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12. JG. NO. 1551

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ORF III-Boss Peter Schöber zieht eine Halbjahresbilanz des neuen Senders Seite 8

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Freeport International-Chef Jan Procházka über das Hoch der Fabrikabverkäufer Seite 14

balkan light

© TV Portorož

© fej

quoten-Hochdruck

© mn/Szene1/P. Hutter

business weekend

Die slowenische Adriaküste wird heuer von den Touristikern neu positioniert  Seite 52

Demografische Entwicklung Wachstumsmarkt: Generation 60+ ist auch ein potentes Kundensegment

Die Golden Ager: Wie die Wirtschaft profitiert medianet_46x15 27.10.2005 www.palffyclub.at

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inhalt

> Globetrotter – Österreichs tierische Einwanderer 4/5 marketing & media > planB juriert beim White Square Festival  9 > Im Interview: Georg Nimeh, CDO von kurier.at  11

Nachholbedarf Die EU hat 2012 zum „Jahr des aktiven Alters“ erklärt. Studien zeigen, dass die demografische Entwicklung zwar hohe Anforderungen an die Ge­sellschaft stellt, aber auch Vorteile bringt, die noch wenig genutzt werden. Seite 2

retail > Pfeiffer-Gruppe steigt bei Zielpunkt-Märkten ein  15 > OÖ Handelskongress: „Geld zurück oder Twitter!“  16

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business weekend > S Immo punktet mit dem zehnfachen Überschuss  26 > IT-Röntgenschirm für die Immobilien-Branche  38

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Freitag, 27. April 2012

Analyse EU macht 2012 zum Jahr des „aktiven Alterns“ und Studien zeigen, dass die demografische Entwicklung nicht nur Kosten verursacht

Mit „Seniorenteller“ lässt sich die Generation 60+ nicht locken

© con.os

© APA/Helmut Fohringer

Gegenpol zu Pensionskosten: Finanzielle Zuwendungen der Älteren an die Jüngeren summieren sich pro Jahr auf 3,5 Mrd. €

Die Generation 60+ verfügt über ein hohes Einkommen, ist großteils wirtschaftlich abgesichert und damit auch ein Wirtschaftsfaktor. Experten fordern deshalb entsprechende Angebote und Werbekonzepte. Aktionen wie Senioren-Teller, Senioren-Preise oder Initiativen wie 50plus-Hotels seien eher „kontraproduktiv“, sagt Arnold Oberacher (re.), Geschäftsführer der con.os tourismus.consulting gmbh. Martin RÜmmele

Wien. Der oft zitierte „Krieg der Generationen“ findet nicht statt. Offenbar – so zeigen aktuelle Studien – belastet die demografische Entwicklung nicht einfach die sozialen Sicherungssysteme, sondern kostet lange nicht so viel wie oft diskutiert und bringt noch dazu der Wirtschaft auch kräftige Impulse. Zu diesem Ergebnis kommen neue Untersuchungen und Informationen des Sozialministeriums und der EU, die 2012 zum „Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“ aufgerufen hat. „Eine unüberbrückbare Kluft zwischen Jung und Alt, wie sie in der öffentlichen bzw. veröffentlich-

ten Diskussion gelegentlich unterstellt wird, konnte nicht nachgewiesen werden“, heißt es aus dem Sozialministerium in einer aktuellen Analyse verschiedener Studien. Neun von zehn Jugendlichen waren bei einer Befragung etwa der Meinung, dass sie von der Erfahrung und vom Wissen älterer Menschen profitieren können. Es gibt auch keine Hinweise auf einen breiten Konflikt um Arbeitsplätze: 71% der Befragten sind „sehr“ oder „eher“ der Meinung, dass ältere Arbeitnehmer aufgrund ihrer Erfahrung wichtige Mitarbeiter sind und daher möglichst lang berufstätig bleiben sollten. Empirische Daten belegen außerdem eine hohe Dichte der familiären Hilfeleistungen zwischen den

Generationen: Diese erfolgt meist in Form von instrumentellen Hilfen bis hin zu Pflegeleistungen seitens der Kindergenerationen und von finanziellen Transfers und in Form von Beaufsichtigung der Enkelkinder seitens der Elterngeneration. Die finanziellen Zuwendungen der Älteren an die Jüngeren summieren sich hochgerechnet auf 3 bis 3,5 Mrd. € pro Jahr – knapp weniger, als derzeit die öffentliche Hand für Pflege ausgibt.

mehr Jahren, sie ist so lang wie Kindheit, Jugend und beginnendes Erwachsenenalter zusammengenommen. Oder anders gesagt: Es gibt im Grund zwei Altersgenerationen – jene der 60- bis 80-Jährigen und jene der über 80-Jährigen. „Die Menschen sind in dieser Phase im Durchschnitt gesünder und besser materiell abgesichert als die Generationen davor. Immer mehr ältere und alte Menschen wollen ihr Alter bewusst gestalten, sie wollen aktiv altern und erteilen

Lebenserwartung verdoppelt Fakt ist: Die Lebenserwartung hat sich in den vergangenen 100 Jahren fast verdoppelt. Die nachberufliche Lebensphase umfasst heute eine Zeitspanne von 20 und

„Es braucht Zielgruppenmarketing für die Best-Agers, das nicht das Alter anspricht.“

Statistik Steigende Lebenserwartung bringt auch „kranke Jahre“

Nicht alle Zahlen stimmen Wien. Die Lebenserwartung steigt in Österreich kontinuierlich an. Ein heute in Österreich geborenes Mädchen hat gute Chancen, 100 Jahre alt zu werden. Nach dem rapiden Anstieg der gewonnenen Lebensjahre seit den 1970er-Jahren um zwei bis drei Jahre pro Jahrzehnt werden die nächsten 40 Jahre, laut Statistik Austria, weitere Zugewinne bringen. Es ist aber aus heutiger Sicht zu erwarten, dass es zu einer Abflachung auf rund 1,5 gewonnene Jahre pro Lebensjahrzehnt kommen wird. Das Konzept der „gesunden Lebenserwartung“ hat in den vergangenen Jahren in Anbetracht der steigenden Lebenserwartung an Bedeutung gewonnen. Dieser Indikator schätzt die Wahrscheinlichkeit ab, ob mit dem Gewinn an Lebensjahren ein längeres Leben in guter oder in schlechter Gesundheit verbunden ist; Österreich hinkt hier noch hinterher. Wichtig ist auch eine andere Zahl für die Transferkosten zwischen den Generationen: Die Zahl der Erwerbstätigen wächst derzeit in Österreich noch stärker als die Zahl älterer Menschen. Zwischen 1995 und 2011 nahm die Anzahl von Personen über 65 Jahren um 282.000 zu, die Zahl der Beschäftigten stieg in diesem Zeitraum um 394.000 an.

Arnold Oberacher Tourismusexperte

Konzepten wie jenem des Ruhestands eine Absage“, analysieren die Experten des Sozialministeriums. Das bedeutet Herausforderungen für die Einzelnen, die Familien und die Gesellschaft als Ganzes, schafft aber auch Chancen für alle Generationen. So verfügen die 60- bis 70-Jährigen im Durchschnitt über das höchste verfügbare Vermögen. Eine deutsche Studie der Allianz-Gruppe unterstützt die Einschätzung, dass ältere Menschen einen nicht unerheblichen Anteil am Gesamtvermögen ha-

ben. Vom Gesamtgeldvermögen in Deutschland entfielen 35% auf die Generation der über 60-Jährigen. Und diese geben ihr Geld nicht nur an jüngere Angehörige weiter, sondern nutzen es auch selbst.

Spezielle Angebote nötig Allerdings müssen sich Unternehmen auch einiges einfallen lassen, wie etwa das Beispiel Tourismus zeigt. „Eine StichprobenAnalyse in der österreichischen Tourismus-Praxis zeigt, dass bislang kaum mehr Entwicklungen und Innovationen als Produkte wie Senioren-Tellern, Aktionen wie Senioren-Preisen oder Initiativen wie 50plus Hotels Platz gegriffen haben“, sagt Arnold Oberacher, Geschäftsführer der con.os tourismus.consulting gmbh. Doch das ist eher kontraproduktiv. Um von den Chancen profitieren zu können, wird es nicht ausreichen, die Entwicklung abzuwarten. Vielmehr werde es notwendig sein, aktive Strategien zur Produktentwicklung und zum entsprechenden Zielgruppenmarketing zu entwickeln. „Nicht zuletzt aufgrund des gefühlten Alters fühlt sich dieses Marktsegment kaum noch durch direkte Zielgruppenansprachen à la „Seniorenteller“ oder „Best Agers-Packages“ angesprochen. Vielmehr erwarten sie Produkte, die zwar auf ihre alters- und anspruchsbedingten Bedürfnisse angepasst sind, aber zugleich in einer Kommunikationsform vermittelt werden, die genauso an jüngere Zielgruppen gerichtet sein könnte.“


p r im e n e ws

Freitag, 27. April 2012

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Kommentar FrĂźher schrie man einfach seine Botschaft in den Ă„ther. Heute kĂśnnen sich Konsumenten bemerkbar machen

Vorsicht, Shitstorm ‌! Ein Fall fßr Profis: Das Social Web hat seine ganz eigenen Gesetze. michael FenbÜck

Wien. Immer wieder ist die Rede vom sogenannten Shitstorm. Firmen fĂźrchten ihn, Konsumenten lieben ihn – aber bei all dem Geplänkel wird darauf vergessen, was so ein Sturm der EntrĂźstung eigentlich Ăźber das Unternehmen aussagt und welche SchlĂźsse sich daraus ziehen lassen. Noch vor ein paar Jahren, in Zeiten des klassischen Marketings, war Marktkommunikation ganz einfach: Man schrie seine Botschaft in den Ă„ther und Reaktionen mussten schon sehr heftig sein, um Ăźberhaupt aufzufallen. Doch heutzutage gibt es eine Reihe von Plattformen, die es den Konsumenten ermĂśglichen, sich Ăźber ihre Erfahrungen auszutauschen. Anonymität tat ihr Ăœbriges – und schon sank die Hemmschwelle, sodass heute viele Leute zu fast allem eine Meinung haben und diese auch kundtun.

Dann eben auf die harte Tour Das Social Web verlangt eine ganz andere Herangehensweise und mindestens genauso viel Vorbereitung wie andere Kanäle. Sonst passiert es, dass man es auf die harte Tour lernt – wie es unter anderem auch die Westbahn erfahren musste. Zur Erinnerung: In Salzburg wurden Zuggarnituren mit Graffiti beschmiert, woraufhin ein paar Postings auf Facebook und die diesbezßgliche Reaktion des Geschäftsfßhrers zu einer heftigen Diskussion gefßhrt haben. Manche argumentierten, es handle sich dabei nur um den sprichwÜrtlichen Sturm im Wasserglas. Wenn man sich sämtliche Diskussionen im Web jedoch genauer ansieht, bemerkt man Folgendes: In der Zeit nach den verhängnisvollen Postings im Dezember 2011 gab es im Zusammenhang mit der Westbahn rund 41% negative, 37% zumindest ambivalente und 22% neutrale Meinungen von Internet-

nutzern auf verschiedenen Plattformen. Es wurde keine einzige rein positive Diskussion gefunden (s. Grafik). Die Westbahn beging in ihrer Kommunikation einige kapitale Fehler, die mit halbwegs guter Vorbereitung vermeidbar gewesen wären. Ansatzpunkte fĂźr interne Kommunikation – Markenbotschaft, Unternehmenssprache – sind dabei ebenso wichtig wie die externe Kommunikation. Es muss klar sein, wer wie worauf reagiert – und dass man sich dabei an die Unternehmenssprache hält. AusreiĂ&#x;er wie die des Westbahn-Managers dĂźrfen nicht vorkommen, denn das Internet vergisst nichts.

Negative Meinungen bleiben ßber einen langen Zeitraum im Netz und verbreiten eine schlechte Stimmung, vom Unternehmen gelÜschte Beiträge tauchen mit Sicherheit an anderen Stellen wieder auf.

Und was will der Kunde? FrĂźher wurden teure Userumfragen oder Tiefeninterviews durchgefĂźhrt, um herauszufinden, was die Kunden wirklich wollen – heutzutage kann man sich der Meinungen und EindrĂźcke gar nicht mehr erwehren. Wichtigstes Tool ist hierbei ein professionelles Monitoring. Erst wenn man weiĂ&#x;, ob, wo und in

welchem AusmaĂ&#x; sich die User Ăźber das eigene Unternehmen beschweren, kann man darauf reagieren. Wie bei jedem Kommunikationsmittel muss man auch im Web professionell aufgestellt sein und die passende Strategie wählen. Nicht fĂźr jeden kommt eine FacebookSeite oder ein Unternehmensblog infrage – aber wenn man sich dafĂźr entscheidet, dann muss man sich auch entsprechend vorbereiten und es nicht einfach „den Praktikanten machen lassen“. M. FenbĂśck ist Campaign Manager bei Modern Mind Marketing.  www.mhoch3.at

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T-Mobile 10 Jahres-Feier

Musikoffensive

Wien. Der zweitgrĂśĂ&#x;te Handynetzbetreiber T-Mobile Austria feiert heuer seinen zehnten Geburtstag und greift MarktfĂźhrer A1 mit einer Musikoffensive an. Ăœber den franzĂśsischen Anbieter Deezer kĂśnnen sich Kunden via Flatrate rund 15 Mio. Musiktitel unlimitiert anhĂśren. Gespeichert sind die Titel in der „Cloud“. T-Mobile-CEO Robert ChvĂĄtal kĂźndigte am Donnerstag den Kampf um Platz eins am Mobilfunkmarkt an. Dazu fehlen allerdings noch gut 1,2 Mio. Kunden.

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Globetrotter

feature@medianet.at

Herausforderung Allein in den Ballastwassertanks von Schiffen reisen jeden Tag 7.000 Arten rund um den Globus, lassen sich in fremden Ökosystemen nieder und verursachen damit wirtschaftliche Schäden: bis jetzt rund 36 Mrd. Euro. Solche tierischen Immigranten, im Fachjargon Neozoen genannt, werden auch in Europa zu einem immer größeren Problem. Deshalb wollen Forscher jetzt mit Methoden aus der Kriminalistik gegen die unerwünschten Einwanderer vorgehen. Alexandra Binder

D

Einwandererlan d 45.000 Tierarten sind in Österreich heimisch, etwa ein Prozent davon ist eingewandert, d.h. rund 500 Arten. Zu diesen sogenannten Neozoen gehören beispielsweise die Regenbogenforelle, die Reblaus, die Schwarzkopf-Ruderente, das Grauhörnchen, die Bisamratte und der Waschbär. Etwa 10% der eingewanderten Arten stellen aus naturschutzfachlicher Sicht eine Bedrohung für die heimische Artenvielfalt dar, etwa 30% der Neozoen führen zu negativen wirtschaftlichen Konsequenzen, wobei die tatsächlichen Schäden oft gering sind. 300 Arten gelten in Österreich als etablierte Neozoen. Nichtsdestotrotz wird das Thema ernst genommen. Seit 2005 gibt es einen eigenen „Aktionsplan Neobiota“.

ass immer mehr tierische Einwanderer, die plötzlich in einer ihnen eigentlich artfremden Umgebung auftauchen, es sich dort mit mehr oder minder negativen Folgen auf Dauer gemütlich machen, hat nur mehr wenig Newswert, was die zum Thema zugehörigen Zahlen allerdings nicht weniger beeindruckend macht. Wie etwa jene des WWF, der jüngst publizierte, dass allein in den Ballastwassertanks von Schiffen rund 7.000 Arten täglich rund um den Globus reisen. Die Neozoen, so die korrekte Bezeichnung für diese Immigranten, sind zwar zum größten Teil harmlos – z.B. die Bisam-Ratte. Einige verhalten sich dummerweise aber invasiv: Sprich, sie verwildern, breiten sich stark aus und verdrängen dabei die einheimische Fauna, sind gesundheitsgefährdend, schleppen Krankheiten und Parasiten ein oder richten teils enormen wirtschaftlichen Schaden an. Dazu gehört z.B. die nordamerikanische Rippenqualle, die im Schwarzen Meer Sardelle und Sprotte bereits fast ausgerottet hat und sich in Nord- und Ostsee ansiedelt – mit unkalkulierbaren Risiken für die dortige Fischerei. Oder die Chinesische Wollhandkrabbe, die Europa ebenfalls mag – und in Deutschland schon Flussufer, Fischereiausrüstung und industrielle Infrastruktur im Schätzwert von 80 Mio. € zerstört hat.

© Eegent Wierk; desi bucket; J. Gevans; National Science Gallery

Wirtschaftliche Schäden Gesamt beziffert WWF-Artenschutzexperte Volker Homes die Schäden allein durch invasive tierische Immigranten, die via Ballastwasser kommen, mit 36 Mrd. €. Und: Sie gelten hinter der Zerstörung von Lebensräumen als die zweitwichtigste Ursache für den globalen Verlust der Artenvielfalt. Im Mittelmeer z.B. sind bereits vier Prozent der Arten mittlerweile nicht-heimische. Wobei sich der Mensch das Problem freilich auch gern mal selbst macht; etwa die Australier, die 1935 die Aga-Kröte aus Hawaii einführten und damit einer Käferplage in den Zuckerrohrplantagen Herr werden wollten. Die Kröten allerdings verschmähten nicht nur die Zuckerrohrkäfer, sondern wurden durch ihre rasante Ver-


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feature@medianet.at

Ein Tier, das sich gerade im Augenblick über Europa hermacht, ist das amerikanische Eichhörnchen, das nicht ohne ist – von Großbritannien und Italien aus wird das Grauhörnchen nämlich die kleineren roten Hörnchen bald aus ihren angestammten Gebieten verdrängt haben. Tatsächlich finden sie sich z.B. bereits allerorten in den Londons Parks: niedlich und mitunter zutraulich, doch eben in der Großstadt völlig fehl am Platz. Weil das Grauhörnchen etwas größer und kräftiger ist als die roten Eichhörnchen, unterliegen diese im Konkurrenzkampf um Nahrung und finden sich daher auf der gesamten britischen Insel kaum noch. Solch ein unerwünschtes Verhalten ist u.a. den Forschern der Londoner Queen Mary University ein Dorn im Auge, weswegen sie eine Methode aus der Kriminalistik für ihre Zwecke adaptiert haben, um gegen das Grauhörnchen und andere Eindringlinge zu „ermitteln“.

„Geographic Profiling” „Profiling“ heißt das Zauberwort, das auch im Bereich von Tieren, Pflanzen und anderen Organismen hilfreich sein soll. Man kennt die für die Jagd nach Schwerverbrechern entwickelte Methode schon lang: Orte von Verbrechen, die mit-einander in Verbindung stehen, werden dabei statistisch verglichen – mit dem Ziel, den Wohnort des Täters zu finden. Dass man mit dieser Methode auch Populationen invasiver Arten aufspüren kann, das haben die Londoner Forscher nun bestätigt. Im Falle des Grauhörnchens etwa untersuchten sie 53 Arten in verschiedenen Ökosystemen und zeigten, dass das geografische Profiling den bisherigen Beobachtungsmethoden überlegen ist. Warum? Der Ursprung der unerwünschten Neozoen lässt sich damit bereits früh erkennen – mit der Folge, dass sie sich nicht oder nur mehr kontrolliert ausbreiten können. Das gelingt deshalb, weil die Neuankömmlinge, die die Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringen, offenbar tatsächlich nach ähnlichen Prinzipien agieren wie Schwerverbrecher.

Serienmörder Steven Le Comber, Evolutionsbiologe an der genannten Queen Mary University in London, hat kein Problem, sich in die Seele eines Serienmörders zu versetzen: „Wäre ich einer, würde ich wahrscheinlich Menschen in London umbringen und dafür nicht nach Berlin oder Hamburg fahren. Das kostet nämlich Zeit und Geld. Also mache ich das eher nicht“, sagt er. Womit wir bei Ansatzpunkt eins im Erstellen eines geografischen Profils von Serientätern sind: Begehen die nämlich ein Verbrechen, tun sie es nicht zu weit abseits ihres Wohnorts. „Andererseits“, schlussfolgert Le Comber weiter, „würde ich niemanden in meiner Straße umbringen. Zeugen könnten mich erkennen. Sie würden sagen:

Steven Le Comber Evolutionsbiologe www.qmul.ac.uk © Queen Mary University London

Paradebeispiel Grauhörnchen

Das ist der Kerl aus Nr. 95. Die Polizei wäre im Handumdrehen da.“ Ansatzpunkt zwei lautet demnach: Es gibt eine Tabuzone um das eigene Heim. „Also, ich begehe Verbrechen nicht zu nah am Wohnort und auch nicht zu weit davon entfernt. Man kann nun ein mathematisches Modell mit dem räumlichen Muster von Tatorten füttern und daraus ein Geo-Profil des Täters ableiten. Es liefert einem Zonen auf der Landkarte, in denen er mit größter Wahrscheinlichkeit wohnen dürfte. Man kann sich dann auf Verdächtige in diesen Regionen konzentrieren.“ Umgelegt auf das tierische (und pflanzliche) Geographic Profiling, entsprächen die Tatorte dabei den Stellen, an denen eine invasive Art auftritt und der Wohnort dem Ausgangspunkt der Invasion. Und wer sich jetzt fragt, wie denn die Sache mit der Tabuzone bei Fauna und Flora funktioniert? Nun, die Zahl geeigneter Habitate für die Ausbreitung in alle Himmelsrichtungen wächst mit der Entfernung vom Startpunkt. Le Comber erklärt das so: „Nehmen wir als Beispiel die Herkulesstaude, eine lästige invasive Pflanze. Sie kommt heute an vielen Standorten in Großbritannien vor. Aber nicht alle sind Trittsteine für die weitere Ausbreitung der Art. Bei manchen Populationen fehlen geeignete Standortbedingungen in der Umgebung. Man würde also gern wissen: An welchen Stellen ist es wichtig, die Pflanze auszumerzen?“ Auch hier könnten Täterprofile nach dem KriminalistikVorbild dabei helfen.

Allein die eingewanderte Chinesische Wollhandkrabbe hat in Deutschland schon Flussufer, Fischerei­ ausrüstung und industrielle Infra­struktur im Schätzwert von 80 Millionen Euro ­zerstört.”

Veranschaulichung Für die neue Methode spricht, dass Steven Le Combers Arbeitsgruppe bereits erfolgreich einen großen Test abwickelte. Als Basis dienten 50 invasive Arten, über deren Ausbreitung man datenbankmäßig aufgearbeitet schon gut Bescheid weiß. Die Biologen rechneten in der Folge via mathematisches Modell rückwärts in der Zeit, erstellten Geoprofile der Arten und grenzten damit die Ausgangspunkte der Invasionen rückwirkend erfolgreich ein. Einer, der dem Geographic Profiling viel abgewinnen kann, ist Tim Blackburn, der Direktor des Londoner Instituts für Zoologie. Er gilt als ein Experte für invasive Arten und sagt, die Täterprofil-Methode liefere wesentlich bessere Ergebnisse als die bisher gängigen Verfahren. Blackburn erhofft sich zudem auch im Kampf gegen Krankheitserreger einen Riesenschritt nach vorn: „Krankheitserreger werden ja auch eingeschleppt, denken Sie zum Beispiel an die Vogelgrippe; eine Methode zu haben, mit der man die Quellen solcher Erreger aufspüren und ihre Ausbreitung vor Ort dann eindämmen kann – das wäre extrem wichtig.“ Tatsächlich funktioniert auch das erwiesenermaßen – zumindest im Test. In diesem Fall dienten eine klassische Studie des Cholera-Ausbruchs 1854 in London und neuere Malaria-Fälle als Arbeitsunterlage und Ausgangsbasis für die rückwirkende Aufarbeitung. Und siehe da: In beiden Fällen führte das Erstellen eines geografischen Profils auch hier dazu, die Quellen des Ausbruchs der Krankheit erfolgreich zu lokalisieren – einerseits eine Wasserpumpe in der Londoner Broad Street-Pumpe, andererseits die Brutgebiete des Moskito Anophele sergentii in Kairo. Le Comber spricht von einer „sehr aufregenden Entwicklung“.

© Christian Fischer/CC Lizenz; Panthermedia.net/Gabi Schär; Wikimedia/Orgel Grafo/CC Lizenz; Universität Stuttgart; Boston Aquarium; Foto Ela

mehrung selbst zur Plage und zur Bedrohung einheimischer Arten. Mittlerweile erwägen australische Politiker sogar, Kopfgelder auf gefangene Kröten zu zahlen. Aber lässt, wer mal da ist, sich auch einfach wieder vertreiben? Klaus Henle vom Helmholzzentrum für Umweltforschung beantwortet diese Frage eindeutig mit ‚nein‘. Einzige Option: Die neue Art hat sich noch nicht ausgebreitet.


the opinion

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Vor 25 Jahren, exakt am 27. April 1987, wurde der damalige Bundespräsident und frühere UN-Generalsekretär Kurt Waldheim wegen dessen Balkan-Kriegs­ vergangenheit bei der deutschen Wehr­ macht von der US-Regierung auf die „Watchlist“ gesetzt. Mit „Ich habe meine Pflicht erfüllt, so wie hunderttausende Österreicher auch. Sie werden nichts finden. Wir waren anständig“, zitierte ihn u.a. der Spiegel in einem Nachruf. Seitdem hat sich einiges geändert in der Alpenrepublik und hinsichtlich un­ serer Einschätzung als H.s „erstes Op­ fer“. Nicht geändert hat sich, dass das Vokabel „anständig“ eine Art Erbschuld zu tragen scheint. Hatte es post Wald­ heim die FPÖ für sich blockiert, kam es erst im Zuge der Diskussionen über den Korruptionssumpf in Österreich wieder regelmäßig zum Zug – als Ausdruck vor sich hergetragener Empörung. Aktuellster Fall: Die Zigtausende Eu­ ro schweren Teilnahmen diverser ös­ terreichischer Amtsträger und Manager staatsnaher Unternehmen an Veran­ staltungen zur Pflege des Kulturgutes Jagd; vor zwei Wochen – Hofübergabe

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Fuchs, du hast die Gans gestohlen Anstand, Nachhaltigkeit, Weidgerechtigkeit ... Alles, was es braucht, sind kleine semantische Kniffe und etwas Spielraum in der Auslegung der guten Sitten. sabine bretschneider

im nö. Landesjagdverband, Vizekanzler a.D. Josef Pröll trat die Nachfolge von Raiffeisen-General Christian Konrad als Landesjägermeister an – betonte der frisch gebackene Amtsinhaber: „Jagd war schon lange existent, bevor Poli­ tik, U-Ausschüsse oder Korruption ein Thema waren. Jagd ist ein Kulturgut,

sie erfüllt in unserem Land auch gesell­ schaftliche Aufgaben, so lange sie mit Anständigkeit (!) und nach den Grund­ sätzen der Nachhaltigkeit und ‚Weidge­ rechtigkeit‘ ausgeübt wird.“ Schön ist in diesem Zusammenhang der kontextnahe Einsatz des oft miss­ brauchten Trendvokabels „Nachhaltig­

keit“ – eines Begriffs, der ja ursprüng­ lich aus der Forstwirtschaft und sei­ nen nachwachsenden Bäumen stammt. Hässlich ist die Gleichsetzung von Le­ bewesen und Tannenbäumen. Thema des Monats und redaktioneller Aufma­ cher auf „weidwerk.at“, der Website der nach Eigenangaben auflagenstärksten heimischen Publikation am Jagdsektor, ist dieser Logik folgend der „Red Fox Austria Award 2012 (Möglichkeiten der kreativen Verwertung des Rotfuchses)“, der Pelzwerk als „vom Jäger nachhal­ tig aus natürlich nachwachsenden Res­ sourcen gewonnen“ beschreibt. Um den Ausflug abzuschließen: Gar nicht „anständig“ ist auch die hin­ terlistige Finte der neuen deutschen Rechtschreiber, mittels der Schreibung „Weid“ dem Waidwerk ebenfalls ein bissl die blutige Spitze zu nehmen.

Gastkommentar Thema „Change Management“

Wandel Umbrüche und Veränderungen zwingen Menschen dazu, sich immer wieder an­ zupassen. Sei es im privaten Umfeld, wenn neue Partnerschaften entstehen, Kinder ge­ boren werden oder wichtige Bezugspersonen sterben; genauso aber auch im öffentlichen und vor allem im beruflichen Leben: Wenn ein Vorgesetzter oder eine Vorgesetzte wech­ selt, eine Abteilung erweitert, geschlossen oder fusioniert wird, wenn Mitarbeiter ge­ kündigt werden müssen oder ein neuer Geschäftsbereich aufgebaut wird. Bei all diesen oft unabsehbaren Entwicklungen ist eine individuelle Neuverortung nötig – egal, welche Position man einnimmt und in welcher Hinsicht man selbst betroffen ist. Während solcher Prozesse ist es für die Betroffenen meist eine weitere Belastung, wenn sie sich in der neuen Situation alleingelassen fühlen: Ein trauernder Mensch bedarf oft geistlicher und/oder geistiger Betreuung, bei Mehrlingsgeburten stellen Be­ hörden den Eltern mitunter eine Unterstützung zur Ver­ fügung. Und ebenso verlangt ein betrieblicher ‚Change‘ nach einer kompetenten Außensicht und dem passenden Managementplan, der die notwendige und sensible Unter­ „Wer an Bord gehalten stützung aller Mitarbeiter berücksichtigt.

Jetzt brauchen sich unsere Westen­ taschen-Murdochs nicht in ORF­Angelegenheiten einmischen. www.zitate . at

werden soll, muss von

Starke Führung ist das Um und Auf

„Mit dem C-Quadrat ARTS Total Return Defensive Fund of Funds haben wir bewusst ein defensiveres Produkt für sicherheitsorientiertere Anleger ent­ wickelt.“

© Impacts Catering

Leo Will ert, ART S Asse t M anagement, s. 2 1

„Bei Events brennt öfter der Hut und meine Aufgabe ist es dann, den Löschzug zu steuern.“ impac ts Caterin g - C h e f Chri stian Chyti l , s. 7 2

© APA/Ludwig Schedl

© Bill Lorenz/Arts Asset Managemt.

heute im business weekend

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM

Das Positive am „Change“ vermitteln

zitat des ta g es ORF-Chef Alexander Wrabetz rüffelt die Privatsender (08/2011)

Freitag, 27. April 2012

der Spitze des Unter-

Für lernende Organisationen bedeutet dies, dass die Führungsebenen eine externe Beratung zuziehen: Ge­ nehmens her begeismeinsam wird der Weg in die Zukunft des Unternehmens entwickelt, bevor dieser der Belegschaft präsentiert wird. tert, aber trotzdem auf Selbstbewusstsein soll den Managern des Umbruchs eingeimpft werden, Empfehlungen für Strategien sollen Augenhöhe bedient erarbeitet werden: Starke Führung – die mittlerweile auch hierzulande längst gängige „Leadership“ –, ist das Um und werden.“ Auf eines gelungenen Change Management. Wer – siehe Leadership – an Bord gehalten werden soll, valerie höllinger, bfi wien muss von der Spitze des Unternehmens her begeistert, aber trotzdem auf Augenhöhe bedient werden. Wichtig ist, neben dem Eingeständnis schmerzhafter Schnitte, die positiven Aspekte der Veränderung aufzuzeigen. Dabei gilt es, um als Führungskraft nicht frühzeitig zu resignieren, den Zyklus des Change-Prozesses zu reflektieren: Den Mitarbeitern sind oft schon Gerüch­ te zu Ohren gekommen, sie reagieren auf offizielle Nachrichten oft mit Verweigerung und Abwehr. Diese münden in Trauer, Akzeptanz und schließlich – idealerweise – in der Integration des Neuen im Arbeitsalltag. Zudem sollten sich die Handelnden bewusst sein, dass „jeder Change Unfairness produziert“, wie es Frank Boos, geschäftsführender Gesellschafter der Beratergruppe Neuwaldegg, unlängst bei unserem Experten-Club auf den Punkt brachte. In diesem Sinn geht es darum, die­ se „Unfairness“ wenigstens fair – über alle Beteiligten beziehungsweise vom Change betroffenen Gruppen hinweg – zu verteilen.

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Valerie Höllinger ist kaufmännische Geschäftsführerin des bfi Wien; www.bfi-wien.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

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medianet

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freitag, 27. APRIL 2012 – 7

Imagekampagne

Optimismus

Filmfestival „Let’s CEE“ macht mit Plakatserie auf sich aufmerksam  Seite 8

Gratiszeitung Tips geht mit Slogan „Keine ist uns näher“ in die Offensive  Seite 10

Hochkarätige Finanzvorstände beim CFO-Forum  Seite 12

© Barbara Bertolini

werbeoffensive © Tips

© Stefan Badegruber

marketing & media „Diese Restriktionen sind eigentlich ein Witz“

© planB

short

© straberger conversations

Gregor Jasch, CEO der Wiener Agentur planB, hielt beim vierten „White Square Festival“ in Weißrussland als Juror und Vortragender die österreichischen Fahnen hoch und sah dort „jede Menge sehr hungriger Talente“ mit guter Ausbildung.  Seite 9

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© Kurier

Benjamin Ruschin zeichnet als Digital Head und Projektleiter der Werbeagentur straberger conversations für die Umsetzung der neuen Mitgliedskarten für 8.000 Mitglieder der Wirtschaftskammer-Fachgruppe Werbung Wien verantwortlich.  Seite 10

Georg Nimeh, Chief Digital Officer „kurier.at“, verrät medianet exklusiv die Pläne seines Mediums, künftig verstärkt in den Bereich Behavioural Targeting zu investieren. Mit Partner Audience Science begibt man sich auf die Ebene renommierter Medienhäuser.  Seite 11

Ein halbes Jahr ORF III Der Chef des ORF Kultur- und Infosenders, ­Peter ­Schöber, zieht eine sehr positive erste Zwischenbilanz. Auch mit den Restrik­ tionen in puncto Vermarktung könne man „ganz gut“ leben. Doch diese seien ­unnötig und im Grunde alles andere als zum Lachen.  Seite 8

medianet tv heute

3x Verstärkung Hofbauer-Paganotta, Senn & Hofmann

© Fessler.Schmidbauer

Von der „Krone“ zu „Österreich“

© Österreich/Michael Jeuter

Spot Fessler.Schmidbauer schicken Krankl zu Zielpunkt. click+>www.medianet.at

Ex-Krone-Anzeigenleiterin Hofbauer­Paganotta: Österreich-Verlagsdirektorin.

Wien. Manuela Hofbauer-Paganotta, langjährige Anzeigenleiterin der Kronen Zeitung, heuert als Verlagsdirektorin bei der Mediengruppe Österreich an. Verlagsleiter und Gründungsmitglied Hans Aschenbach wird die fundierten Sonderteile am Sonntag weiterentwickeln. Eine weitere Verstärkung für die Verlags- und Verkaufsleitung kommt mit Wolfgang Senn, vormals Verkaufsleiter TV-Media und e-media. Ebenso sollen zukünftig neue Felder im Anzeigenmarkt erschlossen werden. Hierfür konnte die langjährige Anzeigenleiterin des Manstein Verlags, Martina Hofmann, gewonnen werden.

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c ove r st o r y

8 – medianet

Seiteneinwurf

Faymanns Problem mit der Demokratie

Freitag, 27. April 2012

TV ORF III-Geschäftsführer Peter Schöber zieht nach halbjährigem Bestehen des neuen ORF-Senders Bilanz

Kultur und Information abseits von Quotendruck Gut funktionierendes Programmschema und adäquat aufbereitete Inhalte als Erfolgsgarant. Dinko fejzuli jürgen Hofer

D

emokratie ist: Wenn die SPÖ möglichst viele ihrer Apparatschiks in irgendwelche Gremien stecken kann und möglichst viele von den anderen Parteien von den selbigen Plätzen hinausgedrängt werden – wenn geht, mit „demokratischen“ Mitteln; muss aber nicht sein. So stellt sich die Situation aktuell rund um eine mögliche Novellierung der ORF-Gremien dar. Das Problem: Der ORF hat einen Aufsichtsrat, der, um eben allen Parteien und sonstigen Interessen Platz zu bieten, auf 35 Mitglieder hochgeblasen wurde. Nun soll er verkleinert werden. Und wenn es nach Faymann geht, soll am besten quasi von unten herauf gekürzt werden, sprich: Zuerst kommen mal alle Oppositionsvertreter raus, dann, wenn‘s geht, am liebsten auch möglichst viele vom lästigen Koalitionspartner und dass am Ende am besten halt nur für die SPÖ Platz ist, dafür kann die SPÖ ja nun wirklich nichts ... Wie an dieser stelle schon einmal vermerkt: Da wäre das alte ORF-Kuratorium mit klar deklarierten Parteivertretern im ORF-Aufsichtsgremium ehrlicher; so aber patzt Faymann den ORF unnötig politisch an und hält die interessierte Öffentlichkeit auch noch offensichtlich für dumm, wenn er so tut, als säßen im Stiftungsrat nur parteiferne Medien-Experten.

Wien. Am 26. Oktober 2011 ging der Kultur- und Informationssender ORF III als Ergänzung zum ORFHauptprogramm on air. Ein halbes Jahr danach liegt der Sender laut Insidern bei ca. 0,4% Tagesmarktanteil. medianet hat Geschäftsführer Peter Schöber zum Interview gebeten. medianet: Ein halbes Jahr ORF III – wie sieht ihr Resümee aus? ORF III-Geschäftsführer Peter Schöber: Was mich sehr freut, ist, dass das Schema per se mit den Themenschwerpunkten an den einzelnen Tagen sehr gut angenommen wurde. Was mich auch immer wieder überrascht, ist die Tatsache, dass selbst inhaltlich schwierige Themen bei den Zusehern ziehen. medianet: Worin sehen Sie die Gründe für die Akzeptanz auch von inhaltlich komplexeren Themen? Schöber: Man darf glaube ich das Publikum nicht unterschätzen. Fernsehen ist ja sehr stark eskapistisch, etwas, wobei man entspannen will. So gibt es Menschen aus dem akademischen Bereich, die sich gern am Abend ein Fußballspiel ansehen. Genauso gibt es meiner Meinung nach aber auch quer durch alle Bildungsschichten jene, die manuelle Tätigkeiten ausführen und die am Abend den umgekehrten Eskapismus und Bildung suchen. Diejenigen finden dann auf ORF III beispielsweise bei ‚erLesen‘ oder ‚KulturWerk‘ entsprechende Angebote.

„Ich könnte als ORF III auf RTL Österreich

Werbung Let’s CEE

Kampagne für Filmfestival

Werbezeiten kaufen, auf ORF 1 und 2 nicht. Das ist paradox.“

© Stefan Badegruber

Peter Schöber ...

Die Models der Plakatserie sind Freunde und Bekannte der Werber.

Wien. „Let‘s CEE“-Direktorin Magdalena Zelasko startet gemeinsam mit den Agenturen The Gentlemen Creatives und Emarketing Experts eine Werbeoffensive für das neue Filmfestival. Vom 28.5. bis 3.6. werden in Wien 30 aktuelle Spiel- und Dokumentarfilme aus Zentral- und Osteuropa gezeigt werden. Die Botschaft der Kampagne: „look east for great films“.

medianet: Wer ist der klassische Zuseher von ORF III? Schöber: Wir liegen bei einem Durchschnittsalter von 52 Jahren, was für TV relativ jung ist. Prozentuell haben wir mit 36% einen der höchsten AB-Schicht-Seheranteile von allen in Österreich empfangbaren Sendern. Der Stammseheranteil liegt bei knapp 35%. Mit diesen Messwerten sind wir nur mit Arte vergleichbar und insofern ist das für uns natürlich auch eine Benchmark. medianet: ...wobei Arte ein Budget von über 350 Millionen Euro hat. Schöber: Ja, also ein bisschen mehr als wir mit drei Millionen Euro Programmbudget. Man soll sich nie vergleichen, aber es gibt natürlich Sender, die vergleichbar sind: BR Alpha, ZDF Info, ZDF Kultur, Eins Plus, Eins Festival sind klassische Benchmarks. Wir sind da gesamt gesehen sehr zufrieden.

© fej

dinko fejzuli

ORF III-Geschäftsführer Peter Schöber freut sich über die hohe Akzeptanz der Programminhalte bei den Zusehern.

medianet: Apropos Budget: Es kursierten Meldungen, ORF III gehe das Geld aus. Wie viel Wahrheit liegen in diesen Gerüchten? Schöber: Das Geld geht uns nicht aus. Klar ist, dass man nach einer Zeit mit neuem Schema on air evaluieren und nachjustieren muss. Wir haben neue Produktionsarten und -varianten ins Spiel gebracht und dadurch Pionierarbeit geleistet. Erst nach einiger Zeit sieht man, ob Kaufpreise und Infrastruktur auf Dauer zu halten sind und wie hoch der Budgetbedarf tatsächlich ist. Hier gibt es mit dem Eigentümer sehr gute Gespräche, was die künftige Programmfinanzierung betrifft – und es geht ja hier nicht um riesige Beträge. medianet: Wie groß war das Team zum Start von ORF III und mit wievielen Mitarbeitern bestreiten Sie jetzt die Programmgestaltung? Schöber: Zum Start waren wir in der Stammmanschaft von TW1 sieben Personen, mittlerweile sind wir bei rund 20 Vollzeitäquivalenten. Wir haben halt wirklich gnadenlos auf das reduziert, was aus meiner Sicht wesentlich ist: das Programm. Wir haben keinen angestellten Techniker... medianet: ...hier können Sie auf den Mutterkonzern zugreifen? Schöber: Ja. Auch die Buchhaltung beispielsweise macht der Mutterkonzern für uns zu marktüblichen Konditionen, oder eben auch die Signalabwicklung. Das ist ein Vorteil für uns und funktioniert gut. medianet: Arbeiten Sie bei ORF III wirklich ohne jeglichen Quotendruck? Wird das nicht zumindest intern diskutiert? Schöber: Nein, wir sind nicht im täglichen Quotenrennen. Natürlich sind wir alle gelernte Fernsehleute und da schaut man schon auf den Audience Flow, usw. Man wird nicht Gesetzmäßigkeiten, die man sich in Jahrzehnten vom Fernsehmachen angeeignet hat, über Bord schmeißen.

medianet: Subjektiv betrachtet erkennt man beim Kultur- und Informationssender ORF III einen Überhang zur Kultur. Hat sich diese Ausrichtung bewährt? Schöber: Wir haben einen ausgewiesenen Kulturanteil von rund 40%. Das, was man unter politischer Information versteht, sind bei uns sowohl die Parlaments- als auch die Bundesratsübertragung. Das wird unter dem Motto ‚Bilde dir deine eigene Meinung‘ von den Sehern auch sehr gut angenommen. Was ebenfalls gut funktioniert, ist die politische Diskussionssendung ‚Inside Brüssel‘ mit Raimund Löw, wo wir europäische Themen aus europäischer Perspektive behandeln.

„Mein Auftrag ist es, gutes Programm zu machen, nicht Unternehmenspolitik. Dafür ist der Generaldirektor zuständig.“ ... Geschäftsführer orf iii

medianet: Sie sind als Geschäftsführer auch für die Wirtschaftlichkeit verantwortlich und sehen sich mit Restriktionen in der Vermarktung konfrontiert. Wie gehen Sie mit diesem Faktum um? Schöber: Wir können mit den Restriktionen ganz gut leben, lieber wäre uns, wir hätten sie nicht. Wenn Sie mich fragen, ob ich diese für sinnvoll halte, sage ich: ‚Nein, weil das ist eigentlich ein Witz.‘ Ich könnte als ORF III auf RTL Österreich Werbezeiten kaufen, darf aber auf ORF 1 und 2 weder eine Crosspromo platzieren noch Werbezeit kaufen. Das ist paradox. Auf der einen Seite schreibt der Gesetzgeber vor, dass der ORF verpflich-

tet ist, einen Kultur- und Informationsspartensender zu betreiben, und auf der anderen Seite gibt es eine Behörde, die dann die Bewerbung in den bestehenden Programmen verbietet. medianet: Haben Sie Hoffnung, dass sich auf diesem Gebiet etwas verändert? Schöber: Ich hoffe sehr. medianet: Sind sie da auch aktiv? Schöber: Das ist nicht unsere Aufgabe. Mein Auftrag ist es, gutes Programm zu machen, nicht Unternehmenspolitik. Dafür ist der Generaldirektor zuständig. medianet: Wie stehen Sie zur Präsenz des ORF in Sozialen Medien, was ja derzeit heiß diskutiert wird? Schöber: Die Diskussion ist ja lächerlich. Der ORF soll einerseits zukunftsfit sein, andererseits wird dem ORF verboten, auf Sozialen Medien vertreten zu sein. medianet: Privatsender argumentieren das Verbot mit der Gebührenfinanzierung des ORF ... Schöber: Eben gerade weil wir gebührenfinanziert sind, bin ich der Meinung, dass wir sogar verpflichtet sind, über Social Media mit unseren Kunden in Kontakt zu treten und ihnen unser Leistungsspektrum näherzubringen. medianet: Was wünscht sich Peter Schöber für die Zukunft von ORF III? Schöber: Es wird einige Erweiterungen geben, jedoch möchte ich der Programmpräsentation am 10. Mai noch nicht vorgreifen. Unsere bestehenden Formate haben sich etabliert und wir haben mittlerweile Zigtausende Zuseher. Wir werden mit ORF III auch künftig kein Einheitsbrei werden – ich bin zuversichtlich, das uns in diesem tollen, jungen Team der Pfeffer noch lange erhalten bleibt. Langfassung auf medianet.at


fa c t s & b a c k g r o u n d s

Freitag, 27. April 2012

medianet – 9

White Square Festival Bei der vierten Ausgabe des Festivals war die planB Werbeagentur in der Jury vertreten und hielt einen Vortrag

Brückenschlag & Neubeginn CEO Gregor Jasch: „Es gibt hier jede Menge sehr hungriger Talente, die über eine gute Ausbildung verfügen.“ (Executive and Communication Director Passion Communications, Czech Republic), Rostislav Kasyanenko (Gründer International BTLAward „Golden PROpeller“ und International Internet-Award PROpeller Digital, Ukraine), Vyacheslav Fokin (Creative Director Twiga, Ukraine), Evgeniya Koneeva (Creative Director GRAPE, Russland) in der Kategorie „Internet Advertising“. Sprachliche oder kulturelle Unterschiede stellten bei der Jurierung für Krickl keine Hürde dar: „Es gibt für die Beurteilung klare Kriterien, unabhängig davon, in welcher Sprache kommuniziert wird. Wenn eine Idee im Storytelling richtig, klar und neuartig auftritt, so setzt sie sich immer ab und zeigt klare Indizien für einen Big Winner“, meinte Krickl nach dem Event.

Michael Fiala

Minsk/Wien. Zum vierten „White Square Festival“ vom 19.–21. April 2012 in Weißrussland trafen internationale Gäste aus 21 Ländern zusammen, um sich bei hochkarätigen Seminaren und Workshops über die neuesten Trends in Werbung und Marketing zu informieren. Die österreichischen Fahnen hielt planB hoch, die durch Geschäftsführer Gregor Jasch und Creative & Digital Director Thomas Krickl vertreten waren.

Für den „White Square Award“ gab es heuer 1.317 Einreichungen internationaler Agenturen, vor allem in den Kategorien „Graphic Design“ und „Internet Advertising“. Zu den Gewinnern zählten unter anderem Ikea (Instinct, Russland), Touch Z-Distance (Red Keds, Russland), Zoich (PR Technologies, Russland), Switzerland Tourism (Spillmann/Felser/Leo Burnett AG, Schweiz), Heineken (Red Keds, Russland), Heineken RFID Event (Red Keds, Russland). „Das jährlich stattfindende Festival steht als Verbindungsglied zwischen der Kommunikationsbranche von West und Ost. Durch die politisch angespannte Situation in Weißrussland bei zunehmender Globalisierung ist dieses Festival in Minsk der ideale Ort für einen

© PlanB (2)

„Verbindungsglied“

Gleich nach der Festivaleröffnung wurde die planB Werbeagentur Wien dazu eingeladen, einen Vortrag über Strategieentwicklung und Ideenmanagement zu halten. „Das Feedback zum Vortrag war großartig, auch wenn sich doch deutlich gezeigt hat, dass die Entwicklung der osteuropäischen Märkte nicht mit westlichen Märkten verglichen werden kann“, so Jasch. „Wer in diesen Märkten ein Potenzial für die Zukunft sieht, sollte sich das V. Festival in Minsk vormerken. Es gibt hier jede Menge sehr hungriger Talente, die über eine gute Ausbildung verfügen und weiterkommen wollen. Für uns ist das jedenfalls ein Thema, gerade mit Wien als Hauptstandort vieler CCE Standorte.“  www.planb.at/strategie

Gregor Jasch hielt einen Vortrag über Strategieentwicklung & Ideenmanagement.

„Es gibt für die

Brückenschlag zwischen CEE und dem europäischen Markt“, so Jasch im Gespräch mit medianet.

­Beurteilung klare

Umkehr und Neubeginn Der Name White Square Festival steht für Umkehr und Neubeginn. Es handelt sich um eine zeitgemäße Umkehrung des berühmten Bilds „Das Schwarze Quadrat“ von Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch, einem weißrussischen

Maler und Hauptvertreter der russischen Avantgarde. Das Bild gilt heute als bahnbrechend in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts und wehrt sich gegen die Tradition durch eine von Gegenstandsbezügen befreite Kunst. Thomas Krickl gesellte sich in der Jury in die internationale Runde von Marko Edfelt (CEO Advertising Agency Satumaa Ltd, Finnland), Dmitriy Fedorenko (Creative Partner Peppermint interactive, Ukraine), Emil Jimenez

Kriterien, unabhängig in welcher Sprache kommuniziert wird.“ Thomas Krickl Cdd PlanB Werbeagentur

Zukunftslösungen der Post Mit Mail-Solutions bietet die Österreichische Post AG eine Drehscheibe für die physische und elektronische Kommunikation.

PROMOTION

Richtiger, wichtiger Schritt „In den letzten Jahren hat sich die Kommunikation durch wandelnde Märkte, neue Technologien und die immer stärkere Vernetzung der Gesellschaft wesentlich verändert. Das Daten- und Dokumentenaufkommen wächst laufend und erfordert

am Donnerstag, 31. Mai 2012, ab 9 Uhr in Wien (Vienna Marriott Hotel, Parkring 12 a, 1010 Wien). Referenzvorträge renommierter Unternehmen zeigen, wie diese Firmen mit Mail-Solutions die richtigen Schritte zur Effizienzsteigerung und zur Kostenreduktion gesetzt und eine nachhaltige Verbesserung der Geschäftsprozesse in der Postbearbeitung erzielt haben. Weitere Termine und Veranstaltungsorte sowie Anmeldungen unter: www.reglist24.com/post oder unter +43 (0) 577 67 DW 23 103.

© Österreichische Post AG (3)

Wien/Österreich. Mit dem 2011 neu gegründeten Geschäftsfeld MailSolutions positioniert sich die Österreichische Post AG als führender Spezialist für intelligente Kommunikationslösungen. Die Post stellt mit Mail-Solutions ihre Produkte und Dienstleistungen für die Geschäftskommunikation von Großunternehmen, Klein- und Mittelbetrieben sowie Ämtern und Behörden unter ein Dach. Damit profitieren die Kunden nun von Lösungen, die den gesamten Kreislauf der Geschäftspost optimieren. Gleichzeitig erweitert die Post damit ihr Kerngeschäft und reagiert auf die Anforderungen des Marktes nach hybriden Lösungen.

neue, effiziente und intelligente Lösungen. Mit dem neuen Geschäftsfeld ‚Mail-Solutions‘ hat die Post einen wichtigen Schritt gesetzt und eine Drehscheibe für die gesamte physische und elektronische Kommunikation unserer Geschäftskunden geschaffen“, so Post-Vorstand DI Walter Hitziger. Das Geschäftsfeld Mail-Solutions ist

auf die beiden Kernbereiche Prozessoptimierung der Geschäftspost und Effizienzsteigerung im Dialogmarketing spezialisiert und verbindet dabei die physische und digitale Kommunikationswelt zu innovativen Lösungen.

Optimierungs-Offensive Zur Optimierung der Geschäftsprozesse bietet Mail-Solutions FullService-Lösungen für den gesamten Kreislauf der Geschäftspost – angefangen beim Poststellen Management über die Eingangspost- und die Dokumentenbearbeitung bis hin zu integrierten Scan- und Druckleistungen und zum Versand. Durch die Optimierung der Abläufe in der Geschäftskom-

munikation und das Outsourcing einzelner Aufgaben oder ganzer Prozesse können Unternehmen ihre Kosten nachhaltig senken. Die Kunden profitieren dabei vom umfangreichen Know-how der Post als heimischer Marktführer beim Dokumentenmanagement.

Eventreihe der Post AG: „Lösungen für Ihren Erfolg“ Sie wollen erleben, wie das innovative Leistungsangebot der Post in der Praxis aussieht? Werfen Sie einen Blick in die Zukunft. Überzeugen Sie sich selbst von den Erfahrungen zufriedener Mail-Solutions-Kunden bei einem Business Breakfast der Eventreihe „Lösungen für Ihren Erfolg“

INFO/KONTAKT Österreichische Post AG Unternehmenszentrale Haidingergasse 1, 1030 Wien Mail-Solutions & Marketing Business-Hotline: 0800 212 212 Web: www.post.at/business


marketing & Agenturen

10 – medianet

Freitag, 27. April 2012

Spot Supermarktkette setzt wieder auf die Kraft des Testimonials

short

short

Krankl kauft ein

Neue Mitgliedskarten für Werbung Wien

Gratiszeitung startet Imagekampagne Linz. Die in Niederöster­ reich und Oberösterreich er­scheinende Zeitung Tips launcht eine neue Image­ kampagne. Kernbotschaft der Gratis­ zeitung: „Keine ist uns näher“. Diesen Anspruch unterstreicht auch Tips-Geschäftsführer und Chefredakteur Josef Gruber: „Wir setzen auf Regionalität, um unseren Lesern immer die neuesten Informationen aus ih­ rer Region anbieten zu können. Diesen Ansatz wollen wir auch durch unsere Imagekampagne umsetzen.“ Neben Hörfunk-, TV- und Kino-Spots gibt es auch eine eigene Plakatserie. Die Lokal­ zeitung wird dabei in der Form eines Teddys, Hundes, Hand­ tasche oder gar als Geliebte dargestellt und soll so die Nähe zum Leser vermitteln. Gestar­ tet wurde die Plakatkampagne im Februar mit einer großflä­ chigen Installation an einer Hauswand in Linz. Umgesetzt wurde die Imagekampagne von der Werbeagentur Reichl und Partner.

© straberger conversations

Fessler.Schmidbauer inszeniert Goleador für Handelskette Zielpunkt.

Der Ex-Fußballer Hans Krankl tauscht erneut den Fußballplatz gegen den Supermarkt. jürgen hofer

Wien. Die heimische Supermarkt­ kette Zielpunkt setzt auch in ih­ rer neuen Kampagne auf die Kraft ihres Testimonials Hans Krankl. Der Ex-Fußballstar zeigt dabei mit einem Schuss Humor Alltags­ erlebnisse als Kunde. „Wir verfol­ gen konsequent den Weg, Hans Krankl als Zielpunkt Testimonial möglichst authentisch und durch­ aus mit Humor darzustellen. Seine kleinen sympathischen Erlebnisse

direkt im Markt erhöhen dabei den Markenfit und steigern somit auch die Sympathie für die Marke“ so Thomas Schmidbauer, geschäfts­ führender Gesellschafter der Agen­ tur Fessler.Schmidbauer, die die Spots kreiert und umgesetzt hat.

Fünf alternierende Spots Fessler.Schmidbauer zeigt Krankl und Zielpunkt in fünf wäh­ rend der Kampagnenlaufzeit alter­ nierenden TV-Spots; begleitet wird

die Kampagne – bei der Angebots­ vielfalt und Preiswürdigkeit im Fo­ kus stehen – mit Printanzeigen und Flugblättern.  www.fessler-schmidbauer.at  www.zielpunkt.at Credits: Auftraggeber ZIP Warenhandel AG Marketingleitung Bettina Schuckert Agentur und Kreation Fessler.Schmidbauer Filmproduktion Die Filmemacher Regie Christoph Wawra

© Tips

Wien. 8.000 Mitglieder der Wirt­ schaftskammer-Fachgruppe Werbung Wien sollen neue Mitgliedskarten bekommen. Bei der „Werbung Wien Card“ handelt sich um einen Schlüs­ selanhänger, basierend auf der „Near Field Communication“Technologie. Mit NFC können kontaktlos Daten übertragen werden. Die Karte kann kostenlos bestellen werden und ermöglicht die Nutzung von zusätzliche Services. So kann beispielsweise ein VIP-TicketZugang für das Online-Special der „Österreichischen Medien­ tage“ geordert werden oder bei NFC-Touchscreen-Stationen der Fachgruppe die Facebook „Gefällt mir“-Funktion genutzt werden. Umgesetzt wird die Karte von straberger conversations. Ben­ jamin Ruschin, Digital Head und Projektleiter der Werbeagentur: „Mit dem innovativen Projekt wird das erste Mal NFC aktiv im Relationship Marke­ ting für Kunden- bzw. Mitglie­ derdialoge eingesetzt.“

© Fessler.Schmidbauer

Projektleiter ist Benjamin Ruschin von straberger conversations.

Der papierene Hund soll die Nähe zum Leser symbolisieren.

Ganz nah an den Lesern!

„Starke Blatt-Leser-Bindung“

MDOnline: Die Marketing CD ist ins Netz gegangen Ob CD oder online, mit den HEROLD Firmendaten kommt Ihre Botschaft dort an, wo sie hin soll: direkt bei Ihrer Zielgruppe. Mit MDOnline können Sie jetzt überall via Internet auf wochenaktuelle Daten zugreifen. Sie müssen kein Programm installieren und können betriebssystemunabhängig arbeiten. Mehr Infos unter 02236/401-38161 oder auf http://marketingdaten.herold.at

HEROLD.at

„Das Feedback der Leserinnen übertrifft unsere Erwartungen bei Weitem“, so der Verleger, der mit dem neuen Angebot auf eine noch stärkere Leser-Blatt-Bindung setzt. Dass dieser Weg Erfolg verspricht, zeigt auch die gut besuchte Online-Plattform, auf der ein für Mich-Expertenteam bei Fragen kostenlos mit Rat und Tat zur Seite steht. Laut Herbst sei es mit der für MichDigital-Ausgabe gelungen, zusätzliche Leserinnen zu gewinnen sowie Kunden und Agenturen ein zukunftsweisendes Medienpaket zu bieten. „Unsere Berater erstellen für jeden Kunden ein individuelles Printund Digital-Paket“, so der Medienmacher. Das gelte auch für Österreichs Familienmagazin Nummer eins, fratz&co, das ebenfalls im Zeit für Mich-Verlag erscheint.

Ergänzt wird das Magazin durch den fratz&co Wien Guide, der diesen März erstmals erschienen ist. Bereits im Juni will Herbst mit einem weiteren Magazin einen neuen Leserkreis ansprechen. Der Blattmacher: „Weitere Medienprojekte sind in der Pipeline, u.a. wird der Online-Bereich weiter ausgebaut. Näheres dazu in zwei Monaten.“ Wir dürfen gespannt sein …

KONTAKT Robert Herbst, Geschäftsführung Zeit für Mich Zeitschriftenverlags GmbH. Altmannsdorfer Straße 104, 1120 Wien T: 0043 1 29 88 888 882 M: 0043 699 1 605 00 13 robert.herbst@zeit-fuer-mich.cc www.fuer-mich.at; www.fratz.at

PROMOTION

Wien. „Wir bieten unseren zahlreichen Leserinnen und Lesern, unseren Inserentinnen und Inserenten einfach mehr: mehr Service, mehr Leistung, mehr Ideen“, umreißt Robert Herbst vom „Zeit für Mich“-Verlag sein Erfolgsrezept. Der Unternehmer darf stolz sein: Im vierten Jahr seines Bestehens ist das Frauenmagazin für Mich bereits fix in der heimischen Magazinlandschaft etabliert. Jetzt packt der Verleger einen weiteren Kaufanreiz in das Medienprodukt: Ab der aktuellen Mai-Ausgabe ist das für Mich-Los als neues Feature fixer Magazin-Bestandteil. „Jedes Los beinhaltet einen Sofortgewinn und bietet obendrein eine zweite Gewinnchance für einen Hauptpreis“, verspricht Herbst. Das Gewinnlos ist direkt am Cover aufgeklebt, kann aber auch telefonisch beim Zeit für Mich-Verlag bestellt werden.

© Zeit für mich-Verlag

Auf Erfolgskurs: Frauenmagazin für Mich. Auch andere Titel des „Zeit für Mich“-Verlags im Aufwind; neues Projekt startet.


medien

Freitag, 27. April 2012

medianet – 11

Marktvorteil Audience Science verfügt über Tools, die den Medien und den Werbetreibenden helfen, Profile und Segmente zu erstellen

kurier.at & Behavioural Targeting Georg Nimeh zeigt sich glücklich über die Kooperation: kurier.at schlägt mit Partner Audience Science neuen Weg ein. Wien. „kurier.at“ setzt neue Maßstäbe im Behavioural Targeting. medianet sprach mit Georg Nimeh, Chief Digital Officer von kurier.at. medianet: Herr Nimeh, Sie haben uns exklusiv verraten, dass ‚kurier. at‘ in wenigen Monaten ein innovatives Werbetool launchen wird. Erzählen Sie uns mehr!

