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inside your business. today.

13. JahrganG NO. 1646

¤ 4,–

freitag/samstag/sonntag, 24.– 26. mai 2013

business promotion

hightech

qualität

Reisespezialist mit 4,8 Liter ­Normverbrauch  Seite II–III

Edles Cockpit und riesiger Laderaum 

Seite II–III

rav4 Der Eyecatcher

Das Upgrade Spielt jetzt in der oberen Klasse, bleibt sich aber preislich treu

short

Der neue RAV4: Vorbild einer ganzen Klasse

Urban Cruiser. Lange vor dem großen Trend hat der Urban Cruiser eine neue Klasse for­ miert: Das kleine City-SUV verbindet extrem kompakte Abmessungen mit einem starken Auftritt. Das coole Outfit gefällt den urbanen Trendsettern.

© Toyota (9)

Hilux. Der Hilux eröffnet mit seiner Vielseitigkeit unendlich viele Möglichkeiten. Sein Ruf als Arbeitstier ist unbestritten, seine Qualität ist seit Jahr­ zehnten legendär. Das über­ zeugt Abenteurer ebenso wie Unternehmer, die den Vorsteu­ erabzug schätzen.

Land Cruiser. Der Land Cruiser ist in 188 von 194 Staaten er­ hältlich, die Zuverlässigkeit des meistverkauften Geländewa­ gens ist legendär. Offroad ist die Kombination der unerreicht robusten Rahmenkonstruktion mit neuesten 4x4-Features heu­ te ohne Konkurrenz. Zugleich ist der Land Cruiser 300 zum sparsamen Premiumauto für Kind und Kegel geworden.

Der Pionier setzt weiter Trends Mit dem RAV4 hat ­Toyota vor fast 20 Jahren das SUV-Segment gegründet. Jetzt spielt die vierte Generation in der oberen Klasse. Der neue RAV4 etabliert sich als großes, elegantes SUV für die Familie, bleibt sich aber preislich treu.  Seite II–III Autos für alle Länder Durch die Allradmodelle ist der führende Qualitätsanspruch von Toyota entstanden

Vom Allrad zur führenden Toyota-Qualität Land Cruiser V8. Souverän wie kaum ein anderes Fahrzeug, steht der Land Cruiser V8 für Kraft, Langlebigkeit und Zu­ verlässigkeit. Neu entwickelte Antriebs- und Fahrwerkstech­ nologien unterstreichen den An­ spruch, im Gelände und auf der Straße zur 1. Liga zu gehören. P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

Toyotas Aufstieg von der unbe­ kannten Marke zum weltgrößten Hersteller geht auf die Allradmodel­ le zurück. Als ­Toyota in den 1950erund 1960er-Jahren von Japan hinaus in die Welt zog, waren die Gegner in Europa und den USA sehr etabliert. Aufgrund der Konkurrenz­ situation konzentrierte man sich zunächst auf Südamerika sowie den Mittleren und Fernen Osten. Dort wurden die Autos extrem gefordert.

4x4-Leidenschaft prägend Beim Einsatz in den anspruchs­ vollsten Gebieten der Welt haben

zunächst der Land Cruiser und der Hilux den führenden Qualitätsan­ spruch von ­Toyota geprägt – und damit die Basis für den Erfolg des weltgrößten Autoherstellers geschaffen. In den 1990er-Jahren wurde der RAV4 zum SUV-Pionier und begründete die heute extrem poluläre Klasse. Heute setzt ­Toyota weiter die Trends im 4x4-Segment: Lange vor dem großen Trend hat der Urban Cruiser die Klasse der kleinen City-SUV formiert. Mit sei­ ner 4x4-Leidenschaft begeistert ­T oyota die Menschen auf der ganzen Welt. Heute profitiert die gesamte

­Toyota-Modellpalette von der füh­ renden Qualität. Das beweisen un­ abhängige Studien Jahr für Jahr: Der TÜV-Report gilt als wichtige Orientierungshilfe für Autokäufer – und ­Toyota ist seit Jahren die erfolgreichste Marke des Qualitä­ts-Rankings. Im TÜV-Report 2013 stellt ­Toyota mit 29 Modellen mehr als die Hälfte der Fahrzeuge in den Top 50 und dominiert das Feld in allen fünf untersuchten Altersklassen. Insgesamt erzielt ­Toyota 20 Top-10-Platzierungen und ist dabei in jeder Klasse drei bis fünf Mal unter den besten zehn Modellen vertreten!

Führende Qualität: ­Toyota ist seit Jahren erfolgreichste Marke des TÜV-Reports.


4 x 4 S p e c ia l

II – businesspromotion

Freitag, 24. Mai 2013

Der neue RAV4: Das elegante Familien-SUV Mit dem RAV4 hat Toyota einst das SUV-Segment begründet. Heute setzt der Pionier weiter Trends. Der neue RAV4 etabliert sich als großes, elegantes SUV für die Familie: Die vierte Generation spielt in der oberen Klasse, bleibt sich aber preislich treu. Bequem einsteigen, hoch sitzen und viel Auto zu einem fairen Preis bekommen – mit dieser Erfolgsformel hat der RAV4 eine neue Klasse begründet. Das war 1994 und seither boomen die SUV. Der Pionier startet heute bereits in vierter Generation durch und setzt weiter die Trends. Mit einem frechen Gesichtsausdruck hebt er sich von der Masse ab, die Karosserie strahlt Kraft und Agilität aus: Die Designer haben den neuen RAV4 zum Eyecatcher im SUV-Segment gemacht.

Bestwerte beim Platzangebot Die neue Generation wächst auf 4,57 Meter Länge und etabliert sich als großes, elegantes SUV für die Familie: Das Platzangebot für Passagiere und Gepäck überzeugt mit Bestwerten, die viele direkte Konkurrenten weit übertreffen. Schon das Basisvolumen von 547 Litern ist voll familientauglich. Bei umgelegten Fondlehnen fasst der RAV4 bis zu 1.746 Liter. Damit nimmt er es mit den besten Kompaktvans auf, wie diese schluckt er auch einen Ikea-Großeinkauf. Der RAV4-Innenraum ist einfach riesig, und über die tiefe, ebene Ladekante kann man dabei leicht auch sperrige Gü-

ter schieben. Im Alltag schätzt man die völlig ebene Ladefläche und das praktische Zusammenklappen der Fondsitze mit einem Zug. Auch den optionalen elektrischen Kofferraumöffner möchte man bald nicht mehr missen. Die Passagiere profitieren ebenfalls vom langen Radstand des RAV4: Sie freuen sich auch in der zweiten Reihe über eine eindrucksvolle Beinfreiheit, die in diesem Segment nicht selbstverständlich

ist. Und weil man auch die Lehnen der Rückbank verstellen kann, hat der RAV4 für die Fondpassagiere echten Liegestuhlcharakter. Im hochwertigen Innenraum wird auf Wunsch sogar das Armaturenbrett mit Leder bezogen. Gleichzeitig spürt man allerorts, dass ­Toyota-Techniker immer zuerst an die Menschen hinterm Steuer denken: Im Cockpit sitzt jeder Schalter am richtigen Platz, alles ist funk-

tional und übersichtlich. Über das Multimedia-System ­Toyota Touch & Go mit 6,1-Zoll-Farbdisplay bietet der RAV4 hochmoderne Navigation inklusive Stauumfahrung und Tempowarnung. Die Rückfahrkamera erleichtert das Einparken. Musiksammlung und Telefonbuch werden voll ins Display integriert und per Lenkradtasten gesteuert. Sogar SMS können während der Fahrt versendet und vorgelesen

werden.* Über Apps hat man Zugang zu Google, Twitter und Benzinpreisbörsen. So wird der RAV4 zum rollenden Smartphone. Mit seinem riesigen Innenraum ist der RAV4 ein wunderbares Reise­fahrzeug geworden – und die Technik passt zum Charakter: Unter den sparsamen Motoren glänzt der 124 PS starke 2,0 D-4D Diesel besonders, sein Normverbrauch liegt in der Version mit Frontantrieb sogar bei knausrigen 4,8 Litern! Selbst flottere Fahrer erreichen im Alltag hervorragende Praxiswerte, gleichzeitig genießen sie das knackige Schaltgetriebe. Optional gibt es ­eine komfortable Automatik. Wahlfreiheit ist auch beim Antrieb das Motto: Der neue Allradantrieb mit Sporttaste steigert die Fahrdynamik. Andere begeistern sich am Frontantrieb, der besonders sparsam und preislich noch attraktiver ist. Angebot für Schnellentschlossene! Bis 31. August gibt es für den RAV4 coole Extras zum halben Preis: Das ­Designpaket umfasst 18-ZollLeichtmetallfelgen, abgedunkelte Scheiben hinten und den elektrischen Kofferraumöffner (Angebot verfügbar für Ausstattung Elegance; nicht für 2,0 Diesel).

* Erfordert ein kompatibles und Bluetooth-fähiges Mobiltelefon mit Internetanbindung

Qualität I Der Qualitätsanspruch der 4x4-Entwicklung hat die ganze Marke geprägt: Heute dominiert Toyota Qualitäts-Rankings wie den TÜV-Report

Toyotas legendäre 4x4-Qualität

Zusammen mit der Eco-Vision treibt Toyota die Überzeugung an, Autos für alle Länder zu bauen. Die Allradmodelle haben den führenden Qualitätsanspruch von Toyota geprägt – und damit die Basis für den Erfolg des weltgrößten Autoherstellers geschaffen. Im Zentrum von ­Toyotas Testzentrum in Nagoya steht ein Schrein: Die Testfahrer beten dort für die Sicher­heit beim Offroadfahren. Nicht nur, weil Allradmodelle wie der Land Cruiser über Klippen fah­ ren, die man zu Fuß nicht mehr schafft, sondern auch weil 4x4 in Japan eine Art Religion ist. Zusammen mit der Eco-Vision treibt ­T oyota die Überzeugungen an, ­Autos für alle Länder zu bauen.

© Toyota (10)

Allradmodelle als Basis für die Weltmarke

Toyota dominiert den Markt in den härtesten Gebieten der Welt.

Toyotas Aufstieg von der unbekannten Marke zum weltgrößten Hersteller geht auf die Allradmodelle zurück. Als ­Toyota in den 1950erund 1960er-Jahren von Japan hinaus in die Welt zog, waren die Gegner in Europa und den USA sehr etabliert. Aufgrund der Konkurrenzsituation konzentrierte man sich zunächst auf Südamerika sowie den Mittleren und Fernen Osten. Dort

wurden die Autos extrem gefordert. Cheftechniker Hiroshi Ohsawa erinnert sich an die Entwicklung in den 1970er-Jahren: „Wir stellten fest, dass unsere Kunden zehn Kilo­ meter lange Hänge hinauffahren wollen. Dort wird die Luft dünn, und manchmal verschwindet der Weg oder ein Fluss taucht auf. Etwas Vergleichbares gab es in ­Japan nicht. Es wurde uns klar, dass unser Blickfeld so groß wie die ganze Welt sein musste.“

Wo Qualität ein Muss ist, dominiert ­Toyota In Gebieten wie dem australischen Outback sieht man bis heute nicht viele Autos – und wenn einmal eines vorbeikommt, lohnt sich der genaue Blick kaum: Es wird wieder ein ­ Toyota Land Cruiser sein. Gefühlte Quote neun von zehn, näher bei zehn. Ähnlich verhält es sich in vielen Gegenden der Welt, wo Straßen nicht wirklich das sind,

was wir darunter verstehen: Rund um den Erdball ist der Land Cruiser unangefochtene Nummer eins bei den Offroadern. Seit dem Käfer war kein Auto so dominant.

4x4-Leidenschaft prägt legendären Qualitätsanspruch Beim Einsatz in den anspruchsvollsten Gebieten der Welt haben zunächst der Land Cruiser und der Hilux den führenden Qualitätsanspruch von ­Toyota geprägt – und damit die Basis für den Erfolg des weltgrößten Autoherstellers geschaffen. In den 1990er-Jahren wurde der RAV4 zum SUV-Pionier und begründete die heute extrem populäre Klasse. Heute setzt ­Toyota weiter die Trends im 4x4Segment: Lange vor dem großen Trend hat der Urban Cruiser die Klasse der kleinen City-SUV formiert. Mit seiner 4x4-Leidenschaft begeistert ­Toyota auf der ganzen Welt die Menschen.


4 x 4 S p e c ia l

Freitag, 24. Mai 2013

businesspromotion – III

Riesiger Kofferraum, Fondsitze mit Liegestuhlcharakter, Armaturenbrett in Leder, hochmodernes Multimedia­ system.

Automatisch abblendendes Fernlicht, Spur­ wechselwarner, ToterWinkel-Warner, sieben Airbags, fünf Sterne im NCAP-Crashtest.

Qualität II Mit den Allradmodellen hat Toyota die härtesten Gegenden erobert – heute ist die ganze Marke von diesem Qualitätsanspruch geprägt

Führende Qualität: Toyota dominiert TÜV-Report 2013 Der TÜV-Report gilt als wichtige Orientierungshilfe für Autokäufer – und ­Toyota ist seit Jahren die erfolgreichste Marke des QualitätsRankings. Im TÜV-Report 2013 stellt ­Toyota mit 29 Modellen mehr als die Hälfte der Fahrzeuge in den Top 50 und dominiert das Feld in allen fünf untersuchten Altersklassen. Insgesamt erzielt ­Toyota 20 Top-10-Platzierungen und ist dabei in jeder Klasse drei bis fünf

Mal unter den besten zehn Modellen vertreten! Grundlage der alljährlich in Kooperation mit der Fachzeitschrift Auto Bild durchgeführten Studie, die als wichtige Orientierungshilfe für Käufer von Neuund Gebrauchtwagen gilt, ist das Abschneiden bei den Hauptuntersuchungen des TÜV. Mit diesen Ergebnissen bestätigt der aktuelle TÜV-Report das hervorragende

Abschneiden von ­Toyota aus den Vorjahren und liefert einen weiteren Beleg für die hohe Zuverlässigkeit, Langzeitqualität und Dauerhaltbarkeit der Marke.

Toyota dominiert die unterschiedlichen Altersklassen Schon in der Altersklasse der zwei- bis dreijährigen Fahrzeuge beherrscht ­Toyota das Feld. Unter den Top-10 finden sich vier Modelle des japanischen Automobilherstellers: Der Avensis belegt Rang vier, während sich Prius, Yaris und iQ den siebten Platz teilen. Besonders eindrucksvoll fällt das Ergebnis in der Klasse der vier- bis fünfjährigen Fahrzeuge aus; hier weist der ­Toyota Prius die geringste Mängelquote auf und belegt Platz eins, gefolgt von den Modellen Auris und Corolla Verso auf den Rängen drei und vier.

Führende Toyota-Qualität bis ins hohe Alter

TÜV-Qualitätsreport: eine wichtige Orientierungshilfe für Autokäufer.

Ein ähnliches Bild in der Altersklasse der Sechs- bis Siebenjährigen: Corolla Verso, Prius, RAV4 und Avensis belegen die Plätze zwei bis

fünf, auf dem neunten Rang landet der Corolla. Auch im höheren Fahrzeugalter gehören ­Toyota-Modelle zu den zuverlässigsten Fahrzeugen: Bei den Acht- bis Neunjährigen erreicht der Avensis den zweiten Platz, während RAV4, Corolla und Yaris auf den Rängen vier, sechs und zehn ebenfalls unter den Top10 zu finden sind. In der Klasse der zehn- bis elfjährigen Fahrzeuge geht der zweite Platz an den RAV4; auf den Rängen vier bis sechs folgen Corolla, Yaris und Avensis.

Toyota auch Gewinner des „Auto Bild Qualitätsreport“ Toyota hat auch den Auto Bild Qualitätsreport 2012 gewonnen und liegt damit zum fünften Mal seit der Einführung der Studie im Jahr 2001 an der Spitze des Qualitäts-Rankings. Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich ­Toyota um einen Platz und führt mit der Note 2,17 die Rangliste der 20 größten Marken. „Beim TÜV macht den Japanern keiner etwas vor”, schreibt die Fachzeitung Auto Bild und nennt damit einen der Hauptgründe für den Erfolg von ­Toyota beim Qualitätsreport.

TÜV-Report 2013: 29 Toyota-Modelle konnten sich in den Top 50 platzieren.


IV – businesspromotion

4x4 Special

Freitag, 24. Mai 2013

Vom Urban Cruiser bis zum Land Cruiser Die Allrad-Qualität von Toyota hat viele Gesichter

Legenden der Leidenschaft Allradmodelle wie Land Cruiser und Hilux haben ­Toyota in fast alle Länder der Erde geführt. Bis heute ist ihr Qualitätsanspruch legendär. Nachdem der RAV4 zum Pionier für die SUV-Klasse wurde, setzte ­Toyota weiter Trends: Lange vor dem großen Trend hat der Urban Cruiser die Klasse der kleinen City-SUV formiert. Mit 4x4-Leidenschaft begeistert ­Toyota die Menschen – auf der ganzen Welt.

Land Cruiser 300 Der weltweit meistverkaufte Geländewagen

Sie bestimmen das Ziel Der Land Cruiser ist in 188 von 194 Staaten der Erde erhältlich, die Zuverlässigkeit des meistverkauften Geländewagens ist legendär. Offroad ist die Kombination der unerreicht robusten Rahmenkonstruktion mit neuesten 4x4-Features heute ohne Konkurrenz. Zugleich ist der Land Cruiser 300 zum sparsamen Premiumauto für Kind und Kegel geworden. LuxusFeatures verwandeln den Innenraum in ein Wohnzimmer und das ganze Auto in einen Reisespezialisten: Der Land Cruiser bietet TopAusstattungsdetails wie ein aktives Dämpfungssystem und eine Premium-Soundanlage. Der Normverbrauch von nur 7,9 Litern Diesel ist spitze. Bis zu sieben Sitzplätze und bis zu 1.955 Liter Lade­ volumen nehmen jede Herausforderung an.

Urban Cruiser Eine neue SUV-Klasse für die City

Cooles Outfit, kleine Größe Lange vor dem großen Trend hat der Urban Cruiser eine neue Klasse formiert: Das kleine City-SUV verbindet extrem kompakte Abmessungen mit einem starken Auftritt. Das coole Outfit gefällt den urbanen Trendsettern. Aber auch Mountainbikes und Snowboards ­passen zum fetzig-frechen Charakter – und sie passen auch ins Auto: Ein flexibler Stauraum mit verschiebbarer Rückbank überzeugt Freizeitsportler und ­Familien. Abseits ­traditioneller Segmente ist der Urban Cruiser extrem sparsam unterwegs: Die Version mit Dieselmotor und Allradantrieb erzielt Spitzenwerte im SUV-Segment. Mit Frontantrieb ist der Urban Cruiser sogar noch sparsamer und umweltfreundlicher.

Land Cruiser V8 Gehört auf der Straße und offroad zur Luxusklasse

Hilux Robuster Allrounder mit Steuervorteil für Selbstständige

Das höchste der Gefühle

Auf ihn ist immer Verlass

© Toyota (12)

Souverän wie kaum ein anderes Fahrzeug steht der Land Cruiser V8 für Kraft, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit. Neu entwickelte Antriebs- und Fahrwerkstechnologien unterstreichen den Anspruch, im Gelände und auf der Straße zur ersten Liga zu gehören. Top-Features wie AHC (Active Height Control), AVS (Adaptive Variable Suspension) und innovative Regelsysteme zur Niveauregulierung unterstreichen die Sonderklasse. Die Kunden wählen zwischen dem edlen 4,6 V8 VVT-i Benzinmotor und dem modernen 4,5 Liter V8 D-4D Dieselmotor, mit denen der Land Cruiser V8 seine unbändige Kraft entfaltet.

Der Hilux eröffnet mit seiner außergewöhnlichen Vielseitigkeit unendlich viele Möglichkeiten. Sein Ruf als Arbeitstier ist unbestritten, seine Qualität ist seit Jahrzehnten legendär. Das überzeugt Abenteurer ebenso wie Unternehmer, die den Vorsteuerabzug schätzen. Mit neuem Look, überraschend niedrigen Normverbrauchswerten und hochwertiger Innenausstattung ist die aktuelle Generation zum eleganten Geländewagen geworden. Variantenreich passt sich der Hilux perfekt an sein Umfeld an: Während die zweisitzige Einzelkabine eine RekordLadefläche bietet, ermöglicht die Doppelkabine komfortablen Platz für fünf Passagiere. Ein beliebter Mittelweg ist die X-tra Cab mit 2+2 Sitzen. Das innovative Multimedia-System bietet mit Features aus der Oberklasse ein Höchstmaß an Komfort.


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13. JG. NO. 1646

¤ 4,–

freitag/samstag/sonntag, 24.– 26. mai 2013

TREVISION

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wozu Werbung?

Point of Marketing 2013: Provokante ­Thesen aus der Marketingbranche  Seite 6

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Š Fleischwaren Berger

Š mn/Sz.1/J. Piestrzynska

www.trevision.at regional ist optimal

meissen macht in Mode

Berger geht einen Weg zwischen Bio- und herkĂśmmlicher Fleischproduktion  Seite 12

Die Porzellanmanufaktur startet ein eigenes Couture-Label  luxury brands&retail – Seite11

Puls 4 Die UEFA Champions League und Testimonial David Alaba sind der „Turbo-Boost“ fĂźr Puls 4

Die KÜnigsklasse bringt ­auch kÜnigliche Quoten

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prime news & market watch > Cyber Security Forum: Wenn der Strom ausfällt ‌ 3 > Kommentar von Belinda ­Veber: „Challenge accepted“ 4

Š Jens Komossa

marketing & media

Š Schaadfoto/Pressefoto Ulmer/Markus Ulmer

> Richard David Precht beim Radio Research Day  7 > „Österreich“ launcht zwei neue Hochpreis-Magazine  9 retail > VĂ–M will PreiserhĂśhungen wie in Deutschland  14 > Shoptalk: Nationalpark­Guide in Wien präsentiert 16 business weekend > Mobilfunk-Wettbewerb schadet dem Standort  38 > Ă–sterreich ist Zentrum der Schleifmitteltechnik  44

Š Panthermedia.net/Christoph Riddle

Kalkulierter Goldgriff Durch den Erwerb der Free-TV-Rechte an der ­UEFA Champions League hat sich Puls 4 zur Nummer eins unter Ă–sterreichs ­Privat­sendern entwickelt. Das Finale kĂśnnte erstmals die „Million“ bringen. Seite 2 voestalpine Bis 2020 soll sich Umsatz verdoppeln

Ausbau des Deutschland-Business

medianet erscheint jetzt vier Mal/Woche. Printausgabe: Dienstag und Freitag; Mittwoch und ­Donnerstag erhalten Sie zusätzlich unsere neue Digitalausgabe. P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien,  Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

Š APA/Rubra

> Golf-Urlaube sind bei Touristikern sehr beliebt  56 > Erfreuliche Zuwächse in der Tagungsindustrie 62

voestalpine-Chef Eder kĂźndigte auch weitere Investitionen in Deutschland an.

Linz. Der oberĂśsterreichische Stahlkonzern voestalpine will sein Geschäft in Deutschland deutlich ausbauen. Von einem bis 2020 geplanten Wachstum des Umsatzes von derzeit rund 12,1 Mrd. â‚Ź auf bis zu 20 Mrd. â‚Ź solle etwa ein Drittel auf Deutschland entfallen, kĂźndigte voestalpine-Chef Wolfgang Eder am Donnerstag in DĂźsseldorf an. „Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Jahren in Deutschland kontinuierlich den Umsatz erweitern“, sagte Eder. Mit einem Umsatz von rund 3,6 Mrd. â‚Ź entfällt heute bereits ein knappes Drittel des Konzernumsatzes auf Deutschland.  (APA) Colliers_Anzeige_106x85.indd 2

wer einen flagship-store erĂśffnen will, sollte bei uns vor anker gehen.

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15.05.13 16:13


c ov e r

Freitag, 24. Mai 2013

© Puls 4/Mathias Kniepeiss

2 – medianet

4 Stunden – 4 Städte – 4 Stargäste Puls 4 überträgt unter dem Motto „4 Stunden – 4 Städte – 4 Stargäste“ am Samstag, 25. Mai, ab 19:15 Uhr aus dem Puls 4-Center in Wien, aus dem Wembley-Stadion in London sowie aus ­Dortmund und München vom großen „­Finalaba“.

© Puls 4

Puls 4-Testimonial und österreichischer National­ kicker David Alaba ist der erste gesetzte Öster­ reicher in einem UEFA Champions League-Finale. Der 20-jährige Wiener ist seit Beginn der aktuellen Saison der Königsklasse im Klubfußball das Puls 4-Sender-Face. Am Samstag tritt der Bayern-München-Spieler den bisher größten Titelkampf seines Lebens an – mit dem Ziel, Champions League­Sieger 2012/2013 zu werden. li.: Christian Nehiba, Reiner Calmund und Frenkie Schinkels.

Puls 4 Zuvor drei Jahre Europa League, jetzt drei Jahre Champions League bringen dem Sender Rekordquoten

Die UEFA Champions League ist der Turbo-Boost für Puls 4 Für Michael Stix ist die Champions League „eines der höchsten und wertvollsten TV-Rechte am Markt“. Michael Fiala

Wien/London. David Alaba wird der erste Österreicher sein, der morgen, Samstag, in einem Endspiel der UEFA Champions League spielen wird – sofern er sich bis zum „Spiel seines Lebens“ nicht verletzt. Darauf hofft auch der Sender Puls 4, der die Free-TV-Rechte an der Königsklasse für diese und die nächsten beiden Saisonen besitzt – und noch dazu den österreichischen Bayern-Spieler zu Beginn der Saison als Testimonial engagiert hat. Das Finale in London ist somit nicht nur der vorläufige Höhepunkt in der Karriere von Alaba, sondern auch von Puls 4. Die Champions League war für den Sender ein kalkulierter Goldgriff. „Die UEFA Champions League ist eines der höchsten und wertvollsten Rechte am Markt. Für

Puls 4 ist dies ein enormer Treiber, vor allem, um bei den Sehern im ‚Relevant Set‘ anzukommen. Früher war Fußball jahrzehntelang auf ORF eins zu sehen. Das hat sich natürlich in den Gehirnen verankert. Diese Denke mussten wir zunächst aufbrechen, was mit den Rechten an der Europa League, die wir die drei Jahre zuvor übertragen hatten, auch gelungen ist“, sagt Michael Stix, Vermarktungs-Boss der ProSiebenSat.1 Puls 4-Gruppe in Österreich.

„Wir wollen das größte österreichische private Vollprogramm bleiben, daher ist Sport ein wichtiges Thema für uns.“ Michael Stix

Nummer eins bei Privaten Denn nur diese Verankerung bei den Zusehern steigert laut Stix auch die Gesamtperformance des Senders. Daher ist Puls 4 im bisherigen Jahr 2013 erstmals bei der Gesamtbevölkerung (12+) die Nummer eins aller österreichischen Pri-

den Sehern im ‚Relevant

vat-TV-Sender. Bereits seit 2009 ist Puls 4 im internationalen Fußball vertreten. Zunächst hat der Sender die Rechte an der Europa League für drei Jahre erworben und erste Erfahrungen mit Fußball gesammelt. „Da haben wir erstmals gesehen, dass die technische Reichweite über Nacht zu wachsen begonnen hat“, so Stix rückblickend. Dass der TV-Sender jetzt die Rechte an der Champions League besitzt, lag Stix zufolge nicht nur daran, dass man sich finanziell durchgesetzt hat, sondern sich auch mit guten Übertragungen der Europa League einen Namen gemacht hat.

Set‘ anzukommen.“

Million knapp verfehlt

„Für Puls 4 ist die ­Champions League ein

Michael Stix Chef Vermarktung Puls 4

© Puls 4/Gerry Frank

enormer Treiber, um bei

Beim ersten UEFA Champions-League-Halbfinale zwischen Bayern und dem FC Barcelona war es dann fast so weit: Der Sender

kratzte mit 915.000 Zusehern knapp an der Millionengrenze. Zusammengerechnet mit den LivestreamViews über das Internet, konnte die Million bereits erreicht werden. Ob die Million beim Finale fallen wird, traut sich Stix gegenüber medianet nicht zu prognostizieren. „Bayern gegen Dortmund ist auf alle Fälle legendär.“ Die Planungen zum Finale laufend jedoch bereits seit Wochen und Puls 4 wird am Samstag bereits ab 19:15 Uhr aus Wien, München, Dortmund und natürlich aus einem exklusiven Studio direkt im Wembley-Stadion in London berichten.

Finale in HD gebührenfrei Als besonderes Schmankerl wird das Finale einmalig und gebührenfrei für alle an diesem Tag auf Puls 4 HD in Free-HD übertragen. Durch die Zusammenarbeit mit den Partnern HD Austria, UPC und A1 TV konnte diese Aktion möglich gemacht und gemeinsam umgesetzt werden. Stix will sich auch weiterhin jedes Sportrecht zumindest ansehen, denn Sport soll keine Eintagsfliege auf Puls 4 sein: „Wir wollen das größte österreichische private Vollprogramm bleiben, daher ist Sport ein wichtiges Thema für uns. Wir werden daher auch die NFL-Rechte verlängern. Wir sehen uns alle Rechteausschreibungen an, weil ein massenaffines Sportpublikum auch offen ist für andere Sportarten“, so Stix.

Die Champions League ist für den Salzburger die größte Plattform überhaupt, „daher ist es sinnvoll, weiterhin auf Sport zu setzen, um die Brücke zu anderen Programmformaten zu haben“.

HD-Treiber Die Champions League ist auch ein Treiber für die HD-Offensive des Senders. Neben der Gratis-Aktion zum Finale wird rund um die Champions-League-Übertragungen immer wieder auf das HD-Angebot hingewiesen.

Facts 2009 sicherte sich Puls 4 die Rechte an der UEFA Europa League und profitierte durch den sportlichen Erfolg der österreichischen Vereine wie Rapid oder Red Bull Salzburg. 2012 Nach drei Jahren Europa League erwarb der Sender die Free-TV-Rechte an der Champions League für drei Saisonen; inkludiert sind die Übertragung im Web sowie Highlight-Sendungen nach den Spieltagen. Rekord Beim Halbfinale erreichte Puls 4 ein bisheriges „All-time-high“ im österreichischen Privat-TV von 860.000 Zusehern in der zweiten Halbzeit und einem Marktanteil von 37,6% . In der Spitze waren bis zu 915.000 Zuseher dabei. Entwicklung Die Rekordquote für Puls 4 in der Europa League (2009–2012) lag bei 389.000 durchschnittlichen Zusehern bei einem Marktanteil von 24,8%.


Prime News

Freitag, 24. Mai 2013

Offshore-Leaks: RBI will Stepic-Deals prüfen Wien. Der Aufsichtsrat der Raiffeisenbank International will die asiatischen Immobilienkäufe von RBI-Chef Herbert Stepic prüfen. „Ich kenne die von News an Dr. Stepic gerichteten Fragen, werde den Sachverhalt prüfen und dann die Gremien befassen“, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme von RBI-Aufsichtsratschef Walter Rothensteiner. News berichtet in der aktuellen Ausgabe unter Berufung auf „Offshore-Leaks“-Daten von Wohnungskäufen Stepic‘ in Singapur über Offshore-Firmen.

© EPA/Julien Warnand

EU will Unternehmen zu Steueroffenheit zwingen

Binnenmarktkommissar Michel Barnier: „Berichtspflicht ausdehnen“.

Amsterdam. Auch große Unternehmen sollen in der EU zur Bekanntgabe ihrer Steuerzahlungen in einzelnen Ländern verpflichtet werden. Gemäß den neuen Eigenkapitalregeln müssen Banken künftig schon Gewinne, Steuern und staatliche Zuwendungen in allen Ländern, in denen sie vertreten sind, veröffentlichen. „Wir werden diese Berichtspflicht auf große Unternehmen und Konzerne ausweiten“, sagte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Donnerstag bei einer Konferenz in Amsterdam.  (Ag.)

© Christof Wagner/RTR

Probleme mit Internet-/ Handykosten nehmen ab

RTR-Chef Georg Serentschy: „Anzahl der Verfahren ist deutlich gesunken.“

Wien. Die Schlichtungsfälle bei der Telekom-Regulierungsbehörde RTR haben 2012 deutlich abgenommen – insbesondere, weil hohen Kosten bei einer Überschreitung der gekauften Datenmenge rechtlich ein Riegel vorgeschoben wurde. Allerdings taucht eine neue Bedrohung auf: Inhaltsanbieter, die für vermeintliche ­Gratisspiele oder kostenlose Musikdownloads Abokosten verrechnen. „Die Anzahl der im Jahr 2012 bei der RTR-Schlichtungsstelle registrierten Verfahren ging deutlich zurück und sank von 5.470 Verfahren im Jahr 2011 auf 4.370 Verfahren im Jahr 2012“, erklärte RTR-Geschäftsführer Georg Serentschy am Donnerstag. So habe die am 1. Mai 2012 in Kraft getretene Kostenbeschränkungsverordnung bei der Nutzung von mobilen Datendiensten die Verfahren zu diesen Diensten halbiert. Lob gab es für den – inzwischen von „3“ gekauften – Mobilfunkanbieter Orange, bei dem es, auch in Relation zur Kundenanzahl, besonders wenig Beanstandungen gab.  (APA)

Cyber Security Forum Cyberangriffe, digitale Wirtschafts- und Industriespionage werden jetzt zur „Chefsache“ erklärt

Wenn der Strom ausfällt … Kooperation: Telekom Austria, Flughafen Wien, Siemens, Austrian Power Grid, BRZ, Raiffeisen Informatik. Wien. Nicht erst seit Marc Elsbergs „Blackout“ (das Buch beschreibt einen europaweiten Stromausfall und dessen Konsequenzen, Anm.) beschäftigen sich Politik und Wirtschaft verstärkt mit dem Thema „Cybersicherheit“. „CyberAngriffe, digitale Wirtschafts- und Industriespionage können in einem so hoch entwickelten Wirtschaftsstandort wie Österreich enorme Schäden anrichten“, erklärte Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung (IV), am Donnerstag vor Journalisten im Wiener Haus der Industrie. Die „Chefsache“ Cybersicherheit müsse „auf die Tagesordnung jedes Unternehmens“.

Die Industrie sei „willens, Verantwortung zu tragen und die notwendigen Schritte in enger Abstimmung mit den Behörden voranzutreiben“ – „ohne dass es zu Überregulierung und flächendeckender Überwachung kommt“, so Kapsch weiter.

Es geht an die Umsetzung Jetzt soll es, so es nach den Initiatoren, Innenministerium und Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ), geht, mit dem neuen „Cyber Security Forum“ von der Strategie in die Umsetzung gehen. Konkret heißt das, dass eine Kerngruppe von sechs Unternehmen „auf Entscheider-

ebene“ beim Thema Cybersicherheit im Forum zusammenarbeitet, sich zu Vorfällen austauscht und notwendige Maßnahmen gemeinsam setzt. Die Partnerunternehmen sind zum jetzigen Zeitpunkt A1 Telekom Austria, Flughafen Wien, Siemens, Austrian Power Grid, das Bundesrechenzentrum und Raiffeisen Informatik. Das soll aber erst der Anfang sein. „Ziel ist, dass sich möglichst viele Organisationen am Forum beteiligen“, ergänzte KSÖ-Präsident Erwin Hameseder. Das – zur Verschwiegenheit verpflichtete – Forum wird sich in Kürze konstituieren.  (red)

© APA/Hans Klaus Techt

SHORT

medianet – 3

IV-Präsident Georg Kapsch: „Cybersicherheit muss auf Agenda jeder Firma.“


the opinion

4 – medianet

Ärgerlich Uns erreichte eine Einladung zu einer durchaus prominent besetzten Veranstaltung, die wir Ihnen nicht, oder zumindest nicht unkommentiert, vorenthalten wollen. „‚Deutschlands Superhirn‘“, stand da zu lesen, Rüdiger Gamm, ist heute Stargast auf einer Konferenz in Eisenstadt. „Er ist ein menschlicher Taschenrechner. Er kann im Kopf fehlerfrei die 11. Potenz von 53 ausrechnen.“ Aber: Nur die 11. Potenz von 53 ausrechnen zu können, das reicht unter Umständen nicht, um das Eisenstädter Publikum zu beeindrucken. Was tut der gute Mann, wenn er beispielsweise spontan dazu aufgefordert wird, die 12. Potenz von 54 auszurechnen? Darauf verweisen, dass diese Rechnung außerhalb seines Kompetenzbereichs liegt? Richtig! Ein „beispielsweise‘ hätte den Sachverhalt – und Herrn Gamms Talent – korrekter dargestellt. Weiter zu einer Publikation namens Österreich Spiegel, die im Deutschunterricht in der Erwachsenenbildung genutzt wird. Man hatte angefragt, ob man einen Text aus medianet abdrucken dürfe und uns netterweise

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Buntstifte sind zum Sortieren da Von Superhirn bis Schuppenshampoo: Ein Ausflug in den berufsbedingten Sprachfanatismus … und eine Hommage an Bastian Sicks „Zwiebelfisch“. sabine bretschneider

auch ein Belegexemplar zugeschickt. Innerhalb dieser professionell aufgemachten Druckschrift arbeitet man mit Symbolen, um den jeweiligen Anspruch der Texte an den Leser zu kennzeichnen. Die Kategorien: Ein Daumen oben für „leicht“, zwei für „mittel“, drei für ... „schwer“. „Hat es keine Masse, ist es

nicht schwer, sondern schwierig“, ist ein Merksatz, den verinnerlicht hat, wer sich in den Siebzigern seine sprachlichen Kompetenzen angeeignet hat. Heute gilt man mit derlei Unterscheidungen nicht als „Superhirn“, sondern als gnadenlos humorloser Buntstiftsortierer. Nun gut.

Weiter im Text: Warum tut der Öffentlich-rechtliche eigentlich so, als wäre über Nacht der Bindestrich verschwunden – und das zusammengesetzte Hauptwort eine Überforderung der geschätzten Zuseherschaft („Staats Künstler“, „EU Gipfel“)? Und was bedeutet eigentlich „ORF. Wie wir“? Und warum bestehen sämtliche Schilderfabrikanten Österreichs auf der notorischen Anwendung des Deppenapostrophs („Toni‘s Beisl“)? Warum gibt es Pantene für zu Schuppen „neigendem“ Haar (aus dem aktuellen „Zwiebelfisch: Werbung mit Spliss“)? Und wussten Sie, dass Menschen im deutschen Sprachraum „verärgert“ waren, bis in den 80ern die Synchronstudios erkannten, dass „ärgerlich“ sich viel besser dazu eignete, das englische Semi-Pendant „angry“ mitzusprechen? Eben. Buntstiftsortierer.

Gastkommentar Die perfekte Rede für das Sommerfest

Challenge accepted! Stolpersteine Genauso wie bei Weihnachtsfeiern, Produktpräsentationen oder Pressekonferenzen steht die Geschäftsleitung auch bei Sommerfesten vor der Herausforderung, Kunden und Mitarbeiter ins Boot zu holen. Test 1, 2, 1, 2 – Erfolgsfaktor Stimme: So locker der Rahmen für ein Sommerfest auch sein mag, umso professioneller sollte man die Vorbereitung einer Ansprache gestalten. Damit sind weniger die Überlegungen inhaltlicher Natur gemeint – denn auf den Inhalt kommt es nur zu etwa 17 Prozent an. Wahrgenommen wird bei Präsentationen, Vorträgen oder Reden vor allem Sprache, Stimme und nonverbale Kommunikation wie Mimik und Gestik.

zitat des ta g es Apples Sprachassistent Siri wehrt sich nach einem Update gegen zu lange Fragen …

Das wertvollste Talent von allen ist, niemals zwei Wörter zu nützen, wenn eines reicht.

Geschrieben ist nicht gesprochen

© Booz & Company

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Nächstes Training ‚Best Performance‘ am 7./8. Juni 2013 in Wien.

© Belinda Veber

© GW Cosmetics/Foto Wilke

M artin Reitensp i ess , B ooz & Company, s. 3 8

„Ich bin der Auffassung, dass man nicht zehn Stunden Zeit absitzen muss, wenn derselbe Job überspitzt formuliert in zwei absolvierbar ist.“

tionen, Vorträgen

Tipp 1: Nehmen Sie die Vorbereitung einer Rede nicht oder Reden vor allem auf die leichte Schulter. Überlegen Sie im Vorfeld gründlich, welche Aussage Sie an Ihr Publikum transportieren Sprache, Stimme möchten. Versetzen Sie sich in die Situation, dass Sie ihr und non­verbale eigener Zuhörer sind. Tipp 2: Vor allem bei ­Kommunikation.“ Freiluftveranstaltungen ist es ein Muss, einen SoundBelinda Veber check durchzuführen. Präsentations- und ­Moderationstrainerin Die Geräuschkulisse im Freien ist mit der Akustik in geschlossenen Räumen nicht vergleichbar; da ist es umso wichtiger, vor Beginn der Veranstaltung das Mikrofon zu testen und die eigene Stimme zu hören. Tipp 3: Überzeugen Sie mit einem selbstsicheren und glaubwürdigen Auftritt. Sicherheit gibt Ihnen neben dem richtigen Outfit die Übung und Wiederholung Ihres Textes. Bedenken Sie dabei, dass sich die geschriebene von der gesprochenen Sprache unterscheidet. Und: Nützen Sie das Potenzial von Veranstaltungen und hinterlassen Sie einen bleibenden Eindruck bei Ihren Gästen – im positiven Sinne.

„Telekommunikation ist das einzige Kerngut im Warenkorb, das seit 2000 immer billiger geworden ist.“

IMPRESSUM Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

Abo, Zustellungs- und Adress­änderungswünsche: oder

Jetzt gibt es bei Sommerfesten oft keine Bühne oder kein Rednerpult, hinter dem man sich gekonnt verstecken kann. Aus Ihrem Vorhaben, dass Ihnen ‚schon ganz spontan die richtigen Worte einfallen werden‘, wird auch nichts, denn die Lippen sind wie versiegelt, der Kopf ist leer, dafür die Verlegenheit groß – und die erste Schweißperle bahnt sich bereits ihren Weg über die Stirn. Die Blamage folgt auf dem Fuße. Damit Ihnen dieser oder ein ähnlicher Albtraum in der Nacht vor besagtem Sommerfest erspart „Wahrgenommen bleibt, kann ich Ihnen als Sprachexpertin drei Tipps auf den Weg mitgeben: wird bei Präsenta-

heute im business weekend

mail to s.bretschneider @medianet.at

abo@medianet.at

Von sich reden machen

www.zitate . at

Freitag, 24. Mai 2013

tel. 01/919 20-2100 medianet prime news & market watch (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Redaktion: Alexandra Binder (ab), Sylvia ­Tomek (st) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/Medien) Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Natalie Ober­hollenzer (no – DW 2228) medianet specials & careernetwork (specials@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Jan Weinrich (jawe – DW 2163) Chef vom Dienst: ­Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet financenet & real:estate (financenet@medianet.at) Chefredakteure: Chris Radda, Gerald Stefan (gst) Chefin vom Dienst: Linda Kappel (lk) Ständige Mitarbeiter: Reinhard Krémer (rk), Fritz Haslinger (fh), Kurt ­Sattlegger (ks), Thomas Hohenberger (th) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitende Redakteure: Chris Haderer (hc), Britta Biron (bb) medianet destination & destination austria (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Georg Biron (gb) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Jürgen Zacharias (jz) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) Lektorat: ­ Christoph Strolz Grafik/­Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­ Jonke Anzeigen­produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell­ service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­ center-wien@redmail.at“ Erscheinungs­weise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr) Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr); 229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­ zeitraums bei 6-wöchi­ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­gemeinen Geschäfts­bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 MedienG: http://www.medianet.at/footermenu/ mediadaten-impressum/

Belinda Veber, Präsentations- und Moderationstrainerin; www.moderationstraining.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

inside your business. today.

freitag, 24. mai 2013 – 5

Fachkonferenz für Branchenpioniere mit spannenden Vorträgen  Seite 8

Neuheiten

DMVÖ-Award gala

Mediengruppe Österreich baut ihr ­Sortiment aus  Seite 9

Auszeichnung für die besten ­Dialogkampagnen  Seite 10

© DMVÖ/C. Breneis

Mobile Marketing © Österreich (2)

© mn/Szene1/C. Mikes

marketing & media „Wozu noch brauchen wir eigentlich Werbung?“

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© Christina Anzenberger-Fink

short

Richard David Precht Der Philosoph, Publizist und BestsellerAutor wird beim diesjährigen „Radio Research Day“ am 5. Juni einen Vortrag zum Thema „Die Philosophie der Marke – die Marke als Wertersatz, Vertrauens- und Sinnstifter“ halten.  Seite 7

© Christoph H. Breneis

© Jens Komossa

Beatrix Skias Die Geschäftsführerin der PR-Agentur Kobza Integra startet in Kooperation mit der Anwaltskanzlei Lansky, Ganzger + partner eine umfassende Compliance-Beratung für Unternehmen. Das Vorhaben nennt sich „Compliance Consulting“.  Seite 6

Die vier Präsidentinnen und Präsidenten: Anton Jenzer (DMVÖ), Martina Zadina (IAB), Peter Drobil (ÖMG) und Gerda Reichl-Schebesta (CCA).

© Österreich/Johannes Kernmayer

Point of Marketing 2013 Am 22. Mai fand unter dem Motto „Sale! Marketing, Werbung im Ganzjahres-Schlussverkauf?“ der vierte Point of Marketing (P.O.M.) mit über 400 Gästen statt. Die vier Fachverbände CCA, DMVÖ, IAB und ÖMG ­holten angesehene nationale und internationale Speaker aus der Marketing­ branche zur Fachtagung – zum Teil mit provokanten Thesen.  Seite 6 Niki Fellner Der bisherige Online-Chefredakteur wird ab sofort auch in die Geschäftsführung des „oe24“-Netzwerks eintreten und ManagementVerantwortung übernehmen. In den nächsten Wochen wird das Key-Account-Team noch weiter ausgebaut.  Seite 9

© Havas Worldwide Wien

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c ov e r

6 – medianet

Freitag, 24. Mai 2013

Bilanz Die Fachverbände CCA, DMVÖ, IAB & ÖMG luden auch heuer wieder gemeinsam zu einer Fachtagung

Kreativität statt Schlussverkauf! Die Point of Marketing (P.O.M.) 2013 stand unter dem Motto:„Sale! Marketing, Werbung im Ganzjahres-Schlussverkauf?“

Kreativität zählt vor allem Fazit der Fachvorträge und Diskussionen: Mit Kreativität kann dem Dauer-Sale in wirtschaftlich schwierigen Zeiten entgegengewirkt und Beziehung zu Marken erfolgreich aufgebaut werden. Keynote-Speaker heuer war Christian Duncker (Management Brand Academy – Hochschule für Design und Kommunikation/Hamburg), der Inputs zum Thema Markenund Kommunikationserfolge durch integrierte Kommunikation lieferte. Wie wichtig Kreativität in der Marketingbranche ist, zeigte der Vortrag des vom CCA geladenen Speakers Franz Merlicek (Creative Director bei Demner, Merlicek & Bergmann). Er sprach über die Darbo-Markenstory und das werbliche Erfolgsrezept dahinter. Merlicek erhielt vor 26 Jahren den Auftrag, eine Werbekampagne für Darbo zu konzipieren, die einen neuen Claim, neue Filme und Anzeigen enthalten sollte. Was daraus geworden ist, kann heute noch in den Medien bewundert werden. Zwar gab es keinen neuen Claim, dafür bekamen Darbo-Produkte eine neue Verpackung.

Für die ÖMG plauderten auch Thomas Auböck, Anett Hanck (GF Verlagsgruppe News) und Magdalena Öberseder (GfK Austria) aus dem Nähkästchen.

Sehr gut besuchte Tagung

© medianet/Szene1/Joanna Piestrzynska

Wien. Am 22. Mai fand unter dem Motto „Sale! Marketing, Werbung im Ganzjahres-Schlussverkauf?“ der vierte Point of Marketing (P.O.M.) mit über 400 Gästen statt, gemeinsam eingeladen von den vier Fachverbänden Creativ Club Austria (CCA), Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ), Internet Advertising Bureau (IAB) und die Österreichische MarketingGesellschaft (ÖMG). Unter den diesjährigen Speakern: Helene Karmasin (Leiterin Karmasin Motivforschung), Damian Izdebski (DiTech-Gründer), Igor Beuker (Unternehmer, digitaler Trendguru & Blogger) oder auch Franz Merlicek (Creative Director bei Demner, Merlicek & Bergmann).

Michael Himmer, Gabi Stanke (live relations), Manfred Pichelmayer (WKO), Christian Duncker (Management Brand Academy).

Weitere Speaker, die für den CCA ins Rennen gingen: Antonia Tritthart (Gründerin und Geschäftsführerin der Werbeagentur Traktor), Simon Schwaighofer (Creative Director) & Matthias Nelke (Managing Director) von Red Bull Creative, sowie Luca Conte (Senior Stratege bei DDB Tribal Wien). Auch der DMVÖ bot spannende Redner an: Die erfahrene Speakerin Helene Karmasin sprach über Werbung in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Mit der pointierten Fragestellung „Wozu brauchen wir eigentlich noch Werbung?“, die gleichzeitig der Titel ihres Vortrags war, näherte sich Karmasin aus psychologischer Sichtweise an das Phänomen. Erst durch Werbung werden Produkte und ihre Bedeutungen in unserer Gesellschaft bedeutsam und erlebbar. Neben Karmasin lud der DMVÖ die Referenten Thomas Friess (CEO Herold Business Data) und Jürgen Polterauer (GF Dialogschmiede und DMVÖ-Vizepräsident) zum

P.O.M. ein. Auch die junge Truppe des DMVÖ – die Marketing Natives – kam zu Wort und sinnierte über Zukunftsperspektiven in einer digitalisierten (Arbeits-)welt. Das Nachmittagsprogramm des P.O.M. startete mit dem Vortrag des digitalen Trendgurus und Entrepreneurs Igor Beuker, einem der internationalen Gäste, die der IAB dank des Sponsors Microsoft Advertising geladen hatte. In seinem humorvollen Vortrag über die Zukunft von Marketing wies er auf

„We should all ­integrate, not point at each other.“ igor beuker, entrepreneur und Trend-guru, in seinem vortrag zum thema „zukunft des marketing“

die Notwendigkeit der Verschränkung aller Disziplinen hin. Sein Resümee: „We should all integrate, not point at each other“. Auch die anderen IAB-Speaker Alan Moore (Konsulent und Buchautor), Gregor Almássy (Marketingleiter Samsung Österreich) & Felix Koch (Managing Director Promise Communities) begeisterten das Publikum mit innovativen Konzepten für erfolgreiche Marketingstrategien. Am späteren Nachmittag betrat als ÖMG-Speaker der DiTechGründer Damian Izdebski die Bühne und präsentierte dem Publikum das Multichannel-Vertriebssystem von DiTech; seine Ausführungen bestätigten, dass die Verzahnung von Off- und Onlinehandel im Business-Alltag hervorragend funktioniert und ein Erfolgsrezept der Zukunft sein wird. DiTech kann dank dieses Multichannel-Prinzips stolz auf 550.000 registrierte Kunden sein und verzeichnet ein stetiges Firmenwachstum.

Unter den zahlreichen Gästen gesichtet wurden u.a.: Ingrid Vogl (PRVA Präsidentin), Michael Straberger (DMVÖ Vizepräsident & GF straberger conversations), Helmut Hanusch (Generalbevollmächtigter Verlagsgruppe News), André Eckert (GF Russmedia Digital), Barbara Rauchwarter (APA, Leitung Marketing und Kommunikation), Oliver Voigt (GF Mediengruppe Österreich), Florian Matthies (CCO Home Digital), Sabine Hoffmann (DMVÖ Vorstand und GF ambuzzador), Eva Mandl (GF Himmelhoch PR), Reinhard Scheitl (Österreichische Post AG, Marketingleiter), Barbara Hackl (Herold Business Data, Leiterin Marktkommunikation), Hubert Weitzer (GF Feinkost Media) u.v.m. Nicht zuletzt dank der durch die vier Verbände aufgetriebenen war auch die diesjährige P.O.M. ein voller Erfolg. u.a. dabei: Die Presse, Kleine Zeitung, VN, SN, OÖN, TT, die Österr. Post, die Verlagsgruppe News, W24, die WKO, die Wr. Städtische, Microsoft Advertising, Dialogschmiede, die PR-Agentur Himmelhoch, Nesporesse, Vöslauer, Manner oder Almudlder. Susanne Ostertag, Country Manager Advertising & Online Microsoft Austria zum Engagement als Sponsor: „ Microsoft Advertising sponsert P.O.M. im zweiten Jahr in Folge, da diese hochkarätige Fachtagung mit tollen internationalen und österreichischen Referenten und Referentinnen auf eine sehr inspirierende Art die wichtigsten aktuellen Marketing-Trends beleuchtet und mit spannenden Insights und ungewöhnlichen Denkansätzen zum Nachdenken anregt - ein echter Mehrwert für den österreichischen Markt“  (fej/red)

Kooperation Die Agentur Kobza Integra und die Anwaltskanzlei Lansky, Ganzger + partner starten Compliance-Beratung

tipp des tages

Grenadierstraße Bahnhof Alexanderplatz: Ein bedeutender Rebbe aus Osteuropa trifft ein und wird von Hunderten Chassidim aus der Berliner Grenadierstraße begeistert empfangen. Der Protagonist, der deutsche Jude Johann Ketner, beobachtet diese Szene. Als Sohn eines Bankiers ist Ketners Lebenswelt von verschiedenen Begegnungen geprägt: deutsche Burschenschaftler, jüdische Medizinstudenten aus Russland, Zionisten und Sozialisten, liberale und konservative deutscheJuden kreuzen seinen Weg ebenso wie orthodoxe Juden aus Osteuropa. 20,50 €, Wallstein Verlag, ISBN: 978-38353-1082-7.

Wien. Compliance ist in aller Munde, denn neue Regelungen schaffen bei Unternehmen immer wieder Unsicherheiten. Mit gebündelten Kräften und langjähriger Expertise will die PR-Agentur Kobza Integra nun zusammen mit der Anwaltskanzlei Lansky, Ganzger + partner eine umfassende Beratung für Unternehmen bieten und diesen Unsicherheiten entgegenwirken. „Compliance ist kein Thema für Juristen allein, sondern auch ein kommunikatives“, erklärt ­Gerald Ganzger, Partner der Wiener Rechtsanwaltskanzlei Lansky, Ganzger + partner, die Hintergründe der Partnerschaft.

Die Partner wollen in ihrer Tätigkeit vor allem eines: Unternehmen auf dem Weg zu einem umfassenden Compliance-Management begleiten, so die Kernbotschaft der Kooperation.

„‚Compliance‘ ist kein Thema für Juristen

© Christina Anzenberger-Fink

© Wallstein Verlag

Compliance Consulting für Unternehmen

­allein, sondern auch ein kommunikatives.“ Gerald Ganzger

Unternehmen begleiten

Zusammen starten Beatrix Skias und Gerald Ganzger „Compliance Consulting“.

Durch das Know-how im Kommunikationsbereich und die juristische Expertise kann ein 360Grad-Blick auf den Themenkomplex geworfen werden. Vor allem die Novelle zum Antikorruptionsgesetz, die zu Beginn des Jahres 2013 in Kraft trat, hat bei Unternehmen und Mitarbeitern viele Fragen aufgeworfen und sorgt

immer wieder für Zweifel. Compliance Consulting bietet neben Unternehmensanalysen, Startup-Seminaren und Mitarbeiterschulungen auch Unterstützung bei der Umsetzung von Compliance-Strategien und der Entwicklung kreativer Kommunikationskampagnen, die das komplexe Thema auch für Mitarbeiter einfach erklären und

zugänglich machen sollen. Vor allem Letzteres betont Beatrix Skias, die Geschäftsführerin von Kobza Integra, als grundlegend: „Durch die neue Rechtslage müssen Regeln im Unternehmen nicht nur angepasst, sondern komplexe Inhalte auch greifbar gemacht und jedem Angestellten verständlich erklärt werden.“

„Wir sehen uns sowohl als juristischer Sparringspartner als auch als Übersetzer und Botschafter. ‚Compliance‘ ist eine Herausforderung, aber gleichzeitig auch eine Chance. Mit aktiver Kommunikation nach innen und außen kann man sich als Unternehmen positiv vom Markt abheben“, erklären die beiden Geschäftsführer.  (dp)


m e di e n

Freitag, 24. Mai 2013

medianet – 7

Geballtes Wissen Auch heuer lädt die RMS – Radio Marketing Service ins Palais Niederösterreich zum Wissensaustausch zum Thema Radiowerbung

Precht beim Radio Research Day Wien. Am 5. Juni findet unter dem Motto „Werte.Werbung.Wirkung“ der bereits 14. Radio Research Day im Palais Niederösterreich statt. Dabei wird die RMS – Radio Marketing Service – gemeinsam mit namhaften Experten das Medium Radio analysieren und seinen wertvollen Leistungsbeitrag zu einer effizienten Kampagne aufzeigen.

Geballtes Fachwissen Auch heuer ist der Event mit interessanten Vorträgen gespickt. Vor allem auf den Vortrag des Philosophen, Publizisten und Bestseller-Autors Richard David Precht

dürfen sich die Besucher des Radio Research Day freuen. Precht spricht zum Thema „Die Philosophie der Marke – die Marke als Wertersatz, Vertrauens- und Sinnstifter“. Weiters auf der Rednerliste: Oliver Ratschka (Nielsen Österreich), Georg Gartlgruber (Carat Austria), Dietmar Dahmen (Kommunikationsberater), und Doris Ragetté. Im Anschluss an die Veranstaltung wird auch der „8. RMS Radio Award“ für die erfolgreichsten Radio-Spots vergeben. Infos & Anmeldung: Telefon +43 (1) 710 58 10-22 koenigshofer@rms-austria.at

© Jens Komossa; RMS

Das Motto: „Werte.Werbung.Wirkung“; einer der Redner: Der Philosoph, Publizist und Bestseller-Autor Richard David Precht.

Werte.Werbung.Wirkung – unter diesem Motto lädt der Radio-Werbezeiten­ vermarkter RMS (Radio Marketing Service) heuer zum bereits 14. Radio Research Day. Neben der Vergabe des „8. RMS Radio Award“ für besonders erfolgreiche Radio-Werbung ist der Auftritt des Philosophen, Publizisten und Bestseller-­Autors Richard David Precht ein weiteres Highlight der Veranstaltung.

programm 15:00–15:10 Uhr Begrüßung durch die Geschäftsführer der RMS Austria, Michael Graf 15:10–16:00 Uhr Die Philosophie der Marke – die Marke als Wertersatz, Vertrauens- und Sinnstifter Richard David Precht 16:00–16:30 Uhr Austrias Next Top Modell – der Leistungsbeitrag von Radio im Mediamix Georg Gartlgruber (Carat Austria) Kaffeepause 17:00–17:30 Uhr Radio macht Werbumm – wie Radio den Verkauf anschiebt, und was man dann mit der ganzen Aufmerksamkeit macht Dietmar Dahmen (Kommunikations­ berater)

9 Zeitungen. 9 Bundesländer. 206.678 Stück Auflage.

17:30–18:00 Uhr Die implizite Wirkung von Radio – wie Radio die Werbewirkung verstärkt Oliver Ratschka (Nielsen Österreich) Doris Ragetté (RMS Austria) 18:00–18:30 Uhr 8. RMS Radio Award Die erfolgreichsten Radiospots RMS Austria präsentiert die Preisträger: Auftraggeber, Kreativ- und Mediaagentur

Sieger A1 Go!

Focus Champion Wien. Das Focus Institut testet monatlich die werbestärksten neuen Sujets aus dem Bereich TV, Hörfunk, Print, Plakat, Prospekt, Online und Infoscreen. Insgesamt wurden im Frühling 12 neue Infoscreen-Spots zwischen (März- & April-Sujets) abgetestet und erzielen folgende Ergebnisse: Den 1. Rang – errechnet aus Bekanntheit, Gefälligkeit und Markenimpact – erzielt der „A1 Go! mit Samsung Handy“-Spot, Rang 2 erreicht der Spot „Nivea Stress ­Protect Deodorant“ und Rang 3 entfällt auf „T-Mobile All Inclusive 3000 mit Apple iPhone“. (red)

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marketing/medien

8 – medianet

© Katharina Schiffl

JWT gewinnt „Goldenes Skalpell“ mit Canesten

JWT Wien erfolgreich beim PMCAAward um beste Pharmawerbung.

Wien. JWT Wien unter der Führung von CEO Jörg Spreitzer konnte beim heurigen Wettbewerb des PMCA um die beste Pharmawerbung nach dem Vorjahreserfolg mit Supradyn auch diesmal mit der Einführungskampagne für Canesten Gyn Once von Bayer punkten. Die Werbeagentur wurde mit dem „Goldenen Skalpell“ für die beste integrierte OTC-Kampagne ausgezeichnet.

Überall-App Congress findet in Wien statt Wien. Am 12. und 13. Juni findet in der Wiener Metastadt der erste App-Congress Vienna „Überall“ statt. Vorträge, Workshops, Meeting Lounges von und für Entwickler, Medien-, Werbe- und Agentur-Leute erörtern neueste Trends zu Apps. Beim „The Clash of the Apps Competition“ werden zudem die besten App-Ideen des Landes gekürt. Infos zum Programm unter:  www.uberall.at

© www.nic.at

Landeskennung „.at“ feiert 25Jähriges

Im Jahr 1988 hatte auch Österreich eine Adresse im World Wide Web.

Wien. Im Jahr 1988 bestätigte der amerikanische Ingenieur und Informatiker Jonathan Bruce Postel mit dem kurzen E-Mail-Text „done“ der Universität Wien die Eintragung der Top Level Domain „.at“ in das Domain-System. Nun, ein Vierteljahrhundert später, sind über 1,2 Mio. „.at“-Domains registriert. Frühestens im letzten Quartal dieses Jahres werden neue Top Level Domains wie „.app“, „.tirol“ oder „.wien“ online gehen. Die einmillionste „.at“-Domain ging übrigens 2011 online.  (APA)

„Im Bereich Mobile Marketing sehe ich Aufholbedarf“, so MMA-Präsident Harald Winkelhofer. jürgen hofer

Wien. „Doppelt so viele Teilnehmer im Vergleich zum Vorjahr: Das untermauert die Kraft der Branche“, mit diesen Worten eröffnete Josef Mantl, Initiator des Mobile Marketing Innovation Day, die heurige Fachkonferenz im Wiener MuseumsQuartier. Jene angesprochene Kraft untermauerte MMA (Mobile Marketing Association)-Präsident Harald Winkelhofer zugleich mit Zahlen: 2012 surften bereits 64% der Österreicher am Handy, im Vorjahr waren es noch 51%. Fast 70% aller Handybesitzer verfügen über ein Smartphone. Dabei räumte er auch mit dem Vorurteil, mobile sei ein Medium für junge Zielgruppen, auf: Bei den 30- bis 39-Jährigen verzeichnet der heimische Markt 68% mobile Nutzung, bei den 40- bis 49Jährigen immer noch knapp 60%. Einen Appell richtete Winkelhofer an Planer und Werbetreibende: „Mit knapp zehn Millionen Euro Spendings pro Jahr im Mobile Marketing sehe ich klaren Aufholbedarf, um die Investments auch an das tatsächliche Nutzungsverhalten der Konsumenten anzupassen.“

Verdoppelung der Teilnehmner: Josef Mantl (JMC – Josef Mantl Communications), Initiator des Mobile Marketing Innovation Day.

welches dem User location-based gewünschte Produktangebote individualsiert per Push-Benachrichtigung übermittelt. Der Kunde erhält so nur Angebote, die ihn interessieren, aber auch von örtlicher Nähe sind. Einen anderen Weg im Bereich Mobile Advertising geht das Start-up „Abalo“, welches dem User nach dessen Interessen Werbung ausschließlich am Lockscreen des Smartphones ausspielt. Unternehmen können so exakt targeten, der Konsument wird für das Betrachten der Botschaften finanziell entlohnt. Neben mobiler Werbung beschäftigt Mobile Marketers auch Kundenbindung und digitale Wertschöpfung, wie Alexander Oswald, „futura“, erläutert: „Der digitale,

Schlüsselwort „Relevanz“ Isabelle Cholette-Bachner, bei T-Mobile verantwortlich für Mobile Marketing, warf in puncto Befriedigung von Konsumentenbedürfnissen den Begriff „Nowism“ auf: „Right-time- sowie Rightplace-experience sind essenziell. Das Schlüsselwort ‚Relevanz‘ ist im Mobile Marketing von höchster Bedeutung.“ So präsentierte sie gemeinsam mit Gerhard Günther, digitalsunray, das Projekt „schnapp.at“,

mobile Konsument ist keine Einbahnstraße; das kleine Ding in der Hand des Konsumenten bringt die wirklich große Veränderung.“ Denn: Täglich würden laut Oswald weltweit mehr Smartphones aktiviert, als Babys geboren werden. „Jeder Mensch hat ein digitales Ich, und so hat auch jedes Produkt einen digitalen Zwilling.“

Starker Paradigmenwechsel In der Praxis veranschaulicht, könne beispielsweise ein Anti-Allergie-Inhalator, mit GPS versehen, die Einnahme durch den Patienten ortsbezogen tracken. So könne man nicht nur Risikogebiete auf einer Map darstellen, sondern auch der behandelnde Arzt schnell und un-

kompliziert auf Patientenverhalten zugreifen, und auch der Hersteller Daten auslesen und sein Produkt dementsprechend optimieren. Werner Aschenbrenner von „Lorem Ipsum“ sprach vom „stärksten Paradigmenwechsel“ seit dem Aufkommen des klassischen Handels im Mittelalter hin zum PoS 2.0. Bereits 2015 würden 25% des Onlineumsatzes durch Mobile Commerce generiert werden. Das größte Potenzial liegt dabei laut Aschenbrenner in der impulsiven und direkten Kaufentscheidung am mobilen Endgerät: „Kunden wollen sofort befriedigt werden – einfach und schnell. Das ist die große Chance von Mobile.“ mobilemarketinginnovationday.at  mma-austria.org

TV Mehr Toleranz und Offenheit als zentrale Botschaften

Print Unser Niederösterreich erscheint österreichweit

Wien. Havas Worldwide Wien zeichnet verantwortlich für den heurigen „Life Ball“-Spot. Neben Aufklärungsarbeit und Unterstützung entsprechender karitativer Einrichtungen standen in den Bemühungen des Life Ball unter Gery Keszler immer die Bemühungen um mehr Toleranz und Offenheit im Umgang mit den Betroffenen im Fokus. So zeigt auch der Spot von Havas Worldwide Wien in Kooperation mit Sabotage Films den „richtigen“ Umgang mit der Krankheit.

