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Spar-Bilanz 2013 Präsident Gerhard Drexel im medianet-Gespräch über Umsatz- und Marktanteilsentwicklungen

Spar hat die 30 Prozent im Marktanteil geknackt inhalt

© Ferdy Damman/EPA/picturedesk.com

prime news & market watch

> Feature: Vor genau 80 Jahren wurde Lego gegründet  4/5 > Gastkommentar von Peter A. Bruck zum MWC 2014  6 marketing & media > Talk: Epamedia-Geschäftsführerin B ­ rigitte Ecker  8 > ÖAK 2. Halbjahr 2013: Krone liegt erneut vorn  9

© Spar/Helge Kirchberger

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© Kurt Keinrath

retail > Emmis Vorstoß in die Convenience-Gefilde 

> Brauwirtschaft: Österreich ist Europameister  15 business weekend > Nachhaltige Anlagen als Stiefkind des Vertriebs  > Immobilien: Österreichs Norden prescht davon  > Non-Compliance kann sehr teuer werden 

Outperformer 2013 erzielte die Spar-Organisation ein Umsatzplus von 4,3 Prozent auf 5,8 Mrd. € – klar über dem Branchenschnitt von 3,2 Prozent. Für Spar-Präsident Gerhard Drexel ist auch die Auswirkung auf den Marktanteil relevant.  Seite 2

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Hofburg Pläne der neuen Hofburgchefin Alexandra Kaszay

© Chris Haderer

Kaszay will „neue Akzente setzen“

Neue Adresse der medianet Verlag AG: Brehmstraße 10/4. OG, A-1110 Wien P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

© Hofburg Vienna/Robert Harson

> Lauschangriffe und neue Top-Level-Domains  44

Großes Augenmerk legt Kaszay nach eigenen Angaben auf „Technik und IT“.

Wien. Alexandra Kaszay, als Nachfolgerin von Renate Danler neue alleinige Geschäftsführerin der Hofburg Vienna, will „der bisherigen Geschäftsstrategie treu bleiben“, aber „in dem einen oder anderen Bereich“ neue Akzente setzen. Großes Augenmerk legt Kaszay vor allem auf Technik und IT. Die langjährige Prokuristin war schon seit Dezember 2013 neben Danler als zweite gleichberechtigte Geschäftführerin in der Hofburg tätig. Laut Kaszay bleibt der strategische Fokus auf Kongresse und Tagungen sowie nationale und internationale Bankette und Galas ab 250 Personen aufwärts bestehen.  (red)


c ov e r

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Freitag, 28. Februar 2014

S PAR ÖSTERREICH - Gr u pp e / St r u kt u r dat e n

Unternehmen 2012 2013 Spar Österreich Standorte (Spar, Europsar, Interspar, Maximarkt) 1.586 1.607 Verkaufsfläche in m² 1.085.862 1.107.860 Mitarbeiter 38.338 39.351 davon Lehrlinge 2.494 2.503 ASPIAG (Austria Spar International AG) Standorte 1.105 1.111 Verkaufsfläche in m² 1.100.596 1.126.239 Mitarbeiter 33.315 34.366 Hervis Standorte 173 179 Verkaufsfläche in m² 180.049 179.766 Mitarbeiter 2.953 2.831 davon Lehrlinge 271 261 SES Spar European Shopping Centers Standorte 26 26 Verpachtbare Fläche in m² 717.000 717.000 Mitarbeiter 346 357 Spar Österreich Gruppe Standorte 2.890 2.923 Verkaufsfläche (Spar, Interspar, Hervis) 2.366.507 2.413.865 Verpachtbare Fläche (Shopping Center) 717.000 717.000 Mitarbeiter 74.952 76.905 davon Lehrlinge 2.765 2.764

Unternehmen 2012 2013 Wachstum Spar Österreich 1a Spar Österreich Konzern; konsolidierter Umsatz brutto 4,94 Mrd. € 5,13 Mrd. € +3,9% 1b Spar-Organisation (inkl. Endumsätze der Kaufleute) Verkaufsumsatz brutto 5,56 Mrd. € 5,80 Mrd. € +4,3% ASPIAG 4,87 Mrd. € 4,96 Mrd. € +1,8%* Hervis 0,44 Mrd.€ 0,42 Mrd. € −4,0% Spar Österreich Gruppe (Summe aus 1b, 2 und 3) Verkaufsumsatz brutto 10,87 Mrd. € 11,18 Mrd. € +2,9% SES Spar European Shopping Centers Verkaufsumsatz brutto 2,53 Mrd. € 2,56 Mrd. € +1,2* Spar Österreich-Gruppe inkl. SES Verkaufsumsatz brutto 12,58 Mrd. € 12,94 Mrd. € +2,9% Quelle: Spar Österreich AG

* wechselkursbereinigt

© Spar/Helge Kirchberger

spa r Öst erreich - Gr u pp e / U m s ä t z e

Gerh ard Drexel

Neu gewichtet Spar-Präsident Gerhard Drexel: „Wir haben 2013 erstmals die Hürde von 30 Prozent Marktanteil überwunden“

Spar ist 60: „Wir geben den Kunden Grund zum Feiern“

Ein Spar-Präsident mit Grund zur Freude: Im Wachstum liegt Spar eindeutig über dem Branchenschnitt und im Marktanteil erstmals über 30%.

Die Spar AG legt in Österreich um 4,3 Prozent zu und liegt damit über dem von Nielsen ausgewiesenen Branchenwachstum von 3,2 Prozent. Die Kaufleute profitieren und die Eigenmarken boomen. christian novacek

Salzburg. 2014 ist die Spar 60 Jahre jung. Für das Jubiläum, das 60 Wochen gefeiert wird, hat sich der Händler ein solides Rückgrat erarbeitet: Im Jahr 2013 erzielte die Spar-Organisation ein Umsatzwachstum von 4,3 Prozent auf 5,8 Mrd. € Verkaufsumsatz (brutto). Für 2014 soll das Wachstum prolongiert werden, indem, so SparPräsident Gerhard Drexel, „wir unseren Kunden einen guten Grund zum Feiern geben“. Dieser gestaltet sich wie folgt zur Win-Win-Situation: Das Jubiläumsjahr geht mit akzentuierten Preisaktionen einher, die haben ihren dämpfenden Effekt auf die Preise und zünden gleichzeitig den Umsatzschub. Gegen die Annahme, der Lebensmittelhandel würde wie in den Jahren zuvor über Preiserhöhungen die Inflation antreiben, sagt Drexel: „Ich gehe davon aus, dass 2014 die Lebensmittelpreise nicht signifikant steigen werden.“ Betrachtet man die aktuellen Spar-Zahlen unter dem Blickwinkel der Marktanteilsentwicklung, ergibt sich eine Stärkung der Position: „Voraussichtlich haben wir 2013 erstmals die Hürde von 30 Prozent Marktanteil überwunden“, ist Drexel stolz. Und weiter: „Wer letztlich den Titel ‚Wachstumsführer’ für sich beanspruchen kann, wissen wir erst, wenn Nielsen den Zensus herausgibt. Aber es wird ein Kopfan-Kopf-Rennen zwischen Vollsortimentern und Diskontern werden.“

In dieses Rennen wirft die Spar einmal mehr rd. 450 Mio. € Investitionskapital, das je zur Hälfte in die Inlands- und Auslandsexpansion einfließt, vorrangig in die Standortexpansion. In Österreich kamen im Vorjahr 30 neue Filialen dazu, weiters 20 Geschäfte, die von Kaufleuten betrieben werden. Drexel: „Bei diesen 20 Kaufleuten sind auch Akquisitionen von anderen Einzelhändlern enthalten. Das zeigt, dass Spar nach wie vor eine lebendige, für Kaufleute attraktive Händlerorganisation ist.“ Last not least kamen in der jungen Vertriebsform Spar express (Tankstellenshops) 22 Standorte dazu. Wesentlich in der Expansion ist der qualitative Aspekt: Standortverlegungen (alten Standort schließen, in der Nähe neuen Standort eröffnen) sind heute Usus, ebenso die laufende Modernisierung. Derzeit verfügt Spar in Österreich über 1.607 Spar-, Eurospar- und Interspar-Märkte. Darin inkludiert sind 788 Kaufleute sowie ein Mitarbeiterstand von 76.905 Menschen in der gesamten Gruppe. Der Zustrom an frischen Sparianern beläuft sich auf 2.000 zusätzliche Arbeitsplätze in 2013. Im Verlauf von fünf Jahren ergibt sich gar die beeindruckende Zahl von 7.500 neu geschaffenen Arbeitsplätzen.

Schauplatz Gericht Neben dem Schauplatz Lebensmittelhandel und seiner Zurschaustellung durch den alljährlichen

Nielsen-Marktanteilsreport hat die Spar zurzeit weitere interessante Szenarien aufgetan; deren Kulisse liefert der Europäische Gerichtshof. Zum einen geht es um das SparEngagement in Ungarn. Dort hat die Regierung in einer Geldbeschaffungsaktion im Dezember 2010 rückwirkend eine Krisensteuer eingeführt, die mit 2,5 Prozent

„Wer letztlich den Titel ‚Wachstumsführer‘ für sich beanspruchen kann, wissen wir erst, wenn Nielsen den Zensus herausgibt.“ Gerhard drexel, Präsident der spar österreich AG

vom Umsatz recht happig ausfiel. Drexel: „Spar kostete das 25 Mio. € pro Jahr.“ Die Krisensteuer hat auch noch 2011 und 2012 Geld in die Staatskasse gespült – was dem Rechtsempfinden der österreichischen Handelsorganisation klar zuwiderlief. Spar klagte – mit Erfolg: Mittlerweile hat der EuGH die Krisensteuer als diskriminierend angesehen. Diese Einschätzung muss nun in die ungarische

Rechtssprechung eingepflegt werden, und somit lebt die SparHoffnung, vielleicht einen Teil der Steuer rückerstattet zu bekommen.

Was sind Preisabsprachen? Fundiert klingen indes auch Drexels Argumente im Zwist mit der Bundeswettbewerbsbehörde. Diese ermittelt in Sachen Preisabsprachen die Lebensmittellandschaft rauf und runter. Bekanntlich ist der Terminus „Preisabsprache“ in der Auffassung der BWB – trotz mittlerweile modifizierten Leitfadens – eng definiert und sorgt mehr für Erbosen als für Klarheiten. Der Branchentenor formuliert sich etwa dieserart: Die Bundeswettbewerbsbehörde will das Thema Preis aus der Kommunikation zwischen Handel und Industrie derart weitreichend ausschließen, dass das wirtschaftlich nicht nur den beteiligten Unternehmen schadet, sondern auch den Wirtschaftsstandort Österreich schädigt. Nichtsdestotrotz ziehen die meisten Betroffenen eine freiwillige Bußgeldzahlung in Form eines sogenannten Settlements dem langwierigen Gerichtsprozess vor. Nicht so Spar. Die hat den Fehdehandschuh aufgenommen und judiziert das durch. Drexel dazu: „Wir sind zu keinem Settlement bereit; wir haben vor Weihnachten einen Bußgeldantrag erhalten und am 14. Februar unsere Äußerung dazu dem Kartellgericht zukommen lassen.“ Damit ist die Causa erstmals

vor Gericht und man harrt dem Ende des Verfahrens. Sofern dieses Ende nicht entspricht, gibt es noch den möglichen Weg zum Kartellobergericht. Drexel ist aber optimistisch: „Ich glaube, dass unsere Stellungnahme sehr klar, präzise und umfassend ausgefallen ist.“

Eigenmarken-Vormarsch Bereits seit 2007 sind die SparMarken ein probates Mittel zur Profilierung wie auch zur Renditenschärfung. Damals startete Spar Vital, gefolgt von S-Budget im Jahr darauf; weiters Spar free from (2009), Spar Premium (2010), Spar enjoy (2011) und Spar Veggie (2012). 2013 gedieh somit zum ersten Jahr, ohne dass eine neue Eigenmarkenlinie vom Stapel gelassen wurde. „Wir haben mit den Eigenmarken seit vielen Jahren eine tolle Entwicklung. Auch im Vorjahr sind wir mit neun Prozent plus ganz stark gewachsen. Das hat uns bestätigt: Wir haben hier bereits ein sehr ausgefeiltes Portfolio“, bekräftigt Drexel den Umstand, dass ein schlagkräftiges Eigenmarken-Sortiment derzeit keine neue Linie braucht, sehr wohl aber innovativ bleiben kann. Etwa mit 350 neuen Produkten im Vorjahr und entsprechenden Wachstumsraten von +30% beispielsweise bei Spar Premium. Die Gesamtpalette umspannt rd. 3.000 Artikel; deren Umsatzanteil, gemessen am Großhandelsumsatz, steigerte sich von 37% in 2012 auf 38% in 2013.


l e i tbe tr i e be obe r öste rr e i c h

Freitag, 28. Februar 2014

medianet – 3

OÖ. Ferngas Um die Energiewende in Österreich auf Schiene zu bringen, braucht es technische Innovationen

short

„Teil der Energiewende“

Doppler präsentiert die Bilanz 2013 Linz/Wien/Wels. Für die Welser Mineralölgruppe Doppler ist das Treibstoffgeschäft ein Frequenz- und Zusatzangebote wie Shops und Autowäsche ein Erlösbringer. Wie das Unternehmen berichtet, stieg das EGT 2013 um 28% auf 1,31 Mio. €. Der Umsatz lag bei rund 800 Mio. €, im Jahr zuvor waren es bei höheren Produktpreisen 795 Mio. €. Doppler hat per Ende 2013 rund 200 Tankstellen, 135 unter der Diskontmarke Turmöl, den Rest als BP, betrieben.  (APA)

Ferngas-Chef Johann Grünberger sieht Erdgas in diesem Zusammenhang als „Schlüsseltechnologie“. der Erdgas-Infrastruktur in Oberösterreich gegründet. Mit einem ambitionierten Investitionsprogramm und Innovationskraft gestalten die OÖ. Ferngas AG und ihre Tochtergesellschaften OÖ. Ferngas Netz

„Emissionsstarke ­Energieträger wie ­Kohle und Erdöl

voestalpine mit neuer Anlage in Südafrika

­können durch Erdgas schnell ersetzt und die Klimaziele leichter

Gas: „Teil der Energiewende“ „Erdgas ist eine Schlüsseltechnologie für die Energiewende“, erzählt Johann Grünberger, Präsident des Österreichischen

Johann Grünberger, ÖVGWPräsident und Vorstandsvorsitzender OÖ. Ferngas

Grünberger: Österreichische Energiewende soll ein „nachhaltiger Erfolg“ werden.

Verbands für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) und Vorstandsvorsitzender der OÖ. Ferngas AG. Er will sich dafür einsetzen, dass die österreichische Energiewende ein nachhaltiger Erfolg wird und sieht Erdgas dabei als Schlüsseltechnologie. Grünberger: „Emissionsstarke Energieträger wie Kohle und Erdöl können durch Erdgas schnell ersetzt und die Klimaziele leichter erreicht werden.“ Zudem

gebe es technische Möglichkeiten, überschüssige Wind- und Sonnenenergie durch Methanisierung von mit Erneuerbaren Energieträgern hergestelltem Wasserstoff zu speichern. Grünberger: „Gas ist ein Teil der Energiewende.“ Die Gaswirtschaft habe mit einer perfekten Erdgas-Infrastruktur dazu bereits die Voraussetzungen geschaffen. Die OÖ. Ferngas wurde vor über 50 Jahren mit dem Ziel des Aufbaus

© voestalpine

erreicht werden.“ © Rudolf Laresser

Wien. Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner sprach sich vergangene Woche beim Wettbewerbsfähigkeitsrat in Brüssel für die Re-Industrialisierung Europas und eine ganzheitliche Diskussion der Energie- und Klimaziele aus. „Aufgrund der Wachstumsschwäche Europas und des harten weltweiten Wettbewerbs müssen wir die Industriepolitik in den Mittelpunkt rücken und stärker mit den Energie- und Klimazielen verknüpfen“, so Mitterlehner anlässlich der Diskussion mehrerer Mitteilungen der EU-Kommission zur Industrie-, Klima- und Energiepolitik. „Starke Leitbetriebe sichern Wachstum, Beschäftigung und Innovation und sind in der Wertschöpfungskette eng mit Klein- und Mittelbetrieben vernetzt, daher brauchen sie eine klare Zukunftsperspektive in der EU“, sagte Mitterlehner am Donnerstag. Im Mittelpunkt der Gespräche stand auch das weitere Vorgehen rund um die sogenannte Energiewende – die Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität mit Erneuerbaren Energien.

Das neu eröffnete Voest-Werk in East London, Südafrika.

GmbH, OÖ. Gas-Wärme GmbH und OÖ. Ferngas Service GmbH auch die Energiezukunft Oberösterreichs aktiv mit. Als „starker Partner für alle Erdgasnutzer“, heißt es in einer Aussendung des Unternehmens, orientiere sich die OÖ. Ferngas-Unternehmensgruppe „konsequent an den Anforderungen des Markts und den Kundenwünschen mit zukunftsorientierten Produkten“.  (red)

Linz. Die voestalpine treibt die Internationalisierung voran: Am Donnerstag wurde ein neuer Standort der Metal Forming Division in East London, Südafrika, eröffnet, ein Werk für Automobilkomponenten. In diese Anlage sowie in Werke in China, den USA, Rumänien und Deutschland investiert man über 100 Mio. €.  (red)

Nachher ist man immer schlauer: Post-Kampagne für das Flugblatt Campaigning mit österreichweitem Flugblatt, TV-Spots, Gewinnspiel, Print und am POS.

Eine Gallup-Studie zeigt: Das Flugblatt ist das beliebteste Werbemedium in Österreich.*

PROMOTION

• 67 % der Befragten erinnern sich an Flugblattwerbung. • 57 % informieren sich darin für den nächsten Einkauf. • 55 % bestätigen dem Flugblatt kaufanregende Impulse.* Punkto Werbeerinnerung liegt das Flugblatt damit klar an der Spitze, weit vor dem Medium Fernsehen (mit 20 %*) und den Tageszeitungen an dritter Stelle (16 %*). Somit ist klar: Mit Öster-

„Das Flugblatt ist für uns das wichtigste Medium, da es trotz neuer Kanäle der Verkaufstreiber ist. Wir erreichen mit den Flugblättern wöchentlich über drei Millionen Haushalte. Es informiert, gibt kaufanregende Impulse und die Werbeerinnerung ist so hoch wie bei keinem anderen Medium.“ MAG. KERSTIN NEUMAYER, LEITUNG MARKETING BILLA AG

reichs beliebtestem Werbemedium* erreicht man seine Zielgruppe sicher, schnell und einfach und setzt in allen Branchen kaufanregende Impulse. Neben den Bestnoten überzeugt die höchste Zustellqualität durch erfahrene Briefträger – dies wurde durch Focus Media Research bestätigt.

Kampagne auf vielen Kanälen Was man verpasst, wenn man bewusst auf die wertvollen Flugblatt-News verzichtet, thematisiert die aktuelle Kampagne. Unter dem Titel „Das Flugblatt – Nachher ist man immer schlauer“ wird potenziellen Konsumenten der Mehrwert des Prospektes nähergebracht. Tipp: Den grünen Aufkleber über den Werbeverzichtskleber anbringen und besser über Aktionen & Co Bescheid wissen!

Die Kampagne wird österreichweit via Flugblatt an 3,2 Mio. Haushalte, mittels TV-Kampagne, Print, einem attraktiven Gewinnspiel und am POS begleitet.

Dacapo für Prospekt Award Auch der beliebte Post Prospekt Award geht 2014 in die nächste Runde: Dann können Konsumenten wieder ihr beliebtestes Flugblatt wählen. * Quelle: Gallup Branchenmonitor LEH, März ´13

INFO/KONTAKT

Österreichische Post AG Unternehmenszentrale Haidingergasse 1, 1030 Wien Business-Hotline: 0800 212 212 www.post.at/proflugblatt www.post.at/infopost

© Österreichische Post AG

Auch 2014 unterstützt die Österreichische Post AG den Spitzenreiter Flugblatt und setzt ihre erfolgreiche Kampagne („Das Flugblatt – Nachher ist man immer schlauer“), die im Vorjahr 6 Millionen Zielgruppenkontakte erzielte, fort.


f e atu r e

4 – medianet

Freitag, 28. Februar 2014

feature@medianet.at

Lego Zu Beginn des Millenniums noch ernsthaft in Gefahr, schaffte das Unternehmen den spektakulären Turnaround

Spiel gut! David C. Ro b e r ts on Buchautor

© Christopher Descano

Sylvia Tomek

Lange bevor die Computersoftwareprogramme patentiert wurden, machte Lego den Baustein ‚abwärtskompatibel’, sodass die neu hergestellten Steine mit den Originalsteinen von 1958 zusammenpassten.“

I

ch mag es nicht, dass es viele Lego-Jungen, aber kaum LegoMädchen gibt“, schrieb vor Kurzem die siebenjährige Charlotte an Lego und beschwerte sich über das weibliche Rollenbild in der Plastik-Welt des dänischen Spielwarenriesen. Bei einem Besuch in einem Spielzeugladen stellte sie fest, dass Lego-Mädchen entweder zu Hause sitzen, zum Strand gehen oder shoppen und auch keinen Job hätten. Die Lego-Jungen hingegen arbeiten, erleben Abenteuer, retten Menschen und schwimmen sogar mit Haien. „Ich will, dass ihr mehr Lego-Mädchen schafft und sie Abenteuer erleben und Spaß haben lasst, ok!?!“, forderte Charlotte in der direkten und offenen Art eines Kindes. Die Kritik, dass Spielzeuge immer geschlechterspezifischer werden und damit oft die alten, längst überwunden geglaubten Klischeebilder von Burschen und Mädchen einzementieren, ist nicht neu. Verwundert es doch, dass Produkte wie das „Prinzessinnenschloss“ oder die „Mädchensteinebox“ ausschließlich in Pink und Rosa gehalten sind. In der Zwischenzeit reagierte das Unternehmen auf Charlottes Kritik: „Lego hat oft eher Jungen angesprochen“, so der Unternehmenssprecher. Man bemühe sich aber, mit mehr weiblichen LegoFiguren zur Ausgeglichenheit der Geschlechterrollen beizutragen. Mittlerweile gebe es schon etliche „arbeitende“ Lego-Mädchen – von der Chirurgin über die Zoologin bis zur Wissenschaftlerin.

© Campus Verlag

Das kreative Leben fördern

B u chtipp David C. Robertson mit Bill Breen: Das Imperium der Steine – wie Lego den Kampf ums Kinderzimmer gewann. Campus Verlag, Februar 2014, ­Hardcover, 352 Seiten, 36 €, ISBN 978-3-593-50010-2

Als der Tischlermeister Ole Kirk Christiansen 1932 eine Werkstatt in der kleinen Gemeinde Billund auf der dänischen Halbinsel Jütland gründete und diese zwei Jahre später Lego (leg godt: spiel gut) nannte, sah er sich nicht mit der Emanzipation im Kinderzimmer, sondern mit ganz anderen Fakten konfrontiert. Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise in den dreißiger Jahren wollte er hochwertiges Holzspielzeug herstellen, um Eltern die Möglichkeit zu geben, ihre Kinder in schlechten Zeiten aufzumuntern. Mit dabei auch der Hintergedanke, das kreative Leben des Kindes und auch sein späteres Erwachsenendasein zu bereichern. Mittlerweile gehört Lego zu den beliebtesten Marken der Welt, der jährliche Produktionsausstoß an Bausteinen übersteigt das Fünffache der Weltbevölkerung, und auf jeden Menschen entfallen 80 Lego-Steine. Das Zusammenstecken der bunten Plastikteilchen erschließt eine Welt schier unbegrenzter Möglichkeiten (aus nur sechs Steinen ergeben sich beispielsweise über 915 Millionen potenzielle Kombinationen). Lego weckt die Experimentierund Spielfreude. Kinder lieben die

Bausteine, weil sie Spaß machen, und Eltern lieben sie, weil sie erzieherischen Wert haben. Diese Kombination wurde zum Erfolgsprinzip für ein jahrzehntelanges Umsatzwachstum. „Doch am Ende des 20. Jahrhunderts wurden die Veränderungen im Leben von Kindern zur Herausforderung für die Vormachtstellung der Bausteine“, so David C. Robertson, der in seinem neuen Buch „Das Imperium der Steine“ den Aufstieg und den durch eine erfolgreiche Unternehmenstransformation abgewendeten Zusammenbruch von Lego beschreibt.

Gefahr durch digitale Welt Im neuen Millennium begeisterten Kinder sich zunehmend für Video-Games und MP3 Player. Das weitgehend analoge Plastikbaustein-Unternehmen verlor in der digitalen Welt zunehmend an Attraktivität. Im Jahr 2003, nur drei Jahre, nachdem das US-Magazin Fortune den Baustein zum Spielzeug des Jahrhunderts gekrönt hatte, musste Lego den größten Verlust in der Firmengeschichte hinnehmen, und viele Experten zweifelten am Überleben als unabhängiges Unternehmen. Ein neues Managementteam schaffte den Turnaround. David C. Robertson dazu: „Schritt für Schritt erfand Lego die theoretischen Innovationsrezepte neu, stimmte sie auf ein WeltklasseManagementsystem ab und ging als kraftvolles, dauerhaft innovatives Unternehmen daraus hervor.“ Anstatt mit großer Anstrengung elektronisch affine, actionorientierte Kinder zu erreichen, wurde der Fokus wieder auf die wahren Fans gerichtet: auf jene Kids, die gern mit den Bausteinen spielen. Die Welt mit den Augen dieser jungen Kernzielgruppe zu sehen und wieder kundenorientiert zu handeln, wurde zur obersten Maxime. Mit neuen Produkten wie zusammenbaubaren Actionfiguren, „intelligenten“ Bausteinen für Roboter und einer Serie von Brettspielen sowie einer modernen Neukonzeption des klassischen Lego-Sets wurde auf die Bedürfnisse der Kinder des 21. Jahrhunderts eingegangen. Parallel dazu öffnete man den internen Entwicklungsprozess gegenüber der „Crowd“ im Internet, der „Weisheit der vielen“. Und verschrieb sich der Mass Customisation und erlaubte Fans, online ihren eigenen Do-ityourself-Baukasten zu erstellen.

Wachstum und Gewinne Das Ergebnis der triumphalen Rückkehr ins Zentrum des Markts erläutert David C. Robertson folgendermaßen: „Zwischen 2007 und 2011, inmitten der schlimmsten Phase der weltweiten Rezession, vervierfachten sich die Gewinne vor Steuern von Lego und übertrafen damit bei Weitem die Titanen der Spielzeugbranche,

Hasbro und Mattel, die während desselben Zeitraums auf einstellige Zahlen abrutschten. Von 2008 bis 2010 wuchs der Gewinn von Lego schneller als der von Apple, und das in einer Branche mit nur geringen Eintrittsbarrieren, einem aggressiven weltweiten Wettbewerb, unbeständigen Kunden, einem Produktionskostennachteil und ohne Patentrecht auf sein Kernprodukt – den Lego-Steinen.“ All diese Erfolge hatte das Unternehmen nicht etwa durch den oft beschworenen Bruch mit geschäftlichen Innovationen erreicht, sondern indem es sich innerhalb des eigenen Rahmens aufbaute. Nicht bahnbrechende Managementsysteme, wie etwa bei Google, wo jeder Mitarbeiter 20% seiner Zeit beliebigen Projekten widmen kann, waren das Geheimrezept, sondern klare Rahmenstrukturen, ein praktischer Ansatz für jede Art von Innovationsvorhaben und sechs Grundprinzipien, an denen das Unternehmen schon seit jeher festhält.

Werte und Experimente Beim ersten Prinzip geht es um Kernziele und Wertekanon. Dass Werte unbezahlbar für jedes Unternehmen sind und maßgeblich die Unternehmenskultur und damit die Zukunft beeinflussen, zeigt etwa auch Amazon, dessen Gründer Jeff Bezos alles daran setzt, das „kundenorientierteste“ Unternehmen der Welt zu sein. Das aktuelle Motto bei Lego – „Die Konstrukteure von morgen zu inspirieren und zu fördern“ – basiert ebenfalls auf dem Wunsch des Firmengründers, sich der Förderung von Kindern zu widmen. Und das mit den besten Produkten, denn: „Nur das Beste ist gut genug“ – so der entsprechende Leitsatz. Das zweite Prinzip: Unermüdliches Experimentieren führt zu bahnbrechenden Innovationen; dieser Meinung ist auch der amerikanische Ökonom Gary Hamel: „Innovation ist immer ein Zahlenspiel: Je mehr Sie machen, desto größer sind Ihre Chancen, einen satten Gewinn einzustreichen.“ Auch Legos Erfolg basiert auf jahrzehntelangem Bemühen. 1946 war Ole Kirk Christiansen der erste Spielzeughersteller, der eine Kunststoffspritzgießmaschine anschaffte. Sie kostete mehr als das Doppelte des Vorjahresgewinns. Für einen Tischler bedeutete Kunststoff damals eine riskante, lebensverändernde Herausforderung. Erst 1958 wurde das Noppen-und RöhrenSystem patentiert, das die „Haftkraft“ den Steinen verleiht und die Magie ausmacht. Entschlossenheit, Beharrlichkeit und unbeirrtes Verfolgen eines Zieles sind Tugenden, die sehr oft im Geschäftsleben unterbewertet werden. David C. Robertson dazu: „Dem langsamen, zentimeterweisen Fortschritt fehlt die dramatische Genugtuung, die sich mit raschen Erfolgen einstellt.“

In der Erkenntnis, dass Lego sich von der Produktion einzelner Spielzeuge wegbewegen und ganze Spielsysteme schaffen musste, liegt ein weiteres Grundprinzip. „Lange bevor die Computersoftwareprogramme patentiert wurden, machte Lego den Baustein ‚abwärtskompatibel’, sodass die neu hergestellten Steine mit den Originalsteinen von 1958 zusammenpassten“, schreibt Robertson in seinem Buch. Kinder konnten daher jeden Legostein mit anderen Steinen aus anderen Sets zusammenstecken.

Abwärtskompatibilität Jedes Produkt, das auf dem Markt gebracht wurde, erweiterte somit das Lego-Universum. Eine frühere Werbekampagne brachte es auf den Punkt: „ Du kannst immer weitermachen, du kannst bauen und bauen; Lego wird niemals langweilig.“ Unbegrenztes Spielen wird möglich: Je mehr Steine man kauft, desto mehr kann man bauen. Mit der Entscheidung, die Holzspielzeuge aus dem Sortiment zu geben, setzte Lego schon relativ früh einen entscheidenden Schritt in Richtung Konzentration auf das Kerngeschäft, den Plastikbaustein. Unter dem Motto „Weniger ist mehr“ konnten die Designer eine weltweit unschlagbare Kompetenz in Sachen Bausteinkreativität aufbauen und sich trotz eindeutig definierter Grenzen gegenüber den Mitbewerbern durchsetzen. Das Unternehmen versteht es auch, realitätsnahe, authentische Produkte zu kreieren. Der Alltag, den Kinder beobachten, ist die Grundlage ihrer Fantasie, daher liegt es nahe, die Welt der Erwachsenen auf die Miniaturwelt der Kids zu übertragen. „In einer zunehmend strahlenden, fingierten Welt ausgedachter Erfahrungen hungern wir nach dem Authentischen. Kinder wie Erwachsene fühlen sich von Erlebnissen angezogen, die sie als echt und ursprünglich empfinden“, so die Schlussfolgerung von Robertson. Neben der Wertschätzung für Kinder haben auch Einzelhändler für Lego besonderen Stellenwert – Prinzip Nummer 6. Von Anfang an war klar, dass vor allem für die Erstverkäufe der Handel gewonnen werden musste. Bereits 1963 zeigte der Unternehmenskatalog eine beeindruckende Auswahl an PoS-Materialien: diverse Regale, beleuchtete Schaufensterauslagen, Displays, kurze Filme, Hängeschilder und vieles mehr. Denn: Die Verbindung zu den Kindern gelingt am besten am PoS. Dass das dänische Spielzeugunternehmen immer wieder für Überraschungen sorgt, zeigt der Anfang Februar in den USA gestartete 3D-Animationsfilm „The Lego Movie“. Seit mittlerweile drei Wochen führt er unangefochten die Kinocharts an und überzeugt Große wie Kleine.


Freitag, 28. Februar 2014

f e atu r e feature@medianet.at

© Ferdy Damman/EPA/picturedesk.com

Vor genau 80 Jahren nannte der dänische Tischlermeister Ole Kirk Christiansen seine Firma Lego. Mit diesem Schritt ließ er den zentralen Wert des Unternehmens in seinen Namen einfließen, eine Kombination der ersten beiden Buchstaben zweier ­dänischer Worte: leg godt („spiel gut“). Ein Blick hinter die Kulissen.

medianet – 5


th e opi n i on

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Pipifax Manchmal könnte die Kluft zwischen Österreich und Deutschland größer nicht sein: Während sich die deutschen Medien inzwischen zart zu geißeln beginnen, weil der „Fall Christian Wulff“ spätestens nach dessen Freispruch aufzeigt, dass es auch der Vierten Gewalt im Staat nicht ansteht, politische Verfehlungen mit der Verve der Inquisition zu verfolgen, gehen in Österreich die Nutznießer der HypoSpekulationen weiterhin spazieren. Die Presse erinnerte kürzlich an einen Beitrag vom November 2013 in der Sendung „Am Schauplatz“. Auf der aktuellen Hypo-Beraterliste fänden sich viele Namen wie dazumal, wurde Wolfgang Peschorn, Leiter der staatlichen Finanzprokuratur, zitiert ... Dann verlief dieser Aspekt der Sache im Sand. Es geht bis heute um zig Milliarden. Aber zurück zum bösen Wulff: Zuletzt ging es in der Affäre, deren Aufklärung sich über fast drei Jahre zog, um eine Einladung zum Oktoberfest in Höhe von 700 Euro. Man erinnere sich an die Plagiats­ affäre rund um die ehemalige deutsche Bildungsministerin Annette Scha-

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Wir sind anders Nicht nur die gemeinsame Sprache trennt Österreicher und Deutsche. Oft ist es auch der diametral anders angelegte Zugang zum Thema Schuld und Sühne. sabine bretschneider

van, die gut dreißig Jahre nach einer schlampigen Dissertation aus dem Amt gejagt wurde. Dass im deutschen Sprachraum die auf die Verfassung akademischer Abschlussarbeiten spezialisierten Agenturen wie Schwammerl aus dem Boden schießen, ist hingegen kein Problem. Vier bis sechs Disser-

taionen pro Jahr schreibe er, erzählte neulich ein professioneller Ghostwriter in einem TV-Bericht. Die Autoren sind Profis, sie schaffen nach eigenen Angaben zwar nie wissenschaftlich Relevantes, aber: Sie plagiieren nicht. Der Plagiatsexperte Stefan Weber ortete damals, als das Thema auch

in Österreich zu brodeln begann, Parallelen zwischen den Doktorarbeiten der deutschen Bildungsministerin und des ehemaligen österreichischen Wissenschaftsministers und aktuellen EU-Kommissar Johannes Hahn. Der Rektor der Uni Wien, Heinz Engl, erklärte damals, dass „eine solche – nämlich Hahns – Dissertation heute nicht mehr angenommen werden würde“: „Die Standards waren damals offenbar lockerer als jetzt.“ Exakt gleich hatte Schavans Doktorvater argumentiert. Die Ergebnisse differieren, was jetzt zu der Frage führt, welche Annäherungstaktik an solche Affären die richtige wäre. Oder zumindest die sympathischere ist. Die „VroniPlag“-Kohorten und Jäger des geschenkten Bobbycars oder die heimischen Laissez-faire-Vertreter ... Ihre Meinung?

Gastkommentar Live vom Mobile World Congress Barcelona

Lenkrad statt Wählscheibe

zitat des ta ge s Egon Bahr ehem. deutscher Politiker (SPD)

Ein radikaler Wandel

© Mediendienst.com/Foto Wilke

heute im business weekend

„Wer es sich leisten kann, investiert lieber in den Bau eines Einfamilienhauses, statt für denselben Preis eine halb so große Wohnung zu erwerben.“

„Die Wirtschaftskrise erreicht den Tourismus zeitverschoben und mit indirekten Auswirkungen; die Polarisierung nimmt zu.“ Peter Zell mann, i n s ti tu t fü r freizeit- und tou r i s m u sforschung , s . 6 2

© Research Studios Austria/Helge Kirchberger Photography

© Lisa Bernard

Al ex ander Ert le r , Im mobilien.Net, s . 2 6

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IMPRESSUM Medieninhaber: „medianet“ Verlag AG 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller

Auto-Mobil Nicht Genf, sondern Barcelona, nicht Autosalon, sondern einen Mobilfunkkongress wählte die Ford Motor Company, um die neueste Version ihres weltweiten Erfolgsmodells Focus vorzustellen. Eine klare Sache zumindest für Steven Odell, der für Europa, Nahen Osten und Afrika den Ford-Chef abgibt. Ford will jedoch auch in Zukunft keine Mobiltelefonie verkaufen. Vielmehr sieht Ford, dass Auto und Telefon zusammenwachsen. Wer fährt, will auch verbunden sein, so die Einsicht. Ford setzt die Einsicht allerdings nicht allein um, sondern entwickelt sein ‚Sync‘System mit Microsoft. Dabei geht es nicht um Spaß, sondern um Notwendigkeit. Zurzeit gibt es ca. eine Milliarde Autos weltweit; in den nächsten Jahrzehnten sollen noch einmal zwei bis drei Milliarden hinzukommen. Odell meint, dass dies nur durch ein Verschmelzen von IT (Informationstechnik), KT (Kommunikationstechnik) und AT (Auto„Die Leistungsfähigmotive Technology) machbar und für Mensch und Natur verträglich sein wird. Das Auto wird nicht nur 60 Chips keit von Computer + haben, sondern auch die Konsumenten werden umdenken. Die Leistungsfähigkeit von Computer + Kommunikation Kommunikation wird wird kaufentscheidender werden als Motor + Getriebe.

Die Digitalisierung kann nicht mehr ‚entfunden‘ werden.

Freitag, 28. Februar 2014

kaufentscheidender

werden als Motor + Warum? Mehr Autos heißt mehr Stau, mehr Motoren auch mehr CO2-Ausstoß. Statt Mobilität und BewegungsGetriebe.“ freiheit: Stehzwang und Klimakatastrophe. Smart Cars mögen darauf Antwort geben. Das Auto von morgen wird peter A. Bruck, ICNM demnach nicht nach PS des Motors, elektrisch oder Verbrennung, sondern nach den Megahertz der Chips und den Megapixel der Kameras und Sensoren verkauft werden. Algorithmen ersetzen Drehmoment – auch aus der Sicht der Konsumenten. Für Timotheus Höttges, seit Jahresbeginn CEO der Deutschen Telekom, muss sich demnach die ganze Telekombranche radikal wandeln. Von der fallbezogenen Herstellung von Sprachverbindungen für Menschen geht es in Richtung unterbrechungslose Verbindungen von Milliarden von smarten Dingen, wobei Mobilfunk und Festnetz vollständig integriert sind und zusammen funktionieren. Die durchgängige Digitalisierung wird durch vollständige 24/7-Konnektivität ergänzt. Ein BMW läuft dann schon mit 60 bis 100 Sensoren und sechs SIM-Karten vom Lieferband. Er kann sich selbst einparken und im Stoßstange-zu-Stoßstange-Stau kann er sich auch selbst fahren. Dazu greifen die Autosysteme weiters auf Nokia oder Google Maps zu. Die Autotelematik ist somit integral zu Sicherheit, Komfort und Schnelligkeit der Fortbewegung. Ob Focus, oder Audi, Mercedes oder Fiat: Sie müssen auch miteinander kommunizieren können. Die Rolle der Telekomkonzerne ist es dann, technische Ökosysteme zu ermöglichen, zu unterstützen und für Sicherheit zu sorgen. Dabei darf es dann aber auch keine Systemzusammenbrüche geben. Wenn Autos oder Krankenbetreuungssysteme vollständig vernetzt sind, darf nicht vorkommen, was dem Bundesinstitut für Bildungsforschung eben jetzt mit 400.000 vertraulichen Testergebnisse von Schülen und 36.000 E-Mail-Adressen von Lehrern passiert ist. Datenlecks und Netzwerkeinbrüche zu verhindern, wird eines der Hauptgeschäftsfelder der Telcos werden müssen.

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Peter A. Bruck, ehrenamtl. Vorstand des Int. Zentrums für Neue Medien und Chairman des World Summit Awards; www.wsa-mobile.org Die Gastkommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

inside your business. today.

freitag, 28. februar 2014 – 7

Neue Staffel des RTL II-Formats „Traumfrau gesucht“ startete erfolgreich  Seite 9

Kampagne

Präsentation

Sportunion und Österreichische Lotterien mit der „School Challenge“  Seite 10

Fünfte Auflage des CSR-Jahrbuchs wurde vorgestellt Seite 12

© medianet/APAFotoservice/Preiss

© RTL II

Quote

© Österr. Lotterien/Bieniek

marketing & media „Werden weiter wachsen und Gewinne erzielen“

© Mediaprint/Foto Wilke

short

Gerhard Riedler, Krone-Geschäftsführer, freut sich über die aktuellen Zahlen der ÖAK, welche seinem Medium knapp 800.000 verkaufte Exemplare bescheinigt. Dahinter folgen mit Respektabstand wie gehabt Kleine Zeitung und Kurier. Im Gratissegment bleibt Heute vor Österreich. Seite 9

© Österreichische Post

­Außenwerbung Epamedia-Geschäftsführerin ­Brigitte Ecker blickt nach ­erfolgten Restrukturierungs­ maßnahmen optimistisch nach vorn und betont dabei die Leistungswerte des bestehenden Außen­werbe­netzes ebenso wie spezielle ­Bemühungen im Bereich der Sonderinstallationen.  Seite 8

© APA

© Epamedia/medwed people

Thomas Auböck, Leitung Marketing & Vertrieb bei der Österr. Post, setzt auf das Flugblatt, denn es punkte durch Spitzenwerte bei der Werbeerinnerung und diene als entscheidende Informationsquelle. Zudem verweist er auf sechs Millionen Kontakte und hohe Responseraten. Seite 10

Clemens Pig, seit Jänner CoGeschäftsführer der APAGruppe, spricht mit medianet über veränderte Herausforderungen im Medienmarkt und will durch bewusst gesetzte Innovationsschritte künftige Entwicklungen mittragen. Die Bedeutung des Journalismus sieht er steigend. Seite 11

Print Erscheint nach Insolvenz heute zum letzten Mal

Ende für „Kärntner Tageszeitung“

Demner, Merlicek & Bergmann mit neuer Kampagne zur Milchproduktvielfalt bei Ja! Natürlich.

© APA/Gert Eggenberger

© DM&B

medianet tv heute

Die KTZ erscheint heute letztmalig, 27 angestellte Mitarbeiter sind betroffen.

Wien/Klagenfurt. Die Kärntner Tageszeitung wird am Freitag zum letzten Mal erscheinen, ein Antrag auf Betriebsschließung ist gestellt. Das teilte Masseverwalter Gerhard Brandl am Donnerstag in einer Aussendung mit. Am Dienstag war das Konkursverfahren eröffnet worden. Das frühere SPÖ-Parteiblatt steckte schon länger in finanziellen Turbulenzen. Zuletzt war ihm der Geschäftsführer abhandengekommen: Dietmar Wassermann, gegen den ein Haftbefehl wegen des Verdachts des millionenschweren Mehrwertsteuerbetrugs vorliegt, ist offenbar untergetaucht.  (APA)

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c ov e r stor y

8 – medianet

Seiteneinwurf

Nicht spannen, bin freiwillig freizügig

Freitag, 28. Februar 2014

Im Gespräch Epamedia-COO Brigitte Ecker betont die Leistungswerte des Außenwerbespezialisten

„Das Österreich-Geschäft war schon immer positiv“ „Bloß das Gesamtergebnis mit den Ost-Töchern hat das Gesamtergebnis beeinträchtigt“, so Ecker.

J

a, ja die Briten. Wie der Guardian in seiner gestrigen Ausgabe berichtete, hat der britische Geheimdienst GCHQ jahrelang Bilder der Webcams von Yahoo-Nutzern abgegriffen. Das Programm mit dem Codenamen „Optic Nerve“ habe in den Jahren 2008 bis 2010 Standbilder aus den WebcamChats des Internetkonzerns gespeichert, so die Zeitung. Nun, abgesehen davon, dass viele von uns zu Hause, privat, unbeobachtet nicht gerade in Opernball-fähiger Robe herumzulaufen pflegen, stellt sich die Frage, was der GCHQ, abgesehen von nicht laufstegfähiger Mode, sonst so vor die Linse bekommen hatte. Im Artikel ist von Bildern „sexueller Natur“ die Rede. Was das ist, können wir uns alle vorstellen; was aber die Folgen eines solchen Fundus in der Hand des Geheimdiensts sind, können wir uns vermutlich nicht vorstellen. Wobei: Ich frage mich, ob es die Geheimdienste überhaupt nötig haben, heimlich ihre Bürger durch das WebCamGuckloch auszuspionieren. Denn wie man einer Meldung dieser Woche entnehmen konnte, dauert es – bei gezielter Nachfrage – ganze vier Minuten, bis Chatpartner freiwillig (!) später möglicherweise kompromittierende Fotos von sich an unbekannte Chatpartner weitergeben. d.fejzuli@medianet.at

etc.). Derartige Netze können auf Kundenwunsch auch spezifisch ausgearbeitet werden, etwa für FMCG in deren regionalen Schwerpunktabsatzmärkten. Und wie will Epamedia den USP des Angebots zusätzlich schärfen? „Das Thema Sonderumsetzungen liegt derzeit ganz stark in unserem Fokus “, meint Ecker. „Für Sonderinstallationen haben wir die Spezial-Unit Epamedia Interactive ins Leben gerufen, die gemeinsam mit unseren Kunden und deren Agenturen impactstarke Sonderinstallationen entwickelt und umsetzt.“

Sonderwünsche im Fokus

Wertvolle Insights „Die Epamedia bietet die Möglichkeit, sowohl urban als auch rural, als stärkster Partner der Werbewirtschaft in der Außenwerbung aufzutreten und auch ohne den Mitbewerb flächendeckend starke, österreichweite Kampagnen zu fahren“, ergänzt Ecker. Dabei greift man auch auf die Leistungswerte des OSA zurück. „Der Ruf der Branche nach diesen Daten war vorhanden, nun können wir unsere Leistungen untermauern.“ Zudem erhalte man wertvolle Insights hinsichtlich der Kampagnenplanung; beispielsweise müsse man nationale Kampagnen nicht mehr mit 50% Budget in Wien spielen, 30% sind hier in der Landeshauptstadt völlig ausreichend, so Brigitte Ecker. Nach Erledigung der Hausaufgaben, also Restrukturierung der Organisation, Verschlankung der Belegschaft von 140 auf 110, Überarbeitung von Lieferanten und Verträgen sowie insgesamt bewussterem Kostenmanagement stehe man nun auf wirtschaftlich soliden

© Epamedia/medwed people

dinko fejzuli

Wien. „Epamedia hat das größte Außenwerbungsnetz und verfügt österreichweit über 27.441 Stellen“, bekräftigt Epamedia-Geschäftsführerin Brigitte Ecker im medianet-Gespräch. Laut Outdoor Server Austria (OSA) verfügt die Epamedia bei sämtlichen Out-of-Home-Werbeträgern über einen Marktanteil von 43% und bei den Plakatstellen über einen Marktanteil von nahezu 50% (siehe Infobox). Diesen Status müsse man nach den aufwendigen Restrukturierungsmaßnahmen nun auch im Markt wieder kommunizieren und festigen, so die beiden.

Spitze der Epamedia: COO Brigitte Ecker und CFO Alexander Labschütz.

Beinen. „Epamedia in Österreich hat in Wahrheit immer schwarze Zahlen geschrieben, bloß das Gesamtergebnis mit den Ost-Töchern hat in den vergangenen Jahren das Gesamtergebnis beeinträchtigt; wir werden auch 2014 weiter wachsen und schöne Gewinne erzielen“, ist Ecker vom Erfolg überzeugt. Heuer gelte es, mit dem nötigen Innovationsgeist sowie Service und Beratung bei den Werbekunden zu punkten. „Wir bei Epamedia setzen auf Servicequalität“, betont Ecker: „Die regionale Kundenbetreuung vor

Ort – in allen neun Bundesländern sowie auf regionaler und lokaler Ebene – ist ein ganz zentrales Asset von Epamedia.“ Weiterer Ausdruck des ServiceGedankens sind laut Ecker die Spezialnetze zur stärkeren Zielgruppenfokussierung von Außenwerbekampagnen in den Bereichen Tankstellen, Apotheken, Öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsstraßen oder Retail. Durch zielgruppengenauere Platzierungen lassen sich Streuverluste verringern und spezifische Nutzergruppen gezielt ansprechen (Autofahrer, Haushaltsverführende, Junge, Urbane,

Oberstes Ziel dabei sei es stets, „die Werbekunden zu unterstützen, die Effektivität ihrer Außenwerbekampagnen zu maximieren“. Jüngstes Beispiel ist ein interaktives City Light, mit dem Fans der Puls 4-Musikshow „Herz von Österreich“ täuschend echte Bühnenfotos von sich selbst anfertigen und auch gleich verschicken lassen konnten. „Das Eingehen auf Sonderwünsche unserer Werbekunden ist für uns kein Schlagwort, sondern gelebte Realität“, meint Ecker abschließend.  (hof)

Facts Der Außenwerbespezialist Epamedia weist beim Plakat österreichweit einen Marktanteil von 49,4% auf; bezogen auf die gesamten Out-ot-Home-Werbeträger sind es 43,4%. Von den österreichweit laut OSA verfügbaren Außenwerbeträgern (64.854 Stück) entfallen 27.441 auf die Epamedia. Österreichweit verfügt das Netzwerk der Epamedia über 22.972 Plakatstellen, 4.086 City Lights und 383 Scroller (Poster Lights). Quelle: Epamedia, OSA-Medien, 1. Quartal 2014.

Award Salzburger Landespreis für Marketing, Kommunikation & Design in 15 Kategorien vergeben; drei Agenturen besonders erfolgreich

Christian Salic vor ideenwerk und Red Bull Creative

© Christian Salic; Olaf Pignataro/Red Bull Content Pool

Preisträger

Zwei siegreiche Projekte: Christian Salic für das Schloss Hellbrunn (links), Red Bull Creative für Red Bull Italien.

Salzburg. Die Salzburger Werbeszene kürte am Donnerstagabend bei der „Nacht der Werbung“ die erfolgreichsten Agenturen und Auftraggeber des Landes. Die nach Siegen in den 15 Kategorien erfolgreichste Agentur beim Landespreis war Christian Salic: Auf sein Konto gingen vier erste Plätze und dazu noch drei zweite und drei dritte Plätze. „Silber“ holte sich ideenwerk mit drei ersten und

vier zweiten Plätzen sowie einem dritten Platz. „Bronze“ eroberte Red Bull Creative mit zwei ersten Plätzen, einem zweiten Platz und zwei dritten Plätzen. Insgesamt hatten 65 Agenturen 426 Arbeiten eingereicht. „Es ist eine zentrale Aufgabe des Landespreises, die Leistungen der Agenturen vor den Vorhang zu holen; den Auftraggebern wird dadurch gezeigt, dass die Arbeit

der Salzburger Werber nicht nur kreativ ist, sondern auch wirkt“, stellt Fachgruppenobmann Michael Mrazek fest. „Der heurige Landespreis verdeutlicht einmal mehr, dass Salzburg ein führender Kommunikationsstandort ist. Sowohl die Qualität der eingereichten Arbeiten als auch die Kunden belegen, dass die Salzburger Agenturen in Österreich keinen Vergleich scheuen müssen“, so Mrazek. (red)

Anzeigen 1. Red Bull Creative GmbH, Universität Salzburg 2. Pixelart Communication GmbH, Luis Trenker s.r.l. 2. Polak and friends, Dicom Corporate Design 1. Christian Salic, Stadtwerk Lehen 2. Markenstellwerk, Thomas Gruber 3. Christian Salic, Rockhouse Salzburg Direct Marketing 1. Polak and friends, WKSFachgruppe 2. ideenwerk GmbH, Automobilclub Raus aufs Land Mailing 3. zooom Productions GmbH, Red Bull Media House Events & Promotions 1. Red Bull Creative GmbH, Red Bull Italien 2. Die fliegenden Fische, Magistrat Salzburg 3. Plenos – Agentur für Kommunikation, Europark Salzburg Grafik-Design 1. ideenwerk GmbH, Berger 2. ideenwerk GmbH, Red Bull 3. zooom Productions GmbH, Red Bull Media House Hörfunkwerbung 1. Christian Salic, NIC.at 2. ideenwerk GmbH, WKS 3. ideenwerk GmbH, Gletscherbahnen Kaprun Marketingkonzepte 1. Bluforce Markom GmbH, Lidl Österreich 2. Christian Salic, Rewe Group & Salzburg AG 3. Red Bull Creative GmbH, RB Leipzig Messebau und PoS 1. ideenwerk GmbH, Skiny Bodywear 2. Scenomedia OG, Salinen Austria GmbH 3. Loop New Media GmbH,

Electrodrive Salzburg Out of Home 1. Christian Salic, Schloss Hellbrunn 2. Christian Salic, Schloss Hellbrunn, 3. Red Bull Creative GmbH, RB Leipzig Public Relations 1. ikp-Salzburg GmbH, Siglmühle GmbH 2. Plenos – Agentur für Kommunikation, OEGGG 3. Miam Miam, Michael Ferner Socia Media 1. Bluforce Markom GmbH, Lidl Österreich 2. Christian Salic, NIC.at 3. Viermalvier.at Agentur für neue Medien, Palfinger AG TV- und Kinospots 1. ideenwerk GmbH, WKS 2. Wuger – Brands in Motion, Hochkönig Bergbahnen 3. Christian Salic, Rockhouse Salzburg Websites 1. Agentur Loop New Media GmbH, Puma International 2. Edgy Circle OG, Zeichenfabrik 3. Dunkelblaufastschwarz, Marianne Köhler Werbekampagnen 1. Christian Salic, Schloss Hellbrunn 2. Red Bull Creative GmbH, RB Leipzig 3. Christian Salic, NIC.at Werbefilm und Video 1. A 365 – Agentur für neue Kommunikation, Xtrig 2. ideenwerk GmbH, Skiny Bodywear 2. Adwerba Marketing Service GmbH, Feuerschutzteam.  aufgelistet jeweils: Agentur, Kunde


Medien

Freitag, 28. Februar 2014

medianet – 9

ÖAK 2. Halbjahr 2013 Keine Veränderungen am Tageszeitungsmarkt: Kronen Zeitung liegt erneut vor Kleine Zeitung und Kurier

„Krone“ verkaufte knapp 800.000 Heute vor Österreich am Gratismarkt; Zufriedenheit auch bei RMA mit über 3 Mio. erreichten Lesern. die RMA-Vorstände Klaus Schauer und Stefan Lassnig die aktuellen ÖAK-Zahlen. Da seit dem ersten Halbjahr 2013 neue Bestimmungen der ÖAK gelten, ist – abgesehen von der Druckauflage – ein Vergleich der Zahlen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum nicht möglich. Durch die Reform soll „eine massive Erleichterung und Straffung der Auflagenstruktur“ möglich sein.  (cw/APA) Weitere Zahlen aller Titel und Statements der Marktteilnehmer finden Sie im am Dienstag erscheinenden Special zur ÖAK.

Au f l a g e n ko n t r o l l e , 2 . Ha l b j ahr 2 0 1 3

Druckauflage Verkaufte Auflage Verbreitete Auflage Der Standard 97.399 66.519 85.088 Die Presse 91.576 70.027 79.789 Kleine Zeitung 309.017 279.339 296.854 Kronen Zeitung 905.428 794.880 826.752 Kurier 196.019 151.384 164.153 Neue Vorarlberger TZ 11.823 7.650 10.739 OÖNachrichten 136.406 106.605 128.820 Salzburger Nachrichten 85.024 67.064 77.266 Tiroler Tageszeitung 101.116 84.338 95.973 Vorarlberger Nachrichten 65.383 59.484 62.703 WirtschaftsBlatt (Mo–Fr) 30.007 21.281 26.480 Heute (gratis) 614.696 0 601.827 Österreich (gratis) 557.949 59.028 512.135 Quelle: ÖAK Österreichische Auflagenkontrolle; Daten: 2. Halbjahr 2013; Tageszeitungen (alle erfassten Titel).

© Panthermedia.net/Jan Hanus

Wien. Die Kronen Zeitung war mit 794.880 verkauften Exemplaren im zweiten Halbjahr 2013 neuerlich die meistverkaufte Tageszeitung Österreichs. Auf den weiteren Plätzen folgten Kleine Zeitung (279.339) und Kurier (151.384), wie aus den am Montag veröffentlichten Zahlen der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) hervorgeht. „800.000 täglich verkaufte Exemplare (Mo–Sa) und rund 1,3 Millionen Verkaufsauflage am Sonntag sind eine Klasse für sich. Mit dieser konstant hohen Auflage und den besonderen Kontaktqualitäten einer erfolgreichen KaufTageszeitung bieten wir unseren Werbekunden aus allen Branchen die beste Basis für effiziente Kommunikationslösungen“, zeigte sich Krone-Geschäftsführer Gerhard Riedler über die aktuellen ÖAKZahlen erfreut. Wie für das erste Halbjahr 2013 wurde auch diesmal wieder die Verbreitung der Printmedien erhoben. In dieser Kategorie erreichte die Krone 826.752 Exemplare, die Kleine Zeitung kam auf 296.854 verbreitete Titel und der Kurier auf 164.153. Die Gratiszeitung Heute erzielte eine verbreitete Auflage von 601.827 Stück, Österreich verbreitete im Schnitt 512.135 Zeitungen. Bei den Publikumszeitschriften und Magazinen lag Die Ganze Woche mit 322.121 verkauften Heften vor TV Media (197.138) und Servus in Stadt&Land (141.085). Das Magazin Woman konnte 138.450 Titel verkaufen, News setzte 131.718 Exemplare ab. Zufrieden zeigte man sich auch bei den Regionalmedien Austria „Unsere Zeitungen werden Woche für Woche gratis an 3,3 Millionen Haushalte in ganz Österreich zugestellt. Auf diese Weise erreichen wir rund 3,866 Millionen Leserinnen und Leser, was uns zur Nummer eins am heimischen Zeitungsmarkt macht“, kommentieren

Wer liegt vor, wer hinter wem: die aktuellen ÖAK-Zahlen 2. Halbjahr 2013.

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m a r k e ti n g/ m e di en

10 – medianet

Freitag, 28. Februar 2014

„Nachher ist man immer schlauer“ 2/3 erinnern sich an die Flugblattwerbung und über 50% informieren sich darin für den nächsten Einkauf

„Die Post setzt ihre erfolgreiche Kampagne für das Flugblatt fort“ Sechs Millionen Zielgruppenkontakte & 130.000 Teilnehmer beim Gewinnspiel lassen auch für heuer wieder einiges erwarten.

medianet: Im vergangenen Jahr hatten Sie 130.000 Teilnehmer beim Gewinnspiel – wie ist diese Zahl aus Ihrer Sicht zu bewerten? Auböck: Insgesamt war die Pro Flugblatt-Kampagne im Jahr 2013 mit sechs Millionen Zielgruppenkontakten und 130.000 Teilnehmern beim Gewinnspiel ein voller Erfolg und deshalb wird die Kampagne aktuell auch weitergeführt. Neu ist, dass sich die Kampagne heuer auch verstärkt an unsere BusinessKunden mit Advertorials sowie Online-Beiträgen in relevanten Fachmedien wendet, und auch in den Post-Filialen und bei den Postpartnern wird die Pro Flugblatt-Kampagne heuer intensiv unterstützt.

88.6 Verkehrs-Service neu

© 88,6

Pendler-Radio

88.6 startet neuen Verkehrs-Service, speziell für Pendler nach Wien.

Wien. 88.6 Der Musiksender präsentiert den ersten und einzigen Verkehrsbericht für Berufspendler und setzt mit detaillierten Verkehrsberichten rund um die wöchentlichen Stau-Hotspots der Stadteinfahrten, Zubringerstraßen und den Verkehr in der City auf schnelle und rechtzeitige Informationen, die den Autofahrern das Leben leichter machen. Damit richtet 88.6 seinen Verkehrsservice speziell auf die Bedürfnisse der Hörer aus, die täglich aus Niederösterreich und den Außenbezirken Wiens mit dem Auto zur Arbeit in die Stadt fahren.

„Das Flugblatt punktet durch Spitzenwerte bei der Werbeerinnerung und dient als entscheidende Informationsquelle für den nächsten Einkauf.“ thomas auböck, österr. post

Die aktuelle Kampagne richtet sich mittels Flugblatt an 3,2 Millionen Haushalte; eine TV-Kampagne, Printschaltungen und ein attraktives Gewinnspiel unterstützen die Aktivierung. medianet: Bereits seit geraumer Zeit ist das sog. ‚Kuvert‘ am Markt – wie ist Ihre bisherige Bilanz? Auböck: Die Bilanz ist sehr gut – seit Februar 2012 ist das ‚Kuvert‘ flächendeckend am Markt. Zwei Mal pro Woche wird es, gefüllt mit Flugblättern, an mehr als drei Mil-

von 85,4 Prozent, also mehr als fünf Millionen Österreicherinnen und Österreicher.

lionen österreichische Haushalte verteilt. Damit gelingt es der Post einerseits, den Kundenwunsch nach mehr Ordnung im Briefkasten zu erfüllen und andererseits auch mit ansprechenden Inhalten zu punkten. Das bestätigt auch die im September 2013 veröffentlichte Cawi-Print-Studie. Im Erhebungszeitraum vom 1. März bis zum 29. Juni 2013 gaben 35,8 Prozent der Befragten an, die aktuelle Ausgabe des Kuverts genutzt zu haben. Insgesamt erreicht das Kuvert somit nun einen Bekanntheitswert

medianet: Abgesehen vom Handel, für wen ist der Werbeträger Prospekt ebenfalls sehr interessant? Auböck: Das Flugblatt ist das Medium für den klassischen Einzelhandel und punktet mit 67 Prozent Werbeerinnerung, es gibt jedoch auch viele andere Branchen, für die es von großer Bedeutung ist. Laut Gallup Branchenmonitor belegen Flugblätter und Prospekte sowohl

Ausbildung FH Wien und Austrian Development Agency

medianet: Im Vergleich zu früher rittert das Flugblatt heute mit vielen anderen Kommunikationskanälen um Aufmerksamkeit … Auböck: …das Flugblatt hat wesentliche Vorteile gegenüber anderen Kommunikationskanälen. Es ist kein ‚Hintergrundmedium‘, welches passiv konsumiert oder zur Überbrückung einer Wartezeit in die Hand genommen wird. Dem Konsum eines Flugblatts geht eine bewusste Entscheidung voraus: Der Endkunde nimmt das Flugblatt mit in die Wohnung und liest dieses in seiner gewohnten Umgebung, zu einem von ihm selbst bestimmten Zeitpunkt. Das bedeutet, er ist entspannter und aufnahmefähiger, was sich bei den sehr guten Werbeerinnerungswerten niederschlägt. Kein anderes Medium – mit der Ausnahme des Internets – bietet Unternehmen die Möglichkeit, eine dermaßen große Fülle an Informationen darstellen zu können, und das Flugblatt ist unschlagbar günstig, wenn es darum geht, eine Vielzahl an Informationen an eine breite Bevölkerungsschicht zu kommunizieren. Ein weiterer Vorteil ist selbstverständlich auch die CO2-neutrale Zustellung der Flugblätter. (red)

School Challenge Trendsportarten in die Schule bringen

Neue Reihe: Medien & Entwicklung Kampagne für mehr Bewegung Wien. Krisen- und Konfliktschauplätze in Entwicklungsländern sind ein häufiges Thema in der Medienberichterstattung; internationale Entwicklung und Entwicklungszusammenarbeit findet dagegen kaum Eingang in Berichte und Reportagen. Das Institut für Journalismus & Medienmanagement der FHWien der WKW widmet sich daher gemeinsam mit der Austrian Development Agency, der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und der Agentur „Südwind“ in der neuen Reihe „Medien & Entwicklung“ dieser wichtigen Thematik. Erste Veranstaltung ist ein eintägiger Workshop zu Entwicklungszusammenarbeit und zur Berichterstattung darüber. „Internationale Entwicklung ist eine sehr komplexe Materie. Gerade deshalb sind Journalis-tinnen und Journalisten bei der Vermittlung und Darstellung der vielschichtigen Zusammenhänge stark gefordert. Wir wollen mit diesem Workshop helfen, junge Praktiker für diese Aufgaben vorzubereiten“, so Nikolaus Koller, Leiter des Ins-

tituts für Journalismus & Medienmanagement an der FHWien der WKW. Außenpolitik-Journalist Christian Ultsch (Die Presse) und die Experten aus dem Bereich Entwicklungszusammenarbeit, Helene Unterguggenberger (Caritas) und Robert Zeiner (Austrian Development Agency), führen die Workshop-Teilnehmer am Vormittag in das Themengebiet ein. Johannes Gutmann, Chef der Sonnentor Kräuter GmbH, spricht über die Rolle und Chancen von Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Der Workshop richtet sich an Medienschaffende, die an Entwicklungsthemen interessiert sind, sowie an Journalistinnen und Journalisten in Ausbildung.

facts Wann 29.3.2014, 10–17 Uhr; Wo FHWien der WKW, Währinger Gürtel 97, 1180 Wien; Interessierte können ihre Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf und Motivationsschreiben) bis Sonntag, den 9.3., an Nikolaus Koller schicken (nikolaus.koller@fh-wien.ac.at)

Österr. Lotterien Vorstands­ direktorin Bettina Glatz Kremsner, Markus Eggensperger (Hip Hop), Harald Blamauer (Klettern), Robert Nowotny (Beach­ volleyball).

© Österreichische Lotterien/Achim Bieniek

medianet: Die Post wiederholt die Vorjahreskampagne ‚Pro Flugblatt‘. Weshalb die Neuauflage? Thomas Auböck: Weil die Kampagne bereits im letzten Jahr ein voller Erfolg war: Die Anzahl der Abgabestellen hat sich 2013 im Vergleich zu 2012 erhöht, wobei Wien, gemessen an Restösterreich, am meisten zugelegt hat. Den Erfolg verdanken wir einerseits der Tatsache, dass der Aufkleber ‚Das Flugblatt – Nachher ist man immer schlauer‘ gut angenommen wurde, aber auch, dass neben der erfolgreichen Pro Flugblatt-Kampagne auch Aktionen wie das ‚Flugblatt Test Abo‘, ‚Adressierte Flugblätter‘ und der ‚Post Prospekt-Award‘ einen wertvollen Beitrag leisten konnten.

in der Branche Telekommunikation, als auch im Bereich Autohandel den zweiten Platz. Auch im Sektor Public ist das Flugblatt nicht wegzudenken: Bürgermeister und Gemeinden setzen es sehr gern als Kommunikationsmittel ein; deshalb hat die Österreichische Post speziell für dieses Segment eigene Produkte entwickelt, wie z.B. die Gemeindestreuung. Gern wird auch auf Info.Post Express zurückgegriffen, wenn es besonders schnell gehen muss.

medianet: Und die Ziele? Auböck: Das Ziel der Kampagne 2014 ist klar: Wir wollen die Zahl der Abgabestellen weiter erhöhen. Mit der Kampagne werden die Konsumenten angeregt, den grünen Aufkleber (‚Das Flugblatt – Nachher ist man immer schlauer‘) über ihren bisherigen Werbeverzichtskleber auf dem Postkasten anzubringen, um so zukünftig über aktuelle Angebote und Produktneuheiten informiert zu werden.