„Wir befinden uns in bester Gesellschaft mit namhaften Medienhäusern wie The New York Times, The Washington Post, The Guardian.“ GEORG NIMEH, kurier.at

Georg Nimeh: Ja, so ist es! Wir sind glücklich, berichten zu dürfen, dass wir in Audience Science den perfekten Partner für die Einführung von Behavioural Targeting – kurz BT – gefunden haben. Wir befinden uns somit in bester Gesellschaft mit namhaften Medienhäusern wie The New York Times, The Washington

Nimeh: Ja, das ist richtig. Wir versuchen so viel wie möglich über die Browsing-Gewohnheiten des Nutzers auf diesem bestimmten Computer zu erfassen. Nun ist es so, dass die InternetNutzer es bereits gewohnt sind, Content gratis zu konsumieren. Gratis Content hat aber sehr wohl seinen Preis, den die User mit ihren Daten zahlen. Aufgabe der Medien ist es also auch, zu kommunizieren, dass dies nur nach dem quid pro quo Prinzip funktionieren kann. Ohne eine bestimmte Menge an verwertbaren Nutzerdaten müsste man für den Content bezahlen. In Wirklichkeit handelt es sich aber um einen ‚Value Exchange‘. Den Menschen muss bewusst werden, dass dies mit Qualität und gegenseitigem Vertrauen einhergeht.

Post, The Guardian, etc. Es macht uns auch sehr stolz, das erste österreichische Unternehmen zu sein, das mit dem Marktführer Audience Science zusammenarbeitet. medianet: Die wenigen Medien, die in Österreich BT-Advertising anbieten, arbeiten mit ‚nugg.ad‘ zusammen. Worin liegen die Unterschiede der beiden Anbieter? Nimeh: Ohne jetzt schlechte Dinge über den einen und gute Dinge über den anderen sagen zu wollen, möchte ich einfach hervorheben, was uns am Audience Science System besonders gut gefällt. Deren System ist ein weitaus ‚passiveres‘ für den User. Viele dieser BT-Systeme setzen Umfragen voraus, in denen die User in vielen Fragen ihre Interessen und auch soziodemografischen Daten bekanntgeben. Eine große Anzahl von Usern ist dazu nicht bereit. Wir werden reale Daten verwenden. Diese zu sammeln, ist ein langer Prozess, in dem wir uns gerade befinden, aber am Ende des Tages kann man daraus qualitativere Profile erstellen, die dem Werbekunden bessere Conversion bieten. medianet: Was zeichnet das Audience Science-System noch aus? Nimeh: Es ist die Art, wie diese Daten dann aufbereitet werden. Audience Science verfügt über Tools, die den Medien und den Werbetreibenden helfen, Profile und Seg-

© Kurier

barbara katschnig

Georg Nimeh, seit Jänner 2012 Chief Digital Officer von kurier.at.

mente zu erstellen. Die langjährige Erfahrung mit vielen globalen Unternehmen und das daraus resultierende internationale Know-how spiegeln sich in ihren Produkten wider. Besonders interessant und relevant sind für uns natürlich jene Erfahrungen, die Audience Science mit anderen Zeitungen gesammelt hat. Dies hilft uns sehr, besser zu verstehen, wie die Menschen den Medienkonsum erleben und welche Chancen sich daraus für die Werbeindustrie ergeben.

medianet: Und der Vorwurf, mit User-Daten Geld zu machen ... Nimeh: ... dazu muss ich gleich sagen, dass bei kurier.at alle Daten für Behavioural Targeting anonym erfasst werden. Niemand muss seinen Namen oder seine E-MailAdresse hinterlegen. Keiner der gesammelten Datensätze ist mit einer Person identifizierbar. medianet: Außer vielleicht über die IP-Adresse des Computers, die ja in jedem Fall mitgeschrieben wird.

medianet: Welches Best Practice Beispiel möchten Sie unseren Lesern vorstellen? Nimeh: Eine BT-Kampagne von NTT DoCoMo (Japans größter Mobilfunkanbieter) auf der Financial Times Website hat im Vergleich zu üblichen ROS-Schaltungen wesentlich bessere Resultate gebracht. Die Wahrnehmung der Kampagne im Vergleich zu ROS stieg um 193% und die Markenwahrnehmung um 83%. In wenigen Monaten werden wir aber sicher schon von eigenen erfolgreichen BT-Kampagnen auf kurier. at berichten können. Seien Sie gespannt!

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B i z-ta l k C LA S S IC

12 – medianet

Freitag, 27. April 2012

Grayling speakers’ Lounge führungskräfte-treffen

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© Barbara Bertolini

© Grayling

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2 1. Sepp Tschernutter, Chef der PR-Agentur Grayling, mit seinem Gast Gerhard Roiss (CEO OMV); 2. Dem Vortrag lauschten auch Laura Pedarnig, Leiterin Media Relations, und Alexandra Vit-Sardelic, Leiterin Interne Kommunikation (­beide Gas Connect Austria) sowie Katja Zirngast (Senior Consultant Grayling).

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OMV-Chef Roiss sprach über Energiewirtschaft

Wissens-Tankstelle Speakers’ Lounge

1. Reinhard Pinzer (Siemens), Robert Ottel (voestalpine), David C. Davies (OMV) und Gerhard Pichler (Business Circle); 2. Ewald Nageler (FRAPAG Beteiligungs Holding AG), Hans Tschuden (Telekom Austria Group), Nai-Tseng Chen (Red Bull) und Johann Stadler (CAG Holding); 3. Günter Brandner (Ernst&Young), Günther Göschl (Oracle Austria), Dejan Lazovic (McDonald’s Franchise GmbH); 4. Steven Siemer (Brau Union Österreich AG), Silvia Trummer-Bäck (Imerys Talc Austria GmbH) und Martin Linsbichler (Franklin Templeton).

„Finanzler“ unter sich

Business Circle

Gertrude Tumpel-Gugerell (ehem. Mitglied des Direktoriums der EZB).

Vortragsreihe Die PR-Agentur Grayling veranstaltet in regelmäßigen Abständen eine Speakers‘ Lounge, in der Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Medien über aktuellen Themen diskutieren. Am 17. April sprach im Wiener Palais Coburg OMV-CEO Gerhard Roiss über Energieversorgung, aktuelle internationale Entwicklungen im Gasbereich und die Strategie der OMV. „Das Energiegeschäft wächst weltweit und die Nachfrage nach Gas steigt ständig. Gleichzeitig geht die Gasproduktion in Europa zurück; hinzu kommt eine Reihe von geopolitischen Herausforderungen“, so beschrieb Roiss die Situation. Grayling-Geschäftsführer Sepp Tschernutter konnte u.a. als Gäste begrüßen: Hans Balber (Ennskraftwerke), Jan Mariusz Demner (Demner, Merlicek & Bergmann), Peter Felsbach (voestalpine), Florian SevenOne Media Austria Haslauer (A.T. Kearney), Wilpräsentiert am 7. Mai in der helm Rasinger (IVA), Reinhard Albertina Passage exklusiv vorSchweifer (Bewag), Andreas ab die Pläne für ihren neuen UnTheiss (Wolf Theiss), Stefan terhaltungssender, musikalisch Schleicher (Universität Graz untermalt von Annett Louisan. und Wifo) sowie Franz Zöchbauer (Verbund).

Chief Financial Officer Das CFO-Forum 2012 verbreitete zarten Optimismus unter den heimischen Finanzvorständen. Schließlich teilten Österreichs erfolgreichste und prominenteste CFOs ihre persönlichen Erfahrungen, Einschätzungen und Perspektiven mit den über 150 Teilnehmern des Jahresforums.

Hochkarätige Vortragende Gemäß dem Motto „Von CFOs für CFOs“ referierten u.a. David C. Davies (OMV), Robert Ottel (voestalpine AG), Reinhard Pinzer (Siemens AG Österreich), Rudolf Jettmar (Post AG), Willy Van Riet (Wienerberger), Bernhard Karrer (Stölzle-Oberglas), Reinhard Kandera (Intercell) und Peter Haidenek (Polytec) sowie weitere zahlreiche renommierte Spitzenmanager. (fej) Information & Invitations gerne an: biztalk@medianet.at

Gastkommentar Jetzt gilt es im ORF: Parteipolitik raus oder Regierungsfunk

anno dazumal

Karriere

ORF: Echte Entpolitisierung

Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Michael Vokurka e-media

© adsandbrands

Wechsel Seit Anfang April 2012 ist Michael Vokurka Verkaufsleiter von e-media. Gemeinsam mit Samira Mostafa und Yvonne Graf wird er unter der Führung der interimistischen Geschäftsbereichsleiterin Katrin Jusko künftig den Verkauf des Magazins verantworten.

Brieflos „Aufreißen und gewinnen“: Mit diesem Slogan warb die Österreichische Lotterien GmbH auf dem schlicht gehaltenen Sujet Anfang der 1990er-Jahre des letzten Jahrhunderts für den großen Gewinn. Ein Gewinn winkte für „Aufreißer“ im Schnitt alle 1,4 Sekunden. Anzeigentext: „Brieflos. Das schnelle Geld für dich und mich. Reiß mich doch auf. Alle 1,4 Sekunden ein Gewinn“. Anzeige vom: 3.12.1993.

© Verlagsgruppe News

© Die Grünen

Doppelbotschaft Bislang hat Werner Faymann die Auffassung vertreten, im ORF müsse alles so bleiben, wie es ist. Jetzt will er den Stiftungsrat verkleinern. Die Botschaft ist doppeldeutig. Er bekennt sich zwar dazu, den ORF vor parteipolitischer Einflussnahme schützen zu wollen. Seine Vorstellung von der Bestellung der Stiftungsräte ist aber gelinde gesagt demokratiepolitisch ausbaufähig. Wenn der Bundeskanzler endlich erkannt hat, dass es keine Parteisekretariate und Freundeskreise der Parteien im Stiftungsrat braucht, um den Programmauftrag einer objektiven Informationsberichterstattung nach journalistischen Kriterien zu erfüllen, hat er unsere Unterstützung. Die SPÖ steht nach der Dieter Causa Pelinka unter dem Generalverdacht versuchter Einflussnahme. Nur Brosz, Nationalrat eine echte Strukturreform kann sie da wieder rausholen. Sollte Faymann den & ORFgleichen Schmäh wie schon vor zwei Jahren noch einmal auspacken und die Sprecher Besetzung des Stiftungsrats durch die Regierung als Entpolitisierung verkaufen des Grünen-Parwollen, bin ich zuversichtlich, dass die öffentliche Meinung diese Chuzpe verlamentshindern wird. Der Wegfall der Entsendungsrechte der Parteien und der Länder klubs. ist ein richtiger Schritt. Das hat aber auch für die Regierung zu gelten. Es muss ein Bestellungsverfahren her, dass die parteipolitische Einflussnahme so weit wie möglich reduziert. Ein Gründungskonvent aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, der nach einem öffentlichen Hearing den Stiftungsrat neu wählt, und das Prinzip der Selbsterneuerung wäre aus meiner Sicht die beste Lösung. Wenn Faymann eine bessere Lösung hat, soll er sie auf den Tisch legen. Eine Regierungsfunkstruktur wird auf jeden Fall auf Widerstand stoßen.

präsentiert von


inside your business. today. 

FreiTAG, 27. APRIL 2012 – 13

© Efko/Lang & Lang

retail medianet

mampf

In Edelstal geht eine Hightech Wasserab­füllung für Römerquelle in Betrieb Seite 15

naturkosmetik

milchmann

Die in Italien äußerst beliebte Marke Just will in Österreich durchstarten  Seite 16

Frédéric Leroy übernimmt Geschäftsführung von Danone Österreich  Seite 18

© Danone

Superclean

© Just Österreich

© Römerquelle

efko Genuss Plus-Neuheiten, Alpro Mandel und Haselnussmilch, Dr. Oetker Backpulver mit Safran und Bourbon Vanille-Mühle und Hochriegl frizzante acht Muscato. Seite 17

Die großen Profiteure: Factory Outlets im Hoch

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

short

Handelskongress Rund 350 Besucher zog es ins Linzer Palais Kaufmännischer Verein zum oberösterr. Handelskongress. Zahlreiche Experten wie etwa DiTech-Chefin Aleksandra Izdebska (Bild) sprachen über das Thema E-Commerce – und wie Händler die besten Fänge im World Wide Web machen können.  Seite 16

© Villaggio: McArthurGlen Designer Outlet Parndorf; Natalie Oberhollenzer; Freeport

© Peter Rigaud

In aller Freundschaft Die Pfeiffer Unternehmensgruppe beteiligt sich mit 24,9% an Zielpunkt. Operativ bleiben die Unternehmen selbstständig, allerdings ist in späterer Zeit auch eine Erhöhung der Anteile auf 50% denkbar – an der Bundeswettbewerbsbehörde würde dieser Deal kaum scheitern.  Seite 15

Satte Rabatte Warum Fabrikabverkaufszentren wie McArthurGlen und Villaggio in Parndorf sowie Freeport International und die Excalibur City an der österreichischtschechischen Grenze derzeit bei Kunden besonders gefragt sind.  Seite 14

Billas Nahversorger mit Niveau

Nivea bleibt auf Kurs

(v.li.) Billa-Vertriebsmanager Stefan Schachinger, Bgm Otto Jäger, Marktleiterin Sophie Ries und Vertriebsdirektor Robert Nagele in der neuen Filiale in Neumarkt an der Ybbs.

Neumarkt. Ein umfangreiches Sortiment von über 8.500 Artikeln, ein innovatives Ladenbaukonzept mit Snack-Bereich sowie Einkaufskomfort auf höchstem Niveau – all das zeichnet die neu eröffnete BillaFiliale in Neumarkt an der Ybbs aus. Darüber hinaus entspricht der neue Billa den strengen Green Building-Anforderungen der EU. „Wir möchten einmal mehr unter Beweis stellen, dass Billa für Nahversorgung auf höchstem Niveau steht“, erklärte Vertriebsdirektor Robert Nagele anlässlich der Eröffnung, die für ein „Einakufserlebnis der besonderen Art“ steht. (red)

© EPA

Beiersdorf Produktpalette gestrafft, mehr Kernkompetenz

© Rewe International/APA-Fotoservice/Preiss

Neueröffnung Die Filiale in Neumarkt verbindet Komfort mit Umweltbewusstsein

Beiersdorf-Vorstand Thomas-B. Quaas will 2012 mit dem Markt weiter wachsen.

Hamburg. Der Nivea-Konzern Beiersdorf sieht sich nach dem weitgehend vollzogenen Konzernumbau auf gutem Weg in die Zukunft. „Die neue strategische Ausrichtung hat das Unternehmen stärker und schlagkräftiger gemacht“, sagte der scheidende Vorstandschef Thomas-B. Quaas gestern, Donnerstag, bei der Hauptversammlung in Hamburg. Beiersdorf habe seine Produktpalette gestrafft und sich auf die Kernkompetenz ‚Hautpflege‘ fokussiert. Quaas bekräftigte die Prognose für das laufende Jahr, nach der Beiersdorf mit dem Markt wachsen will. (APA)


ti t e l story

Freitag, 27. April 2012

© medianet/Szene1/Philipp Hutter

14 – medianet retail

Jan Procházka, Center Director des Freeport International Outlet: „Wichtig ist, dass unsere Besucher zufrieden sind und wiederkommen. Das zeigt unser Wachstum in den letzten vier bis fünf Jahren.“

Factory Outlets Freeport International Center Director Jan Procházka über die Hochkonjunktur der Fabrikabverkaufszentren

Händler haben die Scheu vor Rabatt-Tempeln verloren Sieben Prozent Plus im Freeport, Besucher zur Hälfte aus Tschechien, zur Hälfte aus Österreich. natalie Oberhollenzer

Wien/Chvalovice. Jan Procházka ist ein großer Experte, wenn es um Abverkäufe von Mode und Accessoires geht. Seit drei Jahren leitet er nun die Geschicke des Factory Outlets Freeport an der tschechisch-österreichischen Grenze. In letzter Zeit bemerkt er eine neue Offenheit – und zwar der Konsumenten, die ihre verkrusteten Ideen über Fabriksabverkäufe über Bord geworfen haben, aber auch bei den

Händlern, die keine Angst mehr davor haben, ihre Marken mit Rabattaktionen zu entwürdigen.

Produktionen nur für FOCs Den Kunden dämmert langsam, dass in den FOCs nicht die uralten Stücke hängen, die in den konventionellen Geschäften niemand kaufen wollte. Vielmehr gebe es heute ganze Produktionsreihen, die nur für solche Outlets bestimmt seien, gewisse Überproduktionen oder

Samples, die sonst nirgendwo in Europa zu finden sind. So produziert etwa ein großer Sportschuhhersteller 10.000 Sneakers je Größe und entscheidet erst dann, ob das Modell überhaupt in Masse produziert wird oder nicht. Wenn das nicht passiert, landen ebendiese in den Factory Outlets. „Der Kunde muss nicht verstehen, woher die Ware kommt oder wie alt oder neu sie ist; der Kunde muss zufrieden sein“, sagt Procházka. Große Modeketten tauschen

heute ihre Ware alle zwei Wochen komplett aus, Trends kommen und gehen in Rekordzeit und der Konsument pfeift auf sie. Er macht sich nichts mehr aus Modediktaten, aus In‘s und Out‘s, und so kommt es, dass immer mehr Leute Leistung und Preis der Factory Outlets schätzen. Siehe im neben der Excalibur City gelegenen Freeport, wo die Umsatzzahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr um sieben, die Besucherzahlen um 16% angestiegen sind.

Mehr Rabatte denn je

Expansion Das neue Factory Outlet ist auf den kleineren Geldbeutel ausgerichtet

Parndorf wächst: Villaggio mit 40 neuen Shops

Parndorf. Zuwachs am heimischen Factory Outlet Markt: Im burgenländischen Parndorf, direkt neben dem gutgehenden FOC von McArthurGlen, eröffnete nun ein weiteres Fabriksabverkaufszentrum. Villaggio heißt das neue, von Zwerenz & Krause und der APM Holding finanzierte Center, gekostet hat es stattliche 40 Mio. €. Im Gegensatz zum luxuriösen FOC daneben setzt man im Villaggio auf den niedrig- bis mittelpreisigen Bereich. Zu den Mietern zählen Cinque, Betty Barclay, Tamaris, Ara Shoes, Asics, Marc Aurel, Mey, Brax und Bijou Brigitte und Claires im Accessoires-Sektor. Als Ankermieter wird Esprit mit einem 2.500 m2 großen Outlet genannt. Aktuell misst das Center 10.100 m2, bis 2014 soll die Fläche auf 15.000 m2 wachsen und insgesamt 60 Geschäfte beherbergen.

Weniger luxuriös, dafür frisch und stylish „Zielgruppe des neuen Shopping Mekkas sind Fashionistas, die stylish und modeaffin sind“, erklärt die neue Villaggio-Geschäftsführung, bestehend auf Frauke Aumann und Mario Strasser. Der Look vom Villaggio unterscheidet sich deutlich von den zuckerbäckerartigen Häuschen in Parndorf, kommt weniger luxuriös, dafür stylish und frisch daher. Die Fassadenelemente in unterschiedlichen Höhen, mit floralen Mustern bespielt, erinnern an Geschenk-Packerl, über das Areal verteilte Enzis laden zum Verweilen ein. Man darf gespannt sein, ob das Villaggio mehr Leute anlockt, oder den schon vorhandenen Geschäften die Umsätze abgräbt.

Auch die Händler öffnen sich immer mehr gegenüber den Outlets. „Es gibt heute mehr Ware für die Outlets als je zuvor; das hängt auch mit der Euro-Krise zusammen“, so Procházka. Auch zahlreiche neue Geschäfte hat er in die Hallen von Freeport gebracht: Das Modehaus Gil Donna/Uomo mit Labels wie Armani, Versace oder Cerruti, Dessous-Anbieter Skiny Huber oder die gediegene Italo-Marke Stefanel und der Jeans-Händler Lee Cooper haben aufgesperrt, dazu der RadFachhändler Cyklo Point und die Kosmetikmarke Body Basics Shop. Dazu kommen Namen wie Geox, Lindt und Rip Curl. „Wir sind zu 95 Prozent vermietet“, erklärt der Centermanager; summa summarum zählt der 22.000 m� große Standort 75 Shops. Rund die Hälfte der Kunden kommt dabei aus Tschechien, die andere Hälfte aus Öster-

reich. Im Schnitt gibt ein Besucher der Alpenrepublik in einem FOC 117 € aus.

Keine Angst vor Parndorf Vom neuen Mitbewerber in Parndorf zeigt sich Procházka unbeeindruckt: „Die sehen wir nicht als große Konkurrenz. Parndorf war schon da, bevor wir angefangen haben. Wichtig ist, dass unsere Besucher zufrieden sind und wiederkommen. Und das Wachstum in den letzten vier, fünf Jahren gibt uns recht.“ Zu den wesentlichen Benefits im Freeport zählt er die ausgedehnten Öffnungszeiten (mit der Sonn- und Feiertagsöffnung kommt man auf rund 70 Tage im Jahr mehr als die Konkurrenz) und die im Gegensatz zu anderen FOCs überdachten Hallen, die wetterunabhängiges Shopping ermöglichen.

facts Das Freeport International Outlet liegt rund 50 Fahrminuten von Wien entfernt an der Grenze von Österreich und der Tschechischen Republik bei Znaim. Das Factory Outlet bietet 75 Shops auf einer Fläche von 22.000 m², zum Sortiment gehören um 30 bis 70% reduzierte, internationale Marken. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Brands auf 200; als besonderes Plus kann das Center ausgedehnte Öffnungszeiten bieten: Täglich, auch an Sonn- und Feiertagen, von 10 bis 21 Uhr.


r e ta i l & prod u c er s

Freitag, 27. April 2012

medianet retail – 15

Zielpunkt-Pfeiffer-Deal Oberösterreichischer Großhändler holt sich 24,9% an jener Supermarktkette, die derzeit mehr als 3,2% Marktanteil hat

Pfeiffer steigt bei Zielpunkt ein Zielpunkt-Chef Jan Satek erwartet von der Pfeiffer-Beteiligung Synergien bei Logistik und Einkauf. Wien. Gerüchte gab es viele in den letzten Wochen und Monaten rund um Zielpunkt: Seitdem der ehemalige Geschäftsführer Jan Satek durch ein Management Buy-out zum Eigentümer avancierte, rissen Spekulationen um Investoren, Beteiligungen, aber auch Verkäufe, nicht ab. Satek selbst räumt ein: „Ich habe immer davon gesprochen, dass ein strategischer Partner durchaus interessant ist.“ Nunmehr ist Pfeiffer mit 24,9% an der Supermarktkette beteiligt – vorbehaltlich der Zustimmung durch das Kartellgericht.

die Rede. Das sei laut BWB für den Markt sogar förderlich. Auch Satek, der lediglich die 24,9% bestätigt, sieht einer Genehmigung des Deals durch die Kartellbehörde relativ gelassen entgegen und rechnet mit einer Entscheidung noch bis Ende Mai.

Stärkung im Osten Grund für diesen Schritt und damit die bewusste Entscheidung für Pfeiffer ist laut Satek gewesen, dass die beiden Handelsorganistationen schon seit Längerem erfolgreich zusammenarbeiten, dass es auch auf persönlicher Ebene

ein gutes Miteinander gebe. Dazu kommt: Mit der Beteiligung von Pfeiffer sichert sich Zielpunkt seine Flexibilität und gewinnt spürbare Markbedeutung. Oder wie Satek sagt: „Wir wollen vor allem unsere Position im österreichischen LEH stärken.“ Dabei hat der Zielpunkt-Chef weiterhin mit seiner Handelskette vor allem den Osten und hier wiederum Wien im Visier. Aufgrund der neuen Beteiligung schielt er keineswegs Richtung Westen: „In Wien sind wir derzeit in der Anzahl der Filialen die klare Nummer zwei. Da wollen wir unsere Position noch ausbauen. Ebenso ist die

Expansion in Niederösterreich ein Thema.“

Bio-logische Beteiligung Dass Zielpunkt mit Pfeiffer innovativ unterwegs sind, würde die bestehende Zusammenarbeit im Eigenmarkenbereich beweisen, also bei der Biomarke „Natürlich für uns“ und der Preiseinstiegsmarke „Jeden Tag“. In diesem Sinn resümiert Satek: „Da beide Unternehmen eigentümergeführt sind, sind wir auf langfristigen Bestand und Erfolg ausgerichtet; Einsparungspotenziale sehe ich bei Logistik und Einkauf.“

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Jutta Maucher

Jan Satek nimmt sich Partner ins Boot.

Aufstockung bis 50 Prozent? Da sollte es aber keine größeren Hürden geben. Laut Bundeswettbewerbsbehörde sei sogar von einer Option auf eine Aufstockung des Pfeiffer-Anteils auf bis zu 50%

Müller Top Beauty Stores

Glänzender Start Bregenz. Die von den deutschen Müllerdrogerien übernommenen Standorte in Vorarlberg haben ihre Startphase absolviert: In Bregenz, Dornbirn (2x), Lustenau, Götzis, Rankweil, Feldkirch, Bludenz und Bürs gingen die ehemaligen Le Duigou- und Mood-Filialen als Müller Beauty Stores ins Rennen. Laut Regionalverantwortlichem Rainer Jungblut sei in Tirol und Vorarlberg „eine Punktlandung gelungen“. Besonders gut sei der Kosmetikbereich der Geschäfte angenommen worden: „Hier bieten wir neue Konzepte zu besseren Konditionen“, meint Jungblut unter Verweis auf einen Konsumententest, den das Schweizer Kundenmagazin saldo durchgeführt hat und wo vergleichbare Schweizer Geschäfte erheblich teurer abschneiden.

Römerquelle Abfüllanlage

Wasser ultrarein

© Römerquelle

Edelstal. Römerquelle hat am Produktionsstandort im burgendländischen Edelstal eine neue Ultraclean Abfüllanlage für EinwegPET in Betrieb genommen. Das Unternehmen will mit der Anlage neue Maßstäbe in Sachen Qualität, Hygiene und Umweltfreundlichkeit setzen. „Mit der neuen ‚Ultra-clean‘ Line besitzt Römerquelle die modernste Wasser-Abfüllanlage Europas“, zeigt sich Patrick Misch, Supply Chain Director Coca-Cola Hellenic Österreich, zufrieden.

Neues Technik-Gustostückerl: Hightech-Anlage von Römerquelle in Edelstal. Remy VSOP Inserat 216x288.indd 1

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r e ta i l & p r o d u c e r s

16 – medianet retail

Freitag, 27. April 2012

OÖ Handelskongress Experten berichten in Linz, wie der Fachhandel den großen Fang im Internet machen kann

short

„Geld zurück oder Twitter“: Handel im Internetzeitalter

BWB prüft in Sachen Rewe auch Industrie Wien. Nach dem Handelsriesen Rewe (Billa, Merkur usw.) hat sich die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) auch die Industrie wegen des Verdachts auf Preisabsprachen vorgeknöpft. Betroffen sollen einige ReweLieferanten sein, bevorzugtes Ziel der Fahnder seien die Laptops von Verkaufsleitern und Key Account Managern, die am Rewe-Sitz in Wiener Neudorf verkehren. Bei der BWB wurde das auf APA-Anfrage zumindest nicht dementiert. (APA)

Armin Wolf beschreibt die Macht des Konsumenten, Alexandra Izdebska erklärt den Zugang von DiTech.

v.l.: Manfred Zöchbauer, Sparten-GF Handel WKOÖ, WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner, WKO-Handelsobfrau Bettina Lorentschitsch, WKOÖ-Spartenobmann Franz Penz, Michaela Keplinger-Mitterlehner (Vorstandsdir. RLB OÖ), Armin Wolf (ORF), Moderatorin Michaela Roithmayr, Dietmar Mascher (OÖ Nachrichten) und Ernst Gittenberger, KMU Forschung.

Linz/Göss. Gösser hat allen Grund zur Freude: Drei unabhängige Marktforschungsinstitute bescheinigen der steirischen Biermarke sehr gute Umfrageergebnisse – sowohl, was Verkaufszahlen als auch Imagewerte betrifft. „Die Marktdaten von Nielsen, Spectra und market zeigen, dass wir uns mit Gösser auf dem besten Weg befinden. Die Produktqualität wird als ‚top‘ bewertet und Initiativen wie die Verwendung von 100 Prozent österreichischen Rohstoffen – für die wir mit dem AMA Gütesiegel ausgezeichnet wurden – stärken das Vertrauen der Konsumenten in die Marke. Innovationen wie der ‚Gösser NaturRadler‘ haben uns außerdem dabei geholfen, Menschen auf Gösser aufmerksam zu machen, die noch keine bekennenden Bierfans waren“, freut sich Brau Union Marketingleiter Andreas Stieber. In den letzten fünf Jahren hat sich der Marktanteil von Gösser gesteigert und liegt heute bei 13,5 Prozent. (red)

Linz. Wenn es eine Entwicklung gibt, die es vermag, die gesamte Handelslandschaft umzukrempeln, dann ist es der Einkauf per Mausklick. Schon jetzt kaufen vier von zehn Österreichern im Netz, rund 4,5 Mrd. € werden in Österreich bereits online lukriert. Und das ist erst der Anfang, war sich die Expertenschaft auf dem „Oberösterreichischen Handelskongress“ vergangene Woche im Linzer Palais Kaufmännischer Verein einig. Gerrit Heinemann, Wirtschaftsprofessor an der Hochschule Niederrhein, beleuchtete das Phänomen in seinem Vortrag von der wissenschaftlichen Seite: „Die digitale Revolution wird wie die industrielle, nur schneller. Das Tempo und die Kraft des mobilen Web wird alles in den Schatten stellen, was bisher an Dynamik im Handel zu beobachten war. Ein

© C&A

Aleksandra Izdebska, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Damian die PC-Handelskette DiTech aufgezogen hat, erzählte von ihrer praktischen Erfahrung mit dem Thema. Die Handeslmanagerin stellt dort Filialen hin, wo stark online bestellt wird, denn „noch kaufen 60 Prozent derer, die sich im Internet umsetzen, letztlich im Geschäft“. Der Internet-Auftritt ist für DiTech ein „Schirm über alle Filialen, der den Kunden Sicherheit gibt“. Auf die neue Macht der Konsumenten im digitalisierten Zeitalter wies ORF-Anchorman Armin Wolf in seiner Rede hin. „Konsumenten sind sich ihrer neuen Interaktions-

kammer Österreich, Bettina Lorentschitsch, betonte indes, dass die heimische Handelslandschaft das Potenzial im Internet noch lange nicht ausgeschöpft hat. „Nur 15 Prozent der österreichischen Einzelhändler sind mit einem Onlineshop vertreten, was zur Folge hat, dass nur die Hälfte des Web-Umsatzes bei österreichischen Unternehmen bleibt.“ Die Zeit, sich einen Onlineshop aufzubauen, sei im Moment besonders günstig, denn viele andere hätten bereits Lehrgeld bezahlt und Erfahrungen gemacht, auf denen man aufbauen könne. Die strategischen Fenster, in denen die Claims im Internet verteilt sind, schätzen die Experten auf zwei Jahre. Doch nun gelte es, sich ranzumachen an die virtuellen Buletten – ganz gemäß der Devise „first come, first serve“.  (no)

„Erst 15 Prozent der österreichischen Einzelhändler betreiben einen Onlineshop.“ WKo-Handelsobfrau Bettina Lorentschitsch

ter.“ Er selbst nimmt sich jeden Tag eine Stunde Zeit, um im Social Network aktiv zu sein. Die neue Handelsobfrau der Wirtschafts-

Brauereien Mit Spezialbieren mehr Wachstum generiert

NonFood Naturkosmetikmarke wird auf Partys vertrieben

Klagenfurt. Die Kärntner Privatbrauerei Hirt hat 2011 ein Umsatzplus von 2,2 Prozent auf 23,3 Mio. € erwirtschaftet. Der Ausstoß stieg auf 155.000 hl (plus 3,4%). Das positive Ergebnis der Privatbrauerei rechnet GF Klaus Möller den Spezialbieren zu. So gab es beispielsweise 200% Zuwachs bei den Radlern, wo Hirter 2011 einen naturtrüben Kräuterradler brachte. Das Bockbier verbuchte ein Plus von 41,5%, Hirter Zwickl schaffte 34% plus.

Wien. Das Naturkosmetikunternehmen „Just Italia“ mit Sitz in Grezzona will in Österreich durchstarten. Das gaben Just Italia-Direktor Marco Salvatori, Austro-Verkaufsleiter Stefano Clementi und Gerlinde Ritsch vom Österreich-Verkaufsteam am gestrigen Donnerstag in Wien bekannt. Das Unternehmen, das allein in Italien pro Jahr einen Umsatz von 137 Mio. € lukriert, ist auf Kosmetikprodukte für Körperpflege und Hygiene spezialisiert, welche die Italienerinnen vor allen wegen dessen natürlichen Pflanzenextrakten und Mineralien in den Inhalten schätzen. Insgesamt zehn Linien mit mehr als 70 Artikeln hat das Unternehmen in petto.

Der Exportanteil der Brauerei lag 2011 bei elf Prozent. Für 2012 erhofft sich Möller ein Wachstum in der Größenordnung von rund fünf Prozent.

Neu in der Geschäftsführung Weiters kündigte der HirterChef eine Änderung im Team an: Neffe Nikolaus Riegler wird CoGeschäftsführer und Hälftegesellschafter. (red)

© Lehmann Markenagentur/APA-Fotoservice/Raunig

Textilhändler C&A setzte 2011 in Österreich 397 Mio. € um.

möglichkeiten durchaus bewusst. Das geht so weit, dass verärgerte Kunden bei Unternehmen anrufen und sagen: Geld zurück oder Twit-

Schirm, der Sicherheit gibt

Hirter schafft 2,2% Umsatzplus

C&A legte in Österreich 3,2 Prozent Umsatz zu

Wien. C&A hat im Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 den Umsatz in Europa um 3,2 Prozent auf 6,8 Mrd. € gesteigert. Während der Modehändler etwa in den Krisenländern Spanien und Portugal Federn lassen musste, verlief das Geschäft in Österreich „besonders erfreulich“. Hierzulande setzte das Unternehmen 397 Mio. € um (+3,7%). Im Gegensatz dazu sei der textile Einzelhandel insgesamt um 4,8 Prozent geschrumpft. C&A betreibt in Österreich 136 Filialen bei 8,6% Marktanteil. (APA)

stationärer und ein Online-Einkauf werden künftig nicht mehr auseinanderhaltbar sein.“

Just will in Österreich durchstarten durchstarten und Produktmeetings in Hotels abhalten. „Es hat sich noch nie jemand über unsere Produkte beschwert. Sie bestehen aus hochwertigen Rohstoffen, die sorgfältig zusammengesetzt und in minutiöser Laborarbeit geprüft werden“, erklärt Ritsch. Just Italia wurde im Jahr 1984 auf Initiative von vier Gesellschaftern gegründet. Insgesamt ist die Marke in 30 Ländern auf der ganzen Welt präsent.

50 Mitarbeiter in Österreich

(v.l.) Bierige Aussichten: Nikolaus Riegler, designierter Geschäftsführer Privatbrauerei Hirt, Gesellschafterin Astrid Matchett-Krenn und Geschäftsführer Klaus Möller.

Vertrieben wird es, wie die Tupperware, auf sogenannten Hauspartys. In Italien sind etwa 17.000 Berater unterwegs, in Österreich zählt das Team aktuell rund 50 Mitarbeiter, die von Ritsch vor Arbeitsbeginn ausgiebig geschult werden. Ab Juni will man besonders in Wien so richtig

© Just Österreich

Laut Nielsen, Spectra und market ist Gösser ein Bier mit bestem Image.

© Franz Josef Schenk

© Gösser

Gösser als Top-Produkt von Umfragen bestätigt

Eines der erfolgreichsten Produkte der Marke: das Just-Öl aus 31 Kräutern.


product news

Freitag, 27. April 2012

medianet retail – 17

Schlemmen, bis der Arzt kommt Product News efko Genuss Plus-Neuheiten, Alpro Mandeldrink und Haselnussdrink, frizzante acht muscato und Dr. Oetker Bourbon Vanille Mühle und Backpulver mit Safran. Bioquelle launcht zwei Innovationen von Alpro: Alpro Mandeldrink 1 l und Alpro Haselnussdrink 1 l, kleine Juwelen aus Pflanzenkraft, mit hervorragendem Geschmack. Der Mandeldrink – zubereitet aus ganzen mediterranen Mandeln und natürlichem Quellwasser – enthält Antioxidantien, Calcium und Vitamin E. Alpro Haselnussdrink ist ausschließlich aus besten Haselnüssen zubereitet.

Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Kontakt

Launch efko Genuss Plus Apfel Mango Papaya, Apfel Himbeer, Apfel Pfirsich Maracuja und Apfel Erdbeer efko Frischfrucht und Delikatessen GmbH LEH efko, Tel.: 07272/4285-0

© Schlumberger; Efko/Lang & Lang; Bioquelle (2)

Mit neuen Saisonsorten eröffnet efko mit dem Frucht-Snack „Genuss Plus“ die warme Jahreszeit. Im 180 g-Becher sind jetzt die Geschmacksrichtungen „Apfel Mango Papaya“, „Apfel Himbeer“ und „Apfel Pfirsich Maracuja“ im Handel erhältlich. Der Klassiker „Apfel Erdbeer“ darf natürlich auch nicht fehlen. Der schmackhafte Frucht-Snack ist vitaminreich und kalorienarm und der ideale frisch-fruchtige Snack für zwischendurch.

Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Alpro Mandeldrink und Haselnussdrink 1l Bioquelle GmbH LEH Bioquelle, Tel.: 07252/72388-0

illkommen im Club Rechtzeitig vor der für Frizzante wichtigen Sommersaison bringt Hochriegl einen neuen Frizzante auf den Markt: „frizzante acht muscato“. Dabei folgt man dem bewährten Konzept des im letzten Jahr auf den Markt gebrachten frizzante acht: ein spritziger Frizzante aus österreichischen Trauben, der bei vollem Genuss mit dem geringen Alkoholgehalt von nur 8,5% punktet. Kategorie Produkt Preis Vertrieb Kontakt

Tofu stark geräuchert Aufstrich natur

Launch frizzante acht muscato 4,99 € Top Spirit VertriebsgesmbH Top Spirit, Tel.: 03686038-0

Seitanfilet Ei rei Aufstrich

Aufschnitt urst fein

Dr. Oetker Die Veredler

Vanille & Safran

Kren Karotte Aufstrich

Villach. Dr. Oetker vereint im Rahmen einer Produktneuheit die Gelingsicherheit des Backpulvers mit den Vorzügen von Safran. „Dr. Oetker Backpulver mit Safran“ veredelt jede Kuchenkreation durch ein einzigartiges Aroma und sorgt auch für eine goldgelbe Färbung. Mit der Bourbon-Vanille-Mühle bietet Dr. Oetker neben der Bourbon-Vanille-Schote und dem Bourbon-Vanille-Zucker nun ein weiteres hochwertiges Vanille-Produkt an.

Heurigenaufstrich

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© Dr. Oetker

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GIBT’S BEI:

Ganz was Nobles: Dr. Oetker BourbonVanille-Mühle und Backpulver mit Safran.

Die vegane Eigenmarke der REWE International AG seit 2002


s h o p ta l k

18 – medianet retail

Freitag, 27. April 2012

Genuss Regionen 150 Jahre Meinl Kaffee

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

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© Barbara Pálffy/Volksoper

1. Germanos Athanasiadis, Margareta Reichsthaler, BM Niki Berlakovic, Fritz Stiefsohn; 2. Maggie Kolb, BM Niki Berlakovich, Irene Pöhl; 3. Akan Keskin, Birgit Szigeti, Marianne Ganger.

„Genuss Guide“-Testphase startete mit Prominenz 2

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1. Jeannette Skrbensky-Meinl, Marcel Löffler, Christina Rohla-Meinl; 2. Helmut Gadner, Andrea Prantl (beide St. Anna Kinderspital); 3. Kristiane Kaiser, Gernot Kranner „Im weißen Rössl“; 4. Sebastian Reinthaller, Andrea Bogner „Die Fledermaus“.

Wiener Traditionsbetrieb feiert Jubiläum in der Volksoper

Musik & Melange Genussvoll Auf Einladung von Julius Meinl beging man am Wochenende gemeinsam mit der Wiener Volksoper unter dem Motto „Wiener Musik und Melange“ ein außergewöhnliches musikalisches 150-Jahr-Jubiläum. Mit Ausschnitten aus Operetten von Johann Strauß, Franz Lehár und Ralph Benatzky, Musicals von Richard Rodgers und Frank Loesser sowie mit Schlagern von Hermann Leopoldi wurden die Freuden des Kaffee- und Teegenusses besungen. Ein Lied aus der Abraham-Operette „Dschainah, das Mädchen aus dem Tanzhaus” erinnerte an den Kunstmäzen Julius Meinl II., der dieses Werk 1935 für seine Frau Michiko Tanaka in Auftrag gab. Den Abschluss machte das Finale von Richard Strauss‘ „Rosenkavalier”. Durch das Programm führte Christoph Wagner-Trenkwitz. Am Ende der Matinee konnte ein Scheck über 8.524,50 € an die St. Anna Kinderkrebsforschung übergeben werden. Auch gesichtet wurden Jeannette Skrbensky-Meinl und Christina Rohla-Meinl kamen u.a. Heinz Stiastny, Andrea Bogner, Andrea Prantl, Gernot Kranner, Birgit Sarata, Eva und Robert Meyer, Helmut Gadner, Marcel Löffler. (jm)

Charmanter Moderator: Christoph Wagner-Trenkwitz.

Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

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© Remy Martin

© Danone

Genussvoll Bei Sonnenstrahlen und kräftig leuchtendem Obst & Gemüse wurde am Kutschkermarkt in Wien-Währung offiziell die Genusssaison eröffnet. Dies geschah unter Beisein von Bundesminister Niki Berlakovic und der Obfrau der Genuss Regionen Österreich, Margareta Reichsthaler. Die Herausgeber des Genussguide, Germanos Athanasiadis und Fritz Stiefsohn, verkündeten gleichzeitig mit diesem Veranstalter den Beginn der Testphase für den „Genuss Guide 2013“. Neben den Lebensmittelgeschäften werden heuer die Tester auch auf Märkte geschickt, um dort die Qualität der Produkte zu prüfen. Unterstützt wird das Projekt von den Genuss Regionen Österreich und präsentiert im Herbst im Studio 44 in Wien. Um die Wette strahlten an diesem Tag der Saisoneröffnung auf einem der traditionellen Wiener Märkte unter anderem: Maggie Kolb („Genussgalerie“ am Kutschkermarkt), Irene Pöhl („KäsespeziECR Europe Conference: 9. und alitäten am Kutschkermarkt“), 10. Mai in Brüssel unter dem Akan Keskin (Obmann des Motto „ECR: The Next GeneraWiener Markthandels), Birgit tion“ im „The Square Centre“. Szigeti (LandwirtschaftskamNähere Infos: ecreuropeforum. mer Wien), Marianne Ganger net; www.ecr-austria.at (Obfrau GenussRegion Wien).  (jm)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Frédéric Leroy (42), bisher Marketingdirektor von Danone Deutschland, übernimmt die Geschäftsführung von Danone Österreich und tritt somit an die Stelle von Christoph Vavrik, der sich neuen Aufgaben in der Konzernzentrale in Paris widmen wird. Der gebürtige Franzose verantwortet einen Netto-Jahresumsatz von 60 Mio. €. Leroy stieg 1999 bei Danone ein, 2003 wurde er zum weltweiten Marketingdirektor für Kinderprodukte ernannt. 2006 wechselte er nach Lissabon, wo er als Marketingdirektor für die Vermarktung der Milchfrischeprodukte verantwortlich zeichnete.

Saisoneröffnung am Kutschkermarkt

Außergewöhnlich Der „Rémy Martin V.S.O.P Mature Cask Finish“ setzt neue Maßstäbe im Cognacbereich. Der jüngste aus dem Hause Rémy Martin zielt in erster Linie auf die europäischen Märkte und soll hier für nachhaltige Impulse sorgen und so die führende Position der Marke weiter festigen. Rémy Martin V.S.O.P Mature Cask Finish trifft dabei besonders den Geschmack der europäischen Cognac-Liebhaber. Natürlich verfügt er über dieselbe Identität und perfekte Harmonie zwischen Reife und Aromaintensität wie alle Cognacs von Rémy Martin. Am besten schmeckt der Neue pur, auf Eis oder in einem Cocktail. Angeboten wird er jetzt in einer transparenten und eleganten Flasche, die an exponierter Stelle den Zentaur, das Emblem des Hauses Rémy Martin, trägt. Die Flasche im modernen Look unterstreicht die goldenen Nuancen des Cognacs so, wie die dazugehörige schwarz-rote Geschenkbox in besonderer Weise den Stil des Hauses Rémy Martin widerspiegelt.

die finstere brille

Die drei Musketiere Christian Novacek

Ü

bernahmen im Lebensmittelhandel haben oft einen martialischen Anstrich. Bevorzugt stört die Action mitten im Weihnachtsfrieden oder während der Sommerhitze – als wäre es von strategischem Vorteil, den dösenden Mitbewerber im richtigen Augenblick zu überraschen. Entsprechend das Timing der Verkündung gegenüber Journalisten: Meist Freitagnachmittags, wo sich das faule Schreiberpack bereits auf dem Weg ins Wochenende befindet. So gesehen bildet die Beteiligung der Pfeiffer-Gruppe an Zielpunkt die Ausnahme. Sie hing schon ein Weilchen in der Luft, war aber dennoch nicht sooo greifbar. Spekulationen hatten stets eine Nettigkeitsschlagseite. Schon bei der Pressekonferenz zur Einführung der gemeinsamen Eigenmarke „Natürlich für uns“ gab es gewichtige Sympathiebekundungen. Der derzeitige Status quo mit der 24,9%igen Pfeiffer-Beteiligung an Zielpunkt wirkt wie ein fröhlicher Etappensieg auf dem Weg einer echten Freundschaft. Wer weiß, was noch dräut. Vielleicht ist die Marke „Natürlich für uns“ als Synonym zu sehen und steht für „Einer für alle, alle für Einen“? Somit ist Platz für den dritten Musketier im Bündnis. Wer das ist? Keine Ahnung, aber der nächste Sommer kommt bestimmt.  c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Und sie wachsen doch ... Die kleinsten Naturbäume der Welt sind die Zwergweiden Grönlands, die knapp 5 cm Höhe erreichen.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 27. April 2012 – 19

arts mit neuem fonds

indien lässt zinsen locker

Palette von Arts und C-Quadrat wird durch risikoärmeren Dachfonds ergänzt  Seite 21

Nach hartem Jahr 2011 ist der indische Subkontinent heuer besser in Fahrt  Seite 22

© EPA

© Arts Assets

financenet sparkassen mehr kredite für Unternehmen © Erste Bank/Andi Bruckner

Versicherer Ergo tritt als der Kundenversteher an

ATX 18. April 2012 - 25. April 2012

ATX (25.4.)

2089,67

Wochentop Wochenflop

Erste BWT

1,83% 9,37% -8,42%

Top 5 ATX Prime Erste Group Zumtobel Raiffeisen Bank International Wienerberger Semperit Holding Flop 5 ATX Prime BWT Bene Polytec Verbund Lenzing

9,37% 7,73% 7,36% 5,54% 3,81% -8,42% -7,46% -5,41% -3,43% -3,23%

DAX 18. April 2012 - 25. April 2012

6704,50 -1,04%

Wochentop Wochenflop

Beiersd. 3,00% RWE -8,18%

Top 5 DAX Beiersdorf Muenchener Rück Bayer Henkel BASF

3,00% 1,54% 1,29% 0,74% 0,73%

Flop 5 ATX Prime RWE Metro MAN Deutsche Börse Volkswagen

-8,18% -4,83% -4,39% -4,12% -4,03%

© Romana Pranger/Ergo Austria

DAX (25.4.)

Transparenz und Klarheit für Wachstum Ergo Austria International-Chefin Elisabeth Stadler und Ergo-Konzernvorstand Thomas Schöllkopf wollen ihre Kunden besser verstehen – und so Marktanteile gewinnen. Derzeit hat Ergo Austria bereits Platz 5 in der Branche erreicht. Seite 20 Bankgruppe wächst Neukredite um eine Milliarde Euro

inhalt

Hypo NOE vervielfacht Überschuss

Capital:Markets > Russen stärken die VBI mit 300 Millionen Euro  20 > Agrana holt sich 110 ­Millionen Euro per Bond  20

21 22

Banking > RLB NÖ-Wien zeigt Stärke in der Nachbarschaft  23 Insurance:Watch > Avanon lädt zu erstem „Wiener Risk Dinner“ 

24

© Hypo NÖ Gruppe/Kurt Keinrath

Fonds:Park > DWS bietet nun Knowhow von Winton  > Börsenverläufe wiederholen sich nicht 

Hypo NOE-Chef Peter Harold: „Hohes Niveau der wichtigsten Kennzahlen“.

St. Pölten. Die Hypo NOE Gruppe konnte im Jahr 2011 gemäß IFRS einen Konzernüberschuss nach Steuern und Minderheiten von 89,5 Mio. € erzielen, im Jahr 2010 waren es 7,1 Mio. €. Das Rekordhoch trotz der angespannten internationalen Finanzlage sei vor allem auf den Ergebnisbeitrag der Hypo NOE Gruppe Bank AG, aber auch die positiven Jahresergebnisse der Hypo NOE Landesbank AG und dem Teilkonzern Leasing zurückzuführen. Die Bankgruppe beschäftigt 670 Mitarbeiter (das sind um 30 mehr als 2010) und hat eine Mrd. € an Neukreditvolumen vergeben. (red)


c api ta l : ma r ket s

20 – financenet

Freitag, 27. April 2012

financenet@medianet.at

Ergo Austria International AG Nr. 5 in Österreich hat Ziel, in den nächsten Jahren deutlich Marktanteile zu gewinnen

kolumne

Ergo: Kunden verstehen

Vom Saulus zum Paulus

Verständlichkeit und Transparenz wesentliche Anliegen – neue Produkte sind schon in der Pipeline.

gerald stefan

W

ie sich die Zeiten ändern: Es ist noch nicht lang her, da prophezeiten Nobelpreisträger den zentral- und osteuropäischen Staaten einen Wirtschaftscrash und Österreich den Untergang mit Bomben und Granaten – wegen der Finanzkrise (obwohl die bei US-Immobilien tobte). Dann kam die europäische Schuldenkrise, und obwohl die österreichischen Banken im Unterschied zu ihren Branchenkollegen in anderen Ländern keine großen Kredite an die Schuldenkaiser im Süden vergeben hatten, kamen ihre Aktienkurse unter die Räder. Denn, so meinten offenbar viele Anleger, es sind das doch jene Banken, die schon in der Finanzkrise untergegangen sind bzw. hätten untergehen sollen bzw. auf jeden Fall irgendwie doch furchtbar unsicher sind? Von Missouri aus gesehen scheinen Polen und Griechenland ja gar nicht soo weit auseinanderzuliegen. Doch jetzt ist alles anders, CEE ging nicht unter, und zum Glück bekommt das auch die internationale Financial Community inzwischen mit. So hat die US-Investmentbank JP Morgan gerade die Aktie der Erste Group auf „Overweight“ angehoben, und die Schweizer Großbank UBS spricht eine Kaufempfehlung aus. In beiden Fällen wird zwar von noch bestehenden CEE-Risiken gesprochen, aber eigentlich seien die Zahlen eh schön. Fazit: Erfrischend anderer Blickwinkel.

Drei strategische Ziele „Wir verfolgen drei strategische Ziele in Österreich. Erstens, in Zusammenarbeit mit unseren Hauptvertriebspartnern die Marke Ergo operativ in Österreich zu platzieren. Zweitens, die Forcierung und Intensivierung des Sachversicherungsgeschäfts. Drittens, unser weiterhin primär verfolgtes Bankvertriebskonzept um alternative Vertriebswege mit Schwerpunkt Makler und Agenturen zu erweitern“, erklärt Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Ergo Austria International AG. „Wir wollen uns dabei als Versicherung positionieren, die den Kunden versteht und die er versteht“, ergänzt Thomas Schöllkopf, Aufsichtsratsvorsitzender Ergo Austria und Vorstand der Ergo International AG. Man beschäftige sich anhand von Befragungen intensiv mit den Erwartungshaltungen der Kunden an Versicherungen und setze Maßnahmen: „Ein Beispiel: Für das relativ einfache Produkt ‚Privathaftpflicht‘ haben wir die relevanten Informationen in unseren

Start Auch in Österreich

Stadler: „Wollen die Versicherung mit der größten Kundenorientierung werden.“

Kundenunterlagen in Deutschland von 18 Seiten auf 2 Seiten reduziert.“ Es gebe in Österreich bereits einen eigenen Klartext-Beauftragten und ein Klartext-Team, so Stadler. Im Leistungsumfang soll klar stehen, was versichert ist, aber vor allem auch, was nicht inkludiert ist. Dies werde konsequent z.B. in der neuen Haushalts/EigenheimPolizze, die für den Partner Bank Austria kreiert wurde, umgesetzt. In Deutschland haben die Kunden jetzt die Möglichkeit, bestimmte Leistungsdeckungen frei ein- oder auszuschließen und zahlen entsprechend mehr oder weniger Prämie. Je nachdem ob ihnen die Absicherung dieses Risikos wichtig ist oder nicht. „Das wird gut angenommen.“ Bisher wurden Sachpolizzen für Wohnung/Haus, Auto, Unfall und Gewerbe primär über die Victoria-Volksbanken Versicherung angeboten. Um im Geschäft

mit Sachversicherungen weiterhin über Markt zu wachsen, werde dieses Segment u.a. nun über die Bank Austria verstärkt angeboten. Das Vertriebspartnerkonzept in Richtung Makler und Agenturen soll intensiviert werden. „Auf mehreren Beinen steht sich‘s besser“,

so Stadler. „Wir haben einiges in der Sparte ‚Nicht-Leben‘ vor.“ So werde es im Herbst auch Neues in der Sparte ‚Kfz‘ geben. Auch in CEE intensiviert Ergo die Gangart: In Slowenien werden ab Mai neue und innovative Haushalts-, Autound Unfall-Tarife angeboten.  (lk)

facts Die Ergo Austria International AG in Wien ist eine Tochtergesellschaft der Ergo Versicherungsgruppe AG mit Sitz in Düsseldorf. Zur Ergo Austria International AG gehören in Österreich die operativ tätigen Versicherungen Ergo Versicherung AG, Bank Austria Versicherung, Victoria-Volksbanken Pensions- und Vorsorgekasse sowie die Ergo Insurance Service GmbH, in der die Back-Office-Aktivitäten zusammengefasst sind.

fünftgrößte Versicherungsgruppe am österreichischen Versicherungsmarkt. Zur Ergo Austria gehören Tochtergesellschaften in derzeit sieben Ländern in Mittel- und Osteuropa. Vertrieb Als primäre Vertriebspartner fungieren in Österreich und im Ausland die Bank Austria/UniCredit Group und die Volksbank Gruppe. Ergo ist in Österreich zusätzlich mit Ergo Direkt und mit der D.A.S. Rechtsschutz-Versicherung vertreten.

Engagement in CEE Ergo Austria ist mit einem Marktanteil von rund fünf Prozent die

Neu Schuldscheindarlehen

Wachstum Mehr Ertrag bei Erste Bank Österreich und den 50 inländischen Sparkassen

Russen geben VBI 300 Mio. €

Agrana holt sich 110 Mio. Euro

Sparkassen sind kreditfreudiger Wien. Die 50 österreichischen Sparkassen – inklusive Erste Bank Oesterreich (die zur Erste Group gehört) und „Die Zweite Sparkasse”, aber exklusive Erste Group Bank AG – haben im Geschäftsjahr 2011 mit knapp 11.000 Beschäftigten einen Jahresüberschuss von 260,5 Mio. € erwirtschaftet. Das ist ein Plus von zwölf Prozent. Verantwortlich dafür waren das wachsende Kundengeschäft, eine

höhere Zinsspanne und eine deutliche Steigerung des Nettozinsertrages, heißt es.

Schönere Kennzahlen Der Nettozinsertrag ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent auf 1,28 Mrd. € gestiegen. Inklusive Wertpapier- und Beteiligungserträge waren es 1,48 Mrd. € (+3,2 Prozent). Die Zinsspanne stieg von

1,61 auf 1,70 Prozent. Der Provisionsüberschuss ist dagegen um 2,1 Prozent auf 702,7 Mio. € gesunken, was überwiegend auf den Rückgang der Wertpapierprovisionen um zwölf Prozent zurückzuführen war. Der Betriebsaufwand stieg um 2,3 Prozent auf 1,47 Mrd. €, das Betriebsergebnis ging um 2,9 Prozent auf 775,5 Mio. € zurück. Das sei besser als der Österreich-Schnitt von minus 7,9 Prozent, so die Bank.

Wien. Der börsenotierte Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana hat sich über ein Schuldscheindarlehen 110 Mio. € von österreichischen und deutschen Banken geholt. Der Titel wurde in Tranchen mit drei unterschiedlichen Laufzeiten zu fünf, sieben bzw. zehn Jahren aufgeteilt. Die Emission ist laut Agrana zinsgünstig und deutlich überzeichnet. (APA)

Die Sparkassengruppe hat 2011 einen Jahresüberschuss von 260 Mio. Euro erzielt.

Die Wertberichtigungen für Ausleihungen, Wertpapiere und Beteiligungen gingen von 413,8 Mio. € auf 385,2 Mio. € zurück. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg um 1,4 Prozent auf 390,3 Mio. €. Die Bilanzsumme hat sich um 1,5 Prozent auf 86,4 Mrd. € erhöht. Die Spareinlagen blieben mit 36,9 Mrd. € konstant; mit 10,4 Mrd. € wurden um 33% mehr neue Kredite vergeben; der Kreditbestand macht 55,2 Mrd. € aus (+2,8 Prozent).  (red/ag)

© Agrana

Deutlich mehr Kredite

© Erste Group

Wien. Die russische Sberbank schießt ihrer im Februar neu erworbenen Tochter Volksbank International (VBI) mit Sitz in Wien heuer bis zu 300 Mio. € frisches Kapital zu, sagt der wiederbestellte Vorstandschef Friedhelm Boschert. Damit wollen die Russen künftiges Wachstum der VBI-Gruppe in Zentral/ Osteuropa finanzieren, aber auch in Österreich. Anders als noch unter der früheren Mutter ÖVAG soll es künftig auch ins Firmenkundengeschäft gehen, auch mit Einlagenkonten. Dafür wird eine Vollbanklizenz nötig, die in Kürze bei der österreichischen Aufsicht beantragt wird. Bisher hatte die VBI als Holding in Wien nur eine eingeschränkte Banklizenz. Mit großen Geschäftskunden aus Österreich oder auch anderen Ländern Westeuropas an Bord soll auch die Bilanz schneller wachsen. Die VBI soll unter Sberbank-Dach auch der „Hub” für weitere CEE-Expansion werden. (red/APA)

© Ergo Austria

Wien. Die Ergo Versicherung startet in Österreich nun so richtig durch. Vergangene Woche fiel der Startschuss, um unter eigenem Namen Lebens- und Sachversicherungen in Österreich anzubieten. Die gemessen am Marktanteil fünftgrößte Versicherung am österreichischen Markt begleitet den Marken- und Marktauftritt mit einer groß angelegten Werbekampagne (medianet berichtete), wobei es nicht nur um ein Rebranding gehe. Ansprechen will man vor allem auch jüngere Kundengruppen. Mit neuen Produkten peilt die Ergo an, zur Nummer vier in Österreich aufzurücken. In der Sparte „Leben“ hält die Ergo derzeit nach eigenen Angaben einen Marktanteil von zehn Prozent, in der Sachversicherung soll der Anteil in den kommenden fünf Jahren von einem auf drei Prozent klettern.

Agrana-Chef Johann Marihart punktete mit Emission in Deutschland.


f o n d s : pa r k

Freitag, 27. April 2012

financenet – 21

financenet@medianet.at

Defensiver Total Return Dachfonds Ergänzung der Produktpalette von ARTS Asset Management und C-Quadrat mit risikoärmerem Fonds

C-Quadrat erweitert ARTS-Palette Frankfurt/Wien. Ab sofort können Anleger in Österreich in den neuen CQuadrat ARTS Total Return Defensive Fund of Funds (thesaurierende Tranche/ISIN AT0000A0UJH4) investieren. Der Fonds wird von demselben computergestützten, mittelfristig ausgerichteten Trendfolgesystem gesteuert wie die übrigen Dachfonds, die C-Quadrat gemeinsam mit ARTS Asset Management GmbH anbietet. ARTS unter der Leitung von Head of Trading Leo Willert ist auch für das laufende Management des Fonds verantwortlich. Die Ausrichtung des Fonds setzt allerdings auf niedrigeres Risiko bei zugleich ansprechenden Ertragschancen und ergänzt somit die bestehende Produktpalette um eine defensive Variante für sicherheitsorientiertere Investoren. Die Anlagestrategie des C-Quadrat ARTS Total Return Defensive Fund of Funds orientiert sich nicht an

DWS Finanzmathematik

Ineffizienz nutzen

einer Benchmark, vielmehr strebt dieser Total Return Fonds danach, längerfristig in allen Marktphasen einen absoluten Wertzuwachs zu erwirtschaften.