Wien. Die Tageszeitung Kurier launcht mit Unser Nieder österreich ein neues Wirtschaftsmagazin, dessen Leitung Wolfgang Unterhuber übernimmt. Gestern erstmalig erschienen, wird das Hochglanzmagazin österreichweit erhältlich sein – in die 32-seitige Hochglanz-Beilage ist die aktuelle Kurier-Ausgabe eingelegt. Im Fokus des neuen Printprodukts stehen dabei laut Aussendung niederösterreichische Kleinund Mittelunternehmen sowie Innovationen des Wirtschaftsstandorts Niederösterreich. Man starte, so die Blattmacher, „mit dem Kurier-Wirtschaftsmagazin Unser Niederösterreich eine Regional- und KMU-Offensive: Ziel ist es, ganz Österreich den Top-Standort Niederösterreich näherzubringen.“ Die Inhalte verantwortet der ehemalige Chefredakteur des WirtschaftsBlatt, Wolfgang Unterhuber. Kurier-Chefredakteur Helmut Brandstätter zum neuen Produkt: „Wir freuen uns, dass wir Wolfgang Unterhuber als Magazinchef gewinnen konnten, und er seine langjährige Wirtschaftsexpertise einbringen wird. Auch die Ver-

Havas Wien-Spot für Life Ball 2013 „Kurier“ launcht Wirtschafts-Titel

Gegen soziale Ausgrenzung „Auch wenn die Medizin den Patienten mittlerweile ein erträgliches Leben ermöglicht, ein Mittel gegen die leider nach wie vor stattfindende soziale Ausgrenzung ist noch nicht erfunden“, so Alexander Rudan, Executive Creative Director von Havas Worldwide Wien: „Ein Rezept für den richtigen Umgang mit den Betroffenen gibt es dennoch – und das ist, sie ganz einfach so zu behandeln wie vor ihrer Infektion. Nicht mehr und nicht weniger.“  (red)

TV-Spot: Havas Worldwide Wien und Sabotage-Films für den Life Ball 2013.

Credits: Auftraggeber Life Ball Verantwortlicher Gery Keszler, Deborah Grumberg Agentur Havas Worldwide Wien Filmproduktion Sabotage-Films Tonstudio MG-Sounds

kaufszuwächse lt. ÖAK und das positive Ergebnis der Medienanalyse 2012 haben uns bestärkt, das Kurier-Wirtschaftsmagazin Unser Niederösterreich zu launchen. Regionalität ist für den Leser wichtiger denn je.“ Die nächste Ausgabe erscheint am 12. September, künftig ist ab 2014 pro Quartal eine Ausgabe geplant. (red)

© Kurier

Wien. Zum ersten Mal findet heuer der „Vienna Open Design Contest“ statt. Der Bewerb soll einerseits Ideen und Publikationen von kreativen Menschen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen, aber auch Gestalter und Nutzer mit Open Design und dem Begriff Creative Commons vertraut machen. Der Contest gliedert sich in vier Kategorien: Form, Food, Fashion, Fusion. Infos unter:  vienna.opendesigncontest.org

„Die Investments an das User-Verhalten anpassen“

© medianet/Szene1/Christian Mikes

Call for Entries: Vienna Open Design Contest

Lösungen Mobile Marketing Innovation Day veranschaulicht die Veränderung in der Branche

© Havas Worldwide Wien

short

Freitag, 24. Mai 2013

Auf 32 Seiten wird der Wirtschaftsstandort Niederösterreich nähergebracht.


m e d ie n

Freitag, 24. Mai 2013

medianet – 9

Expansion Nach dem Madonna Stylebible-Launch im März bringt man diese Woche im hochpreisigen Magazinsegment zwei weitere Titel auf den Markt

„Ausbauen, wenn andere sparen“ Wien. Nach dem Launch der Madonna Stylebible im März bringt die Mediengruppe Österreich diese Woche zwei weitere Titel im hochpreisigen Magazinsegment auf den Markt. Heute erscheint mit NaturLust ein Hochglanzmagazin, das dem aktuellen Trend nach Naturverbundenheit folgt, wobei der Nutzwert für die Leserinnen und Leser dabei im Vordergrund stehe. Darin enthalten: Fotoreportagen, Rezepte mit heimischen Produkten, Tipps aus der Naturapotheke oder Urlaubs- und Sportangebote in Österreich. Für heuer geplant sind vier Ausgaben (Copypreis 4,50 €). Bereits gestern erschienen ist die erste Ausgabe des Madonna Society Lookbook. Der zweite Hochglanz-Titel im Frauensegment nach der Madonna Stylebible wird dem Bedürfnis nach Fashion und Style gerecht. Die schönsten StarLooks zum Nachshoppen – vom trendigsten Party-Outfit bis zum heißesten Beach-Look – werden in einem edlen Umfeld präsentiert.

für die Mediengruppe Österreich umgesetzt. Mit Wolfgang Götz und David Koppensteiner erhält das OnlineVerkaufsteam einen wichtigen personellen Zuwachs. Der versierte Verkaufs-Profi Wolfgang Götz war seit 2006 bei der Presse als Key Account Manager für den Online-Salesbereich verantwortlich. Koppensteiner werkte zuletzt als Anzeigenleiter bei der Styria Multi Media für das Miss-Magazin und war davor vier Jahre bei der Verlagsgruppe News als Anzeigenleiter des Jugendmagazins Xpress und bei TV Media tätig. „Mit der Übernahme der Manage-

ment-Verantwortung durch Niki Fellner stellen wir die Weichen für die nächsten Wachstumsschritte im zentralen und wichtigen Multimedia-Geschäft“, so Voigt. Gegenüber medianet kündigt der CEO an, „weitere Firmen kaufen“ zu wollen, so „wie wir das jetzt schon bei ‚joe24‘, ‚wienurlaub.at‘ oder ‚careesma.at‘ gemacht hatten“. „Zusammen mit unserem Team wollen wir unsere exzellenten Reichweiten-Zahlen weiter ausbauen und das Umsatz-Wachstum nachhaltig steigern.“ Und Voigt abschleßend: „Während andere abbauen, bauen wir weiter aus.“ (fej)

© Österreich (2)

Mediengruppe Österreich launcht zwei neue Magazine, kündigt für Herbst ein weiteres an und baut Web-TV-Aktivität aus.

Magazin-Offensive bei Österreich: Madonna Society Lookbook und NaturLust.

Goldener Hahn 2013

Neues Wirtschaftsmagazin Oliver Voigt, CEO der Mediengruppe Österreich, gegenüber medianet: „Unsere Devise ist volle Initiative ‚Online‘, aber gleichzeitig auch volle Initiative ‚Magazine‘. Wir glauben ans große mediale Ganze. Wir glauben an das Schlagwort ‚online first‘ und deshalb auch unsere große Personalinitiative, bei der unter anderem Niki Fellner nun auch ManagementVerantwortung übernimmt, und in den nächsten Wochen kommen drei weitere Key-Accounter zu uns.“ Zusätzlich treibt der Verlag das Thema ‚Personal‘ voran, indem im Sommer eine eigene Akademie für den journalistischen, aber auch für den Sales-Nachwuchs gestartet wird. „Hier bieten wir jungen, frischen Menschen an, unsere Mediengruppe kennenzulernen“, so Voigt.

Neue Web-TV-Formate

© Österreich/Johannes Kernmayer

Zusätzlich plane man für Herbst ein viertes Magazin-Format aus dem Bereich Wirtschaft. Und generell: „Wir glauben nicht ‚online oder offline‘, sondern bei uns geht es um Online und Magazine und Radio.“ Und: „Am 17. Juni startet mit ‚oe24.tv‘ ein eigenes Video-Portal, für das wir täglich drei eigene Sendungsformate produzieren werden: ‚Society TV‘, ‚Wetter TV‘ und ‚Fun TV‘“, so Voigt. Zusätzlich zur Produktseite tut sich auch personelle einiges: Online-Chefredakteur Niki Fellner wird wie erwähnt ab sofort auch in die Geschäftsführung des oe24-Netzwerks eintreten. Neu an Bord ist Florian Liebisch als Head of New Media Development. Liebisch führte zuletzt seine eigene Multimedia-Agentur „Radiosity“ und hat auch einige Projekte

oe24.at-Chefredakteur Niki Fellner steigt nun auch ins Management ein.

Jetzt Karten kaufen! Werbegala am 20. Juni www.goldenerhahn.or.at


B i z-tal k C L A S SI C

10 – medianet

Freitag, 24. Mai 2013

Geburtstag Auszeichnung

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© Markus Hollo

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1. Birgit Schwarz (ORF), Michael Goldinger (Unternehmensberater), Andreas Nemec (BBG), Werner Suppen (RA), Rainer Hazivar (ORF); 2. Markus Gruber (GPK), Andrea Kdolsky (PWC), Othmar Karas (ÖVP), Karlheinz Töchterle (BM).

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1. Reinhard Scheitl (Österreichische Post), Alfred Koblinger (PKP BBDO), Thomas Auböck (Österreichische Post), Jürgen Polterauer (DMVÖ); 2. Martin Wilfing (DMVÖ), Walter Hitziger (Österreichische Post), Anton Jenzer (DMVÖ); 3. Margit Kaluza- Baumruker (Herold Business Data), Sabine Hoffmann (DMVÖ); 4. Peter Drobil (ÖMG ), Manfred Oschounig (ÖBB-CI&M), Jörg Spreitzer (JWT Wien).

Die besten Dialogkampagnen des Jahres 2012

DMVÖ-Award

Anton Jenzer hieß die vielen Gäste willkommen.

MetaStadt Am 16. Mai wurde er wieder verliehen: der wichtigste Dialogmarketing-Preis Österreichs. „Columbus“-Trophäen in Gold, Silber und Bronze wurden vor rund 300 Augenpaaren an die Gewinner übergeben. 18 Agenturen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz konnten sich über die insgesamt 44 Auszeichnungen freuen. Die Wiener Agentur Dialogschmiede beeindruckte die Jury am meisten und wurde zur besten Agentur gewählt, Demner, Merlicek & Bergmann landete auf dem zweiten Platz. Den Preis für die „Beste Kampagne 2012“ erhielt „Taxi Glas“ von der Agentur Young & Rubicam. Zahlreiche Vertreter der österreichischen Kommunikationsbranche feierten die Gewinner des „DMVÖ Awards 2012“. Unter den Anwesenden befanden sich auch Eva Mandl (GF Himmelhoch PR), Ricardo-José Vybiral (DMVÖ), Milo Stössl (SDV-Präsident), Jörg Spreitzer (GF JWT Wien), Georg Mündl (Österreichische Post), Daniela Philipp-Sabelko (DMVÖ), Christoph Sima (GF United Internet Media Austria) und Alexandra VetrovskyBrychta (­Herold). (dp)

Gastkommentar Apps bringen den entscheidenden Mehrwert

Apps sind „Überall“

© LSZ

Sindy AmadeiYang, GF LSZ Consulting und Initiatorin des 1. App-Con­gress „Überall“.

Essenziell Apps prägen nicht nur unseren Alltag und werden für alles Erdenkliche genutzt, sie schlagen auch die Brücke zwischen den Bereichen Lifestyle, Business und Technology. Genauer erweisen sie sich zunehmend für Marketing-Experten, CIOs und CEOs als entscheidendes Schlüssel-Werkzeug für nachhaltigen Wettbewerbsvorteil. Im Marketing gilt es, Apps nicht nur kreativ und originell, sondern vor allem so in die gesamte Unternehmenskommunikation einzubinden, dass die gesetzten Ziele dauerhaft und effizient erreicht werden. Überlegene CIOs müssen darauf achten, welche Apps sie wie am besten einsetzen, um Vertriebsprozesse sinnvoll und für ihre Unternehmen positiv zu gestalten. Allen voran sind es aber die CEOs, die den essenziellen Mehrwert durch den Einsatz von Apps erkennen müssen, um dauerhaft einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Mitbewerb für sich beanspruchen zu können. Das Potenzial der derzeit rund 1,5 Mio. existierenden Apps ist jedenfalls noch lange nicht ausgeschöpft. Viel mehr stehen wir erst am Anfang einer langen Reise, die von Tag zu Tag spannender wird. Durch das immer besser werdende Datenmanagement kann schon jetzt jeder Tag in der App-Entwicklung ein Quantensprung für die (digitale) Entwicklung der Menschheit bedeuten – welche Apps wird es da erst in ein paar Jahren geben? Fakt ist jedenfalls, sie werden uns ‚Überall‘ begleiten. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

30-jähriges Bestehen der AktionsGemeinschaft

Gemeinschaftlich Jubiläum Die AktionsGemeinschaft feierte Geburtstag. Auf nun schon 30 Jahre kann die AG zurückblicken. Gründer, Wegbegleiter, ehemalige AGler und heute erfolgreiche Persönlichkeiten berichteten über ihre Arbeit in der AG und darüber, was sie aus dieser Zeit mitnehmen konnten. Und auch am Podium diskutierte man ausführlich über die Ziele der AG. Das Programm wurde mit einem „History Walk“ über die Ereignisse der letzten 30 Jahre abgerundet. Auch die Moderation übernahmen naturgemäß zwei ehemalig aktive AG-Mitglieder, Birgit Schwarz und Rainer Hazivar (beide ORF).

Von den Erfahrenen lernen, wie der Hase läuft Der Abend sollte den Austausch zwischen den ehemaligen und aktiven, zwischen den älternen und jüngeren AG-Mitgliedern ermöglichen und fördern. Josef Kinast (Siemens), Romy Seidl (ORF), Martin Humer, Alfred Hoch (beide ÖVP), Norbert Swoboda (Kleine Zeitung), Michael Heinisch (Vinzenzgruppe) u.v.m. ließen es sich nicht nehmen, mit der AG zu feiern.  (dp)

Am 12. und 13. Juni findet „Überall“, der erste Wiener App-Congress mit Vorträgen, Workshops und Meeting ­Lounges, statt (METAstadt, Dr. Otto Neurath Gasse 3).

Karriere

tipp des tages

präsentiert von

Hermann Sileitsch Kurier © Hoffmann und Campe

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John F. Kennedy Während seiner Präsidentschaftszeit ließ John F. Kennedy mehr als 360 Stunden seiner Gespräche und Telefonate im Oval Office heimlich auf Tonband aufzeichnen. Die Bänder bilden einen historischen Fund von außerordentlichem Rang: Wir erleben, wie es sich anfühlt, das wichtigste Büro der Welt zu führen. nur wenige Eingeweihte wussten von dem Tonaufzeichnungssystem. 25,70 €, Hoffmann und Campe, ISBN: 978-3-455-50279-4.

© Kurier

© DMVÖ/ Christoph H. Breneis

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Einstieg Hermann Sileitsch verstärkt ab Anfang Juli das Kurier-Team. Er war bereits als WirtschaftsressortLeiter bei der Wiener Zeitung und davor als Chefredakteur bei medianet für das Ressort retail tätig.


retail medianet

Novomatic trennt sich wieder von seiner dayli-Beteiligung 

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Freitag, 24. MAI 2013 – 11

Karibik-Feeling

Malibu Caribbean Rum with Coconut Flavour, Eristoff Vodka Limskaya und Ottakringer Bier­Temperaturanzeige. Seite 15

Dreamteam

New ICEMAN

Spar inthronisiert ein neues Geschäfts­ führer-Trio in Tschechien  Seite 14

Elio Leoni Sceti ist der neue CEO in der Iglo-Gruppe 

© VDS

losgelöst

© Spar/J. Joachim

© APA/H. Fohringer

© Bacardi Martini

inside your business. today. 

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Berger erklärt sich zum „Schinken-Marktführer“

© dpa/A3416 Carmen Jaspersen

short

Produktfälschungen Der österreichische Zoll hat 2012 weniger gefälschte Produkte abgefangen, nämlich nur 2.344 Sendungen mit 182.046 Artikeln. Zuvor, in 2011, waren es 3.201 Sendungen mit knapp 98.000 Artikeln. Der beliebteste Pfad der Plagiate ist der Postweg, vor allem für die kleinen Sendungen. Seite 13

Preisfrage Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM), will Preiserhöhungen wie in Deutschland. Dort wurden die Milchproduktpreise zuletzt um neun Prozent erhöht. Seite 14

© Fleischwaren

© AMA/APA-Fotoservice/Rastegar

Schinken Der nie­ derösterreichische Schinkenhersteller Berger verzeichnete 2012 ein Umsatz­ plus von 9% und setzt auch weiterhin auf leichtere, fett­ ärmere Produkte. Mit „regional.opti­ mal“ hat Berger einen Mittelweg zwi­ schen biologischer und herkömmlicher Fleischproduktion beschritten.Seite 12

9. Infotag der HeImIscHen mBa- & LL.m.-anBIeter 9. Infotag

4. JUnI 2013 – 13:00 bis 20:00 Uhr fH campus Wien, favoritenstraße 226, 1100 Wien Programm 13:00–14:30 Uhr 14:30–16:00 Uhr 16:00–20:00 Uhr

Einzelgespräche Podiumsdiskussion Leistungsschau

Infos & Anmeldung auf careernet.at/mba-llm

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euro 15.000,–

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ti tel sto r y

Freitag, 24. Mai 2013

© Fleischwaren Berger

12 – medianet retail

Famili en bet ri eb be rg er

Schinken In einem stagnierenden Fleischmarkt erzielt der Schinkenhersteller Berger Umsatzsteigerungen

Berger profitiert vom Trend zu leichtem Essen

v.li.n.re.: Gaby Kritsch, Claudia, Rudolf und Herta Berger „Uns ist wichtig, dass Lebensmittel wieder einen Wert an sich darstellen müssen. Höchste Qualität, Herkunft und traditionelle Verarbeitung müssen – gerade bei Fleisch – auch einen fairen Preis haben“, meint Rudolf Berger, Geschäftsführer von Berger, der das Familienunternehmen in vierter Generation leitet.

Mit „regional.optimal“ geht Berger einen Weg zwischen Bio- und herkömmlicher Fleischproduktion. Mathieu Völker

Wien. Während der Zenit des Fleischkonsums erreicht scheint, blickt der Schinkenhersteller Berger auf ein erfolgreiches Jahr 2012 zurück: Der Gesamtumsatz des niederösterreichischen Familienunternehmens stieg im Vorjahr um 9% auf 120 Mio. €. Während der Schinkenabsatz der Branche von 2011 auf 2012 um 2,6% stieg, wuchs Berger mit 7% deutlich über dem Markt. Der mengenmäßige Absatz wurde auf 25.000 t gesteigert. „Wir freuen uns sehr, dass wir als Familienunternehmen unsere ‚Schinken-Marktführerschaft‘ in

Österreich gut ausbauen und stärker als der Markt wachsen konnten“, erklärte Rudolf Berger im Rahmen der Jahresbilanz. Berger verarbeitet zu 100% Schweine und zu 99,5% Rinder aus Österreich, die am Unternehmensstandort Sieghartskirchen zu 19.000 t Wurst- und Schinkenspezialitäten und 6.000 t Frischfleisch verarbeitet werden. Berger beschäftigt 450 Mitarbeiter in Sieghartskirchen. 90% der Produktion werden in Österreich verbraucht, die restlichen 10% werden in Nachbarländer exportiert. Einen Grund für das Wachstum erblickt Vertriebschefin Gaby

Kritsch in dem fettarmen Sortiment: „Wir sehen allgemein einen Trend hin zu leichteren, fettärmeren Produkten und liegen daher mit unserer Schinken-Palette, deren Fettgehalt zwischen zwei und sieben Prozent liegt, punktgenau richtig.“

Regionalität statt Bio Mit seiner Marke „regional.optimal“ versucht Berger einen Mittelweg zwischen Bio- und konventionell hergestellten Produkten zu gehen. Laut Berger wird dabei nur Fleisch von garantiert gentechnikfrei gefütterten, heimischen

Schweinen von 35 Bauern aus der Region verarbeitet. Berger: „Wir setzen uns selbst eine Einschränkung: Die Schweine werden ausschließlich aus einem Umkreis von 50 Kilometern rund um das Werk bezogen.“ Für die Tiere bedeute das eine Stressreduzierung durch kürzere Transportwege. „Das schmeckt man ganz eindeutig“, so Berger.

„Wir freuen uns, dass wir als Familienunternehmen unsere ‚Schinken-Marktführerschaft‘

Fleischkontrolle EU Food Laws fordern betriebliche Eigenkontrollen

Berger: „Immenses Datenvolumen“ nutzen Wien. Eines der Prinzipien der Verordnung Nr. 178/2002 des Europäischen Parlaments und des Rats aus dem Jahr 2002 besteht darin, dass die Lebens- und Futtermittelunternehmen die Verantwortung für die Einhaltung der Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit tragen. Dadurch ergibt sich eine verstärkte betriebliche Eigenkontrolle, die durch externe Prüfungen ergänzt wird. Beim Schinkenhersteller Berger fanden im Jahr 2012 insgesamt 8.600 Untersuchungen (oder 23 Kontrollen täglich) im Rahmen der betrieblichen Eigenkontrolle sowie 20 externe Audits statt, welche Rudolf Berger durchaus positiv sieht: „Gerade in Zeiten zunehmender Kundentäuschung ist es uns als Vorreiter und Marktführer im Bereich Schinken wichtig, den Konsumenten für ihr Vertrauen zu danken und frei nach dem Motto ‚Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser‘ dieses Vertrauen auch durch entsprechende Überprüfungen externer Kontrollstellen zu stärken.“ Laut Rudolf Berger produzieren diese Kontrollmaßnahmen ein immenses Datenvolumen, das es zu nutzen gelte. Er schlägt in diesem Zusammenhang vor, das staatliche und betriebliche Daten­ material zu verbinden, um so einen besseren Überblick zu schaffen und mehr Lebensmittel­ sicherheit zu gewährleisten.

in Österreich gut ausbauen konnten.“ Rudolf Berger

Regionalität spiele auch beim Futtermittel eine große Rolle, da ausschließlich gentechnikfreie Futtermittel aus dem Tullnerfeld und dem Donauraum verwendet wird: „Mir ist es wichtig, dass damit sowohl die Wertschöpfung in Österreich bleibt, als auch gleich zwei Mal Lebensraum geschützt wird. Denn für unser Soja wird kein Regenwald gerodet, und Tausende

Kilometer Transport aus Südamerika werden vermieden und somit eine Unmenge an CO2-Emissionen eingespart.“ Laut Berger sei es aber unrealistisch, das „regional.optimal“-Konzept auf ganz Österreich auszudehnen.

Betriebliche Kontrollen Als Reaktion auf die jüngsten Fleischskandale setze Berger auf Eigenschlachtung und Verarbeitung.: „Wir zerlegen das gesamte Schweinefleisch selbst, die Rinder werden in Hälften geliefert. Wir beziehen – im Vergleich zu so manchem Mitbewerber – somit kein anonymes Verarbeitungsfleisch“, erklärt Berger. Es gelte, durch Klarkeit, Rohstoffabsicherung und eindeutige Kennzeichnung der Produkte das Vertrauen der Konsumenten zurückzugewinnen. Berger betont, dass in seinem Betrieb jährlich 8.600 Untersuchungen im Rahmen der betrieblichen Eigenkontrolle durchgeführt werden. Im laut Berger in Österreich einzigartigen Betriebslabor können DNA-Analysen sowie mikrobiologische und chemische Untersuchungen durchgeführt werden. Für 2013 nimmt sich Berger kein Mengenwachstum, sondern nachhaltige Ziele vor. Der Kochschinken soll weiter ausgebaut und regionale Varietäten angeboten werden. Auch regionale Wurstprodukte sollen heuer auf den Markt gebracht werden.


r e tai l & pr o du c e r s

Freitag, 24. Mai 2013

medianet retail – 13

Produktfälschungen Beschlagnahmte Waren in Österreich hätten als Originale 4,2 Mio. € gekostet, 94% der Sendungen kamen am Postweg

Das Plagiat kommt mit der Post Wien. Der österreichische Zoll hat 2012 deutlich weniger gefälschte Produkte abgefangen. Das sei ein großer Erfolg und vor allem auf eine Aufklärungskampagne im Herbst des Vorjahres zurückzuführen, heißt es im aktuellen Produktpirateriebericht, der gestern Donnerstag, im Parlament vorgestellt wurde. Im Vorjahr hat der Zoll 2.344 Sendungen mit gefälschten Produkten abgefangen und dabei 182.046 Artikel aus dem Verkehr gezogen. Die Waren hätten – als Originale – 4,2 Mio. € gekostet. 2011 waren 3.201 Sendungen mit knapp 98.000 Artikeln den Zollfahndern ins Netz gegangen, der Wert war bei 5,3 Mio. € gelegen. Der Rückgang kam vor allem im vierten Quartal des Vorjahrs zustande. Vor allem Internet-Bestellungen stehen im Visier des Zolls. Man wisse schon, dass gewisse Produkte verstärkt bestellt werden,

sobald sie Stars in Fernsehserien tragen, sagt Gerhard Marosi, Experte für Produktpiraterie im Finanzministerium. Die Zusammenarbeit mit Firmen, deren Produkte gefälscht werden, ist aber eng: In 99,5% aller Fälle wurden die Zollbehörden auf Antrag der betroffenen Firmen aktiv.

Nur 12 Straßentransporte Fast 94% der beanstandeten Sendungen sind auf dem Postweg nach Österreich gekommen. Dabei handelt es sich aber meist um kleine Sendungen, daher werden nur 21% der gefälschten Produkte

so gefunden. Nur in zwölf Fällen (0,51 Prozent) kam die Sendung per Straßentransport, dabei gingen aber 138.244 Artikel (76%) den Zollfahndern ins Netz. Das erklärt auch, warum zwar 68% aller Sendungen aus China kamen, aber nur 14,5% der gefälschten Artikel. Aus der Türkei hingegen stammten nur 1,9 Prozent der Sendungen (44 Fälle), dabei wurden aber 71% der beschlagnahmten Artikel gefunden. Ein besonderes Problem stellen dabei Medikamentenfälschungen dar: Insgesamt 630 Sendungen mit 33.400 Arzneimitteln wurden 2012 in Österreich abgefangen. EU-weit nimmt Österreich hier eine Vorrei-

terrolle ein, 2011 (jüngste Zahlen) entfiel ein Drittel der Funde in der gesamten EU (823 von knapp 2.500) in Österreich an. Österreich habe daher im Kampf gegen Fälschungen eine Vorbild-Funktion (Best Practice). Eines der nächsten Ziele ist die verbesserte Zusammenarbeit mit Indien – von dort kommen, nach China, die meisten Sendungen mit Fälschungen. Im Vorjahr waren das 500 Sendungen, praktisch zur Gänze mit Medikamenten. Österreich wurde von Brüssel eingeladen, bei der Verbesserung der Zusammenarbeit mit Indien mitzuarbeiten, sagte Marosi. (APA

© dpa/A3416 Carmen Jaspersen

Im Vorjahr hat der Zoll 2.344 Sendungen mit gefälschten Produkten abgefangen, 2011 waren es 3.201.

Gefälschte Markenschuhe werden immer wieder aus dem Verkehr gezogen.

Zielpunkt Post Partner

Mehr Angebote Wien. Was sich bei vielen Kaufleuten bestens bewährt hat, feiert nun bei Zielpunkt den Einstand: Die Supermarktkette geht eine Partnerschaft mit der Österreichischen Post ein. In der Filiale in der Hietzinger Hauptstraße 145 im 13. Wiener Gemeindebezirk gibt es ab sofort einen Post Partner. Neben einem 6.000 Artikel breiten Lebensmittel-Sortiment werden somit Post- und Bankdienstleistungen direkt in der Filiale angeboten. Zielpunkt-Vorstand Thomas Janny: „Wir erweitern das Angebot für unsere Kunden und sorgen für zusätzliche Frequenz in der Filiale.“ Die Mitarbeiter wurden von den Post-Kollegen geschult und bieten ab sofort all jene Leistungen an, die üblicherweise eine Post oder Bawag-Filiale abdeckt. (red)

Iglo Gruppe Sceti ist CEO

Neuer Eismann

Feltham. Die Iglo Gruppe, Europas führendes Unternehmen für Tiefkühlkost, gibt die Ernennung von Elio Leoni Sceti zum neuen CEO mit Wirkung zum 23. Mai bekannt. Elio Leoni Sceti (47) verfügt über 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen FMCG und Medien. Er war bis 2010 als CEO von EMI Music tätig. Anlässlich der neuen Aufgabe meint er: „Ich weiß, wie aufregend und lohnend es ist, Wachstum zu generieren und Marktanteile zu gewinnen.“ (red)

Bezahlen und Geld abheben in einem. An der Kassa Ihrer BILLA-Filiale können Sie jetzt auch Bargeld beheben – ganz einfach beim Bezahlen Ihres Einkaufs mit Bankomatkarte. Bargeld 2 go heißt das neue Service exklusiv für Vorteils-Club Mitglieder.

So funktioniert’s im Detail: r+PL)LOLI\UN]VU)HYNLSKPZ[HULPULU,PURH\MNLI\UKLU r2H\MLU:PLLPUMHJO^PLNL^VOU[TP[0OYLY=VY[LPSZ*S\I2HY[LLPU\UKSHZZLU  \UZLYL2HZZLU4P[HYILP[LY^PZZLUKHZZ:PLH\JO)HYNLSKILOLILUTlJO[LU r)LaHOSLU:PL0OYLU,PURH\M‹NHUaLNHS^PLNYVtVKLYRSLPUKPL:\TTLPZ[‹ mit Ihrer Bankomat-Karte. r:PLRlUULUIPZa\w‹HU)HYNLSKHIOLILU

© Iglo Gruppe/Harry Page

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Exklusiv für Vorteils-Club Mitglieder Elio Leoni Sceti ist neuer CEO der IgloGruppe, dem Europa-Marktführer bei TK. Medianet_Bargeld2go_216x288 1

16.05.13 12:19


r e ta i l & p r o d u c e r s

14 – medianet retail

Freitag, 24. Mai 2013

Preisoffensive Die Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM) will Preiserhöhungen wie in Deutschland

short

„Qualität hat ihren Preis“

Angeblich 5,25 Mio. € netto für Niemetz Wien. Für die Übernahme der insolventen Schwedenbombenfabrik Niemetz macht die Meinl-Tochter Heidi Chocolat angeblich 5,25 Mio. € netto locker. Das teilte Gerhard Weinhofer, Geschäftsführer von Creditreform, am Mittwochnachmittag der APA auf Anfrage mit. Heidi-Chef Erwin Vondenhoff hatte zuvor angedeutet, dass das ursprüngliche Angebot von 4,3 Mio. € noch einmal nachgebessert worden sei. (red)

VÖM-Sprecher Helmut Petschar fordert seriöse Diskussion bezüglich Preisdifferenzen und AK-Vergleichen. Wien. Eine höhere Milchmenge und niedrigere Verkaufspreise für Milchprodukte haben den österreichischen Molkereien ein „wechselhaftes Jahr“ 2012 beschert. Die Umsätze blieben mit 2,2 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Milchanlieferung der Bauern stieg hingegen um 2,1 Prozent auf den neuen Rekordwert von 2,97 Mio. t. Höhere Nachfrage aus dem Ausland pushte die Exporte um 7,5 Prozent auf 1,04 Mrd. € und konnte damit ein leichtes Absatzminus im Inland dämpfen. Erneute Kritik übten die Molkereien an der „Aktionitis“ des Handels und der Nahrungsmittelpreisvergleiche der Arbeiterkammer. „Höchste Qualität zum billigsten Preis gibt es nicht“, mahnt Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM). Er würde sich eine seriöse Diskussion wünschen und habe bereits Gespräche mit Arbei-

© APA/Helmut Fohringer

9% Teuerung in Deutschland Nach Preissenkungen im vergangenen Jahr wollen die Molkereien wieder höhere Verkaufspreise mit dem Handel herausverhandeln. Petschar wünscht sich eine Preiserhöhung wie kürzlich in Deutschland, wo die Produkte im Handel um rund neun Prozent teurer wurden. Die österreichischen Molkereien haben im vergangenen Jahr die Auszahlungspreise für Bauern im Jahresschnitt für Milch mit natürlichen Inhaltsstoffen (inkl. Mehrwertsteuer) von 39,62 ct/kg auf 37,96 ct/kg im Jahr 2012 (4,2%) gesenkt. Der Preis für Milch mit 3,7 Prozent Fettgehalt (ohne Steuern) ging von 34,03 auf 32,49 ct/kg zurück. Wegen Überlieferung der Milchquote 2012/13 müssen

© AMA/APA-Fotoservice/Rastegar

Novomatic gibt dayliBeteiligung zurück

terkammer-Direktor Werner Muhm und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl geführt.

VÖM-Sprecher Helmut Petschar wünscht sich höhere Verkaufspreise im Handel.

die Milchbauern eine Strafe von mehr als 30 Mio. € nach Brüssel überweisen. Der Umsatz der größten heimischen Molkerei Berglandmilch erhöhte sich 2012 um drei Prozent auf 855 Mio. €, die NÖM-Erlöse gingen um vier Prozent auf 316

Mio. € zurück und bei der Gmundner Milch wurde mit 185 Mio. € ein Plus von drei Prozent erzielt. Alpenmilch Salzburg steigerte die Umsätze um zwei Prozent auf 127 Mio. € und die Erlöse der Gebrüder Woerle schnellten um zwölf Prozent auf 126 Mio. € in die Höhe. (red)

Personalia Trennung von Spar Tschechien-Managern Martin Ditmar und Christian Koller

Engpass bei Hygieneartikel

Die Novomatic ist an dayli nicht mehr beteiligt, bleibt aber Investor.

Wien. Novomatic steigt aus seiner Beteiligung am Einzelhändler dayli wieder aus, bleibt aber als „Finanzinvestor“ engagiert. Novomatic war erst im November 2012 bei dayli eingestiegen und hat laut Börseprospekt für seine 45%-Beteiligung nur einen Euro gezahlt, zusätzlich aber ein Darlehen über zehn Mio. € gewährt. Die TAP 09 Beteiligungs GmbH des dayli-Eigentümers Rudolf Haberleitner „kauft die Novomatic-Anteile an der TAP Dayli Vertriebs GmbH zurück, um weitere strategische Investoren an Bord zu holen und um die Finanzierung des neuen Filialkonzeptes zu optimieren“, heißt es in einer Aussendung. Novomatic bleibe „als reiner Finanzinvestor am Ergebnis von dayli beteiligt“. Haberleitner hat durchwegs ehrgeizige Expansionspläne: Er will heuer 114 Mio. € in den Umbau bestehender Filialen sowie in Neueröffnungen investieren, davon 52 Mio. € in Österreich. (red)

Salzburg. Mit Robert Spiegel, Karl Bumberger und Christoph Pöll hievt Spar drei erfahrende Manager mit internationalem HandelsKnow-how an die Spitze von Spar Tschechien: Robert Spiegel war viele Jahre Geschäftsführer bei Despar in Nordostitalien und wurde 2009 in den Verwaltungsrat der Spar-Auslandsgesellschaft Aspiag Management AG berufen. Karl Bumberger ist Geschäftsführer der Aspiag Management AG, wo er insbesondere die Bereiche Marketing und Vertrieb leitet, nachdem er früher in den Auslandsgesellschaften direkt tätig war. Christoph Pöll leitete bisher den Bereich „Konzernales Non-Food-II-Supply-Chain Management und Logistik“ und war GF der Simpex. (red)

Neues Geschäftsführer-Trio: Karl Bumberger, Robert Spiegel und Christoph Pöll.

Caracas. Ein Klopapier-Engpass zwingt Venezuela zu staatlichem Handeln: Die Nationalversammlung des ölreichen lateinamerikanischen Landes billigte diese Woche einen Kredit in Höhe von umgerechnet 61 Mio. €, um die Einfuhr von Toilettenpapier und anderen Hygieneartikeln zu finanzieren. Von dem Geld sollen 39 Mio. Klopapierrollen, 50 Mio. Damenbinden, zehn Mio. Stück Seife, 17 Mio. Windeln und drei Mio. Tuben Zahnpasta importiert werden. Zu Engpässen bei Konsumgütern kommt es, seit die venezolanische Regierung 2003 Preiskontrollen eingeführt hat. Angeblich seien Hamsterkäufe und Spekulationen für die Engpässe verantwortlich.

Gemeinsam Limo wird künftig von der Brauerei abgefüllt

Schwerin/Vevey. Der Siegeszug der Kaffee-Kapsel verhilft dem strukturschwachen deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zu neuen Arbeitsplätzen: Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé baut in der Landeshauptstadt Schwerin seine größte Kaffee-Kapsel-Fabrik in Europa; 450 Mitarbeiter sollen dort pro Jahr zwei Mrd. Kaffee-Kapseln der Marke „Dolce Gusto“ herstellen. Damit will der Konzern seine

Murau. Die Keli Limonade geht eine Kooperation mit der Traditionsbrauerei Murauer ein. Seit Mai wird das zisch-frische Getränk von der Brauerei Murau abgefüllt und in der traditionellen 0,33 l-Glasflasche für die Gastronomie angeboten. „Mit der Brauerei Murau konnten wir einen weiteren starken Geschäftspartner gewinnen und freuen uns sehr auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit“, kommentiert

© EPA

450 Arbeitsplätze schafft die Kapselproduktion in Mecklenburg-Vorpommern.

Marktposition bei jenen ausbauen, die ihren Kaffee zubereiten, indem sie entsprechende Maschinen mit kleinen Kaffee-Kapseln und Wasser füllen. Von 2010 auf 2011 habe Nestlé den Umsatz von Kaffeekapseln weltweit um 50% gesteigert. In Deutschland und in Europa liege das Unternehmen auf Rang eins, sagt Pressesprecher Alexander Antonoff. 220 Mio. € lässt sich Nestlé das Werk mit zwölf Produktionslinien am Stadtrand von Schwerin kosten. Die Nähe zu Deutschlands größtem Kaffee-Hafen in Hamburg, die Lage zwischen den Absatzmärkten in Hamburg und Berlin und ein naher Autobahnanschluss hätten die Entscheidung für Schwerin begünstigt, meint Nestlé-Generaldirektor Laurent Freixe. Beliefert werden der deutsche, der skandinavische und der osteuropäische Markt. Bisher produziert Nestlé seine Kapseln im englischen Tutbury und im spanischen Girona. Das Schweriner Wirtschaftsministerium fördert den Bau mit 22,5 Mio. €. Mit 41.800 t Kaffee machen die Portions-Kaffees elf Prozent auf dem deutschen Kaffeemarkt aus.

Keli und Murauer gehen Koop ein

Keli-GF Rudolf Mühlberger. Auch die Brauerei Murau ist vom wirtschaftlichen Erfolg dieser Kooperation überzeugt. „Mit ‚Keli‘ können wir unsere Kompetenz in der Limonadenabfüllung stärken und unsere Produktpalette qualitätsvoll erweitern“, freut sich Murauer Bier-GF Josef Rieberer über die Kooperation, die unter dem Arbeitstitel ‚Kult (Keli) trifft auf Tradition (Murauer Bier)‘ laufen könnte.

Murauer Qualitätsbekenntnis

© Keli

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

VKI-GF Franz Floss: Umweltschutz rechnet sich auch finanziell.

Kein Klopapier in Venezuela

Investitionen Kapselfabrik in Deutschland errichtet

Nestlé baut Werk für 220 Mio. €

VKI erhält ÖkoProfitAuszeichnung Wiens

Wien. Nachhaltigkeit spielt beim Verein für Konsumenteninformation (VKI) nicht nur bei der Untersuchung von Produkten eine Rolle. Auch die eigene Umweltbilanz steht im Fokus. Die Maßnahmen des VKI im Bereich Umweltschutz – u.a. ein überarbeitetes Abfallwirtschaftskonzept, die Reduktion des Papierverbrauchs und der Wechsel zu einem mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifizierten Stromanbieter – führten zur „ÖkoProfit“-Auszeichnung durch die Stadt Wien für das Jahr 2013. (red)

© Spar/Jakub Joachim

Dreamteam für Spar Tschechien

GF Rudolf Mühlberger von der Murauer Brauerei und GF Josef Rieberer von Keli.

Murauer Bier wird seit 1495 in Murau gebraut. Die Brauerei Murau versteht sich als Produzent qualitativ hochwertiger Produkte, die unter Berücksichtigung ökologischer Richtlinien hergestellt werden. Keli indes feiert ein Revival mit steigender Nachfrage und gleichfalls starkem Qualitätsbekenntnis. Für Murauer Bier sind dies wichtige Kriterien für eine erfolgreiche Zusammenarbeit; gemeinsam wollen die beiden Unternehmen für eine konsequente Umsetzung der definierten Ziele sowie der vereinbarten Strategie sorgen. (red)


product news

Freitag, 24. Mai 2013

medianet retail – 15

Karibik-Feeling fßr zu Hause, am Morgen danach Kellogg’s Flocken Product News Malibu Caribbean Rum with Coconut Flavour, Kellogg’s Special K in den Varianten Classic und Red Fruit, Eristoff Vodka Limskaya und Ottakringer Bier-Temperaturanzeige am Etikett.

Š Pernod Ricard Austria; Kellogg Österreich; Bacardi Martini

Optimierter Nährwert bei gleichbleibend hohem Genuss – das bringt die neue Variante von Kellogg’s Special K. Mit der neuen Rezeptur, ergänzt durch Gerste als Zutat, reduziert Kellogg’s in den beliebten Special K-Flocken nicht nur die gesättigten Fette um 40% und den Salzteil um 11%. Auch der Nährwert ist durch den hÜheren Anteil an Ballaststoffen und Vollkorn Kategorie Relaunch optimiert. Produkt Kellogg’s Special K in den Egal ob als Varianten Classic und Red Fruit Classic- oder Preis 3,29 ₏ Red Fruit-VaPackung 375 g (Classic) 300 g (Red Fruit) riante, Special Vertrieb Kellogg K sind jetzt Distribution LEH knuspriger als Kontakt Kellogg, Tel.: 01/7282315 je zuvor.

Eristoff ist nach eigenen Angaben die grĂśĂ&#x;te Spirituosenmarke des Landes. Eines der Highlights des heurigen Jahres ist der Relaunch des Eristoff Limskaya. Einer der erfolgreichsten Flavours Ă–sterreichs heiĂ&#x;t ab sofort Eristoff Lime. Er Ăźberzeugt mit verbesserter Rezeptur und neuem Look – das Etikett leuchtet im Dunkeln. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Relaunch Eristoff Vodka Limskaya 10,99 â‚Ź 0,7 l Bacardi Martini LEH & Gastronomie Bacardi Martini, Tel.: 01/610310

die neue gemĂźsekĂźche t(FNĂ TFWFSGFJOFSUGĂ SNFIS(FTDINBDL

Sommer, Sonne, Sand und Meer und dazu Malibu – das ist KaribikFeeling pur. Und damit dieser Inbegriff von Sommer nicht in weiter Ferne bleibt, bringt Malibu jetzt noch mehr Karibik ins SupermarktRegal und in die Lieblingsbar. Ein neuer Look und eine neue Flasche, die mit einem Sichtfenster den Blick auf das sommerliche Kultgetränk freigibt, machen Lust auf den „Caribbean Rum with Coconut Flavour“. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Relaunch Malibu Caribbean Rum with Coconut Flavour 12,99 â‚Ź 0,7 l Pernod Ricard LEH Pernod Ricard, Tel.: 01/290 28 18-107

neu

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tv-werbung ab kw

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Temperatur neu am Etikett

Bier, bitte eiskalt

Š Ottakringer/Florian Wieser

Wien. Angeblich steht der Sommer vor der TĂźr und das kĂźhle Ottakringer Helle schmeckt dann richtig gut. Wenn der Blick in den KĂźhlschrank geht, stellt sich oft die Frage: Ist das Bier kalt genug? Die Antwort darauf gibt das Bier von Ottakringer nun selbst. FĂźr die Sommerzeit hat die Brauerei die Etiketten mit einer intelligenten Temperaturanzeige ausgestattet: dem „Kältikett“. Ein Flaschensymbol am RĂźckenetikett zeigt an, ob das Bier wirklich kalt genug ist.

www.inzersdorfer.at

Brauerei-Chefin Christiane Wenckheim mit dem gut temperierten Gerstensaft. Ins_TV_Gemuese_216x288_OK.indd 1

23.05.13 15:08


s h o p ta l k

16 – medianet retail

Freitag, 24. Mai 2013

Weingut Höpler

© medianet/Szene1/Christian Mikes

nationalpark Guide

© Farthofer (3), Bernhard Kern

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Peter Buocz (Direktor Schick-Hotels Wien), Christof Höpler (Weinräume & Weingut Höpler), René Herzog (Küchenchef Restaurant Kronprinz Rudolph & Schick-Catering).

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3

Weingut lud zum Fest und gemeinsamer Verkostung

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1. Peter Rupitsch, Kurt Kirchberger, Stefanie Platzgummer, Niki Berlakovich, Diana Gregor, Sigi Schlager, Robert Brunner, 2. Sigi Menz, Ossi Schellmann, Niki Klingohr; 3. Heli Dungler, Helmut Pechlaner; 4. Ossi Schellmann, Martina Hörmer, Diana Gregor, Stefanie Platzgummer, Peter L. Eppinger

Guide-Präsentation bei prachtvollem Wetter mitten in Wien

Natur & Natürlich Schützenswert Zahlreiche Fans fanden sich auf der Wiener summerstage ein, wo sich die sechs österreichischen Nationalparks bei köstlichen Weinen und Speisen aus den einzelnen Nationalpark-regionen und von Ja! Natürlich (seit Langem einer der intensivsten Unterstützer der Nationalparks) den Anwesenden präsentierten. Unter den Gästen gesehen: Claudia Stöckl, Moderator und Ö3 Stimme Peter L. Eppinger, Ja! Natürlich-Mastermind und IAA-Präsidentin Martina Hörmer, Vöslauer-GF Alfred Hudler, Ottakringer-Boss Sigi Menz, Almdudler-Chef Gerhard Schilling, Schönbrunner Zoo Guru Helmut Pechlaner, ÖBB-Pressesprecherin Sonja Horner, der Präsident des Umweltdachverbands, Gerhard Heilingbrunner, Vier-Pfoten-Chef Heli Dungler, Werber Max Palla, Falter-GF Sigi Schlager, Haya Molcho, summerstage- Hausherr Ossi Schellmann, Umweltminister Niki Berlakovich, Projektleiterin Nationalparks Austria Öffentlichkeitsarbeit, Diana Gregor, Motivforscherin Sophie Karmasin, Interspot-Filmer Niki Klingohr, die Direktoren der Nationalparks und zahlreiche Nationalpark Ranger u.v.m. (red)

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die finstere brille

Der Mittagstisch hat entschieden Christian Novacek

© Inzersdorfer

© Verband Deutscher Sektkellereien

Malerisch „Liquid Leckerbissen“: Unter diesem Motto lud das Weingut Höpler zu einem Fest. „‚Höplers Weinräume‘ sind bereits eine fixe Institution, wenn es darum geht, Wein mit allen Sinnen zu erleben – der perfekte Rahmen, in einem wunderschönen Ambiente, das nach qualitativ hochwertigen Speisen verlangt“, erklärt Christof Höpler. „Die gemeinsame Eröffnung war eine gelungene Mischung aus der Verkostung der neuen Jahrgänge und kulinarischen Highlights unserer Küche“, meint Peter Buocz, Direktor der Schick Hotels. Auf dem Speiseplan standen Schmankerl wie beispielsweise Tafelspitz, Kalbsrahmgulasch oder Bärlauchkrautfleckerl – ideal zum Durchkosten in kleinen Portionen serviert. „‚Schick Catering‘ war für uns der ideale Partner für diese Veranstaltung“, ergänzt Höpler. „Weine aus dem Burgenland und Wiener Schmankerl – das ist bei unseren Gästen hervorragend angekommen.“ Höplers Weinräume bestehen aus insgesamt acht „Gössl-Dirndlflugtag“ am Weinräumen: der alte Stadl, ­Wiener Badeschiff: am 22. Juni der Schüttkasten, die Dopum 17 Uhr; Anmeldung für pel-Rauchkuchel, der Stall, ­mutige Springer bis 20. Juni das Preßhaus, der Keller und unter wien@goessl.com mehrere Wohnräume wurden dafür adaptiert. (red)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Hans-Henning Wiegmann ist als Vorsitzender des Aufsichtsrats von Hochland ausgeschieden. Wiegmann hatte dieses Amt seit Oktober 2001 inne. Ab 1977 war der Handelsprofi in der Oetker-Gruppe tätig und von 1992 bis Ende 2012 Sprecher der Geschäftsführung der Henkell & Co. Sektkellerei KG. Ebenfalls ausgeschieden sind Peter Thiel, Vorsitzender des Beirats der Eckes-Familienstiftungen, sowie Fritz G. Summer, der ehemalige Finanzvorstand der Hochland AG. Zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurde Hansjörg Zelger gewählt, Wirtschaftsprüfer bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Zitzelsberger in München.

Almdudler & Vöslauer: Gerhard Schilling & Alfred Hudler.

Erfüllte Weinträume am Neusiedlersee

Abwechslungsreich Ab sofort erweitert die Linie „Gemüseküche“ von Inzersdorfer das Fertiggemüse-Angebot im österreichischen Einzelhandel. Die fertigen Gemüserezepturen in den Sorten „Letscho“, „Erbsen-Karotten Rahmgemüse“, „Bohnen-Mais Mix in würziger Sauce“ und „Feine Mischung Rahmgemüse“ können kalt oder nach nur zwei bis drei Minuten Erhitzen heiß genossen werden. Erstmals stehen den Konsumenten ungekühlt haltbare, fertige und gewürzte Gemüserezepturen zur Verfügung, die sich als Beilage, als Zwischenmahlzeit oder als Grundlage für verschiedenste Speisen eignen. Noch eines: Die Verpackung im Glas ermöglicht schon vor dem Kauf einen Blick auf das Produkt. Infos auf:  www.inzersdorfer.at

D

ie Mittagstisch-Runde der medianet-Redaktion hat ein stichhaltiges Ranking der besten Lebensmittelhändler vorgenommen. Auf Platz 1 rangiert Merkur: Die Verbrauchermarktkette punktet stark in der Kassenzone; die ist großzügig, erlaubt fast ein Rangieren mit dem Einkaufswagen, zumindest kann man dran vorbei. Zweiter Grund für Merkur: Die Frische ist frisch. Auf Platz 2: Spar. Ohne Differenzierung, ob Kaufmann, Eurospar oder Interspar – die Redakteure außerhalb der retail-Abteilung konnten das nicht so recht auseinanderhalten. Hauptgrund für Platz 2: Die Frische ist – gut österreichisch ausgedrückt – „nicht schlecht“. Platz 3: Hofer. Eine ambivalente Wertung, weil: Das Tempo der Kassierinnen verursacht Stress bei allen, die sich anstellen. Gegenüber dem Drängeln an der Kassa wehrte sich ein Kollege mit den Worten: „Bitte nehmen Sie Abstand!“ Da diese feine Ausdrucksweise nicht jedem zu eigen ist, meiden einige den Diskonter. Pluspunkt bei Hofer ist wieder die Frische, trotz eingeschränktem Angebot. Als wichtigste Kriterien für die Beliebtheit kristallisierten sich eindeutig die Obst- und Gemüseabteilungen sowie die Geräumigkeit der Kassenzonen heraus – so deutlich war das nicht erwartet worden. c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Tatsächlich nachgezählt Das durchschnittliche Big Mac-Brötchen hat 198 Sesam-Körner.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 24. mai 2013 – 17

© Allianz/Ingo Folie

Finanzbildung muss her

Wissen um Geldanlage in Europa schlecht; Allianz fordert Verbesserung  Seite 21

© emotion banking

financenet wendepunkt

Die Bank-Branche leidet, stellt emotion banking im aktuellen Barometer fest Seite 22

verdienstvoll günter geyer erneut geehrt © Roman Zach-Kiesling

Party an den Börsen ist noch nicht vorbei

ATX 15. Mai–22. Mai 2013

ATX (22.5.)

2.494,87

Wochentop Wochenflop

UQA STR

0,00% 5,10% -6,78%

Top 5 ATX Prime Uniqa Versicherungen Polytec Holding Mayr Melnhof Kapsch Trafficcom Schoeller Bleckmann Flop 5 ATX Prime Strabag Verbund Rosenbauer International AT&S EVN

5,10% 3,53% 2,36% 2,10% 2,07% -6,78% -5,57% -5,44% -3,79% -2,45%

DAX

8.530,89

Wochentop Wochenflop

LXS DTE

2,01% 7,98% -3,22%

Top 5 DAX Lanxess Commerzbank Daimler Volkswagen ThyssenKrupp Flop 5 DAX Deutsche Telekom Deutsche Börse SAP Münchner Rückversicherung Fresenius SE

7,98% 7,42% 6,83% 6,02% 5,32%

Rekordstände DAX, Dow Jones & Co. eilen von einem Allzeithoch zum ­nächsten. Wolfgang Schiketanz (Schiketanz ­Capital Advisors; li.), Russ Koesterich (­BlackRock) und Hans Jörg Naumer (Allianz Global Investors; re.) meinen, das ­Ende des Booms ist noch nicht erreicht – Schwankungen inklusive. Seite 18

-3,22% -3,20% -3,19% -2,06% -1,98%

FED Lockere Geldpolitik in Japan und USA geht weiter

inhalt

Geldspritzen weiter verabreicht

Finance:Cover > Naturkatastrophen kosten Versicherungen 54 Mrd. € 18 > Oberbank steigt bei WKBG ein  18

Banking/Insurance:Watch > Uniqa wächst in allen ­Bereichen  > Österreicher erwarten ­Pensions-Einbußen

24 24

© EPA

Fonds:Park > Finanzdienstleister wichtiger Wirtschaftsfaktor  19 > Historisches Tief bei Fondspolizzen  20 > C-Quadrat legt bei ­verwalteten Assets zu  20

FED-Chef Ben Bernanke lässt die Geldschleusen bis auf Weiteres weit offen.

Washington. US-Notenbank-Chef Ben Bernanke hält an seiner ultralockeren Geldpolitik fest, wie er bei einem Hearing im US-Kongress erklärte. Die Federal Reserve (Fed) werde so lange in großem Stil Wertpapiere kaufen, wie dies für eine substanzielle Verbesserung des Arbeitsmarkts in den USA nötig sei, sagte Bernanke. Falls sich die Beschäftigungslage nachhaltig aufhelle, könne das Tempo der Konjunkturhilfen jedoch „auf einer der nächsten Sitzungen“ gedrosselt werden. Nur Stunden vorher hatte die Bank of Japan ebenfalls die Fortsetzung der lockeren Geldpolitik beschlossen. (APA/red)

Luxemburg Kehrtwende von Premier Jean-Claude Juncker

Gerangel um das Bankgeheimnis Luxemburg. Da soll sich noch einer auskennen: Während Östereichs Bundeskanzler Werner Faymann ein Einlenken in Sachen Bankgeheimnis ankündigte, scheint sich nun plötzlich Luxemburg querzulegen: Regierungschef Jean-Claude Juncker sprach von einem möglichen Rückzieher, obwohl er erst vor wenigen Wochen erklärt hatte, Luxemburg werde sich dem Willen der EU-Mehrheit beugen. Juncker verweigerte einen festen Termin zur Reform der Zinsbesteuerungsrichtlinie und meinte, Bankdaten würden erst getauscht, wenn Verträge mit Drittländern abgeschlossen worden sind. (red)

© EPA

DAX (22.5.)

© SCA/Foto Nikolaus; EPA; BlackRock/Marcel Siegle

15. Mai–22. Mai 2013

Luxemburgs Premier Jean-Claude ­Juncker setzt auf Verwirrungstaktik.


c a p i ta l : m a r k e t s

18 – financenet

Freitag, 24. Mai 2013

financenet@medianet.at

Ausblick Die konjunkturelle Erholung, besonders im Euro-Raum, ist zerbrechlich; DAX und Dow kümmert das wenig

kolumne

Weiter Luft nach oben

Was Banker von Omi lernen könnten

Experten geben Entwarnung für einen Gipfelabstieg, Schwankungen dürften aber nicht ausbleiben. Wien/Frankfurt/New York. Das wichtigste deutsche Börsebarometer, der DAX, markierte vor einigen Tagen sein Allzeithoch bei mehr als 8.470 Zählern. Sein US-amerikanisches Pendant, der Dow Jones Industrial Average Index, marschierte ebenfalls in der letzten Zeit von einem Rekordhoch zum nächsten und schaffte es zuletzt bis über 15.387 Punkte. Den über Wochen zu beobachtenden Anstieg des Dow zu immer neuen Höhen haben zuletzt Aussagen der Notenbank Federal Reserve gestützt, wonach kein Ende des Konjunkturstimulierungsmaßnahmenprogramms zu befürchten sei. Aber es finden sich natürlich auch warnende Stimmen, wonach Spekulationen auf eine Straffung der lockeren Geldpolitik in den USA sowie ein stotternder Konjunkturmotor in Deutschland doch wieder bremsende Wirkung haben könnten – der für heute, Freitag, erwartete Ifo-Geschäftsklima-Index könnte hier seine Wirkung zeigen.

Reinhard Krémer

Z

ugegeben – viele Freunde hat sich die Bank-Branche in der Bevölkerung während der letzten Jahre nicht gemacht: Man gibt ihr die Schuld an der Krise und diverse G´schichterln, die aus den USA in Europa stranden, wie die Boni-Zahlungen in obszöner Höhe, heben die SympathieWerte nicht wirklich. Doch was das aktuelle BankBarometer (siehe Story auf Seite 22) nun ans Tageslicht fördert, lässt einen zumindest nachdenklich werden: Die Gilde der Banker sieht sich als Verlierer, die Zukunftsaussichten sind düster. Vielleicht hilft da eine kleine Geschichte, die mir meine Oma erzählt hat: Sie ging früher zur Bank, und da waren noch Menschen am Schalter, mit denen sie reden konnte. Sie fühlte sich richtig wohl bei einem kleinen Tratsch mit ihrem Betreuer, folgte vertrauensvoll seinen Tipps, die immer sehr bodenständig waren und oft zu einem Abschluss führten. „Heute”, meint Omi, „hab ich Angst, auf die Bank zu gehen. Da sind nur noch Maschinen, die ich nicht bedienen kann, und wenn ein Betreuer kommt, will er mir meistens was reindrücken. Ich geh da gar nicht mehr gern hin.” Die Konklusio aus Omis Erzählung? Banker, haut´s die teuren Blechtrotteln raus, stellt´s lieber gute Mitarbeiter ein, lasst´s den Druckverkauf – dann werden wir euch auch wieder lieb haben!

„Ein Allzeithoch mit Grund zum Feiern sieht anders aus.“ christoph leichtweiss, ypos

Einen anderen Zugang hat Christoph Leichtweiß, Geschäftsführer der deutschen Ypos-Consulting GmbH: „Investoren legen ihr Geld am Kapitalmarkt an, um ihre künftige Kaufkraft zu steigern oder zu erhalten. Betrachtet man die Entwicklung der im DAX30 zusammengefassten deutschen Standardwerte, so stellt man eine beeindruckende Entwicklung fest.” Inklusive seiner Vorgänger stieg der DAX von 482,95 Punkten im Jahr 1964 auf die besagten mehr als 8.000 im Mai. Dies entspreche einer jährlichen Rendite von rund sechs Prozent. „Nominal sieht das gut aus“, so Leichtweiß. „Berücksichtigt man zusätzlich die Entwicklung der Konsumentenpreise, ergibt sich, dass die Kaufkraft zwar immer noch gesteigert wurde, aber der Wohlstand ist weniger stark mitgestiegen, als es die nominalen Zahlen versprechen.“ Leichtweiß spricht von im Schnitt real kaum mehr als 2% Rendite p.a. „Ein Allzeithoch mit Grund zum Feiern sieht anders aus“, kommentiert Leichtweiß trocken. (lk/ag)

„In der Summe spricht wenig für einen Gipfelabstieg, aber mit Steinschlag sollte gerechnet werden“, fasst es Marktstratege Hans-Jörg Naumer von Allianz Global Investors zusammen. Für einen weiteren Aufschwung fehle die letzte Überzeugungskraft, was durch die niedrigen Umsätze an den Börsen bestätigt werde. „Kursgewinne können letztlich nur auf harten Daten fundamental gut abgesichert sein, nicht auf Zentralbankgeld allein.“ Rücksetzer schließt Naumer deshalb nicht aus. „Die Weltwirtschaft dürfte sich in diesem Jahr zwar erholen, aber die Risiken haben insgesamt zugenommen“, warnt auch Matthias Thiel, Kapitalmarktstratege bei MM Warburg. Dies gelte vor allem für die Euro-Zone. Aber auch in den USA hätten Frühindikatoren zuletzt enttäuscht.

© BlackRock/Marcel Siegle

Mit Steinschlag rechnen ...

Aktionärin 9,7 Prozent

Koesterich: „Anstieg der Inflation in den nächsten 18 Monaten unwahrscheinlich“.

Andere Börsianer verweisen darauf, dass Warnungen vor einer Marktkorrektur im Wochentakt wiederholt werden – ohne dass es bisher dazu gekommen ist. „Der Auftrieb ist relativ stark“, sagt etwa Cam Albright von Wilmington Trust Investment Advisors.

... aber kein Inflationsrisiko „Die Konjunkturerholung ist immer noch äußerst fragil, die Preise bleiben noch relativ tief. Dies bedeutet, dass sich mindestens auf Sicht von zwölf bis achtzehn Mo-

naten keine Anzeichen für Inflation zeigen werden – was wiederum gut für Aktien ist“, resümiert auch Russ Koesterich, globaler Chief Investment-Stratege beim Asset Manager BlackRock. Der Mai gilt traditionell als volatiler Monat, einige heftige Schwankungen könnten durchaus noch bevorstehen. „Wer allerdings über einen ausreichend langen Anlagehorizont verfügt, sollte sich vor ein paar volatilen Tagen nicht fürchten“, meint Wolfgang Schiketanz, Geschäftsführender Gesellschafter der Schiketanz Capital Advi-

Naturkatastrophen 2012 war Jahr der Wetterkapriolen – Assekuranzen stark belastet

Oberbank neu bei der WKBG

Koban Südv. Lebensmittel

Hilfe im RisikoDschungel

Versicherer zahlten 54 Milliarden te Zahlungen für Gesamtschäden von 54 Mrd. € – das geht aus einer aktuellen Statistik des weltweit zweitgrößten Rückversicherers Swiss Re hervor. Damit war 2012 seit 1970 das drittteuerste Jahr für die Versicherer. Als noch teurer erwiesen sich für Versicherungen nur die Jahre 2011 und 2005, als Rekordbeben und Überschwemmungen Versicherungsschäden von jeweils rund 96 Mrd. € anrichteten.

Sturmschäden kosteten die Versicherer im Vorjahr weltweit 41 Milliarden Euro.

In Europa verursachten Naturkatastrophen im vergangenen Jahr Gesamtschäden im Ausmaß von 21 Mrd. €. Der Anteil der versicherten Schäden betrug in Europa 4 Mrd. €. Die meisten Schäden entstanden durch das Erdbeben in Italien mit einer Stärke von 5,9. Auch in Österreich spielte das Wetter im vergangenen Jahr oft verrückt. Uniqua Österreich erbrachte 2012 Leistungen aufgrund von Naturkatastrophen in Höhe von 70 Mio. €. Weltweit führten 2012 Stürme mit rund 41 Mrd. € Versicherungsschäden das Ranking der Schäden an, gefolgt von Temperaturextremen (Hitze, Kälte, Frost, Dürre, Hagel) inklusive Buschbränden mit fast 9,7 Mrd. € und Überschwemmungen. „2012 gingen bei uns besonders viele Schadensmeldungen aufgrund von Sturmschäden ein.“ „Ab einer Windstärke von 60 Stundenkilometern werden diese in der Regel standardmäßig von der Haushaltsversicherung gedeckt“, sagt Robert Wasner, Sachversicherungs-Vorstand Uniqa Österreich.  (red)

Wien. Jeden Monat werden im Durchschnitt drei Lebensmittelprodukte aus dem österreichischen Handel zurückgerufen. Der Versicherungsmakler Koban Südvers Group Austria bietet Betrieben der Lebensmittelindustrie nun ganzheitliches Risk Management, beginnend mit einer umfassenden Risikoanalyse; Prävention ist dabei einer der Schlüsselfaktoren.  (red)

© Koban Südvers/Ingo Folie

Wien. 318 Katastrophen, 14.000 Menschenleben, 142 Mrd. € ökonomische Schäden – das ist die Bilanz der weltweiten Naturkatastrophen des Vorjahres. 2012 zählte zu den Jahren mit den meisten Naturkatastrophen. Die Kosten aller aufgrund von Naturkatastrophen verursachter Schäden weltweit, lagen im vergangenen Jahr bei 142 Mrd. €. Die Versicherungsbranche leiste-

© EPA/Maj. Geoff Legler/Oklahoma National Guard

Linz/Wien. Die Oberbank AG ist neue Aktionärin der Wiener Kreditbürgschafts- und Beteiligungsbank AG (WKBG). Die Regionalbank mit Sitz in Linz hält nun 9,7 Prozent der Anteile und setzt damit ihren Expansionskurs in Wien fort. „Bei der Expansion der Oberbank in Wien ist unsere Kernkompetenz im Bereich der geförderten Investitions- und Innovationsfinanzierungen von großer Bedeutung. Neben den klassischen Investitionsförderungen spielen dabei auch geförderte Haftungen und Eigenkapitalsurrogate, so wie sie von der WKBG angeboten werden, eine wichtige Rolle“, begründet Franz Gasselsberger, Generaldirektor der Oberbank AG, die neue Beteiligung. Die WKBG bietet mittelständischen Wiener Unternehmen zwei Kerninstrumente als Finanzierungsbank: Bürgschaft und Beteiligung. Derzeit ist die WKBG als stiller Gesellschafter fast an 40 Wiener Unternehmen beteiligt. (red)

sors GmbH (SCA). Trotz Berg- und Talfahrten sei die 10-Jahres-Rendite von Aktien (hier allerdings der S&P500-Index) mit 4,6% p.a. wieder deutlich positiv. Allerdings liege sie noch unter der zu erwartenden Langzeit-Rendite von real 6,3% pro Jahr (Beobachtungszeitraum seit 1928 bis 31.12.2012), meint Schiketanz: „Hier gibt es also eindeutig Potenzial für überdurchschnittliche Renditen.“

Klaus Koban, Koban Südvers: Bewusst umgehen mit Unternehmensrisiken.


Freitag, 24. Mai 2013

finanzdienstleister

financenet – 19

financenet@medianet.at

AFPA-Marktanalyse Branche der Finanzdienstleister bietet in Österreich in Summe mehr als 30.000 Menschen Arbeit; mehr als die Hälfte sind EPUs

Gewichtiger Wirtschaftsfaktor Wien. Die selbstständigen Versicherungsmakler, -agenten und Vermögensberater sowie jene Unternehmen, die als Produktgeber und Dienstleister für diese auftreten, bieten in Summe 30.328 Menschen Arbeit. Dies geht aus einer Studie des unabhängigen Marktforschungsinstituts SDI Research hervor, die von AFPA, der Vereinigung „Austrian Financial & Insurance Professionals Association”, in Auftrag gegeben wurde. In Vollzeitäquivalenten berechnet seien dies 25.477 Stellen. Durch die Arbeit der Branche fließen jährlich zudem 1,05 Mrd. € an Sachausgaben, Löhnen und Honoraren in den Wirtschaftskreislauf zurück. Zusätzlich werden jedes Jahr Steuern und Sozialabgaben im Umfang von 253 Mio. € entrichtet, heißt es bei der AFPA. Über das investierte bzw. veranlagte Kapital stünden der Wirtschaft jährlich rund 1,6 Mrd. € frisches Kapital zur Verfügung. Nahezu die Hälfte der Betriebe seien typische Ein-Personen-Unternehmen (EPUs), ist in der Marktanalyse zu lesen.

