Issuu on Google+

inside your business. today.

14. JG. NO. 1799

¤ 4,–

freitag/samstag/sonntag, 25.– 27. april 2014

TREVISION

visual solutions visual solutions

a Trevision Holding Company

www.trevision.at

Schöne neue Welt Nach Rewe in Wien liefert nun Pfeiffer in OÖ Lebensmittel direkt vor die Haustür

Auch Pfeiffer traut sich: neues Online-Konzept inhalt

© APA/EPA/Andrew Gombert

prime news & market watch > marke[ding] & Newsweek 2014 am 15. Mai in Wien  3

> Feature: Weltuntergang – die Downtime von WhatsApp 4/5

8

© Panthermedia.net/Ronalds Stikans

marketing & media > Noch mehr Raum für Qualitätsjournalismus 

retail > Zielpunkt fokussiert auf Kundenkommunikation 

16

© Pfeiffer Holding

> E-Mail-Marketing für Toys ’R’ Us: Emarsys spielt mit  9

© EPA/Abir Abdullah

Pfeiffer bringt’s Unter die Zusteller im LEH wagt sich neuerdings auch ­Georg Pfeiffer (Bild). Die Pfeiffer Holding-Vorstände Erich Schönleitner und Markus Böhm präsentierten diese Woche die neuen E-Commerce-Lösungen.  Seite 2 > Textilbranche: Der lange Weg zur weißen Weste 

17

business weekend

MY LIFE DESIGN

© medianet/Katharina Schiffl

STORIES

> exthex: Die Finanzwelt rüstet technologisch auf  22 > Durst-Bau: starkes Jahr 2013 und neue Ziele  28 > 21% Plus: Vamed knackt die Milliarden-Grenze  42

INNENARCHITEKTUR | EINRICHTUNGSKONZEPTE | EIGENE TISCHLEREI | MONTAGE

P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

PT_AZ_106x85_Medianet_new2014_v2.indd 1

14.03.14 11:38


cov e r

Freitag, 25. April 2014

© Pfeiffer Holding

2 – medianet

start klar

E-Commerce-Lösungen Hauszustellung bis 21 Uhr sowie Selbstabholung der Waren in Abholboxen

Pfeiffer Handelsgruppe wird zum Online-Greißler

Wie es euch gefällt Abholung aus Pick-up-Stationen oder Lieferung durch die Post: Die Pfeiffer HoldingGeschäftsführer Erich Schönleitner (li.), Georg Pfeiffer und Markus Böhm sehen gewaltiges Marktpotenzial im Lebensmittel-E-Commerce. 1,5 Jahre läuft die Startphase für das neue Konzept bereits, eine siebenstellige Summe wurde investiert. Innerhalb von drei bis fünf Jahren soll sich dieses Segment beim Lebensmittelhändler dann auch rentieren, so Böhm.

Pilotversuch ist gestartet, österreichweit sollen die Services ab Winter 2014 verfügbar sein. Christian horvath

Wien. Mit einer kräftigen Ansage an den Mitbewerb eröffnet die Handelskette Pfeiffer das Rennen um den Online-Lebensmittelhandel: „Wir wollen zum Marktführer im Bereich E-Commerce für Lebensmittel werden“, erklärten die Holding-Geschäftsführer der Pfeiffer Handelsgruppe, Erich Schönleitner und Markus Böhm, anlässlich der Vorstellung der E-Commerce-Lösungen im LEH. Deswegen wurde die Pfeiffer New Solutions GmbH gegründet, eine siebenstellige Summe investiert und mit den eigenen Mitarbeitern ein Pilotprojekt ge-

startet. Dieses basiert auf (derzeit) einer Abholbox, der sogenannten Pick Up-Station, die sowohl Tiefkühl- als auch Kühlmöglichkeiten sowie Boxen für Trockenware anbietet. Dank dieser Station können Kunden ihren zuvor getätigten Online-Einkauf abholen, ohne ein Geschäftslokal betreten zu müssen.

Pilotversuch Zwei Monate wird der Pilotversuch laufen; „Wir sind hier absoluter Vorreiter und können flexibel auf das Feedback eingehen und die Dienstleistung noch feinjustieren“, erläutert Böhm. Während für

die Stationen der österreichweite Roll-out für kommendes Jahr geplant ist, hat Pfeiffer das gesamte E-Commerce-Konzept auf drei Beine gestellt. Neben der Selbstabholung ist für Herbst 2014 die flächendeckende Lieferung und für den Winter der Start für die „Same Day Delivery“ in Ballungszentren geplant. Herzstück der E-CommerceAktivitäten ist der neue Webshop, der ein dem stationären Handel entsprechendes Angebot aus rund 5.500 Artikeln inklusive der Aktionsware bereithält. Per Drag & Drop werden die Produkte in den Einkaufskorb gelegt, der während des gesamten Bestellvorgangs am

Online-Handel Billa steigert den Umsatz und die Bestellungen

Ein zartes Pflänzchen blüht langsam auf Wien. Der Online-Markt für Lebensmittel in Österreich steckt noch in den Kinderschuhen. Nur zwei Prozent aller im Handel verkauften Lebensmittel werden laut Marktforscher RegioPlan online bestellt. Gleichzeitig werden aber bereits 28% der Bücher, 26% aller Elektronik- und 18% der Modeartikel im Internet eingekauft. Daten über Marktanteile der Onlinehändler am österreichischen Lebensmittelmarkt gibt es noch keine. Während die Spar AG bislang nur Wein online vertreibt, hat Billa laut einer Aussendung im April dank neuer Strategie Umsatz und Bestellungen im Netz um „mehr als 50% steigern“ können. „Wir sehen, dass die Nachfrage nach Lieferservices im Lebensmittelhandel stetig zunimmt; der signifikante Anstieg bestätigt einmal mehr die starke Nachfrage in diesem Bereich, den wir bei Billa konsequent ausbauen, um auch in Zukunft die Innovationsführerschaft zu behaupten“, erläutert Vorstandssprecher Volker Hornsteiner. „Durch den stetigen Ausbau unserer Onlinekompetenz haben wir in den letzten Jahren ein umfassendes Know-how für die Bedürfnisse unserer Kunden und die Entwicklungen am Markt entwickelt; daher können wir in Echtzeit auf Trends und Wünsche reagieren“, so Billa-Vorstand Josef Siess.

Bildschirm sichtbar bleibt. Die Preise für die Produkte sollen dieselben wie im Supermarkt sein, so Böhm – „das ist einzigartig im österreichischen Lebensmittelhandel.“

Nahversorger-Automat Kommissioniert wird die bestellte Ware in der nächstgelegenen Filiale; sobald der Einkauf verfügbar ist, erhalten die Kunden eine Mail- bzw. SMS-Benachrichtigung. Böhm: „Die gesamte Systematik vom Einkaufen im Webshop über Bezahlung bis hin zur Abholung ist einfach und übersichtlich und für all unsere Kunden machbar.“ Die Pick Up-Stationen wären, da sie nicht zwangsläufig an die Nähe zu einem Filialstandort gebunden wären, auch für Gemeinden geeignet, die über keinen stationären Handel verfügen. „Wir können uns vorstellen“, so der Pfeiffer Holding-Chef, „Pick Up-Stationen auch mit Gemeinden ohne Nahversorger gemeinsam zu betreiben. Auch Kooperationen mit Großbetrieben und Unternehmen, die Schichtarbeiter beschäftigen, sind ein spannendes Thema.“ Gerade für strukturschwache Regionen, wo ein Greißler-Sterben beklagt wird, könnte die Pfeiffersche Innovation eine Alternative zur unzureichenden Nahversorgung werden. Die zweite Säule des Online-Handels ist die zeitnahe Lebensmittel-Hauszustellung. Im Sommer startet dazu in Koopera-

tion mit der Österreichischen Post AG ihr Hauszustellservice. „Wir liefern mit durchgängiger Kühlkette zum Wunschtermin des Empfängers bis an die Haustür und stellen mit diesem Service die Belieferung der Österreicher mit Lebensmitteln unabhängig von der Mobilitätssituation oder Zeitbeschränkungen sicher – und das zu SupermarktPreisen“, so Böhm.

Marktpotenzial In Ballungsräumen wie Linz oder Wien soll es die Möglichkeit für die Lieferung bis 21:00 Uhr geben. Die Bedenken, dass die Ware dann möglicherweise nicht zugestellt werden kann, teilt Böhm nicht. Wenn jemand Lebensmittel für dieses Zeitfenster in der Hauszustellung bestellt, dann wird er auch alles tun, um diese Lebensmittel entgegennehmen zu können, heißt es. Bestellen via Internet sei mittlerweile Alltag vieler Konsumenten, so Böhm. „Bei Lebensmitteln steckt dieser Prozess hingegen noch in den Kinderschuhen; hier besteht mittel- bis langfristig ein enormes Marktpotenzial.“ Drei bis fünf Jahre gibt sich Pfeiffer Zeit bis zur Rentabilität des Online-Konzepts. Immerhin hat Pfeiffer mit den C+CMärkten bereits Know-how im Online-Bereich gesammelt. „Wir sind im B2B-Bereich seit zehn Jahren Marktführer im Onlinehandel“, so Böhm. „Im B2C-Bereich wollen wir es jetzt werden.“


pr i m e new s

Freitag, 25. April 2014

medianet – 3

marke[ding] & Newsweek Wien 2014 120 Aussteller aus zehn Nationen präsentieren sich am 15. Mai in der Wiener Hofburg

Treffpunkt der Werbemittelwelt Wien. Am Donnerstag, 15. Mai, findet in den Räumlichkeiten der Wiener Hofburg wieder Österreichs größte Werbemittelmesse, die marke[ding] & Newsweek Wien 2014, statt – eine Ideenbörse und inzwischen der heimische Branchentreffpunkt. „Man sollte es nicht unterschätzen: Die Einbindung von Werbeartikeln in die Kommunikation eines Unternehmens hat großen Einfluss auf den Return-on-Investment einer Marketingmaßnahme“, erzählt Veranstalter Martin Zettl von der marke[ding] e.U., wobei es zu hinterfragen gelte, ob und wie gut sich das jeweilige Werbemittel für den Transport einer Botschaft an eine bestimmte Zielgruppe eigne. Um also keine Eulen nach Athen zu tragen, empfiehlt Zettl, „zahlt es sich aus, sich regelmäßig Ideen, Trends und Anregungen aus der Welt der haptischen Werbung zu holen“.

renommierte österreichische Trägeragenturen sind diesmal dabei: die Ebetshuber Werbeartikel GmbH (ebets promotion), Forum Werbemittel, KW open, Mitraco, Novak Werbeartikel, Pro Concept, Schäfer Werbeartikel und Schrecks Goodies.

marke[ding] Awards 2014 Angemeldet sind heuer mehr als 120 Aussteller aus zehn Nationen; man rechnet mit etwa 1.500 Fachbesuchern. Neben etlichen Markenartikelunternehmen und zahlreichen Werbeartikelspezialisten präsentieren auch Aussteller aus

verwandten Marketingdisziplinen ihr Portfolio. Ein Höhepunkt ist wieder die Verleihung der marke[ding] Awards: Auch heuer haben die Besucher wieder die Gelegenheit, aus den Nominierten für die diesjährigen marke[ding] Awards ihre Favoriten in einer eigens eingerichteten „Voting-Zone“ auszuwählen.

Rahmenprogramm Der wichtigste nationale Werbemittel-Preis wird 2014 in den Kategorien „Werbeartikel des Jahres (Neuheit 2014)“ und „ökologisch wertvoll“ vergeben.

Das Rahmenprogramm der diesjährigen Messe reicht vom „Weg der Sinne“ mit Österreichs größtem Schokobrunnen bis zur „Live-Performance“ des Schnellzeichners Xi Ding, der kostenlose Karikaturen zeichnet. Und wer noch keine Tickets für das Rolling Stones-Konzert in Wien hat, empfiehlt der Veranstalter, „sollte sich einen Besuch am Stand von Steam Audio im Marmorsaal nicht entgehen lassen“. Cateringpartner der marke[ding] & Newsweek Wien 2014 ist wie schon im Vorjahr im vergangenen Jahr wieder das Traditionsunternehmen Gerstner.  (red)

© kultig.at/Othmar Fetz

Ideen, Trends und Neuheiten aus der haptischen Werbung; Verleihung der marke[ding] Awards.

Die Veranstalter rechnen mit ca. 1.500 Messebesuchern in der Hofburg.

Informationsplattform Die marke[ding] & Newsweek Wien ist, so Zettl, ein „unabhängiges Messeforum, das Entscheidungsträgern aus Industrie und Gewerbe – Marketing, Einkauf und Geschäftsführung – als offene Informationsplattform dient“. Acht

infos/termin marke[ding] & Newsweek Die marke[ding] & Newsweek ist mit über 120 internationalen Ausstellern, mehr als 10.000 Werbemittelideen und rund 1.500 Besuchern Österreichs größte Werbemittelmesse. Sie findet heuer zum vierten Mal im Kongresszentrum Hofburg Wien statt. Im Rahmen der marke[ding] & Newsweek wird traditionellerweise der marke[ding]-Award für die besten Werbeartikel des Jahres vergeben. marke[ding] & Newsweek Wien 2014 Termin 15. Mai 2014 Ort Kongresszentrum Hofburg Wien Öffnungszeiten 10 bis 18 Uhr Eintritt kostenlos für Fachbesucher mit Vorregistrierung unter  www.markeding-wien.at

CEO/CFO Awards 2013

Beste „Chiefs“

© APA/Georg Hochmuth

Wien. Mit den CEO/CFO-Awards 2013 von Deloitte und Börse Express wurden die besten CEOs und Finanzchefs heimischer Unternehmen ausgezeichnet: Gewinner des CEO-Award, Kategorie „ATXPrime“, ist Immofinanz-Chef Eduard Zehetner, bester CFO ist TelekomFinanzchef Hans Tschuden. Die Awards in „Mid Market“ gingen an Porr-CEO Karl-H. Strauss und -CFO Christian Maier; in „Bond Market“ wurden Novomotic-Chef Franz Wohlfahrt und Egger Holzwerkstoffe-CFO Thomas Leissing prämiert.  (red)

ERFOLGREICHE B2BKOMMUNIKATION IST MANCHMAL EIN SCHMUTZIGES GESCHÄFT Gerhard Preslmayer

Geschäftsführender Gesellschafter

Wissen, Begeisterung und Komplettservice sind für uns die Basis herausragender B2B-Kommunikation. Um alles über Ihre Marke zu erfahren, gehen wir tief rein: in Ihre Produktion, in Ihre Reinräume und Labore oder auf Ihre Teststrecke und in Ihren Windkanal. So wird Komplexes einfach. So wird ein Versprechen für die Zielgruppe relevant. So wird B2B-Kommunikation überraschend und aufmerksamkeitsstark. Das alles macht uns zu dem, was wir für unsere Kunden sind: Die treibende Kra der B2B-Kommunikation. Sieger in der Kategorie „ATXPrime“ ist Immofinanz-Chef Eduard Zehetner.

SPS MARKET ING GmbH | B 2 Businessclass | Linz, Stuttgart | agency@sps-marketing.com | www.sps-marketing.com | www.e3network.com


F E ATU R E

4 – medianet

Freitag, 25. April 2014

feature@medianet.at

Björn Tantau

E

rnsthaft, an manchen Stellen konnte ich, während WhatsApp down war, Dinge lesen, von denen ich nicht geglaubt hätte, sie jemals hätte lesen zu müssen. So berichtete eine Mutter auf Facebook, dass sie die Sache auch bei ihrer Tochter nachgeprüft hätte – die saß mit einem Haufen Freundinnen zusammen in ihrem Zimmer und auf keinem Smartphone funktionierte WhatsApp, weswegen die „Party“ wohl zum Erliegen kam. Amüsant, oder? Nicht wirklich. Auch Facebook-Pages, die sich innerhalb von Minuten gründeten, um dann in nur wenigen Stunden 50.000 Fans einzusammeln, sprachen eine deutliche Sprache. Gleiches gilt für Twitter; hier hagelte es Tweets, ich zählte in fünf Minuten so um die 2.000, die nur nach dem Hashtag „#whatsapp” gefiltert waren. Die Downtime glich also einem digitalen Weltuntergang – so schien es zumindest. Was aber wirklich dramatisch ist: Die Downtime lehrt uns Schockierendes über fremdbestimmte Systeme – und über uns!

Oh mein Gott!

It’s the end of the world … … as we know it. Was war mein zweiter Gedanke? Mein zweiter Gedanke war: „Mark Zuckerberg ist so eine coole Sau. Der kauft etwas für 19 Milliarden US-Dollar, nur um es plattzumachen, damit sein eigenes Business nicht bedroht wird.” Ganz ehrlich, wenn das wirklich so passiert wäre, hätte Zuckerberg eine Kampfansage herausgehauen an alle, die ihm jetzt gefährlich werden oder jemals gefährlich werden könnten. Wie es scheint, handelte es sich nach aktuellem Stand der Dinge tatsächlich nur um interne Probleme bei WhatsApp. Die sind zwar in dieser Form so noch nie vorgekommen, und es wirkt schon sehr seltsam, dass es ausgerechnet jetzt zu einer solchen Downtime gekommen ist, wo Facebook seine Finger aufgrund der Übernahme im Spiel haben könnte. Das ist aber Spekulation, und wer sich für Verschwörungstheorien interessiert, sollte sich auf Twitter umschauen, denn da findet man noch Massen solcher Thesen. Offensichtlich wurde WhatsApp also nicht geschlossen, und gegen Mitternacht unserer Zeit war der Messanger auch wieder voll einsatzbereit. Die paar Stunden dazwischen aller-

dings offenbarten ein großes Problem, in dem sich die digitale Gesellschaft aktuell befindet. Der Ausfall eines einzigen Tools scheint die Leute vor echte Herausforderungen zu stellen, und für viele scheint es nicht möglich, schnell und flexibel zu reagieren – und einfach zu wechseln oder eine Nachricht via SMS zu schreiben. Kurz anrufen ginge auch (so wie früher). Die WhatsApp Downtime zeigt, dass 450 Mio. Menschen von einem kleinen Computerprogramm abhängig sind, und diese Software hat über einen Großteil dieser Menschen Macht. Diese Macht beruht hauptsächlich auf Bequemlichkeit und es ist eigentlich ein Leichtes, sich dem Einfluss von WhatsApp zu entziehen. Dennoch führt ein Ausfall dazu, dass manche Leute nicht mehr wissen, wie es ohne das Objekt der Begierde weitergehen soll. Loslassen ist oft nicht einfach, das Gefühl kennt jeder aus eigener Erfahrung – auch ich. Doch auch ich weiß, dass es manchmal schlicht und ergreifend nicht anders geht. Loslassen kann helfen. Was aber der eigentliche Kern der Sache ist: Mit dem blinden Vertrauen und das Funktionieren einer App wie WhatsApp begibt man sich in die Abhängigkeit eines fremdbestimmten Systems. Man gibt die Kontrolle aus der Hand und lässt sich Dinge aufoktroyieren. Man gibt sich selbst ein Stück auf, weil es Bequemlichkeit und Komfort verspricht. Am Ende einer solchen Entwicklung steht dann der tragische Fall, den ich vor allem bei Twitter in vielen Fällen beobachten konnte: Treue WhatsApp-User waren unfähig, selbst eine Lösung zu finden, stattdessen gab es Hilferufe. „Was soll ich jetzt tun?“ oder „Wie erreiche ich jetzt meine Freunde?“ konnte man da lesen. Man kann sich hier nur mit der Hand an den Kopf fassen, wie schnell ein kleines

© APA/EPA/Andrew Gombert

Als ich gegen 20 Uhr 30 von der Downtime auf Facebook las, dachte ich an einen Scherz. Sofort schaute ich auf Google nach und konnte nichts entdecken. Auch auf Twitter war zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel zu dem Thema zu entdecken. Einige Tweets sprachen davon, dass WhatsApp nicht erreichbar sei. Nun gut, das kann passieren. Es schien aber keine große Sache zu sein. Nur 15 Minuten später sah das ganz anders aus: Auf Facebook machte sich Hysterie breit, Tweets über die WhatsApp-Downtime flattern im Sekundentakt ein. 450 Mio. auf dem Planeten waren von der Kommunikation abgeschnitten – so klang es zumindest, was die Men-

schen in ihren Tweets und StatusUpdates auf Facebook verbreiteten. Natürlich waren sie nicht abgeschnitten, nur ihr Lieblingsspielzeug funktionierte nicht mehr, für eine gewisse Zeit. Das reichte aber, um bei zahlreichen Leuten Panik hervorzurufen. Bedauerlicherweise hatte ich zu diesem Zeitpunkt keinen Artikel zu dem Thema verfasst – wäre ich damit in Google News gelandet, hätte vermutlich mein Server geraucht. Aber egal, eine tiefgreifendere Betrachtung der Sache ist eher mein Geschmack als eine schnell aufgesetzte News, nur um kurzzeitige Aufmerksamkeit zu erhaschen.

Digitaler

450 Mio. Menschen verloren für einige Stunden einen einzigen Kommunikationskanal: Viele sahen sich im „Ausnahmezustand“.

B j örn Tantau Online Marketing Experte http://bjoerntantau.com

© Björn Tantau

Ende Februar ging ein Aufschrei durch das Netz WhatsApp war down! Grundgütiger Gott. Mehrere ­Stunden. Panik. Verzweiflung. Online-Marketing-Experte Björn Tantau hat analysiert, was uns die Downtime von WhatsApp über fremdbestimmte Systeme lehrt.

bestimmten Systems eigene Prozesse negativ beeinflusst werden. Wer hauptsächlich via Facebook Reichweite für seine Website generiert, hat ein Problem, wenn Facebook eine Downtime hat oder die Fanpage (aus welchen Gründen auch immer) offline nimmt. Wer sein Budget mit dem Linkaufbau verbrät und dann von einem Google-Update getroffen wird, hat ein Problem. Und wer ausschließlich über AdWords wirbt, dann aber plötzlich den doppelten Preis für Anzeigen zahlen muss, der hat ebenfalls ein Problem.

Nur ein Zentrum

Mein zweiter Gedanke war, ,Marc Zuckerberg ist so eine coole Sau. Der kauft etwas für 19 Milliarden US-Dollar, nur um es plattzumachen, damit sein eigenes Business nicht bedroht wird‘.“ technisches Hilfsmittel es schafft, so viel Macht über Menschen zu bekommen, nur weil das Leben dadurch (vermeintlich) ein bisschen vereinfacht wird.

Fremdbestimmung Ein Leben ohne reale fremdbestimmte Systeme ist vermutlich nicht möglich, da sollte man meiner Ansicht nach nicht auch noch dafür sorgen, sich in digitale Abhängigkeiten zu begeben, sofern das zu vermeiden ist. In diesem Zusammenhang aber besonders interessant ist meiner Meinung nach die Abhängigkeit von fremdbestimmten Systemen, auch wenn man im Online-Marketing unterwegs ist. Diese Überlegung liegt für mich nahe, schließlich befasse ich mich jeden Tag mit dem digitalen Marketing im Internet. Und ich bin auch nicht die einzige Person, die das mit der Abhängigkeit von fremdbestimmten Systemen erkannt hat. Viel wichtiger ist die Frage, wie man sich davon löst und wie man, bezogen auf das Online-Marketing, dafür sorgt, dass die Downtime eines fremdbestimmten Systems nicht negative Auswirkungen auf das eigene Geschäft hat. Bei WhatsApp waren 450 Mio. Menschen ein paar Stunden von der Kommunikation untereinander in einem bestimmten Kanal abgeschnitten. Na und? Es gab zu jedem Zeitpunkt Alternativen. Kritischer wird es, wenn von dem Ausfall eines solchen fremd-

(Digitales) Marketing im frühen 21. Jahrhundert muss unabhängiger werden. Risikostreuung ist wichtig, auf einem Bein kann und sollte man nicht stehen. Wer hauptsächliche Traffic-Quellen hat, ohne die er nicht überleben kann, muss umsteuern. Und wer keine eigenen Communities direkt auf seiner Website aufbaut, wird sich niemals dem Würgegriff fremdbestimmter Systeme entziehen können. Was also kann man aus der WhatsApp-Downtime lernen? Soziale Netzwerke sind fremdbestimmte Systeme. Sind sie deswegen partout schlecht? Nein, man darf sich nur nicht auf sie verlassen, weil man sich in eine Abhängigkeit begibt, aus der man sich später nur schwer lösen kann. Mechanismen, Plattformen, Programme und Lösungen, die extern angeboten werden und die Reichweite der eigenen Website verbessern sollen, haben ihre Vorteile. Aber: Wer sich abhängig macht, kann früher oder später Probleme bekommen. Deswegen ist es aus meiner Sicht am besten, selbst das fremdbestimmte System zu sein, selbst den größten Reichweitenhebel für die eigene Website darzustellen. Nur so kann man auch selbst steuern, lenken und kontrollieren; nur so ist man selbstbestimmt und schützt sich vor wahllosen Änderungen in fremdbestimmten Systemen. Sollte man diese fremdbestimmten Systeme deswegen generell vermeiden? Nein, auf keinen Fall. Man muss nur wissen, was man tut und man muss wissen, was diese Systeme tun können – und was nicht. Als Verstärker zum Beispiel für mehr Reichweite im (Online) Marketing eignen sie sich perfekt. Sie können aber immer nur Beiwerk sein und nicht der Kern und nie das Zentrum einer wirklich sinnvollen Strategie. Das kann nur die eigene Website sein. Tipp: medianet-Gastautor Björn Tantau hält am 26. April beim ContentDay in Salzburg eine Key­ note zum Thema „The ­F uture Of Content“: Das unentdeckte Land“ http://contentday.at/programm


Freitag, 25. April 2014

F E ATU R E

medianet – 5

feature@medianet.at

Š Panthermedia.net/Nikita Vishneveckiy

Weltuntergang


th e opi n i on

6 – medianet

Automatisierte Konflikte Der Nachrichtendienst pressetext übermittelt uns die Warnung eines Informatikers vor intelligenten Schachrobotern: „Bei autonomen Systemen“, heißt es, drohe „ungewollt gefährliches Verhalten“. Wer jetzt meint, dieses gefährliche Verhalten bestehe darin, dass die artifizielle SchachIntelligenz sich darauf beschränkt, den menschlichen Gegenpart so rücksichtslos im Spiel zu demütigen, dass sich daraus ernst zu nehmende Folgeneurosen entwickeln, der irrt. Es geht nämlich um viel bedrohlichere Aktivitäten, die der Roboter vermeintlich setzen könnte – cyberkriminelles Verhalten beispielsweise wie die Anbahnung einer humanautarken Energieversorgung.

Wehe, wenn sie losgelassen In letzter Konsequenz, so in der Studie „Autonomous technology and the greater human good“ nachzulesen, könnte der Roboter versuchen, zum Selbstschutz – vor der Abschaltung etwa – den Robotiker zuerst auszuschalten. Dabei sollte man sich vor Augen

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Die Intelligenz der Dinge Was, wenn die artifizielle Intelligenz sich nicht nur von ihren Schöpfern emanzipiert, sondern mit diesen auch in einem Kundenberatungszentrum in Interaktion tritt? sabine bretschneider

führen, dass ein Schachroboter für den Hausgebrauch ja meist nur aus einem mit Elektronik befüllten Schachbrett und einem Satz Figuren besteht. Was könnte erst passieren, wenn die Elektronik Ihres Autos beschließt, sich Geschwindigkeitsbegrenzungen – einer Beschneidung seiner persönlichen Ent-

faltung – ein für allemal zu entziehen? Wenn führerlose U-Bahn-Garnituren sich ihren eigenen Lebensweg bahnen – oder Herzschrittmacher lateinamerikanische Rhythmen für sich entdecken? Wobei man allerdings einwenden muss, dass ein Tempomat oder das periodische Absetzen von Stromimpulsen

natürlich noch kein automatisiertes intelligentes Verhalten darstellen ... Ein besseres Beispiel: Der IBMSuperrechner „Watson“, ein Enkel von „Deep Blue“ – er hat schon TVGamehows wie Jeopardy gewonnen und berät derzeit in einer Pilotstudie Ärzte bei der Medikamentenauswahl – soll jetzt als Kundenberater in einem Callcenter tätig werden. Man vergleiche also – bezogen auf die möglichen Konsequenzen – einen harmlos Amok laufenden Schachcomputer mit einem Dialog zwischen einem Beschwerde führenden Konsumenten am einen und Callcenter-Agents wie Herrn Watson, einem „kognitiven System“, das „Hypothesen kombiniert, um direkte, konfidenzbasierte Antworten zu liefern“, am anderen Ende der Leitung. Das könnte noch heiter werden.

Gastkommentar Optimierung von Dokumenten- & Geschäftsprozessen

Mobil, einfach und ­kostensparend

zitat des ta ge s Gabriel García Márquez kolumb. Literaturnobelpreisträger

Information Management In Unternehmen spielen die Verarbeitung, Verwaltung und Nutzung von Daten, Informationen und Dokumenten eine essenzielle Rolle. Trotzdem wird tagtäglich stundenlang nach Informationen gesucht – durchschnittlich einen halben Arbeitstag pro Woche und Mitarbeiter. Ungefähr 80 Prozent der Informationen eines Unternehmens liegen in elektronischer Form vor und lediglich ca. 20 Prozent davon befinden sich in einer richtigen Datenbank (Quelle: Quocirca, „Big data – big problems, or „Gerade im Bereich massive opportunities?“, Mai 2012). Das bedeutet wertvolle Zeit der Mitarbeiter sowie unnötige Kosten für den Dokumenten-ManageBetrieb.

Wer etwas verkaufen will, muss die Sprache beherrschen. Aber wer etwas kaufen will, den versteht jedermann.

Kern um das Dokument Das Zauberwort lautet Information Management – Planung, Gestaltung, Überwachung und Steuerung von Inforund seine Verwendung mationen und Kommunikation innerhalb eines Unternehmens – von Input bis Output. IT-Einkaufsentscheidungen sowie Verwaltung geht, sind oft von mangelnder Kommunikation und einem fehlenden Verständnis für die Anforderungen der Endanist ein intensiver Auswender geprägt. Unternehmen brauchen deshalb einen Experten, der alle Getausch von Wissen und schäftsprozesse so zu optimieren weiß, dass sich Mitarbeiter auf Erfahrung notwendig.“ das Kerngeschäft konzentrieren können und so das Unterpeter Saak, Canon nehmen schneller und effizienter machen – gleich, ob es sich nun um die Bereiche Büro, Business Services oder Produktion handelt. Scan-, Archivierungs-, Workflow- und Drucklösungen sowie ein umfassendes Solutions-Portfolio zur Verarbeitung und zur Sicherheit von Daten bieten effiziente Hilfe.

© Chris Haderer

o liver berneck e r , e xthex , s. 22

„Die Gründe, warum CRMProjekte nicht funktionieren, sind trotz technischer Neuerungen die gleichen wie vor zehn Jahren und organisatorischer Natur.“ Patrick Weilch, F WI, s . 4 8

© Canon Austria/F.Dengler

© medianet/Katharina Schiffl

heute im business weekend

„Unser Ziel ist es, dem Versender unser technologisches Vehikel in die Hand zu geben, um den Empfänger elektronisch erreichen zu können. “

ment, bei dem es im

Von Input bis Output

Alles intuitiv erfassen Ordnung schaffen – mit Document-Management-Software vom PC, Smartphone oder Tablet und mit Internetverbindung auch mobil: So können Mitarbeiter, selbst wenn sie unterwegs sind, aktiv an Projekten mitarbeiten und man braucht keinen Intensivkurs, um mit der neuen Arbeitsweise klarzukommen. Dokumente lassen sich intuitiv erfassen, speichern und wiederfinden, sodass PC-erfahrene Anwender binnen kürzester Zeit souverän mit diesem Werkzeug umgehen werden. Richtige Erfassung von Dokumenten heißt maximale Effizienz durch Komprimierung, Konvertierung und Indexierung von Dokumenten: Denn eine verbesserte gemeinsame Nutzung und Durchsuchbarkeit sind die größten Triebfedern für Investitionen in Scan- und Erfassungstechnologien.

Freitag, 25. April 2014

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM Medieninhaber: „medianet“ Verlag AG 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at Gründungsherausgeber: Chris Radda Herausgeber: Germanos Athanasiadis, Mag. Oliver Jonke, Ing. Paul Leitenmüller Vorstand: Markus Bauer Chefredakteurin und Leiterin des Redaktionsteams: Sabine Bretschneider, Stv.: Dinko Fejzuli Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at

Abo, Zustellungs- und Adress­änderungswünsche:

abo@medianet.at oder

tel. 01/919 20-2100 medianet prime news (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Chef vom Dienst: Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/ Medien) Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Daniela Prugger (dp – DW 2228) medianet specials (specials@medianet.at) Redaktionelle Leitung: Britta Biron (bb – DW 2226) medianet financenet & real:estate (financenet@medianet.at) Chefredakteurin: Linda Kappel (lk) medianet advisory (advisory@medianet.at) Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Chris Haderer (hc) medianet destination (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) medianet careernetwork (careernet@medianet.at) Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj) Lektorat: ­ Christoph Strolz Grafik/­Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate ­Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­Jonke Anzeigen­produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell­ service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­ center-wien@redmail.at“ E ­ rscheinungsweise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr) Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr); 229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­ zeitraums bei 6-wöchi­ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­ gemeinen Geschäftsbedingungen; Ge­ richts­stand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 MedienG: http://www.medianet.at/footermenu/ mediadaten-impressum/

Peter Saak, Managing Director Canon Austria GmbH; www.canon.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

inside your business. today.

Freitag, 25. april 2014 – 7

E-Mail-Marketing

Spielwarenkette Toys ’R’ Us vertraut auf Lösungen des Spezialisten Emarsys  Seite 9

© Bear Management

© Panthermedia/Stikans

marketing & media Corporate Design

Alles Sport

ghost.company verantwortet die neue optische Erscheinung von Backbär  Seite 9

Expertenrunde über Sportler als Testimonials  Seite 14 © leadersnet/Georg Scheu

Noch mehr Raum für Qualitätsjournalismus

© Michael Hetzmannseder

short

Thomas Prantner, ORF Onlinechef und stv. ORF-Direktor für Technik, Online und Neue Medien, präsentierte gemeinsam mit dem Stadtschulrat Wien die Initiative „ORF-TVthek goes school“. Hierbei wird Archivmaterial zu Schwerpunkten öffentlich zur Verfügung gestellt. Seite 12

© Salzburger Nachrichten/Marco Riebler

© leadersnet/Joanna Piestrzynska

Roland A. Pessenlehner, Herausgeber des Couponing-Hefts Bonus Cards, spricht mit medianet über die Vorteile des Direktmarketing-Tools Gutschein. Dabei setzt er auf hohe Auflage, Qualität in der Umsetzung sowie die Kombination von Print- und OnlineAnsprache. Seite 12

© ProSiebenSat.1 Puls 4

Salzburger Nachrichten-Geschäftsführer Max Dasch im Bild mit SN-Chefredakteur Manfred Perterer, der im medianet-Gespräch über die Neuerungen erzählt.

Markus Breitenecker, Senderchef Puls 4, bringt die Fortsetzung der im vorigen Jahr gestarteten Start-up-Show „2 Minuten, 2 Millionen“. Erneut können Unternehmer in der Show Investoren für sich begeistern. Neu ist zudem das Format „Querdenker“, wo es um innovative Ideen geht. Seite 12

Relaunch Ab morgen, Samstag, gibts die Salzburger Nachrichten im neuen Look; mit noch mehr Hintergrund, Analysen, Kommentaren und direkter Kommunikation mit den Lesern, so SN-CR Manfred Perterer im medianet-Gespräch.  Seite 8

Digitaldruck mit Herz und Leidenschaft.

medianet tv heute

© D,M&B

aufn k Of r fs c e l e tdru a t i re Digeativ- und Feinpapie Kr

Close-Up und D,M&B mit Markteinführungs-Spot von Manner Mio. Seite 9

Digital Laut GmbH, Ziegelofeng. 29 1050 Wien, Tel.: +43 1 548 44 88 - 0

www.digitallaut.at

➤ ➤ ➤ ➤ ➤

Digitaldruck in Offsetqualität Silber-, Gold- und Klebefolien Exklusive Kleinauflagen auf Papieren mit Struktur, Glitzereffekten, uvm.


c ov e r

8 – medianet

Freitag, 25. April 2014

Elegant & lange Strecken Die SN haben eine relativ hohe Lesedauer; diese soll via Relaunch gefestigt werden

randnotiz

Die Form folgt dem Inhalt

I am from ­Österreich

Ab morgen, Samstag, sind die Salzburger Nachrichten in einem neuen, edleren Layout zu sehen.

Dinko Fejzuli

tipp des tages

© Salzburger Nachrichten

Z

wei Dinge vorausgeschickt: Erstens, Ö3 spielt zu wenig Musik österreichischer Künstler und noch weniger in deutscher Sprache, und zweitens: Ich meine eine Quote täte dem Musikland Österreich gut. Denn gibt es eine Plattform, gibt es auch mehr Anreiz, (gute) Musik für diese zu produzieren (s. Frankreich), und dadurch würde wohl auch die Nachfrage steigen. Dass es bereits jetzt eine durchaus respektable Menge an heimischen Künstlern gäbe, die (wenn auch nicht alle) auf Ö3 gespielt werden könnten, bewies Walter Gröbchen eindrucksvoll in einem „Presse“ -Kommentar, der aus nichts anderem als aus Namen heimischer Musiker bestand. Nur: Jetzt die Ö3-Moderatorin Elke Lichtenegger für eine flapsige Bemerkung regelrecht in einen Nervenzusammenbruch zu posten, steht auch engagierten Verfechtern für mehr österreichische Musik auf Ö3 auch nicht gut zu Gesicht. Diese Diskussion ist mit der Ö3-Führung oder sogar der Politik zu führen. Und da gäbe es noch ein Problem, wie mir ein Radio-Moderator verriet: Würde man nur Hörerwünsche erfüllen, gäbe es land auf land ab, Sender auf und Sender ab nur ein Lied zu hören: Reinhard Fendrichs „I am from Austria“. Und das wollen wir doch alle nicht.  Folgen Sie mir auf #twitter @dinkofejzuli

Wien. Morgen, Samstag, ist das Ergebnis des Relaunchs der Salzburger Nachrichten zu sehen: Dann sollen die Salzburger Nachrichten „noch interessanter, noch vielfältiger und noch näher am Leser sein“. Im medianet-Gespräch erklärt SNChefredakteur Manfred Perterer die Hintergründe. „Der aktuelle Relaunch wurde ein Jahr vorbereitet, und dabei sind wir nicht den sonst üblichen Weg gegangen, zunächst an einen internationalen Designer heranzutreten, der zu Beginn die Optik und das Design der Zeitung festlegt, quasi als Hülle, in die dann unsere Journalisten die Inhalt zu füllen haben; bei uns bestimmt der Inhalt die Form.“ Die SN seien eine Regionalzeitung für ganz Österreich, mit einem „vielleicht höheren Qualitätsanspruch als andere, einem ausgeprägten Hintergrundjournalismus und einem höchstmöglichen Grad an journalistischer Eigenleistung“, und dies soll das neue Design auch zum Ausdruck bringen, so Perterer über die Botschaft hinter dem Relaunch.

Konstruktive und kritische Inhalte werden im neuen Layout noch mehr Platz in der Zeitung einnehmen. Umgesetzt wird dies durch mehr Hintergrundberichterstattung, Analyse und Kommentar sowie dem neuen Format „Debatte“. Die Wochenendbeilage am Samstag sowie die umfangreiche Sportberichterstattung am Montag werden integraler Bestandteil der SN. Insgesamt gibt es mehr Ordnung & Übersicht – edler Charakter inklusive.

und deutsche Persönlichkeiten in regelmäßigen Abständen in großen Artikeln mit mindestens 5.000 Zeichen – also sehr lang – zu aktuellen Themen Stellung nehmen werden. Die Liste umfasst u.a. Barbara Coudenhove-Kalergi, Franz Fischler, Helmut A. Gansterer, Gerlinde Kaltenbrunner, Konrad Paul Liessmann oder Franz Schellhorn. Gerlinde Kaltenbrunner etwa wird sich mit der Frage beschäftigen, wie der Mensch seine Grenzen überwinden kann und ob er dies überhaupt tun soll.

Bereitschaft, dafür auch Geld auszugeben.“ Dafür müsse der Leser aber den Eindruck haben, „jeden Tag vom jeweiligen Medium auch etwas zu haben.“ Und auch hier wolle man als Qualitätszeitung seinen Beitrag leisten, „damit sich die Menschen noch intensiver mit der Kaufzeitung an sich auseinandersetzen“, so der Chefredakteur. Im Bezug auf die Ressorts werde es keine Umstellungen geben; sehr wohl werde es aber zu einer Änderung in der Abfolge der Bücher kommen.

Lokalteil bleibt „plakativ“

Supermarkt Europa Robert Misik und Michel Reimon plädieren in ihrem neuen Buch für ein neues – ein anderes – Europa, bei dem jeder einzelne die Macht hat, viel zu bewegen. Sie beschreiben, wie seit Ausbruch der Finanzkrise schrittweise die Demokratie zurückgedrängt wurde. Außerdem werfen sie einen analytischen Blick auf Lobbys, Banken und Konzerne, welche die europäische Agenda in den letzten Jahren stark geprägt haben. Ihr Ziel ist es, die Bürger wachzurütteln und aufzuzeigen, wie viel Macht in jedem Einzelnen von uns steckt. Seiten 128, 7,90 €, Czernin Verlag, ISBN: 978-3-7076-0520-4

„Wir stehen wirtschaftlich gut da und das schützt uns vor Interventionen.“ Manfred Perterer CR „Salzburger nachrichten“

All diese Neuerungen sollen die lange Lesedauer festigen: „Dank Readerscan wissen wir, dass unsere Leser gern Zeit für die Salzburger Nachrichten aufwenden. Nichtsdestotrotz stehen wir mit anderen Medien im Wettkampf und die Gunst der Aufmerksamkeit des Medienkonsumenten“. Und Perterer weiter über einen anderen, nicht unwesentlichen Aspekt einer Zeitung auch als Wirtschaftsunternehmen: „Die Lesedauer ist neben der Befriedigung der journalistischen Eitelkeit auch eine wirtschaftliche Frage. Je länger gelesen wird, desto größer die

© Salzburger Nachrichten/Andreas Kolarik

© Czernin Verlag

Neues Format „Debatte“ Generell sei die Zeitung „eleganter“ geworden, wobei man weiter neben etlichen Neuerungen mit großzügigen Bildern und erstmals farbigen Titeln weiterhin auch am Prinzip der kleingliedrigen Nachrichtenseiten festhalten werde – und zwar in allen Ressorts. „Wir versuchen, wie man heute so schön sagt, einen Flow zu erzeugen“, sagt Perterer. Also lange Strecken, gepaart mit kleingliedrigen „Häppchen“. Apropos Flow: Dieser fließt nicht nur von der Zeitung hin zu den Lesern, sondern findet auch seinen Weg wieder zurück in die Redaktionen. Denn: Generell sehe man sich nicht als Wiedergabeanstalt für Inhalte, ausgesandt von Parteipressesprechern, und entsprechend lasse man sich keine Themen aufzwingen, sondern thematisiere jene, „die den Menschen unter den Nägeln brennen“, so Perterer über den noch stärkeren Diskurs von den Lesern hin zu den politisch Verantwortlichen im Land. Zu diesem Zweck wurde das Format „Debatte“ entwickelt, in dem namhafte österreichische

Lesern zu verankern, nicht aber in der Werbewirtschaft, und darauf habe man reagieren müssen. Diese Umstellung habe aber auch Vorteile; bisher Montags nur in der Salzburger Ausgabe beigelegt, wird es künftig, da in die „normale“ Zeitung integriert, mehr Sportberichterstattung für Leser der gesamten SN geben. Weiter ein fixer Bestandteil – und echte Stärken der SN – bleiben Analysen und Kommentare, und das Team rund um Andreas Koller oder Ronald Barazon werde sogar eine noch größere Rolle spielen.

Hier führe man am Samstag „zusammen, was zusammengehört“. So wird künftig die Wochenendbeilage (gesellschaftspolitisches Magazin, Reisen, Freizeit, Karriere, Immobilien, Motor) direkt auf den aktuellen Teil folgen; bisher folgte an dieser Stelle die Anzeigen. Dieser ist jetzt nachgegliedert. „Wir wissen, dass, so angeordnet, die Zeitung intensiver gelesen wird“, so Perterer. Eine weitere Änderung betrifft den Sportteil; hier geht die bisherige Beilage Sport am Montag in der Zeitung auf. Es sei zwar gelungen, das Supplement bei den

Ein weiteres Merkmal der SN, der kleinformatige Lokalteil, bleibe in der Art „plakativ“, so Perterer. „Das liegt in der Natur der Sache, die starke chronikale Ausrichtung dieses Buchs braucht das auch.“ Und online? Hier animiere man die Print-Kollegen vor allem für die Digitale Ausgabe „SN HD“, zu schreiben, „ohne Zwang“, wie Perterer betont, und hier gebe es bereits etliche, die dem Ruf folgen. Etwa gerade die als eher konservativ verdächtigten Kollegen aus Kultur/ Feuilleton würden die Möglichkeit nutzen, nach einer Premiere noch etwas zu schreiben, direkte LeserReaktionen inklusive. Bei einer Sache kann sich Perterer gelassen zurücklehnen: Bei anderen Medien immer wieder Thema, gibt es gerade bei den SN als wichtigstes Printmedium des Bundeslands so etwas wie Interventionen nicht: „Das Gute ist, dass die SN schon immer immun waren gegen Interventionsversuche, geführt von einer Eigentümerfamilie, die nirgends und mit niemand irgendwieverhabert ist. Und: Wir stehen wirtschaftlich gut da und das schützt uns auch vor Interventionen.“ (fej)


M a r k e ti n g & A ge n tu r e n

Freitag, 25. April 2014

Wien. Ab Herbst 2014 startet der neue Studiengang Master of Business Administration (MBA) „Film, TV & Digital Media Management“ an der Fachhochschule des BFI Wien. Dieser vermittelt wirtschaftswissenschaftliches Know-how für den dynamischen Markt des Mediensektors. Das dreisemestrige MBAProgramm richtet sich laut Aussendung im Besonderen an audiovisuelle Medienfachleute.

Emarsys spielt mit

pilot@mediat.at macht Libros Erfolge messbar Wien. pilot@media.at hat erstmalig für Libro durch DisplayKampagnen so wie mittels Google Adwords generierte Leads im Reporting Tool von AdForm abgebildet. AdForm ermög­licht ein detailliertes Reporting, welches exakt darstellt, über welches Keyword welcher Lead mit welchem Wert erzeugt wurde. So hat sich bei Libro in einem Zeitraum von fünf Monaten das eingesetzte SEA-Budget – gemessen in Online-Umsätzen des eigenen Libro Online-Shops – nahezu verachtfacht.

Individuelle Kundenansprache „über ihren gesamten Lebenszyklus“. Wien. Die Spielwarenkette Toys ’R’ Us setzt in ihrer digitalen Kundenansprache seit Kurzem auf die Expertise und die Tools des österreichischen E-Mail-MarketingSpezialisten Emarsys.

„Mit Emarsys können wir intelligentes und

D,M&B mit Close-Up für neuen Manner-Spot

differenziertes Cus-

ghost.company erneuert den Auftritt von Backbär

tomer Engagement

© Demner, Merlicek & Bergmann

betreiben, das unsere Kunden sich wünschen.“ Todd McElmurray, Toys ’r’ Us

In Deutschland, Österrreich, der Schweiz, Spanien, Portugal und den Niederlanden vertraut die Spielwarenkette Toys ’R’ Us beim E-Mail-Marketing auf Emarsys.

„Warum ist Manner Mio so beliebt?“ – dieser Frage widmet sich der Spot.

Wien. Demner, Merlicek & Bergmann begleitet die Neueinführung der Waffelstückchen Manner Mio werblich mit einem TV-Spot. Gemeinsam mit dem schwedischen Regisseur Anders Forsman und der Filmproduktion Close-Up bietet der Spot Einblicke in die Welt der rosaroten „Mannerfaktur“. Unterstützt wird der Spot durch Sampling und Anzeigen.  (red)

short

In sechs europäischen Ländern nutzt Toys ’R’ Us die integrierte digitale Customer EngagementPlattform eMarketing Suite für E-Mail-Marketing und Marketing Automation. Zusätzlich verwendet Toys ’R’ Us die Customer-Intelligence-Lösung Smart Insight, mit der zukünftig komplexe eRFMSegmentierungen und darauf zugeschnittene automatisierte LifecycleKampagnen durchgeführt werden. „Kunden wollen heute individu-

eller angesprochen werden, und zwar über ihren gesamten Lebenszyklus. Bei der Lösung von Emarsys sind wir überzeugt, dass wir neben automatisiertem E-Mail Marketing auch – mithilfe von Smart Insight – intelligentes und differenziertes Customer Engagement betreiben können, das unsere Kunden sich wünschen“, erläutert Todd McElmurray, European e-Commerce Marketing Director bei Toys ’R’ Us.  (red)

Emarsys 2000 in Wien gegründet, beschäftigt Emarsys heute 400 Mitarbeiter an 13 Standorten. Mehr als 1.000 Unternehmen in 120 Ländern arbeiten mit Technologien von Emarsys – darunter Branchenführer wie eBay, Payback und Volvo. Insgesamt segmentiert und analysiert Emarsys eine Milliarde Kundenkontakte und versendet monatlich über sechs Milliarden personalisierte E-Mails.  www.emarsys.com

© Bear Management

Neuer Studiengang an der FH des BFI Wien

E-Mail-Marketing Spielwarenkette Toys ’R’ Us setzt auf Emarsys-Lösungen

© Panthermedia.net/Ronalds Stikans

short

medianet – 9

Neues Logo für Backbär, realisiert von der Agentur ghost.company.

Wien. Agentur ghost.company konnte den heimischen Backund Süßwarenhersteller Backbär für sich gewinnen. Mit der Neugestaltung des Corporate Designs und der Verpackungen sowie der Einführung des Slogans „Tatze drauf, Qualität drin“ wurden nun die ersten Elemente umgesetzt.  (red)

█SPRECHEN SIE IHRE█ █ZIELGRUPPE█EINFACH█ █DIREKT AN.█ █Messbar erfolgreicher mit Info.Mail,█ █DEN ADRESSIERTEN MAILINGS DER POST.█

91 % der Österreicherinnen und Österreicher lesen Direct Mails länger als 30 Sekunden1). So erreichen Sie Ihre Kunden persönlich, individuell und ohne Streuverluste. Mit Info.Mail nutzen Sie Ihre Kundendaten wie nie zuvor. Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und innovative Services rund um Ihr Mailing bringen Ihnen messbar mehr Werbeerfolg. 1

Studie: Direct Media Report 2012 (Auftraggeber DMVÖ, marketagent.com; n=1.000, CAWI)

www.post.at/infomail

146_POST_INS_INFO.MAIL_271x202_RZ.indd 1

06.08.13 12:06


IP_Anzeige_Larissa_568x417_ICv2.indd 1 *Quelle: AGTT/GfK TELETEST; DRW 12+ im 5-Minuten-Intervall


WER ZUR HÖLLE KANNTE VOR EIN PAAR MONATEN EINE GEWISSE LARISSA? Das Finale der letzten Staffel „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ sahen 550.000* Österreicher. Damit haben wir ein weiteres Mal klargemacht: Wir generieren Hypes. Wie Sie davon profitieren können? Schreiben Sie uns einfach: office@ip-oesterreich.at

GROSSE FORMATE. GROSSE SENDER. GROSSE ERFOLGE.

IP-OESTERREICH.AT

11.04.14 11:55


M a r k e ti n g & M e d i en

12 – medianet

Freitag, 25. April 2014

Bonus Cards Moderne Gestaltung, hohe Auflage und Qualität finden in Österreich „beste Akzeptanz“

short

Tradition trifft auf Trend: das Direct-Tool Couponing

wikopreventk und SVWP verschmelzen Innsbruck/Bregenz/Wien. Die beiden Kommunikations-Beratungsunternehmen SVWP und wikopreventk gehen zukünftig gemeinsame Wege. Mit April wird die in Innsbruck ansässige SVWP Kommunikationsmanagement GmbH Teil der wikopreventk GmbH. „Mit den Kernkompetenzen in der Gestaltung von Führungsprozessen sowie komplexen Kommunikations- und ­Beteiligungsprozessen erweitert das SVWP-Team das Angebot und Know-how von wikopreventk“, so Ulrich Müller, Geschäftsführer von wikopreventk.

Bonus Cards-Herausgeber Roland A. Pessenlehner beliefert drei Millionen Haushalte zwei Mal pro Jahr. Als Instrument zur Adressgewinnung ist Couponing somit Einstiegschance ins Direktmarketing. Hat es einen Fuß in der Tür des Konsumenten, soll diese nicht mehr so schnell verschlossen werden, denn, wie es Pessenlehner auf den Punkt bringt: „Das klassische Couponing ist nicht unbedingt auf das schnelle, kurzfristige Ge-

Daniela Lindner

Wien. Was für amerikanische Schnäppchenjäger längst Standard ist, schwappt auch langsam auf österreichische Konsumenten über: der Hang zum Couponing, hierzulande trotz langjähriger Tradition noch als „Trend“ gehandhabt. „Österreich ist bei vielen medialen

„Couponing ist nicht

„… sondern auf

unbedingt auf das

langfristige, qualitative

schnelle, kurzfristige

Kundengewinnung und

Geschäft … “

-bindung aus. “

Roland A. Pessenlehner …

… Herausgeber bonus Cards

© SOS Kinderdorf

Entwicklungen ein wenig später dran. Auch darf man nicht vergessen, dass in den USA Couponing seit Jahren in vielen Facetten und Segmenten angeboten wird. Kein Amerikaner geht ohne Gutscheine einkaufen“, so der Herausgeber des österreichischen Kuponhefts Bonus Cards, Roland A. Pessenlehner. „Diese Vielfalt an Vorteils-Kupons gibt es in Österreich einfach noch nicht, wächst aber langsam heran. Gibt es in Zukunft mehr Angebote auf Kupon-Basis, werden die auch zunehmend genutzt werden.“

Für Patenschaften werben die SOS Kinderdörfer in aktuellen Sujets.

Wien. Diese Woche startete SOSKinderdorf unter dem Motto „Kinder brauchen Helden“ seine Frühjahrs- und Patenkampagne 2014. Fernseh- und Radiospots, Plakate, Anzeigen in Print und Online sowie Infoscreens und persönliche Ansprache sollen Menschen auf die Probleme benachteiligter Kinder in aller Welt aufmerksam machen und zur Unterstützung der weltweiten SOS-Kinderdorf-Arbeit in 133 Ländern durch Patenschaften motivieren. (red)

Lockruf in Papierform In drei Millionen österreichischen Haushalten ist das heimisch auflagenstärkste Kuponheft Bonus Cards aktuell zwei Mal jährlich platziert: „Die moderne Gestaltung und die hohe Auflage an drei Millionen Exemplaren pro Ausga-

schäft, sondern auf langfristige, qualitative Kundengewinnung und -bindung aus. Bonus Cards generiert durch ein altbewährtes System, kombiniert mit Newsletter-Marketing, hochwertige Adressqualitäten zur langfristigen Nutzung.“

© Michael Hetzmannseder

SOS Kinderdorf sucht in Kampagne Helden

Doppelt gemoppelt

Roland A. Pessenlehner, langjährig bei MultiBus Austria GmbH tätig, seit 2013 Herausgeber der Bonus Cards gemeinsam mit der Business Data Consulting GmbH.

be, kombiniert mit den höchsten Qualitätsmerkmalen, finden beste Akzeptanz bei Herrn und Frau Österreicher“, befindet Pessenlehner. Vielversprechend klingen auch die klassischen Reizwörter, mit denen die sparen wollenden Verbraucher zum Kauf angeregt werden sollen. „Gratis“, „Geschenkt“, „Rabatt“, „sparen“ – alles Keywords, die einem in dem Outletcenter in Papierform entgegenspringen. Mit Vorteilen bei der Begräbnis-Vor-

sorge oder beim Kauf einer Elektroflächen-Speicherheizung wird genauso gelockt wie mit einem gratis Erotik-Katalog, den es bei einer Orion-Bestellung kostenlos obendrauf gibt. Ziel dabei: Langzeitkundenbindung und Neukundengewinnung, summa summarum die „Gewinnung von möglichst vielen Interessenten, mit denen unsere Partnerunternehmen, wann und wie oft sie wollen, in Dialog treten können“.

„ORF-TVthek goes school“ Themenspezifisch aufbereitete Inhalte zeitlich unbefristet speziell für den Unterricht

Puls 4: Fortsetzung der Start-up-Show

ORF-TVthek-Inhalte drücken die Schulbank gung. Die Bewegtbild-Inhalte sollen unterstützend im Unterricht Anklang finden und multimedial eingesetzt werden können. „Die Aktion ‚ORF-TVthek goes school‘ ist ein neues öffentlichrechtliches Vorzeigeprojekt der ORF-Direktion für Technik, Online und Neue Medien. Mit speziell für Schulen und Bildungseinrichtungen konzipierten, neuen kultur- und zeitgeschichtlichen Videoarchiven

auf der ORF-TVthek wollen wir wichtige historische Themen mithilfe moderner Medien schnell und direkt Zehntausenden jungen Menschen in Wien näherbringen“, so Thomas Prantner, ORF-Onlinechef und stv. ORF-Direktor für Technik, Online und Neue Medien. Entstanden ist die Idee im Rahmen der Auftragsvorprüfung für die Vermarktung der ORF-TVthek; Auflage der Kommunikationsbe-

© Jörg Klickermann

Wien. Gemeinsam mit dem Stadtschulrat für Wien bringt der ORF ab sofort im Rahmen der Aktion „ORF-TVthek goes school“ zeitund kulturhistorische Video-Archive in Österreichs Schulen. Zusätzlich zu den bereits vorhandenen TVthek-Archiven stellt der ORF zu ausgewählten Themenschwerpunkten seine Inhalte für den Unterricht – kostenlos und zeitlich unbefristet – zur Verfü-

© www.tvthek.orf.at

© leadersnet/Joanna Piestrzynska

In zwei Shows zeigen Unternehmer und kreative Köpfe ihr Können.

Wien. Privatsender Puls 4 bringt mit „Querdenker“ ein weiteres TV-Format für Unternehmensgründer ins Fernsehen. Neben dem Anlaufen der zweiten Staffel der Start-up-Show „2 Minuten 2 Millionen“, wo Jung­unternehmer Investoren suchen, können Querdenker auf Puls 4 gemeinsam mit CEOs ihre Idee professionell realisieren. (red)

Doch: Haben Responsemedien in Papierform beim heutigen digitalen Zeitgeist ihre Attraktivität nicht verloren und ausgedient? Weiß man sie richtig zu ergänzen, muss das nicht der Fall sein. Das Zusammenspiel aus Printausgabe und Onlineergänzung via 300.000 Newsletter konnte im Falle von Bonus Cards die Responsequoten um bis zu 25% steigern. Pessenlehner: „Das Einlösen von Kupons ist somit Tradition und Trend gleichzeitig.“ www.bonuscards.at

Thomas Hintze (UPC-CEO), Susanne Brandsteidl (Präsidentin Stadtschulrat Wien) und Thomas Prantner (ORF).

hörde war – neben dem Ausbau des Video on Demand-Angebots und der Livestreams –, derartige Archive anzubieten. Daher ist das Angebot zwar für Schulen konzipiert – auch, um laut Prantner das Kind mit einem Namen zu versehen und somit über die Schulen bekannt zu machen –, aber grundsätzlich für jedermann abrufbar.

Laufende Erweiterung Mit Mittwoch gingen die Schwerpunkte „100 Jahre Erster Weltkrieg“, 25 Jahre Fall des „Eisernen Vorhangs“ und die Geschichte der EU online; im Mai folgt das Best of „ZiB 2“. Darüber hinaus bestehen bereits Schwerpunkt-Archive zu Themen wie Papstwahl, 90 Jahre Burgenland oder Best of „Club 2“. Die Angebote sollen – angepasst an jeweils thematische Schwerpunkte –, künftig laufend erweitert werden. Unterstützt wird die Aktion auch von Kabelnetzbetreiber UPC, der bei der Bewerbung finanziell hilft und zudem die Services über sein Netz vertreibt. (hof) http://tvthek.orf.at/archive


Schweinefleisch-Produzent „WH“ plant Börsengang mit kleinerem Volumen Seite 17

Smart bezahlt

Billa unterstützt VeroPay, das Bezahlen mit dem Smartphone  Seite 18

© Desanges PR

Abgespeckter BörseNgang

© Rewe International

© APA/Helmut Fohringer

inside your business. today. 

Freitag, 25. April 2014 – 15

© Bongrain

retail medianet

happy meal

Bresso Antipasti zum Streichen, Happy day-Sirupe, NOHO Drink gegen den Kater und das Wildshuter Bier. Seite 19

pernod Ricard

Die Umsätze des Spirituosenerzeugers stagnieren in China  Seite 18

Zielpunkts Neuer ist ein Marketingexperte

© EPA/Abir Abdullah

short

Textilindustrie Vor genau einem Jahr stürzte die Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch ein; über tausend Menschen kamen ums Leben. Vom internationalen Aufschrei ist am Jahrestag der Tragödie nicht mehr viel zu spüren, die Bilanz dessen, was sich in der Zwischenzeit getan hat, fällt ernüchternd aus. Seite 17

Initiative dm und Nivea Sun/ Beiersdorf statten jährlich über 100.000 Mädchen und Buben in rd. 1.600 Betreuungseinrichtungen mit Sonnenschutzpaketen aus. dm-GF Harald Bauer: „Kinder sind unsere Zukunft, und ihre Unterstützung liegt uns am Herzen.“ Sonnenschutz ist wichtig, beugt Hautkrebs vor. Seite 18

© medianet/Katharina Schiffl

© dm drogerie markt

Kundenfokus Mit Martin Tury-Rakar hat sich Zielpunkt einen wahren Handels­ experten ins Boot geholt, der ­Category Management und ­Strategisches ­Marketing vereint – und damit vieles Neues im Unternehmen schafft.  Seite 16

© Rick Nedertigt/EPA/picturedesk.com

Das größte Außenwerbenetz Österreichs:

27.441 Werbeflächen im besten Qualitätsnetz. Quelle: EPAMEDIA, 27.441 OSA Medien Q1/2014

Heineken Im ersten Quartal legte der Umsatz von Heineken um 3,4% auf 4,04 Mrd. € zu. Der drittgrößte Bierbrauer der Welt konnte seinen Absatz binnen der Jahresfrist um 1,5% auf 38,2 Mio. hl Bier steigern. Heineken ist der Mutterkonzern der österreichischen Brau Union (u.a. Gösser, Zipfer, Schwechater). (APA)

TEL: +43/1/534 07-0 www.epamedia.at

PT_AZ_106x85_Medianet_new2014_v2.indd 2

14.03.14 11:38


t i t e l st or y

Freitag, 25. April 2014

© medianet/Katharina Schiffl

16 – medianet retail

Martin T ury-Rakar , B ettina Sch uckert

Starkes Team Martin Tury-Rakar und Bettina Schuckert reden über die Neuausrichtung im Zielpunkt-Marketing

Mit Category Management zum Familiensupermarkt

Das Zielpunkt Marketing-Team über Zielpunkt neu: ein Vollsortimenter mit umfassendem Frische-Angebot, der das auch kommuniziert.