Immobilienanteil möglich Die Anlagerichtlinien wurden sicherheitsorientiert definiert. So kann die flexible Aktienquote des Fonds – im Gegensatz zu den offensiveren C-Quadrat ARTS Fonds – nur bis zu 30% betragen und in schlechten Börsenzeiten auch auf Null reduziert werden. „Mit dem C-Quadrat ARTS Total Return Defensive Fund of Funds haben wir

bewusst ein defensiveres Produkt für sicherheitsorientiertere Anleger entwickelt“, sagt Willert. Die Aktienquote beinhaltet eine indirekte Immobilienausrichtung von maximal fünf Prozent. Mit einem Anteil von mindestens 51% stellen Anleihenfonds, Geldmarktfonds bzw. geldmarktnahe Fonds und Bankguthaben den Investmentschwerpunkt des C-Quadrat ARTS Total Return Defensive Fund of Funds dar. Zugleich dürfen bis zu einer Quote von 49% Bankguthaben gehalten werden. Der neue „Defensiv-Fonds“ kann auch Derivate als Teil der Anlagestrategie einsetzen.  (lk)

© Bill Lorenz/Arts Asset Management

Maximale Aktienquote von 30 Prozent; Derivate zur Absicherung.

Willert: „Neuer Fonds ist ein defensiveres Produkt für sicherheitsorientierte Anleger.“

FlexSolution – Vorsorgelösung für die Zukunft.

Frankfurt. Die Fondstochter der Deutschen Bank, DWS, bietet Anlegern laut Branchendienst fondsprofessionell.at jetzt Zugang zu dem Know-how des britischen Investmentspezialisten Winton Capital Management, dessen Gründer der Wissenschafter und Finanzmarktexperte David Harding ist. Der neue UCITS-konforme Aktien-Fonds DWS Concept Winton Global Equity ist ein Teilfonds des DWS Concept SICAV und investiert auf Basis eines finanzmathematisch-wissenschaftlichen Ansatzes und unter Berücksichtigung eines Risikomanagementsystems in globale Aktien. Die Fondsmanager bei Winton glauben nicht an effiziente Märkte, so heißt es, sondern entwickeln systematische, regelbasierte und konsistente Handelsstrategien auf Basis des tatsächlichen Marktverhaltens und der Analyse umfangreicher historischer Marktpreisdaten. Wissenschaftler fokussieren sich daher auf eine volatilitätsbasierte Gewichtung, die einen positiven Einfluss auf die Wertentwicklung haben kann, sowie auf Korrelationen zwischen marktbeeinflussenden Faktoren und robusten Risikoprämissen. Die darauf basierenden systematischen Entscheidungen bilden die Basis für dieses Handelssystem. Mit dem Fonds möchte man im Vergleich zum MSCI World Index zwei bis drei Prozent höhere Erträge bei niedrigerem Risiko erzielen. Es wird dabei vorwiegend in rund 1.000 risikoarme Aktien „long“ investiert.  (red)

Die Versicherung einer neuen Generation

© panthermedia.net/Myroslav Orshak

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05.07.2011 19:40:07 Uhr


f o n d s : pa r k

22 – financenet

Freitag, 27. April 2012

financenet@medianet.at

Nach Zinssenkung Kerninflation erstmals seit zwei Jahren gesunken. Jupiter Asset Management erwartet weitere Senkungen demnächst

Indien lockert die Geldpolitik ist ein nachhaltigerer Aufschwung erst in der zweiten Jahreshälfte wahrscheinlich“, meint Bhatia

Fritz Haslinger

Wien. 2011 ist in Indien so gut wie alles schief gelaufen, was in einer Volkswirtschaft schieflaufen kann, meint Manish Bhatia, Fondsmanager Aktien Indien, beim britischen Vermögensverwalter Schroders. Die Inflation sei in die Höhe geschossen, Korruptionsskandale und eine Phase der politischen Lähmung machten sich breit. „Die indischen Märkte haben in der Vergangenheit zu stark und zu schnell zugelegt. Und der Einbruch, den wir in jüngster Zeit beobachtet haben, ist vielleicht ein Zeichen dafür, dass es in Indien einige weitere turbulente Monate geben wird“, erklärt Bhatia. Zwar heiße das nicht, dass eine richtige Erholung überhaupt nicht in Sichtweite sei, doch es bedeute, dass die Anleger den Gürtel vielleicht noch ein wenig länger enger schnallen müssten. „Nach unserer Ansicht

Erstaunlicher Start in 2012 In den ersten Wochen 2012 konnten indische Aktien vom globalen Handel durch überverkaufte Anlagen profitieren. Trotz langfristig starker wirtschaftlicher Fundamentaldaten müsse Indien in einigen Wirtschaftsbereichen erst noch die Kurve kriegen, bevor sich die Wertentwicklung bei Aktien nachhaltig bessert, so Bhatia.

Zinssätze fallen Die Bank of India hat vor Kurzem erstmals seit drei Jahren ihre Leitzinsen gesenkt – um 50 Basispunkte auf acht Prozent; das ist mehr als viele Experten erwartet hatten. Avinash Vazirani, der für die Fondsgesellschaft Jupiter den

Lockere Geldmarktpolitik, erwartete Unternehmensgewinne wirken sich positiv aus.

Schweizer Privatbank Sarasin Saisonale Kursverläufe und Muster wie in 2010 und 2011 für heuer unwahrscheinlich

short

© Sal Oppenheim

Basel/Wien. In einem aktuellen Bericht warnt die Schweizer Bank Sarasin & Cie AG vor dem Glauben, dass sich die Verläufe auf den Aktienmärkten in 2010 und 2011 auch dieses Jahr wiederholen werden. Anhand verschiedener marktrelevanter Indikatoren hat Philipp Bärtschi, Chefstratege der Bank Sarasin, untersucht, wie gleich oder eben wie unterschiedlich sich die Lage heute präsentiere und wie hoch das Risiko eines Ausverkaufs im Sommer sei. „Das Verhalten der Aktienmärkte in den letzten Wochen, abnehmende positive Wirtschaftsüberraschungen und technische Signale weisen heute starke Gemeinsamkeiten mit 2010 und 2011 auf. Die positiven Konjunkturaussichten für

Bernhard Ramsauer: „Zinsanstieg schadet Aktienmärkten nicht“.

Wien. Nach Meinung des Global Investment Committee (GIC) des Private Wealth Management der Deutschen Bank kehrt mit zunehmender Aufhellung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch das Vertrauen der Anleger in die Märkte zurück. „Das Wachstum in den Schwellenmärkten sollte dieses Jahr mit 5,5 Prozent mehr als dreimal höher ausfallen als in den Industrieländern“, meint Bernhard Ramsauer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank Österreich AG. Der erwartete Zinsanstieg in den USA und in der Eurozone schade den Aktienmärkten nicht, sondern werde in den nächsten Wochen vermutlich zu weiteren Umschichtungen von Renten in Aktien führen. Es blieben vor allem US-Aktien aus dem Technologiesektor und US-Unternehmen mit hoher Dividendenzahlung, aber auch die Aktienmärkte in China und Brasilien interessant. (fh)

© Bank Sarasin

„Börsenverläufe“ wiederholen sich nicht

Umschichtungen von Renten in Aktien

Bärtschi: Für 2012 ist nicht von einem erneuten Ausverkauf im Sommer auszugehen.

den Rest des Jahres, welche nach einer Verschnaufpause wieder zu positiven Überraschungen führen sollten, und die neutrale Positionierung der Anleger sprechen aber gegen einen erneuten Ausverkauf an den Börsen im Sommer“, so der Experte. „Die Geschichte von 2011 dürfte sich daher nicht wiederholen, auch wenn es nach den ersten paar Monaten verlockend ist, sich einen ähnlichen Verlauf für den Rest des Jahres zusammenzureimen.“ Wegen der zyklischen Modelle rechnet Bärtschi in diesem Sommer nicht mit einer weiteren Konjunkturdelle. „Mit einer Wachstumsbeschleunigung werden auch die positiven Überraschungen wieder zunehmen“, sagt Bärtschi. (fh)

Volksbank Investments Modell des „Krisenvestierens“

S&P Capital IQ Große Unterschiede in einer Kategorie

Wien. Aufgrund der derzeit gegebenen Rahmenbedingungen sehen die Wertpapier-Experten von Volksbank Investments einen guten Zeitpunkt, um „Ertragschancen der Unternehmen jetzt zu nutzen“. Die aktuelle Marktsituation stelle sich wie folgt dar: Das Zinsniveau werde in den entwickelten Ländern länger stabil niedrig bleiben, während in vielen Emerging Markets mit noch weiteren Zinssenkungen zu rechnen sei. Alle großen Noten-

London/Wien. „Als international agierende Fondsbewertungsgesellschaft ist für uns eine globale Vergleichbarkeit von Investmentfonds die Grundlage unserer Arbeit. Wie auch bei den Ende 2011 untersuchten Multi-Asset-Fonds sind uns im aktuellen Sektor-Report zu Asset-Allocation-Fonds die großen Unterschiede im Bereich der defensiven Fonds aufgefallen. Diese teilen wir ab sofort in zwei Kategorien: ‚Defensive‘ und ‚Neutral‘“,

© APA/Herbert Neubauer

Unter den VBI-Empfehlungen findet sich auch ein Amerika-Fonds.

banken würden die Märkte weiterhin mit Liquidität unterstützen und bei „risikolosen“ Anlagen (z.B. österreichische Staatsanleihen) seien die Realzinsen aktuell negativ. Und während die Dividendenrenditen bei US-Aktien auf dem Renditeniveau von zehnjährigen US-Staatsanleihen liegen, liegen sie in Europa sogar über den Renditen von Staatsanleihen. Die Aktienbewertungen seien mit einem durchschnittlichen KGV für 2012 im unteren zweistelligen Bereich sehr günstig. Die globalen Aktienmärkte starteten mit kräftigen Gewinnen ins neue Jahr. Unter dem Aspekt „As January goes, so goes the Year“ lässt sich ein gutes Aktienjahr erwarten. Im Rahmen des neuen Schwerpunktthemas „Krisenvestieren“ hat Volksbank Investments ein ganzes Paket an Produkten mit Fokus auf Unternehmen, passend zu diesem Szenario, zusammengestellt; darunter finden sich ein CorporateBond-Fund, ein Dividenden-TitelFonds, ein Fonds mit Fokus auf asiatisch-pazifische Aktienmärkte und ein Amerika-Aktienfonds. (fh)

Neuklassifizierung defensiver Fonds sagt Randal Goldsmith, Fondsanalyst und Leiter des Sektor-Reports Asset Allocation bei S&P Capital IQ Fund Research. Die vom Unternehmen entwickelte Methode erfasse nun eine große Bandbreite von Risikoanlagen: Rohstoffe, festverzinsliche Wertpapiere ohne bzw. unterhalb von Investment-Grade-Bewertungen sowie Immobilien. Das ermöglicht eine weltweite Vergleichbarkeit von Asset-Allocation-Fonds.  (fh)

© www.advisor.marketscope.com

„Ertragschancen jetzt nutzen“

So viel Geld wie nie zuvor in Hedgefonds New York. Laut den aktuellen Daten von Hedge Fonds Research (HFR) stiegen die von den Hedgefonds gemanagten Gelder mit Ende des ersten Quartals 2012 auf 2,13 Billionen USD. Diese Zahlen bedeuten einen Anstieg von mehr als 700 Mrd. USD seit dem Tiefpunkt der Branche nach der Finanzkrise. (red)

India Select Fonds verantwortet, rechnet mit weiteren Zinssenkungen. „Der allgemeine Preistrend in Indien ist deflationär.“ Nach offiziellen Schätzungen lag das Wirtschaftswachstum im letzten Quartal 2011, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum, nur noch bei 6,1 Prozent, so niedrig wie nie in den vergangenen drei Jahren. Die Kerninflation ist erstmals seit zwei Jahren zurückgegangen. Auch Bhatia sieht interessante Ideen im Markt: „Unser fundamentaler ‚Bottom-up-Ansatz‘ erlaubt, die besten langfristigen Möglichkeiten in einer der beweglichsten Volkswirtschaften der Welt ins Visier zu nehmen. Der Verbraucher wird die treibende Kraft hinter dem Wirtschaftswachstum der Region und der ganzen Welt sein.“ Ein Thema, worauf sich Bhatia konzentriere, sei u.a. der Gesundheitsmarkt und hier vor allem der Pharmabereich.

© EPA

Indische Pharmaunternehmen könnten vom Trend „Generika anstatt teurer Markenprodukte“ in Zukunft weiter profitieren.

Die globale Vergleichbarkeit wird besser, wenn Unterkategorien geschaffen werden.


banking

Freitag, 27. April 2012

financenet â&#x20AC;&#x201C; 23

financenet@medianet.at

Raiffeisenlandesbank NĂ&#x2013;-Wien Das Konzernergebnis brach durch internationale Faktoren ein, in NiederĂśsterreich und Wien gibt es Wachstum

RLB NĂ&#x2013;-Wien: Regionale Stärke kurt sattlegger

Wien. Die Raiffeisenbank NiederĂśsterreich-Wien (RLB NĂ&#x2013;-Wien) spiegelt in ihrer Bilanz fĂźr das Jahr 2011 einen Trend der Bankenlandschaft wider: Einerseits ist ein deutlicher Einbruch beim Konzernergebnis mit Effekten aus Ungarn und negativem Finanzmarktergebnis festzustellen. Andererseits aber schreibt man gute Zahlen und kann deutliches Wachstum als Regionalbank vorweisen. Auch der Raiffeisen Zentralbank (RZB) greift die RLB NĂ&#x2013;-Wien, die dort der grĂśĂ&#x;te EigentĂźmer ist, wie im Sektor geplant, unter die Arme.

denanteils um sechs Prozent und trotz latenter Krisenstimmung ein Kreditwachstum von drei Prozent. â&#x20AC;&#x17E;Regionalität ist ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor gewordenâ&#x20AC;&#x153;, meint Reinhard Karl, verantwortlich fĂźr das Kommerzkundengeschäft. Jeder vierte Neukunde komme durch eine Empfehlung eines anderen Kunden. Mit Kundennähe, Vertrauensverhältnis und schnellen Entscheidungswegen will die RLB NĂ&#x2013;-Wien auch 2012 weiter wachsen: In Wien sollen aus den bestehenden 265.000 Kunden bis 2015 300.000 werden, insgesamt will man bei den Kunden um 100.000 auf 1,3 Mio. wachsen.

Die Regionalität will man etwa mit zusätzlichen Projekten im Bereich â&#x20AC;&#x161;Erneuerbare Energieâ&#x20AC;&#x2DC; betonen: Projekte mit einem Volumen von 1,2 Mrd. â&#x201A;Ź seien bereits genehmigt.

Einbruch beim Konzern Verhagelt ist dagegen die Konzernbilanz inklusive Beteiligungen: Der KonzernjahresĂźberschuss lag bei 109 Mio. â&#x201A;Ź nach 308 Mio. â&#x201A;Ź 2010. Geschmerzt haben hier einerseits das Ergebnis in Ungarn, wo die Raiffeisenlandesbank NiederĂśsterreich-Wien direkt und indi-

rekt beteiligt ist, negative Finanzmarktergebnisse, die Bankensteuer und das mäĂ&#x;ige Ergebnis der Raiffeisen Zentralbank (RZB). Die RLB-NĂ&#x2013;-Wien ist mit 32% der grĂśĂ&#x;te Anteilseigner der RZB. Insgesamt hat sie 515 Mio. â&#x201A;Ź Partizipationskapital an der RZB â&#x20AC;&#x201C; das soll jetzt in Aktien umgewandelt werden, damit das Kapital laut EBA zu Kernkapital wird. 2012 kĂśnne man auf die Konjunktur hoffen, meint Hameseder; das Betriebsergebnis solle um drei bis fĂźnf Prozent steigen, in Ungarn setze man auf Kosteneinsparungen, gegenĂźber Spanien und Irland habe die RLB NĂ&#x2013;-Wien kein Exposure.

Š Raiffeisen Holding

RLB NiederĂśsterreich-Wien wandelt Partizipationskapital von 515 Mio. â&#x201A;Ź bei der RZB in Aktien um.

Erwin Hameseder, Chef der RLB NĂ&#x2013;Wien: â&#x20AC;&#x17E;Unglaubliche Herausforderungâ&#x20AC;&#x153;.

Kredit-, Kundenwachstum Der Einzelabschluss der RLB NĂ&#x2013;-Wien kommt nach UGB 2011 auf ein Betriebsergebnis von 233 Mio. â&#x201A;Ź (stabil gegenĂźber 2010) und ein EGT von 166,6 Mio. â&#x201A;Ź (plus drei Prozent). Nach Steuern bleibt ein Gewinn von 131 Mio. â&#x201A;Ź (2010 waren es 135 Mio. â&#x201A;Ź); rechnet man die neue Bankensteuer heraus, waren es 2011 143 Mio. â&#x201A;Ź. Das Kernkapital liegt bei 9,4% und erfĂźllt damit freiwillig, weil â&#x20AC;&#x17E;nicht systemrelevantâ&#x20AC;&#x153;, die EBA-Vorgabe. â&#x20AC;&#x17E;2011 brachte unglaubliche Herausforderungen, 2012 wird wohl in dieser Tonart weitergehenâ&#x20AC;&#x153;, meint Erwin Hameseder, Generaldirektor der RLB NĂ&#x2013;-Wien. Trotzdem konnte die RLB als Regionalbank bestehen und wachsen: 13,5% mehr Spareinlagen, vier Prozent mehr Kredite und eine Kundensteigerung von 8.000 allein in Wien.

Regionalität als Trumpf In NiederĂśsterreich hält man nunmehr bei einem Marktanteil von 42% und einem Kreditwachstum von sechs Prozent. Auch im Kommerzkundengeschäft konnte die RLB NĂ&#x2013;-Wien 2011 wachsen: fĂźnf Prozent mehr Kunden, Steigerung des Hauptkun-

Bank Burgenland Bilanz

Ungarn drĂźckt

Eisenstadt. Die Zwangskonvertierung von Fremdwährungskrediten in Ungarn hat das Ergebnis der Bank Burgenland 2011 gedrĂźckt: Bei der Tochter Sopron Bank mussten 7 Mio. â&#x201A;Ź Kapital aufgestockt werden. Trotzdem ging sich ein JahresĂźberschuss nach Steuern von 12,9 Mio. â&#x201A;Ź aus. Das EGT ging um ein Drittel auf 7,6 Mio. â&#x201A;Ź zurĂźck. â&#x20AC;&#x17E;Mit dem Ergebnis 2011 kĂśnnen wir zufrieden seinâ&#x20AC;&#x153;, so Bank Burgenland-Vorstandschef Christian Jauk. (APA)

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Pflegevorsorge nach MaĂ&#x;.

NĂ&#x153;RNBERGER Pflegerente Solange wir gesund sind und es uns gut geht, ist der Gedanke, Pflege zu benĂśtigen, weit weg. Doch mit den Jahren kann sich vieles ändern, manchmal sehr rasch. Mit der Pflegerente der NĂ&#x153;RNBERGER erhalten Sie zuver­ lässige Versicherungsleistungen, die Sie gegen die finanziellen Folgen im Pflegefall absichern.

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Š Bank Burgenland

Jetzt vorausdenken. Im Pflegefall bestens versorgt sein. NĂ&#x153;RNBERGER Pflegerentenversicherung. Christian Jauk, Bank Burgenland: â&#x20AC;&#x17E;Sind strategisch gut aufgestelltâ&#x20AC;&#x153;. Medianet_Pflege_216x288Ssp_27.04.2012.indd 1

18.04.2012 11:30:44


i n s u r a n c e : watc h

24 – financenet

Freitag, 27. April 2012

financenet@medianet.at

short

Unternehmensanleihe von KTM platziert

Risikomanagement Softwareanbieter Avanon, Solution Providers und Swisscom luden zu Informationsaustausch

Auftakt für erstes „Wiener Risk Dinner“ im Sacher

Junge verlangen mehr von Arbeitgebern Wien. Über 40 Helvetia-Führungskräfte und Mitarbeitende diskutierten unlängst mit Schülern der Sir-Karl-Popper-Schule und des Wiedner Gymnasiums u.a. über die Attraktivität von Arbeitgebern. Die Haupterkenntniss: Will man junge Menschen erreichen, müssen die konventionellen Wege um neue Kommunikationskanäle wie Social Media erweitert werden. Auch sollten Stellenanzeigen „authentischer“ werden, so die Schüler. (red)

© VVO/APA-Fotoservice/Hautzinger

VVO und VKI setzen auf Finanzbildung

Wolfram Littich, Präsident des ­Versicherungsverbands VVO.

Wien. Jeder fünfte Jugendliche kann nicht Zins rechnen, neun von zehn geben zu, sich in Finanzfragen nicht auszukennen – für den Verein für Konsumenteninformation (VKI) Grund genug, gemeinsam mit dem Versicherungsverband VVO ein Konsument-Spezial zu Versicherungsfragen zu entwickeln, um Konsumenten besser zu informieren. Zusätzlich gibt es durch die Kooperation erstmals die Möglichkeit, Informationen in englischer, kroatischer, serbischer, und türkischer Sprache abzurufen. (red)

Einblicke und Ausblicke

Hans-Peter Güllich (Avanon Schweiz), Georg Nymecz (Avanon Austria), Frank Romeike (Risknet), Wolfgang Hütter (Volksbank).

Für den inhaltlichen Mehrwert sorgte beim Wiener Risk Dinner unter anderem der Referent Frank Romeike, einer der führenden Chancen- und RisikomanagementExperten im deutschsprachigen Raum. In seinem Vortrag lieferte Romeike den Teilnehmern der Veranstaltung praktische Einblicke und aktuelle Trends zum Thema Risikomanagement und verwandten Themen und wagte einen Blick in mögliche zukünftige Entwicklungen in dem Bereich.

Head of OpRisk Control der Österreichischen Volksbank AG (ÖVB) in seinem Vortrag auf.

Zahlreiche Gäste Die Avanon AG möchte nun das Wiener Risk Dinner auch als Networking-Plattform für Risikomanagement in Österreich etablieren. „Wir verstehen uns nicht nur als Softwareanbieter für Risikomanagement und Compliance. In unserer täglichen Arbeit sind wir stets sehr nah an unseren Kunden und somit der ERM-Praxis und den Vorkommnissen auf den Märkten“, begründet Georg Nymecz, Head of Austria, dieses Vorhaben. „Diese Nähe wollen wir als Sprachrohr, Know-how- und Themenvermittler

Aus der Praxis Wie ein professionelles und chancenorientiertes Risikomanagement in der Praxis aussehen kann, zeigte Wolfgang Hütter,

auch zukünftig an österreichische Unternehmen weitergeben“, so Nymecz. Unter den Gästen des „Wiener Risk Dinners“ im Hotel Sacher wurden u.a. gesichtet: Norbert Schweiger (Swisscom), Thomas Pecha und Yosef Schaban (Solution Providers). Auch Sonja Stiegelbauer (Bundesministerin a.D.) war anwesend, weiters Kurt Meier (Konsul Schweizer Botschaft), Ingrid Schopf und Valerie Menz von der Industriellenvereinigung sowie Christian Schreckeis von der Bundesfinanzierungsagentur.

Lydia Jankovic (Volksbank), Peter Lechner und Jakob Rotheneder (Raiffeisen) und Klaudia Paulitsch von der Kommunalkredit Bank.

Prominente Namen Auch Wilhelm Brünner (Alizee), Thomas Dockal (Uniqa Versicherung) und Matthias Ortner (Advicum) waren präsent; weiters Walter Hatzenbichler und Daniela Vostry (Rewe), Robert Hager (MercedesBenz), Johann Kobinger (ÖBB) und Eberhard Bayerl (Conwert). Die Veranstalter erwähnen weiters u.a. Angela Djuric (Wien Holding), Florian Vorraber (Palmers), Bernd Plank (Plank Design) und Berthold Karlic von Trans Europe Financials. (red)

Aus der Finanzbranche Aus dem Bankensektor wurden u.a. gesichtet: Ferdinand Wenzl und

Wiener Städtische Schadenstatistik im Kfz-Bereich

Assekuranz Awards 2012 550 Makler stimmen ab

Wien. Vor sechs Jahren hat die Wiener Städtische mit ihrem Klimaund Umweltbonus Öko-Produkte für schadstoffarme Fahrzeuge auf den Markt gebracht. Ein interessanter Aspekt: Die Schadenstatistik der Wiener Städtischen zeigt, dass Lenker von umweltschonenden Fahrzeugen um bis zu 40% weniger Unfälle verursachen als andere. „Quer durch alle Altersklassen zeigt sich, dass die Fahrer schadstoffarmer Fahrzeuge deutlich seltener in Unfälle verwickelt sind als andere“, erklärt Ralph Müller, Vertriebsvorstand der Wiener Städtischen.

Wien. Der Ego Berufsunfähigkeitsschutz von HDI-Gerling wurde unlängst bei den „Assekuranz Awards Austria 2012“ im Rahmen des diesjährigen ÖVM-Forums unter die Top Drei gewählt. Die Position ist Ergebnis einer systematischen Befragung, die von der Wissma Martkforschungs GmbH unter 550 österreichischen Versicherungsmaklern durchgeführt wurde. Die Gesamtbeurteilung ergibt sich unter anderem aus Produktqualität, Preisen und Prämien, Leistungs- und Schadensregulierung, Image und Ruf, Polizzierung, Maklerbetreuung sowie Erreichbarkeit.

Umweltbewusst zahlt sich aus

rung seines Fahrzeuges bis zu 20% ein, heißt es. Vom Familienbonus profitieren Haushalte, in denen mehrere Autos gemeldet sind: Ab dem zweiten Kfz wird für jedes weitere Auto eine um drei Stufen bessere Bonusstufe bis Null vergeben. Außerdem erhalten Jugendliche, die einen Mehrphasenführerschein haben, bei unfallfreiem Fahren zusätzlich eine Gutschrift über 150 €. (red)

Boni für Familien und Junge Die bereits bestehenden finanziellen Anreize – der Umweltbonus für erdgasbetriebene Fahrzeuge, Elektro- und Hybridfahrzeuge sowie andere alternative Antriebskonzepte wie Brennstoffzellen sowie der zweistufige Klimabonus für Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß bis 120 g/km bzw. 160g/km – werde sehr gut angenommen: Mittlerweile spare jeder zweite Kunde dadurch bei der Versiche-

HDI punktet bei Berufsunfähigkeit dividuellere Zuordnung der Berufe möglich. Die Neustaffelung der Risikogruppen habe laut HDI auch dazu geführt, dass die Prämien für verschiedene Berufe günstiger wurden. Auch das Analysehaus Morgen & Morgen hat HDI-Gerling als BUVersicherer mit dem Höchstrating von fünf Sternen ausgezeichnet. Im bedeutenden Teilrating „BUKompetenz” erhielt HDI-Gerling die Bestnote. (red)

Risikogruppen erweitert

Vertriebsvorstand Müller: „Wollen Familien und junge Autobesitzer entlasten“.

„Dieser Preis bestätigt uns in unserer täglichen Arbeit und spornt uns natürlich auch an, noch besser zu werden”, erklärt Michael Miskarik, Geschäftsführer von HDI-Gerling in Österreich. HDI-Gerling hat den BU-Schutz zum Jahreswechsel überarbeitet und neu kalkuliert. Die Risikogruppen wurden von vier auf sieben erweitert. Dadurch wurde eine in-

© HDI Gerling/Ingo Folie

Wien/Mattighofen. Die KTM Power Sports AG, Dachgesellschaft der KTM-Gruppe, hat mit der Erste Group Bank AG als JointLead Manager erfolgreich eine Anleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren begeben. Mit einer Stückelung von 500 € ist die Anleihe sowohl für Privatanleger als auch institutionelle Investoren geeignet. Das ­Volumen beträgt Nominale 85 Mio. €. Der Kupon von 4,375% p.a. wird halbjährlich gezahlt. Die Anleihe ist auf große Nachfrage gestoßen. Das institutionelle Orderbuch erreichte innerhalb weniger Stunden ein Volumen von 200 Mio. €. Die nachfolgende Zeichnungsfrist für Privatanleger wurde am 19. April zu Mittag vorzeitig geschlossen. Platziert wurde fast zur Gänze bei Privatanlegern und Retailintermediären. Der Emissionserlös wird für die vorzeitige Tilgung eines Bankdarlehens und Bankkredits verwendet. (red)

© Avanon/Christoph Sommerer

Stefan Pierer, Vorstandsvorsitzender der KTM Power Sports AG.

Wien. Zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Finanz und Gesellschaft besuchten das erste „Wiener Risk Dinner“ im Hotel Sacher. „Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden“ lautete die Devise des Gastgebers Avanon AG sowie dessen Partnern Solution Providers und Swisscom. Das Schweizer Unternehmen Avanon ist spezialisiert auf Software-Lösungen für Risikomanagement und Compliance. Angeboten werden eine modular aufgebaute Risk-Management-Software-Plattform und diverse Dienstleistungen. Weltweit nutzen rund 15.000 Anwender in 40 Ländern die AvanonLösungen bei der Erfassung von Unternehmensrisiken. In Österreich zählen unter anderem Kreditinstitute aus dem Volksbanken-Sektor zu den seit langen Jahren betreuten Kunden von Avanon.

© Foto Wilke

© KTM

Veranstaltung fokussierte aktuelle Trends und mögliche Entwicklungen im Risikomanagement.

Michael Miskarik, Geschäftsführer HDIGerling Österreich: „Spornt uns an“.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 27. april 2012 – 25

© UniCredit BA

real invest austria wächst

Flaggschiff der Austro-Immofonds hat 1,86 Mrd. Euro Volumen erreicht  Seite 27

© Energie AG (2)

financenetreal:estate evu bauen um 16,3 mrd. €

Die Strombranche will viele Milliarden in Kraftwerke und Leitungen stecken  Seite 28

mgc wien goldmedaille für sanierung © M. Silveri

S Immo punktet mit dem zehnfachen Überschuss

Wohnung gesucht? 01 596 60 20 www.jpi.at JP ImmobIlIen

IMMO-AGS 18. April 2012 - 25. April 2012

ECO Atrium

ECO Business-Immobilien Warimpex Immofinanz CA Immobilien Anlagen Sparkassen Immobilien conwert Atrium

-0,76% 6,38% -2,95% 6,38% 5,66% 0,42% 0,00% -1,15% -1,92% -2,95%

IMMO-FONDS

In die Höhe gebaut Die S Immo-Vorstände Holger Schmidtmayr, Friedrich Wachernig und Ernst Vejdovszky haben 2011 den Jahresüberschuss auf 21 Millionen Euro verzehnfacht. Nach 25 Jahren wandelt sich der Immobilienriese „vom Thesaurier zum Ausschütter“: Je Aktie gibt es 10 Cent Dividende.  Seite 26

1-Monats-Performance (per 25.4.) Monatstop Fidelity Asia Pac. 2,83% Monatsflop Easy ETF Eur. -6,65% Top 5 Immofonds Fidelity Asia Pacific Lacuna US REIT E&G Fonds Property Asia Lyxor ETF FTSE SISF Asia Pacific Property

2,83% 2,41% 2,35% 2,26% 2,00%

Flop 5 Immofonds EasyETF EPRA Eurozone SSgA Emu Index R.E. AXA Aedificandi D iShares FTSE/EPRA Eur. 3 Banken Immo Strategie

-6,65% -6,47% -5,91% -4,50% -4,18%

Prognose 2012 Umsatzplus von 3,8% auf 95,7 Mrd. €

Baubranche wächst in Deutschland Immofinanz kauft Panta Rhei ganz

© dpa/Rainer Jensen

18. April 2012 - 25. April 2012

CERX (25.4.)

415,28

-0,53%

Airport City Düsseldorf 9.600 m² großes Büroprojekt

Die Öffentliche Hand bleibt flau, doch der Wohnungsbau wächst kräftig.

Berlin. Nach dem Boomjahr 2011 rechnet die deutsche Baubranche heuer mit einem Anstieg der Erlöse um 3,8 Prozent auf 95,7 Mrd. €, so der mittelständische Dachverband ZDB. Wie 2011 soll auch heuer der Wohnungsbau den meisten Schwung bringen. Hier werde der Umsatz um 6,7 Prozent zulegen, im Wirtschaftsbau um 4,1 Prozent. Der Umsatz im öffentlichen Bau werde dagegen stagnieren. „Wichtigster Unsicherheitsfaktor der Prognose bleibt die schwelende Finanz- und Eurokrise”, so ZDB-Präsident HansHartwig Loewenstein. Die Zahl der Beschäftigten soll um 2,2% auf 750.000 ansteigen. (APA)

© Immofinanz

Wochentop Wochenflop

146,46

© Fotodienst/Johannes Brunnbauer

IATX (25.4.)

Panta Rhei: „Reinvestition erzielter liquider Mittel“ laut Immofinanz.

Wien. Die Immofinanz übernimmt die restlichen 50% der Düsseldorfer Büroentwicklung Panta Rhei von Co-Eigentümer Frankonia. Das Projekt war ursprünglich ein 50:50 Joint Venture. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. „Die Reinvestition erwirtschafteter liquider Mittel in Entwicklungsprojekte ermöglicht es uns, nachhaltige Immobilien auf einem klar definierten und konstant hohen Qualitätslevel zu produzieren, z.B. eben in Düsseldorf. Innerhalb der ‚Airport City’ wird ‚Panta Rhei‘ sicher einen besonderen Stellenwert einnehmen“, so ImmofinanzChef Eduard Zehetner. (red)


i m m o : c ov e r

26 – financenetreal:estate

Freitag, 27. April 2012

financenet@medianet.at

S Immo AG 2011 mit zehnfacher Steigerung des Jahresüberschusses auf 21,2 Millionen Euro abgeschlossen

Makler der Woche: TREND-IMMOBILIENTREUHAND GMBh

0,10 € Dividende geplant

Mittelfristig liegt Fokus auf Entwicklungsprojekt „Quartier Belvedere Central“ mit bis zu 136.000 m2.

a.) Bauträger: Zahlreiche zufriedene Kunden konnten in den letzten Jahren unsere Häuser ihr eigen nennen. Wichtig ist uns vor allem die Qualität unserer Doppel- Reihen- und Einzelhäuser, die in Massivbauweise oder in Zimmermeisterqualität errichtet werden. Unsere Kunden genießen zudem absolute Sicherheit durch staatlich vorgegebene Zahlungsmodalitäten nach dem aktuellen Bauträgervertragsgesetz. Das Fundament unseres Unternehmens basiert auf zentralen Elementen wie Offenheit, Vertrauen und Kompetenz, die unseren Unternehmenserfolg darstellen. Nach unserer Auffassung von Wohnwünschen sind heute Begriffe wie Lage, Architektur und Ausstattung nicht die einzigen Entscheidungskriterien bei der Wahl Ihres neuen Eigenheims. Auch Detailliebe, Wohnatmosphäre und Behaglichkeit bilden für uns messbare Parameter. b.) Immobilienvermarktung: Als staatlich konz. Immobilienmakler stehen wir vor allem für die Genauigkeit bei der Vermarktung Ihrer Immobilie. Eine fundierte Vorbereitung ist für uns die Basis für einen erfolgreichen Verkauf. Dies beginnt bei einer marktrealistischen Einschätzung Ihrer Immobilie mit einem Wertermittlungsverfahren. Auch beleuchten wir alle rechtlichen und sonstig relevanten Aspekte.

nur einige der negativen Themen für die kommenden Monate“, meint in diesem Zusammenhang S ImmoVorstandskollege Holger Schmidtmayr. Aktienseitig werde das Rückkaufprogramm bis zum Ende der Laufzeit im ersten Halbjahr plan-

„Nach 25 Jahren vom thesaurierenden zum ausschüttenden Unternehmen – ein Meilenstein in unserer Unter© s Immo/Overmann

Wien. Die erste in Österreich börsenotierte Immobilien-Investmentgesellschaft S Immo AG kann nach eigenen Angaben auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2011 zurückblicken. Vor allem das EBIT und die FFO (Funds From Operations) seien im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen. „Vor dem Hintergrund des andauernden gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfelds sind wir mit dieser positiven Entwicklung besonders zufrieden. Unsere Arbeit – allen voran die Fertigstellung der Entwicklungsprojekte im Jahr 2010 und die Investitionen der letzten Jahre – trägt nun Früchte. Für die Herausforderungen der kommenden Jahre sind wir sehr gut aufgestellt und unser Ziel ist, auch 2012 alle Kennzahlen, an denen wir unser operatives Geschäft orientieren, weiter zu verbessern“, erklärt S Immo-Vorstand Ernst Vejdovszky.

nehmensgeschichte.“ H. Schmidtmayr, Vorstand

Bruttoergebnis plus 33,4%

Hamburg Mönkedamm: S Immo setzt auf ausgewogenes Immobilienportfolio.

Die Mieterlöse der S Immo Gruppe konnten sich im Berichtsjahr außergewöhnlich gut entwickeln und erreichten per 31.12.2011 125,9 Mio. €. Das entspricht einer Steigerung von 21,1% gegenüber 2010. Auch das Bruttoergebnis der Hotelbewirtschaftung verzeichnete einen Anstieg um 3,9 Prozent und lag damit bei 9,0 Mio. € (2010: 8,7 Mio. €). „Das Bruttoergebnis konnte in weiterer Folge um beachtliche 26,8 Mio. Euro auf 107,0 Millionen Euro (2010: Euro 80,2 Mio.) erhöht werden – ein Plus von 33,4 Prozent“, freut sich Vejdovszky. Der Unternehmensstrategie, Teile des Portfolios gewinnbringend zu veräußern, folgend habe man insgesamt elf Immobilien und 16 Eigentumswohnungen in Wien und Berlin verkauft, wobei die Objektverkäufe deutlich über den letzten Schätzwerten lagen und einen Veräußerungsgewinn von rund 11,6 Mio. € erzielten. Aber auch an den Verwaltungsaufwendungen habe man 2011 erfolgreich gedreht

und diese von 18,7 Mio. auf 17,2 Mio. € gesenkt, eine Reduktion von über acht Prozent. „Mit diesen Maßnahmen konnte das EBITDA um 42 Prozent verbessert werden und stieg gegenüber 2010 um 30 Mio. Euro auf 101,4 Millionen“, so Vejdovszky.

21 Mio. € Jahresüberschuss Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte im Vergleich zu 2010 um 31,7 Mio. € verbessert werden und betrug per 31.12.2011 92,3 Mio. €, das ist ein Zuwachs von 52,4%. Insgesamt habe man in 2011 einen Jahresüberschuss von 21,2 Mio. € erwirtschaftet (2010: 1,8 Mio. €), was einer Verzehnfachung des Wertes im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht. Die Funds From Operations (FFO) erreichten im Berichtsjahr 28,9 Mio. € oder ein Plus von 54,6% gegenüber dem Jahr 2010. Dies entspricht einer beachtlichen FFORendite bezogen auf den Börsen-

Anlegern winkt Dividende „Trotz der positiven Entwicklung in Deutschland zeigt der gesamteuropäische Immobilien-Investmentmarkt kein konstantes Bild. Schuldenkrisen, Euro-Crash-Szenarien sowie die österreichische Wertpapierzuwachssteuer sind

Ausbau Deutschland

Erneuerbare: Riesen-Pläne

„Mietverträge nachverhandeln“ Wien. Was 2011 am Markt für Einkaufs- und Fachmarktzentren gang und gäbe gewesen sei, greife nun auch auf andere Bereiche des Immobilienmarktes über: der Trend zu Nachverhandlungen bestehender Mietverträge.

short

Hofer Gruppe mit 300 Mitarbeitern ist pleite

Externen Mediator suchen

Korneuburg. Die Weinviertler Hofer Gruppe (mehrere Unternehmen im Baugewerbe, Baustoffhandel und Transportsektor), ist insolvent, meldet der KSV1870. 300 Mitarbeiter und rund 280 Gläubiger sind betroffen. (APA)

„Es ist gut, diese Gespräche mit dem derzeitigen Vermieter an einen

außenstehenden Experten zu übergeben: CBRE ist seit vielen Jahren auf Nachverhandlungen im Auftrag von Mietern spezialisiert. Dabei ist es nicht notwendig, sich erst kurz vor Mietvertragsende dazu zu entschließen, denn auch wenn der Mieter erst in zwei oder drei Jahren eine Kündigungsmöglichkeit hat, sind die Chancen auf Kosteneinsparungen sehr groß“, so Felix Zekely, Head of Agency bei CBRE

conwert: Meran berät nun Haselsteiner

Felix Zekely: Mieter stellen ihre bestehenden Verträge infrage (Bild: Wien).

Österreich. Das Einsparungspotenzial sei erheblich, da die Mieten über laufende Indexierung über mehrere Jahre stärker steigen als die Angebotsmiete selbst.

Hannover. In Deutschland sind Bau bzw. Modernisierung von 84 großen Stromerzeugungsanlagen geplant, viele im Bereich Erneuerbare Energien, so der Branchenverband BDEW. Die Projekte haben eine Leistung von 42.000 Megawatt und ein Investitionsvolumen von über 60 Mrd. €. Mindestens 69 Projekte haben das Genehmigungsverfahren erreicht, heißt es. (red/APA)

Einsparungspotenzial Zudem würden sich auch Vermieter bei einem Verbleib am Standort Vermarktungs-, Ausbaubeziehungsweise Revitalisierungskosten, die insgesamt zumeist weit über einer, eher bei zwei Jahresnettomieten liegen, ersparen. „Wenn sich ein Mieter entscheidet, an seinem bestehenden Standort zu verbleiben, erspart sich der Vermieter sehr viel Geld und ist meistens gern bereit, zumindest einen Teil davon an den Mieter weiterzugeben“, weiß Zekely. Viele Vermieter würden unter Umständen auch vor Mietvertragsende und ohne Abschlagzahlung überschüssige Flächen zurücknehmen, denn damit könnten mit sofortiger Wirksamkeit Einsparungen im laufenden Jahr erzielt werden, so der CBRE Experte weiter. (fh)

© dpa-Zentralbild/Stefan Sauer

www.trend-immotreuhand.at

Wien. Johannes Meran, Gründungspartner von Petrus Advisers LLP, hat seine Geschäftsführungsfunktionen bei Petrus Advisers niedergelegt und wird künftig die Haselsteiner Familien Privatstiftung (HFPS) im Zusammenhang mit deren conwert Investment beraten. (APA)

mäßig fortgesetzt und damit die Kapitalmarktstärke des Unternehmens weiter optimiert. Darüber hinaus plane der Vorstand erstmalig den Aktionären in der kommenden Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,10 € je Aktie vorzuschlagen. „Nach 25 Jahren werden wir vom ‚Thesaurierer‘ zum ‚Ausschütter‘“ zeigt sich Schmidtmayr erfreut. Vorstand Friedrich Wachernig dazu: „Wir werden uns auf den erfreulichen Zahlen nicht ausruhen. Wir wollen weiter mit großem Engagement an der Profitabilität und Nachhaltigkeit für unsere Aktionäre arbeiten. Um dies zu erreichen, werden wir unsere bewährte Diversifizierungsstrategie fortführen und den Fokus auf die jeweiligen Hauptstädte der EU beibehalten. Damit erreichen wir jenes ausgewogene Immobilienportfolio, bei dem wir die Vorteile der Immobilienzyklen in den unterschiedlichen Regionen nutzen.“ (fh)

kurs von 9,4 Prozent und die sehr gute Geschäftsentwicklung zeigte sich auch in der Verbesserung des NOI (Net Operating Income), welches von 75,2 Mio. € auf 99,3 Mio. € gestiegen ist. „Auch der operative Cashflow hat sich positiv entwickelt und erreichte mit Jahresende 96 Mio. Euro“, bestätigt Vejdovszky. Der Net Asset Value (NAV) habe per Jahresende 6,96 € je Aktie betragen und der EPRA-NAV, der innere Wert der Aktie, berechnet nach den Standards der European Public Real Estate Association, lag bei 8,70 € je Aktie (31.12.2010: 8,34 €/ Aktie).

Europäischer Trend Beraterunterstützte Nachverhandlungen in Österreich propagiert

© Panthermedia.net/Denis Babenko

Promotion

Die Trend-Immotreuhand GmbH mit Sitz in Linz wurde 2007 von Jochen Riedler und Roland Okonek gegründet. Jochen Riedler, der jahrelange Erfahrungen im Bauleitungsund Projektsektor besitzt, leitet die technische Seite der Projektentwicklung. Die kaufmännische Seite wird von Roland Okonek, der ebenso jahrelange Erfahrung im Finanz- und Kreditgeschäft besitzt, geführt. Das Kerngeschäft der Trend Immotreuhand GmbH teilt sich in 2 Bereiche:

In Deutschland sind unter anderem 23 Mega-Windparks geplant.


i m m o :Ma r k e t s

Freitag, 27. April 2012

financenetreal:estate – 27

financenet@medianet.at

Flaggschiff der Immobilien-Fonds in Österreich Fondsriese punktet als „sehr konservatives Produkt“, so Bank Austria Real Invest-Chef Dreyer

Real Invest Austria wächst stark Wien. Die Bank Austria Real Invest mit ihrem Flaggschiff Real Invest Austria ist gut auf Kurs, sagt Gerhard Dreyer, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Wir sind mit dem Jahr 2011 sehr zufrieden; wir konnten um über 230 Millionen Euro auf 1,7 Mrd. Euro wachsen.“ Der Real Invest Austria, mit Abstand größter Offener Immobilienfonds in Österreich, hat aktuell bereits ein Volumen von 1,86 Mrd. € erreicht. Der Fonds wird vorrangig über die Filialen der Bank Austria vertrieben und befindet sich in 80.000 Portfolios. Dreyer: „Es ist uns gelungen, dass der Real Invest Austria von den Österreichern als sehr konservatives Produkt erkannt wurde.“ Auch der Gesamtmarkt für Immo-Fonds kommt langsam in Schwung.

Auf Nummer sicher Die konservative Anlagestrategie des Real Invest Austria sei nach wie vor gefragt: Der Fonds investiert nur in österreichische Immobilien und zu 60% in Wohnen und Infrastruktur; die restlichen 40% entfallen auf (österreichische) Gewerbeimmobilien. Nicht interessiert ist Dreyer am Investment in Zinshäuser: zu geringe Mietrendite, nur langfristig zu hebende Potenziale, stellt er fest – ein Markt, den Dreyer Stiftungen und vermögenden Privatanlegern überlässt. Sehr interessiert ist er dagegen am geförderten und am frei finanzierten Wohnbau. Der Fonds ist bereits frühzeitig an Projekten dran, nimmt z.B. gemeinsam mit Bauträgern an Wettbewerben teil. So haben diese das Ohr am Markt: Zu beachten sind heute viele verschiedene Faktoren wie Energieverbrauch, Nachhaltigkeit, „Green Building“-Eigenschaften und bei Gewerbeimmobilien etwa die Gesamtkosten pro Arbeitsplatz als wichtige Kenngröße für die Mieter. Der Real Invest Austria, der seit 2003 besteht, ist in den allermei-

Neu www.wiener-immo.at

Immo-Portal

Wien. Ab sofort ist ein Immobilienportal nur für den Wohnraum Wien online: „www.wiener-immo.at“ wird von der Eresnet GmbH betrieben, die auch für die Seite Immobilien. net verantwortlich ist. In den kommenden Monaten sollen auch weitere Bundesländer ein eigenes Immobilienportal bekommen, heißt es weiter. Wien ist Österreichs größter Immobilienmarkt, knapp 50.000 Objekte stehen hier zur Vermietung bzw. zum Verkauf bereit, so Immobilien.Net. (red/ag)

Das neue Portal wird von Immobilien. Net-Gründer Eresnet betrieben.

sten Fällen auf Käufer-, nicht Verkäuferseite auf dem Immobilienmarkt zu finden und hat seit dem Start eine Rendite von vier Prozent erzielen können; das wurde auch 2011 geschafft, sagt Dreyer. Wie es heuer wird, hängt nicht zuletzt von der Inflationsentwicklung ab (die Mieten sind an die Inflationsrate gekoppelt; steigt diese, steigen auch die Mieteinnahmen sowie die Immobilienwerte des Fonds). Auch Vorsorgewohnungen sind spannend: der Real Invest entwickelt diese und verkauft sie an Privatanleger. Typische Größe sind 20 bis 50 Wohnungen je Objekt, wobei die Wohnung je nach Lage zu 8,50

bis 12 € pro m� vermietet wird. Man bietet den Investoren hier auch einen Mieterpool – sodass ein Leerstand nicht gleich die Gesamtrechnung durcheinander- wirft. Freilich sind die Immobilienpreise in Wien bereits kräftig gestiegen. „Es ist genug Material am Markt, aber man muss kräftig sieben“, so Dreyer. Keine gravierenden Beeinträchtigungen erwartet Dreyer von der neuen Immobilien-Gewinnbesteuerung: Diese trifft kurzfristig orientierte Investoren, doch „wir haben immer schon gesagt, dass Vorsorgewohnungen ein langfristiges Investment sind“. (gst)

© UniCredit Bank Austria

Strategie setzt weiter zu 60 Prozent auf Wohn- und Infrastrukturimmobilien.

Bank Austria Real Invest-Chef Gerhard Dreyer: „230 Millionen Euro Wachstum.“


immo:markets

28 – financenetreal:estate

Freitag, 27. April 2012

financenet@medianet.at

Ausbaupläne Geplant, doch oft von den Gegnern angefeindet, sind allein 59 große und kleine Wasserkraftwerke

short

Strombranche lobbyiert für Mutter aller Bauoffensiven

© APA/Georg Hochmuth

Spatenstich für den Semmeringtunnel

Wien. Die Stromfirmen wollen in den nächsten sieben Jahren 16,3 Mrd. € in Kraftwerke und Leitungen investieren und damit bis zu jährlich 3,5 Mrd. Kilowattstunden mehr Strom produzieren – wenn man sie lässt. Diese Ankündigung wird in dem jetzt vorgestellten „Aktionsplan 2020” gemacht, in dem alle jene Kraftwerksprojekte zusammengefasst werden, die sich im Bau- oder Planungsstadium befinden. Die Vorhaben werden mit Vertretern von NGOs, Gemeinden, der AK und der Energieagentur diskutiert. Von den Projekten sind zehn Laufkraftwerke und sechs Speicherprojekte im Bau. Geplant oder in Vorbereitung sind 31 Laufkraftwerke, zwölf Pumpspeicher-, sieben thermische Kraftwerke und 18 Erneuerbare Energie-Projekte, hauptsächlich Windkraft. Die Hälfte der Summe, nämlich 8,2 Mrd. €, soll aber in den Ausbau von Verteiler- und Übertragungsnetzen fließen, wobei die Kosten für die sogenannten intelligenten Stromzähler noch nicht enthalten sind. Verfasst hat den Plan „Oesterreichs Energie“, die Lobbyingorganisation der österreichischen E-Wirtschaft. Er baut auf dem vor vier Jahren veröffentlichten „Masterplan Wasserkraft” auf.

Gloggnitz. Nach jahrzehntelangen Diskussionen erfolgte am vergangenen Mittwoch der Spatenstich für das Projekt „Semmering-Basistunnel neu”. Im Beisein von Verkehrsministerin Doris Bures, den niederösterreichischen und steirischen Landeschefs Erwin Pröll und Franz Voves sowie ÖBB-Vorstand Christian Kern und einer Vertreterin aus dem Kabinett von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas fiel im niederösterreichischen Gloggnitz (Bezirk Neunkirchen) beim künftigen Nordportal der Startschuss für den Eisenbahntunnel. Der Bau der beiden eigentlichen Tunnelröhren soll 2014 beginnen und 2024 abgeschlossen sein. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich laut ÖBB auf 3,1 Mrd. €. Das umstrittene Projekt hatte im Jahr 2011 grünes Licht von sämtlichen Behörden bekommen. Einige Berufungen dagegen und ein Teilverfahren in der Steiermark sind noch offen – die aktuellen Bauarbeiten laut ÖBB aber nicht davon betroffen. (APA)

Geld ist nicht das Problem

Immofinanz erhält Green Building Award

© Immofinanz

Für die Finanzierung der Investitionen sieht Leo Windtner, Vizepräsident des Verbands, keine Probleme: Diese könne man über „Cashflow, Förderungen und mit Leverage” finanzieren, sagte er. Ein größeres Problem ortete die Lobbyingorganisation in der Haltung von Bürgern, Gebietskörperschaften und Politikern: „Ohne einen nationalen Schulterschluss für einen

„Bureau am Belvedere“: Energie­ verbrauch um rund 75% niedriger.

regenerativ-thermohydraulischen Verbund sind die Energieziele 2020 Schall und Rauch”, so Windtner. Die Genehmigungsverfahren dauerten inakzeptabel lang und viele Gebietskörperschaftern glaubten, Projekte mit hohen Zusatzkosten belasten zu können: „In der Vergangenheit hat es oft geheißen, dies und jenes muss alles mitgehen. Das wird in Zukunft nicht mehr möglich sein, weil es sich im Strompreis abbilden muss.“ Bei einem Kleinkraftwerk seines Unternehmens hätte ein Fischaufstieg um 1,5 Mio. € gebaut werden müssen, erzählte der Boss der Energie AG Oberösterreich beispielhaft. „Ein Beispiel, dass Windkraftprojekte funktionieren können, ist das Burgenland”, sagte Barbara

Schmidt, die Generalsekretärin von Oesterreichs Energie. Im östlichsten Bundesland hätten sich die Bürgermeister, die Landespolitik,

aber auch NGOs und die AK hinter den Windkraftausbau gestellt – „so etwas fehlt in Gesamt-Österreich”.  (red/APA)

knackpunkt stromzähler Streit um Intelligente Stromzähler Die Strombranche begrüßt den Startschuss für die Installierung von Intelligenten Stromzählern, der vergangenen Dienstag mit einer Verordnung des Wirtschaftsministeriums gegeben worden ist. Bis 2019 sollen 95% der Haushalte mit solchen Stromzählern versehen sein.

spricht von „erheblichem Klärungsbedarf“, etwa bei der Rechtssicherheit und der Behandlung von Vorreitern der Technologie (in Ober-österreich sind bereits 100.000 dieser Zähler installiert.) Der Verband schätzt die Kosten der in der Öffentlichkeit umstrittenen Smart Meters auf 2 Mrd. €. Oesterreichs Energie geht davon aus, angefallene Kosten über Netznutzungsentgelt zurückerhalten zu können. Die Nutzungsentgelte werden von der Regulierungsbehörde E-Control festgesetzt, die seit Jahren zu den Austausch-Befürwortern zählt.

Gefahren lauern Bei den Themen ‚Datenschutz und Cybersecurity‘ sind aus Sicht der Energieversorger jedoch noch Themen offen, so Oesterreichs Energie-Generalsekretärin Barbara Schmidt. Vizepräsident Leo Windtner

Anstieg 5,5 Prozent Experten sehen Aufholjagd

Innenministerium Pilotprojekt kommt nun bundesweit

Frankfurt. In Deutschland macht in letzter Zeit öfter das Wort von der Immobilienblase die Runde. Nach Zahlen der Deutschen Bundesbank, die mit einem Index die Hauspreise in 125 Städten misst, ist das Preisniveau 2011 ungewöhnlich stark um 5,5% gestiegen, nach einem Plus um 2,5 Prozent ein Jahr zuvor. In einer Umfrage für das Handelsblatt gab ein Drittel der Befragten an, Angst vor einer Immobilienblase zu haben. Jedoch: „Bei Preissteigerungen

Wien. Die Regierung will den Kampf gegen Sozialbetrug ausweiten. Zwei Pilotprojekte in Wien und Graz werden deshalb auf alle Bundesländer ausgedehnt, so Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Sozialminister Rudolf Hundstorfer. Vorrangig gehe es um Betrug im Bausektor, wo Steuern oder Sozialabgaben nicht gezahlt werden oder Firmen bewusst in die Insolvenz geschickt werden.

Keine Immo-Blase in Deutschland

© Christian Ladewig/pixelio.de

Wien. Die Immofinanz Group hat für das Projekt „Bureau am Belvedere“ von der Europäischen Kommission den „Green Building Annual Award 2012“ in der Kategorie „Renovierung“ erhalten. Durch die Modernisierung der Büros wurde der Energieverbrauch um 74,85% gesenkt, das entspricht einer jährlichen Ersparnis von 848,9 MWh. Die Verleihungszeremonie hat im Rahmen der „7th International Conference on Improving Energy Efficiency in Commercial Buildings“ in Frankfurt stattgefunden. Das Green Building-Programm ist eine von der EU geförderte Umweltschutzinitiative zur Reduktion des Energieverbrauchs in privaten und öffentlichen Dienstleistungsgebäuden. Eduard Zehetner, Vorstandsvorsitzender der Immofinanz Group: „Unser Konzept im Bureau am Belvedere geht auf.“ Durch gezielte Revitalisierung könne man „eben auch Bestandsobjekte in nachhaltige und energieeffiziente Gebäude verwandeln“. So wurde eine Donaukalksteinfassade mit effektivem Wärmeschutz installiert.

Strom-Vizepräsident Leo Windtner: 16 Wasserkraftwerke sind in Bau, weitere 43 geplant; dazu 18 Erneuerbare Energie-Projekte.

Deutsche Immobilienpreise steigen nicht so rasch wie bei US-Immoblase.

von 4,5 oder 6 Prozent, auch in den Metropolen, ist das nicht der Fall”, so Reinhard Krumbholz, Autor des Immobilienmarktberichts 2011 der kommunal bestellten Gutachterausschüsse. „Die Mieten steigen mit.” Solange die Erwartungen der Investoren sich insofern erfüllten, gebe es wohl keine Blase.

Keine Überflutung Deutschland hat einiges nachzuholen. Dem jüngsten Preisanstieg am Häusermarkt ging eine lange Periode sinkender Preise voran. Bevor dagegen in den USA die Blase platzte, waren die Wohnungspreise viel stärker gestiegen. Der CaseShiller-Hauspreisindex etwa stieg in den Jahren vor der Finanzkrise um zeitweise über 15%. Wichtig ist auch, dass die Hilfsgelder der EZB nicht auf den Immobilienmärkten ankommen, betonen Experten. Sie sehen in Deutschland keinen Grund zur Panik. „Das ist nur der Anfang einer moderaten Erholung der Hauspreise”, so der S&P-Chefvolkswirt für Europa, Jean-Michel Six. Auch JP Morgan sieht das so.  (red/APA)

Merlin soll die Bau-Pfuscher jagen ose Firmen” ausfindig gemacht und 19 Personen rechtskräftig verurteilt worden.Diese 202 Firmen haben laut Mikl-Leitner Schäden in dreistelliger Millionenhöhe verursacht, der nun in Vollstreckung sei. Von der Baubranche wird dem Vorhaben applaudiert: Bau-Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel spricht sich für ein „rigoroses Vorgehen” und sogar „forcierte” Kontrollen auch an Abenden und Wochenenden aus. (red/ag)

Baufirmen applaudieren Der Kampf dagegen sei auch deshalb so wichtig, „weil mittlerweile daraus ein Millionen-, ein Milliardengeschäft geworden ist“, sagte Mikl-Leitner. Die Antwort sei ganz klar, hier noch strenger zu kontrollieren. Durch die Betrügereien würden auch seriöse Firmen geschädigt. An der „Merlin” genannten Task Force sind das Innen- und Sozialministerium beteiligt sowie Sozialversicherungen und Finanz; die Federführung haben die Landeskriminalämter. Ziel sei, vor allem die Drahtzieher der Betrügereien ausfindig zu machen. Im Zuge der Task Force seien bisher 202 „dubi-

© APA/Georg Hochmuth

„Semmering-Basistunnel neu“ erhielt 2011 die nötigen Genehmigungen.

© Energie AG (2)

In den nächsten 7 Jahren will die Branche 16,3 Mrd. Euro in Erzeugung und Leitungen investieren.

Mikl-Leitner: In Pilotphase erzielte Task Force „Merlin“ schon 19 Verurteilungen.


L AW & O R D E R

Freitag, 27. April 2012

financenetreal:estate – 29

financenet@medianet.at

Verluste durch verbriefte Häuserkredite in den USA Bayerische Landesbank klagt jetzt auch die Deutsche Bank

short

Klagewelle der BayernLB

Erfindungen: Verträge und Verwertung Wien. Am 26. April lädt die Licensing Executives Society (LES Österreich) zur Veranstaltung „Von der Idee zur Verwertung“ ins Haus der Forschung in Wien. Dabei werden u.a. die rechtlichen Aspekte bei Erfindungs-Verwertung von Alexander Cizek (Partner DLA Piper Weiss-Tessbach und Präsident LES Österreich), Sabine Fehringer (DLA Piper Weiss-Tessbach) und Thomas Adocker (Schwarz Schönherr Rechtsanwälte) beleuchtet. (red)

Nach den US-Banken JP Morgan und Morgan Stanley steht jetzt auch die Deutsche Bank vor Gericht. New York/München. Die Bayerische Landesbank (BayernLB) verklagt immer mehr Banken wegen ihrer Verluste mit verbrieften Häuserkrediten (RMBS) in den USA. Wie unlängst aus Gerichtsunterlagen hervorging, zieht die Landesbank nun auch die Deutsche Bank in New York vor den Kadi. Hintergrund seien Verluste aus einem RMBS-Portfolio mit einem Nominalvolumen von 810 Mio. USD (619 Mio. €). Die Deutsche Bank habe beim Verkauf falsche Angaben zur Qualität des Portfolios gemacht, heißt es dort. Mit dem Gerichtsverfahren pocht die BayernLB auf Schadensersatz.

weitere Fälle geben. Die BayernLB bestätigte, diese Woche Klage im New Yorker Finanzdistrikt Manhattan eingereicht zu haben. Die Deutsche Bank war zunächst auf Anfrage der APA für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Erfolgreiche Vorbilder

Verlust von 5 Mrd. Euro

© EPA

In ähnlichen Fällen gehen die Münchner bereits gegen die USGroßbanken JPMorgan und Morgan Stanley vor. Wegen drohender Verjährung könnte es demnächst

Bayerische Landesbank überzieht Großbanken mit Klagen wegen US-Verlusten.