Hoch im Kurs: Bildung Weiteres Ergebnis der Studie: Der Anteil der Männer an den vollzeitbeschäftigten Personen überwiegt in der Branche mit 53,4% nur unwesentlich. Das Bild der Branche ist in der Öffentlichkeit aber vielfach noch männlich dominiert. Interessant sei außerdem, dass, abgesehen von den branchenspezifischen Ausbildungsanforderungen, die für die Beschäftigung in diesem Bereich erforderlich sind, auch das formale schulische Ausbildungsniveau der Beschäftigten deutlich über jenem der Gesamtbevölkerung liege. Denn der Anteil der Personen in der Branche mit AHS- und BHS-Ausbildung liege um zumindest den ‚Faktor 2‘ über der Gesamtbevölkerung. Der Anteil der Personen mit akademischen Abschluss sei um nahezu die Hälf-

Risiko Franklin Templeton

Ungarn-Bonds

© Franklin Templeton Investments

San Mateo/Budapest. Rund 10% des ausstehenden Volumens ungarischer Staatsanleihen werden von der US-Investmentgesellschaft Franklin Templeton verwaltet, behauptet die ungarische Wirtschaftszeitung Napi Gazdaság. Das meiste davon gehe auf das Konto der Fonds von Franklin Templeton-Starmanager Michael Hasenstab. Die Auswertung der Fonds-Fact Sheets habe einen Wert der Bonds von rund 10,3 Mrd. € ergeben.  (red)

Franklin Templetons Star-Rentenfondsmanager ist Michael Hasenstab.

te höher als in der gesam-ten Bevölkerung. Zwischen 15 und 21,3% der österreichischen Bevölkerung erledigen Finanz- und Versicherungsangelegenheiten zumindest teilweise über selbstständige Versicherungsmakler, -agenten und Vermögensberater. Bei Kapitalanlagen sind nahezu 9 von 10 Kunden Kleinanleger und repräsentieren damit die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung. Die durchschnittlichen Jahresprämien- bzw. Zahlungen machen bis zu 1.000 € aus. In der Studie wurde auch der Zeitaufwand erforscht, der erforderlich ist, um auf die Anfrage eines (potenziellen) Kunden zu reagieren

und diese Anfrage entweder zu einem Geschäftsabschluss oder zu einer definitiven Ablehnung durch den Kunden zu bringen.

Mageres Einkommen Der geringste Zeitaufwand entstehe bei der Legung von Angeboten zu Sparprodukten: insgesamt pro Kundenanfrage 8 Stunden und 24 Minuten. Etwas höher fällt der Aufwand für das Angebot von Versicherungen aus; hier sind es insgesamt 8 Stunden und 36 Minuten. Am aufwendigsten sind Kreditangebote mit einem Aufwand von 11 Stunden und 18 Minuten.

So erklärt sich auch die Aussage, dass „ökonomisch betrachtet die Mehrheit in einem Umsatzund Einkommensbereich operiert, der mit der unteren Hälfte der Einkommen der in Österreich unselbstständig Beschäftigten zu vergleichen ist”. Der Aufwand wird von den Kunden vielfach nicht „gesehen“, daher scheint das Thema ‚Honorarberatung‘ nicht in die Gänge kommen zu wollen, denn angemessene Honorare, die ja auch den Risikofall des NichtAbschlusses abdecken müssen, scheinen u.a. angesichts der geringen Abschlusssummen immer noch überteuert. (lk)

© panthermedia.net/vgstudio

Der Abschluss eines Sparprodukts erfordert einen Zeitaufwand von rund acht Stunden.

Entgegen der Klischees: Die Branche ist (fast) zur Hälfte weiblich.


f o n d s : pa r k

20 – financenet

Freitag, 24. Mai 2013

financenet@medianet.at

Towers Watson-Studie Der Markt für Fondsgebundene Lebensversicherungen in Österreich schwächelt derzeit; Konzentration auf die vier Großen

Fondspolizzen-Markt: Rekordtief oder die Laufzeitverlängerung von 10 auf 15 Jahren bei Einmalbeitragsprodukten als Folge steuerlicher Änderungen. Aber auch die Reduktion der staatlichen Prämien für Zukunftsvorsorge-Produkte sowie die im Vergleich zu den ‚BoomJahren‘ verhaltene Entwicklung der Aktienmärkte verursachten den spürbaren Rückgang im gesamten Fondspolizzenmarkt.“ Beim Blick auf die Produktkategorien verloren im Jahr 2012 alle Produkte: Fondsgebundene Produkte gegen Einmalerlag gingen um 47% auf 284 Mio. € zurück, jene gegen laufende Prämien mit 103 Mio. € um knapp 37%. Die Gesamtprämieneinnahmen – die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge (ZV) nicht eingerechnet – beliefen sich auf rund 358 Mio. € (-45%). Auf Fondsgebundene Garantieprodukte, ebenfalls exklusive ZV, entfielen innerhalb der Fonds­

Ungebundene Strukturvertriebe und Makler vertrieben 2012 33% der FLV, Banken 29.

Assets under Management Anstieg im ersten Quartal 2012 um 47 Prozent gegenüber Vorjahresquartal

short

C-Quadrat: Gelungener Jahresstart

„Gold“-Gradings an vier Raiffeisen-Fonds

Wien/Frankfurt. Die C-Quadrat Investment AG (ISIN AT0000613005) erzielte im ersten Quartal 2013 einen kräftigen Ergebnissprung und einen Periodenüberschuss von 1,9 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €). Die Gesamterträge lagen bei 15,3 Mio. (Vorjahr: 10,9 Mio. €). Erstmalig wurden in diesen Quartalszahlen die Beiträge der im Vorjahr erworbenen Beteiligungen an den Asset Managern BCM (London/Genf) sowie APM (Wien) konsolidiert.

London/Wien. Vier Fonds von Raiffeisen Capital Management (RCM) wurden von S&P Capital IQ Fondsresearch mit einem „Gold“-Grading ausgezeichnet: Raiffeisenfonds-Konservativ, Raiffeisenfonds-Sicherheit, Raiffeisenfonds-Ertrag und Raiffeisenfonds-Wachstum. S&P Capital IQ Fondsresearch bewertete dabei erstmals den Raiffeisenfonds-Konservativ, der den Investoren Zugang auf die Rentenkapazitäten der Gesellschaft gibt. Der Anlageprozess des Raiffeisenfonds-Konservativ ist sehr teamorientiert, man verfolgt einen quantitativen Anlagestil. Er erzielte letztes Jahr eine Nettorendite von 11,35%. (lk)

stiegen. Die Assets under Managment betrugen per Ende März 2013 4,47 Mrd. €.

Closing für Übernahme

Assets stark gestiegen Mit einem Wachstum von 47% innerhalb von zwölf Monaten ist das von allen Konzernunternehmen verwaltete Vermögen (Assets under Management) stark ange-

Managertausch bei Jupiter Europa Sicav

C-Quadrat: Closing für Asset Management von Kepler Cheuvreux erfolgte Ende April.

Per Ende April erfolgte das Closing der Übernahme des Asset Management-Geschäfts der deutsch-französischen Investmentbank Kepler Cheuvreux durch die nun mehrheitlich (50,01%) zur C-Quadrat-Gruppe gehörende QC Partners GmbH. Die QC Partners GmbH ist ein auf alternative Investmentstrategien spezialisierter Asset Manager mit Sitz in Frankfurt. QC Partners GmbH verwaltet aktuell 160 Mio. €; Partner sind die Investmentboutique Q-Advisers sowie das Management. (red)

ClearBridge „Angst bezüglich Besteuerung übertrieben“

Henderson „Wegen gesamtwirtschaftlicher Entwicklung“

New York. Am amerikanischen Aktienmarkt herrscht gerade eine goldene Dividendenzeit, zumindest in den Augen von Hersh Cohen, CoChief Investment Officer bei der Legg Mason-Tochter ClearBridge Investments: „Unter Dividendenaspekten verlief dieses Jahr bisher hervorragend.“ Einige Branchen hält Cohen für besonders bemerkenswert. „Wir suchen nach Unternehmen, die die Kombination aus laufendem Einkommen und

New York. Henderson Global Investors beabsichtigt, auch künftig an einer neutralen Positionierung bei Indonesien festzuhalten; dies bestätigt Mike Kerley, Fondsmanager des Henderson Horizon Asian Dividend Income Fund. Derzeit habe man Indonesien im Portfolio in etwa so stark gewichtet wie in der Benchmark (ca. 3% im MSCI All Country Asia Pacific ex-Japan Index). „Dabei besteht dieses Engagement nur aus einigen vielver-

© Jupiter/David Oliver

Die US-Dividendenstory läuft weiter Indonesien bleibt neutral gewichtet Wachstum optimieren. Sowohl bei Basiskonsumgütern als auch bei qualitativ hochwertigen, diversifizierten Industrieunternehmen oder Technologiefirmen finden wir sehr attraktive Investments, die nicht überbewertet sind.“ Die Angst vor den jüngsten Änderungen der Dividendenbesteuerung sei übertrieben: Die Geschichte zeige, dass die Grenzbesteuerung im Laufe der Jahre stark geschwankt hat – von 90 bis 28%.

sprechenden Aktien wie Telkom Indonesia im Umfang von ca. 2,4 Prozent, obwohl Indonesien als Ganzes nach unserer Einschätzung weniger attraktiv und die Kombination aus Wertentwicklung und Rendite weniger interessant ist.” Das BIP-Plus fiel mit 6% im ersten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahr relativ robust aus. Dem stehen aber sinkende Rohstoffpreise und damit Export-Rückgänge gegenüber.  (lk)

© EPA

© Procter & Gamble

Buhl-Nielsens „ausgewiesene Fähigkeiten” führten zum Wechsel.

London. Mike Buhl-Nielsen hat zum 1. Mai 2013 die Funktion des leitenden Fondsmanagers des Jupiter Europa Sicav von Stephen Pearson übernommen. Pearson wird künftig den Fonds stellvertretend managen. Zuvor war Buhl-Nielsen seit Oktober 2011 stellvertretender Fondsmanager. Der Jupiter European Absolute Return Sicav wurde im Jänner 2010 aufgelegt. Im Oktober 2011 wurde der Jupiter Europa Hedge Fund mit dem Sicav zusammengelegt und im Zuge der Verschmelzung in Jupiter Europa Sicav (LU0459992037) umbenannt. Seitdem legte die Performance um 12,7% zu. (red)

gebundenen Lebensversicherung 37% (2011: 42%) der neu eingelösten Polizzen. Dagegen stieg der Anteil Fondsgebundener Produkte ohne Garantien nach Anzahl der Polizzen von 24 auf 30%. Die staatlich geförderte ZV verzeichnete 2012 einen ähnlich starken Rückgang wie FLV-Produkte gegen laufenden Beitrag: Die Jahresprämie lag mit 30 Mio. € etwa 36% unter dem Niveau des Vorjahrs. Die Einmalerläge, die in die indexgebundene Lebensversicherung eingezahlt wurden, betrugen etwa 231 Mio. €; dies entspricht einem Anteil von 98% an den Einmalerlägen. Der Anteil der vier führenden Gesellschaften am Neugeschäft lag mit 45% deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus von 60% (nach Anzahl der Verträge), wobei die Konzentration bei den Einmalerlägen deutlicher als bei laufenden Beiträgen ist.  (lk)

© C-Quadrat

Wien. Das Neugeschäftsvolumen in der Fondsgebundenen Lebens- und Pensionsversicherung (FLV) in Österreich 2012 betrug rund 387 Mio. € und fiel damit um rund 45% gegenüber 2011. Der Rückgang war i.W. beeinflusst von erneut stark sinkenden Einmalbeiträgen. Dies ist das Ergebnis der Umfrage „FLVUpdate 2012“, der Unternehmensberatung Towers Watson. Das Neugeschäftsvolumen, welches vor zwei Jahren die Milliardenmarke noch deutlich überschritten hatte, liegt nun auf dem Niveau des Jahres 1999, als der FLV-Markt Österreich noch am Anfang seiner Entwicklung stand. „Diese Entwicklung hat verschiedene Gründe“, erläutert Markus Orasch, Berater bei Towers Watson. „Zum einen gab es diverse gesetzliche Veränderungen in den letzten Jahren, z.B. die geänderten Anforderungen bei der Finanzierung von Fremdwährungskrediten

© Panthermedia.net/Fabrice Michaudeau

Neugeschäftsprämien fallen erneut um fast 50 Prozent; Prämienvolumen auf Niveau von 1999, als der Markt am Anfang stand.

US-Konzerne wie Procter&Gamble schütten seit Jahrezehnten laufend mehr aus.

Anhebung der subventionierten Treibstoffpreise in Indonesien als Gefahr.


Freitag, 24. Mai 2013

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financenet – 21

financenet@medianet.at

Ausbaufähig Das eigene Wissen zum Thema Geldanlage schätzen 58 Prozent der befragten Europäer eher mittelmäßig bis schlecht ein

Finanzbildung muss schnell her 94 Prozent aller Europäer wollen, dass bereits Jugendliche auf die Finanzwelt vorbereitet werden. Wien. Wissen ist Macht, nix wissen macht auch nix. Dieser Satz, der wohl in jeder österreichischen Schule irgendwo zu finden ist, mag für profane Dinge seine Gültigkeit haben. Was die Geldanlage anlagt, kann einem Nichtwissen buchstäblich teuer zu stehen kommen. Bei der aktuellen Untersuchung wurden vom Marktforschungsinstitut „YouGov“ über 11.000 Menschen in elf europäischen Ländern befragt, und das Ergebis ist erschreckend. Mehr als die Hälfte der befragten Europäer hält das eigene Wissen zum Thema Geldanlage für eher mittelmäßig bis schlecht, bei den österreichischen Befragten sind es 43%. Und damit schneidet Österreich im Vergleich noch am besten ab. Es folgen die Schweizer und Spanier (je 49%) sowie die Deutschen (51%), am schlechtesten ist die Selbsteinschätzung der Briten (70%). Griechen wissen am wenigsten über den wichtigsten Aktienindex im Inland Bescheid – nur zwölf Prozent der Befragten können diesen nennen. In Deutschland können 72% der Befragten den DAX nennen, in Österreich kennen immerhin 54% der Befragten den ATX.

hen um Finanzbildung für wichtig, einzig die Franzosen sind mit nur 78% ein wenig kritischer. Nach Meinung von durchschnittlich jedem zweiten Europäer sollte Finanzbildung im Alter zwischen 11 und 15 Jahren beginnen, 22% sind für einen früheren (6 bis 10 Jahre), 29% für einen späteren (16 bis 18 Jahre) Beginn.

Schulterschluss gefordert Für die weitere Zukunft fordert die Allianz einen österreichweiten Schulterschluss in Sachen Finanzbildung. „Wir stehen als Versicherer in der Verantwortung, die

Zukunft zu gestalten. Wie die aktuellen Ergebnisse zeigen, ist eine flächendeckende Finanzbildung das Gebot der Stunde. Denn der in Finanzfragen aufgeklärte Bürger von heute ist der mündige Konsument von morgen“, kommentiert Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich, die Ergebnisse besagter Umfrage. Während im Europadurchschnitt 51% professionelle Beratung als äußerst wichtig oder sehr wichtig erachten, sind das in Österreich 73% – dies ist ein absoluter Spitzenwert in Europa. Die Allianz trage diesem Bedarf schon seit geraumer Zeit

Rechnung, etwa durch laufende hochwertige Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

‚Life Check’ der Allianz hilft Finanzbildung ist die Basis für eine qualitätsvolle Beziehung zwischen Kunden und Berater, die von Vertrauen und Integrität geprägt sei: „Mit unserem Beratungsansatz ‚Life Check’ geht es uns vor allem darum, dass Herr und Frau Österreicher frühzeitig das Risiko einschätzen lernen und bedarfsgerecht ihre Absicherung gestalten“, meint Allianz-CEO Wolfram Littich.

© Ingo Folie/Allianz

Helga Krémer

Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der Allianz, fordert Finanzbildung.

Wer ist immer für Sie da?

Neues Schulfach: Finanzen Fast Einstimmigkeit herrscht bei der Forderung nach Finanzbildung an Schulen, die laut Mehrheit der Befragten europaweit, aber auch in Österreich, im Alter zwischen elf und 15 Jahren beginnen sollte. Fragt man nach der Rolle der Wichtigkeit der Aufklärung über verschiedene Themengebiete, so liegt österreichweit mit durchschnittlich 30% das Themenfeld „Gesundheit“ vorn. Auf Platz 2 folgt Umweltbewusstsein (22%), auf Rang 3 Finanzbildung (18%). 94% der Europäer halten ein verstärktes Bemü-

Da sein, das ist auch unsere Aufgabe bei der Zurich Versicherung. Sagen Sie uns, auf welche Menschen Sie immer zählen können!

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Hellas Stresstest steht an

Bank zu haben

Athen. Griechenland will bis spätestens Mitte Juli zwei kleinere Banken verkaufen und die großen Institute noch in diesem Jahr einem Stresstest unterziehen. Der Bankenrettungsfonds des Landes sucht neue Besitzer für die Hellenic Postbank sowie für Proton. Beide Banken wurden in „gute“ und „schlechte“ Teile aufgespalten und sind vollständig Eigentum des Fonds, der im Rahmen des Rettungspakets mit 50 Mrd. € ausgestattet wurde. (red)

Ausgezeichnet für Kundenorientierung

© EPA/ANA/Orestis Panagiotou

„ Paula ist die Beste. Sie hilft mir immer in Mathe.“

Aufräumen im griechischen Banken­ sektor kann bis in den Sommer dauern. ins medianet jun_216x288.indd 1

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Banking

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Freitag, 24. Mai 2013

financenet@medianet.at

Bankbarometer 2013 Institute an kritischem Punkt angelangt – schnell wirksame Maßnahmen für Ertragssteigerung und Kostensenkung erforderlich

Eine Branche an der Wende

© emotion banking

Der Blick in die Zukunft zeigt laut Erhebung für Banken zahlreiche unangenehme Herausforderungen.

Christian Rauscher, emotion banking: 30% offen für Fusionsgespräche.

Wien. Das „Bankbarometer“ ist Österreichs größte Befragung von Vorständen und Führungskräften der Mittelstandsbanken. Die Erhebung wird seit 2004 regelmäßig vom Consulter emotion banking durchgeführt. Die Herausforderungen für die Banken sind groß: Die flache Zinskurve bringt keine Entlastung auf der Ertragsseite der Banken vor 2017. Klassische Sparprodukte erzielen negative Realrenditen, Direktbanken heizen den Preiswettbewerb weiter an, die Risikokosten steigen, und Regulierungswut erschwert das Bankgeschäft. Die Bilanz der Banker fällt da-

her diesmal kritisch aus. Während 2011 noch 85% eine positive Entwicklung der allgemeinen Wirtschaft beobachteten, sank der Wert 2012 auf 36,5% und dieses Jahr auf ein Rekordtief von 23,4%. Die Erwartungen auf eine schnelle Erholung der Wirtschaft wurden enttäuscht. Auch der Blick nach vorn ist von Skepsis gekennzeichnet: Für 48,3% der Befragten bleibt die Lage so wie sie ist, 33,8% sehen eine Verbesserung während knapp 18% von einer weiteren Verschlechterung ausgehen. Die eigene Ertragssituation sehen die heimischen Banken noch drastischer. Knapp 90% beklagen

einen Einbruch der Ertragssituation, knapp 1/3 sogar im schmerzhaften Bereich.

Empfehlungen der Banker zu Aktienverkäufen der Erste Bank und ebenso kritische Stimmen zu Raiffeisen Bank International. Knapp 40% der Befragten gehen von weiterhin sinkenden Zinsergebnissen aus, 10% sehen die Chance auf Verbesserung. Ebenso kritisch ist die Entwicklung bei den Wertberichtigungen, die erneut etwas ansteigend erwartet werden.

Banken auf Verliererseite Auch die Zukunft wird kritisch betrachtet. 56,2% der Befragten gehen von einer weiteren Verschlechterung der Ertragssituation aus – und das von dem bereits bescheidenen Niveau von 2012. Banken sehen sich im Vergleich zur allgemeinen wirtschaftlichen Situation deutlich auf der Verliererseite. Die Bankenbranche verliert an Glanz, das zeigen auch die (erstmals seit 2010) mehrheitlichen

Konkurrenz wird härter Der Wettbewerb wird laut Umfrage weiterhin als steigend empfunden. Nach Empfindung der Banker haben zuletzt insbesondere Direktbanken, wie schon in den letzten Jahren, ihre Marktposition verbessern können. Dementsprechend lautet das dominante Thema im Wettbewerb „Preis“ und nicht „Beratung“. Denn die Finanzvertriebe sowie Versicherungen werden hinsichtlich ihrer Marktstellung schlechter bewertet und folgen somit dem absteigenden Trend aus den letzten Jahren. Internetbasierte Geschäftsmodelle gewinnen langsam an Bedeutung, befinden sich aber auf geringem Niveau. Für die Befragten sind die Bereich der Zinsmarge und die Steigerung der Provisionserträge die Top-Themen für die kommenden fünf Jahre. Aber auch der Ausbau der Beziehungsqualität und die Professionalisierung der Kostenmanagements stehen auf der To-do-Liste der heimischen Kreditinstitute zuvorderst. Das Schlagwort „Fusion“ ist überraschenderweise wenig beliebt, denn Synergieüberlegungen könnten den Kostendruck vermindern: „‚Big is beautiful‘ hat zwar zur weltweiten Finanzkrise geführt, und doch werden wir ein Ansteigen der Durchschnittsbilanzsumme erleben. Die heimische Struktur ist teils doch sehr kleingliedrig“, sagt emotion banking-Geschäftsführer Christian Rauscher.  (red)

Spanien Sparen half nicht

Schulden wie nie Madrid. Auf der Iberischen Halbinsel scheint nur eines zu boomen – die Staatsschulden: Spanien ist so tief in den Miesen wie noch nie. Allen Einsparungsbemühungen der konservativen Regierung zum Trotz explodierten die Schulden des Königreichs zum 31. März auf 923,31 Mrd. € – das sind alarmierende 87,8% des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Zum Ultimo 2012 waren es mit 884 Mrd. rund 7 Prozent des BIP; der Zuwachs beträgt seit damals satte 4,4 Prozent. (red)

© EPA

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Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy: Defizit von 7 auf 4,5 Prozent senken.

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financenet@medianet.at

Auszeichnung Die Republik Rumänien hat Günter Geyer den „Verdienstorden für Industrie und Handel“ verliehen

short

Großoffizier & Gentleman

Grawe „miteinander. erfolgreich.“ in 2012 Graz. Die Grazer Wechselseite Versicherung (Grawe) hat kürzlich ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2012 präsentiert. So steigerte die Grawe Group ihr EGT um 26,5%, während die Grawe Österreich ein Plus von 12,0% beim EGT erzielte. Beim Prämienwachstum verzeichnete der Versicherer ebenfalls Zuwächse: Die Prämieneinnahmen der Gruppe legten um 4,1% zu, bei GRAWE Österreich waren es 2,4% mehr. (red)

Der Grandseigneur der heimischen Versicherungsbranche wurde wiederum international geehrt. Es ist übrigens nicht die erste hochrangige Ehrung für Günter Geyer; unter den zahlreichen Auszeichnungen sind viele für sein Engagement für wirtschaftliche und soziale Belange. So wurde ihm 2007 der „Bürgermeisterpreis der Stadt Bratislava“ verliehen, 2011

Michaela stipsits

Wien. Kürzlich wurde Günter Geyer mit dem „Verdienstorden für Industrie und Handel“ vom rumänischen Staatspräsidenten Traian Basescu geehrt. Damit steht der Vorstandsvorsitzende des Wiener Städtischen Versicherungsvereins und Präsident des Versicherungsverbands nun im Rang des Großoffiziers der Republik Rumänien. Der Festakt am 14. Mai fand in den Räumlichkeiten der diplomatischen Vertretung in Wien statt, Botschafterin I.E. Silvia Davidoiu überreichte die Auszeichnung.

„Mein Beitrag war des Koordinators sowie die Entscheidung, am

Hoch dekoriert

rumänischen Markt

© Roman Zach-Kiesling

aktiv zu werden.“ Günter Geyer, VIG © EPA

Knapp elf Jahre lang war Günter Geyer CEO der Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherung Gruppe (VIG). Unter seiner Führung expandierte der Versicherungsriese kräftig in den CEE-Staaten. So ist die VIG seit 2001 auch in Rumänien vertreten, wo sie nun mit den Konzerngesellschaften Omniasig, Asirom und BCR Leben nach eigenen Angaben Marktführer ist. Geyer erhielt den Verdienstorden für seine Leistungen, die zur wirtschaftlichen Kooperation zwischen Rumänien und Österreich beigetragen haben, und dafür, dass er einer der Initiatoren des Markteintritts der VIG in Rumänien war. In ihrer Laudatio würdigte Botschafterin Davidoiu Geyers Ver-

Slowenien überlegt Moody’s zu klagen

hauptsächlich die Rolle

Rumäniens Botschafterin I.E. Silvia Davidoiu überreicht Günter Geyer den Orden.

dienste: „Ich möchte seine wichtige Rolle bei der Expansion der VIG in CEE nach dem Fall des Eisernen Vorhangs erwähnen sowie seine Leistungen in über zehn Jahren als Generaldirektor der VIG.“ Rumäniens Staatspräsident Traian Basescu begründete die Auszeichnung „als hohe Anerkennung um Günter Geyers Verdienste sowie für seinen Beitrag zur Verbesserung der freundschaftlichen Beziehungen und der wirtschaft-

lichen Zusammenarbeit“ per Edikt und meinte noch: „Wir sind sehr stolz, dass jeder vierte Rumäne ein Kunde der VIG ist.“ Im Namen seiner Kollegen, die seit Jahren am rumänischen Markt aktiv sind, nahm Geyer die Auszeichnung entgegen und fügte in seiner Dankesrede bescheiden hinzu: „Mein Beitrag war hauptsächlich die Rolle des Koordinators sowie die Entscheidung, in Rumänien aktiv zu werden.“

t h e n e x t g e n e r at i o n l aw f i r m .

erhielt er den „Karl-Leitl-Preis für Partnerschaftlichkeit in der Arbeitswelt“ und 2012 das „Offizierskreuz des Verdienstordens“ der Republik Ungarn. Geyer ist auch Träger des „Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich“ und erhielt Anfang 2013 das päpstliche „Komturkreuz des Gregoriusordens“. Die Länder Tirol, Oberösterreich und Wien haben ihn ebenfalls bereits für seine Verdienste geehrt.

Ministerpräsidentin Alenka Bratusek ist sauer auf die Ratingagentur.

Ljubljana. Ende April stufte Moody‘s die Kreditwürdigkeit Sloweniens auf „Ramsch-Niveau“ (Ba1) herab. Nun überlegt die slowenische Ministerpräsidentin Alenka Bratusek, die Ratingagentur zu verklagen; sie habe die Ausgabe der Staatsanleihen unangekündigt und „ohne irgendeine Rechtfertigung behindert“, so Bratusek. (red)

ÖBB RAIL AD 2013 Der Kreativ-Werbepreis der ÖBB In den Kategorien Zug, Bus, Bahnhof, Dialog & Interaktion und Innovation wird das beste Projekt in Real und Vision gekürt. Gewinnen Sie Out-of-Home Werbezeit im Gesamtwert von € 90.000,-. Eine Expertenjury und ein Online-Voting ermitteln die Sieger. Jetzt einreichen auf oebb-railad.at

bis

Die Autowerkstatt der Eltern war mein Kinderspielplatz. Ein Zauberreich der Technik. Nur leider führte mich das Basteln zu der frühen Einsicht, dass ich zwei linke Hände habe. Dafür doppelt viel Fantasie. Während andere Buben ihre Matchbox-Schätze auf dem Teppich hin und her schoben, nahm ich ein Auto in die Hand, schloss die Augen und träumte das große Rennen. Mein Filmheld Fantomas hatte ja vorgezeigt, wie man dem Auto Flügel wachsen lässt. Eine Innovation, deren Nachahmung mir nicht in der Werkstatt, sondern nur im Gedankenflug gelang. Und heute schütze ich Ideen, Konzepte und Technologien meiner Mandanten vor unlauterem Nachbau. So bekommt man auch Güter, die man nicht angreifen kann, in den Griff…

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B A N K I N G / in s u r anc e : watc h

24 – financenet

Freitag, 24. Mai 2013

financenet@medianet.at

Quartalsergebnis Die Uniqa kann sich über ein erfolgreiches erstes Quartal freuen – in sämtlichen Regionen und Segmenten

Wachstum in allen Bereichen Der heimische Versicherer ist erfolgreich ins Jahr 2013 gestartet und konnte sein Ergebnis deutlich verbessern.

© Uniqa

Wien. Die Uniqa Group hat einen guten Start in das neue Geschäftsjahr hingelegt – das zeigen die Zahlen für das erste Quartal 2013, die der Versicherungsriese Mitte Mai präsentiert hat. „Wir sind im 1. Quartal in allen Segmenten und Regionen gewachsen und haben unser Ergebnis verbessert“, freut sich Uniqa-CEO Andreas Brandstetter. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg im Vergleich zum 1. Quartal 2012 um 97% auf 116,8 Mio. €. Der Konzerngewinn (nach Steuern und Minderheitenanteilen) legte um 149,8% auf 76 Mio. € zu, der Periodenüberschuss beträgt nun 77,5 Mio. €. Auch bei den Prämien (jeweils inklusive der Sparanteile der fondsund indexgebundenen Lebensversicherung) legte der Versicherer zu. So kletterten die verrechneten Prämien um 9,8% auf über 1,66 Mrd. €, während die abgegrenzten Prä-

CEO Andreas Brandstetter setzt weiterhin auf die Wachstumsstrategie Uniqa 2.0.

verkauft wurden. Seit dem heurigen Jahr weist der Versicherer die Zahlen auch nach operativen Segmenten aus – hier kann man sich ebenfalls über positive Entwicklungen freuen.

Wachstumsstrategie 2.0 „Wir setzen unsere langfristige Wachstumsstrategie ‚Uniqa 2.0‘ konsequent um“, erzählt CEO Brandstetter. Diese wurde im Mai 2011 vorgestellt und hat zum Ziel, die Zahl der Kunden bis 2020 auf 15 Mio. zu erhöhen und das EGT von 2010 bis 2015 um bis zu 400 Mio. € zu steigern. Die Strategie lautet, sich auf das Core Business als Erstversicherer in den Kernmärkten Österreich und Zentral- und Osteuropa (CEE) zu konzentrieren. Im Vordergrund des Geschäftsmodells steht dabei rentables Wachstum und nachhaltige Wertschöpfung in diesen Märkten.  (mst)

Umfrage Mehr als drei Viertel der Österreicher rechnen mit Kürzungen bei der staatlichen Altersvorsorge

short

77% erwarten Einbußen bei der Pension Wien. Das Vertrauen der Österreicher in die staatliche Pension schwindet zusehends. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von Gfk-Austria, die im Auftrag der Sparkassen Versicherung AG durchgeführt wurde. So rechnen immerhin 77% der Befragten mit weiteren Kürzungen des gesetzlichen Pensionsanspruchs in den nächsten 10 bis 15 Jahren. Nur 10% halten die staatliche Pension für voll gesichert, 13% sind unschlüssig. Im Vergleich dazu: 2009 hielten noch 21% die Pensionen für gesichert. Mehr als drei Viertel (77%) der 500 Befragten glauben auch, dass die private Altersvorsorge immer wichtiger wird. Allerdings ist die Bereitschaft, jetzt mehr in die pri-

Zürich. Der Schweizer Versicherer konnte 2012 ein ausgezeichnetes Anlageergebnis erzielen: Die Prämieneinnahmen von Swiss Life wuchsen in der Kollektivversicherung auf rund 6,52 Mrd. CHF (5,23 Mrd. €). Mehr als 38.000 Schweizer Unternehmer sind bei Swiss Life versichert. 2012 wurden den Versicherten 93,3% der Erträge ausgeschüttet – womit der Versicherer die gesetzlichen Forderungen erneut deutlich übertroffen hat. (red)

Jubilar: Helmut Greil feierte seinen 70er Hallein. Am 13. Mai feierte Helmut Greil, langjähriger Generaldirektor der Nürnberger Versicherung AG Österreich, seinen 70. Geburtstag. Der Grand Seigneur der heimischen Versicherungsbranche hat den in Salzburg beheimateten Versicher zu einem innovativen Unternehmen ausgebaut. Auch heute ist Greil noch äußerst aktiv, so etwa im Aufsichtsrat des Versicherers oder auch als Vorsitzender des C-QuadratAufsichtsrats. Darüber hinaus ist er Träger des „Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik“. (red)

vate Vorsorge zu stecken, gering: Nur 11% planen, ihre Beträge zu erhöhen.

Pensionskonto kommt 2014 Das könnte sich allerdings im nächsten Jahr ändern, dann finden sich alle Informationen am persönlichen Pensionskonto: Hier wird die Differenz zwischen dem aktuellen Einkommen und der zukünftigen staatlichen Pensionskürzung auf einen Blick sichtbar. Dies sollte die Entscheidung für eine individuelle Vorsorgestrategie erleichtern. Denn immerhin 66% der Befragten rechnen bereits jetzt damit, dass dann die Wichtigkeit der privaten Altersvorsorge stark zunehmen werde.  (APA/red)

© s Versicherung

Swiss Life: Top-Anlageergebnis bei BVG

Heinz Schuster, Vorstandsvorsitzender der s Versicherung, gab die Studie in Auftrag.

Helvetia Wettbewerb

Verkehrsstrafen Strafmandate im Ausland nicht zu beachten, kann teuer werden

Blitzgescheit mit Nachhaltigkeit

Wien. Ob Sommerurlaub oder ein verlängertes Wochenende – viele Österreicher planen einen Trip innerhalb Europas mit dem Auto. „Dabei ist es wichtig, sich vorab über die geltenden Straßenverkehrsordnungen im Urlaubsland zu informieren“, erklärt Ingo Kaufmann, Vorstand der D.A.S. Rechtsschutz AG. „Denn Verkehrsvorschriften sind europaweit Ländersache und weisen viele Unter-

schiede auf.“ Das kann natürlich verwirrend sein. Für den Fall, dass man doch einen Strafzettel erhält, empfiehlt er, diesen jedenfalls nicht zu ignorieren. Mit den meisten EU-Staaten sowie der Schweiz und Liechtenstein gibt es ohnehin gegenseite Vollstreckungsabkommen: Geldstrafen werden ab 70 € in Österreich exekutiert. Anders die Situation mit unserem Nachbarn Deutschland;

hier werden durch ein bilaterales Abkommen Verkehrsstrafen bereits ab 25 € vollstreckt. Vorsicht ist in manchen Ländern bei der Verwendung des Navis geboten – wenn es vor „Blitzern“ warnt. In Frankreich und Belgien sind etwa GPS-Navigationsgeräte mit aktiver Radarwarnfunktion verboten. Die Sanktionen können hier drastisch ausfallen – von der Enteignung des Fahrzeugs bis zu einer dreimonatigen Haftstrafe.

© D.A.S. Rechtsschutz AG

Nicht zahlen macht’s teurer

D.A.S.-Vorstand Ingo Kaufmann warnt vor unliebsamen Überraschungen.

„Gerechtfertigte Geldstrafen sollte man auch bei Staaten, bei denen es noch kein Abkommen gibt, umgehend bezahlen, wenn man beim nächsten Urlaub problemfrei wieder einreisen möchte“, empfiehlt Kaufmann. Wurde der Strafzettel aus dem letzten Urlaub ignoriert, kann dies zu unangenehmen Überraschungen führen, denn bei der nächsten Fahrt über die Grenze wird die Strafe mit zusätzlichen Kosten fällig. Noch schlimmer: In Ungarn und Italien kann das Auto beschlagnahmt werden. (mst)

© helvetia.com

Tickets nicht links liegen lassen

Dexia: Hypothekenklagen neu aufgerollt New York. Der Schadenersatzprozess der Dexia gegen J.P. Morgan geht in die nächste Runde und wird neu aufgerollt. Ein New Yorker Bezirksrichter entschied vorige Woche, dass die Klage Dexias im Rechtsstreit um faule Hypothekenkredite neu verhandelt werden muss. Die belgisch-französische Bank beschuldigt J.P. Morgan, es mit irreführenden Informationen zur Übernahme von problematischen Hauskrediten über 1,6 Mrd.USD (1,24 Mrd. €) verleitet zu haben. (APA/red)

mien mit plus 12,8% auf mehr als 1,44 Mrd. € zulegten. Die laufenden Prämien stiegen konzernweit um 4,6% auf über 1,48 Mrd. €. Die Versicherungsleistungen im Eigenbehalt nahmen ebenfalls zu und liegen nun bei knapp 1,05 Mrd. €. Die Einmalerläge stiegen um 87,5% auf 181,2 Mio. €. Die Combined Ratio, also die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallversicherung nach Rückversicherung, verbesserte sich von 99,4% auf 98,3%. Die Kapitalanlagen der Uniqa Group liegen nun bei rund 26,66 Mrd. €, deren Nettoerträge belaufen sich auf 226 Mio. €, ein Plus von 13,1% gegenüber Q1 2012. Das Gesamteigenkapital der Gruppe wuchs um 2,4% auf über 2,06 Mrd. €, Ende 2012 lag es noch bei knapp 2,02 Mrd. €. Die Zahlen Q1 2012 wurden nach IFRS 5 um die Anteile an der Mannheimer Gruppe bereinigt, die im Q2 2012

Die Schüler der Sir-Karl-Popper-Schule erarbeiten kreative Lösungen.

Wien. Seit 2008 kooperiert die Helvetia Versicherungen AG mit der Sir-Karl-Popper-Schule. Im heurigen Schuljahr lautete das Thema „Nachhaltige soziale Verantwortung“. Dazu schlüpften 110 Spieler der Hochbegabten-Schule in die Rolle von Politikern, Arbeitern, etc. und erarbeiteten gemeinsam eine Strategie, wie soziale Verantwortung und soziale Gerechtigkeit in den vorgegebenen Ländern erreicht werden können. (mst


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 24. Mai 2013 – 25

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Kaufrausch

umfrage

Chinesen setzen massiv auf europäische Immobilien – Aufenthaltsgenehmigung inklusive  Seite 27

Die Logistik-Branche legt bei Immo-Investments zu, bestätigt Ilias Manoukas von CBRE  Seite 28

Wir leben Immobilien.

FĂźnf Jahre bis an die Spitze der Immo-Fonds

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real:estate

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₏/m² Wfl. 11,5 9,5 9,5 9,3 8,7 8,3 8,0 7,4 5,1

Quelle:

IMMO-AGS 15. Mai–22. Mai 2013

IATX (22.5.)

174,91

Wochentop IIA Wochenflop ATRS Immofinanz S Immo Warimpex conwert CA Immobilien Anlagen Atrium

-0,17% 1,62% -3,41% 1,62% 0,37% -0,23% -0,64% -2,08% -3,41%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 22.5.)

Top 5 Immofonds ESPA Stock Euro-Prop. VT CZK13,80% PIA - Europa Real VA  12,81% iShares FTSE EPRA/NAREIT 12,46% Henderson Pan Europ. Prop. 12,14% AXA WF Framlington Europe 11,90% Flop 5 Immofonds Henderson Asia-Pacific Prop. -2,98% Morgan Stanley Asian Prop. B -2,28% FF - Asia Pacific Prop. A Dis -1,10% ESPA Stock Asia-Pac. Prop. VA-0,89% Parvest Real Estate Sec. Pacific-0,78% 15. Mai–22. Mai 2013

CERX (22.5.)

456,34

Š Erste Immobilien KAG (2)

Monatstop ESPA Stock Eur.P. 13,80% Monatsflop Henders. As.-Pac.-2,98%

Krisenkind Der Start der Erste Immobilien KAG erfolgte praktisch am Vorabend der Krise, erzählt Peter Karl, Chef der Erste Immobilien KAG. Fßnf Jahre und 600 Mio. Euro Fondsvolumen später liegt man mit der Konzentration auf Wohnimmobilien komfortabel auf Platz zwei der heimischen Immo-Fonds.  Seite 26

2,04%

inhalt Immo:Capital > Ungarns Premier OrbĂĄn setzt auf Verstaatlichung  26

 9(5:$/7(1 *(67$/7(1

Immo:Markets > Alpine: KonkursgerĂźchte 27 > Motel One: Campari-KĂśder 28 > Deutschland steigt beim Bau auf die Energie-Bremse  29 Law & Order > Dorda Brugger Jordis bei Secop M & A 

Tel.: +43 1 217 18 – 0 | Fax: +43 1 217 18 – 901 ofďŹ ce@arealis.at | www.arealis.at 30

ď ď ˛ď Ľď Ąď Źď Šď łď &#x;ď ď Žď şď Ľď Šď §ď Ľď€ ď ?ď Ľď ¤ď Šď Ąď Žď Ľď ´ď &#x;ď€ąď€°ď€śď ¸ď€¸ď€ľď€Žď Šď Žď ¤ď ¤ď€ ď€ ď€ ď€ą

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immo:markets

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Freitag, 24. Mai 2013

financenet@medianet.at

short

© APA/Roland Schlager

Vorarlberg: 48 ­Millionen für den Straßenbau

Immobilienfonds Erste Immobilien KAG kam spät auf den Markt, Konzentration auf Wohnimmobilien brachte Erfolg

Erste Immofonds: Nach fünf Jahren an der Spitze

Fondsvolumen erreicht 600 Millionen Euro: „Start am Vorabend der Krise“, dann begann Aufschwung.

Bregenz. Das Land Vorarlberg investiert heuer insgesamt mehr als 48 Mio. € in den Straßenbau. Durch Neubau-, Umbau- und Sanierungsprojekte in der Verkehrsinfrastruktur des Landes werden weiterhin auf hohem Niveau wichtige Impulse für die heimische Wirtschaft gesetzt, so Straßenbaureferent Karlheinz Rüdisser. Der Straßenbau ist im Landesvoranschlag 2013 mit 48,5 Mio. € dotiert, das sind um 4,7 Prozent mehr als im letzten Jahr. Für die Bauprojekte in allen Regionen des Landes sind heuer knapp 21,8 Mio. € vorgesehen, für die Instandhaltung der Straßenerhaltung sind es knapp 12,6 Mio. €.  (ots)

Haselsteiner will ­Conwert SE umbauen Wien. Der scheidende StrabagChef Hans-Peter Haselsteiner soll die Gesellschaftsform der Conwert SE ändern wollen, an der seine Familienprivatstiftung 24,4% hält. Dafür will Haselsteiner eine außerordentliche Hauptversammlung beantragen, weil in der Societé Europeénne (SE) der Verwaltungsrat operative Mitspracherechte hat. „Dieses angelsächsische Modell ist für die Conwert nicht ideal“, so Haselsteiner.  (APA)

S Immo kauft ein BüroObjekt an der Spree

Die Herausforderung sei, das anvertraute Geld zu vernünftigen Preisen zu investieren. So ist die Erste Immo KAG etwa als Investor im Wiener Stadtentwicklungsgebiet ‚aspern Die Seestadt Wiens‘ präsent. Der Fokus des Fonds liegt neben Wien und den österreichischen Städten auch auf Hamburg; die Stadt ist mit Wien gut vergleichbar, aber günstiger, so Karl. Heuer werden neben den Wiener und Hamburger Projekten auch Akquisitionen in drei österreichischen Landeshauptstädten geprüft.

Sicherheitsgedanke half Die Anleger schätzen auch 2013 weiterhin die relative Sicherheit, die das Investment in vornehmlich österreichische Wohnimmobilien im Vergleich zu Anlagekategorien mit höherer Volatilität bietet, sagt Karl. „Am Anfang war das noch nicht so, die Performance- und Risikoerwartungen der Anleger waren 2008 ganz anders gelagert als heute. Nach der Lehman-Pleite war es zunächst auch für uns schwierig, doch ab Herbst 2009 kam der Vertrieb in Schwung, und dabei ist es eigentlich bis heute geblieben.“ Heute geht es den Anlegern vor allem um Werterhalt, der Benchmark ist sozusagen die Inflation: Alternativen bei Spareinlagen sind da dünn gesät, denn seit dem letzten Zinsschritt der Europäischen Zentralbank (EZB) ist das Zinsniveau am Tiefpunkt angelangt. „Wir erwarten, dass das Zinsniveau zumindest noch die nächsten ein bis zwei Jahre auf einem niedrigen Niveau bleibt“, meint Karl.

„Die ­Herausforderung ist, das Geld zu ­vernünftigen Preisen am Immobilienmarkt zu investieren.“ peter karl, erste immo kag

Bei den Anlegern seines Fonds dominieren Retailkunden mit rund 90%. „Wir sind als jüngster Fonds an den Start gegangen und haben es mit einer soliden Anlagestrategie und einem soliden Portfolio geschafft, in die Spitzengruppe zu kommen“, sagt Karl: „Wir können also schon zufrieden sein, aber gleichzeitig bestehen auch große Herausforderungen.“ Eine solche sei, mit den stark steigenden Immobilienpreisen am Markt fertig zu werden: „Die müssen sich ja dann durch nachhaltig erzielbare Mieten für uns rechnen.“ (gst)

© Erste Immobilien KAG

Das Land Voralberg will heuer kräftig in den Straßenbau investieren.

Wien. Nach fünf Jahren hat sich die Erste Immobilien KAG mit ihrem Erste Immobilienfonds erfolgreich als Nummer 2 auf dem Markt etabliert, sagt ihr Chef Peter Karl: Zwar erfolgte der Start relativ spät und 2008 praktisch „am Vorabend der Finanzkrise“, doch brachte dann die Konzentration des Fonds auf Wohnimmobilien nach einem zunächst mühsamen Start kräftiges Wachstum. Heute hält der Fonds bei einem Volumen von rund 600 Mio. €.

Peter Karl, Chef der Erste Immobilien KAG: Investiert wird in Wien, in den österreichischen Landeshauptstädten und in Hamburg.

– doch hofft Karl, dass Immobilienfonds als Stabilitätselement in den Anleger-Portfolios auch dann eine fixe Größe bleiben werden. Für seinen Fonds selbst hat Karl heuer noch einiges an Zukäufen auf

Neue Herausforderungen Natürlich werden eines Tages die Zeiten höherer Zinsen und wagemutiger Anleger zurückkehren

dem Programm: Von den 600 Mio. € in dem Fonds sind derzeit nämlich erst rund 400 Mio. € bereits in Immobilien investiert. „Wir gehen sehr selektiv vor, da muss alles passen“, sagt Karl.

Ungarn Bodenreform geht weiter – Ausländer enteignet

Warnsignale Niedrige Zinsen führen zu Kaufrausch

Budapest/Wien. Abgelenkt vom Kampf um die Bienen und deren Ausrottung durch Pflanzenschutzgifte, tobt hinter den Kulissen weiter ein heftiger Kampf auch zwischen rund 200 österreichischen Bauern, die Land in Ungarn bewirtschaften, und dem ungarischen Premier Viktor Orbán. Orbán – er hat immer die Wahl im nächsten Jahr und seine Klientel im Auge – hat Änderungen im Bodengesetz beschließen lassen, mit denen in Ungarn tätige Landwirte nun behördlich gezwungen werden, den Kauf ihrer Grundstücke rückabzuwickeln; Spekulanten sollen „hinausgedrängt werden“, heißt es. Schon vor einem Jahr hat der ungarische Premier mit der Aussage, „ungarischer Boden muss in den Händen ungarischer Bauern bleiben“, für Aufsehen gesorgt. Mit der Reform wird es ausländischen Investoren, sprich EU-Bauern, nahezu unmöglich gemacht, Ackerland in Ungarn zu erwerben. Doch dies hätten die EU-Verträge eigentlich ab 2014 erlauben sollen. Viele bereits in Ungarn tätige Agrar-Betriebe sind betroffen: Bei einer medianetreal:estate-

Washington. Nicht einmal ein Jahr nach dem Rekordtief auf dem USWohnimmobilienmarkt, ausgelöst durch den größten Einbruch in acht Jahrzehnten, kommen jetzt wieder Anzeichen für eine Übertreibung am Markt auf. Denn Beobachter bemerken auf dem US-Wohnimmobilienmarkt einen regelrechten Kaufrausch. Angetrieben wird dieser durch die Maßnahmen der Federal Reserve zur Senkung der Kreditkosten. Dazu mischt sich noch – kaum zu glauben – ein Mangel an zum Verkauf stehenden Objekten und der eben wieder erwachte Gusto der Wall Street auf „Betongold“ – in den USA wohl eher „Holzgold“ (nur die Minderheit der Wohnimmobilien ist massiv gebaut; Anm.).

Berlin. Mit dem Ankauf eines attraktiven Büroobjekts will die börsennotierte S Immo AG ihr Ziel für 2013, günstige Kaufgelegenheiten in Berlin wahrzunehmen, weiter verfolgen. Die erworbene Immobilie besteht aus zwei Teilen mit einer Gesamtfläche von rund 12.000 m� und liegt in der Sonnenallee, 15 Fahrminuten vom Zentrum entfernt an der Achse zum zukünftigen Hauptflughafen Berlin. Der architektonisch ansprechende Altbau ist denkmalgeschützt und wurde 1917 errichtet und schließlich 1994 komplett revitalisiert. Der dazugehörende Neubau samt Tiefgarage stammt ebenfalls aus dem Jahr 1994. S-Bahn und Stadtautobahn befinden sich in unmittelbarer Nähe des Objekts. (red)

Trotzdem ziehen die Hauspreise weiter deutlich an. Sie bleiben zwar noch immer deutlich unter ihrem früheren Höchstständen, doch es geht rasant nach oben: Allein im März des heurigen Jahres waren die Preise für US-Wohnimmobilien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp elf Prozent gestiegen – dies ist der stärkste Zuwachs seit dem großen Immobilienboom im Jahr 2006. (rk)

Plus elf Prozent im März

Viktor Orbán macht Ernst: Ausländische Agrarbetriebe kommen unter Druck.

Da hilft auch ein Schub bei Neubauten wenig: In Südflorida, das eines der Zentren beim Aufblähen der letzten Immobilienblase war, werden aktuell insgesamt 3.300 neue Eigentumswohnungen gebaut – das ist ein Volumen, das es seit dem Jahr 2007 nicht mehr gab.

© EPA

Ernst Vejdovszky, S Immo AG, will Immobilienzyklen strategisch nutzen.

Vor-Ort-Recherche wurde unter anderem ein Betrieb gefunden, der rund 2.000 ha, davon 250 ha Staatsland, bewirtschaftete. Diese wurden jetzt laut Betriebsleiter „eingezogen”. Ein Rechtsstreit mit der Hubertus Bt, die seit 1992 fast 8.000 ha Staatsland gepachtet hat, geht in die nächste Runde. Ungarn hatte das Schiedsgerichtsurteil, bei dem es verloren hatte, nicht anerkannt. Jetzt geht der Fall zum EuGH.  (rk)

© EPA

© Schenk

Viktor Orbáns „Wahlkampfknüller“ Droht Immo-Blase in den USA?

US-Baugenehmigungen stiegen im April um 14,3 Prozent auf 1,017 Millionen.


Immo:markets

Freitag, 24. Mai 2013

financenetreal:estate – 27

financenet@medianet.at

Kaufrausch Immer mehr reiche Bewohner des „Reiches der Mitte“ legen ihr Geld gern im Ausland an und kaufen Häuser und Wohnungen

Chinesen kaufen Europa-Immos Besonders beliebt sind Krisenstaaten, die Aufenthaltsbewilligung erteilen. Ausländern, die sich eine Wohnung oder ein GrundstĂźck im Wert von mindestens 160.000 â‚Ź kaufen, automatisch eine Aufenthaltsgenehmigung. Auch das benachbarte Portugal lockt mit ähnlichen MaĂ&#x;nahmen: Dort kĂśnnen Ausländer seit Oktober des Vorjahrs eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten, wenn sie eine Immobilie fĂźr mindestens 500.000 â‚Ź erwerben, mehr als eine Mio. â‚Ź ins Land transferieren oder einen Betrieb mit mindestens 30 Angestellten erĂśffnen. Aber auch in Zypern werden wohlhabende Chinesen von gĂźnstigen Wohnungspreisen ebenso

Kaufen und in EU bleiben Anreize gibt es quer ßber den Kontinent: In Irland bekommen ausländische Immo-Käufer ein Bleiberecht, sobald die Kaufsumme mindestens 400.000 ₏ beträgt. In Lettland reichen schon der Erwerb einer 70.000 ₏ teuren Immobilie. In Griechenland erhalten Ausländer eine fßnfjährige Aufenthaltsgenehmigung, sobald sie 300.000 ₏ in Immobilien oder Geschäfte investieren. (rk)

Spanische Immobilien locken mit gĂźnstigen Preisen und einer Aufenthaltserlaubnis.

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Madrid/Wien. Ein kolportierter Bericht der Ăśsterreichischen Vertretung in Madrid sorgte fĂźr Aufregung: Der spanische Mutterkonzern der Alpine Bau, die FCC, sendet angeblich kein Geld mehr zur UnterstĂźtzung des angeschlagenen Konzerns nach Ă–sterreich. Die Alpine benĂśtigt zur Rettung rund 300 Mio. â‚Ź, von denen 150 Mio. die FCC tragen sollte. Doch die distanzierte sich in einem Meeting im Kabinett des spanischen AuĂ&#x;enministeriums von weiteren Zahlungen, wie die Tageszeitung Die Presse in Zitierung eines Aktenvermerks der Ăśstereichischen Botschaft an das Finanzministerium berichtete: Man habe bereits mehr als 700 Mio. â‚Ź in die Alpine gesteckt und sei nicht bereit bzw. auch nicht imstande, fĂźr diese weiteren 150 Mio. â‚Ź aufzukommen. Angeblich sei auch ein Konkurs der Alpine „nicht ausgeschlossen“. Stattdessen solle ein „neues Kreditvolumen in der angesprochenen GrĂśĂ&#x;enordnung mit einem mittelfristigen Zahlungsziel“ eingeräumt werden, heiĂ&#x;t es. Arnold Schiefer, CEO der Alpine Holding, meinte dazu: „FCC hat den grĂśĂ&#x;ten Teil der Vereinbarung und der finanziellen Zusagen bereits umgesetzt und schon 200 Mio. Euro fĂźr die Umsetzung des AlpineZukunftsprogramms bereitgestellt. Die Assets sind noch da und haben ja ihren Wert. Depeschen, die zwischen Botschaften, Ministerien und den Journalisten kursieren, mĂśchte ich nicht weiter kommentieren.“  (rk/ots)

angelockt wie von der Aussicht auf eine rasche Aufenthaltsgenehmigung.

Š panthermedia.net/Luciano Mortula

Madrid/Peking. Während Spaniens Defizit einen neuen Rekordstand erreicht hat (siehe financenet Seite 22), und die Arbeitslosigkeit besonders unter Jugendlichen geradezu explodiert, scheint an der desastrÜsen Immobilienfront ein neuer Trend Erleichterung zu bringen: Immer mehr chinesische Staatsbßrger kaufen iberische Immobilien. Schon vor der Immobilienkrise, die Spanien bis in die Grundfesten erschßtterte, zählten Wohnungen und Häuser zu beliebten Anlageobjekten im Fernen Osten. Während es aber damals vor allem betuchte Bßrger aus Taiwan waren, schlagen jetzt oft Festlandchinesen zu. Hintergrund ist neben der gßnstigen Preissituation und der zweifellos hÜheren Lebensqualität auf der Iberischen Halbinsel auch die Aussicht auf eine begehrte Aufenthaltsbewilligung in der Europäischen Union. Denn Spanien erteilt

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2013 Das aktuelle Jahrbuch und Nachschlagewerk Gelebte unternehmerische Verantwortung 1  *+)+" "*("$4*+))&+)&!%& 1 )'3,&+)&!%&-'& "* 1 *-'& 0,&&!!.)(,&#+& Service 15+*" $')%&,& .)*-'& "* 1 )+)&&&,&+/.)#-'& "* 1+"& *&"/*,& &!%)#*-'& "* 1)"+"*!+#!'$),"/,!+&"*+

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Š Alpine/Sabine Hauswirth

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1SPKFLUMFJUVOH Arnold Schiefer, CEO der Alpine Holding: Berichte erleichtern tägliche Arbeit nicht.

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immo:markets

28 – financenetreal:estate

Freitag, 24. Mai 2013

financenet@medianet.at

Energieeinsparung per Gesetz verordnet Berlin/Wien. Der Deutsche Bundestag hat laut APA-Meldung eine Änderung des Energieeinsparungsgesetzes verabschiedet. Private Bauherren müssen ihre eigenen vier Wände ab dem Jahr 2021 mindestens als Niedrigstenergiegebäude planen. Für Neubauten der öffentlichen Hand gilt die Verpflichtung bereits ab 2019. Die Energieeffizienz von Gebäuden soll künftig auch besser kontrolliert und durch ein unabhängiges System per Stichproben verifiziert werden.

© Wikimedia/EL

LaSalle verkauft und kauft für Fonds Objekte

LaSalle verkaufte Einzelhandelsportfolio an Hoechst-Pensionskasse.

München/Wien. LaSalle Investment Management Kapitalanlagegesellschaft mbH (LaSalle KAG) hat für den von ihr gemanagten LaSalle E-REGI Spezialfonds eine Einzelhandelsimmobilie in der Ludwigstraße in Ingolstadt erworben. Die ACREST Property Group GmbH hat das Wohn- und Geschäftshaus im Auftrag der Bruce Ingolstadt B.V. verkauft. Andererseits hat LaSalle für den LaSalle Income and Growth Fund (LGIG) ein Einzelhandels-Portfolio, bestehend aus drei Fachmarktzentren, an die Pensionskasse der Mitarbeiter der Hoechst-Gruppe VVaG und die Höchster Pensionskasse VVaG verkauft. (fh)

Investmentmarkt Im ersten Quartal 2013 bereits 641 Mio. Euro in deutsche Lager- und Logistikimmobilien investiert

Logistikbranche legt bei Immobilieninvestments zu Transaktionen in Höhe von 3,7 Milliarden Euro markieren Höchststand seit Ausbruch der Finanzkrise. Fritz Haslinger

Wien. Laut CBRE Österreich beliefen sich im ersten Quartal 2013 die Investitionen in Industrieund Logistikimmobilien auf einen Rekordanteil von 13% an den gesamteuropäischen Investitionen in Gewerbeimmobilien.

Logistik-Immos sind begehrt Die im ersten Quartal 2013 getätigten Transaktionen in Höhe von 3,7 Mrd. Euro markieren gleichzeitig den Höchststand seit Ausbruch der weltweiten Finanzkrise und liegen 28% über dem langjährigen Quartalsdurchschnitt von 2,9 Mrd. Euro. Die CBRE-Umfrage bestätigt: Logistikimmobilien werden nach Büroimmobilien als zweit begehrteste Anlageklasse im Jahr 2013 genannt. Deutschland, Großbritannien und Frankreich waren mit 2,27 Mrd. Euro die drei aktivsten Märkte und machten im ersten Quartal mehr als 60% des europäischen Marktes aus. Allerdings war auch in Mittelund Osteuropa, vor allem in Polen und Russland, eine starke Aktivität zu beobachten; angesichts der Größe der Wirtschaft und Bevölkerung gibt es dort eine dramatische Unterversorgung an qualitativ hochwertigen Logistik-immobilien.

Starker NBIM-Einfluss Besonderen Einfluss auf das starke Quartal hatte laut CBRE die Transaktion der Norges Bank Investment Management (NBIM), die einen Anteil von 50% an dem europäischen Portfolio von Prologis im Wert von 1,2 Mrd. Euro erworben hat. Diese Transaktion ist nicht nur

wegen ihrer Größe, sondern auch aufgrund ihrer Struktur und der Art des Käufers – nämlich eines Staatsfonds – von Bedeutung. „Bisher haben sich Staatsfonds bei der Investition in europäische Immobilien weitgehend auf Büros und Einkaufszentren konzentriert. NBIM ist der erste Staatsfonds, der eine derart beträchtliche Investition auf dem europäischen Logistiksektor getätigt hat“, erklärt Ilias Manoukas, Head of Industrial & Logistics bei CBRE Österreich.

Bemerkenswerter Trend „Es ist ein besonders bemerkenswertes Beispiel für einen anhaltenden Trend, dass viele institutionelle Investoren, wie beispielsweise Pensionsfonds und Versicherungsgesellschaften, ihre Investitionen in diesem Bereich ausbauen“, sagt Manoukas und er ergänzt: „Die qualitativ hochwertigen Industrie- und Logistikimmobilien sind perfekt positioniert, um in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation das Interesse von Investoren auf sich zu ziehen.“

Knappe Versorgungslage Bereits seit einigen Jahren gibt es, so Manoukas, nur in begrenztem Umfang neue Entwicklungsaktivitäten, was zu einer noch knapperen Versorgungslage als heute führen wird: „Logistikimmobilien sind nach wie vor weitgehend unterbewertet und werden eine weitere strukturelle Renditeverschiebung ergeben, da sie für institutionelle Investoren zu einer bevorzugten Wahl werden.“ Die hohe Attraktivität des deutschen Markts drückt sich auch in einer großen Bandbreite von Investorengruppen aus: „Ob Asset-

© CBRE/Franz Pfluegl

short

Ilias Manoukas bestätigt: „NBIM ist erster Staatsfonds mit beträchtlichen ­Investitionen in europäischen Logistiksektor-Bereich.“

beziehungsweise Fondsmanager, Offene Immobilien- und Spezialfonds oder Privatinvestoren, jeder dieser Akteure investierte im ersten Quartal bereits einen dreistelligen Millionenbetrag in deutsche Lager- und Logistikimmobilien.

Dieser Trend wird mittelfristig mit einer hohen Wahrscheinlichkeit beibehalten werden, zumal sich aktuell einige Core-Objekte in der Vermarktung befinden“, weiß Ilias Manoukas, Head of Industrial & Logistics bei CBRE Österreich.

Kooperation Low Budget Design Hotel bietet Gästen „Tocco Rosso“-Welcome-Drink

Immofinanz Grundstein für Nimbus Office-Gebäude

Motel One ködert mit Campari

Büro-Development

München/Wien. Eine Mischung aus erfrischend-herbem Campari, Holunderblütensirup, Prosecco und aromatischer Minze: Das ist der neue Sommerdrink „Campari Tocco Rosso“, mit dem Motel One seine Gäste ab sofort verwöhnt.

Wien. Mit „Nimbus“ hat die Immofinanz Group ihr erstes BüroEigendevelopment in Polen realisiert und vor wenigen Tagen die Grundsteinlegung gefeiert. „Polen ist einer unserer Schlüsselmärkte und zählt zu jenen zentraleuropäischen Ländern, in denen wir den Schwerpunkt unserer Entwicklungsaktivitäten im hochqualitativen Office- und Einzelhandelsbereich angesiedelt haben.

Kooperation gestartet Erstmalig kooperieren Campari und die Low Budget Design-Hotel-

kette Motel One miteinander und laden bis zum 14. Juni in insgesamt 31 Motel One zum Tocco Rosso, zur „roten Berührung“, ein. Wer in einem Motel One in Berlin, Dresden, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Nürnberg, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden eincheckt, bekommt mit der Zimmerkarte einen Gutschein ausgehändigt, der an der Hotelbar gegen

den Sommerdrink eingetauscht werden kann.

One Lounge-Wohnzimmer Die passende Umgebung für den Genuss des Getränks bietet die One Lounge, die Wohnzimmer, Frühstückscafé und Bar zugleich ist. Bei sommerlichen Temperaturen locken auch die zahlreichen Motel One Outdoor-Lounges mit bequemen Liegestühlen und Loungemöbeln zum entspannten Genuss unter freiem Himmel. Eine besondere Wohlfühloase ist die großzügige Outdoor-Lounge unter den Arkaden des neu eröffneten Motel One Dresden am Zwinger.

Ambiente zum Wohlfühlen: One Lounge im Motel One Hotel Wien-Westbahnhof

Das 2000 gegründete Unternehmen Motel One kann sich dieses Jahr über den vom „Deutschen Institut für Service-Qualität“ vergebenen „Deutschen Servicepreis 2013“ in der Kategorie „Tourismus“ freuen, nachdem die Kette bereits in 2012 zum „Besten Budget-Hotel Deutschlands“ gekürt wurde. (fh)

© Immofinanz Group

© Motel One

Deutscher Servicepreis 2013

Eduard Zehetner: „Schwerpunkt liegt im Office- und Einzelhandelsbereich“.

In Warschau sind wir mit knapp 200.000 m� einer der größten Investoren am Büromarkt“, erklärt Eduard Zehetner, CEO der Immofinanz Group.

„Liegen sehr gut im Zeitplan“ „Derzeit sind rund 80 Leute am Projekt ‚Nimbus‘ beteiligt. Dank deren Einsatz liegen wir trotz des harten Winters sehr gut im Zeitplan, sodass der Fertigstellungstermin mit August 2014 gesichert ist. Die ‚Porr Polska‘ ist stolz darauf, an diesem prominenten Standort auch das dritte Gebäude bauen zu dürfen und hier die gute Zusamenarbeit mit Immofinanz fortzusetzen“, bestätigt Franz Scheibenecker, Geschäftsführer beim Generalunternehmer Porr Bau GmbH. Nimbus punktet als ClassA Office-Objekt auf über 19.000 m� vermietbarer Fläche mit flexiblem Bürodesign, grünen Terrassen und hoher Serviceorientierung. Der Startschuss für den Bau fiel Dezember 2012 und das Objekt soll termingerecht im August 2014 eröffnet werden. (fh)


Freitag, 24. Mai 2013

i m m o : mar ke t s/ l aw & order

financenetreal:estate – 29

financenet@medianet.at

Deutschland Scharfe Vorschriften für private Bauherren erlassen: Ab 2012 nur noch Niedrigstenergie-Gebäude

short

Schärfere Energiebremse

Wiener Börse: Neue Anleihe der Strabag

© dpa/Michael Keppeler

Berlin. Private Bauherren müssen in Deutschland ihre eigenen vier Wände ab dem Jahr 2021 als Nied­ rigstenergiegebäude planen. Das sieht die vom deutschen Bundes­ tag in der Nacht zum Freitag ver­ abschiedete Änderung des Energie­ einsparungsgesetzes vor. Für Neubauten der öffentlichen Hand gilt diese Verpflichtung be­ reits ab dem Jahr 2019. Das neue Szenario bedeutet in der Praxis, dass der Energiebedarf von Nied­ rigstenergiegebäuden sehr gering sein muss – und dieser Energiebe­ darf soll darüber hinaus zu einem ganz wesentlichen Teil durch er­ neuerbare Energien gedeckt wer­ den.

dern sie soll künftig auch besser kontrolliert werden. So ist ein un­ abhängiges System für Stichproben vorgesehen; außerdem sollen En­ ergiekennwerte in Verkaufs- und Vermietungsanzeigen angegeben werden.

Wiener Börse: Heuer schon zehn neue Corporate Bonds.

Nach EU-Richtlinie

Wien. Die Unternehmensanleihe der Strabag SE notiert ab heute im Geregelten Freiverkehr der Wiener Börse. Das Gesamt­ nominale der siebenjährigen Anleihe beläuft sich auf 200 Mio. €, bei einer Stückelung von 1.000 €. Die fixe Verzinsung beträgt 3% pro Jahr. Mit dem neuen Corporate Bond sind insgesamt sechs Anleihen der Strabag in Wien handelbar. Damit ist der führende europä­ ische Baukonzern einer der ak­ tivsten Emittenten von Unter­ nehmensanleihen an der Wie­ ner Börse. Die Emittenten der Wiener Börse setzen in diesem Jahr nach wie vor stark auf Corporate Bonds: Bisher gab es zehn neue Corporate Bonds sowie zwei Aufstockungen mit einem Gesamtemissionsvolu­ men von über 3 Mrd. €. (red)

Hintergrund der Gesetzesände­ rung ist eine EU-Richtlinie, wonach die Energieeffizienz im Gebäude­ bereich weiter gesteigert und die Information durch die sogenann­ ten Energieausweise verbessert werden soll. Auch Österreich hat sich im Rahmen dieser Richtline verstärkte Anstrengungen und neue Vorschriften vorgenommen. In der Bauwirtschaft sind jedoch die da­ mit zusammehängenden Maßnah­ men freilich nicht unumstritten; die Wirtschaft wieder befürchtet Belastungen. (APA/red)

Kontrolle inklusive Die Energieeffizienz von Gebäu­ den soll in Deutschland außerdem nicht nur nach schärferen Richtlinien vorgeschrieben werden, son­

Deutscher Bundestag hat strenge neue Vorschriften für Bauherren beschlossen.

