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P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien,  Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

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Wiener Stadtfernsehen W24 präsentierte das Programm für die kommende Saison Seite 10

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27.10.2005

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grosse & kleine Gschichtn

KiK: besser als sein ruf

heute mit: csrnet

Die KiK-Chefs sprechen Klartext: über   Verantwortung – und ihre Grenzen Seite 16/17

„Diversity Day“ & mehr: Erfolgsbeispiele aus dem Bereich Corporate Social Responsibility

12:07 U

Branchenumfrage zur Nationalratswahl 2013 Teil 4 der medianet-Serie zum Standort Österreich

„Mittelfeld ist für ein kleines Land zu wenig“

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prime news & market watch > access 2013: „Tue Gutes – und rede darüber“ 5 > Bei seiner Ehr‘: Rudolf Tucek über Frank Stronach  6/7

© Puls4/Gerry Frank

marketing & media

> Puls 4-Programm: mehr Sport und mehr Show  11 > ORF-Duelle: Viel Wahlkampf macht gute Quoten  12 retail > Hennes & Mauritz: Aktien sind im Höhenflug 17 > Studie zum Essverhalten der jungen Österreicher  18

© Henkel/Helmut Mitter; Agrana/Klemens Horvath; Take Off PR/APA Fotoservice/Rastegar; Ottakringer Brauerei; Wienerberger/Kurt Keinrath

inhalt

v.l.: Günter Thumser (Henkel CEE), Johann Marihart (Agrana), Peter Leditznig (Rigips Austria), Sigi Menz (Ottakringer) und Heimo Scheuch (Wienerberger).

© Volkswagen

business weekend > Austro-Immobilien im Reich der Mitte beliebt  36 > M&A: Die Big Player und die wichtigsten Faktoren  42

> Studie: Volkswagen ist nachhaltigster Hersteller  66 > Im Karriere-Portrait: Trayn-CEO Alex Pinter  72

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Industrie „Wir werden nicht schlechter, aber andere werden besser“ – die ­heimische Industrie schätzt den Standort Österreich, aber: „Wir dürfen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen“. Gefordert werden Flexibilität, Investitionen in die Bildung, Strukturreformen und ein Bürokratieabbau.  Seite 4/5

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C OV E R

Freitag, 27. September 2013

© APA/Philipp Wiatschka/salzi.at

4 – medianet

„Unser Umfeld wird immer rauer“, sagt Peter Leditznig von Rigips Austria – „und Mittelfeld ist für ein kleines, vom Export abhängiges Land wie Österreich zu wenig“, ist Ottakringer-Chef Sigi Menz überzeugt.

Serie/Teil 4 Wir befragten führende Proponenten wichtiger Branchen zum Standort Österreich. Heute: Industrie

tsa r l a n o i nat

3 1 0 2 l wah rt standoich österre

„Werden nicht schlechter, aber andere besser …“ Wichtigste Forderungen: Flexibilisieren, Steuern runter, Verwaltungsabbau – und mehr Reformtempo.

von 42,2 Prozent ein

relativiert er, „Österreich ist mit einer Abgabenquote von 42,2 Prozent ein Hochsteuerland; wir liegen damit deutlich über dem Schnitt der EU-28 von 39,1 Prozent.“ Auch Peter Leditznig, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb Saint-Gobain Rigips Austria, einem Hersteller von Dämmstoffen, Trockenbau- und Putzsystemen, bewertet Österreich nach wie vor als sehr guten Standort für Unternehmen. „Aber unser Umfeld wird immer rauer“, meint Leditznig. „Wir brauchen dringend Reformen, die Unternehmen im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit mehr Flexibilität geben.“ In einem so stark exportorientierten Land wie Österreich sei auch eine Senkung der Lohnstückkosten entscheidend für die Zukunft.

Hochsteuerland, wir

Lorbeeren der Vergangenheit

liegen damit deutlich

„Der Wirtschaftsstandort Österreich steht im internationalen Vergleich gut da“, schlägt Heimo Scheuch, CEO des Ziegelproduzenten Wienerberger, in die gleiche Kerbe. Angesichts des schwachen Wachstums müsse man sich jedoch fragen: „Wie kann man diese gute Position halten?“ Scheuch: „Die Politik ist angehalten, zukunftsorientierte Rahmenbedingungen zu schaffen, um Österreich weiterhin attraktiv und wettbewerbsfähig zu machen und zukünftiges Wachstum am Wirtschaftsstandort zu ermöglichen.“ „Wir dürfen uns nicht auf Lorbeeren ausruhen, die wir uns in der Vergangenheit verdient haben“, rät Sigi Menz, Chef der Wiener Großbrauerei Ottakringer. „Leben auf Substanz geht auf Dauer bekanntlich unter Garantie schief.“

erika hofbauer

Wien. Von Bau bis Papier, von Holz bis Stahl, von Nahrungsmitteln bis Elektronik – in Österreich sind diverse Sparten als Industriezweige vertreten. Das Bruttoinlandsprodukt lag 2012 bei rund 307 Mrd. €, knapp 80 Mrd. € steuerte die heimische Industrie zur Wertschöpfung bei. Der produzierende Sektor konnte mit einem Plus von 1,9% ein deutliches Lebenszeichen

„Österreich ist mit einer Abgabenquote

über dem Schnitt der EU-28.“ Günter Thumser Präsident Henkel CEE

in Sachen Wachstum geben. Grund genug, sich nicht damit zu begnügen und wichtige Forderungen der Branche im Vorfeld der Nationalratswahl am kommenden Sonntag zu kommunizieren. „Die geografische Zentrallage, politische Stabilität, Sicherheit sowie Lebensqualität sprechen für den Standort Österreich“, sagt Günter Thumser, Präsident des Konsumgüterherstellers Henkel CEE. „Aber“,

Es sei höchste Zeit, „wieder besser zu werden“. „Mittelfeld ist für ein kleines, vom Export abhängiges Land wie Österreich zu wenig“, ist Menz überzeugt. „Grundsätzlich nimmt Österreich mit einer Industriequote von 22,5 Prozent im europäischen Vergleich eine sehr gute Position ein“, betont Johann Marihart, Generaldirektor des Nahrungsmittelkonzerns Agrana. „Für die Industrie nimmt

„Unser Umfeld wird rauer. Wir brauchen dringend Reformen, die Unternehmen im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit mehr Flexibilität geben.“ Peter Leditznig GF Marketing & Vertrieb, Saint-Gobain RIGIPS Austria

aber die Standortattraktivität in Österreich – so wie in ganz Europa – ab.“ „Wir werden nicht schlechter“, urteilt Marihart, „aber andere werden besser.“ Die größten „Baustellen“ der heimischen Politik ortet Thumser u.a. in den hohen Lohnnebenkosten, die den Faktor Arbeit belasten: „Mit plus 15,5 Prozent seit 2008 liegt die Verteuerung der Arbeitskosten weit vor dem EU-Schnitt von 8,6

Prozent.“ Positiv bewertet er den Erhalt der österreichischen Gruppenbesteuerung – als „internationales Vorbild für eine erfolgreiche Modernisierung der Konzernbesteuerung“. „Eines der größten Versäumnisse ist, dass es nicht gelingt, die Sanierungsrate auf die angestrebten drei Prozent pro Jahr zu heben“, kritisiert Leditznig. „Wir liegen immer noch bei knapp einem Prozent – eine vergebene Chance.“ Auch die niedrige Neubaurate sei ein großes Problem, nicht nur für die Bauwirtschaft, „sondern mindestens ebenso sehr gesellschaftspolitisch“.

„Weg vom Föderalismus“ „Wir müssen weg vom Föderalismus hin zu einer Deregulierung und Vereinheitlichung von Richtlinien“, erklärt Scheuch. „Die ständig wachsende und kaum mehr überschaubare Zahl an rechtlichen und technischen Vorschriften im Baubereich bringt immer höhere Anforderungen mit sich, die letztlich viel Geld kosten und die Baukosten steigern.“ Dringend erforderlich sei „eine Entrümpelung der Bauordnung“. „Das Schlimme ist: Die klassischen Baustellen gibt’s schon eine gefühlte Ewigkeit lang. Und nichts geht weiter“, sagt Menz. „Die Stichworte sind immer die gleichen: Bildung, Strukturreform, Bürokratieabbau. Dazu kommen die Themen Energiezukunft, Pensionen.“ Relativ gut gelungen sei in der Krise zuletzt nur, dass ein Crash verhindert wurde, „allerdings um teures Geld verhindert wurde“. Geld, das es nun durch Reformen wieder zurückzugewinnen gelte.

Eine „mutige Standortpolitik“ wünscht sich Marihart, „die Rahmenbedingungen für Wachstum und neue Arbeitsplätze schafft und nicht immer neue Hürden erfindet“. Politik müsse in Zukunft „antizipieren“, „es genügt nicht zu reagieren, wenngleich Letzteres politisch einfacher zu erklären ist“. Vergleichsweise gut gelungen sei der Politik in der ablaufenden Legislaturperiode das Managen der Wirtschaftskrise. Marihart: „Eine wesentliche Erfahrung daraus ist, dass solch schwierige Zeiten mit

„Das Schlimme ist: Die klassischen Baustellen gibt’s schon eine gefühlte Ewigkeit lang. Und nichts geht weiter.“ Sigi Menz Ottakringer-Konzernchef

einer starken Industrie rascher bewältigt werden.“ Was sollte eine (neue) Regierung in Österreich in Sachen Wirtschaftsund Wohlstandsentwicklung tun? Henkel-Chef Thumser wünscht sich „für den Standort essenzielle Investitionen in die Bildung“. Thumser: „Denn obwohl wir über eines der teuersten Bildungssysteme verfügen, ist Österreich vom Spitzenfeld der bildungsintensiven Länder ein


Pr i m e News

Freitag, 27. September 2013

access Tagungs- und Eventwirtschaft trifft sich zum „interaktiven Stelldichein“; Dialogschwerpunkt: Charity-Veranstaltungen

groĂ&#x;es StĂźck entfernt.“ Und: Nur durch Strukturreformen wären bis 2020 Budgeteinsparungen von bis zu vier Prozent-Punkten des BIP zu lukrieren.

Gutes tun – darßber reden

Podiumsdiskussion, Präsentationen und Publikums-Sessions: Erlebnischarakter wird weiter ausgebaut.

„Wir mßssen weg vom

Wien. „Das Wissen liegt im Publikum – aktivieren, teilen, profitieren!– Von den Besten lernen“: Getreu dem Motto der access holt man mit Charity-Ikone Gery Keszler einen EventkĂźnstler aufs Podium der Fachmesse. Gemeinsam mit Monica Culen (Rote Nasen Clowndoctors), Hannah Neunteufel (Hannah‘s Plan) sowie Yvonne Rueff (Dancer against Cancer) wird Keszler am 8. Oktober im emba Eventkino Ăźber „Charity-Events in Ă–sterreich – Ăźber die Schwierigkeit, Gutes zu tun bzw. zu veranstalten“ sprechen. Bereits am 7. Oktober auf der Agenda: eine Diskussion zum Festivalland Ă–sterreich unter dem Titel „Fest-

FĂśderalismus hin zu einer Deregulierung und Vereinheitlichung von Richtlinien.“

Š Markus Morianz

Heimo Scheuch CEO Wienerberger

Rigips Austria-GeschäftsfĂźhrer Leditznig betont neben der Anhebung der Sanierungsrate („Hier ist das Geld besser investiert, als in Strafzahlungen wegen Verfehlung des Kyoto-Ziels“) die Verpflichtung der Länder zur Sicherung von Wohnungsneubau nah am Bedarf, eine steuerliche Entlastung des Faktors Arbeit – und schlieĂ&#x;lich die wirtschaftliche Entwicklung des Bahnsektors im Bereich GĂźtertransport, „um die StraĂ&#x;en zu entlasten und den SchadstoffausstoĂ&#x; zu reduzieren“.

medianet – 5

Ăœberraschungsgast der access 2013: Life Ball-Organisator Gery Keszler.

spiele bis zur kulturellen ErmĂźdung und finanziellen ErschĂśpfung“. Der Film „A spark in the darkâ€? zeigt das Leistungsspektrum der Eventagenturszene. In Real Life präsentieren KĂźnstler an beiden access-Tagen ihr KĂśnnen; das Spektrum reicht von Comedy und Business-Kabarett Ăźber Jazz bis hin zu Pop.

Auf TuchfĂźhlung gehen Besuchern der zehnten access bietet sich erstmals die MĂśglichkeit, das Phänomen der „Schwarmintelligenz“ im Rahmen von vier Publikumssessions spielerisch kennenzulernen. Das neue Ta-

gungskonzept fordere und fĂśrdere viel Flexibilität in der Umsetzung, heiĂ&#x;t es aus dem OrganisationsbĂźro. Abgetestet werden Erfolgschancen von Partizipationsprozessen („Fit for Future“), neue Wissensvermittlungsfeatures („Living Transformation“), Wechselwirkungen im Bereich der Organisationsstrukturen („Community Networking“) und Meinungsvielfalt als mĂśglicher Mehrwertbringer („The Human Factor“). Info: access & access academy am 7. und 8. Oktober 2013 in der Wiener Hofburg. Die Teilnahme ist fĂźr Fachbesucher kostenlos.

VIENNA 2016

„Gegen Dauerbetonierer“ Wienerberger-CEO Scheuch setzt auf „Impulse im Ăśsterreichischen Wohnbau“, einen „wichtigen Wirtschaftsfaktor und Wachstumstreiber“. Wichtig dabei sei: Ziele setzen, unterschiedliche UmsetzungsmĂśglichkeiten und LĂśsungen zulassen und keine Bevorzugung einzelner Produkte: „Nur Wettbewerb garantiert, dass sich die besten und leistbarsten Produkte im Wohnbau durchsetzen.“

Connect with the Spirit of Retailing SES ist spezialisiert auf Entwicklung, Errichtung und Management von erstklassigen Handelsimmobilien auf internationaler Ebene. SES betreibt derzeit 26 Shopping-Center in fßnf zentral- und osteuropäischen Ländern.

„Politik muss in Zukunft antizipieren; es genĂźgt nicht, zu reagieren, wenngleich Letzteres politisch einfacher zu erklären ist.“ Johann Marihart Generaldirektor Agrana

„Steuern auf Arbeit runter, moderne BildungsmaĂ&#x;nahmen gegen dauerbetonierende Funktionäre durchsetzen, die Arbeitszeit flexibilisieren, Doppelgleisigkeiten und BĂźrokratie abbauen“, muss Ottakringer-Boss Menz nicht lange nachdenken, um seine dringendsten Anliegen zu formulieren. Dem pflichtet Agrana-Generaldirektor Marihart bei: „‚Entsteuerung‘ und Flexibilisierung von Arbeit“, fordert er, „Verwaltungsabbau, eine Anhebung des Pensionsalters – und mehr FĂśrderung fĂźr Forschung und Entwicklung.“

Serie zur NR-Wahl „Wie beurteilen Sie den Wirtschaftsstandort Ă–sterreich?“ und „Was wĂźnschen Sie sich von einer neuen Regierung?“ fragten wir in der Serie zur Nationalratswahl 2013 Experten aus den Bereichen Medien (17.9.), Tourismus (20.9.), Immobilienwirtschaft (24.9.) und ­ Industrie (27.9.). Wir bedanken uns fĂźr die interessanten Beiträge! Nachzulesen auf  www.medianet.at

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HUMA EINKAUFSPARK WIEN / AUSTRIA DATEN & FAKTEN Kategorie: Geplante ErÜffnung: Branchenmix: Vermietbare Fläche: Anzahl Shops: Einzugsgebiet: Parkplätze: Magnetbetriebe:

Shopping-Center-Relaunch 2016 Handel, Dienstleistung, Gastronomie 48.000 m2² 100 rd. 1.000.000 Einwohner 2.000 INTERSPAR, Dehner, H&M, Media Markt, New Yorker

PROJEKTBESCHREIBUNG Der traditionelle HUMA Einkaufspark befindet sich in dominanter Lage in einem der grĂśĂ&#x;ten Stadtteile im SĂźdosten der Ăśsterreichischen Bundeshauptstadt Wien. Die Wurzeln des Handelsstandorts reichen bis in die 1970er Jahre zurĂźck. In den nächsten Jahren investiert der EigentĂźmer, die Jost Hurler Unternehmensgruppe aus MĂźnchen, in den umfassenden Relaunch des Centers. SES agiert weiterhin als Generalmieter und Center–Manager. HUMA Einkaufspark entwickelt sich durch den Umbau zum urbanen Stadtteil–Center. Auf ca. 48.000 m2 sorgen

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F E AT U R E

Freitag, 27. September 2013

feature@medianet.at

Š APA/Helmut Fohringer

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F E AT U R E

Freitag, 27. September 2013

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feature@medianet.at

Bei seiner Ehr’ W

enn Christian Rainer titelt „Ein wirrer Ego-Shooter hält das Land in Atem“ und Georg Hoffmann-Ostenhof zum Schluss kommt „Ein österreichischer Bloomberg wird Stronach wohl nicht werden. Dazu fehlt dem 80jährigen Magna-Gründer das intellektuelle Format”, dann stößt das Cube Hotels-Geschäftsführer Rudolf Tucek sauer auf. Er ortet darin eine neue Dimension politischer Auseinandersetzung: „Eine prinzipielle Herabwürdigung, die eine Ausgangssituation schaffen soll, die eine Begegnung auf ,Augenhöhe‘ verhindert.“ „Tragisch-interessant“ daran sei, dass sie erstmals von den Medien ausgegangen sei. Und genau das, die kritisierenswerte Art und Weise, wie Stronachs Engagement bewertet und kommentiert wurde, habe den Ausschlag gegeben, gleich zwei Streitschriften zum Thema zu verfassen. Nummer eins betitelt er als „Versuch einer Objektivierung“.

Anleihen aus der Wirtschaft? „Stronach ist neu. Seine Ankündigungen verdienen eine Chance“, konstatiert Tucek am Beginn. Einigen Vorhaben kann er etwas abgewinnen. Etwa dem, dass sich die Politik „Anleihen aus der Wirtschaft nehmen muss“. Am noch fehlenden Parteiprogramm stößt er sich nicht. Schon zwei Absätze einer trend-Titelstory, in der das Fair Enterprise-Prinzip und das Geheimnis guten Managements skizziert wurden, hätten gezeigt, wie Stronach ticke. Wer aber Analogien zur Wirtschaft formuliert, der müsse Ziele und Zielformulierungen folgen lassen, die dem standhalten. Stronachs Grundsatzprogramm lasse die vermissen: „Er hält Fairness, Transparenz und Wahrheit schon für Werte. Ohne zu definieren, was dieser Ehrenkodex bedeutet, fehlen aber die Grundlagen des Handelns und die Ziele.” Ziele, sagt Tucek, sind Chefsache. Ihr Fehlen ließe Stronach in die ewig gleiche Stolperfalle tappen: „Die Journalisten fragen, wie er etwas erreichen möchte. Das muss und kann keiner immer beantworten. Was das Ziel ist, aber schon.“ „Ich brauche vor niemanden mehr zu kriechen, bin eine freie Person”, sagt Stronach und das macht ihn für Tucek glaubwürdiger als jeden anderen Berufspolitiker. Aber er

sagt auch: „Ich will die beste Qualität“, und Tucek kommentiert: „Dafür müssten Profis am Werk sein. Und die gibt es nicht zum Nulltarif – auch nicht für die Ehre.“ Die steht aber wiederum ganz oben im stronachschen Grundsatzprogramm. „Für uns ist es eine Ehre, unserem Land zu dienen“, heißt es. Auf ihn selbst bezogen, sei das glaubhaft, als Leitlinie für sein Parteiprogramm nicht.

Über die Vorwürfe Auch die Aussage „Ich bin kein Politiker“ kritisiert Tucek: „Er grenzt sich gegenüber den Mitbewerbern ab, die alles Erdenkliche getan haben, um den Berufsstand zu diskreditieren. Aber zu leugnen, dass Politik heute höchst professionell gemacht werden muss, ist naiv.“ Dafür mache ihn aber beispielsweise das ParteigründungsStatement sympathisch, in dem er von einem Tag spricht, der in die Geschichte der Welt eingehen wird: „Einen solch hohen Anspruch zu definieren, ist nur in Österreich verdächtig.“ Geht es um Stronachs Kritik am bestehenden System, so pauschaliere er unnötig negativ, sagt Tucek. Stellvertretend dafür stünden Aussagen wie „Das österreichische politische System ist ein Band aus Inzucht, Machterhaltung und Selbstbedienung“: „Die Sätze sind richtig. Aber er übersieht bei seiner Fundamentalkritik, dass sich Österreich trotz der vielen Dinge, die falsch laufen, im Vergleich zu anderen Staaten gut entwickelt hat – auch dank der soliden Arbeit von Bürgern auf allen Ebenen; das schließt auch Politiker mit ein.“ Gehe es andererseits um Vorwürfe an Stronach und sein Team, allem voran „Man kann sich Politik nicht kaufen“, so hält Tucek die für lächerlich: „Fakt ist, dass alles, was er tut, aus seinen persönlichen Mitteln bezahlt wird; seine Gegner leisten sich den Luxus der Auseinandersetzung ausschließlich auf Kosten der Steuerzahler.“ Und das Geld fließe nicht nur unter dem Titel „Parteienförderung“ – Stichwort Inseratenskandal.

Stronach und die Medien In Teil eins seiner Streitschrift analysiert Tucek weiters, ob Stronachs Rezepte die richtigen sind – vom frühen Wirtschaftsunterricht für Kinder über seine Einstel-

lung zum Euro, bis hin zu seinem Idealtypus eines Politikers – das ist übrigens einer, der „selbst eine Firma aufgebaut, gemanagt und ausreichend Geld verdient hat, um seinem Land für eine gewisse Zeit ökonomisch frei zu dienen“. Und Tucek geht auch noch auf eine spezielle Beziehung Stronachs ein – die zu den Medien: „Ein überwiegend von gegenseitiger Verachtung getragenes Missverhältnis”. Sein Fazit nach einer Medienanalyse ist für die Medienelite des Landes kein schmeichelhaftes: „Jene Medienmacher, die sich sonst so ereifern, wie beklagenswert das politische Establishment agiert, sind völlig verstört, wenn tatsächlich jemand die Arena betritt, über die Mittel verfügt, sich aber als unangepasst erweist.“ Dabei werde nicht anerkannt, dass diese Eigenschaften die Grundvoraussetzung für Veränderungen seien.

Die vermutete Enttäuschung Dass die erste Streitschrift für und gegen Frank Stronach eine Fortsetzung finden musste, liegt auf der Hand. Sie heißt „Vermutung einer Enttäuschung“ und widmet sich unter anderem einer Analyse der Gründe, warum Stronach und sein Team bei weitem nicht so gefährlich wurden, wie gedacht. Wir erinnern uns: Anfängliche Umfragen prognostizierten dem Magna-Tycoon beim Eintritt in die Politik 40% der Wählerstimmen. Tucek spricht von „phasenweise hysterischen Zügen”, die die Berichterstattung angenommen hätte. Zwischenzeitlich ist eines aber klar: „Die Aufregung war verfrüht. Stronach wird – gemessen an seinen ursprünglichen Zielen – scheitern.“ Die 9,8% bei den niederösterreichischen Landtagswahlen bestätigten das, ebenso die 11,3% bei den vorgezogenen Kärntner und auch die 8,34% bei den Salzburger Landtagswahlen. Warum sich das Blatt gedreht hat? „Stronach ist nicht in der Lage gewesen, dafür zu sorgen, dass für die ansprechbaren Zielgruppen inhaltlich plausible Angebote zur Verfügung standen, die durch glaubhafte Personen getragen und vermittelt wurden.“ Dabei würde der Veränderungsbedarf, den er fordert, vor allem von Menschen bestätigt, denen keine Nähe zu ihm nachgesagt werde. Tucek zitiert neben PlanseeChef Michael Schwarzkopf und Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber

„Jene Medienmacher, die sich sonst so ereifern, wie beklagenswert das politische Establishment agiert, sind völlig verstört, wenn tatsächlich jemand die Arena betritt, über die Mittel verfügt, sich aber als unangepasst ­erweist.“ auch Christoph Leitl. „Anstatt aber die genannten Beispiele für die Bewerbung und Bestätigung seines Programms zu verwenden, lässt er sich wie ein alter Gockel nackt am Pool fotografieren.“ Und auch die Stellvertreterin Kathrin Nachbaur kritisiert Tucek: Die sei nicht seriös eingesprungen, hätte nicht einmal andeutungsweise ein selbstständiges Profil entwickelt. Was ihn zur Frage führt: „Wer berät eigentlich diese ,reiche‘ Armutschkerltruppe?“ Seine Anwort: „Die Jungen”. Damit spielt er auf eine erst kürzlich gelaunchte 100.000 Euro-Inseratenkampagne Stronachs an, hinter der ein Ideenwettbeweb für 16- bis 29Jährige stand; samt der Fragestellung: „Was würdest du tun, wenn du Bundeskanzler wärst?” „Lächerlich”, befindet er: „Weil die Aktion die Jungen nicht bei ihren realen Bedürfnissen abholt, sondern dort, wo sie (vermutlich) nie sein werden, als BundeskanzlerIn.“

Und international? Danach analysiert Tucek frei nach dem Motto „Wenn an der ,Inlandsfront‘ alle schon so überfordert sind, muss man sich auf dem internationalen Parkett naturge-

© Tucek/Eigenverlag

Alexandra Binder

R udol f T u cek GF Cube Hotels; Autor www.cube-hotels.com

© Cube Hotels/Foto Wilke

Cube Hotels-Chef Rudolf Tucek ist keiner, der einfach hinnimmt, was im Land politisch passiert. So auch nicht das unter­griffige Medienecho, das auf Frank Stronachs Kandidatur folgte. ­Zwischenzeitlich hat er zwei Streitschriften zum Thema verfasst. In Teil eins widmet er sich dem „Versuch einer ­Objektivierung“ – darin analysiert er die Berichterstattung wie auch die ­biografische Selbstwahrnehmung des Neopolitikers. In Teil zwei kommt er zur „Vermutung einer Enttäuschung“.

R. Tuceks „Der Versuch einer ­Objektivierung“ und „Die Vermutung ­einer Enttäuschung“ sind im ­Eigenverlag erschienen. Bezug: alle Buchhandlungen und über Amazon Preis: je 9,90 €.

mäß noch mehr fürchten“ den Umgang aller heimischen Parteien mit Herausforderungen betreffend die EU bzw. Euro-Zone. Im Hinblick auf Stronach – an dieser Stelle Thema –, kommt er auch da wieder zu einer ernüchternden Bilanz: „Das, was im Grundsatzprogramm an EU- bzw. Euro-Kritischem steht, hätte ein Student im ersten Semester auch so formulieren können. Die Rückkehr zu nationalen Euros und Schulden reduzieren war alles, was dabei herauskam. Ganzheitliche Konzepte gab es keine.” Woran lag‘s? „Daran, dass Stronach mit Wilhelm Hankel einen Euro-kritischen Ökonomen engagierte, der aber letztlich nur seine, immer schon kritische, Haltung zum Euro ,pflegen durfte‘.” Dabei, so Tucek, hätte das Frank Stronach-Institut für sozialökonomische Studien ein Grundlagenund Problembewusstsein schaffen können. Institutsleiterin sei aber wiederum Nachbaur. Und die hätte sich lediglich einen Europa-Kenner und Juristen an ihre Seite geholt: Bernd W. Nachbaur, Pensionist und ihr Vater. Auch beim Thema Bankenunion, Steuerreform und zentrale Werte kommt Stronachs Truppe nicht gut weg. „Es hat sich niemand im Team Stronach herauskristallisiert, der eine brauchbare Wirtschaftskompetenz repräsentiert – und diese auch kommunizieren kann. Das gilt für europäische Wirtschaftsthemen ebenso wie für nationale.“ Summa sumarum werde die Vermutung einer Entäuschung immer mehr zur Gewissheit einer Enttäuschung. Doch Tucek gibt sich am Ende versöhnlich: „Eine Ent-Täuschung ist nichts Negatives.“ Im Übrigen habe Stronach uns mindestens zwei Erkenntnisse beschert. „Er scheitert an sich selbst“, und „Es ist nicht wahr, dass Österreich die Politiker hat, die es verdient.“


the opinion

8 – medianet

„Bildung kann man nicht ranken“ und „Nicht die Analphabeten und Obdachlosen haben Geld verzockt und die Krise verursacht“, sagt der Autor und Filmemacher Erwin Wagenhofer („We Feed the World“) in einem Interview mit der Wiener Zeitung über die Schule der Zukunft und seinen neuen Film „Alphabet“, der am 11. Oktober in Österreich startet. Seine These: Bei ihrer Geburt sind 98 Prozent der Menschen hochbegabt. Nach der Schulzeit sind es nur noch zwei Prozent. Dazwischen passiert das österreichische Schulsystem, das vor allem eines lehrt: Anpassung. Wer nicht in die Schublade des lernbereiten, verhaltensunauffälligen, leicht maßzuregelnden Teilnehmers im rot-weiß-roten Bildungskonstrukt passt, wird im Idealfall zurechtgebogen – andernfalls gehört er zu jenen, die uns bei Pisa regelmäßig die Bewertung versauen, aber in Österreichs Niedriglohnbranchen jederzeit herzlich willkommen sind. Einen anderen Aspekt von Bildung beleuchtet die Studie „Differential Vulnerability to Hurricanes in Cuba, Haiti,

m a ke r S n e tw o r k

medianet Leitartikel

What a fool ­believes, he sees … Bildung ist nicht nur ein Weg, sich der Diskussion um Mindestgehälter ohne persönliche Betroffenheit zu stellen, sondern in vielen Fällen ein Lebensretter. sabine bretschneider

and the Dominican Republic: The Contribution of Education“ (Ecology and Society, September 2013). Fazit: Je höher das Bildungsniveau in einem Land, desto besser kann die Bevölkerung sich auf Naturkatastrophen vorbereiten und deren Folgen verkraften. Bildung sei wichtiger als die Höhe der Einkom-

men und das Niveau des Gesundheitssystems. Das Beispiel: Die Zerstörung von Infrastruktur durch Hurrikan „Jeanne“ 2004 war in den drei Karibikstaaten Kuba, Dominikanische Republik und in Haiti ähnlich stark. Dennoch starben in Haiti 2.700 Menschen, in der Dominikanischen Republik 20, in Kuba

Freitag, 27. September 2013

niemand. Studienautor Erich Strießnig verweist auf das „außergewöhnlich hohe Bildungsniveau in puncto Katastrophenschutz in Kuba“ – dort liege die Alphabetisierungsrate unter den 15- bis 24-Jährigen seit Jahrzehnten bei 100 Prozent. Auch die Unesco fördert seit Jahren die Kampagne „Katastrophenminderung fängt in der Schule an!“. Bildung sei das „entscheidende Element im Frühwarnsystem, das oftmals zwischen Leben und Tod entscheidet“. Wer Notfallpläne nicht sinnerfassend begreift, reagiert unzureichend – und panisch. Wem dies zu banal scheint, dem sei ans Herz gelegt, dass im bosnischen Wallfahrtsort Medjugorje zurzeit eine Marienstatue fluoresziert. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Oder, wie es die Science Busters rituell formulieren: „Wer nichts weiß, muss alles glauben.“

mail to s.bretschneider @medianet.at

Gastkommentar zum Standort Österreich

IMPRESSUM

Wahlkampfgetöse Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd. www.zitate . at

Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

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© Wien Nord Werbeagentur

zitat des ta ge s Otto von Bismarck deutscher Politiker und Staatsmann

Es gibt Standorte, die schlechter sind als Österreich – und viele, die besser beurteilt werden. Ziel sollte doch ein Platz ganz vorn sein. Von ‚abgesandelt‘ kann keine Rede sein. Das ist Wahlkampfgetöse, aber in puncto Unternehmerfreundlichkeit besteht dringender Aufholbedarf. Versuchen Sie doch, morgen ein Unternehmen zu gründen und zählen Sie dann die Tage und Behördenwege bis zum eigentlichen Start! Die größten Baustellen sind Verwaltungsreform, Pensionsreform, Steuer und Lohnnebenkostenproblematik, usw.... Positiv herauszustreichen wäre, dass Österreich die Krise der letzten Jahre, im Vergleich zu anderen Ländern, doch einigermaßen gut im Griff hat. Fazit: Die neue Regierung wird die alte sein und diese alte Regierung wusste bis jetzt nicht, was sie tun soll. Und wenn sie es in Teilbereichen gewusst hat, dann hat sie es trotzdem nicht getan. Der lohnenden Betätigungsfelder gebe es viele, etwa die Bildung: Wenn da nicht bald etwas passiert, schaut es wirklich schlecht aus. Vor allem für ein Land wie Österreich, das ja von der geistigen Kraft der Menschen profitieren sollte. Edmund Hochleitner, Geschäftsführer Werbeagentur Wien Nord und Vizepräsident des CCA. Die Gastkommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

© dpa-Zentralbild/Patrick Pleul

© APA/Barbara Gindl

Der Alternative Nobelpreis geht heuer u.a. an den US-amerikanischen Chemiewaffen-Bekämpfer Paul Walker.

p s yc h o pat h s u r v e y

„ Nat i o n a l r at s wa l “ Auf dem Vorarlberger Stimmzettel ist als Datum der „29. Septemper“ eingetragen. Ein mieses Omen für die SFPÖVP?

Gerade Psychopathen machen oft steile Karrieren, sagt der britische Psychologe Kevin Dutton („Great British Psychopath Survey“).

equal ri g hts The Times They Are A-Changin’: Altpräsident George Bush sr. fungierte als Trauzeuge bei der Hochzeit eines lesbischen Paares.

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righ t l i v e l i h o o d

Veggie-Bratwürste, moniert der VKI, enthalten oft zu viel Salz. Mag sein. Aber sie enthalten keine toten Tiere ...

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Die Matrix

a n im a l r ig h t s

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ger man election Riesen-Wahlerfolg für Angela Merkel. Und jetzt will keiner mit ihr regieren ... Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


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freitag, 27. september 2013 – 9

© ORF

TV-Quote

Viel Wahlkampf, gute Quote – so das Resümee der TV-Berichterstattung Seite 12

© Simacek Facility Man.

marketing & media Veranstaltung

Jubiläum

Sechs NGO-Organisationen nutzten den „B2B Diversity Day“ als Plattform Seite 14

Feierlichkeiten zu 20 Jahre SPS Marketing Seite 14

© SPS Marketing

W24: Die großen und die kleinen Geschichten

www.mhoch3.at

© medianet/Szene1/Joanna Piestrzynska

short

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Marcin Kotlowski, Geschäftsfüh­ rer WH Medien und W24, prä­ sentierte gemeinsam mit Kolle­ gen den neuen Vermarktungs­ verbund R9. Dieser soll als gemeinsame Vermarktungs­ gesellschaft die Aktivitäten von neun lokalen TV-Sendern vorantreiben. Seite 10

© W24/Andreas Tischler

Michael Stix, Geschäftsführer ProSiebenSat.1 Puls 4-Gruppe Österreich, präsentierte die Programmhighlights von Puls 4 für das kommende Jahr. Neben mehr Sportrechten wol­ len die Privaten vor allem mit neuen Shows, Serien und TVFilmen punkten. Seite 11

© medianet/Szene1/Günther Langegger

Christina Inhof, W24-GF Markus Pöllhuber, Wien Holding-Direktorin Sigrid Oblak, SPÖ-Finanzstadträtin Renate Brauner, W24-GF Marcin Kotlowski & Mel Merio.

Programmpräsentation Das Wiener Stadtfernsehen W24 präsentierte Mittwoch dieser Woche im Rahmen der Österreichischen Medientage sein neues ­Programm für die kommende Fernseh-Saison. Das Motto lautet: „Mehr ­Nachbarn. Mehr Nachwuchs. Mehr Nachrichten“. Seite 10 Klaus Schweighofer, VÖP-Prä­ sident, begrüßt das von den Regierungsparteien im Rah­ men der Österreichischen Me­ dientage angekündigte „Große Medienpaket“. „Eine Erhöhung des Privatrundfunkfonds von derzeit 15 auf 30 Mio. Euro ist unverzichtbar.“

Personalia I Online- und Marketingchef Bernhard Greil geht

© Kleine Zeitung/Ogilvy & Mather

© Moser Holding

Bernhard Greil verlässt die Tiroler Tageszeitung, bleibt in beratender Funktion.

Innsbruck. Der bisherige Bereichs­ leiter für Marketing und Online der Tiroler Tageszeitung, Bernhard Greil, legt seine Funktion Ende des Jahres zurück und steigt als ge­ schäftsführender Gesellschafter bei der ACC Werbe- und Digitalagentur ein. Der Moser Holding wird er dennoch in beratender Funktion erhalten bleiben. Patricio Hetfleisch, seit 2008 Chefredakteur des Onlineportals der Zeitung, wird gemeinsam mit Markus Kichl die Geschäftsfüh­ rung der New Media Online GmbH übernehmen. Armin Purner, seit 2012 Leiter Marketing, berichtet dem Vorstand künftig direkt. (red)

Settele leitet slowakischen Sender

© APA/Privat

Veränderungen bei Moser Holding

medianet tv heute

Kleine Zeitung ruft mit unter­ haltsamem Spot zur Wahl­ beteiligung auf.

Personalia II Wird Generaldirektor bei größter TV-Anstalt

Matthias Settele leitet künftig den ­slowakischen Fernsehsender Markiza.

Wien/Bratislava. Der Österreicher Matthias Settele (46) wird General­ direktor des größten slowakischen Fernsehsenders TV Markiza. Der Privatsender gehört zum internati­ onalen Medienkonzern CME (Cen­ tral European Media Enterprises Ltd.) mit Sitz auf den Bermudas. Settele war zuletzt mit seiner Wiener Beraterfirma SetTele für Turner International in Skandina­ vien und im Baltikum tätig und ar­ beitete in Österreich für den ORF. In der Vergangenheit war der Fern­ sehexperte als langjähriger Beglei­ ter und Assistent von Gerhard Zei­ ler in verschiedenen Funktionen für den ORF und RTL tätig.  (APA)


c ov e r

10 – medianet

Freitag, 27. September 2013

Neue Gesichter Neben etablierten Inhalten und Moderatoren setzt W24 bei den neuen Formaten auch auf neue Gesichter

W24: Einfach mehr Programm Wien. Der Wiener Stadtsender W24 baut sein Programm unter dem Motto „Mehr Nachbarn. Mehr Nachwuchs. Mehr Nachrichten“ weiter aus und widmet seinen Programmherbst damit gleich drei Schwerpunkte.

Pansky machen die Wiener Straßen unsicher und hinterfragen aktuelle Geschehnisse. Doch der inhaltliche Blick des Programms reicht über das eigene Stiegenhaus, hinaus in die Glitzerwelt der Schönen und Reichen. Mit dem Style-Experten Adi Weiss kommt auch das neue Society-Format „AdiWeissTV“. Hier berichtet W24 in einer wöchentlichen Society über das schillernde Wiener Nacht- und Szene-Leben. Zu sehen ist die Sendung ab Ende Oktober jede Freitag Nacht auf W24. Aber nicht nur für Fashin-Victims gibt es neuen Stoff, sondern auch für die Familie daheim. Mit „Familie Rockt TV“ gibt es auf W24 eine neue Infotainment-Sendung für Eltern. Es werden Themen besprochen, die Eltern am Herzen liegen – manche heikel, andere unterhaltsam. Wie lebt man emanzipiert in einer Familie? Wie geht man mit dem Druck um, das perfekte Kind großziehen zu wollen? Wie streng darf man eigentlich sein? Muss

Programm ausgebaut Bereits jetzt hat der Wiener Stadtsender W24 eine Live-Abendschiene. Marcin Kotlowski, Geschäftsführer der WH Medien und des Wiener Kabelfernsehsenders W24, gegenüber medianet: „Fernsehen ist ein Geschäft von Löwinnen und Löwen, die immer globaler agieren müssen. Als regionale Gazelle muss man flink, innovativ und schnell sein, um Erfolg zu sein. Wir haben als erste in den Vorabend investiert mit ‚Guten Abend Wien‘ um 18:30 mit 45 liveMinuten aus der Region. Bei den heutigen Medientagen wurde der Vorabend jetzt von einigen Löwen als Schwerpunkt definiert.“

„Beim Antritt haben wir versprochen, die Verweildauer zu ­heben. Das ­haben wir, sie ist © medianet/Szene1/Joanna Piestrzynska

seit April 2012 um 100% gestiegen, unsere ­Reichweite um 25%.“ Marcin Kotlowski GF der WH Medien & GF W24

Nun gibt es weitere, neue Formate. So gibt es etwa im neuen W24-Freitag unter dem Motto „Mehr Nachbarn“ das Format „Herr Tischbein und Pansky“ zu sehen. Der Inhalt: Herr Tischbein und

man seine Kinder immer lieben? Was macht das Leben mit Kindern so unvergleichbar schön? W24 macht aber auch etwas für die Bildung der Zuseher. Im Wissensformat „Wie wird das“ zeigt

© W24 (2); W24/Eva Kelety; W24/Bernhard Dimmel

Wiener Stadtfernsehen W24 präsentierte sein Programm & schließt mit anderen Regionalsendern Vermarktungsgemeinschaft.

Neben etablierten Formaten gibt es bei W24 künftig noch mehr News, Wissen, Society und Einblicke in die Stadt Wien.

der Wiener Stardesigner Adam Wehsely-Swiczinsky, wie Produkte des täglichen Lebens eigentlich so entstehen. So begleitet W24 etwa die Entstehung einer neue Skibindung von der Idee bis zur Produktion und Fertigung. Die Zielgruppe dieser Sendung ist breit gefächert und soll alle, vom Schulkind bis zu den Senioren, ansprechen. Mehr Wirtschafts-News gibt es auf W24 künftig ebenfalls. In der Sendung „Göweils Wirtschaft“ spricht der Chefredakteur der Wiener Zeitung, Rainhard Göweil, mit Vertretern aus der Wirtschaft über aktuelle Themen – von Banken über Bauern bis hin zu Österreich und smart cities. Zusätzlich wirft W24 auch ein Schlaglicht auf das Jubiläum 1914/1934/2014 und zwar mit einem zeitgeschichtlichen Schwerpunkt, der noch heuer mit dem „Strom der Erinnerung“ die Ursachen und Folgen des Holocausts

der: „Beim Antritt haben wir versprochen, die Verweildauer zu heben. Das haben wir, sie ist seit April 2012 um 100 Prozent gestiegen, unsere Reichweite um 25 Prozent “, so der W24-Geschäftsführer abschließend.

Gemeinsame Vermarktung Das neue Programm soll aber nicht nur bei den Zusehern Anklang finden, sondern auch neue Werbekunden anlocken. Deshalb bündeln die wichtigsten Regionalfernsehsender Österreichs ihre Kräfte und wachsen unter dem Dach des Fernseh- und Contentvermarkters R9 zu einem österreichweiten Verbund zusammen. Damit erhalten überregionale Werbe- und Content-Kunden einen zentralen Ansprechpartner für die nationale Vermarktung von Werbeflächen im RegionalTV (siehe Story unten).  www.w24.at

Österreichweit Die neun größten regionalen TV-Sender bündeln die Vermarktung & wollen nun auch nationale Kampagnen

tipp des tages

R9: wie die RMS, nur für regionale TV-Sender wie Marcin Kotlowski, Geschäftsführer des Wiener Senders W24, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz betonte. Zehn Sender aus allen Bundesländern sind nun über eine zentrale Anlaufstelle erreichbar.

„Erfolgversprechend“ Dass ein derartiges Vorhaben Erfolg versprechend ist, würden

© medianet/Szene1/Joanna Piestrzynska

© K&S

Wien. Nach einigen Anläufen ist sie nun Realität: Mit R9 steht ab sofort eine gemeinsame Vermarktungsgesellschaft der regionalen Fernsehsender für national buchbare Werbeblöcke zur Verfügung. Mit diesem „neuen Kapitel der Mediengeschichte in Österreich“ folge man dem Trend zur Regionalität, der auch für die Werbebranche zunehmend von Interesse sei,

Die Reisen der Habsburger Von Kavalierstouren, Brautschau und hoher Diplomatie. Wenn es die Staatssache notwendig machte, reiste man auch in der unwirtlichsten Zeit. So wie Kaiser Friedrich III., der auf der Reise nach Rom zur Kaiserkrönung gleich Eleonore von Portugal heiratete. Reformkaiser Josef II. bescherten dagegen seine Inspektionsreisen in die habsburgischen Länder oft ernüchternde Einblicke. In seinem Streifzug durch die Jahrhunderte erzählt Kunst- und Kulturhistoriker Hannes Etzlstorfer von den vielen Expeditionen gekrönter Häupter – bis hin zur „Endstation Kapuzinergruft“. 24 €, Kremayr & Scheriau Verlag, ISBN: 978-3-218-00878-5.

beleuchtet. 2014 wird sich W24 mit den Hintergründen, Ursachen und Folgen des Ersten Weltkriegs beschäftigen und auch einen Blick auf die Ereignisse des Jahres 1934, die ihre Wurzeln u.a. in den Folgen des Ersten Weltkriegs haben, widmen. All das wäre aber ohne ein engagiertes Team nicht möglich, und so setzt man auch bei W24 auf die etablierten Kollegen, aber auch auf neue Gesichter – vom schon erwähnten Adi Weiss über Kornelia Kreuter, Patrice Fuchs bis hin zu Peter Pansky und Jennifer Posch. „Wir wollen, das unsere erfolgreichen Moderatorinnen und Moderatoren sich auch weiterentwickeln können; wir setzen auf unseren Nachwuchs. Diese jungen Menschen sollen die österreichische Fernsehlandschaft mit Innovationen fluten“, so Kotlowski. Und dieses Engagement schlägt sich auch in den Kennzahlen nie-

Wolf-Dieter Holzhey (GF LT1), Marcin Kotlowski (GF WH Medien und W24), Sigrid Oblak (GD Wien Holding), Rudi Kobza (Kobza Media Gruppe), Alfred Grinschgl (GF RTR).

nicht nur internationale Beispiele zeigen. Auch die heimischen Privatradios arbeiten seit 15 Jahren mit der gemeinsamen Vermarktungsplattform RMS. Die Sender selbst bleiben natürlich weiterhin „völlig unabhängig“, wie Kotlowski unterstrich. Die nächsten Phasen des Projekts lauten nun technischer Zusammenschluss für die sekundengenaue Abrechnung der Blöcke, wobei man hier mit der ORF-Sendetechniktochter ORS zusammenarbeitet, sowie die mittelfristige Etablierung gemeinsamer Programminhalte. Die Werbebranche steht dem Vorhaben positiv gegenüber, wie Rudi Kobza, Eigentümer von Kobza Media, unterstrich: „Je globaler, je komplexer die Welt wird, umso mehr gewinnt die Region für die Menschen an Bedeutung.“ Das spiegle sich letztlich auch in wirtschaftlichen Belangen wider. Mit R9 werde es der Werbewirtschaft nun vereinfacht, bei den „sehr erfolgreich operierenden“ Regionalsendern zu buchen. „Und das auf einen Knopfdruck, mit einem Ansprechpartner“, so Kobza.

R9-facts Neben W24 sind schau TV (Burgenland), LT1 (Oberösterreich), Steiermark 1, Kärnten 1, tirol tv, Ländle TV (Vorarlberg), P3 St. Pölten, N1 Niederösterreich sowie RTS (Salzburg) als Partner an Bord. Unterstützt wird das Vorhaben weiters von der Rundfunk- und Telekom-Regulierungsbehörde RTR. Inhaltlich fokussiere man sich derzeit auf die Entwicklung einer gemeinsamen Vorabendschiene, angedacht ist etwa ein „Österreich Bild“. „Die Werber wollen ja ein einheitliches Programmumfeld“, wie Kotlowski erläuterte. „Solche Projekte kosten aber viel Geld, weshalb wir da mit Bedacht unterwegs sind.“ An ein Frühstücksfernsehen denke man derzeit nicht. R9 ist zu je 35% im Besitz der Wien Holding und Holzhey Management und Beteiligungen GmbH, die weiteren 30% hält die Kobza Media Gruppe. In etwa drei Jahren sollen die Regionalsender die Hälfte ihrer Einnahmen auf nationaler Ebene lukrieren können, was bei den großen Sendern einer Verdoppelung der derzeitigen Volumina (zwischen 750.000 und einer Mio. €) entsprechen würde, wie Kotlowski als Ziel angab. Neben den Werbeblöcken im Fernsehen ist auch eine Vermarktung der Online-Auftritte der Sender geplant.


Medien

Freitag, 27. September 2013

medianet – 11

Programm TV-Sender Puls 4 präsentierte kommende Programmschwerpunkte, setzt in der Vermarktung auf Kombination von TV und Online

Puls 4: mehr Sport, mehr Show

Private schicken „Herz von Österreich“ und Millionen-Start-Up Show ins Rennen, übertragen künftig die Primera Division live. „2 Minuten – 2 Millionen – die Puls 4 Start-Up Show“ Chance auf Hauptgewinne: Jungunternehmer können Investoren ihre Geschäftsidee in zwei Minuten erläutern, unter erfolgreich Pitchenden werden zwei Mio. € als Kapitalzuschuss ausgeschüttet. Optisch ansprechend wird es mit der sechsten Ausgabe von „Austria‘s next Topmodel“, Starttermin Herbst 2014, und Übertragungen von Victoria‘s Secret Fashion Show sowie Miss Austria-Wahl.

Wien. Public Value, Fiction, Sport und Show – so die Programmsäulen bei Privatsender Puls 4, der im Rahmen der Österreichischen Medientage in der Wiener Stadthalle Einblicke auf kommende Programmhighlights gewährte. Kurz vor der sonntäglichen Nationalratswahl erinnerten die Sendungsmacher an 1,9 Mio. Zuseher (E12, weitester Seherkreis), welche man mit der Berichterstattung zum politischen Event des Jahres erreichte. Und auch künftig wolle man mit 54 Puls 4 News-Sendungen pro Woche und jährlich über 300 Stunden „Guten Abend Österreich“ sowie 40 Ausgaben von „Pro und Contra“ auf Information setzen.

Noch mehr Spitzenfußball Das Quoten-Zugpferd wird dennoch eher im Sport zu finden sein. So überträgt Puls 4 nicht nur bereits im zweiten Jahr die UEFA Champions League, sondern agiert heuer dank erfolgreicher Qualifikation der Austria Wien für die Gruppenphase auch erstmals als Host Broadcaster. 17 Kameras transportieren Bilder aus dem Wiener Ernst Happel-Stadion in die Fußballwelt. Bei der Programmpräsentation war die Million als zu knackendes Ziel zu hören, ebenso wie ein kurzer Einblick auf kommende Sport-

© Puls 4/Gerry Frank; Puls 4/Ingo Pertramer; Puls 4; EPA/Andreas Gebert

Jürgen Hofer

Im „Windschatten des ORF“

Nachrichten, Shows und Sport – die Säulen des bei den Medientagen präsentierten Programms des Privatsenders Puls 4.

berichterstattung: Puls 4 erwarb TV-Rechte der spanischen Primera Division. Ausgestrahlt werden soll, wie zu vernehmen war, ein Livespiel pro Woche. Daneben senden die Privaten weiterhin wie bisher American Football – die Rechte wurden um zwei Jahre verlängert. Im Bereich der fiktionalen Inhalte zeigt Puls 4 mit „Die verbotene Frau“ die dritte Spielfilmproduktion, realisiert gemeinsam mit Senderschwester Sat.1. Wander-

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Mio 2 , 3 s l a █mehr lte█ █Hausha

hure Alexandra Neldel wird dabei in eine Romanverfilmung um eine verbotene Liebe zu einem künftigen Scheich geschickt. Dazu kommen Hollywood-Blockbuster wie „Battleship“ oder „Zero Dark Thirty“ als Free-TV-Premieren. Auch Serien sind in diesem Segment fixer Bestandteil: Neben bewährten Inhalten bringt Puls 4 erstmalig unter anderem „Hannibal“, ab 2014 als Österreich-Premieren Serienhighlights wie „Chicago Fire“, „Motive“

oder die zweite Staffel „Homeland“. Musik, Geld und Frauen dominieren den Show-Bereich: Im Winter startet „Herz von Österreich“, eine Musik-Castingshow unter Juryvorsitz von DJ Ötzi, Stefanie Werger und Trackshittaz-Songcontest-Teilnehmer Lukas Plöchl. Nach dem bereits angelaufenen Vorsingen werden hier künftig Musiktalente aus Österreich präsentiert. Für weniger Musikbegabte bietet

Ein Programmmix, der Michael Stix, Geschäftsführung der ProSiebenSat.1 Puls 4-Gruppe, optimistisch stimmt: Als stärkste österreichische Privat-Sendergruppe mit 21,4% Marktanteil über alle Sender hinweg sei man „im Windschatten des ORF“. Dabei wolle man nicht nur Reichweiten dazugewinnen, sondern auch in technischer Hinsicht „Vorreiter bleiben“. Stix verwies auf das HD-Paket der Gruppe, ebenso wie auf andere technische Möglichkeiten durch HBBTV und Smart TV. Diese technischen Standards seien auch in der Vermarktung maßgeblich: „TV befruchtet Online und umgekehrt“, so Stix, der die Kraft sich ergänzender Medien und darauf basierender Schaltungen im SevenOne VideoNetwork mit 10 Mio. Video Views monatlich betonte.

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12 – medianet

Freitag, 27. September 2013

Wahlkampf 28 Sendungen auf ORF, Puls 4 und ATV bringen Marktanteile von bis zu 30,9 Prozent; ATV fällt deutlich ab

Viel Wahlkampf, gute Quote ORF-Duell zwischen Spindelegger und Strache lockt mit einer Quote von 845.000 die meisten Zuseher vor den Fernseher. Chefredakteur Fritz Dittlbacher im Gespräch mit medianet. Auch Corinna Milborn, Puls 4-Moderatorin , zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf mehr als zufrieden: „Unser Zugang war, Nachrichten und Politik aus der Sicht des Bürgers zu machen. Die Themen kommen vom Publikum, von uns wird journalistisch hart nachgefragt. Die Quote spricht dafür, dass es keinen Overkill gibt.“

Michael Fiala

Wien. Am Sonntag ist es vorbei: Um 17 Uhr werden die Wahllokale geschlossen. Ein intensiver Wahlkampf ist somit zu Ende. Auf das Fernsehen hat sich dieser Wahlkampf so umfangreich wie noch nie ausgewirkt. Allein ORF, Puls 4 und ATV kamen insgesamt auf 28 Übertragungen von Faymann, Spindelegger, Strache, Glawischnig & Co. Dass es einen Overkill an Wahlkampf im TV gibt, ist anhand der bisherigen Quoten nicht abzuleiten. Zwar kam das Kanzlerduell zwischen Werner Faymann und Michael Spindelegger bei Weitem nicht an das vergleichbare Duell im Jahr 2008 zwischen Faymann und Molterer (1,094 Mio. Zuseher, 40% Marktanteil) heran. Insgesamt erreichte der ORF mit den 2er-Konfrontationen jedoch durchwegs gute Marktanteile zwischen 21,8 und 30,7%.

Quoten-Highlights Angaben: Zuseher in Tausend / Marktanteil ORF (Auszug) Spindelegger vs. Strache: 845 / 30,4% Faymann vs. Strache: 838 / 30,9% Strache vs. Stronach: 771 / 29,8% Faymann vs. Glawischnig: 754 / 26,8% Glawischnig vs. Bucher: 750 / 29,3% (...) Faymann vs. Spindelegger: 703 / 26% (...) Strache vs. Bucher: 569 / 21,8%

Bis zu 30,9% Marktanteil

„Aufgabe des ORF“ „Sowohl die guten Reichweiten als auch die große mediale Aufmerksamkeit zeigen, wie richtig es war, in der heißen Phase des Wahlkampfs auf umfangreiche Politikberichterstattung zu setzen. Es ist schließlich auch die Aufgabe eines öffentlich-rechtlichen Senders, den Bürgern ausreichend Entscheidungshilfe zu geben“, sagt ORF-

Angenommen wurde auch das Format „Wahlfahrt“ mit bis zu 316.000 Zuseher (21% MA). Puls 4 Faymann vs. Spindelegger: 326 / 13,3% Heinz-Christian Strache: 201 / 9,32 Werner Faymann: 166 / 7,8% Hans-Peter Haselsteiner: 149 / 7,8% Eva Glawischnig: 107 / 4,5% Oppositionsrunde: 106 / 5,07 Frank Stronach: 95 / 6,5% Josef Bucher: 57 / 2,17%

© ORF

Als Spitzenreiter aller Sendungen kristallisiert sich zwei Tage vor der Wahl das Duell zwischen Spindelegger und Strache heraus, das 845.000 Zuseher bei einem Marktanteil von 30,4% verfolgten. Den höchsten Marktanteil mit 30,9% konnte das Duell zwischen Faymann und Strache verzeichnen. Mit Spannung wurde auch die Premiere des neuen ORF-Formats „Wahlfahrt“ mit Hanno Settele erwartet: Bis zu 316.000 Zuseher und 21% Marktanteil ließ die Damen und Herren am Küniglberg mit zufriedenen Gesichtern bilanzieren. „Um auch jüngere, politikfernere Zuseher anzusprechen, muss man neue Wege gehen. Die ‚Wahlfahrt‘ als neues, ungewöhnliches und eigentlich sehr intimes Format – zwei Menschen fahren Auto und reden miteinander – hat hier eben diese Neugier geschaffen, die herkömmliche Sendungen nicht

Der ORF konnte mit dem innovativen Format „Wahlfahrt“ bei den Sehern punkten.

mehr zustande bringen“, bilanziert Dittlbacher.

Puls 4 mit acht Sendungen Mit gleich acht Sendungen stieg Puls 4 in den Wahlkampf-Ring und konnte dabei auch gute Quoten erreichen. Spitzenreiter beim Privatsender ist das Kanzlerduell zwischen Faymann und Spindelegger mit 326.000 Zusehern im Schnitt. ATV konnte mit seinem

Kanzlerduell hier nicht mithalten: 171.000 Zuseher und 6% Marktanteil fallen im Vergleich zum Puls 4 Kanzerlduell deutlich ab. „Der weiteste Seherkreis zeigt, dass ‚ATV Meine Wahl‘ 100.000 Österreicher erreichte, die bis gestern noch keine TV-Konfrontation auf einem anderen Sender verfolgt hatten“, so ATV in einer Aussendung. Puls 4 verzeichnete über alle Sendungen hinweg insgesamt 1,9 Mio. Zuseher (weitester Seherkreis).

ATV Faymann vs. Spindelegger: 171 / 6,0% Oppositionsrunde: 170 / 8,0% Die Sendung „Am Punkt“ erreichte 47.000 bis 71.000 Zuseher in der Gruppe E12+ bei einem Marktanteil von 2,6 bis 4%. Alle Quotenangaben basieren auf der Basis von E12+ (DRW) und wurden von den jeweiligen Sendern veröffentlicht.

Gastkommentar Brandneue Promotion Guidelines, aktuelle Werbeformate und andere interessante Neuheiten im größten Social Network

„Wind of Change“ bei Facebook Online-Platzhirsch setzt weiter auf Veränderungen. Neue Features sind bereits in der Testphase.

Veni, vidi, vici … oder so! Keiner hat es erwartet und niemand hat daran geglaubt, dass es jemals passieren würde: Ende August wurden die Facebook Promotion Guidelines überraschend gelockert. Deshalb nun in hemmungslose Freude auszubrechen, ist allerdings nicht angebracht. Denn es ist und bleibt kompliziert!

Test-Usern unter der Überschrift ‚Professional Skills‘ das Eintragen von eigenen Berufsqualifikationen. Diese sind, sofern nicht anders eingestellt, dann für jeden öffentlich einsehbar. Facebook begibt sich damit auf das Terrain der beruflichen Netzwerke wie Xing oder LinkedIn. Dieses Feature, wenn es denn irgendwann wirklich zu den Standards der Profilinformationen gehören sollte, wäre dann vor allem für Werber interessant. Diese könnten diese Informationen als Targeting-Option auswählen. Obendrein müsste es dann problemlos möglich sein, direkt in der Graph Search Personen mit bestimmten Berufsqualifikationen auf Facebook zu finden. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt, was sich Facebook in Zukunft noch alles einfallen lassen wird. Vielleicht steckt hinter den vielen kleinen Tests irgendwann auch wieder ein neues, spannendes Feature, das besonders für Unternehmen infrage kommt.

Wer stehen bleibt, hat schon verloren …

Blick in die Zukunft: Facebook lockert Promotion Guidelines und plant neue Features.

In der Vergangenheit musste man Gewinnspiele über eigene Applikationen durchführen, dies ist nun nicht mehr notwendig. Ab jetzt dürfen Gewinnspiele auch auf der Pinnwand von Corporate Pages durchgeführt werden. Auch das ‚Like‘ ist ein neues Voting-Instrument bei Gewinnspielen. Selbst das bis dato verbotene Tagging eines Bildes im Rahmen einer Promotion wurde erlaubt, allerdings nur, wenn die Person selbst auch wirklich auf dem Foto zu sehen ist. Facebook verlangt allerdings weiterhin von seinen Nutzern, darauf hinzuweisen, dass das Soziale Netzwerk nichts mit dem Gewinnspiel zu tun hat. Es gibt noch einige andere Änderungen der Promotionricht-

linien, die nun genauestens studiert werden sollten. Sie machen es zwar einfacher, Gewinnspiele und Wettbewerbe auf der FB-Page zu veranstalten; gleichzeitig warten aber auch einige Stolperfallen – ­besonders bei Datenschutz­ hinweisen und gesetzlichen Regeln –, die einem das Genick brechen können.

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht … Facebook hat zudem bei den Ads und Sponsored Stories nachgebessert. Die Anzahl der bisher angebotenen Ad-Formate wurde reduziert. Das primäre Ziel der Überarbeitung lag darin, die Facebook-Werbeprodukte ver-

Darüber hinaus wird das Targeting für mobile Ads immer ausgeklügelter. Seit Neuestem kann man auch nach Betriebssystemen selektieren. Die lang erwartete Einführung der Hashtags auf Facebook war natürlich sehr an Twitter orientiert. Ein weiteres Twitter-Feature, die Trending Topics, wird mittlerweile nicht nur in der mobilen, sondern auch in der Desktop-Version von Facebook getestet. Ob und wann dieses Feature für alle User zugänglich sein soll, steht allerdings noch nicht fest. Sollte Facebook die ‚Trending Topics‘ irgendwann für alle Nutzer und Länder einführen, stünde das Format auch für Unternehmen offen. Ähnlich wie bei Twitter könnte Facebook dann einen Platz in den Trending Topics verkaufen. Weiters experimentiert Facebook mit den Profildetails und erlaubt aktuell einer kleinen Gruppe an

© mhoch3

Wien. Facebook entwickelt sich nach wie vor rasend schnell, das Soziale Netzwerk wird seit dem Launch 2004 ständig optimiert. In den letzten Wochen präsentierte Mark Zuckerberg erneut zahlreiche Veränderungen, die nun Schritt für Schritt umgesetzt werden. Da fällt es gar nicht so leicht, den Überblick über die Flut an Neuerungen zu behalten. Deswegen erfahren Sie hier, welche Änderungen für Unternehmen wirklich von Bedeutung sind und sein werden.

© Panthermedia.net/Buchachon Petthanya

Nina Bazza

ständlicher zu machen und eine einheitliche Spezifikationen für alle Anzeigenplatzierungen anzubieten. Werbetreibende sollen nun die Möglichkeit haben, ihre Marken beziehungsweise ihr Produkte in den Facebook-Ads größer darzustellen. Laut Facebook haben größere Formate einen positiveren Einfluss auf die Interaktion der Nutzer und somit auf die gesamte Performance der Werbemittel.

Nina Bazza ist Social Media Manager bei Modern Mind Marketing. n.bazza@ mhoch3.at www.mhoch3.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.


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14 – medianet

Freitag, 27. September 2013

Wirtschaftsforum Jubiläumsfeier

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1. Sechs NGO-Organisationen nutzten den „B2B Diversity Day“ als Plattform für ihre Diversitäts-Projekte; 2. Wirtschaftskammer Wien-Präsidentin Brigitte Jank mit Gastgeberin Ursula Simacek; 3. Sebastian Kurz und BM Rudolf Hundstorfer mitten in der Podiumsdiskussion.

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1. Gerhard Preslmayer (SPS Marketing), Ana Topolic (Magna Steyr), Norbert Schrangl (SPS Marketing) und ­Christian Gratzl (Linz AG); 2. Alfons Stadlbauer (Dr. Alfons Stadlbauer) mit Matthias Mayer (TAT Technom ­Antriebstechnik GmbH); 3. Daniela Kühne (SPS Marketing Stuttgart), Claudia Gilhofer (SPS Marketing Linz) und Marco Pfotenhauer (SanderWerbung Duisburg); 4. Petra Martinek­Kuchinka (Kuchinka und Partner) mit Filip Miermans (Lisec Austria GmbH).

B2B-Agentur feierte 20 Jahre B2Businessclass

Jaxstraße Anlässlich ihres zwanzigjährigen Bestehens verwandelte sich die österreichische Business-to-Business-Agentur in der Jaxstraße in Linz in eine exklusive Event-Location. Unter dem Motto „Dance until tomorrow“ feierten 200 Gäste, darunter Kunden, Mitarbeiter, Partner sowie Wegbegleiter der ersten Stunde, mit kleinen Geschichten und unterhaltsamen Showprogramm 20 Jahre Agenturgeschichte.

B2B Diversity Day

Vielfalt als wesentlicher Erfolgsfaktor

Erfreuliche Rückblicke und Zukunftsaussichten

Die Brass Band Blech­ salat sorgte für heitere Stimmung.

medianet Branchenkalender September

Dialoginitiative der Simacek Facility Management Group

Wiener Aula der Wissenschaften Nach der Premiere im Jahr 2011 initiierte die Simacek Facility Management Group erneut eine Plattform für die österreichische Diversity-Entwicklung in der Wiener Aula für Wissenschaften. Auf Einladung von Ursula Simacek, Geschäftsführerin und Miteigentümerin, präsentierten beim B2B Diversity Day rund 30 Unternehmen und Interessensverbände Inhalte für erfolgreiches Diversity Management. Sechs NGO- und Social EntrepreneurOrganisationen, deren Engagement durch einen Förderbeitrag von 15.000 € unterstützt wurde, stellten ihre Diversitäts-Projekte vor.

SPS Marketing

„20 Jahre SPS Marketing sind 20 Jahre Markenarbeit gemeinsam mit internationalen Top-Unternehmen. Wir bedanken uns bei allen, die uns auf diesem Weg begleitet und zum Erfolg beigetragen haben. Wir werden unsere Mission auch in Zukunft fortsetzen: the driving force in B2B zu sein und herausragende Kommunikationslösungen für unsere Kunden zu entwickeln“, so die beiden Gründer und Geschäftsführer Gerhard ­Preslmayer und Norbert Schrangl.  (red)

3

access 2013 – Fachmesse der österreichischen Tagungs- und Eventwirtschaft 27. Podiumsdiskussion der FH St. Pölten „User-generated Hofburg (Wien) http://www.access-austria.at content vs. paid content“ 8. Telekom Austria future.talk 2013 „The Pioneer Effect. 18 Uhr, Cinema Paradiso (St. Pölten); Anmeldung erforderlich New Spirit For A New Tomorrow“ mit Richard Branson 30. Marketing Club Österreich – Clubabend; Autoren ­Roman 18:30 Uhr, MuseumsQuartier (Wien)  http://www.futuretalk.com Anlanger und Wolfgang A. Engel des Wirtschafts­ 9. „CSR in den Medien – Nachhaltigkeit im Spannungsbestsellers „Trojanisches Marketing“  www.marketingclub.at verhältnis von good news und bad news“ 30. Präsentation Karl-Franzens-Universität, „Berufsbegleiten9 Uhr, FH Wien; Anmeldung erforderlich der universitärer Master-Medienlehrgang“ 15. Mobile Day von news networld, Aegis Media und IQ mobile 11 Uhr, Steirischer Presseclub (Graz) 9:00-13:15 Uhr, Media Tower (Wien) 30. Lehrgang „WebCamp Jugend Online“: Infoabend wienXtra 17.–18. Österr. Rundfunkforum „Meinungsvielfalt im Rundfunk – institut für freizeitpädagogik (ifp) und in den Online-Medien“ 18 Uhr, wienXtra-ifp (Wien) Oesterreichische Kontrollbank 18. Technolution-Herbstkongress Oktober im Technischen Museum Wien 1. „Der Weg zum idealen Agenturpartner“ – Workshop zu 25. Verleihung „Big Brother Awards“ Pitches und Ausschreibungen von Strategie Austria 20 Uhr, Rabenhof-Theater 9:30-18:00 Uhr, Hollmann Beletage (Wien); Kosten: 190 €  http://www.strategieaustria.at/ November 3. Forum Media Planung – Online Day UM Panmedia, Operngasse 17/9 (Wien); Anmeldung erforderlich 14.–15. Cable Days Konferenz für Kabel-TV & Breitband  http://www.forummediaplanung.at 20. Staatspreis PR 3. ÖBB Rail Ad  http://www.prva.at/veranstaltungen/events/pr-gala/ Kreativwerbepreis  http://oebb-railad.at/ 3. „Verleihung ÖJC Prof. Claus Gatterer-Preis 2013 für sozial engagierten Journalismus an Nina Horaczek“ Schicken Sie uns Ihren Branchen-Event an: kalender@medianet.at – die Veröffentlichung ist kostenlos. 10 Uhr, Schloss Esterhazy (Eisenstadt)

„Immer mehr Führungskräfte erkennen, dass Nachhaltigkeitsstrategien und das Übernehmen von gesellschaftlicher Verantwortung die Marktperformance nachhaltig stärken; das soll andere Unternehmen inspirieren“, so die Gastgeberin. Auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Staatssekretär Sebastian Kurz äußerten sich zur Bedeutung der Vielfaltsförderung. (red)

„Der Weg zum idealen Agentur­ partner“, ein Workshop von Strategie Austria zu Pitches und Ausschreibungen findet am 1. Oktober, 9.30–18 Uhr, im Hotel Holmann Beletage statt.

Karriere

tipp des tages

präsentiert von

7.–8.

Claudia Nebenführ ikp Wien Aufstieg Seit Ende 2010 ist Claudia Nebenführ (29) bei ikp Wien und übernimmt ab sofort in ihrer neuen Position als Consultant noch mehr Kundenverantwortung und Agenden in der Konzeption und strategischen Beratung.

© Passagen Verlag

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Junikirschen Wie haben heute Erwachsene jene Wendezeit in der Kindheit, die Zeit des Übertritts von der Volksschule ins Gymnasium und des Eintritts in ein Internat, erlebt? Wie haben sie die Trennung von der Familie und ihr neues Leben empfunden? Eine Sammlung von Erinnerungsberichten über die Zeit vom Ende des 19. bis Ende des 20. Jahrhunderts, über ein System von Zuwendung und Disziplinierung. 36,30 €, Passagen Verlag, ISBN 9783709200728.

