockiert“, sagt Michael Botek. In einem weiteren Schritt kann das Gerät auch remote gesperrt und gespeicherte Daten gelöscht werden – eine nützliche Funktion im Falle eines Verlusts. Die Sicherheit der Daten bleibt damit gewahrt. Zu den Vorteilen der MDMLösung von ITdesign „gehört sicher die schnelle Implementierung“, sagt Botek. „Es ist außerdem keine eigene Serverinfrastruktur notwendig, darüber hinaus fallen auch keine zusätzlichen Lizenzund Installationskosten an. Pro Userlizenz sind drei Devices für die Verwaltung implementiert.“ MDM von ITdesign bietet eine flexible Benutzer- und Gerätanzahl und ist daher für Unternehmen jeglicher Größe geeignet. Michael Botek hebt noch einen weiteren wichtigen Sicherheitsaspekt hervor: „Alle Server stehen in österreichischen Rechenzentren.“  www.itdesign.at


medianet

inside your business. today.

freitag, 29. november 2013 – 59

Land im Aufbruch

Rückgänge in Europa macht Palfinger auf internationalen Märkten wieder wett Seite 61

Große Infrastrukturprojekte in der Türkei bieten Chancen für Logistikbranche  Seite 62

Expansion knapp jetzt auch in australien

© Knapp

Globale Strategie © EPA

© APA/Hans Putz

industrialtechnology Chemie kommt nur langsam in die Gänge

© 3M

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Neuss. Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis hat 3M für seinen vorbildlichen Ressourcenschutz ausgezeichnet. Die Jury würdigte vor allem die Verringerung des ökologischen Fußabdrucks in der gesamten Wertschöpfungskette. Seit 1995 setzt sich 3M alle fünf Jahre immer neue, ehrgeizige Ziele, um seine Nachhaltigkeit kontinuierlich zu verbessern. So plant das Unternehmen unter anderem, bis 2015 den Lösungsmitteleinsatz weltweit um 15%, die Abfallmenge um 10% und den Energieverbrauch um 25% zu senken. www.3m.de

© Panthermedia.net/Olivier Le Queinec

Wels. Gerold Mühlehner, Absolvent der Automatisierungstechnik an der FH Wels, hat in seiner Masterarbeit eine Regel- und Betriebsstrategie entwickelt, mit der die Wirtschaftlichkeit von Sinteranlagen in der Stahlerzeugungsprozess gesteigert werden kann. „Eine Energiereduktion bedeutet nicht nur eine enorme Kosteneinsparung, sondern ermöglicht auch eine nachhaltige Energieversorgung“, freut sich Mühlehner, der dafür den Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung 2013 erhalten hat. Außerdem wurde er auch mit dem Mechatronik-Preis 2013 ausgezeichnet. www.mechatronik-cluster.at

© Rockwell Automation

Hinter dem Weltmarkt Die österreichische Chemieindustrie kann derzeit mit der globalen Entwicklung der Branche nicht Schritt halten; dank der spezialisierten Produkte ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit aber weiter gut.  Seite 60

Mit Hochdruck zu mehr Nachhaltigkeit

© Wien Energie/Ludwig Schedl

Nürnberg/Linz. Rockwell Automation stellt den neuen sparsamen Frequenzumrichter PowerFlex 523 vor. Er ist ideal für Hersteller einfacher StandAlone-Maschinen, denn er entspricht einerseits dem Anwenderbedürfnis nach bedarfsgerechter Steuerung und bietet andererseits ein Design, das die Gesamtkosten für Planung, Entwicklung und Lieferung von Maschinen verringert. „In die Entwicklung ist das Feedback Hunderter Nutzer weltweit eingeflossen”, so Michael Müller, Business Manager bei Rockwell Automation. www.rockwellautomation.at

Wien Energie Der weltweit erste Hochdruck-Wärmespeicher wurde diese Woche in Wien in Betrieb genommen

Feierliche Eröffnung der neuen Anlage (v.l.): Marc Hall (Vorstand Wiener Stadt­ werke), Renate Angerer (Bezirksvorstand Simmering), Susanna Zapreva (GF Wien Energie), Franz Ekkamp (Gemeinderat) und Andreas Werner (TU Wien).

Wien. Diese Woche wurde der weltweit erste Hochdruck-Wärmespeicher am Gelände des Kraftwerk Simmering eröffnet. „Damit ist Wien Energie wieder einmal Vorreiter im Bereich der systemischen Lösungen und Energieeffizienz. Dieses innovative Projekt ist ein gelungenes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft für die Weiterentwicklung des gesamten Energienetzes und somit für die Sicherung des hohen Lebensstandards im Großraum Wien“, so Wien Energie-Vorstand Marc Hall.

Die Anlage wird den jährlichen Wärmebedarf von rund 20.000 Haushalten decken und spart durch die Optimierung von Produktion und Speicherung jährlich rund 11.000 t CO2 ein. „Der Hochdruck-Wärmespeicher passt optimal in unsere Energiestrategie und war schon in der Errichtungsphase besonders umweltfreundlich und nachhaltig. Mit dieser Investition von rund 20 Millionen Euro steigert Wien Energie die Innovationskraft und Wertschöpfung vor Ort“, freut sich Wien Energie-GF Susanna Zapreva. www.wienenergie.at


c ov e r

60 – industrialtechnology

kommentar

Kommt das Ende des Wachstums?

Freitag, 29. November 2013

Leichte Besserung Nach einem schwachen ersten Halbjahr kommt die Chemieindustrie langsam wieder in Schwung

In diesem Jahr wird es kein Wachstum geben

Steigende Erzeugerpreise signalisieren aber ab 2014 wieder eine positivere Entwicklung. Peter Untersperger, Obmann des FCIO: „Wir brauchen ein unternehmens-, technik- und innovationsfreundliches Umfeld.“

britta biron

China Kleineres Plus

© Xu Xiaolin/EPA/picturedesk.com

Gebremst

Das Wachstum der chinesischen Industrie hat sich verlangsamt.

Peking/London. Laut dem aktuellen Einkaufsmanager-Index der britischen Großbank HSBC hat sich die Dynamik der chinesischen Industrie im November etwas abgeschwächt. Das Plus betrug den ersten drei Quartalen nur vergleichsweise magere 7,7%, der niedrigste Wert sei 23 Jahren. Die Gründe dafür liegen einerseits im Rückgang von Auslandsaufträgen, andererseits darin, dass unrentable Branchen nicht mehr gestützt werden und dafür den private Konsum gestärkt wird; ein vorübergehend langsameres Wachstum nimmt man dafür in Kauf. (APA/red)

„Für die zweite Jahreshälfte rechnen wir aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Grundchemikalien mit einem leichten Plus.“ peter untersperger, obmann fachverband der chemischen industrie österreichs, FCIO

die heimische Branche aus. Das erste Halbjahr 2013 brachte, vor allem wegen der schlechten Konjunktur bei Bau- und Autozulieferungen sowie Pharmazeutika, einen Umsatzrückgang von 3,2%. Die gestiegene Nachfrage nach Grundchemikalien weist als Frühindikator darauf hin, dass sich die Lage im 2. Halbjahr etwas bessert. „Nach der Aufholjagd nach den Krisenjahren 2008 und 2009 stabilisieren sich die Umsätze auf gutem Niveau“, weiß Peter Untersperger, Obmann des Fachverbands der Chemischen Industrie (FCIO), und

© FCIO

L

ässt sich ein nachhaltiger Umfang mit den Ressourcen mit dem Dogma des Wirtschaftswachstums in Einklang bringen? Angesichts der zahlreichen technischen Innovationen – von e-Mobilität, Erneuerbaren Energien bis zu neuen industriellen Verfahren in den unterschiedlichsten Bereichen – könnte man annehmen, dass die Antwort „ja“ heißt. Aber damit liegt man leider falsch, wie ein internationales Forscherteam von den Universitäten in Wien, Klagenfurt, Lees und Canberra jetzt nachgewiesen hat. In keinem einzigen der insgesamt 40 untersuchten Länder gäbe es Indizien dafür, dass der Spagat zwischen Wachstum und Nachhaltigkeit möglich ist. Zwar könne, so Professor Getzner von der TU Wien, neuere Technologie die Effizienz steigern, wodurch, langfristig betrachtet, in den Industrieländern der Zusammenhang zwischen Wachstum und Verbrauch ein wenig gedämpft werde. Doch ein echter Rückgang im Ressourcenverbrauch trete nur dort auf, wo die Wirtschaft schrumpft. Den Hauptgrund dafür sehen die Forscher in der Tatsache, dass Einsparungen an einer Stelle oft in direktem Zusammenhang mit einem höheren Verbrauch an einer anderen Stelle stehen. Mit dem Motto „Besser statt mehr” wird man sich daher früher oder später anfreunden müssen.

Wien. Im internationalen Maßstab läuft es für die Chemieindustrie recht gut. Bis 2030 wird, so eine Prognos-Studie für die Chemische Industrie Deutschlands, ein jährliches Wachstum von rund 4,5% erwartet. Als eindeutiger Gewinner könnte das jetzt schon führende China hervorgehen: Sein Weltmarktanteil wird von derzeit 29 auf fast 50% steigen. Deutlich schlechter sieht es allerdings für

rechnet heuer mit insgesamt rund 17 Mrd. €, was in etwa dem Vorjahreswert entspricht. Der aktuelle Branchenbericht der Bank Austria geht dagegen nur von 14 Mrd. € aus. „Österreichs Chemieindustrie leidet vor allem noch unter der Konjunkturschwäche in den Hauptexportmärkten. Auf jeden Fall sig-

nalisieren steigende Erzeugerpreise ab Jahresmitte in Teilen der Branche wieder eine leichte Verbesserung der Absatzsituation“, analysiert Bank Austria-Ökonom Günter Wolf. Die Chemieindustrie ist mit einer Quote von 60% sehr exportabhängig, der Industrieschnitt liegt bei 55%. Gleichzeitig müssen

Chemieprodukte importiert werden, da viele Verfahren und Produkte nur in großer Serie effizient angewandt und erzeugt werden können, und im Inland zu geringe Produktionskapazitäten verfügbar sind. „Für das relativ hohe Außenhandelsdefizit mit Chemieprodukten von rund einer Milliarde Euro sind vor allem die Importe konsumnaher Waren und einiger chemischer Grundstoffe verantwortlich“, so Wolf weiter. Trotzdem habe die heimische Chemieindustrie aber internationale Konkurrenzfähigkeit, „vor allem in den Segmenten technische Kunststoffwaren, Düngemittel, Chemiefasern und Teilen der Warengruppe sonstige chemische Produkte. Die Exporte dieser Produkte sind seit Mitte der 1990er-Jahre fast kontinuierlich gestiegen und sorgten in den letzten zehn Jahren auch für eine sukzessive Verbesserung der Außenhandelsbilanz der Branche.“ Wesentlich für die Wettbewerbsfähigkeit sei auch die hohe Innovationstätigkeit. „82 Prozent der österreichischen Chemiebetriebe sind im Sinne der EU-Innovationserhebung innovationsaktiv – sprich: Sie haben in den Jahren 2008 bis 2010 Produkt- oder Prozessinnovationen betrieben”, analysiert Wolf. Insgesamt seien die Aussichten nicht schlecht; gute Chancen sieht der Bank Austria-Branchenbericht für Sparten, die Produkte mit relativ hohen und steigenden Produktqualitäten erzeugen. www.bankaustria.at www.wko.at

Jubiläum 660 Projekte haben die TU Wien und Wiener Unternehmen in den letzten 25 Jahren realisiert

Kooperation von Forschung & Wirtschaft Wien. „Die erfolgreiche Kooperation zwischen TU Wien und WK Wien zeigt deutlich, dass die Wirtschaft eine noch engere Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung sucht. Denn dadurch entsteht Innovation, die Vorsprung bedeutet. Das bringt den gesamten Wirtschaftsstandort weiter, der durch Innovationsstärke gesamtwirtschaftliche Effekte auslöst“, erklärt Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien.

Zusammenarbeit bisher gebracht hat, gehe ich davon aus, dass wir auch noch die nächsten Jahrzehnte kooperieren werden. Dieser Wissenstransfers ist beispielgebend für moderne Strategien zur besseren Vernetzung von universitären Einrichtungen und Wirtschaft.“ „Wir bieten unseren Forschern ein Umfeld, das qualitativ hochwertige Grundlagen- und anwen-

dungsorientierte Forschung gleichermaßen fördert. Die erfolgreiche Kooperation mit der Wirtschaftskammer Wien ermöglicht es, Innovation als gemeinsame Aufgabe von Universität und Unternehmen wahrzunehmen“, bestätigt Forschungsvizerektor Johannes Fröhlich. Beispiele, wie praxisnah die Forschung der TU-Experten ist, waren auf der gestern zu Ende ge-

gangenen SPS IPC Drives in Nürnberg zu sehen. Hier präsentierte die TU gleich mehrere Innovationen, darunter einen industriellen Batterie-Schnelltester zur präzisen

„Dieser Wissenstransfer ist beispielgebend für moderne Strategien

Innovationen fördern

zu besseren Vernet-

Wiener Unternehmen geben österreichweit am meisten für Forschung und Entwicklung aus. Sie investieren jährlich rund 1,5 Mrd. €, das sind 34% der gesamten Forschungsausgaben der österreichischen Wirtschaft. Damit liegt die Forschungsquote in Wien mit 3,1% am BRP über dem österreichischen Durchschnitt von 2,8%. Hinsichtlich der weiteren Zusammenarbeit zwischen TU Wien und WK Wien hält Jank fest: „Wenn man sich ansieht, welche tollen Ergebnisse und Projekte die

zung von Forschung und Wirtschaft.“ brigitte jank, präsidentin Wirtschaftskammer wien

© WU Wien

britta biron

Johannes Fröhlich (TU Wien) und Helmut Naumann (WK Wien).

Bestimmung des Ladezustands sowie die erstmalige Anwendung einer hochdynamischen sensorlosen Antriebsregelung in einem Lüfter. www.tu-wien.ac.at www.wko.at


i n n ovati on & u n te r n e h m e n

Freitag, 29. November 2013

industrialtechnology – 61

Gute Entwicklung Der österreichische Kranhersteller Palfinger ist dank Internationalisierung weiter auf Erfolgskurs

short

Wieder Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis britta biron

© Stiwa Group

Die größten Wachstumstreiber sind die außereuropäischen Märkte wie China und Russland.

50 Mio. Euro für den Ausbau in Gampern

Feierlicher Spatenstich für die zweite Etappe der Werkserweiterung.

Salzburg. Dass sich eine angespannte Weltwirtschaft nicht zwingend negativ auf das Unternehmensergebnis auswirken muss, beweist der österreichische Kranhersteller Palfinger, der auch in den letzten drei Quartalen kon-

Gampern. Aufgrund der guten Auftragslage investiert der OÖ Automobilzulieferer Stiwa insgesamt 50 Mio. € in den Ausbau seines Standorts Gampern. Die erste Ausbaustufe wurde im September fertiggestellt, kürzlich erfolgte der Spatenstich für die zweite Etappe. Dieser Bau Ost wird auf weiteren rund 3.500 Quadratmetern in erster Linie benötigten Raum für die zerspanende Fertigung sowie die Baugruppenmontage der Sparte Automobilzulieferindustrie schaffen. www.stiwa.com

„Erfreulich ist die weiter steigende Nachfrage in Nord- und Südamerika sowie die rung in Russland.“ herbert ortner, vorstandsvorsitzender Palfinger AG

© APA/Hans Putz

erneute Umsatzsteige-

SBO ist auch weiter auf Erfolgskurs

tinuierlich gute Zahlen vorweisen kann. Der Umsatz des laufenden Geschäftsjahres liegt derzeit mit 716,1 Mio. € um immerhin vier Prozent über jenem der Vorjahresperiode mit 688,2 Mio. € und hat damit neuerlich einen Rekordwert erreicht.

Globale Strategie Das Wachstum wurde allerdings zu einem Großteil außerhalb Europas und in der Business Area Marine erwirtschaftet. „Seit Beginn der Wirtschaftskrise 2008 gewinnen die Regionen außerhalb Europas an Bedeutung. Ohne unsere internationale Aufstellung könnten wir kein Wachstum verzeichnen, im

Gegenteil. Auch für die Zukunft sehen wir die Potenziale vor allem in den BRIC-Ländern und der globalen Business Area Marine. Wir haben uns in diesen Märkten schon gut positioniert und werden dies fortsetzen“, erläutert Herbert Ortner, Vorstandsvorsitzender der Palfinger AG, die erfolgreiche Strategie.

Verbesserung in Europa Insbesondere die 2012 erfolgte Akquisition von Palfinger Dreggen und die Erhöhung der Beteiligung an dem rumänischen Produktionsunternehmen Nimet Srl im 2. Quartal 2013 konnten die Umsatzrückgänge in den europäischen Stammmärkten kompensieren.

Im 3. Quartal zeichnete sich aber auch in Europa wieder ein leichter Aufwärtstrend ab.

Weiter positive Aussichten Gut entwickelt hat sich auch die Nachfrage in Nord- und Südamerika sowie die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Joint-VenturePartner Sany. Sowohl das Gemeinschaftsunternehmen Sany Palfinger in China als auch Palfinger Sany, das Vertriebs-Joint-Venture für Europa und GUS, konnten bereits gute Verkaufserfolge verbuchen und die Partnerschaft soll jetzt weiter ausgebaut werden. Geplant ist eine wechselseitige Beteiligung im Ausmaß von jeweils 10 Prozent. Mit der koreanischen MCT Engi-

neering Co., Ltd. (MCT ENG), einem wesentlichen Partner und Lieferanten von Palfinger Dreggen, wurde die Übernahme von Assets und Betrieb in Zusammenhang mit der Produktion von Marine- und Offshore-Kranen vereinbart, was das Wachstum in diesem Bereich weiter unterstützen wird. Darüber hinaus vereinbarte Palfinger mit dem langjährigen Partner Koch Metalúrgica in Brasilien ein Produktions-Joint-Venture für Offshore-Krane. Für die Zukunft sind die Erwartungen positiv, das Management geht davon aus, dass eine Verdoppelung des Konzernumsatz auf rund 1,8 Mrd. € bis zum Jahr 2017 durchaus realistisch ist.  www.palfinger.ag

© SBO

Herbert Ortner, Vorstandsvors. Palfinger AG: „Ohne unsere internationale Aufstellung könnten wir kein Wachstum verzeichnen.“

Gerald Grohmann, Vorstandsvors. der SBO: signifikante Zuwächse.

Ternitz/Wien. Für die Schoeller Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO)läuft es im dritten Quartal gut. „Der Auftragseingang lag mit 129 Mio. € signifikant über den Werten der beiden vorangegangenen Quartale. Ursache für diesen Bestellschub waren Buchungen der SBO-Kunden, welche auch bereits für das erste Halbjahr 2014 waren“, so Gerald Grohmann, Vorstandsvorsitzender der SBO. Insgesamt betrug der Auftragseingang der ersten neun Monate 330,8 Mio. €, das Egebnis nach Steuern liegt mit 42 Mio. € um 26 % unter Vorjahresniveau. www.sbo.co.at

Smart Farming Traktoren und Landmaschinen aus Deutschland sind international sehr gefragt

Hightech fährt heuer eine gute Ernte ein nungen ein – und Hightech-Positionssysteme lenken die Landmaschinen übers Feld. Der Trend zum Smart-Farming beschert vielen Landmaschinenherstellern gute Geschäfte. VDMA-GF Bernd Scherer meint: „Die Stimmung bei den deutschen Landtechnikherstellern könnte nicht besser sein.” Für heuer rechnen die deutschen Hersteller mit einem Produktionsumsatz

von 8,2 Mrd. €; das entspricht einem Plus von gut sieben Prozent. Und auch für 2014 seien die Aussichten sehr positiv. Gefragt sind Maschinen und Traktoren made in Germany sowohl am Heimmarkt als auch international. In der GUS hat westliche Technik bereits einen Marktanteil von 50% und auch aus China, wo die Landwirte bisher mehr auf nationale Fabrikate gesetzt hat, steigt die Nachfrage nach europäischer Hightech fürs Feld. Auch Indien, wo die Regierung die Förderungen für Landwirtschaft und Landtechnik stark ausbauen möchte, kommen positive Signale

ten beiden Jahren investieren“, so Reinhard Grandke, Hauptgeschäftsführer des Veranstalters Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG).

„Über zwei Drittel der Landwirte schätzen ihre wirtschaftliche Situati-

© Fendt

Traktorhersteller Fendt erwartet für heuer ein Absatzplus von 3.000 Fahrzeugen.