© Wiener Börse

Öffentliche Hand muss ab 2019 maximal Energie sparen, private Bauherren haben zwei Jahre länger.

Anstieg um 4,9 Prozent im April Die großen Städte werden sogar zweistellig teurer, Staatsbremse wirkt kaum

Chinas Immobilienpreise noch ungezügelt

In Peking belief sich der Anstieg sogar um 10,3 Prozent, nach einem Plus von 8,6 im Monat davor. Und auch in Shanghai gab es mit 8,5 Prozent höheren Preisen (nach 6,4) Prozent) heuer im Frühjahr deut­

Stadtbaudirektion Wien will begrünte Dächer Wien. Die Stadtbaudirektion der Stadt Wien setzt nicht nur auf Solarenergie und einen höheren Grünanteil auf Dächern, sie will beides kombinieren: Vor allem im Zusammenwirken bei­ der Technologien ergeben sich nützliche Aspekte, so eine Aus­ sendung. Das begrünte Dach ist gleichzeitig die Halterung für die darüber angebrachten Photovoltaikpaneele. Durch den Grünanteil werden die Module der Photovoltaikanlage gekühlt und es kommt zu einer deutlichen Verbesserung der Leistung. Die Befestigung der Pho­ tovoltaikanlage schone im Gegensatz zu herkömmlichen Montagen von Paneelen auf nackten Bitumen, Ziegel-, Kiesoder Metalldächern die Dach­ haut, und die PV-Anlage selbst lukriert eine Förderung. (red)

Zuletzt weniger gebremst Erst im März gab es neue Schritte zur Abkühlung des Immo­ bilienbooms. Diese fielen weniger scharf aus als erwartet, zeigen aber offenbar eine erste schwache Wirkung: Denn im Vergleich zum Vormonat zogen die chinesischen Häuserpreise im April 2013 nur noch um ein Prozent an, nachdem es im vorangegangenen Monat noch 1,2 Prozent waren. (APA)

Chinas Regierung versucht die Preise zu zügeln, bis jetzt nur mit wenig Erfolg.

Renergie Raiffeisen baut 6 Windräder mit 135 m Höhe

Grüner Mit Fernwärme

Steuerteam Auszeichnung

Prellenkirchen. Die Renergie Raiffe­ isen Managementgesellschaft für Erneuerbare Energie GmbH wird gemeinsam mit der DH Energie GmbH und der Energie Burgenland Windkraft GmbH sechs Windräder der 3 MW-Klasse mit einer Naben­ höhe von 135 m und einer Gesamt­ leistung von 18 MW errichten: Der Windpark Deutsch Haslau werde in Zukunft rund 45 Mio. Kilowatt Stunden Windstrom pro Jahr pro­ duzieren. Damit können jährlich

Wien. Die Wirtschaftskanzlei Schön­ herr setzt auf Fern­wärme von Wien Ener­gie und hat dadurch im Geschäfts­jahr 2012 ins­ge­samt 213 Ton­nen an CO2-Emissionen einge­ spart. Diese Reduk­tion ent­spricht dem CO2-Ausstoß von 180 Autos mit einer durch­schnitt­li­chen, jähr­ li­chen Fahr­leis­tung von 15.000 km. Bestä­tigt wur­den diese Ein­spa­run­ gen durch ein Zer­ti­fi­kat der Tech­ni­ schen Uni­ver­si­tät Wien, heißt es in einer Aussendung. „Fern­wärme bringt einer­seits einen nach­weis­ba­ren Nut­zen zur Ver­bes­se­rung der Luft­qua­li­tät der Stadt. Ande­rer­seits ist es für unser Unter­neh­men auch eine der bequems­ten Mög­lich­kei­ten, die Büros sicher, preis­wert und oh­ ne gro­ßen War­tungs­auf­wand mit Wärme zu ver­sor­gen“, erklärt Pe­ ter Madl, Part­ner bei Schönherr. In ganz Wien ist der­zeit ein Drit­tel aller Haus­halte und Unter­neh­men ans Fern­wär­me­netz ange­schlos­ sen. Wien hat mit einer Länge von über 1.170 km eines der größ­ten Fern­wär­me­netze in Europa. Ins­ ge­samt wer­den dadurch jährlich CO2-Emissionen von rund 1,5 Mio. t ver­mie­den. (red)

Wien. Die Steu­er­rechts­gruppe der Anwalts­kanz­lei DLA Piper wurde bei den Euro­pean Inter­na­tio­nal Tax Review Awards als „Euro­pean Media and Enter­tain­ment Tax Team of the Year“ ausgezeichnet. Man konnte mit meh­re­ren Pro­jek­ ten aus den Berei­chen Media & Enter­tain­ment punk­ten, heißt es in einer Aussendung. Franz Alt­hu­ber, Part­ner und Lei­ter der Steu­er­rechts­ pra­xis in Wien, nahm den Preis entgegen. (red)

© Renergie

rund 12.900 Haushalte mit elek­ trischer Energie aus einer erneu­ erbaren, sauberen Energiequelle versorgt werden. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme ist für Mitte 2014 vorgesehen. Die Errichtungs­ kosten betragen 34 Mio. €. Der Windpark Deutsch Haslau wurde von Renergie gemeinsam mit der Deutsch Haslau Energie GmbH entwickelt. Er liegt in der Gemeinde Prellenkirchen im Bezirk Bruck an der Leitha. (red)

Lausch, Döber, Plank, Köck, Ecker, Brajkovich, Schödinger, Clauss (v.li.).

Schönherr neu

DLA Piper

Wien: Kombination aus PV und Dachbegrünung empfohlen.

Uni Salzburg ehrt Prof. Cherif Bassiouni

© DLA Piper

Neuer Windpark um 34 Mio. Euro

© panthermedia.net/tupungato

Das richtige Maß gefragt

liche Zuwächse. Die chinesische Führung wagt einen schwierigen Balanceakt: Einerseits will sie die Teuerung am Häusermarkt dros­ seln, andererseits aber auch die Konjunkturbelebung im Land un­ terstützen.

© sxc/Mario Wick

Peking. Trotz des Gegensteuerns der chinesischen Regierung heizt sich der Immobilienmarkt im Reich der Mitte weiterhin auf. Im April 2013 zogen die Preise für Neubauten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,9 Prozent an. Im März hatte es dagegen noch einen Anstieg um 3,6 Prozent gegeben. Dies zeigen Reu­ ters-Berechnungen auf Basis von Daten der Nationalen Statistikbe­ hörde, die nun vorgelegt wurden.

DLA Piper-Partner Franz Althuber: Leiter der Steuerrechtsgruppe.

Salzburg. Die Universität Salz­ burg verleiht Prof. Cherif Bas­ siouni das Ehrendoktorat der Rechtswissenschaften. In der Laudatio würdigt man ihn als Kämpfer für Frieden, internati­ onale Strafbarkeit von Macht­ missbrauch und ausgleichende Gerechtigkeit zwischen Opfern und Tätern von Makrokrimina­ lität. Bassiouni wurde 1937 in Kairo geboren und gilt auf sei­ nem Gebiet als einer der bedeu­ tendsten Wissenschafter. (red)


l aw & o r d e r / p e o p l e & dat e s

30 – financenetreal:estate

Freitag, 24. Mai 2013

financenet@medianet.at

Expansionspläne Re/Max Österreich will weiter expandieren und gleichzeitig Qualität verbessern

short

Re/Max will optimieren

DLA Piper erneut bei Etihad Airways Wien. DLA Piper hat Eti­had Air­ways beim Ein­stieg in die indi­sche Flug­li­nie Jet Air­ways bera­ten. Der Wert der Betei­li­ gung beträgt 379 Mio. USD und ent­spricht 24% des erwei­ter­ten Akti­en­ka­pi­tals. DLA Piper hat Eti­had bereits beim Erwerb eines Mehr­heits­an­teils an Air Ber­lin und der Über­nahme dessen Viel­flie­ger­pro­gramms beglei­tet, wobei das Wie­ner Büro für die wett­be­werbs­recht­ li­che Bera­tung in Öster­reich zustän­dig war. (red)

Österreichisches Maklernetzwerk beauftragt Franchise-Berater Syncon mit Expansionsbetreuung. Salzburg/Amstetten. Die internatio­ nale Franchise-Beratung Syncon mit Österreich-Sitz in Salzburg be­ treut das Maklernetzwerk Re/Max Austria in seinen Expansionsakti­ vitäten. Das Franchise-System mit derzeit rund 100 Partnern und 460 Maklern soll weiter ausgebaut und optimiert werden. Re/Max vermit­ telt im Moment jährlich Immobili­ en in Österreich mit einem Trans­ aktionswert von einer Mrd. €. Syncon berät Re/Max schon seit seinem Österreich-Start im Jahr 1999 im Aufbau des FranchiseSystems. „Das Beratungsteam rund um Waltraud Martius war ein Geburtshelfer und hat uns in der Entwicklung unseres Fran­ chise-Konzepts sowie in weiterer Folge mit laufenden Coachings entscheidend geholfen”, erklärt Alois Reikersdorfer, Gründer von Re/Max Austria. „Nun setzen wir gemeinsam die nächsten Schritte in Richtung von Wachstum und

1.300 Projekte betreut „Wir stellen professionelle Instrumente zur Franchise-Entwick­ lung zur Verfügung und sorgen da­ für, dass die Hard- und Softfacts ausgewogen sind”, erklärt SynconGeschäftsführerin Waltraud Mar­ tius. Syncon hat laut eigener Aus­ sage mehr als 1.300 internationale Franchise-Projekte betreut. Unternehmen werden bezüglich der passenden Strategie beraten und danach in der Umsetzung un­ terstützt. Syncon betreibt Büros in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Österreich berät Syn­ con u.a. A1, Allianz, Palmers, Viva (OMV) und Sonnentor, BComple­ te und eyes + more. Auf der Liste der internationalen Kunden stehen Yves Rocher, Vergölst, EnBW und Loacker. (red)

© Syncon

© KWR

Neuer Juniorpartner bei KWR in Wien

System-Optimierung”, so Reikers­ dorfer.

Waltraud Martius (Geschäftsführerin von Syncon) und Alois Reikersdorfer (Re/Max).

Clemens Berlakovits, neuer Juniorpartner bei KWR Karasek Wietrzyk.

GREET Vienna im Juni 2013

immowelt.at startet mit Plakaten Nürnberg. Die Immobilien-Plattform immowelt.at startet mit einer Pla­ katkampagne: In Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck heißt es auf großflächigen Plakaten „Will­ kommen zu Hause”. Die Plakat­ kampagne, deren Mediavolumen im sechsstelligen Bereich liegen soll, wird im Mai und Juni durch eine Online-Offensive ergänzt.

Frie­ders, Tas­sul & Part­ner: Frauenthal

Wien. Am 12. und 13. Juni findet zum ersten Mal die „GREET Vi­ enna 2013“ (Global Real Estate & Economy Talks), B2B-Plattform für Gewerbeimmobilien und Invest­ ments in CEE/SEE, Russland, CIS und Türkei, im Palais Niederöster­ reich in Wien statt. Das Konferenz­ programm behandelt Themen wie Handelsimmobilien, Wohnimmobi­ lien und Wohnbau, Corporate Real Estate Management, Unternehmen und ihre Immobilien, regionale Entwicklungen abseits der Haupt­ städte sowie die Entwicklung von Skigebieten und Hotelimmobilien, als auch Logistikimmobilien, Infra­ struktur, alternative Investments und die Finanzierung von Immobi­ lien. (red)

„Mit der Plakatkampagne wollen wir das führende Immobilienpor­ tal Österreichs werden”, erklärt Carsten Schlabritz, Vorstand der Immowelt AG. „Unser strategisches Ziel ist es, in Österreich künftig noch mehr Kunden für uns zu ge­ winnen.”  (red)

© immowelt AG

Große Ziele

Wien. Die Anwaltssozietät Frie­ders Tas­sul & Part­ner hat die Frauenthal-Gruppe beim Erwerb der schwe­di­schen Gno­ tec AB, Pro­du­zent für Press-, Stanz- und Schweiß­teile, bera­ ten. Die Trans­ak­tion beinhal­tet vier Stand­orte in Schwe­den, ei­ nen in der Slo­wa­kei und ein Ver­ kaufs­büro in Shanghai. Gno­tec AB erzielte 2012 einen Umsatz von 80 Mio. €. Der Kauf­preis beträgt 25 Mio. €.

Carsten Schlabritz, Vorstand der Immowelt AG: „Wollen führendes Portal werden“.

Mergers&Acquisitions Secop übernimmt ACC Austria

Pflege Verbandsklage

Warimpex Mit DLA Piper

Wien. Die Anwaltskanzlei Dorda Brug­ger Jor­dis hat Secop, ein Toch­ ter­un­ter­neh­men des bör­se­nno­tier­ ten Münch­ner Aurelius-Konzerns, bei der Über­nahme des Kompres­ soren-Herstellers ACC Aus­tria GmbH beraten. Secop erwarb ACC Aus­tria im Wege eines Asset Deals aus dem Insol­venz­ver­fah­ren. Die Trans­ak­tion steht noch unter dem Vor­be­halt der Zustim­mung der zustän­di­gen Kar­tell­be­hör­den. ACC Aus­tria mit Sitz in Fürs­ten­feld

Wien. Der Ver­ein für Kon­su­men­ten­ in­for­ma­tion (VKI) führte im Auf­ trag des Öster­rei­chi­schen Kon­su­ men­ten­schutz­mi­nis­te­ri­ums eine Ver­bands­klage gegen einen Ver­ein, der Betreuer für 24-Stunden-Pflege ver­mit­telt. Bean­stan­det wur­den 13 Klau­seln in den Ver­trä­gen mit Kun­ den und Pflegepersonal. Bei sie­ben Klau­seln erkannte die Agen­tur die Gesetz­wid­rig­keit an. Das Lan­des­ge­ richt Linz hat die rest­li­chen Klau­ seln für gesetz­wid­rig erklärt. Das Urteil ist nicht rechts­kräf­tig.

Wien. DLA Piper hat den Immo­bi­ li­en­ent­wick­ler War­im­pex bei der Plat­zie­rung einer Unter­neh­mens­an­ leihe über 63,1 Mio. pol­ni­sche Zloty (etwa 15,1 Mio. €) sowie einer Wan­ del­an­leihe über 26,5 Mio. pol­ni­sche Zloty an der War­schauer Börse beraten. Als Trans­ak­ti­ons­an­walt fun­gierte DLA Piper-Partner Chris­ tian Temmel. Die Anlei­hen rich­ten sich an insti­tu­tio­nelle Inves­to­ren und haben eine Lauf­zeit von drei Jah­ren. (red)

Dorda Brugger Jordis mit Secop

© Freshfield Bruckhaus Deringer

„Karrieretag 2013“ bei Freshfields in Wien

Die Teilnehmer des „Karrieretag 2013“ im Büro von Freshfields.

erwirt­schaf­tete mit der Her­stel­lung von her­me­ti­schen Käl­te­kom­pres­so­ ren für Kühl­schränke, Kühl­the­ken sowie Gefrier­schränke im Jahr 2012 einen Umsatz von ca. 150 Mio. €.

Das Beratungsteam Das Beratungsteam bestand aus Felix Hörls­ber­ger und Chris­tian Ritschka (Distres­sed M&A) sowie Ste­phan Pols­ter (Kar­tell­recht) und Tibor Varga (Finanzierung). (red)

Sieg für VKI

Anleihe emittiert

Ste­phan Pols­ter, Felix Hörls­ber­ger, Tibor Varga und Chris­tian Ritschka.

Es sol­len u.a. gesetz­lich gere­gelte Kün­di­gungs­fris­ten nicht ein­ge­hal­ ten, unzu­läs­sige Kün­di­gungs­klau­ seln ein­ge­fügt oder die Haf­tung der Agen­tur für das Ver­hal­ten der Pfle­ge­per­so­nen aus­ge­schlos­sen wor­den sein. Ein wei­te­rer Punkt war ein Beschäf­ti­gungs­ver­bot der Pfle­ge­per­son nach Been­di­gung des Ver­tra­gs mit der Agen­tur. „Das Ur­ teil hat Signal­wir­kung für die ge­ samte Bran­che, die Ver­träge neu und geset­zes­kon­form aus­zu­ge­stal­ ten“, so VKI-Juristin Jen­ni­fer Was­ ser­mann. (red)

© DLA Piper

„Signal für ganze Branche“

© Dorda Brugger Jordis

Wien. Die inter­na­tio­nale Anwalts­so­zie­tät Fresh­fields Bruck­haus Derin­ger lud kürz­ lich zum „Kar­rie­re­tag 2013“ in die Kanz­lei­räum­lich­kei­ten in Wien. Insgesamt 20 Jus-Stu­ den­ten im drit­ten Abschnitt und Absol­ven­ten der Rechts­ wis­sen­schaf­ten nah­men teil. Dabei konn­ten die Teil­neh­mer einen Tag lang das Gesche­hen in einer Wirt­schafts­kanz­lei ken­ nen­ler­nen. Im Rah­men eines Work­shops wur­den den Nach­ wuchs­ju­ris­ten die Tätig­kei­ten im inter­na­tio­na­len Rechts­ge­schäft erklärt. (red)

Aviso Veranstaltung

Werbekampagne Immobilienplattform immowelt.at will Österreichs Marktführer werden

Wien. Cle­mens M. Ber­la­ko­vits (31) ver­stärkt ab sofort als Ju­ nior Part­ner das Anwalts­team von KWR Kara­sek Wie­trzyk in Wien. Ber­la­ko­vits ist auf die Füh­rung von Zivil­pro­zes­sen und Schieds­ver­fah­ren im Be­ reich des Bau­ver­trags­rechts, des Archi­tek­ten­rechts, des Scha­den­er­satz- und Gewähr­leis­ tungs­rechts sowie des Ver­si­che­ rungs­rechts und der Pro­dukt­ haf­tung spe­zia­li­siert. (red).

Christian Temmel, Partner bei DLA Piper Weiss-Tessbach in Wien.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 24. Mai 2013 – 31

Auszeichnung I

Auszeichnung II

Der PMCA hat die „Goldenen Skalpelle“ für Pharmawerbung vergeben  Seite 36

Swarovski sponsert beim Life Ball erneut den „Crystal of Hope“ 

© EPA

© PMCA

healtheconomy Seite 32

Kandidaten Ärzte suchen Patientenanwalt © Johannes Zinner

HIV: Neuinfektionen und Todesfälle gehen zurück

© Franz Pfluegl für AstraZeneca

short

Kampagne Hohe Kunst, üble Nachrede: Schönheitschirurgie, wie die Ästhetische Chirurgie landläufig genannt wird, hat in Österreich ein schlechtes Image. Das ergab eine Umfrage des Gallup-Instituts im Auftrag des Österreichischen Verbands für Interdisziplinäre Ästhetische Chirurgie (AFIAS), die nun präsentiert worden ist. Zwar haben Ärzte im Allgemeinen eine hohe Reputation, immerhin 78% der Befragten vertrauen ihnen. Doch die Schönheitschirurgen schneiden mit 41% Vertrauensbonus eher schlecht ab. Das soll sich nun durch eine Kampagne ändern.  Seite 35

© EPA

© panthermedia.net/Hongqi Zhang

Jubiläum Das schwedisch-britische Pharmaunternehmen AstraZeneca sieht durch Akquisitionen und Entwicklungen die eigene Pipeline gut gefüllt. Anlässlich der „AstraZeneca PrimeTime“ in der Britischen Botschaft in Wien schilderte Marco Avila, Regional Medical Director AstraZeneca, die aktuelle Situation des schwedisch-britischen Pharmaunternehmens. In Zukunft wird AstraZeneca drei Gebiete fokussieren: Diabetes und Cardiometabolics, Onkologie sowie die Bekämpfung von Atemwegserkrankungen und Entzündungen.  Seiten 34, 36

Life Ball 2013 Am Samstag geht der größte Charity Event des Jahres in Wien über die Bühne. Pharmaunternehmen und Experten melden Therapieerfolge bei HIV/Aids: Die Lebenserwartung der Betroffenen steigt weiter an.  Seite 32

inhalt

Talk Gate

Abwehrkräfte 3-fach gestärkt

exklus

in apotihrer heke

Wie viel Medizin überlebt der Mensch?

iv

Pharmareport und Lifescience > Sanochemia, Merck und ­Baxter melden Erfolge  > Angst vor Fälschungen nimmt zu  > GSK betont Erfolge von Impfkampagnen  > Life Science-Branche traf sich in Krems 

Superimmun Super immun D³

Super immun dank Superimmun

ex

Healthcare > Minister Stöger punktet im Vertrauensindex  32 > Forschung: Pharmabranche und Minister kooperieren  34 > SVA sieht sich mit Prävention gut aufgestellt  35 > Gastein: Experten diskutierten Primärversorgung  36

Mit dem Extra-Vitamin DD

kl

usiv

Mittwoch, 5. 6. 2013 18:30 Uhr, Tech Gate Vienna Podiumsdiskussion u. a. mit Alois Stöger, Dr. Günther Loewit und Dr. Konrad Paul Liessmann

34 35 35 36

www.superimmun.at

Anmeldung: www.techgate.at/talkgate9


c ov e r

32 – healtheconomy

Freitag, 24. Mai 2013

Life Ball I Weltweit leben 34,2 Mio. Menschen mit dem HI-Virus – so viele wie nie zuvor; Grund sind wirksamere Therapien

Kommentar

HIV-Therapien wirken: ­Lebenserwartung steigt

Stöger schlägt Kanzler Faymann

Ina Karin SChriebl

Wien. 34,2 Mio. Menschen leben weltweit mit dem HI-Virus – so viel wie noch nie. Grund für den Anstieg der HIV-positiven Weltbevölkerung ist der Erfolg der Therapie und die damit steigende Lebenserwartung, berichtete die Aids Hilfe Wien im Vorfeld des „Life Ball“, der am Samstag über die Bühne geht. Um den Menschen einen Zugang zur Medikation zu ermöglichen, braucht es Geld, das jedes Jahr auch durch den Erlös des Life Balls lukriert wird. Im vergangenen Jahr kamen 2,1 Mio. € nationalen und internationalen Projekten zugute.

D

as gab es noch nie: Ein Gesundheitsminister, der in der Bevölkerung bliebter ist, als der amtierende Bundeskanzler. Und dann noch einer, dem man über Jahre vorgeworfen hat, eher farblos zu sein. Doch Alois Stöger (SPÖ) hat es mit Sachpolitik, der Sanierung der Krankenversicherungen und der jüngst verabschiedeten Gesundheitsreform im aktuellen APA/OGM Vertrauensindex offenbar in die Herzen der Menschen geschafft, wie keiner seiner Vorgänger und Vorgängerinnen. Stöger ist im aktuellen Ranking der viertbeliebteste Minister der SPÖ und die Nummer acht der Regierung. Hinter ihm liegen unter anderem Justizministerin Karl, Kanzler Faymann, Verkehrsministerin Bures, Bildungsministerin Schmied und Finanzministerin Fekter. Im Jänner 2012 lag Stöger in der Regierung noch an elfter Stelle mit einem Score von minus 13 Prozent, derzeit hält er bei plus zwei Prozent und hat zuletzt sechs Prozentpunkte zugelegt und so den Großteil seiner Ministerkollegen überflügelt. 2012 war das noch anders: Da fanden sich hinter Stöger nur Fekter, MiklLeitner und Darabos. Dennoch halten sich in der SPÖ Gerüchte, dass der Minister nach den Wahlen abgelöst werden könnte. Das wäre schade, denn selbst Experten bescheinigen ihm eine gute Arbeit.

Neuinfektionen sinken Die Zahl der Neuinfektionen ist laut Aids Hilfe weltweit zurückgegangen: 2011 waren es 2,5 Mio. und somit 20% weniger als vor zehn Jahren. Auch die Zahl der in Folge einer HIV-Infektion verstorbenen Menschen sinkt dank der weltweiten Maßnahmen: 2011 waren es mit 1,7 Mio. Todesfällen etwa um 600.000 weniger als 2005. In Österreich sind 7.000 bis 15.000 Menschen mit dem HIVirus infiziert. Eine exakte Zahl kann nach Angaben der Aids Hilfe nicht erhoben werden, da die Dunkelziffer zu hoch ist. Nach wie vor erhalten 20 bis 25% der HIV-positiven Personen in Österreich ihre Diagnose erst zu einem Zeitpunkt, an dem die Infektion weit fortgeschritten ist. Diese späte Diagnose – im Fachkreisen auch „late presenter“ genannt – wirkt sich nachteilig auf die persönliche Situation, den Therapieerfolg und die Langzeitprognose der Betroffenen aus. Im Vorjahr wurden 523 Menschen positiv getestet, die meisten in Wien (63,3%). 2011 waren es mit

Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem

17% 38%

39%

sehr

45%

eher wenig/ gar nicht

Bin für die Einführung der ELGA

Vordringliche Maßnahme im Gesundheitsbereich Ausbau der Versorgung für psychisch Kranke

85%

35% Kampf gegen Arzneimittelfälschungen

57%

64%

8% Finanzielle Sanierung der Krankenkassen Ja

Nein

zu wenig Info/k.A.

Studie 2011–13, mind. 1.000 Befragte; Quelle: APA/BMG/ISA/OGM; Grafik: APA, Raimund Appl

Eine HIV-Infektion lässt sich anhand einer Blut-Untersuchung (HIV-Antikörpertest) nachweisen, die erst 12 Wochen nach einer möglichen oder vermuteten Infektion durchgeführt

Wien. Eva Longoria, Hilary Swank, Melanie Griffith, Erwin Schrott und Paulus Manker sind nur einige der Superstars, die Arabella Kiesbauer neben heimischer Prominenz am Wiener Rathausplatz begrüßt. Mit beim größten Charity-Event sind auch Carmen Electra und Barbara Eden, Roberto Cavalli, Karolina Kurkova.

2013

45%

HIV ist ein Virus, der Zellen des Immunsystems (die CD4-Zellen) befällt. Die Folge einer HIV-Infektion: kontinuierliches Sinken dieser Immunzellen. So wird das Immunsystem über Jahre immer schwächer, bis der Körper mit harmlosen Infektionen nicht mehr fertig wird. HIV wird durch Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma, Vaginalsekret oder Muttermilch sowie unverletzte Schleimhaut wie Mund-, Anal- oder Vaginalschleimhaut übertragen – durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, den Gebrauch verunreinigter Spritzen und durch die Verabreichung von Blut oder Blutprodukten.

werden kann. Ist dieser Test positiv, wird zur Bestätigung ein weiterer Bluttest durchgeführt. Es gibt Medikamente, welche die Zahl der Viren im Körper senken und so eine Schädigung des Immunsystems verhindern oder sie zumindest verzögern können. Man unterscheidet fünf Klassen von Anti-HIV-Medikamenten, sog. antiretrovirale Medikamente: Nukleosidale Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTIs), Nicht-nukleosidale Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTIs), Protease-Inhibitoren (PIs), Fusions- und Entry-Inhibitoren und IntegraseInhibitoren. Diese entfalten auf unterschiedliche Art ihre Wirkung. Von diesen Medikamenten werden immer mindestens drei miteinander kombiniert eingesetzt, um eine Resistenzbildung hintanzuhalten.

Staraufgebot für Gesundheit

GE S U N D H E I T S V E R S O R G U N G I N Ö S T E R REIC H

16%

Fakten

Life Ball II Swarovski stellt „Crystal of Hope“ zur Verfügung – Preis für HIV-Projekte

GRAFIK DER WOCHE

2012

Gabriele Grom: „HIV-Infektionen bei Kindern geben Anlass zur Sorge.“

39%

rapie- und Bildungsmaßnahmen unterstützt, ein Programm zur Unterstützung und Ausbildung von 100 Teenager-Müttern und zur Eindämmung von sexuell übertragbarer Krankheiten – wie Aids – in Kamerun, das Mariposa Center für Mädchen in der Dominikanischen Republik, das Aufklärung und Beschäftigung von Mädchen fördert, sowie auch Prävention zu HIV und

Preis für „The Girl Effect“ Wie die Organisatoren der Veranstaltung mitteilten, wird Hilary Swank während der Eröffnungszeremonie das Projekt „The Girl Effect“ mit dem von der Firma Swarovski mit 100.000 € dotierten Preis „Crystal of Hope Award“ auszeichnen. Das Projekt versucht, vor allem in Entwicklungsländern zu verhindern, dass heranwachsende Frauen der Armut und Krankheit zum Opfer fallen. Für den „Crystal of Hope“ wurden jene Projekte ausgesucht, die den stärksten Bezug zu Aids/HIV haben. Dazu gehören ein Projekt in Kambodscha, das Mädchen aus der Sexsklaverei befreit und mit The-

© APA/Andreas Pessenlehner

Martin Rümmele

525 Neudiagnosen ähnlich viele. Seit Beginn der Aufzeichnungen bis Ende November 2012 sind in Österreich 3.833 Aids-Erkrankungen diagnostiziert worden, von den Betroffenen sind bis zu diesem Zeitpunkt bereits 1.996 verstorben, wie die Statistik des Gesundheitsministeriums zeigt. Der Pharmakonzern MSD, in den USA und Kanada unter dem Namen Merck bekannt, teilte erst im Februar mit, dass die Europäische Kommission die Zulassung für den Wirkstoff Raltegravir zur Anwendung bei Kindern ab zwei Jahren und mit einem Körpergewicht von mindestens 12 kg in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimittelprodukten zur Behandlung von HIV-1-Infektionen erteilt hat. Darüber hinaus steht Ärzten eine neue Option zur Verfügung: Raltegravir in Kautablettenform an HIV-1-infizierte Kinder von 2 bis 11 Jahren zu verordnen. „HIV-Infektionen bei Kindern geben in Europa nach wie vor Anlass zur Sorge und stellen weltweit ein signifikantes Problem für das Gesundheitswesen dar“, sagt Gabriele Grom, Geschäftsführerin von MSD in Österreich. „Neben einer Verringerung der Übertragung von Mutter zu Kind und der kontinuierlichen Aufklärung über HIV-Therapie und HIV-Prävention ist die Verfügbarkeit zusätzlicher Behandlungsoptionen für HIV-infizierte Kinder entscheidend für den anhaltenden Fortschritt in diesem Bereich.“ Seit über 25 Jahren sei MSD ein Vorreiter im Kampf gegen HIV. Grom: „Wir sind bestrebt, unsere wissenschaftliche Kompetenz, unsere Ressourcen und unsere globale Positionierung einzusetzen, um Lösungen bereitzustellen, die HIV-infizierten Menschen zugutekommen.“

© Peter Rigaud

Zahl der Todesfälle sinkt. In Österreich sind rund 7.000 bis 15.000 Menschen mit dem Virus infiziert.

Schauspielerin Hilary Swank übergibt beim Life Ball den „Crystal of Hope“.

Aids sowie Workshops für Mädchen in Uganda zur Reduzierung von Teenager-Schwangerschaften. „Swarovski freut es, den ‚Life Ball‘ auch im 21. Jahr seines Bestehens zu unterstützen und mit dem ‚Crystal of Hope‘ eine so inspirierende Organisation auszuzeichnen“, sagte Nadja Swarovski, Mitglied des Executive Board von Swarovski Crystal Business. Neben Swank kommen auch Sänger Elton John, der frühere US-Präsident Bill Clinton sowie die Black Eyed PeasSängerin Fergie und Schauspielerin Melanie Griffith. Swank wurde im Laufe ihrer Karriere gleich mehrfach ausgezeichnet: Für den Independentfilm „Boys Don‘t Cry“ erhielt sie sowohl einen Golden Globe als auch einen Oscar. Für die Darstellung der Hauptrolle in dem Clint Eastwood-Streifen „Million Dollar Baby“ erhielt die Schauspielerin ebenfalls einen Golden Globe und einen Oscar. Der Erlös des Life Balls kommt wie jedes Jahr der nationalen und internationalen Aids-Hilfe zugute. Der ORF überträgt die Eröffnung ab 20:15 Uhr live. (iks)


Freitag, 24. Mai 2013

Business Promotion

healtheconomy – 33

IMS Health-Befund Möglichkeiten des Arzttargeting in Abhängigkeit von den verfügbaren Daten: Warum ist es so wichtig? Was sind die Lösungen?

Arzttargeting in Österreich: eine aktuelle Zustandsanalyse „Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg nicht finden.“ Mit diesem Zitat von Christian Morgenstern lässt sich auch die Frage nach dem Arzttargeting sehr gut umschreiben. Fragen wie „Wie wertvoll sind die zu besuchenden Ärzte?“, „Wie groß ist der Return-on-Investment der Außendienstbesuche?“ oder „Wie viele Außendienstmitarbeiter benötige ich?“ spiegeln nur einen kleinen Teil der Fragen wider, mit denen sich Pharmaunternehmen im Bezug auf ihren Außendienst befassen. In Zeiten, in denen die Rahmenbedingungen für die Außendienstgrößen der Pharmaunternehmen immer schwieriger werden, in denen Ressourcenknappheit und Ressourceneffizienz immer wichtiger werden, gewinnt die Frage nach dem „richtigen“ Targeting der Zielkunden immer mehr an Bedeutung. Pharmafirmen können und wollen es sich nicht mehr leisten, mit ihrem Außendienst die „falschen“ Kunden zu besuchen. Jeder Fehlbesuch kostet Geld, das anderweitig besser investiert ist. IMS Health unterstützt Pharmaunternehmen im Rahmen von Commercial Effectiveness & Services (CES)-Projekten in dieser Fragestellung bereits seit langer Zeit, national wie international. Die Frage nach der Möglichkeit eines perfekten bzw. annähernd perfekten Targetings bei niedergelassenen Ärzten korreliert sehr stark mit der verfügbaren Datengrundlage. In Ländern wie den USA, in denen Einzelarztverschreibungsdaten zur Verfügung stehen, stellt sich die Frage nach einem Projekt eigentlich nicht. Hier können die spezifischen Informationen über jeden Arzt genutzt werden, um die Zielgruppe optimal zu definieren. In anderen Ländern, in denen solche Informationen nicht zur Verfügung stehen, bedarf es einer anderen Herangehensweise, um eine Zielarztselektion mit guter Qualität zu erreichen. IMS Health hat hierzu in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Datengrundlagen Ansätze entwickelt, um die bestmögliche Methode für die jeweilige Situation zu schaffen. Was für Möglichkeiten bieten sich, wenn keine Einzelarztverschreibungsdaten vorliegen, und wie gut sind die Ergebnisse der jeweiligen Methoden? • Zum einen kann der Außendienst seine Kunden einschätzen, was das jeweilige Potenzial an Patienten, Neueinstellungen oder statischen Verordnungen angeht. Hierbei legt IMS Health eine sub-

noch einen wesentlichen Anteil der diskriminierenden Merkmale stellen, auch wenn es sich hierbei um Daten älterer Erhebungen handelt. Um das bestmögliche Ergebnis für ein Arzttargeting mittels eines statistischen Modells zu erzielen, sollte die Datengrundlage möglichst umfassend und von bester Qualität sein und mit einer professionellen Analytik kombiniert werden. Die Berücksichtigung aller zur Verfügung stehenden Datenquellen bildet die Grundlage eines erfolgreichen Targeting-Projekts.

jektive Einschätzung des Außendienstmitarbeiters zugrunde, auf der dann weitreichende Entscheidungen getroffen werden. • Der Außendienst kann auch eingesetzt werden, um Ärzte zu befragen. Hierbei gilt zu beachten, dass zum einen die Ärzte gewillt sein müssen, an der Befragung teilzunehmen, und es sich bei diesen Angaben um eine Selbsteinschätzung des Arztes handelt. Der subjektive Blickwinkel wird also vom Außendienstmitarbeiter zum Arzt verlagert, in Abhängigkeit des Wohlwollens des Arztes. • Eine weitere Möglichkeit ist, Daten aus verschiedenen Quellen (Einschätzung des Außendienstes, Befragung der Ärzte, Daten aus CRM-Systemen, etc.) über einen Weighted-Matrix-Profiling-Ansatz (WMP) zu kombinieren. Hierbei werden die verschiedenen Daten mit unterschiedlicher Gewichtung zu einem Wert pro Arzt aggregiert, anhand dessen dann die relative Wichtigkeit der Ärzte untereinander ermittelt wird. • Schließlich kann der Umsatz oder Absatz einzelner Ärzte oder einer Gruppe von Ärzten mittels statistischer Verfahren geschätzt werden, beispielsweise anhand einer multivariaten Regression. Dabei werden Merkmale verschiedener Herkunft auf ihre diskriminierenden (erklärenden) Eigenschaften hin untersucht und das Set an Merkmalen ausgewählt, welches den entsprechenden Umsatz oder Absatz bestmöglich erklärt. Das Modell wird anhand eines Ärztepanels aufgesetzt, für welches die Umsätze bzw. Absätze bekannt sind. Im Anschluss wird das Modell auf das gesamte Arztuniversum angewandt und somit ein Schätzwert pro Arzt

geliefert, welcher dann ebenfalls zur Segmentierung genutzt werden kann. Hierbei wird mit objektiven Kriterien und statistischen Methoden jedem Arzt ein Umsatz oder Absatz zugewiesen, ohne eine subjektive Verzerrung der Ergebnisse. Dieses Verfahren setzt voraus, dass es ein RealdatenPanel gibt, anhand dessen diese multivariaten Modelle entwickelt werden können. Welche Daten werden als Input für solche Verfahren genutzt und welchen Einfluss haben diese auf ein statistisches Modell zur Bewertung von Arztpotenzialen? Für den Daten-Input zu statistischen Modellen gilt generell: Je mehr Daten dem Modell zur Verfügung stehen und je besser die Qualität dieser Daten ist, umso größer ist die Chance, dass sich darunter diskriminierende Daten befinden, die einen Teil zur Erklärung der Arztumsätze/Absätze beisteuern. Hierbei gehen wir davon aus, dass sich das Verschreibungsverhalten der Ärzte erklären lässt und wir dies durch geeignete Merkmale auch nachbilden können. Unterschiedliche Arten von Merkmalen leisten unterschiedliche Beiträge zur Qualität eines solchen Targetings. (vgl. Abb. links unten!) • Soziodemografische Daten beschreiben das Umfeld der Arztpraxis – sei es die Anzahl der Einwohner (und damit potenzieller Patienten) eines bestimmten Alters, die Anzahl der GKV-Versicherten, der Kaufkraft-Index des Umfelds oder die Anzahl einer bestimmten Facharztrichtung. Ist ein Arzt in mehreren Praxen tätig, so werden diesem Arzt für jeden Standort die jeweils spezifischen

soziodemografischen Merkmale zugewiesen. • Spezifische Kundendaten über die Ärzte aus dem CRM-System sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil, was potenzielle diskriminierende Faktoren angeht. Da ein Kunde schon seit längerer Zeit seine eigenen Ärzte kennt und Informationen über diese gesammelt hat, wie beispielsweise Spezialisierungen, Teilnahme an Kongressen und Fortbildungen, Besuche des Außendiensts, aber auch die bisherige Klassifizierung, sollten diese Merkmale in die Modellierung einfließen, um die Qualität des resultierenden Targetings zu verbessern. • I nformationen zur Praxisgröße, wie die Anzahl der Ärzte, die Anzahl der Arzthelferinnen, die Anzahl der Patienten oder Krankenscheine, sind Merkmale, die einen sehr großen Einfluss auf die Qualität eines Targetingprojekts haben. • Nominative Arztdaten wie Angaben zum Verordnungsverhalten der Ärzte zu verschiedenen Therapiegebieten und Indikationen, zu verschiedenen ATC-Klassen und Produkten ebenso wie Informationen über den Einsatz von Generika oder die Bereitschaft, innovative Produkte zu verschreiben, sind ebenfalls sehr wichtige Merkmale, die einen großen Einfluss auf die Qualität des Targetings haben. Mit diesen können die Unterschiede einzelner Indikationen oder Therapien, ATC-Klassen oder Produkte zwischen den einzelnen Ärzten besser erklärt werden. Dass sich das Verschreibungsverhalten der Ärzte nicht wesentlich ändert, zeigen Beispiele aus anderen Ländern, in denen solche nominativen Arztdaten immer

Ab jetzt stehen zusätzliche arztindividuelle Informationen in Österreich zur Verfügung. IMS Health ist stets bestrebt, die Güte der Targetinganalysen zu optimieren – bei Ärzten, aber auch für das Targeting von öffentlichen Apotheken und Spitälern. Ein wesentlicher Aspekt ist es, die Qualität und Vielfalt der beschreibenden Merkmale zu erhöhen und zu ergänzen, da diese die Selektionsgüte in den multivariaten Analysen direkt beeinflussen. In Österreich hat IMS Health im vierten Quartal 2012 deswegen die Datenbasis für das Arzttargeting nochmals signifikant verbessert. Der Prescriber Focus (Befragung der Ärzte zu ihrem Verschreibungsverhalten) wurde erneut aufgelegt und wird in einer zweiten Welle im dritten Quartal 2013 die Abdeckung bei den befragten Ärzten nochmals vergrößern. Hier erfahren wir zum Beispiel sehr detailliert, wie sich das Verordnungsverhalten einzelner Ärzte und Praxis- und Patientenstruktur im Alltag darstellt. Ebenfalls hat IMS Health im vierten Quartal 2012 Daten zur Praxisgröße der österreichischen Ärzte flächendeckend erhoben; damit stehen uns für viele Tausend Ärzte aktuelle Informationen zur Verfügung, die die Güte der individuellen Arztbewertung erheblich steigern werden. (vgl. Abb. rechts unten!) Die neue Datenverfügbarkeit in Österreich ermöglicht es IMS Health, sein Arzttargeting für den österreichischen Markt mittels multivariater Regression zu optimieren. Mit der bestmöglichen Datenbasis in Kombination mit der langjährigen Erfahrung im Bereich Arzttargeting und der spezifisch entwickelten Methodik schaffen wir die Basis, für Pharmaunternehmen treffsichere Ergebnisse zu liefern. Dr. Alexander Witek, Consultant bei IMS Health Österreich

Quelle: IMS Health (2)

Daten z ur P ra x i s g rös s e u n d n o m i n at i v e A rz tdat e n b e s t i m m e n Die Qualität e i n e r Ta r g e t i n ga n a ly s e m i t

Die Targetingqualität ist abhängig von der Verfügbarkeit von Informationen, der Außendiensterfahrung und in erheblichem Maße von einer professionellen Analytik; bei den verfügbaren Informationen steuern die Praxisgröße (Telefonbefragung der Ärzte) sowie nominative Daten (Prescriber Focus) einen wichtigen Teil zur Targetingqualität bei.

IMS Prescriber Focus sowie eine Telefonbefragung der Ärzte liefern aussagekräftige Daten auf Arztebene, die eine bessere Differenzierung der Potenzialärzte ermöglichen.


P h a r m a : r ep o r t

34 – healtheconomy

Freitag, 24. Mai 2013

Bilanz Schwedisch-britischer Pharmakonzern zeigte in britischer Botschaft, wo Forschungsschwerpunkte liegen

short

AstraZeneca: Zuversicht dominiert Firmenjubiläum

Sanochemia zieht es nach Asien

© Sanochemia

Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Onkologie sollen künftig starke Umsatzgebiete sein. Wien. Das schwedisch-britische Pharmaunternehmen AstraZeneca sieht durch Akquisitionen und Entwicklungen die eigene Pipeline gut gefüllt. Anlässlich der „AstraZeneca PrimeTime“ in der Britischen Botschaft in Wien schilderte Marco Avila, Regional Medical Director AstraZeneca, die aktuelle Situation des schwedisch-britischen Pharmaunternehmens. In Zukunft wird AstraZeneca drei Gebiete fokussieren: Diabetes und Cardiometabolics, Onkologie sowie die Bekämpfung von Atemwegserkrankungen und Entzündungen. „Das bedeutet nicht, dass wir uns nicht um die anderen Gebiete kümmern. Aber die meisten unserer Anstrengungen werden sich auf diese drei Schlüsselgebiete konzentrieren.“ Hauptziel sei das Zurverfügungstellen und die Entwicklung von Medikamenten durch innovative Forschung und Exzellenz sowohl in der Entwicklung als auch in der Kommerzialisierung, betont Avila und lobt dabei die onkologische Forschung in Österreich.

Wien. Das an der Frankfurter Börse notierte österreichische Pharma-Unternehmen Sanochemia Pharmazeutika AG verstärkt seine Vertriebsaktivitäten in Australien, Neuseeland, Südafrika und Südostasien (ohne Korea und Philippinen). Mit der australischen Link Healthcare sei nun ein entsprechender Vertrag über den Exklusivvertrieb eines Diagnosemittels für Bauchspeicheldrüsenkrebs unterzeichnet worden, teilte Sanochemia in einer Aussendung mit.

Merck Darmstadt legte kräftig zu Darmstadt. Der Konzernumbau zahlt sich für den deutschen Arzneimittelhersteller Merck aus. Der Pharma- und Spezialchemiekonzern baute im Auftaktquartal Umsatz und Gewinn aus und hob die Geschäftsziele an. „Wir sind mit Schwung in das Jahr gestartet“, erklärte Konzernchef Karl-Ludwig Kley. Merck mache Fortschritte mit seinem Umbauprogramm. Der um Sondereinflüsse bereinigte operative Gewinn stieg um 19% auf 801 Mio. €.

Pipeline gut gefüllt Die Pipeline von AstraZeneca, die laut Avila gut gefüllt ist, soll in den nächsten Jahren eine Balance zwischen zwei großen Forschungszweigen reflektieren: niedermolekulare Verbindungen einerseits und Makromoleküle andererseits. Insbesondere die Akquisition von „MedImmune“ vor fünf Jahren sei für die Assets rund um Makromoleküle entscheidend gewesen. „Wir wollen sicherstellen, dass wir in Biologie und Wissenschaft Innovation betreiben, um dem Ziel der ‚Targeted Therapy‘ und ‚Health

© dpa/dpa-Zentralbild/Z1022 Patrick Pleul

Baxter arbeitet an Borreliose-Impfung

© Xxxxxx Xxxxxxxx

Mathieu Völker

Sanochemia hat Kooperationsvertrag für Diagnosemittel unterzeichnet.

Zahlreiche Experten diskutierten in der britischen Botschaft zum Geburtstag von AstraZeneca über Trends in der Forschung.

Care‘ immer näher zu kommen“, meint Avila. Der makromolekulare Bereich soll zukünftig ein starkes Wachstum erfahren. Viele Moleküle befänden sich derzeit im Übergang zwischen Phase II und Phase III. Avila nennt als Beispiel ein gerade in Entwicklung befindliches Asthma-Molekül, das an einen sehr spezifischen Rezeptor anknüpft und sich von heutigen Herangehensweisen stark unterscheiden soll. Ein weiteres Gebiet, auf dem AstraZeneca verstärkt tätig sein wird, betrifft Psoriasis, Lupus und Arthritis. „Es ist ein neues Gebiet für ‚AstraZeneca‘, bei dem man neue Medikationen erwarten kann. Wir erwarten positive Resultate von unseren Programmen und haben

bereits erstes Datenmaterial, das uns sehr erfreut.“ In der Onkologie fokussiere AstraZeneca vor allem auf Brust- und Magenkrebs sowie auf eine spezielle Art des Ovarienkarzinoms.

Suche nach Kooperation Was die Standorte von AstraZeneca betrifft, soll die Forschung rund um Makromoleküle in Gaithersburg in den USA vorangetrieben werden. Die Global Offices werden ins englische Cambridge ziehen, was Avila als einen großen Schritt für das Unternehmen bezeichnet. Die Einrichtungen in Schweden sollen erhalten und ausgebaut werden. In Österreich suche AstraZeneca weiter verstärkt nach

Möglichkeiten zur wissenschaftlichen Kooperation. Der Kontakt zu heimischen wissenschaftlichen Netzwerken sei für Forschung und Entwicklung sehr wichtig, betonte der Regional Medical Director. „Wir sind hier, um zu bleiben und wir schätzen die Unterstützung in Österreich sehr.“ Jonathan Hunt, Geschäftsführer von AstraZeneca Österreich, betont nach dem Motto „Follow the Science“, wie wichtig es sei, der Forschung ihre Zeit zu lassen: „Man macht keine Innovation mit einer Excel-Datei. Man sollte sich nicht zu früh mit Fragen der Kommerzialisierung und Patente beschäftigen; man sollte der Wissenschaft folgen“, rät er der gesamten Pharmabranche.

Transparenz Gesundheitsministerium und Branchenverband Pharmig finanzieren Netzwerk und Service-Stelle

Forschungsnetzwerk für Kindermedikamente

Bisher gibt es keinen Schutz vor der von Zecken übertragenen Boreliose.

Wien. Seit für die moderne Medizin fast schon „ewigen Zeiten“ wird an einer Impfung gegen die von mit Bakterien infizierten Zecken übertragene Lyme Borreliose gearbeitet. Jetzt hat die in Orth an der Donau sitzende Baxter BioScience am Institut für Klinische Pharmakologie der MedUni Wien und in Deutschland erstmals eine neue Kandidat-Vakzine an Probanden getestet – mit gutem Erfolg, was Verträglichkeit und Immunogenität betrifft, wie jetzt in der Fachzeitung Lancet Infectious Diseases berichtet wird. Eine Wirksamkeitsstudie steht noch aus.

Wien. Je nach Anwendungsgebiet sind 40 bis 90% der Arzneimittel, die bei Kindern verwendet werden, für sie nicht getestet bzw. eigens zugelassen. Das bedeutet oft einen sogenannten Off Label-Use ohne fundierte Dosierungs- und Anwendungsvorschriften sowie mangelnde Informationen aus klinischen Studien bezüglich Wirkung und Nebenwirkungen der Medikamente bei Kindern. Die EU will das wie

berichtet ändern. Der österreichische Beitrag dazu ist die „O.K.ids-Initiative“, die nun in Wien vorgestellt wurde. Die Anschubfinanzierung für fünf Jahre teilen sich Gesundheitsministerium und Verband der pharmazeutischen Industrie (Pharmig) mit insgesamt je 750.000 € (je 150.000 € jährlich). „Bei 90 Prozent der (Kinder-)Arzneimittel haben die Ärzte keine Studien vorgefunden, wie die Me-

dikamente wirken“, sagte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) bei einer Pressekonferenz. Im Rahmen der von ihm initiierten Kindergesundheitsstrategie seien endlich auch die Kinderarzneimittel, die Prüfung bereits vorhandener und neuer Medikamente speziell für diese Patientengruppe, ein Thema geworden. Wurden früher Kinder bei der klinischen Prüfung von Arzneimitteln ausgeschlossen, besteht seit Anfang 2007 mit einer EU-Verordnung die gesetzliche Verpflichtung zur Durchführung von Kinderarzneimittel-Studien.

Netz als Service-Stelle

Wien. In der EU plus Norwegen, Schweiz und Island kosten neurologische Erkrankungen nach einer Schätzung jährlich rund 798 Mrd. €. Experten fordern Früherkennung, um fortschreitende neurologische Krankheiten präventiv zu behandeln.

© Bundesministerium für Gesundheit

Prävention gegen ­Demenz und Parkinson

Pharmig-General Huber, Onkologin Ladenstein und Minister Stöger starten Netzwerk.

Dafür müssen aber auch die organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden. Beim „Österreichischen Forschungsnetzwerk für Arzneimittelforschung – O.K.ids“ handelt es sich um eine von der Wiener Kinder-Onkologin Ruth Ladenstein (St. Anna Kinderspital) geleitete Institution, welche einerseits die österreichische klinische For-

schung auf diesem Gebiet mit internationalen Partnern vernetzen soll, andererseits auch als ServiceStelle gedacht ist: Beratung akademischer Forscher beim Design von klinischen Studien für Kinder, Hilfe in der biostatistischen Planung, bei den Einreichungen bei Ethikkommissionen und bei der Publikationsarbeit der Ergebnisse. Die Initiative soll sich nach fünf Jahren selbst tragen. Jan Oliver Huber, Pharmig-Generalsekretär: „Heute besteht ein europäischer Konsens, dass Kinder in klinische Studien eingeschlossen werden. Die Forschung für und an Kindern findet unter besonders strengen Voraussetzungen statt. Wir haben 30 pharmazeutische Unternehmen innerhalb der Pharmig, die sich zur Unterstützung bereit erklärt haben.“ Insgesamt geht es für fünf Jahre um 1,5 Mio. € – je zur Hälfte in Jahrestranchen vom Gesundheitsressort und vom Verband. Stöger: „Wenn man weiß, wie eng die Budgets sind, sind 750.000 Euro (Bundesanteil, Anm.) ein gewaltiger Betrag.“ (iks)


H e a lt h : c a r e

Freitag, 24. Mai 2013

healtheconomy – 35

Ästhetik Repräsentative Umfrage zeigt: Rund um Ästhetische Chirurgie ist Aufklärungsarbeit dringend vonnöten

short

Die Schönheitschirurgie ist mehr als nur Botox

SVA leidet unter ­gesetzlichen Lasten

© SVA

Verband für Interdisziplinäre Ästhetische Chirurgie will Image mit Kampagne verbessern. Christian Resei

SVA-Vize Peter McDonald investiert in Vorsorge und soziale Sicherheit.

Wien. „Im vergangenen Jahr haben wir viel investiert, um die Lebensqualität und die soziale Sicherheit der Selbstständigen zu verbessern, sowie die Vereinbarkeit von Familie und Selbständigkeit zu erleichtern“, sagt der Vizeobmann der SVA der gewerblichen Wirtschaft, Peter McDonald, zu den roten Gebarungszahlen der Kasse. Trotz dieser wichtigen Investitionen hätte die SVA das Jahr 2012 mit einem Gewinn von 23,5 Mio. € und 2013 mit über 10 Mio. € abgeschlossen. „Wären da nicht die Eingriffe vom Gesetzgeber zur Budgetkonsolidierung.“ Der Griff in die Kassen der SVA, insbesondere die gesetzlich beschlossene doppelte Hebesatzsenkung und der Finanzierungsanteil am Hanusch-Spital der WGKK, belasten die SVA-Bilanz jährlich mit 32,5 Mio. €. „Im Zuge der Budgetkonsolidierungsmaßnahmen hat die Bundesregierung den Gebietskrankenkassen weitere Unterstützungsmillionen zugeführt, während Sozialversicherungsträger wie die SVA und die Versicherung öffentlich Bediensteter mit Hunderten Millionen belastet wurden“, stellt McDonald klar. Die SVA hat über die vergangenen Jahrzehnte gut gewirtschaftet und so eine Leistungssicherungsrücklage aufgebaut.

© panthermedia.net/Hongqi Zhang

Eine Umfrage zeigt: Das Image der ästhetischen Chirurgie ist deutlich schlechter als jenes anderer ärztlicher Bereiche.

nicht atmen kann, wird ihn auch nicht glücklich machen. AFIAS vertritt derzeit 2.500 Ärzte in Österreich und ist Dachverband für Mediziner der Dermatologie, HalsNasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie und der Augenheilkunde. Wie entscheidend es ist, das Organ genau zu kennen, zeigt sich am Beispiel des Augenlids. „Unsere Lider wischen ähnlich wie ein Scheibenwischer alle fünf bis zehn Sekunden über das Auge“, erklärt Angelika Klein-Theyer, Ärztin für Augenheilkunde. Die Augenlider schützen das Auge und benetzen es, ohne den Sehvorgang zu beeinflussen. Das erfordert eine komplexe Anatomie auf engstem Raum. Die

Organspezialisierung wichtig „Ästhetik kann nicht von der Gesundheit getrennt werden, das geht immer Hand in Hand“, erklärt Sanja Schuller-Petrovic, Dermatologin und Präsidentin des AFIAS. Die Schönheitschirurgie ist kein eigenes medizinisches Fachgebiet, denn bei jedem ästhetischen Eingriff wird auch ein bestimmtes Organ behandelt. Schuller-Petrovic: „Wir wollen, dass die Organspezialisierung mehr in den Vordergrund gehoben wird.“ Funktion und Ästhetik sind gleichwertig: Eine schöne Nase, durch die der Patient

Arzneimittel Apotheken versprechen Sicherheit

dünnste Haut des gesamten Körpers findet sich am Lid. Aufgrund der Komplexität ist es wichtig, dass Ärzte, die ein Lid operieren, über diese Anatomie genau Bescheid wissen. Sonst ist die Gefahr groß, dass es etwa zu hängenden Lidern, tränenden Augen oder Austrocknung kommt, was unter Umständen zur Erblindung führen kann.

ration oder Behandlung sind: „An meinem Körper gibt es etwas, das mich stört“ (19%) sowie „Für mehr Selbstvertrauen“ (11%). Seit Anfang des Jahres gibt es ein Gesetz zur Regelung ästhetischer Operationen und Behandlungen. Nur 20% der Befragten wissen, dass darin die Qualifikation der Ärzte, die befähigt sind, eine Operation durchzuführen, geregelt wird. „Es ist auch die Aufgabe unserer Öffentlichkeitsarbeit, den Inhalt dieses Gesetzes der Öffentlichkeit bekannt zu machen“, sagt Sanja Schuller-Petrovic. Dabei erhält die AFIAS auch die Unterstützung der Ärztekammer. Auf der Webseite soll eine Liste mit Ärzten, die Ästhetische Chirurgie anbieten, veröffentlicht werden.

Wachsendes Interesse Zehn Prozent aller Österreicher haben schon einmal daran gedacht, einen ästhetischen Eingriff an sich durchführen zu lassen – Frauen sind mit 17% deutlich stärker vertreten als Männer mit nur einem Prozent. Die häufigsten Begründungen für eine ästhetische Ope-

Prävention Impfstoffhersteller betont Erfolge

Angst vor Fälschungen ist groß

GSK: Impfungen helfen sparen

Wien. Gefälschte Arzneimittel aus dem Internet sind ein Risiko für die Gesundheit. 100 Mio. gefälschte Güter wurden vom Zoll im Jahr 2011 an den EU-Außengrenzen beschlagnahmt – darunter vor allem potenziell gefährliche Arzneimittel. Fast ein Viertel der von den europäischen Fahndern sichergestellten Waren sind gefälschte Medikamente. Und auch hierzulande werden Tag für Tag Medikamentenfälschungen von Zollbeamten aus dem Verkehr gezogen. Im Jahr 2012 wurden allein in Österreich knapp 32.000 illegal eingeführte Medikamente beschlagnahmt. Der Großteil diese Präparate wird über den Online-Versandhandel bestellt und von vielen erschreckenderweise bedenkenlos eingenommen. Der vom Gesundheitsministerium präsentierte Gesundheitsbarometer zeigte nun, dass die Österreicher diese Bedrohung ernst nehmen und gezielt Maßnahmen wünschen, um Arzneimittelfälschungen weiter den Kampf anzusagen. Die Apothekerkammer engagiert sich nach eigenen Angaben seit Jahren für mehr Information und Aufklärung zu den Risiken von Medikamenten-

Wien. Jährlich werden durch Immunisierungsmaßnahmen Millionen Kinder geschützt, teilt der Arzneimittelhersteller GlaxoSmithKline (GSK) mit. Neben sauberem Wasser seien Impfungen die wichtigste Maßnahme in der Vorsorge und als Schutz vor Krankheiten. Keine andere Methode verhindere Todesfälle in dem Ausmaß wie eine rechtzeitige Immunisierung. Nicht zuletzt deshalb machte die WHO im Rahmen der „European Immunization Week“ auf die Bedeutung von Prävention aufmerksam, so GSK. Hardo Fischer, Director Medical & Regulatory von GSK Österreich: „Heute können bereits viele Krankheiten durch gezielte Vorsorge kontrolliert werden. Leider sehen wir in Österreich eine hohe Skepsis gegenüber Impfungen – ohne einen wissenschaftlich belegbaren Grund. Impfstoffe durchlaufen einen langen Prozess, um zugelassen zu werden, die Sicherheit und Qualität des Impfstoffs stehen dabei im Vordergrund.“ Die Immunisierungsrate bei Einjährigen lag 2011 in Österreich bei nur 76% – und somit unter dem Durchschnitt der europäischen Län-

Apothekerpräsident Max Wellan will Fälschungen den Kampf ansagen.

der. Eine frühe Immunisierung sei aber oft sinnvoll, da speziell Kleinkinder anfällig für ansteckende Krankheiten sind. Immunisierungen sollen regelmäßig aufgefrischt werden, betont das Unternehmen. Impfungen schützen vor dem Ausbruch von Krankheiten und leisten einen Beitrag zu Einsparungen im Gesundheitsbereich. Die Ausrottung der Pocken führte etwa weltweit zu Ersparnissen von 1,3 Milliarden US $ pro Jahr. (iks)

© dpa/dpa-Zentralbild/Z1018 Ralf Hirschberger

© ARGE Gesundheit/APA-Fotoservice/Rossboth

fälschungen. „Nur die öffentlichen Apotheken garantieren die von den Kunden propagierte Sicherheit und Qualität“, sagt Apothekerpräsident Max Wellan. Ab Herbst 2014 wird auch in Österreich der Versandhandel von rezeptfreien Medikamenten ermöglicht. Umso wichtiger sei es, Arzneimittelfälschern den Kampf anzusagen. Für den Kunden selbst sei eine Fälschung oft nicht von einem Original zu unterscheiden. (iks)

Salzburger Spitäler bauen Kooperation aus

Die Immunisierungsrate einjähriger Kinder liegt in Österreich bei nur 76%.

© KH Schwarzach

Wien. Hohe Kunst, üble Nachrede. Schönheitschirurgie, wie die Ästhetische Chirurgie landläufig genannt wird, hat in Österreich ein schlechtes Image. Das ergab eine Umfrage des Gallup-Instituts im Auftrag des Österreichischen Verbandes für Interdisziplinäre Ästhetische Chirurgie (AFIAS), die nun präsentiert worden ist. Zwar haben Ärzte im Allgemeinen eine hohe Reputation, immerhin 78% der Befragten vertrauen ihnen. Doch die Schönheitschirurgen scheiden mit 41% Vertrauensbonus eher schlecht ab. „Durch Auftritte in den Medien meinen viele Menschen, das sind Abzocker, die an der Dummheit der Menschen verdienen“, weiß Ingrid Lusk vom Gallup-Institut. „Wir haben alle in den Medien gesehen, wie sich ein bekannter Baumeister Botox spritzen ließ. Und das macht skeptisch.“ Andererseits gebe es eine große Gruppe von Menschen, die in den Schönheitschirurgen hochqualifizierte Spezialisten sehen – enorm wichtig für Menschen, die ihre Hilfe dringend benötigen.

Die Spitäler in Schwarzach und Zell am See arbeiten enger zusammen.

Salzburg. Die Krankenhäuser Schwarzach und Zell am See werden in Zukunft noch enger zusammenarbeiten als bisher. Darauf haben sich die beiden Ärztlichen Direktoren Reinhard Lenzhofer (KH Schwarzach) und Rudolph Pointner (KH Zell am See) nach einer gemeinsamen Analyse des bestehenden Leistungsangebots geeinigt. Ein wesentlicher Schritt der Zusammenarbeit wird mit Anfang 2014 gesetzt. Im Zuge der Fertigstellung des Neubaus in Zell am See wird eine neue Abteilung für Neurologie errichtet. Verantwortlich für den personellen und fachlichen Aufbau ist der Schwarzacher Primar Michael Huemer, der damit für beide NeurologieStandorte zuständig sein wird. „Ziel ist es, Doppelstrukturen zu vermeiden, Schwerpunkte zu setzen und die Behandlungsqualität zu verbessern“, erklärt Lenzhofer.


M E N S C H E N & KA R R I E R E N

36 – healtheconomy

Freitag, 24. Mai 2013

Symposium Die Erstanlaufstellen im Gesundheitssystem haben noch nicht den Stellenwert, den sie haben sollten

short

Primärversorgung stärken

Adelige Vernissage in Salzburger Klinik

andreas feiertag

Wien. „Primary care in the driver‘s seat“ – unter diesem Motto diskutierten Experten in Wien internationale Trends in der Organisation der Primärversorgung. Veranstaltet wurde das Symposium vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger (HVB) gemeinsam mit dem European Health Forum Gastein (EHFG) und dem Universitätslehrgang Public Health der Medizinischen Universität Graz. „Wir haben mit der Gesundheitsreform das Konzept des ‚best point of service‘ etabliert. Jede Leistung im Gesundheitssystem soll also dort erbracht werden, wo sie optimal angesiedelt ist – unter Ressourcen- und Qualitätsaspekten“, so der Generaldirektor des HVB, Josef Probst. „Die Stärkung der Primärversorgung ist ein zentrales Element der Gesundheitsreform.

Diane Herzogin von Württemberg eröffnete Ausstellung in Salzburg.

Salzburg. Kürzlich lud die Klinik der Diakonissen Salzburg zu einem besonderen Fest: Diane Herzogin von Württemberg eröffnete im Rahmen einer hochkarätig besuchten Vernissage ihre Ausstellung „Leben mit Kunst“. Rund 250 Gäste, darunter der Ehemann der Künstlerin, Carl Herzog von Württemberg, sowie Mitglieder des deutschen Adels und Vertreter aus Wirtschaft, Kunst und Kirche, ließen sich von Gemälden und Skulpturen begeistern.

„Apfellauf“ zugunsten von Demenzpatienten

Wir müssen jetzt diskutieren, was die Aufgabe der Primärversorgung im Detail ist, und welche Ressourcen dafür nötig sind.“ Im europäischen Vergleich zeigt sich, dass gerade in finanziell angespannten Zeiten der Wirtschaftskrise ein stabiles und effizientes System von Ärzten der Primärversorgung wichtig ist. „Nur so haben die Bürger und Patienten auch Ansprechpartner, die sie sicher durch eine sich rasch verändernde Versorgungslandschaft leiten können“, so EHFG-Präsident Helmut Brand. „Allgemeinmediziner müssen in der Umsetzung der Gesundheitsreform eine wichtige Rolle spielen. Sie haben den entscheidenden Vorteil, ihre Patienten oft über viele Jahre zu kennen und zu betreuen und können daher auch viele Gesundheitsprobleme lösen, ohne dass weitere Überweisungen nötig wären“, so Josef Smolle, Rektor der Med-Uni Graz.

© Xxxxxxxxxxx

© Klinik Diakonissen Salzburg

Diskussionsveranstaltung von Hauptverband, Health Forum Gastein, Medizinische Universität Graz.