© ikp/Markus Hirschbügl

© SPS Marketing

© Simacek Facility Management

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retail medianet

Die Lieferbox von Interspar erhielt den VCÖ-Mobilitätspreis 

Seite 18

WKO

Freitag, 27. September 2013 – 15

© Darbo

echt Beerig

Darbo Fruchtikus Birnenzauber & Beeren-Auslese, Römerquelle emotion orange/ingwer, Rauch Eistee „weniger Zucker“. Seite 19

alles da

Die Wirtschaftskammer ist gegen eine Ursprungskennzeichnung 

Seite 18

© Interspar

© Interspar

Interspar

© Panthermedia

inside your business. today. 

Hans Wimmer verantwortet die Marketingagenden bei Interspar Österreich  Seite 20

KiK, Textildiscounter mit „Handschlagqualität“

© EPA/Anders Wiklund

short

Textilindustrie H&M konnte seinen Umsatz und Gewinn nach einem schwachen ersten Halbjahr weltweit steigern. Dazu trugen unter anderem der Start des Online-Verkaufs in den USA und eine gut laufende Sommerkollektion bei. GF Karl Johan Persson darf sich auch über gestiegene Aktienkurse freuen.  Seite 17

© zooom.at/Markus Berger

Gut aufgestellt Für Bernhard ­Payer und Michael Arretz ist KiK ein cooles Unternehmen, das hält, was es verspricht. Im Bezug auf Produktionsbedingungen in Bangladesch pocht der Discounter darauf, dass die Branche die Dinge gemeinsam ändern muss.  Seite 16

© medianet

Studie Marketagent.com und Eat the Ball präsentieren eine neue repräsentative Studie zum Essverhalten junger Österreicher. Fazit: Die Jugendlichen essen gern Selbstgekochtes und lieben frisches Brot ohne chemische Inhaltsstoffe und Geschmacksverstärker, das zusätzlich lang haltbar ist. Seite 18

Weniger Filialen, mehr Fläche

110 Mio. € erwartet

Wien. Die Kaffee-Einzelhandelskette Tchibo/Eduscho will ihr österreichisches Filialnetz reduzieren, dafür aber die Flächen an den bestehenden Standorten vergrößern. Derzeit gibt es rund 140 Filialen, vor zwei Jahren waren es noch 150. „Wo es möglich ist, soll vergrößert werden“, sagt Österreich-Chef Harald Mayer. Heuer hat die Kette bereits 12 Shops umgebaut, drei sollen noch folgen. Dafür nimmt das Unternehmen 5,4 Mio. € in die Hand. Noch einmal so viel investiert Tchibo/Eduscho in den neuen Auftritt im Lebensmittelhandel. Nach

Tchibo/Eduscho-Chef Harald J. Mayer setzt verstärkt auf qualitative Expansion.

und nach sollen alle bestehenden Standorte umgebaut und erneuert werden. Investiert wird vor allem in mehr Umkleidekabinen und Ablageflächen sowie größere Vitrinen. Ausgebaut werden soll auch ein größerer Filialtyp mit 400 m� Verkaufsfläche. Normale Shops sind im Schnitt 130 m2 groß. Auch wenn das Kaffee-Geschäft das „Herz des Unternehmens“ sei, macht Tchibo/Eduscho mehr als die Hälfte des Umsatzes mit Non-FoodArtikeln. Zu Weihnachten steigt dieser Anteil auf 80%. 2012 setzte die Kette in Summe 327 Mio. € um, etwa 20% davon im Internet. (APA)

© APA/Georg Hochmuth

dayli Gesamtverbindlichkeiten in der Insolvenz steigen

© Tchibo Eduscho

Tchibo/Eduscho 11 Mio. € für die Filial-Investition, mehr extragroße Geschäfte

Die Gesamtverbindlickeiten bei dayli steigen voraussichtlich auf 110 Mio. €.

Wien/Pucking. Die Gesamtverbindlichkeiten bei der insolventen Drogeriekette dayli dürften auf rund 110 Mio. € steigen. Bisher wurden 4.662 Insolvenzforderungen in Höhe von 69,5 Mio. € (davon 7,1 Mio. € Arbeitnehmerforderungen) angemeldet. Hauptgläubiger seien Warenlieferanten und öffentliche Körperschaften. Masseverwalter Rudolf Mitterlehner rechnet noch mit nachträglichen Anmeldungen von 41 Mio. €. Die Summe der liquiden Mittel bei dayli selbst ist indes deutlich beschränkt – sie beläuft sich bloß auf rund 6,1 Mio. €. (APA)


ti t e l stor y

Freitag, 27. September 2013

© medianet

16 – medianet retail

KiK e rfolgs s tr as se

Textildiscounter Bis 2017 läuft die KiK-Modernisierungswelle, in Österreich sind derzeit 35 Geschäfte umgestellt

„KiK war immer schon besser als sein Ruf“

Michael Arretz & Bernhard Payer Der KiK Deutschland-Geschäftsführer und der KiK Österreich-Chef blicken auf einen soliden Status quo im Unternehmen: „In Österreich haben wir rund 1.400 Mitarbeiter bei 253 Filialen, und der Gesamtbruttoumsatz im Jahr liegt bei etwa 190 Mio. Euro. Im Konzern sind wir bei 1,75 Mrd. und machen diesen Umsatz mit knapp 21.000 Mitarbeitern europaweit. In Europa haben wir um die 3.300 Filialen, davon sind 2.600 in Deutschland.“

KiK-Chefs aus Deutschland und Österreich sprechen Klartext über Verantwortung – und ihre Grenzen. chris radda

Wien. KiK Deutschland-Geschäftsführer Michael Arretz und KiK Österreich-Chef Bernhard Payer über nötige Investitionen bei den Produzenten in Bangladesch und über die Handschlagqualität eines Discounters. medianet: Wie geht`s dem KiKKonzern? Michael Arretz: Das Geschäftsjahr 2013 war bisher durchwachsen für den Konzern. Wir sind aber insgesamt sehr zufrieden, weil wir im Vergleich mit dem Wettbewerb gut abgeschnitten haben. Zwar war der Winter lang, aber wir sind von der Sortimentszusammenstellung recht gut aufgestellt. Jetzt ist es so, dass wir auch im Juni schon wieder Pullover anbieten konnten und der Pullover ist dann auch der Bestseller momentan. medianet: Hat KiK ein Wachstum gegenüber 2012? Arretz: Ja, wenn auch moderat. Wir hoffen auf das zweite Halbjahr. Wir haben eine gute Basis. Bernhard Payer: Die Angaben von Herrn Arretz kann man im Großen und Ganzen auch auf Österreich übertragen: Das erste Halbjahr war zwar nicht prickelnd, aber zufriedenstellend. Wir sind stabil, leicht über Vorjahr. Dank einer guten Sortimentsauswahl fühlen wir uns gut aufgestellt.

medianet: Hat sich das neue Filialkonzept bewährt? Payer: Absolut. Wir sind mittlerweile beim Stand von 35 Filialen, am Ende des Jahres werden es 50 sein. Somit haben wir dann zwanzig Prozent unseres gesamten Filialnetzes auf das neue Konzept umgestellt. Bei den neuen Filialen sehen wir eine positive Entwicklung und können die Kundenfrequenz steigern. medianet: Wann werden alle Geschäfte umgestellt sein? Payer: Bis 2017. Wobei wir bis dahin sicher auch ein paar neue Dinge entwickelt haben werden. Handel ist Wandel. Arretz: Auch in Deutschland gab es viel Zuspruch. Von unseren Preislagen her wollen wir unser Credo beibehalten: dass die Kunden beste gute Ware zum besten guten Preis erhalten. Wir wollen auch in Zukunft in der sehr günstigen, leistungsstarken Ecke bleiben – aber eben mit neuem Konzept. medianet: Wie hat sich denn die Rohstoffsituation entwickelt? Arretz: Was die Situation am Baumwollmarkt angeht, hat sich die Situation entspannt – gleichwohl sind die Preise auf einem höheren Niveau geblieben. Es ist also nicht einfacher geworden. Ziel ist, mehr Märkte für die Beschaffung zu haben: angefangen von der Türkei, Bangladesch und China.

Wir sagen aber ebenso, dass wir mehr in die Lieferanten investieren müssen – um nicht wieder in so ein Abhängigkeitsverhältnis zu geraten. medianet: Sie sind auch verantwortlich für die Reputation Ihres Konzerns. Was ist bis dato unter Ihrer Führung passiert im Einkauf?

„Wir haben an uns gearbeitet. Und ein Nachhaltigkeitsmanagement ausgebaut, das darauf abzielt, dass wir schrittweise besser werden.“ michael arretz

Arretz: KiK war immer schon besser als sein Ruf. Von daher war es meine erste Aufgabe, all das erst einmal aufzusammeln und darzulegen. Und wir haben an uns gearbeitet, genau da, wo es noch Potenzial gab. Wir haben bei KiK ein Nachhaltigkeitsmanagement auf- und ausgebaut, das darauf abzielt, dass wir schrittweise immer besser werden. Auch bei Themen

wie den Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern. medianet: In Bangladesch sind dennoch Gebäude zusammengebrochen. Wie sehen Sie die Verantwortung von KiK für die Gebäudesicherheit – selbst wenn diese sich am Ende der Welt befinden? Arretz: Die Unfälle sind eine große Katastrophe, die uns alle betroffen gemacht hat. Da sind Leute bei der Arbeit gestorben, die für uns und andere Händler Kleidung hergestellt haben. Das muss man schon mal sagen. Dennoch kann die Verantwortung für Gebäudesicherheit und Brandschutz nicht uns übertragen werden. Aber wir sind uns auch bewusst darüber, dass wir in Entwicklungsländern unterwegs sind und eine Entwicklung mitgestalten. Deshalb befinden wir uns in diesen Ländern, genauso wie die Behörden, die Regierung und den Lieferanten, auf der Verantwortungsebene. Wir können in unserer Position sehr nachdrücklich darauf drängen, dass sich Dinge verändern. medianet: Ist das Problem überhaupt lösbar? Man hat den Eindruck, die Leute wollen eben ein T-Shirt für einen Euro ... Arretz: Also das T-Shirt für einen Euro haben wir nicht. medianet: Doch, vor ein paar Jahren schon. Arretz: Nicht als reguläre Ware. Ein einfaches weißes, schwarzes

oder graues T-Shirt kostet 2,99 Euro. Aber gehen Sie mal in die Shopping-Zone in Wien und schauen Sie dort bei renommierten Marken bei den T-Shirts nach, die 70 bis 80 Euro kosten und Sie werden auf dem Etikett sehen: Made in Bangladesch. Das heißt der Preis des T-Shirts gibt keine Auskunft über die Produktionssituation. Daher müssen wir in der Textilbranche gemeinsam die Dinge ändern. Unsere Partner in Bangladesch müssen uns dabei helfen, die Dinge zu verändern. medianet: Ist für KiK als Einkäufer bereits eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Bangladesch beobachtbar? Arretz: Nein, im Moment ist die innenpolitische Lage in Bangladesch sehr angespannt. Es gibt viel Unruhe, die Veränderung ist sehr verhalten. Die Unruhen rühren auch daher, weil Handelsunternehmen sagen: Wir stornieren und verlassen das Land. medianet: Wie steht es um die Verantwortung bei KiK in den eigenen Reihen, bei den Mitarbeitern in Europa? Payer: KiK setzt sehr auf Ausbildung und Fortbildung. Dieser Spruch ‚KiK ist eben besser, als man denkt‘ hat schon irgendwo getroffen. KiK ist ein cooles Unternehmen. Ich kam mit einer gewissen Erwartungshaltung zu KiK, bin dann aber drauf gekommen,


R e ta i l & P r odu c e r s

Freitag, 27. September 2013

Hennes & Mauritz Weltweite Steigerung bei Umsatz und Gewinn in den ersten neun Monaten des Jahres 2013

dass KiK sehr viel attraktiver ist, als ich mir das vorgestellt habe. Am meisten beeindruckt mich diese unglaublich starke Handschlagqualität. Die Dinge werden klar ausgesprochen. Worauf ich außerdem Wert lege, ist, dass wir uns als Chancengeber für jedermann sehen. Wenn du fleißig bist, steht dir jede Möglichkeit offen. Die gläserne Decke gibt es bei uns nicht. Vor allem bei den Lehrlingen bemühen wir uns sehr; wir sehen diese als Pool für die zukünftigen Führungskräfte.

„KiK ist ein cooles Unternehmen. Am meisten beeindruckt mich die Handschlagqualität. Die Dinge werden klar ausgesprochen.“ bernhard payer

medianet: Das KiK-Engagement im CSR-Bereich stellt auch ein Investment dar. Würden Sie sagen, dass dieses Investment bereits eine Dividende trägt? Arretz: Wir sind seit 2007 in diesem Bereich unterwegs, und jetzt reifen so langsam die ersten Früchte heran. Das geht hin zu Energieeinsparungen, hin zu höheren Produktivitäten. Wir führen den Dialog und stellen die Sachen vor, sodann bin ich sehr daran interessiert, die folgende Bilanz zu ziehen: Was bringt es uns und unserer Umwelt? medianet: Der Verbraucher nimmt nicht nur die Filiale oder das günstigste T-Shirt am Markt wahr. Es ist immer die Marke, die nicht vernachlässigt werden darf. Ist es nicht die zentrale Frage, eure Marke aus allen Blickwinkeln betrachtet derart attraktiv zu machen, dass das ein nachhaltiges Generationengeschäft ist? Arretz: Ich glaube die Frage lässt sich genau umgekehrt beantworten: Die Kunden erwarten von einem Handelsunternehmen, dass es die richtigen Produkte zum richtigen Zeitpunkt rausbringt und sich anständig und als guter Arbeitgeber verhält. Das ist etwas, das ist schon immer dagewesen. Dies haben die Kunden schon immer erwartet, nur wird es jetzt immer offen­sichtlicher. Wir müssen diesen Ansprüchen einfach nur gerecht werden; da sehen wir uns aber gut aufgestellt. Wir investieren in unseren Nachwuchs und unsere Mitarbeiter und wollen als Arbeitgeber attraktiv werden. So stärken wir das Unternehmen und den Markenkern, und das strahlt dann nach außen ab.

Die Aktie im Höhenflug

69 H&M-Shops in Österreich mit leichtem Umsatzplus für den Sommer.

© EPA/Anders Wiklund

medianet: KiK hat den Markenauftritt modernisiert – ist es dadurch gelungen, das Image zu verjüngen? Arretz: Wir sind in unserem Auftritt und Ansehen bereits viel klarer und ruhiger geworden, also sowohl im Hörfunk als auch im TV. In der direkten Kundenansprache sind wir viel offener und freundlicher. Wir sind ein normales, aber gleichfalls ein sehr besonderes Handelsunternehmen; genau diese Botschaft versuchen wir zu vermitteln. Payer: In unserem Kernverständnis, ein textiler Nahversorger zu sein, sind wir mit unserem Werbeauftritt näher dran denn je.

medianet retail – 17

Karl Johan Persson freut sich über die überaus positive Umsatzentwicklung.

Stockholm. Nach einem schwachen ersten Halbjahr steigerte der Modehändler H&M seinen Gewinn nun um mehr als ein Fünftel. Dazu beigetragen hätten der Start des Online-Verkaufs in den USA, neue Shops und eine gut laufende Sommerkollektion, die sich auch in Ländern wie Deutschland, Frankreich, Italien und Russland bemerkbar machte und dort zu Zuwächsen führte. Im Detail stieg der Umsatz vor Steuern um 11 Prozent auf 32,040 Mrd. Schwedische Kronen (3,7 Mrd. €). Der Gewinn erhöhte sich um 22% auf 4,431 Mrd. Schwedische Kronen (510 Mio. €). Die Gewinn-

marge verbesserte sich im Quartal von Juni bis August auf 58,8% von 58,2% im Vorjahreszeitraum. Und das hatten die Analysten nicht erwartet: Die Aktien stiegen an der Börse in Stockholm um bis zu acht Prozent auf ein Rekordhoch von 285 Kronen (33 €). Dabei wechselten innerhalb der ersten 30 Handelsminuten bereits fast so viele H&MTitel den Besitzer wie sonst an einem gesamten Durchschnittstag.

Von China bis Österreich „Unsere Expansion läuft sehr gut“, sagte Vorstandschef Karl-

Johan Persson zur gesamten Entwicklung. Vor allem in China eröffnet die Kette viele neue Läden. In den vergangenen drei Jahren stieg die Zahl der Geschäfte von 2.000 auf 3.000 an; im September eröffnete der Konzern das 3.000ste Geschäft in China. In Österreich hat H&M derzeit 69 Geschäfte, die in den ersten drei Geschäftsquartalen (bis Ende August 2013) insgesamt 3,465 Mrd. Kronen (398,82 Mio. €) Umsatz erzielten. In Euro gerechnet, war das ein Umsatzplus von einem Prozent, geht aus dem Quartalsbericht hervor. Derzeit sind bei H&M Österreich 2.523 Leute beschäftigt. (jm)


R e ta i l & Pr o d u c er s

18 – medianet retail

Freitag, 27. September 2013

Studie Eine neue repräsentative Studie bringt überraschende Ergebnisse über das Essverhalten junger Österreicher

short

Jugendliche lieben Brot

Swarovski will junge Kunden ansprechen Wien/Wattens. Der Tiroler Kristallkonzern Swarovski bringt eine neue Marke für junge Kunden im niederpreisigen Segment auf den Markt. „Lola&Grace“ soll zunächst in Rom starten. Mit der Zeit soll Lola&Grace zu einer globalen Marke ausgebaut werden, sagte Nina Müller, Generalmanagerin bei Swarovski. Bis 2020 solle mit Ringen, Armreifen und Ketten ein Umsatz von rund 250 Mio. € erzielt werden.  (APA)

Guter Geschmack, natürliche Inhaltsstoffe und lange Haltbarkeit sind den Jungen besonders wichtig. lerdings zu, dass es in der Praxis oftmals anders aussieht und dass Jugendliche des Öfteren zu ungesunden Snacks greifen.

Nataša Nikolić

Wien. Einer neuen repräsentativen Studie zufolge ist Brot bei jungen Österreichern zwischen 14 und 22 Jahren sehr beliebt. Marketagent. com befragte in einer Online-Umfrage österreichische Jugendliche zu ihrem Essverhalten. Für 91,5% der Studienteilnehmer spielt Brot eine wichtige Rolle bei der täglichen Ernährung. Mehr als die Hälfte gab an, Brot häufig zu essen. Als wichtigsten Aspekt bei der Bewertung von Brot sehen junge Menschen den Geschmack, gefolgt von natürlichen Inhaltsstoffen und langer Haltbarkeit. Marketagent.com-Geschäftsführer Thomas Schwabl fasst die Ergebnisse kurz zusammen: ,,Die österreichischen Jugendlichen haben ein sehr traditionelles Essverhalten und auch ihre Vorstellungen zur Ernäherung sind theoretisch sehr gesund.‘‘ Schwabl gibt al-

Anlässlich dieser Ergebnisse ließ es sich Eat the Ball-Vertriebsleiter Claus Mitterböck nicht nehmen, den essbaren Ball kurz vorzustellen. Das Start-up-Unternehmen aus Salzburg produziert Brot mittels eines neuen Herstellungsverfahrens, bei dem es in Vollformen gegart wird. Nach der Produktion werden die 90 g schweren Brötchen sofort schockgefroren, wodurch die natürlichen Inhaltsstoffe konserviert werden. Die in Oberösterreich produzierten Brötchen lassen sich mehrmals auftauen und wiedereinfrieren und sollen dennoch, so Mitterböck, bis zu 24 Stunden frisch sein und ein Jahr haltbar.

© zooom.at/Markus Berger

© Sebastiao Moreira/EPA/picturedesk.com

C&A verwendet die meiste Biobaumwolle

Bis zu einem Jahr haltbar

Der junge Fußballer David Alaba ist das neue Testimonial von Eat the Ball.

Mehr als 80 Mio. Produkte aus Biobaumwolle verkaufte C&A im Vorjahr.

Projekt Interspar-Kunden in Salzburg können sich ihre Einkäufe zu einem gewünschten Zeitpunkt zustellen lassen

Düsseldorf. Der „Organic Cotton Market Report“ von Textile Exchange stellt C&A Europa wieder an der Spitze bei der Verwendung von Biobaumwolle. Mehr als 22.000 t zertifizierte Baumwolle verwendete C&A im Geschäftsjahr 2012. Bis zum Jahr 2020 will das Unternehmen die gesamte BaumwollKollektion auf nachhaltigen Anbau umstellen.  (APA)

Mobilitätspreis für die Interspar-Lieferbox Salzburg. Die Lieferbox in SalzburgLehen ist bis jetzt einmalig: Kunden von Interspar können ihre Einkäufe erledigen und sie sich anschließend, zu einem gewünschten Zeitpunkt, zustellen lassen. Das Projekt soll zukunftsweisend Umwelt- und Sozialaspekte miteinander verbinden. Nun wurde die Lieferbox mit dem diesjährigen Mobilitätspreis des VCÖ (Verkehrsclub Österreich) in der Kategorie „Stadt“ geehrt.

Grohe an japanischen Rivalen Lixil verkauft Berlin/Tokio. Das japanische Unternehmen Lixil kauft den deutschen Badezimmer-Ausrüster Grohe. Rund 3 Mrd. € sollen die Japaner auf den Tisch legen, das Thema Börsengang dürfte sich damit erledigt haben. TPG und Credit Suisse hatten Grohe 2004 für 1,5 Mrd. € gekauft. Ihre Umstrukturierungsmaßnahmen lösten eine Debatte um die Rolle von Finanzinvestoren in der deutschen Wirtschaft aus.  (APA)

„Mit dem Zustellservice können auch größere Einkäufe ohne Auto erledigt werden. Und es ist auch eine Lösung, um der wachsenden Anzahl älterer Menschen länger ein selbstständiges Einkaufen zu

Jugendliche liefern die Einkäufe mit E-Bikes im Salzburger Stadtgebiet aus.

WKO Ursprung von Produkten sei nicht klar bestimmbar

Einzelhandel Leder & Schuh fuhr 20,7 Mio € Verlust ein

Brüssel. Die Wirtschaftskammer sprach sich gegen eine verpflichtete „made in“-Kennzeichnung von Produkten in der EU aus. Eine solche Kennzeichnung würde die Konsumenten nämlich in die Irre führen, erklärte WKO-Fachreferent Michael Brandstetter. Im Gegensatz zu den heutigen freiwilligen und nationalen haben verpflichtende Kennzeichnungsbestimmungen „in der Produktsicherheitsrichtlinie der EU“ nichts verloren.

Wien/Graz. Die steirische Schuhhandelsgruppe Leder & Schuh hat den Nettoverlust im Jahr 2012 auf 20,7 Mio. € mehr als verdoppelt. Zu den Vertriebslinien gehören Corti, Dominici, Humanic, Jello, Shoe4You und Stiefelkönig. Der Schuhkonzern verbuchte im Vorjahr 12 Mio. € für die Sanierung der Kette Stiefelkönig und die Neustrukturierung im Osten, so Vorstandschef Peter Simma. Heuer soll das Ergebnis unter dem Strich

„Nein“ zu Herkunftskennzeichnung Stiefelkönig belastet Leder & Schuh

© dpa/A3397/Gero Breloer

Fettarme Pommes frites bei Burger King in USA

Für Ernährungsexperten sind die „Satisfries“ Augenauswischerei.

Da sich die Produktionskette über die ganze Welt verteile, sei der Ursprung von Waren heute ohnehin nicht mehr eindeutig zuordenbar, so Brandstetter. Die EU-Kommission will durch eine Herkunftskennzeichnung von Produkten eine bessere Nachverfolgbarkeit der Produkte erzielen. Jedoch sollte lediglich der letzte wesentliche Produktionsschritt ausschlaggebend für die Herkunftskennzeichnung sein. Gelten solle die Regelung für alle Waren, außer Lebensmittel.

positiv sein. Der Jahresfehlbetrag betrug 2011 noch rund 8 Mio. €. Der Konzernumsatz stieg auf 450,5 (nach 433,3) Mio. €. Der Betriebsverlust stieg von 4,2 auf 5,4 Mio. €. Im Vorjahr verfügte Leder & Schuh über 378 Filialen. 25 Stiefelkönig-Standorte und weitere 20 Filialen anderer Vertriebslinien wurden geschlossen. In Polen gibt es nur noch sechs Filialen und auch in Ungarn wurden Standorte zugemacht.  (red/APA)

Durch neue Regelungen will die EU Transparenz bei Produkten schaffen.

Die WKO betont, dass Name und Anschrift des Herstellers und die damit verbundene Haftung schon heute bekannt und auch in den Zollpapieren angegeben sind. Auch die österreichische Wirtschaft benötige ausländische Produktionsstandorte. Überdies ist die WKO gegen die geplanten Transparenzbestimmungen für verschärfte amtliche Lebensmittelkontrolle. Dadurch drohe nämlich eine „Anprangerung von Unternehmen“. Außerdem seien Kontrollen oft fehlerhaft.  (dp)

© APA/Barbara Gindl

Transparenz schaffen

© Panthermedia.net/Joris van Ostaeyen

Washington. Burger King wendet sich nun auch an die gesundheitsbewussten Kunden und bringt kalorienreduzierte Pommes frites, sogenannte Satisfries, in die US-Filialen. Die Pommes sollen nur ein Drittel des Fettgehalts und ein Fünftel weniger Kalorien als die immer noch erhältlichen Originale haben. Ernährungsexperten bezeichnen das Angebot jedoch als Augenauswischerei. Kunden könnten die Satisfries als gesunde Alternative begreifen und deshalb doppelt zuschlagen.  (APA)

© Interspar/eva trifft.

Projekt für Jugendliche

ermöglichen“, lobt VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak das Projekt. Der Preis ist für Interspar eine sehr große Anerkennung. Mit der Lieferbox soll der Einkauf in einem der dichtest bebauten Gebieten Salzburgs einfacher und komfortabler gemacht werden, so IntersparGeschäftsführer Markus Kaser. Gleichzeitig wird etwas für Gesellschaft und Umwelt getan. Am nachhaltigen Lieferservice beteiligt sich auch der Verein zur Förderung von Arbeit und Beschäftigung (FAB). Zusammen mit dem Land Salzburg konnte ein Projekt entwickelt werden, das an die Bedürfnisse von Jugendlichen angepasst ist. Bezieher der Mindest-sicherung können so einen Fuß am Arbeitsmarkt fassen.  (dp)

Im Vorjahr verbuchte der Schuhkonzern einen Aufwand von 12 Mio. Euro für die Sanierung der Kette Stiefelkönig und die Neustrukturierung im Osten.


prod u ct n e w s

Freitag, 27. September 2013

medianet retail – 19

Lebensfreude für kalte Zeiten mit Joya, Römerquelle, Darbo & Co Product News Darbo Fruchtikus Birnenzauber & Beeren-Auslese, Römerquelle emotion orange/ingwer, Rauch EisTee „weniger Zucker“. Speziell für die kalte Jahreszeit hat Darbo mit den Fruchtikus-Sorten Birnenzauber und Beeren-Auslese ein Geschmackserlebnis in limitierter Auflage – von Oktober 2013 bis März 2014 – vorbereitet: Birnenzauber mit dem Geschmack von Birnen und einem Hauch von Vanille, Ingwer, Zimt und Nelken sowie die bewährte Fruchtkomposition Beeren-Auslese.

© Rauch; Darbo/Johannes Weiss; Römerquelle

Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info

Aufgrund der Erfolge der letzten Jahre erfrischt Römerquelle emotion diesen Winter mit einer Winter Limited Edition. Orangen, gepaart mit Ingwer – ab Oktober soll die wärmende Geschmackskombination die Konsumenten verwöhnen. Als Dankeschön für die Treue der Fans warten beim Online-Gewinnspiel lukrativ winterliche Preise. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info

Line Extension Fruchtikus Birnenzauber & Beeren-Auslese UVP 0,99 € 125 g-Glas Darbo LEH www.darbo.com

Line Extension Römerquelle emotion orange/ingwer UVP 1,25 € 1 l PET-Flasche Römerquelle LEH www.roemerquelle.at

Alles dreht sich um die Frauen von 3. bis 5. 10.2013! Besuchen Sie uns an unseren Jubiläumstagen und lassen Sie sich von unseren Shops verwöhnen! Liebhaber des Rauch EisTee „weniger Zucker“ können nicht nur leicht und kalorienarm, sondern auch nachhaltig genießen: Mittlerweile wird für die Zubereitung Schwarztee verwendet, der von Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen stammt. Ein kleiner grüner Frosch im Rainforest-Alliance-zertifizierten Siegel weist prominent auf den zertifizierten Schwarztee hin. Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Unser 20 Jahre Jubiläumsprogramm

Neue Rezeptur Rauch EisTee „weniger Zucker“ 0,5 & 1,5 l PET-Flasche Rauch LEH www.rauch.cc

Joya Gewinnspiel-Promo

Lebensfreude

© Joya

Oberwart. Noch bis 31. Oktober gilt bei Joya: „Genuss bedeutet Lebensfreude!“ Die Aktion verbindet genussvolle Augenblicke, die JoyaProdukte den Konsumenten bringen, mit Momenten voller Lebensfreude. Die können mittels Postkarte mit Freunden und Familie geteilt werden. Der Zugangscode zur Teilnahme befindet sich auf allen Joya-Produkten. Jeder Teilnehmer nimmt am Gewinnspiel teil – verlost werden 60 Urlaubsgutscheine zu je 2.000 €.(red)

Auf jeder Packung Joya-Produkte finden sich die Zugangscodes zur Aktion.

3. Oktober

4. Oktober

5. Oktober

16.00: Karriere-Talk: Janet Kath

16.00: Karriere-Talk: Janet Kath

Ausstellung von Star-Fotograf

(INTERIO-Geschäftsführerin)

(INTERIO-Geschäftsführerin)

Andreas Bitesnich (ganztags)

im Gespräch mit Barbara Schmidt

im Gespräch mit Helga Lechermann

Beauty- & Stylingberatung

(Designerin bei Kahle Porzellan)

(Geschäftsführerin bei Tonon)

(ganztags) durch Expertinnen von

Ausstellung von Star-Fotograf

Ausstellung von Star-Fotograf

BIPA, TOPSI, Crabtree & Evelyn

Andreas Bitesnich (ganztags)

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und Jubiläums-Special

Beauty- & Stylingberatung

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bei Femme Fitness

(ganztags) durch Expertinnen von

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Alle Besucherinnen erhalten die neue 20 Jahre Ringstrassen-Galerien Tragtasche als Jubiläumsgeschenk sowie einen Gutschein für einen Fitness-Drink bei O´Mellis Juice / Smoothie Bar im EG des Kärntnerringhofs.

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s h o p ta l k

20 – medianet retail

Freitag, 27. September 2013

DEZ-FAshion Show El Gaucho-Eröffnung

1 © DEZ

© Werner Krug für El Gaucho (4), medianet/Szene1/Günther Langegger

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1. DEZ Center-Manager Helmut Larch (2.v.l.) und Anna Zöschg (GF Sisley und Tally Weijl) (2.v.r.) mit Sisley-Models; 2. Kleider Bauer präsentierte modische Outfits in warmen Rot- und Gelbtönen; 3. Sisley setzt auf die Farbe Schwarz.

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Bereits traditionelle Modeschau zeigt Trends auf

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1. Franz Grossauer, Christof Widakovich, Robert Grossauer, Brau-Union-Chef Markus Liebl, Simone Grossauer, Michi Grossauer; 2. Klaus Weikhard, Christian Fehrer; 3. El Gaucho-Geschäftsführer Michi Grossauer, Aktionskünstler Hermann Nitsch und Starwinzer Leo Hillinger; 4. Edi Finger junior und Otto Wanz.

Eröffnung des dritten El Gaucho-Lokals im Design Tower

Der dritte Streich Besonderheiten Nach den Standorten in Baden bei Wien (Josefsbad) und Graz (Landhaus) eröffnete in Wien das dritte el Gaucho der Familie Grossauer. Standort des Steak-Tempels ist der Design Tower am Donaukanal, in dem sich auch das Luxushotel Sofitel und der Designstore stilwerk befinden. Als Geschäftsführer fungieren Peter Kazianschütz sowie Michael Grossauer. Für das kulinarische Konzept sind der Grazer Haubenkoch und Familienmitglied Christof Widakovich sowie der argentinische SteakExperte Daniel Veron zuständig. Die rund 800 Gäste aus Wirtschaft, Kunst, Politik und Medien feierten in bester Gesellschaft. Gesehen wurden unter anderem: Peter Kraus, Aktionskünstler Hermann Nitsch, der argentinische Botschafter Rafael Mariano Grossi, Schauspieler August Schmölzer, Austro-Musiker Andy Lee Lang, Star-Winzer Leo Hillinger, Iglo-Chef Rainer Herrmann, Brau Union-Chef Markus Liebl, Zauberer Magic Christian, Edi Finger junior, Otto Wanz, Harry Prünster, Sänger Marc Marshall, Ex-Boxer Hans Orsolics,Pantomime Samy Molcho, Dieter Chmelar, Medienmanager Hans Mahr und Oliver Voigt.  (jm)

8.266

Modezeit Das DEZ Einkaufszentrum lud zu einem zweitägigen Modeevent mit Kindermodeschau und drei großen Tagesmodeschauen. Mehr als 3.000 modebewusste Tirolerinnen und Tiroler säumten den Catwalk. Die Farbe Schwarz, Leder und Nieten-Look zählen zu den Top-Stylingtrends der kommenden Herbst- und Wintersaison. „Wir beweisen modischen Geschmack und das unverändert seit vielen Jahren“, eröffnete Center-Manager Helmut Larch – elegant gekleidet im topmodischen schwarzen Anzug – gemeinsam mit Moderatorin Barbara Kohla – im extravaganten Leder-Etuikleid von Sisley – die diesjährigen Fashion Days. Mit dabei: mehr als 150 gezeigte Outfits der DEZ Modepartner C&A, Cecil, Crystalp Jewellery, Esprit, Famous Juwelier, Fussl Modestraße, Jack & Jones, Kleider Bauer, Laner Schuhe, Monari, Triumph, Shoe 4 you, Sisley, Tally Weijl, treff 17 und Zero. Der junge Tiroler Designer Markus Spatzier präsentierte die neue Herbst-Winter-Kol„Ein Fest für Frauen“: 20 Jahre lektion made with Swarovski Ringstrassen-Galerien/10 Jahre Elements der Manufaktur Interio: 2. Oktober, ab 20 Uhr, in Herzblut. Frisurenprofi Erika den Ringstrassen-Galerien, Peer schickte 13 Kundinnen im 1010 Wien, Kärntner Ring 11–13 Dirndl und mit Zopffrisuren auf den Catwalk. (red)

die finstere brille

Media Markt ist doch nicht blöd Christian Novacek

© Bösmüller

Hans Wimmer (40) verantwortet seit 1. September die Marketingagenden bei Interspar Österreich. Der gebürtige Salzburger und diplomierte Marketingfachwirt leitete seit 2007 die Abteilung PoSKommunikation bei Interspar. Dabei war er unter anderem seit 2010 maßgebend am konzeptionellen Aufbau und der nationalen Umsetzung des Lokalitätsprojekts „Von dahoam das Beste!“ beteiligt. „Mit der Entscheidung für Herrn Wimmer sichern wir eine konsequente Weiterentwicklung der erfolgreichen Interspar-Marktkommunikation“, freut sich Markus Kaser, Geschäftsführer Interspar Österreich.

Viel Spaß hatten auch Peter Kraus und Andy Lee Lang.

Tiroler Chic im DEZ Einkaufszentrum

Produkt des tages

Kopf des Tages

© Interspar

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Vorboten Das Unternehmen Bösmüller kreiert eine würfelförmige, gestanzte Kartonverpackung für die Adventzeit. Die sogenannten X-MasCubes sind die exquisite Verpackung für köstliche Leckereien. Sie sind gedacht für alle jene Unternehmen, die ihre Süßigkeiten heuer besonders ansprechend für Kunden verpacken wollen. Denn: Der innovative Adventkalender aus Karton, mit 24 gestanzten Fenstern, kann schnell und einfach mit Pralinen, Süßigkeiten oder anderen Leckereien gefüllt werden. Das Highlight der originellen Verpackung ist die Konstruktion und die einzigartige Würfelform sowie eine ausreichend große Fläche für Werbebotschaften – 24 Tage Aufmerksamkeit sind garantiert. Der Würfel kann individuell bedruckt werden und ist zudem lebensmittelkonform. www.boesmueller.at

D

ie elektronische Preisauszeichnung (Stichwort: Imagotag) ist nicht Zukunftsvision, sondern Realität. Bei Billa ist sie im Einsatz, um die Bestpreisgarantie zu steuern. In den Elektronikmärkten wird sie diskutiert. Denn der preisliche Taktgeber in dieser Branche heißt Amazon – und demgegenüber bedarf es rascher Reaktion. Dass es damit allein aber auch nicht getan ist, hat Media Markt Deutschland gecheckt. Dort bleiben sämtliche Märkte am 2. Oktober geschlossen, um sodann im Relaunch durchzustarten. Mit neuem Sortimentsmix. Mit jeder Menge Eröffnungsangeboten. Die Kosten für die Aktion darf die Industrie mittragen – die Zuschussforderungen sind laut Lebensmittelzeitung happig. Und sorgen für Murren bei den Lieferanten. Meiner Meinung nach murren die zu Recht. Denn die Elektrodiskonter haben die Entwicklung von Amazon, wo ihnen das ureigene Terrain unterm Fernseher weggezogen wurde, beobachtet wie das Mäuschen die Schlange. Den Eindruck, dass gegen die Online-Konkurrenz auch nur ansatzweise Konzepte entwickelt wurden, gab es für mich keine Sekunde lang. Jetzt sollen die anderen für das Versäumnis zahlen. Das ist Hybris, aufbauend auf eigener Nachlässigkeit. De facto skurril. c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Für den Hunger Der größte Hamburger, der jemals serviert wurde, wog 8.266 Pfund. Er wurde bei dem Burger Fest in Seymour, Wisconsin, gemacht.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 27. September 2013 – 21

hotels.com preis index

reiseland deutschland

Die angeschlagenen Märkte erholen sich langsam wieder und werden teurer Seite 22

Die Incoming-Halbjahresbilanz 2013 ist dank der Städtereisen erfreulich Seite 23

Š DZT

Š EPA/picturedesk.com

destination teatro erotisches  gourmet-Theater Š Teatro Wien/artisar eU/Michael Graf

MSC Kreuzfahrten mit neuen Zielen & Services

Š Atlantis the Palm/Will Pryce

short

Seereisen 2013/2014 Das weltweit grĂśĂ&#x;te private Kreuzfahrtunternehmen listet im neuen Katalog alle aktuellen Routen sowie die All-Inclusive-Kategorien an Bord ihrer zwĂślf modernen Schiffe auf – Wellness-Angebote inklusive.  Seite 22

Š Cathrine Stukhard/Therme Wien

DER NEUE KATALOG 2013/2014 IST DA!

Wien. Ab 1. Oktober 2013 dßrfen sich berufstätige Besucher der Therme Wien auf das After-Work-Ticket mit attraktivem Eintrittspreis freuen. Die Stadttherme reagiert damit auf den Gästewunsch nach speziellen Abendangeboten und ermÜglicht mit dem AfterWork-Ticket eine gesundheitsfÜrdernde Auszeit nach dem Bßroschluss.  www.thermewien.at

LIFESTYLEHOTELS | NEW MEMBER Hotel in Kals a. GroĂ&#x;glockner

GRADONNA MOUNTAIN RESORT N 5RGEKC G D G NK F  .CP VGKPMN 0Ă€EJ ension et-P Gourm p.P. â‚Ź 310 359) (statt â‚Ź

Schlagen Sie neue Seiten auf! Viele neue Routen wie z.B.ganzjährige Karibik-Abfahrten mit MSC Divina ab/bis Miami, die Vereinigten Arabischen Emirate oder die Kanarischen Inseln. Blättern Sie los und entdecken Sie eine vÜllig neue Kreuzfahrten-Welt - auch auf www.msckreuzfahrten.at.

Š www.guentheregger.at

Graz/Wien. 160 Wiener Schulen erleben dieser Tage eine „Heimsuchung“ der steirischen Art: Young Styria, die Angebotsgruppe von Steiermark Tourismus fĂźr Schulreisen, schwirrt in vier Teams aus, um Werbung fĂźr das GrĂźne Herz zu machen. Im Bild von li.: Simone HĂśflechner (Jugendsportzentrum Frauenalpe), Ina Majcen (Young Styria) und Bianca Vrban (A&O Hostel Graz) wollen Special Packages fĂźr Winter- und Sommersportwochen, Kennenlerntage und Projektwochen in der Steiermark bewerben.  www.steiermark.com

Š MSC Kreuzfahrten

Š Young Styria

Wien. Die kßnstliche Inselwelt Palm Jumeirah in Dubai bietet Urlaubstage auf Top-Niveau: Die aufgeschßttete Ferienwelt hat feinsandige Strände, einen Wasserpark und Luxushotels, die bei Stafa Reisen gebucht werden kÜnnen. Fßnf Nächte mit Frßhstßck im Fßnf Sterne Hotel Atlantis the Palm (Reisezeit vom 1. Oktober bis 30. April 2014) mit täglichem Abflug ab Wien, Linz, Graz oder Salzburg gibt es bei Stafa ab 1.296 ₏ (statt 1.556 ₏). Fßnf Nächte im Fßnf Sterne Hotel Rixos Palm Jumeirah gibt es ab 1.158 ₏ (statt 1.366 ₏) www.stafa.at

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DZ „klassik“ inkl. Brotbackkurs, -WTU5VTQJJWVĆ?GEJVGP(KN\GP Bäuerinnen-Vortrag, uvm. #NRKPGU&GUKIPJQVGNFKTGMVCP FGT-CNUGT6CNCDHCJTVFGU)TQÂťglockner Resorts Kals-Matrei!


c ov e r

22 – medianet destination

Kommentar

Sprit sparen mit neuer Software

Freitag, 27. September 2013

MSC Kreuzfahrten Der neue Print-Katalog 2013/2014 listet aktuelle Neuheiten und bewährte Service-Features auf

MSC Kreuzfahrten bietet mediterranen Lifestyle

Vereinigte Arabische Emirate, Israel, Kanaren und Karibikinseln als neue Kreuzfahrt-Destinationen. michael bär

Online Such-Tools

Award 2013 für Amadeus Bad Homburg. Hohe Auszeichnung für ein innovatives Produkt: Amadeus Featured Results, eine Lösung zur Präsentation ausgewählter Flüge im Rahmen einer Flugsuche, erhält die Auszeichnung „Best Travel Technology Solution 2013“ des Travel Industry Clubs. Damit würdigt der Club eine Lösung, die Online-Buchungsprozesse verbessert, indem die Reisesuche einfacher und für die Reisenden gezielter wird. Amadeus Featured Results zeigt in einer Zehntelsekunde die günstigsten, die schnellsten, speziell beworbene und die beliebtesten Reisemöglichkeiten an. Damit entfällt die Notwendigkeit, Hunderte von Vorschlägen durchzusehen – wie bei anderen Suchtools üblich. Der Travel Industry Club mit rund 670 Mitgliedern aus 32 Branchensegmenten ist die zentrale Networking-Plattform für den informellen Austausch der Entscheider der Reisebranche.  www.amadeus.com

Die neuen MSC-Preisklassen Der neue Katalog beschreibt in der Einleitung die Unternehmenswerte und gibt einen Überblick der Flotte, Destinationen, Essens- und Unterhaltungsangebote, FreizeitEinrichtungen, Promotions, Angebotspakete und ganz neue Preisklassen. Es folgt eine detaillierte Beschreibung aller Destinationen sowie eine Darstellung der zwölf Schiffe nebst Zusammenfassung aller speziellen Angebotspakete für Buchungen im Voraus. Den Abschluss bilden die „Nützlichen Informationen“ mit allem Wissenswerten vor, während und nach einer Kreuzfahrt sowie die aktuellen Buchungsbedingungen. Die wichtigste Änderung sind die neuen MSC-Preisklassen. Jede Kabinenkategorie ist nun mit einer von vier Preiskategorien/ Angebotspaketen – „Bella“, „Fantastica“, „Aurea“ und „MSC Yacht Club“ – und deren verschiedenen

© MSC Kreuzfahrten

D

ie Lufthansa präsentiert mit schöner Regelmäßigkeit beeindruckende Neuheiten: diesmal ist es eine Applikation für den „Elektronischen Pilotenkoffer“. Künftig soll eine neue Software zur Optimierung von Flugprofil und Geschwindigkeit im Flugbetrieb helfen, Sprit zu sparen. Die Devise lautet: „Jeder Tropfen zählt“, denn Energieeffizienz im Flugbetrieb ist ein zentraler Erfolgsfaktor und zugleich ein wichtiger Pfeiler des aktiven Umweltmanagements von Lufthansa. Das Programm verarbeitet während des Fluges aktuelle Flugzeug- und Wetter-Daten, um daraus in Echtzeit die ökonomischste Flugkurve für die restliche Flugzeit zu berechnen. Ein erster Prototyp soll noch heuer in den Probebetrieb gehen und zunächst auf der Lufthansa Langstrecken-Flotte getestet werden. Die App soll die Software des Electronic Flight Bags (EFB) der Cockpitcrews ergänzen. Das EFB erhielt seinen Namen vom traditionellen Pilotenkoffer, einer bis zu 18 kg schweren Dokumententasche, die die Piloten früher mit ins Cockpit nahmen. Der „elektronische Pilotenkoffer“ ist der Ersatz im Digitalformat. Er reduziert den Papierbedarf an Bord und spart dabei Gewicht. Gleichzeitig werden Druck- und Logistikkosten reduziert. Das ist zweifellos eine revolutionäre Entwicklung.

Wien. MSC Kreuzfahrten ist die österreichische Vertretung von MSC Crociere. Das private italienische Unternehmen betreibt eine Flotte von zwölf Kreuzfahrtschiffen, die ganzjährig die Mittelmeerregion und eine Vielzahl saisonaler Routen auf der ganzen Welt befahren. „Seitenweise Urlaubsfeeling und neue Preiskategorien bietet der neue Print-Katalog von MSC Kreuzfahrten 2013/2014“, sagt Kerstin Guggenberger, bei MSC Kreuzfahrten für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. „An Bord der topmodernen Flotte erleben die Gäste eine Auszeit vom Alltag, genießen gutes Essen und gehen auf Entdeckungsreise.“

MSC Crociere ist die weltweit größte Kreuzfahrtgesellschaft in Privatbesitz und hält in Österreich die Marktführerschaft.

All-Inclusive-Services verbunden. In der Kategorie „Bella“ residieren die Passagiere in komfortabel ausgestatteten Innen-, Meerblick- oder Balkon-Kabinen, haben Zugang zum breitgefächerten Sportangebot, dem Fitnessbereich sowie den Pool- und Sonnendecks an Bord. Außerdem erleben sie ein hochkarätiges Unterhaltungsprogramm und genießen exquisite mediterrane und internationale Küche. Beispielsweise ist ein Feinschmecker-Buffet täglich 20 Stunden für die Gäste geöffnet; weitere Service-Leistungen wie Frühstück in der Kabine können gegen Gebühr dazugebucht werden, ebenso der Zugang zum Sonnendeck oder Kochund Sprachkurse für Kinder.

„Fantastica“ ist ideal für Familien mit Kindern und Reisende, die Wert auf größtmögliche Flexibilität und Entspannung legen. Zusätzlich zu den Leistungen der Kategorie „Bella“ umfasst „Fantastica“ Luxus-Kabinen sowie die Möglichkeit, bestimmte Buchungsdetails wie Passagiernamen oder Reisedaten kostenfrei zu ändern.

Refugium der Extraklasse Auch Frühstück in der Kabine, bevorzugte Wahl der Tischzeiten, Koch- und Sprachkurse für Kinder und 50% Rabatt auf Sportkurse wie Yoga sind inklusive. Privilegiertes Reisen mit Rundum-Verwöhnprogramm, buchbar für Balkonkabinen und Suiten, bie-

tet „Aurea“. Neben den Vorteilen von „Bella“ und „Fantastica“ sind das „Cheers!“-Getränkepaket und umfangreiche Wellness-Leistungen enthalten. Durch Priority Boarding geht die Einschiffung besonders schnell und bequem vonstatten. In den Hauptrestaurants steht ein eigener Bereich zur Verfügung, ganz ohne feste Tischzeiten. „MSC Yacht Club“ ist ein Refugium der Extraklasse. Luxuriös ausgestattete Suiten, ein 24-StundenButler und Concierge-Service und ein exklusives Gourmetrestaurant erwarten die Gäste. Inkludiert ist auch die Nutzung eines privaten Sonnen- und Pooldecks, der direkte Zugang zum MSC Aurea Spa, etc.  www.msckreuzfahrten.at

hotels.com Resultate des aktuellen HotelPreisIndex HPI zeigt einige sehr beachtenswerte Veränderungen der Preise

Hotelpreise steigen weltweit langsam an London. „Die weltweiten Hotelpreise sind im 1. Halbjahr 2013 um knapp zwei Prozent gestiegen und liegen damit auf dem Preisniveau von 2006“, so Yvonne Bonanati, PRManagerin von hotels.com. Das ist das Ergebnis des aktuellen HotelPreisIndex (HPI) des weltweiten Hotelanbieters, einer Tochter des Expedia-Konzerns. „Der derzeitige Wert liegt unter dem des ersten Halbjahres 2007“, so Bonanati. Im Vergleich zum Vorjahr gebe es allerdings einige sehr beachtenswerte Veränderungen. „Die Stadt mit der größten Teuerungsrate war Islands Hauptstadt Reykjavik; dort sind die Hotelpreise um 26% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 gestiegen.“ Für Wirtschaftsexperten sei das ein deutlicher Trend einer weltweiten wirtschaftlichen Konsolidierung. Auch Expertin Bonanati sieht die Hotelpreis-Entwicklung als Spiegel der wirtschaftlichen Situation. Die Wirtschaftskrise im ehemals sehr teuren Island habe dazu geführt, dass ein durchschnittliches Hotelzimmer in Reykjavik von 103 €

im Jahr 2008 auf nur 89 € im Jahr 2009 gesunken ist.

Preissprünge in den USA Der aktuelle Preis liegt bei 128 € (im 1. Halbjahr 2013) für ein Zimmer. Ein anderes Beispiel ist London. Hier hat sich der Hotelpreis im Vergleich zum 1. Quartal 2012 um nur ein Prozent verringert.

„Die Nachfrage nach Zimmern ist hier ungebremst hoch, es wurde viel investiert, neue Hotels kamen hinzu, und die Konkurrenz ist groß geworden“, kommentiert die Expertin. Vor allem die Großstädte in den USA konnten sich im ersten Halbjahr 2013 (und insbesondere im ersten Quartal) über höhere Belegungsraten freuen. Dies führte dazu, dass Reisende aus der Euro-

© Elizabeth Ruiz/EPA/picturedesk.com

georg biron

Hotelpreise als Wirtschaftsindikator: Einige Regionen erholen sich schneller.

zone in zehn der 15 im HPI enthaltenen US-Destinationen mehr für ihr Zimmer entrichten mussten. Der Preisanstieg fiel jedoch nicht so hoch aus wie in früheren Berichtsperioden. Die größten Preissprünge waren in Miami und New Orleans zu verzeichnen, wo die Preise um zehn Prozent (147 €) und neun Prozent (115 €) anzogen. „Dass sich Länder wie Zypern und Griechenland finanziell erholt haben, sieht man am deutlichen Preisanstieg“, erklärt Bonanati. Ähnliches sei auch in den Staaten Nordafrikas deutlich: „Obwohl Marrakesch nicht unmittelbar vom Arabischen Frühling betroffen war, ist hier die Nachfrage und damit auch der Preis signifikant angestiegen; das gilt auch für andere Staaten in der Mahgreb-Region.“ Die Hotelpreise in Gesamt-Österreich liegen bei 110 € pro Nacht und Zimmer und haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Wiens Hotelpreise sind hingegen im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2012 um vier Prozent auf 107 € gesunken.  www.hotels.com


au f & dav o n

Freitag, 27. September 2013

medianet destination – 23

Reiseland Deutschland Das internationale Übernachtungsaufkommen entwickelte sich auch in den ersten sechs Monaten 2013 konstant positiv

Gute Incoming-Halbjahresbilanz georg biron

Frankfurt/M. Kurzurlaube und Städtetrips der Österreicher bescheren dem Deutschland Tourismus einen Rekord bei den österreichischen Übernachtungen in der ersten Jahreshälfte. Von Jänner bis Juni 2013 kamen so viele österreichische Gäste wie noch nie. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes sind über 1,5 Mio. österreichische Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben mit zehn und mehr Betten gezählt worden, ein Plus von 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr. „Mit diesem erfreulichen Ergebnis positioniert sich der Quellmarkt Österreich mit rund acht Millionen Einwohnern im Ranking der für Deutschland wichtigsten Auslandsmärkte erstmals auf Platz fünf, vor Italien und Frankreich – nach den Niederlanden, der Schweiz, den USA und dem Vereinigten Königreich“, freut sich Las-

zlo Dernovics, Leiter der Auslandsvertretungen in Österreich und der Slowakei und Regional Manager Südosteuropa der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Am meisten davon profitieren konnten die Städte Berlin mit 167.848 (+11,5%), München mit 158.001 (+11,8%) und Hamburg mit 100.599 (+6,5%) österreichischen Übernachtungen. Österreicher setzen bei Reisen ins benachbarte Deutschland in ausgeprägtem Maße auf Individualreisen. Innerhalb der Kulturreisen bilden die Musikreisen ein sehr bedeutendes Segment. Die Zielgruppe für dieses Segment

ist breit gefächert und reicht von Opernliebhabern bis zu Musicalbesuchern.

Kultur-Touristen im Plus Kulturgenießer aus Österreich nutzen die gesamte Angebotspalette des Kulturtourismus uneingeschränkt, was sich auch auf das Buchungsverhalten sehr positiv auswirkt. Neben dem Hauptsegment Städte- und Kulturreisen gibt es vor allem in den Sommermonaten eine starke Nachfrage nach Reisen zu Freizeit- und Themenparks, Rundreisen und Radwandern.

Als Zielregion steht das deutsche Küstenland im Vordergrund. Bei den Bundesländern führt Bayern weiterhin die Spitze an und verzeichnet mit 586.736 österreichischen Übernachtungen ein Plus von 4,6% im ersten Halbjahr. Insgesamt sind zwischen Jänner und Juni 2013 laut Angaben des Statistischen Bundesamts bereits mehr als 30,9 Mio. Übernachtungen aus dem Ausland in Beherbergungsbetrieben mit zehn und mehr Betten gezählt worden. Das ist ein deutlicher Zuwachs von 3,2% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.  www.germany.travel

© DZT

Von Österreichs Kurzurlaubern profitieren können vor allem die Städte Berlin, München & Hamburg.

Laszlo Dernovics, Regional Manager der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT).

Die ganze geScHicHte:

Berlin Top-Destination

Luxus-Touristen

© Wolfgang Kumm/EPA/picturedesk.com

Berlin. Burkhard Kieker, GF des Web-Portals visitBerlin.de, freut sich: „Berlin gilt als Einkaufsparadies und etabliert sich immer stärker auch als Ziel für Luxus-Reisende. Dieses Segment ist daher längst im Marketing-Fokus von visitBerlin. Insbesondere bei den Chinesen spielt Shoppen eine große Rolle.“ Mit durchschnittlichen Ausgaben von 317 € je Tax-free-Einkauf (+ 4,3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) bestätigt eine aktuelle Studie das Interesse internationaler Shopping-Gäste an Berlin. Für Touristen ist Berlin Deutschlands beliebteste Stadt für Department Stores, darunter das KaDeWe oder die Galeries Lafayette. Besonders kauffreudig sind die Chinesen: Pro Einkauf geben sie im Durchschnitt 634 € aus, gefolgt von Besuchern aus Thailand mit 546 € je Einkauf. Auch Ukrainer (433 €), Russen (356 €) und Gäste aus den Arabischen Golfstaaten (337 €) sind zahlungskräftige Berlin-Besucher, die meist Mode, Schmuck, Lederwaren und Elektronik konsumieren. Zum Vergleich: Pro Tag gibt der durchschnittliche Berlin-Besucher 204,70 € aus. Von Haute Couture bis HighendKultur: Mit 26 Hotels auf Fünf Sterne-Niveau und 16 Michelin-Sternen (verteilt auf zwölf Restaurants) ist Berlin längst auch ein Ziel für Luxus-Genießer. Dank junger Designer und Mode-Start-ups setzt Berlin weltweit Trends, attraktive Einkaufsmeilen tragen zur Anziehungskraft bei.  www.visitBerlin.de

Unser FlUghaFen bringt hilFe schnell dorthin, wo sie gebraUcht wird. jürgen KUnert, Österreichisches rotes KreUz:

Wenn es um Menschenleben geht, zählt jede Sekunde. Deshalb tut der Flughafen Wien alles, damit das Rote Kreuz und seine Hilfsgüter in maximal 48 Stunden vor Ort sind – egal, wo. Unser FlUghaFen bringt Uns jeden tag weiter. www.viennaairport.com

Mehr geschichten und informationen gibt es auf entgeltliche anzeige

Die Luxus- und Shopping-Metropole Berlin ist bei Touristen immer beliebter. VIE_RK_hoch_216x288_ISOnews.indd 1

17.09.13 08:59


au f & dav o n

24 – medianet destination

short

Willkommen im Land der Elfen und Trolle

Freitag, 27. September 2013

Bad Hévíz Der ungarische Kurort kann auf eine 200 Jahre alte Heiltradition zurückblicken

Größter Thermalsee der Welt in Ungarn

© TUI

Region Westbalaton und Balaton-Oberland bieten Möglichkeiten für Wanderungen und Bike-Touren. alice hefner

Salzburg. Für die 13-tägige Studienreise „Schottland & die geheimnisvollen Hebriden“ (ab 2.629 € p.P.) wurde Dertour von der Fachzeitschrift Travel One mit dem Innovationspreis „Travel One Kompass“ in der Kategorie „Studien-, Rund- und Aktivreisen“ ausgezeichnet. Mit Deutsch sprechender Studienreiseleitung erkunden Gäste bei der Tour das Hochland mit dem Cairngorms Nationalpark, die mächtige Bergwelt der Wester Ross Range und die Inselwelt der Äußeren Hebriden mit der Isle of Skye.  www.dertour.at

© Gateway Hotels

Ein neues Hotel wie ein Computerchip in Indien

Bad Hévíz kann auf seine lange Heiltradition verweisen, seit vielen Jahren schätzen die Gäste die hohe Qualität der Gastfreundschaft. Funde römischer Münzen aus dem See weisen darauf hin, dass man auch schon vor 2.000 Jahren die heilende Wirkung des Wassers zu schätzen wusste. Forscher stellten fest, dass germanische und slawische Stämme zur Zeit der Völkerwanderungen ebenfalls hier badeten. 1328 wurde Hévíz erstmals urkundlich erwähnt, im Jahre 1795 ließ Graf Festetics Badehäuser und Kureinrichtungen errichten. Das Thermalbad wurde in den kommunistischen Jahren 1964 bis 1968 gebaut. Zuletzt wurde es 2006 renoviert. Rund 900.000 Gäste besuchen den Ort pro Jahr. Es gibt ca. 10.000 Gästebetten. Neben dem Thermalbad bieten die Cafés der Fußgängerzone, die Weinkeller im Stadtteil Egregy oder Spaziergänge und Radtouren

Der Thermalsee in Bad Hévíz – hier können die Gäste sowohl im Sommer als auch im Winter im Freien baden.

im angrenzenden Wald eine angenehme Abwechslung vom Baden. Unterkünfte findet man hier in allen Kategorien – von Campingplätzen über familiäre Privathäuser bis zu eleganten Hotels. In den modernisierten Badegebäuden des Sees kommen auch die Liebhaber von Wellness-Behandlungen auf ihre Kosten.

Baden, Wandern, Biken In Bad Hévíz können Gäste aus mehr als 15 verschiedenen SaunaTypen wählen. Ebenso umfangreich ist das Angebot der verschiedensten Massage-Möglichkeiten. Die Region Westbalaton und das Balaton-Oberland so wie auch die reich bewaldete Gegend

von Hévíz mit ihren einzigartigen Naturschätzen bieten hervorragende Möglichkeiten für mehrtägige Wanderungen und Fahrradtouren. Hier finden Urlauber überall gut ausgebaute Fahrradwege und markierte Routen. Während einer Radtour lassen sich die kleinen idyllischen Orte am See und die schönen Naturlandschaften am besten entdecken. Aber auch die Millionen Jahre alten vulkanischen Berge, die sich hinter den ufernahen Gebirgszügen verbergen, sind sehenswert. Golf- und Tennisplätze sind ebenfalls hier zu finden, aber auch Tai Chi oder Chi Gong lassen sich in den Hotels von Bad Hévíz ausprobieren. Wer den Überblick haben möchte, bucht eine Ballonfahrt

und bewundert die Landschaft aus der Vogelperspektive.

Preiswerte Angebote Zum Beispiel das Vier Sterne Hotel Europa bietet sieben Nächte mit Halbpension, Benützung der hauseigenen Bade- und Saunalandschaft, Bademantelbenutzung, Fitnessraum-, Kinderspielzimmerund Spielplatz-Benutzung, kostenlose kosmetische, diätetische und zahnmedizinische Beratung sowie weitere abwechslungsreiche Unterhaltungs- und Aktivprogramme für Kinder und Erwachsene ab 438 € p.P. (Eigenanreise).  www.heviz.hu/de  www.bad-heviz.de  www.europafit.hu

Flussreisen International Premium-Kreuzfahrten 2014

Lotus Travel Service 13 Tage Rundreise ab 2.585 € p.P.

Salzburg. Für 2014 geht Dertour mit einem neuen FlusskreuzfahrtenProgramm im Premium-Segment für kultur- und bildungsinteressierte Gäste sowie anspruchsvolle Genießer an den Start. Der Katalog „Dertour Fluss-Reisen“ bietet eine Premium-Kollektion aus exklusiven Flusskreuzfahrten weltweit an – von Deutschland, über Mittel-, Ost- und Südeuropa bis Russland.

München. Bhutan ist ein Land, das von Tradition und Buddhismus in Einheit mit seiner Natur, „der Quelle allen Werdens“, geprägt ist. Wenn sich die erhabene Schönheit und stille Größe nach und nach dem Besucher öffnet, offenbart sich ein Erbe voller fruchtbar blühender Täler, von kargen bis subtropischen Landschaften und majestätischen Bergpanoramen.

Neu: Dertour Fluss-Reisen-Katalog Bhutan: Land des Donnerdrachens

Taj Hotels Resorts & Palaces: neues Gateway Hotel in IT-Stadt Chennai.

Koop mit Lüftner Cruises

Chennai. Das Gateway Hotel IT Expressway in der südindischen IT-Metropole Chennai ist auf die Bedürfnisse der jungen Generation zugeschnitten, die Komfort, Ungezwungenheit und Flexibilität zu schätzen weiß und Angebote wie Frühstück rund um die Uhr, einen durchgehend geöffneten Fitnessraum sowie einen 24-Stunden-Wäscheservice möchte. Die in der Superior-Kategorie angesiedelten Gateway Hotels gibt es in 23 wichtigen Handels- und Industriestädten.  www.tajhotels.com

Neben den europäischen Fahrtgebieten Donau, Rhein, Main, Mosel, Rhône, Saône, Douro und Elbe finden Dertour-Gäste ab sofort auch Reiseziele auf Mekong, Irrawaddy und Yangzi in China und Südostasien im Programm. Dabei sind alle Angebote außer den bewährten Reisen mit der Dertour Mozart, der MS Lavrinenkov und der Wolga Dream neu. Durch den Ausbau der langjährigen Kooperation mit Lüftner Cruises auf die exklusive Vermarktung von Schiffen der Kategorie Superior stehen die modernsten Flussschiffe zur Auswahl.

Eine persönliche Atmosphäre, Concierge-Service für die Gestaltung individueller Landprogramme und Arrangements, großzügige Kabinen mit größtenteils bodentiefen Panoramafenstern und eine ausgezeichnete Gastronomie mit Qualitätsweinen runden den Wohlfühlcharakter der Reisen ab. Preisbeispiel: „Tulpenkreuzfahrt“ in Holland, 7 ÜN in der Komfort 2Bett-Kabine, VP, ab 845 € p.P.  www.dertour.at

Katalog bietet eine Kollektion aus exklusiven Flusskreuzfahrten weltweit an.

ein Besuch des Punakha Dzong auf dem Programm, in dem das religiöse Oberhaupt Bhutans in den Wintermonaten residiert. Die 13-tägige Rundreise inklusive Transfers, Fahrt im Pkw mit Englisch sprechendem Fahrer, Hotelübernachtung im DZ in ausgewählten Hotels, VP, Besichtigungsprogramm sowie Eintritts- und Visumsgebühren ist (ohne Flug) ab 2.585 € p.P. buchbar.  www.lotus-travel.com

Zufriedenheit des Volks Auf neuen Rundreisen des AsienSpezialisten Lotus Travel Service erwartet die Reisenden ein Land, dessen Fortschritt nicht am Besitz, sondern an der Zufriedenheit des Volkes gemessen wird. 13 Tage geht es für Lotus-Reisende quer durch Bhutan in den mystischen Osten, wo aus Wolkenfetzen gemalte Dämonen, auf schneebedeckten Gipfeln reitend, düstere Mächte vertreiben. Das Abenteuer beginnt in Paro mit einem Besuch des Tigernests, ein 700 m über dem Tal schwebendes Kloster, und einem Abstecher zum im 7. Jh. erbauten Kyichu Lhakhang. Am nächsten Tag steht

© Lotus Travel Service

Tourismus InnovationsPreis für Studienreise

Entspannte Atmosphäre

© Dertour

Wien. Rafting auf dem ValldalFluss, Paddeln auf dem Briksdal-Gletschersee, Papageientaucher im Naturreservat Gjesværtappan beobachten oder mit dem Mountainbike auf die 1.500 m hohe Aussichtsplattform am Dalsnibba klettern und die Aussicht auf den Geirangerfjord genießen – das Ausflugsprogramm bei TUI Cruises steckt voller Abenteuer. Wer 2014 mit der „Mein Schiff“-Flotte ins Nordland aufbricht, kann nicht nur die Natur bei voller Fahrt genießen. Die Routen rund um Norwegen, Island und Dänemark bieten sportliche Herausforderungen, beeindruckende Gletscher, gigantische Fjordlandschaften und viel Erholung an Bord. Der einmalige Mix aus ruhiger Seefahrt und spannenden Naturerlebnissen macht den Reiz der Kreuzfahrten im hohen Norden aus – ab 1.198 € p.P.  www.tui.at

Bad Hévíz. In Bad Hévíz wartet der größte auch zum Baden geeignete Thermalsee der Welt auf Erholungund Ruhesuchende sowie Kurgäste. Hier kann man zwölf Monate im Jahr im Freien baden, die Temperatur des Sees sinkt im Winter nicht unter 24 °C, im Sommer kann sie bis zu 38 °C erreichen. Der Hévízer See ist in erster Linie zur Behandlung und Heilung von rheumatischen und bewegungsorganischen Beschwerden empfohlen, aber durch seinen reichen Mineralstoffgehalt trägt er auch zur Heilung von zahlreichen anderen Krankheiten bei.

© Peter Müllers Büro

2014 schickt TUI Cruises zwei Schiffe auf die Nordland-Routen.

Bhutanesische Feierlichkeiten: ein ­Mosaik aus Tradition und Spiritualität.


ko m m & b l e i b

Freitag, 27. September 2013

medianet destination – 25

Sommerattraktionen am Berg Der theAlps Award 2013 für die Bergbahnen Hochsöll in Tirol geht an eine Attraktion für Familien mit Kindern

„Hexenwasser“ gewinnt Award dino silvestre

Chamonix/Hochsölln. Zum Abschluss der alpenübergreifenden Tourismusfachveranstaltung theAlps 2013 in Chamonix Mont-Blanc wurde am Freitag, 20. September, der theAlps Award verliehen. Die begehrte Auszeichnung für herausragende Leistungen zum diesjährigen Leitthema „Sommerattraktionen am Berg“ geht an das „Hexenwasser“ aus Söll in Tirol. Das Siegerprojekt ging aus 30 Einreichungen und fünf Finalisten aus vier Nationen hervor. Die internationale Expertenjury begründete dabei ihre Wahl mit der herausragenden Pionierrolle und stetigen Weiterentwicklung des „Hexenwassers“. Die feierliche Award-Verleihung bildete den Abschluss von theAlps, an dem über 300 Tourismusexperten, Vertriebspartner und Medienvertreter teilnahmen.

Laut dem Juryvorsitzenden Hubert Siller war 2013 die „mit Abstand schwierigste und knappste Entscheidung in der Geschichte des theAlps Awards“. In der finalen Sitzung fiel die Wahl dann ­letztendlich auf das „Hexenwasser“. Die Jury begründete ihre Wahl wir folgt: „Der Gewinner des theAlps Award 2013 ist ein Pionier in der Entwicklung von leicht nutzbaren und bequem erlebbaren Familienattraktionen am Berg. Das ‚Hexenwasser‘ steht für einen natürlichen und nachhaltigen alpinen Spielplatz, der den Besuchern auf spielerische Art und Weise die In-

teraktion mit der Natur ermöglicht. Sonne, Luft, Holz und vor allem Wasser sind die Hauptzutaten für diese Bergerlebniswelt.“

Impulse für den Tourismus Die Bergbahnen Hochsöll demonstrieren damit eindrucksvoll, dass es möglich ist, mit überschaubarem Investitionsvolumen eine profitable Sommer-Innovation zu schaffen. Die Besucherzahlen im Sommer wurden innerhalb von zehn Jahren von 40.000 auf 200.000 Besucher gesteigert. Ziel des 2002 eröffneten Erfolgsprojekts ist die aktive Ausein-

andersetzung des Besuchers mit der alpinen Bergwelt. Überwiegend Familien mit Kindern, Kindergärten, Schulgruppen, aber auch Senioren wurden seitdem im Hexenwasser in Hochsöll auf der Hohen Salve begrüßt. Besonderes Augenmerk wird neben laufend geschulten Mitarbeitern auf die Verwendung von hochwertigen Naturmaterialien bei allen Erlebnisstationen gelegt. Stellvertretend nahmen Marketingleiterin Angelika Pastler und GF Walter Eisenmann am Freitagmittag den theAlps Award 2013 in Chamonix Mont-Blanc entgegen.  www.the-alps.eu

© AlpNet

„Hexenwasser“ steht für einen natürlichen und nachhaltigen alpinen Spielplatz, der Wissen vermittelt.

Angelika Pastler (Bergbahnen Hochsöll) und Walter Eisenmann (GF Bergbahnen Hochsöll): theAlps Award 2013.