Neue Scotch FilamentKlebebänder bieten besonders hohe Haftkraft.

on gut ein und wollen in den nächsten beiden Jahren investieren.“

Weiteres Wachstum Dass die Investitionsbereitschaft der Landwirte zurzeit hoch ist, zeigt auch eine aktuelle Besucherumfrage im Rahmen der Internationalen Landtechnikmesse Agritechnica, die Mitte November stattgefunden hat. „Mehr als zwei Drittel der Landwirte schätzen ihre aktuelle Betriebssituation als gut ein und wollen in den nächs-

Hochfeste FilamentKlebebänder von 3M

© 3M

Hannover. Naturnähe und ländliche Idylle – dieses Bild verbindet man auch heute noch mit der Landwirtschaft. Mit der Realität hat es aber – mit wenigen Ausnahmen – kaum noch etwas zu tun. Moderne Datensysteme steuern den Ackerbau, passen die Düngermenge exakt der Bodenbeschaffenheit an – selbst das Mikroklima in Senken und Erhebungen fließt in die Berech-

Reinhard Grandke Deutsche LandwirtschaftsGesellschaft

Der Traktorhersteller Fendt erwartet in Deutschland für heuer eine Absatzsteigerung von 3.000 auf 18.000 Stück. „Das wird ein neuer Rekord“, so Firmenchef Peter-Josef Paffen. www.vdma.org

Wien. Mit drei neuen ScotchKlebebändern steht für das Bündeln von Produkten mit leicht öligen Metalloberflächen eine neue 3M-Technologie zur Verfügung. Der Klebstoff aus modifiziertem SyntheseKautschuk (MSR) zeigt eine um etwa 50% höhere Haftkraft im Vergleich mit Natur-Kautschuk (NR); auch die Scherfestigkeit konnte verbessert werden.  http://solutions.3maustria.at


tr a n spor t & logi s t i k

62 – industrialtechnology

Freitag, 29. November 2013

Crown Der US-amerikanische Intralogistiker erweitert seine Kapazitäten für das erwartete Wachstum

short

Die EMEA-Region steht verstärkt im Visier

Neckermann verlegt Österreich-Logistik Graz. Im Zuge der nun so gut wie abgeschlossenen Restrukturierung von Neckermann Versand Österreich wird die Logistik des Unternehmens bereits ab dem ersten Quartal 2014 in das deutsche Langenfeld, den Sitz des Neckermann-Eigentürmers TopAgers, verlegt. Die mittlerweile veraltete und durch die Sortimentsverkleinerung auch überdimensionierte Logistik in Graz wird geschlossen. www.neckermann.at

Für Mitte des nächsten Jahres ist die Fertigstellung einer neuen Produktionshalle geplant. britta bruckner

München. „Obwohl der Weltmarkt für Gabelstapler im letzten Jahr leicht rückläufig war, konnten wir unser Geschäft im EMEA-Raum weiter ausbauen. Dieser Wachstumszuwachs ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Kunden angesichts der anhaltend schwierigen Wirtschaftslage kontinuierlich nach Möglichkeiten zur Kostensenkung suchen“, freut sich Ken Dufford, Vice President Europe bei Crown, über die gute Entwicklung.

© Österreichische Post

Automat ersetzt den Paketbriefträger

„Unser Ziel ist es, und robuste Flurförderfahrzeuge als auch

Wien. Aktuell läuft eine Automatisierungoffensive bei der österreichischen Post. Die ersten Paket-Automaten wurden bereits installiert, insgesamt sind bis 2016 400 dieser vollautomatischen Abholstationen in Postämtern geplant. Die 4 Mio. €-Investition sei nicht nur eine Verbesserung des Kundenservices, sondern, so Peter Umundum, Vorstand Paket & Logistik, auch wichtig für die heimische Wirtschaft. Denn die Abholstationen stammen vom Linzer AutomationsSpezialisten Keba. „Ein erfahrener Partner, der uns schon lange für die hohe Qualität seiner Produkte bekannt ist“, so Umundum.  www.post.at

fortschrittliche Technologie zu entwickeln.“ ken dufford, vice president Europe bei crown

Seit dem letzten Jahr hat Crown Equipment, eines der weltweit größten Unternehmen für Materialflusslösungen, seine Präsenz in Europa kontinuierlich ausgebaut und eigene Vertriebs- und Servicezentralen in Spanien (Madrid), Österreich (Wien) und Italien (Mailand) eröffnet; jetzt folgen weitere Maßnahmen, um die Stellung in Europa zu festigen und zusätzliche Kapazitäten für das weitere Wachstum zu schaffen. Noch heuer verlagert Crown sei-

Kunden prämieren DHL in drei Kategorien

© Crown/Peter Alvey

sowohl langlebige Die 400 Abholstationen von Keba bieten Postkunden mehr Service.

Flott unterwegs: Der US-amerikanische Materialfluss-Spezialist Crown will verstärkt bei seinen europäischen Kunden punkten.

ne Europazentrale von München an den neuen Standort Feldkirchen, wo man ein bebautes Industriegrundstück erworben hatte. Ebenfalls in der Nähe von München, in Pliening, hat das neue Parts & Service-Center seinen Sitz. Von hier aus wird seit Oktober die Ersatzteilversorgung für das gesamte EMEA-Gebiet abgewickelt.

Neue Produktionshalle Erweitert wird auch das Werk im bayerischen Roding, wo heute die komplette europäische Herstellung der Crown-Gabelstapler für die EMEA- und andere weltweite Märkte konzentriert ist. Um den Standort zu vergrößern, erwarb

Crown ein Gelände im Industrieund Gewerbegebiet Altenkreith. Voraussichtlich Mitte 2014 wird das neue Werk sowie ein dreistöckiges Bürogebäude fertiggestellt sein. Die bisherige Produktion am Mußkönig wird aber weiterhin genutzt.

Langfristige Ziele „Als familiengeführtes Unternehmen in vierter Generation ist es unser Ziel, langfristige Kundenbeziehungen zu schaffen, um Partnerschaften zu etablieren, die auf Vertrauen und Verlässlichkeit aufbauen. Deshalb verfolgen wir das Konzept der vertikalen Integration in der Produktion, um sowohl lang-

lebige und robuste Flurförderzeuge als auch fortschrittliche Technologien zu entwickeln, die unsere Kunden bei ihrem künftigen Erfolg unterstützen“, erklärt Dufford.

Erfolgreiche Produkte Zahlreiche Auszeichnungen bestätigen diesen Anspruch, darunter gleich drei renommierte Awards in diesem Jahr: Der IFOY Award für das Flottenmanagement-System InfoLink, der Preis „Bestes Produkt 2013“ auf der LogiMAT für die Neuentwicklung QuickPick Remote und der Design 4 Safety Award auf der IMHX in Birmingham für den Gabelhubwagen mit Fahrerstand WT 3040. www.crown.com

Neue Verkehrswege Staat investiert 30,5 Mrd. Euro, weitere 200 Mrd. Euro kommen von privaten Investoren

© Morgan Anderson

Großausbau der türkischen Infrastruktur Ankara/Istanbul. 2023 feiert die türkische Republik ihren 100. Geburtstag und bis dahin will der türkische Staat 30,5 Mrd. € in den Ausbau der Infrastruktur investieren. Angesichts der wachsenden Bedeutung des Landes als wichtige Drehscheibe zwischen Europa und Asien ist das kein reines Prestigedenken, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit.

DHL kann mit hoher Servicequalität bei seinen Kunden punkten.

Meers ausgebaut sein und damit eine durchgängige normalspurige Zugverbindung zwischen den Kontinenten bestehen. Die 3 Mrd. € für diese „eiserne Seidenstraße“ stammen zum Großteil von der Japan Bank for International Cooperation und der Europäischen Investitionsbank. „Istanbul ist der Motor, der diese Logistikdrehscheibe in Gang hält“, sagt Klaus von der Bey, stellvertretender Sprecher der BVL-Regionalgruppe Istanbul. Rund die Hälfte des türkischen Handelsvolumens entfällt auf die Metropole sowie rund 70% der gesamten Logistikaktivitäten und drei Viertel der insgesamt rund 2,5 Mio. Quadratkilometer Lagerfläche.

Viele Großprojekte

© EPA

Bonn. Nach dem Supplier Excellence Recognition Awards von Johnson Control war DHL auch beim eyefortransport European 3PL Awards erfolgreich und holte sich den Sieg in drei von zehn Kategorien. Nach Abstimmung europäischer Kunden, die mit externen Logistikanbietern arbeiten, wurde DHL als bester Dienstleister für die Branchen Automotive, Hightech & Electronics sowie Pharma/ Life Sciences/Healthcare ausgezeichnet. „Diese Auszeichnung ist für uns unglaublich motivierend und bestätigt die strategische Entscheidung, in Servicequalität, Infrastruktur und Informationstechnologie zu investieren, um die Lieferkette unserer Kunden zu optimieren“, so Amadou Diallo, CEO DHL Freight.  www.dhl.de

Mehr als die Hälfte der staatlichen Investitionssumme fließt in die Bahn. Derzeit ist das türkische Eisenbahnnetz nur rund 11.000 Kilometer lang und soll um 15.000 Kilometer mehr als verdoppelt werden. Bereits Ende Oktober wurde in Istanbul der 3,6 Kilometer lange Eisenbahntunnel zwischen Europa und Asien eröffnet, bis 2015 soll die Strecke entlang Marmara-

Der Bosporus-Tunnel ist nur eines der zahlreichen Großprojekte in der Türkei.

Aber auch bei der Straße hat die Türkei noch großen Nachholbedarf. Gerade einmal 2.127 Kilometer Autobahnen gibt es bisher, im Vergleich dazu verfügt das deutlich kleinere Österreich über immerhin 2.178 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen. Mit

der Strecke zwischen Istanbul und Izmir sollen bis 2020 472 Kilometer für den türkischen Frachtverkehr dazukommen. Hinter vielen der aktuellen Großprojekte stehen mit insgesamt rund 200 Mrd. € private Investoren. Ein bedeutender Anteil der Summe kommt aus China, das unter anderem an der Finanzierung der 7.000 Kilometer-Hochgeschwindigkeitsstrecke beteiligt ist. Ein türkisch-italienisches Konsortium errichtet mit Unterstützung von Ingenieuren aus Korea die dritte Brücke über den Bosporus. Die 59 Meter breite und 1,2 Kilometer lange Konstruktion wird mit acht Fahrspuren und zwei Eisenbahngleisen eine wichtige neue Verkehrsader für den internationalen Güterverkehr darstellen. Ein türkisches Konsortium lässt sich den Bau des neuen Flughafens im Norden von Istanbul insgesamt 22 Mio. € kosten. Bereits im Jahr 2017, nach nur vier Jahren Bauzeit, soll der Airport, der drei Mal so groß sein wird, wie jener in Frankfurt am Main, fertiggestellt sein. www.bvl.de


tr a n spor t & Logi st i k

Kostenvergleich Fließlager vs. Radio-Shuttle-System

Bestens im Fluss

Einsparungen von bis zu 28% pro Palettenplatz.

industrialtechnology – 63

| BS12-02G |

Freitag, 29. November 2013

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology. Motion Servoverstärker Servomotoren

© Photopiu

IPC Kostenvorteil steigt mit Umschlagsgeschwindigkeit und Zahl der Palettenstellplätze.

Sant’ Antonino. Die Frage, mit welchem System Palettenlager besonders wirtschaftlich arbeiten, stellen sich Planer und Einkäufer in der Intralogistik immer wieder. Eine aktuelle Studie der Schweizer Interroll Group liefert jetzt die Antwort dazu. In die umfangreichen Berechnungen flossen zahlreiche Daten ein, wie etwa Anschaffungskosten für Hardware, die Montage, die Flächennutzung, die Energiekosten, den Personaleinsatz und die Abschreibung. Untersucht wurden vor allem Fließlager und RadioShuttle-Lager unterschiedlicher Größe (1.000, 3.000 und 5.000 Stellplätze) und Umschlagsleistungen (12/24/36/48 x pro Jahr). Dabei zeigte sich, dass der Kostenvorteil

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

von Fließlagern gegenüber RadioShuttle-Lösungen (bis zu 28%) mit der Höhe der Umschlaggeschwindigkeit und der Anzahl der benötigten Palettenstellplätze deutlich steigt. Die Hauptgründe dafür liegen im niedrigeren Personalaufwand und der geringere Zahl der benötigten Flurförderfahrzeuge.

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Kostenvorteile „Durch die Einsparungen im laufenden Betrieb amortisieren sich die Anfangsinvestitionen für Fließlagersysteme meist nach weniger als zwei Jahren“, erläutert Bertrand Reymond, GF des globalen Interroll Kompetenzzentrums im französischen La Roche sur Yon. www.interroll.de

Knapp Neue Niederlassung in Sydney eröffnet

Intralogistik goes Down Under Hart/Sydney. In den letzten Jahren hat Knapp mehrere große Aufträge für automatisierte Warenlager in Australien erhalten, darunter etwa von dem Lebensmittelhändler Metcash, dem Modeunternehmen Fastline oder dem internationalen Kosmetikriesen Avon. Jetzt wurde in Sydney eine eigene Niederlassung, die mittlerweile 33., eröffnet. Robert Seiler, GF von Knapp Australia: „Um in der globalen Wirtschaft erfolgreich mitspielen zu

können, ist die neueste Lager-automatisierung notwendig. Kleinere Aufträge, dafür aber eine größere Anzahl an Aufträgen, die bearbeitet werden müssen, sind nur eine der Herausforderungen, denen die australischen Unternehmen gegenüberstehen. Daneben altert die Bevölkerung, was wiederum bedeutet, dass Arbeitskräfte effizienter eingesetzt werden müssen; dabei kommt Knapp ins Spiel.“ www.knapp.com

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

IPC I/O Motion

© Knapp

Automation

Robert Seiler ist GF der ersten Niederlassung von Knapp in Australien.


e n e r gi e & r e s sou r c e n

64 – industrialtechnology

Freitag, 29. November 2013

Solaroffensive Solid hat für die Realisierung der geplanten Großprojekte ein Bürgerbeteiligungsmodell entwickelt

short

Mit Solar-Wärme saubere Geschäfte machen

© Panthermedia.net/Andrei Merkulov

Mitteleuropäische Biomassekonferenz

Für 2014 sind drei Anlagen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 7,5 Mio. Euro geplant. britta biron

Biomasse spielt bei der erneuerbaren Energie wichtige Rolle

Graz. Seit seiner Gründung im Jahr 1992 hat das Grazer Umwelttechnikunternehmen Solid bereits mehr als 250 Solargroßanlagen weltweit erfolgreich realisiert, darunter für Wohnheime der Harvard Universität in Boston, das Sheikh Zayed Desert Learning Center in den Vereinigten Arabischen Emiraten, den

Graz. Der Österreichische Biomasse-Verband, die Landwirtschaftskammer Steiermark und die Bioenergy 2020+ GmbH veranstalten in Kooperation mit der Messe Graz vom 15. bis 18. Jänner die 4. Mitteleuropäische Biomassekonferenz. Themen sind die Bedeutung der Biomasse für die Erneuerbare Energie, stoffliche vs. energetische Nutzung, Energiepflanzen, Brennstofflogistik und -aufbereitung. Die Konferenz dient darüber hinaus auch als Plattform zum Austausch von Informationen und Erfahrungen sowie zur Vernetzung, etwa bei B2BMeetings und dem Konferenz­ dinner. www.cebc.at

„Wir planen unter anderem die größte Solaranlage Mitteleuropas und den größten Österreichs.“

Neues Material für Brennstoffzellen

christian holter, gf solid

© Thomas Raggam

Warmwasserspeicher

v.l.: Die Solid-GF Christian Holter und Franz Radovic wollen jetzt auch private Investoren für ihre Projekte gewinnen.

Hamburg. Ein internationales Forscherteam hat am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY ein neues Material erzeugt, das aufgrund seiner besonderen Struktur unerwartet viel Wasserstoff speichern kann. Das bisher unbekannte Iridiumhybrid gehört zur Gruppe der Metallhybride und kann bis zu dreimal so viel Wasserstoff speichern wie andere Metallhydride, was etwa für die Entwicklung von Brennstoffzellen mit hoher Kapazität für Autos und für andere Anwendungen interessant sein könnte. www.desy.de

Softdrink-Produzenten Gatorade/ Pepsico, das Hyatt-Hotel in Aruba, den Niederösterreichischen Fleisch- und Wurstproduzenten Berger oder das United World College (UWC) in Singapur.

Internationale Projekte Die Kollektorfläche des UWC wird im nächsten Jahr um bis zu 1.000 m� erweitert, wodurch die Kältemenge um bis zu 25% gesteigert wird. Darüber hinaus investiert Solid in die weitere Optimierung der Anlage, damit sie auch bei niedrigerem Temperaturniveau noch effizienter betrieben werden kann. Doch bei Solid steht noch mehr am Plan: Für ein renom-

Vom Musterschüler noch weit entfernt

miertes Grazer Unternehmen ist für Frühjahr 2014 eine solarthermische Großanlage geplant. Das Kollektorfeld dient gleichzeitig als Überdachung der Parkgarage und wird in das interne Wärmenetz jährlich ca. 640 MWh jährlich einspeisen. Zusätzlich soll eine Anlage zur Versorgung von Prozesskälte installiert werden. Die innovative Anlage wird einen beträchtlichen Teil des Energiebedarfs abdecken und den Ausstoß von CO2 deutlich senken. Auch die größte Solaranlage Mitteleuropas und den größten Warmwasserspeicher Österreichs will Solid im nächsten Jahr errichten. Die Gelder für dieses Leuchtturmprojekt kommen einerseits aus För-

derungen der Europäischen Union, andererseits will Solid auch private Geldgeber für die Realisierung seine Projekte, die ein Gesamtvolumen von rund 7,5 Mio. € haben, gewinnen und hat dafür ein Bürgerbeteiligungsmodell entwickelt.

Steigende Nachfrage „Die Nachfrage nach Solarwärme nimmt weltweit stark zu. Die Eigenkapitalanforderungen des Baseler Ausschusses stellen mittelständische Unternehmen wie Solid aber vor große Herausforderungen – sie können nicht mehr alle nachgefragten Projekte umsetzen. Mit der Finanzierungsform Bürgerbeteiligungsmodell wollen wir ge-

meinsam mit engagierten Geldgebern in den nächsten Jahren neue Projekte im Ausmaß von 7,5 Mio. € realisieren“, so Franz Radovic. „Die Solarthermie hat sich zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt, bei dem ein Großteil der Wertschöpfung in Österreich bleibt”, ergänzt Doris Hammermüller, GF von Austria Solar. In Österreich wird erst ein Prozent des Wärmebedarfs für Warmwasser und Raumheizung mit thermischen Solaranlagen gedeckt. Um diesen Anteil bis 2020 auf zehn Prozent zu erhöhen, sind zusätzlich 23,8 Mio. m� Kollektorfläche (16,7 GWth) erforderlich.  www.solid.at

Kooperation Austrian Institute of Technology erarbeitet statistisches Modell für China Geological Survey

Österreichische Umweltlösungen für China © APA/HDS

Wien. China ist Österreichs zweitwichtigster Exportmarkt in Übersee und bereits seit vielen Jahren wichtigster Handelspartner in Asien. 2012 erreichten die österreichischen Exporte nach China ein Rekordergebnis von rd. 3 Mrd. € (+4% gegenüber 2011). Die Wirtschaftsbeziehungen zum Reich der Mitte werden jetzt auch im Bereich der Umwelttechnik

Österreichische Umweltpolitik schneidet international schlecht ab.

punkte haben einen internationalen Charakter und beziehen sich auf überregionale Herausforderungen, und China Geological Survey ist der ideale Kooperationspartner, da unseren Methoden der Zugang zum kompletten asiatischen Raum ermöglicht wird. Das Memorandum stärkt unsere internationale Beziehungen“, sagt Michaela Fritz, Head of AIT Health & Environment Department.

Berghänge sichern

© APA/Georg Hochmuth

St. Pölten. Laut dem aktuellen Klimaschutz-Index von Germanwatch gehört Österreich nach wie vor nicht zu den Vorreitern, allerdings konnten im Vergleich zur letzten Untersuchung sechs Plätze ­wettgemacht werden, und der 20. Rang kann immerhin als kleiner Erfolg gewertet werden. Ginge es allein nach dem Ausbau der Erneuerbaren Energie, die im Report positiv bewertet wird, wäre eine bessere Platzierung möglich gewesen. Allerdings wird auch die Klimapolitik beurteilt und hier schneidet Österreich mit dem 41. Platz schlecht ab. Weitere Kritikpunkte liegen im Bereich Industrie, bei denHaushalte und im Flugverkehr. www.germanwatch.org

weiter ausgebaut. Denn kürzlich unterzeichnete Hannes Androsch, Vorsitzender des Aufsichtsrats des Austrian Institutes of Technology (AIT), und Wang Min, Vizeminister des Umweltministeriums und GF des China Geological Survey (CGS), eine Rahmenvereinbarung zur künftigen Kooperation bei Umweltthemen. „Unsere Forschungsschwer-

Hannes Androsch, Vorsitzender des AIT-Aufsichtsrats, unterzeichnete den Vertrag.

Konkret wird es bei der Zusammenarbeit darum gehen, jene Gebiete in China zu eruieren, in denen die Gefahr von Hangbewegungen (etwa durch Bodenerosion) besonders hoch ist. Das AIT arbeitet mit neuen Ansätzen der statischen Modellierung, um die Gefährdung auf einer Karte flächendeckend sichtbar zu machen. Die Gefahrenkarten für Massenbewegungen ermöglichen den Entscheidungsträgern, die betroffenen Gebiete bereits frühzeitig in der Raumplanung zu berücksichtigen.

In einem ersten Schritt wird das AIT gemeinsam mit CGS ein Testgebiet erforschen und eine vorerst lokale Gefahrenkarte erstellen; auf dieser Basis kann das Modell dann

„Das CGS ist der ideale Kooperationspartner für uns, der Zugang zum kompletten asiatischen Raum ermöglichen wird.“ Michaela Fritz Head of AIT Health & ­Environment Department

auf weitere Regionen in China, aber auch in Asien, umgelegt werden. Eine Erweiterung der Zusammenarbeit auf andere Bereiche ist im weiteren Verlauf der Kooperation ebenfalls geplant. www.ait.ac.at


medianet

inside your business. today.