Helmut Brand (EHFG): „Ärzte müssen Patienten durch das System leiten.“

Jubiläum Pharmakonzern feierte in britischer Botschaft

Forschung 10. internationales Meeting an der FH Krems

Wien. In der Britischen Botschaft ging vergangenen die siebte „AstraZeneca PrimeTime“ über die Bühne. Gastgeberin Helen Picke-

Krems. Bereits zum 10. Mal kommen am 28. und 29. Mai dieses Jahres international renommierte Expertinnen und Experten aus

Innsbruck. Zum 40-Jahr-Jubiläum des Vereins „licht.blicke-demenz.hilfe.tirol“ wartet Gründerin Ingeborg Freudenthaler mit einer neuen Benefizveranstaltung auf. Eine Laufstrecke und eine Nordic Walking-Runde laden zur Bewegung für einen guten Zweck ein: für die Enttabuisierung des Themas Demenz und Hilfe für Betroffene. Der „Apfellauf“, der auch im Zeichen des Genusses steht, startet am 29. Juni in Inzing.

© Franz Pfluegl für AstraZeneca

Am 29.6. findet in Tirol ein Lauf zu Gunsten von Demenzkranken statt.

AstraZeneca feierte mit zahlreichen wissenschaftlichen Vorträgen.

ring, Chargée d’affaires an der Britischen Botschaft: „Eine besondere Veranstaltung, da wir 50 Jahre ‚AstraZeneca‘ in Österreich feiern.“ Für Jonathan Hunt, Geschäftsführer AstraZeneca Österreich, ein Highlight: „Es ist eine absolute Freude, hier sein zu können.“ Marco Avila, Regional Medical Director, betonte die gute Unterstützung in Österreich und zeigte sich zuversichtlich, dass AstraZeneca auch weitere 50 Jahre hier sein würde. Zahlreiche renommierte Wissenschafter hielten Vorträge zu ihren Spezialgebieten; Michael Freissmuth, Professor für Pharmakologie an der Uni Wien, moderierte den Abend und bot Einblicke in die Geschichte seines Fachs sowie in aktuelle Forschungsergebnisse. (mv)

Pharma Advertising Die besten Arznei-Kampagnen

Life Science trifft sich in Krems

© IMC FH Krems

© www.gerdaeichholzer.com

AstraZeneca feiert 50. Geburtstag

Nobelpreisträger Ivar Giaever ist wieder Gast beim Meeting in Krems.

dem Forschungsbereich Life Science nach Krems, um Studierenden, Lehrenden und Interessierten Einblick in ihre neuesten Projekte und wissenschaftlichen Erkenntnisse zu geben. Dieses Jahr liegt der Fokus auf Themen aus dem Bereich der Medizin und Pharmazie. Als Abschluss-Highlight der Veranstaltung berichten erfolgreiche IMC FH Krems-Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs „Medical and Pharmaceutical Biotechnology“ über ihre aktuellen Tätigkeitsund Forschungsprojekte und geben – für die Studierenden besonders wertvoll – persönliche Tipps für einen erfolgreichen Berufseinstieg. Auch Nobelpreisträger Ivar Giaever ist erneut Gast in Krems. Mehr Infos unter www.fh-krems.ac.at

Menschen, über die man spricht

Verleihung der „Goldenen Skalpelle“ Franz Bittner will Wiener Patientenombudsmann werden

© PMCA/margitschmid.com

„Best of Pharma Advertising“: Zum 15. Mal verlieh der PMCA Goldene Skalpelle.

Christa Praher-Ennöckl , Kommunikationschefin Wien

Christa Praher-Ennöckl gibt ihre Funktion im Eisenstädter Krankenhaus der Barmherzigen Brüder auf und wird zukünftig nur noch im Wiener Krankenhaus der Barmherzigen Brüder im Bereich der Kommunikation tätig sein. Dieser Schritt habe sich ergeben, da die Aufgaben in Wien immer vielfältiger geworden seien und im nächsten Jahr auch ein großes Jubiläum – das 400-jährige Bestandsjubiläum in Wien – ansteht. Ihre Nachfolgerin ist Andrea Makkos.

B ernhar d ­Lange-Asschen­ feldt, d ermatolog ie- che f

Seit 1. Mai ist Bernhard Lange-Asschenfeldt neuer Vorstand der Dermatologie am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee. Er folgte Wolf Pachinger, der in Pension gegangen war. Die Onkologie, Allergien und vor allem die Wundversorgung sind Schwerpunktthemen des neuen Vorstands. „Vor allem in der Wundversorgung plane ich, die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen und vor allem mit der Pflege auszubauen“, erklärt Lange-Asschenfeldt.

© Rudolfinerhaus/K. Prokop

Wien. Vom 14. bis 23. Juni findet die Wahl des neuen Wiener Patientenombudsmanns statt. In dieser Zeit können alle in Österreich sozialversicherten Personen, die über 16 Jahre alt sind, mittels SMS-Voting mitbestimmen, wer zukünftig ihre Interessen vertreten wird. Es ist dies die erste Wahl eines Patientenvertreters, der nicht von politischen Gremien ernannt wird. Und wer kandidiert u.a.? Franz Bittner. Der ehemalige Obmann der WGKK war viele Jahre für den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger tätig. Zurzeit arbeitet er als selbstständiger Berater im österreichischen Gesundheitswesen. Er will im Fall seiner Wahl „Systemfehler aufdecken“, Anregungen, Beschwerden und Wünsche „raschest prüfen und im Sinne der Patienten handeln“. (fei)

© Kabeg

© Johannes Zinner

Dazu Ines Windisch, Präsidentin des PMCA: „Die Verleihung der ‚Goldenen Skalpelle‘ ist der Branchenevent der Pharmaindustrie. An diesem Abend standen Kreativität und Innovationskraft im Vordergrund – Fähigkeiten, die im Tagesalltag viel zu kurz kommen. Unsere Talente im Marketing müssen gefördert und belohnt werden. Das ist für den PMCA Ansporn, das ‚Best of Pharma Advertising‘ weiterzuführen.“ Insgesamt gab es auch heuer wieder über 70 Einreichungen. (fei)

© KH Barmherzigen Brüder

Wien. Bereits zum 15. Mal wurden heuer die begehrten „Goldenen Skalpelle“ für die beste Pharmawerbung vergeben. Die feierliche Verleihung fand unlängst in den Wiener Börsesälen statt. Der Pharma Marketing Club Austria schrieb den Wettbewerb in acht Kategorien aus. Abgeräumt haben in unterschiedlichen Kategorien folgende Unternehmen: Sandoz, Sanova, Medizin Medien Austria, Braun Austria, Merck Sharp & Dome, Bayer Austria sowie Merz Austria.

Kat herina S ch uch ter , pr änatal­ diagnostikerin in wien

Schuchter hat die Pränataldiagnostik in der Privatklinik Rudolfinerhaus übernommen. Bei Med4Women in der Gynäkologischen Ambulanz werden alle wichtigen Untersuchungen vor der Geburt wie Combined-Test, Nackendichtemessung, Organ-Screening, Wellbeing-Ultraschall, der neue Down-Syndrom-Test aus dem mütterlichen Blut, aber auch gynäkologischer Ultraschall, Biometrie und Doppleruntersuchungen durchgeführt.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 24. mai 2013 – 37

prozessor-plattform

Konsumenten wollen verstärkt von Smartphones und Tablets aus drucken  Seite 39

Intel hat mit „Silvermont“ eine neue Mikro-Architektur vorgestellt  Seite 40

aufmerksam Samsung Galaxy S4 im praxistest

© Samsung

mobiles drucken © EPA

© Brother

technology Mobilfunk-Wettbewerb schadet dem Standort

© sqs.at

short

© polycom.com

Wien. SQS Software Quality Systems lädt zur iqnite Konferenz am 12. Juni in die Räumlichkeiten des Studios 44 in Wien – in diesem Jahr unter dem Motto: „Über Qualität zum Ziel“. Die Teilnehmer erwarten in diesem Jahr zudem zwei hochkarätige Keynotes: Pekka Abrahamsson von der Universität Bozen berichtet über die Qualität im agilen Umfeld. Und Chris Rupp teilt in ihrem Vortrag „Requirements-Engineering – jetzt erst recht!“ ihre Sicht auf den State-of-the-Art im Requirements Engineering.  www.sqs.at

© panthermedia/cla78

Wien. Polycom ist im Rahmen einer Partner-Roadshow in den kommenden Wochen noch in drei Städten unterwegs. Unter dem Motto „Polycom comes to you“ werden die Events gemeinsam mit Distributoren aus der D-A-CH-Region ausgerichtet. Die Roadshow richtet sich an bereits bestehende Vertriebspartner, aber auch an Reseller, die an einer Partnerschaft mit Polycom interessiert sind. Dazu zählen unter anderem Microsoft-Partner für Lync sowie Reseller, deren bestehendes Portfolio durch Lösungen von Polycom ergänzt werden kann. Termin in Wien: bei Eltax am 4./5. Juni.  www.polycom.de

Eine Milliarde Euro pro Jahr So hoch beziffert der Strategieberater den Verlust, der Österreich durch den ruinösen Wettbewerb der Mobilfunkprovider entsteht. ­Rettung böten massive Tariferhöhungen und regulative Maßnahmen.  Seite 38 Samsung Galaxy S4 erhält das erste Prüfsiegel der TCO

Corel Nur ein Prozent der Consumer wollen Abomodelle

Sören Enholm, CEO von TCO Development, vergibt Prüfsiegel an Samsung.

Wien. Samsungs Flaggschiff-Smartphone Galaxy S4 ist das erste Smartphone, das den international gültigen Anforderungen für umweltfreundliches Design und sozial verantwortliche Herstellung entspricht. Als größter SmartphoneHersteller der Welt ist Samsung gleichzeitig die erste große Marke, die das Prüfsiegel „TCO Certified Smartphone“ erhält. „Es freut uns wirklich sehr, ein Smartphone auf dem Markt zu sehen, das die Kriterien von ‚TCO Certified Smartphones’ erfüllt”, sagt Sören Enholm, CEO von TCO Development, welche das Siegel ins Leben gerufen haben.  tcodevelopment.com

Konsumenten gegen Mietsoftware

© Corel

Wien. Apple hat bekannt gegeben, dass Kunden mehr als 50 Mrd. Apps aus dem revolutionären App Store heruntergeladen haben. Aktuell laden Kunden mehr als 800 Apps pro Sekunde aus dem App Store herunter; bei mehr als zwei Mrd. Apps pro Monat. Die 50-milliardste App, „Say the Same Thing“ von Space Inch, LLC, wurde von Brandon ­Ashmore aus Mentor, Ohio, ­heruntergeladen.  www.apple.com/at

© TCO Development

© Chris Haderer

Neues Nachhaltigkeitsprüfsiegel

Elke Steiner, Geschäftsführerin der Corel GmbH: Mietmodelle unbeliebt.

Wien. Software wird gern im Internet gekauft. Software zu mieten statt zu kaufen, kommt dagegen für Konsumenten nicht infrage. Dies ergab eine aktuelle Umfrage, die vom Softwarehersteller Corel beim Marktforschungsinstitut Innofact AG in Auftrag gegeben wurde. „Nur ein Prozent der Konsumenten will derzeit Software aus der Cloud mieten“, sagt Elke Steiner, Geschäftsführerin der Corel GmbH. Als Hauptgrund wurden in der Corel-Umfrage die anhaltenden Kosten für die Miete der Software genannt. Ein Viertel der Kunden kauft gern Boxen im Fachhandel, 33% per Download.  www.corel.de


C ove r

38 – medianet technology

Kommentar

Auferstehung eines Online-Players

Freitag, 24. Mai 2013

Booz & Company Laut Studie kostet der „ruinöse Wettbewerb“ der Telekom-Industrie Österreich jährlich eine Milliarde €

Telekom-Anbieter kämpfen mit massivem Preisverfall Preiserhöhungen und regulative Maßnahmen sind zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts notwendig.

N

icht nur Google hat das Outfit einiger seiner  Dienste verhübscht (wie beispielsweise den YouTubeService, der jetzt auch Titelbilder und Videosignations erlaubt), auch von Flickr kommt wieder ein deutliches Lebenszeichen. Entwickelt wurde Flickr ursprünglich vom kanadischen Unternehmen Ludicorp, 2004 wurde der Dienst von Yahoo gekauft und seit 2007 ist er in mehreren Sprachen weltweit verfügbar. Nach einem vielversprechenden Start wurde es in letzter Zeit allerdings ein wenig still um den Dienst. Nun soll Flickr laut Aussage von YahooKommandantin Marissa Mayer ‚wieder großartig‘ werden. Zu den Neuerungen gehören ein besseres Outfit, hochauflösende Bilder sowie ein Terabyte Gratisspeicher für Anwender (eine werbefreie Variante ist für etwa 50 Dollar pro Jahr zu haben). Damit will Yahoo die Fotound Videocommunity fester an sich binden und Konkurrenten wie Vimeo, YouTube, Behance und auch Facebook in die Schranken weisen. Im Schulterschluss mit dem Kauf der Bloggingplattform Tumblr sind die Aktivitäten um Flickr ein Indiz dafür, dass Yahoo wieder eine gewichtigere Rolle am Online-Markt spielen will. Im Jahr 2008 konnte das Unternehmen eine Übernahme durch Microsoft gerade noch verhindern – und jetzt sind wir gespannt, ob tatsächlich ein starker Player auferstanden ist.

Artaker Citrix-Preisträger

© Artaker

Ein neuer Stern

Georg Broucek, CEO der Artaker (li.), Wolfgang Traunfellner, Citrix.

Wien. Artaker Computersysteme wurde mit dem „Rising Star” von Citrix ausgezeichnet, einem Award für den am stärksten wachsenden Partner im Bereich Desktop-Virtualisierung in Österreich. „Als ,Qualitätssiegel’ und höchster Partnerstatus steht er für Kompetenz und Innovation in den Bereichen Enterprise Mobility, Virtualisierung, Cloud und Networking”, sagt Wolfgang Traunfellner, Country Manager Austria bei Citrix. „Wir freuen uns daher besonders, die herausragenden Leistungen der ‚Artaker Computersysteme GmbH‘ mit dem ‚Platinum Status‘ auszuzeichnen.”  www.artaker.at

Wien. Dass Österreich einer der umkämpftesten Mobilfunkmärkte Europas ist, steht außer Zweifel. In der Alpenrepublik herrscht eine sehr hohe Penetration von 159%, eine für die Landesgröße hohe Anbieterdichte und die niedrigsten Preise im Europavergleich. Trotz einer Steigerung des Datenvolumens auf fast das Neunfache sind die Umsätze der Mobilfunkserviceanbieter laut dem Strategieberater Booz & Company seit 2007 um insgesamt 15% gesunken. „Das heißt auch, die Gewinne der Anbieter gingen entsprechend zurück“, fasst Martin Reitenspieß, Partner Booz & Company und Telekomexperte, die Ergebnisse der aktuellen Studie „Ruinöser Wettbewerb im Österreichischen Telekommunikationsmarkt” zusammen; „der dadurch verursachte Rückgang der Infrastruktur-Investitionen und der Mitarbeiteranzahl gefährdet den Wirtschaftsstandort Österreich.“

Martin Reitenspieß, Partner bei der Strategieberatung Booz & Company und Telekomexperte, kritisiert ruinösen Wettbewerb.

pung durch die Verlangsamung des Breitbandausbaus, Verlust der Wettbewerbsfähigkeit und erhöhte Arbeitslosigkeit durch das Sinken des Beschäftigungslevels in dieser Branche.“ Auch Analysten wie J.P.Morgan oder Goldman Sachs bezeichnen den harten Preiswettbewerb hierzulande „als irrational, zerstörend und aggressiv“, sagt Reitenspieß. Worüber sich die Consumer freuen, nämlich günstige Tarife, könnte zum langfristigen Bummerang für die Anbieter werden, so es in den nächsten Jahren nicht zu deutlichen Verteuerungen kommt.

Aggressiver Wettbewerb Während die Kosten für Dienstleistungen kontinuierlich steigen, sind die Mobilfunkpreise im letzten Jahrzehnt überdurchschnittlich gesunken – laut Booz & Company im Vergleich zum Jahr 2000 um stolze 55 Prozent. Der jährliche Schaden für den Wirtschaftsstandort Österreich belaufe sich laut Studie auf etwa eine Milliarde €. „Telekommunikation ist das einzige Kerngut im Warenkorb, das seit 2000 immer billiger geworden ist“, sagt Martin Reitenspieß. „Der starke Wettbewerb der Anbieter definiert sich vor allem über den Preiskampf, der nun ein Ende finden muss, sonst folgen Konsequenzen wie digitale Verstep-

Ungewisse Zukunft Die Zahlen, die Reitenspieß vorweisen kann, zeichnen ein wenig optimistisches Bild der Branche:

waren im Jahr 2007 noch 16.550 Menschen im Telekom-Umfeld beschäftigt, so sank die Zahl bis 2011 auf 13.980 Arbeitsplätze. Nur Hutchinson 3G erhöhte den Mitarbeiterstand um 26 Prozent, während A1 (–19%), T-Mobile (–32%) und Orange (–15%) deutlich reduzierten. „Auch die Investitionen in technische Infrastruktur gingen in diesem Zeitraum um mehr als 40 Prozent zurück“, sagt Reitenspieß. Österreich liege mit 494 Millionen € bei den Investitionen in systemrelevante Infrastruktur im Jahr 2011 im internationalen Vergleich auf Rang 54 von 59. Und die Profatibilität der Mobilfunkanbieter sinkt weiter: Die Serviceumsätze der Anbieter verringerten sich um 13 Prozent von 3,314 Milliarden € in 2007 auf 2,896 Milliarden € in

2012. Das EBITDA im selben Zeitraum von 1,097 Milliarden € auf 860 Millionen € um 22 Prozent. Abhilfe zur Standortsicherung könnten laut Studie eine faire wettbewerbsrechtliche Regulierung der Industrie und ein effektiveres Stakeholder Management schaffen. Notwendig für volkswirtschaftliches Wachstum sind Investitionen in eine moderne Telekommunikations-Infrastruktur, sowie eine Sicherung der Arbeitsplätze und des industriellen Know-hows. „Den wichtigsten Hebel zur Förderung der Investitionsfähigkeit stelle die Stärkung der Margen der Anbieter durch eine nachhaltige Erhöhung des Preisniveaus dar“, sagt Martin Reitenspieß: „Keine besonders rosige Zukunft für Österreich.“  www.strategy-business.com

Ericsson Der Telekom-Ausstatter rechnet für das Jahr 2018 mit weltweit insgesamt 9,3 Milliarden Mobilfunkanschlüssen

Smartphones verdrängen Feature-Phones Wien. Das klassische Handy, oft auch „Feature Phone“ genannt, ist eine aussterbende Spezies. Am deutlichsten hat das der Hardwarebauer Nokia erfahren, der vom Marktführer am Mobilfunksektor durch den SmartphoneBoom zu einer kleinen Nummer degradiert wurde. Die Zukunft gehört den Smartphones, und die Zahlen, die Ericsson in seinem „Mobility Report“ auflistet, sind der Beweis dafür: Nach dem Report waren im 3. Quartal 2012 bereits rund 40% aller weltweit verkauften Mobiltelefone Smartphones. Zwischen dem 3. Quartal 2011 und dem 3. Quartal 2012 verzeichnet der Report zudem eine Verdoppelung der mobil übertragenen Datenvolumina auf der Erde.

Video braucht Bandbreite Bis zum Jahr 2018 wird beim mobilen Datenverkehr ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund 50% prognostiziert, das vorwiegend der zunehmenden Videonutzung zu verdanken ist. Aktuell verursacht der Konsum von

Videos bereits 25% des via Smartphones und 40% des via Tablet-PCs generierten Datenverkehrs. Bis Ende 2018 sagt der Ericsson Mobility Report rund 9,3 Mrd. Mobilfunkanschlüsse weltweit voraus; nicht mitgerechnet sind dabei Anschlüsse für die reine Maschinenkommunikation. Allein in China sind im Laufe des 3. Quartals 2012 netto rund 40 Mio. zusätzliche Mobilfunkanschlüsse

aktiviert worden. Brasilien (neun Mio.), Indonesien (sieben Mio.) und die Philippinen (fünf Mio.) folgen auf den nächsten Plätzen. Die Gesamtzahl der Mobilfunkanschlüsse liegt bei etwa 6,4 Mrd.

Ungebrochenes Wachstum Bis Mitte 2012 versorgten die neuen LTE-Netze rund 455 Mio. Menschen. Innerhalb der nächsten

© panthermedia.net/Oleksiy Mark

Chris Haderer

© Booz & Company

Chris Haderer

Smartphones haben aus klassischen „Handys“ eine aussterbende Spezies gemacht.

fünf Jahre soll der LTE-Ausbau mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung erreichen. Im historischen Vergleich ist LTE die Mobilfunktechnologie, die sich weltweit am schnellsten ausbreitet. Derzeit wird die LTE-Technologie in allen Weltregionen eingeführt beziehungsweise ausgebaut. Die Zahl der LTE-Anschlüsse wird voraussichtlich von 55 Mio. (Ende 2012) auf rund 1,6 Mrd. im Jahre 2018 anwachsen. Auch die Zahl der HSPAAnschlüsse wächst weltweit weiterhin sehr schnell. Mobile Breitbandanschlüsse auf Basis der HSPA-Technologie können heute bereits von mehr als der Hälfte der Weltbevölkerung genutzt werden. Im 3. Quartal 2012 wurden rund 65 Mio. neue HSPA-Anschlüsse und 13 Mio. neue LTE-Anschlüsse auf der Erde freigeschaltet. Der Weg der Industrie scheint damit vorgezeichnet zu sein: Sie muss ihre Netze auf den aktuellen Letztstand bringen, um die notwendigen Bandbreiten bieten zu können.  www.ericsson.com


I de e & str at e gi e

Freitag, 24. Mai 2013

medianet technology – 39

Brother Der Druckerhersteller ortet in seiner Printerumfrage 13 einen starken Anwenderwunsch nach mehr Möglichkeiten zum Ausdruck von Mobilgeräten

Mobiles Drucken liegt im Trend 33% der Anwender drucken von Mobilgeräten. Chris haderer

Wien. Alljährlich veranstaltet der Printerhersteller Brother seine „Printerumfrage“, in der sich das Unternehmen mit einem Schwerpunktthema rund um das Drucken im Büro auseinandersetzt. „Arbeit macht mobil – Drucken in Unternehmen und zu Hause in Zeiten von Smartphones und Internet“ lautet das Thema der Printerumfrage 13, die vergangene Woche vorgestellt wurde und für die Angaben von rund 8.400 Nutzern, IT-Managern und Einkäufern von Druckgeräten verwendet wurden. Angesichts der steigenden Verbreitung von Smartphones (laut IT-Verband handelt es sich bei 81% aller in Deutschland eingesetzten Mobiltelefone um Smartphones) stellt sich für die Anwender mittlerweile ein Problem, mit dem die Hersteller der Geräte vom Start weg nicht gerechnet haben: Wie können Inhalte vom Smartphone oder Tablet ausgedruckt werden – und wie sind diese Geräte in eine IT-Infrastruktur zu integrieren?

Auch was gedruckt werden soll, ist nicht uninteressant: Die überwiegende Mehrheit der Anwender (72%) bringt Text-Dokumente (wie PDFs) zu Papier. Allerdings drucken auch 15% der Anwender E-Mails von ihrem Smartphone oder Tablet aus. „Das Phänomen, dass sich eine beachtliche Zahl der Anwender E-Mails ausdruckt, ist bereits aus vorherigen Printerumfragen bekannt“, sagt Helmut Pfeiffenberger. „Dieses Bedürfnis bleibt auch bei der Nutzung mobiler Endgeräte teilweise erhalten.“ Fotos (10%) und Präsentationen (2%) stehen hingegen auf der Druck-Wunschliste der Anwender ganz unten.

In der Printerumfrage 13 spiegelt sich auch ein deutlicher Anstieg von etablierten Drucksparmaßnahmen wieder (siehe Infografik rechts). „In nahezu allen Bereichen scheinen Unternehmen

ihre Druckinfrastruktur durch Kostensenkungen auf Sparbetrieb zu trimmen“, sagt Pfeiffenberger: „Berichteten 2012 noch 33% von stark eingeschränktem Farbdruck, sind es heuer bereits 55%.“ Dieses

Verhalten hat auch Konsequenzen für Händler, die auf den Verkauf von Tonern und Verbrauchsmaterialien spezialisiert sind: Sie müssen mit Rückgängen rechnen.  www.brother.at

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Technische Probleme

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

© Brother

Bereits 33% der Umfrageteilnehmer gaben zu Protokoll, dass sie bereits von mobilen Geräten aus drucken. Solide „49% der Anwender drucken derzeit noch nicht von ihrem Smartphone, E-Book-Reader oder Tablet, würden es aber gern tun“, kommentiert Helmut Pfeiffenberger, Country Manager von Brother Österreich, die Umfrageergebnisse. „Hier scheint es eine hohe Diskrepanz zwischen dem Anwenderwunsch und dem Angebot der Hersteller zu geben.“ Die Hersteller haben für den Ausdruck von Mobilgeräten verschiedene Lösungen im Angebot, von Apps, mit denen WLAN-fähige Drucker angesprochen werden können, bis hin zu Ausdrucken auf E-Mailbasis oder aus der Cloud. Technische Probleme sind es auch, die 71% der Anwender vom Drucken abhalten: Sie haben keinen Printer, der Smartphones und Tablets unterstützt.

Helmut Pfeiffenberger, Brother Austria.

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien

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Fa c t s & f i g u r e s

40 – medianet technology

short

Die besten Arbeitgeber in der IKT-Branche

Freitag, 24. Mai 2013

Intel Die neue Mikroarchitektur ist die Basis für eine Reihe von Produkten, die noch heuer auf den Markt kommen sollen

Silvermont-Architektur als Basis für Wachstum

© W. Franz

Das Unternehmen erzielte im letzten Geschäftsquartal einen Nettogewinn von knapp zwei Milliarden €.

© monotype.com

Schriftensammlung für mobile Internet-Geräte

Monotype verbessert die Lesbarkeit klassischer Schriften.

Wien. Monotype Imaging Holdings Inc. hat eine Sammlung von Schriften veröffentlicht, die speziell auf das Lesen auf Bildschirmen ausgerichtet ist. Dazu gehören insbesondere E-Books, Webinhalte, mobile Anwendungen, digitale Publikationen und Online-Zeitungen. Gerätehersteller, Herausgeber digitaler Publikationen und Webdesigner können mit dieser Auswahl auf einige der berühmtesten Schriften aus dem Printbereich zurückgreifen, die jetzt auch auf E-Book-Readern, Tablets, Smartphones und anderen Geräten lesbar sind.  www.monotype.com

Große Produktpalette Die Silvermont-Architektur ist die Grundlage für eine Reihe von Produkten, die Intel heuer auf den Markt bringen will. So soll Intels Quad-Core „Bay Trail“ SoC (vorgesehen für Tablets zum Weihnachtsgeschäft 2013) mehr als doppelt so viel Computing-Leistung im Vergleich zu Intels derzeitiger Prozessorgeneration für Tablets bieten können. Aufgrund der flexiblen Silvermont-Architektur sollen Varianten der „Bay Trail“-Plattform auch in anderen Marktsegmenten einschließlich Einstiegs-Notebooks

Intel-Präsident und CEO Paul Otellini plant die Auffrischung aktueller Prozessor-Reihen auf Basis der 22nm-Technologie.

und Desktop-Rechnern genutzt werden. Auch die Auslieferung von Intels „Merrifield“ ist für Ende des Jahres geplant: Diese SoC-Lösung sorgt im Vergleich zur aktuellen Produktgeneration für erhöhte Leistung bei längeren Akkulaufzeiten. Intels „Avoton“ wiederum adressiert mit Energieeffizienz und Leistungsstärke Mikroserver, Storage und „Scale Out Workloads“ im Rechenzentrum. Als zweite Generation des Intel Atom-Prozessor SoC bietet Avoton 64-Bit, integrated fabric, error code correction, Intel Virtualization Technology und Software-Kompatibilität. „Rangeley“ fokussiert schließlich die Netzwerk- und Kommunikationsinfrastruktur und wird speziell für Router, Switches und SecurityAppliances – von Einstiegs- bis

hin zu Mittelklasseprodukten – genutzt. Beide Produkte werden im zweiten Halbjahr dieses Jahres erwartet.

Wachstum angepeilt Im ersten Quartal des heurigen Geschäftsjahres konnte die Intel Corporation einen Umsatz von 12,9 Mrd. USD (ca. 10,01 Mrd. €) erzielen. Dabei erreichte das Unternehmen ein operatives Ergebnis von 3,8 Mrd. USD (2,95 Mrd. €). Der Nettogewinn hierbei betrug 2,7 Mrd. USD (2,09 Mrd. €) und der Gewinn pro Aktie 0,53 USD (0,41 €). „Das erste Quartal war ein guter Start in ein weiteres Jahr, in dem wir ein Wachstum erwarten“, sagt der Intel-Präsident und CEO Paul Otellini. „Im zweiten Quartal werden

die ersten Intel-basierten Smartphones auf den Markt kommen, Intel wird Prozessoren, basierend auf der 22nm-Tri-Gate-Transistortechnik, in hohen Stückzahlen ausliefern, und wir beschleunigen die Markteinführung unseres bes-ten Server Prozessors aller Zeiten. Das ist eine hervorragende Grundlage für weiteres Wachstum in 2013 und darüber hinaus.“ Gleichzeitig arbeitet Intel an der Weiterentwicklung der nächsten Generation der 22nm Haswell Mikroarchitektur für Intel CoreProzessoren; außerdem wird die Intel Xeon Prozessor-Familie auf 22nm-Technologie innerhalb des Rechenzentrums aufgefrischt, um beispielsweise die „Performanceper-watt“ zu erhöhen.  www.intel.com

Stratodesk Der Virtualisierungsanbieter peilt für das Geschäftsjahr 2013 ein Wachstum von 400 bis 500 Prozent an

Verdreifachte Softwareumsätze in den USA Klagenfurt/Wien. Stratodesk, ein Anbieter von Thin-Client-Software, hardwareunabhängige VirtualDesktop- und PC-RepurposingLösungen, konnte sein Wachstum auch im ersten Quartal des Jahres fortsetzen und dabei einen neuen Rekord erzielen: Laut Emanuel Pirker, Geschäftsführer der Stratodesk Software GmbH, war es das erfolgreichste in der bisherigen Unternehmensgeschichte von Stratodesk. Der Umsatz konnte im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum vervierfacht werden, obwohl auch 2012 bereits eine Verdreifachung des SoftwareUmsatzes in Nordamerika erreicht werden konnte. Vor dem Hintergrund einiger aktueller Kundengewinne peilt Stratodesk für das Gesamtjahr 2013 ein Wachstum von rund 400 bis 500% an.

Große Nachfrage „In Österreich sind wir bereits die hardwareunabhängige Nummer eins im VDI-Bereich; jetzt zieht Amerika nach“, sagt Pirker. „Es gibt aus unserer Sicht mehrere

Gründe für diesen starken Jahresstart. Wir haben mittlerweile viele Systemhauspartner und zufriedene Kunden gewonnen, die per Mundpropaganda zu unserem Erfolg beitragen. Dazu kommt ein Produkt, das sehr einfach installierbar und problemlos nutzbar ist. Diese Kombination sorgt für große Nachfrage und starkes Interesse weltweit. Es ist für uns jeden Tag aufs Neue schön, zu sehen, dass wir die passende Lösung für eine Herausforderung haben, vor der CIOs überall auf der Welt stehen.“

ihnen die Freiheit, selbst zu entscheiden, welche Hardware wann gekauft wird – ohne die sonst oft typische Abhängigkeit von einzelnen Herstellern.“ Vom Wachstum angetan ist auch Harald Wittek, Vice President of Sales von Stratodesk: „Es freut mich ganz besonders, dass

wir auch in Europa und Asien weiterhin organisches Wachstum verzeichnen können. Wir konnten in Europa trotz des hohen Ausgangsniveaus weitere 30 Prozent Zuwachs erzielen. Gleichzeitig haben wir neue Partnerschaften in europäischen Ländern aufgebaut.“  www.stratodesk.at

Neue Partnerschaften „Unsere aggressive Wachstumsstrategie in Nordamerika verläuft sehr erfolgreich und kommt insofern genau zum richtigen Zeitpunkt, als derzeit sehr viele IT-Verantwortliche mit sinkenden Budgets bei gleichzeitig steigenden Anforderungen zu kämpfen haben”, sagt Pirker über den Ausbau des Geschäfts in Nordamerika. „‚Stratodesk‘ hilft Anwendern bei der Implementierung von VDI and BYOD (Bring your own Device) und bietet

© Stratodesk Software

Wien. Elf Unternehmen wurden vom Great Place to Work-Institut heuer als „Österreichs Beste Arbeitgeber in der IKT-Branche 2013“ gekürt. Es sind dies in alphabetischer Reihenfolge: ACP Holding Österreich (Regionale Auszeichnung Wien), ­addIT Dienstleistungen (Regionale Auszeichnung Kärnten), Anecon Software Design & Beratung (Bundesweite Wertung: Platz 2 in Unternehmen von 50 bis 250 Mitarbeitern; Regionale Auszeichnung Wien), EMC Computer Systems (Bundesweite Wertung: Platz 12 in Unternehmen von 251 bis 500 Mitarbeitern; Regionale Auszeichnung Wien), Microsoft Österreich (Bundesweite Wertung: Platz 1 in Unternehmen von 251 bis 500 Mitarbeitern; Sonderpreis „Bester Arbeitgeber für Vereinbarkeit von Familie und Beruf; Regionale Auszeichnung Wien), NetApp Austria (Bundesweite Wertung: Platz 2 in Unternehmen von 20 bis 49 Mitarbeitern; Regionale Auszeichnung Wien), NXP Semiconductors (Regionale Auszeichnung Steiermark), SAP Österreich (Bundesweite Wertung: Platz 4 in Unternehmen von 251 bis 500 Mitarbeitern; Regionale Auszeichnung Wien), SAS Software Institute (Regionale Auszeichnung Wien), TechData Öster­reich (Bundesweite Wertung: Platz 8 in Unternehmen von 251 bis 500 Mitarbeitern; Regionale Auszeichnung Wien) und T-Systems Austria (Bundesweite Wertung: Platz 2 in Unter­nehmen über 500 Mit­ arbeiter; Regionale Auszeichnung Wien).  www.greatplacetowork.at

Feldkirchen/Wien. Der MikrochipHersteller Intel hat eine neue Mikroarchitektur mit dem Codenamen „Silvermont“ vorgestellt. Die Technologie basiert auf Intels „System on a Chip (SoC)“-Fertigungsprozess mit 22 Nanometer (nm) TriGate- Transistoren, der für einen signifikanten Leistungsanstieg und verbesserte Energieeffizienz sorgt. Silvermont richtet sich gezielt an den erhöhten Bedarf stromsparender Technologien in zahlreichen Marktsegmenten – vom Smartphone bis hin zum Rechenzentrum. Silvermont zeichnet sich durch industrieweit führende und effiziente Leistung („Performanceper-watt“) aus. So unterstützt das Design des SoC eine größere dynamische Bandbreite und ermöglicht eine nahtlose Anpassung bei Leistung und Stromverbrauch. Anhand von Standardkriterien bemessen, zeigt sich Silvermont im Vergleich mit dem derzeitigen Intel Atom-Prozessorkern rund dreimal so leistungsstark und benötigt rund fünfmal weniger Strom bei gleichbleibender Rechenleistung.

© EPA

christoph fellmer

Great Place to Work Institute: Auf der Jagd nach dem besten Arbeitsplatz.

Emanuel Pirker, Geschäftsführer der Stratodesk Software GmbH: erfolgreich in USA.


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 24. Mai 2013

medianet technology – 41

Ricoh Laut einer aktuellen Studie wollen 81% der Fachleute im Gesundheitswesen in neue Technologien investieren

Zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass der Informationsaustausch schwieriger geworden ist. Carsten Bruhn, Executive Vice President bei Ricoh Europe, präsentiert den „Ricoh Document Governance Index 2012“.

chris haderer

Wien. Der Einsatz von IT-Lösungen im Gesundheitsbereich ist in der Regel ein recht heikles Thema, da sich dort die verschiedensten Interessen treffen. Für die Studie „A New Perspective: Ricoh Document Governance Index 2012“ hat Coleman Parkes Research im Auftrag des Printerherstellers Ricoh Europe Fachleute und Entscheider im Gesundheitswesen befragt, um ein Bild zukünftiger Investitionspläne zu zeichnen.

ISPA-Generalsekretär Maximilian Schubert ist enttäuscht.

Wien. Die Pläne der heimischen Regulierungsbehörde TKK, auch Mietleitungen mit hohen Bandbreiten zu regulieren, veranlasste die zuständige EUKommissarin Neelie Kroes zu ungewohnt offener Kritik. Diese Reaktion wiederum und die Konsequenzen – eine weitere Verzögerung von zwei Monaten – stoßen bei der ISPA, dem Verband der österreichischen Internetwirtschaft, auf wenig Verständnis: „Bisher hat die Europäische Kommission den Wettbewerb unterstützt“, sagt ISPA-Generalsekretär Maximilian Schubert. „Den jetzt vorliegenden Beschluss der Kommission sehen wir als potenziellen Rückschlag und als ernste Gefahr für den Wettbewerb.“  www.ispa.at

zu entwickeln, sodass sie diese geforderten Ziele auch tatsächlich erfüllen können.“ Der Bedarf an Prozessinnovationen werde laut Bruhn auch dadurch unterstrichen, dass 78% der Befragten angeben, dass ihre Unternehmen in neue Technologie investieren, bevor sie die Funktionalität der bestehenden Tools voll ausschöpfen. Darüber hinaus sagen 32% der Angestellten im Gesundheitssektor (ohne Führungskräfte), dass sie nach diesen Investitionen keine vollständige Schulung bei der Einführung neuer Technologie erhalten hätten. „Trotz der Investitionen in neue Technologien wie Tablets und mobile Endgeräte glauben 38 Prozent der Befragten, dass deren Einführung den Prozess der Verwaltung von geschäftskritischen Informationen sogar noch komplizierter gemacht hat“, fasst Carsten Bruhn die Ergebnisse der Studie zusammen.

„Effektive Prozesse zum Austausch von Informationen können die Effizienz von Unternehmen enorm verbessern.“ Carsten bruhn, ricoh

IT-Abteilungen fehlt der strategische Einblick Wien. Interessantes hat eine Studie von Vanson Bourne und Interxion Holding NV zutage gebracht: 33% der europäischen IT-Entscheider bestätigen, dass ihre Abteilung für eine langfristige und pro-aktive Strategie kämpfen muss. In diesem Zusammenhang wurden auch die immer knapper werdenden Budgets (69%) sowie die Tatsache angegeben, dass etwas mehr als die Hälfte der IT-Abteilungen (53%) keinen Einblick in die langfristige Geschäftsausrichtung hat. Etwa ein Viertel der Befragten (24%) gab sogar an, dass ihre Abteilung über keinerlei Pläne verfügt, wie sie zum Erreichen der Geschäftsziele beitragen kann.  www.interxion.at

Effiziente Schritte

© Ricoh

Laut der Studie wollen 81% der Fachleute im Gesundheitswesen zwar in neue Technologien investieren, um produktiver zu werden und mobiles Arbeiten zu ermöglichen. Allerdings geben nur zwei Fünftel (41%) der Befragten an, dass sie die Herausforderung der internen Weitergabe von Informationen überwunden hätten. Fast zwei Drittel (62%) der Befragten sind sogar der Meinung, dass der Austausch von Informationen nun schwieriger oder immer noch auf demselben Stand sei wie im Jahr 2009.

ISPA mit Regulationen der EU unzufrieden

© ISPA/krischanz.zeiller

Kommunikation und das Gesundheitswesen

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„Effektive Prozesse zum Austausch von Informationen, unterstützt durch Investitionen in Technologie, können die Effizienz von Unternehmen enorm verbessern, wenn sie in Kombination mit einem Prozess zur Integration in bestehende Systeme eingeführt werden“, sagt Carsten Bruhn, Executive Vi-

ce President bei Ricoh Europe. „Da die europäische Kommission nun Ziele für die Kosteneffizienz von Gesundheitssystemen setzt, ist es enorm wichtig, dass Führende in der Industrie jetzt handeln, um einen geplanten, integrierten Ansatz für ihre Technologieinvestitionen und Informationsweitergabe-Tools

„Sowohl die europäische Kommission als auch der europäische Gesundheitssektor haben die Bedeutung von Technologie bei der Verbesserung von Dienstleistungen durch effizientere Informationsweitergabe erkannt“, sagt Bruhn. „Solche Schritte können wesentliche Vorteile mit sich bringen, und Fachleute im Gesundheitswesen dabei unterstützen, ihr eigentliches Ziel zu erreichen – das Gesundheitswesen für Bürger in Europa zu verbessern.“  www.ricoh.at

T-Systems Der IT-Dienstleister will gemeinsam mit Cisco eine Unified Communications & Collaborations-Lösung entwickeln

Zusammenarbeit für neue UCC-Lösungen und kosteneffiziente Kooperationslösung aus einer Hand, die die Produktivität innerhalb und außerhalb des Unternehmens steigern kann.“ Das neue Angebot richtet sich an mittelgroße und große Unternehmen mit mindestens 500 Büroarbeitsplätzen und beinhaltet ein großzügiges Spektrum an UCC-

Services. Es ist für die verschiedensten Geräte geeignet – PCs, Notebooks oder Desktop-Festnetztelefone, ebenso für die mobile Kommunikation über Tablets und Smartphones. „Dank der Flexibilität und Agilität der Cloud können die Kunden immer die neuesten Softwareversionen einsetzen“, sagt

„Unsere enge Kooperation schafft eine Verbindung zwischen Technologieanbieter und Service Provider, und zwar in einer für unsere Kunden sinnvollen Weise“, sagt Reinhard Clemens, CEO von T-Systems, über die neue Zusammenarbeit. „Der Kunde erhält eine sehr sichere

© Deutsche Telekom

Produktivitätssteigerungen

Reinhard Clemens, CEO von T-Systems: erweiterte Zusammenarbeit mit Cisco.

Clemens. „Darüber hinaus profitieren sie von der Innovationsstärke von Cisco und T-Systems. Mithilfe der Plattform können Unternehmen die Kooperation in ihrer Organisation einfach, schnell und effizient skalieren, einschließlich der zu erwartenden Betriebskosten.“ Auch bei Cisco ist man vom Deal angetan: „Mit dieser Zusammenarbeit betritt Cisco Neuland zum Vorteil unserer Kunden“, sagt ­ Gary B. Moore, President und COO von Cisco. „Die Benutzer werden Zugriff auf eine seit Langem bewährte Cisco-Technologie haben und zusätzlich von den Vorteilen der Plattformbetriebsund Integrationsfähigkeiten von T-Systems profitieren – alles in einem Paket.“ Die deutsche Telekom AG konnte im Systemgeschäft im ersten Quartal des Jahres ohnehin gute Zahlen verbuchen – im Detail einen Auftragseingang in der höhe von 2,1 Mrd. € (eine Steigerung von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Einer der Gründe dafür war eine Reihe von Abschlüssen mit Cloud­Diensten.  www.telekom.de

Umsatzsteigerungen im Lizenzgeschäft

© qliktech.com

Bonn/Wien. Cisco und T-Systems wollen ihre Zusammenarbeit vertiefen und gemeinsam eine Unified Communications & CollaborationLösung (UCC) für T-Systems-Kunden entwickeln, betreiben und vermarkten. Das UCC-Angebot wird auf der Hosted Collaboration Solution (HCS) von Cisco basieren und soll über eine Private Cloud von T-Systems bereitgestellt werden. T-Systems wird die Lösung betreiben und die Daten in Rechenzentren in Deutschland hosten. Dabei werden laut T-Systems und Cisco äußerst strenge Sicherheitsprotokolle und strikte Datenschutzkriterien befolgt, die von deutschen Gesetzen und europäischen Richtlinien vorgegeben werden.

QlikTech bietet skalierbare Business Intelligence-Lösungen.

Wien. Der Business-Intelligence-Anbieter QlikTech hat vor Kurzem die Ergebnisse des ersten Quartals 2013 veröffentlicht. Demnach ist der Umsatz des Unternehmens mit 96,5 Mio. USD (ca. 74,89 Mio. €) im Vergleich zu ersten Quartal 2012 um 22% gestiegen. Auch der Lizenzumsatz mit 52,7 Mio. USD (74,89 Mio. €) ist im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um 14% erhöht. QlikTech hat etwa 27.000 Kunden in mehr als 100 Ländern.  www.qliktech.com


T o ols & se r v i c es

42 – medianet technology

Freitag, 24. Mai 2013

Test Das Galaxy S4 von Samsung überzeugt durch gute Performance sowie die Bedienung durch Augenbewegung

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Smartphone-Flaggschiff sucht den Blickkontakt

MFP-Familie mit vier spannenden Modellen

Das Smartphone bietet eine 13 Megapixel-Kamera auf der Rückseite sowie LTE und NFC-Funktionalität. Chris haderer

© Oki

Wien. Auch wenn Apple Rechtecke mit abgerundeten Kanten erfunden zu haben glaubt, und auch wenn das Samsung Galaxy S4 genau diesen Eindruck entspricht – es macht einen viel smarteren Gesamteindruck als das aktuelle iPhone des Smartphone-Erfinders. Das Samsung Galaxy S4 ist nicht umsonst das neue Flaggschiff der Koreaner und es bietet eine Fülle von Funktionen, bei denen der nackte Mobilfunk eigentlich nur noch Nebensache ist. Was die verbaute Mobilfunktechnik angeht, ist das S4 auf dem aktuellen Letztstand: Praktisch alle gängigen Funkverfahren sind vorhanden, inklusive LTE-Unterstützung. Ebenfalls an Bord sind Bluetooth und die im High-end-Bereich mittlerweile zum Usus werdende NFC-Technologie für kontaktloses Zahlen und ähn-

Die neue MC700-Familie von Oki: geringe TCO und Folgekosten.

Wien. Mit der „MC700-Familie“ hat Oki vier unterschiedlich konfigurierte MFP-Modelle vorgestellt (ab 1.562 € exkl.). Punkten wollen die neuen MC700 MFPs durch extrem günstige TCO und Folgekosten – bei interessanten Leistungsdaten. So liegen etwa die Druckgeschwindigkeiten zwischen 28 Seiten pro Minute (MC760 in Farbe und schwarz-weiß) und 40 Seiten pro Minute beim MC780 Highend-Modell. Das Papierfassungsvermögen beträgt 3.160 Blatt, die über bis zu fünf Papierzuführungen laufen. Die MC700-Familie bietet zudem standardmäßig volle DuplexFunktionalität sowie einfache Netzwerkanbindung für Druck, Scan to Folder oder E-Mail, Remote Scan und Fax-Weiterleitung.  www.oki.at

liche Anwendungen. Das mit Features vollgepackte Gerät versteht sich als „Life Companion“, und das ist nun vielleicht doch ein wenig hoch gegriffen. Das Samsung Galaxy S4 will seinen Anwendern zwar möglichst viel „Informationsarbeit“ abnehmen, es allerdings allzusehr zu vermenschlichen, ist der falsche Ansatz. Wie die meisten Hersteller fettet Samsung das Jelly Bean-Betriebssystem mit eigenen Apps und Funktionen auf, darunter eine Reihe von Hubs, die Informationen und den Zugriff auf externe Ressourcen (etwa Musikdienste, etc.) vereinfachen soll. Diese softwarebasierenden Features rechtfertigen allerdings noch nicht den recht hohen Anschaffungspreis von über 700 € (ohne Vertragsabschluss). Der entspringt eher der recht großzügigen Hardware, die unter der flachen Schale verbaut

Auf Blickkontakt

Fakten und funktionen Die wichtigsten Features des Samsung Galaxy S4 im schnellen Vorlauf:

© Samsung; Chris Haderer (2)

Die Galaxy S4-Startoberfläche mit TouchViz und den Android-Systemeinstellungen.

Frequenz LTE Hexa-Band 800, 850, 900, 1.800, 2.100, 2.600 MHz Strahlung Sehr gering (0,2-0,4 W/Kg) SAR Wert 0,4 W/kg Flugzeugmodus Ja Format Barren Abmessungen 137.0 x 70.0 x 7.9 mm Volumen 75 cm³ Gewicht 130 g Gehäusematerial Gorilla-Glas, Kunststoff, Polycarbonat, Aluminium, Gummi, Glas Features Smart Scroll, Smart Pause, Story ­Album (Fotoalben zusammenstellen und direkt online bestellen und versenden lassen), Floating Touch, Air Gesture, Samsung HomeSync Neupreis ca. 730 € (ohne Vertrag)  www.samsung.at

Betriebssystem Android Version: 4.2.2 Jelly Bean Benutzeroberfläche TouchWiz Prozessor Qualcomm Snapdragon 600 (1.900 MHz) Anzahl Kerne Quad-Core Grafikchip Power VR SGX 544 MP ROM/RAM 7 GByte/2 GByte Netzstandards GSM, UMTS, WLAN, LTE, CDMA, DECT, WiMax Frequenz GSM QuadBand 850, 900, 1.800, 1.900 MHz Frequenz UMTS Quad-Band 850, 900, 1.900, 2.100 MHz

HP Das IT-Unternehmen hat ein preiswertes Beats Audio-Tablet auf Basis von Jelly Bean für Einsteiger vorgestellt

Langsamer Aufstieg im Android-Tablet-Markt

Neues Nutzerinterface für SmartTV-Bedienung

© Hisense

Wien. „Jeder vierte PC in Österreich stammt von HP“, hielt Michaela Novak-Chaid, Direktorin Printing & Personal Systems, HP Österreich, im Rahmen der Vorstellung der aktuellen Produktnovitäten des

Geht neue TV-Wege: Zhou Houjian, Chairman der Hisense Group.

Unternehmens vergangene Woche fest. Weltweit verkauft HP „zwei PC pro Sekunde“. Diese Zahlen können aber dennoch nicht über eine gewisse Stagnation am PC-DesktopMarkt hinwegtäuschen. Diese Stagnation werde nach Meinung vieler Analysten durch Smartphones und Tablet-Systeme initiiert. „Es findet eine Transformation statt, und diese Transformation machen wir mit“, sagt Novak-Chaid. Die Strategie: „Wir setzen auf Multiplattform und Multichipsets für spezifische Geschäftskunden.“ Immerhin seien 44% der User weder im Büro noch zu Hause anzutreffen, was neue Mobilgeräte notwendig mache.

Dual Core Cortex-A9 1,6 GHz Prozessor, bietet das HP Slate7 gute Performance und Reaktionsfähigkeit. Der integrierte WLAN-Adapter ermöglicht den Zugriff auf E-Mail, Internet und Applikationen. Das HFFS-Panel (High-aperture-ratio Field Fringe Switching) gewährleistet einen breiten Sichtwinkel für die optimale Wiedergabe von Dokumenten, Spielen, Fotos und

Videos – auch im Sonnenlicht. Das HP Slate7 ist mit einer 3-Megapixel-Kamera an der Rückseite und einer VGA-Kamera an der Vorderseite zum Chatten und für Videos und Fotos ausgestattet. Das Slate7-Tablet versteht sich nicht als Highend-Gerät, sondern schlägt eher eine Brücke zwischen Consumer-Markt und einfachen Büro-Apps. Interessant ist es vom Preis-/Leistungsverhältnis her auf jeden Fall.  www.hp.com/at

Michaela Novak-Chaid, Direktorin Printing & Personal Systems, HP Österreich.

HP folgt dem allgemeinen Trend zum Tablet mit dem neuen „Slate7“ (ab 149 €), einem Tablet auf Basis von Android Jelly Bean und ausgestattet mit dem Klangsystem Beats Audio. Mit einer Bildschirmdiagonale von 7“ und einem Gewicht von 368 g will das HP Slate7 ein zuverlässiger persönlicher Begleiter sein. Ausgestattet mit einem ARM

© HP (2)

Umfangreiche Features

© Chris Haderer

Wien. Mit Vidaa, einem einfachen und leistungsstarken Nutzerinterface für Smart-TVs, will „Hisense“ die Bedienung von intelligenten Fernsehgeräten vereinfachen. Vidaa besteht im Kern aus vier unterschiedlichen „Silos” für Inhalte. Die vier Silos, denen jeweils ein Knopf auf der Fernbedienung zugewiesen ist, bieten Zugang zu Live-TV-Sendungen, On-Demand-Videos, einem Mediencenter für persönliche Inhalte und Anwendungen. Anwenderseitig ist nur eine Fernbedinung notwendig.    www.hisense.com

wandt, stoppt das Video. Erst wenn die Kamera registriert, dass die Augen wieder auf das 5“ Full HD SuperAmoled-Display gerichtet sind, wird das Video dort fortgesetzt, wo es gestoppt wurde. „Samsung Smart Scroll“ ermöglicht es außerdem, sich durch Internetseiten und Mails zu scrollen, ohne den Screen zu berühren. Das Galaxy S4 erkennt die Bewegungen der Augen und der Hand und scrollt die Seiten dementsprechend nach oben oder unten. Insgesamt ist das Galaxy S4 ein überkomplettes Gerät mit vielen professionellen Anwendungsbereichen. Ein solider Minicomputer mit Telefoniefeatures.

Neu ist die „Smart Pause“-Funktion: Wird während eines Videos der Blick vom Smartphone abge-

E-Mail-Schutzsystem auf Cloud-Basis im Abo Wien. Dell hat die Einführung von SonicWall Hosted Email ­Security 2.0 bekannt gegeben. Der cloudbasierte Service gewährleistet Schutz vor ein- und ausgehenden E-Mail-Bedrohungen wie Spam-, Phisihing-, Zombie- oder Malware-Angriffen zu flexiblen Abonnementkosten, die monatlich oder jährlich anfallen. Gleichzeitig wird der vorab fällige Kostenund Zeitaufwand für die Implementierung minimiert sowie die Verwaltungskosten reduziert.  sonicwall.com/Hosted

ist, darunter ein Qualdomm Quadcore-Prozessor und ein leistungsfähiger Power VR SGX 544 MP-Grafikchip. Die 13 Megapixel-Kamera auf der Rückseite unterstützt die „Dual Camera“Funktion. Damit können Fotos und Videos mit den Kameras auf Vorder- und Rückseite gleichzeitig aufgenommen werden. Insgesamt stehen acht unterschiedliche Wege zur Verfügung, wie die Bilder der Kameras von Vorder- und Rückseite ineinander integriert werden können. Bei der „Dual Video Call“-Funktion sind ebenfalls beide Kameras gleichzeitig nutzbar.

Das HP Slate7-Tablet: fast schon zu unauffällig im Design, bietet es viele Funktionen.


medianet

inside your business. today.

freitag, 24. mai 2013 – 43

Spühl AG präsentierte schnellste Maschine zur Montage von Federkernmatratzen Seite 45

Wassernetze im Blick

M2M-Technologie von Microtronics ­optimiert Wassermanagement  Seite 46

innovation filter für grossmotoren

© Bott

© Spühl

Maschine macht die betten

© Microtronic/M. Buber

industrialtechnology Österreich ist Zentrum der Schleifmitteltechnik

© Borealis

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Wien. „Obwohl der größte Turnaround in der Geschichte von ‚Borouge‘ stattfand und der europäische Polyolefinmarkt weiterhin schwach war, lag unser Gewinn über den Erwartungen“, so BorealisVorstandsvorsitzender Mark Garrett (Bild) zum Ergebnis des 1. Quartals, das mit einem Nettogewinn von 61 Mio. € über den Erwartungen lag. Man werde daher auch weiterhin auf die Optimierung der Anlagen setzen – eine Strategie, die sich bisher bestens bewährt hat, so Garrett zu den weiteren Plänen.  www.borealis.com

© 3M (2)

Wels. Die Bedeutung moderner Instandhaltung für Produktionsprozesse und damit die Produktivität von Unternehmen wächst. Denn eine funktionierende Infrastruktur ist Voraussetzung für reibungslose Abläufe und hilft dabei, dem wachsenden Wettbewerbsdruck standzuhalten. Die „Maintenance Austria“ wird als eine der größten Fachmessen in diesem Sektor diesen Informationsbedarf der Unternehmen in Österreich gerecht und präsentiert heuer bereits zum dritten Mal (am 12. und 13. Juni, Messezentrum Neu, Wels) die relevanten Trends, Lösungen und Produkte. www.  easyfairs.com/maintenance

© BMVIT/Peter Rigaud

Wie geschliffen Felix Thun-Hohenstein, bisheriger Managing Director von 3M für Österreich und die Schweiz, übernimmt als globaler Business-Director der ­Winterthur Technologie AG die Schleifmitteltechnik des Konzerns. Seite 44 F&E-Bericht Potenzial bei internationalen Förderungen

WKO-Vizepräsidentin Marha Schultz: mehr Fördermittel nach Österreich.

Wien. Österreich konnte, so der aktuelle FTI-Bericht, seine F&EAufwendungen trotz eines schwierigen Umfelds weiter auf einen Rekordwert von knapp 9 Mrd. € steigern. Das sei, so WKO-Vizepräsidentin Martha Schultz, ein gutes Zeichen. Der Bericht zeige aber auch, wo noch verbessert werden kann. Etwa in der Nutzung europäischer und internationaler F&E-Fördermittel. Von den rund 70 Mrd. €, die hier zwischen 2014 und 2020 zur Verfügung stehen, „sollte wenigstens eine Mrd. Euro nach Österreich geholt werden“, so Schultz.  www.wko.at

© iStockphoto.com/RichVintage

Investitionen steigen wieder

© manfredhaun.com

Wien. Innovationsministerin Doris Bures (Bild) hat eine neue Ausschreibung zum 2011 gestarteten Produktionsforschungs-Programm gestartet, die mit 22 Mio. € dotiert ist und 23 Themen umfasst – darunter Produktionsprozesse, Automatisierung, Simulation, Hightech-Materialien, Recycling, Substitution oder biobasierte Industrie. Neue Schwerpunke sind heuer die Bereiche Kritische Rohstoffe und Nanotechnologie. Die Ausschreibung wird durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG abgewickelt.  www.bmvit.gv.at

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44 – industrialtechnology

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© IV/mediadesign/Podolsky

Junge Industrie unter neuer Leitung

Freitag, 24. Mai 2013

3M Felix Thun-Hohenstein übernimmt die älteste und innovativste Sparte des Multitechnologieunternehmens

US-Konzern setzt auf Know-how aus Österreich Die Stellung der Winterthur Technologie AG innerhalb des Konzerns wird damit unterstrichen. medianet: Wie wichtig ist im Hinblick auf Innovationen die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft? Welche Kooperationen gibt es, und ist hier ein weiterer Ausbau geplant? Thun-Hohenstein: Neben den eigenen Technologieplattformen, von denen es weltweit über 45 gibt, sind Kooperationen mit Universitäten, Fachhochschulen und anderen Forschungseinrichten ein wesentlicher Faktor für unsere Innovationskraft. Wir profitieren dabei vor allem von der Grundlagenforschung, auf der dann weiter aufgebaut werden kann. In Österreich ist 3M etwa im Februar dieses Jahres im Bereich Biotech eine Forschungskooperation mit dem FH Campus Wien eingegangen, von der sich beide Seiten viel erhoffen.

britta biron

Oberwart. Die Junge Industrie Niederösterreich/Burgenland (JI) hat ihren neuen Vorstand gewählt. In der konstituierenden Sitzung wurde Matthias Unger (Unger Stahlbau Ges. m.b.H.) zum Vorsitzenden und Christian Bruckner (Worthington Cylinders GmbH) zu seinem Stellvertreter bestellt. Die beiden erfahrenen Manager werden die Geschäfte der JI für die nächsten drei Jahre gemeinsam führen und wollen ihre Arbeit unter das ­Schwerpunktthema „Generation Risiko – wer traut sich?“ stellen. „Die sich laufend verändernden Rahmenbedingungen fordern Flexibilität, Risikobereitschaft und Innovationskraft von der Wirtschaft, vom Staat und der Gesellschaft, da wir im internationalen Wettbewerb nur gemeinsam bestehen können. Im Fokus unserer Arbeit steht das persönliche Gespräch mit inspirierenden, risikofreudigen Personen und Unternehmern. Damit wollen wir das Selbstvertrauen und Know-how der nächsten Generation zu mutigen Entscheidungen stärken”, erläutert Matthias Unger die gemeinsame Strategie.  www.ungersteel.com

© Alicona Imaging

IT-Unterstützung für den Vertrieb

Perchtoldsdorf. Durch den Wechsel von Felix Thun-Hohenstein auf den Chefsessel der Winterthur Technologie AG wird erstmals ein globales 3M-Business zentral von Österreich aus gesteuert. medianet sprach mit ihm über seine Pläne und Ziele und die Bedeutung der Schleifmitteltechnik im Konzern. medianet: Welche Bedeutung hat die Schleiftechnik generell bei 3M?

„Durch erfolgreiche Neuentwicklungen und das globale 3M-Vermarktungsnetz möchte ich den Schleimittel-

© 3M

Matthias Unger, GF der Unger Stahlbau, wurde zum Vorstand gewählt.

Neuentwicklungen spielen in der Schleifmitteltechnik von 3M eine große Rolle.

umsatz verdoppeln.“

gration der Winterthur AG sieht die 3M in den nächsten Jahren aber noch Potenzial nach oben.

felix thun-hohenstein winterthur technologie ag

medianet: Wie hat sich die WTG seit der Übernahme entwickelt? Wie war die Integration des Unternehmens in den 3M-Konzern? Thun-Hohenstein: Die Integration läuft bis dato sehr gut. Es werden bereits wesentliche Synergien in der Nutzung der 3M-Technologien und bei der Vermarktung an gemeinsame Kundensegmente erzielt. Zudem sehen wir große Chancen zur Globalisierung des WTG-Geschäfts mithilfe des weltweiten 3M-Vertriebsnetzwerks.

Felix Thun-Hohenstein: Es ist sowohl das älteste Geschäfte der 3M als auch eines der innovativsten. Heute werden über 35% des Umsatzes mit Produkten erzielt, die innerhalb der letzten vier Jahre auf den Markt gebracht wurden. medianet: Wie hat sich dieser Sektor in den letzten Jahren entwickelt? Was erwarten Sie mittel- fristig für die Zukunft? Thun-Hohenstein: Der Sektor konnte ein solides Wachstum verbuchen. Vor allem durch die Inte-

medianet: Materialinnovationen in den verschiedenen Industrie-

bereichen erfordern auch immer neue Produkte und Technologien beim Schleifen. Was waren die jüngsten Innovationen von 3M in diesem Bereich? Thun-Hohenstein: Das ist die ‚Cubitron II‘-Technologie, die bei Schleifscheiben und Schleifbändern für den Metallschliff zum Einsatz kommt. Bei Cubitron II handelt es sich um eine revolutionäre Technologie präzisionsgeformter, keramischer Schleifkörner, die im Vergleich zu herkömmlichen keramischen Schleifkörnern bis zu 50 Prozent höhere Abtragsraten, eine bis zu 4-fach höhere Standzeit sowie eine geringere Wärmeentwicklung erzielen kann. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Kosten.

medianet: Was waren die strategischen Gründe bei 3M, die Schleiftechnik jetzt zentral von Österreich aus zu steuern? Thun-Hohenstein: Villach war und ist einer der wichtigsten Produktions- & Forschungsstandorte der WTG. Das hat sich auch unter dem Dach der 3M nicht geändert. Die Entscheidung unterstreicht die wichtige Rolle, die der Produktions- und Forschungsstandort der WTG für den 3M-Konzern hat. medianet: Welche Ziele haben Sie sich in Ihrer neuen Position gesetzt? Thun-Hohenstein: Die Technologie-Synergien haben schon zu einer ganzen Reihe neuer Produkte geführt – jetzt heißt es, das internationale Vertriebsnetzwerk der 3M zu nutzen. Ich möchte den Umsatz von aktuell rund 238 Millionen ­Euro verdoppeln.  www.3m.com

Industrie 4.0 Weidmüller Österreich arbeitet mit Partner aus Wirtschaft und Forschung an neuen Systemen Arno Zaworka, Head of International Sales, Alicona Imaging GmbH.

Science-Fiction wird zunehmend Realität

Raaba. Messlösungen von Alicona Imaging sind weltweit gefragt. Der Pionier auf dem Gebiet der 3D-Oberflächenmesstechnik hat ein Erfolgsrezept, das aus mehreren Komponenten besteht. Eine davon ist die Sales Intelligence-Lösung „SalesUP!“ von FWI Information Technology. FWI unterstützt Alicona dabei, einen strategischen Vertriebsansatz konsequent umzusetzen und die Performance im Verkauf nachhaltig zu steigern. „SalesUP! erfüllt alle unsere Anforderungen hinsichtlich unseres strategischen Vertriebsansatzes sehr gut und wird deshalb sowohl von unserem Vertriebsteam als auch vom Management täglich eingesetzt. Durch die unternehmensweiten und vereinheitlichten Bewertungskriterien erreichen wir nun eine bessere Übersicht“, erläutert Arno Zaworka, Head of International Sales, Alicona Imaging GmbH, die wichtigsten Vorteile des Systems.  www.alicona.at

Wr. Neudorf. In der „Vierten industriellen Revolution“ organisiert sich die Fabrik selbst. Produkte regeln ihren eigenen Produktionsprozess, Rohlinge schicken über Funk ihren Fertigungsplan an die Anlage, Werkstücke werden zu aktiven Steuerungskomponenten. Aus starren, unflexiblen Fertigungsanlagen werden modulare, effiziente und ressourcenschonende „smarte“ Fabriken. „Durch autonome Intelligenz wächst die reale und virtuelle Welt zusammen. Es entstehen intelligent vernetzte und sich selbst steuernde Produktionssysteme“, so Josef Kranawetter, GF von Weidmüller Österreich. Als Partner der Industrial Connectivity erarbeitet das Unternehmen gemeinsam mit verschiedenen Industrie- und Forschungspartnern einzelne Komponenten sowie auch komplette Produktionsanlagen für die Fabrik der Zukunft. Ein Beispiel dafür ist eine von Weidmüller in Kooperation mit den Universitäten Paderborn und Bielefeld sowie dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie in Paderborn entwickelte Lösung für

die Selbstoptimierung von StanzBiege-Maschinen, mit der Unregelmäßigkeiten und Schwankungen im Produktionsprozess eigenständig korrigiert werden sollen. Ein Messsystem innerhalb der Maschine erfasst die Kennwerte der produzierten Teile und gibt Informationen über den Output an eine intelligente Steuerung weiter. Diese sorgt dafür, dass die Stanz-Biege-

Maschine auf die Abweichungen reagiert. Werkzeuge passen sich selbstständig an und optimieren so den laufenden Fertigungsprozess. Die Selbstoptimierung ermöglicht darüber hinaus auch völlig neue Produktinnovationen in der miniaturisierten Anschlusstechnik. Das auf drei Jahre ausgelegte Projekt läuft bis noch Juni 2015 . Auf lange Sicht kann die Selbst-

korrektur immer weiter auf ganze Produktionslinien angewandt ­werden.

„In smarten Fabriken werden zukünftig physikalische Produktwelt und die virtuelle Internetwelt miteinander verbunden sein.“

© Weidmüller

josef kranawetter gf weidmüller

Intelligente Maschinen sollen in Zukunft die Produktion selbstständig regeln.