Albertina Wien-Touristen

Tourismuspreis

Wien. Der diesjährige Tourismuspreis der Wiener Wirtschaft wurde an die „Albertina“ verliehen. Die Begründung der Jury: „Die Albertina beherbergt eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt. Das äußere Erscheinungsbild in Form eines spektakulären Flugdachs, die zentrale Lage im Herzen der Wiener Innenstadt und die prestigeträchtigen Ausstellungen machen die Albertina zu einem besonderen Tourismusmagneten.“ Allein im Jahr 2012 besuchten mehr als 620.000 Kunstfreunde die Albertina. Somit ist sie eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Wiens. Im Rahmen des Wiener Tourismus-Abends am vergangenen Freitag, dem 20. September, der als einer der wichtigsten Treffpunkte der Wiener Tourismusbranche zählt, überreichte Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, gemeinsam mit Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, die Auszeichnung an Museumsdirektor Klaus Albrecht Schröder. Die Laudatio wurde von Vizebürgermeisterin Renate Brauner gehalten. Seit 1987 stiftet die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien einen Ehrenpreis für Verdienste um den Wiener Fremdenverkehr. Zu den bisherigen Preisträgern zählen etwa das Schloss Schönbrunn, Friedensreich Hundertwasser, die Original Sacher-Torte, die Wiener Sängerknaben, der Stephansdom, die Gastronomie-Institution „Schweizerhaus“ oder – im vergangenen Jahr – das Schloss Belvedere.  www.wko.at/wien

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© WKW/Foto Weinwurm

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Tourismuspreis (von li.): Tourismus­ obmann Josef Bitzinger, Klaus Albrecht Schröder, WK-Wien Präs. Brigitte Jank. $Q]'(57285B0HGLDQHWLQGG




gast & wirt

26 – medianet destination

short

Wiener Rathauskeller verwöhnt Reiterszene

Freitag, 27. September 2013

Quellenhotel & Spa**** Zu- und Umbau der beiden Hotelrestaurants war nächster Schritt zur Qualitätssteigerung

Steirisches Ambiente im neuen Hotel-Restaurant

© Gourmetgroup

Steirisch schmeckt es in den Restaurants, im Atrium werden Kabaretts, Musicals & Konzerte serviert. georg biron

Velden. Um die schlummernden Potenziale im österreichischen Tourismus zu nützen, ist es notwendig, dass nicht nur Hotellerie, Gastronomie und Tourismuswerbung an einem Strang ziehen – auch Handel, Industrie und Politik müssen ihren Anteil leisten. Zu diesem Ergebnis kam eine hochkarätige Gesprächsrunde beim Casinos Austria Tourismus Talk am 23. September im Casino Velden. Casinos ­Austria-Vorstandsdirektor Dietmar Hoscher hatte zu einer Diskussion unter dem Titel „Kärntens Seen – touristische Hotspots oder stille Wasser?“ geladen. „Mit der Veranstaltungsreihe Tourismus Talk will Casinos Austria den Dialog zwischen den Beteiligten im österreichischen Tourismus fördern“, so Hoscher.  www.casinos.at

© Wein & Co/Astrid Knie

Neu: Gourmet-Hotspot auf dem Naschmarkt

Bernhard Zierlinger (li.) und Florian Größwang in der Naschmarkt-Bar.

Wien. Rechtzeitig zum 20. Geburtstag von Wein & Co erstrahlt das Naschmarkt-Lokal in neuem Glanz. Am 1. Oktober sperrt hier nicht nur ein „FineWine-Kompetenzzentrum“ auf, sondern auch eine Bar mit dem besten Champagner-, Bier- und Cocktailangebot der Stadt. Gastronomieleiter Bernhard Zierlinger: „Der Naschmarkt ist der Multi-Kulti-Hotspot schlechthin, der unterschiedliche Zielgruppen anzieht. So sexy wie hier war Wein & Co wirklich noch nie!“  www.weinco.at

Harmonisch fügt sich der Zubau des Hotelrestaurants in die Natur ein und lässt erahnen, welche Gustostückerln noch auf einen warten. Perfekt funktioniert vorab schon die Anreise, mit viel Platz zum Einund Auspacken vor dem Hoteleingang. Strahlende, klassische Schönheit verzaubert im neuen Hotelrestaurant. Da lässt man sich bequem auf den Rundbänken und weich gepolsterten Stühlen nieder, um das Essen zu genießen. Umgeben von Gastlichkeit und Herzenswärme, stellt sich ein Gefühl von „Daheim sein“ ein. Der würzige Duft des Kräuterbeets schlängelt sich in die Nase und regt die Sinne an. So anregend kann Speisen schmecken – und das im stilechten steirischen Ambiente direkt am urigen Kamin. Apfel, Holler, Kernöl und Wein bescheren Augen und Gaumen wahre Genussmomente. Viel natürliches Licht und der schöne Blick auf die umliegenden Wiesen und Wälder machen das Essen im Hotelrestaurant zum wahren Hochgenuss.

Neues Restaurant im Quellenhotel & Spa Bad Waltersdorf: Natürliche Materialien, warme Farben, viel Holz und steirische ­Regionalität verströmen Charme und Charisma – und auch die Kreationen aus der Küche können überzeugen.

Und ganz typisch steirisch, gibt man sich hier einfach dem Geschmack hin. Am offen gestalteten Buffet verwöhnen die Köstlichkeiten aus der unmittelbaren Nachbarschaft.

„Grüne Haube“-Zertifikat Beim Frühstück wie beim Abendessen lassen die Produkte vom Bauernhof wie Joghurt, Topfen oder Frischkäse, Kartoffeln und Gemüse, aber auch Obst und Zerealien aus biologischem Anbau, keine Wünsche offen. Denn hier isst man ausgezeichnet – und das schon seit über 20 Jahren, belegt durch die „Grüne Haube“, das Siegel für Öster-

reichs beste Vital- und Naturküche und zusätzlich durch das begehrte AMA-Gastrosiegel.

tarische Spezialitäten kitzeln den Gaumen. Dazu genießt man ein Gläschen ausgezeichneten Wein von heimischen Winzern oder ein Bierchen nach eigener Braurezeptur – echte kulinarische Freude stellt sich ein.

Abwechslungsreiche Menüs Eine große Auswahl an der Brottheke, knackige Salate, kombiniert mit abwechslungsreicher Rohkost, Speiseeis und selbstgebackene Kuchen vom Dessertbuffet, vervollkommnen das Speisenangebot. Frisch zubereitete und dekorativ angerichtete Gaumenfreuden machen dabei den Gang zum Buffet zum Erlebnis. Typisch steirische Schmankerln wie das ALMO Rind, internationale Gustostückerl, eine feine Auswahl an Fisch und verschiedenste vege-

Individuelle Anpassung Genuss ist im Quellenhotel & Spa immer garantiert, auch bei Unverträglichkeiten. Ein kurzes Gespräch mit dem Küchenchef genügt, und die Zutaten für die Gerichte werden individuell angepasst. So steht einem Urlaub mit lukullischen Genüssen nichts mehr im Weg.  www.heiltherme.at

ÖHV Die Salzburger Hoteliers verkaufen sich viel zu billig

Cafés Kaffeehauskultur über die Grenzen hinaus bekannt

Wien. „Wer am Markt bestehen will, der muss neue Zielgruppen erreichen; und dazu braucht es Innovationen, eine klare Positionierung und auch ein profiliertes Angebot“, erklärt Walter Veit, Vizepräsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die Erfolgsfaktoren für die Zukunft. Die ÖHV-Studie „Vom Profil zum Profit“ weist nach, wie das funktioniert. Worauf dabei zu achten ist, erfuhren die Hoteliers beim „ÖHVprofit.day“, einem kostenlosen Branchenforum.

Wien. „Die Wiener Kaffeehauskultur ist legendär und zu Recht UnescoWeltkulturerbe – eine Melange aus Tradition und Moderne, die den Menschen in dieser Stadt das Leben versüßt. Das Wiener Kaffeehaus übernimmt als Ort der Begegnung aber auch eine wichtige Funktion unserer Gesellschaft“, sagt Präs. Brigitte Jank, Wirtschaftskammer Wien, und verweist darauf, dass die Wiener Kaffeehäuser auch eine gewichtige Rolle im Tourismusgeschäft spielen.

Mit mehr Profil zu mehr Profit

Innovativ ist auch die neue Struktur der ÖHV, die sich vom Föderalismus verabschiedet hat: „Der Alltag im Hotel-Biz hält sich ja nicht an Bundesländergrenzen! Daher orientieren auch wir uns an aktuellen Themen anstatt an verkrusteten Strukturen“, freut sich Veit, der beim profit.day die Kollegen im – laut Eigendefinition – „unbekanntesten Hotel Salzburgs“ begrüßte, dem Schloss Leopoldskron, seit Kurzem ÖHV-Mitglied.

Wenig erfreut zeigen sich Jank und Querfeld über die unkalkulierbaren Entwicklungen des Tabakgesetzes. Nach der Trennung von Rauchern und Nichtrauchern könnten die Betriebe jetzt zur Gänze rauchfrei werden. Die hohe finanzielle Belastung durch Abgaben- und Gebührenerhöhungen führt weiters dazu, dass rund 70% der Cafés und Gastronomiebetriebe zum Verkauf stehen.  www.wko.at

USA-Lifestyle in den Cafés

Abschied vom Föderalismus Dass gut positionierte Hotels punkten, zeigte der Direktor der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank, Wolfgang Kleemann, anhand einer Gegenüberstellung von Angebotsgruppen und dem Gesamtsample der 4- und 5-Sterne-Hotellerie. Ein ernüchterndes Detail für die Salzburger Hoteliers: Mit 6.351 Euro pro Zimmer liegen ihre Betriebe beim Gross Operating Profit (GOP) weit unter dem ÖsterreichDurchschnitt von 8.635 €.

Wichtige Rolle im Wien-Tourismus

ÖHV-Vizepräsident Walter Veit lud ins Hotel Schloss Leopoldskron.

Die Gäste schätzen vor allem die Atmosphäre, bequeme Sitzmöglichkeit, Sauberkeit sowie die Qualität der Speisen und Getränke. Beobachtbar sei, so Berndt Querfeld, Obmann der Wiener Kaffeehäuser, dass die zunehmende Amerikanisierung unserer Gesellschaft sich auch im Konsumverhalten der Gäste widerspiegle: „Bevorzugte der Gast noch vor einigen Jahren einen starken Kaffee, sehen wir heute einen Wandel zum Milchkaffee; die Kaffeehäuser sind darauf vorbereitet, das ist kalkulierbar.“

© WKW-Kaffeehäuser/F. Wieser

Casinos Tourismus Talk in Velden mit Experten

Am urigen Kaminfeuer © Heiltherme Bad Walterdorf/Maxum

Wien. Während am vergangenen Wochenende auf dem Wiener Rathausplatz die besten Spring- und Dressurreiter der Welt um den begehrten Titel der Longines Global Champions Tour kämpften, sorgte das Team des Wiener Rathauskeller für Glamour und Genuss-Highlights bei den VIP-Gästen. Rund 800 Reitsportfans täglich wurden auf höchstem Niveau mit Champagner, internationalen Köstlichkeiten und Wiener Schmankerln verwöhnt. Die 100 Mitarbeiter des Wiener Rathauskeller sorgten für den perfekten Service und eine große Vielfalt an Spezialitäten.  www.wiener-rathauskeller.at

Bad Waltersdorf. Seit dem Frühjahr wurde eifrig an den Projekten für 2013 gebaut. Mit vollem Einsatz, Tatendrang und viel Kreativität setzten die m+m project gmbh mit GF Iiarch M. A. Katzlinger in Zusammenarbeit mit der ARGE Heinrich/Sterlinger Bau und vielen weiteren Unternehmen alle Vorhaben um. Jetzt erstrahlt im Vier Sterne Quellenhotel & Spa das neueste Schmuckstück – das feine Hotelrestaurant – stilvoll, klassisch und zu 100% steirisch.

© ÖHV

Der Wiener Rathauskeller verwöhnte 3.200 VIP-Gäste bei Vienna Masters.

Berndt Querfeld, Obmann der Wiener Kaffeehäuser: „Große Unsicherheit“.


ROLLING PIN feIeRt 10 JahRes JubILäum

eine Geburtstagssause wie niemals zuvor ROLLING PIN, das größte Gastronomiefachmagazin am deutschsprachigen Markt, wurde zehn Jahre jung und feierte mit Spitzenköche aus ganz Europa. 300 Gratulaten und fünf Kilo Trüffel Über 300 Gäste, bestehend aus Haubenköchen und Spitzenvertreter der Gastronomie- und Hotelleriebranche, sind der Einladung des Gastronomiefachmagazin ROLLING PIN gefolgt um gemeinsam mit dem ROLLING PIN-Gründer und Herausgeber Jürgen Pichler sowie dem gesamten Verlagsteam in der Grazer Seifenfabrik den zehnten Geburtstag zu feiern. Auf über 20 Marktständen rund um das einzigartige Gelände wurden die Gäste unter anderem von Europas einzigem TeppanyakiMeister, Xiao Wang, sowie mit

Burgern und Steaks vom japanischen Edelrind Wagyu, zwei ganzen Spannferkel, über fünf Kilogramm Trüffel, Crêpe von Veronique Witzigmann, der Tochter des Jahrhundertkochs, und noch so einigem mehr kulinarisch verwöhnt. Und wer ordentlich isst, darf auch was trinken: Die wichtigste Zutat für den „Gin Tonic à la Reisetbauer“, den Blue Gin, lieferte der mehrfach ausgezeichnete Brennmeister selbst an. Wer lieber mit einem kühlen Bier oder Mineralwasser anstoßen wollte, der bediente sich frank und frei aus den mit Eis gefüllten Scheibtruhen. Satt und glücklich konnten die gewonnen Kalorien allerdings gleich wieder beim Bullriding, Hau den Lukas oder bei dem für ROLLING PIN-Gründer und Herausgeber Jürgen Pichler inszenierten Flashmop im Gangnam Style wieder abgebaut werden.

Auszug aus der Gästeliste Roland Trettl (Hangar-7, Salzburg), Mike Süsser (TV-Koch, „Kochprofis“ RTL 2) Frank Oehler (Sterne- und TV-Koch, „Kochprofis“, RTL 2), Oliver Hoffinger (TV-Koch, „Koch mit Oliver“, Puls 4), Peter Zinter (Restaurant Motto am Fluss, Wien), Adi Bittermann (bittermann Vinarium Göttlesbrunn), Oliver Scheiblauer (Adventure Catering), Michael Wolf (Restaurant Envy, Amsterdam), Didi Dorner (Restaurant Didi Dorner, Graz), Philipp Haiges (Restaurant Carl, Graz), Tom Rossner (Bullerei, Hamburg), Hans Reisetbauer (Hans Reisetbauer Qualitätsbrand), Mirko Reeh (TV-Koch, Frankfurt), Bernd Arold (Restaurant Gesellschaftsraum, München) … Alle Bilder und das Video der großen Geburtstagssause unter www.rollingpin.eu

Fotos: Helge Sommer/ROLLING PIN

Das Who-is-who der Gastrobranche feierte gemeinsam in Graz

Herausgeber und Freunde: TV-Koch Oliver Hoffinger, ROLLING PIN-Mastermind und Herausgeber Jürgen Pichler, Sternekoch Frank Oehler und Hangar-7-Executive-Chef Roland Trettl

Von Beginn an verlockend: Die Kushis von Stefan Marquard gab es gleich zur Begrüßung

It’s a kind of magic: Mirko Reeh, Frank Oehler, Zauberkünstler Christoph Kulmer und Oliver Hoffinger

Kreative Köpfe: alle Abteilungsleiter von ROLLING PIN, dem größten Gastronomiefachmagazin am deutschsprachigen Markt

Der stärkste Mann der Seifenfabrik: Mr. Universe Klaus Drescher, Michaela Mayerhofer und Angelika Pichler

Europas einziger Teppanyaki-Meister, Xiao Wang, mit Nina und Wolfgang Edler

Blue Gin von coolen Männern für coole Gäste: Hans Reisetbauer und Andreas Mühlböck schenkten an diesem Tag kräftig aus

PROMOTION

Rekordhalter: Mike Süsser schaffte 33 Anschläge hintereinander

J. Hadji und K. Wolschner von ROLLING PIN mit Markus Pfarrhofer von Nannerl

Wiener Partie: Peter Zinter, Adi Bittermann, Oliver Scheiblauer

Süße Königin: Marmelade und Crêpe von Veronique Witzigmann

Bullenbezwinger: JUNGER WILDER 2009 Michael Wolf

Stößchen: Hans Werner Schlichte von bauerspirits Graz und Gattin

Heißes Partyvolk: A. Keplinger und T. Panholzer von C+C Pfeiffer und Jasmin Hadji

Schicke Clique: Gesa M. Twardy, Helmut Lechner und Susanna Ender von Moët Hennessy

Sexy Ladies: Gazelle und Cora bewiesen Stilgefühl

Selbst ist der Mann: Bernd Demmerer von Kolarik & Leeb

Lieblingsbarkeeper der Damen von der Dreizehn Genussbar kann auch mit Tellern umgehen

Überraschung für den ROLLING PIN-Chef: Mitarbeiter-Flashmob im Gangnam-Style

Lohberger-Team: R. Hanusch, M. Huber und Mike Süsser


gast & wirt

28 – medianet destination

Alpine Lodge Dachstein Tauern Herbstschnäppchen für Wanderer & Mountainbiker: Nacht in den Bergen

Aufgetischt

Romantische Chalets im Wandergebiet Dachstein

© Rudolf Schmied

Ganz Wien im Sechsachteltakt

Seminare: Ungestört arbeiten im privaten Chalet, mit aktionsreichen Rahmenprogrammen buchbar.

Das Wieno neben dem Wiener Rathaus setzt auf Wiener Wein.

Pichl/Reiteralm. In der Alpine Lodge Dachstein Tauern bleiben Wanderer, Mountainbiker und Naturfreunde gern länger. Deshalb lädt das urig-gemütliche Almdorf seine Gäste im Herbst zu einer Gratisnacht ein. Wer drei Nächte bucht, erhält die vierte Nacht geschenkt. Da macht die Wandersaison gleich noch mehr Spaß, weil die Alpine Lodge auf der Reiteralm mitten in einem Premiumwandergebiet liegt. Ganz egal, ob jemanden mehr die gemütliche Seite des Wanderns liegt oder ob der große Gipfelsieg lockt – es kann nach Herzenslust marschiert werden. Ähnlich vielfältig zeigt sich die Region auch für Mountainbiker. Entspannende Routen bieten sich ebenso an wie knackige Uphillund Downhill-Etappen.

Lärchen- und Zirbenholz In komfortablen Naturholz-Chalets oder in großzügigen Appartements liegt Bergbegeisterten, Ruhesuchenden und Familien in der Alpine Lodge das Naturerlebnis zu Füßen. Zwei bis 14 Personen finden in den Chalets Platz, vier bis acht Personen in den Appartements. Lärchen und Zirben verbreiten in den außergewöhnlichen „Berghütten“ ihren guten Geruch und ihre wohltuende Wirkung; sie lassen die Sinne aufblühen und sorgen mit einem gesunden Raumklima für Entspannung. Jedes Chalet ist mit einem Kaminofen und einer eigenen Zirbensauna ausgestattet. Auf den neuen Privat-Terrassen mit Blick auf das Dachsteinmassiv lassen sich herbstliche Sonnen-

Wieno, Lichtenfelsg. 3, 1010 Wien, Tel.: 0676/646 14 03

www.wieno.at Eingeschenkt

Die Macht des Mondes Wien. 15 Jahre ist es heuer schon wieder her, dass Rainer Christ aus Jedlersdorf seinen ersten Vollmondwein kelterte – wie schon der Name vermuten lässt, werden die Trauben dafür bei Vollmond gelesen. Rainer Christ schwört bei seinem Weißburgunder auf diese esoterisch anmutende Methode. Der Erfolg gibt ihm recht – sein Wein gehört mit schöner Regelmäßigkeit zu den Sortensiegern diverser Verkostungen. Auf den Lössund Kalkverwitterungsböden am südlichen Abhang des Bisambergs gedeiht er einfach prächtig – mit seiner harmonischen und runden Art lebt er nicht vor primärfruchtigen Aromen, sondern von Körper und Extrakt. Wie kaum eine andere Rebsorte ist Pinot blanc für die kulinarischen Höhepunkte des Herbsts wie Pilze, Kürbis, aber auch allerlei Federvieh prädestiniert.

© Alpine Lodge Dachstein Tauern

georg biron

Wien. Wiener Wein war bis vor zehn Jahren in der Wiener Gastronomie kein großes Thema. Mit dem stark steigendem Qualitätsniveau und der Zahl junger, ambitionierter Wiener Winzer wurde aus dem önologischen Mauerblümchen ein Star. Gastronom Michael Mainardy erkannte und ergriff 2010 die Möglichkeit, ein Bistro mit Vinothek in den Arkaden des Rathauses zu eröffnen. Das Wieno wurde vor Kurzem zur offiziellen Wiener Gebietsvinothek – in der man auch sehr gut essen kann. Von den Canapées, z.B. mit Beinschinken oder BrimsenLiptauer über Klassiker wie Wieno-Schnitzel (von der Karréerose), Tafelspitz und dem günstigen Mittagsmenü, bietet die Küche neben ein paar mediterranen Einsprengseln ausschließlich Wienerisches. Dazu gibt es 30 Wiener Weine immer auch glasweise, bei etwa 100 weiteren muss man schon die ganzen sechs Achtel bestellen.

Alpine Lodge Dachstein Tauern: Herbstschnäppchen für Wanderer und Mountainbiker, kostenlose Nacht mitten in den Bergen.

stunden genießen. Im Wellnessbereich der Alpine Lodge verwöhnen Wellnessmassagen, Hot-StoneMassagen, Aromatherapie-Wickel, Bodywrapping, Sauna, Dampfbad, Infrarot, Ruheräume u.v.m. die „Dorfbewohner“. Mit dem Restaurant Schnepf´n Alm und dem Restaurant Edelweiss fehlt es in der Alpine Lodge auch kulinarisch an nichts.

Seminare auf der Reiteralm Es klingt fast wie ein neuer Trend: Seminare im Privatchalet. Immer mehr Seminarveranstalter, die in kleinen Gruppen konzentriert und ungestört arbeiten möchten, entdecken die Alpine Lodge. In dem Almdorf auf der Reiteralm in

Schladming finden sie mitten in der Natur Ruhe und Inspiration. Die „Berghütten“ bieten Platz für Kleingruppen mit bis zu zwölf Teilnehmern.

Premium-Wandergebiet Vom Beamer über die Leinwand bis zur kulinarischen Verpflegung steht in der Alpine Lodge alles zur Verfügung. Für Sonderwünsche haben die Gastgeber ein offenes Ohr. Wer nach einem anstrengenden Seminartag den Kopf frei bekommen möchte, der hat die Berge vor der Tür – eine kleine Wanderung oder Runde mit dem Mountainbike wirkt Wunder. Natürlich können Seminargäste auch den Wellness-

bereich der Alpine Lodge nützen. Das Dorf ist umgeben von einem Eldorado für gemeinsame Gruppenaktivitäten. Die Rahmenprogramme reichen vom Klettern über Canyoning bis zum Rafting, die entspannenden vom Wandern bis zum Yoga auf der Almwiese.

Kostenlose Sommercard Mitten in der Wanderregion Schladming-Dachstein gelegen, fernab von Straßen und jeder Hektik, lädt das Almdorf vor allem Familien ein, Urlaubstage mit Alpen-Feeling zu erleben. Mit den Familienpaketen und der gratis Sommercard (noch bis 13.10.) wird das nicht zum finanziellen Kraftakt.  www.alpine-lodge.at

Teatro Wien Reinhard Gerer lud Journalisten & Freunde zur Pressekonferenz des Gourmet-Theaters ins Theatercafé

Reinhard Gerers Wiener Gourmet-Theater Wien. Starkoch Reinhard Gerer, der vor zehn Jahren das erste Gourmet-Theater nach Wien brachte, folgt nun seinem Freund und Kollegen Alfons Schuhbeck, der sich 2009 dazu entschloss, ein eigenes Gourmet-Theater – das Teatro in München – zu gründen. Gerer liefert fortan nicht nur das Menü ab, sondern zeichnet auch für dessen Umsetzung verantwortlich, er leitet persönlich das Kü-

chenteam und wird auch vor Ort sein, um die Gäste beim Einlass zu begrüßen – und vielleicht sogar eine Rolle in der Show übernehmen. Gerer betont, dass er die Lieferanten von Kalb, Reh und Saibling persönlich kenne und daher auch für die Qualität der Lebensmittel „geradestehen“ könne. Qualität sei ihm das Wichtigste, und Höllerschmid und Aibler seien eben Garanten für die besten regio-

© Conny de Beauclair

Weingut Christ, Weißburgunder Vollmondwein 2012, Gastropreis: 7,90 €. Erhältlich bei Kolarik & Leeb

© del fabro

Freitag, 27. September 2013

Gerer (2. von re.) bestimmt jetzt selbst, was bei seiner Show auf den Teller kommt.

nalen Produkte. So habe man sich auch bei den beiden Teatro-Weinen, die bei der Pressekonferenz zur Verkostung gereicht wurden, für Mayer am Pfarrplatz (Wiener Klassik 2012) und Weingut Wieninger (Wiener Trilogie 201) entschieden: Qualität verpflichtet.

Manfred O. Tauchen dabei Regisseur Joachim Lang – der bereits mit Franz Althoff, Eckart Witzigmann und Harald Wohlfahrt zusammengearbeitet hatte – erklärte den Journalisten, dass das Wiener Gourmet-Theater eine Mischung aus Doppelconference, Moulin Rouge und internationaler Artistik sein wird. Man verlässt sich bei Manfred O. Tauchen auf den Wiener Schmäh und bei „Daniello“ auf die Berliner Schnauze, wer hier der G’scheite und wer der Depperte ist, konnte noch nicht restlos geklärt werden. Ein Hingucker sind auf jeden Fall die beiden Showgirls Claudia und Gloria, die bereits mit Reinhard durch zahlreiche Plakate das Wiener Stadtbild prägen.

Sie sind Teil eines sechsköpfigen Ensembles – Erotik wird im Teatro groß geschrieben – aus Sängerinnen und Tänzerinnen. Das Besondere an den Artisten ist, laut Regisseur Lang, dass das Wiener Publikum Acts zu sehen bekommt, die in Wien noch nie gezeigt worden sind: Russischer Barren, Leiter-Act, der Vorwärtssalto am Drahtseil und eine vierköpfige mongolische Übung. „Wir werden definitiv was Neues zeigen“, so Gerer. Am Ende der Pressekonferenz reichte man dann Teatro-Kostproben des Vier-Gänge-Menüs, das die „Kritiker“ restlos überzeugte: Kombination von Kalbsrücken und Saibling, Melange von Erdäpfeln mit Mangalitzaspeck und Jakobsmuschel, Rehnüsschen auf Polenta mit Sauerkirschen und Pilzen. Als Dessert wurde eine Trilogie von Edelschokolade serviert, deren Höhepunkt der Gâteau mit weichem Schoko-Kern war. Teatro läuft ab 25. Oktober (bis Februar 2014) im Spiegelpalast beim Wiener Gasometer.  www.teatro-wien.at


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 27. september 2013 – 29

© Coface Austria

CEE-top 500 unternehmen

Die Region ist heterogener als je zuvor, meint Kreditexperte Christian Berger Seite 32

© M. Kammeter

financenet Neuordnung bei rbi

Peter Lennkh ist jetzt für das Firmen­ kundengeschäft zuständig Seite 34

satte zahlen immofinanz halbjahres-bilanz © Immofinanz Group

Finanzmarkt-Turbulenzen bekümmern Indienfonds

ATX 18.–25. September 2013

ATX (Schluss 25.9.) 2.525,74 Wochentop Wochenflop

0,78%

Valneva 14,97% AT&S -10,73%

Top 5 ATX Prime Valneva SE Wienerberger CA Immobilien Anlagen Century Casinos Schoeller-Bleckmann

14,97% 8,84% 5,77% 4,48% 4,37%

Flop 5 ATX Prime AT&S-10,73% Agrana-4,13% Mayr-Melnhof-3,48% Uniqa-3,43% AMAG Austria Metall-3,02%

DAX

© Panthermedia.net/Dmitry Rukhlenko; Carmignac Gestion; MFS Investment Management

18.–25. September 2013

DAX (Schluss 25.9.) 8.665,63  0,34% Dt. Telekom 5,70% Lanxess -3,46%

Top 5 DAX Deutsche Telekom ThyssenKrupp Deutsche Lufthansa Deutsche Post Continental

5,70% 5,49% 4,77% 1,80% 1,74%

Reformstau Hunderte Millionen Euro haben österreichische Anleger in Fonds mit Indien-Anteil investiert. Jetzt wurde massiv Kapital vom Finanzmarkt des Subkontinents abgezogen. Experten wie Didier Saint Georges (Carmignac) und Natarajan Sanjay (MFS Investments) zeigen aktuelle Risiken und Chancen auf.  Seite 30

Flop 5 DAX K+S -8,52% Commerzbank -6,89% Deutsche Bank -2,85% Volkswagen -2,84% Adidas -2,47%

Coface Globales Ökonomen-Netzwerk erweitert

inhalt

Finance:Cover > RBI auf Sparkurs

Sielewicz neuer CEE-Chef-Ökonom Krisenabwehrsystem für Euro-Zone 30

Fonds:Park > Finanzdienstleister Michael Holzer will ins Parlament 31 > Wolfgang Pinner wechselt zu Raiffeisen 31

34 34

© Tomasz Ras

Banking > Western Union will eine Million Schultage spenden 27 > Bank-Razzia in Slowenien 27 Insurance:Watch > Uniqa bringt neuen Einmalerlag > Bei den Versicherern sind 2.000 Jobs frei

IWF „Schwächen korrigieren, Glaubwürdigkeit verstärken“

Grzegorz Sielewicz: Analysen und Ausblicke über Branchen-Entwicklung.

Wien. Der internationale Kreditversicherer Coface will seine Risikokompetenz mit einem globalen Netzwerk von Ökonomen unter anderem in Sao Paolo, Istanbul und Hong Kong ausbauen: Grzegorz Sielewicz wurde als Chefökonom für die Region Zentraleuropa bestellt und wird diese hauptsächlich von Warschau aus betreuen. Zuletzt arbeitete Sielewicz nach beruflichen Stationen bei der Deutschen Bank und der UniCredit Gruppe neun Jahre im polnischen Finanzministerium. Der 33-Jährige absolvierte die Warsaw School of Economics und studierte an der Purdue University in Indiana, USA. (ag/red)

© EPA/Maxim Shipenkov

Wochentop Wochenflop

IWF-Chefin Christine Lagarde rät zu einem umfassenen Abwehrsystem.

New York/Brüssel. Der Internationale Währungsfonds (IWF) drängt die Euro-Zone zu einem umfassenderen Sicherungssystem gegen Krisen. Im Rahmen einer vertieften Finanzunion sollte ein Sicherheitsnetz für Euro-Banken aufgebaut werden, das notfalls auch von Steuergeldern finanziert werden könnte, schlugen die IWF-Experten vor. Das sollte rasch in Angriff genommen werden, um den Währungsraum stabiler zu machen. Die Fachleute des Fonds plädieren auch dafür, dass die Euro-Zone als Ganzes längerfristig Kredite aufnehmen und eigene Einkünfte haben sollte. (APA)


c a pi ta l :m a r k e ts

30 – financenet

Freitag, 27. September 2013

financenet@medianet.at

Indien versus China Indiens Industrie schwächelt, das BIP-Plus wird unter 6% gesehen, jenes für China über 7%

kolumne

Guter Grund für Selektivität

Noch einiges an Schatten

Anders als China, ist Indien von einem hohen Leistungsbilanzdefizit und von Währungsverfall geplagt.

LINDA KAPPEL

Zürich/Rapperswil-Jona. Der weltgrößte Zementkonzern Holcim ist vorsichtig optimistisch für den Schlüsselmarkt Indien. „Aus dem Land kommen einige positive Signale“, sagt Konzernchef Bernard Fontana. Er verwies auf das Ende der Monsun-Zeit und die in acht Monaten anstehenden Wahlen. Studien zeigten, dass die Ausgaben für Infrastrukturprojekte wie Straßen vor Wahlen üblicherweise anziehen würden. Mit einem Umsatzanteil von 17 Prozent ist Indien der größte Markt für das Zürcher Unternehmen. Wegen eines rekordhohen Leistungsbilanzdefizits und Steuerausfällen hat das Land die Bauausgaben zurückgefahren. Zusammen mit der Abschwächung des Geschäfts in anderen Ländern wie Mexiko, Marokko und Kanada zwang dies Holcim im August zu einer Prognosesenkung. Man sei dennoch zuversichtlich: „Auch mit einem BIP-Wachstum von fünf Prozent kann Zement deutlich wachsen“, Bedarf und Nachfrage und würden steigen.  (ag)

Frankfurt/London/Neu Delhi. Raghuram Rajan, neuer Gouverneur der indischen Zentralbank, zögert nicht lange: Schon gleich in der ersten Sitzung unter seinem Regiment wurden vergangene Woche die Leitzinsen erhöht – von 7,25 auf 7,50 Prozent. Damit möchte er drohenden Inflationsgefahren rechtzeitig beikommen; die Teuerungsrate war im August auf das Sechsmonatshoch von 6,1 Prozent geklettert. Die indische Rupie zählt – wie auch übrigens die indonesische Währung fast gleichlautenden Namens, Rupiah – zu den großen Währungsverlierern der vergangenen Monate. Das manchmal von Investoren als das „bessere China“ titulierte Land kämpft – anders als das „echte“ China – mit einem Leistungsbilanzdefizit. Mehr noch, dieses steht auf Rekordhöhe. Weil das Land mehr konsumiert, als es produziert, ist Indien stark auf ausländisches Geld angewiesen

und damit auch sehr anfällig für Kapitalabflüsse. Manche Investoren fürchten gar, die Lage in einigen Emerging Markets (EM) sei ähnlich wie am Vorabend der Asienkrise Mitte der 1990er-Jahre, so Sanjay Natarajan, Institutional Equity Portfolio Manager bei MFS.

Just in dieser Zeit der Unsicherheit hat der Vermögensverwalter Schroders zusätzlich zum Schroder ISF Indian Equity den Schroder ISF Indian Opportunities aufgelegt, einen Fonds, der ohne Einschränkungen wie eine Benchmark oder Marktkapitalisierung auskommt. Zielunternehmen sind, so Achim Küssner, Geschäftsführer der Schroder Investment Management GmbH, hauptsächlich Aktien von indischen Unternehmen, die den Großteil ihres Geschäfts in Indien selbst generieren. Kurz- und mittelfristig könne es in Indien immer mal wieder zu „zyklischen Herausforderungen” kommen, wird eingeräumt, nicht ohne zu betonen, dass man langfristig von der Wachstumsstory Indiens überzeugt sei. Freilich hat auch Indien Währungsreserven aufbauen können, aber im Vergleich mit Malaysien und Thailand weniger. Didier Saint-Georges, im Investmentko-

mitee bei Carmignac Gestion: „Diese liegen für Indien heute bei 16% gegenüber 46% bzw. 47% des BIP der anderen genannten Länder.” Carmignac rät u.a. deshalb dazu, sich gerade bei Indien (und der Türkei) vor übermäßigen Korrekturen in Acht zu nehmen. Denn die hohen Leistungsbilanzdefizite könnten sich im Falle eines abrupten Energiekostenanstiegs noch verschärfen (siehe Grafik). Enttäuscht zeigt sich Saint-Georges auch von der Reformfähigkeit Indiens (und jener Brasiliens), wahlpolitische Fragen lähmten das Land. Für China als das doch „richtigere China” spricht die Überlegung von Hartwig Kos, Fondsmanager bei Barings: „Ausgehend von den USA, könnte sich wieder ein Wachstumsanstieg in der Region ausbreiten. Wir glauben, dass davon u.a. zuerst Schwellenländer wie China und Korea profitieren würden, die schon länger nicht mehr in der Anlegergunst stehen.“ (lk)

Bis 2016 450 Millionen Euro Einsparungen geplant

Immofinanz Prognosen

RBI fährt rigorosen Sparkurs

Übertroffen

Merkur Ab 2014 komplett

Wien. Die börsenotierte Raiffeisen Bank International (RBI) hat nach ihrer Kreditrisikowarnung der Vorwoche nun erste Eckpunkte eines Sparprogramms genannt. Der Vorstand will in den kommenden drei Jahren – also 2014 bis 2016 – 400 bis 450 Millionen Euro einsparen. Das neue Sparziel kostet Arbeitsplätze im ganzen Konzern, in Österreich ebenso wie in den Osttöchtern. Wie viele Stellen bis 2016 gestrichen werden, blieb aber offen. Mit den Belegschaftsvertretern gebe es laufend Gespräche. Die Verhandlungen zum aktuellen Sparpaket beginnen erst, hieß es. Weiterführende Details zum gesamten Kostensenkungsprogramm kündigte die Bank für Ende November an.

Wien. Die börsenotierte Immofinanz-Gruppe ist besser in das neue Geschäftsjahr 2013/14 gestartet, als von Analysten erwartet. Das EBIT wuchs im Zeitraum Mai bis Juli im Jahresvergleich leicht um 4,7 Prozent auf 199,8 Mio. Euro (prognostiziert war ein Rückgang um ein Viertel). Der Nettogewinn sprang von 9,6 Millionen auf 117,7 Millionen Euro in die Höhe – hier wurde nur mit gut 57 Millionen Euro gerechnet. Die Mieterlöse blieben mit 161,4 Mio. Euro bzw. -0,5 Prozent fast stabil, hier hatten Finanzexperten zwei Prozent Minus erwartet. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 8,9 Prozent auf 134,0 Mio. Euro, teilte die Immofinanz am Dienstagabend mit. Verantwortlich für die positive Entwicklung im Auftaktquartal waren laut Immofinanz neben dem operativen Bereich auch Effekte aus Wechselkursveränderungen und der Bewertung von Derivaten. Alle drei Geschäftsbereiche – Asset Management, Trade und Development – hätten zur operativen Verbesserung beigetragen, erklärte CEO Eduard Zehetner. (ag)

Graz. Die Grazer Merkur Versicherung AG hat Prokurist Christian Kladiva (41) als neuen Vorstand ab 2014 vorgestellt. Er wird den Dreiervorstand komplettieren und mit Jahresanfang den Nachfolger von Alois Sundl als Vorstandsvorsitzenden, Gerald Kogler sowie Vorstandsdirektor Andreas Stettner zur Seite stehen. Sundl zieht sich mit Jahresende 2013 aus dem Konzern zurück. Kladiva ist seit 2009 mit der Prokura betraut.  (ag)

Trends bei der Finanzlage Auch wenn die Fed vorerst ihre Niedrigzinspolitik unverändert fortsetze, versetze das nahende Ende des Quantitative Easing in den USA die EM mächtig in Aufruhr. Eine andere Taktik besteht darin, die Währungen mithilfe der Fremdwährungsreserven zu verteidigen oder Kapitalverkehrsbeschränkungen einzuführen. „Man sollte aber nicht übersehen, dass die Finanzlage der meisten Unternehmen und Privathaushalte heute wesentlich besser ist“, führt Natarajan als Pro-Argument an.

aufgaben stehen auf dem Programm: Man denke darüber nach, weitere länderübergreifende Abwicklungszentren zu gründen. Einzelne Abwicklungen wie Zahlungsverkehr (Rumänien) und Kreditkarten (Slowakei) wurden bereits auf billigere Standorte übertragen. Durchforstet werden alle großen Kostenblöcke. Mit 49 Prozent ist der Personalaufwand der größte, gefolgt von Raumkosten (elf) und IT (acht Prozent). (APA)

Evaluierung, Auslagerungen Börsianer hatten zuletzt Informationen zu dem Sparpaket eingefordert, das mit „schmerzlichen Einschnitten“ verbunden sein wird, wie der neue Bankchef Karl Sevelda im August angekündigt hat. „Evaluiert“ werde das Vertriebsnetz, auch Auslagerungen von Verwaltungs-

Bankchef Sevelda erwägt Änderungen beim Vertriebsnetz, bei der Verwaltung.

Neuer Vorstand

© Merkur Versicherung

Größter Markt

Rajan möchte mit höheren Zinsen sein Land für ausländische Anleger attraktivieren.

© APA/Hans Klaus Techt

Holcim 17% in Indien

© EPA/Divyakant Solanki

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a, es gibt in Indien zweifellos viele hochmotivierte Leistungsträger, viele Betriebe, die in iherm Bereich in der globalen Top-Liga mitspielen. Und zweifellos stimmt es, was die Experten von Adamant Biomedical Investments, die die Lacuna AG für dessen Global Healthcare Fonds beraten, sagen: Dass es dort hochspezialisierte Spitäler gibt, die weltweit ihresgleichen suchen. Indien hat jedoch einige Probleme, derer das Land noch lange nicht Herr geworden ist. Allen voran die Analphabetenrate. Diese dürfte immer noch bei ca. 25 Prozent liegen. Wie anders als mit dem geringen Bildungsstand ist es zu erklären, dass z.B. Frauen in weiten Teilen des Landes im öffentlichen Erscheinungsbild nicht vorkommen? Dies nicht nur deshalb, weil sie in dem immer noch zutiefst patriarchalischen System zu Hause ihr Dasein fristen müssen. Nein, in ganzen Landstrichen fehlen sie, weil sie vor- und mitunter auch nachgeburtlich ‚entsorgt‘ wurden – wegen des leidigen Mitgift-Problems. Wie anders ist es zu erklären, dass die Todesstrafe Vergewaltiger kaum abzuschrecken vermag? Das Land verzichtet auf die Produktivität der Hälfte der Bevölkerung, soziale Disparitäten sind weiter groß, das Kastenwesen wurde zwar offiziell abgeschafft, aber ‚Ich werde doch nicht unter meinem Stand heiraten‘ hört man allemal.

Kladiva steht derzeit dem Bereich Risiko-/Solvabilitätsmanagement vor.


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F i n a n z d i e n s t l e i s t e r / f o n d s : pa r k

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financenet@medianet.at

Wahlen Finanzdienstleister Michael Holzer möchte im Gremium des Nationalrats für die Branche der unabhängigen Finanzdienstleister mitreden

„Fachchinesisch rückübersetzen“ Wien. Finanzdienstleister Michael Holzer, Geschäftsführer der FinanzPuls AG, kandidiert für den Wirtschaftsbund (ÖVP) für die Wahlen, die diesen Sonntag geschlagen werden, im politischen Bezirk Wien-Umgebung/Mödling. Er möchte für die unabhängigen Finanzdienstleister, Vermögensberater, Makler und Agenten Ansprechpartner im Nationalrat werden. Dazu benötigt Holzer Vorzugsstimmen.

Aufklären und informieren „Die Branche hat im Nationalrat keinen Vertreter. Im Nationalrat werden aber die Dinge, die die Branche betreffen, werden neue Gesetze entschieden. Im Nationalrat kann ich in Ausschüssen im Vorfeld der Gesetzwerdung mitgestalten und wertvolle Arbeit zur Bewusstseinsschaffung über die Anliegen der Finanzdienstleister,

RCM „Urgestein“ wechselt

aber auch der Konsumenten, leisten“, erklärt Holzer seinen Schritt. Als Abgeordneter hofft er Gesetzesentwürfe frühzeitig(er) mitbestimmen zu können.

Gesetzesflut Der Vorteil einer solchen Vertretung des Berufsstands im Nationalrat läge darin, bereits im Vorfeld in den Klubs fachlich fundiert diskutieren und informieren zu können oder gar in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Ministerien eingebunden zu sein. Holzer: „Gerade in den nächsten fünf Jahren kommen wesentliche Änderungen bei den

rechtlichen Rahmenbedingungen auf die Branche zu. Zahlreiche EU-Gesetze werden in nationales Recht gegossen – Stichworte: Provisionsverbot, Wohnimmobilienkredit-Richtlinie, MiFID 2.“ Die Aufklärungsarbeit sei extrem wichtig, denn es könne freilich nicht von jedem einzelnen Abgeordneten erwartet werden, dass er sich bei juristischen Spitzfindigkeiten aus dem Feld der Finanzindustrie auskenne. Mit Experten im Hintergrund und aus seiner langjährigen Berufserfahrung schöpfend möchte Holzer juristisches Fachchinesisch in Normaldeutsch rückübersetzen. (lk)

© www.holzermichael.at

Ziel: Von innen heraus nationale Umsetzung von EU-Recht mitgestalten.

Holzer: „Einzug in den Nationalrat wäre für die Branche und Konsumenten positiv.“

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Nachhaltigkeit

Wien. Wolfgang Pinner (48), MBA, ein „Urgestein“ in der Nachhaltigkeits-Szene, wechselt den Arbeitgeber: Ab 1. November wird der langjährige Chief Sustainability Investment Officer bei der Erste Asset Management bei der Raiffeisen KAG (Raiffeisen Capital Management RCM) die Funktion des Chief Investment Officer Socially Responsible Investment (CIO SRI) innehaben. Pinner gehört damit künftig neben Kurt Kotzegger (Aktien und Asset Allocation) sowie Robert Senz (Anleihen) der Bereichsleitung Fondsmanagement in der Raiffeisen KAG an.

„CSR stärker akzentuieren” „Für uns ist dies eine wesentliche personelle Weichenstellung auf dem eingeschlagenen Weg, das Thema Nachhaltiges Investment innerhalb unserer Asset Management-Gruppe neu zu positionieren und zu akzentuieren. Zugleich möchten wir einen aktiven Beitrag zum übergeordneten Thema Corporate Social Responsibility leisten, das innerhalb der gesamten Raiffeisen Bankengruppe in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat”, sagt Raiffeisen KAGGeschäftsführer Gerhard Aigner. Pinner ist seit 1988 im Wertpapier- und Veranlagungsgeschäft tätig. Seine SRI-Stationen führten ihn über die VBV Pensionskasse zur Erste-Sparinvest, wo er Head of SRIInvestments und dann Chief Sustainability Investment Officer der Erste Asset Management wurde.

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Pinner soll für die RCM geeignete Strategien entwickeln und ausrollen.

* Quelle: wien.arbeiterkammer.at/konsument, Juli 2012. Getestet wurden 38 Produkte von 18 Banken in Wien. Das Gratis-Gehaltskonto ist an keine weiteren Bedingungen wie Mindestumsatz oder Nutzung weiterer Bankprodukte geknüpft.

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financenet@medianet.at

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Star-Investor Soros ehelicht Yoga-Lehrerin

Coface-Studie Der internationale Kreditversicherer präsentierte bereits zum 5. Mal die Studie „CEE Top 500“

CEE: Die Region ist heterogener als je zuvor

Zum Empfang von Investorenlegen­ de Soros kam auch C. Lagarde.

New York. Im Alter von 83 Jahren hat sich die US-Investorenlegende George Soros zum dritten Mal getraut: Er heiratete am Samstag die 42-jährige Yogalehrerin Tamiko Bolton, die er im Jahr 2008 bei einer Abendeinladung kennengelernt hatte. Die Zeremonie fand im engsten Kreise statt, nur Soros‘ fünf Kinder und weitere Familienmitglieder waren geladen. Es folgte ein großer Empfang in der Nähe von New York mit mehr als 500 Gästen, darunter die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, Weltbankchef Jim Yong Kim, Estlands Präsident Hendrik Toomas Ilves, die Präsidentin Liberias und Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf, die Hedgefonds-Unternehmer Paul T. Jones und Julian Robertson sowie Rocksänger Bono. Das Vermögen des in Ungarn geborenen Soros wird auf 20 Mrd. USD (14,80 Mrd. €) geschätzt. Er gründete 1969 einen der ersten Hedgefonds überhaupt. Bekannt wurde er vor allem durch seine erfolgreichen Marktwetten gegen das Britische Pfund im Jahr 1992. Einen Namen machte er sich auch durch sein philanthropisches und politisches Engagement. Seine neue Ehefrau arbeitete als Beraterin und Unternehmerin im Gesundheits- und im Bildungswesen; zuletzt war sie für eine Internetplattform für Yoga-Ausbildung tätig. (ag)

Fidelity: Erziehung zu Langfristdenken

Wien. Die Top 500 Unternehmen in der Region Zentral- und Osteuropa (CEE) verzeichnen zwar im Schnitt im Jahr 2012 ein deutliches Umsatzplus, mussten aber gleichzeitig teils dramatische Gewinneinbrüche hinnehmen. Dies ist die Conclusio aus der Studie „CEE Top 500“ des internationalen Kreditversicherers Coface, die dieser am Dienstag zum fünften Mal präsentierte. Der Wirtschaftsraum CEE ist heterogener als je zuvor; die Insolvenzrate hat sich verdreifacht, lauten die weiteren Schlüsse aus der Untersuchung, bei der die 500 größten Unternehmen der Region nach Umsatz gereiht werden. Zusätzlich werden weitere Faktoren wie die Anzahl der Mitarbeiter, die Rahmenbedingungen der einzelnen Unternehmen, Branchen und Märkte analysiert.

Dramatische Trendumkehr Trotz der Wirtschaftskrise steigerte sich der Umsatz der Top 500Unternehmen im Jahr 2012 über alle Branchen um 5% auf 628 Mrd. €. Die Entwicklung des Nettogewinns geht jedoch genau in die entgegengesetzte Richtung: Während die Top-CEE-Firmen ihre Gewinne noch im Jahr davor deutlich gesteigert haben, sinken sie 2012 um fast minus 32%. Ausnahmen bei dieser Gewinntendenz sind Rumänien, Serbien und Estland. Das Ranking reiht die Länder nach der Anzahl der nationalen Unternehmen (inkl. „Subsidiaries“ globaler Konzerne), die es unter die Top 500 der Region geschafft haben. Die meisten Top-Firmen der CEE-Region – mehr als ein Drittel – stammen auch 2012 aus Polen (171 Firmen, 34,2%; 2011: 31,8%); die polnischen Top-Firmen generierten einen Umsatz von 234 Mrd. € (+6%).

© Coface Austria

© Reuters

Insolvenzrate in der Region hat sich verdreifacht; Rumänien holt stark auf und verdrängt Ukraine.

Christian Berger, Country Manager Coface Austria: „Region entwickelt sich immer noch stärker und schneller als die Eurozone.“

Aber auch die Big Player aus Polen waren vor einem Nettogewinneinbruch nicht gefeit (-30% auf 8,46 Mrd. €). Das Wirtschaftswachstum des Landes hat sich – nachdem es im Jahr 2011 die EU-weit höchste Rate zeigte – im Vorjahr stark eingebremst, während gleichzeitig die Insolvenzen einen Rekordstand erreichten.

ten Platz unter die Top 3 – zulasten der Ukraine. Vom Nettogewinn-Zuwachs der rumänischen Unternehmen können viele andere Nationen nur träumen: +37,7%. Die meisten neuen Unternehmen in der CofaceListe stammen dabei aus Rumänien. Aber die Dynamik der Insolvenzen in der Region insgesamt hat sich beschleunigt, erklärt Coface-Regional-Chefökonom Grzegorz Sielewicz. Coface-Expertin Katarzyna Kompowska ist für die Region dennoch zuversichtlich: „Auch wenn die wirtschaftliche Situation volatil und komplex sein mag, bleibt ,Emerging Europe‘ die Region mit dem größten Wachstumspotenzial in Europa.“

Aufsteiger: Rumänien Den zweiten Platz im CEE Top 500-Ranking nimmt Ungarn mit 66 Unternehmen ein – und das, obwohl die wirtschaftliche Situation mit einem sinkenden BIP (-1,7%) durchwachsen ist. Erstmals schafft es Rumänien mit einem Sprung vom fünften auf den drit-

Die Anzahl der Mitarbeiter in den Top 500-Unternehmen in CEE ist mit +1,5% leicht gewachsen, das Gesamtbild ist aber auch hier heterogen. Die meisten Unternehmen der CEE Top 500 stammen aus dem Öl- und Gassektor. Der Sektor Energieversorgung belegt weit abgeschlagen den zweiten Platz. Der Automobilsektor schaffte es 2012 unter die Top 3 im Branchenvergleich; obwohl hier der Nettogewinn um 33% sank, stellten die Firmen in diesem Sektor zusätzlich 6.500 Personen an. Die „BranchenSieger“ sind neben dem Autohandel der Großhandel und die Nahrungsmittelindustrie. Negatives erlebten das Bauwesen, die Elektronik, Metallindustrie, Telekom und der Bergbau.

M&G Investments Seit 1980 haben sich zyklische Sektoren bei steigenden Zinsen besser entwickelt als defensive

Fidelity will die Manager kraft der Anteile bei den HVs „erziehen“.

Boston. Manager börsenotierter Unternehmen mit Fidelity Worldwide Investment im Aktionariat werden sich umstellen müssen: Das US-Fondshaus, das rund 190 Mrd. € Assets verwaltet, will auf der Hauptversammlung Management-Vergütungsprogrammen zukünftig nur noch dann zustimmen, wenn die Mindesthaltedauern für als Bonus zugeteilte Aktien verlängert werden, berichtet das Handelsblatt. Vor wenigen Wochen seien an die 400 börsenotierte europäische Unternehmen kontaktiert worden, mit der Forderung nach eine Verlängerung jener Frist, innerhalb derer Manager ihre zugeteilten Aktien nicht veräußern dürfen.  (ag)

Wien/London. Nach Einschätzung von Greg Aldridge, dem Manager des M&G Global Growth Fund, ist es an der Zeit, in Wachstumswerte zu investieren. Denn das konjunkturelle Umfeld an den wichtigsten Märkten verbessere sich weiter. Aus Sicht des Fondsmanagers sind derzeit insbesondere zyklische Marktsegmente wie die Branchen Energie, Industrie, Technologie und Rohstoffe attraktiv, weil sich diese Sektoren bei steigenden Zinsen tendenziell überdurchschnittlich entwickeln.

Richtungswechsel Nach der Phase ausgeprägter Risikoscheu und extrem niedriger Zinsen stehe nun ein Richtungswechsel bevor, so Aldridge. Viele Anleger strömten in den letzten Jahren entweder in sogenannte sichere Häfen oder aber in ertragsstarke Anlageformen. Bei Aktieninvestments standen deshalb defensive Branchen wie der Konsumgütersektor sowie höher rentierliche Titel bzw. Produkte mit regelmäßigen Einkommen im

Allgemeinen im Mittelpunkt des Interesses.

unterschieden sich die Erträge defensiver Branchen deutlich von denen zyklischer Segmente. Aldridge: „Defensive Sektoren wie die Bereiche Konsumgüter, Telekommunikation und Versorger, kommen durch eine anziehende konjunkturelle Entwicklung tendenziell unter Druck. Ihre Ertragscharakteristika – stabile, zuverlässige Einnahmen, Cashflows und Dividenden – verlieren im Vergleich zu anderen ver-

Renditeanstiege Aldridge erklärt: „Die Märkte nehmen die Entwicklung der Leitzinsen üblicherweise immer etwas vorweg. Und tatsächlich sind die Renditen von US-Staatsanleihen in den letzten Monaten bereits kräftig angestiegen. Dabei hatten die Notenbanken in beiden Ländern gerade erst noch einmal betont, dass sie die kurzfristigen Leitzinsen auf absehbare Zeit nicht anheben werden. Stattdessen ist die Stimmung des Marktes zuletzt vor allem durch bessere Wirtschaftsdaten bestimmt worden, und zwar nicht nur aus den USA, sondern in zunehmendem Maße auch aus Europa, wo sich die Lage schrittweise wieder verbessert.“ Was können Anleger also erwarten, falls die Konjunktur weiter anziehen sollte und die Zinsen am Markt tatsächlich weiter nach oben klettern? Bei Zinsanstiegen entwickeln sich gleichzeitig auch die Aktienmärkte positiv. Dabei

zinslichen Anlageklassen dann an Attraktivität.“ Von der sich verbessernden Wirtschaftslage profitieren dagegen zyklische Sektoren wie Energie, Industrie, Technologie und Rohstoffe besser. Diese Unternehmen weisen grundsätzlich einen ausgeprägteren operativen Hebel auf, sodass sie ihre Einnahmen stärker steigern können als die Wirtschaft insgesamt.  (lk)

© M&G Investments

© Matt Cambell/EPA/picturedesk.com

Blick wieder auf Wachstumstitel richten

Aldridge: „Die Märkte nehmen üblicherweise Änderungen bei den Zinsen vorweg.“


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© NLB

Ljubljana. Die slowenische Polizei ermittelt gegen Janko Medja, Vorstandschef der slowenischen Großbank Nova Ljubljanska Banka (NLB), wegen Insiderhandel und Korruption. Laut der Polizei habe es sieben Durchsuchungen in Büros und Wohnungen gegeben sowie eine Verhaftung – dem Vernehmen nach handele es sich dabei um NLB-Chef Medja. Die Ermittlungen drehen sich um Geschäfte aus Medjas Zeit als Vorstandsmitglied bei der slowenischen Unicredit-Tochter, genauer auf Geschäfte mit Mercator-Aktien. Es gehe um Insiderhandel beim Verkauf des größten slowenischen Einzelhändlers Mercator an den kroatischen Konkurrenten Agrokor. Medja, der seinerzeit den Verkauf befürwortet hatte, werden Verbindungen zu Agrokor nachgesagt. (red)

Janko Medja, NLB-Vorstandschef, wird Insiderhandel vorgeworfen.

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BA Filialen schließen

Eine Million als Ziel

Kostensenkung in Ungarn Mailand/Budapest. Die Bank Austria, die im UniCredit-Konzern für Osteuropa ohne Polen zuständig ist, will in Ungarn Filialen schließen und etliche Stellen abbauen – eine Reaktion auf die von Ungarn eingeführte Steuer auf Finanztransaktionen. Diese koste die Bank umgerechnet knapp 23 Mio. € an zusätzlichen Abgaben, wird der Chef des Ungarn-Geschäfts von UniCredit, Mihaly Patai, von hvg.hu und der Nachrichtenagentur MTI zitiert. „Diese Situation kann nur auf eine Art gelöst werden: Wenn wir beginnen, in großem Umfang Kosten zu senken“, so Patai. In Budapest werden 15 Filialen geschlossen. Gemeinsam mit dem nicht näher erklärten Mitarbeiterabbau sollen 40% der zusätzlichen Kosten gedeckt werden. Für 2013 erwartet Patai weniger Gewinn als 2012. (red)

Bis 2015 werden erfolgreiche Pässe im Fußball in Schultage umgewandelt. Wien/Frankfurt. Vor einem Jahr gründete Western Union die „Pass“Initiative: Jeder erfolgreiche Pass in der Uefa Europa League wird in eine Spende an die Unicef-Programme zugunsten der Ausbildung von Jugendlichen verwandelt. Western Union und die Western Union Foundation unterstützen derzeit Bildungsprogramme der Unicef in Jamaika, Nigeria und in der Türkei – Pass soll einen Million Schultage für Jugendliche ermöglichen.

Mit Fußball zur Ausbildung Die Zusammenarbeit mit Unicef wurde damals auf drei Jahre ausgerichtet. In Jamaika werden Programme zur Förderung der Anzahl von Schulkindern und der Schreibund Rechenfähigkeiten bei älteren Jungen in höheren Klassen finanziert. In Nigeria fördert die Pass-Initiative Lehrertrainings, die 1,3 Mio. benötigten qualifizierten Lehrkräften zugutekommen. In der Türkei sollen die unterstützten UnicefProgramme den Zugang zu höherer Schulbildung für behinderte Kinder und ethnische Minderheiten ermöglichen. Alle Programme der Pass-Initiative wollen ein besonderes Augenmerk auf eine berufliche Ausbildung – den Ansprüchen des lokalen Arbeitsmarktes angepasst – legen. Somit soll die Aussicht der Kinder auf eine berufliche Zukunft und

Hikmet Ersek, CEO Western Union: Bildung ist einer der wichtigsten Aspekte.

Einkommen gefördert werden. „Geld zu senden, um das Leben eines Menschen ein Stück besser zu machen, ist der Kern unseres Services. Bildung ist dabei einer der wichtigsten Aspekte, weshalb unsere Kunden Geld an ihre Familien schicken“, erklärt Hikmet Ersek, Western Union President und CEO. „Nach Angaben der Unesco haben rund 71 Millionen Schulkinder weltweit keinen Zugang zu einer Ausbildung. Dadurch geht enormes

wirtschaftliches und menschliches Potenzial unwiederbringlich verloren“, sagt Ersek. Für jeden erfolgreichen Pass, der ab der Gruppenphase der Uefa Europa League 2012/2013 gespielt wird, übernimmt Western Union die Kosten für einen Schultag eines jungen Menschen. Die Aktion Pass läuft zwischen Western Union und der Uefa Europa League bis einschließlich des Finales im Jahr 2015. (ots/hk)

© Zsolt Szigetvary/EPA/picturedesk.com

Ermittlungen gegen Medja

Western Union Die Initiative „Pass“ unterstützt Unicef-Bildungsprogramme

© Western Union

Razzia Bankboss in Haft?

Mihaly Patai, UniCredit Ungarn, will umfangreiche Kostensenkung.

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i n s u r a n c e : WATCH

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financenet@medianet.at

Inflationsschutz greift ab 5 Prozent p.A. Uniqa und Raiffeisen Versicherung setzen auf Sicherheitsbedürfnisse

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Uniqa: neuer Einmalerlag

Schweiz: „Großbanken jetzt zerschlagen“

Wien. Uniqa FinanceLife lanciert einen neuen Einmalerlag mit einer Mindestauszahlung von 146% auf den Nettobeitrag (einbezahlter Beitrag abzüglich vier Prozent Versicherungssteuer). Bei Uniqa läuft das limitierte Produkt unter „Wert & Wachstum“ und bei der Raiffeisen Versicherung unter „Raiffeisen Horizont 12|2013“. Die vereinbarte Mindestauszahlung folgt aus der Veranlagung in einer Senior-Anleihe der Raiffeisen Bank International AG (RBI). Die neue Einmalerlagstranche bietet eine Mindestauszahlung, federt die Auswirkungen der Inflation ab und bietet im Fall des Todes einen Ablebensschutz für die Hinterbliebenen. Liegt die Gesamtsteigerung des HVPI-Index während der gesamten Laufzeit über fünf Prozent pro Jahr, erhöht sich der Auszahlungsbetrag am Laufzeitende. Petra Schausz und Thomas Jaklin, Vorstände der FinanceLife

Schweizer Großparteien wollen neues Trennbankensystem.

Bern. Die Fraktionen der Schweizer Sozialdemokraten (SP) und der nationalkonservativen Volkspartei (SVP) haben sich im Kampf gegen das „Too big to fail”-Problem der Schweizer Großbanken zu einer Zusammenarbeit durchgerungen. Sie fordern ein Trennbankensystem: Vermögensverwaltungs- und Geschäftsbanken sollen von den Banken getrennt werden, die Eigenhandel betreiben. Faktisch würde dies zu einer Aufteilung der systemrelevanten Banken führen. Damit soll verhindert werden, dass der Staat erneut zur Rettung einer Bank beitragen müsste, die wegen riskanter Geschäfte in Schieflage geraten ist. Nicht einigen konnten sich die Fraktionen in der Frage des zu erhöhenden Eigenkapitals. Die beiden Fraktionen verfügen im Nationalrat zusammen über eine knappe Mehrheit von 102 Stimmen, werden in dem Anliegen jedoch auch von den Grünen unterstützt; im Ständerat haben sie keine Mehrheit.(APA)

Lebensversicherung AG: „Dieser Einmalerlag bringt im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine attraktive Verzinsung von 2,51 Prozent pro Jahr und verringert die Auswirkungen einer sehr hohen Inflation.“ Durch die vereinbarte Mindestauszahlung können am Ende der Laufzeit von 15 Jahren und drei Monaten mindestens 146% des Nettobeitrags (das entspricht einer Verzinsung von 2,51 Prozent p.a. auf den Nettobetrag) ausbezahlt werden. Diese Verzinsung entspreche der Entwicklung einer KESt-pflichtigen Veranlagung von 2,98 Prozent, bezogen auf den Gesamtbeitrag. Eine Auszahlung kann auch als lebenslange Pension erfolgen. Durch den Versicherer wird grundsätzlich keine Einkommensteuer abgeführt – insbesondere keine KESt, keine Substanzgewinnsteuer und keine Spekulationssteuer. (red)

© UNIQA Group (2)

© panthermedia.net/Ron Sumners

Mindestauszahlung 146 Prozent minus Steuer bei „Wert & Wachstum“ bzw. „Raiffeisen Horizont“.

FinanceLife-Vorstände Schausz, Jaklin: „In Niedrigzinsumfeld attraktive Verzinsung“.

Neuordnung im Vorstand Firmenkundengeschäft ab 1. Oktober von Lennkh gemanagt, Sevelda wird Ost-Chef

Peter Lennkh übernimmt Sevelda-Aufgaben

RBI-Chef Karl Sevelda (re.) übernimmt Ostbanken, übergibt Firmenkunden an Lennkh.

Wien. Der Aufsichtsrat der Raiffeisen Bank International AG (RBI) hat Peter Lennkh die Verantwortung für das Firmenkundengeschäft der RBI übertragen. Lennkh wird damit jene Bereiche übernehmen, für die der Vorstandsvorsitzende Karl Sevelda in den vergangenen Jahren verantwortlich zeichnete: Corporate Customers, Network Corporate Customers & Support, Group Products und Corporate Sales Management & Development. Sevelda wird im Gegenzug die Bereiche International Banking Units und Participations von Lennkh übernehmen. Damit komme es zu jener Neuordnung, die durch die Bestellung Seveldas zum Vorstandsvorsitzenden der RBI Anfang Juni und der damit

Gesetzesentwurf Hohe Strafen, Kontrolle durch London

VVO wirbt wieder Leute suchen, Image verbessern

Wien. Nach den jüngsten Skandalen will die EU-Kommission gegen die Manipulation von Zinssätzen wie Libor oder Euribor durchgreifen. Die beiden wichtigsten Vergleichssätze für den Handel zwischen den Banken sollen künftig nur noch unter behördlicher Aufsicht bestimmt werden. Zins-Fälscher müssten mit Geldstrafen bis hin zu Gefängnis rechnen. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf präsentierte EU-Binnenmarktkommissar

Wien. Der Verband der Versicherungsunternehmen (VVO) rührt die Trommel für neue Mitarbeiter: Bis Ende 2014 suchen Österreichs Versicherer zusammen 2.000 zusätzliche Versicherungsberater/innen, so der VVO. Daher starte Mitte Oktober eine österreichweite Imagekampagne für den Beruf. Eine Konsumentenumfrage zeige, dass die Österreicher ihre eigenen Versicherungsberater außerordentlich schätzen. Das allgemeine Image

EU: Härte bei Referenzzinssätzen

© EPA/Franck Robichon

Italiens Notenbank lässt sich bewerten

Rom. Der italienische Notenbankchef Ignazio Visco hat ein Expertenteam beauftragt, den Wert der „Banca d ´Italia” zu schätzen. Damit will Visco einer Aufforderung des Wirtschaftsministeriums entgegenkommen. Mehrere italienische Banken besitzen Anteile an der Notenbank, deren Wert jetzt beziffert werden soll. Die Geldhäuser, die ihre Kapitaldecke stärken müssen, um die EUKriterien zu erfüllen, fordern klare Angaben. Gleichzeitig soll die Transparenz damit erhöht werden. (APA)

© EPA

Banca d’Italia-Chef Ignazio Visco: Mehr Licht in Anteilsverhältnisse.

EU-Kommissar Michel Barnier: „Strafen bis 10 Prozent vom Umsatz möglich.“

„Mit Peter Lennkh übernimmt ein langjähriger Manager des Konzerns eine Schlüsselrolle“, meint RBI-Aufsichtsratspräsident Walter Rothensteiner. Alle weiteren Zuständigkeiten der übrigen RBIVorstandsmitglieder – Johann Strobl (Vize-Vorstandsvorsitzender und Chief Risk Officer), Aris Bogdaneris (Retail Banking und Chief Operating Officer), Klemens Breuer (Vorstand für Markets) und Martin Grüll (Chief Financial Officer) – bleiben unverändert. (red)

Versicherer: „2.000 freie Jobs“

Michel Barnier am Mittwoch in Brüssel. Verbraucher würden davon profitieren, weil die Zinssätze die Grundlage für Finanzprodukte wie Immobilien- und Verbraucherkredite, Sparbücher und komplexe Derivate bilden.

Nur auf Anweisung Bisher haben die Banken Libor und Euribor nahezu unbeaufsichtigt ermittelt. Die EU-Pläne schreiben vor, dass für die Bestimmung eines Referenzwerts künftig korrekte und repräsentative Daten herangezogen werden müssen – und nicht allein Schätzungen. Für Zinsmanipulation sind Strafen von bis zu 500.000 € für Personen und 1 Mio. € oder zehn Prozent des Umsatzes für Firmen vorgesehen. Bereits auf den Weg gebrachte Gesetzesänderungen sehen auch Haftstrafen vor. Die EU-Kommission reagiert damit auf Zinsskandale, in denen Großbanken die Liborund Euribor-Werte mit falschen Angaben manipuliert hatten. Kritiker bemängeln freilich, dass die Kontrolle auch im neuen System in Großbritannien bleibt. (red/ag)

Die Ressortchefs

des Berufs könne aber mit dieser Wertschätzung nicht mithalten. Diesem Manko will der VVO mit der Kampagne begegnen, die über das Berufsbild, die Anforderungen und die Chancen informieren soll. Angesprochen werden sollen vor allem Frauen, Nachwuchskräfte, interessierte Quereinsteiger und Lehrlinge. Wiener Städtische-Chef Robert Lasshofer lockt: „Mitarbeiter im Außendienst können sich die Zeit selbst einteilen.“ (red)

© VVO Versicherungsverband/Peter Hautzinger

Zürich. Die Versicherungsbranche muss für die Hagelunwetter in Deutschland nach einer neuen Schätzung tiefer in die Tasche greifen als angenommen. Die Schäden vom Juli kos-ten laut Berechnung des Rückversicherers Swiss Re 1,5 bis 2 Mrd. €, Branchenprimus Münchener Rück ging jüngst von 1,5 Mrd. € aus. Es wäre das größte Hagelschadenereignis, das Deutschland bisher erlebt hat. (APA)

© APA/Robert Jäger, M. Kammeter

D-Hagelunwetter kostet zwei Milliarden Euro

einhergehenden Übernahme der CEO-Bereiche anstand. Die neue Aufgabenverteilung tritt mit 1. Oktober in Kraft.

L. Norman-Audenhove (VVO), Robert Lasshofer (Städtische), Hartwig Löger (Uniqa).


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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 27. September 2013 – 35

© Panthermedia.net

deutscher luxusmarkt wächst

Bestlagen gehen preislich seitwärts, doch neue Standorte drängen nach – kein Stillstand bei Preisen Seite 37

© expressiv/immo 360°

real:estate

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wohnviertel leopoldau attraktiv

Seit dem Sommer wird der „Citygate Tower“, ein Teil des Projekts, erfolgreich vermarktet 

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Wir leben Immobilien.

Austro-Immobilien im Reich der Mitte beliebt IMMO-AGS 18.–25. September 2013

IATX (25.9.)