© Österreichische Post

Wien. Die Post führt ihre erfolgreiche Kampagne „Das Flugblatt – Nachher ist man immer schlauer“ mit 6 Millionen Zielgruppenkontakten im Jahr 2013 auch 2014 fort. medianet bat aus diesem Anlass Thomas Auböck, Leitung Marketing & Vertrieb Geschäftskunden, zum Interview.

Wien. Mit der „School Challenge“ bringen die Sportunion und die Österreichischen Lotterien coole Trendsporten in den Bewegungs- und Sportunterricht von über 8.000 Schülerinnen und Schülern. Von 24. Februar bis 23. März läuten Hip Hop, Klettern, Beachvolleyball, Ultimate Frisbee und Freerunning eine sanfte Revolution des Turnunterrichts der 11 bis 14-Jährigen ein. Die Sportarten vermitteln den Jugendlichen nicht nur Freude an der Bewegung, sondern stehen für Jugendkultur,

Individualität, aber auch Teamgeist, Zusammengehörigkeitsgefühl und Naturverbundenheit. Es nehmen 130 Schulen mit 500 Klassen teil. Bei der School Challenge handelt es sich um einen vierwöchigen Funsport-Schwerpunkt im Sportunterricht mit dem Hauptziel, die motorischen Fertigkeiten und Fähigkeiten der Jugendlichen zu schulen, und die Zielgruppen der 10- bis 14-Jährigen für neue Sportarten langfristig zu begeistern.


Freitag, 28. Februar 2014

Fa c ts & Ba c k gr ou n d s

medianet – 11

An der Spitze Der seit Jänner als neuer Co-Geschäftsführer der APA-Gruppe fungierende Clemens Pig im Antrittsgespräch mit medianet

APA: Innovationen vorantreiben Wien. Seit 1. Jänner 2014 fungiert Clemens Pig – neben dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, Peter Kropsch – als Co-Geschäftsführer der APA-Gruppe. Der gebürtige Tiroler folgte auf Konrad Tretter, der mit Ende 2013 seine Funktion in der Geschäftsführung zurückgelegt hat. Mit medianet sprach Pig über die Anforderungen an eine Nachrichtenagentur im Mediengeschäft des 21. Jahrhunderts und über inhaltliche Ziele und Herausforderungen seiner Position. „Ich denke, die APA beschäftigen die gleichen Themen wie alle anderen Medienunternehmen weltweit. Globale Entwicklungen in veränderten Nutzungsmustern und mit neuen Playern betreffen in Wahrheit alle“, analysiert Pig den Wandel der Medienbranche. „Der zentrale Punkt ist, dass man erkennt, was da draußen passiert, sich daran orientiert und nicht sein Schiff allein weitersteuert.“ Es gelte dabei vor allem, zu erkennen, welcher Trend die APA sowie deren Eigentümermedien in welchem Ausmaß und in welcher Art und Weise betreffe.

zeitig die betriebwirtschaftliche Brille auf bestimmte Themen gelegt hat. Das funktioniert so heute nicht mehr, denn so würgt man oft spannende Entwicklungen vorzeitig ab“, erläutert Pig weiter. Man wolle ein Stück des Silicon Valley-Denkens für sich beanspruchen und die Spielwiese für Innovationen vergrößern.

Geschwindigkeit des Markts Dabei ändern sich oftmals auch Ansätze in der Erschließung neuer Geschäftsfelder: „Die traditionellen Produkte der APA werden tendenziell ergänzt von vielen kleinen,

wendigeren Geschäftsmodellen“, erkennt Pig. Die APA müsse mit der Geschwindigkeit, die vom Markt verlangt wird, umgehen und dahingehend ihre Entwicklungsprozesse gestalten. „Wir versuchen beim Thema Innovation treffsicher voranzugehen und legen uns mittelfristig mindestens ein Mal jährlich unsere wichtigsten Innovationsfelder fest.“

Journalismus bedeutsamer Veränderungen, aber auch Konstanten sieht Pig im Kerngeschäft der APA, dem Nachrichtendienst.

„Ich bin überzeugt, dass Journalismus in den nächsten zehn Jahren seine Rolle überhaupt nicht verlieren wird. Die kritische Frage ist jene der Finanzierung hochwertiger Inhalte. Dennoch wird sich an der journalistischen Deutungshoheit und der Erklärungskompetenz nichts ändern; ganz im Gegenteil: Dieser Bereich wird aus meiner Sicht künftig noch bedeutsamer werden.“ Inhaltlich wolle man intensiver an Elementen der Live- und Bewegtbild-Berichterstattung arbeiten und Schnittstellen für Visualisierung und multimediales Storytelling forcieren.  (fej/hof)

© APA

Trends erkennen, analysieren und dann beim Thema Innovation „treffsicher vorangehen“, so das Ziel.

Clemens Pig hat für seine Funktion als APA-Geschäftsführer klare Visionen.

Drei zentrale Anforderungen Drei konkrete Themen sieht Pig als zentrale Herausforderungen: Erstens die Verschmelzung der Bereiche Multimedia und Technik, wo die APA auch weiterhin im App-Segment federführend die Entwicklung dieser vorantreiben möchte. Ein zweiter Schwerpunkt liegt im Gang über die österreichischen Grenzen hinaus: Zwar realisierte die APA bereits zahlreiche Projekte – vor allem im App-Bereich als technischer Dienstleister – im Ausland; der deutschsprachige Raum soll jedoch laut Pig künftig noch stärker erschlossen werden. Und drittens nennt Pig den Bereich der Sozialen Medien, wo man sich Strategien überlegen müsse, wie man neben dem Monitoring sinnvolle Services für Kommunikationsabteilungen generieren könne.

Interne Ansätze überdacht Um als Nachrichten- und Technologiedienstleister gut aufgestellt zu sein, habe man auch interne Ansätze überdacht: „Wir haben unseren Innovationsprozess überarbeitet, der bis dato ausgeklügelt war, aber doch einen traditionellen Ansatz beinhaltete und schon früh-

Zur Person Clemens Pig startete 1996 von Innsbruck aus ein Studentenprojekt zur Medienanalyse; daraus entstand das MediaWatch-Institut, an dem sich 2001 die APA mit 75% beteiligte. Pig wechselte mit in das Team der Austria Presse Agentur, blieb bis 2008 neben seiner Funktion als Minderheitseigentümer auch geschäftsführender Gesellschafter der MediaWatch. Mit Anfang 2009 wechselte Pig von Innsbruck nach Wien in die APA-Geschäftsleitung als Bereichsleiter Marketing & Verkauf sowie Geschäftsführer von zwei Tochtergesellschaften; mit 1. Jänner 2014 avancierte Clemens Pig zum Co-Geschäftsführer der APAGruppe. Pig ist promovierter Politikwissenschaftler mit Schwerpunkt Medien und politische Kommunikation und wurde 2013 mit dem Wissenschaftspreis des Public Relations Verbands Austria (PRVA) ausgezeichnet.

WIR LIEBEN IDEEN, DIE DIE WELT BEWEGEN. Irene Sagmeister, TBWA\

WADI ist ein kleines Gerät, das Millionen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser verschaffen kann. Toll ist, dass die Idee dazu aus Österreich stammt. Als Mitglied der Ideenbranche wissen wir allerdings auch, dass der Wert einer Idee erst dann zum Tragen kommt, wenn sie auch umgesetzt wird. Deshalb wollen wir mithelfen, die WADI-Idee in die Welt hinaus zutragen: Wir spenden den Betrag, den wir bisher für stilles Mineralwasser ausge geben haben, für den Ankauf von WADIs.

Lieben Sie Ideen so wie wir? Dann helfen auch Sie der WADI-Idee, Leben zu retten: Infos unter www.helioz.org, Spenden auf Konto/IBAN: AT35 1490 0220 1005 4641/BIC: SPADATW1

TBWA\


Bi z-ta l k C LA S SI C

12 – medianet

Freitag, 28. Februar 2014

kooperation verantwortungSvoll

1 © Salzburgerland Tourismus/Neumayr

1. Servus in Stadt&Land-CR Andreas Kornhofer, Red Bull Media Verlagsleiter Franz Renkin, SLTG-GF Leo Bauernberger; 2. Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, Landeshauptmannstellvertreter Christian Stöckl; 3. Protagonisten der Ausgabe „Brotschafterin“, Roswitta Huber, „Kräuterbauern“ Hans und Barbara Haider.

3

1. Herausgeber Michael Fembek, Gabriele Faber-Wiener (Zentrum für Responsible Management), BM Andrä Rupprechter, Ursula Simacek (respAct), Heinz ­Behacker (VBV Vorsorgekassa); 2. Ina Pfneiszl (Simacek Group) und Daniela Knieling (respAct); 3. Herausgeber Germanos Athanasiadis, medianet Marketing-Lady Alexandra Otto und Vorstand Markus Bauer.

Corporate Social Responsibility durchleuchtet

CSR-Jahrbuch

Sonderausgabe sagt Servus zum SalzburgerLand

Heraus­geber Michael ­Fembek stellt das Jahrbuch 2014 vor.

Präsentation An die 600 Unternehmen, 35 Case Studies und 30 Seiten Serviceteil an Namen und Adressen von Beratern, wissenschaftlichen Einrichtungen, Awards und Preisen sowie Zertifikaten und Normen – das macht das aktuelle CSR-Jahrbuch aus, das am Freitag in fünfter Auflage im Unweltministerium in Wien präsentiert wurde. Der vom CSR-Experten Michael Fembek im medianet Verlag herausgegebene Bestseller informiert – redaktionell geordnet nach Aspekten wie Unternehmensstrategie, Innovation oder Kooperation – über sämtliche Corporate Social Responsibility-Aktivitäten in Österreich. Die Hunderten Unternehmen, die sich für CSR engagieren, wurden einzeln erhoben, zahlreiche Case Studys, von Asfinag bis Verbund, sorgfältig ausgearbeitet und von einem hochkarätig besetzten Expertenbeirat sowie erstklassigen Autoren beschrieben. Das Fazit der Präsentation über das Jahrbuch der unternehmerischen Verantwortung: „Nachhaltiges Wirtschaften ist ein Erfolgsfaktor für den Standort“, wie Umweltminister Andrä Rupprechter hervorhob.  (red)

Real-Time-Advertising Renaissance der Display-Werbung?

Online-Werben in Echtzeit

© twyn group/R. Tanzer

DI (FH) Clemens Mühlbacher, Leitung Mediamanagement, twyn group.

3

Effizienz Der Anteil von Real-Time-Advertising (RTA) am weltweiten Werbemarkt ist von nur 4% in 2010 auf 21% in 2013 angestiegen. Obwohl der Trend in Österreich neu ist, wird bereits jetzt Inventar von mehreren Milliarden Impressions pro Monat in Echtzeit gehandelt. Prinzipiell gilt bei RTA: „Audience is King“. Dabei kann der individuelle Wert der Werbeeinblendung nach verschiedensten Kriterien in Echtzeit beurteilt werden: Vom Angebot bis zur Auslieferung sind es nur ca. 100 Millisekunden. Geboten wird dort, wo sich die für die Kampagne relevanten User bewegen. Damit rückt der User ins Zentrum und verdrängt nicht selten das Umfeld als maßgeblichen Parameter der Preisgestaltung. Trotzdem wird RTA auch für Premium-Publisher Bedeutung erlangen: Private-Bidrooms ermöglichen, das eigene Inventar nur einem kleinen Kreis anzubieten und mittels Minimalpreisen vor Preisdumping zu schützen. Für Advertiser bietet die RTA-Welt Zugriff auf ein nahezu unbeschränktes Inventar, zahlreiche Targeting-Möglichkeiten und viele Optionen zur Optimierung. Aufgrund Letzterer wird es auch Spezialisten brauchen, die beim Einkauf unterstützen und vor teuren Fehlern ­schützen. Fazit: RTA ist ein großes Universum, das die Möglichkeiten der Werbetreibenden erweitert und erhebliche Effizienzsteigerungen bringen kann. Die einzelnen Protagonisten müssen aber ihre Schwellenangst überwinden, RTA als Chance erkennen und daraus Vorteile für sich ziehen. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Gelungene Premiere Sonderlich Vom Lungauer Slow Food-Pionier Gunther Naynar über Heilkräuter in Unken bis hin zum Almsommer im Großarltal reicht die Palette an Themen, mit denen die regionale Sonderausgabe von Servus in Stadt & Land Lust auf Salzburg weckt. Bei dessen Präsentation im Salzburger Hangar-7 können die SalzburgerLand Tourismus GmbH und die Red Bull Media House Publishing GmbH die in Kooperation produzierte Ausgabe als Premiere feiern: Erstmals widmet sich Servus in Stadt & Land von der ersten bis zur letzten Seite einem einzelnen Bundesland – mit aktuell produzierten Reportagen sowie SalzburgerLand-Geschichten der vergangenen Jahre. Chefredakteur Andreas Kornhofer über die Kooperation mit dem Ziel, das Beste des SalzburgerLandes und aus Servus in Stadt & Land zusammenzuführen: „Unser Magazin lebt von besonderen Persönlichkeiten, von ursprünglichen Orten und von jahrhundertelang Am 10. April diesen Jahres gepflegtem Wissen. All das findet ab 14 Uhr der „KroneHit können wir im SalzburgerLand Radio Day 2014“ im Wiener auch heute noch finden, wesNovomatic Forum statt. Für eine halb wir uns dazu entschlosAnmeldung braucht es nur eine sen haben, gemeinsam dieses E-Mail an radioday@kronehit.at Sonderheft zu verwirklichen.“ (red)

Karriere

tipp des tages

Andrea Groh, Gewista

© Blessing Verlag

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2

Nichts für Anfänger Der Tod der Familienkatze als böses Omen für das, was Jim Finnegan auf der Schwelle zum Erwachsenwerden noch erwartet? Autor Kevin Maher schickt seinen Protagonisten durch eine Achterbahn an Events: Während seine erste große Liebe zum Worst-Case-Szenario avanciert, muss er sich mit Familienproblemen und einem zwielichtigen Pfarrer herumschlagen. Ein Romandebüt aus Irland. 20,60 €, Blessing, ISBN: 978-3-89667-494-4

© Stefanie Starz/www.starz.at

© medianet/APA-Fotoservice/Preiss (4); leadersnet/Buchwald

1

Verdienstvoll Die 47-jährige Andrea Groh, Director of Sales von Österreichs größtem Out of HomeUnternehmen Gewista, erhält Prokura und rückt damit als Zeichnungsberechtigte ins Executive Board auf. CEO KR Karl Javurek sieht dies als logischen Schritt „für eine verdienstvolle Kollegin“.


17 Proben von Toastschinken im Test; Fazit: zu viel Wasser und Keime  Seite 16

LEGO

Der dänische Spielzeugriese verdiente im Vorjahr 820 Mio. Euro  Seite 16

© Henkel CEE

VKI-Test

© dpa/D. Karmann

© panthermedia.net

inside your business. today. 

Freitag, 28. Februar 2014 – 13

© Coty Prestige

retail medianet

Sommerbrise

Daisy Marc Jacobs Delight ­Edition, Nivea Men Original Care, Syoss Styling-Produkte und R ­ exona Deo Compressed-­ Variante. Seite 17

Sauber bleiben

Birgit Rechberger-Krammer wechselt in die Henkel-Zentrale  Seite 18

Emmis Vorstoß in die Convenience-Gefilde

© Kurt Keinrath

short

© medianet/Günther Langegger

© Lisi Specht/AK Wien

Die Besten Die Österreicher trinken gern und viel Bier. Das bestätigt wieder einmal der Brauereiverband mit Obmann Sigi Menz und Geschäftsführerin Jutta Kaufmann-Kerschbaum. Ursachen sind: eine vorzeigbare Biersommelier-Ausbildung, aber auch die Vielfalt der Biere und die Top-Qualität.  Seite 15

Studie Eine von der AK in Auftrag gegebene Studie ,,Beschäftigung im Handel“ kam zum Ergebnis, dass besonders weibliche Angestellte unter niedrigen Gehältern und Teilzeitarbeit leiden. 90% der Teilzeitbeschäftigten im Handel sind Frauen; 12,5% von ihnen sind nicht ganz freiwillig im Teilzeitmodell tätig. Seite 16

Cool & spicy Gerhard Frei, Geschäftsführer von Emmi Österreich, über den jüngsten Neuzugang im Eiskaffeebereich, das Geschäft mit dem Schweizer Käse und die aktuelle Umsatzentwicklung seines Unternehmens.  Seite 14

Hofer Diesmal mit dabei: Italienischer Torrone, Kokos-Brotaufstrich und Butterwaffeln

Sattledt. Ab 3. März richtet Diskonter Hofer sein Augenmerk wieder auf jene Kunden, die sich auch um wenig Geld in die Feinschmeckerriege einordnen wollen. Diesmal mit dabei: Italienischer Torrone, Kokos-Brotaufstrich, Knusperriegel mit erlesenen Nüssen und belgische Butterwaffeln. Außerdem gibt es für den guten Start in den Tag Premium-Aufstriche in den Geschmacksrichtungen Kokos, Praliné, Orange und Toffee. Ebenso Fruchtaufstriche in den Sorten Aprikose-OrangeVanille, Aprikose-Goji, ErdbeerCranberry und Sauerkirsch-Gra-

© Hofer

Gourmet ab 3. März bei Hofer

Diesmal beinhaltet das Gourmet-Sortiment u.a. belgische Butterwaffeln.

natapfel. Die Marke Gourmet sorgt bei Hofer mehrmals im Jahr für Produktinnovationen. Die Produktpalette erstreckt sich von Fleisch und Fisch über italienische Köstlichkeiten. Der Großteil der Produkte ist nur vorübergehend erhältlich. Einkäufer wählen die Produkte unter Berücksichtigung der Ergebnisse von Verkostungen aus. Die Produkte verschiedener Anbieter werden vor allem hinsichtlich Geschmack geprüft und verglichen, aber auch sensorische Kriterien wie Optik, Geruch und Mundgefühl sind ausschlaggebend.  (nn)

Das größte Außenwerbenetz Österreichs:

27.441 Werbeflächen im besten Qualitätsnetz. Quelle: EPAMEDIA, 27.441 OSA Medien Q1/2014

TEL: +43/1/534 07-0 www.epamedia.at


ti tel stor y

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© medianet/Günther Langegger (2)

14 – medianet retail

expert engespräch

Emmi bringt Chai Latte ins heimische Kühlregal

© Emmi

Mopro Die Österreich-Tochter des Schweizer Molkereiriesen stellt die Wachstumshoffnungen für 2014 vor

Emmi Österreich-Chef Gerhard Frei im Talk mit medianet-Redakteurin Natalie Oberhollenzer darüber, wie das Schweizer Parade-Käseunternehmen mit dem Chai Latte neue Absatz­ gefilde erschließen will.

Umsatz im Vorjahr um fünf Prozent auf 33 Mio. € gestiegen, aktuelles Jahr gut gestartet. Natalie Oberhollenzer

Wien. Ein jeder kennt sie, die Caffè Latte-Becher aus dem Kühlregal, die es in jedem Supermarkt gibt. So richtig etabliert hat sie der Schweizer Milchriese Emmi; seine Eiskaffees sind mit einem Marktanteil von 25% in der Menge und 35% im Wert hierzulande die Nummer eins der Kategorie. Die Austro-Tochter Emmi Österreich mit Sitz im vorarlbergerischen Nüziders gibt es seit 2001. Geführt wird die Niederlassung, die nur 300 Meter vom Red BullProduktionszentrum (Rauch) entfernt liegt, schon seit vielen Jahren

von Gerhard Frei. Im Gespräch mit medianet erzählt er von den Vorhaben dieses Jahres; zurzeit etwa laufen die Erstauslieferungen der Eiskaffeeneuheit Chai Latte.

Die Austro-Strategie „Es wird der gleiche Becher, nur mit einer anderen Aufmachung sein, und zwar in den Sorten Classic und Chai Vanille“, erklärt Frei. Um das Ganze zu promoten, wird tatkräftig in die Werbekiste gegriffen. „Wir sind Partner bei ‚Germanys next Topmodel‘; damit erreichen wir die jüngere Zielgruppe. Außerdem werden wir das Produkt

sampeln und viel über die Social Media-Kanäle machen.“ Im zweiten Halbjahr dann möchte man mehr Wirbel um die Warengruppe Hot Kitchen machen, sprich jene Käsesorten für die Zubereitung von Fondue- und Raclette-Gerichten. Und apropos Käse: Die gute alte Vorarlberger Käsesuppe soll ab Herbst auch wieder mehr ins Gespräch kommen. Generell punktet das Unternehmen mit Kompetenz in der gelben Palette. Frei: „Beim Schweizer Käse in Österreich verfügen wir über einen Marktanteil von 95 Prozent.“ Auch Vorarlberger Käse, wie die Heumilchspezialität Walserstolz,

stammen von Emmi. Insofern hat die Tochter des Schweizer Riesen eine gewisse Sonderstellung. Denn in Nüziders wird eine eigene Reifungsanlage im Keller betrieben, dort liegt der Walserstolz zwischen

fünf Prozent auf 33 Mio. €. Und das heurige Jahr, obzwar noch jung, hat auch ganz gut angefangen, wie Frei bestätigt. Wobei er davor mit ein paar harten Jahren zu kämpfen hatte: „Als sich der

„Beim Schweizer Käse sind wir in Österreich die Nummer eins; wir verfügen über einen Marktanteil von 95 Prozent.“ Gerhard Frei, Emmi

Warenkunde Dem Chai Latte werden anregende Kräfte nachgesagt

Was ist drin im neuen Trendgetränk?

Wien. Einst war es der Cappuccino, jetzt ist es der Chai Latte: Wer neuerdings ein Szenecafé oder eine der Ketten wie Starbucks frequentiert, kann beobachten, wie sich Hipsters um das Getränk reißen. Doch woher kommt es und was macht es so besonders? Was Latte heißt, wissen wir und Chai ist das ursprünglich aus dem Chinesischen in die Hindu-Sprache importierte Wort für Tee – der dort aber nicht mit einem lieblosen Beutel zubereitet wird. Die Menschen trinken meist schwarzen, grünen oder Rotbusch-Tee mit einer ausgeklügelten Gewürzmischung sowie Milch und Honig. Die Gewürze variieren von Region zu Region, verwendet werden Kardamon, Zimt, Ingwer, Nelken, schwarzer Pfeffer, Fenchelsamen, Anis oder Muskat. Viele kennen die Teemischung bereits, sie wird unserorts schon lange unter dem Namen Yogi Tee vertrieben. Inder trinken ihren Chai zu jeder Tageszeit und legen Wert darauf, dass er stark, süß und cremig ist. Laut der Ayurveda-Lehre haben die Gewürze, die für den Chai verwendet werden, eine anregende Wirkung; sie entfachen die Lebensenergie und das Verdauungsfeuer Agni. Man merkts beim Trinken: Die leichte Schärfe verursacht ein wohlig-belebendes Gefühl im Magen; mit ein bisschen Glück breitet es sich im ganzen Körper aus.

acht und zwölf Monaten. Auch geräucherte Käsesorten gibt es; der Rohstoff dafür wird bei einer Salzburger Molkerei eingekauft. Außerdem hat man gefüllte Bries im Sortiment.

Neue Vertriebswege Während Emmi am Schweizer Heimatmarkt ein volles Molkereiprodukte-Sortiment bietet, tritt die Firma im Ausland in erster Linie mit Markenkonzepten auf. Hierzulande funktioniert die Strategie: Der Umsatz stieg im Vorjahr um

Schweizer Franken gegenüber dem Euro um insgesamt 22 Prozent nach oben verschoben hat, war das schon eine Challenge für uns; wir waren gefordert, entsprechende Preiserhöhungen durchzusetzen“, erinnert sich der Geschäftsführer. Insgesamt zählt Emmi in der Alpenrepublik rund 350 Kunden, darunter sind alle namhaften Lebensmittelhändler vertreten. Nun möchte man mit dem Caffè Latte neue Gefilde im ConvenienceSektor erschließen, etwa Kioske, Schwimmbäder oder Mensen auf Universitäten.


R e ta i l & Pr odu c er s

Freitag, 28. Februar 2014

medianet retail – 15

Brauwirtschaft 9,23 Hektoliter Gesamtausstoß der österreichischen Brauwirtschaft im Jahr 2013; das sind leichte Zuwächse gegenüber 2012

Österreicher sind Europameister Biervielfalt und Top-Ausbildung als Ursachen für hohen Bierkonsum.

1.000 verschiedene Biere Warum die Österreicher so gern Bier trinken, dafür sieht Sigi Menz, Obmann des Verbands der Brauereien Österreichs, mehrere Ursachen: „Der Erfolg basiert auf drei Säulen: Qualität, Vielfalt und Bierkultur samt dazugehöriger Ausbildung. Tatsächlich belegen wir europaweit bei Bier-Vielfalt und Brauereidichte Spitzenplätze und sind Innovationstreiber bei der Ausbildung.“ Es gibt hierzulande rund 1.000 verschiedene Biere, wodurch ein Geschmacksreichtum garantiert ist, und die Biersommelier-Ausbildung wird viefältig gefördert, insbesondere – und das ist einzigartig – an Tourismusund Gastronomiefachschulen. „Je mehr die Menschen übers Bier wissen, desto besser schmeckt es“, so Menz. Und die Verbands-Geschäftsführerin ergänzt dazu: „Das Wissen und die Kenntnis über Bier trägt nicht nur der ausgezeichneten Qualität der heimischen Biere Rechnung, sondern fördert zusätz-

Ahold Einsparungen

Stärkerer Druck Amsterdam. Bei Ahold gerieten Umsatz und Ertrag im vierten Quartal 2013 unter Druck. Das Unternehmen verspricht dennoch eine höhere Dividende. Für das Gesamtjahr 2013 schaffte Ahold einen Umsatz von 32,6 Mrd. €. Das entspricht einem leichten Minus, wechselkursbereinigt allerdings einem Zuwachs von 2 Prozent. Das operative Ergebnis fiel um 7,3 Prozent auf 1,379 Mrd. €. In drei Jahren will der Konzern seine Kosten um insgesamt 600 Mio. € senken.

lich auch die Bierkultur in der Gastronomie.“

Bier aus der 0,5 Liter-Flasche Das beliebteste Bier der Österreicher ist wie in den Jahren zuvor das Lager-/Märzenbier – 2013 wurden rund 5,4 Millionen Hektoliter konsumiert; mit einem Marktanteil von 63,2 Prozent bedeutet das Platz 1 unter den heimischen Bierstilen. Absatzverluste mussten alkoholhaltige Radler (-8,1 Prozent) und Weizenbier hinnehmen. Ein kräftiges Plus konnte 2013 alkoholfreies Bier erzielen: Mit einer Absatzsteigerung um 30,4 Prozent

wurden im vergangenen Jahr insgesamt rund 156.000 Hektoliter konsumiert. Das Bier in all seinen Varianten wird vor allem in der Glasflasche konsumiert: Mit rund 52 Prozent ist sie unumstrittener Marktführer. Wie schon im Vorjahr ist die 0,5 Liter-Variante mit einem Marktanteil von 43,4 Prozent deutlich vor der 0,33 Liter-Flasche (9,2 Prozent) angesiedelt. Zulegen konnten insbesondere die 0,33 Liter-Einwegglasflasche mit einem Plus von 4,6 Prozent. Weniger abgesetzt (-2,0 Prozent) wurde Fassbier; 2013 wurden somit rund 2 Millionen Hektoliter Bier vom Fass gezapft.  (red)

© Kurt Keinrath

Wien. 9,23 Millionen Hektoliter – das ist der Gesamtausstoß der österreichischen Brauwirtschaft im Jahr 2013 – das sind 1,7 Prozent mehr als 2012. Für Verbands-Geschäftsführerin Jutta KaufmannKerschbaum ist vor allem der Export Ursache für dieses Ergebnis; dabei schafften Österreichs Brauer eine Steigerung von 31,2 Prozent auf rund 684.000 Hektoliter. Der Inlandsausstoß blieb mit 8,54 Millionen Hektoliter praktisch unverändert. „Während die Konsumenten im übrigen Europa Jahr für Jahr seltener zu Bier greifen, gelingt es Österreichs Brauereien also, das hohe Niveau zu halten“, so die Verbands-Geschäftsführerin. Im Detail bedeutet das: In Österreich bleibt es bei einem durchschnittlichen Bier-Konsum von 106,4 Liter – das entspricht einem kleinen Bier täglich.

Heimische Bierexperten: Sigi Menz und Jutta Kaufmann-Kerschbaum.

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© Hans Steinmeier/EPA/picturedesk.com

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1. 6. –

Frohe Ostern!

7. 6.

Zoe Saldana in Avatar – Aufbruch nach Pandora am Sonntag auf ORF eins und RTL

Ostern im TV

Alle neuen Film-Highlights

Juliette Binoche

Im Interview zum Kinostart von „Das bessere Leben“

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/ 20 Nr. 22 20 SEITE

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R e ta i l & Pr odu c e r s

16 – medianet retail

Weitere Auslandsfilialen von Praktiker verkauft Hamburg. In Rumänien wurden 27 Filialen der insolventen Baumarktkette Praktiker verkauft. Von Search Chemicals S.R.L. sollen aber alle 1.600 Beschäftigten übernommen werden, versicherte Insolvenzverwalter Christopher Seagon. Über finanzielle Details wurde Stillschweigen vereinbart. Es sind bereits Praktiker-Märkte in der Ukraine und in Luxemburg veräußert worden. Die Auslandsholding umfasst insgesamt elf Gesellschaften.  (APA)

© CJ Gunther/EPA/picturedesk.com

Abercrombie & Fitch bricht das Geschäft weg

AK-Studie Frauen leiden besonders unter niedrigen Gehältern und Teilzeitarbeit; 12,5% wären lieber vollzeitbeschäftigt

Gehaltsschere im Handel

Anteil der Teilzeitarbeitskräfte beträgt 47%, ein Fünftel kommt mit niedrigem Einkommen nicht aus. noch bei 42%, sind es heute bereits 47%. Ein Fünftel der Teilzeitkräfte kommt mit dem Einkommen kaum über die Runden; 90% von ihnen sind Frauen.

Nataša Nikolić

Wien. Weibliche Angestellte im Handel leiden unter niedrigen Gehältern und Teilzeitarbeit. Zu diesem Ergebnis kam eine kürzlich vorgestellte Studie von WIFO und IFES, im Auftrag der Arbeiterkammer Wien (AK). ,,Die stabile Konsumnachfrage und Maßnahmen wie Kurzarbeit und Steuerreform haben zwar den Handel als Branche die Wirtschaftskrise gut bewältigen lassen, die Arbeitnehmenden im Handel haben aber noch nicht von den positiven Entwicklungen der Branche profitiert“, kritisiert AK-Präsident Rudi Kaske. Laut der Studie ,,Beschäftigung im Handel“ gibt es immer mehr Teilzeitbeschäftigte, während die Zahl der Stellen ab 35 Wochenstunden stetig abnimmt. Lag der Anteil der Teilzeitbeschäftigten im Einzelhandel im Jahr 2008

Unfreiwillige Teilzeitkräfte ,,Der Handel ist eine Frauenbranche“, erklärt Silvia Angelo, Leiterin der Wirtschaftspolitik bei der AK, und fügt hinzu, dass 12,5% der Frauen nicht freiwillig in Teilzeitmodellen arbeiten, sondern, weil sie keine andere Möglichkeit geboten bekommen. Es mangle den Frauen dadurch sowohl an Einkommen, als auch auch an Weiterbildungsmöglichkeiten. Denn gerade die unregelmäßigen Arbeitszeiten würden auch private Weiterbildungen außerhalb des Betriebes schwierig machen. AK-Vizepräsidentin Dwora Stein fordert daher eine Woche bezahlte Bildungsfreistellung.

© Lisi Specht/AK Wien

short

Freitag, 28. Februar 2014

AK-Präsident Rudi Kaske sieht keine positiven Veränderungen für Arbeitnehmer.

Viele Kunden wandern zu preis­ günstigeren Konkurrenten ab.

Wattens. Der Tiroler Kristallkonzern Swarovski hat im Jahr 2013 einen Umsatzrückgang von 2% hinnehmen müssen. Laut den vorläufigen Zahlen setzte das Unternehmen im vergangenen Jahr 2,32 Mrd. € um. Auch die gesamte SwarovskiGruppe – inklusive Tyrolit und Swarovski Optik – habe beim Umsatz 2% eingebüßt, dieser lag im vergangenen Jahr bei 2,932 Mrd.€.  (APA)

© café+co

café+co erneuert seinen Markenauftritt

Der neue Werbeauftritt vermittelt Kundennähe und Entspannung.

Wien. Rund 63.000 Automaten des Kaffeedienstleisters café+co erhalten ein neues Design. Damit will das Unternehmen seinen Markenauftritt modernisieren. Ebenso soll das dichte Servicenetz verstärkt kommuniziert werden: „Neben bester Qualität gewinnen nachvollziehbare Herkunft, faires Handeln und ökologische sowie ökonomische Nachhaltigkeit an Bedeutung. Diese café+co-Werte finden sich im adaptierten Markenauftritt wieder“, erklärt café+co International CEO Gerald Steger.  (red)

Lego verzeichnet Rekordgewinn Billund. Mit seinen bunten Spielsteinen ist der dänische Spielwarenkonzern Lego nach wie vor beliebt bei den Kindern. Dem geben auch die Verkaufszahlen aus dem Jahr 2013 recht: Lego verdiente im vergangenen Jahr nämlich 6,12 Mrd. dänische Kronen (rund 820 Mio. €); der Umsatz stieg auf 25,4 Mrd. Kronen.

In Asien stieg der Absatz Lego-Chef Jörgen Vig Knudstorp nannte das Ergebnis „sehr zufriedenstellend“. Im vergangenen Jahrzehnt hat der Konzern seinen Umsatz mehr als vervierfacht. Mehr verkauft hat Lego vor allem in Asien, einem für Lego „noch relativ kleinen Markt“.  (APA)

© dpa/Daniel Karmann

Swarovski machte 2013 weniger Umsatz

Spielwaren Rund 820 Mrd. € verdiente der dänische Konzern Lego im vergangenen Jahr

Das Geschäft mit den Legosteinchen läuft – vor allem in Asien steigt der Absatz.

AB InBev Mehr Gewinn

Der Bierdurst der Fußballfans Brüssel. Bier und Fußball gehen irgendwie Hand in Hand. Darauf setzt auch der weltweit führende Brauerei-Konzern Anheuser-Busch InBev (AB InBev) und hofft bei der WM in Brasilien auf durstige Fußball-Begeisterte. Den Absatz dürfte der Event auf alle Fälle ankurbeln, ist sich der Hersteller von Beck‘s, Stella Artois und Budweiser sicher. Seinen Betriebsgewinn konnte der Konzern bereits zum Jahresende 2013 steigern – und zwar um stolze 13% auf 5,2 Mrd. USD (3,8 Mrd. €). Unter anderem konnte AB InBev von Preiserhöhungen profitieren. Dank einer stabileren Wirtschaftslage in den USA und Mexiko dürfte das Geschäft dort außerdem künftig besser laufen.  (dp)

VKI Hälfte getesteter Toastschinken mit Keimen belastet

Studie Jeder 3. Artikel mit hormonell wirksamen Chemikalien

Wien. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nahm 17 Toastschinken genauer unter die Lupe, darunter sowohl offene, als auch verpackte Produkte. Das Ergebnis: Fünf Proben zeigten eine erhöhte Keimzahl, vier wiesen einen zu hohen Wassergehalt auf. Mängel zeigten vor allem die verpackten Produkte. Seit dem letzten Test, der nun schon acht Jahre zurückliegt, zeigt sich keine Verbesserung. Damals waren 50% der getesteten Toastschinken mit Keimen belastet oder enthielten zu viel Wasser.

Zürich. Kosmetikprodukte sind nicht immer so harmlos, wie man meinen möchte. Die Anzahl der Pflegeartikel, die hormonell wirksame Chemikalien enthalten, dürfte den einen oder anderen Konsumenten allerdings erschrecken. Fast jeder dritte Pflegeartikel auf dem deutschsprachigen Markt ist betroffen, weist eine Studie des Bundes für Umwelt-und Naturschutz Deutschland (BUND) in Kooperation mit Codecheck.info nach. Betroffen sind vor allem Produkte von Markengrößen wie Nivea und L’Oréal, aber auch Eigenmarken großer Händler. Am häufigsten werden hormonell wirksame Chemikalien wie Konservierungsstoffe und UV-Filter eingesetzt, die über die Haut in den Körper gelangen.

Viel Wasser & Keime, wenig Eiweiß Kosmetika – ein Gesundheitsrisiko? offenen Produkte wurden am Tag des Einkaufs untersucht. Krankmachende Bakterien, wie Listerien, waren in den gestesteteten Produkten nicht enthalten. Dennoch gab es nur für 10 der 17 Proben aus hygienischer Sicht eine ,,gute“ bzw. ,,sehr gute“ Bewertung. Bei vier Produkten entsprach das Verhältnis zwischen Wasser und Eiweiß (Protein) nicht den Vorschriften des Österreichischen Lebensmittelbuchs. (nn)

Erhöhte Keimzahl Während alle acht der offenen Toastschinken hygienisch in Ordnung waren, fanden die Tester bei vier der verpackten Proben eine erhöhte Gesamtkeimzahl. Betroffen waren Berger, clever, Landauer und Weiser. Beim Produkt von Aibler wurden bei der Analyse Fäkalkeime in stark erhöhtem Ausmaß gefunden. Bei den verpackten Produkten wurde die mikrobiologische Untersuchung jeweils am letzten Tag des Mindesthaltbarkeitsdatums durchgeführt, die

diversen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht: Die Fälle von Krebserkrankungen – v.a. hormonbedingte Krebsarten, wie Brust- und Hodenkrebs – nahmen dramatisch zu. Mit der kostenlosen App codecheck.info können sich Konsumenten über Produkte – vor allem aus dem Lebensmittelund Kosmetikbereich – und deren Inhaltsangaben informieren. Daneben liefert der Service viele Hintergrundinformationen.  (dp)

Eine App für Konsumenten

© Panthermedia.net/Kia Cheng Boon

New York. Der US-Modekette Abercrombie & Fitch bricht das Geschäft immer weiter weg. Der Umsatz fiel im abgelaufenen Quartal um 12% auf 1,3 Mrd. USD (945 Mio. €), der Gewinn stürzte sogar um 58% auf 48,3 Mio. € ab. Mit Preisnachlässen konnten zwar einige Kunden zurückgewonnen werden, Abercrombie & Fitch verliert aber immer stärker an Konkurrenten wie Zara oder H&M. (APA)

10 der 17 Produkte erhielten in hygie­ nischer Hinsicht eine gute Bewertung.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet die Chemikalien als „globale Bedrohung“. Vor allem Föten im Mutterleib, Kleinkinder und Pubertierende sollen empfindlich auf die Stoffe reagieren. Längst werden hormonell wirksame Chemikalien mit

Der Anteil der hormonell belasteten Pro­ dukte ist beim Haarwachs sehr hoch.


Freitag, 28. Februar 2014

pr odu c t n e ws

medianet retail – 17

Darling, ich hab die Haare schön: Styling mit Syoss und Rexona Product News Daisy Marc Jacobs Delight Edition, Nivea Men Original Care, Syoss Styling-Produkte und Rexona Deo in Compressed-Variante. Line Extension Nivea Men Original Care UVP 2,89/3,99 € 250/500 ml Beiersdorf LEH und DFH www.nivea.at

© Coty Prestige; Beiersdorf; Henkel CEE (2)

Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info

Ein strahlendes Bouquet frisch gepflückter Blüten – die Daisy Delight Edition ist eine dynamische Version des Klassikers Daisy. Der Duft erblüht mit einer Kombination von Quittenblüte und Iris und entfaltet sich mit knackigem roten Apfel. Sonnengereifte Hölzer und Moschus machen die Basisnote zu einer warmen, sinnlichen Umarmung. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info

Line Extension Daisy Marc Jacobs Delight Edition UVP 59 € 50 ml Coty Prestige Parfümeriehandel www.marcjacobs.com

Unilever Neu verpackt

Dose schrumpft

© Unilever

Wien. Seit Erfindung des Deosprays im Jahre 1960 gab es wenig Neues im Bereich der Verpackungs- und Sprühtechnik. Nun stellt der DeoExperte Unilever eine moderne und umweltfreundlichere Lösung für Deosprühsysteme vor. Diese soll den Deomarkt langfristig revolutionieren. Ab März sind die compressed Deosprays mit dem grünen Streifen von Rexona und Dove in einer deutlich kleineren Verpackung bei gleicher Ergiebigkeit im Deoregal für Frauen zu finden.

Größenvergleich: Rexona in Standardund der neuen Compressed-Form (li.).

Das neue Duschgel von Nivea Men trägt den Titel Original Care und ist ein probates Mittel, wenn sich nach der Dusche bislang die Haut trocken angefühlt hat. Die innovative GelFormel mit Aloe Vera führt der Haut bereits während des Duschens die benötigte Feuchtigkeit zu und bewahrt vor Trockenheit und Spannungsgefühl.

Aussehen, als wäre man jeden Tag beim Friseur gewesen – die neuen Syoss Styling-Produkte machens möglich: Sie versprechen 48 Stunden intensiven Halt und einen natürlichen Look – das neu überarbeitete Syoss Styling-Portfolio ermöglicht dies auch beim Haar-Styling zu Hause. Dafür sorgen die leistungsstarken Formeln mit Salon Control-System. Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Relaunch Syoss Glossing Hold, Syoss Styling Gel 150/250 ml Henkel LEH und DFH www.syoss.at

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sh op ta l k

18 – medianet retail

Freitag, 28. Februar 2014

Superfit

© Peter Ziech

Promiskirennen

1

© Starpix/Alexander Tuma (4)

Alex List, Sylvia Graf, Alamande Belfour übergeben Andrea Schratter den Siegerscheck in der Höhe von 1.000 Euro.

Prominente und ihre Kinder beim Eisstockschießen 2

3

Zahlreiche Sieger im Schnee: 1. Heather Mills, Kurt Faist, Renate Götschl; 2. Katharina Gutensohn, Renate Götschl; 3. Nobert Blecha, Hans Enn, Otto Retzer.

Promiskirennen am Zauberberg mit vielen Siegern

Pistenstürmer ­gewinnen immer

Vera Russwurm und Franz Klammer.

Weiße Pracht Traumhafte Schneebedingungen, strahlend blauer Himmel und gute Laune waren die besten Voraussetzungen für das von Kurt Faist organisierte Promiskirennen. Franz Klammer, für dessen Foundation das Rennen organisiert wurde, durfte sich über ein mehr als gelungenes Event freuen: „Menschen aus Sport, Wirtschaft, Kultur und Film unterstützen Sportler, die verunglückt sind – das ist etwas Schönes.“ Auch 2014 folgten zahlreiche prominente Gäste, wie Heather Mills, Michael Konsel, Vera Russwurm, Albert Fortell, Otto Retzer, Katharina Gutensohn, Angelika Ahrens, Norbert Blecha, Christoph Fälbl, Kurt Elsasser oder Stefan Koubek. Die sportlichen Gewinner 2014 sind die 3-fache Skiweltmeisterin Renate Götschl und bei den Herren WM- und Olympiamedaillengewinner Hanns Enn.  (red)

0,25

die finstere brille

Kein Mensch braucht Chips Christian Novacek

K

© Swatch (2)

© Henkel CEE

Härtetest „Große Verantwortung für kleine Füße“ verspricht die heimische Kinderschuh-Traditionsmarke Superfit. Davon konnten sich auch prominente Sprösslinge wie die Kids von Alamande Belfour, Ö3-Moderatorin Sylvia Graf, DJ Alex List oder Kickboxer Fadi Merza überzeugen. Sie folgten zum härtesten Winterboot-Test Österreichs auf den „Eistraum“ am Wiener Rathausplatz. Beim Eisstockschießen für den guten Zweck wurden insgesamt 1.000 € von Andrea Schratter, Marketing Superfit, im Namen des Siegerteams an das SOS Kinderdorf Steiermark und die 17 Patenkinder überreicht: „Die Zusammenarbeit mit traditionsreichen, wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen wie der Legero Schuhfabrik in Graz ist für uns sehr wichtig und wir pflegen diese Partnerschaften sehr intensiv“, so Mario Edler vom SOS Kinderdorf Steiermark. „Wir übernehmen nicht nur mit unseren Schuhen große Verantwortung für den Nachwuchs, sondern wir möchten auch dort VerPro Wein 2014: antwortung übernehmen, wo 23. bis 25. März in Düsseldorf, Kinder unsere Hilfe brauchen Internationale Fachmesse – gerade in einer Zeit, die für für Weine und Spirituosen: soziale Härten immer weniger www.prowein.de übrig hat“, so Superfit-GF Rudolf Hampl. (red)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Birgit Rechberger-Krammer (44), bislang Vice President Marketing Home Care CEE, übernimmt im Henkel-Headquarter in Düsseldorf die Funktion des Vice President Marketing Home Care Dishwashing. Damit ist die gebürtige Wienerin zukünftig für die weltweite Vermarktung von Marken wie Pril und Somat verantwortlich. Rechberger-Krammer startete vor 22 Jahren ihre Henkel-Karriere in Wien als Key Account Management Trainee. Nach Job-Stationen, u.a. als Sales Director Osteuropa oder als General Manager in Tschechien, war sie zuletzt als Regional Vice President CEE in verschiedenen Funktionen tätig.

Eisige Zeiten für kleine & große Füße

Zuckersüße Zeitangabe Die neuesten Kreationen aus dem Hause Swatch entführen in die verlockende Welt der Konditoren-Kunst und überzeugen nicht nur durch die zauberhaften Pastellfarben. Jedes Modell hat seinen eigenen, ganz speziellen Reiz. Das Angebot reicht von Cupcakes und Lakritz bis zu Makronen und Minzbonbons. Das Highlight der Kollektion ist mit Sicherheit das auf 5.678 Stück limitierte Pastry Chefs Special „Dreamcake“, welches von der Schweizer Star-Konditorin Sara Hochuli kreiert wurde. Neben der besonders süßen Spezialverpackung – im Torten-Look – besticht das Modell u.a. mit Uhrzeigern in Form einer Tortenschaufel bzw. Gabel. UVP 90 € (andere Uhren, etwa Caramellissima zu 45 €). www.swatch.com

elly-Chef Wolfgang Hötschl berichtete diese Woche über Erfolge und den einen Misserfolg. Der lautete auf Microwaves, das waren heiße Chips, die leider nicht weggingen wie die warmen Semmeln. Das Witzige daran: Diese Innovation war so ziemlich die einzige im Hause Kelly, die über Marktforscher im Vorfeld ausgetestet war. Der Erfolg schien aufgelegt und abgesichert. Der Microwaves-Flop rührt somit an den Grundfragen der Innovation. Erstens: Brauch ich Marktforscher? Zweitens: Wer braucht dauernd neue Produkte? Weil: Je mehr neue Produkte, desto mehr muss ich als Hobbyallergiker das Kleingedruckte lesen. Erleichterung schafft nun eine App: Codecheck.info. Mit der scanne ich ab jetzt die Produkte meiner Wahl und ich fürchte, dass einiges hochkant aus dem Einkaufswagen fliegen wird. Bis dato hab ich nämlich noch keinen Artikel gescannt, wo nicht einiges im roten Bereich war. Ich oute das nur nicht, weil das sind teilweise die Sachen, die die Redaktion geschenkt bekommt. Aber eines scheint mir ziemlich gewiss: Bei den Bioprodukten befürchte ich nichts, und in Sachen Hygiene, ich hab mich eh schon drauf eingestellt, wird unter der Dusche wohl die Hirschseife das Rennen machen. c.novacek@medianet.at

Di e z a h l m it d e m a ha -e f f e kt zum Weitererzählen

Etikettenschwindel In einem 150-Gramm-Becher Erdeerjoghurt ist ungefähr eine Viertel Erdbeere enthalten.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 28. februar 2014 – 19

© card complete

card complete baut aus

Heimo Hackel bietet Interessantes für Bäckereien, Trafiken & Co.  Seite 23

© Standard Life

financenet versicherungszukunft

Bernd Fasching, Standard Life, erwartet den zweigeteilten Markt  Seite 24

VB factoring kunde muss gewinner sein © VB Factoring Bank

Nachhaltige Anlagen als Stiefkind des Vertriebs

ATX 19.–26. Februar 2014

ATX (26.2.)

2.676,98

Wochentop Wochenflop

ATS PAL

1,48% 11,22% -9,71%

Top 5 ATX Prime AT&S11,22% Valneva9,89% EVN5,24% Telekom Austria 4,96% Zumtobel4,80% Flop 5 ATX Prime Palfinger-9,71% Kapsch Trafficcom -2,44% Lenzing-1,89% Strabag-1,28% Raiffeisen International -1,22%

DAX

DAX (26.2.)

9.661,73

Wochentop Wochenflop

SDF FME

© Bankhaus Schelhammer & Schattera/Thomas Topf; Oekom Research/Ralf Blechschmidt

19.–26. Februar 2014

0,02% 4,25% -8,01%

Top 5 DAX K+S4,25% Infineon4,17% Deutsche Lufthansa 3,06% Heidelberg Cement 3,04% Continental2,80%

Nachhaltigkeits-Kapitalanlagen Sie haben immer noch ein großes Akzeptanzproblem. Anbieter und ­Befürworter wie Robert Hassler (oekom research; li.) und Michael Martinek (Schelhammer & Schattera) derartiger Produkte meinen, der Vertrieb biete sie viel zu wenig aktiv an. Institutionelle greifen gern zu.  Seite 20

Flop 5 DAX Fresenius Medical Care -8,01% Fresenius SE -6,30% Volkswagen-6,02% Henkel-3,68% ThyssenKrupp-2,72%

Studie 61 Milliarden fast zinsenlos auf Sichteinlagen; Erste-Vorstand Bosek: Österreicher nehmen Zinsverluste in Kauf

inhalt

Land der leise versauernden Geldberge

Fonds:Park > Drei neue EU-Regulative im Anmarsch 21 > Positive Bilanz für ersten „Mitmach-Fonds“ 22 Banking/Insurance:Watch > Damoklesschwert Zinsexplosion > Coface: Hammerschmidt neuer Co-Manager > Studie: Wetterkapriolen kosten 400 Milliarden

23 24 24

© Erste Bank/Daniel Hinterramskogler

Finance:Cover > HDI sichert Erwerbs­ unfähigkeit ab  20 > RHI erleidet einen bösen Gewinneinbruch  20

Peter Bosek, Erste Bank: Kein Vermögensaufbau bei Niedrigzinsen möglich.

Wien. Laut einer aktuellen IMASStudie im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen stuft jeder zweite Österreicher sein Wissen rund um Wertpapiere als mangelhaft (52%) ein. 4 von 10 wissen überhaupt nicht, was der Begriff bedeutet. Dennoch ist die Meinung zu Wert­ papieren größtenteils (44%) neutral. Die langfristig niedrigen Zinsen sind seit Jahren die dauerhaften Begleiter jedes Sparers. Acht von zehn sind sich auch darüber im Klaren, am Sparbuch durch die Inflationsschere aktuell Geld zu verlieren. „Langfristiger Vermögenserhalt und -aufbau ist

besonders in diesem Umfeld ohne Wertpapiere nicht möglich“, meint Peter Bosek, Privat- und Firmen­ kundenvorstand der Erste Bank. Beruhigend ob des Wissensstands ist die Tatsache, dass acht von zehn Wertpapiere nur nach Bera­ tung durch einen Experten kaufen wollen.

Milliarden auf Girokonten Aktuell liegen etwa 61 Mrd. € als Sichteinlagen großteils auf Girokonten und warten auf eine besse­ re Veranlagung. Im Jahr 2013 hätte allein eine Umschichtung vom täg­

lich fälligen Konto mit 0,125% auf ein 12-Monate Kapitalsparbuch – im Österreichschnitt mit 0,68% verzinst – den Anlegern rund 338 Mio. € mehr Zinsen eingebracht. Über 80% der Österreicher wissen sogar um den Realverlust am Spar­ buch Bescheid. Aber nur ein Drittel hält Wertpapiere für das geeignete Mittel, dagegen anzukämpfen. „Für längerfristige Veranlagungen, die über der Inflation liegen sollen, muss man über das eigene Spa­ ren neu nachdenken“, meint Bosek dazu. „Viele Österreicher nehmen die Zinsverluste in vollem Umfang noch immer in Kauf.“  (ag/rk)


f i n a nc e : c ov e r

20 – financenet

Freitag, 28. Februar 2014

financenet@medianet.at

kolumne

Mit dem Bade ausgeschüttet

Nachhaltigkeits-Kapitalanlagen Immer noch Akzeptanz-Problem – Performance-Vorurteil hält sich hartnäckig

Stiefkind im Vertrieb

ie EU-Regulatoren lassen sich einiges einfallen, um die Transparenz hinsichtlich Pflichtinformationen und Vergütungen bei Anlageprodukten zu steigern sowie um den Anlegerschutz zu stärken (s. dazu Seite 21). Das ist grundsätzlich begrüßenswert, wiewohl es sich immer wieder zeigt, dass Mentalitäts- und kulturelle Unterschiede es häufig erschweren, gangbare Regelungen zu finden, die in allen EU-Mitgliedsstaaten gleichermaßen anwendbar sind – Stichwort Provisionen bzw. Honorarberatung. In einigen Ländern gang und gäbe wird sie in anderen nur schwer zu verankern sein. Immer wieder wird – nicht nur von den EU-Gremien, sondern auch von den nationalen Gesetzgebern im Rahmen ihres Gestaltungsspielraums – über das Ziel hinausgeschossen. So geschehen bei der AIFMDirektive (Alternative Investmentfund Manager-Richtlinie). Diese Regelung wurde im Vorjahr mit einer nur sehr kurzen Begutachtungsfrist durchgepeitscht und hat dazu geführt, dass ein Kapitalmarktsegment in Österreich de facto bald nicht mehr an Kleinanleger vertreiben darf: Es geht um Geschlossene Fonds. Richtig ist, dass einige sich fatal für die Anleger entwickelt haben. Auf der anderen Seite dürfen so Produkte, die strengste Auflagen erfüllen, nicht ans RetailPublikum vertrieben werden.

Wien. „Ausnahmen bestätigen die Regel ...“, heißt es, „...und das Vorurteil“, so ließe sich die Redensart fortsetzen. Denn häufig bleiben Vorurteile wie die Federn am Teer kleben, selbst wenn die Strafe ungerechtfertigt war. So sind zwar auch im Feld der grünen und nachhaltigen Kapitalanlagen Ausreißer möglich – man denke an die jüngste Pleite des WindparkFinanzierers Prokon, durch die Kleinanlegern, die Genussrechte erworben hatten, herbe Verluste drohen. Aber wohl nur mit den hartnäckigen Vorurteilen lässt sich die anhaltende Zurückhaltung vieler Anleger gegenüber den ethisch und/oder ökologisch korrekten Fonds erklären. Denn im Regelfall schneiden derartige Investments nicht schlechter ab, als sonstige Assetklassen ohne Berücksichtigung ethischer, sozialer oder ökologischer Kriterien. „Die Behauptung, dass nachhaltige Anlagen eine schlechtere Performance liefern, ist nicht haltbar“, zitiert Robert Haßler, Vorstandsvorsitzender der oekom research AG, die Quintessenz einer in 2013 vom Research Center vor Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin angestellten Analyse („Nachhaltige Investments aus dem Blick der Wissenschaft: Leistungsversprechen und Realität“, im Internet abrufbar unter www.bit. ly/1hnXE6n). Dennoch war bei einer von AXA Investment Managers 2013 durchgeführten Umfrage für gleich 39% der Befragten die Aussage „Nachhaltige Investments bedeuten gleichzeitig weniger Rendite“ voll oder eher zutreffend. Nachdenklich stimmt auch die Aussage von 35% der Befragten: „Ich würde gern nachhaltig investieren, mir sind allerdings keine geeigneten Anlageprodukte bekannt.“ Wo liegt also der Fehler? „Die Angaben über den Anteil der nachhaltig investierenden Privatanleger im deutschsprachigen

Do & Co Anleihe

Wien. Do & Co begibt eine 150 Mio. €-Anleihe, die wohl noch bis zum 3.3.2014 gezeichnet werden kann (Fixzinssatz bis zu 3,5% p.a.; Laufzeit 7 Jahre). Investiert werde in neue und bestehende Gourmetküchen in Europa und USA, in die Eröffnung neuer Henry Shops sowie weitere Airportgastronomie. Die Erste Group sieht den Cateringkonzern derzeit klar im Investment Grade-Bereich. (lk)

D

© APA/Robert Jäger

Für Expansion

Auch das Traditionscafé Demel soll mit frischem Geld renoviert werden.

„Nur ,me-too‘-Status“ Die Produktgeber und Befürworter derartiger Kapitalanlagen hätten naturgemäß gern, dass die Gesetzgeber institutionellen Investoren wie etwa Pensionskassen oder Versicherungen klarere Leitlinien setzen würden. „Darüber, ob Unternehmen, die im Anlageuniversum enthalten sind, Arbeitnehmerrechte einhalten oder nicht, sollte man gar nicht erst diskutieren müssen“, meint Haßler. Doch es hapert auch beim Vertrieb, meinen Haßler und Michael Martinek, Vorstand der Nachhaltigkeits-Bank Schelhammer & Schattera. In Deutschland habe sich gezeigt, dass Vertriebe und Vermittler nachhaltige Anlageprodukte selten aktiv anbieten, zuletzt sei die Tendenz sogar eher rückläufig gewesen. Haßler: „Häufig laufen diese Produkte lediglich als ,me-too‘-Angebote.“ Der Tenor seitens des Vertriebs dürfte sein, dass die Kritierien zur Beurteilung derartiger Fonds zu wenig einheitlich und standardisiert sind. „Es ist nicht einfach, die Grenzen zu ziehen, was ethisch

Michael Martinek, Vorstand der Schelhammer & Schattera AG: „Die Fondsbranche sollte Nachhaltigkeitsprodukte stärker in den Fokus rücken.“

vertretbar ist und was nicht“, meint etwa Johann Andreas Muth von der Muth & Partner Vermögensberatung. Er habe vor einiger Zeit mit einer Greenpeace-Mitarbeiterin gemeinsam einen Kundenvortrag darüber gehalten und es sei schwer, offene Investmentfonds zu finden, die „in diesem Bereich wirklich sauber sind“. Muth führt an, dass Unternehmen in China in manchen Fonds vertreten seien, was Fragen bezüglich Kinderarbeit und Kommunismus aufwerfe. Gleichzeitig registriere man im Bereich Wind, Solar und Wasser gestiegenes Kundeninteresse – hier jedoch mangle es an Angeboten. „Zumeist werden nachhaltige Investmentsfonds über die Angabe von Ausschlusskriterien definiert“, meint Eric Samuiloff, Geschäftsführer von Swiss Life Select in

Österreich. Um tatsächlich die Nachhaltigkeit eines Fonds festzustellen, müsste man mit den jeweiligen Managern ausführliche Interviews führen. Die Fondsprospekte selbst beinhalten die „weichen“ Fakten wie Nachhaltigkeitskriterien eher nicht. Gleichwohl gebe es auch ohne einheitliches „NachhaltigkeitsRating“ Zertifizierungskriterien, so Samuiloff, beispielsweise das Eurosif-Transparenzlogo (European Sustainable and Responsible Investment Forum). Laut Daten der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) seien aber nur 40 der rund 1.120 Austro-Publikumsfonds im Jahr 2013 nach Eurosif zertifiziert (3,6%). Swiss Life Select bietet an die 15 Fonds der Kategorie Nachhaltigkeit.  (lk)

HDI Lebensversicherung EGO-Produktlinie erweitert

Generali Vienna Zuwächse

RHI 2013: Gewinneinbruch

Wien. Die HDI Lebensversicherung AG hat ihre EGO-Produktlinie zur Einkommensabsicherung um EGO Basic, eine selbstständige Erwerbsunfähigkeitsversicherung (SEU), erweitert. „Ein Großteil der Berufstätigen wird mit den bisher am Markt existierenden Produktlösungen zur Einkommensabsicherung nicht erreicht; diese Lücke schließen wir“, sagt Michael Miskarik, Leiter der HDI Lebensversicherung AG in Österreich. Nur 15% der erwerbstätigen Österreicher hätten für den Fall einer Berufsunfähigkeit (BU) vorgesorgt. Aber im Schnitt scheidet jeder vierte Erwerbstätige vorzeitig aus dem aktiven Erwerbsleben aus, am häufigsten wegen psychischer Störungen, gefolgt von Erkrankungen des Bewegungsapparats sowie Herz-Kreislauferkrankungen. Zudem wurde mit 1.1.2014 der Zugang zur staatlichen Pension vor dem Regelpensionsalter erschwert. „Menschen, die keine BU erhalten – sei es aus finanziellen Gründen oder auch, weil ihr Beruf in einer hohen Risikoklasse eingestuft ist –, können jetzt ihre Arbeitskraft mit EGO Basic preiswert absichern“,

Wien. Die Generali Vienna hat ein gutes Geschäftsjahr hinter sich und ist auch für heuer optimis-tisch. In der Schaden/Unfallversicherung seien die Prämieneinnahmen über der Inflationsrate gestiegen, bei Beibehaltung der guten technischen Ergebnisse, sagt GeneraliÖsterreich-Chef Peter Thirring. Zuwächse habe es auch in der Gruppe Lebensversicherung gegeben. „Es Sieht danach aus, dass sich der Trend fortsetzen könnte.“ Trotz der nicht einfachen Situation sei das Vertrauen in die Lebensversicherung auf dem Niveau der Vorjahre. Es seien keine Einbußen festzustellen. Thirring ist überzeugt, dass die zweite (betriebliche) und die dritte (private) Säule der Altersvorsorge künftig eine wesentliche Rolle spielen werden und die erste (staatliche) Säule sich in Richtung Basisversorgung entwickeln wird. In der Veranlagung habe es kaum Abschreibungen gegeben. Für die bei 3,4% liegende Gesamtverzinsung in der Lebensversicherung wurden die erforderlichen Erträge ohne Auflösung von Reserven erwirtschaftet. (APA)

Wien. Der börsenotierte Feuerfestprodukte-Hersteller RHI erlitt 2013 einen Gewinneinbruch: Das operative Ergebnis (EBIT) sank vorläufigen Ergebnissen zufolge um 33,7% auf 111,1 Mio. €, und der Konzerngewinn brach um 44,1% auf 63,4 Mio. € ein. Der Gewinn je Aktie verminderte sich von 2,85 auf 1,55 €. Für 2014 erwartet RHIChef Franz Struzl einen höheren operativen Gewinn. Schuld am Minus seien die Schwierigkeiten im Schmelzbetrieb in Norwegen – Belastung von mehr als 30 Mio. € – sowie die schwächere Auslastung der Produktionswerke infolge des Absatzrückgangs.

Erwerbsunfähigkeitsabsicherung

betont Miskarik. Viele Produkte am Markt würden als Alternative zur BU vermarktet, deckten aber oft nur einen Teil der Risiken ab. „Die BU und die EU sind die einzigen Produkte, die unabhängig von der Krankheitsursache bei Erwerbsunfähigkeit leisten.“ EGO Basic – auch für Schüler ab 15 Jahren – biete eine vereinfachte Gesundheitsprüfung und Nachversicherungsgarantie. Zudem verzichtet HDI auf Meldefristen und Wartezeiten.

© HDI Gerling

LINDA KAPPEL

Raum liegen zwischen drei und sieben Prozent. Der Anteil jener, die entsprechende Anlagen attraktiv finden, liegt deutlich darüber“, so Haßler. Trotz hoher Zustimmungsraten zum Grundprinzip nachhaltiger Kapitalanlagen verharre der Anteil der Privatanlager in dem Bereich auf vergleichsweise niedrigem Niveau, so das Resümee. Bei institutionellen Anlegern dagegen sehen die Zahlen anders aus: „Bei den Fragen zur Akzeptanz von Nachhaltigkeitskriterien und zu deren Berücksichtigung in der Kapitalanlage liegt die Zustimmung der Institutionellen in Deutschland häufig zwischen 40 und 60 Prozent“, so Haßler. Aber: „Auch bei Teilen dieser Anleger steht nachhaltiges Investment im Verdacht, weniger Rendite zu bringen.“

© Bankhaus Schelhammer & Schattera/Thomas Topf

Anbieter und Befürworter derartiger Produkte meinen, der Vertrieb biete sie zu wenig aktiv an.

Miskarik: „Viele Zusatzbausteine und Assistanceleistungen abschließbar.“

Ziele erreicht

0,75 € Dividende

Dividende unverändert Dennoch soll die Dividende mit 75 ct je Aktie auf Vorjahreshöhe gehalten werden. Die Probleme in Norwegen will Struzl auf der Kostenseite innerhalb von zwei Jahren gemeistert haben. Das gestoppte Investitionsprojekt in Brasilien drückte mit 6,5 Mio. € auf das operative Ergebnis, negative Wechselkurseffekte wirkten sich mit 16,9 Mio. € aus.  (ag/lk)


f i n a n z d i e n stl e i ste r

Freitag, 28. Februar 2014

financenet – 21

financenet@medianet.at

MiFID II und Co. Die neue Finanzmarktrichtlinie tritt zwar erst 2017 in Kraft, wirft aber für Finanzdienstleister bereits jetzt einige Fragen auf

Drei EU-Regularien im Anmarsch Wien. Wenn von der EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II die Rede ist, beschäftigt viele Finanzdienstleister vor allem eines: Wie geht es mit den Berater-Provisionen weiter? Zwar wird es weiterhin erlaubt sein, von den Produktanbietern Vermittlungsprovisionen zu erhalten, allerdings dürfen sich die Berater dann nicht als unabhängig bezeichnen. Das geht jedenfalls aus den bisherigen Entwürfen und der Erklärung des zuständigen EU-Kommissars Michel Barnier von Mitte Jänner hervor. Der endgültige Richtlinientext wird derzeit ausgearbeitet und soll in wenigen Wochen vorliegen. Für die Anwendung in der Praxis bleiben aber weiter Fragen offen: „Der nationale Gesetzgeber wird bei der Umsetzung großen Spielraum haben“, sagt der Finanzrechtsexperte Stefan Schermaier im Gespräch mit financenet. „So muss er zunächst definieren, wer genau als unabhängig gelten darf und wer nicht. Ein Ausweg könnte z.B. auch sein, dass Provisionen an die Kunden weitergeleitet werden.“ Doch die Provisionen sind hier nur ein Teilbereich: Mit MiFID II kommt u.a. auch eine Verpflichtung zur Schaffung von firmeninternen Produktleitlinien durch die Emittenten und die Einführung von Positionslimits.