Freitag, 29. November 2013 – 65

Der „Kaiserliche Advent“ präsentiert u.a. traditionelle Handwerkskunst  Seite 67

gulet setzt auf die türkei

TUI-Marke bietet das größte Flugprogramm aller Veranstalter in Österreich Seite 68

schweiz starke events im winter 2013/2014

© Panthermedia.net

advent feiern in bad ischl

© Gulet/Flo Albert

© www.badischl.at

destination Niederösterreich ehrt engagierte Touristiker

© ReiseSalonMichael Teix

short

Wien. Die Veranstalter des ReiseSalon, Christina NeumeisterBöck und Hanns Bauer (Bild), können sich freuen: Die einzigartige Reisemesse war eine großartige Inszenierung, und die Wiener Hofburg bot dafür den perfekten Rahmen; 8.400 Besucher haben sich letztes Wochenende eingefunden. „Wir arbeiten bereits am ReiseSalon 2014. Die Begeisterung der Aussteller hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. 95 Prozent unserer Gäste möchten den Salon weiterempfehlen“, so Christina Neumeister-Böck.  www.reisesalon.at

© FMTG/David Visnjic

Tourismuspreis Niederösterreich Bei einer Gala im Congress Casino Baden wurde der Award in den Kate­ gorien „Medien“, „Wirtschaft“ so­ wie „Produkt- und Dienstleistungs­ innovation“ verlie­ hen – bereits zum 17. Mal. Seite 66

© romanseidl.com

Velden. Mit der Sommersaison verabschiedete die FMTG – Falkensteiner Michaeler Tourism Group AG das SaisonKonzept im Schlosshotel Velden. Neu ist der Wechsel vom Saison- hin zum Ganzjahresbetrieb. Der nötige SPA-Umbau wurde im März 2013 erfolgreich abgeschlossen. „Mit dem neuen Acquapura Spa & Med-Konzept haben wir die Basis dafür geschaffen, nationale wie internationale Gäste auch im Winter von der Schönheit der Region und den vielen Möglichkeiten zu begeistern“, so FMTG-CEO Otmar Michaeler.  www.falkensteiner.com

Autoreisen Kroatien und Italien sind am beliebtesten

London. Marriott Hotels bietet ab sofort nicht nur in den USA und Kanada die Möglichkeit zum mobilen Check-in, sondern auch in 20 Häusern rund um den Globus, fünf davon in Europa. Die Marriott Mobile App gilt als umfangreichstes Angebot dieser Art in der Hotellerie und kann kostenlos auf www.marriott.de heruntergeladen werden.  www.marriott.com

© TUI

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Terra verzeichnet Rekordzahlen

Gerhard Meister, Verkaufsleiter bei der TUI Austria Marke Terra Reisen.

Wien. „Wir haben unser Angebot für den Sommer deutlich ausgebaut“, sagt Terra Reisen-Verkaufsleiter Gerhard Meister. Österreichs größter Veranstalter für Autoreisen setzt auf die Region Gardasee und hat die Auswahl an Hotels und Appartements vergrößert. In Kroatien steht die stark nachgefragte Kvarner Bucht im Fokus. Unabhängig, selbstbestimmt, keine Gepäcksbeschränkungen – die Vorteile des Urlaubs mit dem eigenen Auto liegen auf der Hand. Auch die flexiblen Anreisetage und Angebote für Kurzaufenthalte sprechen für Terra Reisen. www.terra-reisen.com

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66 – medianet destination

Kommentar

The Leading Hotels of the World ist 85

Freitag, 29. November 2013

Tourismuspreis Niederösterreich Seit 1997 werden herausragende Leistungen für den Tourismus in NÖ gewürdigt

Niederösterreich: Starkes Engagement wird belohnt

Hotelier Schachner, Brennmeister Farthofer und Sonnentor-Gründer Gutmann wurden ausgezeichnet. dino silvester

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Wien. Jetzt einen Aufenthalt in einem VI Hotel in den schönsten Städten Europas schenken und dabei Geld sparen: Urlauber buchen mit dem Adventkalender der Vienna International Hotels & Resorts (VI) in der Adventszeit jeden Tag ein anderes Hotel um die Hälfte des regulären Preises. Höhepunkt des Städte-Adventkalenders ist ein Gewinnspiel mit Verlosung eines fünftägigen Aufenthalts für zwei Personen in einem VI Hotel nach Wahl. Weitere Infos über Aktion und Gewinnspiel unter: www.vi-hotels.com/ vinterwonderland

Wichtige Tourismusimpulse Unter den heurigen Preisträgern sind Michaela und Ferdinand Schachner sowie Ursula Schartmüller-Schachner vom Hotel Schachner in Maria Taferl (Kategorie „Wirtschaft“). In der Kategorie „Produkt- und Dienstleistungsinnovation“ gewannen Josef Farthofer und Doris

„Die Gewinner sind ‚Aushängeschilder‘

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U

nglaublich, aber wahr: Seit 85 Jahren vertritt und fördert The Leading Hotels of the World, Ltd. eine exklusive Gruppe unabhängiger Luxushotels. Jedes Mitgliedshotel ist ein Unikat mit individuellem Stil – eine Eigenheit der Marke LHW, auf die das Unternehmen sehr stolz ist. Die 85 Jahre Unternehmensgeschichte zeichnen gleichzeitig die Entwicklung des Tourismus im 20. Jh. nach. Wer in den 1920ern viel reiste, tat dies mit Stil. Es war die Zeit der Grand Tours, der Überseekoffer, der ausgedehnten Aufenthalte in Luxushotels und der Gourmetgastronomie. In dieser Zeit des kultivierten Reisens wurde The Leading Hotels of Europe gegründet. Die Mitglieder merkten bald, dass gegenseitige Hotelempfehlungen an die Stammgäste mehr Umsatz für alle Mitglieder bedeutete – und so erweiterte man seinen Wirkungskreis zunächst via Ägypten, dann um die ganze Welt. Seit 1928 hat es sich The Leading Hotels of the World zur Aufgabe gemacht, die Kunst der privaten Luxushotellerie zu pflegen und zukunftsfähig zu erhalten. Diese Kunst besteht darin, das Beste aus der Vergangenheit zu wahren, Traditionen zu pflegen und den unternehmerischen Mut zu haben, die Zukunft zu gestalten. Und das ist heute – nicht nur in den Luxushotels – fast noch wichtiger als vor 85 Jahren ...

St. Pölten/Baden bei Wien. Bei einer Gala im Congress Casino Baden wurde vergangene Woche der Tourismuspreis Niederösterreich 2013 in den Kategorien „Medien“, „Wirtschaft“ und „Produkt- und Dienstleistungsinnovation“ verliehen.

Ausgezeichnet (von li.): Ferdinand und Michaela Schachner, Ursula Schartmüller-Schachner (im Hintergrund), Christoph Madl, GF Niederösterreich-Werbung, Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav, Bernhard Lackner, Vorstandsdirektor Niederösterreichische Versicherung, Doris Hausberger und Josef Farthofer von der Mostelleria sowie Johannes Gutmann vom Sonnentor.

für unser Land und mitverantwortlich am

tor (Kategorie „Medien“). 150 BioBauern verkaufen ihre Kräuter, Tees und Gewürze unter einem gemeinsamen Dach, die Firma hat 176 Mitarbeiter und Tochterunternehmen in Tschechien, Albanien und Rumänien.

Tourismuserfolg in Niederösterreich.“ petra bohuslav Tourismuslandesrätin NÖ

Aufschwung im Waldviertel Hausberger für die Mostelleria. Das Sortiment der Destillerie in Öhling umfasst Liköre und Edelbrände, der „Mostello“, ein Dessertwein aus Birnenwein und Birnenbrand, hat seine Produktionsstätte weit über das Mostviertel bekannt gemacht. Prämiert wurde auch Johannes Gutmann von der Firma Sonnen-

Durch sein Wirken und seine Medienpräsenz ist Gutmann weit über den Firmensitz im Waldviertel bekannt und hat der Region durch Innovationsgeist, Mut zu Ungewöhnlichem, gelebte Nachhaltigkeit und höchste Professionalität zu Aufschwung verholfen. Darüber hinaus hat er den gesamt-

en Ort Sprögnitz zu einem Kräutererlebnisdorf entwickelt, das auch Touristen anzieht.

Innovative Ideen Niederösterreichs Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav übergab die Auszeichnungen: „Ich gratuliere allen Preisträgern sehr herzlich; sie haben für ihren Erfolg hart gearbeitet und können stolz auf ihre Verdienste sein, im Namen des Landes Niederösterreich sind wir aber auch stolz auf sie. Durch ihr Wirken, ihr Engagement, ihre Ideen, die sie in die Tat umsetzen und auch über Hindernisse und Hürden hinweg konsequent ver-

folgen, sind sie ‚Aushängeschilder‘ für unser Land und maßgeblich mitverantwortlich am Tourismuserfolg in Niederösterreich.“

Starke Sponsoren im Boot Mit den Geehrten freute sich eine große Zahl an Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Medien, Kultur und Politik über einen gelungenen Abend. Zum Erfolg des Events trugen die Niederösterreichische Versicherung, die als Hauptsponsor seit Beginn den Niederösterreichischen Tourismuspreis unterstützt, sowie die Privatbrauerei Zwettl und das Congress Casino Baden bei. www.niederoesterreich.at

Tirol Werbung Tourismusjahr liegt im langfristigen Vergleich mit erstmals mehr als 10 Mio. Ankünften an erster Stelle

Tiroler Sommersaison schließt mit Rekord Innsbruck. „Die Tourismuswirtschaft hat einmal mehr ihre Bedeutung für die positive wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes bestätigt. Erfreulich ist insbesondere die starke Resonanz auf den Tiroler Bergsommer. Diese landesweite Offensive hat in den vergangenen Jahren viele wertvolle Angebotsbündelungen, Erlebnisinszenierungen und Marketingkampagnen hervorgebracht, die maßgeblich zu diesem Erfolg beitragen“, zeigt sich Tirols Tourismusreferent und LH Günther Platter über das Gesamtergebnis 2012/2013 zufrieden. Auch Josef Margreiter, GF der Tirol Werbung, freut sich, dass die vielfältigen Maßnahmen Früchte tragen. So wurden im heurigen Sommer allein in Deutschland gemeinsam mit rund 350 heimischen Partnern – von Tourismusverbänden über Unterkunftsbetriebe bis hin zu Bergbahnen – Marketingaktivitäten umgesetzt. „Die seit einigen Jahren wieder zunehmenden Investitionen in die Erneuerung des Sommerangebots sowie die Marketingkooperationen

unter dem Dach des ‚Bergsommer Tirol‘ tragen dazu bei, dass trotz teilweise angespannter wirtschaftlicher Verhältnisse in einzelnen Märkten positive Gesamtergebnisse im Tiroler Tourismus realisiert werden“, so Margreiter.

Starkes Marketing Eines dieser positiven Beispiele liefert Tschechien, wo gemeinsam

mit acht Tiroler Tourismusverbänden eine umfangreiche Kampagne umgesetzt wurde. Nicht zuletzt deshalb wurden etwa in diesem Sommer bei tschechischen Gästen überdurchschnittliche Zuwächse (Ankünfte +12,8%, Übernachtungen +12%) erreicht, während diese Zahlen bei Mitbewerbern stagnierten. Ebenfalls deutlich zeigen sich die Marketingerfolge in Italien. Die wichtigsten alpinen Mitbewerber

© Tirol Werbung

georg biron

Tourismusreferent und LH Günther Platter und Tirol Werbung-GF Josef Margreiter ziehen Bilanz über die heurige Sommersaison sowie das Tourismusjahr 2012/13.

mussten bei italienischen Gästen Einbußen von bis zu 10% hinnehmen, während Tirol mit einem Plus von 2,7% bei Ankünften und 1,4% bei den Nächtigungen reüssierte. „Das Sommerhalbjahr hat aber auch in Zukunft noch viel Potenzial“, so Margreiter. Im Laufe des Sommers 2013 gab es auf vielen weiteren wichtigen Herkunftsmärkten zum Teil deutliche Steigerungen – so etwa bei Urlaubern aus Deutschland (Ankünfte +5,5%, Übernachtungen +2,0%), Belgien (AK +5,7%, ÜN +3,8%), Frankreich (AK +4,2%, ÜN +2,8%) und Großbritannien (AK +10,8%, ÜN +8,9%). Mit dem Abschluss der Sommersaison endet auch das Tourismusjahr 2012/13. Mit rund 44,9 Mio Nächtigungen (+2,0%) und 10,2 Mio. Ankünften (+3,5%) wurden Zuwächse verzeichnet. Damit liegt das abgelaufene Tourismusjahr im langfristigen Vergleich mit erstmals mehr als zehn Mio. Ankünften an erster Stelle und, gemessen an den Nächtigungen, auf Rang vier. www.tirol.at


kom m & ble ib

Freitag, 29. November 2013

medianet destination – 67

Salzkammergut Der „Kaiserliche Advent“ in Bad Ischl präsentiert Besuchern traditionelle Handwerkskunst in malerischem Ambiente im Zentrum

Bad Ischl hat Advent-Highlights alice hefner

Bad Ischl. Mit einem starken Programm startet Bad Ischl in den Winter. So wird z.B. am 30. November sowie am 7. und 14. Dezember 2013 im Kongress & TheaterHaus Bad Ischl „Volksmusik zur Adventzeit in der Bauernstube“ mit Musikgruppen aus dem Salzkammergut und dem Volksmusik-Moderator Peter Gillesberger geboten. „Ischler HandwerksKultur“ zeigt sich vom 29. November bis 22. Dezember in der Trinkhalle (Mo bis Sa von 9 bis 18 Uhr und So von 10 bis 18 Uhr). Einige Handwerker sind ständig anwesend und lassen sich bei ihrer Handfertigkeit über die Schulter schauen oder plaudern auch gern mit den Besucher über ihre Arbeit. Adventzeit ist in Bad Ischl auch Eislaufzeit – pünktlich zum ersten Adventwochenende wird das „Kaisereis“ wieder befahren.

G-Link Neue Liftanlagen

Lift-Attraktion

Wagrain. Auch in diesem Jahr wurde in der Salzburger Sportwelt in neue Liftanlagen investiert. Die das Tal überspannende Pendelbahn „G-Link Wagrain“ eröffnet eine neue Dimension des Pistenspaßes: Wo Wintersportler bislang einen Skibus nutzen mussten, um vom Grießenkareck auf den Grafenberg zu gelangen, schweben sie ab sofort hoch über dem Tal von einem Berg zum anderen. Die Bahn verbindet die drei Skigebiete Flachau, Wagrain und St. JohannAlpendorf, wo ebenfalls zwei neue Lifte errichtet wurden. Die Salzburger Sportwelt umfasst außerdem noch die Ferienorte Radstadt, Altenmarkt-Zauchensee, Eben und Filzmoos und bildet das Herzstück von Ski amadé. www.salzburgersportwelt.com

Kaiserzug Formel 1-Reise

Fanreisen 2014

© Weiss Touristik

Fürstenfeld. Anlässlich des Comebacks der Formel 1 in Österreich bietet fanreisen.at erstmals die Möglichkeit, am 20., 21. und 22. Juni 2014 im Kaiserzug Majestic Imperator ab Wien zum Grand Prix in Spielberg anzureisen. Mit an Bord die feine Küche von Toni Mörwald. Limitiert ist das Platzangebot mit 150 Plätzen pro Fahrt. Ferdinand Weiss, GF fanreisen.at: „Die Reise eignet sich auch hervorragend als Weihnachtsgeschenk!“ www.fanreisen.at

Fanreisen: zum Rennsport-Event der Sonderklasse im Zug der Luxusklasse.

Mitten im Zentrum von Ischl, vor dem Kongress & TheaterHaus, ist Schlittschuh fahren mit besonderem Flair verbunden; für den gastronomischen Service wird in den Hütten gesorgt.

Die Brauchtumsweihnacht Bis zum 2. Februar 2014 werden im Museum der Stadt Bad Ischl außerdem kunstvolle Krippen gezeigt. Neben der bekannten Kalßkrippe mit ihren mehr als 300 Figuren sind in diesem Jahr Keramikkrippen aus der Slowakei zu sehen. Diese Ausstellung wurde im Rahmen eines EU-geförderten

Projekts 2011 im Österreichischen Museum für Volkskunde in Wien zusammengestellt; im Jahr 2012 war sie im Ethnografischen Museum Ljubljana zu sehen. Am 30. Dezember 2013 um 16:30 Uhr findet die traditionelle „Salzkammergut Brauchtumsweihnacht“ im Kongress & TheaterHaus statt. Hinter diesem Event versteckt sich kein gewöhnliches Weihnachtssingen, sondern ein Abend, an dem das vielfältige Winter- und Weihnachtsbrauchtum aus dem Salzkammergut aus früherer Zeit und so, wie es heute noch der Brauch ist, gezeigt wird. www.badischl.at

© www.badischl.at

Ab heute, 29. November 2013, bis 5. Jänner 2014 bietet man Eislaufen auf dem „Kaisereis“ an und frönt dort auch der Kulinarik.

Die HandwerksKultur präsentiert auch heuer Traditionelles aus dem Salzkammergut in der Trinkhalle. Die Ausstellung ist im Advent täglich kostenlos zu besichtigen.


au f & dav on

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short

Südtirol: LanglaufMekka Hochpustertal

Freitag, 29. November 2013

Lotus Travel Service Abenteuerreise vom Mekong-Delta zur Smaragd-Insel Phu Quoc

Mit Reisfrachter auf dem Mekong

© Hochpustertal

Dreitägige Schiffsreise an Bord eines traditionellen Reisfrachters ab 380 Euro pro Person.

MS Amadeus Silver ist das beste Flussschiff Salzburg. Das Premium-Flussschiff MS Amadeus Silver wurde bei den Kreuzfahrten Awards 2013 zum besten Flusskreuzfahrtschiff des Jahres gewählt. Eine 15-tägige Flusskreuzfahrt mit der MS Amadeus Silver von Amsterdam nach Budapest, DZ-Kabine/Vollpension, ist ab 2.785 € p.P. buchbar. www.dertour.at

© panthermedia.net/oleksiy mark

Urlaub 2.0: Reisen im Social Web buchen

Auf Seniorbook sind die Angebote der besten Veranstalter zu finden.

München. Seniorbook erweitert seine Community um den neuen Kooperationspartner „onlineweg.de“. Darüber können Mitglieder ab sofort direkt auf dem Sozialen Netzwerk hochwertige Reisen buchen. „Ein Soziales Netzwerk wie Seniorbook ist die digitale Erweiterung des richtigen Lebens. Reisen, aktiv sein, das Leben leben – all das steht bei unseren Nutzern hoch im Kurs“, begründet Thomas Bily, Vorstand der Seniorbook AG, die Koop mit onlineweg.de. www.seniorbook.de

Die „Mekong Eyes“ ist ein zum eleganten Hotelschiff umgebauter Reisfrachter, der jetzt maximal 30 Personen Platz bietet.

Stilvolle Klima-Kabinen

Auf einem ersten Landgang können Lotus-Gäste in einem Dorf am Fluss nicht nur Gemüse und Obst aus der Region kosten, sondern auch Einheimische kennenlernen. Tags darauf steht ein Besuch der berühmten schwimmenden Märkte von Cai Be im Mekong-Delta an. Ein Sundowner an Deck und ein grandioser Sonnenuntergang nahe der Insel Tra On läuten den gemütlichen Abend an Bord ein. Ein weiterer schwimmender Handelsplatz, der bunte Markt in Cai Rang, bildet die Station der Bootspartie am letzten Tag der Schiffsreise. Besucher erwartet dort eine überwältigende Auswahl an Obst, Gemüse und vietnamesischem Kunsthandwerk.

Höchstens 30 Passagiere finden auf den vier Decks des komplett aus heimischem Holz bestehenden ehemaligen Reisfrachters „Mekong Eyes“ Platz. Übernachtet wird in stilvollen, mit Bad mit Dusche/WC, Klimaanlage, Ventilatoren und großen Panoramafenstern ausgestatteten Doppel- und Zweibett-Kabinen. Das Bordrestaurant verwöhnt mit vietnamesischer Küche, und auf den Sonnen- und Außendecks lassen sich die Schönheit des vorüberziehenden Landes und das Leben am drittgrößten Strom Asiens betrachten. Das dreitägige Abenteuer startet in Saigon mit einem gemeinsamen Lunch an Deck.

Im Anschluss geht es mit der Fähre von Rach Gia oder mit dem Flugzeug von Can Tho weiter auf die Insel Puh Quoc, wo feinsandige Strände vor türkisblauem Meer und eine farbenfrohe Unterwasserwelt zum Nichtstun einladen.

Business Center inklusive Dort liegt inmitten einer tropischen Gartenanlage am Ba Keo Beach das idyllische Drei Sterne Familienresort Cassia Cottage. 18 lichte, puristisch stilvolle Cottages, ein Restaurant, Pool, Wellness und die Nähe zum Hauptstädtchen Doung Dong zeichnen dieses beschauliche Domizil aus. Eine Nacht im Standard-DZ ist bei Lotus ab 34 € buchbar.