Über die Überarbeitung der Sortimente, die Miteinbeziehung der Holding und neue Schlichtungspläne. Jutta Maucher

Wien. Zielpunkt neu: Das bedeutet nicht nur eine Eingliederung in die Pfeiffer-Gruppe. Das bedeutet auch eine völlig neue Ausrichtung im Marketing und Category Management. Konkret wird in der Person von Martin Tury-Rakar, einem langjährigen Handelsexperten, Category Management und Strategisches Marketing vereinigt. „Wir können die Synergien in der Gruppe nutzen“, sagt TuryRakar, der weiter ausführt: „Früher war der Einkauf bei Zielpunkt ausschließlich für die Beschaffung der Produkte zuständig und die Kondition stand eindeutig im Vordergrund. Für uns im Category Management steht jedoch der Kunde mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt.“

Strategisches Marketing schaffen wir die personelle Voraussetzung für neue Wege des Marketingauftritts und der Kundenkommunikation“, sind sich Tury-Rakar und Schuckert einig. „Unser Fokus liegt auf intelligenter Kundenansprache sowie auf punktgenauen und vernünftigen Angeboten.“

Nahversorger für alle Im Tagesgeschäft geht es letztendlich darum, kundenspezifisch die Produkte auszuwählen und an den PoS zu bringen. Beispielsweise haben Halbfertigprodukte

Darüber hinaus soll der Fokus auf Ergänzungen im Sortiment gelegt werden, wie zum Beispiel lactosefreie oder glutenfreie Produkte. Auch das Bio-Sortiment wird aufgrund der steigenden Nachfrage deutlich ausgebaut werden. „Hierzu gibt es praktischerweise eine erstklassige Bio-Marke im Haus: natürlich für uns“, ergänzt Tury-Rakar.

Attraktive Präsentation

Gebündelte Fachkompetenz

Wir wollen viel mehr

Selbstverständlich spielt auch das Merchandising in den Filialen eine bedeutende Rolle, damit sich der Kunde bei Zielpunkt wohl fühlt. Schuckert und Tury-Rakar führen weiter aus: „Bisher waren Jahresgespräche mit einer Vielzahl von Lieferanten eine Jahresaufgabe; Schlichtpläne und attraktive Warenpräsentation am PoS standen aus zeitlichen Gründen weniger im Fokus.“

Mit Martin Tury-Rakar gewinnt Zielpunkt einen weiteren Handelsexperten für die Position Leitung Category Management & Strategisches Marketing. Tury-Rakar leitet ein 34-köpfiges Team in der Zielpunkt-Zentrale. Das Marketingteam um die erfahrene Handelsmarketingfrau Bettina Schuckert, die bereits seit 2011 bei Zielpunkt tätig ist, bekommt durch Tury-Rakar fachkundige Unterstützung. „Mit der neuen Aufstellung unseres Teams im Bereich Category Management und

als Vollsortimenter

„Das ist doch noch gut“

wahrgenommen

Sämtliche Maßnahmen bei Zielpunkt werden auch wieder verstärkt kommuniziert, und Zielpunkt soll mit seinen nachhaltigen Aktivitäten wahrgenommen werden. Wichtige Werbebotschaften werden aktuell insbesondere über das Flugblatt verbreitet. 1+1 Aktionen im Frischebereich sucht man bei Zielpunkt vergeblich. „Im städtischen Bereich sind die Kühlschränke durchschnittlich kleiner. Da passen wir uns mit unseren

„Wir wollen weg vom Ergänzungssortiment.

werden.“ Martin Tury-Rakar

oder Convenience-Produkte in der Stadt eine wichtigere Bedeutung als am Land. Dem wollen wir bei Zielpunkt Rechnung tragen“, führt Tury-Rakar aus.

Angeboten an, bieten den besten Preis bereits ab dem ersten Stück und vermeiden zeitgleich Lebensmittelmüll“, sagt Schuckert. Genau in diese Kerbe schlägt auch die bundesweite Info-Kampagne des neuen Zielpunkt-Eigen-

direkt am PoS. „Die Oma ist fast immer positiv besetzt und sie kann über den Wert der Lebensmittel glaubwürdig sprechen“, weiß die Zielpunkt Marketingfrau Bettina Schuckert.

Zwischen Off-und Online

„Bislang waren Schlichtungspläne mit rund 2.500 Lieferanten eine Jahres­aufgabe. Heute geht es darum, intelligent zu schlichten.“ Bettina Schuckert

tümers Pfeiffer Handelsgruppe namens „Das ist doch noch gut“. Für die Initiative wurden Omas und Opas in ganz Österreich gecastet, die Herrn und Frau Österreicher verloren geglaubtes Wissen über Kochen, Resteverwertung und die richtige Aufbewahrung von Lebensmittel vermitteln sollen. „Die Oma“ informiert in der Kampagne über die korrekte Lagerung von Lebensmitteln, sie geht an Pflichtschulen und informiert auch

Tury-Rakar schließt den Kreis mit dem Anspruch: „Um unsere Kunden in ihrer 360 Grad Customer Journey mit Mehrwert begleiten zu können, werden wir zukünftig eine Verbindung zwischen Online, Social Media, Flugblatt sowie Inserat und PoS schaffen; darüber hinaus haben wir in der Gruppe die tolle Chance, das Rad nicht neu erfinden zu müssen, sondern Ressourcen bündeln zu können.“

facts Pfeiffer-Bilanz 3,7%iges Umsatzplus auf 798 Mio. € für die Handelsgruppe; 30 Mio. € Investitionsvolumen 2014 Zielpunkt-Bilanz Die Pfeiffer Handelsgruppe – die bereits seit April 2012 24,9% an Zielpunkt hält –, hat im November 2013 die geplante Vollübernahme zum 1.3.2014 avisiert. Zielpunkt setzte im Jahr 2013 508 Mio. € um und liegt damit – flächenbereinigt – um 0,3% über dem Vorjahresumsatz. In den 260 Filialen liegt der Fokus auf der Ausweitung des Obst- und Gemüseangebots, optimierter Warenverfügbarkeit und bester Kundenbetreuung. Die Umsatzsteigerungen im neu gestalteten Obst & Gemüse-Bereich liegen bei rund 25%.


Freitag, 25. April 2014

R e ta i l & Pr od u c e r s

medianet retail – 17

Textilbranche In Bangladesch macht die Bekleidungsindustrie 80 Prozent des gesamten Exports aus, die Arbeitsbedingungen sind verheerend

Der lange Weg zur weißen Weste Daniela prugger

Wien. Als die Textilfabrik Rana Plaza am 24. April 2013 einstürzte und 1.138 Menschen ums Leben kamen, gab es einen weltweiten Aufschrei. Bereits im November 2012 brach in der Kleiderfabrik Tazreen ein Feuer aus, 112 Menschen starben. Regierungen, Hersteller und Konsumenten konnten nicht länger wegschauen: Die Arbeitsbedingungen, unter denen große Textilkonzerne ihre Kleidung in Bangladesch produzieren lassen, müssen verbessert werden. Forderungen nach Entschädigungszahlungen für die 2.500 Überlebenden – ein Großteil ist für immer arbeitslos – und Mindestlohn wurden laut. Ein Jahr nach der Katastrophe ist der Aufschrei aber so gut wie verstummt, bestenfalls klingt er nach. Der Mindestlohn wurde mittlerweile von 28 auf 50 € pro Monat

IPO WH Group aus China

Schlächter Nr. 1

© APA/Helmut Fohringer

Hongkong. Die Zeit, als Fleisch in China Mangelware war, ist längst vorbei. Mahlzeiten ohne Schweinefleisch scheinen es im heutigen Reich der Mitte kaum noch auf die Teller zu schaffen. Während der Fleischkonsum in den meisten Ländern abnimmt, steigt er in China rapide. 53 Mio. t Schweinefleisch soll die Volksrepublik mittlerweile produzieren; das Land zählt mehr als 1,3 Mrd. Einwohner. Der weltweit größte Schweinefleisch-Produzent stammt ebenfalls aus China und nennt sich seit Anfang des Jahres WH Group (Wanzhou Holdings), vormals Shuanghui International. Der Namenwechsel Anfang 2014 sollte die Internationalisierung des Konzerns unterschreiben. In den Hallen des Konzerns dürften heute bereits 2,7 Mio. t Fleisch pro Jahr produziert werden. Im laufenden Jahr sollen rund 17 Mio. Schweine an den Haken enden. 2013 machte die WH Group auf sich aufmerksam, als sie das US-Unternehmen Smithfield Foods für knapp 3,6 Mrd. € aufkaufte. Seit einiger Zeit spielt die WH Group mit dem Gedanken, an die Börse zu gehen. Konkret peile man einen Emissionserlös von 1,37 Mrd. € an, ursprünglich waren 3,84 Mrd. € geplant. Firmenchef Wan Long erwartet sich vom Börsengang ein noch viel größeres Ansehen und – naturgemäß – ein schnelleres Wachstum. Allerdings könnte der Börsengang scheitern, wenn die Bedingungen nicht stimmten, warnte das Unternehmen.  (dp)

17 Mio. Schweine will die WH Group im laufenden Jahr schlachten.

angehoben, doch von einem fairen Lohn kann nicht die Rede sein. Es gibt kaum einen Ort, an dem Klamotten billiger produziert werden können. In Bangladesch macht die Bekleidungsindustrie fast 80% der Exporte des Landes aus.

Beschämender Jahrestag Für die Leiterin der österreichischen Clean Clothes Kampagne, Michaela Königshofer, hat sich seit dem Unglück viel zu wenig getan, geschweige denn verbessert. Besonders wenn es um die Entschädigung der Opfer und deren Familien geht, haben die Her-

steller ihre soziale Verantwortung nach und nach abgegeben. Unter der Aufsicht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) wurde der Entschädigungsfonds „Rana Plaza Arrangement“ gegründet. 29 Unternehmen lassen in Bangladesch produzieren, sie sollen in den Fonds einzahlen. Doch von den benötigten 29 Mio. € sind noch immer 18 Mio. € ausständig. Ein Umstand, den Königshofer als „beschämend“ bezeichnet. Das Abkommen für Feuer- und Gebäudesicherheit wurde mittlerweile von mehr als 150 vor allem europäischen Handelskonzernen unterzeichnet. Neben Arbeits-

schutz und Mindestlohn müssen aber auch die ökologischen Standards angepasst werden, ist Franz Kirchgatterer, Menschenrechtssprecher der SPÖ, überzeugt. Viele Gerbereien arbeiten mit aggressiven Chemikalien. In erster Linie muss verhindert werden, dass Unglücke wie der Einsturz von Rana Plaza in Vergessenheit geraten. Um die Konsumenten zu sensibilisieren, hat die Designerin Carry Somers deshalb die Fashion Revolution Days begründet. Unter dem Motto „Who made your Clothes?“ trugen gestern viele ihre Kleidung mit dem „Made In“-Etikett nach außen.

© EPA/Abir Abdullah

Ein Jahr nach dem Einsturz von Rana Plaza fällt die Bilanz der Veränderungen ernüchternd aus.

In kaum einem Land lässt sich Kleidung so billig wie in Bangladesch produzieren.


Sonntagsöffnung wird wieder diskutiert Wien. Walter Ruck, der neue Obmann des Wiener Wirtschaftsbunds, stellt die geltende Regelung in Sachen Sonntagsöffnung infrage. Bei der Gewerkschaft sorgt das naturgemäß für Skepsis: Die bestehenden Ausnahmeregelungen seien völlig ausreichend. Weitere Ausnahmeregelungen in Tourismusgebieten seien dementsprechend nur diskutabel, wenn sie nach bestehenden Gesetzen überhaupt erlaubt seien. (red)

© EPA/Lex Van Lieshout

Unilever überprüft das Geschäft mit SlimFast

Unilever konnte zum Jahresauftakt den Erlös um 3,6 Prozent steigern.

Rotterdam. Unilever hat seinen Umsatz zum Jahresauftakt um 3,6 Prozent gesteigert. Insgesamt verkaufte das Unternehmen Waren im Wert von 11,4 Mrd. €. Unilever will nun sein Geschäft mit Nudelsoßen in Nordamerika sowie mit der Diät-Nahrung SlimFast auf den Prüfstand stellen – auch ein Verkauf scheint dabei nicht ausgeschlossen. (APA)

Zooplus legt zu und hat einen neuen Vorstand München. Der deutsche Tierfutterhändler Zooplus hat zum Jahresauftakt kräftig zugelegt. Im ersten Quartal stieg der Gesamtumsatz nach vorläufigen Zahlen von Donnerstag um 30% auf 126,1 Mio. €. Weiters wurde der Vorstand um ein viertes Mitglied erweitert: Zum 1. April sei Jürgen Vedie, der bisher bereits für Lieferanten und Logistik zuständig war, zum Chief Operating Officer (COO) befördert worden.

© Rote Nasen/Sebastian Philipp

Gemeinsam lächeln: Danone mit Rote Nasen

Initiative dm und Nivea Sun/Beiersdorf statten mehr als 100.000 Kinder mit Sonnenschutzpaketen aus

Sommerspaß ohne Reue für die dm Sonnenkinder dm-GF Harald Bauer: „Kinder sind unsere Zukunft und ihre Unterstützung liegt uns am Herzen.“ Salzburg/Wals. Nach dem Winter ist die Sonne wieder das Maß der Dinge – allerdings sollte man es mit ihr nicht übertreiben: Zwar braucht der Körper ihr Licht, um Vitamin D zu bilden; zu viel Sonne kann der Haut aber schaden. „Ein Sonnenbrand ist eine akute Entzündung nach zu langem Aufenthalt in der Sonne“, erklärt dazu Professor Johann Bauer, Vorstand der Universitätsklinik für Dermatologie der Salzburger Landeskliniken (SALK) und Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in Salzburg. „Direkte Sonneneinstrahlung in Kombination mit unzureichendem Sonnenschutz greift die Haut an und schädigt diese nachhaltig. Es reichen bereits ein bis zwei Sonnenbrände aus, um das Hautkrebsrisiko enorm zu erhöhen.“ Um das richtige Verhalten in der Sonne spinnen sich einige Mythen. Deren wichtigster, weil wahr: Die Haut vergisst nicht. Daher sollten bereits im Kindesalter Sonnenbrände vermieden werden. Hier setzt die Vorsorgeinitiative „Sonnenkinder“ von dm drogerie markt an: Gemeinsam mit Kooperationspartner Nivea Sun/Beiersdorf werden jährlich über 100.000 Mädchen und Buben in rd. 1.600 Betreuungseinrichtungen mit Sonnenschutzpaketen ausgestattet; unterstützt wird die Kooperation vom Bundesministerium für Gesundheit sowie von der PMU in Salzburg.

dm trägt mit der Initiative „Sonnenkinder“ in 1.600 Betreuungseinrichtungen zum ungetrübten Sonnen- und Badespaß bei.

Sonnenschutzpaket ausstatten. Als Dankeschön gibt es wahlweise einen Minus-50-Prozent-Gutschein für ein Produkt von Nivea Bronze & Protect oder eine bunte Trinkflasche mit Baby-Känguru Toni, dem Maskottchen der dm Initiative „Sonnenkinder“. Kindergärten in Österreich sind eingeladen, sich für die Aktion anzumelden (telefonisch kostenfrei über die dm Kundenservice-Hotline unter 0800 365 86 33). Für die Anmeldung gibt es außerdem einen Info-Folder zum Thema Sonnenschutz, gratis Sonnenkosmetikprodukte von Nivea Sun und Sundance sowie Sonnenschutztipps von Maskottchen Toni, dem Känguru. Im Info-Folder ist zudem ein Minus25-Prozent-Gutschein für ein Ni-

Terminal-Aktion für Kunden Aber auch dm-Kunden sind zur Mithilfe bei den „Sonnenkindern“ aufgerufen: Bei der noch bis 18. Juni laufenden Terminal-Aktion können dm-Kunden 50 active beauty-Punkte spenden und damit ein Kindergartenkind mit einem

lien mit Windelspenden unter die Arme. Weiters sponsert dm den Verein „Starke Freunde“, der übergewichtige Kinder auf dem Weg zur aktiven, gesunden Lebensweise begleitet.  (red)

TIPPS FÜR SONNENKINDER Siesta halten Mittagssonne nach Möglichkeit meiden

dm für Kindergesundheit

Nachcremen Vor allem dann, wenn man viel schwitzt, im Wasser war oder die Creme abreibt.

„Kinder sind unsere Zukunft und deshalb liegt dm besonders die Unterstützung der Jüngsten in unserer Gesellschaft am Herzen“, sagt dm-Geschäftsführer Harald Bauer. Dementsprechend greift die „dm babybeihilfe“ seit sechs Jahren sozial benachteiligten Fami-

Rundum geschützt Kopfbedeckung und Sonnenbrille gehören dazu Nicht sparen Besser mehr als wenig Creme, hoher Lichtschutzfaktor für Kinder.

Pernod Ricard Antikorruption schadet Pernod-Umsatz

Wr. Neudorf. Billa-Kunden können ihre Einkäufe jetzt auch mit dem Smartphone bezahlen. In mehr als 1.000 Billa-Filialen wird ab sofort die Bezahl-App VeroPay akzeptiert. Damit verdichtet sich das VeroPayNetz auf über 1.500 Akzeptanzstellen in Österreich.

Paris. Der verschärfte Anti-Korruptionskampf in China macht dem französischen SpirituosenHersteller Pernod Ricard zu schaffen: Die anhaltende Schwäche auf dem wichtigen chinesischen Markt sorgte in den ersten drei Monaten des Jahres für weniger Umsatz, als von Experten erwartet. Zu den Pernod-Marken gehören Martell-Cognac, Absolut-Vodka und Mumm-Sekt. Pernod leidet unter den Folgen des harten Vorgehens der chinesischen Behörden gegen Korruption – die teuren Spirituosen sind nämlich als Geschenke bei Beamten überaus beliebt. Auf vergleichbarer Basis blieb somit der Umsatz im dritten Geschäftsquartal mit 1,616 Mrd. € in etwa gleich; Experten hatten mit einem Plus von 1,2 Prozent gerechnet. Der Gesamtumsatz fiel vor allem wegen Währungsschwächen in Schwellenländern um sieben Prozent. Ungeachtet dessen rechnet Pernod für das gesamte Geschäftsjahr weiterhin mit einem Gewinnanstieg bis zu drei Prozent; im Vorjahr waren es noch sechs Prozent gewesen. Pernod erwirtschaftet

Mit Smartphone beim Billa zahlen Billas Vorstandssprecher Volker Hornsteiner dazu. Voraussetzung für die Bezahlung mit VeroPay Blue Code ist ein Smartphone mit Androidoder iOS-Betriebssystem und ein österreichisches Girokonto mit Onlinebanking-Funktion. Parallel zum Start bei Billa lockert VeroPay auch die Bezahlgrenzen: Während das Tageslimit von 150 € auf 200 € angehoben wird, steigt das Viertageslimit von 200 auf 400 €. (red)

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Billa einen der beliebtesten Lebensmitteleinzelhändler hierzulande für unsere Zahlungslösung begeistern konnten. Das wird dem Bezahlen mit Smartphone in Österreich einen enormen Schub bescheren“, schätzt Michael Suitner, Erfinder der Zahlungstechnologie und Geschäftsführer der Secure Payment Technologies, die Lage ein. Seitens des neuen Partners tönt es gleichfalls löblich: „VeroPay hat uns als Bezahltechnologie am Smartphone sehr schnell überzeugt. Durch die einfache Handhabung des VeroPay Blue Codes für Kunden sowie für die Kassa-Mitarbeiter bin ich mir sicher, dass diese Bezahlvariante sehr schnell angenommen wird“, äußert sich

© Rewe International

Wien. Mit einer gemeinsamen Aktion unter dem Motto „Gemeinsam Lächeln schenken“ startete diese Woche die Kooperation von Danone Österreich und Rote Nasen Clowndoctors. Das Ziel der Partnerschaft: Lebensfreude und Lächeln verbreiten. Mithilfe der neuen „Almgaudi“-Saisonsorten von Danone Obstgarten soll eine breite Öffentlichkeit angesprochen und damit auch mehr Bewusstsein und Wahrnehmung für das Thema Lebensfreude und Lächeln geschaffen werden. (red)

vea Sun Kids-Sonnenspray enthalten. Um den Buben und Mädchen den richtigen Umgang mit der Sonne altersgerecht beizubringen, umfasst das Sonnenkinder-Paket auch Mal-Plakate für spielerisches Lernen rund ums Thema Sonne. Die Teilnahme an der Vorsorgeinitiative ist für die Kindergärten kostenlos.

VeroPay Durch Rewe-Händler 1.500 Akzeptanzstellen

Bezahlen mit Smartphone Drei fröhliche Rote Nasen in Action, eine davon stammt von Danone.

Freitag, 25. April 2014

Billa-VD Volker Hornsteiner: Bezahlvariante wird sicher schnell angenommen.

Kein Vodka mehr für China-Beamte 12 Prozent seiner Umsätze und 15 Prozent seiner Gewinne in China. Pernod kündigte zugleich den Kauf des US-Weinproduzenten Kenwood Vineyards in Kalifornien an. Damit solle das Angebot an Premium-Weinen in dem Hauptmarkt gestärkt werden, teilte das Unternehmen mit. „Dieses Geschäft zeigt die Fähigkeit von Pernod Ricard, taktische Wachstumschancen zu ergreifen“, sagte Pernod-Chef Pierre Pringuet.(APA)

© Desanges PR

short

r e ta i l & pr odu c e r s

© dm drogerie markt

18 – medianet retail

Pernod-Chef Pierre Pringuet: stets zu taktischen Wachstumschancen befähigt.


pr odu c t n e ws

Freitag, 25. April 2014

medianet retail – 19

Frohe Leichtigkeit mit Bressos Antipasti und NOHO fürs Gemüt Product News Bresso Antipasti zum Streichen, Happy day-Sirupe, NOHO Drink gegen den Kater und das Wildshuter Bier für davor. Bresso bringt Innovationen ins Kühlregal: Bresso Antipasti zum Streichen ist eine Line Extension im besten Sinn und kommt zum Start in drei Sorten: „Bresso Antipasti zum Streichen mit Paprika und Peperoni“, „Bresso Antipasti zum Streichen mit Oliven und getrockneten Tomaten“ sowie „Bresso Antipasti zum Streichen mit Lachs und Dill“. Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Info

Line Extension Bresso Antipasti zum Streichen Bongrain LEH www.bresso.at

NOHO ist ein Nahrungsergänzungsmittel der besonderen Art: Es verhindert den Kater nach dem Konsum von Alkohol. Zahlreiche Testimonials – vorwiegend in den USA – bestätigen, dass sie nach feucht-fröhlichem Zechen am nächsten Morgen tatsächlich frisch-fröhlich aufwachen. Der Drink setzt dabei auf die Kraft der Kaktusfeige und der Ingwerwurzel. Kategorie Launch Produkt NOHO Packung 60 ml Vertrieb Noho Distribution Gmbh Distribution Bobbys Foodstore, Snack-Shop, U3-Supermarkt, Mex&Co, AWI-Tankstellen Info www.nohodrink.at

© Rauch; Bongrain; Noho Distribution

Business Class

Rauch Happy day Fruchtsäfte sind der Inbegriff für fruchtigen Trinkgenuss. Nun haben die Fruchtexperten von Rauch die Ergänzung zum Fruchtsaft entwickelt: die Happy day-Sirupe. Sie gibt es in den Sorten Himbeere, Erdbeere und Orange. Ein Fruchtgehalt von 20% garantiert gediegenen Geschmack – und sie kommen ohne Konservierungsstoffe aus. Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Launch Happy day-Sirupe 0,7 l Rauch LEH www.rauch.cc

Stieglbrauerei Contest

World Beer Cup

© Marco Riebler/Stieglbrauerei

Salzburg. Für die Bio-Bierspezialität „Wildshuter Sortenspiel“ hat die Stieglbrauerei in der Kategorie „Specialty Beer“ kürzlich die Silbermedaille beim World Beer Cup gewonnen. Dieser Bier-Wettbewerb wird von der Brewers Association alle zwei Jahre seit 1996 in den Vereinigten Staaten veranstaltet und ist der größte seiner Art. 4.754 Biere traten dort in 94 Kategorien an; Platz eins bei den Spezialbieren ging übrigens an Willoughby Brewing Co. in Ohio.

Das Wildshuter Sortenspiel hat als Specialty Beer Platz 2 in den USA belegt.

Jetzt Karten kaufen! Save the date!

www.goldenerhahn.at


sh op ta l k

20 – medianet retail

Freitag, 25. April 2014

AMA Aperitif Opening Marina Rinaldi

© AMA/Bill Lorenz

1

1

2

3

1. AMA-Marketingchef Michael Blass (re.) mit dem Filmemacher Valentin Thurn; 2. Michael Blass, Marlies Gruber; 3. Felicitas Schneider, Hanni Rützler.

© Alexander Tuma

Die AMA lud zu einem hochkarätigen Talk ein 2

3

1. General Manager Marina Rinaldi Lynn Webber und Geschäftsführer Eldar Mirzoev; 2. Prominenter Besuch: Clemens Unterreiner, Petra Morzé; 3. Eldar Mirzoev zeigt sich mit Models.

Luxus-Modelabel eröffnet Store in Wiener Innenstadt

Der Stil: elegant

Models präsentierten die exklusive Mode.

Alles Neu Im Herzen des 1. Wiener Bezirks fand das Shop Opening des neuen Marina Rinaldi Stores statt. Zahlreiche Besucher zelebrierten die Eröffnung des ersten Flagship-Stores in Österreich, welcher ganz im Sinne der Markenphilosophie – stilvoll und persönlich – ausgestaltet ist. In dem bühnenbildähnlichen Raum mit dem Kreuzgewölbe werden die beiden Luxuskollektionen Marina Rinaldi und Elegante präsentiert. Diese beiden, die „Made in Italy“ verkörpern, werden räumlich durch einen verspiegelten Wandschirm getrennt, der auch als Umkleide genutzt werden kann. Zentral im vorderen Bereich des Flagship-Stores findet man die legeren Kollektionen Town, Voyage und Marina Sport, die für Sport, Reisen und entspannte Wochenenden gedacht sind. Mit dieser neuen Boutique wird auch Wien zum Schauplatz für die neue Markenphilosophie. Prominente Gäste wie Petra Morzé, Samantha Steppan, Clemens Unterreiner, Angelika Hager und Elvyra Geyer, sowie über 100 Gäste aus der Fashion- und Lifestyle-Szene erlebten einen glamourösen Abend. Das köstliche Fingerfood kam von Motto Catering. (red)

250

die finstere brille

Der Handel lässt mich gnädig ruhen Christian Novacek

© Anker

© medianet/Katharina Schiffl

Diskussionen Zu einem Gedankenaustausch bat die Agrarmarkt Austria unter der Leitung von AMA-Marketing-Geschäftsführer Michael Blass. Keynote-Speaker des „AMA Aperitifs“, der im „Themenraum“stattfand, war der deutsche Filmemacher Valentin Thurn. Er beschrieb seine Arbeit an dem Dokumentarfilm „Taste the Waste“ und sagte dazu: „Tatsache ist, dass 50 Prozent aller produzierten Lebensmittel im Müll landen, sei es direkt nach der Ernte, weil manche Feldfrüchte nicht den Abnehmeranforderungen entsprechen, sei es im Handel, weil die Regale bis zum Ladenschluss prall gefüllt sein sollen, sei es beim Konsumenten zu Hause, der aufgrund des Überangebots einfach zu viel Ware einkauft.“ Teilgenommen und diskutiert haben u.a.: Otto Bauer, Josef Domschitz, Hans Embacher, Franz Floss, Helmut Gattringer, Toni Hubmann, Ingrid Kiefer, Karl Kienzl, Johann Költringer, Andreas 4. Fohrenburger BrauereiKranzler, Felix Montecuccoli, fest vom 2. bis 4. Mai in der Andreas Nentwich, Anton Bludenzer Brauerei. Im Festzelt Reinl, Hanni Rützler, Johann gibt es Platz für 1000 Besucher. Schlederer, Felicitas SchneiFohrenburger Bierspezialitäten der, Andreas Steidl, Marlies gibt es mehr als genug. Gruber, Werner Habermann, Ulrich Herzog. (red)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Martin Tury-Rakar (50) hat bei Zielpunkt die Position Leitung Category Management & Strategisches Marketing übernommen. Der Absolvent der DonauUniversität Krems war 20 Jahre bei der Esso Austria GmbH und baute dort das Tankstellen- und Folgemarktgeschäft auf. Im Zuge dieser Tätigkeit stand er bereits mit der Pfeiffer Handelsgruppe in Kontakt. Nach dem Verkauf der Esso Austria GmbH an die ENI Austria wechselte er zu Epamedia, wo er für das Ressort Außenwerbung und damit verbunden für den Aufbau des Bereichs Außenwerbung für Klein- und Mittelbetriebe verantwortlich war.

„Taste the Waste“: Fachdiskussionen

Vegan für alle Anker bietet ab sofort ein über 40 Produkte umfassendes Sortiment an veganen Artikeln. Laut einer IFES-Studie aus dem Vorjahr leben bereits neun Prozent der Österreicher vegetarisch; die Internetplattform vegan.at geht von 80.000 Veganern in Österreich aus – Tendenz stark steigend. „Mit unseren veganen Produkten, die völlig ei- und milchfrei sind, bieten wir für alle, die sich rein pflanzlich ernähren wollen, ein breites Spektrum, beginnend bei veganen Weckerln über veganes Brot und Mehlspeisen bis hin zu Convenience-Produkten“, sagt Ankerbrot-Vorstand Peter Ostendorf. Zwei Produkte sind ganz neu im Angebot: Zum einen der wohlschmeckende Couscous-Salat, der durch seine orientalische Note und würzigen Geschmack den Gaumen verwöhnt, zum anderen das herzhafte Vitalweckerl mit Linsenaufstrich. Ideal für unterwegs oder am Arbeitsplatz.  www.ankerbrot.at

S

ogar im arbeitnehmerfreundlichen Frankreich wird dieser Tage die Sonntagsöffnung diskutiert. Für die Hauptstadt Paris sei das eine „touristische Chance“, sagte der französische Außenminister Laurent Fabius. Auch hierzulande wird die Diskussion aufgeköchelt: Walter Ruck, Obmann des Wiener Wirtschaftsbunds, wagte den Vorstoß. Hier wie da ist die Gewerkschaft dagegen. Interessant ist aber ebenso die Frage, wie der Handel zu liberalen Öffnungszeiten steht. Früher galt am Land die Regel, dass der Kaufmann aufsperrt, wenn er Umsatz macht. Somit gab es Mittagssperren, und an einem Nachmittag unter der Woche verpassten uns die Händler eine Dorfruhe. Heute hat der Supermarkt am Land meist bis 19 Uhr 30 geöffnet, durchgehend – und doch wollt ich am liebsten dauerraunzen, weil: Komm ich 19 Uhr, ist das frische Gebäck schon weg. Und: Für den großen Einkauf reicht‘s sowieso nicht, der bleibt dem Freitag oder Samstag vorbehalten – und belastet somit die beste Freizeit. Hätten die Supermärkte hingegen am Donnerstag bis 22 Uhr offen – ich bräucht hernach nicht mehr so viel aus dem Haus gehen. Allerdings bräuchte ich dann am Sonntag auch kein offenes Geschäft, fällt mir gerade auf. c.novacek@medianet.at

Di e z a h l m it d e m a ha -e f f e kt zum Weitererzählen

Gerstensaft Der durchschnittliche Kaloriengehalt variiert je nach Biersorte; er liegt zwischen 25 und 50 kcal pro 100 ml (125 bis 250 kcal für ein Krügel Bier).


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 25. April 2014 – 21

© F. Templeton Inv.

olympia treibt brasilien an

Spiele wirken positiv auf Wirtschaft und helfen auch Aktien, so Experten  Seite 23

© Bawag PSK Inv.

financenet chancen und gefahren

Was die Analysten den Finanzmärkten heuer für Trends prophezeien  Seite 24

vorsorge Pzv-lust bei s versicherung © s Versicherung

Die Finanzwelt rüstet sich technologisch auf

ATX 16. April–23. April 2014

ATX (23.4.)

2522,10

Wochentop Wochenflop

2,28%

Valneva 7,77% Century -6,38%

Top 5 ATX Prime Valneva SE Lenzing voestalpine Andritz RHI

7,77% 6,25% 4,89% 4,59% 3,74%

Flop 5 ATX Prime Century Casinos Telekom Austria Wolford Agrana AT&S

-6,38% -2,91% -2,84% -2,59% -1,50%

DAX 16. April–23. April 2014

9544,19 4,07%

Wochentop Wochenflop

Merck RWE

4,37% -3,93%

Top 5 DAX Merck Muenchener Rück BASF Lufthansa Bayer

4,37% 4,36% 4,35% 4,27% 4,20%

Flop 5 DAX RWE SAP Adidas HeidelbergCement Beiersdorf

-3,93% -1,42% -0,29% 0,60% 0,76%

© medianet/Katharina Schiffl

DAX (23.4.)

Daten- und Zustellsicherheit exthex bietet mit sendhybrid (im Bild Director Oliver Bernecker) den kombinierten Versand von Dokumenten sowohl in elektronischer als auch in physischer Form an. Speziell für Versicherungen etwa ist der nachweisliche Versand wichtig, der zudem auch der Kundenbindung dient. Seite 22 America Movil bietet 7,15 Euro pro Aktie Syndikatsvertrag mit der Staatsholding ÖIAG im Endspurt unterzeichnet

inhalt

Slim-Deal bewegt die Telekom Austria-Aktie

Capital:Markets > OGH sagt nein zu ­Provisionsvorschüssen  22 > Portugal hat Erfolg mit neuer 10jähriger Anleihe  22

Banking > US-Investmentbanken über Europa-Geschäft froh  25 Insurance:Watch > Versicherer Ergo ist jetzt neu aufgestellt  26

© ÖIAG/Markus Wache

Fonds:Park > APM Asian Quality Stocks in Österreich zugelassen  24 > Goldfonds mit Ronald Peter Stöferle am Start  24

Carlos Moreno (America Movil), Rudolf Kemler (ÖIAG), Hannes Ametsreiter (A1).

Wien. Die Aktien der Telekom Austria haben am Donnerstag im Eröffnungsgeschäft nach dem Übernahmeangebot durch America Movil, dem Konzern von Milliardär Carlos Slim, um 7,56 Prozent auf 7,154 € zulegen können. Der Syndikatsvertrag zwischen Slim und ÖIAG wurde am Mittwochabend abgesegnet und unterschrieben. Zuvor hatte es wegen Abwesenheit von Aufsichtsratsmitgliedern und dem geschlossenen Fernbleiben der Betriebsratsmitglieder im obersten Aufsichtsgremium der Telekom lange so ausgesehen, als ob der Syndikatsvertrag überhaupt

nicht zustandekommen würde. In dem Fall wären die Partner ein Jahr lang gesperrt gewesen. Doch mit einer Hauruckaktion wurde der Pakt vor Mitternacht doch noch besiegelt.

Mexiko winkt mit Euros Der mexikanische Partner verkündete dabei nun außerdem, dass er alle nicht den beiden Syndikatspartnern gehörenden Anteile zu einem Preis von 7,15 € je Aktie übernehmen wolle. Durch die Zusammenarbeit wird ein öffentliches Pflichtangebot ausgelöst. Zugleich

teilte America Movil mit, man unterstütze eine Kapitalerhöhung um eine Mrd. €. Um ihre Sperrminorität von 25% zu erhalten, müsste demnach auch die ÖIAG neues Kapital zeichnen. An der Börse gibt es wohlwollende Worte für Slim: Die Experten der Berenberg Bank bezeichneten das Angebot in einem ersten Kommentar als „großzügig” und haben ihre Empfehlung für die Telekom Austria Papiere von „Sell” auf „Hold” hochgenommen. Auch das Kursziel wurde von 3,80 € auf die von America Movil gebotenen 7,15 € hinaufgesetzt. (APA/red)


f i n a n c e : c ov e r

22 – financenet

Freitag, 25. April 2014

financenet@medianet.at

Dokumentenversand Rechtssicherheit durch nachweislichen elektronischen Versand; Donau, Städtische als Kunden

kolumne

Hybrides Kombi-Paket

Ein ParallelUniversum?

exthex produziert jährlich mehrere Millionen elektronische Dokumente – ein System für alle Branchen. Wien/Graz/Belgrad. Finanzdienstleister, Unternehmen und Organisationen im Gesundheitswesen, Kommunen, die Verwaltung, etc. – sie alle treten auf vielfältige Weise in Kontakt mit ihren Kunden, Unternehmenspartnern oder mit den Bürgern. Schon längst halten im Dokumentenversand moderne Technologien und Möglichkeiten Einzug. Änderungen bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen haben die nachweisliche digitale Erreichbarkeit ermöglicht. Das Grazer Unternehmen exthex hat eine Lösung entwickelt, die vom Schwesterunternehmen sendhybrid vertrieben und vermarktet wird und sowohl den elektronischen als auch physischen Versand von Dokumenten vereint. Dabei geht es darum, den „physischen Anteil“ durch einen besser nachweislichen, digitalen Anteil zu ergänzen bzw. zu ersetzen, erklärt Oliver Bernecker, Gründer und Managing Director von exthex und sendhybrid, der viel Potenzial für derartige Lösungen im Finanzdienstleistungsbereich sieht und auf die umfassende Expertise verweist: „Jährlich produzieren wir einige Millionen Dokumente. Wir betreiben einen behördlichen Zustelldienst – neben der Post und dem Bundesrechenzentrum.“

LINDA KAPPEL

W

aber könne das elektronische Postfach in hochqualitativer Form individuell gebranded werden, was dann ein wertvolles Instrument der Kundenbindung darstelle. Speziell österreichische Versicherungen sind auch im Raum CEE aktiv, das „e-Government“ lasse sich aber unkompliziert in andere Länder exportieren, meint Bernecker. Bezüglich der elektronischen Signatur arbeitet sendhybrid mit allen Zertifikat-Bereitstellern in ganz Europa zusammen.

er auch nur ein bisschen mit andersdenkenden Menschen im Finanzbereich zu tun hat, stößt unweigerlich auf den a.o. Professor im Institut für Unternehmensrechnung an der WU Wien, Franz Hörmann. Er ist bekannt für seine Kritik am Giralgeld-System, bei dem Geld durch die Kreditvergabe der Geschäftsbanken erzeugt („geschöpft“) wird – gern auch „Luftgeld“ genannt. Er meint, „Banken schaffen Sichteinlagen aus dem Nichts, und diese Sichteinlagen bleiben deshalb auch ein ,Nichts‘“, da Kredite im Wege der doppelten Buchhaltung gleichzeitig als Forderung, die Sichteinlagen als Verbindlichkeiten bilanziert werden. Dies habe zur aktuellen Finanzkrise stark beigetragen – als Alternative propagierte Hörmann eine Art „Informationsgeld“, das aber wenig gangbar erscheint. Mehr Chancen hat da schon das sogenannte Vollgeld. Noch bis Sommer läuft in der Schweiz eine Kampagne für eine Volksinitiative (www. vollgeld-initiative.ch); 36.000 der 100.000 dafür nötigen Stimmen fehlen noch (Stand 23.4.2014). Leicht fasslich erklärt, ist diese Idee auch im neuen Buch von „GemeinwohlÖkonom“ Christian Felber, „Geld. Die neue Spielregeln“, aus dem Deuticke Verlag. Lesen lohnt, allein schon, um die Denker dieser „Parallelwelt” zu verstehen.

So könnten Lohnzettel und Rechnungen elektronisch zugestellt, aber auch Polizzen mit genauer Signatur versandt werden, der Empfänger bekommt damit gleichzeitig viele Vorteile mitgeschickt, er könne etwa gleich elektronisch bezahlen. „Der Empfänger entscheidet, wann er was und wie abrufen und behandeln möchte”, so Bernecker. „Unsere Technologie ermöglicht die orts- und zeitunabhängige, nachweisliche Erreichbarkeit, der Portalzugriff ist immer und überall via Smartphone, Tablets und PCs möglich.“ Die Verantwortung

Dividende Zuversicht

Finanzvertriebe Neues Urteil: Vorschüsse und Rückforderungen nicht mehr möglich

Der Empfänger ist König

C.A.T. oil zahlt um 40% mehr

Versender unser technologisches Vehikel in die Hand zu geben, um den Emp© medianet/Katharina Schiffl

fänger elektronisch erreichen zu können. “ oliver bernecker exthex und sendhybrid gmbh

Bernecker: „Unser Schwerpunkt liegt im Business-to-Customer-Bereich.”

liege also beim Empfänger, nicht beim Versender. Der Empfänger könne auch verschiedene Postfächer zusammenführen. Damit sich die elektronische Zustellung von Dokumenten weiter durchsetze, müsse eine einfache Bedienbarkeit gegeben sein, aber auch Aspekte wie Daten- und Zustellsicherheit müssen gewährleistet sein.

Kundenbindung, Branding Letztere ist gerade auch im Finanzdienstleistungsbereich ein Knackpunkt. Durch die nachweisliche Zustellung ergeben sich ja häufig Rechtsfolgen. In diesem

Der Kostenfaktor: „Für sendhybrid müssen keine Lizenzgebühren bezahlt werden“, sagt Bernecker, die Kosten seien rein transaktionsgetrieben; daraus ergebe sich, dass die Unternehmensgröße nicht ausschlaggebend sei, ob sendhybrid Sinn macht oder nicht. sendhybrid bietet aber unter der Marke „smart for 2! Marketing” weit mehr: Von Consulting über Marketing inklusive Direktmarketingaktivitäten bis hin zu individuell angepassten Kunden- und Lieferantenaktivierungs-Strategien. Mit dem Kunden werden empfänger- und versenderspezifische Anreiz- und Motivationssysteme ­erarbeitet. (lk)

Fall reiche eine E-Mail nicht aus, selbst eine Empfangsbestätigung sei für rechtliche Belange kein relevantes Kriterium. „In der Versicherungswirtschaft setzen bereits die Donau Versicherung und die Wiener Städtische unsere Lösung ein“, sagt Bernecker. Die Vorteile für die sendhybrid-Nutzer seien vielfältig, betont Bernecker. Unter anderem ließen sich die Verwaltungskosten mit sendhybrid optimieren; man denke nur an das Sparpotenzial bei den Portokosten und auch Druckkosten, für den Fall, dass Empfänger nicht elektronisch erreichbar sind, z.B. durch externe Druckpartner, die flexibel agieren können. Vor allem

Geglückt Anleiheauktion

Portugal ist wieder zurück

OGH kippt Provisionsvorschüsse Finanzvertriebe wie etwa ehemals AWD den „Freiberuflern“ Provisionen nicht direkt bezahlt, sondern „Vorschüsse“. Der Grund: Wenn ein Kunde storniert, wird vom Berater auch die erhaltene Provision (anteilig) zurückverlangt; dies ist dem Höchstgericht zufolge unzulässig. Auch die Usance vieler Vertriebe, das Stornorisiko auf den Berater abzuwälzen, dürfte nach Meinung von Rechtsexperten nun passé

Kritiker des Honorarsystems warnen, dass Kleinkunden unter die Räder geraten.

sein. Im Handelsvertretergesetz gibt es zwar ein Schlupfloch, das es Vertrieben ermöglicht, bereits bezahlte Provisionen zurückzufordern. Die vom OGH festgeschriebenen Beweislastregeln seien aber derart strikt, dass das künftig nicht mehr möglich sein wird.

Lissabon. Zwei Wochen nach Griechenland ist auch Portugal auf den Finanzmarkt zurückgekehrt, nach dreijähriger Abwesenheit. Bei der ersten öffentlichen Auktion 10jähriger Staatsanleihen seit der Flucht unter den Euro-Rettungsschirm wurden 750 Mio. € eingesammelt, die Rendite fiel mit 3,58% überraschend niedrig aus; in der Krise lag sie bei bis zu 16%. (APA)

Umbrüche in der Branche Das wiederum könnte zur Folge haben, dass künftig Zahlungen nicht mehr sofort fließen. Wer von einem fixen Job auf den „freien“ Maklerberuf umgestiegen ist, muss sich eventuell auf eine längere finanzielle Durststrecke einstellen. Große Vertriebe dürften dazu übergehen, mit ihren Produktpartnern, z.B. Versicherungen, neue Provisionsmodelle auszuhandeln. In UK gibt es seit 2012 nur mehr Honorarberatung, Kunden zahlen ähnlich wie beim Anwalt einen Stundensatz. Deutschland will das System im Sommer gesetzlich regulieren, in den USA beträgt der Anteil der Honorarberatung schon rund ein Fünftel; sie ist aber hier zu Lande nicht unumstritten.  (ag)

© Panthermedia.net/Vedran Vukoja

Wien. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat ein Urteil zur häufig geübten Praxis, „freien“ Beratern Vorschüsse auf Provisionen zu zahlen, gefällt. Laut OGH-Urteil 8ObA20/14w entsteht der Provisionsanspruch eines Beraters schon dann, wenn der von ihm gewonnene Kunde bezahlt; bei länger laufenden Verträgen anteilig mit der Ratenzahlung, berichtete das WirtschaftsBlatt. Bis dato haben

© Panthermedia.net/Imagesbavaria

Wien. Der Wiener Öl- und Gasfeld-Ausrüster C.A.T. oil AG zahlt für 2013 eine um 40% höhere Dividende von 35 ct/ Aktie. 2013 hat die Firma ein Rekord-Umsatzwachstum hingelegt. Für 2014 bleibt der Vorstand zuversichtlich: Trotz der russischen Konjunkturabkühlung und der durch die KrimKrise verstärkten Rubelschwäche bleibe die Nachfrage nach Ölfelddienstleistungen in Russland stabil. C.A.T. oil notiert an der Börse Frankfurt und ist massiv in Russland engagiert. Trotz der geopolitischen und makroökonomischen Herausforderungen halte man an der profitablen Wachstumsstrategie fest. Sein Investitionsprogramm 2014 bis 2016 hat das Unternehmen bestätigt. In der Zeit sollen 390 Mio. € fließen. Die Auftragsbücher seien weiter voll: Auf Rubelbasis lag das Auftragsbuch für 2014 um 27% über Vorjahr (auf Euro-Basis gab es ein Plus von sechs Prozent).  (red/APA)

„Unser Ziel ist es, dem

Portugal brachte seine neuen Staatsanleihen um nur 3,58% an die Investoren.


c a pi ta l : m a r k e ts

Freitag, 25. April 2014

financenet – 23

financenet@medianet.at

Mobius Olympische Spiele 2016 zwingen die Regierung zu schnellerer Gangart bei Reformen, Schuldenabbau und Einbindung der Privatwirtschaft

Brasilien im Chaos, Börse im Plus Rio de Janeiro. Vom 12. Juni bis zum 13. Juli ist Brasilien Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft, schon jetzt liegen die Nerven der Sicherheitskräfte und der Regierung blank. Während des zweitägigen Streiks der Polizei vor Kurzem im nordostbrasilianischen Teilstaat Bahia, wo sechs der Spiele ausgetragen werden, sind laut Behörden 39 Menschen getötet worden, darunter auch zwei Polizisten.Am Karfreitag ereignete sich ein neuer Zwischenfall in Niteroi nahe Rio de Janeiro, wo das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft ausgetragen wird – alles reichlich unangenehm für Präsidentin Dilma Roussef, zumal im Oktober Wahlen anstehen. Sie kämpft an mehreren Fronten, auch wirtschaftlich sieht es zurzeit düster aus.

en verliert“, sagt Frederico Mesnik, Partner bei der Investmentgesellschaft Humaita. Der jüngsten Umfrage zufolge wollen nur noch 38% für Roussef stimmen, im Februar waren es noch 44%. Trotz robuster Ergebnisse im vierten Quartal schätzen viele Analysten die Aussichten der brasilianischen Unternehmen pessimistisch ein. Mehr Firmen mussten in jüngster Zeit ihre Gewinnprognosen senken als erhöhen; beim Kurs eingebüßt haben vor allem Firmen mit hohem staatlichen Anteil. Zu Vorsicht mahnen Carlos Siqueira von der Investmentbank BTG Pactual und Felipe Hirai,

Bank of America Merrill Lynch, der meint, es sei noch zu früh, um einen politischen Wandel einzupreisen: „Kurzfristig bleiben StromRationierungen und ein schwacher Haushalt Risiken für die Aktien.“ Mobius ist eingeschränkt zuversichtlich: „Brasilien spürt eindeutig Gegenwind, doch unseres Erachtens könnten sinnvolle Reforminitiativen, die private Beteiligungen ermöglichen, dem Land wieder auf einen aussichtsreicheren Kurs verhelfen und die Staatsfinanzen entlasten.“ Die Ratingherabstufung erhöhe den Druck auf die Regierung, ihren Haushalt in Ordnung zu bringen. (ag/lk)

© Franklin Templeton Investments

Experten meinen, die Börsianer wetten auf baldiges Ende der Roussef-Ära.

Mobius: Staatlich kontrollierte Banken vergaben rege Kredit, aber ohne nötige Sorgfalt.

Ironische Situation „Brasilien hat in den letzten Jahren mit vollen Händen Geld ausgegeben – leider ohne dadurch nennenswertes Wachstum herbeizuführen“, sagt Mark Mobius, Schwellen- und GrenzmärkteExperte bei Franklin Templeton Investments. Dabei wurden großzügige Investitionen im Vorfeld der FIFA und der Olympiade 2016 getätigt. So habe Brasiliens staatliche Ölgesellschaft Milliarden Dollar für kostspielige OffshoreExploration, -Förderung und -Erschließung aufgewendet. Auch in andere Mammutprojekte sei viel Geld geflossen, etwa in eine große Petrochemiefabrik, aber auch in diverse Sozialprogramme zur Förderung der einkommensschwächeren Bevölkerungsteile. Ökonomen erwarten für 2014 aber ein Wirtschaftswachstum von nur 1,63 Prozent. Dennoch befindet sich Brasiliens Börse seit Mitte März auf Höhenflug – der Leitindex Bovespa hat seit März an die 13% zugelegt –, parallel dazu sind die Umfragewerte der Präsidentin auf Talfahrt. Noch sieht es so aus, als könnte sie die Wiederwahl am 6. Oktober schaffen, es ist aber von Massenprotesten zur Fußball-WM auszugehen, denn viele Brasilianer machen die linksgerichtete Rousseff für die schlechte Stimmung verantwortlich. Die Lebensmittelpreise sind hoch, die Energieversorgung ist schlecht und viele fürchten um ihre Jobs. Lateinamerikas größte Volkswirtschaft schwächelt seit vier Jahren. Die Rating-Agentur Standard & Poor‘s hatte erst im März die Kreditwürdigkeit des Landes wegen der schwachen Konjunktur und der steigenden Schulden heruntergestuft (auf BBB-). „Es ist ironisch: Je schlechter die wirtschaftliche Lage wird, desto stärker steigen die Kurse. Denn damit wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die Regierung die WahlB OVESPA-INDEX

Kfz 216x288.indd 1

16.04.14 09:23


24 – financenet

c a pi ta l : m a r k e ts/ f on d s :pa r k

Freitag, 25. April 2014

financenet@medianet.at

short

Eine Milliarde Euro im „Allwetterfonds“ Wien. Das Fondsvolumen des Lipper-ausgezeichneten Mischfonds Nordea 1 – Stable Return hat nun die Marke von 1 Mrd. € überstiegen. Für Fondsmanager Asbjørn Trolle Hansen und das Multi-Assets-Team von Nordea steht die Risikobetrachtung an erster Stelle. Ihr Ziel ist ein besonders stabiles Portfolio mit positiven Ertragsquellen aus unterschiedlichen Anlageklassen – ein „Allwetterfonds“, mit dem das investierte Kapital geschützt und unabhängig von der jeweiligen Marktlage moderate Erträge generiert werden sollen. „Unser Asset-AllokationFonds wird auf Grundlage eines strengen Risikobudgets verwaltet, das wir voll ausschöpfen können, aber nicht überschreiten“, erklärt Hansen. „Das Risikobudget ist die DNA unseres Anlageprozesses.“ (red)

© Erste Asset Management/Stephan Huger

Erste Sparinvest ­managt für Focus AM

Analyse Wie Experten die weitere Entwicklung der Finanzmärkte während der nächsten Monate einschätzen

Sonnig mit der Chance auf heftige Gewitter

Die Volatilität an den Aktienmärkten wird weiter zunehmen – Draw-Downs bis zehn Prozent möglich. Wien/Paris/London. Turbulenzen in der Ukraine, Aufschwung in den USA, Erholung in Europa – diese Kernthemen bewegten Investoren während der letzten Wochen. Dominant ist nun die Frage: Wie geht’s weiter? „Wir orten ein gutes globales Wirtschaftswachstum“ sagt Erika Karitnig, CIO der Bawag PSK Invest. „Die Erholung in Europa und Japan geht weiter und wir orten eine Stabilisierung der Emerging Markets.“ Karitnig sieht steigende globale Aktienmärkte, allerdings bei sehr hoher Volatilität: „Die Situation in der Ukraine ist so unklar, dass hier jederzeit Beben die Märkte erschüttren können“, so die Bawag PSK Invest-Expertin. Sie hält Drawdowns von fünf bis zehn Prozent für möglich. Anleger sollten in Korrekturphasen zukaufen und: „Selektives Stockpicking ist gefragt!”

vestment in London, bevorzugt bei Staatsanleihen die europäischen Kernstaaten: „Von US-Treasuries sind 2014 kaum noch Erträge zu erwarten. In Europa sind die Staatsanleihen der Peripherieländer sehr gut gelaufen und werden noch immer gut vom Markt angenommen – wie die erfolgreiche Platzierung der neuen Griechenlandanleihe jüngst zeigte.“

US-Treasuries nur mau … Angesichts der sich langsam erholenden Konjunktur und der allmählichen Reformmüdigkeit, die in den südeuropäischen Staaten festzustellen ist, wird nun der Spielraum für eine weitere Einengung des Renditeabstands von Peripherie-Bonds zu Bundesanleihen geringer, sagt Howse: „Ich bevorzuge deshalb – und aufgrund weiterer potenzieller quantitativer Maßnahmen der Europäischen Zentralbank – Staatsanleihen aus den Kernstaaten der Eurozone.“ Bei Unternehmensanleihen und High Yield nehmen die Risiken zu, ist der Fidelity-Manager überzeugt: „In der aktuellen Marktsituation ist das Potenzial für Kursgewinne in weiten Teilen des Anleihemarkts eher begrenzt.“

Rückkehr der Bankenwerte

Diex. Das Team von Finance & Ethics Research verzeichnete große Mittelzuflüße in europäische Anleihen. Griechenland setzte dabei kürzlich mit einem erfolgreichen Anleihe-Comeback ein deutliches Zeichen, so die FER-Experten. Hedgefonds und spekulativ agierende Investoren nutzten diese Aktion zum antizyklischen Einstieg. Die Nachfrage nach Risikoanlagen ist bemerkenswert hoch. Die politischen Risiken sind jedoch gestiegen und Anleger müssen sich deshalb besonders gründlich informieren, bevor sie eine Entscheidung treffen, heißt es. Die Entwicklungen in der Ostukraine werden in der nächsten Zeit noch für Börsenturbulenzen sorgen.  (red)

Schwellenländeranleihen, so Howse, locken mit günstigen Bewertungen: Nach starken Schwankungen in diesem Jahr seien derzeit Anleihen aus den Schwellenländern am attraktivsten bewertet. Zwar sind die Risiken hier – nicht nur kurzfristig – höher als bei allen anderen Anleiheklassen, dafür bringen Schwellenländeranleihen derzeit im Schnitt Renditen von 6 bis 7 Prozent.  (rk)

Erika Karitnig, CIO der Bawag PSK Invest, ortet ein gutes globales ­Wirtschaftswachstum, die ­Erholung in Europa und Japan geht weiter.

tiv, nachdem dieser Sektor in der Vergangenheit schwer abgestraft wurde.” Da die betreffenden Unternehmen begriffen haben, dass sie durch diszipliniertere Investiti-

onen eine höhere Kapitalrendite anstreben müssen, haben sie an Attraktivität gewonnen, erläutert Isaac Chebar. Andy Howse, Leiter des Anleiheteams von Fidelity Worldwide In-

C-Quadrat Österreich-Start APM Asian Quality Stocks

Stöferle-Fonds Erträge bei Deflation oder Inflation

Wien/Frankfurt. Ab sofort können auch Anleger in Österreich in den C-Quadrat APM Asian Quality Stocks AMI (ISIN DE000A0NGJ77) investieren. Der Fonds ist schon seit 19. Juli 2013 zum öffentlichen Vertrieb in Deutschland zugelassen. Als Kapitalverwaltungsgesellschaft fungiert die Ampega Investment GmbH, Köln. Anlageberater ist das C-Quadrat-Unternehmen Absolute Portfolio Management GmbH (APM), gemanagt wird der Fonds von Lion Global Investors (LGI).

Wien. Anleger und deren Berater stehen bei der Portfoliooptimierung vor der entscheidenden Frage, ob in den kommenden Jahren Deflation oder Inflation vorherrschen wird. Liegen sie mit ihrer Entscheidung falsch, droht eine massive Underperformance. Dies soll nun ein neuer Fonds des durch seine umfangreichen Edelmetall- und Rohstoffanalysen bei der Erste Bank bekannten Experten RonaldPeter Stöferle verhindern: Er entwickelte gemeinsam mit Mark J. Valek, Ex-Fondsmanager bei RCM, den auf einem Absolut-Return-Konzept basierenden „Austrian Economics Golden Opportunities Fund“.

Gewinnwachstum entscheidend

die Bewertung der Qualität eines Unternehmens sind insbesondere kontinuierliches Umsatz- und Gewinnwachstum, verbunden mit einer starken Marktstellung. Auch sind Veranlagungen in verzinsliche Wertpapiere, Geldmarktinstrumente und Bankguthaben möglich. Zum Zwecke der Absicherung, zur effizienten Portfoliosteuerung und der Erzielung von Zusatzerträgen dürfen zudem Derivate eingesetzt werden. (ag)

Bisher mehr als 12 Prozent Seit Auflage am 19. Juli 2013 erzielte der Fonds eine Performance von 12,24 Prozent (Stand: 11. April 2014). Der Fonds investiert überwiegend in Aktien asiatischer Markenunternehmen aus Ländern wie China, Hongkong, Indien, Indonesien, Philippinen, Malaysia, Singapur, Südkorea, Taiwan und Thailand. Dabei müssen die jeweiligen Unternehmen eine Marktkapitalisierung von mindestens 100 Mio. € aufweisen. Entscheidend für

Underperformance vermeiden

durchschnittliche Zielvolatilität von zehn bis zwölf Prozent und eine Zielrendite von acht Prozent per anno. Der Austrian Economics Golden Opportunities Fund will vor allem eine Absicherung gegenüber Extremrisiken bieten. „Anleger sollten den Austrian Economics Golden Opportunities Fund mit rund 15 bis 20 Prozent – aber auch gern mehr – in ihren Portfolios gewichten“, erklärte Mark J. Valek. (red)

Entlastung des Staats

Thomas Rieß, C-Quadrat: Hohe Exper­ tise auf den asiatischen Märkten.

Die Anlagestrategie fußt auf den Lehren der Österreichischen Schule der Nationalökonomie („Austrian Economics“). Ein originäres, quantitatives Modell entscheidet auf Basis diverser Faktoren (beispielsweise das „Gold/Silberpreis-Verhältnis“), ob der Fonds auf ein deflationäres, oder ein inflationäres Szenario setzt. Angepeilt wird eine

© panthermedia.net/badboo

FER Anleihen-Report: Zuflüsse nach Europa

… Schwellenländer attraktiv

© Bawag PSK Invest

Wien Die zunehmende Knappheit an Ressourcen, der technische Fortschritt und der Klimawandel erhöhen die Aufmerksamkeit der Investoren für zukunftsfähige Lösungen, die über die traditionelle Vermögensanlage hinausgehen. Die in Wien zentrierte Erste Sparinvest, Tochter der Erste Asset Management GmbH, und die Münchener Focus Asset Management werden im Bereich nachhaltige Geldanlage künftig enger zusammenarbeiten. Die Erste Sparinvest wird für Focus Asset Management einen Anleihenfonds managen, für den strenge ökologische und ethische Maßstäbe gelten. Der Ecology Bond (ISIN AT0000A0J7J1) investiert in Euro-Anleihen mit hoher Qualität im mittleren Laufzeiten-Segment und ist seit 2010 am Markt. (red)

© C-Quadrat/Kirsten Nijhof

Christian Schön, Erste Asset Management: Nachhaltigkeit im Fokus.

„Europa bleibt auf Wachstumskurs“, ist sich Isaac Chebar von der französischen Fondsboutique DNCA Finance sicher, „die makroökonomische Lage in Europa hat sich stabilisiert.“ Europäische Aktien haben daher noch Potenzial, meint Chebar. „Wir investieren zwar in Einzelwerte, bevorzugen dabei aber bestimmte Sektoren. Das gilt beispielsweise für Bankenwerte, denn im Zuge des zurückkehrenden Wachstums erwarten wir, dass Investitionen und somit auch die Kreditvergabe wieder anziehen.” Auch der Telekommunikationssektor bleibt attraktiv, meint der DNCA-Experte, denn die dortige Konzentrationsbewegung ist noch nicht abgeschlossen. „Zudem beurteilen wir einzelne Öl-Aktien posi-

Das Gold/Silberpreis-Verhältnis ist einer der maßgeblichen Faktoren im Fonds.


ba n k i n g/ i n su r a n c e : watc h

Freitag, 25. April 2014

financenet – 25

financenet@medianet.at

Investmentbanken Goldman Sachs verdient weniger, Morgan Stanley um 55% mehr

Kalt-warm für die US-Bankriesen

www.hyponoe.at

Einnahmen aus Beratung so hoch wie seit der Finanzkrise nicht mehr.