Transparenz: Wer vergütet Noch nicht so weit wie bei MiFID II ist das Prozedere bei der EUVersicherungsvermittler-Richtlinie IMD II. Die damit befassten EUParlamentsausschüsse haben aber erst vor wenigen Tagen eine wichtige Einigung erzielt: Bei Versicherungsverträgen muss der Kunde informiert werden, durch wen die Vergütung des Vermittlers erbracht wird. Die Mitgliedsstaaten können die Vermittler zudem verpflichten, die Höhe der Vergütung offenzulegen. Bei Versicherungs-

anlageprodukten wird ebenfalls eine Offenlegungspflicht vorgeschlagen. „Da sich der Vorschlag der Kommission von jenem des Parlaments doch wesentlich unterscheidet, ist aus heutiger Sicht auch der Ausgang des Trilog-Verfahrens sehr schwer abschätzbar“, räumt Schermaier ein. Wie MiFID II wird auch IMD II voraussichtlich Anfang 2017 in Kraft treten.

KIID-Ableger für alle Noch keinen Zeitplan gibt es für die „Packaged Retail Investment Products“-Verordnung (PRIPs). Sie soll künftig die Basisinformations-

victor ist eine eingetragene Marke von emotion banking.

Thomas Müller

blätter für Finanzprodukte regeln und für die Kunden den Vergleich der Angebote erleichtern. Für europäische Investmentfonds sieht die SICAV-Richtlinie bereits ein „Key Investor Information Document“ (KIID) vor. Die PRIPs-Verordnung soll auch von Anbietern von Zertifikaten und kapitalbildenden Lebensversicherungen ein ähnliches Infoblatt verlangen. Der Zwischenstand bisher: Der Europäische Rat ist dafür eingetreten, die klassischen Lebenversicherungen von dieser Verpflichtung auszunehmen, während sich die Kommission und das EU-Parlament klar dagegen ausgesprochen

haben. „Für die Vermittler gilt: Sie werden für die Weitergabe des Basisinformationsblatts verantwortlich sein, und zwar bevor die Kunden eine Verpflichtung eingehen“, weiß der Rechtsanwalt. „Im Gegensatz zu den Richtlinien benötigen Verordnungen keine nationale Implementierung und gelten sofort in der gesamten EU.“ Für die Produktanbieter bedeutet das, dass für sie in Zukunft parallel die KIID-Verpflichtung und auch die PRIPs-Verordnung gelten werden. Ob sich für Investmentfonds dadurch Änderungen ergeben, könne momentan nur sehr schwer abgeschätzt werden, so Schermaier.

© Fachgruppe Finanzdienstleister/WKW/APA-Fotoservice/Rastegar

Parallel dazu sind die Richtlinie IMD II und die PRIPs-Verordung für Produkt-Infoblätter in Vorbereitung.

Rechtsanwalt Schermaier: „Der nationale Gesetzgeber wird viel Spielraum haben.“

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London. Aktionäre haben weltweit in 2013 erstmals Dividenden in Höhe von mehr als einer Billion USD (rund 700 Mrd. €) kassiert. Das ist das Ergebnis einer vom Fondshaus Henderson Global Investors vorgelegten Studie. Demnach wurde 2013 der Rekordwert von 1.030 Mrd. USD ausgezahlt (+43% gegenüber 2009). Angeschoben wird das Wachstum vor allem durch Konzerne aus Brasilien, Russland, Indien und China. Das größte Plus seit 2009 gab es im Tech-Sektor.

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© EPA

victor ist ein objektives Qualitätssiegel, das für herausragende Leistung verliehen wird und vom Mitbewerb differenziert.

Top-Dividenden 2013 u.a. bei Royal Dutch Shell, Exxon Mobil und Apple.

www.bankdesjahres.com

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Ihre Ansprechpartner: Dr. Barbara Aigner Mag. Anja Graf, BA Tanja Völkl, MA Theaterplatz 5 | A-2500 Baden bei Wien T.: +43 (0) 22 52 25 48 45 victor@bankdesjahres.at

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f on d s: pa r k

22 – financenet

Freitag, 28. Februar 2014

financenet@medianet.at

short

© Anna Rauchenberger

Franklin Templeton unter den Besten

1.300 Tage „Wissen der Vielen“ als Basis für die Investment-Entscheidungen; auch Österreicher können mitmachen

Erster „Mitmachfonds“ zieht positive Bilanz

Vernünftige Performance bei erträglicher Schwankungsbreite; Aktienquote zwischen 60 und 100%.

Erste Group emittiert 58 neue Bonus-Zertis Wien. Die Erste Group emittiert 58 neue Bonus-Zertifikate mit Laufzeiten zwischen 4 und 14 Monaten und Ertrags-Chancen bis zu 35%, wie es heißt. Als Basiswerte fungieren österreichische Aktien (z.B. Immofinanz, OMV, ...), Indices (z.B. CECE, IATX) und Edelmetalle. Detaillierte Infos zu den neu emittierten Zertis sind im Internet abrufbar unter: https://produkte.erstegroup.com/Retail/.

© Martina Draper

Lipper: Nordea mit zwei Awards prämiert

Rogy, Nordea: „Multi-Asset-Lösun­ gen sind zusehends gefragt“.

Wien. Bei der Verleihung der diesjährigen Lipper Fund Awards in Wien ergatterte Nordea zwei davon: Für den Nordea 1 – Stable Return Fund für den Anlagezeitraum von drei Jahren und für den Nordea 1 – European High Yield Bond Fund für den Anlagezeitraum von fünf Jahren in der Kategorie „Bond Europe – High Yield“. „Wir verzeichnen eine steigende Nachfrage nach unseren Multi-Asset-Lösungen wie dem Nordea 1 – Stable Return Fund, der den Schwerpunkt auf moderaten Wertzuwachs bei gleichzeitigem Kapitalerhalt legt“, sagt Johnannes Rogy, Head of Sales Central & Eastern Europe bei Nordea AM. (lk)

Über 3.000 Interessenten Crowdinvesting, genauer die Nutzung des „Wissens der Vielen” als Finanzierungselement, ist in aller Munde. Mit dieser Bewegung ist vor drei Jahren Deutschlands erster Mitmachfonds entstanden. Bei diesem Aktienfonds bestimmen die Anleger, worin investiert wird. „Mittlerweile haben sich bereits über 3.000 Interessenten angemeldet, die mehr als 250.000 Empfehlungen abgaben”, so die Betreiber Timo Kuebler, Michael Thaler und Christoph Schultheiß. Die Mitmacher hätten dabei durchaus ein glückliches Händchen bewiesen: „Mit Roche, Medtronic und Google liegen drei Aktien mit mehr als 70% Renditepunkte gegenüber dem Einstandskurs im Fonds.“ Zuletzt hätten sich die Mitmachfonds-Anleger wieder für Finanzwerte und Banken begeistern können. „Erfreulich ist die geringe Volatilität des Fonds, die zeigt, dass Anleger, die mit eigenem Geld investieren, eher konservative Aktien bevorzugen“, heißt es weiters. Der Investtor Mitmachfonds ist eine Marke des Vermögensverwal-

© APA/dpa/Ole Spata

Wien. Franklin Templeton Austria wurde bei den diesjährigen Lipper-Award-Verleihungen in Österreich als beste große Fondsgesellschaft für Mischfonds (Best Fund Group Mixed Assets Large) ausgezeichnet. Zudem erhielten fünf Fonds von Franklin Templeton die Trophäen. Zudem erhielten insgesamt fünf der in Österreich zum Vertrieb zugelassenen Fonds von Franklin Templeton Lipper Fund Awards für verschiedene Zeiträume; darunter finden sich etwa der von Michael Hasenstab gemanagte Mischfonds Templeton Global Income sowie der Sektorfonds Franklin Biotechnology Discovery Fund. Martin Linsbichler, Managing Director von Franklin Templeton Austria: „Mischfonds ist eine Fondskategorie, die Anleger derzeit besonders stark nachfragen.“(lk)

Können die mehr als 3.000 Interessenten irren? Bis dato lagen sie u.a. mit Roche, Medtronic und Google recht gut.

ters TOP Vermögen AG mit Sitz in München. Er ist nach Luxemburger Recht in Euro aufgelegt mit der ISIN LU0498676971. An Gebühren fallen maximal 1% Ausgabeaufschlag sowie eine Management-Fee von ebenfalls 1% an.

Boni für Top-Tippgeber Seit Anfang 2014 bietet das Investtor Mitmachfonds-Team zahlreiche neue Funktionen an. Für die besten 10 Anleger wird im Quartal ein Bonus von insgesamt 1.000 € ausgeschrieben. Die Abstimmungen der besten Anleger der vorherigen Etappe werden höher gewichtet. Teilnehmer können zudem mit einer Folgen-Funktion Aktienstrategien anderer Teilnehmer verfolgen und die Rendite der

eigenen Aktienempfehlungen mit Freunden, Bekannten und weiteren Mitmachfonds-Teilnehmern vergleichen. Auch werden die TopAktienempfehlungen namhafter Fondsmanager berücksichtigt. Damit vereine der Mitmachfonds noch stärker die Vorteile eines klassischen Fonds mit der Kraft des Wissens der Vielen. Nach Registrierung auf der gesicherten Onlineplattform kann man auf Basis von 250 internationalen Aktienwerten abstimmen, welche man kaufen oder verkaufen würde wobei die Vorauswahl in einem mehrstufigen Verfahren erfolgt. Einflussgrößen dafür sind u.a. Marktkapitalisierung, Unternehmensrendite, Markenbekanntheit, Trefferquote in Finanzfachjournalen und Arbeitnehmerrankings.

Durch das Voting der Mitmacher kommt eine Rangfolge der Werte mit hoher oder niedriger Zustimmungsquote zustande. Die Handelsempfehlungen können von den Benutzern aber täglich geändert werden. Die Wertung bleibt längstens 28 Kalendertage gültig, wenn nicht vorher erneut abgestimmt wird. Jeden Tag werden die fünf beliebtesten Aktien aller Teilnehmer gleichgewichtet (mit rund 3% je Aktie) in den Fonds aufgenommen. Das Aktienportfolio setzt sich aus 35 bis 40 Aktien, die maximale Aktienquote ist 100%, reduziert werden kann bis auf 60%. Zusätzlich stehen den Teilnehmern ausgewählte Themenzertifikate zur Auswahl zur Verfügung. Die jeweils gültigen Teilnahme­ regeln stehen auf der Homepage. (lk)

Investec Europa-Fondsmanager setzt auf (auch kleine) Weltmarktführer, Konzerne, die Überkapazitäten nutzen können

Wo das Wachstum in Europa zu Hause ist Johannesburg/London/Wien. Die letzten volatilen Wochen an den europäischen Aktienmärkten haben deutlich gemacht, dass es für Investoren keine sichere Strategie (mehr) ist, auf einen weiter stetig steigenden Markt zu setzen – das diagnostiziert Ken Hsia, Fondsmanager des Investec Global Strategic Fund European Equity. „Anfang 2013 war im Prinzip alles günstig“, blickt Hsia zurück. Europäische Aktien seien mit einem Abschlag von rund 15% gegenüber Aktien aus anderen entwickelten Märkten gehandelt worden. „Jetzt bewegen wir uns in einen Markt, der gezieltes Stock-Picking nötig macht.”

Durch den Verdrängungswettbewerb sei der Konkurrenzdruck in vielen Branchen gesunken, führt Hsia aus, „die Überlebenden haben nun beste Chancen, ihre Gewinne deutlich zu steigern“. Ein Beispiel dafür sei TUI Travel: Der Touristikgigant, der 2007 aus der Fusion der Touristiksparte von TUI mit der britischen First Choice Holiday hervorgegangen war, hatte vor der Krise mit harter Konkurrenz güns-

tiger Anbieter und aus dem Internet zu kämpfen. Dann aber zwang das härtere ökonomische Umfeld viele kleinere Konkurrenten zur Aufgabe. TUI Travel hingegen baute sein Geschäft weiter aus. Durch seine Größe und Einkaufsmacht war das Unternehmen in der Lage, Skaleneffekte zu erzielen, Exklusivverträge abzuschließen, den Preiswettbewerb zu reduzieren und so seine Margen zu erhöhen. Im

Auswahl nach 3 Kriterien Auf der Suche nach Titeln mit anhaltendem Aufwärtspotenzial hält er nach drei Kriterien Ausschau: Unternehmen, die aus dem Verdrängungswettbewerb in der Krise als Sieger hervorgegangen sind, europäische Weltmarktführer und Firmen, die Überkapazitäten in Gewinne für ihre Anteilseigner umsetzen könnten.

© TUI/Christian Wyrwa

Martin Linsbichler: „Sind bestes großes Fondshaus für Mischfonds“.

Grevenmacher/Wien. Über 250.000 Aktienempfehlungen haben Teilnehmer des weltweit anlegenden „Investtor Mitmachfonds” in den drei Jahren seit Bestehen auf der Plattform „www.mitmachfonds.de” angeklickt. Der Fondskurs bewegt sich nahe am Höchstkurs und hat Anlegern der ersten Stunde rund 5% pro Jahr eingebracht, sagen die Initiatoren. Der Fonds könne bis zu 40% der Aktienbestände absichern. Seit Anfang 2014 biete man zahlreiche neue Funktionen für die Mitmacher und der Fonds werde noch transparenter für die Interessenten, wird in Aussicht gestellt.

Hsia: „Der Verdrängungswettbewerb lässt Sieger wie etwa TUI Travel zurück.“

Dezember 2013 gab Konzernchef Friedrich Joussen nun bekannt, erstmals seit 2007 wieder eine Dividende ausschütten zu wollen. Längst kein Geheimnis mehr ist, dass Europas Konzerne den Löwenanteil außerhalb Europas erwirtschaften. Sie seien nicht auf kräftiges Wachstum im Heimatmarkt angewiesen, um ihre Gewinne zu steigern. Hsia gefallen deutsche Automobilkonzerne oder italienische und französische Hersteller von Luxuswaren. Doch Weltmarktführer, so Hsia, seien nicht zwangsläufig große oder bekannte Unternehmen – Beispiel Teleperformance, ein französischer Betreiber und Anbieter von Callcenter, Online-Kundenservice und anderen verwandten Diensten. Überkapazitäten wiederum sieht Hsia nicht zwangsläufig als Nachteil: Durch sie könnten Rationalisierungsmaßnahmen effizienter werden, Europas Firmen zur USKonkurrenz aufschließen. Plus: Wachsende Betriebe, die überschüssige Kapazitäten ausschöpfen können, sind in geringerem Maße auf Investitionen angewiesen.  (lk)


ba n k i n g

Freitag, 28. Februar 2014

financenet – 23

financenet@medianet.at

Europa Die Schuldenquote im Vergleich zum BIP ist aktuell höher, als sie es während Euro-Krise jemals war

short

Das Damoklesschwert der Zinsexplosion ist noch da

Hupen ist da und Liebscher ist weg

London. Vor zweieinhalb Jahren befürchtete man am Markt tatsächlich, dass der Euro nicht überleben würde. Seinerzeit, so Anthony Doyle von M&G Investments, schien der Verbleib Griechenlands in der Eurozone ebenso unwahrscheinlich zu sein wie der einiger noch größerer Volkswirtschaften wie Italien und Spanien, die ebenfalls in Schieflage geraten waren. Eine enorme Staatsverschuldung, hohe Arbeitslosenquoten sowie ein unter all diesen Problemen stöhnendes Bankensystem verhießen für die Zukunft nichts Gutes. Seit dem Höhepunkt der Eurokrise sind die Sorgen um die Zukunft der Gemeinschaftswährung aber längst in den Hintergrund getreten.

Das spricht eigentlich eher für ein höheres als für ein niedrigeres Ausfallrisiko. „Die Märkte haben Draghi also offenbar abgenommen, dass die EZB ‚alles Notwendige‘ tun würde”, sagt Doyle.

Mehr Verschlechterungen Stellt man fundamentale Indikatoren wie das Gesamtinvestitionsvolumen, die Arbeitslosenquote und die Bruttostaatsverschuldung im Vergleich zum BIP von 2011 den entsprechenden aktuellen Kennzahlen gegenüber, erkennt man, dass es wesentlich mehr Verschlechterungen als Verbesserungen gibt, so Doyle. Am auffälligsten dabei ist, dass – abgesehen von Deutschland und den Niederlanden, wo die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen zuletzt leicht angestiegen sind – die Renditen in allen anderen europäischen Ländern gesunken sind.

Vertrauen kam zurück

Risikoprämien rückläufig Auch sind die Risikoprämien, die Anleger für das Inflationsrisiko verlangen, zuletzt ebenso eingebrochen wie die Inflation in der Eurozone selbst. Die aktuell niedrige Teuerungsrate innerhalb der Eurozone ist hauptsächlich auf die interne Abwertung, die hohe Arbeitslosigkeit sowie staatliche Sparmaßnahmen zurückzuführen. „Man muss sich fragen, ob die Kreditrisikoprämien am Markt angesichts der Herausforderungen, vor denen die Eurozone steht, auch hoch genug sind“, meint M&GExperte Anthony Doyle. „Darüber hinaus müssen Anleiheninvestoren in zunehmendem Maße auch die Risiken einer Deflation in Europa berücksichtigen.  (red)

© M&G Investments

An die Märkte kehrte wieder Vertrauen zurück, nachdem EZBPräsident Mario Draghi seine inzwischen berühmte „Koste es, was es wolle“-Rede gehalten hatte. Diese Zusage wirkte sich auch auf die Staatsanleihenrenditen aus, denn die Zinsdifferenzen gegenüber deutschen Bundesanleihen schrumpften innerhalb der gesamten Eurozone merklich. Inzwischen sind die Zinsdifferenzen zwischen den als sicher geltenden Bundesanleihen und anderen Staatspapieren aus der gesamten Eurozone merklich geschrumpft. Zum Leidwesen aller in europäischen Staatsanleihen investierten Anleger könnte sich die Eurozone nun aber erneut zu einem Gefahrenherd entwickeln. Denn eine Analyse von Anthony Doyle zeigt, dass sich die staatlichen und konjunkturellen Fundamentaldaten in Europa seit 2011 nicht verbessert,

Anthony Doyle, M&G Investments: Leistungsbilanzen der meisten Mitgliedsstaaten der Eurozone weisen einen Überschuss auf, Zinsdifferenzen sind geschrumpft.

sondern im Allgemeinen sogar verschlechtert haben. Indikatoren wie Investitionsvolumen, Arbeitslosenquote sowie Bruttostaatsverschuldung im Vergleich zum BIP haben

sich in den letzten beiden Jahren mehrheitlich eingetrübt – trotzdem sind die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in den meisten Ländern gesunken.

Auf dem Vormarsch Handel setzt auf NFC-Technologie: card complete baut Terminal-Portfolio und Serviceleiste aus

„Interessant für Kleinbetragszahlungen“

Neueste, bedarfsorientierte NFC-Terminalgeneration mit starker Servicekomponente.

des Bezahlens besonders auch für Branchen mit hohem Anteil an Kleinbetragszahlungen – etwa für Bäckereien, Trafiken oder Kioske.“

einem Gerät.“ Weitere Installationen und Geräte im Kassenbereich seien demnach nicht mehr notwendig. Um die Abwicklung in Zeiten von IBAN und BIC zusätzlich zu erleichtern, wurde das card complete-Akzeptanzpartnerportal (CAP) mit der elektronischen Umsatzabfrage überarbeitet. Versprochen werden ein verbessertes und erweitertes Online-System sowie ein kostenfreies Angebots-Upgrade.

Maßgeschneiderte Lösungen Dementsprechend hat card complete für die verschiedensten Akzeptanzpartner eine breite Produktpalette aufgelegt. Zur Wahl stehen maßgeschneiderte NFCTerminallösungen für jede Unternehmensgröße. Über einen autorisierten Servicepartner wird das jeweils passende complete-Servicepaket gleich kostengünstig dazugepackt, heißt es dazu aus dem Unternehmen; das Portfolio reicht dabei von klassischen, stationären Lösungen über handliche Kompaktvarianten, bis hin zu mobilen Kartenlesegeräten und Webterminals für Online-Transaktionen. Je nach Bedarf sind die portablen Terminals mit GPRS, IP, Wireless LAN oder Bluetooth ausgestattet. Hackel: „Unsere neueste Terminal-Generation verfügt über eine integrierte NFC-Kontaktlosfunktion, kompakt und platzsparend in

© card complete

der monatlich kontaktlos getätigten Zahlungen als auch beim entsprechenden Umsatz – bei einer durchschnittlichen Betragshöhe von 17 € –, verzeichnet werden. Big Player wie Spar, Interspar oder Swarovski sind bereits im Boot. Der Trend zur neuen Technologie sei ungebrochen und berge viel Potenzial, schätzt Vorstandsvorsitzender Heimo Hackel. „Interessant ist diese innovative Form

© card complete

Wien. Hightech-Hype an den Kassen: Bargeldlose Bezahlsysteme lassen es beim heimischen Handel immer öfter – lautlos – „klingeln“. Laut den jüngsten Zahlen der card complete Service Bank AG, die im vergangenen Jahr den NFC-fähigen Terminalund Kreditkarten-Rollout vorangetrieben hat (medianet berichtete), konnten 2013 Zuwachsraten von rund 70%, sowohl im Bereich

Heimo Hackel, card complete: „Inter­ essant für Bäckereien, Trafiken & Co“.

© ARBÖ

Investment-Experte fragt: Sind die Kreditrisikoprämien am Markt aktuell wirklich hoch genug?

Eine Facebook-Gruppe ruft zum Hupen vor der Hypo-Zentrale auf.

Klagenfurt. Eine FacebookGruppe mit dem Titel „Hupe gegen Hypo“ fordert Autofahrer dazu auf, aus Protest gegen die staatliche Problembank beim Vorbeifahren an deren Zentrale an der Klagenfurter Völkermarkter Straße kräftig Laut zu geben. Obwohl der Andrang im Internet mit an die 1.000 „Likes“ für die Gruppe bescheiden ist, hat die Aktion bereits die Polizei auf den Plan gerufen. Inzwischen ist auch das Schreiben von Hypo-Taskforce- und Ex-NationalbankChef Klaus Liebscher an die Öffentlichkeit gesickert, mit dem er die Aufgabe zurückgelegt hatte. Liebscher waren offenbar die Versuche der Politik, sich an Großgläubigern der Hypo schadlos zu halten, zu viel geworden. Das bedrohe den Bankenmarkt und geschehe wohl nur aus „politischem Opportunismus“. (APA/red)

ING-DiBa zahlt Bonus für Dauersparer Wien/Klagenfurt. Mit einer Prämie von 20 € will die ING-DiBa zum Vermögensaufbau mittels Dauersparen anregen: Kunden, die ihr erstes Dauersparen bis zum 11.3.2014 mit einer Mindestsparrate von 200 € einrichten, erhalten einmalig eine 20 €-Gutschrift, die bei durchgehend bestehendem Dauersparauftrag dann Ende September auf das DirektSparkonto überwiesen werden. Teilnahmebedingung ist, dass der erste durchgeführte Dauersparauftrag bis spätestens 15.4.2014 erfolgen muss. Die Sparrate kann jederzeit kostenlos geändert werden. Um das angesparte Guthaben immer im Blick zu haben, wird ein neues Direkt-Sparkonto für das Dauersparen empfohlen. Bis zu fünf kostenlose Konten können bei mit individueller Kontobezeichnung parallel geführt werden. (red)

Bank Monte dei Paschi um 47 Mio. betrogen Mailand. Ein Betrügernetzwerk unter Beteiligung früherer Mitarbeiter soll die angeschlagene italienische Bank Monte dei Paschi di Siena (BMPS) um 47 Mio. € geschädigt haben. Die Finanzpolizei durchsuchte Gebäude in mehreren Regionen des Landes. Die Ermittlungen richteten sich gegen elf Verdächtige, darunter frühere Mitarbeiter der Bank und mehrere Wertpapierhändler, berichtete die Nachrichtenagentur ANSA. Mithilfe der Durchsuchungen wollen die Ermittler den Berichten zufolge Geldströme auf anonyme Treuhandkonten in Steuerparadiesen rekonstruieren. (APA)


24 – financenet

ba n k i n g/ i n su r a n c e : watch

Freitag, 28. Februar 2014

financenet@medianet.at

short

© sxc/Radoslaw Wyjadlowski

Studie: Wetterkapriolen kosten Europa 400 Mrd.

VB Factoring Bank AG Mit 1,5 Mrd. Euro Umsatz 2013 setzt der Volksbanken-Factor 2014 auf KMUs und Wachstum

Beim Factoring muss der Kunde der Gewinner sein Gegenwind durch schwache Konjunktur konnte durch Neukundenzugänge überwunden werden. chris radda

© Coface

Coface Austria mit neuem CO-Manager

Günter Hammerschmid ist bereits seit 2007 für Coface tätig.

Wien. Günter Hammerschmid (42) übernimmt mit 1. März 2014 die Leitung der Abteilung Commercial Operations in Österreich und berichtet direkt an Christian Berger, Country Manager Österreich. Der gebürtige Salzburger begann seine Karriere 2007 bei Coface Central Europe als International Account Manager für die Geschäftsfelder Business Information und Inkasso und war seit 2012 zusätzlich als Commercial Operations Manager für CEE zuständig. Vor Coface sammelte Günter Hammerschmid Erfahrung bei Bisnode.  (lk)

Generali-Ex-Chefs: Start der Ermittlungen Triest. Die Staatsanwaltschaft von Triest hat Ermittlungen gegen Ex-Generali-Geschäftsführer Giovanni Perissinotto und Ex-Generaldirektor Raffaele Agrusti aufgenommen. Sie sollen die Arbeit der Aufsichtsbehörden behindert haben, so der Verdacht. Die Ermittlungen waren aufgrund einer Anzeige der Börsenaufsicht wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten bei Investitionen im Bereich Private Equity und alternative Fonds aufgenommen worden.

„Es vergeht kein Arbeitstag, an dem wir nicht Anfragen hereinbekommen; die Nachfrage ist ungebrochen hoch. Factoring ist ein Top-Finanzprodukt.“ Herbert Auer, VorstanD VB Factoring Bank AG

© VB Factoring Bank

Wien. „Naturkatastrophen werden von Betrieben als Gefahr erkannt und versichert – die beträchtlichen Folgen von Wetterschwankungen werden bis dato kaum wahrgenommen“, sagt Johann Oswald, Vorstandsmitglied der Allianz Gruppe in Österreich, zu einer aktuellen Allianz-Studie. 36% der Wirtschaftsleistung sowohl der USA als auch der EU würden vom Wetter beeinflusst. Wetterschwankungen kosten jeweils 3,4% des BIP, wurde errechnet, wobei die Kapriolen bis zu dreimal teurer kommen als Naturkatastrophen. Für die EU heißt dies in konkrete Zahlen gegossen: 406 Mrd. € jährliche Kosten. Maßgeschneiderte Lösungen im Bereich des Wetter-Risikomanagements seien bei der Allianz durchaus möglich, um die finanziellen Folgen des Wetters – etwa Einnahmeverluste – abzumildern, wird betont. (lk)

Salzburg. „Nach einigen Kundenabgängen vor dem Hintergrund der Restrukturierung unseres Sektors konnten wir 2013 mit einem soliden Zuwachs an Neugeschäft die

VB Factoring-Vorstände Gerhard Ebner (li.) und Herbert Auer (re.): „Factoring hat sich zu einem Top-Produkt entwickelt.“

bestes am Markt gesehen wird“, sagt Herbert Auer; „auch heuer haben wir die Stärken unserer eigenen Software weiter ausgebaut und neue individualisierte OnlineWeb-Tools für unsere Kunden in Betrieb genommen.“

Umsätze bei rund 1,5 Mrd. Euro stabil halten und wieder ein gutes Ergebnis erwirtschaften“, erzählt Herbert Auer, Vorstand der Salzburger VB Factoring Bank AG, dem Factoringinstitut des Volksbankensektors, im medianet-Gespräch. „Für das heurige Jahr stehen die Zeichen wieder auf Wachstum“, so Vorstandskollege und Factoringverbandschef Gerhard Ebner: „Im Zuge der KMU-Initiative des Volksbankensektors bemühen wir uns derzeit sehr, die guten Kundenbeziehungen der regionalen Volksbanken auch für unser Produkt Factoring zu nutzen.“ „Gerade beim klassischen Full-Service-Factoring haben wir über die Jahrzehnte ein Top-Finanz-Produkt geschaffen, das auch von vielen Experten als

Marktwachstum über 25% „Factoring hat sich in den letzten zehn Jahren – vor dem Hintergrund von Basel II und III – zu einem gefragten und anerkannten Finanzprodukt entwickelt, mit einem Marktwachstum von über 25%“, betont Gerhard Ebner. „Sowohl für die Unternehmen (rasche Liquidität, einfache Abwicklung, besseres Bilanzbild, einfach und transparent, etc.) als auch

für die Banken (Eigenkapitalhinterlegungen bei Krediten, Kontrollaufwand bei Zessionskrediten, etc.) bietet Factoring ein Bündel an Vorteilen und starken Argumenten für beide Geschäftspartner“, so Herbert Auer. „Es vergeht kein Arbeitstag, an dem wir nicht Anfragen hereinbekommen; die Nachfrage ist ungebrochen hoch“, dennoch, so Gerhard Ebner, „sehen wir, bedingt durch das relativ schwache wirtschaftliche Umfeld, dass die Umsätze unserer Bestandskunden bis auf wenige Ausnahmebranchen, wie etwa die Nahrungs- und Genussmittelbranche, bestenfalls stagnieren.“ „Wir wollen primär KMUs mit unserem modernen, maßgeschneiderten Factoring ansprechen, kön-

nen da auch eine Vielzahl von Erfolgsstories bei Wachstums-unternehmen ebenso herzeigen wie bei gelungenen Umstrukturierungen, haben aber auch für große Unternehmen seit Jahren spezialisierte Lösungen, wo es neben dem Finanzierungs- und Liquiditätsthema vor allem auf Bilanzverbesserungen ankommt“, ergänzt Herbert Auer.

VB Factoring VB Factoring Bank AG Das Spezialinstitut des Volksbankensektors hält am heimischen Factoringmarkt einen Anteil von 10,9%. Den beiden Vorständen Herbert Auer und Gerhard Ebner gelingt es seit fast zwei Jahrzehnten, die VB Factoring Bank mit Wachstum bei hohem Ertrag zu führen.

Trendstudie Versicherer werden zu Daten- und Omnichannel-Experten; digitale Assistenzsysteme genießen Vertrauen

Versicherungsmakler werden Life-Coaches Wien. Neue Technologien, neue Geschäftsmodelle, neue Angreifer im Markt – dies sind die Herausforderungen für die Branche der Makler und Versicherer. Das Trendforschungsinstitut „2b Ahead ThinkTank“ hat mit dem Versicherer Standard Life und dem Anbieter für Kommunikationslösungen, Unify GmbH, in ihrer Trendstudie zur „Zukunft des Versicherungen“ neun Kundensegmente im Economy- und Premiumsegment identifiziert. Die Studie basiert auf den Prognosen von 30 Innovationsentscheidern, Strategiechefs und Zukunftsexperten. Untersucht wurden die Auswirkungen des technologischen Wandels auf die Lebenswelten der Kunden sowie die Strategien der Angreifer und die Neuordnung der Kundensegmente und Geschäftsmodelle. Die Experten diagnostizieren einen grundlegenden Wertewandel bei den Kunden. Der technologische Wandel bewirke Verschiebungen, heißt es. Waren es vor einigen Jahren noch Marken, Makler und Vertreter, die das größte Kundenvertrauen genossen,

so vertrauen die Kunden künftig in großen Segmenten auf digitale Assistenzsysteme.

2 Segmente und Strategien Die ehemalige Marktpyramide mit den klar definierten Economy-, Standard- und Premiumsegmenten transformiert sich mittelfristig in nur noch zwei große Bereiche: Economy und Premium. Diese starke

Segmentierung in zwei Grundlogiken führe zu zwei grundlegenden Strategien für alle Arten der Zukunftssicherung in der Versicherungswirtschaft. Die Empfehlung: „Versicherer und Makler, die ihre Position im Economy-Bereich stärken wollen, müssen ihre Prozesse und Produkte mit der Logik des digitalen Handels verbinden.” Es reiche nicht aus, die bisherigen Produkte nun auch

© Standard Life

Wetterkapriolen kommen bis zu dreimal teurer als Naturkatastrophen.

Bernhard Fasching, Standard Life: „Zweigeteilter Markt ist in UK bereits Realität.“

Online verkaufen zu wollen. Vielmehr gehe es um eine wirklich intelligente Verschmelzung von digitaler Logik und physischer Präsenz. Wer sich im Premium-Feld positionieren wolle, müsse sich als Identitätsmanager präsentieren; dies betreffe sowohl die Marken und Produkte, aber auch Makler. Bernhard Fasching, Sales Manager Austria beim UK-VersichererStandard Life, sieht Großbritannien als Vorläufer, wo sich die Zweiteilung mit „auf der einen Seite digital getriebenem Direktgeschäft mit standardisierten Produkten, auf der anderen Seite der von unabhängigen Maklern dominierte Bereich der persönlichen (Honorar-) Beratung) bereits zeige. „Viele der etablierten Akteure in der Branche spüren inzwischen, dass sie die Schnittstellen zu ihren Kunden verlieren”, so Zukunftsforscher Sven Gabor Janszky. Diffuse Angst vor den Angreifern aus der Internetbranche sei nicht nötig, Beschäftigung mit der Nutzung von Web- und Videokollaboration, Social Media und Chat fällig. (lk)


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 28. Februar 2014 – 25

© Coliers/I. Theis

Berlin am weg zum IT-hot-spot

Die deutsche Hauptstadt könnte bald beliebtester ITStand­ort werden, meint Andreas Trumpp, Colliers Seite 27

© Buwog/M. Draper

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien www.ehl.at

buwog holt sich einen neuen cfo

Der frühere Aurelis- und Swiss-Life-Top-Manager Ronald Roos ergänzt den Buwog-Vorstand  Seite 30

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Immobilien: Österreichs Norden prescht davon

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IMMO-AGS 19.–26. Februar 2014

IATX (26.2.)

205,78

Wochentop SPI Wochenflop CWI S Immo Immofinanz Atrium Warimpex CA Immobilien Anlagen conwert

2,08% 4,56% 1,32% 4,56% 2,79% 2,25% 1,65% 1,34% 1,32%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 26.2.) Monatstop Lyxor ETF FTSE E/N 6,84% Monatsflop DBXT CSI300 -12,60%

© Panthermedia.net/Marion Sitter

Top 5 Immofonds Lyxor ETF FTSE EPRA/NAREIT US 6,84% Henderson Pan Eur.Prop.Equ.I2 6,66% SemperProperty Europe T 6,53% iShares STOXX EU 600 Cap(DE)6,52% Morgan Stanley US Prop. I USD6,31% Flop 5 Immofonds DBXT CSI300 R.E.1C -12,60% First State As. Prop. Sec.A EUR-2,28% PARVEST Real Est. Sec.Pac. D-2,02% DJE Real Estate I -0,72% Henderson As.-Pac.Prop.EqA2-0,44%

Marktanalyse/Immobilien.net Zwar zeigt der Preistrend bei Grundstücken weiter nach oben, doch die Schere zwischen Gewinnern und Verlierern geht weit auf. So ist Kitzbühel inzwischen 470mal teurer als das burgenländische Kaisersdorf. Seite 26

19.–26. Februar 2014

EHL Bericht zur Wiener Mariahilfer Straße alarmierend – Experte: Aktuelle Phase der Unsicherheit ist definitiv Problem

Droht nun der Stillstand auf der „MaHü“? 453,76

-1,02%

© APA/Georg Hochmuth

CERX (26.2.)

Rasche Entscheidung über Mariahilfer Straße ist wichtig, Einzelhändler warten ab.

Wien. Der aktuelle Geschäftsflächenbericht des Immobiliendienstleisters EHL ortet einen „Stillstand“ auf der Mariahilfer Straße. Viele Einzelhändler würden das Ergebnis der Fuzo-Befragung abwarten, bevor sie Entscheidungen über Neuanmietungen, Umzüge oder Absiedelungen treffen. „Die aktuelle Phase der Unsicherheit ist definitiv ein Problem“, befand Jörg Bitzer, der Leiter der Abteilung Einzelhandelsimmobilien: „Wie auch immer die Mariahilfer Straße in Zukunft gestaltet sein wird, wichtig ist, dass die Entscheidung bald fällt.“ Ansonsten wird die Entwicklung in

Wien positiv bewertet: Der starke Zuwachs an Einkaufszentrumsflächen in der Bundeshauptstadt wird vom Markt problemlos absorbiert; von 60.000 Quadratmetern Mietflächen in Einkaufszentren werde „praktisch kein Quadratmeter“ unvermietet bleiben, hieß es. Als wichtige Neuzugänge werden etwa das EKZ am Hauptbahnhof und das Projekt City Gate in Floridsdorf genannt. Laut EHL zeichnet sich eine Vollvermietung bei den großen Projekten ab. Für schlechtere Lagen weist der Bericht einen weiteren Abwärtstrend samt steigender Leerstände aus. (APA)


i m m o: c ov e r

26 – financenetreal:estate

Freitag, 28. Februar 2014

financenet@medianet.at

Grundstückspreise in Österreich Nord-Süd-Gefälle nimmt zu, Kitzbühlel 470mal teurer als Kaisersdorf

short

Immobilien.Net: Norden zieht beim Preis davon

© Wikimedia/Johann Jaritz/CC Lizenz

Wietersdorfer schließt Pakt mit Buzzi Unicem

In einem Viertel aller österreichischen Bezirke liegt der Quadratmeterpreis schon über 250 Euro.

BIG verkauft jetzt alte Zollhäuser in NÖ

Die regionale Entwicklung

Litschau/Gmünd/Horn. Die vormaligen Zollhäuser an der niederösterreichisch-tschechischen Grenze werden nun verkauft. Die Mindestpreise für die Liegenschaften in Drosendorf/ Oberthürnau, Litschau/Schönau, Reingers/Grametten und Waldkirchen a.d. Thaya/Fratres liegen zwischen 11.500 und 22.000 Euro. Angebote nimmt die im Auftrag der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) tätige ARE Development GmbH bis 24. April entgegen. (APA)

In den wirtschaftlichen starken Bundesländern nördlich der Alpen stiegen die Grundstückspreise 2013 am stärksten. Die höchsten Zuwächse gab es im vergangenen Jahr in der Bundeshauptstadt mit 10,2 Prozent auf 589 Euro im Median. In Niederösterreich und Oberösterreich stiegen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise

© Wienerberger/Kurt Keinrath

für Grundstücke um jeweils 4,7 Prozent auf 110 bzw. 90 Euro; in den südlichen Bundesländern gab es dagegen deutliche Rückgänge. In der Steiermark fielen die Preise für unbebauten Grund und Boden um durchschnittlich 5,1 Prozent auf 44,6 Euro pro Quadratme-

ter. In Kärnten ergab die Analyse von Immobilien.Net ein Minus von 4,5 Prozent auf 60 Euro und im Burgenland einen Rückgang von 3,1 Prozent auf 77,5 Euro pro Quadratmeter. Im Westen gab es auf Bundeslandebene dagegen kaum stärkere Preisveränderungen.

Förderung für Sanierung 70 Prozent für Privatbauten

Neue Aufträge 94% der Firmen mit guter Geschäftslage

Wien. Das Förderbudget für die thermische Sanierung von Gebäuden ist heuer mit 100 Mio. Euro, davon 70 Mio. für Private und 30 Mio. Euro für Betriebe, gefüllt. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) rechnet damit, dass die Fördermittel wieder komplett abgerufen werden. Einen „Konjunkturbonus” wie im vergangenen Jahr soll es vorerst nicht geben. Start der Förderaktion ist am 3. März. „Jeder inves-

Wiesbaden/Berlin. Der warme Winter hilft Deutschlands Bauindustrie, Rückstände aus der vorigen Saison konnten aufgeholt werden. Im Dezember hat es so viele Aufträge gegeben, dass die Branche sehr optimistisch ins Jahr geht. Der Boom am deutschen Bau geht weiter. 2013 fuhr die Branche laut Statistischem Bundesamt mit 96,6 Mrd. Euro den höchsten Umsatz seit der Jahrtausendwende ein.

© APA/Herbert Pfarrhofer

Wienerberger-Chef Heimo Scheuch: US-Aktionär Dodge jetzt unter 10%.

Der teuerste Bezirk außerhalb von Wien, mit Ausnahme von Salzburg Stadt, ist Kitzbühel mit einem Median von 850 Euro pro Quadratmeter Bauland. Im Tiroler Nobelskiort befindet sich aktuell auch das teuerste Grundstück, bezogen auf den Quadratmeterpreis mit 4.284 Euro und einem Gesamtpreis von knapp 3 Millionen Euro. Sucht man dagegen in den günstigsten Regionen nach einem Grundstück, fällt u.a. ein attraktives BaulandObjekt im burgenländischen Kaisersdorf mit 9,1 Euro pro Quadratmeter und einem Gesamtpreis von 25.000 Euro auf; Kitzbühel ist verglichen damit 470mal teurer. (red)

Alexander Ertler, Immobilien.Net: „Wer es sich leisten kann, investiert lieber in den Bau eines eigenen Einfamilienhauses, statt eine halb so große Wohnung zu kaufen.“

100 Mio. Euro für die Thermische

Wienerberger: Dodge & Cox geht unter 10%

Wien. Dodge & Cox mit Sitz in den USA hält jetzt weniger als 10 Prozent der Aktien des österreichischen Ziegelriesen Wienerberger: Dem Unternehmen wurde gemäß § 91 ff. Börsegesetz mitgeteilt, dass Klienten von Dodge & Cox (institutionelle Investoren wie Investmentgesellschaften, Pensionsfonds, Stiftungsfonds, etc.) per 19. Februar 2014 die wirtschaftlich Berechtigten an 10.747.579 Wienerberger Aktien sind; das sind 9,15% des aus­ gegebenen Aktienkapitals und der Stimmrechte. (red)

Median in Kitz bei 850 Euro

Minister Mitterlehner: Im Vorjahr wurden 850 Mio. Euro mobilisiert.

tierte Förder-Euro hilft beim Energiesparen, reduziert den CO2Ausstoß und schafft durch zusätzliche Aufträge ein höheres Wirtschaftswachstum und mehr Arbeitsplätze”, verwiesen Mitterlehner und Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) auf die Vorteile der Öko-Subvention.

Starkes Jahr 2013 Im Jahr 2013 wurden im Rahmen der thermischen Sanierung 132,3 Mio. Euro an Fördermitteln vergeben; 23.539 Haushalte sind mit 115,3 Mio. Euro an Förderungen und 489 Betriebe mit 17 Mio. Euro thermisch saniert worden. Laut Wirtschaft- und Umweltministerium sollen dadurch Investitionen von 850 Mio. Euro ausgelöst worden sein. Von der anvisierten Sanierungsquote von 3 Prozent pro Jahr bis 2020 ist man in Österreich noch weit entfernt: Im vergangenen Jahr lag sie bei 1,4 Prozent; sie steigt jedes Jahr um 0,1 Prozentpunkte. Für einen stärkeren Anstieg müsste die öffentliche Hand deutlich mehr Geld in die Hand nehmen. (APA)

Deutschland: Bau fühlt sich stark

desamt in Wiesbaden berichtete. Im Gesamtjahr stieg der Wert der Aufträge im Vergleich zu 2012 um 3,7 Prozent; zu gleichen Preisen wären es 1,9 Prozent gewesen. Vor allem die weiterhin starke Nachfrage nach Wohnimmobilien sorgt für eine gute Baukonjunktur. 94 Prozent der vom Verband befragten Bauunternehmen meldeten Anfang des Jahres eine gute oder befriedigende Geschäftslage – so viele wie nie zuvor. (APA)

Umsatz plus 3,5% Für 2014 erwartet der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie eine nochmalige Verbesserung des Umsatzes um 3,5 Prozent und einen Beschäftigungsanstieg um 1,1 Prozent auf 765.000 Mitarbeiter. Damit würde das Job-Niveau aus dem Jahr 2004 wieder erreicht. Von den Rekordumsätzen der 1990erJahre ist die Branche hingegen noch weit entfernt. Beim weiteren Aufschwung dürften die vollen Auftragsbücher helfen. Nach einem guten November brachte auch der Dezember einen wertmäßigen Zuwachs der Bestellungen um 12,2 Prozent, wie das Statistische Bun-

© Panthermedia.net/harald Biebel

Klagenfurt. Der italienische Baustoffkonzern Buzzi Unicem hat ein strategisches Abkommen mit dem Klagenfurter Baustoffproduzenten Wietersdorfer abgeschlossen. Demnach verkauft Buzzi der von Wietersdorfer kontrollierten Gesellschaft w&p Cementi sein Produktionswerk im norditalienischen Cadola nahe Belluno. Wietersdorfer sichert sich auch die Option, innerhalb der nächsten fünf Jahre ein weiteres Produktionswerk Buzzi Unicems in Travesio nahe der friaulischen Stadt Pordenone zu erwerben. Zugleich übernimmt Buzzi einen 25-prozentigen Anteil an w&p Cementi sowie an dem slowenischen Unternehmen Salonit Anhovo Gradbeni. Der Deal beträgt 22 Millionen Euro. Damit sichern sich beide Gruppen eine bessere Logistik, technologische Integration sowie mehr Effizienz bei den Dienstleistungen. Wietersdorfer hat bereits 1993 den Vertrieb in Italien gestartet. (red/ag)

In Tirol stagnierten die Preise bei 300 Euro pro Quadratmeter, während in Vorarlberg ein leichter Anstieg in der Höhe von 2,3 Prozent auf 201 Euro und in Salzburg leichte Verluste in der Höhe von 0,2 Prozent auf 219 Euro pro Quadratmeter zu verzeichnen waren. Die teuersten Städte sind aktuell Salzburg Stadt mit 931 Euro pro Quadratmeter unbebautem Grundstück vor Wien mit 589 und Innsbruck mit 570 Euro im Schnitt. Während es in Wien einen zweistelligen Preisanstieg im vergangenen Jahr gab, stagnierten hingegen die Preise in den westlichen Landeshauptstädten. Auf Bezirksebene liegen die Wiener NobelBezirke Hietzing und Döbling mit über 1.000 Euro pro Quadratmeter unangefochten an der Spitze. Auffällig ist auch der Aufholeffekt, der in Ottakring zu beobachten ist. Toplagen auf dem Galizinberg, landläufig Wilhelminenberg genannt, haben 2013 die Preise ebenfalls auf 1.000 Euro pro Quadratmeter ansteigen lassen.

© www.Mediendienst.com/Foto Wilke

Wien. Die Preise für unbebaute Grundstücke für Wohnbauprojekte haben 2013 in mehreren Regionen neue Spitzenwerte erreicht. Vor allem die Städte und deren Umland sind von starken Preisanstiegen betroffen, so eine Analyse von Immobilien.Net. In etwa einem Viertel aller österreichischen Bezirke liegen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Grundstücke mittlerweile über 250 Euro pro Quadratmeter im Median. Betroffen sind vor allem das Wiener Umland in Niederösterreich, die großen Städte in Oberösterreich und einige Tourismusregionen in Salzburg und Tirol. In vielen Wiener Bezirken, aber auch in Salzburg Stadt, Innsbruck und Kitzbühel, sind mehr als 500 Euro der Normalzustand. Für ganz Österreich liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis hingegen bei 115 Euro. „Mangelnder Wohnraum, zu wenig Neubau und starker Zuzug in die Ballungsgebiete verteuern die Preise; dies wirkt sich auch auf unbebaute Grundstücke aus. Hier ist eine klare Ausweichbewegung erkennbar. Wer es sich leisten kann, investiert lieber in den Bau eines eigenen Einfamilienhauses, statt für denselben Preis eine halb so große Wohnung zu erwerben“, so Alexander Ertler, Immobilienexperte von Immobilien.Net.

Klagenfurt: Die Kärntner ­Wietersdorfer baut in Italien aus.

Starke Nachfrage nach Wohnimmo­ bilien sorgt für volle Auftragsbücher.


f on d s: pa r k

Freitag, 28. Februar 2014

financenetreal:estate – 27

financenet@medianet.at

Colliers I Berlin und Dublin machen London Führungsrolle als Standort im Bereich Technologie-, Medien- und Telekommunikation streitig

„Berlin nimmt mehr Fahrt auf“ Berlin. Nach Angaben des Immobilienunternehmens Colliers International sind Berlin und Dublin am besten Weg, London die Rolle als führender europäischer Standort im Bereich Technologie-, Medienund Telekommunikation (TMT) streitig zu machen. Mit seiner boomenden Technologie- und Start-up-Szene sind diese beiden Städte nämlich die einzigen Mitbewerber um diesen Spitzenplatz, sollte London nicht Maßnahmen ergreifen, um die Dominanz der britischen Hauptstadt zu behaupten.

Berlin zieht Investoren an

resse privater und institutioneller Investoren. Zudem werden aktuell im Durchschnitt in Berlin fünf Start-ups täglich gegründet. So könnten bis 2020 bis zu 100.000 neue Arbeitsplätze in Start-up-Unternehmen entstehen.

„Hippes” Image, beste Lage Wichtige Akteure der TMT-Branche wie Amazon, Microsoft und Zalando profitieren auch weiterhin von den günstigen Büro- und Wohnmieten, dem „hippen“ Image der Stadt, der zentralen Lage innerhalb Europas und den nied-

rigen Einwanderungshürden für hochqualifizierte Fachleute und Talente, die in der Spreemetropole vorherrschen. Andreas Trumpp, Head of Research bei Colliers International Deutschland: „Die Berliner TMTSzene wächst stetig; 39 Prozent aller Neuvermietungen fallen in der Berliner City Ost auf Technologiefirmen und zahlreiche ‚neue‘, große Namen der Branche eröffnen Büros in Berlin. Wir sind überzeugt davon, dass die deutsche Hauptstadt in den nächsten Jahren sogar noch mehr an Fahrt aufnehmen wird. Wenn der momentane Trend anhält, wird Berlin schon 2015 die

Rolle als führender europäischer TMT-Standort von London übernehmen.“ Die TMT-Branche wird nach Angaben von Colliers International immer bedeutender und ist der wichtigste Wirtschaftsmotor in zahlreichen europäischen Märkten. Die Branchenlandschaft hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt, und Shootingstars wie Berlin und Dublin haben London beachtliche Marktanteile abgenommen. Außerdem treten nordeuropäische Städte wie Stockholm und Helsinki sowie mitteleuropäische Märkte in Polen, der Slowakei und Ungarn als starke regionale Zentren auf. (rk)

© Coliers/Ingrid Theis

39 Prozent aller Neuvermietungen fallen in der Berliner City Ost bereits auf Technologiefirmen.

Andreas Trumpp, Head of Research bei Colliers International Deutschland.

Die aktuelle Colliers International-Studie „Media & Technology iQ“ zeigt auf, dass Berlin etablierte TMT-Standorte wie Dublin und Stockholm bereits überholt hat. Die deutsche Hauptstadt verzeichnet ein kontinuierlich großes Inte-

Colliers II Wiesbaden

Flächenumsatz Wiesbaden. Nach einem überraschend starken Einbruch des Flächenumsatzes im Wiesbadener Bürovermietungmarkt in 2012 ist 2013 eine leichte Erholung feststellbar gewesen, meldet Colliers (die Stadt ist unter anderem Sitz des deutschen Bundeskriminalamts). Während der Vermietungsmarkt weiterhin durch das fehlende Angebot gebremst wird, treiben großflächige Entwicklungen von Eigennutzern den Flächenumsatz an.

Abflachung; hohes Niveau Auf dem Wiesbadener Büromarkt wurden 2013 rund 47.000 m2 Bürofläche umgesetzt, was einer Steigerung von 17% zum Vorjahr entspricht, jedoch weit unter den Werten der Jahre 2010 und 2011 liegt. Der reine Vermietungsumsatz lag durch den hohen Eigennutzeranteil von 31% bei nur 32.500 m2. Wie bereits im Vorjahr macht sich v.a. das Fehlen von Großanmietungen bemerkbar. So wurden im Jahr 2013 nur zwei Mietverträge über 2.000 m2 in Wiesbaden abgeschlossen, und auch im Bereich zwischen 1.000 m2 und 2.000 m2 zeigte sich mit vier Anmietungen nur wenig Aktivität. Nur 47% des Vermietungsumsatzes und 12% der Mietvertragsabschlüsse entfielen auf das Flächensegment über 1.000 m2. Das fehlende Angebot an größeren, hochwertigen Flächen in Wiesbaden macht sich bemerkbar und kann die vorhandene Nachfrage nicht befriedigen, so Colliers.  (rk)

24.01.–09.03.2014 Wiener Rathausplatz, täglich 9–22 Uhr

© Wikimedia/Wolfgang Pehlemann

www.wienereistraum.com

Wiesbaden: 90 Prozent der entwickelten Fläche gehen in die Eigennutzung.


i m m o: c a pi ta l / i m m o: m a r ke t s

28 – financenetreal:estate

Freitag, 28. Februar 2014

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Forschungsinstitut F+B In vielen Städten Deutschlands stagnieren die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen

Schnäppchen zu haben

ImmoNomade von Philipp Kaufmann 3P.zum.Glück

lympische

Unter den Schnäppchen-Städten finden sich wahre Perlen: Die Lutherstadt Wittenberg zum Beispiel; oder Bautzen, das mit seiner historischen Altstadt genauso punktet wie mit seiner Nähe zu Dresden und dem Elbsandsteingebirge.

Fritz Haslinger

Spielstätten

Hamburg. Während in den deutschen Metropolen die Preise für Häuser und Wohnungen durch die Decke gehen, werden in vielen malerischen Orten Immobilien gleichzeitig immer billiger. Eine ganze Reihe von Städten ist bei der Rallye außen vor. Dort stagnieren die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen – oder sinken sogar. Das zeigt der aktuelle „Wohn-Index Deutschland“ des Hamburger Forschungsinstituts F+B.

Die Olympischen Spie-

le in Sotchi standen ja im Vorfeld unter keinem guten Stern. Von Baupfusch, unfertigen Unterkünften und explodierenden Baukosten war da die Rede. Nun sind die Winterspiele 2014 Geschichte und – soweit man das sagen kann – die Welt war positiv überrascht. Die Organisation hat geklappt und

Anlegerfavorit Immobilien Zur Wahrheit gehört aber auch: In vielen attraktiven Städten mussten Käufer für Häuser und Wohnungen 2013 erneut deutlich mehr zahlen als im Vorjahr. Im Bundesdurchschnitt stiegen die Preise für Eigenheime um 5% und damit mehr als doppelt so stark wie 2012. Eigentumswohnungen verteuerten sich sogar um 5,9%. Die F+B-Forscher machen dafür die „zinsgetriebene Flucht in die Sachwerte“ verantwortlich. Wegen historisch niedrigen Zinsen suchen viele Anleger nach Alternativen und investieren in Immobilien.

die Sportstätten waren be-

Vielerorts Schnäppchen

wundernswert. Ob diese nun auch nachhaltig weitergenutzt

Im krassen Gegensatz zum Preisboom in vielen Metropolen offenbart der Index in vielen deutschen Städten einen wahren Preisrutsch: Rückgänge um drei, vier oder garfünf Prozent im Jahresvergleich 2012/2013 sind keine Seltenheit.

werden, ist eine andere Frage. Denn große Sportveranstaltungen der letzten Jahrzehnte haben so manches Mahnmal, wie etwa auch in Klagenfurt,

© Wikimedia/Fred3rik

O

Historisch niedrige Zinsen bieten Investoren die Chance, als Alternative in Immobilien zu veranlagen.

Auch Wittenberg bietet wahre Schnäppchen zur Veranlagung in Immobilien.

hinterlassen. Wohin der Weg gehen sollte,

Wiener Luxusmeile Nachfrage nach Geschäftsflächen ungebrochen hoch; Leerstandsrate bei mickrigen 1,9 Prozent

liegt auf der Hand: wir benö-

Bis zu 400 Euro Miete pro m2 am Kohlmarkt

tigen nachhaltige Sportstätten. Ökologisch bedeutet das, die Umweltbelastung und den Energieverbrauch gering zu halten, sowie etwa das Verkehrsaufkommen nicht unnötig zu erhöhen. Wie uns die Vergangenheit gezeigt hat, ist die Betrachtung der ökonomischen Perspektive ebenfalls zu beachten: besonders die Evaluierung der Notwendigkeit sowie Überlegungen zur Umnutzungsfähigkeit

und

unumgänglich. Und schlussendlich sollten die Nutzenden, sowohl Sportler als auch Besucher und Bewirtschafter, im Fokus stehen: Sauberkeit

© Wikimedia/Gryffindor

Mehrfachnutzug sind dabei

Abseits des „Goldenen U“ sind Geschäftsflächen international gesehen günstig.

Wien. Freytag & Berndt zieht aus. Die Buchhandlung verlässt den Kohlmarkt 9, laut Maklerkreisen für eine Ablöse im sechsstelligen Bereich. Dafür wird der Vermieter, die Versicherungsanstalt des österreichischen Notariats, einiges mehr an Miete lukrieren können: Die Nettomieten auf Wiens nobelster Einkaufsmeile, bereits eine der zehn teuersten Shoppingmeilen der Welt, sind heuer weiter gestiegen. Laut dem neuesten Geschäftsflächenbericht des Maklers EHL werden am Kohlmarkt derzeit bis zu 400 € pro Quadratmeter im Monat verlangt, zitiert das WirtschaftsBlatt. Das gab es zuletzt vor der Krise. Noch 2011 waren 320 € für Mini-Läden rare Ausreißer, heute

werden selbst für große Geschäfte 350 € bezahlt. „Es gibt noch viel Potenzial nach oben“, so EHL-Geschäftsführer Michael Ehlmaier. Die Nachfrage nach Geschäftsflächen auf dem Kohlmarkt, am Graben und in der Kärntner Straße ist enorm, die Leerstandsrate liegt bei kaum wahrnehmbaren 1,9%. Ehlmaier: „Abseits des ‚Goldenen U‘ sind Geschäftsflächen in Wien im internationalen Vergleich günstig, mehr als 30 bis 40 Euro pro Quadratmeter monatlich werden selten bezahlt. Allein die Favoritenstraße hat in den vergangenen Jahren im Sog des Hauptbahnhof-Projekts etwas aufgeholt. Andere B- und C-Lagen leiden jedoch trotz günstigen Mieten an Leerstand.“ (fh)

und Hygiene, Licht, Sicherheit, Raumluft-

qualität, aber vor allem auch Barrierefreiheit müssen zentrale Kriterien sein. In diesem Sinne wird nun ein Nutzungsprofil im DGNB System entwickelt, welches eine Orientierungs- und Planungshilfe für die Errichtung und den Betrieb von Sportstätten bieten wird. Diese werden den Sportlern nicht nur einen idealen Rahmen für Höchstleistungen bieten, sondern in allen Bereichen der Nachhaltigkeit in der olympischen Liga spielen.

Mehr zur Nachhaltigkeit im ÖGNI Blog, wie : „Mein Handeln aus Überzeugung“ von Andreas Liska / ÖGNI System

www.ogni.at

IVG Immobilien Global agierende Investoren finden immer mehr den Weg vom Einzelinvestment hin zum Stadtquartier

Kleine Städte leiden unter Abwanderung Frankfurt/Wien. Laut IVG Immobilien habe der Wechsel in das 21. Jahrhundert den Wendepunkt im Zeitalter der Städte markiert. Lebte Mitte der letzten Dekade jeder zweite Mensch weltweit in einer Stadt, so ist der Wert bereits heute auf rund 65% gestiegen, Tendenz weiter zunehmend. Während in den Entwicklungsund Schwellenländern ein explosionsartiges städtisches Bevölkerungswachstum dominiert und überdimensionale Ballungsräume, Agglomerationen und Megacities heranwachsen, leiden in Europa viele kleinere und mittelgroße Städte unter einem Bevölkerungsentzug.

menhang, dass ein Stadtquartier definitiv mehr ist als die Summe seiner Einzelimmobilien. Neue Anforderungen, neue Arten von Partizipation und etliche ungelöste rechtliche Herausforderungen warten auf diejenige Investorengruppe, welche dieser Wertstiftung folgt. Für Investoren bietet sich neben den klassischen indirekten Immobilienanlagen und Infrastrukturan-

lagen das nachhaltige Stadtquartier grundsätzlich als „neue Anlageklasse“ an. Durch die heterogene Zusammensetzung des Stadtquartiers aus Immobilien- und Infrastrukturanlagen können positive Wechselwirkungen zu einem Mehrwert für den Anleger führen. Der Markt für nachhaltige Investments ist generell in den letzten Jahren erheblich gewachsen. Immer mehr Investoren setzen auf

Neue Investoren-Strategie Der aktuelle IVG Research Lab „Smart Cities – nachhaltige Stadtquartiere im Fokus von Immobilieninvestoren“-Report stellt klar: Weg vom Einzelinvestment hin zur Stadtquartiersebene heißt die Devise der nächsten Ebene global operierender Investoren. Deutlich wird in diesem Zusam-

© IVG

Lärmvermeidung,

Thomas Beyerle: „Stadtquartier ist mehr als die Summer seiner Einzelimmobilien.“

„nachhaltige Investments“, weiß man bei IVG. Das Volumen nachhaltiger Investmentfonds ist von 6 Mrd. € im Jahr 2005 auf 34,2 Mrd. € im Jahr 2012 angewachsen. Die durchschnittliche Wachstumsrate in den Ländern Deutschland, Schweiz und Österreich lag bei 26,7%. Privates Vermögen prägt zunehmend die Immobilienmärkte. Der Gesamtimmobilienwert wird weltweit auf rund 180 Billionen USD geschätzt, wovon es sich bei 72% um eigengenutzte Wohnimmobilien handelt. Dies bietet großartige Chancen für die Akteure des globalen Immobilienmarkts, das richtige Produkt an den richtigen Standorten zu realisieren. „Wir erwarten, dass auf langfristig angelegten, ertragsorientierten Anlagen der primäre Investorenfokus liegt. Dieser weltweite Trend spricht für die Projektplanung nachhaltiger Stadtquartiere auch in Deutschland, die zukünftig auf großes Interesse von institutionellen und privaten Investoren stoßen werden“, sagt IVG Director Thomas Beyerle. (fh)


I m m o: M A r k e ts/ Pe ople &Dat e s

Freitag, 28. Februar 2014

financenetreal:estate – 29

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Förderung Ab heurigem Juli soll mit dem Handwerkerbonus der Schwarzarbeit der Kampf angesagt werden

short

Handwerkerbonus ist da

Sinn und Unsinn der AK Wohnen-Umfrage

Wien. Die Wirtschaftskammer wollte ihn schon die längste Zeit – jetzt kommt er voraussichtlich mit dem Budgetbegleitgesetz im April: der Handwerkerbonus. Das Finanzministerium will mit ihm nicht nur die Schwarzarbeit bekämpfen, es erhofft sich vom Handwerkerbonus wachstums- und konjunkturbelebende Impulse. Die Förderung startet als Pilotversuch, befristet auf 2014 und auf 2015 – danach soll evaluiert werden.

© mediendienst.com/Foto Wilke

Für heuer kommen 10 Millionen Euro in den Fördertopf, 2015 dann schon 20 Millionen Euro. dann 20% des Rechnungsbetrags, pro Jahr und Förderwerber daher maximal 600 €.

First come – first serve?

Dauerregelung ab 2016? „Wir sind überzeugt, dass die Evaluierung so positive Ergebnisse liefern wird, dass ab 2016 daraus eine Dauerregelung wird – ähnlich wie in Deutschland”, sagt Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel. Ab 1. Juli 2014 können nun Rechnungen bis zu 3.000 € (ohne Umsatzsteuer) eingereicht werden. Rückerstattet werden

WKW-Obmann Michael Pisecky hält nur wenig von der AK-Umfrage.

Wien. 21.000 Wiener haben an der aktuellen AK WohnenUmfrage in Wien teilgenommen – und die teils kruden Fragen beantwortet, moniert Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe der Immobilientreuhänder in der Wirtschaftskammer Wien. Denn wer wollte nicht weniger Betriebskosten zahlen? Alle Fragen waren auf ‚mehr Leistung – aber keine Kosten tragen‘ abgestellt: „Kaum jemand hat nicht gern mehr Geld in der Tasche, wenn ein anderer die anfallenden Kosten übernimmt“, so Michael Pisecky. Die AK sieht in ihrer Umfrage jedenfalls einen Erfolg.(ots/red)

© WKO/Michael Hetzmannseder

Aufpassen heißt es bei der einzureichenden Rechnung, denn es werden für den Bonus nur die Arbeits- und Fahrtkosten, nicht aber die Materialausgaben herangezogen. Außerdem muss der Förderbewerber in der sanierten Wohnung tatsächlich selbst wohnen. Für heuer sollen für den Handwerkerbonus 10 Mio. € und für 2015 dann 20 Mio. € zur Verfügung stehen. Das könnte dem Vernehmen nach noch zum Problem werden, denn das angepeilte „First come first serve”-Prinzip könnte sich als verfassungswidrig herausstellen. Ähnlich der Solarförderungen heißt es nämlich „Pech gehabt“, wenn der Fördertopf einmal leer ist.  (hk)

Bundesinnungsmeister Frömmel erwartet bei Evaluierung positive Ergebnisse.

Lärmschutz In der Kantine der Oesterreichischen Nationalbank wurden neuartige Schallschutz-Paneele verlegt

Deutsche Bank erhöht Wienerberger-Kursziel

Jetzt kann auch laut geschmatzt werden Wien. Lärmschutz einmal anders – keine minder ansprechenden Wände neben Autobahnen, sondern, einmal ganz anders, innen im Gebäude. Genauer in der Kantine der Oesterreichischen Nationalbank.

Ganz einfach neue Wände

© Franner Lärmschutz/Kazimir Juresa

Neue Schallschutz-Paneele

Wenn der „Blick auf Wien“ nicht mehr gefällt – das Motiv kann ausgetauscht werden.

Jubiläum Seit 2004 zweiröhrig durch den Berg rollen

Die Wände werden mit bedruckten Oberflächen individuell gestaltet, egal ob Logo, Schriftzug oder Foto; diese Motivdrucke sind bis zu einer Maximalgröße von 10 mal 5 m möglich. Die schallabsorbierenden Akustikelemente werden hinter den Motiven versteckt. Wenn das Bild z.B. dem Nationalbank-Gouverneur nicht mehr gefällt, wird einfach der bedruckte Stoff ausgetauscht. Die seinerzeit aufgebrachten Schalldämmplatten können so komplett erhalten bleiben.  (ots/hk)

Deutschland Nord-Süd-Gefälle bei Kaufnebenkosten

Der neue Plabutschtunnel ist zehn

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Graz. Was wäre die steirische Landeshauptstadt wohl ohne ihn? Voraussichtlich ein verstopfter Parkplatz. Die Rede ist vom Plabutschtunnel – am westlichen Stadtrand von Graz vorbeiführend, mit einer Länge von 10 Kilometern, bewahrt der Tunnel seit 1987 die Stadt vor dem Verkehrskollaps. Denn an Spitzentagen sind es zurzeit mehr als 40.000 und pro Jahr etwa 13 Mio. Fahrzeuge, die durch die

München. Dass ein Hauskauf sowohl in Berlin als auch in München ein teurer sein wird, kann man als bekannt voraussetzen. Wer aber hätte gedacht, dass bei den „Nebengeräuschen“ Bayern – und damit auch München – zu den „billigsten Pflastern“ gehören? So sind in Berlin, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vom Immobilienkäufer bis zu 15% der Kaufsumme für Grunderwerbssteuer, Notarkosten und die

beiden Röhren des Plabutschtunnels ihren Weg nehmen. „In Graz gäbe es ohne Plabutschtunnel heute wohl einen Dauerstau”, meint Asfinag-Geschäftsführer Rainer Kienreich. Seit 2004 ist dieser unterirdische Teil der Pyhrn-Autobahn nicht nur zweiröhrig befahrbar, er ist aufgrund einer technischen Nachrüstung auch einer der sichersten Straßentunnels Europas – mit, unter anderem, 88 Notrufnischen, 18 Pannenbuchten, 184 Feuerlöschnischen und vier befahrbaren Fluchtwegen.