„Insbesondere vor dem Hintergrund der knapper werdenden Ressourcen stellt die kontinuierliche Optimierung von Fertigungssystemen eine unausweichliche Herausforderung an zukunftsorientierte Betriebe dar”, so Kranawetter.  www.weidmueller.at


Freitag, 24. Mai 2013

I n n ovati o n & u n te r n e h m e n

industrialtechnology – 45

Spühl AG Auf der Fachmesse „interzum“ wird die schnellste Taschenfeder-Montagemaschine der Welt vorgestellt

Technik für gesunden Schlaf Wittenbach. Wie man sich bettet, so liegt man – dieses Sprichwort nehmen sich immer mehr Konsumenten weltweit zu Herzen und verlangen nach einer möglichst komfortablen Unterlage. Aktuell stehen Federkernmatrazen besonders hoch im Kurs. Angetrieben wird die steigende Nachfrage vor allem durch die Boxspring-Betten, die mittlerweile auch außerhalb der USA und den skandinavischen Ländern, wo diese Bettenform seit Langem Tradition hat, sehr gefragt sind und von immer mehr Herstellern in ihr Sortiment genommen werden.

„interzum“, der größten Fachmesse für die Möbelzulieferindustrie, stellte Spühl unter anderem die zurzeit schnellste Maschine zur Montage von Taschenfederkernen vor.

Rasche Umrüstung Die endlosen Taschenfederschlangen werden über bis zu drei Einzugskanäle direkt vom Federwindeautomat oder aus Containern an die PA-490 zugeführt und von der Schneidevorrichtung auf die gewünschte Länge gebracht. Die dadurch entstehende Öffnung der Tasche wird im selben Arbeits-

gang mit einem Ultraschallgerät beidseitig zugeschweißt. Diese zugeschnittenen Federschlangen werden dann in einem riemengetriebenen Kanal in vertikaler Ausrichtung exakt vor die Ladeposition gebracht. Gleichzeitig fahren die Leimdüsen und bespritzen die bereits geladene Federschlange mit Hot Melt. Anschließend werden die Federschlangen durch die Ausstoßvorrichtung mit der vorangegangenen Federschlange verklebt. Die so auf den Ablagetisch geschobenen Taschenfeder-Einlagen sind nun zur weiteren Verarbeitung bereit.  www.spuhl.ch

© Spühl

Weltweit steigt die Nachfrage nach Taschenfederkernmatrazen.

Die Spühl AG präsentierte auf der „interzum“ ihre Innovation PA-490.

Für die Herstellung sowohl der Federkerne als auch der Matrazen werden Spezialmaschinen benötigt, auf die sich der Schweizer Maschinenbauer Spühl spezialisiert hat. Auf der diesjährigen

TÜV Austria Akademie

Qualitätstag

Wien/Salzburg. Der Wunsch nach möglichst hoher Qualität ist nicht neu, die speziellen Anforderungen sowie auch die technischen Möglichkeiten, sie zu erreichen, entwickeln sich aber laufend weiter. Entsprechend wichtig ist es daher, am Ball zu bleiben. Hilfestellung dabei leistet der TÜV Austria mit dem „Qualitätstag“, der am 6. Juni in Salzburg stattfindet. Auf dem Programm stehen Impulsvorträge von Experten zu verschiedenen Schwerpunktthemen. So wird etwa Hans Tschürtz, Leiter des Vienna Institute for Safety & Systems Engineering, über die Bedeutung und die betriebswirtschaftliche Aspekte des Qualitätsmanagements in der modernen Unternehmensführung sprechen. Michaela Schrumpf, Qualitätsmanagerin und Führungskräftetrainerin beim TÜV Austria, wird über die aktuellen Anforderungen hinsichtlich Legal Compliance & Risikomanagement referieren. Harry Gatterer, GF des Zukunftsinstituts, wird die Schlüsselergebnisse der Studie „Die Zukunft der Qualität“, die vom TÜV Austria und dem Zukunftsinstitut durchgeführt wurde, vorstellen, die daraus resultierenden Auswirkungen auf Unternehmen und Management erläutern und im Anschluss mit den Teilnehmern diskutieren. Teilnehmer des Qualitätstags können die Studie zum reduzierten Preis von 125 € (statt 140 €) erwerben.    www.tuv.at

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Wien ist die innovativste Stadt Europas. Ob neue Impfstoffe oder Photovoltaik-Speicher für den Haushalt – hier arbeiten Wissenschaft und Wirtschaft eng zusammen, um schon heute die Lösungen von morgen zu entwickeln. Das macht das Leben leichter – und unsere Stadt fit für die Zukunft. Daran arbeiten wir alle gemeinsam. Das ist Smart City Wien. facebook.com/SmartCityWien twitter.com/SmartCityWien

Harry Gatterer, GF des Zukunftsinstituts, ist Referent des Qualitätstages. PR_34_SCforschung_216x288.indd 1

21.05.13 11:45


energie & ressourcen

46 – industrialtechnology

Freitag, 24. Mai 2013

Microtronics GMS-basierte M2M-Technologie aus Oberösterreich unterstützt Wasser- und Abwassermanagement

short

Daten und Wasser müssen im Fluss sein

Richtiger Standort reduziert die Kosten

© Siemens

Vernetzte Geräte sammeln Durchflussmengen, Pegel- und Füllstände oder Zählerdaten. Durch den vernetzten Datenaustausch können auch Ereignisse anderer Standorte in Entscheidungen einbezogen und rasch auf Störfälle reagiert werden.”

britta biron

Wien. Siemens analysiert derzeit in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München die elektrischen Energiesysteme in Europa und hat dabei erhebliche Optimierungsmöglichkeiten identifiziert, insbesondere beim vorgesehenen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Würde der Ausbau an den ertragreichsten Standorten Europas erfolgen, könnten bis 2030 rund 45 Mrd. € an Investitionen gespart werden. Der dadurch bedingte zusätzliche Netzausbau ist in dieser Rechnung bereits berücksichtigt. „In Europa werden bis 2030 allein rund 138 Gigawatt an Photovoltaikanlagen neu gebaut. Würde der Zubau an den sonnenreichsten Standorten erfolgen, könnten wir 39 Gigawatt an Solaranlagen einsparen – bei gleichem Stromertrag. Auch bei der Windkraft ist die Standortwahl entscheidend für Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Anlagen“, so Michael Süß, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO des Sektors Energy. Die detaillierten Ergebnisse der Studie werden im Rahmen der „World Energy Congress (WEC)“ im Oktober im südkoreanischen Daegu vorgestellt.  www.siemens.at

© panthermedia.net/Eike Ohlinger

Erneuerbare Energien weiter am Vormarsch

Schäden minimieren Microtronics unterstützt Unternehmen auch bei der Integration von M2M-Technologie bereits bei der Entwicklung eines Produkts. Sensorhersteller können etwa die „rapidM2M“-Datenübertragungsmodule von Microtronics bereits in der Entwicklungsphase in ihre

„Durch die permanente Überwachung kann frühzeitig auf kritische Veränderungen reagiert und Folgeschäden

© Microtronic/Martin Buber

Ruprechtshofen. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich der weltweite Wasserverbrauch verdreifacht. Gleichzeitig leben weltweit 783 Mio. Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser, noch viel höher ist die Zahl derer ohne hygienische Sanitäranlagen. Laut Schätzungen der UNICEF sterben täglich 1.800 Kinder unter fünf Jahren an den Folgen von verschmutztem Trinkwasser oder unhygienischen Bedingungen. Neben dem gesundheitlichen Aspekt ist Wasser aber auch für viele Industriesektoren wichtig, von der Landwirtschaft bis zur Energiebranche. Experten rechnen damit, dass der Wasserbedarf weiter steigen wird; entsprechend wichtig wird daher ein möglichst sparsamer Umgang mit der kostbaren Ressource. Und die Technik kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Das umfasst Technologien der Wasseraufbereitung und der effizienteren Nutzung, moderne Rohrleitungssysteme, die den Schwund reduzieren, bis hin zu innovativen Methoden des Wassermanagements.

Michael Süß, CEO des Energie­ sektors bei der Siemens AG.

reduziert werden.“ hans-peter buber ceo von microtronics

Mehr Übersicht

Hans-Peter Buber, Microtronics-CEO: M2M erleichtert die genaue Kontrolle.

Das österreichische Unternehmen Microtronics unterstützt Experten im Wasser- und Abwasserbereich bereits seit Jahren mit M2MApplikationen, die jederzeit direkten Zugriff auf Daten von Messsystemen ermöglichen, Serviceleistungen erweitern, Prozesse optimieren und damit Ressourcen schonen. Das Prinzip von Microtronics: Mit GSM-basierter M2MTechnologie werden Sensoren, Geräte und Maschinen miteinander vernetzt. Die kabellos über-

tragenen Daten werden auf einem zentralen Server zusammengefasst und stehen für verschiedenste Anwendungen der Wasser- und Abwasserbranche zur Verfügung. Durchflussmengen, Pegelstände, Füllstände oder Zählerdaten können so vom Schreibtisch aus analysiert und verarbeitet werden. Durch den permanenten Zugriff auf die Daten müssen beispielsweise dezentrale Zähler nicht mehr vor Ort ausgelesen werden. Des Weiteren wird eine frühzeitige Reak-

tion auf kritische Veränderungen und so die Vermeidung von Folgeschäden ermöglicht.

Steuern & regeln Hans-Peter Buber, CEO von Microtronics: „M2M-Technologie eignet sich aber auch für Steueraufgaben. Im Bereich der Pumpenoder Anlagensteuerung ist M2M eine optimale Ergänzung, um neben einer Fernüberwachung auch eine Fernsteuerung zu ermöglichen.

eigenen Produkte einbauen. Hersteller profitieren nicht nur von Einsparungen im Bereich F&E, sondern auch von der inkludierten Datenübertragung zum Einheitspreis sowie von den zahlreichen Möglichkeiten, ihre M2M-unterstützten Geräte zu verwalten und zu betreiben. „Optional stehen auch umfangreiche Möglichkeiten zur Datenverarbeitung und Visualisierung zur Verfügung”, ergänzt Buber abschließend.  www.microtronics.at

Climate Leader Project Al Gore leitet heuer die Konferenzen in Istanbul und Chicago

Schulungsprogramm für Klimaschutz Boulder. Über das von Al Gore gegründete „Climate Reality Project“ wurden in den vergangenen sechs Jahren im Rahmen des Schulungsprogramms „Climate Reality Leadership Corps“ bereits über 4.000 Personen aus 58 Ländern zu Climate Leadern ausgebildet, die mithilfe von aussagekräftigen Multimediapräsentationen verschiedenen Zielgruppen die Bedeutung

Geothermie, Wind- und Wasserkraft punkten bei Wettbewerbsfähigkeit.

Auf diesen dreitätigen Konferenzen versammelt sich das internationale „Who is who“ führender Klimaforscher, Medien- und Kommunikationsexperten und Praktiker, um sich über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel, bewährte Methoden für öffentliche Auftritte und Soziale Netzwerke, Führungskompetenzen und Kommunikationsstrategien auszutauschen.

Weltweite Initiative

© algore.com

Düsseldorf. Viermal jährlich führt der VDI eine Befragung zur Entwicklung und zu den Erwartungen im Energiessektor durch. Die Einschätzung der Wettbewerbsfähigkeit ist im „Energiebarometer April“ mit Ausnahme der Nukleartechnik und der Erdgastechnik als positiv zu bewerten. Im Vergleich zur Befragung vom Jänner fällt auf, dass die positive Einschätzung im Sektor „Braunkohle“ ebenso wie bei der Erdgastechnik deutlich abgenommen hat. Hingegen ist bei Geothermie, Wasser- und Windenergie ein deutliches Plus zu verzeichnen. Seit dem letzten Quartal hat sich die prognostizierte Branchenentwicklung in vielen Bereichen kaum verändert. Auffällig sind, wie erwähnt, die Resultate für Braunkohle, mit einer deutlich pessimistischeren Einschätzung als noch vor vier Monaten.  www.vdi.de

des Klimaschutzes näherbringen. Nach wie vor leitet der ehemalige US-Vizepräsident einige dieser Schulungen, heuer jene von 14. bis 16. Juni in Istanbul und vom 30. Juli bis 1. August in Chicago. Die detaillierten Programme dazu wurden vor Kurzem fertiggestellt und sind online abrufbar (http:// climaterealityproject.org/leadership-corps).

Al Gore: Gründer und Vorsitzender des Climate Reality Projects.

„Ich freue mich darauf, gemeinsam mit einigen Dutzend der weltweit führenden Fachleute für den Klimawandel bei den Schulungsveranstaltungen in diesem Sommer Tausende neuer Climate Leaders persönlich kennenzulernen und mit ihnen zusammenzuarbeiten“, so Al Gore. „Die ‚Climate Leaders‘ haben einen enormen Einfluss, sind sie es doch, die ihren Zuhörern den Zusammenhang zwischen höchst wissenschaftlichen Fakten und ihrem alltäglichen Leben auf einfache, verständliche Weise veranschaulichen.“

„Die Schulungen für Climate Leaders wurden sorgfältig zusammengestellt und sollen die kommende Generation der Klimaschützer mit sämtlichen Fähigkeiten ausstatten,

„Ich freue mich darauf, in diesem Sommer wieder möglichst viele neue ‚Climate Leader‘ persönlich ­kennenzulernen.“ al gore, vorsitzender des Climate Reality Projects

die sie brauchen, um die Klimakrise in ihren Gemeinden effektiv bekannt machen zu können“, ergänzt Maggie L. Fox, Präsidentin und CEO des Climate Reality Projects.  www.climatereality.com


e n e r g i e & r e s s o u r ce n

ARA Erfolgreiche Recycling-Bilanz für 2012

Aus alt wird wieder neu

© Altstoff Recycling Austria/APA-Fotoservice/Pauty

778.200 Tonnen stofflich wiederverwertet.

industrialtechnology – 47

| BS12-02G |

Freitag, 24. Mai 2013

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology. Motion Servoverstärker Servomotoren

IPC Zufrieden mit der Entwicklung: (v.li.) Werner Knausz (ARA-Vorstand), Alfred Berger (ARA-Aufsichtsratsvorsitzender) und Christoph Scharff (ARA-Vorstand). herbert strasser

Wien. Trotz schwacher Konjunktur und zunehmendem Wettbewerb konnte die Abfall Recycling Austria (ARA) die Menge der aus Haushalt, Industrie und Gewerbe gesammelten Verpackungen mit 829.600 t fast auf dem Niveau von 2011 halten. Besonders gut entwickelt hat sich – auch durch eine Ausweitung des Systems „Gelber Sack“ – der Bereich Kunststoff- und Leichtverpackungen, der von 180.900 t (2011) um 3% auf 186.600 t gestiegen ist. Mit 218.000 t war die Menge des gesammelten Altglases gleichbleibend, geringe Rückgänge gab es bei Papier (332.700 t im Vergleich zu 335.800 t 2011), Metall mit 31.300 t (2011: 32.200 t) und Holz

mit 19.100 t (2011: 19.700 t). Von der Gesamtmenge wurden 86% recycelt, der Rest thermisch verwertet. Insgesamt konnten so 630.000 t CO2-Äquivalente eingespart werden. „Unser System ist nicht einfach nur klimaneutral; wir leisten aktiv einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen“, freut sich ARA-Vortand Christoph Scharff und weist auf ein weitere positive Entwicklung hin. „2012 haben wir die Tarife durch weitere Effizienzsteigerungen und höhere Verwertungserlöse gleich zweimal um insgesamt zehn Prozent gegenüber 2011 gesenkt. Mit durchschnittlich 126 Euro pro Tonne liegt das Tarifniveau damit bereits um 58 Prozent unter jenem von 1995.”  www.ara.at

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

OMV Große Investition in die Zukunft gestartet

Neue Anlage und Erweiterung Wien. Im Rahmen der Refining & Marketing-Strategie hat die OMV beschlossen, rund 230 Mio. € in den Neubau einer Butadien-Anlage im petrochemischen Bereich der Raffinerie Burghausen sowie den Ausbau der bestehenden Anlage in Schwechat zu investieren. Butadien ist ein wichtiger Grundstoff in der Kunststoffindustrie und weltweit zeigt sich eine verstärkte Nachfrage. Manfred Leitner, OMV

Vorstandsdirektor Raffinerien & Marketing, betont die strategische Bedeutung: „Wir investieren in die Anlagen, um die Integrationsvorteile unserer Standorte Burghausen und Schwechat in der Petrochemie auszubauen. Durch die Optimierung des Produktionsportfolios werden wir ein erhebliches zusätzliches Ertragspotenzial erschließen und unsere Wettbewerbsposition nachhaltig verbessern.“ www.omv.com

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

IPC I/O Motion

© OMV

Automation

In die Erweiterung der Anlage in Schwechat werden 20 Mio. Euro investiert.


t r a n s p o r t & lo g i s t i k

48 – industrialtechnology

Hödlmayr International AG Der OÖ Fahrzeuglogistiker erweitert sowohl Angebot als auch Netzwerk

short

Gut unterwegs in der Türkei und Österreich

Engere logistische Zusammenarbeit Grevenmacher. Die Salt Solutions GmbH als Spezialist für IT-Lösungen im Handel und der internationale Logistikdienstleister Logwin bauen ihre projektbasierte Zusammenarbeit jetzt mit der OXID E-Commerce-Plattform zu einer strategischen Partnerschaft aus. „Davon profitieren alle Seiten – insbesondere die Kunden“, ist Thomas Lauber, Director eFulfillment bei Logwin, überzeugt.  www.logwin-logistics.com

Übernahme des Porsche Logistiklagers, Ausbau der Marktstellung in Österreich und der Türkei. britta biron

© Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik

Kabelloser Sensor misst Umweltdaten

Schwertberg. „Der Einstieg am türkischen Markt war optimal“, sagt Johannes Hödlmayr, Vorstandssprecher der Hödlmayr International AG. Seit der Gründung Ende 2010 hat sich die türkische Tochter des Automobil-Logistikers prächtig entwickelt. Das Auftragsvolumen konnte auf rund 10.000 Fahrzeuge monatlich verfünffacht werden, der Fuhrpark wuchs von fünf Lkw auf mittlerweile 25 und statt der anfänglich zehn Mitarbeiter umfasst das Team zurzeit schon 54.

„Wir werden noch in die Verbesserung der technischen Infrastruktur des ‚Fahrzeuglogistikcenters Wiener Neustadt‘ investieren.“ johannes hödlmayr vorstand

„Unser Hauptkunde ist ‚Dogus Automotive‘, die die gesamte Produktpalette des VW-Konzerns in der Türkei vertreibt. Wir fahren seit knapp zwei Jahren exklusiv alle Porsche-Fahrzeuge aus Deutschland in die Türkei“, sagt Tansel Has, GF der türkischen Niederlassung. Der für 2013 unterzeichnete Generalvertrag mit Dogus beinhaltet Hafentransporte und Verteilung von insgesamt 65.000 Fahrzeugen. Zusätzlich wickelt Hödlmayr Türkei auch das gesamte Hafen-

© Porsche Austria

Bonn. NextCargo.com, Spezialist für webgestützte Logistik-Tools, präsentiert auf der diesjährigen„transport logistic“Messe vom 4. bis 7. Juni seine neue RiskApp – eine mobile, webgestützte App für das weltweite Risikomanagement. Die Lösung ermöglicht es Unternehmen, ihre Transport-, Reisegepäck-, Messe,- Sach- und Haftpflichtschäden zu erfassen, zu bewerten und zu regulieren. Standardisierte Vorgänge vermindern fehlerhafte Eingaben und beschleunigen die Vorgänge. www.nextcargo.com

© Panthermedia.net/Denis Dryashkin

Eine neue App zur Schadensregulierung

Meldung, Bewertung und Regulierung einfach per Knopfdruck.

Freitag, 24. Mai 2013

Hödlmayr Logistics Türkei hat seit Gründung Ende 2010 ihr Auftragsvolumen auf 10.000 Fahrzeuge monatlich verfünffacht.

und Compoundhandling für Dogus in Sekerpinar-Gebze ab; dies umfasst unter anderem die Schiffsentladung von ca. 1.100 Fahrzeugen pro Schiff, Übernahme, Schadensprüfung und gegebenenfalls Schadensaufnahme, Zwischenlagerung und Weitertransport.

Ausbau in der Türkei Expandiert hat Hödlmayr aber auch in Österreich. Durch die kürzlich erfolgte Übernahme des Fahrzeug-Logistiklagers von Porsche Austria deckt Hödlmayr jetzt 45% des Marktes von Porsche Austria für VW und Audi ab und ist neben der Fahrzeugauslieferung auch für den Betrieb des Auslieferlagers

inklusive technischer und logistischer Dienstleistungen verantwortlich.

Neue Services „Wir freuen uns, dass wir mit dieser Erweiterung des Leistungsspektrums nicht nur den Marktanteil erhöhen, sondern auch die Möglichkeit haben, im Großraum Wien Dienstleistungen im ‚Pre Delivery Services‘ anzubieten“, sagt Hödlmayr. „Mit dem Lager in Wiener Neustadt haben wir unsere Aktionspotenziale deutlich erhöht und können über unser Netzwerk nun noch flächendeckender agieren.“ Das Porsche-Logistiklager in Wiener Neustadt umfasst eine Ge-

samtfläche von 77.000 m� und besitzt eine Lagerkapazität von rund 1.600 bzw. ein Ausliefervolumen von 40.000 Fahrzeugen pro Jahr.

Weitere Expansion „Mit zusätzlichen Investitionen in die technische Infrastruktur des Fahrzeuglogistikcenters Wiener Neustadt werden wir auch konsequent die Möglichkeiten der Aufbereitung von Flotten- oder Buy-Back Fahrzeugen, die wir für Marken außerhalb des Volkswagen-Konzerns im Ballungsgebiet Wien durchführen, weiter verbessern“, erläutert Hödlmayr abschließend die weiteren Pläne.  www.hoedlmayr.at

Innovation Bott entwickelt autarke Hydrauliklösung für Spülfunktion großer Automatikfilter an Großmotoren

Bremen. Im Rahmen des vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsvorhabens SMITH (Energieeffiziente Supply ChainSteuerung mittels Expertensystemen zur Identifikation von und Reaktion auf Ereignisse bei passiv temperaturgeführten Transport- und Handlingsprozessen) hat das Projektkonsortium nun erste Hardwarekomponenten aus projektspezifischer Eigenentwicklung vorgestellt. Es besteht aus einer Funkzentrale, die im Frequenzbereich um 868-MHz Sensorsignale eines kabellosen OnBoard-Sensornetzes empfängt. In der ersten Ausbaustufe werden Umweltdaten wie Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Ladegut-Temperatur erfasst und gespeichert. Weitere Messgrößen sind problemlos adaptierbar, da das Sensornetz modular aufgebaut und ­erweiterbar ist.  www.isl.org

Für mehr Sicherheit auf hoher See Mössingen. Im Rahmen einer Innovationsoffensive entwickelte Mahle Industriefiltration die Brennstofffilter ihrer Baureihe COM plus für mit Schweröl betriebene Großmotoren weiter. „Die neue Lösung sollte mit kraftvoller Hydraulik betriebssicher arbeiten und dabei sollte der gesamte Filter einfacher und kompakter werden, leichter zu montieren und zu warten, und dabei auch noch billiger sein; oberste Priorität hatte dabei die zuverlässige Funktion“, so Albert Schick, Konstruktionsleiter für Industriefilter. Dazu wurde die Spülfunktion der automatischen Abreinigung von elektromechanischem auf hydraulischen Antrieb umgestellt. Die Hydraulikexperten von Wolfgang Bott fanden eine patente Lösung, um die COM plus Brennstofffilter von Mahle mit autarkem Hydrauliksystem von Bott.

riesigen Motoren während der Filterreinigung zuverlässig und autark mit Brennstoff zu versorgen. Für die ökonomischen und ökologisch fortschrittlichen Automatikfilter im heißen Kreislauf ist die weltweit einzigartige Lösung ein echter Wettbewerbsvorteil und

für Reeder eine große Beruhigung. „Wenn ein Schiffsmotor ausfällt und das Schiff manövrierunfähig dahintreibt, geht es mit samt seiner Ladung in den Besitz desjenigen über, der den Havaristen an den Haken nimmt“, erklärt Manfred Schnell, Leiter Produktmanagement Automatikfilter bei Mahle Industriefiltration.

Filtern nach Bedarf

© Bott

Das neue System ist modular ­aufgebaut und damit erweiterbar.

Das autarke Antriebssystem arbeitet ohne fremde Energiezufuhr auf hydropneumatischer Basis, indem ein mit Flüssigkeit gefüllter Druckspeicher über eine Verbindungsstange mit dem Kolben im Kompensator verbunden ist. Dieser Kolben, der die Brennstoffseite von der Schmutzseite trennt, fungiert als Passivkolben. Geregelt wird der Vorgang allein durch ein Schaltventil und zwei Drosseln zur Feinjustierung der Verstellzeiten.

Eine komplexe Steuerung sowie eine umfangreiche Sensorik, beide vergleichsweise fehleranfällig und wartungsintensiv, sind ebenfalls nicht notwendig. Diese intelligent realisierte Lösung senkt einerseits die Herstellungskosten und sorgt andererseits für einen stabil und zuverlässig an- und ablaufenden Rückspülvorgang. Die Betriebsund Ausfallsicherheit erhöht sich deutlich gegenüber elektromechanischen Lösungen, darüber hinaus ist das System sehr viel wartungsfreundlicher. Die Abreinigung der Filtergewebe setzt bei den Brennstofffiltern der COM plus Baureihe entweder zyklisch nach eingestellten Zeitintervallen oder variabel nach Erreichen einer einstellbaren Differenzdrucks ein. Je nach Betriebssituation des Motors kann eine Rückspülung früher oder später notwendig sein. Bei normaler Fahrt in ruhiger See reicht ein Vorgang pro Stunde, bei Ablege- und Wendemanövern oder bei stürmischem Seegang muss deutlich häufiger gespült werden.  www.bott-gmbh.com


medianet

inside your business. today.

Freitag, 24. Mai 2013 – 49

starker jahresauftakt I

Volkswagen verkauft in den ersten vier Monaten 5,6 Prozent mehr Autos  Seite 50

starker jahresauftakt II

© Jeff Kowalsky

© dpa/Jochen Lübke

automotivebusiness Magna freut sich über einen Gewinnsprung im ersten Quartal 2013  Seite 51

Nissan navara Power pick-up mit Charme © Nissan/Francesc Montero

Toyota legt bei Absatz, Umsatz und Ertrag zu

© Daimler

short

Toyota Die vergangenen Jahre waren für den japanischen Automobilhersteller alles andere als leicht, nun scheint aber der Turnaround geschafft: Im Geschäftsjahr 2013/14 will man erstmals mehr als 10 Mio. Fahrzeuge verkaufen.  Seite 50 Detroit Die US-Großstadt ist ein Schatten ihrer selbst

Europäischer Automarkt Knapp 2 Prozent Plus im April

Detroit. Die einst blühende US-Autometropole Detroit steht vor dem Finanzkollaps. Der vom Bundesstaat Michigan im März eingesetzte Sonderfinanzverwalter Kevyn Orr zeichnete in seinem ersten Bericht ein düsteres Bild der Aussichten. Detroit sei faktisch zahlungsunfähig, erklärte Orr. Der Stadt drohe die Pleite, sollten die Verhandlungen mit Gewerkschaften und Gläubigern keine gravierenden Fortschritte machen. Von einer Lösung sei man aber noch weit entfernt. Denn trotz Sparmaßnahmen gebe die Stadt immer noch deutlich mehr Geld aus, als sie einnehme.

Duisburg/Essen. Aufatmen in der krisengebeutelten europäischen Autoindustrie: Die Pkw-Neuzulassungen in Westeuropa legten im April erstmals seit eineinhalb Jahren zu. Das leichte Plus von knapp zwei Prozent kam allerdings nur dank zweier Arbeitstage zustande, die der Monat wegen der frühen Osterfeiertage in diesem Jahr mehr hatte. „Es ist viel zu früh, Freudenfeste zu veranstalten“, dämpfte Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg Essen die Euphorie. Die Wirtschaftskrise in Südeuropa sei längst nicht überwunden, der Automarkt bleibe fragil.  www.uni-due.de

Bochum. Opel bleibt nun doch bis Ende 2016 mit einem Warenverteilzentrum in Bochum. Das hat Opel-Strategievorstand Thomas Sedran vor wenigen Tagen klargestellt. Er korrigierte damit frühere Angaben des Unternehmens, das Lager mit derzeit 430 Arbeitsplätzen solle wie die gesamte Autoproduktion Ende kommenden Jahres geschlossen werden. Sedran sprach von einem „Missverständnis“ in der Kommunikation. Das Warenverteilzentrum in Bochum beliefert Händler in ganz Europa mit Ersatzteilen.  www.opel.de

© EPA

© EPA

Die Motortown steht vor der Pleite

Laut einem Verwaltungsbericht ist Detroit aktuell „faktisch zahlungsunfähig“.

Durststrecke hat (vorerst) ein Ende

© Universität Duisburg Essen

Mattighofen. Nachdem KTMChef Stefan Pierer im Jänner über seine Pierer Industrie AG die schwedisch-italienische Traditionsmarke Husqvarna zu 100% von der BMW Group übernommen hat, wird jetzt die Produktion laut einem Bereicht der Mailänder Tageszeitung Corriere della Sera vom lombardischen Biandronno in das KTM-Hauptquartier in Mattighofen verlegt. Zudem soll die bereits zu KTM gehörende Marke Husaberg mit Husqvarna vereinigt werden.  www.husqvarna-motorrad.de

© EPA

© KTM/Jörg Mitter

München. Das CarsharingAngebot car2go zieht immer weitere Kreise. Nachdem man vor wenigen Tagen mit einer Flotte von 250 smart fortwo in Birmingham an den Start gegangen ist, will man im Juni sein Geschäftsgebiet auch auf München – als bereits 20ste car2go-Stadt weltweit – ausweiten. Insgesamt 300 Fahrzeuge sollen dort in einem ersten Schritt verfügbar sein, parallel dazu werden auch die Flotten in den bisherigen Städten kontinuierlich ausgebaut.  www.car2go.com

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer warnt vor verfrühter Euphorie in Europa.


C ov e r

50 – automotivebusiness

Kommentar

Warum muss ich noch lenken?

Freitag, 24. Mai 2013

Toyota Der japanische Automobilhersteller konnte 2012/13 sowohl Absatz, als auch Umsatz und Ergebnis steigern

Zurück zu alter Stärke: Toyota mit deutlichem Plus Auch fürs laufende Geschäftsjahr gibt man sich zuversichtlich – das Ergebnis soll bei 15 Mrd. Euro liegen. Jürgen Zacharias

Rosenbauer 1. Quartal

© Rosenbauer

Plus und Minus

Rosenbauer konnte seinen Umsatz im 1. Quartal um 34 Prozent steigern.

Leonding. Der heimische Feuerwehrausrüster Rosenbauer hat im ersten Quartal 2013 zwar den Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 34% auf 154,8 Mio. € (115,6 Mio. Euro) gesteigert. Das Periodenergebnis brach zugleich aber um 68% ein und fiel auf 1,2 Mio. € (3,8 Mio. €). Der operative Gewinn (EBIT) belief sich in diesem Quartal unverändert auf 3,7 Mio. €, vor Steuern (EBT) gab es einen Gewinnrückgang um 26% von 4,6 Mio. € auf 3,4 Mio. €, wie es dazu in einer akutellen Mitteilung des Unternehmens hieß.  www.rosenbauer.at

Alle Regionen legten zu Zum Erfolg beigetragen haben alle Regionen weltweit – überall konnten sowohl der Fahrzeugabsatz als auch der operative Gewinn erhöht werden. Das gilt auch für den kriselnden europäischen Automobilmarkt, wo die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr zwar nur leicht auf 799.085 Einheiten kletterten, der operative Gewinn aber um 48,7% auf 26,4 Mrd. Yen (246,7 Mio. €) deutlich gesteigert werden konnte. Dementsprechend zufrieden zeigte sich auch Akio Toyoda, der Präsident des japanischen Automobilherstellers, mit dem Ergebnis: „Seit 2009 haben wir viele Herausforderungen gemeistert, durch die wir gelernt haben, wie wichtig es für Toyota ist, auf ein nachhaltiges

© EPA

D

ank vieler technischer Kniffe der Automobilhersteller wird Autofahren immer komfortabler. Mit Einparkassistent & Co einher geht aber auch eine zunehmende Entmündigung des Autofahrers und langsam aber sicher mag ich tatsächlich an eine Zukunft glauben, in der wir uns nur noch ins Fahrzeug setzen, das Fahrziel eingeben und automatisch und unfallfrei ans Ziel chauffiert werden. Was mich verleitet, von einer derartigen Zukunft zu träumen? Die vielen kleinen Schritte, die Automobilhersteller in den vergangenen Jahren in diese Richtung gegangen sind. Beispiel Mazda: Neulich war ich mit einem ‚Mazda 6‘ unterwegs und habe das neue i-Activsense-Paket getestet. Herzstück des Systems ist ein Tempomat mit Abstandskontrolle, die per Radartechnik die Distanz zum vorderen Auto misst und bei Bedarf – wenn man beispielsweise schneller unterwegs ist und keine Anstalten macht, auf die Überholspur zu wechseln – das Tempo verringert und automatisch eine gewisse Sicherheitsdistanz zum vorderen Fahrzeug einhält. Wechselt man doch auf die Überholspur, beschleunigt das Fahrzeug wieder auf die voreingestellte Geschwindigkeit, was zur Folge hatte, das ich zwischen Wien und Bad Tölz kein einziges Mal (!) auf die Bremse steigen musste. Nur lenken musste ich noch selbst. Aber warum eigentlich?

Wien/Tokio. Toyota ist zurück in der Erfolgsspur. Nachdem der japanische Automobilhersteller 2011 nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in Japan gewaltig Federn lassen musste und sich parallel dazu auch noch mit umfangreichen Rückholaktionen konfrontiert sah, konnte man nun im abgelaufenden Geschäftsjahr endlich wieder positive Schlagzeilen schreiben. Der Absatz kletterte um 20% auf 8,8 Mio. Fahrzeuge (inklusive aller nicht vollkonsolidierten Gemeinschaftsunternehmen waren es sogar 9,7 Mio. Einheiten), der Gewinn stieg um 18,7% auf 22 Billionen Yen (206,2 Mrd. €), das Betriebsergewinn konnte um 965,2 Mrd. Yen (9 Mrd. €) auf 1,32 Billionen Yen (12,3 Mrd. €) vervierfacht werden und auch für das laufende Geschäftsjahr sind die Erwartungen durchaus hoch gesteckt.

9,7 Mio. Fahrzeuge verkauft: Toyota-Präsident Akio Toyoda darf mit dem vergangenen Geschäftsjahr äußerst zufrieden sein.

„Wir glauben, dass der Motor für nachhaltiges Wachstum bessere Autos sind. Darauf werden wir unsere ganze Entwicklung ausrichten.“ Akio toyoda

Wachstum zu achten. Wir glauben, dass der Motor dafür bessere Autos sind. Darauf werden wir unsere ganze Entwicklung, aber auch die Fahrzeugproduktion ausrichten.“

Plus bei Ergebnis erwartet Das soll sich auch schon im laufenden Geschäftsjahr (es läuft bis 31. März 2014) im Ergebnis niederschlagen. Toyota geht dabei zwar von einem unter dem vergangenen Jahr liegenden Umsatz von 23,5 Billionen Yen (195,8 Mrd. €) aus, erwartet aber ein Plus beim Betriebsergebnis auf 1,8 Billionen

Yen (15 Mrd. €). Der geplante Fahrzeugabsatz soll inklusive aller nicht vollkonsolidierten Gemeinschaftsunternehmen bei 10,1 Mio. Einheiten und damit erstmals über der 10 Mio.-Grenze liegen. Damit hofft man bei dem japanischen Automobilhersteller auch Konkurrent Volkswagen auf Distanz halten zu können. Die Deutschen haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2018 zum größten Automobilhersteller der Welt aufzusteigen und konnten in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres (siehe auch Story auf dieser Seite unten) bereits 3,05 Mio. Fahrzeuge absetzen.  www.toyota.com

Volkswagen Der deutsche Autohersteller konnte seine Verkaufszahlen im Jahr 2013 bisher um 5,6 Prozent steigern

Immer höhere Absatzzahlen für VW-Konzern Wolfsburg. Alles eitel Wonne bei Volkswagen: Der größte europäische Automobilhersteller hat mit seinen Verkaufszahlen im April eine neue, historische Schwelle erklommen. In den ersten vier Monaten des Jahres konnte der Mehrmarkenkonzern erstmals mehr als drei Mio. Autos (genau waren es 3,05 Mio. verkaufte Fahrzeuge) verkaufen und damit seinen Absatz gegenüber dem Rekordwert aus dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um weitere 5,6 Prozent erhöhen. Immer dominanter wird dabei der Anteil Chinas am Gesamtergebnis – in den ersten vier Monaten wurde bereits jeder dritte VW in China verkauft. Vor einem Jahr hatte dieser Anteil noch keine 30% betragen.

Volkswagen die Bauten insgesamt 9,8 Mrd. € kosten lassen. 1,23 Mrd. € davon will Volkswagen gemeinsam mit seinem chine-

sischen Partner Shanghai Automotive in den Bau eines neuen Autowerks in der Stadt Changsha in der Provinz Hunan stecken, wo ab

Investitionsprogramm Daher ist es wenig verwunderlich, dass der deutsche Autobauer in China massiv in seine Produktionskapazitäten investiert – sieben der aktuell zehn geplanten neuen Werke sollen im Reich der Mitte realisiert werden. Bis 2015 will sich

© dpa/Jochen Lübke

Jürgen Zacharias

Von Jänner bis April 2013 konnte VW insgesamt 3,05 Mio. Fahrzeuge verkaufen.

2016 jährlich rund 300.000 Autos vom Band laufen sollen. In Summe hofft man in Wolfsburg durch die neuen Werke die Produktionskapazität im Reich der Mitte bis 2018 auf vier Mio. Fahrzeuge zu erhöhen. Die Zahl der Mitarbeiter in China dürfte den Plänen nach um 25.000 auf 100.000 klettern – knapp jeder fünfte VW-Mitarbeiter wäre dann bereits in China beschäftigt.  www.volkswagen.com


H e r st e l l e r & Zu l i e f e r e r

Freitag, 24. Mai 2013

automotivebusiness – 51

Magna Der austrokanadische Automobilzulieferer erhöhte nach einem Gewinnsprung im ersten Quartal seine Prognosen für das Gesamtjahr 2013

Erfolgreicher Start ins neue Jahr Moritz Kolar

Oberwaltersdorf. Die Geschäfte laufen für den austrokanadische Autozulieferer Magna besser als erwartet. Im ersten Quartal 2013 erzielte das Unternehmen ein Umsatzplus von neun Prozent auf 8,36 Mrd. USD (6,51 Mrd. €) und konnte gleichzeitig auch sein Ergebnis verbessern: Trotz des tristen Marktumfelds in Europa stieg dank guter Geschäfte in Nordamerika der Überschuss in den ersten drei Monaten um rund acht Prozent auf 369 Mio. USD (288 Mio. €), weshalb das Unternehmen auch seine Ziele für das Gesamtjahr anhob.

man knapp 31 Mrd. USD (24,2 Mrd. €) umsetzen. „Der größte Markt für uns ist klar Nordamerika“, kommentierte Konzernchef Donald Walker das Ergebnis. „Der Wirtschaft dort geht es gut, der Autoabsatz steigt und die Dynamik ist sehr groß. Anders sieht es in Europa aus, dort lässt die Dynamik deutlich nach.“ Deshalb war auch kürzlich bekannt geworden, dass Magna in Europa Stellen abbauen will. „Wir schauen zurzeit beispielsweise, welche Teile wir hier nah am Kunden in Europa fertigen müssen und welche Komponenten wir aus anderen Teilen der Welt hier-

her transportieren können“, sagte Donald Walker. Auch in den USA müssen sich die Beschäftigten auf einen Stellenabbau einstellen. Medienberichte, wonach auch im Grazer Werk Stellenkürzungen bevorstehen, wurden von Sprecherin Lea Treese vor wenigen Tagen allerdings dementiert. Ganz im Gegenteil, seien in Österreich die Perspektiven für Magna-Beschäftigte durchaus gut: Laut Treese will das Unternehmen in Zettling bei Graz ein neues Batterien-Werk errichten, genaue Details dazu sollen in den kommenden Tagen präsentiert werden.  www.magna.at

© Jeff Kowalsky

Das Unternehmen geht von Erlösen zwischen 25,4 und 26,5 Mrd. Euro aus.

Magna-Chef Donald Walker sieht für sein Unternehmen gute Wachstumsperspektiven.

Europa verliert an Dynamik Nach dem guten Jahresauftakt rechnet Magna nun für das Gesamtjahr mit Erlösen zwischen 32,6 und 34 Mrd. USD (25,4 und 26,5 Mrd. €), im Vorjahr konnte

EU-Kommission Richtlinie

Norm vs. Realität Brüssel. Irreführende Angaben zum Spritverbrauch von Autos sollen in drei bis vier Jahren der Vergangenheit angehören. Die EU-Kommission hoffe, dass ab 2016 oder 2017 ein neuer Testzyklus angewandt werde, „der die Kluft zwischen angegebenem und wirklichem Kraftstoffverbrauch verringern“ könne, hieß es vor wenigen Tagen aus EU-Kreisen. Die Tests seien in der Entwicklung und würden weltweit im Rahmen der Vereinten Nationen abgestimmt. Immer wieder wurde zuletzt Kritik laut, dass es große Abweichungen zwischen NormAngaben und realem Kraftstoffverbrauch gebe. Geschummelt werde bei den Tests zum Beispiel durch Zukleben der Türen oder durch anormal hohen Luftdruck in den Reifen.  www.ec.europa.eu

Daimler Andere Zielsetzung

Zetsche-Aussage

Berlin. Der Chef des deutschen Autobauers Daimler kann den selbstfahrenden Autos von Internetriese Google wenig abgewinnen. „Wenn sie mal so ein Google-Fahrzeug gesehen haben, dann sieht das etwa so aus wie eine Mondlandefähre“, sagte Dieter Zetsche auf der Internetkonferenz „re:publica“ über die Google-Autos mit ihren aufmontierten Sensoren. Daimlers Ziel sei es, Sensoren und Fahrautomatik nahtlos in Autos einzubauen.  www.daimler.com

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Verbrauch gesamt in l / 100 km: 5,2 –7,2; CO2-Emission in g / km: 138 –168 Daimler-Chef Dieter Zetsche kritisierte das Aussehen der Google-Fahrzeuge. OP 37_13 CASCADA_Medianet_216x288 ZTG.indd 1

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Modell & Handel

52 – automotivebusiness

Freitag, 24. Mai 2013

Nissan Navara Double Cab 4x4 V6 LE Gediegener und komfortabler Power-Pick-up für die Baustelle und die Oper

short

Schnell-Lader aus Fernost: Power-Pick-up mit Charme

Update für die ­erfolgreichen Bayern

© BMW/MM!

Der Nissan Navara leistet in der Topversion nicht nur gute Ladedienste, sondern auch 231 PS. Wien. Die dritte Autobahnspur kannte man früher als Pick-upFahrer nur aus Erzählungen. Klar, denn relativ großes Gewicht und viel Luftwiderstand trafen auf nicht besonders souveräne Fahrwerke und schwachbrüstige Dieselmotoren. Doch die Zeiten haben sich geändert und der Pick-up wurde nebst seinen Kompetenzen in Sachen Praktikabilität und Zuladung auch immer mehr zum Lifestyle-Objekt. Ein besonderes Exemplar letzterer Gattung ist der „Nissan Navara“, der schon in den Standard-Versionen über viel Komfort, tolle Ausstattungen und gute Motoren verfügt. Die Speerspitze der Navara-Serie stellt jedoch der Navara Double Cab 4x4 V6 LE dar, der über einen stimmigsonorig klingenden V6-Diesel mit 231PS und 550Nm Drehmoment verfügt.

Salzburg. Seit dem Start der aktuellen Generation wurden weltweit bereits mehr als eine Mio. Einheiten der BMW 5erLimousine, des BMW 5er Touring und des aufgrund seines luxuriösen Charakters im Segment einzigartigen BMW 5er Gran Turismo verkauft. Jetzt beginnt ein weiteres Kapitel dieser Erfolgsgeschichte: Durch präzise Modifikationen im Design, eine Erweiterung der Motorenauswahl und innovative Ergänzungen im Ausstattungsprogramm sowie im Angebot von BMW ConnectedDrive wird die Attraktivität der BMW 5er Modellfamilie nochmals gesteigert. Zusätzliche Konturlinien für die Einfassung der BMW Niere und neu strukturierte untere Lufteinlässe unterstreichen den sportlichen Auftritt der neuen BMW 5er Limousine und des neuen BMW 5er Touring. Die Breitenbetonung am Heck beider Modelle wird durch eine zusätzliche Lichtkante in der Schürze und schmale, scharf konturierte und dadurch noch ausdrucksstärker glühende Lichtbänke in den Rückleuchten verstärkt. Der neue BMW 5er Gran Turismo verfügt über eine modifizierte, Präsenz und Solidität ausstrahlende Frontschürze. Sein neu gestaltetes Heck wirkt länger und flacher. Alle Infos zur neuen 5er-Modellreihe ­unter:  www.bmw.at

Dynamisches SUVSondermodell

© Stockwerk Racing Team

Gregor Josel

BMW hat seine erfolgreiche 5er-Serie komplett überarbeitet.

Kraftvoller Auftritt

Der Nissan Navara leistet in der Topversion 231 PS und ist als Double Cab 4x4 V6 LE ab 39.174 Euro (netto) zu haben.

Der Navara wurde im vergangenen Jahr einem Modellupdate unterzogen. Die optischen Änderungen hielten sich aber in Grenzen. Warum sollte man ein erfolgreiches Design auch zwingend ändern? An der Front betrafen die Veränderungen die Motorhaube, den umgestalteten Kühlergrill und den abgerundeten Stoßfänger. Durch die Modifikationen am vorderen Überhang fällt der neue Nissan Pick-up nun um 80 mm länger aus. Der modifizierte Stoßfänger und neu gestaltete Scheinwerfer verleihen dem Navara in Kombination mit dem beachtlichen Längenzuwachs einen noch dynamischeren und vor allem selbstbewussteren Auftritt. Der coolen, aber gleichzeitig eleganten Op-

tik ebenfalls zuträglich sind die 18“-Felgen, die in der getesteten V6 LE-Version serienmäßig mit an Bord sind.

Änderungen im Inneren Umfangreich überarbeitet wurde auch der Innenraum des Navara, der nun noch mehr SUV-Charakter ausstrahlt als bisher. Der Innenraum bietet in der V6 LE-Variante alles, was man sich als Fahrer oder Passagier wünschen kann: Lederausstattung, elektrische Sitze, festplattengestütztes Navigations- und Infotainmentsystem mit Touchscreen und herausragenden Klangqualitäten, Multifunktionslenkrad und exklusiv für die V6 LEVariante die „Fine-Vision“-Ins-tru-

mente mit einer kristallklaren Darstellung. Überaus angenehm sind auch die Platzverhältnisse für Fahrer und Passagiere. Auch in zweiter Reihe sitzt es sich sehr bequem. Besonders praktisch sind die Umlegefunktionen der Sitze in zweiter Reihe. So kann man wahlweise die Sitzflächen nach oben oder die Lehnen nach vorn klappen.

Power-Zugmaschine Highlight der Navara-Topversion ist jedoch sicher der bärenstarke V6-Diesel mit 231 PS und satten 550 Nm Drehmoment in Kombination mit zuschaltbarem Allradantrieb, Geländeuntersetzung und Siebengang-Automatikgetriebe. Das Drehmoment bietet Durchzug

schon ab unterster Drehzahl, der Topspeed des Pick-ups liegt bei rund 200 km/h. Mit diesem starken Motor bietet sich der Navara auch hervorragend als Zugmaschine an. Selbst bei knapp zwei Tonnen an der Anhängekupplung spürt man den voll beladenen Hänger erst, wenn es steiler wird, ansonsten meistert der Nissan diese Aufgabe vollkommen unbeeindruckt. Brav gibt sich der starke Navara auch in Sachen Verbrauch: Bei Reisetempo um die 130 km/h gibt sich der immerhin 2.200 kg schwere Pick-up mit nur 9,6 l zufrieden. Im generellen Durchschnitt lag der Verbrauch knapp über 10 l, wobei hier auch 50 km Hängerbetrieb inkludiert waren.  www.nissan.at

Range Rover TDV6 Autobiography Der britische Luxus-SUV wurde um beeindruckende 420 Kilogramm leichter

Der britische Edel-SUV hat abgespeckt © Volkswagen

Wien. Land Rover hat für das Modelljahr 2013 die gesamte Range Rover-Palette erneuert. Den Anfang machte der Namensgeber himself, der Range Rover.

Der neue, exklusive Touareg Sport ist ab 72.990 Euro zu haben.

Design-(R)Evolution In der Liga, in der ein Range Rover spielt, darf man sich keine Patzer leisten. Weder in Sachen Design oder Ausstattung, noch in

© Stockwerk Racing Team

Wien. Der Touareg, das Oberklasse-SUV von Volkswagen, bekommt ein attraktives Sondermodell zur Seite gestellt, den „Touareg Sport“. Das neue Sondermodell ist besonders exklusiv ausgestattet: Markante 20“-Leichtmetallräder „Tarragona“ , das R-Line-Paket, Einstiegleisten in Edelstahl mit Logo „R-Line“, Multifunktions-Lederlenkrad mit Logo „R-Line“ und „R-Line“Plaketten an den vorderen Seitenteilen unterstreichen den sportlich-dynamischen Auftritt ebenso wie die R-Line „Exterieur“ Umfänge mit Radhausund Schwellerverbreiterungen in Wagenfarbe, Stoßfänger vorn und hinten im „R“-Design, zwei ovale und verchromte Endrohre und Heckspoiler in Wagenfarbe.   www.volkswagen.at

technischen Belangen. Die Briten haben mit dem neuen Range Rover jedoch wieder mal bewiesen, dass all das unter einen Hut zu bringen ist. Das Design des neuen Range wurde komplett neu gestaltet. Zwar ist man der generellen Linie der Range Rover-Serie treu geblieben, hat die Außenhaut des neuen Modells jedoch mit vielen feinen und schwungvollen Designmaßnahmen ordentlich verjüngt. Der Range hat

Range Rover TDV6 Autobiography: Edler neuer Brit-SUV ab 128.100 Euro zu haben.

mit dieser dynamischeren Optik ein wenig von seiner Massigkeit verloren, dafür aber eine gute Portion Sportlichkeit dazugewonnen.

Gutes noch besser gemacht Im Innenraum des neuen Range geht es in der getesteten „Autobiography“-Version erwartet nobel zu. Alles, was am bisherigen Modell gut war, wurde nochmals besser gemacht. Das AutobiographyPaket verfügt zusätzlich zur ohnehin schon übermächtigen Serienausstattung unter anderem über Semi-Anilin-Ledersitze, ein mit Leder verkleidetes Armaturenbrett, Sitzheizung und -Kühlung vorn, Standheizung, Holzdekor und das umfassende Multimediasystem mit TV-Funktion, das es dem Beifahrer ermöglicht, fernzusehen, während der Fahrer am selben Bildschirm den Informationsbildschirm sehen kann. Am beeindruckendsten ist jedoch die deutlich gesteigerte Agilität des neuen Range Rover, der nun um beachtliche 420 kg leichter ist als sein Vorgänger. Als erster SUV der Welt verfügt der

neue Range Rover nämlich über eine revolutionäre Vollaluminium-Monocoque-Karosserie. Diese innovative Lösung ist rund 39% leichter als die bisher eingesetzte Stahlkarosserie. Dadurch hat sich nicht nur das Handling verbessert; auch der Verbrauch und der CO2Ausstoß konnte drastisch reduziert werden. Ebenfalls neu ist das Fahrwerk des Range Rover; es arbeitet mit einer hochmodernen adaptiven Steuerung und besteht wie die Karosserie aus leichtem Aluminium. Die Aufhängung harmoniert dabei perfekt mit der weiter entwickelten Luftfederung, die eines der komfortprägenden Merkmale des Modells darstellt. Auch aufseiten des Antriebs rollt der neue Range Rover mit einer Weltneuheit an den Start: Als erste Baureihe hat er das „Terrain Response Auto“ an Bord – die zweite Generation des Systems passt die umfangreich enthaltenen Fahrzeugsteuerungen nun komplett automatisch an Untergrund und Umgebung an. Würdiger kann man den Generations­ wechsel wohl kaum gestalten.  (gj)  www.landrover.at


R u n d u m s au t o

Freitag, 24. Mai 2013

automotivebusiness – 53

GetHomeSafe Das Projektkonsortium will eine völlig neue Generation von Onboard-Dialogsystemen entwickeln

Die Projektergebnisse sollen direkt in die Applikationsentwicklung der Konsortiumsmitgleider einfließen. Moritz Kolar

Die Software OpenDS ist für Anwendungen konzipiert, die im Fahrzeug eingebaut sind oder in mobilen Geräten, die während der Fahrt genutzt werden. Sie eignet sich sowohl für die wissenschaftliche als auch industrielle Entwicklung von solchen in neuen Fahrzeugen installierten Systemen. Im virtuellen Umfeld der Software können auf der Grundlage von hochauflösenden Punktwolkenund innovativen 3D-Bildmodellierungstechniken Umgebungen realistisch erfasst und nachgebildet

In Zukunft sollen Telefon, Entertainmentsysteme und Co an Bord per Sprachbefehl steuerbar sein, ohne den Fahrer abzulenken.

werden. Die OpenDS-Software simuliert die physikalischen Einflüsse beim Fahren und das Fahrumfeld, wie Wetterbedingungen oder Kraftstoffverbrauch aufgrund des Fahrstils, um die Realität möglichst deckungsgleich abzubilden. Auch können andere Verkehrsteilnehmer oder Gegenstände entlang der Fahrstrecke in die Simulation einbezogen werden. „Der ‚OpenDS‘-Simulator ist der erste große Schritt des ‚GetHomeSafe‘-Projekts, denn es ist ein leistungsstarkes Tool, mit dem Forscher die Fahrsicherheit realistisch bewerten können, was die Kommunikation mit und Bedienung von Onboard-Systemen während des Fahrens angeht“, erklärt Arnd Weil, Vice President und General Manager von Nuance Automotive.

„Im Rahmen des ‚Nuance Automotive Summit‘ wird sie im Juni in Augsburgdas erste Mal der Automobilindustrie vorgestellt.“

Sicher und trotzdem vernetzt „Der moderne Fahrer will immer und überall mit der Außenwelt verbunden sein. Das steigert die Nachfrage nach Konnektivität in Fahrzeugen. Das GetHomeSafeProjekt soll eine neue Generation von Onboard-Dialogsystemen entwickeln, über die Autofahrer ohne Sicherheitseinschränkungen ständig verbunden bleiben. Wir haben weltweit führende Technologien, eine dynamische Situationsmodellierung, Spracherkennungsprogramme und fahrerorientierte Verfahren eingesetzt, um das Autofah-

ren in Europa sicherer zu machen, ohne auf die Vernetzung des Fahrers verzichten zu müssen“, erklärt Christian Müller, DFKI Research Fellow und Head of Automotive IUI Group. GetHomeSafe zielt darauf ab, einen sicheren, multimodalen Zugriff auf Onboard-Kommunikationsund Informationssysteme durch Sprachbefehle zu entwickeln, ohne den Fahrer dabei abzulenken. Darin inbegriffen sind auch die Bedienung des Telefons, der Entertainmentsysteme und des Adressenverzeichnisses sowie sogar der Aktualisierung von Einträgen in den Sozialen Medien. OpenDS bildet die Plattform, auf der diese neuen Systeme getestet werden, um die Fahrersicherheit zu verbessern.  www.gethomesafe-fp7.eu

Volkswagen-Zubehör Der Kfz-Riese präsentiert neue Produkte und Accessoires rund um seine Nutzfahrzeug-Sparte

Praktisch-schöne Nutz-Lifestyle-Kollektion und vier fahrzeugspezifische Sortimente: Amarok, T1 Bulli, California und Multivan.

Amarok- & California-Design Speziell für Amarok-Fans designt wurden beispielsweise ein Poloshirt, ein Cap im Army Look, eine Sweatjacke und ein Lanyard. Die blaue Sweatjacke ist innen

© VW Nutzfahrzeuge

Dreireich/Wolfsburg. Vom kultigen Bulli bis zum Amarok: Auch im Nutzfahrzeug-Bereich beweist VW Stärke und hat nun eigens für diese Zielgruppe eine eigene LifestyleKollektion präsentiert. Die Kollektion umfasst Freizeittextilien und Accessoires, vom Lanyard bis zum Regenschirm. Thematisch unterteilt sich die Produktauswahl in ein fahrzeug­ übergreifendes Sortiment

Picknickdecke im Bulli-Design: Schnell zusammenfaltbar und verschließbar.

Frost & Sullivan. Angetrieben von Energiepreisschwankungen, verschärften Emissionsnormen und der Schiefergas-Revolution in den USA, gewinnt der Markt für erdgasbetriebene Fahrzeuge laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan erheblich an Dynamik. Demnach wird der Europamarkt für mittelschwere bis schwere, erdgasbetriebene Nutzfahrzeuge, Lkws und Busse bis 2018 eine Marktdurchdringung von geschätzten 3,4 Prozent bzw. 12,7 Prozent erreichen. „OEMs müssen daher den Markt sowie anwendungsfokussierte Technologien entwickeln, um den gegenwärtigen Stand der Erdgasinfrastruktur durch eine nachfolgende zukunftsfähige CNG/LNG-Infrastruktur zu ergänzen“, sagt Frost & Sullivan Automotive & Transportation Consulting Analyst Saideep Sudhaka. „Der Fokus sollte auf den Lieferketten liegen, um die Vorlaufkosten für diese Fahrzeuge zu senken, denn derzeit nehmen potenzielle Kunden die Ausgaben noch als untragbar hoch wahr.“  www.frost.com

angeraut, die Kapuze mit Karostoff gefüttert. Ein passender Druck findet sich auf der linken Brustseite und der weiße Amarok Stick ziert den linken Ärmel. Für Damen gibt es die Sweatjacke in Orange. Das Amarok Lanyard in der Farbe Grau mit orangefarbener Rückseite macht den Look komplett. Der Verschluss hat eine gebürstete Chromoberfläche und wurde vom Volkswagen Design kreiert. „Going my own wave – California“ ist das Motto, das sich durch T-Shirt, Cap, Lanyard, Sonnenzelt, Strandtuch und Matchsack des California-Sortiments zieht. In farbenfroher und leuchtender GelbBlau-Kombination gestaltet, soll es das Lebensgefühl rund um den Volkswagen California widerspiegeln.

Große Produkt-Palette In glamouröser Nostalgie zeigt sich das T-Shirt für weibliche Bulli-Fans. Bei diesem figurbetonten Shirt ist das Bulli-Motiv mit Pailletten aufgenäht. In gradem Schnitt und ohne glitzernde Ak-

zente, gibt es das Bulli T-Shirt auch für Herren und Kinder. Für noch mehr Bulli-Lifestyle für Groß und Klein sorgen: Unisex Softshelljacke, Cap, Lanyard, Picknickdecke, Zelt Bulli, Plüsch Bulli, Spardose Bulli, USB-Stick Bulli, Lego-Bus Bulli und das VW Bulli-Kochbuch. Für kleine Multivan-Begeisterte bietet die Nutzfahrzeuge Kollektion ein rotes Kinder T-Shirt mit der bunten Aufschrift „Multitalent“. Passend dazu gibt es die „Multitalent“ Cap. Mit dem „2 in 1 Kissen Multitalent“ kommt auch auf langen Strecken die Gemütlichkeit nicht zu kurz: Es lässt sich als normales Kissen oder Nackenhörnchen nutzen. Wessen Herz nicht für ein spezielles Modell, sondern für die Volkswagen Nutzfahrzeuge-Modelle im Allgemeinen schlägt, der ist bei diesen Artikeln der neuen Kollektion richtig: Herren-Jacke, Cap und Regenschirm. Bei allen drei Produkten spielen der Nutzfahrzeuge-Schriftzug und ein ausdrucksstarkes NutzfahrzeugeMotiv eine große Rolle.  www.volkswagen-zubehoer.de

Eberspächer: Joint Venture in Japan

© Eberspächer

Entwicklung wird erleichtert

Erdgasbetriebene Busse und Lkw werden in Europa immer beliebter.

© APA/Helmut Fohringer

München. Das Projektkonsortium „GetHomeSafe“ präsentierte vor wenigen Tagen die neue Fahrsimulationssoftware „OpenDS“. Als erstes Projektziel können Forscher mit dieser Open Source-Software das Fahrverhalten in einem praktisch lebensechten Umfeld bewerten. GetHomeSafe zielt darauf ab, einen sicheren, multimodalen Zugriff auf Onboard-Kommunikations- und Informationssysteme durch Sprachbefehle zu entwickeln. Das Konsortium, bestehend aus Daimler AG, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), IBM, Nuance und Swedish Royal Institute of Technology (KTH), wird bei diesem Projekt von der Europäische Kommission und dem Europäische Technologieinstitut (EIT ICT Labs) finanziell unterstützt. Der Simulator unterstützt die Forscher darin, das Bedienen von Onboard-Kommunikations- und Informationssystemen während der Fahrt methodisch zu analysieren, zu untersuchen und die aus den Ergebnisse abgeleiteten Lösungen als Prototypen zu testen.

Erdgas-Aufschwung im Nutzfahrzeug-Bereich

© pressefotos.at/Thomas Preiss

Sicher und multimodal Onboard-Systeme nutzen

short

Eberspächer stärkt mit dem neuen Joint Venture sein Japan-Geschäft.

Esslingen/Odawara. Die Mikuni Corporation und Eberspächer Climate Control Systems haben dieser Tage einen Joint-Venture-Vertrag unterzeichnet. Ziel der neu gegründeten Eberspächer Mikuni Climate Control Systems Corporation mit Sitz in Odawara/Japan ist der Vertrieb von Produkten zur Fahrzeugklimatisierung in Japan. An der neuen Gesellschaft sind beide Vertragspartner zu 50% beteiligt. „Die Kooperation ist ein Gewinn für beide Seiten und für Eberspächer eine hervorragende Möglichkeit, unsere innovativen Klimaprodukte für Busse, Baumaschinen, Wohnmobile und Lastwagen noch besser im japanischen Markt zu positionieren“, betont Eberspächer-Geschäftsführer Klaus Beetz. Im japanischen Nagoya ist der Zulieferer bereits mit einer 100%igen Tochterfirma vertreten, die auch weiterhin für den Vertrieb der elektri­schen PTCZusatzheizungen von „Eberspächer catem“ zuständig ist.  www.eberspaecher.com


medianet

inside your business. today.

Freitag, 24. Mai 2013 – 55

starke last minute-trends

Immer mehr Menschen in Europa machen auf die Schnelle spontan Urlaub  Seite 57

gold fti in südfrankreich © wikimedia

© panthermedia.net

destinationworld St. Tropez, Cannes oder auch Monte Carlo stehen im Herbst auf dem Reiseplan Seite 59

beschwerden reisende machen ­gezielt gewinn © Panthermedia.net/A. Arshinov

Golf-Urlauber sind bei Touristikern sehr beliebt

© Amadeus

short

Madrid. Luis Maroto, Präsident & CEO von Amadeus, erläutert: „Das Wachstum wurde durch Distribution und IT unterstützt, die beide ihre Erfolgsbilanz an beständigem Umsatzwachstum fortsetzten; dies machte eine verbesserte operative Leistung möglich.“ Ein deutliches Wachstum setzte sich bei den Buchungen von Low-Cost-Carriern (LCC) fort: Die gesamten LCC-Flugbuchungen von Reisebüros über das Amadeus-System stiegen im ersten Quartal um 22% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.  www.amadeus.com

Lana. In Südtiroler Verwöhnhotels darf gekuschelt werden. Das Vier Sterne-Hotel „Schwarzschmied“ liegt in der Apfelgemeinde Lana und das Drei Sterne Superior Hotel „St. Pankraz“ im urigen Ultental. Beide Häuser sind kleine Rückzugsoasen mit nur 25 bzw. 30 Zimmern in idyllischer Lage. Liebe geht bekanntlich durch den Magen – und damit auch wirklich alles passt, kann der richtige Wein zum romantischen Abendessen von den Gästen selbst aus der umfangreichen Weinsammlung im Keller von Sommelier Siegfried Dissertori ausgesucht werden.  www.schwarzschmied.com

© Panthermedia.net/Christoph Riddle

© Südtiroler Verwöhnhotels

Spezial-Arrange­ ments Mehr als 50.000 Österreicher spielen Golf. Viele davon möchten selbst im Urlaub nicht auf das Pitchen und Chippen verzichten. Platz dafür gibt es überall auf der Welt – sogar auf Kreuzfahrtschiffen.  Seite 56

Orient-Express Hotels Ltd. Interessante Auswahl an neuen Entdeckungstouren quer durch Italien wird angeboten

Berlin. Air Berlin bringt Fluggäste zu attraktiven Preisen in die Vereinigten Staaten. Das USA-Special im Buchungszeitraum bis 28. Mai 2013 mit Flugtickets nach Chicago, Los Angeles, Miami und New York macht dies möglich. Von Berlin und Düsseldorf gibt es für Flüge im Herbst den Hin- und Rückflug nach New York (JFK) bereits ab 479 €.  www.airberlin.com

Wien. Der Luxusreiseveranstalter Orient-Express Hotels Ltd. bietet seinen Gästen im Sommer 2013 eine interessante Auswahl an neuen Entdeckungstouren in Italien. Gäste des Hotels Caruso in Ravello entdecken Amalfi bei Nacht; das Hotel Cipriani in Venedig hat eine Weintour im Motorrad-Beiwagen durch Collio im Programm; ganz schön nass wird es bei der Villa San Michele in Florenz mit aufregenden Raftingtouren auf den Flüssen Arno und Sieve; hoch hinauf und tief hinunter geht es für die Gäste des Hotels Splendido in Portofino bei der Up & Down-Stadtführung durch

Genua; und auf Sizilien werden Gäste vom Grand Hotel Timeo und der Villa Sant’Andrea in die Kunst der Schokoladeherstellung in Modica eingeführt.

Schokoladen-Liebhaber Die beiden sizilianischen OrientExpress-Hotels Grand Hotel Timeo und Villa Sant‘Andrea bieten ihren Gästen einen Tagesausflug in die pittoreske historische Altstadt von Modica, deren Stadtbild von barocker Architektur geprägt ist. Nach einer Führung durch die Stadt besuchen die Teilnehmer die

bekannte sizilianische Chocolaterie „Antica Dolceria Bonajuto“. Das Unternehmen hat eine lange Familientradition: Bereits seit sechs Generationen werden in der Chocolaterie Pralinen und Schokolade nach überlieferter Art hergestellt. Bei der Führung erfährt man vom Besitzer Pierpaolo Ruta persönlich, wie seine hauseigene Schokolade erzeugt wird, und dass die Herstellung auf antiken Techniken und Rezepten der Azteken basiert. Fans können eigene Schokolade kreieren – ein köstliches Andenken, aber teuer. Preis: 440 € p.P.  www.orient-express.com

© Panthermedia.net/Gurgen Bakhshetsyan

© Panthermedia.net/Richard Semik

Entdeckungstouren kreuz & quer in Italien

Orient-Express-Gäste können 2013 ­Italien von neuen Seiten kennenlernen.


c ov e r

56 – destinationworld

Kommentar

Benimm-Regeln für Touristen

Freitag, 24. Mai 2013

Golf-Reisen Reiseveranstalter nehmen Golfurlauber in den Fokus und bieten Abschläge zwischen Fiji und Weimar

Golfen im Urlaub ist ein starkes Nischenprodukt

Mehr als 50.000 Österreicher spielen Golf – weltweit gibt es mehr als 35.000 Golfplätze zu entdecken. über einen 18-Loch ChampionchipGolfplatz, einen Outdoor Pool und einen eigenen Yachthafen. Sogar auf hoher See werden Golfurlauber verwöhnt.

alice hefner

Flughafen Wien + 5%

Cashflow: 30,6 Mio. €

© Flughafen Wien

Wien. Die Flughafen Wien AG erzielte im ersten Quartal 2013 trotz leicht rückläufiger Passagierzahlen (-1,7%) und trotz eines Extremwinters ein deutliches Umsatzplus (+4,9%). Der Free-Cashflow betrug 30,6 Mio. €, die Nettoverschuldung wurde auf auf 698 Mio. € deutlich reduziert.  www.viennaairport.com

Schwechat: Weniger Passagiere und Flugbewegungen im 1. Quartal 2013.