Das MGallery La Veranda Resort auf Puh Quoc befindet sich direkt am palmengesäumten Long Beach und vereint in perfekter Harmonie französische und vietnamesische Einflüsse. Die 43 Zimmer, Villen und Suiten – teils mit Meerblick – sind mit viel Liebe zum Detail ausgestattet. Eine Sunset-Lounge, zwei Restaurants, ein Pool mit Jacuzzi und Kinderbecken, ein Business-Center, Wassersport und ein Spa mit Massage-Angeboten ergänzen die Annehmlichkeiten des Vier Sterne Resorts. Bei Lotus kostet die Übernachtung im Deluxe-Zimmer mit Gartenblick ab 91 € p.P. Informationen unter der Telefonnummer +49 (0)89 20208990.  www.lotus-travel.com

Sommer 2014 TUI-Marke bietet das größte Flugprogramm aller Veranstalter in Österreich und setzt auf Wachstum

Gulet mit größtem Sommer-Flugprogramm Wien. „Bis Ende Juni waren wir auf starken Wachstumskurs, die Flugauslastungen für die Sommermonate waren ausgezeichnet“, sagt Reinhard Grubhofer, Brandmanager Gulet, bei der Pressekonferenz in Wien. Dann kamen die Unruhen in Istanbul und die Reisewarnung für Ägypten. Die abwartende Haltung der Reisenden und die erforderliche Stornierung der Ägyptenreisen hat das Ergebnis ein wenig gedämpft. „Wir haben mit Zusatzkapazitäten geschickt entgegengesteuert, die Buchungszahlen sind dadurch insgesamt stabil geblieben; wir verzeichnen daher trotzdem ein gutes wirtschaftliches Ergebnis für das ablaufende Jahr“, sagt Grubhofer.

und kehrt zur alten Stärke zurück; Gulet setzt deshalb im Sommer 2014 auf Hellas und bietet ein breites Angebot, auch auf den kleinen Inseln, an. Zu den Gewinnern im Sommer 2013 zählt auch Tunesien (plus sieben Prozent). Die Türkei und Spanien bleiben stabil auf hohem

Niveau. Der Verlierer des Sommers war eindeutig Ägypten. „Wir starten mit dem umfangreichsten Flugprogramm aller Veranstalter in Österreich in den Sommer 2014“, kündigt Grubhofer an. 257 Flüge pro Woche auf 115 verschiedenen Strecken sind in der Hochsaison buchbar. Ein Schwer-

Griechenland wieder oben Im Sommer zählte Griechenland auf der Mittelstrecke mit einem Gästeplus von elf Prozent wieder zu den beliebtesten Reisezielen der Österreicher. Griechenland ist im Aufwind

© Gulet/Flo Albert

Innichen. Rund um die Orte Sexten, Innichen, Toblach, Niederdorf und Prags finden Wintersportler abwechslungsreiche und attraktive Routen auf 200 Loipenkilometern, die das Herzstück von Dolomiti Nordicski, dem größten Langlaufkarussell Europas, bilden. Die beeindruckende Kulisse der Drei Zinnen und die Vielzahl der Langlaufstrecken machen das Hochpustertal für Fans des winterlichen Ausdauersports zum wahren Langlaufparadies. Die vielseitigen Routen führen durch sonnenverwöhnte, hügelige Landschaften, verträumte Täler und Wälder und entlang der glitzernden Berggipfel der Dolomiten. Dank schneesicherer und bestens präparierter Loipen finden Langläufer im Hochpustertal optimale Bedingungen für einen sportlichen Winterurlaub vor. Egal ob bei einer Tagestour oder einer einwöchigen Ski-Safari, ob Freizeitsportler, Skiwanderer oder Familie – auf den zahlreichen Loipen im Hochpustertal findet jeder Gast seine Lieblingsstrecke. www.hochpustertal.info

München. In keinem zweiten Land in Asien liegen Gelassenheit und Dynamik des Wandels so nahe beieinander wie in Vietnam – ein Land der Mythen und Mystik, geprägt von jahrhundertealter Kultur, die sich in unzähligen historischen Gebäuden, Statuen und Tempeln widerspiegelt. Wer die bunte Vielfalt Vietnams, vom nordöstlichen Saigon bis hin zur traumhaften Smaragd-Insel Phu Quoc, auf ganz besondere Weise kennenlernen möchte, kann das mit dem Asienspezialisten Lotus Travel Service tun – während einer dreitägigen Schiffsreise auf dem „Fluss der neun Drachen“, an Bord eines traditionellen Reisfrachters. Buchbar ist der Reisebaustein ab 380 € p.P. Im Anschluss empfiehlt sich z.B. ein Aufenthalt in einem der Strandresorts auf Vietnams größter Insel Puh Quoc – bei Lotus ab 34 € pro Nacht erhältlich.

© Lotus Travel Service

dino silvestre

Beste Infrastruktur für das Wintersportvergnügen in den Dolomiten.

Gulet-Management (von li.): Ruth Schmid, Mittelstrecke, Reinhard Grubhofer, Brand Manager, und Claudia Janner, Leitung Produktmanagement Fernreisen.

punkt bleiben die Bundesländerabflüge, hier bietet Gulet ebenfalls das größte Angebot. Im Hotelbereich stehen die Bedürfnisse des österreichischen Gasts im Mittelpunkt. Gulet setzt auf für den österreichischen Markt vorausgewählte Angebote, auf Produkte wie Club Magic Life und Gulet Holiday Club und auf beste Orientierung durch Übernahme der sieben TUI Reisewelten, die die wichtigsten Kundenbedürfnisse widerspiegeln. Die Reisepreise für den Sommer entwickeln sich stabil. So sinken die Preise für Reisen nach Ägypten und Tunesien sowie für Fernreisen nach Afrika. Um drei Prozent wird Urlaub auf den Malediven und Mauritius preiswerter. Die Anpassung bei Spanien und der Türkei bewegt sich mit plus 2 bis 2,5% auf dem Niveau der Inflationsrate. „Mit der stabilen Preisentwicklung und dem umfangreichen Flugangebot erwarten wir für Sommer 2014 wieder ein Wachstum, vor allem in den beliebten Destinationen Griechenland und Türkei“, so Grubhofer abschließend. www.gulet.at


au f & dav on

Freitag, 29. November 2013

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Schweiz Tourismus Die Ski-Region rund um Eiger, Mönch und Jungfrau stellt sich heuer im Winter mit vielversprechenden, starken Highlights auf

Investitionen für Winter-Saison michael bär

Grindelwald/Wengen. Auch in der Schweiz hat man die Zeichen der Zeit erkannt und Geld in die Hand genommen, um die Ski-Region rund um Eiger, Mönch und Jungfrau für in- und ausländische Gäste attraktiver zu machen und zeitgemäß zu präsentieren. In den letzten fünf Jahren wurden rund 30 Mio. € in neue Skiliftanlagen und technische Beschneiungsanlagen investiert. Winterurlauber sollen die neue und komfortable Pisteninfrastruktur genießen und auf schneesicheren Abfahrten bis ins Tal wedeln können.

Da gibt es den Grindelwald-First mit zwei Terrainparks (Oberjoch und Bärgelegg), sonnigen Pisten und Bergrestaurants, weitläufige Wanderwege und den längsten Schlittenweg der Welt von Faulhorn bis Grindelwald. Eine attraktive Destination ist auch das Areal Kleine ScheideggMännlichen mit den Pisten rund um das Lauberhorn, modernen Liftanlagen und dem Ausflugsziel „Jungfraujoch – Top of Europe“ im UNESCO-Welterbe-Katalog. Kauft man eine Tageskarte, fahren zwei Kinder gratis mit. Mietet man einen Premium-Ski oder ein Snowboard beim Intersport Rent-

Network, erhalten zwei Kinder die komplette Ausrüstung gratis dazu. Mit den neuen HD-Webcams sind die Gäste immer live dabei, wenn es ums Wetter geht (aktuelle Bilder findet man unter: jungfrau. ch/webcams) Events wie das 84. Internationale Lauberhornrennen in Wengen (17. bis 19. Jänner 2014) und das 17. SnowpenAir-Konzert mit Deep Purple und dem Mundart Rocker Gölä auf der Kleinen Scheidegg (5. April 2014) bieten zusätzliche Attraktionen, um den Aufenthalt noch mehr genießen zu können.  www.MySwitzerland.com www.jungfrau.ch

© Jungfraubahnen

Lauberhornrennen und Deep Purple-Konzert sollen mehr Urlauber bringen.

Die Schweizer Jungfrau Ski-Region offeriert ein abwechslungsreiches Winterangebot.

HD-Webcams im Ski-Gebiet Mit über 200 km Pisten, gut 100 km markierten und präparierten Winterwanderwegen sowie rund 50 km Schlittenwegen wartet ein attraktives Ski-Gebiet auf Gäste.

Jubiläum 40 starke Jahre

Lindner Hotels

Düsseldorf. Was 1973 von Architekt Otto Lindner als „Doorman-House“ nach US-Vorbild geplant war, wurde das erste Vier Sterne-Haus der Hotelgesellschaft Lindner Hotels & Resorts. Heute entspannen Gäste europaweit in den außergewöhnlichen Häusern der Lindner Hotels AG; im Jubiläumsjahr 2013 kamen vier weitere Hotels dazu. „Es war seit jeher Ziel unserer Strategie, uns von der Masse abzuheben. Egal welches Objekt – wir möchten den Gästen keine standardisierten, austauschbaren Hotels bieten, sondern innovative Lösungen für spezielle Kundenbedürfnisse und Lebenslagen, ob als Businessgast oder im Urlaub mit der Familie“, erklärt Vorstand Otto Lindner. „Dabei möchten wir nicht nur mit dem Trend gehen, sondern selbst Trendsetter sein.“ Seit April 2013 ist Lindner zudem als Franchisegeber für das Lindner Hotel & Spa Rügen und das Lindner Hotel Gut Schmelmerhof im Bayerischen Wald tätig. Im Mai eröffnete in Bratislava das Lindner Hotel Gallery Central. Ebenfalls im Mai war die Eröffnung des familienfreundlichen Lindner Spa & Golf Hotel Weimarer Land. „Außer in München und Zürich gibt es Lindner Hotels heute in fast jeder wichtigen deutschsprachigen Großstadt Europas“, sagt Lindner stolz. „Diese Expansionsstrategie verfolgen wir auch nach vier Jahrzehnten konsequent weiter.“ www.lindner.de

Irland Die grüne Insel

Der Wild Atlantic Way , Irlands einzigartige Küstenstraße, fasziniert mit seinen beeindruckenden Steilküsten und der herrlichen und abwechslungsreichen Landschaft Westirlands. Erleben Sie Irlands beste Ausblicke!

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Irlands spektakuläre Küstenstraße

Wild Atlantic Way

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10-tägige Reise ab/bis Dublin, 9 Nächte im DZ-Sparpreis mit Halbpension Anreise z.B. am 06.06.2014

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© www.fotografie-wiese.de

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Urlaub mit DERTOUR und Sie bestimmen, wo’s langgeht. Architekt Otto Lindner gründete 1973 in Düsseldorf die Hotelgesellschaft.


ga st & wi r t

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Aufgetischt

Ein Seidl voller Wein

Stock***** Resort Edle Atmosphäre, erstklassiger Service und Kulinarik vom Feinsten bei der 11. Stock-Weinwoche

Weinwoche begeisterte VIPs und Weinliebhaber

www.gasthaus-seidl.at Eingeschenkt

Un piemontese diverso Tassarolo. Die Cortese-Trauben für Gavi gedeihen prächtig auf den fast 100 Jahre alten Reben aus Südwestlagen der Ortschaft Tassarolo mit roten, kalkhaltigen Lehmböden. Winzer Stefano Bellotti begann 1977 als 18-Jähriger mit dem Weinbau und ist seit 1984 biodynamisch zertifiziert. Die Vergärung auf der Maische und Ausbau in großen Akazienfässern machen ihn zum individuellen „Natural wine“ – nicht zu verwechseln mit vielen „Orange wines“, die sich durch fortgeschrittene Oxidation oder Essigstich „auszeichnen“. Mandeln, Sesam und Salzgebäck, Grapefruit und Quitte, frisch und lebendig, tiefgründig und vielschichtig. Gavi Filagnotti erlebt momentan einen Boom in der skandinavischen Sternegastronomie, z.B. im Kopenhagener Noma ein Renner. Cascina degli Ulivi Gavi DOCG Filagnotti 2007. Gastropreis: 12,40 €. Erhältlich bei Kolarik & Leeb.

Glamouröse Abende Winzer und Gäste konnten Hans Enn und Olympiasieger Leonhard Stock bei den Skisafaris auf dem Hintertuxer Gletscher beweisen, dass sie weit mehr beherrschen als den berühmt berüchtigten „Einkehrschwung“. Den Höhepunkt des außergewöhnlichen Wein-Events stellte die Gala-Nacht dar: Die WinzerWein-Meile und ein exklusives, atemberaubendes Sechs-GängeDinner mit Show-Weinbegleitung ließen die Herzen der Weinwochen-Gäste höher schlagen. VIPs und Prominente wie Gitta Saxx (Buchautorin und Model), Peyman Amin („Germanys Next Top Model“) und Roman Rafreider (ORF) betraten den „Red Carpet“ der Weinwoche und genossen den fulminanten Abend. Glamourös gefeiert wurde zu coolen Drinks und heißen Beats bei der legendären Wine Maker Party.

Roman Rafreider, Hans Enn und Leonhard Stock (v. l.) lassen einen Pistentag gemütlich ausklingen.

Dörte Steiner (Weingut Hillinger), Clemens Strobl (Weinmanufaktur Strobl), Gerhard Pfneisl (Weingut Pfneisl), Michaela Haas (Weingut Allram), Gerhard Markowitsch (Weingut Markowitsch) und Hans Schwarz (Weingut Schwarz) gaben in der Weinwoche 2013 einen interessanten und wohlschmeckenden Einblick in ihr erlesenes Weinsortiment. Junghotelier Daniel Stock bringt es auf den Punkt: „Langweilige Weinseminare mit ewig langen Vorträgen und einfachen Weinverkostungen waren gestern. Champagner- und Schaumweintastings, Cuveetieren eines persönlichen Lieblingsweins, Blindverkostungen, Winzer-Wein-Workshops, Weinralleys, Wein-Gala-Abende

und ein sportliches Rahmenprogramm machen unsere WeinEvents zu echten Höhepunkten.“

Die Familie Stock feiert mit ihren Gästen eine ruhige, besinnliche Vorweihnachtszeit. An jedem Sonntag verwandelt sich die Panoramaterrasse in einen privaten Adventmarkt. Der Duft nach Keksen, Maroni, Zimt und Vanille liegt dann in der Luft. Im Schein der Kerzen geben Bläser Weihnachtslieder zum Besten. Bei Fackelwanderungen durch die Winterlandschaft steigt die Vorfreude auf den Heiligen Abend. Das Stock Resort ist eines der besten Wellnessresorts der Alpen (drei Relax-Guide-Lilien). Inmitten von Traumhängen und Pisten, Winterwanderwegen, Loipen und stillen Wäldern lässt sich die kalte Jahreszeit genießen. www.stock.at

Beschauliche Adventzeit Jetzt ist es ruhig geworden im Zillertal. Die Besucher bummeln über den Adventmarkt, schmökern zwischen Bastelarbeiten und traditionellem Kunsthandwerk nach dem geeigneten Christbaumschmuck, probieren handgefertigte „Doggln“ (die wärmsten Hausschuhe, die man bekommen kann) und genießen die weihnachtlichen Düfte von gebrannten Mandeln, Weihrauch u.v.m. Eine der erfolgreichsten Hoteliersfamilien des Landes lädt zum Wintergenuss.

Therme Laa Winterwellness in einem Gesundheitsresort

Hotel Alpenschlössl & Linderhof Kulinarik in Südtirol

Laa a.d. Thaya. Der Advent rund um das Thermen- und Gesundheitsresort Therme Laa – Hotel & Spa ist bezaubernd. Die Region ist eines jener Schmuckstücke im Weinviertel, das zum gemütlichen Zusammensein einlädt und einen das Leben mit allen Sinnen spüren lässt – genau das, was viele in der Vorweihnachtszeit suchen.

Steinhaus im Ahrntal. Die beiden Vier Sterne Superior Hotels sind unterirdisch miteinander verbunden und sicher die „ersten“ Häuser im Südtiroler Ahrntal. Gemeinsam bilden sie ein Mountain-SpaResort der Extraklasse direkt an der Skipiste der Skiarena Klausberg, einem Topskigebiet, das bis auf 2.500 m Höhe hinaufführt.

Advent feiern in den Kellergassen

Thermal- und Massagebecken im Innen- und Außenbereich, ein Solebecken mit Spezialeffekten, ein Ruheraum und ein Wintergarten – der großzügige Thermenbereich ist das Herz des 60.000 m� großen Thermen- und Gesundheitsresorts der Vamed Vitality World. 4 Nächte im Superior-DZ, eine Flasche „Poysecco“, Honigmassage, Gala-Weihnachts-Dinner, etc. ab 549 € p.P. www.therme-laa.at

Weihnachts-Dinner Ende November, wenn die Tage kurz und die Nächte lang sind, eröffnen die ersten romantischen Adventmärkte in den malerischen Kellergassen; dann macht sich eine besinnliche Stimmung breit im Winterland um die Therme Laa. Ein Besuch in dem beeindruckenden Thermenresort tut Körper und Seele gut. Auf 7.800 m� empfängt die Erholung suchenden Gäste eine wohltuende Welt aus Wasser und Wärme. Gespeist aus einer NatriumChlorid-Jod-Heilquelle, verwöhnt die Therme Laa mit einem vielfältigen Angebot aus Thermalbädern, aktiven Wellnessangeboten und entspannenden Ruhezonen.

Eine knappe Stunde nördlich von Wien finden Genießer die Therme Laa.

Coole Ideen für den Winterurlaub

tauchen in das 1.200 m� große Spa- und Health Resort des Alpenschlössl & Linderhof. Auf zwei Etagen eröffnet sich eine neue Dimension des Saunagenusses. Die Wasserwelt mit dem ganzjährig beheizten Outdoorpool und dem privaten Royal-Sole-Pool sowie den romantischen KuschelOasen lässt den Alltag verblassen. Vier Luxus-Nächte mit allen Extras und Ski-Pass gibt‘s ab 819 €. www.traumhotels.it

Großes Wellness-Areal In den Hotels finden alle Skifahrer ihr luxuriöses Urlaubszuhause mit neuen Romantiksuiten, mehrfach ausgezeichneter Gourmetküche, großem Wellnessareal auf über 1.200 m�, Fitness mit Personal Coaches, u.v.m. Mit Schnee dürfen die Wintersportler in jedem Fall rechnen; eine flächendeckende Beschneiung garantiert das Skivergnügen. Wer in diesem Winter die ersten „Gehversuche“ auf den Skiern wagen möchte, sollte eines wissen: Das Alpenschlössl & Linderhof garantiert, dass Skianfänger nach nur drei Tagen Ski fahren können. Nach aktiven Tagen in der Bergwelt gibt es nur noch eines: Ein-

© Alpenschlössl & Linderhof

Gasthaus Seidl, Ungargasse 63, 1030, Tel.: 01/713 17 81

Finkenberg. Edle Atmosphäre, erstklassiger Service, Kulinarik vom Feinsten, erlesene Weine, gute Unterhaltung und Weinpräsentationen aus erster Hand – so ging die 11. Weinwoche (17.–21. November) im luxuriösen Stock Resort über die prominent besuchte „Bühne“. Topwinzer, Genussmenschen, Experten des edlen Rebensafts sowie Weinliebhaber hatten eine Woche lang die Möglichkeit, sich in einem traumhaften Ambiente voll und ganz der Welt des Weins hinzugeben. Neben Workshops, Verkostungen und Diskussionen rund um die feinen Tropfen sorgte ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für reichlich Spaß und Action. © Stock Resort

Wien. Der Weinkeller des Franz Seidl ist legendär. „Wenn Ihnen mein Wein nicht schmeckt, müssen Sie ihn auch nicht bezahlen“, so die selbstbewusste Ansage zur eigenen Weinkompetenz. Seit einigen Monaten betreibt die Wirtsfamilie unter dem Gasthaus eine Schwammerlzucht. Das ganze Jahr über kann man nun tagesfrische Kräuterseitlinge oder Shi-TakePilze in verfeinert-bodenständigen Rezepturen finden: überbacken auf Tagliatelle, als Gröstl, in Käse-Kräuterpanier gebacken, beim Schwammerlrostbraten oder Hirschragout mit sautierten Pilzen. Momentan steht auch der Waldviertler Karpfen hoch im Kurs, und das Schnitzelmenü (Schwein: 14 €, Kalb: 17 €) mit Nudelsuppe und Marillenpalatschinke ist sowieso ein Grund für den Besuch. Weil viele Gäste die Weinleidenschaft des Wirten und Netzwerkers teilen, ist das monatlich stattfindende Weinmenü ein solider Fixpunkt.

alice hefner

© Therme Laa

© Seidl

Junghotelier Daniel Stock: „Langweilige Weinseminare mit Referaten und Verkostungen sind out.“

Tolles aus dem Seidl-Keller: Feine Weine und frische Schwammerln.

© Del Fabro

Freitag, 29. November 2013

Der Wellnessbereich ist stylische Konkurrenz für die schneesicheren Pisten.


medianet

inside your business. today.

freitag, 29. november 2013 – 71

Nicht einmal ein Fünftel der Österreicher ist bereit, für einen Job umzuziehen  Seite 74

carl lievens neuer daikingf ist im amt

uni sucht studenten

Die Universität Bayreuth bietet noch freie Plätze für Masterstudiengänge an  Seite 75

© Daikin

zu wenig flexibel

© Uni Bayreuth

© APA/H. Neubauer

careernetwork

Ingenieur Harald Kuchel­ bacher (Brunel Austria) blickt ­optimistisch in die Zukunft, weil ­Qualitätskontrolle ­immer wichtiger wird. HR-Report Viele heimische Unter­ nehmen ­ignorieren das Thema Frauen­förderung und schaffen ­Barrieren. 



Seite 72

© Mediendienst.com/Foto Wilke

„Heute geht alles sehr schnell über die Bühne“

kmu studie

Sage-Studie belegt: In ­Österreich zeichnet sich bei kleineren und mittleren Betrieben ein RecruitingKampf um die größten Talente ab.  Seite 73

Seite 73

© Raimo Rudi Rumpler

Buchpräsentation Der Erfolgsautor Gerhard Scheucher lädt zur Podiumsdiskussion

www.kununu.com 500.000 Erfahrungsberichte im Web

Erfolg durch Scheitern möglich

Plus für Marktführer

Wien. Ex-Radrennfahrer B. Kohl, Kabarettist G. Paal, Sport-Mana­ ger Hubert Neuper, Headhunter J. Fritz und Vienna InternationalVorstandsmitglied I. Hren disku­ tieren, wie sie nach ihrem Scheitern wieder auf die Erfolgsspur fanden.