Maklerprovisionen einzurechnen. In Sachsen und Bayern liegen diese Nebenkosten seit Jahren konstant bei rund neun Prozent. Und der Spielraum bei den Kaufnebenkosten ist gering, denn Grunderwerbsteuer und Notarkosten sind festgelegt. Mit dem Makler könne man zwar grundsätzlich verhandeln, aber in den Ballungsräumen mit hoher Nachfrage werde dies kaum Erfolg haben, heißt es aus Expertenkreisen. (hk)

Asfinag-Geschäftsführer Kienreich freut sich über gelungene Section Control.

© panthermedia.net/Andreas Weber

© Asfinag

Section Control war richtig Mit einer Section Control-Anlage ist der Plabutschtunnel seit 2011 ausgestattet. „Die Section Control war von uns ja als zusätzliche Verkehrssicherheits-Maßnahme geplant und hat genau das gebracht, was wir uns gewünscht haben – weniger Unfälle, weniger Verletzte”, so Kienreich. In Zahlen bedeutet dies nicht nur einen Rückgang bei den Unfällen. Gab es 2008 noch zwei Todesopfer zu beklagen, so gab es im Vorjahr nur eine verletzte Person. (ag/hk)

Fannie Mae zahlt Rettungsgelder zurück

Häuser können in Bayern und Berlin den selben Preis haben, aber ungleich kosten.

© Fannie Mae

Als vorbildliches Projekt für vorausschauende Lärmschutzmaßnahmen wurden hier im Zuge eines Umbaus durch die IG Immobilien GmbH neuartige Schallschutz-Paneele sehr dekorativ und unsichtbar in die Wandkonstruktionen integriert. Bei der Verbesserung der Raumakustik in Großräumen – wie bei Kantinen – kommt der Schallabsorption eine besondere Bedeu-

Wien. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel für die Wienerberger-Aktie von 11 auf 12,50 Euro nach oben revidiert. Das Anlagevotum für die Papiere des heimischen Ziegelherstellers bleibt unverändert und steht auf „hold”. Beim Ergebnis je Aktie erwarten die Analysten einen Verlust von 0,40 Euro für 2013 sowie einen Gewinn von 0,17 Euro für das Folgejahr. Die Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf jeweils 0,12 Euro für 2013 und für 2014. (APA/red)

tung zu. Nur durch den Einsatz von baulich zugelassenen Schalldämmplatten wird eine optimale Raumakustik ermöglicht.

Timothy Mayopoulos, Fannie MaeChef, zahlt Rettungsgeld zurück.

Washington. 7,2 Mrd. Dollar (5,2 Mrd. Euro) Rettungsgelder zahlt der amerikanische Immobilienfinanzierer Fannie Mae an die Regierung Obama zurück – über Dividenden. Im vierten Quartal 2013 lag der Nettogewinn bei 6,5 Mrd. Dollar (4,7 Mrd. Euro) – der achte Quartalsgewinn in Folge. Aufgrund eines Steuereffekts konnte Fannie Mae im vorigen Jahr 84 Mrd. Dollar (61 Mrd. Euro) erwirtschaften. Firmenboss Timothy Mayopoulos erwartet für seinen Immobilienfinanzierer zwar auch in Zukunft Profite, das Ergebnis von 2013 werde aber nicht wiederholt werden können, heißt es aus dem Unternehmen. Fannie Mae und ihr Schwesterinstitut Freddie Mac erhielten im Zuge der Finanzkrise etwa 187,5 Mrd. Dollar (136 Mrd. Euro) Rettungsgelder von der US-Regierung und sind seit damals verstaatlicht.  (red)


Pe op l e &date s

30 – financenetreal:estate

Freitag, 28. Februar 2014

financenet@medianet.at

short

Facility Management Austria Kongress Ende Juni in Wien informiert über neue Trends und Entwicklungen

FM: Verwaltung im Wandel

China: erste Abkühlung bei Immobilienpreisen

Wien. Wie unterstützen bessere Gebäude das Kerngeschäft? Welchen Beitrag leistet Facility Management zum Unternehmenserfolg? Fragen, denen sich der „ATGA Facility Kongress – powered by FMA“ am 25. und 26. Juni im Wiener floridotower widmet. Zu Österreichs größtem Branchentreff erwarten die Veranstalter über 200 Teilnehmer. Das österreichische Netzwerk für Facility Management, FMA und IFMA Austria, ist als neutraler Träger auch 2014 fixer Bestandteil der Veranstaltung. „Wir sehen es als unsere Aufgabe, Kompetenzen miteinander zu verbinden“, so Claudia Laubner, Leiterin der Geschäftsstelle der FMA und IFMA Austria. Markus Aschauer, Geschäftsführer der ATGA, erklärt: „Wir haben mit dem Kongress eine Plattform zum Erfahrungsaustausch und eine Drehscheibe für Wissenstransfer geschaffen.“ In über 20 Beiträgen

Peking. Erstmals seit mehr als einem Jahr hat sich der Anstieg der Preise für Wohnimmobilien in China abgekühlt. Sie kletterten im Jänner 2014 in den 70 wichtigsten Städten um durchschnittlich 9,6 Prozent zum Vorjahresmonat, teilte das Statistikamt in Peking mit. Im Dezember hatte es noch ein Plus von 9,9 Prozent gegeben. „Dazu hat eine Reihe staatlicher Maßnahmen beigetragen”, sagt Statistiker Liu Jianwei. Aus Angst vor einer Immobilienblase hat die Regierung beispielsweise angeordnet, mehr preiswerten Wohnraum anzubieten. Kredite sind zudem schwerer erhältlich. Die Preise in der Hauptstadt Peking zogen um 1,7 Prozent an, nachdem im Dezember noch ein Plus von 16 Prozent zu Buche gestanden hatte. In Shanghai verringerte sich der Anstieg von 18,2 auf 17,5 Prozent. In den Metropolen ist die Nachfrage nach Immobilien besonders stark, Experten geben deshalb noch keine Entwarnung. (APA/red)

Kommunen im Fokus Auch beim diesjährigen 4. Kommunalwirtschaftsforum am 20. und 21. März im Congress Casino Baden ist die FMA dabei: „Mit unserem jüngsten Veranstaltungsformat ‚Kommunales FM‘ haben wir uns bereits gezielt an Kommunen im Burgenland und in Niederösterreich gerichtet. Mit der Konstituierung des Arbeitskreises Facility Management im Städtebund im November 2013 ist ein weiterer Meilenstein gelegt. Aufgrund all dieser Aktivitäten ist es für uns selbstverständlich, am Kommunalwirtschaftsforum aktiv teilzunehmen“, so Peter Kovacs, Vorstandsvorsitzender der Facility Management Austria. (ast)

© FMA/IFMA/APA-Fotoservice/Rastegar

Peking: leichte Erholung bei den Immobilienpreisen in China.

stellen rund 30 Referenten unter dem Titel „Bessere Gebäude. Besseres Management.“ neue Trends vor und laden zum Austausch.

Peter Kovacs, Vorstandsvorsitzender der Facility Management Austria.

Managementwechsel bei der Buwog AG Ehemaliger Aurelis-Chief Financial Officer Ronald Roos neu im Vorstand

Ronald Roos wird neuer CFO der Buwog AG Wien. Der Aufsichtsrat der Buwog hat Ronald Roos zum Chief Financial Officer (CFO) bestellt. Der Vorstand der Buwog AG setzt sich somit aus CEO Daniel Riedl und CFO Ronald Roos zusammen. Der 46-Jährige fungierte zuvor als CFO bei der deutschen aurelis, die bundesweit in der Landentwicklung sowie der Vermietung von Gewerbeflächen tätig ist, als CFO der Swiss Life Deutschland und als Sanierungsgeschäftsführer für eine norddeutsche Reederei.

Ausstellung in Studios der Sammlung Lenikus Wien. Auf Einladung der Sammlung Lenikus zeigt der Salzburger Kunstverein bis 26. März die Schau „Halt mich fest. Frier mich ein. Zeig mich her“ in den Studios in Wien. Ausgewählte Werke der Jahresausstellung 2013 finden darin ihren Weg nach Wien und fungieren als Schaufenster zum Salzburger Kunstverein. Gezeigt werden u.a. Werke von Elisabeth Czihak, Gunda Gruber, Thomas Hörl, Stefan Maria Heizinger, Stefan Klampfer und Antoinette Zwirchmayr. (red)

Änderung bei Buwog GmbH Das Management der operativen Buwog-Töchter in Österreich und Deutschland wurde ebenfalls komplettiert: Neu in die Geschäftsfüh-

© Buwog/Martina Draper

© panthermedia.net/Songquan Deng

Kommunales Facility Management steht Mitte März beim Kommunalwirtschaftsforum im Mittelpunkt.

Ronald Roos, neuer Chief Financial Officer (CFO) der Buwog AG.

Gut besucht Messe Dornbirn zufrieden mit Spin-off

EU Elf Millionen Wohnungen in Europa sind unbewohnt

Dornbirn. Die Messe Dornbirn hat zufrieden Bilanz über die erstmals abgehaltene com:bau-Messe gezogen. Rund 9.500 Interessierte besuchten die Ausstellung auf dem Dornbirner Messegelände. Geschäftsführer Daniel Mutschlechner sieht das als Indiz dafür, dass die „Strategie der Neuausrichtung richtig war sowie als klaren Auftrag, die Messe weiterzuführen“. Die com:bau-Messe ist durch die Herauslösung des Bereichs „Bau &

Wien. In Europa stehen so viele Wohnungen leer, dass man in ihnen alle Obdachlosen der EU unterbringen könnte. Laut Recherchen des britischen Guardian sollen es allein in Deutschland cirka zwei Mio. Wohnungen sein, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Grund für die große Menge an freistehenden Wohnungen soll auch der Umstand sein, dass viele Gebäude als Investmentobjekt genutzt werden. Insgesamt sollen in

com:bau: gute Bilanz in Dornbirn

© Kapsch TrafficCom

US-Großauftrag für Kapsch TrafficCom

rung der österreichischen Buwog GmbH tritt per 1. März Herwig Teufelsdorfer ein, der zuletzt als Vorstand bei IVG Austria fungierte. Teufelsdorfer wird für den Bereich Bestandsimmobilien Österreich verantwortlich zeichnen. Mit der Integration der im Zuge des Kaufs des DGAG-Portfolios übernommenen wohnwirtschaftlichen Management-Plattform wird die Geschäftsführung zudem durch Andreas Engelhardt verstärkt. Engelhardt wechselt aus der Führung der deutschen Prelios zur Buwog. Die Geschäftsführung der Buwog GmbH wird sich somit aus Daniel Riedl, Ronald Roos, Andreas Holler, Andreas Ratzinger, Herwig Teufelsdorfer und Andreas Engelhardt zusammensetzen. (red)

In Spanien höchste Leerstandsrate

Energie” aus der Dornbirner Frühjahrsmesse entstanden. Sie wurde als Special-Interest-Plattform für Architektur, Bauhandwerk, Energie und Immobilien konzipiert. Gemäß einer Publikumsumfrage wollen bei der nächsten Auflage im kommenden Jahr (20. bis 22. Februar 2015) 80 Prozent der Gäste wiederkommen. Die klassische Frühjahrsmesse, die neu „Schau!” heißt, wird von 3. bis 6. April stattfinden.  (APA/red)

den EU-Ländern mehr als elf Mio. Wohnungen leer stehen. Zum Vergleich: In der ganzen EU soll es cirka 4,1 Mio. Wohnungslose geben. Damit wäre die Zahl der leerstehenden Wohnungen fast drei Mal so hoch wie die Anzahl der Obdachlosen. Am stärksten soll der Unterschied in Spanien sein: Laut Zeitung stehen dort 3,4 Mio. Einheiten leer. Dies seien 14 Prozent des gesamten Immoblienbestands des Landes. (red)

© com:bau/Minu Luk Esslingen

Wien/McLean. Kapsch TrafficCom wurde von der USamerikanischen North Tarrant Express (NTE) Mobility Partners LLC für das NTE-Erweiterungsprojekt beauftragt. Die NTE-Erweiterung erstreckt sich über 16 Kilometer und verläuft entlang der I-35W nördlich der Stadt Fort Worth. Kapsch wird zehn elektronische Mautzonen liefern. Der Auftragswert beläuft sich auf 26 Mio. USD (19 Mio. €). Der erste Abschnitt soll 2016 in Betrieb gehen. (red)

© panthermedia.net/Jorge del Prado

COO Kari Kapsch, CEO Georg Kapsch, CFO Franz Semmernegg.

2014 zum ersten Mal: die neue Bau- und Immobilienmesse „com:bau“ in Dornbirn.

Madrid: 14 Prozent aller Wohnungen in Spanien sind im Moment unbewohnt.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 28. FEBRUAr 2014 – 31

© Foto Wilke

KÜHLES WIRTSCHAFTSKLIMA

Herbert Braunöck (Active Communications) hat Consulter & Experten befragt  Seite 32

© Wolf Theiss

advisory VIEL EHRE FÜR WOLF THEISS

Internationale Anerkennung für innovative Deals und neu gewonnene Mandate Seite 36

OLIVER WERNER NEU BEI CMS REICHROHRWIG HAINZ © CMS Reich-Rohrwig Hainz

Non-Compliance kann sehr teuer werden

short

© Panthermedia.net/Marcin Balcerzak

Junganwältetag 25.3. im Raiffeisen Forum

Auf dem Weg in die Selbstständigkeit: Junganwältetag am 25. März

Wien. Auch (und gerade) die Mitarbeiterführung zählt zu den Aufgabengebieten von Anwälten; der Junganwältetag 2014 soll Berufsneueinsteiger dabei unterstützen. Zu den behandelten Themen gehören Strategie und Positionierung am Markt, neue Geschäftsfelder, Finanzierung, Businessplan, Führungsstil und Konfliktmanagement. Teilnahme kostenlos, beschränkte Teilnehmerzahl. (pj) www.junganwältetag.at

UVP-Novelle macht alten Projekten Beine © Arnold Pöschl; Daniela Klemencic/BDO Austria; panthermedia.net/Sean Nel

Wien. Beschwerden beim neuen Bundesverwaltungsgericht gegen die Genehmigung von Hochleistungsstrecken der Bahn haben künftig keine aufschiebende Wirkung, wenn das Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung vor dem Jahr 2013 eingeleitet wurde. Das sieht eine von den Koalitionsparteien initiierte Gesetzesnovelle vor, die der Nationalrat am 25.2. beschlossen hat. (red)

Wenn auf einmal die Finanz vor der Tür steht

Compliance-Experten Ronald Frankl (Lansky, Ganzger + Partner, l.) und Markus Trettnack (Geschäftsführer und Partner von BDO Austria)

© Panthermedia.net/Mike Expert

Die Compliance-Welle rollt Spätestens seit den beinahe täglichen Berichten über neue Verdachtsfälle zu kartellrechtlichen Vergehen sollte jeder Top-Manager wissen, wie wichtig Compliance im jeweiligen Unternehmen ist. Allerdings wird das Thema vielerorts noch immer nicht richtig ernst genommen.  Seite 32 Die nächsten Termine: 13.3., Wifi Linz, 25.3., WKO Perg, 27.3., Ried.

Uwe Techt im Gespräch Ende der Managementtricks

Königsidee Digitale Geschäftskonzepte im Vordergrund

Strategieberater Uwe Techt weiß, wie Projektunternehmen funktionieren.

Heppenheim. Der deutsche Experte Uwe Techt nimmt in seinem neuen Buch „Projects that flow“ den Blickwinkel des Topmanagements ein und konzentriert sich auf die wenigen, aber sehr effektiven Veränderungen, die in Unternehmen eine signifikante Ergebnisverbesserung bewirken (können). „Erschreckend ist vor allem die Tatsache, dass die Schwierigkeiten hausgemacht sind – wenn ich den Unternehmen sage, dass die vielfach gepriesenen und etablierten Kennzahlen und Managementmethoden ihre Projekte ausbremsen, können und wollen es viele erst einmal gar nicht glauben.“ Seite 34

Die Pläne von Boston Consulting

© Panthermedia.net/Carlos Castilla

Disruption im Projektgeschäft

© Orhidea Briegel, ePubli

Linz. Wenn sich ein Prüfungsorgan des Finanzamts im Unternehmen ankündigt oder – noch schlimmer – die Finanzpolizei plötzlich vor der Tür steht, erfüllt dies die besuchten Unternehmer nicht unbedingt mit innerer Freude. Was die Betroffenen erwartet, wie sie sich am besten verhalten, welche Möglichkeiten sie haben, ihre Rechte durchzusetzen, welche Verpflichtungen sie erfüllen müssen und warum sie trotzdem ruhig schlafen können – darüber informiert eine Veranstaltung der Wifi-Unternehmer-Akademie mit Heinz Achhorner vom Finanzamt Linz.  (pj) www.wifi.at/ooe/uak

BCG unterstützt das Digitalisierungsgeschäft der (potenziellen) Kunden.

Wien/Berlin. Nach zwei eher flauen Jahren geht die Boston Consulting Group (BCG) davon aus, dass ihr Umsatz in Österreich und Deutschland heuer um einen hohen einstelligen Prozentsatz steigen wird. Als Lösungsansatz gegen die Gefahr der globalen Disruption in zahlreichen Branchen investiert BCG massiv in den Ausbau des Digitalisierungsgeschäftes von Unternehmen. „Themen wie Big Data & Analytics gewinnen bei Kunden an Bedeutung“, sagt BCG-SeniorPartnerin Antonella Mei-Pochtler. Laut BCG-Analyse werden mehr als 34 Mrd. USD an Daten-Investitionen getätigt. Seite 35


A DV I SOR Y: TOPTR E N D S

32 – advisory

Freitag, 28. Februar 2014

advisory@medianet.at

Compliance-Organisation Implementierung und Sicherstellung durch den Compliance Officer

short

Warum man Compliance (doch) brauchen kann

Investoren: H. Kinsky berät zoomsquare

Wien. Am 20.2. referierte Ronald Frankl, Head of Corporate, M&A und Capital Markets bei der Wirtschaftskanzlei Lansky, Ganzger + Partner (LGP), im Rahmen eines Corporate Breakfast über „Compliance im Unternehmen – Implementierung und Sicherstellung durch den Compliance Officer“. Compliance beschreibt die umfassende Verpflichtung der Führungsorgane, geeignete organisatorische Vorkehrungen und Maßnahmen zu setzen, um ein rechtmäßiges Verhalten seitens des Unternehmens und dessen Mitarbeiter zu gewährleisten. Dazu gehören insbesondere die Erstellung unternehmensinterner Compliance-Leitlinien, die Sicherstellung entsprechender interner Kommunikation, die Durchführung thematischer Schulungen für Mitarbeiter, die Schaffung von Reporting- und Kontrollsystemen sowie der Abschluss entsprechender Versicherungen. Zur Umsetzung dieser Maßnahmen ist die Implementierung eines Compliance Management-Systems unter der Leitung eines (Chief) Compliance Officers erforderlich. „Für die Implementierung einer effektiven Compliance-Organisation bedarf es einer gesellschaftsrechtlich unterlegten Ausweisung als eigener Verantwortungsbereich wie z.B. Vorstandsgeschäftsordnung bzw. Geschäftsverteilungsplan“, fordert Frankl. „Die wesentliche Schlüsselfunktion einer Compliance-Organisation hat ein Compliance Officer einzunehmen, dem nicht nur die Einrichtung und Aufrechterhaltung der Compliance-Organisation, sondern auch deren stetige methodische Weiterentwicklung obliegt.“ Zu den wesentlichen Aufgaben des Compliance Officer gehören die

Das Team von Herbst Kinsky wurde von Philipp Kinsky (oben) geleitet.

Wien. Herbst Kinsky hat die zoomsquare GmbH beim Einstieg neuer Investoren im Zuge einer Finanzierungsrunde beraten. zoomsquare ist ein im Oktober 2013 gegründetes Start-up mit Sitz in Wien, das mittels einer Suchmaschine Wohnwünsche mit aktuellen Angeboten vergleicht und dabei auch Genossenschaften, Soziale Netzwerke, Blogs und Foren durchforstet. Durch die finanzielle Aufstockung sollen u.a. eine eigene mobile App, ein Bundesländer-Schwerpunkt sowie erste Vorbereitungen für eine Positionierung in Deutschland realisiert werden. Bei den neuen Investoren handelt es sich um Ex-StyriaVorstand und WillhabenGründer Wolfgang Bretschko, Robert Lenzhofer (ehemals Goldbach, bwin, Crowdpark) sowie Geizhals-Chef Marinos Yannikos. (red)

© Panthermedia.net/fbmadeira

Capgemini forciert IT as a Service

Capgemini: neue Business Cloud Orchestrierungs-Lösungen.

Corporate Breakfast bei Lansky, Ganzger & Partner mit Ronald Frankl (oben rechts): Die Compliance-Welle rollt, 2014 bringt verschärfte Berichtsregeln für alle Unternehmen, das erste volle Betriebsjahr der neuen Bilanzpolizei, Stresstests für Banken, etc.

Information und Beratung der Geschäftsleitung in Angelegenheiten der Compliance, die Gestaltung des Compliance-Informationssystems und die Überwachung der Einhaltung von Compliance-Vorgaben.

Es kann sehr teuer werden „Die Person, die diese Rolle innehat, muss sorgfältig ausgewählt werden, da neben entsprechender Ausbildung und beruflicher Erfahrung auch kommunikative, soziale, konzeptionelle und analytische Kompetenzen gefordert sind“, meint Frankl. Und warnt: „Non-Compliance kann für die Organe nicht nur zivilrechtliche und (verwaltungs-) strafrechtliche Folgen haben; es kann auch zu einer Abberufung, einer Kündigung oder erheblichem Reputationsverlust führen.“ Des-

halb müsse die Etablierung einer entsprechenden ComplianceOrganisation im Interesse jeder Geschäftsleitung liegen. Frankl: „Nur so kann sichergestellt werden, dass eine ausreichende Information und Schulung auf allen Ebenen eines Unternehmens erfolgt und die ComplianceRichtlinien entsprechend eingehalten werden.“ Denn die Compliance-Organisation dient sowohl der Prävention als auch der frühzeitigen Problemfeststellung und ist somit ein wichtiges Frühwarnsystem für das Unternehmen, um eine Haftung infolge von etwaigen Rechtsverstößen zu vermeiden. Laut dem Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Markus Trettnak, Geschäftsführer und Partner von BDO Austria, ist Compliance „spätestens mit den beinahe täglichen Berich-

Active Communications Die Meinung der Consulter, Experten und Topmanager

Das Wirtschaftsklima stagniert Wien. Vor Kurzem führte Herbert Braunöck von Active Communications bereits zum dritten Mal eine Umfrage unter Wirtschaftsexperten, Topmanagern und bei WKOWirtschaftsdelegierten in den EU-Ländern durch. „Unser Wissen über die aktuellen WirtschaftsThemen ist beschränkt“, erklärt Braunöck. „Dennoch machen wir uns Gedanken über die vorherrschende Situation.“

Braunöck hat die Antworten aus 2012 und 2014 miteinander verglichen und zeigt damit eine Entwicklung der Einschätzung und Stimmungslage.

Die Resultate im Überblick Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mitgliedsstaat der EU pleite macht oder aus dem Euro aussteigt (Fragen 1 und 2) wurde 2014 mit

© Mediendienst.com/Foto Wilke

Wien. Capgemini erweitert seine Plattform für Service-Leistungen, Aggregation und Orchestrierung unter Nutzung der Cloud Management-Angebote von VMware. Der Virtualisierungs- und Cloud Computing-Spezialist und das Beratungs- und ITDienstleistungsunternehmen verfolgen gemeinsam das Ziel, Kunden Lösungen anzubieten, mit denen sie IT as a Service einfacher nutzen können. So soll die Art und Weise verbessert werden, wie sie den Einsatz von Cloud Services von mehreren Anbietern mithilfe von Richtlinien-basierten Service-Dienstleistungen, Datenschutz und Time-to-value verwalten. Sucht z.B. ein Marketing Director eines Unternehmens eine neue Anwendung für Business-Analysen und Management, kann er auf fertige Lösungen zurückgreifen, die an der Geschäftsstrategie und den spezifischen Bedürfnissen im Marketing ausgerichtet sind – zeitintensive Prozesse für Hintergrundrecherchen sowie Beschaffung und Bereitstellung der ausgewählten Services werden damit hinfällig. (pj) www.capgemini.com

© LGP

© Herbst Kinsky

Non-Compliance kann für die Organe zivilrechtliche und (verwaltungs-)strafrechtliche Folgen haben.

Herbert Braunöck, Active Communications: Misstrauen der Consulter & Experten.

durchschnittlich 3,0 wesentlich geringer eingeschätzt als zuletzt 2012 mit über 6,0. Damit wurden auch die Maßnahmen der EU zur Rettung der gefährdeten Länder positiv bewertet. Bei der Einschätzung der Arbeitslosigkeit, Pensionskürzungen, Reduktion von Sozialleistungen, der Wettbewerbsfähigkeit von Europa bis hin zu sozialen Unruhen blieben die Antworten signifikant über 5,0 und damit im negativen, pessimistischen Bereich. Bei den 2014 erstmals erhobenen Meinungen zu den Aussagen der Bundesregierung und den Banken zeigt sich ein geringes Maß an Glaubwürdigkeit. Die Prognose von 1,7% BIP-Wachstum, die „entfesselte Wirtschaft“ und die nichtvorhandene Kreditklemme werden trotz intensiver Kommunikationsbemühungen wenig bis nicht geglaubt. Besonders polarisiert hat laut Braunöck das Thema Kreditklemme: „Bei keiner anderen Frage gingen die Meinungen so radikal auseinander.“ (pj) www.actcom.at

ten über neue Verdachtsfälle zu kartellrechtlichen Vergehen – insbesondere den Preisabsprachen im Lebensmittel-Einzelhandel – nun auch endlich im österreichischen Mittelstand angekommen.“ Trettnak zufolge gibt es neben den Unternehmen, „die es wirklich ernst nehmen und bei denen Qualität vor Kosten geht, leider auch solche, die nur schnell einen Code of Conduct wollen, sich irgendein Pseudo-Compliance-Zertifikat besorgen und im Grunde weiter machen wie bisher“. Dies werde meist erst sehr deutlich, wenn der NonCompliance-Fall eintritt. „Es ist schon interessant, dass dann Kosten für Strafrechtler, Forensiker, Krisenkommunikation und PR keine Rolle spielen. Aber vorher wird jeder Euro, der in die Prävention geht, dreimal umgedreht.“ (pj)

Bau Immobilienrecht

Linde: Aktuelle Buchtipps Wien. Neuerscheinungen zum Immobilien- und Baurecht bringt das Programm des Linde Verlags: „Die Immobilien-Ertragsteuer” (Thunshirn/Podovsovnik/Arsenijevic) widmet sich in zwei Teilen einerseits Steuerrecht und Selbstberechnung der ImmoEst, andererseits Vertragsgestaltung und Haftung (296 Seiten, ISBN: 978-37073-2203-3, 58 €). In 2. Auflage ist weiters „Bauordnung für Wien” (Geuder/Fuchs) erschienen: Die kommentierte Gesetzesausgabe des Wiener Baurechts enthält u.a. Bautechnikverordnung, Garagengesetz, Kleingartengesetz, Ölfeuerungsgesetz und Kanalgesetz. Vor allem die legistischen Änderungen im Zuge der Anpassung an die neue Verwaltungsgerichtsbarkeit (medianet hat mehrfach berichtet) berücksichtigt (992 Seiten, ISBN: 978-3-7073-30281, 98 €). Zu den weiteren Neuerscheinungen zählt auch das „Steiermärkische Bau- und Raumplanungsrecht“ von Eisenberger/Hödl. (pj) www.lindeverlag.at/


A dv i sor y: E XA M PL E s

Freitag, 28. Februar 2014

advisory – 33

advisory@medianet.at

Constantinus International Kategorie Standardsoftware und Cloud Services bzw. Open Source – mit Kommunalguide-Themen

Wasserkarten für Feuerwehren Aschach. Den ersten Preis in der Open-Source-Kategorie des Constantinus sicherte sich der Oberösterreicher Gabriel Freinbichler mit seiner Idee, Wasserkarten und Hydrantenpläne für Feuerwehren ganz einfach und schnell online zu erstellen. Eine leicht verständliche Oberfläche hilft dabei, die Einarbeitungszeit zu minimieren. Dadurch kann das System von jedermann bedient werden. „Wasserkarten sind für Feuerwehren ein wichtiges Hilfsmittel, um schnell die nächstgelegene Wasserentnahmestelle wie z.B. Hydranten oder Teiche zu finden“, erklärt Freinbichler.

und Änderungen an den bestehenden Daten können innerhalb weniger Minuten durchgeführt werden. Die einzelnen Datenblätter werden als PDF-Dateien exportiert. Diese enthalten alle für die Löschwasserversorgung relevanten Daten. Die Datenblätter können dann von den Feuerwehren in den Einsatzfahrzeugen abgelegt werden und gewährleisten dadurch schnelles und effizientes Arbeiten. Die Webanwendung kann völlig kostenlos verwendet werden und soll Feuerwehren bei der Einsatzvorbereitung unterstützen. Freinbichler: „In Oberösterreich ist es bereits möglich, die Pumpenstand-

orte automatisch zu berechnen.“ Diese Funktion wird schrittweise für weitere Gebiete ausgebaut, wodurch keine aufwendige händische Berechnung mit Landkarten mehr notwendig ist. Freinbichlers System wurde auch für den e-Award nominiert und erhielt sowohl den Edision in Bronze als auch die Jury-Auszeichnung beim Staatspreis Multimedia und e-Business.

Ebenfalls vorbildlich Für die Open-Source-Kategorie nominiert wurden weiters BergWerk GIS (für den Kunden Zan-

gl Immobilien), das e3 Software & Systemhaus mit einem Projekt für die Ethik-Kommission der Medizinischen Universität Wien, das Beratungsunternehmen Hagen Management mit dem auf der Confluence-Technologie von Atlassian basierenden „HM Managementsystem 2.0“, die Platogo Interactive Entertainment GmbH mit ihrer Vier-Pfoten-TierschutzApp und die Wiener Firma Segments, die mit StromGas 24 (Monmio GmbH) in Kooperation mit der E-Control ein objektives Energievergleichsportal realisiert hat, das Transparenz schafft und den Wettbewerb fördert.  (pj)

© UBIT/Constantinus/Gubisch

Alle Daten können von jedem PC mit Internet-Anschluss eingetragen und aktualisiert werden.

Gabriel Freinbichler: wasserkarte.info für den schnellsten Weg zum Löschwasser.

Schnell zum Löschwasser Mit wenig Aufwand kann eine übersichtliche Wasserkarte mit allen Hydranten, Teichen, Saugstellen, etc. im Einsatzgebiet erstellt

Constantinus fit for culture

© UBIT/Constantinus/Gubisch

ekiz-Triestingtal: fit for culture holte sich den Sonderpreis für EPU-Projekte.

csr

5.

jahrgan

DAS ÖSTERREICHISCHE CSR STANDARDWERK • umfassender Überblick über alle CSR-Aktivitäten und Case Studies in Österreich auf 228 Seiten

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Corporate Social Responsibility

Jahrbuch für unternehmerische Verantwortung

• journalistisch aufbereitet nach den wichtigsten Themen

Jahrbuch für unternehmerische Verantwortung

• umfassender erweiterter Serviceteil als Nachschlagewerk

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Leobersdorf. Den ersten Platz in der Kategorie „Projekte für EPU-Kunden“ holte sich Cathrin Mittermüller mit „fit for culture“ für das Projekt „Eltern-Kind-Zentrum (ekiz) Triestingtal“. Es wurde 2013 eröffnet und bietet seitdem rund drei Dutzend verschiedene Kurse, Workshops und Vorträge von 30 Partnern in vier Triestingtaler Gemeinden an. Ziel des Projekts war es, Einpersonen-Unternehmen, die familienbezogene Dienstleistungen und Beratungen anbieten, zu bündeln und mit einem gemeinsamen Auftritt nach außen bekannt und stark am Markt zu werden. ekiz-Triestingtal dient als übergeordnete Marke und Vertriebsschiene und garantiert professionelles Marketing und Public Relations. Gleichzeitig entstand eine Plattform für werdende und junge Eltern, die nun eine Vielzahl von Dienstleistungen und Beratungen von der Schwangerschaft an bis ins Pubertätsalter auf einen Blick findet. Für den Sonderpreis für EPUProjekte wurden weiters die Conda Unternehmensberatungs GmbH, Walter Bayrhamer, express und die Algo GmbH nominiert. AlgoResponse ist eine intelligente Software für Kleinunternehmen in der Hotellerie. Durch Workflowoptimierung wird die Marketingperformance von Privatvermietern gestärkt; dank vorgefertigter Response-Elemente wird z.B. bis zu 60% an Zeit bei der Anfragebeantwortung gespart. (pj)

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Gelebte unternehmerische Verantwortung • 35 Best Practice-Beispiele österr. Unternehmen • 170 Großunternehmen von A bis Z • 420 KMUs von A–Z und nach CSR-Schwerpunkten Service • Gütesiegel, Normen und Awards von A bis Z • BeraterInnen und Netzwerke von A bis Z • Ratings, Indizes und Benchmarks von A bis Z

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medianet Inside Your Business. Today.


34 – advisory

A DV I SOR Y: I N TE R V I EW

Freitag, 28. Februar 2014

© Orhidea Briegel, ePubli

advisory@medianet.at

UW E T ECH T

Im Gespräch Uwe Techt, Autor des Buchs „Projects that flow“: Wie erfolgreiche Projektunternehmen funktionieren

Was tun gegen Disruption im Projektgeschäft? Das Ende der Kennzahlen und der Managementtricks: Wenn Projekte die Termine und/oder die Kosten überschreiten und/oder eingeschränkte Funktionen und Qualität liefern, ist „Feuer am Dach“. Paul Christian Jezek

Heppenheim. „Erstens kommt es anders und zweitens als man plant!“ Diese Aussage trifft besonders auf das Projektmanagementgeschäft zu. In Unternehmen und Konzernen konkurrieren zahlreiche Projekte um Ressourcen und ManagementAufmerksamkeit. Mitarbeiter versuchen, die Projekte synchron mit operativen Prioritäten zu bearbeiten. Große Reibungsverluste, hohe Besprechungszeiten und schädliches Multitasking sowie eine dünne Ressourcenverteilung sorgen dafür, dass fast alle Projekte zu spät fertig werden oder nur ein Teil der versprochenen Leistungen geliefert wird. medianet: Herr Techt, Sie sind seit vielen Jahren Vorreiter des Critical Chain Projektmanagements und haben der Theory of Constraints im deutschsprachigen Raum den

Weg geebnet. Sind Ihre Erkenntnisse ins neue Buch eingeflossen? Uwe Techt: Ja, sehr umfangreich sogar. Das Buch hat sich tatsächlich über viele Jahre hinweg strategisch entwickelt. Die Inhalte sind nicht nur wissenschaftlich belegt, sondern auch in der Praxis ausgereift und damit für MultiprojektUnternehmen sehr gut umsetzbar. medianet: Gibt es einen aktuellen Anlass für das Buch? Techt: Es waren eher viele kleine Begebenheiten, welche die Idee zu diesem Buch entstehen und nach und nach hat wachsen lassen. Immer wieder lesen und hören wir in den Medien von Projekten, die zu spät fertig werden und deren Budgets zum Teil bei Weitem überschritten werden. In der Unternehmenspraxis ist es außerdem gang und gäbe, dass nur ein Teil der versprochenen Spezifikationen geliefert wird.

„In der Firmenpraxis ist es gang und gäbe, dass nur ein Teil der versprochenen Spezifi­ UWE TECHT

© Orhidea Briegel

kationen geliefert wird.“

Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass bereits im Plan viele Projekte zu lang und zu teuer sind. medianet: Genau unter diesen Schwierigkeiten sowie Folgen leidet die gesamte Wirtschaft. Techt: Die gewaltigen wirtschaftlichen Schäden sind das eine, der erhebliche Druck, unter dem die Menschen im Projektgeschäft in den Unternehmen arbeiten müssen, ist ein anderer wichtiger Aspekt. Erschreckend dabei ist die Tatsache, dass die Schwierigkeiten, wie sich herausgestellt hat, hausgemacht sind. Wenn ich Unternehmen sage, dass die vielfach gepriesenen und etablierten Kennzahlen und Managementmethoden aufgrund von Handlungs- und Entscheidungskonflikten ihre Projekte ausbremsen, können und wollen es viele erst einmal gar nicht glauben. medianet: Sie legen den Finger nicht nur in die Wunde, sondern bieten konkrete Hilfestellung an? Techt: Mein Anspruch als Autor ist es, dass Multiprojekt-Unternehmen genau diese Schwierigkeiten überwinden können. Das beschriebene Vorgehen bringt ein Unternehmen auf ein bisher unbekanntes Leistungsniveau: sehr hohe Zuverlässigkeit, halbierte Projektlaufzeiten, mehr Projekte mit gleichen Ressourcen in kürzerer Zeit. Um diese Chance zu nutzen, wachsen Unternehmen über das traditionell etablierte Bereichsdenken hinaus und treffen strategische und operative Entscheidungen stets aus Sicht des Gesamtsystems.

Grundgedanken in diesem Zusammenhang sind u.a. Vereinfachung in einer immer komplexeren Welt, Hebelwirkung durch Ausrichtung am Engpass, WinWinWin – zusammen statt gegeneinander, im Unternehmen und in der SupplyChain. medianet: Was unterscheidet Ihr Buch von den vielen anderen zum Thema Projektmanagement? Techt: Es gibt viele Bücher, die das Problem aus Sicht des einzelnen Projekts betrachten und dort Verbesserungen anregen. Andere Bücher betrachten das Problem aus Sicht der Multiprojekt-Organisation und bieten dort Lösungskonzepte an. ‚Projects that flow‘ nimmt den Blickwinkel des Topmanagements ein und konzentriert sich auf die wenigen, aber sehr effektiven Veränderungen, die im Unternehmen eine signifikante Ergebnis-Verbesserung bewirken. Die bekannte Literatur bleibt oft in der Sprache des Projektmanagements und geht von der Annahme ‚komplexe Probleme brauchen komplexe Lösungen‘ aus. Aus meiner Sicht fehlt die entscheidende Perspektive aus dem Blickwinkel des Topmanagements mit einem klaren Fokus auf ‚kleine Maßnahmen, große und nachhaltige Wirkungen‘. medianet: Da liegt die Frage nahe: Was braucht ein Unternehmen wirklich, um Projekte effizient zu managen? Können etablierte Mechanismen, Berichte, Besprechungen tatsächlich ersatz- und schadlos entfallen?

„Es geht mir hauptsächlich um eine UmsetzungsSteuerung, also eine Antwort auf die Frage ‚Wie werden die vielen Aufgaben aus den verschiedenen Projekten durch die Organisation mit ihren begrenzten Ressourcen in hoher Effizienz und Effektivität realisiert?‘“

„Es fehlt die ­Perspektive aus dem Blickwinkel des Topmanagements mit einem klaren Blick auf kleine Maßnahmen und große Wirkungen.“ UWE TECHT

Techt: In unserer komplexen Welt brauchen wir heute mehr denn je einfache Lösungen. Deshalb ist das Ursache-Wirkung-Prinzip wichtig: Das Buch zeigt nicht nur, dass bestimmte Mechanismen besser sind als andere, sondern auch warum. Außerdem wird detalliert dargestellt, wie Unternehmen die notwendigen Veränderungen reali­ sieren können.  www.projectsflow.de  uwetecht.de/projects-flow

ZUR PERSOn Uwe Techt ist Geschäftsführer der international tätigen Strategie- und Prozessbera­ tung Vistem GmbH & Co. KG mit Stammsitz im hessischen Heppenheim und gilt im deutschsprachigen Raum als Vorreiter für die Nutzung der Theory of Constraints (TOC) und des Critical Chain Projektmanagements. Als strategischer Denker für grundlegende Verbesserungen und Durchbruchsinnovati­ onen ist der Topmanagement-Coach auch als Autor und Speaker gefragt. Zuletzt ist von ihm das Fachbuch „Projects that flow“ erschienen.


a dv i sor y: I N TE R N ATIO NA L

Freitag, 28. Februar 2014

advisory – 35

advisory@medianet.at

Auftragslage zieht an Digitale Transformation ist zu einem der bedeutendsten Wettbewerbsfaktoren geworden

Im Kampf gegen die Disruption setzt BCG auf den Ausbau des Digitalisierungsgeschäfts.

Belgien: Schiedsgerichtsbarkeit als zunehmend beliebte Alternative.

Für Boston Consulting ist es eine wesentliche aktuelle Strategie, das Digitalisierungsgeschäft der Kunden zu unterstützen.

Fusionen mit einer anderen führenden Unternehmensberatung erteilt Kratz eine Absage: „Wir reden mit keinem der großen Vier, weil wir glauben, dass das nicht der zielführende Weg ist.“ BCG werbe lieber einzelne Mitarbeiter von McKinsey und anderen Konkurrenten ab. „Den großen Merger würde ich ausschließen.“ Als Lösungsansatz gegen die Gefahr der weltweiten Disruption in

DLA Piper-Studie Akquisitionsfinanzierungen

Anstieg bei den Transaktionen Liquidität führt zu einem verstärkten Angebotsmarkt, dies kommt Kreditnehmern bei den Finanzierungskonditionen entgegen. „Auch für 2014 kann insbesondere in Westeuropa mit einem Zustrom von neuen Kreditgebern und neu strukturierten Finanzprodukten gerechnet werden“, sagt dazu Jasna Zwitter-Tehovnik, Partnerin der DLA Piper FinanceGruppe in Wien.(pj) www.dlapiper.com/austria

Potenzial, um den Weg eines Unternehmens mit neuen Erkenntnissen über Produkte und Konsumenten, aber auch mit neuen Geschäftsmodellen zu verändern. „Mit BCG Digital Ventures möchten wir unsere Kunden bei der digitalen Transformation unterstützen“, sagt Mei-Pochtler. „Durch die Zusammenarbeit der Strategieund Branchen-Experten von über 6.000 BCG-Beratern weltweit und rund 300 Digitalisierungsexperten, Softwareingenieuren, Designern, Produktmanagern und MarketingSpezialisten von BCG Digital Ventures helfen wir Firmen, ihre Innovationen zu beschleunigen, neue Märkte zu erobern, ihr Geschäft radikal zu verändern und dadurch den Unternehmenswert signifikant zu steigern.“ (pj) www.bcg.at

mit Kunden neue Produkte und Plattformen im digitalen Bereich – von der Innovationsidee über die Umsetzung in einen Prototyp oder ein Produkt bis hin zur Markteinführung und Vermarktung. Erste Kunden kommen aus allen Branchen, mit Schwerpunkten auf Konsumgüter/Handel, Reise/Tourismus und Pharma. Die meisten Unternehmen zweifeln nicht mehr daran, dass die Digitalisierung und „Big Data“ Wert schaffen können, sondern sie fragen sich, wie der digitale Schatz gehoben werden kann. Laut der BCG-Analyse „Opportunity Unlocked“ werden mehr als 34 Mrd. USD an IT-Investitionen getätigt, um die verborgenen Daten an die Oberfläche der Unternehmen zu bringen. In Big Data liegt riesiges

Squeeze-Out Spezielles Consulting-Know-how

White & Case berät die Otto AG Hamburg. Die Anwaltssozietät White & Case hat die Otto AG beim Squeeze-out der außenstehenden Aktionäre der börsenotierten C.J. Vogel Aktiengesellschaft für Beteiligungen beraten.

keinerlei Börsenhandel in der Aktie stattgefunden hat und daher ein seltener Fall der sogenannten Marktenge vorlag“, erklärt White & Case Partner Volker Land. Weitere Beratungserfolge von White & Case vor Kurzem betrafen u.a. Deutsche Bank und Morgan Stanley, eine Anleiheemission der Bilfinger-Gruppe sowie die Bawag PSK bei der Refinanzierung von Ströer Out-of-Home Media.(red) www.whitecase.com

Bewertung von „ganz Otto“ Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat den Squeeze-out am 14. Februar 2014 beschlossen. Ein wesentliches Asset von C.J. Vogel ist eine indirekte Beteiligung am Versandhandelsunternehmen Otto (GmbH & Co KG). Daher erforderte der Squeeze-out auch eine Unternehmensbewertung der OttoVersandgruppe.

Jasna Zwitter-Tehovnik, Partnerin der DLA Piper Finance-Gruppe in Wien.

Die Otto Group ist mit einem Warensortiment von 1,8 Mio. Artikeln zweitgrößter Online-Händler der Welt (nach Amazon) und größter Online-Händler für Fashion und Lifestyle im Endkundengeschäft. „Eine Besonderheit dieses Squeeze-outs bestand darin, dass in der dreimonatigen Referenzperiode vor dessen Ankündigung

© Otto Group/Jörg Boethling

© DLA Piper

Weltweit am zweiten Platz

Prominenter White & Case-Kunde: die Otto Group mit ihrem Versandhandel.

(Wieder-)Entdeckung der Sozialpartnerschaft

© Panthermedia/Speedfighter

zahlreichen Branchen investiert BCG derzeit massiv in den Ausbau des Digitalisierungsgeschäftes von Unternehmen und hat dafür das Tochterunternehmen BCG Digital Ventures gegründet. Die digitale Transformation zählt zu den wichtigsten Wirtschaftsthemen weltweit, aber auch zu einem bedeutenden Wettbewerbsfaktor von Unternehmen. „Themen wie Big Data und Analytics gewinnen bei vielen unserer Kunden an Bedeutung. Um sie bestmöglich zu unterstützen, arbeiten wir stetig an neuen ganzheitlichen Lösungen, die neueste Technologien mit strategischer Beratung verknüpfen“, erläutert Antonella Mei-Pochtler, Senior Partnerin bei BCG. BCG Digital Ventures entwickelt gemeinsam

Digitale Geschäftskonzepte

London/Wien. Der mit Beginn der Finanzkrise eingeleitete Strukturwandel bei Akquisitionsfinanzierungen setzt sich mit neuen Marktteilnehmern wie privaten Schuldenfonds, Bond Funds und institutionellen Investoren sowie neuen Produkten wie UnitrancheFinanzierungen fort. Der European Acquisition Debt Finance Report 2014 der internationalen Anwaltskanzlei DLA Piper veranschaulicht diesen Trend: Die meisten der mehr als 250 befragten Teilnehmer aus in Europa tätigen Kredit- und Finanzinstituten, Unternehmensberatern, Sponsoren sowie alternativen Finanzierungsinstituten zeigen sich optimistisch. Eine der Schlussfolgerungen des Reports ist der (westeuropäische) Trend zur Unitranche-Finanzierung, einer Kombination aus vorund nachrangigen Krediten, die als eine Gesamtfinanzierung verpackt wird. Ein weiterer Anstieg dieses Produkts wird erwartet. Auf Grundlage dieses Produkts wird auch die Finanzierung großvolumiger Transaktionen jenseits der 200 Mio.-€Grenze einfacher. Die gestiegene

Brüssel. In Folge der Wirtschaftskrise der letzten Jahre hat die Zahlungsmoral generell nachgelassen. Belgische Firmen wollen keine Außenstände anhäufen und versuchen daher einen Riegel vorzuschieben, indem sie viel eher vor Gericht ziehen. Die Gerichtsverfahren nehmen folglich stark zu. Viele Firmen klagen jedoch über hohe Anwalts- und Gerichtskosten sowie über die Langsamkeit der Gerichte, muss man doch rund 14 Monate auf eine erste Anhörung vor dem Brüsseler Handelsgericht warten. Die belgischen Firmen nehmen als Folge – besonders bei Konflikten mit ausländischen Geschäftspartnern – vermehrt Mediation und Schiedsgerichtsbarkeit in Anspruch, die rasche Abwicklung (max. 15 Monate) und Vertraulichkeit bieten. Ein weiterer Vorteil der Schiedsgerichtsbarkeit ist die höhere juristische Sicherheit, sind die Urteilssprüche doch rechtsgültig, weil kein Einspruch erhoben werden kann.  (pj)  Infos: bruessel@wko.at

© Panthermedia.net/Carlos Castilla

Wien/Berlin. Mit der anziehenden Konjunktur in Deutschland erwarten auch die Unternehmensberater wieder bessere Geschäfte. Nach zwei eher flauen Jahren geht die Boston Consulting Group (BCG) davon aus, dass ihr Umsatz in Deutschland und Österreich in diesem Jahr um einen hohen einstelligen Prozentsatz steigen wird. „Das liegt im Rahmen unserer Ambitionen“, sagt DeutschlandChef Carsten Kratz. Im zweiten Halbjahr 2013 habe die Auftragslage der Nummer zwei im deutschen Berater-Markt schon deutlich angezogen. „Wir sind seit Wochen ausverkauft“, meint Kratz. Im vergangenen Jahr hatten die rund 1.500 BCG-Mitarbeiter in Deutschland und Österreich 510 Mio. € Umsatz erwirtschaftet – immerhin 4% mehr als ein Jahr zuvor. 2012 hatte der Umsatz stagniert. Das Wachstum in Deutschland und Österreich lag damit 2013 unter dem weltweiten Durchschnitt: Global wuchs BCG um 6% auf 3,95 Mrd. USD (2,9 Mrd. €). 2014 will BCG allein in Deutschland immerhin 200 neue Berater einstellen, sagt Kratz. Bei einer erwarteten Fluktuation von 16% dürfte die Mitarbeiterzahl damit leicht zulegen.

Belgien vertraut auf Schiedsgerichtsbarkeit

© Panthermedia.net/Jean Schweitzer

Boston Consulting will wachsen & hat einen Plan

short

Irland: mehr Dialog zwischen Firmen, Gewerkschaften und Regierung.

Dublin. Angesichts mehrerer drohender bzw. aktueller Arbeitskonflikte (z.B. Dublin Bus, Dublin Airport) besinnen sich die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter in Irland wieder auf die Sozialpartnerschaft. Diese kam Ende 2009 zum Erliegen, als der Unternehmerverband Ibec einseitig den Ausstieg erklärte. Darüber hinaus entschied der Verfassungsgerichtshof 2013, dass die für einzelne Branchen (speziell Bau) geltenden Kollektivverträge verfassungswidrig seien, da sie den Arbeitsgerichten zu viel Einfluss gäben und nicht vom Parlament legitimiert wären. Damit traten diese Kollektivverträge (Registered Employment Agreements) außer Kraft. Mit der Gesundung der irischen Wirtschaft und vor dem Hintergrund, dass in der nahen Zukunft kräftige Lohnforderungen auf die Firmen zukommen werden, scheint nun ein Umdenken einzusetzen. U.a. hat das irische Wirtschaftsministerium im Februar einen Entwurf für neue Kollektivverträge zur Begutachtung an die Tarifvertragspartner ausgeschickt. (pj)


A dv i sor y: ta l k

36 – advisory

Freitag, 28. Februar 2014

advisory@medianet.at

short

Deutsche Steuerfahnder: Gekaufte Daten-CD ist ok

Doppelte Auszeichnung Law Firm of the Year: Central Europe, Law Firm of the Year: Austria

Viel Ehre für Wolf Theiss

Im Originalwortlaut befand die Jury über WT: „The firm’s efforts in building a pan-regional prac-

Kommunalguide Regionale Wachstumsstrategien

Headquarter Schottengasse Verkauf an Ronny Pecik

Graz/Klagenfurt. Die Steuerberatungskanzlei Adlbauer & Adlbauer ist seit Kurzem Teil von TPA Horwath. 22 Angestellte sowie die bisherigen Eigentümer Alfred und Heimo Adlbauer wurden an den bestehenden Standorten von TPA Horwath in Graz und Kärnten integriert. Damit werde man die „eingeschlagene Wachstumsstrategie in regionalen Wirtschaftszentren fortsetzen”, erklärt Birgit Perkounig, Partnerin bei TPA Horwath.

Wien. Die Anwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer hat die UniCredit Bank Austria beim Verkauf ihres Headquarters Schottengasse in Wien beraten. Käufer ist eine Beteiligungsgesellschaft des Investors Ronny Pecik; der Deal wurde noch für das erste Quartal fixiert. Mit dabei war u.a. Bertram Burtscher aus dem Wiener Büro der Sozietät. Die kaufmännische Abwicklung des vorangehenden Bieterverfahrens wurde vom Immobiliendienstleister ÖRAG durchgeführt. Der Verkauf ist Teil der geplanten Zusammenführung aller Mitarbeiter der Bank Austria am neuen Hauptstandort „Austria Campus“ am Wiener Nordbahnhof. Bis zur Fertigstellung ihrer neuen Zentrale bleibt die Bank als Mieter im Stand-

Wien. Der International Integrated Reporting Council (IIRC) hat Ende 2013 ein global gültiges Rahmenkonzept zu integrierter Berichterstattung veröffentlicht. 68% der ATX-Firmen erfüllen bereits teilweise diese Anforderungen, obwohl die nicht-finanzielle Berichterstattung – die über die Angaben im Lagebericht hinausgeht – in Österreich nicht gesetzlich verpflichtend ist, so das Ergebnis einer aktuellen Studie von PwC Österreich und WU Wien. (red)

des größten auf Steuerberatung spezialisierten Wirtschaftstreuhandunternehmens in Österreich”, sagt Alfred Adlbauer. (pj)

Win-Win für die Kunden Durch das Zusammenwachsen von Adlbauer & Adlbauer mit TPA Horwath „profitieren unsere Kunden vom umfassenden Wissen der zahlreichen TPA Horwath-Experten und der langjährigen Erfahrung

© TPA Horwath

© PwC

TPA Horwath übernimmt Adlbauer

Aslan Milla (PwC): Ist-Situation von Unternehmen verständlicher zeigen.

Birgit Perkounig, Partnerin bei TPA Horwath: „Wachstum weiter fortsetzen.“

DER NEUE MANN BEI CMS REICH-ROHRWIG HAINZ

© CMS Reich-Horwig Hainz

Doppelte Auszeichnung für Wolf Theiss bei den European Awards von The Lawyer.

ort Schottengasse. Bestandteil des Verkaufs war somit auch die entsprechende Vereinbarung zur Zurückmiete der Immobilie. (pj)

Bertram Burtscher deckte im Freshfields-Team das Gesellschaftsrecht ab.

Menschen, über die man spricht

© Christian Thaler/CHSH

Christian Thaler bekommt Stipendienpreis des Aktienforums

© vyhnalek/Wolf Theiss

Oliver Werner (33) verstärkt seit Anfang Februar das Corporate Transactions Team der internationalen Anwaltssozietät CMS Reich-Rohrwig Hainz. Werner studierte Rechtswissenschaften in Wien, wo er 2008 auch mit Auszeichnung promovierte. Auslandsaufenthalte, unter anderem in New York, San Francisco und München, rundeten seine internationale Ausbildung ab. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Gesellschaftsrecht, insbesondere im GmbH-Recht. Darüber hinaus berät er Klienten bei grenzüberschreitenden Verschmelzungen, Konzernrestrukturierungen, Finanzierungen über den Kapitalmarkt sowie bei ComplianceFragen, insbesondere bei Fragen des Arzneimittelrechts. Vor seinem Eintritt bei CMS Reich-Rohrwig Hainz war der Wirtschaftsjurist beim Münchner Medienunternehmen Telemünchen Gruppe im Weltvertrieb, als Berater bei einem internationalen Consultingunternehmen sowie zuletzt bei DLA Piper tätig. Unter anderem war er in die Beratung bei der Abspaltung des Tierarzneibereichs des internationalen Pharmakonzerns Pfizer, der Akquisition und dem anschließenden Verkauf des Hotel InterContinental in Wien, dem Verkauf des international tätigen Fluidtechnik-Spezialisten OLAER sowie der europaweiten Restrukturierung der Diamond Resorts Gruppe involviert. (pj)

Freshfields berät beim BA-Deal

© Freshfield

IIRC-Anforderungen: Ziemlich gut unterwegs

„Dominant regional player“

Wien. Wirtschaftsjurist Christian Thaler wurde für seine Dissertation „Sanktionen bei Marktmissbrauch – Marktmanipulation, Insiderhandel und Adhoc-Publizität” vom Interessenverband für Anleger (IVA) in Kooperation mit dem österreichischen Aktienforum mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. In der Arbeit Thalers werden erstmals sämtliche öffentlich-rechtliche Sanktionen, die bei Marktmissbrauch greifen können, systematisch dargestellt. Das gegenwärtige österreichische Sanktionssystem und dessen europäische Grundlagen werden einer kritischen Würdigung unterzogen. Der Preisträger ist Rechtsanwalt bei CHSH Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati in Wien und auf gesellschaftsrechtliche Beratung, (grenzüberschreitende) M&A-Transaktionen sowie Kapitalmarktrecht spezialisiert. Daneben berät er bei Umstrukturierungen, Umgründungen, Übernahmeverfahren und Compliance-Fragestellungen.  (pj)

EIN NEUER HR -C H E F

Hubert Beykirch, 48, ist neuer Leiter der Abteilung Human Resources bei Wolf Theiss, während sich die bisherige Personalverantwortliche Barbara Stimpfl-Abele in die Mutterschaftskarenz verabschiedet. Als Head of HR Germany bei Linklaters, einer der größten global aufgestellten Anwaltskanzleien, zeichnete Beykirch mehrere Jahre lang in Frankfurt für eine Vielzahl von Projekten verantwortlich. Darunter entwickelte und implementierte er etwa eine neue Karriere-Website und platzierte Linklaters erfolgreich als Employer-of-Choice.

OTTO -H AH NGOLD MEDAILL E

Manfred Nowak erhält die Otto-Hahn-Friedensmedaille in Gold für sein Engagement zur Durchsetzung der Menschenrechte. Frühere Preisträger waren u.a. Michail Gorbatschow, Simon Wiesenthal und Sir Karl Popper. Nowak ist am Institut für Europarecht, Internationales Recht und Rechtsvergleichung an der Uni Wien tätig. Er leitet die Forschungsplattform „Human Rights in the European Context“ und ist wissenschaftlicher Leiter des postgradualen Universitätslehrgangs „Human Rights“ an der Uni Wien.

© W. Müller Rechtsanwälte

Koblenz. Steuerfahnder dürfen in Deutschland auf Basis einer gekauften Daten-CD ermitteln. Das hat der Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz entschieden – der Erwerb solcher Daten sorge für mehr Steuergerechtigkei. Ein Trierer hatte sich mit einer Verfassungsbeschwerde gegen Ermittlungen gewehrt – Grundlage war ein 2013 vom Bundesland Rheinland-Pfalz für rund 4,4 Mio. € gekaufter Datensatz. (APA)

tice have paid off, with judges saying it is close to becoming the dominant regional player.“ („Die Anstrengungen der Sozietät, eine gesamtregionale Praxis aufzubauen, machen sich bezahlt. Die Jury sieht WT am Sprung, der führende regionale Akteur zu werden.“) Nach den Auszeichnungen als Law Firm of the Year: Eastern Europe & The Balkans 2012 und 2009 sowie dem Preis als Law Firm of the Year: Central Europe 2010 sind dies die vierte und fünfte Auszeichnung der Sozietät durch The Lawyer. Neben den beiden prämierten Kategorien war Wolf Theiss auch in der Kategorie Law Firm of the Year: Romania nominiert. Die Awards wurden im Rahmen einer Gala in London verliehen - Bryan Jardine, Wolf Theiss Local Managing Partner in Bukarest, und Counsel Ileana Glodeanu nahmen die Preise entgegen. (pj) www.wolftheiss.com

© Wolf Theiss

Der Kauf vielleicht illegal entstande­ ner Steuerdaten-CDs ist umstritten.

London/Wien. Mit überarbeiteten Kategorien startete der Lawyer European Award in sein fünftes Jahr; das renommierte britische Branchenmagazin The Lawyer vergab Preise für herausragende Leistungen an Rechtsanwaltskanzleien in Europa und der Region CEE/SEE. Bei der Entscheidung wurden vor allem Kundenorientierung, besonders innovative Deals und neu gewonnene Mandate beurteilt. Auch strategische Entscheidungen der Kanzleien waren ausschlaggebend; Programme zur Förderung der Diversität, sozialer Mobilität und Mitarbeiterbindung waren ebenfalls Kriterien, die von den Juroren in die Beurteilung miteinbezogen wurden.

© Uni Wien

© panthermedia.net/mariok

Internationale Anerkennung für Kundenorientierung, innovative Deals und neu gewonnene Mandate.

NEU B EI W. MÜLLER

Monika Sturm (31) verstärkt das Anwaltsteam von Willheim Müller Rechtsanwälte. Sie war bereits von September 2012 bis Jänner 2014 Konzipientin in der Wiener Wirtschaftskanzlei; in dieser Zeit konnte sie umfassende Kenntnisse in den Bereichen Business Litigation, TMT mit Schwerpunkt auf Fragen des Lauterkeits- und Immaterialgüterrechts sowie im Franchisingbereich sammeln. Ihr Studium der Rechtswissenschaft hatte Monika Sturm 2006 an der Karl Franzens Universtität in Graz abgeschlossen..


medianet

inside your business. today.

Freitag, 28. Februar 2014 – 37

Apotheken I

Weil Verluste drohen, sollen Krankenkassen mehr zahlen, fordern Apotheker  Seite 38

© ar.foto@me.com

© panthermedia.net

healtheconomy Apotheken II

Fortbildung in Schladming: Medikationsmanagement als Zukunftshoffnung  Seite 42

Ausbildung Hilfe für KinderGesundheit © body&health academy

Seltene Erkrankungen: Forschung bringt Hilfe

© privat

short

© APA/Harald Schneider

© foto-nitsche; www.sticklerfotografie.at; panthermedia.net/luchschen / Montage: B. Schmid

Unternehmer „Selbstständige arbeiten um 50% mehr als Unselbstständige, werden um 25% weniger oft krank, gehen um zwei Jahre später in Pension und leben drei Jahre länger“, sagt Martin Gleitsmann, Leiter der WKO-Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit, zu den Ergebnissen einer Studie über die Situation von Ein-PersonenUnternehmen. Seite 39

RH-Kritik Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat die Kritik des Rechnungshofs am Pilotprojekt E-Medikation „zur Kenntnis genommen“. Er sehe diese jedoch als „Kritik an den Rahmenbedingungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Hauptverbandes lagen“, sagt HV-Vize Volker Schörghofer. Seite 41

Martina Schmidt (Actelion) und Robin Rumler (Pharmig): Die Pharmaindustrie sucht laufend Lösungen gegen seltene Erkrankungen.

Awareness Sie gelten als selten, weil nur einer von 2.000 Menschen daran ­erkrankt. Doch insgesamt betreffen seltene Erkrankungen fast 500.000 Personen in Österreich. Heute, Freitag, ist internationaler Rare-Disease-Tag.  Seite 40 Übernahmen Bayer, Novartis, Actavis und Co kaufen ein

inhalt

Pharmariesen als Shopping-Könige

Healthcare > Studie zeigt: Sparen gefährdet die Gesundheit  38 > SVA liefert Top-Versorgung für Selbstständige  39

41 41

© Actavis

41

Actavis baut das Generika-Geschäft massiv aus; auch andere Firmen kaufen.

Abwehrkräfte 3-fach gestärkt

Super immun dank Superimmun

exklus

in apotihrer heke

iv

Medizintechnik und eHealth > Mobile Health wird immer wichtiger  > Premiere: Schrittmacher für Blutdruck in Linz  > Früherkennung: Roche bringt neuen HIV-Test 

Mit dem Extra-Vitamin DD

ex

Pharmareport und Lifescience > Sanofi punktet mit neuer Arznei bei Diabetikern  40 > Qualitätssicherung in der klinischen Forschung  40

New York/Frankfurt/London. Die Pharmaindustrie ist wieder einmal im Kaufrausch. Nachdem die Jahresabschlüsse vorgelegt wurden und die Wirtschaft wieder anzieht, ist die mit Neuentwicklungen zuletzt nicht verwöhnte Pharmabranche auf Einkaufstour: Bayer kauft für 2,1 Mrd. € die norwegische Pharmafirma Algeta und soll ähnlich wie Novartis am Geschäftsbereich rezeptfreie Medikamente des USRiesen Merck interessiert sein. Wert: zwischen sieben und neun Mrd. €. Actavis schluckt in einer der größten Übernahmen der Branche den Rivalen Forest Labs – für 18,25 Mrd. €.  Seite 40

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38 – healtheconomy

Kommentar

Wenn sparen ­ungesund wird

Freitag, 28. Februar 2014

Branchenanalyse Mehr Arbeit, weniger Geld, fast jede dritte Apotheke kämpft laut Apothekerverband mit Verlusten

Apotheken fordern Hilfe von den Krankenkassen

Zahl offener Stellen bricht ein; Verband will mit neuen Dienstleistungen Rückgang gegensteuern.

Martin Rümmele

E

ine steigende Säuglingssterblichkeit (+43%), mehr HIV-Neuinfektionen und Tuberkulosefälle, Depressionsfälle (+100%) und Suizide (+45%): Der drastische Sparkurs in Griechenland hatte laut einer Studie des renommierten Fachmagazins The Lancet in den Vergangenheit verheerende Auswirkungen. Bei der Gesundheit lag die Vorgabe der internationalen Kreditgeber bei sechs Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes. Zum Vergleich: In Österreich liegen die Gesundheitsausgaben bei fast dem Doppelten. Anders gesagt: Unter der Krise mussten die Gesundheitsausgaben halbiert werden. Droht uns Ähnliches in der Folge von Finanzkrise und HypoDebakel? Griechischen Krankenhäusern wurde das Budget um ein Viertel reduziert, die Ausgaben für Medikamente wurden auf die Hälfte zusammengestrichen. Diabetiker stehen vor der Wahl, sich Insulin zu kaufen oder etwas zu essen. Die Studienautoren raten allen Regierungen, die Gesundheit angesichts derartiger Entwicklungen von Sparbemühungen auszunehmen. Das habe übrigens auch Island in der Krise getan und sich geweigert, entsprechenden Vorgaben umzusetzen. Ergebnis: Den Isländern geht es wieder gut – wirtschaftlich und gesundheitlich sowieso.