VKI-Rechtshandbuch zum Thema Scheidung © Panthermedia.net/Rilo Naumann

Die BayernLB musste in der Finanzkrise mit riskanten US-Wertpapieren, nicht nur RMBS, allein 2008 einen Verlust von 5 Mrd. € hinnehmen und überlebte nur dank Staatshilfe. Mit der Bank of America gab es 2011 einen spektakulären Vergleich. 8,5 Mrd. USD zahlt sie an diverse Investoren aus der ganzen Welt, die mit verbrieften Immobilienkrediten Schiffbruch erlitten. Unter den Begünstigten ist auch die BayernLB. Allerdings sei noch immer unklar, wer wie viel Geld bekommt, heißt es.  (APA/Reuters/red)

Die rechtlichen Aspekte rund um die Scheidung werden beleuchtet.

Zweiter Bawag-Prozess Ex-Bawag-Chef Elsner pocht auf Nichtigkeit wegen angeblicher Verfahrensfehler

Helmut Elsner kritisiert Richter und Justiz „Es soll demnach tatsächlich ungeklärt bleiben, wo 1,4 Milliarden Euro verblieben sind”, kritisiert Elsner.

Vorwurf der Befangenheit Auch ein teilweiser Ausschluss Elsners von weiten Teilen des Verfahrens wird von diesem kritisiert. Elsner ist im ersten Verfahren rechtskräftig zur Höchststrafe von 10 Jahren verurteilt worden, nur wegen einer Subsidiarklage der Bawag wird er als Angeklagter zeitweise beim zweiten Prozess dabei sein. Schließlich führt Elsner erneut eine Befangenheit des Richters ins Treffen, da dieser bereits über seine Untersuchungshaft entschieden habe. (APA/red)

Freshfields berät bei Fresenius-Anleihe

© APA/Georg Hochmuth

Wien. Im Vorfeld des jetzt anlaufenden zweiten Bawag-Prozesses hat Ex-Bawag-Chef Helmut Elsner den für das Verfahren zuständigen Richter Christian Böhm sowie die Justiz erneut kritisiert. In einer von seinem Anwalt Tassilo Wallentin übermittelten Presseaussendung heißt es, dass diverse Verfahrensfehler zu einer Nichtigkeit des neuen Bawag-Verfahrens führen würden. Konkret wirft Elsner dem Richter vor, dass auch im neuen Verfahren keine Fragen oder Beweise zum Verbleib der Gelder zugelassen würden, die die Bawag dem Mitangeklagten Wolfgang Flöttl überlassen hatte. Das Gericht wolle in Richtung Untreue ermitteln, dafür sei der Verbleib der Gelder irrelevant, heißt es.

Elsner: „Es soll demnach ungeklärt bleiben, wo 1,4 Milliarden Euro verblieben sind.”

Arbeitsrecht Beratung

Fruchsaft-Joint Venture Zusammenschluss von Agrana Juice und Ybbstaler Fruit

AKNÖ-Bilanz: 50.000 Klagen

Schönherr berät die Agrana Umsatz von 350 Mio. Euro Das neugegründete Joint Venture „Ybbstaler Agrana Juice GmbH“ wird seinen Firmensitz in Kröllendorf, Niederösterreich, haben und über 14 Produktionsstandorte in sieben europäischen Ländern sowie in China verfügen. Der Ge-

Partner Christoph Lindinger leitete das Beratungsteam bei Schönherr.

schäftsfokus der Ybbstaler Agrana Juice, deren Umsatz bei rund 350 Mio. € jährlich liegen wird, richtet sich auf Fruchtsaftkonzentrate, Fruchtpürees und natürliche Aromen sowie auf Direktsäfte für die weiterverarbeitende Getränkeindustrie. Agrana wurde von Schönherr unter der Leitung von Christoph Lindinger (Partner Corporate/M&A) und Georg Perkowitsch (Rechtsanwalt Corporate/M&A) sowie Hanno Wollmann, Volker Weiss und Christoph Haid (alle Partner Kartellrecht) in Zusammenarbeit mit den Büros in Kroatien und Serbien sowie der Türkei und der Ukraine beraten. Neben dem Genehmigungsverfahren in Brüssel wurden weltweit zusammenschlussrechtliche Genehmigungspflichten geprüft und die erforderlichen Genehmigungen eingeholt, darunter etwa in Kroatien, Mazedonien, Russland, Serbien und Ukraine sowie in der Schweiz und in der Türkei. Es konnten in allen Ländern Freigaben ohne Verpflichtungszusagen erreicht werden. RWA wurde von bpv Hügel Rechtsanwälte vertreten. (red)

Wien. Die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) hat Resümee über ihre seit 20 Jahren angebotene Rechtsberatung im Arbeitsund Sozialrecht gezogen: 267.000 Arbeitnehmer haben das Angebot in Anspruch genommen. Es erfolgten 112.000 Interventionen bei Dienstgebern und 50.000 Arbeits­ gerichtsverfahren. Rund 1 Mrd. € habe dies den Arbeitnehmern gebracht. (red)

Frankfurt. Die internationale Anwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer hat den Gesundheitskonzern Fresenius SE & Co. KGaA bei der erfolgreichen Platzierung einer Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. € durch seine 100%ige Tochtergesellschaft Fresenius Finance B.V. beraten. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und wird mit 4,25% verzinst. (red)

Volksanwaltschaft: Anfragen nehmen zu Wien. Die Volksanwaltschaft hat ihren Tätigkeitsbericht für 2011 präsentiert. Demnach wandten sich letztes Jahr 16.239 Menschen mit einem Anliegen an die Volksanwaltschaft, das sind um 974 mehr als 2010. Die Zahl der eingeleiteten Prüfverfahren ist gegenüber dem Vorjahr um 10% gestiegen. 8.377 Prüffälle wurden 2011 abgeschlossen, dies sind sechs Prozent mehr als im Jahr davor. Die Zahl der festgestellten Missstände stieg von 829 auf 1.041. (red)

HDI Rechtsschutz: Assekuranz Award

© NÖ Arbeiterkammer

planten Joint Ventures am 4. April 2012 erteilt. Das Closing ist für Anfang Juni 2012 geplant.

© Schönherr

Wien. Die zentraleuropäische Rechtsanwaltskanzlei Schönherr hat die börsenotierte Agrana Beteiligungs-AG beim Zusammenschluss ihrer im Bereich Fruchtsaftkonzentrat tätigen Tochtergesellschaft Agrana Juice Holding GmbH mit der Ybbstaler Fruit Austria GmbH, einem Tochterunternehmen der Raiffeisen Ware Austria AG (RWA), beraten. Die Europäische Kommission hat ihre Zustimmung zur Gründung des ge-

Wien. Der Verein für Konsumentenschutz (VKI) hat soeben das Rechts-Handbuch „Partnerschaft & Recht“ in zweiter aktualisierter Auflage herausgegeben. Der Ratgeber beleuchtet die rechtlichen Aspekte rund um die Scheidung und deren Folgen. (red)

Hermann Haneder, Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ).

Wien. Mit fünf von fünf möglichen Sternen wurde die Rechtsschutzversicherung von HDI beim „Assekuranz Award Austria 2012“ ausgezeichnet. Bei diesem Wettbewerb beurteilen 550 Makler die Versicherer in unterschiedlichen Sparten. HDI sieht damit das erfolgreiche Bemühen um Kontinuität bei der Qualität von Angebot und Service bestätigt. (red)


p e o p l e & dat e s

30 – financenetreal:estate

Freitag, 27. April 2012

financenet@medianet.at

Spitzen-Sanierung Gebäudekomplex aus 1960er-Jahren nach modernsten Nachhaltigkeits-Standards fit gemacht

short

MGC Wien: Erstmals eine Goldmedaille für Altbau

Österreich verkauft seine Marinekaserne Wien. Das Verteidigungsministerium hat die Marinekaserne Tegetthoff (Kuchelauer Hafenstraße 88/Donaustraße 22 in 1190 Wien) öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben. Der Mindestkaufpreis beträgt 9.340.000 €. Die Angebotsfrist endet am 22. Juni. Bis zu diesem Tag können verbindliche Angebote abgegeben werden. Danach wird mit den Interessenten verhandelt. Die Grundstücksfläche beträgt 34.000 m� und ist als Bauland gewidmet.  (red)

Wien. Der im Wiener Stadtteil St. Marx stehende Gebäudekomplex MGC Wien – er besteht aus Fashion Center und Office Park – erstrahlt nach aufwendiger Sanierung in neuem Glanz. Die Mieter profitieren u.a. durch Betriebskosten von 2,80 € pro m� inklusive Heizung und Kühlung – ein Bestwert. Nun wurde das MGC von Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou mit dem DGNB-Zertifikat nach ÖGNI in Gold ausgezeichnet. Damit ist es der erste zertifizierte Umbau (und nicht Neubau) in Österreich und ein Vorbild für die „drohende Bestandsproblematik”, heißt es: Von den 11 Mio. m� Bürofläche in Wien befinden sich acht Mio. nicht in der Innenstadt, sondern in Außenbezirken; viele von ihnen erreichen in naher Zukunft das Ende ihrer Nutzungsdauer. Mit der Erneuerung des aus den 1960er-Jahren stammenden MGC habe Immo-Vermarkter Ariel Muzicant bewiesen, dass eine Erneuerung attraktiver sein kann als ein Abriss und Neubau.

Wien. Die Republik Österreich und die Bawag PSK pflegen traditionell eine enge Partnerschaft: Die Bank zeichnet seit mehr als 120 Jahren für den Zahlungsverkehr des Bundes, von Behörden und Ämtern sowie bundesnahen Unternehmen verantwortlich. Mit 23. April ist die Partnerschaft auf zeitgemäß adaptierter Ebene erneuert worden, heißt es. (red)

Nürnberger mit Awards für BU und FLV

Die Maßnahmen

© Garanta

Zahlreiche Maßnahmen wurden am, im und um das MGC durchgeführt, um dieses hohe Niveau zu erlangen. Die Tiefgarage wurde erweitert, sodass jetzt 700 Stellplätze am Gelände zur Verfügung stehen. In die Infrastruktur wurden fünf Mio. € investiert, um u.a. ein übersichtliches Leitsystem zu schaffen. Weitere Verbesserungen umfassen u.a. die Errichtung eines neuen Straßensystems gemeinsam mit der Stadt Wien sowie die Erweiterung von Gastronomie, Postund Business-Service, Konferenzräumlichkeiten u.a. Dass das MGC durch ÖGNI zertifiziert wurde, habe Signalwirkung. „Der Bestand ist

Nürnberger-Vorstand Kurt Molterer: „Entwickeln laufend weiter“.

Wien. Im Rahmen des ÖVM Forums wurden 6. Mal die „Assekuranz Awards Austria” an die besten österreichischen Versicherer verliehen. Die Nürnberger Versicherung Österreich hat sich in zwei Kategorien unter den Top Drei platziert: Die Bestnote “Sehr gut” erhielt die Nürnberger vom ÖVM für ihre Berufsunfähigkeitsversicherung „Plan B“. In der Kategorie „Nichtklassische Lebensversicherung” schaffte es die Nürnberger unter die besten Drei und erhielt dafür die Bestbewertung sehr gut. „Es freut mich, dass wir in den beiden wichtigen Kernsparten BU und FLV so gut beurteilt wurden. Wir bemühen uns, diese Produkte laufend weiterzuentwickeln und zu verbessern”, erklärt Kurt Molterer, Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Versicherung.

Ariel Muzicant, Maria Vassilakou, Doris Wirth, Philipp Kaufmann: MGC als Vorbild für viele Millionen Quadratmeter Office-Altbau.

die große Herausforderung, vor der wir als Gesellschaft stehen, wenn wir die Klimaziele erreichen und den Menschen qualitativ ansprechende Arbeitsplätze bieten wollen”, so ÖGNI-Gründungspräsident Philipp Kaufmann. Breite Nachhaltigkeit könne nicht allein mit Neubauten erreicht werden. Theoretisch gebe es drei Lösungen: Leerstand (bzw. Abbruch), schlechte Nutzung (und Niedergang) bzw. Sanierung. Letzterer sei gewöhnlich aufwendiger als Neubau, weshalb Kaufmann die These wagt: „Das MGC ist der Beweis, dass die aufwendigere Bestandssanierung zur umfassenden Nachhaltigkeit führen kann. Insofern ist der Bestand mit seinen Qualitäten der bessere Neubau.“  (red)

Ökobilanz und ökonomische Freude Zu den Highlights der Zertifizierung des MGC gehört laut ÖGNI die ökologische Qualität: Es wurde Silber vergeben, die eingesetzten Baustoffe sind baubiologisch unbedenklich. Ein Brauchwassersystem senkt den Frischwasserverbrauch. In Sachen Ökonomische Qualität konnte Gold erreicht werden, Mieter und Bauherr erfreuen sich gleichermaßen an niedrigen Betriebskos-ten. Diese betrugen 2011 2,80 €/m² inklusive Heizung und Kühlung.

Mieter. Bei der „Soziofunktionalen Qualität“ wurde Gold erreicht: Maximale Punkteanzahl gab es beim thermischen Komfort im Winter und im Sommer. Das sei besonders wichtig für das Wohlgefühl der Menschen, die sich im Gebäude aufhalten. Bei diesen Kriterien geht es um die Raumtemperatur, die auch bei extremen Außentemperaturen in angenehmen Bereichen gehalten werden kann, ohne dass ein extrem hoher Einsatz an Energie erforderlich ist. Raumluft wird nicht nur thermisch optimiert, sondern es muss auch betreffend der Zusammensetzung der Luft Schadstofffreiheit nachgewiesen werden. Der visuelle Komfort ebenfalls hoch bewertet: Blend- und Sonnenschutz sind gegeben, bei gleichzeitiger Lichtdurchflutung der Räumlichkeiten, u.v.m.

Flexibel verwendbar Besonders hervorzuheben sei auch die Umnutzungsfähigkeit des Gebäudes, vor allem im Hinblick auf die Reserven im Bereich Haustechnik und die flexible Grundrissgestaltung für die einzelnen

Auftritt Neues Fachbuch im Wiener Odeon Theater

Manz Neues Buch

Aufwind Immobilien

Wien. Die Anwaltskanzleien Binder Grösswang, DLA Piper WeissTessbach und Hasberger_Seitz & Partner luden mit dem Verlag LexisNexis zur Buchpremiere ins Wiener Odeon Theater: Präsentiert wurde das neue „Handbuch Wirtschaftsverträge“. Gerit Kandutsch, Verlagsleiterin von Lexis Nexis, übernahm die Eröffnung: „Das ‚Handbuch Wirtschaftsverträge’ ist ein außergewöhnliches Sammelwerk

Wien. Ein spektakulärer Ausblick über Wien bot sich am 24. April den Besuchern der Präsentation des Buchs „Wertorientiertes Management“. Die Uniqa und der Verlag Manz hatten in den Uniqa Tower am Wiener Donaukanal geladen, um dort einen ersten Einblick in den Sammelband mit Case Studies zum Thema zu bieten. Nach der Begrüßung durch Gastgeber Kurt Svoboda, Mitglied des Vorstands/CRO der Uniqa Versicherungen, umriss Herausgeber Reinhard Altenburger, Professor für Unternehmensführung und E-Business-Management an der IMC Fachhochschule Krems, die Herausforderungen, die die Implementierung von wertorientiertem Management mit sich bringt. Ziel sei es dabei vor allem, langfristige Wertsteigerung wieder in den Fokus zu rücken und Nachhaltigkeit und immaterielle Werte verstärkt zu berücksichtigen. Wie ‚Wertorientiertes Management’ gelebt wird, veranschaulichten dann Podiumsgäste und Autoren, u.a. Günter Brandner (Ernst & Young) und Christoph Konasz (RaiffeisenHolding NÖ-Wien). (red)

Wien. Trotz des schwierigen Börsenumfelds und des Wegfalls von Einmaleffekten hat die Wiener Privatbank SE im Geschäftsjahr 2011 ein positives Betriebsergebnis von 5,91 Mio. € (2010: 6,07 Mio. €) erwirtschaftet. Die Dividende soll mit 1 € je Aktie unverändert bleiben. „Unser strategischer Fokus auf Sachwerte-Investments hat sich einmal mehr bewährt“, so der Geschäftsführende Direktor Helmut Hardt. (red)

Frisch servierte Musterverträge für Praktiker.“ Es biete eine umfassende Mustervertragssammlung aus sämtlichen Bereichen des Wirtschaftsrechts. Im Anschluss stellten die Herausgeber Christian Knauder (Universitätsassistent am Institut für Recht der Wirtschaft an der Uni Wien), Christian Marzi (Berater mit Schwerpunkt IT-Recht) und Christian Temmel (Partner bei DLA Piper Weiss-Tessbach) das Werk und seine 49 Autoren vor.

© DLA-Piper/Anna Rauchenberger

Bürocenter: Bena sperrt in Serbien auf Wien/Belgrad. Der Bürocenteranbieter Bena expandiert erstmals ins Ausland und eröffnet in Serbiens Hauptstadt Belgrad ein neuen Standort. Im Sommer wird die erste „Bena Business Embassy“ mit rund 1.000 m� im USCE Tower in „Novi Beograd“ (Neues Belgrad) in einem der obersten Stockwerke eröffnet. „Diese Lage ermöglicht uns, einen Standort der Extraklasse anbieten zu können“, so Bena-Geschäftsführer Alexander Varendorff. (red)

die mgc-zertifizierung

Buchvorstellung: Marzi, Klausegger, Knauder, Kandutsch, Temmel und Hasberger.

Wertorientiert

Privatbank SE

© Wiener Privatbank

Bawag PSK und Bund erneuern 120er-Vertrag

© M. Silveri

MGC Fashion Center und Office Park: Stadträtin Vassilakou verleiht DGNB-Zertifikat nach ÖGNI.

Privatbank SE-Direktor Helmut Hardt: aufwärts u.a. in der Immobiliensparte.


medianet

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Freitag, 27. April 2012 – 31

Publikation

Prävention

Ex-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky skizziert in Buch Reformideen  Seite 36

EU-Kampagne will betriebliche Gesundheitsförderung vorantreiben  Seite 33

© APA

© Goldegg Verlag

healtheconomy © DRK

Präsentation REttungshunde zeigen ihr Können

Bilanzsaison: Industrie trotzt der Patent-Klippe

© Hitachi Medical Systems

short

Ergebnisse Nicht alle Pharmahersteller kämpfen mit kräftigen Umsatzrückgängen: Janssen, Boehringer Ingelheim und Roche gehen erfolgreiche Wege. Im Bild deren Manager Kaspar (Roche), Schilling (BI) und Eibensteiner (Janssen).  Seite 32

inhalt www.cb12.at Healthcare > Krankenversicherung I: Generali im Plus  33 > Krankenversicherung II: Allianz präsentiert Studie 33 Pharmareport und Lifescience > Janssen überwindet Patentlücke und wächst  > Boehringer Ingelheim meldet Rekordergebnis  > Neuer Mega-Deal in der Generika-Branche  > Roche erfüllt im Quartal die Erwartungen  Medizintechnik und eHealth > Systema: CompuGroup weiht neue Zentrale ein 

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Neue Köpfe Die Interessensvertretung der MedizinprodukteUnternehmen Österreichs wird auch weiterhin durch ihr Präsidium – Friedrich Thomasberger (Bild), Christian Braun und Hans-Heinz KhünlBrady – vertreten. Aufgrund der stetig steigenden Herausforderungen für Medizinprodukte-Unternehmen und ihrer Interessensvertretung wurde der Vorstand im Zuge der Hauptversammlung nun um zwei neue Mitglieder, Doris Winkler und Reinhard Di Lena, erweitert. Als Auftakt zeigte der strategische Bereichsleiter der AGES Medizinmarktaufsicht, Marcus Müllner.Seite 36

© Roche/Foto Martin Stickler; Boehringer Ingelheim/Wilke; Johnson & Johnson Medical / Montage: B. Schmid

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Neuer Name Ein Jahr nach der Zusammenlegung der japanischen Aloka Co. Ltd. mit der japanischen Hitachi Medical Corporation und der Umbenennung in Hitachi Aloka Medical Ltd. wurde nun die österreichische Niederlassung der Aloka GesmbH aufgelöst und rechtlich in die Hitachi Medical Systems GesmbH eingegliedert. Mit diesem Schritt bündeln die beiden Unternehmen ihre Kräfte im medizinischen Ultraschall, sagt Franz Schodl (Bild), Managing Director der Hitachi Medical Systems GesmbH mit Sitz in Wiener Neustadt. Seite 35


c ov e r

32 – healtheconomy

Freitag, 27. April 2012

Pharmabilanz I Früher Fokus auf Forschungskooperationen und Schwerpunkt auf Mitarbeiterzufriedenheit bringt Vorsprung

Kommentar

Mediziner helfen der Wirtschaft

Janssen überwindet ­Patent-Klippe und wächst Vier Neuzulassungen seit dem Vorjahr bringen J&J-Tochter in Österreich unter die Top 5.

D

er ehemalige Chef des deutschen Pharmakonzerns Schering, Giuseppe Vita, wird neuer Aufsichtsratsboss der Uni Credit. Der USMediziner Jim Yong Kim wird neuer Weltbank-Präsident. Das kann natürlich Zufall sein. Oder aber es bedeutet, dass die Gesundheitsmanager bisher weit profitabler arbeiteten, als der Finanzsektor und nun diesem helfen sollen. Oder Pharmamanager haben – wenn man sich die Entwicklung der vergangenen Jahre ansieht – bereits Erfahrungen mit Krisen und knappen Kassen gesammelt und geben diese weiter. Früher galt die Pharmabranche jedenfalls als ruhiger Hafen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Das hat sich mit den massenhaft verlustbringenden Patentabläufen wichtiger Medikamente geändert. Vielleicht bedeutet der Aufstieg von Medizinern aber auch etwas anders: Dass der Finanzbranche etwas mehr soziales Gewissen guttut. Wie auch immer. Die jüngsten Bestellungen waren auffallend und haben die Gesundheitswirtschaft wieder einmal positiv in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt und nicht nur einfach als Kostenfaktor. Das ist das Gesundheitswesen nämlich nicht. Es ist ein dynamischer, wichtiger Wirtschaftszweig und für viele Beschäftigte, Unternehmen und Lieferanten gerade jetzt ein sicherer Anker.

GRAFIK DER WOCHE DIABETES Meine bevorzugte(n) Anlaufstelle(n), wenn es um Diabetes geht. Vorlegekarten, Reihenfolge alternierend.

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Hausarzt

Internist

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Diabeteszentrum

6,79

Spitalsambulanz

6,79

Selbsthilfegruppe

8,13

Diabeteserkrankte(r)

3,87

ApothekerIn

10,45

Internet (Forum) Sonstige

19,82

2,19

Quelle: Ökonsult; Grafik: Raimund Appl/APA

Wien. Janssen, die Pharmatochter des US-Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson, ist drauf und dran, in Österreich unter die Top 5 am Pharmaapothekenmarkt vorzustoßen und damit prominente Konkurrenten zu überholen. Während ein großer Teil der Branche mit der sogenannten Patent-Klippe kämpft, bei der Umsätze durch das Auslaufen von Patenten für Blockbustermedikamente wegbrechen, scheint das Unternehmen von der Entwicklung eher zu profitieren. „Wir haben seit dem Vorjahr vier neue Produkte in Österreich auf den Markt“, sagt Österreich-Geschäftsführer Erich Eibensteiner. Man habe Patentabläufe, die anderen Pharmakonzernen drohen, überwunden. Das Unternehmen profitiert dabei von Entscheidungen, die man vor fünf oder mehr Jahren getroffen hat. „Der Konzern hat bereits früh begonnen, verstärkt Kooperationen im Bereich Forschung einzugehen. Sei es mit Universitäten oder Startup-Firmen. Das tun zwar jetzt viele, aber vielleicht waren wir einfach früher dran und ernten jetzt die Früchte.“ Und man konzentriere sich auf Bereiche im Arzneimittelbereich, wo es einen Bedarf für innovative Arzneimittel gebe.

Janssen Österreich-Geschäftsführer Erich Eibensteiner erwartet heuer noch Reformschritte im Gesundheitswesen.

auf den Markt gebracht, welches das Leben verlängern und die Lebensqualität verbessern könne. Im Bereich Hepatitis C habe man die Zulassung für ein Arzneimittel erhalten, das aufgrund der kürzeren Therapiedauer die Akzeptanz bei Patienten deutlich verbessere. Diese beiden Medikamente seien mit April auch in den Erstatungskodex der Kassen aufgenommen worden. Für Schizophrenie-Patienten habe man ein langwirksames Medikament, das künftig nur einmal monatlich zu verabreichen sei und so die Therapietreue deutlich verbesseren könne, schildert Eibensteiner. Im Bereich Diabetes Typ II sei ein Wirkstoff in Entwicklung. Der Konzern hat sich im vergangenen Jahr auch eine neue Struktur verpasst. So wurde die Phar-

Fokus auf fünf Bereiche Das sind die Segemente Onkologie, Infektiologie mit Schwerpunkten Heptitis C und HIV, Neurowissenschaften mit Fokus auf Erkrankungen im Bereich Zentrales Nervenssystem (ZNS), Immunologie sowie kardiovaskuläre und metabolische Erkrankungen. Im Bereich Prostatakrebs habe man etwa ein orales Medikament für Patienten mit Erkrankungen im Endstadium

masparte von Johnson & Johnson, die weltweit unter verschiedenen Marken firmierte, unter dem Namen „Janssen“ zusammengefasst. „Der Name geht auf den Gründer und herausragenden Forscher, Dr. Paul Janssen, zurück und wir wollen uns wieder ganz bewusst auf diese Identität besinnen.“ Eibensteiner, seit Anfang 2011 im Amt und Österreich-Geschäftsführer mit Carine Brouillon, die auch den Alpine-Cluster, in dem Österreich und die Schweiz zusammengefasst sind, leitet, beurteilt die Entwicklungen positiv. „In unserem Geschäft ist man zwar abhängig von den Produkten, der Muttergesellschaft, die Rahmenbedingungen sind klar vorgegeben. Wir können uns aber als lokale Einheit über die Mitarbeiter differenzieren.“ Jans-

sen hat hier wie berichtet zuletzt mit der Auszeichnung „Great Place to Work“ gepunktet. Entwicklungen im Gesundheitsmarkt sieht er trotz des diskutierten Reformstaues dynamisch. In den kommenden Monaten könnte sich einiges bewegen, glaubt er und zeigt sich abwartend bei Entwicklungen auf EU-Ebene. Dort sollen Zulassungen und Erstattungsprozesse beschleunigt werden. „Ein rasches Verfahren ist immer gut, wenn es darum geht, Prozesse so effizient zu gestalten, dass Patienten das bestmögliche, innovative Medikament rasch zur Verfügung gestellt werden kann. Es muss dabei aber auch berücksichtigt werden, dass Geschwindigkeit nicht auf Kosten der Qualität der Beurteilungen und der Verfahrenstransparenz geht.

Pharmabilanz II Österreich-Tochter von deutschem Konzern profitiert von jungen Blockbuster-Medikamenten

Boehringer Ingelheim meldet kräftiges Plus Wien/Ingeheim. Starke Geschäfte mit Medikamenten gegen Schlaganfälle, Bluthochdruck und Atemwegskrankheiten haben Deutschlands zweitgrößtem Pharmakonzern Boehringer Ingelheim zu einem Gewinnsprung verholfen. Das Familienunternehmen steigerte 2011 seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahr um zwei Drittel auf 1,48 Mrd. €, gab Konzernchef Andreas Barner am Dienstag bekannt. Das Traditionsunternehmen, das im Feld der Thrombosemedizin mit Deutschlands Branchenführer Bayer konkurriert, erhöhte seinen Betriebsgewinn um 20% auf 2,27 Mrd. €. Dabei setzte der Konzern 13,2 Mrd. € um – ein Plus von fünf Prozent. Mit seinem lukrativen Schlaganfallmittel Pradaxa erzielte Boehringer Ingelheim 2011 einen Umsatz von 629 Mio. €. Mit seinem Atemwegsmittel Spiriva erzielte der Konzern 2011 ein Umsatzplus von 12,6% auf 3,2 Mrd. €. Auch die Verkaufserlöse mit dem Bluthochdruck-Präparat Micardis legten um 6,6 Prozent auf 1,8 Mrd. € zu. Die Österreich-Tochter, die für das Geschäft in mehr als 30 Län-

dern in Mittel- und Osteuropa verantwortlich ist, konnte ebenfalls stark zulegen und hat ihre Erlöse 2011 um 10% auf 736,2 Mio. € gesteigert. Die Forschungsaufwendungen wurden auf 161,3 Mio. € (+12,8%) erhöht, der Mitarbeiterstand auf knapp 3.000 (+5,6%) aufgestockt. „Das zurückliegende Jahr war für das Regional Center Vienna (RCV) insgesamt erfolgreich, aber

auch von erheblichen Herausforderungen geprägt“, sagte Österreich-Chef Christian Schilling. Viele CEE-Länder hätten ihre Ausgaben auch im Gesundheitsbereich gekürzt. Dennoch sei es gelungen, die Marktposition des Unternehmens in der Region weiter auszubauen. Der größte Geschäftsbereich der verschreibungspflichtigen Arzneimittel wuchs im Boehringer Ingelheim RCV im vergangenen Jahr

© Boehringer Ingelheim/Foto Wilke

Martin Rümmele

© medianet

Martin Rümmele

Boehringer Ingelheim RCV-Boss Schilling ist mit Österreich-Ergebnis zufrieden.

um 10,6% auf 468,8 Mio. €. Das Geschäft mit rezeptfreien Präparaten konnte um 20,6% auf 149,8 Mio. € zulegen. Zu den wichtigsten Marken zählten das Schmerzmittel „Thomapyrin“ und „Dulcolax“ zur Behandlung von Verstopfung.

Investition in Wien Das Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna ist zudem das Forschungszentrum für Onkologie (Krebsforschung) im weltweiten Unternehmensverband und wurde im Vorjahr wie berichtet ausgebaut. Von Wien aus werden weiters die Konzernaktivitäten im gesamten Bereich der klinischen Forschung und Arzneimittelzulassung in Mittel- und Osteuropa (inkl. Österreich und der Schweiz) sowie in Israel, der Türkei und Südafrika gesteuert. 2011 wurden insgesamt 110 klinische Studien durchgeführt. Boehringer Ingelheim zählt damit nach eigenen Angaben zu den forschungsintensivsten pharmazeutischen Unternehmen in Österreich sowie Mittel- und Osteuropa. (iks)


H E A LT H : C A R E

Freitag, 27. April 2012

healtheconomy – 33

Serie Betriebliche Gesundheitsförderung – Teil 7 EU schätzt Kosten durch Arbeitsunfälle und Krankenstände auf 490 Mrd. € pro Jahr

EU will Krankenstände senken Ina Karin Schriebl

Wien/Brüssel. Die EU-Kommission fordert die Stärkung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. EU-Sozialkommissar Laszlo Andor erklärte, jährlich würden 6,9 Mio. Menschen Opfer eines Arbeitsunfalls. Weitere 23 Mio. Beschäftigte würden ein Gesundheitsproblem aufgrund ihrer Arbeit melden. Dies wiederum führe zu insgesamt 450 Mio. Tagen an Krankenständen. Wie viel menschliches Leid, mangelnde Sicherheit und schlechter Gesundheitsschutz verursachen, sei nicht messbar, wohl aber die wirtschaftlichen Kosten: Diese belaufen sich auf 490 Mrd. € im Jahr – mehr als die Hälfte der derzeitigen Kosten des EU-Notfallfonds für die Finanzkrise. Der Sozialkommissar betonte auch, dass der Erfolg der Pensionsreformen ebenfalls mit einer höheren Sicherheit und Gesundheit

am Arbeitsplatz zusammenhänge. Die Kommission führt derzeit eine endgültige Bewertung ihrer Strategie für gesunde Arbeitsplätze durch und erarbeitet Prioritäten. Andor konzedierte, dass angesichts der Wirtschaftskrise die Zahl der Arbeitsunfälle zurückgegangen sei, vor allem im Bausektor. Allerdings „ist die Rezession ja an sich nichts Gutes. Und diese Tendenz ist nicht geeignet, langfristige Schlussfolgerungen zu ziehen.“ Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) startet nun ihre zweijährige Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ zum

Thema „Partnerschaft für Prävention“. Die Kampagne der EU-OSHA rückt die Bedeutung der Managementführung und der Arbeitnehmerbeteiligung bei der Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in den Blickpunkt

„Risikoprävention fördern“ Der dänische Staatssekretär im Sozialministerium, Bo Smith, forderte deshalb die Unternehmen auf, gute Bedingungen für die Beschäftigten zu schaffen. „Unfälle verursachen hohe Kosten für die Firmen, für die Arbeitnehmer und

für die Gesamtgesellschaft. Daher muss man einschreiten und die Risikoprävention fördern.“ Die Kampagne umfasst eine Reihe von Aktivitäten auf nationaler und europäischer Ebene, darunter auch den 11. Europäischen Wettbewerb für gute praktische Lösungen („Good Practice Award“). Der Wettbewerb, dessen Gewinner im April 2013 verkündet werden, rückt die besten Beispiele für die Zusammenarbeit von Management und Beschäftigten bei der Risikoprävention in den Blickpunkt; Beispiele aus Österreich können ab sofort eingereicht werden.  www.ots.at/redirect/osha

Bilanz Krankenversicherung

Generali im Plus

Wien. Der Versicherungsriese Generali Österreich ist im Vorjahr in einem schrumpfenden Gesamtmarkt gewachsen, erzielte aber abschreibungsbedingt weniger Gewinn. Beim Thema „Vorsorge für Pensionen“, aber auch „Gesundheit und Pflege“, gehe es um eine Kombination von staatlicher, betrieblicher und privater Vorsorge, sagte das Management. In der Lebensversicherung konnte die Generali mit plus 10,7% auf Prämieneinnahmen von 739,5 Mio. € deutlich zulegen. Davon entfielen rund 510 Mio. € auf die klassische Lebensversicherung, ein Zuwachs um 18,3%. Die Prämieneinnahmen in der Krankenversicherung stiegen um 4,0% auf 230,3 Mio. €. In Schaden/Unfall gab es im Konzern ein leichtes Plus von 0,6% auf 1,325 Mrd. €.

Studie Ungesunde Jugend

Junge im Stress

Wien. Österreichs Facebook-Generation verhält sich nur bedingt gesundheitsbewusst: Etwa ein Viertel der 14- bis 24-Jährigen raucht, nur jeder Fünfte schwitzt viermal pro Woche gehörig beim Sport. Für die Ernährung sind am ehesten die Eltern zuständig und ein hoher Prozentsatz, 44%, fühlt sich gestresst, 43% fühlen sich „müde und schlapp“. Das ergab eine repräsentative Online-Umfrage im Auftrag der Allianz-Versicherung und der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), die am Dienstag öffentlich vorgestellt wurde. „Neben dem Verkehrsverhalten, der Ernährung und dem Bewegungsmangel gibt es einen weiteren Risikofaktor; dieser ist der psychische Stress“, sagte AllianzVorstandsmitglied Johann Oswald. Von den 14- bis 24-Jährigen, das sind in Österreich rund 1,1 Mio. Menschen, leben drei Viertel noch im elterlichen Haushalt, knapp 55% sind berufstätig (minus 4,3% im Vergleich zu 1994), an freiem Einkommen stehen ihnen durchschnittlich 190 € pro Monat zur Verfügung.

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© APA/Herbert Pfarrhofer

Kampagne soll betriebliche Gesundheitsförderung stärken und positive Beispiele prämieren.

6,9 Millionen Menschen werden in der EU jährlich Opfer eines Arbeitsunfalls.


P h a r m a r epo r t: L i f e s c i e n c e

34 – healtheconomy

Übernahme US-Generikariese Watson schluckt Schweizer Rivalen Actavis für umgerechnet 4,25 Mrd. €

short

Der neue Generikariese

Starker Jahresstart bei US-Firma Abbott New York. Der US-Riese Abbott Laboratories verzeichnete mit einem Gewinnsprung von 43,5% auf 1,24 Mrd. USD einen starken Jahresstart. Allen voran ließ das Arthritis-Medikament Humira die Kassen klingeln, es setzte 1,93 Mrd. USD um, 17% mehr als im Vorjahr. Das Geschäft mit medizinischen Ernährungsprodukten steigerte den Umsatz um 10% auf 1,6 Mrd. USD Abbott will sein Arzneimittelgeschäft in eine eigene börsengelistete Gesellschaft überführen. Eine zweite ebenfalls gelistete Gesellschaft soll sich unter dem angestammten namen Abbott unter anderem auf die Felder Medizintechnik und Generika ausrichten.

Wien/New York. Unter den Herstellern von Nachahmermedikamenten kommt es erneut zu einer Milliardenfusion: Der US-Generikahersteller Watson übernimmt für mindestens 4,25 Mrd. € den in der Schweiz ansässigen Konkurrenten Actavis. Watson will damit zum weltweit drittgrößten Generikakonzern aufsteigen mit einem Umsatz von 8 Mrd. USD (6,05 Mrd. €) in diesem Jahr. Sowohl Watson als auch Actavis gehören bereits zu den Top-Firmen der Branche – in Konkurrenz zur israelischen Ratiopharm-Mutter Teva und der Novartis-Tochter Sandoz. Die Neuigkeiten kamen an der Börse gut an: Im vorbörslichen USHandel legte die Watson-Aktie am Donnerstag um mehr als sieben Prozent zu. Die Aktie war bereits seit den ersten Reuters-Berichten über die Übernahmepläne mehr als 18% geklettert. Zu dem Kaufpreis von 4,25 Mrd. € können maximal

weitere 250 Mio. € hinzukommen. Diese Summe ist an vorher festgelegte Ergebnisziele für 2012 geknüpft. Falls sie erreicht werden, soll die Zahlung 2013 in WatsonAktien beglichen werden. Für den US-Konzern ist die Übernahme der Schweizer die letzte große Etappe einer seit Jahren anhaltenden Einkaufstour. Damit sei die Expansion des Konzerns zu einem weltweit führenden Generika-Unternehmen im Wesentlichen abgeschlossen, erklärte Watson-Chef Paul Bisaro. Mit dem Geschäft stärke Watson seine Position „in den etablierten europäischen Schlüsselmärkten sowie in spannenden aufstrebenden Wachstumsmärkten, einschließlich Zentral-und Osteuropa sowie Russland“. Künftig wird Watson etwa 40% seines Umsatzes im GenerikaGeschäft außerhalb der USA erwirtschaften; Ende 2011 waren es noch 16%. (red)

Pharmabilanz II Gewinnplus und Übernahmeerlaubnis

Zürich/Basel. Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche erfüllte mit leichten Umsatzeinbußen im ersten Quartal 2012 die Erwartungen der Analysten. Die Erlöse gingen um ein Prozent auf 11 Mrd. CHF, umgerechnet 9,16 Mrd. €, zurück. In der wichtigen Pharmasparte ging der Umsatz um ein Prozent zurück auf 8,624 Mrd. CHF, die Diagnostiksparte blieb mit 2,403 Mrd. CHF hingegen weitgehend unverändert, teilte der Konzern mit.

Brüssel/Zürich/New Brunswick. Nach einem schwierigen Jahr hat der US-amerikanische Medizintechnik, Arzneimittel- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson (J&J) das erste Quartal 2012 mit einem Gewinn gestartet. Besonders neu zugelassene Medikamente wie das Krebsmittel Zytiga fuhren Gewinne ein. In der Medizintechnik blieben die Erlöse stabil, der Umsatz mit Konsumgütern war hingegen rückläufig. Aufgrund von Kosteneinsparungen, der Nachfrage nach neuen Medikamenten und eines positiven Steuereffekts ist der Überschuss im ersten Quartal von 3,5 auf 3,9 Mrd. USD gestiegen. Beim Umsatz erzielte Johnson & Johnson im ersten Quartal mit 16,1 Mrd. USD in etwa so viel wie im Vorjahr. Seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr hebt der Konzern allerdings an.

© EPA/Georgios Kefalas

Die Roche-Division Diagnostics soll 2012 stärker wachsen als der Markt.

+++ Top News +++ Top

Roche bestätigte allerdings den Ausblick für das Gesamtjahr. Für das Gesamtjahr rechnet Vorstandschef Severin Schwan für den Konzern und die Division Pharma mit einem Verkaufszuwachs im unteren bis mittleren einstelligen Bereich. Die Division Diagnostics soll stärker wachsen als der Markt.

Keine Illumina-Übernahme Die Übernahmepläne des USGentechnikspezialisten Illumina hat Roche nach längerem Tauziehen nun allerdings aufgegeben. Der Konzern will das „faire und hochattraktive“ Angebot von 51 USD je Aktie im Gesamtvolumen von fast 7 Mrd. USD – umgerechnet 5,35 Mrd. € – im Interesse seiner Aktionäre nicht weiter erhöhen. Nach Einschätzung der Finanzmärkte ist die Übernahme damit offenbar endgültig geplatzt: Illumina-Aktien fielen um sieben Prozent, während Roche-Titel gut ein Prozent zulegten. Das IlluminaManagement hatte Roches Angebot wie berichtet als unzureichend abgelehnt und sich geweigert, mit dem Schweizer Konzern zu verhandeln. (um)

Johnson & Johnson legt zu

Übernahme genehmigt Für die Übernahme des Schweizer Medizintechnikunternehmens Synthes hat Johnson & Johnson nun von der EU-Kommission grünes Licht bekommen.

„Wir haben Zugeständnisse erhalten, die sicherstellen, dass der Wettbewerb in den betroffenen Märkten zum Vorteil von Patienten und Gesundheitssystemen stark bleibt“, erklärt Joaquin Almunia, der für Wettbewerbsfragen zuständige EU-Kommissar. Die Übernahme ist mit 21 Mrd. USD die bisher größte in der Geschichte von Johnson & Johnson. Das Unternehmen will mit Synthes wie berichtet sein OrthopädieGeschäft stärken. (um)

© Johnson & Johnson

© EPA

Das Übernahmekarussell in der Pharmabranche erfasst nun die Generikahersteller.

Pharmabilanz I Leichte Einbußen und geplatzter Deal

Roche scheitert mit Übernahme Nach der Absage verdoppelte sich der Wert des Übernahmekandidaten.

© sxc

Nach Megadeal steigt US-Firma zur Nummer 3 der Welt auf – hinter Teva und Sandoz.

Verkaufsabsage an GlaxoSmithKline

London. Das US-Unternehmen Human Genome Sciences, Pionier auf dem Gebiet der gentechnikbasierten Pharmaforschung, hat das Angebt des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline über 2,6 Mrd. USD ablehnt. Das Angebot entspreche nicht dem Wert des Unternehmens, heißt es als Erklärung. Die beiden Pharmakonzerne kooperieren seit einiger Zeit beim Verkauf des Lupusmedikaments Benlysta. GlaxoSmithKline ist darüber hinaus noch an einer Reihe vielversprechender Herz- und Diabetesmedikamente interessiert, die sich noch in der Versuchsphase befinden, um das Patentportfolio zu erweitern. Der Analyst Eric Schmidt von Cowen & Co hielt einen Abschluss des Geschäfts für wahrscheinlich, allerdings müsse GlaxoSmithKline noch etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

Freitag, 27. April 2012

Der Rückruf fehlerhafter Hüftimplantate verursachte einen Gewinneinbruch.

Ich vertraue der ersten Autoversicherung, die Leben retten kann. Gewählt zur vertrauenswürdigsten Versicherung Österreichs.

2012: UNIQA zum 10. Mal in Folge zur vertrauenswürdigsten Versicherung Österreichs gewählt.

45.000 Kunden vertrauen bereits UNIQA SafeLine.


Freitag, 27. April 2012

short

Dank Asien hoher Zuwachs bei Zeiss Jena. Der Umsatz der Medizintechnik-Anbieter Carl Zeiss Meditec ist dank der guten Nachfrage aus Asien im letzten Halbjahr auf 432 Mio. € geklettert. Dies entspricht einem Plus von rund 15% zum Vorjahr; sämtliche Regionen und strategischen Geschäftseinheiten hätten zum Zuwachs beigetragen.

Ein Spiegelbild für starkes Wachstum

M e d i z i n t e c h n i k : E-H e a lt h

healtheconomy – 35

Medizintechnik Hitachi wird nach Fusion auch in Österreich in Hitachi Aloka umbenannt

short

Gebündelte Kräfte

Israelische Firma Oridion verkauft Zürich. Die israelische Medizintechnik-Firma Oridion, Spezialist für sogenannte Kapnografen, Messgeräte für Kohlendioxid in der Atemluft, wird vom größeren amerikanischen Konkurrenten Covidien für 346 Mio. USD geschluckt. Covidien, ehemals Tyco Healthcare, will Oridion in seine Sparte für medizinische Geräte eingliedern.

Technologiekonzern bündelt Kräfte im Bereich medizinischer Ultraschall. Ina Karin SChriebl

Wiener Neustadt. Ein Jahr nach der Zusammenlegung der japanischen Aloka Co. Ltd. mit der japanischen Hitachi Medical Corporation und der Umbenennung in Hitachi Aloka Medical Ltd. wurde nun die österreichische Niederlassung der Aloka GesmbH aufgelöst und rechtlich in die Hitachi Medical Systems GesmbH eingegliedert. Mit diesem Schritt bündeln die beiden Unternehmen ihre Kräfte im medizinischen Ultraschall.

Medizintechnik bei Linde ausgebaut

Koblenz. Die CompuGroup Medical (CGM), einer der international führenden Hersteller von Medizinischen Informations- und Kommunikationstechnologien, hat nach nur 19 Monaten Bauzeit die neue Konzernzentrale, nach eigenen Angaben „ein Symbol des Wachstums auf einem erfolgreichen Weg“, eröffnet. Außerdem will das Unternehmen weitere 130 Mio. € für Produktforschung und Entwicklung investieren.

© EPA

Die moderne Architektur soll die Dynamik des Unternehmens darstellen.

Aloka blickt, wie auch Hitachi Medical Systems, nach eigenen Angaben auf eine Erfolgsgeschichte als Innovator im Ultraschall-Segment zurück. Beide Unternehmen sind bekannt für die Entwicklung technisch innovativer, hochwertiger Ultraschallsysteme und erstklassiger Services. „Durch die Fusion haben wir unsere Erfahrungen und unser technologisches Wissen, unter Einbezug unseres Know-hows und unserer Mitarbeiter, zusammengelegt, um künftig unseren Kunden ein noch attraktiveres Produktangebot bieten zu können“, sagt Franz Schodl, Managing Director der Hitachi Medical Systems GesmbH. Das seit 31. März 2012 in Wiener Neudorf ansässige Unternehmen ist verantwortlich für die

© Hitachi Medical Systems

© CompuGroup Medical

Lange Erfolgsgeschichte

Linde hat für den Zukauf nach eigenen Angaben 590 Mio. € gezahlt. Franz Schodl führt in Österreich die Firma Hitachi Medical Systems GmbH.

Führung der gesamten Geschäftsbereiche der Hitachi Medical Systems. Hierzu gehören klinische Anwendungen, Marketing, Produktmanagement, Vertrieb und technischer Service. Die Hitachi Medical Corporation wird in Europa durch die Hitachi Medical Systems Europe Holding AG (Zug, Schweiz) und in Österreich durch die Hitachi Medical Systems GesmbH mit Hauptsitz in Wiener Neudorf repräsentiert. Das Unter-

nehmen ist ein führender Anbieter leistungsstarker, offener HochfeldMRT-Systeme, Mehrschicht-CTSysteme sowie von Geräten für die medizinische Ultraschallanwendung und die optische Topografie (NIRS). Das Know-how im Bereich Ultraschall umfasst klinische Anwendungen in der allgemeinen Radiologie, der Inneren Medizin, der Gynäkologie, der Kardiologie, der Gastroenterologie, der Urologie und der Chirurgie.

Brüssel. Der Gasekonzern Linde will mit dem Ausbau seines Medizintechnik-Geschäfts zu einem führenden Anbieter für Beatmungstherapien außerhalb von Krankenhäusern in Europa aufsteigen. Die EU-Kommission genehmigte dem Unternehmen am Mittwoch die Übernahme des kontinentaleuropäischen Geschäftsbereichs „Häusliche Pflege“ vom US-Konkurrenten Air Products.

Gesundheit ist unser Wertvollstes Gut und sie braucht mehr als medikamente.

©Goodluz

Lebensqualität

Gemeinsam für eine gesündere Welt.

Das ist unser höchstes Gut. Wir von Pfizer versorgen weltweit täglich rund 38 Millionen Menschen mit Medikamenten und Gesundheitsprodukten. Mehr Lebensqualität und ein zufriedeneres Leben für Alle sind unser Antrieb und Ziel. Dafür forschen wir intensiv, und entwickeln neue Gesundheitslösungen und innovative Medikamente, die für alle zugänglich sind – hier in Österreich und global! www.pfizer.at


M E N S C H E N & KA R R I E R E N

36 – healtheconomy

Freitag, 27. April 2012

Branchentreffen Vorstand des Medizinprodukte-Verbands Austromed wurde aufgestockt, ist nunmehr zehnköpfig

short

Austromed: Neue Köpfe

Umit in Tirol feiert ihr 10-jähriges Jubiläum

Andreas Feiertag

Die Lange Nacht der ­Forschung in FH Krems

Familienplanung Auszeichnung für Forschungsarbeiten

Ruhestand Josef Dutter geht nach 41 Jahren in Pension

Wien. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurde kürzlich der „pro:woman Award 2012“ verliehen. Der mit jeweils 2.000 € dotierte

Wien. Josef Dutter, 67, langjähriger Geschäftsführer von Salesianer Miettex, dem österreichischen Marktführer im Miettextilbereich, verabschiedet sich nach 41 Jahren im Unternehmen in den Ruhestand. Während seiner Laufbahn hat er den Wandel des Unternehmens von einer chemischen Reinigung mit 66 Filialen im Osten Österreichs zu einem modernen Miettextil-Dienstleister mit 20 eigenen Betrieben in ganz Österreich und dem Ausland entscheidend mitgestaltet. „Josef Dutter ist wirklich ein Salesianer der ersten Stunde. Sowohl zum Aufbau des Mietwäschegeschäfts als auch zur erfolgreichen Auslandsexpansion hat er ganz wesentlich beigetragen“, bedankt sich Thomas Krautschneider, geschäftsführender Gesellschaf-

© IMC FH Krems

pro:woman Award vergeben

© pro:woman Ambulatorium

Heute, Freitag, lädt die FH Krems zur „Langen Nacht der Forschung“

Krems. „Spannung, Spaß und Spitzenforschung“ heißt es bei der „Langen Nacht der Forschung“ an der IMC Fachhochschule Krems. Heute Freitag, 27. April, können sich Interessierte, insbesondere Familien, Kinder und Jugendliche, ab 16:30 Uhr aus erster Hand über das breite Forschungsspektrum in den Bereichen Wirtschaft, Gesundheit und Life Sciences informieren. Programm und Infos:  www.fh-krems.ac.at/lnfo

Frauenministerin Gabriele HeinischHosek hatte den Ehrenschutz.

Preis wurde für wissenschaftliche Arbeiten, welche die Themen Familienplanung, Verhütung, Schwangerschaftsabbruch und sexuelle Rollenbilder erforschen, ausgeschrieben. Den Ehrenschutz trägt die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst, Gabriele Heinisch-Hosek: „Frauen haben ein Recht auf gesundheitliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung über ihren Körper“, sagt HeinischHosek. „Natürlich ist ein Schwangerschaftsabbruch kein Ersatz für Verhütung, Beratung und Information. Deswegen finde ich das Engagement von Einrichtungen wie ‚pro: woman‘ für Aufklärung und Sexualerziehung so überaus wichtig.“ Insgesamt fünf wissenschaftliche Arbeiten wurden prämiert. (fei)

buch-tipp

Das Buch der Ministerin Ihre Vorstellungen für eine Gesundheitsreform hat die frühere ÖVP-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky in Buchform vorgestellt: „Hauptsache gesund – die unheilbaren Krankheiten des österreichischen Gesundheitswesens“. Die ExMinisterin, die derzeit für das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers Österreich den Bereich „Health Care Services“ leitet, plädiert darin für einen Ausbau der Prävention, eine Stärkung des Hausarztes und eine gemeinsame Finanzierung des Spitals- und des niedergelassenen Bereiches. Sie zeigt die Defizite im Gesundheitswesen anhand der Familie Kriehuber auf, die im Laufe ihres Lebens – von der Geburt der Tochter bis zur Pflege der Schwiegermutter – mit den unterschiedlichen Einrichtungen des Systems zu tun hat. Kdolsky unterstützt im Buch grundsätzlich die Reformbestrebungen ihres Nachfolgers Alois Stöger (SPÖ).  (fei) Andrea Kdolsky: Hauptsache gesund – die unheilbaren Krankheiten des österreichischen Gesundheitswesens. Goldegg-Verlag, 248 Seiten, 22 €, ISBN: 978-3-902729-71-2

Ein Ur-Salesianer nimmt Abschied

ter. Das Unternehmen leiten nun weiterhin die beiden langjährigen Geschäftsführer Thomas Krautschneider und Andreas Philipp.

Abschied: A. Philipp, T. Krautschneider, V. Ioane und J. Dutter (v.li.)

Menschen, über die man spricht

Rettungshunde und Johanniter Vorführung im Prater Wien. Sie sind bekannt als die besten Freunde des Menschen. Manchmal sind sie auch seine letzte Rettung: Bei der Suche nach Lawinen- und Erdbebenopfern oder nach Vermissten sind die Rettungshunde unverzichtbar. In waghalsigen Einsätzen bringen sie Höchstleistungen, die nur durch intensives Training und die Vertrautheit mit dem Hundeführer möglich sind: Die Johanniter feiern den „Internationalen Tag der Rettungshunde“ im Wiener Prater. Am 29. April von 12 bis 17 Uhr zeigen die Helfer auf vier Pfoten auf der Zirkuswiese, wie sie für Einsätze trainieren, wie aus einem jungen tollpatschigen Welpen ein erfahrener Rettungshund wird. Die ehrenamtlichen Hundeführer informieren über die Ausbildung der Vierbeiner und die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten. © DRK in Meschede und Eslohe

© Königsberger

© Goldegg Verlag

Friedrich Thomasberger steht weiterhin an der Spitze der Austromed.

© Salesianer Miettex

Hall. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der UMIT, Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik in Hall in Tirol, zog das Rektorenteam Christa Them und Philipp Unterholzner positive Bilanz: 2001 mit 19 Studierenden als kleine Uni für Medizinische Informatik gestartet, hat die moderne Universität für das Gesundheitswesen und die Technik inzwischen 1.500 Studierende.

friedEmann Bachleitner, Apothekerchef

Hohe Auszeichnung für einen Salzburger Apotheker-Standesvertreter: Der scheidende Präsident der Salzburger Apothekerkammer, Friedemann Bachleitner-Hofmann, erhielt aus der Hand von Gesundheitsminister Alois Stöger das ihm vom Bundespräsidenten verliehene „Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“. Der Pharmazeut hat sich gesundheitspolitisch u.a. mit der Propagierung des E-Medikation-Vorlaufmodells „ArzneimittelSicherheitsgurt“ einen Namen gemacht.

Andreas Shamiyeh, Leiter Chirurgie Linz

Ab sofort hat Universitätsdozent Andreas Shamiyeh die Leitung der Abteilung für Chirurgie II am AKH Linz übernommen. Shamiyeh, 41, verheiratet, 3 Kinder, wurde im AKH Linz ausgebildet und kann auf einen umfangreichen Operationskatalog sowie zahlreiche Publikationen verweisen Sein Schwerpunkt ist die minimalinvasive Chirurgie sowohl bei gut- als auch bei bösartigen Erkrankungen. Besonders für die minimalinvasive Behandlung von Dickund Mastdarmtumoren ist er bekannt.

© HV der österr. Sozialvers.

Jubiläum in den Tiroler Bergen: Privatuni besteht seit zehn Jahren.

© Allg. KH der Stadt Linz

© UMIT

Wien. Die Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen Österreichs wird auch weiterhin durch ihr Präsidium – Friedrich Thomasberger, Christian Braun und Hans-Heinz Khünl-Brady – vertreten. Aufgrund der stetig steigenden Herausforderungen für Medizinprodukte-Unternehmen und ihrer Interessensvertretung wurde der Vorstand im Zuge der Hauptversammlung nun um zwei neue Mitglieder, Doris Winkler und Reinhard Di Lena, erweitert. Als Auftakt zeigte der strategische Bereichsleiter der AGES Medizinmarktaufsicht, Marcus Müllner.. Marcus Müllner von der AGES Medizinmarktaufsicht hielt im Rahmen der Hauptversammlung eine Keynote-Speech zum Thema Medizinproduktevigilanz im Hinblick auf die aktuellen Forderungen seitens der EU Gesundheitsminis-

ter und der Europäischen Kommission. Aufgrund von Vorfällen u.a. im Hinblick auf Silikonimplantate wird der Ruf nach einer strikten Überwachung von Medizinprodukten immer stärker, was auf einem optimierten, effizienten Meldesystems basiert, das vor allem dem Schutz der Gesundheit von Patientinnen und Patienten und Anwendern dient. Austromed ist die Interessensvertretung der österreichischen Medizinprodukte-Unternehmen, die in der Produktion, der Aufbereitung und dem Handel von Medizinprodukten in Österreich tätig sind. Medizinprodukte reichen vom Herzschrittmacher über das Hüft-implantat bis hin zum Pflaster. Aufgrund der Innovationskraft werden ständig neue Produkte entwickelt. Rund 100 Mitgliedsunternehmen beschäftigen etwa 9.000 Mitarbeiter, die Wertschöpfung beträgt gut 1,6 Mrd. € pro Jahr.

© Foto Wilke

Präsidium der Interessensvertretung wurde auf Hauptversammlung für weitere drei Jahre bestätigt.

Hans -Jörg Schelling, Vorsitzender SV

Kürzlich fand in der Skylounge der WKO die „apolounge_18“ statt. Dabei sprach Hans Jörg Schelling, Vorsitzender im Hauptverband der Sozialsversicherungsträger, über „die Zukunft des Gesundheitswesens“. Er forderte eine rasche Reform, die Politik brauche Mut zu unpopulären Entscheidungen statt ständige Wahltaktik. Allerdings sollte dabei Evolution statt Revolution stattfinden: „Viele kleine Schritte in die richtige Richtung sind entscheidender als der große, der nie gemacht wird.“


medianet

inside your business. today.

Freitag, 27. April 2012 – 37

Genau im trend

intel im aufwind

Die IT-Trendprognose des BitkomBranchenverbands bestätigt sich  Seite 39

Der Chiphersteller schreibt gesunde Zahlen in fast allen Geschäftsfeldern  Seite 41

© EPA

© R. Müller/pixelio.de

technology dauerbrenner nero-suite im praxistest

© Nero

IT-Röntgenschirm für die Immobilien-Branche

© VMware

short

© ISPA/krischanz.zeiller.

Wien. Ein starkes erstes Quartal vermeldet VMware (im Bild: VMware CEO Paul Marit): Der Umsatz stieg um 25% auf 1,06 Milliarden US-Dollar (0,8 Mrd. €) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; die Umsatzrendite betrug 20,6% (nicht-GAAP-Umsatzrendite: 32,6%). Das Wachstum beim Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in den vergangenen zwölf Monaten stieg um 64% auf 2,12 Milliarden US-Dollar (1,59 Mrd. €). Der freie Cashflow stieg um 53% auf 2,07 Milliarden US-Dollar (1,55 Mrd. €).    www.vmware.com

© Chris Haderer

Wien. Kulturministerin Claudia Schmidt hat die Festplattenabgabe mit einer möglichen Einführung zum Jahresende wieder ins Gespräch gebracht – und die ISPA revoltiert dagegen: „Die Leerkassettenvergütung auf Festplatten ist ein weiterer Versuch der Verwertungsindustrie, wirtschaftliche Löcher veralteter Geschäftsmodelle verzweifelt zu stopfen“, sagt ISPA Generalsekretär Maximilian Schubert (Bild). „Was die Nutzer, Künster und Autoren wirklich brauchen, das ist eine Überarbeitung des Urheberrechts mit Lösungen, die das Urheberrecht Internet-fit machen.“  www.ispa.at

Roland Schmid, Geschäftsführer von WEBSERVICESunited, bietet mit seinen Tools eine freie und ungetrübte Sicht auf die Vor- und Nachteile einer Immobilie.

Visualisierung des Immo-Markts Mit ihren Software-Tools versucht das Wiener Unternehmen Webservicesunited mehr Transparenz in den heimischen Immo­ bilien-Markt zu bringen und Maklern mehr Orientierung zu verschaffen.  Seite 38 „3“ CEO Jan Trionow ist heuer der „Influencer of the Year“

Wien. Microsoft Österreich hat erstmals eine Mobile Advertising-Kampagne in Österreich gestartet. Kern der Kampagne ist ein mobiles HTML5-Portal, das den Nutzern von iPhone und Android- Handys erlaubt, die neuartige Menüführung von Windows Phone zu erkunden. Umgesetzt wird die Kampagne von der österreichischen Mobile Advertising-Agentur der IQ mobile. User können ein Nokia Lumia 800 gewinnen.  www.microsoft.at

© Hutchison 3G Austria

© Microsoft

Für besondere Telekom-Leistungen

3CEO Jan Trionow wurde von seinen Mitbewerbs-Managern ausgezeichnet.