170,13

Wochentop CAI Wochenflop conwert CA Immobilien Anlagen  Atrium Immofinanz S Immobilien AG Warimpex conwert

2,80% 5,77% 0,64% 5,77% 2,28% 1,89% 1,55% 0,71% 0,64%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 25.9.)

Top 5 Immofonds ESPA Stock Asia-Pacific Prop. T Henderson Asia-Pac. Property Aberdeen Global Asian Prop. PARVEST Real Est. Secur.Pac I First State Asian Property

8,06% 7,16% 6,95% 6,78% 6,76%

Flop 5 Immofonds DWS Immoflex Vermögensm. E&G Immo.aktien Eur. Class. iShares Eur.Property Y. AXA Aedificandi D Dis 3 Banken Immo Strategie

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18.–25. September 2013

CERX (25.9.)

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-7,89%

inhalt

Immo:Capital > EHL bester Immo-Dienstleister Österreichs 36 Immo:Markets > Asfinag investiert 400 Millionen Euro > Zumtobel bringt Licht in neuen WU-Campus

© www.picco.at/Deloitte; APA/Robert Jäger

Monatstop ESPA Stock As-Pac 8,06% Monatsflop DWS Immoflex -0,44%

Immoboom Flaue Renditen zuhause und bürokratische Hürden treiben ­immer mehr Chinesen zu Immo-Investments in den USA und Europa. Gefragt sind Wohngegenden mit Tradition in London und Paris. Auch Österreich bekommt ein Scheibchen vom Boom, meint Deloitte-Experte Alexander Hohendanner. Seite 36

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People&Dates > ÖSW-Fest mit 400 Gästen 39 > Zwerentz & Krause feiert 39

Tel.: +43 1 217 18 – 0 | Fax: +43 1 217 18 – 901 office@arealis.at | www.arealis.at


i m m o : c ov e r

36 – financenetreal:estate

Freitag, 27. September 2013

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short

© Re/Max/APA-Fotoservice/Rastegar

Info-Abend „Erben? Schenken? Verkaufen?“

Deloitte Chinesische Investoren heizen die Immobilienmärkte in den USA, Australien und Kanada an

Ein gutes Stück vom China-Kuchen abbeißen Die Experten von Deloitte Real Estate sehen weiteres Potenzial auch für österreichische Objekte.

Amstetten. Das Immobilienmakler-Netzwerk Re/Max lädt am 3. Oktober zum Informationsabend in Büros in ganz Österreich zum Thema: „Vererben? Schenken? Verkaufen?“ Wer eine Immobilie, egal, ob Wohnung, Haus oder Grund, optimal an seine Nachkommen übertragen oder selbst optimal nutzen oder verwerten möchte, steht vor der Frage: Was will ich mit meiner Immobilie und wie packe ich es an? Für all diese Fragestellungen werden ein Notar und ein ImmobilienExperte gemeinsam kostenlos und unverbindlich Rede und Antwort stehen. Die Teilnahme ist gratis; die VeranstaltungsOrte und die jeweiligen BeginnZeiten für diesen Vortragsabend gibt´s auf www.remax. at/vortrag. (red)

24 h Livestream von der privaten Baustelle Wien. Ab sofort gibt es bei Andrea Baidinger bauen wohnen immobilien Kommunikationsberatung ein innovatives Tool zur Live-Beobachtung von Baustellen für Private an. Mobile Live-Cams mit digitaler Spiegelreflexkamera und Internet-Zugang stellen automatisch hochqualitative Bilder in Echtzeit online. Die Online-KameraLösung kostet rund 2.000 Euro. Infos unter: www.bauenwohnenimmobilien.at  (rk)

Mietwohnungen in der Pezzlgasse übergeben

Bild noch immer positiv Das Bild der globalen Immobilienmärkte ist – trotz jahrelanger Wirtschaftskrise, Immobilienblasen und anderer Schreckensmeldungen – für Deloitte noch immer positiv. Seit 2012 haben sich die meisten Märkte auf einem „gesunden“ Niveau eingependelt, wenn auch deutlich unter jenem der Boom-Jahre 2006/2007, heißt es. „Auch Österreich hat diesen Aufschwung gespürt“, so Alexander Hohendanner, Partner Deloitte Österreich und Leiter des Bereichs Real Estate. „International gilt: Je stabiler ein Markt ist, umso attraktiver ist er für Investoren; dies spricht für Österreich als Investitionsstandort. Hier haben wir in puncto Selbstvermarktung als international attraktiver Wirtschaftsstandort allerdings noch einiges aufzuholen.“

© dpa/Angelika Warmuth

Bernhard Reikersdorfer, Re/Max Austria: in Ruhe informieren.

Wien. Unternehmen aus China kaufen weltweit und bringen die Immobilienpreise weiter in bis dato ungeahnte Höhen. Dank zunehmender Kapitalkraft und gelockerter rechtlicher Rahmenbedingungen in China zeigen sich chinesische Investoren verstärkt als Impulsgeber vor allem für die Immobilienmärkte in den USA, Australien und Kanada, meinen die Deloitte Immobilien-Experten. Sie durchleuchteten im Rahmen der Real Estate & Construction EMEA Conference die internationalen Märkte. Fazit unter anderem: Auch Österreich rückt langsam ins Blickfeld chinesischer Investoren.

Restriktionen und flaue Renditen treiben chinesische Immo-Investoren ins Ausland – dort bevorzugen sie traditionsreiche Lagen.

ein bis zwei Prozent führten, so die Deloitte-Immo-Experten, zu einer gesteigerten Investitionstätigkeit von Chinesen im Ausland. Diese sind nach wie vor mit hohen regulatorischen Anforderungen und Offenlegungspflichten behaftet, Experten beobachten allerdings eine gewisse „Aufweichung“ der Reglements. Die Kapitalgeber orientieren sich vor allem an Märkten, in denen es bereits große chinesische Communities gibt, wie Australien, Kanada oder die USA. Bereits 2012 lag China mit 66 Mrd. € auf Platz 3 der größten Investoren in Übersee, für die nächsten fünf Jahre erwarten die Real Estate-Fachleute rund 400 Mrd. €. Eine besonders gern gesehene

Der Drang ins Ausland Staatliche Restriktionen am heimischen Markt und damit verbundene schwindende Renditen von

Asset-Klasse sind Hotels und Resorts. Die starke chinesische Reise-lust und der damit indirekt beeinflussbare Erfolg „ihrer“ Hotels ist einer der Hauptgründe für die Favorisierung von Hotelimmobilien.

müssen und Rulings bzw. Bewilligungsverfahren rasch abgewickelt werden. Auch ein offener Umgang mit den Menschen ist wichtig; dazu gehören unter anderem rasch erteilte Aufenthaltsgenehmigungen“, sagt Herbert Kovar, Partner Deloitte Österreich und National Leader Chinese Service Group Deloitte. Interessant ist auch der Umstand, dass insbesondere Chinesen gewachsenen Bestand schätzen. So werden traditionsreiche Immobilien in attraktiven Stadtzentren wie London, Paris oder eben auch Wien gern als Wohnsitze gekauft. Einmal ansässig, würden Investoren ihr Kapital häufig in andere Wirtschaftsbereiche wie Industrie oder Tourismus stecken, so die Deloitte-Experten. (rk)

Kapital zum Wohnsitz holen Die österreichischen Experten leiten aufgrund der internationalen Erfahrungen für den heimischen Markt noch einiges Potenzial ab. Damit Österreich sein Stück vom „Investment-Kuchen“ abbekommt, brauche es aber in mancherlei Hinsicht ein Umdenken seitens der Politik: „Investoren suchen Sicherheit – das heißt, dass Steuerstrukturen langfristig ausgelegt sein

CA Immo Exklusive Verhandlungen zum Verkauf laufen

Euromoney Ranking EHL Immobilien ausgezeichnet

Wien. Die CA Immobilien Anlagen AG hat mit der Patrizia Immobilien AG eine bindende Vereinbarung über die Veräußerung des „HessenPortfolios“ unterschrieben. Das Liegenschaftspaket umfasst 36 Immobilienobjekte an 19 Standorten in Hessen, die CA Immo 2006 vom deutschen Bundesland Hessen erworben hat und seitdem langfristig von diesem gemietet werden. Der Verkehrswert beträgt rund 0,8 Mrd. €. Der beabsichtigte Verkauf erfolgt im Rahmen der Strategieumsetzung 2012–2015, die als wesentliche Komponente eine Portfolio-Fokussierung zur Steigerung der Profitabilität der CA Immo Gruppe beinhaltet. Der Abschluss der Transaktion ist noch für das laufende Jahr 2013 geplant. Bruno Ettenauer, CEO der CA Immo: „Das aktuelle Marktumfeld ist für den Verkauf dieses für die nächsten 20 Jahre zu 100 Prozent an die öffentliche Hand vermieteten Portfolios ideal: Die starke Nachfrage nach derartigen Produkten und das niedrige Zinsniveau ergeben für uns ein optimales Fenster im Marktzyklus zur

Wien. EHL Immobilien wurde vom renommierten Finanzmagazin Euromoney nach 2011 heuer als erstes Unternehmen bereits zum zweiten Mal als Österreichs bester Immobiliendienstleister ausgezeichnet. Schon 2011 erhielt EHL den begehrten Preis. Zusätzlich zur Hauptkategorie bester „Advisor und Consultant“ konnte sich EHL Immobilien auch in den Spezialwertungen „Vermietung“ und „Research“ durchsetzen und den ersten Platz erreichen. Das Ranking wurde auf Basis einer Befragung von 500 Experten aus der Immobilienbranche erstellt. „Wir sind sehr stolz, dass wir diese wichtige Auszeichnung bereits zum zweiten Mal gewinnen konnten“, sagt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. „Der Sieg im Euromoney-Ranking ist eine auch international vielbeachtete Auszeichnung und für uns eine zusätzliche Motivation.“ EHL Immobilien bietet mit 52 Mitarbeitern in Österreich umfassende Immobiliendienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Gewerbe, Bewertung und Investment

Wien. Die Gemeinnützige Bauvereinigung „Wohnungseigentum“ GmbH hat in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Günter Lautner und der Mischek ZT GmbH in der Pezzlgasse 78 im 17. Wiener Gemeindebezirk ein naturverbundenes Neubauprojekt errichtet. 69 geförderte Mietwohnungen wurden nun in Anwesenheit von Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer und Wohnungseigentum GmbH-Geschäftsführer Helmut Kubasta an die Bewohner übergeben. Alle Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 45 und 120 m� (2 bis 4 Zimmer) verfügen über Freiflächen wie Loggien, Balkone, Terrassen und Gärten. Das Projekt liegt in einer verkehrsberuhigten Lage.  (red)

Bruno Ettenauer, CA Immo: Kräfte für Berlin, München und Frankfurt bündeln.

und veröffentlicht auch regelmäßig Marktberichte zum Wiener Büro, Einzelhandels-, Zinshausund Wohnungsmarkt. EHL erhielt 2013 auch national mehrere Preise. So wurde das Unternehmen von der Wiener Wirtschaftskammer bereits mit dem dritten IMMY in Folge ausgezeichnet und Sandra Bauernfeind, Leiterin der Wohnabteilung, wurde mit dem Immobiliencäsar als „Maklerin des Jahres“ geehrt. (red)

© EHL Immobilien

v.l.n.r: I. Pfeffer, Mieter N. Eichinger, Markus Steindorfer, GF H. Kubasta.

Veräußerung dieses Immobilienpakets.” Die CA Immobilien Anlagen AG trat 2006 mit dem Ankauf des Liegenschaftspakets in Hessen in den deutschen Markt ein. Zwei Jahre später erwarb sie mit dem Ankauf des deutschen Stadtquartiersentwicklers Vivico Real Estate GmbH umfangreiche Grundstücksreserven in innerstädtischer Bestlage sowie eine Plattform und Know-how zur Entwicklung derselben.  (red)

© CA Immo/Gregor Ecker

© immo 360°

„Hessen-Portfolio“ geht an Patrizia Immo-Dienstleister Nummer eins

Michael Ehlmaier, EHL: „Wollen Wachstumskurs heuer weiter fortsetzen“.


immo:markets

Freitag, 27. September 2013

financenetreal:estate – 37

financenet@medianet.at

Luxusimmos Während viele deutsche Bestlagen nach HÜhenflßgen der letzten Jahre nun seitwärts gehen, drängen neue Standorte nach, so Studie

Kein Stillstand bei den Preisen Hamburg. Gab es den vergangenen Jahren auffällige Preisunterschiede bei Objekten in vergleichbaren Premiumwohnlagen zwischen den deutschen Städten, so sei jetzt ein Trend erkennbar, nach dem sich die HĂśchstwerte annähern, heiĂ&#x;t es bei Engel & VĂślkers. Während Bestlagen in Hamburg, auf Sylt, in Berlin oder am Starnberger See im Jahr 2012 keine weiteren PreissprĂźnge mehr machten, rĂźckten exklusive Wohnimmobilien in ersten Adressen von Frankfurt oder DĂźsseldorf, von Konstanz oder RĂźgen auf. „Wie schon in den Vorjahren, so registrierten wir auch 2012 in einigen Lagen zum Teil erhebliche PreissprĂźnge“, sagt Kai Enders, Vorstand der Engel & VĂślkers AG.

ren hätten die gesuchten Luxuswohnlagen insbesondere in Hamburg oder Berlin 2012 ihr hĂśchstes Preisniveau des Vorjahres „bekräftigt“, heiĂ&#x;t es in der Studie: sie stiegen also nicht weiter. In Berlin, wo die Preise in groĂ&#x;en SprĂźngen von 5.000 Euro vor wenigen Jahren auf 15.000 Euro in 2011 stiegen, blieben die Preise 2012 stabil. Im SĂźden markierte 2012 der Starnberger See (dort die direkten Lagen mit Seezugang im Ăśstlichen Uferbereich) erneut ein Niveau von Quadratmeterpreisen bis zu 25.000 Euro. Von einem Preisstillstand kĂśnne „nicht die Rede sein“, meint Enders:

Aufgrund des knappen Wohnungsangebots und der hohen Preise in den Bestlagen suchen Käufer vermehrt auch Wohnraum in angrenzenden Stadtteilen, was zu einem stetig wachsenden Preisniveau in der gesamten Breite des Marktes fßhre. So wurden 2012 erstmals Quadratmeterpreise von 10.000 Euro in bestimmten Mikrolagen im Hamburger Mittelweg erzielt. Ausnahmeimmobilien weisen zum Teil Preise auf, die das Doppelte bis Dreifache des normalen Marktdurchschnitts erreichen kÜnnen. Die erzielten Preise seien nicht repräsentativ fßr den Gesamtmarkt. (red)

Sylt liegt vor MĂźnchen Die teuerste Wohnlage befinde sich unverändert auf Sylt. In Kampen auf der besonders begehrten Wattseite erreichten Immobilien Preise von bis zu 35.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Auf Rang zwei folgt die bayerische Landeshauptstadt MĂźnchen. Der „The Seven Tower“ in der MĂźllerstraĂ&#x;e im MĂźnchner Glockenbachviertel ist mit 25.000 Euro pro Quadratmeter die teuerste Wohnlage in einer deutschen GroĂ&#x;stadt. In den Stadtteilen Schwabing und Alt-Bogenhausen erzielten erstklassige Wohnungen 2012 bis zu 30 Prozent hĂśhere Preise als im Vorjahr. Auch in der Finanzmetropole Frankfurt zeigten sich PreissprĂźnge von etwa 50 Prozent fĂźr Spitzenobjekte in 1A-Lagen in den Stadtteilen Nordend-West (bis zu 11.000 Euro pro Quadratmeter) oder Westend (bis zu 10.000 Euro pro Quadratmeter). Im Norden auf der grĂśĂ&#x;ten Insel RĂźgen erhĂśhten sich die Preise in den Bestlagen von Binz direkt am Ostseestrand um etwa 15 Prozent auf 8.500 Euro pro Quadratmeter. Nach deutlichen PreiserhĂśhungen in den vergangenen Jah-

Ukraine 3 Mio. Hektar

China-Aufkauf

Š Ilya Dobrych/CC Lizenz

Peking. China will einem Zeitungsbericht zufolge in der Ukraine Ackerland in GrĂśĂ&#x;e der Fläche Brandenburgs (knapp 30.000 kmďż˝) kaufen. Das Staatsunternehmen Xinjiang Production and Construction Corps (XPCC) habe mit dem ukrainischen Agrarkonzern KSG Agro eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben, so die South China Morning Post. In einem ersten Schritt werden 100.000 Hektar erworben, letztendlich sollen es drei 3 Mio. Hektar werden. (APA)

China will in der Ukraine riesige ­Ackerflächen aufkaufen.

1160 Wien – Wilhelminenberg Paulinensteig 31 OVER THE TOP: PENTHOUSE - Herrlicher Panoramablick ßber Wien  Pð:RKQÀlFKH=LPPHU - Ca. 150 m² sonnige Aussichtsterrassen - Tiefgarage - HWB 44 kWh/m²a

3400 Klosterneuburg – Zentrum AlbrechtstraĂ&#x;e 46 -

13 attraktive Eigentumswohnungen 1 Einfamilienhaus 2 Wohnungen und 1 Haus noch verfßgbar Zentrale Grßnruhelage Fertigstellung Winter 2013 HWB 44, 51 bzw. 65 kWh/m²a

1120 Wien – Meidling – TOPANLAGE!! EichenstraĂ&#x;e 66 -

28 hßbsche Kleinwohnungen + 1 Lokal Super Infrastruktur, FUZO, U4, S-Bahn! 46 bis 72 m² Tiefgarage Baubeginn Herbst 2013 HWB 63,55 kWh/m²a

Š Panthermedia.net/Manfredxy

Immobilienmakler Engel & VĂślkers: „Luxusmarkt wächst in die Breite.“

In Mßnchen greifen Luxus-Käufer fßr absolute Ausnahme-Immos tief in die Tasche.


immo:markets

38 – financenetreal:estate

Freitag, 27. September 2013

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Stadt in der Stadt Eigentums- und Penthouse-Wohnungen sowie Kurzzeitapartments decken Wohnbedürfnisse ab

short

In der Leopoldau entsteht attraktives Wohnviertel

Autobahnnetz ohne Erdbebenschäden Wien. Das im Raum Ebreichsdorf verspürte Erdbeben von letzter Woche hat laut Asfinag keine Schäden am Autobahnen- und Schnellstraßennetz verursacht. „Grundsätzlich sind die Bauwerke und Brückenkonstruktionen im österreichischen Autobahnenund Schnellstraßennetz erdbebensicher ausgeführt“, erklärt Rainer Kienreich, technischer Geschäftsführer der Asfinag Service Gesellschaft. (APA/fh)

Gute Infrastruktur und Aufwertung Transdanubiens sollen das Kundeninteresse beflügeln. Fritz Haslinger

© APA/Herbert Neubauer

Dachgleiche KaiserFranz-Josef-Spital

Kaiser-Franz-Josef-Spital wird zukunftsorientiert umgebaut.

Für jedes Wohnbedürfnis

Wien. Das Kaiser-Franz-JosefSpital – eines der ältesten Gemeindespitäler Wiens – wird in den kommenden Jahren neu gebaut und Schritt für Schritt in ein zeitgemäßes, zukunftsorientiertes Krankenhaus umgewandelt. Jetzt konnte die Gleichenfeier für das neue „MutterKind-Zentrum und OP-Zentrum“ gefeiert werden. Alle Einrichtungen des bereits über 100 Jahre alten Gottfried von Preyer‘schen Kinderspitals übersiedelten in das inzwischen neu gestaltete Zentrum. Dieses wird auch alle operativen Abteilungen inklusive Ambulanzen und Stationen des Spitals beherbergen. Das heißt, künftig entfallen die Wege zwischen den einzelnen Gebäuden und dem vier Kilometer entfernten Kinderspital, was ein Höchstmaß an Sicherheit garantiert. (APA/fh)

Der Leopoldtower deckt vom Kurzzeitapartment über die smarte Mietwohnung bis hin zum großzügigen Penthouse die verschiedenen Ansprüche an modernes Wohnen ab, wobei alle Wohnungen über Freiflächen, die den Wohnraum perfekt ergänzen, verfügen. Eine optimale Infrastruktur, ein in der Nähe befindlicher Kindergarten, das Gartendeck, ein in-house Concierge, komfortable Parkmöglichkeiten und last but not least die vielen Einkaufsmöglichkeiten im Shopping Center zählen zu den herausragenden Angeboten.

Herrlicher Blick über Wien Sowohl die Immo 360°, eine 100%-Tochter des ÖSW, als auch die Firma 6B47 errichten in den oberen Stockwerken des Leopoldtower freifinanzierte Eigentumswohnungen mit hochwertiger Ausstattung, großzügigen Freiflächen

© expressiv/immo 360°

Wien. In der Leopoldau, an der Grenze zur Donaustadt, entsteht bis 2015 ein neues Stadtviertel: das Citygate. Ein Einkaufszentrum bildet den Mittelpunkt des neuen Grätzels, das direkt an der U1-Station Aderklaaerstraße liegt. Mit ihrem ersten Hochhaus, dem Leopoldtower, ist die ÖSW-Gruppe ein Teil dieses Projekts. „Wir sind stolz auf das erste Hochhaus der ÖSW-Gruppe, den Leopoldtower mit insgesamt 300 freifinanzierten Wohneinheiten, und freuen uns auf ein vielseitiges neues Stadtviertel, das für jeden Geschmack etwas bietet“, erklärte ÖSW AG-Vorstand Michael Pech im Zuge der Grundsteinlegung.

ÖSW-Hochhaus „Leopoldtower“ wird neue Landmark Transdanubiens – Eigentumswohnungen mit grandiosem Wien-Blick.

und traumhaften Blick über Wien. Mit Wohnungsgrößen zwischen 53 und 150 m� bieten die „Sky View Apartments“ wie gewohnt Eigentum für Anspruchsvolle. Jede Wohnung verfügt über eine Loggia oder einen Balkon. „Es freut mich sehr, dass die Immo 360° bei diesem spannenden Projekt ab dem 18. Stockwerk hochwertigen Lebensraum anbietet und wir mit unseren 30 Wohnungen das vielfältige Angebot abrunden“, sagt Helga Mayer, Geschäftsführerin der Immo 360°. Direkt darunter errichtet die Gemeinnützige Bauvereinigung „Wohnungseigentum“ GmbH 72 freifinanzierte Eigentumswohnungen mit Wohnungsgrößen zwischen 53 und 91 m�. Über ähnliche Grundrisse und Wohnungsgrößen verfü-

gen auch die 36 „Smart homes for rent“ der ÖSW AG. Sie bieten alle Extras der Eigentumswohnungen zum Mieten. Und auch alle jene, die ein Zuhause auf Zeit suchen, werden ab 2015 im Leopoldtower fündig; hier werden dann 105 Kurzzeitapartments mit circa 40 m� von room4rent angeboten.

EHL vermarktet „Skyliving“ Bereits mehr als 30% der im Sommer 2013 gestarteten Vermarktung der im markanten Wohnturm „Citygate Tower“ geplanten Eigentumswohnungen konnten inzwischen von EHL Immobilien verwertet werden. Die Nachfrage von Eigennutzern wie auch Anlagekunden war bereits

Kärnten Autobahnbetreiber investiert massiv in Österreichs südlichstes Bundesland

vor dem offiziellen Projektstart außerordentlich groß, heißt es. „Damit haben wir unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Das Projekt ist für eine große und offensichtlich wachsende Zielgruppe höchst attraktiv und ich rechne fix damit, dass wir noch vor Fertigstellung Ende 2014 alle Wohnungen verkauft haben werden“, erklärt Sandra Bauernfeind, Leiterin der Wohnabteilung bei EHL Immobilien. „Skyliving ist eine einzigartige Alternative zu anderen exklusiven Wohnangeboten, denn das Wohnturm-Konzept wurde in Wien bisher kaum verwirklicht. Die starke Nachfrage entspricht dabei auch absolut dem internationalen Trend“, so Bauernfeind.

Zumtobel Effiziente Lichtlösung für Wiener WU-Campus

Asfinag investiert 400 Mio. Euro Nachhaltiger Uni-Bau dann die neue Röhre fertig.“ Allein dieser Ausbau mit der anschließenden Adaptierung der alten Tunnelröhre kostet mehr als 160 Mio. €.

Start für Nordumfahrung Ab 15. Oktober erfolgt die Generalsanierung der Nordumfahrt Klagenfurt, bestehend aus den Tunnel Falkenberg, Trettnig, Len-

Mehr als 400 Mio. € sind bis zum Jahr 2018 im Bauprogramm für das südlichste österreichische Bundesland eingeplant. Neben der Errichtung von Rastplätzen und der Erneuerung der technischen Anlagen in zahlreichen Tunnels ist insbesondere der Neubau des zweiten Karawankentunnels ein Meilenstein. „Die Planungen laufen auf Hochtouren“, erklärt Schedl, „im Frühjahr 2016 soll der Tunnelschlag stattfinden und Anfang 2019 ist

© Asfinag/Foto Wilke

Viele Projekte in Planung

A. Schedl: 400 Mio. Euro Investitionen.

Dornbirn/Wien. Nach knapp vier Jahren Bauzeit steht der neue WUCampus kurz vor seiner Eröffnung. Große Teile des Gebäude-Ensembles wurden von Zumtobel mit speziell entwickelten Lichtlösungen ausgestattet. In Summe kamen 12.000 Leuchten und weitere sieben Kilometer Lichtbänder zum Einsatz. Zusätzlich koordinierte man in einer Arbeitsgemeinschaft mit vier Elektroinstallationsbetrieben

dorf und Ehrentalerberg. Start der Phase I ist mit der Richtungsfahrbahn Wien bis Juni 2014, nach der Sommerpause erfolgt die Sanierung der Tunnel Richtung Italien bis Juni 2015. Die Phase II wird 2017 mit den abschließenden Arbeiten bei den Tunnels Ehrentalerberg, Falkenberg und Lendorf starten.

Mehr Tunnelsicherheit Ab 2014 bis inklusive 2018 startet die Asfinag in Kärnten die Sanierung und sicherheitstechnische Aufrüstung in zahlreichen Tunnelanlagen. Dabei werden alle Tunnel auf den technischen Letztstand entsprechend dem Tunnelsicherheitsgesetz gebracht. Start ist 2014 mit dem Kroislerwandtunnel auf der A 10 Tauern Autobahn, Kostenpunkt rund 6 Mio. €, gefolgt von der Unterflurtrasse St. Niklas auf der A 11 Karawanken Autobahn mit Kosten von 4,5 Mio. € und dem Oswaldibergtunnel auf der A 10, der bis 2017 um 28 Mio. € hochgerüstet wird.  (APA/fh)

© boanet.at

Klagenfurt/Wien. Peter Kaiser, Landeshauptmann von Kärnten, und Asfinag-Vorstand Alois Schedl präsentierten anlässlich des Baustarts bei der Generalsanierung der Tunnelkette Klagenfurt ein umfassendes Verkehrssicherheitspaket. Mehr als 50 Mio. € werden allein in die Sanierung und technische Aufrüstung dieser vier Tunnelanlagen investiert, die der Stadt Klagenfurt bei Tunnelsperren künftig den Durchzugsverkehr endgültig ersparen.

Departmentgebäude sowie „Library and Learning Center“ mit 5.000 LEDs.

die Montage und Inbetriebnahme. Das Auftragsvolumen für Leuchten und Montage lag bei 7 Mio. €.

Ökologischer Aspekt Neben dem hohen gestalterischen Anspruch legten die Auftraggeber, die Wirtschaftsuniversität und die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), beim Bau großen Wert auf den ökologischen Aspekt. Daher wurde der gesamte Campus auf Basis eines „Green Building“-Konzepts errichtet. Dazu gehört auch die Ausstattung des Gebäudes mit einer effizienten und nachhaltigen Beleuchtung. „Wir sind stolz darauf, Teil dieses internationalen Bauprojekts zu sein. Die jahrelange Erfahrung von Zumtobel bei der Betreuung und Abwicklung von Großprojekten konnten wir hier einbringen und diesen Großauftrag professionell abwickeln. Mit unserem maßgeschneiderten Lichtkonzept leisten wir zudem einen Beitrag zur Energieeffizienz des WU-Campus“, erläutert Dietmar Zojer, Vertriebsleiter Zumtobel Österreich. (fh)


Pe op l e & dates

Freitag, 27. September 2013

financenetreal:estate – 39

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Eröffnung Neue Schaltstelle der weltweiten F&E-Aktivitäten – auf über fünf Hektar großer Grundstücksfläche wurde ein Hektar verbaut

Technologiezentrum in Betrieb Ried/St.Martin. Die FACC AG hat nun ihr neues Technologiezentrum im oberösterreichischen St. Martin im Innkreis offiziell eröffnet – das nach einer 14-monatigen Bauzeit errichtete Bürogebäude bietet Platz für 500 Mitarbeiter und soll Knotenpunkt der weltweiten Forschungs und Entwicklungs-Aktivitäten des Unternehmens werden. Gemeinsam mit dem ebenfalls neuen Engineering Test Center hat die FACC 22 Mio. € investiert. Auf einer Grundstücksfläche von etwas mehr als 50.000 m� wurden fast 10.000 m� auf vier Geschoßen verbaut. Die Projektaufsicht hatte die Delta Projektconsult GmbH inne. „FACC ist für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich ein immens wertvoller Technologieführer und wirtschaftlicher Impulsgeber. Ein Paradeunternehmen, das sich durch ungemein hohe Innovationskraft auszeichnet – und für die

gesamte Region ein starker Arbeitgeber ist“, meinte der oberösterreichische Wirtschaftslandesrat Michael Strugl bei der Eröffnung. Auch Walter Stephan, Vorstandsvorsitzender der FACC AG, sieht in der von der Wirtschaftsagentur des Landes OÖ TMG begleiteten Investition ein klares Bekenntnis zum Standort: „Was wir hier feiern, ist auch das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen FACC und den verschiedenen Behörden sowie der engagierten Unterstützung des Landes Oberösterreich“, so Stephan.

zelnen Werke aufgeteilt waren, in dem neuen Gebäude zusammengeführt. Die Schwerpunkte der Arbeiten im Technologiezentrum sollen von der Forschung an Prozess- und Materialtechnologien über Bauteilkonzeption und -konstruktion inklusive der statischen Berechnung, Prüfung und Qualifizierung sowie Werkzeugdesign und -fertigung bis hin zur Serieneinführung reichen. Nach der Gründung der etc Prüf und Test GmbH im Juli 2013 und der Teilbetriebsausgründung per 1. September ist das Engineering Test Center in St. Martin nun auch operativ als eigenständiges Unternehmen mit 35 Mitarbeitern in Betrieb gegangen. Die FACC AG hält 91% der Gesellschaftsanteile, das Technologiezentrum Ried hält die restlichen neun Prozent. Die Kernkompetenz in Materialund Bauteilprüfung soll über die Luftfahrt hinaus auf weitere Bereiche ausgedehnt werden. (ag/hk)

Schwerpunkt Forschung Das neue Technologiezentrum wird als Schaltstelle der weltweiten F&E-Aktivitäten des Unternehmens fungieren. Außerdem werden die Engineeringabteilungen der Divisionen Aerostructures und Interiors, die bis jetzt auf die ein-

© FACC-Technologiezentrum

Der Entwicklungsführer in Sachen Leichtbauteilen in Flugzeugen gibt ein deutliches Commitment zu seinem Standort in OÖ.

Walter Stephan (FACC), Micheal Strugl, Don Sears (Boeing), R. Machtlinger (FACC).

Niederösterreich Klösterliche Instandhaltungen und Renovierungen sind weitgehend zu Ende gebracht

short

Stifte feiern abgeschlossene Sanierung Zwettl/Altenburg. Gleich zwei Stifte konnten sich dieser Tage über eine erfolgreich abgeschlossene Sanierung freuen. Zum einen die seit 2001 laufende Generalsanierung des Benediktinerstifts Altenburg und zum zweiten das Zisterzienserstift Zwettl.

sich auf über 12 Mio. € und werden vom Land Niederösterreich, Bund, Stadt Zwettl, Diözese und der Verein „Freunde des Zisterzienserstiftes Zwettl” getragen.

Wien. Margret Handler verstärkt ab sofort als Pressesprecherin das Team der AsfinagUnternehmenskommunikation. Seit rund zehn Jahren ist Handler im Mediengeschäft und bringt Erfahrung sowohl im Redaktionsbereich als auch in der Unternehmenskommunikation mit. Zuletzt war Handler über fünf Jahre als Redakteurin bei der Austria Presse Agentur (APA) tätig. (ots)

Vom Pilz befreit

Die historischen kirchlichen Bauten der Stifte wurden aufwändig saniert.

In Altenburg im Bezirk Horn wurden im Zuge der Renovierung nicht nur sämtliche Dächer des Stifts erneuert sowie die Fassaden und Außenfiguren restauriert; auch die Gärten in der barocken Klosteranlage wurden entsprechend angelegt. Die Paul Troger‘schen Fresken konnten von Schimmelpilz befreit werden, die Vergoldungen, der Kunstmarmor und die Stukaturen in der Pfarrkirche wurden erfolgreich ausgebessert. (red)

Neugestaltung Herbstliche Spezialitäten zur Feier

Feier 300 Gäste lassen Immo-Entwickler hochleben

Wien. Das Österreichische Siedlungswerk (ÖSW) feierte seinen neu gestalteten Innenhof am Firmensitz mit einem Hoffest – rund 400 Gäste aus der Bauwirtschaft, Politik, Finanzwesen und Architektur folgten der Einladung der ÖSWVorstände Michael Pech und Wolfgang Wahlmüller. „Wir freuen uns, dass trotz herbstlich kühlem Wetter so viele Gäste zu unserem Hoffest gekommen sind, und hoffen, dass die

Wien. Das Familienunternehmen in den Bereichen Immobilien-, Städteentwicklung und Investment feierte sein 55-jähriges Bestehen und präsentierte Kunden und Partnern seine neue Firmenstruktur sowie seinen neuen Namen Betha Zwerenz&Krause. „Im Laufe der Jahre haben wir unsere Unternehmensstrukturen immer wieder den Herausforderungen und Trends der Branche angepasst. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes ‚mobil‘

400 Gäste beim ÖSW Hoffest

Zwerenz&Krause feiert Jubiläum

Umgestaltung des Hofes gut ankommt“, so die ÖSW-Vorstände beim Event.

Spezialitäten & Networking

© ÖSW

© Betha Zwerenz&Krause

Bei herbstlich angehauchten österreichischen Spezialitäten und einer vielseitigen Weinauswahl wurde – auch in den Innenräumlichkeiten – gefeiert und die Gelegenheit zum Networking in entspannter Atmospähre genutzt.(ag)

geworden, dies ist sowohl regional zu verstehen, als auch in der Betrachtung des Branchenzweiges“, so Firmenchef Erwin Krause. Aktuell wird mit den Österreichischen Bundesbahnen und dem Bauträger BAI an der Stadtentwicklung rund um den Nordwestbahnhof gearbeitet. Weitere Ziele sind der Ausbau der Beteiligungen sowohl in Immobilien, aber auch in Industrie- und Hightech-Unternehmen. (ag/hk)

ÖSW-Vorstand Michael Pech (4. v.li.) im Kreise seiner Gäste beim ÖSW Hoffest.

WKO-Präsidentin Brigitte Jank mit „Jubilar” Erwin Krause, Betha Zwerenz&Krause.

Wiener DC Tower ragt in höhere Sphären © APA-Foto: visualisierung © beyer.co.at

© Jabornegg & Pálffy/Ivan Nemec

12 Millionen Euro für Zwettl In Zwettl stand die Renovierung der Stiftskirche im Vordergrund – seit 2009 war sie gesperrt. Das Gewölbe musste erneuert werden, das Dach erhielt die benötigte neue Eindeckung. Das Chorgestühl wurde ebenso renoviert wie die historischen Glasfenster, zu guter Letzt wurde ausgemalt. Die Gesamtrevitalisierungskosten belaufen

Handler wird AsfinagPressesprecherin

Der DC Tower in Wien erlangt mit seinem Mast eine Länge von 250 m.

Wien. Mit der Montage des 30 m langen Antennenmasts ist der DC Tower, wie der ORF berichtet, nun außen fertig, ganz nebenbei 250 m hoch und somit das höchste bewohnbare Gebäude Österreichs. Mit einem Speziallastenhubschrauber und Spezialisten einer Stahlbaufirma aus der Schweiz wurde Wiens neuem Wahrzeichen die Spitze aufgesetzt – zwei mal drei Tonnen mussten in Präzisionsarbeit auf dem Dach angebracht werden. In den von Dominique Perrault entworfenen DC Towers soll es nun im Inneren mit dem Ausbau der Haustechnik weitergehen. In den unteren 15 Etagen des DC Tower 1 ist auf 18.300 m� ein Hotel des spanischen Hotelbetreibers Sol Meliá eingeplant, im 57. und 58. Stock ein Restaurant und – natürlich – eine Skybar. Die Stockwerke dazwischen sind für Büros reserviert. (red)


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medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 27. september 2013 – 41

© Freshfields

Private Equity für die Welt

Private Equity-Investitionen nehmen in Schwellenländern stark zu  Seite 43

© Olivier Hoslet

advisory eu: mehrwertsteuer-lücken

Steuerkommissar Algirdas Semeta plädiert für „einfachere Systeme“  Seite 44

paylife-deal fwp und binder grösswang © Binder Grösswang

M&A: Die Big Player und die wichtigsten Faktoren

short

© Ernst&Young/Andi Bruckner

Big Four weltweit unter den Top-Arbeitgebern

Helmut Maukner, Country Managing Partner bei EY Österreich.

© oreste.com; annarauchenberger.com/Anna Rauchenberger; dpa/Boris Roessler

Wien. Das Bera­tungs­un­ter­ neh­men Uni­ver­sum hat das welt­weite Arbeitgeber-Ran­ king „World’s Most Attrac­tive Employ­ers 2013“ ver­öf­fent­ licht. Über 450.000 Stu­den­ten welt­weit gaben dabei die­ses Jahr Aus­kunft über ihre Karri­ erepräferenzen. Die „Big Four“ der Wirtschaftsprüfer (EY, PwC, Deloitte, KPMG) punk­ten dabei welt­weit in der Kate­go­ rie „Busi­ness“ und errei­chen alle­samt Plätze unter den Top 8: EY (Ernst & Young) springt weltweit von Platz 6 im Vor­ jahr auf Platz 2; PwC, Deloitte und KPMG kom­men weltweit auf die Plätze 4, 7 und 8; der international Bestplatzierte EY kommt im Österreich-Ran­ king auf Platz 12. „Dass EY auch von den österreichischen Studenten als einer der TopArbeitgeber wahrgenommen wird, zeigt, dass wir hier den richtigen Weg gehen. Beson­ ders erfreulich ist natürlich aber auch das weltweite Ergebnis der Befragung für EY“, erklärt Helmut Maukner, Country Managing Partner bei EY Österreich. (red)

Neue Anwältin bei Dorda Brugger Jordis

© Dorda Brugger Jordis

Worauf es bei Mergers & Acquisitions ankommt DLA Piper-Partner Christoph Mager erklärt die Stärken von großen, internationalen Anwaltssozietäten – PwCExpertin Christine Catasta (li.) beschreibt die wichtigsten Faktoren für die erfolgreiche Durchführung einer M&A-Transaktion.  Seite 42 Mar­gue­rita Sedrati-Müller wurde als Rechts­an­wäl­tin ange­lobt.

Transaktion Epamedia verkauft Tochter in Rumänien

Wolf Theiss berät bei Euromedia

© Wolf Theiss

Wien. Mar­gue­rita Sedrati-Mül­ ler (32) ist als Rechts­an­wäl­tin ange­lobt wor­den und ver­stärkt nun das Anwäl­te­team von Dorda Brug­ger Jor­dis in Wien. Sie ist spe­zia­li­siert auf Ver­si­ che­rungs­recht, Schieds- und Zivilverfahren. Sedrati-Müller arbei­tete wäh­rend ihres Stu­ di­ums als Trai­nee bei Dorda Brug­ger Jor­dis und war seit 2007 Rechts­an­walts­an­wär­te­ rin in der Kanz­lei. 2005 war sie außer­dem bei Rosens­teel & Beck­man LLC sowie Als­ton & Bird LLP in New York tätig. Se­ drati-Müller stu­dierte Rechts­ wis­sen­schaf­ten an der Uni­ver­ si­tät Wien (Mag. iur. 2005) und par­al­lel dazu auch Publi­zis­tik (Bakk. phil. 2006). (red)

Counsel Ileana Glo­deanu leitete das Beratungsteam bei Wolf Theiss.

Wien/Bukarest. Wolf Theiss hat die Epamedia-Gruppe, Anbie­ter von Außen­wer­bung in Öster­reich, beim Ver­kauf des rumä­ni­schen Toch­ter­ un­ter­neh­mens Euro­me­dia Group S.A. bera­ten. Eine Gruppe rumä­ni­scher Inves­ to­ren, die im Bereich Medien & Wer­bung tätig ist, erwarb das Unternehmen. „Durch die zeit­glei­ che Ver­hand­lung mit ver­schie­de­ nen potenzti­el­len Käu­fern sowie dem Abschluss aller Ver­träge in rela­tiv kur­zer Zeit war die Bera­ tung eine Her­aus­for­de­rung für das Team“, erklärt Ileana Glo­deanu, Coun­sel bei Wolf Theiss, und Lei­ terin des Beratungsteams.  (red)

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a dv i s o r y: C ov e r

42 – advisory

Freitag, 27. September 2013

financenet@medianet.at

short

Linde und Manz mit neuem Online-Pakt

Schlagwort „Mergers & Acquisitions“ Worauf es bei großen Firmen-Übernahmen und -Fusionen ankommt

M&A-Beratung: Was die Profis der Großen raten

© Mirjam Reither

Probleme können sowohl Technik, Ablauf, Gesetze wie auch die Persönlichkeit der Partner bringen. Büro-Netzwerk. Ein Big Player ist hier DLA Piper: Die Kanzlei hat laut mergermarket 2012 weltweit 350 Transaktionen mit einem Gesamtwert von 55 Mrd. USD beraten und wurde nach Anzahl der Transaktionen weltweit als Nummer 1 gereiht. „Durch unsere Präsenz in mehr als 30 Ländern können wir auch bei weltweiten Projekten qualitativ hochwertige Beratung zu jeder Zeit und an jedem Ort garantieren“, so Christoph Mager, Partner und Leiter der Corporateund M&A-Gruppe im Wiener DLA Piper Büro.

axel stefan

Wien. Ein bedeutsamer Schritt für die Online-Rechtsinformation in Österreich: Die Fachverlage Manz und Linde bündeln ihren Service. Die Rechtsdatenbank (RDB) und Lindeonline verlinken direkt auf die Volltexte des jeweils anderen Anbieters. Für die Kunden der RDB und von Lindeonline bedeute das eine wesentliche Arbeitsvereinfachung ohne Mehrkosten. „Nutzer beider Datenbanken können ab sofort mit nur einer Suche Treffer aus beiden Angeboten generieren. Durch die Volltextverlinkung können sie aus der RDB direkt etwa auf die SWK oder SWI zugreifen und aus Lindeonline auf ecolex oder ZAS”, so ManzGeschäftsführerin Susanne Stein. Linde-Geschäftsführer Andreas Jentzsch: „Durch diese neue Form der Zusammenarbeit profitieren neben den Kunden auch die Autoren: Sie erreichen nun noch mehr Leser.” In einer zweiten Phase wird 2014 ein „Single Sign On” den Zugang zu beiden Datenbanken mit nur einem Benutzerkenn- und Passwort ermöglichen. In einer dritten Phase sollen ausgewählte Werke wechselseitig lizenziert werden; damit ist dann auch der Zugriff auf den Volltext dieser Werke möglich. Auch andere Verlage seien eingeladen, sich dieser Kooperation anzuschließen. (red)

Privatstiftung braucht richtiges Management

Wien. Als Mergers & Acquisitions, kurz M&A, werden Transaktionen bezeichnet, bei denen Unternehmen gekauft bzw. verkauft werden. Die Unternehmen können gekauft werden oder fusionieren, daher die Bezeichnung: „Fusionen und Übernahmen“. In die Abwicklung von großen M&A-Transaktionen sind Wirtschaftsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Notare und Unternehmensberater involviert. Christine Catasta, Leiterin Advisory PwC Österreich, nennt wichtige Kriterien für eine erfolgreiche M&A-Transaktion: Direkter Zugang zu internationalen Investoren und lokale Marktkenntnis; Investoren, die bereit sind, attraktive Kaufpreise zu zahlen, kommen heute oft aus China und anderen Emerging Markets. Catasta: „Achten Sie bei der Wahl Ihres Partners darauf, dass dieser ein dichtes globales Netzwerk hat. So können weltweit die besten Investoren identifiziert und angesprochen werden.” Ein weiterer Hauptaspekt seien Qualität, Professionalität und Erfahrung: „Ein erfolgreicher Unternehmenskauf/-verkauf ist das Ergebnis einer Kette vieler Einzelschritte. Gute Vorbereitung, professionelle und zügige Umsetzung und Erfahrung in der Verhandlungsführung gewährleisten ein optimales Transaktionsergebnis.” Auch hohe Problemlösungskompetenz ist erforderlich: „In einem Deal tritt typischerweise eine Reihe unterschiedlicher Aufgaben und Probleme auf.” Diese können fachlicher Natur sein: komplexe Transaktionsstruktur, technische, steuerliche, rechtliche, regulatorische Fragen oder auch persönlicher Natur: schwierige Persönlichkeiten, kulturelle

Vorbereitung ist alles

© annarauchenberger.com/Anna Rauchenberger

Susanne Stein (Manz) und Andreas Jentzsch (Linde): Online-Bündnis.

DLA-Piper-Partner Christoph ­Mager: „Globales Netzwerk“.

Unterschiede. Ein integriertes Team erfahrener Experten könne diese Themen lösen.

Die M&A-Spezialisten Bei den teilweise hochkomplexen M&A-Deals kommen entsprechende Spezialisten zum Einsatz. Aufseiten der Anwaltskanzleien sind oft Big Player wie CHSH, CMS Reich-Rohrwig Hainz, DLA Piper Weiss-Tessbach, Dorda Brugger

Jordis, Freshfields Bruckhaus Deringer, Schönherr, Wolf Theiss u.a. involviert. (Freshfields war laut Thomson Reuters und Mergermarket im Jahr 2012 führend bei M&ATransaktionen in Österreich). Freshfields beriet bei 12 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 5,4 Mrd. €. Bei über die Grenzen Österreichs hinausgehenden M&A-Transaktionen punkten häufig Anwaltskanzleien mit einem großen internationalen

Wolf Theiss und Schönherr wiederum sind Österreichs größte Wirtschaftskanzleien und verfügen über ausgedehnte Zentral-/osteuropäische Tochterkanzleien. Für M&A-Interessierte gibt es einschlägige Aus- und Weiterbildungsangebote. So veranstaltet Seminar-Anbieter ARS jedes Jahr die 12-tägige „M&A-Akademie“, bei der Experten über sämtliche Aspekte bei M&A-Transaktionen referieren. Die nächste M&A-Akademie startet am 4. März 2014. Es referieren u.a. Niklas J.R.M. Schmidt (Wolf Theiss), Werner Jahnel (Lalive), Peter Bartos und Klaus Rabel (BDO Austria), Christoph Brogyányi (Dorda Brugger Jordis), Heidemarie Schutt (The Advisory House) und Albert Birkner (CHSH). Bei M&A-Transaktionen spielen häufig auch arbeitsrechtliche Aspekte eine wichtige Rolle; CMS hat dazu den Leitfaden „CMS Guide to Labour Law in M&ATransactions“ veröffentlicht. Der Guide gibt einen Überblick über die arbeitsrechtlichen Bestimmungen, bei M&A-Deals eine Rolle spielen.

© Contrast Management-Consulting

Regelwerk für Restrukturierungen Sozietät Schönherr gemeinsam mit Raiffeisen, Erste Group und Bank Austria

Anwälte und Banker erstellen Pleite-Guide

Wien. Am 23. September jährte sich die Einführung des Privatstiftungsgesetzes in Österreich zum zwanzigsten Mal. Rund 3.500 österreichische Unternehmen – darunter die Mehrzahl der 100 größten Familienunternehmen – sind mittlerweile im (Mit-)Eigentum von Stiftungen. Martin Unger von Contrast Management-Consulting rät jetzt Stiftern – die zunehmend ins vorgerückte Alter kommen –, ihre Schöpfung auf die Zeit danach vorzubereiten: „Die Motive bei vielen Stiftern waren in der Regel steuerliche Vorteile sowie erbrechtliche Überlegungen.” Einmal in der Stiftung, sei eine Rückführung dann kaum möglich. Daher müsse der Stiftungsvorstand Managementerfahrung, Personalkompetenz, usw. aufbauen.  (red)

Mehr Effizienz als Ziel Mit der Publikation „Grundsätze für Restrukturierungen in Österreich” hätten die vier Initiatoren, Gabriele Schiemer (RBI), Ralf Zeitlberger (Erste Group), Harald Brückl (UniCredit) und Wolfgang Höller (Schönherr), eine objektive Handlungsempfehlung für die Zusammenarbeit bei außergerichtlichen Restrukturierungen erstellt. Die Grundsätze zielen laut der Wirtschaftskanzlei freilich auf Re-

strukturierungen ab, an denen zumindest drei Banken beteiligt sind und bei denen ein Gesamtvolumen von rund 30 Mio. € gegeben ist. Sie dienen aber wohl als Leitlinie für alle Restrukturierungen, heißt es weiter. Ziel sei jedenfalls, die allgemeinen Prozesse bei Restrukturierungen zu verbessern und deren Effizienz für alle Beteiligte zu erhöhen.

Die acht Grundsätze Die Publikation umfasst acht Grundsätze, die praktische Erfahrungen unterschiedlicher Experten zusammenfassen und auf internationale Vorbilder wie das „Statement of Principles” der INSOL International zurückgreifen. Darunter sind Empfehlungen für das Verhalten in einer ersten Standstill-Periode, für die Koordination der Gläubiger sowie für eine transparente Kommunikation zwischen Schuldner und Gläubigern. Zwei Anhänge behandeln die spezielle Rolle von Warenkreditversicherern und Leasinggesellschaften.

„Eine gelungene Sanierung schützt nicht nur die Banken und andere Gläubiger, sondern vermeidet auch erhebliche negative soziale und volkswirtschaftliche Auswirkungen. Daher ist es unserer Meinung nach essenziell, dass alle Beteiligten nach denselben Regeln spielen und ein gemeinsames Interesse verfolgen: die erfolgreiche Rettung eines sanierungsfähigen Unternehmens“, sagt Wolfgang Höller, Autor der Grundsätze und Partner bei Schönherr.

Breites Spektrum Bei der Erstellung der Grundsätze seien zahlreiche Banken, Leasinggesellschaften, Warenkreditversicherer und Unternehmensberater eingebunden worden, um das breite Spektrum der an einer Sanierung Beteiligten einzufangen. http://www.schoenherr.eu/ grundsaetze Wolfgang Höller, Schönherr: „Gelungene ­Sanierung schützt Banken und Gläubiger“.

© Schönherr

Martin Unger, Contrast: Die Stifter kommen ins vorgerückte Alter.

Wien. Die außergerichtlichen Restrukturierungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der österreichischen Banken bei Unternehmen in finanzieller Schieflage entscheidend ist, um Schaden von allen Beteiligten abzuwenden, heißt es bei der Kanzlei Schönherr. Aus diesem Grund habe man gemeinsam mit der Raiffeisen Bank International (RBI), der Erste Group und der UniCredit Bank Austria ein Regelwerk für Restrukturierungen in Österreich entworfen.


a dv i s o r y: p r a c t i c e

Freitag, 27. September 2013

advisory – 43

financenet@medianet.at

Freshfields Studie über den Stellenwert von Private Equity in Schwellenländern wie Brasilien, China und Indien

short

Private Equity für die Welt

„RuSt 2013“ am 17. und 18. Oktober Wien. Das Kon­fe­renz­un­ter­neh­ men Busi­ness Cir­cle ver­an­stal­ tet am 17. und 18. Okto­ber das 17. Jah­res­fo­rum Recht und Steu­ern „RuSt 2013“ unter der fach­li­chen Lei­tung von Univ. Prof. Hanns F. Hügel (bpv Hügel) in Rust am Neusiedler See. Es referieren insgesamt 45 Experten von fwp, CMS, CHSH, Wolf Theiss, Baker & McKen­ zie, PwC, bpv Hügel, Dorda Brug­ger Jor­dis, KPMG, Erste Bank, Wes­tern Union, KWR und Medi­o­banca.  (red)

Starker Anstieg bei Private Equity-Investitionen in Schwellenländern; seit 2011 13 Mrd. US-Dollar. Über­nahme von Pro­net Güven­lik Hiz­met­leri (Tür­kei) durch Cin­ven, die Über­nahme von Fan Milk Inter­ na­tio­nal (Afrika) durch die Abraaj Group und der Ein­stieg eines von War­burg Pin­cus geführ­ten Kon­sor­ ti­ums bei Vin­com Retail, Viet­nams

„Pri­vate Equity-Investoren kon­zen­trie­ren

Vergaberecht: neuer Leiter bei Schönherr

sich auf einige wenige Schwel­len­län­der, vor allem Bra­si­lien, China

ludwig Leyendecker freshfields

Lud­wig Ley­en­de­cker, Lei­ter der welt­wei­ten Fach­gruppe Glo­bal Finan­cial Investors.

grö­ßere Pri­vate Equity-Transak­ tionen nur in Süd­afrika und Chile gese­hen“, so Leyendecker.

Finanz­dienst­leis­ter vorn Pri­vate Equity-Unternehmen ha­ ben der Ana­lyse zufolge in Schwel­ len- und Ent­wick­lungs­län­dern vor allem Finanz­dienst­leis­ter (41% der Invest­ments in den ver­gan­ge­ nen zehn Jah­ren), Han­del (16%), High-Tech (elf Pro­zent) und die

Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­bran­che im Blick. „Künf­tig wird der Ener­gie­ sek­tor, vor allem in Afrika, für die Pri­vate Equity-Branche noch wich­ ti­ger. Wei­te­res Wachs­tum wer­den mit der stei­gen­den Kauf­kraft in Schwel­len­län­dern die ver­brau­cher­ na­hen Berei­che Han­del und Tele­ kom­mu­ni­ka­tion erfahren“, so Ley­ en­de­cker. Bei­spiele von bis­he­ri­gen Pri­ vate Equity-Transaktionen in den Schwel­len­märk­ten sind die

größ­tem Eigen­tü­mer und Betrei­ ber von Einkaufszentren. Zu den unter­such­ten Län­dern gehör­en Bra­si­lien, China, Rus­si­sche Föde­ ra­tion, Indien, Chile, Indo­ne­sien, Mexiko, Tür­kei, Süd­afrika, Malay­ sia, Polen, Argen­ti­nien, Phil­ip­pi­nen, Vene­zuela, Thai­land, Peru, Boli­vien, Rumä­nien, Est­land, Li­ tauen, Ungarn, Pakis­tan und Lett­ land. Der unter­suchte Zeit­raum reicht von Anfang 2003 bis zum 30. Juni 2013. (red)

© Schönherr

und Indien.“ © Freshfields

Wien. Pri­vate Equity gewinnt in Schwellenländern zunehmend an Bedeutung: In den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren wur­den über 36,5 Mrd. USD (27 Mrd. €) in Ent­wick­ lungs- und Schwel­len­län­der in­ ves-tiert. Allein seit 2011 flos­sen 13 Mrd. USD in Ziel­län­der wie Bra­ si­lien, China und Indien, so das Ergeb­nis einer aktu­el­len Ana­lyse von Fresh­fields Bruck­haus Derin­ ger zu Pri­vate Equity-Investitionen in 24 der wich­tigs­ten Wachs­tums­ staa­ten welt­weit. Laut Stu­die waren Bra­si­lien, Chi­ na und Indien für mehr als zwei Drit­tel aller grenz­über­schrei­ten­den Pri­vate Equity-Transaktionen das Zielland. „Pri­vate Equity-Investoren kon­zen­trie­ren sich nach unse­rer Unter­su­chung nur auf einige we­ nige Schwel­len­län­der, vor allem Bra­si­lien, China und Indien sowie, in etwas gerin­ge­rem Rah­men, auf Mexiko und die Tür­kei. In allen wei­te­ren unter­such­ten Regio­nen fin­den wir deut­lich weni­ger Pri­ vate Equity-Investitionen“, erklärt Lud­wig Ley­en­de­cker, Lei­ter der welt­wei­ten Fach­gruppe Glo­bal Finan­cial Inves­tors bei Fresh­fields Bruck­haus Derin­ger. „Fusio­nen und Über­nah­men von stra­te­gi­schen Inves­to­ren sind brei­ter ange­legt. Hier ist unter den BRIC-Ländern bei­spiels­weise Russ­land als Ziel­staat viel stär­ker ver­tre­ten. Über die Tür­kei und Me­ xiko hin­aus haben wir ver­ein­zelt

Johannes Stalzer, neuer Leiter ­Vergaberecht bei Schönherr.

Wien. Johan­nes Stal­zer (37) tritt als neuer Coun­sel bei Schön­ herr ein und wird dort den Bereich Ver­ga­be­recht leiten. Stal­zer ist seit zwölf Jah­ren in Öster­reich und CEE tätig und hat lang­jäh­rige Erfah­rung in der Bera­tung von öffent­li­chen und pri­va­ten Auf­trag­ge­bern in grenz­über­schrei­ten­den Ver­ga­be­ ver­fah­ren. (red)

Accenture Lounge 2013 Österreich im Vergleich: Accenture Österreich-Chef Klaus Malle lud zum Business-Talk über Wachstum, Globalisierung & Co

„Abgesandelt“ oder wettbewerbsfit? © Accenture GmbH/APA-Fotoservice/Draper (3)

Klaus Malle (Accenture), Christian Kern (ÖBB) und Heimo Scheuch (Wienerberger AG) über Standortpolitik in rot-weiß-rot.

Gut besucht: Accenture Lounge 2013.

Diskutierten am Podium: Heimo Scheuch, Klaus Malle und Christian Kern.

Wien. Österreichische Unternehmen sind auf den Weltmärkten erfolgreich unterwegs. Doch werden sie auch künftig gegen die internationale Konkurrenz bestehen können? Oder verschläft Österreich gerade die Trends in Industrie und Technologie? Wenn es um die Attraktivität des österreichischen Wirtschaftsstandorts geht, war man sich Mitte September am Podium der Accenture Lounge einig: Der Sager von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl, wonach der Standort „abgesandelt“ sei, wurde vehement zurückgewiesen.

vor rund 100 geladenen Gästen. Er sieht sich auch vom World Economic Forum bestätigt, das erst kürzlich Österreich gute Rahmenbedingungen bescheinigt hat. Mit Rang 16 unter 148 Staaten konnte das Land seine Platzierung des Vorjahres halten, vor zwei Jahren war man noch drei Stellen schlechter gelegen. Gemessen am BIP pro Kopf, liegt Österreich an zweiter Stelle innerhalb der EU, auch die Arbeitslosenrate ist die zweitniedrigste in Europa.

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„Sind gut aufgestellt“ Der Standort Österreich sei gut aufgestellt, meinte etwa ÖBBHolding-Chef Christian Kern

Auf in neue Märkte? Was Unternehmen bereits getan haben und in weiterer Folge tun müssen, um auch künftig Spitzenleistungen ‚Made in Austria’ zu erzeugen, analysierte Klaus Malle. Österreich habe jahrelang von der Sandwich-Position zwischen

Deutschland und Osteuropa profitiert, so der Country Managing Director bei Accenture Österreich. Für ihn steht fest, dass „Österreich eine Erfolgsstory mit erfolgreichen Leitbetrieben ist; mit hochinnovativen, mittelständischen Betrieben – den sogenannten Hidden Champions –, die in Nischen Weltmarktführer sind“. Trotz hoher Exportquote plädiert Malle für ein mutiges Hineingehen in neue Märkte, „wie beispielsweise nach China, Brasilien und in die Türkei“. Kern forderte weiters eine Ökologisierung der heimischen Wirtschaft: vom Steuersystem über die Regulierungen bis hin zu den Bildungs- und Infrastrukturinitiativen; hier bestünde enormes Potenzial für zukünftiges Wachstum. Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG, plädierte für ein neue Aufbruchs-

Stimmen aus dem Publikum sorgten für eine spannende Diskussion.

stimmung: „Es ist wie im Sport. Österreich darf sich nicht ausruhen, wir müssen von der Champions League träumen. Denn ein Unternehmen, das sich nicht ständig neu erfindet, sich dem Wettbewerb stellt und Innovation sucht, wird zurückfallen. Der Marshallplan hat Österreich geholfen, dann kam die Ostöffnung, und heute brauchen wir eine Kraft aus dem Inneren heraus. Und wir müssen vor allem den Jungen eine klare Zukunftsvision geben.“

EU muss Zugpferd werden Die Diskussion endete mit Forderungen an die Politik. Für Malle führt der Weg in die Zukunft „nur über eine kontinuierliche Transformation und über eine weitere europäische Integration“. Hier gäbe es noch viel zu tun.

Der Abend endete kulinarisch und mit einem Get-together der rund 100 geladenen Gäste. Dabei waren u.a. Birgit Kuras (Wiener Börse), Tom Reinhold (ÖBB), Silvia Buchinger und Bernd Liebscher (A1 Telekom Austria), Werner Kerschbaum (Rotes Kreuz), Christine Bosse-Büchling (Austrian Airlines), Martin Gleitsmann (WKO), Thomas Schäbinger (Mondi Packaging), Harald Höbart (Raiffeisen Group), Harald Triplat (Unicredit Group), Herbert Hackl (OMV Gas & Power), Bernhard Kainz (Bawag/PSK), Sibylle Würthner (Siemens Österreich), Marie Ringler (Ashoka), Sabine Dreher (Liquid Frontiers) sowie Daniel Baur, Peter Halper, Thomas Schönbauer, Michael Preissl, Christoph Mayer und Michael Zettel von Accenture Österreich.


a dv i s o r y: ta x

44 – advisory

Freitag, 27. September 2013

financenet@medianet.at

Mehrwertsteuerbetrug Steuerkommissar Algirdas Semeta plädiert für „einfachere Systeme in den Staaten, die auch Unternehmen zugute kämen”

EU: Lücken in Milliardenhöhe

Fehlbetrag in Höhe von 193 Milliarden Euro entsteht auch durch Insolvenzen, statistische Fehler und verzögerte Zahlungen.

© panthermedia.net/Randolf Berold

OECD-Maßnahmenplan beeinflusst schon heute Betriebsprüfungspraxis.

Paris. Der im Juli veröffentlichte Maßnahmenplan der OECD gegen aggressive Steuerplanung (Action Plan on Base Erosion and Profit Shifting; BEPS) könnte die internationale Steuerrechtsordnung grundlegend verändern, sagen die Experten von KPMG. Die Wirtschaftsprüfer diskutieren am 30. September ab 17:30 Uhr in der Kudlichstraße 41 in Linz mögliche Änderungen und wie sich die verschärfte Gangart schon heute auf die Betriebsprüfungspraxis in Österreich auswirkt. Anmeldungen bei KPMG, Julia Preißl, per Mail: anmeldung-linz@kpmg.at oder per Telefon: +43 (732) 69 38-2104

Semeta: „Werde nächstes Jahr neuen Vorschlag zur Mehrwertsteuer vorlegen“.

Marktkapitalisierung höher als vor der Krise

Konsumgüterkonzerne wie Nestlé: stabile Nachfrage aus Industrieländern und EM.

Frankfurt. Der Börsenwert der 100 größten Aktiengesellschaften in Deutschland und Europa ist wieder höher als vor Beginn der Finanzkrise. Wie aus einer Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervorgeht, stieg die Marktkapitalisierung der Top-100-Unternehmen in Deutschland von 2008 bis 2013 (Stichtag 1. August) um fast elf Prozent auf gut 1,2 Billionen Euro. Die Börsenbewertung der 100 führenden europäischen Aktiengesellschaften legte im gleichen Zeitraum um sieben Prozent auf über 5,3 Billionen Euro zu. Der vergleichsweise stärkere Anstieg der Marktkapitalisierung deutscher Unternehmen schlägt sich auch in der Zusammensetzung

Moore Stephens Verführung zu steuerfreier Auszahlung

Strafrecht Wirtschafts- und Finanzstrafrecht im Fokus

Wien. Unternehmen können durch eine Kapitalherabsetzung Geld steuerfrei an die Gesellschafter auszahlen. Diese Möglichkeit ergibt sich durch die seit Juli mögliche „GmbH light“, die statt 35.000 nur 10.000 Euro Mindeststammkapital vorsieht. Setzt eine GmbH ihr Kapital herab, gilt das als „steuerneutrale Vermögensumschichtung“, und nicht als Gewinnausschüttung, zitiert Der Standard die Wirtschaftsprüfer von Moore Stephens.

Wien. Im Fokus des 8. Wiener Symposiums zum Wirtschafts- und Finanzstrafrecht von Deloitte am 18. September in Wien stand heuer vor allem der Untreue-Tatbestand. Vorstände, Manager und Aufsichtsräte sehen sich zunehmend damit konfrontiert, dass unternehmerische Entscheidungen (straf)rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen und ihre Reputation auf dem Prüfstand steht, so die Deloitte-Experten. Eine öffentliche Vorverurteilung sei durch die juristisch gültige Unschuldsvermutung kaum rückgängig zu machen, die Bedrohung für Unternehmen und Existenz enorm. Das Identifizieren und Minimieren von Risiken für Entscheidungsträger sei daher heute wichtiger denn je. „Wichtig ist es, die Grundlagen für Unternehmensentscheidungen transparent und nachvollziehbar zu machen, idealerweise auch rückwirkend für die vergangenen fünf Jahre, soweit machbar“, rät Karin Mair, Certified Fraud Examiner bei Deloitte Österreich. Davon betroffen ist beispielsweise die Dokumentation der Lieferantenauswahl, der Kreditvergabe,

© EPA

Ernst & Young ist attraktiver Arbeitgeber

KPMG „Tax Talk“ zum „BEPS-Report“

Die Höhe der Mehrwertsteuer sei aber eine nationale Angelegenheit: „Wir haben nur den Fehlbetrag zwischen der Steuer, die eingehoben werden sollte, und dem Betrag, der tatsächlich abgeführt wurde, untersucht.“ Diese nationalen Mehrwertsteuer-Systeme seien nicht unter die Lupe genommen worden. Eine Vereinfachung bei der Mehrwertsteuer-Erhebung wäre auch die elektronische Erfassung, das „E-Invoicing“. Jedenfalls werde Semeta nächstes Jahr einen neuen Vorschlag vorlegen. (APA)

PwC-Analyse Börsenwert der 100 größten Aktiengesellschaften in Deutschland und Europa übersteigt Vorkrisenlevel

short

Wien. Ernst & Young (EY) geht aus dem aktuellen Ranking „World’s Most Attractive Employer” von Universum, einer globalen Beratungsagentur für Employer Branding Services, als der weltweit attraktivste Arbeitgeber im Professional Services-Bereich sowie als zweitattraktivster Arbeitgeber insgesamt hervor. Auch in Österreich konnte sich die Prüfungs- und Beratungsorganisation die Branchenführerschaft sichern. Die Befragung wird jährlich unter fast 94.000 Wirtschaftsstudenten der weltweit besten Unis in den zwölf Staaten mit dem größten BIP durchgeführt. 

E-Invoicing wäre einfacher

GmbH light ermöglicht Steuertrick

lung einzuberufen, das (beglaubigte) Vorhaben beim Firmenbuchgericht anmelden, die Gläubiger informieren und eventuelle Bedenken mit Sicherstellungen ausräumen. Leichter ginge es, wenn die Herabsetzung nicht ausgezahlt, sondern zur Verringerung eines Bilanzverlustes verwendet werde. Fazit: Setze ein bestehendes Unternehmen sein Kapital herab, behellige das Finanzamt die Gesellschafter nicht.  (red)

Vermögensumschichtung Die Experten von Moore Stephens rechnen vor, dass bei einer Gewinnausschüttung von 25.000 Euro 6.250 Euro Kapitalertragssteuer anfallen. Die erspare man sich durch eine Kapitalherabsetzung in gleicher Höhe. Die gelte als Reduktion der Anschaffungskosten und stelle dadurch eine steuerneutrale Vermögensumschichtung dar. Dafür müsse man aber – aus Gläubigerschutzgründen – ein Verfahren beschreiten, das Zeit und Geld koste: Eine Generalversamm-

Moore Stephens: Der Steuertrick bringt auch einiges an Aufwand mit sich.

der europäischen Top-100 nieder. Im Jahr 2008 waren 14 deutsche Aktiengesellschaften im Ranking vertreten, aktuell sind es 17. Angesichts der stabilen Konjunkturentwicklung in Deutschland ist dies nur logisch, vor allem exportorientierte Konzerne konnten ihren Vorsprung ausbauen, so Nadja Picard von PwC. Stärker entwickelt als andere Branchen haben sich in den vergangenen fünf Jahren vor allem die deutschen und europäischen Konsumgüterhersteller. Von den zehn Unternehmen, denen die größte Wertsteigerung seit 2008 gelang, sind fünf Konsumgüterhersteller. Mit Nestlé führt ein Nahrungsmittelhersteller die Spitze der wertvollsten Konzerne Europas an. (lk)

8. Wiener Deloitte-Symposium

von Liegenschaftsankäufen und -verkäufen. Was es im Unternehmen brauche, sei ein Paket an gelebten Basismaßnahmen in Form von unternehmensinternen Regeln, die für jeden Mitarbeiter leicht zugänglich und verständlich sind. Die Größe eines Unternehmens sei kein Garant für Compliance. Kleinere Familienbetriebe tun sich beim Aufsetzen nachvollziehbarer Prozesse und klarer Regeln oft leichter. (lk)

© www.picco.at/Deloitte

EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta nahm die Zahlen zum Anlass, um neuerlich auf den Kampf gegen Mehrwertsteuerbetrug und Steuerflucht generell zu drängen. „Die Summe von Mehrwertsteuer, die durch die Lappen geht, ist inakzeptabel; vor allem wenn wir bedenken, dass damit die öffentlichen Finanzen gestärkt werden können.“

Die EU-Kommission hat sich für einfachere Mehrwertsteuer-Systeme ausgesprochen. EU-Steuerkommissar Semeta favorisiert „einfachere Systeme in den Staaten, die auch für die Unternehmen leichter wären. Es wäre gut, die Steuerbasis zu verbreitern.“

© EPA/Olivier Hoslet

Nicht nur Betrug

Jedenfalls kenne man das Problem, die EU habe Lösungen erarbeitet und nun liege es an den EU-Staaten selbst, endlich zu handeln. Die Kommission verweist allerdings darauf, dass die Lücke bei der Mehrwertsteuer nicht nur auf Betrug zurückzuführen sei. Die Gründe seien auch auf Insolvenzen, statistische Fehler, verzögerte Zahlungen und andere Dinge zurückzuführen. Hinter Italien sind die nächstfolgenden drei großen SchmalspurMehrwertsteuer-Zahler in absoluten Zahlen Frankreich (32,23 Mrd. Euro), Deutschland (26,91) und Großbritannien (19,49). Gemessen am Bruttoinlandsprodukt, liegt Rumänien mit 7,9 Prozent-Anteil bei der MwSt-Lücke ganz vorn. Dann kommen Griechenland und Lettland (je 4,7 Prozent). Österreichs Anteil am BIP liegt bei 1,2 Prozent, Schlusslicht bei dieser Betrachtung ist Schweden (0,2).