Wien. Die Apotheken schlagen Alarm: Internet-Konkurrenz, billigere Generika und damit sinkende Handelsspannen zehren an der wirtschaftlichen Substanz, krisierten Vertreter nun auf einer Pressekonferenz. 70% aller Einnahmen, die Apotheken lukrieren, stammen von Medikamenten und Dienstleistungen, die von den Kassen bezahlt werden. Zwar stiegen die Zahlungen der Kassen von 2012 auf 2013 um 1,1% auf 2,334 Mrd. €. „Doch bei einer gleichzeitigen Inflation von zwei Prozent sind die Einnahmen real rückläufig“, sagte Paul Hauser, Vizepräsident des Apothekerverbands. Überdies gibt es mehr Arbeit bei weniger Einnahmen, denn der Absatz der Medikamente steigt weiterhin, nur die Margen werden immer geringer. „Dem realen Umsatzrückgang steht eine gestiegene Arbeitsmenge gegenüber“, beklagt Hauser. Das habe dramatische Folgen: Fast jede dritte Apotheke schreibt Verluste. „Wir sind in die Krise geschlittert“, fasst es Christian Müller-Uri, Präsident des Apothekerverbands, zusammen. Dies mache sich bereits am Arbeitsmarkt bemerkbar: Die Zahl der offenen Stellen ist eingebrochen. Wurden im Jahr 2010 noch mehr als 130 neue Pharmazeuten gesucht, so waren es im Jahr 2013 weniger als 30. Die 1.340 Apotheken in Österreich beschäftigen derzeit 16.000 Mitarbeiter, davon 5.600 Pharmazeuten. Außerdem werden 1.270 Lehrlinge ausgebildet. Die Apotheker betonen, mit den Nachtdiensten und den Hauszustellungen Dienstleistungen für die Allgemeinheit anzubieten, die sich wirtschaftlich nicht rechnen. Seit 1995 wurden rund 1,7 Mrd. €

-10 bis -5

-5 bis -2,5

29% in Verlustzone 71% in Gewinnzone

6%

reits über 150.000 Menschen geholfen hat. Um langfristig wieder besser zu bilanzieren, entwickelt der Apothekerverband ein neues Dienstleistungsangebot. „Diese Dienste sollen das Gesundheitssystem entlasten“, erklärt Müller-Uri. Im Zentrum dieser Entwicklung steht das sogenannte Medikationsmanagement, bei dem die Medikation eines Patienten genau analysiert und optimiert wird. In der Schweiz läuft diese Leistung unter dem Namen „Polymedikations-Check“. „Sie wird pro Check mit rund 50 Euro vergütet“, sagt Müller-Uri. Weitere Dienstleistungen sind die Betreuung chronisch Kranker (Disease-Management) und Vorscreening-Aktionen, um frühzeitig Volkskrankheiten zu erkennen. Die neuen Services

„Breites Spektrum“ „Die Apotheken sind der Best Point of Service in Fragen zur Gesundheit und bieten ein breites Spektrum an Dienstleistungen an“, so Müller-Uri. Dazu zählen neben der Arzneimittelberatung die Gesundheitsberatungen, das Messen von Gesundheitswerten, die Drogensubstitution, die Wochenend- und Nachtdienste und der Apothekenruf 1455, der be-

Wiener Neustadt. Ende kommenden Jahres sollen im Krebstherapieund -forschungszentrum MedAustron in Wiener Neustadt (NÖ) erste Patienten behandelt werden. Noch ist aber nicht klar, wie hoch der Behandlungskostenzuschuss seitens der Sozialversicherungen sein wird. Der Rechnungshof (RH) mahnt deshalb in einem Bericht die Ermittlung und Festsetzung der Höhe dieses Zuschusses ein.

1%

3%

zur Sanierung der Krankenkassen beigetragen. Jetzt, wo die Krankenkassen Gewinne schreiben – 2013 erzielten sie einen Überschuss von 186 Mio. € –, sehen die Apotheker eine Chance, zumindest die „Talfahrt“ bei den Kassenspannen zu stoppen.

5%

ner Empfehlungen aus einer 2011 veröffentlichten Gebarungsüberprüfung umgesetzt hätten. Zwei Punkte seien allerdings weiterhin offen. So sei MedAustron nach wie vor nicht in den Österreichischen Strukturplan Gesundheit (ÖSG) aufgenommen worden. Ein Grund laut Kritikern: Es gibt in ganz Österreich zu wenig infrage kommende Patienten für das Spezialprojekt.

14%

0 bis 2,5

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5 bis 10

10 bis 20

29%

6%

Quelle: APA/Apothekerverband; Grafik: R. Appl

Bei MedAustron soll eine innovative Form der Strahlentherapie angeboten werden, die sogenannte Ionentherapie. Sie erlaubt eine präzise Bestrahlung von Tumoren mit in einem Teilchenbeschleuniger auf hohe Energie beschleunigten Ionen bei nur geringer Belastung des umgebenden Gewebes. Die Investitionskosten für das Zentrum liegen bei rund 200 Mio. €, die vom Land NÖ, dem Bund und der Stadt Wiener Neustadt kommen. Der RH lobt nun in einer Followup-Überprüfung, dass das Land NÖ und die EBG den Großteil sei-

© MedAustron

Finanzierung fehlt -2,5 bis 0

werden derzeit definiert und sollen letztlich von den Kassen zusätzlich honoriert werden. „Die Verhandlungen können ein bis zwei Jahre dauern“, schätzt Müller-Uri. Auch mit einem neuen Vertriebskanal über das Internet („Click and Collect“), bei dem rezeptfreie Arzneien online bestellt werden und dann in den Apotheken abgeholt werden, wird versucht, die stagnierenden Umsätze anzukurbeln. Das System soll im April starten, mehr als zwei Drittel der Apotheken seien an Bord. Ziel ist es, die Internet-User in die Apotheken zu holen. Preisliche Anreize soll es aber nicht geben. Im Frühjahr 2015 dürfte dann nach Einschätzung des Apothekerverbands der Versandhandel mit rezeptfreien Mitteln beginnen.

MedAustron hängt in der Luft

FINANZIELLE LAGE DER APOTHEKEN Anteil der Apotheken nach Umsatzrentabilität (Gewinn in Prozent des Umsatzes)

-20 bis -10

Gab es früher mehr Jobs als ausgebildete Apotheker, kippt das unter der wirtschaftlichen Flaute. Freie Jobs sind Mangelware.

Medizintechnik Rechnungshof kritisiert fehlende Finanzierungsvereinbarung mit Kassen

GRAFIK DER WOCHE

unter -20

© panthermedia.net/Arne Trautmann

Christian Resei

Das Großprojekt MedAustron kommt vor dem Start ins Wackeln.

Zudem kritisieren die Rechnungsprüfer, dass es weiterhin keine Festsetzung des Behandlungskostenzuschusses gemäß Sozialversicherungsgesetz gebe. Die EBG verwies dabei auf die bisher erfolglosen Bemühungen gegenüber dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger. Der Hauptverband sei vielmehr der Ansicht, dass die Leistungen der Krebsbehandlung bei MedAustron mit der Zahlung der Pauschalbeiträge bereits abgegolten seien, weil es sich dabei lediglich um eine Auslagerung des stationären Betriebs handle. Das Land NÖ und die EBG betonen dagegen, dass der gesamte Betrieb bei MedAustron auf ambulante Behandlung ausgelegt sei. Für den RH wäre die Ermittlung und Festsetzung der Höhe des Behandlungskostenzuschusses notwendig, um die Planungssicherheit zu verbessern – „dies insbesondere auch deshalb, weil sich betriebswirtschaftliche Kennzahlen im Zeitraum 2010 bis 2012 deutlich verschlechterten“, schreibt der RH in seinem Bericht. (rüm)


H E A LTH : C A R E

Freitag, 28. Februar 2014

healtheconomy – 39

Studie Wirtschaftskammer will die Gesundheit von Selbstständigen verbessern und bietet mit Partnern Aktions- und Informationsangebote

Gesunde One-WoMan-Show ulli moschen

Wien. „Selbstständige arbeiten um 50% mehr als Unselbstständige, werden um 25% weniger oft krank, gehen um zwei Jahre später in Pension und leben drei Jahre länger“, bringt Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), die Ergebnisse einer Untersuchung der Gesundheitssituation von EinPersonen-Unternehmen (EPU) in Wien auf den Punkt. Das Projekt „Gesund und arbeitsfähig von Anfang an (GAVA)“ sollte die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Arbeitsalltag darstellen und die EPU dabei unterstützen, in größerem Umfang gesundheitsfördernde Maßnahmen unter Berücksichtigung der berufs- und branchenspezifischen Arbeitsanforderungen in Anspruch zu nehmen. „EPU liegen voll im

Studie Österreich Vorreiter

Soziales Netz

Wien/Bremen. Die neue Studie „Soziale Absicherung von Selbstständigen im internationalen Vergleich“ des Zentrums für Sozialpolitik der Universität Bremen kam zu dem Ergebnis, dass Österreich im Vergleich zu den anderen 17 in der Studie berücksichtigten OECD-Staaten noch vor Spanien und Finnland über das beste soziale Sicherungsnetz verfügt. Berücksichtigt wurden in der Studie Faktoren wie Einkommensverlust durch Ausscheiden aus dem Erwerbsleben oder Elternschaft sowie die Absicherung von Risiken wie Krankheit, Invalidität und Arbeitslosigkeit.

Trend einer neuen Arbeitswelt“, sagt Gleitsmann, „ihre Zahl steigt. Da Gesundheitsförderung für EPU bisher noch kein großes Thema ist, ist es der WKO ein besonderes Anliegen, einen Fokus auf dieses Thema zu legen.“

oder „zufrieden“ zu sein. Wenig überraschend ist auch, dass die Identifikation mit der beruflichen Tätigkeit und die Motivation der EPU besonders ausgeprägt sind.

Eigene Plattform

Untersuchungsdetails Die Ergebnisse der Studie bestätigen die bisherigen Erfahrungen der WKO zum Thema Arbeit und Gesundheit von EPU: 83% der EPU geben trotz ihres überdurchschnittlich hohen Arbeitseinsatzes von 42 Stunden pro Woche an, mit ihrer Arbeit „sehr zufrieden“

Um die Motivation und Arbeitszufriedenheit, aber auch im Besonderen die gesundheitliche Situation von EPU weiter zu verbessern, will die WKO diese mit Angeboten unterstützen, die auf die besondere Arbeitssituation ausgerichtet sind – mit dem Ziel, „dass diese engagierte und hochmotivierte Gruppe

auch auf die wichtigste Ressource, nämlich ihre eigene Gesundheit, achtet“, erklärt Gleitsmann. Auf der Plattform „proFitness – gesunde Mitarbeiter gesundes Unternehmen“ werden gebündelte Informations- und Aktionsangebote und zahlreiche konkrete Maßnahmen zu gesundheitsfördernden und präventiven Themen wie Bewegung, Ernährung und Entspannung angeboten. Über den sogenannten Marktplatz können gesundheitsfördernde Angebote in der unmittelbaren Umgebung gefunden werden; ein Fitness QuickCheck und eine Service-Hotline runden das Angebot ab.

© Fischill PR/APA/Fotoservice Hautzinger

SVA-Vize Peter McDonald sieht soziale Absicherung auf Top-Niveau.

Gleitsmann: Gesundheitsförderung für Selbstständige soll forciert werden.

INTEGRI 2014 Österreichischer Preis für Integrierte Versorgung

Bis 10. März einreichen: Ihre Idee, Ihr Projekt rund um die Integrierte Patientenversorgung.

Verbesserungspotenzial Peter McDonald, SVA-ObmannStellvertreter, sagt dazu: „Den ersten Platz haben wir vor allem deshalb erreicht, weil wir in den vergangenen Jahren zahlreiche Verbesserungen und Entlastungen für Unternehmer durchsetzen konnten, die die Situation der Selbstständigen erheblich verbessert haben.“ Durch den Einsatz der Wirtschaftskammer für die Unternehmer etwa wurden die Beiträge Selbstständiger zwischen 2002 und 2013 um fast ein Drittel gesenkt und die Absicherung bei langer Krankheit sowie die Vereinbarkeit von Familie und Unternehmen verbessert. Weiteres Verbesserungspotenzial sieht Studienautor Stefan Traub sowohl auf internationaler Ebene als auch in Österreich in den Bereichen ­Pflege und Arbeitslosigkeit. (um)

© privat

Stärkere Identifikation mit der Arbeit und höhere Lebenserwartung bei Ein-Personen-Unternehmen.

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C ov e r

40 – healtheconomy

short

Actavis stemmt Forest Labs-Übernahme

Freitag, 28. Februar 2014

Forschung Heute, Freitag, ist Tag der seltenen Erkrankungen; Industrie, Unis und Ärzte bauen Angebote massiv aus

Seltene Erkrankungen treffen 500.000 Menschen

Fresenius will bei ­Danone einkaufen Frankfurt. Der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius liebäugelt mit einer milliardenschweren Übernahme. Das Unternehmen prüfe, dem französischen Lebensmittelkonzern Danone sein Geschäft mit medizinischer Ernährung abzukaufen, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Danone habe bereits vor einiger Zeit ein Dossier mit Informationen über die Sparte verschickt, sagten die Insider. Der Kaufpreis könne sich auf rund 4 Mrd. € belaufen.

© EPA

Novartis verstärkt Krebs-Geschäft

Der Schweizer Novartis-Konzern kauft ein Biotechunternehmen.

Basel. Novartis verstärkt sein Krebsgeschäft. Der Schweizer Pharmakonzern übernimmt die US-Biotechnologiefirma CoStim, wie Novartis mitteilte. Die in Privatbesitz stehende Firma aus Cambridge im Bundesstaat Massachusetts versuche sich bei der Bekämpfung von Krebs das Immunsystem zunutze zu machen. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Bayer und Novartis sind hinter Merck her New York. An dem Geschäftsbereich rezeptfreier Medikamente des US-Pharmakonzerns Merck ist Insidern zufolge auch Bayer interessiert. Insgesamt hätten mehrere Großkonzerne – darunter auch Novartis – ein Auge auf die Sparte geworfen, die zwischen 10 bis 12 Mrd. USD (7,3 bis 8,7 Mrd. €) wert sein könnte, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Wien. Heute, Freitag, am Welttag für seltene Erkrankungen, eröffnet am Wiener AKH das ‚Zentrum für seltene und nicht diagnostizierte Erkrankungen‘, erklärt der Vorstand der Universitäts-Kinderklinik, Arnold Pollak. „Von ‚Seltenen Erkrankungen‘ („Rare Diseases“) spricht man, wenn weniger als einer von 2.000 Menschen an einer solchen Erkrankung leidet. Da es aber Tausende dieser Erkrankungen gibt, sind insgesamt sehr viele Menschen betroffen, erklärt Martina Schmidt, Österreich-Geschäftsführerin des Pharmaunternehmens Actelion, das auf die Entwicklung von Medikamenten für solche Erkrankungen spezialisiert ist. In Österreich gibt es laut einer Schätzung rund 400.000 bis 500.000 Betroffene, sagt Pollak, dessen Klinik im Netzwerk mit der Universitätsklinik für Dermatologie sowie rund eineinhalb Dutzend Instituten und Forschungseinrichtungen das „Vienna Center for Rare and Undiagnosed Diseases – VCRUD“ ins Leben ruft. Pollak gegenüber der APA: „Seltene Erkrankungen sind auch ‚selten‘, weil sie oft zu selten diagnostiziert werden. Es dauert häufig sehr lang, bis ein Betroffener auf den entsprechenden Fachmann trifft. Bis zu einer Diagnose vergehen oft drei bis vier Jahre. Oft kommt es auch zu Fehldiagnosen.“ Genau diese Probleme wollen die Beteiligten an dem Zentrum – so zum Beispiel auch das Forschungszentrum für Molekulare Medizin beim AKH (CeMM), das Institut für Molekulare Pathologie (IMP), das Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) und viele

Seltene Erkrankungen treffen insgesamt eine große Gruppe von Menschen. Oft ist aber eine Diagnose schwierig.

andere – mit wissenschaftlicher Akribie angehen. Dabei kommt der Universitäts-Kinderklinik sozusagen naturgemäß eine große Rolle zu. Der Klinikvorstand: „Zwei Drittel bis 80 Prozent der ‚Seltenen Erkrankungen‘ nehmen ihren Anfang in der Kindheit. Das bestätigt auch Robin Rumler, Präsident der Pharmig: Ein großer Teil sei genetisch bedingt. Sein Fazit: Menschen mit seltenen Erkrankungen dürfen und sollen durch ihre Krankheit nicht isoliert werden. „Gemeinsam mit Wissenschaft, Medizin und Gesundheitsbehörden bemüht sich die pharmazeutische Industrie laufend, die Entwicklung und Verfügbarkeit von Arzneimitteln voranzutreiben.“ Die europäische Verordnung über Arzneimittel für seltene Lei-

den („Orphan Drugs“ ) biete Unternehmen reduzierte Zulassungsgebühren sowie ein zehnjähriges exklusives Vermarktungsrecht, wenn ein Arzneimittel für eine Krankheit entwickelt wird, an der nicht mehr als fünf von 10.000 EU-Bürgern leiden, erklärt Rumler.

dustrie in den vergangenen Jahren zunehmend dieser Erkrankungen angenommen.“ Das Problem allerdings: Nur weil ein Medikament in der EU zugelassen ist, bedeutet das nicht, dass die Krankenkassen es auch in die Kostenerstattung aufnehmen. Denn solche Produkte sind aufgrund der Seltenheit oft teuer, weiß Schmidt. Ein weiteres Problem: Die Betroffenen von „Seltenen Erkrankungen“ erhalten ihre Diagnose oft erst nach Jahren oder kommen erst nach langer Zeit zum Spezialisten. Deshalb hat die österreichische Allgemeinmedizin-Initiative „AM Plus“ mit Unterstützung von Pharma-Unternehmen nun eine OnlinePlattform für Ärzte mit den wichtigsten Erkrankungen und Verfahrensweisen geschaffen.

Bessere Therapien In den vergangenen Jahren hat sich die Situation auf dem Gebiet der „Seltenen Erkrankungen“ zu wandeln begonnen. Pollak: „Man kann immer mehr dieser Krankheiten diagnostizieren. Wenn man weiß, was zu der jeweiligen Erkrankung führt, kann man Therapien entwickeln oder zumindest die Schäden minimieren. Und schließlich hat sich auch die Pharmain-

Forschung Neue Studie bestätigt Sanofi-Produkt

Klinische Studien ZAK Pharma mit Qualitätsmanagement

Wien. Dialysepatienten profitieren hinsichtlich des kardiovaskulären Outcomes signifikant von der Therapie mit dem calciumund metallfreien Phosphatbinder „Sevelamer“. Dies zeigen Daten einer neuen Studie (Di Iorio et al). Im Vergleich zu Patienten, die mit calciumhaltigen Phosphatbindern behandelt wurden, wiesen inzidente Dialysepatienten unter Therapie mit „Sevelamer“ eine zehnfach geringere Rate an kardialen Arrhythmien auf. Ebenso war das Risiko für Gesamtmortalität signifikant um den Faktor drei reduziert. Die kardiovaskuläre Mortalität von Patienten mit chronischer Nierenerkrankung ist deutlich erhöht. Als bekannter Risikofaktor gilt die Hyperphosphatämie, weshalb sich die Phosphatkontrolle als wichtige Maßnahme in der Therapie von chronisch nierenkranken Patienten etabliert hat, betont das Unternehmen Sanofi. Wie sehr inzidente Dialysepatienten von der calcium- und metallfreien Therapie mit Sevelamer im Hinblick auf das kardiovaskuläre Risiko profitieren, zeigte die ran-

Wien. Die Durchführung klinischer Studien erfordert ein hohes Maß an Qualität. Voraussetzung für die Zulassung von Arzneimitteln oder Medizinprodukten ist die genaueste Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und produktspezifischer Anforderungen sowie deren lückenlose Nachvollziehbarkeit. Daher hat sich das international agierende Dienstleistungsunternehmen ZAK-Pharma im vergangenen Jahr entschlossen, ein Qualitätsmanagementsystem aufzubauen und dieses nach der Norm ISO 9001:2008 durch den TÜV zertifizieren zu lassen. Nun fand die Zertifikatsübergabe in der Wiener Firmenzentrale statt.

Bessere Hilfe für Dialysepatienten domisierte kontrollierte Multicenterstudie: 466 inzidente Dialysepatienten aus 18 verschiedenen Dialysezentren in Italien wurden randomisiert und erhielten über 24 Monate entweder „Sevelamer“ oder Calciumcarbonat. Die Ergebnisse waren eindeutig: Während in der Calciumcarbonatgruppe 27 Todesfälle aufgrund kardialer Arrhythmien auftraten, waren es hingegen in der Sevelamergruppe nur zwei. (red)

Zertifizierte Pharma-Forschung

Lösungen anzubieten. Seit dem Jahr 1997 ist ZAK-Pharma auf dem Gebiet der klinischen Auftragsforschung erfolgreich tätig und bietet zusätzlich Dienstleistungen im Bereich Regulatory Affairs, Medical Writing und der Pharmakovigilanz an. Das Unternehmen wurde von Chirikdjian mit dem Ziel gegründet, einen Beitrag dazu zu leisten, wirksame und sichere Therapien für Patienten zu entwickeln. (iks)

Breites Spektrum

Dialysepatienten haben ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen.

„Qualität ist das wichtigste Merkmal und Entscheidungskriterium für unsere Kunden“, erklärt CEO Jean-Jacques Chirikdjian. Die Umsetzung der Anforderungen der Qualitätsmanagementnorm ermögliche es dem Unternehmen, auch weiterhin ihren Kunden ein breites Spektrum an Dienstleistungen und maßgeschneiderte

© ZAK-Pharma

New York. Der als Generika-Hersteller groß gewordene Konzern Actavis schluckt in einer der größten Übernahmen der Branche den Rivalen Forest Labs. Weil mit günstigen Nachahmer-Medikamenten allein nicht mehr genug Gewinn erzielt wird, macht Actavis für den Spezialpharmazeutika-Produzenten 25 Mrd. USD (18,25 Mrd. €) locker. Der Deal erweitert vor allem die Medikamenten-Palette gegen Nervenleiden.

Martin Rümmele Ina Karin Schriebl

© www.rarediseaseday.org/country/at/austria

Actavis gibt für die Übernahme mehr als 18 Milliarden Euro aus.

© wikimedia commons

© Actavis

Früherkennung laut Experten wichtig; Kassen halten sich bei Kostenerstattung für Medikamente zurück.

ZAK-Gründer Jean-Jacques Chirikdjian ist in klinischer Auftragsforschung aktiv.


Freitag, 28. Februar 2014

M e d i z i n te c h n i k : E- H e a lt h

healtheconomy – 41

E-Medikation Hauptverband der Sozialversicherungsträger bezieht die Rechnungshof-Kritik nicht auf sich selbst

short

Prüfer-Kritik an Testlauf

Sanofi startet neues Thromboseportal

RH kritisierten Mehrkosten um 189.000 €. „Dabei handelt es sich aber nicht um einen verlorenen Aufwand, weil softwaretechnische Vorarbeiten ja in das Regelprojekt der E-Medikation integriert werden“. Schörghofer bekräftigte, dass die E-Medikation als wesentlicher Teil von ELGA ab Anfang 2015 flächendeckend in ganz Österreich zur Verfügung stehen soll. Die im Evaluierungsbericht aufgezeigten Verbesserungsvorschläge würden vollinhaltlich berücksichtigt. Außerdem bestünden nun durch das ELGA-Gesetz klare Rahmenbedingungen zur Umsetzung der E-Medikation. Team Stronach-Gesundheitssprecher Marcus Franz prangerte hingegen eine „massive Geldverschwendung“ an, die der RH aufgedeckt habe. Ein Kernprojekt der ELGA sei damit „zu einem extrem teuren Versuchskaninchen degradiert worden“.

andreas feiertag

© APA/Harald Schneider

Wien. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat die Kritik des Rechnungshofs am Pilotprojekt zur E-Medikation „zur Kenntnis genommen“. Er sehe diese jedoch als „Kritik an den äußeren Strukturen und Rahmenbedingungen des Projekts, die außerhalb des Einflussbereichs des Hauptverbands lagen“, stellt der stellvertretende Generaldirektor Volker Schörghofer in einer Aussendung fest. Es dürfe dabei nicht übersehen werden, „dass das Pilotprojekt unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen stattfand, beginnend bei der Berücksichtigung der unterschiedlichen standespolitischen Wünsche bis hin zu einem Boykott durch die Ärztekammer mitten im Projekt“, argumentierte Schörghofer. Dieser dadurch verzögerte Projektbeginn erkläre auch die vom

Der Rechnungshof kritisiert den Pilotversuch zur E-Medikation als zu teuer.

© www.thromboseportal.at

Vizegeneraldirektor Schörghofer: Kritik nur an den äußeren Strukturen und Rahmenbedingungen.

Sanofi informiert auf neuer Website über Blutgerinnungsstörungen.

Wien. Schlaganfall, Herzinfarkt oder Thromboembolien stellen noch immer die häufigste Todesursache in Österreich dar – diese Tatsache war für Sanofi der Beweggrund, Patienten, ihren Angehörigen sowie medizinisch-pharmazeutischem Fachpersonal eine Webseite mit fundierter Information und Serviceleistungen zu den Erkrankungen des Blutgerinnungssystems zu eröffnen. www.thromboseportal.at gibt ausführliche Informationen zu Entstehung, Ursachen und Folgen einer Thrombose sowie Tipps, Filme, Grafiken und sogar Anleitungen zu Injektionen in zahlreichen Sprachen.

E-Health Mit mobilen Geräten vernetzbare Gesundheitsinstrumente erfahren eine stetig wachsende Nachfrage

2014 ist das Jahr der mobilen Gesundheit messgeräten in den genannten vier Ländern dar – ein Anstieg von 3,7% gegenüber 2012. Bei vernetzungsfähigen Personenwaagen stieg der Absatz im gleichen Zeitraum von 1,8 auf 3,3 Prozent. Betrachtet man jedoch die Daten der einzelnen Länder, so zeigt sich, dass der Marktanteil der vernetzungsfähigen Geräte bereits weit höher liegt.

zungsfähige Personenwaage auszugeben und 50 Euro mehr für ein Blutdruckmessgerät mit Vernetzungsmöglichkeit. Das Jahr 2014 ist das Jahr der mobilen Gesundheit und der tragbaren Geräte.“ Der Medienrummel um diese Themen werde positive Auswirkungen auf das Bewusstsein der Verbraucher im Hinblick auf die potenziellen Vorteile dieser Produkte haben. „Die Verbraucher von heute erwarten schnelle Antworten und Informationen auf ihre Abfragen über Smartphones oder Tablets. Dies gilt auch für ihren eigenen Gesundheitszustand und ihr Aktivitätsniveau; sogenannte Fitness-Tracker stellen hier den nächsten großen Trend dar, den wir derzeit erleben.“ (fei)

Markt bietet Möglichkeiten Udo Jansen, Global Director bei GfK, ist der Meinung, dass der Markt der mobil vernetzbaren Geräte erhebliche Möglichkeiten bietet: „Verbraucher sind bereit, gegenüber herkömmlichen Modellen 100 Euro mehr für eine vernet-

Washington. Die US-Investmentbank Goldman Sachs ist beim deutschen Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum eingestiegen und hat sich 3,02 Prozent der Stimmrechte an der Klinikkette gesichert. An eine Übernahme sei nicht gedacht. In der Krankenhausbranche wird seit Monaten spekuliert, wie es mit Rhön weitergeht, wenn der Konzern einen Großteil seiner Krankenhäuser an den Gesundheitskonzern Fresenius verkauft hat. Der KrankenhausZulieferer B. Braun hat seinen Anteil an Rhön im November auf gut 15% aufgestockt und will weitere Aktien der Klinikkette kaufen. Auch Asklepios und Fresenius sind je mit fünf Prozent an Rhön beteiligt.

© panthermedia.net/Lorenz Timm

Nürnberg. Mobil vernetzbare Gesundheitsinstrumente wie Blutdruckmessgeräte und Personenwaagen erfahren in den europäischen Ländern trotz ihres Nischendaseins ein starkes Absatzwachstum. Laut GfK-Marktdaten stiegen die Absatzzahlen von mobil vernetzten Blutdruckmessgeräten in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden im letzten Jahr um 42%; der Absatz von vernetzbaren Personenwaagen verzeichnete sogar einen Anstieg von 88%. Trotz dieses Wachstums machen vernetzbare Geräte nur einen kleinen Anteil des derzeitigen Markts aus. Im vergangenen Jahr stellten mobil vernetzbare Produkte 5,5% des Gesamtabsatzes bei Blutdruck-

Goldmann Sachs nun auch an Rhön beteiligt

GfK-Marktforschung erwartet sich einen gewaltigen Boom bei mobilen Geräten.

Österreich-Premiere Blutdruck-Schrittmacher in Linz

Aidsforschung Roche hat Zulassung für Diagnostikum

Linz. Ein Schrittmacher, der gegen Bluthochdruck helfen soll, hat im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz seine Österreich-Premiere gefeiert. Das Gerät ist für Patienten gedacht, denen blutdrucksenkende Medikamente und auch andere Methoden nicht helfen. Das berichtete der zuständige Primar des HerzZentrums, Hans-Joachim Nesser. Kürzlich wurde erstmals in Österreich zwei Patienten je ein Schrittmacher eingesetzt. Eine an-

Basel. Roche hat angekündigt, dass sein neuer Test zum Nachweis einer HIV-1-Infektion die Zulassung für das CE-Zeichen erhalten hat und ab sofort in der Europäischen Union und Ländern, die das CE-Zeichen anerkennen, für den klinischen Gebrauch verkauft werden kann. Insbesondere bei Säuglingen von HIV-infizierten Müttern kann mit dem neuen Test eine frühzeitige Diagnose erstellt werden.

Air Liquide blickt sehr optimistisch ins Jahr

Hans-Joachim Nesser nahm die Österreich-Premiere in Linz vor.

Nerven werden stimuliert Die neue Methode, die zwischen 10.000 und 15.000 € pro Patient kostet, ist nicht für jeden geeignet. Auch die Erfolgschancen müssen erst eruiert werden. Sie lassen sich erst etwa ein Jahr nach dem Eingriff beurteilen. Derzeit wird die Anwendung an rund 300 Patienten in Europa getestet. Vorerst spricht rund jeder fünfte Patient nicht darauf an. Die Methode ist bereits vor zehn Jahren entwickelt worden, wurde aber zwischendurch wieder aufgegeben, schilderte Nesser. Die damaligen Schrittmacher waren zu groß, es waren zwei Elektroden notwendig und es gab zu viele Komplikationen. Neu entwickelte, bessere und kleinere Geräte machen es nun wieder attraktiv.

Besonders für die frühe Diagnose bei Babys eignet sich der neue HIV-Test.

Der Test erkennt und amplifiziert gleichzeitig zwei separate Regionen des HIV-1-Genoms, die keinem Medikamenten-Selektionsdruck unterliegen. Dieses einzigartige 2-Zielregionen-Prinzip ermöglicht zuverlässigere Ergebnisse für die zuversichtliche und effektive Diagnose einer HIV-1-Infektion. Um gängige PCR-Tests zu erleichtern, kann der neue Test mit Plasma- und auch mit Trockenblutkarten eingesetzt werden. Die Trockenblutkarte und der Bedarf an empfindlicheren und genaueren Informationen zur Frühdiagnose von Babys und zur Diagnose von Patienten in zahlreichen afrikanischen Ländern ist entscheidend für eine bessere Gesundheitsversorgung in der Region. Der Test in Kombination mit Trockenblutkarten macht eine Kühlung überflüssig, Mutter und Kind sind erheblich weniger Stress ausgesetzt. „Die Möglichkeit, eine HIV-Diagnose bei einem Säugling zu stellen, ist entscheidend, damit HIVpositive Babys richtig behandelt werden können“, sagt Paul Brown, President von Roche Molecular Diagnostics.

© Air Liquide

geschlossene Elektrode stimuliert mit Strom Nervenfasern, die in das Gehirn führen. Diesem wird damit „vorgegaukelt“, der Blutdruck sei besonders hoch. Deshalb schickt es Befehle an die Blutgefäße, das Herz und die Nieren, die sofort eine deutliche Senkung des Blutdrucks bewirken.

© EPA/Steffen Schmidt

© Elisabethinen Linz

Das Gehirn wird einfach angelogen Neuer HIV-Test für Früherkennung

Französischer Gasekonzern erwartet Zuwächse in Ost und West.

Paris. Anziehende Geschäfte in den USA und in China stimmen den französischen Industriegase-Konzern Air Liquide zuversichtlich. Die Firma sagte nach einem Gewinnplus im Vorjahr nun einen weiteren Anstieg voraus. Der Überschuss werde 2014 zulegen, stellte Firmenchef Benoit Potier in Aussicht. 2013 verdiente Air Liquide 1,64 Mrd. €, um 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei profitierte das Unternehmen, das Gase für die Chemie- und Gesundheitsbranche herstellt, von seinem Sparprogramm. Ungünstige Wechselkurseffekte belasteten jedoch den Umsatz, der um 0,7 Prozent auf 15,2 Mrd. € nachgab.


M E N SC H E N & KA R R I ER E N

42 – healtheconomy

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Selbsthilfe in Wien: Neues Verzeichnis

Freitag, 28. Februar 2014

Apothekertagung Mehr Service für Patienten und Entlastung der behandelnden Ärzte durch Arzneimittelberatung

Management von Pillen ungeeignete Arzneimittel. Die Expertin: „Die Ärzte gaben an, sie fühlen sich überfordert.“ Hier sollten die Apotheker ein Kooperationsangebot stellen. Doch auch die seien gefordert: „Wichtig ist, dass wir uns um den Nutzeffekt der Medikation beim einzelnen Patienten kümmern. Doch für jedes einzelne Arzneimittel gibt es zwischen 40 und 140 Informationen, die Apotheker parat haben müssten. Wir brauchen eine technische IT-Unterstützung. Es geht aber auch nicht ohne ein möglichst systematisch strukturiertes Medikationsmanagement.“ Die Apothekerkammer will laut Präsident Max Wellan deshalb mit dem aktuellen Start einer großen Ausbildungsinitiative ihr eigenes Medikationsmanagementprogramm ausrollen. Das Projekt werde langsam anlaufen und sich zunächst auf besonders komplexe Fragestellungen bei mehrfach und chronisch Kranken konzentrieren.

andreas feiertag

Wien. Ab sofort ist das Wiener Selbsthilfegruppen-Verzeichnis 2014 erhältlich. Präsentiert wurde die aktualisierte Neuauflage kürzlich vom Brigittenauer Bezirksvorsteher Hannes Derfler. „Die rund 250 Wiener Selbsthilfegruppen haben sich als unverzichtbare Partner im Gesundheitswesen etabliert – nicht nur in der Brigittenau, sondern in ganz Wien“, erklärte Derfler. Zu bestellen ist das Verzeichnis per E-Mail an: broschueren@wig.or.at.

Erster Ethik-Kodex für das Pflegemanagement

Zukunft Die gesamte Medizin wird sich an Alte anpassen

Rehabilitation OÖ-Apothekerkammer unterstützt Projekt

Klagenfurt. Das Haus der Geriatrie am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee feierte vor Kurzem sein 100-jähriges Bestehen. Heute ist es eine Abteilung, die angesichts der demografischen Entwicklung immer bedeutender wird. „Sie arbeitet“, erklärt Primarius Georg Pinter, „intensiv mit anderen Fachabteilungen zusammen – etwa der Unfallchirurgie oder Neurologie.“ Diese Interdisziplinarität werde sich intensivieren, denn die gesamte Medizin werde sich in den kommenden Jahrzehnten geriatrisieren; so werde es zum Beispiel eine Alterstraumatologie oder eine Alterschirurgie geben. Um ältere Menschen bestmöglich zu betreuen, initiierte Pinter gemeinsam mit Kollegen das Projekt

Linz. Jedes Jahr erkranken 15.000 Kinder und Jugendliche in Europa neu an Krebs, etwa 250 davon in Österreich. Durch die gute medizinische Versorgung können hierzulande etwa 80% der an Krebs erkrankten Kinder geheilt werden. Anlässlich des Weltkinderkrebstags startete die Oberösterreichische Apothekerkammer eine Initiative zur Unterstützung des Erlebnishofs für krebskranke Kinder am Kumplgut in der Nähe von Wels, der im Mai eröffnet. „Die Kinder sollen am Kumplgut Kraft sammeln können, den psychischen Stress vergessen und die kindliche Unbekümmertheit wieder erlangen. Ziel ist es, den Kindern wieder Mut zu machen, sowie Freude und Spaß am Leben zu vermitteln“, erklärt Ulrike

Wien. Die Vereinigung der PflegedirektorInnen Österreichs (ANDA) hat den ersten EthikKodex für das österreichische Pflegemanagement veröffentlicht. „Gerade jetzt, wo der Sparzwang im Gesundheitswesen ganz stark spürbar wird, ist der richtige Zeitpunkt, den pflegerischen Erfordernissen auch ganz bewusst die Säule der Ethik hinzuzufügen“, betonte der Vorsitzende der ANDA, Karl Schwaiger, in Wien.

„Gut versorgt im Pflegeheim“, das von der Politik unterstützt und aus Mitteln des Kärntner Gesundheitsfonds finanziert wird. (fei)

© Kabeg

© ÖGKV

100 Jahre Haus der Geriatrie

Karl Schwaiger: Säule der Ethik den Erfordernissen hinzufügen.

Max Wellan (li.): Medikamentenmanagement bedeutet Kulturwandel im System.

Eine Therapeutin befasst sich mit einem ihrer Patienten im Haus der Geriatrie.

Pharmadebatte PMCA analysierte Entwicklungen

Erlebnishof für krebskranke Kinder

Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Apothekerkammer Oberösterreich. Der Aufenthalt für die Kinder ist kostenlos.  (fei)

© Foto Wilke

Derfler (li.): Selbsthilfegruppen sind wichtige Partner im System.

Schladming. Wenn wie geplant ab 2016/2017 die E-Medikation inÖsterreich startet, wollen die Apotheker die Nase als Experten vorn haben. Und zwar mit einem eigenen, bezahlten Beratungsprogramm als „Medikationsmanagement“ für die Konsumenten. Das ließen die Pharmazeuten bei der Fortbildungswoche der Österreichischen Apothekerkammer in Schladming wissen. Marion Schaefer vom Institut für Klinische Pharmakologie der Charite in Berlin zitierte aus einer Untersuchung: Patienten erhielten neun verschiedene Medikamente pro Tag; mehr als zwei davon wiesen keine wissenschaftliche Begründung auf. Bei 56% der Patienten traten Dosierungsfehler auf, bei 59% wurden Interaktionen festgestellt. 37% der mehr als 65-Jährigen erhielten für ihr Alter bereits

© ar.foto@me.com

© Wiener Gesundheitsförderung

US-Studie: Jeder in ein Medikamentenmanagement gesteckte Dollar spart 10 Dollar an Folgekosten.

Ulrike Mursch-Edlmayr: den Kindern wieder Kraft und Freude geben.

Menschen, über die man spricht

1,9 Prozent Pharma-Wachstum Johannes Kainberger Direktor der body&health academy

© PMCA

Stellten sich der Diskussion (v.l.): Stefan König, Erika Sander und Gerhard Lötsch.

Wien. Durch zu wenig Bewegung und falsches Essverhalten werden Kinder immer unbeholfener in ihrer Motorik. Falsches Essverhalten fördert zusätzlich Übergewicht und Adipositas. Um dem entgegenzuwirken, setzt die body&health academy nun auf die Ausbildung zum DiplomKindergesundheitstrainer. „Heutzutage bewegen sich Kinder immer weniger und verbringen ihre Zeit nicht spielend im Freien, sondern zumeist vor dem PC oder der Spielkonsole“, erklärt Johannes Kainberger, Direktor der body&health academy und Präsident des Österreichischen Gesundheitsforums, die Beweggründe seiner A ­ kademie. Die nächsten Lehrgänge starten an den Standorten Linz, Wien, Graz und Dornbirn im Mai. Nähere Infos unter:  www.bodytrainer.at

GlaxoSmithKline Österreich hat im Vorjahr sechs Selbsthilfeorganisationen mit insgesamt 18.550 € gefördert. Jean-Bernard Simeon, Vizepräsident von GSK Österreich: „Patientenfokus zählt zu unseren Kernwerten. Daher sind Patientenorganisationen wichtige Ansprechpartner für uns; sie helfen, die Bedürfnisse von Patienten und deren Krankheiten besser zu verstehen, während wir sie dabei unterstützen, dass ihre Stimme in der Gesundheitsdebatte gehört wird.

J asmin Ouschan, b otscha f t erin von injoy öst erreich

Die international renommierte Pool-BillardAthletin Jasmin Ouschan aus Kärnten ist neue Markenbotschafterin des Fitness-QualitätsVerbunds Injoy in Österreich. „Neben Ausdauer und einem stabilen Rumpf ist besonders eine starke Rückenmuskulatur für den Erfolg in meiner Sportart ein entscheidender Faktor. Und das trainiere ich effektiv, zeitsparend und gut betreut bei Injoy“, sagt Ouschan, die Europa- und Weltmeistertitel innehat.

Cl audia Eder , zel l l ab or-­ l eit erin im ­spital speisin g © z.V.g.

J ean -B ernar d S ime o n , v i z ep r ä sid en t, g sk ö s t erreich © Injoy

© body&health academy

met sich unlängst Erika Sander, Senior Manager Commercials bei IMS Health Austria, den aktuellen Ergebnissen des Pharma-Markts 2013 sowie den für 2014 zu erwartenden Trends. Unter Einbezug des Publikums diskutierten im Anschluss Stefan König, Managing Direktor von Takeda Pharmaceuticals Austria, und Gerhard Lötsch, Präsident der IGEPHA, über die Bedeutung von Switches und einzelner Produkte für den österreichischen Markt. (fei)

© GlaxoSmithKline

Wien. Weltweit hat der PharmaMarkt laut IMS Health ein Volumen von einer Trillion USD erreicht. Ein großer Anteil daraus generiert sich aus den sogenannten Pharmerging Markets, also aus den hohen Nachfragen der Schwellenländer. Zum Vergleich: In Österreich umfasst der Pharma-Markt 4,2 Mrd., für 2013 lag das Wachstum bei 1,9% nach Absatz. Im Hinblick auf die Anzahl der RX-OTC-Switches liegt Österreich in der EU an vorletzter Stelle. Beim PMCA-Impuls wid-

Um Bandscheibenleiden zu diagnostizieren, wird oft die „Discographie“ durchgeführt: Die Bandscheiben werden mit einer Punktionsnadel angestochen und Medikamente eingespritzt. Doch das kann laut Untersuchungen im Zelllabor des Orthopädischen Spitals Speising die Bandscheiben schädigen. Zelllabor-Leiterin Claudia Eder: „Die Konsequenz daraus ist für uns, dass wir Discographie an unseren Patientinnen und Patienten nur noch ganz selten anwenden.“


medianet

inside your business. today.

Freitag, 28. Februar 2014 – 43

technology mobilitäts-tools

Neue Online-Datenbank zu schnellen ­Bewertung von Cyber-Angriffen  Seite 45

© Accenture

© SafeNet

Breach-level-index

Accenture-Studie: Unternehmens-Apps sind stark im Kommen  Seite 46

Foto-prügel nokia lumia 1520 im praxisTest

Lauschangriffe und neue Top-Level-Domains

© internet.org

© Nokia

short

© Canon

Wien. Ericsson und Facebook haben die Einrichtung eines gemeinsamen Testzentrums bekannt gegeben, das die Internet.org-Initiative unterstützen wird. Das neue „Internet. org Innovation Lab“ soll seinen Betrieb in der zweiten Jahreshälfte 2014 auf dem FacebookCampus in Menlo Park, Kalifornien, aufnehmen. In dem Innovationszentrum werden die nötigen Technologieumgebungen und das Know-how gebündelt, um Applikationen, Netze, Endgeräte und Dienste für den Einsatz in Schwellenländern zu optimieren. www.ericsson.com

© Domain Pulse

Wien. Canon hat seinen Service für klimaneutrales Drucken im Bereich Bürolösungen neu aufgelegt. Unterstützt wird der Relaunch durch eine neue Lösung zur CO2-Bilanzierung, deren Berechnungsmethodik nach dem jüngst veröffentlichten ISO-Standard 16759 ­zertifiziert wurde. Dieser regelt alle Erfordernisse für die Kalkulation eines CO2-Fußabdrucks für Druckprodukte. „Mit jedem Ausdruck und jeder Kopie kann ein sichtbarer ­Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden“, sagt Kim Majetic (Foto), Marketing Director Business Imaging Group bei Canon Deutschland. www.canon.at

„Domain Pulse“ Stabübergabe der nic.at-Geschäftsführer Richard Wein (rechts) und Robert Schischka (links) an Jörg Schweiger (Mitte), Vorstand von Denic.

Am Pulse der Domain-Branche Das Domain Pulse 2014-Forum stand einerseits im Zeichen der Affäre um Edward Snowden und thematisierte andererseits die langfristigen Auswirkungen der neuen Top Level Domains.  Seite 44 ACP Laut IDC-Platzierung unter den Top 5 IT-Providern

IMC Branchenverband für Machine-to-Machine-Systeme

Rainer Kalkbrener, Vorstands­ vorsitzender der ACP-Gruppe.

Wien. Der IT-Provider ACP ist in einer aktuellen IDC-Umfrage (ITSpending Priorities Austria 2014) unter österreichischen CIOs auf Platz 5 der am häufigsten genannten IT-Dienstleister gelandet. Neben großen, internationalen Anbietern ist ACP das einzige unabhängige, österreichische Unternehmen in den Top 5. „Wir sind sehr stolz, den Sprung in die Bestenliste geschafft zu haben“, sagt der Vorstandsvorsitzende der ACP Gruppe, Rainer Kalkbrener. „Dieses Ergebnis zeigt uns, dass wir für die heutigen IT-Anforderungen die passenden Leistungen und Lösungen bieten.“  www.acp.at

Business Case im Internet der Dinge

© IMC

Wien. Die Microsoft Office Web-Apps heißen ab sofort Office Online und ermöglichen kostenfrei einen allgegenwärtigen Zugriff auf alle Dokumente von Microsoft-Anwendungen, sogar dann, wenn Office nicht installiert ist. Neben Office Online gibt es die Suiten Office 365 Home Premium, Office Home & Student 2013, Office Home & Business 2013 sowie Office Professional 2013, sowie den OneDrive-Speicher.  www.office.com

© ACP

© Microsoft

Platz an der heimischen IT-Spitze

Keith Kreisher, Executive Director der IMC, fördert M2M-Akzeptanz.

London. Im vergangenen Monat traten über 500 neue Mitglieder dem M2M Council (einem neuen Fachverband für das Internet der Dinge) bei, darunter FedEx, Hyundai, Saudi Aramco, Siemens Healthcare, Tata Group sowie das US-Verteidigungsministerium. „Die Mission unserer Gruppe ist nicht einfach, aber auch nicht komplex – es geht darum, den Business Case des Internets der Dinge zu beweisen“, beschreibt Keith Kreisher, Executive Director der IMC, das Tätigkeitsfeld des neuen Fachverbands. Analysten sagen M2M große Wachstumszahlen in den nächsten Jahren voraus. www.im2mc.org


C ov e r

44 – medianet technology

Kommentar

Selbstfindung und Demut

Freitag, 28. Februar 2014

Domain Pulse 2014 Beim Domainforum von nic.at, Denic und SWITCH wurden die Folgen der Überwachung thematisiert

Von der NSA bis zur neuen .tirol Top-Level-Domain Mit neuen Top-Level-Domains bekommt die .at-Länderdomain Konkurrenz aus den eigenen Reihen. Chris Haderer

Chris Haderer

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Salzburg. Mehr als 400 Teilnehmer hatten sich angemeldet, an die 380 waren letztlich zur „Domain Pulse 2014“ nach Salzburg gekommen. Das Domainforum der Registries Denic, nic.at und SWITCH fand Ende vergangener Woche statt und thematisierte neben den neuen Top Level Domains vor allem das Internet und seine Verwaltung im Licht aktueller Überwachungs-Skandale. „Die Domain Pulse ist für die nic.at eine sehr wichtige Veranstaltung“, sagt Richard Wein, Geschäftsführer des heimischen Domain-Verwalters. „Sie gibt einem alle drei Jahre die Gelegenheit, sich nicht nur den Kunden, sondern allen wichtigen Vertretern der Branche im deutschsprachigen Raum zu präsentieren und einen Branchentreff zu organisieren.“ Für Wein lagen die Highlights der heurigen Domain Pulse in der Melange der einzelnen Vorträge: „Es ist uns meiner Meinung nach gelungen, die Hot Topics, die derzeit am Tableau liegen, zu thematisieren. Internet-Governance ist so ein Thema, Snowden und die NSA, und auch der Start der neuen Top Level Domains und die daraus resultierenden Folgen mussten einfach auf der Agenda stehen.“

Überwachung & Co.

.at bekommt Konkurrenz

Im Rahmen des zweitägigen Forums in Salzburg wurden von den internationalen Experten teils sehr unterschiedliche Zugänge zum Thema Datensicherheit und Überwachung präsentiert. Während Viktor Mayer-Schönberger, Professor für Internet Governance und Regulation, Oxford Internet Institute, die Errungenschaften rund um Big Data erläuterte, zeigten

Im Rahmen des Domain Pulse präsentierte nic.at auch die neue .at-Kampagne „Österreich setzt auf .at“. „Domains mit der Endung .at gehören mittlerweile zu Österreich wie der Steffl, das Wiener Schnitzel oder die Salzburger Festspiele“, sagt Wein. „In einem Umfeld, das rasantem Wandel unterworfen ist, bieten wir mit .at Sicherheit auf dem neuesten Stand der Technik.“

HTC Frauen und Handys

Web-Traffic Mehr als 60 Prozent des täglich erzeugten Datenverkehrs im globalen Dorf sind nichtmenschlicher Natur

© panthermedia.net/dandamanwasch

Große Geräte

Bildschimgröße ist kaufentscheidend.

Wien. HTC und das Markt- und Sozialforschungsinstitut TNS Emnid haben die Handy-Vorlieben des weiblichen Teils der Menschheit unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: rund 70% der befragten Frauen bevorzugen ein großes Display am Gerät. 80% der Frauen legen außerdem großen Wert auf die Optik ihres mobilen Begleiters. Die Entwicklung hin zu größeren Display-Diagonalen wird auch durch die Frage nach der Kaufentscheidung deutlich bestätigt: 90% der befragten Frauen werden bei ihrem nächsten Mobiltelefon-Kauf ein Gerät mit mindestens derselben oder einer größeren Bildschirmdiagonale wählen.  www.htc.com

© Chris Haderer (2)

as Domainforum „Domain Pulse“, das vorige Woche in Salzburg stattfand (siehe Story rechts), diente nicht nur zur Orientierung in einem Richtung Dschungel wachsenden Markt, sondern auch ein bisschen zur Selbstfindung. Die neuen Top Level Domains, die heuer auf die Welt losgelassen werden, sorgen noch etwas für Ratlosigkeit – vor allem in rechtlicher Hinsicht. Dementsprechend sind die verschiedenen „Organe“ der Kommunikation – von ITU bis ICANN – ein wenig mit Selbstdefinitionen und Positionsbestimmungen beschäftigt: Wer wird in Zukunft (weiterhin) welche Rolle (nicht) spielen? Für den Markt wird das noch sehr spannend. Sehr spannend für die Teilnehmer der Domain Pulse war aber der Vortrag von Viktor Mayer-Schönberger vom Oxford Internet Institute zum Thema „Big Data“. Während in anderen Präsentationen vor allem die Gefahren des Datensammelns dystopiert wurden, zeigte Mayer-Schönberger recht eindrucksvoll die positiven Aspekte. „Big Data kann keine Kausalitäten nachweisen, sondern nur Korrelationen“, sagte er. Kein Ursache-Wirkung-Prinzip, sondern Zusammenhänge in Daten. Das reicht aus, um beispielsweise die Säuglingssterblichkeit zu reduzieren. Die Worte „Demut … und Menschlichkeit“ auf den letzten Slides seines Vortrags gaben dem Big Data-Thema ... Tiefe.

Internet Governance (vlnr.): Thomas Schneider (BAKOM), Christian Singer (BMVIT), Sally Costerton (ICANN), Martin Fleischer (Auswärtiges Amt) und Sabine Dolderer (Denic), Preetam Maloor (ITU), Hubert Schöttner (BMWI).

Maximilian Schrems, bekannt als der österreichische Facebook-Kläger, oder Wolfie Christl von Data Dealer auf, welche negativen Aspekte Überwachung im Internet für jeden einzelnen habe – unter anderem im Rahmen der Paneldiskussion „Post PRISM – wie viel Überwachung verträgt das Internet?“ Post-PRISM: Wie viel Überwachung braucht das Internet? Paneldiskussion über die Folgen des NSA-Skandals. V.li.: Walter Unger (Leiter Cyber Defence & IKT-Sicherheit im Abwehramt des BMLVS), Rena Tangens (­Vorsitzende Digitalcourage E.V.), Armin Medosch (Journalist), Maximilian Schrems (Europe vs. Facebook), Peter Gridling (Direktor Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung).

Laut Zahlen des Marktforschers Marketagent ist die heimische Internet-Endung stark verankert: Rund 90% gaben an, sich im Falle einer Domainregistrierung für .at zu entscheiden. „Das ist ein großer Erfolg für .at – auch im internationalen Vergleich schneiden wir damit gut ab.“ Schließlich seien auch

rund 65% der .at-Domaininhaber tatsächlich aus Österreich. Allerdings wird .at bald Konkurrenz bekommen, und zwar in Form neuer Top Level Domains, von denen einige – .tirol, .ngo, .reise, .wien – ebenfalls im Rahmen der Domain Pulse vorgestellt wurden.  www.nic.at www.domainpulse.at

Im Internet sind Menschen in der Minderheit Wien. Annähernd drei Milliarden Menschen sind im Internet unterwegs – trotzdem erzeugen ihre Aktivitäten nur 38,5% des weltweiten Web-Traffics (siehe Infografik, basierend auf 1,45 Mio. Visits auf 20.000 Webseiten). Der große Rest ist nichtmenschlicher Natur – womit aber keine surfenden Aliens gemeint sind, sondern Suchmaschinen und andere automatisierte Systeme. 31 Prozent des Datenverkehrs im Internet werden von Suchmaschinen und ungefährlichen Bots verursacht, die Daten sammeln, Webseiten indizieren und ähnliche Aufgaben erledigen. Google ist ein gutes Beispiel dafür: Das Unternehmen erzeugt permanent Traffic durch die Aktualisierung seiner Datenbanken.

Schädlinge im Web Mit 20,5% ist der Anteil von schädlichem, nichtmenschlichem Traffic im Web allerdings recht hoch. Gemeint sind damit diverse Infrastrukturen, die vollautomatisch Malware verbreiten oder automatisierte Hacker-Angriffe auf

Infrastrukturen durchführen. Im Spam-Report für das Jahr 2013 hält der Security-Lösungsanbieter Kaspersky Lab allerdings auch einen Rückgang bei E-Mail-Spams fest. Insgesamt sei das SpamAufkommen im E-Mailverkehr mit 69,6 Prozent um 2,5 Prozentpunkte niedriger als im Jahr 2012. „Nur“ 3,2 Prozent der E-Mails enthielten schädliche Anhänge. Die Top-DreiLänder, in die weltweit die meisten Schadprogramme gesendet wurden, sind laut Kaspersky Lab die USA mit 12,02 Prozent, Deutschland mit 11,04 Prozent und Großbritannien mit 8,0 Prozent.

M2M wächst schnell Derzeit noch nicht wirklich relevant, aber von starken Wachstumszahlen getrieben ist die Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M). Laut einer aktuellen CiscoStudie liegt das Wachstum des mobilen Datenverkehrs (im Jahr 2018 sollen weltweit 190 Exabyte übertragen werden) teilweise an der weiterhin starken Zunahme der Anzahl mobiler Internet-Verbin-

dungen durch persönliche Geräte und Maschine-zu-Maschine-Verknüpfungen. Im Zuge des Trends zum Internet of Everything wird der M2M-Datenverkehr laut Cisco in Westeuropa um das 43-Fache steigen und 2018 etwa acht Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs ausmachen. „Wir können davon ausgehen, dass die Wachstumsrate des Datenverkehrs in

Österreich vor allem im mobilen Bereich ähnlich steil ansteigen wird wie in der gesamten Region“, sagt Achim Kaspar, General Manager von Cisco Österreich. „Daher muss in den Ausbau und die Modernisierung der IT-Infrastruktur investiert werden, um diese Datenflut bewältigen und auch sinnvoll nutzen zu können.“ www.cisco.at www.kaspersky.de


I de e & s tr ate gi e

Freitag, 28. Februar 2014

medianet technology – 45

SafeNet Der Security-Lösungsanbieter hat mit seinem „Breach Level Index“ eine Online-Datenbank zur Bewertung von Cyberangriffen vorgestellt

Angemessene Abwehrreaktionen Wien. Es vergeht praktisch keine Sekunde, in der nicht irgendwo auf der Welt ein Cyberangriff läuft. Wenn Unternehmen von einer Kampagne betroffen sind, muss der Angriff möglichst schnell bewertet werden. Dazu hat der Datensicherheitslösungs-Anbieter SafeNet eine neue Website gestartet, die Fälle von Datendiebstahl in Unternehmen aufzeichnet und bewertet. Der „SafeNet Breach Level Index“ (BLI) ist eine kostenlose, länderübergreifende Datenbank für Cyberangriffe. IT-Verantwortliche können auf Basis der Daten das Gefahrenpotenzial eines Hackerangriffs im Vergleich zu öffentlich bekannten Vorfällen einschätzen. Der Index berücksichtigt verschiedene Faktoren, wie zum Beispiel die Art der Daten, die Anzahl der gestohlenen Datensätze, die Quelle des Angriffs und ob sensible Informationen nach dem Diebstahl für Kriminelle verwendbar sind oder nicht. Diese Informationen werden dann mithilfe eines Algorithmus weiterverarbeitet.

Geplante Gegenwehr „So unterschiedlich wie die Angriffe sollten auch die Reaktionen darauf sein“, sagt Thorsten Krüger, Director Sales Data Protection

he auch Infokasten). Im Jahr 2013 sind mehr als 575 Mio. Datensätze gestohlen worden oder verloren gegangen; dabei wurde in 44% der Fälle nicht einmal veröffentlicht, wie viele Datensätze gestohlen wurden. Durch die Cloud „existieren keine Grenzen mehr für Daten“, kommentiert Krüger. „Dies schafft massenhaft neue Schlupflöcher für Cyberkriminelle. Deshalb sollten Unternehmen ihre Daten verschlüsseln. Dann ist ein Hackerangriff, bei dem Daten verloren gehen zwar ärgerlich, hat aber keine schwerwiegenden Auswirkungen.“  www.safenet-inc.de

bei SafeNet. „Der Breach Level Index hilft bei der Unterscheidung zwischen einem gefährlichen und einem ungefährlichen Fall von Datendiebstahl: Bei einem gefährlichen Angriff sind Kundendaten verloren gegangen und wurden kritische Informationen preisgegeben; bei einem ungefährlichen Fall wurden Daten gestohlen, die die Cyberkriminellen jedoch nicht lesen können, weil sie verschlüsselt und dadurch für sie nutzlos sind.“ Insgesamt liefert der Breach Level Index Details zu Hunderten von Cyberattacken, die nach Art des Angriffs und betroffenen Wirtschaftsbereichen sortiert sind (sie-

Thorsten Krüger, Director Sales Data Protection bei SafeNet, setzt auf Verschlüsselung.

Hardware und Software: Alles aus einer FWI-Hand FWI ist Full-Service-Provider. Was das heißt? Ganz einfach: Bei FWI bekommen Kunden alle Leistungen aus einer Hand! Von der Beratung bis zur Betriebsführung, vom Design bis zur Umsetzung. Einerseits die komplette Hardware samt Betriebssystem für Server, Netzwerk und Clients, andererseits auch die entsprechende Standardsoftware. Also eine IT-Gesamtlösung, die genau zu den jeweiligen Bedürfnissen passt.

Breach level index Art des Angriffs • Cyberkriminelle: 57% aller Fälle • Zufälliger/versehentlicher Verlust: 27% • Kriminelle Mitarbeiter: 13% • Web-Aktivisten: 2% • Staatlich geförderte Aktivitäten: weniger als ein Prozent

Steyr-Gleink. Kunden des Allroundanbieters haben die Wahl zwischen der klassischen Betriebsform FWI ON-PREMISE und FWI PROUD – dem Betrieb als Hosting-Lösung in der „Private Cloud“ von FWI.

Angriffe nach Wirtschaftssektoren Gesundheit/Pharma • Anteil an der Zahl aller Angriffe: 31% • Anteil der Fälle, in denen Daten in diesem Bereich gestohlen wurden oder verloren gegangen sind: zwei Prozent • Durchschnittliche Anzahl verlorener Datensätze pro Angriff: 49.000 Regierungsbereich/Staat • Anteil an der Zahl aller Angriffe: 17% • Anteil der Fälle, in denen Daten in diesem Bereich gestohlen wurden oder verloren gegangen sind: zehn Prozent • Durchschnittliche Anzahl verlorener Datensätze pro Angriff: 630.000 Finanzsektor • Anteil an der Zahl aller Angriffe: 15% • Anteil der Fälle, in denen Daten in diesem Bereich gestohlen wurden oder verloren gegangen sind: ein Prozent • Durchschnittliche Anzahl verlorener Datensätze pro Angriff: 112.000 Einzelhandel • Anteil an der Zahl aller Angriffe: 8% • Anteil der Fälle, in denen Daten in diesem Bereich gestohlen wurden oder verloren gegangen sind: 29% • Durchschnittliche Anzahl verlorener Datensätze pro Angriff: 6,6 Mio. Technologie • Anteil an der Zahl aller Angriffe: 11% • Anteil der Fälle, in denen Daten in diesem Bereich gestohlen wurden oder verloren gegangen sind: 43% • Durchschnittliche Anzahl verlorener Datensätze pro Angriff: 5,7 Mio.

FWI ON-PREMISE

Pro Zeiteinheit verlorene oder gestoh­ lene Datensätze • Täglich 1.576.555 • Stündlich 65.690 • Pro Minute 1.094 • Pro Sekunde 18  www.breachlevelindex.com

FULL-SERVICEIT-ANGEBOT Beratung: • Lizenzen • Infrastrukturkonzepte • Performance • SQL Server Implementierung: • Virtualisierung mit MS Hyper-V • Storageanbindungen • Management mit MS System Center • Backup-Lösungen mit führenden Herstellern

Für alle klassischen IT-Fragen hat der Provider die richtige Antwort: FWI bietet Gesamtlösungen vom Konzept bis zur Umsetzung. Von der Beratung in den Bereichen Server-Infrastruktur (HP, IBM) über Storage-

Betriebsführung: • Automatisation mit MS System Center Suite • Remote-Betreuung • Betriebsführung und Wartung • Hosting in der „Private Cloud“ von FWI

„Unser tiefes Applikations-Know-

INFO/KONTAKT

how in den Bereichen ERP, CRM, BI und SharePoint fließt in Konzeptionen ein; das ist für unsere Kunden ein echter Mehrwert bei der Umsetzung.“ ANDREAS RITTLER, DIRECTOR IT-SERVICES FWI

Lösungen (EMC), NetzwerkInfrastruktur (HP, CISCO) und Client-Infrastruktur bis hin zum laufenden Betrieb. Darüber hinaus stellt man bei FWI auch sicher, dass alle Systeme „rund“

© FWI

alle Projekte und Andreas Rittler, Director IT-Services FWI: „Wir haben Antworten auf Ihre IT-Fragen.“

laufen und im täglichen Business die optimale Performance bringen. Mit FWI ON-PREMISE profitieren Kunden von bewährten Lösungen, laufendem Support, modernsten Technologien und Synergieeffekten aufgrund der Zusammenarbeit mit bewährten Partnern.

FWI PROUD „Mit der Private-Hosting-Lösung verbinden wir das Beste aus zwei Welten: Während sich unsere Kunden auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, übernehmen wir die

IT-Agenden“, sagt Andreas Rittler, Director IT-Services bei FWI. „In unserem Rechenzentrum bieten wir Hosted-Infrastrukturen für die gesamte IT-Umgebung, spezielle Hosted-Solutions, wie Microsoft Dynamics AX und CRM, SharePoint und Exchange sowie individuelle Housing-Lösungen – professionell und zu variabel kalkulierbaren Kosten.“ Mit FWI PROUD profitieren Kunden von der modernen Infrastruktur im FWI-Rechenzentrum, der laufenden Verbesserung ihrer IT- und Geschäftsprozesse und von transparenten Preismodellen.

FWI Information Technology ist ein Full-Service-Provider mit ganzheitlichen ITLösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen. Das Unternehmen ist in Österreich Marktführer im ERP-Segment Microsoft Dynamics AX und auch führend im CRMsowie BI-Bereich. FWI-Produkte und Branchenlösungen basieren auf modernster Informationstechnologie aus dem Hause Microsoft. An den Standorten in Steyr, Wien, Vitis und Neumarkt in der Oberpfalz (Bayern) beschäftigt die FWI-Gruppe 200 Mitarbeiter und plant für das Jahr 2014 einen Umsatz von über 20 Mio. €.

FWI Information Technology GmbH Im Stadtgut B2, 4407 Steyr-Gleink Tel: +43 / (0) 50 551-0 E-Mail: office@fwi.at Web: www.fwi.at

PROMOTION

christoph fellmer

© SafeNet

2013 wurden mehr als 575 Millionen Datensätze gestohlen oder verloren.


Fa c ts & f i gu r e s

46 – medianet technology

Freitag, 28. Februar 2014

Studie Laut einer Accenture-Studie setzten 54% der erfolgreichen IT-Abteilungen auf eigens entwickelte Enterprise-Apps

A. D. Little Netzausrüster

Unternehmens-Apps sind auf rasantem Vormarsch

© panthermedia.net/fineart

Stabiler Markt

46% der iPad-Geräte-Aktivierungen im Business-Bereich stammen aus der Finanzdienstleistungsbranche. Aufschwung für Netzausrüster.

Wien. Es sind nicht nur agile Startups, die als Innovationsträger gelten – verstärkt profitieren auch große Konzerne von der Digitalisierung. Dabei profitieren sie aufgrund ihrer Größe beispielsweise von Skills und Skaleneffekten – so die Studie „Technology Vision 2014“ des Managementberatungs-, Technologie- und OutsourcingDienstleisters Accenture. „Über kurz oder lang wird sich jedes Unternehmen mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf das eigenen Geschäftsmodell beschäftigen müssen“, sagt Daniel Baur, Managing Director von Accenture Österreich. „Es braucht eine digitale Vision für die Kundenbindung durch intelligente Produkte, die Lieferketten, den Service und die Art und Weise, wie im Unternehmen Daten zu entscheidungsrelevanten Information werden.“

Eigene App-Stores

© Accenture; Good Technology

christoph fellmer

Wien. Die Telekom-Netzausrüster stehen nach Jahren erstmals wieder vor einer wirtschaftlichen Erholung: Nach einer langen Periode, geprägt von Fusionen und Übernahmen, stabilisiert sich nun der lang totgesagte Markt und zeigt Wachstumsimpulse, sagt eine aktuelle Studie der Strategieberatung Arthur D. Little. Veränderungen gibt es bei den Marktanteilen. So zählte der chinesische Netzausrüster Huawei in der Analyse von 2009 noch zu den Herausforderern, gehört jedoch heute laut den Interviewpartnern zu den etablierten Playern. Die „Challenger“-Rolle wird zunehmend Samsung, insbesondere im 4G/LTE Bereich, zugeschrieben. Huawei und ZTE konnten gegenüber den europäischen und US-amerikanischen Playern, darunter Ericsson, Alcatel-Lucent und NSN, auch 2012 weiter an Boden gewinnen: Seit 2002 stieg der Marktanteil von Huawei und ZTE auf zusammen knapp 40%.