Mehr Geschäft in Europa Besser lief es für Goldman Sachs im Investmentbanking, in dem das Haus Unternehmen bei Übernahmen, Börsengängen und Emissionen von Schuldtiteln berät und absichert. Die weltweite Nummer eins der Branche profitierte vor allem vom anziehenden Geschäft in Europa. Die Einnahmen aus der Beratung seien so hoch gewesen wie seit dem Beginn der Finanzkrise 2007 nicht mehr. Auch in der Vermögensverwaltung ging es bei dem Investmentbankriesen aufwärts: Goldman Sachs lockte binnen drei Monaten weitere 41 Milliarden Dollar Geld von Anlegern an und verwaltet inzwischen in Summe bereits rund 1.080 Milliarden Dollar. Vorstandschef Lloyd Blankfein sprach von „soliden Ergebnissen”, das Marktumfeld habe sich allerdings unterdessen auch wieder verschlechtert.

© Justin Lane/EPA/picturedesk.com

New York. Die starke Abhängigkeit vom Anleihenhandel hat die USInvestmentbank Goldman Sachs zum Jahresauftakt belastet. Der Nettogewinn sank im Vergleich zum ersten Quartal 2013 um 11 Prozent auf 1,95 Mrd. Dollar (1,41 Mrd. Euro), wie die Bank mitteilte. Er fiel damit aber höher aus, als Analysten erwartet. GoldmanAktien legten daraufhin vorbörslich um 1,7 Prozent zu. Der deutlich gewachsene Rohstoff-Handel konnte von Jänner bis März die Einbußen bei festverzinslichen Wertpapieren und Devisen nicht wettmachen. Goldman Sachs machte die Zurückhaltung der Anleger für den Rückgang der Einnahmen in diesem Bereich um 11 Prozent verantwortlich; bei Aktien ging es 17 Prozent abwärts.

Goldman Sachs freute sich im 1. Quartal 2014 vor allem über das Europa-Geschäft.

Goldman Sachs ist mehr als die Konkurrenten JPMorgan, Citigroup und Bank of America abhängig vom Handel und den eigenen Investitionen an den Kapitalmärkten.

Tempo bei Morgan Stanley Der kleinere Rivale Morgan Stanley profitierte in den ersten drei Monaten von seiner großen Vermögensverwaltungs-Sparte, mit der sich die Bank von den Märkten emanzipiert hat. Das Geldhaus steigerte den Quartalsgewinn um 55 Prozent auf 1,45 Mrd. Dollar. Morgan-Stanley-Aktien schossen

Umfrage ING-DiBa mahnt

Überschuss gesunken Weniger neue Haftungen

Sparen in bar

Wien. Laut einer Umfrage der ING-DiBa Direktbank hortet jeder fünfte Österreicher sein Erspartes zu Hause. Und jeder zweite der rund 1.000 Umfrageteilnehmer aus Österreich gab an, zumindest Teile seiner Sparreserven auf dem Girokonto zu lagern. Die ING-DiBa ortet Potenzial in Millionenhöhe. „Würden die Österreicher ihre Reserven vom Giro- auf ebenso täglich verfügbare Sparkonten umschichten, brächte dies jährlich mehrere Hundert Millionen Euro an Zinsen. Und auch das Sparschwein sollte nur mehr für Dekozwecke genutzt werden”, so INGDiBa-Chef Roel Huisman.

JEDES BAUWERK BEGINNT MIT DEM ERSTEN STEIN: LEGEN WIR IHN JETZT GEMEINSAM!

Kontrollbank mit weniger Ertrag

Die erste Adresse für gewerblichen und privaten

Wien. Der Überschuss der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) ist im Geschäftsjahr 2013 um 36,3 Prozent auf 52,67 Mio. Euro zurückgegangen, nach 82,7 Mio. Euro im Jahr davor. Auch das Betriebsergebnis fiel mit 62,4 (81,7) Mio. Euro deutlicher niedriger aus. Die neu zugesagten Exporthaftungen wurden um ein Drittel auf 3,5 Mrd. Euro zurückgefahren. Über die OeKB können sich österreichische Firmen bei Aus-

NIEDERÖSTERREICH. Finanzielles Kompetenzzent-

landsgeschäften gegen Risiken absichern. Die Kontrollbank wickelt dabei die Haftungen für die Republik ab. Die neu übernommenen Haftungen sanken 2013 um rund 32 Prozent auf 3,5 Mrd. Euro. Der gesamte Haftungsrahmen sank um 9,6 Prozent auf 31,5 Mrd. Euro. An Entgelten und Zinsen wurden 207 (229) Mio. Euro eingenommen, an Schadenszahlungen 122 (154) Mio. Euro geleistet.

Risiken im Osten

© APA/Hans Klaus Techt

Die Zinslandschaft 78% der Österreicher haben laut der Umfrage bereits ein Sparkonto. Die besten Zinsen auf täglich fälliges Geld zahlt derzeit die Santander Consumer Bank, die 1,4 Prozent bietet. Die spanische Großbank ist in Österreich im Oktober ins Onlinesparen eingestiegen. Insgesamt bieten aktuell zwölf Banken hierzulande für Taggeld Zinsen von 1,0 Prozent oder darüber. (red/APA)

um 2,7 Prozent nach oben. In der Vermögensverwaltung wuchsen die Einnahmen um 4 Prozent, der Gewinn sogar um 65 Prozent auf 423 Mio. Dollar. Der Investmentbank gelang es zugleich, trotz der schlechten Stimmung am Anleihenmarkt in dieser Sparte 13 Prozent mehr einzunehmen; hier schlug sich das Rohstoff-Geschäft stark nieder. Morgan-Stanley-Chef James Gorman kündigte an, weitere Aktien für bis zu eine Milliarde Dollar zurückzukaufen. Außerdem soll die Dividende in diesem Jahr verdoppelt werden. (APA)

OeKB-Chef Rudolf Scholten.

In Russland und in der Ukraine hat die Kontrollbank vier Mrd. Euro aushaftend, erklärte der OeKB-Chef Rudolf Scholten im März. Laut der Tageszeitung Die Presse entfällt knapp die Hälfte der vier Mrd. Euro auf die Raiffeisen Bank International (RBI) und die Bank Austria. Das Bearbeitungsentgelt für die Abwicklung der Exporthaftungen für die Republik Österreich sowie der Garantien gemäß Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz (ULSG) entwickelte sich 2013 leicht negativ. Das Provisionsergebnis lag bei 44,3 nach 44,8 Mio. Euro. (APA/red)

Wohnbau seit mehr als 125 Jahren: Das ist Ihre HYPO rum des Landes Niederösterreich und Ihr persönliches Kompetenzzentrum in allen Fragen rund um den Wohnbau, von der Finanzierung bis zur Förderung, egal ob Kindergarten oder Einfamilienhaus. Wir sind die Landesbank. Und damit Ihre Hausbank. Im wahrsten Sinn des Wortes.


i n su r a n c e : watc h

26 – financenet

Freitag, 25. April 2014

financenet@medianet.at

VIG-Tochter s Versicherung Prämien in der Sparte Leben wuchsen 2013 um 1,7 Prozent auf 833 Millionen Euro

short

Die s Versicherung ortet starken Drang zur PZV

VIG Re: Prämien in Höhe von 412 Mio.

Wien. Die VIG-Tochter s Versicherung möchte auch 2014 die Marktführung in der Sparte Lebensversicherung behalten, das wäre dann das dritte Jahr in Folge. Die Chancen dafür seien gut, sagte der Vorstand im APA-Interview. Besondere Erfolge verzeichnet man bei Einmalerlägen und der betrieblichen Vorsorge mit jeweils über 30 Prozent Marktanteil, in Leben insgesamt sind es 12,8 Prozent. In der Sparte Leben wuchs die s Versicherung voriges Jahr um 1,7 Prozent auf 833 Mio. Euro Prämie, während es in der Gesamtbranche 0,3 Prozent Minus gab – heuer sollen es laut Verband am Markt 1,5 Prozent Plus werden. Bei laufenden Prämien sanken die Einnahmen des Unternehmens um 1,5 Prozent auf 483 Mio. Euro, dafür stiegen sie bei Einmalerlägen und Renten um 6,6 Prozent auf 351 Mio. Euro.

Das Hochwasser 2013 belastete die VIG Re mit 166 Millionen Euro.

Wien. Die VIG Re konnte im Jahr 2013 ein Prämienvolumen in Höhe von 412 Mio. Euro verzeichnen. Der Gewinn vor Steuern erreichte 18,4 Mio. Euro. Im Segment Schaden/ Unfall erhöhte sich das Prämienvolumen um 15,6 Prozent auf 325 Mio. Euro. In der Leben/ Krankenversicherung erreichten die Prämien 87 Mio. Euro. „Die VIG Re konnte zeigen, dass sie hält, was sie ihren Kunden verspricht: effizienten Rückversicherungsschutz und prompte Schadenzahlungen“, kommentiert Generaldirektor Johannes Martin Hartmann das Jahresergebnis. Im Geschäftsjahr 2013 verzeichnete die VIG Re Schäden in Höhe von 332 Mio. Euro, die damit deutlich über dem Niveau von 2012 mit 285 Mio. Euro lagen. Die erhöhte Schadenbelastung sei in den zahlreichen Schadenereignissen aus Naturkatastrophen in der CEE-Region begründet – insbesondere dem massiven Hochwasser vom Juni 2013, das 166 Mio. Euro dazu beitrug. Dank eines umfassenden Schutzprogramms lag die Combined Ratio, trotz der hohen Belastung aus Unwetterschäden, bei 97,6 Prozent. (red)

Pensionskonto zeigt Effekt Bei der prämiengeförderte Zukunftsvorsorge (PZV), bei der die s Versicherung über knapp 192.000 der österreichweit 1,6 Mio. Verträge verfügt, sei das Interesse der Kunden nach der Reform des Vorjahrs und den ersten Einblicksmöglichkeiten in das „Pensionskonto” jetzt wieder stärker spürbar. „Seit dem 4. Quartal gibt es bei der PZV einen starken Sprung nach oben“, so Vorstandschef Heinz Schuster. Für 2014 rechnet er hier für sein Haus zumindest mit einer Verdopplung der Neuverträge auf 8.000 bis 10.000 Stück, im Vorjahr waren es 4.000. Insgesamt werde man bei der Zukunftsvorsorge den Marktanteil von zuletzt 13,0 Prozent wieder leicht anheben können, meint Schuster. Die Einnahmen gingen 2013 um fast 5 Prozent auf 125 Mio. Euro zurück.

© APA/Georg Hochmuth

BaFin sorgt sich um die Lebensversicherer

© s Versicherung

© dpa/Ole Spata

CEO Schuster rechnet mit bis zu 10.000 Neuverträgen bei der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge.

Heinz Schuster, CEO der s Versicherung: „Bei der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge gibt es starken Sprung nach oben.“

Bei der Zukunftsvorsorge wählen die Kunden „überwiegend einen niedrigen Aktienanteil”, sagt Finanzvorstand Manfred Rapf. „Ganz oben steht hier für die Menschen die Sicherheit”, obwohl seit August bis 50 eine Aktien-Range von 15 bis 60 Prozent möglich ist, und für über 50-Jährige von 5 bis 50 Prozent. Die PZV sei bei der s Versicherung immer mit Blick auf ein Zielalter von 65 Jahren abgeschlossen worden, so Schuster, womit die Laufzeit im Schnitt bei 30 Jahren liege.

Lebensversicherung: 3,25% In der klassischen Lebensversicherung bleibt die Gesamtverzinsung für das ganze Jahr 2014

weiterhin bei 3,25 Prozent, das sei „derzeit noch darstellbar”, so Rapf, obwohl etwa zehnjährige Staatsanleihen nur noch 1,7 Prozent Ertrag p.a. abwerfen würden. In der Sparte Leben hat die s Versicherung voriges Jahr auf ihre 7,88 (7,75) Mrd. Euro Kapitalanlagen eine Rendite von 3,79 (3,73) Prozent erzielt, etwas mehr als 2012. Für 2014 peilt Vorstandschef Heinz Schuster das Halten der Einnahmen des Vorjahrs an. Bei den laufenden Prämien hoffe man auf erneute Anteilsgewinne. „Auch nach dem ersten Quartal liegen wir wieder vorn und sind Marktführer”, so Schuster. Dies sei der mit Jänner wirksamen hohen Zahl von Übertritten von Pensionskassen-Rentenbeziehern sowie einer

weiterhin schönen Entwicklung der Einmalerläge zu verdanken. Bei den Einmalerlägen laute die Marktwachstumsprognose für 2014 auf 20 Prozent, die s Versicherung werde ein „so hohes Plus nach den Vorjahreserfolgen aber nicht schaffen“.

Vertragsbestand gesunken Der Vertragsbestand der s Versicherung ist 2013 um 1,5 Prozent auf 1,210.488 gesunken. Die Versicherungssumme bzw. das Pensionskapital in der Lebensversicherung stieg um 1,4 Prozent auf rund 32,3 Mrd. Euro. Die Mitarbeiterzahl lag voriges Jahr im Schnitt bei 191 (187) Personen, davon 177 im Betrieb und 14 im Verkauf. (APA)

Jahresbilanz der Ergo Anteil der Schaden/Unfall-Versicherung erhöhte sich 2013 von 8 auf knapp 10 Prozent

Ergo: plus 16% im Bereich Schaden/Unfall

Deutsche Aufsicht BaFin sieht Probleme durch niedriges Zinsniveau.

Wien. 2013 konnte der Versicherer Ergo in Österreich Prämien von 629,7 Millionen Euro erwirtschaften. Davon entfallen auf die Ergo Versicherung 616,2 Millionen (- 3,3 % zu 2012) und auf die Ergo Direkt 13,5 Millionen Euro (- 1% zu 2012). Wachstumstreiber des österreichischen Geschäfts war die Schaden-/ Unfallversicherung. Mit einem Prämienvolumen von 59 Millionen Euro (inklusive Niederlassungen)

konnten um 16% mehr Prämien eingenommen werden als im Vorjahr. Auf das Österreichgeschäft allein entfallen 52 Millionen Euro – wie im Vorjahr eine Steigerung von knapp 9%. „Mit der Entwicklung der Sparte Schaden/Unfall liegen wir das dritte Jahr in Folge über unserer Zielsetzung. Wir haben in diesem Segment neue Produkte mit innovativen Zusatzleistungen für den Vertrieb entwi-

© mediendienst.com/Foto Wilke

Berlin. Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) befürchtet bei einem Anhalten der aktuellen Niedrigzinsphase Probleme bei Lebensversicherern. Es könne durchaus größere Anbieter geben, die durch eine Kombination aus falscher Anlagepolitik, hohen Kosten und teuren Garantien aus der Vergangenheit „größere Aufgaben vor sich haben”, sagte der BaFin-Chefaufseher für Versicherungen, Felix Hufeld, der Welt am Sonntag. Kurz- bis mittelfristig sei die Branche zwar stabil, doch langfristig könne „niemand aus Stroh Gold machen”. „Verharren wir weiterhin in einer Ultra-Niedrigzinsphase, wird dies Auswirkungen auf die Lebensversicherer haben”, warnte Hufeld. Die Unternehmen rief er zu mehr Produktinnovation auf; derzeit klaffe zwischen den traditionellen Produkten und denen, die auf Fondspolicen beruhen, ein großes Loch, so Hufeld. (APA/AFP)

Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Ergo Austria International AG.

ckelt“, so Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Ergo Austria International AG. Der Anteil der Schaden-Unfallversicherung am Gesamtprämienvolumen der Ergo Versicherung erhöhte sich von 8% auf knapp 10%.

LV: minus 5,2 Prozent Die Lebensversicherung der Ergo Versicherung entwickelte sich leicht rückläufig. Auf die Lebensversicherung entfällt ein Prämienvolumen von 557,2 Millionen Euro. Das sind um 5,2% weniger Einnahmen als 2012. Stadler: „Wir haben von Beginn an deutlich gemacht, dass die Anhebung der steuerlich begünstigten Mindestbindefrist bei den Einmalerlägen von 10 auf 15 Jahre in eine Sackgasse führt. Das Lebensversicherungsgeschäft hat dadurch seit 2011 enorm gelitten. Der Staat hat ebenfalls durch diese Regelung Steuereinnahmen eingebüßt.“ Umso mehr begrüße man „die seit 1. März 2014 gültige Rückführung der Mindestbindungsfrist auf 10 Jahre für über 50jährige Kunden.

Das stimmt uns zuversichtlich, heuer endgültig die Talsohle in der Lebensversicherung zu verlassen“, so Stadler. Die ersten Monate des Geschäftsverlaufs bestätigen den Aufwärtstrend: „Wir verzeichnen im ersten Quartal 2014 insgesamt ein Prämienplus in Österreich von über 10 Prozent. In der Lebensversicherung liegen wir sogar deutlich darüber.“ Insgesamt trägt die Sparte Lebensversicherung 90 % zum gesamten Prämienvolumen der Ergo Versicherung bei.

EGT beträgt 15,3 Mio. Euro Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) der Ergo Versicherung beträgt 15,3 Millionen Euro (2012: 20,3 Mio.). Die Kapitalanlagen verringerten sich um 1,4% auf 6,3 Milliarden Euro. Die Ergo Direkt Lebensversicherung konnte ihr Vorjahresergebnis mit 13,5 Millionen Euro Prämieneinnahmen (2012: 13,6 Mio.) nahezu halten. Das EGT der Ergo Direkt stieg um 40% auf 180.000 Euro. Die Kapitalanlagen sind auf 86,2 Mio. Euro (+ 3%) gestiegen. (red)


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 25. April 2014 – 27

real:estate Colliers sieht britische Hauptstadt weiterhin unangefochten an der Spitze bei Retail-Immobilien  Seite 30

www.ehl.at

bausparen macht wieder freude © Raiffeisen

© Panthermedia.net

london ist die highstreet der eu

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien

Raiffeisen Bausparkasse sieht Einzahlungen anziehen, erwartet ein gutes Jahr 2014 

Wir leben Immobilien.

Seite 31

Durst-Bau: starkes Jahr 2013 und neue Ziele

reden sie mit der nr. 1! Über 50 Jahre Erfahrung in allen Immobiliensparten. Kontakt: 01 535 53 05 / info@colliers.at Colliers International Immobilienmakler GmbH, 1010 Wien, www.colliers.com/austria

IMMO-AGS 16. April–23. April 2014

IATX (23.4.)

200,14

2,73%

Wochentop conwert 4,72% Wochenflop s Immo 0,00% conwert 4,72% Immofinanz2,80% CA Immobilien Anlagen 2,15% Atrium 0,49% Warimpex 0,13% s Immo 0,00%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 23.4.)

Top 5 Immofonds Schroder ISF Asia Pacific DBXT CSI 300 R.E. 1C FF - Asia Pacific Proper CS Sicav One(Lux)Equ. Gl. ABD Gl.A. Pro. Sh. A2 USD

8,44% 6,87% 6,86% 6,59% 6,55%

Flop 5 Immofonds UBS (D) 3 Sector Real Estate -1,61% iShares UK Prop. UCITS ET -1,08% DWS Immoflex Vermög weltw.-1,01% Raiffeisen Immobilienfonds -0,53% CS WV Immofonds A -0,18% 16. April–23. April 2014

© Durst Bau/Christoph Panzer

Monatstop DWS Inv. RREEF 7,23% Monatsflop ComStage ETF -2,96%

Innovationen für das Geschäft der Zukunft Für das Wiener Traditionsunternehmen Durst-Bau, Wohnbau-Projektentwickler aus dem Hochtief-Konzern, ist 2013 gut gelaufen, sagt Geschäftsführer Hannes Horvath. Zu den neuen Highlights gehört das Durst-Bau-Studio als Premiere für die Branche. Seite 28 Hotelanbieter spürt gute Performance Gleichzeitig geht der Umsatz wegen Verkäufen von Standorten leicht zurück

CERX (23.4.)

416,16

2,85%

Wien. Der börsenotierte Hotelbetreiber und Immobilienentwickler Warimpex hat 2013 unter dem Strich deutlich weniger verdient als im Jahr davor. Der Periodengewinn verringerte sich um 76 Prozent von 10 auf 2,4 Mio. Euro. Allerdings war im Vergleichsjahr 2012 das Hotel InterContinental in Warschau verkauft worden. Operativ verbesserte sich Warimpex stark, geht aus der Ad-hoc-Mitteilung vom Donnerstag hervor. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) legte um fast ein Drittel von 11,3 auf 14,8 Mio. Euro zu, das Be-

triebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 53 Prozent auf 12,1 Mio. Euro. Grund dafür seien die gute Performance der Hotels im Portfolio, Immobilienverkäufe in München und Prag sowie die Umstellung der Bewertung für Büroimmobilien nach Marktwerten, so das Unternehmen.

Die Marktentwicklung Der Konzernumsatz habe sich aufgrund von Hotelverkäufen und der damit um 5 Prozent geringeren durchschnittlichen Zimmerzahl um 3 Prozent auf 71,6 Mio. Euro verringert. In den Jahresgewinn von

2,4 Mio. Euro ist das Ergebnis aus Joint Ventures in Höhe von 11 Mio. Euro eingerechnet. „Der Fokus auf ‚High Performer’ bei unseren Hotels hat sich als richtig erwiesen”, betonte WarimpexChef Franz Jurkowitsch. Schwächere Assets wurden verkauft, das Portfolio bereinigt. „Dadurch bringen die einzelnen verfügbaren Zimmer mehr.” Wesentlicher Treiber sei vor allem der starke russische Markt gewesen, wo das Unternehmen in der Airportcity St. Petersburg wichtige Erfolge verbucht habe und sich auch die Hotels sehr gut entwickelt hätten. (red/ag)

© Warimpex

Warimpex operativ um ein Drittel profitabler

Warimpex-Chef Franz Jurkowitsch: „Der russische Markt treibt an.“


i m m o: c ov e r

28 – financenetreal:estate

Freitag, 25. April 2014

financenet@medianet.at

Wohnbau-Spezialist Die Hochtief-Tochter Durst-Bau prüft nach Premium-Segment Einstieg in neues Marktsegment

short

Durst-Bau: mit Innovation in die Zukunft bauen

© APA/Helmut Fohringer

Baubetriebe ernüchtert bei Staatsaufträgen

Wien. Beim Beim Wiener Traditionsunternehmen Durst-Bau einem Wohnbau-Projektentwickler, der zu Hochtief gehört - ist das Jahr 2013 sehr gut gelaufen, sagt Geschäftsführer Hannes Horvath: Das Baurechtprojekt Sieveringer Straße 15 wurde nach 11 Monaten Bauzeit mängelfrei an die Wohnungskäufer übergeben. Es war ein halbes Jahr vor der Fertigstellung zu 100 Prozent verkauft. Bei drei weiteren Projekten wurde der Baustart vollzogen. Auch der Baufortschritt der laufenden Projekte verlief nicht zuletzt dank des milden Winters sehr zufriedenstellend. In Bau sind derzeit Projekte in der Schubertgasse/Säulengasse, in der Sieveringer Straße 69 und in der Kaiserebersdorfer Straße. 2014 sollen mindestens drei weitere Projekte in Bau gehen. „Die Nachfrage ist hoch. Wir sehen, dass wir die Projekte richtig planen, platzieren und die richtigen Zielgruppen ansprechen“, sagt Horvath. So ist neben der Nachfrage durch Eigennutzer auch das Interesse von Anlegern weiterhin deutlich spürbar.

Der Staat macht es kleinen ­Unternehmen zu schwer.

Wien. Weniger heimische Betriebe in Österreich konnten sich heuer im 1. Quartal öffentlicher Aufträge erfreuen, obwohl es mehr Bestellungen gab. Laut KMU Forschung Austria scheuen vor allem Kleinst- und Kleinfirmen immer öfter den mit Ausschreibungen verbundenen administrativen Aufwand. Insgesamt ist der Anteil von Betrieben mit öffentlichen Aufträgen vom 4. Quartal 2013 zum 1. Quartal 2014 von 40 auf 38% gesunken. Zugleich hat der Anteil öffentlicher Aufträge am gesamten Auftragsstand von 25 auf 27% zugenommen. Die höchsten Anteile von Betrieben mit öffentlichen Aufträgen wies Vorarlberg (44%) auf.  (red/APA)

Braas Monier will an die Börse gehen

Flächenreserven nutzen

Frankfurt. Der deutsche Dachpfannen- und SchornsteinHersteller Braas Monier strebt an die Börse. Die Investmentbanken UBS und BNP Paribas, die die Federführung bei der rund eine halbe Mrd. € schweren Transaktion haben, peilten den Börsengang im Juni oder Juli an, meldet Reuters. Das Unternehmen, das ehemals zum französischen BaustoffKonzern Lafarge gehörte, war 2009 von seinen Gläubigern übernommen worden. (APA)

Bei der Preisentwicklung sieht Horvath derzeit eine leichte Stagnation im Premium-Segment; das sei allerdings nur eine Momentaufnahme, erwartet wird ein weiteres Anziehen der Preise. Im mittleren Marktsegment herrscht durch hohe Grundstückspreise und eine harte Preisobergrenze ein Druck, was den Preis pro Wohnung betrifft. Horvath: „Es herrscht ein Nachfrageüberhang im mittleren Preissegment, was zuerst einmal zu Preissteigerungen bei Grundstücken geführt hat. Die einzig sinnvolle Reaktion ist, das Angebot zu erhöhen. Alle anderen derzeit von der

© s Real Immobilienvermittlung/Walter Henisch

Makler wollen nur noch freien Mietzins sehen

Politik geplanten Maßnahmen sind vielleicht punktuell sinnvoll, lösen das Grundproblem aber nicht.“ Freilich sei einiges in Bewegung, es sind viele Projekte in Planung. „Die Hoffnung ist, dass sich bald auch das Niveau der Grundpreise normalisiert. Die Flächenreserven sowohl für Neubau wie für Verdichtung sind da.“ Auch durch ein Durchforsten sämtlicher Normen, Gesetze und Regelwerke könnte die öffentliche Hand ohne Kosten die Schleusen für weitere neue Projekte bzw. für Kostensenkungen öffnen. Durst-Bau selbst hat sich im Premium-Segment etabliert und prüft derzeit auch einen Ausbau im mittleren Marktsegment. „Ich interessiere mich auch für den großvolumigen Wohnbau im mittleren Segment“, erklärt Horvath. Er sieht grundsätzlich den Wohnbau auch weiterhin gut in Fahrt. Hier gebe es Nachholbedarf durch die wachsende Bevölkerung der Stadt Wien - und Durst-Bau ist nur hier tätig. Eine wichtige Innovation sei das neue Durst-Bau-Studio: Parallel zu den Preissteigerungen, gerade im Premium-Segment, sind auch die Ansprüche der Wohnungssuchenden stark gestiegen. Das Beratungszentrum in der Modecenterstraße soll auf mehreren Ebenen Mehrwert bieten: Es ist erste und zentrale Ansprechstelle. „Der Markt verändert sich. Unser strategisches Ziel ist eine kundenorientierte marktadäquate Qualitätssicherung bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung. Dies wollen wir mittels vertikaler Integration - einer sinnvollen Wertschöpfungstiefe - erreichen. Mit dem Durst-Bau Studio wird nach Bauträger, Bauausführung und Vertrieb der letzte wichtige Baustein dazu im Unternehmen abgebildet. Wir sind für die Zukunft damit sehr gut aufgestellt.“ (gst)

© Durst Bau/Christoph Panzer

Derzeit sind drei Projekte in Bau, demnächst soll auch der Start im mittleren Preissegment erfolgen.

Zentrale Anlaufstelle für die Kunden im Premium-Segment: Durst-Bau-Studio.

das neue wohnstudio Wohnung aussehen wird. Dabei wurden unterschiedliche hochwertige Linien entwickelt – für jeden Geschmack soll etwas dabei sein. Abwicklung ist inbegriffen „Kauft man sich eine Neubauwohnung, steht man vor einer Vielzahl von Entscheidungen; dabei ist es sehr schwierig, sich die unendliche Vielfalt an Ausstattungskombinationen vorzustellen“, sagt Durst-Bau-Geschäftsführer Hannes Horvath. Im Wohnstudio können z.B. ganze Bäder besich-tigt werden; der Käufer wird dabei von seinem Kundenberater durch die komplexe Entscheidungsfindung begleitet. Auch die gesamte Abwicklung wird dann vom Kundenberater erledigt – Termine und Verträge mit Installateur, Parkettlegern, Tür-Produzenten usw. fallen weg.

Zentral für den Kunden Mit dem Durst-BauStudio setzt die auf das Premiumsegment spezialisierte Hochtief-Tochter Durst-Bau auf Sonderwunschabwicklung aus einer Hand: Die Kunden können sich ein Bild verschiedenster Ausstattungskombinationen machen, gleichzeitig soll an dieser Zentralstelle kompetente Beratung auf höchstem Niveau geboten werden. Was man als Alleinstellungsmerkmal sieht: Wer bei Durst-Bau eine Wohnung kauft, erhält alles aus einer Hand. Durst-Bau ist zugleich Bauträger und Baufirma, der Vertrieb erfolgt intern und mit dem Durst-Bau-Studio findet nun auch die Ausstattungsberatung im Haus statt. Hochwertige Kombinationen von Ausstattungen werden dabei so präsentiert, dass sich ein Laie gut vorstellen kann, wie die

US-Aktionärsberater Empfehlung für Proschofsky

2014 wird besser Im Vorjahr 5,5% weniger Umsatz

Wien. Bei der Immobilienfirma conwert rührt „Börsenrebell” Investor Alexander Proschofsky kräftig die Werbetrommel, damit er am 7. Mai in den Verwaltungsrat gewählt wird. Nach Aktionärsschützer Wilhelm Rasinger bekommen die „Gegenkandidaten” Proschofsky und der deutsche Immobilienmanager Peter Hohlbein nun Rückendeckung vom US-Aktionärsberater ISS Proxy Advisory. Dieser hat seinen Kunden – u.a. in-

stitutionelle Investoren wie Fonds – die Wahl von Proschofsky und Hohlbein empfohlen und spricht sich dagegen aus, für die vom conwert-Management nominierten Kandidaten Alexander Schoeller und Martina Postl zu stimmen. Diese beiden stehen in den Augen Proschofyks im Einflussbereich von conwert-Großaktionär HansPeter Haselsteiner bzw. des neuen Firmenchefs Clemens Schneider.

Vöcklabruck. Die Erlöse der EternitWerke mit Sitz in Vöcklabruck/OÖ sind 2013 um 5,5 Prozent auf 49,3 Mio. € gesunken – bedingt durch die Situation am heimischen Steildachmarkt, der im Gegensatz zum Auslandsmarkt rückläufig ist. Für 2014 erwartet das Management wieder ein deutliches Umsatzwachstum.

Interesse an Deutschland

Eternit schrieb 2013 zwar einen operativen Verlust von 325.000 (2012: 989.000) €, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg aber von 1,2 auf 1,4 Mio. €, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 1,8 Mio. auf 2,4 Mio. €. Verantwortlich dafür sind laut Vorstandssprecher Peter Rungger vor allem die Ausschüttungen der Tochter „Dach und Wand”, die im abgelaufenen Jahr 98,6 (2012: 100,1) Mio. € umgesetzt hat und ein EGT von rund 3 Mio. € auswies. Als Reaktion auf die Marktentwicklungen hat Eternit zuletzt den Export im Fassadenbereich

Ringen um conwert-Verwaltungsrat Eternit setzt auf Auslandsgeschäft

„Börsenrebell“ Alexander Proschofsky bekommt Rückendeckung.

Proschofsky zeigt sich erfreut über die Rückendeckung. „Ich bin davon überzeugt, dass unser Personalangebot für alle Aktionäre das erheblich bessere und wertsteigernde ist.” Conwert steht zu 42% im Eigentum institutioneller Inves-toren, Haselsteiner gehören 24,4%. Privataktionäre halten 21,6%. Mehr als zwei Drittel der Wohnungen befinden sich mittlerweile in Deutschland. Vergangene Woche wurde bekannt, dass der frühere conwert-Verwaltungsratschef und Haselsteiner-Berater Johann Meran Interesse am Deutschland-Geschäft hat. (red/APA)

Neue Zielrichtungen

© Panthermedia.net/Alfred Emmerichs

Wien. Die Fachgruppe der Wiener Immobilientreuhänder in der WKO will künftig nur noch „freie” Mietzinse am Markt sehen. Eine Novelle des Mietrechts würde die Probleme nur aufschieben, es müsse komplett neu formuliert werden. Nur eine freie Miete erlaube Investitionen in die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum, ein Wachstum des Markts und hohe Wohnqualität. Mittelfristig sollten auch die Privilegien der Bestandsmieten abgebaut und ein langfristiges Heranführen des Segments an das Marktniveau ermöglicht werden, fordert Obmann Michael Pisecky. Damit würden viele begünstigte Mieter in bedarfsgerechte Wohnungen übersiedeln. Das Problem des Wiener Markts seien fehlende Investitionen. (APA)

© APA/Helmut Fohringer

Immobilientreuhänder-Obmann Pisecky: „Mietrecht komplett neu“.

forciert und will das auch weiter fortsetzen. „Wir exportieren inzwischen Fassadenplatten für High-End-Anwendungen am europäischen, amerikanischen und australischen Markt”, so Marketing- und Vertriebsvorstand Hans-Jörg Kasper. Für den deutschen Markt wurde eine eigene Vertriebstochter gegründet. Der Auslandsumsatz erhöhte sich 2013 von 6,1 Mio. auf 7 Mio. €. (red/ag)

Der heimische Markt war 2013 flau, jetzt wird u.a. in Deutschland expandiert.


www.ersteimmobilien.at

Investieren Sie lieber in solide Immobilien. ERSTE IMMOBILIENFONDS

Sorgfältig ausgesuchte Immobilien sind in bewegten Zeiten eine gute Wertanlage. Mit dem ERSTE IMMOBILIENFONDS beteiligen Sie sich an Immobilien, die als substanzstark und wertbeständig gelten. Nützen Sie deren Ertragschancen, ohne vom Auf und Ab der Börse abhängig zu sein. Erhältlich in Ihrer Erste Bank und Sparkasse. Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapieren neben den geschilderten Chancen auch Risiken birgt. Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung. Wir weisen darauf hin, dass ein dem Immobilien-Investmentfondsgesetz (ImmoInvFG) BGBI Nr. 80/2003 in der gültigen Fassung und den Fondsbestimmungen entsprechender Verkaufsprospekt am Sitz der ERSTE Immobilien KAG (Emittentin) sowie der Erste Group Bank AG (Depotbank) aufliegt und im „Amtsblatt zur Wiener Zeitung“ bzw. auf der Homepage der ERSTE Immobilien KAG (www.ersteimmobilien.at) veröffentlicht wird. Sämtliche Prospekte stehen Interessierten kostenlos zur Verfügung. Das genaue Datum der jeweils letzten Veröffentlichung sowie weitere allfällige Abholstellen geben wir auf Wunsch gerne bekannt. Diese Unterlage stellt keine Anlageberatung oder Anlageempfehlung dar. Sie dient als zusätzliche Information für unsere Anleger und kann keine auf besondere Verhältnisse der Anleger bezogene Beratung ersetzen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Wertentwicklung eines Fonds zu. Irrtum und Druckfehler vorbehalten. ERSTE Immobilien Kapitalanlagegesellschaft m.b.H., Windmühlgasse 22-24, 1060 Wien.

Nähere Informationen im Immobilien-Newsletter


i m m o: m a r k e ts

30 – financenetreal:estate

Freitag, 25. April 2014

financenet@medianet.at

Colliers International Wiener Einzelhandelsmarkt: Annäherung an die Spitzenmieten in Mailand und Paris

London unangefochten Europas Highstreet Nr. 1

ImmoNomade von Philipp Kaufmann 3P.zum.Glück

Von

nachhaltigen

Büro- und Handels-

Bond Street ist immer noch die teuerste Einkaufsmeile in Europa, Sofia und Riga holen auf.

gebäuden, aber auch Sport-

Wien/London. Der jüngste Bericht des Immobilienunternehmens Colliers International hat ergeben, dass die Old Bond Street in London mit Spitzenmieten von 908 € je m2 und Monat nach wie vor die teuerste Einkaufsstraße Europas ist. Laut „Retail-Snapshot” von Colliers sind die Mieten dort damit deutlich höher als in jeder anderen Einkaufsmeile in Europa (siehe Tabelle). Paul Souber, Leiter der Retailabteilung in London, sagt: „London ist nach wie vor der Schlüsselpunkt für jede Marke, die einen Luxus-Status anstrebt.” Die Nachfrage nach erstklassigen Lagen in London sei ungebrochen, selbst die absoluten Höchstmieten, die durch Neuvermietungen erreicht werden, reichten nicht aus, um die starke Nachfrage „gebührend zu beschreiben. Die Einzelhändler sind bereit sogenannte Schlüsselgelder in Höhe von mehreren Millionen Pfund zu bezahlen, nur um auf der Bond Street Fuß zu fassen, nur um die bestehenden Verträge kontrollieren zu können”. Sean Briggs, Managing Director Retail Europe von Colliers, kommentiert die europäische Retailsituation wie folgt: „Die ersten Anzeichen der Erholung haben sich definitiv durchgesetzt, mehrere Märkte in Europa verzeichnen eine Veränderung der Spitzenmieten seit dem 1. Quartal 2013. Die Nachfrage internationaler Einzelhändler nach Spitzenlagen hat das Mietwachstum weiter gesteigert, vor allem in den genannten Top Highstreets.” In Westeuropa sehe man daneben auch in den Einkaufsstraßen von München, Berlin und Stuttgart ein weiteres Wachstum auf Jahresbasis der Spitzenmieten. Aber es gibt auch Märkte mit Rückgängen in den Bestlagen;

stätten, war an dieser Stelle schon des Öfteren die Rede. Dass jetzt aber auch Logistikgebäude zu Blue Buildings werden, ist schon beachtlich. Was kann man denn an einer Lagerhalle schon optimieren, werden sich Viele fragen. Max Schachinger, Geschäftsführer

des

gleichnamigen

Logistikunternehmens

in

Hörsching, liefert die Antwort dazu: mit seinem DGNB zertifizierten in

Logistikpark

Passivhausqualität

ist

ein Leuchtturmprojekt entstanden, in dem nicht nur Fahrwege, Gangbreiten und Hallenhöhe

optimiert

wur-

den, sondern vor allem der gesamte

Lebenszyklus

im

Mittelpunkt steht. Beginnend mit einer integralen Planung, über die Verwendung von Holz und CO 2 -armem Beton bis hin zur Sicherstellung einer hohen Arbeitsplatzqualität soll das Bauwerk ein Vorbild für Nachahmer in Europa und darüber hinaus sein. Dass sich das Unternehmen bereit erklärt hat, die aus dem Projekt gewonnenen

Erfahrungen

weiterzugeben und nicht als „Betriebsgeheimnis“

unter

Verschluss zu halten, beweist einmal mehr, dass Nachhaltigkeit für Max Schachinger kein Lippenbekenntnis ist.

© Wikimedia/Gryffindor

B

lue Logistics

Wiens Goldenes U ist auf Rang 8. Auch die Stuttgarter Königstraße fällt unter die Top Ten – ex aequo mit Berlins Tauentzienstraße.

zu diesen zählt etwa trotz starker Einzelhandelsumsätze und kontinuierlicher Nachfrage Istanbul, was auf die Abwertung der türkischen Lira zum Euro und USD zurückzuführen sei. Der Anstieg des Retailangebots und der deutlich steigende Zinssatz in der Türkei trieb dort die Spitzenrenditen in die Höhe. Eine Rückwärtsbewegung der Highstreet-Mieten gab es auch in Genf, womit es weiter zu einer Annährung an vernünftigere Mietpreise auf der Rue du Rhône kommt; ein ähnliches Szenario bietet sich in Warschau.

Wien: Preise steigen weiter „In Österreich – allem voran Wien – ist die Nachfrage nach Luxuslagen weiterhin ungebrochen stark“, bestätigt Stefan Goigitzer,

Leiter der Retail Abteilung von Colliers Österreich, und ergänzt: „Die Spitzenmieten sind nach wie vor am Steigen, und so nähern wir uns immer mehr den Mietpreisen in Mailand und Paris an.“ Zu den Gewinnern auf Jahressicht gehören Sofia in Bulgarien, wo der stärkste Anstieg der Mieten in Bestlagen (48%) registriert wurde, allerdings ist dies eine Rückkehr zu früheren Werten. In Moskau und St. Petersburg blieb auch die Nachfrage nach Mietfläche stark. Preisbewegungen nach oben sah auch Riga (Lettland) – so öffnet etwa der polnische Retailer „Reserved“ ein neues Geschäft im Mai, „H&M“ und „Next“ suchen derzeit noch. Das bedeutendste Renditeminus in Bestpreislagen gab es in Kiew. Alle großen britischen Märkte verzeichneten eine Verdichtung der

High Street-Renditen inmitten des Wirtschaftsaufschwungs und einer starken Nachfrage von Investoren. Ein Rückgang an hochwertigen Objekten in Verbindung mit einem Wachstum der Spitzenmieten führte zu einem Druck auf die Spitzenrenditen in Dublin. (lk) H ighst reet-spit zenmiet en

Old Bond Street, London Bahnhofstraße, Zürich Champs Élysées, Paris Via Monte Napoleone, Mailand Stoleshnikov Lane, Moskau Via Condotti, Rom Rue du Rhone, Genf Goldenes U, Wien Kaufingerstraße, München Tauentzienstraße, Berlin Königstraße, Stuttgart

908 € 649 € 583 € 580 € 511 € 445 € 410 € 400 € 350 € 330 € 330 €

Quelle: Colliers Int., Miete je m2 und Monat

Das sind die Visionäre, die wir in unserer Branche brau-

Suche nach Rendite, Alternativen Experten: „Zinstief kurbelt Nachfrage an“; Initiatoren bieten reine Hotel-Fonds an

chen. Und der Erfolg gibt

Auch immer mehr Private kaufen Hotels

ihm recht: nicht nur, weil die Metro Gruppe auf die Dienstleistungen des Familienunternehmens setzt,

Frankfurt. Auf der Suche nach Renditen stecken Profi-Investoren wie Versicherer und Pensionsfonds, aber auch reiche Privatleute, Geld in Hotels. Das Dienstleistungsund Beratungsunternehmen Jones Lang LaSalle (JLL) berichtet von steigender Nachfrage nach Hotelinvestments. Dabei spielt allerdings nicht immer nur die Rendite eine Rolle. „Es gibt Wohlhabende, die einfach einmal ein Hotel haben

sondern

auch, weil die Attraktivität als Arbeitgeber deutlich gesteigert wurde. Denn, so Schachinger, seit die neue Halle samt Büro aus Massivholz in Betrieb ist, habe die Zahl der Initiativbewerbungen

deut-

lich zugenommen.

wollen“, sagt Ursula Kriegl, Leiterin der JLL-Hotelsparte in Deutschland. „Oder sie haben eine besondere Bindung an den Ort, beispielsweise, weil sie sich dort verlobt haben.“ Das Gros der Investoren auf dem deutschen Hotelmarkt waren in 2013 Institutionelle und vermögende Privatleute. Das Transaktionsvolumen belief sich laut JLL auf insgesamt ca. 1,6 Mrd. Euro – der beste Wert seit 2007.

ÖGNI informiert:

8. Auditoren-

Höhere Anfangsrendite

Lehrgang

03. – 05.06.2014 | Wien

© sxc/Wojtek Krosnowski

Infos und Anmeldung auf www.ogni.at

www.ogni.at

„Solange die Zinsen niedrig bleiben, wird die Nachfrage anhalten“, sagt der Leiter An-und Verkauf Spezialimmobilien bei der DekaGruppe, Malte-Maria Münchow. „Bei Hotels lockt eine Anfangsrendite von teils über sechs Prozent, das ist mehr als bei Büro- oder Einzelhandelsimmobilien.“ Allerdings müsse sich der Investor auch intensiver mit dem „Nischenprodukt“ beschäftigen. Trägt sich das Konzept an dem Standort? Welche anderen Nutzer kommen infrage, wenn der Pächter nicht mehr zahlt oder der Vertrag ausläuft?

Hotels: mehr Anfangsrendite, aber spezielle Probleme, z.B. bei Ausfall des Pächters.

„Wenn ein Mieter von vielen in einer Büroimmobilie kündigt, ist das in der Regel kein Problem; wenn aber der Hotelpächter als einziger Mieter einer Immobilie geht, ist die Suche nach einem Nachmieter schon eine Herausforderung.“ Die Deka-Gruppe bietet institutionellen Anlegern wie Versicherungen oder Pensionskassen seit einigen Jahren einen reinen Hotel-Fonds an. Die Nachfrage sei

zuletzt kräftig gestiegen. „Haupttreiber ist derzeit die Suche nach alternativen Investments.“ Seit gut einem Jahr ist auch das Fondshaus Union Investment mit einem Hotel-Fonds für Profi-Anleger auf dem Markt und konzentriert sich dabei auf Budget- und Economy-Herbergen. „Das Segment hat sich in Krisenzeiten als sehr stabil erwiesen“, sagt Sprecher Fabian Hellbusch. Auch er sieht verstärktes Interesse am Hotelbereich, wegen der großen Nachfrage nach Immobilien allgemein bei gleichzeitig geringem Angebot. „Wer privat investiert, muss extrem vorsichtig sein“, sagt Markus Flack, Experte beim Frankfurter Vermögensverwalter FOCAM. Auf den ersten Blick locke eine Rendite von 5 bis 8%, ein Mietshaus in guter Lage komme nur auf 3 bis 4%. „Doch die Tücken stecken im Detail des Pachtvertrags.“ Ein guter Betreiber, etwa eine bekannte Hotelkette, habe eine starke Verhandlungsmacht; das schaffe Probleme, wenn er nach 10 Jahren die Pacht nicht verlängert oder eine komplette Renovierung fordert. (ag/lk)


i m m o: m ark e ts

Freitag, 25. April 2014

financenetreal:estate – 31

financenet@medianet.at

Raiffeisen Bausparkasse Nach gedämpftem Jahresbeginn 2013 kann erfolgreiche Trendwende eingeläutet werden

short

Bausparen wieder gefragt

Positive Signale für 2014 erkennbar

Prämienbegünstigte Einzahlungen am Bausparmarkt ziehen an und lassen ein gutes 2014 erwarten. Wien. Eine erfolgreiche Trendwende brachte das abgelaufene Geschäftsjahr für die Raiffeisen Bausparkasse, einer der größten Wohnbaufinanciers Österreichs und international erfolgreichste österreichische Bausparkasse.

Bausparen wieder attraktiv „Wir verfügen über den höchsten Vertragsbestand und konnten im Jahr 2013 die meisten prämienbegünstigten Einzahlungen am Bausparmarkt verzeichnen“, so Manfred Url, Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse. Nach einem gedämpften Start zu Jahresbeginn nahm in den Folgequartalen die Nachfrage nach der Sparform Bausparen wieder zu. Mit insgesamt 305.865 neu abgeschlossenen Bausparverträgen wurde ein Plus von 5,3% gegen-

© panthermedia.net/lexan

über 2012 erzielt. Die Darlehensvergabe ging um 22,3% auf 782,4 Mio. € zurück, zog jedoch im ersten Quartal 2014 erfreulich an und erreichte mit +19% 189,3 Mio. €. Bei der Finanzierungsleistung, dem an die Darlehensnehmer geflossenen Geld, seien im Vorjahr rund 41% der Angebote auf Sanierungen, Umbauten und Renovierungen entfallen, wobei mit 196 Mio. € mehr als ein Viertel der Finanzierungsleistung an Großprojekte ging.

Fritz Haslinger

Coface prognostiziert plus 1% Wachstum für Westeuropa in 2014.

Wien. Laut dem Coface Insolvenz-Monitor hatten Unternehmen in Zentraleuropa 2013 ein schwieriges Jahr. Die Exporte, erwartete Haupttreiber für das BIP-Wachstum, sanken durch die wirtschaftliche Verlangsamung des Haupthandelspartners Eurozone. Speziell der Bausektor habe unter den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwer gelitten und bleibt ein Schwachpunkt der Region, so Coface. Die schon längerfristig schlechten Ergebnisse haben sich auch 2013 nicht verbessert. Das beeinflusste auch weitere, abhängige Sektoren: zum Beispiel Produzenten von Metallwaren, Maschinen und anderen Geräte für den Bausektor. Auch für die unmittelbare Zukunft können keine Verbesserungen erwartet werden. Andererseits seien zu Beginn des Jahres 2014 deutlich positivere Faktoren erkennbar: Die durchschnittliche Wirtschaftswachstumsrate der Länder Zentraleuropas sollte von +1,1% im Jahr 2013 auf +2% im Jahr 2014 steigen. Die Baltischen Staaten Lettland und Litauen werden diese Verbesserungen vorantreiben. Als Hauptgründe für die positive Entwicklung in 2014 nennt Coface wachsende Exporte und einen wieder anziehenden privaten Konsum. (APA/red)

Als Bauspar-Pionier leistete das Unternehmen auch in der Region Zentral-Osteuropa einen wesentlichen Beitrag zur Implementierung des Bausparsystems. In den vier Beteiligungen wurden allein im Vorjahr rund 317.000 neue Bausparverträge abgeschlossen und ein Gesamt-Vertragsbestand von 2,2 Mio. Stück erzielt.

© Raiffeisen Bausparkasse/Johannes Ifkovits

Pionierleistung in CEE

Manfred Url: „Verzeichneten 2013 die meisten prämienbegünstigten Einzahlungen“.

Baugewerbe EU nimmt Auftraggeber im Baugewerbe in die Pflicht und droht mit europaweiten Konsequenzen

Richtlinien gegen unlauteren Wettbewerb Straßburg/Wien. Auftraggeber im Baugewerbe müssen bald europaweit mit Konsequenzen rechnen, falls windige Subunternehmer Arbeitnehmer um ihren Lohn prellen. Dies hat kürzlich das Europaparlament in Straßburg beschlossen. „Diese Richtlinie bietet unlauterem Wettbewerb im Binnenmarkt bei Entsendungen von Arbeitnehmern in andere EU-Länder Einhalt“, erklärt Wirtschaftskammer-Experte Martin Gleitsmann.

Die EU will gegen windige Subunternehmer am Bau härter vorgehen.

Kapitalerhöhung 480.862 Aktien noch zu vergeben

Bank of America Altlasten

Baubeginne ziehen an

Wien. Beim börsenotierten Baukonzern Porr, der kürzlich eine BlitzKapitalerhöhung durchgezogen hat, haben sich die Anteilshöhen dadurch teils recht stark geändert. Etwa fiel die Wiener Städtische Versicherung (Vienna Insurance Group) unter die 5-Prozent-Schwelle auf 4,2 Prozent. Laut Porr hält das Syndikat aus der Strauss- und aus der Ortner-Gruppe nun 57,7% der Stimmrechte, die Renaissance Construction AG 5,9% und die

New York/Wien. Altlasten aus der Zeit vor der Finanzkrise kommen die Bank of America immer noch teuer zu stehen. Im ersten Quartal musste sie dafür weitere 4,35 Mrd. Euro zurückstellen. Das brachte der Nummer zwei unter den USBanken zu Jahresbeginn 2014 einen Verlust von 514 Mio. Dollar ein. „Die Kosten für die Beilegung weiterer Hypotheken-Themen haben den Gewinn in diesem Quartal belastet“, erklärt Vorstandschef Brian Moynihan. Im Vorjahreszeitraum hatte das Geldhaus noch 1,11 Mrd. Dollar verdient – am Ende war 2013 für die Bank das beste Jahr seit den Boom-Zeiten vor der Finanzkrise. Operativ kommt die Bank of America jedoch mit der Abwicklung ihrer Hypotheken-Altlasten voran. Die Kosten der internen „Bad Bank“, in der sie faule Wohnungskredite abarbeitet, sanken im ersten Quartal auf 1,6 Mrd. Dollar – vor einem Jahr waren es noch 2,6 Milliarden. Bis Ende 2015 soll sie das Institut nur noch mit einer halben Milliarde Dollar im Quartal belasten.(APA/fh)

Washington/Wien. Nach dem harschen Winter werden in den USA wieder mehr Häuser gebaut. Laut Handelsministerium ist im März die Zahl der Baubeginne um 2,8% auf eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von 946.000 gestiegen. Gefragt sind vor allem Einfamilienhäuser; hier zogen die Baubeginne um 6% auf 635.000 an. Während die Nachfrage nach Einfamilienhäusern stieg, fiel die nach Mehrfamilienhäusern um 6,4%. (APA)

© Porr/Rita Newman

Wiener Städtische 4,2%. Das PorrManagement verfügt über einen Anteil von 4,1%, und sonstige Aktionäre halten Anteile in Höhe von 28 Prozent. Dabei habe es sich um einen „Zwischenschritt“ in der Kapitalerhöhung gehandelt. Noch verbleibende 480.862 neue Aktien werden in der Bezugsfrist, die noch bis zum 28. April läuft, den bestehenden Aktionären angeboten, heißt es seitens des Unternehmens. (APA)

Porr-Chef Karl-Heinz Strauss: im Syndikat mit Ortner-Gruppe die Nr. 1 bei Porr.

Nochmals teuer US Immo Markt

© panthermedia.net/JCB Prod

Porr: Anteile neu aufgegliedert

Das Wetter ist wieder besser, die Erholung am US-Häusermarkt setzt sich fort.

Mazedonien setzt auf die neuen Investoren

© Wikimedia/Novica Nakov

Wie genau die Behörden die Einhaltung der Regeln kontrollieren, bleibt weitgehend im Ermessen der EU-Staaten. Die EU bessert damit an einem europäischen Gesetz zum

© APA/EPA/Oliver Hoslet

Kontrolle bei EU-Staaten

Schutz entsandter Arbeitnehmer aus dem Jahr 1996 nach. Die EUStaaten müssen noch zustimmen, es gibt aber bereits eine informelle Einigung mit dem Parlament. Gewerkschaften hatten sich ein schärferes Vorgehen gewünscht. So kommentiert die deutsche IG Bau, Kontrollen von Entsendefirmen würden „künstlich erschwert“. Während EU-Abgeordnete Evelyn Regner (SPÖ) den Parlamentsbeschluss als nächsten Schritt im Kampf gegen Lohndumping sieht, sagt SPD-Europaabgeornete Jutta Steinrück: „Was jetzt auf dem Tisch liegt, ist reine Kosmetik. Hungerlöhne, Schlepperbanden und menschenunwürdige Unterkünfte werden wir damit nicht wirksam bekämpfen können.“ (red/ag)

In Mazedoniens Hauptstadt Skopje bauen Strabag und Soravia Gruppe.

Skopje. Mazedoniens nationalistisch geführte Regierung unter Premier Nikola Gruevski will bei der Parlamentswahl am kommenden Sonntag mit der Chance auf mehr Auslandsinvestments punkten. Insgesamt vier Industriezonen mit großen Steuervorteilen hat die Regierung bereits geschaffen, um der wirtschaftlichen Probleme Herr zu werden, bis jetzt aber mit gemischtem Erfolg. Vor allem die Auto-Zuliefererbranche ließ sich dort nieder. Vom Bauboom in der Hauptstadt, der mit der Verwirklichung des Stadterneuerungsprojekts „Skopje 2014” einsetzte, profitierten aus Österreich bisher unter anderem die Strabag und die Soravia Gruppe. Weitere rund 60 größere österreichische Unternehmen sind in Mazedonien tätig, hauptsächlich im Dienstleistungssektor. (APA/red)


pe opl e &date s

32 – financenetreal:estate

Freitag, 25. April 2014

financenet@medianet.at

Wein-Investments Veranlagungen in edle Tropfen wie Rotweine aus dem Bordeaux sind hierzulande noch selten

short

Kräftig auf der Zunge und auch ertragreich im Depot

Geberit führend in Sanitär-Ästhetik Pottenbrunn. Rund 95% der Installateure sind mit dem Angebot an Unterputzspülkästen „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“, dementsprechend werden sie von 90% der Installateure weiterempfohlen. Das zeigt die Geberit Installateurstudie 2014. Ein ähnliches Bild zeigt die Zufriedenheit der Installateure beim Dusch-WC Geberit AquaClean. 80% der Installateure sind „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“ und beinahe 90% empfehlen ihren Kunden das Geberit AquaClean weiter. (ag)

„Liquide Vermögenswerte“ werden auf der Suche nach Erträgen weltweit immer beliebter. Wien. Was hat Wein mit Veranlagung zu tun? Dieser Zusammenhang erschließt sich nicht jedem sofort. „Jede Menge!“, meint der britische Ökonom Elroy Dimson. Die Preise für Spitzenweine aus dem klassischen Weinbaugebiet Bordeaux entwickeln sich sehr interessant, das konnte Elroy Dimson mit seinen beiden Kollegen Peter L. Rousseau und Christophe Spaenjers in einer Studie nachweisen. „Das Paper ‚The Price of Wine‘ ist die erste Studie zur Entwicklung des Weinpreises über einen so langen Zeitraum. Aufgrund der Sichtung von Datenmaterial aus mehr als 100 Jahren konnten wir auf Zusammenhänge zwischen Alter, Weingut, Jahrgang und sich verändernden ökonomische Rahmenbedingungen schließen, die sich auf den Weinpreis auswirken“, so Dimson.

Michael Kleiter-Bingel: internationale Markt- und Branchenerfahrung.

Wien. Michael Kleiter-Bingel (47) leitet ab sofort die Geschäfte des weltweit größten Versicherungsmaklers Aon in Österreich. Kleiter-Bingel wurde zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der operativen Gesellschaften Aon Jauch & Hübener Ges.m.b.H. und Aon Austria Versicherungsmakler ernannt. Darüber hinaus wurde er zum Geschäftsführer der Aon Holdings Austria Ges.m.b.H. bestellt. Gleichzeitig wurde Alfred Schönburg zum Chairman der Aon Gruppe in Österreich berufen. Vor seinem Einstieg bei Aon Österreich war KleiterBingel zehn Jahre Regional Manager Österreich & Zentralosteuropa bei einem international führenden Industrieversicherer in Wien. Davor war er über 15 Jahre in verschiedenen Managementpositionen bei internationalen Versicherungs- und Versichungsmaklerunternehmen tätig.  (ag)

Robin Khanna, Geschäftsführer Bordeaux Traders: Erträge sind als sogenannter verfallender Vermögenswert komplett steuerfrei.

Junger und hochqualitativer Wein, der noch reift, liefert den höchsten Ertrag, während namhafte, bekannte Weine einen nicht in finanziellen Mitteln auszudrückenden Wert für deren Besitzer liefern. Im betrachteten Zeitraum von 1900 bis 2012 hat Elroy Dimson mit seinen Kollegen bei einem „Wein-Investment“ eine Performance in der Höhe von plus 4,1% berechnet. Dieser Wert übertrifft sogar die Performance von Staatsanleihen, Kunst und Briefmarken in diesem Zeitraum. Der Wertzuwachs korreliert mit Kursgewinnen an den Börsen. Was in England fast schon zum guten Ton gehört, kommt nun langsam auch in der Alpenrepu-

blik in Mode: Bordeaux Traders, 2009 gegründet, kauft und verkauft Luxusweine im Namen der Kunden ausschließlich zu Anlagezwecken. „Wir sind Portfoliomanager und Anlageberater, spezialisiert auf hochwertige Luxusweine, ausschließlich aus Bordeaux und dem Burgund“, erzählt der Geschäftsführer Robin Khanna. Infrage kommen, so Khanna, nur mit Abstand die teuersten und begehrenswertesten Weine der Welt (auch „Blue-Chip Weine“ genannt; Anm.). Weine von Kunden der Bordeaux Traders im Gesamtwert von ca. 6,4 Mio. € lagern im Londoner City Bond, wo sich auch exklusive Whiskies und Cognacs finden. Weininvestments haben, stimmt

Khanna Elroy Dimson zu, in den letzten 10 bis 20 Jahren alle anderen ��� speziell die traditionellen – Geldanlagen in den Schatten gestellt und sogar Gold übertroffen.

len wird ein Minimum-Startkapital von 25.000 Euro, um das Portfolio auf mehrere Jahrgänge streuen zu können, sagt Khanna. Für Investoren, die aus den Aktien oder Immobilienbereichen kommen, sind nur die Rendite und Gewinne von Interesse, meint der Geschäftsführer von Bordeaux Traders. „Für Weinkenner gilt dies auch, aber diese hoffen immer darauf, dass sich eine Kiste durch das Investment selbst bezahlt, damit auch sie einmal die teuersten Tropfen der Welt selbst verkosten können.“ Der Maßstab für den Handel von Investmentweinen, der Liv-ex Fine Wine 1000-Index, hat sich in der Spitze seit 2005 verdreifacht, in den letzten Monaten aber rund 15% nachgegeben.

Luxusanlage kostet Beim finanziellen Einsatz scheidet sich quasi der Sauerampfer vom Château Pétrus (der ’89er war übrigens einer der einträglichsten Qualitätsweine zur Kapitalanlage; Anm.), um im Fachjargon zu bleiben, denn der ist schon im Ansatz kräftig: „Dies ist eine alternative Geldanlage, also eine Luxusanlage, die eben nicht sehr günstig und auch nicht für jeden Anleger geeignet ist“, meint der BordeauxTraders-Geschäftsführer. Empfoh-

Helvetia Intensivkurs zur Versicherungsmakler-Prüfung

CA Immo In der Kategorie „Fonds und Investoren“

Wien. Auf Initiative von Helvetia – in Kooperation mit Arisecur und der WK Wien/Fachgruppe Versicherungsmakler – startete nun die zweite Runde des Intensivkurses zur Versicherungsmakler-Prüfung. Der Lehrgang wurde erstmals 2013 mit großem Erfolg durchgeführt. Die Ausbildung dauert insgesamt 14 Lehrtage. Der Unterricht ist dabei auf sechs Blockveranstaltungen aufgeteilt und erstreckt sich über ei-

Wien. Im Rahmen der jährlich durchgeführten größten empirischen Markenwertstudie der österreichischen Immobilienwirtschaft ging CA Immo zum zweiten Mal in Folge als Siegerin in der Kategorie „Fonds und Investoren“ hervor. Die Real Estate Brand Value Study analysiert die Merkmale Bekanntheit, Qualität, Identität und Positionierung der Top B2B Immobilien-Unternehmensmarken. Basis der Analyse ist eine qualitative Befragung österreichischer Immobilienexperten sowie Mietern, Käufern und Investoren.