© panthermedia.net/Harry Huber

Brüssel. Die Lücke bei den Einnahmen aus der Mehrwertsteuer (MwSt.) lag in der Europäischen Union im Jahr 2011 bei insgesamt 193 Mrd. Euro. An der Spitze der absoluten Zahlen lag Italien mit 36,1 Mrd. Euro nicht bezahlter MwSt., Schlusslicht war Malta mit 21 Mio. Euro. Österreich lag in der Rangfolge von 26 EU-Staaten (ausgenommen Zypern und Kroatien) mit knapp 3,5 Mrd. Euro laut Kommissionsangaben an 13. Stelle.

Mair: „Vor allem die Pharma- und Finanz­ branche nutzt Deloitte-Know-how“.


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Freitag, 27. September 2013

advisory – 45

financenet@medianet.at

SIX kauft PayLife Komplizierte Transaktion mit aufsichts-, kartell- und zusammenschlussrechtlichen Aspekten

Schweizer Finanzdienstleister erwirbt den heimischen Marktführer; Expansion nach Osten geplant. Wien. Der heimische Kreditkartenanbieter PayLife Bank GmbH musste verkauft werden: Auf Druck der EU-Wettbewerbshüter mussten sich österreichische Banken von ihren Anteilen trennen. Nach langen Verhandlungen erhielt das Schweizer Unternehmen SIX den Zuschlag. Die Alteigentümer beriet bei den Verhandlungen Fellner Wratzfeld & Partner Rechtsanwälte GmbH (fwp). Die erfolgreichen Käufer begleitete Binder Grösswang. Beide Kanzleien berichten von einer langwierigen und komplizierten Transaktion.

auch die Bridge-Finanzierung der PayLife strukturiert und begleitet.

Wien. Der Verfassungsgerichtshof hat der ORF-Beschwerde gegen das Forenverbot des Bundeskommunikationssenats auf seinen Facebook-Seiten „aufschiebende Wirkung“ zuerkannt. Das Verbot wurde vorläufig außer Kraft gesetzt. Es sei ein „unverhältnismäßiger Nachteil“. Der Bundeskommunikationssenat hatte ein Facebook-Verbot für den ORF ausgesprochen, weil dies gegen das gesetzliche Verbot „ständiger Foren“ verstoße. Dagegen brachte der ORF eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof ein und stellte gleichzeitig einen Antrag auf aufschiebende Wirkung. (red)

Der Käufer SIX wurde im gesamten Bieterverfahren (Due Diligence, Transaktionsverträge) von Binder Grösswang beraten, einschließlich regulatorischer und kartellrechtlicher Aspekte. Mehrere Teams aus verschiedenen Praxisgruppen unter der Führung von Thomas Schirmer (M&A) waren dabei aktiv. Binder Grösswang Kartellrechtsexperte Raoul Hoffer vertrat SIX in dem Zusammenschlussverfahren vor dem Kartellgericht (Phase II).

Expansion in den Osten

© Binder Grösswang

„Es war eine sehr komplex strukturierte Transaktion mit einer großen Anzahl an Banken mit verschiedenen Vorkaufs- und Mitverkaufsrechten als Verkäufer, die in enger Zusammenarbeit mit der FMA und den Bundeswettbewerbsbehörden erfolgen musste“, beschreibt Schirmer den Transaktionsprozess. SIX mit Sitz in Zürich betreibt die schweizer Finanzplatzinfrastruktur und bietet weltweit umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wertschriftenhandel und -abwicklung sowie Finanzinformationen und Zahlungsverkehr. Es befindet sich im Besitz seiner Nutzer (rund 150 Banken verschiedenster Größe) und erwirtschaftete im Jahr 2012 mit über 3.500 Mitarbeitenden und Präsenz in 24 Ländern einen Betriebsertrag von 1,14 Mrd. CHF. Six erwarb mit dem Kauf auch eine Banklizenz. Sie soll dem Unternehmen bei der Expansion nach Osteuropa insbesondere nach Polen und Tschechien helfen. (ks)

Thomas Schirmer von Binder Grösswang beriet mit seinen Kollegen den PayLifeKäufer SIX, das Team von fwp den Verkäufer – eine Gruppe österreichischer Banken.

„Es handelte sich um einen strukturierten Verkaufsprozess in einem sehr kompetitiven Umfeld und forderte hohe Expertise im Gesellschafts-, Banken- und Kartellrecht“, meint fwp-Gründungspartner Markus Fellner. fwp hat

Wolf Theiss hilft dem Hilton-Käufer

Wien. Die Anwaltskanzlei DLA Piper hat das steirische Rohstoffhandels-Unternehmen DCM DECOmetal GmbH beim Verkauf der Sparte „Internationales Handelsgeschäft“ an die AMCI-DCM Resources GmbH beraten. Die Transaktion umfasste gesellschaftsrechtliche, kartellrechtliche und steuerrechtliche Aspekte. „Das Zusammenspiel unterschiedlicher Rechtsgebiete wie bei dieser Transaktion erfordert ein gut eingespieltes Team und exakte Koordination“, meint dazu Johanna Höltl, Rechtsanwältin der Corporate Gruppe bei DLA Piper WeissTessbach, die die gesellschaftsrechtliche Beratung federführend betreute.

Wien. Internos Global Investors, ein europaweit tätiger Immobilienfonds, erwarb das Hilton Danube Hotel in Wien um rund 52 Mio. € von der Immofinanz AG. Der Fonds verwaltet derzeit ein Gesamtvermögen rund 2,1 Mrd. €. Beim Kauf wurde der Fonds von der Kanzlei Wolf Theiss beraten. Beteiligt waren die Partner Clemens Philipp Schindler (Corporate/ M&A) und Martin Abram (M&A/Real Estate). Das Kernteam bestand ferner aus Counsel Karl Binder (Real Estate) und Senior Associate Katharina Bertinger (Corporate/ M&A) und wurde unterstützt von den Partnern Erik Steger (Real Estate, Hotel/Leisure) und Benjamin Twardosz (Tax) sowie den Senior Associates Karl Koller und Michaela Zakharian (jeweils Real Estate Due Diligence).

Internationale Firma

zialfonds strukturiert und wird von der Internos Kapital Anlage Gesellschaft (KAG) verwaltet. Das voraussichtliche Zielvermögen des Fonds soll bei 375 Mio. € oder darüber liegen. „Diese Transaktion hat eindeutig die Attraktivität des Wiener Hotelmarkts gezeigt“, meint dazu Schindler. Sie werde dazu beitragen, das Augenmerk ausländischer Investoren für den österreichischen Hotelmarkt zu schärfen. (red)

Der Erwerb des Wiener Hotels im Namen des Internos Hotel Real Estate Fund ist bereits die siebte Hotelakquisition des Fonds innerhalb der letzten zwölf Monate. Der Fonds ist als deutscher Spe-

© Wolf Theiss

© DLA Piper

Attraktiver Hotelmarkt

Johanna Höltl, Teil des Beraterteams für DCM Decometal.

Wien. Ab 1.1.2015 gibt es in Österreich die Möglichkeit einer „Gesetzesbeschwerde“. Verfahrensparteien in Zivil- und Strafverfahren können sich dann direkt an den Verfassungsgerichtshof wenden, wenn sie die Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen anzweifeln, von denen sie in ihrem Verfahren betroffen waren. Nach heftiger Kritik an dem geplanten Gesetz wird das Rechtsmittel allerdings nur bei erstinstanzlichen Urteilen möglich sein. (red)

PHHV berät JensenGroup bei Kauf

Internos Global Wiener Hotel geht an deutschen Fonds

DLA Piper berät DCM Decometal Unternehmen, das sich auf Marketing, Handel mit und Distribution von Rohstoffen, insbesondere mit Legierungen und Erzen, spezialisiert hat. Der Konzern wurde von der Wiener Kanzlei Eisenberger & Herzog vertreten. Zum Team von DLA Piper gehörten unter anderem Christoph Mager, Partner und Leiter der Corporate Gruppe, Rechtsanwältin Johanna Höltl und Kartellrechtspezialist Florian Schuhmacher. (red)

„Gesetzesbeschwerde“ ab 1. Jänner 2015

Phillip Schindler von Wolf Theiss: Hotelmarkt wird interessant.

© PHHV Rechtsanwälte

behörden. Die Freigabe des Zusammenschlusses erfolgte in einem Phase-II Verfahren, bei dem mit den Wettbewerbsbehörden ein zufriedenstellendes Ergebnis für sämtliche Beteiligte erzielt werden konnte.

Verkauf Rohstoff-Unternehmen verkauft Sparte

DCM Decometal GmbH ist im Handel mit Erzen und Legierungen tätig. Neben der Konzernzentrale im steirischen Fürstenfeld unterhält das Unternehmen internationale Außenstellen und Beteiligungen u.a. in Russland, Thailand, der Ukraine und Australien. ­AMCI-ist ein internationales

Vorläufig darf der ORF jetzt doch seine Facebookseite betreiben.

Viele Vorkaufsrechte

Breite Eigentümerstruktur Seit rund 18 Monaten ist der Verkaufsprozess in Gang, es gab mehrere Bieter. Die bisherigen Eigentümer – unter anderem Bank Austria, Bawag, Erste Bank, Raiffeisen und ÖVAG – erhielten kolportierte 100 Mio. € für PayLife; dieser Betrag wurde zumindest nicht dementiert. Bei fwp war das M&A-Team um Partner Markus Fellner gemeinsam mit Johannes Schmutzer tätig. Mit der Abspaltung wesentlicher Geschäftsbereiche in die neu gegründete PSA Payment Services Austria GmbH wurde der Verkaufsprozess 2012 eingeleitet. Für die Erlangung der kartellrechtlichen Genehmigung war bei fwp das Kartellrechts-Team um Partner Florian Kranebitter verantwortlich. Besondere Herausforderungen der Transaktion ergaben sich aus der breiten Eigentümerstruktur sowie den aufsichts-, kartell- und zusammenschlussrechtlichen Themenstellungen. Der Zahlungskartenmarkt steht unter besonderer Beobachtung der Wettbewerbs-

ORF darf vorerst doch Facebook nutzen © Screenshot facebook.com/ORF

PayLife-Verkauf: fwp und Binder Grösswang aktiv

short

Barbara Mittl von PHHV begleitete die Jensen-Group.

Wien. Das M&A Team von PHHV um Rainer Kaspar und Barbara Mittl hat die JensenGroup im Zusammenhang mit dem Erwerb der Österreichischen Wäschereimaschinengesellschaft mbH (ÖWM) beraten. Der Erwerb wurde über eine in Österreich neu gegründete Gesellschaft abgewickelt, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Barbara Mittl vom M&A Team der PHHV: „Die Komplexität dieser Transaktion bestand im Erwerb von einer Vielzahl von Gesellschaftern mit teils unterschiedlichen Interessen.“ Jensen-Group notiert an der belgischen Börse und ist weltweit einer der führenden Hersteller von Maschinen und Systemen für Großwäschereien. Sie beschäftigt weltweit etwa 1.200 Mitarbeiter. (red)


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46 – advisory

Freitag, 27. September 2013

financenet@medianet.at

Implementing Summer-Experience Die Veranstaltung lief unter dem Motto: „Je später das Spätsommerfest, desto schöner der Ausblick“

Spätsommerfest bei TJP Group 250 Gäste im Wiener Justizcafé feierten Firmenwachstum drei Jahre nach Gründung des Beratungs- und Umsetzungsunternehmens. Wien. Vor drei Jahren gründete Thomas Jungreithmeir, geschäftsführender Gesellschafter, mit Partnern die TJP Advisory & Management Services GmbH. Inzwischen hat das Beratungsund Umsetzungsunternehmen Niederlassungen in Wien, Linz, Belgrad und Maribor.

solcher Projekte. Die spezialisierte Steuerberatung wird innerhalb der TJP Gruppe dabei von der TJP Austroexpert Steuerberatungsgesellschaft m.b.H. erbracht. Der Erfolg war jedenfalls Grund genug für eine rauschende Feier mit vielen Gesprächen und musikalischer Untermalung sowie lukullischen Genüssen im Wiener Justizcafé über den Dächern der Stadt.

© TJP/Erwin Wimmer

Internationale Erfahrung ...

T. Jungreithmeir, TJP, W. Rigler, CEE, M. Zwanecki, Schelhammer & Schattera (v.l.n.r.)

... bringt illustre Gästeschar Und die Veranstaltung war hochkarätig besetzt: Neben Senatspräsident Hon.-Prof. Hansjörg Sailer, Vorsitzender des 1. Senats des OGH, Kurt Mann (Der Mann) auch mit Gerhard Dreyer (Bank Austria Real Invest), Luigi Passamonti (Weltbank), H. Peter und Mag. Christiane Draxler (Rechtsanwaltskanzlei Draxler), Georg Kopetz (TTTech), Martin Benger (VMS-Value

UBIT Neue Imagekampagne der Wiener Gruppe gestartet – Stoßrichtung: „Wozu sind Berater gut?“

short

Leichter besser nach außen präsentieren Wien. Mit rund 18.000 Mitgliedern ist die UBIT Wien, die Standesvertretung der Wiener Unternehmensberater, IT-Dienstleister und Buchhalter, ein Schwergewicht in Österreich. Sie wollen ihren Kunden das unternehmerische Handeln erleichtern und ihnen ermöglichen, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren. Jetzt will man sich nach außen hin neu präsentieren. Dazu wartet die UBIT Wien in Zusammenarbeit mit Nofrontiere Design und Jungs Kommunikation mit einer komplett neuen Imagekampagne auf. Mit dem Slogan „Einfach. Leichter. Mit uns.“ und pointierten Sujets aus dem Büroalltag soll das Interesse in der Klientel geweckt werden.

Wien/Belgrad. Der frühere sozialdemokratische Bundeskanzler Alfred Gusenbauer wird die serbische Regierung auf ihrem Weg in die EU beraten. Hauptansprechpartner ist der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Vucic. Er hat Gusenbauer für diese Beratertätigkeit engagiert. Dominique Strauss-Kahn, ehemaliger Chef des Internationalen Währungsfonds IWF und gescheiterter Präsidentsschaftskandidat der französischen Sozialisten, soll helfen, die finanziellen und sozialen Probleme Serbiens zu lösen. Das Land hat nach eigenem Bekunden nicht genug eigene Fachleute. (red)

Auszeichnung für Raiffeisen Informatik

„Wir wollen die Leute zum Schmunzeln bringen, zum Nachdenken anregen und gleichzeitig darauf Aufmerksam machen, dass Unternehmer auf professionelle Hilfe zurückgreifen können“, erklärt Robert Bodenstein, Obmann der Fachgruppe UBIT Wien.

Kunden aus KMU-Bereich Die Kampagne soll nach dem Wunsch ihrer „Väter“ vor allem potenzielle Kunden aus dem KMUBereich ansprechen. „Eine eingeschränkte Zielgruppe gibt es allerdings nicht; schließlich profitieren so gut wie alle Branchen der heimischen Wirtschaft von dem Beratungsangebot der UBIT-Mitglieder“, so Bodenstein. (red)

© UBIT Wien/Foto Weinwurm

Serbien mit Gusenbauer und Strauss-Kahn

Robert Bodenstein, Obmann der Fachgruppe UBIT Wien: Schmunzeln erwünscht.

Roland Berger Wien

WU Wien Moderne Architektur und ein innovatives Konzept umrahmen Veranstaltungen

Adrian Weber neu im Team

IP-Day und Eröffnung kommen

© APA/Helmut Fohringer

sätz­li­chen Fra­gen des Imma­te­ri­al­ gü­ter­rechts – mit einem Schwerpunkt auf den gewerb­li­chen Schutz­rech­ten – gewid­met. Trotz der Pra­xis­ori­en­tie­rung wollen die Veranstalter aber auch einen hohen (rechts-)wissenschaftlichen Anspruch ver­folgen. Dies­mal startet der IP-Day schon auf dem neuen Cam­pus der WU Wien im Pra­ter. Nur wenige Tage spä­ter, näm­lich am 4. Okto­ber, fei­

Schwerpunkt gewerbliche Schutzrechte am „IP-Day“ am neuen WU-Campus.

ert der Cam­pus selbst dann auch seine offi­zi­elle fei­er­li­che Eröff­nung und lädt aus die­sem Anlass zum Open House. Dabei, so die Veranstalter, biete sich auch die Gele­gen­heit zu einem inof­fi­zi­el­len Come-together in den Räum­lich­kei­ten des Departments. Man läutet die Eröffnung, bei der auch Bundespräsident Heinz Fischer anwesend sein wird, mit einer Gesprächsrunde mit Teilnehmern der ersten Garnitur ein: EU-Kommissar Johannes Hahn, der Wiener Bürgermeister Michael Häupl, Vizerektorin Regina Prehofer und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle nehmen daran teil. Es folgt die feierliche Schlüsselübergabe durch Hans-Peter Weiss, den Geschäftsführer der BIG, an Rektor Christoph Badelt. Ab 14 Uhr ist das Gelände dann für alle Besucher geöffnet. Im Rahmen eines „Open Campus” gibt es Gebäudeführungen, Filme und ein Unterhaltungsprogramm. Die Adresse für alle Interessierten: Cam­pus WU, Welt­han­dels­platz 1, 1020 Wien.  (red)

Wien. Roland Berger Strategy Consultants verstärkt das Wiener Team um Adrian Weber, der bisher im Financial Services Competence Center bei Roland Berger in der Schweiz tätig war und nun auch Kunden in Wien sowie in Zentral- und Osteuropa betreut. Seine Schwerpunkte liegen auf Privateund Retail-Banking sowie im Firmenkundengeschäft. (red)

© M.Auer 2010

© Medwed People/Renate Medwed

Wien. Vor fast genau einem Jahr veranstaltete die IT|IP Law Group der WU Wien den ersten „IP-Day“. Die Tagung war damals aktu­el­len und grund­sätz­li­chen Fra­gen des Imma­te­ri­al­gü­ter­rechts – mit Fokus auf gewerb­li­che Schutz­rechte – gewidmet. Jetzt folgt die zweite Veranstaltung. Am 30. Sep­tem­ber gibt es nämlich wie­der einen IP-Day: Die Tagung ist aktu­el­len und grund­

Auszeichnung: H. Pfneiszl (Business Customers), GF Wilhelm Doupnik.

Wien. Raiffeisen Informatik hat mit seiner Cloud-Lösung „Premium Business Cloud“ die Prüfungen „EuroCloud Star Audit IaaS“ und „SaaS Ready“ erfolgreich abgeschlossen. Damit wurde Raiffeisen Informatik als erster Cloud-Infrastruktur-Anbieter Österreichs mit dem EuroCloud-Gütesiegel „Infrastruktur“ zertifiziert. Nach der Prämierung mit dem „EuroCloud Austria Award“ folgt die nächste Auszeichnung für die „Premium Business Cloud“ von Raiffeisen Informatik: Die Cloud-Lösung hat die Prüfung des „EuroCloud Star Audit für Infrastructure as a Service“ (IaaS) erfolgreich bestanden.  (ots)

Man setzt auf Partner, die über langjährige internationale Erfahrungen aufgrund ihrer Führungspositionen in bekannten Beratungs- und Industrieunternehmen im In- und Ausland verfügen, und will entsprechend den Marktbedürfnissen Beratung und Umsetzung aus einer Hand anbieten. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Strategie- und Restrukturierungs- sowie Corporate Finance-Beratung, sondern auch auf dem umsetzungsorientierten Teil

Management), Arno Langwieser (aws, Mittelstandsfonds), Dietmar Pokorny (Siemens), Matthias Schmidt (Preslmayr), Hannes Schöckler (Premium Immobilien), Martin Steininger und Martin Walka (Hannover Finanz Austria). Keine Frage, dass dies natürlich auch den Veranstalter erfreute: „Diese erfolgreiche Firmenentwicklung verdanken wir in allererster Linie dem uns entgegengebrachten Vertrauen unserer Klienten, unseren erfahrenen Partnern und Mitarbeitern und der Vielzahl nationaler und internationaler Projekte, die wir bisher begleitet haben bzw. betreuen. Dies ist der beste Beweis dafür, das unsere Philosophie ‚Implementing Experience‘ ein herausragendes Erfolgskonzept ist“, sagte Thomas Jungreithmeir, geschäftsführender Gesellschafter und Partner der TJP Advisory & Management Services GmbH. (rk)

Langjährige Erfahrung auch bei PostMerger-Integration: Adrian Weber.


medianet

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Freitag, 27. September 2013 – 47

healtheconomy WEIL SICHERHEIT EINE FRAGE PERFEKTER HYGIENE IST.

Innovativer Textilservice

AUVA und SVA forcieren Präventionsangebote

© APA/Roland Schlager

short

© EPA

Datenleck Zwischen 2006 und Mitte 2011 soll es, wie nun bekannt wurde, einen massiven Hackerangriff auf einen Apotheken-Software-Server des Österreichischen Apotheker-Verlages gegeben haben. Durch die kriminellen Machenschaften dürften zumindest Daten von sechs Apotheken „abhanden“ gekommen sein, gab der Verlag bekannt. Es soll sich um 27 Mio. Datensätze mit 2.000 Patientennamen und 14.000 Verkaufsdaten handeln. Apothekerkammer und Verlagen haben umgehend die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Seite 48

© Katharina Schiffl; SVA; Montage: B. Schmid

Pharmanews Merck Serono hat seine neueste Innovation zur Behandlung von Wachstumshormonmangel vorgestellt. Novartis wiederum kämpft gegen Bestechungsvorwürfe in China an und der deutsche Pharmahersteller Stada setzt verstärkt auf rezeptfreie Markenprodukte und auf den osteuropäischen Markt. Der Grund: Das Geschäft mit Generika wird unter dem Druck der Krankenkassen schwieriger. Die Mitarbeiter in der Kunststoff-Sparte des Chemie- und Pharmakonzern Bayer müssen hingegen um ihre Jobs zittern. Insgesamt 700 Stellen sollen gestrichen werden. Seite 50

Vorsorge Unfallversicherungschefin Renate Römer will Beschäftigte besser schützen und im Fall von Unfällen und Erkrankungen wieder fit machen. SVA-Vize Peter McDonald startet Vorsorgeinitiative für Kinder von Selbstständigen.  Seiten 48/49 Veranstaltung Genetiker Hengstschläger bei PLA

inhalt

Kampf gegen „Durchschnittsfalle“

Healthcare > Kommentar: Bleibt Stöger Gesundheitsminister?  48 > Debatte über Migration und Gesundheit  52

50

Medizintechnik und eHealth > 3M lud Dentalexperten zur Infoveranstaltung  51 > GS1 bringt neue Standards für Krankenhäuser  51 > Medizintechnik-Treffen in Graz und Luzern  51 > Neuer Streit um Brustkrebsscreening  51

© Pharma Logistik/Christian Husar

Pharmareport und Lifescience > Institut Allergosan wirbt mit Sportlern 

PLA-Geschäftsführer Huemer lud ­Genetiker Hengstschläger zum Talk.

Wien. Bereits zum vierten Mal lud Pharma Logistik Austria zu ihrer jährlichen Veranstaltung in die Wiener Eventlocation Wolke 21, wo heuer Markus Hengstschläger, Vorstand des Instituts für medizinische Genetik an der Med-Uni Wien, einen Vortrag über Innovationspotenziale und die Gefahren der Orientierung am Mittelmaß hielt. In Anwesenheit von Meinungsbildnern und zahlreichen Vertretern aus der Pharmabranche warnte Markus Hengstschläger, Buchautor „Die Durchschnittsfalle“, auch vor Durchschnittlichkeit in der Gesundheitspolitik und wirtschaft . Seite 50

1

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H E a lt h : c a re

48 – healtheconomy

Kommentar

Bleibt der Minister?

Freitag, 27. September 2013

Vorsorge „Präventions-Charta Österreich“ soll Überblick über Angebote, Initiativen und Begriffsklärung bringen

AUVA-Obfrau will genaue Definition von Prävention Die Unfallversicherung selbst ist in verschiedenen Bereichen vorbeugend aktiv (siehe Kasten unten). Neben Unfällen ist die Versicherung auch zuständig für eine Reihe von arbeitsbedingten Erkrankungen. Derzeit gibt es auch Gespräche, diesen Katalog auszuweiten. Allerdings sei das nicht einfach, betont Römer. „Wir schauen uns gerade auch an, wie das in anderen Ländern geregelt ist. Wichtig ist ja dann auch, dass die Überprüfung der Zuerkennung sehr aufwendig sein kann.“ Wo berufsbedingte Erkrankungen zunehmen, müsse man sich das aber sehr genau ansehen. Ziel sei in jedem Fall bei allen Aktivitäten – auch der Rehabilitation, die die AUVA für Unfälle anbietet –, die Arbeitsfähigkeit der Menschen aufrechtzuerhalten oder diese wiederherzustellen. Ab 2014 gibt es etwa keine Invaliditätspension ohne einer versuchten Rehabilitation im Vorfeld. Zudem wurde mit der Pensionsversicherungsanstalt die Initiative „Fit to Work“ ins Leben gerufen, die eine Rückkehr ins Arbeitsleben verbessern soll. Römer: „Es ist sinnvoller, vorher zu investieren, als später lange Pensionen zahlen zu müssen.“ Es sei aber auch für die Menschen selbst sinnstiftender, wenn sie zurück ins Arbeitsleben geholt werden und arbeiten können. Im Bereich der sieben eigenen Unfallkrankenhäuser laufen im Zuge der Gesundheitsreform derzeit auch regionale Kooperationsaktivitäten und Gespräche. So soll es etwa eigene Traumanetzwerke geben. Jeder solle das anbieten, wo seine Stärken sind, damit Doppelgleisigkeiten vermieden werden. „Dadurch wird sich in der Gesundheitslandschaft einiges ändern“, sagt Römer.

Martin RÜmmele

Martin Rümmele

I

n den vergangenen Wochen hielt sich ein Gerücht hartnäckig im Gesundheitswesen: Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) werde nach der Wahl aus der Regierung ausscheiden und möglicherweise in seiner Heimat Oberösterreich die Führung der neuen Medizinuni übernehmen. Das Gesundheitsministerium wiederum soll mit dem Sozialministerium zusammengelegt werden. Nun war Stöger von Beginn an in der eigenen Partei nicht unbedingt beliebt. Nach dem Schnüren des Kassensparpakets zu Beginn der Legislaturperiode galt er als Ablösekandidat. Das hat sich aber geändert. Stöger – im Gegensatz zu seiner Vorgängerin Andrea Kdolsky ein ruhiger Arbeiter – hat sich mit der Reform und Sanierung der Kassen profiliert. Das kam an. In Umfragen mauserte er sich zum beliebtesten Gesundheitsminister der vergangenen Jahre. Die Menschen wollen nämlich zwei Dinge im Gesundheitswesen: eine Erhaltung des Systems – also Stabilität – und unaufgeregtes Arbeiten. Inhaltlich macht allerdings ein Zusammenführen etwa der Pflegekompetenzen mit jenen des Gesundheitsbereichs Sinn. Gleichzeitig wird im System auch darüber diskutiert, über Ursachen für Erkrankungen zu reden – etwa im Bereich der Umwelt. Was spricht also gegen einen Gesundheits- und Umweltminister Stöger?

GRAFIK DER WOCHE ALZHEIMER Nervenzellen Alzheimer normal ■ ▲

Wien. Bisher hat Österreich nur einen minimalen Anteil der öffentlichen Gesundheitsausgaben in Prävention und Gesundheitsvorsorge investiert. Die „Landschaft“ der Initiativen ist durch die vielen Träger – Bund, Bundesländer, Gemeinden, Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung – ausgesprochen zersplittert. Das soll sich mit der „Präventions-Charta Österreich“, welche die Unfallversicherung (AUVA) auf die Schiene bringen will, ändern.

Überblick bis Jänner 2014 Im Rahmen dieser PräventionsCharta Österreich sollen bis Ende Jänner kommenden Jahres alle auf diesem Gebiet tätigen Institutionen ihre Aktivitäten melden. Gleichzeitig soll es zu einer besseren Definition von Prävention und Gesundheitsförderung in der Legistik kommen, um Aufgaben besser verteilen zu können, erklärt AUVA-Obfrau Renate Römer im healtheconomy-Interview. Als Nächstes soll ein Zielkatalog erstellt werden, was bis zum Jahr 2020 erreicht werden muss: „Ohne Zielformulierung gibt es keinen Weg.“ Das Begriffsverständnis soll als Zusatz zur Gesundheitsreform dienen, in der zusätzlich 150 Mio. € für Prävention budgetiert wurden. Ziel ist dabei, dass die Österreicherinnen und Österreicher mehr Jahre in Gesundheit vor sich haben. „Damit wir länger gesund bleiben, ist es so wichtig, dass wir uns zuerst einigen, über was wir überhaupt sprechen“, sagt Römer. Laut offiziellen Statistiken der OECD verbringen wir durchschnittlich 20 Jahre in Krankheit und liegen damit im letzten Drittel der EU.

2. Fibrillen ■ (unauflösliche, gedrehte Fasern) in den Zellen Symptome Vergesslichkeit, gestörte Orientierung und Zeitgefühl, Sprachstörungen, Angehörige und Freunde werden nicht mehr erkannt, verändertes Verhalten Quelle: APA; Grafik: APA/Raimund Appl

Präventionshilfe Im Zuge der Kampagne gegen berufsbedingte Hauterkrankungen hat sich die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) nun speziell die Coiffeur-Zunft vorgenommen. Mit einem Erkrankungsanteil von 27% nehme diese Berufsgruppe einen unerfreulichen Spitzenplatz sein, hieß es vergangene Woche beim Kampagnenstart in Graz. Erreicht werden sollen vor allem Lehrlinge. Handschuhe, Cremen und Beratung gibt es gratis. Mit dem österreichweiten Präventionsschwerpunkt „Start!klar – hautnah an der Schönheit“ will die AUVA das Risiko senken, dass Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen im Friseurgewerbe ihren Berufsalltag nicht mit heiler Haut überstehen. Das Problembewusstsein soll geschärft werden, und zwar ausgehend von

den Lehrbetrieben und Berufsschulen. Wie es hieß, treten 55% der unter „Friseurekzem“ zusammengefassten Erkrankungen bereits im ersten Lehrjahr auf. Häufig hat eine solche Erkrankung für die jungen Menschen zur Folge, dass sie ihren Beruf aufgeben und umgeschult werden müssen. Wie AUVA-Obfrau Renate Römer sagte, richte sich der Präventionsschwerpunkt besonders an junge Menschen, die ihr ganzes Berufsleben noch vor sich haben. Friseurlehrlinge erhalten – vertrieben über ihre Lehrbetriebe – ein kostenloses Starter-Set, das eine nickelfreie Schere, Carbon-Haarschneidekamm, Hautschutz- und Pflegecremen sowie Einmalhandschuhe enthält. Den Friseurberufsschulen werden Hilfmittel zur Verfügung gestellt.

Massives Datenleck bei den Apotheken Wien. Zwischen 2006 und Mitte 2011 soll es, wie nun bekannt wurde, einen massiven Hackerangriff auf einen Apotheken-Software-Server des Österreichischen Apotheker-Verlages gegeben haben. Dies teilte der Verlag Mittwochnachmittag in einer Aussendung mit. Durch die kriminellen Machenschaften dürften zumindest Daten von sechs Apotheken „abhanden“ gekommen sein. Es soll sich um 27 Mio. Datensätze mit 2.000 Patientennamen und 14.000 Verkaufsdaten handeln.

steht im Eigentum des Österreichischen Apotheker-Verlages, der führender Software-Anbieter im Apothekensektor ist. Eigentürmer sind zu jeweils 50% die Verbände der selbstständigen und der angestellten Apotheker. Der Hintergrund, so Traxler: „Aus dem Server, den wir aus Sicherheitsgründen nicht einmal im eigenen Haus stehen haben, wurden Daten von Apotheken analy-

Der Apotheker-Verlag wurde erst durch Recherchen des Nachrichtenmagazins News darauf aufmerksam, dem eine Festplatte zugespielt wurde. „Der illegale Zugriff dürfte zwischen 2006 und Mitte 2011 erfolgt sein. Dann haben wir die Sicherheitsvorkehrungen geändert, der Täter schaffte es offenbar nicht mehr, an die Daten heranzukommen“, sagte Martin Traxler, Geschäftsführer des Österreichischen ApothekerVerlages. Der betroffene Server

© APA/Roland Schlager

1. Ablagerungen ▲ (Plaques) zwischen den Nervenzellen

AUVA-Obfrau Renate Römer will Prävention und Rehabilitation ausbauen.

Datenschutz Hacker knackten 27 Millionen Datensätze und 14.000 Verkaufsdaten von mehr als 2.000 Patienten

Zugriff über fünf Jahre Typische Veränderungen im Gehirn

© AUVA

Rehabilitation nach Erkrankungen und Unfällen soll helfen, Invaliditätspensionen zu reduzieren.

Mitten ins Wahlkampffinale platzt ein neuer Skandal um Gesundheitsdaten.

siert, bei denen es Probleme mit unserer Software gegeben hatte. Ebenso wurden dort Daten bearbeitet, wenn eine Apotheke als neuer Kunde von unserer Software dazukam, und die Daten aus einer alten Software übertragen werden sollten. Nach diesen Arbeiten wurden sie jeweils wieder gelöscht.“ Die Apotheken waren in den illegalen Angriff nicht involviert, sie hätten völlig korrekt gehandelt. „Wir können aufgrund der vorliegenden Daten aus inzwischen sechs Apotheken mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Daten von unserem Server durch illegalen Zugriff von außen gestohlen wurden“, so der Verlags-Geschäftsführer. Im Prinzip seien auf dem Computer Daten von bis zu 50 Apotheken vorübergehend vorhanden gewesen. Auf die Misere war der Verlag, wie erwähnt, über Recherchen von News gestoßen. So konnte – laut Traxler – das Medium genau nachfragen, ob namentlich bekannte Patienten an einem bestimmten Tag in den betroffenen Apotheken Arzneimittel erstanden hätten. Die

Daten ließen sich Hunderten Kunden zuordnen, hieß es in einer Aussendung des Magazins. Aufgrund des dringenden Tatverdachts haben der Apotheker-Verlag und die Österreichische Apothekerkammer sofort Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht. „Für die Österreichische Apothekerkammer als Körperschaft öffentlichen Rechts stehen Datenschutz und Datensicherheit an oberster Stelle; wir werden alles daran setzen, dass dieser illegale Hackerangriff lückenlos und rasch aufgeklärt wird“, erklärte Max Wellan, Präsident der Kammer.

Debatte über Weiterleitung Das Software-System des Verlages wird von 540 der 1.300 öffentlichen Apotheken in Österreich verwendet. Mit der Ende August ihn Deutschland und in Österreich ins Rollen gekommenen Debatte über die Weiterleitung anonymisierter Patientendaten von Ärzten an das Pharma-Marktforschungsinstitut IMS hat die aktuelle Angelegenheit nichts zu tun. (APA/iks)


H E A LT H : C A R E

Freitag, 27. September 2013

healtheconomy – 49

Interview SVA-Vizeobmann Peter McDonald ortet Defizite im Gesundheitswesen und wünscht Bonusmodelle auch in den Gebietskrankenkassen

„Nachholbedarf in der Politik“ SVA der gewerblichen Wirtschaft startet nächste Woche Vorsorgeprogramm für Kinder und Jugendliche. healtheconomy: Die SVA hat gerade eine positive Bilanz ihres Vorsorgeprogramms ‚Selbstständig Gesund‘ gezogen, bei dem sich Selbstständige mit Vorsorgeprogrammen den Selbstbehalt halbieren können. Was kommt als Nächstes? Peter McDonald: Wir hatten eine Steigerung in der Vorsorge bei 40 Prozent. Das Thema Prävention ist derzeit in aller Munde. Während viele andere noch von Prävention sprechen und Initiativen planen, haben wir die SVA von der Krankenkasse zur Gesundheitskasse gewandelt und das Programm in den Regelbetrieb eingeführt. Jetzt wollen wir eine Vorsorgelücke mit dem Gesundheits-Check Junior schließen und den Bereich Prävention auch für Kinder und Jugendliche ausbauen.

Vorsorge Neue Initiative

Bewegungsidee Klagenfurt. SVA, Sportunion und Ärztekammer haben in Kärnten das neue Bewegungsprogramm „Wir bewegen Kärnten“ vorgestellt. Ziel der Bewegungs-Initiative sei es, regelmäßige Bewegung in den Alltag einzubauen. Dass Bewegung wichtig ist für die Gesundheit, aber auch, um klassischen Zivilisationskrankheiten frühzeitig vorzubeugen, sind sich Rudolf Gross, SVA, Ulrich Zafoschnig, Sportunion, und Josef Huber von der Ärztekammer Kärnten einig. „Solche Krankheiten sind oftmals die Folge eines bestimmten Lebensstils“, erklärt SVAVorstandsmitglied Gross. Deshalb sei es besonders wichtig, dass sich jeder einzelne eigenverantwortlich für die eigene Gesundheit engagiert. „Wir dürfen nicht erst reagieren, wenn wir bereits krank sind.“

Kassenbeiträge Initiative

SVA-Urteil

Wien. Kleinstunternehmer sehen sich gegenüber schlecht verdienenden Angestellten diskriminiert, weil sie zwar hohe Sozialversicherungsbeiträge bezahlen müssen, aber nicht mit kollektivvertraglich gesicherten Mindesteinkommen rechnen können. Diese Ungleichbehandlung hat die Initiative „Amici delle SVA“ mit Unterstützung des Rechtsanwalts Georg Zanger beim Verfassungsgericht angefochten. Weil der Antrag abgewiesen wurde, sieht man die Ungleichbehandlung nun „amtlich bestätigt“ und pocht auf eine Gesetzesänderung. Stein des Anstoßes ist der Mindestbeitrag, den auch Kleinstunternehmer bei der SVA zahlen müssen. Das führt dazu, dass gerade schlecht verdienende Ein-Personen-Unternehmer einen deutlich höheren Anteil ihres Einkommens an die Krankenkasse abliefern müssen als Besserverdiener. „Amici“-Sprecher Werner Brix fordert daher die Senkung des Mindestbeitrags von 572,97 € pro Quartal. Finanziert werden könnte das aus seiner Sicht durch eine leichte Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage für Besserverdiener. (iks)

healtheconomy: Inwiefern? McDonald: Vorbeugung beginnt in Wahrheit im Kindergarten und in der Schule. Allerdings enden die Programme mit dem Mutter-KindPass mit dem 6. Geburtstag. Bis auf die schulärztliche Untersuchung gibt es für Kinder und Jugendliche keine Vorsorguntersuchungen. Bei der SVA sind 130.000 Kinder von Selbstständigen mitversichert. Ab Oktober können die 6- bis 17-Jährigen eine kostenlose, speziell auf das Alter angepasste Gesundenuntersuchung in Anspruch nehmen. Konkret gibt es einen Check für Kinder von 6 bis 11 Jahre und für Jugendliche von 12 bis 17 Jahre.

healtheconomy: Das klingt ambitioniert. McDonald: Zunächst starten wir mit einem Pilotprojekt in Wien und im Burgenland. Allgemeinmediziner und Fachärzte für Kinder- und Jugendheilkunde werden die Gesundenuntersuchungen anbieten. Wir lassen das Projekt wissenschaftlich begleiten und nach erfolgreicher Evaluierung ist es durchaus denkbar, die Vorsorgeinitiative auf ganz Österreich auszuweiten. healtheconomy: Auch als Beispiel für andere Kassen? McDonald: Ich kann und will den Gebietskrankenkassen nicht in ihre

Kompetenzen reinreden. Aber unser Bonussystem wäre problemlos eins zu eins auch von den GKKs zu übernehmen. healtheconomy: Die SVA hat einen 20prozentigen Selbstbehalt, die GKKs nicht. Wie soll das gehen? McDonald: Es gibt auch dort Selbstbehalte, etwa bei Heilbehelfen oder mit der Rezeptgebühr bei den Medikamenten. Das brächte sofort mehr Lebensqualität und die Menschen wollen das auch. Das hat etwa auch die jüngste Umfrage der Oekonsult gezeigt, wo sich ein überwiegender Teil für mehr Vorsrogemittel aussprach.

© Land Tirol

Martin Rümmele

SVA-Vize-Obmann Peter McDonald (ÖVP) fordert mehr Vorsorgekonzepte.

2012 2014 2016

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INTEGRI 2014 Nach dem großen Erfolg von 2012 geht der österreichische Preis für Integrierte Versorgung in die zweite Runde.

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50 – healtheconomy

short

Merck setzt auf innovative Forschung

P h a r m a r epo r t: L i f e s c i e n c e

Freitag, 27. September 2013

Veranstaltung Pharma Logistik Austria lud Genetiker Markus Hengstschläger zur Debatte über Innovationen

Der Kampf gegen die „Durchschnittsfalle“

Wien/Darmstadt. Mercks Biopharma-Tochter, Merck Serono, hat kürzlich seine neueste Innovation zur Behandlung von Wachstumshormonmangel vorgestellt, eine aktualisierte Version des easypod(TM)-Systems (eine Applikationshilfe zur Injektion von rekombinantem humanem Wachstumshormon, die per Bildschirmanzeige genaue Adhärenzdaten liefert). In ein neues Stipendienprogramm – „Grant for Growth Innovation (GGI)“ – inverstiert Merck 400.000 €.

Novartis kämpft gegen Bestechungsvorwurf Basel. Chinas Behörden haben ihren Kampf gegen Korruption im Gesundheitswesen intensiviert. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis wird erneut mit Bestechungsvorwürfen konfrontiert. Die AugenheilTochter Alcon soll einem Zeitungsbericht zufolge Ärzte bestochen haben, um das Geschäft mit künstlichen Linsen anzukurbeln. Novartis will den Vorwürfen genau nachgehen.

© Stada/Rolf Oeser

Stada wächst vor allem in Osteuropa

Grippostad und das hauseigene Viagra-Mittel Sildenafil bringen Cash.

Bad Vilbel. Das Geschäft mit Generika wird unter dem Druck der Krankenkassen schwieriger. Deshalb setzt der deutsche Pharmahersteller Stada verstärkt auf rezeptfreie Markenprodukte und auf den osteuropäischen Markt. In Russland, wo man kaum mit Erstattung durch die Krankenkassen rechnen kann, laufen die Geschäfte mit rezeptfreien Medikamenten gut. Die Umsatzerwartungen für 2015 liegen bei 2,3 Mrd. €, 2012 waren es 1,8 Mrd. €.

Stellenabbau in Bayers Kunststoff-Sparte Leverkusen. Die Mitarbeiter in der Kunststoff-Sparte Material Science des Chemie- und Pharmakonzern Bayer müssen um ihre Arbeitsplätze zittern. Insgesamt 700 Stellen will der Konzern in den nächsten vier Jahren wegen des harten Wettbewerbs auf dem Kunststoffmarkt und der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung in China abbauen, in Deutschland seien bis zu 180 Stellen betroffen.

Wien. Bereits zum vierten Mal lud Pharma Logistik Austria zu ihrer jährlichen Veranstaltung in die Wiener Eventlocation Wolke 21, wo heuer Markus Hengstschläger, Vorstand des Instituts für medizinische Genetik an der Medizinischen Universität Wien, einen Vortrag über Innovationspotenziale und die Gefahren der Orientierung am Mittelmaß hielt. In Anwesenheit von Meinungsbildnern und zahlreichen Vertretern aus der Pharmabranche warnte Roland Huemer, Geschäftsführer der Pharma Logistik Austria, auch vor Durchschnittlichkeit in der Gesundheitspolitik und -wirtschaft: „Nichts ist so fatal wie das Streben nach Durchschnittlichkeit.“

Nur Innovation heilt Das Thema des Abends „Die Durchschnittsfalle - Gene, Talente, Chancen“ sei auf den ersten Blick ein gesellschaftspolitisches Thema, doch ließen sich Analogien im Bereich der Gesundheitspolitik und Pharmaindustrie herleiten, betonte Huemer. „Viele streben danach, bestehende Produkte einfach nur zu kopieren, vielleicht etwas länger haltbar zu machen und die Anwendung etwas breiter zu gestalten, im Vertrauen darauf, dass das Vorhandene so schlecht nicht sein wird. Klar ist aber eines: Nur durch die Kraft der Innovation sind ehemals tödliche Krankheiten zu chronischen geworden oder sind heute vielleicht schon heilbar“, erklärte Huemer. In Ermangelung natürlicher Ressourcen müsse Österreich alles daran setzen, vom Innovation-Follower zum Innovation-Leader wie etwa die Schweiz oder Schweden zu werden, betonte der Buchautor

© Pharma Logistik/Christian Husar

Mercks easypod-System optimiert die Informationslage.

Genetiker Markus Hengstschläger diskutierte mit PLA-Geschäftsführer Roland Huemer und Thomas Grassler (v.li.).

Hengstschläger. Die einzige Ressource, über die Österreich verfüge, sei Humankapital, das durch das derzeitige Bildungssystem aber nicht gefördert wird. Hengstschläger beschrieb sein wissenschaftliches Wirkungsfeld folgendermaßen: „Wir Genetiker wollen eine Diagnostik betreiben, um daraus eine Prophylaxe und Therapie abzuleiten.“ Vor allem Patienten von seltenen Erkrankungen, die zu 80% genetisch bedingt sind, würden laut Huemer von dieser Forschung profitieren. Leider gingen die Zulassungen der sogenannte Orphan Drugs, auf die sich Pharma Logistik Austria unter anderem spezialisiert habe, derzeit wieder zurück.

„Die Pharma Logistik Austria hat sich zum Ziel gesetzt, niemals durchschnittlich zu werden. Wir wollen weiter hochwertige Wege gehen und neue Dienstleistungen gestalten. Die Erfolgsgeschichte, die wir schreiben, gibt uns auch recht“, meinte Huemer

200 Mio. Euro Umsatz Heuer, im siebten Jahr des Bestehens des Unternehmens, wird Pharma Logistik Austria die Umsatzgrenze von 200 Mio. € deutlich überschreiten. Laut Huemer konnte sich die Pharma Logistik Austria über großen Kundenzuwachs im vergangenen Jahr freuen. Zurzeit vertrauten 51 Pharmaunterneh-

Forschung Kickbox-Weltmeisterin setzt auf Probiotika „Omni-Biotic-Power“ aus Graz

Institut Allergosan hilft Sportlern Graz. Kaum jemand macht sich Gedanken darüber, woher Energie und Vitalität kommen. Man hat sie oder eben nicht. Glaubte man. Mittlerweile haben Wissenschafter entdeckt, dass etwa 25% der Energie von den gesunden Bakterien in unserem Darm erzeugt werden. Diese aktiven Helfer in unserem Bauch produzieren sogenannte SCFAs, das sind kurzkettige Fettsäuren, die uns dann für mehr Energie, aber auch für die Denkleistung zur Verfügung stehen. Je mehr Bakterien in unserem Darm leben, umso mehr Vitalität besitzen wir. Ein gesunder 20-Jähriger verfügt über einen Pool von etwa 400 verschiedenen Bakterienarten in seinem Darm. Während manche Stämme nur Milchsäure produzieren, um den pH-Wert im Darm konstant zu erhalten, vernichten andere Bakterien, Pilze und Viren, die nächsten produzieren Vitamine und Enzyme, wieder andere unterstützen die Aktivität des Immunsystems. Durch einen falschen Lebensstil, Medikamente wie Cortison und Antibiotika, aber vor

allem auch durch Entzündungen, wie sie im Darm durch Dauerstress entstehen, werden diese Bakterien im Lauf des Lebens in ihrer Vielfalt jedoch reduziert. In einer Zeit höchster Beanspruchung stehen dann dem Körper zu wenig Vitalstoffe, zu wenig Energielieferanten, aber auch zu wenig Hormone zur Verfügung. Die medizinische Forschung kennt mittlerweile neben der Veränderung des Lebensstils eine zusätzliche Möglichkeit zur Rückgewinnung von Vitalität, nämlich den Einsatz speziell ausgewählter probiotischer Bakterien. Ursprünglich in Studien mit Leistungssportlern entwickelt,

© Allergosan

© EPA

Buchautor Hengstschläger plädiert für Innovationsunterstützung auch im Gesundheitswesen.

empfiehlt sich das Probiotikum „Omni-Biotic-Power“ des Grazer Instituts Allergosan speziell für Menschen, die unter hoher Leistungsanforderung stehen. Die amtierende Kickbox-Weltmeisterin aus Österreich, Nicole Trimmel, weiß über die Problematik Bescheid: „In den intensiven Vorbereitungsphasen vor Wettkämpfen hat alles verrückt gespielt, über die Jahre hinweg hatte ich schon chronische Beschwerden. Es war zum Verzweifeln. Steht man vor einem Fight, ist man sowieso schon angespannt und braucht richtig viel Energie. Ist die Verdauung geschwächt, zehrt das zusätzlich.“ Von ihrem Sportmedizinier wurden ihr dann das Institut Allergosan und seine Produkte empfohlen. „Nach bereits eineinhalb Monaten mit Omnicbiotic Power zeigten sich meine Entzündungswerte, die zuvor erschreckend hoch waren, deutlich gesenkt.“ (red) Institut Allergosan will Amateur- und Profi­ sportler stärken.

men auf die Dienstleistungen von Pharma Logistik Austria: Zu ihnen zählen etwa Novo Nordisk, Pfizer, Novartis, Actelion und Erwo Pharma. Es seien vor allem die Zusatzdienstleistungen, die Pharma Logistik Austria anbietet, die das Unternehmen von der Konkurrenz in der Pharmalogistik differenzierten. Huemer nennt hier etwa die Investition in eine eigene, spezielle Cold Chain-Transportlogistik auf höchstem europäischen Standard sowie das Reportingtool PLA-Analyzer, ein Marketing-, Controllingund Planungstool. Auch im Bereich Pharmakovigilanz und klinische Studien wird entsprechende Unterstützung geboten.  (mv)

Marketing Basketball

Meda Pharma sponsert Sport Wien. Das Pharmaunternehmen Meda Pharma ist mit der apothekenexklusiven Premium-Magnesium-Marke „Magnofit“ auch in dieser Saison Hauptsponsor des Basketballvereins Knights; der entsprechende Vertrag mit dem Burgenländischen Basketballverein wurde von Meda Pharma-Geschäftsführer Günter Cseh um eine weitere Saison verlängert. Vor allem Promotion-Kooperationen mit den Spielern stehen diese Saison wieder auf dem Programm. Mit der Verlängerung der Partnerschaft möchte Meda Pharma den Knights ein stabiles Umfeld bieten, um auch künftig Topleistungen bringen zu können und die Mannschaft noch weiter an die Spitze des österreichischen Basketballs heranzuführen. Das Management der Knights: „Wir freuen uns sehr über diese Vertragsverlängerung. Meda Pharma ist Magnofit einer der wichtigsten Partner für uns. Wir möchten uns im Namen des gesamten Vereines für das Vertrauen und die angenehme und gute Zusammenarbeit bedanken.“ (red)


M e d i z i n t e c h n i k : E- H e a lt h

Freitag, 27. September 2013

healtheconomy – 51

Symposium 3M ESPE lud 160 heimische Zahnspezialisten zum Detal-Symposium in die Burg Perchtoldsdorf

short

Von Profis für Profis

Ärztesuche-Portal bietet mehr Information Wien. Das Ärztesuche-Portal www.arztsuche24.at stellt ab sofort zusätzliche Inhalte zur Verfügung. Das Portal wird vom österreichische Medienhaus Herold Business Data in Kooperation mit dem Verlagshaus der Ärzte (Verlag der Österreichischen Ärztekammer) betrieben. Neben Gesundheitseinrichtungen und -angeboten lassen sich die bei der Österreichischen Ärztekammer gelisteten, niedergelassenen Ärzte finden, inklusive Ordinationszeiten, Kassenverträgen, Diplomen und Zusatzausbildungen. Unter der Rubrik „Krankheitsbilder“ werden häufig gesuchte Krankheitsbilder beschrieben.

Zahlreiche internationale Experten zeigten Entwicklungen in Zahnheilkunde und Kieferorthopädie.

Namhafte Redner aus dem Inund Ausland berichteten über ihre Erfahrungen aus Fachbereichen wie restaurative und prothetische Zahnheilkunde, Kieferorthopädie und Mini-Implantate. Besonders im Mittelpunkt stand die Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten und Labor, ebenso wie betriebswirtschaftliche Aspekte zur Praxisführung. Am ersten Kongresstag zeigte etwa Florian Beuer von der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der Ludwig-Maximilians-Universität München auf, was mit vollkeramischen Konzepten auf Zähnen und

Kabarett-Abend Ein Auftritt von Kabarettist Gernot Kulis, bekannt als erfolgreicher Stand-up Comedian und Stimmenimitator, rundete die Veranstaltung ab. (red)

Gerhard Mrak (3M Dental) mit Moderatorin Maria-Theresa Schinnerl.

Produktidentifikation Neuer Standard, um Lücke der Supply Chain-Prozesse in Krankenhäusern zu schließen

© GS1

GS1Healthcare schließt Sicherheitslücke

GS1 Healthcare will die Sicherheit bei Einzelprodukten wie Spritzen erhöhen.

Wien/Brüssel. Medikationsfehler sind eine der Hauptursachen für vermeidbare unerwünschte Ereignisse im Gesundheitswesen. Die Identifikation eines Arzneimittels bis zum Zeitpunkt der Gabe ist daher ein Schlüsselelement für eine sichere Vorgehensweise bei der Verabreichung von Medikamenten im Krankenhaus. Studien haben gezeigt, dass der Gebrauch von Strichcodes auf Medikamenten bis zur Ebene des Einzelstücks die Medikationsfehler um bis zu 41,4% reduzieren kann. Patientennahe Systeme zur Prüfung und Rückverfolgbarkeit basieren auf der effektiven Datenerfassung von medizinischen Produkten auf allen Verpackungsebenen, wann immer sie abgegeben,

verabreicht, verteilt oder angewendet werden. Doch bis heute waren Krankenhäuser mit einer Lücke im System konfrontiert: Es gab keine global harmonisierten Standards zur Identifikation von Produkten auf niedrigeren Verpackungsebenen, wie etwa der einzelne Katheter oder die einzelne Blisterzelle. Eine GS1 Healthcare Arbeitsgruppe, bestehend aus 80 Supply Chain-Experten, stellte sich der Herausforderung, die GS1-Standards im Hinblick auf Klärung und Verwendung zur richtigen Identifikation von Gesundheitsprodukten auf der Ebene des Einzelstücks oder auch „Level Below the Each“ (= Ebene unterhalb der Verkaufseinheit) zu aktualisieren. Dieser neue Standard gibt eine klare und

einheitliche Orientierungshilfe zur Identifikation auf dieser Ebene. Roberto Frontini, Präsident des Europäischen Verbands der Krankenhausapotheker EAHP, gratulierte ebenfalls zu dem Erfolg: „GS1 hatte eine großartige Führungsrolle in der Entwicklung dieses global anwendbaren Standards für die Ebene unter der Verkaufseinheit, der für Hersteller und alle anderen implementierbar ist. Das hilft, bestehende Widerstände zu überwinden und Arzneimittel für Krankenhäuser bis zum Einzelstück strichcodiert zu erhalten.“ Somit biete der Standard eine vielversprechende Zukunft für Patientensicherheit und Verhütung von Medikationsfehlern durch die sich eröffnende Möglichkeit des Bedside-Scanning. (iks)

© Herold Business Data

Tipps zur Praxisführung

Implantaten heute möglich ist. Ein Highlight stellte auch der Vortrag von Ernst (Universität Mainz) dar, der auf die 20 beliebtesten Fehler in der Adhäsivtechnik sehr pointiert einging. Unter den Vortragenden fanden sich auch andere anerkannte Experten wie Karl-Heinz Kunzelmann (Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie der Universität München), der Prothetik-Spezialist Peter Pospiech (Universität Würzburg), Ivo Krejci (Universität Genf) und Adriano Crismani, Direktor der Uniklinik für Kieferorthopädie an der Medizinischen Universität Innsbruck.

© 3M

Wien. So praxisnah wie möglich – unter diesem Motto fand kürzlich ein mit hochkarätigen Experten besetztes Dental-Symposium von 3M ESPE in der Burg Perchtoldsdorf bei Wien statt.

Bei den Textinhalten setzen die Betreiber auf evidenzbasierte Medizin.

Google investiert in die Gesundheitsbranche Kalifornien. Der Internetkonzern Google erweitert seine Geschäfte nun auch auf die Gesundheitsbranche. GoogleChef Larry Page gründete zusammen mit Art Levinson, dem früheren Leiter des Biotechnologiekonzerns Genentech, die Tochterfirma Calico. Sie wird sich in Zukunft im Besonderen mit dem Thema Altern und damit verbundenen Krankheiten beschäftigen. „Ich bin sicher, dass wir Millionen Leben verbessern können“, erklärte Page dazu. Levinson steht unter anderem auch dem Verwaltungsrat von Apple vor. Experten orten eine zunehmende Kooperation zwischen der Pharmaund IT-Branche.

Vorsorge Früherkennung wird standardisiert; Opposition kritisiert aber Verkürzung

Medtechnik-Treffen

Debatte um Brustscreening

Graz/Luzern. Es war eine Premiere: Die „Medtech Week D-A-CH“ wurde in diesem Jahr ins Leben gerufen, um österreichischen Unternehmen und Forschungspartnern aus der Medizintechnik-Branche internationale Kooperationen und Geschäftsbeziehungen zu öffnen. Gestartet wurde die Woche mit dem „World Medtech Forum in Luzern“ von 17. bis 19. September – mehr als zehn Unternehmen

Wien. Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) hat nach langen Debatten die letzten Vertragsdokumente über das BrustkrebsFrüherkennungs-Programm bei Frauen unterzeichnet. Wie aus der Ärztekammer mitgeteilt wird, habe man aufgrund der Dringlichkeit über einen Umlaufbeschluss der Bundeskurie Niedergelassene Ärzte die notwendigen Weichen für diese wichtige Präventions-

Tagungspräsident Rudolf Stollberger am Eröffnungstag der BMT in Graz.

und Organisationen aus Österreich präsentierten sich in der Schweiz einem internationalen Publikum. „Spannend verliefen der Abendevent am Dienstag mit Unternehmern aus der Schweiz und der Besuch bei der KKS Ultraschall AG – persönliche Kontakte sind durch nichts zu ersetzen“, berichtet Gernot Eder vom steirischen Humantechnologie-Cluster, der das Projekt mit dem Gesundheitscluster Oberösterreich und dem Cluster Life Sciences Tirol/Standortagentur Tirol durchführte. Ebenfalls im Zeichen der Internationalisierung stand das zweite Treffen von Vertretern von 15 europäischen Clus-tern und Netzwerken der Medizintechnikund Life-Science-Branche. „Auch die Cluster-Vernetzung funktioniert über den persönlichen Kontakt“, berichtet Robert Gfrerer, Geschäftsführer des Humantechnologie-Clusters. Die wichtigste deutschsprachige Tagung zum Thema „Biomedizinische Technik (BMT)“ bildete den zweiten Teil der Medtech Week D-A-CH und fand von 19. bis 21. September 2013 in Graz statt. (iks)

initiative gestellt. Allerdings sind noch Entscheidungen der Sozialversicherungen aus Wien und der Steiermark ausständig, damit dieses Programm wie vorgesehen am 1. Oktober dieses Jahres starten kann. Die breit angelegte und großflächige Brustkrebsvorsorge für Frauen erfordert die Zustimmung aller Krankenkassen. ÖÄK-Präsident Artur Wechselberger richtete in diesem Zusam-

© dpa/A3542 Karl-Josef Hildenbrand

© TU Graz

Vernetzung Cluster aus Österreich auf internationaler Bühne

Die Qualität von Brustkrebsuntersuchungen soll verbessert werden.

menhang einen dringenden Appell an den Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger, auf die Führung der säumigen Krankenkassen in den Bundesländern einzuwirken, um ein rechtzeitiges Inkrafttreten sicherzustellen. Die Kassen wiederum warfen den Ärzten Blockadepolitik und Verzögerungen vor. Ziel der Änderung ist eine Qualitätssicherung, damit nur qualifizierten Zentren entsprechende Untersuchungen vornehmen. Damit sollen Falsch-Richtige und Richtig-Falsche Befunde vermieden werden. Kritik kommt von Ärzten und der Opposition. Ab 1.10. werde es die Mammografie nur mehr für Frauen von 45 bis 69 Jahren auf Krankenschein geben, kritisieren die Grünen, die Risikogruppe der Frauen von 35 bis 45 werde ausgespart. Mammografie „nur“ zur Vorsorge wird es für sie nicht mehr geben. „Ohne Information zu dieser Neuerung führen ÖVP und SPÖ diese Änderung im Gesundheitsbereich durch“, wetterten die Grünen bei einer Kundgebung. (iks)


M E N S C H E N & KA R R I E R E N

52 – healtheconomy

Freitag, 27. September 2013

Diskussion Gesundheitspolitisches Forum und WKÖ luden zur Debatte über Herausforderungen im Gesundheitswesen

short

Migration und Gesundheit

Public Health School Graz: neue Angebote

Neuer Wettbewerb für Pflege-Management

Viele Fragen offen Flüchtlinge etwa bedürfen einer besonderen Betreuuung und bringen neben psychischen Problemen vielleicht auch ansteckende Krankheiten aus Kriegsgebieten mit. Andere wiederum haben unterschiedliche kulturelle Vorstellungen, die sich bei Untersuchungen genauso wie beim Thema Geburtshilfe oder

Visionär Experten diskutierten Zukunft der Gesundheit

Privatklinik Graz-Ragnitz erweiterte ihr Angebot

Graz. Der erste Med & Care-Kongress in Graz widmete sich am Dienstag der Zukunft des österreichischen Gesundheitswesens. Mehr als 40 prominente Vortragende diskutierten mit dem rund 200 Personen umfassenden Publikum über Herausforderungen, Strategien und Lösungsansätze. „Die Kosten im Gesundheitssystem galoppieren uns davon – die Steigerungsraten sind extrem ungesund“, erklärte Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder in ihrem Eingangsreferat. Die demografische Entwicklung gebe der Politik im Bereich Gesundheit, Alter und Pflege „einen enormen Auftrag“ mit. Das Spitalssystem werde in den nächsten 15 Jahren nicht mehr so ausschauen wie heute, lautete der Tenor. In zwölf

Graz. Im Rahmen eines Empfangs wurde kürzlich das Zentrum für Plastische Chirurgie, Brust- und Handchirurgie in der Privatklinik Graz-Ragnitz als neuer medizinischer Schwerpunkt offiziell eröffnet. Den Patienten steht damit das gesamte Spektrum der Ästhetischen- und Wiederherstellungschirurgie zur Verfügung. Leiter des Zentrums ist Franz Maria Haas, Facharzt für Plastische Chirurgie. Plastische Chirurgie kommt bei Krankheits- oder Unfallfolgen sowie Fehlbildungen zum Einsatz, aber auch dann, wenn mit kosmetischen Eingriffen die Lebensqualität erhöht werden soll. Im neuen Zentrum für Plastische Chirurgie der Privatklinik Graz-Ragnitz wird sowohl die Ästhetische als auch die Rekonstruktive Chirurgie an-

Wien. Das Konferenzunternehmen Business Circle schreibt gemeinsam mit dem Sozial- und Gesundheitsministerium den „Pflege-Management-Award 2014“ aus. Initiator Gerhard Pichler: „Der Pflege-ManagementAward würdigt innovative, erfolgreich umgesetzte Projekte aus der Pflege-ManagementPraxis.“ Die Einreichungsunterlagen können angefordert werden unter www.pflege-management-award.at

Vorträgen und neun Podiumsdiskussionen wurde u.a. erörtert, was man sich leisten wolle und wie dies dann zu finanzieren sei. (fei)

© foto stuhlhofer-wolf

© Business Circle

Der erste Med&Care-Kongress

Gerhard Pichler (li.), Initiator des neuen Pflege-Management-Awards.

Ohne Migration ist das Gesundheitswesen nicht aufrecht zu erhalten, sagen Experten.

Gesundheitslandesrätin Edlinger-­Ploder (mitte): „Kosten galoppieren davon“.

buch-tipp

Werner Bartens: Das sieht aber gar nicht gut aus. Pantheon Verlag, 160 Seiten, 13,40 €, ISBN: 978-3-570-55232-2

geboten. Schwerpunkt ist neben Brust- und Gesichtschirurgie auch das gesamte Spektrum der Handchirurgie. (fei)

Franz Maria Haas leitet das neue Zentrum für Plastische Chirurgie in Ragnitz.

Menschen, über die man spricht

© Johnson & Johnson

Walter Wurzer Geschäftsführer von Johnson & Johnson

© Hartmannspital

Was wir von Ärzten nie wieder hören wollen Der Autor und Werner Bartens nimmt sich in seinem neuen Buch „Das sieht aber gar nicht gut aus – was wir von Ärzten nie wieder hören wollen“ (Erscheinungstermin 8. Oktober) die Kommunikation von Ärzten mit ihren Patienten vor, die sich nicht immer heilsam auswirkt: Für den Arzt ist der Umgang mit Kranken alltägliche Routine – für Patienten ist es hingegen meist ein Ausnahmezustand. Sie sind hochkonzentriert und achten auf jede Geste und jede Äußerung des Arztes. Ein Stirnrunzeln, eine gehobene Augenbraue, eine gedankenlose Bemerkung können eine Welt zusammenbrechen lassen. Wissenschaftlich belegt wird dies durch die Nocebo-Forschung wie auch durch Untersuchungen zur Arzt-Patienten-Kommunikation. Sie zeigen, dass sich die Heilung verzögert und die Prognose verschlechtert, wenn Ärzte sich ungeschickt verhalten und Patienten im Gespräch vor den Kopf stoßen. (fei)

Zentrum für plastische Chirurgie

© AD-Ventures/Gilbert Kossek

Graz. Die Public Health School Graz erweitert ihr Angebot: Nicht nur das postgraduale Public Health Master-Programm, sondern auch das Modul Public Health im neuen Master of Health Care and Hospital Management der MedUni Graz, jährliche Summer Schools, Workshops, Veranstaltungen und mehr werden nun organisiert. Zudem soll ein neuer Facebook-Auftritt noch aktiver über nationale und internationale Agenden informieren.

Wien. Walter Wurzer gehört nun der dreiköpfigen Geschäftsführung des Medizinprodukte-Unternehmens Johnson & Johnson Medical Products GmbH. an. „Die aktive Mitarbeit bei einem der Big Player am Gesundheitsmarkt ist eine besonders spannende Herausforderung; ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit einem professionellen Team und renommierten Kunden“, erklärt er. Der gebürtige Oberösterreicher zeichnet für den Geschäftsbereich Ethicon verantwortlich – Produkte und Technologien für die offene und minimalinvasive Chirurgie. Der 37-jährige Wurzer ist promovierter Molekularbiologe, begann seine berufliche Karriere als Post-Doc an der Uni Innsbruck und wechselte 2004 in die Pharmabranche, war dort unter anderem für Bayer, Celgene und Baxter tätig. (fei)

Wolfgang Junger, forscher an der harvard university

Beim 2. Science Talk im Wiener Hartmannspital gab es richtungweisende Trends aus der immunologischen Forschung zu hören. In seinem Vortrag stellte Wolfgang Junger von der Harvard University neu entdeckte Wirkweisen von Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Zellen, vor. Diese seien die Grundlage für eine effiziente Immunabwehr. Die in Jungers Labor erforschten Mechanismen stellen nun die Grundlage für neue Ansätze bei der Behandlung der Sepsis dar.

Thomas Meindl , neuer ­primar am LKH ­schärding

Thomas Meindl übernimmt per 1. Oktober die Leitung der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin am LKH Schärding und folgt in dieser Funktion Franz Antlinger. Meindl beendete sein Medizinstudium an der Universität Wien, machte seinen Turnus in Spitälern in Linz und Rohrbach und seine Facharztausbildung für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz; dort arbeitete Meindl bis zuletzt Oberarzt.

© Deutsch-Ordnes-KH

Noch mehr Angebote bietet nun die Public Health School in Graz.

Wien. Jeder dritte Unternehmer in Wien hat Migrationshintergrund, viele Patienten aber auch viele Beschäftigte im Gesundheitswesen sind Migranten oder sogar Flüchtlinge. Das stellt etwa die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft wie auch viele Gesundheitseinrichtungen und nicht zuletzt das Gesundheitswesen als Ganzes vor viele Fragen und neue Herausforderungen.

© dpa/Bernd Thissenm

auch beim Thema Alter und Sterben manifestieren und nicht selten zu Missverständnissen führen können. Immer wieder kommt es auch zu Fehlbehandlungen, weil sich Menschen nicht verständigen können oder medizinisches Personal durch Vorurteile geprägt nicht genau zuhört. Alle diese Bereiche können und müssen bei Gesundheitsreformen beachtet werden, waren sich die Teilnehmer beim Gesundheitspolitischen Forum am Mittwoch abend in Wien einig. Ursula Trummer (Center for Health and Migration), Patientenanwältin Sigrid Pilz, SVA-Vizeobmann Peter McDonald, Turkan Akkaya-Kalayci (Lehrgangsleiterin „Transkulturelle Medizin der Medizinischen Universität Wien) und Martin Gleitsmann (Wirtschaftskammer Österreich) forderten vor allem eine Bewußtseinsbildung und bessere Kommunikation im System.

Andreas Feiertag

© Werner Harrer

© www.public-health.medunigraz.at

Hoher Migrationsanteil stellt System vor neue Fragen. Auch Sozialversicherung denkt um.

Gabriele Gollmann-Morcher, neue primaria im KH friesach

Gabriele GollmannMarcher ist neue Leiterin der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin im DeutschOrdens-Krankenhaus Friesach. Die gebürtige Kärntnerin ist bereits seit knapp 20 Jahren für das dieses Krankenhaus tätig. An der Intensivstation des Krankenhauses Friesach werden in sechs Betten 350 Intensivpatienten pro Jahr betreut. Die Anästhesisten führen jährlich 3.500 Narkosen durch und betreuen 500 Patienten mit Schmerzkathetern und -Pumpen.


medianet

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Freitag, 27. September 2013 – 53

Zahlungsverfahren

Capgemini-Studie: Mobile Payment erzielt weltweit starke Zuwachszahlen  Seite 56

© Chris Haderer

© panthermedia/T. Olson

technology Auslaufmodell XP

Kommendes Jahr wird der Support für Windows XP eingestellt  Seite 57

schutzschirm ESET Smart ­security 6 im Test © Eset

Mit Nischenlösungen anhaltend erfolgreich

© camera.developer.sony.com

short

Lorenz Mrkos, Geschäftsführer und Gründer der seit nunmehr 25 Jahren auf Agentursoftware spezialisierten Because Software AG.