Wien. Den eigenen Job anonym bewerten sowie ein Unternehmen auf seine Stärken als Arbeitgeber überprüfen: Die Arbeitgeber-Be­ wertungsplattform kununu legt weiterhin zu und verzeichnet einen neuen Bewertungsrekord.

Zur Buchpräsentation seines jüngsten Werks „Ein Irrer schreitet die Parade ab“ (Ibera Verlag) lädt Strategieberater und Erfolgsautor Gerhard Scheucher diese hochka­ rätige Runde zur Podiumsdiskus­ sion „Erfolg durch Scheitern“ ein.

Xing-Tochter ist die Nr. 1 © Messe Graz/Wiesner

Irrer schreitet die Parade ab

„Scheitern gehört nicht nur als fixer Bestandteil zum Leben, son­ dern bildet sogar oft die Basis für die größten Erfolge. Es lohnt sich immer, einmal öfter aufzustehen als hinzufallen“, erklärt der Autor. Schon im deutschen Nachrich­ tenmagazin Der Spiegel forderte Scheucher eine „Kultur der zweiten Chance“ und landete mit seinem ersten Buch „Die Kraft des Schei­ terns“ einen international beachte­ ten Erfolg. Die Veranstaltung findet am 9. Dezember um 19 Uhr in 1010 Wien statt. E-Mail-Anmeldung mit dem Betreff „Scheitern“ unter of­ fice@robinconsult.at

Ex-Sportler Hubert Neuper diskutiert am 9. Dezember über Sieg und Niederlage.

Mit mehr als 500.000 Erfahrungs­ berichten zu 140.000 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz festigt das Tochterunter­ nehmen von Xing seine Position als Marktführer unter den Bewertungs­ portalen – und nimmt in Europa

Platz 1 ein. Mit jedem Tag wächst kununu um 900 weitere Bewer­ tungen. Dazu Co-Gründer und GF Martin Poreda: „kununu war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Der Erfolg des Portals bestä­ tigt unsere einstige Prognose, dass mit dem Aufkommen von Social Media die Kommunikation an sich, als auch die Personalarbeit einen Wandel vollziehen wird.“ Für Aufwind sorgt die Verknüp­ fung mit dem Business-Netzwerk Xing: Seit Jänner 2013 ist kununu ein Tochterunternehmen von Xing und konnte dadurch seine Reich­ weite massiv ausbauen.


C a r e e r por tr a i t

Freitag, 29. November 2013

© Raimo Rudi Rumpler (2)

72 – careernetwork

„Man sollte ganz unten beginnen“ 10 Fragen An Harald ­K uchelbacher

Als Kind wollte ich werden … Ich komme aus einer Technikerfamilie und wollte schon früh Konstrukteur werden. An meinem Job ist faszinierend … Er ist sehr abwechslungsreich, weil es dabei um sehr viele Bereiche geht. Erfolg ist … Wenn man mit viel Arbeit und Engagement seine persönlichen Ziele erreichen kann.

georg biron

Wien. Harald Kuchelbacher ist voller Energie. Und er ist ein stolzer Vater. Seine Arbeitstage beginnt er um halb sechs in der Früh. Wenn es draußen noch dunkel ist, bereitet er alles vor, was seine Tochter Viktoria im Kindergarten braucht.

„Wir leben in unruhigen Zeiten, es gibt

Wer Karriere machen will, muss … Engagement, Flexibilität und eine gute Ausbildung sind sehr wichtig.

einen großen Mangel

Die Bedeutung von Geld ist … Ich benötige Geld zum Leben, aber kein Geld, um glücklich zu sein.

alles geht sehr schnell

In meiner Freizeit mache ich … Modellbau – ich fliege RC-Hubschrauber mit Rotoren mit 1,6 m Durchmesser. Jungen Menschen würde ich raten … Offen zu sein für alles mögliche, flexibel zu sein und von ganz unten zu beginnen. Ein Buch, das mich beeindruckt, ist … Ich lese gerade das Lehrbuch „Moderne strategische Unternehmensführung“, in dem es darum geht, schneller zu werden. Urlaub mache ich … Am liebsten zu Hause, weil ich beruflich viel unterwegs bin und die Zeit mit meiner Familie sehr genieße. Ich glaube an … Ich glaube daran, dass es wichtig ist, anderen Menschen mit positiver Energie zu begegnen und im Falle eines Falles aus Enttäuschungen zu lernen.

an Vorhersehbarkeit, über die Bühne.“ harald kuchelbacher

Ehefrau Ronalda ist in einem Produktionsbetrieb beschäftigt und muss schon um sechs in der Früh zu arbeiten beginnen.

Klare Strukturen im Büro Nachdem Kuchelbacher das Mädchen zum Kindergarten gebracht hat, fährt er ins Büro, um mit seinen Mitarbeitern „bei einem Kaffee die aktuellen Projekte zu besprechen und um abzuklären, ob sie meine Unterstützung brauchen. Dann telefoniere ich mit den Leuten in den Büros in Salzburg, Linz, Innsbruck und Graz und wünsche ihnen einen guten Morgen.“

Schließlich widmet er sich „genau 30 Minuten meinen E-Mails“ – Kuchelbacher ist sehr wichtig, dass der Arbeitsalltag klar strukturiert ist. Bei Brunel Austria ist er für viele Bereiche zuständig: Er ist Ausbilder der Account Manager, führt mit ihnen strategische Planungen durch, entwickelt Rahmenvertragsverhandlungen, trägt im Haus die Budgetverantwortung und macht auch das Controlling selbst. „Außerdem bin ich die Schnittstelle zum Brunel Management Board“, so Kuchelbacher. „Wir sind ja in Österreich seit dem 1. Jänner 2009 eine eigene GmbH, zugleich aber auch eine 100%ige Tochter des Konzerns Brunel International mit Sitz in Amsterdam, der seit 1975 aktiv ist.“

Kernbranchen von Brunel Der Geschaftsbereichsleiter Österreich und gewerberechtliche GF begann seine Karriere mit einer Lehre als Maschinenschlosser, machte an der HTL TGM Wien (Abendschule für Berufstätige) seinen Ingenieur im Wirtschaftsingenieurswesen, bevor er bei der Beko Engineering & Informatik AG als Kältetechniker und Konstrukteur arbeitete. 2009 kam er zur Brunel Austria GmbH, wo er zunächst Standortleiter, Niederlassungsleiter und Regionalleiter war, bevor er 2012 die Führung übernahm. Die Kernbranchen des Unternehmens sind die Automobilindustrie, IT, Elektronik, Telekommunikation, Luft- und Raumfahrttechnik, Maschinen- und Anlagenbau,

Energietechnik, Schienenfahrzeugbau, Schiffbau, Umwelt- und Medizintechnik sowie Versorgungstechnik bei der technischen Gebäudeausrüstung. Brunel hat sich mit dem gebündelten Know-how und der Erfahrung von hochqualifizierten Ingenieuren, Informatikern, Technikern und Managern einen Namen gemacht und kann eine beeindruckende Akademikerquote von rund 80% vorweisen.

Vielfältige Tätigkeitsfelder „Unsere besondere Stärke liegt darin, unsere Mitarbeiter mit ihren Fähigkeiten zielgenau bei den Kunden einzusetzen, bei denen sie ihre Kenntnisse und Erfahrung am besten einbringen können“, so Kuchelbacher. „Auf diese Weise ermöglichen wir unseren Experten, ihr Potenzial in hochspezialisierten Positionen und bei anspruchsvollen Projekten zu entfalten.“ Brunel hat die Mitarbeiter fest und unbefristet angestellt; das hat für Unternehmen Vorteile. „Ein dem Kunden bereits bekannter Mitarbeiter kann bei späterem Bedarf erneut eingesetzt werden. Das spart dem Kunden Zeit bei der Rekrutierung und bei der Einschulung des Mitarbeiters, da er ja das Unternehmen bereits kennt. Weitere Gründe für ein Unternehmen, mit einem Ingenieurdienstleister wie Brunel zu arbeiten, sind sicherlich der schnelle Zugriff auf ein großes Netz von Experten und die Projektrealisierung nach zertifizierten Prozessen, Standards und Normen“, so Kuchelbacher.

Harald Kuchelbacher (40), Geschäftsbereichsleiter bei Brunel Austria, blickt optimistisch in die Zukunft, weil Qualitätskontrolle auch global immer wichtiger wird. Grundsätzlich ist Kuchelbacher für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Europa optimistisch. Aber: „Die Flexibilität der Mitarbeiter ist nicht so gegeben, wie es eigentlich sein sollte. In Österreich ist die Bereitschaft, Projekte für eine bestimmte Zeit im Ausland abzuwickeln, sehr gering“, so

„Wenn die Qualitätskontrolle ins Ausland ausgelagert wird wie die Produktion, dann ist die Produktqualität zu hinterfragen.“ Harald Kuchelbacher

Kuchelbacher. Doch für seine Branche ortet er positive Zeichen: „Für das neue Jahr sehen viele Unternehmen einen Aufschwung.“ Dass sich Produktionsbereiche massenhaft in andere Teile der Welt verlagern, erscheint ihm wegen der hohen Lohnnebenkosten eine logische Entwicklung zu sein. „Es ist aber nicht wichtig, wo ein Produkt hergestellt wird; viel wichtiger ist, wo die Qualitätskontrolle stattfindet. Wenn die Kontrolle in Billiglohnländer ausgelagert wird, dann ist die Produktqualität sicherlich zu hinterfragen“, so Kuchelbacher abschließend. www.brunel.net


bu si n e s s & m a r k e t s

Freitag, 29. November 2013

careernetwork – 73

HR-Report 2013/2014 Kulturelle und mentale Einstellungen in heimischen Unternehmen blockieren Frauenförderung

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Frauen fordern Förderung

Neue Studie belegt: Frauenförderung ist immer noch nicht im Alltag von Unternehmen angekommen. Frauen angemessen in Führungsund Fachrollen vertreten sind. In Anbetracht der demografischen Entwicklung ist dies alles andere als zufriedenstellend“, resümiert Jutta Rump, Leiterin des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE), das heuer den HR-Report durchgeführt hat. Bei der Frage nach den zentralen HR-Themen stehen wie in den Jahren zuvor die kulturellen Themen ganz oben. Eine nachhaltige Unternehmenskultur zu fördern und die Mitarbeiter zu binden, sind die beiden wichtigsten Themen. Stark zugelegt an Bedeutung haben die Flexibilisierung der Arbeitsstrukturen und die Etablierung eines Talentmanagements – Themen, die eng mit der Mitarbeiterbindung verknüpft sind.

© Panthermedia.net/Arne Trautmann

Wien. Trotz der hohen Aufmerksamkeit werden Frauen in vielen Unternehmen noch nicht hinreichend gefördert. Zwar planen 39% der österreichischen Unternehmen, den Anteil von Frauen in Fach- und Führungspositionen zu steigern. Doch der neue HR-Report zeigt auf, dass dafür noch zu wenige Maßnahmen umgesetzt werden. So ist für 64% der befragten Führungskräfte aus Österreich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch nicht realisiert. Hinzu kommen kulturelle und mentale Hürden: 48% halten klassische Rollenbilder für eine hohe Hürde, und 31% sehen eine zu geringe Akzeptanz der Frauenförderung durch Führungskräfte.

HR-Report 2013/2014 von Hays und IBE (Institut für Beschäftigung & Employability) stellt fest: Frauen werden in vielen Unternehmen nicht hinreichend gefördert.

Diese Instrumente sind aber noch nicht befriedigend umgesetzt. Das größte Hindernis bei der Frauenförderung ist für 64% der Befragten aus Österreich, dass sich Beruf und Familie weiterhin nicht in Einklang bringen lassen.

Unterstützung von Kollegen Um Frauen häufiger in Fachund Führungspositionen zu bringen, scheint sich die Frauenquote nicht zu eignen. Gerade mal elf Prozent der Befragten aus Österreich messen der fixen Quote der Beschäftigten eine hohe Bedeutung zu, um Frauen besser zu fördern (17% Frauen, sieben Prozent Männer). Vielmehr werden die Vereinbarkeit von Beruf und Familie (67%), Kinderbetreuungsmöglichkeiten (57%) und die Unterstützung seitens der Unternehmen (45%) als zentrale Maßnahmen benannt. Frauen wünschen sich zudem mehr direkte Unterstützung von Führungskräften und Kollegen.

gesetzte sowie die fehlende Unterstützung in der Organisation fast doppelt so hoch. Die Befragten sind daher nicht davon überzeugt, dass die umgesetzten Maßnahmen zu dem gewünschten Ergebnis einer höheren Frauenquote in Fach- und Führungsrollen geführt haben.

Kinderbetreuungsstätten Hier fallen vor allem die fehlenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten stark ins Gewicht, konkret benennen dies 58%. Gravierend sind zudem die mental-kulturellen Hindernisse: Für 48% stehen die klassischen Rollenbilder der Frauenförderung im Weg und sie konstatieren eine fehlende Unterstützung im Unternehmen (26%) sowie geringe Akzeptanz durch Vorgesetzte (31%). Die befragten Frauen bewerten die fehlende Akzeptanz durch Vor-

Jobs für diverse Lebens­abschnitte

HR-Report zum Download Für den jährlich veröffentlichten HR-Report des Personaldienstleisters Hays und des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) werden Führungskräfte aus Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zu HR-relevanten Themen befragt. Für den diesjährigen HR-Report 2013/2014 mit dem Schwerpunkt Frauenförderung wurden 550 Führungskräfte befragt. Die kompletten Ergebnisse des HR-Reports mit den Gesamtergebnissen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz finden Sie unter:  www.hays.at/studien

Ein langwieriger Prozess Nur 41% der befragten Frauen und 52% der Männer glauben, dass die bisherigen Maßnahmen den Frauen im Berufsleben Vorteile gebracht haben. „Unternehmen tun noch zu wenig, um Frauen stärker teilhaben zu lassen. In Kombination mit den nach wie vor gegebenen mentalen und kulturellen Barrieren müssen wir uns auf einen langwierigen Prozess einstellen, bis die

Studie In mittelständischen und kleineren Unternehmen Österreichs zeichnet sich Kampf um die besten Talente ab

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Carl Lievens (39) heißt der neue GF der Daikin Airconditioning Central Europe HandelsGmbH in Brunn am Gebirge. Er folgt in dieser Position Martin Krutz, der vom Konzern in die Europazentrale nach Brüssel berufen wurde.

© NÖ Bauernbund/G. Schnabl

Carl Lievens Daikin Airconditioning

© Daikin

job

Otto Auer Landwirtschaftskammer

In der BauernbundKlubsitzung der Landwirtschaftskammer Niederösterreich wurde Landeskammerrat Otto Auer (48) vom NÖ Bauernbund zum LK NÖ-Vizepräsidenten designiert. Er ist Bürgermeister von Höflein.

Promotion

will, braucht begabte und qualifizierte Mitarbeiter – und diese sind gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen häufig nicht leicht zu finden.“ Mehr als ein Drittel der befragten Firmen erwartet daher auch von den Regierungsverantwortlichen, dass sie sich verstärkt auf dem Feld der Qualifizierung und Ausbildung engagieren. Damit ist die Hoffnung verknüpft, dass auch das Vertrauen in die Wirtschaft weiter steigt. Mit 19% sind die Themen Rekrutierung und Mitarbeiterbindung in den nächsten Jahren die größte Herausforderung für österreichische Unternehmen; das ist gemeinsam mit der Schweiz der höchste Wert in Europa. www.dpw.at/studien.htm

Peter Klein BFI Wien

Peter Klein (34) ist neuer Leiter Rechnungswesen im BFI Wien. Der Wiener bringt zehn Jahre Erfahrung in den Bereichen Rechnungswesen, Buchhaltung und Controlling mit. Davor war er für ISS Facility Services ­tätig.

© Anecon/Barbara Ederer

Sage-GF Benigna Prochaska: „KMU sind die Helden der europäischen Wirtschaft.“

Wien. Die richtigen Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden, hat für heimische KMU in den kommenden Monaten Top-Priorität. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Software-Hersteller Sage vor Kurzem in 17 Ländern der Erde unter mehr als 11.000 kleinen und mittleren Unternehmen durchführte, wobei in Österreich 240 Unternehmen an der Studie teilgenommen haben. Benigna Prochaska, GF von Sage in Österreich, betont: „Seitdem sich die weltweite Wirtschaft erholt und Unternehmen wieder anfangen, Vertrauen in die eigene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu haben, ist auch der Kampf um die besten Talente unter den Unternehmen neu entbrannt. Denn wer als Unternehmen wachsen

© Peter Klein

© Mediendienst.com/Foto Wilke

KMU: Der Rekrutierungsdruck ist sehr groß

Sie sind allein schon durch ihr Alter die heißesten Aktien am Arbeitsmarkt: die Jungen. Stimmt ihre Ausbildung, sind sie von Arbeitgebern umschwärmt, bevor sie überhaupt die (Fachhoch-) Schule oder Uni verlassen. Arbeitgeber können den demografischen Wandel nicht aufhalten. Was sie tun können, ist, sich noch mehr anstrengen und schlicht und einfach überzeugen. Wie überall, so gilt auch ganz besonders bei der Personalsuche: Bevor man mit gezielten Aktivitäten an die Öffentlichkeit geht, sollte man seine Zielgruppe auch kennen. Aber was wollen die Jungen? Die aktuelle Jugendstudie 2013 der GfK Austria hat dafür nun jene gefragt, die es wissen müssen: die Jungen selbst. Was erwarten 12- bis 24-Jährige vom Arbeitsleben? Sechs von zehn sind überzeugt, dass sie in den kommenden 15 Jahren Spaß bei der Arbeit haben werden, ebenso viele glauben, nicht arbeitslos zu werden. Spannend auch die Tatsache, dass nur rund die Hälfte (53%) überzeugt ist, beruflich dorthin zu kommen, wo sie auch hin möchte. 47% glauben an Erfolg, in etwa genauso viele erwarten genug Zeit für ihr Privatleben und guten Verdienst. Nur jeder Vierte ist davon überzeugt, lang bei einem Unternehmen zu bleiben – ein Wert, der sich bei Berufstätigen und Verheirateten deutlich erhöht. Fakten, die in Summe zeigen, dass es „die Jungen“ per se nicht gibt, sondern eine Vielzahl an Einstellungen, Präferenzen und Prioritäten. Es gibt Lebensphasen, für die ein Job, ein Unternehmen oder eine Aufgabe passt und für andere wiederum nicht.

Karin Schmitzer Anecon

Karin Schmitzer (32), HRLeiterin bei Anecon, zeichnet ab sofort für Controlling und Rechnungswesen verantwortlich. Das Softwarehaus schafft durch diese Zusammenlegung ideale Synergien für ein effizienteres Management.


pe r son a l & m a n a ge m e n t

74 – careernetwork

short

© APA/Andreas Pessenlehner

KMU-Umfrage: Keine Entspannung in Sicht

Freitag, 29. November 2013

Arbeiterkammer Oberösterreich Neue Studie dokumentiert, dass die Jugendarbeitslosenquote unterschätzt wird

Jugendliche ohne Arbeit, Ausbildung und Schulung AK-Präsident Kalliauer: „Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit muss oberste Priorität haben!“ michael Bär

Pink University bietet Online-Videotrainings München. Pink University bietet ein deutschsprachiges Videotraining zum Thema Bewerbung: Wie erstelle ich ein Bewerbungsschreiben? Worauf kommt es bei der Formulierung des Lebenslaufs an und worauf beim Portraitfoto? Und wie behandle ich das heikle Thema der Gehaltsvorstellung? „Die erfolgreiche Bewerbung“ von Doris Brenner ist das erste professionelle deutschsprachige Videotraining. www.pinkuniversity.de

© Astrid Bartl

Wirtschafts-Coaching ist auf dem Vormarsch

Alfred Harl, Obmann WKO-Fach­ verband Unternehmensberatung.

Wien. „Gerade in der Unternehmensberatungsbranche ist es wichtig, klare Qualitätsmerkmale und Abgrenzungen zu anderen Bereichen zu schaffen und Qualifizierungsmerkmale festzulegen“, so Alfred Harl, Obmann WKO-Fachverband Unternehmensberatung. Es gibt in Österreich zwischen 4.000 und 5.000 Wirtschafts-Coaches, wovon laut Expertenschätzung rund 2.000 dieser Tätigkeit auch tatsächlich hauptberuflich nachgehen. www.wirtschaftstraining -coaching.at

Außerhalb von Strukturen „Bei alleiniger Betrachtung der Jugendarbeitslosenquote wird das Problemausmaß unterschätzt“, so Kalliauer. „Es muss der Blick auf jene Jugendlichen gerichtet werden, die z.B. aufgrund der Aussichtslosigkeit am Arbeitsmarkt oder aufgrund von Krankheiten derzeit keine Arbeit suchen; speziell sie müssen unterstützt und an den Arbeitsmarkt wieder herangeführt werden.“ Diesen Blick ermöglicht der sogenannte NEET-Indikator. Das Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften erforschte erstmals gemeinsam mit dem Institut für Soziologie der Universität Linz und dem Institut für Berufs- und Erwachsenbildung im Auftrag des Sozialministeriums das Phänomen NEET. In Österreich stehen viel zu viele junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren (8,6%) außerhalb von Strukturen, die persönliche Berufsund Lebensperspektiven bieten.