20 Teilnehmer sind mit an Bord

© Johannes Brunnbauer

Strabag unterstützt die Gewerkschaft Wien. Das österreichische Bauunternehmen Strabag unterstützt die Forderung von Gewerkschaft und Wirtschaftskammer nach der Abkehr vom Billigstbieterprinzip. Die Sozialpartnerinitiative „Faire Vergaben sichern Arbeitsplätze“ setzt sich für das Bestbieterprinzip ein, wonach bei öffentlichen Vergaben nicht automatisch das Unternehmen mit dem billigsten Angebot den Zuschlag erhält. Stattdessen sollen auch soziale, umweltbezogene und nachhaltige Kriterien zum Tragen kommen. „Das Bestbieterprinzip kommt der Bevölkerung und Volkswirtschaft in Gesamtbetrachtung günstiger als die Auswahl des nur auf den ersten Blick billigen Angebots: Zum einen sichert es lokale Arbeitsplätze, zum anderen müssen auch die Kosten eines Bauwerks nach der Bauphase betrachtet werden“, erläutert Strabag AGVorstandsmitglied Manfred Weiss.  (ag)

Erträge über Kunstanlagen

Fachgruppenobmann Helmut Mojescick zählt zu den Vortragenden.

nen Zeitraum von sechs Monaten. Der letzte Ausbildungstag im November ist speziell fokussiert auf die Vorbereitung zur Gewerbeberechtigungsprüfung. Alle Ausbildungstage finden in den Räumen der Generaldirektion der Helvetia in Wien, Hoher Markt 10–11, statt.

Hohe Nachfrage Die Anzahl der Teilnehmer pro Kurs ist mit 20 Personen limitiert. Wer einen Platz ergattert hat, kann sich glücklich schätzen, denn die Nachfrage war laut den Veranstaltern auch heuer wieder extrem hoch. Unter den Teilnehmern werden auch dieses Jahr fünf Helvetia Vertriebspartner-Coaches sein. Alexander Neubauer, Leiter Helvetia Partnervertrieb: „Helvetia Vertriebspartner-Coaches sollen für unsere Vertriebspartner Ansprechpersonen auf gleicher Augenhöhe sein. Deshalb investieren wir viel in ihre Weiterbildung. Denn eine gemeinsame Sprache auf gleichem Wissensniveau ist eine wichtige Voraussetzung für optimalen Support, gegenseitiges Verständnis und gute Zusammenarbeit.“  (ag)

Wertvollste Immobilien-Marke

Service-Bürospezialist in europäischen Hauptstädten konsistent weiter: „Wir arbeiten hart dafür, die von uns geleisteten Versprechen auch zu halten: So haben wir 2013 unser Portfolio- und Unternehmensprofil weiter geschärft und gleichzeitig ein operatives Rekordergebnis erzielt“, erläuteret der CA Immo-CEO. Das Unternehmen lieferte für 2013 ein Vorsteuerergebnis von 83,6 Mio. €. (red)

Entlastung des Staats „Das zweite Mal in Folge als wertvollste Marke in unserem Segment ausgezeichnet zu werden, ist für uns eine schöne Bestätigung, dass CA Immo von der österreichischen Immobilienbranche als beständiger, glaubwürdiger Partner wahrgenommen wird“, sagt Bruno Ettenauer, Vorstandsvorsitzender der CA Immo. Die CA Immo führt, so Ettenauer, den strategischen Kurs als Full-

© CA/Immo/Gregor Ecker

© Aon/Foto Wilke

Neue Geschäftsleitung bei Aon in Österreich

© Bordeaux Traders/Valphotography Austria

reinhard krémer

Bruno Ettenauer, CEO CA Immo: ­Operatives Rekordergebnis erzielt.


i m m o: M a r k e ts

Freitag, 25. April 2014

financenetreal:estate – 33

financenet@medianet.at

12 Mrd. Euro vor allem für Bauprojekte Brasilien errichtet für sportliches Großereignis bis 2016 Stadien, U-Bahnen, Straßen und Umweltanlagen

Olympia: größer, später, teurer Rio de Janeiro. Die Olympischen Spiele 2016 am Zuckerhut werden mindestens 36,7 Milliarden Reais (11,9 Mrd. Euro) kosten. Diese Zahl nannte jetzt der Chef von Brasiliens öffentlicher OlympiaKoordinierungsstelle (APO), General Fernando Azevedo e Silva. Der 2008 in der Bewerbung genannte Etatansatz von 28,8 Milliarden Reais wird damit um mehr als ein Viertel überschritten.

Viel für Bauprojekte Begründet wurde dies unter anderem mit der Inflation. Die Gesamtsumme setzt sich aus drei Einzeletats zusammen. Rund 24,1 Milliarden Reais werden für 27 Infrastrukturmaßnahmen im Zusammenhang mit den Spielen veranschlagt, wie den Ausbau der U-Bahn in Rio oder Schnelltrassen für Busse und Umweltprojekte. Die Projekte werden

als dauerhafte Hinterlassenschaft der Spiele für Rio gewertet und zu 57 Prozent aus öffentlichen Mitteln finanziert.

Sorgen beim IOC In den vergangenen Monaten waren bereits zwei Olympia-Budgets vorgelegt worden. Der von Sponsoren finanzierte Haushalt des Organisationskomitees sieht Ausgaben von sieben Milliarden Reais vor. Für den Bau der Wettkampfstätten sind bisher etwa 5,6 Milliarden Reais veranschlagt. Das Internationale Olympische Komitee

(IOC) hatte sich vorigen Monat besorgt über den schleppenden Fortgang der Vorbereitungen gezeigt und mit der Gründung von Task Forces auf die Verzögerungen und Probleme reagiert, die die Abläufe überwachen sollen. IOC-Sportdirektor Christophe Dubi verwies auf ähnliche Arbeitsgruppen im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Sotschi: „Sotschi war äußerst erfolgreich, aber es war ein ständiger Kampf und sehr eng.” Unter anderem haben die Verbände der olympischen Sommersportarten (ASOIF) große Bedenken wegen der Verzögerungen in Rio geäußert.  (APA/red)

© sxc.hu/Bruno Leivas

Geschätzte Kosten für die Spiele werden um über ein Viertel überschritten.

Brasilien, Gastgeber von Olympia 2016, verspricht rechtzeitig fertig zu werden.

Bukarest Ceausescu-Bau

Palast-Verkauf

Bukarest. Ein Vierteljahrhundert nach der Wende wird der Bukarester Wohnpalast des kommunistischen Diktators Nicolae Ceausescu (1918–1989) zum Verkauf angeboten. Der Staat wolle sich den Unterhalt nicht mehr leisten, so die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax. Während der blutigen Wende in Rumänien 1989 hatten Aufständische diesen Palast gestürmt und darin unter anderem goldene Wasserhähne entdeckt. Ceausescu und seine Frau Elena waren nach einem Scheinprozess erschossen worden. Das unter dem Namen „Frühlingspalast” (Palatul Primaverii) bekannte Gebäude wurde 1965 gebaut; die Innenausstattung samt Wandmosaiken hat die Frau des Diktators persönlich bestimmt. (APA)

Jahresstart Auch Immos

China flauer

Peking. Chinas Wirtschaft ist im ersten Quartal 2014 um 7,4 Prozent gewachsen, dies ist das langsamste Wachstum seit 18 Monaten. Die Erwartungen von Analysten waren mit 7,3 Prozent allerdings noch schlechter. Vor allem geringere Aktivitäten im Export und Immobiliensektor drückten das Wachstum. Der überhitzte Immobilienmarkt kühlte sich etwas ab. Die Wohnungs- und Hausverkäufe nahmen im um 5,2% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab. (APA)

Stadt? Erneuerung! Altbauten mit neuem Komfort. Die Stadt Wien setzt auf sanfte Stadterneuerung.

fonds für wohnbau und stadterneuerung

© panthermedia.net/Ralf Wittstock

In Wien werden die Mieterinnen und Mieter bei der Planung und Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen mit einbezogen. Der wohnfonds_wien begleitet im Auftrag der Stadt Wien diese sanfte Art der Stadterneuerung, die für modernes Leben in bestehenden Vierteln sorgt. Das bedeutet einen Gewinn an Lebensqualität – für langjährige Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch für neue.

gut für sie. schön für wien.

www.wohnfonds.wien.at

Im 1. Quartal 2014 wurden in China um 5,2% weniger Wohnimmobilien verkauft. wfw_inserate_210x280_AG.indd 5

12.01.12 09:16


Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien

SWM_IMAGE2010_MEDIANET_271x417SSP.indd 1

17.03.2010 16:52:13 Uhr


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 25. APRIL 2014 – 35

© KWR

DER MUTIGE THEYSOHN-DEAL

KWR Karasek Wietrzyk RA hat rund um das Management-Buy-out beraten  Seite 36

© WKS/S. Stojkov

advisory NEUE VERFAHRENSCOACHES

Eine innovative Kooperation auf Landesebene hilft bei Genehmigungsverfahren Seite 38

BERATER FV-OBMANN ANDREAS HERZ © WK Steiermark

Firmen-Whistleblowing: Fluch oder Segen?

short

© Taylor Wessing

Aufstieg bei Taylor Wessing Deutschland

A. Meissner kommt aus dem Hamburger Büro von Taylor Wessing.

Düsseldorf. Andreas Meissner ist neuer Managing Partner der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing in Deutschland und damit Mitglied im International Management Board. Meissner folgt auf Florian Ranft, der sich auf das ChinaGeschäft konzentrieren will. Meissner hat sein Amt bereits angetreten und berief vier neue Partner in die Geschäftsführung: Oliver Klöck für Real Estate, Regulatory & Competition, Robert Wethmar für Corporate, Finance & Tax, Olaf Kranz für Commercial, Litigation, Employment, China und Thomas Raab für IP/IT.  (red)

20.5.: Austrian M2M & Mobile Payment Forum

© Deloitte Österreich/APA-Fotoservice/Tanzer

Wien. Aus der Praxis berichten u.a. Phoenix Contact, Evolaris, AIT, Stadt Wien, PayLife, Secure Payment Technologies, Paybox Bank, Nexperts, Kapsch, AVL List, AustriaTech, LineMetrics und das Österreichische Weltraum Forum.  (pj) www.m2m-forum.at

Burda und der Wunder Media Production-Deal

Karin Mair (Partner & National Leader von Deloitte Forensic Austria): Es kommt auf die Aufarbeitung der Meldungen in den jeweiligen Unternehmen an.

© DLA Piper

Hinweise ernst nehmen Beim Umgang mit potenziellen Aufdeckern rangiert Österreich im internationalen Vergleich im europäischen Mittelfeld. Das konkret eingerichtete Meldesystem der WKStA – die Whistleblower-Plattform – gilt als „hui“, der Schutz im privaten Sektor als „eher pfui“.  Seite 36 Burda-Deal: Kartellrechtsexperte Florian Schuhmacher (DLA Piper).

Kommunalguide So machen’s Gewerbetreibende richtig

Gemischte Gefühle Zentral- und Osteuropa in der Krise

Wohin mit der Großleinwand für die WM – und was ist rechtlich zu beachten?

Wien. Die Fußball-WM in Brasilien rückt immer näher und näher. Am 12. Juni findet bereits das erste Spiel – Brasilien gegen Kroatien – statt. Eine Novelle des Gewerberechts erlaubt Gewerbetreibenden – ohne erst davor eine Genehmigung einholen zu müssen und nur aufgrund einer Anzeige –, in ihren Schanigärten Fernsehbildschirme oder auch Großleinwände aufzustellen. Allerdings mit der Einschränkung, dass diese „Änderung“ im Freien nicht länger als vier Wochen dauert und dass alles „in einem gewissen Rahmen bleibt“. Was sonst noch alles beachtet werden sollte:  Seite 38

Unsere Anwälte in der CEE-Region

© Wolf Theiss

1 zu 0 für Fußball im Schanigarten

© APA/Georg Hochmuth

Wien. DLA Piper Weiss-Tessbach hat den Medienkonzern Burda Magazine Holding GmbH nach österreichischem Recht rund um den Erwerb des Digitalspezialisten Wunder Media Production beraten. Im Zuge der Transaktion erwarb Burda 100% der Anteile an Wunder Media Production direkt von der Muttergesellschaft Wunder Media GmbH. Das Team von DLA Piper Weiss-Tessbach unter der Federführung von Kartellrechtsexperten Florian Schuhmacher übernahm die wettbewerbsrechtliche Beratung und begleitete die behördliche Anmeldung. (red) www.dlapiper.com/austria

Erik Steger (Wolf Theiss): „Weniger Wachstum in CEE als vor der Krise“.

Wien. Weniger gut als in Österreich läuft es für unsere großen Kanzleien in Zentral- und Osteuropa, wo sich das Wachstum laut Thomas Schirmer (Binder Grösswang) „drastisch verlangsamt“ hat. „Viele österreichische Klienten – vor allem die Banken – versuchen sich aus Osteuropa zurückzuziehen, genau so wie die Immobilieninvestoren.“ Eine weitere große Sorge der Top-Player der heimischen Branche ist der mangelnde Nachwuchs: „Es ist schwierig, hochqualifizierte junge Rechtsanwälte zu finden.“ Das steht in krassem Gegensatz zur Situation von vor rund einem Jahrzehnt.  Seite 39


A DV I SOR Y: TOPTR E N D S

36 – advisory

Freitag, 25. April 2014

advisory@medianet.at

Transparency International Österreich rangiert beim Schutz von Hinweisgebern im europäischen Mittelfeld

short

Sind Whistleblower jetzt Feinde oder Freunde?

CHSH berät die ÖIAG beim Telekom-Deal

Wien. Diverse Studien der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass in den Unternehmen die Aufdeckung von Missständen hauptsächlich durch die Abgabe interner Meldungen von Mitarbeitern erfolgte – den sogenannten Whistleblowern (Hinweisgebern). Zwar wird gelegentlich der Terminus immer noch mit „Vernaderer“ und „Denunziant“ gleichgesetzt, jedoch hat sich in Österreich aufgrund der öffentlichen Einführung von Meldesystemen bei diversen Institutionen (z.B. WKStA, FMA) die Diskussion weiterentwickelt. Vor diesem Hintergrund waren „Whistleblowing“ und der Schutz des Hinweisgebers Gegenstand der 6. Sitzung der Arbeitsgruppe Whistleblowing von Transparency International – Austrian Chapter mit den Vortragenden Karin Mair (Partner & National Leader von Deloitte Forensic Austria) sowie mit dem ehemaligen CEO von Olympus, Michael Woodford. Er gilt als einer der bekanntesten Whistleblower und deckte im Alleingang einen der größten Betrugsfälle der japanischen Wirtschaftsgeschichte auf.

Edith Hlawati: „Verhandlungen auch während Nächten + Osterfeiertagen“.

Wien. CHSH Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati hat die ÖIAG im Zusammenhang mit der Verhandlung und dem Abschluss eines Syndikatsvertrags mit America Movil über Aktien an der Telekom Austria beraten. Durch den Abschluss des Syndikatsvertrags wird ein verpflichtendes Übernahmeangebot aufseiten von America Movil ausgelöst, wobei der Syndikatsvertrag nach Erfüllung der behördlichen Genehmigungen (Merger Control, Telekom-Control, FMA) in Kraft tritt. Das CHSH-Team wurde geleitet von Partner Edith Hlawati („Das Mandar war eine besondere Herausforderung aufgrund der engen Zeitvorgabe“) und bestand weiters aus den Anwälten Christian Aichinger und Elisabeth Gruber sowie Partner Bernhard Kofler-Senoner (Merger Control). (pj)

Fortschritte in Österreich

„Best in Class“-Award für Bechtle Österreich

© Bechtle/Gerald Mayer-Rohrmoser

In Bezug auf unser Land wird allgemein das Meldesystem der WKStA als Whistleblower-Plattform positiv hervorgehoben. „Per 1. Februar 2014 wurden bereits 1.201 Meldungen verzeichnet“, sagt Mair. „In der Probezeit von zwei Jahren wird sich weisen, ob dieses Hinweisgebersystem dauerhaft als Mittel zur Bekämpfung wirtschafts- und finanzstrafrechtlicher Delikte fungieren wird.“ Neben dem Schutz des Hinweisgebers ist die Aufarbeitung der Meldung in Unternehmen ein The-

Bechtle-GF Robert Absenger (l.) und Consultant Rainer Leo Hasenzagl.

Einer der bekanntesten Whistleblower: Michael Woodford, Ex-Chef von Olympus

ma. „Es hat sich bei den in der Ver. gangenheit publik gewordenen Fällen von Hinweisgebern gezeigt, dass diese meist zuerst die Meldung intern deponieren. Erst wenn von der internen Stelle dauerhaft keine konkreten Schritte gesetzt werden, wenden sich die Hinweisgeber an Dritte“, erklärt Mair. Die Verpflichtung zur Einrichtung eines Meldesystems kann sich für Unternehmen aufgrund von internationalen Vorschriften (Foreign

Corrupt Practices Act, Sarbanes Oxley Act oder UK Bribery Act) ergeben. Im nationalen Recht wurde per 1. Jänner 2014 eine vergleichende Regelung zur Einrichtung von Hinweisgebersystemen im Finanzsektor geschaffen. „Mit der Einrichtung eines solchen Systems allein ist es aber noch nicht getan“, erklärt Mair. „Gemäß internationalen Best-Practice-Kriterien ist auch die adäquate Aufarbeitung von Meldungen

Übernahme KWR und Luther haben beim Management-Buy-out beraten

Theysohn: ein „MUTiger“ Deal Wien. Die MUT Holding GmbH, Salzgitter, hat die Theysohn Extrusionstechnik GmbH mit Sitz in Korneuburg sowie ihre deutsche Tochtergesellschaft ExtruderKomponenten Salzgitter GmbH im Wege eines Management-Buy-outs (MBO) übernommen. Verkäufer sind die Diligenta Holding GmbH sowie die RLB – Beteiligungs- und Treuhandgesellschaft mbH.

Die Käuferin wurde von der KWR Karasek Wietrzyk Rechtsanwälte GmbH mit Hauptsitz in 1010 Wien, Fleischmarkt 1, gemeinsam mit der deutschen Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (Hamburg) beraten.

Pionierin der Extrusion Das bisherige Management der Theysohn-Gruppe, Michael Dö-

ring, Torsten Grosser und Uwe Langanke, das hinter der MUT Holding GmbH steht, erwirbt mit der Theysohn-Gruppe eine Pionierin der Extrusionsbranche, die zuvor zum Engagement der Raiffeisen Landesbank Steiermark-Gruppe gehörte. Die Gesellschaften der Theysohn-Gruppe entwickeln und vertreiben bei Umsatzerlösen von insgesamt knapp 30 Mio. € HighPerformance-Kunststoff-Verarbeitungsanlagen und andere Maschinen für die Profil- und Rohrextrusion. Die weltweit wichtigsten Profil- und Rohrhersteller zählen zu den Kunden des Unternehmens.

Die Teams beim Big Deal

© KWR

Wien. Der weltweite Marktführer für Cloud-Sicherheit, Trend Micro, hat Bechtle Österreich mit dem Award „Best in Class 2013“ ausgezeichnet. Das Bechtle IT-Systemhaus Österreich erhielt den PartnerAward von Trend Micro u.a. für die erfolgreiche Realisierung des größten Desktopvirtualisierungsprojekts mit Deep Security Virtual Patching Pack. Die Serversicherheitsplattform von Deep Security bietet Firmenkunden erweiterten Schutz für physische, virtuelle und cloudbasierte Server. Die Lösung vereinfacht die Verwaltung sicherheitsrelevanter Vorgänge, erfüllt Auflagen zur Compliance und beschleunigt die Amortisationszeit von Virtualisierungs- und Cloud-Projekten. Das Bechtle IT-Systemhaus Österreich gehört zu den führenden IT-Security-Experten im Markt und implementiert maßgeschneiderte Lösungen für umfassenden Datenschutz und Datensicherheit. Durch externe, interne und WLANAudits sowie Social Engineering und Web Application Scans überprüfen die SecuritySpezialisten von Bechtle die IT-Landschaft des Kunden hinab bis auf das Codelevel.(pj)

© Deloitte Österreich/APA-Fotoservice/Tanzer

© CHSH/Petra Spiola

Compliance im täglichen Wirtschaftsleben: Whistleblowing als Mittel zur Korruptionsbekämpfung.

Thomas Haberer (l.), Jörg Zehetner (Partner bei KWR Karasek Wietrzyk RA GmbH).

Bei KWR berieten Jörg Zehetner und Thomas Haberer (beide Partner, Gesellschaftsrecht/M&A), bei Luther waren Thomas Halberkamp und Andreas Blunk tätig. Die Beratung für die Verkäuferinnen erfolgte durch Helmut Schmidt und Florian Thelen bei Scherbaum Seebacher Rechtsanwälte GmbH in Graz. (red)

in Unternehmen essenziell.“ Das bedeutet, die Firmen müssen konkrete Maßnahmen gesetzt haben, um die entsprechende Bearbeitung einer Meldung zu gewährleisten. Durch eine angemessene Bearbeitung kann das Unternehmen möglicherweise präventiv gegen Missstände vorgehen und entsprechende Maßnahmen setzen, um diese in Zukunft zu minimieren. Auch Michael Woodford versuchte ja zuerst intern, die Vorstandsmitglieder zum Handeln zu bewegen – jedoch ohne Erfolg; kurze Zeit später wurde er gekündigt. Dies zeigt, dass neben einer Meldestelle auch weitere Bestandteile eines effektiven Compliance Management-Systems in der Firma implementiert sein müssen, damit eine Bearbeitung gesichert werden kann – z.B. das „Tone from the Top“-Prinzip als Vermittlung von Grundwerten und Verhaltensweisen durch die Firmenleitung. „Nach der Abgabe der Meldung steht der Hinweisgeber oft allein da“, resümiert Mair. „Viele Fälle zeigen, dass Hinweisgeber von ihren Kollegen gemieden werden. Selbst wenn der Hinweis berechtigt war, sind die meisten Whistleblower nach der Meldung nicht mehr in ihrem ursprünglichen Arbeitsverhältnis angestellt.“  (red)

EUROPA-VERGLEICH Im Rahmen der Studie „Whistleblowing in Europe – Legal Protections for Whistleblowers in the EU“ wurde anhand einer dreistufigen Skala eine Evaluierung der Länder vorgenommen: fortschrittliche, teilweise und keine bis gar keine implementierten Regelungen zum Schutz des Hinweisgebers. Österreich befindet sich auf dieser Skala im Mittelfeld und liegt damit gleichauf mit den Nachbarländern, Deutschland und Ungarn.

LexisNexis Übernahmen

Der aktuelle Literaturtipp

Wien. M&A-Transaktionen zählen zu den schwierigsten Herausforderungen. Trotzdem gehören sie zum Standardrepertoire an Tools, die man mittlerweile beherrschen muss, will man als Manager erfolgreich bestehen. 50 bis 70% aller realisierten Firmenkäufe und -fusionen gelten als erfolglos. Die Gründe für das Scheitern sind vielfältig: mangelnde Vorbereitung, geringe Kenntnisse, fehlende Managementkapazität, zu hoher Kaufpreis, Scheitern der Integration u.v.m. Bei gut durchdachten, professionell vorbereiteten und konsequent durchgeführten M&A-Deals steigen dagegen die Erfolgschancen enorm. „Mergers & Acquisitions“ von Kummer/Eiffe/Mölzer (LexisNexis, ISBN 978-3-7007-5731-3, 29 €) fasst die wichtigsten Strategien, Analyseinstrumente und Maßnahmen bei Unternehmenskäufen und -verkäufen zusammen. Die dargestellten Abläufe, Erkenntnisse, Bewertungsverfahren, Checklisten und Musterverträge sind praxiserprobt und allgemein anwendbar. (pj)


Freitag, 25. April 2014

A dv i sor y: E VA LUATIO N

advisory – 37

advisory@medianet.at

Gastkommentar In Österreich gibt es kein transparentes, leistungsbezogenes Evaluierungssystem für die „überlebenden“ tatkräftigen Einrichtungen

Ergebnisse? Immer zu spät … KLAUS SCHUCH

Die ad-hoc-Entscheidungen von Loipersdorf ebenso wie diverse aktuellere Geschehnisse stehen im Widerspruch zum in der Evaluationsforschung oft geforderten Mantra des Evaluierens im Politikzyklus, was vereinfacht bedeutet, dass Evaluierungen bereits vorab so eingeplant werden sollen, dass ihre Ergebnisse rechtzeitig dann vorliegen, wenn Entscheidungen, z.B. für eine nächste Programmperiode (oder Legislaturperiode) oder auch für die nächste Staatshilfe an eine marode Bank, zu treffen sind. Wie wir wissen, ist Politik jedoch nicht immer zyklisch vorausschauend, sondern vor allem auch dem

Tagesgeschäft, dem politischen Spielkapital und externen Einflüssen unterworfen, wobei man manchmal das Gefühl hat, dass selbst die EU und die eigene Bevölkerung bei manchen politischen Akteuren als externer Einfluss gelten. Es wundert daher auch nicht, dass viele Evaluierungen ad-hoc beauftragt werden, also dann, wenn man deren Ergebnisse gerade benötigt hätte, was in realiter bedeutet, dass die Ergebnisse immer ein paar Monate zu spät vorliegen und der Politikzyklus daher ein paar Gänge runtergeschaltet werden muss. Dazu mehr in der nächsten medianet … www.zsi.at

! 00 gs .0 un ert uro r 2 ib W E be re m en Ü ch e i rd ss kt llia Au oje Mi Pr ,1 2 n

Etwas Freiheit muss bleiben Das gebetsmühlenartig vorgeschobene Sparargument könnte potenziell ein Schuss in den Rücken der Evaluierungskultur in Österreich sein, denn gespart werden primär nicht-gebundene budgetäre Mittel, welche die einzelnen Ministerien im mittlerweile zum Teil erschreckend niedrigen Ausmaß zur Verfügung haben, um z.B. Studien oder externe Evaluierungen zu beauftragen. Es sind aber gerade diese wenigen „freien“ Mittel, die zur Auslotung von Handlungsspielräumen und zur Evidenzbasierung politischen Handelns jenseits eingefahrener, zumeist vertraglich normierter Standardprozeduren benötigt werden. Ohne ein (budgetäres) Mindestmaß zur Untersuchung und Erprobung neuer Möglichkeiten reduziert sich Politik tatsächlich auf populistische Ansagen und die Verwaltung tradierter öffentlicher Aufgaben, die im politischen Alltag oft mit Besitzständen gleichgesetzt werden. Ohne externe Evaluierung wird dabei die Frage in den Hintergrund rücken, ob es sich hierbei tatsächlich noch um relevante Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung handelt oder um unantastbare Relikte der Vergangenheit. Damit werden sogenannte Lock-ins produziert, also Abläufe, Tätigkeiten oder gar ganze Organisationen, die früher einmal Sinn gemacht haben, aber heute nur mehr beschränkt von Nutzen sind, sich aber selber reproduzieren (Stichwort „Dienststellenplan“) und die Gesamteffizienz eines Systems stark beeinträchtigen.

GF der Plattform für Forschungs- und Technologiepolitikevaluierung: K. Schuch.

vo

Wien. Gerhard Roiss, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der OMV, hat im Ö1-Mittagsjournal das Aussetzen der PISA-Studie in Österreich durch das Bildungsministerium so kommentiert, dass das so sei, wie ein Flugzeug ohne Radar zu kaufen. Mit anderen Worten: Die Bildungspolitik bewegt sich (mutmaßlich), aber man weiß nicht wohin. Statt zu überprüfen, ob die Reformschritte im Bildungsbereich der letzten Legislaturperiode und der Jahre zuvor erwünschte Effekte gebracht haben oder nicht, fragt man lieber gar nicht erst nach. Weil man keine sicheren Server in der EU finden konnte? Weil parteipolitisch zu viel auf dem Spiel steht? Weil man sparen muss und sich PISA daher nicht leisten will?

für den Forschungs- und Innovationsstandort Österreich hat, wie effizient die Institute arbeiten, wie viel EU-Mittel sie kompetitiv einwerben und wer überhaupt basisgefördert werden sollte, wurde einfach das Budget für den gesamten Bereich gestrichen. Seit damals sind mehrere außeruniversitäre F&E-Einrichtungen in die Insolvenz geschlittert und F&EArbeitsplätze wurden vernichtet. Ein transparentes leistungsbezogenes Evaluierungssystem für die überlebenden tatkräftigen Einrichtungen, z.B. nach dem Vorbild der Leibniz-Gemeinschaft in Deutschland, gibt es bis heute nicht.

© privat

Das Aussetzen der PISA-Evaluation ist sicher kein Signal einer reflektierten Politgestaltung.

KommunalGuide Ihr persönlicher Ratgeber zu kommunalen Projekten in Österreich

2014

Adieu, F&E-Arbeitsplätze! Mit der Einsparung der vergleichsweise wenigen nicht-gebundenen Mittel wird das Budgetdefizit in Österreich nicht sanierbar sein; dafür wären Reformen im gebundenen Budgetvollzug von Nöten. Es ist aber natürlich leichter, dort Streichungen anzusetzen, wo kein institutionalisierter Widerstand zu erwarten ist. Ein Beispiel dafür war die Streichung der Basissubventionen für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die im Rahmen der Loipersdorfer Budgetbeschlüsse 2010 erfolgte. Statt die sehr heterogene außeruniversitäre Forschungslandschaft zuerst zu evaluieren, um zu überprüfen, welche Relevanz sie

Erscheinungstermin: Juni 2014 Zielgruppe: alle 2.354 Kommunen (Bürgermeister, Amtsleiter) Projektleitung: Bernhard Ehrlich Tel.: 0664/181 21 29 oder b.ehrlich@medianet.at


A dv i sor y: M Ä R K TE

38 – advisory

Freitag, 25. April 2014

advisory@medianet.at

Kommunalguide-Service I Wie man korrekt mit Großevents umgeht – genehmigungsfrei, aber Anzeigepflicht!

short

Fußball im Schanigarten

DBJ: ILO-Landessieg, IT-Award für A. Anderl Wien. Zum dritten Mal in Folge hat der britische OnlineRechtsinformationsdienst International Law Office (ILO) die Wiener Kanzlei Dorda Brugger Jordis mit den Client Choice Awards geehrt. Der Leiter des IT-, IP- und Media-Desk der Kanzlei, Axel Anderl, wurde für seine Tätigkeit im IT-Bereich und die Kanzlei als Landessieger für Österreich ausgezeichnet. 2012 und 2013 gab es bereits Awards im Bereich eCommerce sowie den Österreich-Sieg für Dorda Brugger Jordis.  (red) http://www.dbj.at

Wien. Am 12. Juni findet bereits das erste WM-Spiel (Brasilien gegen Kroatien) statt. „Eine Novelle des Gewerberechts erlaubt Gewerbetreibenden – ohne erst davor eine Genehmigung einholen zu müssen und nur aufgrund einer Anzeige –, in ihren Schanigärten Fernsehbildschirme oder auch Großleinwände aufzustellen“, sagt Hermann Hansmann, Partner bei PHH Prochaska Havranek Rechtsanwälte GmbH und Spezialist für öffentliches Recht – „allerdings mit der Einschränkung, dass diese ‚Änderung‘ im Freien nicht länger als vier Wochen dauert“.

Alltäglicher Betrug: Tacho-Manipulationen

fühlen. Weiters sollte man als Veranstalter bei der Ausrichtung des Fernsehgeräts darauf achten, dass sich keine Straßenverkehrsteilnehmer bzw. Anrainer durch den Bildschirm abgelenkt oder geblendet fühlen, dass Gäste nicht über herumliegende Kabel stolpern oder Fluchtwege verstellt werden. Trotz der Genehmigungsfreistellung gibt es die „Rote Karte“ für Gewerbetreibende, die vorübergehende Änderungen z.B. durch eine Großleinwand nicht ordnungsgemäß vorher bei Magistratischem Bezirksamt/Betriebsanlagenreferat anzeigen. Darin sollte die Änderung beschrieben werden (also im Falle eines TV-Geräts: Aufstellungsort, Screen, Abmessungen, etc.), ebenso die Abfallsituation. Auch eine Planskizze ist notwendig. Die Anzeige unterliegt keiner besonderen Form – der Magistrat der Stadt Wien hat ein Musterformular in Aussicht gestellt. (red)

Es soll „im Rahmen bleiben“

© ÖAMTC Kommunikation/APA/Hautzinger

Eine Gefährdung des Lebens oder der Gesundheit der Personen sollen die Großleinwände selbstverständlich nicht bewirken. Sonst könnten sich betroffene Nachbarn durch den Geräuschpegel gestört

© PHH/christianwind.com

Wenn Champions League-Finale und Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien immer näher rücken.

Hermann Hansmann: „Schanigärten genehmigungsfrei, aber Anzeigepflicht!“

Kommunalguide-Service II Innovative Kooperation der Bezirkshauptmannschaften mit Land und Kammer Salzburg

B. Wiesinger: Strafbestimmungen verschärfen, EU-weite km-Datenbanken.

Salzburg. Sie kommen aus unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen wie Consulting, Technische Büros, Bauwirtschaft, Elektrotechnik und anderen Fachgebieten. Sie sind Unternehmer oder Experten, die reichlich Erfahrung mit diversen Genehmigungsverfahren und Verwaltungsprozessen aufweisen – und sie haben sich bereit erklärt, ihr Wissen an Salzburger Unternehmen weiterzugeben und aktiv einzusetzen Zu diesem Zweck unterzogen sich 77 Salzburger „Verfahrenscoaches“ seit Oktober 2013 einer intensiven Schulung über die neuesten verfahrensrechtlichen und -technischen Entwicklungen. Das Wissen dazu kam aus erster Hand von Top-Juristen aus Bezirkshaupt-

© APA/Helmut Fohringer

15.5.: Fördertöpfe für Wiener Unternehmen

© WKS/wildbild/Sandra Stojkov

Wie die neuen Verfahrenscoaches helfen

Wien. Die EU-Kommission schätzt, dass bei 5 bis 12% der in der EU verkauften Gebrauchtfahrzeuge Konsumenten durch einen manipulierten Tacho betrogen werden. Wird z.B. bei einem knapp zwei Jahre alten Kia Sorento der km-Stand von rund 65.000 um 35.000 km „zurückgedreht“, steigt der Preis für den Käufer um mehr als 3.800 €. „In Österreich liegt der Gesamtschaden bei bis zu 300 Mio. Euro jährlich“, warnt Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTCInteressenvertretung.  (pj)

Salzburger Initiative: „Verfahrenscoaches“ helfen Betrieben und Behörden,

mannschaften, Land und Wirtschaftskammer Salzburg. „Erstmals in Österreich kommt es bei Genehmigungsverfahren zu einem derartigen Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Verwaltung, von dem beide profitieren“, sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer. „Für mich ist das auch ein zusätzliches Geschäftsfeld“, freut sich Herbert Zöller, der sich kürzlich mit einem Büro für Technischen Umweltschutz selbstständig gemacht hat. Die Wirtschaftskammer Salzburg übernimmt einen Teil der Beratungskosten. Bei allen Bezirkshauptmannschaften gibt es entsprechende Projektsprechtage, bei denen die Verfahrenscoaches mit Sachverständigen ein Projekt vorberaten können. (pj)

Wissenschaft Kooperation mit der Donau-Uni Krems

Steuertipp Gewinne aus Grundstücksveräußerungen

Krems. Der FV der gewerblichen Dienstleister in der Wirtschaftskammer startet eine Kooperation mit dem Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit an der Donau-Uni Krems, weil dieses auf umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Evaluationsforschung, Forschung im Bereich der psychosomatischen und psychotherapeutischen Medizin, Psychotherapie und Bewegungstherapie zurückgreifen kann.

Wien. Seit 1.4.2012 unterliegen in Österreich Gewinne aus Grundstücksveräußerungen generell der Immo-ESt mit einem besonderen Steuersatz von 25%. Angesichts der in den letzten Jahren vielerorts hohen Preissteigerungen bei Wohnimmobilien kann das eine erhebliche Steuerbelastung bedeuten. Jedoch greifen für die Praxis wichtige Befreiungen, insbesondere wenn ein Eigenheim (mindestens 2/3 der Gesamtnutzfläche

Forschung für die Lebensberatung Nicht jeder muss Immo-ESt zahlen

FV-Obmann Andreas Herz will „die letzte bestehende Lücke schließen“.

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Silke Birgitta Gahleitner wurden in den letzten beiden Jahren zudem bereits zahlreiche Projekte im psychosozialen Bereich erfolgreich durchgeführt.

Berufsgruppen strukturieren Da Gesundheitsförderung und Prävention auch im Bereich der Lebens- und Sozialberatung immer wichtiger wird, plant Andreas Herz, Fachverbandsobmann und Bundesvorsitzender der Lebens- und Sozialberater, im nächsten Jahr im Rahmen des neuen Fachverbands „Personenberatung und Personenbetreuung“ einen Forschungsfördertopf einzurichten. „Durch die umfangreiche Forschungstätigkeit im Bereich der Lebensberatung werden wir auch diese letzte bestehende Lücke zu unseren angrenzenden Berufsgruppen schließen; in weiterer Folge soll mit dieser wissenschaftlichen Aufbereitung auch ein Beitrag zur Qualitätsentwicklung in der Ausbildung der Lebens- und Sozialberatung geleistet werden.“ (pj) http://bit.ly/1lI6psT

© Peter Brodner

Wien. Am 15. Mai offeriert die Wifi Wien Unternehmensberatung eine Gratis-Informationsveranstaltung: Dabei präsentieren Unternehmer ihre persönlichen Erfahrungswerte und Best Practice-Beispiele mit Wirtschaftsförderungen. Ab 17 Uhr können sich die Interessenten in zwei Workshops mit Experten der UniCredit Bank Austria AG ihren Fahrplan in eine geförderte Unternehmenszukunft erarbeiten. Benno Peckary (Abteilung Business Planner & Consulting) präsentiert das Thema „Erfolg ist planbar – professionelles Liquiditätsmanagement für KMU“. „Innovation zahlt sich aus – wie Ihr Unternehmen von nationalen und EU-Förderungen profitiert“ lautet der Workshoptitel von Manfred Seyringer und Josef Enzelsberger (Abteilung Export- und Investitionsfinanzierung). (red)  www.wifiwien.at/321323

© WK Steiermark

Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten für Wiener Unternehmen.

RA Peter Brodner: „Es gibt wichtige Befreiungen hinsichtlich der Immo-ESt.“

muss eigenen Wohnzwecken dienen) verkauft wird, das dem Verkäufer entweder ab Anschaffung bis zur Veräußerung mindestens zwei Jahre durchgehend oder innerhalb der letzten zehn Jahre vor Veräußerung mindestens fünf Jahre durchgehend als Hauptwohnsitz gedient hat und er bei Veräußerung dort seinen Hauptwohnsitz aufgibt. „Die Befreiung gilt auch für den Mitverkauf von bis zu zwei KfzPlätzen sowie von Garten- und Nebenflächen bis maximal 1.000 m2 (inklusive Haus)“, sagt Anwalt Peter Brodner. Relevant ist auch die Befreiung des Gewinns aus dem Verkauf eines selbst hergestellten Gebäudes, das innerhalb der letzten zehn Jahre vor Veräußerung nicht zur Erzielung von Einkünften gedient hat; diese Befreiung bezieht sich allerdings nur auf jenen Teil des Gewinns, der auf das Gebäude, nicht aber auf jenen Teil, der auf Grund und Boden entfällt. Brodner: „Verärgert sind die Verkäufer vor allem dann, wenn sie von möglichen Steuerbefreiungen erst in einem Zeitpunkt erfahren, in dem es für eine Ausnutzung der Befreiung zu spät ist.“ (pj)


a dv i sor y: I N TE R N ATIO NA L

Freitag, 25. April 2014

advisory – 39

advisory@medianet.at

Rundruf Die Auftragslage in Ost- und Mitteleuropa ist in den Krisenjahren zurückgegangen, bessert sich aber wieder

Meinungen und Anregungen der Top-Player der österreichischen Branche – Teil 2 („The Lawyer“).

Das Fürstentum hebt ab 1.1. 2015 um zwei Prozent mehr MwSt. ein.

Erik Steger (Wolf Theiss, l.) und Thomas Schirmer (Binder Grösswang): Die CEE-Region verharrt noch in der Krise.

Vor einigen Jahren richteten österreichische Kanzleien ihren Blick auch auf den Balkan. Dabei war Schönherr von Serbien und den anderen Staaten des ehemaligen Jugoslawiens so angetan, dass die Kanzlei einen ihrer Medienevents für die juristische Fachpresse Europas in einem Luxusresort an der adriatischen Küste Montenegros veranstaltete. Heute würde man sich mit weniger Enthusiasmus in solche Unkosten stürzen. „Jetzt ist keine gute Zeit für solche Expansionen“, sagt ein Partner. „Was den Rechtsmarkt am Balkan betrifft, ist der Zug für österreichische Anwaltskanzleien abgefahren. Wenn es Expansionsmöglichkeiten gäbe, wären diese

Kooperation wurde beendet Auch Kooperationsvereinbarungen zwischen österreichischen und Balkan-Unternehmen sind nicht mehr besonders beliebt. So hatte CHSH ein formelles Bündnis mit JPM Jankovic Popovic Mitic in Belgrad, es wurde jedoch beschlossen, diese Verbindung zu kappen, nachdem ein Merger vor einigen Jahren ausgeschlossen wurde.

Anwalt werden wollte“, weil sich damit viel Geld verdienen ließ, wenn man nur hart genug arbeitet. „Jetzt aber halten die langen Arbeitszeiten und der Druck des Arbeitsumfelds davon ab.“ Verschärfte Bedingungen für Eigenkapitalpartner österreichischer Kanzleien sind ebenfalls ein Problem, da jüngere Anwälte dies als fast unüberwindbare Hürde am Weg nach oben betrachten. „Viele wollen nicht bis Mitternacht im Büro sitzen, wenn sie keine Partnerschaft in Aussicht haben“, sagt Schirmer. Klarerweise führt diese Situation zu einem hart umkämpften Markt unter den TopAnwaltskanzleien um die Crème de la Crème unter jungen oder ausscheidenden Anwälten. www.thelawyer.com/cee

Noch ein Problemfeld orten die Top-Player aktuell: Trotz des relativ gesunden (Heim-)Markts machen sich die erfahrenen Anwälte Sorgen wegen den eher bescheidenen Nachwuchshoffnungen. Thomas Schirmer, Geschäftsführender Gesellschafter bei Binder Grösswang, warnt, dass sich dies nicht auf Österreich beschränkt, sondern für das gesamte deutschsprachige Europa zutrifft. „Es ist schwierig, hochqualifizierte junge Rechtsanwälte zu finden.“ Anwalt zu werden, sei längst nicht mehr so attraktiv wie früher. „Studenten und Absolventen bekommen verlockende finanzielle Angebote von Firmen – aber mit mehr Freizeit.“ Das steht in krassem Gegensatz zur Situation von vor rund einem Jahrzehnt, als laut Schirmer „jeder

Atos, HP und IBM Rechenzentren im Mittelpunkt

Europäische Union Compliance unter der Lupe

Kelsterbach. Die AUA-Mutter Lufthansa kommt beim Verkauf ihrer IT-Infrastrukturtochter voran. Atos, Hewlett-Packard, IBM u.a. haben Interesse am Geschäftsbereich bekundet. Auch die TelekomIT-Tochter T-Systems hat zunächst ein Auge auf den Lufthansa-Ableger geworfen, sich dann aber entschieden, kein Angebot abzugeben. Die Lufthansa selbst nannte keine Bieter. „Wir verhandeln mit mehreren Branchengrößen über eine Übernahme der IT-Infrastruktur“, sagte Finanzchefin Simone Menne.

Berlin. Die EU-Institutionen sind nach Einschätzung der Organisation Transparency International nicht ausreichend gegen Korruption gewappnet. Es gebe zwar zahlreiche Regeln und Vorschriften, um Korruption zu verhindern, allerdings würden sie oft nicht umgesetzt, beklagt die Organisation in einer Studie, die am 24. April in Berlin vorgestellt wurde. Mitunter mangle es am politischen Willen oder den nötigen Ressourcen, die Gesetzgebungsprozesse und Lobbyistenstrukturen in der EU seien teilweise undurchsichtig. Auch gebe es z.B. keine ausreichenden Vorkehrungen zum Schutz von Medieninformanten; EU-Mitarbeiter hätten daher kaum Anreize, Fehlverhalten zu melden. Viele wichtige Verhandlungen liefen hinter verschlossenen Türen. Außerdem seien die Verantwortlichen in den EU-Einrichtungen nicht verpflichtet, Kontakte zu Lobbyisten während des Gesetzgebungsprozesses offenzulegen. Auch ein verpflichtendes Register der auf EU-Ebene tätigen Lobbyisten fehle. Es gebe zahlreiche Vorschriften, um Interessenkon-

Besitzer einen zweistelligen Millionenbetrag für das Unternehmen auf den Tisch legen muss. Unverbindliche Gebote sollen der Lufthansa zufolge im Mai eintreffen. Nicht nur die Lufthansa leidet unter dem harten Wettbewerb und niedrigen Margen in der Branche für Unternehmens-IT; auch die Telekom baut ihre Tochter T-Systems derzeit radikal um und will jeden sechsten Job in Deutschland streichen. (APA/red)

© Gregor Schläger/Lufthansa

Niedrige Margen

Unternehmens-IT im harten Wettbewerb: Grossrechner bei Lufthansa Systems.

Korruptionsregeln „totes Recht“? flikte von EU-Mitarbeitern zu vermeiden, die Regeln seien aber komplex und für die Mitarbeiter selbst schwer durchschaubar; Vermögenserklärungen der Mitglieder des EU-Parlaments würden nicht auf ihre Richtigkeit kontrolliert. Transparency International nahm sich für die Studie zehn EUInstitutionen vor, darunter das Europäische Parlament, die EUKommission und den Europäischen Rat. (red)

© dpa/Tobias Hase

Harter Kampf um IT-Infrastruktur

Transparency International hat zehn Institutionen in der Union untersucht.

Neue Consulting-Wege in Finnland

© EPA/picturedesk.com/Seppo Sirkka

eher passend für ein junges Team mit einer bestimmten Kundenbasis und abseits der großen lokalen Firmen. Ich sehe aber keine großen österreichische Kanzlei, die sich jetzt z.B. bei einem Greenfield-Projekt am Balkan engagieren würde; wer das möchte, hätte es vor 2008 tun sollen.“

Der Balkan lockt nicht mehr

Die Lufthansa hatte Anfang April mitgeteilt, den Infrastruktur-Bereich, der zum konzerneigenen ITAbleger Lufthansa Systems gehört, wegen der hohen notwendigen Investitionen zum Verkauf zu stellen. Die Sparte betreibt ein Rechenzentrum in Kelsterbach bei Frankfurt und ein Call-Center in Flensburg. Die 1.400 Mitarbeiter – 1.000 davon in Deutschland – erwirtschaften 240 Mio. € Umsatz und knapp 10 Mio. € Betriebsgewinn. Experten rechnen damit, dass der neue

Luxemburg. Die Regierung im Großherzogtum hat sich geeinigt, die Mehrwertsteuer ab dem 1. Jänner 2015 um zwei Prozent zu erhöhen. Dass die Erhöhung jetzt doch erst später als geplant erfolgt, liegt daran, dass man den Unternehmen mehr Zeit geben möchte, um sich auf die Änderungen vorzubereiten. Die soziale Komponente, die mit der Erhöhung einhergeht, kann allerdings erst nachrangig behandelt werden: Erste Kompensationsmöglichkeiten sollen im Rahmen der Steuerreform 2016 geschaffen werden. Die Erhöhung betrifft den normalen Steuersatz von 15% sowie die reduzierten Sätze von 6 und 12%, der superreduzierte Satz von 3% ist ausgenommen. Durch die Erhöhung erwartet sich die Regierung in Luxemburg Mehreinnahmen von rund 350 Mio. €. (pj)

© Wolf Theiss; Binder Grösswang; Panthermedia.net/Goran Bogicevic

Wien. Laut Managing Partner Erik Steger musste Wolf Theiss die Beschäftigtenzahlen in den CEE-Ländern in den ersten beiden Jahren der Wirtschaftskrise reduzieren. Jedoch habe sich die Kanzlei von diesen Beeinträchtigungen bereits erholt. So hat Wolf Theiss in Warschau ein neues Büro eröffnet und der Mitarbeiterstand in anderen Büros wurde wieder erhöht. Dennoch ist der geschäftliche Ansatz derzeit um einiges konservativer als noch vor einem Jahrzehnt. „Das Wachstum ist deutlich langsamer als in den Jahren vor der Finanzkrise“, sagt Steger. „Wir glauben, dass sich Zentral- und Südosteuropa erholen werden. Wie immer bei Schwellenländern wird es eine kleine Verzögerung geben, nachdem sich Europa erholt hat.“ Steger verweist auf Infrastruktur, Energie, Finanzdienstleistungen und Restrukturierungen als die verbleibenden „gesunden“ Segmente in Zentral- und Osteuropa.

Luxemburg erhöht die Mehrwertsteuer

© Panthermedia.net/Leonid Andronov

Die Sorgen der Anwälte in der CEE-Region

short

Helsinki: Städtische Consultingexperten helfen neuen Start-ups.

Helsinki. In Finnland ist die Frage der Arbeitskosten für die Unternehmer laut ConsultingExperten derzeit irrelevant. Tatsächlich wuchs z.B. der Umsatz der elektronischen SpieleIndustrie Finnlands innerhalb von 2008 bis 2013 von 87 auf 900 Mio. €, der Gesamtwert der Branche wird auf 2,2 Mrd. € geschätzt. Es gehe nach dem Abbau vieler Stellen bei Nokia und anderen darum, fähigen Arbeitskräften ein attraktives Lebensumfeld für die ganze Familie zu bieten und sie so im Land und in der Region zu halten, sagt Valto Loikkanen, Unternehmensberater der Stadt Helsinki. „Wir haben eine ganzheitliche Betrachtungsweise. Zu unserer Strategie gehört es, Einwanderer auch als Unternehmer so rasch wie möglich zu integrieren.“ Die Stadt berät im Rahmen des Instituts Yritys Helsinki die Unternehmen großteils zum Nulltarif. Rund 10.000 Unternehmen allein im Großraum Helsinki wurden demnach bis dato mithilfe der städtischen Consulter gegründet. Die Überlebensrate von mindestens fünf Jahren von derart beratenen Firmen gibt die Stadt mit 80% an.  (APA/red)


bU SI N E S S pR OM OTI O N

40 – medianet

Freitag, 25. April 2014

9. ÖCI-BARC-Tagung am 23. und 24. April Software für Planung, Reporting und Analyse im direkten Vergleich

Fit in der Unternehmensplanung: Spezialsoftware zahlt sich aus Controller Institut und BARC unterstützen Unternehmen bei Auswahl und Einsatz von BI-Software.

„Mit der besten Software allein ist noch kein Projekt gewonnen“, stellte BARC-Geschäftsführer Alexander Gebath gleich zu Beginn in seiner Keynote fest. Generell rät der Experte, sich darüber Gedanken zu machen,

damit die Software-Einführung erfolgreich umgesetzt werden könne.

„Praxisbeispiele belegen, dass eine Verein© Contrast Management-Consulting GmbH

lisierung der Planung hohen Nutzen stiftet.“ Mirko Waniczek, Partner, Contrast ManagementConsulting

Info: Controller Institut & BARC Das Controller Institut ist eine führende Wissensplattform und Bildungspartner für Controlling, Finance und Management in Österreich. Seit über 30 Jahren begleitet und unterstützt das Controller Institut die Entwicklung des Controllings sowie der Controller in Unternehmen, Nonprofit-Organisationen und der öffentlichen Verwaltung. Das Business Application Research Center (BARC) ist das führende europäische Analystenhaus für Business Software mit Fokus auf Business Intelligence (BI), Enterprise Content Management (ECM) und Enterprise Resource Planning (ERP). BARC liefert umfassendes Wissen über relevante SoftwareAnbieter und neueste Marktentwicklungen.

flussbaren Erfolgsstellschrauben orientiert.

Für jedes Unternehmen der passende Anbieter Bei der 9. ÖCI-BARC-Tagung konnten sich die Teilnehmer ein Bild über die Business-IntelligenceLösungen folgender Anbieter ma-

Volatile Rahmenbedingungen erschweren Planung

fachung und Flexibi-

welche Probleme man mit einer BI-Software lösen will: „Wer sorgfältig wählt, bekommt eine nachhaltige Lösung mit bestmöglichem Preis-/Leistungsverhältnis, zufriedenen Anwendern und großem Nutzen für das Unternehmen.“ Nicht unterschätzen dürfe man den Zeitaufwand, der auf das eigene Projektteam zukommt. Ressourcen im Unternehmen müssen rechtzeitig geschaffen werden,

Controlling-Kernprozessen wird massives Optimierungspotenzial in einer verbesserten IT-Unterstützung gesehen“, kommentiert Waniczek, Studienleiter des jährlich durchgeführten ControllingPanels des Controller Instituts, die Ergebnisse.

Der Projekterfolg steht und fällt auch häufig mit der Qualität der Daten: Ist diese schlecht, muss man rechtzeitig Vorkehrungen treffen, damit das eigentliche BIProjekt erfolgreich anlaufen kann.

Profi-Werkzeuge für Planung und Reporting notwendig Dass sich eine Investition in Planungssoftware lohnt, ist empirisch belegt. Daten- und Informationsmanagement wird immer stärker als strategischer Werttreiber und einer der wichtigsten Verantwortlichkeiten für CEOs, CFOs und CIOs gesehen, zeigen die Ergebnisse des BARC Planning Surveys 2014. Planung und Budgetierung sind als Führungs- und Controlling-Instrumente unverzichtbarer Bestandteil der Steuerung von Unternehmen. Auch die Ergebnisse des Controlling Panels 2013 bestätigen, dass viele Unternehmen nach wie vor nicht über professionelle Werkzeuge im Controlling verfügen. „Planung und Reporting, insbesondere deren Softwareunterstützung, beschäftigen Unternehmen in höchstem Maße. In beiden

Mehr als der Hälfte der Unternehmen plant nach wie vor zeitraubend und wenig effizient bottom-up, wie das ControllingPanel zeigt; gleichzeitig gibt die Mehrheit der Befragten an, dass die Zielvorgaben in Summe unrealistisch seien. „Auf zunehmende Unsicherheit und Volatilität reagieren viele Unternehmen derzeit mit noch detaillierterer Planung; das erzeugt die Illusion von Beherrschbarkeit der Zukunft“, so Waniczek. Somit werden viele Ressourcen in Detailplanungen auf Kostenstellen- und Kostenartenebene vergeudet, was den gesamten Planungsprozess wesentlich in die Länge zieht. Er empfiehlt daher die werttreiberorientierte Planung, die sich am Geschäftsmodell sowie an beein-

und prevero. Um eine bestmögliche Vergleichbarkeit zu gewährleisten, stellte Patrick Keller, Senior Analyst von BARC, zusätzlich jedem Vortrag eine neutrale Analyse voran. Die Auswahl der passenden Software will schließlich wohlüberlegt sein – bindet sie ein Unternehmen ja oft für Jahre. „Gut gehängt ist auch hier besser als

„Software allein macht noch kein gelungenes Projekt. Erfolgsfaktor Nummer eins ist der Aufbau von internem Know-how.“ Alexander Gebath, Geschäftsführer BARC Österreich

© BARC GmbH

Auswahl der richtigen Software-Lösung

© Contrast/Controller Institut (3)

Wien. Der BI-Softwaremarkt ist extrem aktiv, aber trotz der Konzentrationsprozesse in den letzten Jahren immer noch heterogen und unübersichtlich. Orientierung in dieser Fülle von Angeboten gaben das Controller Institut und BARC und boten in zwei Tagen einen strukturierten Marktüberblick mit direktem Produktvergleich. „Mit der 9. ÖCI-BARC-Tagung wollen wir einen Beitrag zur Auswahl der passenden Lösung leisten. Die Kombination aus LivePräsentationen verschiedener BI-Lösungen, ergänzt um eine unabhängige Einschätzung bezüglich Funktionalität, Vorteilen und Herausforderungen der jeweiligen Software, ist einzigartig“, erklärt Mirko Waniczek, Partner bei Contrast Management-Consulting und fachlicher Leiter der Tagung, das Konzept.

chen: Bissantz, CP Corporate Planning AG, Cubus, Evidanza, BI Concepts mit IBM, Infor, Jaspersoft, Jedox, imposult mit Oracle, pmOne

schlecht verheiratet“, zitierte Waniczek abschließend frei nach Shakespeare, dessen Geburtstag sich dieser Tage zum 450. Mal jährt.

Best Practice Award Best-Practice-Ansätze für die Planung und Implementierung eines BI-Projekts wurden heuer erstmalig prämiert. Ausschlaggebend waren innovative Vorgehensweisen sowie herausragende Ergebnisse betreffend Funktionalität, Anwendungsorientierung, Kosten/Nutzen bzw. technische Umsetzung. Bewerbungen waren nur von EndkundenOrganisationen zulässig. Award-Verleihung mit MONITOR: Das BMWFW (Fachabteilungen planen jetzt nach inhaltlichen Gesichtspunkten, losgelöst von der finanztechnischen Logik des Bundeshaushalts) und die Salinen Austria AG (BI-Lösung unterstützt die gesamte Wertschöpfungskette) konnten die Jury überzeugen. Eingesetzt wurde Software von SAP bzw. Bissantz.

A. Gebath (BARC), Dietmar Quatember u. Eva Waldl (Salinen Austria), Christine Wahlmüller-Schiller (Monitor), Philipp Otto (BMWFW), M. Waniczek (Contrast).


medianet

inside your business. today.

Freitag, 25. April 2014 – 41

GEburtstag I

GEburtstag II

Branchenverband Pharmig feiert sein 60jähriges Bestehen – eine Analyse Seite 42

Das Schmerzmittel Aspirin feiert den 115. Geburtstag; Hersteller Bayer feiert  Seite 46

© Bayer

© Chris Saupper

healtheconomy Spitalschef Mehr Arbeit für DAvid Pötz © Herz-Jesu Krankenhaus

21% Plus: Vamed knackt die Milliarden-Grenze

www.publichealth.at

Ihre PR-Agentur für integrierte Gesundheitskommunikation

© sticklerfotografie

short

Konzentration Knalleffekt am Arzneimittelmarkt: Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat sich einen groß angelegten Umbau verordnet. Das Geschäft mit Tierarzneimitteln wird an den US-Konzern Eli Lilly und die Sparte für Impfstoffe ohne Grippemittel an die britische GSK verkauft. Seite 45

© Foto Pfluegl/Vamed

© EPA

Skandal Parallel zum jüngsten Fall von Arzneimittelfälschung fordert die Pharmig, die Interessensvertretung der österreichischen Pharmaindustrie, eine teilweise Finanzierung der Arzneimittelsicherheit aus öffentlichen Budgets. Aufgetaucht sind über Parallelimporte Fälschungen unter anderem des Krebsmittels „Herceptin“. Seite 43

Rekordbilanz Schon die Vorjahre waren dynamisch. Nun hat der Gesundheitsdienstleister Vamed noch einmal zugelegt: Der Umsatz stieg auf 1,02 Mrd. Euro. Auch die Auftragslage ist hervorragend, sagt Generaldirektor Ernst Wastler. Seite 42 ADVERTORIAL_106Y86_4_RZ 18.03.14 18:09 Seite 1

inhalt

Healthcare > Kärntner Ärzte haben dem Land zu viel verrechnet  42 > Ärztearbeitszeit: Länder präsentieren Lösungen  42

Abwehrkräfte 3-fach gestärkt

Super immun dank Superimmun

exklus

in apotihrer heke

iv

Medizintechnik und eHealth > Linz: Preis für integrierte Versorgung am 6. Mai  44 > Technikriese GE verdient mit Medizin weniger  44

Mit dem Extra-Vitamin DD

ex

Pharmareport und Lifescience > EU will die Tests von Arzneimitteln erleichtern  43 > Gerücht: Pfizer prüft Übernahme von AstraZeneca  45 > Baxter kauft junge Blutgerinnungsfirma  45

Superimmun Super immun D³

kl

usiv

Im Rahmen der 47. Fortbildungswoche der Apotheker in Schladming äußerte sich GEWINN-Herausgeber Prof. Dr. Georg Wailand, am Messestand von CSC/Angelini, kritisch-konstruktiv zur aktuellen Situation und der Zukunft der Apotheken. „Noch ist die Welt für Apotheken in Ordnung. Die österreichische Apothekenschaft ist aber gut beraten, sich wie in der Vergangenheit erfolgreich den sich ändernden Umgang der Bevölkerung mit Gesundheitsinformationen (u. a. auch durch das Medium Internet) sowie dem erhöhten Wettbewerb (Rückgang des Kassenmarktes, Urteil des Europäischen Gerichtshofs [EuGH] zur Bedarfsplanung, Zunahme von e-Health, …) zu stellen. Auf eigenen Stärken besinnen, aktives Nutzen neuer Internetmöglichkeiten für bestimmte Produktkategorien, Kooperationen und Partnerschaften mit Großhandel und Industrie sowie ein offensives Marketing z. B. durch Medienpartnerschaften sind Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft“.

In idealer Kombination:

Vitamin C - in Langzeitdepotform Zink - in Gluconatform Vitamin D3 - hochkonzentriert

Vorbeugen und rascher wieder fit werden waren noch nie einfacher!

Die Zukunft der Apotheken

PSYCHIATRIE NEUROLOGIE

www.superimmun.at

•ACUTIL® ® •TRITTICO

ERKÄLTUNG •TANTUM VERDE ® •FLUIMUCIL® •TANTUM PROTECT ®

SCHMERZ / INFEKTIOLOGIE / WUNDHEILUNG

GYNÄKOLOGIE

•ERECTUS® •NOAX ® •MICETAL® •UNIDROX® •BIONECT ®

•CIKATRIDINA® •GOLD T ® •ALOXI® •FEMINELLA® ® •TANTUM ROSA

ONKOLOGIE


c ov e r

42 – healtheconomy

KomMEntar

Turbulente Zeiten

Freitag, 25. April 2014

Bilanz Heimischer Gesundheitsdienstleister steigert Umsatz um 21% auf 1,02 Mrd. € und EBIT um 8% auf 55 Mio. €

Gesundheitskonzern Vamed meldet Rekordjahr Großaufträge in Deutschland, Russland und China ließen Erwartungen deutlich übertreffen.