Agenturen ticken anders Seit 25 Jahren ist die Because Software AG mit Nischen­ lösungen für den Agenturbetrieb am Markt präsent. An einen Portfolio-Ausbau wird im Jubeljahr nicht gedacht, Marktwachstum ist aber angepeilt.  Seite 54

© Electronic Arts

Wien. Die Konferenz für Softwarequalität, Requirements, Testen und agile Methoden startet in Runde sechs. Diesmal bilden modellbasierte Ansätze in der modernen Softwareentwicklung das Schwerpunktthema: „Model driven approaches for advanced software engineering”. Das Beratungsunternehmen Software Quality Lab veranstaltet mit Partnern und Sponsoren den mittlerweile größten und erfolgreichsten Fachkongress zu diesem Thema in Österreich. Die „Software Quality Days 2014“ finden vom 14.-16. Jänner 2014 im Austria Trend Hotel Savoyen in Wien statt. www.software-quality-lab.com

© Because Software

© software-quality-lab.com

Wien. Sony veröffentlicht das „Application Program Interface“ (API) für die Fernsteuerungsfunktion von Kameras im Zusammenspiel mit WiFi-fähigen Smartphones und Tablets. Die API für AppEntwickler für mobile Geräte steht im „Camera Remote Apps Developer Program“ zur Verfügung. Folgende acht Kameras von Sony sind mit der „Camera Remote API beta” kompatibel: Action Cam HDR-AS30, HDRAS15, HDR-MV1, Digitalkameras Cyber-shot DSC-QX100 und DSC-QX10, Systemkameras NEX-6, NEX-5R, NEX-5T.  camera.developer.sony.com

IT WORKS

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Wien. Hobby-Städteplanern stehen interessante Zeiten bevor: Electronic Arts hat die Veröffentlichung des SimCity-Erweiterungspacks „Städte der Zukunft“ für Mac und PC für den 14. Oktober angekündigt. „Wir stellen Technologien bereit, mit denen die Spieler ihre Städte 50 Jahre in die Zukunft versetzen können“, sagt Patrick Buechner, General Manager vom Entwicklerstudio Maxis Emeryville.  www.SimCity.de

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54 – medianet technology

Freitag, 27. September 2013

Because Software AG Mit seiner Agenturlösung „easyJob“ ist das Unternehmen seit 25 Jahren erfolgreich am Markt

Kommentar

Nischenlösung sichert anhaltenden Markterfolg

Time to say Goodbye

Der Fokus auf Spezialprodukte soll auch in Zukunft beibehalten werden, stabiles Wachstum ist angepeilt. Lorenz Mrkos, Gründer und Geschäftsführer der Because Software AG, die heuer ihr 25jähriges Firmenjubiläum feiert.

Chris Haderer

Wien. 25 Jahre sind in der IT-Branche eine kleine Ewigkeit. Viele Unternehmen, die in den 1980er-Jahren wie unzerstörbare Marktgrößen wirkten, gibt es heute nicht mehr: sie sind „implodiert“, wie es Lorenz Mrkos, Gründer und CEO der Because Software AG, ausdrückt. Das 1988 gegründete Unternehmen ist heute stärker am Markt präsent als denn je – mit einem „Nischenprodukt“, ausschließlich mit der Agentursoftware „easyJob“, die speziell auf die Anforderungen von Agenturen zugeschnitten ist. 3,5 Mio. € Umsatz erzielte Because Software inklusive seiner Auslandsniederlassungen in Deutschland, Holland, Schweiz und Spanien im Vorjahr, neue Module sind in der Pipeline und werden noch heuer auf den Markt kommen. Mit medianet sprach Because-CEO Lorenz Mrkos über die Entwicklung des Unternehmens.

Chris Haderer

A

Mrkos: Wie gesagt, wir wollen unser Portfolio nicht verbreitern, sondern wachsen und da sehen wir uns auf dem richtigen Weg. Wir sind 2010 um etwa 40 Prozent gewachsen und jetzt bewegen wir uns bei 20 Prozent jährlichem Wachstums.

bschiede sind immer schwer, aber meistens notwendig, damit etwas Besseres nachkommen kann. Eine heftige Trennungsschmerzwelle rollt derzeit auf etwa ein Drittel aller Windows-Anwender zu, die immer noch Windows XP verwenden. Gemäß den Plänen von Microsoft soll der Veteran aus dem Jahr 2001 im April 2014 von seinem Nachfolger Windows 8 in einer stillen Ecke der ITWelt verscharrt werden. Und so weh das vielen Anwendern auch tun mag: Es ist notwendig. Windows XP war ein gutes Betriebssystem und ist es heute noch – aber tatsächlich ist es in die Jahre gekommen. Das betrifft weniger die Optik als das Innenleben: Immer mehr Anwendungen setzen eine 64-BitArchitektur voraus und verweigern den Oldie. Laut einer IDGStudie soll ein Windows 8-PC auch um über 500 € pro Jahr in der Haltung billiger sein als ein XP-Gerät, weil er weniger oft abstürzt und weniger Neustarts braucht (siehe Story auf Seite 57). Diese Studie hat mich doch ein wenig überrascht: So gern ich mit Windows 7 arbeite (Windows 8 muss erst einmal aus der Pubertät raus), in diesem Fall nehme ich XP in Schutz: Ich hatte einen Server, der vier Jahre lang ohne Systemabsturz gelaufen ist. Daher ist es nur fair, eine späte Lanze für Windows XP zu brechen. Es ist veraltet, braucht aber wirklich keine schlechte Nachrede!

medianet: Mit welchen Ideen ist Because Software damals an den Start gegangen? Mrkos: Die Grundidee war von Anfang an die Softwareentwicklung für eine Marktnische mit einem speziell dafür ausgerichteten Produkt – und dabei zu bleiben, anstatt in die Breite zu gehen. Der technologische Fokus war die Ent-

Symantec Hidden Lynx

Börsegänge Durch den geplanten Börsegang von Twitter könnte der Google-Konzern auf Platz 3 im IPO-Ranking absinken

medianet: Because Software wurde im Jahr 1988 gegründet, in einer Zeit, in der das Internet noch gar nicht richtig in Sicht war ... Lorenz Mrkos: Richtig, damals hat man gerade mit LAN im kleinen Bereich begonnen und man hat noch von der Mittleren Datentechnik gesprochen ...

Hack aus China

wicklung eines Standardprodukts, das sozusagen durch vielfachen Einsatz multiplizierbar ist. Im Bereich Werbe- und Marketingabteilungen gab es damals noch keine PC-Lösungen. In Österreich war der Bereich durch die Mittlere Datentechnik abgedeckt, in Deutschland durch Großrechner. Die Zeit war reif für PC-Lösungen, und dort haben wir uns positioniert. medianet: Haben Sie nie daran gedacht, das Produktspektrum zu erweitern?

Mrkos: Nein. In der Nische der Agenturen kennen wir uns aus und sprechen auch deren Sprache. Unser Paket deckt genau deren Anforderungen ab. Hier werden hohes Beratungs-Know-how und viel Fachkompetenz von unserem Team geboten. Ein Rechtsanwalt hätte schon im Detail andere Anforderungen – und dadurch würden wir den Fokus auf unsere Nische aufgeben und uns verzetteln. medianet: Wohin geht der Weg, wie sehen die Zukunftpläne aus?

Twitter könnte mehr IPO erzielen als Google

© symantec.de

Wien. 16 Milliarden USD oder knapp 11,84 Milliarden € erzielte das Sozialportal Facebook im Vorjahr bei seinem Börsegang. Es war dies der höchste Ertrag aus einer Erstemission, der von einem Unternehmen erzielt wurde. Das letzte Jahr hat am Ranking keine großen Veränderungen gebracht: Nach wie vor

Symantec hat ein Whitepaper über Hidden Lynx veröffentlicht.

sind es Hightech-Unternehmen, die sich im oberen Bereich der Skala tummeln. Auf Platz zwei liegt mit beachtlichem Abstand der GoogleKonzern mit knapp 1,24 Milliarden €, gefolgt vom US-Unternehmen Zynga, das selbst quasi vom Facebook-Erfolg lebt: Zynga entwickelt Browserspiele, die innerhalb von Sozialen Netzwerken wie Facebook und Myspace gespielt werden können. Die bekanntesten Spiele des Drittplazierten sind FarmVille, Mafia Wars, FrontierVille, CityVille, ZyngaPoker und Adventure World.

Teurer Börsegang

© EPA

Wien. Symantec hat eine professionelle chinesische Hackergruppe namens Hidden Lynx identifiziert, die seit 2009 ihr Unwesen treibt. Ihre Mission ist Cyberspionage, um Wettbewerbsvorteile für Unternehmen und Staaten zu generieren. Bisher gehörten mehrere Hundert Industrieorganisationen aus den Bereichen Informationsund Kommunikationstechnologie, Luftfahrt, Finanzdienstleistungen, Energie und Marketing zu den Zielen von Hidden Lynx. Hidden Lynx vereint 50-100 aktive Mitglieder, die sich darauf spezialisiert haben, Schutzmechanismen zu durchbrechen.  www.symantec.de

© Because Software

Ein langer Weg

medianet: Und wie wird es in technologischer Hinsicht mit Ihren Produkten weitergehen? Mrkos: Wir haben unser hohes Media Know-how aus der Vergangenheit reaktiviert und in unser Gesamtpaket neu integriert. Wir sehen deutlich, dass der Bereich Media insbesondere mit OnlineAbwicklung sowie Interfaces zu Fremdsystemen an Bedeutung gewinnt, weil es dafür kaum Tools am Markt gibt. Wir werden demnächst unseren Media-Planer für Agenturen vorstellen, der technologisch ganz neue Ansätze beinhaltet. Aktuell laden wir aber gerade die bereits über 12.000 Anwender unserer Software dazu ein, das Jubiläum mit uns zu begehen. Für Feedback zu der Anwendung stehen 25 Gewinne – die nächsten 5 Monate jeweils 5 mal – für die Anwender bereit. Den vielen, vor allem deutschen, Anwendern möchten wir mit einem Gruß aus Wien – Sachertorte und Sekt – für das Agenturteam sowie kostenlose individuelle Beratung zu easyJob die Nutzung von easyJob weiter versüßen. So können die easyJobAnwender den Geburtstag mitfeiern und die Beratung zu easyJob für noch bessere Integration der Software nutzen.  www.because-software.com

Mark Zuckerberg, Beherrscher des Planeten Facebook.

Der Facebook-Börsegang hatte übrigens teure Konsequenzen für die Technologiebörse Nasdaq: Da sich der Handel aufgrund technischer Probleme um 30 Minuten verzögerte, wurden 30.000 Aufträge erst verspätet bearbeitet. Durch den Wertverlust der FacebookAktie verbuchten einige Investoren große Verluste, die sich laut Schätzungen auf 500 Millionen USD beliefen (ca. 370 Millionen €). Die Nasdaq wurde zu einer Strafe in

der Höhe von zehn Millionen USD (7,4 Millionen. €) verdonnert; zusätzlich zahlte die Technologiebörse noch freiwillig 62 Millionen USD (45,9 Millionen. €) an Entschädigungen.

Twitter kommt Bewegung könnte der geplante Börsegang des Microblogging-

Dienstes Twitter in die Szene bringen, der für heuer geplant ist. Laut ersten Schätzungen der Marktforscher von PrivCo könnte Twitter bei seinem Börsengang durchaus 15 Milliarden USD (11,1 Mrd. €) und mehr IPO erzielen. Das könnte den Google-Konzern überraschend auf Platz drei im Ranking der erfolgreichsten Börsegänge verweisen.  www.statista.de


I d e e & s t r at e g ie

Freitag, 27. September 2013

medianet technology – 55

Iron Mountain 46% der deutschen Mitarbeiter würden sich bei Jobverlust durch Datendiebstahl an der Firma rächen

short

Gefahrenherd Mitarbeiter

Individuelle Regeln für flexible Arbeitszeiten Wien. Eine mobile und flexible Arbeitsorganisation trägt in hohem Maße zum Erfolg kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) in Deutschland bei, sofern sie nicht durch Unternehmensrichtlinien auf bestimmte Zeitfenster reduziert ist. Gleichzeitig müssen die Mitarbeiter ihre Arbeit eigenverantwortlich strukturieren und individuell Regeln setzen, um sich eine gesunde Work-Life-Balance zu schaffen und ihre Produktivität zu steigern. Dies sind die wichtigsten Erkenntnisse einer weltweiten Studie, die im Auftrag von Citrix durchgeführt wurde. Über die Hälfte (54%) der KMU, in denen die Möglichkeit zu flexibler Arbeit besteht, begegnen diesen Bedenken durch feste Zeitvorgaben für mobil organisierte Mitarbeiter. Diese wehren sich allerdings nachdrücklich gegen technische Einschränkungen, die einen Zugang zu Unternehmensdaten und -kommunikation auf reguläre Geschäftszeiten reduzieren – 73% lehnen das ab.   www.citrix.com

Vor knapp zwei Wochen wurden dem Mobilfunkprovider Vodafone zwei Millionen Kundendaten gestohlen. Wien. Die Bankdaten von knapp zwei Millionen Kunden waren es, die dem Mobilfunkanbieter Vodafone vor knapp zwei Wochen gestohlen wurden. Wie das Unternehmen mitteilte, handelte es sich nicht um einen Hacker, sondern um einen Angriff von „innen“: Ein Mitarbeiter eines für Vodafone tätigen Dienstleisters habe AdminZugangsdaten gekannt und so den Datendiebstahl durchgeführt. Ein Alarmzeichen, wie Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer von Iron Mountain Deutschland, meint, denn es zeigt, wie schlecht manche Zugänge abgesichert sind – und wie groß das von unzufriedenen oder kriminellen Mitarbeitern ausgehende Datenschutzrisiko ist.

© dpa/Marcus Brandt

Chris haderer

bei den eigenen Mitarbeitern an: „Unternehmen sollten hier durch Sicherheitsvorschriften und entsprechende Schulungen sowie durch Zugriffsbeschränkungen auf Daten versuchen, die größten Informationsrisiken zu minimieren.“

„Unternehmen geben weltweit Millionen von Euro für ihre ITSicherheit aus“, sagt Börgmann. „Zur selben Zeit kann ein verärgerter Mitarbeiter, der kurz vor der Entlassung steht, das Unternehmenstor passieren und Datensätze über Kunden oder Geschäftspartner auf einem USB-Stick oder einem ausgedruckten Blatt Papier mitnehmen und diese im schlimmsten Fall sogar zu bösartigen Zwecken einsetzen.“ Die Gewährleistung von Datenschutz und Datensicherheit fängt

Kriminelle Absichten Die Motive für einen Datenklau durch ehemalige Mitarbeiter können unterschiedlich sein: „Neben dem hier vorliegenden Fall, bei dem offenbar kriminelle Absichten verfolgt wurden, zum Beispiel um

Kundendaten für Phishing-Attacken zu benutzen, liegen Iron Mountain Studienergebnisse vor, wonach ein nicht zu unterschätzender Teil von Mitarbeitern sich an ehemaligen Arbeitgebern durch Datendiebstahl rächen würde“, sagt Börgmann. „Immerhin würden dies sechs Prozent aller deutschen Angestellten tun.“ Im Speziellen würden sich laut Iron Mountain 26% der deutschen IT-Mitarbeiter bei aus ihrer Sicht unberechtigten Schuldvorwürfen revanchieren – sowie 18% bei einem Verlust ihres Arbeitsplatzes.

„Wenn deutsche Mitarbeiter bei einem Jobwechsel oder einer Entlassung aus Rache Daten stehlen, liegen die datenschutzkritischen Kundendaten mit 46 Prozent auf dem zweiten Rang; nur Unternehmenspräsentationen sind mit 57 Prozent noch begehrter.“ Vorfälle, wie jüngst im Umfeld des Vodafone-Konzerns beobachtet, zeigen, wie notwendig die Absicherung von Kundendaten ist – und dass sich Schutzmaßnahmen nicht nur gegen Hacker, sondern (leider) auch gegen Mitarbeiter richten.  www.ironmountain.com

© sxc/Tamer Tatlici

Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer des auf Security-Lösungen spezialisierten Anbieters Iron Mountain Deutschland.

Risikominimierung

Reguläre Bürozeiten sind unbeliebt.

BMD bringt smarte Zahlungsverkehr-Lösung QR-Code: die Zukunft der automatischen Rechnungserfassung und Belegverarbeitung

Kein IBAN-Stress bei Überweisungen Einfache Eingabehilfe: So können Sie sehr viel Zeit, Geld und Nerven sparen – auch der Endverbraucher profitiert. ausgestattet. Diese Möglichkeit können auch alle Softwarekunden des Steyrer Unternehmens nutzen, die ein Rechnungsmodul einsetzen – immerhin über 1.600 Steuerberatungskanzleien und mehr als 2.500 Unternehmen österreichweit.

Optimale Unterstützung und noch mehr Sicherheit Nicht nur die Daten für die Überweisung sind im QR-Code enthalten. Es können damit auch in Unternehmen die Rechnungsdaten in die Eingangskontrolle und/oder in die Buchhaltung automatisch übernommen werden. Nicht nur Endverbraucher werden so optimal unterstützt, sondern auch Unternehmen sparen viel Zeit.

BMD-Kunden im Vorteil

© BMD (2)

Steyr. Start für den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA). Ab 1. Februar 2014 verlangt der neue Standard bei Überweisungen ausnahmslos die Eingabe eines 20-stelligen IBAN- und eines 10-stelligen BIC-Codes. Die Fehleranfälligkeit bei Eingabe eines derart langen Identitätsschlüssels sei enorm hoch und senkt die Begeisterung für das Online-Banking wesentlich, wissen die Softwareexperten bei BMD. Als smarte Lösung etabliert sich der QR-Code als schnelle Eingabehilfe für den Zahlungsverkehr, heißt es dazu aus der Chefetage. Geschäftsführer Ferdinand Wieser: „Der auf den Rechnungen aufgebrachte Code enthält schließlich alle Rechnungs- und Bankdaten. Die händische Eingabe von Rechnungsdaten – wie Zahlungsempfänger, IBAN, BIC, Zahlungsreferenz oder Rechnungsbetrag – wird so überflüssig. Damit wird Online-Banking extrem einfach.“

Keine Eingabefehler, viel Zeitersparnis: Das neue BMD-Zahlungstool überzeugt.

PROMOTION

Ende der Eingabefehler Lästige Eingabefehler und die zeitraubende Suche danach sollen so der Vergangenheit angehören. Und so funktioniert’s: Der Zahlende will eine Rechnung begleichen, öffnet die App seines Geldinstituts und wählt dort die QR-Readerfunktion. Mit der

Handykamera scannt er dann den leicht erkennbaren QR-Code. Die ausgelesenen Daten aus dem QRCode werden sofort in die Überweisung übertragen und in Sekundenschnelle ist eine Überweisung mit den absolut richtigen Überweisungsdaten fertiggestellt. Die dann am Display gezeigten Daten können nach Belieben – beispiels-

weise der Betrag und das Durchführungsdatum – vom Nutzer verändert werden. Anschließend erfolgt die Unterschrift wie gewohnt mittels Einmalpasswort: TAN oder SMS TAN; schon ist die Überweisung fertig. BMD hat als einer der ersten Software-Hersteller seine eigenen Rechnungen mit dem QR-Code

Zusätzlich gewinnen sie Sicherheit durch die elektronische Auslesung der QR-Code-Daten. „Der Vorteil für alle Beteiligten liegt klar auf der Hand“, so BMDGeschäftsführer Ferdinand Wieser, „die Unternehmen profitieren von der Automatisierung der Datenerfassung, und für die Endverbraucher ist es eine geradezu sensationelle Vereinfachung beim Bezahlen von Rechnungen.“ Besonders die Zeitersparnis und Vermeidung von Eingabefehlern gelingt mit dem Einsatz des QR-Codes sehr komfortabel.

BMD-Chef Ferdinand Wieser.

UNTERNEHMEN BMD besteht seit 1972 als stabiles und innovatives Unternehmen. Es hat sich vom universellen EDV-Anbieter zu einem führenden österreichischen Hersteller von hochwertiger Business-Software entwickelt: Buchhaltung, Kostenrechnung, Controlling, Lohn & HRM, ERP, CRM. Über 25.000 Kunden in A, CH, D, CZ, H, SLO verlassen sich auf BMD-Lösungen für Unternehmen, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Kontakt BMD SYSTEMHAUS GESMBH Sierninger Straße 190 A-4400 Steyr Tel.: +43 50 883-0 Fax.: +43 50 883-66 Mail: bmd@bmd.com Web: www.bmd.com


Fa c t s & f i g u r e s

56 – medianet technology

short

Der „Wisch-Effekt“ und seine Auswirkungen

Freitag, 27. September 2013

Capgemini Im Vorjahr wurden weltweit mehr als 333 Milliarden bargeldlose Transaktionen durchgeführt, ein Plus von 8,5%

Mobile Payment erzielt gesunde Zuwachszahlen

© Chris Haderer

Mobile Zahlungen sollen laut einer aktuellen Studie bis zum Jahr 2014 um 58,4 Prozent anwachsen. christoph fellmer

© Adobe

Creative Cloud hat eine Million Anwender

Shantanu Narayen, President und CEO bei Adobe Systems.

Wien. Adobe erzielte im dritten Geschäftsquartal einen Umsatz in Höhe von 1.025 Mrd. USD. Es wurden bereits mehr als eine Mio. Creative Cloud Abos abgeschlossen. Die Adobe Marketing Cloud kann einen Zuwachs von 28% verbuchen. „Wir haben im dritten Quartal die ein Millionen AbonnementMarke überschritten und damit bewiesen, dass die Umstellung auf die Creative Cloud schneller vonstattengeht, als wir erwartet haben”, sagt Shantanu Narayen, President & CEO bei Adobe. Mit der Creative Cloud hat Adobe im Vorjahr den Switch zu Software-Mietmodellen vollzogen.  www.adobe.com

Reife Märkte Laut dem Report lagen die Regionen Zentraleuropa, Naher Osten und Afrika (CEMEA) sowie das aufstrebende Asien im Jahr 2011 mit einem Anstieg der Transaktionen um mehr als 20 Prozent an der Spitze. In Lateinamerika ist ein Plus von 14,4 Prozent zu verzeichnen. Das Wachstum in diesen Märkten war laut der Capgemini-Studie deutlich höher als in Nordamerika, Europa und dem entwickelten Asien (Australien, Japan, Singapur und Südkorea). Dort gab es lediglich einstellige Zuwachsraten. Die reifen Märkte haben jedoch mit 76,9 Prozent den weitaus größten Anteil an den weltweiten bargeldlosen Transaktionen. Prognosen zeigen, dass es noch etwa zehn Jahre dauern wird, bis ein Gleichgewicht erreicht ist.

© panthermedia.net/Tyler Olson

Wien. In den Räumen des Softwarehauses Fabasoft und unter der Regie des Report-Verlages diskutierten vergangene Woche Martin Katzer, Geschäftsführer T-Systems Austria, gemeinsam mit weiteren Experten aus Wirtschaft und IKT-Umfeld die Trends, Herausforderungen und Entwicklungen rund um das Thema „Der Wisch-Effekt – eine Gratwanderung zwischen Freiheit der Mitarbeiter und Datensicherheit.“ Im Rahmen der Expertenrunde wurden verschiedenste aktuelle Fragen erörtert, wie etwa: „Wie lassen sich Daten in einer zunehmend verschwimmenden Arbeits- und Freizeitwelt sicher verwalten? Wie gehen Unternehmen mit privaten Endgeräten ihrer Arbeitnehmer um? Was ist dabei rechtlich zu beachten, um keine Schwierigkeiten zu bekommen? Wie sieht eine standardisierte IT-Infrastruktur der Zukunft aus?“ Die Podiumsteilnehmer (Johannes Baumgartner, CEO Fujitsu Technology Solutions; Helmut Fallmann, Mitglied des Vorstands Fabasoft AG; Bettina Windisch-Altieri, Benn-Ibler Rechtsanwälte; Roland Ledinger, Leiter IKT-Strategie Bund, Bundeskanzleramt, und Martin Katzer, Geschäftsführer T-Systems Austria) beleuchteten unter der Moderation von Martin Szelgrad vom Report Verlag die Herausforderungen des „Wisch-Effekts“ auf rechtlicher, technischer und menschlicher Ebene.  www.t-systems.at

Wien. Die Anzahl der bargeldlosen Zahlungsvorgänge ist weltweit rasant am Steigen: Auf geschätzte mehr als 333 Milliarden Transaktionen ist das Volumen im letzten Jahr weltweit gewachsen (+8,5 Prozent). Bereits 2011 betrug das Wachstum 8,8 Prozent. Insbesondere die wirtschaftliche Erholung in den USA sowie der Einfluss der Schwellenländer haben dazu beigetragen. Das zeigen die Ergebnisse des World Payments Reports 2013, der von Capgemini und der Royal Bank of Scotland (RBS) auf Basis der neuesten verfügbaren Daten erstellt wurde.

Mobile Payments-Systeme sind stark im Kommen, auch wenn Kredit- und Debitkarten derzeit noch am beliebtesten sind.

ben”, kommentiert Kevin Brown, Managing Director, Global Head of Transaction Services, RBS International Banking, die Studienergebnisse. „Schätzungen zeigen ein 8,5-prozentiges Wachstum des bargeldlosen Zahlungsverkehrs im Jahr 2012 – das sind fast 47 Transaktionen pro Erdbürger. In den Schwellenländern geben Formen des Mobile Payments mehr Menschen den Zugang zu finanziellen Transaktionen. In den entwickelten Märkten hingehen führten vor allem kundenorientierte Innovationen dazu, dass PrepaidKarten und virtuelle Währung an

Mobile Payments kommt „Der unverminderte Anstieg der bargeldlosen Zahlungen ist ein Zeichen für unser vernetztes Le-

Zugkraft gewannen.“ Der Gebrauch von Debitkarten stieg im Jahr 2011 weltweit um 15,8 Prozent auf 124 Milliarden Transaktionen an. Der von Kreditkarten nahm um 12,3 Prozent auf 57 Milliarden Transaktionen zu. Schätzungen der Branche deuten darauf hin, dass 2014 voraussichtlich 34,8 Milliarden Transaktionen durch E-Payments und 28,9 Milliarden durch mobile Zahlungen getätigt werden (eine jährliche Wachstumsrate von 18,1 Prozent beziehungsweise 58,5 Prozent von 2010 bis 2014). Allerdings enthalten die Schätzungen insbesondere aufgrund der Problematik

der definitorischen Abgrenzung der Zahlungsarten einige Unschärfen, wie der Report aufzeigt.

Neue Vorschriften „Für Banken und gleichermaßen für andere Zahlungsdienstleister bleibt es eine besondere Herausforderung, das Marktrisiko zu verringern sowie der regulatorischen Komplexität zu begegnen, zumal sich Vorschriften mehren und sich die Initiativen überlappen“, sagt Klaus Schmid, Vorstandsvorsitzender von Capgemini in Österreich.  www.capgemini.com

OCG Bereits zertifizierte Unternehmen haben drei Jahre Zeit, um sich an die Neuauflage des Standards anzupassen

Neuauflage von ISO/IEC 27001 ist im Anflug Wien. Wenn Unternehmen über neue Trends wie „Bring your own Device“ oder mobiles Arbeiten reden und sich dabei mit Datenschutzproblemen konfrontiert sehen, wird gern eines übersehen: Es gibt Normen, nach denen Unternehmen hinsichtlich ihrer Datensicherheit zertifiziert werden können. In Zukunft werden solche Zertifizierungen an Bedeutung gewinnen – auch wenn es derzeit in Österreich gerade einmal 46 Unternehmen sind, die bereits ISO/ IEC 27001 zertifiziert sind. Dieser Standard hat nun eine Neuauflage erfahren, um aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.

© Chris Haderer

Martin Katzer (T-Systems) und Helmut Fallmann (Fabasoft) am Podium.

Drei Jahre Zeit

Edward Humphreys, ISO/IEC 27001-Experte, und Ingrid Schaumüller-Bichl, OCG.

Die neue Auflage der der ISO/IEC 27001-Norm wird am 19. Oktober weltweit vorgestellt. „Die 2013Edition hat mehrere grundlegende Neustrukturierungen durchlaufen, um auch kommende Anforderungen abdecken zu können“, sagt der Informationssicherheits-Spezialist Edward Humphreys. „Sie be-

inhaltet nun auch eine Reihe von neuen Konzepten und Prinzipien. Unternehmen, die bereits zertifiziert sind, haben nun drei Jahre Zeit, die Anforderungen der neuen Edition zu erfüllen und sich zu rezertifizieren.“ Als österreichischer Zertifizierungspartner fungiert die Öster-

reichische Computergesellschaft, die selbst nach der Qualitätsnorm ISO 9001:2008 für die Bereiche OCG-Zertifikate inklusive ISO/IEC 27001, ECDL-Zertifikate und Konferenzorganisation zertifiziert ist. „Konzerne und große Unternehmen in Österreich sind sich der Bedeutung des Themas im All-

gemeinen sehr gut bewusst und setzen entsprechende Maßnahmen, einige sind ja bereits ISO/IEC 27001-zertifiziert“, sagt Ingrid Schaumüller-Bichl, Leiterin des Arbeitskreises „IT-Sicherheit“ der Österreichischen Computer Gesellschaft OCG und Professorin an der FH Oberösterreich, Campus Hagenberg. „Aber bei Klein- und Mittelbetrieben gibt es sicher noch Nachholbedarf – sowohl in der Bewusstseinsbildung für das Thema als auch in der konkreten Umsetzung.“ Zertifizierungsvorreiter sind Japan, Indien und Großbritannien, wo auch die ISO/IEC 27001-Norm entwickelt wurde: In Japan wurden über 4.000 ISO/IEC 27001Zertifikate verliehen, in Großbritannien und Indien über 500. „Ein Unternehmen, das sich aktiv um die Sicherheit von Informationen und Daten kümmert, hat am Markt einen klaren Vorteil. Eine zertifizierte Organisation kann für Kunden und Öffentlichkeit klar nachweisen, dass sie eine wirksame Policy zur Informationssicherheit implementiert hat“, sagt Schaumüller-Bichl.  www.ocg.at


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 27. September 2013

medianet technology – 57

Microsoft Kommendes Frühjahr wird der Support für das im Jahr 2001 erschienene Windows XP-Betriebssystem eingestellt

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Windows XP: Ein Veteran soll eingemottet werden chris haderer

Franz Semmernegg, CFO Kapsch.

Wien. Die Kapsch Group konnte mit einem Umsatz von 928 Mio. € im vergangenen Geschäftsjahr den zweithöchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte erzielen. Auf dem Heimmarkt in Österreich (29% des Gesamtumsatzes) und in Amerika (17%) konnte der Umsatz abermals gesteigert werden. Den größten Anteil hat weiterhin Zentralund Osteuropa mit 37%. Das EBITDA beträgt 58,4 Mio. € und das EBIT 25,5 Mio. €. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung wurden um 14% auf 96,6 Mio. € gesteigert. „Wir halten an unserer langfristigen Wachstumsstrategie weiter fest“, sagt Franz Semmernegg, CFO Kapsch Group.  www.kapsch.net

© Chris Haderer (2)

Wien. Kommendes Jahr, am 8. April 2014, soll ein Veteran abgewrackt werden, der Millionen PC-Anwender über ein Jahrzehnt begleitet hat: Windows XP von Microsoft. Dann endet der Support für das am 25. Oktober 2001 veröffentlichte Betriebssystem, das es während seiner Lebensdauer auf immerhin neun verschiedene Editionen und drei Servicepacks gebracht hat. In die Dienstzeit von XP fielen grundlegende Neuerungen wie USB, Bluetooth und die Verbreitung von WLAN, trotzdem sei es ein Betriebssystem, das „nicht für die heutige Zeit gemacht ist“, sagt Stefan Sennebogen, Leiter des Geschäftsbereichs Windows bei Microsoft Österreich. „Die stark veraltete Sicherheitsarchitektur macht Windows XP mittlerweile zu einem enormen Sicherheitsrisiko, sowohl für Endkonsumenten wie auch für Unternehmen. Anwender von Windows XP setzen sich dadurch enormen IT-Sicherheitsrisiken aus, die sich jedoch einfach vermeiden lassen.“

© Kapsch

Durch die veraltete 32-Bit-Architektur können moderne Softwarepakete nicht mehr eingesetzt werden.

Zweithöchster Umsatz der Firmengeschichte

Stefan Sennebogen, Leiter des Geschäftsbereichs Windows bei Microsoft, und Robert Schischka, Leiter von CERT.at.

nutzt werden; darüber hinaus gibt es eine Reihe von Anwendungen, die nur mehr auf 64-Bit-Systemen arbeiten – wie etwa „Premiere CC“ und „After Effects CC“, die Videoflaggschiffe von Adobe. Auch das von Microsoft stammende „Office 365“-Paket kann auf XP-Systemen nicht genutzt werden (der Support für „Office 2003“ wird ebenfalls kommendes Jahr eingestellt).

Veraltete Architektur Sicherheitsrisiken sind einer der Hauptgründe, mit denen Microsoft seine Kunden zur Aufgabe von Windows XP bewegen will – denn weltweit ist das System immer noch auf gut einem Drittel aller Installationen im Einsatz. Neben dem ab kommendem Jahr eingestellten Support für das Betriebssystem (wodurch auch keine neu entdeckten Sicherheitslücken mehr geschlossen werden) sei auch die veraltete 32-Bit-Architektur von XP ein Problem: Dadurch kann die Leistungsfähigkeit moderner Hardware nicht wirklich ausge-

Sicherheitsprobleme Auch die IT-Sicherheitsexperten der Österreichischen „InternetFeuerwehr“ CERT.at (Computer Emergency Response Team) raten von der weiteren Verwendung von Windows XP ab. „Der Einsatz veralteter Software ist noch immer das häufigste und beste Einfallstor für Internetkriminelle“, sagt

Robert Schischka, Leiter von CERT.at. „Angreifer nützen bevorzugt Sicherheitslücken in Betriebssystemen und anderer Software aus, um auf diesem Weg unbemerkt Rechner mit Viren, Trojanern oder sonstiger Malware zu infizieren. Die Vorfälle der letzten Zeit zeigen uns deutlich, dass sich Windows XP zu einem massiven Sicherheitsproblem entwickelt.“ Generell empfiehlt CERT.at, jede Software – egal ob Betriebssystem oder andere Anwendungen – immer auf dem aktuellen Stand zu halten. Nur durch Aktualisierung mit Updates, Patches oder sonstigen Softwarekorrekturen kann verhindert werden, dass Angreifer aktuelle Sicherheitslücken zu ihrem Vorteil ausnützen. Aber auch damit gibt es keine absolute Sicherheit. „Zwar schützt die Aktualisierung von

Atos setzt SAP-Projekte für Telekom Austria um

Systemen nicht vollständig gegen Angriffe, jedoch wird es Angreifern dadurch wesentlich schwerer gemacht“, sagt Schischka. „Aus Sicht von CERT begrüßen wir sehr, dass die Tage von Windows XP endlich gezählt sind. Denn damit steigen auch die Anforderungen an Angreifer, sich unerlaubt Zutritt zu fremden Systemen zu schaffen und Schaden anzurichten.“ Auch finanzielle Motive sollen Unternehmen zum Umsteigen auf das aktuelle Windows 8 motivieren: „Windows 8 benötigt um 86 Prozent weniger Neustarts, die Ausfallquote wurde um 55 Prozent gesenkt“, sagt Stefan Sennebogen. Laut einer Studie der IDG betragen deshalb die jährlichen Betriebskosten für einen PC nur 134 € anstatt 690 € bei XP-Systemen.  www.microsoft.at

Wien. Der IT-Dienstleister Atos hat zwei anspruchsvolle SAPProjekte, ASAP und BSAP, für die Telekom Austria erfolgreich umgesetzt. Bei ersterem bestand die Herausforderung darin, die SAP-ERP-Systeme der früheren Telekom Austria und mobilkom austria zusammenzuführen. BSAP beinhaltete die komplette Neuentwicklung der Reporting- und Planungslandschaft der betriebswirtschaftlichen Prozesse der A1 Telekom Austria. Ziel bei der Zusammenführung der SAPERP-Systeme war es, das Unternehmen dabei zu unterstützen, den A1-Kunden künftig konvergente Festnetz- und Mobilfunkdienste anzubieten.  www.atos.net

QlikTech Die meisten Unternehmen benötigen keine Datenanalysen in Echtzeit, weil sie den „Faktor Mensch“ überfordern

Antennenfernsehen in HD via T-Mobile

Analyse und Filer Um „richtiges“ Real-Time handelt es sich allerdings nur, wenn zum Beispiel Roboter mit im Spiel sind. „Gängige Einsatzszenarien

Real Time-Gedanken: Stefan Jensen, Pre-Sales-Verantwortlicher von QlikTech.

sind im Produktionsumfeld zu finden“, sagt Jensen. Das lässt sich auch gut vergleichen mit anderen Bereichen, in denen Prozesse vollständig automatisiert sind – wie etwa beim Auto-Pilot im Flugzeug.“ Sind Informationen tatsächlich im Millisekunden-Bereich verfügbar, türmen sich in Kürze enorme

Datenberge auf. Diese nur vorzuhalten, bringt Firmen nicht weiter. „Die Daten müssen analysiert werden. Allerdings liefern nicht alle Daten wesentliche Informationen. Es gilt daher, die relevanten herauszufiltern und zueinander in Beziehung zu setzen. Um die nötigen Verknüpfungen zu erkennen,

müssen dafür oft auch Daten aus weiteren Quellen hinzugezogen werden. Das erfordert natürlich etwas mehr Zeit als ein paar Millisekunden. Daher sollten Verantwortliche sich klar werden, in welchen Abständen Analysen überhaupt hilfreiche Einblicke für die Entscheidungsfindung liefern können. Das muss nicht zwingend in RealTime sein. Für manche Anwender stellen Analysen einmal pro Woche schon eine bahnbrechende Weiterentwicklung dar.“ Richtiges Real-Time scheitere am Faktor Mensch, meint Stefan Jensen. „Das menschliche Gehirn ist kein Super-Computer. Folglich kann auch kein Mensch auf Analyseergebnisse reagieren, die in Echtzeit vorliegen. Unserer Erfahrung nach sind Updates für Geschäfts- und Produktionsdaten in Intervallen von unter fünf Minuten nicht wirklich sinnvoll. Das heißt: In den meisten RTBI-Fällen geht es mehr um ‚Near-Real-Time‘-Anwendungen. Analysen im Wochenrhythmus reichen oft aus, um fundierte Entscheidungen zu treffen.“  www.qlikview.de

© T-Mobile

Wien. Zwei Begriffe suchen in letzter Zeit verstärkt den Schulterschluss, nämlich „Big Data“ auf der einen Seite, und „Real Time“ auf der anderen Seite. Gerade im Bereich von „Business Analytics“ wird die Anforderung gestellt, dass die Datenauswertung in Echtzeit erfolgen muss. Allerdings schleichen sich in die Definition von „Real-Time-Business-Intelligence“ (RTBI) immer wieder Unschärfen ein, die das Ergebnis trüben können. „Gemeinhin verstehen Experten unter RTBI, dass Informationen für Analysen in Echtzeit zur Verfügung stehen“, sagt Stefan Jensen, Pre-Sales Verantwortlicher von QlikTech. „Streng genommen bedeutet dies, dass Daten schon in Mikro- oder gar Millisekunden nach Eintritt eines Ereignisses analysierbar sind und man direkt darauf reagieren kann.“

© QlikTech

Sind Real Time-Analysen tatsächlich nötig?

v.l.n.r.: Alexander Wrabetz, ORF, ­Andreas Bierwirth, T-Mobile Austria, und Michael Wagenhofer, ORS.

Wien. T-Mobile weitet sein Produktangebot mit simpliTV auf Fernsehen aus. Um 10 € im Monat sind bis zu 40 TV-Sender, davon 9 in High Definition, ohne Installationskosten, Aufwand und Bindung verfügbar. Die dazugehörige Box ist in allen T-Mobile Shops um einmalige 119 € erhältlich. simpliTV folgt dem Trend, Antennenfernsehen als FernsehPlattform neben Satellit und Kabel anzubieten. In den Ballungszentren und Großstädten wird der Empfang von bis zu 40 Sendern via Zimmerantenne ermöglicht.  www.t-mobile.at/simpliTV


T o o ls & ser v ices

58 – medianet technology

Freitag, 27. September 2013

Test Das „Smart Security 6“-Paket von Eset bietet interessante Schutzmechanismen, ohne die Performance zu bremsen

short

Ein stabiler Schutzschirm für Windows-Computer

© Oracle

Bandlaufwerk speichert bis zu 8,5 Terabyte

Die Software bringt es auf gute Erkennungsraten und hat auch eine Antidiebstahlfunktion im Gepäck. facts & figures

Highspeed-Gerät: das StorageTek T10000D Tape Drive von Oracle.

© Chris Haderer (2)

Wien. Oracle bietet mit dem „StorageTek T10000D Tape Drive“ das schnellste und leistungsstärkste Bandlaufwerk auf dem Markt. Mit 54% mehr Kapazität pro Kassette im Vergleich zur vorigen Generation – nativ bis zu 8,5 Terabyte – unterstützt StorageTek T10000D Tape Drive Kunden dabei, ihre Anschaffungskosten für das Rechenzentrums-Backup um 35% zu senken. StorageTek T10000D Tape Drive speichert Daten mit bis zu 252 MB/Sek. Mit dem Linear Tape File System (LTFS) von Oracle können verschiedene LTO LTFS-aktive Bänder per Drag & Drop auf eine einzige StorageTek T10000D-Kassette gezogen werden. Das System eignet sich somit für große Datenkonsolidierungsprojekte.   www.oracle.at

Die einzelnen Schutzmodule werden im einem zentralen Kontrollfenster eingestellt. Chris haderer

Wien. Virenschutz-Suiten gehören zu den unspannenden Dingen des PCAlltags. Ihre Aufgabe erfüllen sie dann am besten, wenn man ihre Anwesenheit gar nicht bemerkt – weil sie alle Schädlinge vollautomatisch fernhalten, ohne den Rechner zu bremsen. Genau das ist beim neuen „Eset Smart Security 6“ der Fall: Das Schutzpaket vereinigt eine Reihe von Schutzverfahren (siehe Kasten), die vom bloßen Virenschutz bis hin zu einem Social Media-Scanner und einem Antitheft-Schutz für Notebooks reichen. Updates der Signatur-Datenbanken erfolgen automatisch, darüber hinaus hilft auch die eingesetzte „ThreatSense“Technologie beim Aufspüren (oder besser: Erahnen) noch unbekannter Malware. Die einzelnen Komponenten integrieren sich nahtlos in andere Anwendungen wie E-Mail und gewährleisten einen zufriedenstellenden Schutz vor Bedrohungen.

Neue Infor NL-Version: HTML 5 statt Java Swing Wien. Infor hat eine verbesserte Version von Infor LN mit integrierter Social-BusinessTechnologie auf den Markt gebracht: Das neue Release setzt auf der Infor 10x-Plattform auf, in die die Kollaborationslösung Infor Ming.le integriert ist. Infor LN wartet zudem mit Funktionen für ausgewählte Branchenbereiche auf, mit denen Anwender schneller und sinnvoller interagieren und Aufgaben erledigen können. Mit der neuesten Version wendet sich Infor LN von Java Swing ab, hin zu HTML 5. Ein neue Version des Dynamic Enterprise Modelling (DEM) sorgt für mehr Effizienz beim Verwalten von Geschäftsprozessen.  www.infor.at

Die deutsche Stiftung Wartentest zeigte sich schon von der Vorversion 5 einigermaßen begeistert und gab ihr im Test die Gesamtnote „Gut“. Als einziges Sicherheitspaket, so die Warentester, erzielte „Eset Smart Security in allen vier

Einzeldisziplinen (Virenschutz, Firewall, Handhabung, Rechnerbelastung) die Note gut und errang somit verdient Platz 1. Zudem bietet das Produkt online wie offline gleich hohe Erkennungsraten.“ Insgesamt böte Eset „einen guten Virenschutz, eine der besten Firewalls und belastet den Rechner kaum“ – ein Urteil, dem wir uns

Eset Smart Security 6 kann System und Netzwerk auf Aktivitäten überwachen.

• Kindersicherung • Frühwarnsystem • Wiederherstellungs-CD • Signaturdatenbank und Programmkomponenten-Updates • Fullscreen-Mode (für Gamer) • Hostbasierter Schutz vor Angriffen (HIPS) • Neue Wechselmedienkontrolle • Optimierte Startgeschwindigkeit • Antitheft • Social Media Scanner Systemanforderungen Microsoft Windows 8, 7, Vista, XP; Home Server 2003/2011 (ohne Antitheft) Preis ca, 45 €/Jahr  www.eset.at im Test voll und ganz anschließen können und das auch für die Version 6 zutrifft.

„Gut“ im Warentest Trotz vieler über das Basisverständnis von Laien hinausgehender Funktionen bietet Eset Smart Security 6 einen einfach zu installierenden und einzusetzenden Schutz vor Bedrohungen aus dem Internet. Auf einem Windows 7Rechner mit einem i7-Prozessor der aktuellen Generation waren keinerlei Performance-Verluste durch den Einsatz von Smart Security 6 feststellbar. Ein kleines Manko gibt es allerdings schon: Im Test versuchten wir direkt von Version 5 auf Version 6 upzugraden (was der Installer von selbst durchführen sollte), allerdings kam es dabei zum Systemcrash. Nach einem Neustart konnte die Installation aber ohne Probleme wiederholt werden. Somit ist Smart Security zwar nicht ganz fehlerlos – aber einfach in der Anwendung und sicher.

Test Das „Sculpt Ergonomic Desktop Set“ von Microsoft will durch ungewöhnliches Design das Tippen erleichtern

Ergonomie und die alltägliche Schreibarbeit Wien. Ergonomie pur und ein ungeahntes Schreibgefühl verspricht Microsoft mit seinem knapp 120 € teuren „Sculpt Ergonomic Desktop Set“, das aus einer zweigeteilten, gewölbten Tastatur, einem separaten Zehnerblock und der (auch solo um 59,99 € erhältlichen) „Sculpt Ergonomic Desktop Mouse“ besteht. Alle drei Einheiten sind drahtlos ausgeführt und werden über einen kleinen 2,4 GHz-Sender in USBForm mit dem Rechner verbunden. Das in drei Dimensionen geschwungene und drahtlose Sculpt Ergonomic Keyboard versteht sich als neues Flaggschiff der Ergonomie-Produktlinie von Microsoft. Die zweigeteilte Tastenanordnung der ergonomischen

© VMware

Virtualisierungssoftware mit Cloud-Funktionen

­Tastatur wird von einer Handballenauflage ergänzt und übt dadurch viel weniger Druck auf die Sehnen der Handgelenke aus, als dies herkömmliche Tastaturen tun.

Nur für Rechtshänder Soweit die Theorie. In der Praxis erweisen sich sowohl Tastatur als auch Maus als gewöhnungsbedürtig. Was die Tastatur angeht, so mag diese zwar nach ergonomischen Richtlinien zertifiziert sein (wie Microsoft festhält), auf „normalen“ Tastaturen geübte Schreiber werden aller-

dings eine Überraschung erleben. Mit dem „Keypad“ einer klassischen Schreibmaschine hat die Sculpt-Tastatur genauso wenig zu tun wie mit einer NotebookTastatur. Da die Tasten aufgrund der zweigeteilten Bauweise anders angeordnet sind, müssen sich vor allem Anwender eingewöhnen, die das Zehnfingersystem blind beherrschen. Schwierigkeiten gibt es beim Treffen der Zahlenreihe sowie bei den am inneren und äußeren Rand angeordneten Tasten. Im Test dauerte es einige Tage, bis einem das

© Microsoft

Auch Tablet-Sensoren gehören zur neuen VMware Workstation 10.

Wien. VMware bringt Version 10 seiner preisgekrönten Virtualisierungssoftware VMware Workstation heraus. Die ­Lösung präsentiert neue robuste Funktionen mit bester Betriebssystem-Unterstützung, ein umfassendes Feature-Set und hohe Leistung. Mit VMware Workstation 10 können Anwender eine Cloud auf ihren PCs aufbauen, in der sie ­Applikationen von Pivotal, ­Puppet Labs und Vagrant betreiben können.  www.vmware.com

Die Features von Eset Smart Security 6 (Windows) im schnellen Vorlauf: Schutzfunktionen • Virenschutz • Spywareschutz • Schutz vor Rootkits • Schutz vor Trojanern • Schutz vor Internet-Würmern • Phishing-Schutz • Browser-Schutz • E-Mail-Schutz • Proaktiver Schutz durch ThreatSense­Technologie • Personal Firewall • Spamfilter

Interessantes Design: das dreiteilige „Sculpt Ergonomic Desktop Set“ von Microsoft.

neue Layout ins Blut übergeht und man wie gewohnt weiterarbeiten kann. Selbiges gilt für die Maus, die auf den ersten Blick einen recht klobigen Eindruck macht. Von der Ausführung her ist sie nur für Rechtshänder geeignet und ist vom Gewicht her deutlich schwerer als vergleichbare Geräte (beispielsweise von Logitech). Das kleine Malus bei allen Geräten: Sie sind mit Batterien bestückt und können nicht einfach aufgeladen werden. Der Zehnerblock wird noch dazu von einer Knopfzelle versorgt, die extrem umständlich zu wechseln ist. Das Fazit: Nach einer mehrtägigen Einarbeitungszeit fühlt sich das Sculpt Ergonomic Desktop Set beim Schreiben zwar sehr gut an – ob sich die Anschaffung vom Preis-/Leistungsverhältnis her rechnet, ist eine individuelle Gretchenfrage. Ergonomische Effekte hängen in erster Linie von den Schreibfähigkeiten des Anwenders ab.  www.microsoft.at/hardware


medianet

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freitag, 27. september 2013 – 59

MehR tempo im hafen Linz

Standards bringen der heimischen Wirtschaft jährlich rd. 2,5 Mrd. Euro  Seite 61

Terminals von Barcotec optimieren Containerpositionierung und Staplerrouten Seite 64

postexpo Fachmesse rollt an

© IO Scooter

normen bringen lösungen © Barcotec

© AS/Laimgruber

industrialtechnology Mehr als ein „Pickerl“ für innovative Ideen

© Rütgers Resins

short

Wien. Die seit 2010 bestehende Partnerschaft zwischen Rütgers Novares GmbH, einem Spezialisten für die Chemierohstoffherstellung aus Steinkohlenteer, und der Bodo Möller Chemie Austria GmbH wird ab Oktober erweitert. Neben den Novares Kohlenwasserstoffharzen wird Bodo Möller Chemie Austria nun auch die Produkte der niederländischen Rütgers Resins GmbH vertreiben – eine Sortimentserweiterung, von der die Kunden in Österreich, Ungarn und Slowenien bei profitieren werden.  bm-chemie.de

© TÜV Austria Holding/APA-Fotoservice/Hinterramskogler

Graz. Andritz Energy & Environment (AE&E), Teil des Andritz Konzerns, erhielt vom schwedischen Energieversorger Mjölby-Svartadalen Energi (MSE) den Auftrag zur Lieferung eines mit Biomasse befeuerten Heizkraftwerks in Mjölby. Der Lieferumfang beinhaltet einen 35-Megawatt-Wirbelschichtkessel des Typs EcoFluid, die Brennstoffversorgung und Abgasreinigungsanlage sowie eine Dampfturbine einschließlich aller Zusatzausrüstungen. Das neue Biomassekraftwerk soll die 26.000 Einwohner der Stadt ab dem 3. Quartal 2015 mit sauberer Fernwärme versorgen.  www.andritz.com

Überreichten Preise (v.lI.): Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung; Stefan Haas, Vorstandsvorsitzender der TÜV Austria Holding AG; Barbara Weitgruber, Sektionschefin Wissenschaftliche Forschung & Internationale Angelegenheiten, BWF; Johann Marihart, Präsident TÜV Austria.

© Wolf Dieter Grabner

TÜV Wissenschaftspreis „Damit wollen wir sowohl herausragende IngenieursLeistungen präsentieren, als auch insgesamt die Bedeutung von Innovationen für die Wirtschaft herausstreichen“, so TÜV Austria-Chef Stephan Haas.  Seite 60 Austropapier Standort Österreich ist in Gefahr

Austropapier-GF Oliver Dworak: hohe Rohstoff-, Energie- und Personalkosten.

Wien. Nach dem Plus im Vorjahr sieht sich die heimische Zellstoffund Papierindustrie im ersten Halbjahr 2013 mit einem recht deutlichen Rückgang konfrontiert. Zudem haben die Unternehmen in den wichtigen Exportmärkten USA, Kanada, Brasilien, Japan, Südkorea und China an Boden verloren. „Das ist ein Alarmsignal – der bisher exzellente Standort büßt an Attraktivität ein und rutscht im internationalen Vergleich ab“, so Oliver Dworak, GF der Austropapier, und fordert rasche politische Maßnahmen, um die negative Entwicklung zu stoppen.  www.austropapier.at

Mehr Innovationen für den Markt

© Richard Tanzer

Rückläufige Papierproduktion

© Michael Hetzmannseder

Wien. Bereits zum 13. Mal findet heuer die Firmenmesse an der FH Technikum Wien statt. Die Messe am 10. Oktober richtet sich sowohl an höhersemestrige Studierende der Fachhochschule Technikum Wien als auch an Technik-­Studierende anderer Fachhochschulen und Universitäten. 40 Unternehmen, darunter ABB, AIT, Bosch, Keba, OMV, Siemens, Knorr Bremse oder Beko, präsentieren sich vor Ort und bieten Praktikumsplätze, Einsteigerjobs, aber auch Themen für Bachelor- oder Master-Thesen.  www.technikum-wien.at

20 Mio. Euro Kooperation von Wirtschaft und Forschung

Reinhold ­Mitterlehner und Karlheinz Töchterle forcieren Kooperationen.

Wien. Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner werden gemeinsam neue Wissenstransferzentren in Österreich etablieren. Insgesamt stehen dafür rund 20 Mio. € zur Verfügung. „Damit wollen wir Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen als starke Partner unterstützen. Jede Innovation, die sich am Markt durchsetzt, sichert Wachstum und Arbeitsplätze in Österreich“, begründen die beiden Minister ihre demnächst startende Initiative.  www.bmwf.gv.at


c ov e r

60 – industrialtechnology

kommentar

Es gibt wenig zu verteilen

Freitag, 27. September 2013

TÜV Wissenschaftspreis Motivationsprogramm für den Nachwuchs und die heimischen Unternehmen

Mehr als ein TÜV-Pickerl für innovative Ideen „Wir wollen ein Zeichen in der Forschungslandschaft setzen“, so TÜV Austria-Chef Stephan Haas. men bei ihren Expansionsbestrebungen im Ausland umfassend zu begleiten“, so Haas weiter. Der klassische Kernbereich – die Überprüfung von Aufzügen, Druckgeräten, Hebe- und Fördereinrichtungen – wird dabei kontinuierlich um neue Felder ergänzt. Dazu zählt etwa die Medizintechnik und vor allem auch das Thema IT-Si-

britta biron

s ist eigentlich eine simple Rechnung: Verdienen Unternehmen mehr, so profitieren auch deren Mitarbeiter. Es mag ja sein, dass es schwarze Schafe gibt, die ihren Gewinn nicht teilen wollen, aber der Großteil der Unternehmer weiß, dass er ohne seine Belegschaft nix zu unternehmen hätte. Klar ist aber auch, dass in den Köpfen der Gewerkschafter nach wie vor das Bild des ausbeuterischen Chefs herumspukt, der sein Personal finanziell so kurz wie möglich halten will, um seinen Profit zu maximieren. Der Fachverband Maschinen & Metallwaren Industrie (FMMI) hat daher zur Eröffnung der herbstlichen Lohnrunde gleich mal die Zahlen auf den Tisch gelegt und die zeigen, dass es längst nicht so viel zu verteilen gibt, wie die Gewerkschaft glaubt. In den ersten fünf Monaten sanken die Auftragseingänge um gut fünf Prozent, die Absätze stagnierten auf niedrigem Niveau oder waren sogar leicht rückläufig. Fast die ­Hälfte der Unternehmen hat mit sinkenden Erträgen zu kämpfen. Gleichzeitig steigt aber der Aufwand für die Akquisition von Neukunden, denn diese finden sich vor allem in immer weiter entfernten Märkten. Unter dem Strich bleibt also weniger über und satte  Gewinne sind vielleicht  Einzelfälle, aber nicht die  Regel.

Wien. Zwar gibt es keinen Mangel an Preisen und Auszeichnungen, aber manche stechen aus der Masse halt doch ein wenig mehr heraus als andere. In diese Kategorie gehört sicher der TÜV Wissenschaftspreis, der nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr heuer zum zweiten Mal vergeben wurde. „Vor allem wollen wir damit besondere Ingenieursleistungen auszeichnen und vor den Vorhang holen”, so TÜV Austria-CEO Stephan Haas, der mit der Anzahl und vor allem der hohen Qualität der eingereichten Arbeiten sehr zufrieden ist. „Es ist beeindruckend, mit welchen Aufgabenstellungen sich junge Leute im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich beschäftigen und ein Beweis für das hohe Niveau der heimischen Ausbildung.” Dass Österreich in puncto Forschungsquote in jüngster Zeit ein wenig aufgeholt habe, sei erfreulich, aber das Thema „sollte uns noch mehr wert sein als in der Vergangenheit“, ist er überzeugt. Die außeruniversitären F&E-Aktivitäten, vor allem in der Industrie, hält er dabei für einen besonders wichtigen Hebel: „Diese Forschung findet sehr schnell Einzug in neue Produkte und Dienstleistungen; das hilft der österreichischen Wirtschaft, am Weltmarkt erfolgreich zu bleiben. Die steuerliche Förderung solcher Investitionen halte ich daher für ein ganz wesentliches Thema.” Auch eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Industrie sowie privaten und universitären Forschungseinrichtungen ist seiner Meinung nach wichtig. „Je besser die Verzahnung ist, desto mehr wird man letztlich auch an Forschungsquote zusammenbringen

Flextronics Innovation

Branchentrend Auch die Konzentration auf China, Russland und Indien bringt keine Umsatzsteigerungen

E

© Flextronics

PIC eröffnet

Paul Humphries, Flextronics-Präsident: per Video bei der Eröffnung.

Klagenfurt. Flextronics Althofen hat kürzlich sein Product Innovation Center (PIC) in Althofen eröffnet. Es ist nach den im Vorjahr errichteten Anlagen in Silicon Valley und Zuhai (China) das dritte innerhalb des weltweit tätigen Konzerns und das erste in Europa. Die Leistungspalette des neuen PICs umfasst Produktentwicklung, Prototypenfertigung, Konzeption optimaler Lieferantenkette bis hin zur Serienfertigung. „Damit ermöglichen wir unseren Kunden, ihre neuen Produkte schneller auf den Markt zu bringen“, so GF Erich Dörflinger.  www.flextronics.com

„Auch für den TÜV Austria selbst sind © TÜV Austria Holding/APA-Fotoservice/Hinterramskogler

britta biron

­Innovationen wichtig, um seine Leistungen dem technischen Fortschritt anzupassen.“ stepahn haas CEO Tüv austria

TÜV Austria-Chef Stephan Haas: Innovation stärkt die Wirtschaft des Landes.

und das ist dann auch für die Wirtschaft enorm wichtig.“ Ein grundsätzlicher Knackpunkt sei natürlich der Fachkräftemangel. „Nach wie vor entscheiden sich nicht genügend junge Menschen für eine technische Ausbildung; Wissenschaftspreise können hier durchaus eine zusätzliche Motivation darstellen”, ist Haas überzeugt. Ebenso davon, dass man damit auch durchaus Vorbildfunktion in der Wirtschaft hat. „Es zeigt, dass es einem Unternehmen der freien Wirtschaft wichtig ist, jungen Forschern und Technikern eine Plattform zu geben und ihre außergewöhnlichen Leistungen zu honorieren”, erläutert Haas und weist darauf hin, dass die Einreichfrist

für Projekte zum dritten TÜV Wissenschaftspreis, der 2014 vergeben wird, bereits begonnen hat. Und last but not least dient der Wissenschaftspreis auch dazu, den TÜV selbst ins rechte Licht zu rücken. Denn nach wie vor halte sich der Mythos vom staatlichen Monopolisten für die TÜV-Pickerl hartnäckig. „Das entspricht schon lange nicht mehr den Tatsachen. Der TÜV ist ein unabhängiges Unternehmen, das mittlerweile mehr als 300 verschiedene Dienstleistungen rund um die Verbesserung der Sicherheit anbietet und neben Österreich auch bereits in 26 Ländern tätig ist. Und es werden ständig mehr, auch um österreichische Unterneh-

cherheit. So gehören heute auch sogenannte Penetrationsanalysen, also das „geplante und erlaubte” Hacken von Unternehmensnetzwerken oder Smartphones zum Auffinden von Sicherheitslücken zum TÜV-Leistungskatalog. „Auch für den TÜV selbst sind Innovationen wichtig, um mit dem technischen Fortschritt in der Industrie Schritt zu halten und den Anforderungen des Markts entsprechende Leistungen anbieten und uns selbst im Wettbewerb mit anderen Prüfstellen behaupten zu können“, so Haas und nennt als Beispiel die Entwicklung eines raschen und zerstörungsfreien Prüfverfahrens für Behälter.  www.tuv.at

Deutsche Maschinenexporte stagnieren Bochum. Die deutschen Maschinenbauer kämpfen nach wie vor mit den Auswirkungen der schwachen Konjunktur. Der Exportrückgang ist im zweiten Quartal 2013 zwar etwas geringer ausgefallen als im ersten, aber der Auftragseingang im Juli zwar war trotz stärkerer Inlandsnachfrage mit minus drei Prozent weiter rückläufig.

so Thomas Quest, GF von Quest TechnoMarketing. Seit 2008/2009 ist die Exportquote in die EU-Länder kontinuierlich 52% in auf 44% gesunken. Konzen-

„Die große Seitwärtsbewegung der deut-

Warten auf Erholung

schen Maschinenbau-

„Das gesamtwirtschaftliche Umfeld scheint wieder stabiler zu werden. Es bleibt aber abzuwarten, ob wir an einem Wendepunkt zum nächsten Aufschwung stehen. Angesichts der Ungewissheit gehen wir weiter davon aus, dass die Produktion heuer um ein Prozent zurückgehen wird“, so Richard Clemens, VDMA-GF für den Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen. „Die große Seitwärtsbewegung, in der sich der Umsatz des deutschen Maschinenbaus seit Anfang 2011 bewegt, prägt auch die bisherige Entwicklung in diesem Jahr”,

Exporte seit Anfang 2011 prägt auch die Entwicklung heuer.“ thomas quest gf quest technomarketing

triert haben sich die Maschinenbauer zum Ausgleich vor allem auf China, USA, Russland, Indien, Brasilien und Japan. Die Exporte nach China lagen bisher durchwegs unter dem Vorjahreshoch von 11,5%,

die Lieferungen in die USA konnten im Mai von 9,1 auf 9,6% leicht gesteigert werden, etwas Boden konnte man auch in Russland mit 5,6% gegenüber 5,1% wieder gut machen. Im Juni schwächten sich die Exporte in die BRIC-Länder sowie in USA und Japan aber wieder ab oder blieben in Brasilien, Indien und Japan blieben auf niedrigem Niveau. „Diese Gesamtlage setzt

einer Exportsteigerung von Maschinen enge Grenzen. Mit stagnierender, teilweise rückläufiger Industrieproduktion in der EU, Russland, Indien, Brasilien und Japan stagniert bzw. sinkt auch die Nachfrage aus diesen Ländern, die insgesamt insgesamt mehr als die Hälfte der Exporte ausmachen”, so Quest abschließend.  www.quest-technomarketing.de


Freitag, 27. September 2013

I n n ovation & u n t e r n e h m e n

industrialtechnology – 61

Austrian Standards Transparenz und Openness sollen in Hinkunft noch bekannter gemacht und auch weiter ausgebaut werden

Standards als Open Innovation Wien. „Was wir heute unter Open Innovation kennen, das geschieht bei uns schon seit 1920“, betont Elisabeth Stampfl-Blaha, Direktorin von Austrian Standards, im Gespräch mit medianet. „Normen dokumentieren nicht einfach, sondern es werden in Standards neue Lösungen entwickelt.“ Gemeinsam mit Rüdiger Wanzenböck, Marketing Director, und Johannes Stern, PR-Director, beschreibt sie, wie Austrian Standards Transparenz für die Allgemeinheit noch sichtbarer machen will und kündigt auch Neuerungen in der Geschäftsordnung an.

müsse laut Wanzenböck relativiert werden: „Das Problem ist nicht die Anzahl der Normen.“ Die Menge an sich sage nichts Qualitatives aus, vielmehr stellt sich die Frage, ob es in einem Bereich bereits ausreichende und zeitgemäße Standards gibt und ob sie für das Funktionieren von Gesellschaft und Wirtschaft wesentlich sind. „Gerade für uns ist es wichtig, dass wir unsere Ressourcen nicht für Normen zur Verfügung stellen, die letztlich keinen Sinn ergeben. Es ist kein System, mit dem man Profit macht, sondern das Sinn machen soll. Man kann unseren

Erfolg nicht am Umsatz oder am Normenverkauf messen“, ergänzt Stampfl-Blaha. Infolge der Beschleunigung der technologischen Entwicklung sei die Lebensdauer zahlreicher Normen auch kürzer geworden: „Wenn sich die Gesellschaft weiterentwickeln soll, muss das Funktionieren durch Standards gesichert werden.“ Ab 2014 soll eine neue Geschäftsordnung zusätzlich „Openness“ und „Transparency“ bringen und dafür sorgen, dass noch mehr Interessensgruppen Standards als „Open Innovation“ schätzen und nutzen.  www.austrian-standards.at

© Austrian Standards/T. M. Laimgruber

Elisabeth Stampfl-Blaha betont den gesellschaftlichen Nutzen von Standards.

Elisabeth Stampfl-Blaha ist seit Februar 2013 Direktorin von Austrian Standards.

Sichtbare Transparenz Open Innovation zeige sich bei Austrian Standards vor allem in der Entwicklung der Normen: „Es gibt einerseits die Normungskomitees, die sich aus Vertretern der jeweils relevanten Bereiche aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammensetzen. Andererseits hat jede Österreicherin und jeder Österreicher die Möglichkeit, über das Normen-Entwurf-Portal Normen mitzugestalten.“

„Wenn sich die Gesellschaft weiterentwickeln soll, muss das Funktionieren durch

LÄSST NICHTS IM DUNKLEN

Standards gesichert werden.“ elisabeth stampfl-blaha Dir. austrian standards

„Wir müssen die Transparenz sichtbar machen“, so StampflBlaha. „In weiten Kreisen ist noch nicht bekannt, wie offen Standardisierung eigentlich ist. Es ist uns ein Anliegen, diese bestehende Transparenz und Offenheit zu kommunizieren.“ So besteht von Beginn an die Möglichkeit für alle, sich aktiv in den Prozess der Normung einzubringen und mitzugestalten. Wie Stampfl-Blaha erklärt, ist Austrian Standards darüber hinaus laufend bemüht, die Benutzerfreundlichkeit noch weiter zu optimieren. Derzeit wird ein Pilotprojekt vorbereitet: Das User-Feedback soll sofort nach dem Kauf der Norm eingeholt werden. Auch die Einbindung von Social Media ist ein Thema: Man wolle interessierten Communities bei Austrian Standards passende Plattformen zum aktiven Informationsaustausch bieten. Die von manchen beklagte „Normenflut“

Austrian Standards 6.000 Fachleute aus den unterschiedlichsten Bereichen erarbeiten gemeinsam mit 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Austrian Standards Lösungen. Mit Austrian Standards gestalten diese Fachleute auch europäische und internationale Normen führend mit. Standards sorgen in Österreich für ein jährliches Mehr an innovativer Wirtschaftsleistung in Höhe von rund 2,5 Mrd. € pro Jahr.

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62 – industrialtechnology

short

Coole Innovation senkt den Energieverbrauch

Freitag, 27. September 2013

Solar-Boom Zahlreiche PV-Anlagen sind zurzeit in Bau, die größte Aufdach-Anlage ist bereits in Betrieb

Mehr Sonne im Netz

© Panthermedia.net/Richard Thomas

Team Austria tritt beim renommierten Solar Decathlon in den USA mit innovativem Solar-Haus LISI an. nicht nur umweltfreundlich, sondern inzwischen auch finanziell äußerst sinnvoll“, so Projektinitiator und Vizebürgermeister Robert Weber. Dass Solaranlagen am Dach aber nicht der Weisheit letzter Schluss sein müssen, zeigt der Österreichbeitrag zu einem der anspruchsvollsten universitären Wettbewerbe zum Thema nachhaltiges Bauen, dem vom US-Energieministerium ausgeschriebenen „Solar Decathlon“.

norbert berger

Wien. Europaweit verbrauchen kommerziell genutzte Kühlanlagen und Tiefkühler jährlich schätzungsweise 85 TWh Elektrizität. Dieser Verbrauch könnte sich künftig drastisch reduzieren, dank Rapidcool, einem von der EU geförderten Innovationsprojekt. Der von einem Konsortium aus vier Unternehmen unter der Leitung der britischen EnviroCool Limited neuentwickelte Dosen- und Flaschenkühler kühlt Getränke in maximal 45 Sek. auf 4° C. Dies bedeutet Energieeinsparungen von über 80% gegenüber herkömmlichen offenen Kühlregalen und 54% gegenüber Kühlsystemen mit Glastüren. Die Projektpartner haben mit zwei weltweit tätigen Unternehmen, einem Getränkekonzern und einem Haushaltsgerätehersteller bereits Vereinbarungen unterzeichnet und für Ende Oktober sind Verbrauchertests in einem niederländischen Supermarkt geplant.  www.ec.europa.eu

Renommierter Wettbewerb © MGBL/APA-Fotoservice/Schedl

Getränkekühlung kommt mit 50 bis 80% weniger Strom aus.

Wien/St.Pölten. Ungeachtet der Diskussionen, wie rasch die Energiewende kommen muss oder welche Alternativen zu fossilen Quellen am besten, günstigsten oder nachhaltigsten sind, scheint man in Österreich aktuell verstärkt auf die Kraft der Sonne zu setzen. Denn innerhalb von nur wenigen Wochen wurden einige Vorzeigeprojekte eröffnet und in Betrieb genommen. So hat etwa die Solavolta die bisher größte Freiflächen-Solaranlage in Österreich fertiggestellt. Sie wurde auf dem Dach des Cargo Centers in Graz-Werndorf errichtet, umfasst eine verbaute Fläche von mehr als 23.000 m� und fast 11.000 m� PV-Module. Die Kapazität der Anlage beträgt 1,5 Mio. KWh, das entspricht etwa dem Verbrauch von 400 Haushalten.

Öko-Strategie

Die Energie der Sonne spiegelt sich in immer mehr österreichischen Kollektoren.