Daniel Baur, Managing Director von Accenture Österreich, und Christy Wyatt, CEO und President bei Good Technology.

Finanzdienstleistungen geben. Nach eigenen Angaben erzielte Japan Post mehr Flexibilität bei sinkenden Kosten. Die steigende Bedeutung von Unternehmens-Apps reflektiert auch eine Studie des Mobility-Lösungsanbieters Good Technology: Laut dem „Good Mobility Index Report“ für das vierte Quartal 2013 ist die Zahl eigens entwickelter Unternehmens-Apps im Vergleich zum Vorquartal um stolze 55% gestiegen. Business Intelligence (BI)-, Browsersicherheits- und Social Business-Apps konnten hierbei das stärkste Wachstum verzeichnen. Die meisten Unternehmen beginnen die Umsetzung ihrer mobilen Strategie mit der Einführung mobiler Apps für elementare Aufgaben wie Zugriff auf E-Mails oder Kontakte sowie Editierungsmöglichkeiten. Im nächsten Schritt wollen Unternehmen zumeist das gesamte Potenzial ihrer Investitionen ausschöpfen, indem sie Apps entwickeln, die dabei helfen, effizienter zu arbeiten

sowie neue Prozesse und Einnahmequellen zu finden. Die GoodErhebung deutet darauf hin, dass immer mehr Unternehmen es ihren Mitarbeitern nun gestatten, ihre mobilen Geräte für komplexere Aufgaben zu nutzen. „Das Bedürfnis nach Sicherheit von mobilen Daten war nie größer“, sagt Christy Wyatt, CEO und President bei Good Technology. „Damit werden auch die Apps, die in unserem Kundenkreis zum Einsatz kommen, immer ausgereifter, insbesondere im Bereich der maßgeschneiderten Apps. Diese Entwicklung bringt für Unternehmen einen enormen Nutzen und schützt gleichzeitig auch das Geschäftseigentum.“

sen, Gesundheitsweisen, Produktion, Energie & Versorger, Recht und Regierung bis hin zu Hightech ausgewertet wurde) vor allem Dokumentenbearbeitungen, eigens für das Unternehmen entwickelte Apps und Dateizugriffsanwendungen. Diese drei Bereiche machen zusammen 63% aller Unternehmens-Apps aus, die im vierten Quartal 2013 aktiviert wurden. Auch was die Betriebssysteme angeht, liegen Zahlen vor: Den Bereich der iPad-Aktivierungen führt die Finanzdienstleistungsbranche mit großem Abstand an: 46% aller Tablet-Aktivierungen stammen aus diesem Bereich. Dies hängt wahrscheinlich mit der hohen Anzahl an Tablet-Anwendungsfällen zusammen, die aus dieser speziellen Branche bekannt sind. Zum ersten Mal gehörte die Energieund Versorgungsbranche im vergangenen Quartal mit 2,5 Prozent zu den Top Ten der Branchen mit den meisten Geräteaktivierungen. www.accenture.at www.good.com

Kritisch gesehen wird jedoch nach wie vor der geringe operative Cashflow, den die Top 5-Anbieter insgesamt erwirtschaften können. Dieser lag in 2012 bei knapp 9,5 Mrd. USD, ein vergleichsweise geringer Wert angesichts der Gesamt-umsätze von 126 Mrd. USD. Auch für 2013 wird ein ähnlich schwaches Ergebnis der Industrie erwartet, wobei Huawei, Ericsson und seit 2011 auch NSN nun deutlich stabilere Ergebnisse in dieser Hinsicht erzielen als Alcatel Lucent und ZTE.   www.adlittle.com

Zur Agilität eines Unternehmens tragen laut der Accenture-Studie auch eigene App-Stores mit Unternehmens-Apps bei. Nach den Zahlen von Accenture haben 54% der als besonders erfolgreich eingestuften IT-Abteilungen Enterprise App Stores eingeführt. Entscheider sind nun gefordert, die Rollen bei der App-Entwicklung beziehungsweise den gesamten Entwicklungsprozess so zu gestalten, dass sie die Unternehmensziele unterstützen. Laut Accenture ist einer der Vorreiter auf diesem Gebiet das Unternehmen Japan Post Co, das Apps über die Plattform von Salesforce.com nutzt. Japan Post hat 15 Apps entwickelt, die Anwendern Einblick in Services und Produkte unternehmenseigener

T-Systems Konzernnetz

NetApp Der IT-Anbieter hat die Entwicklung verschiedener aktueller Trend-Themen der Branche unter die Lupe genommen

Geringer Cashflow

Bier-Gespräche

Zu den häufigsten Apps, die auf Tablets und Smartphones aktiviert wurden, gehören laut der Good Technology-Studie (für die Datenmaterial von mehr als 5.000 Kunden aus den Bereichen Finanzwe-

Technologie-Trends gewinnen an Dynamik

© SABMiller

Wien. 2014 sei ein Jahr, in dem sich einige Technologien als richtungsweisend herausstellen werden, Stichwort Cloud, und andererseits auch eines, in dem sich Trend-Themen wie etwa „Software Defined Storage“ auf dem Prüfstand der Praxis bewähren müssen. In diese

Richtung denkt Alexander Wallner, Area Vice President Central EMEA beim Lösungsanbieter NetApp. „Die Aufregung innerhalb der IT auf dem Weg in die Cloud wird sich legen, wenn Organisationen erkennen, dass ein Hybrid-Cloud-Modell benötigt wird, um ihr Anwen-

SABMiller: Brauereikonzern mit ­weltweitem Kommunikationsnetz.

dungsportfolio zu unterstützen“, sagt Wallner. „CIOs werden ihr Anwendungsportfolio in verschiedene Bereiche unterteilen: erstens in solche, die sie gänzlich kontrollieren müssen, also in On-Premise Private Clouds, und zweitens in solche, die sie teilweise kontrollieren müssen – in der UnternehmensPublic Cloud. Drittens gibt es kurzlebigere Bereiche, wie Public Hyperscalar Clouds, und viertens in Workloads, die am besten als SaaS eingekauft werden. Die IT wird als Vermittler zwischen diesen vielfältigen Cloud-Modellen agieren. Dies wird auch die Notwendigkeit offenlegen, Anwendungsdaten einfach zwischen den Clouds zu bewegen und konsistente Storage Services über verschiedene Cloud-Modelle hinweg bereitzustellen.“

Trends im Test © NetApp/Alex Schelbert

Wien. T-Systems und SABMiller, ein Brauereikonzern mit Sitz in Großbritannien, haben einen Großvertrag über Informationsund Kommunikationsleistungen für die nächsten fünf Jahre abgeschlossen. Über das globale Backbone-Netz der Deutschen Telekom werden die weltweit en Geschäftsstandorte von SABMiller mit dem Rechenzentrum von T-Systems in Deutschland verbunden und die Produktion des Brauereikonzerns auf sechs Kontinenten gesteuert. 70.000 Mitarbeiter von SABMiller weltweit können künftig von unterwegs aus sicher auf zentrale Anwendungen wie SAP zugreifen.  www.t-systems.at

Die wichtigsten Apps

Alexander Wallner, Area Vice President Central EMEA beim IT-Anbieter NetApp.

Heuer werde sich auch die Frage klären, ob Software Defined Storage Realität oder Hype ist. „Da sich die Vision des Software Defined Datacenter zunehmend durchsetzt, wird auch der Entwicklungspfad der

Infrastruktur-Komponenten klarer werden“, sagt Wallner. „Policybasierte Software-Steuerung über herkömmliche Infrastruktur-Komponenten wird sich nach und nach durchsetzen. Virtuelle Versionen von Infrastruktur-Komponenten – Netzwerk-und Storage-Controller – verbreiten sich zunehmend.“ Die wertvollsten virtuellen Komponenten seien diejenigen, die sich einwandfrei in bestehende physische Netzwerk- und Speichersysteme integrieren lassen und Funktionen und Services anbieten, die mit denen von traditionellen physischen Controllern übereinstimmen. „Mehrere Technologie-Trends, die im Jahr 2013 an Dynamik gewonnen haben, werden weiter wachsen“, sagt Alexander Wallner. Die Einführung von ClusteredStorage werde weiter beschleunigt. „Der Einsatz von Object Storage nimmt weiter zu, weil die Applikationen, die große Kapazitäten von Datenobjekten monetisieren, an Bedeutung gewinnen. Und In-Memory-Datenbanken werden durch die Popularität von SAP Hana massenkompatibel.“ www.netapp.at


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Freitag, 28. Februar 2014

medianet technology – 47

eBay Laut einer mit Deloitte durchgeführten Studie werden Online-Umsätze zusätzlich zum physischen Shop erzielt

Fujitsu Kassensysteme

Online-Präsenz stärkt auch den stationären Handel

© Fujitsu

Self-Checkout

Der grenzüberschreitende Online-Handel wird aktuell auf ein Volumen von 73 Milliarden € geschätzt. Wien. Dass Online-Stores dem klassischen Handel Kopfzerbrechen bereiten, ist kein Geheimnis. Um den Mechanismen von erfolgreichen Omni- und MultichannelHändlern auf die Spur zu kommen, haben eBay und das Beratungsunternehmen Deloitte die erste ökometrische Studie zu den Entwicklungen des „OmnichannelHandels“ durchgeführt. Das Ergebnis: Laut der Studie liegt der Erfolg darin, dass führende OmnichannelHändler in der Lage sind, auch jene Menschen als Käufer zu gewinnen, die sonst das Geschäft zwar betreten, aber oft ohne Kaufabschluss verlassen. Durch einen Omnichannel-Zugang des Handels können frustrierende Shopping-Erlebnisse, die oft den Einkauf nicht zustandekommen lassen, wie Warteschlangen an der Kasse oder nicht vorrätige Artikel, reduziert werden.

Düsseldorf/Wien. Fujitsu hat eine neue Generation von SelfService-Kassensystemen vorgestellt: Fujitsu U-Scan Genesis Retail Solution ermöglicht durch Benutzerfreundlichkeit, Ausbaufähigkeit, Flexibilität und hoher Verfügbarkeit einen effizienteren Ablauf an der selbstbedienten Kasse. Mit dem integrierten Support Tool Integro lassen sich Probleme vor Ort zuverlässig und schnell beseitigen. Dadurch sind weitaus weniger Anrufe der Mitarbeiter beim HelpDesk notwendig, und die Mitarbeiter können sich ganz auf ihre Kunden konzentrieren. Integro bietet dazu leistungsstarke Tools zur Automatisierung von Wartungs- und Supportaufgaben per Fernzugriff, liefert Out-of-the-box-Reports und umfangreiches Datenmaterial für Big Data-Analysen.

meister, Vizepräsident der EMEARegion bei eBay: „Händler, die in mehreren Kanälen aktiv sind, profitieren vom technischen Umbruch und der Erweiterung des gesamten Markts. Sie werden auch für nichtlokale Käufer sichtbar. Gleichzeitig steigt die Loyalität einer Marke gegenüber, wenn diese in mehreren Kanälen präsent ist.“ Es ist anzunehmen, dass sich die Situation am österreichischen Markt sehr ähnlich darstellt. „Export und grenzüberschreitender Online-Handel ist für ein kleines Land wie Österreich besonders wichtig. Österreichische Händler können ihren Kundenstamm leicht vervielfachen, indem sie mittels Online-Handel neue Märkte erschließen. Aber das ist natürlich keine Einbahnstraße. Die Studie zeigt auch, dass schon 90 Prozent der österreichischen Online-Shopper bereits von deutschen Angeboten Gebrauch gemacht haben.“

© eBay

Über Grenzen hinweg Entgegen historischer Annahmen ergab das Studienergebnis, dass Ausgaben im Online-Handel in vielen Bereichen zusätzlich zu stationären Einkäufen erfolgen. In den für den Einzelhandel auch in Österreich besonders wichtigen Kernsegmenten der Studie, Bekleidung und Haushaltsgeräte, wird von auch im E-Commerce tätigen Unternehmen praktisch der gesamte Online-Umsatz zusätzlich generiert, ohne die bisherigen Absätze im stationären Handel negativ zu beeinflussen. Die Studie zeigt, dass zum Beispiel in Großbritannien mehr als 95 Prozent der Online-Verkäufe im Bereich Frauenbekleidung zusätzlich zu den Verkäufen im Geschäft erfolgen. Das bedeutet: Von rund 121 € (100

Fujitsu entwickelt vollautomatische Kassensysteme für den Handel.

Alexander von Schirmeister, Vizepräsident der EMEA-Region beim Online-Händler eBay, prä­ sentiert Omnichannel-Studie.

christoph fellmer

£), die in einem Online-Shop umgesetzt wurden, wären – ohne OnlinePräsenz – nur rund 6 € (5 £) auch im stationären Geschäft des Händlers umgesetzt worden. Außerdem nutzen die meisten Konsumenten, die höherwertige Einkäufe erledigen, verschiedene Kanäle. Die Studie zeigt, dass dieser identifizierte Käufertyp (der „Super Shopper“) mit um 30 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit zu Recherchen vor dem Besuch im Geschäft neigt. Auch der grenzüberschreitende Handel wächst rasch – die Einzelhändler in UK und Deutschland haben z.B. im Jahr 2012 rund 5,9 Mrd. € durch Exporte aus dem

Online-Handel generiert, die Mode-Exporte aus UK allein werden auf rund 0,9 Mrd. € im Jahr 2013 geschätzt. Die Verkäufe von Frauenbekleidung von eBay.co.uk an spanische Käufer haben sich von 2010 bis 2012 verdoppelt. Eine Studie des Online-Zahlungsanbieters PayPal hat im Vorjahr ergeben, dass der grenzüberschreitende Online-Handel zwischen den sechs größten Märkten weltweit einen geschätzten Wert von rund 73 Mrd. € umsetzt – eine Zahl, die sich den Prognosen zufolge bis 2018 verdreifachen wird. „Es ist eine Win-Win-Situation“, kommentiert Alexander von Schir-

Wichtige Komponente „Self-Checkout ist ein wichtiger Bestandteil eines gelungenen Point of Service Mix“, sagt David Concordel, Senior Vice President Global Retail, Fujitsu International Business. „Dies gilt insbesondere für große Händler mit breiter Kundenbasis. Mit unserer Lösung U-Scan Genesis bleiben Händler wettbewerbsfähig, denn sie können ihren Return on Investment maximieren und gleichzeitig die Erwartungen ihrer Kunden übertreffen. Wir entwickeln unsere Lösungen in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden und können diese so auf die Bedürfnisse der Händler zuschneiden.“  www.fujitsu.com

Alle Vertriebswege nutzen Die Studie hat weiters ergeben, dass auch die Präsenz in OnlineMarktplätzen zu einer höheren Kundenfrequenz in Offline-Geschäften beiträgt. Die Nutzung von eBay steigert, abseits der dort getätigten Umsätze, auch jene im Geschäft um 1,2 Prozent. „Im Großen und Ganzen zeigt die Studie, dass die Geschäftswelt heute gleichzeitig lokal, global, online und offline ist und dass wirtschaftlicher Erfolg im Handel von der parallelen Nutzung aller zur Verfügung stehenden Vertriebswege abhängt“, sagt Schirmeiser.  www.ebay.at

Ars Electronica Bilanzen

A1 Der Provider hat sein klassisches Festnetz auf die im Internet übliche IP-Technologie zur Übertragung umgestellt

Ausgeglichen

Wien. Als erster Netzbetreiber in der EU hat A1 die Festnetz-Sprachtelefonie vollständig auf IP-Technologie umgestellt. Damit werden alle Inhalte der A1-Kommunikationsnetze mittels IP übertragen – im All-IP Datennetz. „Die Integration der Festnetztelefonie in

unser All-IP Datennetz war eines der umfangreichsten und komplexesten Projekte in der Geschichte unseres Unternehmens“, sagt Marcus Grausam, A1-Technikvorstand. „Innerhalb von nur vier Jahren mussten wir nicht nur 1.480 Vermittlungsstellen für 2,3 Millionen

Rahmenbedingungen, ermöglicht“, sagt Kari Kapsch, CEO Kapsch CarrierCom AG. Im Laufe der nächsten Jahre werden immer mehr Festnetzbetreiber auf All-IP- Lösungen umstellen, da der technische Produktlebenszyklus der Anlagen ausläuft. www.a1telekom.at

Teilnehmer im Festnetz umstellen, es waren auch umfangreiche Änderungen in zahllosen IT-Systemen erforderlich – von der Verrechnung bis zum Kundenservice. Die problemlose Umstellung unter Einhaltung des Zeitplans qualifiziert dieses Vorhaben zu einem Vorzeigeprojekt, das weit über unseren Wirkungsbereich hinausgeht.“

Gerfried Stocker, Ars Electronica.

V.li.: Kari Kapsch, CEO Kapsch CarrierCom AG, Marcus Grausam, A1 Technik­ vorstand, und Markus Ellebruch, Vice President Huawei Österreich.

© Chris Haderer

© A1 Telekom Austria/APA-Fotoservice/Hinterramskogler

Neue Dienste Der Rollout erfolgte schrittweise von West- nach Ostösterreich. Jede Woche wurden bis zu 50 Vermittlungsstellen umgeschaltet. Mit der Integration der Festnetztelefonie wurde das All-IP-Datennetz von A1 um zwei neue Hauptkomponenten ergänzt: MSAN (Multi Service Access Node) von Huawei und AIPS (Advanced IP-Softswitch) von Kapsch CarrierCom. „Die von Kapsch gelieferte und integrierte Telefonie-Lösung AIPS ist eine neue IP-basierte Architektur des Telefonnetzes, die die Bereitstellung aller Telefondienste inklusive der Vergebührung, unter Berücksichtigung der österreichischen

© Chris Haderer

Festnetz wird zum „Voice-over-IP“-Netzwerk

Für das österreichische Festnetz ­beginnt ein neues IP-Zeitalter …

Linz. Mit 12,9 Mio. € Gesamterträgen und einer Selbstfinanzierungsquote von 60 Prozent fällt die Vorjahrsbilanz der Ars Electronica Linz GmbH sehr gut aus. „Unser Gesamtertrag belief sich auf 12,9 Mio. € und damit 553.000 € über Plan“, sagt Ars Electronica-Direktor Gerfried Stocker. „Lediglich 5,2 Mio. € oder 40 Prozent davon entfielen auf Basisentgelte der öffentlichen Hand, was bedeutet, dass die Selbstfinanzierungsquote von Ars Electronica mittlerweile bei 60 Prozent liegt.“ Die Ars Electronica wird damit auch alle Verbindlichkeiten aus dem Museumsausbau im Jahr 2009 abbezahlt haben. www.aec.at


Tool s & ser v i c e s

48 – medianet technology

Freitag, 28. Februar 2014

Test Das Windows-Smartphone Nokia Lumia 1520 brilliert mit einem hervorragenden Display und einer 20 MP-Kamera

short

Ein Phablet, das gerne ein Fotoapparat sein wollte

USB-Sticks für Tablets und Smartphones

Chris haderer

Neue USB-Stick-Serie von Hama: auch für Smartphones geeignet.

Wien. Über die Hardware kann man sich nicht beschweren: Im „Lumia 1520“ von Nokia (749 €) wurden ein 6 Zoll IPS LCD-Display mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel sowie ein Quad-Core 2,2 GHz Qualcomm Snapdragon 800-Prozessor verbaut. Das, verbunden mit den nicht gerade unauffälligen Abmessungen von 162,8 x 85,4 x 8,7 mm, definiert ziemlich genau, wo Nokia sein Phablet positioniert haben will: im oberen Edelsegment. Das Display des bisweilen ungewohnt großen Geräts ist tatsächlich in der Oberklasse zu Hause und gehört zu den besten, die der Smartphone-Markt derzeit zu bieten hat: Scharfe, farbkräftige Bilder, die auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut zu sehen sind. Dazu passt die 20 MegapixelKamera, die auf Nokias „Pure

Wien. Mit seinen neuen OTGUSB Sticks „Laeta-Twin“ und „Turn“ will Hama den Datentransfer von und zu Smartphones vereinfachen. Die einzige technische Voraussetzung ist, dass die angeschlossenen Geräte den OTG-Standard (OnThe-Go) unterstützen. Dadurch wird der Stick ohne externe Stromquelle am Smartphone angeschlossen. Die Sticks, die in 8-, 16- und 32-GB-Varianten erhältlich sind, haben sowohl einen microUSB-Anschluss für Smartphone und Tablet, als auch einen normalen USB-2.0Anschluss (von 11,99 € bis 32,99 €).  www.hama.de

Wien. Oki bietet diverse Google Cloud Print-Dienste ab sofort auf ausgewählten A4-FarbMultifunktionsgeräten. Google Cloud Print ermöglicht es Benutzern, mit einem Klick Dokumente via Google Mail und Google Docs von einem Smartphone, Notebook, Tablet-PC oder einem anderen internetfähigen Gerät aus an einen Google Cloud Print-fähigen Drucker zu senden. Der Google Cloud Print Service steht zunächst für die Farb-Multifunktionsgeräte der Oki MC300-Serie sowie Oki MC500-Series zur Verfügung und ermöglicht den Ausdruck ohne die Installation von Treibern.  www.oki.at

Handlicher Fotodrucker für mobile Endgeräte

View“-Technologie beruht. Dabei wird ein Bild mit fünf Megapixel Auflösung geschossen (wobei eine OversamplingTechnik zum Einsatz kommt, die in geschärften 5MPBildern resultiert) und eines mit 19MPVollauflösung. Zwar kommt die Qualität nicht an die des Kamerahandys „Lumia 1020“ von Nokia heran, das mit einer 40-Megapixel-Kamera ausgestattet ist; die Aufnahmen sind aber dennoch beeindruckend. Die Ausstattung des Phablets ist umfangreich; hardwareseitig reicht

sie von Micro-USB bis zu NFCFunktionalität. Von der Software her sind eine Reihe von speziellen Nokia-Apps vorinstalliert. Diese decken vor allem Social Web und den Fotosektor ab: Neben der Kamera-App enthält das vorbefüllte Softwarelager auch Kreativ-Apps

© Chris Haderer

Google Cloud Print für einzelne Oki-Drucker

Das Nokia Lumia 1520: beeindruckendes Phablet mit 6“-Display.

© Nokia

© Hama

Ein Quadcore-Prozessor sorgt für entspannte Rechenleistung auch bei anspruchsvollen Anwendungen.

Bilder werden mit fünf Megapixel und mit 20MP aufgenommen.

Durch Windows Phone 8 steht auch ein abgespecktes Office zur Verfügung

Nutzungsstatistiken weisen den WLAN- und Mobilfunkverbrauch aus.

zum Bearbeiten von Fotos, für den Videoschnitt sowie eine Panoramafoto-Funktion. Als Betriebssystem kommt Windows Phone 8 zum Einsatz, was 1520-Anwendern ein abgespecktes Microsoft Office als vorinstallierte Produktivitäts-App beschert. Damit kann auf OfficeDokumente und auch auf den OneDrive zugegriffen werden. Im Test stellte sich als Manko allerdings heraus, dass etwa Word-Dokumente im aktuellsten Speicherformat vorhanden sein müssen, um bearbeitet werden zu können; Dokumente in älteren Office-Formaten können nur betrachtet, aber nicht verändert werden.

Guter Gesamteindruck Durch die Windows-Funktionalität bekommen Lumia 1520-Anwender auch den „OneDrive“ als Online-Speicher verschrieben. Der funktioniert im Prinzip so ähnlich wie die Dropbox, ist aber leider außerhalb der Windows-Welt nicht wirklich verbreitet. Hier ist es lästig, dass es derzeit keine offizielle Dropbox-App für das Lumia 1520 gibt. Mit dem Lumia 1520 hat Nokia ein sehr gutes Phablet abgeliefert. Beim Telefonieren entsteht zwar der Eindruck, man würde sich ein Bügeleisen ans Ohr halten (weil das Gerät bei längerem intensiven Gebrauch auch recht warm wird), aber es bietet jede Menge Leistung. Kleine Hoppalas (wie die nicht funktionierende Übernahme von GPS-Bilddaten in Adobe Lightroom) können den positiven Gesamteindruck nicht schmälern. www.nokia.at

Ricoh Der IT-Hersteller hat vier A3-Multifunktionsgeräte vorgestellt, die sich durch sparsamen Energieverbrauch auszeichnen

Handliche Fotodrucker mit PolaroidQualitäten von LG Electronics.

Wien. LG Electronics hat den Pocket Photo Printers 2.0 (PD239) vorgestellt, einen tragbaren Drucker für Smartphones und Tablets. Der mobile Pocket Photo Printer mit ZINK-(Zero Ink-)Technologie, Near Field Communication (NFC-Funktion) für Android und iOS druckt individuell gestaltete Fotos per App vom Mobilgerät. „Der kleine Sofortbilddrucker bietet dem User die Möglichkeit, unvergessliche Momente sofort als Foto auszudrucken und mit Freunden zu teilen“, sagt Markus Werner, Senior Marketing Manager bei LG Electronics. Die Polaroid-Style-Bilder auf speziellem Thermopapier haben eine Größe von 5,1 x 7,6 cm und eine Auflösung von 313dpi.  www.lg.com

Wien. Ricoh hat sein Portfolio an Multifunktionssystemen um die A3-Modelle MP C2003SP, MP C2003ZSP, MP C2503SP und MP C2503ZSP erweitert. Die Systeme sind nach einer kurzen Aufwärmzeit von 19 (SP-Modelle) bzw. 69 Sekunden (ZSP-Modelle) einsatzbereit. Der erste Farbdruck erfolgt nach 7,6 bzw. 7,5 Sekunden, der erste Schwarzweißdruck nach 5,4 bzw. 5,3 Sekunden. Die Ausgabegeschwindigkeit beträgt 20 bzw. 25 Seiten pro Minute. Es können Grammaturen von 52 bis 300 g/ m2 und Papiergrößen von A6 bis A3 verarbeitet werden. Der optional erhältliche Hefter ermöglicht eine Bindung von bis zu fünf Seiten ohne Heftklammern.

zeitsparendes Distributed ScanManagement, mit dem sich Einstellungen und Ziele zum Scannen automatisch festlegen lassen. Die Modelle MP C2003ZSP und MP

C2503ZSP sind mit Ricohs neuem Bedienkonzept auf Android-Basis und einem 10,1 Zoll großen MultiTouch-Bedienfeld ausgestattet. Durch die von Smartphones und Tablet-PCs bekannte Bedienung können Anwender per Fingerwisch durch das Menü scrollen. Applikationen können per Drag and Drop verschoben werden; außerdem ist es möglich, im Internet zu surfen sowie Webseiten und PDF-dokumente ohne den Umweg über einen PC auszudrucken. Aufgrund der kurzen Aufwärm-

zeit, der niedrigen TEC-Werte und der Möglichkeiten zum automatischen An- bzw. Ausschalten verbrauchen die Modelle weniger Strom als andere Systeme ihrer Klasse. Funktionen wie Duplexdruck, Kontingenteinstellungen oder eine animierte Anzeige zum bisher eingesparten Papier unterstützen den Anwender bei einem verantwortungsvollen Umgang mit Verbrauchsmaterial. Die verarbeiteten Komponenten bestehen aus Biokunststoff und Elektrostahl.  www.ricoh.at

Android-Bedienung Die neue GWNX-ControllerGeneration bietet Funktionen wie einen individualisierbaren Startbildschirm, das Drucken von USB-Stick bzw. SD-Karte über die integrierten Steckplätze sowie ein

© Ricoh (2)

© LG

Multifunktionssysteme mit Android an Bord

Der Umgang mit dem Multi-Touch-Bedienfeld von Ricohs MP C2003ZSP und MP C2503ZSP ist von Smartphones her bekannt.


medianet

inside your business. today.

freitag, 28. februar 2014 – 49

© CeMat

informationsfülle

Die Fachforen der CeMat beleuchten die Top-Themen der Intralogistik  Seite 52

© obs/Volvo Car Group

industrialtechnology volvo packt’s an

Neue technische Lösung macht das private Auto zur mobilen Paketstation  Seite 53

sparsam energieverbrauch in EU28 sinkt © dpa/picture-alliance/dpa/Patrick Pleul

Industrieroboter sind weiter am Siegeszug

Logistiksysteme Individuell für Sie!  Planung  Konzeption  Realisierung

www.jungheinrich.at

short

World Robotics Schätzungen der International Federation of Robotics (IFR) zufolge erreichte der weltweite Absatz von Industrierobotern im Vorjahr einen neuen Rekordwert von 168.000 Stück; Tendenz weiter steigend.  Seite 50 greenstart Klima- und Energiefonds sucht neue Ideen

Forschungsprojekt Modulare Box aus dem 3D-Drucker

Ingmar Höbarth, GF Klima- und Energie­ fonds, freut sich auf viele Projekte.

Wien. Vor Kurzem ist der vom Klima- und Energiefonds initiierte Wettbewerb „greenstart” gestartet, der innovativen Geschäftsideen zur Marktreife verhelfen will. Bis 24.5. können Projekte eingereicht werden. Eine Jury wird danach die zehn vielversprechendsten Ideen auswählen, die dann im zweiten Schritt sowohl finanzielle Untertützung – je 6.000 € – erhalten, sowie auch professionelle Hilfe für die Qualifizierungsphase, bei der in individuellen Workshops und Coachings aus der anfänglichen Idee ein ausgereiftes Geschäftsmodell erarbeitet wird. www.greenstart.at

Güter wie Daten transportieren

© TU Graz

Wettbewerb für Innovatoren

© Klimafonds/Ringhofer

Wien. Der Kunststoffhersteller Borealis konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 8% auf 8,14 Mrd. € steigern, der Nettogewinn ging jedoch um 12% auf 423 Mio. € zurück. Für den Borealis-Boss Mark Garrett ist das dennoch kein Grund für Unzufriedenheit. 2013 sei für das Unternehmen ein „Jahr des Umbruchs gewesen“. „Wir haben drei Akquisitionen getätigt und die größte Anlage der Welt gebaut”, so Garrett zu den hohen Ausgaben im Jahr 2013. Vor allem das Expansionsprojekt Borouge 3 in Abu Dhabi verursacht Gesamtkosten von umgerechnet 3,28 Mrd. €, wird aber die Kapazität um 2,5 Mio. Tonnen auf 4,5 Mio. Tonnen steigern. „Das Start-up von Borouge 3 wird wahrscheinlich im März oder April beginnen”, so Garrett weiter. Bis die Anlage dann richtig laufe, werde der Rest des Jahres vergehen. Für heuer rechnet er noch mit einem Gewinn auf dem Niveau von 2013, „für 2015 und 2016 erwarten wir jedoch relativ starke Steigerungsraten”. www.borealis.com

© ABB

© Borealis

Neuss. Multifunktional und lang haltbar: Das ist die neue 3M Scotchcal Digitaldruckfolie IJ37. Das polymer kalandrierte Produkt kann für sämtliche digitale Druckverfahren eingesetzt werden und verfügt gleichzeitig über eine Funktionsdauer von bis zu fünf Jahren. LJ37 eignet sie sich für Fahrzeug-, Innen- und Außenwerbung sowie Point-of-Sale- Anwendungen wie z.B. zur Schaufenstergestaltung. Dabei lässt sich die 75 µm starke Folie besonders leicht auf flachen oder leicht gewölbten Untergründen verkleben. Zwei speziell entwickelte Schutzlaminate in matter und glänzender Ausführung sorgen für zusätzlichen Schutz. www.scotchcal.de

Florian Ehrentraut mit dem Prototypen der Box aus dem 3D-Drucker.

Graz. So wie im Interenet Datenpakete durch weitverzweigte, offene Routen geschickt werden, sollen künftig auch Güter in einem weltweiten Logistik-Verbund an ihren Bestimmungsort gelangen, so das ehrgeizige Ziel des EU-Projekts „Modullushca“. Florian Ehrentraut und Christian Landschützer vom Institut für Technische Logistik der TU Graz spielen dabei mit der Entwicklung einer modularen Transportbox eine wichtige Rolle. Der erste Prototyp aus dem 3D-Drucker ist fertig und wird nun umfassenden Belastungs- und Funktionstests unterzogen.  www.tugraz.at


c ov e r

50 – industrialtechnology

kommentar

Wettkampf der Roboter

Freitag, 28. Februar 2014

Aktuelle World Robotics-Studie Die weltweiten Absätze stiegen im Vorjahr um 5% auf 168.000 Stück

Industrieroboter sind weiter im Höhenflug

Neben der Automobilindustrie setzen zunehmend auch andere Branchen auf Automatisierung. Produktionswerk eröffnet wurde. „Wir sehen einen kontinuierlichen Anstieg der Nachfrage aus allen Regionen; vor allem unser Geschäft in Asien zeigt einen starken Aufwärtstrend für fest installierte und mobile Roboter“, so Rob Cain, CEO von Adept Technology.

britta biron

TÜV Aufzugstag 2014

© APA/Herbert Neubauer

Hoch hinaus

Der TÜV lädt heuer am 9. April zum Aufzugstag in das Wiener Rathaus.

Wien. Die Anforderungen an Aufzüge und der Stand der Technik ändern sich laufend und bringen immer neue Herausforderungen. Der 13. TÜVAufzugstag (9. April im Festsaal des Rathauses) informieren Experten unter anderem über die aktuellen Entwicklungen, die neue europäische Aufzugsrichtlinie und deren Auswirkungen auf die Praxis sowie die elektrischen Sicherheitsprüfung der Aufzugszuleitung. Darüber hinaus ist der TÜV-Aufzugstag auch eine wichtige Plattform zum Informations- und Erfahrungsaustausch sowie zum persönlichen Kontakt. www.tuv.at

Weiteres Wachstum

„Entscheidender Erfolgsfaktor ist die technische Entwicklung der

© FAU

D

ie European Conference on Educational Robotics (ECER) ist eine internationale wissenschaftliche Konferenz für Jugendliche und findet vom 8. bis 11. April in Wien (tgm – Die Schule der Technik, Wexstraße 19–23, 1200 Wien) statt. Wissenschaftler geben dabei mit Vorträgen Einblick in ihre Forschung, führen Roboter live vor und sind Punkterichter bei spannenden Robotik-Challenges, darunter auch den Abschlussbewerben der europäischen BotballMeisterschaft. Rund zehn Wochen hatten die einzelnen Teams Zeit, um aus einem definiertes RobotikSet, bestehend aus Metall- und Legoteilen, Sensoren und Aktoren, zwei Controllern sowie einem handelsüblichen Staubsaugerroboter ihren Roboter zu bauen. Zudem müssen die jungen Konstrukteure drei englischsprachige Dokumentationen an Robotik-Experten in den USA übermitteln und auch eine wissenschaftliche Arbeit zum Projekt erstellen, die von einer Fachjury bewertet wird. Dabei wird auf die Planung, Dokumentation und Qualität der technischen Lösung besonderer Wert gelegt. Neben dem Wettbewerbssieg werden separateAuszeichnungen für die beste Programmierung, das bestes mechanische Design oder die beste Dokumentation vergeben. Wir drücken die Daumen.

Wien. „Die Erfolgsgeschichte der Roboterindustrie geht weiter”, freut sich Arturo Baroncelli, Präsident der International Federation of Robotics (IFR), über die erfolgreiche Bilanz für 2013 Die Verkäufe nach Asien stiegen erheblich. Eine wachsende Nachfrage war auch aus Amerika zu verzeichnen. Laut der Robotic Industries Association ist zwar nach wie vor die Automobilindustrie der wichtigste Abnehmer, doch während hier die Absatzzahlen gleich blieben, legten sie in den anderen Branchen um satte 31% zu.

Robotik entsprechend

Roboter setzen sich weltweit in immer mehr Industriebranchen durch.

den Anforderungen

nischen Entwicklung der Robotik“, erklärt Baroncelli. So wurde etwa die Software für Roboter und Automatisierungszellen in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und die leichtere Handhabung hat zu neuen Einsatzmöglichkeiten geführt. „Sicherlich hat das wachsende Volumen auch einen Kosten-Nutzen für den Anwender von Automation geschaffen“, ergänzt Joe Gemma, IFR Vizepräsident.

der Industrie.“ Arturo Baroncelli Präsident IFR

Die beginnende Erholung der Wirtschaft gegen Jahresende sorgte auch in der Eurozone für eine deutliche Verbesserung, sodass die eher schwache Entwicklung in den ersten drei Quartalen kompensiert und insgesamt ein gleichbleibendes Ergebnis zu 2012 erreicht wurde. „Ein entscheidender Grund für das kontinuierliche Wachstum liegt an der fortschreitenden tech-

Neue Branchen Insgesamt rechnen die Roboterhersteller damit, dass sich der Aufwärtstrend weiter fortsetzen wird: „Wir waren erfolgreich in Regionen und in Branchen, wo wir bisher

kein Geschäft gesehen haben. Wir bleiben auch 2014 auf dem Wachstumspfad, denn wir beabsichtigen, mehr innovative Produkte und Lösungen für die Zielbranchen auf den Markt zu bringen“, so Mathias Wiklund, COO von Comau Robotics. „2013 war für uns ein gutes Jahr. Wir konnten unsere starke Marktposition im Automobilbereich mit einem leichten Plus sichern und sind daneben auch in der General Industry gewachsen”, ist auch Manfred Gundel, CEO von Kuka Roboter, mit der Geschäftsentwicklung zufrieden. Mit den Leichtbaurobotern LBR iiwa sollen heuer neue Bereiche für die Automatisierung erschlossen werden, ein weiterer Fokus von Kuka liegt auf China, wo Ende letzten Jahres ein

„Wir haben uns für heuer viel vorgenommen und wollen unsere Umsätze weiter steigern. Gute Wachstumschancen sehen wir vor allem in Südamerika und Asien, wo die Industrialisierung gerade stark voranschreitet. Mit Zuwächsen rechnen wir aber auch in unseren Hauptmärken, der D-A-CH-Region und den USA. Hier geht es vor allem darum, Produktionslinien im Land zu halten und Arbeitsplätze zu sichern und daher gilt kleinen und mittleren Unternehmen unser Hauptaugenmerk, indem wir ihnen eine flexible, einfache und kostengünstige Automatisierung anbieten“, erläutert Enrico Krog Iversen, CEO die strategischen Ziele bei Universal Robots. „Die weltweite Nachfrage für flexible Automationslösungen befindet sich nach wie vor auf Rekordniveau; ich erwarte deshalb auch für heuer wieder eine hervorragendes Jahr“, so Per Vegard Nerseth, Group Senior Vice President Head of Business Unit Robotics bei ABB. Die Bosse führender Roboterhersteller werden beim IFR CEO Round Table am 4. Juni in München zum Thema: „Easy to use robots – challenge and chance to capture new applications and customers” über die aktuellen Trends und Entwicklungsmöglichkeiten der Branche diskutieren. www.worldrobotics.org

VDMA-Studie Im Wettbewerb mit China müssen die EU-Maschinenbauer ihr Mittelsegment stärken

High-end allein ist kein Erfolgsgarant Frankfurt/Main. China hat in seinem 12. Fünfjahresplan als Ziel formuliert, „High-end-Produktionsausrüstungen” zu entwickeln. Mehr als die Hälfte der chinesischen Maschinenbauer plant, einer aktuellen Studie des VDMA zufolge, einen gezielten Ausbau ihrer Exportaktivitäten in den nächsten fünf Jahren. In der „ersten Welle“ stehen südostasiatische Märkte und Indien im Fokus. Aber schon ab 2015 wollen sie sich neben den USA auch verstärkt dem europäischen Markt widmen. Das öffnet für die europäischen – und hier vor allem für die deutschen Hersteller als führende Maschinenexporteure, die ihrerseits auch interessantes Potenzial in China nutzen wollen –, eine zweite Wettbewerbsfront; entsprechende Strategien sind daher notwendig.

Service verbessern „Die Chinesen bewerten den Technologieabstand zum deutschen Maschinenbau realistisch – dennoch: Im wachsenden mittleren Marktsegment und im Service

überlassen, so die Studie. „Wir sind nicht schnell genug mit bedarfsgerechten Lösungen zu wettbewerbsfähigen Preisen beim Kunden“, erklärte der VDMA-Präsident. Die deutschen Maschinenbauer müssten überlegen, wie sie lokale Serviceleistungen, z.B. zusammen mit anderen deutschen Maschinenbau-Unternehmen, in Zukunft schneller bereitstellen könnten. www.vdma.org © VDMA/Haver Böcker

britta biron

„Hersteller, die das VDMA-Präsident Reinhold Festge: Auch im Service gibt es noch viel Potenzial.

sind sie stärker; und das mittelfristig nicht nur in China“, sagte Daniela Bartscher-Herold von EAC-Euro Asia Consulting, die die Umfrage im Auftrag des VDMA durchgeführt hat. Sich in erster Linie auf den Technologievorsprung zu verlassen, ist laut VDMA-Präsident Reinhold Festge keine Erfolg versprechende Strategie für die europäischen Her-

steller, da dieses Segment zu klein ist. „Wenn wir das mittlere Technologiesegment nicht ausreichend bedienen, verlieren wir sukzessive Marktanteile und überlassen den Markt ganz den chinesischen Wettbewerbern“, mahnt er neue Strategien an. Auch im Service am chinesischen Markt wird noch viel zu viel Potenzial dem lokalen Wettbewerb

mittlere Technologiesegment nicht ausreichend bedienen, werden sukzessive Marktanteile verlieren.“ reinhold festge präsident vdma


I n n ovati on & u n ter n e h m e n

Freitag, 28. Februar 2014

industrialtechnology – 51

Festo Österreich Das neue Technic and Applikation Center löst Aufgaben durch einen ganzheitlichen Ansatz

Gebündelte Technik-Kompetenz Entwicklungsarbeit wird damit effizienter und kostengünstiger.

Runde Zahl

Schwertberg. Der Spritzgussexperte Engel konnte im Februar die Auslieferung der 5.000. Spritzgießmaschine aus seinem koreanischen Produktionswerk Pyungtaek-City feiern. Die Holmlos-Maschine vom Typ Victory ist mit der Energiesparoption Ecodrive ausgestattet und wird an den Kunden Flextronics mit Sitz im südchinesischen Zhuhai geliefert. Flextronics gehört zu den führenden Anbietern von End-toEnd-Lösungen und beschäftigt in mehr als 30 Ländern 200.000 Mitarbeiter. Insgesamt lieferte Engel bislang fast 400 Spritzgießmaschinen und integrierte Fertigungszellen mit Automation und Prozesstechnologie in die Unter­ nehmensgruppe. www.engelglobal.com

Daniel Kapeller, Leitung Steuerungstechnik Hirschmann Automotive: „Festo ist für uns der optimale Automatisierungspartner, weil die gesamte Vakuumtechnik, Pneumatik und elektrische Antriebe als Komplettlösung aus einer Hand kommen.“ www.festo.at

Elektrik und die zugehörige Software als einbaufertiges Teilsystem – Dokumentation inklusive.“ Leopold schagl abteilungsleiter

© Festo

One-Stop-Shop

„Wir bieten Mechanik,

Festo Technic and Applikation Center unterstützt Kunden mit optimalen Lösungen.

! 00 gs .0 un ert uro r 2 ib W E be re m en Ü ch e i rd ss kt llia Au oje Mi Pr ,1 2 n

Engel 5.000ste Maschine

werkstückträger-System zu setzen. Festo entwickelte dafür rasch eine Lösung – einbaufertig aufgebaut, mit integrierten Energieketten, fertiger Verkabelung und Dokumentatio

vo

Wien. Im neuen Technic and Applikation Center von Festo Österreich werden die Kompetenzen von rund 20 Festo-Technikern aus unterschiedlichen Fachrichtungen gebündelt. Leopold Schagl, Leiter der Abteilung, dazu: „Wir bieten Mechanik, Elektrik und die zugehörige Software als einbaufertiges Teilsystem – Dokumentation inklusive. Dabei verstehen wir uns nicht nur als Produkt-, sondern vor allem als Lösungsanbieter, der den Maschinenbauer bei der Implementierung neuer Technologien begleitet – von der Aufgabenstellung über die Planung bis zur Realisierung. Der Maschinenbauer hat damit mehr Zeit, um sich auf seine Kernkompetenz – die maschinenbauliche Gesamtlösung – zu konzentrieren.“ Vorteile, die Maschinenbauer gern nutzen, so auch die Hirschmann Automotive, darum ging, auf einer neuen Maschine Kunststoffstecker einzeln auf ein Umlauf-

KommunalGuide Ihr persönlicher Ratgeber zu kommunalen Projekten in Österreich

2014

Ungersteel Unter Dach

Im Finale

Oberwart. Die Bauarbeiten am weithin sichtbaren Rautendach des neuen Wiener Hauptbahnhofs stehen plangemäß kurz vor der Fertigstellung. Aktuell führt Unger Stahl die finalen Arbeiten an der Eindeckung der letzten Raute sowie der Verkleidung der Betonstützen durch. Ab April zeigt sich die 200 Meter lange und 120 Meter breite, markant geformte Konstruktion dann in voller Pracht. www.ungersteel.com

Erscheinungstermin: Juni 2014 Zielgruppe: alle 2.354 Kommunen (Bürgermeister, Amtsleiter) © Renee del Missier

Projektleitung: Bernhard Ehrlich Tel.: 0664/181 21 29 oder b.ehrlich@medianet.at Insgesamt 7.000 Tonnen Stahl hat Ungersteel im Dach verbaut.


tr a n spor t & Logi s t i k

52 – industrialtechnology

Freitag, 28. Februar 2014

CeMat 2014 Auch heuer finden zahlreiche Expertenforen zu wichtigen Themen der Intralogistik statt

short

Umfassende Information

Wichtige Trends in der Frischlogistik

tive Order Picking Solutions with Shuttles“ und „Automatisierte innerbetriebliche Transporte – Innovationen bei Fahrerlosen Transportsystemen“. Am Programm des Bundesvereinigung Logistik (BVL) und des amerikanischen Intralogistik-Verband MHI (Material Handling Institute) stehen die Perspektiven für Transport und Intralogistik in den mittel- und osteuropäischen Ländern sowie Russland und Nordamerika. Die Hamburger LMS Logistik Management Service behandelt in ihren Foren Handelsthemen, während die Fachzeitschrift CHEManager in vier Foren mit jeweils anschließenden Podiumsdiskussionen über Entwicklungen und Trends in der Chemie- und Pharmalogistik informiert. Die Teilnahme an allen Foren, die simultan übersetzt werden, ist für alle Besucher der CeMat kostenlos. www.cemat.de

herbert strasser

Hannover. „Bei der Themenauswahl konzentrieren wir uns in diesem Jahr auf wichtige Abnehmerbranchen sowie bedeutende Märkte. Gemeinsam mit unseren Partnern ist es uns erneut gelungen, ein sehr hochwertiges und abwechslungsreiches Programm zu entwerfen; dabei haben wir in erster Linie unsere Besucher im Fokus, denen wir mit den Foren einen echten Mehrwert bieten“, sagt Wolfgang Pech, Geschäftsbereichsleiter bei der Deutschen Messe AG.

Der Anteil von temperaturempfindlichen Produkten im Handel steigt.

Berlin. Rund um das steigende Angebot an Obst und Gemüse sowie Fertig- und ConvenienceProdukten im Lebensmittelhandel wächst auch der Bedarf an Lager-, Transport- und Distributionsleistungen für diese temperaturempfindlichen Produkte, so der Grundtenor auf der kürzlich zu Ende gegangenen Fruit Logistica in Berlin. Warengruppenreine Transporte, ein 24-Stunden-Lieferservice, präzise Zeitfenster für die Anlieferung werden verstärkt nachgefragt. Zudem verlangt der Handel – auch auf Druck der Konsumenten – eine leistungsfähige IT, die einen durchgängigen Informationsfluss und detaillierte Daten etwa über die Herkunft der Produkte ermöglicht. www.fruitlogistica.de

Breites Themenspektrum Eines der ersten Foren wird vom Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) zum Thema „Industrie 4.0“ gestaltet. In der Folge widmen sich die Forscher in weiteren Veranstaltungen auch noch den Themen „Innova-

Kion fährt solides Ergebnis ein

Die Fachforen informieren die Messebesucher umfassend über die Top-Themen.

Transport Market Monitor Leichtes Plus von 1,2% zwischen dem dritten und vierten Quartal 2013

Erholung der Transportpreise setzt sich fort

© Panthermedia.net/Rüdiger Rebmann

Fiege stärkt Kompetenz im E-Commerce Greven. Der Kontraktlogistikund E-Commerce-Spezialist Fiege hat sich an der Kölner AIC Service & Call Center GmbH beteiligt. „Mit dem künftigen Gemeinschaftsunternehmen stärken wir unsere Position als Anbieter integrierter internationaler Serviceleistungen für Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen und Ländern“, so Jens Fiege, Vorstand der Fiege Gruppe.  www.fiege.de

© CeMat

© dpa-Zentralbild/Britta Pedersen

Die fünf Messetage stecken voller interessanter Vorträge und spannender Diskussionen.

Der Index beruht auf den Daten der Logistikplattform Transporeon.

Wien. Die 18. Ausgabe des Transport Market Monitors (TMM) zeigt, dass die Transportpreise im vierten Quartal 2013, verglichen mit dem dritten Quartal 2013, um 1,2% gestiegen sind; gegenüber dem Vorjahresquartal betrug die Steigerung 3,1%. Dieser leicht ansteigende Trend ist ein Indiz für eine gewisse Erholung der Transportpreise. Klaus Schmid, Vorstandsvorsitzender von Capgemini in Österreich, betrachtet diese Entwicklungen als positiv: „2013 waren die Transportpreise stabil, wobei anzumerken ist, dass der Dieselpreis über vier Prozent unter den Werten von 2012 lag. Der angespannte Transportsektor scheint sich zu erholen.“ Der Kapazitätsindex sank vom

dritten auf das vierte Quartal 2013 von 86,2 auf 83,6 um 3,1%. Der Index wird von Capgemini Consulting auf Basis der Daten der Logistikplattform von Transporeon ermittelt, mit der Verlader täglich ihre Transportbedarfe ausschreiben und an ihre bevorzugten Transportpartner vergeben. Die Kapazitäten in der Holzbranche sind im Jänner 2014 leicht angestiegen. „Überraschenderweise stiegen die Transportpreise in dieser Branche deutlich; wir gehen daher davon aus, dass sich dies auch auf den Transportpreisindex des ersten Quartals 2014 auswirken wird”, analysiert TransporeonGF-Peter Förster. www.transporeon.com www.at.capgemini.com

LogiMat 2014 Doppelkufensystem, VIR und PalletCube erhielten heuer die „Bestes Produkt“-Auszeichnung

Gordon Riske, CEO der Kion Group: zufriedenstellendes Ergebnis.

Wiesbaden. „Dass wir trotz des schwachen Markts in Westeuropa an das starke Vorjahr anknüpfen konnten und unsere operative Marge weiter gesteigert haben, demonstriert die Robustheit unseres Geschäftsmodells”, so Gordon Riske, CEO der Kion Group, zum soliden Ergebnis für 2013. Der stückzahlbezogenen Auftragseingang im Neugeschäft stieg auf 142.800 Fahrzeuge (2012: 141.700). Besonders stark war das Neugeschäft in Osteuropa, Südamerika und China. „Heuer wollen wir von der Konjunkturerholung in Westeuropa profitieren und unsere gute Stellung in aufstrebenden Märkten sowie Vertrieb und Service ausbauen“, so Riske zu den Plänen. www.kiongroup.com

Stuttgart. Rationalisierung, Kostenersparnis und Produktivitätssteigerung – das sind drei der wichtigsten Themen in der Intralogistik und daher auch jene Kriterien, die bei der alljährlich im Rahmen der LogiMat verliehenen Auszeichnung „Bestes Produkt“ besonders im Fokus stehen.

schnell, Layoutänderungen sind flexibel und vielfach in Eigenregie realisierbar. Auch dieser Punkt wird von der Jury lobend erwähnt. „Das System ist innovativ und dennoch praxisnah – und es ist kostenbewusst, weil Systeme dadurch mit wenig Mitteleinsatz flexibel skalierbar sind“, lobt Günther. In der Kategorie „Kommissionieren, Verpacken, Sichern“ konnte

Technische Innovationen „Das Doppelkufensystem von Eisenmann erfüllt alle drei Anforderungen in vorbildlicher Weise“, erläutert Willibald Günthner von der VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik die Entscheidung für den diesjährigen Sieger in der Kategorie „Beschaffen, Fördern, Lagern“. Sämtliche Antriebskomponenten sowie die Energieversorgung sind kompakt in den beiden parallel und ohne feste Verbindung agierenden Transportkufen integriert. Störende An- und Aufbauten entfallen, das System ist somit extrem wendig, platzsparend und erfordert keine aufwendige Halleninfrastruktur. Die Inbetriebnahme geht

sich Ehrhardt + Partner mit seiner Neuentwicklung „Voice Integrates RFID (VIR)“, das die Vorteile von Pick-by-Voice und RFID vereint und die Rüstzeiten beim MultiOrder-Kommissionieren um bis zu 80% reduziert, an die Spitze setzen. Weitere Vorteile sind ein vereinfachtes Behältermanagement und eine geringe Fehlerquote.

Die Kategorie „Software, Kommunikation, IT“ entschied die Heidler Strichcode mit ihrem „PalletCube“ für sich: Mittels einer speziellen Infrarot-Kamera ermittelt das an

„Rationalisierung, Kostenersparnis und Produktivitätssteigerung sind die wesentlichen Faktoren für die Auszeichnung.“ willibald günther, vdi

© Eisenmann

© Kion Group

Intralogistik hat ihre Stars gewählt

Das Doppelkufensystem von Eisenmann erhielt den „Bestes Produkt“-Preis.

Wand oder Decke montierte System in nur 500 Millisekunden die Abmessungen sowie die Lademeter eines Gegenstands und liefert damit präzise Daten für die optimale Beladung oder Lagerung.  www.logimat-messe.de


tr a n spor t & logi st i k

Innovation Paketzustellung mit digitalem Schlüssel

Auto wird Paketstation Kosten und Umweltbelastung werden gesenkt.

industrialtechnology – 53

| BS12-02G |

Freitag, 28. Februar 2014

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology.

© obs/Volvo Car Group

Motion Servoverstärker Servomotoren

IPC Empfänger und Paketdienste des Pilotprojekts sind vom neuen System überzeugt. herbert strasser

Göteborg. Onlineshopping wird immer beliebter, damit steigt aber auch die Problematik der Zustellung. Denn mittlerweile verursachen nicht zustellbare Erstlieferungen der Industrie geschätzte 1 Mrd. € Mehrkosten. Der schwedische Autohersteller Volvo hat jetzt auf dem Mobile World Congress eine Lösung vorgestellt, die das Problem aus der Welt schaffen soll, indem das Auto zur mobilen Paketstation wird. Damit der Paketdienst Zugang zum Auto des Empfängers bekommt, erhält er mit den Standortdaten des Fahrzeugs einen digitalen Schlüssel, der nach erfolgter Lieferung oder Abholung automatisch wieder erlischt.

Das neue System basiert auf der Telematik-App Volvo On Call, zu deren Funktionen beispielsweise auch das Vorheizen oder Kühlen des Fahrzeugs mittels Smartphonesteuerung gehört. Die neue Zustelltechnik wurde in einem Pilotproprojekt mit insgesamt 100 Teilnehmern getestet und von fast allen (92 Prozent) als besonders bequem bewertet. „Die Testteilnehmer haben zudem bestätigt, dass der Service Zeit spart; das Gleiche gilt übrigens auch für die Zustelldienste“, so Klas Bendrik, Group Chief Information Officer der Volvo Car Group. Der innovative Einsatz der digitalen Schlüssel verringert neben den Kosten auch die Umweltbelastungen. www.volvocars.com

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Ostexpansion Jungheinrich nimmt Asien ins Visier

Neue Stapler-Generation Hamburg. Mit der Einführung einer neuen und günstigeren Generation von Staplern mit Verbrennungsmotoren und dem Ausbau des Systemgeschäfts will Jungheinrich AG seine Position am asiatischen Markt ausbauen. Das sei, laut Hans-Georg Frey, Vorsitzender des Vorstands der Jungheinrich AG, angesichts der

Marktverschiebungen ein notwendiger Schritt. Denn zwischen 2007 und 2013 sei der Anteil von Europa am Weltmarkt von 43 auf 31% gefallen, gleichzeitig habe das Asiengeschäft deutlich an Volumen gewonnen. „Es gibt gute Wachstumschancen in Asien, vor allem in China“, sagt Frey. Vorerst wird die Produktion der neuen Stapler in Moosburg erfolgen, durchaus wahrscheinlich ist aber, dass diese bei steigender AsienNachfrage dann in das neu errichtete Werk bei Schanghai verlegt wird. www. jungheinrich.de

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

IPC I/O Motion

© Jungheinrich

Automation

Die Gegen­gewichts­ stapler der „New Ge­ neration“ werden auf der CeMat präsentiert.


e n e r gi e & r e s sou r c e n

54 – industrialtechnology

Freitag, 28. Februar 2014

EU-Statistik Auf Kernkraft und Erneuerbare Energien entfällt die Hälfte der Energieerzeugung in den EU28-Staaten

short

Der Energieverbrauch in der EU sinkt weiter

OMV investiert in E&P heuer 4 Mrd. Euro

© OMV

Zwischen dem Rekordjahr 2006 und 2012 ist der Verbrauch um 8% zurückgegangen. britta biron

Explorationsbohrungen sind unter anderem auch in Österreich geplant.

Brüssel/Wien. Vor wenigen Tagen hat die Eurostat die Energieverbrauchs-Statistik für 2012 (ja, ist schon eine Weile her, aber die Brüsseler Mühlen mahlen eben langsam) veröffentlicht. Und das Ergebnis

Wien. Rund 3,9 Mrd. € wird die OMV heuer im Bereich Exploration & Produktion (E&P) investieren. Die größten Projekte sind Gullfaks, Aasta Hansteen, Edvard Grieg und Gudrun in Norwegen, Schiehallion in Großbritannien, Habban Phase 2 im Jemen, Nawara in Tunesien sowie Feldneuentwicklungen in Rumänien und Österreich. www.omv.com

Die meiste Energie haben Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien verbraucht – zusammen entfallen auf diese fünf Länder fast zwei Drittel des gesamten Energieverbrauchs der EU. Die fünf größten Energieerzeuger

„Die Anstrengungen beim Energiesparen und beim Ausbau der Erneuerbaren Ener-

Pilotanlage für Batterie-Formation

gien müssen stark © IG Windkraft

­gesteigert werden.“

Ulm. Die Nachfrage nach leistungsstarken Batteriezellen und Batteriesystemen als Energiezwischenspeicher wächst. Das Zentrum für Sonnenenergie- und WasserstoffForschung Baden-Württemberg (ZSW) beauftragte ThyssenKrupp System Engineering, ein Tochterunternehmen der ThyssenKrupp Industrial Solutions, jetzt mit der Planung und Konstruktion einer vollautomatischen Pilotanlage zur Formation von Batteriezellen auf Lithium-Ionen-Basis. Die Anlage wird zunächst über 240 Formatierungsstationen verfügen, ein Ausbau um weitere 240 Stationen ist möglich. In Betrieb gehen soll die Anlage schon Ende 2014. www.zsw-bw.de

stefan moidl, gf ig-windkraft

fällt durchaus positiv auf, denn seit dem Jahr 2006, in dem der Energieverbrauch seinen bisherigen Spitzenwert von 1.830 Mio. t Rohöläquivalent (1 tRÖE entspricht einer Tonne Rohöl mit einem unteren Heizwert von 41,868 Gigajoules) erreichte, wurde 2012 immerhin um 8,1% weniger verbraucht. Besonders deutlich fiel der Rückgang in Litauen (–17%), Portugal (–15,2%), Griechenland (–14,4%), Ungarn (–14,2%), Dänemark (–13,9%), Großbritannien (–12,2%) und Italien (–12%) aus. Die führende Industrienation Deutschland kommt immerhin auf ein Minus von 9,2%, in Österreich liegt der Rückgang bei 2,4%. Gestiegen ist der Verbrauch zwischen 2006 bis 2012 nur in Estland (11,6%), den Niederlanden (2,9%), Polen (0,8%) und Schweden (0,4%).

MENA-Länder setzen verstärkt auf Wind

in waren 2012 Frankreich (133 Mio. tRÖE, 17% der Gesamtproduktion), Deutschland (124 Mio. tRÖE, 16%), das Vereinigte Königreich (116 Mio. tRÖE, 15%), Polen (71 Mio. tRÖE, 9%) und die Niederlande (65 Mio. tRÖE, 8%). Zusammen entfiel auf diese Mitgliedsstaaten ein Anteil von 64% an der gesamten Energieproduktion in der EU28.

Saubere Energie bei 22% Bei der Aufschlüsselung nach den einzelnen Energieträgern zeigt sich vor dem Hintergrund der energiepolitischen Ziele der EU ein etwas ambivalentes Bild. Von den 794 Mio. tRÖE, die 2012 produziert wurden, entfallen 29% auf die Kernenergie. Fast die Hälfte davon bzw. 110 Mio. tRÖE liefert Frankreich, Deutschland ist mit 26

Mio. tRÖE (11%) zweitwichtigster Produzent. Feste Brennstoffe machen 21%, Gas 17% und Öl 10% der Gesamtmenge aus. Erneuerbare liegen im Euro-Energiemix mit 22% auf Platz 2. Fast ein Fünftel (33 Mio. tRÖE) entfällt auf Deutschland, das mehr als 26% der gesamten Energiemenge in diesem Sektor produziert. In absoluten Zahlen wirken die 9,6 Mio. tRÖE von Österreich im Vergleich dazu gering, allerdings entsprechen sie zwei Drittel der gesamten heimischen Enrgieproduktion. Österreich liegt damit weit vor anderen Ländern, die ebenfalls stark auf saubere Energie setzen – wie etwa Finnland (knapp 58%), Italien (56,3%) oder Schweden (51,8%) –, verdankt diesen Spitzenplatz aber vor allem dem hohen Anteil der Wasserkraft.

Verständliche Kritik Vor diesem Hintergrund ist es fast verständlich, dass IG-Windkraft-Chef Stefan Moidl mit dem Abschneiden der Alpenrepublik in dieser Statistik nicht sehr zufrieden ist. „Österreich muss aufpassen, dass es den Anschluss an die europäische Energieentwicklung nicht verpasst. Ohne forcierten Ausbau der Erneuerbaren Energien und große Schritte beim Energiesparen wird das nicht möglich sein“, erklärt er und bemängelt unter anderem auch, dass Österreich in Sachen Energieabhängigkeit mit 63,6% recht deutlich unter dem EUDurchschnitt von 53,3% liegt. „Von 2010 bis 2012 sind daher auch die Ausgaben für fossile Energieimporte weiter um 4,8% auf 17 Mrd. Euro pro Jahr angestiegen“, bemerkt Moidl. Dänemark ist innerhalb der EU der einzige Nettoexporteur; aus

B rut t oinl ands ­ energieverbrauch

in Mio. Tonnen Rohöläquivalent Veränd. 2012 Land 2012 zu 2006 EU28 1.682,9 −8,1% B 56,3 −2,1% BG 18,2 −10,6% CZ 42,8 −7,6% DK 18,1 −13,9% D 319,5 −9,2% EW 6,1 +11,6% IRL 13,8 −10,8% GR 27,0 −14,4% E 127,3 −11,9% F 258,4 −5,3% HR 8,1 −9,0% I 163,1 −12,0% CY 2,5 −4,8% LV 4,5 −4,8% LT 7,1 −17,0% L 4,5 −5,6% H 23,6 −14,2% M 0,9 −0,5% NL 82,0 +2,9% A 33,7 −2,4% PL 98,0 +0,8% P 22,2 −15,2% RO 35,4 −12,8% SLO 7,0 −4,4% SK 16,7 −11,5% FIN 34,1 −9,3% S 49,8 +0,4% GB 202,3 −12,2%

Energieabhängigkeitsgrad 53,3% 74,0% 36,1% 25,2% −3,4% 61,1% 17,2% 84,8% 65,6% 73,3% 48,1% 53,6% 80,8% 97,0% 56,4% 80,3% −97,4% 52,3% 100,4% 30,7% 63,6% 30,7% 79,5% 22,7% 51,6% 60,0% 45,5% 28,7% 42,2%

Quelle: Eurostat, Energie; Daten für 2012

energiepolitischer Sicht ebenfalls sehr unabhängig sind Estland (17%), Rumänien (23%), die Tschechische Republik (25%), Schweden (29%). Am anderen Ende der Skala findet sich Malta, das zur Gänze auf Importe angewiesen ist, sowie Luxemburg und Zypern (je 97%) und Irland (85%). www.ec.europa.eu

ABB Nachfrage nach E-Autos steigt, frühzeitiger Ausbau der Ladeinfrastruktur ist daher heute schon wichtig © Siemens

Weltgrößtes EV-Schnelllade-Netz entsteht Zürich. Im Auftrag von Shenzhen BYD Daimler New Technology Co. liefert ABB in den nächsten sechs Jahren ein flächendeckendes Netz von Schnellladestationen für das neue Elektroauto Denza. Die wandmontierten Ladegeräte verfügen über zahlreiche Features für mehr Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit, etwa eine cloudbasiere

München. Bis 2020 wollen die MENA-Länder (Region Marokko bis Iran) Windkraft von derzeit 1,4 auf 20 GW ausgebauen. Bis 2050 könnten, einem Bericht der Dii, der internationalen Allianz für Wüstenstrom, zufolge, Onshore-Wind rund 50% des Energiebedarfs in der Region decken. Und auch Europa könnte vom Wüstenwind profitieren. Wegen der guten Windbedingungen und aufgrund der günstigen Finanzierungsmöglichkeiten können Windkraftanlagen in Algerien Strom zu Kosten zwischen 6,5 € ct/kWh und 8,5€ ct/kWh produzieren. Berücksichtigt man die Übertragungskosten nach Italien mit einer Gleichstromübertragungsleitung, könnten Windstromexporte aus Algerien bis 9–10 € ct/kWh kosten. Damit wäre Strom aus algerischen Windanlagen in Italien bereits 2015 wettbewerbsfähig. www.dii-eumena.com

Mobile App zur Fernüberwachung und Fernsteuerung des Ladevorgangs. Die ersten Lieferungen werden Mitte 2014 erwartet. Die Ladesysteme werden über Denza-Händler zusammen mit dem Fahrzeug verkauft. „Wir freuen uns sehr, die Entwicklung eines nachhaltigeren Stadtverkehrs als Projektpartner

© ABB

Heuer werden rund 1,3 GW Windkraftanlagen in der Wüste errichtet.

Weltweit nimmt das Thema E-Mobilität deutlich an Fahrt auf.

von BYD Daimler unterstützen zu dürfen. Indem die Elektrofahrzeuge zusammen mit Schnellladegeräten verkauft werden, beseitigt der Denza ein zentrales Hindernis für potenzielle Käufer von Elektroautos“, sagt Ulrich Spiesshofer, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB.