Martin Rümmele

W

enn das kein turbulentes Jubiläum ist: Der Branchenverband der Pharmaindustrie in Österreich, die Pharmig, feiert diesen Freitag ihr 60-JahrJubiläum und blickt nicht nur auf ein lange Zeit einer Erfolgsbranche zurück, sondern auch in eine aktuell aufwühlende Zukunft. Arzneimittelfälschungen, wie der jüngste Fall des Krebsmittels „Herceptin“, nehmen immer mehr zu. Gleichzeitig öffnet sich der Apothekenmarkt durch den Versandhandel. Die Kassen wiederum drängen auf Einsparungen, und die Krankenhäuser versuchen mittels Parallelimporten, billiger einzukaufen – was letztlich auch wieder die Türe für Fälschungen öffnet. In den vergangenen Jahren wiederum ging die Branche durch ein selbstverschuldetes Tal der Tränen. Weil die Forschung stockte, blieben neue Produkte aus, und bei alten liefen die Patente ab. Die Umsätze brachen teilweise dramatisch ein. Die Industrie reagiert darauf mit Konzentration und bekommt nun Auftrieb durch die ihrerseits wiedererstarkte Finanzbranche: Fusionen nehmen wieder zu, Übernahmen und Kooperationen stehen aktuell beinah auf der Tagesordnung: Novartis kooperiert mit GSK, Pfizer will angeblich AstraZeneca kaufen. Für Spannung in den kommenden Jahren ist also gesorgt.

Wien. Der in Österreich sitzende, internationale Gesundheitskonzern Vamed kann erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken: Sowohl der Auftragsbestand als auch der Umsatz konnten im Vorjahr erstmals auf über eine Mrd. € gesteigert werden, sagte am Donnerstag Generaldirektor Ernst Wastler. Mit mittlerweile knapp 16.000 Mitarbeitern weltweit konnte die Vamed auch ihre internationale Marktpräsenz weiter ausbauen und ist im Vorjahr gleich in neun neue Märkte eingestiegen. „Wir haben unser Umsatzziel von 1 Mrd. Euro ein Jahr früher als geplant erreicht und sind zuversichtlich für das laufende Geschäftsjahr. Das Rekordniveau bei Auftragseingang und Auftragsbestand und der stetig steigende Anteil des Dienstleistungsgeschäfts bieten eine gute Basis für ein weiteres erfolgreiches Wachstum“, sagte Wastler im Rahmen einer Pressekonferenz.

Erfolge auf allen Linien Die Vamed ist weltweit in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung – Prävention, Akutversorgung, Rehabilitation und Pflege – tätig und hat ein international einzigartiges Leistungsangebot entwickelt, das die gesamte Wertschöpfungskette von Projektentwicklung sowie Planung und Errichtung einer Gesundheitseinrichtung bis hin zu hochspezialisierten Dienstleistungen im kaufmännischen, infrastrukturellen und technischen Bereich bis hin zur kompletten Betriebsführung abdeckt. Wichtige Neuaufträge akquirierte die mehrheitlich zum deutschen Fresenius-Konzern

© Foto Pfluegl/Vamed

Martin Rümmele

Wolfgang Kaltenegger (CFO), Ernst Wastler (CEO) und Konzersprecher Ludwig Bichler (v.li.) präsentierten Vamed-Rekordbilanz.

in den Bereichen onkologische Rehabilitation, Kinder-Rehabilitation und Gendermedizin eine Vorreiterrolle übernommen. 2013 wurden gleich drei neue Rehabilitationszentren in Wien, Kitzbühel und in St. Veit im Pongau fertiggestellt. Im heimischen Thermen- und Gesundheitstourismus hat die Vamed Vitality World (VVW) die Erweiterung der Therme Aqua Dome – Tirol Therme Längenfeld und die Attraktivierung der Therme Geinberg erfolgreich abgeschlossen sowie den Ausbau der St. Martins Therme & Lodge eingeleitet. Mit 2,5 Mio. Besuchern an acht Standorten bestätigte die VVW auch 2013 ihre klare Marktführerschaft. In Summe hat die Vamed bisher in über 72 Ländern auf vier Kon-

gehörende Vamed im Vorjahr in Deutschland mit der Sanierung und dem Teilneubau des Bettenhochhauses einer der größten Universitätskliniken Europas, der Berliner Charité, sowie in Österreich mit dem Auftrag zur Neuerrichtung des niederösterreichischen Landesklinikums Neunkirchen. In Russland stellte die Vamed das städtische Krankenhaus Nummer vier in Sotschi fertig und erzielte weitere Projektaufträge in St. Petersburg und Moskau. In China gelang der Einstieg in den wichtigen privaten Krankenhaussektor, mit dem Auftrag zur Planung, Errichtung und Betrieb einer Akut- und Rehaklinik. In der österreichischen Gesundheitsversorgung wiederum hat die Vamed mit innovativen Angeboten

tinenten mehr als 650 Projekte im Gesundheits- und gesundheitstouristischen Bereich realisiert, 21 davon als Public Private PartnershipModelle. Die Vamed betreut derzeit 380 Gesundheitseinrichtungen mit mehr als 110.000 Betten. Zum Team zählen mittlerweile über 450 Ärztinnen und Ärzte, deren Knowhow die Vamed 2013 in dem neu gegründeten „International Medical Board“ vernetzt hat. Unter Einbeziehung sämtlicher Betriebe, für welche die Vamed die Gesamtverantwortung trägt, war sie 2013 für ein Geschäftsvolumen von 1,4 Mrd. € verantwortlich. Der Konzernumsatz der Vamed AG stieg 2013 um 21% auf 1,020 Mrd. € (2012: 846 Mio. €). Der Betriebserfolg (EBIT) konnte um 8% auf 55 Mio. € gesteigert werden.

Arbeitszeiten Länder reagieren unterschiedlich auf die EU-Forderung nach Verkürzung

Nachtdienste Ärzte verrechneten zu hohe Pauschalen

Spitäler suchen mehr Ärzte

Kärnten zahlte zu viel

Wien. Die Bundesländer reagieren unterschiedlich auf die von der EU geforderte Reduzierung der Arbeitszeit der Spitalsärzte von derzeit 72 Stunden auf 48 Stunden pro Woche. Steiermark, Salzburg und Kärnten melden Zusatzbedarf von Hunderten Ärzten an. In der Steiermark würden zwischen 470 und 650 Ärzte zusätzlich benötigt; die Kosten dafür bezifferte ein Sprecher der Kages mit 25 bis 30 Mio.

Klagenfurt. Bei der Abrechnung von Bereitschaftsdiensten der Hausärzte durch die Kärntner Ärztekammer ist es offenbar zu teuren Fehlern gekommen. Dem Land wurde zu viel verrechnet. Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner (SPÖ) will die Sache nun überprüfen lassen. Seit 1994 gibt es einen Vertrag, dass die Ärztekammer für Bereitschaftsdienste eine Pauschale von

Ärzte zahlen Geld zurück

Kärntens Gesundheitslandesrätin Beate Prettner ist sauer auf die Ärzte.

Die Ärztekammer hat zugegeben, dass im 3. und 4. Quartal 2013 für die kürzeren Bereitschaftsdienste die volle Pauschale verrechnet worden sei; 8.000 € wurden deshalb bereits wieder an das Land zurücküberwiesen. Prettner wirft der Ärztekammer dennoch Vertragsbrüchigkeit vor. Laut Josef Huber, Präsident der Kärntner Ärztekammer, gebe es nur wenige Fälle von falscher Abrechnung. Die angekündigte umfassende Überprüfung begrüße er und hoffe auf Verhandlungen, um die Bereitschaftsdienste neu zu organisieren. Die Ärztekammer fordert generell mehr Geld.  (iks)

€ pro Jahr. In Salzburg würden durch die Senkung der Arbeitszeit zusätzlich rund 100 Stellen benötigt. Die Kosten dafür: mehr als sechs Mio. €. Die Kärntner Kabeg müsste etwa 75 Ärzten einstellen – mit Mehrkosten von vier Mio. €. Niederösterreich glaubt hingegen, ohne zusätzliches Personal auszukommen: Die geforderte maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden werde bereits eingehalten. Keine

konkrete Ansage will man in Wien treffen. Die Tiroler Tilak kann die Auswirkungen „nicht seriös“ einschätzen. Das Büro des oberösterreichischen Landeshauptmanns und Gesundheitsreferenten Josef Pühringer (ÖVP) teilte mit, dass die Folgen noch eruiert würden. Konkrete Zahlen konnte auch die burgenländische Krages nicht nennen. In Vorarlberg wollte man zuerst die Ergebnisse abwarten.

Weil die Wochenarbeitszeit gesenkt werden muss, werden zusätzliche Ärzte gesucht.

Die Verkürzung der Arbeitszeit von Spitalsärzten unterstützt Ärztekammerpräsident Artur Wechselberger; wichtig ist ihm, dass die maximale Tagesarbeitszeit reduziert wird. Verlängerte Dienste sollten 25 Stunden statt 49 Stunden dauern. Der Ärztekammerpräsident unterstützt auch das neue Konzept der medizinischen Primärversorgung und verlangt mehr finanzielle Mittel. Für die Verhandlungen über die Reform der Ärzteausbildung hofft Wechselberger auf eine Einigung bis Jahresende. (iks)

© APA/Gert Eggenberger

© Ho/EPA/picturedesk.com

Ärztekammer-Kritik

190 € verrechnen darf. Vorgesehen ist, dass der Bereitschaftsdienst montags bis donnerstags von Ordinationsschluss zu Mittag die ganze Nacht bis Ordinationsbeginn am nächsten Tag dauert. Die Bereitschaft einiger Ärzte dauerte aber nur bis 20:00 Uhr oder bis 22:00 Uhr, kritisierte eine Sprecherin Prettners.


H E A LTH : C A R E

Freitag, 25. April 2014

healtheconomy – 43

Skandal Gefälschte Krebsmittel erreichten Österreich – Branchenverband Pharmig fordert öffentliche Anstrengungen zur Überwachung

Lücken in Patientensicherheit 10% der rund 1,5 Mrd. Dollar Entwicklungskosten fallen auf die Medikamentenüberwachung. Wien/Berlin/Rom/Zürich. Parallel zum jüngsten Fall von Arzneimittelfälschung fordert die Pharmig, die Interessensvertretung der österreichischen Pharmaindustrie, eine teilweise Finanzierung der Arzneimittelsicherheit aus öffentlichen Budgets. Die hoheitliche Aufgabe der Arzneimittelüberwachung wird bisher von der pharmazeutische Industrie finanziert. In den kommenden Jahren wird diese 7 bis 11 Mrd. € für die Errichtung und den Betrieb eines Datenbanksystems zum Schutz gegen Arzneimittelfälschungen investieren. Vermutlich in Italien wurden drei Arzneimittelprodukte gestohlen, manipuliert und mit falschen Zertifikaten in die Lieferkette eingeschleust. Bei den gestohlenen Medikamenten handelt es sich um Ampullen mit den Medikamenten

Ethik Medikamententests

Standort Europa Luxemburg. Mit dem Beschluss der Agrarminister der Europäischen Union, grenzüberschreitende Medikamententests zu erleichtern, erhofft man sich, die Attraktivität Europas als Standort für klinische Studien (gemeint sind damit Medikamententests an Menschen) zu erhöhen. Die Zahl der in der Europäischen Union durchgeführten Studien ist zwischen 2007 und 2011 laut EU um ein Viertel gesunken. Mit in Kraft Treten des neuen Beschlusses spätestens 2016 müssen Pharmaunternehmen länderübergreifende Tests nur noch in einem EU-Land anmelden.

Bedenken ausgeräumt

© Wikimedia cc/Xavier Häpe

Nicht alle Beteiligten waren über die Vorschläge glücklich. Besonders in Deutschland hatte man die Befürchtung geäußert, dass es durch die neuen Spielregeln zu wenig Spielraum für die Ethikkommissionen geben könnte. Deren Aufgabe ist die Beurteilung von Forschungshaben, die an Lebewesen durchgeführt werde, aus ethischer, rechtliche rund sozialer Sicht. Die neuen Regeln sehen 60 Tage für die Einschätzung der Ethikkommissionen vor, womit sich die Bundesregierung nun einverstanden erklärt hat. Dass die Agrarminister als Fachfremde einen Beschluss fassen konnten, obwohl sie nicht für das Thema zuständig sind, war formal möglich, weil sich EU-Staaten und Europaparlament bereits geeinigt hatten. (um)

Die neuen Regeln sollen nach Auskunft des EU-Parlaments ab 2016 gelten.

„Alimta“ und „Humatrope“ von Eli Lilly und dem Krebsmittel „Herceptin“ von Roche. Das deutsche Paul-Ehrlich-Institut in Langen bei Darmstadt hatte bereits am Donnerstag darauf hingewiesen, dass von dem Krebsarzneimittel „Herceptin“ mit dem Wirkstoff Trastuzumab gefälschte Fläschchen zur intravenösen Behandlung im Umlauf sind.

Kein Schaden gemeldet Laut dem Herceptin-Hersteller Roche hat eine der gefälschten Medikamentenchargen den aktiven Wirkstoff gar nicht enthalten,

in anderen sei er verdünnt gewesen. Bisher seien allerdings keine Patienten zu Schaden gekommen. Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) geht davon aus, dass nur eine kleine Anzahl an Durchstechflaschen der drei Arzneimittel von der Verfälschung betroffen ist. Es wird jedoch empfohlen, die genannten Produkte mit Herkunft Italien zu überprüfen und nicht mehr zu verwenden, wenn es sich dabei um die betroffenen Chargennummern handelt, die auf der BASG-Homepage veröffentlicht wurden. Der Grazer Onkologe Hellmut Samonigg kritisiert, dass Herceptin in

zahlreichen Spitälern verwendet wird, aber noch kein Patient informiert wurde.

Pharmig will Kostenteilung Da die Arzneimittelsicherheit wesentlicher Teil der hoheitlichen öffentlichen Aufgaben der Volksgesundheit sei, verlangt nun PharmigGeneralsekretär Jan Oliver Huber, dass „die Ausgaben zur Arzneimittelsicherheit jedenfalls zum Teil aus öffentlichen Budgets finanziert werden“. Dies sehe auch der Artikel 67, Absatz 3 der EU-Verordnung Nr. 726/2004 betreffend zentrale Arzneimittelzulassungen vor.

© sticklerfotografie

ulli moschen

Pharmig-General Jan Oliver Huber ­fordert öffentliche Anstrengungen.


44 – healtheconomy

M e d i z i n te c h n i k : e- H ea lt h

Freitag, 25. April 2014

Gesundheitsreform „Integri-Initiativforum“ zeichnet am 6. Mai in Linz Gesundheitsprojekte aus, die neue Versorgungsformen behandeln

Preis für integrierte Versorgung

OÖ-Gesundheitscluster und Softwareanbieter CompuGroup Medical engagieren sich, um Gesundheitswesen zu gestalten.

© systema

Martin Rümmele

Erwin Jobst (CGM, systema) sieht Zukunftschancen in der Integrierten Versorgung.

Linz. Die Gesundheitsreform auf Bundes- und Länderebene, die ELGA-Umsetzung und die Entwicklungen in der Sozialversicherung definieren Integrierte Versorgung als zentrales Anliegen des österreichischen Gesundheitswesens – für das Softwareunternehmen CompuGroup Medical (CGM) und den OÖ-Gesundheitscluster ein zusätzlicher Ansporn, um Österreichs Preis für Integrierte Versorgung („Integri“) auch 2014 wieder an Initiativen zu verleihen, die auf die geänderten Rahmenbedingungen besonders konstruktiv reagieren.

2012 wurde die vom „IntegriInitiativforum“ ins Leben gerufene Auszeichnung des Integri erstmals an drei gleichsam stolze wie würdige Preisträger vergeben. Mit der Zielsetzung, auf die geänderten Anforderungen des österreichischen Gesundheitswesens aufmerksam zu machen und die Arbeit der österreichischen Health Professionals im Bereich der Integrierten Versorgung zu würdigen. „Bereits bei der ersten Verleihung hat sich gezeigt, dass das Gedankengut rund um die Integrierte Versorgung Anliegen und Arbeitsinhalt vieler Menschen und Organisationen im österrei-

chischen Gesundheitswesen ist. Motivation genug, um heuer nach Monaten der Turbulenz und des Staunens rund um die jüngsten ELGA-Entwicklungen mit dem ‘Integri‘ in die zweite Runde zu starten“, meint Erwin Jobst vom zur CGM gehörenden österreichischen KIS-Marktführer systema, der zugleich Mitglied des „Integri“-Ini­ tiativforums ist. Am 10. März endete die diesjährige Einreichfrist von Ideen und Projekten, die über das OnlinePortal www.integri.at eingebracht werden konnten. Ausgezeichnet werden die Preisträger bei der Abendveranstaltung des Kongresses „Integrierte Versorgung Neu denken – innovativ handeln“ am 6. Mai an der Fachhochschule OÖ, Fakultät für Gesundheit und Soziales am Campus Linz, durch Bundesminister Alois Stöger. Kostenlose Anmeldung zur Veranstaltung unter www.integri.at.

E-Health Systemausbau

E-Card hilft

Wien. Die E-Card erhält Ende April eine weitere Funktion. Es sind dann Informationen darüber abrufbar, welche Untersuchungen ein Patient vor einer Operation benötigt. Das neue Befundsystem habe sich in Salzburg bewährt und wird nun österreichweit zur Verfügung gestellt, erklärte Volker Schörghofer, VizeGeneraldirektor im Hauptverband, in einem Radiointerview. Der Arzt bekomme über das Expertensystem einen genauen Plan, welche Untersuchungen vor einer OP durchzuführen sind; Doppel­ untersuchungen würden dadurch vermieden, gibt sich Schörghofer zuversichtlich. Dies spare dem Gesundheitssystem Kosten und könne gleichzeitig die Qualität steigern und damit die Betreuuung der ­Patienten verbessern.

Medizintechnik Umbau

GE wächst

Fairfield/NewYork. Der US-Konzern General Electric verblüfft die Branche mit einem überraschend starken Industriegeschäft. In der Sparte mit Gasturbinen, Flugzeugmotoren und Ausrüstung für die Ölindustrie stieg der Gewinn im abgelaufenen Quartal um 12 und der Umsatz um 8%. In der Medizintechnik und dem Transportsektor lief es dagegen weniger gut: Konzernübergreifend sank der Umsatz um 2% auf rund 34,2 Mrd. USD (24,71 Mrd. €) etwas deutlicher als gedacht. Angesichts der kräftigen Zuwächse der Industriesparte waren Analysten dennoch optimistisch gestimmt.

TÄGLICH.

DIE BESTE MEDIZIN.

Bei akuten und chronischen Erkrankungen ist es unumgänglich, die beste Medizin zu bekommen. Die medikamentöse Fürsorge erleichtert den Alltag. Mehr Info unter www.pharmig.at

DIE PHARMAZEUTISCHE INDUSTRIE ÖSTERREICHS

Industrie statt Kapital GE-Chef Jeff Immelt fokussiert den Konzern mit rund 307.000 Mitarbeitern immer mehr auf Kernbereiche der Industrieproduktion. Die Geschäfte der nach wie vor sehr großen Finanzsparte GE Capital fährt er zurück. GE hatte nach eigenen Angaben Ende 2013 Aufträge im Volumen von 244 Mrd. USD in den Büchern – so viel wie nie zuvor in der Firmengeschichte.

maedchen_medianet_216x288_DU130415_ABF.indd 1

15.04.13 11:50


Ph a r m a : r e p or t

Freitag, 25. April 2014

healtheconomy – 45

Milliardengeschäft Tiergesundheit geht für 5,4 Mrd. Dollar an Eli Lilly, Impfstoffe für 7,1 Mrd. Dollar an GlaxoSmithKline

short

Novartis erfindet sich neu

Johnson & Johnson gibt Botox wieder auf Washington. Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson steigt aus dem Markt mit dem Anti-Falten-Mittel Botox aus. Die Tochterfirma Mentor habe beschlossen, ihr Programm zu dessen kosmetischen Nutzung aufzugeben. Johnson & Johnson hatte Mentor im Jahr 2008 für 793 Mio. € gekauft.

Schweizer Konzern kauft sich in Megadeal das Krebsmittelgeschäft für 16 Mrd. Dollar von GSK. Jahres. Jimenez und der von Bayer kommende neue Präsident Jörg Reinhardt hatten das Geschäftsportfolio im Vorjahr auf den Prüfstand gestellt. Nicht hinterfragt wurden dabei die drei großen Bereiche Pharma, Augenheilkunde und Generika. Interesse an der Tierarzneisparte waren auch Bayer nachgesagt worden.

Große Tragweite Novartis-Chef Joseph Jimenez sprach von Transaktionen mit einer großen Tragweite. „Sie verbessern unsere Finanzkraft und dürften unsere Wachstumsraten und Margen unmittelbar steigern.“ Novartis will die Transaktion mit bestehenden flüssigen Mitteln, kurzfristigen Finanzierungsinstrumenten und bei Bedarf auch mit begrenzten Anleihenemissionen finanzieren. Die Verkauf an Eli Lilly solle bis Ende des ersten Quartals 2015 abgeschlossen werden, die Transaktion mit Glaxo in der ersten Hälfte des kommenden

Actelion punktet mit neuem Medikament

Börse reagierte sofort Der geplante Umbau von Novartis ließ den europäische Index für diesen Sektor um bis zu drei Prozent steigen. „Die Übernahme-fantasien sind wieder da“, sagte ein Börsianer. Novartis-Aktien gewannen in Zürich bis zu 2,9 Prozent und waren mit 76,90 CHF so teuer wie zuletzt 2006. Die in London gelisteten Glaxo-Titel stiegen in der Spitze um fünf Prozent, die in Frankfurt notierten Lilly-Papiere stiegen um 2,1 Prozent.

Bern. Beim Schweizer Biotechnologieunternehmen Actelion laufen die Geschäfte dank des neuen Lungenmedikaments Opsumit rund. Der Ende 2013 auf den Markt gebrachte Hoffnungsträger kam im ersten Quartal auf einen Umsatz von 12,33 Mio. €. Das Unternehmen überlegt deshalb, seine Prognose für das Gewinnwachstum zur Jahresmitte zu überdenken. Novartis strukturiert sich völlig um: ein gewaltiges Milliardengeschäft.

Einkaufsgerüchte US- und britische Firma im Fokus

Blutgerinnungsstörung Baxter kauft Pharmafirma

Washington/London. Der US-Pharmakonzern Pfizer soll Interesse an dem britischen Rivalen AstraZeneca haben. Pfizer sei mit einem Angebot von rund 60 Milliarden Pfund bereits auf den Konkur-

Wien. Das Gesundheitsunternehmen Baxter wird Anteile des Biotech-Unternehmens Chatham Therapeutics erwerben und damit die bei Chatham in Entwicklung befindlichen Gentherapie-

Pfizer soll ein Auge auf Rivalen ­AstraZeneca geworfen haben.

renten zugegangen, berichtete die Sunday Times unter Berufung auf Investmentbanker und Branchenkreise. Es habe bereits informelle Gespräche gegeben. AstraZeneca habe den Vorstoß aber abgelehnt, weshalb es derzeit keine Verhandlungen gebe. AstraZeneca und Pfizer wollten sich nicht zu dem Bericht äußern. Pfizer und AstraZeneca arbeiten bei einigen Projekten bereits zusammen. Jüngst wurde ein neuartiges Verfahren für klinische Studien bei Krebsmedikamenten vorgestellt. Anstatt ein Mittel nach dem anderen zu testen, soll die neue Technologie eine neue Lungenkrebs-Studie Wissenschaftlern ermöglichen, gleichzeitig bis zu 14 Präparate von Pfizer und AstraZeneca zu prüfen. AstraZeneca ist derzeit an der Börse mit rund 80 Mrd. USD bewertet, Pfizer mit 193 Milliarden. (fei)

Globaler Kampf gegen Hämophilie

© Baxter

© Pfizer

Pfizer wirft Auge auf AstraZeneca

Roche legte zu, und doch sank der Umsatz

Pharmakonzern Baxter will Hämophilie ­weltweit beherrschbar machen.

Programme zur Behandlung der Hämophilie übernehmen. Damit will Baxer seinem Ziel, einer „Welt ohne Blutungen“ näherkommen, sagte dazu Ludwig Hantson, Präsident von Baxter BioScience. Am Welt-Hämophilie-Tag am 17. April wurde über Blutgerinnungsstörungen aufgeklärt und darüber, wie Betroffene Schäden möglichst verhindern können und welche therapeutischen Möglichkeiten ihnen zur Not zur Verfügung stehen. Häufigste Form ist Hämophilie A; davon Betroffene produzieren nicht ausreichend den Gerinnungsfaktor VIII, der ihnen deshalb in Form von Medikamenten zugeführt werden muss. Bei Menschen mit Hämophilie B gilt dasselbe für den Gerinnungsfaktor IX. Weltweit sind von beiden Formen der Erkrankung etwa 400.000 Menschen betroffen. (fei)

© EPA

Bern. Knalleffekt am Arzneimittelmarkt: Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat sich einen groß angelegten Umbau verordnet. Das Geschäft mit Tierarzneimitteln wird an den US-Konzern Eli Lilly und die Sparte für Impfstoffe ohne Grippemittel an den britischen Konkurrenten GlaxoSmithKline verkauft, wie der Pharmakonzern mitteilte. Hierfür erhält Novartis von den Amerikanern rund 5,4 Mrd. USD (3,9 Mrd. €) und von den Briten 7,1 Mrd. USD. Novartis erwirbt im Gegenzug von GlaxoSmithKline dessen Krebsmittelgeschäft für insgesamt rund 16 Mrd. USD. Die Grippemittel sollen später verkauft werden. Das Novartis-Management um Konzernchef Joseph Jimenez leitete im Frühjahr 2013 eine Strategie-Überprüfung ein. Der Konzern will sich in Zukunft auf Augen-

heilkunde, das Pharmageschäft und Nachahmerprodukte konzentrieren. Mit Glaxo werde zudem ein Gemeinschaftsunternehmen für nicht verschreibungspflichtige Medikamente gegründet, kündigte der Baseler Konzern an.

© EPA

andreas feiertag

Der Schweizer Pharmakonzern ­Roche meldet guten Jahresstart.

Bern/Wien. Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat im ersten Quartal von Verkaufserfolgen mit neuen Arzneien profitiert. Wegen Wechselkurseffekten (besonders die Dollarschwäche) sank der Umsatz jedoch um ein Prozent auf 9,5 Mrd. €. Zu konstanten Kursen hätte eine Zunahme um fünf Prozent resultiert. Österreichs Konzernchef Severin Schwan sprach aber von einem guten Jahresstart.

Werte schaffen durch Innovation

14 Millionen Menschen weltweit erkranken jedes Jahr an Krebs. Wir versuchen, diese Krankheit an ihrer Wurzel zu bekämpfen. www.boehringer-ingelheim.at Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG, Dr. Boehringer-Gasse 5-11, 1121 Wien, Tel. 01/801 05-0*, Fax 804 08 23

271x130_medianet Boehringer 2014.indd 1

11.03.14 08:46


M E N SC H E N & KA R R I ER E N

46 – healtheconomy

Freitag, 25. April 2014

Vorsorge Pharmazeuten fordern stärkere Einbindung in Immunisierungsprogramme; Raten könnten gesteigert werden

short

Neslé-Award an der FH St. Pölten verliehen

Apotheker als Impfberater

Linzer Ergotherapie feiert 20 Jahre Erfolge

Jubiläum Bayer-Schmerzmittel noch immer erfolgreich

Fortbildung Qualifizierungsprogramme nachgefragt

Wien. Aspirin, das bekannteste Schmerzmittel der Welt, feiert seinen 115. Geburtstag. Ein weiterer Grund zum Feiern ist das Ergebnis einer repräsentativen VerbraucherUmfrage von Reader’s Digest in Deutschland, aus der Aspirin zum vierzehnten Mal in Folge als vertrauenswürdigstes Schmerzmittel des Jahres hervorging. In Österreich ist das Medikament seit 1950 auf dem Markt. Die Erfolgsgeschichte von Aspirin begann bereits 1897 in den Bayer-Laboratorien in Wuppertal. Dort gelang es dem Chemiker Felix Hoffmann erstmalig, den Wirkstoff Acetylsalicylsäure in chemisch reiner und haltbarer Form zu synthetisieren. Zwei Jahre später wird Aspirin patentiert. Zunächst kommt das Schmerzmittel als Pul-

Graz. „Wir werden auch weiterhin maßgeschneiderte FortbildungsProgramme zu den Themenfeldern GxP und Qualitätsmanagement entwickeln und anbieten“, erläutert die Programmverantwortliche im steirischen HumantechnologieCluster, Gertraud Krug, kürzlich bei einer Zwischenbilanz des seit 2006 aktiven Gesundheitsclusters. Im Vorjahr konnte die Teilnehmerzahl gegenüber 2012 fast verdoppelt werden. „Und auch in diesem Jahr zeigen schon die ersten drei abgehaltenen Schulungen, dass eine weitere signifikante Steigerung für 2014 realistisch ist“, so Krug: „Ganz generell lässt sich sagen, dass die Unternehmen bereit sind, nun wieder mehr in die Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren.“

Linz. Wenn Kinder nicht wie ihre Freunde problemlos konzentriert spielen, sich selbst anziehen oder eine Treppe hochsteigen können, stecken dahinter oft Schwierigkeiten, wahrgenommene Reize ausreichend zu verarbeiten. Solche Kinder zu unterstützen und zu fördern, ist eines der Arbeitsgebiete der Ergotherapie in der Landes-Frauen- und Kinderklinik, die heuer ihr 20-jähhriges Bestehen feiern kann.

ver auf den Markt, ist aber bereits ein Jahr später als eines der ersten Medikamente überhaupt in Tablettenform erhältlich. (fei)

Eine Weltmarke feiert Geburtstag: Das Schmerzmittel Aspirin wird 115 Jahre alt.

buch-tipp

Georg Matuszek, Sport für Manager: Was Manager vom Sport lernen können. Verlag Springer Gabler, 96 Seiten, 19,99 ¤, ISBN: 3658036370

Entwickelt werden die Inhalte der Cluster-Qualifizierungsprogramme gemeinsam mit den 80 Cluster-Unternehmen.

Cluster-Verantwortliche Krug: Unter­ nehmen investieren mehr in Fortbildung.

Menschen, über die man spricht

© Herz-Jesu Krankenhaus, Wien

David Pötz leitet zwei Krankenhäuser der Vinzenz-Gruppe

© EKH-Wien/Ch. Richter

Lehrmeister Sport Was kann ein Manager vom Sport lernen? Was sind die Parallelen zwischen Sport und Beruf? Sport bringt ins Bewusstsein, zu welchen Leistungen Menschen fähig und gleichzeitig wie filigran sie sind. Sport zeigt uns unsere Grenzen, aber auch die Wege, wie wir Grenzen überwinden können. Dabei setzt der Mensch auf ein gewisses Maß einer Grundrobustheit, Widerstandsfähigkeit und Gesundheit. Allerdings: Ohne Planung, ohne Wissen und ohne Disziplin funktioniert gesunder Sport nicht. Parallel dazu wird die Nachhaltigkeit eines Wirtschaftsunternehmens auch daran gemessen, was es zur Gesunderhaltung seiner Mitarbeiter beiträgt. Das Investment in Gesundheit und Vitalität wird damit zu einem ökonomischen Faktor und gewinnt an Bedeutung. Autor Georg Matuszek verbindet diese b­ eiden Eckpfeiler zu einem interessanten Ratgeber, der zu sportlichen und beruflichen Höchstleistungen motiviert.  (fei)

Humantechnologiecluster obenauf

© Bayer

© gespag

Aspirin feiert den 115. Geburtstag

Das Team der Linzer Ergotherapie an der Landes-Frauen- und Kinderklinik.

Christian Müller-Uri: „Impfstoffe gehören in die Apotheken.“

© HTS

St. Pölten. Im Zuge der „Langen Nacht der Forschung“ wurde an der FH St. Pölten der Nestlé Health Science Award 2014 verliehen, mit dem Bachelor- und Masterarbeiten im Fach der Diätologie ausgezeichnet werden. „Der Nestlé Health Science Award ist neben der Auszeichnung für die Studierenden ein Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation zwischen Lehre, Forschung und Wirtschaft“, sagte Gabriele Karner, Leiterin des Studiengangs Diätologie.

Wien. David Pötz ist seit Mitte April neuer Geschäftsführer im Herz-Jesu Krankenhaus Wien Landstraße. Damit führt der Krankenhausmanager nun zwei erfolgreiche Krankenhäuser der Vinzenz Gruppe: das Herz-Jesu KH und das Orthopädische Spital Speising. Beide Häuser haben in der Orthopädie einen Schwerpunkt und werden durch die gemeinsame Führung in Zukunft noch enger und intensiver zusammenarbeiten. Nach Abschluss eines betriebswirtschaftlichen Studiums war Pötz zunächst stellvertretender Verwaltungsdirektor der Privatklinik Döbling sowie kaufmännischer Leiter des Ambulatoriums und des Ordinationszentrums Döbling. 2009 begann er seine Karriere in der Vinzenz Gruppe als Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor im Orthopädischen Spital Speising. (fei)

W o l f g an g Fei l , ne u er p r ä sid en t d er e u r o p ä ischen u ems

Wolfgang Feil, Chirurgievorstand am Evangelischen Krankenhaus Wien, wurde einstimmig für die kommenden vier Jahre zum Präsidenten des European Board of Surgery der UEMS gewählt. Er wird die Dachorganisation der europäischen, wissenschaftlichen Gesellschaften aller chirurgischen Fächer, Zusatzfächer sowie die Spezialisierungen und Module zu leiten. Als Board-Präsident wird Feil auch sein langjähriges Engagement für die Facharztausbildung in der EU fortsetzen.

Florian Fit zal , neuer b rustkre b sspezia l is t in l inz

Am 1. April übernahm Florian Fitzal die Leitung des Brust-Gesundheitszentrums am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz. Vor seinem Engagement in Linz war Fitzal als Oberarzt und Universitätsprofessor für Chirurgie an der Universitätsklinik für Chirurgie im AKH Wien tätig. Die Schwerpunkte der Arbeit werden im weiteren Ausbau der Genetischen Beratung bei Brustkrebs, in der Weiterentwicklung der Onkoplastik und der Teilnahme an internationalen Studien liegen.

© APA/EPA/Uli Deck

Die FH würdigte den Preis auch als gelungene Kooperation.

Wien. Unter dem Motto „Vorbeugen. Schützen. Impfen“ läuft diese Woche die Europäische Impfwoche der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ziel der Aktion ist es, auf wichtige Schutzimpfungen aufmerksam zu machen und so das Impfbewusstsein zu steigern. Information und Aufklärung über alle notwendigen Impfungen erhielten alle Kunden in den Apotheken. Eine stärkere Einbindung der Apothekerschaft in Impfprogramme könnte die Durchimpfungsraten steigern. Apothekerinnen und Apotheker spielen seit vielen Jahren eine bedeutende Rolle bei der Information über die Notwendigkeit von Impfungen und administrieren seit Jahrzehnten das Kinder-GratisImpfprogramm. Sind Apotheken in Impfaktionen eingebunden, so zeige sich eine positive Auswirkung

© Fotostudio Wilke

auf die Durchimpfungsrate, erklärte Christian Müller-Uri, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer. Fakt sei jedoch, dass immer wieder Magistraten oder Gesundheitsämtern der Vorzug bei der Verteilung von Impfstoffen gegeben wird. Dies führe jedoch zu einer niedrigeren Akzeptanz der Impfung bei der Bevölkerung. Aus diesem Grund fordert Müller-Uri: „Impfstoffe gehören in die Apotheke. Die Apotheken sind ein sehr effektiver Vertriebsweg für Impfstoffe. Durch die flächendeckende Verteilung, die gezielte Beratung und den niederschwelligen Zugang können wir in kurzen Zeitspannen sehr viele Kunden erreichen.“ Dadurch hätten Apothekerinnen und Apotheker auch einen umfassenderen Überblick über alle Impfungen des Kunden und könnten noch besser auf notwendige Auffrischungsimpfungen aufmerksam machen.

Andreas Feiertag

© privat

© FH St. Pölten/Markus Passecker

Europäische Impfwoche der Weltgesundheitsorganisation WHO geht dieser Tage über die Bühne.

Anastacia , us -musikerin, kämpf t gegen b rust kre b s

Die US-Popsängerin Anastacia (45) will sich weiter im Kampf gegen Brustkrebs engagieren: „Ich möchte den Betroffenen Mut machen, sich dieser Krankheit zu stellen und Ihnen zeigen, dass es sich lohnt, zu kämpfen.“ Mit ihrer vor elf Jahren gegründeten Stiftung setzt sie sich für die Früherkennung und Behandlung der Krankheit sowie für Information und Aufklärung ein. Die Musikerin erkrankte 2003 und 2013 an Brustkrebs. Im Mai erscheint ihr neues Album „Resurrection“.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 25. April 2014 – 47

Linux-Update

Der „Heartbleed“-Buck vereinfacht Hackern den Diebstahl sensibler Daten  Seite 49

Red Hat hat den Release Candidate von Enterprise Linux 7 veröffentlicht  Seite 50

© Samsung

sicherheitslücke © Red Hat

© Kaspersky

technology office-tablet galaxy note pro im praxisTest

Verdrängungskampf am heimischen CRM-Markt

© www.prolexic.com/attackreports

short

© bluesource

Wien. In ihrem aktuellen „Global DDoS Attack Report“ analysiert die Akamai-Tochter Prolexic, ein Anbieter von Security-Lösungen, die ITSicherheitslage im ersten Quartal 2014. Die Kernergebnisse sind ein Anstieg um 133 Prozent bei der durchschnittlichen Spitzenbandbreite, mit der die Attacken ausgeführt wurden. Ebenfalls wurde ein Anstieg um 68 Prozent bei den Infrastruktur-Attacken auf Layer 3 und 4 festgestellt. Auch die Gesamtzahl der DDoS-Attacken ist gestiegen, nämlich um 47 Prozent. www.prolexic. com/attackreports

© Chris Haderer

Wien. bluesource und exceet haben mit dem „barcodewhisperer“ ein System vorgestellt, das jeden Barcode von jedem Smartphone-Display in jedes Kassensystem übertragen kann (beispielsweise, um Coupons einzulösen). Dazu verwandelt die passende App bei Aktivierung des „whisper“Buttons Kundenkarten-, Gutschein- oder PaymentBarcodes in wechselnde Farbsequenzen, die der barcodewhisperer erkennt und entsprechend interpretiert. Das „Flüstern“ kann in jede iOS-, Android- und WindowsApp integriert werden – in mobile-pocket ist es bereits implementiert. www.barcode-whisperer.com

Customer Relationship Management CRM-Systeme, die älter als fünf Jahre sind, hält Patrick Weilch von FWI für obsolet. Obwohl sich der Markt schon kannibalisiert, sieht er durch das Update auf neue Technologien großes Potenzial.  Seite 48 PwC Entscheider skeptisch über IT-Projektumsetzungen

Wien. Seit Kurzem ist die neue Top-Level-Domain .wien verfügbar. Eine der ersten Domains in der Sicherungsphase war „musikverein.wien.“ Auch der vermutlich bekannteste Gastgarten Wiens, das Schweizerhaus, hat die Chance genutzt und „schweizerhaus. wien“ bereits gesichert. Neben eingetragenen Marken können auch Firmennamen, nicht eingetragene Marken, etc. eingetragen werden. www.nic.wien

© PwC/www.oreste.com

© www.nic.wien

Strategie und digitale Technologien

Andreas Plamberger, Technology ­Consulting bei PwC Österreich.

Wien. Nur jeder fünfte Top-Manager ist davon überzeugt, dass in seinem Unternehmen die Bedeutung der neuen digitalen Technologien voll erkannt wird und diese in der Geschäftsstrategie berücksichtigt werden, stellt der „6th Annual Digital IQ Survey“ der Beratungs-gesellschaft PwC fest. Big Data wird als Teil der Wertschöfpungskette erkannt, dennoch „sieht in Europa nur knapp jeder zweite Entscheider IT-Initiativen im Zeitplan, gut 60 Prozent konstatieren regelmäßig Budgetüberschreitungen“, kommentiert Andreas Plamberger, Technology Consulting bei PwC Österreich.  www.pwc.at

Talk Gate

BIG DATA – Ende der Privatsphäre? Mittwoch, 21. 5. 2014 18:30 Uhr, Tech Gate Vienna Podiumsdiskussion u. a. mit Rudi Klausnitzer und DI Helmut Leopold Anmeldung: www.techgate.at/tgmedianet


C ov e r

48 – medianet technology

Freitag, 25. April 2014

FWI Die Umsetzungsgeschwindigkeit spielt für Kunden bei der Abwicklung von CRM-Projekten eine wesentliche Rolle

kommentar

„Der CRM-Markt ist ein Verdrängungswettbewerb“

Verräter auf Lebenszeit

Patrick Weilch, FWI, hält den österreichischen CRM- und ERP-Markt für schwer, aber dennoch attraktiv. Weilch: Älter als fünf Jahre. Das sind Lösungen, denen die Flexibilität fehlt. Fünf Jahre sind keine so lange Zeit, aber es hat sich viel getan: Seit etwa zwei Jahren wollen Anwender beispielsweise auch vom iPhone aus auf ihre Daten zugreifen. Das Thema Mobilität wurde zwar schon lange diskutiert, aber wenn wir uns ehrlich sind, dann gab es vor iPhone und iPad keine Konzepte dazu. Systeme, die älter als fünf Jahre sind, liefern diese Funktionalität nicht. Man muss also entweder kostenintensiv upgraden oder gleich in eine neue Lösung investieren. Im Großkundenbereich gibt es kaum Unternehmen ohne CRM-Lösung. Hier ist CRM oft in eine ERP-Lösung integriert. Auch diese sind nur schwer zu aktualisieren. Letztlich hat man meistens ein Migrationsszenario: Dass man von einem alten System auf ein neues System umsteigt.

chris haderer

Wien. Der Preis ist – sozusagen – noch heiß: Vor Kurzem wurde die FWI Information Technology GmbH als „Microsoft Partner of the Year“ ausgezeichnet. Der FullService-Provider hat seine Kernkompetenzen in den Bereichen ERP, CRM, Business Intelligence, Sharepoint und IT-Services, wobei Microsoft-Technologien zum Einsatz kommen. Der heimische ERP und CRM-Markt gerate zwar mehr und mehr zum Verdrängungsmarkt, sei aber dennoch lukrativ, wie Patrick Weilch, Managing Director CRM bei FWI, im Gespräch mit medianet technology meint.

chris haderer

B

einahe ein Jahr nach den NSA-Enthüllungen kommt man um Edward Snowden nur schwer herum. Manche IT-Firmen sprechen von einem Vertrauensverlust unter den Kunden, andere wollen bis jetzt keine Auswirkungen des Skandals gespürt haben. Im IT-Bereich bleibt Snowden damit sowieso in den Medien. Darüber hinaus sorgt der Whistleblower auch aus dem kalten Russland für Schlagzeilen, wie durch seine Teilnahme an einer TV-Fragestunde mit Wladimir Putin. Snowden stellte eine kurze Frage nach dem Stand der Überwachungsdinge in Russland und gab sich mit der relativ knappen Antwort zufrieden, dass aufgrund der strengen gesetzlichen Rahmenbedingungen so etwas wie ein NSA-Skandal in Moskau nicht möglich sei. Snowden bohrte nicht weiter, denn ein ehemaliger KGB-Agent muss so etwas schließlich wissen, auch wenn er durch den Einmarsch in die Ukraine gerade ein bisserl abgelenkt ist. Für Bild.de wurde Snowden durch seinen TVAuftritt vom Aufdecker zum „Überläufer, der seiner eigenen Eitelkeit und Geltungssucht verfallen ist“. Neuer Spitzname: „Putins Pudel“. Derartiges hat Edward Snowden nicht verdient. Er hat Diskussionen losgetreten, die langfristige Folgen haben werden. Für Amerika ist er nach wie vor ein Landesverräter. Und das ist – sarkastisch gesagt – gut so.

medianet: Was sind aus Ihrer Sicht die aktuellen Themen am CRM-Sektor? Patrick Weilch: Vertikale Lösungen sind ein großes Thema, also etwa Lösungen für Vertriebsoder Serviceprozesse, die in mehreren Branchen einsetzbar sind. medianet: Worauf legen Kunden bei der Umsetzung von Projekten am meisten Wert? Weilch: Geschwindigkeit spielt eine sehr große Rolle. Viele Kunden gehen den Weg, ein Projekt möglichst schnell umzusetzen – unter dem Aspekt, dass sie nur 80 Prozent bekommen und der Rest später realisiert wird. Das hat mehrere Vorteile: Die Lösung ist schneller da und kostet dadurch weniger. Außerdem kann der kurze Upgrade-Zyklus von Microsoft genutzt werden. medianet: Warum ‚scheitern‘ manche CRM-Projekte? Weilch: Die Gründe, warum CRM

Telekom Austria velocity

Patrick Weilch, Managing Director CRM beim Full-Service-Provider FWI.

Projekte nicht funktionieren, sind trotz technischer Neuerungen die gleichen wie vor zehn Jahren und organisatorischer Natur. Wenn ich das Ziel nicht kenne, brauche ich den Weg nicht beschreiten. Ein CRM-Projekt muss sich rechnen und solche Vorgaben müssen definiert werden. Unternehmen unterschätzen oft den organisatorischen Aufwand, den ein CRM-Projekt mit sich bringt. Ein Projektleiter hat eine anspruchsvolle und schwere Aufgabe, die nicht nebenbei erledigt werden kann, weil viel Organisation notwendig ist; hier braucht

es mehr Gewissensbildung bei Geschäftsführern und Entscheidern. medianet: Wie sieht der CRMMarkt in Österreich generell aus? Haben die meisten Unternehmen nicht schon ein CRM-System? Weilch: Es gibt in Österreich sehr viele Unternehmen, die CRM-Lösungen der ersten Generation betreiben. Die sind aufgrund ihrer meistens monolithischen Struktur nur schwer weiterzuentwickeln … medianet: Wie alt sind solche Lösungen?

medianet: Ist der österreichische CRM-Markt ein Verdrängungsmarkt? Weilch: Gute Frage. Aus meiner Sicht wird es in Zukunft mehr in Richtung eines Verdrängungswettbewerbs gehen. Den haben wir in bestimmten Rahmen schon jetzt: moderne CRM-Systeme versus Alt-Systeme bzw. monolithische ERP-Systeme. Ich sehe da einen Kannibalisierungswettbewerb. Es ist auch jetzt schon so, dass auch Microsoft CRM-Partner gegeneinander antreten. Hier ist es für den Partner wichtig, dass er Stärken vorweisen kann, beispielsweise besonderes Know-how oder Kompetenz in der Produktentwicklung. Dadurch, dass die alten Produkte obsolet geworden sind, gibt es großes Potenzial – aber auch viel Verdrängung. www.fwi.at

IFS Laut einer Studie des ERP-Anbieters wollen Nachwuchskräfte mehr Einfluss bei der Auswahl von Mobilgeräten

Fahrrad-Projekt

Mitspracherecht bei Hardware-Ausstattung

© www.v3g.by

Wien. Junge Arbeitskräfte wollen mobil tätig sein. Und sie wollen auch bei der Auswahl ihrer elektronischen Arbeitsmittel ein Wort mitreden können. Diese doch recht hohen Ansprüche werden nur teilweise erfüllt, wie eine Vergleichsstudie des ERP-Lösungsanbieters IFS zu belegen versucht. 92% der Nachwuchskräfte nutzen privat eines oder mehrere Mobilgeräte. Die meisten von ihnen möchten später im Berufsleben nicht nur ebenfalls mit Smartphones, Tab-

© IFS Europe Central

Ausgezeichnetes CSR-Projekt.

Wien. Das Projekt „velocity“ der weißrussischen Tochtergesellschaft der Telekom Austria Group wurde als das beste CSRProjekt 2013 in der Kategorie „Interaction with Local Community” ausgezeichnet. Die FahrradInitiative startete im Juni 2013 und zielt darauf ab, eine Fahrradinfrastruktur in den wichtigsten Städten Weißrusslands zu entwickeln, funktionelle Radparkplätze zu errichten sowie Radtouren zu veranstalten. Die Initiative wurde von der internationalen sozioökonomischen Stiftung gemeinsam mit der slowakischen Pontis-Stiftung und der Europäischen Kommission ins Leben gerufen. v3g.by www.telekomaustria.at

© Chris Haderer

Ein Etappensieg

Wilfried Gschneidinger, CEO von IFS Europe Central in Erlangen.

lets und Notebooks arbeiten, sondern auch mitbestimmen, welche Geräte konkret sie dabei nutzen. Sollte der künftige Arbeitgeber mobile Devices zur Verfügung stellen, ist für die große Mehrheit (82%) ein Mitspracherecht bei der Auswahl wichtig.

Bedeutung von Mobility „Die nächste Generation an jungen Mitarbeitern bringt hohe Erwartungen an das Thema Mobility mit“, sagt Wilfried Gschneidinger, CEO von IFS Europe Central in Erlangen. „Das unterstreicht die hohe Bedeutung von Mobility als wichtigen Bestandteil im IT-Mix der Unternehmen. Sie ermöglicht nicht nur flexiblere und effizientere Arbeitsweisen, sondern kann ein Unternehmen auch als modernen Arbeitgeber positionieren, der für Nachwuchskräfte attraktiv ist.“ Der zweite Teil der Umfrage zeigt, dass die Unternehmen die Mitspracheerwartungen der Nachwuchskräfte derzeit nur teilweise erfüllen. Zwar gaben 88% der befragten Führungskräfte an, von

ihrem Arbeitgeber mit Mobilgeräten versorgt zu werden; was das Mitspracherecht angeht, „hinkt die Realität aber den Ansprüchen der Nachwuchskräfte hinterher“, sagt Gschneidinger: „So gaben 59 Prozent der befragten Führungskräfte an, dass bei der Auswahl der gestellten Mobilgeräte ihre Wünsche berücksichtigt wurden, bei den verbleibenden 41 Prozent war dies leider nicht der Fall.“ Bei der Frage an die Führungs-

kräfte, was ihrer Meinung nach im Zusammenhang mit dem Thema Mobility unverzichtbar ist, lag die Antwort „Zugriff auf Unternehmensanwendungen“ mit 74% auf Platz eins. „Für die Unternehmen ist es also zwingend notwendig, ihre derzeitigen und künftigen Verantwortlichen mit den nötigen Tools in Form von mobilen Business-Software-Apps auszustatten“, kommentiert Gschneidinger. www.ifsworld.com


I dee & str ategie

Freitag, 25. April 2014

medianet technology – 49

Heartbleed-Bug Ein zwei Jahre alter Fehler in der Verschlüsselungssoftware OpenSSL erlaubt Hackern den Zugriff auf sensible Daten auf Servern

„Gefahr für geistiges Eigentum“ Chris Haderer

Wien. „Heartbleed“. Der Name der vor Kurzem im SSL-Verschlüsselungssystem aufgetauchten Sicherheitslücke trifft den Kern gut: Der Heartbleed-Bug in der Verschlüsselungs-Software OpenSSL nutzt eine Schwachstelle in der OpenSSLBibliothek und ermöglicht Hackern Zugriff auf sensible Informationen, die in der Regel durch TLS-Verschlüsselungen geschützt werden. TLS ist das Standard-Protokoll, um Internetkommunikation wie E-Mail, Instant Messaging und VPNs, aber auch Applikationen zu schützen. „Durch die jetzt bekannt gewordene Sicherheitslücke können Cyberkriminelle an den privaten Schlüssel zur Dechiffrierung des Datenverkehrs und andere sensible Daten gelangen“, sagt Christian Funk, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab. „Zudem sind die Cyberkriminellen in der Lage, Stück für Stück den Systemspeicher des Web-Anbieters zu durchsieben und so Kreditkartendaten, Passwörter und weitere sensible Daten anderer Nutzer abzugreifen.“

Funk. „Nachdem das Unternehmen Rapid7 vor Kurzem ein Tool zur Durchführung von Schwachstellen-Scans veröffentlichte, stiegen nicht nur die gutgemeinten, sondern auch die kriminell motivierten Scans stark an.“

Veraltete Versionen Die Zahlen von Lookout zeigen, dass 5,48% aller ausgewerteten Smartphones und Tablets mit Android 4.2.2 auf eine veraltete Version von OpenSSL setzen. Nachforschungen ergaben, dass es sich um sogenannte Custom ROMs handelt, die nur laienhaft und ohne Augen-

merk auf den Sicherheitsaspekt entwickelt wurden. Im Vergleich zu Android 4.1.1 ist die Zahl aber gering; hier liegt die Verbreitung von Heartbleed bei 85,55% und betrifft aktuellen Erkenntnissen nach nicht die offizielle Firmware, die durch OEMs freigegeben wurde. Die Hälfte aller infizierten Geräte stammt laut Lookout vom taiwanesischen Smartphone-Hersteller HTC. Dabei ist das nicht in Europa erhältliche HTC Evo 4G auf dem ersten Platz, gefolgt vom HTC One X sowie dem HTC One S. www.lookout.com/de www.kaspersky.at cybermap.kaspersky.com www.F5.com

© Kaspersky (2)

Mark Vondemkamp, Productmanager bei F5 Security Systems, hält die SSL-Lücke für eine ernsthafte Bedrohung.

Echtzeit-Infos: die interaktive Online-Bedrohungskarte der Welt von Kaspersky Lab.

DIE ZUKUNFT LÄSST SICH STEUERN

NUR CHFÜR FA HER! BESUC

Geistiges Eigentum Der Heartbleed-Bug sei „eine Gefahr für geistiges Eigentum, Staatsgeheimnisse und personenbezogene Daten“, schlägt Mark Vondemkamp, VP Product Management Security beim Security-Lösungsanbieter F5, in eine ähnliche Kerbe. „Er ermöglicht Angreifern auch, die privaten Benutzernamen, Sitzungen und Passwörter anderer Nutzer aufzuheben. Damit können Hacker Nutzer und Services imitieren, was viele Dienstleistungen und Informationen anfällig für Angriffe und Diebstahl macht.“ Laut dem Security-Software-Hersteller Lookout sind 95,18% aller getesteten Android-Smartphones und Tablets nicht von Heartbleed betroffen. Das hat die Analyse von mittlerweile über 102.000 Datensätzen, die durch den Heartbleed Detectors erhobenen wurden, hervorgebracht. In Deutschland sind 8,56% aller getesteten Geräte betroffen, Großbritannien nimmt mit 7,05% den zweiten Platz ein. Deutlich weniger sind es in Frankreich mit 3,79%, gefolgt von den Vereinigten Staaten mit 3,03%.

MAI 2014 IEN MESSE W

Fachmesse für industrielle Automation Messe Wien, 6. – 8. Mai 2014. Zeitgleich mit INTERTOOL und SCHWEISSEN

www.smart-automation.at/wien

ERFOLGREICH BEARBEITEN

Kriminelle Energie Bei Kaspersky Lab beobachtet man seit dem Bekanntwerden der Schwachstelle (die genau genommen seit zwei Jahren im Code enthalten ist, bis jetzt aber nicht wahrgenommen wurde) verstärkte Aktivitäten von Cyberkriminellen, die aus der Sicherheitslücke Kapital schlagen möchten. Die Methode: „Im Web kursieren Skripte, über die man automatische OpenSSL-bedingte Schwachstellen-Scans durchführen kann“, beschreibt

Internationale Fachmesse für Fertigungstechnik Messe Wien, 6. – 9. Mai 2014. Zeitgleich mit SMART Automation Austria

www.intertool.at

Christian Funk, Senior Virus Analyst beim Lösungsanbieter Kaspersky Lab. SM_IT14_216x288_abf_Medianet.indd 1

08.04.14 13:28


Fa c ts & f i gu r e s

50 – medianet technology

Microsoft Privatsphäre

© http://ec.europa.eu/justice/

EU-Datenschutz

Freitag, 25. April 2014

Red Hat Der Softwarehersteller hat den Release Candidate des Betriebssystems „Red Hat Enterprise Linux 7“ vorgestellt

Linux 7 bringt nun neue Container-Techniken mit

Die verstärkte Zusammenarbeit mit dem Hersteller Docker soll mehr Flexibilität mit sich bringen. Wien. Der NSA-Skandal hat zumindest für Verunsicherung gesorgt – sowohl unter Endanwendern als auch im Unternehmensumfeld und Datenschutz ist einmal mehr zum Thema geworden. Mit gutem Beispiel versucht nun der Softwarehersteller Microsoft voranzugehen: Vor Kurzem hat die Artikel29-Arbeitsgruppe, die 28 nationale Datenschutzbehörden der Europäischen Union repräsentiert, nach einer gründlichen Überprüfung der MicrosoftUnternehmens-Cloud-Verträge das Erfüllen der Anforderungen für den Schutz der Privatsphäre bestätigt, die in den europäischen Datenschutzvorschriften festgelegt sind. So ist Microsoft das erste und bisher einzige Unternehmen, das diese Zustimmung erhalten hat. Die Zusicherung der Privatsphäre und der Datensicherheit hat erhebliche Auswirkungen für Unternehmen jeder Größe.

Christoph fellmer

Wien. Der amerikanische Softwarehersteller Red Hat hat den „Red Hat Enterprise Linux 7 Release Candidate“ angekündigt. Die BetaVersion soll einen Überblick über das eigens für Open-Hybrid-CloudUmgebungen konzipierte Betriebssystem geben. Das Softwarehaus wurde ursprünglich durch die Linux-Distribution „Red Hat Linux“ bekannt, die im Jahr 2003 eingestellt wurde und teilweise in die Enterprise-Fassung eingesickert ist. Red Hat liefert regelmäßig umfangreiche Beiträge zum Open Source Linux-Kernel. Laut dem linux-magazin stammten im Jahr 2010 mehr als 12 Prozent des Kernel-Codes von Red Hat-Programmierern. Im Linux-Server-Bereich ist das Unternehmen mit seinen Lösungen derzeit Marktführer.

© Red Hat

Die Artikel 29-Gruppe bescheinigt Microsoft guten Datenschutz.

Brian Stevens, Executive Vice President und CTO bei Red Hat, stellte den Release Candidate von Red Hat Enterprise Linux 7 vor.

Neue Ansätze

tainer-basierten Ansätzen in der Entwicklung, Bereitstellung und Verwaltung von Applikationen“, sagt Brian Stevens, Executive Vice President und CTO von Red Hat. Application Container haben sich als äußerst wichtige Lösungen für die Entwicklung und den ITBetrieb herauskristallisiert, da sie eine flexible Möglichkeit für die Konzeption und Bereitstellung von Applikationen bieten. Als De-factoStandard der Container-Technologie in der Linux-Community bietet Docker sowohl Vorteile für Entwickler als auch Systemadministratoren und damit generell auch für DevOps-Ansätze.

Dazu gehören auch die auf einer Open-Source-Methodik basierenden Linux-Container, zu deren Weiterentwicklung Red Hat zahlreiche Beiträge geleistet hat“, sagt Stevens. „Mit der Docker-Technologie können die Barrieren überwunden werden, die Unternehmen bei der Einführung von Containern sehen, da Docker einfach zu nutzen ist und ein Application Packaging sowie eine InfrastrukturIntegration bietet. Wir sind der Überzeugung, dass die Integration der Technologien von Red Hat und Docker Entwicklern leistungsstarke Funktionalitäten bereitstellt und zum anderen ein einfaches und schnelles Application Packaging für Unternehmens-Workloads ermöglicht.“ Da die Cloud zunehmend Mainstream-Charakter bekommt „und Applikationen, nicht aber Infra-

strukturen im Fokus der Unternehmens-IT stehen, wächst die Bedeutung des Betriebssystems bei der Unterstützung von Applikationen und Infrastrukturen, natürlich nicht auf Kosten zentraler Anforderungen in den Bereichen Sicherheit, Stabilität und Verwaltbarkeit“, sagt Paul Cormier, President Product and Technologies bei Red Hat. „Unsere neuen Container-Angebote werden diese Entwicklung weiter forcieren, indem sie Unternehmen helfen, die Applikationsbereitstellung durch die Nutzung von Linux-Containern und Docker zu optimieren und dabei Anwendungen beliebig in Cloud-, virtuellen oder physischen Umgebungen einzusetzen, wie es ein zentrales Merkmal der Open Hybrid Cloud ist.“ www.redhat.de www.docker.io

Laut Brad Smith, Microsoft General Counsel and Executive Vice President of Legal and Corporate Affairs, zentrieren sich die Vorteile für Kunden vor allem um das im Rahmen des NSA-Skandals ins Gerede gekommene Safe Harbour-Abkommen: „Wird es aufgelöst, werden Cloud-Dienste in Europa ohne Unterbrechung weitergeführt“, schreibt Smith in seinem Blog. Bleibt das Abkommen intakt, dann würden keine Transfers zwischen Europa und den USA erfasst. www.microsoft.at blogs.technet.com

Zu den wichtigsten Funktionen von Red Hat Enterprise Linux 7 gehört die Interoperabilität mit Windows, einschließlich Microsoft Active Directory Domains. Außerdem wird das Dateisystem XFS mit einer Skalierung von bis zu 500 TB Speicherplatz defaultmäßig verwendet. Laut Red Hat ist auch eine unterbrechungsfreie Migration virtueller Maschinen von Red Hat Enterprise Linux 6 Hosts auf Red Hat Enterprise Linux 7 Hosts ohne Modifikationen an den virtuellen Maschinen möglich. Ein wesentliches Feature von Linux 7 ist die Unterstützung von Container-Technologien des Software-Herstellers Docker. „Das allgemein steigende Interesse am Docker-Projekt zeigt die zunehmende Bedeutung von standardisierten, Open-Source- und Con-

RobArt Investitionsspritze

Cisco Der IT-Anbieter ist nach HP mit einem Marktanteil von 32% in den USA der zweitgrößte Anbieter von x86 Blade-Servern

© RobArt

Roboter-Navi

Michael Schahpar, Geschäftsführer des Linzer Unternehmens RobArt.

Linz/Wien. Das österreichische Unternehmen RobArt GmbH hat eine Finanzierungsspritze in der Höhe von drei Mio. € von der Robert Bosch Venture Capital GmbH (RBVC), Innovacom und SEB Alliance erhalten. Mithilfe des Investments wird RobArt seine Expansion beschleunigen und die Serienproduktion seiner intelligenten und kostengünstigen Navigationseinheit für Haushaltsroboter beginnen. „Mit unserer Technologie werden Roboter wirklich nützlich“, sagt Michael Schahpar, Mitgründer und Geschäftsführer des seit dem Jahr 2009 mit der Entwicklung beschäftigten Unternehmens. www.robart.cc

Container-Kooperation „Red Hat hat eine lange Tradition in der Entwicklung und Förderung innovativer Technologien.