Wien. Für seine Verdienste um das Wachstum von „3“ wurde CEO Jan Trionow von den Managern der österreichischen Telekommunikationsbranche zum „Influencer of the Year“ gewählt. Der Award wird jährlich an Persönlichkeiten verliehen, die in der österreichischen Telekommunikationslandschaft eine besonders treibende und gestalterische Rolle einnehmen und honoriert besondere Leistungen für die österreichische Telekommunikationsbranche. Er wird regelmäßig von „Management Events“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Strategie Circle Telecom“ übergeben.  www.drei.at


C ove r

38 – medianet technology

Kommentar

Neue Steuern braucht das Land

Freitag, 27. April 2012

Webservicesunited Das Unternehmen bietet ein System zur einfachen Visualisierung von Immobilien-Informationen

Marketingtool vereinfacht die Immobilienbewertung

Informationen aus dem Grundbuch werden mit anderen öffentlichen Daten zum Exposé zusammengeführt.

netidee Wettbewerb läuft

© netidee

Internet-Ideen

Rupert Nagler, Vorstand der Internet Foundation Austria.

Wien. Die Internet-Förderaktion „netidee“ startet in die siebente Runde. Gesucht sind innovative Projektideen, die Österreichs Internet weiterbringen. Und dieses Jahr verdoppelt die Internet Foundation Austria den Fördertopf für die besten Projekte von bisher 500.000 € auf eine Mio. €. Eingereicht werden kann bis 16. August, den besten Internet-Ideen winken Förderungen von bis zu 50.000 € pro Projekt. „Den Themen der Projekte sind keine Grenzen gesetzt; Hauptsache, das Internet wird in innovativer Weise weiterentwickelt“, sagt Rupert Nagler, Internet Foundation Austria.  www.netidee.at

„IMMOmapping“ im Praxiseinsatz: Die auf Bing Maps basierende Übersichtskarte zeigt Details über die Umgebung des Büros von Webservicesunited an. Dadurch können Immobilien der Umgebung zur Bewertung eines Objekts herangezogen werden.

Produkt detaillierte Informationen über das Volumen der im Zielgebiet abgewickelten Immobilientransaktionen, die auf einer aktuellen „Transaktions-Landkarte“ angezeigt werden. IMMOtrends liefert darüber hinaus die Entwicklung von Verkaufspreisen, durchschnittlichen Quadratmeterpreisen sowie die Anzahl der Transaktionen in den gewählten Bezirken. Alle diese Informationen gerinnen letztlich zu einem Exposé, das kaum mehr Wünsche offen lässt. „Webservicesunited baut mit seinen Produkten auf der öffentlichen Grundbuchdatenbank auf“, sagt Schmid. „Wir haben im Jahr 2007 mit der Entwicklung begonnen, weil wir festgestellt haben, dass Recherchen im Grundbuch aufgrund seiner Struktur sehr umständlich sind.“ Bereits im Jänner 2008 ging die erste Version des Abfragetools online. Seither wird es permanent weiterentwickelt und um Funktionen erweitert

Bis zum Exposé Das Produkt hat es durchaus in sich und zeigt recht beeindruckend, was durch die Kombination öffentlich verfügbarer Daten möglich ist. „Datenschutz ist uns ein großes Anliegen“, sagt Schmid. „In IMMOmapping werden ausschließlich Informationen verwendet, die ohnehin öffentlich sind.“ Viele Daten können dabei nicht einfach aus anderen Informationssystemen übernommen werden, sondern wollen sich händisch eingepflegt sehen – so werden beispielsweise die Daten von Kaufverträgen manuell erfasst und ins IMMOmapping-System eingespeichert. Neben „Umgebungsdaten“ liefert das

© Chris Haderer

D

ie von Kulturministerin Claudia Schmied (einmal mehr) für Jahresende in den Raum gestellte „Festplattenabgabe“ erhitzt die Frühlingsgemüter. Auf der einen Seite schäumt das Gefolge von Gerhard Ruiss und der IG-Autoren, die sich die neue Pauschalsteuer von ganzem Herzen wünscht, weil erwiesenermaßen Festplatten zu nichts anderem verwendet werden, als zum Speichern urheberrechtlich geschützter Werke. Auf der anderen Seite stehen die Proteste von Internetprovidern, die sich eine Überarbeitung des Urheberrechts wünschen, sowie eine Absage des Obersten Gerichtshofs, der ausufernden Fantasiesteuern schon im Jahr 2009 einen Riegel vorschieben wollte (ein Verfahren ist zur Zeit anhängig). Praktisch würde eine Festplattenabgabe zur Mehrfachbesteuerung von gekauften Inhalten führen, was beim Konsumenten auf wenig Verständnis stößt. Claudia Schmied hingegen hat mit politischem Weitblick für mehrfache Umwegrentabilität zum Wohle der Staatskasse gesorgt. Denn durch ihre geliebte Festplattenabgabe werden auch Steuern für die vielen neuen Speichermedien fällig, auf denen die Daten vorratsdatenspeicherüberwachter Bürger archiviert sind. Und diese Daten, liebe Autoren, sind ein viel besseres Geschäft als alle österreichischen Romane der Nachkriegszeit zusammen.

Wien. Am Anfang steht eine Adresse, wie beispielsweise „Salztorgasse 7“ – ein paar Mausklicks später folgt ein umfassendes Informationspaket über das ausgewählte Objekt, bei dem jedem Makler eigentlich vor Freude das Herz in der Brust zerspringen müsste. Nach einer vom Zeitaufwand her minimalen Recherche zeigt der Schirm von IMMOmapping detaillierte Informationen aus dem Grundbuch, über die Immobilienpreise im Umfeld des Objekts sowie infrastrukturelle und demographische Daten. „Immobilien können somit schnell und realistisch bewertet werden“, sagt Roland Schmid, Geschäftsführer der Webservicesunited. Das Flaggschiff des Unternehmens, die IMMOmapping-Lösung, ist ein leistungsfähiges Marketinginstrument, das Immobiliengeschäfte vor allem im städtischen Raum mit wirtschaftlich notwendigen Eckdaten versorgen soll.

Roland Schmid, Geschäftsführer und Eigentümer von Webservicesunited.

(wie um eine Verknüpfung mit der Herold-Datenbank). Webservicesunited erfasst „als einziger Anbieter in Österreich alle Immobilientransaktionen“, sagt Schmid. „Das ist natürlich spannend, weil wir Trends ableiten und die Preisentwicklung prognostizieren können.“ Webservicesunited stellt seine Produkte

auf Webbasis und in Form mehrerer Lizenzmodelle österreichweit zur Verfügung. In naher Zukunft sollen Flächenwidmungsinformtionen neben Wien auch für die Regionen Burgenland, Tirol und Oberösterreich zur Verfügung stehen.  www.webservicesunited.at  www.checkimmo.com

Epson Mit dem aktuellen Geschäftsjahr hat der zweite Teil des SE15-Businessplans des Unternehmens begonnen

Investitionen in die Informationstechnologie Meerbusch/Tokio/Wien. Im Jahr 2009 hat die Seiko Epson Corporation in dem mittelfristigen Businessplan SE15 ihre globalen Unternehmensziele für die Geschäftsjahre 2009 bis 2014 definiert und in je drei Jahre dauernde Geschäftsperioden aufgeteilt. Nun startete parallel mit Beginn des Geschäftsjahrs 2012/2013 am 1. April der zweite Abschnitt des Geschäftsplans.

2011.“ Ein Grund für den Erfolg des Unternehmens trotz extrem widriger Umstände sei die konsequente Umsetzung der Strategie, die Geschäftsfelder und Produktlinien auszuweiten und gleichzeitig die Kosten zu senken.

Ein Ziel der zweiten Hälfte des SE15-Plans soll es sein, Epson „robuster gegen negative wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu machen“. Dazu gehört beispielsweise die Konzentration auf die Micro-Piezo-Technologie sowie die

Erfolg trotz Katastrophen Die Entwicklung von Epson in der ersten Hälfte des SE15 Geschäftsplans entspräche den Erwartungen, sagt Minoru Usui, Präsident der Seiko Epson Corporation und für den SE15-Plan verantwortlich, „obwohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der vergangenen drei Jahre durch eine Reihe negativer Ereignisse überschattet wurden: Die Lehmann-Pleite, die europäische Schuldenkrise, die starke Aufwertung des japanischen Yen, die Überschwemmung in Thailand und vor allem das verheerende Erdbeben in Nordjapan mit nachfolgendem Tsunami im März

Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch deutlich kleinere Drucker. Auch der Ausbau der Marktstellung bei Druckern im Privatbereich ist Epson in den kommenden Jahren ein zentrales Anliegen.

Strategische Investitionen

© Epson

Chris Haderer

© Webservicesunited

Chris Haderer

Minoru Usui, Präsident der Seiko Epson Corporation, präsentiert den SE15-Plan.

Schwerpunktmäßig will Epson in Projekte im Bereich der Informationstechnologie investieren, insbesondere in die Märkte Druck und Projektion, denn „diese beiden Geschäftsfelder versprechen ein besonders hohes Wachstum“, sagt Usui. „Die Gesamtinvestitionen werden sich dabei über drei Jahre auf insgesamt 140 Milliarden Yen belaufen. Epson wird kumuliert über die nächsten drei Jahre einen freien Cashflow von 80 Milliarden Yen generieren; Basis dafür sind im Wesentlichen effiziente Investitionen, eine Stärkung der finanziellen Struktur sowie ein nachhaltiges Wachstum des operativen Geschäfts. Bei der Ausschüttung von Dividenden verfolgt Epson eine Politik der stabilen Dividenden.“  www.epson.at


I d e e & str at e gi e

Freitag, 27. April 2012

medianet technology – 39

Trends 2012 Zu den heuer stark an Bedeutung gewinnenden Themen gehört aufgrund von Datenschutzproblemen auch der Smart Metering-Komplex

IT-Prognosen bewahrheiten sich SAP-Konzern will bis 2015 zum internationalen Cloud-Marktführer wachsen. Wien. Die vom deutschen Branchenverband Bitkom zum Jahresbeginn abgegebenen Trend-Prognosen scheinen sich zu bewahrheiten: Cloud Computing, Mobile Applikationen, IT-Sicherheit und Social Media gehören zu den großen Themen des laufenden Jahres. Laut dem Analysten Gartner soll der Cloud-Computing-Markt bis 2015 ein Volumen von 43 Mio. USD (32,3 Mrd. €) erreichen.

Wolken-Aufsteiger Auffällig ehrgeizige Ziele hinsichtlich der Wolke hat sich der Walldorfer SAP-Konzern gesetzt. Laut einem im manager magazin zitierten E-Mail von Innovationsvorstand Vishal Sikka will das Unternehmen noch heuer seinen Marktanteil im Cloud ComputingBereich verdoppeln. Innerhalb der nächsten fünf Jahre wollen die Walldorfer ih-

ren Anteil dann um das 30-Fache steigern und somit die Marktführerschaft erobern. Damit steht SAP allerdings den Plänen von VMware im Weg, die vom Virtualisierungs-Experten zum gut aufgestellten Cloud-Anbieter gewachsen ist.

Metering-Probleme Mehr als erwartet stellt sich allerdings der im Bitkom-Ranking erst auf Platz 9 kommende „Smart Metering“-Bereich dar. Abgesehen von den ohnehin omnipräsenten Trendthemen „Cloud“ und „Mobile Computing“ gilt er als starker

Wachstumskandidat – mit einigen Problemfeldern allerdings, die vor einer tatsächlichen Akzepanz durch die Endkunden noch bearbeitet werden müssen. Neben den Kosten und veralteten Leitungen gehört der Datenschutz zu den großen Sorgenkindern der Smart Metering-Branche. Noch existieren weder einfach zu installierende und wartbare Smart Meter-Stromzähler, noch gibt es ein Modell, das den beim Verbraucher erzeugten Datenstrom vernünftig kanalisiert und entsprechend der Datenschutzregeln auch vom Anwender kontrollierbar macht.  www.bitkom.de

AEC Privacy-Ausstellung

Außer Kontrolle Linz. In Kooperation mit dem FH Campus Hagenberg hat die Linzer „Ars Electronica“ vorige Woche die Ausstellung „Außer Kontrolle – was das Netz über dich weiß“ eröffnet. Die bis Ende 2012 laufende Show thematisiert in Form zahlreicher Installationen die zahlreichen „Privacy Leaks“ im Internet sowie die vielfältigen Überwachungsmöglichkeiten im Online-Universum. Flankiert wird die täglich begehbare Ausstellung von einer Reihe von Vorträgen im Ars Electronica Center (siehe Infokasten). Eine der Installationen, die sich mit der Vorratsdatenspeicherung auseinandersetzt, kann automatisiert DSG-Auskunftsanfragen an Behörden ausdrucken. „Wir hatten vergangenes Jahr über 180.000 Besucher im ‚Ars Electronica Center‘“, sagt Gerfried Stocker, künstlerischer Leiter der Ars Electronica. „Wenn wir die heuer dazu animieren können, alle hier auf ‚Enter‘ zu drücken, dann …“

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AEC-Vortragsreihe Im Umfeld der aktuellen Ausstellung „Außer Kontrolle“ bietet die Ars Electronica in Zusammenarbeit mit dem FH Campus Hagenberg auch eine Reihe von Vorträgen und Workshops an. Bis zum Sommer sind folgende Veranstaltungen geplant: Do 24.5., 18:30: Personendaten – wie wertvoll ist dieser neue Rohstoff wirklich? Referent: Johannes A. Skrivanek (Gesellschafter von Pulpmedia). Sa 16.6., 16:00: Vorratsdatenspeicherung Referent: Peter Burgstaller (Department Sichere Informationssysteme der FH OÖ Campus Hagenberg). So 17.6., 16:00: Smartphone-Sicherheit für Jedermann. Referent: Robert Kolmhofer (Department Sichere Informationssysteme der FH OÖ Campus Hagenberg). Do 28.6., 18:30: Welche Spuren hinterlassen wir im Internet? Referent: Markus Zeilinger (Department Sichere Informationssysteme der FH OÖ Campus Hagenberg). Do 12.7., 18:30: Smartphone-Sicherheit für Jedermann. Referent: Robert Kolmhofer (Department Sichere Informationssysteme der FH OÖ Campus Hagenberg). Veranstaltungsort ist das Ars Electronica Center. Das Ars Electronica Festival wird heuer vom 30. August bis 3. September in Linz über die Bühne gehen und unter dem Motto „The Big Picture“ stehen.  www.aec.at

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Fac t s & F i g u re s

40 – medianet technology

Wüstenrot: Update für den Arbeitsplatz Wien. Wüstenrot hat seine Infrastruktur auf den Letztstand gebracht und mit Unterstützung von Comparex Austria das Projekt „Arbeitsplatz 2011“ realisiert, in dessen Mittelpunkt ein ganzheitliches Lösungskonzept stand, das höchste Sicherheitsstandards, Wirtschaftlichkeit und Prüfbarkeit garantieren sollte. Die neue InfrastrukturLösung stellt für Wüstenrot eine Inves-tition in mehr Transparenz und Kosteneffizienz dar. Aus technischer Sicht galt es, für 2.200 User neue technologische Arbeitsumgebungen zu schaffen. Da das Projekt einen ganzheitlichen Ansatz verfolgte, wurden aber organisatorische und technische Aspekte in gleicher Weise betrachtet. Im Mittelpunkt des Projekts stand ein Konzept, das zentrales Management, Wirtschaftlichkeit, einen hohen Standardisierungsgrad, geringen Supportaufwand, kurze Wiederherstellungszeiten sowie maximale Sicherheit des Arbeitsplatzes garantieren sollte. Im ersten Schritt wurden alle Desktops (1.220 Stück) komplett ausgetauscht. Dann erfolgte die Erneuerung sämtlicher Laptops (1.240 Stück) sowie ein Rollout der neuen Clientsoftware. Außerdem wurden 2.200 User in die Benutzung der Geräte eingeführt. „Als einer der größten Finanz- und Versicherungsdienstleister in Österreich ist es uns wichtig, höchste Qualitätsund Sicherheitsstandards der IT-Infrastruktur sicherzustellen. Dank den modifizierten Arbeitsplatzumgebungen können wir unseren Mitarbeitern nun eine optimale Infrastruktur bieten“, sagt Johann Schartner, Geschäftsführer Wüstenrot Dataservice GmbH.  www.comparex.at

US-Netzwerkspezialist kommt nach Europa

s&t Der im Vorjahr etwas angeschlagene IT-Dienstleister pflegt eine Partnerschaft mit dem Full Service Provider Mercaturia

Aufschwung durch mehr intensive Partnerschaften

Das Unternehmen betreut die PoS- und Kasseninstallationen an insgesamt 700 Intersport-Standorten. Chris Haderer

Wien. Einen Deal mit mehr als nur Imagewert kann der im Vorjahr etwas angeschlagene Wiener ITDienstleister s&t vorweisen. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Full Service Provider Mercaturia übernimmt s&t die Abwicklung einer Reihe von IT-Services nebst Callcenter-Diensten. Die Vereinbarung wurde hinsichtlich der Ausstattung und Betreuung von fast 700 Standorten der IntersportGruppe (in Österreich, Tschechien, Slowakei und Ungarn) getroffen, deren Tochter Mercanturia ist. Trotz der Mutter versteht sich Mercaturia als neutraler, eigenständiger Dienstleister, der neben Interspar noch eine Reihe anderer namhafter Unternehmen betreut, darunter die Billa-Kette oder die Fussl Modestraße, mit Dienstleistungen von Logistik- und PR-Diensten über Personal-, Finanz-, Warenwirtschaft- und IT-Services bis hin zum Ladenbau und Merchandising. „Einzelne Segmente haben wir an ‚s&t‘ ausgelagert“, sagt Mercaturia-Geschäftsführer Johann Reisinger. Was den Point of Sales betrifft, hat s&t ohnehin eine recht interessante Klientel, zur der beispielsweise die Spar-Gruppe oder die OMV gehören.

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short

Freitag, 27. April 2012

Richard Neuwirth, Managing Director bei s&t (li.), und Johann Reisinger, Geschäftsführer beim Full Service Provider Mercaturia.

schäftsjahr geht die s&t-Führung von etwa 15% weniger Umsatz aus, ab 2013 sollen der Umsatz wieder wachsen. Den prognostizierten Umsatzrückgang führt die Unternehmensleitung auf die Einstellung weniger profitabler Geschäftsbereiche zurück. Trotzdem sei die Lage schon wieder sehr stabil, beruhigt Richard Neuwirth, Managing Director bei s&t. Und Deals wie mit Mercatury würden ebenfalls einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Aufschwung leisten. „Die finanziellen Themen sind mittlerweile erledigt“, sagt Neuwirth. „Mercaturia hat uns das Vertrauen geschenkt und abgewartet, bis alle Probleme bereinigt waren, um Projekte unbelastet angehen zu können.“ Die finanzielle Dimension der Zusammenarbeit mit Mercaturia (hin-

Stabile Entwicklung Für s&t war das vergangene Geschäftsjahr eher hart: Das Bilanzergebnis sank im Geschäftsjahr 2011 von 48,7 Mio. € auf 19,2 Mio. € (darin sind aber auch stattliche 41,8 Mio. € aus dem Verzicht von Banken enthalten). Der Umsatz sank von 322,7 auf 265,9 Mio. €, der Zahlungsmittelbestand wurde per Jahresende 2011 auf 14,1 Mio. € beziffert. Für das heurige Ge-

sichtlich des Intersport-Projekts) beziffert Richard Neuwirth allerdings nicht, sondern er gibt sich allgemein: „Bei diesem Projekt ist es gelungen, ein in Österreich entstandenes Konzept sehr erfolgreich auch im osteuropäischen Raum anzubieten“, sagt Neuwirth. „Für Mercaturia hat das den Vorteil, dass es nur einen Ansprechpartner gibt.”

Wichtige Ressourcen Gerade bei Projekten wie der Ausstattung der Intersport-Gruppe mit Point-of-Sales- und Kassensystemen sei es für Mercaturia notwendig, auf Ressourcen zurückgreifen zu können – ein Grund für die Zusammenarbeit mit s&t. „Wir sind mit Servicetechnikern nicht so stark aufgestellt, dass wir jederzeit

vor Ort sein können“, sagt Johann Reisinger. Diesen Aufwand will das Unternehmen auch gar nicht selbst betreiben.

Keine Grenzen „Für uns war das Know-how von s&t bei der Partnerwahl wichtig“, sagt Reisinger. „Wir wachsen sehr schnell, da brauchen wir verlässliche Partner, die auch mit gestiegenen Anforderungen zurechtkommen und im operativen Geschäft nicht unvermittelt an Grenzen stoßen.“ Neben der intensivierten Zusammenarbeit der beiden Unternehmen gibt es auch einen „Nebeneffekt“ für Auftraggeber Intersport: dessen Kommunikation wird weniger komplex und dadurch effektiver.  www.snt.at  www.mercaturia.at

Regus Laut einer Umfrage des Lösungsanbieters steht Cloud Computing als potenzielle Einsparungsquelle ganz oben

David Watkins, Regional Sales ­Director EMEA bei Arista Networks.

Wien. Arista Networks, ein Anbieter von High-End-Switches für Data Center und CloudComputing-Infrastrukturen, expandiert und gründet vier neue Niederlassungen im europäischen Raum. Damit ist das ursprünglich vom deutschen IT-Pionier Andreas von Bechtolsheim im Jahr 2004 in den USA gegründete Unternehmen in den Ländern Deutschland, Großbritannien, Irland sowie Holland präsent. „Dank der lokalen Präsenz können wir unsere Kunden mit unseren Produkten und Leistungen noch intensiver bei all ihren Herausforderungen unterstützen und eine optimale Infrastruktur für die individuelle Unterstützung und Betreuung etablieren“, sagt David Watkins, Regional Sales Director EMEA bei Arista Networks.  www.aristanetworks.com

Wien. Die Gründe, aus denen sich Unternehmen mit Cloud Computing zu befassen beginnen, sind recht vielfältig und liegen, je nach Studie, schwerpunktmäßig auf möglichen Einsparungen oder Infrastrukturverbesserungen. Beides ist in gewissem Rahmen wahr – wobei eine Generalstrategie über den Themen schweben sollte. Laut dem aktuellen „Regus Business Confidence Index“, den der Arbeitsplatz-Lösungsanbieter Regus erstellt, gehört das Interesse der Unternehmen gerade dem Cloud Computing als Mittel zur Kostenkontrolle, um das Wachstum nicht zu behindern. Laut dem Regus Business Confidence Index, der nur um einen Punkt von 114 auf 113 gefallen ist, nachdem er zwischen März und September 2011 einen starken Abschwung erlebt hatte, herrsche wieder weltweiter Konjunkturoptimismus.

Anhaltend optimistisch Der Regus Business Confidence Index ist eine Kennzahl zum Konjunkturoptimismus und ein Be-

ten Befragung vor sechs Monaten gleichgeblieben (51%). Der Anteil an Unternehmen, die ein Gewinnwachstum verzeichnen, ist von 42% auf 40% gefallen. Im Hinblick auf die Kostenkontrolle für nachhaltiges Wachstum sehen Unternehmen im Einsatz einer kürzeren Lieferkette und im Cloud Computing die größten Einsparpotenziale für die nächsten Monate.

Flexible Lösungen

© Regus

© Arista

Einsparen, ohne Wachstum zu behindern

Garry Gürtler, General Regional Manager Balkan, CEE und GUS beim Anbieter Regus.

standteil der Wirtschaftsumfrage „Regus Business Tracker“. Die Angaben zur Umsatz- und Gewinnentwicklung des laufenden Geschäftsjahrs werden mit Ausblicken auf den erwarteten Wirtschaftsaufschwung in den nächsten Monaten kombiniert. Der Wert wurde konzipiert, um Unternehmen mit einer einzigen Kennzahl die Haupter-

kenntnisse der Umfrage zu verdeutlichen. Der Bezugswert wurde in der ersten Ausgabe des Regus Business Tracker im September 2009 auf 100 festgelegt. Als Anzeichen für den anhaltenden Optimismus wertet der Index den hohen Anteil an Unternehmen, die Umsatzwachstum verzeichnen. Dieser ist im Vergleich zur letz-

„Nach einem starken Abschwung zwischen März und September 2011 hat sich der Konjunkturoptimismus in den letzten sechs Monaten wieder stabilisiert“, sagt Garry Gürtler, General Regional Manager Balkan, CEE und GUS bei Regus. „Ein beachtlicher Anteil der befragten Unternehmen sieht in flexibleren Immobilienverträgen einen der wichtigsten Bereiche, um effizient Kosten zu senken. Die auf dem Markt verfügbaren flexiblen Arbeitsplatzlösungen ermöglichen es immer mehr Unternehmen, bedarfsgerecht zu wirtschaften.”  www.regus.at


Fac t s & f i g u r e s

Freitag, 27. April 2012

medianet technology – 41

Garmin Zur Stärkung seiner integrierten Navigationssysteme hat sich das Unternehmen drei neue Stützpunkte im Umfeld der Autoindustrie zugelegt

Hautnah an den Auto-Herstellern Wien. Nachdem sich Garmin am Markt für mobile Navigationssysteme zu einer gewichtigen Größe entwickelt hat, weitet das Unternehmen seine Tätigkeit auch auf den integrierten Bereich aus und rückt durch die Eröffnung neuer Stützpunkte in Stuttgart, Shanghai und Yokohama auch räumlich näher an die Automobilindustrie heran. Erst vor Kurzem hat Garmin ein Auto-OEM-Zentrum im amerikanischen Detroit eröffnet.

Neue Geschäftsfelder „Die neuen weltweiten AutoOEM-Zentren werden lokale Unterstützung der globalen Kundenbasis bieten und dabei helfen, Innovationen weiter voranzutreiben, während neue Geschäftsfelder erschlossen werden“, sagt Matt Munn, Geschäftsführer von Garmin Automotive OEM, Garmin Int. „Ausgewählte Experten in einigen

der größten Märkte für automotive Technik weltweit zu haben, erlaubt auch, Garmins Technologie effizient an lokale Erfordernisse internationaler Märkte anzupassen.“

Renommierte Marken Garmins Auto-OEM-Sparte bietet eine recht ansehnliche Bandbreite von fahrzeugintegrierter Elektronik für die Automobilindustrie. Diese umfasst Infotainment- und Telematik-Systeme, NavigationsSW, positionsbasierte Services und portable Navigationssysteme. Das Unternehmen pflegt Kooperationen mit verschiedenen Auto-

Intel Neue Geschäftszahlen

Solide Umsätze

Wien. Die Intel Corporation vermeldet einen Umsatz von 12,9 Mrd. USD (9,68 Mrd. €) für das erste Quartal des aktuellen Geschäftsjahres. Dabei erreichte das Unternehmen ein operatives Ergebnis von 3,8 Mrd. USD (2,85 Mrd. €). Der Nettogewinn betrug 2,7 Mrd. USD (2,03 Mrd. €) und der Gewinn pro Aktie 0,53 USD (0,4 €). Liquide Mittel wurden in Höhe von etwa drei Mrd. USD (2,25 Mrd. €) erwirtschaftet. Die Dividendenausschüttung betrug eine Mrd. USD (0,75 Mrd. €) und 1,5 Mrd. USD (1,13 Mrd. €) waren für den Rückkauf von Aktien bestimmt. „Das erste Quartal war ein guter Start in ein weiteres Jahr, in dem wir Wachstum erwarten“, kommentiert Intel-Präsident und CEO Paul Otellini. „Im zweiten Quartal werden die ersten Intelbasierten Smartphones auf den Markt kommen, Intel wird Prozessoren basierend auf der 22-nm-TriGate-Transistortechnik in hohen Stückzahlen ausliefern und wir beschleunigen die Markteinführung unseres besten Server Prozessors aller Zeiten. Das ist eine hervorragende Grundlage für weiteres Wachstum in 2012 und darüber hinaus.“

Zukunftsprognosen

© EPA

Media Partner

Für das zweite Quartal des Geschäftsjahrs prognostiziert der Chiphersteller einen GAAP-basierenden Umsatz von 13,6 Mrd. USD (10,2 Mrd. €), plus oder minus 500 Mio. USD (375,09 Mio. €). Für das gesamte laufende Jahr hat das Unternehmen eine Bruttogewinnmarge von 64% bis 65% nicht auf GAAP basierend (ohne Abschreibung auf erworbene immaterielle Werte) im Auge.  www.intel.com

Gute Eckzahlen: Intel-CEO Paul Otellini.

marken wie BMW, Chrysler, Honda, Kenwood, Panasonic, Suzuki, Toyota und anderen. Das im Dodge Charger werksseitig installierte Navigationssystem von Garmin wurde von der J.D.Power & Assoc. Studie 2011 zur Nützung und Zufriedenheit mit Navigationssystemen in den USA mit der „höchsten Kundenzufriedenheit bei werksseitig installierten Navigationssystemen“ ausgezeichnet. Garmins erstes Kfz-Infotainment-System für ausgewählte Suzuki-Modelle in 2013 wurde bereits auf der „New York International Auto Show 2012“ angekündigt.  www.garmin.at

© Garmin

Kfz-Infotainment-System für Suzuki-Modelle soll im Jahr 2013 verfügbar sein.

Matt Munn, Geschäftsführer von Garmin Automotive OEM, beim Navi-Expert Garmin.


T o o ls & se r v ic e s

42 – medianet technology

Test „Nero 11 Platinium“ bietet eine umfassende Softwaresammlung zur Erstellung von Multimedia-Datenträgern

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Umfassende Brenn-Suite mit Installationsfehlern

Barracuda-Backup mit VMware-Unterstützung Innsbruck/Wien. Barracuda Networks hat die Version 4.2. des Barracuda Backup Service vorgestellt. Durch die Unterstützung von VMware werden deduplizierte Images von virtuellen Servern für die Notfallsicherung an alternativen Standorten erstellt. Die neuen Funktionen sind für Kunden des Barracuda Backup Service mit Energize Update Lizenz kostenlos verfügbar. „Seit Mitte 2011 hat VMware bei Virtualisierungsdiensten einen Marktanteil von rund 75 Prozent erreicht“, sagt Guy Suter, General Manager des Barracuda Backup Service. „Dieser Markt wächst branchenübergreifend, da die Anwender Kosten senken und den Betrieb von Servern vereinfachen möchten. Wir sind davon überzeugt, dass unseren Kunden am meisten mit einem Produkt gedient ist, das einen einfachen Schutz ohne umständliche Lösungen sowohl für physische als auch für virtuelle Umgebungen bietet. Und genau das leistet der Barracuda Backup Service.“ www.barracudanetworks.com

Kapitaler Installationsfehler schmälert Leistung des ansonsten zufriedenstellenden Programmpakets. Wien. Die „Nero“-Produktpalette gehört laut Aussage des Herstellers Nero AG zu den meistverkauften Brenn-Suites im deutschen Sprachraum. Tatsächlich hat die Software eine jahrzehntelange Geschichte hinter sich, die momentan bei „Nero 11 Platinium“ (99,90 € für Windows-Systeme) hält, einer umfassenden Suite zum Verwalten, Bearbeiten und Brennen von Multimedia-Dateien, inklusive Blu-ray. Als Draufgabe bietet die Suite auch noch Backup-Funktionen sowie innerhalb der „Kwik“-Anwendung auch Funktionen zum drahtlosen Synchronisieren von AndroidGeräten. Ein derart umfassendes Paket ist relativ einzigartig am Markt, bietet aber auch die Gefahr, weniger ausgereifte Softwarekomponenten zu erwerben.

Neue Werkzeuge für die Ära nach dem Computer

© Cisco

Neben Brenn-Funktionen bietet die Suite auch Features zum Bearbeiten von Video- und Audiotracks. Wer bereits eine professionelle Software dafür besitzt, kann diese Komponenten getrost vergessen – sie richten sich mehr oder weniger an Gelegenheitsanwender. Auch für die Medienverwaltung gibt es bessere Anwendungen. Relativ unschlagbar ist „Nero 11 Platinium“ allerdings, wenn es ums Brennen geht. Zwar sind die Einstellmöglichkeiten über die Versionen weniger geworden, dennoch bietet die Software umfangreiche Features, von der simplen Audio-CD bis hin zu Menü-Templates für Video-DVDs. Die Erstellung entsprechender Medien ist beispielhaft einfach, wobei auch die Kodierfunktionen von Nero sehr zufriedenstellende Ergebnisse liefern.

Der von Cisco vorgestellte mobile Jabber-Player für iOS-Systeme.

Vom Licht zum Schatten des Pakets: Einigermaßen nervenaufreibend verlief nämlich die Installation auf einem Windows 7 Ultimate-Testsystem. Wenige Augenblicke nach dem Anlaufen des Nero-Installers, der im ersten Schritt einige Basiskomponenten und die Backup-Treiber einspielen soll, wird der Vorgang auch schon wieder abgebrochen; die ausgegebene Fehlermeldung berichtet von Problemen mit der Version einer Flash-Komponente von Adobe. Die Lösung des Problems erforderte eine Recherche beim Hersteller Nero AG, der dann auch ein Anleitungspapier übermittelte. Laut Nero führen Änderungen im Rahmen von Adobes Flash-Updates zu den Installationsproblemen, die aber meist nur auf 64-Bit-Rechnern auftauchen. Dort muss die 64-BitVersion von Flash manuell entfernt und durch eine 32-Bit-Version von der Adobe Homepage ersetzt werden. Erst dann geht die Installation des Nero-Pakets problemlos über die Bühne (Flash kann danach wieder durch die 64-Bit-Version ersetzt werden). Ein solches Prozedere ist als akute Notlösung zwar tragbar, aber nicht bei der Standardinstallation auf einem Produktivsystem; dort disqualifiziert sich Nero, indem das Restsystem von Installer unnötigen Risiken ausgesetzt wird.

Praktischer und logischer Aufbau der rasch Vertrautheit schafft: Alle Einzelmodule von „Nero 11 Platinium“ werden über Menüs einfach angewählt.

Guter Ruf liegt auf Eis Sobald die Entwickler das Problem aus der Welt geschafft haben – bekannt ist es ja längst –, kann Nero seinen Ruf als wahrscheinlich beste und umfassendste Multimedia-Brenn-Suite für WindowsSysteme sehr gern und verdienter­ maßen wieder zurückhaben.  www.nero.com

© Nero

Chris haderer

Umfassende Funktionen

Video-DVD-Erstellung mit „Nero 11 Platinium“: Die gewünschten Filme werden per Drag & Drop übernommen. Das Programm bietet Anwendern eine Auswahl von Templates, mit denen die DVD-Menüs gestaltet werden können. Grundlegende ­Parameter, wie etwa die Videoqualität, können an den auf dem Speichermedium zur Verfügung stehenden Platz angepasst werden. Nero erledigt dann die Neu­ codierung und speichert auf Wunsch auch Images auf der Festplatte ab.

Splashtop Die App „Win8 Petro Testbed“ streamt die Windows 8-Oberfläche einfach und unkompliziert an iOS-Geräte

Windows 8 Touch-Bedienung am iPad testen Wien. Man weiß nicht recht, ob der Anblick dem verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs gefallen hätte: ein iPad, auf dem die Oberfläche des kommenden MicrosoftBetriebssystems Windows 8 zu sehen ist. Wobei: ‚Zu sehen‘ ist untertrieben, denn mit der App

„Win8 Petro Testbed“ (24,99 USD, ca. 18,70 €) werden iPads jeglicher Generation zu Windows 8-Tablets. Eine kleine Einschränkung gibt es allerdings: Windows 8 (derzeit in kostenlosen Consumer- und Developer-Previews bei Microsoft verfügbar) läuft nicht wirklich am

iPad; vielmehr wird es von einer echten Windows 8 PC-Installation per WLAN an das Spaß-Brett aus Cupertino gestreamt. Faszinierend an der Software ist allerdings, dass Windows 8 durch die Touch-Oberfläche des iPad wie ein echtes Windows-Gerät bedient werden kann, inklusive aller Touch-Features.

Windows-Fernbedienung

© Splashtop

Wien. Der Netzwerke-Lösungsanbieter Cisco hat eine Reihe von Collaborations- und Video-Werkzeugen vorgestellt, die die Zusammenarbeit in der sogenannten Post-PC-Ära erleichtern sollen. Die neuen Angebote reichen vom mobilen „Cisco Jabber Video-Client“ bis hin zum 3-Screen-TelePresence-Raumsystem. Die integrierten Lösungen sollen die Zusammenarbeit unabhängig von Ort, Zeit und Gerät erleichtern und können an die Arbeitsweise und aktuellen Aufgaben angepasst werden. Sie bieten neue Funktionen, um die Anforderungen während eines interaktiven Meetings besser zu unterstützen, wie den Wechsel zwischen unterschiedlichen Kommunikationskanälen. „In einer zunehmend mobilen, visuellen und virtuellen Welt möchte jeder Einzelne selbst bestimmen, wie und wo er kommuniziert und arbeitet”, sagt Thomas Nicolaus, Leiter Collaboration Cisco Deutschland. „Mit unseren neuen Lösungen realisieren wir die plattformunabhängige Vernetzung von Video- und Collaboration Systemen, um den Anwendern die größtmögliche Freiheit zu geben, auf ihre ganz individuelle Art und Weise arbeiten zu können.” Gemäß dem aktuellen Visual Networking Index werden im Jahr 2015 jeden Monat weltweit drei Billionen Min. oder sechs Mio. Jahre an Videoinhalten über das Internet ausgetauscht – bei steigender Tendenz.  www.cisco.at

Freitag, 27. April 2012

„Win8 Petro Testbed“ von Splashtop: Windows 8 Touch-Bedienung am iPad.

Splashtop, die in San Jose beheimatete Herstellerfirma von „Win8 Petro Testbed“, hat schon mehrere „Tablet-Adaptionen“ von Windows-Systemen auf den Markt gebracht, wie beispielsweise den „Splashtop Remote Desktop.“ Der erlaubt die Fernbedienung von Windows-Systemen, wobei es eine Reihe von ähnlichen Programmen am Markt gibt (wie beispielsweise den auf Service-Arbeiten ausgelegten „TeamViewer“). Der Unterschied zu vielen anderen Anwendungen ist die Umsetzung der Steuerung von Windows, die im Falle von Splashtop den Eindruck aufkommen lässt, Windows würde tatsächlich am Tablet laufen.

Die zweite Komponente der App ist ein kostenloser Streamer, der auf dem Windows 8-System installiert werden muss und die Brücke zum iPad schlägt. Im Test arbeitete die App auch mit einer mittels VMware Workstation virtualisierten Windows 8-Beta bestens zusammen. In erster Linie ist „Win8 Petro Testbed“ für Software-Entwickler gedacht, die den Look & Feel ihrer Windows 8-Software testen wollen. Auch zum Kennenlernen der Windows 8-Software ist die App sehr gut geeignet – für den Fall, dass kein echter Touchscreen-Monitor zur Verfügung steht (derzeit sind diese noch eher selten). Dementsprechend muss man, je nach Systemkonfiguration, auch leichtes Ruckeln bei der Bedienung der App in Kauf nehmen, die dem Gesamteindruck jedoch nicht schmälert. „Win8 Petro Testbed“ von Splashtop ist eine sehr schön umgesetzte Lösung, die zeigt, dass Windows 8 auch auf patentrechtlich geschützten, länglichen Geräten mit abgerundeten Kanten einen sehr guten Eindruck macht.  www.splashtop.com


medianet

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freitag, 27. april 2012 – 43

Mehr als 400 Veranstaltungen fanden am heurigen „Tag der Logistik“ statt  Seite 45

Luxus auf lager

OÖ TGW Logistics Group konzipierte neues Bauteilelager von Bentley  Seite 46

AUF Expansionskurs

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branchen-präsentation

© TGW Logistics Group

industrialtechnology Gebrüder Weiss übernehmen deutsche Spedition Wilhelm Diehl vollständig Seite 48

Outsourcing von Logistik bleibt „in“

© Metasyst

short

Unterradlberg. Seit Kurzem ist das gemeinsame neue Hochregallager der Privatbrauerei Egger und des Getränkeherstellers Radlberger in Betrieb. Die Lagererweiterung war aufgrund der äußerst erfolgreichen Entwicklung der beiden Getränkehersteller erforderlich. „Wir verdoppeln damit unsere Lagerkapazitäten und sind jetzt für das weiterhin angestrebte Wachstum bestens gerüstet“, erklärt Manfred Speiser, GF für die Bereiche Technik, Einkauf und Logistik bei Radlberger.  www.egger-bier.at

© Panthermedia.net/36clicks

Leopoldsdorf. DPD startete im Februar das Pilotprojekt „DPD auf Schiene“, bei dem zur Reduktion der CO2-Emissionen Pakete auf der Strecke Wels–Bludenz anstelle des klassischen Linienverkehrs per Lkw mit der Bahn transportiert wurden. Nach erfolgreichem Testlauf konnte das Projekt Mitte April in den Regelbetrieb übernommen werden. „Rail Cargo stellt uns dafür bestehende Ressourcen zur Verfügung und wir können so täglich rund 1.200 Pakete bewegen“, erklärt Rainer Schwarz, GF von DPD Austria. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht rechne sich der nachhaltige Pakettransport.  www.dpd.at

Miebach-Studie Trotz eines wachsenden Trends zum Insourcing und der ­Sättigung in den klassischen Outsourcing-Bereichen Transport- und Lagerlogistik wird gezieltes Outsourcing von Logistikbereichen weiter Erfolg haben.  Seite 44 © psb intralogistics

VP_LOG-A_106x85q_Layout 1 20.04.12 15:30 Seite 1

Still Neue MX-X-Generation punktet mit Intelligenz

Ein Stapler mit dem „6. Sinn“ Findet sich in jedem Lager allein zurecht: der intelligente MX-X Stapler.

© Still

Pirmasens. Der „VDI-Innovationspreis 2012“ ging an „rotapick” von psb. Die vielseitig einsetzbare Innovation besteht aus den Systemelementen der Kommissionierstationen „rotapick 3.0” und der kreuzungsfreien Anbindung an die mit den äußerst energieeffizienten psb-Shuttles vario.sprinter betriebene Lagerumgebung. Durch die Pufferung der Behälter am Arbeitsplatz werden unnötige Mehrfachtransporte vom Lager zum Kommissionierarbeitsplatz und zurück vermieden, was Energie einspart.  www.psb-gmbh.de

Hamburg. Mit nur einem Lesegerät navigiert der neue MX-X auf bis zu 255 programmierbaren Routen, weiß immer, an welchem Punkt er sich im Lager befindet und kennt jedes Hindernis. Ein RFID-System mit im Boden verlegten Transpondern verleiht ihm diesen guten Orientierungssinn. Die Programmierung der einmal fixierten Transponder erfolgt durch den Stapler selbst. Bei Veränderungen im Gang werden die Transponder einfach neu programmiert und die geänderte Struktur im Controller abgespeichert.  www.still.de

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44 – industrialtechnology

kommentar

Freie Fahrt für noch mehr Güter?

Freitag, 27. April 2012

Miebach-Studie Outsourcing-Potenzial für klassische Logistikbereiche nimmt ab, zukaufen bleibt aber weiter ‚in‘

Die Gretchenfrage wird neu beantwortet

Die Vermeidung von Investitionen ist für die Unternehmen das wichtigste Outsourcing-Motiv. nach unten zu gestalten. Das hat heute zu einer gewissen Vorsicht bei größeren Investitionen in die Logistik geführt”, sagt Studienautor Bernd Müller-Dauppert.

britta biron

D

en heurigen „Tag der Logistik“ nahm die Wirtschaftskammer (wieder) zum Anlass, um auf die wirtschaftliche Bedeutung der Branche für Österreich hinzuweisen. Insgesamt bringen die 35.000 Verkehrsunternehmen mit ihren mehr als 200.000 Mitarbeitern eine direkte Bruttowertschöpfung von 14 Mrd. Euro und die Einnahmen Österreichs aus Exporten (die ohne Verkehrswirtschaft und entsprechende Infrastruktur nicht möglich wären) lagen 2011 bei 122 Mrd. Euro. Angesichts des weiter steigenden Verkehrsaufkommens (sowohl bei Gütern als auch Personen) und um die Chance zu nutzen, Österreich als Logistikdrehscheibe Europas zu positionieren, sei ein weiterer Ausbau der Infrastruktur notwendig. Kritik gibt es für die verschiedenen Fahrverbote, die für die Unternehmen immer undurchsichtiger würden und zudem hohe Kosten verursachen (zusätzlich rund 2.000 Euro pro Lkw und Jahr). Auch der Plan, Transporte über 300 km vermehrt auf die Schiene zu verlagern, stößt auf wenig Gegenliebe; damit würden Straßentransporteuren benachteiligt werden. Aber um Neutralität geht´s in der Wirtschaft (außer beim Thema CO2) heute nicht. Es kann halt nicht alles per Auto in die Zukunft transportiert werden.

Lagermax Expansion

© Lagermax

Übernahme

Mit Frikus-Übernahme stärkt Lagermax sein internationales Netzwerk.

Salzburg. Die Lagermax-Gruppe übernimmt (vorbehaltlich der Zustimmung der Wettbewerbsbehörde) rückwirkend mit 1.1.2012 das steirische Speditions- und Transportunternehmen Friedrich Frikus, das sich vorwiegend mit internationalen Transporten, Kontraktund Automobillogistik sowie Abfallwirtschaft und Recycling beschäftigt. „Mit dieser Akquisition stärken wir unsere österreichische sowie zentral- und osteuropäische Präsenz und bauen unser Netzwerk weiter aus“, so Lagermax-Vorstand Alexander Friesz.  www.lagermax.com

Frankfurt am Main. Logistik-Outsourcing bleibt in den klassischen Bereichen Transport und Lagerung weiterhin beliebt. Gleichzeitig gewinnt jedoch auch das Insourcing strategischer Logistikfunktionen wieder mehr an Bedeutung. Das ist das Fazit der von Miebach Consulting in Kooperation mit der Deutschen Verkehrszeitung (DVZ) durchgeführten Befragung von 140 Verladern und 50 Dienstleistern. Die Outsourcing-Studie wird seit 1998 regelmäßig durchgeführt.

Motive ändern sich

guten Erfolg, nur 5%

Die in der Vergangenheit kaum betrachtete Nutzung von Synergieeffekten in der Zusammenarbeit zwischen Verladern und Logistikdienstleistern gewinnt deutlich an Bedeutung und hat sich als Outsourcing-Motiv seit 2009 verdoppelt. „Dies liegt darin begründet, dass die Unternehmen im Zuge der Kostenreduzierung bereits in anderen Bereichen wie Einkauf, F&E u.a. erfolgreich kooperieren”, erläutert Müller-Dauppert. Das Outsourcing-Potenzial für klassische Logistikbereiche nimmt aus Sicht der Befragten ab, die Hälfte plant aber, weitere Logistikfunktionen auszulagern; der Fokus liegt dabei vor allem auf den Bereichen Kommissionierung (22%) und Lagerung (23%).

sind unzufrieden.“

Abhängigkeit reduzieren

„Die Auftraggeber beurteilen intern das Outsourcing zu 80% als sehr guten oder

Bernd Müller-Dauppert studienautor

Gleichzeitig nimmt das Insourcing als Gegentrend weiter zu: In den letzten Jahren entschied sich mehr als ein Viertel der verladenden Unternehmen – vor allem bei produktionsnahen Tätigkeiten sowie Lagerung und Kommissionierung – dafür. „Dies sind zum einen Bereiche, die in der Krise bei den Verladern noch für Auslastung sorgen konnten. Zum anderen sind diese Funktionen in der Vergangenheit oft mit dem Argument outgesourct worden, dass dies nicht mehr Kernkompetenz des Unternehmens sei; hier hat offensichtlich ein Wandel in der Bewertung stattgefunden”, so Müller-Dauppert.

Die Mehrheit der Befragten hält Logistik-Outsourcing für erfolgreich, die Motive für eine Auslagerung haben sich jedoch verändert. Im Vergleich zu 2009 steht bei den Verladern statt Kostenreduzierung jetzt in erster Linie die Vermeidung von Investitionen im Fokus (83%). „Begründet werden kann dies mit der aktuellen Wirtschaftssituation und den Erfahrungen aus der vergangenen Wirtschaftskrise, in der viele Unternehmen lernen mussten, Kapazitäten und Kosten flexibel

Als weitere Argumente für das Insourcing werden die Verbesserung der Qualität und Reduzierung der Abhängigkeit von Logistikdienstleistern genannt – ein Thema, mit dem sich alle Verlader beschäftigen. So-

fern die Entscheidung trotzdem pro Outsourcing ausfällt, werden in der Regel gleich mehrere Maßnahmen ergriffen, um die Abhängigkeit zu reduzieren oder beherrschbar zu halten.  www.miebach.com

DB Schenker Transport der neuen Siemens-Waggons und neue Logistikhalle für VW-Amarok-Produktion

Mobilität auf der Straße & der Schiene Wien. Seine Kompetenz bei außergewöhlichen Logistik-Aufgaben konnte DB Schenker kürzlich wieder unter Beweis stellen. Im Auftrag von Siemens wurden zwei Waggons aus Regionalzügen, die für Russland bestimmt sind, aus dem Siemens-Werk Krefeld nach Wien zu Kältetests im RTA Rail Tec Arsenal transportiert. Weil die Wagen (die Fahrwerke stammen aus dem Siemens-Werk in Graz) für das breitere russische Schienennetz ausgelegt sind, erfolgte der Transport per Binnenschiff über Rhein, Main, MainDonau-Kanal und Donau bis Bad Deutsch Altenburg. Dort wurden die Waggons auf Spezial-Lkws verladen und in zwei nächtlichen Etappen nach Wien gebracht.

fähre nach Ust Luga in Russland verschifft werden. Der erste Zug wurde Anfang März in Russland angeliefert. Ab 2013 verkehren die Regionalzüge in Kasan und Sotchi, unter anderem 2014 auch als Transportmittel bei den Olympischen Spielen. Vor wenigen Tagen hat DB Schenker Logistics in HannoverStöcken, neben dem Nutzfahrzeuge-

werk von VW, wo ab Mitte des Jahres der Pick-up „Amarok“ von den Montagebändern laufen wird, eine neue Logistikhalle eröffnet und den Lieferantenpark für VW Nutzfahrzeuge auf 24.000 m� erweitert. Die neue Halle bietet Platz für ein Dutzend zusätzliche Zulieferer aus der Automobilindustrie. Im Lieferantenpark empfängt und lagert DB Schenker Module der rund 20

Schwertransport Nach den Klimatests geht es dann wieder mit dem Binnenschiff nach Amsterdam, von dort weiter per Küstenmotorschiff nach Sassnitz, wo die Züge erstmals auf russischen Breitspurgleisen zu einem Zug formiert und per Bahn-

© Stefanie J. Steindl

britta biron

Jeweils 60 Tonnen schwer und 26 Meter lang sind die russischen Siemens-Waggons.

Zulieferer und erbringt produktionsnahe Mehrwertleistungen, wie die Montage einzelner Baugruppen. Die Materialanlieferung erfolgt just in sequence bis zum Montageband des Automobilherstellers. Um die strengen Zeitvorgaben der Produktion zu erfüllen und gleichzeitig die Bestandskosten möglichst gering zu halten, setzt DB Schenker auf modernste Lager- und Kommissionierungstechnologien. Ein Warehouse-ManagementSystem sorgt für die maßgeschneiderte Produktionsversorgung. Das vollautomatische Kleinteilelager umfasst rund 2.500 unterschiedliche Komponenten. Alle sieben Sekunden wird ein Artikel ein- oder ausgelagert. „Wir nutzen eine flexible ITPlattform, mit der wir zusätzliche Lieferanten schnell in das bestehende System integrieren können und so für einen reibungslosen Erweiterungsprozess sorgen“, betont Hansjörg Rodi, Vorstands­vorsitzender der Schenker ­Deutschland AG.  www.dbschenker.at


Freitag, 27. April 2012

tr a n s p o rt & lo g i sti k s pe c i a l

industrialtechnology – 45

Tag der Logistik 2012 400 Events bei Handel, Industrie & Dienstleistern boten Besuchern Einblick in die logistischen Aufgabenstellungen

Das verbindende Element Wien. „Logistik verbindet” – unter diesem Motto stand der heurige „Tag der Logistik“ am 19. April und mehr als 60 österreichische Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung gewährten dabei interessierten Besuchern einen spannenden Einblick in die vielfältige Welt der Logistik.

„Logistik bildet die Basis, um effizient die komplexen An­ forderungen einer globalisierten Welt zu managen.“ roman stiftner, präsident des BVL Österreich

Darunter auch die Post AG, die drei ihrer insgesamt sieben Hightech-Paket-Logistikzentren für Besucher öffnete. „Mit einem Blick hinter die Kulissen machen wir die Bedeutung moderner logistischer Abläufe für unsere Geschäftspartner sichtbar. Eine permanente Erhöhung der Effizienz in der Paketlogistik ist Voraussetzung dafür, den steigenden Anforderungen unserer Kunden nachzukommen. Das ist ein wichtiger Faktor, um uns am Markt weiterhin erfolgreich zu behaupten”, erläutert Post-Vorstandsdirektor Peter Umundum. In Summe werden in den sieben Paket-Logistikzentren der Post täglich 240.000 Pakete verarbeitet, das entspricht 59 Mio. Paketen im Jahr.

Spannende Einblicke

© Quehenberger

Beim Rundgang durch das Logistiklager der Quehenberger-Niederlassung in Salzburg konnten die Besucher Logistikprozesse wie Einlagerung mit Flurförderzeugen, Kommissionierung, Shrinking und Displaybau kennenlernen. Welche logistischen Herausforderungen zu meistern sind, damit die Regale im Handel stets gut gefüllt sind, zeigte Quehenberger und dm bei einer gemeinsamen Info-Veranstaltung in Enns den Schülern der HAK und HTL Freistadt. Herbert Scheiblauer, Logistikmanager Distribution bei dm drogerie markt, und Günther Plank, Supply Chain Manager bei Quehenberger Logistics, erklärten dabei die Bedeutung einer effizienten Tourenplanung und Disposition. „Wir unterstützen Initiativen wie den ‚Tag der Logistik‘, da wir

Logistik machte bei Quehenberger in Salzburg und Enns Schule.

Schülern und Studierenden einen praxisorientierten Einblick in das Tätigkeitsgebiet von Logistikdienstleistern geben können. Wir demonstrieren, dass der Lkw in der regionalen Distribution eine sehr hohe Bedeutung aufweist, wir jedoch sehr stark auf einen umweltfreundlichen Fahrzeugmix setzen. Zusätzlich geben wir den jungen Menschen die Möglichkeit, sich aus erster Hand über Ausbildungsmöglichkeiten bei Quehenberger zu informieren.” Der Hafen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, bot am Tag der Logistik die Möglichkeit, bei

einer Rundfahrt mit der „MS Eisvogel“ die verschiedenen Tätigkeitsfelder und Angebote des Hafens Wien kennenzulernen. Offiziell vorgestellt wurde auch das neue BVLRegionalbüro Wien, dessen Leitung der Hafen Wien seit Herbst letzten Jahres hat übernommen hat. „Mit 400 Logistikevents in Deutschland und Österreich kann man von einer Rekordbeteiligung sprechen“, freut sich Roman Stiftner, Präsident der Bundesvereinigung Logistik (BVL), über den großen Erfolg des Aktionstags, der mittlerweile auch in Ungarn und Belgien veranstaltet wird.  www.bvl.at

© BVL

Das neue BVL-Regionalbüro am Wiener Hafen wurde offiziell vorgestellt.

v.li.n.re.: Friedrich Lehr (Hafen Wien), Roman Stiftner (BVL), Monika Unterholzner und Rudolf Mutz (Direktor Hafen Wien) an Bord der „MS Eisvogel“.


46 – industrialtechnology

t r a n s p o r t & lo g i s t i k S p e c i a l

Freitag, 27. April 2012

Fraunhofer SCS Challenges 2012-Studie liefert Prognosen zur Entwicklung des deutschen Logistikmarkts im heurigen Jahr

Stabil und auf niedrigem Niveau Die ersten Prognosen rechnen mit einem Wachstum von drei Prozent oder einem leichten Minus von einem Prozent. Nürnberg. Prognosen über die Ent­ wicklung des Logistikmarkts wur­ den bisher eher selten erstellt. Zu viele verschiedene Branchen und damit zu viele unterschiedliche globale Treiber, Kräfte und Trends beeinflussen die Marktentwick­ lung. Fraunhofer SCS hat nun ge­ meinsam mit dem Wissenschafter Christian Kille eine Methode entwi­ ckelt, mit der möglichst viele dieser heterogenen Einflüsse (wirtschaft­ liche, gesellschaftliche und um­ weltbezogene) abgebildet werden können und die Ergebnisse für das heurige Jahr in der Studie „Chal­ lenges 2012“ zusammengefasst. Die Studie zeigt auf, mit welchen Wachstumsaussichten im deut­

schen Gesamtmarkt sowie in den ausgewählten dreizehn Teilmärk­ ten zu rechnen ist und wo Märkte mit Potenzial liegen.

Relevante Einflüsse Die ersten Ergebnisse zeichnen dabei ein recht stabiles Bild für das laufende Jahr. Zwar sind die Teilmärkte bezüglich ihres An­ teils am Gesamtmarkt, der Ren­ tabilität, des Outsourcinggrads der Logistikleistungen oder des Konzentrationsgrads der Top Ten der Logistikdienstleister sehr un­ terschiedlich aufgestellt, sodass Planungs­entscheidungen für je­ den Marktbereich individuell abzu­ leiten sind.

© Fraunhofer

Konjunkturabkühlung

Christian Kille untersucht Logistikmarkt mit wissenschaftlichen Methoden.

Die ersten Prognosen für heuer versprechen ein Wachstum von drei Prozent – oder ein leichtes Mi­ nus von einem Prozent. Dies liegt an der deutlichen Abkühlung der Konjunktur, die nicht nur die EU oder die Wirtschaftsweisen voraus­ sehen, sondern auch an den gedros­ selten Außenhandelsaktivitäten im letzten Halbjahr 2011, was auf eine geringere Wirtschaftsleistung im Folgejahr schließen lässt. Was die Aussichten der einzel­ nen Segmente betrifft, liegen die Prognosen mit jeweils minimal -1% bis maximal +3% nah beiein­ ander, was trotz der aktuell immer

© Panthermedia.net/Fernando Barozza

norbert berger

Nach turbulenten Jahren wird es für die Logistikbranche ruhiger; viel Wachstum bzw. großes Minus ist nicht zu erwarten.

wieder aufkommenden negativen wie positiven Diskussionen um die deutsche Wirtschaft doch Stabili­ tät erwarten lässt. Damit scheint sich der Logistikmarkt nach tur­ bulenten Jahren wieder etwas zu beruhigen. So hatten die einzelnen Teilmärkte im Vorjahr Wachstums­ raten zwischen +3 bis +9% und im Krisenjahr 2009 Einbrüche zwi­ schen minus zwei und -15% zu be­ wältigen.

Im Detail liegen etwa die Pro­ gnosen für die Bereiche Seefracht, Stückgutverkehr und Industrielle Kontraktlogistik für heuer in ei­ ner Bandbreite zwischen einem schwachen Minus (-1%) und einem leichten Plus (+3%). Recht ähnlich sind auch die Erwartungen für den Bereich Schwerguttransporte (+/-0 bis +3%). Auch die Luftfracht wird nicht wirklich abheben; nach einem Plus

von sechs Prozent im letzten Jahr wird das Wachstum heuer im besten Fall bei nur zwei Prozent lie­ gen. Große Abstürze sind im Worst Case-Szenario mit einem Minus von einem Prozent allerdings auch nicht zu erwarten. Allerdings ge­ hen Experten davon aus, dass es zu einer Marktbereinigung kommt und in der Folge nur wenige eigen­ ständige Carrier übrig bleiben.  www.scs.fraunhofer.de

TGW Welser Logistik-Gruppe automatisiert Bauteilelager von Bentley

© TGW Logistics Group

Luxus perfekt auf Lager gelegt

Technik aus OÖ sorgt im Bauteilelager von Bentley für reibungslose Abläufe.

Wels/Crewe. Bisher lagerte Bentley seine Fahrzeugbauteile in einem separaten Bereich des Zentrallagers in Crewe. Mit der Zeit wurde die manuelle Kommissionierung immer arbeitsintensiver und der Bedarf an mehr Fläche und verbesserter Effi­ zienz stieg. Daher entschied man sich für einen Neubau am gleichen Standort. Mit der Automatisierung des neuen Lagers wurde die Welser TGW Logistigc Group beauftragt. Das speziell für Bentley designte System besteht aus fünf automa­ tischen Regalbediengeräten, die in fünf Lagergassen 60.800 Lagerpositionen bedienen. Diese neun Meter hohen Mustang Regalbe-

Position zu den ergonomisch designten Arbeitsplätzen. Das Förder­ technik-Netzwerk verbindet den Wareneingang und die Produkt­ prüfplätze mit dem automatischen Lagersystem. Das gesamte Equip­ ment wird durch das Lagerverwal­ tungssystem von TGW gesteuert. Durch die neue Anlage profi­ tiert Bentley jetzt von einer feh­ lerfreien Kommissionierung und einer besseren Bestandskontrolle. Da die Fläche des Gebäudes opti­ mal ausgenutzt wird, besticht die neue Lösung auch mit großen Stei­ gerungen der Betriebsleistung und deutlichen Kosteneinsparungen.  www.tgw-group.com

diengeräte reichen mit ihren sta­ bilen Masten und den Teleskoparmen zweifachtief in das Lagerregal und maximieren so die ver­ fügbare Fläche.