© Panthermedia.net/Todd Arena

Wien. Creditreform hat im Herbst 2013 rund 1.700 österreichische Klein- und Mittelbetriebe nach ihrer aktuellen Personalentwicklung gefragt; wie bei der Umsatz- und Auftragsentwicklung zeigt sich auch hier ein negativer Trend. Jedes 5. Unternehmen hat Personal abgebaut. Am stärksten den Personalbestand verringert haben hierbei das Verarbeitende Gewerbe und die Dienstleistungsbranche. Wegen der verschlechterten Situation bei Umsatz und Aufträgen ist von den mittelständischen Unternehmen kein positiver Impuls für den Arbeitsmarkt ausgegangen. Die Personaldecke entspricht nahezu dem Vorjahr. Auch für die kommenden Monate werden die KMU kein wesentlicher Jobmotor sein. Die meisten Personalzugänge sind derzeit noch im Dienstleistungssektor geplant, das witterungsabhängige Baugewerbe bildet hier erwartungsgemäß das Schlusslicht. www.creditreform.at

Linz. Das Problemausmaß der Jugendarbeitslosigkeit wurde bisher unterschätzt. Einer neuen, in der Arbeiterkammer Oberösterreich präsentierten Studie zufolge sind in Österreich 78.000 junge Menschen in einem NEET-Status. NEET steht für Not in Education, Employment or Training – sie sind weder in Beschäftigung noch in Ausbildung noch in einer Schulungsmaßnahme. In Oberösterreich sind aktuell rund 10.000 junge Menschen betroffen. AK-Präsident Johann Kalliauer fordert Investitionen in die Zukunft der Jugend.

Es herrscht dringender Handlungsbedarf: Derzeit sind in Österreich mehr als 100.000 junge Menschen ohne Beschäftigung.

„Wenn man über Jugendarbeitslosigkeit abseits der geläufigen Statistiken spricht, müssten zur Anzahl an NEET-Jugendlichen auch noch Schulungsteilnehmer hinzugezählt werden; damit sind in Österreich mehr als 100.000 junge Menschen ohne Beschäftigung“, rechnet Kalliauer vor.

Jugendarbeitslosigkeit In der Europäischen Union gibt es derzeit fast 7,7 Mio. NEETJugendliche unter 25 Jahren – eine alarmierende Situation. Denn Jugendliche, deren Probleme vom politischen System nicht gelöst werden, werden sich von diesem System irgendwann abwenden. Bei dem aktuellen Problemausmaß

scheint der Boden für die europäischen Demokratien zerrüttet. „Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit muss daher oberste Priorität haben, sowohl in der Europäischen Union als auch in Österreich“, so Kalliauer. Aber auch auf die Wirtschaft hat die Situation gewaltige Auswirkungen: Während Unternehmen über Fachkräftemangel klagen, liegen hier große Ressourcen und Potenziale brach. Auch wenn die Ursachen für NEET vielfältig sind, scheint das zentrale Problem die Knappheit an Arbeitsplätzen für gering Qualifizierte zu sein. Rund die Hälfte (51,2%) der NEET-Jugendlichen sind gleichzeitig frühe Schulabgänger. Aus Sicht der AK braucht

es daher sowohl Investitionen zur Verbesserung der Schulinfrastruktur (Ausbau von qualitätsvollen Ganztagsschulen, zusätzliche Ressourcen für Schulstandorte mit sozial benachteiligten Kindern) als auch arbeitsmarkt- und konjunkturpolitische Maßnahmen.

Konjunkturmaßnahmen Eine Win-Win-Situation würde beim Ausbau der Kinderbetreuungsinfrastruktur für die Unter30-Jährigen entstehen. „Investitionen in sozialstaatliche Leistungen würden sich in kürzester Zeit rechnen, da es für unsere Gesellschaft nichts Teureres als Jugendarbeitslosigkeit gibt“, so Kalliauer. ooe.arbeiterkammer.at

Studie Nicht einmal ein knappes Fünftel der Österreicher zieht einen Umzug aus beruflichen Gründen in Erwägung

Umziehen für die Karriere? Nein, danke! Wien. Für ein Drittel der Österreicher kommt ein Umzug aus beruflichen Gründen im Inland oder gar ins Ausland nicht infrage, da sie ihr jetziges Zuhause einfach zu sehr lieben. 30% wollen ihrer Meinung nach nicht umziehen, um ihre Jobaussichten zu verbessern. Und für 18% sind ihre Familie und der Freundeskreis ein Grund, auf keinen Fall umzuziehen. Am wenigsten denken mit 8% die Vorarlberger über einen Umzug nach. Mit einigem Abstand auf Platz 2 liegen die Tiroler mit 16%, gefolgt von den Nieder- und Oberösterreichern mit je 18%. Anders sind die Kärntner: Mit 26% überlegt immerhin jeder Vierte aus beruflichen Gründen, zu übersiedeln; 14% der Kärntner haben diesen Schritt in den letzten fünf Jahren bereits gesetzt. Die Umzugsfreudigkeit ins Ausland ist bei den Österreichern noch eine Spur geringer ausgeprägt: Nur 18% überlegen sich diesen Schritt. Gemeinsam mit den Luxemburgern und Niederländern (je 15%) liegen die Österreicher damit an

Europas Spitze der Sesshaftesten. Hauptgrund für die geringe Bereitschaft zur Änderung des Wohnsitzes ist in allen drei Ländern die Meinung, dass ein Umzug die Jobaussichten nicht verbessern würde, gefolgt von der Liebe zu den eigenen vier Wänden. Wenig überraschend: Je schlechter die wirtschaftliche Situation

ist, umso eher kommt ein Umzug in ein anderes Land aus beruflichen Gründen infrage. Am ehesten ziehen einen Umzug ins Ausland die Rumänen in Erwägung (46%), gefolgt von den Polen (37%), Italienern (35%) und Spaniern (34%). Für 38% der Österreicher fühlt sich der tägliche Arbeitsweg so an,

© APA/Herbert Neubauer

20% der österreichischen KMUs haben jetzt Personal abgebaut.

Die meisten Österreicher wollen nicht wegen der Arbeit ihren Wohnort verlassen.

als würden sie Jahre ihres Lebens damit verbringen. Im Burgenland ist sogar jeder zweite dieser Meinung, in Salzburg sind es auch 47%. Kein Wunder, dass die gute öffentliche Anbindung für drei Viertel der Österreicher entscheidend für die Wahl des Wohnorts ist. 91% der Wiener achten darauf sowie 79% der Kärntner. Den Burgenländern, Vorarlbergern und Tirolern ist die öffentliche Anbindung nicht so wichtig. Die Umfragedaten sind Teil der ING International Survey (IIS), einer Studienserie, die im Auftrag der ING Group (ING-DiBa Direktbank) regelmäßig verschiedene Aspekte rund um die Themen „Umgang mit und Wissen über Geld“ beleuchtet. Für die Umfrage wurden vom Institut Ipsos online in zwölf Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Spanien, Türkei) knapp 12.000 Personen ab 18 Jahren befragt. www.ing-diba.at


au s - & we i te r bi l d u n g

Freitag, 29. November 2013

careernetwork – 75

Ikea Bildungsprojekte

Universität Bayreuth Masterstudiengänge in Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, etc. im Angebot

Studierende willkommen

Möbelhaus ist Unterstützer

die Abrundung des naturwissenschaftlichen Schwerpunkts durch gesellschaftswissenschaftliche Disziplinen.

alice hefner

Bayreuth. „Interessierte an einem Masterstudium sind an unserer Universität willkommen, auch wenn sie ihren Bachelor an einer anderen Hochschule gemacht haben“, erklärt Prof. Stefan Jablonski, Vizepräsident für den Bereich Lehre und Studierende der Uni Bayreuth, und ergänzt: „Ein Masterstudium bietet auch immer die Möglichkeit, den Studienort zu wechseln. Damit können Studierende neue Schwerpunkte setzen und somit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.“

Philosophy & Economics

Derzeit sind 13.007 Studierende an der Universität Bayreuth eingeschrieben, davon 2.789 Masterstudierende. Dass sich Studierende an der oberfränkischen Universität wohlfühlen, liegt nicht zuletzt auch daran, dass die Fakultäten im Wesentlichen auf dem Uni-Campus konzentriert sind. Der überschaubare Campus garantiert, dass sich Studierende schnell einleben und einander kennenlernen können – ein immer wieder von Studierenden genannter Vorteil der Bayreuther Universität. Betreuungsverhältnisse, Leistungsstandards und Exzellenz führen regelmäßig zu Spitzenplatzierungen in Rankings.

© Uni Bayreuth

In Rankings immer vorn

Während Studierende an anderen Hochschulstandorten für mehr Studienplätze im Masterstudium demonstrieren, gibt es in Bayreuth freie Plätze für BA-Absolventen.

„An der Universität Bayreuth haben Masterstudiengänge einen hohen Stellenwert. Die Besonderheiten liegen in dem breiten Spektrum von sowohl berufs- als auch forschungsorientierten Angeboten mit guter Betreuung. Diese Angebote setzen unter anderem besondere Akzente im Bereich der Interdisziplinarität und/oder einer starken internationalen Ausrichtung. Mit ihren fächerübergrei-

fenden Studiengängen wie bspw. Philosophy & Economics setzt die Universität Bayreuth auch immer wieder Maßstäbe“, erläutert der Vizepräsident. Thema des gefragten Masterstudiengangs Global Change Ecology sind globale Umweltveränderungen, die bedeutendste und folgenträchtigste Umweltproblematik des 21. Jh. Eine besondere Qualität des Elitestudiengangs ist

Die Einbindung des Masterstudiengangs in das Elitenetzwerk Bayern (ENB) ermöglicht die Bündelung der Kompetenzen der Universität Bayreuth mit den Universitäten Augsburg und Würzburg sowie mit der bayerischen Forschungslandschaft unter Einbeziehung von Wirtschaft, Verwaltung und internationalen Organisationen. Ziel des internationalen Elitestudiengangs ist es, hochqualifizierte Führungskräfte für die Politik- und Wirtschaftsberatung, das Management von Umweltauswirkungen, für die Global ChangeForschung sowie für das Wissenschaftsmanagement auszubilden. Die Universität Bayreuth gehört mit ihrem interdisziplinären Studiengang Philosophy & Economics zu den führenden Universitäten Europas. Das zweijährige Masterprogramm bietet eine strenge Ausbildung in Kernbereichen der Ökonomik und den dafür relevanten Kernbereichen der Philosophie. Für Auskünfte zu Zulassungsvoraussetzungen einiger Studiengänge steht die Zentrale Studienberatung der Universität Bayreuth gern zur Verfügung. www.uni-bayreuth.de

© www.neumayr.cc

Internationaler Elite-Studiengang Global Change Ecology widmet sich der Zukunft von Umweltfragen.

Pressefrühstück: Ikea Salzburg und UNICEF informierten über die Aktion.

Salzburg. Seit dem Jahr 2003 unterstützt Ikea Bildungsprojekte der beiden großen Kinderhilfsorganisationen UNICEF und Save the Children. Alljährlich vor Weihnachten fließt – zwei Monate lang – jeweils ein Euro pro verkauftem Stofftier, Stoffspielzeug und Kinderbuch in Bildungsprojekte. Insgesamt sind damit bisher 57 Mio. € weltweit zusammengekommen. Was dahinter steckt und wo das Geld wirklich hingeht, davon haben sich jetzt fünf Mitarbeiter von Ikea Österreich gemeinsam mit zwei Vertretern von UNICEF Österreich ein Bild gemacht. Sie sind soeben aus Madagaskar zurückgekommen und berichteten bei einem Pressegespräch über ihre Reise. Die Projekte umfassen die Lehrerausbildung, zweisprachiges Lernen und die Errichtung von kinderfreundlichen Schulen mit sanitären Einrichtungen und Wasserversorgung. www.ikea.at

ICH E R G L O F ER IDEN E H C S T N E

DER MATURANTEN-GUIDE 2014 ist da!

ALLE MATURANTINNEN ÖSTERREICHS erhalten jetzt ein KOSTENLOSES EXEMPLAR des MATURANTEN-GUIDE 2014 von CAREER bei Ihrem Bildungslehrer DIREKT IN DER SCHULE.

Mehr Infos auf:

www.careerverlag.at


76 – medianet

Bu si n e s s Pr om oti o n

Freitag, 29. November 2013

Präsentation des Genuss Guide 2014 10 Jahre im Zeichen des Genusses – Jubiläumsausgabe mit Brot und Gebäck Spezial

Der neue Österreich-Almanach für Gourmets & Genussmenschen Im Studio 44 wurde getalkt, gefeiert, am „Naschmarkt“ gekostet – und in der neuen, druckfrischen Genuss-Bibel geblättert.

Brot & Gebäck mit Tradition Die Autoren stellen darin fest, dass Backwaren eine schier unendliche Geschmacksvielfalt bieten, die auf einer jahrtausendealten Tradition beruhen – und denen allein aus religiöser Sicht eine sehr starke Symbolkraft innewohnt. In unserer schnelllebigen Gesellschaft habe diese Produktkategorie jedoch kontinuierlich an Wert verloren, so ihr Fazit. Vielmehr sei Brot und Gebäck – industriell gefertigt – heute allzeit, schnell

GD Karl Stoss (Casinos Austria), Bundesminister Niki Berlakovich, Genuss Region Österreich-Obfrau Grete Reichsthaler, Franz Klammer (Genussbotschafter Kärnten).

und günstig verfügbar. Doch eine Trendwende scheint in Sicht: Immer mehr Bäcker, so die Guide-Experten, würden sich gegen neutrale Massenware entscheiden und wieder Tradition und Backkunst hochhalten. Bei der Trendwende seien auch die Konsumenten zum Mitmachen aufgefordert, sagt Co-Herausgeberin Andrea Knura. Diese bestimmten tagtäglich mit ihrem Einkauf das Angebot in Supermärkten und Bäckereien. „Aufgrund der hervorragenden Rohstoffe, die uns in Österreich zur Verfügung stehen, mangelt es an solchen Produkten keineswegs; umso wichtiger ist es, deren Einsatz aufzuzeigen“, betont die langjährige Chefredakteurin und redaktionelle Mitarbeiterin der ersten Stunde, die gemeinsam mit Willy Lehmann und Fritz Stifsohn für die GenussFibel verantwortlich zeichnet.

Rot-weiß-rote Spezialitäten Neben der detaillierten Beschreibung von Brot und Gebäck widmet

sich der Genuss Guide 2014 dem Thema „Einkauf und Aufbewahrung hochwertiger Lebensmittel“. Bei Genuss aus dem Eis sind es wertvolle Ratschläge im Umgang mit Tiefgekühltem. Verführerisch umschreibt der Genuss Guide das Kapitel Schokolade, um schließlich mit Kaffee und Tee die Sinne zu

Speck, Schmankerl & Co: Partner der Genuss Region Österreich servierten allerlei Köstlichkeiten aus Kärnten; die geladenen Gäste ließen es sich schmecken.

schärfen. Selbstverständlich darf auch das Bier nicht fehlen. Weiters bilden Käse und Wein eine lukullische Symbiose; Milch, Butter, Eier, Obst und Gemüse sowie Kräuter werden von ihrer genussvollen Seite beschrieben. Das Kapitel „Bio“ und wertvolle Infos zu Märkten und zum Ein-

zelhandel spannen einen Bogen kulinarischer Lebensfreude – von rot-weiß-roter Regionalität bis zu Köstlichkeiten aus aller Welt. Den Hauptteil des Führers durch das genussvolle Österreich bildet die Übersicht der besten Geschäfte unseres Landes. Nach Bundesländern und hier alphabetisch nach Orten gegliedert, findet man die besten 1.000 Geschäfte im Handumdrehen.

Kostproben am Naschmarkt

© medianet Verlag AG/APA-Fotoservice/Preiss (3)

Wien/Österreich. Es ist kein Geheimnis: Österreich isst gern und gut. Noch mehr Appetit auf heimische Spezialitäten macht der Genuss Guide 2014, der Mittwochabend im Studio 44 gemeinsam mit den Partnern der Genuss Region Österreich unter großem Applaus in illustrer Runde vorgestellt wurde. Als Gastgeber fungierten einmal mehr Casinos Austria. Der Wegweiser durch Österreichs Genusslandschaft feiert heuer ein kleines Jubiläum: Mit dem Genuss Guide 2014 liegt bereits 10. Ausgabe des Führers durch die Genusswelt im österreichischen Lebensmittelhandel auf. Erhältlich ist der Guide im gut sortierten Buchhandel, bei Amazon und in den besten Lebensmittelgeschäften Österreichs. Die Genuss-Fibel listet detailliert auf, wo Gourmets besondere Schmankerln und Besonderheiten finden. In gewohnter Weise inkludiert sind die neue Tipps rund um den genussvollen Lebensmittelkauf. Auch die Jubiläumsedition wird von einer Spezialdisziplin „geadelt“. Als Jahresthema findet sich ein „Brot und Gebäck Spezial“, das dem Grundnahrungsmittel als Genuss- und Kulturgut nachspürt.

Schwangen den Kochlöffel: Marcel Vanic (Casino Velden), Franz Klammer (Genussbotschafter Kärnten) und Oliver Kitz (Geschäftsführer Casinos Austria Gastronomie).

Alle Bundeslandsieger Profis der Backzunft, Kenner und Könner: die Meister ihres Fachs am Genuss Guide-Podium

Die besten Bäcker Österreichs sind gekürt

Die Gäste konnten sich vor Ort vom reichen Angebot überzeugen: Die aufgetischten rot-weiß-roten Schmankerl machten Gusto auf mehr. Beim „Genuss Guide Naschmarkt“ wurde ausgiebig probiert. U.a. servierte die heimische Bäcker-Elite Köstliches aus den rotweiß-roten Backstuben. Fazit: Ein gelungener Kick-off-Event und jede Menge kulinarischer Highlights für Gourmets und Genussmenschen, die sich durch den Feinkostladen Österreich kosten durften.

Genuss Guide 2014

© medianet Verlag AG/APA-Fotoservice/Preiss (2)

Auflage: 51.000 | Umfang: 436 Seiten Preis: 14,90 € ISBN: 978-3-902645-61-6 Bestell-Hotline: http://cms.medianet.at/shop http://www.genuss-guide.net/ Web: www.genuss-guide.net

So sehen Sieger aus: die Bundesland-Meister der heimischen Backstuben auf der Genuss Guide-Bühne.

Wien/Österreich. Anlässlich der Präsentation des neuen Genuss Guides im Studio 44 wurden die besten Bäcker und Betriebe des Landes ausgezeichnet. Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich und Casinos Austria-Generaldirektor Karl Stoss ließen es sich nicht nehmen, diese vor versammeltem Publikum

zu ehren. Preise gingen in alle Bundesländer. Die „Brotkaiser“ – alles Meister der Backstuben zwischen Bodensee und Neusiedler See – werden auch im großen Nachschlagewerk entsprechend gefeiert. Nach der Award-Verleihung servierten die Könner ihre ganz persönlichen Spezialitäten.

Aufgetischt: der Bäcker Ruetz mit Brotspezialitäten.

Burgenland: Gradwohl Kärnten: Bäckerei Taumberger Niederösterreich: Kolm – Die Bäckerei Oberösterreich: Brandl, Meister des Handgebäcks Salzburg: Schrollback Steiermark: Hofbäckerei Edegger-Tax Tirol: Der Bäcker Ruetz Vorarlberg: Back Kultur Wien: Joseph – Brot vom Pheinsten

7331 Weppersdorf, Hauptstraße 40 9020 Klagenfurt, Fleischmarkt 7 2340 Mödling, Hauptstraße 62 4020 Linz, Bismarckstraße 6 5742 Wald im Pinzgau 124 8010 Graz, Hofgasse 6 6175 Kematen, Sportplatzweg 2 8611 Göfis, Runggels 34 1010 Wien, Naglergasse 9

Verlag: medianet Verlag AG Geiselberstraße 15/1/4 1110 Wien T: +43 1 919 20 – 0 F: +43 1 298 20 – 2231 www.medianet.at Das Herausgeberteam, bestehend aus Andrea Knura (Ernährungswissenschaftlerin und Journalistin), Fritz Stifsohn (mit seiner Handelserfahrung als ehemaliger Geschäftsführer der Nah & Frisch-Zentrale) sowie Willy Lehmann (Willy Lehmann Markenagentur), bürgt für den fachlichen Background.


CSRnet Neuer Leitfaden

Die IG Lebenszyklus Hochbau präsentierte einen neuen Bauherren-Leitfaden  Seite III

preise vergeben

Der Verkehrsclub Österreich vergab Awards für intelligente Mobilität  Seite VI

© Ralf Blechschmidt

inside your business. today.

© VCÖ/APA/Hautzinger

© Welldone/K. Schiffl

medianet

freitag, 29. November 2013

neuer indikator

Zahlungsfähigkeit eines Staats lässt sich aus Nachhaltigkeitsrating ablesen  Seite VII

Dicke Luft im Büro schadet der Gesundheit

© APA/Helmut Fohringer

short

© Panthermedia.net/Dmytro Demianenko

Wien. Der Trend weg von der Kohle und hin zu Komfortheizungen bei den Hauptheizsystemen setzt sich weiter fort, berichtet die Statistik Austria. Der Gesamteinsatz von ­Pellets, Holzbriketts und Hack­schnitzeln stieg von 2009/2010 auf 2011/2012 um weitere 26% von 10.851 auf 13.713 Terajoule und liegt jetzt mit 5% am Gesamtenergieverbrauch der Haushalte deutlich vor dem der Kohle (0,5%). Im Jahr 2000 war das Mengenverhältnis mit 1,5% zu 3,5% noch umgekehrt. (red)

© panthermedia.net/Dmitriy Shironosov

Hamburg. Deutsche Projektentwickler halten „grünes Bauen“ zwar für ein wichtiges Zukunftsthema – doch mit der Umsetzung hapert es noch. 43% der Entwickler haben bislang noch kein einziges Projekt im Green-Building-Standard selbst realisiert, wie eine Umfrage von Georg Consulting, Hamburg, zeigt. Dabei wurden deutsche Projektentwickler nach ihren Zukunftsthemen befragt. 80% der Developer meinen, „grüne“ Objekte besser vermarkten zu können. (red)

Untersuchung Schlechte Raumluft hat umfangreiche Auswirkungen auf die ­Gesundheit, und die Leistungsfähigkeit sinkt. Die Plattform MeineRaumluft.at checkte Hunderte Büros in Österreich. Ergebnis: Wenig zufriedenstellend. Seite II SES Österreichisches Shopping-Center Breeam-zertifiziert

inhalt

Varena ist Green Building-Vorreiter Veraltete Heizungen müssen raus II

CSR:Awards > Zehn Austro-Betriebe ­erhalten ASRA-Awards  > Sieben Preise für Integration vergeben  CSR:Investment > Photovoltaik jetzt auch am Sparbuch  > Fisch-Fonds mit ­Umweltzeichen 

VI VI

VII VII

© SES/Karin Lohberger Photography

CSR:International > Weltweit größte CEO-Studie zum Thema Nachhaltigkeit IV

Varena: aktuell bestbewertetes BreeamBestandsgebäude in Österreich.