Unified Computing System ist fünf Jahre alt Wien. Cisco feiert das erste Jubiläum des vor fünf Jahren vorgestellten Unified Computing-Systems. „Obwohl das Unternehmen damals in den gesättigten Server-Markt eintrat, hat es durch kontinuierliche technologische Innovationen ein schnelles, nachhaltiges Wachstum erreicht“, sagt Achim Kaspar, General Manager von Cisco Österreich. Nach HP ist Cisco laut IDC mit 32% Marktanteil in den USA der weltweit zweitgrößte Anbieter von x86 Blade-Servern. Weitere Anbieter von Blade-Servern sind IBM, Dell, Fujitsu Technology Solutions, Supermicro, Hitachi Data Systems und Oracle.

Infrastruktur – unter anderem auf UCS – setzen. Diese Innovationen sind nur gemeinsam mit unseren langjährigen Technologiepartnern und UCS-Kunden möglich.“ Laut Kaspar gibt es in Österreich derzeit etwa 300 UCS-Kunden. „Mit Technologiepartnern hat Cisco eine neue Kategorie integrierter Infrastrukturlösungen für Re-

chenzentren entwickelt: VSPEX mit EMC, FlexPod mit NetApp und Vblock mit VCE. Diese integrierten Lösungen sind heute marktführend.“

Neue Features Im Umfeld des Jubiläums hat Cisco auch einige Neuerungen an

Technologie-Partner „Hier in Österreich legt Cisco großen Wert auf Kooperationen, mit denen die Erfolgsgeschichte von Rechenzentren fortgesetzt wird“, sagt Kaspar. „Wir arbeiten hierzulande mit 12 UCS-spezialisierten Partnern zusammen. Ende des Geschäftsjahrs 2014 wird es in Österreich drei zertifizierte CloudProvider geben, die auf Cisco-

�� Cisco

Sicherer Datenhafen

Achim Kaspar, General Manager Cisco Austria, stellt einige UCS-Neuerungen vor.

der UCS-Plattform vorgestellt. So ermöglicht etwa die Application Centric Infrastructure (ACI) eine zentralisierte, richtlinienbasierte Automatisierung durch den Application Policy Infrastructure Controller (APIC) und Anwendungsprofile. Sie kombiniert die Flexibilität von Software mit der Performance und Skalierbarkeit von Hardware. „ACI ist die erste Rechenzentrumsund Cloud-Lösung mit vollständiger Transparenz und integriertem Management für physikalische und virtuelle netzwerkbasierte IT-Ressourcen“, sagt Kaspar. Der Nexus 3164Q Switch wiederum wurde für anspruchsvolle Workloads in massiv skalierbaren Rechenzentren (MSDC) sowie für Big Data-Anwendungen entwickelt. Der ultradichte High-PerformanceSwitch ermöglicht eine flexible Verbindung über 40 Gigabit- oder 10 Gigabit-Ports. Er bietet umfangreiche NX-OS-Funktionen, hohe Mobilität mit Workload Isolation, Wire Rate Layer2/Layer 3-Switching und erweiterte Programmierung für SDN-Umgebungen.  www.cisco.at


fa c ts & f i gu r e s

Freitag, 25. April 2014

medianet technology – 51

Ricoh Laut Economist Intelligence-Unit erwarten sich 86 Prozent der Entscheidungsträger eine technologische Disruption innerhalb von drei Jahren

Der Weg in die digitale Zukunft christoph fellmer

Wien. „Das Verlagswesen steht unter enormem Druck durch eine Reihe von Markteinwirkungen, die von kürzeren Druckläufen bis hin zur Verwendung alternativer Medien reicht“, stellte Benoit Chatelard, General Manager Solutions, Production Printing Business Group, Ricoh Europe, vor Kurzem auf der London Book Fair 2014 im Rahmen des Forums „Transforming Creative Business in a Digital Age – Exploring New Business Models“ fest: „Zusätzlich bringt die technologische Disruption weitere Herausforderungen mit sich. Von Ricoh gesponserte und von der Economist Intelligence Unit durchgeführte Studien zeigen, dass 86 Prozent der europäischen Geschäftsführer in den nächsten drei Jahren eine Form von technologischer Disruption erwarten.“

Klickbare Bücher Auf dem Weg in die digitale Zukunft nutze Ricoh die London Book Fair zur Präsentation einer Reihe von Produkten, die ohne Papier auskommen – wie etwa VideoBücher, die Text, Videos, Bilder und andere Medien zu einer neuen Leseerfahrung auf einem Tablet verknüpfen. „Clickable Paper“ wiederum ist eine leistungsstarke, interaktive Drucklösung, die die Online- und Offline-Welt miteinander verbindet. Sie bietet sofortigen Zugriff auf bis zu sechs verschiedene Online-Ressourcen wie Video/Multimedia, Websites, E-CommercePortale und Soziale Netzwerke. Die Clickable Paper-Technologie kann bei jeder Art von gedruckten Medien verwendet werden.

Spital ohne Papier Auswirkungen hat die digitale Zukunft in vielen Bereichen – und der Krankenhaussektor ist einer, auf dem durch intelligentes Dokumentenmanagement und Papiervermeidung große Einsparungspotenziale liegen. Ricoh geht mit speziellen Dokumentenmanagement-Lösungen, die auf die Anforderungen von Gesundheitseinrichtungen zugeschnitten wurden, in diese Richtung. Die

SP 112: leiser A4-Laser fürs Office.

der leise-drucker Mit dem SP 112 erweitert Ricoh sein Portfolio an Desktop-Systemen um einen neuen Schwarzweiß-A4-Laserdrucker, der ohne Lüfter auskommt. Nach weniger als 25 Sekunden ist das Modell betriebsbereit, und der erste Ausdruck liegt bereits nach 13 Sekunden vor. Weitere Ausdrucke folgen mit einer Druckgeschwindigkeit von bis zu 16 Seiten pro Minute. Verarbeitet werden Formate von B6 bis A4 und Grammaturen von 60 bis 105 g/m2. Der Bypass fasst standardmäßig einen Papiervorrat von 50 Blatt. Ein Duplexdruck ist manuell möglich. Das Modell ist komplett von vorn bedienbar und ermöglicht somit das komfortable und rasche Nachlegen von Papier oder das Wechseln der All-in-oneTonerkartusche.  www.ricoh-europe.com

Hauptvorteile: Papierakten werden unnötig, das Risiko menschlicher Fehler und von Sicherheitslücken wird gesenkt, und auf relevante Daten kann schneller zugegriffen werden. Mit der Lösung eRecord Connect von Ricoh können Patientendaten mit wenigen Arbeitsschritten schnell und einfach digitalisiert werden. Die Lösung erlaubt es den Krankenhausmitarbeitern, mit minimalem manuellem Aufwand Dokumente an das elektronische Patientenaktensystem einzugeben. Die Dokumente werden mithilfe eines Multifunktionssystems digitalisiert und in das Patien-

tenaktensystem oder in andere Systeme geliefert und können so an verschiedenen Standorten, von verschiedenen Benutzern und auf verschiedenen Geräten genutzt werden. Dabei folgt jedes Dokument einem im Voraus festgelegten Pfad. So ist gewährleistet, dass es mit den richtigen Informationen ausgestattet an der richtigen Stelle ankommt und mit dem richtigen Patienten verknüpft ist. Indem eine digitalisierte Akte automatisch der Kennnummer eines Patienten und anderen relevanten Daten zugeordnet wird, ist die Wahrscheinlichkeit von Verwaltungsfehlern deutlich geringer.

© Ricoh (2)

Im Krankenhausbereich kann papierlose Technologie für Einsparungen sorgen.

Benoit Chatelard, General Manager Solutions, Production Printing Group, Ricoh.


Tool s & se r v i c e s

52 – medianet technology

Freitag, 25. April 2014

Test Das Samsung „Galaxy Note Pro“-Tablet zeichnet sich durch einen großen Bildschirm und gute Ausstattung aus

short

12-Zoll-Tablet macht Lust auf mobile Arbeitstage

Kostenlose Version der QlikView.Next-Software

© qlik.com/de

Dank der Bildschirmdiagonale von fast 40 Zentimeter ist das Gerät für Office-Anwendungen prädestiniert. Chris haderer

QlikView.Next wird als kostenlose Personal Edition zu haben sein.

Wien. Die Verpackung ist schlicht, der Inhalt das genaue Gegenteil. Im immerwährenden Kampf um das beste Tablet der Welt hat Samsung jetzt das „Galaxy Note Pro 12.1“ vorgestellt, das weltweite erste WQXGA-Breitbild-Displaymit 30,99 cm Bildschirmdiagonale. Vier Millionen Bildpunkte (2.560 x 1.600 Pixel) sorgten im Test für ein gestochen scharfes, gut lesbares und farbintensives Bild. Im hellen Sonnenlicht spiegelt der Schirm zwar unangenehm – diese Eigenschaft teilen sich allerdings die meisten Geräte.

Wien. Qlik wird im frühen dritten Quartal 2014 eine kostenfreie Desktop-Version von QlikView.Next als Personal Edition zur Verfügung stellen. Qlik wird zudem einen kostenlosen Cloud-Service anbieten, um kleinen Anwendergruppen das Teilen von Analysen, die im Desktop-Client erstellt wurden, zu ermöglichen. Fachanwender können über die Personal Edition die intuitiven Features von QlikView.Next voll ausschöpfen, um über Drag-andDrop innerhalb von Minuten individuelle Apps zu erstellen. So können sie die vielseitigen Möglichkeiten der Natural Analytics-Benutzeroberfläche bereits erleben, bevor die Server- und Enterprise-Funktionalität der kompletten Plattform voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2014 verfügbar sein wird. www.qlik.com/de

Gute Performance Was außer dem Bildschirm sonst noch positiv auffällt: Trotz seiner Größe, die knapp einem Blatt Papier entspricht, liegt das Tab-let gut in der Hand, auch wenn das Gewicht von 750 g (in der getesteten WiFi-Version) für ein dauerhaftes Halten etwas hoch ist.

Optisch gibt es am Galaxy Note Pro nichts auszusetzen: Die Verarbeitung ist solide, Schlitze für Stecker und Karteneinschübe sind durch Klappen abgedeckt. Auch das Innenleben ist in Ordnung: Laut den technischen Daten wird das Tablet von einem Exynos 5 Octa (1,9 GHz QuadCore + 1,3 GHz Quadcore) angetrieben. Auch die Softwareausstattung ist interessant: Neben gängigen Android-Standards sind Remote PC-Funktion für den Zugriff auf einen PC, Hancom Office als mobile Office Solution und die Cisco WebEx Meetings-Lösung vorinstalliert.

Drucksensitiver Stift Integriert ist auch der S-Pen, der die Bedienung des Tablets über einen drucksensitiven Stift erlaubt. Im Zusammenspiel mit der Größe des Tablets ergeben sich interes-

Das Samsung Galaxy Note Pro-Tablet mit dem drucksensitiven S-Pen.

ist derzeit eines der interessantesten Tablets am Markt – und zugleich auch eines der teuersten: Mit 679 € schlägt die WiFi-Version zu Buche (gesehen bei Saturn), über 900 € kostet die LTE-Version. Ob ein Tablet in dieser

sante Einsatzmöglichkeiten, unter anderem als Ersatz für einen echten Papierblock. Mittels Multi Window lässt sich das Display des Galaxy Note Pro in bis zu vier Fenster und das der Galaxy Tab Pro-Modelle in 2 Fenster unterteilen, was die parallele Nutzung von bis zu vier Apps ermöglicht. Pen-Bedienung und die hervorragende virtuelle Tastatur sprechen eindeutig die Office-Anwender an. Das Samsung Galaxy Note Pro

Preislage tatsächlich einem Notebook vorzuziehen ist, bleibt dem Anwender selbst überlassen. Mit dem Galaxy Note Pro hat Samsung auf jeden Fall einen überzeugenden Schritt ins 12-Zoll-Segment gemacht. Oberfläche und Ausstattung überzeugen, da auch ein großes Content-Packet im Lieferumfang enthalten ist. Und außerdem macht es wirklich Spaß, mit einem großen Display arbeiten zu können.  www.samsung.at

Backuplösung ohne Backup-­ Infrastruktur im Rechenzentrum.

Wien. TeamViewer, Anbieter von Software für Fernwartung und Online Meetings, hat sein Portfolio mit „airbackup“ um eine Online-Backup-Lösung erweitert, mit der Unternehmen ihre Daten in einem deutschen Rechenzentrum sichern können, ohne selbst eine eigene Backup-Infrastruktur betreiben zu müssen. Nach dem Download des airbackup Client richten Anwender ihre Backup-Prozesse ein und legen fest, welche StatusBerichte sie erhalten möchten. airbackup bietet Anwendern die Möglichkeit, Daten von überall aus wiederherzustellen. www.airbackup.com

Das Tablet ist mit Android 4.4.2. bestückt; die Systemeinstellungen erfolgen ­dementsprechend über aufgeräumte Menüs und sind durchaus laienfreundlich.

Kurztest Die Canon „Legria mini X“ ist ein solider Camcorder für kreative Filmer, der ungewöhnliche Bilder liefert

Die Welt aus der Weitwinkel-Perspektive Wien. Die Canon „Legria mini X“ (399 €) ist ein Camcorder der ungewöhnlicheren Art und vom Design einer Action-Cam oder einem Phablet ähnlicher als einer Kamera. Durch sein flaches Design liegt er recht gut in der Hand und ist schnell einsatzbereit. Was ihn von anderen Camcordern unterscheidet, ist in erster Linie die Optik: Die Legria mini X ist mit einem 1:2,8 170 Grad Ultraweitwinkel-Objektiv ausgestattet, das es auf einen Winkel von 170 Grad im Fotomodus und 160 Grad im Videomodus bringt. Das führt zwangsläufig zu interessanten und ungewöhnlichen Einstellungen – was auch vom klappbaren 2,7-Zoll LCDTouchscreen unterstützt wird, der die Bildkontrolle bei ausgefallenen Perspektiven erlaubt.

Ausgezeichnete Qualität Die Kamera verfügt über eine Reihe von Motiv- und Effektprogrammen (wie etwa Intervalaufnahmen für Zeitlupen- oder Zeitraffereffekte, Pre-Recording, etc.). Die Bildqualität erwies sich im

ebenfalls ein bisschen fehlt, ist ein GPS-Chip, der das Lokalisieren der Aufnahmen vereinfacht. Ebenfalls sehr nützlich ist die integrierte WLAN-Funktion, die das Fernsteuern der Kamera per Smartphone/Tablet und App erlaubt (für iOS und Android verfügbar). Dabei kann die Kamera entweder direkt mit dem Smartphone gekoppelt werden (wobei sie als WLAN-Hotspot fungiert) oder über ein schon verhandenes Netzwerk. Insgesamt ist die Legria mini X ein sehr kreatives Tool, das sich für gestalterisch tätige Menschen als Zweitgerät fast aufdrängt.  www.canon.at

Test als ausgezeichnet (auch wenn nirgendwo ein Hinweis auf ISOEmpfindlichkeitseinstellungen zu finden war). Im Fotomodus beträgt die Auflösung 12 Megapixel, im Videomodus (mp4 und AVCHID mit wählbaren Datenraten) filmt die Legria mini X im Full HD-Format. Hervorhebenswert ist der Linear PCM-Ton, der über zwei Stereomikrofone aufgezeichnet wird und an verschiedene Aufnahmesituationen angepasst werden kann.

Ohne Zoom-Funktion Bedingt durch ihre gute Ausstattung (SD-Slot, USB, HDMI) und die einfache Bedienung per Touchscreen, ist die Legria mini X ein feiner Camcorder für unterwegs (oder für Video-Blogger), mit dem ungewöhnliche Aufnahmen möglich sind. Der Nachteil: Im Umfang kann er mit einer konventionellen Kamera bei den Gestaltungsmöglichkeiten aufgrund des nicht vorhandenen Zooms (es ist neben dem Weitwinkel nur eine Naheinstellung vorhanden) nicht konkurrieren. Was dem Foto-Indianer

© Canon

© airbackup.com

Online-Backup-Lösung ohne Hardware-Bedarf

Durch die große Auflösung steht am Display viel Platz für Apps und Widgets zur Verfügung; das Display kann außerdem in vier Fenster aufgeteilt werden.

Canon Legria mini X: mit Standfuß und schwenkbarem LCD-Schirm.

© Chris Haderer (2)

Wien. Der Virtualisierungs- und Cloud-Experte VMware hat VMware Horizon 6 vorgestellt, eine integrierte Lösung, die veröffentlichte Anwendungen und Desktops auf einer einzigen Plattform bereitstellt. Horizon 6 ist die umfangreichste Desktop-Lösung mit einem zentralisierten Management für jede Art von Unternehmens­ anwendungen und -desktops. Dazu gehören physikalische und virtuelle Desktops, Laptops, Anwendungen sowie PCs, die den Mitarbeitern gehören. www.vmware.com

© Samsung; Chris Haderer (2)

Umfangreiches Update für VMware Horizon 6

Das Ultraweitwinkelobjektiv der Legria mini X erlaubt ungewöhnliche Perspektiven.


medianet

inside your business. today.

freitag, 25. april 2014 – 53

technik als kapitän

Umwelttechnik-messe

Europäische Forscher erarbeiten Konzept für autonome Frachtschiffe  Seite 55

© Komptech

© APA/EPA/P. Seeger

industrialtechnology Die Weltleitmesse IFAT präsentiert sich heuer größer als je zuvor  Seite 58

go west! GPI startet in den USA © Weinfranz

Heimische Task-Force für Logistikthemen

Logistiksysteme Individuell für Sie!  Planung  Konzeption  Realisierung

www.jungheinrich.at

short

© Palfinger

Wien. „Der konjunkturelle Aufwärtstrend hatte während des ersten Quartals trotz geopolitischen Gegenwindes Bestand. Die Chance ist somit intakt, dass sich die konjunkturelle Erholung über die Phase einer klassischen Frühjahrsbelebung hinaus auch im weiteren Verlauf des Jahres zu etablieren vermag“, so IV-Chefökonom Christian Helmenstein. Insgesamt rechnet er für heuer in der Eurozone mit einem Plus von rund 1,25%, wo allerdings das europäische Mosaik aus Boom-, Stagnations- und Rezessionsregionen bestehen bleibt. Impulse für das Wachstum der Weltwirtschaft gehen heuer vor allem von den USA sowie einigen Ländern außerhalb der EU wie Norwegen, der Schweiz und Großbritannien aus. „Dementsprechend halten wir unsere Erwartung einer Annäherung an das Trendwachstum der österreichischen Volkswirtschaft in einer Größenordnung von 1,5% für das heurige Jahr unverändert aufrecht“, so Helmenstein. www.iv-net.at

Linz/Corpus Christi, Texas. Nach rund einem Jahr Vorbereitungszeit hat Wolfgang Eder, CEO der voestalpine, Anfang dieser Woche den Spatenstich für die Direktreduktionsanlage vorgenommen. Mit 550 Mio. € ist das Projekt die größte Auslandsinvestition in der Geschichte des österreichischen Konzerns. Ab 2016 wird die Anlage jährlich zwei Mio. Tonnen HBI (Hot Briquetted Iron) bzw. DRI (Direct Reduced Iron) produzieren und damit auch österreichische Standorte wie Linz und Donawitz mit „Eisenschwamm“ als hochqualitativem Vormaterial versorgen. Mit der neuen Aufbereitungsstätte kann die voestalpine die Produktionskosten in Europa deutlich senken. www.voestalpine.com

Deine Vorstellung von Europa? Freiheit in Europa ist keine Selbstverständlichkeit. Überlass Europa nicht den EU-Gegnern. JUNGE INDUSTRIE

Europainserat JI 2014 106x85.indd 1

Europa ! wählen

Fotocredit: Bruder | Dreamstime.com

© voestalpine

Logistik Research Austria Neue Herausforderungen verlangen auch in der Logistik neue Lösungen. Ein Zusammenschluss aus Universitäten, FHs und ­Forschungseinrichtungen bündelt jetzt sein umfangreiches Know-how.  Seite 54

www.jungeindustrie.at

16.04.14 08:58 PT_AZ_106x85_Medianet_new2014_v2.indd 3

14.03.14 11:38


c ov e r

54 – industrialtechnology

Projekt Cyclelogistic

© Kevin Griebaum/Holding Graz

Auf Touren

Freitag, 25. April 2014

Logistic Research Austria Der neue Zusammenschluss bündelt die Kompetenz der heimischen Logistikforschung

Hochkarätige Task-Force erforscht die Logistik

Durch die Zusammenarbeit steigt die Themenvielfalt, Ressourcen können besser genutzt werden.

Praxistests überzeugen Wie aber überzeugt man Unternehmen und Gemeinden von den Vorteilen des noch ungewohnten Transportmittels? Beim Cyclelogistics-Projekt setzte man auf die Devise „Probieren geht über studieren” und richtete in allen acht Partnerländern „Living Laboratories“ ein, in denen interessierten Nutzer verschiede Lastenradtypen, die sich hinsichtlich der Fahreigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten zum Teil erheblich voneinander unterscheiden, kostenlos testen konnten. In Graz wurden den Unternehmen sieben verschiedene Lastenräder zur Verfügung gestellt, ein achtes Rad wurde von der Holding Graz probeweise zur Straßenreinigung eingesetzt. Dieser Testeinsatz stellte sich als äußerst erfolgreich heraus, denn mittlerweile hat die Holding Graz selbst zwei weitere E-Lastenräder für die Straßenreinigung angeschafft.

Zusätzliche Förderung Auch in anderen Branchen konnte das umweltfreundliche Transportmittel überzeugen. Während der dreijährigen Projektlaufzeit stieg die Zahl der Lastenfahrräder in Graz von 20 auf mehr als 80. Allein im Vorjahr wurden nach Tests 23 Lastenräder von Unternehmen für den Gütertransport angeschafft, wobei sicher auch die Förderung der Stadt Graz – pro Unternehmen und Institution (Schulen, Universitäten, Wohnbauträger, Hausverwaltungen, etc.) werden 50% des Kaufpreises bis zu einer maximalen Höhe von 1.000 € von der Stadt übernommen – als zusätzliches Anreiz gedient hat www.eco.at

Friedrich Starkl, Professor am Logistikum der FH Steyr, ist der Initiator von Logistik Research Austria.

eines kooperativen Organisationskonzeptes für die Last Mile Logistik, bei dem zertifizierte Logistikpartner ihre vorhandene Ressourcen gemeinsam nutzen sollen.

Breites Themenspektrum Insgesamt umfasst der neue Verbund 60 Forscher, deren Fachgebiete von der Erstellung mathematischer Softwaremodelle und Sozial- und Zukunftsforschung über Wirtschaftsgeographie und Wirtschaftsrecht, Grundlagenforschung, Engineering, Verkehrsplanung, Materialfluss und Prozessmanagement bis hin zur Produktentwicklung reichen. Eines der aktuellen Forschungsprojekte, denen sich der Verbund derzeit widmet ist die Entwicklung

Mehr Internationalität Dadurch sollen eine bessere Auslastung der Transportkapazitäten, eine Reduktion der Fahrten, eine Senkung der Umweltbelastung in den Städten sowie kürzere Zustell-/Abholtouren erreicht werden. Die Kommunikation zwischen Versendern, Logistikpartnern und Frächtern erfolgt über eine virtuelle Kommunikationsplattform, über die Sendungsdaten und andere Informationen (Lieferstatusan-

gaben, Lieferscheine, Rechnungen) untereinander einfach und in Echtzeit ausgetauscht werden können. Ein weiteres Forschungsprojekt befasst sich mit der Implementierung von verflüssigtem Erdgas (LNG) als Treibstoff und Transportgut für die Schifffahrt und der Entwicklung eines Masterplans für die notwendigen Schritte zur Umsetzung. An dem Projekt LNG Masterplan Rhein-Main-Donau, das bis Ende 2015 läuft, sind insgesamt 33 Unternehmen und Institutionen aus 12 EU-Mitgliedsstaaten beteiligt. Ebenfalls international ausgerichtet ist das Projekt QSAM zur Identifizierung von Supply Chain-Optimierungen in Unternehmen. www.lra.at

infobox Die Mitglieder des Logistik Research Austria AIT Austrian Institute of Technology (Mobility Department), FH des BFI Wien, FH Joanneum, FH OÖ Campus Hagenberg & Wels, Ghega-Institut der FH St. Pölten, Logistikum Steyr, Institut für Produktionsund Logistikmanagement an der JKU Linz, FH Technikum Wien, RISC Software GmbH, TU Graz, Universität für Bodenkultur, V-Research, WU Wien und als Partner aus Deutschland die FH Würzburg-Schweinfurt. Eine sukzessive Erweiterung um weitere logistik- und verkehrsrelevanten Institutionen ist vorgesehen. Vereinsvorstand Tina Wakolbinger (WU Wien), Jakob Puchinger (AIT) und Friedrich Starkl (Logistikum der FH OÖ)

Aktuelle Studie Restriktive Bestimmungen für Kabotagefahrten verursachen hohe Kosten für die Wirtschaft

EU will Hürden für Logistik abbauen Brüssel. Wachsende Warenströme bedeuten auch mehr Lkws auf den Straßen. Tatsächlich sind, so eine aktuelle Studie der EU-Kommission, tatsächlich mehr Lkw unterwegs, als für den Gütertransport derzeit notwendig wären. Denn jeder fünfte Lkw ist leer unterwegs.

de, Lasten zusammenzulegen und auch Rückfahrten zu nutzen. Weiters ließe sich auch der Einsatz der Fuhrparks optimieren, wodurch die Effizienz der Logistik in der Wirtschaft der EU generell ge-

„Die jetzigen Vorschrif-

Gesetzliche Schranken Der Grund dafür liegt freilich nicht in der mangelnden Effizienz der Transportbranche oder darin, dass die Unternehmen Schwierigkeiten hätten, Fracht für die Rückfahrt zu finden, sondern vielmehr an gesetzlichen Hürden, die die Möglichkeiten der Frächter bei diesen Kabotagefahrten (Transportdienstleistungen innerhalb eines Landes durch ein ausländisches Verkehrsunternehmen) stark einschränken. Nach einer jüngst durchgeführten Studie des Europäischen Parlaments belaufen sich die Kosten dieser Beschränkungen für die Kabotage auf etwa 50 Mio. € jährlich. Siim Kallas, Vizepräsident der Europäischen Kommission und

ten verursachen den Unternehmen hohe

© APA/dpa/Stefan Pucher

Graz. In skandinavischen Städten sind Lastenfahrräder verbreitet (allein in Kopenhagen sind rund 35.000 davon im Einsatz), in anderen europäischen Ländern hat sich diese ökologische Variante des innerstädtischen Transports aber noch nicht richtig durchgesetzt. Das von der EU geförderte Projekt Cyclelogistics, das von der Grazer Forschungsgesellschaft Mobilität (FMG) koordiniert wird, hat sich daher zum Ziel gesetzt, die Nutzung von Lastenrädern für den innerstädtischen Warentransport in Europas Städten zu fördern. Und die Voraussetzungen dafür sind gut. Eine Studie aus dem Projekt hat gezeigt, dass in Städten vier von zehn motorisierten Wegen auf das Fahrrad verlagert werden könnten. In Graz werden durchschnittlich pro Tag 300.000 motorisierte Transportfahrten durchgeführt, von denen fast ein Drittel gewerblichen Zwecken dient.

Linz. Die Logistik ist der Dreh- und Angelpunkt der Wirtschaft und damit auch eines der wichtigsten Forschungsgebiete mit einem breit gefächerten Themenspektrum. Denn die Anforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit, Automatisierung, Energieeffizienz, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Internationalität steigen. Zudem steigt auch die Bedeutung von e-Commerce in immer mehr Branchen, wodurch neue, leistungsfähige Konzepte notwendig sind. Auf Initiative von Friedrich Starkl, Professor am Logistikum der FH Steyr, haben sich vor Kurzem die führenden heimischen Institutionen auf dem Gebiet der Logistikforschung zusammengeschlossen. „Dadurch werden wir international sichtbarer, können uns mehr Themen intensiver widmen und unsere Ressourcen optimal einsetzen“, erläutert Starkl. Durch die enge Zusammenarbeit steigt zudem die Interdisziplinarität, zeitraubende Doppelgleisigkeiten können vermieden und somit die Effizienz erhöht werden.

© FH OÖ Steyr

britta biron

EU-Projekt will City-Transporte ­verstärkt auf das Rad verlagern.

Kosten und sind zudem auch schlecht für Die hohe Quote von Leerfahrten verursacht jährlich Kosten in Höhe von 50 Mio. Euro.

EU-Kommissar für Verkehr, dazu: „Durch die jetzigen Vorschriften entstehen den europäischen Unternehmen Verluste. Außerdem wirken sie sich auf alle Straßennutzer nachteilig aus und sind schlecht für die Umwelt. Wir brauchen klare Regelungen für die Wirtschaft und gleichzeitig gute Arbeitsbedingungen für die Fahrer; ich hoffe,

dass die neue Kommission die ­Arbeiten in diesem Sinne fortsetzt.“

die Umwelt.“ Siim kallas EU-kommissar für Verkehr

Mehr Freiheit Die Aufhebung der Beschränkungen für die Kabotage würde dazu beitragen, die Zahl der Leerfahrten zu verringern, weil es für die Verkehrsunternehmen einfacher wür-

steigert würde. Dies würde in der Folge dazu beitragen, die Attraktivität der EU als Fertigungs- und Handelsstandort auch in Zukunft zu erhalten. http://europa.eu


t r a nsp or t & logistik

Freitag, 25. April 2014

industrialtechnology – 55

MUNIN-Projekt Forscher aus fünf Ländern arbeiten an einem Konzept für Frachtschiffe, die ohne menschliche Besatzung auf Kurs bleiben

Die Technik ersetzt den Kapitän

Still Aufarbeitungscenter

So gut wie neu

Rokietnica/Hamburg. Vor wenigen Tagen nahm der Intralogistiker Still sein neues europäisches Stapler-Aufbereitungszentrum offiziell in Betrieb. Es bietet auf einer Fläche von rund 2.500 m2 20 Werkstätten, in denen jährlich 2.000 Flurförderfahrzeuge generalüberholt und fit für einen weiteren Einsatz gemacht werden können. Zudem verfügt das Center auch über repräsentative Ausstellungsflächen und ausreichend Platz für Vorführungen. Die Nachfrage nach Gebrauchtgeräten für die Intralogistik ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Insbesondere in Südund Osteuropa, aber auch in den BRIC-Staaten, setzen Unternehmen verstärkt auf Geräte aus zweiter Hand.

Trend zum Leasing „Bereits heute sind mehr als 50% der Fahrzeuge in Leasing- oder Rentalverträgen, Tendenz steigend. Diese Geräte werden nach der vereinbarten Leasing- oder Rentalzeit zurückgegeben und dem Zweitmarkt erneut zur Verfügung gestellt. Nach der Werkstattüberholung unserer Gebrauchtgerätestapler sind die Fahrzeuge bis auf den Betriebsstundenstand weder optisch noch technisch von einem Neugerät zu unterscheiden“, erklärt Marco Riewe, Leiter des Bereichs Miet- und Gebrauchtgeräte der Still GmbH. Bezogen auf den Umsatz, komme im Schnitt auf jedes zweite verkaufte Neugerät bereits ein Gebrauchtfahrzeug. www.still.de

primetime Business-Paketversand zum persönlichen Empfänger: am Schreibtisch oder an der Baustelle. Leopoldsdorf/Wien. Pakete, die wirklich dringend sind, sollten ihr Ziel direkt erreichen. Im Geschäftsverkehr heißt das nicht nur, dass die richtige Firma erreicht werden muss, sondern auch die richtige Person. „In einigen Fällen aber braucht ein Paket von der Einlaufstelle – wie zum Beispiel der Rezeption oder PostStelle – länger zu seinem Empfänger, als es davor vom Versender zum Empfänger-Unternehmen gebraucht hat“, erklärt primetimeGeschäftsführer Rainer Schwarz.

Ohne Umwege direkt zum richtigen Mitarbeiter Für wichtige Sendungen bieten die Express-Versand-Spezialisten von primetime deshalb die Abteilungsbelieferung: Innerhalb der Räumlichkeiten des Empfängers liefert primetime direkt an die vom Sender gewünschte Abtei-

Service – punktgenau und ganz persönlich: primetime Paketboten liefern Ihre Sendung dorthin, wo Sie gerade sind.

lung oder Person. „Dafür müssen sie einfach nur die Abteilung oder Etage und die Zimmernummer angeben“, so Schwarz. „Das geht sowohl einfach auf einer Liste als auch digital über zugesendete Datensätze oder unsere OnlinePlattform.“

Identitäts-Check für heikle Business-Pakete

„Wichtige Pakete müssen zur rechten son an den richtigen Ort – das kann auch direkt im MeetingRaum sein.“ RAINER SCHWARZ GESCHÄFTSFÜHRER PRIMETIME

© Still

Ist der Inhalt besonders sensibel und darf unter keinen Umständen in die falschen Hände geraten, ist es sinnvoll, zusätzlich die ID-Überprüfung zu buchen. Dabei prüft primetime anhand eines gültigen Ausweises die Identität der explizit benannten, empfangsberechtigten Person. „So können Sie sicher sein, dass auch heikle Angelegenheiten nur der Zielperson übergeben werden“, so Schwarz. Sollte die Person bei der Übergabe nicht anwesend sein, erfolgt bei dieser Option keine Paketübergabe.

Ankündigung per Mail oder SMS primetime ist seit 2001 am Markt und transportiert im Jahr

rund 2,9 Mio. Pakete in ganz Österreich. Aufgrund dieser Erfahrung weiß Schwarz um die Vorteile eines Avisos – gerade bei Personen, die sich viel am Arbeitsort bewegen oder im Normalfall nicht den ganzen Tag im Büro sind. Damit die Person auch wirklich vor Ort ist, sendet primetime deshalb vor der Zustellung per SMS oder E-Mail eine Info über das erwartete Zeitfenster.

Telefonische Ankündigung „Als besonders wichtig haben wir das zum Beispiel bei der Belieferung von Baustellen erlebt“, berichtet Schwarz. „Ein Bauleiter ist einfach nicht immer am Baubüro anzutreffen, sondern bewegt sich permanent über das Baugelände.“ Im Fall der Baustellenlogistik wird die Zustellung deshalb per Telefon angekündigt. Rund eine Stunde vor Zustellung ruft der Fahrer die Kontaktperson an, um über den Anlieferungszeitpunkt zu informieren. „Weil es auf Baustellen auch mal hoch hergehen kann, wird bei Bedarf auch mehr als einmal angerufen“, so Schwarz.

Zustellungszeitpunkt vorab wählen Wissen Sie von vornherein, dass die Zustellung nur zu einer bestimmten Zeit sinnvoll ist, gibt es auch dafür ein Angebot. Ausgewählt werden kann generell die Express-Zustellung bis 9 Uhr, bis 12 Uhr oder bis 17 Uhr. Ist der Empfänger nur am Nachmittag erreichbar, gibt es die Option ‚12 bis 17 Uhr‘. Aber es geht auch noch genauer. Ist Ihr Empfänger – zum Beispiel wegen zahlreicher Außentermine – nur in einem engen Zeitintervall erreichbar, kann ein einstündiges Zeitfenster gewählt werden. „Sie vereinbaren dabei mit primetime einen beliebigen Zustelltermin zwischen 9 und 17 Uhr. Wir stellen Ihr Paket dann innerhalb einer Zeittoleranz von 30 Minuten pünktlich zum Fixtermin zu“, erklärt Schwarz.

www.primetime.co.at

PROMOTION

Die Frachtschiffe der Zukunft sollen ohne Mannschaft auskommen.

In die richtigen Hände: Feinsteuerung für Pakete

Zeit zur richtigen Per-

2.000 Stapler jährlich können im neuen Center in Polen runderneuert werden.

Bis zum Herbst 2015 soll die Computersimulation, mit der die Experten ihre Ideen virtuell testen und überprüfen können, fertig sein. Danach könnte ein reales Schiff mit Komplettautomatik ausgestattet werden. „Doch bereits vorher könnte die bemannte Schifffahrt von unseren Resultaten profitieren“, so Burmeister. Einzelne Komponenten, an denen die MUNIN-Fachleute arbeiten, wären auf jeder Schiffsbrücke hilfreich. So würde ein automatisches Ausguck-System die Crew ebenso entlasten wie ein verbessertes Warnsystem für Kollisionen. www.fraunhofer.de

die Meeresoberfläche beobachtet wird. Eine zentrale Software wertet die Daten aller Sensoren aus und steuert. Völlig unbeaufsichtigt wird das unbemannte Schiff aber nicht fahren: Via Satellit soll ein Mensch das Geschehen überwachen und, wenn nötig, eingreifen. „Es sind Situationen denkbar, in denen die autonomen Systeme an Bord überfordert sind, etwa, wenn mehrere Schiffe auf Kollisionskurs sind oder es zu technischen Ausfällen kommt”, räumt Burmeister ein. Auch beim An- und Ablegen soll eine menschliche Crew das Ruder übernehmen.

© primetime (2)

Hamburg. Der Fachkräftemangel macht sich auch auf hoher See bemerkbar. „In Europa ist die Seefahrt als Beruf nicht mehr sonderlich beliebt”, so Hans-Christoph Burmeister, Forscher am Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML, wo man gemeinsam mit anderen europäischen Forschungseinrichtungen im Projekt MUNIN an der Behebung des Problems arbeitet Dieses liegt darin, Schiffe zu entwickeln, die ohne Besatzung auskommen. Im Ansatz gibt es die Technik für autonome Schiffe bereits – auf einer modernen Schiffsbrücke ist vieles automatisiert, vom Autopilot, der einen vorgegebenen Kurs steuert, über GPS , Tempoautomatik, Radargeräte bis hin zu Schiffserkennungssystemen. Zusätzlich wird das autonome Schiff der Zukunft noch über weitere Sensoren verfügen, mit denen

© APA/EPA/Patrick Seeger

Profitieren wird dadurch aber auch die bemannte Schiffahrt.


I n n ovati on & U n te r n e hm e n

56 – industrialtechnology

Freitag, 25. April 2014

Google Glass AVL List und evolaris erproben die industriellen Einsatzmöglichkeiten der Datenbrille in der Praxis

short

Gute Unterstützung bei Service und Wartung

© Fraunhofer IFAM

Industrie-Workshops für den 3D-Druck

Eine umfassende Evaluierung des Forschungsprojekts wird es noch vor dem Sommer geben. britta biron

Eine additiv gefertige Tragfläche.

Graz. Dass die von Google entwickelte Datenbrille nicht nur eine nette Spielerei für den Privatbereich ist, sondern auch interessantes Potenzial für den Industriesektor bietet, wird derzeit in einem gemeinsamen Forschungsprojekt

Bremen. Das Interesse an additiven Fertigungsmethoden steigt und damit auch der Informationsbedarf der Unternehmen. Daher bietet das Fraunhofer IFAM, das über langjährige Erfahrung mit generativen Fertigungsverfahren verfügt, kundenspezifische Schulungen. Die Kurse veranschaulichen den Verfahrenseinsatz anhand von Bauteilstudien und Anwendungsbeispielen, zeigen Verfahrensgrenzen bezüglich möglicher Werkstoffe, Bauräume oder Oberflächen auf, vermitteln Design-Richtlinien und geben neutrale Beratung zu möglichen Anlagenanbietern. Weitere Inhalte können – je nach Anforderung der Kunden – die Einbindung in bestehende Prozessketten, die Kombination mit etablierten Fertigungsverfahren, Unterstützung bei Konstruktionsfragen sowie Pulver-Qualitätssicherung für Metall-basierte Verfahren sein.  www.fraunhofer.de

„Google Glass bietet neue Möglichkeiten bei Benutzerfreundlich­ keit und zielgruppen­ dokumentation.“ thomas kern projektleiter bei AVL list

© AVL List/Thomas Kern

orientierter System­

Die Datenbrille liefert dem Servicemitarbeiter bei Wartungs- und Reparaturarbeiten alle notwendigen Informationen.

© OÖ Technologie- und Marketinggesellschaft

Innovationspreise für 2014 sind gestartet

Heuer werden in OÖ auch zwei Sonderpreise vergeben.

Linz. Vor Kurzem ist die diesjährige Runde des OÖ Landespreises für Innovation gestartet. Zusätzlich zu den drei Hauptkategorien werden heuer auch noch ein Sonderpreis für Forschungseinrichtungen sowie einer für radikale Innovationen verliehen; Einsendeschluss ist der 27. Mai. – Nach innovativen Unternehmen wird auch in NÖ ‚gefahndet‘. Der Karl Ritter von Ghega-Preis wird seit 1985 verliehen. Neben dem mit 10.000 € dotierten Hauptpreis gibt es von Unternehmen gesponserte Sonderpreise für die Sieger in den Einzelkategorien; Einsendeschluss für Projekte ist der 16. Mai. www.tmg.at/innovationspreis www.innovationspreis-noe.at

der AVL List GmbH und dem Kompetenzzentrum für mobile Innovation evolaris erprobt. Im Zuge des Projekts wird demonstriert, inwieweit Google Glass als Ergänzung zur existierenden AVL-Systemdokumentation geeignet ist und wie die Datenbrille Servicemitarbeiter während der Durchführung von Wartungs- und Reparaturarbeiten an Maschinen unterstützen kann.

nen und dabei beide Hände frei bleiben. Dafür sind innerhalb der Systemdokumentationen oder unmittelbar an den Maschinen QR-Codes angebracht. Der Anwender kann mit der Google Glass diese QR-Codes einlesen und erhält dann automatisch passende Informationen wie beispielsweise erklärende Kurzvideos oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

Industrieanwendung

Infos auf Abruf

Der Vorteil gegenüber Smartphones oder Tablets liegt darin, dass Servicemitarbeiter während ihrer Wartungstätigkeiten Anleitungen in Form von Texten, Bildern und Videos abrufen kön-

Mittels Touch-Interaktion bzw. Sprachsteuerung kann zwischen den einzelnen Wartungsschritten gewechselt werden. Bei Bedarf kann der Benutzer direkt vor Ort auch über Videotelefonie Kon-

takt zu einem weiteren Kollegen aufnehmen oder den eigenen Arbeitsprozess per Videofunktion dokumentieren, speichern und für nachfolgende Servicearbeiten zur Verfügung stellen.

Arbeitsunterstützung „Mit der Verwendung der Google Glass ergeben sich völlig neue Möglichkeiten hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und zielgruppenorientiertem Aufbau der Systemdokumentation. Die daraus resultierenden Funktionalitäten werden sowohl interne als auch externe Benutzer bestmöglich bei ihrer Arbeit unterstützen”, so Thomas Kern, Projektleiter der AVL List GmbH.

Wichtig bei neuen Technologien sei vor allem auch, die Endanwender möglichst frühzeitig in den Entwicklungsprozess einzubinden „Innovationen im generellen, speziell aber im technologischen Bereich, haben nur dann eine reale Chance, Bestandteil des Alltags zu werden, wenn der Mensch entsprechenden Nutzen in der Anwendung sieht und bereit ist, diese in seine täglichen Handlungen einfließen zu lassen”, so evolaris-GF Christian Kittl. Erste Anwendertests mit der für die AVL entwickelten Google Glass-Applikation verliefen vielversprechend, eine umfassende Evaluierung ist noch im ersten Halbjahr 2014 geplant. www.evolaris.net www.avl.com

50 Punkte-Programm Stadt Wien und Industriellenvereinigung wollen Wien für Industrie noch attraktiver machen

Aktuelle Studie über Industrie in Wien Wien. Vorige Woche unterzeichneten Wiens Bürgermeister Michael Häupl, Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner sowie IV-WienPräsident Wolfgang Hesoun und IV-Wien-GF Johannes Höhrhan das neue Standortabkommen unter dem Titel „Wien: Stadt der Zukunft – Stadt der Industrie“. Dieses umfasst insgesamt 50 Maßnahmen,

darunter etwa den neuen Stadtentwicklungsplan „STEP 2025“, eine Aktualisierung der Betriebszonenanalyse aus dem Jahr 2008, die Entwicklung der „Seestadt Aspern“ zu einem internationalen Vorzeigeprojekt sowie Erleichterungen im Betriebsanlagengenehmigungsverfahren und generell in der Kommunikation von Unternehmen mit Behörden.

Zudem sollen die Rahmenbedingungen für Gründer weiter verbessert und Maßnahmen gesetzt werden, um Wien auch international stärker als Unternehmensstadt zu positionieren. In diesem Zusammenhang sollen auch die gesetzlichen Vorschriften für Aufenthalts- und Beschäftigungsbewilligungen für ausländische Arbeitskräfte auf ein mögliches Optimierungspotenzial hin überprüft werden. Eine gemeinsame „Lange Nacht der Wiener Industrie“ soll die Bedeutung der lokalen industriellen Betriebe auch für die Bevölkerung greifbarer machen.

© Bohmann/Stadt Wien

Historische Entwicklung

Johannes Höhrhan, Wolfgang Hesoun, Renate Brauner, Michael Häupl (v.l.n.r.).

Gleichzeitig mit der Unterzeichnung des Standortabkommens präsentierte die IV-Wien eine Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI) zur Entwicklung der Wiener Industrie in den vergangenen 20 Jahren. Zwar ist die Zahl der Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern zwischen 1995 und 2010 von 259 auf 194 sowie die Zahl der Beschäf-

tigten von 119.861 auf 84.131 gesunken, die nominelle Wertschöpfung im gleichen Zeitraum aber von 7,5 auf 9,3 Mrd. € gestiegen.

„Mit 200 größeren Unternehmen aus dem Produzierenden Be­ reich ist Wien der dritt­ größte Produktions­ standort Österreichs.“ Johannes Höhrhan, gf industriellenvereinigung wien

Hörhan dazu: „In den vergangenen Jahrzehnten haben starke Auslagerungsprozesse von NichtKernbereichen der Industrie, wie etwa Bewachung, IT oder die Betriebskantine stattgefunden.“ www.iv-net.at


i n n ovati on & u n te r n e h m e n

Freitag, 25. April 2014

industrialtechnology – 57

Greiner Packaging Bereits im Juli erfolgt die Inbetriebnahme der Produktion

Start in den USA

Fokus liegt auf Premium-Verpackungen für milchverarbeitende Industrie. norbert berger

Kremsmünster/Pittston. „Vieles spricht dafür, gerade jetzt am USMarkt aktiv zu werden: Die Konsumenten denken um und wollen sich bewusster ernähren. Mit der steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln in guter Qualität steigt auch der Bedarf an qualitativ hochwertigen Verpackungen.

vania gehört aus Sicht der Verpackungs­ industrie zu den

© Weinfranz

„Die Region Pennsyl­

GPI-CEO Willi Eibner: Die Nachfrage nach hochwertiger Verpackung steigt.

­attraktivsten Stand-

das zu ihrer persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung beiträgt.

orten in den USA.“

Neues Verfahren

Willi Eibner, CEO Greiner Packaging International

Gleichzeitig ist ein Trend zu nachhaltigen Verpackungskonzepten zu beobachten“, erklärt Willi Eibner, CEO von Greiner Packaging International, und ergänzt: „Einige unserer Kunden haben den Schritt in die USA bereits gemacht. Der neue Standort eröffnet die Möglichkeit, die bewährte Geschäftsbeziehung auf einem anderen Kontinent möglichst kundennah fortzusetzen.“

Attraktiver Markt Für die erste Ausbaustufe steht in Pittston eine Betriebsfläche von insgesamt 10.000 m2 zur Verfügung. Die Mitarbeiter kommen großteils aus der Region. Sie profitieren von ausgezeichneten Arbeitsbedingungen, langfristigen Zukunftsperspektiven und einem bewährten In-House-Training,

Konzentrieren will sich Greiner Packaging International am neuen Standort in erster Linie auf die Herstellung hochwertiger Premium-Verpackungen (KartonKunststoff-Kombinationen sowie bedruckte Becher). In diesem Bereich hat das Unternehmen kürzlich auf Basis seiner seit Jahrzehnten bewährten K3Technologie (K3 steht für KartonKunststoff-Kombinationen) ein neues Verfahren für die Dekoration von Bechern mit Sonderformen entwickelt. K3-D bietet erstmals die Möglichkeit, einen Kartonwickel in der dritten Dimension zu verformen. Mit dieser Technologie können beliebige Becherformen mit Durchmessern von 68 bis 75 mm dekoriert werden. „K3-D erweitert den Spielraum in der Dekoration von Becherverpackungen enorm; davon profitieren speziell unsere Kunden in der Molkereiindustrie, weil sie ihre Produkte am Point of Sale perfekt inszenieren können“, betont Ken-

neth Boldog, Head of Division K bei Greiner Packaging International. Die Kartonwickel können auf beiden Seiten mit jeweils bis zu sechs Farben im Offsetverfahren bedruckt werden. Die Innenseite des Kartonwickels wird oft für Marketing- und Kommunikationsaktivitäten oder zusätzliche Produktinformationen genützt. Die Oberfläche des Materials Karton erzeugt bei der Berührung ein angenehmes, „warmes“ Gefühl in der Hand. Dieser haptische Vorzug ergänzt die optischen Vorteile von Bechern mit Sonderformen.

Ökologische Vorteile Ebenso wie die K3-Verpackungen überzeugen auch jene nach der K3D-Technologie in Sachen Nachhaltigkeit. Für ihre Herstellung werden hauptsächlich Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen oder Recyclingkarton verwendet. Zudem punkten sie mit einer ausgezeichneten CO2-Bilanz, einem niedrigen Kunststoffanteil sowie geringem Eigengewicht, wodurch eine hohe Energieeffizienz beim Transport gewährleistet ist. www.greiner-gpi.com

B+R Panel PC 2100 mit neuer Intel Atom-Technologie

Houska Preis 2014

Eggelsberg. Das PC-Modul entspricht von den Abmessungen einem Smart-Display-Link/DVIReceiver, daher kann jedes beliebige Automation Panel der zweiten Generation – sogar die komplett geschlossenen Panels für die Montage an Tragarmen – zu einem vollwertigen Panel PC umgerüstet werden. Die Prozessorleistung ist voll skalierbar, der Panel PC 2100 wird

Wien. Seit 2005 vergibt die B&C Privatstiftung den Houska-Forschungspreis für wirtschaftsnahe Forschungsprojekte. Den mit 120.000 € dotierten ersten Platz holte sich heuer die Boku Wien für die Entwicklung eines Enzyms zur Bekämpfung eines gefährlichen Schimmelpilzes in der Landwirtschaft. Auf diesen Forschungsergebnissen basierend, entwickelte der österreichische Futtermittelhersteller Biomin einen Zusatz, der die Bildung von Schimmelpilzgiften mindert. Das Produkt wurde in Asien bereits erfolgreich am Markt eingeführt.

Kompakt aber sehr leistungsstark wahlweise mit Single-, Duo- oder Quadcore-Prozessoren geliefert. Alle Varianten kommen ohne Lüfter oder weitere rotierende Teile aus und sind komplett wartungsfrei. 2 Gigabit-Ethernet-Schnittstellen, eine USB-2.0- und eine USB-3.0Schnittstelle sind standardmäßig integriert. Feldbusanschlüsse können über Schnittstellenmodule individuell konfiguriert werden. www.br-automation.com

Ausgezeichnet

© B+R

Hohe Dotierung

Der Panel PC 2100 von B+R ist trotz seiner Kompaktheit sehr leistungsfähig.

Platz zwei mit einem Preisgeld von 70.000 € ging an die ÖAW für einen gemeinsam mit Infineon entwickelten neuen Siliziumdetektor, und den dritten Platz sowie 40.000 € sicherte sich die Montanuniversität Leoben für eine neue Methode zur Messung von Oberflächeneigenschaften. Weitere sieben nominierte Universitäten erhielten jeweils 10.000 € als Anerkennungspreise. www.bcprivatstiftung.at

Mehr erfahren Sie unter 01/ 616 21 21 – 0 oder mailen Sie an at@HARTING.com www. HARTING.at


e n e r gi e & r e s sou r c e n

58 – industrialtechnology

short

© APA/Georg Hochmuth

Startschuss für 17 neue Research Studios

Freitag, 25. April 2014

IFAT 2014 Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall & Rohstoffwirtschaft findet vom 5. bis 8. Mai in München statt

Internationale Bühne für die Umwelttechnik

Unter den rund 2.000 internationalen Ausstellern sind auch zahlreiche heimische Unternehmen.

Wien. Die erfolgreich abgeschlossene vierte Ausschreibung zum BMWFW-Programm „Research Studios Austria” stand ganz im Zeichen wichtiger Zukunftsthemen: Von den 17 neu geförderten Research Studios, an die insgesamt 15,8 Mio. € an Fördermitteln fließen werden, sind neun dem Schwerpunkt „Energie- und Ressourceneffizienz” und acht dem Schwerpunkt „Life Sciences & Medizintechnologie” zuzurechnen. „Mit den Research Studios unterstützen wir den Weg von innovativen Prototypen in Richtung Marktreife und fördern die Ziele unserer Energieforschungsinitiative und des Aktionsplans Biotechnologie. Die Anwendung und Umsetzung von Forschungsergebnissen aus der Grundlagenforschung wird gezielt und effizient gefördert”, sagt Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Zu den geförderten Projekten zählen etwa die Entwicklung von Hochleistungs-Biomaterialien für Medizintechnik am AIT, das Power Electronic Center der FH Joanneum sowie die Verbesserung der Energieund Ressourceneffizienz beim Recycling von Metallen aus industriellen Reststoffen und neue mechanische Aufbereitungsverfahren zur Erhöhung der stofflichen Recyclingquote von Kunststoffen an der Montanuniverisät Leoben.  www. researchstudiosaustria.at

Neue Förderaktion für moderne Holzheizung

München. 230.000 m2 Ausstellungsfläche und mehr als 3.000 Unternehmen aus 50 Ländern, dazu noch die neue Sonderschau Autorecycling – die Weltleitmesse rund um Wasser, Abwasser, Abfall und Rohstoffe präsentiert sich heuer großer und umfangreicher als je zuvor. Erstmals wird es heuer ein Jobcenter geben, wo sich Unternehmen interessierten Bewerbern präsentieren. Hier ist auch die Research & Education Area platziert, in der in diesem Jahr wieder 20 Hochschulen und Universitäten Einblicke in die Ausbildungs- und Forschungsaktivitäten vorstellen. Erweitert wurden auch die Themenspecials, etwa um das neue Seminar „Wasser und Energie“ der UN. Die für die Messe typischen Länderspecials finden auch heuer wieder statt. Neben Indien, China und Mexiko/Mittelamerika und der Türkei steht etwa die „Wasser- und Energiewirtschaft der Zukunft“ in Kanada auf dem Programm. Erstmals wird sich auch Österreich – in Kooperation mit Advantage Austria – im Forenprogramm präsentieren.

Neuheiten aus Österreich Zu den österreichischen Ausstellern auf der IFAT zählen etwa Andritz, Agru Kunststofftechnik, die AAT Abwasser-und Abfalltechnik, ATM Recyclingsysteme, VA Tech WABAG, Wagner Maschinenbau, Rosenbauer, Münzer Bioindustie, Lenzing, GE Jenbacher, die EVN Umweltholding, der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband oder der OÖ Umwelttechnik-Cluster.

© Panthermedia.net/Steve Woods

Wien. Vorige Woche ist die neue Förderaktion Holzheizungen des Klima- und Energiefonds gestartet. Dabei wurde der Kostenzuschuss für neue Pelletoder Hackgut-Zentralheizungen als Ersatz für fossile Kessel auf 1.400 € erhöht. „Die Initiative trägt zum Umstieg auf klimafreundliche, kostengünstig verfügbare und von politischen Spannungen unabhängige Holzbrennstoffe bei”, so Horst Jauschnegg, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbands. Förderanträge können bei der Kommunalkredit Public Consulting online bis zum 1. Dezember gestellt werden. www.holzheizungen2014.at

Der neu entwickelte Zerkleinerer Crambo direct ist eine weitere Maschine, die Komptech unter der kürzlich eingeführten Marke green efficiency vorstellen wird. Er hat einen um bis zu 30% geringeren Treibstoffverbrauch als herkömmliche diesel-hydraulische Zerkleinerer, damit deutlich geringere spezifische Betriebskosten und schont so auch die Umwelt.

Auch die steirische Komptech, ein führender internationaler Technologieanbieter von Maschinen und Anlagen für die mechanische und mechanisch-biologische Behandlung fester Abfälle und für die Aufbereitung holziger Biomasse als erneuerbarer Energieträger, wird auf der Messe gleich vier neue Maschinen präsentieren. Eine davon ist Hurrifex, eine Maschine, die Windsichtung und Steinseparation in einem Arbeitsgang erledigt und damit für Kompostierer und Grünschnittverwerter geeignet ist, die neben Steinen auch mit Plastikverunreinigungen zu kämpfen haben und gerade für die Brennstoffverwertung ein sauberes Endprodukt benötigen.

Fact Finding-Mission Um noch mehr Unternehmen der Umwelttechnikbranche die Kontaktaufnahme zu internationalen Märkten zu erleichtern, organisiert Eco World Styria in Zusammenarbeit mit dem Internationalisie-

rungscenter Steiermark und dem Außenwirtschaftscenter München einen zweitägigen Besuch (5. und 6. Mai) der Messe unter der Leitung von Landesrat Christian Buchmann. Auf dem Programm stehen Termine mit internationalen Clusterorganisationen und Wirtschaftsinitiativen, eine Networking-Veranstaltung mit Repräsentanten internationaler Unternehmen, die Teilnahme an den Vorträgen beim Österreichtag der Außen­wirtschaft Austria sowie individuelle Kooperationsgespräche. Die Kosten betragen 880 €, wobei eine 50%ige Refundierung bei der SFG be­ antragt werden kann. www.ifat.de

Ökosolar Power Storage liefert saubere Solarenergie, unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Produktion

Neues Speichersystem für PV-Anlagen Knittelfeld. Strom aus Photovoltaikanlagen wird immer beliebter. Von 2012 auf 2013 hat die Photovoltaik-Leistung in Österreich um rund 250 Megawattpeak auf fast 613 Megawattpeak zugenommen.

Förderanträge können noch bis Anfang Dezember gestellt werden.

Crambo direct ist eine der insgesamt vier neuen Maschinen, die Komptech auf der IFAT 2014 präentiert.

„Power Storage ist eine echte steirische Innovation; entwickelt wurde er von uns, gebaut wird er vom Team Styria in Spielberg.“ bernd lippacher, ökosolar

„Das Problem ist aber nach wie vor, den produzierten Strom aus Sonnenenergie zu speichern“, erklärt Bernd Lippacher, Chef des Photovoltaik-Pioniers Ökosolar. „Denn der Strom fällt bei Schön-

meistverbreiteten Wechselrichtern kompatibel“, erklärt Power Storage-Entwickler Alois Danninger von Ökosolar. Mit einer Größe von gerade einmal 60 x 60 cm ist das Gerät auch sehr kompakt und erinnert ein wenig an einen Rollcontainer aus einem Büro. Aber nicht nur technisch und hinsichtlich Design besticht der neue Speicher; er hat auch noch

wetter an, wird aber z.B. in der Früh oder am Abend benötigt, wenn die Sonneneinstrahlung gering ist oder sogar ganz fehlt.“ Diese Schattenseite der Solarenergie will das Unternehmen mit dem neu entwickelten Energiespeicher beseitien. „Power Storage ist eine echte steirische Innovation; entwickelt wurde er von uns, gebaut wird er vom Team Styria in Spielberg. Damit bleibt die gesamte Wertschöpfung in der Steiermark“, erklärt Lippacher.

weitere Vorteile. „Er kostet nur rund die Hälfte vergleichbarer Systeme. Mit unserem neuen Energiespeicher reduzieren sich die Stromkosten. Photovoltaikanlagen amortisieren sich schneller, die Marktabhängigkeit bei steigenden Energiepreisen wird geringer, und es fallen auch keine Wartungskosten an, weiß Danninger. www.oekosolar.com

Kompakt & günstig Der für die Hausnetzversorgung entwickelte Speicher besticht vor allem durch seine intelligente Steuerung: „Mit Power Storage steht der Solarstrom dann zur Verfügung wenn er auch tatsächlich gebraucht wird und nicht nur, wenn er produziert wird“, weiß Lippacher. „Das Gerät kann auch nachträglich eingebaut werden, ist kombinierbar mit netzgeführten Photovoltaikanlagen und mit den

© Ökosolar

Reinhold Mitterlehner: enge Verbindung von Forschung und Wirtschaft.

© Komptech

britta biron

Ökosolar-Chef Bernd Lippacher mit dem neuen Energiespeichersystem


medianet

inside your business. today.

Freitag, 25. April 2014 – 59

Gute performance

noch sicherer

Opel könnte schon im kommenden Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben  Seite 61

Mercedes Omnibus Travego nun mit Active Brake Assist 3 erhältlich  Seite 63

© Daimler

© Ulli Deck//picturedesk

automotivebusiness VW Polo Der golf-bruder wird erwachsen © Volkswagen

Immer mehr Hersteller setzen auf Konnektivität

© Panthermedia.net/Victor Cap

short

© APA/EPA/Bernd Weissbrod

Wien/Brüssel. Langsam, aber sicher kommt der europäische Automarkt wieder auf Touren. Die Zulassungszahlen stiegen im März um 10,6 Prozent – es war der siebte Wachstumsmonat hintereinander, wie der Branchenverband ACEA mitteilte. Gute Nachrichten gibt es auch vom heimischen Gebrauchtwagenmarkt, der laut Statistik Austria im ersten Quartal 2014 um 4,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zugelegt hat. www.acea.be www.statistik.at

© BMW

Stuttgart. Zusätzliche Finanzmittel für Daimler: Der deutsche Autobauer darf sich nach seinem Ausstieg beim Motorenbauer Rolls-Royce Power Systems über 2,43 Mrd. € freuen. Der britische Turbinenund Flugmotorenhersteller übernimmt die Tochterfirma komplett. Die Transaktion werde voraussichtlich in diesem Jahr abgeschlossen. „Daimler wird die zufließenden Mittel nutzen, um sein Kerngeschäft zu stärken“, erklärte Finanzvorstand Bodo Uebber (Foto). www.daimler.com

Studie Im Auftrag von Vodafone hat Machina Research die Fortschritte der Hersteller im Bereich Konnektivität bewertet. Das Fazit: BMW verfolgt bei vernetzten Fahrzeugen von allen Autobauern derzeit den „umfassendsten Ansatz“. Seite 60 BMW Marktstart in den USA kurbelt die Nachfrage an

Renault & Daimler Kangoo & E-Klasse als Leichenwagen

Pro Tag werden nun in Leipzig 100 Stück des Elektroautos i3 gefertigt.