Training mit Simulator Für Golfer mit Vorlieben für die schönsten Plätze dieser Welt hat das Hapag Lloyd-Kreuzfahrtschiff „MS Europa“ zehn Golfreisen im Programm, bei welchen z.B. vom Sandy Lane Country Club in Bridgetown/Barbados, Fuego Maya in Puerto Quetzal/Guatemala oder vom Golf du Médoc in Bordeaux/ Frankreich abgeschlagen wird. Wer schon an Bord an der eigenen Technik feilen möchte, kann im Golfsimulator trainieren und sich per Videoanalyse unter der fachmännischen Anleitung der PGA-Professionals verbessern.

Special Golf-Packages Der Fokus auf Golfer, die im Urlaub ihre Löcher nicht missen wollen, ist jetzt auch in Mitteleuropa immer stärker zu erkennen. Mit gigantischen Investments werden Hotels, Landschaften und Infrastrukturen für die zahlungskräftige Klientel aufbereitet. Mit Green-Fee-Ermäßigungen und dem kostenlosen Shuttleservice zum Golf Club sorgen die verschiedenen Golfpakete von Jahn Reisen Austria an der türkischen Riviera und am Roten Meer für beste Preise und einen erholsamen Golfurlaub. Bei der Ankunft im Fünf Sterne Gloria Golf Hotel in Belek finden Golfurlauber zur Begrüßung Obst und Wein auf dem Zimmer. Rund um das Hotel erwartet die Golfer mit zwei hoteleigenen 18-LochPlätzen sowie einem 9-Loch-Platz das größte Golfgelände der Türkei. Für Abwechslung sorgen naturbelassene Flächen und Seen, Was-

© Jahn Reisen

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as Web-Portal ‚Fairunterwegs.org‘ plädiert für respektvollen Umgang mit Einheimischen: Innerhalb weniger Stunden ist man in weit entfernten Ländern und kann Sonne, Strand und Meer genießen. Doch gerade bei Fernreisen ist die Auseinandersetzung mit der Reisedestination sehr wichtig – und dazu gehört auch ein respektvoller Umgang mit den Menschen im Gastland. Verantwortungsvolle Reiseveranstalter und -anbieter arbeiten mit Partnern im Gastland zusammen, die auf einen respektvollen Umgang mit der Lokalbevölkerung Wert legen. Auf Darstellungen der Lokalbevölkerung als ‚Exoten‘ oder ‚Wilde‘ sollte verzichtet, und Lebensweisen von Urvölkern sollten auch nicht als ‚unterentwickelt‘ bezeichnet werden. Nicht oft genug kann man Reisende darauf hinweisen, dass es seit einigen Jahren einen internationalen Verhaltenskodex zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung im Tourismus gibt (‚The Tourism Child-Protection Code‘) . Ein verantwortungsvoller Veranstalter hat diesen unterzeichnet und weist seine Klientel darauf hin. Übrigens kann man als Europäer wegen strafbarer Handlungen wie etwa sexuellem Missbrauch auch in Europa bestraft werden – selbst wenn die Taten im Ausland begangen worden sind.

Wien. Am 16. Mai feierten knapp 200 geladene Gäste zusammen mit Hoteleigentümer Matthias Grafe, Hotelier Otto Lindner und Direktorin Carolina Cordes die Eröffnung des 4-Sterne-Superior Lindner Spa & Golf Hotel in Weimar. Herzstück des deutschen Hotels ist die 36-Loch-Golfanlage „GolfResort Weimarer Land“: Zwei in die Natur eingebettete 18-Loch-Plätze und ein 3-Loch Übungsplatz bieten abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten für Golfer aller Handicaps. Die angegliederte Golfschule ermöglicht jedem Gast das passende Training, vom Schnupper- bis zum Platzreifekurs und Pro-Stunden zur Verbesserung des Handicaps.

die zielgruppe Gree Fee inklusive: Mit eigens geschnürten Golfurlauber-Paketen lassen sich Golffreuden, Badeurlaub oder auch Kulturreise ganz bequem miteinander verbinden.

serhindernisse und Bunker. Der Gloria Old Course mit 63 Bunkern und sieben Teichen liegt mitten im Pinienwald und zugleich direkt am Meer. Er geht nahtlos über in den New Course, der 2005 mit 67 Bunkern öffnete. Schon im Frühjahr bis in den späten Herbst hinein ist Ägypten mit angenehmen Temperaturen ein perfektes Reiseziel für Golfer. Im Fünf Sterne Hotel Steigenberger Golf Resort wohnen Gäste inmitten des 18-Loch-Golfplatzes. Noch vor einem Jahrzehnt war Golf in Kambodscha kein Thema. Umso schneller holt das Land jetzt auf, um mit den anderen südostasiatischen Ländern Schritt halten zu können.

Exzellente Golfplätze und Hotels stehen zur Auswahl. Siem Reap ist das Golfzentrum des Landes. In Phnom Penh hat im März der neue Garden City Golf Club eröffnet, weitere Eröffnungen stehen heuer noch an.

Kreuzfahrten für Golfer Ein Stück vom Paradies finden Gäste des Laucala Island Resort auf Fiji: Das Resort hat 24 Villen. Das Plantation House bietet Gourmetküche. Im Seagrass Restaurant werden asiatische Spezialitäten serviert, und in The Rock Lounge Snacks und Getränke. Neben Spa und Fitnesscenter verfügt das Laucala Island Resort

Golfsport in Österreich Internationale Erfolge im Profi-Golf machen Pitchen und Chippen auch für Amateure immer attraktiver. Markus Brier, Martin Wiegele und Bernd Wiesberger sind Aushängeschilder – ebenso wie Nicole Gergely und Stefanie Michl. 2011 gab es in Österreich 169 Golfclubs mit 179 Golfplätzen. Wachstum Der Golfsport ist kein elitäres Vergnügen mehr und hat in Mitteleuropa in den letzten fünf Jahren ein Wachstum von rund 10% hingelegt – allerdings ist auch hier die Krise zu spüren, es gibt teilweise Rückgänge im einstelligen Prozentpunktebereich. Die Anzahl der Golfspieler in ganz Europa lag 2010 bei 4,44 Mio. Männer, Frauen, Kinder 2010 gab es 5.767 Kinder und Jugendliche in Österreich, die auf dem Grün zu finden waren; 38% der Golfer sind weiblich und 62% männlich.

Tschechische Republik Das Quisisana Palace in Karlsbad eröffnet die Golfsaison mit Schlechtwetter-Versicherung

Auf den schönsten Golfplätzen Osteuropas Karlsbad. Karlsbad ist der größte und bekannteste Kurort in Tschechien und dank eines modernen kulturellen Zentrums beliebt bei Gästen aus aller Welt. Was viele jedoch nicht wissen: Karlsbad gilt als Geburtswiege des Golfsports, 1904 entstand hier der erste Golfplatz in Böhmen. Heute noch hat Karlsbad einige der schönsten Golfplätze Osteuropas. Die meisten der ausgezeichneten Plätze liegen in unmittelbarer Umgebung des Hotels Quisisana Palace und begeistern mit hochwertig angelegten Courses und einem historisch gewachsenen Baumbestand. Der renommierte 18-Loch Astoria Golf Club liegt beispielsweise lediglich zehn Minuten vom Hotel entfernt und gilt als die weitläufigste Übungsfläche in Europa. Der Course wurde nach schottischem Vorbild von einem der besten Golfsportler aller Zeiten, Gary Player, designt und erhielt 2005 den „Best Quality Course of the Year Award“. Das 18-Loch Golf Resort Karlovy Vary wurde ebenfalls 1904

gegründet. Die vom Pariser Architekten C. Noskowski wunderschön designte Anlage liegt eingebettet in der herrlichen Natur Karlsbads mit ihren Wiesen und Wäldern und besticht insbesondere mit einem alten, gewachsenen Baumbestand. Auch dieser Club ist lediglich zehn Minuten vom Quisisana Palace entfernt. Der neu angelegte 18-Loch-Golfplatz Sokolov wurde erst im Mai

2006 eröffnet und liegt in unmittelbarer Nähe zu den Städten Sokolov und DolnÌ Rychnov.

PGA Czech Golf-Turniere Der Platz wird als Austragungsort für die PGA Czech Golf-Serie genutzt und ist vom Quisisana Palace Hotel in circa 20 Minuten zu erreichen. Weitere Informationen zu den Golfplätzen der Umgebung

sind auf der liebevoll gestalteten Homepage „www.quisisana-palace. com/de/aktivitaeten“ zu finden. Heute finden Golfliebhaber sechs 18-Loch-Plätze sowie vier-9 Loch-Plätze in einem Umkreis von nur wenigen Kilometern – Grund genug für das Quisisana Palace, in diesen Tagen die Golfsaison 2013 mit einem ganz besonderen Angebot zu eröffnen: Das Arrangement „Golf Unlimited“ beinhaltet zwei Übernachtungen, unlimitiertes Golfvergnügen auf den schönsten Golfplätzen Osteuropas und ein Golf-Picknick-Päckchen.

Bei Regen: Wellness-Spaß

© Martinez Hotel Group (2)

georg biron

Das Boutique Hotel Quisisana Palace in Karlsbad ist von Golfplätzen umgeben.

Besonderer Clou ist jedoch die Schlechtwetter-Versicherung: Sollte einer der Plätze unbespielbar sein, werden die Gäste des Small Luxury Hotels of the World im Wellness-Bereich des Hauses mit einer Massage oder einem entspannendem Aromabad verwöhnt. Das Arrangement ist ab 429 € p.P. im Deluxe-DZ und ab 589 € p.P. in der Deluxe-Suite buchbar.  www.quisisana-palace.com


b u si n e s s & m a rk e t s

Freitag, 24. Mai 2013

destinationworld – 57

Last Minute-Trends Die Deutschen denken mehr als 171 Mio. Mal pro Woche daran, für einen Spontanurlaub alles liegen und stehen zu lassen

Immer mehr verreisen spontan alice hefner

München. Einfach spontan verreisen – dieser Gedanke packt die Deutschen mehr als 171 Mio. Mal pro Woche. Jeder denkt allwöchentlich 2,5 Mal an eine kurzfristige Flucht, so eine aktuelle Umfrage einer Last Minute-Reisewebsite. Diesen Ruf der Ferne verspüren Frauen öfter als Männer (2,80 vs.

nichts wie weg Umfrage So oft denken Menschen in sechs Ländern im Schnitt pro Woche daran, spontan zu verreisen und alles hinter sich zu lassen: Irland  Italien Spanien Großbritannien Deutschland Frankreich Durchschnitt der sechs Länder

4,92 4,80 4,57 3,27 2,50 2,41 3,66

2,18) und unter allen Altersgruppen am stärksten die 18- bis 24-Jährigen (5,26). Bei den Bundesländern ganz vorn: Berlin, Bayern und Baden-Württemberg (3,80/3,45/ 3,07). „lastminute.de“ ließ von YouGov Plc rund 7.200 Erwachsene in sechs Ländern befragen – 1.043 in Deutschland, 2.249 in Großbritannien, 1.001 in Irland, 1.005 in Frankreich, 1.000 in Italien, 1.001 in Spanien. Diese zeigt, dass die Deutschen mit ihren spontanen Reisefantasien weit unter dem EU-Durchschnitt (3,66 wöchentlich) liegen. Die Liste der Tagträumer wird angeführt von Iren und Italienern, die fast

doppelt so oft wie die Deutschen oder auch die Franzosen daran denken, kurz mal zu verreisen. Die Gründe dafür sind bei Frauen und Männern identisch. Für zwei von fünf Deutschen (41%) ist der Hauptgrund reine Abenteuerlust.

Abenteuerlust ist Argument Auch das schlechte Wetter ist für fast ein Drittel der Europäer (31%) Impulsgeber Nummer zwei für eine Flucht. Im sonnigen Italien (7%) oder Spanien (9%) ist das Wetter erwartungsgemäß nicht wichtig. Bei den Deutschen steht nach der Abenteuerlust der Wunsch

nach Erholung wegen Erschöpfung (33%) an zweiter Stelle, danach das Wetter (31%). Vom „Stress in der Arbeit wegzukommen“, geben 29% an, und 28% wünschen sich, „etwas romantische Zeit mit dem Partner verbringen zu können“. 23% waren schon länger nicht mehr weg und wollen deshalb Urlaub machen, 20% genießen es, im Hier und Jetzt zu leben und den Moment einer spontanen Entscheidung zu genießen – und für 17% ist es der Alltag, den sie als „anstrengender denn je zuvor“ empfinden und der sie an einen kurzfristigen Ausflug in die Ferne denken lässt.  www.lastminute.de

© panthermedia.net/Holger Wulschläger

YouGov Plc hat für repräsentative Umfrage 7.299 Frauen und Männer in sechs Ländern online befragt.

Die meisten Spontanurlauber in Europa wollen „neue, andere Orte sehen“.

Quelle: YouGov Plc

Preisvorteil Extra-Service

ITS in Bulgarien

Köln. In sechs Hotels am Gold- und Sonnenstrand Bulgariens sind für ITS-Urlauber, die ein Vorteilszimmer buchen, etliche Leistungen und Angebote inklusive. Ob bei der Liegen- und Schirmmiete am Strand, in diversen Restaurants, Bars und Supermärkten mit speziell für ITS-Gäste reduzierten Preisen oder beim kostenfreien Eintritt in verschiedenen Discos sowie zur Beachparty mit Welcome-Drink und Animation: Vorteilszimmer-Bucher profitieren von zahlreichen Vergünstigungen. Zu den Hotels mit Vorteilszimmern zählt das Hotel Viva Club; in dem Vier Sterne-Hotel gibt es eine Poollandschaft, mehrere Restaurants, eine Lobbybar, AI-Buffets: 1 Woche mit Flug p.P. ab 477 €.  www.its.de

Kurt Dohnal Vizepräsident

Hotel-Netzwerk

Baden bei Wien/Rom. Kurt Dohnal, HTM Hotel und Tourismus Management GmbH, wurde in Mailand zum Vizepräsidenten der internationalen EHMA-European Hotel Manager Association gewählt. Erstmals hat ein Österreicher diese Funktion inne. Die Association für First Class und Luxushotels hat ca. 450 Mitglieder, Dohnal ist Mitglied seit 1998 und seit 2012 Delegierter für Österreich und Osteuropa.  www.ehma-milan2013.com

www.beaurivagepineta.com

Warum in die Ferne schweifen? Das Hotel Beau Rivage Pineta **** in Jesolo liegt so nah!

Buchen Sie gleich jetzt! Hotel Beau Rivage Pineta **** I-30016 Jesolo Pineta (VE) Tel.: +39 0421 96 10 74 Fax: + 39 0421 96 10 75 Email: info@beaurivagepineta.com

Pakete: • 7 Tage –10%* oder

• 14 Tage –10%** © Dohnal

* gilt für 17. Mai bis 8.Juni 2013 und 8. bis 15. September 2013 Der Österreicher Kurt Dohnal wurde zum EHMA Vizepräseidenten gewählt.

** gilt für die ganze Saison außer 5. bis 24. August 2013


b u s i n e s s & m a r k et s

58 – destinationworld

Freitag, 24. Mai 2013

ab-in-den-urlaub.de Umfrage dokumentiert: 83% wollen Geld zurück, 69% verlangen ein kostenloses Upgrade

short

1,75 Mio. Urlauber planen Reklamationen vor Urlaub

© One&Only Jeddah

One&Only Resort in Saudi-Arabien geplant

Besonders beschwerdefreudig sind jene Deutschen, die Abitur oder einen Uni-Abschluss besitzen. dino silvestre

Vertragsunterzeichnung (von li.): Prinz Bandar bin Saud bin Khalid, Chairman Al Khozama und Alan Leibman, CEO Kerzner International.

Leipzig. Unglaublich, aber wahr: Viele Deutsche planen bereits vor ihrem Reiseantritt, sich im Urlaub zu beschweren, um daraus Vorteile zu lukrieren. Das ergab eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Online-Reiseportals „ab-in-den-urlaub.de“. Obwohl die Bundesbürger nach wie vor Reiseweltmeister sind – 2012 gingen 53 Mio. von ihnen im In- und Ausland auf Reisen –, wirft das kein gutes Licht auf diese Gruppe.

Jeddah. Kerzner International Holdings Limited, einer der führenden Entwickler und Betreiber von exklusiven Urlaubsresorts, Kasinos und Luxushotels, hat den Bau eines neuen One&Only Resorts in Jeddah/Saudi-Arabien bekannt gegeben. In Zusammenarbeit mit den Unternehmen Al Khozama und Saudi Oger soll das neue Resort der Luxusmarke One&Only direkt am Strand des Roten Meeres, knapp 30 Minuten vom King Abdulaziz International Airport, entstehen. Neben 150 luxuriösen Zimmern und Suiten sind Konferenz- und Veranstaltungsräume geplant, die das Hotel in Jeddah zum neuen Mittelpunkt für Geschäftsreisende machen sollen. Auf einer Fläche von 95.000 m� werden sich erstklassige Restaurants, zahlreiche Shoppingmöglichkeiten sowie ein Health Spa befinden.  www.kerzner.com

3,3% aller Befragten, also hochgerechnet rund 1,75 Mio. Reisende, werden dadurch auffällig sein. Die Gründe sind so vielfällig wie die Reiseziele selbst. So planen 83% (etwa 1,45 Mio. Urlauber) eine Beschwerde fest ein, um Geld vom Reiseveranstalter, dem Hotel, der Pension oder der Reederei zurückzubekommen. Bei den Reklamationsgründen sind diese Touristen flexibel und entscheiden vor Ort kurzfristig. Fast 69 % (1,2 Mio. Urlauber) nutzen eine geplante Reklamation dazu, ein Upgrade, also eine Besserstellung im Hotel, zu „schnorren“. So nächtigen die „Querulanten“ nicht mehr im gebuchten Doppelzimmer, sondern vielleicht in einem Zimmer mit Meerblick oder gar in einer Juniorsuite. So eine Hochstufung kann durchaus finanzielle Ausmaße von mehreren Hundert Euro pro Person ausmachen, selbst bei nur einer Woche Urlaub. 56% (974.000 Urlauber) der „Beschwerdewilligen“ fanden nach der festen Buchung ein günstigeres Angebot und versuchen mit der Reklamation zu viel gezahlte Euros

Erstes Luftfahrtbündnis mit eigener iPad-App Frankfurt/M. Star Alliance hat das Angebot für mobile Endgeräte mit der Einführung einer für das iPad entwickelten Navigator-App erweitert. Die neue App ergänzt die bereits verfügbare iPhone-App und versteht sich als Fortführung der Strategie von Star Alliance, einen benutzerfreundlichen Zugang zu den eigenen Produkten und Leistungsangeboten sicherzustellen. Die App steht zum Download bereit:  www.staralliance.com

Was für die einen das perfekte Urlaubsziel ist, wird von anderen als Möglichkeit gesehen, Geld zu sparen oder zu schnorren.

wieder in die Kassa fließen zu lassen. Pech: Meist sind kostenfreie Stornierungen, etwa bei Pauschalreisen, nicht möglich. Nur wenige Veranstalter gewähren bis zu drei Tagen nach der Buchung noch kostenfreie Stornierungen.

Haar in der Suppe suchen Ein Drittel der Befragten (582.000 Urlauber) lasen angeblich erst nach der Buchung negative Beurteilungen über das Reiseziel (z.B. auf Hotelbewertungsportalen wie „holidaytest.de“) und planen deshalb schon im Vorfeld eine Reklamation fest ein. 28% (487.000 Urlauber) sind bereits vor Reiseantritt sicher, etwas Negatives wie Lärm am und im Ho-

tel, Ungeziefer, miese Unterkunft, schlechtes Essen oder Ähnliches vorzufinden.

Als nachtragend stellten sich die Deutschen mit Hauptschulabschlüssen heraus.

Offene Rechnungen

Auch Rentner sind renitent

25% (437.000 Urlauber) geben an, dass sie „eine offene Rechnung“ mit dem Veranstalter oder dem Hotel hätten. Sie würden die Reise oder den Aufenthalt dazu nutzen, mit einer vorab geplanten Reklamation „denen“ etwas „heimzuzahlen“. Als besonders beschwerdefreudig stellen sich in der Umfrage jene Deutschen heraus, die Abitur oder einen Uni-Abschluss besitzen.Sie wollen Geld zurück (33%). Ähnlich verhält es sich im Bereich „Upgrade“; auch hier sind diese Schulabschlüsse vorn dabei.

Schaut man sich die Altersstruktur der „Urlaubs-Querulanten“ an, so sind die 30- bis 49-Jährigen besonders beschwerdefreudig. Um Geld zu sparen oder zu schnorren, planen 22% der 30- bis 39-Jährigen und 25% der 40- bis 49-Jährigen schon vor dem Urlaub eine Reklamation und recherchieren im Internet die Möglichkeiten. Auffällig ist: Im Bereich „Günstigeres Angebot erst nach der Buchung gefunden“ führen die 60- bis 69-Jährigen mit 17%.  www.ab-in-den-urlaub.de

Trotz Krise Kultur lockt Urlauber an, Preise liegen leicht unter dem Vorjahresniveau, Veranstalter machen Werbung

Griechenland verzaubert die Touristen

Neuer Manager auf der Trauminsel Zanzibar

© Alois Inninger

Thessaloniki. „Die griechische Bevölkerung leidet unter der Wirtschaftskrise enorm, daher ist Tourismus ein Zeichen der Solidarität“, meint Costas Panteris, Direktor von Syrtaki-Travel. Die derzeitige Buchungslage sehe vielversprechend aus, erklären die Tourismusmanager der Region übereinstimmend. Der deusche Reiseveranstalter „alltours.de“ hatte zu einer Presse-

reise an die olympische Riviera geladen, um zu zeigen, dass Griechenland nichts von seinem Charme und seinen Reizen verloren hat. Der Götterberg Olymp ist ein wertvolles Naturschutzgebiet mit unzähligen weltweit bedrohten Tier- und Pflanzenarten. „Er wurde 1981 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt“, sagt dazu die Fremdenführerin Dimitra Sampsonidou.

© Panthermedia.net/Thomas Haupt

Alois Inninger: Karrieresprung an den Indischen Ozean.

Zanzibar. Noch vor Kurzem war der Bayer Alois Inninger in der Spitzenhotellerie im Alpenraum (Salzburgerhof, Der Krallerhof) tätig. Seit wenigen Tagen zieht der erfahrene Touristiker als GM im Resort Green and Blue auf der ostafrikanischen Gewürzinsel Zanzibar die Fäden. Blue Safaris, Gewürzplantagen, Naturreservate und das brodelnde afrikanische Leben bietet die von österreichischen Touristikern errichtete Ocean Lodge in ihrem aktuellen Adventureprogramm.  greenandblue-zanzibar.com

© Panthermedia.net/Andrey Arshinov

Zweifelhafte Moral

Griechische Bilderbuchinsel Santorin: Im Sommer gibt es heuer weniger Urlauber.

Der 2.920 m hohe Berg kann mit Bergführer bestiegen werden. Im heißesten Monat August ist der Gipfel schneefrei.

Marketing und Vertrieb „Die meisten Urlauber kommen, um Strandurlaub zu machen“, so Panteris. Die Region verfügt über einen rund 70 km langen Strand. Das südlichste Land am Balkan bietet aber weit mehr als Meer, Strand und Sonne – ein KulturHighlight sind die Meteora-Klöster. Heute sind noch sechs bewohnt und können besucht werden. „Da Griechenlands Wirtschaft eng mit dem Tourismus verbunden ist, setzt man alles daran, die Schönheiten des Landes in den Vordergrund zu stellen“, so Panteris. Auch alltours-Inhaber Willi Verhuven will den Fremdenverkehr ankurbeln. „Auf meinen Reisen dorthin habe ich die Menschen und unsere Partner als sehr offen, fleißig und herzlich kennengelernt. Damit die Schönheit dieses Landes unseren Gästen wieder richtig bewusst

wird, haben wir eine Marketingund Vertriebskampagne gestartet“, so Verhuven. Preislich gesehen, liegt der Griechenlandurlaub im Durchschnitt leicht unter dem Vorjahresniveau. In den vergangenen Wochen haben zahlreiche Hoteliers und Fluggesellschaften die Preise für Urlauber noch einmal gesenkt. Für Verhuven sind diese Anstrengungen bemerkenswert: „Vielfach arbeiten die Menschen bei ungebrochen hohen Qualitätsund Servicestandards nur noch zum Selbstkostenpreis“, erklärt der Veranstalter. Die Konkurrenz für Griechenland ist allerdings groß, denn auf dem deutschen Reisemarkt liegen die Balearen mit 35,9% und die Türkei mit 34,4% an der Spitze. Im Vergleich dazu kommt Griechenland auf 7,3%. „Die Deutschen und die Österreicher lieben unser Land als Urlaubsziel; jetzt sollten sie auch wissen, dass sie bei uns jederzeit herzlich willkommen sind“, meint Panteris abschließend  www.visitgreece.gr


t r av e l & V oya g e

Freitag, 24. Mai 2013

destinationworld – 59

Vielseitig Für Frühbucher, Kurzentschlossene und Reisende gibt es ein breites Angebot

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Drei neue Kataloge von Berge & Meer

© APA/Expa/Jürgen Feichter

Deutschland & Ungarn: Mit Dertour zur Formel 1

Das Portfolio reicht vom Sommerurlaub an der Algarve bis zu Reisen mit Ärzten. caroline nussdorfer

Nürburg- oder Hungaroring: Mit Dertour sind Formel-1-Fans live dabei.

„Der Maya-Kultur auf der Spur“: Die Teilnehmer können mit einem deutschen Mediziner an ihrer Seite Mittelamerika entdecken.

Pazifik-Kreuzfahrt im April Das Frühbucher-Angebot von Berge & Meer umfasst zahlreiche Nah- sowie Fernreiseziele und garantiert bei Buchung bis zum 30. Juni 2013 einen Rabatt auf den Reisepreis oder andere Vorteile. Die Pazifik-Kreuzfahrt von Sydney bis Vancouver startet am 7. April 2014. Das Premium-Schiff Radiance of the Seas steuert dabei Ziele wie Neuseeland, Französisch Polynesien und Hawaii an. Bevor es in Sydney an Bord geht, gilt es die australische Metropole bei einer Stadtrundfahrt, die bereits inkludiert ist, zu erkunden. Die 36-tägige Reise kostet mit Flug sowie Anreise mit dem Zug zum Flughafen ab 4.399 € pro Person und beinhaltet u.a. zwei Nächtigungen mit Frühstück im Vier-Sterne-Hotel in Sydney, 30 Übernachtungen mit Vollpension

an Bord plus eine Nacht im DreiSterne-Hotel in Vancouver.

Sommer an der Algarve All jenen, die heuer noch keinen Urlaub für die warme Jahreszeit geplant haben, ist ein Blick in den Katalog “Schnell noch Sommerurlaub” empfohlen. Dort ist z.B. eine achttägige Reise an die Algarve mit drei Ausflügen zu finden. Sie ist nicht nur neu bei Berge & Meer, sondern auch eine ideale Kombination aus Entspannung und Kultur. Die Gäste übernachten im fußläufig zum Strand gelegenen VierSterne-Hotel Alfamar Beach & Sport Resort. Bei den Ausflügen geht es in die Stadt Loulé, nach Sevilla sowie Lissabon. Sieben Näch-

Salzburg. Formel-1-Fans sind mit dem „Sport live erleben“Programm von Dertour beim Großen Preis von Deutschland und Ungarn hautnah dabei, denn der Veranstalter bietet Packages für die beiden Events am 7. und 28. Juli. Für das Rennwochenende am Nürburgring stehen 22 Hotels von zwei bis fünf Sternen zur Auswahl. Zwei Nächte von 5. bis 7. Juli im „Rheinhotel vier Jahreszeiten“ (3,5-Sterne) in Bad Breisig mit Frühstück, Reiseleitung und Rennstreckentransfers kosten z.B. ab 192 € pro Person im Doppelzimmer. In Budapest werden vom 3-Sterne Best Western Hotel Orion bis zum 5-Sterne-Premium Hotel Hilton Budapest WestEnd sieben Hotels angeboten. Drei Nächte von 26. bis 29. Juli im Vier-Sterne-Hotel Mercure Metropol gibt‘s z.B. ab 306 € pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück, Reiseleitung und Transfers. Tickets für die Rennveranstaltungen sind ab 103 € buchbar.  www.dertour.at

© Berge & Meer Touristik; Huber Images; Shutterstock; Getty Images

Rengsdorf. Ob langfristige Planung, spontane Entscheidung oder ExtraSicherheit durch ärztliche Begleitung, Berge & Meer hat für jeden Urlaubstyp einen aktuellen Katalog. Wer sich gerne zeitig festlegt, für den hält der Frühbucher-Katalog Angebote mit Sparvorteil bereit, wie z.B. eine 36-tägige Kreuzfahrt von Sydney bis Vancouver. Kurzentschlossene werden beim „Schnell noch Sommerurlaub“-Programm des Veranstalters fündig und können beispielsweise ab 599 € acht Tage lang an der Algarve in Portugal entspannen. An Reisende, die mehr Komfort und Sicherheit wünschen, richtet sich der Katalog „Weltweite Rundreisen mit ärztlicher Begleitung“, der u.a. eine 17tägige Tour durch Mittelamerika enthält.

te inklusive Halbpension, Flug und drei Ausflügen sind ab 599 € pro Person zu haben. Wer sich für die 15-tägige Reisevariante entscheidet, muss ab 799 € pro Person bezahlen.

Ärztlich begleiteter Urlaub Mit den „Rundreisen mit ärztlicher Begleitung“ wendet sich der Veranstalter an Personen, die exotische oder weit entfernte Urlaubsziele aus Angst, in der Ferne medizinische Versorgung zu benötigen, oft ausschließen. Bei der Tour „Der Maya-Kultur auf der Spur“ können die Teilnehmer mit einem deutschen Mediziner an ihrer Seite die Kultur Mittelamerikas entdecken. Die Länderkombinati-

on Mexiko, Honduras, Belize und Guatemala ist neu im Portfolio und entführt die Teilnehmer für 17 Tage in die Welt der Maya. Dabei stehen gleich acht Stätten der mystischen Hochkultur, so u.a. Itzá in Mexiko sowie die Copán-Ruinen in Honduras, auf dem Programm. Sonnenhungrige, die sich nach der Rundreise noch am Strand von Mexiko erholen wollen, können ihren Aufenthalt um vier Nächte im Fünf-Sterne-Hotel verlängern. Die 17-tägige Kombinationsreise kostet mit Flug, 15 Übernachtungen inklusive Frühstück ab 3.499 € bzw. mit Verlängerung ab 3.749 € pro Person. Bei Buchung bis 30. Juni 2013 gibt‘s zudem drei Prozent Frühbucher-Rabatt.  www.berge-meer.de

Im Juni findet auf Malta das „Isle of MTV“ statt London. Bereits zum siebten Mal findet am 26. Juni das „Isle of MTV“ statt, das als größtes Gratis-Open-Air-Konzert-Europas gilt und bei dem internationale Pop-Größen auftreten. Ini-tiatoren sind das Fremdenverkehrsamt Malta sowie Viacom International Media Network, zu denen MTV gehört. Begleitet wird das Konzert von der „Malta Musik Week“, die einige Tage vor dem Konzert beginnt und zahlreiche Live- und ­Straßenkonzerte sowie AfterShow-Partys in ausgewählten Clubs umfasst.  www.isleofmtv.com

Exklusiv Gold by FTI-Gäste tauchen in Südfrankreich in die Welt des Jetsets ein und erleben die Vielseitigkeit Australiens

Private Rundreisen für Anspruchsvolle Goldenem Service Team, das auch individuelle Routen zusammenstellt, berücksichtigt. Die Mietwagenrundreise „Südfrankreich Deluxe“ startet in Nizza und führt in acht Tagen von der Cote d’Azur in die Provence. Badeorte mit kleinen Buchten und Sandstränden sowie das ehemalige Fischerdorf Saint Jean Cap Ferrat stehen ebenso auf dem Programm wie das Fürstentum Mona-

co, Cannes oder Saint-Tropez. Ein abendliches Neun-Gänge-Degustationsmenü im Zwei-Sterne-Restaurant „Le Monte Christo“ des Hotels du Castellet in La Cadrière-d’Azur bei Marseille sowie eine Weinprobe in Chateauneuf-du-Pape sind weitere Highlights. Die Reise ist z.B. von 7. bis 14. September 2013 für 2.587 € pro Person inklusive sieben Übernachtungen im Doppelzimmer in Fünf-

Wer mit Gold by FTI reist, wird in Fünf- und Sechs-Sterne-Hotels untergebracht und kann zudem im Anschluss an jeden Urlaub den Aufenthalt in einem der gehobenen Gold-Hotels verlängern. Besondere Wünsche werden außerdem dank

© Wikimedia/Martin PUTZ

Mietwagenrundreise Deluxe

Saint-Tropez, Treffpunkt des Jetsets, ist eine Station auf der Deluxe-Mietwagentour.

Sterne-Hotels, Speisen, Getränke sowie Ausflügen buchbar.

Das „Züri Fäscht“ ist ein Tourismusmagnet

Rundflug über Sydney Ab 7.474 € pro Person lernen Gold by FTI-Gäste z.B. von 3. bis 14. August die Vielfalt des roten Kontinents kennen. Ausgangspunkt der zwölftägigen Tour „Australien in Style“ ist Sydney. Eine deutschsprachige Führung im Sydney Opera House und ein Drei-GängeDinner im Waterfront-Restaurant mit Blick auf Hafen, Opernhaus sowie Harbour Bridge sind ebenso Bestandteil der Reise wie ein 30-minütiger Rundflug über die Metropole. Weiters sind Ausflüge zum Ayers Rock, wo ein luxuriöses Zelt im Fünf-Sterne-Camp als Unterkunft dient, und durch den Uluru-Kata Tjuta Nationalpark angesagt, bevor es zum Abschluss über Cairns nach Hamilton Island, eine der 74 Inseln der Whitsunday Islands, geht. Die Reise inkludiert elf Nächte im Doppelzimmer in Fünf-Sterne-Hotels, Verpflegung sowie Ausflüge.  www.goldbyfti.at

© Zürich Tourismus/Markus Bühler

München. Ob Jetset-Feeling in Südfrankreich oder die Vielseitigkeit Australiens, die Luxusreisemarke „Gold by FTI“ bietet anspruchsvollen Urlaubern verschiedene Privatrundreisen, bei denen sie die schönsten Regionen der Welt individuell entdecken können, ohne auf exklusive Annehmlichkeiten zu verzichten. Neben Hotels und Resorts, die zu den besten Adressen der Welt zählen, beinhalten die beiden Kataloge „naheliegend“ für Europareisen und „weitgereist“ für die Fernstrecke jetzt auch hochwertige Rundreisen für Weltenbummler. Die Touren werden schon ab einer Person durchgeführt, eine Betreuung durch deutschsprachige Reiseleiter vor Ort ist ebenso garantiert.

Das größte Fest der Schweiz findet von 5. bis 7. Juli statt.

Wien. Alle drei Jahre wird am ersten Juliwochenende am „Züri Fäscht“ rund um das Seebecken ausgiebig gefeiert. So werden auch heuer beim größten Fest der Schweiz von 5. bis 7. Juli wieder Millionen Besucher Zürich zelebrieren. Zudem stehen die Festspiele Zürich vom 14. Juni bis 14. Juli ganz im Zeichen des 200-Jahr-Jubiläums von Richard Wagner.  www.zuerich.com


guest & service

60 – destinationworld

short

TAP Portugal erweitert Streckennetz in Afrika

Freitag, 24. Mai 2013

Tagungs-Hideaway des Jahres Lage und Rundum-Service des 5-Sterne-Hotels waren für die Experten entscheidend

Alpenhof Murnau freut sich über Auszeichnung

© Airbus S.A.S.

Direktor Kartschoke: „Unsere Mitarbeiter sind bestens geschult und wissen, worauf es ankommt.“ caroline nussdorfer

Berlins Tourismusportal gibt es in 13 Sprachen Berlin. Das Tourismusportal „visitBerlin.de“ reagiert auf das starke internationale Interesse an der deutschen Hauptstadt und ist nun in 13 Sprachen verfügbar. Neben der umfangreichen deutsch- und englischsprachigen Website werden viele Informationen, wie z.B. zu Sehenswürdigkeiten, Museen sowie Restaurants, ebenso in Spanisch, Französisch und Italienisch angeboten. Zusätzlich gibt es die wichtigsten Inhalte jetzt auch auf Arabisch, Chinesisch, Japanisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch und Türkisch. Damit sollen jene Märkte in der jeweiligen Landessprache erreicht werden, aus denen Berlin im vergangenen Jahr die höchsten Besucherzahlen ­verzeichnete.  www.visitberlin.de

© Lifestylehotels

Vier neue Mitglieder bei den Lifestylehotels

Das Dellago in Melide ist ideal für Ruhesuchende in Jeans & Chucks.

Graz. Das Berghotel Maibrunn im Bayerischen Wald, das Dellago im Schweizer Kanton Tessin, das Sand an der Ostsee und das Thomas Hotel an der Nordsee erweitern das Lifestylehotels-Portfolio. Design und Tradition in Sankt Englmar, Entschleunigung am Luganersee, Lifestyle am Timmendorfer Strand sowie maritimes Flair in Husum – so unterschiedlich die neuen Mitglieder auch sind, Exklusivität und Ambiente haben sie gemeinsam. Details unter:  www.lifestylehotels.net

„Die Lage des Hauses, unser Service für die Businessgäste und das kulinarische Angebot

© Alpenhof Murnau/Wagner-Fotografie

Lissabon. TAP Portugal nimmt zwei neue Destinationen in Afrika in den Winterflugplan 2013/2014 auf und fliegt ab dem 27. Oktober fünfmal pro Woche die marokkanische Stadt Tanger sowie Montags und Samstags den Flughafen Boa Vista auf der gleichnamigen Kapverden-Insel an. Boa Vista ist neben Sal, Santiago und São Vicente das vierte Ziel der Airline auf den Kapverden. Die Verbindungen zwischen Lissabon und Boa Vista werden mit einem Airbus A319 durchgeführt, während die Hafenstadt Tanger täglich außer Montag und Samstag ab Lissabon mit einer Beechcraft 1900 mit 19 Plätzen angeflogen wird.  www.flytap.com

Murnau. Beim diesjährigen „18. Grand Prix der Tagungshotellerie“, der am 29. April im Europa-Park Rust stattfand, durfte sich der Alpenhof Murnau über eine besondere Auszeichnung freuen: Die Expertenjury der Zeitschrift TopHotel, die insgesamt 200 Tagungshotels zum Wohlfühlen unter die Lupe genommen hat, verlieh dem Fünf-Sterne-Superior-Hotel in Bayern den Titel „Tagungs-Hideaway des Jahres“.

machen den Alpenhof

Das Small Luxury Hotel of the World liegt inmitten der Natur am Rande des Murnauer Mooses, 30 Minuten von München entfernt.

zu einer Top-Adresse gungshotellerie.“

sagt Veranstaltungsdirektor Christian Wimmer, der mit dem Alpenhof-Team von der Planungsphase bis zum Ende des Meetings auf persönliche und individuelle Betreuung setzt.

Andreas Kartschoke Direktor Alpenhof Murnau

Idealer Ort für Mitarbeiter

im Bereich der Ta-

„Unsere Mitarbeiter sind bestens geschult und wissen genau, worauf es ankommt“, ist Hoteldirektor Andreas Kartschoke überzeugt. Dabei sei neben der Software auch die Hardware entscheidend – und mit der habe man einfach Glück. Denn dank seiner Lage inmitten der Natur am Rande des Murnauer Mooses, aber nur eine halbe Stunde von München bzw. eine Stunde vom Flughafen entfernt, ist der Alpenhof ein idealer Ort für

Neben der Lage des Hauses war auch der Rundum-Service ein ausschlaggebendes Kriterium für die Entscheidung. Vom passenden Rahmenprogramm über das Organisieren exklusiver Events bis hin zur Regelung von Anreisemodalitäten können die Gäste ihre Anliegen den Spezialisten vom Alpenhof Murnau überlassen: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung“,

Tagungen abseits der Großstadthektik. „Unsere einzigartige Lage einerseits und das sensible Eingehen auf die Bedürfnisse der Tagungsgäste andererseits sowie das ausgezeichnete kulinarische Angebot machen den Alpenhof Murnau zu dem, was er ist: eine Top-Adresse im Bereich der Tagungs­hotellerie“, so Kartschoke weiter.

Zentrumsnahe Lage Der Alpenhof Murnau hat 71 Zimmer sowie Suiten, gehört zur Vereinigung der Small Luxury Hotels of the World und befindet sich nur wenige Gehminuten vom Zentrum von Murnau, vom Schlossmuseum und dem Münster-Haus, in dem der russische Expressionist

Wassily Kandinsky mit seiner Lebensgefährtin Anfang des 20. Jahrhunderts wohnte, entfernt. Aufgrund seiner ausgezeichneten Küche besonders bei Gourmets beliebt ist das „Reiterzimmer“ unter der Führung von Thilo Bischoff. Die von Chefsommelier Guarino Tugnoli kreierte Weinkarte wurde außerdem mit dem „Wine Spectator’s 2012 Award of Excellence“ ausgezeichnet. Im hoteleigenen, 1.000 m� großen Yavanna Wellness & Spa finden ruhesuchende Gäste Erholung. Das Kelo-Saunadorf, ein Hallenbad mit Whirlpool, eine Farblicht-Sauna, ein Drei-Kräuter-Spa sowie ein Amethyst Dampfbad, Solarium und ein Fitnessraum stehen ebenso zur Verfügung.  www.alpenhof-murnau.com

Luxus & Geschichte Das zweite Europa-Hotel der Gruppe befindet sich am Bosporus in einem ehemaligen Tabaklager

Shangri-La Hotel in Istanbul ist eröffnet Hongkong. Zweieinhalb Jahre nach der Eröffnung des „Shangri-La Hotel, Paris“ begrüßt das zweite europäische Haus von Shangri-La Hotels and Resorts seit 11. Mai seine Gäste. Das „Shangri-La Bosphorus, Istanbul“ befindet sich in einem ehemaligen Tabaklager aus den 1930er-Jahren, wobei die sechsstöckige neoklassizistische Fassade sowie zwei 150 und 350 Jahre alte Maulbeerbäume im Vorhof noch an das historische Erbe des Gebäudes erinnern.

bieten. Mit einer Größe von 42 bis 60 m� gelten die Hotelzimmer als die größten der Stadt. Zusätzlich schmücken über 1.000 asiatische und europäische Kunstwerke die Räumlichkeiten des Hotels. Ein besonderes Highlight ist die Shangri-La Suite mit drei Terrassen sowie Blick auf die Altstadt mit ihren prunkvollen Minaretten und Kuppeln, die asiatische Seite der Metropole sowie die Bosporus-

brücke. Die Preise beginnen bei 615 € für zwei Personen im Doppelzimmer inklusive Frühstück.

Kulinarische Vielfalt Für das leibliche Wohl der Gäste sorgen zwei Restaurants: Im „Ist Too”, das mit rotgoldenen Deckenlampen, türkischem Marmor und handgefertigten, farbigen Möbeln ausgestattet ist, stehen japanische,

Doppelzimmer ab 615 € Direkt neben dem Hotel liegt der Dolmabahçe-Palast, einst Zentrum des Osmanischen Reichs sowie Sitz der Sultane und des Gründers der türkischen Republik. Sultanahmet, die historische Innenstadt Istanbuls, ist in nur 20 Minuten mit dem Auto, der Fähre oder den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Das neue Shangri-La-Mitglied verfügt über 186 Zimmer und Suiten, von denen mehr als die Hälfte einen Ausblick auf den Bosporus

© Shangri-La Hotels & Resorts

Ab Lissabon geht es im Airbus A319 nach Boa Vista auf den Kapverden.

Das neue Shangri-La Hotel befindet sich auf der europäischen Seite des Bosporus.

südostasiatische, türkische sowie mediterrane Speisen zur Auswahl. Kantonesische Küche wird hingegen im „Shang Palace” serviert, wo chinesische Küchenchefs u.a. Peking-Ente vor den Augen der Gäste anrichten, während der Kung FuTea Master gekonnt Tee kredenzt. Ein eigener Tea Master mit 100 verschiedenen Sorten wartet, neben Live-Musik, auch in der Lobby Lounge auf die Gäste. Das „Chi Spa”, in seinem Design mit blau-weißen Kacheln, Marmor und Holzelementen eine Kombination von türkischer sowie asiatischer Kultur, lädt mit sechs Behandlungsräumen, Saunen, Jacuzzi, türkischen Dampfbädern und einem Swimmingpool zum Entspannen ein. Shangri-La Hotels and Resorts mit Sitz in Hongkong besitzen und betreiben derzeit 79 Häuser mit mehr als 32.000 Zimmern unter den Premium-Marken Shangri-La und Kerry sowie der Vier-Sterne-Marke Traders. Die Luxushotelgruppe plant weitere Neueröffnungen, so u.a. in Indien und der Mongolei.  www.shangri-la.com/istanbul


medianet

inside your business. today.

Freitag, 24. mai 2013 – 61

hofburg vienna-jubiläum

Direktorin Renate Danler zur Vorreiterrolle in verschiedenen Konzepten  Seite 63

© NÖ Werbung

© Hofburg Vienna

destinationaustria niederösterreichs berge

„Bergsommer Niederösterreich“ startet im Mostviertel und in Wiener Alpen  Seite 64

scheiblauer hotelier des jahres gekürt © NLK/J. Buchhart

Erfreuliche Zuwächse in der Tagungsindustrie

© TVB Tiroler Oberland

short

© Ötztal Tourismus/Schmid

Wagrain. Nauders am Reschenpass und das Kaunertal treten in die Vollen: Von 20. bis 23. Juni gehen im Dreiländereck Tirol (A), Südtirol (I) und Schweiz (CH) bei den „Radsportwochen 2013“ gleich vier erstklassige Rennradsportevents über die Bühne. Lage, Landschaft, Strecke, das zielgruppenorientierte Angebot und die spürbare Begeisterung für den Radsport haben die Destinationen längst zu Sehnsuchtsorten für alle Ritter der Pedale gemacht – egal ob am Rennrad oder am Mountainbike.  www.tiroleroberland.at

© Hofburg Vienna

Längenfeld. Seit Jahren schätzen Spitzenclubs die Möglichkeiten für Fußball-Trainingslager im Ötztal. Heuer holen sich zwei Traditionsvereine aus Deutschland das Rüstzeug für die kommende Bundesligasaison – der 1. FC Nürnberg (von 24. Juni bis 1. Juli) und Eintracht Frankfurt (von 15. bis 25. Juli). „Die Verbundenheit dieser zwei deutschen Traditionsclubs zeigt, dass sich die Vereine bei uns sehr wohlfühlen und gern wieder kommen“, so Barbara Krabath, stv. Direktorin im Aqua Dome – Tirol Therme Längenfeld.   www.zillertalarena.com

Meeting Industry Report Austria Austrian Convention Bureau (ACB) und die Österreich Werbung (ÖW) präsentierten die erfreulichen Entwicklungen in der ­Tagungsstatistik 2012. Die Branche ist österreichweit erfolgreich.  Seite 62

© Hotel Erzherzog Johann/Gernot Langs

Erzbergrodeo Motorsport vom 30. Mai bis 2. Juni

Straß im Straßertale. Vatertag oder Hochzeitstag – die 50plus Hotels laden zur Auszeit in ihre Qualitätshotels ein. Mit vielen Aufmerksamkeiten werden Gäste an ihren Feier- oder Jubiläumstagen verwöhnt. Z.B. das Package „Brennende Liab“ (270 € p.P.) lädt HochzeitstagsPaare ein, sich Zeit füreinander im Hotel Erzherzog Johann in Bad Aussee zu nehmen.  www.50plusHotels.at

© GEPA pictures/ Erzbergrodeo

Xtreme Enduro Erzbergarena 2013

Ein weltweit einzigartiges Offroad Bike Actionsport-Spektakel am Erzberg.

Eisenerz. Auto- und Motorradfans kommen an dem Wochenende von 30. Mai bis 2. Juni voll auf ihre Kosten. Denn parallel zum „19. Erzbergrodeo“, dem härtesten Enduro Offroad-Motorradrennen der Welt, findet die DTM am Red Bull Ring im nahegelegenen Spielberg statt. Besucher haben die Möglichkeit, zwei absolute Highlight-Veranstaltungen live mitzuerleben. Das legendäre Xtreme Enduro Erzbergrodeo bringt die Erzbergarena in der Steiermark zum Brodeln. 1.500 Enduro Bike-Athleten und mehr als 40.000 Besucher werden bei diesem Spektakel erwartet.  http://erzbergrodeo.at

Restaurant.Club.Hotel

Dinner, Dance & Relax am Opernring 11 Restaurant, Eventlocation & Hotel unter einem Dach!

Opernring 11, 1010 Wien | www.opernring11.at


c ov e r

62 – destinationaustria

Kommentar

Marketing als ­Erfolgsfaktor

Freitag, 24. Mai 2013

Meeting Industry Report Austria 2012 Erfreuliche Zuwächse in der Tagungsindustrie zeigen sich österreichweit

2,8 Mio. Nächtigungen für Österreich erwirtschaftet Österreich Werbung und Austrian Convention Bureau präsentieren Meeting Industry Report Austria. dino silvestre

Convention Bureau

Meeting ­Planners

Wien. Umfassenden Überblick über Wiens Meeting-Infrastruktur gibt der „Meeting Planners‘ Guide“ des Vienna Convention Bureau. Er ist soeben in seiner Ausgabe für 2013 bis 2015 erschienen – erstmals als App für das iPad sowie in einer 96-seitigen Printversion. „Damit vermitteln wir internationalen Verbänden und Firmen sowie deren Tagungsplanern, die in Wien ihre maßgeschneiderte Veranstaltung organisieren wollen, einen umfassenden Ersteindruck von dem, was Wien zu bieten hat“, betont Christian Mutschlechner, Leiter des VCB, anlässlich des Launchs der neuen Applikation. Dieser fand auf der IMEX in Frankfurt (21.–23 Mai) statt, einer der weltweit größten Messen für die Tagungsindustrie. Der digitale Guide ist in Zusammenarbeit mit einem der führenden Anbieter im MobilBereich, Tailored Apps, entstanden und bereits online.  www.vienna.convention.at

Österreich überzeugt 2012 konnten durch Kongresse, Firmentagungen und Seminare 2,8 Mio. Nächtigungen für Österreich generiert werden. „Der Anteil an den Tourismusnächtigungen 2012 betrug 2,1% – gleich zum Ergebnis 2011. In den Landeshauptstädten liegt der Anteil mit 11,3% noch höher, hier ist jeder neunte Gast ein Tagungsgast“, so Stolba. Die Nächtigungen sind hauptsächlich auf rund 1.300 internationale Kongresse zurückzuführen, die wesentlich länger (3,25 Tage) als nationale Kongresse (2,04 Tage) dauerten. Dazu kommt, dass internationale Kongressgäste mit durchschnittlich 4,6 Nächten deutlich länger bleiben als nationale (1,1 Nächte). „Österreich überzeugt“, so Christian Mutschlechner, Präsident des Austrian Convention Bureaus, mit einem hervorragenden Angebot für Kongresse und Tagungen: „Nicht

© Austrian Convention Bureau

D

ie Österreichische Kongressstatistik hat einen neuen Namen und heißt jetzt ‚Meeting Industry Report Austria (MIRA)‘. Das Papier zeigt alle nationalen und internationalen wissenschaftlichen Kongresse auf einen Blick und betrachtet zusätzlich Firmentagungen und Seminare. Für Österreich Werbung-GF Petra Stolba ist das gute Ergebnis des Jahres 2012 sehr erfreulich, aber auch das Resultat einer sehr guten Zusammenarbeit aller Beteiligten – hervorragendes Marketing präsentiert sich als Erfolgsfaktor. Der Schulterschluss mit den Convention Bureaus der Bundesländer und die damit verbundene hohe Transparenz der Zusammenarbeit zwischen der Österreich Werbung und den Bundesländern tragen dazu bei, dass die ausgezeichnete Position Österreichs auch im ständig stärker werdenden Wettbewerb gehalten bzw. ausgebaut werden kann. 14.082 Veranstaltungen mit mehr als 1,3 Mio. Teilnehmern sprechen eine deutliche Sprache: Durch Kongresse, Firmentagungen und Seminare konnten 2012 immerhin 2,8 Mio. Nächtigungen für Österreich erwirtschaftet werden. Kleine und mittlere Kongresse (KMK) waren übrigens die Fixsterne am Kongresshimmel. So wiesen 49,3% der Kon- gresse eine Teilnehmerzahl bis zu 100 Personen auf.

Wien. „Dank seiner hervorragenden Infrastruktur, der ausgezeichneten Lage im Herzen Europas, der Innovationskraft der Tourismusunternehmen und der besonderen Angebotsqualität kann sich Österreich weltweit zu den gefragtesten Destinationen in der Meeting-Industrie zählen. Insgesamt wurden im Jahr 2012 14.082 Veranstaltungen mit mehr als 1,3 Mio. Teilnehmern gezählt, das sind im Vergleich zum Vorjahr 5,5 Prozent mehr Veranstaltungen bei etwa gleichbleibender Teilnehmerzahl“, freut sich Petra Stolba, GF der Österreich Werbung, bei der Vorstellung des „Meeting Industry Report Austria 2012“ im Palais Niederösterreich.

Die Österreichische Kongressstatistik heisst seit 2012 „Meeting Industry Report Austria (MIRA)“. Christian Mutschlechner und Petra Stolba bei der Präsentation aller aktuellen Branchenfakten im Wiener Palais Niederösterreich.

nur in den Städten, sondern auch außerhalb bieten insbesondere Tagungshotels exzellente Infrastrukturen an. Die in der Tagungsindustrie tätigen Dienstleis-ter arbeiten auf hohem internationalem Standard und machen eine Kongressteilnahme so angenehm wie möglich. Damit können sich Teilnehmer auf Inhalt und Fortbildung konzentrieren. Umrahmt wird dies natürlich mit dem positiven Image Österreichs speziell im Tourismus.“ Die Veranstaltungen teilten sich 2012 zu 22,4% in Kongresse, 46,9%

in Firmentagungen und 30,7% in Seminare auf. Wissenschaftliche Kongresse sind ein stabiles, wachsendes Geschäftssegment.

Wachsendes Biz-Segment Wurden insgesamt 3.153 Kongresse (+8,1%) abgehalten, werden sie dennoch kleiner. So ist die durchschnittliche Teilnehmerzahl seit 2009 um rund 20% auf 235 Teilnehmer gesunken. Das Spitzenthema 2012 war erstmals die Rubrik „Wirtschaft

und Politik“. Diese hat mit einem Anteil von 29,3% den Spitzenreiter der letzten Jahre Humanmedizin auf Platz 2 verwiesen; auf Platz 3 folgten im Vorjahr die Geisteswissenschaften. Die beliebtesten Locations von Kongressen waren Hotels (28,9%), Unis und andere Bildungseinrichtungen (18,1%) sowie Veranstaltungs- und Messezentren (13,4%). Während Kongresszentren 2011 den ersten Platz belegten, wurden sie 2012 von den Hotels auf Platz 3 verschoben.  www.acb.at

Sinkende Hotelauslastung Österreichs Tourismuswirtschaft fordert mehr direkte Langstreckenflüge nach Wien

Minus 7,2% bei Hotelnächtigungen in Wien Wien. Nach einer langen Erfolgswelle des Wiener Tourismus kam, was kommen musste: Im April 2013 ging die Zahl der Nächtigungen um 7,2% zurück. Im Fall von Deutschland, Italien, den USA, der Schweiz, Frankreich und Spanien fielen die Rückgänge gleich zweistellig aus. Für Lichtblicke sorgten Österreich und Russland mit positiven Zahlen sowie die Ukraine (+ 20%), die anderen GUS-Staaten (+ 48%) und die arabischen Länder in Asien (+ 52%), doch dies reichte nicht aus, um das verringerte Aufkommen aus den anderen Ländern zu kompensieren.

Tourismus- und Freizeitwirtschaft, die negativen Aprilzahlen.

Talfahrt verhindern „In Wien gibt es im Vergleich zum vergangenen Jahr um 4.100 Betten mehr, was einem Plus von 7,7% entspricht. Das ist enorm viel und wirkt sich jetzt auf die Auslastung der Betriebe und natürlich den Nächtigungsumsatz aus“, so Bitzinger.

Um eine weitere Talfahrt und somit eine massive Bedrohung vieler Wiener Hotelbetriebe und in Folge der Arbeitsplätze abzuwenden, muss den Märkten mit Wachstumspotenzial wie Asien oder den USA eine attraktive Anreisemöglichkeit nach Wien geboten werden. „Sprich: Wir brauchen mehr direkte Langstreckenverbindungen nach Wien. Hier sind die Mitte Mai gestarteten Direktflüge der AUA nach Chicago ein Schritt in

Negative April-Zahlen Von Jänner bis April registrierte Wien heuer 3.298.000 Nächtigungen und liegt damit um 0,9% über dem Vergleichszeitraum 2012. Als nicht verwunderlich, aber trotzdem sehr schmerzlich bezeichnet Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien und somit oberster Interessenvertreter der Wiener

© Panthermedia.net/Richard Kittenberger

georg biron

Mehr direkte Langstreckendestinationen in Asien und den USA sind gefordert.

die richtige Richtung. Wir hoffen, es folgen besser heute als morgen neue Direktflüge aus der ganzen Welt nach Wien“, so Bitzinger.

Quellmärkte bearbeiten Kein Grund zur Panik, so Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner: „Unsere vor drei Jahren gestartete Tourismusstrategie hat sich hervorragend bewährt. Durch ein abgestimmtes Vorgehen stärken wir Österreichs Position im internationalen Wettbewerb und können unsere Marktanteile gemeinsam ausbauen.” Laut Expertenbericht zur Tourismusstrategie kann Österreich seine Marktanteile halten. Trotz des erreichten hohen Niveaus seien auch in Zukunft moderate Wachstumsraten zu erwarten. „Voraussetzung dafür ist, dass die Internationalisierung weiter vorangetrieben wird, die Angebotsstruktur sich entsprechend ausrichtet und Kurz- und Kultururlauber verstärkt angesprochen werden”, so Mitterlehner.  www.austriatourism.com


i d e e & s t r at e g i e

Freitag, 24. Mai 2013

destinationaustria – 63

Hofburg Vienna 55 Jahre Konferenzzentrum: Gefeiert wird mit neuem Online-Auftritt

Im Schnittpunkt von Tradition und Trend Danler über Zukunftsfelder und Glanzlichter im Veranstaltungsmanagement. Wien. Pünktlich zum 55. Geburtstag präsentiert sich die Hofburg Vienna in ihrer Vorreiterrolle am Veranstaltungsmarkt: Die Orientierungspläne auf der Homepage werden überarbeitet, die Website im Bezug auf Optik und Benutzerfreundlichkeit weiterentwickelt. „Wir setzten auf technische Raffinesse und gehen diesen Herbst mit einem Online-Auftritt der nächsten Generation mobile“, sagt Direktorin Renate Danler im Gespräch mit medianet. In weitere Zukunftsfelder hat man bereits beizeiten in-

„Jedes Detail zählt: Wir versuchen im Rahmen vice auch viele kleine Wünsche zu erfüllen.“ Renate Danler Direktorin der Hofburg

© Hofburg Vienna/Madzigon

unseres Rundum-Ser-

Hofburg Vienna-Direktorin Danler: „Investitionen in Infrastruktur tragen Früchte.“

vestiert. „In unserem Metier kommt man etwa an nachhaltigen Veranstaltungskonzepten, Hybrid-Konferenzen und neuen InszenierungsTrends nicht mehr vorbei; hier sind wir absolute Avantgarde.“ Gefeiert wird spätestens zum Jahresausklang, wenn Danler mit „Le Grand Bal der Wiener Hofburg“, der in Eigenregie durchgeführt wird, die nächste Ball-Saison einläutet.

Engagement & Einsatz Zuvor heißt es aber: Business as usual. Eine gewohnt gute Figur – nicht nur am umsatzstarken Kongress- und Tagungsmarkt – mache dabei das eigene Team, wie sie prononciert. Das immer kurzfristigere Buchungsverhalten, komplexer werdende Veranstaltungsarchitekturen und die daraus resultierende Heerschar an Projektpartnern auf Kundenseite forderten das Hofburg-Team und verlangten nach hoher Flexibilität, erzählt Danler. „Wir stehen unserer Klientel mit Expertise, Improvisations- und Lösungstalent zur Seite.“ Wichtig dabei: „Schnell sein“. Zufriedene Kunden wirken als Multiplikatoren. „Wir profitieren vom Empfehlungsmarketing. Man schätzt unsere Strukturen – und

natürlich die einmalige Lage im Herzen Wiens“, sagt die Expertin. Erst kürzlich konnten fünf neue Konferenzen in den bereits dicht gefüllten Programmkalender 2013 aufgenommen werden. Auch für das nächste Jahr sei die Buchungslage „sehr vielversprechend“. Zwei Großkongress-Neuzugänge sind laut Danler bereits fixiert. Vor allem die internationale Spitzenmedizin ist in der Hofburg zuhause – „ein Renommee für uns, aber auch den Standort Wien, der sich als wichtige Wirtschafts- und Wissenschafts-Drehscheibe weiter profilieren kann“.

Top-3 der Umsatzbringer Bis Jahresende rechnet man in der Hofburg mit einem Nettoumsatz von rund 11 Mio. €, im Vergleich zum Vorjahr eine erneute Steigerung um satte 3,5%. Dafür verantwortlich: einmal mehr die Zugpferde „Kongresse und Tagungen“ (mit rund 55%), „Bankette und Galaabende“ (13%) und die traditionsreichen Wiener Bälle mit einem Anteil von rund 10% – Tendenz steigend. Bereits zum zweiten Mal lädt Danler Freude des Hauses und Gäste aus aller Herren Länder zum Silvesterball.

Nach der gelungen „Le Grand Bal“-Premiere 2012/2013 wird die nächste Faschingssaison mit „L´Esprit Viennois“ eingeläutet. Die Gastgeberin verspricht ein fulminantes Fest der Sinne – in puncto Inszenierung, Kunst, Kultur und Kulinarik. Schon jetzt sei die Nachfrage nach den rund 2.500 Karten sehr groß – auch in der jungen Generation.

Anerkannte Kreativschmiede Mit dem neuen Aushängeschild am Gesellschaftsparkett liefert man ein weiteres Bilderbuchbeispiel für die gelungene Verbindung aus gelebter Tradition und lebendiger Moderne. Danler: „Wir verstehen uns als Kongress- und vor allem Kommunikationszentrum, das Impulse für morgen liefert, Menschen und Meinungen neu verbindet. In der Hofburg Vienna hat die Zukunft längst Einzug gehalten.“ Speziell die Kreativen und Innovationstreiber, u.a. aus der Technologie, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbranche, fühlen sich in ihren Räumlichkeiten wohl. „Wir liegen mit unserer Infrastruktur international im Trend und sind als Partner für Zukunftsfragen klar positioniert.“ (rg)

© Hofburg Vienna/Lois Lammerhuber

Hofburg Vienna Die Hofburg Vienna – in Summe repräsentable 17.000 m2 Veranstaltungsfläche in 35 Räumen für 50 bis 4.900 Personen – zieht ­jährlich bis zu 320 Veranstaltungen (mehrheitlich Kongresse, Bankette, Bälle, Messen) mit bis zu 330.000 Gästen aus dem In- und Ausland an. Zudem ist man als permanenter Konferenzsitz der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) fest etabliert. Für 2013 rechnet man mit einem Nettoumsatz von rund 11 Mio. € (ohne Cateringerlöse), die Wertschöpfung inklusive der Konferenzaktivitäten der OSZE liegt laut Geschäftsführung bei 190 Mio. € für Stadt und Land.

SPORTWELT NIEDERÖSTERREICH | DAS Sportzentrum Dr. Adolf Schärfstraße 25 | A-3100 St. Pölten Tel.: +43 2742 / 295-0 | marketing@sportwelt-noe.at | www.sportwelt-noe.at


s ta d t & l a n d

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short

© ZDF/Hendrik Heiden

Nationalpark-Region als ZDF-Filmkulisse

Freitag, 24. Mai 2013

Impulse Der „Bergsommer Niederösterreich“ startet mit Veranstaltungsreigen im Mostviertel und in den Wiener Alpen

Ausgezeichnete Werbung für Bergtourismus in NÖ

Veranstaltungen für urbanes, umweltbewusstes Publikum, das den Berg als Herausforderung schätzt. michael bär

April-Nächtigungen in Wien um 7% gesunken Wien. Im April musste Wien einen Nächtigungsrückgang zum Vergleichsmonat des Vorjahres hinnehmen: Das Fehlen der Osterfeiertage (die heuer im Gegensatz zu 2012 im März waren) schlug sich im April mit einem 7,2%-Minus bei 1.040.000 Übernachtungen nieder. Bei den Nächtigungsergebnissen aus den Hauptherkunftsmärkten dominiert das Minus. Im Fall von Deutschland, Italien, den USA, der Schweiz, Frankreich und Spanien fielen die Rückgänge gleich zweistellig aus, geringere Einbußen gab es aus Großbritannien und ­Japan.  www.wien.info

© Bregenzerwald Tourismus/Adolf Bereuter

Im Bregenzerwald auf die Gipfel hinaufradeln

450 km beschilderte Radfahrrouten führen auf Alpen und Gipfel.