Hoher Komfort Die EV-Ladesysteme von ABB finden aber nicht nur in China großen Absatz. So wurde im letzten Jahr eine Anlage in der BMW World in München in Betrieb genommen. Weitere Großprojekte laufen in Estland und den Niederlanden und auch die Vorarlberger E-Mobility-Modellregion Vlotte (ein Projekt des Energieversorgers Illwerke) setzt auf Ladetechnik von ABB. „Getrieben durch den Einstieg der deutschen Automobilhersteller in dieses Segment, nimmt auch in Österreich die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen Fahrt auf”, so ABB-Sprecher Thomas Makrandreou. Aufgrund des hohen Anteils an sauberem Strom und der rela-

tiv niedrigen durchschnittlichen Fahrtstrecken sowie der wachsenden Wettbewerbsfähgikeit der E-Autos gegenüber herkömmlichen Pkw seien die Voraussetzungen für

„Nutzerfreundliches Lade- und Abrechnungsmanagement sind wesentlich für den Markterfolg der E-Mobilität.“ thomas makrandreou abb österreich

E-Mobilität in Österreich sehr gut. „Daher ist es wichtig, rechtzeitig mit dem Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur zu beginnen”, so Makrandreou abschließend. www.abb.com


medianet

inside your business. today.

Freitag, 28. Februar 2014 – 55

Aus minus wird plus

Dank seines Partners Nissan kommt Renault aus den roten Zahlen  Seite 57

© Panthermedia/Yongnian

© APA/EPA/Ian Langsdon

automotivebusiness standard definiert

Die EU hat einheitliche Grundregeln für die Vernetzung von Autos festgelegt  Seite 60

mazda3 auch als limo überzeugend © Mazda

Dongfeng auf dem Weg zum globalen Hersteller

© EPA/Kiyoshi Ota

short

© Panthermedia.net/Hubertus Wilke

Wolfsburg Europas größter Automobilhersteller Volkswagen verstärkt sich wie erwartet mit dem scheidenden DaimlerManager Andreas Renschler (Bild). Der VW-Aufsichtsrat berief den 55-Jährigen mit 1. Februar des kommenden Jahres (Schuld an der langen Wartezeit ist ein Wettbewerbsverbot in seinem aktuellen Vertrag) zum neuen Nutzfahrzeug-Vorstand. Renschler folgt dann auf Leif Östling (68), der im kommenden Jahr sein Vorstandsmandat abgeben wird.  www.volkswagenag.com

© Zhou Chao/EPA/picturedesk.com

© Daimler

Tokio. In der Honda-Führungsetage bricht eine neue Zeit an: Mit Issao Mizoguchi zieht erstmals eine Frau und zugleich auch erstmals eine Ausländerin in die bisher nur von japanischen Männern besetzte Geschäftsführung ein. Die Brasilianerin mit japanischen Wurzeln wird zum 1. April eines von 23 geschäftsführenden Mitgliedern im Top-Management des drittgrößten japanischen Autobauers. Bislang war sie in leitender Position bei Honda in Südamerika tätig.  http://world.honda.com

Dongfeng Mit seiner Beteiligung an der französischen PSA-Gruppe will der chinesische Automobilbauer seine Rolle als global agierender Hersteller stärken – aktuell produziert das Unternehmen 3,53 Mio. Fahrzeuge pro Jahr.  Seite 56 Tesla Der amerikanische Elektroauto-Hersteller konnte 2013 seinen Umsatz auf 1,46 Mrd. Euro verfünffachen

Ergebnis deutlich über den Erwartungen Los Angeles. Der US-Elektroautobauer Tesla hat mit einem überraschend hohen Gewinn und ehrgeizigen Expansionsplänen aufhorchen lassen. Im vergangenen Quartal verdiente das Unternehmen nach eigenen Angaben vor Sonderposten 46 Mio. USD (33,47 Mio. €) und damit deutlich mehr als ursprünglich erwartet. Einschließlich der Sonderposten ergab sich allerdings immer noch ein Nettoverlust von 16 Mio. USD (11,64 Mio. €), ursprünglich war man von einem Minus von 90 Mio. USD (65,49 Mio. €) ausgegangen. Deutlich zuversichtlicher als zuletzt ist

das Tesla-Management nun auch für die kommende Geschäftsentwicklung. Vor allem das Model S erweist sich dabei als unerwartet starke Triebfeder: Im vergangenen Jahr konnte Tesla von dem Elektrofahrzeug weltweit knapp 22.500 Stück losschlagen – erwartet hatte man einen Absatz von 20.000 Fahrzeugen. Das ursprüngliche Model S war Mitte 2012 auf den Markt gekommen und hatte sich im ersten Jahr 2.650-mal verkauft. Durch den besseren Absatz verfünffachte sich der Umsatz auf 2,0 Mrd. USD (1,46 Mrd. €).  www.teslamotors.com

© APA/EPA/Lex Van Lieshout

Brüssel. Der europäische Nutzfahrzeugmarkt befindet sich weiter im Aufwind. Im Jänner stiegen die Neuzulassungen laut dem europäischen Herstellerverband ACEA um 4,7 Prozent auf 132.503 Stück, es war damit das fünfte Monat mit Zuwächsen in Serie. Vom Plus sind allerdings nicht alle Segmente gleichermaßen betroffen: Während die Verkäufe von Lieferwagen, Lastwagen und schweren Lkw zunahmen, konnten weniger Busse verkauft werden. Das größte Plus gab es mit 44,9% in ­Spanien.   www.acea.be

Vom Model S konnte Tesla im vergangenen Jahr knapp 22.500 Stück verkaufen.


C ov e r

56 – automotivebusiness

Kommentar

Ein Plädoyer für den Wasserstoff

Freitag, 28. Februar 2014

Dongfeng Mit strategischen Kooperationen versucht der chinesische Hersteller, Anschluss an die Branchengrößen zu finden

Mit PSA, Kia & Co Schritt für Schritt weiter wachsen

Langfristig wollen die Chinesen damit selbst zu einem global agierenden Automobilhersteller aufsteigen. Jürgen Zacharias

Jürgen Zacharias

J

Peking/Wuhan. Der französische Automobilhersteller PSA Peugeot Citroen hängt seit Jahren in den Seilen. Daraus befreien soll die stolzen Franzosen nun nicht nur eine kräftige Finanzspritze ihrer Regierung, sondern auch eine Beteiligung des nach SAIC zweitgrößten chinesischen Automobilherstellers Dongfeng, der damit einen weiteren Schritt hin zum globalen Hersteller machen möchte. Schon jetzt zählt das Unternehmen mit 106.000 Mitarbeitern, 14 Mrd. € Umsatz, 1,5 Mrd. € Gewinn und 3,53 Mio. produzierten Fahrzeugen im Vorjahr zu den Branchengrößen. In China erreicht der Hersteller einen Marktanteil von 16%, bei mittelschweren und schweren Lastwagen ist Dongfeng sogar chinesischer Marktführer und beim weltweiten Lkw-Produktionsovlumen liegen die Chinesen eine Platz hinter Daimler.

Seine Wurzeln hat Dongfeng mitten in der Kulturrevolution, als das Unternehmen 1969 von der damaligen maoistischen Regierung gegründet wurde, allerdings lange nicht recht auf Touren kam. Ein entscheidender Schritt gelang den damaligen Konzernlenkern 1992, als Dongfeng mit seinem alten, neuen Verbündeten PSA Peugeot Citroen ein gemeinsames Unternehmen an den Start brachte, das heute drei Fabriken in der zentralchinesischen Stadt Wuhan betreibt und mit rund 15.000 Mitarbeitern im Vorjahr 550.000 Fahrzeuge produziert hat. Außerdem gründete Dongfeng Gemeinschaftsunternehmen mit mehreren anderen Autoherstellern

Fisker Wanxiang greift zu

Volkswagen Im Jänner konnte der Zwölf-Marken-Konzern seine Verkaufszahlen weltweit um 6,5 Prozent steigern

Mit großen Ambitionen gestartet, gehen die Fisker-Reste nun nach China.

Wilmington/Delaware. Die Überbleibsel des Elektroautobauers Fisker dürften in chinesische Hände fallen. Der Autozulieferer Wanxiang ist mit 149,2 Mio. USD (108,91 Mio. €) laut Gerichtsunterlagen als Höchstbieter aus einer Auktion hervorgegangen. Zu den Vermögenswerten gehören Patente sowie ein Werk in Wilmington. Gegründet wurde das Unternehmen 2007 von Autodesigner Henrik Fisker und Ex-BMWManager Bernhard Koehler; ein eingefrorener Staatskredit, die Pleite eines Batterielieferanten und zerstörte Autos durch Wirbelsturm „Sandy“ führten 2013 schließlich zur Insolvenz.  www.fisker-automobile.com

Noch ist Dongfeng hierzulande weitgehend unbekannt – das könnte sich aber schon in einigen Jahren grundlegend ändern.

wie den japanischen Konzernen Nissan und Honda, dem Koreaner Kia, Taiwans größtem Autobauer Yulong sowie dem französischen PSA-Konkurrenten Renault. Anfang des Jahres vereinbarte der chinesische Konzern zudem eine Kooperation mit dem schwedischen Unternehmen AB Volvo – mit dem erklärten Ziel, weltweiter Branchenführer beim Bau von Lastkraftwagen zu werden.

Zahlreiche Kooperationen

Produktionszahlen steigern Ähnlich ambitioniert ist die Zielsetzung der Chinesen beim jüngsten Deal mit PSA Peugeot Citroen. Laut eigenen Angaben erhoffe, nein erwarte man sich vielmehr, dass im Zuge einer intensiveren Kooperation das bestehende Gemeinschaftsunternehmen seine

Produktion bis 2020 auf 1,5 Mio. Fahrzeuge jährlich steigern kann. Parallel dazu wollen die Chinesen auch ihre eigenen Absatzzahlen nach oben treiben, auch wenn der Erfolg der 2009 gestarteten Eigenmarke Fengshen mit rund 100.000 verkauften Fahrzeugen im Vorjahr noch auf sich warten lässt.

Goldene Zukunft Mit PSA-Technologie verspricht man sich aber auch hier entscheidende Schritte nach vorn; so will Fengshen in zwei Jahren eine Oberklasse-Limousine auf Basis des Citroen C5 auf den Markt bringen und in weiterer Folge will Dongfeng auch nachhaltig auf dem europäischen Markt Fuß fassen. Obwohl oft angekündigt, ist das bislang noch keinem chinesischen

Hersteller gelungen – bislang, denn Klaus Paur, der beim Marktforscher Ipsos für den Automarkt zuständig ist, sieht in einem APABericht eine goldene Zukunft für die nun beschlossene engere Kooperation zwischen PSA und Dongfeng: „Dongfeng bekommt dadurch Kenntnisse über ausländische Märkte und moderne Technologie, Peugeot Zugang zu einem dringend benötigten Absatzmarkt.“ Automobilexperte Cui Dongshu von Chinas Vereinigung der Personenwagenhersteller sieht die vertiefte Zusammenarbeit ähnlich positiv: „Wenn sie die technologischen Vorzüge von PSA mit den Produktionsvorteilen von Dongfeng richtig verknüpfen können, werden sie auch im Süden und Osten Asiens gute Geschäfte machen“, sagt der Experte.  www.dfmg.com.cn

Das neue Jahr beginnt auf der Überholspur Wolfsburg. Der Start ins neue Jahr hätte für den deutschen Automobilriesen Volkswagen nicht besser sein können. Nachdem der Wolfsburger Motor Ende des vergangenen Jahres (auf hohem Niveau) etwas ins Stottern geraten war, läuft er seit Jänner wieder voll auf Wachstumskurs. Rund um den Globus schlug der Zwölf-MarkenKonzern im ersten Monat des Jahres 798.100 Fahrzeuge los, was einem Anstieg von 6,5 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres bedeutet. Dabei konnte Volkswagen nach langer Durststrecke auch in Europa wieder zulegen: plus 8,5 Prozent.

nesische Neujahrsfest in diesem Jahr bereits Ende Jänner begann. Während der mehrtägigen landesweiten Feierlichkeiten werden im Reich der Mitte in der Regel kaum Autos verkauft. Sorgenkind der Wolfsburger ist und bleibt der US-Markt, auf dem der deutsche Hersteller neuerlich ein Minus von 13,4 Prozent hinnehmen musste. Noch deutlicher

liest sich das Minus in Brasilien, wo die Verkäufe sogar um mehr als ein Fünftel zurückgingen.

Scania-Übernahme geplant Am stärksten unter den Marken legten die Oberklassetochter Audi (plus 11,7 Prozent) und die tschechische VW-Tochter Skoda (plus 16,5%) zu. Die Hauptmarke

Wieder Minus in den USA „Vor allem Westeuropa scheint die Talsohle hinter sich lassen“, freute sich denn auch Vertriebsvorstand Christian Klingler bei der Präsentation der Zahlen. Noch deutlicher legte Volkswagen – beinahe schon gewohnt – in China zu, wo die Auslieferungen um 15,5% gesteigert werden konnten – und dies, obwohl das chi-

© Volkswagen

© Fisker

Insolvenz-Reste

© Zhou Chao/EPA/picturedesk.com

ahrelang wird nun schon über die Antriebszukunft unserer Autos diskutiert, verlässliche Prognosen dazu gibt es aber immer noch nicht. Stand zuerst der Elektromotor in der Poleposition, war es dann der kombinierte HybridAntrieb aus Elektro und Benziner oder Diesel und zwischendurch auch immer wieder die Wasserstoff-Technologie. Letztere schien nach anfänglichen Jubelmeldungen von Daimlerund Toyota-Ingenieuren zuletzt etwas ins Hintertreffen geraten zu sein, ist aber – das hat Toyota-Chef-Projektmanager Katsuhiko Kirose jüngst bei einem Technik-Seminar in Hamburg verraten – immer noch auf der Agenda des japanischen Automobilriesen. Mehr denn je sei Wasserstoff laut Kirose doch überall und umweltfreundlich herzustellen, lasse sich dadurch die Abhängigkeit von Energielieferungen aus dem Ausland senken und würde als Ergebnis der Verbrennung ausschließlich Wasserdampf entstehen. Die Vorteile würden also ganz klar überwiegen, auch wenn es bis zum Erfolg der Brennstoffzellen-Fahrzeuge noch etwas länger dauern sollte. 2015 will Toyota zumindest ein erstes entsprechendes Fahrzeug in Serie auf den Markt bringen; dass damit der Durchbruch der Technologie schon greifbar wird, glaubt Kirose nicht und so empfiehlt auch er, vorerst weiter alle alternativen Antriebskonzepte zu verfolgen.

Vertriebsvorstand Christian Klingler darf sich über deutliche Zuwächse freuen.

VW verkaufte weltweit 4,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei Seat stagnierte der Absatz. Die Auslieferungen der beiden Lkw-Töchter MAN und Scania sind in den Zahlen nicht enthalten. Apropos Scania: Volkswagen hat seine lang gehegten Pläne zur vollständigen Übernahme des skandinavischen Automobilherstellers nun endlich auch in Zahlen gegossen und will sich die restlichen Anteile 6,7 Mrd. € kosten lassen. Je Scania-Aktie bietet Volkswagen laut eigenen Angaben 200 schwedische Kronen (rund 22,26 €). Das Angebot entspreche einer Prämie von 57% bzw. 53,3% je Scania A- bzw. B-Aktie auf den 90-TageDurchschnittskurs, erklärten die Wolfsburger. Mit der Anteilsaufstockung will Europas größter Autobauer die schleppende Zusammenarbeit der beiden Lkw-Töchter Scania und MAN forcieren. Bisher gleichen die Bemühungen eher der Zähmung von zwei Widerspenstigen, beide Lkw-Bauer beharren auf eigenem Entscheidungsspielraum.  www.volkswagenag.com


H e r ste l l e r & Z u l i e f er e r

Freitag, 28. Februar 2014

automotivebusiness – 57

Renault Minus im eigenen Geschäft wird dank Nissan-Beteiligung zu 586 Mio. Euro Gewinn

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Besser als erwartet

Kohlefaserproduktion wird ausgeweitet

Auftakt zu „120 Jahre Motorsport“ in Paris Stuttgart/Paris. Mercedes-Benz Classic feiert 2014 „120 Jahre Motorsport“. Den Auftakt machte der Markenauftritt auf der Fachmesse Rétromobile in Paris Anfang Februar, der in enger Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz France gestaltet und umgesetzt wurde. Dabei waren die historischen Motorsport-Erfolge von Mercedes in Frankreich im Mittelpunkt. „Viele spannende RennsportGeschichten der Marke mit dem Stern und ihren Vorgängern haben sich auf französischem Boden abgespielt“, sagt Michael Bock, Leiter von MercedesBenz Classic. Mercedes-Benz Classic wird das Thema „120 Jahre Motorsport“ während des gesamten Jahres immer wieder aufgreifen und es als Leitmotiv für die Teilnahme an ausgewählten Events des internationalen Klassik-Kalenders sehen. Darüber hinaus will man auch mit eigenen Veranstaltungen Akzente setzen. www.mercedes-benz.de

Im laufenden Jahr wollen auch die Franzosen selbst wieder ein Plus schreiben.

© BMW

Paris/Tokio. Neben dem angeschlagenen Peugeot-Konzern, bei dem jetzt der französische Staat und der chinesische Hersteller Dongfeng eingestiegen sind, durchlebt auch der zweite große französische Hersteller Renault derzeit schwere Zeiten. Wegen hoher Kosten für die Sanierung seines Europa-Geschäfts und negativer Währungseffekte durch den starken Euro rutschte das Unternehmen trotz eines Absatzplus von drei Prozent auf 2,63 Mio. Fahrzeuge (der Umsatz stagnierte bei 41 Mrd. €) im vergangenen Jahr in die roten Zahlen; dank seinem erfolgreichen japanischen Partner Nissan steht unter dem Strich aber trotzdem ein Gewinn.

BMW darf sich über reges Interesse an seinem Modell i3 freuen.

Renault-Chef Carlos Ghosn will sein Unternehmen wieder in die Gewinnzone führen.

Optimistischer Ausblick

1

Die Belastungen durch den Konzernumbau und Abschreibungen beziffere Renault auf insgesamt rund 1,3 Mrd. €. Darunter fielen auch Rückstellungen für das IranGeschäft, das von Sanktionen des Westens betroffen ist. Dies alles wurde durch die Beteiligung an Nissan aber mehr als wettgemacht. Vom Gewinn der Japaner strich Renault anteilig knapp 1,5 Mrd. € ein. Renault hält 43,4% am Nissan-Konzern, der wiederum mit 15% an den Franzosen beteiligt ist. 13.11.13 13:59 Unter dem Strich blieb Renault ein

Nettogewinn von 586 Mio. €, zwei Drittel weniger als vor Jahresfrist, aber mehr, als zuletzt zu erwarten war. Für das laufende Jahr zeigte sich der Konzern optimistisch, der Gewinn in der Autosparte werde wachsen. Durch den Ausbau seiner Aktivitäten außerhalb Europas will Renault den Umsatz bis 2017 auf 50 Mrd. € steigern und die operative Marge auf fünf Prozent erhöhen. Dies sei ein ehrgeiziges, aber realistisches Ziel, sagte RenaultChef Carlos Ghosn, der Nissan in Personalunion führt. Im vergan-

genen Jahr war die Marge auf drei Prozent gestiegen. Analysten sehen die von Ghosn ausgegebenen Ziele weit weniger erreichbar: Während die deutschen Autobauer ihre Stellung im Premium-Bereich ausgebaut hätten, stärke Renault mit seiner Tochter Dacia das margenschwache BilligSegment; gerade hier werde aber in den nächsten Jahren die Konkurrenz durch chinesische Hersteller zunehmen, die an ihrer Expansion nach Europa arbeiteten. www.renault.com www.nissan-global.com

© Mercedes-Benz/Debos-Studios

München. Der Autobauer BMW und der Grafitspezialist SGL Carbon wollen ihre Kohlefaserproduktion verdoppeln. Laut eines Berichts des Handelsblatts sollen in die Produktion mehr als 100 Mio. € investiert und künftig rund 6.000 t CFK pro Jahr hergestellt werden. Ein SGL-Sprecher sagte dem Handelsblatt gegenüber, dass man sich mit diesem Schritt auf die erwartet stärkere Nachfrage auf die BMW-Modelle i3 und i8 vorbereitet. Zudem soll Kohlefaser für das geplante neue 7er-Modell verwendet werden. Das Material ist deutlich leichter, aber bis zu achtmal teurer als Stahl. Um sich den Zugriff auf die Technologie zu sichern, hatte sich BMW 2011 gemeinsam mit Großaktionärin Susanne Klatten mit 42,5% an SGL beteiligt. Auch Volkswagen hält Anteile an dem Wiesbadener Zulieferer für die Stahl-und ­Autoindustrie. www.sglgroup.com Druck_BBLA 271x202_4c.pdf www.bmwgroup.com

© APA/EPA/Ian Langsdon

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58 – automotivebusiness

Freitag, 28. Februar 2014

Mazda3 CD150 Revolution Mazda bietet mit den Mazda3 auch als Limousine an – das macht Sinn

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Als Limousine auch für den Europa-Markt tauglich

Plug-in-Hybrid für den Klassen-Primus

© Volkswagen

Der neue Mazda3 überzeugt auch als Limousine auf ganzer Länge; vor allem die Optik ist gediegen. Wien. Das scharfe Design des Mazda3 kommt auch in der Limousinen-Variante äußerst gut rüber. Haben Kompakt-Limousinen in dieser Form eher Chancen auf dem asiatischen und US-Markt, so passt der neue Mazda3 auch mit Stufenheck ziemlich gut ins europäische Straßenbild. Bis zur Fahrzeugmitte gleicht die Limousine ja dem Mazda3 Hatchback. Ein Eyecatcher ist die chromblitzende Kühlerspange, die sich bis in die Frontscheinwerfer zieht und die Schnauze mit markanter Sportlichkeit betont. Apropos Schnauze: Hier ist der neue Mazda3 in allerbester Gesellschaft, denn er macht hier eindeutig auf Coupé! Im Stile legendärer Sport-Coupés verfügt der 3er über eine lange Motorhaube, die nahtlos beschwingt in eine fließende – hier ist es wieder, das Kodo-Design – Seitenansicht übergeht. Ab der C-Säule gibt sich der Mazda3 als Limousine ebenfalls durchaus beschwingt. Nicht filigran, wie das früher mal bei asiatischen Limousinen der Fall war. Die großen Seitenflächen am Heck verleihen dem Mazda viel Selbstbewusstsein, die Heckscheibe wird dadurch allerdings relativ flach und schränkt die Sicht nach hinten etwas ein. Andererseits ergibt sich durch diese Konstellation eben der relativ kompakte Look des Mazda3, obwohl im Kofferraum satte 419 l Platz finden.

Wolfsburg. Volkswagen präsentiert den Golf GTE mit Plug-inHybridantrieb. Der Name des Golf GTE steht in einer Linie mit den Abkürzungen GTI und GTD – zwei sportliche Ikonen im Golf-Programm. GT bedeutet Gran Tourismo, ein Synonym für Sportlichkeit. Angetrieben wird der neue Golf GTE von zwei Motoren: einem 110 kW/150 PS starken Turbobenzindirekteinspritzer (1.4 TSI) und einem Elektromotor mit 75 kW/102 PS. Diese zwei Motoren fusionieren zu einer Systemleis-tung von besagten 150 kW/ 204 PS. Sorgt allein der Elektromotor für Vortrieb, ist der Golf GTE bis zu 130 km/h schnell. Wird die volle Kraft des TSI genutzt, sprintet der GTE in 7,6 Sekunden auf 100 km/h; auf deutschen Autobahnen und den Rennstrecken dieser Welt erreicht der Volkswagen eine Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h. Die „V/max“ ist allerdings ein zweitrangiger Wert, interessanter ist die Art und Weise, mit welch souveräner Durchzugskraft die Allianz aus Otto- und Elektromotor den Golf GTE dank eines maximalen Drehmomentes von 350 Nm beflügelt. Diese Dynamik unterscheidet den ersten „GTE“ unter den Plug-in-Hybrid-Modellen von allen Wettbewerbern seiner Klasse. www.volkswagen.at

Komplett neuer Innenraum Komplett neu und designmäßig aus den höheren Klassen Mazda6 und CX-5 übernommen, zeigt sich der Innenraum des Mazda3. Herrschte im bisherigen 3er eine zwar durchaus gut verarbeitete,

Lifestyle und Sound im großen Kleinen

© Mazda

Beatrix Keckeis-Hiller

Neuer Plug-in-Hybrid für den ­Namensgeber der Golf-Klasse.

Der Mazda3 ist in der Limousinen-Variante ab 19.790 Euro zu haben, in der Ausstattung Revolution ab 26.990 Euro.

aber dennoch etwas lieblose und kühl wirkende Atmosphäre, ist der Innenraum des neuen Mazda3 auf absolut europäischem Niveau und wirkt unterm Strich sogar deutlich eigenständiger, weil liebevoller und verspielter, als die Interieurs mancher Premium-Konkurrenten. Ein wenig Plastik darf natürlich sein, die Verarbeitung dessen ist aber zweifellos erhaben. Multifunktionalität überwiegt nunmehr im neuen Modell. Und auch die Ausstattung kann sich durchaus sehen lassen; auch hier machen es die Details, wie beispielsweise zwei USB-Anschlüsse und ein SDSlot in der Mittelkonsole, aus. Sexy finden wir jedenfalls den 7-ZollFarbmonitor, der, wie bei Mazda

neuerdings üblich, über ein Multifunktionsrad mit fünf Funktionstasten bedient wird. Der Testwagen in der Ausstattungsstufe Revolution verfügt bereits serienmäßig über das neue Head-up-Display. Dieses zeigt die Geschwindigkeit plus zwei zusätzliche Informationen, wie beispielsweise die Navigationsanweisungen, an.

Allround-Triebwerk Der Testwagen ist mit dem 2,2 l großen CD 150 Motor ausgestattet, der über 150 PS und ein Drehmoment von 380Nm verfügt. Dieses Triebwerk ist dem Mazda3 wie auf den Leib geschnitten. Einereits zeichnet sich der Motor durch

Sparsamkeit aus, andererseits durch viel Agilität und Durchzug durch das hohe Drehmoment. Das weltweit niedrigstes Verdichtungsverhältnis (14,0:1) des Mazda-Diesels steigert die Effizienz des Verbrennungsprozesses und verringert den Kraftstoffverbrauch. Die 3,9 l aus dem Datenblatt erreicht der Mazda im Test zwar nicht, begnügt sich aber im Durchschnitt mit durchaus moderaten 5,4 l auf 100 km. Besser im Griff hat Mazda nun auch das Start-Stopp-System der Dieselmotoren, das in der ers-ten Generation im Mazda6 noch teilweise etwas ruppig wirkte nun aber deutlich gescmeidiger arbeitet. www.mazda.at

Neuer Ford Transit Nach der Pkw-Variante Transit Custom kommt nun auch der Transporter nach Österreich

© Fiat

Der NFZ-Klassiker kommt komplett neu Wien. Vom Transit wurden in rund 50 Jahren Modellgeschichte mehr als 7 Millionen Stück gebaut, die herausragenden Nehmerqualitäten der Transit-Familie sind mittlerweile legendär, genauso wie der enorme Variantenreichtum. So unvorhergesehen kann ein Einsatzzweck nicht sein, dass ihn Ford nicht mit einer entsprechenden Karosserievariante des Transit passend bedienen kann.

Die neue Fiat 500L-Modelle kommen mit zwei neuen Triebwerken daher.

Selbst ein Buslayout mit bis zu 18 Sitzplätzen ist dank höchstzulässigem Gesamtgewicht von maximal 4,7 Tonnen möglich. . Je nach Einsatzgebiet ist Frontantrieb, Heckantrieb oder Allradantrieb wählbar. Motorisiert ist der neue Lastenesel immer mit einem 2,2 Liter 4-Zylinder Dieselmotor, der 100, 125 oder 155 PS leistet. Keine Wahlmöglichkeit gibt es beim Getriebe – 6-Gang-Handschaltung ist bei allen Varianten serienmäßig. Mit State-of-the-Art Maßnahmen aus dem Pkw (Start-Stop Funktion und Ford Econetic Technologien) konnte der Verbrauch auf minimal 6,4 l/100 km laut Testzyklus gekürzt werden.

Pkw-Flair hinterm Lenkrad

© Ford

Turin. Mit zahlreichen Neuheiten präsentiert sich die Fiat 500L-Modellfamilie im Jahr 2014. So haben Käufer eines Fiat 500L, Fiat 500L Living und Fiat 500L Trekking ab sofort zwei zusätzliche Motorvarianten zur Wahl: Mit jeweils 88 kW (120 PS) Leistung erweitern der Turbodiesel 1.6 Multijet und der ebenfalls mit Turbolader ausgestattete Benziner 1.4 16V T-Jet die Antriebspalette nach oben. Eine komplett neue Modellvariante ist der Fiat 500L Beats EditionTM, der mit einer Premium-Audioanlage und extravagantem Styling vor allem Musikfans und Großstadtmenschen anspricht. Die PremiumAudioanlage ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem amerikanischen Rapper und Hip-Hop-Produzenten Dr. Dre, Produzentenlegende Jimmy Iovine und den Sound-Ingenieuren von Fiat.  www.fiat.at

Bauarbeiter, Botendienst, Schulbus oder Kommunaldienst – so unterschiedlich wie die Aufgaben sind, so wandelbar ist das Konzept „Transit“. Nicht weniger als 450 Varianten (!) sind dank folgender Diversifikationen möglich: Kastenwagen, Fensterbus oder Fahrgestell. Je nach Variante bis zu drei Längen (auf zwei Radständen), zwei Dachhöhen und bei der Pritsche Einfach- oder Doppelkabine.

Der neue Ford Transit kommt im Mai auf den Markt; Einstiegspreis: 18.790 Euro.

Nicht nur die Motorentechnik und der Verbrauch sind eng mit den Pkw von Ford verwandt, auch das Fahrverhalten des im Gegensatz zu seinem Vorgänger zu Gunsten des Ladevolumens weiter gewachsenen Transit ist Fordtypisch handlich. Sehr angenehme Geräuschkulisse im Fahrgastraum,

hoher Fahrkomfort und gute Ergonomie – so selbstverständlich fährt sich ein riesiges Nutzfahrzeug nicht ohne viel Wert bei der Entwicklung darauf gelegt zu haben. Sicherheitsmerkmale wie ESP und Bremsassistenten speziell für Nutzfahrzeuge mit hohem Gewicht sind schon ab der Basisausstattung serienmäßig. Optionale Features wie eine Rückfahrkamera, eine Spurverlassenswarnung und ein Müdigkeitswarner sind für berufliche Vielfahrer eine gute Unterstützung an langen Arbeitstagen hinterm Lenkrad. Aber auch der Chef freut sich über die optionale „Acceleration Control“ und setzbare Speedlimits um den Spritverbrauch zu deckeln. Serviceintervalle von 50.000 km und auf geringe Standzeiten ausgelegter Verschleißteiltausch ist Musik in den Ohren jedes Fuhrparkleiters. Die Markteinführung in Österreich ist für Mai 2014 geplant. Der Netto-Aktionspreis beträgt 18.790 € für den Kastenwagen, das Fahrgestell mit Einzelkabine ist bereits ab 16.990 Euro (Nettopreise) verfügbar. www.ford.at


r u n d u m s au to

Freitag, 28. Februar 2014

automotivebusiness – 59

Hyundai Der südkoreanische Automobilhersteller erweitert seine Telematik-Plattforum Blue Link um zahlreiche neue Dienste

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Blue Link 2.0 feiert seine Genesis im neuen Genesis

MSC-System auch für 2013er Adventures

Dazu gehören Apple Siri, Google Glass und Gestensteuerung – erstmals verbaut im Hyundai Genesis. © KTM

Moritz Kolar

Seoul/Chicago. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Dieser Redewendung entsprechend, versuchen Automobilhersteller stets mit neuen Fahrassistenzsystemen, modernen Servicediensten und innovativen Designelementen neue Kunden von sich zu überzeugen und die alte Kundschaft in ‚Wiederholungstäter‘ zu verwandeln. In diesem Spiel ist Hyundai natürlich keine Ausnahme, aber dass der südkoreanische Automobilhersteller in den USA nun umfangreiche Premium-Infotainment- und Navigationsdienste in sein Mittelklassefahrzeug Genesis bringt, ist trotzdem eine Meldung wert.

Das neue KTM 1190 Adventure R-Mo­ dell kommt bereits mit MSC daher.

Mattighofen. Als erste Motorräder weltweit verfügen die 2014er Modelle der KTM 1190 Adventure und 1190 Adventure R über das Fahrassistenzsystem MSC (Motorcycle Stability Control). Die gemeinsam mit Bosch entwickelte Stabilitätskontrolle funktioniert auch in großen Schräglagen und soll so nicht nur das Handling des Bikes, sondern auch dessen Sicherheit verbessern. Das System wird als MSC Retrofit auch für die Adventure-Modelle des Jahrgangs 2013 angeboten; das Software-Update kann innerhalb einer Stunde vom Händler installiert werden und kostet in Österreich 399 €.  www.ktm.com

Konkret handelt es sich dabei um die zweite Generation des Navigations- und Infotainmentsystems Blue Link, das vom amerikanischen Informationstechnologie-Unternehmen Covisint (Systemlieferant ist der amerikanische Navigations- und Infotainmenthersteller Harman) entwickelt wurde. Blue Link ist bereits seit 2011 auf dem Markt, seit Neuestem kommuniziert es aber nicht nur mit Smartphones, sondern auch mit Google Glass. Zudem hat Hyundai die Telematik-Plattform mit Oberklasse-Technologien wie die Sprachassistenz Siri von Apple, Google Maps und Places, Gestensteuerung sowie automatische Notruffunktionen angereichert. „Unsere Kunden haben uns gesagt, dass Blue Link wie ein Smartphone funktionieren soll und wir haben mit Google, Covisint und Station Digital Media daran gearbeitet, dieses Niveau an Funktionalität zu erreichen“, kommentiert

© Hyundai

Oberklasse-Technologie

Eibach legt SUVs ­wieder deutlich höher

Blue Link verbindet im Hyundai Genesis zahlreiche nützliche Dienste miteinander und kombiniert diese mit weiteren Funktionen.

Barry Ratzlaff, Executive Director für Customer Connect and Service Business Development bei Hyundai Motor America, die Verbesserungen.

Hohe Servicequalität Navigationsgrundlage des Systems sind Google Maps und Google Places, deren Bedienung über Sprachbefehle oder den Navigationsbildschirm erfolgen. Ergänzend lassen sich die gewünschten Eingaben aber auch über das Smartphone vornehmen, können Adressen vom PC an das System übermittelt werden und ist eine Gestensteuerung möglich. „Das Blue-Link-System erreicht damit

die gleiche Servicequalität wie Smartphones, Tablets, Laptops oder Desktops“, zeigt sich Ratzlaff zufrieden. Mehr noch soll die ergänzend angebotene Genesis Intelligent App zahlreiche weitere Vorteile bieten. Die App kombiniert Blue-LinkFunktionen mit Fahrzeugdaten, dem Smartphone des Fahrers und dem Internet und generiert aus den gesammelten Daten – beispielsweise aktuellen Verkehrsinformationen und eingetragenen Terminen im Kalender des Smartphones – proaktiv Vorschläge etwa zu einer früheren Abfahrtszeit. Dabei sind auch zahlreiche weitere Funktionen und Möglichkeiten angedacht; so könnte das Fahrzeug

Finnentrop. Auch wenn die Wurzeln moderner SUVs im Geländewagenbereich liegen, wurden sie vor allem für das Leben im Großstadtdschungel und auf der Autobahn optimiert. Der deutsche Fahrzeugtuner Eibach gewöhnt mit neu entwickelten Performance Höherlegungsstätzen namens Pro-Lift-Kit die Stelzengänger aber wieder an ihr ursprüngliches Terrain. Die Bodenfreiheit steigt dabei fahrzeugabhängig um bis zu 30 mm, verfügbar ist das System für Dacia Duster, Hyundai iX35, Hyundai Santa Fé, Kia Sorento, Kia Sportage und ­Renault Captur.  www.eibach.com

– wiederum auf Basis geplanter Fahrten im Terminkalender – bei niedrigen Temperaturen automatisch die Heizung aktivieren oder dem Fahrer regelmäßig Informationen zum Fahrzeugzustand zukommen lassen.

Debüt im Genesis Erstmals on the Road wird man die neue Blue Link-Generation in der Mittelklasse-Limousine Genesis sehen, die in den USA im Frühjahr auf den Markt kommt und im Jahr darauf auch in Europa ihr Debüt feiern soll. Den mehr als 500.000 Blue-Link-Abonnenten in den USA wird ein Software-Update angeboten.  www.hyundai.com

Volvo Dynamic Steering erleichtert Steuerung

TomTom Der niederländische Navi-Spezialist kämpft mit sinkenden Umsätzen und Erlösrückgängen

Amsterdam. Kostenlose Navigationsdienste für Smartphones und Tablets und der stagnierende Absatz seiner Hauptkunden Renault, Peugeot und Fiat haben dem Erfolslauf des niederländischen Navi-Spezialisten TomTom einen argen Dämpfer versetzt. Nachdem Umsätze und Erlöse zuletzt bereits deutlich unter den Erwartungen geblieben waren, brachen sie im vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres vollends ein. Der Umsatz ging in diesem Zeitraum zwar „nur“ um sieben Prozent auf 268 Mio. € zurück, der Gewinn lag lag aber unter dem Strich mit 3 Mio. € um satte 97% unter dem Vorjahreswert, wobei fairerweise dazu gesagt werden muss, dass TomTom damals von einer Steuererstattung profitierte.

ten zurückgehe und zugleich eine kräftige Erholung im Autogeschäft ausbleibe. Als Folge davon geht TomTom 2014 von einem Erlösrückgang von 6,5 Prozent auf 900 Mio. € aus, der Gewinn dürfte mit 20 ct je Aktie vermutlich so niedrig

ausfallen wie seit dem Börsengang 2005 nicht mehr. Ob die Niederländer das Ruder in weiterer Folge nochmals herumreißen können, wird wohl von neuen Produkten abhängen – große Absatzsprünge sind bei Peugeot,

Renault und Fiat in den kommenden Jahren nicht zu erwarten; auch eine Trendumkehr am Smartphone- und Tablet-Markt zurück zu bezahlten Navigationsdiensten scheint unwahrscheinlich.  www.tomtom.com

Auch der Ausblick auf das laufende Jahr verheißt laut Firmenchef Harold Goddijn nichts Gutes. Der Manager rechnet mit einem „schweren Jahr“, weil die Nachfrage nach tragbaren Navi-Gerä-

© TomTom

Gewinnrückgang erwartet

Der einst erfolgreiche holländische Navigationsspezialist TomTom ist in den vergangenen Jahren in eine tiefe Krise gerutscht.

© Volvo Trucks

Die goldenen Zeiten scheinen vorbei

Durch Dynamic Steering wird der Kraftaufwand beim Steuern reduziert.

Göteborg. Laut einer Studie von Volvo Trucks hat über die Hälfte der europäischen LkwFahrer Probleme mit Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen. Das neue Volvo Dynamic Steering setzt genau da an und ermöglicht die Steuerung eines Lkw mit minimaler Anstrengung. Das System verringert die Bewegungen des Lenkrads, die ansonsten durch Unebenheiten der Fahrbahn entstehen würden, erheblich. Zudem reduziert sich der zum Drehen des Lenkrads benötigte Kraftaufwand bei niedrigen Geschwindigkeiten auf normalen Straßen um rund 75%, Stöße auf holprigen Straßen werden zu beinahe 100% absorbiert.  www.volvotrucks.at


I n n ovati on & U m we lt

60 – automotivebusiness

Freitag, 28. Februar 2014

Entwicklungsschritt Die EU-Kommision hat einen einheitlichen Standard für die Vernetzung von Autos definiert

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Mehr Vernetzung für mehr Verkehrssicherheit

Finnischer Hersteller plant Spikes-Revolution

© Nokian

Von der länderübergreifenden Kommunikation zwischen Fahrzeugen soll die Verkehrssicherheit profitieren. Berlin. Was viele Jahre nicht mehr als eine Fantasterei von Zukunftsforschern und Automobilvisionären war, rückt nun in greifbare Nähe: Autos, die einander per Funk vor Gefahren warnen, sind in Europa um ein gutes Stück wahrscheinlicher geworden. Grund dafür ist die vor wenigen Tagen bekannt gewordene Einigung einiger mit der Normierung beauftragter Gremien auf einen einheitlichen Standard für Europa. Damit soll sichergestellt werden, dass Autos verschiedener Hersteller sich per Funk miteinander verbinden können und das quer über den ganzen Kontinent und unbeeinflusst von Ländergrenzen. Dabei geht es unter anderem darum, dass die Fahrzeuge automatisch Informationen über Unfälle, Glatteis, Geisterfahrer oder andere Verkehrsbehinderungen sowie Hindernisse, Straßenverunreinigungen oder auch -beschädigungen wie Schlaglöcher übermitteln und empfangen können. Mit ersten solchen Fahrzeugen auf Europas Straßen wird 2015 gerechnet.

Helsinki. Es hört sich wie ein Aprilscherz an, ist aber tatsächlich wahr: Nokian arbeitet an einem Winterreifen mit auf Knopfdruck ausfahrbaren Spikes. Technische Einzelheiten will der finnische Reifenhersteller derzeit aber nicht nennen. Von einer Serienreife sei man noch weit entfernt, heißt es. Der Konzept-Winterreifen soll die Lauffläche und die Struktur des neuen Nokian Hakkapeliitta 8 SUV haben Die Spikes – 150 Stück pro Reifen – fahren an allen Rädern gleichzeitig aus und ein. Der Metallkörper bleibt fest im Reifen, nur der harte Stift in der Mitte bewegt sich. Der Vorteil der Erfindung liegt auf der Hand: Bei Nichtgebrauch können die Spikes ohne Reifenwechsel wieder verschwinden und der Asphalt bei trockenerer Fahrbahn geschont werden. Gerade wegen der Schäden, die sie verursachen, sind Spikes seit 1975 in Deutschland verboten. Anders sieht es in den skandinavischen Ländern und Alpenregionen wie bei uns in Österreich oder in der Schweiz aus.  www.nokiantyres.com

Kooperation mit USA & Japan Die zuständigen Organisationen ETSI (European Telecoms Standards Institute) und CEN (Europäisches Komitee für Normung) gaben die Einigung auf einen Grundstock von Regeln für die Fahrzeug-Vernetzung bekannt. Teil der beschlossenen Normen sind etwa die eingesetzten Funkfrequenzen und Datenformate. Die Europäer kooperierten dabei auch eng mit den zuständigen Gremien in den USA und Japan, um die Technologie weltweit kompatibel zu machen. Die Fahrzeuge

© Devolo/Petair – Fotolia

Prototyp beantwortet Ladesäulen-Fragen

Durch die Vernetzung von Autos könnten laut Meinung von Experten zahlreiche Unfälle und Zusammenstöße verhindert werden.

sollen auch Fahrinformationen wie Geschwindigkeit und Position austauschen. Auf europäischen Straßen sind derzeit insgesamt rund 200 Mio. Fahrzeuge unterwegs. Nach Schätzung von Branchenexperten dürfte es bereits einen spürbaren Effekt geben, wenn etwa zehn Prozent der Fahrzeuge auf der Straße miteinander vernetzt sind. Noch größer dürfte der Effekt ausfallen, wenn bei der Weiterentwicklung der Technologie auch die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur am Straßenrand wie Ampeln oder Verkehrsschilder

möglich wird – dafür wären allerdings deutlich höhere Investitionen notwendig.

EU investiert in Entwicklung Die EU-Kommission hatte die Entwicklung eines Standards für die Kommunikation zwischen Fahrzeugen 2009 in Auftrag gegeben und mehr als 180 Mio. € in Forschungsprojekte dafür investiert, betonte Digitalkommissarin Neelie Kroes. So fuhren in einem 2012 gestarteten Projekt vernetzte Autos rund 1,6 Mio. Kilometer durch Deutschland. Mit dabei wa-

ren Hersteller wie Audi, BMW, Daimler, Ford, Opel und VW. In den USA hatte vergangene Woche das Verkehrsministerium erste Schritte für die Verbreitung der Technik angekündigt. Nach Einschätzung der US-Verkehrsbehörde können durch die Vernetzung der Fahrzeuge bis zu 80% der Zusammenstöße verhindert werden. Zu den ungelösten Fragen gehört noch unter anderem, wie Anreize für Hersteller und Autokäufer aussehen könnten, damit diese die Technologie auch tatsächlich implementieren. www.etsi.org www.cen.eu

Regus Der Arbeitsplatz-Dienstleister stellt am Genfer Automobilsalon gemeinsam mit Rinspeed ein Konzeptauto vor

Das System kann einfach in bestehende Ladesäulen integriert werden.

Ein Transportmittel wird zum Arbeitsplatz Düsseldorf. Regus und Rinspeed starten durch: Der Anbieter von flexiblen Arbeitsplätzen entwickelte gemeinsam mit dem Schweizer Unternehmen Rinspeed das Konzeptauto XchangE. Das Auto wird vom 6. bis 16. März am AutoSalon in Genf vorgestellt und soll eine ideale Schnittstelle zwischen Geschäftsreisen und produktivem Arbeiten bilden. Dabei soll

es gleichzeitig das kontinuierlich wachsende Netzwerk von RegusExpress-Standorten an Europas Autobahnen verbinden. Mit selbstfahrenden Autos wie dem XchangE lässt sich nach Meinung von Regus „ein Pkw in einen voll funktionsfähigen Büro- und Meeting-Raum verwandeln“. Autofahrten seien damit „keine lästige Zeitverschwendung mehr, sondern

lassen sich zum produktiven Arbeiten nutzen“. Möglich werden soll das durch das Design des XchangE, in dem beide Vordersitze umgedreht werden können und das Auto daher einfach in einen Arbeitsbereich verwandelt werden kann. Dank der technologischen Ausstattung und des bordeigenen Infotainment-Systems sollen Passagiere dabei stets eine gute Verbindung zu ihrem Büro halten können. Dadurch sind gewohnte Arbeitsprozesse ebenso möglich wie etwaige Präsentationen über den Laptop.

Logische Konsequenz

© Rinspeed

Duisburg/Essen. Die Zukunft der Mobilität könnte elektrisch sein. Doch auf dem Weg dahin stehen viele Herausforderungen wie die der Kommunikation zwischen Elektroauto und Ladesäule. Im Rahmen eines Forschungsprojekts haben Powerline-Spezialist devolo und die Uni Duisburg-Essen einen Prototypen für die LadesäulenKommunikation entwickelt, der industrialisierte Komponenten wie Green PHY-Modul, Filter und Pilot-Line-Steuerung umfasst und reibungslos in bestehende Ladesäulen-Designs eingebaut werden kann. Sämtliche Funktionen, die zum Betrieb einer Ladebox gehören, können damit abgebildet werden. Diese umfassen neben dem AC-Laden mit implementierter Ladekommunikation auch weitere Funktionen wie die Überwachung des Ladevorgangs, automatische Ladesteckerverriegelung, Schützschaltung zum Zuschalten und Trennen der Ladespannung sowie Ansteuerung der Signalleuchten und Taster.  www.devolo.com

© Panthermedia.net/Gui Yongnian

Moritz Kolar

Bei Bedarf sollen die Spikes einfach aus dem Reifen ausgefahren werden.

Kern des Konzepts sind die einfach umdrehbaren Vordersitze des XchangE.

Die Unterstützung des XchangEProjekts ist für Regus laut eigenen Angaben „eine logische Ergänzung unserer Angebote rund um das flexible Arbeiten“. So erhalten Berufstätige mit Regus Express zum Beispiel frei zugängliche Büroeinrichtungen entlang von Autobahnnetzen und wichtigen Verkehrsknotenpunkten, darunter an Bahnhöfen, Raststätten oder Shell-Tankstellen in Berlin.

„Regus hat sich schon seit Langem der Entwicklung zukunftsweisender Arbeitsformen verschrieben“, sagt Andre Sharpe, Global Product and Business Development Director bei Regus. „Mit dem autonomen Auto XchangE lässt sich nun auch eine langwierige Autofahrt sinnvoll nutzen. Viele Berufstätige arbeiten dank Regus schon heute mobil. Doch mit dem XchangE können wir alternative Arbeitsplätze nicht nur entlang wichtiger Verkehrswege, sondern auch im eigentlichen Transportmittel anbieten. Ein Berater oder Vertriebsmitarbeiter könnte mit fahrerlosen Fahrzeugen, RegusCentern an der Autobahn und dem Netzwerk an Business Centern täglich produktiver arbeiten.“ „In selbstfahrenden Autos muss der Fahrer nicht länger auf die Straße achten. So kann er die Zeit besser nutzen“, sagt Frank M. Rinderknecht, Gründer und CEO von Rinspeed. „Regus ist hierbei für uns der ideale Partner zur Weiterentwicklung dieses neuen Konzepts.“ www.rinspeed.com www.regus.de


medianet

inside your business. today.

Freitag, 28. Februar 2014 – 61

Tourismus ohne lehrstuhl

Tourismusforscher schlagen Alarm wegen fehlender Grundlagenforschung  Seite 62

© Mostviertel Tourismus

© Fotodienst/C. Mikes

destination freunde der berge in NÖ

Neue Vorteilskarte der Bergerlebniszentren in Niederösterreich begeistert  Seite 63

wien & welt auf der suche nach ideen © Peter Rigaud

Österreicher im Urlaub am liebsten zu Hause

© Franz Zwickl, artgraphic photo

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© Petr Blaha

Semmering. Mit dem vollständigen Erwerb der Bergbahnen Semmering setzt die PanhansGruppe ein Zeichen in Richtung Neuausrichtung des Semmering als ganzjähriges Tourismus-Gebiet – wir berichten ausgiebig in der nächsten medianet. „Nach Kauf und Sanierung von vier Hotels wird die Grundlage geschaffen, das Potenzial der Ferienregion zu heben und im Wettbewerb ein modernes Tourismusangebot erfolgreich zu präsentieren“, so Viktor Babushchak, GF Panhans Holding Group GmbH.  www.panhans.at

© dpa/Frank Leonhardt

Joching. Seit 35 Jahren testet der Restaurantführer Gault Millau die besten Küchen des Landes. Nur der Gaststätte Jamek in der UNESCO-Weltkulturerberegion Wachau ist es gelungen, jedes Jahr mindestens eine der begehrten Hauben für besondere Küchenqualität zu bekommen. 1912 als Hotel Wachau erbaut, etablierte sich die Gaststätte als kulinarisches Refugium für leichte, regionale Küche und perfekte Ergänzung zum hauseigenen Spitzenweingut; die Gaststuben strahlen ländliche, typisch österreichische Atmosphäre aus. www.weingut-jamek.at

18. Österreichische Tourismusanalyse Weniger Österreicher als im Vorjahr planen 2014 eine Urlaubsreise; der Urlaub zu Hause lag bereits 2013 im Trend. Auch Ältere und Bildungsferne reisen heuer deutlich weniger. Seite 62 Dertour Schiffstour durch Griechenlands Inselparadies

London. Marriott International ist seit dem 1. Jänner 2013 offizieller Hotelpartner des Deutschen Golf Verbands (DGV) und war 2013 Premium Partner der Ladies German Open. 2014 wird das Engagement erweitert: Marriott wird Presenter des Turniers und übernimmt erstmalig das offizielle VIP-Catering in der „Marriott Lounge“.  www.marriott.de/golf

© Dertour

© Marriott International

Kykladen-Reise mit der MS Galileo

Kleine Inseln wie Poliegos, Folegandros (Bild) und Syros liegen auf der Route.

Salzburg. Gäste der Dertour-Schiffstour „Perlen der Kykladen an Bord der MS Galileo“ erleben Griechenland von seiner schönsten Seite. Der Motorsegler mit Sonnendeck und 26 Außenkabinen gleitet von Insel zu Insel; Badestopps oder ein Barbecue am Strand sorgen für das Urlaubsfeeling (ab 1.129 € p.P.). Neben den Klassikern Mykonos, Santorin und Paros werden auch unbekannte Inseln wie Poliegos, Folegandros und Syros angefahren. Die idyllische Inselwelt entspannt Körper und Seele gleichermaßen. Dertour führt die achttägige Reise ab 24. April immer freitags durch. www.dertour.at

JEDER 25. DES MONATS IST VIP DAY Buchungen, die Sie online am VIP DAY tätigen, bringen außergewöhnliche Geschenke mit sich! Mehr auf: www.vi-hotels.com/vipdays


c ov e r

62 – medianet destination

Kommentar

Alles rund um den Österreich-Auftritt

Freitag, 28. Februar 2014

18. Österreichische Tourismusanalyse Anstieg bei Nichtreisenden und Abnahme bei Kurzurlaubern 2013 im Trend

Seit Langem erstmals sehr deutliche Veränderungen Italien, Kroatien und die Türkei sind 2014 die begehrtesten Auslandsreiseziele – nach dem Inland. georg biron

georg biron

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Wien. Zum 18. Mal präsentiert das österreichische IFT (Institut für Freizeit- und Tourismusforschung) unter der Leitung von Peter Zellmann und Sonja Mayrhofer die Analyse des abgelaufenen Tourismusjahres und eine Vorschau auf das kommende Reiseverhalten der Österreicher. Spectra (Linz) hat auf Grundlage eines IFT-Fragemodells 1.015 Personen ab 15 Jahren zu ihrem Reiseverhalten befragt.

as Urlaubsland Österreich wird nächste Woche auf der ITB in Berlin wieder einmal sehr prominent vertreten sein. Mehr als 70 Tourismuspartner präsentieren sich auf dem riesengroßen Gemeinschaftsstand der Österreich Werbung unter dem Motto „Österreich. Treffpunkt Europas“. Das Ambiente des neu gestalteten 1.200 m2-Stands wird dank Holzböden und eindrucksvollen LED-Wänden, auf denen Videos und wechselnde Österreich-Bilder die Besucher begrüßen, zu einem besonders sinnlichen Erlebnis werden. Neu ist heuer aber nicht nur der Messeauftritt, auch im Vorfeld gibt es eine „Premiere“: auf www.itb.austriatourism. com stehen für Touristiker vor, während und nach der Messe alle Infos rund um den Österreich-Auftritt auf der ITB, aber auch aktuelle Fotos, Videos und eine Veranstaltungsnachlese zur Verfügung. Dieser neue ITB-Channel ist bereits seit Anfang September online und soll Anlaufstelle für teilnehmende Partner, aber auch Berichterstatter für „Daheimgebliebene“ sein. Ab Mittwochabend kann auch der Aufbau des Stands am ITBChannel mitverfolgt werden. Der bereits in den letzten Jahren erfolgreich etablierte ITB-Blog mit Fokus auf Wissensweitergabe bleibt eigenständig, aber in den Channel integriert. Das ist ein wirklich guter Service für Profis!

Bisher hat die Planung eines Inlandsurlaubs allerdings selten mit dem tatsächlichen Reiseverhalten übereingestimmt. Man plant eine längere, teurere Reise in den Süden oder weiter ent-

PMT Tourismus GmbH

Travel Industry Club Austria (TIC-A) Versäumnisse in der Grundlagenforschung offenkundig: Uni-Lehrstuhl nötig

Wien. Vanessa Blambeck, seit 2009 für die PMT Tourismus GmbH tätig, hat ihr Team aufgestockt und wird seit kurzer Zeit durch Michael Gasparevic, Sales Representative mit Schwerpunkt Corporate Business, und Agnes Kwasna, Sales Representative mit Schwerpunkt MICE, unterstützt. www.pmttourismus.com

erreicht den Tourismus zeitverschoben und mit indirekten Auswirkungen; die Polarisierung nimmt zu.“ Peter Zellmann institut für freizeit- und tourismusforschung

Was besonders bei den für 2014 beabsichtigten Urlaubszielen auffällt, ist, dass deutlich weniger reisewillige Österreicher einen Österreichurlaub planen, aber dafür einen Urlaub in außereuropäischen Ländern anstreben.

Traum und Wirklichkeit

© PMT Tourismus

Die bereits mehrfach dokumentierten Unterschiede im Reiseverhalten nach Bevölkerungsgruppen bestätigen sich auch diesmal wieder: Ältere Personen reisen seltener; 42% der 15- bis 29-Jährigen, 43% der 30- bis 49-Jährigen und 50% der Über-50-Jährigen sind 2013 nicht verreist.

fernte Länder, urlaubt dann aber letztlich doch kürzer und preiswerter in Österreich. Der Jahresvergleich zeigt, dass sich jedes Jahr zwischen neun Prozent (2009) und 16% (2008) der Urlaubsreisenden schlussendlich für einen Österreichurlaub entscheiden. Es bleibt also abzuwarten, inwieweit sich die Reiseplanung für 2014 als realistisch erweist oder ob schlussendlich dann doch wieder häufiger als zunächst vorgenommen das Inland als Reiseziel für die Haupturlaubsreise gewählt wird; mit Einbrüchen beim Inlandstourismus ist aber zu rechnen.

Ohne Bildung und Budget Personen mit niedriger Bildung verreisen ebenfalls weniger häufig: 57% der Personen mit Pflichtschulabschluss, 52% der Personen mit Lehrabschluss oder abgeschlossener mittlerer berufsbildender Schule und 21% der Personen mit Matura/Universitätsabschluss haben 2013 keine Urlaubsreise unternommen. Personen mit niedrigem Haushaltsnetto-Einkommen verreisen – was nicht überrascht – ebenfalls seltener: 59% der Personen mit einem Haushalts-Netto-Einkommen unter 1.500 €, 47% mit einem

Ältere reisen seltener Zu beachten ist bei der Analyse der Reiseziele, dass es ausschließlich um die Haupturlaubsreise, d.h. die längste Urlaubsreise des jeweiligen Jahres, geht; Zweitoder Drittreisen werden in dieser Betrachtung nicht erfasst.

Haushalts-Netto-Einkommen von 1.500 bis 3.000 € und 30% mit einem Haushalts-Netto-Einkommen über 3.000 € sind 2013 nicht verreist.

Urlaub auf Balkonien Im langjährigen Vergleich betrachtet, haben im Reisejahr 2013 so wenige Reisende wie noch nie ihren Haupturlaub im Inland verbracht. Zu berücksichtigen ist allerdings die zuvor angesprochene Entwicklung im Reiseverhalten (Zunahme an Nichtreisenden, Abnahme an Kurzurlaubern) im Zusammenhang mit dem Wetter im Sommer 2013: Mehr Österreicher als in den vergangenen Jahren sind heuer in ihrem Urlaub gar nicht verreist und haben das schöne Wetter für einen „Heimurlaub“ genutzt. „Urlauber auf Balkonien waren immer schon die größte Gruppe“, so Studienleiter Zellmann. www.freizeitforschung.at

Österreichs Tourismusforscher alarmiert Wien. Österreichs Tourismusexperten beklagen Versäumnisse in Politik und Wirtschaft bei der Grundlagenforschung. „5,5 Prozent BIP-Anteil und über 330.000 Arbeitsplätze in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft sind offenbar nicht ausreichend für einen einzigen öffentlich-rechtlichen Lehrstuhl für Tourismus und Freizeitwirtschaft“, kritisiert der Rektor der privatwirtschaftlich organisierten Modul-Universität, Karl Wöber. Österreich leiste sich Unis mit Guggenheim-Architektur, aber für ein Tourismus-Institut fehle offenbar das Geld, so Wöber auf einer Veranstaltung des Travel Industry Club Austria (TIC-A).

Grundlagen für Innovation

Vanessa Blambeck, Verkaufsleiterin bei Ramada Hotel-Betreiber PMT.

Die dargestellten Zeitreihen aus 18 Jahren Tourismusforschung ergeben jetzt eine verlässliche Analyse des Reisejahrs 2013.

Wöber bestätigt, dass es viel Forschung gibt, bezweifelt allerdings, ob sie im Tourismus stattfindet. Man müsse zwischen angewandter und Grundlagenforschung unterscheiden. „Da haben wir in den letzten Jahren ein riesengroßes Problem bekommen“, warnt Wöber.

„Grundsätzlich mangelt es nicht an Forschung und Entwicklung, da stehen wir im europäischen Vergleich sehr gut da“, so StatistikAustria-Experte Peter Laimer. Die touristische Forschung sei Grundlage für Innovation und sorge für Wettbewerbsfähigkeit. Es sei allerdings schwierig, sie ausreichend abzugrenzen oder als eigene wissenschaftliche Disziplin zu definieren, schränkt Laimer ein. Dazu sei sie zu interdisziplinär. Allein in Österreich beschäftigen sich einige universitäre wie außer-universitäre Einrichtungen mit Tourismusforschung. Da sei es kaum möglich, herauszufinden, „wo sich die Tourismusforschungsausgaben verstecken“, so Laimer. Der Forschungsbereichsleiter der IMC Tourismfactory an der FH Krems, Georg Christian Steckenbauer, relativiert die Bedeutung eines eigenen Tourismus-Lehrstuhls. Er plädiert für eine Bündelung bestehender Ressourcen und verstärkte Kooperationsanstrengungen: „Die Probleme werden nicht durch einen Lehrstuhl gelöst. Letztlich geht es um den Verwer-

tungskontext, um Mehrwert und Verwertbarkeit“, so Steckenbauer.

Kommunikation ist wichtig

len bringt die Tourismusforschung um. Es gibt zu wenige Publikationen, die Universitätsleitung fordert Publikationen, die ihr Ranking verbessern; Tourismus ist nicht dabei. Hier stellt sich die Frage, mit wem die WU in Konkurrenz steht. Derzeit überholen uns Hochschulen in Asien, Nordamerika und Australien.“

Wo er allerdings – ebenso wie Daniela Wagner von der FH Wien – Handlungsbedarf sieht, ist die Übersetzungsleistung und Kommunikation von Forschungsergebnissen an die Öffentlichkeit. Dazu Wöber: „Das Diktat der Zah-

Lehrstuhl nicht nachbesetzt

Modul-Rektor Karl Wöber will Lehrstuhl.

Der Lehrstuhl für Tourismus und Freizeitwirtschaft wurde nach der Pensionierung von Prof. Josef Mazanec nicht mehr nachbesetzt. Zwischen 1982 und 2011 wurden laut Wöber 84 Dissertationen betreut, die Absolventen seien heute in führenden Positionen des Österreichischen Tourismus tätig. So wie die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) fordert auch der Travel Industry Club (TIC) vehement, dass der seit drei Jahren verwaiste Lehrstuhl nachbesetzt und die touristische Grundlagenforschung in Österreich auf neue Beine gestellt wird. www.travelindustryclub.de

© Fotodienst/Christian Mikes

Neues Team in der Zentrale

„Die Wirtschaftskrise


kOmm & b l e i b

Freitag, 28. Februar 2014

medianet destination – 63

Freunde der Berge Mit einer neuen Stammkundenkarte genießen Gäste von Annaberg und der Gemeinde Mitterbach künftig exklusive Angebote

Mostviertel-Stammkundenkarte

Die neue Card ist in zwei Bergerlebniszentren im Mostviertel und in den Wiener Alpen in Niederösterreich kostenlos erhältlich. Wieselburg. Ein großer Anreiz, ganz offiziell ein „Freund der Berge“ zu werden, ist die Teilnahme an einem Gewinnspiel, bei dem es viele attraktive Preise zu gewinnen gibt – nämlich Urlaube für zwei Erwachsene und zwei Kinder (bis zwölf Jahre) für zwei Nächte in einem Beherbergungsbetrieb in den teilnehmenden Gebieten – inklusive Skikarte; weiters gibt es Saisonkarten und Tageskarten für die teilnehmenden Skigebiete und Ski sowie Skistöcke der Firma Head zu gewinnen. „Freunde der Berge“ heißt eine neue Stammkundenkarte, die in jeweils zwei Bergerlebniszentren im Mostviertel und auch in den Wiener Alpen in Niederösterreich erhältlich ist. Anmeldekarten dazu sind in den Hotels, Gasthäusern, Hütten sowie Skilift-Kassen und Skiverleihen

von Annaberg und der Gemeinde Mitterbach erhältlich. Wer gerade nicht in der Region ist, kann auch auf der Website von Mostviertel Tourismus online einen Kartenantrag ausfüllen. Neben einer personalisierten „Freunde der Berge“-Karte im Scheckkartenformat mit Barcode erhalten die Kartenhalter einen Gutschein für ein Heißgetränk, der auf der Anna-Alm (Annaberg), im Teichstüberl (Annaberg) oder im Terzerhaus (Gemeindealpe Mitterbach) eingelöst werden kann. Außerdem werden „Freunde der Berge“ via Newsletter regelmäßig über exklusive Sonderangebote für

„Freunde der Berge“ informiert und bekommen drei Mal jährlich das momag, das Mostviertel-Magazin.

Feste am Ende der Saison Zum Saisonabschluss findet übrigens in allen teilnehmenden Gebieten ein großes Fest statt, bei dem „Freunde der Berge“ inklusive Gratis-Liftkarte und einem Gratisgetränk dabei sein können: • 15. März 2014 „Gmoa Oim Race“ in Mitterbach • 2 9. März 2014 Kinderfest in Annaberg www.freundederberge.at www.mostviertel.info

© Mostviertel Tourismus / weinfranz.at

alice hefner

Vorteilskarte der Bergerlebniszentren in Niederösterreich bringt viele Boni.

ÖHV Lehrlings-Akademie

Qualifikation

Wien. „Unsere Lehrlings-Akademie weckt die Potenziale der Jugendlichen – das ist wichtig und gut so. Das sind die Fachkräfte von morgen und somit Österreichs touristische Zukunft“, so Thomas Brenner, GF der ÖHV Touristik Service GmbH, über den Nutzen der zwei Mal vier Tage dauernden Weiterbildung für Hotellehrlinge. Gelernt wird an typischen Situationen aus dem Hotelalltag, von der Empfehlung im Restaurant bis hin zum Verkauf an der Rezeption. Neben dem sprachlichen Ausdruck achten die Trainer ebenso auf den Einsatz der Körpersprache. Ebenso im Fokus: die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen. Die nächste Lehrlings-Akademie startet am 7. April. www.oehv.at/lehrlingsakademie

WienTourismus Online

Ideenfindung

Wien. Bei der Erarbeitung der Wiener Tourismusstrategie 2020 setzt der WienTourismus auf einen globalen Zugang: Reisende aus aller Welt, Tourismusexperten und Wiener sind via Ideenwettbewerb dazu eingeladen, neue, unkonventionelle und provokante Vorschläge für die Destination Wien einzubringen. Die zentrale Frage lautet dabei: „Was macht Wien 2020 zur attraktivsten Stadt Europas?“ Vorschläge bis zum 18. März unter: http://2020.vienna.info

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© Peter Rigaud

Ä Tourismusdirektor Norbert Kettner setzt für Wien 2020 auf „Open Innovation“.


au f & dav on

64 – medianet destination

short

Emirates ist wertvollste Airline-Marke der Welt

Freitag, 28. Februar 2014

Accor Hotelgruppe verzeichnet solides zweites Halbjahr 2013 dank einer erfreulichen Erholung des Hotelgeschäfts

Anhaltendes Wachstum & solide Ergebnisse in 2013

© Emirates

Die Kernprioritäten des Jahres 2014 sind Innovation, die digitale Technologie und die Markenpflege.

Web hilft Rauchern bei weltweiter Hotelsuche Lake Forest. Smoketels heißt ein neuer Service im Netz, der aktuell bereits mehr als 100.000 raucherfreundliche Etablissements weltweit im Programm hat. Auf der Webseite können Hotelketten ihr Angebot preisgeben, ohne Imageeinbußen befürchten zu müssen. Viele Hotelbetriebe wie z.B. Marriott Intenational sind in den USA und anderen Ländern der Welt in letzter Zeit zunehmend dazu übergangen, Rauchen in ihren Räumlichkeiten komplett zu verbieten. http://smoketels.com

© Meier’s Weltreisen

Fünftägige MotorradTour rund um Kapstadt

Mit einer Harley-Davidson unterwegs auf Südafrikas Küstenstraßen.