Wien. SES Spar European Shopping Centers hat sein vor drei Jahren in Vöcklabruck, Österreich, errichtetes Center Varena mit dem Nachhaltigkeitsstandard Breeam In-Use zertifizieren lassen. Es erreichte insgesamt die derzeit beste Bewertung für Bestandsgebäude im Sektor Retail im gesamten deutschsprachigen Raum. Das von ATP Architekten und Ingenieure integral geplante Center toppte zudem mit der Bewertung „exzellent“ in der Betriebsführung alle Gebäude der Sektoren Office, Industry und Retail im deutschschprachigen Raum und erreichte ein „Sehr gut“ in der Gebäudeperformance. (ag/red)

© Wu Hong/EPA/picturedesk.com

CSR:Green Building > Energiedienstleister fordern Energieeffizienz 

Deutschland Ab Mai droht Energieschleudern das Ende

Dank EU-Gebäuderichtlinie: 30 Jahre alte Gas- und Ölheizungen sollen raus.

Berlin. In Deutschland müssen 30 Jahre alte Gas- und Ölheizungen ausgetauscht werden, falls der Kabinettsbeschluss zum Gesetz wird. Nicht betroffen von der Regelung sind Brennwertkessel und Niedertemperaturheizkessel mit einem besonders hohen Wirkungsgrad. Erfassen will man vorerst nur sogenannte Konstanttemperaturheizkessel. Auch Hauseigentümer, die seit Februar 2002 in Häusern mit 30 Jahre alten Heizungen wohnen, sind von der neuen Austauschpflicht ihrer Anlagen ausgenommen. Mit dem Beschluss soll die neu gefasste EU-Gebäuderichtlinie umgesetzt werden. (red)


csr : c ov e r

II – CSRnet

kommentar

Die EU und Fleisch

Freitag, 29. November 2013

Plattform MeineRaumluft.at Mehr als 360 Büros wurden österreichweit auf gesunde Raumluftqualität untersucht

In Österreichs Büros ist die Luft oft viel zu dick

Die Folge: Ermüdung, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl sowie Leistungsabfall und Krankenstände. werts von 40%, bei jedem fünften Büro sogar unter 30%. „Dies ist deshalb bedenklich, da bei Verwendung von Klimaanlagen eine relative Luftfeuchtigkeit von zumindest 40 Prozent zu erreichen ist. Und dies war bei 80 Prozent der klimatisierten Büros nicht der Fall“, erklärt der Sprecher der Plattform, Thomas Schlatte. Die CO2-Werte waren bei den Wochen-Messungen in jedem zehnten Büro zu hoch, das Gesamtergebnis war allerdings besser als bei den vorangegangenen Spontanmessungen. Mit ein Grund: der große Anteil an mechanischen Lüftungsanlagen. Während es im Winter zu kalt in den Büros ist, zeigen die Messungen im Sommer, dass die Luft nicht nur dick, sondern auch heiß sein kann: In jedem sechsten Büro lag die Temperatur über der 25 Grad-Marke.

Reinhard Krémer

impressum Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda medianet CSRnet Chefredakteur: Reinhard Krémer (rk) Redaktion: Linda Kappel (lk) Lektorat: Christoph Strolz Grafik/Produktion: Raimund Appl, ­Peter Farkas Litho­grafie: Beate Schmid, Berat ­Qelaj Anzeigenproduktion: Alek­ sandar Milen­kovic Druck: Druck Styria GmbH & Co KG, 8042 Graz. Es gelten unsere All­gemeinen Geschäftsbedin­ gun­ gen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbei­ träge müssen sich nicht mit der Meinung der Redak­ tion decken.

Hunderte Büros getestet Seit Winter letzten Jahres (und noch bis einschließlich 30. März 2014) lässt die unabhängige Plattform MeineRaumluft.at (Partner sind u.a. Wopfinger, Ionit, Wienerberger, Troges und Bellaflora) österreichweit Erhebungen vom Marktforschungsinstitut Hoffmann & Forcher zur Raumluftqualität in Büros durchführen. In weiteren 130 Büros wurden die Raumluftdaten jeweils eine Woche lang durch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Betriebe oder Betriebsärzte selbst erhoben. Gemessen wurden zentrale Indikatoren für gesunde Raumluft: Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur, Luftaustauschrate, CO2-Gehalt sowie die Anzahl der Luftionen, die in Sondermessungen mit einem speziellen Ionen-Messgerät ermittelt wurden. Ergebnis: Bei den 230 SpontanMessungen, die im Winter durchgeführt wurden, zeigt sich bei mehr als jedem fünften Büro, dass die Luftfeuchtigkeit zu gering und der CO2-Wert zu hoch ist. Die Anzahl der Luftionen unterschritt

Messgeräte gratis ausleihen

© MeineRaumluft

D

amit man mich richtig versteht, muss ich mich hier vorweg als Verfechter der EU outen. Dass die EU bei der Vorbereitung eines Gütesiegels für die Fleischherkunft aber schon umfällt, bevor sie wirklich gestanden ist und es überhaupt versucht hat, ist ein Debakel. Ein Kniefall vor den Produzenten und eine Verhöhnung des Konsumenten. Dem will man erklären, dass das alles bis zu 50 Prozent mehr kostet und deswegen nie umsetzbar ist. Das Kostenargument ist zumindest dreifach faul. Erstens: Wäre es nicht gerade der Sinn von Mehrkosten, dass sie eine steuernde Wirkung haben, und eben NICHT Pferde aus Rumänien unkontrolliert verwurschtet werden? Wäre das also nicht eine neue Chance jene (kleineren) Betriebe, die sich um lokale Vermarktung bemühen, zu stärken? Gelebte CSR-Politik könnte man das auch nennen. Zweitens: Bei all den vielen neuen oder gar nicht mehr so neuen Technologien, die es mittlerweile gibt, findet sich sicher auch eine billige Umsetzung für den Herkunftsnachweis. Vielleicht fragt man einmal die Fluglinien, amazon. com oder DHL, wie das mit dem Tracking so läuft? Drittens müsste man die Auszeichnung ja von Beginn weg gar nicht verpflichtend machen und es den Konsumenten überlassen, ob sie zur Gütesiegel-Wurst greifen oder nicht. Auch das wäre CSR-Politik pur. In Österreich stolpert wahrscheinlich ein Minister nicht zuletzt über die ‚BienenAffäre‘, weil er die Interessen von Pestizidproduzenten wichtiger nahm als jene von Umwelt und Konsumenten. Wird in der EU jemals der zuständige Kommissar über eine solche Politik stürzen? Wohl kaum. Denn wer sollte ihn abwählen? Kein EU-Kommissar stellt sich einer Wählerverantwortung. Dieses Demokratiedefizit ist eines der größten Probleme der EU. Ob das jemand bei der kommenden Wahl thematisiert?

Wien. Welche Qualität die Luft in unserer Umgebung hat, wird nach exakten Kriterien gemessen. Der Maßnahmenkatalog, der eingreift, wenn‘s nicht passt, ist streng. Doch kaum jemand prüft die Qualität der Raumluft – obwohl sie, wenn sie schlecht ist, unter Umständen noch größeren Schaden anrichten kann als eine schlechte Außenluft, die oft schon mit einem Regenguss gereinigt wird. Vor Kurzem wurden mehr als 360 Büros bei einer österreichweiten Erhebung auf wesentliche Indikatoren für gesunde Raumluftqualität untersucht.

Thomas Schlatte (MeineRaumluft.at), Arbeitsmedizinerin Eva Höltl, Gabriele ­Hoffmann (Hoffmann & Forcher), Georg Haberhauer (Universität für Bodenkultur).

bei den Sondermessungen den Richtwert von 1.000 Luftionen pro cm� sogar bei 80% der Büros. Darüber hinaus lag die Temperatur im Winter in rund jedem 8. Büro unter 18 Grad. Das Resümee: Die Luft ist zu trocken und weist mit erhöhten CO 2 -Werten generell eine schlechte Qualität auf. In kaum einem der Büros lagen alle

gemessenen Richtwerte im empfohlenen Bereich. Bei den Wochen-Messungen, die zwischen Frühsommer und Herbst 2013 stattfanden und in denen 130 Büros über einen Zeitraum von je einer Woche beobachtet wurden, lag bei mehr als der Hälfe aller Büros (57,8%) die Luftfeuchtigkeit unterhalb des Richt-

Die Arbeitsmedizinerin Eva Höltl verweist auf die gesundheitlichen Folgen und die wirtschaftlichen Aspekte: „Schlechte Raumluft kann umfangreiche Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Allergien und Atemwegserkrankungen können die Folge sein. Hinzu kommt: Ist die Raumluft schlecht, sinkt die Leistungsfähigkeit“, so die Expertin. Wie wichtig optimale Raumluftqualität ist, weiß auch Georg Haberhauer, Vizerektor der Universität für Bodenkultur Boku: „Wir haben neben umfassenden Sanierungsarbeiten auch Projekte und Initiativen dazu initiiert.“ Hinweis: Unternehmen können bis Ende März 2014 Messgeräte zur Raumluft-Erhebung gratis bei der Plattform MeineRaumluft.at ausleihen.

Appell Energiedienstleister fordern langfristige und an Ergebnissen orientierte Energieeffizienzpolitik für Österreich

Gesetz wäre nur ein Baustein unter vielen Wien. Das Energieeffizienzgesetz sollte die Energieeffizienzrichtlinie der EU in nationales Recht umsetzen und ist im Mai im Parlament gescheitert. Aus Sicht der DECA (Dienstleister Energieeffizienz und Contracting Austria; das ist ein Zusammenschluss der Energiedienstleister; Anm.), hätte es der gescheiterte Entwurf verabsäumt, den Markt für Energiedienstleistungen in dem Ausmaß zu fördern, wie dies auch in der Richtlinie empfohlen wird. Zudem verzichtete der Entwurf, so die DECA, darauf, Energiedienstleistungen zu fördern, bei denen umfassende Maßnahmen umgesetzt und die Einsparungen mit Garantien nachhaltig abgesichert werden.

muss in der Praxis jener prioritäre Stellenwert zukommen, der ihr in Theorie und ,Zielrhetorik‘ längst zugebilligt wird.“

Neuer Anlauf zu … Ein neuer Anlauf für das Energieeffizienzgesetz ist eines der ersten Vorhaben für die neue Bun-

desregierung, heißt es vonseiten der DECA. Ein neuer Wurf müsse bereits diese klare Handschrift tragen, das heißt, einfache und bundesweit einheitliche sowie für alle Beteiligten klare Regelungen, mehr Orientierung an gemessenen, nicht nur gerechneten oder geschätzten Energieeinsparungen und Effizienzsteigerungen, verstärkte Nut-

„Eine neue Regierung sollte neben dem allseits unbestrittenen Bekenntnis zur Energieeffizienz auch in der konkreten Ausgestaltung von Politik eine klare Handschrift zeigen“, so Obmann Heinz Mihatsch; der Energieeffizienz

zung der Eigenschaften und Vorteile von Garantie-Modellen für die Ziele des Gesetzgebers. Dieses Gesetz kann aber, so der Zusammenschluss der Energiedienstleister, nur ein Baustein sein, wenn das Ziel insgesamt eine massive Steigerung der Energieeffizienz sowohl im Bereich der öffentlichen Hand als auch in der Wirtschaft und bei privaten Haushalten ist. Es braucht dafür Unterstützung bei Finanzierungsmodellen, Anpassung von rechtlichen Rahmenbedingungen. Außerdem anbieter- und produktneutrale sowie qualifizierte und erschwingliche Beratung für die Kunden und Kundinnen, vor allem von umfassenden Sanierungen.

… konsistenten Strategien

Klare Handschrift nötig

© APA/Barbara Gindl

michael fembek

Effizienter Einsatz von Energie muss in Österreich noch deutlich verbessert werden.

„Die DECA appelliert daher nachdrücklich an die Politik, in Sachen Energieeffizienzpolitik langfristig ausgerichtete und konsistente Strategien auszuarbeiten und diese rasch und entschlossen umzusetzen“, so Obmann-Stv. Werner Kerschbaumer. (red)


gr e e n: bu i l d i n g

Freitag, 29. November 2013

CSRnet – III

IG Lebenszyklus Hochbau Praxisorientierter Ratgeber für öffentliche und private Bauherren präsentiert – zahlreiche Best-Practice Beispiele

Pflichtlektüre für alle Bauherren Wien. Gebäude verursachen einen erheblichen Teil der Unternehmenskosten. Gebäude tragen außerdem dazu bei, die Produktivität und damit die Wertschöpfung im Kerngeschäft zu erhöhen. Diese Umstände sind Unternehmern nicht fremd.

Von Nutzung bis Rückbau Die IG Lebenszykus Hochbau hat nun einen neuen Leitfaden herausgegeben, der bereichs- und phasenübergreifend darüber informiert, was zu tun ist, um ein über den Lebenszyklus optimiertes und am Kerngeschäft orientiertes Bauprojekt zu schaffen. Die Idee dahinter: Wenn die spätere Nutzung bis zum Rückbau und der Neuentwicklung mit berücksichtigt wird, tragen Bauherren aufgrund von geringeren Nutzungskosten zum Gesamterfolg ihres Unternehmens bei. Das

Projekt Flucht verhindern

Strom bringen

© Plus Agency

Wien. Der österreichische EnergiePionier Wolfgang Neumann, Gründer des „Energy Globe“-Awards, will Menschen auf einfachste und kostengünstigste Art Licht und Strom zugänglich machen. Für Neumann ist der Mangel daran nämlich einer der Gründe für ihre Flucht in eine bessere Welt. Energy Globe arbeitet schon seit geraumer Zeit an einer Lösung dieses Problems. So wurde im Februar ein Dorf in Ghana zu Testzwecken mit Solar-Light-Systemen ausgestattet; Module auf den Dächern des Dorfes laden Batterien auf, die den Strom liefern, wenn’s draußen finster wird. Die Erfolge können sich sehen lassen: Mit dem nun vorhandenen Licht steigt das Sicherheitsgefühl von Frauen und Kindern in der zwölf Stunden dauernden Nacht deutlich an. Kinder können mit dem Licht jetzt besser und länger lernen, der Lernerfolg stieg enorm. Und jetzt kann auch noch gearbeitet werden, wenn die Sonne untergegangen ist. Eine Korbflechterin stellt unter den neuen, verbesserten Bedingungen dreimal so viele Körbe her wie zuvor. Die Lebensdauer einer Anlage liegt übrigens bei zehn Jahren, die Kosten inklusive Installation kommen auf rund 130 bis 140 €. Aktuell wird ein zweites Dorf in Ghana mit weiter verbesserten Systemen ausgestattet. LED-Lampen und Handy-Ladestationen könnten ganze Regionen Afrikas positiv verändern und die Flucht nach Europa eindämmen. (red)

Energie-Pionier Wolfgang Neumann: Licht und Strom gegen Abwanderung.

gilt gleichermaßen für öffentliche wie auch für private Bauherren. „Die erfolgsentscheidende Basis für eine lebenszyklusorientierte Projektabwicklung der Wirtschaftsuniversität Wien war die Gründung der Projektgesellschaft durch die Bundesimmobiliengesellschaft und die WU Wien. Auf diese Weise wurden die Interessen von Errichter und Betreiber bzw. Vermieter und Mieter an zentraler Stelle gebündelt und die Nachhaltigkeit des Projekts von Beginn an sichergestellt“, ist Wolfgang Kradischnig, Vorstandsmitglied IG Lebenszyklus Hochbau, DELTA, überzeugt.

Offiziell präsentiert wurde das Werk am 19. November im Rahmen des 3. Kongresses der IG Lebenszykus Hochbau in der Wirtschaftskammer Österreich in Wien.

Erfolgreiche Projekte Auch erfolgreiche Projekte wie das WKO-Gebäude „Haus der Wirtschaft“, das Bildungsbauprogramm der Stadt Wien, die BBRZ Reha GmbH in Linz, das „Haus des Kindes“ in Gleisdorf, die Verkaufsund Finanzzentrale der voestalpine Stahl, die Fachhochschule St. Pölten sowie die Wirtschaftsuniversität Wien wurden am Kongress vor-

gestellt. Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung, zeigt sich vom Nutzen des Leitfadens für Bauherren überzeugt: „Die betriebseigenen Gebäude stellen für jedes Unternehmen einen wichtigen Hebel in der Optimierung des eigenen Kerngeschäfts dar.“ Die IG Lebenszyklus Hochbau, gegründet 2011 von ATP Architekten und Ingenieure, DELTA, Heid Schiefer Rechtsanwälte, Heinrich & Mortinger sowie M.O.O.CON führt verschiedene Verantwortungsbereiche zusammen und will dadurch die Reibungsverluste bei Projekten im Hochbau minimieren helfen. (red)

© Welldone/Katharina Schiffl

3. Kongress zum Thema „Lebenszyklus braucht Prozessinnovation. Von der Theorie zur Praxis – die Erfolgsfaktoren“.

Georg Kapsch, IV: „Wir unterstützen die Initiative der IG Lebenszyklus Hochbau“.


csr : I n te r n ati on al

IV – CSRnet

Accenture-CEO-Studie Die Wirtschaft sieht sich selbst als Treiber zur Förderung der globalen Nachhaltigkeit

short

Nachhaltigkeit für Europas CEOs nicht mehr prioritär

Einsendeschluss für deutschen CSR-Preis Stuttgart. Am 30. November endet die Einreichfrist für den deutschen CSR-Preis. Im Jahr 2014 werden Preisträger sowohl national als auch international in folgenden Themenfeldern ausgezeichnet: Biodiversitätsmanagement zum Erhalt der weltweiten biologischen Vielfalt, CO2Vermeidung als Beitrag zum Klimaschutz, Gender Diversity, kulturelles Engagement als Ausdruck der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen, CSR in der Lieferkette, nachhaltige und zukunftsfähige Stadtentwicklung, bestes Video zum CSR-Engagement eines Unternehmens. Die Preisverleihung findet am 7. Mai 2014 statt. Weitere Infos unter: http://www.csrforum. eu/deutschercsrpreis/2014/

1.000 Bosse in 103 Ländern zum Fortschritt der weltweiten Wirtschaft in der Nachhaltigkeit befragt. New York/Wien. Das Beratungsunternehmen Accenture hat im Auftrag des UN Global Compact eine groß angelegte CEO-Studie zum Fortschritt der globalen Wirtschaft im Bereich Nachhaltigkeit durchgeführt. Dazu wurden 1.000 Vorstandschefs in 103 Ländern befragt, darunter 60 in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Es ist dies die weltweit größte Befragung von CEOs zum Thema. Die Studie erscheint alle drei Jahre, erstmals gab es sie 2010.

Das Ergebnis heuer: 2013 zeigt sich, dass die Mehrheit der Managerinnen und Manager weiterhin hinter dem Konzept der Nachhaltigkeit steht – allerdings ist die Zahl derjenigen, die Nachhaltigkeit für sehr wichtig halten, deutlich gesunken: von 54 Prozent im Jahr 2010 zu 45 Prozent heuer. In Europa ist die Zahl noch niedriger: hier gaben nur mehr 34 Prozent der Befragten an, Nachhaltigkeit für sehr wichtig zu halten. Nachhaltigkeit steht nichtsdestotrotz auf der Agenda weit oben: Zwei Drittel (67 Prozent) der CEOs glauben, dass Unternehmen nicht ausreichend handeln, um global nachhaltiger zu wirtschaften. Die CEOs in Österreich, Deutschland und der Schweiz stehen der Situation besonders kritisch gegenüber: 83 Prozent halten die bisherigen Anstrengungen für unzureichend.

Washington. Auf Mais-Basis hergestelltes Ethanol stelle ein großes Umweltproblem dar, lässt CBS News Kritiker des USEthanol-Programms zu Wort kommen. Die nationale Umweltschutzbehörde EPA liege falsch, wenn sie den Bio-Sprit als umweltfreundlich propagiere, heißt es demnach. Während Umweltschutzorganisationen und AgrarÖkonomen Alternativen einfordern, räume die EPA ein, sie habe weder genug Mittel noch Manpower, um die aktuelle Ethanol-Herstellung auf Folgeumweltschäden überprüfen zu lassen. Kritiker sehen im Ethanol-Programm eine Stützaktion der lokalen Landwirte, der Reduktion von Treibhausgasen komme es nicht zugute. (lk)

Europa: Top-Thema Energie Die Prioritäten im Bereich Nachhaltigkeit sind global unterschiedlich ausgeprägt. Insgesamt stehen Wachstum und Bildung als Top-Prioritäten für zukünftigen Geschäftserfolg oben auf der

Chef-Wünsche: „Green Economy“ soll durch klare politische Entscheidungen und eindeutige Marktsignale unterstützt werden.

Liste – im deutschsprachigen Raum werden jedoch Energie (57 Prozent im deutschsprachigem Raum und 39 Prozent global) und der Klimawandel (37 Prozent im deutschsprachigem Raum und 29 Prozent global) besonders hervorgehoben.