Auf die Kraft der Sonne will auch die Telekom Austria Group künftig verstärkt setzen und errichtet bei der Erdefunkstelle Aflenz einen Photovoltaikpark. „Der Energieverbrauch unserer Netze stellt für uns als Kommunikationsunternehmen eine der größten Umweltauswirkungen dar. Umso wichtiger ist es, dieser Herausforderung mit einer klaren Energieversorgungsstrategie zu begegnen. Neben Maßnahmen zur Energieeinsparung setzen

wir auf die Steigerung der Ressourceneffizienz sowie auf den Einsatz erneuerbarer Energien“, so Hannes Ametsreiter, Generaldirektor der Telekom Austria Group, über das Projekt. Ein ähnliches Konzept verfolgt auch die Österreichische Post und hat derzeit zwei Projekte in Bau – eines am Dach des Briefzentrums in Inzersdorf, das andere am PostLogistikzentrum im oberösterreichischen Allhaming.

In Guntramsdorf wurden vor Kurzem gleich fünf PV-Anlagen in Betrieb genommen. „Wir ermöglichen der Bevölkerung den Live-Zugriff auf alle Leistungsdaten unserer Anlagen und machen damit auch die mit der Stromproduktion erzielten Einnahmen transparent. Das ist bislang einzigartig. Damit wollen wir Privatpersonen und Unternehmen motivieren, über eigene Investitionen in Solarenergie nachzudenken. Denn diese sind

Das Team Austria, bestehend aus FH St. Pölten, TU Wien, FH Salzburg und dem Austrian Institute of Technology (AIT), schickt ihr Haus LISI ins Rennen. Es besitzt eine textile Außenfassade, die sich flexibel den Bedürfnissen der Bewohner anpasst. Das Haus ist so gestaltet, dass es mit geringen Adaptionen in allen Klimazonen eingesetzt werden kann. Das Original ist zurzeit beim Wettbewerb in Kalifornien aufgebaut, ein Modell im Maßstab 1:20 wird heute im Rahmen der European Researchers‘ Night St. Pölten im Autohaus Wesely präsentiert. Per Video-Livestream gibt es einen direkten Kontakt nach Kalifornien.  www.telekomaustria.com  www.post.at  www.fhstp.ac.at  www.sonnezustrom.at

Wer folgt Schild und Hirscher als Sportler des Jahres? LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“: Österreichs Sportjournalisten schreiten zur Wahl

950 Journalisten wählen

PROMOTION

Wahlberechtigt sind die österreichischen Sportjournalisten, konkret 950 Mitglieder der Berufsvereinigung Sports Media Austria (SMA). „Es ist ein Privileg, Österreichs Sportler des Jahres wählen zu dürfen. Die Live-Übertragung im ORF-Hauptabendprogramm, um die wir schon lange gekämpft haben, wird Ansporn für uns sein, mit einem neuen Rekord an abstimmenden Sportjournalisten aufzuwarten“, so Michael Kuhn, Präsident von SMA. Wurden in den Anfangsjahren ausschließlich der Sportler bzw. die Sportlerin des Jahres (bis 1975 übrigens in nur einer gemeinsamen Wertung) gewählt, wurden die Auszeichnungen in den letzten Jahren erweitert. Ab 1990 wurden auch Mannschaften ausgezeichnet, seit der Jahrtausendwende auch die Leistungen der Behindertensportler und Special Olympics.

© GEPA / Sporthilfe

Wien. Die Ehrung der Sportler des Jahres findet in diesem Jahr zum 65. Mal statt, die glamouröse LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“ bildet zum 17. Mal den unvergleichbaren Rahmen für die Ehrungen. Sie geht heuer am 31. Oktober im Austria Center Vienna über die Bühne.

Die Entscheidung, wer Sportler des Jahres 2013 wird, fällt am 31. Oktober im Austria Center Vienna.

groß genug ist“, so Michael Kuhn. 2012 sicherten sich Leichtathlet Günther Matzinger und Skifahrerin Heidi Mackowitz den Titel. Die jüngste Kategorie ist jene des „Aufsteiger des Jahres“. Diese Auszeichnung wird heuer zum sechsten Mal verliehen und wie in den Vorjahren bestimmen die österreichischen Sportfans per Online-Voting auf insider.orf.at, wer diese Trophäe heuer mit nach Hause nehmen darf. Im Vorjahr freute sich Hürdenläuferin Beate Schrott über die Auszeichnung.

KONTAKT

Behindertensportler gewählt

Kontakt und Kartenbestellung:

Bei der Kategorie der Behindertensportler schreiten die Mitglieder von Sports Media Austria erst zum zweiten Mal zur Wahl. Zuvor wurden die Athleten vom ÖBSV und dem ÖPC nominiert. „Mittlerweile hat sich der Behindertensport so etabliert, dass das Wissen der Sportjournalisten rund um Sportler mit Behinderung und deren Erfolge

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Freitag, 27. September 2013

industrialtechnology – 63

Umwelttechnik-Cluster Mit dem Effizienz-Check können KMUs ihren Ressourcenverbrauch optimieren und ihre Kosten reduzieren

Sparen, wo es am meisten bringt Linz. Sparen steht bei vielen Unternehmen ganz oben auf der Agenda. Fragt sich nur, in welchen Bereichen die Effizienz verbessert werden kann und wo die Effekte am größten sind. Aktuellen Studien aus Deutschland zufolge sind in der produzierenden Wirtschaft die Materialkosten mit einem Anteil von rund 43% der bei Weitem größte Kostenfaktor. Die Personalkosten machen rund 18% aus und die Energiekosten, die oft im Zusammenhang mit Effizienzüberlegungen weit vorn liegen, kommen überhaupt nur auf einen Anteil von zwei Prozent. Es liegt also fast auf der Hand, dass das größte Sparpotenzial darin liegt, den gesamten Materialfluss zu optimieren. Dabei bietet der Umwelttechnik Cluster in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Ressourcen- und Energieeffizienz der Clusterland Oberösterreich GmbH jetzt prak-

tische Hilfestellung. Der eintägige Effizienz-Check „Mehr Wirtschaftlichkeit durch höhere Ressourceneffizienz“ liefert wichtige Hinweise auf mögliche Verbesserungen beim Materialverbrauch und dem Einsatz von Betriebsmitteln. Das umfasst auch Hilfs- und Betriebsstoffe sowie in der Produktion eingesetzte Medien.

Professionelle Hilfe Durchgeführt werden die Effizienz-Checks von erfahrene Fachleuten, die dabei die Bereiche Logistik, Produktionsabläufe und Materialflüsse im Betrieb genau unter die

Lupe nehmen, um Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen; Erfahrungen mit ähnlichen Projekten in Deutschland haben gezeigt, dass dadurch Einsparungspotenziale in einer Größenordnung von etwa zwei Prozent des Jahresumsatzes möglich sind. Den Effizienz-Check können kleine und mittlere Unternehmen in Anspruch nehmen. WKO Oberösterreich und Land Oberösterreich fördern die Beratungskosten mit insgesamt 50%; somit kostet für das Unternehmen der Check nur 350 € (ohne USt. und Reise­ spesen). www.umwelttechnik-cluster.at

© Panthermedia.net/Dusit Panyakhom

Die Kosten werden von WKO und Land Oberösterreich zu 50% gefördert.

Einsparungen in der Höhe von 2% des Jahresumsatzes sind möglich.

Krajete Praxistauglich

Power to Gas

© Krajete

Linz. Stromspeicherung im großen Maßstab ist eine Herausforderung, die mit der zunehmenden Nutzung nachhaltiger Quellen immer wichtiger wird. Effiziente Lösungen müssen dabei zwei wesentliche Kriterien erfüllen: möglichst wenig Ressourcen verbrauchen und überschüssigen Strom in Sekundenschnelle speichern. Die Ergebnisse einer Pilotstudie an der Technischen Universität Wien zeigen nun, dass das auf Mikroorganismen beruhendes Verfahren der Krajete GmbH beide Kriterien erfüllt. „Unser patentiertes Verfahren ist für die Speicherung des sogenannten intermittierenden Überschussstroms maßgeschneidert. In der Wartephase zwischen Stromspitzen verbraucht es selbst kaum Strom – und bei der Anlieferung von Überschussstrom beginnt die Gasproduktion binnen Sekunden, um nach einer Minute einspeisefertiges Erdgas zu erzeugen. Es kommt dem Idealzustand der sofortigen Stromspeicherung in Form von Erdgas sehr nah“, so GF Alexander Krajete. Zudem kann das Verfahren auch für die direkte Veredelung von Biound Abfallgas zu Erdgas verwendet werden. Tatsächlich kann das Verfahren Verbrennungsgase aus Benzin- und Dieselkraftstoff, Syngas-ähnliche Gase aus der Stahlindustrie oder Müllverbrennung sowie Rohbiogas zu Erdgas mit einem Reinheitsgrad von mehr als 95% Methan umwandeln.  www.krajete.com

Alexander Krajete: „Unser Verfahren schont Ressourcen und ist effizient.“

So kommen jährlich 171 Millionen Tages- und Wochenzeitungen zu den Lesern. Alle Achtung! Mag. Herwig Langanger Geschäftsführer „Die Presse“ und „WirtschaftsBlatt“


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64 – industrialtechnology

Freitag, 27. September 2013

PostExpo 2013 Die 17. Auflage der internationalen Fachmesse findet vom 1. bis 3. Oktober statt

short

Wien ist drei Tage die weltweite Postzentrale

© TGW Logistics Group

Österreichisches Know-how ist gefragt

Neue Produkte, Fachkongress zu aktuellen Trends der Branche, Verleihung der „Post-Oscars“. britta biron

Mit diesem Auftrag wurde das 1.000 Stingray-Shuttle verkauft.

Wien. „Die Veranstaltung gilt zu Recht als eines der einflussreichsten Foren für die Auswahl von Lieferanten für Post- und Paketdienstbetreiber aus aller Welt”, ist PostExpo-Leiter Matthew Gunn überzeugt, dass auch die 17. Auflage der Fachmesse auf großes Interesse treffen wird. Dass die PostExpo anders als andere Fachmessen keinen fixen Standort hat, sondern jedes Jahr

Wels. TGW Systems, die USTochter der TGW Logistics Group GmbH, wurde vom Filterhersteller WIX Filtration mit der Errichtung eines automatisierten Lager- und Kommissioniersystems im Master-Distributionszentrum beauftragt. Die TGW-Lösung wird in das 10 m hohe Distributionszentrum realisiert und aus zwei Gassen des Stingray ShuttleSystems mit Twister Lastaufnahmemittel bestehen. Dort werden knapp 19.000 Kartons doppelttief gelagert. Das System kann noch um eine dritte Gasse erweitert werden. Zusätzlich zu dem neuen Shuttle-System liefert TGW auch ein automatisiertes Sortiersystem, welches das Shuttle-System mit den ergonomisch designten Kommissionierarbeitsplätzen inklusive Nachfüll- und Verpackungsstationen verbinden wird. „Da wir weiter wachsen und unsere Produktreihe ausweiten werden, ist das Stingray Shuttle System ein Schritt Richtung Kundenzufriedenheit durch die Bereitstellung kleinerer Mengen auf einer konsistenten Basis“, so Karl Westrick, WIX MDC Distribution Manager.  www.tgw-group.com

„Die PostExpo bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, neue und Technologien zu entdecken.“ matthew gunn messeleiter der postexpo

in einem anderen Land stattfindet, unterstreicht seiner Meinung nach den speziallen Charakter der Branche. „Die Postbranche ist ein Musterbeispiel für internationale Branchen, und diese Messe bietet hierfür eine allumfassende, internationale Perspektive. Wir erwarten auch heuer wieder rund 3.500 Teilnehmer von nationalen und privaten Postbetreibern, Expressund Kurierdiensten, Versandunternehmen und zugehörigen Betrieben.” Gezeigt werden die neuesten Innovationen der Post- und Pa-

© Keba/Peter Paul de Bie

Mehr Leistung auf kleinerem Platz

© Beumer

Ideen, Innovationen Viele Innovationen: von Elektrofahrzeugen bis zu vollautomatisierten Sortiersystemen für Briefe und Pakete.

ketbranche, von vollautomatischen Sortierlösungen für Briefe und Pakete bis hin zu digitalen Versand-Dienstleistungen oder RFID-Nachverfolgungssystemen. Ein immer wichtigeres Thema in der Brief- und Paketlogistik sind e-Fahrzeuge. Unter den Ausstellern in dieser Sparte findet sich auch iO Scooter; mit einem Marktanteil von 50% ist das Unternehmen aus Brunn am Gebirge Marktführer in Österreich und auch im angrenzenden Ausland erfolgreich. Auf der Messe will man weitere Kunden von den Vorzügen der e-Scooter überzeugen, etwa vom Modell „King Kong“, einem robusten Lastenmoped mit einer Reichweite von bis zu 140 km, das aktuell von der österrei-

chischen Post auf seine Praxistauglichkeit getestet wird. Für zusätzliche Aufträge (zurzeit werden pro Jahr 2.500 Fahrzeugen hergestellt) sieht man bei iO auf jeden Fall gut gerüstet. „Unsere Produktion ist auf 15.000 Stück pro Jahr ausgelegt“, sagt Bernd Kraemmer, Gründer, Inhaber und Chefkonstrukteur. Auf einem eigenen Freigelände haben die Messebesucher die Möglichkeit, die Modelle verschiedeneer Hersteller zu testen.

Internationale Konferenz Parallel zur Messe findet das gemeinsam mit dem Weltpostverein veranstaltete World Postal Business Forum statt mit rund 100 Vor-

trägen und Referaten – „eine gute Möglichkeit, zu hören, wie sich die Branche verändert und zukünftig weiterentwickeln wird”, ist Gunn überzeugt. Auskunft darüber will auch ein neues Buch geben, das im Rahmen des Seminars „Die Neuerfindung der Post“ am 30. September vorgestellt wird. „Viele der beteiligten Buchautoren werden persönlich anwesend sein, um Diskussionen und Debatten über den vielfältigen Postsektor zu führen”, verspricht Gunn. Wie schon in den letzten Jahren werden auch heuer wieder herausragende Konzepte und Produkte mit den „Postal Technology International Awards“ ausgezeichnet.  www.postexpo.com

Barcotec Moderne Logistikterminals platzieren die Container und weisen den Staplern den kürzesten Weg

Optimale Routenplanung im Linzer Hafen

Kompakte Zelle mit ABIflexx Wide Delta-Robotern und KeMotion.

Linz. Der Hafen Linz ist einer der größten Warenumschlagsplätze an der oberen Donau. Jährlich durchlaufen rund 3,5 Mio. t Güter diesen Logistikknoten. Das stellt hohe Anforderungen hinsichtlich der logistischen und organisatorischen Abläufe, etwa an die Koordination der Kräne, Reachstacker und Gabelstapler beim Transport der Con-

tainer auf dem mittlerweile 90.000 m� großen Areal. Dabei gilt: Zeit ist Geld und die Optimierung der Wege das A und O – eine Aufgabe, die die herkömmliche Kommunikation per Funkgerät und Telefon nicht mehr erfüllen konnte und daher jetzt durch moderne Logistikterminals von Barcotec ersetzt wurde.

Dabei entschied sich die Hafen Linz AG nach einer ausführlichen Testphase für das Modell DLoG. Das Gerät ist besonders kompakt und daher für den Einbau in das Stapler-Führerhaus perfekt geeignet. Ein weiterer Vorteil ist, dass Dank der einfachen Bedienung keine aufwendigen Einschulungen notwendig sind. „Die Produkte von DLoG stehen für höchste Qualität und Stabilität auch unter widrigsten Bedingungen“, so Michael Hof­ stätter,Barcotec-Geschäftsleitung Vertrieb.

Robust & kompakt

© Barcotec

Linz. Die asymmetrische Bauweise der neuen ABIflexx Wide Delta Roboter erlaubt bei Verpackungslinien eine wesentlich engere Aneinanderreihung der Roboter, wodurch wertvoller Platz gespart wird, ohne Abstriche bei Pickgeschwindigkeit und Produktivität machen zu müssen. Dank der integrierten, vorausschauenden Bewegungsplanung Intelligent Motion erkennt die Steuerung sämtliche Roboter und bewegte Objekte im Arbeitsraum und kann deren Geschwindigkeit und Bewegung optimal aufeinander anpassen. Abrupte Start/StoppVorgänge werden so vermieden und der Energiebedarf um rund 10% gesenkt. Das aus ABIflexx Kinematiken und KeMotion-Steuerung bestehende System ist modular aufgebaut. Dies erleichtert den Konstrukteuren von Verpackungszellen das schnelle Umsetzen der kundenspezifischen Lösungen.    www.keba.com

Zielsicher und schnell steuern die Stapler die vorgegebenen Abstellplätze an.

Mit der Schutzklasse IP-65 ist es zudem so robust, dass ihm Vibrationen, Stöße und raue Wetterbedingungen (der Temperaturbereich reicht bis minus 30 Grad) nichts anhaben können. Das LED-Touchscreen Display und die integrierten Fronttasten zur Helligkeitsregulierung ermöglichen eine einfache Bedienung und die integrierte Diversity-Antenne sorgt für eine zuverlässige, schnelle Datenübertragung.

Dabei ermittelt das System nicht nur den Bestimmungsort für jeden Container – bei der Vorselektion des künftigen Stellplatzes wird bereits zwischen vollen und leeren ­ Containern unterschie-

„DLoG steht für höchste Qualität und Stabilität auch unter widrigsten Bedingungen.“ Michael Hofstätter, Barcotec Geschäftsleitung Vertrieb

den –, sondern auch den günstigsten Weg dorthin. Das führt zu einer optimierten Routenplanung und erleichtert die Arbeit der Staplerfahrer.  www.barcotec.at  www.linzag.at


medianet

inside your business. today.

freitag, 27. september 2013 – 65

Grosses potenzial

Thailand wird laut einer aktuellen Studie als Herstellerland immer wichtiger  Seite 67

© Panthermedia.net

© E. Kennedy Brown/EPA

automotivebusiness Kaufabsichten untersucht

GfK-Studie: Österreicher kaufen lieber Neu- als Gebrauchtwagen  Seite 69

toyota prius+ hybrid-klassiker mit mehr platz © Toyota

Studie: Volkswagen ist nachhaltigster Hersteller

© Panthermedia.net/Blazej Lyjak

short

© Stefanie Pollmann/www.stefaniepollmann.at

Wien. Im August wurden in Österreich laut Daten der Statistik Austria 85.525 gebrauchte Kraftfahrzeuge (Kfz) zum Verkehr zugelassen, um 3,8 Prozent weniger als vor einem Jahr und um 16,8% weniger als im Vormonat Juli. Die Zahl der Pkw-Zulassungen ging im Jahresvergleich um 4,8 Prozent zurück. Trotz dieses Minus sind die Gebrauchtwagenzulassungen im heurigen Kalenderjahr aber noch im Plus, und zwar um 1,5 Prozent bei den Kfz und 2,1 Prozent bei Pkw.  www.statistik.at

© Volkswagen

Karlstein. Geründet 1888 als Drei-Mann-Unternehmen, feiert der heimische Zulieferer Pollmann 2013 sein 125jähriges Bestehen als global agierendes Unternehmen mit mehr als 1.300 Mitarbeitern. Aus diesem Grund fand am 21. September ein Tag der offenen Tür am Hauptstandort in Karlstein statt, in dessen Rahmen die Buch-Dokumentation „125 Jahre Pollmann“ präsentiert wurde und zu dem u.a. die NÖ Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav begrüßt werden durfte.  www.pollmann.at

© EPA/Daniel Reinhardt

RobecoSAM AG Das Unternehmen hat in seinem aktuellen NachhaltigkeitsRanking der Dow Jones Sustainability Indizies (DJSI) Volkswagen zum Branchenführer der Automobilindustrie gekürt – knapp vor BMW und Fiat.  Seite 66 Porsche Jubiläumsfeier ‚50 Jahre Porsche 911‘ in Salzburg

Renault Verkaufserfolg mit Elektrofahrzeugen in Österreich

Salzburg. Österreichs PorscheHändler luden am 21. September mit einer Sternfahrt aus ganz Österreich zu „50 Jahre Porsche 911“ an den Salzburgring. Dabei durften die Veranstalter rund 700 Kunden mit ihren etwa 350 Porsche begrüßen, der Aufsichtsratsvorsitzende der Porsche AG Wolfgang Porsche und die deutsche RallyeLegende Walter Röhrl waren als Ehrengäste mit von der Partie. Highlights waren die Ausstellung der 911 Modelle aller sieben Generationen, Original-Rennfahrzeuge (Le Mans-Sieger) aus dem Porsche Museum sowie 911 Turbo Modelle.  www.porsche.at

Wien. Renault hat vor wenigen Tagen in Österreich sein 1.000. Elektrofahrzeug verkauft. Damit hat die französische Marke mehr batteriebetriebene Modelle ausgeliefert als alle anderen Volumenhersteller zusammen und erreicht von Jänner bis August laut eigenen Angaben einen Marktanteil von 67%. Erfolgreichstes Modell ist der Renault Twizy, von dem bereits 338 Einheiten in Kundenhand wechselten; dahinter folgen der Kompakttransporter Kangoo Z.E. mit 288 verkauften Exemplaren und der Zoe mit 244 verkauften Fahrzeugen auf den Plätzen.  www.renault.at

Das Fahrerlager bei der Porsche 50 Jahre 911-Veranstaltung am Salzburgring.

1.000. Elektrofahrzeug ausgeliefert

© Renault

Frankfurt. Mit einem Besucher­ rück­gang ist vor wenigen Tagen die Automobil-­Ausstellung IAA in Frankfurt zu Ende gegangen. Der veranstaltende Verband der Automobilindus­ trie zählte rund 900.000 Besucher, wie ein Sprecher mitteilte. Bei der Vorgängerveranstaltung 2011 hatten 928.000 Menschen den Weg auf das Frankfurter Messegelände gefunden. Angesichts der schwierigen Konjunkturlage der westeuropäischen Automobilindustrie seien die Zahlen zufriedenstellend, sagte der Sprecher.  www.iaa.de

© Porsche/Wolfgang Seifert

Sternfahrt mit mehr als 350 Autos

Der Twizy ist mit 338 Verkäufen das erfolgreichste E-Auto von Renault.


C ov e r

66 – automotivebusiness

Kommentar

Kommt jetzt endlich der Durchbruch?

Freitag, 27. September 2013

RobecoSAM AG Das aktuelle Nachhaltigkeits-Ranking des Unternehmens bringt neuen Leader im Automobilbereich

Volkswagen wird immer grüner und nachhaltiger

Volkswagen setzt sich im Ranking bei gleicher Punktezahl knapp vor Titelverteidiger BMW und Fiat durch.

J

etzt aber wirklich. Seit Jahren und Monaten wird vom unmittelbar bevorstehenden Durchbruch von Elektroautos gesprochen, nun könnten die Ankündigungen endlich Wirklichkeit werden. Nein, nicht nächste Woche oder in den nächsten Monaten, aber mittelfristig in den Jahren 2015, eher sogar erst 2016. Das liegt einerseits an der rasant steigenden Zahl entsprechender Modelle, die jetzt schon im Angebot der Hersteller spürbar ist und weiter Fahrt aufnehmen wird, damit verbunden aber auch am kontinuierlichen Preisverfall der Fahrzeuge. Dazu kommt: Die neuen Stromer werden in Formgebung und Gestaltung immer alltagstauglicher und kundenfreundlicher und bieten nun mehr als nur zwei Personen mit Minimalstgepäck Platz. Trotzdem ist noch nicht alles eitel Wonne für die Branche, und gilt es für Hersteller, verbesserte Technologien und für die Politik entsprechende Rahmenbedinungen zu entwickeln. So sind die Reichweiten der Fahrzeuge nach wie vor viel zu gering, die Ladezeiten immer noch zu lang und die Preise – trotz aller Erfolge in diesem Bereich – immer noch zu hoch. Zudem fehlt ein flächendeckendes Netz von Ladestationen und Werkstätten ebenso wie die Antwort von Politik und Autoindustrie auf offene Fragen. Aber alldas kann sich bis 2015 ja noch ändern, oder zumindest bis 2016.

Rolls-Royce Planungen

© EPA/Frank Rumpenhorst

Neue Strategie

Rolls-Royce will mit einem Geländewagen neue Kunden ansprechen.

Bracknell. Der Luxusautobauer Rolls-Royce erwägt den Bau eines Geländewagens. „Das durchdenken wir gerade“, sagte Vorstandschef Torsten MüllerÖtvös vor wenigen Tagen. Es gebe keine Pläne, lediglich erste Zeichnungen, wie eine SUV-Version der britischen Superluxusmarke aussehen könnte. „Da ist nichts entschieden“, ergänzte Müller-Ötvös. Das Geländewagensegment sei ein Wachstumsmarkt und werde sich auch im Luxusbereich etablieren. Auch die zum VW-Konzern gehörenden Edelmarken Bentley und Lamborghini arbeiten daher an Geländewagen-Versionen. www.rolls-roycemotorcars.com

Wolfsburg. In den vergangenen acht Jahren durfte sich BMW schon beinahe traditionell Mitte September in einer Pressemitteilung über den grünen Klee freuen. Acht Mal in Folge wurde der deutsche Autohersteller nämlich im Nachhaltigkeits-Ranking der Dow Jones Sustainability Indizies (DJSI) von der RobecoSAM AG für sein besonders umwelt- und sozialverträgliches Handeln als Branchenführer („Industry Group Leader“) der Automobilindustrie eingestuft. Zu einem neunten Sieg sollte es in diesem Jahr – trotz eines spannenden Kopf-an-Kopf-Rennens mit Fiat und Volkswagen – nicht mehr reichen, BMW musste seinem deutschen Rivalen VW bei gleicher Punkteanzahl den Vortritt lassen, reagierte darauf aber überaus sportlich: „Es freut uns sehr, dass die anderen auch entdeckt haben, dass Nachhaltigkeit wichtig ist“, so ein Sprecher des Premiumherstellers.

Erfolg für Volkswagen Deutlich emotionaler nahm naturgemäß Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender von VW, die Auszeichnung entgegen: „Diese Auszeichnung ist ein echter Meilenstein auf unserem Weg zum führenden Anbieter grüner Mobilität. Wir werden mit ganzer Kraft daran arbeiten, den Volkswagen Konzern dauerhaft als nachhaltigsten Automobilhersteller der Welt zu etablieren.“ Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Volkswagen Aktiengesellschaft, Bernd Osterloh, sagte: „Diese Würdigung beweist, dass wir bei der konsequenten Ausrichtung des gesamten Konzerns auf maximale

Volkswagens Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn sieht in der Auszeichnung „einen Meilenstein“ in der Entwicklung von VW.

Energie- und Ressourceneffizienz zügig vorankommen. Das ist zweifellos ein Erfolg der gesamten Mannschaft. Nachhaltiges Wirtschaften wird für uns ein zentrales Handlungsfeld bleiben – und zwar entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“ Untersucht wurde der Leistungsstand von insgesamt 31, davon sieben europäischen, Automobilunternehmen auf dem Gebiet der ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit. Dazu gehörten beispielsweise die Umwelt- und Klimaschutz-Strategie, das Innovationsmanagement sowie Kriterien für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung Der Dow Jones Sustainability Index ist für Finanzinvestoren

der bedeutendste Gradmesser für die Entwicklung der am nachhaltigsten wirtschaftenden Unternehmen der Welt. Volkswagen konnte sich durch Verbesserungen in allen Bereichen auf den ersten Platz schieben und wurde mit BMW und Fiat in die renommierten Indizes DJSI World und DJSI Europe aufgenommen.

Pirelli ebenfalls top-gelistet Zur Begründung der Top-Platzierung nannten die Experten von RobecoSAM unter anderem die „großen Anstrengungen zur Verbesserung des Flottenverbrauchs“ im Hinblick auf die Ziele zur Senkung des CO2-Ausstoßes und die verbindliche Verankerung von Nach-

haltigkeitszielen in der Strategie 2018. Die volle Punktzahl erzielte der Volkswagen Konzern unter anderem für sein Umwelt-Management-System, sein Risikomanagement und das unternehmerische Handeln für das Gemeinwohl. Neben der Top-Unternehmen der Automobilindustrie wurde von RobecoSAM auch ein Nachhaltigkeits-Titel in der Sparte Autozubehör vergeben, der in diesem Jahr – und damit zum siebten Mal in Folge – an Pirelli vergeben wurde. Das italienische Unternehmen erreichte 85 Punkte im Ranking, der Durchschnitt der analysierten Industrieunternehmen liegt bei 51 Punkten.  www.volkswagen.com  www.pirelli.com  www.sustainability-indices.com

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Neue Studie zeigt Zukunftsperspektive von Benzin- und Dieselantrieb

Benzin & Diesel bilden weiter das Rückgrat Berlin. Der Pkw der Zukunft fährt mit Öl und Strom. Denn nur so kann er die Erwartungen der Autofahrer erfüllen. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer Studie des Instituts für Fahrzeugkonzepte am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Auftrag des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV). Die Studie zeigt, dass auch bei scharfen Klimaschutzzielen von 45 g CO2/km für Neufahrzeuge im Jahr 2040 Benzin und Diesel als Energieträger in hocheffizienten Verbrennungsmotoren das Rückgrat für 85% der Neufahrzeuge und 95% der Bestandsflotte bleiben werden.

Bedürfnisse der Autofahrer Während auf der IAA in Frankfurt die Technik der Elektromobilität einen Schwerpunkt bildete, beleuchtet die Studie die Mobilitäts-Ansprüche und -Bedürfnisse der Autofahrer bezüglich der Antriebstechnologie laut DLR „genauer und projiziert die politischen Rahmenbedingungen auf das Kaufverhalten der Autofahrer“.

Dieser Ansatz besitze, so die Studienautoren, nicht nur einen überaus pragmatischen und realistischen Charakter, sie verleihe der Studie auch Einzigartigkeit. Dabei wird laut DLR deutlich, dass die Debatte um CO2-Ziele und Elektromobilität aktuell „weder konsequent noch aufrichtig geführt wird“, und die Ziele der Politik zu großen Teilen an den Bedürfnissen der Autofahrer vorbeigehen. Wie die Ergebnisse der DLR-Studie belegen, würde zu einer ehrlichen Debatte vor allem die Erkenntnis gehören, dass die Verbreitung von Pkw mit rein elektrischem Antrieb auch über das Jahr 2020 hinaus begrenzt bleiben wird.

keit im Sinne dauerhafter Verfügbarkeit und gelegentlicher Langstreckenfahrten erwarten. Darüber hinaus müssten sich Autofahrer aufgrund schärferer CO2-Ziele auf signifikante Mehrkosten einstellen, da die höheren Anschaffungskosten für Pkw eben nur zu einem geringen Teil durch Einsparungen

an Kraftstoffkosten kompensiert werden könnten. Zu guter Letzt zeigt die DLRStudie, dass Öl auch zukünftig ein wichtiger Energieträger bleibt, um die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen zu erfüllen – bei gleichzeitiger Erreichung der Klimaziele.  www.mwv.de

Öl bleibt weiter wichtig Vielmehr wird der laut Ansicht der Studienautoren der Verbrennungsmotor selbst bei einer weiteren Verschärfung der CO2-Ziele nach 2020 neben der Batterie an Bord des Autos notwendig sein. Dies ergebe sich aus den Ansprüchen der Kunden, die von ihrem Auto auch zukünftig Zuverlässig-

© EPA/Frank Rumpenhorst

Jürgen Zacharias

© Volkswagen

Jürgen Zacharias

Laut der Studie sind Verbrennungsmotoren noch lange nicht an ihrem Leistungszenit.


Freitag, 27. September 2013

H e r st e l l e r & Z u l i ef e r e r

automotivebusiness – 67

Studie Das Asia Connect Center der Universität St. Gallen untersuchte den Status quo und die Perspektiven der thailändischen Automobilindustrie

Starker Newcomer in Südostasien Moritz Kolar

St. Gallen/Schweiz. Asiens Automobilindustrie ist im Aufschwung. Das ist angesichts der traditionell starken Automächte Südkorea und Japan sowie des Wachstums der vergangenen Jahre in China nichts Neues, der Boom erfasst zusehends aber auch andere Länder, wie nun beispielsweise Thailand. Das ist zumindest das Ergebnis einer Untersuchung des Asia Connect Center an der Universität St. Gallen. Demnach liege das Land mit knapp 2,5 Mio. produzierten Autos mittlerweile auf Platz neun der größten Automobilnationen weltweit und schickt sich an, seine Produktion weiter zu steigern.

Stabile Produktionskosten Da die Entwicklung des aufstrebenden Marktes in einem dynamischen Umfeld jedoch nicht leicht

Fiat Chrysler-Börsegang

Nächster Schritt Turin. Fiat-Chef Sergio Marchionne gibt beim Börsegang der US-Tochter Chrysler Gas. Ein entsprechender Antrag soll so schnell wie möglich bei den zuständigen Behörden eingereicht werden, sagte der Automanager vor wenigen Tagen. Damit will sich Marchionne die noch nicht zu Fiat gehörenden Chrysler-Anteile sichern. Zwar werde sich dadurch der nächste Schritt des Konzernumbaus verzögern, so Marchionne, aber dieser Schritt sei notwendig, um den Wert des Unternehmens zu bestimmen. Hintergrund ist, dass sich der italienische Konzern derzeit mit dem gewerkschaftsnahen Pensionsfonds Veba – dem verkaufswilligen Minderheitsaktionär – um den Wert seiner Chrysler-Anteile streitet.  www.fiat.it

Porsche Schritt nach Korea

Expansionspläne

© Kim Hee Chul/EPA/picturedesk.com

Stuttgart. Der deutsche Sportwagenbauer Porsche expandiert nach Südkorea. Die neue Tochtergesellschaft wird offiziell am 1. Jänner 2014 gegründet, wie die VW-Tochter in Stuttgart mitteilte. Die Dependance wird die vierte Tochtergesellschaft von Porsche in der Region Asien-Pazifik nach China, Japan und Singapur sein und die 17. Ländergesellschaft weltweit. Bisher ist der Markt allerdings noch klein. 2012 lieferte der bisherige Porsche-Importeur lediglich 1.516 Sportwagen aus, in der Region Asien-Pazifik waren es 50.376, weltweit 141.075.  www.porsche.com

Porsche will mit der Ländergesellschaft den Absatz in Südkorea ankurbeln.

einzuschätzen ist, haben Simon Spirig und Roger Moser vom Asia Connect Center der Universität St. Gallen ein sogenanntes Delphi-Panel mit 27 lokalen Industriefachleuten durchgeführt. Kooperationspartner der Studie ist die Thai Automotive Focus Group. Bis 2022 werden gemäß der Studie nur noch wenige geringqualifizierte Arbeitskräfte in Thailand zur Verfügung stehen. Dies, da die vom Staat beeinflussten Durchschnittslöhne in Thailand höher sind als etwa in China. Die Produktion wird deshalb zunehmend automatisiert. Die befragten Industriefachleute gehen davon aus, dass sich die Pro-

duktionskosten in Thailand in den nächsten Jahren auf dem jetzigen Niveau stabilisieren werden, die Produktionskapazitäten allerdings stetig zunehmen.

Höheres Produktionsvolumen Großes Potenzial sehen die Fachleute in Thailand vor allem für Kleinwagen, die die Vorteile eines Motorrads mit den Möglichkeiten eines Autos verbinden. Diese Entwicklung dürfte aber erst ab 2020 einen signifikanten Einfluss auf die lokale Autoindustrie haben. Bis 2022 soll die thailändische Autoindustrie auch UN-basier-

te Standards einführen, auch ein Freihandelsabkommen mit der EU wird erwartet. Dies kann dazu führen, dass das Handels- und Investitionsvolumen zwischen Thailand und Europa in der Automobilindustrie stark zunehmen wird. Dabei wird weder die Automobilindustrie in Indonesien, Malaysia, noch Myanmar für die Zukunft als ernsthafte Konkurrenz zur thailändischen Automobilindustrie eingestuft. Thailand wird auch im Jahr 2022 der größte Produktionsstandort in Südostasien sein und ein jährliches Produktionsvolumen von fünf Mio. Fahrzeugen erreicht haben.  www.acc.unisg.ch

© Everett Kennedy Brown/EPA/picturedesk.com

Demnach könnte die Produktionskapazität von derzeit 2,5 Mio. Autos/Jahr bis 2022 verdoppelt werden.

Die Produktionskapazität Thailands könnte sich bis 2022 verdoppeln.


Modell & Handel

68 – automotivebusiness

Freitag, 27. September 2013

Toyota Prius + Der Hybrid-Klassiker von Toyota punktet in der „+“-Version mit umfangreichen Platzverhältnissen

short

Das Plus an Platz im ­neuen Hybrid-Klassiker

© Volvo/ACE Team

Concept-Car für die aktiven Stadtbewohner

Der Prius gehört schon seit vielen Jahren zum alltäglichen Straßenbild – jetzt mit mehr Platz. Wien. Unglaublich, aber wahr, der Toyota Prius ist nun schon seit rund 16 Jahren am Markt. Anfangs noch belächelt und nicht wirklich ernstgenommen – es sei den bei vordergründig umweltfreundlich ambitionierten Hollywood-Stars –, erkämpfte sich der Prius jedoch allmählich seinen fixen Platz in der Automobilwelt. Heute gehört der Toyota Prius bereits zum gewohnten Straßenbild und selbst die ach so kritische Taxi-Zunft schwört seit vielen Jahren auf die Vorteile des eigenständig aussehenden Toyota-Hybrid. Im Rahmen einer deutlichen Ausweitung seiner Hybrid-Modellpalette wird Toyota bis 2015 zehn weitere neue Hybridmodelle präsentieren und strebt an, bis 2020 Hybrid-Varianten in nahezu allen relevanten Baureihen auf den Markt zu bringen. Als eines der ersten neuen Modelle der eigenständigen Hybrid-Linie hat Toyota auch eine siebensitzige Variante des Prius im Programm, die, mit einem schlichten „+“ im Namen versehen, mehr Platz für die Passagiere und auch mehr Kofferraum bietet. Obgleich auch der Prius+ zugunsten einer möglichst günstigen Aerodynamik außen kompakt ausfällt, bietet er im Innenraum deutlich mehr Platz für Gepäck und Passagiere, wie bereits sein Name verrät. Er fällt 135 mm länger, 30 mm breiter und 85 mm höher aus als der Prius und bietet dank des um 80 mm verlängerten Radstands sieben Sitzplätze in drei Sitzreihen. Die Frontpartie des neuen Prius+ zeigt die neue Toyota Designsprache. Der obere Kühlergrill trägt eine verchromte Applikation und

Nizza. Die schwedische Traditionsmarke Volvo stellt sich für die Zukunft auf: Zwei neue Drive-E-Zweiliter-Vierzylindermotoren, ein CommonRail-Diesel und ein Benzindirekteinspritzer, sollen von jetzt weg bis spätestens Mitte 2015 flächendeckend zum Einsatz kommen. Die Fünf- und Sechszylinder werden daher auslaufen und von der neuen ­Motorengeneration komplett ersetzt. Volvo profitiert gleich mehrfach von dem neuen Konzept: Zum einen spart man Kosten, da beide Motoren ähnlich aufgebaut sind und viele Teile für beide Varianten passen. Weiters bringt die Reduktion auf zwei Motoren mehr Gestaltungsspielraum bei der spezifischen Modellkonfiguration, da beide Varianten mit einem Plug-in-Hybrid und dem neuen 8-Gang-Automatikgetriebe kombinierbar sind. Ebenfalls neu ist ein 6-GangHandschaltgetriebe, welches speziell auf die Drive-E-Motoren abgestimmt ist. Die Drive-E-Dieselmotoren reichen von 88 kW (120 PS) bis 169 kW (230 PS). Die Benziner von 103 kW (140 PS) bis über 221 kW (300 PS). Die Leistungsunterschiede erzielt Volvo durch verschiedene Stufen der Turboaufladung. Die Drive-E-Motoren sind das Herzstück der neuen SPAPlattform, auf der alle zukünftigen Modelle der 60er- und 90er-Baureihe basieren.  www.volvo.at

Cabrio-Update für die Top-Modell-Reihe

Die siebensitzige Variante des sparsamen Toyota-Hybriden Prius ist als Prius + ab einem Einstiegspreis von 31.840 Euro habbar.

wurde möglichst klein gehalten, um eine turbulenzarme Umströmung der oberen Karosseriehälfte zu erzielen, während der größere untere Lufteinlass eine optimale Kühlung gewährleistet.

Platz en masse Der Prius+ bietet selbst in der Sitzkonfiguration für sieben Personen dachhoch noch 232 l Gepäckraumvolumen. Bei vorgeklappter dritter Sitzreihe steigt dieser Wert sogar auf 784 l. Wird auch noch die zweite Sitzreihe vorgeklappt, stehen volle 1.750 l zur Verfügung. Dank der 1.105 mm breiten und 730 mm hohen Heckklappe, die damit 95 mm breiter und 85 mm höher ausfällt als beim

Prius, ist der geräumige Gepäckraum besonders komfortabel zu be- und entladen.

Volle Alltagstauglichkeit Der Vollhybridantrieb des Prius+ umfasst einen Benzinmotor mit 1,8 l Hubraum, einen kraftvollen Elektromotor, einen Generator, eine Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterie, ein Energie-Management sowie eine Leistungsverzweigung. Damit gibt sich der große Prius komplett alltagstauglich. Das große Beschleunigungserlebnis bleibt jedoch aus, obwohl der Prius – so man das Gaspedal voll durchtritt – durchaus einen potenten Antritt bereitstellt. Doch irgendwie wird man dann das Ge-

fühl nicht los, den 1,8 l Benziner unnötig zu quälen. Denn steigt man ordentlich rein, schnellt die Drehzahl in die Höhe und bleibt dort auch so lange, bis man die gewünschte Geschwindigkeit erreicht hat. So animiert der Prius auch akustisch durchaus zu einem überlegtem Gasfuß. Auf der Autobahn überzeugt der große Hybride ebenfalls, ein komfortable Reisegeschwindigkeit ist allemal drin, auch in Sphären des Führerscheinentzugs dringt der Toyota bei Bedarf vor. Im Schnitt genehmigt sich der Prius + auf rund 500 Testkilometern (davon die Hälfte in der Stadt) rund 6,5 l. Für einen ausgewachsenen Siebensitzer ist das durchaus erstaunlich.  www.toyota.at

Jaguar XF 2,2 I4 Sportbrake In der Einstiegsversion glänzt der Jag nicht nur optisch, sondern auch beim Verbrauch

Vierzylinder für die chice Kombi-Katze

© Porsche

Wien. Schon vor einigen Jahren versuchten sich die Briten im KombiSegment und brachten damals den zwar durchaus hübschen, aber eher mäßig erfolgreichen X-Type Estate auf den Markt. Doch das Blatt hat sich gewendet. Stand Jaguar damals noch hauptsächlich für vermehrte Werkstattaufenthalte, wandelte sich die britische Traditionsmarke in den letzten Jahren zu einem innovativen State-

of-the-Art-Autobauer, der auch Mut zu Neuem beweist. Spätestens mit dem neuen XJ brach Jaguar mit sämtlichen althergebrachten Designkonventionen und besticht nunmehr durch extravagante Eigenständigkeit. Die logische Folge war dann freilich auch eine Kombi-Version des XF, der als XF Sportbrake nebst den höher motorisierten Sechszylindern ebenso wie die Limousine auch als Vier-

© Stockwerk Racing Team

Die 911er Turbo-Reihe wird nun um die offenen Versionen erweitert.

Salzburg. Das fahrdynamische Spektrum der neuen 911 TurboModelle, multipliziert mit dem Fahrspaß eines offenen Sportwagens, ist die Kurzformel für die neue Doppelspitze der Elfer-Cabriolets. 50 Jahre nach dem Debüt des Elfers und zum 40-jährigen Jubiläum des 911 Turbo feiern dessen Open-Air-Vertreter ihre Weltpremiere auf der Auto Show in Los Angeles. Mit den beiden neuen Spitzen-Elfern verdoppelt Porsche sein Angebot der Top-Modelle auf vier Varianten. Die neuen Top-Modelle der 911-Cabriolets kommen im ­Dezember 2013 ab 207.270 € auf den Markt.  www.porsche.at

© Toyota

Gregor Josel

Volvo implementiert neue Motoren­ familie und reduziert damit Kosten.

Jaguar XF 2,2 I4 Sportbrake: Einstiegsmodell mit Spar-Diesel ab 51.500 Euro.

zylinder mit einem 2,2 l Diesel zu haben ist und somit die Brot und Butter-Version der Kombikatze darstellt …

Stilbruch oder Cleverness? Der Ottomotor-Ästhet bekrittelt diese Herangehensweise natürlich. Klar, ein V6 ist ein V6! Die Sound-Performance und Laufkultur eines Sechszylinders sind nicht mit den Assets eines klassischen Vierzylinders zu vergleichen. Aber brauchen? Also wirklich brauchen tut man den Sechszylinder ja nun nicht unbedingt. Und unterm Strich bestätigt sich dies auch im Alltag. Denn wenngleich der neue Jaguar Kombi in der Einstiegsversion „nur“ über vier Zylinder verfügen mag, geizt er ja trotzdem nicht mit Leistung und Drehmoment. So stellt der 2,2 l-Motor satte 200 PS und noch sattere 450 Nm Drehmoment bereit. Das größte Kaufargument mag aber natürlich der vergleichsweise moderate Verbrauch von nur 5,4 l sein, denn wohlgemerkt wir haben es ja immerhin mit einem Jaguar zu tun.

Designmäßig ist den Briten mit dem neuen XF-Sportbrake jedenfalls abermals ein wirklich großer Wurf gelungen. Die chice Katze verfügt über eine einzigartige Optik, die Eleganz und Sportlichkeit auf perfekte und vollkommen unaufdringliche Art und Weise mit dem Kombithema verbindet. In der Frontansicht ist der Jaguar XF Sportbrake identisch mit der Limousine – LED-Tagfahrleuchten mit J-förmiger Grafik machen ihn unverkennbar. Die im Vergleich zur XF-Limousine vorgenommenen Änderungen beginnen ab der B-Säule. Trotz ansteigender Gürtellinie und abfallendem Fensterbereich nach hinten bleibt im Innenraum für die Heckpassagiere mit 48 mm mehr Kopffreiheit, deutlich mehr Platz als in der Limousine. Die wuchtigen Radkästen des XF kommen in der Kombi-Version noch besser zur Geltung, verleihen dem Sportbrake nachhaltige Präsenz auf der Straße und sorgen für einen selbstbewussten Auftritt. Im Kofferraum finden bis zu 1.675 l Platz.  (gj)  www.jaguar.at


r u n d u ms au t o

Freitag, 27. September 2013

automotivebusiness – 69

Studie Der GfK-Verein hat die Anschaffungsabsicht von Neu- und Gebrauchtwagen in einer Untersuchung unter die Lupe genommen

Neue beliebter als Gebrauchte Moritz Kolar

Wien. Die Ausgaben für einen Pkw sind nach den Ausgaben für die Eigenheimschaffung in der Regel die zweithöchsten, die private Haushalte tätigen. In einer internationalen Studie hat der GfK Verein die Anschaffungsabsicht von Neuund Gebrauchtwagen innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre erhoben. Österreich liegt im internationalen Vergleich im Spitzenfeld hinter Schweden und den USA auf Platz 3 der 14 untersuchten Länder. Das Schlusslicht im Hinblick auf die Anschaffungsplanung bilden gegenwärtig die beiden EU-Länder Polen und Spanien: Nur jeder zehnte Verbraucher kann oder will sich dort demnächst einen Neu- oder Gebrauchtwagen kaufen. Im Vergleich dazu planen 23% der Österreicher, innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre ihr Auto auszutauschen. „In fast allen der 14 unter-

suchten Länder sind Neuwagen beliebter als Gebrauchte. Lediglich in Frankreich und Polen ist es umgekehrt – hier kommen auf einen geplanten Neuwagen fast zwei Gebrauchtwagenkäufe. In Österreich ist das Verhältnis sehr ausgewogen“, weiß Roland Strilka, Leiter der Automobilmarktforschung der GfK Austria.

Unterschiede im Detail Die Neuwagen Anschaffungsabsicht in Österreich überwiegt mit zwölf Prozent nur leicht der von Gebrauchtwagen mit elf Prozent. Die Anschaffungsabsicht steigt mit

wachsender Haushaltsgröße an. In Haushalten mit vier oder mehr Personen planen 14% die Anschaffung eines Neu- und weitere 18% die Anschaffung eines Gebrauchtwagens. Im Vergleich dazu planen in Einpersonenhaushalten lediglich neun Prozent die Anschaffung eines neuen und weitere sechs Prozent die Anschaffung eines gebrauchten Pkw. „Die Vermutung liegt nahe, dass mehr Kinder auch größere Autos erfordern und deshalb die Anschaffungsabsicht deutlich höher liegt“, zieht Strilka ein Fazit. Was die Antriebsarten betrifft, bleibt alles beim Alten: Dieselmotoren sind mit sechs Prozent

bei den Neuwagen knapp vor Benzinmotoren mit fünf Prozent. Der Erdgasantrieb besitzt in der privaten Kundengruppe keine Bedeutung. Eine derzeit zumindest noch untergeordnete Rolle spielen Elektro- bzw. Hybridantriebe mit einem Prozent Anschaffungsabsicht. „Alles andere wäre mehr als eine Überraschung gewesen. Es wird allerdings interessant sein, diese Zahlen über die nächsten Jahre international zu verfolgen, da sowohl die Infrastruktur als auch das Pkw-Angebot in dieser Sparte deutlich wachsen werden“, meint Roland Strilka.  www.gfk.com

© Panthermedia.net/Andres Rodriguez

Österreich liegt demnach im internationalen Spitzenfeld, knapp hinter Schweden und den USA.

Studie: 23 Prozent aller Österreicher überlegen aktuell, ihr Auto auszutauschen.

Allianz Ambitionierte Pläne

Wachstumsziele

München. Europas größter Versicherer Allianz peilt im Geschäft mit Autoversicherungen ein deutliches Einnahmeplus an. „Im Jahr 2016 wollen wir im Bereich Autoversicherungen und Kfz-Anknüpfungsprodukte über den Autohandel 3,5 Mrd. Euro an Versicherungsprämien einnehmen“, sagte der zuständige Vorstand Karsten Crede vor wenigen Tagen. Die bisherige Zielvorgabe lag bei 2,8 Mrd. Euro. Zwischen 2009 und 2012 habe die Allianz, so Crede, „ihre Einnahmen aus den Versicherungsprämien bereits von 1,3 auf 2,4 Mrd. Euro steigern können.“ Um seine Ziele zu erreichen, setzt das Unternehmen auch auf globale Kooperationen mit Autoherstellern wie Volkswagen, Opel und BMW.  www.allianz.com

Autobank Deutschland

Neue Zielsetzung Wien. Die auf die Finanzierung von Auto- und Kfz-Händlern spezialisierte Wiener Autobank will sich künftig noch stärker in Deutschland engagieren. Trotz niedriger Margen soll das Neugeschäft um 30 Prozent gesteigert werden, so Gerhard Fischer, Miteigentümer und Aufsichtsrat der Autobank. Die herstellerunabhängige Autobank buhlt vor allem um Händler, denen sie die Finanzierung des Lagerbestands anbieten kann. Im Gegenzug sollen die Händler der Autobank Endkunden vermitteln. „Je mehr Kunden der Händler bringt, umso günstiger wird sein Zinssatz für die Lagerfinanzierung“, so Fischer.  www.autobank.at

Hyundai ix35

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© Autobank

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Die Autobank will ihr Neugeschäft in Deutschland um 30 Prozent steigern. 64569_HYUN_ix35_216x288_ICv2.indd 1

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I n n ovat i o n & U m w e lt

70 – automotivebusiness

Horváth & Partners Das Beratungsunternehmen hat in einer Studie die Marktchancen von Elektromobilität erhoben

© Fraunhofer IWS

Fraunhofer entwickelt neue Leichtbauweise

Bei diesem Crashtest wird geprüft, wie stark sich das Beispielbauteil unter einer Biegebelastung deformiert.

Dresden. Forscher vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden haben eine Leichtbautechnologie entwickelt, mit der sich die Fahrzeugmasse senken und gleichzeitig eine ausreichende Crashsicherheit garantieren lässt. Um die Eigenschaften von Karosseriebauteilen auf die wirkenden Belastungen abzustimmen, verfolgen Wissenschaftler Markus Wagner und seine Kollegen einen neuartigen Ansatz: die „Lokale Laserverfestigung“. Dabei setzen sie auf kostengünstige, niedrigfeste Stahlbleche mit minimierter Wanddicke. Diese werden nur in den stark beanspruchten Bereichen lokal verfestigt. Hierfür wird ein fokussierten Laserstrahl über die Oberfläche des unbehandelten Blechs geführt. Die so behandelten Zonen erwärmen sich oder schmelzen sogar auf und erstarren anschließend. Die Wärme wird schnell ins angrenzende kalte Material abgeleitet, wodurch sich die Spur rasch abkühlt. Dadurch entstehen harte Phasen und der Werkstoff wird verfestigt. „Wir erreichen Festigkeiten von bis zu 1.500 MPa (Megapascal). Das entspricht etwa dem zweifachen des unverfestigten Grundwerkstoffs“, sagt Wagner. „Vor allem vordere und hintere Stoßträger am Fahrzeug sowie B-Säule und diverse Versteifungsprofile können wir so gewichts- und belastungsoptimiert gestalten.“  www.fraunhofer.de

Elektromobilität kommt endlich aus Startlöchern

Fazit: Entgegen der derzeitigen Wahrnehmung dürfte die Zukunft der Stromer durchaus rosig werden. bilexperte Heiko Fink. Aktuell seien die deutschen Förderungsniveaus auch im internationalen Vergleich „überschaubar“, in Österreich ist die Situation ähnlich. Trotz der positiven Signale des Fakten-Checks betonen die Autoren aber auch, dass die Durchsetzungsgeschwindigkeit der Elektromobilität, egal ob mit reinen oder hybriden Stromern, stark von der emotionalen Verankerung in der Öffentlichkeit abhängen wird. Um das Ziel der Politik zu erreichen, sei ein hohes jährliches Wachstum des Bestands an Elektrofahrzeugen notwendig. Das ginge nur auf der Grundlage entsprechender Begeisterung in der Bevölkerung. „In Richtung einer positiven, emotionalen Kommunikation zur Elektromobilität passiert aber viel zu wenig“, wundert sich Studienleiter Greiner auch mit Blick auf den Erfolg von Tesla.

Moritz Kolar

Stuttgart. Elektroautos sind auch im laufenden Jahr für die wenigsten Autokäufer ein Thema. Nur knapp 0,2 Prozent der Neuzulassungen entfallen auf diese Fahrzeugkategorie. Wie der aktuell „FaktenCheck Mobilität“ des Beratungshauses Horváth & Partners jedoch zeigt, könnte die Zahl der Fahrzeuge mit einem Stromanschluss in den kommenden Jahren massiv zunehmen und damit die hehren Ziele viele Politiker übertreffen, die sich, wie die deutsche Bundesregierung, etwa zum Ziel gesetzt haben, dass 2020 eine Mio. Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren, oder, wie Umweltminister Niki Berlakovich, 250.000 Elektroautos auf heimischen Straßen sehen will.

Immer billigere E-Fahrzeuge

© mini.de

Esslingen/Kortrijk. Elektrische Antriebskonzepte spielen im Nahverkehr der Zukunft eine entscheidende Rolle, die weitere Optimierung der Nebenaggregate in ihrer Energieeffizienz ist dabei ein wichtiges Thema. Auf der „Busworld“ in Kortrijk präsentierte Eberspächer Sütrak daher die wegweisende, speziell für Elektrobusse konzipierte, AC 136 AE Heat Pump – eine Aufdachklimalösung mit Wärmepumpe, die effizient kühlt und heizt. Daneben werden die neuen KlimaanlagenGenerationen AC 420 G2 für Mini- sowie die AC 515 G2 für Midibusse gezeigt.  www.eberspaecher.com

© Eberspächer

Neue Heat Pump für Elektrobusse präsentiert

Die Studienautoren haben die Entwicklung von Schlüsselfaktoren der Elektromobilität der letzten Jahre analysiert und die aktuelle Entwicklungsgeschwindigkeit auf das Jahr 2020 hochgerechnet. Zu den untersuchten Faktoren gehören unter anderem Batteriepreise, Reichweiten, Energiekosten und die Anzahl der Ladestationen. „Vor allem die wachsende Anzahl von Elektrofahrzeugmodellen und deren Preisentwicklung stimmen zuversichtlich“, meint Studienleiter Oliver Greiner. Über 20 Elektrofahrzeugmodelle werden 2014 zur Verfügung stehen, deren Preis durchschnittlich ca. 30% über vergleichbaren Referenzfahrzeugen liegen dürfe. Vor zwei Jahren waren es gerade mal zwei Serienmodelle, deren Preis zudem noch deutlich über 60% im Vergleich zu Referenzfahrzeugen lag. „Dies wird Flottenbetreiber und

Im laufenden Jahr wurden in Österreich 346 Elektro-Kfz neu zum Verkehr zuglassen.

Privatpersonen zunehmend in die Lage versetzen, finanzierbare Elektrofahrzeuge zu finden, die auf ihre Bedürfnisse passen“, ist Greiner überzeugt. Auch aufseiten der Technik und der Infrastruktur hat es Fortschritte gegeben. Neue Batteriekonzepte werden derzeit intensiv erforscht und könnten bald die Energiedichte der Batterien und damit die Reichweite von Elektroautos nach oben treiben. Zudem hat sich die Infrastruktur an öffentlichen Ladestationen positiv entwickelt, wenngleich Ladesäulen für die beteiligten Unternehmen bislang noch ein verlustreiches Geschäftsmodell darstellen. So hat sich Siemens zuletzt aus dem Geschäft mit Ladestationen zurückgezogen. „Zwischen 2010 und 2012 hat sich die Anzahl der öffentlichen Lade-

stationen in Deutschland jährlich durchschnittlich um 80 Prozent auf nun über 3.000 erhöht“, stellt Co-Studienautor und Energieversorgungsexperte Matthias Deeg fest. Bis 2020 sollten es ca. 200.000 öffentliche Ladestationen werden. Ladestationen in privaten Haushalten und am Arbeitsplatz (sogenannte Wallboxes) sind dabei noch nicht eingerechnet.

Politische Willensfrage Einen zusätzlichen Anschub für die Elektromobilität könnte die Politik leisten. „Es ist eine politische Willensfrage, ob die Umsetzungsgeschwindigkeit der Elektromobilität durch weitere Regulierungen sowie Mittel zur F&E- und Absatzförderung weiter unterstützt werden soll“, findet Horváth-Automo-

Positive Entwicklung Hoffnung macht der Start neuer Elektrofahrzeuge wie des i3 von BMW oder des e-up! von Volkswagen. Auch dank dieser wird es voraussichtlich in diesem Jahr gelingen, die nötige Wachstumsrate zur Erreichung des Ziels der Politik zu erreichen. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres lag die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland schon bei über 2.900 Stück, so viel wie im gesamten Vorjahr. Damit wurde die Zahl von 10.000 Elektroautos im deutschen Fahrzeugbestand erstmalig überschritten. In Österreich ist die Situation ähnlich: Bislang wurden von Jänner bis August 346 Elektro-Fahrzeuge neu zum Verkehr zugelassen, gegenüber 260 im Vergleichszeitraum des Vorjahres.  www.horvath-partners.com

TU Wien Mit Taxi 31300, Wien Energie und AIT hat die Uni eine Umstellung der Wiener Taxiflotte untersucht

Elektro-Funktaxiflotte hätte viele Vorteile Wien. Elektroautos sind zwar billig im Betrieb, aber verhältnismäßig teuer in der Anschaffung. Am wirtschaftlichsten sind also Elektroautos, die intensiv genutzt werden – und zwar am besten auf vielen einzelnen kürzeren Strecken, weil man lange Fahrten unterbrechen müsste, um die Batterie aufzuladen. Das entspricht genau dem Bewegungsprofil von Taxis. Die TU Wien hat daher gemeinsam mit AIT, Wien Energie Stromnetz und Taxi 31300 untersucht, ob sich eine Funktaxiflotte in Wien auf Elektrobetrieb umstellen lassen würde. Das Ergebnis: Der Umstieg wäre mit überschaubaren Investitionskosten durchführbar und würde große Mengen CO2 einsparen.

mit einem Elektroauto möglich gewesen wären, ohne das Fahrverhalten zu ändern“, erzählt Markus Litzlbauer vom Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe der TU Wien. Schon wenn man bloß von Schnellladestationen an den 25 wichtigsten Taxistandplätzen und von einer mäßigen Batterie-Kapazität von 24 kWh ausgeht, lassen sich bereits 25% der Funktaxischichten in genau derselben Form

auch mit Elektroautos durchführen. Bei doppelter Batteriekapazität und Ladeleistung sowie doppelt so vielen Ladestationen erreicht man bereits eine Erfüllbarkeitsrate von 75%. „In der Praxis würde man allerdings bei einem Umstieg auf Elektroautos auch die Vermittlung der Fahrten anpassen“, erklärt Litzlbauer. „Die Funktaxizentrale könnte gezielt voll aufgeladene Taxis für längere Fahrten einsetzen und Taxis mit leerer Batterie

Taxi-Daten als Grundlage Die Basis für die Studie waren anonymisierte GPS-Daten der Wiener VermittlungsgmbH Taxi 31300, die vom AIT aufbereitet und dann von der TU Wien analysiert wurden. „Zunächst sahen wir uns an, wie viele der tatsächlich absolvierten Taxi-Schichten genauso

© APA/Georg Hochmuth

short

Thermomanagement für E-Busse: die AC 136 AE von Eberspächer.

Freitag, 27. September 2013

Durch die Umstellung auf E-Antrieb könnten Wiener Taxis sehr viel CO2 einsparen.

eher zur nächsten Ladestation schicken.“ Schwierigkeiten gäbe es bloß bei eher ungewöhnlichen besonders langen Taxifahrten – etwa von Wien nach Linz. Für solche Fälle könnten Taxi-Gesellschaften einzelne Benzinautos bereithalten.

Überschaubare Kosten Das Forschungsteam der TU Wien berechnete auch die Kosten, die für ein Taxiunternehmen anfallen würden. Über den typischen Lebenszyklus des Taxis hinweg erweist sich die Elektro-Variante dabei als absolut konkurrenzfähig. Ob das Elektroauto letztlich billiger kommt, hängt davon ab, mit welchem Benzin-Fahrzeugtyp man es vergleicht. Für den Aufbau einer adäquaten Ladeinfrastruktur würden in Wien laut Berechnungen der TU Investitionskosten im einstelligen Mio.-Euro-Bereich anfallen. Ein Umstieg von 50% der insgesamt 2.500 Wiener Funktaxis auf Elektrofahrzeuge ergäbe eine Einsparung von 10.000 t CO2-Äquivalent pro Jahr, rechnet die Studie vor.   www.tuwien.ac.at


medianet

inside your business. today.

Freitag, 27. September 2013 – 71

Kein Abstellgleis

Das BFI Wien lanciert das erste LehrlingsCrossmentoring-Programm  Seite 73

© Simacek Facility Man.

© BFI/Marko Zlousic

careernetwork Kein Orchideenthema

B2B Diversity Day: Diversity ist eine Frage der unternehmerischen Vernunft  Seite 75

Aufsteiger Julian Schramek, CBRE © CBRE/Benedikt Loebell

„Man muss schon ein bisschen ein Adrenalinjunkie sein“ Ambitioniert Alex ­Pinter will mit dem Start-up Trayn die internationale Sportwelt revolu­ tionieren.  Ausgewählt Die Nominierten zum Staatspreis „Beste Lehrbetriebe – Fit for Future 2013“ stehen fest. 

© privat

Seite 72 Gastkommentar

Berater, Coach und Personalentwickler Siegfried Lachmair über die Frage, ob gutes Konfliktmanagement teuer sein muss.  Seite 74

© jawe

Seite 73

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von


Career portrait

Warum ihn das „Blaustern“ prägte, wie er den Fuß in die Tür der NHLClubs bekam und wie er die internationale Sportwelt revolutionieren will, verrät Trayn-CEO Alex Pinter im ­Gespräch.

Freitag, 27. September 2013

© Gary Pippan

72 – careernetwork

© jawe

„Wir wollen den Sport auf ein neues Level heben“ 10 Fragen An Alex Pinter

Als Kind wollte ich immer … Wind­ surfer werden. Mein Lebensmotto ist … „Your Style is your Signature“. Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … einen romantischen Abend mit meiner Freundin. Darüber kann ich lachen … eigene Fehler und Dummheiten. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „Taming Tigers: Do Things You ­Never Thought You Could“ von Jim Lawless. In 20 Jahren werde ich … hoffentlich wieder vermehrt windsurfen.

Wien. „Es war schon brutal: Man startet bei null, ohne fixes Gehalt; da muss man schon ein bisschen ein Adrenalinjunkie sein“, kommentiert Alexander Pinter die Entscheidung, die er vor inzwischen drei Jahren getroffen hat. Pinter ist Adrenalinjunkie: Nicht nur, dass er am liebsten die Wellen der sieben Weltmeere mit seinem Surfbrett schneidet oder die heimischen Berge snowboardtechnisch unsicher macht, beschloss er 2010 seine noch recht junge, aber doch lukrativ erscheinende Karriere in der Beraterbranche an den Nagel zu hängen und die Pläne von Vater Hannes vom „ultimativen Trainingstool“ in die Realität umzusetzen. Gemeinsam gründeten die beiden das Start-up Trayn und widmeten sich von diesem Moment der Entwicklung einer Softwarelösung, die nicht weniger leisten sollte, als den „internationalen Sport auf ein neues Level“ zu heben, wie Pinter im Gespräch erzählt: „Unsere Software soll es Trainern künftig ermöglichen, auf Knopfdruck vollkommen individualisierte und permanent aktualisierbare Trainingspläne zu

erstellen. Würde der Coach das nicht softwareunterstützt erledigen, würde er dafür unter Umständen Wochen brauchen.“ Die Idee zu der Lösung hatte Vater Hannes: „Er hat Sport und Englisch studiert und lange Zeit Einzel- und Teamsportler verschiedenster Sportarten auf Profiniveau trainiert. Wenn man so will, ist er das Bindeglied zwischen Theorie und Praxis.“ Auch Alex Pinter ist studierter Sportwissenschafter – und Betriebswirt –, seine Rolle im Team sieht er aber in erster Linie im Businessdevelopment und in der Kontaktpflege potenzieller Kunden: „Es ist als österreichisches Start-up natürlich ein doppelt schwieriges Unterfangen, einen Fuß in die Tür der großen US-Teams in NHL, NFL und NBA zu bekommen“, beschreibt er die Herausforderung. Das „Warm Intro“, wie er es nennt, erhielt er teilweise durch Bruder Philipp – selbst Profi-Eishockeyspieler in Deutschland. „Kennt man dich in der Szene, und hat man überzeugende Argumente, bekommt man vielleicht einen Ter-

min bei den Clubs. Kennt man dich nicht, werden nicht einmal deine E-Mail-Anfragen beantwortet“, so Pinter. Ende dieses Jahres will er die ersten Deals in der NHL und an den US-Colleges unter Dach und Fach haben: „Dann beginnen wir hoffentlich die Früchte von fünf Jahren Entwicklungszeit zu ernten. Innerhalb der letzten 32 Monate haben wir uns 80 qualitative Kontakte aufbauen können. Und die Offenheit der Teams ist schier überwältigend.“

Kurz vor dem Durchbruch Dass es so lange dauern würde, bis Trayn marktreif ist, hätte er zu Beginn des Projekts nicht gedacht: „Auch wenn weder mein Vater noch ich Programmierer sind und wir uns natürlich die Frage gestellt haben ‚Trauen wir uns, oder trauen wir uns nicht?‘, haben wir mit einer schnelleren Entwicklung gerechnet.“ Die große Hürde sei gewesen, die Pläne eines Trainingswissenschafters so in die Sprache eines Programmierers zu übersetzen, dass dieser „das Ding durch-

programmiert“, erklärt Pinter. Er habe aber die richtigen Leute gefunden, und so den Traum in die Realität umgesetzt: „Als Startup gibt es keine Benchmarks, man agiert teilweise im luftleeren Raum und braucht einfach einen langen Atem“, erklärt er, dass er sich als Lektor an der WU Wien und mittels Beratungstätigkeiten über Wasser gehalten hat. Ob er den Schritt in die Selbstständigkeit jemals bereut hat? „Keinesfalls. Die Start-up-Szene ist so dermaßen spannend, dass ich vermutlich alles nochmal genauso machen würde.“ Dennoch hat er eine Vorstellung davon, was er machen würde, wenn es Trayn nicht gäbe: „Ich habe während des Studiums zwei Jahre im Café Blaustern gearbeitet. Und die Baristarolle hat mir schon auch gut gefallen – da kommt mir mein extrovertiertes Wesen zugute.“ Sein absoluter Traumjob ist seit Kindertagen aber eine Karriere als Profi-Windsurfer: „Das ganze Jahr an den schönsten Orten der Welt zu sein, das hätte schon seinen Reiz“, erklärt Pinter abschließend …  (jawe)

Davor habe ich Angst … unvorhersehbare gesundheitliche Probleme. Das ist meine größte Stärke … Durchhaltevermögen, klare Visionen und Zielsetzungen. Das ist meine größte Schwäche … manchmal bin ich zu perfektionistisch. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … dem Red Bull-Gründer Dietrich Mateschitz.

1977–2005

2005–2009

2010–Heute

1977 in Villach geboren, studiert Alex Pinter im Anschluss an die Matura parallel Sportwissenschaften an der Uni Wien und Internationale BWL an der WU Wien und in den USA.

Nach der Doppelsponsion sammelt er seine ersten beruflichen Erfahrungen als freier Projektmitarbeiter bei Roland Berger Strategy Consultants, bevor er zu Accenture als Consultant wechselt.

2010 wagt er den Sprung ins Start-up-Business und widmet sich gemeinsam mit seinem Vater als CEO der Trainingsplansoftware Trayn und dem Scouting-Tool Inscouts.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 27. September 2013

careernetwork – 73

BFI Wien Das Wiener Berufsförderungsinstitut lanciert das erste Lehrlings-Crossmentoring-Programm

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Lehre ist kein Abstellgleis Valerie Höllinger: „Wir müssen die Lehre wieder als positive Karrierechance etablieren.“ Unternehmen den Stellenwert von jungen Menschen erkennt, respektiert und fördert“, erklärte Johannes Zimmerl, Konzernpersonaldirektor Rewe International AG und Geschäftsführer Rewe International DienstleistungsgmbH, anlässlich der letztwöchigen Kick-offVeranstaltung des BFI LehrlingsCrossmentoring-Programms, das Engagement des Handelsriesen.