München. In der Hoffnung auf einen kräftigen Nachfrageschub aus den USA stockt BMW die Produktion seines Elektroautos i3 weiter auf. Die Vereinigten Staaten, wo jetzt der Verkauf des batteriebetriebenen Kleinwagens startet, würden der größte Absatzmarkt für das Modell, sagte Produktionschef Harald Krüger. Deshalb sei die i3Fertigung in Leipzig planmäßig auf 100 von zuletzt rund 70 Elektroautos hochgefahren worden. Zum Vergleich: Im ganzen Werk in Leipzig, wo die Modelle der kleinen 1er-Reihe produziert werden, laufen jeden Tag bis zu 740 Autos vom Band.  www.bmw-group.com

Neuer Fuhrpark für die Bestattung

© APA/Bestattung Wien

Trollhättan. Saab hat vier Monate nach dem Produktionsanlauf die ersten 9-3 Aero an Vertriebspartner in Schweden ausgeliefert. Dort können die Autos Probe gefahren werden und erhalten Interessenten Hilfe bei der Bestellung. Saab-Eigentümer National Electric Vehicle Sweden (NEVS) verkauft die Autos derzeit ausschließlich im Heimatland. Käufer holen den Neuwagen dann in der Fabrik in Trollhättan ab. Plan von NEVS ist es, noch 2014 eine Elektroversion des 9-3 in China auf den Markt zu bringen. www.saabcars.com

© EPA/Jan Woitas

© Saab

i3-Produktion weiter ausgeweitet

Die Bestattung Wien hat ihren Fuhrpark u.a. um zwei neue E-Klassen erweitert.

Wien. Die Bestattung Wien hat ihren Fuhrpark erweitert – und dabei in Sachen Design und Antriebstechnik neue Wege beschritten. So wurde ein elektrisch betriebenes Auto (dabei handelt es sich um die E-Version eines Renault Kangoo) zum Konduktwagen umgebaut. Und die künftigen Leichenwägen stammen aus der italienischen Designschmiede Pilato. Zwei Exemplare der eleganten Limousinen wurden bereits angeschafft; dabei handelt es sich um umgebaute Mercedes-E-Klasse-Autos. Die sind übrigens nicht mehr schwarz, sondern in den Silber- bzw. HellbraunMetallic. www.bestattungwien.at


C ov e r

60 – automotivebusiness

Kommentar

Chinas Hersteller weiter im Eck

Freitag, 25. April 2014

Machina Research Eine aktuelle Studie im Auftrag von Vodafone sieht BMW bei der Konnektivität weltweit führend

BMW treibt Vernetzung rascher als andere voran

Auf den Plätzen landen General Motors, Ford, Audi, Chrysler, Mercedes-Benz, Tesla, Toyota und VW. Jürgen Zacharias

Jürgen zacharias

D

Wien. Mercedes nennt es „Command“, Audi „Connect“ und BMW „Connected Drive“. Die dahinterstehende Idee ist aber bei allen Automobilherstellern gleich: Mit einem zunehmend vernetzten Fahrzeug halten Funktionen wie Echtzeit-Staumeldungen, MusikStreamingdenste, WLAN und Abstandsmessungen zu anderen Autos Einzug in unseren Alltag. In Zukunft soll durch Konnektivität auch die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander und mit der Infrastruktur wie mit Ampeln und Verkehrsleitsystemen und schlussendlich völlig autonomes Fahren möglich werden. Kein Wunder also, dass Automobilhersteller in der Technologie großes Potenzial erkennen und ihre entsprechende Forschung in den vergangenen Jahren intensiviert haben – mit unterschiedlichem Erfolg, wie eine aktuelle Studie des britischen Unternehmens Machina Research im Auftrag von Vodafone zeigt.

Demnach weist BMW mit „Connected Drive“ derzeit den „umfassendsten Ansatz für Konnektivität“ auf, gefolgt von General Motors mit „OnStar“ und Ford. Audi und Chrysler landen auf den Plätzen, noch vor Mercedes-Benz, Tesla, Toyota, Volkswagen und Honda. Für das Ranking wurden mehr als 25 quantitative und qualitative Kriterien untersucht; dazu zählt u.a. der Prozentsatz der weltweit mit Konnektivitätslösungen bzw. mit LTE-Verbindungen ausgestatteten und verkauften Fahrzeuge, die Palette der für die entsprechenden Plattformen angebotenen Dienstleistungen und der Grad der

KTM Plus beim Gewinn

Berylls Eine aktuelle Studie listet die größten Automobilzulieferer der Welt: Continental vor Bosch und Denso

KTM konnte im ersten Quartal 2014 32.994 Fahrzeuge verkaufen.

Mattighofen. KTM ist weiter auf der Erfolgsschiene unterwegs. Nachdem der oberösterreichische Zweiradhersteller im vergangenen Jahr seinen Umsatz gegenüber 2012 um 17,1 Prozent auf 716,4 Mio. € und seinen Gewinn nach Steuern um 44,3 Prozent auf 36,5 Mio. € gesteigert hatte, brachte das erste Quartal 2014 sogar ein GewinnPlus von 254,4 Prozent auf 14,6 Mio. €. Der Umsatz kletterte in den ersten drei Monaten des Jahres gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 20,4 Prozent auf 169,9 Mio. €, der Fahrzeugabsatz um 26,8 Prozent auf 32.994 Stück.   www.ktm.at

BMW verfolgt laut der Machina Research-Studie bei der Konnektivität derzeit den „umfassendsten Ansatz“ aller Autohersteller.

Integration zwischen der Konnektivitätsplattform im Fahrzeug und mobilen Endgeräten. Ausschlag-

gebend waren auch die Offenheit der Konnektivitätsplattform im Fahrzeug für Anwendungsentwicklung und die Verfügbarkeit von WiFi-Hotspots im Fahrzeug.

„Das Interesse der Ver-

Großes Interesse vorhanden

braucher an vernetzten

Insgesamt sieht VodafoneDirektor Erik Brenneis die Hersteller auf einem „guten Weg“. Getrieben würden sie in ihrer Entwicklung vor allem von den Wünschen und Forderungen der Verbraucher: „Das Interesse der Verbraucher an vernetzten Autodiensten wächst stetig und wird schlussendlich unsere Vorstellung von Mobilität revolutionieren.“ Im Zuge dieser Entwicklung sieht Brenneis eine ganze Reihe neuer Möglichkeiten

Autodiensten wächst stetig und wird unsere Vorstellung von Mobilität revolutionieren.“ Erik Brenneis, vodafone

Einzug in unsere Fahrzeuge halten: In-Car-Diagnostik-Systeme beispielsweise, die das Fahrzeug automatisch nach potenziellen Fehlerquellen durchsuchen und melden, bevor diese für gröbere Defekte sorgen. „Konnektivität wird daher in den kommenden Jahren eine ganz zentrale Rolle in der Entwicklung der Automobilindustrie spielen“, sagt Brenneis. Dabei würden die Hersteller gleich mehrere Strategien verfolgen: „Einerseits können sie dadurch ihr Dienstleistungsangebot ausbauen, andererseits können sie sich mit entsprechenden Services auf einem hart umkämpften Markt von der Konkurrenz abheben und ihre Verkaufszahlen steigern.“ www.vodafone.com

Rekordjahr für internationale Autozulieferer Würzburg. Das Jahr 2013 war für die globale Automobilzulieferindustrie das erfolgreichste Jahr seit mehr als zehn Jahren. Mit einem durchschnittlichen operativen Ergebnis von 7,6% vom Umsatz wurde laut der aktuellen Berylls-Studie „Global Top Automotive Suppliers 2013“ (exklusiv in Automobilwoche veröffentlicht) der höchste Wert

seit zehn Jahren erreicht. Dabei konnten die deutschen Zulieferer ihre Position unter den Top 100 weiter ausbauen und ihren Umsatz auf 161 Mrd. € erneut steigern (+ 4,0%). Die 23 US-amerikanischen Unternehmen der Top 100 mussten einen Umsatzrückgang von 1 Prozent auf 139 Mrd. € verzeichnen. Auch die japanischen Zuliefe-

rer verloren mit 174 Mrd. € 10,9% gegenüber 2012 an Boden.

Conti in der Poleposition Größter Zulieferer weltweit war demnach wie schon im vergangenen Jahr der deutsche ContinentalKonzern, der 2013 seinen Umsatz gegenüber 2012 nochmals um 1,79

Prozent auf 33,324 Mrd. € steigern konnte. Auf den Plätzen landeten Bosch (30,7 Mrd. € Umsatz, +6,97%) und Denso (27,794 Mrd. € Umsatz, -10,08 %); ein fettes Minus von 8,04 Prozent und 9,47 Prozent gegenüber 2012 gab es dagegen für die Reifenhersteller Bridgestone und Goodyear.  www.berylls.com

Top 1 5 z u l i e f e r e r w e ltw e i t 2 0 1 3

Rang 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15

Veränderung Veränderung Umsatz 2013 Umsatz 2012 2012 auf ’13 2012 auf ’13 Unternehmen (in Mio. Euro) (in Mio. Euro) (in Mio. Euro) (in %) Continental (D) 33.324 32.736 +588 +1,79 % Bosch (D) 30.700 28.700 +2.000 +6,97 % Denso (J) 27.794 30.910 −3.117 −10,08 % Magna (CDN) 24.949 23.264 +1.686 +7,24 % Bridgestone (J) 24.619 26.772 −2.153 −8,04 % Hyundai Mobis (KOR) 23.255 21.817 +1.438 +6,59 % Johnson Controls (USA) 20.933 20.619 +313 +1,52 % Michelin (F) 20.247 21.474 −1.227 −5,71 % Aisin (J) 18.918 22.548 −3.631 −16,10 % Faurecia (F) 18.028 17.365 +663 +3,82 % ZF Friedrichshafen (D) 17.192 15.629 +1.563 +10,00 % Goodyear (USA) 14.377 15.881 −1.504 −9,47 % TRW (USA) 12.664 12.441 +223 +1,79 % Valeo (F) 12.110 11.759 +351 +2,98 % Delphi (USA) 11.958 11.741 +217 +1,85 %

© dpa/Peter Steffen

© H. Mitterbauer

Starkes Quartal

25 Kriterien ausschlaggebend

© BMW

ie globale Automobilindustrie schielt derzeit nach Peking. Galten bis vor wenige Jahre die großen Fahrzeugschauen in Detroit, Genf oder Paris als Wegweiser für die Modell- und Branchenzukunft, hat diese Kristallkugelfunktion längst die chinesische Hauptstadt übernommen. Anders als man vielleicht glauben möchte, ist damit aber keine Verschiebung der Herstellergewichtung verbunden: Die chinesischen Hersteller spielen auch im Rampenlicht ihres Heimatlandes nur eine untergeordnete Rolle. So rücken Chery, Brilliance, BYD, Haval und Co zwar Dutzende neue Modelle auf die Präsentationsbühnen und drängen sie mit ausufernden Ständen und Ausstellungsflächen groß ins Bild, wirklich interessieren tut das aber nur wenige. „Die großen Verlierer in China sind die Chinesen“, kommentiert denn auch Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer und zieht damit ein vernichtendes Fazit der chinesischen Automobilpolitik. Die hatte jahrelang vorgesehen, dass internationale Hersteller nur dann in China ihre Autos auf den Markt werfen dürfen, wenn sie gemeinsam mit chinesischen Herstellern produzieren. Ein Technologieund Wissenstransfer war das Ziel, aber auch eine Stärkung der chinesischen Autobauer. Während Ersteres durchaus passiert ist, lässt Zweiteres wohl noch länger auf sich warten.

Wie schon 2012: Continental ist der umsatzstärkste Automobilzulieferer der Welt.


Freitag, 25. April 2014

H e r s te l l e r & Z u l i e f er e r

automotivebusiness – 61

Opel Der deutsche Automobilhersteller sieht sich auf einem guten Weg und könnte den Turnaround bereits im kommenden Jahr schaffen

Schwarze Zahlen schon 2015? Moritz Kolar

Rüsselsheim. Geht es nach Vorstandschef Karl-Thomas Neumann, dann ist die deutsche General Motors (GM)-Tochter Opel aus dem Gröbsten raus. Mehr noch, könnte der Automobilhersteller, „wenn es richtig gut laufe“, im kommenden Jahr bereits die Gewinnschwelle erreichen und wieder schwarze Zahlen schreiben – innerhalb weniger Jahre hätte man sich in Rüsselsheim damit von der Beinahepleite hin zum profitablen Konzern entwickelt. Dementsprechend zeigt sich auch GMPräsident Dan Ammann mit der Entwicklung des Unternehmens zufrieden: „Sowohl Opels Verkäufe, als auch Opels wirtschaftlicher Ausblick haben sich in den vergangenen Monaten deutlich positiv entwickelt.“ Nichtsdestotrotz warnte Neumann vor voreiligen Schlüssen: „Ein Selbstläufer ist die

Daimler Strategie bestätigt

Mrd.-Einsparung Stuttgart. Der deutsche Premiumhersteller Daimler will seine Performance mithilfe eines milliardenschweren Spargrogramms optimieren. Bis Ende des laufenden Jahres erwartet sich das Unternehmen Einsparungen von rund 4 Mrd. €, in Zukunft sollen es aber deutlich mehr sein. „Unsere Effizienzmaßnahmen zeigen über alle Geschäftsfelder hinweg Wirkung“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche und ergänzte: „Die Erntezeit hat gerade erst angefangen.“

Neue Modelle in der Pipeline Das gilt umso mehr, als der deutsche Hersteller parallel zum laufenden Sparprogramm viel Geld in die Entwicklung neuer Modelle investiert, um damit neue Zielgruppen zu erreichen. „Wir wollen auch neue Kunden gewinnen, indem wir für Mercedes-Benz neue Segmente erschließen“, kündigte Zetsche an. Im März hatte Daimler mit dem GLA bereits einen kompakten Geländewagen auf den Markt gebracht; im gleichen Monat wurde zudem eine neue C-Klasse eingeführt, ebenso wie die GroßraumLimousine V-Klasse. Bis 2020 will Daimler noch zwölf Modelle auf den Markt bringen, die bisher noch keinen Vorgänger haben. Potenzial sieht Daimler mit den neuen Fahrzeugen vor allem am chinesischen Markt, auf dem bislang die Oberklasse-Konkurrenz von BMW und Audi die Nase vorn hat; Wachstum soll dort auch eine Expansion des Händlernetzes bringen, Daimler will Zetsche zufolge in diesem Jahr sein Netz um rund 100 Betriebe ausweiten. www.daimler.com

Ertragswende nicht. Es gibt noch viele Faktoren, die unser Ziel gefährden können und die wir nicht beeinflussen können; es wird daher anstrengend und auf dem Weg sicher auch noch Tiefen geben.“

Verluste 2013 halbiert Aus diesem Grund will Opel vorläufig auch nicht an seinem ursprünglichen Ziel rütteln, den Turnaround im Jahr 2016 zu schaffen. Zwar sehen sowohl Neumann, als auch Ammann einen Aufschwung am europäischen Markt, mit diesem könnte es aber aufgrund zahlreicher Unwägbarkeiten wie einem

Wiederaufflammen der Finanzkrise und einer Eskalation der aktuellen Entwicklungen auf der Krim auch rasch wieder vorbei sein. Gerade für Opel, das sich stark auf Europa fokussiert und sich am Kontinent langfristig zur Nummer zwei entwickeln möchte, könnten sich daraus erhebliche Einbußen ergeben. Ungeachtet dessen hat das Unternehmen seine Verluste zuletzt stark eingedämmt. Im vergangenen Jahr war der operative Verlust der Konzernmutter General Motors im Europageschäft um mehr als die Hälfte auf 844 Mio. USD (608,4 Mio. €) zurückgegangen.  www.opel.de

© Ulli Deck/EPA/picturedesk.com

Vorstandschef Karl-Thomas Neumann sieht trotzdem noch „einige Gefahren“.

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann: „Ein Selbstläufer ist die Ertragswende nicht.“

WENN

OLDTIMER DEINE WELT SIND, IST DAS DEIN

GUIDE. Die guten GUIDES von

Christian Schamburek

oldtimer Guide 2014

Man muss nicht alles wissen. Wenn man weiß, wo man nachschlagen kann. Buchpreis: € 14,90 zzgl. Versandkosten

Die besten Adressen, Termine und Tipps — für Liebhaber automobiler Tradition

© APA/dpa/Bernd Weißbrod

Weitere Informationen und Bestellung unter www.oldtimer-guide.at www.oldtimer-guide.at

Daimler-Chef Dieter Zetsche will weitere Effizienzmaßnahmen umsetzen.


M ode l l & H a n de l

62 – automotivebusiness

Freitag, 25. April 2014

VW Polo Der kleine Bruder des Golf wird erwachsen; nicht nur optisch ähnelt der neue Polo dem VW Golf sehr

short

Volkswagen hübscht den Polo zum 40er kräftig auf

Coupé-SUV-Studie kommt aus Stuttgart

© Daimler

Mit Design-Retuschen an Gesicht und Po fährt der VW Polo auch technisch aktualisiert gen Zukunft. Gregor Josel

Stuttgarter Antwort auf den BMW X6: das neue Mercedes Coupé-SUV.

Wien. Der Polo, der ewige kleine Bruder des Golf, hat zwar schon vor geraumer Zeit das Image des Spartaners abgelegt – spätestens mit dem Modellwechsel von 2005 –, sparsamer mit Technik und Ausstattung ist VW dennoch mit ihm umgegangen. Das soll sich mit der aktuellen Überarbeitung gründlich ändern. Am Vorabend seines 40-Jahr-Jubiläums, das er 2015 feiern wird, haben ihn die Wolfsburger optisch ein wenig, technisch gründlich aufpoliert.

Stuttgart. Mit einem neuem Coupè-SUV will Mercedes nun auch bei dieser besonders extravaganten Fahrzeuggattung mitmischen und künftig dem BWW X6 das Leben schwer machen. Mercedes-Benz hebt mit dem Concept Coupé SUV die Maßstäbe auf ein neues, höheres Niveau – und das im wahrsten Wortsinne gleich mehrfach. Die äußerst sportliche Studie überzeugt als typischer Vertreter der traditionsreichen Coupés von Mercedes-Benz mit einer fließenden Seitenlinie, gestrecktem Greenhouse und dem markanten Kühlergrill mit zentraler Chromlamelle. Gleichzeitig steht das Concept Coupé SUV mit den muskulösen Kotflügeln, großen Radausschnitten, üppigen 22 Zoll-Rädern, der hohen Gürtellinie und der luftigen Bodenfreiheit über den Dingen. Auf höherem Niveau bewegt sich auch die Fahrdynamik auf der Straße. Und das nicht nur dank der Luftfederung, sondern auch wegen der hier demonstrierten Vernetzung von Antriebsstrang, Fahrwerk und Interieur. Die variable Fahrdynamikregelung „Dynamic Select Control“ bietet vier grundverschiedene Fahrprogramme und ein individuell programmierbares Set-up. www.mercedes-benz.at

Auch wenn der Ahnvater aus der Zeichenfeder von niemand Geringerem als Giorgio Giugiaro stammte – und die jetzige Optik Walter de Silva zuzuschreiben ist –, haftet dem Polo sein BravheitsImage nach wie vor ein wenig an. Um dem gegenzusteuern, wurde jetzt an Front- und Heckdesign nachgeschärft. Karosserieseitig blieb es bei dem, was VW 2009 auf die Räder gestellt hatte. Im Interieur kommen neue Farben und Stoffe zum Einsatz; zu diesen Äußerlichkeiten addierten die Wolfsburger – erstmals für den Kleinen – eine Option auf ein Sportfahrwerk (Sport Select). Das regelt auf Tastendruck zwischen komfortabler und sportlicher DämpferAbstimmung. Für präzise Linienführung und Entkopplung von Fahrbahnunebenheiten sorgt eine neue elektromechanische Lenkung. Der Polo hat sich seit seinem Modellstart 1975 zum vierzehnfachen Millionär gemausert. Das adelt ihn laut VW-Marketingabteilung zum „echten Volkswagen“, der sich im Laufe seiner Karriere vom reinen Drei- zum Auch-Fünftürer gewan-

© Citroen/Laurent Nivalle

Luxus und Technologie auf bewährter Basis

© Volkswagen

Leicht modifizierte Optik

Zahlreiche neue Assistenzsysteme und eine leicht nachgeschärfte Optik: Der neue Polo startet ab 9. Mai ab 13.390 Euro.

delt hat (zeitweilig gab’s ebenso eine Kombi-Variante) und der auf Erfolgs­kurs mindestens bleiben soll.

Zahlreiche neue Assistenten Im Zentrum der Polo-Bearbeitung jedoch standen die Motoren beziehungsweise deren Fitness für die kommende Euro 6-Abgasnorm. Das Aggregate-Programm wurde demzufolge komplett ausgetauscht. Damit will VW eine Verbrauchsreduzierung um 21% erreichen. Konkret sollen diesen Anspruch zwei Benziner und ein Diesel erfüllen. Erstere leisten als 1,0 l-Dreizylinder-MPI (indirekte Einspritzung) 60 oder 75 PS, als 1,2 l-Vierzylinder-TSI (Direkteinspritzung) 90 oder 110 PS. Die

Diesel-Fraktion ist mit einem 1,2 l-Dreizylinder-TDI vertreten, der wahlweise 75 oder 90 PS leistet. Nicht nur einen schärferen Look und ein knackigeres Fahrwerk hat VW dem Polo spendiert; man hat auch tief ins Regal der Komfortund Assistenz-Elektronik gegriffen. Es sind nun, gegen Aufpreis, LED-Scheinwerfer zu haben. Oder ein Infotainment-System, das von Soundstreaming (via Bluetooth) bis Navigation alle Stückeln spielt. Dabei darf auch das Smartphone mitspielen, „MirrorLink“ hat man die Möglichkeit genannt, iPhone & Co in den Polo zu integrieren. Dazu gibt‘s VW-eigene Apps. Das mögliche AssistentenAufgebot umfasst: Automatische Distanzregelung (ACC), Umfeldbeobachtungssystem Front Assist,

City-Notbremsfunktion, Multikollisionsbremse und Müdigkeitserkennung.

Das Angebot zum Start Der Termin für die offizielle Markteinführung ist der 9. Mai. Zum Start steht er in den Motorisierungen 1.0 (60 und 75 PS), 1.2 TSI (90 und 110 PS) sowie 1,4 TDI (75 und 90 PS) zur Auswahl. Die Preistabelle beginnt bei 13.390 €. Das ist der Preis für den 60-PSigen dreitürigen 1.0 Trendline mit manuellem Fünfgang-Schaltgetriebe. Später nachgereicht werden die Versionen BlueMotion (TDI und TSI), der robust angelegte Cross, der Blue GT (mit 150 PS) und der GTI (mit 192 PS).  www.volkswagen.at

Infiniti Q50 Hybrid AWD Die schärfste Kampfansage für 3er, C-Klasse und Co kommt aus Japan und heißt Q50

Luxus-Angriff im wichtigsten Segment

Edel und hochwertig: In Peking zeigt Citroen das DS 5LS R-Konzept.

Wien. Das Segment hat längst die Business-Class erobert; weder in puncto Fahrspaß noch in Sachen

Prestige hängt die Mittelklasse der 3er-BMWs, der C-Klasse-Sterne oder der Audi A4s der nun zwangs-

läufig in gehobene Mittelklasse umgetaufte Range der 5er, E-Klassen und A6en nach – was freilich auch für das nämliche Preisgefüge gilt. Es bereitet einem heutzutage keinen echten Stress, in den diversen Konfiguratoren von Audi, Mercedes oder BMW seinen Mittelklassler auf stolze 60.000 oder 70.000 € Kaufpreis hochzurüsten. Insofern tut es dem freien Spiel der Markkräfte ganz gut, wenn nun eine dezidierte Luxusmarke neu in das Segment eintritt, dies allerdings ob ihres „Newcomer-Status“ vorerst zu moderaten Preisen versucht. Die Rede ist hier von Infiniti, dem am heimischen Markt noch immer zu den Frischlingen zählenden Nobelableger von Nissan. Und von seinem im Vorjahr präsentierten Mittelklassler Q50.

Die Basis

© Infititi

Peking. Anlässlich der Peking Motorshow enthüllt DS eine vollkommen neue und einzigartige Version des DS 5LS: das Concept Car DS 5LS R. Das sportliche Modell betont sämtliche Eigenschaften des DS 5LS wie die Leistung oder die herausragenden Materialien. Nach den Concept Cars DS3 Cabrio Racing und DS4 Racing macht der DS 5LS R mehr denn je dem Know-how der Linie DS alle Ehre. Er vereint Leistung mit Luxus auf höchstem Niveau und entspricht damit vollkommen dem Geist der Linie DS. Der DS 5LS R erinnert mit einem Augenzwinkern an das sportliche Engagement der Marke in der World Rally Championship (WRC). Er verfügt wie der DS3 Racing über einen 1,6 l-Turbomotor mit 300 PS und einem maximalen Drehmoment von 400 Nm sowie über ein – im Vergleich zur Serienversion – um 15 mm tiefergelegtes Fahrwerk und eine breitere Spur vorn. www.citroen.at

Der Infiniti Q50 Hybrid AWD als Topmodell der Baureihe kostet ab 57.441 Euro.

An der Basis ist dieses schmucke wie gefällige Fahrzeug als Diesel (die Aggregat-Basis des Vierzylinders stammt von Mercedes) mit 170 PS zu haben, der Kostenreigen

startet dann für schon ein sehr gut ausgestattetes Auto bei 34.990 €, das ist ein Kampfpreis. Interessanter geriert sich allerdings, wie weit Infinti die Mittelklasse nach oben streckt, technologisch wie luxuriös. Nämlich bis zum oberschlauen Q50 Hybrid AWD.

Hang zur Sportlichkeit 364 PS Systemleistung, Hybrid mit 159 g/km CO2-Ausstoß, 6,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, Allradantrieb. Wer hier meint, wir hätten ein paar Technische Daten von verschiedenen Autos durcheinandergemixt, der täuscht sich, Hybrid machts möglich. Erst recht verwirrend wird das Zahlengewirr, wenn man den Einstiegspreis hinzu-addiert. Um 57.441 € inklusive aller Steuern gibt es dann ein Auto, das wirklich alle Stückerln spielt und sogar noch mehr. Und das Ganze sieht auch noch gut aus; warum man bei der Schnauze allerdings Erzkonkurrent Lexus zitierte, bleibt schleierhaft.  www.infiniti.at


R u n d u m s au to

Freitag, 25. April 2014

automotivebusiness – 63

Oldtimer & Youngtimer Mit Ersatzteilen für die Reparaturen von alten Fahrzeugen verdient die Branche gutes Geld

short

Wirtschaftsfaktor Oldtimer: neues Milliardengeschäft Moritz Kolar

Immer größere Begeisterung Das meiste Geld wird dabei für Wartung, Reparatur, Versiche-

Kombinierte Mobilität ist auch für Österreicher zunehmend ein Thema.

Wien. Öffis, das Rad und zu Fuß gehen werden in Wien immer beliebter: Laut aktuellen Zahlen des VCÖ legen die Bewohner der Hauptstadt 73 Prozent ihrer Wege autofrei zurück; vor zehn Jahren waren es erst 64 Prozent. „Derzeit gibt es einen europaweiten Trend zur Multimobilität“, berichtete VCÖExperte Marcus Gansterer. Statt pauschal das Auto zu nutzen, werde für jeden Weg neu entschieden, auf welches Verkehrsmittel zurückgegriffen wird. Oft würden diese auch kombiniert. Wien nehme mit einem Autoanteil an den Alltagswegen von 27 Prozent auch in Europa einen Spitzenplatz ein: „Da sind wir noch vor Amsterdam oder Zürich“, so Gansterer. www.vcoe.at

© Panthermedia.net/PantherMedia/Ivonne Wierink

Wien. Es sind auf den ersten Blick nur alte Autos. Daran ändert sich auch auf den zweiten Blick nicht viel. Schon mehr allerdings, wenn man sieht, wie viel Zeit und Engagement Liebhaber in die historischen Fahrzeuge investieren, um sie wieder fahrtüchtig zu machen und sie in altem Glanz erstrahlen zu lassen. Und das lassen sich die meist betuchteren Herrschaften ganz nebenbei auch einiges kosten – satte 5.300 Euro durchschnittlich pro Jahr, wenn man einer aktuellen Studie der deutschen Autoverbände VDA und VDIK glauben darf. Für Youngtimer werden demnach immer noch 2.900 Euro jährlich ausgelegt. Damit hat sich der Markt für die Kfz-Branche zu einem Milliardengeschäft entwickelt, das auch hierzulande auf mehrere Hundert Millionen Euro geschätzt wird.

© APA/Herbert Pfarrhofer

Begeisterung um die Autos zeigt sich auch am hohen Interesse an den vielen Branchenveranstaltungen.

Wiener legen mehr Wege autofrei zurück

In die Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge investieren zahlreiche Liebhaber nicht nur viel Zeit, sondern oft auch sehr viel Geld.

rungen und Zubehör ausgegeben. Aber auch Branchenveranstaltungen wie die Oldtimer Messe Tulln (24. & 25. Mai) dürfen sich über steigende Nachfrage freuen,

Oldtimerclubs wie der Kärntner Motor Veteranen Club (der heuer seinen 40. Geburtstag feiert) zählen 400 Mitglieder oder mehr. Dabei besitzen viele OldtimerLiebhaber gleich mehrere Autos, die Mitglieder des Kärntner Motor Veteranen Clubs beispielsweise durchschnittlich drei. Während deren Wert in der VDA- und VDIK-

Studie mit jeweils rund 19.600 Euro angegeben wird, kommen Youngtimer immerhin auch noch auf rund 11.400 Euro. Historische Spitzenfahrzeuge sind aber weit teurer: Auf der letzten Essen Motor Show war beispielsweise ein MercedesCabrio aus den 30er-Jahren für knapp zwei Millionen Euro zu sehen.  www.oldtimermesse.at

Eberspächer mit neuen Kühl-Produkten Wr. Neudorf. Eberspächer sagt mit seiner erweiterten Produktpalette verschwitzten Fahrern, warmen Bordgetränken und angetauter Fracht den Kampf an. So sorgen beispielsweise die Cooltronic Standklimaanlagen unabhängig vom Motor für das richtige Klima in der Kabine, und sind die flexibel einsetzbaren KompressorKühlcontainer eine bequeme Lösung für professionelle Anwender, die verderbliche Waren in Standardfahrzeugen oder Lieferwagen unter Einhaltung der Nahrungsmittelhygienenormen transportieren müssen. Ebenfalls zum EberspächerKühlportfolio gehören tragbare Lkw-Kühlschränke und maßgefertigten Kühlschubladen für eine Vielzahl von Lkw-Typen. www.eberspaecher.at

© Oldtimer Messe Tulln

Oldtimer guide 2014

Der wichtigste heimische Branchentreff ist die Oldtimer Messe Tulln (24. & 25. Mai).

Die Faszination Oldtimer umfasst mehr als nur Messen, Ausfahrten und Treffen. Dazu gehört auch eine Begeisterung für die edlen Stücke, eine Lust an der – oft langwierigen – Suche nach Ersatzteilen und das blinde Verständnis mit dem Mechaniker seines Vertrauens, wenn man mit den eigenen Reparaturkünsten nicht mehr weiterkommt. Gebündelt finden sich all diese Informationen in der mittlerweile achten Auflage des Oldtimer-Guides von Autor Christian Schamburek. Weitere Informationen unter www.oldtimer-guide.at

Mercedes Neuer Active Brake Assist 3 für den Travego

Lanxess Kautschukhersteller präsentiert Spritsparrechner

Stuttgart. Es hat beinahe schon Tradition: Jede Generation des Reisehochdeckers Mercedes-Benz Travego kommt mit noch besserer Sicherheitstechnik daher, nun gibt es ihn als ersten Omnibus der Welt mit dem neuen Active Brake Assist (ABA) 3. Bereits die Vorgängergeneration Active Brake Assist 2 leitete bei der Gefahr einer Kollision mit langsamer vorausfahrenden und mit stehenden Hindernissen ein Bremsmanöver ein. Der neue

Wien. Das Frühjahr ist da, die Temperaturen steigen und es ist höchste Zeit, die Sommerreifen aufzuziehen – auch aus ökonomischen und ökologischen Gründen. „Winterreifen sind zwar bei Schnee und Eisglätte die beste Wahl; steigen die Temperaturen aber über sieben Grad Celsius, haben sie gegenüber hochwertigen Sommerreifen klare Nachteile“, sagt Christoph Kalla vom Kautschukhersteller Lanxess.

Kein Omnibus der Welt ist sicherer Weniger Verbrauch, weniger Kosten

des Fahrzeugs? Zudem bietet die Software einen Bremsweg-Kalkulator, mit dem Autofahrer präzise ausrechnen können, um wie viele Meter sich der Bremsweg ihres Fahrzeugs auf nasser Straße dank der Premium-Pneus verringert. Der Spritspar-Rechner kann kostenlos im App-Store heruntergeladen werden. Als Mobile- und als Web-Version ist die Anwendung – ebenfalls gratis – aufrufbar. http://app.gruene-mobilitaet.at

Der Active Brake Assist 3 leitet auch bei stehenden Hindernissen eine Bremsung ein.

Doch auch bei Sommerreifen gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede, die etwa der neue Spritspar-Rechner von Lanxess aufzeigt. Das Programm, das der Konzern gemeinsam mit der Technischen Universität München entwickelt hat und vom TÜV Rheinland zertifiziert wurde, gibt Antworten auf zahlreiche Fragen rund um den Reifenkauf: Wie viele Euro lassen sich mit kraftstoffeffizienten, sogenannten Grünen Reifen sparen? Nach wie vielen Monaten rechnet sich ihre Anschaffung? Und: Um wie viel Kilogramm reduzieren sie den CO 2 -Ausstoß

Die bike-austria war laut den Veranstaltern auch 2014 „ein voller Erfolg“.

© Lanxess

© Daimler

Neues Übersichts-Tool

Trotz Regentags mehr als 40.000 Besucher

© Torsten Munk

ABA 3 ist im Stande, auch bei stehenden Hindernissen automatisch eine Vollbremsung einzuleiten. Der Travego mit ABA 3 reduziert dadurch nicht nur die Folgen eines schweren Unfalls, er kann selbstständig Unfälle im Rahmen der physikalischen Möglichkeiten verhindern. Mercedes baut den neuen ABA 3 serienmäßig im Travego ein, sofern der Reisehochdecker mit einem Abstandsregeltempomaten geordert wird. www.daimler.com

In Österreich haben bereits 164.000 Personen den Spritsparrechner genutzt.

Tulln. Die Veranstalter der bikeaustria rund um die ARGE 2Rad, dem österreichischen Dachverband der Zweiradimporteure und der Zweiradindustrie, zeigen sich mit der vor zwei Wochen stattgefundenen Motorradmesse sehr zufrieden. Trotz eines Regentags zählten sie insgesamt mehr als 40.000 Besucher, 849 Outdoorfahrten wurden absolviert und darüber hinaus fast 1.500 Indoorfahrten. www.bike-austria.at


I n n ovati on & U m we lt

64 – automotivebusiness

short

© dpa/Patrick Seeger

Kältemittel kann giftige Stoffe freisetzen

Freitag, 25. April 2014

Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik Routenspezifische Belastungssysteme für Fahrzeuge

Globale Daten erleichtern Herstellern ihre Planung

Basis dafür ist Datenbank mit weltweitem Straßenverkehrsnetz und routenspezifischen Informationen.

Ingolstadt. Der deutsche Autobauer Audi treibt die Entwicklung von Elektroautos in China voran. Zusammen mit seinem lokalen Partner First Automotive Works (FAW) bringt Audi eine Hybridversion der Limousine A6 auf den Markt. Der Wagen soll elektrobetrieben eine Reichweite von 50 Kilometern haben und im nordchinesischen Changchun produziert werden. „Wir gestalten in China die Zukunft der Elektromobilität“, sagte Audi-Chef Rupert Stadler.  www.audi.de

© Volvo

Innovative Sicherheit für Kinder an Bord

Laut Angaben von Volvo ist der Sitz in 40 Sekunden aufgeblasen.

Schwechat. Ein Kindersitz ist gewöhnlich sperrig, unhandlich und schwierig zu befestigen. Doch damit macht Volvo jetzt Schluss: Der schwedische Premium-Hersteller hat einen besonders leichten, aufblasbaren Kindersitz entwickelt. Das einzigartige Konzept erfüllt die gleichen Sicherheitsstandards wie herkömmliche Sitze, lässt sich dabei aber zusammenfalten und bequem transportieren. www.volvocars.com

Die Forscher des ITWM haben dazu eine umfassende Datenbank mit allen relevanten Informationen aufgebaut. Diese Datenbank gibt einen Überblick über das weltweite Straßenverkehrsnetz und liefert darüber hinaus Informationen über die jeweils spezifische Routencharakteristik und die entsprechenden Fahrbahnbedingungen sowie klimatischen Verhältnisse. Möchte ein Automobilhersteller etwa einen neuen Markt erschließen oder ein Fahrzeug zielgerichtet für eine Region konstruieren, kann er sich anhand der Daten ein differenziertes Bild über die Bedingungen vor Ort machen. Mithilfe einer am ITWM entwickelten Software, die diese Daten

Abhängig vom zukünftigen Einsatzgebiet, müssen Autos und Nutzfahrzeuge für bestimmte Belastungsfaktoren ausgelegt sein …

in mathematische Algorithmen „übersetzt“, lässt sich der Einfluss verschiedener Parameter auf einzelne Fahrzeugkomponenten analysieren.

Einfachere Feldtests Virtuelle Messkampagnen können zudem reale Fahrzeug-Straßentests sinnvoll ergänzen: Sie ermöglichen eine zielgerichtetere Streckenplanung und liefern schon im Vorfeld Daten über die zu erwartende Belastung; dadurch lassen sich Dauer und Umfang der aufwendigen Feldtests reduzieren.  www.fraunhofer.de

© panthermedia.net/Archman

Audi startet in China mit Hybridmodell durch

Weltweiter Überblick

… die entsprechenden Überlegungen beginnen bereits in der Planungsphase.

CAP Automotive Gemeinsam mit Bosch entwickelt Re’flekt eine Augmented-Reality (AR) Industrie-Plattform

Entwicklungspartnerschaft geschlossen München. Die Re‘flekt Gmbh und Bosch Automotive Service Solutions haben eine langfristige Partnerschaft für die Entwicklung einer Industrie-Plattform für Augmented Reality (AR) beschlossen. Die beiden Unternehmen entwickeln gemeinsam eine CommonAugmented-Reality-Plattform (CAP), mit der sich AR-Darstellungen in Form von virtuellen Erweiterungen, Video und Text standardisiert erstellen lassen. Unternehmen können vorhandene CAD-Daten einlesen und erhalten vollständig aufbereitete AR-Objekte. Aus einer gewöhnlichen Konstruktionszeichnung entstehen so 3D-Objekte, die in die reale Umgebung eingeblendet werden können.

sourcenverbrauch führt. Versteckte Teile und Baugruppen, wie beispielsweise hinter Verkleidungen, werden durch AR sichtbar, ohne dass teure Montagearbeit nötig ist. Der standardisierte Prozess erfordert keine besonderen Fachkenntnisse auf Mitarbeiterseite und lässt sich in jeder Industriebranche für Produktion, Service, Schulung und Vertrieb implementieren. „Durch den standardisierten

Vorgang bei der Erstellung der Augmented-Reality-Darstellungen erreichen wir hohe Qualität bei geringeren Kosten im Vergleich zur individuellen Herstellung. Bisher mussten AR-Darstellungen einzeln programmiert werden, was mit hohen Kosten verbunden war. Mit der AR-Plattform amortisieren sich die Investitionskosten in rund zwei Jahren“, sagt Jürgen Lumera, verantwortlich für Produktma-

Automatisierung hilft sparen AR zeigt einem Servicemitarbeiter beispielsweise virtuelle Werkzeuge und Teile im realen Motorraum eines Fahrzeugs an. Zeitaufwendiges Nachschlagen in Handbüchern entfällt künftig mit der Augmented-Reality-Plattform, was zu Einsparungen beim Res-

© Re’flekt

München. Ein umstrittenes neues Kältemittel für Auto-Klimaanlagen setzt im Brandfall den hochgiftigen Stoff Carbonylfluorid frei. Das berichteten Chemiker um Andreas Kornath von der Ludwig-MaximiliansUniversität München (LMU) in der Zeitschrift für Naturforschung. Carbonylfluorid ist ein Abkömmling des Kampfstoffs Phosgen, das im Ersten Weltkrieg eingesetzt wurde. Vorgaben der Europäischen Union verpflichten Autohersteller, neue Kältemittel für Pkw-Klimaanlagen zu verwenden. Das bisher benutzte Mittel R134a soll wegen seiner Klimaschädlichkeit abgelöst werden. Doch auch das neue Kältemittel R1234yf ist umstritten: Tests hatten gezeigt, dass es sich bei Unfällen entzünden kann und Fluorwasserstoff (Flusssäure) freisetzt, heißt es in einer Mitteilung der LMU. Dieser Stoff sei so giftig, dass eine handtellergroße Verätzung tödlich enden kann. www.uni-muenchen.de

Kaiserslautern. Ein Fahrzeug wird auf einer kurvigen Gebirgsroute oder durch rauen, unebenen und mit Schlaglöchern durchzogenen Straßenbelag stärker beansprucht und verbraucht mehr Sprit als auf der gleichen Strecke in der Ebene auf einer gut ausgebauten Straße oder auf der Autobahn und auf Schnellstraßen. Zusätzlich beeinflussen unterschiedlichste Umweltbedingungen wie Hitze, Kälte, Eis, Schnee, Trockenheit oder Niederschläge die Lebensdauer und Zuverlässigkeit von Fahrzeugbauteilen. Mit seiner „Virtual Measurement Campaign“ (VMC) unterstützt das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (kurz ITWM) in Kaiserslautern nun die Hersteller von Pkw und Nutzfahrzeugen dabei, entsprechende Belastungsfaktoren in der Fahrzeugentwicklung einfließen zu lassen.

© panthermedia.net/Biesterfeld

Moritz Kolar

Die Wahl der neuen Kältemittel für Auto-Klimaanlagen ist umstritten.

Augmented Reality bietet auch im Automobilsektor zahlreiche Einsparungspotenziale.

nagement-Software zur Erstellung und Lieferung von technischen Informationen bei Bosch Automotive Service Solutions.

High-End-Technologie Mit modernstem 3D-Tracking erkennen Tablets und Datenbrillen die Produkte und zeigen exakt platzierte Einblendungen an der gewünschten Position an. Hierfür nutzen Re’flekt und Bosch alle verfügbaren Software Development Kits (SDKs) der verschiedenen Technologieanbieter. Dies garantiert die passende Tracking-Technologie für den jeweiligen Einsatzzweck und macht unabhängig bei der Auswahl des Anbieters. „CAP Automotive ist für Unternehmen ein Schritt zur digitalen Fabrik – zur virtuellen ContentBibliothek mit Echtzeit-Zugriff. Wir machen die Datenberge in den Unternehmen mit Augmented Reality sichtbar und erleichtern die täglichen Arbeitsabläufe“, erklärt Re’flekt-CEO Kai Thomas.  www.re-flekt.com www.bosch.com


medianet

inside your business. today.

Freitag, 25. april 2014 – 65

wellness in portugal

Luxuriöse Hotels und zahlreiche WellnessAngebote in der Region Centro  Seite 68

© Kurush Pawar

© Casas do Côro

destination oman air fliegt ins plus

Hochwertige Fluggesellschaft des Sultanats verkündet positive Bilanz für 2013  Seite 69

ship austria marketing-koop für schifffahrt © Attersee-Schifffahrt

Österreichs Hoteliers erwarten wenig für 2014

© Sulmtal Sausal

short

© Stephan Huger

Kitzeck. So wie den Wein haben die Römer auch den Lavendel ins Südsteirische Weinland gebracht. Die Heil- und Medizinpflanze, die entspannend wirkt, Schädlinge vertreibt und den Kleiderschrank parfumiert, war in der Steiermark in Vergessenheit geraten. Der Lavendelhof Wunsum und die Winzer in Kitzeck laden von 30. Juni bis 1. Juli zur „Fête de Lavende“. An diesen Lavendeltagen sind viele Produkte zu entdecken, und zwischen Schaukochen, Modenschau und jazzigen Klängen lockt so manches Glas Wein.  www.wunsum.com

© Panthermedia.net/Dinis Tolipov

Wien. Unter dem Motto „Traumjob Fluglotse“ findet der Austro Control BerufsinfoTag statt. Wer vor Ort einen Blick hinter die Kulissen der Flugsicherung werfen möchte, hat am Samstag, 26. April, von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr die Möglichkeit dazu. Gesucht werden Maturanten, die Interesse an der dreijährigen Ausbildung zum Fluglotsen haben. Gute Englischkenntnisse und ein ausgepägtes räumliches Vorstellungsvermögen sind Grundvoraussetzungen. Austro Control nimmt pro Jahr bis zu 40 Trainees auf.  www.austrocontrol.at

Trübe Stimmung Hoteliers in Resteuropa schauen optimistisch in die Zukunft, ihre österreichischen Kollegen aber sind von Pessimismus beseelt. So das Ergebnis der jüngsten Hotelmarkt Sentiment-Studie von Horwath HTL Austria.  Seite 66 Gourmet-Woche Spezialitäten von 7. bis 14. Mai

Wien. Das Hilton Vienna Plaza unterzieht sich einer kompletten Erneuerung: Bis September 2014 werden sowohl Design und Ausstattung wie auch das Konzept des Hotels modernisiert. Für die besondere Note des Einrichtungsdesigns sorgt das Londoner Designstudio Robert Angell. Trotz Erneuerung steht das Hotel für Gäste ab 6. 6. 2014 wieder offen. vienna-plaza.hilton.com

© Hotel Bristol

© Hilton Worldwide

Spanier kocht im Hotel Bristol auf

Top-Niveau: Spitzenkoch Juan Bautista Penas ist auf Kurzbesuch in Wien.

Wien. „Juan Bautista Penas kocht kontrastreiche Menüs, welche die Gäste inspirieren und überraschen“, so Gerald R. Krischek, Hoteldirektor des Hotel Bristol. „Wir freuen uns, dass er nun unsere Gäste ‚einkochen‘ wird.“ Spitzenkoch Penas hat seine kulinarische Wirkungsstätte normalerweise im berühmten Hotel Marques de Riscal, A Luxury Collection Hotel in Elciego, mitten im Rioja-Weinanbaugebiet. Schon die Vorspeise für Wien zeigt die Kreativität des Spaniers: Hartkäse Idiazabal mit Olivenöl-Jogurt an Kräutern und Zitrone ... www.bristol-lounge.at

Italien

Autotour

NEU: Gaumenfreuden und Badespaß in der Toskana 8-tägige individuelle Autotour ab Pistoia bis San Vincenzo, 7 Nächte im Doppelzimmer mit Halbpension, Verlauf lt. Programm Anreise z.B. am 1./13. und 29.6.14 Preis pro Person , eigene Anreise

Weitere Infos in Ihrem Reisebüro oder unter www.dertour.at

€ 766

Urlaub mit DERTOUR und Sie bestimmen, wo’s langgeht.


c ov e r

66 – medianet destination

Kommentar

Nachhaltigkeit in der Steiermark

Freitag, 25. April 2014

Horwath HTL Austria Hotelmarkt Sentiment-Umfrage als Teil einer globalen Initiative dokumentiert das Biz-Klima

Stimmung in Österreichs Hotellerie ist im Keller

Studie fasst die Ergebnisse von 26 Hoteliers – Privat- und Konzern-Hotellerie – in Österreich zusammen. dino silvestre

georg biron

F

Wien. Die Horwath HTL Austria Hotelmarkt Sentiment-Umfrage wurde im Jänner 2014 zum achten Mal in Folge durchgeführt; insgesamt haben sich Hoteliers aus 40 Ländern an der Umfrage beteiligt. Um die Stimmung in der Hotellerie zu vergleichen, wurde ein Index erstellt, der die Durchschnittswerte aller Umfragen erfasst und mithilfe eines Punktevergabesystems die Antworten zu jeder Frage wertet. Die Skala erstreckt sich von minus 150 bis plus 150: Ein negativer Wert bezeichnet eine pessimistische Erwartung, die Null steht für eine unveränderte Situation, und eine positive Zahl bedeutet einen optimistischen Ausblick. Dieser Sentiment-Index ermöglicht es, den Verlauf der Stimmungen über einen bestimmten Zeitraum darzustellen.

Der Ausblick für 2014 ist in Europa weitaus positiver als noch vor einem Jahr. Das ist hauptsächlich auf die gesamte positive Stimmung in Europa zurückzuführen. Sowohl der europäische als auch der globale Durchschnitt ist von 2013 auf 2014 um 20 Punkte gestiegen. Der österreichische Durchschnitt hingegen ist bereits seit der Umfrage im Juli 2012 rückläufig. Zurückzuführen ist das auf steigende Preise, ungünstige Wechselkurse und den zunehmenden Wettbewerb. Der Sentiment Index Österreichs liegt mit neun Punkten noch im positiven Bereich; im Vergleich zu den deutschsprachigen Ländern weist Österreich aber den niedrigsten Sentiment-Wert auf. Fast die Hälfte der Befragten in Österreich (46,2%) erwartet eine

Costa Kreuzfahrten

Druckfrische Jubiläumsausgabe Im XL-Format mit hochwertigem Hardcover, Touch&Feel-Layout und 420 Seiten

© Costa Kreuzfahrten

Linz. Costa Kreuzfahrten hat Verstärkung bekommen: Daniela Lindorfer (33) ist ab sofort als neue Mitarbeiterin im Bereich Inside Sales & Marketing tätig. Davor war die Oberösterreicherin als Assistentin der GF und in der Golfreisenabteilung namhafter Reiseveranstalter und Reisebüros tätig. www.costakreuzfahrten.at

Daniela Lindorfer verstärkt das Verkaufsteam von Costa Kreuzfahrten.

Der milde Winterverlauf hat in Österreich zu einer Verkürzung der Wintersaison 2013/2014 geführt und Verluste gebracht.

gleichbleibende Auslastung. Knapp ein Drittel (30,8%) ist optimistischer und prognostiziert eine bessere Leistung für das Jahr 2014. 19,2% erwarten eine Verschlechterung der Auslastung und 3,8% der Befragten befürchten, dass sich die Belegung enorm verschlechtert. Im Bezug auf die Gesamteinnahmen sind die Erwartungen sehr unterschiedlich. Die Hälfte der Hoteliers (52,1%) ist zuversichtlich, dass sich die Erlöse besser entwickeln. 39,1% erwarten schlechtere oder viel schlechtere Einnahmen. Gleichbleibende Erlöse werden von 8,7% angenommen. Österreichische Hoteliers haben den schlechtesten Sentiment-WertDurchschnitt im Vergleich zu den deutschsprachigen Nachbarlän-

dern Schweiz und Deutschland. Die Schweizer Hoteliers sind zwei Mal und deutsche Hoteliers drei Mal so optimistisch. Im Vergleich ist die Stimmungslage unter Österreichs Hoteliers rund 15 Punkte unter dem europäischen und 13 Punkte unter dem globalen Durchschnitt.

Fazit Winter 2013/2014 Mit Ausnahme von Wien (+6% Nächtigungen), Burgenland und der Steiermark sind die Ergebnisse für die Wintersaison 2013/2014 laut aktuellen Hochrechnungen vor allem in westlichen Regionen des Landes stark rückläufig. Manche Regionen verzeichnen mehr als 20% Einbußen in der Nachfrage. Zwar konnte man bei

inländischen Touristen ein Plus von 2,6% bei den Ankünften und 0,4% bei den Nächtigungen verzeichnen, aber die internationalen Märkte gaben um ein Prozent bei den Ankünften und 4% bei den Nächtigungen nach. Vor allem der deutsche und der niederländische Quellmarkt (wie von Horwath HTL im Vorjahr prognostiziert), gaben deutlich nach. Einzig Russland und die Schweiz konnten bislang deutliche Zuwächse verzeichnen. Für die Zukunft gilt: Im Gegensatz zu 2013 wird eine steigende Nachfrage bei Individualreisen und Gruppenreisen erwartet; die Nachfrage bei MICE-Segmenten wird einen Rückgang zeigen. www.horwathhtl.at

Lifestylehotels The Book TENth erschienen Graz. Druckfrisch aus der Presse und im neuen XL-Format zeigt sich TENth, die Jubiläumsausgabe des Lifestylehotels The Book. Das Coffee Table Book stellt mit dem völlig neu gestalteten Touch&FeelLayout eine Inspiration für designorientierte Reisende dar.

tizität und Originalität. Die außergewöhnliche Kollektion umfasst neben bekannten Highlights wie dem Maison Moschino in Mailand oder dem Das Kronthaler auch 15 neue Mitgliedshotels. So zählen jetzt das Iris Porsche Hotel & Restaurant in Mondsee oder das Hotel Félicien in Paris zu den auserkorenen Mitgliedern der internationalen Hotelplattform.

Best Room-Empfehlung Auf mehr als 420 Seiten werden 100 außergewöhnliche Lifestylehotels gezeigt, die wegweisend in der modernen Hotellerie und ein Synonym für den individuellen Lebensstil sind. Jedes Hotel wird auf vier Seiten umfangreich mit detaillierter Beschreibung und großformatigen Bildern dargestellt. Dabei verrät der „Best Room“, welches Zimmer besonders anspruchsvolle Gäste wählen sollten. Lifestylehotels The Book ist ein „Must-have“ für designverliebte und trendbewusste Globetrotter. Die Hotelauswahl richtet sich an Reisende, deren ästhetisches Empfinden ebenso ausgeprägt ist wie der Anspruch an Qualität, Authen-

Auch im Tessin werden Trendsetter auf der Suche nach einer passenden Herberge fündig.

Anspruchsvolle Gäste Die Villa Orselina thront in spektakulärer Lage, hoch über dem Lago Maggiore; anspruchsvolle Gäste erwartet im Boutiquehotel ein einzigartiges, stilvolles Ambiente.

© Lifestylehotels

Verstärkung im Sales-Bereich

Positive Ausblicke für 2014

© APA/Robert Jäger

ür den Tourismus ist Nachhaltigkeit in einem Urlaubsland von wichtiger und wachsender Bedeutung: Wenn sich ein Gast für eine Destination interessiert, erwartet er intakte, erlebbare Naturlandschaften und Begegnungen mit Land und Leuten. Nachhaltigkeit und Markenarbeit sind deswegen auch die großen Themen in der neuen Strategie von Steiermark Tourismus und werden in Zukunft noch stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Der Blog herz.steiermark. com widmet sich 2014 dem Thema Nachhaltigkeit in der Steiermark und im steirischen Tourismus, wobei auch immer wieder einen Blick über den Tellerrand geworfen wird. Hier liest man vom Erfolgsrezept bei der Ski WM 2013 oder über den ökologischen Fußabdruck – und wie sich dieser messen lässt. Unter www.steiermark.com/ gruene-steiermark werden Infos zur Steiermark gebündelt; von regional und biologisch hergestellten Produkten über die Natur als Erholungsraum bis hin zum Thema gesunder Schlaf reicht die Palette. 67% und damit absoluter Spitzenwert bei den Gründen für die Wahl der Urlaubsdestination Steiermark erzielen die Argumente Landschaft & Natur, gefolgt von Ruhe (42%) und der guten Luft (41%). Für mich zählt aber auch das Preis-Leistungsverhältnis ...

Im neuen Buch präsentieren sich 100 einzigartige Lifestylehotels, machen mit Fotos und Interviews Lust auf Design und geben Einblicke in visionäre Gedankenwelten.

Auch bewährte Designklassiker wie das Palazzina G in Venedig, The Sofa Hotel in Istanbul oder das Lanchid19 in Budapest sind unerlässlicher Bestandteil der TENth.

Neue österreichische Hotels Neue Häuser in Österreich sind das Life & Spa Hotel Stefanie in Mayrhofen-Hippach, das Haus Cortisen am See in St. Wolfgang sowie das Vincent Hotel im Sulztal an der Weinstraße. Individualität, Originalität, Authentizität und Qualität zählen zu den fest verankerten Werten der Gruppe Lifestylehotels. The Book TENth ist im Format 28x28 cm und in englischer Sprache, hat mehr als 420 Seiten und kostet 49 €. Das Buch (ISBN 978-32000-03513-3) ist in den Mitgliedshotels, bei ausgewählten Partnern wie z.B. dem Kunsthaus Graz Shop und unter www.lifestylehotels.net erhältlich und wird für folgende Design Awards eingereicht: red dot award, Joseph Binder Award, Creativity International Awards. www.lifestylehotels.net


komm & bl e i b

Freitag, 25. April 2014

medianet destination – 67

Ship Austria Der Tag der Schifffahrt am Sonntag, dem 27. April 2014, soll das Schifffahren in Österreich ähnlich populär machen wie das Skifahren

„Leinen los!“ auf Fluss und See Koop „Alpenländische Schifffahrt“ in Bayern, Österreich und der Schweiz.

Wichtige Tourismus-Säule Mit ihrem abwechslungsreichen Angebot sind die Schifffahrtsunternehmen fixer Bestandteil des heimischen Tourismusangebots. Eine Schifffahrt ist die ideale Freizeitbeschäftigung für Jung und Alt, für jede Jahreszeit, bei fast jeder Witterung. Der Angebotsbogen spannt sich von der Linienschifffahrt über Aus-

„Ladies-Day“ am 29. Juni Dass Schifffahrt auch weiblich ist, beweisen die zahlreichen Frauen, die in den Schifffahrtsunternehmen das Steuer in der Hand haben. Der zweite gemeinsame Aktionstag der Schifffahrt in Österreich ist der Damenwelt gewidmet: Am sogenannten Ladies-Day, der am Sonntag, 29. Juni 2014, stattfindet, stehen die weiblichen Fahrgäste im Mittelpunkt. www.schifffahrt.at

Unter dem Motto „Schifffahrt verbindet“ wird jetzt der „Tag der Schifffahrt“ gefeiert.

Wien auf eine ganz andere Art entdecken!

Zipfer SalzburgerLand

Tourismuspreis Salzburg. Bereits zum elften Mal zeichnet in diesem Jahr der Zipfer Tourismuspreis innovative Salzburger Tourismusprojekte aus. Die SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft (SLTG) hat den touristischen Wettbewerb gemeinsam mit Zipfer und dem ORF Salzburg ins Leben gerufen. 26 Projekte wurden für den Zipfer Tourismuspreis 2014 eingereicht, drei Projekte schafften es ins Finale: Der fahr(T)raum in Mattsee (eine Hommage an den Autopionier Ferdinand Porsche), die Erlebnisschlucht Salzachöfen in Golling und der skitourenwinter.at aus Neukirchen (komplett organisierte Skitourencamps für Einsteiger und Fortgeschrittene).  www.tourismuspreis. salzburgerland.com

Manchmal kann auch die eigene Heimatstadt ein durchaus exotisches Reiseziel sein – wenn man sie mit den Augen eines Touristen sieht. Besonders dann, wenn sich die Begleiterin als außerirdische Schönheit erweist und der Taxifahrer schon Richard Burton von Bar zu Bar chauffiert hat.

MTS „Roadbike Holidays“

Rennradfahren

Maishofen. Radfahren wird immer beliebter. 60 Mio. radfahrende Deutsche sowie fünf Mio. Österreicher machen die Sportart zum Trend – noch vor Nordic Walking und Jogging. Besonders zugenommen hat in den letzten zehn Jahren die Zahl der Rennradfahrer. „Im Alpenraum gab es vor der Hotel-Koop ‚Roadbike Holidays‘ kein spezielles Angebot für Rennrad-Urlauber“, so Franz Rosenmayr, GF der MTS Austria. Infos: www.mts.co.at

GEORG BIRON Foto: Stefan Joham

© MTS Austria/Gerald Moore

nung am Schiff wird ins Fließen gebracht“, so der Ship Austria-Vereinspräsident Josef Nageler.

Geboren 1958 in Wien, hat mehr als 20 Bücher veröffentlicht, das Monatsmagazin „Extrablatt“ herausgegeben, ein Dutzend Theaterstücke und Musikshows verfasst, produziert und inszeniert, Drehbücher für Filme geschrieben, Radio-Features gestaltet, Kulturprojekte realisiert sowie zahlreiche Preise erhalten.

Erhältlich im Buchhandel und im Online-Buchhandel. MTS Austria hat bereits 2008 die Hotelgruppe „Roadbike Holidays“ gegründet.

ISBN 978-3-902900-54-8 | € 19,80

Wien. Um den Bekanntheitsgrad der weißen Flotte weiter zu steigern, sind Marketing- und WerbeAktionen bereits Tradition. Der „Tag der Schifffahrt“ wird aber nicht nur in Österreich, sondern im Rahmen einer Kooperation namens „Alpenländische Schifffahrt“ auch in Bayern und in der Schweiz (zusammen mehr als 300 Schiffe) festlich begangen.

flugsfahrten, Rundreisen, Hafenrundfahrten, Donaukreuzfahrten, Kinderfahrten, Familien- und Firmenfeiern sowie Abendfahrten mit Musik, Tanz und Unterhaltung, Partys an Bord, Mondschein- und Vollmondfahrten, Frühschoppen – bis hin zu kulinarischen Reisen und Ferien an Bord. Die Schifffahrt ist eine wichtige Säule des heimischen Sommertourismus. „Das Element Wasser hat mit den Menschen sehr viel zur Gestaltung unserer Lebensräume beigetragen. Der Mensch stellt die Rahmenbedingungen – das Schiff – zur Verfügung, das Wasser übernimmt die Regie, und die Entspan-

© Attersee-Schifffahrt

dino silvestre


au f & dav on

68 – medianet destination

Freitag, 25. April 2014

Prima Reisen Asien-Katalog bietet nicht nur Herbst- & Winterreisen, sondern auch Frühjahrs- & Sommerpackages

short

Neue Strategie für Asien

Ägyptenveranstalter ETI jetzt in Slowenien

zehn Personen. Dazu Sengwein: „Wir verzeichnen häufig individuelle Anfragen und konnten nun mit unserem Partner eine Lösung finden, die es uns nun ermöglicht, Privatrundreisen mit täglicher Anreise anzubieten. Die Reiseverläufe inklusive Badeaufenthalt sind den Jahreszeiten angepasst.“ Das Angebot für 2014/2015 umfasst neben den üblichen Reisen in den Herbst- und Wintermonaten erstmals auch ausgewählte Reisen in den Frühjahrs- bzw. Sommermonaten. Sehr speziell ist die Kombinationsreise nach Hongkong und Macao. Besonders Macao spielt bereits seit Längerem auf dem globalen Tourismusmarkt eine sehr wichtige Rolle, weil sich die Unterhaltungsindustrie vor Ort mittlerweile mit Umsätzen brüsten kann, die siebenfach höher sind als die von Las Vegas. www.primareisen.com

alice hefner

© ETI

Wien. „Prima Reisen steht für Kundenzufriedenheit und Vertrauen. Wir sind unserer strategischen Ausrichtung beim neuen AsienProdukt treu geblieben und befinden uns weiterhin in der Nische. Bei unseren bewährten Programmen in Vietnam und Sri Lanka verzeichnen wir Weiterempfehlungsraten von ca. 98% und sind über diese Rückmeldungen sehr erfreut“, so Dominik Sengwein, Prima Reisen-Produktleiter für Asien.