Kapitalmangel durch Krise Nachhaltigkeit wird immer noch als Chance gesehen. So gaben 78 Prozent der Befragten an, dass das Thema eine Möglichkeit darstelle, um weiter zu wachsen und Innovationen zu fördern. 79 Prozent sehen durch nachhaltigeres Wirtschaften einen Wettbewerbsvorteil. Die Finanzkrise zeigt jedoch Auswirkungen auf die Möglichkeiten, Nachhaltigkeit strategisch

© Henkel

Politik: bitte unterstützen

facts

Weiteres Ergebnis: Fast 46 Prozent glauben, Nachhaltigkeit werde bei Konsumenten von Aspekten wie Preis, Qualität und Produktverfügbarkeit ausgestochen. Nur 15 Prozent glauben, dass Nachhaltigkeit als unverzichtbares Kaufkriterium gilt. Für 82 Prozent der Befragten ist aber genau dies entscheidend, damit sich Nachhaltigkeit durchsetzen kann. 84 Prozent der CEOs sehen die Wirtschaft weiterhin in

Der Global Compact der Vereinten Nationen ist eine strategische Initiative für Unternehmen, die sich verpflichten, ihre Geschäftstätigkeiten und Strategien an zehn universell anerkannten Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung auszurichten. Mit mehr als 8.700 Teilnehmern aus über 140 Ländern ist sie die weltweit größte Initiative gesellschaftlich engagierter Unternehmen und anderer Stakeholder.

Barcelona Saubere Busse – viele Sharing-Initiativen

Prototypen Stiftung investiert mehr als drei Mio. Euro

Barcelona. Barcelona fördert nachhaltige Mobilität und wurde diesen November zur Welthauptstadt des Elektrofahrzeugs und von den Veranstaltern der EVS – Electric Vehicle Symposium – zum Veranstaltungsort ihres 27. Symposiums vom 18. bis 20. November gekürt. Die Hauptstadt von Katalonien hat sich in den letzten Jahren durch den Impuls starker Initiativen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit und Lebensqualität ihrer

Addis Abeba/Stockholm/Paris. Gegen das schwedische Möbelhaus Ikea wird zwar in Frankreich ermittelt – die Frankreich-Ikea-Chefs sollen Mitarbeiter und Kunden via Polizeisystem bespitzelt haben –, das tut dem sozialen Engagement des Unternehmens aber keinen Abbruch: Wie der Spiegel in seiner Ausgabe 43/2013 berichtet, testet die UNO Flüchtlingshütten aus Schweden in Äthiopien, sie sollen die unzulänglichen Zelte in Flüchtlingslagern schrittweise ersetzen. Der Konzern hat die Entwicklung der neuen Hütten an die Organisation „Refugee Housing Unit” in Schweden ausgelagert, liefert aber die Technologie, heißt es im SpigelBericht. Noch würden die Prototypen in Schweden in Handarbeit gefertigt und seien daher auch noch relativ teuer: Die Kosten halten derzeit bei 7.000 USD pro Stück (5.180 €), mit dem Bau in Großserie würde der Preis fallen, 1.000 USD erscheinen möglich. Ikea dürfte vom Werbewert der Aktion profitieren – der Konzern erlebt nicht nur in Frankreich Ungemach; auch fragwürdige Produktionsbedingungen und die rechte

Welthauptstadt des e-Fahrzeugs

Henkel spart weiter Ressourcen ein

der Rolle als Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit, dennoch wünschen sich die Befragten mehr Unterstützung durch die Politik. 42 Prozent sehen die Regierung als einen der drei wichtigsten Ansprechpartner.

umzusetzen. 51 Prozent hoben den Mangel an Kapital hervor und 40 Prozent nannten die derzeitige wirtschaftliche Lage als Hürde, um Nachhaltigkeit im Kerngeschäft zu verankern.

Einwohner zu einer globalen Referenzstadt im Bereich der nachhaltigen Mobilität entwickelt, heißt es im Bericht der Internationalen Energieagentur (EV City Casebook 2012). Darin belegt Barcelona den siebten Platz im weltweiten Ranking der Städte, die die Entwicklung von Lösungen zur elektrischen Mobilität fördern. Die Stadt verfügt mit über 300 elektrischen Fahrzeugen im öffentlchen Fuhrpark über die saubersten Busse Europas. (lk)

© panthermedia.net/Luciano Mortula

Jedes Jahr werden 10 Mio. € für Standort Henkel Wien investiert.

Barcelona ist Vorreiter bei der Zahl an elektrischen Motorrädern und Ladestationen.

Ikea designt Flüchtlings-Hütten

Vergangenheit von Firmengründer Ingvar Kamprad hätten dem Unternehmen eindeutig geschadet, heißt es. 3,4 Mio. € habe die Ikea-Stiftung bisher in das Flüchtlings-Projekt investiert. „Diese Menschen leben unter äußerst schwierigen Bedingungen“, wird Per Heggenes, Chef der Stiftung, zitiert, „wir wollen einen Teil der Ikea-Gewinne dazu nutzen, ihnen bei ihrem Neustart zu helfen.“ (red)

© Ikea

© dpa/Caroline Seidel

Die Ethanol-Herstellung aus Mais stützt den Preis – gut für die Bauern.

© Panthermedia.net/Froochka

Nicht mehr so wichtig

Mais-Ethanol in den USA heiß umstritten

Wien. Das Wiener Henkel-Werk für Laundry & Home Care beliefert aktuell 14 CEE-Länder. Dabei sei man kontinuierlich bestrebt, den Ressourcenverbrauch zu senken, z.B. mit der Umstellung auf LED-Beleuchtung, der Inbetriebnahme eines neuen Blockheizkraftwerks oder Rezepturformulierungen. So habe man von 2010 bis 2012 den Wasserverbrauch um 17, den Energieverbrauch um 13% je produzierter Tonne senken können. (lk)

Freitag, 29. November 2013

Ikea-Hütten: Testphase in rauer Umgebung, wo Zelte oft nur 6 Monate halten.


C SR : c om pa n y n e ws

Freitag, 29. November 2013

© Schüco

Wien. Gebäude verbrauchen rund 40% der weltweit erzeugten Energie. Auch beim Ausstoß von Treibhausgasen sind Gebäude bei Herstellung und Nutzung die Hauptverursacher. Der Gebäudesektor bietet daher doppelt so viel CO2-Einsparpotenzial wie der Verkehrssektor. Die Gesetzgebung reagiert hierauf mit strengeren Richtlinien. Neue, ökologisch sinnvolle Produkte haben daher die Nase vorn. Die Schüco International KG, Bielefeld, arbeitet in Österreich mit Linzenzpartner Alukönigstahl GmbH zusammen. Im Sinne eines umfassenden Nachhaltigkeitsverständnisses setzt Schüco zusehends nachwachsende Rohstoffe ein, etwa bei der neuen Fensterserie AWS 90.SI+ Green oder der neuen Fassadenserie FW 50+.SI Green, die bei der Bau 2013 in München präsentiert wurden. (lk)

„Alusysteme Green“: Alukönigstahl GmbH ist Schüco-Lizenzpartner.

Eine Image-Frage

ÖGNI, ÖGNB bündeln Kräfte Wien. Im Oktober 2013 haben ÖGNB (Österreichische Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) und ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft) ein gemeinsames Unternehmen gegründet, welches EPDs, also Environmental Product Declarations, erstellt. „Was mit dem IBU in Deutschland bereits eine Erfolgsgeschichte ist, fehlte bisher in Österreich“, so Sarah Richter, Geschäftsführerin der Bau EPD GmbH. „Mit dieser gemeinsamen Aktivität der beiden relevanten Player bündeln wir die Kräfte und schaffen einen Ansprechpartner für das Thema“, heißt es bei der ÖGNI. Gemeinsam mit PE International lud die ÖGNI am 29. Oktober zur 3. EPD Tagung ins Schloss Schönbrunn ein. Die Vorträge, Workshops, etc. waren gut besucht. (red)

81 Prozent der Österreicher können mit Begriff Nachhaltigkeit etwas anfangen. Wien. Das Österreichische GallupInstitut hat Mitte Oktober eine neue Umfrage unter 1.000 Österreichern aller Altersstufen ab 14 durchgeführt. Befragt wurden u.a. die Bekanntheit des Begriffs Nachhaltigkeit, die Bekanntheit von Unternehmen und ob Unternehmen mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht werden.

Begriff ist sehr bekannt Sodann wurde auch der Frage nachgegangen, in welchem Ausmaß welchen Unternehmen ein gutes Nachhaltigkeits-Image zugesprochen wird. Die Bekanntheit des Begriffs Nachhaltigkeit war demnach in der Bevölkerungsgruppe zwischen 31 und 50 Jahren am größten (86%), die über 50-Jährigen liegen mit 79% vor den Personen zwischen 14 und 30 Jahren.

Einkommen entscheidet

Wer ist der Nachhaltigste im ganzen Land? ökostrom versammelte 86% auf sich.

Es zeigte sich auch ein weiterer klarer Zusammenhang: Je höher das Einkommen, desto mehr wissen die Menschen etwas mit dem Begriff anzufangen – die Spannweite reicht von 69% (bis 1.000 €) bis 91% (über 3.000 €). Unter Nachhaltigkeit bzw. nachhaltigem Wirtschaften versteht man zumeist den schonenden Umgang mit Ressourcen, z.B. die Nutzung Erneuerbarer Energie, nachwachsender Rohstoffe, eine umwelt-

freundliche Produktion und einen besonders positiver Umgang mit Mitarbeitern. Wer aber sind nun jene Unternehmen, mit denen Frau und Herr Österreicher am meisten nachhaltiges Gebaren verbinden? Ganz oben auf der Liste findet sich die ökostrom AG (86%); Rang 2 belegt die LGV Frischgemüse Wien reg. Gen.mbH, sie liegt ex aequo mit der Sonnentor Kräuterhandels GmbH. Auch die Bundesforste liegen weit

Du hast es in der Hand. Heute schon unsere Ressourcen schonen: Tetra Pak Getränkekartons bestehen überwiegend aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern. Das ist nicht nur umweltverträglich, sondern auch vom Forest Stewardship Council® mit dem FSC ®-Siegel ausgezeichnet (FSC ® C014047). www.tetrapak.at

Baustoffe Deklaration

oben – Platz 4 mit 74%, dicht gefolgt von Danke mit 73%. Auch die Niederösterreichischen Molkereien (68%) und der Konfitüren- und Siruphersteller Darbo (66%) rangieren noch unter den Top Ten. Der Frosch (Putzmittel) hat‘s den Österreichern ebenfalls angetan (65%), es folgen Vöslauer (ebenfalls 65%) und Hofer (62%). Die Umfrage behandelt in Summe fast 80 Marken, Detail-Infos finden sich auf www.gallup.at.  (lk)

© Georg Grösslbauer

Neue SchücoFensterserie

Brandneue Gallup-Umfrage Nachhaltigkeits-Image von bekannten Unternehmen

© dpa/Christian Charisius

Energie Mehr Effizienz

CSRnet – V

Sarah Richter ist Geschäftsführerin der neuen Bau EPD GmbH.


csr : awa r ds

VI – CSRnet

Freitag, 29. November 2013

Verkehrsclub Österreich Die Mobilitäts-Awards gingen an das Projekt eMORAIL, den Verkehrsverbund Ostregion sowie die Initiative „Gehen geht“

Preise für intelligente Mobilität © VCÖ – Mobilität mit Zukunft/APA-Fotoservice/Hautzinger

Belohnt werden Klima- und Umweltfreundlichkeit, Effizienz, Lebensqualität.

Gesamte Mobilitätskette Zu den Siegern gehört das Projekt eMORAIL. Hier bekommen

elektrische Fahrzeuge zu verwenden“, zitierte der ORF Niederösterreich Christian Gratzer vom VCÖ.

Pendler in Grimmenstein (Bezirk Neunkirchen) Elektroautos zur Verfügung gestellt, mit denen sie morgens zum Bahnhof abends wieder nach Hause fahren. Tagsüber werden die E-Autos von anderen Menschen benutzt.

Jugend hat Vorfahrt Der Verkehrsverbund Ostregion (VOR) wurde für das Top-JugendTicket ausgezeichnet. Mit dieser Karte können Jugendliche alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Man brauche einen umweltfreundlichen Verkehr, heißt es seitens Umweltlandesrat Stephan Pernkopf (ÖVP). Da gehöre alles dazu: der öffentliche Verkehr, der Individualverkehr, und vor allem sollte auch das Gehen und das Radfahren wieder salonfähig gemacht werden. Und so wurde mit „Gehen geht“ ein drittes Projekt ausgezeichnet; bei diesem werden Schulanfänger und deren Eltern motiviert, beim Schulweg auf das Auto zu verzichten und zu Fuß zu gehen. (lk)

Mehrfach-Nutzung Diese Mehrfach-Nutzung sowie der Verzicht auf fossile Brennstoffe hätte die Jury überzeugt, so der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). „Hier wird den Pendlerinnen und Pendlern die Möglichkeit gegeben, auf ein Zweitauto zu verzichten und in der gesamten Mobilitätskette

Entgeltliche Einschaltung

Das Top-Jugend-Ticket des Verkehrsverbund Ostregion gefiel der Jury.

Wien. „Mobilität und Transport 2025“ war das Motto beim VCÖMobilitätspreis, dem größten Wettbewerb für klimafreundliche Mobilität und effizienten Transport in Niederösterreich. Vor Kurzem wurde der Preis an drei Projekte vergeben. Sie sollten folgende Vorgabe erfüllen: aufzeigen, wie die künftige Mobilität aussehen kann – im Spannungsbogen zwischen Umweltfreundlichkeit und Lebensqualität.

ASRA Reporting-Awards

Zum 14. Mal

Wien. Zehn Austro-Betriebe wurden 2013 mit dem Austrian Sustainability Reporting Award (ASRA) für ausgewogene und angemessene Darstellung ihrer Nachhaltigkeitsleistungen ausgezeichnet. Drei weitere Betriebe erhielten den Award für die heuer erstmals ausgelobte Kategorie „GRI-Erstbericht“. 28 Unternehmen und Organisationen haben ihre Berichte eingereicht. Sieger „Große Unternehmen” war die Telekom Austria Group, gefolgt von OeKB und Zumtobel AG. Bei den Klein- und Mittelbetrieben gewann Austria Glas Recycling vor der Vöslauer Mineralwasser AG. Bei den öffentlichen Unternehmen punktete die Vereinigung der österreichischen Zementindustrie. Bei integrierten Berichten lag EVN vor der VBV Vorsorgekasse AG. (lk)

Integration 7 Preisträger

Wiener Vielfalt

Wien. Der Verein Wirtschaft für Integration und der ORF verliehen Preise an Wiener mit und ohne internationale Wurzeln, die in einer der wesentlichen Kategorien (z.B. Bildung, Bühne, Kulinarik) die kulturelle und sprachliche Vielfalt Wiens sichtbar und spürbar machen: Kinderbüro Uni Wien, Regisseurin Sandra Selimovic, Köchin Parvin Razavi, der Judoclub Ippon Girls, der Apotheker Christian W ­ urstbauer, Wissenschafter Vedran Dzihic, Kurier-Redakteur Heinz Wagner. (lk)

Tipps dafür finden Sie auf lebensministerium.at/umwelt. Mit dem topprodukte.at Adventkalender können Sie sich die Wartezeit auf das Christkind verkürzen! Jeden Tag ein Türchen öffnen und mit etwas Glück tolle Preise gewinnen. adventkalender.topprodukte.at

© VWFI/Magdalena Possert

Machen Sie aus Weihnachten nicht ein Fest der Verschwendung, sondern das, was es sein soll: ein Fest des Lebens.

Neben dem von Farshid Larimian gestalteten Award erhielten die Sieger 2.500 €.


C SR : I N V E STM E N T/ C SR : WATC H

Fisch-Fonds: Umweltzeichen

© Fisch Asset Management/msphotography.ch

Zürich. Der „Fisch CB Sustainable Fund” darf als erster Wandelanleihenfonds das Österreichische Umweltzeichen tragen. Um dieses Siegel – vergeben für vier Jahre – zu erhalten, müssen eine Reihe von Umweltkriterien sozialer und ökologischer Art erfüllt und deren Einhaltung durch ein unabhängiges Gutachten belegt werden. „Für uns ist der Erhalt des Österreichischen Umweltzeichens ein klares Signal an die Anleger, dass sie mit dem ,Fisch CB Sustainable Fund‘ einen Fonds vorfinden, der völlige Transparenz bietet und ein klar definiertes Nachhaltigkeitskonzept verfolgt”, so Hansjörg Herzog, Leiter Vertrieb International bei Fisch Asset Management. Die Nachhaltigkeitsphilosophie für den Fonds wurde in Zusammenarbeit mit der Bank J. Safra Sarasin AG erreicht. (red)

Länderrating Ob ein Staat zahlungsfähig ist, lässt sich aus Nachhaltigkeitsratings ablesen

Neuer Indikator

Photovoltaik am Sparbuch

Wiener Neustadt. Die Volksbank NÖ Süd ist eine der ersten Regionalbanken mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit im Bankgeschäft. Unter dem Schlagwort „Wissen, wo es herkommt. Wissen, wo es hingeht” bietet sie Wertsparbücher an, deren Einlagen nur für nachhaltige und ethische Finanzierungen verwendet werden. Die Bank bietet für ihr Wertsparbuch 3% mit einer Laufzeit von zehn Jahren, die Einlagen sind ausschließlich Photovoltaikprojekten gewidmet. Über diesen „Umweg“ ist es möglich, in Erneuerbare Energie zu investieren, ohne selbst Marktrisken eingehen zu müssen. Zusätzlich unterliegt diese Einlage der österreichischen Einlagensicherung. Diese Sparbuch ist jedoch auf 5.000 € pro Kunde mit Girokontoverbindung limitiert. (hk)

Studie von oekom research belegt Zuverlässigkeit des Zusammenhangs. München. Die Turbulenzen der letzten Zeit auf den internationalen Finanzmärkten waren für Anleger nicht einfach. Hält der Euro? Wird ein EU-Land „pleite“ gehen? Wie wird in den USA das Match „Demokraten vs. Republikaner” bezüglich Schuldenobergrenze ausgehen? Denn ob nun die von den USA und anderen Staaten aufgenommenen Schulden zurückgezahlt werden können oder sie wie beim Schuldenschnitt in Griechenland mit Verlusten rechnen müssen, ist für Investoren perspektivisch relevant. Wie eine aktuelle Studie auf der Basis der Länderratings der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research nun zeigt, sind Nachhaltigkeitsratings ein zuverlässiger Indikator für die Zahlungsfähigkeit von Staaten. Nachhaltigkeitsratings erlauben insgesamt eine bessere Risikoeinschätzung, so die Studie. oekom research hatte Griechenland damals bereits schlechte Bewertungen im Nachhaltigkeitsrating gegeben, als die konventionellen Ratingagenturen noch Noten im A-Bereich verteilt haben.

Alles ein Zufall? Mitnichten!

Hansjörg Herzog, Fisch Asset Management: „Signal für den Anleger“.

Einlage Ethischer Ertrag

Die ebenfalls neue Studie „Sovereign Bonds and Sustainable Culture“, die das ICMA Centre der britischen Henley Business School in Kooperation mit Forschern der Universitäten Hohenheim und St. Andrews durchführte, bestätigt,

Für Matthias Bönning, oekom research, sind Nachhaltigkeitratings gute Indikatoren.

dass dies kein Zufall war, sondern dass es vielmehr einen belegbaren Zusammenhang zwischen dem Risiko des Zahlungsausfalls eines Landes und dessen Nachhaltigkeitskultur gibt. Im Länderrating von oekom research erhalten die USA seit vielen Jahren eine schlechte Bewertung, sie rangieren weit hinter den aus Nachhaltigkeitssicht zu empfehlenden Ländern. „Aus Sicht nachhaltigkeitsorientierter Investoren

war daher unabhängig vom Ausgang des Haushaltsstreits von zentraler Bedeutung, dass die Haushaltsmittel stärker in Bereichen investiert werden, die sich positiv auf die Leistungsfähigkeit und damit auf die Bonität auswirken“, meint Matthias Bönning, Head of Research bei oekom research. „Dazu zählen etwa Investitionen in Bildung, in die Infrastruktur und die Förderung der Energieeffizienz.“ (ag/hk)

Grünstrom für alle filialen unter dem rewe-BoGen

LauRa-MaRiE & FaBian Jina Das gefällt auch Laura-Marie und Fabian, die ihren Teil zum Klimaschutz beitragen und sich zu ihrem 16ten Geburtstag ein E-Moped wünschen.

STEFan wEiSSEnBöcK, MSc Schaut drauf, dass der gesamte Energieverbrauch auch in Zukunft aus erneuerbarer Energie gewonnen wird. Schon jetzt decken wind- und wasserkraft den Strombedarf aller Filialen in österreich ab.

Gemeinsam für ganz österreich. Mit innovativen Konzepten für weniger Energieverbrauch. Gemeinsam unter dem REwE-BOGEn.

© Messe Tulln

Investment Transparenz

CSRnet – VII

© Ralf Blechschmidt

Freitag, 29. November 2013

Mit dem Sparbuch in Photovoltaik investieren? Dank VB NÖ Süd möglich.


Werte schaffen.

Eine Gesellschaft ist stärker, wenn man jedem die gleiche Chance gibt. Unabhängig von Geschlecht, Religion oder sozialem Hintergrund, bei Raiffeisen gilt eine Unternehmenskultur der gleichen Chancen – und das für alle. Dabei verbinden wir kulturelle Vielfalt mit lokaler Tradition, fördern aktiv die internationale Vernetzung und schaffen so eine einzigartige Gemeinschaft in mehr als 20 Ländern Europas. www.rzb.at

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