Logistisches Netzwerk Durch Leichtbauweise und ver­ besserten Schwerpunkt bietet der Mustang eine hohe Beschleunigung und kommt ohne Antrieb am obe­ ren Mastende aus. Der Energiever­ brauch wird somit maßgeblich ver­ ringert, ebenso die Betriebskosten. Ein automatisches Fördersystem transportiert die Bauteile in der für das manuelle Verpacken optimalen

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Freitag, 27. April 2012

tr a n spo rt & lo g i sti k spe c i al

industrialtechnology – 47

Panalpina Die vier neuen Sammelcontainerdienste optimieren die Lieferkette zu den wichtigsten Handelsplätzen in Lateinamerika

Mehr Tempo in Lateinamerika Basel. „Die Kunden wünschen sich ein unkompliziertes, globales Netzwerk. Allein im Jahr 2011 haben wir mehr als 50 neue LCL-Dienste aufgenommen, wobei die Mehrzahl der Verbindungen einen Bezug zur Region Asien hat. Die vier neuen Dienste in Lateinamerika sind Teil unserer langfristigen Wachstumsstrategie und die jüngsten Beispiele für unsere Anstrengungen, strategisch sinnvolle Verbindungen anzubieten“, sagt Frank Hercksen, Global Head of Ocean Freight bei Panalpina. Das Unternehmen ist mittlerweile einer der führenden LCL-Anbieter weltweit.

in Brasilien nach Colon in Panama werden wöchentlich angeboten. Von Buenaventura nach Colon und von Veracruz (Dreh- und Angelpunkt für alle Warenflüsse von und nach Mexico City) nach La Guaira gibt es alle zwei Wochen eine Abfahrt. Die neuen Verbindungen punkten auch mit Tempo: Sendungen von Veracruz nach La Guaira sind nur noch 12 Tage unterwegs – 15 Tage weniger als bisher. Direkte Lieferungen von Buenaventura nach Colon oder nach Guayaquil dauern vier bzw. sechs Tage. Zwischen Santos und Colon beträgt die Laufzeit 17 Tage.

„Mit den beiden neuen Diensten nach Panama erhalten unsere Kunden Zugang zu zahlreichen bestehenden Verbindungen, die Panalpina ab Colon nach Zentralamerika und in die Karibik anbietet“, sagt Markus Jornot, Panalpinas Länderverantwortlicher für Panama. „Der Dienst zwischen Santos und Colon beispielsweise ist für den boomenden Wirtschaftsstandort Brasilien die Brücke nach Zentralamerika.“ Seit 1982 ist Panama durch die günstige geografische Lage und das gute Wirtschaftsklima für Panalpina ein strategisch wichtiger LCL-Hub.  www.panalpina.com

© Panalpina

Die Laufzeiten konnten mit den neuen Diensten deutlich verkürzt werden.

Neue Seeverbindungen zwischen den wichtigsten Häfen in Südamerika.

Wichtige Handelszentren Die Verbindungen von Buenaventura (die kolumbianische Hauptstadt verfügt über den größten Hafen an der südamerikanischen Westküste) nach Guayaquil in Ecuador und von Santos

JCL Fahrrad-Logistik

Das Unternehmen der

Europa-Zentrum Graz. JCL Logistics hat im holländischen Heerenberg ein neues, 16.000 m� großes Zentrum für die Europadistribution des taiwanesischen Fahrradhersteller Giant eröffnet. Zusätzlich zur Realisierung des Lagers wurden hohe Investitionen in automatisierte Lagerungs-/Pick & Pack-Systeme getätigt. So etwa ein bis zu 11,5 m hohes Lagersystem, um die Bearbeitung des Lagerbestands von Einzelteilen, insbesondere der kleineren Ersatzteile, zu optimieren. Dieses System wird vollständig von einem modernen WMS-System kontrolliert. Posten bewegen sich automatisch und die korrekte Position wird durch ein Pick-to-light-System bestimmt. Dank dieses Systems kann eine beträchtliche Menge an Lagerplatz eingespart werden. Jährlich passieren mehr als 300.000 Fahrräder dieses Lager. JCL hat sich auf die zyklischen Schwankungen am Fahrradmarkt eingestellt und seine Dienstleistungen entsprechend flexibel organisiert. Erwin Cootjans, Managing Director von JCL Logistics Benelux B.V.: „Wir legen großen Wert auf Kosteneffizienz für den Kunden und umweltfreundliche Lösungen. Daher koordinieren wir die GiantLieferungen mit denen anderer Fahrradhersteller, die JCL-Kunden sind. Zudem arbeiten wir auch mit einem anderen Logistiker zusammen, um so ein gemeinsames Fahrradvertriebskonzept anzubieten.”  www.jcl-logistics.com

größer denken, mehr verbinden Mit den Twin City Linern liegt Bratislava gleich ums Eck.

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Das neue Distributionszentrum bringt mehr Schwung im Fahrrad-Markt. TCL11_216x288abf.indd 1

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48 – industrialtechnology

short

Knapp baut seine Führung weiter aus

T ra n s p o rt & Lo g i sti k s p e c i al

Freitag, 27. April 2012

Gebrüder Weiss Spedition Wilhelm Diehl GmbH & Co wird 100%ige Tochter der Vorarlberger Logistik-Gruppe

Auf der Überholspur

Sammelgutverkehr konnte im vergangenen Geschäftsjahr um 9,4% gesteigert werden. wird das bestehende Team weiterhin für Diehl tätig sein. Erweitert hat Gebrüder Weiss auch das 2011 eingeführte Premiumservice „GW pro.line“. „GW pro.line date 16|12|10“ ist für Sendungen nach Deutschland, Belgien und Niederlande verfügbar und garantiert die Anlieferung zu einer definierten Zeit an einem fix vereinbarten Tag. Die Zustellung erfolgt bis 10, 12 oder 16 Uhr – und bis zu drei Tage nach Ankunft der Ware beim Empfangsspediteur.  www.gw-world.com

v.li.n.re.: Markus Hofer, Jörg Bergmann, Roland Koholka.

System alliance Europe

Gebrüder Weiss hat sich die baden-württembergische Spedition Diehl einverleibt.

Wolfram Senger-Weiss, Vorstand bei Gebrüder Weiss. „Insofern ergänzt das Unternehmen unsere

beiden süddeutschen Standorte in ­ Memmingen und Passau auf ideale Weise.“

Neue Premium Services

„Diehl ist seit vielen ­Jahren ein wichtiger Partner und unterhält in diesem bedeutenden Wirtschaftsraum beste Kunden­beziehungen.“ Wolfram Senger-Weiss

Die Kooperation zwischen Diehl und Gebrüder Weiss besteht seit über 13 Jahren. In dieser Zeit ­ haben die beiden Mitglieder der System Alliance Europe (SAE) 17 direkte Verkehrsverbindungen – davon 13 tägliche – aufgebaut. An der strategischen Ausrichtung der Spedition Diehl, die auch weiterhin unter diesem Namen fahren wird, wird nichts geändert. Kontinuität besteht auch beim Personal: Unter der Leitung des bisherigen Geschäftsführers Jürgen Wirsing

Im europäischen Stückgutnetzwerk sind aktuell 51 Partner in 26 Ländern aktiv. Im ersten Quartal 2012 wickelten die insgesamt 181 Betriebe gemeinsam 852.581 Sendungen mit einem Gesamtgewicht von 407.644 t ab. Die Gesamtzahl der Sendungen im Jahr 2011 innerhalb des Netzwerkes betrug 3,36 Mio., das ist ein Plus von 8,1% gegenüber 2010. Die aktuell 1.658 aktiven Linien werden mehrmals wöchentlich bis mehrmals täglich gefahren. Die Netzwerkpartner konnten 2011 auch eine weitere Verbesserung im Degree of Performance erzielen, in dem Qualitätskriterien wie Zustellqualität, Verladequalität und die Statusqualität erfasst werden. Gegenüber 2010 stieg der Wert von 93,31% auf 94,29%, wobei sich die Anzahl der Qualitätskriterien weiter erhöht hat.  www.systemallianceeurope.com

Foto: © Kai-Uwe Gundlach, Thomas Schwörer

Hart. Um dem stetigen Expansionskurs und der anhaltend starken Nachfrage auch organisatorisch gerecht zu werden, hat die Knapp AG ihre Führungsmannschaft verstärkt und die drei langjährigen Mitarbeiter als neue Bereichsleiter bestellt. Roland Koholka, der bereits als Produkt- und Entwicklungsleiter viel Erfahrung in der Entwicklung von ShuttleSystemen gesammelt hat, leitet jetzt das OSR Shuttle Kompetenzzentrum. Um Synergien zwischen Abteilungsschnittstellen zu stärken, wurde die operative Auftragsrealisierung von der Planung bis zur Bereitstellung der Anlagenteile in der Vormontage oder im Versand unter die Leitung von Jörg Bergmann gestellt. Die weitere Internationalisierung des Bereichs Montage und Inbetriebsetzung sowie den dazugehörigen Aufbau von länderspezifischen Partnerunternehmen leitet Markus Hofer.  www.knapp.com

Lauterach. Gebrüder Weiss hat nun (vorbehaltlich der Zustimmung durch die zuständige Wettbewerbsbehörde) die Spedition Wilhelm Diehl vollständig übernommen. Seit Anfang 2010 bestand bereits eine 25%ige Beteiligung. Das baden-württembergische Unternehmen mit Standorten in Esslingen, Untermünkheim, Karlsruhe und Tuttlingen wird als 100%ige Tochtergesellschaft in das Netzwerk des österreichischen Logistikdienstleisters (Region West) integriert. „Diehl ist seit vielen Jahren ein wichtiger Partner von Gebrüder Weiss und unterhält in diesem bedeutenden Wirtschaftsraum beste Kundenbeziehungen“, so

© Gebrüder Weiss (2)

© Knapp

norbert berger

Unser Netzwerk macht die Welt ein bisschen kleiner. Mit pro-aktiver Betreuung durch unsere Mitarbeiter in Ihrer Nähe und einem globalen Netz im Hintergrund liefert Ihnen DB Schenker, was Sie für Ihre Aufgaben brauchen: Lösungen. Auf allen Verkehrsträgern und weltweit über eigene Niederlassungen. Erfahren Sie mehr über echte Lösungsvielfalt auf www.dbschenker.com/at


Freitag, 27. April 2012

t r ansp o r t & lo g i st ik sp e c i a l

industrialtechnology – 49

Kühne+Nagel Kostensteigerungen, geringere Margen im Frachtgeschäft und Kartellstrafe belasten das Ergebnis im ersten Quartal

Der Start war noch schleppend auf 56,5 Mio. €. Recht positiv war dagegen die Steigerung der Transportvolumina in der Seefracht um 9%, während der Markt ersten Indikationen zufolge nur zwischen 3 und 4% zulegte. Die Luftfracht profitierte von der anhaltend guten Auftragslage in Südamerika sowie innerhalb Asiens und dem asiatisch-pazifischen Raum, was unter anderem auf den Erwerb einer auf Perishables Logistics spezialisierten Firma in Australien zurückzuführen war. Die Kontraktlogistik entwickelte sich regional sehr unterschiedlich. Die starke Nachfrage in Zentraleuropa, Asien und Südamerika zeigte sich

in der Erhöhung des Nettoumsatzes um währungsbereinigt 6%. Dagegen führten Margendruck und konjunkturbedingte Volumenrückgänge vor allem in Frankreich und Südeuropa zu einem Rückgang des Betriebsergebnisses um 19,5%. „Als Konsequenz aus den Ergebnissen haben wir unser Kostenmanagement verstärkt. Wir sind zuversichtlich, dass die eingeleiteten Maßnahmen und ein solides Wachstum im zweiten Halbjahr zu einer Ergebnisverbesserung beitragen werden“, ist Lange aber zuversichtlich für den weiteren Verlauf des Jahres.  www.kn-portal.com

Widrige Faktoren belasten das Ergebnis im ersten Quartal des neuen Jahres.

Rahofer.

Schindellegi. Nicht so gut wie erwartet war Kühne+Nagel im ersten Quartal des neuen Wirtschaftsjahrs unterwegs. „Wir mussten uns mit einer Reihe von widrigen Faktoren auseinandersetzen“, sagte Reinhard Lange, CEO der Kühne+Nagel International AG. „Unsere Investitionen in Wachstumsinitiativen hatten überproportionale Kostensteigerungen zur Folge. Hinzu kam die einmalige Belastung durch die am 28. März gemeldete hohe Kartellstrafe. Dennoch konnten wir ein über dem Markt liegendes Wachstum realisieren.“ Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres blieb der Umsatz mit 4.022 Mio. € stabil und der Rohertrag erhöhte sich um 3% auf 1.250 Mio. €, das Betriebsergebnis (EBITDA) ging aber um 12,4% auf 181 Mio. € zurück.Der Reingewinn verringerte sich um 14,2% auf 110 Mio. €, nach Berücksichtigung der Kartellstrafe

© Kühne+Nagel

In der Folge setzt man für heuer auf verstärktes Kostenmanagement.

Siemens Kooperation

Wien. Hochgeschwindigkeitszüge im Personenverkehr und steigende Achslasten im Güterverkehr stellen immer höhere Anforderungen an Schienen und Gleiskörper. Siemens VAI Metals Technologies S.r.l. und das italienische Technologiezentrum Centro Sviluppo Materiali S.p.A. (CSM) werden daher künftig gemeinsam Produktionsverfahren und Technologiepakete für das Walzen und Behandeln qualitativ hochwertiger Eisenbahnschienen entwickeln. Ziel des vorerst für die Dauer von zwei Jahren fixierten Kooperationsprojekts ist es, die Belastbarkeit der Schienen insgesamt zu erhöhen und die Oberflächenqualität der Schienenköpfe zu verbessern. Für den Beginn wird man sich auf die Entwicklung eines Systems zur Härtung des Schienenkopfs konzentrieren. Ausgehend von den erforderlichen metallurgischen Eigenschaften des Schienenkopfs, sollen dann Technologiepakete für die Walz- und Behandlungslinien von Schienenwalzwerken entstehen, die sowohl für Neuanlagen als auch zur Integration in bestehende Walzwerke geeignet sind. „Im Rahmen dieser Kooperation kombinieren wir das Know-how von Siemens als Komplettanbieter von Langproduktewalzwerken mit der langjährigen Erfahrung von CSM auf dem Gebiet der Materialforschung und Verfahrensentwicklung“, sagte Andreas Flick, Chief Technology Officer bei Siemens VAI Metals Technologies.  www.siemens.at

Ein Zeichen von Wachstum: PALFINGER in China

© Rainer Sturm/pixelio.de

Um die führende Position am Weltmarkt auszubauen und um vom Wachstumsmarkt China noch mehr zu profitieren, kooperiert PALFINGER mit Sany Heavy Industry, ihres Zeichens größter Baumaschinen-Hersteller in China, siebent größter weltweit und eines der am raschesten wachsenden Industrieunternehmen der Welt. Die Vorzeichen stehen also günstig, dass die PALFINGER AG mit diesem wichtigen Schritt auch für die Zukunft bestens gerüstet ist. www.palfinger.com Gemeinsam mit CSM will Siemens die Belastbarkeit von Schienen erhöhen.

PALFINGER AG · 5020 Salzburg, Austria · E-Mail h.roither@palfinger.com · www.palfinger.com

Auf Schiene


50 – industrialtechnology

tr a n sp o rt & lo g isti k s p e c i al

Freitag, 27. April 2012

Logwin Mit einem eigenen Röntgenscanner am Stuttgarter Airport kann der Logistikdienstleister Frachtstücke jetzt als „sicher“ kennzeichnen

Service für Luftfrachtsicherheit

© Logwin

Kunden profitieren von einer deutlich schnelleren Sendungsabfertigung.

Der neue Röntgenscanner von Logwin am Stuttgarter Flughafen.

Grevenmacher. Seit dem 26. März betreibt Logwin in seiner exportstärksten deutschen Niederlassung einen eigenen Röntgenscanner und ist damit der erste Luftfracht­Spediteur, der die Sendungen seiner Kunden selbst kontrollieren kann. „Für unsere Kunden ist das ein enormer Vorteil”, sagt Werner Sander, Niederlassungsleiter von Logwin in Stuttgart; „sie sparen dadurch in Zukunft sehr viel Zeit.“ Denn eine EU-Verordnung verändert die Abläufe bei der Abfertigung von Luftfracht. In der Folge wird sich ab 2013 der Anteil an „unsicherer“ Fracht, die aufwen-

dig am Flughafen kontrolliert werden muss, deutlich erhöhen. Für die Röntgenscanner vor Ort steigt das Aufkommen dadurch erheblich. Insbesondere in stark frequentierten Zeiten müssen Unternehmen ihre Sendungen schon bis zu drei Tage vor Abflug anliefern, damit ihre Packstücke rechtzeitig abheben können. Mit dem Röntgenscanner von Logwin profitieren die Kunden des Logistikdienstleisters davon, dass die Abfertigung aus eigener Hand besser zu ­steuern und dadurch deutlich schneller ist. Je nach Größe lassen sich manche Sendungen schneller abferti-

gen als andere: Besonders lange Packstücke müssen gegebenenfalls mehrere Röntgenvorgänge durchlaufen, kleinere Kartons können gleichzeitig durchleuchtet werden – abhängig vom Außenmaß passen bis zu 20 Kartons in den Röntgenscanner. Noch sind die Frachtmengen, die das Gerät von Logwin durchlaufen, relativ gering. „Ab April 2013 allerdings werden wir vermutlich mehrere Tausend Packstücke pro Monat kontrollieren“, sagt Sander.

Sicher & schnell Zusätzlich zum Röntgenscanner verfügt Logwin in Stuttgart auch über einen Sprengstoffdetektor. Damit wird Ware, die zu groß für das Gerät ist oder aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht geröntgt werden kann oder wo eine Nachunter­ suchung notwenig ist, kontrolliert.  www.logwin-logistics.com

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Schlüsselfertig Bad Breisig. Transporter und Kleinlastkraftwagen sind für Kriminelle oft ein lohnendes Ziel: In Transportern von Montagefirmen sind hochwertige Werkzeuge und Materialien zu finden, Auslieferungsfahrzeuge von Elektro-Fachhändlern enthalten unter anderem hochwertige Unterhaltungselektronik und auch der Inhalt der Fahrzeuge von Paketund Kurierdiensten hat Attraktives für die Langfinger zu bieten. Viel Schaden für die Unternehmen entsteht selbst dann, wenn ein leeres Fahrzeug aufgebrochen wird. Abhilfe schafft da eine GeminyTransportersicherung von Traka, die sich einfach an den Heck- und Seitentüren von Fahrzeugen aller Art montieren lässt. Im Zuge der Produkttests wurden die GeminyZylinderschutzprodukte auch auf Durchschusshemmung getestet. Die Geminy-DB-Rosette hielt dabei zwei Schüssen mit Kaliber 5,56x45 und 7,62x51 stand (Anforderung nach EN 1522, EN 1523: Beschussklasse FB6). Daneben bietet Traka eine Reihe weiterer Produkte für die Transport- und Logistikbranche. So etwa das Fuhrparkmanagementsystem Traka-Immobilisor. Es bietet über die allgemeine Erfassung der Betriebskosten und die Verwaltung und Protokollierung der Benutzerzugriffe die manipulationsfreie elektronische Absicherung der einzelnen Fahrzeuge inkl. Notabschaltung in kritischen Situationen  www.traka-keymanagement.de

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Viel Bewegung im Angebot von GW: Die neue Produktlinie GW pro.line steht für tägliche Abfahrten, definierte Laufzeiten, fixe Qualitätsstandards und exklusive Premiumservices. Auf diese Weise bewegen wir Ihre Sendungen von Norwegen bis Griechenland, von Russland bis Portugal. In 47 Ländern Europas. Auf 10,5 Millionen Quadratkilometern. Erleben Sie selbst wie GW bewegt. Servicetelefon 0800.201.666 www.gw-world.com

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Freitag, 27. APRIL 2012 – 51

© DZT

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Deutliche Zuwächse beim Incoming in den Städten zu Jahresbeginn 2012  Seite 53

© Jersey Tourism

destinationworld kanalinseln sind im trend

Prima Reisen bietet Charterflüge mit Lauda Air und airberlin nach Guernsey  Seite 55

rücktritt costa-boss zieht sich zurück © EPA

Slowenische Adriaküste ist heuer in Feierlaune

© One&Only Ocean Club

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© Amadeus Austria

Paradise Island. Seit 50 Jahren beschert das vielfach international preisgekrönte One&Only Ocean Club Resort auf Paradise Island in den Bahamas seinen Gästen unvergessliche Momente, geprägt von elegantem Luxus vor traumhafter karibischer Kulisse. Zum runden Geburtstag bietet das Resort vom 1. Mai bis 20. Dezember 50% Ermäßigung auf den Übernachtungspreis bei Buchung eines zweiten Zimmers und lockt darüber hinaus mit einer von den Sixties inspirierten Cocktail- und Dinner-Karte.  oneandonlyresorts.com

© Tourismus Verband Portorož

Madrid. Amadeus und Expedia, Inc., das größte Online-Reisebüro der Welt, haben eine Content- und Technologie-Vereinbarung für Nordamerika geschlossen. Amadeus stellt Expedia neben anderen Produkten Technologien für die Flug-Tarifsuche zur Verfügung und bietet somit Zugriff auf den globalen Content von Leistungsträgern. „In den vergangenen sieben Jahren hat Amadeus eine stabile und erfolgreiche Partnerschaft mit Expedia aufgebaut“, sagt Scott Gutz, President und Chief Executive Officer von Amadeus North Anmerica.  www.amadeus.com

Balkan light Slowenien ist das einzige Land in Europa, das Alpen, Mittelmeer, Pannonische Ebene und Karstwelt in sich vereint. Die Touristiker wollen jetzt vor allem die Küste mit einer klaren, erkennbaren Identität positionieren.  Seite 52 Relais & Chateaux Zwei weitere Lodges in Tansania

Wien. Vom 16. bis 20. Mai findet DocLX Spring Jam, Europas größte Studentenreise, in Porec in Istrien statt. Gefeiert wird wie die letzten Jahre auf einer eigens angemieteten Halbinsel, im Valamar Resort. Erstmals ermöglicht DocLX Spring Jamern aus Deutschland die Teilnahme. Top-Musik Acts wie z.B. „Sportfreunde Stiller“ sind gebucht.  www.springjam.at

© Singita Game Reserves

© DocLX Holding

Singita erweitert Relais-Portfolio

Das Singita Sabora Tented Camp gehört jetzt auch zu Relais & Chateaux.

Paris. Relais & Chateaux ist ein Zusammenschluss von 518 Hotels und Gourmetrestaurants in 60 Ländern. Um Tansania als Urlaubsdestination zu bewerben, wird Singita mit Relais & Chateaux Marketingmaßnahmen durchführen Mit dem Beitritt der Lodges Sabora und Faru Faru präsentieren sich acht Häuser der Singita-Gruppe unter dem Dach der Marke: Singita Pamushana in Simbawe, die vier südafrikanischen Lodges Singita Ebony und Singita Boulders im Sabi Sand Reserve sowie Singita Lebombo und Singita Sweni im Krüger Nationalpark.  www.singita.com


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52 – destinationworld

Kommentar

London inspiriert Leute in aller Welt

Freitag, 27. April 2012

Slowenien An der Adriaküste gibt es heuer zwischen Mai und Oktober fast 250 Veranstaltungen für die Touristen

Destinationen Portorož und Piran bieten Festivals Neben den Festen sprechen Klima, Kulinarik und die gute Verkehrsanbindung für die Urlaubsregion.

L

ondon wird die Welt in den kommenden vier Monaten bis zum Start der Olympischen Sommerspiele 2012 inspirieren, so eine neue Studie von London & Partners, die das Ausmaß der Begeisterung für die Olympischen Spiele und die Gastgeberstadt London aufweist. London 2012 hinterlässt zudem ein bleibendes sportliches Erbe in aller Welt, denn jeder vierte Teilnehmer aus den befragten Nationen ist so motiviert, dass er noch in diesem Jahr mit dem Schwimmen anfangen wird, und jeder fünfte Befragte mit dem Radfahren. Um dieses Interesse zu nutzen, wurden bereits Pläne für ein neues internationales Radsportevent im Anschluss an die Olympischen Spiele in London erarbeitet – ein Fahrrad-Pendant zum London-Marathon. Für die internationalen Besucher sind auch Musik, Kultur und Außenanlagen gefragt. Die Themse, Londoner Squares und Parks sind Attraktionen für die Gäste – und sechs von zehn Befragten geben an, Londons berühmte OutdoorLocations besuchen zu wollen. An diesen Standorten wird die British Telecom Live-Übertragungsstellen einrichten. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die mörderischen Terroristen dieser Welt nicht inspirieren lassen und London als Ziel für Anschläge nützen. Die Geheimdienste sind jedenfalls in Alarmbereitschaft ...

Europäische Biz-Talk

Einladung ins Gösserbräu

© Europäische Reiseversicherung

Wien. Am 15. Mai lädt Ruud Klerks namens der Europäischen Reiseversicherung mit den Kooperationspartnern Groundline, Sun Express, SMS Flughafentransfer, Starclippers, Travi Austria und Springer Reisen zum „Touristik.Treff.Steiermark“ um 18 Uhr ins Gösserbräu in Graz ein.  www.europaeische.at

Ruud Klerks von der Europäischen Reiseversicherung bittet zum Treff.

Portorož. „Man muss die Feste feiern, wie sie fallen!“ Dieses Sprichwort gilt ab sofort in der Destination Portoroz und Piran an der slowenischen Adriaküste – vor allem in der schönsten Jahreszeit von Mai bis Oktober. Den entsprechenden Anlass bieten verschiedenste kulturelle, kulinarische und sportliche Veranstaltungen. Geheimtipp ist das farbenprächtige Rosen- und Blumenfest, mit dem man sich vom 4. bis 6. Mai zum ersten Mal auf den Sommer einstimmt. Zu den diesjährigen kulturellen Highlights zählt das Tanzfestival vom 22. bis 25. Juni, bei dem zahlreiche Tanzgruppen klassische, moderne und orientalische sowie Hip-Hop, Jazz- und Showtänze auf die Bühne bringen.

Großer Aufholbedarf Im Zeitraum vom 13. Juli bis 10. August begeistern die Piraner Musiknächte mit KammermusikKonzerten im Kreuzgang des Franziskanerklosters. Weiterer Höhepunkt ist die Kunstveranstaltung Ex-Tempore, bei der Anfang September Bilder und Keramiken von Kunst-Workshops auf dem Piraner Tartini-Platz, im Franziskanerkloster sowie im Monfort Salzlager in Portoroz ausgestellt werden. Etwas für jeden Geschmack bieten die kulinarischen Feste, die z.B. Olivenöl und Mangold vom 27. bis 29. April in Padna, Artischocken vom 26. bis 27. Mai in Strunjan, Wein und Knoblauch vom 13. bis 15. Juli in Nova Vas sowie die Kaki-Frucht vom 9. bis 11. November in Strunjan hochleben lassen. Sportlich wird es bei den Regatten und Segelevents: Vom 8. bis

Die slowenische Adriaküste ist in Feierlaune und bietet ein abwechslungsreiches Festival-Programm mit Kultur und Segelbooten.

13. Mai läutet die Internationale Bootsmesse „Internautica“ die Segelsaison ein. Zu den beliebtesten Veranstaltungen zählen die Freundschaftsregatta im Juni, an der sich bis zu 150 Segelboote beteiligen, sowie die Diplomatische Regatta im September, bei der knapp 100 Boote zwischen Izola und Koper um die Wette segeln. Neben den vielen Festen sprechen das mediterrane Klima, feine Kulinarik, das grüne Hinterland und eine hervorragende Verkehrsanbindung für einen Urlaub in Portoroz und Piran. Mit einer großen Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten vom Campingplatz über Pensionen und Ferien-Apartments bis zu Wellnesshotels und dem Fünf-Sterne-Supe-

rior-Hotel Kempinski Palace bietet die Region Unterkünfte für jeden Geschmack und Geldbeutel.

Tourismusbranche wächst Dennoch: Trotz aller Plus-Punkte, die für Slowenien als Urlaubsdestination sprechen – wie z.B. Sicherheit, Sauberkeit, Euro –, hinkt der Tourismus seinen Möglichkeiten etwas hinterher. Die Tourismuszentrale hat das Ziel, Slowenien als Tourismusland mit klarer und erkennbarer Identität und mit genau definierten Vergleichs- und Konkurrenzvorteilen zu positionieren sowie dem slowenischen Tourismus konkret bei der Vermarktung des slowenischen Tourismusangebotes zu helfen.

Doch die klare Identität des EUStaats gibt es derzeit noch nicht. Viel zu oft präsentiert man sich den Touristen als „Little Italy“ oder „Balkan light“. „Mit einer Infrastruktur aus dem ehemaligen Jugoslawien ist zwar eine gute Basis vorhanden, die zum Teil kontinuierlich gewartet und modernisiert wurde, zum Teil aber auch erneuert werden muss und etliche Möglichkeiten einer Partizipation für österreichische Unternehmen ergibt“, so Christian Miller, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Laibach. In Slowenien wächst die Tourismusbranche stetig und trägt derzeit 12% zum BIP bei.  www.slovenia.info  www.portoroz.si

Iberia Express Airline will auf deutschen Markt und positioniert sich als ‚Easyhansa‘ zwischen billig und servicefrei

Eine neue Billig-Airline fliegt ab Spanien Madrid. Seite Ende März operiert die neue spanische Fluglinie „Iberia Express“, eine 100%ige Tochter der ehemaligen Staatslinie und heute größten spanischen Fluggesellschaft Iberia. Iberia Express will auf ausgewählten Kurz- und Mittelstrecken die Flüge der Muttergesellschaft übernehmen und kostengünstiger operieren. Insbesondere soll die Tochter mit A 320-Flugzeugen Langstreckenkunden nach Madrid bringen und Touristen von europäischen Flughäfen an die spanischen Badedestinationen fliegen. Deutschland ist für Iberia Express wegen des starken Tourismusgeschäfts von Interesse. Iberia Express wird von der Mutterfirma als „Low Coster“ geführt, die Kunden sollen für den abgespeckten Service weniger zahlen müssen.Damit will Iberia Express als „No-Frills-Airline“ im Markt auftreten. Dem Unternehmen droht in Deutschland jedoch harte Konkurrenz von airberlin, Ryanair, Easyjet – aber auch von der No-Frills-Tochter der Lufthansa, Germanwings.

Doch selbst für Tickets zu etwas höheren Preisen als denen der sogenannten Billigairlines dürfte es mit dem Modell „billig und traditionell“ Probleme geben. Iberia Express will zwar billig sein, zugleich aber dem „traditionellen“ Iberia-Service nahe sein. Das Problem dabei: Der Service bei Iberia gilt im Europageschäft als beschränkt. So werden auf Flügen von Deutschland keiner-

lei Speisen oder Getränke kostenfrei abgegeben. Die Passagiere müssen für jedes Glas Wasser bezahlen – und auch für Schäden am Gepäck können Iberia-Kunden keinen Schadensersatz erwarten. Vom ebenfalls reduzierten Service von Lufthansa oder airberlin ist der traditionelle Iberia-Service weit entfernt. Gegenüber den Billigfliegern werden die Tickets zu

© Iberia Express

georg biron

© Tourismus Verband Portorož

dino silvestre

Iberia Express soll Kurz- und Mittelstrecken der Muttergesellschaft übernehmen.

teuer, gegenüber den großen Traditions-Linien wird der Service zu schwach sein.

Teil von British Airways Bereits der Start für Iberia Express war schwierig, da besonders die Iberia-Piloten die Entwicklung mit Streiks aufhalten wollten. Sie fürchten eine Auslagerung von Routen. Geringere Gehälter und andere Kürzungen bei Mitarbeiterleistungen oder gar Entlassungen könnten die Folge sein. Der Druck zu Veränderungen ist groß und kommt aus London. Iberia gehört zur British AirwaysGruppe. In Großbritanien schreibt BA schwarze Zahlen, Iberia hingegen macht Millionenverluste. Bis 2015 will Iberia Express für die Muttergesellschaft 100 Mio. € einsparen. Hier zeigt sich, dass die Vorbehalte der Piloten berechtigt sind: Statt durchschnittlich 10.000 € Gehalt bei Iberia bekommen die Piloten bei Iberia Express mit etwa 6.000 € monatlich etwa ein Drittel weniger.  www.iberiaexpress.com


b u si n e s s & m a r k e ts

Freitag, 27. April 2012

destinationworld – 53

Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) Reiseland Deutschland zu Jahresbeginn erneut mit deutlichen Zuwächsen

Interhome Quartiere

Incoming ist im Aufwind

Polen als Co-Gastgeber

Zweistelliges Wachstum kam aus Österreich: In Berlin konnte im Jänner ein Plus von 11,9% bei den Ankünften (6.457) sowie ein Plus von 14,9% bei den Übernachtungen (14.852) verbucht werden. Auch die östlichen Bundesländer Sachsen und Thüringen mit ihren Städten werden bei den österreichischen Gästen immer bekannter und beliebter.

dino silvestre

Berlin/Wien. Das Deutschland-Incoming ist weiter im Aufwind. Nachdem im Jahr 2011 knapp 64 Mio. Übernachtungen ausländischer Gäste gezählt wurden, startet das Reiseland Deutschland zu Jahresbeginn erneut mit deutlichen Zuwächsen. Deutschland bestätigt seine Position als eines der beliebtesten Reiseländer in Europa auch zu Beginn des Jahres 2012 mit eindrucksvollen Zahlen.

„Nach Angaben des

Starker Jahresbeginn

Statistischen Bundesamts ist die Zahl der ausländischen Übernachtungen im Februar © DZT

Im Jänner 2012 sind im Vergleich zum Vorjahresmonat knapp elf Prozent mehr Übernachtungen ausländischer Gäste registriert worden. „Der Trend nach Deutschland hält auch im Februar an“, betont Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstands der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). „Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts ist die Zahl der ausländischen Übernachtungen im Februar 2012 erneut um neun Prozent gestiegen.“ Insgesamt wurden im Februar seit Jahresbeginn mehr als sieben Mio. ausländische Übernachtungen gezählt. Die Zuwachsrate aus der Alpenrepublik im Jänner dieses Jahres liegt mit 178.205 Übernachtungen bei 9,7 Prozent; dies belegen die Übernachtungszahlen des Statis-

Petra Hedorfer, Deutsche Zentrale für Tourismus, freut sich über Zuwächse in 2012.

tischen Bundesamts. Schon im Gesamtjahr 2011 konnte aus dem Nachbarland Österreich ein Plus von 6,8%, das sind insgesamt 3.030.904 Übernachtungen, verzeichnet werden. Die österreichischen Gäste schätzen neben dem umfangreichen Kultur- und Städteangebot die sehr guten Verkehrsanbindungen und genießen das hervorragende PreisLeistungsverhältnis. Deutschland liegt laut „World Travel Monitor

2010, IPK International“, in der Rangfolge der Auslandsreiseziele der Österreicher mit 22 % auf Platz zwei nach Italien (25%) und vor Kroatien (7%). Als Top-Favoriten unter den Destinationen im Wintermonat Jänner galten die deutschen Städte und Metropolen. Die internationalen Messen wie die „Berlin Fashion Week“ und die „Grüne Woche“ haben Berlin zum Jahresbeginn einen Besucherrekord beschert.

erneut gestiegen.“ Petra Hedorfer Vorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus

Besonders aber sticht Leipzig mit einem Zuwachsplus von 44,1% aus Österreich hervor. Nach wie vor jedoch bleibt die sympathische bayerische Landeshauptstadt München mit 20.309 (+4,2%) Übernachtungen im Ranking ungeschlagen.  www.germany.travel

© EPA

Als Top-Favoriten unter den Destinationen im Jänner 2012 galten deutsche Städte und Metropolen.

Das heißeste Thema 2012 in Polen ist die Fußballeuropameisterschaft.

Warschau/Innsbruck. Polen hat seinen Gästen das ganze Jahr über viel zu bieten. Heuer findet in Danzig das berühmte „Heineken-Festival“ statt, in Mazuren das „Country Music Festival“. Und Breslau wird 2016 die Kulturhauptstadt Europas sein. Das wichtigste touristische Thema ist heuer die „Euro 2012“, die in Polen und der Ukraine stattfindet. In Danzig (Gdansk), Posen (Poznan), Warschau (Warsaw) und Breslau (Wroclaw) werden zwischen 8. Juni und 1. Juli die besten 16 europäischen Teams gegeneinander antreten. In den Gastgeberländern herrscht während der EM eine ganz besondere Atmosphäre – nicht nur für die Fußballfans. Alle Ferienhäuser und Ferienwohnungen sowie das vollständige Interhome-Angebot sind telefonisch unter der Servicenummer 0810 013 015, im Internet sowie über die Reisebüro- und Online-Partner buchbar.  www.interhome.at

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54 – destinationworld

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© Hotelcard/Tobias Marending

Hotelcard AG: 300% Umsatzplus in 2011

Freitag, 27. April 2012

Costa Crociere Das an der New Yorker und Londoner Börse gehandelte Kreuzfahrtunternehmen meldet Rücktritt

Pier Luigi Foschi tritt als CEO der Costa zurück

Künftig als Costa Chairman sowie als Mitglied des Vorstands der Carnival Corporation & plc tätig. michael bär

Thun. Das Thuner Unternehmen Hotelcard AG konnte den Umsatz im Geschäftsjahr 2011 um 300% steigern. Die Zahl der Abonnenten, die mit ihrer Hotelcard zum halben Preis in mehr als 360 Hotels übernachten, hat im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 450% zugenommen. Die Anzahl der Hotels, die auf der Hotelcard-Website Übernachtungen zum halben Preis anbieten, hat stark zugenommen. 2011 sind mehr als 100 neue Hotels dazugekommen. 170 Wintersport-, 130 Wellness-, 160 Sport- und 50 Familienhotels optimieren die Auslastung ihrer Zimmerkapazitäten und generieren auf diese Weise zusätzlichen Umsatz. Durch die rasant ansteigende Zahl von Abonnenten sowie durch die Expansion nach Deutschland und Österreich dürfte das Schweizer Start-up diesen Wert im laufenden Jahr deutlich übertreffen.  www.hotelcard.com

Grundsteinlegung für Terminal 2-Satelliten München. Zwölf Jahre und neun Tage nach der Grundsteinlegung für das Terminal 2 am Münchner Flughafen fand jetzt die feierliche Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau, den neuen Terminalsatelliten, mit 200 geladenen Gästen statt. Der Satellit führt die bayerische Luftverkehrsdrehscheibe in eine neue Dimension: Der Flughafen gewinnt eine zusätzliche Abfertigungskapazität für elf Mio. Fluggäste und bekommt die Möglichkeit, das anerkannt hohe Qualitätsniveau, das der Airport als Drehscheibe für den Umsteigeverkehr gewährleistet, auch für das künftig zu erwartende Verkehrswachstum sicherzustellen.  www.munich-airport.de

© EPA

Malaysia Airlines: Neue Flüge in Thailand

Miami. Das an der New Yorker und Londoner Börse gehandelte Kreuzfahrtunternehmen Carnival Corporation & plc und sein Tochterunternehmen Costa Crociere teilen mit, dass Pier Luigi Foschi als CEO von Costa Crociere zum 1. Juli 2012 zurücktreten wird. Foschi (65) wird auch künftig als Chairman und Managing Director der Costa Gruppe sowie als Mitglied des Vorstands der Carnival Corporation & plc tätig sein. Michael Thamm, der jetzige Präsident von AIDA Cruises, wurde zu seinem Nachfolger als CEO der Costa Gruppe berufen. Zur Costa Gruppe gehören die Gesellschaften Costa Crociere, das in Deutschland aktive Unternehmen AIDA Cruises und die spanische Kreuzfahrtgesellschaft Ibero Cruises.

Langfristige Planung Thamm wird ebenfalls Mitglied des Board of Directors von Costa und sein Amt in Genua/Italien ausüben. In seiner neuen Position wird er an das Board of Directors von Costa berichten, dem auch Micky Arison und Howard Frank, Aufsichtsratsvorsitzender und CEO bzw. stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Chief Operating Officer der Muttergesellschaft Carnival Corporation & plc, angehören. Diese Führungsentscheidungen sind Teil einer langfristigen Planung der Nachfolge von Pier Luigi Foschi mit dem Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren. Das langjährige Mitglied der AIDA Geschäftsleitung, Michael Ungerer, wurde zum Präsidenten von AIDA Cruises ernannt und leitet künftig von Rostock aus das Unternehmen. Gianni Onorato wird seine Tätigkeit als Präsident der Marke Costa Crociere fortführen.

© EPA (2)

Fabio Bolognese, GF Hotelcard AG: große Erfolge in der D-A-CH-Region.

Foschi will die mit dem Unfall der „Costa Concordia“ zusammenhängenden Fragen klären und strategische Projekte führen.

Seit 1997 ist Foschi für Costa Crociere tätig, in den Vorstand des Unternehmens wurde er im Jahr 2000 berufen.

Costa-Wachstumserfolg In den letzten 15 Jahren war Costa-Boss Foschi in erheblichem Maße am enormen Wachstumserfolg des Unternehmens beteiligt und hat dazu beigetragen, Costa zum führenden Kreuzfahrtunternehmen in Europa aufzubauen. Als Aufsichtsratsvorsitzender von Costa wird Foschi weiterhin für die Beziehungen des Unternehmens zu Behörden und staatlichen

Stellen verantwortlich sein. Außerdem wird er die mit dem Unfall der „Costa Concordia“ zusammenhängenden Fragen klären sowie einige strategische Projekte führen. Alle neuen Ernennungen bedürfen noch der Zustimmung des Costa-Vorstands.

AIDA-Mann für Costa „Pier Luigi Foschi hat bereits vor einiger Zeit erklärt, dass er sein Amt nach seinem 65. Geburtstag nicht weiter ausüben will. Die Ankündigung ist daher Teil unserer langfristigen Nachfolgeplanung. Mit dieser Entscheidung bauen

European Medical Travel Conference 2012 Hauptstadtregion Berlin präsentierte sich als Gesundheitsdestination

Die Branchen-Elite des Medizin-Tourismus Berlin. Berlin ist erstmals Gastgeber für Europas größte und wichtigste Medizintourismus-Konferenz. Die „European Medical Travel Conference 2012“ (EMTC) war vom 25. bis 27. April eine einzigartige Plattform für weltweit anerkannte Medizinexperten, die neue Entwicklungen in der Reise- und Gesundheitsindustrie diskutierten.

zusammen mit dem EMTC-Veranstalter am 26. April eröffnet hat. „Längst ist die Gesundheitswirtschaft auch ein Tourismusmagnet und hat großes Potenzial für die Hauptstadtregion.“ Die Akteure der Medizin- und Tourismusbranche – HealthCapi-

tal, Charité, Vivantes International, Deutsches Herzzentrum Berlin, Medical Park und visitBerlin – stellten die geballte Medizinkompetenz und die Region dem Fachpublikum im Estrel Hotel vor. Im Fokus der Bewerbung Berlins als Gesundheitsmetropole stehen die

Kuala Lumpur. Germal Singh, Senior Vice President International Affairs von Malaysia Airlines, freut sich über die Zusammenarbeit mit Bangkok Airways und erwartet durch die zusätzlichen Verbindungen eine Stärkung des Airport Kuala Lumpur als zentralem Gateway nach Asien.  www.malaysiaairlines.com

„HealthCapital, dem Netzwerk der Berliner und Brandenburger Gesundheitswirtschaft, und visitBerlin ist es gelungen, die EMTC 2012 für die Hauptstadt zu gewinnen. Für die Konferenz kann es keinen besseren Standort als Berlin geben. Unsere Metropole vereint die Expertise aus dem KongressBereich mit der hervorragenden Infrastruktur für Gesundheitsreisen“, sagt Burkhard Kieker, GF von visitBerlin, der die Konferenz

© Manuel Frauendorf

Beste Infrastruktur Codeshare-Abkommen erweitert Malaysia Airlines-Streckennetz.

wir auf die Stärken unseres erfolgreichen Management-Teams und setzen bewährte Persönlichkeiten zur weiteren Entwicklung unserer Marken ein“, sagt Micky Arison. „Mit Pier Luigi Foschi hat sich Costa zu einem sehr erfolgreichen und profitablen Unternehmen entwickelt, und wir danken ihm für sein langjähriges Engagement. Michael Thamm wiederum hat bei der Leitung von AIDA Cruises ausgezeichnete Arbeit geleistet. Wir sind davon überzeugt, dass er das auch bei der Führung der Costa Gruppe fortsetzen wird“, fügt Arison hinzu.  www.costa-kreuzfahrten.at

Berlin zeigte sich in den letzten Tagen als Top-Destination für Gesundheitsreisen.

relevanten Märkte Russland und Vereinigte Arabische Emirate. Sybille von Obernitz, Berlins Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, eröffnete das „Berlin-Arab Health Forum“ heute. Das von Vivantes organisierte Symposium wird zum Wissenstranfer arabischer und europäischer Gesundheitsinstitutionen genutzt. Die Präsenz auf internationalen Messen – neben der EMTC 2012 zuletzt auch auf der „Arab Health“ 2011 in Dubai – ist eine Fortführung der Aktionen im Rahmen der visitBerlin-Vermarktungsstrategie „Gesundheitstourismus“. Weitere Aktivitäten sind bereits geplant. Die rund 400 Konferenzbesucher hatten ein spannendes Programm mit der Expertise von 60 Vertretern des Medizintourismus. Top-Manager und Entscheider aus SaudiArabien, Dubai, Russland und den USA waren zu Gast in Berlin.  www.emtc2012.com


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Freitag, 27. April 2012

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Prima Reisen Samstags direkt mit Lauda Air oder mit airberlin und Lufthansa im eigenen Charter nach Jersey

Die Oase der Ruhe & Natur alice hefner

Wien. Die Kanalinseln setzen sich aus Jersey, Guernsey, Herm, Sark und Alderney zusammen, und jede dieser Inseln hat ihr eigenes Flair. So sind z.B. Fahrzeuge auf Herm und Sark nicht erlaubt, Guernsey bietet römische Funde und prähistorische Monumente, und auf der größten Insel, Jersey, gibt es die „Green Lanes“, wo Wanderer, Radfahrer und Reiter Vorrang haben.

Sattes Grün und viel Natur Die Natur spielt eine sehr große und vorrangige Rolle auf den kleinen Kanalinseln. Sie verleiht der Küstenregion ein ständig wechselndes Gesicht. Lieblich sind die Täler im Inselinneren, die hübschen Granithäuser mit ihren üppigen Blumengärten und das satte Grün der Felder, Wiesen und Wälder.

Majestätische Burgen und malerische Fischerhäfen bestimmen das Bild der Küste. Auch 2012 bleibt Prima Reisen dem Hohen Norden treu. Nach dem Erfolg der Charterflüge hat der Reisespezialist die Rotationen nach Jersey verstärkt. „Die Kanalinseln erfreuen sich größter Beliebtheit“, so Christoph Gruther, Buchungszentrale & Mitproduzent von ‚Nordische Länder‘, „deshalb fliegen wir 2012 insgesamt an fünf Samstagen von Wien nach Jersey.“ Die Sternfahrt Jersey ist für eine Woche inklusive Direktflug ab Wien, vier Ausflügen und Unter-

bringung im Dreisternhotel Merton mit HP um 1.349 € verfügbar. Inselhüpfen auf den Kanalinseln mit fünf Nächten im Dreisternhotel Merton auf Jersey und zwei Nächten im Dreisternhotel Duke of Richmond auf Guernsey jeweils mit HP und vier Ausflügen ist ab 1.469 € buchbar.

Attraktive Tagesausflüge Bis 15. September wird Jersey samstags mit airberlin/Lufthansa angeboten. Die Dreisternhotels „Christina“ (in St. Aubin’s Bay) und „Golden Sands“ (in St. Brelade’s Bay) sind

für eine Woche inklusive Flug, Transfer und Frühstück ab 1.028 € p.P. verfügbar. Neu im Programm ist das Viersternhotel „L’Horizon Hotel & Spa“ in St. Brelade’s Bay; es ist inklusive Flug, Transfer und Frühstück bereits ab 1.478 € buchbar. Für Entdecker werden vor Ort attraktive Ausflüge angeboten: Da gibt es eine fantastische Küstentour, ganztags, um 44 €; eine entspannte Inlandstour, ganztags, ebenfalls um 44 €, und der Ausflug Gärten & Natur, der vor allem Blumenfreunde begeistert, ganztags, ist um 63 € zu haben.  www.primareisen.com

© Jersey Tourism

Sternfahrt für eine Woche mit Flug, Ausflügen und Dreisternhotel ist bereits um 1.349 Euro buchbar.

Die englischen Kanalinseln stehen heuer hoch im Kurs – auch bei Prima Reisen.

EF Jugend-Sprachreisen

Englisch lernen Wien. Der Weg zu perfektem Englisch muss bereits in jungen Jahren gezielt in Angriff genommen werden, denn das Lernen erfolgt gerade in der Jugendzeit spielerisch und ist direkt vor Ort am erfolgreichsten – in angemessener Begleitung kann man schon ab 14 Jahren eine einzigartige Zeit in den USA erleben, um dieses Ziel zu erreichen. Sich bereits im jungen Alter mit der Perfektion seines Fremdsprachen-Know-hows zu beschäftigen, schafft einen großen Vorteil in der globalisierten Berufswelt. Der Sprachreise-Experte EF bietet, abgestimmt auf die Wünsche und Bedürfnisse der Schüler, spezielle Programme, die einen schnellen Lernfortschritt garantieren.  www.ef.co.at

Heilmethoden Traditionen

Kraft der Berge

Bad Reichenhall. Wer am 9. Juni den Königlichen Kurgarten in Bad Reichenhall besucht, begegnet magischen Musikern, wundersamen Wendern und gefühlsbetonten Geomanten, die traditionelles Heilwissen auf das moderne Leben anwenden. „Wir wollen die Kraft unserer Berge in den Kurgarten holen und alternative Heilmethoden greifbar machen“, so Alpenschamane Rainer Limpöck alias „Weißer Adler“. www.bad-reichenhall.com

www.beaurivagepineta.com Warum in die Ferne schweifen? Das Hotel Beau Rivage Pineta **** in Jesolo liegt so nah!

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Frankfurt. Früher als ursprünglich geplant, wird die erste Condor-Boing 767 bereits am Donnerstag, den 11. Oktober, ihren Flug von Frankfurt nach Saint Lucia antreten. Der Rückflug wird ebenso donnerstags, mit kurzem Zwischenstopp auf Barbados, erfolgen.  www.condor.com

© TUI

Viverde Hotels öffnen in Italien und der Türkei

Das „Hotel Tenuta Moreno“ befindet sich in einer umgebauten Masseria.

Hannover. Im April eröffnen die ersten Hotels der TUI-Marke Viverde, die sich an naturaktive Reisende richtet: Eine Woche im 167 Appartements umfassenden 4-Sterne „Hotel Loryma“ in Turunç an der südtürkischen Ägäis kostet inklusive Flug und Halbpension ab 537 € p.P. In Apulien, im Landesinneren außerhalb von Mesagne gelegen, bietet das 4-Sterne-„Hotel Tenuta Moreno“ 88 Zimmer. Eine Woche mit Flug und Halbpension gibt‘s ab 603 € p.P.  www.tui-deutschland.de

„WIR BEGEISTERN FÜR ÖSTERREICH“ Die Österreich Werbung (ÖW) ist seit 1955 Österreichs nationale Tourismusorganisation mit dem Hauptziel, das Urlaubsland Österreich zu bewerben. Zentrales Anliegen der ÖW ist es, gemeinsam mit allen österreichischen Tourismuspartnern für den Erhalt bzw. den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismuslandes Österreich zu sorgen. Damit leistet die ÖW einen essenziellen Beitrag zur Steigerung des österreichischen Marktanteils am internationalen Tourismus. Kernaufgaben der ÖW • Führung der Marke „Urlaub in Österreich“: Die Marke macht Österreich als Urlaubsland unterscheidbar und vermittelt den emotionalen Mehrwert eines Österreich-Aufenthalts. • Bearbeitung der international erfolgversprechendsten Märkte mit innovativem, zeitgemäßem Marketing. • Partner der österreichischen Tourismusbetriebe und wesentlicher Netzwerkknoten im Tourismus: Die Branche profitiert vom stets aktuellen und fundierten Wissen der ÖW über Gäste und Märkte.

PROMOTION

230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen weltweit über 1.500 Marketingaktivitäten pro Jahr durch. 2012 konzentriert sich die ÖW dabei auf drei Regionen: Westeuropa, CEE und Übersee. Die darin bearbeiteten Märkte decken etwa 95% aller Nächtigungen ab und weisen das größte Potenzial für den heimischen Tourismus auf.

Zuwachs bei Meininger

Die deutsche Hotelgruppe betreibt derzeit 16 Low Budget-Hotels, weitere Eröffnungen sind geplant. pelzimmern nämlich auch einzelne Betten gebucht werden. Zudem profitieren die Gäste von regelmäßigen Shuttlefahrten zwischen Flughafen und Hotel und Sportbegeisterte kommen im kleinen Gym auf ihre Kosten. Für alle jene, die sehr früh morgens abreisen müssen, gibt es außerdem ein Early-Bird-Frühstück, und Jetlag-Geplagte dürfen sich über schallisolierte Fenster freuen, die zusätzlich noch vollständig verdunkelbar sind. Den Gästen steht weiters eine eigens eingerichtete Küche in einem abgetrennten Raum inmitten der Lobby zur Verfügung. Bar, Gamezone und Lounge ergänzen die große Lobby. Besprechungen und Tagungen können in den hauseigenen Meetingräumen veranstaltet werden und kostenfreie WLAN-Interverbindung gibt es in allen öffentlichen Bereichen.

Caroline nussdorfer

Berlin. Am 1. April eröffnete die Meininger Hotelgruppe in der deutschen Bundeshauptstadt ihr neues Hotel am internationalen Airport Berlin-Brandenburg und begrüßte damit noch vor der geplanten Inbetriebnahme des Großflughafens am 3. Juni die ersten Gäste. Es handelt sich dabei um das zweite Flughafenhotel des Unternehmens, das sich bereits Anfang Jänner 2012 mit dem Meininger Hotel Frankfurt/Main Airport über Zuwachs freute. Das modern gestaltete Meininger Hotel Berlin Airport soll künftig nicht nur Individualtouristen und Familien, sondern gleichermaßen auch Businessgäste sowie Gruppenreisende anlocken.

Hostel & Hotel vereinen

© Meininger Hotels

Mit Condor ab Oktober nach Saint Lucia fliegen

Flughafenhotel Vor Inbetriebnahme des Flughafen Berlin-Brandenburg wurde das „Hotel Berlin Airport“ eröffnet

Ganz nach Meininger-Motto gilt es, das Beste aus Hostel und Hotel zu vereinen. Der bunte Neubau auf Drei-Sterne-Niveau verfügt über insgesamt 151 Zimmer, ist hochwertig ausgestattet und bietet im neuen Business Park unweit des Flughafens preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten in einer entspannten internationalen Atmosphäre. Bei der Gestaltung des Hotels hat man sich am Konzept „Berlin – The Green City“ orientiert. So zeigen beispielsweise großformatige

Die Inneneinrichtung des Drei-Sterne-Hotels ist modern und freundlich gestaltet.

Expansion

Tapeten in der Lobby Luftaufnahmen grüner Berliner Plätze und in den Fluren Routen durch die deutsche Hauptstadt, vorbei an grünen Oasen. Die großzügige Dachterrasse mit Blick zum Flughafen wird mit Blumen und Gemüse begrünt, wobei eine aktive Beteiligung der Gäste am „Urban Gardening“ erlaubt ist. Die Inneneinrichtung selbst ist geprägt von einem klaren, modernen und freundlichen Design, für

Die Meininger Gruppe mit Sitz in Berlin wurde 1999 gegründet und erhielt beim „Treugast Investment Ranking 2011“ eine AA-Bewertung. Das Portfolio des Unternehmens besteht derzeit aus 16 Low BudgetHotels, darunter sind u.a. Häuser in Salzburg, Wien und London zu finden. Im Sommer 2012 sollen ein weiteres Haus in Amsterdam und im Frühjahr 2013 das erste Meininger Hotel in Brüssel folgen.  www.meininger-hotels.com

das Stararchitekt Werner Aisslinger verantwortlich zeichnet und das sich sowohl durch die öffentlichen Bereiche als auch durch die Zimmer zieht.

Flexible Bettenstruktur Was das neue Meininger-Mitglied von anderen Flughafenhotels unterscheidet, ist die flexible Bettenstruktur: Es können neben klassischen Einzel und Dop-

Österreich Werbung Kreative Marketingaktivitäten für österreichischen Tourismus

Aufgetischt in Dänemark Kulinarische „Österreich-Woche“ begeistert Dänen für Bergsommer in Österreich. Wien/Kopenhagen. Die Österreich Werbung (ÖW) begeistert für Urlaub in Österreich und setzt dabei auf kreative Marketingmaßnahmen. Der Marketingmix reicht von klassischer Werbung über Direct Marketing und E-Marketing bis hin zu integrierten Themenkampagnen. Je nach Markt, Zielgruppe und Strategie werden stimmige Maßnahmenpakete geschnürt und eingesetzt.

kruste und der Krokette von der Gams versteckte. Den kulinarischen Abschluss bildete das Tiroler Moosbeernockerl. Veredelt wurde das Menü mit den besten

„Dänische Gäste legen in ihrem Urlaub großen Wert

Gelebte Gastfreundschaft Fünf Tage lang – vom 16. bis 20. April – machte die ÖW Dänemark in Aarhus dänischen Journalisten, Reiseveranstaltern sowie potenziellen Österreich-Urlaubern den alpinen Bergsommer schmackhaft. Bei zwei exklusiven Weinverkostungen, zwei Abend-Dinners der Sonderklasse und einem Tag persönlicher Urlaubsberatung im Café Stiften erfuhren die Gäste aus erster Hand, was österreichische Gastfreundschaft und Begegnungsqualität bedeutet.

Dinner mit Starkoch Boserup Als Highlight lud der dänische Starkoch Henrik Boserup, Liebhaber hochwertiger Zutaten, an zwei Abenden in den exklusiven „Private Dining Club Beta“ ein. Gemeinsam mit Kurt Tropper vom Tourismusverband Kitzbüheler Alpen-Brixental, Michael Grafl, Besitzer des Gasthaus Steinberg im

auf Kulinarik.“

© ÖW Kopenhagen

short

Freitag, 27. April 2012

BO SCHOU LAURIDSEN MARKT MANAGER ÖW DÄNEMARK

Österreich-Kulinarik für dänische Feinschmecker.

Tiroler Westendorf, und Bo Schou Lauridsen, Markt Manager der ÖW Dänemark, kochte man für die insgesamt 50 geladenen Gäste auf. Dabei wurden weder Kosten noch Mühen gescheut, um die Gäste so authentisch wie möglich mit regionaltypischen Spezialitäten zu verwöhnen. Auf der Dinner-Karte: Milchkitz, Gams, Kräuter und Co. Die gesunden Zutaten für die österreichisch-dänischen „Kochsessions“ flog man eigens aus den Kitzbüheler Alpen ein. „Dänische Gäste legen in ihrem Urlaub großen Wert auf Kulinarik. Die Rückbesinnung auf die regionalen Zutaten und Zubereitungen sowie die gelebte Gastfreundschaft heben das Urlaubsland Österreich

deutlich von seinen Mitbewerbern im Sommer ab“, weiß Bo Schou Lauridsen.

österreichischen Weinen, kommentiert vom Österreich-WeinSommelier Mads Jordansen.

Österreichische Spezialitäten

Bergsommer-Momente

Auf dem exquisiten, sechsgängigen Menüplan standen Spezialitäten der österreichischen Bergküche: Rote Beete Cappuccino eröffnete den Genussreigen, gefolgt von hausgemachten Blunzenravioli auf Weißkrautsoufflé. Danach servierten die Gastgeber heimische Bachforelle auf Wurzelgemüse und Carpaccio vom Milchkitz auf Steinpilzrisotto. Als Hauptgang kredenzte man rosa Rehrücken, welcher sich unter einer Kräuter-

Zwischen den Gängen sorgten Österreich-Bilder und Erzählungen der Gastgeber für stimmungsvolle Bergsommer-Momente. In Kurzfilmen erfuhren die Gäste, wie Henrik Boserup im Sommer 2011 gemeinsam mit Hüttenwirten im Brixental aufkochte. Mit diesen Filmen sollte den Dänen via Website, Facebook und YouTube mit Geheimtipps Lust auf Sommerurlaub in Österreich gemacht werden. www.austriatourism.com


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Freitag, 27. April 2012 – 57

ferienregion hohe salve

Die größte E-Bike-Destination der Welt liegt in den Kitzbüheler Alpen  Seite 60

© Bregenz Tourismus

© FR Hohe Salve

destinationaustria tour de mur radfahren im lungau

wochenende für geniesser

Vorarlberg positioniert sich mit GourmetPackages als Genuss-Destination  Seite 61

© Sportpunkt

Urlaub in Österreich ist jetzt ein Lebensgefühl

© LW/Oezelt

short

© Schladming-Dachstein

Spitz a.d. Donau. Das „wachau Gourmetfestival“ ging mit Rekorden zu Ende, was die Veranstalter freute (von li.): Erwin Goldfuss vom Festival Board, Bernhard Schröder von Donau Niederösterreich Tourismus GmbH, 3 Sterne-Koch Joachim Wissler vom Vendome in Köln und Christian Thiery von Relais & Chateaux Schloss Dürnstein. Bei den 55 Veranstaltungen – um 20 mehr als 2011 – waren rund 4.000 Gäste. Die kulinarisch-vinophile Saisoneröffnung der Wachau hat damit eine erfolgreiche Fortsetzung erfahren. www.donau.com

© ÖW/Christian Jungwirth; ÖW(2)

Wien. Carolin Lang und Hannes Peer (Bild) konnten in Wien den „TAI-Werbe Grand Prix“ für die Urlaubsregion SchladmingDachstein entgegennehmen; die überarbeitete Homepage der steirischen Tourismusdestination gewann den renommierten Werbepreis. Die Seite überzeugte durch ihr „leichtes“ Design und eine besonders userfreundliche Struktur. Hermann Gruber, Tourismuschef der Region Schladming-Dachstein, zeigt sich stolz: „Unser Online-Team hat in Kooperation mit der Salzburger Agentur ‚elements.at‘ großartige Arbeit geleistet.“  schladming-dachstein.at

ÖW-GF Petra Stolba präsentierte die neue Imagewerbung für ein „inspirierendes“ Tourismusland Österreich.