© BFI Wien/Marko Zlousic

Wien. „Die Lehre ist sicherlich kein Abstellgleis für gescheiterte Schüler.“ BFI Wien-Geschäftsführerin Valerie Höllinger stellt unmissverständlich klar, dass das Bild, das in der Öffentlichkeit von Lehrlingen oft gezeichnet wird, ihrer Meinung nach ein falsches ist: „Wir haben eine große Verantwortung in der Gesellschaft, um den Wert der Lehre zu steigern und sie wieder als positive Karrierechance zu etablieren.“ Nicht jeder müsse laut Höllinger auf die Hochschule gehen, um ein glückliches Berufsleben zu führen. „Bei der klassischen Berufsausbildung handelt es sich nicht um ein Auslaufmodell; vielmehr ermöglicht sie nach wie vor erfolgreiche Karrieren.“ Die aktuelle Situation am Jobmarkt sei derzeit allerdings schwierig: Auf der einen Seite suchen Firmen händerringend nach Facharbeiternachwuchs. Andererseits stehen viele Jugendliche ohne Job auf der Straße, weil sie dem Vernehmen nach zu geringe Qualifzierung und den Mangel wichtiger Fähigkeiten – etwa soziale und kommunikative Kompetenzen, Selbstreflexion, Eigenverantwortung und Selbstbewusstsein – aufweisen. Hier will nun das BFI Wien mit dem sogenannten LehrlingsCrossmentoring ansetzen: Jungen Frauen und Männern, die nach Abschluss der Pflichtschule einen Lehrberuf wählen, sowie den Ausbildungsbetrieben soll in diesem Programm eine spezielle Förderung zuteil werden, um mitunter

Erfolgsfaktor Soft Skills

„Stolz auf unsere Lehrlinge“ Auch Elke Berger, Head of HR Management & Strategy, UniCredit Bank Austria, verdeutlichte den hohen Stellenwert der Lehrlinge und die Notwendigkeit fundierter Schulungen: „Bereits beim ersten Vorstellungsgespräch muss man allerdings ehrlich, hilfreich und realistisch sein und den jungen Menschen erklären, worum es geht.“ Für Maximilian Semler, angehender Goldschmiedemeister aus Wien, steht fest, dass Familie und Freunde eine „Lehrausbildung akzeptieren und unterstützen“ sollten. Der große Benefit für die Jugendlichen sei nämlich, dass sie durch „das frühe Übernehmen von wirtschaftlicher und sozialer Verantwortung“ früher erwachsen würden. „Langfristig möchten wir die Wertigkeit der Lehre im gesellschaftlichen Umfeld thematisieren und positiv besetzen. Unsere Gesellschaft soll wieder stolz sein auf ihre Lehrlinge und Fachkräfte“, steckt sich Höllinger abschließend große Ziele.  (red)

Maximilian Semler, Elke Berger, Valerie Höllinger und Johannes Zimmerl.

vorhandene Schwächen auszubügeln. „Der Schwerpunkt unseres Lehrlings-Crossmentorings ist die persönliche Entwicklung der Lehrlinge“, hält Höllinger fest. „Aber auch die berufs- und lebenserfahrenen Führungskräfte, die sich als Mentoren engagieren, profitieren persönlich von dem Projekt.“

auch ein Koch-Workshop unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und der Work-Life-Balance. „Die Beteiligten profitieren vom generationenübergreifenden Erfahrungsaustausch und lernen von anderen Branchen; gleichzeitig wirkt sich das Engagement der Unternehmen positiv auf ihr Image als Arbeitgeber aus“, ist Höllinger überzeugt. Fünf große Ausbildungsunternehmen konnten für das 2014 startende Programm an Bord geholt werden: Rewe International, UniCredit Bank Austria, Wiener Städtische Versicherung, A1 sowie Flughafen Wien: „Ein Lehrling ist keine günstige Arbeitskraft, sondern ein wertvoller Teil des Unternehmens. Schon die Vergangenheit hat gezeigt, dass ehemalige Lehrlinge bei uns bis in die oberste Managementebene vorstoßen. Das klappt nur dann, wenn nicht nur der Lehrling, sondern auch das

Persönliche Entwicklung Der vom BFI Wien gewählte Ansatz ist neu. So werden Teams aus drei Personen unterschiedlicher Unternehmensherkunft gebildet: „Der Lehrling als Mentee, ein erfahrener Manager als Mentor und ein junger Lehrabsolvent als Peer“, skizziert Höllinger. Das BFI Wien stelle dazu ein Qualifizierungsund Rahmenprogramm aus Workshops und Exkursionen bereit. Geplant sei u.a. auch ein Integrationsund Kommunikationstraining, aber

Tag der Lehre Der Staatspreis „Beste Lehrbetriebe – Fit for Future 2013“ wird am 23.Oktober verliehen

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Monika Kriwan Identitäter

Monika Kriwan (50) steigt bei der Agentur für Employer Branding, Identitäter, ein. Zuletzt leitete sie die Unternehmenskommunikation von Wein & Co., wo sie auch ein internes Marken- und Employer Branding-Projekt umsetzte.

© CBRE/Benedikt Loebell

© Identitäter/Astrid Knie

job

Julian Schramek CBRE

Julian Schramek (35) verstärkt ab sofort die Abteilung Building Consultancy von CBRE als neuer Senior Project Manager für Österreich und CEE. Zuletzt war er u.a. als Teilprojektleiter am Neubau des Hauptbahnhofs Wien beteiligt.

Promotion

19 Mitarbeiter wurden Nominierungen an appsystems, Elektro Peter Holzinger GmbH und Fetz Malerei GmbH ausgesprochen. In der Kategorie 20 bis 249 Mitarbeiter rittern Gantner Electronic GmbH, Haberkorn GmbH und Wopfinger Stein- u. Kalkwerke Schmid & Co. KG um den Titel. Und in der Kategorie ab 250 Mitarbeiter stehen BRP-Powertrain GmbH & Co KG, Hilti AG und Salzburg AG zur Wahl. Aus den Nominierten wird von einer Fachjury jeweils ein Staatspreisträger gekürt. Zusätzlich wird ein Sonderpreis für die Umsetzung von kompetenzorientierten Lehrlingsprojekten vergeben. Die Sieger werden im Anschluss an den 7. „Tag der Lehre“ im Wiener MAK am 23. Oktober gekürt.  (red)

Lisa Frühbauer PDM Tourism Group

Lisa Frühbauer (39) ist seit Kurzem neue Sales- und Marketingdirektorin der PDM Tourism Group. Zuletzt war die erfahrene Touristikerin E-Commerce und Marketing Director Central Europe bei STA Travel.

David Havelka cinecom & media

© wrfuerst.com

Wirtschaftsminister Mitterlehner: „Unsere duale Berufsausbildung gilt als vorbildlich.“

Wien. „Unsere duale Berufsausbildung gilt weltweit als vorbildlich. Das ist neben guten Rahmenbedingungen in erster Linie dem Einsatz und den Leistungen der Lehrbetriebe zu verdanken; ihre engagierten Ausbilder bieten den Jugendlichen eine ausgezeichnete Ausgangsbasis für das weitere Berufsleben“, betont Wirtschaftsund Jugendminister Reinhold Mitterlehner. Um diese Betriebe auch vor den Vorhang zu holen, vergibt das Wirtschaftsministerium heuer den Staatspreis „Beste Lehrbetriebe – Fit for Future 2013“. Eine Expertenjury hat nun in drei an der Betriebsgröße orientierten Kategorien insgesamt neun Nominierungen an heimische Unternehmen vergeben: In der Kategorie bis

© PDM/www.fotoschuster.at

© BMWJF/Bernhard J. Holzner

Die Staatspreis-Nominees stehen fest

Bewirbt man sich bei einem Unternehmen, gilt es, sich von seiner besten Seite zu zeigen – logisch. Worauf man in den Bewerbungsunterlagen oder in weiterer Folge dann im Vorstellungsgespräch seinen Fokus legt, bleibt jedem selbst überlassen. Doch welche Stärken sind es, auf die die Österreicher beim Jobsuchen vertrauen? stellenangebote.at ließ dazu eine GfK-Studie durchführen: Zwei von drei Österreichern sind davon überzeugt, dass ihre Berufserfahrung der größte Pluspunkt in Bewerbungsprozessen ist. Fast ebenso viele (63 Prozent) bauen auf ihre Soft Skills, also Werte wie Sozialkompetenz, Stressresistenz oder andere persönliche Eigenschaften. Knapp sechs von zehn glauben, vor allem durch ihre Ausbildung zu überzeugen. Was jedoch überrascht: Nur 44 Prozent Arbeitnehmer sind auch der Meinung, dass Unternehmen Wert auf Soft Skills bei Bewerbern legen. Ein Fehler vieler Unternehmen, meint stellenangebote.at-Geschäftsführer Jürgen Smid: „Sogenannte weiche Werte wie Teamfähigkeit werden allein durch den demografischen Wandel stark an Bedeutung gewinnen. Durch diesen, aber auch durch den sich vollziehenden Wertewandel, wird das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter in Zukunft ein völlig anderes sein als noch vor einigen Jahren. Ob und wie Teams künftig erfolgreich funktionieren, hängt stark von Soft Skills der Mitarbeiter ab.“ GfK-Studienautorin Angelika Kofler geht einen Schritt weiter: „In einer Generation wird man sich wahrscheinlich wundern, dass Soft Skills als eine Art zweitrangige Kompetenz gesehen wurden.“

Mit 2. September hat David Havelka die Position als Leiter der Abteilung Finanz & Controlling bei Österreichs Kinovermarkter cinecom & media übernommen. Vor seinem Wechsel war er neun Jahre bei der ­Robert Bosch AG tätig.


Personalmanagement

74 – careernetwork

Freitag, 27. September 2013

Gastkommentar Berater, Coach und Personalentwickler Siegfried Lachmair über die Frage, ob gutes Konfliktmanagement teuer sein muss

Mediation sticht Schiedsgericht

© privat

Lachmair: „Es braucht natürlich für eine Mediation offene Konfliktparteien sowie fähige Berater.“

Siegfried Lachmair ist u.a. Berater und Mediator. www.lachmair-consulting.com

Linz. Stellen Sie sich bitte folgende Situation bildlich vor: Sie haben als Unternehmer einen Auftrag erteilt. Am Ende gibt es einige Ungereimtheiten und sie können sich mit Ihrem Auftragnehmer leider nicht einigen. Sie denken: Gott sei Dank haben wir im Vertrag eine sog. Schiedsklausel vorgesehen und Sie hoffen, damit den Streit rasch und preiswert lösen zu können. In Summe geht es um eine strittige Summe von 100.000 Euro. Am Ende bekommen Sie 70.000 Euro als Auftraggeber. Der Auftragnehmer erhält 30.000 Euro zugesprochen. Am Schiedsverfahren sind drei Schiedsrichter beteiligt, zwei

Rechtsanwälte sowie ein gerichtlich beeideter Sachverständiger und zwei Privatgutachter. Die Gesamtkosten des Schiedsverfahrens belaufen sich auf knapp 200.000 Euro. Davon zahlen Sie 67.000 Euro und die anderen 133.000 Euro zahlt ihr Auftragnehmer.

Außer Spesen ... An dieser Stelle stellt sich die Frage: Wie kann es dazu kommen? Nachdem die Streitparteien „gern“ stritten und erst nach langem Hin und Her erkannten, dass am Ende die Kosten für das Schiedsverfahren viel höher waren als die strit-

tige Summe, akzeptierten die beiden Streitparteien schlussendlich doch zähneknirschend einen Vergleich des Schiedsgerichts. Hätten die Streitparteien, vorausgesetzt diese kommen rasch zum Einsehen und lenken ein, gleich eine Mediation in Anspruch genommen, so wären die Kosten weit unter dem Streitwert von 100.000 Euro geblieben und man hätte sich eine Menge Ärger, Zeit und Energie erspart und möglicherweise sogar gemeinsam eine Win-Win-Lösung entwickeln können. Dazu braucht es jedoch für eine Mediation offene Konfliktparteien sowie beratende Berufe, die die

Streitparteien auf die Erfolgsaussichten sowie die voraussichtlichen Kosten des Schiedsverfahrens entsprechend bereits im Vorhinein aufklären und hinweisen. Was die Kosten eines Mediationsverfahrens betrifft, so liegen diese bei etwa 10 bis 30 Prozent des Streitwerts – und steigen auch nicht mit der Höhe des Streitwerts an. Am Ende war im besagten Schiedsverfahren keine der Parteien zufrieden und außer Spesen und hohen Kosten gab es auf beiden Seiten nur Verlierer, für die es keine gemeinsame Zukunft sowie (Geschäfts-)Beziehung mehr gab. Ein Mediator hätte als unabhängiger, neutraler Dritter von Anfang an versucht, die beiden Konfliktparteien zu einer gemeinsamen sowie fairen und nachhaltig umsetzbaren Win-Win-Lösung zu begleiten und so exorbitant hohe Verfahrenskosten, wie in manchem Schieds- bzw. Gerichtsverfahren, zu vermeiden.

JOBTICKER JOBTICKER

Netzwerk Jung-Manager

Karriere-Booster

Studiengangsleiter/in (m/w) Studiengangsleiter/in (m/w) FH Wiener Neustadt

Wien. Seit vergangener Woche gibt es mit „Manageers“ (www.manageers.at) ein neues Netzwerk für junge Führungskräfte und Nachwuchs-Manager: „Als ich vor einigen Jahren nach Wien gezogen bin, habe ich vergeblich nach einem Netzwerk gesucht, wo ich CEOs kennenlernen, mich mit anderen Nachwuchsmanagern austauschen und mir echtes Praxiswissen für eine Karriere im Top-Management aneignen konnte. Mit Manageers möchte ich so ein Netzwerk für künftige Führungskräfte schaffen“, erklärt Manageers-Gründer Benjamin Ruschin. Das Angebot soll künftig u.a. ein MentoringProgramm mit führenden CEOs, Investoren und Start-up-Gründern, Networking-Events sowie eine Reihe von Trainings bieten.

FH Wiener Wiener Neustadt Dienstsitz: Neustadt Dienstsitz: Wiener Neustadt

Consultant SAP-Retail (m/w) Consultant SAP-Retail (m/w) Lidl Österreich GmbH Lidl Österreich GmbH Dienstsitz: Salzburg Dienstsitz: Salzburg

Teamleiter Kundenbetreuung Teamleiter Kundenbetreuung Valida Vorsorge Management

agpro 15-jähriges Jubiläum

Noch viel zu tun (m/w)

Wien. Die austrian gay professionals (agpro) feierten ihren 15-jährigen Einsatz für die Gleichstellung homosexueller Menschen im Arbeitsund Unternehmensumfeld: „Die Geschwindigkeit der Veränderung in Österreich ist eine Schande“, hielt Georg Kraft-Kinz, Generaldirektor Stv. der Raiffeisenlandesbank NÖWien, in seiner Laudatio fest und meinte damit, dass zwar einiges in Sachen Gleichstellung erreicht wurde, aber noch lange nicht genug. Vereinigungen wie die agpro seien deshalb notwendig, weil sie die Auseinandersetzung mit Vielfalt fördern und weil „eine andere sexuelle Orientierung und Identität“ noch immer Angst mache.

(m/w)

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Georg Kraft-Kinz (Raiffeisen), Brigitte Jank (WKW) und Markus Knopp (agpro).


W E i te r b i l d u n g

Freitag, 27. September 2013

careernetwork – 75

Diversität Der „B2B Diversity Day“ zeigt anhand von Best Practice-Beispielen wieder, wie es richtig geht

short

Leitfaden fĂźr mehr Vielfalt

Modul University lädt zum Karrieretag Wien. Wie in den letzten Jahren auch, veranstaltet die Modul University Vienna auch heuer wieder die Karrieremesse „Modul Career Fair“. Am 17.10. soll interessierten Unternehmen die MĂśglichkeit geboten werden, sich den SchĂźlern der Tourismusschulen Modul und den Studierenden der Modul University Vienna sowie den Absolventen beider Institutionen zu präsentieren und Praktikums- sowie KarrieremĂśglichkeiten vorzustellen. „Ziel dieser Karrieremesse ist es, hochqualifizierte Nachwuchskräfte mit den besten nationalen und internationalen Unternehmen in der Tourismus- und Hotelbranche zu vernetzen“, heiĂ&#x;t es seitens der Veranstalter. Im Anschluss an die Karrieremesse lädt die Modul University zur Netzwerkveranstaltung Career SoirĂŠe. Infos und AnmeldemĂśglichkeiten:  www.modul.ac.at

Experten sind sich einig: Diversity ist eine Frage der unternehmerischen Vernunft.

Tatjana Oppitz, Generaldirektorin von IBM Austria: „Diversity ist nicht nur ‚nice to have‘, sondern muss in der Strategie eines Unternehmens verankert sein und

„FĂźhrungskräfte erkennen, dass durch das Ăœbernehmen von Verantwortung die Marktperformance gestärkt wird.“ Ursula Simacek

Kostenloses JobCoaching fĂźr SchĂźler

BM Hundstorfer, IBM-Direktorin Oppitz, Staatssekretär Kurz und Ursula Simacek.

top down gelebt werden. Innovation und Kreativität passieren nur, wenn die Vielfalt im Unternehmen zugelassen wird“, ist sich die Managerin aus eigener Erfahrung sicher. Bei der Podiumsdiskussion meldeten sich unter anderem auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Staatssekretär Sebastian Kurz zu Wort und zeigten sich trotz Wahlkampf in Sachen Diversity ei-

ner Meinung darin, dass Diversity bereits im Kindergarten beginnt: „Mir ist es ein besonderes Anliegen, Menschen mit Migrationshintergrund bestmÜglich zu fÜrdern, damit sie sich besser und rascher in den Üsterreichischen Arbeitsmarkt integrieren kÜnnen. Immer mehr Unternehmen nutzen ganz gezielt die Talente von zugewanderten Menschen wie beispielsweise die sprachliche sowie kulturelle Kom-

den Schutz der Menschenrechte, die Sicherstellung von Chancengleichheit und soziale Integration zum Ziel haben. Um benachteiligte Gruppen zu fĂśrdern, bin ich auch fĂźr die Quotenregelung.“ Der B2B Diversity Day feierte 2011 Premiere und wird von der Simacek Facitity Group veranstaltet. Die Wirtschaftskammer Wien verĂśffentlicht begleitend eine BroschĂźre zum Thema Diversity. (lw)

Š privat

Kreativität durch Vielfalt

petenz; damit profitieren nicht nur die Unternehmen selbst, sondern sie leisten damit einen wichtigen gesamtgesellschaftlichen Beitrag“, so Kurz. Sozialminister Hundstorfer stellte erneut die Forderung nach Quotenregelungen in den Raum: „Gesetzliche Bestimmungen und politische MaĂ&#x;nahmen mĂźssen

Š Simacek Facility Management

Wien. Egal ob Gender, Alter, Herkunft oder Behinderung – Unternehmen, die die Vielfalt der Gesellschaft auch in ihrem Unternehmensalltag abbilden, profitieren: Das ist der allgemeine Tenor des B2B Diversity Day, bei dem Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft Best-Practice-Beispiele austauschten. Ăœber 30 Unternehmen und Interessensverbände präsentierten ihre Konzepte fĂźr erfolgreiches Diversity Management. Sechs besonders bemerkenswerte Diversity-Projekte wurden jeweils mit 15.000 â‚Ź unterstĂźtzt. Ursula Simacek, GeschäftsfĂźhrerin und MiteigentĂźmerin der simacek Facility Management Group, hat 2011 den Diversity Day ins Leben gerufen, mit dem Ziel, den Austausch zu ermĂśglichen und auch andere Unternehmen ins Boot der Vielfalt zu holen: „Immer mehr FĂźhrungskräfte erkennen, dass durch Nachhaltigkeitsstrategien und das Ăœbernehmen von gesellschaftlicher Verantwortung die Marktperformance nachhaltig gestärkt wird – die Praxisbeispiele sollen auch andere Unternehmen inspirieren“, erkärt Simacek.

BĂźro-Sitten In sechs von zehn Betrieben wird nicht gesiezt, auch Manager gehen mit Du-Wort offen um

Wien. Die Ă–sterreicher pflegen im beruflichen Umfeld einen sehr lockeren Umgang miteinander. Das Du-Wort ist auch unter Kollegen sehr verbreitet. In sechs von zehn Ăśsterreichischen Betrieben werden Kollegen und Vorgesetzte nicht gesiezt. Das hat die Online-JobbĂśrse karriere.at in einer Befragung herausgefunden. 22% der Befragten gaben an, dass in ihrem Unternehmen nur manchen Mitarbeitern das Du-Wort angeboten wĂźrde; nur 11% mĂźssen ihre Vorgesetzten siezen. Ein entscheidender Faktor ist dabei das Alter: Ă„ltere siezen sich meist, JĂźngere sind eher per Du.

Auch die Chefs selber sehen den Umgang mit der persĂśnlichen Anrede locker: Sechs von zehn Managern sagen, dass das allgemeine Du in den Betrieben etabliert ist. Ein Viertel bietet nur bestimmten Mitarbeitern das Du-Wort an. Karriere.at-GeschäftsfĂźhrer JĂźrgen Smid hat Tipps fĂźr Unternehmen: „Ein generelles ‚Du‘ muss fĂźr alle gelten. Wenn schon ‚Du‘, muss auch die Reinigungskraft den Direktor duzen dĂźrfen. Und: Neue Mitarbeiter sollten spätestens am ersten Arbeitstag Ăźber die gelebte Praxis informiert werden, um allfälligen Peinlichkeiten zuvorzukommen“, erklärt Smid. (red)

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Š karriere.at

„Auf Du und Du“ mit Chef und Kollegen

Jßrgen Smid, Geschäftsfßhrer von Karriere.at: Österreicher duzen gern im Bßro.

BILDUNG. FREUDE INKLUSIVE.

Karriere-Coach Elfriede Gerdenits will Jugendliche jobfit machen.

Wien. Nicht nur Manager, sondern auch SchĂźler lassen sich heute coachen: FĂźr den perfekten Start ins Berufsleben bietet Karriere-Coach Elfriede Gerdenits den Workshop „So klappt der Einstieg“ an. „Der Bogen reicht von der Unternehmensrecherche, der strategischen Karriereplanung Ăźber das Erstellen marketingorientierter Bewerbungsunterlagen“, so Gerdenits. Die Zielgruppe sind Jugendliche ab der 8. Schulstufe, Lehrstellensuchende sowie Unentschlossene, die noch zwischen weiterfĂźhrender Schule und Lehre schwanken. Finanziert wird das Angebot direkt von den involvierten Unternehmen – u.a. Volksbanken und WĂźstenrot. FĂźr SchĂźler und Schulen ist das Programm kostenlos. Infos unter:    www.gerdenits.at

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CSRnet medianet

In den USA werden hohe Beträge aus Sport und Charity-Konzerten gespendet  Seite IV

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IBM unterstützt die Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender Community  Seite V

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Das Wiener Unternehmen Solar Fidelity gewann die nationale Auszeichnung  Seite VI

Diversity als Fixpunkt in Unternehmen verankern

© APA/Herbert Neubauer

short

Wien. Die Hälfte der türkischen Migranten in Österreich verdient weniger als 1.000 € pro Monat; bei der Gesamtbevölkerung sind es 1.480 €. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von GfK Austria. Nur ein Fünftel der Gesamtbevölkerung hat ebenfalls ein so geringes Einkommen. Ein Viertel der türkischen Migranten hat ein Einkommen von 1.000 bis 1.500 € pro Monat; 15% kommen auf über 1.500 €. Geld wird kurzfristig angelegt.  (APA)

© dpa/Werner Baum

­ achahmenswert N Die Idee der Unter­ nehmerin ­Ursula ­Simacek trägt ­reiche Früchte: Kaum eine Firma, die das ­Thema nicht im Mission State­ ment verankert hat. Am Diversity Day ist Abschauen erlaubt und Nach­machen ­erwünscht.  Seite II © Simacek Facility Management/Azra Halilovic

Wien. Ab sofort versorgt eine neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Donau Plex (das Entertainment Center des Wiener Donau Zentrums) einen Teil der Gemeinschaftsbereiche mit selbst im Haus erzeugter Energie. Der Testbetrieb der neuen Anlage wurde bereits im August auf dem Dach des Donau Plex aufgenommen – insgesamt wurden 1.400 m� mit Photovoltaikmodulen ausgestattet. Die Anlage wurde von Bezirksvorsteher Norbert Scheed eröffnet.  (red)

Studie Unternehmerischer Erfolg – soziale Verantwortung

inhalt

OMV Mit spielerischem Lernprogramm Skills beweisen

II & III

CSR:International > Stars spenden für die Opfer von Flut und Tornados  IV > Sotschi und der schwule ­Eisschnellläufer  IV > Erster Diversity Tag in Deutschland  IV > Benefizkonzert für Austro-Flutopfer  IV CSR:Company News > Ökonomische Effekte von ­Diversity Management  V > Wienerberger: CSR und PR VI > ABB: Ethische Stipendien  VI

Hannes Ametsreiter, Telekom Austria: Verantwortung für Gesellschaft, Umwelt.

Wien. Österreichische Unternehmen werden hinsichtlich ihrer sozialen Verantwortung im Vergleich zu internationalen Konzernen deutlich besser bewertet: Für mehr als drei Viertel der Österreicher (77%) handeln heimische Firmen sozial verantwortungsvoller als Firmen im Ausland. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie von Telekom Austria mit dem SORA-Institut im Vorfeld des future.talk 2013. Die Top 3 der verantwortungsvollen Branchen sind laut den Befragten der Lebensmitteleinzelhandel (61%), die Getränkeerzeugung (58%) und die Telekommunikation (42%). (ag/red)

© Panthermedia.net/Janina Dierks

Telekommunikation unter den Top 3 Österreich sucht die Technikqueens

© Telekom Austria Group/APA-Fotoservice/Rossboth

CSR:Diversity > Sechs Projekte, die Aufsehen erregen 

freitag, 27. september 2013

Die Aktion „Österreich sucht Technikqueens“ läuft bis Ende Dezember.

Wien. Gesellschaftliche Rollenbilder sind eine der Ursachen für einen Frauenanteil von nur 15% in technischen Berufen. Deshalb startete die OMV mit der Initiative „Österreich sucht die Technikqueens“ ein langfristiges Projekt. Es werden Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren aufgerufen, bei einem spielerisch aufbereiteten Lernprogramm auf „www.technikqueen.at“ ihre technischen und naturwissenschaftlichen Skills unter Beweis zu stellen. Auf die Besten warten attraktive Preise wie iPads und Bildungsschecks im Wert von je 5.000 € und ein nachhaltiges Förder­programm der OMV.  (red)


csr: c ov e r

II – CSRnet

kommentar

Hardlinern Wind aus den Segeln nehmen

Freitag, 27. September 2013

B2B Diversity Day Steigende Komplexität verändert nicht nur Organisationen, sondern auch die Wirtschaft nachhaltig

Vielfalt als Chance im ­Unternehmen nutzen

Die Wirtschaftsinitiative einer Frau sendet inzwischen nachhaltige Impulse zum Thema Diversity. es betrifft immer die Menschen und die Organisation, die sich einem Wandlungswachstum auch öffnen.“ Begonnen hat es vor einigen Jahren damit, dass Ursula Simacek Deutschkurse für ihre Mitarbeiter organisierte, „und zwar gleich in den Räumlichkeiten unserer großen Auftraggeber wie Telekom Austria, ORF oder Bawag”. Es war als erster Test gedacht, wie das Angebot angenommen wird, und Simacek war überrascht, wie viele Mitarbeiter daran teilnahmen. Die Aktivitäten zogen Kreise; inzwischen wurden neben einem Sprachförderungsprojekt für Mitarbeiter mit Migrationshintergrund in Kooperation mit dem Österreichischen Integrationsfonds und zahlreichen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Job und Familie im Rahmen eines DisabilityModells auch Menschen mit Behinderung in die Cleaning-Teams integriert.

Reinhard Krémer

impressum Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda medianet CSRnet Chefredakteur: Reinhard Krémer (rk) Lektorat: Christoph Strolz Grafik/Produktion: Raimund Appl, ­ Peter Farkas Litho­grafie: Beate Schmid, Berat ­ Qelaj Anzeigenproduktion: Aleksandar Milen­kovic Druck: Druck Styria GmbH & Co KG, 8042 Graz. Es gelten unsere All­gemeinen Geschäftsbedin­ gun­gen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbei­träge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken.

Simacek respACT-Präsidentin

© 3M Österreich

K

ürzlich wurde berichtet, dass Frankreich eine Art „Ökozoll“ für den Import von Möbeln einhebt, um deren vollständiges Recycling sicherzustellen. Manche Staaten schaffen ganz konkrete Rahmenbedingungen, die verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln belohnen oder Nicht-Verantwortung bestrafen. Davon kann in Österreich vorerst keine Rede sein. Der CSR-Aktionsplan sollte schon mit Jahreswechsel beschlossen werden, steckt aber tief in einer ideologischen Diskussion fest. Falls er jemals beschlossen wird, wäre er nur eine politische Grundfeste ohne Auswirkungen auf das, was Unternehmen dann tun. Das kann natürlich Methode sein, denn es gibt in beiden großen Parteien genügend Leute, die mit dem Ansatz, Unternehmen mehr gesellschaftliche Verantwortung zu geben, nichts am Hut haben. Für alle, die aber hier wirklich etwas bewegen wollen, eine Anregung: Wie wäre es, wenn man – anstatt oder neben dem CSR-Aktionsplan – konkret versucht, Einzelaktivitäten ins kommende Regierungsprogramm „einzupflanzen“? Die Themen, um die es geht, sind ja auch „ohne Plan“ allseits klar: Bevorzugung von verantwortungsvollen Unternehmen im öffentlichen Beschaffungswesen, Bevorzugung in der staatlichen Exportförderung, Aufbau eines glaubwürdigen und schlagkräftigen Gütesiegels, mehr Transparenz und Einheitlichkeit bei der Auszeichnung von Produkten, Belohnung von Energieeinsparungen, Verhaltensregeln für österreichische Unternehmen im Ausland zur Einhaltung der Menschenrechte, Forcierung von „Watchdogs“ wie in anderen Bereichen, wo der Staat eine Aufsichtsfunktion hat. Solche Punkte würden im neuen Regierungsprogramm sehr gut aussehen und auch dem einen oder anderen ideologischen Hardliner den Wind aus den Segeln nehmen, oder?

Wien. Schon die Premiere im Jahr 2011 war ein großer Erfolg: Der „B2B Diversity Day“, ins Leben gerufen von Ursula Simacek, CEO der Simacek Facility Management Group (das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Wien und zahlreiche Niederlassungen in ganz Österreich sowie mehrere Tochtergesellschaften in CEE und SEE Ländern, Anm.), ist zu einem vielbeachteten Ereignis und zu einem Fixpunkt nicht nur der CSR-Community geworden. Der ursprüngliche Gedanke war, personelle Vielfalt, Diversität in Bezug auf Alter und Geschlecht, ethnische und religiöse Zugehörigkeit, körperliche Behinderung oder sexuelle Orientierung als Chance zu erkennen, zu schätzen und im positiven Sinne in die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens einzubringen. „Als Unternehmen mit gesellschaftlicher Verantwortung möchten wir unseren Beitrag leisten, um soziale Diskriminierung zu verhindern und die Chancengleichheit zu verbessern“, begründet B2B Diversity-Initiatorin Ursula Simacek ihr persönliches Anliegen, die Diversity-Entwicklung zu fördern. Im eigenen Familienbetrieb ist CSR und Diversity Management inzwischen in allen Geschäftsprozessen verankert.

Personelle Vielfalt ist ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor: „Diversity“, also die Verschiedenheit von Menschen, hat inzwischen Einzug in viele Unternehmen gehalten.

Güter und Dienstleistungen – sie ist also nützlich. Vielfalt ist inzwischen schon längst ein Wirtschaftsfaktor. „Diversity Management ist Bestandteil der CSR-Strategie, wird aber auch als eigenständiges System gesehen“, sagt Simacek. „Wir wollen am B2B Diversity Day zeigen: Wie machen es andere Unternehmen, welche Dimensionen von

Wirtschaftsfaktor Vielfalt Denn Diversity ist ein Prinzip des Lebens. Dort, wo ein Gesamtes nachhaltig gedeihen und sich entwickeln soll, herrscht Vielfalt – nämlich Biodiversität. Die Rede von Diversity ist daher vielschichtig. Sie kommuniziert und fordert aber nicht nur das Gute, sondern

Diversity werden wie gefördert und entwickelt, ganz nach dem Motto „Abschauen erlaubt – Nachmachen erwünscht!“

Am Anfang Deutschkurse Denn, so ist die Initiatorin überzeugt: „Es ist ein Prozess, der kontinuierliches Lernen erfordert, und

Heute hat das Thema „Diversity” Einzug in viele Unternehmen gefunden. Seit März 2013 ist Ursula Simacek auch Vereinspräsidentin von respACT, Österreichs führender Unternehmensplattform für CSR und nachhaltige Entwicklung, und gibt in der Industriellenvereinigung Wien als Vizepräsidentin den Themen CSR und Diversity eine Stimme. So wird gewährleistet, dass das Thema sich kontinuierlich auf verschiedenen Ebenen verbreitet. Am B2B Diversity Day präsentieren Unternehmen und Interessensverbände aus Industrie, Handel und Dienstleistung ihre Best Practice für erfolgreiches Diversity Management.

Initiativen carla Vorarlberg, crosslink & company und das Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z

Menschen helfen auf verschiedenen Ebenen Feldkirch/Wien. carla Vorarlberg, ein Projekt der Caritas, gibt Menschen unter dem Motto „second hand – second chance” die Möglichkeit, wieder ins Berufsleben einzusteigen. Man will mit Arbeitssuchenden berufliche und persönliche Perspektiven mit dem obersten Ziel der Integration in den ersten Arbeitsmarkt entwickeln, so das Leitbild. Es sind Menschen mit Behinderung und Langzeitarbeitslose, die über ihre Tätigkeit in carla-eigenen Second-Hand-Shops einen Schritt in Richtung Vollbeschäftigung gehen.

crosslink & company bietet mit dem „Integration Assistance Program“ ein innovatives Beratungsangebot für Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund. Damit soll neuen Mitarbeitern der Start ins Unternehmen erleichtert werden, und dem bestehenden Team eine professionelle Unterstützung gegeben werden, um die Kolleginnen und Kollegen nachhaltig zu integrieren.

Im Vorjahr nutzten 67 Mitarbeiterinnen der Firmen Simacek Facility Management Group, McDonald’s Franchise und GET Service Flughafen Sicherheits- und Servicedienst dieses Unterstützungsangebot. Das „Integration Assistance Program“ wurde im 2012 mit der „Sozialmarie” im Hinblick auf die Schaffung würdigerer Arbeitsbedingungen der Frauen im Niedriglohnsektor ausgezeichnet.

Ziel Festanstellung Acht Monate lang werden sie von geschultem Personal betreut; fehlende Qualifikationen können mit Weiterbildungsmaßnahmen erworben werden. Ziel ist, die „Transitmitarbeiter“ in eine Festanstellung zu vermitteln. Die carla-Projekte gibt es schon seit mehr als 20 Jahren; Hunderte Menschen wurden bereits an feste Arbeitsplätze vermittelt.

Das Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z setzt in Wien die personalintensive Reparaturdienstleistung. Im Kampf gegen die geplante Obsoleszenz (das bewusste Einbauen von Schwachstellen in Produkte, um deren Lebensdauer zu verkürzen; Anm.) hat R.U.S.Z das ReparaturNetzWerk Wien (www. reparaturnetzwerk.at) mit über 50 kleingewerblichen Mitgliedsbetrieben und die TrashDesignManufaktur im ehemaligen Tochterbetrieb D.R.Z (www.trashdesign.at) lanciert. Man repariert in Werkstätten oder bei Bedarf auch vor Ort und bildet ehemals Arbeitslose zu Spitzentechnikern aus.

Mehrfach ausgezeichnet

© BMLFUW/Kern

michael fembek

Wegwerfen ist out: R.U.S.Z repariert alles, vom Fernseher bis zur Waschmaschine.

2005 entwickelte das R.U.S.Z mit Ö3 und der Caritas Österreich die „Ö3-Wundertüte“ und das Ressourceneffizienz-Projekt „Spenden Sie Ihre alte Waschmaschine“. R.U.S.Z erhielt den Umweltschutzpreis der Stadt Wien 2013, den Energy Globe Award, den Klimaschutzpreis und ist Gewinner von „Ideen gegen Armut”.  (rk)


csr:Diversity

Freitag, 27. September 2013

CSRnet – III

Teach for Austria und equalizent Förderung von jungen Menschen, Gehörlosenbildung und Erleichterung der gesellschaftlichen Teilhabe

Von „Fellows“ und „Equalizern“ Wien. Auf den ersten Blick haben diese zwei nicht unbedingt etwas gemeinsam: „Teach for Austria“ will vor allem unterprivilegierte Schüler fördern, indem herausragende Absolventen von Fächern wie Quantenphysik, Molekularbiologie oder Afrikanistik ihr Wissen und vor allem ihre Begeisterung für Fächer wie Mathematik, Englisch oder Physik an die Schüler weitergeben.

gegründet. Sie setzt auf „Fellows“, die die Bildungschancen ihrer Schützlinge verbessern sollen, indem sie nicht nur die Schüler quasi für ihr Fach begeistern – sie „unterrichten” nahe an ihrem „Spezialgebiet” –, sondern sich dabei auch selbst zu erfolgreichen Führungskräften in und außerhalb der Schule entwickeln.

Bildung vermitteln …

equalizent, im Jahr 2004 ins Leben gerufen und bereits mit zahlreichen Preisen gewürdigt, will mit Bildungsangeboten gehörlose und schwer hörende Menschen

„equalizent“ hingegen ist ein Qualifikationszentrum für Gehörlosigkeit, Gebärdensprache, Schwerhörigkeit und Diversity Management. Und doch wollen beide Organisationen vor allem eines: Bildung vermitteln und die Teilhabe an der Gesellschaft erleichtern. Die Initiative Teach for Austria wurde 2011 von Walter Emberger

Specialisterne Autismus

Können nutzen

© Specialisterne Österreich

Wien. Ein international bewährtes und inzwischen auch hierzulande vielbeachtetes Modell, nämlich „Specialisterne“ (dänisch für Spezialisten) setzt der gleichnamige gemeinnützige Verein mit Sitz in Wien zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen im Autismus-Spektrum in Österreich um. Die Stiftung „Specialist People Foundation“ ist eine gemeinnützige Organisation, die 2008 vom Specialisterne-Gründer Thorkil Sonne ins Leben gerufen wurde. Finanzielle Mittel für den Aufbau in Österreich wurden von der Essl Stiftung, A1 und der Wiener Städtischen Versicherung bereitgestellt. Die besonderen Fähigkeiten von Menschen aus dem AutismusSpektrum sollen in einen wirtschaftlichen Wettbewerbsvorteil verwandelt und somit Menschen aus dem Autismus-Spektrum – und Firmen – neue Chancen eröffnen. Dies findet besonders im IT-Bereich große Beachtung. Zu den bemerkenswerten und herausragenden Fähigkeiten von Autisten zählen ihre Hingabe zum Detail, Genauig­ keit, konsequentes, logisches und analytisches Denken, kreative, innovative und unkonventionelle Lösungsansätze, spielerische Leichtigkeit bei der Erkennung von (Un-)Regelmäßigkeiten und ihre hohe Toleranz und Konzentration gegenüber wiederkehrenden Routineaufgaben. Auch eine Null-Fehlertoleranz zählt dazu. Die Mitarbeiter von Specialisterne finden zum Beispiel Fehler, die andere längst nicht mehr finden.  (red)

Elisabeth Krön, Projektmanagement „Specialisterne Österreich“.

… und Barrieren einreißen

unterstützen (aus dieser Gruppe rekrutiert sich auch das Team), den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen oder ihre beruflichen Chancen zu verbessern. Auch Hörenden soll die Gebärdensprache vermittelt werden. Darüber hinaus will man mit Unternehmen und in Forschungsprojekten einen Beitrag zur Akzeptanz von Vielfalt und dadurch zu einer Verbesserung der gesellschaftlichen Situation leisten. Der Bedarf nach Unterstützung ist zweifellos gegeben: Rund 10.000 Menschen in Österreich sind gehörlos, allein 4.000 davon leben in Wien.  (red)

© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd

Zwei Organisationen mit verschiedenen Zielgruppen verfolgen ähnliche Ziele – nämlich Bildung und Ausbildung zu vermitteln.

Wissen und Können ermöglichen einen verbesserten Zugang zur Gesellschaft.


csr: i n t e r n at i o n a l

IV – CSRnet

Benefizkonzert für Austro-Flutopfer Wien. Im Rahmen seiner Europa-Tournee legte „Jackass“Star Bam Margera einen Zwischenstopp in Wien ein, berichtete der Society-TV-Kanal „www.society24.at“. In der USHardcore-Blödelserie Jack­ass macht Margera die Stunts vor allem mit dem Skateboard – in dieser „Disziplin“ gehört er zu den Besten der Welt, heißt es. Vor Kurzem rockte der Musiker mit seiner Band F***face Unstoppable zugunsten der Opfer der Flutkatastrophe in der Ottakringer Brauerei; der gesamte Erlös aus den Ticketverkäufen wurde an die österreichischen Hochwasseropfer gespendet.  (red)

© bmj.de/Thomas Imo

Erstmals Diversity-Tag auch in Deutschland

BM Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: Charta unterzeichnet.

Berlin. Im Juni ging der erste von der Charta der Vielfalt e.V. in Deutschland abgehaltene Diversity-Tag über die Bühne. Am bundesweiten Aktionstag präsentierten Betriebe und Institutionen in ganz Deutschland Ideen und gelebte Praxis zu Diversity Management. Rund 240 Organisationen und Unternehmen mit rund zwei Mio. Beschäftigten haben dabei mitgemacht. Der 2. Deutsche Diversity-Tag wird am 3. Juni 2014 begangen. Firmen und Institutionen, die noch nicht Teil der Initiative sind, haben dann die Möglichkeit, die Charta der Vielfalt zu unterzeichnen.  (lk)

Major League Baseball und NBA Laufend Initiativen wie sportliche Großereignisse und Charity-Konzerte in USA

Millionen aus dem Sport für die Katastrophenhilfe

Mehr als eine Million Dollar für diverse Hilfsorganisationen, auch als Unterstützung für „Sandy“-Opfer. New York. Der Hurrikan „Sandy“ hatte im Oktober des Vorjahres eine Schneise der Verwüstung durch die amerikanische Ostküste geschlagen. Teile New Yorks standen damals unter Wasser, der Verkehr kam zum Erliegen. Mit einem Durchmesser von fast 1.800 km war das Sturmgebiet das ausgedehnteste jemals gemessene im Atlantik, dem auch viele Menschenleben zum Opfer fielen. Um den 5. November waren in New Jersey noch immer 900.000 Häuser ohne Strom, im Bundesstaat New York waren es 700.000 – alarmierend, setzte doch kurze Zeit darauf der Wintersturm „Athena“ noch eins drauf. Für die US-Wirtschaft bedeuteten die Schäden aus dem Wirbelsturm einen Verlust von an die 70 Mrd. USD (umgerechnet etwa 53,1 Mrd. €). Umso erfreulicher die Initiative der Major League Baseball (MLB), mit dem „All Star Charity Concert 2013“, das im Juli stattfand – und freilich, die dabei eingespielten Erlöse. Am 13. Juli, drei Tage vor dem Major League Baseball AllStar-Spiel in Citi Field, gaben sich Alan Gilbert, US-amerikanischer Dirigent und seit 2009 Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker, plus eben jene und Special Guest mehrfache Grammy-Preisträgerin Mariah Carey ein Stelldichein. Das Konzert auf der großen Wiese im legendären New Yorker Central Park wurde auf FOX live übertragen. Es war für Fans gratis, aber jeder brauchte ein Ticket, um dabei zu sein. Im Kombination mit der Konzert-Aktion hatte die Major League bekannt gegeben, eine Mio. USD für Sandy-Hilfsmaßnahmen zu spenden. Vor Konzert-Beginn um 19:30 Uhr fanden die von Nike geförderten „MLB AllStar Games 5K”

© MLB

short

Freitag, 27. September 2013

MLB-Vorsitzender Allan Selig: „Wollen nicht nur Geld aufstellen – auch an die vielen Menschen erinnern, die noch bedürftig sind“.

und der „Fun Run” im Brooklyner Prospect Park statt. Mit der 1-Mio.-USD-KonzertSpende hat die Major League Baseball zugesagt, weitere mehr als fünf Mio. USD an diverse lokale und nationale Charity-Organisationen weiterzureichen.

Klassiker aus dem Jahr 1888 Das New York Philharmonic Orchestra spielte in den zwei Konzert-Durchgängen sowohl New York-bezogene als auch Baseballbezogene Stücke wie etwa Randy Newmans „Suite from The Natural“. Aber es gab auch eine Weltpremiere: Mark Ishams „Suite from 42”. Zusätzlich las Ex-Baseball-Spieler Joe Torre einen Klassiker: das

Baseball-Gedicht „Casey At the Bat,“ ein Werk von Ernest Thayer aus dem Jahr 1888.

Verletzte Mariah Carey Mariah Carey, die bis dato weltweit bestverdienende weibliche Künstlerin aller Zeiten, mit mehr als 200 Mio. verkauften Alben und einer bahnbrechenden Karriere, die mehr als 200 Nummer 1 BillboardHits, ließ es sich nicht nehmen, trotz Verletzung bei diesem Event dabei zu sein (die Diva hatte sich wenige Tage zuvor die Schulter beim Dreh von Musik-Videos ausgekegelt, wie www.viply.at berichtete). Dennoch wagte sich die Sängerin für den guten Zweck auf die Büh-

ne. Und erntete prompt nicht nur viel Beachtung ob ihres Engagements trotz „Patientenstatus“, sondern auch ob ihrer stylishen Armschlinge. Beim MLB All-Star Charity Concert in New York trug die 43-Jährige eine Schlinge mit verschiedenen, glamourösen losen Ärmeln, beispielsweise mit Fellbesatz oder mit viel Glitzerstoff. So machte Maria aus der Not eine Tugend. Aber auch die National Baseball Association (NBA) blieb mit ihrer Stiftung „NBA Cares“ schon zuvor nicht untätig. Bei der NBA All-Star Saturday Night im Februar 2013 bei der die West-Auswahl gegen die Ost-Conference mit 140:125 gewann, wurden in Summe 555.000 USD eingesammelt.  (red)

Spenden Für Opfer der Flutkatastrophe, Tornado-Opfer und SOS Kinderdörfer

Die Spannung steigt

Stars zeigen sich großzügig

Wellington/Sotschi. Die Wogen werden noch sehr hochgehen: Die russischen Olympischen Winterspiele 2014 sind nicht mehr weit und Präsident Wladimir Putin könnte im Ausland glänzen. Jedoch: Im Juni verabschiedete die Duma den „Homosexuellen-Paragrafen“, wonach jegliche positiven Äußerungen über Homosexualität in Anwesenheit von Minderjährigen oder über Medien unter Strafe gestellt werden.

München/Oklahoma. Dante Bonfim Costa Santos – kurz Dante – kickt für Bayern München und macht daneben auch mit Musik Karriere. Der Brasilianer widmet die Erlöse SOS-Kinderdörfern und den Flutopfern in Süd- und Ost-Deutschland. In der Bild wird er zitiert: „Ich hatte keine leichte Kindheit und fühle mich verpflichtet, den Bedürftigen zu helfen. Je mehr ich mit den Songs verdiene, desto mehr kann

Russland will „nichttradi­tionelle sexuelle Orientierungen” bestrafen.

Der Staat erkennt keine gleichgeschlechtliche Partnerschaften an und verbietet seit Juni auch die Adoption durch gleichgeschlechtliche Ehepaare im Ausland. Russland gedenkt dem Vernehmen nach, das Gesetz – entgegen anderslautender Meldungen des Olympia-Komitees IOC – zu exekutieren. Das ruft Erinnerungen an die Berliner Spiele von 1936 wach. Und so werden Forderungen laut, dass die Teilnehmerländer sich für LGBT-Rechte (Anm.: Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) stark machen sollen. Jüngst erklärte der offen schwule neuseeländische Eisschnellläufer Blake Skjellerup, dass er sich im Falle einer Qualifikation der homophoben Gesetzgebung nicht beugen wolle (Neuseeland hat im August die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet). Russische LGBT-Organisationen dagegen hoffen laut Plattform „www.thinkoutsideyourbox. net“ auf möglichst viel Öffentlichkeit für ihren Kampf gegen die der Europäischen Menschenrechtskonvention entgegenstehende neue Gesetzgebung.  (lk)

ich helfen.“ Er steht aber nicht allein da: Unter deutschen Promis und Stars solidarisierten sich viele mit den Hochwassergeplagten. So spendete beispielsweise TV-Moderator Oliver Pocher 80.000 €, Fußballstar Michael Ballack tat es Dante gleich und stellte 100.000 € und mehr aus den Erlösen aus seinem Abschlussspiel in Aussicht. Die Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder” wurde von Barde

© EPA

© panthermedia.net/William Perugini

Sotschi Schwuler Eisschnellläufer will Zeichen setzen

Kicker Dante (li.) möchte auch weiterhin Musik machen – für den guten Zweck.

Peter Maffay und seiner Band mit 100.000 € Unterstützung bedacht. Weitere Musiker vereinten sich zu einem Spendenabend des MDR. Moderator Markus Lanz animierte die „Wetten-Dass...?“-Zuschauer und hatte am Ende der Sendung gut 587.000 gespendete Euro beisammen.

Eine Million US-Dollar Sehr großzügig zeigte sich Superstar Kevin Durant vom NBAKlub Oklahoma City Thunder: Der Forward spendete eine Mio. USD (rund 775.000 €) nach der TornadoKatastrophe in einem Vorort von Oklahoma City im Mai 2013. Durant ist aber nur einer von vielen: Sportstars aus der ganzen Nation haben nach Bekanntwerden der Katastrophe beschlossen, den Opfern zu helfen. Thunders-Center Kendrick Perkins etwa sammelte mit seiner Frau vor Ort Spenden. Originell auch die Idee von Baseball-Profi Matt Kemp von den Los Angeles Dodgers: „Ich gebe 1.000 Dollar für jeden Home-Run bis zur All-Star-Pause für die Opfer.“ (red)


c s r :C o m pa n y n e w s

Freitag, 27. September 2013

CSRnet – V

IBM Computergigant unterstĂźtzt die Lesbian-, Gay-, Bisexual- and Transgender-Community, kurz LGBT, mit einer eigenen Veranstaltung im IBM-Forum

Identität nicht verleugnen mßssen Denkansatz: Wer offen und ohne Angst vor Ausgrenzung zu sich stehen kann, kann sein volles Leistungspotenzial entfalten. Leistungspotenzial fßr das Unternehmen einbringen kÜnnen, wenn sie ihre Identität nicht verleugnen mßssen.

Vielfalt als Erfolgsfaktor IBM sieht dies als wichtigen Teil der Unternehmenskultur: Der heutige Computergigant war auch jener Arbeitgeber, der schon 1899 die erste Frau in der IT-Branche eingestellt hat. „Wir als IBM Österreich wollen alle Zielgruppen am Markt ansprechen und diese Talente im Unternehmen fÜrdern. Vielfältigkeit zu leben, ist ein wichtiger Erfolgs-

faktor fĂźr IBM – und Diversity ist daher auch eine wichtige Grundvoraussetzung fĂźr unsere Innovation“, sagt Gerhard Zakrajsek, Human Resources Manager IBM Ă–sterreich

Aktive Netzwerke helfen Aktive Netzwerke bei IBM Ă–sterreich sind unter anderem das Austrian Women Leadership Forum (AWLF), das Women in Technology (WIT) Network, das Austrian Multicultural Network und die Employee Alliance for Gay, Lesbian, Bisexual and Transgender Empowerment.  (red)

Š panthermedia.net/Edhar Yuralaits

Wien. Den Nutzen von unternehmensinternen LGBT-Netzwerken fĂźr Mitarbeiterinnen und Organisationen sichtbar zu machen, ist das Ziel des kostenlosen Business Forums, das im IBM-Forum stattfand. Bei der Veranstaltung, bei der Experten zum Thema Diversity Management diskutierten, ging es nicht nur um die Sichtbarkeit von lesbischen Mitarbeiterinnen und schwulen Mitarbeitern in Organisationen, sondern auch darum, welchen Wert organisationsinterne Netzwerke innerhalb der Organisation selbst – und nach auĂ&#x;en – haben kĂśnnen.

IBM sieht die Vielfalt der Mitarbeiter als wichtigen Teil der Unternehmenskultur.

Potenzial nutzen kĂśnnen Dahinter – und als Grund fĂźr die Fokussierung auf LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender)Personen – steht die Ăœberzeugung, dass Mitarbeiterinnen ihr volles

Diversity Bericht präsentiert

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DAS Ă–STERREICHISCHE CSR STANDARDWERK tVNGBTTFOEFSĂƒCFSCMJDLĂ CFSBMMF $43"LUJWJUĂŠUFOVOE$BTF4UVEJFT JO½TUFSSFJDIBVG4FJUFO

Corporate Social Responsibility

Jahrbuch fĂźr unternehmerische Verantwortung

2013 Das aktuelle Jahrbuch und Nachschlagewerk

csr Š mediendienst.com/Foto Wilke

Buchpreis â‚Ź 27,50 zzgl. Versandspesen

Gelebte unternehmerische Verantwortung ‡%HVW3UDFWLFH%HLVSLHOH|VWHUU8QWHUQHKPHQ ‡*UR‰XQWHUQHKPHQYRQ$ELV= ‡.08VYRQ$Âą=XQGQDFK&656FKZHUSXQNWHQ Service ‡* WHVLHJHO1RUPHQXQG$ZDUGVYRQ$ELV=

Davor Sertic, UnitCargo: nachhaltige Erfolge mit Diversity Management.

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Jahrbuch fĂźr unternehmerische Verantwortung

Wien. Dass sich Diversity Management fĂźr einen Betrieb lohnen und dass die Ăśkonomischen Effekte tatsächlich gemessen werden kĂśnnen, zeigt das Logistik-Unternehmen UnitCargo Speditionsgesellschaft mbH im aktuellen DiversityBericht 2012. Er basiert auf dem neu entwickelten „Diversity Impact Navigator“ der factor-D Diversity Consulting GmbH. Aktuelle Studien zeigen, dass immer mehr Unternehmen auch in Ă–sterreich auf personelle Vielfalt setzen. Die Aktivitäten reichen dabei von EinzelmaĂ&#x;nahmen im Bereich Recruiting, Work/LifeBalance, FrauenfĂśrderung, Generationenmanagement bis zur Implementierung eines bereichsumfassenden Diversity ManagementKonzepts. Die Nutzenerwartungen sind dabei sehr hoch, doch es fehlte bis dato meist an entsprechenden Controlling-MaĂ&#x;nahmen, um die Wirtschaftlichkeit von Diversity zu bestätigen. Diese LĂźcke wurde jetzt geschlossen: Der UnitCargo Diversity-Bericht 2012 beschreibt auf 20 Seiten die Diversity-Strategien und -MaĂ&#x;nahmen sowie das intellektuelle Kapital des Unternehmens. Mit einer Wirkungsanalyse wurden die Wirkungen der Diversity-Aktivitäten auf das intellektuelle Kapital bestimmt und mit Kennzahlen unterlegt. „Dass unser Diversity-Management nachhaltige Erfolge bringt, bestätigen auch die qualitativen Kennzahlen“, betont Davor Sertic, GeschäftsfĂźhrer der UnitCargo.  (red)

2013

Nachhaltigkeit

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Bestellhotline: +43/1/919 20-2115 | a.otto@medianet.at www.medianet.at

medianet Inside Your Business. Today.


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VI – CSRnet

Freitag, 27. September 2013

Innovation Solar Fidelity gewinnt den nationalen Energy Globe Austria mit Umhängetaschen und Faltpanelen

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Holen Sie sich die Sonne in Ihr Telefon oder Tablet

Neue Akademie zur Lehrlingsausbildung

© OMV

Modische Taschen und Accessoires können auch Strom produzieren – mit der Design-Solarzelle. Linz. Seit 1999 wird der Energy Globe nun jährlich vergeben. Gegründet wurde dieser mittlerweile weltweit renommierte Umweltpreis vom österreichischen Energiepionier Wolfgang Neumann. Was klein angefangen hat, kann sich heute sehen lassen – 151 teilnehmende Länder, fast 7.000 eingereichte Projekte. Das macht den Energy Globe zum größten und wichtigsten Umweltpreis der Welt, aber auch zu einem begehrten Gütesiegel. Alle Projekte, die entweder ein Umweltproblem gar lösen oder „einfach“ dazu da sind, unsere Ressourcen sparsam und schonend zu verwenden bzw. erneuerbare Energien zu nutzen, können am Energy Globe teilnehmen. Ausgezeichnet wird auf regionaler (Bundesländer), nationaler und schließlich auf globaler Ebene jeweils in den Kategorien Erde, Feuer, Wasser, Luft und Jugend. „Umwelttechnologie aus Österreich hat einen international hervorragenden Ruf, mit dem Energy Globe Austria wollen wir diese Innovationen vorstellen und auszeichnen“, so Energy Globe-Gründer Wolfgang Neumann.

Gänserndorf/Wien. Die OMV und der TÜV Austria haben sich zugunsten der Lehrlinge zusammengetan und am OMVStandort Gänserndorf ein Bildungszentrum für berufspraktische Lehrlingsausbildung geschaffen. Die TÜV Austria-OMV-Akademie Weinviertel will die ­Synergien beider Unternehmen nutzen. Das Praxiswissen aus den internationalen Tätigkeiten der OMV und die Ausbildung mit der technischen Kompetenz des TÜV Austria sollen künftigen Lehrlingen für das „Training near the Job“ zugutekommen. Zur Akademie gehören ein Gas-Chromatografen-Raum, ein physikalisches Messlabor, zwei Elektrolabore, ein chemisches Labor, ein Verfahrenstechnikum und ein Trenntechnikum mit Messwarte sowie eine mechanische Werkstätte und eine Industrielandschaft. Aber davon sollen nicht nur OMVLehrlinge profitieren: Auch Unternehmen anderer Branchen können ihre Auszubildenden auf die TÜV Austria-OMV­Akademie Weinviertel schicken.  (hk)

Solarkraft „Made in A“ Eine solche Innovation kam heuer aus Wien und lässt all jene Hoffnung schöpfen, denen unterwegs das Tablet oder Smartphone schon mal stromlos liegen geblieben ist und die als Dreingabe noch modisch interessiert sind. Und sie konnte nicht nur die Kategorie „Feuer“ für sich entscheiden, diese Wiener Innovation wurde auch mit dem nationalen Energy Globe Austria ausgezeichnet. Denn

© www.peterrigaud.com

Bank Austria punktet mit Barrierefreiheit

Vorreiter in sozialer Kompetenz: Bank Austria-Boss Willibald Cernko.

Sandra Neumeister und Bernhard Lehner von Solar Fidelity und einer ihrer Taschen mit der ausgezeichneten Design-Solarzelle.

das Projekt „Solar Fidelity“, eingereicht von GOpro! Creative Marketing GmbH, kann mittels Solarzellen und USB-Schnittstelle, integriert in Mode, fünf Volt-versorgte Geräte aufladen. In Rucksäcken, Taschen oder Faltpanelen werden quasi unsichtbar Solarzellen eingebaut, mit angeschlossenem USBKabel kann das Mobilgerät den Strom zum Aufladen direkt aus der Sonne holen; weltweit neu dabei ist die Design-Solarzelle. Kreativer Geist und Schöpfer dieser Produkte ist der Wiener Rafael Kubisz, gelernter Elektrotechniker und Inhaber von GOpro! creative Marketing GmbH. Er wurde beim Energy Globe von seinem Co Bernhard Lehner vertreten. Bereits vor sieben Jahren begann er

mit den ersten Prototypen seiner Solartaschen. Er entwickelte eine komplett neue Oberflächenlaminierung, die eine vollständig glatte Taschendeckeloberfläche ermöglicht, dadurch keine Verschattungsmöglichkeit mehr bietet und somit zu einer höheren Leistungsausbeute führt. Denn langfristige Tests hatten ergeben, dass das alleinige Einnähen von Solarzellen in die Taschen keine befriedigenden Ergebnisse bringt. Außerdem kann so die Perforation am Solarzellenrand vermieden werden. Diese Perforationen würden die Lebensdauer der Solarzellen aufgrund eintretender Feuchtigkeit und Oxidation negativ beeinflussen. Eine weitere Möglichkeit, mit der Sonne sein Mobilgerät aufzu-

laden, ist das drei Watt-Faltpanel, das mittels mitgelieferten Schlaufen und Karabinern an jedwedem Ding befestigt werden kann.

Neue Freiheit Solarenergie All diese Dinge sind nicht nur praktisch, sie schaffen auch Bewusstsein für erneuerbare Energien und helfen beim Energiesparen. „Unterwegs die SonnenEnergie zu nutzen, bringt völlig neue Freiheiten“, so Kubisz. Die Taschen und Panele sind ideale Freizeit- und Reisebegleiter, egal ob im Freibad, am Meer, in den Bergen, auf einem Boot oder sonstwo in der freien Natur – die Sonne sollte halt auf die Solarzelle scheinen können.

Personalia Braunöck wird Leiterin der Kommunikation

Technologieführer Verhalten und Forschung zählen

Wien. Barbara Braunöck übernimmt als Head of Corporate Communications zukünftig die Bereiche Public Relations, Interne Kommunikation und Kommunikation im Bereich Nachhaltigkeit beim Ziegelproduzenten Wienerberger. Braunöck – seit nunmehr sieben Jahren bei Wienerberger tätig – hat zuvor fünf Jahre die Abteilung Investor Relations geleitet. Nachhaltigkeit ist für den Ziegelriesen nichts Neues. Bereits 2001,

Zürich. Die führende internationale Organisation für die Förderung von Best-Practice-Verfahren in der Geschäftsethik, das Ethisphere Institute, hat ABB in seine Liste der Unternehmen mit den höchsten ethischen Standards weltweit aufgenommen. Bewertet werden unter anderem Verhaltenskodizes, Beteiligungen an Gerichtsverfahren, Verstöße gegen regulatorische Vorschriften, Investitionen in Innovationen und nachhaltige Geschäftspraktiken.

Wienerberger mit neuer PR-Leitung Ethische ABB vergibt Stipendien mit der Unterzeichnung der Sozialcharta, verpflichtete sich Wienerberger dazu, weltweit Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen zu schaffen, die zumindest den nationalen Gesetzgebungen bzw. den vereinbarten Tarifverträgen entsprechen. Unabhängig von Geschlecht, Alter, Kultur, Religion und Herkunft gilt Chancengleichheit im Betrieb als Grundsatz der Nachhaltigkeit im Personalmanagement.  (ag/hk)

Forschungsstipendien in Höhe von 50.000 USD (rund 38.000 €) bis 80.000 USD (rund 60.000 €) im Jahr an Akademiker, die sich mit industriellen Anwendungen im Energieund Automationsbereich befassen. Der Projektleiter oder Antragsteller muss Professor an einer Universität, einem University College oder einem Forschungsinstitut sein. Das Bewerbungsverfahren läuft noch bis zum 30. September.    (ag/hk)

Barbara Braunöck wechselte von Investor Relations zu Corporate Communications.

„Wir haben bei der Verankerung von Integrität in unseren Geschäftsprozessen und unserer Organisation große Fortschritte erzielt – darüber freuen wir uns sehr”, so Diane de Saint Victor, Chefjuristin und Mitglied der Konzernleitung von ABB. „Die Auszeichnung durch Ethisphere bekräftigt uns in unserer Überzeugung, dass ethisches Handeln der Schlüssel zum langfristigen Erfolg von ABB ist.” ABB gibt aber auch zurück. Im konkreten Fall vergibt ABB im Rahmen des „Research Grant Program“

© ABB

Ethik soll Erfolg bringen

© Wienerberger/Keinrath

Wien. Menschen mit Behinderungen oder besonderen Bedürfnissen begegnet die Bank Austria nicht nur in ihren Filialen mit eigens entwickelten Services. Da gehört die Bankkarte für Kunden mit Sehschwäche – inklusive Kennzeichnung in Braille-Schrift – ebenso dazu wie der Shuttle-Service, der mobilitätseingeschränkten Kunden ermöglichen soll, ihre persönlichen Beratungstermine in der Bankfiliale mittels eines behindertengerechten Fahrtendiensts wahrnehmen zu können, sowie eine barrierefreie Webseite. „Wir wollen nicht nur mit unseren Ergebnissen, sondern auch im Bereich unserer sozialen Kompetenzen im respektvollen Umgang mit Menschen Vorreiter sein”, so der Vorstandsvorsitzende der Bank Austria, Willibald Cernko. Deshalb sollen nicht nur alle BA-Filialen barrierefrei umgebaut werden, es wird auch am Aufbau eines Pools von Mitarbeitern, die Gebärdensprache oder Brailleschrift beherrschen, gearbeitet.  (hk)

© Energyglobe

Helga Krémer

„Training near the job“: Lehrlingsausbildung in der neuen Akademie.

Diane de Saint Victor, Mitglied der ABBKonzernleitung, will ethisches Handeln.


C S R : Watc h

Freitag, 27. September 2013

CSRnet – VII

Inhaltsstark Nachhaltigkeitsplattform „Bewusst kaufen in Aktion“ unterstützt beim bewussten Griff ins Regal

Mit Hirn gesund essen

Saisonale, regionale und biologisch erzeugte Lebensmittel im Mittelpunkt von „bewusst kaufen“ Wien. Bewusst einkaufen wird jetzt wieder ein wenig einfacher: „Bewusst kaufen in Aktion“, die Aktionsreihe des Lebensministeriums, informiert bis 30. September über saisonale, biologische, umweltfreundliche und faire Produkte im Lebensmittelhandel. Aber nicht nur während dieser Aktionswochen, sondern das ganze Jahr hindurch können sich Konsumenten auf „www.bewusstkaufen. at“, der größten Informations- und Serviceplattform in Österreich für ökologische Produkte und einen umweltbewussten Lebensstil, informieren. Man informiert über nachhaltige Projekte, Innovationen und Veranstaltungen und bietet umfassende Informationen zur nachhaltigen Konsumentscheidung.

In über 50 Einkaufsratgebern werden Informationen zur Erzeugung, Weiterverarbeitung und Herkunft der Rohstoffe von Produkten des täglichen Gebrauchs zur Verfügung gestellt. Eine Online-Gütesiegeldatenbank beantwortet die Fragen, die unzählige kleine, bunte Zeichen auf den Produktverpackungen im Handel manchmal aufwerfen, und verrät, auf welche Auszeichnungen wirklich Verlass ist. Nachhaltig Interessierte finden auf der Seite zudem laufend aktuelle Themen und Veranstaltungshinweise rund

„Die Zukunft beim Lebens­mittel­ein­ kauf gehört öster­ reichischen Quali­ © BMLFUW/Newman

Was bedeuten Gütesiegel?

lität garantiert werden. Die nachvollziehbare Herkunft ist dabei ein zentrales Thema für das Vertrauen der Konsumenten. Qualität, gesicherte Herkunft und die Erhaltung der landwirtschaftlichen Ressourcen stehen daher an oberster Stelle“, meint Umweltminister Niki Berlakovich. Ab sofort verlost bewusstkaufen.at gemeinsam mit SodaStream, dem Thermenhotel Vier Jahres-

tätsprodukten.“ Niki Berlakovich, Minister

Bundesminister Niki Berlakovich: hohe Lebensmittelqualität garantiert.

um Öko-Produkte und Konsumthemen; im „Bewusst kaufen“-Blog kommen auch regelmäßig Experten, Autoren und Wissenschaftlern zu Wort.

Nachvollziehbare Herkunft In der Online-Datenbank präsentieren Partnerbetriebe ihr nachhaltiges Produktsortiment.

„Die Zukunft beim Lebensmitteleinkauf gehört österreichischen Qualitätsprodukten und Produzenten sowie Händlern, die diese Produkte auf möglichst kurzem Weg in die Regale bringen. Mit einer durchgängig umweltbewusst und lokal ausgerichteten Nahrungsmittelkette kann durch hohe Produktionsstandards eine konstant hohe Lebensmittelqua-

zeiten und den Wilfinger Bio Hotels zahlreiche Öko-Preise für Genießer. „Mit der Förderung von regionalen Geschäftsbeziehungen wird die Wertschöpfung innerhalb der Regionen gefestigt und das Bewusstsein dafür gestärkt, dass an geprüft hoher Qualität und umweltverträglicher Produktion kein Weg mehr vorbeiführt“, erklärt Berlakovich.  (red)

short

Vernissage anderStark in der Therme Wien Wien. anderStark ist ein ehrenamtliches Projekt, bei dem Frauen und junge Mädchen, die eine muskuläre Erkrankung haben, von Anastasia Umrik, der Initiatorin des Projekts, fotografisch außergewöhnlich in Szene gesetzt werden. Sie werden in unterschiedlichen Lebenssituationen fotografiert, sodass man einen Einblick in das Leben einer körperlich eingeschränkten Frau bekommt. Die Ausstellung, eine Kooperation mit High Rollers, ein Verein zur Kommunikation der Leistungsfähigkeit von Menschen im Rollstuhl, ist von 6. bis 27. September in der Therme Wien zu sehen.  (red)

Mehr erneuerbarer, weniger fossiler Strom Wien. Der neue Stromkennzeichnungsbericht der E-Control zeigt im Bereich der bekannten Primärenergieträger einen deutlichen Anstieg der erneuerbaren Energieträger in Österreich im Vergleich zum Vorjahr auf. Der Bereich wuchs von 64,4 auf 74,5%. Der Anteil der fossilen Energieträger ist von 21,4 auf 17,9% gesunken. Der Graustrom, also der Strom unbekannter Herkunft, in dem auch Atomstrom stecken kann, hat sich im Vergleich zum Vorjahr fast halbiert, nämlich von 13,9% auf 7,25%.  (red)

GRÜNE FILIALEN UNTER DEM REWE-BOGEN

Demner, Merlicek & Bergmann

DI PETER SCHEER & STEFFEN SCHNELL Arbeiten hart daran, dass es immer mehr energieeffiziente Filialen und Märkte gibt. So konnte der Energieverbrauch der BILLA-Filiale in Deutsch-Wagram, unter anderem mit Hilfe einer Photovoltaikanlage, um mehr als die Hälfte reduziert werden.

Schwalbenschwanz (Papilio machaon) Ist so wie die restlichen 4000 in Österreich lebenden Schmetterlingsarten ein großer Freund von Scheer’s und Schnell’s Arbeit.

Gemeinsam für eine bessere Zukunft. Mit energieeffizienten Filialen in ganz Österreich. Gemeinsam unter dem REWE-BOGEN.


Werte schaffen.

Wissen, woher man kommt, führt zum Wissen, wohin man will. Solidarität, Hilfe zur Selbsthilfe und Nachhaltigkeit sind die Prinzipien, auf die Raiffeisen seit mehr als 125 Jahren baut. Und gerade in einer Welt voller Veränderungen sind es diese Werte, die das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft bilden – in mehr als 20 Ländern Europas. www.rzb.at

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