Salzburg. „On the Road – mit der Harley ums Kap“ heißt die neue, fünftägige Motorradtour von Meier’s Weltreisen aus dem Afrika-Programm. Auf einer Harley genießen Gäste mit ihrem englisch sprechenden Reiseleiter eine der weltweit schönsten Küstenstraßen auf dem Weg von Kapstadt zum Kap der Guten Hoffnung. Die Reise kostet mit vier Übernachtungen/DZ/Frühstück, Transfers, 3 Tage Bike-Miete, etc. mit Flug ab/bis Deutschland ab 2.029 € p.P. Person). www.meiers-weltreisen.at

2013 erzielte der Konzern in ganz Europa auf den Schlüsselmärkten trotz Schwierigkeiten einen beachtlichen Zuwachs.

sind, mit strategischer Ausrichtung auf das operative Geschäft, hat im Vorjahr die Tätigkeit intensiviert. Die Fertigstellung des Modernisierungsprojekts für die Marken der ibis-Familie (über 1.700 Hotels firmieren nunmehr unter neuem Namen) wurde umgesetzt.

Einsparungsvolumen 2014 „Die Umsetzung der Strategie von HotelInvest läuft an; die Teams sind ab sofort in diesen Bereichen entsprechend gegliedert, jeweils mit eigenem Reporting und eigenen Zielen“, so Bazin. Die neue Strategie, gestützt auf die Verwertung und die Komplementarität der historischen Konzernaktivitäten als Hotelbetreiber und Franchisegeber (HotelServices) einerseits, sowie Hoteleigentümer und -investor (HotelInvest) andererseits geht auf. Ein neues Executive Committee, in dem beide Konzernbereiche sowie die fünf Regionen vertreten

Midscale & Upscale Hotels Und – last but not least: Der Kos-tensenkungsplan in Höhe von 100 Mio. € für 2013 und 2014 zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns angesichts tendenziell steigender Betriebskosten und des verschärften Wettbewerbs in Europa ist auf Schiene. Per Ende 2013 erreichte das Einsparungs-

volumen bereits 37 Mio. €. Der Umsatz in den Midscale und Upscale Hotels legte auf vergleichbarer Basis um 2,9% zu, der Umsatz der Economy-Hotels stieg auf vergleichbarer Basis um 2,4%.

Asset Management Accor veräußerte im Rahmen seiner Asset-Management-Politik im Jahr 2013 23 Hotels, darunter das Sofitel Paris Le Faubourg in Form eines Sale & ManagementBack-Vertrags im Gesamtwert von 113 Mio. € (inkl. 13 Mio. € für Renovierungsarbeiten). Zuletzt verkaufte Accor im November 2013 seine 19,4%ige Beteiligung an Tourism Asset Holdings Ltd. (TAHL) für einen Betrag von

46 Mio. €; damit verbunden war die Rückzahlung von Darlehen in Höhe von 53 Mio. €. Bei 30 Hotels mit Mietvertrag wurde eine Umstrukturierung vorgenommen.

Schuldenreduzierung Insgesamt konnte durch diese Asset Management-Maßnahmen im Jahr 2013 die Nettoverschuldung des Konzerns um 331 Mio. € gesenkt werden; die bereinigte Nettoverschuldung unter Berücksichtigung der festen Mietverpflichtungen verringerte sich um 408 Mio. €. Am 29. April 2014 findet die Hauptversammlung der hoffentlich zufriedenen Aktionäre statt. www.accorhotels.com

Dolomiten Wellness Residenz Mirabell Sonnenskilauf auf den Spuren eines olympischen Medaillengewinners

Südtiroler Winter mit Fünf Sterne Service Olang. Die Fünf Sterne Wellness Residenz Mirabell mit 55 Suiten und Zimmern steht für Südtiroler Gastfreundschaft sowie für exklusive Wellness- und Gaumenerlebnisse. Die haubenprämierte Gourmetküche unter der Leitung von Ulrich Plankensteiner garantiert höchste Qualität. In Harmonie mit der Natur begrüßt das Spa die Gäste des Wellnesshotels Mirabell auf 1.400 m2 mit einem vielfältigen Angebot an Beauty-Anwendungen. Das Herzstück des einzigen Fünf SterneHauses der Ferienregion Pustertal, das zu den Belvita Hotels gehört, sind ayurvedische Behandlungen, die auch von speziellen Menüs begleitet werden.

Sotschi-Gewinner Die hauseigene Produktlinie „AyurSpirit“ rundet mit ihren edlen Inhaltsstoffen das ganzheitliche Wellnesserlebnis ab. Dank seiner Nähe zum Kronplatz, Südtirols erstem Skigebiet, sowie zu den Dolomiten, die seit 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe

gehören, ist das Haus ein idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Outdoor-Aktivitäten. Während Wintersportfans in vielen Regionen ins weite Grün schauen, erfreut sich die Region perfekter Schneeverhältnisse. Auf den Spuren des aus dem Pustertal stammenden zweifachen Medaillengewinners von Sotschi, Christof Innerhofer, genießen Urlauber bei Sonnenschein und idealen Bedin-

gungen die abwechslungsreichen Pisten des Skigebiets. Mit dem „Ski-& Funpaket“ erleben Winterurlauber vor der Kulisse der tief verschneiten Dolomiten sieben Tage lang sonnigen Schneespaß mit luxuriöser Unterkunft. Im Anschluss an einen Tag auf den Brettern lädt der Wellnessbereich des Mirabell bei wohltuenden Massagen, in der Saunalandschaft oder im Whirlpool zur

© Dolomiten Wellness Residenz Mirabell

Dubai/Wien. Die Airline Emirates wurde zum dritten Mal in Folge durch den „The Brand Finance Global 500 Report 2014“ als wertvollste Airline-Marke der Welt ausgezeichnet. Die Fluglinie ist zudem zum vierten Mal in Folge die wertvollste Marke im Raum Middle East. Ihr Markenwert beträgt derzeit rund 4,5 Mrd. €; das ist eine Steigerung von 34% zu 2013. „Emirates befördert mehr Passagiere auf Langstreckenflügen als jede andere Fluglinie und entwickelte sich zu einem Standard, an dem alle anderen Airlines gemessen werden. Als Mitarbeiter der wertvollsten Marke in Middle East sind die Angestellten von Emirates Botschafter für die gesamte Region, bauen Brücken und fördern die guten Beziehung zwischen den unterschiedlichsten Kulturen durch ihre einzigartigen Leistungen“, so David Haigh, Chief Executive, Brand Finance. www.emirates.at

München. 2014 wird Accor die Umsetzung der am 27. November 2013 von Accor CEO Sébastien Bazin bekannt gegebenen Strategie fortsetzen. Ausgestattet mit einer klareren, agileren Organisationsstruktur und einer soliden Finanzlage, wird der Konzern sich auf die strategischen Handlungsschwerpunkte konzentrieren: Das sind eine Neudefinition der „digitalen Strategie“ des Konzerns, insbesondere im Bereich der Distribution, sowie eine weitere Stärkung der Marken und Konsolidierung der Marktanteile und die Umsetzung der Strategie von HotelInvest. Dazu Bazin: „Unsere Jahresergebnisse 2013 und die Finanzlage des Konzerns sind solide, die Teams setzen die neue Roadmap zügig und mit großem Engagement um. Trotz nach wie vor ungewisser wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in manchen Regionen profitieren wir insgesamt von der weltwirtschaftlichen Belebung und der Stärke unserer Marken.“

© Stéfan Kraus; MGallery Hotels; Jacques Yves Gucia; Anne Emmanuelle Thion

michael Bär

Multikult-Belegschaft verkörpert bei Emirates den Geist der Marke.

Dolomiten Wellness Residenz Mirabell: eine der besten Hoteladressen in Südtirol.

Entspannung ein. Abends genießen Gäste einen raffinierten Mix aus Südtiroler Spezialitäten und leichter mediterraner Küche. Das Package kostet ab 1.087 € p.P. und beinhaltet sieben Übernachtungen im DZ Morgentau, die Dreiviertel-Verwöhnpension sowie einen Fünf-Tages-Skipass. Urlaubern, die den Winter lieber nutzen, um auszuspannen und Kraft zu tanken, bietet das Mira-bell mit dem „Winterwellund Beauty-Paket“ ein passendes Arrangement. Im Paket enthalten sind Ayurveda-Behandlungen, die nach einem Check-up von einem Therapeutenteam durchgeführt werden. Im Aurora Spa entspannt man in den Saunen und Dampfbädern oder genießt vom beheizten Außenpool den Blick auf die umliegende Bergwelt. Das Winterwell- und BeautyPaket enthält einen Check-up und die passenden Ayurveda-Behandlungen sowie vier Übernachtungen im DZ plus DreiviertelMirabell-Verwöhnpension und ist ab 667 € p.P. buchbar. www.mirabell.it


we l l n e s s & kon gr e s s

Freitag, 28. Februar 2014

medianet destination – 65

Event-Trendanalyse 2014 Erfolgreiche Geschäfte mit deutschen Veranstaltungsplanern mit Mix aus On- & Offline

Eine österreichisch-deutsche Kooperation präsentiert Locations und Destinationen aus Österreich. schiedlichen Anbieter aus ganz Europa einzigartig.“ Auch Gottfried Rieck, CEO des Majestic Train de Luxe, zeigt sich von der „neuen, innovativen Veranstaltungsreihe, die Veranstalter und Interessenten in relaxter Atmosphäre ungezwungen zusammenführt“, begeistert. Ebenso überzeugt hat das neue Eventformat die Salzburger Salesund Marketing-Managerin im Hotel Alpine Palace, Manuela Wolf: „Das Konzept – schnell und direkt – von MICE by melody kommt uns sehr entgegen. Einen Abend lang mit vielen Entscheidern reden, ist genau das, was mir Zeit spart.“

michael bär

W i e n . C o r p or at e - P l a n n e r i n Deutschland stützen sich bei der Recherche nach Destinationen, Event-Locations und Tagungs­ hotels in erster Linie auf das Internet. Bei der aktuellen Trendanalyse 2014 – hrg. vom Verband der Kongress- und Seminarwirtschaft e.V. (degefest), von der Vereinigung Deutscher Veranstaltungsorganisatoren e.V. und der Hochschule Heilbronn – gaben 77,9% der befragten deutschen Event-Planer an, dass sie das Internet als wichtigstes Recherchewerkzeug nutzen. Die Webseiten der Anbieter spielen dabei jedoch eine geringere Rolle, nämlich nur bei 72,7% der Befragten. Für mehr als die Hälfte (55,8%) ist Google dabei mittlerweile das wichtigste Recherche-Tool geworden.

Weissensee. Mit Beratung und Begleitung der Ärztin für Allgemein- und Komplementärmedizin, Elisabeth Winkler-Lackner, und dem mit zwei Hauben ausgezeichneten Küchenchef und Dipl. Diät–FX Mayr-Koch Florian Klinger werden im Weissenseerhof die Heilkräfte angekurbelt und Energie und Lebensfreude aufgetankt. Die Zimmer mit Seeblick vermitteln mit ihrer leichten, luftigen Ausstattung ein wunderbares Cocoonfeeling, das See-Spa lädt zum Relaxen und Faulenzen ein, die meditative Kraft des Sees wirkt wie ein Beruhigungscocktail für die Sinne. Wer eher motorisch veranlagt ist, bedient sich aus der E-Bike-Flotte des Hauses oder erkundet im Nordic WalkingModus die Natur rund um den Weissensee. www.weissenseerhof.at

Wachsender Beliebtheit erfreut sich die Veranstaltungsreihe auch bei den Event-Planern in Deutschland. Nicht zuletzt deswegen, weil sich führende Event-Entscheider, kreative Köpfe und Macher der Event-Branche miteinander austauschen. In München, Düsseldorf und Frankfurt ist die Veranstaltung zumeist schon einige Wochen vor dem Termin ausgebucht. Dieser bunte Mix an Angeboten und Gesprächspartnern ist für Event-Planer ein sehr großer Mehrwert, auf den sie nicht verzichten möchten. http://platzpirsch.at

© DJ Hildegard/MICE by melody

25. März 2014 in Frankfurt 26. März 2014 in Düsseldorf 27. März 2014 in München 4. Juni 2014 in Berlin 5. Juni 2014 in Hamburg 9. September 2014 in München 10. September 2014 in Frankfurt 11. September 2014 in Düsseldorf

Managerin im Congress Casino Baden. „In gemütlicher, ent­ spannter Atmosphäre konnte man Kunden und Interessenten treffen, kennenlernen und sich austauschen – für die Teilnehmer und sicherlich auch für die unter-

Aqua Dome Erholsame Ostertage in der Tirol Therme

„Spa Manager des Jahres 2014“

Ein Kurzurlaub im Thermenresort

Wien/Bad Waltersdorf. Harald Binder, Spa Manager des Falkensteiner Therme & Golf Hotel Bad Waltersdorf, befindet sich als einziger Österreicher im erlesenen Kreis der zehn Nominierten für den heurigen „Spa Manager des Jahres“. Der Deutsche Wellness Verband und die internationale Leitmesse „Beauty Düsseldorf“ würdigen am 23. März die zehn Finalisten und küren den Sieger 2014.

Längenfeld. Ruhe und Harmonie bestimmen das Ambiente im Thermen-Resort, das als größtes Vier Sterne Superior Hotel Tirols über 200 großzügige Zimmer und Suiten verfügt und dennoch familiär ist. Gekocht wird auf Hauben-Niveau, zum Anstoßen stehen 300 Sorten aus dem Weinkeller zur Wahl. Im Rahmen des Oster-Pakets (ab 596 € p.P.) werden Gäste am Ostersonntag außerdem mit einem köstlichen Brunch verwöhnt.

rungsprofil dieser Berufsgruppe hingewiesen und besondere Leistungsträger gewürdigt werden. Neben Harald Binder befinden sich noch sieben Deutsche und zwei Schweizer in der Auswahl, u.a. Theresa Brandl vom Fünf Sterne Viktoria Jungfrau Grand Hotel & Spa (Interlaken/Schweiz). Vergangenes Jahr wurde HansPeter Veit vom Brenners ParkHotel & Spa ausgezeichnet. www.falkensteiner.com

Leistungsträger würdigen

Therme mit Freiluft-Schwebeschalen, Kinderwelt „Alpen Arche Noah“, Saunawelt „Gletscherglühen“ und Fitnesscenter „Gipfelsturm“ nutzen – und zwar schon ab 9 Uhr des Anreisetags. Ein Gratis-Shuttle bringt Gäste nach Sölden, wo das bis zu 3.340 m hoch gelegene Gletscherskigebiet am Rettenbach- und Tiefenbachferner beste Pistenverhältnisse unter der Frühlingssonne bietet. www.aqua-dome.at

Neben den Wohnwelten ist es v.a. die großzügige Thermenlandschaft, die Energie für den Alltag liefert. Unbeeinträchtigt vom Tagesbetrieb, relaxen Hotelgäste im Spa auf Augenhöhe mit den umliegenden Gipfeln. Auf zwei Ebenen und 2.000 m2 locken eine freiliegende Kristall- sowie eine Alpenkräutersauna mit Ötztaler Kräutern, Whirl-Liegen, Längenfelder Badl, gemütlicher Lounge mit Feuerinszenierung und großzügige Ruheräume. Zusätzlich zum Premium Spa können Hotelgäste die 20.000 m2

© Aqua Dome/Lohmann

© tinefoto.com/Martin Steinthaler

Ötztaler Kräuter im Spa

Harald Binder, Spa-Manager des Falkensteiner Therme & Golf Hotel.

Geinberg. Das Spa Resort Therme Geinberg, ein Resort der Vamed Vitality World, zählt mit fast sechs Mio. Gästen seit der Eröffnung 1998 zu den besten Wellnessresorts des Landes; die Auszeichnungen für das Resort im oberösterreichischen Innviertel sind dafür Beweis genug. Die Geinberg Private Spa Villas wurden im Relax Guide 2014 mit der Höchstnote von vier Lilien prämiert. Das Restaurant Aquarium darf sich über die zweite Gault-MillauHaube freuen. Nun folgte das Upgrade zum Vier Sterne Superior Hotel. www.therme-geinberg.at

Die Moosgumpe ist ein Entspannungsbad mit echten Moospflanzen.

Vitality Med: Hilfe bei Rückenproblemen

© Christian Wöckinger

anstaltungen in den Städten Hamburg, Berlin, München, Düsseldorf und Frankfurt am Main. „MICE by melody ist ein völlig neues und kommunikatives Veranstaltungskonzept“, so Ursula Winter, Sales und Marketing

Auszeichnungen für Spa Therme Geinberg

termine 2014

DJ Hildegard wird bei den Networking-Events der deutsch-österreichschen Events ab März 2014 in ausgewählten ­Städten für eine angenehme Atmosphäre sorgen.

Falkensteiner Harald Binder als einziger Österreicher

„Die Nominierung zu diesem Preis ist eine besondere Ehre, zumal hier Branchenkenner und Experten die Auswahl treffen. Ihnen ist bewusst, dass wir in unserer Funktion eine große Bandbreite an Aufgaben abdecken und große Verantwortung gegenüber Gästen und Kollegen tragen. Momentan bin ich noch sehr gelassen, am Tag der Verleihung wird sich das aber mit Sicherheit in Aufregung wandeln“, so Harald Binder, Spa Manager im Falkensteiner Therme & Golf Hotel Bad Waltersdorf. Mit dem „Spa Manager des Jahres“ soll auf das hohe Anforde-

Die moderne FX Mayr Kur: 8 Tage Körper reinigen und Kraft tanken.

Termine ausgebucht

Persönliche Kontakte Das zeigt deutlich, wie wichtig das Internet für österreichische MICE-Anbieter ist, wenn sie erfolgreich ihre Produkte, Leistungen und Services an Event-Planer aus Deutschland verkaufen wollen. An der Spitze – und für deutsche Event-Planer am wichtigsten – steht jedoch nach wie vor der persönliche Kontakt zu den Anbietern. Auf diese Anforderungen deutscher Event-Entscheider geht eine österreichisch-deutsche Co-Produktion ein. Die MICE-Portale platzpirsch. at und MICEboard.com kommunizieren nicht nur die Angebote österreichischer MICE-Anbieter online, sie kooperieren auch bei der exklusiven und erfolgreichen Networking-Event-Reihe „MICE by melody“ mit jährlich acht Ver-

Auszeit vom Alltag mit frischer FX Mayr Kur © Weissenseerhof Hotel / Paul Spierenburg

Networking-Roadshow heimischer MICE-Anbieter

short

Hotel & Spa Laa wurde von HolidayCheck als TopHotel ausgezeichnet.

Laa a.d.Thaya. Nur eine knappe Autostunde von Wien entfernt, im nördlichen Weinviertel, hat sich die Therme Laa in nur zehn Jahren zu einem der beliebtesten und umfassendsten Medical Wellness Resorts in Österreich entwickelt. Das Gesundheitszentrum Vitality Med Laa ist darauf spezialisiert, Rücken- und Nackenschmerzen, Verdauungsprobleme und weitere spannungsbedingte Beschwerden mit Ärzten in Zusammenarbeit mit Therapeuten zu behandeln. www.therme-laa.at


ga st & w i r t

66 – medianet destination

Freitag, 28. Februar 2014

WohlfühlHotel Schiestl Winterwanderwoche im März mit Schneeschuhwanderungen und nächtlicher Fackelwanderung

short

Wanderer-Stammtisch in der Tiroler Zirbenstube

© ActiLingua Apartment-Hotel-Pension

Fast zentral gelegenes Business Hotel in Wien

Hotelchefin Marianne Schiestl-Knoll: „Unsere Gäste schätzen unsere starken Zillertaler Wurzeln sehr.“ michael bär

Fügenberg. Das Vier Sterne WohlfühlHotel Schiestl ist ein ideales Winterdomizil für Familien und Aktivurlauber, die zum Skifahren ins Zillertal kommen, aber ebenso für Winter- und Schneeschuhwanderer, Nordic Walker und Langläufer. Eine gute Gelegenheit, die romantischen Seiten des Winters rund um Fügen und Fügenberg kennenzulernen, ist die „Winterwanderwoche“ (22.–29.03.2014).

Wien-Package für 2 Personen/ 3 Nächte mit Frühstück: 150 € p.P.

Wien. Das ActiLingua Apartment-Hotel befindet sich im 11. Wiener Gemeindebezirk, ein Business Hotspot großer österreichischer Firmen – das Haus ist deshalb idealer Ausgangspunkt für Geschäftsreisende in Wien. Die nächste U3-Station (U3 Zippererstraße) sowie eine Straßenbahnhaltestelle (Linie 71 Molitorgasse) sind in nur fünf Minuten zu Fuß erreichbar. Und wenn nach dem Firmentermin noch Zeit bleibt für Sightseeing, dann ist man mit den Öffis gleich im Zentrum. apartment-hotel-wien.at

Woche für Genießer alpinen Lifestyles Finkenberg. Das Stock resort begrüßt den Frühling mit einer „Hitwoche“. Von 30. März bis 4. April erwartet Freunde luxuriöser Auszeiten eine Lifestylewoche voller Highlights im renommierten Zillertal-Hotel. Entspannt lässt sich die Sonne auf der Panoramaterrasse genießen – auf Liegestühlen, eingehüllt in kuschelige Felle, mit einem Glas Mount Stock Secco White in der Hand. Eine Weinverkostung auf dem Berg, eine exklusive Schmuckausstellung, Livemusik und kulinarische Highlights sowie „Stock‘s Hitwochenball“ verleihen dem Urlaub von 30. März bis 4. April 2014 ein exklusives „Flair von Welt“ (Preis p.P. ab 983 € im DZ). www.stock.at

Angerichtet

Zutaten für 4 Personen 300 g Matjesfilet natur (würfelig) 1 rote Zwiebel (Ringe) 2 Williams Birnen (kleinwürfelig) 150 g Knollensellerie (Streifen) 500 ml Joghurt natur 100 ml Mayonnaise, 1 Limette Dille, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Ingwer (kleinwürfelig), Chili (frisch, geschrotet oder Chilifäden) Zubereitung Selleriestreifen kurz in kochendem Wasser blanchieren, danach in Eiswasser abschrecken. Zwiebelringe, Joghurt, Mayonnaise, gehackte Dille, Saft und Schale der Limette, Salz und Pfeffer verrühren. Mit Matjesstücken und Selle-

© Schick Catering

Heringssalat mit Birnen und Sellerie

riestreifen vermengen. Birnenwürfel und Ingwer (nach Geschmack) unterheben. Mit fein gehacktem Knoblauch abschmecken und mit Chili dekorieren. Dazu passt frisch gebackenes Baguette. Dieser Heringssalat lässt sich gut vor- oder auch ganz schnell im Büro zubereiten. Keine Lust zum Selberkochen? Dann kommen Sie zum Schick-Heringsschmaus am 5. März ins Hotel Stefanie!

www.schick-catering.at Schick Hotels & Restaurants Wien Taborstraße 12, 1020 Wien Tel. +43 1 211 50 520 bankett@schick-hotels.com

Ihr Catering-Spezialist für Firmenfeiern und Events

Das Schiestl liegt etwas oberhalb von Fügen im weltberühmten Zillertal, am Fuße der Skigebiete Spieljoch und Hochfügen.

Die Talstation ist nur eine Gehminute von der Hoteltür entfernt, ebenso die nächste Skischule, die beim Einstieg in die gesunde Sportart hilft. Hochfügen-Hochzillertal nennt sich die „Best Connection im Zillertal“. Die alle Jahre wieder ausgezeichneten Pisten zählen zu den innovativsten im Zillertal.

gebiete im Zillertal inklusive Hintertuxer Gletscher enthalten. Im gesamten Zillertal erschließen über 170 Lifte fast 670 km Abfahrten; Skiguide Alf zeigt den Pistenfans seine Lieblingsstrecken.

Badeschlössl ab 16 Jahren Ganzheitlich aufbauend wird der Urlaub durch die Kreationen des Küchenchefs. Er und sein Team zaubern köstliche Vorspeisen- und Salatbuffets, Vier Gänge-Wahlmenüs, Themenbuffets und Sonntagsdinner. Die Gäste residieren in gemütlichen Komfortzimmern, Kuschelund Panorama-Suiten. Im Badeschlössl sind Gäste ab 16 Jahren unter sich.

Skipass für alle Abfahrten Der Skibus nach HochfügenHochzillertal hält direkt vor dem Schiestl. Wer aufs Ganze gehen will, sollte zu den „Firnwochen“ (08.–22.03.14) einchecken. Dann ist im Übernachtungsangebot ab 815 € der SechsTages-Superskipass für alle Ski-

Das Interieur ist eine perfekte Mischung aus Tiroler Tradition und Zeitgeist. Die Küche stellt verwöhnte Gaumen zufrieden – egal, ob man sich im Rahmen der Verwöhnpension für Hausmannskost oder multikulturelle Delikatessen entscheidet.

Einfach und gut erreichbar Dazu Hotelchefin Marianne Schiestl-Knoll: „Unsere Gäste schätzen das familiäre Ambiente unseres Hauses, das persönliche Engagement unserer Mitarbeiter und unsere starken Zillertaler Wurzeln.“ Erreichbar ist das Schiestl über Inntal-Autobahn oder Achenpass. www.hotel-schiestl.com

VieVinum 2014 Von 14. bis 16. Juni findet wieder Österreichs größte Weinmesse statt

Rekord in der Wiener Hofburg Wien. Schon jetzt ist eines klar: Die VieVinum 2014 stellt einen neuen Rekord auf: Die erfreulichen Zahlen an Ausstellern, die sich für heuer angemeldet haben, dokumentieren, dass die Präsenz auf Österreichs Leitmesse VieVinum für immer mehr Winzer und Weinhandelshäuser wichtig ist. Hatte sich die Anzahl an Ausstellern in den vergangenen Jahren auf rund 500 eingependelt, so liegen diese heuer schon bei deutlich mehr als 550 – ein Rekord, den VieVinum-Organisatorin Alexandra Graski-Hoffmann sowohl auf den steigenden Bekanntheitsgrad der Messe als auch auf die Effizienz der überschaubaren Größe zurückführt. „Die Ausstellerzahlen haben für uns das Maximum erreicht. Das heißt, wir haben nicht vor, die Messe noch weiter zu vergrößern. Woran wir aber laufend arbeiten, ist das Vertiefen unserer Kooperationen mit den wichtigen Multiplikatoren. Dadurch konnten wir mit den steigenden Besucherzahlen der vergangenen Jahre auch die Anzahl der Fachbesucher deutlich

erhöhen, was die Winzer offenbar an der VieVinum zu schätzen wissen“, so Graski-Hoffmann.

Französische Weine Die Reihe an Gastländern setzt dieses Jahr Frankreich fort; einige Weinbaugebiete dieses Landes zählen zu den berühmtesten der Welt. Und einige davon haben erst in den vergangenen Jahren Kult-

status erlangt; in sich jeweils klar strukturiert, bieten sie ein höchst vielfältiges Bild. Mondial, der Spezialist für Kongressreisen, hat für Besucher der VieVinum ein Paket geschnürt – mit Nächtigung in der gewünschten Hotelkategorie, vergünstigtem Eintritt zur VieVinum sowie wahlweise eine Anreise per Bahn. www.vievinum.at www.mondial.at

© Anna Stoecher

Im Rahmen des Wochenpakets werden zwei Schneeschuhwanderungen mit einem ausgebildeten Wanderführer und eine nächtliche Fackelwanderung auf die Beine gestellt. Täglich steht ein gut gefüllter Wanderrucksack bereit, abends gibt es einen Wandererstammtisch in der Zirbenstube. Den 20 €-Wellness-Gutschein kann man in Dani’s Vitalcenter einlösen: für ein Honig-Zirbenbad, ein Tiroler Heubad, eine Sport- oder Fußmassage oder eine Körperbehandlung in der Softpackliege; der Wohlfühlpool, die Saunalandschaft und die Ruhebereiche sind kostenfrei zugänglich. Danach macht das köstliche Dinner im Rahmen der Verwöhnpension mit delikaten Versuchungen zwischen Zillertaler Hausmannskost und internationaler Küche den Urlaubstag perfekt (Pauschalpreis: Landleben-Zimmer 600 €, Komfortzimmer 635 €, Kuschelnest-Suite 705 €, Panoramasuite 770 € p.P.). Das Haus liegt am sonnigen Eingang des weltberühmten Zillertals und am Fuße des Spieljoch, eines traumhaften, überschaubaren Familienskigebiets mit insgesamt 21 km Pisten.

© WohlfuehlHotel Schiestl

Breites Service-Angebot

Willi Klinger (Österreich Wein Marketing), Alexandra Graski-Hoffmann (VieVinum).


medianet

inside your business. today.

freitag, 28. FEBRUAr 2014 – 67

JUNGE MIT BILDUNGSDRANG

Um zu lernen, sind viele Arbeitnehmer auch dazu bereit, ihre Freizeit zu opfern  Seite 69

© Robert Half

© Lidl Österreich

careernetwork BOOM-JAHR FÜR DIE FINANZER

Eine Studie von Robert Half sieht „beste Jobaussichten im Finanzbereich“  Seite 71

LEOPOLD SCHAGL FESTO, TECHNIC © Festo/Martina Draper

Profil Der Wein­ viertler Günther Hofer zeigt vor, wie man mit Pioniergeist und Flexibilität den richtigen Druck macht. Liebe am Arbeitsplatz Wann und wo uns Gott Amor begegnet – und ob wir ihn nicht wieder wegschicken sollten. 



Seite 68

© Panthermedia.net/Igor Stevanovic

„Ohne die Familie geht gar nichts“

DAS GROSSE TABU

Nichts Genaues weiß man nicht – das gilt für Österreichs Gehälter. Dabei wünschen sich (fast) alle mehr Transparenz. Seite 71

Seite 70

© Astrid Bartl

Aktuelle Rangliste der 800 Top-Unis QS World University Rankings by Subject

Internationale Studie Überraschende Ergebnisse

Wien. Immerhin acht heimische Universitäten rangieren in mindestens einem von 30 Studienfächern unter den weltweit 200 besten Universitäten in den neuen QS World University Rankings by Subject.

Den besten Platz für Österreich erreicht dabei die Uni für Bodenkultur mit Rang 33 im Fach Landund Forstwirtschaft. Die Uni Wien ist in mehreren Fächern vertreten und belegt Platz 50 für Philosophie. In Geschichte, Linguistik, Moderne Sprachen sowie Statistik

© Wikimedia/Maclemo/CC Lizenz

Top: Boku und Uni Wien

International durchaus leistungsfähig: die Universität für Bodenkultur in Wien.

ist die Hochschule unter den ersten Hundert. Insgesamt ist die Uni Wien in 17 Fächern in den Top 200 vertreten. Die Wiener WU schaffte es in die Top 100 für Accounting and Finance sowie für Wirtschaftswissenschaften. In Computerwissenschaften, Elektrotechnik und Mathematik ist die TU Wien unter den 100 besten Schulen weltweit und in fünf weiteren Fächern in den Top 200. Weitere Unis in diesem Ranking sind Karl-FranzensUni und TU Graz, Medizinische Uni Wien und die Uni Innsbruck. (pj) http://bit.ly/1pwFpjs

© WKO

Unsere Unis sind schon ganz ok Sozial abgesichert

Martin Gleitsmann (Sozialpolitik/WKO), Stefan Traub (Universität Bremen, re.)

Wien. Vielleicht nicht ganz erwartet, aber doch bemerkenswert: Laut einer Studie des Zentrums für Sozialpolitik der Uni Bremen verfügen Österreichs Selbstständige über ein soziales Sicherungsnetz wie nirgendwo sonst in Europa. Im Vergleich von immerhin 18 OECD-Staaten wurde die Absicherung von Risiken wie Krankheit, Invalidität, Arbeitslosigkeit sowie Einkommensverlust durch Ausscheiden aus dem Erwerbsleben oder Elternschaft untersucht. Hinter Österreich rangieren Spanien, Finnland, Schweden, Estland etc.http://bit.ly/1eodzSk


C a r e e r por tr a i t

68 – careernetwork

Freitag, 28. Februar 2014

© Astrid Bartl (2)

Der waschechte ­Weinviertler­ Günther Hofer (57) re­üs­siert mit seiner gestalterischen und kaufmännischen Kreativität weit über den Manhartsberg ­hinaus. Und es „bleibt alles in der Familie“!

10 Fragen An GÜNTHER HOF ER

Als Kind wollte ich immer schon … Bandleader werden. Erfolg ist … Das Geschaffene auch als Zukunft zu sehen. Für die Karriere ist wichtig … Respekt, Flexibilität und Toleranz Mein Lebensmotto: Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu Jungen Menschen würde ich raten … Du kannst alles, wenn du nur willst! Die Bedeutung von Geld ist: Nicht alles im Leben. Ein Buch, das mich berührt hat … „Die Globalisierungsfalle“ von Harald Schumann und Hans-Peter Martin. Wohin ich unbedingt reisen möchte … Zur Chinesischen Mauer. Woran ich glaube … An Gott und an mich selbst. In 20 Jahren werde ich … Hoffentlich gesund sein, um zu reisen.

zur person Geb. am 5.6.1957 in Hollabrunn (NÖ), verheiratet mit Inge, drei Kinder ab 1963 Volks-, Haupt- und Handelsschule in Retz ab 1975 Lehre als Typografiker und Drucker in Retz, Weiterbildung in verschiedenen Druckereien 1988 Meisterkurse (Typografiker und Drucker) in Wien, 1990 Befähigungsprüfung 2005 Sohn Andreas Hofer tritt ins Familienunternehmen als Administrator der Werbeagentur und Druckvorstufe ein. 2005 Sohn Thomas Hofer tritt als Drucktechniker ins Familienunternehmen ein. 2014 Neuer Obmann WKNÖ, Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation

„A Hetz in Retz – wir bringen Medien in Form“ PAUL CHRISTIAN JEZEK

Retz. Vom Tellerwäscher zum Millionär? Nein, vom Druckereilehrling zum Weinviertler Medienguru – so lautet der Erfolgsweg von Günther Hofer seit einem runden Vierteljahrhundert. „Mir war schon sehr bald klar, dass ich möglichst bald mein eigenes Unternehmen gründen möchte“, erinnert sich der Medien- und Druck-Visionär im medianetGespräch. Seit dem „Tag der Arbeit“ im Jahre 1990 – als seine Firma auch formal ins Leben gerufen

„Unser Familienbetrieb wäre ohne meine Frau einfach nicht möglich gewesen.“ GÜNTHER HOFER

wurde – hat er im Weinviertel ein feines und dabei gar nicht mehr so kleines Firmenkonglomerat aufgebaut, das den Spagat zwischen bewahrenswerten Traditionen und modernsten Technologien (z.B. beim Druck) hervorragend meistert. „Für uns spielt es keine Rolle, ob ein Kunde lediglich eine kleine Stückzahl oder hohe Auflagen benötigt.“ Und auch auf die Größe kommt es eben nicht an: „Wir produzieren sowohl schöne, gebundene Bücher als auch z.B. repräsentative Visitenkarten mit Prägung.“ Dazu kommen u.a. Werbeartikel wie Flyer, Magazine, Plakate oder auch Speisekarten, Firmen- oder Hochzeitszeitungen, individuell gestaltetes Briefpapier

sowie Broschüren aller Art. Und, wichtig für eine Region wie jene rund um Poysdorf und Falkenstein: „Nicht nur Firmenkunden schätzen die Möglichkeit, Weinkartons mit sehr persönlichem Druck herstellen zu lassen.“

Ein kurzer Blick zurück Schon relativ kurz nach der Start-up-Phase – nämlich im Fußball-WM-Jahr 1994 – erweiterte Günther Hofer das Familienunternehmen mit der ersten Geschäftsstelle (in Eggenburg) und einem zusätzlichen Geschäftsfeld (dem Buchhandel). 1995 folgten der Kauf eines Baugrunds und – in Rekordzeit – der Bau der neuen Druckerei im Retzer Gewerbezentrum. „Gerade auf dem flachen Land ist es wichtig, direkt auf die Kunden zuzugehen“, ließ Hofer zahlreiche weitere Expansionsschritte folgen. Seit 1998 wird der Schulbuchhandel betrieben, fast zwei Dutzend Schulen im Bezirk werden betreut. Und was wäre ein grafischer Betrieb ohne eigenen Verlag? Dieser folgte kurz nach der Jahrtausendwende und hat bereits mehr als 30 Publikationen ediert – über regionale Aspekte ebenso wie moderne Thriller wie die „KaschauKannibalen“ des Retzer Autors Rudolf Maria Preyer. „Unser Familienunternehmen beschäftigt derzeit rund 20 Mitarbeiter, wobei ein Frauenüberhang festzustellen ist“, sagt Hofer. Natürlich ist das Unternehmen inzwischen zum wichtigen Arbeitgeber für die Region geworden – gegenwärtig wird beispielsweise ein Medientechniker für den Bereich Design, Web und Druckvorstufentechnik gesucht. „All das wäre ohne meine Frau nicht möglich gewesen, die mit mir ein klassisches Familien-

unternehmen aufgebaut hat – alle Familienmitglieder sind aktiv in den Betrieb integriert.“

Aktiv im Weinviertel Seit 2003 ist Günther Hofer auch in verschiedenen Funktionen als Interessensvertreter tätig. „Als Beauftragter der beiden Fachgruppen Druck-Medientechnik und Werbung-Marktkommunikation für Ausbildung und Lehrlinge durfte ich den Umbruch der Ausbildung mitbewegen.“ In den Lehrberufen der Medienfachleute und Marktkommunikation brachte er wichtige Aspekte und Neuerungen ein. „Die Unterlagen und Aufgaben zu den Lehr-Abschlussprüfungen in der Drucktechnik konnte ich fast zur Gänze ausarbeiten und integrieren.“

„Kleine Unternehmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft.“ GÜNTHER HOFER

Vor Kurzem folgte nun der „Ritterschlag“ zum Obmann der WKNÖ-Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation als Nachfolger seines Mentors Manfred Enzlmüller. Besonders wichtig sind Hofer die „ganz Kleinen“, nämlich die Ein-Personen-Unternehmen. „EPUs können allein nicht alles abdecken – für sie sind Netzwerke eine nachhaltige Positionierung für ihre (potenziellen) Auftraggeber und Geschäftspartner.“ Ebenso wichtige Punkte sind dem neuen Obmann die Aus- und

Weiterbildung in „seinen“ Marktsegmenten – und das Methodische Coaching nach der MIK-Methode. „Damit begleiten wir Kunden auf dem Weg zu effektiveren Unternehmenskommunikation und befähigen sie dazu, Marketingmaßnahmen zu entwickeln, die ihre Zielgrupper direkt auf der emotionalen Ebene ansprechen. Dort fallen 80 Prozent aller Kaufentscheidungen!“ Und Günther Hofer spricht aus Erfahrung, wie die erfolgreiche Expansion seines Unternehmens beweist … www.hofermedia.at

zum unternehmen 1990 Gründung der Druckerei Hofer in Retz 1994 Eröffnung der ersten Geschäftsstelle zur Übernahme von Drucksorten in Eggenburg (später auch Buchhandlung) 1996 Eröffnung einer Geschäftsstelle in Hollabrunn (später auch Buchhandlung) 1998 Einstieg in den Schulbuchhandel 2001 Gründung des Verlags Günther Hofer, um regionale, traditionelle, moderne, sachliche und fachliche Themen zu behandeln 2003 Gründung der Werbeagentur Druck Hofer (Webdesign, Programmierung und Konzeption von Druckprodukten) 2005 Eröffnung der dritten Buchhandlung in Retz, am Hauptplatz 11 2008 Gründung einer Eventagentur sowie Unternehmenszertifizierung der Werbeagentur nach CAAA 2009/10 Verleihung des Österreichischen Umweltzeichens für Druck & Papier 2010 Übersiedlung der Buchhandlung Retz ins historische Sgraffitohaus mit Sortimentsvergrößerung auf Schreibwaren, Schulbedarf, Fotoentwicklung und Geschenkartikel 2011 Kauf der Druckerei Pfeifer in Haugsdorf, Integration beider Unternehmen am Standort in Retz, Weiterführung des Standorts Haugsdorf 2012 Eröffnung der neuen Filiale Hollabrunn als Flagship-Store mit Skribo auf einer Fläche von 450 m².


AU S - & WE I TE R BI L D U N G

Freitag, 28. Februar 2014

careernetwork – 69

MindTake Research-Umfrage Um zu lernen, sind viele Arbeitnehmer auch dazu bereit, ihre Freizeit zu opfern

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Junge mit Bildungsdrang Hohes Maß an Eigeninitiative – finanzielle Investitionen in eigenes Leistungsvermögen. Wien. Beruflich Karriere zu machen, ist für zwei Drittel aller Österreicher ein wichtiges Ziel im Leben. Neben Soft Skills wie Selbstbewusstsein oder kommunikativer Kompetenz wird ständige Weiterbildung als Karrieremotor gesehen. Obwohl ältere Arbeitnehmer den Wert des lebenslangen Lernens erkennen, bilden sich die Jüngeren häufiger weiter, ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts MindTake Research. 95% erachten lebenslanges Lernen als wichtig und für 44% stellt regelmäßige Weiterbildung eine Voraussetzung für beruflichen Erfolg dar. Die Studie zeigt, dass vor allem die über 30-Jährigen und die Befragten ohne Matura das Besuchen von Seminaren oder Kursen als bedeutenden Faktor sehen, um die eigene Karriere voranzutreiben.

tionsquelle. Bei etwas mehr als einem Drittel (37%) wurde die Weiterbildung vom Unternehmen veranlasst. Ein Fünftel absolvierte Seminare oder Workshops auf Vorschlag eines direkten Vorgesetzten. Das Alter spielt in diesem Zusammenhang wieder eine Rolle: Jüngere Arbeitnehmer ergreifen öfters selbst die Initiative, wohingegen Ältere eher an einer Weiterbildung teilnehmen, wenn dies vom Unternehmen gewünscht wird.

sicherer bei der Erfüllung der eigenen Aufgaben im Unternehmen. Von einer höheren Posi­tion (11%) oder einer Erhöhung des Gehalts (8%) profitieren die wenigsten Arbeitnehmer.

mehrt Männer und Personen mit einem höheren Bildungsgrad bzw. einem höheren Monatsgehalt Kurse und Workshops in Anspruch genommen. Zwei Drittel der Österreicher sind bereit, für berufliche Weiterbildung selbst in die Tasche zu greifen; die meisten würden bis zu 500 € pro Jahr zahlen, 5% wären sogar bereit, über 1.000 € zu investieren. Ein Drittel meint hingegen, dass für die Finanzierung von Weiterbildungsmaßnahmen ausschließlich der Arbeitgeber verantwortlich ist. Auf die Frage, welchen Nutzen die Befragten aus Weiterbildungen ziehen, nennen 40% die Steigerung der fachlichen Kompetenz. Weitere 23% können ihr Selbst­vertrauen erhöhen. Ein Fünftel fühlt sich nach absolvierter Weiterbildung

Mehr als 1.000 Euro im Jahr Daher überrascht, dass sich in den letzten beiden Jahren zwei Drittel der 15- bis 29-Jährigen, aber nur 48% der 50- bis 64-Jährigen beruflich weitergebildet haben. Obwohl die Arbeitgeber den über 50-Jährigen die meisten Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen, scheint die Lernmotivation mit dem Alter abzunehmen. Die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen wird ebenfalls von Geschlecht, Bildung und Einkommen beeinflusst. So haben ver-

Es wird gern gelernt

Lernen (auch) im Urlaub

Viele österreichische Arbeitnehmer lernen gern: Mehr als die Hälfte (54%) freut sich auf berufliche Weiterbildung. Von den 59% der Befragten, die in den letzten zwei Jahren tatsächlich an einer Weiterbildung teilgenommen haben, ergriffen 57% selbst die Initiative und kümmerten sich persönlich um Weiterbildungsmaßnahmen; das Internet diente dabei als wichtigste Informa-

Fast jeder Zweite (47%), der sich in den letzten beiden Jahren beruflich weitergebildet hat, absolvierte die Weiterbildung außerhalb der Arbeitszeit. Knapp ein Drittel verwendet die Freizeit unter der Woche, um an Kursen oder Workshops teilzunehmen; 16% der Befragten lernten sogar am Wochenende bzw. im Urlaub. (MTR/red) www.mindtake.com

Für ein gutes Klima

Info-Portal rund ums Thema Arbeit Die Online-Jobbörse wurde vor 24 Monaten in der Südsteiermark gegründet

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Als Nachfolger von Robert Pfarrwaller (r.) hat Robert Körbler (50) die Position des Generaldirektors und Vorsitzenden der GF bei Philips Austria übernommen und wird dazu weiter fürs Healthcare-Geschäft verantwortlich sein.

© Rexel Austria/Petra Spiola

Robert Körbler Philips Austria GmbH

© Philips/Petra Spiola

job

Mehr als eine Mio. Jobsuchende hat hier 2013 nach einer Stelle gesucht. Über 14.000 Bewerbungen wurden 2013 versandt, über 1.400 offene Stellen auf der Jobbörse angeboten und – auch nicht unwichtig – über 430 Firmen haben freie ­Stellen inseriert. www.job.at

Berechnung des Netto- und Bruttogehalts, darüber hinaus können Lebenslauf und Bewerbungsmappe bequem und einfach online erstellt werden. Ein Blog mit gratis Informationen zum Thema Job, Bewerbungs- und Karrieretipps sowie hilfreichen Vorlagen für Bewerbungs- und Motivationsschreiben rundet das Angebot ab.

Robert Pfarrwaller Rexel Austria

Robert Körblers Vorgänger Robert Pfarrwaller wird per 17.3. neuer CEO von Rexel Austria und folgt damit Franz Gletthofer nach. Zusätzlich übernimmt Pfarrwaller die Verantwortung für die Rexel-Aktivitäten in Slowenien.

Promotion

Profundes Know-how

Leopold Schagl Festo Österreich

Leopold Schagl (38) übernimmt die Leitung des neu installierten Technic and Applikation Centers von Festo. Der Absolvent der HTL Mödling bringt in seine Position mehr als 18 Jahre Berufs- und Branchen­ erfahrung ein.

© Reclay Österr./Stefanie Starz

Online-Jobbörse und umfassendes Info-Portal rund ums Thema Arbeit.

Leibnitz. Auf www.job.at kann man sich über offene Stellen in allen Branchen umfassend informieren – die Palette der Jobangebote reicht von Gewerbe und Technik über Dienstleistungen bis zum kaufmännischen Bereich. Die regionale Suchmöglichkeit mit Angabe des gewünschten Umkreises erlaubt es, zielgenau in ganz Österreich nach dem Traumjob Ausschau zu halten. Um auch von unterwegs mit dem Handy oder Tablet der Jobsuche nachgehen zu können, wurde die Website für mobile Endgeräte optimiert. www.job.at versteht sich auch als umfassendes Info-Portal rund ums Thema Arbeit. Die User finden auf der Website daher u.a. einen aktuellen Gehaltsrechner für die

© Festo/Martina Draper

© job.at

www.job.at ist auch schon zwei Jahre jung

Der deutsche Schriftsteller Kurt Tucholsky hat es auf den Punkt gebracht: „Wie sprechen Menschen mit Menschen? Aneinander vorbei.” Diesem Statement kann man leider allzu oft nicht widersprechen – und gerade im Arbeitsumfeld kann schlechter Informationsfluss zudem zu starker Frustration führen. Wie in Firmen miteinander umgegangen wird und wie die Unternehmenskommunikation „läuft“, hängt freilich von zahlreichen Faktoren ab. karriere.at hat diese im Rahmen eines Online-Votings untersucht und die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache: Mehr als die Hälfte (51%) der Arbeitnehmer sieht die herrschende Kommunikationskultur als hauptverantwortlich für Missverständnisse, Fehlinformationen, Stress mit Kollegen & Co. Arbeitspsychologin Veronika Jakl erklärt diese Mängel mit drei wesentlichen Faktoren: mehr Individualität, fehlender Transparenz sowie der rascher werdenden Alltagskommunikation. Es wird den Kollegen weniger geholfen, jeder denkt an seine eigenen Projekte. Dadurch gibt es auch weniger Kommunikation abseits von konkreter Zusammenarbeit und viele Mitarbeiter beklagen sich, dass der Zusammenhalt sinkt. Und noch ein Kritikpunkt: Vonseiten der Führungskräfte wird zu wenig transparent über Ziele, Veränderungen und langfristige Pläne gesprochen, obwohl die Mitarbeiter in Zeiten von Social Media gewohnt sind, sofort über Neuigkeiten informiert zu werden. Eine große Herausforderung besteht somit einfach darin, die Gratwanderung zwischen zu wenig und zu viel Informationsaustausch zu meistern ...

Erika Schinner Reclay, Wien

Erika Schinner (42) zeichnet bei Reclay Österreich und Reclay UFH GmbH nun für die Bereiche Finance & Controlling verantwortlich. Sie ist seit der Gründung 2009 im Unternehmen tätig und war zuletzt Leiterin des Rechnungswesens.


PE R SON A L & M A N A GE M E N T

70 – careernetwork

Freitag, 28. Februar 2014

Globale Umfrage Österreicher, Deutsche und Franzosen geben Liebe im beruflichen Umfeld am ehesten eine Chance

Wann und wo trifft (uns) Amor? Von der Liebe am Arbeitsplatz 58 Prozent der Arbeitnehmer denken, dass eine Büroromanze der Karriere schadet. PAUL CHRISTIAN JEZEK

Wien. Liebe am Arbeitsplatz – das ist für viele Arbeitnehmer ein No-Go, insbesondere wenn sie beruflich vorankommen möchten. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Umfrage des Karriereportals Monster. Demnach lehnen 39% der Befragten weltweit Liebesbeziehungen im Job ab, weil sie glauben, es schade ihrer Karriere. 27% der Teilnehmer hingegen gehen davon aus, dass eine Romanze am Arbeitsplatz ihren Aufstieg im Beruf nicht behindern würde und ziehen es in Betracht, mit einem Kollegen auszugehen. 19% rechnen zwar mit einer negativen Rückwirkung auf ihre Karriere, würden aber dennoch eine Liaison im Büro eingehen, wenn eine gegenseitige Anziehungskraft besteht.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass 51% der Österreicher eine Beziehung am Arbeitsplatz gelassen nehmen und demgegenüber nicht abgeneigt wären. 22% sehen es als schädlich für den beruflichen Erfolg an, sich mit einem Kollegen einzulassen, würden es aber trotzdem tun. 10% der Teilnehmer sprechen sich aus Karrieregründen klar gegen Liebe unter Kollegen aus. 16% finden eine Bürobeziehung harmlos, würden sich aber dennoch nicht darauf einlassen.

Besser nicht in Amerika Im internationalen Vergleich wird deutlich, dass die US-Amerikaner die größten Gegner von Liebe am Arbeitsplatz sind: Rund die Hälfte (52%) von ihnen glaubt, dass diese die Karriere behindert und würden nie mit einem Kollegen ausgehen. Auf der anderen Seite wird Frankreich seinem Ruf als „Land der Liebe“ gerecht: Insgesamt 72% der Befragten dort denken zwar, dass eine Beziehung im Job der eigenen Karriere schaden könnte, 49% würden jedoch bei gegenseitiger An-

„Unsere Studie ist ein Anstoß für Unternehmen, sich mit dem Thema ,Beziehung am Arbeitsplatz‘ aus­ einanderzusetzen.“ Barbara Riedl-Wiesinger Country Manager Monster Worldwide Austria

ziehung alle Bedenken über Bord werfen. „Die Studie von Monster ist für Unternehmen auch ein Anstoß, sich mit dem Thema ‚Beziehung an Arbeitsplatz‘ auseinanderzusetzen“, sagt dazu Barbara Riedl-Wiesinger, Country Manager & Sales Director Monster Worldwide Austria GmbH. „Respekt ist

© Panthermedia.net/Jonathan Ross

Die Hälfte würde „es“ tun

Trotz der schönsten Blumen: Liebe am Arbeitsplatz ist für viele Arbeitnehmer ein No-Go, insbesondere wenn sie beruflich vorankommen möchten.

dabei der Schlüssel für die Zusammenarbeit von Mitarbeitern aus verschiedenen Kulturen. Denn Respekt ist nicht nur eine ethische Frage, sondern auch ein ganz klarer Wettbewerbsvorteil für Unternehmen.“ Mary Ellen Slayter, KarriereExpertin von Monster Worldwide: „Die Folgen einer Beziehung im beruflichen Umfeld muss man einfach von Fall zu Fall betrachten. Wichtig ist es, die eigene Firmenpolitik und -kultur zu kennen. Ist man hier unsicher, lohnt sich oft ein vertrauliches Gespräch mit der Personalabteilung. Niemand sollte leichtfertig seinen Job für einen Flirt auf‘s Spiel setzen. Sind tiefere Gefühle im Spiel, kann es sinnvoll sein, der Liebe eine Chance zu geben und sich gegebenenfalls nach einem anderen Arbeitgeber umzusehen.“

So klappt‘s am Arbeitsplatz 1. Besser offline flirten: Um den ersten Schritt zu wagen und dabei die eigene Privatsphäre zu schützen, empfiehlt sich ein netter Anruf oder ein persönliches Gespräch statt einer E-Mail. Und ein Treffen nach Feierabend ist umso schöner außerhalb des Arbeitsumfelds. 2. Diskretion wahren: Bevor Kollegen erstmals ihre Liebe öf-

fentlich machen, sollten sie zunächst abwarten, wie sich ihre Romanze entwickelt. Außerdem sollten sie keine intimen Details ausplaudern und sich überlegen, wie viel Privates sie preisgeben möchten, denn Informationen können sich schnell weiter herumsprechen. 3. Liebesbekundungen für die eigenen vier Wände aufsparen: Händchenhalten in der Betriebscafeteria, Füßeln unter dem Konferenztisch oder ein Abschiedskuss vor dem Meeting sind tabu. Die Kollegen werden diese Zurückhaltung schätzen ...

Welche Regeln gelten? Eine ähnliche Untersuchung der Jobbörse StepStone in Deutschland hat ergeben, dass es bei immerhin jedem vierten Deutschen schon einmal im beruflichen Umfeld „gefunkt“ hat. Der Nachfrage bei 1.300 Fach- und Führungskräften zufolge waren 23% der Befragten schon einmal im Kollegenkreis liiert, immerhin 9% haben aus diesem Grund schließlich einen neuen Arbeitgeber gesucht. „Unternehmen müssen grundsätzlich Liebesbeziehungen dulden“, kommentiert Rechtsanwalt Martin W. Huff die Legitimität. „Interne Verbote greifen ins Persönlichkeitsrecht ein und sind unwirksam.“

Die Firmen müssen sich deswegen aber noch lange nicht alles gefallen lassen: Führt eine Beziehung am Arbeitsplatz nämlich zu Spannungen zwischen den Beteiligten, darf und sollte sich der Arbeitgeber einschalten. Die Bevorzugung eines bestimmten Mitarbeiters und sich daraus ergebende Ungereimtheiten kann so ein schwieriges Thema sein, das diskutiert werden sollte. Wer hingegen wegen der neuen Beziehung einen Teamwechsel wünscht, hat darauf noch lange keinen Anspruch, nur weil sich seine private Situation jetzt geändert hat. Denn der Arbeitgeber ist nicht dafür verantwortlich, wenn Mitarbeiter mit einer Beziehung am Arbeitsplatz nicht zurechtkommen. Dann sollte der Mitarbeiter selbst aktiv werden und einen Wechsel der Arbeitsstelle oder eine Versetzung in eine andere Abteilung erwägen. Selbst wenn in einer Beziehung alles optimal läuft, gilt es dennoch – wie schon oben dargelegt –, einige Regeln zu beachten: Zurückhaltung ist das oberste Gebot, und Flirts sollten erst dann publik gemacht werden, wenn sich daraus auch wirklich eine ernsthafte Beziehung ergibt. Besonders brisant wird der Sachverhalt vor allem dann, wenn sich eine Beziehung zwischen einem Mitarbeiter und dessen Vor-

gesetztem entwickelt – dann sind Interessenskonflikte häufig vorprogrammiert. Hier heißt es besonders genau abzuwägen, wie weiter vorgegangen wird.

Umsicht ist das erste Gebot Summa summarum gilt es also, beim Thema Liebe am Arbeitsplatz mit Fingerspitzengefühl vorzugehen; schließlich kann in Gefühlssachen oft rasend schnell aus einem „Himmelhoch jauchzend“ ein „Zu Tode betrübt“ werden. Spielt sich eine Beziehung dann auch noch im Kollegenkreis ab, hat man nicht einmal im Job Abstand und Distanz zu unangenehmen Erlebnissen und Erfahrungen. Auch zunächst harmlos anmutende Flirts – beispielsweise auf Weihnachtsfeiern – können schnell in einem Gefühlschaos enden, das im Extremfall die gesamte berufliche Laufbahn durcheinanderbringen kann. www.stepstone.at

DIE MONSTEr-STUDIE Mehr als 5.100 User weltweit haben vom 6. bis zum 20. Jänner 2014 an der OnlineUmfrage teilgenommen. Bei der Auswertung wurde nur eine ­Stimme pro User berücksichtigt. www.monster.at www.jobpilot.at


pe r son a l & m a n a ge me n t

Freitag, 28. Februar 2014

careernetwork – 71

Einkommen unter der Lupe 90% wünschen sich mehr Transparenz – die Firmen sind dagegen, die Kollegen auch

Nichts Genaues weiß man nicht: 63% wissen über Gehälter der Kollegen wenig bis gar nichts. welches Gehalt zahlt, ist aber eben gar nicht so leicht herauszufinden. Über die wichtigste Nebensache in der Berufswelt wird allenfalls hinter vorgehaltener Hand getratscht.

PAUL CHRISTIAN JEZEK

Wien. „Lieber nicht zu viel preisgeben“, lautet in Österreich oft die Devise, wenn mit Bekannten und Freunden über das Thema Gehalt gesprochen wird. Von den 700 Befragten bei einer aktuellen Umfrage der Jobbörse careesma. at bestätigen das 70%. Sie sind der Meinung, dass es sich in Österreich noch immer um ein Tabuthema handelt. Dabei wünschen sich 9 von 10 Österreichern in Zukunft mehr Transparenz von Unternehmen. Denn nur wenige wissen, was der Kollege am Nachbarschreibtisch wirklich verdient. Der Großteil der Österreicher will aber, dass das Gehaltsthema transparenter wird, und die Unternehmen dieses Thema besser kommunizieren. 62% würden es deshalb auch nicht als unangenehm empfinden, wenn alle Kollegen über ihre Bezahlung Bescheid wissen würden.

Wien. Im jährlich durchgeführten Fachhochschul-Ranking des Industriemagazins gibt es einen neuen Sieger: Die FHWien der WKW wurde von Österreichs Führungskräften zur besten FH des Landes gekürt; auf den Plätzen 2 und 3 landeten die FH Oberösterreich und das MCI Innsbruck. Auch die einzelnen Studiengänge der FHWien der WKW konnten großteils exzellente Plätze im Ranking einnehmen. So belegt der Bachelor-Studiengang Finanz-, Rechnungs- und Steuerwesen Platz 1 unter den Studiengängen aus dem Bereich Finanzierung/Rechnungswesen. Die Studiengänge aus den Bereichen Marketing und Kommunikation konnten sich ebenfalls wieder auf hervorragenden Positionen behaupten. www.fhwn.ac.at

In den Vereinigten Staaten beispielsweise kann man hingegen durchaus sagen, wie einträglich der eigene Job ist – und wer viel verdient, erntet mehr Bewunderung als Neid. Auch in Schweden gilt ein Einkommensstrip als selbstverständlich; Skatteverket, das schwedische Finanzamt, weiß alles und sagt auch fast alles weiter. Jeder, der will, kann dort jede beliebige Information über seine Mitbürger abfragen – Anruf genügt. Transparenz war einer der Grundgedanken des schwedischen Steuerrechts, das in dieser Form 1980 vom Stockholmer Reichstag verabschiedet wurde und vor dem nur König Carl Gustaf und Königin Silvia gefeit sind.

Infoabend zur neuen Berufsakademie Handel

© Panthermedia.net/Igor Stevanovic

Mehr Gehaltstransparenz Hierzulande sind seit März 2011 private Unternehmen gesetzlich verpflichtet, in jedem Stellenangebot anzugeben, wie viel man mindestens verdient – und auch der Bund muss Gehaltsangaben machen; wer sich nicht daran hält, wird zunächst gemahnt, ab dem zweiten Versäumnis droht eine Geldstrafe von bis zu 360 €. Mehr Gehaltstransparenz ist also definitiv erwünscht, vor allem sollen die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen kleiner werden. Allerdings sind hier die Fortschritte bis dato bekanntlich überschaubar. www.careesma.at

Soll in Sachen Mitarbeitergehälter Offenheit oder Verschwiegenheit herrschen?

klassen: Je jünger die Arbeitnehmer, desto mehr wünschen sie sich, dass in die Diskussion mehr Transparenz kommt. Davon abgesehen, fragt sich natürlich auch, wer mit einem neuen Job liebäugelt, ob sich ein Stellenwechsel finanziell auszahlt. Welche Firma

Arbeitsmarkt „Beste Jobaussichten im Finanzbereich“

Wien. Rudi Bauer hat die Marketingleitung von StepStone Österreich übernommen. Damit zeichnet er nicht nur für die Online-Jobbörse stepstone.at, sondern auch für unijobs.at sowie JobWohnen. at – dem größten Job- und ServiceNetzwerk für Studierende und Absolventen – verantwortlich.

Wien. Für Bewerber im Finanz- und Rechnungswesen eröffnen sich heuer beste Jobchancen. Die überwiegende Mehrheit der heimischen CFOs (81%) plant, noch im ersten Halbjahr neue Finanz-Fachkräfte einzustellen: Fast ein Drittel (27%) für neu geschaffene Positionen, mehr als die Hälfte (54 %) für die Nachbesetzung frei gewordener Arbeitsplätze. Das zeigt eine Studie von Robert Half, für die 100 CFOs in Österreich befragt wurden. Die sehr positive Entwicklung des Jobmarkts im Finanzbereich lässt sich vor allem daran ablesen, wie viele neue Arbeitsplätze geplant sind: Im ersten Halbjahr 2013 war bei 19% der Unternehmen die Schaffung neuer Stellen angedacht. Dagegen will heuer fast ein Drittel der befragten CFOs (27%) zusätzliche Arbeitsplätze im Finanz- und Rechnungswesen schaffen. Gleichzeitig ist die Zahl der Firmen, die offene Positionen wieder mit Fachkräften nachbesetzen möchten, im Jahresvergleich mit 54% gleichgeblieben. Und der Jobabbau im Finanz- und Rechnungswesen geht maßgeblich zurück: Plante 2013 noch jeder zehnte der

tung und Teamentwicklung tätig. „Mit Rudi Bauer ist es uns gelungen, einen großartigen Netzwerker für StepStone zu gewinnen, der viele neue Impulse in die Kommunikation einbringen wird“, freut sich Dorette Dülsner, Geschäftsführerin von StepStone Österreich. 1996 in Norwegen gegründet, ist StepStone heute mit 25 Mio. Besuchern und 299.000 Jobs die führende Jobbörse in Europa. (pj) www.stepstone.at

© StepStone/Margit Hubner

Die Lehre bei McDonald’s

Rudi Bauer besorgt die Marketing­ agenden für die StepStone-Plattformen.

WU: 20 Jahre Sozialmanagement-Lehrgang

Ein Boom-Jahr für die Finanzer

befragten CFOs, die Finance-Abteilung personell zu verkleinern, sind es in diesem Jahr nur noch 3%. „Fachkräfte aus dem Finanzund Rechnungswesen finden dieses Jahr über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg so gute Arbeitsmarktbedingungen vor, wie schon lange nicht mehr“, urteilt Sven Hennige, Managing Director Central Europe & Germany von Robert Half. (pj) www.roberthalf.net

© Robert Half

StepStone: neuer Marketingleiter

Wien. Beim neuen Berufsakademie-Lehrgang Handelsmanagement kann man mit abgeschlossenen Berufsausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung im Handel eine Höherqualifizierung erreichen. Nach dem Motto „Praxis + Theorie = Erfolg“ werden Studierende praxisbezogen und wissenschaftlich fundiert auf Managementaufgaben im Handel vorbereitet. Infoabend: Di., 11.3., 18 bis 20 Uhr, Wifi Wien.  www.wifiwien.at/12327013

Sven Hennige (Robert Half): „Arbeitsmarktbedingungen wie lange nicht“.

© WU Academy

Position als bestimmenden Faktor und 29% sind überzeugt, dass das Gehalt reine Verhandlungssache ist (der letzte Punkt wird übrigens von Männern weit häufiger angeführt als von Frauen). Interessant ist auch eine Untersuchung quer durch alle Alters-

Rudi Bauer Auch für unijobs.at und JobWohnen.at

„Ich freue mich auf die Weiterentwicklung des StepStone-Portfolios in einem heiß umkämpften Markt“, erklärt der neue Marketingleiter. Bauer startete seine Karriere 1992 als Marketing Director bei Bang & Olufsen. Daraufhin folgte ein Wechsel in die Telekombranche, wo er einige Jahre für Ericsson und COLT Telecom tätig war. Neben seiner umfangreichen Marketingexpertise bringt Bauer langjährige Berufserfahrung als Geschäftsführer der CoolCar Service GmbH mit, wo er bist zuletzt die Geschicke des Unternehmens geleitet hat. Seit 2001 ist Bauer mit active concepts auch in den Bereichen Coaching, Strategiebera-

Die FHWien der WKW hat das neue FH-Ranking für sich entschieden.

Andere Länder …

Große Wissenslücken Dass das Thema firmenintern oftmals „geheim“ gehalten wird, zeigt sich auch am Wissensstand der Mitarbeiter. Während sich 17% sehr gut und 20% gut darüber informiert fühlen, wie die Gehaltsstrukturen im Unternehmen sind, sagen immerhin 63%, dass sie fast keine oder überhaupt keine Informationen dazu haben. Auf die Frage, wie die Gehälter/ Löhne im eigenen Unternehmen zustandekommen, gibt es ebenfalls Uneinigkeit: 18% geben an, dass ein transparentes Gehaltsschema existiert, das für alle angewendet wird, 12% meinen, das eigene Gehalt orientiert sich am durchschnittlichen Gehalt der Abteilung, 35% nennen die Art der

Neue Nummer eins bei den Fachhochschulen © FHWien der WKW/Andreas Balon

Gehälter sind und bleiben das große Tabuthema

short

Seit zwei Jahrzehnten vertrauen Führungskräfte dem WU-Programm.

Wien. Anfang der 1990er hat die WU als Vorreiter in der Branche das Thema Sozialmanagement in ihr Portfolio aufgenommen und das Programm im Lauf der Jahre in Österreich als führende ManagementAusbildung etabliert. Die ursprünglich als „ISMOSLehrgang“ vom heutigen Rektor der WU, Prof. Christoph Badelt, ins Leben gerufene Aus- und Weiterbildung wird seit 2005 von der WU Executive Academy auch als MBA angeboten und feierte im Februar als Professional MBA Sozialmanagement 20–jähriges Bestehen. Im laufenden Jahrgang arbeiten derzeit 20 Studierende an ihren Projektarbeiten und Masterthesen. www.executiveacademy.at


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