Österreich Werbung Im Zuge des Ausschreibungsverfahrens für die Werbelinie konnte die Publicis Group Austria mit ihren Ideen überzeugen. Urlaub in Österreich wird ab der Wintersaison als „inspirierende Entfaltung“ präsentiert. Seite 58 ÖRV TUI-Konzernsprecher als Verbandschef gewählt

Graz. Jetzt noch die April-Zahlen mit den Osterferien-Ergebnissen abwarten (die kommen Ende Mai), dann sollte einem guten Winterergebnis nichts mehr im Wege stehen: Mit den März-Zahlen kann der steirische Wintertourismus bei den Ankünften schon +3,5% verzeichnen und bei den Übernachtungen +1,3% – mit 4,444.600 Übernachtungen.  www.steiermark.com

© TUI

© Steiermark Tourismus/ikarus.cc

Josef Peterleithner wird Präsident

Josef Peterleithner (53) bewegt sich in seinem Job „jenseits vom Mittelmaß“.

Wien. Beim 52. Frühjahrskongress des Österreichischen Reisebüroverbandes (ÖRV) im Schloss Schönbrunn wurde TUI-Konzernsprecher Josef Peterleithner zum neuen ÖRV-Präsidenten gewählt. Den Schwerpunkt seine Tätigkeit sieht er vorwiegend in der Fortsetzung der Politik der vergangenen Jahre. „Noch mehr Augenmerk soll auf die Attraktivität des Arbeitsplatzes – verbunden mit einer höheren Qualität und Qualifizierung –, die fortschreitende Technisierung sowie selbstverständlich auch auf das Thema Nachhaltigkeit gelegt werden“, kündigt Peterleithner an.  www.oerv.at

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58 – destinationaustria

Freitag, 27. April 2012

ÖW Beim Tourismustag in Schladming ist das neue Erscheinungsbild für „Urlaub in Österreich“ vorgestellt worden

Kommentar

Österreich Werbung mit neuer Werbelinie am Start

Strategie und Positionierung

Mehr als je zuvor wird der Gast in den Mittelpunkt der Kampagne der Österreich Werbung gerückt.

georg biron

Eine erfahrene Touristikerin Faak am See. Margit Schossleitner (44) hat die Leitung des Inselhotel**** übernommen. Das Vier-Sterne-Haus befindet sich auf einer autofreien Insel und ist ein Geheimtipp. Schossleitner blickt auf zwei Jahrzehnte Erfahrung im Tourismus zurück und erlangte 2011 den MBA für Gesundheitsund Sozialmanagement.  www.inselhotel.at

Die neue Werbelinie – „Österreich. Ankommen und Aufleben“ – wird ab der Wintersaison 2012/13 zum Einsatz kommen. dino silvestre

Wien. Der neue Werbeauftritt der Österreich Werbung (ÖW) mit dem Claim „ankommen und aufleben“ fokussiert auf die einmalige Wirkung von Urlaub in Österreich – die „inspirierende Entfaltung“. Diese ist dabei nicht nur eine Momentaufnahme im Urlaub selbst, sondern bedeutet, dass der Gast auch nach dem Ende seines Urlaubs bereichernde Erfahrungen wie ein „emotionales Souvenir“ mit nach Hause nehmen kann. „Von einem Urlaub in Österreich bleiben nicht nur schöne Erinnerungen. Hier werden aus einzigartigen Urlaubserlebnissen wertvolle und emotionale Erinnerungen, die den Gast – und sei es auch nur ein wenig – verändern und ihm wie ein Bild im Kopf, das nie verblasst, erhalten bleiben“, so ÖW-GF Petra Stolba zum strategischen Hinter-

© privat

Bild im Kopf wird in der Umsetzung fast eins zu eins mithilfe einer Überblendung inszeniert. Dabei verschmilzt der Gast in Form eines Gesichtsporträts mit dem jeweiligen Ort und Moment des besonderen Erlebnisses“, so Michael Scheuch, Leiter des Bereichs Brand Management in der ÖW.

„Ziel der neuen ÖW

Präzise entwickelte Codes

Kampagne ist die Visu-

Unterschiedliche Gesichtsprofile decken die verschiedenen Kulturkreise ab, in denen die ÖW aktiv ist. Dadurch wird ein optimaler internationaler Einsatz der Kampagne sichergestellt. Konkret stehen zu Beginn sieben Gesichtsporträts, die fünf Weltregionen abdecken, für die Marketingaktivitäten zur Verfügung. „Präzise entwickelte Codes in der Bildsprache – wie Farbgebung, Perspektive oder Licht – unterstützen

alisierung von Österreich. Die Kampagne soll Lust auf Urlaub in Österreich machen.“ petra stolba, gf ÖW

das Markenversprechen von ‚Urlaub in Österreich‘. Gegenüber dem Mitbewerb bietet die neue Werbelinie eine hohe Eigenständigkeit, weil mit dem abstrahierten Kopf des Gasts ein starkes Wiedererkennungsmerkmal gefunden wurde, das den Auftritt der ÖW klar differenziert und einmalig macht“, sagt Alexander Rudan, Kreativdirektor der Publicis Group Austria.

Intelligente Markenallianz „Ich bin überzeugt, dass wir mit der neuen Werbelinie einen wichtigen Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit leisten. Denn damit werden nicht nur Inhalt und Ästhetik der Marke ‚Urlaub in Österreich‘ geschickt und ansprechend umgesetzt; die Kampagne ist auch ideale Grundlage für intelligente Markenallianz“, so Stolba abschließend.  www.austriatourism.com

Sofortüberweisung Bargeldlos und ohne Kreditkarte mit Tool von der Payment Network AG online sicher buchen

Innovation im e-Payment bei Buchungen Wien. Die Umsätze der vergangenen Jahre zeigen es deutlich: Immer mehr Österreicher buchen Urlaubsreisen über das Internet. Laut einer e-Commerce-Studie von KMU Forschung Austria bezahlen 40% der österreichischen Onlineshopper bevorzugt mit Banküberweisung, noch vor der Kreditkarte (35%). Dennoch bieten viele Hotels die Kreditkarte als einziges Bezahlverfahren bei Online-Buchungen an, obwohl sich andere Systeme auf Onlinebanking-Basis, wie z.B. Sofortüberweisung, bereits gut etabliert haben und Hoteliers sowie Gästen viele Vorteile bieten. Vor allem aber ist es für den Hotelbetreiber der günstigste Weg, Zahlungen abzuwickeln.

Bezahlen bei der Buchung

Margit Schossleitner ist neue Direktorin des Inselhotels im Faaker See.

grund der Kampagne, die von der ÖW in den letzten Monaten gemeinsam mit der Publicis Group Austria entwickelt wurde. „Alle Elemente der Kampagne machen diese einzigartige Wirkung auf den Gast erlebbar. Das

Sofortüberweisung, das Bezahlverfahren der Payment Network AG, wird laut EHI-Branchenstudie bereits von fast einem Drittel aller österreichischen Onlineshops eingesetzt. Bei diesem Direktüberweisungsverfahren wird eine Schnittstelle

zwischen dem Buchungssystem und dem Online-Banking-Konto des Gasts bereitgestellt. Der Online-Banking-Nutzer gibt dabei noch während des Buchungsprozesses eine Überweisung in Auftrag. Das Hotel erhält daraufhin eine sofortige Zahlungsbestätigung. „Die Kreditkarte hat zwar noch nicht ausgedient, es gibt jedoch mit Sofortüberweisung ein e-PaymentVerfahren, das ebenso schnell und effektiv ist. Deshalb haben wir uns für Sofortüberweisung entschlossen“, erklärt Thomas Reisenzahn, GF ÖHV Touristik Service GmbH. „Für Gäste, die übers Internet buchen, ist das Bezahlsystem sehr komfortabel: Kein nochmaliges Registrieren wie bei der Kreditkarte, keine Übermittlung von sensiblen Daten, die missbräuchlich verwendet werden könnten. Der User benötigt lediglich ein onlinefähiges Bankkonto. Sobald per Sofortüberweisung bezahlt wurde, ist die Reservierung verbindlich, die Zahlung abgeschlossen.“ Besonderer Schwerpunkt wird bei Sofortüberweisung auf die Si-

cherheit der übermittelten Daten gelegt. Die Datensicherheit wird regelmäßig von anerkannten Zertifizierungsstellen (TÜV) überprüft und funktioniert zudem mit nahezu allen österreichischen und deutschen Online-Bankkonten und ist im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr bereits in acht europäischen Ländern etabliert. Bei mehr als 25 Mio. Transaktionen seit der Gründung der Sofortüberweisung ist kein einziger Be-

© ÖHV/Florian Lechner

Inselhotel Faaker See

© ÖW

G

eneralisten, die den Massenmarkt bedienen, sind beim Gast nicht mehr gefragt, der Trend geht eindeutig hin zum Angebotsspezialisten. Das eintägige Praktikerseminar macht Hoteliers fit für die aktuellen Anforderungen des Marktes. Gut positionierte Hotels erzielen bessere Preise und behaupten sich erfolgreich am Markt; ein ÖHV Praktikerseminar verrät, die das am besten geht. Gerade in Zeiten stagnierender Umsätze und starken Verdrängungswettbewerbs wird es eng für 08/15-Betriebe. Die wichtigste Aufgabenstellung für ein Hotel ist deshalb die erfolgreiche Abgrenzung zu Mitbewerbern und die Entwicklung eines eigenständigen Profils; die Definition nur über den Zimmerpreis ist zu wenig. Viel wichtiger ist es, sich von der breiten Masse abzuheben und nicht wie ein Gemischtwarenhändler mit einem viel zu breiten Angebots- und Leistungsspektrum aufzutreten. Weniger ist mehr, denn Hoteliers, denen es aus Gästesicht an einem unverwechselbaren Profil mangelt, setzen sich unnötig einem Preis- und Verdrängungswettbewerb aus, der sich negativ auf die Erlöse und damit auf die Entwicklung des Unternehmens auswirkt. Das ÖHV-Praktikerseminar „Strategie und Positionierung“ findet am Donnerstag, 24. Mai, im Austria Trend Hotel Congress in Innsbruck statt.

Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer der ÖHV Touristik Service GmbH.

trugsfall bekannt geworden, denn die verwendete TAN ist nur einmal verwertbar. Auch die Hoteliers sind auf der sicheren Seite: Sofortüberweisung garantiert schnellstmöglichen Zahlungseingang, schnellen Cashflow und damit hohe Liquidität, keine Chargebacks – und auch die problematische „No show“-Quote wird um 20 bis 50% gesenkt.

Schneller Cashflow Mit dem neuen Zahlungssystem bietet die Payment Network AG ein innovatives Produkt für sicheres Kaufen von Waren und digitalen Gütern im Internet. Das bayrische Unternehmen ist marktführend in Deutschland. Mehr als 1,5 Mio. Transaktionen werden mit Sofortüberweisung pro Monat durchgeführt. Seit 2007 ist das Unternehmen auch in Österreich vertreten und mit Anfang 2012 wurde Payment Network auch Preferred Partner der ÖHV. Zugleich wurde ein Rahmenvertrag geschlossen.  www.oehv.at


i d e e & s t r at e g i e

Freitag, 27. April 2012

destinationaustria – 59

Steiermark Convention 9. Tagungsmesse; unter dem Motto „Grünes Tagen“ widmete man sich dem Thema Nachhaltigkeit im Tagungstourismus

Umweltzeichen für grüne Steirer Mehr als 200 Fachbesucher informierten sich im Schlossberg Veranstaltungszentrum in Graz bei 46 steirischen Ausstellern.

je, regional und saisonal zu speisen. Im Printbereich achtet man beim Papier auf das FSC-Gütesiegel bzw. auf Papiervermeidung. Die Devise lautet „Think before you print“. Für einen reduzierten Energieverbrauch werden PC, Klimaanlage oder Heizung einfach ausgesteckt, wenn das jeweilige Gerät nicht benötigt wird. Mülltrennung ist ein absolutes Muss, und Car Sharing macht den Weg zur Arbeit kommunikativer und hilft sparen. Oft bieten auch die öffentlichen Verkehrsmittel eine gute Alternative.

dino silvestre

Graz. Unter dem zeitgemäßen Motto „Grünes Tagen“ stand die 9. Tagungsmesse der Steiermark Convention, einer Angebotsgruppe von Steiermark Tourismus, im Schlossberg Veranstaltungszentrum in Graz. Dabei ging es um die verschiedenen Ausprägungen der Themen ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit im Tagungstourismus.

„Regionalität – als Faktoren – spielt in der ‚Steiermark Convention‘ seit jeher eine sehr

© Steiermark Tourismus/Harry Schiffer

einer von vielen grünen

Regionalität ist wichtig

Zertifizierung (von li.): Karin Dullnig, GF Ecoversum, Andrea Sajben, Projektleiterin Steiermark Convention, Catering-Koch ­Christof Widakovich und Herta Grossauer, Schlossberg Veranstaltungszentrum Graz, Georg Bliem, GF Steiermark Tourismus.

bedeutende Rolle.“

nig (GF Ecoversum) gefreut. Somit wurde in der Steiermark erstmals eine touristische Veranstaltung mit dieser Zertifizierung ausgezeichnet. Dazu LH-Stv. Hermann Schützenhöfer: „Nachhaltigkeit ist nicht nur ein absolut wichtiges Thema, es passt vor allem auch hervorra-

Georg Bliem GF Steiermark Tourismus

Steiermark Convention hat sich besonders über die offizielle Überreichung des Umweltzeichens für Green Meetings durch Karin Dull-

gend zum Grünen Herz Österreichs. Seit Jahren bemühen sich steirische Anbieter, die Anforderungen bestmöglich in infrastrukturellen Anpassungen wie auch im Servicebereich zu berücksichtigen.“ Die Tagungsmesse „Green Meetings – Nachhaltigkeit im Tourismus“ griff die wichtigsten Entwick-

lungen der Zeit auf. Denn immerhin geht es darum, noch mehr ‚grüne Gedanken‘ in den Tagungsbereich der Steiermark einfließen zu lassen. Dazu einige Beispiele: FairtradeProdukte sollen bei Kaffee, Tee, Kakao und Säften zum Einsatz kommen, beim Essen gilt es mehr denn

„Gerade bei der Angebotsgestaltung ist Nachhaltigkeit nicht mehr wegzudenken. Hier liegt der Fokus stark auf der Regionalität – sowohl die Kulinarik als auch diverse andere Bereiche wie Dekoration, ­Give-aways und begleitende Events betreffend“, bekräftigt Andrea Sajben, externe Projektleiterin für Steiermark Convention. Dazu Georg Bliem, GF Steiermark Tourismus: „Gerade in den vergangenen Jahren machten sich weitere Nachhaltigkeitsfaktoren bemerkbar: von der CO2 freundlichen Anreise über die Mülltrennung bis hin zum passenden Rahmenprogramm reicht das Angebot.“  steiermark-convention.com

Stadt Wien Teure Ortstaxe, Erhöhung der U-Bahn-Steuer

Steuerbelastungen für Hotellerie Wien. Mit stetig steigenden Nächtigungszahlen und Umsätzen der Wiener Tourismusbetriebe erhöht die Stadtregierung auch die Höhe der Mehrbelastungen. Verkannt wird dabei die Tatsache, dass der wachsende Umsatz unter anderem auch auf die steigende Zahl der konkurrierenden Betriebe zurückzuführen ist.

Hoteliers bei den Arbeitnehmern einsparen oder die Kosten auf die Gäste übertragen. „Ich denke, beide Optionen wären keine ideale Lösung für Wien“, so Mayer. Die neun Arcotel Hotels erzielten im Jahr 2011 einen vorläufigen Nettoumsatz von 54 Mio. €. Obwohl das Arcotel Boltzmann Wien seit Mai 2011 nicht mehr zu der österreichischen Unternehmensgruppe zählt, konnten die Arcotel Hotels den Vorjahresumsatz in Höhe von 53,08 Mio. € übertreffen; die durchschnittliche Auslastung lag bei 75,02 %. Im Vorjahresvergleich stieg der Gesamtumsatz pro Zimmer um 1.501 € auf 34.005 €. Manfred Mayer, Alleinvorstand der Arcotel Hotel AG: „Für 2012 wird ein Umsatz von 55,5 Mio. Euro erwartet und eine Auslastung von 76 Prozent. Ab Juni 2012 wird die österreichische Unternehmensgruppe mit dem ‚Arcotel Onyx Hamburg‘ an der Hamburger Reeperbahn wieder mit zehn 4-SterneHotels in Deutschland, Österreich und Kroatien vertreten sein.  www.arcotelhotels.com

Erhebliche Mehrkosten

Sie verwöhnen Gäste.

Wir beraten. Wir lagern Kataloge und Waren. Wir adressieren. Wir versenden. Wir optimieren Versandkosten. Damit Sie mehr Zeit für Ihr Kerngeschäft haben, stehen wir Ihnen in diversen Aufgabenbereichen Ihrer Branche zur Seite. Von fein aufeinander abgestimmten Angeboten bis hin zu maßgeschneiderten Gesamtlösungen führen wir Sie weltweit an Ihre Ziele. Mehr Informationen erhalten Sie kostenlos unter 0800 070 700 oder unter www.swisspost.at/tourismus

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© Arcotel Hotels&Resorts

Durch das Valorisierungsgesetz, das jährlich die automatische Anhebung der Kommunalgebühren vorsieht, die Erhöhung der Ortstaxe in Wien und die Verdreifachung der europaweit einzigartigen U-Bahnsteuer werden die Wiener Tourismusbetriebe spätestens ab 2013 mit erheblichen Mehrbelas-tungen zu kämpfen haben. „Interessant wäre dabei eine Aufstellung bzw. ein Konzept, wofür die Einnahmen aus der Abgabenerhöhung verwendet werden. Meiner Meinung nach sollten diese Vorgänge transparent gestaltet werden. Es sollte einen Bericht der Stadtregierung geben, in dem Monat für Monat die Ausgaben und der Nutzen für den Wiener Tourismus belegt werden; Pressemeldungen über erhöhte Nächtigungszahlen sind zu wenig“, so Mayer. Obwohl der Tourismus mit mehr als 180.000 Beschäftigten ein besonders wichtiger Wirtschaftsfaktor für Österreich ist, belastet die Wiener Stadtregierung die Sparte mit einer Abgabenerhöhung. Im Hinblick auf die wachsende internationale Konkurrenz wäre aber genau das Gegenteil, die Senkung der Lohnnebenkosten und des Mehrwertsteuersatzes, wie in Deutschland, eher zielführend. Denn als Konsequenz müssten

Schweizer Qualität weltweit

Manfred Mayer, CEO Arcotel, verlangt mehr Transparenz von der Stadt Wien.


s ta d t & l a n d

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Schlitters. Das Zillertal ist weiter die Lokomotive des Tiroler Tourismus. Die Rekordzahlen der letzten Jahre konnten wieder übertroffen werden; bei den Nächtigungen liegt das Plus bei 2,4% zum Vorjahr und damit über dem Tirol-Schnitt. „Gezielte Presse- und Marketingmaßnahmen mit circa 400 Millionen TV-Kontakten in den Zillertaler Kernmärkten führen zu gleichmäßigen Nächtigungen in den starken Wintermonaten“, so Gernot Paesold, GF der Zillertal Tourismus.  www.zillertal.at

© Sonnenhotel Zaubek

Alm-Hunde-Führschein auf der Gerlitzen Alpe

Um Konflikte zu verhindern, gibt es den Alm-Hunde-Führschein.

Gerlitzen Alpe. „Wie sollen sich Hundehalter und Hund beim Zusammentreffen mit Kühen verhalten? Und was speziell ist bei Wanderungen oder Bergtouren von zwei- und vierbeinigen Bergkameraden zu beachten?“, sind laut Friederike Zaubek vom Sonnenhotel die zentralen Fragen, die Gäste, die mit Hund auf die Gerlitzen kommen, beschäftigen. Während der speziellen Trainings- und Theoriestunden zur Erlangung des Alm-HundeFührscheins widmet sich Hundetrainerin Monika Brantner speziell den Besonderheiten, die Hund und Halter auf Almen, im Wald und am Berg erwarten. So sollen Wander- oder Bergtouren für Zwei- und Vierbeiner zu stressfreien, wunderschönen gemeinsamen Stunden werden.  www.sonnenhotel.com

© Salinen Tourismus

Saisonstart 2012 in den Salzwelten

2012 bringt in den Salzwelten wieder ein Meer an Abenteuern im Berg.

Hallstatt. Ab 28. April heißt es in den Salzwelten Hallstatt und Altaussee wieder: „Glück Auf!“ für das Abenteuer Salz. Unter Tage hat sich was getan: Eine neue Schau zeigt, wie das Salz in den Berg gekommen ist. Gemeinsam mit Wissenschaftlern des Naturhistorischen Museums Wien wird die archäologische Programmreihe „Hallstatt 7000“ aufgelegt. Bei „Archäologie am Berg“ zeigt man sich einem breiten Publikum. Unter Tage entführt die „Prähistorische Expedition“ interessierte Besucher zu den Originalschauplätzen abseits der Besucherstrecke.  www.salzwelten.at

Perfektes Bike-Eldorado in den Kitzbüheler Alpen Am Freitag, 8. Juni, findet im Zentrum von Wörgl wieder das Internationale Radkriterium statt. michael bär

Wörgl. Wo sich im Winter die Skisportler tummeln, sind es nach der Schneeschmelze wieder die Biker, die hier voll auf ihre Kosten kommen. So auch in der Region Hohe Salve: 800 km Mountainbiketouren, 1.000 km E-Biketouren und die Landschaft der Kitzbüheler Alpen.

Vielfältige Radstrecken Übrigens: Zusammen mit der Region Kitzbüheler Alpen/Kaisergebirge bildet die Ferienregion Hohe Salve die größte E-Bike-Destination der Welt. Ob Einsteiger, Genussbiker oder sportlicher Radfahrer, in dieser Region gibt es geeignete Touren für alle Leistungsklassen. Und Langeweile kommt bei diesem abwechslungsreichen Angebot nicht auf. Egal ob Anfänger oder Profi – die richtige Technik erleichtert das Radfahren ganz enorm. Deshalb bietet die Bikeschule Alpin Fahrtechnikworkshops sowie geführte Mountainbiketouren aller Schwierigkeitsgrade an (weitere Infos unter www.bikeguiding-alpin.com). „Dirty & Beautiful“ heißt das Girls only Package, das sich an all jene Bikerinnen richtet, die sich auch vor Dreck nicht scheuen. Das beliebte Paket ist in der Hohen Salve auch heuer wieder im sommerlichen Angebot zu finden. Der einzige Mann, der die Ehre hat, die Bikerinnen zu begleiten, ist Kurt Exenberger, Nationaltrainer im Cross Country und Gründer der ersten Bikeschule Österreichs. Sonst aber sind die Damen beim Perfektionieren der Fahrtechnik und beim Kampf durch Matsch und Wiesen unter sich. Die Vorzüge eines Wellnesswochenendes kommen dabei auch

© Ferienregion Hohe Salve/Norbert Eisele-Hein

Das Zillertal überzeugt immer mehr Urlauber

Ferienregion Hohe Salve Mit Region Kitzbüheler Alpen/Kaisergebirge die größte E-Bike-Destination der Welt

In der Tiroler Ferienregion Hohe Salve wird Radsport und die passende Infrastrutur auf höchstem Niveau geboten.

noch zum Tragen – Gegensätze ziehen sich eben an. Für alle, die gern ihre Mutgrenzen ausloten, ist der Bikepark Hopfgarten das wichtigste Ziel in der Region. Das Herzstück: die Downhillstrecke mit einer drei Kilometer langen und bis zu 30% steilen Strecke mit Anlegern, Wurzelpassagen und allem, was eben beim Biken dazugehört.

Downhillcamp im August Erfahrene Hobbydownhiller, die ihr Können perfektionieren wollen, sollten sich den 24. bis 26. August vormerken: Da gibt Marcus Klausmann, der 14-fache deutsche Meister, seine Erfahrung in einem Downhillcamp weiter. Ob

zur Besichtigung, zur Taktik oder zur Fahrtechnik – hier lernen garantiert auch Könner das eine oder andere dazu. Genauere Infos dazu gibt es im Web unter www.bikeacademy.at.

Rennen im Stadtzentrum Am Freitag, dem 8. Juni, wird in der Ferienregion Hohe Salve Radsport auf höchstem Niveau geboten: Im Zentrum von Wörgl findet wieder das Internationale Radkriterium statt. Start und Ziel des „Abendkriteriums“ befinden sich an der wohl attraktivsten Stelle in Wörgl, und zwar in der Bahnhofstraße. Der 1.000 m lange Rundkurs für 70 Runden im Herzen der Stadt

zählt zu den schönsten und technisch anspruchsvollsten Strecken Österreichs und ist damit für die Fans interessant. Zudem erwartet die Zuschauer bereits ab 14 Uhr ein buntes Rahmenprogramm.

Sommerfreizeitkarte Es gibt auch eine Sommerkarte für die ganze Familie, inklusive Sommerbahnen Wilder KaiserBrixental, geführten Wanderungen, Kinderprogramm, Eintritt beim Badesee u.v.m. Die Ferienregion bietet in den Sommermonaten ein dichtes Programm für Kinder ab 5 Jahren.  www.hohe-salve.com  www.e-bikewelt.com

Tourismusverband St. Michael im Lungau Vom 7. Juni bis 9. Juni findet bereits zum 22. Mal die „Tour de Mur“ statt

22. Tour de Mur startet wieder im Lungau St. Michael. Seit Jahren genießt diese Veranstaltung Internationales Renommee und begeistert Tausende Radfahrer aus Nah und Fern. Im Jahr 2012 beginnt für die Tour de Mur ein neues Zeitalter: Erstmals zeigt sich für die Veranstaltung die Sportpunkt Handels und Veranstaltungs GmbH mit GF Christoph Rebernik verantwortlich. Als Hauptsponsor konnte wieder Gigasport, vertreten durch Johann Nager, der gleichzeitig Organisator ist, gewonnen werden. Dabei hat sich das Organisationsteam einige Neuerungen einfallen lassen. So wird erstmalig bei der neuen Sonnenbahn in St. Martin im Lungau gestartet.

Neu sind auch die zusätzlichen Einstiegstellen in Predlitz, Kreischberg, Unzmarkt, St. Stefan o. Leoben, Bruck/Mur,

Frohnleiten, Wildon und Mureck. Auch alle Bahnfans kommen auf ihre Rechnung: Für die Teilneh-

Fahrrad zu gewinnen Am Vorabend zur Tour de Mur findet in der Festhalle St. Michael die große Recheis Nudelparty mit steirischen Schmankerln (Polenta, Kernöleierspeis) statt. Dabei gibt es ein großes Gewinnspiel (Hauptpreis ist ein wertvolles Fahrrad sowie ein Wochenende im Lungau).

mer der ersten Etappe besteht die Möglichkeit, ein Stück Bahn-Nostalgie zu erleben. Die Murtalbahn ist als Shuttle mit einer Dampflok zwischen St. Lorenzen oder Murau und Unzmarkt unterwegs. Die Strecke führt in drei Etappen vom Lungau bis nach Bad Radkersburg. Dabei sind 333 km zu bewältigen. Als Etappenziele fungieren Fohnsdorf, Graz und Bad Radkersburg, wo für traditionelle Radlerfeste gesorgt ist.

Ein sportlicher Top-Event

© Sportpunkt

short

Freitag, 27. April 2012

Neue Veranstalter (von li.): Christoph Rebernik, Andreas Walcher (TVB St. Michael), Rudi Mitteregger, Johann Nager, Peter Schitter, Bürgermeister Manfred Sampl.

Bürgermeister Manfred Sampl: „Die Veranstaltung hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten weit über die Landesgrenzen der beteiligten Bundesländer Salzburg und Steiermark hinaus einen guten Namen gemacht. Sportliche Spitzenveranstaltungen wie die ‚Tour de Mur‘ tragen auch dazu bei, das Radfahren als Freizeitaktivität noch attraktiver zu machen. Da es sich dabei um eine der gesündesten Bewegungsarten handelt, ist dieser Aspekt hervorzuheben.“  www.sanktmichael.at


g a s t & w ir t

Freitag, 27. April 2012

destinationaustria – 61

Bodensee-Vorarlberg „Geschmackvoll: das Wochenende für Genießer“-Paket bietet schmackhafte Genuss-Rallye

Immoservice24 Tirol

Genießen am Bodensee

Reinigungen in 70 Hotels

ve passender Getränkebegleitung und eine Nacht mit Frühstück im 3- oder 4-Sterne Hotel. Das Arrangement, das man bei Bodensee-Vorarlberg Tourismus buchen kann, kostet ab 169 € p.P. im DZ.

Bregenz. Neben Klassikern wie den bekannten Vorarlberger Käsespezialitäten gibt es für Feinschmecker zwischen Bregenz und Feldkirch eine Reihe von außergewöhnlichen Köstlichkeiten zu entdecken. Auf Bauernhöfen und in kleinen Manufakturen entstehen beispielsweise der exquisite Edelbrand „Subirer“ und der „Fraxner Kirsch“. In Lauterach belebt „Dietrichs Kostbarkeiten“ traditionelle Produkte wie Most, Zider, Dörrobst sowie Riebel und Bramata, zwei regionaltypische Maisgrieß-Varianten. Und in Lustenau wird seit Jahrzehnten „Lustenauer Senf“ produziert, der mittlerweile auch außerhalb von Vorarlberg großen Anklang findet.

Geschmackvolles Weekend

© Bregenz Tourismus & Stadtmarketing

dino silvestre

In regionaltypische Geschmackswelten entführt ein neues Arrangement, das man bei Bodensee-Vorarlberg Tourismus buchen kann. Neben zwei Übernachtungen in einem von Gault-Millau ausgezeichneten Betrieb inkludiert „Geschmackvoll: das Wochenende für Genießer“-Paket Besuche in besonderen Genuss-Manufakturen; in der kleinen, feinen Senfmanufaktur in Lustenau z.B. sowie in der mehrfach preisgekrönten Sennerei Lutzenreute in Eichenberg. Die Tage beginnen mit einem Buf-

Die Region Bodensee-Vorarlberg verwöhnt Gourmets mit Regionalem und Gartenfrischem wie beispielsweise mit dem berühmten „Ländlekalb“, begleitet von Gemüse.

fet-Frühstück – einmal im Hotel, einmal im Panoramarestaurant „Karren“ oberhalb von Dornbirn.

Am 20. Oktober widmet sich Bregenz bei der „Genuss-Rallye“ den vielfältigen regionalen Genüssen.

Package ab 239 Euro p.P.

Gourmet-Taxis im Herbst

Inkludiert ist außerdem ein viergängiges Abendmenü im Hotelrestaurant. Das Arrangement kostet 239 € p.P. im DZ und ist zu bestimmten Terminen im Mai, Juni und Oktober buchbar.

Gourmet-Taxis bringen die Teilnehmer zu sechs verschiedenen Lokalen in Bregenz, wo es jeweils Erlesenes zu verkosten gibt. Inkludiert im Angebot ist die Teilnahme an der Genuss-Rallye inklusi-

© Patrick Steffens

Zwischen Bregenz und Feldkirch entdecken Feinschmecker viele außergewöhnliche Köstlichkeiten.

Genuss-Destinationen

GF Patrick Steffens bietet Reinigungskräfte für Tiroler Hotellerie.

Mit der höchsten Dichte an Haubenlokalen in Österreich und einer überdurchschnittlich großen Zahl an engagierten Familienbetrieben auf hohem Qualitätsniveau hat Vorarlberg das Potenzial zu einer europäischen Genuss-Region. Mit „Vorarlberg isst...“ werden jetzt die Voraussetzungen geschaffen, dass sich die Genussregion Vorarlberg als Marke etablieren kann und eine neue Dynamik in die gesamte Branche bringt. Somit sollen sich neue Ideen für den Gast entwickeln. Durch Vernetzungen mit Partnern aus den Bereichen Landwirtschaft, Kultur, Architektur oder Sport können neue originelle Angebote und komfortable Packages geschaffen werden. Die Initiative will neue Gästeschichten in Vorarlberg und im angrenzenden Ausland ansprechen, aber auch das Qualitätsbewusstsein der Betriebe schärfen und eine neue Begeisterung für gastgewerbliche Berufe wecken.  www.bodensee-vorarlberg.com  www.vorarlbergisst.at

Pfaffenhofen. „Die Nachfrage in diesem Winter war schon gewaltig groß“, so Immoservice24 GF Patrick Steffens. „Nach der Überwindung von ersten Herausforderungen konnten wir den Qualitätsanspruch, den wir den Kunden zugesichert haben, auch lückenlos durchsetzen.“ Bereits jetzt plant das Unternehmen die kommende Wintersaison 2013. „Durch die positiven Erfahrungen haben die meisten unserer Kunden bereits jetzt schon für die kommende Saison unsere Leistungen gebucht“, so Steffens. Insbesondere in Serfaus, Ischgl, Sölden und dem Zillertal plant das Unternehmen ein noch größeres und flächendeckenderes Netzwerk von qualifiziertem Reinigungspersonal. „Weil die Mitarbeiter mit Reisebussen und einer Taxi-Flotte zu den Hotels befördert werden, gewährleisten wir eine zuverlässige Bereitstellung von Reinigungskräften“, so Steffens.  www.immoservice24.at

Wien. Auftakt zur 12. Auflage: Am 8. Mai öffnet die Hotelbiz – Seminarbiz – Eventbiz in bewährter Manier und erprobtem Modus – mit vielen Neuausstellern und thematischem Update – ihre Tore. Biz-Profi Christina Neumeister-Böck und ihr Team laden dazu wieder ins MAK Wien. Mit über 140 Ausstellern und zusätzlichem Schwerpunktprogramm gibt die Leistungsschau ein starkes Lebenszeichen und erobert frisches Terrain – und das buchstäblich. Auf die Fachbesucher wartet eine erweiterte „Eventbiz“ auf neuer, zweiter Ebene.

© Gerad Zugmann/MAK, n.b.s. hotels & locations (2)

Die Fachmesse für Firmenreisen, Seminare, Incentives und Events geht am 8. Mai mit erweitertem Programm über die Bühne.

wertvollen Erfahrungsaustausch.“ Ein schmales Rahmenprogramm und intensive Kooperationen machten die Fachmesse für Aussteller sehr attraktiv, so die Gastgeberin.

Neu: Ausbau der „Eventbiz“

Aussteller trifft Zielgruppe: Die „Biz“ steigt 2012 erneut im MAK Wien.

In der oberen Ausstellungshalle präsentieren erstmals Trainer und Trainingsinstitute, Event- und Incentiveagenturen ihr Portfolio. In Zusammenarbeit mit der Firma Neuland wird hier ein sogenannter Raum für Inhalte geschaffen, der spannende Themen-Präsentationen zulässt.

Die Idee der „Biz“ ist die punktgenaue Präsentation der Angebote von Seminar- und Tagungshotels, Hotelgruppen, Veranstaltungslocations, Städten und Regionen und der neuen, zeitgeistigen Ausstellerriege in einem sympathischen Rahmen mit „Open-Workshop“Charakter.

PROMOTION

INFOS n.b.s hotels & locations Christina Neumeister-Böck, Janina Nuñez Elisabethstraße 23, 2380 Perchtoldsdorf Tel.: 01/867 36 60 -0, Fax-DW 14 E-Mail: office@hotelbiz.at www.hotelbiz.at

Der Erfolg gibt dem Messe-Veranstalter n.b.s hotels & locations recht. Seiner Einladung folgten in den letzten Jahren jeweils über 1.000 Fachbesucher – darunter Personal- und Schulungsverantwortliche, Trainer sowie Mitarbeiter von Incoming- und Eventagenturen. Die „Biz“ hat sich in den letzten Jahren vom Geheimtipp zum Top-Event entwickelt und hält ihre Poleposition. Organisatorin Neumeister-Böck: „Wer dabei ist, hat die Nase vorn. Die ‚Biz‘ dient als Marktplatz zur Angebotsinformation und ist eine beliebte Plattform für erste Kontakte und konkrete Planungen sowie zum

Partner der „Biz“ ist erneut „Der Walter Berufskleidung“. Der Profi für die Einkleidung von Mitarbeitern aus nahezu allen Zweigen der Wirtschaft präsentiert sein umfassendes Angebot.

DIE „BIZ“ Die 12. HOTELBIZ-SEMINARBIZ-EVENTBIZ – die „BIZ“ –, die Fachmesse für Firmenreisen, Seminare, Incentive und Events, findet am Dienstag, den 8. Mai, im MAK Wien von 13 Uhr bis 20 Uhr statt. Zu den Ausstellern zählen Seminar- und Tagungshotels, Veranstaltungslocations und Regionen sowie NEU Event- und Incentiveagenturen sowie Trainer und Trainingsinstitute. Der Eintritt für Fachbesucher ist kostenfrei. Um Anmeldung unter www.hotelbiz.at wird gebeten. Als Veranstalter fungiert die n.b.s hotels & locations GmbH in Perchtoldsdorf.


Bu s i ne s s P r o m o ti o n

Freitag, 27. April 2012

© StockFood/Ellert, L; istockphoto/mustafa deliormanli; Fotolia/Esther Hildebrandt, Fotolia/Claude Beaubien, Wien Tourismus

62 – destinationaustria

Umweltzeichen Tourismus In Wien sind bereits 82 Gastronomie- und Hotelbetriebe mit dem Ökosiegel ausgezeichnet worden

Erfolgsrezept: Gastfreundschaft und ökologisches Engagement

kONTAKT ÖkoBusinessPlan Wien Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 Dresdner Straße 45, 1220 Wien Georg Patak Telefon: (+43 1) 4000/73562 E-Mail: georg.patak@wien.gv.at www.oekobusinessplan.wien.at

„Vom Umweltschutz profitieren alle. Unsere Gäste, die Umwelt und natürlich auch wir.“

© ÖkoBusinessPlan/Helmrich

Wien. Erfolgreich wirtschaften und die Umwelt schonen: Dass beides zusammengeht, beweisen die Unternehmen mit dem „Umweltzeichen Tourismus“. Das österreichweite Gütesiegel für Gastronomie- und Tourismusbetriebe ist Auszeichnung, Anerkennung und Verpflichtung zugleich. In der Bundeshauptstadt hilft das Beratungsteam des ÖkoBusinessPlan Wien bei der Umsetzung und Zertifizierung und liefert wertvolle Unterstützung auf den Weg zum umweltschonenden Betrieb. Mittlerweile sind 82 Wiener Betriebe – vom Beisel bis zum Haubenlokal, vom Kaffeehaus bis zum Heurigen, von der Jugendherberge bis zu den großen Häusern internationaler Hotelketten – mit dem

Christian Chytil, GF cateringsolutions gMBh

die umgesetzten Maßnahmen wird die Umwelt entlastet, und auch die Betriebskosten lassen sich so reduzieren. Ziel der geförderten Beratung ist es, umweltschonende Maßnahmen im Betrieb auszuarbeiten und umzusetzen, die den modernen Standards umweltschonender Hotellerie- und Gastronomieführung entsprechen. Auch individuell abgestimmte Maßnahmen sind möglich, heißt es aus dem Büro der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22.

Sparpotenzial finden

Umweltzeichen Tourismus ausgezeichnet. Auch der Lieferservice „Webrestaurant“ der Firma Cateringsolutions GmbH überzeugt mit Kulinarik und einem durchdachten Umweltkonzept und wurde dafür auch für den „Umweltpreis der Stadt Wien 2012“ nominiert. „Wir haben erkannt, dass Einweglösungen bei Verpackung und Transport unserem Grundsatz, ressourcenschonend zu wirtschaften, widersprechen“, so Webrestaurant-Chef Christian Chytil. Das Unternehmen habe deshalb komplett auf Porzellangeschirr und Mehrweg-Transportboxen umgestellt.

Die Beratung des ÖkoBusinessPlan sei dabei eine willkommene Unterstützung gewesen.

Für Unternehmen & Umwelt Das Beratungsteam des ÖkoBusinessPlan Wien, dem Umwelt-Service-Paket der Stadt Wien, weiß: Unternehmen mit dem Umweltzeichen Tourismus kaufen umweltbewusst ein, bevorzugen regionale Lebensmittel und Bio-Produkte, vermeiden unnötigen Abfall, setzen Energie überlegt und effizient ein und reinigen nach ökologischen Gesichtspunkten. Damit punkten sie nicht nur bei den Gästen: Durch

Der erste Schritt zum Öko-Zertifikat läuft über den ÖkoBusiness Check: Ein erfahrenes BeraterTeam analysiert einen Tag lang

das Unternehmen und spürt Einsparpotenziale bei Energie, Abfall und Ressourcen auf. Kosteneinsparungen, so die Fachleute, seien in nahezu jedem Betrieb möglich. Der ÖkoBusiness Check helfe fast allen Unternehmen, schon innerhalb eines Jahres bares Geld zu sparen.

Weg zum Umweltzeichen Nach erfolgreicher Überprüfung durch ein unabhängiges Experten-Team des Vereins für Konsumenteninformation werden die teilnehmenden Unternehmen vom ÖkoBusinessPlan Wien mit dem Umweltzeichen Tourismus ausgezeichnet. Das Ökosiegel gilt für vier Jahre.

Alles auf einen Blick Alle aktuellen Wiener Unternehmen mit dem „Umweltzeichen Tourismus“ sind in der Broschüre „Umweltfreundliche Wiener Gastlichkeit 2012“ aufgelistet. Die Broschüre kann kostenlos bei der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 bestellt werden und ist auch online abrufbar.

www.oeko-gastlichkeit.wien.at Die Betriebe mit dem Gütesiegel werden auch im Stadtplan Wien unter der Rubrik „Umweltgut/Nachhaltige Entwicklung“ angezeigt.

http://www.wien.gv.at/umweltgut/public/


medianet

inside your business. today.

Freitag, 27. April 2012 – 63

© EPA

das dutzend ist voll

Volkswagen fügt mit Ducati seinem Imperium eine zwölfte Marke hinzu  Seite 65

© panthermedia.net

automotivebusiness schlechtes Online-service

Studie: Hälfte aller Online-Anfragen nach Probefahrten bleibt unbeantwortet  Seite 69

VW tiguan Klein-SUV mit grossem antrieb © VW Österreich

„Wir wollen alle unsere Betriebe modernisieren“

© EPA

short

© EPA

Stuttgart. China wird die USA spätestens nächstes Jahr als größter Markt für Porsche weltweit überholen. „Wir haben hier außergewöhnliches Wachstum“, sagte Vertriebsvorstand Bernhard Maier bei der Internationalen Automesse in Peking. Kein anderer Markt der Welt wachse so schnell wie China. Zwar habe sich der Absatz in den USA stark erholt, doch gebe es ein „Kopfan-Kopf-Rennen“. Dass China größter Markt werde, „könnte dieses Jahr möglich sein“, sagte Maier.  www.porsche.de

© Denzel/Michael Hetzmannseder

Wien. Das Emirat Abu Dhabi will einem Medienbericht zufolge seine Beteiligung am Autobauer Daimler abgeben. Der Staatsfonds Aabar wolle sich aus der Daimler AG, dem Formel-1-Rennstall des Autokonzerns und auch dem gemeinsamen Investment beim Elektroautobauer Tesla zurückziehen, berichtet das manager magazin unter Berufung auf Konzernkreise. Derzeit liefen die Verhandlungen über die Modalitäten des Ausstiegs. Daimler wollte sich dazu nicht äußern.  www.daimler.com

© Panthermedia.net/Werner Trautwein

Denzel Der heimische Autohändler investiert in diesem Jahr rund 8 Mio. Euro in seine Standorte, um den Kunden „noch mehr Qualität und Service bieten zu können“, wie Vorstandssprecher Alfred Stadler im Gespräch mit medianet betont.  Seite 64 Peugeot Mit neuem Partner auf indischem Markt Fuß fassen

Renault Neue Kooperation mit Energieversorger Kelag

Gregoire Olivier (Asien-Chef bei Peugeot) plant Comeback der Marke in Indien.

Peking. Der französische Automobilhersteller Peugeot erwägt, bei seiner geplanten Rückkehr auf den Boommarkt Indien auf Werke seines neuen Partners General Motors zurückzugreifen. Diese Möglichkeit werde geprüft, sagte der Chef des Asien-Geschäfts, Gregoire Olivier, am Rande der „Autoshow“ in Peking. Die Pläne für den 650 Mio. € schweren Bau einer eigenen Fabrik in Indien würden nicht mehr vorangetrieben. „Wir haben nun GM als globalen Partner, und GM hat Werke in Indien; wir stellen daher unser Vorhaben von oben bis unten auf den Prüfstand“, sagte Olivier.  www.psa-peugeot-citroen.com

© Christian Houdek

Brüssel. Es geht abwärts für Europas Automarkt. Nach Angaben des Branchenverbands ACEA ging der Autoabsatz in der Europäischen Union im März um 7,0 Prozent auf 1,45 Mio. Neuwagen zurück. In Westeuropa (EU + EFTA-Staaten) seien die Einbrüche mit 9,7 Prozent sogar noch weitaus verheerender gewesen. So sanken die Verkäufe in Italien zweistellig. Aber auch in Frankreich verzeichnete der Markt ein zweistelliges Minus. Besonders stark ging mit MInus 11,5 Prozent das Geschäft von Opel zurück.  www.acea.be

© PSA Peugeot Citroen

Franzosen wollen zurück nach Indien Nächster Schritt zu grüner Mobilität

Bei seiner Ladeinfrastruktur arbeitet Renault nun auch mit Kelag zusammen.

Wien/Klagenfurt. Renault Österreich und Kelag haben ein Abkommen zur Förderung emissionsfreier Mobilität geschlossen. Damit kann die Lieferung der Easy-Box zum Laden von Renault Elektroautos, die fachgerechte Überprüfung der elektrischen Anlage am Wohnort oder in der Firma des Kunden und die Montage der Ladestation über den der Kärntner Energieversorger erfolgen. Mit Easy Box wird ein komplettes Ladeinfrastruktur-Paket bezeichnet, das Kunden des „Renault Z.E.“ im Rahmen eines „One Stop Shopping“-gleichzeitig mit dem Kauf des Elektroautos erwerben können.  www.renault.at


C ov e r

64 – automotivebusiness

Kommentar

Nur eine Alibiaktion?

Freitag, 27. April 2012

Investition Denzel investiert derzeit kräftig in die Betriebsstandorte, um den Kunden noch mehr Service zu bieten

Standort-Updates und zahlreiche neue Modelle

Neben den Standort-Modernisierungen stehen bei Denzel auch viele neue Modelle am Programm. Gregor Josel

© EPA

1. Quartal 2012

Chevrolet durfte sich in Österreich über einen Rekordmarktanteil freuen.

Wien. Chevrolet Europa hat im ersten Quartal 2012 insgesamt 55.104 Fahrzeuge in West- und Zentraleuropa verkauft. ­ Dies entspricht einem Plus von 7,8% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; damit erreichte Chevrolet in Europa im ersten Quartal einen Marktanteil von 1,36%. Dabei durfte sich die Marke in sechs Ländern über neue Rekordmarktanteile im ersten Quartal freuen: Dänemark (7,99%), Polen (3,98%), Türkei (2,79%), Österreich (1,27%), Frankreich (0,99%), Großbritannien (0,83%).   www.chevrolet.com

medianet: Ist diese Entwicklung nun als genereller Trend nach den Zeiten der Krise zu sehen? Stadler: Von Trends zu sprechen, ist äußerst schwierig. Es ist alles so volatil geworden, dass man aus professioneller Sicht keine wirklichen Trends voraussagen kann. Für die Zukunft sieht alles nach konstant höheren Treibstoffkosten aus und daher kann man am ehesten damit rechnen, dass alle Hersteller weiter in Richtung ‚weniger Spritverbrauch‘ gehen. Einen Ausblick zu machen, ist nahezu unmöglich geworden.

Denzel-Vorstandschef Alfred Stadler sieht in car2go keine direkte Konkurrenz zum Carsharing-System seines Unternehmens.

tete ‚i20‘ und der neue ‚i30‘-Kombi. Bei den Edelmarken kommen schon bald der ‚Jaguar XF-Kombi‘ und der ‚BMW 6er Gran Coupé‘. Der neue ‚Mitsubishi Outlander‘ wird ebenfalls im kommenden Herbst bei uns auf den Markt kommen. Speziell Hyundai entwickelt sich generell sehr gut. Wir waren mit Hyundai im Vorjahr in der Wiener Verkaufsstatistik bereits auf Platz drei hinter VW und Opel.

medianet: Welche der im Frühjahr präsentierten Modelle aus dem Denzel-Portfolio werden als erste nach Österreich kommen? Stadler: Jeder unserer Hersteller hat heuer wieder wunderschöne Fahrzeuge vorgestellt. Die Autos, die am schnellsten nach Österreich kommen, sind die beiden neuen Hyundai Modelle, der facegelif-

medianet: Hyundai gibt für seine Modelle eine Fünfjahres-Garantie ohne Kilometerbegrenzung. Wirkt sich das im Flottengeschäft aus? Stadler: Wir können hier bereits gute Erfolge bei kleineren Unternehmen verbuchen. Unternehmer die fünf, sechs Fahrzeuge im Fuhr-

park haben, sprechen auf unsere vollumfassende Garantie sehr gut an. Bei den großen Flotten gilt es allerdings noch die klassischen und alteingesessenen Schienen zu durchbrechen.

ein Reifendepot bieten zu können. In der Richard Strauss-Straße entsteht derzeit unser neuer Hyundai Flagship-Store und auch am Standort Gumpendorferstraße sind wir gerade dabei, die Werkstätte ­komplett zu erneuern, auf der nun auch ein neues Parkdeck entstanden ist.

medianet: Welche Neuerungen stehen bei Denzel in der nächsten Zeit generell an? Stadler: Wir sind im Moment dabei, alle unsere Betriebe zu modernisieren. 2011 haben wir rund acht Millionen Euro investiert, heuer werden wir voraussichtlich eine ähnliche Summe investieren. Vor Kurzem erst wurde unser Betrieb in Erdberg modernisiert, wir überlegen derzeit auch, einen weiteren Zubau zu verwirklichen, um unseren Kunden zukünftig auch

medianet: Denzel ist in Österreich mit ‚carsharing.at‘ ein Pionier in Sachen Carsharing. Was sagen Sie zu ‚car2go‘? Stadler: Grundsätzlich belebt Konkurrenz das Geschäft. Doch unser Carsharing-System ist ein anderes als das von car2go. Wir sehen uns hier als Ergänzung zum öffentlichen Verkehr und wollen diesen auch nicht ersetzen.

Frauenthal Holding könnte Geschäftsbereich abgeben

Daimler Nutzfahrzeug-Sparte soll in Indien wachsen

Wien. Die Frauenthal Holding hat ihre Katalysatoren-Sparte (rund 80 Mio. € Umsatz, 350 Mitarbeiter) zum Verkauf gestellt. Das börsenotierte Unternehmen (Gesamtumsatz: 588 Mio. €) will laut eigenen Angaben für diese Sparte Verkaufsverhandlungen mit potenziellen Interessenten aufnehmen. Es seien laut der Aussendung alle Geschäftsbereiche einer „strategischen Prüfung“ unterzogen worden, hieß es. Bei der Katalysatoren-Sparte („Industrielle Wabenkörper“) könnte es, abhängig vom Ausgang der Verkaufsverhandlungen, zum Totalverkauf kommen. „Das hängt vom Ergebnis ab“. Ein Abschluss werde für heuer angestrebt, wenn alles passt. Es seien mehrere mögliche Kooperationspartner oder Käufer identifiziert worden.

Stuttgart/Oragadam. Daimler will sein Nischendasein auf dem rasant wachsenden Lkw-Markt Indien beenden und der Konkurrenz dort das Fürchten lehren. Konzernlenker Dieter Zetsche und sein Nutzfahrzeugchef Andreas Renschler eröffneten vor wenigen Tagen im indischen Oragadam ein Lkw-Werk und machten den Wettbewerbern eine Kampfansage: Der deutsche Autobauer will in Indien schon bald jedes Jahr Zehntausende Lastwagen der neuen DaimlerMarke „Bharat-Benz“ verkaufen. Sie soll die für Indiens Straßen nötige Schlichtheit mit hohem technischen Standard vereinen.

Interessenten für Katalysator-Sparte Aus der Nische auf die Überholspur zen, formulierte das Unternehmen. „Wir sind dafür nicht international genug.“ Signifikante Wachstumschancen wurden für diese Sparte in China, ganz Asien sowie in Südamerika ausgemacht. In den anderen beiden Divisionen – Automotive und SanitärGroßhandel – sieht Frauenthal hingegen selber „hochinteressante Wachstumsmöglichkeiten“, auch durch Akquisitionen.  www.frauenthal.at

Trend soll Geschäft beflügeln

„Nicht international genug“ Die jetzt zum Verkauf gestellte Sparte war profitabel, aber im internationalen Vergleich nicht groß genug: Frauenthal habe nur begrenzte Möglichkeiten, um das globale Wachstum zu unterstüt-

lers Zielsegment moderner, robuster Lkw im Jahr 2010 gerade einmal vier Prozent des gesamten indischen Lastwagenmarkts aus. „2020 wird diese Zahl auf fast 80 Prozent angestiegen sein.“ Genau diesen Trend wolle Daimler nutzen und dafür die günstigen lokalen Produktionskosten des Landes mit Know-how aus dem globalen Daimler-Netz kombinieren, darunter Japan und die Türkei.  www.daimler.com

Die Frauenthal Holding überlegt einen Verkauf ihrer Katalysator-Sparte.

Mehr noch: Zetsche erklärte das Wagnis in Indien zur Nagelprobe für die gesamte Lastwagensparte der Schwaben. „Auf lange Sicht gesehen könnte man sagen: „Wenn du es hier nicht schaffst, schaffst du es überhaupt nicht“, sagte Zetsche in seiner Rede. Indien ist bereits heute der weltweit drittgrößte Lkw-Markt und wächst schnell. Renschler zufolge machte Daim-

© Daimler

Chevrolet Verkaufs-Plus

medianet: Die erste große europäische Automesse fand vor etwa einem Monat in Genf statt. Wie haben Sie die Messe erlebt? Alfred Stadler: Genf hat sich wieder ein wenig verändert. Das Thema ‚Automobil‘ wurde wieder in voller Größe und Schönheit gezeigt und Elektrofahrzeuge und Umweltthemen rückten mehr in den Hintergrund als in den letzten Jahren. Es ging wieder mehr um neue Modelle als hauptsächlich um alternative Antriebskonzepte.

© Denzel/Michael Hetzmannseder

S

chon im Herbst könnte Graz für ein Novum in Österreich sorgen: Erstmals könnte es in der Murstadt hierzulande eine der im Ausland bereits sehr beliebten Umweltzonen geben. Was für Oslo, Kopenhagen, Amsterdam, Rotterdam, London, Stockholm, Mailand und rund 50 deutsche Städte gilt, soll also auch in Österreich Verwendung finden. Die Betonung liegt auf „soll“, denn schon einmal wurde die Einführung der „grünen Zone“ – die ursprünglich im Herbst 2011 hätte starten sollen – verschoben und auch jetzt regt sich breiter Wiederstand mit den beiden Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ in der Speerspitze. „Die Reduktion von Feinstaub ist zwar zu unterstützen, eine Fahrverbotszone aber nicht zielführend“, betonte der ÖAMTC in einer Aussendung. Die Pläne für Graz bezeichnete er als „Alibiaktion ohne wirklichen Effekt“. Ähnlich der ARBÖ: „Umweltzonen bringen der Umwelt wenig bis nichts.“ Tatsächlich stehen auch im Ausland die Umweltzonen teils heftig in der Kritik, positive Effekte seien laut Experten kaum messbar. Und so scheint es, dass die Einführung von Umweltzonen vor allem aus Imagegründen heraus betrieben wird: Wer der Innenstadt ein grünes Mäntelchen überzieht, muss schließlich einfach was für die Natur übrighaben. Oder?

Wien. medianet traf den Vorstandssprecher der Denzel-Gruppe, Alfred Stadler, zum Interview über neue Modelle, Investitionen und Carsharing.

© Frauenthal Holding

Jürgen Zacharias

Daimler-Chef Dieter Zetsche (Mi.) eröffnete ein neues Lkw-Werk in Indien.


Freitag, 27. April 2012

Hersteller & Zulieferer

automotivebusiness – 65

Audi/Ducati Mit der Übernahme der italienischen Motorrad-Premiummarke kehrt die Volkswagen-Tochter auch zu ihren Zweirad-Wurzeln zurück

Mit zwei Rädern zur Weltmacht BEATRIX KECKEIS-Hiller

Ingolstadt/Bologna. Die Spatzen pfiffen es schon längst von den Dächern: Der Auto-Hersteller Audi, Tochter von VW, zeigt intensives Kauf-Interesse am italienischen Motorradhersteller Ducati. Eine lakonische Presse-Meldung vom 19.4.2012 lieferte die Bestätigun:. „Der deutsche PremiumAutohersteller übernimmt die Ducati Motor Holding S.p.A.“ – für rund 860 Mio. €. Damit schmückt sich VW-Aufsichtsrat Ferdinand Piech mit einem weiteren italienischen Mobilitäts-Juwel und fügt seinem Imperium die zwölfte Marke hinzu. Der Volkswagen-Konzern soll schließlich zum größten FahrzeugHersteller der Welt aufsteigen. Die neue italienische Tochter komplettiert nun das Mobilitätsproduktions-Imperium um die bisher fehlende Einspur-Komponente. Zudem weiß man von Piech, dass die Einverleibung der italienischen Ikone für ihn auch eine Herzensangelegenheit ist. Schließlich ist er bekennender Ducati-Fan und weiß diese auch zu fahren. Mitte der achtziger Jahre war das italienische Unternehmen zum Kauf ausgerufen gewesen. Damals hatte er nicht zugeschlagen, was er danach als Fehler bezeichnet hatte. Zehn Jahre später waren Bemühungen gescheitert, Ducati vom damaligen Eigentümer, der Texas Pacific Group, zu übernehmen.

Ducati passt zu Audi

© EPA

Rupert Stadler, Vorstandsvorsitzender der Audi AG, formuliert den Deal pragmatisch: „Ducati gilt welweit als Premiummarke unter den Motorradproduzenten.“ Man hätte eine lange Sporttradition, großes Know-how auf den Sektoren Hochleistungsmotoren sowie Leichtbau und gehöre zu den ertragsstärksten Zweiradherstellern. 2011 erwirtschaftete der Zweirad-Hersteller (rund 1.100 Mitarbeiter) mit 42.000 produzierten Motorrädern einen Umsatz von ca. 480 Mio. €. „Damit passt Ducati hervorragend zu Audi.“ Dazu kommt, dass Piech mit seiner Motorrad-Affinität im Konzern nicht allein dasteht; Audi kehrt gewissermaßen zu einem Teil der eigenen Wurzeln zurück. Das Fahrzeug-Unternehmen hieß bis weit in die 1970er-Jahre hinein noch Audi NSU Union AG. Eines der Neckarsulmer (Sport-)Motorräder ermöglichte Rupert Hollaus, Österreichs nach wie vor einzigem Straßenmotorrad-Weltmeister, neben den Isle of Man Tourist Trophy-Lorbeeren den posthumen Sieg (1954). Audi ist außerdem nicht das einzige Konzernmitglied, das die

Ferdinand Piech, bekennender DucatiFan und nun Herr über diese Marke.

Finger im Motorradgeschäft hat. Aktuell sogar auch Volkswagen: Der Motor der neuen „Horex VR6 Roadster“ basiert auf dem gleichnamigen Aggregat von VW. Und Porsche kooperiert schon seit Langem mit Harley-Davidson. Ein Tourenmotorrad-Prototyp wurde zwar nie realisiert, dafür entstammt der wassergekühlte V2 der V-Rod aus der deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit. Mit Ducati holt sich Piech letztendlich auch nicht allein eine exklusive und attraktive MotorradMarke ins Haus, die er laut eigener Aussage nicht grundlegend verändern will; City-Verkehrskonzepte

der Zukunft setzen stark auf einspurige Fahrzeuge. Motorräder eben. Oder auch „nur“ Roller. Scooter gibt es unter dem Ducati-Logo nicht. Selbst wenn kaum anzunehmen ist, dass die italienischen Edel-Eisen vom Schlage einer „1199 Panigale“ künftig unter dem Audi-Logo auf den Rennstrecken auftauchen – in einem anderen Segment als dem der Supersportler scheint ein motorisiertes Zweirad mit einem auchAutohersteller-Logo gar nicht so unvorstellbar. Schließlich machen es die Bayerischen Motorenwerke vor. Mit großem Erfolg.  www.ducati.at

© Audi

Für 860 Millionen Euro holt der VW-Konzern Ducati ins Mobilitätsimperium.

Selbst wenn die V2-Supersportrakete „Ducati 1199 Panigale“ unter dem Schirm von Audi in die nahe Zukunft fährt, soll sie das nicht unter dem Logo der Ringe tun.