Das ETI Slowenien-Team wird ab sofort von Bostjan Weldt geführt.

Wien/Maribor. Der international tätige Tour Operator und führende Ägyptenveranstalter  ETI setzt seine Expansion fort: Nach der Firmengründung von ETI Ungarn (ETI kft) im März geht jetzt ETI Slowenien (ETI potovanja d.o.o.) an den Start. Country Manager Bostjan Weldt war die letzten neun Jahre für TUI d.o.o. als Vertriebs- und Marketingleiter tätig. Aufgrund hervorragender Marktkenntnisse und Kontakte weit über die Landesgrenzen hinaus will ETI in Slowenien rasch Fuß fassen. Bereits am 21. Juni soll ein ETI Vollcharter von Ljubljana nach Hurghada fliegen. www.eti.at

Boomender Tourismus Etwas Besonderes ist die Mindestteilnehmerzahl von lediglich zwei Personen in Sri Lanka. Die Rundreisen in Vietnam werden ab fünf Personen durchgeführt, die Mindestteilnehmerzahl für die Rundreisen nach Hongkong & Macao sowie Myanmar liegt bei

Feiner Wellness-Urlaub in Mittelportugal

In Zürich darf man zwischen Altstadt und Naturidylle ins Wasser hüpfen.

Zürich. In Zürich badet man vor einem beeindruckenden Alpenpanorama im Zürichsee oder schwimmt mitten durch die Altstadt den Fluss Limmat entlang. In der „Frauenbadi“ genießen nur Frauen ein Sonnenbad mit Blick aufs Grossmünster. Das Flussbad am Schanzengraben wiederum gewährt tagsüber ausschließlich Männern Zutritt zur Badeoase. Nach Einbruch der Dämmerung treffen sich Männer und Frauen zum Ausklingen des Tages am glitzernden Wasser. www.zuerich.com

Lissabon. Jetzt kann man Wellness auf portugiesische Art kennenlernen: 14 der schönsten Hotels der Region Centro bieten Packages zu attraktiven Preisen an. In vier herrlichen Thermen werden die Gäste mit unterschiedlichen Angeboten empfangen – die Spanne reicht von der einmaligen Anwendung zum Sonderpreis bis zum 14-tägigen „Kurlaub“ zum Spezialtarif. © Casas do Côro & SPA & Welness

Portugals einziges Skigebiet

Das Centro de Portugal begeistert mit heißen Quellen und komfortablen Hotels.

Die Region Centro liegt zwischen Portugals grünem Norden und der Region um Lissabon; sie lockt mit einer der abwechslungsreichsten Landschaften des Landes. Im Westen findet man am Atlantik lange weiße Sandstrände,

im Osten reicht die Region bis an die Grenze zu Spanien. Das Centro de Portugal war und ist auch heute noch in vielerlei Hinsicht das geistige und kulturelle Zentrum des Landes. Ein „Höhepunkt“ der Region ist die Serra da Estrela; im höchsten Gebirge des portugiesischen Festlandes findet man auch Portugals einziges Skigebiet. Eine Broschüre mit allen Infos zu den Angeboten der Hotels und Thermen im Centro de Portugal kann kostenlos bestellt werden: Pura Communications, Manuela Alves, Arnulfstr. 199, 80634 München; telefonisch +49 89-15 79 13 17 oder per E-Mail unter manuela. alves@puracomm.eu. www.centroportugal.de www.visitcentro.com

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten Neuer Hauptkatalog für Saison 2014 bietet Reisen für Naturliebhaber und Aktivurlauber

Erlebnisreisen im Privatjet „Albert Ballin“ Hamburg. Das neue Programm der Erlebnisreisen im Privatjet „Albert Ballin“ von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten hält viele Höhepunkte bereit. So führen sechs der acht Flüge entlang gänzlich neuer Routen – beispielsweise geht es im Winter 2014 nach Nordeuropa (mit Stopps in Lappland, Island und Grönland) oder im Frühjahr 2015 nach Ostasien, wo Japan, Korea und Taiwan auf dem Routenplan stehen.

Gereist wird im exklusiven Kreis von maximal 40 Gästen in einem komfortablen Privatjet mit großzügigen Sitzen. Die Gäste erwarten spektakuläre Ausflugsziele, exklusive Events und sehr individuelle Reiseerlebnisse. Der Rundum-Service beinhaltet zudem die Erledigung aller Einreiseformalitäten, separater VIP-Check-in ohne Wartezeiten, Gourmet-Catering an Bord und an

Land sowie Gepäck- und Limousinenservice zum Startflughafen. Jede Reise wird von einem erfahrenen Chefreiseleiter, einem vierköpfigen Serviceteam an Bord des Privatjets, renommierten Experten mit Spezialwissen über das Reisegebiet sowie von einem eigenen Bordarzt begleitet. Übernachtet wird in ausgewählten Hotels und Lodges – und das alles hat natürlich seinen Preis.

Spektakuläre Ausflüge Die neuen Angebote begeistern nicht nur mit kulturellen Erlebnissen und Begegnungen, sondern auch mit spektakulären Naturhighlights und Aktivitäten abseits touristischer Routen. Destinationen wie der Orient oder die Mongolei und die Seidenstraße befinden sich auch in dieser Saison wieder im Programm. Zu den besonderen Merkmalen einer Erlebnisreise im Privatjet gehört die einzigartige Routenführung zu Städten und Sehenswürdigkeiten abseits regulärer Linienverbindungen.

© Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

© Zürich Tourismus

In Zürich kann man entspannt baden gehen

Privat-Trips: Die Rundreisen in Vietnam werden ab fünf Personen durchgeführt.

Region Centro Moderne Thermalbäder, luxuriöse Wellnesshotels und unzählige Behandlungsangebote überzeugen

Neue Direktfähre von Frankreich nach Irland Dublin. Die Fährgesellschaft Irish Ferries bietet jetzt täglich acht Überfahrten von Holyhead und Pembroke in Großbritannien nach Irland und zurück. Außerdem wird mit einer neuen Route vom französischen Hafen Cherbourg nach Dublin erstmals eine Fährverbindung vom Kontinent direkt in die irische Hauptstadt geschaffen. Die Strecke wird jeweils sonntags bedient und kann bei Irish Ferries online gebucht werden; die bestehende Direktstrecke nach Rosslare wird unverändert angeboten. Wer mehr als 42 Tage vor der Abreise bucht, bezahlt nur eine Anzahlung von 100 €. Der ­Restbetrag ist dann erst 42 Tage vor der Abreise zu bezahlen. Dieses Angebot ist exklusiv für Irish Ferries. www.irishferries.com

© panthermedia.net/uba-foto

Produktportfolio wurde den Buchungs- & Reiseanfragen angepasst, Ziele mit täglicher Fluganreise.

Maximal 40 Passagiere fliegen in einem erstklassig ausgestatteten Privatjet.

Eine magische Welt aus Schnee und Eis wird von 26. Februar bis 4. März 2015 geboten: Die Reise zu den Naturwundern des hohen Nordens beginnt nach dem Start in Hamburg mit einem Once-in-aLifetime-Erlebnis, einer Übernachtung im Icehotel in Jukkasjärvi.

Größtes Bauwerk der Welt Im Gegensatz dazu lässt sich vom 29. Juli bis 15. August 2015 die Wildnis Afrikas hautnah erleben: Auf Pirschfahrten im ChobeNationalpark in Botswana, im Ngorongoro-Krater in Tansania und auf Madagaskar fasziniert die Natur Afrikas. Einzigartige Tierbeobachtungen werden im BwindiRegenwald beim Gorilla-Trekking erlebt. Die Reise schließt auf der Trauminsel Sansibar ab. Ganz anders wiederum verläuft die Reise „China, Tibet und Indien“ vom 12. bis 30. September 2015: Die Gäste besuchen den PotalaPalast in Lhasa, die große Chinesische Mauer und den Höhlentempel von Ellora in Aurangabad. www.hl-kreuzfahrten.de


au f & dav on

Freitag, 25. April 2014

medianet destination – 69

Golfregion Nationale Fluggesellschaft des Sultanats Oman verkündet positive Jahresbilanz für Geschäftsjahr 2013

short

Oman Air mit Wachstum

Griechische Fluglinie ab Wien nach Kreta

In Europa bedient Oman Air die Airports von Zürich, Frankfurt, München, London, Mailand und Paris. michael bär

© Pepo Schuster

Muscat/Frankfurt. „Im vergangenen Jahr ist es gelungen, Qualitätsstandards, Effizienz und Angebot weiter zu steigern und damit die nächste Hürde der Expansion zu nehmen“, kommentiert Seine Hoheit Darwish Bin Ismail Al Balushi, Vorstandsvorsitzender des Board of Directors von Oman Air, die Bilanz für 2013. „Die Ergebnisse zeigen, dass wir zwei Ziele erfüllt haben: unseren Gästen das bestmögliche Erlebnis an Bord zu bieten und den Kurs auf dem Weg zur Profitabilität beizubehalten.“

Aegean Airlines fliegt neu ab Wien nach Heraklion auf der Insel Kreta.

Wien. Aegean Airlines betreibt bereits jetzt fünf wöchentliche Verbindung zwischen Wien und Athen. Heraklion ist mit rund 175.000 Einwohnern die größte Stadt der griechischen Insel Kreta und v.a. in den Sommermonaten eine beliebte Touristendestination. Ab sofort fliegt das Star Alliance-Mitglied zweimal pro Woche die Strecke Wien–Heraklion; Freitag und Sonntag startet jeweils ein Airbus A320 mit Speisen- und Getränke-Service für alle Passagiere um 8:05 Uhr in Heraklion und landet um 9:45 Uhr in Wien. Der Rückflug nach Heraklion startet um 10:40 Uhr in Wien und landet um 14:10 Uhr. de.aegeanair.com

Durch den Ausbau der Flotte stieg der Jahresverlust der Golfregion-Fluggesellschaft um 16% – auf umgerechnet 212 Mio. Euro.

Zu den Destinationen von Oman Air im Golf zählen Abu Dhabi, Bahrain, Doha, Dubai, Jeddah, Riad, Dammam und Kuwait, genau wie Kairo, Beirut und Amman in der weiteren Nahost-Region. Dazu kommen zehn Destinationen in Indien. Außerdem zählen Bangladesch, Pakistan, Iran, Nepal, Sri Lanka, Malediven, Thailand, Malaysia und Tansania zu Zielen der Airline.

In Europa fliegt Oman Air nach Zürich, Frankfurt, München, London, Mailand und Paris.

Ausgezeichneter Service Das Bordprodukt von Oman Air überzeugt mit hohem Komfort: Die Oman Air-Flotte ist mit maximalem Platz und modernster Technologie ausgestattet. In der First und Business Class bietet die Airline je-

dem Gast einen Platz mit direktem Zugang zum Gang sowie einen Sitzabstand von 220 cm. Auf Wunsch lässt sich der Sitz in ein flaches Bett verwandeln. Auch vor dem Start beeindruckt Oman Air: neue Flughafen-Lounges in Muscat und Bangkok, OnlineBuchung, Web-Check-in, Spa-Behandlungen, Dinner á la Carte und Limousinen-Service. www.omanair.com

Air Canada Täglich nonstop von München nach Kanada

33% Kapazitätsplus Frankfurt/Main. Air Canada stockt die Kapazitäten auf vielen Routen von Frankfurt und München auf. Mit dem Einsatz größerer Jets reagiert das kanadische Star AllianceMitglied auf das Wachstum bei der Nachfrage nach Flügen Richtung Kanada. Über die Drehkreuze Montréal und Toronto bietet Air Canada Umsteigeverbindungen zu Destinationen in Kanada und den USA.

© Air Canada

Große Nachfrage in Europa

Air Canada ist Gründungsmitglied des globalen Luftfahrtbündnisses Star Alliance.

Jean-Christophe Hérault, GM Germany von Air Canada: „Die Anziehungskraft Kanadas ist ungebrochen. Wir freuen uns über

BUSINESS TOURISTIK WELS Business Touristik Wels, Stadtplatz 44, 4600 Wels, Tel: 07242/677 22 - 22, Mail: info@wels-info.at www.business-touristik.at

die große Nachfrage nicht nur von Urlaubern, sondern auch von Geschäftsreisenden.“ Bis zum Ende des Sommerflugplans kommen auf der Route von Frankfurt nach Calgary sowie auf dem Toronto-Flug Jets vom Typ Boeing 777-300 zum Einsatz, die Platz für 349 Passagiere bieten. Das bedeutet gegenüber den bislang eingesetzten Airbus A330 -Flugzeugen ein Kapazitätsplus von rund 33%. Air Canada fliegt täglich nonstop von Frankfurt nach Montreal, Toronto, Ottawa, Calgary und Vancouver sowie von München nach Montreal und Toronto. www.aircanada.com

Lizenzne hmer Österre ic Umweltz hisches eichen

Green M eetings & Green Events

Air Algérie ist neu auf dem Flughafen Wien

© Pepo Schuster

Oman Air wurde für ihr Bordprodukt bereits mehrfach ausgezeichnet. So wurde der Business Class Sitz der Airline zwei Jahre in Folge zum „Besten Business Class Sitz der Welt“ gekürt (Skytrax World Airline Awards 2011, 2012). In den vergangenen drei Jahren gewann Oman Air den „Business Destinations Award“ als beste Business Class Airline im Nahen Osten. Außerdem wurde der Airline der Passenger Choice Award 2011 in der Kategorie „Best Inflight Connectivity and Communications” verliehen. Jüngst wurde die Economy Class von Oman Air bei den World Travel Awards zur besten Economy Class des Nahen Ostens ausgezeichnet.

© Kurush Pawar/CC BY-SA 2.0

Beste Business Class-Airline

Wien ist als neue Destination von Algerien aus direkt erreichbar.

Wien. Zwei Mal pro Woche verbindet die Fluglinie Air Algérie die algerische Hauptstadt mit Wien. Jeweils Mittwoch und Samstag wird eine Boeing 737, von Algier kommend, um 18:35 Uhr in Wien landen und um 19:55 Uhr zum Rückflug starten. Algier ist die Hauptstadt und als Verkehrsknotenpunkt und Kultur- und Wirtschaftszentrum die größte Stadt Algeriens mit rund 2,2 Mio. Einwohnern; die Altstadt Kasbah wurde 1992 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. www.airalgerie.dz


ga st & wi r t

70 – medianet destination

Freitag, 25. April 2014

Park Hyatt Vienna Eine der global führenden Hotelgruppen wird ab Juni 2014 auch in Österreich vertreten sein

short

Wien ist Standort für das siebente Hyatt in Europa

Kulinarische Reise mit Kultur am Faaker See Egg. Das Hotel Karnerhof lädt mit dem Paket „Kulinarik trifft Kultur“ zum Saisonauftakt der besonderen Art ein: Fünf Spitzenköche, dazu kulturelle Highlights des Sommers (z.B. „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett) und das einzigartige Ambiente des Faaker Sees sind inkludiert. Das Package „Kulinarik trifft Kultur“ (ab 247 € p.P. im DZ von 8. bis 10. Mai 2014 buchbar) umfasst zwei Nächte mit Frühstück, Teilnahme am Gala Diner mit Fünf Gänge-Gourmetmenü inkl. Weinbegleitung, Musik und Rahmenprogramm am Freitag, 9. Mai, um 18:30 Uhr; ohne Logis ist das Menü mit Aperitif und Weinbegleitung um 69 € p.P. zu haben. www.karnerhof.com

Hoteldirektorin Monique Dekker will das Haus im ersten Bezirk auch den Wienern ans Herz legen.

„Wir haben eine hochwertige Gastronomie und ein wundervolles Spa im Haus“, so Dekker, „beides ist nicht nur für Menschen konzipiert, die im Hotel wohnen.“ Das 100 Jahre alte Gebäude Am Hof liegt im ersten Bezirk inmitten des „Goldenen Quartiers“ – Wiens exklusiver Luxusadresse. Umgeben von den stilvollen Modehäusern am Kohlmarkt und Graben, bietet das Park Hyatt Vienna 143 Zimmer und Suiten, das Gourmetrestaurant „The Bank“, zwei Bars und eine Lounge, das 1.000 m2 umfassende „Arany“ Spa mit Pool und Fitnessbereich sowie Veranstaltungsräumlichkeiten auf rund 800 m2. Entkernt, von Grund auf neu konzipiert, mit einer Vielzahl von

Der Alm Butler auf der Turracher Höhe versorgt Wanderer mit kleinen Erfrischungen und Insider-Tipps.

Turracher Höhe. Der beliebte Almbutler, ein Highlight für große und kleine Urlauber, versieht heuer bereits ab Pfingsten (6. Juni 2014) seinen Dienst und verwöhnt die Gäste mit einem erweiterten Programm. Der Almbutler begleitet seine Gäste zu den drei idyllischen Alpen-Seen und zu einer Pilgerwanderung zu St. Anna Kirche in St. Lorenzen und bietet zu den verlängerten Juni-Wochenenden spezielle Arrangements – natürlich inklusive der Almbutler-Card mit all ihren Vorteilen. www.almbutler.at

Angerichtet

Orangen-Spargelsalat mit Mangovinaigrette & Chilli

Zubereitung Rohen Spargel in feine Scheiben schneiden. Butter, Zucker und Wasabi in einer Pfanne kurz glasig anschwitzen, weißen Spargel und

© Schick Catering (2)

Zutaten für 4 Personen

Zwiebel dazugeben. Mit dem Orangensaft ablöschen und 3 EL Mangoessig und Wasser hinzufügen. Einmal aufkochen lassen, dann den grünen Spargel beigeben. 5 min. leicht köcheln lassen, Chili und Orangenfilets unterheben und von der Hitze nehmen. Mit Salz, Pfeffer, fein gehackten Kräutern und 1 EL Bärlauchöl abschmecken. Lauwarm genießen.

www.schick-catering.at Schick Hotels & Restaurants Wien Taborstraße 12, 1020 Wien Tel. +43 1 211 50 520 bankett@schick-hotels.com

Ihr Catering-Spezialist für Firmenfeiern und Events

Marke Park Hyatt in eine Stadt wie Wien zu bringen, die reich an Kultur, Kunst und Geschichte ist.“ monique dekker GM, park hyatt vienna

Hoteldirektorin Monique Dekker wird im Juni 2014 das erste Hyatt Hotel Österreichs eröffnen: Das Park Hyatt Vienna Am Hof liegt inmitten des „Goldenen Quartiers“..

exklusive Veranstaltungsmöglichkeiten und hervorragende Küche machen diese Hotels so einzigartig. Das Portfolio umfasst u.a. Hotels an den Standorten Abu Dhabi, Buenos Aires, Dubai, Hamburg, Istanbul, Mailand, Paris, Shanghai, Sydney, Tokio – und Wien. „Das kulinarische Angebot unseres Hauses soll ein Abbild der Park Hyatt-Philosophie sein“, so Küchenchef Stefan Resch. Zuletzt Küchenchef im Park Hyatt Tokio, kehrt der gebürtige Steirer nun in seine Heimat zurück und zeigt sich für die kulinarische Linie des Park Hyatt Vienna verantwortlich. Mit seiner Erfahrung in der Top-Gastronomie – er kochte u.a. im renommierten Schweizer Hotel

Kunsthandwerkern restauriert und revitalisiert, vollzog der Prachtbau des Historismus an der Adresse Am Hof 2 eine Wandlung vom Bankgebäude zum Luxushotel. Die Hyatt Hotels Corporation bietet in 549 Hotels und Resorts Gastfreundschaft und Service auf höchstem Niveau.

Hervorragende Küche Die Park Hyatt Hotels stechen durch ausgezeichnete Lagen heraus und stehen für moderne Eleganz in Kombination mit starkem regionalem Einfluss. „Persönliche Aufmerksamkeit und Diskretion, außergewöhnliches Design und Interieur sowie

Petrucco – bereits 2010 mit 14 Punkten im Gault Millau ausgezeichnet – leitet die Bereiche Service und Catering aller hausinternen Veranstaltungen; sein CoKoch Daniel Schöfisch kommt vom Grand Hyatt Berlin nach Wien und soll als Küchenchef im Restaurant „The Bank“ neue Maßstäbe setzen. Das Forbes Magazin hat die bevorstehende Eröffnung des neuen Luxushotels in die Liste „10 High Profile Luxury Hotel Openings for 2014“ aufgenommen. Mit Eröffnungen in London, Paris, Las Vegas, Moskau, Bali, Istanbul, Peking und New York darf sich auch das Wiener Park Hyatt unter die Top Ten der Welt zählen. www.vienna.park.hyatt.com

Top-Heurige Zwölf Winzer der Thermenregion präsentieren ihr gemeinsames Paket

Weingenuss aus NÖ für daheim St. Pölten. In Sachen Wein, Heurigenkultur und gutem Essen kann die niederösterreichische Thermenregion punkten: Damit Liebhaber des Gebietes südlich von Wien auch in den eigenen vier Wänden auf ihre Rechnung kommen, haben sich zwölf ausgezeichnete Top-Heurige der Region zusammengeschlossen und bieten ein gemeinsames Verkostungspaket für Weinfreunde an.

rer Liebe gepflegt werden. In der Gegend rund um Tattendorf, Bad Vöslau und Sooß reifen exzellente Rotweine wie Zweigelt, Blauer Portugieser (früher auch „Vöslauer“ genannt), St. Laurent und Pinot Noir - alles Sorten, die nun auch aus dem Ausland bestellt werden. Winzerin Johanna LandauerGisperg: „Mit dem Weinpaket bieten wir die Möglichkeit, Spezialitäten auch zu Hause zu genießen.“

Exzellente Rotweine Im Winzerhof Landauer-Gisperg in Tattendorf wurde nun der neue Jahrgang präsentiert. Der neue Jahrgang spiegelt die Vielfalt der klimabegünstigten Region südlich von Wien wider, wo schon seit mehr als 2.000 Jahren Weinreben kultiviert werden. 2.200 ha Rebflächen lehnen sich an die Ausläufer des Wienerwalds. In der Gegend rund um Gumpoldskirchen und Baden entwickeln sich aus Zierfandler (auch „Spätrot“ genannt) und Rotgipfler würzige, vollmundige Weißweine - weltweite Raritäten, die hier mit besonde-

© panthermedia.net/JCB Prod

© Turracher Höhe/Simone Attisani

Außergewöhnliches Hotel

„Wir freuen uns, die

© Park Hyatt Vienna

Wien. „Eine besondere Stadt verdient ein besonderes Hotel“, so Monique Dekker, Hoteldirektorin im Park Hyatt Vienna. Die gebürtige Niederländerin blickt auf mehr als 17 Jahre internationale Erfahrung bei Hyatt zurück. 2005 war sie als Managerin der Hyatt Group in Singapur und 2008 ging sie als Generaldirektorin ins Hyatt Tokio. Bereits seit Juni 2013 ist sie jetzt in Wien und wird das Fünf Sterne.Hotel leiten. „Kein anderes Haus als die ehemalige Länderbank am ältesten Platz Wiens wäre besser geeignet, in neuem Glanz wieder zu erwachen und den Gästen Logis und Lebensgefühl zu vermitteln“, so Dekker, die darauf vertraut, im stilvollen Ambiente des Hotels nicht nur internationale Gäste begrüßen zu dürfen, sondern auch die Wiener Gesellschaft.

Almbutler startet ab Pfingsten in die Saison

200 g weißer Marchfelder Solospargel, geschält 100 g grüner Marchfelder Spargel, geschält Saft von 1 Orange 1 rote Zwiebel, in Streifen geschnitten 1 Orange – filetiert 1 Chili, geschnitten Kerbel, Petersilie, Mangoessig, Bärlauchöl, 1 TL Wasabipaste, Salz, Pfeffer, 2 EL Zucker, 1 EL Butter, 1/16 l Wasser

Baur au Lac – leitet Resch im Park Hyatt Vienna ein 30-köpfiges Team. „Mit Felix Petrucco und Daniel Schöfisch habe ich zwei ausgesprochen talentierte Kollegen an meiner Seite; in enger Zusammenarbeit werden wir die Vision einer kreativen Verarbeitung österreichischer Produkte umsetzen“, freut sich Resch.

georg biron

Das Weingenusspaket gibt‘s bei den Top-Heurigenbetrieben um 87,60 €.

„Die Top-Heurigen sind die Aushängeschilder der niederösterreichischen Weinwirtschaft. Wo ‚TopHeuriger‘ drauf steht, ist Qualität gepaart mit starker Regionalität drinnen“, freut sich der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer NÖ, Otto Auer.

Besuch beim Top-Heurigen Mit mehr als 50 Qualitätskriterien und jährlichen MysteryChecks garantieren die Top-Heurigen ausgezeichnete und geprüfte Qualität. Die prämierten Weine und Moste stammen aus eigener Produktion, und auch die saisonalen Schmankerln kommen aus der Region. Die Qualitäts-Schulung sorgt für fachkundige Betreuung durch die Heurigenfamilie. Das Top-Heurigen-Weingenusspaket ist ab Hof um 87,60 € erhältlich oder kann im Internet um 99,60 € (inkl. Versandkosten) bestellt werden. Rückfragen an Markus Wertek unter der Telefonnummer 0650/2276421 oder via E-Mail: wein@weingutschlossberg.at. www.weingenusspaket.at


medianet

inside your business. today.

freitag, 25. APRIL 2014 – 71

© Helvetia

SEHR SICHERES KNOW-HOW

Helvetia und WK Wien starten Intensivkurs zur Versicherungsmakler-Prüfung  Seite 73

© gerdaeichholzer.com

careernetwork WIN-WIN FUNKTIONIERT NICHT

Wie Profis Verhandlungen vorbereiten und auch unter Stress bestehen  Seite 75

VERTRIEB PETRA ­SCHILLING: POWER FÜR W24 © Eva Kelety-Troyer

Profil Susanne Bentlage checkt CO-Anlagen, Garagenlüftun­ gen und Notver­ sorgungen. Qualifikation für den Standort ­Bildung für die ­Industrie und Know-how für die Versicherungen. 



Seite 72

© Hopi-Media Medienservice

Familienunternehmerin mit dem Motto „Lache, tanze, liebe!“

BESTE INKLUSION

Der Lehrgang „ÖSBzertifizierte/r trans.Script SchriftdolmetscherIn“ am BFI Wien geht in die dritte Runde.  Seite 74

Seite 73

© Sandra-Maria Kraus

KARRIERE

FHWIEN DER WKW

20

FACHHOCHSCHULE FÜR MANAGEMENT & KOMMUNIKATION

JAHRE FHWIEN DER WKW

© Raiffeisen-Leasing

DER 15. MAI 2014 IST ZU VERGESSEN! Renato Eggner (49) wird Geschäftsführer der RaiffeisenLeasing Fuhrparkmanagement GmbH. Eggner war u.a. 17 Jahre in der Geschäftsleitung der LeasePlan Österreich Fuhrparkmanagement GmbH.

DANN IST ES NÄMLICH ZU SPÄT FÜR IHRE KARRIERE!

DIE BEWERBUNGSFRIST AN DER FHWIEN DER WKW ENDET AM 14. MAI 2014.

INFOS & ANMELDUNG: FH-WIEN.AC.AT


C a r e e r por tr a i t

72 – careernetwork

Freitag, 25. April 2014

careernet@medianet.at

Die Familienunternehmerin 10 Fragen

Frau in der Technik? Bei Susanne Bentlage (42) in Wien-Penzing ist dies seit Jahren ­gelebte und erfolgreiche Realität. Von der Linzer Straße 484 aus ­kümmert sich die Chefin mit ihrer Crew um CO-Anlagen, Garagen­lüftungen und ­Notversorgungen.

An SUSANNE B ENT L AGE

Als Kind wollte ich immer schon … … Spaß haben, gestalten und Spaßbremsen wie Lehrer loswerden. Erfolg ist … … Zufriedenheit mit den beruflichen und privaten Beziehungen, gesund zu bleiben und die Freiheit zu haben, die Dinge so zu gestalten, wie man es möchte. Für die Karriere ist wichtig … Leidenschaft, Zielstrebigkeit, Optimismus, Dankbarkeit und vor allem Selbstbewusstsein. Mein Lebensmotto: Lache, tanze, liebe!

PAUL CHRISTIAN JEZEK

Jungen Menschen würde ich raten … Ehrlich und authentisch zu bleiben und sich den „Kleinen Elmayer“ zuzulegen.

Wien. Wenn Österreich das Land der KMU und ganz speziell der Familienunternehmen ist, ist eine arche-(oder proto-?)typischere Firma als die Susanne Bentlage e.U. gar nicht mehr denkbar. „Beide Väter – wiewohl bereits in Pension – sind bei uns tätig, dazu die Schwiegermutter, die Stieftochter, ein Schwiegersohn in spe und auch mein Ex-Mann“, feixt die Firmeninhaberin. Alles ganz offiziell und ordnungsgemäß angemeldet, versteht sich. Zehn Vollzeitkräfte stehen auf der Lohnliste, dazu fünf Teilzeitkräfte. Es waren sogar auch schon einmal mehr, vor Jahrzehnten – aber wohl nicht ganz so rentabel wie heute, lässt Susanne Bentlage durchblicken.

Wartungsverträge in

Ein Buch, das mich berührt hat … „Die Hütte: Ein Wochenende mit Gott“ von William Paul Young Wohin ich unbedingt reisen möchte … Dort war ich überall schon (Jakobsweg, Peru, etc.); alles, was man sich zeitlich und finanziell ermöglichen kann, sollte man gleich tun, bevor es zu spät ist. Woran ich glaube … An mich selbst, an Gott und die Kraft der Liebe. In 20 Jahren werde ich … aufpassen, dass mein Sohn das Firmenvermögen nicht nur mit schönen Frauen durchbringt. © Sandra-Maria Kraus

„Wir haben 2.700 fixe

Die Bedeutung von Geld ist: Überbewertet, was die Stellung in der Gesellschaft betrifft, aber nett, wenn man es ausgeben kann.

unserer Firmendatei.“ SUSANNE BENTLAGE

Denn gegründet hat das Unternehmen ihr Vater Gerhard Schuster im Franz-Klammer-Olympiajahr 1976. Der war ein begeisterter Schaltschrankbastler, für die Finanzen war Mutter Gertraude zuständig. Die hat sich aber offenbar nicht immer durchgesetzt – ganz im Gegensatz zu Tochter Susanne. „Wir machen 1,5 Millionen Euro Umsatz im Jahr.“ Womit genau? Laut Statistik Austria (OENACE 2008) mit der „Herstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen“ (27.12-0).

Pioniergeist als Erfolgsbasis Noch einmal 38 Jahre zurück in die Vergangenheit: Gertraude und Gerhard Schuster lernen einander als Angestellte bei Schrack kennen und haben genug Pioniergeist, um in jungen Jahren die ELVG zu gründen; Elektro-Vertriebs Ges.m.b.H. stand dabei für die Herstellung und den Vertrieb von Schaltschränken und Notversorgungen – mit Betonung auf dem Produktionsbereich. Schon kurze Zeit nach dem Startup spezialisierte sich die ELVG auf

die Entwicklung eigener Kohlenmonoxid-Warnanlagen und Notversorgungen. Der erste Großauftrag war die Installation einer CO-Anlage in der Garage der Wohnhausanlage Heinz Nittel Hof, weitere Referenzobjekte in den Siebzigern und Achtzigern des vorigen Jahrhunderts wurden u.a. in der Nationalbank, der Kavernengarage in Salzburg sowie in der Garage im Wilhelminenspital installiert.

Die Betten mussten raus Für den ersten Produktionsstandort mussten die Betten im damaligen Schlafzimmer der Familie Schuster in der Ameisbachzeile weichen. ELVG-Notbeleuchtungen fanden ihren Weg in die Redoutensäle der Wiener Hofburg, ins Cafe Central im Palais Ferstl und in die Internationale Schule in Donaustadt. Die ELVG übersiedelte mehrfach, und immer mehr drang das Nachfolgeproblem ins Bewußtsein. Mitte der achtziger Jahre packte Gertraude Schuster ihr Unbehagen angesichts der damals 14- und der damals 7-jährigen Tochter und deren nahezu hundertprozentigem Desinteresse am elterlichen Betrieb in den hoffnungsvollen Halbsatz „Vielleicht … ein Schwiegersohn?“

Doch man/n sollte keinesfalls die 14-, 15jährigen Damen unterschätzen. Die jüngere Schwester Susanne nämlich entdeckte schließlich sehr wohl ihre technische – nämlich mechatronische – Berufung, wurde Gewerbemeisterin und brachte dazu einen vor allem kaufmännisch eminent bedeutenden Grundgedan-

„Ich möchte M ­ ädchen für technische, ­naturwissenschaftliche und handwerkliche Berufe interessieren.“ SUSANNE BENTLAGE

Rund sechs bis sieben Wartungen pro Techniker sind Tagesschnitt für ELVG Bentlage, wie es auf Homepage und Visitenkarten heißt. Genau 2.706 fixe Wartungsverträge finden sich derzeit in der Firmendatei. Fixiert wurde die Unternehmensausrichtung bzw. -übergabe Ende der neunziger Jahre. Mit dabei schon seit 1981 Karlheinz Bentlage, der für die Technik zuständig ist. „Wir könnten das Geschäft durchaus ein wenig innovativer aufziehen“, meint er. „Zum Beispiel reagieren konventionelle CO-Fühler nicht auf Diesel bzw. Stickstoff(di)oxid.“ Wäre technisch leicht machbar, aber … Aber? „Wir sind behördenabhängig; wir könnten beispielsweise auch solarbetriebene Notversorgungen anbieten. Aber …“

Sehr beliebte Arbeitgeberin ken ein: Service, Service und noch einmal Service. „Früher haben wir noch viel mehr hergestellt – auf damals 500 m2 auf drei Etagen“, erinnert sich Susanne Bentlage. „Heute liegt unser Produktionsanteil (in der Werkstatt) bei rund 15% – den weit größeren Anteil, also etwa 85%, erwirtschaftet die Serviceabteilung.“

Zu Hause – und das ist durchaus wörtlich zu verstehen – sind alle in der Linzer Straße 484. Dabei handelt es sich um ein normales Haus, das nun als Firmenstandort dient und wo eine durchaus verblüffende Atmosphäre herrscht, in der vor allem viel gelacht wird und „der Schmäh rennt“. „Wir zahlen gut und die Mitarbeiter stehen bei uns

im Vordergrund“, versichert Bentlage. Der Besucher kann das voll und ganz bestätigen und auch die Bewertungen der einschlägigen Jobportale wie kununu stimmen zu. „Auch wenn man kein Vollzeitbeschäftigter ist, wird man voll und ganz respektiert, als wäre man einer“, beschreibt ein Werkstudent den „perfekten Nebenjob“. „Man wird wie ein Familienmitglied behandelt“, attestiert eine andere Erfahrungsnotiz. ELVG Bentlage bekommt jedenfalls hervorragende Zensuren: Bei Vorgesetztenverhalten, Kollegenzusammenhalt, Arbeitsatmosphäre, etc. fehlen jeweils nur Zehntelpunkte zur Höchstnote. „Wir sind unter den Top Ten der beliebtesten Arbeitgeber in Wien“, bringt es Susanne Bentlage auf den Punkt. Ehrensache, dass auch Initiativen wie der Töchtertag unterstützt werden. Schön also, wenn man „zur Familie gehört …“! www.elvg.at

zuM UNTERNEHMEn Erzeugung, Vertrieb und Service von CO-Anlagen, Gaswarnanlagen, Garagenlüftungen, Notversorgungen und RWA-Anlagen 1140 Wien, Linzer Straße 484 Jahresumsatz 2013 1,522 Mio. €, davon Service 85% und Werkstatt (Produktion) 15%; Ersteintragung im Firmenbuch: 14.2.1997 Inhaberin Susanne Bentlage Prokurist und Bereichsleiter Karlheinz Bentlage


Freitag, 25. April 2014

AUS - & WE I TE R BI L DU N G/ Personal & m anage m ent

careernetwork – 73

careernet@medianet.at

Qualifikation für den Wirtschaftsstandort I Siemens sieht sich als „Ausbildungsvorreiter in Österreich“

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Bildung für die Industrie … Berufsreifeprüfung für neue Siemens-Lehrlinge in Wien – deutlich mehr Lehrlings-Neuaufnahmen.

Und nach der Matura? © Siemens Österreich

Wien. Seit 2013 bereitet sich jeder neue Lehrling in der SiemensLehrwerkstätte Siemensstraße im 21. Wiener Gemeindebezirk parallel zur Lehrlingsausbildung auf die Berufsreifeprüfung vor. „Siemens ist damit österreichweit das einzige Unternehmen, in dem alle Lehrlinge eines Standorts geschlossen das Programm absolvieren“, kommentiert Generaldirektor Wolfgang Hesoun. „Das spiegelt sich in den Zahlen der Neuaufnahmen wider.“ Interessant sind diesbezüglich die Detailzahlen der Lehrwerkstätte in der Siemensstraße, in der sämtliche Lehrlinge die Berufsreifeprüfung absolvieren. Von 17 Neuaufnahmen (2013) steigerte sich die Zahl auf 33 (2014), also beinahe eine Verdoppelung. Insgesamt konnte Siemens die Zahl der Lehrlings-Neuaufnahmen in Wien von 2013 auf 2014 stark steigern. 2013 wurden in Wien 45 Lehrlinge aufgenommen – 2014 werden es 57 sein. Österreichweit werden heuer im Herbst rund 120 Lehrlinge ihre Ausbildung bei Siemens beginnen. Grund für die gesteigerte Nachfrage aus den künftigen Dienststellen ist das vertiefte Wissen, das die Jugendlichen schon während ihrer Ausbildung mitbringen. Die Lehrlinge haben Deutsch-, Englischund Mathematik-Kenntnisse auf Maturaniveau. Außerdem erhalten sie eine vertiefende Ausbildung in einem vierten, persönlich gewählten Fachbereich. So kann z. B. eine junge Elektronikerin das Fach Industrieelektronik belegen; die

„Qualifikation für die Zukunft der Industrie“: Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Siemens-Generaldirektor Wolfgang Hesoun.

kräfte bekommt die Wirtschaft. Siemens bietet zahlreichen jungen Wienern eine Top-Ausbildung und trägt besonders mit dem Projekt Berufsreifeprüfung bei, das Image der Lehre insgesamt zu stärken.“

Ausbildung erfolgt in Kooperation mit der Volkshochschule Floridsdorf, die Lehrer unterrichten in den Räumlichkeiten der Lehrwerkstätte. Siemens übernimmt die Organisation des Programms – bis hin zu den Förderungen. Die Hälfte der Berufsreife-Vorbereitungskurse erfolgt während der Arbeitszeit. Siemens unterstützt damit auch den von Vizebürgermeisterin Renate Brauner initiierten Qualifikationsplan 2020 und die Vereinbarungen im Rahmen des Wiener Standortabkommens mit dem Ziel, den Anteil gering qualifizierter Personen deutlich zu verringern. Brauner: „In unserem dualen Berufsausbildungssystem spielen Ausbildungsbetriebe eine zentrale Rolle. Je qualitätsvoller und hochwertiger junge Menschen dort ausgebildet werden, umso besser sind ihre beruflichen Entwicklungschancen und umso bessere Fach-

um Image noch um Quoten, sondern um die Tatsache, dass hier viel verborgenes Potenzial liegt, das wir heben wollen.“ Um die Begeisterung von Frauen für technische Berufe zu fördern und Berührungsängste abzubauen, organisiert Siemens Maßnahmen bzw. beteiligt sich an Kooperationen wie „Österreich sucht die Technikqueens“, Kindermatineen, oder am Wiener Töchtertag. Seit 1977 werden bei Siemens zahlreiche junge Frauen in klassischen „Männerberufen“ ausgebildet. Die Siemens Lehrwerkstätte wurde mehrfach – zuletzt 2012 – mit der amaZone ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Auszeichnung des Vereins „sprungbrett“ für Unternehmen, die sich für die Lehrausbildung von Mädchen und Frauen in handwerklichen und technischen Berufen engagieren.  www.siemens.com

Mehr Chancen für Frauen Siemens ist auch die Förderung von Frauen in technischen Berufen ein wichtiges Anliegen. Während etwa im Bereich der Städte- und Raumplanung Frauen mittlerweile Fuß gefasst haben, sind die klassischen Ingenieursbereiche wie Elektrotechnik und Maschinenbau noch immer traditionell den Männern vorbehalten. „Oft ist es nicht das mangelnde Interesse an Wissenschaft und Technik, sondern der mangelnde Mut, in männerdominierte Bereiche vorzudringen und Muster aufzubrechen“, sagt Hesoun. „Dabei geht es uns weder

Qualifikation für den Wirtschaftsstandort II Helvetia startet Intensivkurs zur Versicherungsmakler-Prüfung

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Stefan Heiglauer Post, Paketlogistik Ö

Stefan Heiglauer (42) ist neuer Chef der Paketlogistik und damit verantwortlich für rund 70 Mio. Paketsendungen im Jahr. Der Oberösterreicher ist seit 13 Jahren in der Logistikbranche und war u.a. bei TNT sowie bei trans-o-flex tätig.

© Samsung/Marlena König

© Österr. Post/C. Houdek

job

Vortragende bzw. Lektoren sind u.a. der Wiener Fachgruppenobmann Helmut Mojescick, sein Vorgänger Rudolf Mittendorfer (Geschäftsführer der Verag GmbH), Eric Rubas (Gesellschafter der Rubas & Co VersicherungsmaklergesmbH) und die Versicherungsmakler Kurt Stättner und Christian Schäfer. Die Ausbildung spannt den Bogen von Rechtsgrundlagen über Steuer- und Sozialrecht bis hin zum Risikomanagement und allen wichtigen Versicherungssparten.  www.helvetia.at

Intensivkurs auch selbst für die Weiterbildung unserer Vertriebspartner-Coaches.“

Gerald Reitmayr Samsung Europa

Gerald Reitmayr (40) wechselt nach rund acht Jahren Führungsposition bei Samsung Österreich ins Europäische Headquarter. Damit kommen die europäischen Kundenbeziehungen erstmals unter österreichische Führung.

Promotion

Hochrangige Referenten

Petra Schilling W24

Das Wiener Stadtfernsehen hat das Projektmanagement der Vertriebsabteilung mit Petra Schilling (45) neu besetzt. Die zertifizierte Businesstrainerin war u.a. am Start des Privatradiosenders Antenne Wien 1998 maßgeblich beteiligt.

Georg Sommer Campus Wr. Neustadt

© fhwn

Stehend v. l.: A. Büttner (Arisecur), B. Kreuzer, A. Neubauer (Helvetia), Chr. Schäfer.

Wien. Auf Initiative von Helvetia – in Kooperation mit Arisecur und der WK Wien/Fachgruppe Versicherungsmakler – startete am 15. April die zweite Runde des Intensivkurses zur Versicherungsmakler-Prüfung. Der Unterricht ist auf sechs Blockveranstaltungen aufgeteilt und erstreckt sich über einen Zeitraum von sechs Monaten. Der letzte Ausbildungstag im November ist speziell fokussiert auf die Vorbereitung zur Gewerbeberechtigungsprüfung. Alexander Neubauer, Leiter Helvetia Partnervertrieb: „Eine gemeinsame Sprache auf gleichem Wissensniveau ist eine wichtige Voraussetzung für optimalen Support, gegenseitiges Verständnis und gute Zusammenarbeit. Wir nützen diesen

© Eva Kelety-Troyer

© Helvetia

… und Know-how für die Versicherungen

Ein Hochschulstudium ist für mehr als zwei Drittel der heimischen Maturanten der nächste Karriereschritt, erklärt eine aktuelle Auswertung der Statistik Austria. Die Zahl der Studienanfänger nimmt stark zu: um 30% innerhalb von vier Jahren! Der Großteil der Maturanten beginnt innerhalb von drei Jahren ein Hochschulstudium. Die hohe Bedeutung des Studierens wird besonders dann schnell deutlich, wenn man sich die Zahlen für die einzelnen Schultypen ansieht. Besonders jene für die berufsbildenden höheren Schulen (BHS) lassen aufhorchen: Obwohl diese Schüler mit ihrem Abschluss eine Berufsausbildung haben, lassen die Erfahrungswerte vermuten, dass mehr als die Hälfte von ihnen ein Hochschulstudium anhängen wird. Die meisten wählen für die weiterführende Ausbildung eine öffentliche Uni (72,3%), weitere 21,1% eine FH. Die restlichen Absolventen entscheiden sich für eine Pädagogische Hochschule oder für eine Privatuni bzw. theologische Lehranstalt. Überraschend auch, dass sich immer mehr Maturanten an lehrer- und erzieherbildenden höheren Schulen trotz ihrer eigentlich abgeschlossenen Berufsausbildung – die am Arbeitsmarkt sehr wohl Bedeutung und Relevanz hat – für ein Studium inskribieren. Vier von zehn Maturanten entscheiden sich für diesen Schritt. Neben der Universität ist für diese Absolventen naturgemäß vor allem die pädagogische Hochschule (25%) attraktiv. Die Bedeutung der Akademisierung und die damit verbundenen Auswirkungen auf Jobwahl und Einkommen sind also auch bei den österreichischen Schülern eindeutig angekommen …

Georg Sommer hat die Studiengänge „Wirtschaftsingenieurwesen“ am Campus Wiener Neustadt übernommen. Er war lange Zeit als Lehrender im FH-Sektor ­tätig und konnte in mehreren Firmen spannende Projekte umsetzen.


AU S - & WE I TE R BI L D U N G

74 – careernetwork

Freitag, 25. April 2014

careernet@medianet.at

short

Barbara Plattner siegt beim Tourissimus 2014

Laut- und Schriftsprache Kommunikationsbarrieren zwischen Hörenden und Hörgeschädigten überwinden

Inklusion soll bitte kein Lippenbekenntnis bleiben

© MCI Tourismus

Dritte Runde für den Lehrgang „ÖSB-zertifizierte/r trans.Script SchriftdolmetscherIn“ am BFI Wien. Gudrun Amtmann: „Schriftdolmetscher brauchen Konzentrations- und Merkfähigkeit sowie Stressresistenz.“

PAUL CHRISTIAN JEZEK

Trotz „Boom“ nach wie vor nur 2% Leiharbeit Wien. Obwohl die Leiharbeit stark zugenommen hat, sind nur zwei von 100 Beschäftigten Zeitarbeiter; vor 16 Jahren lag die Zahl bei einem Prozent. Waren 1998 noch 20.772 unselbstständig Beschäftigte als Leiharbeiter tätig, waren es mit Stichtag 31. Juli 2013 mehr als drei Mal so viele (71.741 ). Der typische Leiharbeiter in Österreich ist männlich (78%) und Arbeiter (80%).  www.arbeiterkammer.at

SHT als Lehrbetrieb staatlich ausgezeichnet

Über die Sprachbarrieren „Schriftdolmetscher überwinden Sprach- und Kommunikationsbarrieren zwischen hörenden und hörgeschädigten Menschen“, erklärt ÖSBGeneralsekretär Harald Tamegger. Sie übertragen das gesprochene Wort (Laut-) in die geschriebene Sprache (Schriftsprache). „Ein großer Aspekt beim Schriftdolmetschen ist für mich die soziale Komponente“, sagt Gudrun

Bildschirm, Monitor oder Beamer kann man sich, auch wenn man die Worte nicht ausreichend hören kann, z.B. an einer Diskussion beteiligen oder dem Inhalt problemlos folgen“, erklärt Amtmann.

Die Herausforderungen

Amtmann, eine von neun ÖSB zertifizierten Schriftdolmetschern. „Menschen mit Hörbehinderung, das heißt Schwerhörigen und Spätertaubten, ist durch das Schriftdolmetschen die Möglichkeit gegeben, aktiv am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilzunehmen“, so die frischgebackene Absolven-

FH St. Pölten Mobile Payment, Mobile Werbung & mehr

Wien. Zu den Vortragenden beim Professional MBA Finance der WU Executive Academy zählen führende Professoren renommierter Unis aus USA, Europa und dem Mittleren Osten sowie Branchenexperten aus der ganzen Welt. Ihre Fachgebiete reichen von Financial Risk Management und Financial Innnovation über International und Corporate bis zu Behavorial Finance und aktuellen „Hot Topics“, die sich den neuesten Finance-Trends aus Theorie und Praxis widmen. Diese Insights sind für die Teilnehmer des PMBA Finance das optimale Rüstzeug, um in einer von Dynamik und Globalisierung geprägten Finanzwelt erfolgreich zu sein.

St. Pölten. Der Akademische Hochschullehrgang „Mobile Marketing Management“ an der Fachhochschule der nö. Landeshauptstadt offeriert ab Herbst ein modulares Weiterbildungsangebot, das den Nachwuchs für eine der dynamischsten Branchen sicherstellen soll. Darum hat man vonseiten der FH St. Pölten gemeinsam mit der MMAA (Mobile Marketing Association Austria) ein praxisnahes Lehrgangsprogramm entwickelt, das viele Brancheninsider als Lehrende mit einbindet und somit einen hohen Praxisbezug garantiert.

„Sie sind es gewohnt, die so wichtigen Verbindungen zwischen dem Lehrstoff und der Anwendung in der Praxis aufzuzeigen. Die Teilnehmer wiederum haben die Möglichkeit, mit diesen Kapazitäten Fragen in ihrem Fachgebiet zu erörtern und können maximal von ihnen profitieren. All das bedeutet für die Studierenden und die Unternehmen, für die sie arbeiten, einen enormen Zusatznutzen.“(pj) www.executiveacademy.at

Direkt für die Praxis „Alle Vortragenden haben umfangreiche Erfahrung in der Lehre von hochrangigen Führungskräften und unterrichten genau ihr jeweiliges Fachgebiet“, sagt Manfred Frühwirth, akademischer Leiter des MBA Finance und Mitglied des Department of Finance, Accounting and Statistics an der WU.

Mobile Marketing Management

„Mobile Marketing ist zwar ein noch eher ‚junges‘ Berufsfeld, zeichnet sich aber durch eine deutlich höhere Entwicklungsdynamik aus“, sagt Lehrgangsleiter Harald Wimmer. „Ob Marketingkommunikation, wie mobile Werbung, Mobile Payment, Mobile DataBusiness bis hin zu neuen Dienstleistungsangeboten ist das Berufsfeld enorm schnellen Wandlungen unterworfen.“ (pj) www.fhstp.ac.at/mom

Zwei Ausbildungsvarianten

© WU Executive Academy

© SHT

Wien. Seit Kurzem ist die SHT Träger des Zertifikats „staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“. Rund 60 junge Menschen gestalten aktuell die Zukunft von SHT aktiv mit. „Diese Auszeichnung ist neben dem Investors in People (IIP)-Zertifikat eine weitere Bestätigung unserer ambitionierten Personalpolitik“, sagt die Leiterin Human Resources bei SHT, Gerda Hechinger. „Wir wissen, dass nur qualifizierte Arbeitskräfte ein Service bieten können, das Kunden begeistert; gleichzeitig sichern sie auch das Wachstum des Unternehmens. Daher ist uns die Ausbildung unserer Mitarbeiter und der jungen Talente ein sehr wichtiges Anliegen.“(pj) www.sht-gruppe.at

tin der knapp neunmonatigen Ausbildung. Barrierefreiheit und Inklusion werde gewährleistet, schließlich werde durch das simultane Übersetzen der Lautsprache in die Schriftsprache das gesprochene Wort quasi in Echtzeit visualisiert. „Durch das Mitlesen via

WU Executive Academy Internationale Vernetzung

Finanz-Elite beim MBA Finance

Minister Mitterlehner überreicht SHTVorstand Knezek die Auszeichnung.

„Man arbeitet mithilfe eines Kürzelsystems, das man selbst erstellt hat. Die Kürzel müssen einem im richtigen Moment einfallen und außerdem schnell umgesetzt werden; lässt man sich während des Schreibens ablenken, besteht die Gefahr, dass man aus dem ‚Rhythmus‘ kommt.“ Zudem „hinke“ man dem Redner in der Regel ein paar Sekunden hinterher. Daher sei es notwendig, sich das Gesagte merken und gegebenenfalls zusammenfassen zu können. „Und spricht ein Redner zu schnell, kann das Stress verursachen“, meint Amtmann. „Die Technik kann eventuell auch dazu beitragen, dass man aus der Ruhe kommen kann; eine gute Ausbildung, wie die am BFI Wien angebotene, hilft hier enorm.“ Seit 2012 bietet das BFI Wien als einziger zertifizierter Bildungsträger des ÖSB den Lehrgang nun an. „Schriftdolmetscher erbringen ihre Kommunikationsdienstleistung für Hörgeschädigte insbesondere im Auftrag von Betroffenen selbst, sozialen Organisationen, sozialen Kostenträgern und Krankenkassen, sowie auch für Firmen und Unternehmen der freien Wirtschaft“, beschreibt Tamegger das Einsatzfeld der Absolventen. (red) www.transscript.at

Manfred Frühwirth freut sich über die Präsenz der internationalen Finanz-Elite.

Gerade die Kompetenzen im Mobile Marketing Management sind bei immer größer werdender Marktdynamik stark gefragt. Die FH St. Pölten bietet den Lehrgang „Mobile Marketing Management“ in zwei Ausbildungsvarianten an: 1) Hochschullehrgang: 3 Semester, Abschluss Akademisch geprüfter Mobile Marketing Manager 2) Masterlehrgang: 4 Semester, Abschluss MAS (Master of Advanced Studies).

© Christian Mikes

Innsbruck. Der Österreichische Tourismus-Forschungspreis „Tourissimus“ geht nach 2009 und 2011 wieder an das Management Center Innsbruck. Mit der Arbeit „Produktentwicklung in alpinen Wintersportdestinationen“ setzte sich Barbara Plattner, Absolventin des Masterstudiums am MCI Tourismus, im Finale der besten fünf tourismusnahen Diplom- und Masterarbeiten von Unis und FHs in Österreich durch. Der Wettbewerb wird von der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT), der WKO (Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft) sowie Wien-Tourismus gestiftet und fördert den Wissenstransfer zwischen den touristischen Ausbildungsinstitutionen und der Tourismuswirtschaft. (pj) www.mci.edu

Wien. „Rund 1,6 Millionen Österreicher sind laut Österreichischem Schwerhörigenbund (ÖSB) hörbehindert, 8.000 davon komplett gehörlos, der Rest ist schwerhörig. Der berufliche wie private Alltag wird dabei für viele zur großen Herausforderung: Einfachste Arztwege werden zum kommunikativen Spießrutenlauf; die Teilnahme an Symposien, Besprechungen oder Vorträgen so gut wie unmöglich. Der Gesetzgeber hat vor zwei Jahren den „Nationalen Aktionsplan NAP“ vorgelegt, um mittels gesetzlicher Rahmenbedingungen behinderten Menschen die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen – ein wichtiger erster Schritt in Sachen Inklusion, meint Valerie Höllinger, Geschäftsführerin des BFI Wien: „Als Mensch anerkannt und wahrgenommen, vor allem ernst genommen zu werden, ist essenziell.“ Es seien aber nicht nur die Politiker, sondern auch die Bildungseinrichtungen gefragt: „Damit aus Lippenbekenntnissen tatsächliche integrative Maßnahmen werden.“ Das BFI bietet deshalb ab dem 10. Mai in Kooperation mit dem ÖSB den bereits dritten Lehrgang zum zertifizierten Schriftdolmetscher an.

© Hopi-Media Medienservice

C. Mössenlechner (MCI), Barbara Plattner, Ingrid Kausl (MCI, v.l.)

MMAA-Präsident Harald Winkelhofer (li.), Lehrgangsleiter Harald Wimmer.


Freitag, 25. April 2014

AUS - & WE I TE R BI L DU N G/ PE R SON A L & M A N A G E M E N T

careernetwork – 75

careernet@medianet.at

Internationaler Marktaufbau Verhandlungsspezialistin Ulrike Knauer zeigt Irrtümer in Diskursen auf und wie man dieselben gewinnen kann

„Win-Win funktioniert nicht“ PETER KRIST

Innsbruck. Das Geschäftsleben kommt ohne Verhandlungen nicht aus. Bei Verträgen oder Kooperationen, beim Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen und sogar im Einstellungsgespräch – wer clever verhandelt, kann das Beste für sich und sein Unternehmen herausholen. Leider, so die Innsbrucker Verhandlungsexpertin und Verkaufstrainerin Ulrike Knauer, existieren viele Irrtümer über Verhandlungen. Mit den größten Irrtümern räumt Knauer im Rahmen ihrer Trainings auf, die vor allem von Entscheidern und Top-Verkäufern besucht werden. „Win-Win funktioniert nicht“, bricht die Verhandlungsspezialistin das erste Tabu. Einer gewinne immer ein bisschen mehr – in der Regel derjenige, der sich besser vorbereitet und alle zur Verfügung stehenden Informationsquellen genutzt habe. „Die Vorbereitung ist das A und O in der Verhandlung“, sagt sie. Neben Branchenmedien und der Website des Verhandlungspartners seien auch interne Informationen von sogenannten V-Leuten wichtig. „Einer redet immer. Deswegen ist es wichtig, dass auch auf der Mitarbeiterebene viele Kontakte und Drähte bestehen – auch in andere Unternehmen. Informationen und Branchennews und deren Kenntnis helfen, in Verhandlungen zu bestehen.“ Je mehr Informationen vorlägen, umso exakter lasse sich eine Verhandlungsstrategie entwickeln. Schließlich ließen sich darauf auch die Interessen und Ziele des Gegenübers ableiten.

räume, könne mit Verweis auf den Entscheider höhere Forderungen stellen, Zeit gewinnen oder Standpunkte aufbauen, die im Zweifel bei dessen Anwesenheit geräumt werden müssten.

Kühlen Kopf bewahren Diese und andere Tricks und Kniffe verrät Ulrike Knauer in ihren Seminaren. Schwerpunkte sind Verhandlungsstrategien, Verhandlungstaktiken, Verhandlungsmethoden, Verhandlungsführung und vor allem menschliche Potenziale und Verhaltensweisen in Verhandlungen – gerade dann, wenn

es stressig wird und es „spitz auf Knopf“ steht. „Wenn es eng, laut und hektisch wird, kommt es besonders darauf an, einen kühlen Kopf zu bewahren“, so Knauer. Das lasse sich lernen. Verhandlungen seien weit mehr als das Zerren um Inhalte. Am Tisch säßen immer Menschen mit Bedürfnissen, Interessen und Emotionen, die berücksichtigt werden müssten. Die nächsten Trainingstermine der Verhandlungs- und Verkaufsexpertin sind am 26./27. Mai („Intern Verhandlungen führen“), es sind noch Plätze frei. Veranstaltungsort ist Innsbruck. www.ulrikeknauer.com

© www.gerdaeichholzer.com

Wie Profis Verhandlungen vorbereiten und auch unter Stress bestehen.

Für Ulrike Knauer ist Intuition für Top-Verkäufer sehr wesentlich; das beschreibt sie u.a. in „Was Top-Verkäufer auszeichnet – Vertriebserfolg mit Ethik statt Abzocke“.

www.bfi-wien.at

HIER WERDEN TRÄUME WIRKLICHKEIT.

Der Tabubruch Knauer mahnt aber zur Vorsicht. Denn potenzielle V-Leute gebe es schließlich auch in den eigenen Reihen. Deswegen sei es wichtig, die eigenen Firmenwerte und Ziele gebetsmühlenartig zu wiederholen, aber niemals die eigene Verhandlungsstrategie, die Verhandlungstaktiken und schon gar nicht das eigene Verhandlungs-Minimalziel preiszugeben – auch nicht intern. Die zeitlichen und taktischen Vorgaben der eigenen Verhandlungsführung dürften nur im allerengsten Kreis besprochen werden. „Wer mehr weiß, besser vorbereitet und vorsichtiger ist in seiner Informationspolitik, gewinnt“, spricht Knauer aus Erfahrung; sie hat selbst als Top-Managerin in verschiedenen Logistikunternehmen zahlreiche Verhandlungen geführt und weiß, wo die Gefahren und undichten Stellen lauern. „Oft ist das eigene Team eine Fehlerquelle. Das muss sehr sorgfältig ausgewählt werden. Stressresistent, zuverlässig, verschwiegen, vertrauenswürdig und konsequent in der Beachtung der eigenen Rolle muss es sein“, listet Knauer die wichtigsten Eigenschaften eines Verhandlungsteams auf. Und Nichtraucher sollten es möglichst sein. Wichtig sei bei der Zusammensetzung des Teams vor allem, die einzelnen Rollen zu klären: Wer tritt wie auf? Wer ist der eigentliche Entscheider? Und wer macht den Verhandlungsführer? Entscheider und Verhandlungsführer sollten im Übrigen auch nicht die gleiche Person sein. So gewinne das Verhandlungsteam mehr Frei-

Als Kinder glaubten wir daran, dass alles möglich ist. Mit der Zeit hängten aber viele von uns ihre Superheldenanzüge an den Nagel und suchten sich einen sicheren Job. Doch glücklich wurden sie nicht, weil sie vergessen haben zu träumen. Ausbildungen für Superhelden haben wir leider nicht im Programm. Menschen, die unsere Kurse besuchen, werden aber zu Super-Coaches, -Buchhalterinnen, -Marketern u.v.m. Wagen Sie einen Blick in unser neues Bildungsprogramm. Vielleicht ist da auch etwas für Sie dabei. Jetzt kostenlos anfordern unter +43 (1) 81178-10100 oder www.bfi-wien.at

2014-04-25_Imageinserat_TRAUME_medianet_216x288.indd 1

24.04.2014 08:40:29



Medianet2504