Modell & Handel

68 – automotivebusiness

Freitag, 27. April 2012

VW Tiguan 2.0 TDI BMT 4Motion Der kleinere der beiden VW-SUVs verfügt optional über ein DSG-Getriebe

short

Kompakter Germany-SUV mit potentem Antrieb

Mercedes-Benz zeigt Concept Style Coupé

© Gregor Josel

Edle Ausstattung, komfortables Fahrgefühl und geringer Verbrauch zeichnen den neuen Tiguan aus. Wien. Egal ob vor, während oder nach der Wirtschaftskrise: Das SUV-Segment boomt unaufhaltsam weiter. Selbst die Super SUVs à la Porsche Cayenne, Range Rover oder VW Touareg konnten in den vergangenen Jahren enorme Zuwachszahlen verbuchen. Ungebrochen ist auch der Ansturm auf die kleineren und dadurch deutlich cityfreundlicheren Fahrzeuge des Kompakt-SUV-Segments. Die Vorteile liegen auf der Hand: Höhere Sitzposition, Übersicht über den Verkehr, ein besseres Sicherheitsgefühl und die Gewissheit, auch einen Abstecher ins Gelände wagen zu können. Mit dem Tiguan präsentierte VW im Jahr 2007 eine clevere Konkurrenz zu den bis dahin hauptsächlich aus Japan und Korea stammenden kompakten SUV-Modellen. Der Erfolg blieb nicht lange aus und der Tigaun war in den Jahren 2008, 2009 und 2010 der mit Abstand meistverkaufte SUV des Landes. Im vorigen Jahr folgte dann das erste Facelift für den pfiffigen Volkswagen.

Peking. Auf der internationalen Automesse „Auto China“ in Peking zeigt Mercedes-Benz derzeit das Concept Style Coupé und unterstreicht damit die jugendliche Richtung, die Daimler zukünftig weitergehen will. Das viertürige Concept Style Coupé ist ein Stil-Rebell: nonkonform, provokant, maskulin. Selbst im traditionellen Chauffeur-Land China gilt es mittlerweile als en vogue, auch als Besserverdiener auf den Fahrerplatz zu wechseln, wenn das Fahrzeug nur sportlich genug ist. Mit dem neuen, kleineren Coupé ist Mercedes der Erfolg in China sicher und auch im Rest der Welt wird sich das sportliche Coupé wohl auch gut verkaufen. Passend zu ihrem dynamischen Auftritt bietet die Coupé-Studie zahlreiche technische Highlights, darunter den neuen Vierzylinder-Turbobenziner mit 155 kW (211 PS), den Allradantrieb 4matic sowie die Doppelkupplungs-Automatik 7G-DCT. Auf den Markt wird das neue Coupé bereits im nächsten Jahr unter dem Namen „CLA“ kommen. Was den florierenden chinesischen Markt betrifft, möchte Mercedes-Benz die Produktkapazitäten bis zum Jahr 2015 auf 200.000 Einheiten, also das Doppelte als bisher, steigern.

Leicht geänderte Optik Optisch wurde der Tiguan seinem größeren Bruder, dem Touareg, angeglichen. Diese Maßnahmen stärken vor allem die Front- und Heckoptik. Die kompakte, attraktive Seitenlinie mit den oben abgeflachten Radkästen ist geblieben. Die Front des Tiguan erscheint nun erwachsener und selbstbewusster als bisher. Die neuen, klar gezeichneten Frontscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und die beiden doppelten Chromlamellen verdeutlichen die Verwandtschaft zum Touareg auf den ersten Blick. An der Heckpartie gefallen die neu und viel weicher

Pick-up nun auch mit Einzelkabine erhältlich

© VW Österreich

Gregor Josel

Mit dem Concept Style Coupé zeigt Mercedes-Benz viel Jugendlichkeit.

Potenter Motor, ausgezeichnetes Getriebe, wenig Verbrauch. Der Tiguan TDI 4Motion mit DSG ist ab ab 33.460 Euro zu haben.

gezeichneten Heckleuchten, die ebenfalls der aktuellen VW-Designsprache entsprechen. Auch die hintere Stoßstange wurde leicht überarbeitet.

Hochwertig ausgestattet Der Innenraum des Tiguan wurde ebenfalls leicht modifiziert und punktet in erster Linie durch eine höherwertige Optik, die durch mehr Liebe zum Detail den Unterschied zum Vorgängermodell deutlich erkennbar macht. In der Basisversion verfügt der Tiguan bereits über eine vernünftige Ausstattung, die ESP, sechs Airbags, Gurtanlegekontrolle samt Anschnallaufforderung, Isofix-Kindersitzbefestigungen und eine Klima-

anlage inkludiert. Optional bietet VW für den Tiguan neben den höherwertigen Ausstattungen eine Vielzahl neuer Assistenzsysteme wie eine Müdigkeitserkennung, die kamerabasierten Fernlichtsysteme Light Assist und Dynamic Light Assist (Bi-Xenonscheinwerfer) sowie der Spurhalteassistent Lane Assist an. Ebenso als Extra erhältlich ist der „Park Assist“, der in der nunmehr zweiten Generation auch ein assistiertes Querparken ermöglicht, anstatt bisher „nur“ das längs Einparken zu beherrschen.

Leichte Übung für einen VW In Sachen Turbodiesel-Motor braucht man den Herrschaften bei Volkswagen nichts vormachen.

Schon in den 90ern gehörten die VW-TDI-Modelle zu den sparsamsten am Markt und dieses Know-how hat VW stets weiterentwickelt. Für den aktuellen Tiguan steht mit dem 2,0 TDI mit 140 PS ein echter Alleskönner-Motor zur Verfügung, der obendrein sehr sparsam ist. Die Verbindung aus dem ebenfalls hervorragenden VWDoppelkupplungsgetriebe (DSG) mit sieben Gängen und cleverem ­Allradsystem steht dem Volkswagen-Spross wie ein Maßanzug. Vor allem der potente Durchzug aus dem Drehzahlkeller macht enorm viel Spaß. Das Fahrwerk ist auf der komfortablen Seite beheimatet, der Durchschnittsverbrauch des feschen Germanen liegt bei moderaten 6,8 l.

Renault Mégane Renault gönnt der Mégane-Baureihe ein Update für mehr Ausstattung und weniger Verbrauch © Toyota Austria

Ein Topseller geht in die nächste Runde Sevilla. Die Mégane-Serie von Renault ist wohl die wichtigste Baureihe der französischen Traditionsmarke. Schon seit der ersten Generation erfreut sich der Mégane in seinen verschiedenen Versionen größter Beliebtheit am umkämpften Automarkt. Jetzt hat Renault die Mégane-Baureihe leicht überarbeitet und präsentiert den Mégane „Collection 2012“. Renault bietet den Mégane in drei eigen-

Toyotas Lastenprof „Hilux“ gibt es ab sofort auch mit Einzelkabine.

Wahl. Bereits die Grundausstattung Tonic (5-Türer und Grandtour) enthält serienmäßig Komfortmerkmale wie die Klimaanlage, elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Radio s-connect CD mit USB-Anschluss und Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie das schlüssellose Startund Zugangssystem „Keycard“. Der Mégane „TomTom Edition“ (als 5-Türer und Grandtour) verfügt ab Werk über das Carminat TomTom Live Navigationssystem, ein Lederlenkrad und 16 “ Designfelgen. Hinzu kommen Nebelscheinwerfer sowie elektrische Fensterheber hinten. Technisch wurde vor allem am Verbrauch gefeilt. So verbraucht der Mégane mit dem Energy dCi 130 eco2-Motor nun um rund 22% weniger als das Vorgängermodell.

Sportliche „GT-Line“ © Renault Austria

Wien. Mit der dritten Karosserievariante, der Einzelkabine, komplettiert Toyota die Modellreihe des Hilux. Gemacht für den harten Arbeitseinsatz, begeistert der Hilux/Einzelkabine mit seiner überlangen Pritsche, seinem durchzugsstarken Dieselmotor sowie der Komfortausstattung, die eher an einen gut ausgestatteten Personenkraftwagen als an ein Nutzfahrzeug erinnert. Neben den bekannten Versionen Doppelkabine und XtraKabine ist nun in Österreich auch erstmals die Karosserievariante mit nur zwei Einzelsitzen erhältlich. So steht mit 2.340 mm eine um 510 mm längere Ladefläche im Vergleich mit der Xtra-Cab-Variante zur Verfügung. Der Hilux 4WD mit der Einzelkabine startet mit dem 2,5 l Diesel mit 144 PS preislich bei 22.350 €.

ständigen Karosserieversionen an. Die fünftürige Schräghecklimousine, das ausschließlich mit Turboaggregaten motorisierte Coupé und der Kombi Grandtour entsprechen mit ihrer individuellen Ausprägung den Anforderungen der jeweiligen Zielgruppen. Die drei Varianten teilen optisch lediglich Motorhaube, Kotflügel und Frontscheinwerfer. Je nach Karosserievariante stehen bis zu fünf Ausstattungen zur

Der Renault Mégane geht als „Collection“ in die nächste Runde.

Besonders empfehlenswert für sportlichere Fahrer ist das GTLine-Paket. Das GT-Line-Paket ist für Coupé, 5-Türer und Grandtour verfügbar. Es basiert auf der Aus-

stattung Dynamique und hebt den dynamischen Charakter des Mégane hervor. Das Paket umfasst unter anderem eine eigenständig gezeichnete Front- und Heckschürze mit integrierten LED-Tagfahrlichtern, dunkle Scheinwerfereinfassungen und eigenständige 17 “-Räder „Celsium“. Den Innenraum kennzeichnen Sportsitze mit GT-Line-Schriftzug, Aluminiumpedale und spezifische Analoginstrumente von Renault Sport. Zum Paketinhalt zählt außerdem das um zwölf Millimeter abgesenkte, straff abgestimmte Sportfahrwerk. Wer es gern noch sportlicher hätte, der kann auf die nochmals erweiterte „GT“-Ausstattungslinie und in letzter Ausbaustufe auch zum Mégane R.S. greifen, der über bis zu 256 PS – im Racemodus – verfügt und damit der sportlichste Mégane aller Zeiten ist. Erstmals ist für den Mégane auch das „Visio“-System zu bekommen, das einen Spurwechselund Fernlicht­assistent beinhaltet. Der Mégane „Collection“ ist ab 17.950 € erhältlich.  (gj)


R u n d u m s au t o

Freitag, 27. April 2012

automotivebusiness – 69

Bearing Point Studie der Managementberatung zeigt: Die Hälfte aller Anfragen nach Probefahrten bleibt unbeantwortet

short

Autobranche verschließt sich vor Online-Geschäft

Seltene Ersatzteile für Young- und Oldtimer Wien. Die Bosch Klassik-Sparte „Automotive Tradition“ versorgt Besitzer und Fans historischer Fahrzeuge mit Knowhow und Ersatzteilen. Unter „www.partbob.com“ bieten die Klassikexperten nun auch einen Onlineshop mit seltenen Ersatzteilen sowie Auslaufartikel von Bosch für Young- und Oldtimer an. Zudem können Besitzer von Young- und ­Oldtimern auch den Instandsetzungs-Ser­ vice, den sogenannten 1:1 Reman, exklusiv über den Onlineshop abwickeln. Dieser Service ermöglicht Original-Instandsetzungen für eine ganze Reihe von Bosch-Teilen und -Komponenten, wie etwa Reparaturen von Mengenteilern und Warmlaufreglern der K-Jetronic oder Saugrohrdruckfühlern der D-Jetronic.  www.partbob.com

Beim Online-Service zeigt sich die Autobranche sogar weniger sattelfest als in den vergangenen Jahren. Moritz Kolar

Frankfurt. Die europäische Automobilbranche lernt nicht dazu, wenn es um die Betreuung potenzieller Neuwagenkäufer geht. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Management- und Technologieberatung Bearing Point, die bereits im dritten Jahr durchgeführt wird. Für die Studie wurden im Dezember 2011 auf den Internetseiten von

„Hersteller, die ihren

Autobank investiert in ihr Management

Kunden einen naht­

sich Wettbewerbs­ vorteile sichern.“ Anton weig, Bearing point

© Autobank

Service bieten, können

© panthermedia.net/Dmitriy Shironosov

losen und schnelleren

„Automobilhersteller verprellen Online Neukunden“: Bearing Point geht in einer aktuellen Studie mit der Branche hart ins Gericht.

19 europäischen Autoherstellern testweise über 2.200 Probefahrten angefragt. Der Service ist mangelhaft: 59% der Interessenten erhielten innerhalb eines Zeitraums von vier Tagen keine Antwort für eine Probefahrt. Auf die Hälfte der Kundenanfragen wurde innerhalb des 14-tägigen Untersuchungs­ zeitraums überhaupt nicht reagiert.

Neuerliche Verschlechterung Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die Reaktion auf Kundenanfragen damit neuerlich verschlechtert: 2010 blieben „nur“ 45% der Anfragen nach 14 Tagen unbeantwortet, 2009 waren es 42%. Für die diesjährige Studie wurden

Automobilhersteller in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Russland und Spanien untersucht.

Schwächen bestehen weiter „Die Ergebnisse zeigen, dass europäische Automobilhersteller, egal ob Volumenmarke oder Premiummarke, noch immer mit der Betreuung potenzieller Kunden zu kämpfen haben“, sagt Anton Weig, Partner bei BearingPoint und verantwortlich für den Bereich Automobilwirtschaft in Deutschland. „Berücksichtigt man, dass im Durchschnitt eine von drei Probefahrten zum Kauf führt, ist es sehr bedenklich, dass die Automobilindustrie diese dauerhaften Schwä-

chen in ihren Lead-ManagementProzessen nicht angeht. Gerade im Zeitalter des Online-Shoppings verprellen sie Neukunden, die deutlich kürzere Wartezeiten von anderen Branchen gewohnt sind.“ Im europäischen Vergleich führten die Anfragen über die englischen Internetseiten zum größten Erfolg: 67% der Terminanfragen wurden innerhalb von vier Tagen beantwortet. Dagegen müssen deutsche Kunden häufiger mehr Geduld beweisen: Nur jede zweite Anfrage wird in diesem Zeitraum beantwortet. Mehr als ein Drittel der Interessenten wartet in Deutschland vergebens. Noch größeren Nachholbedarf bei der Betreuung von Neukunden haben Hersteller in Frankreich und Russ-

land – hier wurde jeweils nur jede dritte Terminanfrage zügig bearbeitet.

Effiziente Bearbeitung nötig Gerade im Hinblick auf die vergleichsweise immer noch niedrige Nachfrage nach Autos in ganz Europa ist eine effiziente Bearbeitung von Kundenanfragen wichtig. „Hersteller, die ihren Kunden einen nahtlosen und schnelleren Service bieten, können sich Wettbewerbsvorteile sichern; hierfür sollten sie einen ganzheitlichen Ansatz im Lead-Management anstreben und ihre Systeme, Prozesse und Absatzkanäle einbeziehen“, so Weig abschließend.  www.bearingpoint.com

Gerhard Dangel wird neu in den Vorstand der Autobank einziehen.

Wien. Die heimische Autobank AG stockt ihren Vorstand auf, um den Ausbau in Deutschland zu forcieren. Ab 1. Juni wird Gerhard Dangel (46) als Vorstand Vertrieb Markus Beuchert (Vorstand Marktfolge) und Gerhard Fischer (Vorstand Strategie, Unternehmensentwicklung, Marketing) verstärken. Dangel werde laut Angaben des Unternehmens die gesamten Vertriebsaktivitäten in Österreich, dem Kernmarkt des Unternehmens, verantworten. Er war seit 2005 als Vertriebsdirektor für das Auto Retail Business der VB Leasing GmbH in Wien verantwortlich.  www.autobank.at

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I n n ovat i o n & U m w e lt

70 – automotivebusiness

Freitag, 27. April 2012

Wien Energie Der Energieversorger hat mit Renault ein Abkommen zur Förderung emissionsfreier Mobilität geschlossen

short

Nächster Mosaikstein im Puzzle grüner Mobilität

Batterie-Entwicklung lässt zu wünschen übrig

© ÖVK

Damit komplettiert das Unternehmen seine bereits umfangreichen Bemühungen um grünen Verkehr. Wien. Der heimische Energieversorger Wien Energie intensiviert seine Bemühungen um umweltfreundliche Mobilität. Nachdem das Unternehmen seit rund einem halben Jahr Projektpartner von „Vibrate“ – einem grenzübergreifenden Elektromobilitätsprojekt – ist und sich intensiv um die Attraktivierung von Erdgasautos bemüht, hat Wien Energie nun mit Renault Österreich ein Abkommen zur Förderung der emissionsfreien Mobilität in Österreich geschlossen. Die Kooperation ermöglicht es Käufern von Renault Elektrofahrzeugen, in ganz Österreich und besonders im Großraum Wien ihr E-Mobil zuverlässig, sicher und umweltschonend mit Strom zu betanken.

Wien. Nach Ansicht von Motorenexperte Hans Peter Lenz macht die Batterieentwicklung für den Elektroantrieb von Fahrzeugen zu langsame Fortschritte. „Die Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors geht schneller vor sich als die Forschung für leistungsfähigere Batterien, der Verbrennungsmotor wird im Vergleich zur E-Mobilität nur noch stärker“, erklärte Lenz in einer aktuellen Aussendung zum Internationalen Wiener Motorensymposium, das gestern und heute mit rund 1.000 Teilnehmern stattfand. Trotz der intensiven weltweiten Bemühungen um leistungsfähige Batterien für Elektroautos werde der Vorsprung des Verbrennungsmotors eher größer als kleiner, meint der emeritierte TU-Professor, der auch Vorsitzender des Österreichischen Vereins für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK) ist. Hinsichtlich Leistungsdichte mache der Verbrennungsmotor in der Weiterentwicklung jedenfalls mehr Fortschritte als die Batterie. „Jede neue Motorenreihe, die in der Regel nach fünf bis sechs Jahren die vorhergehende Generation ablöst, erzielt trotz höherer Leistungsdaten etwa 15 Prozent weniger Verbrauch. Diesen Fortschritt sieht man bei der Entwicklung von Batterien nicht“, so Lenz. Zumindest stelle die zunehmende Elektrifizierung des Autos laut Lenz aber „einen wesentlichen Treiber für die Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors dar“.  www.övk.at

Thema wird noch attraktiver Wien Energie führt in der Garage des Käufers einen Sicherheitscheck durch und kümmert sich um die notwendige Infrastruktur. Die Installation von bedarfsgerechten und technisch ausgereiften Ladestationen, sogenannten Wallboxen, wird von zertifizierten Partnern durchgeführt. Die Kunden tanken auf Wunsch zu 100% Ökostrom. Wien Energie bietet zudem einen Informationsservice mit einer kostenlosen Kundendienst-Telefonnummer sowie die sogenannte „Tanke-Karte“ an. Mit ihr können Fahrer von Renault Elektrofahrzeugen bei zahlreichen der rund 130 öffentlichen E-Tankstellen in Wien schnell und sicher Strom zapfen. In ganz Österreich stehen Fahrern von Elektrofahrzeugen bereits rund 3.200 Stromtankstellen zur Verfügung. „Mit der Kooperation zwischen Renault und Wien Energie wird

Wien Energie-Geschäftsführer Robert Grüneis setzt auf Stromer: „Elektromobilität bedeutet die Zukunft im urbanen Raum.“

die österreichische Hauptstadt für Fahrer von Elektrofahrzeugen noch attraktiver“, erklärte Olivier Gaudefroy, Generaldirektor der Renault Österreich GmbH, anlässlich der Unterzeichnung der Kooperation. „Renault wird sich auch in Zukunft für eine optimale E-Infrastruktur einsetzen. Denn letztlich bedeutet Elektromobilität für uns alle ein wichtiges Stück Lebensqualität.“

Viele Kooperationspartner Renault bietet bereits drei in Serie produzierte E-Fahrzeug-Baureihen an. Mit dem neuen Abkommen hat das Unternehmen nun bereits mit rund 110 Regierungen, Städten,

Energieunternehmen und anderen Organisationen Kooperationsvereinbarungen geschlossen und damit eine wichtige Voraussetzung für den dauerhaften Erfolg von Elektromobilität geschaffen. „Als Wiener Stadtwerke Konzernbereich fördert Wien Energie moderne, umweltverträgliche und praxiserprobte Technologien wie emissionsfreie Elektro-Antriebssysteme“, sagt Wien Energie-Geschäftsführer Robert Grüneis. „Aus Überzeugung, denn Elektromobilität bedeutet die Zukunft im urbanen Raum, vor allem in Kombination vom öffentlichen Verkehr mit Individuallösungen. Wien ist zum wiederholten Male auf Platz eins der lebenswertesten Städte in

der internationalen Mercer-Studie und mit dem sehr hohen Anteil an öffentlichem Verkehr bereits heute die Metropole der Elektromobilität.“ Um diesen Trend weiter zu unterstützen, „wird im vom Klima- und Energiefonds unterstützten Projekt ‚e-mobility on demand‘ untersucht, wie Elektromobilität schlau mit dem öffentlichen Verkehr verbunden werden kann. Mit der Kooperation mit dem Autohersteller Renault haben wir als Partner der Wiener Modellregion einen weiteren wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht“, ergänzte die FTI-Koordinatorin der Wiener Stadtwerke und BMG-Geschäftsführerin, Ilse Stockinger.  www.wienenergie.at

Fraunhofer Die Projektgruppe „Funktionsintegrierter Leichtbau“ soll sich zum eigenständigen Institut entwickeln

Volvo Trucks: Neuen Weltrekord im Visier

Leichtbau auf dem Weg in die Großserie

© Volvo Trucks

München. Autobauer und Flugzeughersteller achten penibel auf das Gewicht ihrer Modelle: Je leichter sie sind, desto weniger Sprit verbrauchen sie und desto weniger Kohlendioxid pusten sie in die Luft. Speckt ein Wagen 100 kg ab, so lassen sich je nach Typ und Fahrweise zwischen 0,3 und 0,6 l Kraftstoff pro 100 km einsparen. Das entspricht pro km sieben bis zwölf Gramm weniger Kohlendio-

Der „Mean Green“ soll heute auf über 260 km/h beschleunigt werden.

xid-Emissionen. Dementsprechend groß ist das Interesse von Automobilherstellern an derartigen Technologien.

Hoffnungen ruhen auf CFK Vor allem neue Materialien, Fügetechniken und Leichtbaukonzepte sollen den Autos beim Abnehmen helfen. Besonders vielversprechend sind kohlenstoff-

faserverstärkte Kunststoffe, kurz CFK: Sie sind um 60% leichter als Stahl und etwa 30% leichter als Aluminium. Zudem rostet das Material nicht und kann in crashrelevanten Strukturen eingesetzt werden, also in Karosseriebauteilen. Ihre Stabilität erhalten die Materialien durch Kohlenstofffasern, die in die Kunststoffmatrix eingebettet sind. Die Fasern können je nach Anforderung in mehreren Lagen und verschiedenen Ausrichtungen übereinander gelegt werden. Bei Flugzeugen und Rennwagen der Formel 1 ist ein Großteil der Bauteile bereits aus CFK gefertigt.

Neue Spitzenclusterinitiative

© Fraunhofer

Göteborg. Volvo will mit dem Hybrid-Lkw „Mean Green“ einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord aufstellen. Am heutigen 27. April werden auf dem Flugplatz Wendover im USBundesstaat Utah über 260 km/ h angepeilt. Dazu passten die Ingenieure den Antriebsstrang an die Chassis-Anforderungen eines für Geschwindigkeits­ rekorde konzipierten Lkw an. Das Fahrzeug erhielt zudem einen hochgetunten Volvo-D16Motor und eine modifizierte Version eines automatisierten I-Shift-Getriebes, das mit einem Elektromotor zusammenarbeitet.  www.volvotrucks.com

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Moritz Kolar

Motorexperte Hans Peter Lenz sieht Entwicklung von Batterien skeptisch.

Mit dem neuen Konzept sollen CFK-Bauteile am laufenden Band produziert werden.

Bislang ist es allerdings noch recht aufwendig, die Bauteile aus dem verstärkten Kunststoff herzustellen – viele Arbeitsschritte müssen per Hand gemacht werden, bei automatisch durchgeführten Schritten bedarf es oft manueller Nacharbeit. Einen großen Schritt vorwärts macht nun BMW mit dem neuen Modell I3, das 2013 vom Band rollen soll und dessen

Karosserie nahezu komplett aus CFK besteht. Andere wollen es den Münchnern nachtun und so haben sich in Süddeutschland 72 Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie unterstützende Organisationen in der Spitzenclusterinitiative MAI Carbon zusammengetan, um die kohlenfaserverstärkten Kunststoffe fit zu machen für die Serienreife. Ein maßgeblicher Partner im Cluster ist neben Audi und BMW die Fraunhofer-Projektgruppe „Funktionsintegrierter Leichtbau“. Diese Projektgruppe wurde im Jahr 2009 als Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Chemische Technologie ICT in Augsburg gegründet und soll sich in den kommenden Jahren zu einem eigenständigen Institut entwickeln. „Unser Ziel ist es, die Herstellungskosten von CFK-Bauteilen in den fünf Jahren der Projektlaufzeit um 90 Prozent zu reduzieren“, sagt dazu Klaus Drechsler, Leiter der Fraunhofer Projektgruppe und Inhaber des Lehrstuhls für Carbon Composites an der TU München.    www.fraunhofer.de


medianet

inside your business. today.

Freitag, 27. April 2012 – 71

Steter Wandel

Starke Frauen

Vor allem junge Arbeitnehmer wollen sich beruflich ständig weiterentwickeln  Seite 74

Bei Re/Max haben die Frauen die Hosen an und verdienen um 6,5% mehr  Seite 75

© Re/Max

© Seher & Partner

careernetwork Aufsteigerin Irina Kubadinow, NHM © Naturhistorisches Museum/Kurt Kracher

„Es macht wieder Spaß“ Neustart Christian ­Chytil hat das Thema ‚Euro 2008‘ abgehakt und will mit ­impacts Catering neu durchstarten.  Nachfrage Fach­ kräfte­mangel, E-Recruiting und ­Social Media sind die bestimmen­den HR-Trends, wenn es nach Mon­ster geht. 

© Leading Search Partners

Seite 72

Gastkommentar

Die Personalberaterin Irmgard Barosch über die Frage, wie berufene und kompetente Frauen fernab der Quote für den Aufsichtsrat zu finden sind.  Seite 75

Seite 73

© Impacts Catering

Arbeitskosten Österreich neunter innerhalb der EU

Im oberen Mittelfeld Wien. Bei den Arbeits- und Lohnnebenkosten liegt Österreich je­ weils auf Rang neun unter den 27 Ländern der Europäischen Union. Das geht aus einer Presseaussen­ dung des deutschen Statistischen Bundesamts hervor. Demnach zahlten die heimischen Arbeitge­ ber in der Privatwirtschaft 2011 für eine geleistete Arbeitsstunde durchschnittlich 29,20 € je Stunde. Somit gaben sie um 28% mehr als der EU-Schnitt (22,80 €) und 5,4% mehr als der Eurozonen-Schnitt (27,70 €) aus. Spitzenreiter dieses Rankings sind Belgien (39,30 €), Schweden

(39,10 €) und Dänemarkt (38,90 €). Auch deutsche Arbeitgeber muss­ ten mit 30,10 € etwas tiefer in die Tasche greifen; Arbeitgeber im krisengeschüttelten Griechenland zahlten im Vergleich dazu für eine Arbeitsstunde 16,40 €. Die gesamte Bandbreite der Ar­ beitskosten innerhalb der EU ist enorm: Im Land mit den geringsten Arbeitskosten, in Bulgarien, lagen sie bei 3,50 € je Stunde, das sind um 90% weniger als beim Spitzen­ reiter Belgien. Auch in Rumänien, Litauen, Lettland, Polen, Ungarn, Estland oder der Slowakei lagen sie unter 10 €.  (red/APA)

A r b eit skos t e n 2 0 1 1 *

Belgien Schweden Dänemark Frankreich Deutschland Österreich Eurozone Italien EU-Schnitt Spanien Griechenland Slowenien Tschechien Slowakei Ungarn Litauen Rumänien Bulgarien *Auswahl. Arbeitskosten: Privatwirtschaft in Euro pro Stunde. Quelle: APA/Statistisches Bundesamt Deutschland

39,30 39,10 38,90 34,20 30,10 29,20 27,70 26,70 22,80 20,60 16,40 14,40 10,50 8,40 7,60 5,50 4,50 3,50

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Career portrait

72 – careernetwork

Freitag, 27. April 2012

„Ich gehe in meinem Job auf“

© Impacts Catering (2)

Warum er mittler­weile über die Euro 2008 lachen kann, er nicht Abwasser­techniker wurde und wie Naomi Campbell trotz Pannen doch aus dem Schoko­ brunnen löffeln konnte, erzählt impacts CateringChef Christian Chytil im Gespräch.

Wien. „Action“ – davon konnte Christian Chytil schon in jungen Jahren nicht genug bekommen: „Ich wollte wie so viele Kinder auch Feuerwehrmann werden“, so der Chef von impacts Cateringsolutions im Gespräch mit medianet. „Und so gesehen bin ich es auch geworden: Bei Events brennt öfter der Hut und meine Aufgabe ist es dann, den Löschzug zu steuern.“ Geplant war dieser Schritt ins Cateringgeschäft an sich nicht: „Ich hätte Abwassertechniker werden sollen, ein guter und solider Beruf“, erzählt Chytil. „Aber ehrlich gesagt: Ich hatte mit 14 Angst vor dem Internat“, verrät er, warum aus dieser Ausbildung dann doch nichts wurde und er vielmehr nach der gymnasialen Unterstufe die Tourismusschule in Wien absolvierte. Es sollte sich als die richtige Entscheidung herausstellen: „Ich bin schon dort recht umtriebig gewesen und habe unter anderem den Wiener Tourismusball ausgerichtet“, beschreibt Chytil, wie ihn das Event- und Gastrofieber packte: „Mein großes Vorbild ist damals Hannes Jagerhofer gewesen, der in den Sophiensälen eine fantastische Inszenierung hingelegt hat. Wenn

‚Die Macht der Nacht‘ erklungen ist, das war schon legendär“, erinnert er sich an die 1990er-Jahre. Aus dem Bewirten vieler Menschen – „das wollte ich immer schon machen“ – ist dann rasch mehr geworden: „Es gibt bei jeder Veranstaltung VIPs, die mehr als die handelsübliche Gastronomie wollen. Dann gilt es, ein Catering anzubieten, das funktioniert und auf die Kundenwünsche abgestimmt ist“, beschreibt er den Beweggrund, aus der 1999 gegründeten Event- & Webdesign GmbH schon nach kurzer Zeit die Event & Gastro GmbH zu machen.

Blubbernde Brunnen Die Kunden honorierten diesen Zugang: 2000 klopfte etwa Life BallOrganisator Gery Keszler bei Chytil an und holte ihn für die gesamtgastronomische Koordination des Events an Bord: „Beim ‚Life Ball‘ galt es, innovativ zu sein. Und so haben wir einmal 45 Schokobrunnen aus den USA einfliegen lassen, die wir in die einzelnen Tische im VIP-Bereich einbauen wollten. Die Generalprobe hat auch wunderbar funktioniert“, braucht Chytil

das große Aber erst gar nicht auszusprechen. „Eineinhalb Stunden, bevor die VIPs eintrudeln sollten, plötzlich der Super-GAU: Ein Brunnen nach dem anderen hat sich abgeschaltet, weil die Ventilatoren den Geist aufgegeben haben“, schildert er die Horrorvision eines jeden Gastronomen. „Wir hatten 90 Minuten Zeit, um die Tische aufzubohren, die Brunnen neu einzubauen und die Tische neuerlich zu decken. Wir schwankten zwischen ‚Das geht sich nie aus‘ bis ‚Wir müssen das aber schaffen‘“. Und Chytils Team sollte es auch schaffen: „Um 22:30 Uhr haben die Brunnen wieder geblubbert; Stargast Naomi Campbell war glücklich und hat gleich mit dem Löffel genascht.“ Bei einer anderen Großveranstaltung blieb das Happy End aber aus: Im Frühjahr 2008 noch als der Eurogastronom gefeiert – mit seiner Event & Gastro GmbH sicherte sich Chytil die Generallizenz über die Gastronomiebetriebe in der Wiener Fanzone während der Fußballeuropameisterschaft – musste er im November desselben Jahres Insolvenz anmelden: 2,9 Mio. € Passiva standen 1,4 Mio. € Aktiva gegenüber. „Leider hat uns der eine oder

andere große und maßgebliche Partner bei der Euro nachträglich im Stich gelassen“, so Chytil knapp. „Im März 2008 stellten sich die Generaldirektoren noch an, um mir zum Geburtstag zu gratulieren. Ein Jahr später galt ich plötzlich als Persona non grata.“ Aufgeben wollte Chytil nach dem Konkurs aber nicht – „natürlich zweifelte ich plötzlich an allem, was ich davor gemacht habe. Aber meine Familie, meine Freundin und meine Mitarbeiter haben alle gesagt: ‚Wir kämpfen mit‘“ – und so baute er das Geschäft wieder bei Null („eigentlich minus Null“) auf. „Wenn dann die Kunden wieder kommen und das Feedback gut ist, macht es auch wieder Spaß. Denn eigentlich gehe ich in meinem Job auf“, kann er der Causa „Euro 2008“ mittlerweile auch Positives abgewinnen: „Der Konkurs hat mich sicherheitsbewusster gemacht. Ich sage viel öfter ‚Nein‘ als früher und gehe nicht mehr jedes Risiko ein.“ Ob er das Rad der Zeit zurückdrehen würde, wenn er könnte? „Warum? Dann hätte ich nicht die Erfahrung, die mich zu dem macht, der ich jetzt bin“, so Chytil abschließend.  (jawe)

1976–1999

1999–2007

2007–Heute

Am 28. März 1976 in Klosterneuburg geboren, besucht Christian Chytil das örtliche Gymnasium und absolivert die Tourismusschule der Wirtschaftskammer Modul in Wien. Nach der Matura gründete er 1996 sein erstes Unternehmen – „Event Support“ – und organisiert u.a. den ersten Wiener Tourismusball.

Aus der Event Support macht Chytil 1999 die Event- & Webdesign GmbH und 2001 die Event & Gastro GmbH. Zwischen 2001 und 2007 ist er für die gesamtgastronomische Koordination des Life Ball zuständig und fungiert u.a. als Generalgastronom der Bank Austria Halle. 2006 steigt er mit der Firma Cup Concept ins Mehrwegbechergeschäft ein.

2007 gewinnt Chytil die Ausschreibung für die gastronomische Ausrichtung der Fanzone der Euro 2008 in Österreich. Im November 2008 wird das Ausgleichsverfahren über die Firma eröffnet. Chytil muss wieder bei null beginnen, integriert das Webrestaurant, übernimmt das Konferenzzentrum Vista 3 und sichert sich Aufträge beim FIS Skiflug Weltcup Kulm, dem Vienna City Marathon und bei zahlreichen Großkunden. 2012 erfolgt die Umstrukturierung der impacts Cateringsolutions GmbH.

9 Fragen An C h ristian C hytil

Als Kind wollte ich immer … Spaß haben. Mein Lebensmotto ist … „Es kann nur besser werden.“ Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … die Firma. Darüber kann ich lachen … die „Euro 2008“. In 20 Jahren werde ich … hoffentlich ein ruhiges Leben haben. Davor habe ich Angst … unheilbare Krankheit. Das ist meine größte Stärke … meine Geduld. Das ist meine größte Schwäche … Ich bin manchmal zu leise. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … mit einem Bergbauern, um dessen schwere, aber ruhige Aufgabe einmal live mitzuerleben.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 27. April 2012

careernetwork – 73

Personaltrends Die Studie „Recruiting Trends 2012“ attestiert heimischen Top-Betrieben verhaltene Erwartungen

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Die Personaltrends 2012

Fachkräftemangel, E-Recruiting und Social Media werden als herausfordernde Trends gesehen. ternehmen müssen, um entsprechende Bewerbungen generieren zu können“, prognostiziert Laumer. 31% der österreichischen Top 500Unternehmen erhöhten dieses Jahr daher ihre Rekrutierungsbudgets.

Auf die Plätze – fertig – Team!

Recruiting via Internet Die meisten Neueinstellungen gehen mit 70,6% auf Stellenanzeigen im Internet zurück. Vor allem die Unternehmenswebsite (82,5%) wird zur Veröffentlichung vakanter Stellen genutzt. 68,2% bedienen sich der Online-Karriereportale. Die Zufriedenheit der neuen Arbeitgeber ist bei jenen Bewerbern am größten, die mittels der firmeneigenen Webseite, eigener Netzwerke, Online-Karriereportale und durch Mitarbeiterempfehlungen angesprochen wurden. Acht von zehn Bewerbungen erreichen die Betriebe bereits heute auf elektronischem Weg, lediglich 15,3% erfolgen mittels papierbasierter Bewerbungsmappen. Social Media erweist sich im Bewerbungskontext als „spannendes Thema, das seinen genauen Platz im Tagesgeschäft noch sucht“, so Laumer. Eine strategische Einbettung sei hier vonnöten, lediglich 15,8% der Befragten verfügten über eine explizite Social Media-Strategie in Sachen Personalbeschaffung. Rund die Hälfte der Unternehmen erwartet einen Einfluss der zunehmenden Nutzung mobiler Endgeräten auf die Personalrekrutierung. 7,7% nutzen bereits MobileRe­cruiting.  (cho)

© Monster

Wien. Österreichs Top 500-Unternehmen hegen überwiegend verhaltene Erwartungen bezüglich der Personalbeschaffungstrends im aktuellen Jahr. Das zeigt eine Studie der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main, die im Auftrag des Online-Karriereportals Monster.at zum sechsten Mal in Folge erstellt wurde. „Die Recruiting-Trends der letzten Jahre setzen sich fort“, resümiert Barbara Riedl-Wiesinger, Country Manager & Sales Director von Monster Worldwide Austria. Unter den externen Trends zählen demnach für heimische Leitbetriebe der demografische Wandel und der Fachkräftemangel zu den wesentlichsten Themen. Erstmals unter den Top 5 dieser Skala befinden sich 2012 die Wirtschafts- und Eurokrise sowie Social Media.

Unterkühlte Stimmung

Studienautor Sven Laumer, Universität Bamberg: „Man geht davon aus, dass 31 Pro­ zent der offenen Stellen nur schwer oder gar nicht zu besetzen sein werden.“

„Die generelle Wirtschaftslage wird noch negativer beurteilt als im letzten Jahr“, so Studienautor Sven Laumer von der Universität Bamberg. Im Vergleich zum Vorjahr sinke die Anzahl der Unternehmen, welche die aktuelle Geschäftsentwicklung als gut einstufen, um 31,2%. 47,6% der Unternehmen erwarten laut Erhebung dieses Jahr eine gute Geschäftsentwicklung – knapp die Hälfte geht von einer ausgeglichenen Entwicklung aus. Als Herausforderungen werden in der Personalbeschaffung wie bereits im Vorjahr in erster Linie die Mitarbeiterbindung sowie das

interne Arbeitgeberimage gesehen. Weiters von besonderem internen Interesse sind laut der Studie die Kategorien „Employer Branding“, „Know your Talent“ und „Sichtbarkeit“. Seitens der Unternehmen erwartet man 2012 eine Vielzahl offener Stellen, „Fachkräfte bleiben jedoch weiterhin umkämpft“, betont Laumer. 97,1% der TopBetriebe wollen dieses Jahr vakante Arbeitsstellen besetzen. Vorwiegend wird es dabei jedoch nicht darum gehen, die Mitarbeiterzahlen zu erhöhen, vielmehr sollen frei gewordene Positi-

onen nachbesetzt werden. „Man geht davon aus, dass 31 Prozent der offenen Stellen nur schwer oder gar nicht zu besetzen sein werden“, ergänzt der Studienautor – ein Faktor, der sich über die letzten vier Jahre konstant zeigt. Internationale Rekrutierung sowie entsprechendes AltersManagement gewinnen in der Diskussion um den Fachkräftemangel zunehmend an Bedeutung. „Unternehmen werden aus diesem Grund und auch wegen des demografischen Wandels immer intensivere Anstrengungen un-

„Nicht schon wieder Hochseilgarten!“ Viele Arbeitnehmer reagieren leicht genervt, wenn sie das Wort „Teambuilding“ hören. In der Tat wirkt es oft etwas bemüht, wenn mit einem Nachmittag pro Jahr das herzustellen versucht wird, woran eigentlich täglich gearbeitet werden sollte. Der bittere Beigeschmack vieler solcher Veranstaltungen ist, dass sie von oben verordnet werden und sich der Spaß dabei in Grenzen hält, weil die Botschaft „Ihr müsst besser funktionieren“ zu offensichtlich ist. Dass Teambuilding aber auch anders aussehen kann, haben die großen FrühjahrsMarathons dieser Saison wieder einmal gezeigt: Tausende Läufer trugen die Logos ihrer Arbeitgeber spazieren, feuerten ihre Kollegen an und hatten in den meisten Fällen sogar noch Freude am ­s onntäglichen Schwitzen! Warum nur? Allein die Beobachtung der „hauseigenen“ MarathonTruppe gibt Antwort. Weil’s Spaß macht! Vom Moment der Anmeldung sorgt so ein Bewerb für Gesprächsstoff beim Mittagessen und in Pausen: Wer läuft welche Strecke? Wann wird wo trainiert? Und warum kann wer nicht zum Mittwochs-Lauftreff kommen? Später dann: Wie wird das Wetter? Was anziehen? Wo Treffpunkt? Und schließlich: tage- und wochenlange Analysen des Geschafften. Gegenseitiges Schulterklopfen – sogar von den Nicht-Läufern in der Kollegenschaft. Pläne fürs nächste Jahr. Und alles ohne (Erfolgs)Druck von oben. Abgesehen vom PR- und Employer-Branding-Nutzen solcher Events: Kostengünstiger (Anmeldegebühr + Leibchen) kann effektives Teambuilding nicht passieren.

Studiengebühren Laut Wissenschaftsminister können die Unis autonom Gebühren fixieren – die SPÖ widerspricht

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

A. Poschenreithner

Alexander Poschenreithner (Bild, 26) verstärkt seit März 2012 kununu.com und kümmert sich künftig gemeinsam mit dem ebenfalls neu ins Team eingestiegenen Holger Sadek (34) um den weiteren Ausbau des Portals.

C. Schönberger Forstinger

© Forstinger

kununu

Christine Schönberger (45) übernimmt die Leitung der Bereiche Recht und Personal bei der Autozubehör- und Zweiradkette Forstinger. Zuvor war Schönberger rund 15 Jahre im Bereich Telekommunikation und Hightech tätig.

Promotion

Töchterle sieht eine Studiengebühren­ obergrenze von 500 € pro Semester vor.

Nathalie Parent hybris

Nathalie Parent übernimmt als Vice President die Spitze des Human Resources-Bereichs bei hybris. Parent ist seit 16 Jahren im HR-Bereich von Software-Unternehmen tätig und war zuletzt bei der Corel Corporation.

Irina Kubadinow NHM

© NHM/Kurt Kracher

Das Modell hätte weiters soziale Begleitmaßnahmen vorgesehen: Studienbeihilfebezieher zahlen demnach keine Beiträge, ein Teil des Geldes kommt in einen Sozialfonds und auf Antrag können die Beiträge gestundet und erst im Berufsleben zurückgezahlt werden. Kritik erntet Töchterle mit diesem Vorstoß beim Regierungspartner: SPÖ-Wissenschaftssprecherin

Andrea Kuntzl nannte den Aufruf, dass die Universitäten autonom Studiengebühren einheben sollen, „unverantwortlich“. Diese würden dadurch in eine „sehr rechtsunsichere Situation gebracht“. Auch bei den Studentenvertretern stößt der Minister auf wenig Gegenliebe: „Töchterle zeigt immer mehr sein wahres Gesicht. Noch immer fühlt er sich in seiner Rolle als unfehlbarer Rektor. Wer Kritik als völlig unangebracht empfindet, sollte über das eigene politische Verständnis nachdenken“, so Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH. Mit seiner Rücksichtslosigkeit in Sachen Studiengebühren dränge Töchterle die Universitäten in einen rechtsleeren Raum und gebe allen anderen die Schuld dafür.

Kritik auf breiter Front

© kununu/Scherzer Stefan

job

von der SPÖ aber abgelehnten Studiengebührenmodell – eine Obergrenze von 500 € pro Semester geben. Von Studenten aus nicht-EUStaaten sollen die Unis – wie schon jetzt die FH – Gebühren bis zur Kostendeckung einheben können.

© hybris/Suzanne Bird

Wien. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle drängt die Unis weiterhin dazu, ab Herbst selbstständig Studiengebühren einzuheben. Nach der Aufhebung von Teilen der Studiengebührenregelung durch den Verfassungsgerichtshof gibt es keine generelle Regelung mehr – der Minister beruft sich jedoch auf Rechtsgutachten, wonach die Unis autonom in ihrer Satzung Beiträge fixieren können. Aus Sicht der SPÖ können indes nunmehr keinerlei Gebühren eingehoben werden. Töchterle betont, dass es den Unis freistehe, zu kassieren: „Niemand muss, aber jeder kann“, betonte er am Samstag im Ö1-„Mittagsjournal“. Dabei soll es jedoch – entsprechend dem von Töchterle bereits vorgestellten alternativen,

© APA/Helmut Fohringer

Töchterle: „Niemand muss, aber jeder kann“

Irina Kubadinow übernahm mit April 2012 die Kommunikationsleitung des Naturhistorischen Museums. Zuletzt war sie Marketing- und Kommunikationsleiterin sowie Pressesprecherin der Kunstmeile Krems.


J o bwatc h

74 – careernetwork

Freitag, 27. April 2012

Jobwechsler-Studie Vor allem junge Arbeitnehmer wollen sich ständig weiterentwickeln und suchen aktiv nach beruflichen Herausforderungen

Auf der steten Suche nach Neuem Sicherer Arbeitsplatz und guter Verdienst sind nicht Hauptfaktoren für den Wechsel des Jobs, besagt die IMAS-Studie. Linz. Die meisten Jobwechsler werden von selbst aktiv und handeln aus eigenem Antrieb: Sie suchen nach neuen Herausforderungen und neuen spannenden Aufgabengebieten. Das zeigt eine aktuelle IMAS-Studie, die im Auftrag des Personalberatungsinstituts Seher und Partner durchgeführt wurde.

© Seher & Partner

Stillstand als Fremdwort

Susanne Seher und Helga Töpfl: „Firmen müssen sich Aktive holen!“

Mehr als die Hälfte der Berufsumsteiger entscheidet sich von sich aus für einen Jobwechsel, nur jeder Siebte wurde gekündigt oder wegen Konkurses entlassen, das zeigt die Befragung.

„Für viele junge, aufstrebende Persönlichkeiten ist Stillstand ein Fremdwort. Sie wollen sich ständig weiterentwickeln, dazulernen und in verschiedenen Unternehmen Erfahrungen sammeln. Dieser Trend zum lebenslangen Lernen nimmt weiter zu“, beobachten die Personalexpertinnen Susanne Seher und Helga Töpfl. Die Häufigkeit des Jobwechsels ist aber auch eine Frage des Alters und der Bildung: Ältere und einfacher Gebildete tendieren generell eher dazu, länger in einem Unternehmen zu verweilen. Mit diesen Informationen im Hinterkopf können Unternehmen

ihr Personalmanagement zu ihren Gunsten ausrichten, raten die Expertinnen. „Für Unternehmen besteht die Herausforderung darin, Talente zu halten oder zu erkennen, dass aktive, leistungsbereite Personen ihrem Unternehmen oftmals mehr Wert bringen, als langjährige Mitarbeiter“, so Seher und Töpfl.

Online-Jobbörsen nach passenden Angeboten. Die Jobsuche 2.0 auf Xing und Co. nutzen wenig überraschend eher unter 30-Jährige und Höhergebildete. Obwohl die befragten Jobwechsler sicheren Arbeitsplatz, gutes Betriebsklima und guten Verdienst als wichtige Faktoren für den Job nannten, waren diese Kriterien nicht ausschlaggebend für den beruflichen Wechsel. „Den Anstoß gibt in den meisten Fällen nicht ein einzelner, sondern ein Zusammenspiel vieler Faktoren“, erklärt Paul Eiselsberg vom IMAS-Institut. Materialistisch veranlagt scheinen Jobwechsler jedenfalls nicht zu sein: Die größten Motivatoren sind die Suche nach spannenden Aufgaben, der Wunsch, etwas Neues zu erleben sowie die Anerkennung des Vorgesetzten. „Goodies“ wie Parkplatz, Diensthandy oder Laptop spielen dahingegen nur eine untergeordnete Rolle.  (lw)

Jobsuche 2.0 wenig beliebt Bei der Jobsuche liegt das Gespräch mit Bekannten als Informationsquelle weit oben, dicht gefolgt vom klassischen Printinserat. 34% der Jobwechsler suchen auf

Sicherheit EU-Kampagne

Gesund arbeiten Brüssel/Wien. „Gesunde Arbeitsplätze“ heißt die neue, zweijährige Kampagne der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA). Jährlich gäbe es in der Europäischen Union 6,9 Mio. Arbeitsunfälle und noch weit mehr arbeitsbedingte Erkrankungen, so die Initiatoren. Die wirtschaftlichen Kosten für schlechte Gesundheitsbedingungen am Arbeitsplatz belaufen sich auf 490 Mrd. € pro Jahr. Die Kampagne will vor allem an das leitende Management in Firmen appellieren und umfasst eine Reihe von Aktivitäten auf nationaler und europäischer Ebene, darunter auch den 11. Europäischen Wettbewerb für gute praktische Lösungen („Good Practice Award“).

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I n fo 23 . M a b e n d a 1 8 : 3 i 2 0 12 0 Uh r Ra u m

Gehaltsangaben Inserate

Uni wehrt sich

H . D. E03 b e rg s 1 0 9 0 t ra ß e 1 5 Wie n

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Wien. Einmal mehr wies die Arbeiterkammer im Rahmen einer Analyse darauf hin, dass weit nicht alle Stellenausschreibungen die gesetzlichen Gehaltsangaben enthalten, und nannte Unis als Bad-PracticeBeispiele. Die Universitätenkonferenz wehrt sich: Die AK-Analyse sei in einer Übergangsphase durchgeführt worden, die Ergebnisse seien nicht aussagekräftig. Man habe aber „großes Interesse daran, transparente Information zur Verfügung zu stellen“.

Universitätslehrgang Werbung & Verkauf Unsere Absolventinnen sind Aufsteigerinnen Janet Kath von Interio ist erfolgreiche Absolventin unseres Universitätslehrganges. Noch während ihres Studiums startete sie ihre erfolgreiche Karriere beim BML Konzern und katapultierte BIPA zur Nummer 1 im österreichischen Drogeriefachhandel. Heute ist Janet Kath Inhaberin und Geschäftsführerin der Interio Möbelhäuser mit 14 Standorten in Österreich.

© Rolf van Melis/pixelio.de

werbung.verkauf@wu.ac.at, +43-1-31336-4612, www.werbelehrgang.at Berufsbegleitende Universitätslehrgänge der WU Executive Academy.

Gehaltsangaben in Stellenaus­ schreibungen: Wer hält sich dran? 216x288 WU-Sujet KAtH 12-042_UL-WV_Medianet-216x288_Kath_KW16.indd 1

23.04.12 11:14


D I v e r si t y M a n a g e m e n t

Freitag, 27. April 2012

careernetwork â&#x20AC;&#x201C; 75

Immobiliengeschäft Sowohl im Makler- als auch im Bßroleiter-Ranking haben Frauen bei Re/Max die Nase vorn

short

Das stärkere Geschlecht

Diversity Management fĂźr FĂźhrungskräfte Krems. â&#x20AC;&#x17E;Diversity Management betrachtet kulturelle Vielfalt unter den Mitarbeitenden einer Organisation als besondere Ressource, die nutzbar ist. Mit den richtigen Methoden und Werkzeugen kann Diversity Management Potenziale freisetzen, die die Innovationskraft steigern und die Zusammenarbeit verbessernâ&#x20AC;&#x153;, ist Christiane Hartnack von der Donau-Universität Krems Ăźberzeugt. In einem viertägigen Seminar will sie im Mai die Grundlagen des Diversity Managements vermitteln und mittels Good-Practice-Beispielen Handlungsanleitungen zur Umsetzung liefern.  www.  donau-uni.ac.at/ikdiversity

2011 erwirtschafteten die Re/Max-Frauen einen um 6,5% hĂśheren Umsatz als ihre männlichen Kollegen. anteil bei unseren Maklern in Ă&#x2013;sterreich noch bei 31 Prozentâ&#x20AC;&#x153;, so Reikersdorfer. â&#x20AC;&#x17E;International haben wir bereits eine Quote von 52 Prozent. Dort wollen wir mittelfristig auch in Ă&#x2013;sterreich hinâ&#x20AC;&#x153;. Geplant sei, die Zahl der Maklerinnen und Makler von derzeit 450 bis 2021 auf 1.200 aufzustocken.

Das groĂ&#x;e Aufstocken

Vorteil Sensibilität â&#x20AC;&#x17E;Der Grund fĂźr den Erfolg von Frauen im Maklerberuf liegt unter anderem darin, dass Frauen sensibler sind und sich so leichter auf Kunden einstellen kĂśnnenâ&#x20AC;&#x153;, betont Johanna Prosenik, Betreiberin des umsatzstärksten Re/Max-BĂźros in Ă&#x2013;sterreich. Margarita Alexandrova-Fetscher, 2010 und 2011 um-

Starkes Trio: J. Prosenik, Leiterin des umsatzstärksten Bßros, D. Scarpatetti-Matheis, The Re/Max-Collection, und die umsatzstärkste Maklerin, M. Alexandrova-Fetscher.

satzstärkstes Re/Max-Mitglied in Ă&#x2013;sterreich und 2008 Spitzenreiterin in ganz Europa, schlägt in dieselbe Kerbe: Frauen gingen besser auf die BedĂźrfnisse der Kunden ein und hätten ihrer Meinung nach oft mehr Geduld als Männer: â&#x20AC;&#x17E;Frauen sind in der Regel hartnäckiger und lassen sich von Schwierigkeiten nicht so leicht abschrecken. Damit lĂśsen sie dann oft unlĂśsbar scheinende Probleme fĂźr ihre Kundenâ&#x20AC;&#x153;, so das einzige heimische Mitglied im Re/Max-Diamondclub, der fĂźr

Makler vorbehalten ist, die im Jahr mindestens 800.000 â&#x201A;Ź Umsatz â&#x20AC;&#x201C; im Schnitt liegt der Umsatz bei 65.000 â&#x201A;Ź pro Re/Max-Makler â&#x20AC;&#x201C; erwirtschaften. â&#x20AC;&#x17E;In der Regel fĂźhlen sich Frauen von Frauen besser verstanden. Das ist angesichts der Tatsache, das beim Immobilienkauf zu 70 Prozent die Frauen entscheiden, ein enormer Vorteilâ&#x20AC;&#x153;, ergänzt Prosenik im Gespräch mit medianet. Diese Stärken will man bei Re/ Max-Ă&#x2013;sterreich kĂźnftig noch mehr nutzen: â&#x20AC;&#x17E;Derzeit liegt der Frauen-

Iventa formiert neues Management Board

Š Iventa

KĂśdern will man das offenbar stärkere Geschlecht bei Re/Max mit dem transparenten Bezahlmodell: â&#x20AC;&#x17E;Ein drittel weniger Gehalt gibt es bei uns nicht. Man bestimmt den Erfolg selbst und bekommt den gleichen ProvisionsschlĂźssel, egal ob man weiblich oder männlich istâ&#x20AC;&#x153;, konkretisiert Doris Scarpatetti-Matheis, Leiterin der auf LuxusImmobilien spezialisierten â&#x20AC;&#x17E;The Re/Max-Collectionâ&#x20AC;&#x153;. Ihrer Meinung nach sei der Maklerberuf geradezu optimal fĂźr Frauen: â&#x20AC;&#x17E;Aufgrund der relativ freien Zeiteinteilung lassen sich Familie und Selbstständigkeit gut vereinbaren.â&#x20AC;&#x153; All jenen, die nun ganz spontan ihr Heil im Immobilienbusiness finden wollen, gibt sie dennoch eine Warnung mit: â&#x20AC;&#x17E;Man braucht schon einen langen Atem, denn in den ersten sechs Monaten wird man vermutlich noch keine Umsätze machen.â&#x20AC;&#x153; Und Alexandrova-Fetscher ergänzt: â&#x20AC;&#x17E;Man braucht drei Jahre, bis man gut ist. Und manche lernen es auch in 20 Jahren nicht.â&#x20AC;&#x153;  (red)

Š Re/Max

Wien. Die Einkommensschere zwischen den Gehältern von Frauen und Männern bleibt unĂźbersehbar: Ă&#x153;ber alle Branchen verteilt verdienten die Männer im Vorjahr 31,1% mehr als ihre Kolleginnen, wie aus der Lohnsteuerstatistik der Statistik Austria hervorgeht. Dass es offenbar auch umgekehrt geht â&#x20AC;&#x201C; zu diesem doch Ăźberraschenden Ergebnis kam nun eine hausinterne Erhebung des Immobilienvermittlers Re/Max: â&#x20AC;&#x17E;Bei der Analyse unserer Statistiken haben wir festgestellt, dass die erfolgreichsten Mitglieder im Ăśsterreichischen Netzwerk allesamt starke, dynamische Frauen sindâ&#x20AC;&#x153;, erklärt Bernhard Reikersdorfer, GeschäftsfĂźhrer Re/Max Austria. â&#x20AC;&#x17E;Mehr noch: Im Schnitt erwirtschaften Frauen bei uns einen um 6,5 Prozent hĂśheren Umsatz als Männer. Unter den Top Ten-Maklern sind sechs Frauenâ&#x20AC;&#x153;, betont Reikersdorfer, dass in seinem Unternehmen die Einkommensschere in die andere Richtung aufgeht.

Gastkommentar Irmgard Barosch beschreibt, wie berufene und kompetente Frauen fßr den Aufsichtsrat zu finden wären

Wien. Qualifizierte Frauen sind da. Man muss auf sie zugehen, es ehrlich meinen und nicht nur Alibi-Handlungen setzen. Essenziell ist ein gutes Entscheidungsklima zum Wohle des Unternehmens im Aufsichtsrat. Dieses hängt nicht vom Geschlecht ab, sondern von PersĂśnlichkeiten, die Ăźber unternehmerische Erfahrung, betriebswirtschaftliche Kompetenz und ethische Integrität verfĂźgen. Solche PersĂśnlichkeiten werden bisher oft nicht professionell, sondern in den eigenen Zirkeln und Netzwerken gesucht. In diesen â&#x20AC;&#x17E;Kreisenâ&#x20AC;&#x153; sind eben Frauen oft in der Minderheit. Wir wissen aus unserer langjäh-

rigen Erfahrung, dass die besten FĂźhrungspersĂśnlichkeiten durch neutrale Dritte eher gefunden werden, als in eigenen Netzwerken. Die Unternehmen sollten sich diese professionelle Suche, wenn es um die Besetzung des Aufsichtsrats geht, in der Zukunft â&#x20AC;&#x17E;Ăśfter gĂśnnenâ&#x20AC;&#x153;. Ich bin Ăźberzeugt, dass sich durch diesen Blick Ăźber den â&#x20AC;&#x17E;Aufsichtsrats-Tellerrandâ&#x20AC;&#x153; die Diskussion um die Quote ganz anders darstellen und sie langfristig kein Thema mehr sein wird. Berufung ist der wesentlichste Motor fĂźr Leistung und positive Weiterentwicklung. Das sollte auch stärker beim Thema Auf-

sichtsratsbesetzung berĂźcksichtigt werden. Der oder die Aufsichtsrätin hat eine kontrollierende und beratende Funktion. DafĂźr braucht es erfahrene PersĂśnlichkeiten, die aber nicht â&#x20AC;&#x17E;altâ&#x20AC;&#x153; sein mĂźssen. PersĂśnlichkeiten, die sich gut in der Branche auskennen und erkennen, in welcher Phase sich das Unternehmen befindet. Ist der nächste strategische Schritt Wachstum, Internationalisierung oder Abbau? Fragestellungen, bei denen die Aufsichtsräte sich ihrer unternehmerischen Erfahrung, betriebswirtschaftlichen Kompetenz und ethischen Integrität zu bedienen haben.

Š Leading Search Partners

Professionelle Suche schlägt Quote

Irmgard Barosch hat mit fĂźnf Kollegen â&#x20AC;&#x17E;Leading Search Partnersâ&#x20AC;&#x153; gegrĂźndet.

S. Oblak, R. Koenes, E. Leeb, M. Mayer, I. Brazda, M. FallenbĂśck.

Wien. Iventa formiert anlässlich des 20-jährigen Jubiläums und der damit einhergehenden Neuorganisation ein neues Management Board. Kßnftig leiten Martin Mayer, Irma Brazda, Markus FallenbÜck, Robert Koenes, Eva Leeb und Sabina Oblak die Geschicke des Human Management ConsultingUnternehmens.

Training fĂźr B2B- und B2C-Markenmanager NĂźrnberg. Die Managementberatung Brand:Trust bietet ihren Markenlehrgang â&#x20AC;&#x17E;Bildung und FĂźhrung von wirksamen Markenâ&#x20AC;&#x153; bereits zum vierten Mal an. In einem dreitägigen Intensivseminar soll zum einen vorhandenes Wissen aufgefrischt und aktualisiert, und zum anderen konkret vermittelt werden, wie eine Markenstrategie im tagtäglichen Handeln eingesetzt wird. Das Seminar findet von 9. bis 11. Mai in NĂźrnberg statt. Infos:  http://marken-  lehrgang.brand-trust.de/

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