Egg. Grün, weit und sanft gewellt zeigt sich das Land im vorderen Bregenzerwald. Knapper, steiler, herausfordernder gibt sich das Gelände im hinteren Bregenzerwald, dem alpinen Teil. Dank gut ausgebauter Güterwege sind zahlreiche Gipfel mit dem Mountainbike erreichbar. Einsteigern empfehlen sich Fahrtechniktrainings, die jeden Montag, Mittwoch und Samstag um 9:30 Uhr im Bikepark in Au stattfinden. Eigene Kurse gibt es für Frauen.  www.bregenzerwald.at

Gondel als Berghütte Um verstärkt die Zielgruppen in Wien anzusprechen, wurde von der Niederösterreich-Werbung eine Gondel des beliebten Wiener Riesenrads mit einem BerghüttenSujet gebrandet. „Wien ist mit rund 1,3 Mio. Nächtigungen einer unserer wichtigsten Inlandsmärkte, zudem ist das Wiener Riesenrad eines der über 300 Ausflugsziele der ‚Niederösterreich-card‘. Wir möchten damit Lust auf ein entspanntes Bergerlebnis im Land für Genießer machen“, ergänzt Bohuslav. Man wünscht sich ein urbanes, umweltbewusstes Publikum, das den Berg als individuelle Herausforderung schätzt, aber auch mit Freunden oder Familie einfach gern in der Natur ist, um hier zu wandern, zu klettern, mit dem Mountainbike unterwegs zu sein oder zu entspannen. Um diese Zielgruppe zu begeistern, bedarf es auch ungewöhnlicher Inszenierungen. Das sichtbarste Zeichen dafür sind die orangen Designsitzbänke, die seit dem Vorjahr an ausgewählten Panoramapunkten aufgestellt sind. 36 Stück des aus dem Wiener MuseumsQuartier

© NÖ Werbung/Helmut Harringer

Heiligenblut. Die einzigartige Hochgebirgskulisse in der Nationalpark-Region Hohe Tauern auf 2.000 m Seehöhe, ein exklusives Bergchalet im Teuchltal und der Mölltaler Gletscher waren letzten Herbst Hauptdrehorte für die Filmproduktion von Studio Hamburg, „Der Tote im Eis“, die mit guten Quoten am Pfingstmontag im ZDF gesendet wurde und die attraktive Landschaft in Millionen Haushalte brachte. Passend zum Filmthema nehmen die einzigartigen Bergwandermöglichkeiten der Region – übrigens unter „www. tauernalpin.at“ buchbar – einen breiten Raum ein. Über drei Monate gastierte das Filmteam in Nationalpark-Partnerbetrieben in den Gemeinden Obervellach, Reisseck und Flattach.  nationalpark-hohetauern.at

St. Pölten. „Niederösterreich verfügt mit seinen Bergregionen und alpinen Landschaften über hervorragende naturgegebene, touristisch nutzbare Ressourcen. Wir versuchen, gerade beim Bergtourismus die Angebote zu attraktivieren, die Qualität stetig zu verbessern, marktfähige Produkte zu entwickeln und neue innovative Erlebnisse zu schaffen“, so Niederösterreichs Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav.

(von li.): Christoph Madl, GF Niederösterreich-Werbung, Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav, Franz Eggl, Neue Seehütte Rax.

bekannten Kultmöbels dienen den Berggästen als Blickfang und als ein aussichtsreicher Rastplatz.

Qualitätsoffensive gestartet Um die Qualität und das Angebot auf den Berghütten noch weiter zu verbessern, hat die Niederösterreich-Werbung heuer das sogenannte Projekt Hüttenqualifizierung gestartet. Ziel ist es dabei, eine einheitlich hohe Qualität auf den Hütten zu gewährleisten und die Vermarktung der Berghütten zu forcieren. Aus diesem Grund hat sich eine Gruppe ausgewählter Hüttenbetreiber aus dem Mostviertel und den Wiener Alpen zu einem Erfahrungsaustausch zusammengetan.

Ein neues Angebot haben sich die Mostviertler Gemeinden Göstling an der Ybbs, Hollenstein an der Ybbs und Lunz am See einfallen lassen: Sie bieten ab sofort E-Mountainbikes an und eröffnen viele neue Möglichkeiten, die Bergwelt rund um Hochkar, Königsberg und Lunzer See bequem zu entdecken.

„Wiener Alpen Viewer“ Starke Angebote bereichern auch das Bergerlebnis in den Wiener Alpen. Auf dem neuen Leitwanderweg lässt sich der Wiener Alpenbogen in 18 Etappen erwandern. Neu: Der originelle „Wiener Alpen Viewer“ ist ein Schautrichter mit genau platzierten Spiegeln an

den Wänden und lässt auf diese Weise die Wiener Alpen in einem neuen Licht erscheinen.

Lauf-Event im Juni Attraktive Events bietet der Juni: Von 7 bis 9. gibt es Wanderungen bei einzigartiger Stimmung in atemberaubenden Naturkulissen und mit Musik. Am 8. Juni geht‘s auf Wanderung rund um den Königsberg bei Hollenstein/Ybbs, am 9. Juni in der Erlebniswelt Mendlingtal bei Göstling/Ybbs. Geboten wird Jazziges, Klassisches und Volksmusik. Gleichfalls am 8. und 9. Juni: Abenteuerlauf mit Start und Ziel in Lackenhof. Alle Infos unter:  www.bergsommer.at

Urlaub am Bauernhof Was in Australien bei einem Leuchtturm funktioniert, gibt’s jetzt auch bei uns auf der Alm

Eine einzigartige Karriere als Almreporter Salzburg. Urlaub am Bauernhof Österreich sucht talentierte „Almreporter“, die von ihrem nächsten Urlaub in einer Almhütte berichten wollen. Von dem Glück, wenn die Sonne plötzlich hinterm Berg auftaucht, von den freundlichen Kühen, die frühmorgens beim Hüttenfenster hereinmuhen, von den Wanderungen über Almen und Wiesen, vom Picknick am Bach, vom schweißtreibenden Holzhacken, dem knisternden Feuer im Kachelofen, dem Tautreten im feuchten Almgras oder einfach vom kreativen Nichtstun – ein Almtagebuch ist schnell gefüllt.

äußersten Osten Australiens. Der Werbewert dieser Aktion war gigantisch. Bei uns läuft die Sache ein wenig anders: Alle, die einen Hüttenurlaub geplant oder gebucht haben oder noch buchen werden, die neugierig sind, gern schreiben und fotografieren, Videos drehen und alle an ihrem Urlaub auf der Alm teilhaben lassen wollen, können dabei mitmachen.

16 Almreporter werden für den Sommerurlaub 2013 ausgewählt. Wann immer etwas Interessantes, Spaßiges oder Rührendes passiert, sollten Almreporter es aufzeichnen, fotografieren oder einen kurzen Eindruck in ihr Hüttentagebuch schreiben und an das Urlaub am Bauernhof-Team senden. Dort werden die Beiträge gesammelt und für die Webseite, die Facebook-Seite und den YouTube-

Gratis-Arbeit auf der Alm Via Internet suchten Australiens Tourismusbehörden einen Leuchtturmwächter, der seine Erlebnisse der ganzen WWW-Society auf die Dauer eines Jahres mitteilt und dafür gut bezahlt wird. Selbstverständlich brachten weltweit fast alle Medien einen Bericht über die Suche nach dem Online-Leuchtturmwächter im

© urlaubambauernhof.com/Eisenberger

Kai Wiesinger und Marie Rönnebeck drehten in den Hohen Tauern.

Gesucht: Almreporter, die vom Urlaub in einer Almhütte ohne Honorar berichten.

Channel aufbereitet und veröffentlicht. Nach der Veröffentlichung können alle User die AlmreporterUrlaubseindrücke bestaunen und vielleicht auch einmal auf den Geschmack kommen, den Urlaub auf der Alm zu verbringen.

Almdudler werden verlost Nicht nur, dass Freunde und daheim Gebliebene im Web verfolgen können, wie der Almurlaub war, die Mühe wird auch belohnt. Denn allen Almreportern winkt ein Gutschein in der Höhe von 250 € für den nächsten Urlaub auf der Alm in ganz Österreich. Für den originellsten oder fleißigsten Almreporter gibt es einen Gutschein über 500 €. Zusätzlich werden unter den Teilnehmern Produkte von Heumilch und Almdudler verlost. Am 16. Juni ist Almauftakt auf der Lärchenhütte bei Bad Kleinkirchheim. Am Programm stehen eine Enzianwanderung, eine Jause mit Speck, Käse, saurer Milch, Kaiserschmarrn und zünftige Musik.  www.urlaubaufderalm.com


gast & wirt

Freitag, 24. Mai 2013

destinationaustria – 65

Hoteliers des Jahres aus Niederösterreich Manstein-Branchenmagazin Hotel & Touristik zeichnete Christiane und Johannes Scheiblauer aus

Hoteliers des Jahres 2013 gekürt dino silvestre

St. Pölten. Das Hotel Kothmühle ist seit 1866 im Besitz der Familie Scheiblauer und geht historisch auf eine der ältesten Mühlen der Region zurück. Seit 1995 wurde das Haus kontinuierlich ausgebaut und mit Einrichtungen für die Zielgruppe der Seminargäste ausgestattet. Johannes Scheiblauer übernahm mit seiner Frau Christiane das Haus 1998 und tätigte in den letzten Jahren Investitionen mit einem Gesamtvolumen von sieben Mio. €. Heute verfügt das Hotel über 95 Zimmer, zehn moderne Seminarräume, 800 m� Wellnessbereich und einen Relax-Garten. Das Hotel gilt mit seinen 48 Mitarbeitern (davon zölf Lehrlinge und vier Familienmitglieder) als einer der Leitbetriebe des Mostviertels und des Landes Niederösterreich.

Seit Februar 2011 ist Familie Scheiblauer auch Pächter des Schlosses an der Eisenstraße in Waidhofen/Ybbs, das sie als Zentrum für Tagungen, Seminare und Hochzeiten etablieren konnten. Mit 90 Mitarbeitern erwirtschaften die Scheiblauers in beiden Häusern einen Nettoumsatz von 5,7 Mio. €.

Auf gute Tradition gesetzt Tourismus-Landesrätin Petra Bohuslav: „Christiane und Johannes Scheiblauer haben es verstanden, auf Traditionen aufbauend den modernen Anforderungen

in Angebotsgestaltung, Vertrieb, Marketing und im Management zu entsprechen. Die Familie Scheiblauer stellt ihre Qualität als Hotelier und Gastgeber täglich unter Beweis und ist der beste Markenbotschafter für das Mostviertel und für Niederösterreich. Ich gratuliere ihnen herzlich zum Titel ‚Hoteliers des Jahres‘.“ Im Rahmen der 11. Badener Tourismusgespräche kürte das im Manstein Verlag erscheinende Branchenmagazin Hotel & Touristik die Gastgeber, die die Jury mit den sanften Umbaukonzepten überzeugen konnten.  www.niederoesterreich.at

© NLK/J. Buchhart

Inhaber des Relax Resort Kothmühle in Neuhofen sowie Pächter des Schlosshotels an der Eisenstraße in Waidhofen mit Award.

(v.li.): Christiane und Johannes Scheiblauer mit Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav.

Kellergassen Radwegnetz

Wein & Fahrrad

Poysdorf. Auf ausgesuchten Routen in und um Poysdorf lassen sich 16 Kellergassen erradeln und mithilfe einer eigenen KellergasseRadkarte individuell zusammenstellen. Hinweise auf Besucherstationen laden zu einer kleinen Pause zwischendurch ein. „Im Radsattel lässt sich die Vielzahl der für die Weinstadt so typischen Kellergassen besonders hautnah erleben“, so der Tipp von Poysdorfs Tourismusmanagerin Bettina Wessely. „Da laden offene Kellertüren, Heurige und Weingüter zur Weinkost.“ Radfreundliche Betriebe sowie eine Verleihstelle (Gästeinformation) mit bestens gewarteten Fahrrädern und E-Bikes runden den Service für Radfahrer in der Weinstadt ab.  www.poysdorf.at

Verkostung 2012 ist da!

Weingut Cobenzl Wien. Ein Großteil des Weinjahrgangs 2012 ist bereits in Flaschen abgefüllt und steht zum Verkauf und zur Verkostung bereit – darunter fruchtige Grüne Veltliner, kräftige Weißburgunder, Gelber Muskateller und die Weinspezialität „Wiener Gemischter Satz“. „Das trockene Wetter gegen Ende der Vegetationszeit und während der Hauptlese hat die Trauben perfekt reifen lassen“, so Cobenzl-Betriebsleiter Thomas Podsednik.  www.weingutcobenzl.at

© Weingut Cobenzl

O

F

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Ä Heute, Freitag, 24. Mai, ist „Tag der offenen Kellertür“ am Weingut Cobenzl.


gast & wirt

66 – destinationaustria

Aufgetischt

Große Tradition im Herzen Wiens

Hotel & Spa Laa****s Zum zweiten Mal in Folge wurde das Luxushotel als HolidayCheck TopHotel ausgezeichnet

Aus gutem Grund oft und gerne weiterempfohlen

© Ofenloch

Das Hotel ist Teil eines 60.000 m² großen Medical Wellnessresorts der Vamed Vitality World in Laa. michael bÄr

Restaurant Ofenloch, 1010 Wien, Kurrentgasse 8, Tel.: 01/533 88 44; reservierung@ restaurant-ofenloch.at

www.restaurant-ofenloch.at Eingeschenkt

Ein Schloss für den Grünen Veltliner Maissau. Vor 40 Jahren wurden die historischen Rieden von Schloss Maissau am Manhartsberg ausschließlich mit Veltliner bepflanzt. Das weithin sichtbare Schloss ist auch dadurch ein Unikat. Die Lage Quittengang liegt in südlicher Ausrichtung auf 350 m Seehöhe und die Granitböden dort, mit nur wenig Lössauflage, bringen Mineralität, die späte Lese und der lange Ausbau geben Struktur und Charakter. Die Weine von Schloss Maissau werden seit 2005 von Weinhändler Josef M. Schuster und Winzer Ewald Gruber ausgebaut und vermarktet. In diesem Fall nicht als Grüner Veltliner, sondern als Weinviertel DAC Reserve mit Lage. Die beiden haben mit ihren großen Weinen dem traditionsreichen Weinbau von Maissau einen Innovationsschub gegeben. Schloss Maissau Weinviertel DAC Reserve Quittengang 2011; Gastropreis: 10 €. Erhältlich bei Kolarik & Leeb

Lebensblume als Zeichen Beachtliche 98% beträgt die Weiterempfehlungsrate. Vor allem die Freundlichkeit des Hotelteams und die Ausstattung der Zimmer sowie das vielfältige Sport- und Freizeitangebot werden auf HolidayCheck lobend erwähnt. Stellvertretend für alle Mitarbeiter konnten Küchenchef Maik Renner und Restaurantleiter Heinrich Limpauch den Preis kürzlich in Berlin entgegennehmen. Sie freut vor allem, dass sich viele Gäste begeistert über Restaurant und Küche auf HolidayCheck geäußert haben. Auf Tripadvisor, der weltweit größten Reise-Website, erhielt das Hotel & Spa Laa****s in der Kategorie „Luxus“ den Travellers‘ Choice Award 2013 und wurde unter die Top 25 Luxushotels in Österreich gereiht. Das Hotel & Spa Laa****s liegt eingebettet in die sanfte, hügelige Landschaft des Weinviertels, nur eine knappe Autostunde von Wien entfernt, und ist angeschlossen an eines der schönsten und modernsten Thermalbäder Österreichs. Der räumlich von der Tagestherme getrennte und 2.600 m� große Hotel-Spa mit seinem Thermalwasserpool und einem eigenen Saunabereich mit Sanarium, Dampfkabine, Finnsauna, Outdoor-Whirlpool und Ru-

Das Therme Laa Hotel & Spa bietet eine große Auswahl an Erlebnissen, die Gästen die Region näherbringen und Spaß machen.

heräumen ist dabei exklusiv für die Hotelgäste reserviert. Das Hotel & Spa Laa****s ist Teil eines insgesamt 60.000 m� großen Medical Wellnessresorts, bestehend aus der Thermen-Erlebniswelt inklusive Sommerbad im Freien, dem Vitality Spa, der Saunawelt und dem Vamed-Gesundheitszentrum.

Seminare und Meetings Attraktive Seminarräumlichkeiten mit modernster Technik, professionelle Abwicklung, Kulinarik und Wellness der Extraklasse – mit diesen Rahmenbedingungen lassen sich Seminare und Events mit bis zu 180 Personen erfolgreich und entspannend gestalten.

Das Seminarzentrum ist ein in sich geschlossener Bereich mit großem Saal, der in drei einzelne Räume unterteilt werden kann.

staurant erscheint, ist sicher, dass alle pünktlich nach 60 Minuten wieder im Veranstaltungsraum sind.

Garantierte Mittagspause

Fitness-Coaches helfen

Für intensive Gruppenarbeiten stehen zwei Workshop-Rooms für jeweils zehn Personen sowie Sitzgruppen im Seminarfoyer zur Verfügung. Das All-in-Technik-Paket mit modernster Kommunikationstechnologie kann im Rahmen der Buchung kostenlos genutzt werden. Da Pünktlichkeit das A und O ist im Geschäftsleben, gibt die Therme Laa auf Mittagspausen die 60 Minuten-Garantie. Wenn die Gruppe geschlossen und zur vereinbarten Zeit im Re-

In kleineren Pausen stehen die Fitness-Coaches zur Verfügung, um mit Dehnungs- und Lockerungsübungen die Konzentration zu fördern. Die Zimmer des Vier SterneSuperior Hotels sind moderne Rückzugsoasen mit jedem Komfort. Das Wohlfühlambiente der Therme Laa und ihr Wellness- und Relaxangebot tragen dazu bei, die kreative Energie der Teilnehmer auf das Seminarziel zu fokussieren.  www.therme-laa.at

Hotel Schwarzbrunn Das Tiroler Küchenteam zaubert den ganzen Tag kulinarische Genüsse der besonderen Art

All-inclusive-Urlaub im neuen Spa-Hot-Spot Stans. Das All-inclusive-Gourmetangebot beginnt mit einem reichhaltigen, vitalen Frühstücksbuffet. Von 12 bis 15 Uhr ist das Mittagsbuffet voll mit Köstlichkeiten vom Salatbuffet über Hauptgerichte bis hin zu frischen Früchten, hausgemachten Kuchen, Eis u.v.m. Wer mittags unterwegs ist, nimmt sich sein Lunchpaket einfach mit. Die Wanderer, Biker und Ausflügler, die am späteren Nachmittag ins Hotel kommen, werden von 15 bis 17 Uhr mit dem Nachmittagsbuffet empfangen.

Wer noch mehr Abwechslung sucht, der hat die Möglichkeit zum „Dining-around“ im Gasthof Marschall. Beim Get-together im Weinkeller werden feine Tröpfchen verkostet. Die Kinder lieben ihre Kinderspeisen und -portionen und natürlich, dass jederzeit Tee, Säfte und Soda für sie bereitstehen. Der große Renner für die kleinen Gäste: der gemeinsame Kindertisch mit Freunden im Kindertreff.

Ideenreiches Themenbuffet

Spätestens seit Ende letzten Jahres ist das Hotel Schwarzbrunn in aller Munde. Mit der Eröffnung des neuen, 3.000 m� großen Schwarzbrunn-Spas ist dem Tiroler Vier Sterne-Superior Hotel ein Meilenstein gelungen. Seine Wasser-, Sauna- und Relaxwelten sowie die Beautyquelle (Kosmetik von Clarins und Pure Altitude) bieten dem internationalen Wellnessgast jeden nur erdenklichen Luxus. Selten ist das Nebeneinander von Familien und Ruhesuchenden

Im Rahmen des All-inclusivesuperior-Angebots sind alkoholfreie Getränke inklusive (Kaffee und Tee von 7 bis 22 Uhr, alkoholfreie Getränke von 10 bis 22 Uhr). Abends genießen die Gäste das exquisite Vier- bis Fünf-Gänge-Wahlmenü. Dazu kann aus einer Vielzahl von Qualitätsweinen eine Flasche Wein für zwei Personen gewählt werden. Ein- bis zweimal in der Woche gibt es ein ideenreiches Themenbuffet.

derart gekonnt gelöst worden. Mit einem ausgefeilten Textil- und Nacktsaunakonzept kommt das Schwarzbrunn den hohen Ansprüchen seiner Gäste nach. Demnächst wird das Sommerfreibad direkt beim Hotel geöffnet. Im Mittelpunkt des Schwarzbrunn-Konzepts steht das Lebenselixier Wasser – raffiniert vielseitig wird das kostbare Nass im Schwarzbrunn-Spa aktivierend und

regenerierend zur Anwendung gebracht. Einzigartige Behandlungen und Programme mit diplomierten Fitnesstrainern krönen den brandneuen Wohlfühltempel. Eines der unzähligen Highlights ist mit Sicherheit „haki“, ein führendes „high quality“-Behandlungskonzept für den SchulterNacken-Kopfbereich. Sieben Nächte ab 693 € p.P.  www.schwarzbrunn.at

Textil- und Nackt-Sauna

© Hotel Schwarzbrunn/Zanella-Kux Fotografie

Wien. Will man in der Innenstadt wirklich wienerisches Ambiente und wienerische Gerichte genießen, muss man kein romantischer Nostalgiker sein, um das Ofenloch für den Business Lunch zu wählen. Neben dem Hauch der Geschichte weht aber auch ein frischer Wind in Küche und Service, das neue Team hat sich seit der Übernahme Ende Jänner bestens bewährt. Jede Woche wird die Mittagskarte gewechselt, das Motto ist regional Fisch/ Fleisch/Vegetarisch bei den Vor- und Hauptspeisen, etwa Roastbeef mit Spargelspitzen oder Gebackene Maischolle, dreigängig um ca. 15 €. Der schöne Schanigarten in der malerischen Kurrentgasse und ein Besuch im drei Stockwerke tiefer liegenden Weinkeller mit Geschäftsführer und Weinfreak Michael Gruber-Doberer sind ebenfalls Anreize des Ofenloch.

Laa a. d. Thaya. Die Gäste des Hauses haben das an die Erlebnistherme Laa angeschlossene Hotel mit positiven Rückmeldungen auf dem größten deutschsprachigen Internet-Meinungsportal für Reise und Urlaub zu einem der beliebtesten Hotels der Region gewählt.

© Therme Laa/Wiesenhofer

Torberg ging hier ein und aus, Niavarani u.v.a. tun’s heute noch.

© Gruber

Freitag, 24. Mai 2013

Schwarzbrunn: Entspanntes Nebeneinander von Familien und Ruhe Suchenden.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 24. Mai 2013 – 67

Urteil mit Konsequenzen

Kick-Off zum Gipfelsturm

Ein von allen bejubeltes OGH-Urteil kann weitreichende Folgen haben  Seite 69

Am 4. Juni geht der 9. Infotag MBA & LLM Austria in Wien über die Bühne  Seite 70

© GPK

© APA/Roland Schlager

careernetwork Aufsteigerin Carina Sztubits, Neff © Pflügl

„Ich bin fast mein ganzes Leben lang ein Nachzügler gewesen“ Spätstarter Rainer Deisenham­ mer fand erst mit 40 seine wahre Berufung und ­startet jetzt mit GW Cos­ metics durch.  Wissbegierig 60% aller Mitarbeiter weltweit ­suchen aktiv nach Weiterbildungs­ maßnahmen. 

© Modul University

Seite 68

Kooperation

Boku, Modul University und Hernstein Institut arbeiten im Aus- und Weiterbildungsbereich enger zusammen. Seite 70

Seite 71

© GW Cosmetics/Foto Wilke

Social Recruiting Erschließen Sie sich auf Facebook den größten Talente-Pool der Welt BeKnownTM ist die neue Facebook-Anwendung von Monster für berufliche Kontakte. Knüpfen Sie Ihr persönliches Netzwerk mit aktiven und passiven Jobsuchenden weltweit auf Facebook und mehr als 25 Mio. deutschsprachigen Facebook-Nutzern: von Studenten über gelernte Arbeiter bis hin zu qualifizierten Angestellten. Veröffentlichen Sie Ihre Jobs kostenfrei in Ihrem beruflichen Netzwerk. Außerdem können Ihnen BeKnown-Nutzer über Ihr Unternehmensprofil folgen. Mehr über BeKnown erfahren Sie bei monster.at oder Ihrem Kunden-berater. Jetzt anmelden: APPS.FACEBOOK.COM/BEKNOWN

von


Career portrait

Warum er erst mit 40 beruflich so ­richtig begann, wie die Schwanger­schaft einer fremden Frau sein Leben total verändern sollte, und warum man kein Workaholic sein muss, um ­erfolgreich zu sein, verrät GW ­Cosmetics-Chef ­Rainer Deisenhammer im Gespräch.

10 Fragen An Rainer Deisen h a m m e r

Als Kind wollte ich immer … Lokomotivführer werden – kein Witz. Ich bin in Wien-Hietzing aufgewachsen und habe den Verbindungsbahnhof sehr faszinierend gefunden. Mein Lebensmotto ist … Gelassenheit. Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … Gesundheit. Darüber kann ich lachen … mich selbst. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „Prolokratie“ von Christian Ortner. In 20 Jahren werde ich … 85. Davor habe ich Angst … Krank zu werden. Das ist meine größte Stärke … meine Geduld. Das ist meine größte Schwäche … Gefühle zu zeigen. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … Helmut Schmidt – ein von seiner Persönlichkeit her unglaublich faszinierender Mensch.

Freitag, 24. Mai 2013

© GW Cosmetics/Foto Wilke (2)

68 – careernetwork

Zeit ist relativ

Wien. „The early bird catches the worm“ scheint nicht das Leitmotto des Rainer Deisenhammer zu sein: „Ich bin fast mein ganzes Leben lang ein Nachzügler gewesen“, erzählt er im Gespräch mit medianet unverblümt: Mit zehn im Internat im Schweizer Montreux („rückblickend habe ich mich sicher auch ein wenig abgeschoben gefühlt“) und später der Tod seiner Mutter – das sei schlichtweg zu viel für ihn gewesen: „Dieses einschneidende Erlebnis hat mich früh in meinem Leben aus der Bahn geworfen.“ Statt in Wien zu maturieren, folgte der Schulabbruch im siebten Gymnasium, die jugendliche Auflehnung gegen das Elternhaus und der Auszug nach München, wo er sich als Autoverkäufer über Wasser halten versuchte. „Ich bin eigentlich aus behütetem Hause und habe als Kind immer alles bekommen, was ich wollte. Plötzlich hatte ich aber nichts und musste lernen, auf meinen eigenen Beinen zu stehen.“ Der Kick-off zur Karriere im Automotive-Business sei das zwar nicht gerade gewesen, es habe ihm aber einige wichtige Dinge fürs Leben beigebracht, erzählt Deisenhammer: „Ich sehe diese Jahre rückblickend sicher nicht als verlorene Zeit. Ganz im Gegenteil: Ich habe gelernt, die Dinge gelassener

zu sehen, habe meine Ungeduld abgelegt und mir abgewöhnt, die Dinge erzwingen zu wollen.“

Besser spät als nie Mit diesen neuen Attributen ausgerüstet, kehrte Deisenhammer 1976 nach Österreich zurück, begann mit der Abendschule und maturierte nach zwei Jahren: „Dort habe ich auch meine spätere Frau kennengelernt. Sie hat mich damals maßgeblich unterstützt und mir auch ermöglicht, ein Studium (Anm.: Betriebswirtschaft) anzuhängen.“ Mit knapp 40 konnte Deisenhammer dann endgültig im Berufsleben Fuß fassen: „Nach ersten Gehversuchen bei einer Steuerberaterkanzlei habe ich meinen späteren Partner Dr. Fellmann kennengelernt und bin 1987 dann in sein Unternehmen eingestiegen.“ Ein folgenschwerer Schritt – sollte er doch dort auch einen gewissen Herrn Gschwentner kennenlernen: „Wir haben uns menschlich super verstanden und haben nach einiger Zeit darüber nachgedacht, wie die Nachfolge seiner Haarkosmetikfirma geregelt werden könnte“, erzählt der heutige Chef von GW (Zusammengesetzt aus: Gschwenter und Weinzierl) Cosmetics weiter. „Die ersten Gespräche,

ob ich die Firma übernehme, sind schon 1997 geführt worden“, so Deisenhammer weiter. „Es ist hin und her gegangen und zwischenzeitlich hat er einer Mitarbeiterin zehn Prozent des Unternehmens geschenkt und sie für die Unternehmensweiterführung vorgesehen.“ Wie das Unternehmen dann doch noch auf Deisenhammer übergegangen ist? „2003 ist die designierte Firmenchefin schwanger geworden, und Herr Gschwentner hat ihr kurzerhand die Anteile ab- und mir das gesamte Unternehmen verkauft – diese Reaktion war geradezu absurd“, erinnert er sich zurück. Deisenhammer kam also quasi wie die Jungfrau zum Kind und war plötzlich Eigentümer eines Kosmetikunternehmens: „Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung von der Materie gehabt. Ich bin ja kein Chemiker“, so Deisenhammer amüsiert. „Das ist aber auch nicht notwendig. Vielmehr braucht man Mitarbeiter, die in ihrem Fachgebiet besser sind. Und meine Aufgabe ist es, diese zu finden und sie zu einem schlagkräftigen Team zu formen – es geht nur gemeinsam. Und wie man sieht, geht es bei uns gut.“ Die nackten Zahlen unterstreichen das: GW Cosmetics exportiert 90 Produkte in über 60 Länder weltweit. Mit 66 Mitarbeitern setzt das

Unternehmen 14 Mio. € um. Das soll aber noch nicht das Ende der Fahnenstange sein: „Mein Ziel ist es, das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren weiter langsam, aber qualitativ wachsen zu lassen“, denkt er noch lange nicht an die Pension. Ein Workaholic-Phänomen? „Nein, ganz im Gegenteil. Ich bin der Auffassung, dass man nicht zehn Stunden Zeit absitzen muss, wenn derselbe Job überspitzt formuliert in zwei absolvierbar ist.“ Was er mit der „überzähligen“ Zeit macht: „Ich habe viel zu viele Hobbies“, erzählt er amüsiert. „Ich liebe Skifahren, Segeln, Schwimmen, Golfspielen ... Auch bastle ich gern.“ Basteln ist dabei ein maßloser Euphemismus, schreibt sich der bald 65-Jährige doch selbst Musikprogramme am PC und schraubt an ferngesteuerten Flugobjekten herum: „Mich fasziniert einfach alles, was mit Technik zu tun hat. Momentan fehlt mir aber die Zeit dazu.“ Dass dem so ist, ist angesichts seines Lieblingshobbys wenig verwunderlich: „Ich verschlinge im Monat gut sieben Bücher, lese aber auch viel quer“, verrät er. Etwaige Favourites? „Es gibt nichts, was mich nicht interessiert“, so Deisenhammer vielsagend.  (jawe)

1948–1976

1976–2004

2004–Heute

Geboren am 22. Juni 1948, besucht Rainer Deisenhammer nach der Volksschule drei Jahre lang ein Internat in Montreux (Schweiz). Zurück in Österreich, besucht er das Gymnasium, bevor er 1965 die Schule abbricht und als Autoverkäufer nach München geht.

Mit 28 kehrt er nach Österreich zurück, maturiert 1978 an der Maturaschule und lässt ein Betriebswirtschaftsstudium folgen. Nach der Sponsion beginnt er in einer Steuerberaterkanzlei, bevor er 1987 bei Mader, Fellmann & Co. Treuhand GmbH ein- und schon 1989 zum Partner aufsteigt.

2004 kauft Deisenhammer die Haarkosmetikfirma Gschwentner GmbH und leitet sie als geschäftsführender Gesellschafter. 2009 fusioniert er das Unternehmen mit der Weinzierl GesmbH. Seither leitet er die daraus entstandene GW Cosmetics GesmbH als Managing Partner.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 24. Mai 2013

careernetwork – 69

Richtungsweisend Ein OGH-Urteil spricht einem ehemaligen Studenten Schadenersatz für Studienverzögerungen zu

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Ein Urteil mit Folgen?

Alle Seiten fühlen sich vom OGH-Urteil bestätigt – wenngleich aufgrund der unterschiedlichsten Motive. ren können“, so ÖH-Chef Martin Schott in einer ersten Stellungnahme. Ab jetzt gebe es seiner Meinung nach einen Anreiz für Unis, bei Leistungsvereinbarungsverhandlungen mit dem Bund nicht nachzugeben: „Die Studierenden werden sie nämlich nach Strich und Faden verklagen.“ Auch der Rektor der Wirtschaftsuniversität Wien, Christoph Badelt, begrüßt das Urteil, weil da genau das drin stehe, „was wir in unserem Schlichtungsverfahren gegen den Bund auch argumentiert haben“ – vor rund zwei Jahren hat die WU wegen zu geringer Kapazitäten ein höheres Budget erstritten. Das Urteil hebe aber keinesfalls das „nach wie vor nicht gelöste Grundproblem“ der Universitäten auf, betont Badelt: „Wir haben im Verhältnis zu den Studierendenzahlen zu wenige Kapazitäten.“ Was es jetzt bedürfe, sei eine „echte Studienplatzfinanzierung: Der Bund soll die Kapazitäten definieren und entsprechend danach finanzieren.“

Nur Sieger? Unter den Studentenvertretern erntete dieses Urteil Beifallsbekundungen: „Bis jetzt haben sich Universitäten auf zu wenig Geld vom Bund herausgeredet, wenn das Lehrveranstaltungsangebot zu knapp war. Der Bund wiederum hat begrenzte budgetäre Möglichkeiten angegeben. Jetzt ist endlich klar: Universitäten können dafür haftbar gemacht werden, wenn Studierende aufgrund von Lehrveranstaltungsmangel nicht in der vorgesehenen Studienzeit studie-

Verzwickelte Situation Wissen Sie, was der 31. Mai ist? Einmal abgesehen von Freitag und Weltnichtrauchertag? Richtig: Ein Zwickeltag. Bedingt durch Fronleichnam am Donnerstag, ließe sich das kommende Wochenende also mit nur einem Urlaubstag oder einigen wenigen Stunden Zeitausgleich sogar auf vier Tage ausdehnen. Eine Gelegenheit, wie sie der Mai mit seiner Feiertagsfülle bereits mehrmals geboten hat. Als gelernter Österreicher möchte man meinen: Da hat sowieso alles und jeder frei. Aber stimmt das wirklich? karriere.at hat dazu 513 User per Online-Voting befragt. Das überraschende Ergebnis: Nur 16 Prozent der Arbeitnehmer geben an, sich keinen Zwickeltag entgehen zu lassen. Exakt jeder Dritte nimmt sich frei, wenn die Feiertage auch wirklich gut fallen. Die meisten Befragten (39 Prozent) sagen, an solchen Tagen nur dann Urlaub nehmen zu können, wenn es die persönliche Workload auch zulasse. Und zwölf Prozent sehen Zwickeltage ohnehin als Chance, verhältnismäßige Ruhe im Büro genießen zu können. „Das Umfrageergebnis zeigt sehr deutlich, dass ein großer Teil der Arbeitnehmer verantwortungsbewusst agiert und ‚Zwickeltage‘ nur dann freinimmt, wenn dies die Arbeit auch zulässt“, kommentiert karriere.at-Geschäftsführer Jürgen Smid das Voting. Um Ungerechtigkeiten und Streit unter Kollegen zu vermeiden, sollte im Idealfall daher langfristig geplant werden. Denn gerade Eltern schulpflichtiger Kinder stellen Fenstertage, die zusätzlich schulautonom frei sind, oft vor große Probleme.

© APA/Roland Schlager

Wien. Knalleffekt in der Diskussion um Zugangsbeschränkungen und Studienplatzfinanzierung an den heimischen Universitäten: Die Republik Österreich muss einem ehemaligen Studenten an der Medizin-Uni Graz Schadenersatz leisten, weil sie zu wenige Plätze in Lehrveranstaltungen zur Verfügung gestellt hat. Im Wintersemester 2005/06 bot die Uni im zweiten Studienabschnitt bei Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter nur 264 Plätze an. Der klagende Ex-Student erhielt keinen Platz und konnte bestimmte Lehrveranstaltungsmodule nicht absolvieren, auch weil die Uni weder Parallel- noch zusätzliche Lehrveranstaltungen anbot. Das Urteil des Obersten Gerichtshof hält nun fest, dass dem nunmehrigen Arzt sämtliche Schäden ersetzt werden müssen, die diesem aufgrund der so entstandenen Studienverzögerung entstanden sind.

Überfüllte Hörsäle könnten die Universitäten noch teuer zu stehen kommen.

Zugangsregeln für alle Fächer: „Dann entkommt man diesem Dilemma.“ Wasser auf den Argumentationsmühlen der ÖVP: „Das OGH-Urteil bestätigt nur unseren Weg der klaren kapazitätsorientierten Studienplatzfinanzierung und zeigt auf, dass es flächendeckende Zugangsregeln braucht“, teilt ÖVP-Wissenschaftssprecherin Katharina Cortolezis-Schlager mit. Man könne schließlich nicht alle Studierenden der Welt aufnehmen und deren Studium finanzieren, betont auch Wissenschaftsminister Karlheinz

Neue Zugangsregeln Ähnlich argumentiert der Präsident der Universitätenkonferenz (uniko), Heinrich Schmidinger: „Das seinerzeitige System mit völlig freiem Zugang ohne jegliche Regelung und auf der anderen Seite nicht genügend Ressourcen geht einfach nicht mehr“, sagte er. Als Lösung sieht er ähnlich wie Badelt eine flächendeckende Umsetzung der Studienplatzfinanzierung mit

Töchterle. Einen diametral anderen Schluss zieht man seitens der SPÖ aus dem OGH-Urteil: „Nicht weniger, sondern mehr Studierende und ausreichende Finanzierung“, das müsse die Konsequenz aus dem OGH-Urteil sein, erklärte Wiens Wissenschaftsstadtrat Andreas Mailath-Pokorny in einer ersten Reaktion. „Das Urteil des Obersten Gerichtshofs verlangt nach einer ausreichenden Finanzierung der Universitäten durch den Bund – eine Verantwortung, die ja auch legistisch eindeutig geregelt ist.“  (red/APA)

Brunel Persönliche Empfehlungen und Active Recruiting haben auch im digitalen Zeitalter Hochsaison

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Carina Sztubits

Carina ­Sztubits (35) übernimmt das Brandmanagement für die Marke Neff in Österreich. Sztubits war seit 2006 im Brandmarketing der BSH Hausgeräte GmbH tätig und verantwortete dabei unter anderem die ­Marke Constructa.

Thomas Heißbauer

Thomas Heißbauer (45) wird ab September 2013 Geschäftsführer des Symphonieorchesters Vorarlberg. Zuletzt war er für Orchesterdisposition und Projektmanagement im Mozarteumorchester Salzburg verantwortlich.

Promotion

Symphonieorchester Vorarlberg © Sibylle Zettler

Neff

© Pflügl

job

Im Recruiting in Österreich ortet Brunel-Marketing- und Kommunikationsleiterin Gunilla Pendt eine Verschiebung von Off- zu Online – auch wenn diese hierzulande etwas langsamer vonstatten ginge als in Deutschland: Selbst reagiere man darauf, indem man Social MediaKanäle aktiv bespiele und Online Recuiting laufend optimiere – auch Mobile Recruiting werde wichtiger. Pendt ist dabei überzeugt, dass persönliche Empfehlungen auch im Recruiting 2.0 eine große Rolle spielen. Als sehr wichtig bewertete sie in dem Zusammenhang das Active Recruiting, „denn zielstrebiges Zugehen auf Bewerber hat eine sehr hohe Wirksamkeit, ob auf Messen und Events oder auch via World Wide Web“.  (red)

Judit Göndöcs Canon Austria

Judit Göndöcs verstärkt das Partner Channel Marketing-Team bei Canon Austria. Zuletzt war die studierte Internationale Betriebswirtin bei einem Elektronikkonzern im Bereich interne wie externe ­Kommunikation tätig.

Heinrich Lakatha T-Mobile Austria

© T-Mobile

H. Kuchelbacher, G. Pendt (beide Brunel) und E. Lamminger (Great Place to Work).

Wien. Employer Branding und Recruiting 2.0 standen im Mittelpunkt des Wiener Business-Frühstück des Ingenieurdienstleiters Brunel. So müsse man sich im War for Talents als attraktiver Arbeitgeber positionieren, um nicht übrig zu bleiben, wie Erich Laminger, Geschäftsführer von Great Place to Work, betonte: Ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, bedeute „Sein nach innen zu leben und nach außen auszustrahlen und nicht Schein nach außen zu zeigen“, so Laminger. Das Hauptziel der Markenführung sei es, seine eigenen Produkte oder Leistungen vom Angebot der Wettbewerber abzugrenzen; als relevante Aspekte nannte er dabei Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness, Stolz und Teamgeist.

© Gabor Peterfalvi

© Brunel

Der War for Talents wird intensiver

Heinrich ­Lakatha (47) ist seit Mitte April Senior Vice President der Abteilung Networks bei T-Mobile Austria. In dieser Funktion ist er für die gesamte Netzplanung, Standorterweiterung und Entwicklung des Mobilfunknetzes verantwortlich.


Au s - u n d W e i t e r b i l d u n g

70 – careernetwork

Freitag, 24. Mai 2013

MBA-Messe Am 4. Juni präsentieren sich die Business-School-Anbieter zum 9. Mal dem interessierten Publikum

short

Kick-off zum Gipfelsturm

AKNĂ– erhĂśht 2014 ihren Bildungsbonus

AKNĂ–-Präsident Haneder: „Alle reden Ăźber Bildung, wir tun was dafĂźr.“

St. PĂślten. Die NiederĂśsterreichische Arbeiterkammer erhĂśht 2014 ihren Bildungsbonus. Ab dann gibt es fĂźr Arbeitnehmer 120 statt bisher 100 â‚Ź pro Jahr fĂźr BildungsmaĂ&#x;nahmen. AKNĂ–-Präsident Hermann Haneder bezeichnet die ErhĂśhung als wichtigen Beitrag zum lebenslangen Lernen. FĂźr Arbeitnehmer gibt es ab 2014 bis zu 120 â‚Ź von der AKNĂ– fĂźr Kurse an 60 niederĂśsterreichischen Weiterbildungseinrichtungen, abhängig von der HĂśhe der Kosten. Der Bildungsbonus deckt die Hälfte der Kurskosten ab. Karenzgeldbezieher bekommen ab nächstem Jahr 170 â‚Ź, heiĂ&#x;t es. Ausgedehnt werden auch die FĂśrderungen fĂźr Arbeitssuchende: Sie erhalten ab 2014 die gesamten Kurskosten bis zu einer HĂśhe von 220 â‚Ź ersetzt.

Koller wechselt von der „Presse“ an die FHWien

Wien. Die Frage, ob Postgraduale Ausbildungen eine Aufstiegschance in die FĂźhrungsebene sind, ist längst mit einem klaren „Ja“ beantwortet, wenn man unterschiedlichsten Studien glauben darf. So soll ein Abschluss an einer der 15 besten Schulen weltweit rund 110.000 USD (85.000 â‚Ź) Jahreseinkommen bringen. Wer einen Abschluss an einer der besten 100 Schulen weltweit macht, erhält etwa 81.000 USD (knapp 63.000 â‚Ź); mit einem in Europa erworbenen Abschluss gibt es zwischen 40.000 und 70.000 â‚Ź. Dass Ă–sterreichs MBA-Anbieter hervorragend mit der prominenten Konkurrenz aus dem Ausland mithalten kĂśnnen, beweisen nicht nur die diversen Business-School-Rankings, sondern auch die kontinuierlich steigenden Absolventenzahlen.

ter dem interessierten Publikum. „Der geballte Informationsgehalt auf kleinem Raum und die persĂśnlichen Gespräche mit Anbietern sowie Absolventen“, nennt Stefan Lenzeder, ein Besucher aus dem Vorjahr, als Highlights der Veranstaltung.

Personalisten treffen Unis Und die geballte InformationsfĂźlle wird heuer noch grĂśĂ&#x;er: Erstmals sind neben den MBA-Anbietern auch Anbieter des juristischen Postgraduate-Studiums zum LL.M. mit dabei. Als weitere Neuerung wendet sich der „9. Infotag MBA & LLM Austria“ nicht nur an potentielle Studenten, sondern auch an die Personalisten. „Die Entscheidung zu einem postgradualen Studium wird nicht nur meist im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber getroffen, oft ist es die Personalabteilung selbst, die High Potentials zu dieser Fortbildung animiert“, begrĂźndet man seitens des Veranstalters, GPK, diesen Schritt. Der Infotag starte aus diesem Grund schon um 14:30 Uhr, wenn die HR-Verantwortlichen im Rahmen eines eigenen Empfangs auf die Vertreter der Anbieter treffen und Peter Pirkner (Ă–BB),

Neunte Auflage Angesichts der Fßlle an Angeboten ist es fßr den einzelnen aber schwierig, den richtigen Anbieter fßr sich zu entdecken. Um diese Entscheidung zu erleichtern, präsentieren sich am 4. Juni in der Fachhochschule Campus Wien bereits zum neunten Mal die renommiertesten heimischen Anbie-

Š GPK

Š AKNÖ

Veranstalter GPK holte in diesem Jahr auch erstmals die LL.M.-Anbieter mit ins Boot.

Bildungsschecks im Wert von 15.000 â‚Ź werden am Ende des Tages verlost.

Monika Elsik (WirtschaftsfĂśrderungsinstitut), Manuela Lindlbauer (Lindlpower) und Friedrich Stanze (Finanzministerium) das Thema „Postgraduate aus Sicht der Arbeitgeber“ diskutieren. Den Abschluss des Tages bildet um 19:30 Uhr traditionsgemäĂ&#x; die Verleihung der Bildungsschecks im Wert von 15.000 â‚Ź an kĂźnftige MBA-/LL.M.Studenten. Veranstaltet wird der Infotag der Wiener Kommunikationsagentur GPK, u.a. Herausgeber der Bildungsratgeber „Career“ und „Career Guide“.  (red)

Facts & Figures Der 9. Infotag MBA & LLM Austria findet am 4. Juni zwischen 13 und 20 Uhr am FH Campus Wien statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung erforderlich. Infos unter http://www.careernet.at/mba-llm Programm 13:00–14:30 Uhr: Einzelgespräche der Aussteller mit den vielversprechendsten Interessenten 14:30 Uhr: Empfang mit Podiumsdiskussion fßr Personalisten 16:00–20:00 Uhr: Leistungsschau der Üsterreichischen MBA- und LL.M.-Anbieter 19:30 Uhr: Verlosung der Bildungsschecks

Zusammenarbeit Boku, Modul University und Hernstein Institut arbeiten im Aus- und Weiterbildungsbereich zusammen

N. Koller ist neuer Leiter des Instituts fĂźr Journalismus an der FHWien.

Wien. Nikolaus Koller (33), bislang Leiter der Karriere-Redaktion der Presse, steht mit 1. Juli an der Spitze des Instituts fĂźr Journalismus & Medienmanagement an der FHWien der WKW. Neben einem BWL-Studium absolvierte Koller auch einen Journalismus-Lehrgang sowie das Master-Studium „New Media Journalism“ der Uni Leipzig. Seit 2010 ist er Gastvortragender an der FHWien, seit 2012 auch Lehrveranstaltungsleiter zweier anderer FH.

Wien. Die Boku, die Modul University Vienna und das Hernstein Institut fßr Management Leadership intensivieren ihre Kooperation im Aus- und Weiterbildungsbereich. Erstmals Üffnen sich die Seminarangebote der drei Bildungsinstitutionen fßr die jeweils anderen Studierenden, Absolventen und Seminarteilnehmer: Den Auftakt der Kooperation der beiden Unis macht der gemeinsame MBA in Nachhaltiger Entwicklung. Karl WÜber, Rektor der Modul University Vienna: „Durch die Intensivierung der Kooperation im Aus- und Weiterbildungsbereich der beiden Top-Universitäten setzen wir weitere Impulse am Markt und rßcken noch enger zusammen. Die Einbindung des renommierten Hernstein Instituts mit seiner Erfahrung im ßberbetrieblichen Ausbildungs-

hier BILDEN SiCh NeUe iNtereSSeN

Kooperation: „Indem wir den Teilnehmerkreis der Hernstein Seminare gezielt ausweiten, fĂśrdern wir nicht nur die themenĂźbergreifende Weiterbildung, sondern erweitern zugleich auch persĂśnliche und berufliche Horizonte.“

Zielgruppe Unternehmen

Š Modul University

Š Clemens Fabry

Drei Bildungsinstitute bßndeln ihre Kräfte

Die Modul University Ăśffnet sich fĂźr Studierende und Absolventen der Boku.

bereich wertet die Kooperation zusätzlich auf.“ Kurt Buchinger, langjähriger Hernstein-Trainer fĂźr Gruppendynamik, begrĂźĂ&#x;t die

Die Studierenden sollen von der Kooperation u.a. auch durch Preisnachlässe (zwischen 17 und 30%) beim jeweiligen Partnerinstitut profitieren. Erstmals ist es auĂ&#x;erdem mĂśglich, ausgewählte Executive-Seminare, die in Kooperation zwischen dem Hernstein Institute und der Modul University angeboten werden, zu besuchen und diese in einem späteren MBA an der Modul University Vienna voll anzurechnen. „Zielgruppe der neuen

Kooperation sind nicht nur Einzelpersonen, sondern vor allem auch Unternehmen, die gezielt in die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter investieren wollen“, so WĂśber. „Nur die wenigsten Unternehmen finanzieren ihren Mitarbeitern ein vollständiges MBA-Programm. Stattdessen kĂśnnen sie nun engagierte Mitarbeiter in ausgewählten Seminaren gezielt weiterbilden, die zugleich auch als Vorleistung fĂźr einen späteren MBA gelten. Mit der Anrechenbarkeit der ECTS schaffen wir eine vielfach gewĂźnschte Flexibilität.“ Das erste HernsteinSeminar, das im Rahmen der Kooperation bereits fĂźr einen späteren MBA angerechnet werden kann, startet am 3. Juni. Die Anmeldung fĂźr das Executive Seminar „Personal Development for Executives“ ist noch bis 27. Mai mĂśglich.

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Freitag, 24. Mai 2013

careernetwork – 71

Lebenslanges Lernen Mehr als die Hälfte der deutschen Mitarbeiter zieht für die Karriere Weiterbildungsangebote in Betracht, so eine Studie

Mehr Weiterbildung erwünscht Der Großteil der Mitarbeiter möchte trotz neu erworbener Fähigkeiten im Unternehmen bleiben.

Monitor Europaweit

Arbeitsqualität Wien. Die Arbeiterkammer Wien und das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) haben ein EU-weites Instrument entwickelt, um die Arbeitsqualität zu messen: Der „Arbeitsmonitor“ soll aufzeigen, wo die Stärken und Schwächen der Arbeitsmärkte liegen und politischen Handlungsbedarf benennen. Analysiert werden die 27 Arbeitsmärkte nach den Kriterien Allgemeine Leistungskraft, Integrationsorientierung, Zugangsgerechtigkeit und Verbleib, Verteilung der Erwerbseinkommen und Verteilung durch den Sozialstaat. Auch das Europäische Gewerkschaftsinstitut (ETUI) hat einen ähnlichen Indikator entwickelt: Der „Job Quality Index“ bezieht auch Work-Life-Balance, Atypische Beschäftigung und Arbeitsplatzsicherheit mit ein.

aber auch 14% der Mitarbeiter nach Weiterbildungsangeboten, um für eine Geschäftsgründung gerüstet zu sein. Global gesehen trifft das auf ein Fünftel zu.

Arbeitgeber gefragt Nur 23% der Deutschen finden, dass die Weiterbildungsangebote ihres Unternehmen der eigenen Karriere zuträglich sind. Weltweit sind 50% der Befragten zufrieden mit dem bestehenden Angebot. Da in Deutschland viele der Befragten ihre berufliche Zukunft im gleichen Unternehmen sehen, schlussfolgert Ralf Mathiesen, Geschäftsführer

von Kelly Services: „Weiterbildung ist ein gut geeignetes Mittel, nicht nur die Qualifikation – und damit letzten Endes auch die Profitabilität – der Mitarbeiter zu steigern, sondern auch, um sie an das Unternehmen zu binden und die Loyalität zu stärken. Denn die Mitarbeiter möchten ihre neuen Fähigkeiten vor allem in ‚ihrem‘ Unternehmen nutzen – und das eben nicht nur, um mehr Geld zu verdienen, sondern auch, um neue Aufgaben übernehmen zu können.“ Die beliebteste Fortbildungsart sind für die Deutschen Seminare: 63% nutzen dieses Angebot. Lernen durch Erfahrung hingegen spielt

für die Deutschen keine so große Rolle, während weltweit 70% der Mitarbeiter finden, dass man von „Learning by doing“ am meisten profitiert.

Sozialkompetenzen fördern Die Befragten wünschen sich auch mehr Weiterbildungsangebote in „Soft Skills“. Die wichtigsten Kompetenzen sind der eigenen Einschätzung nach Teamwork und Kooperationsfähigkeit, gefolgt von Kommunikationsfähigkeit. 87% sehen gute Englischkenntnisse als Voraussetzung für einen beruflichen Aufstieg an.  (lw)

© panthermedia.net/Zsolt Nyulaszi

Hamburg. 60% aller Mitarbeiter weltweit suchen aktiv nach Weiterbildungsmaßnahmen oder denken darüber nach. Auch in Deutschland sind es mehr als die Hälfte. Das hat eine Befragung im Rahmen des Kelly Global Workforce Index gezeigt. Mitarbeiter wollen sich laut Befragung vor allem für neue Arbeitsbereiche und Aufgaben qualifizieren: Entweder im Unternehmen oder für eine berufliche Neuorientierung. Im internationalen Vergleich sind die Deutschen stark an ihr Unternehmen gebunden: 61% wollen sich neue Fähigkeiten und Wissen aneignen, um sich innerhalb des Unternehmens weiterzuentwickeln. Weltweit trifft diese Intention nur auf 42%, in Europa auf 44% zu. Besonders die „Generation Y“ nutzt Weiterbildung mit dem Hintergedanken, mit einer Beförderung innerhalb des Unternehmens belohnt zu werden. In Deutschland suchen

60% der Mitarbeiter weltweit wollen sich neben der Karriere weiterbilden.

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Studie Erfolgsfaktor

Tiefe Stimme

© panthermedia.net/Artsem Martysiuk

Dunham/Wien. Forscher der Duke Universität in den USA haben die Tonlage der Stimme als Erfolgsfaktor im Berufsleben identifiziert. Demnach verfügen Männer mit tieferer Stimme über ein höheres Einkommen, bleiben länger im Unternehmen und führen größere Unternehmen. Arbeitspsychologe Christian Blind rät Männern wie Frauen, ihre Stimme zu trainieren. Tipp vom Experten: Ein geistiger Punkt am Ende des Satzes sollte auch in der Stimme hörbar sein.

Forscher fanden heraus: Die Stimmlage korreliert mit dem beruflichen Erfolg. MBA_gesamt_EN_216x288_05-2013.indd 1

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Edelkosmetik läuft wie geschmiert, gespart wird lieber bei anderen Dingen  Seite 8

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freitag, 24. mai 2013

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Nur wenige Nobelmarken können auf allen Märkten gleichermaßen überzeugen  Seite 9

Hot & Cool luxus gibt sich ­zugeknöpft

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macht in Mode

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Nach Schmuck und Interior-Design startet die Porzellanmanufaktur jetzt ein eigenes Couture-Label.

Bühne

Erfolgreiche ­ ntwicklungsarbeit 15 E Rudigier & Partner Eine kleine, feine Unternehmensgruppe wächst seit 2006 in Salzburg. Nun haben Siegmund und Claudia Rudigier auch das internationale Modelabel Rena Lange übernommen. Seite 4

Philipp Brandstätter, GF von Branddesigners, über die Trends bei der Gestaltung von Edelboutiquen.

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Freitag, 24. Mai 2013

luxury brands&retail – 3

Editorial

© Betke

Lebensqualität anstelle von Status

Im Premium-Seg­ ment muss die Beloh­ nungserwartung natür­ lich besonders hoch sein, gilt es doch, Verlustängste adäquat aufzufangen. Luxus­ artikel ­verkaufen Träu­ me – egal ob ­Technik, Uhren oder Mode.“

Peter Mosser

© 2012 Getty Images

R

olex oder Porsche sind Statussymbole von gestern, behauptet KlausDieter Koch, Luxusforscher bei ‚brand:trust‘ und medianetLesern als fachkundiger Gastautor auf dieser Seite wohlbekannt, in seiner eben erschienen Studie ‚New Luxury and Brands Reloaded‘. Während in China das Zeitalter des Wohlstands gerade erst beginnt und klassischer Luxus einen hohen Stellenwert hat, findet in gesättigten Märkten wie Europa oder den USA gerade ein Definitionswandel des Luxusbegriffs statt: Immaterielle Werte gewinnen zunehmend an Bedeutung. Auch wenn Marken wie Cartier, Ferrari, Louis Vuitton, Rolex oder Porsche mit beeindruckenden Bekanntheitswerten glänzen, scheinen sie für westliche Luxuskonsumenten an Strahlkraft zu verlieren. 1.500 Topverdiener wurden in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den USA und in China für die neue brand: trust-Studie befragt und ein Ergebnis ist, dass nur noch wenige Luxusmarken mit globaler Beliebtheit punkten. Dazu zählen Omega, Mont Blanc, Burberry oder Chanel. Interessant auch, dass im deutschen Sprachraum Einrichtungslabels zunehmend in der Luxus-Begehrlichkeit zulegen – wie Rolf Benz etwa oder Gaggenau, Bulthaup und Loewe. Der deutsche Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger, bekannt für die prophetische Exaktheit seiner Schriften, meinte bereits 1996 in einem Spiegel-Essay: „Der Luxus der Zukunft verabschiedet sich vom Überflüssigen und strebt nach dem Notwendigen, von dem zu befürchten ist, daß es nur noch den wenigsten zu Gebote stehen wird. Das, worauf es ankommt, hat kein Duty Free Shop zu bieten: Zeit. Aufmerksamkeit, Raum, Ruhe, Umwelt, Sicherheit“.

Der eine gibt, der andere nimmt, beide profitieren: IWC-CEO Georges Kern (li.) sponsert heuer das Tribeca Film Festival von Robert De Niro.

Harald Betke

Wem gehört der Traum?

Luxus-Marketing Wenn die Vielzahl der Möglichkeiten zur Last wird, hilft Werbung – und Robert de Niro. Harald Betke

Wien. Die Wahlfreiheit ist so groß wie nie zuvor. Wie soll ich bloß entscheiden? iPhone 5 oder doch Galaxy S4? Für jene, die Technik in ihr Alltagsempfinden übersetzen können, eine einfache Entscheidungshilfe: Das S4 hat einen 5 ZollHG Super-Amoled-Touchscreen und einen vierkernigen Snapdragon 600. Ja, das moderne Leben steckt voller solcher Entscheidungen. In früheren Zeiten übernahmen die Menschen den Beruf der Eltern, deren Namen für die eigenen Kinder, heirateten aus der Umgebung – der Lebensweg führte kaum über Kreuzungen. Die Biografien der Moderne entwickeln sich dagegen in einem Gewirr von Abzweigungen. Hinter jeder Kreuzung vermuten wir eine bessere Zukunft.

Der Mere-Exposure-Effekt Gut, dass es Hilfe gibt. Unter anderem so wirkt Werbung: über den sogenannten Mere-ExposureEffekt. Wenn der Name vertraut ist, schätzen wir das Produkt mehr. Das schützt vor Entscheidungsüberlastung. Wer ein Apple-Jünger ist, lässt sich auch von 1.000 anderen Handys nicht beeindrucken – Elektroschrott. Wer weiß, was er will, lässt sich nicht verwirren – und sammelt trotzdem Informationen, um seine

Wahl abzusichern. Aber auch da geht es mehr ums Gefühl: Auf diese Weise konstruieren Menschen im Nachhinein und unbewusst Rechtfertigungen für Entscheidungen, zu denen ihre Gefühle sie gedrängt haben. Der Moralpsychologe Jonathan Haidt hat dafür ein schönes Bild gefunden: Wir gleichen Reitern auf Elefanten. Das Tier repräsentiert die Affekte, das automatische, unbewusste Denken, der winzige Reiter die bewusste Vernunft. Der Elefant agiert zuerst, er lenkt dich, von Affekten getrieben, in eine Richtung und trifft eine Entscheidung. Der Reiter macht dann die PR, verkündet, warum diese Wahl gefallen ist, und bildet sich ein, er selbst habe sie veranlasst. Es gilt also, den Elefanten zu füttern. Hätte Kauf mit Logik zu tun, würden die besten Verkäufer TU-Studenten sein.

schelrute des Zeitgeists zu inszenieren. Visuelle Poesie, exzentrisch, erotisch, farbenfroh, melodramatisch – aufwendig komponierte Träume. Besonders auffällig bei Eugenio Recuenco, ein Almodovar der Fotografie, der für Vogue und Chanel arbeitet. Aber auch für Rammstein: In „Mein Herz brennt“ visualisierte er brutale Alpträume.

„Wer weiß, was er will, lässt sich nicht verwirren – und sammelt trotzdem Informationen, um seine Wahl ­abzusichern.“

Luxus verkauft Träume Harald Betke

Im Premium-Segment muss die Belohnungserwartung natürlich besonders hoch sein, gilt es doch, Verlustängste adäquat aufzufangen. Luxusartikel verkaufen Träume – egal ob Technik, Uhren oder Mode. In dem gerade publizierten Buch „New Fashion Photography“ präsentiert der Art Director Paul Sloman Fotografen, die das Geschick verbindet, Mode als Wün-

Alpträume ganz anderer Art mit Hoffnung und Inspiration zu vertreiben, ist Robert de Niro angetreten: mit seinem als direkte Reaktion zu 9/11 im Jahr 2002 gegründeten New Yorker Filmfestival „Tribeca“. Seit heuer mit einen spendablen Sponsor: IWC. Uhren haben eine spezielle Marken-DNA, die es regel-

mäßig neu zu erfinden gilt; Sponsorship ist dazu ein adäquates Mittel und hilft auch, Premiumpreise zu rechtfertigen und differenziert das Markenerlebnis.

Perfekte Symbiose Georges Kern, CEO von IWC, meint folgerichtig: „Luxus, Kunst und Film sind eine perfekte Symbiose.“ Eine eigens für Tribeca kreierte „Portuguese Automatic Edition“ wurde versteigert, um das Sponsorship persönlicher zu gestalten. Mancher braucht vielleicht drei Jahre, um sich eine IWC zu kaufen (solange geht auch der Sponsordeal), aber wenn er das Involvement der Marke schätzt, besiegelt vielleicht gerade dieses Signal den Deal. Wenn Robert Niro beim IWC Festival dann dreimal seinen Weg kreuzt, erfüllt der Besucher sich ja vielleicht seinen Traum. Denn eines ist sicher: Ein Traum gehört einem nur, wenn man ihn auch verwirklicht.

FactS Harald Betke berät Unternehmen, unterrichtet am Institut für Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien, ist Leiter des Instituts für Zukunftsforschung, hält regelmäßig Vorträge im Rahmen internationaler Kongresse über Kreativität und führt die Werbeagentur Betke in Wien.  www.betke.at

impressum Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at

coach inc.

tom tailor holding Ag

Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda medianet luxury brands & retail Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitende Redakteurin: Britta Biron (bb) Consulting: Monika Athanasiadis Lektorat: Christoph Strolz Grafik/Produk­ tion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­ grafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigen­ produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H., 3580 Horn. Es gelten unsere All­gemeinen Geschäfts­ bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbei­träge müssen sich nicht mit der Mei­ nung der Redaktion decken.

Der amerikanische Handtaschenhersteller Coach Inc. dürfte die Talsohle verlassen haben. Der Modekonzern Tom Tailor (Kursziel bis zu 22 €) hat sich 2012 u.a. dank seiner Positionierung im mittleren Marktsegment beim Umsatz deutlich besser als der Markt entwickelt.

zwei mal mode Der US-Taschenhersteller Coach Inc. (ISIN: US1897541041) wird von Analysten eher selten gecovert, ist aber einen Blick Wert: Der US-Modedesigner Michael Kors hat zu Jahresbeginn stark zuglegt, dann aber wieder korrigiert. Nun könnte Coach ein Kauf sein, meinen einige Analysten. Sie sehen das Kursziel bei bis zu 61 USD – Einigkeit darüber, wie es bei der Aktie weitergeht, herrscht aber nicht. Eindeutiger könnte die Entwicklung bei Tom Tailor sein: Seit mehr als zwei Jahren gibt es für diese Aktie fast nur Kaufoder Outperform-Bestätigungen.


lu x u r y c ov e r

4 – luxury brands&retail

Freitag, 24. Mai 2013

gastkOMMENTAR

© feel image

Glanzvolle Namen im Portfolio

monika rosen-philipp

E

TOP 10

Zeit ist Geld 1. Rolex 2. Cartier 3. Omega 4. Patek Philippe 5. Swatch 6. Breguet 7. TAG Heuer 8. Longines 9. Chopard 10. IWC Quelle: BV4 Ltd.

Wert in Mio. CHF 4572 2724 2696 1543 983 769 761 732 717 693

Langfristiges Potenzial statt schnellem Reibach „Entscheidend ist, dass wir eine Marke mögen“, erklärt Siegmund Rudigier seine Strategie. eine große Rolle – sprich, wenn uns Marke und Kollektion stark und attraktiv erscheinen und wenn wir glauben, dass wir mit unserem Know-how einen nächsten Wachstumsschritt gehen können”, erläutert Rudigier seine Strategie. Ein Konzept, das durchaus nachvollziehbar ist, besonders da so-

Britta biron

Salzburg. Ein exquisites Haute Couture-Kleid, schicke Schuhe von einem Nobel-Label, ein Maßanzug vom Edelschneider oder hochkarätiger Schmuck vom Luxusjuwelier – die Gründe, die Konsumenten zu solch kostspieligen Käufen animieren, sind meist ganz persönliche. Wenn Unternehmen auf Shoppingtour gehen, spielen klarerweise andere, nämlich vor allem wirtschaftliche, Faktoren eine Rolle. So etwa der Wunsch, das eigene Sortiment auszubauen, wie z.B. Kerings Akquisition der italienischen Schmuckmarke Pomellato. Mehr Kontrolle über vorgelagerte Fertigungsschritte ist ein weiterer wichtiger Grund. Die Uhren- und Schmucksparte von Gucci hat kürzlich den Schweizer Zifferblatthersteller Fabbrica Quadranti übernommen, Hermès im Vorjahr seinen Ziffernblatt-Zulieferer Natéber und kürzlich den Uhrenhersteller Joseph Erard, und Chanel hat unter anderem die Handschuhmanufaktur Causse sowie seinen langjährigen, in wirtschaftliche Turbulenzen geratenen Kaschmirlieferanten Barrie Knitwear gekauft. Wenn der Salzburger Unternehmer Siegmund Rudigier und seine Ehefrau und Geschäftspartnerin Claudia nach geeigneten Übernahmekandidaten für ihre kleine, feine Gruppe Ausschau halten, verschwimmen aber bis zu einem gewissen Grad die Grenzen zwischen persönlich und wirtschaftlich motivierten Gründen.

„Entscheidend ist, dass wir eine Mar­ ke persönlich mögen.“ siegmund rudigier

wohl er als auch seine Frau aktiv auch in das Tagesgeschäft ihrer Unternehmen eingebunden sind. „Mit Ausnahme von zwei sehr lehrreichen Jahren bei McKinsey und einigen Beratungsmandaten, die ich zu Beginn der Selbstständigkeit übernommen habe, war ich Zeit meines bisherigen Berufslebens hauptsächlich im operativen Markenmanagment tätig”, sagt er. Wer wollte sich schon absichtlich

Arbeit zulegen, die ihn nicht auch persönlich überzeugt? Und sieht man sich das Portfolio an Marken an, welches das Unternehmerpaar seit 2006 unter dem Dach von Rudigier & Partner versammelt hat, dann wird schnell klar, für welches Thema sich die beiden sowohl beruflich als auch privat besonders begeistern können. Es ist die Mode. Da wundert es nicht, dass auch die jüngste Akquisition wieder ein Fashionunternehmen ist: Mit dem italienischen Sportswear-Label Mabrun (Übernahme 2010) und der österreichischen Hemdenmarke Gloriette (Übernahme 2012) gehört jetzt auch das renommierte deutsche Modehaus Rena Lange zur Gruppe. „‚Rena Lange‘ steht seit 1917 für eine international erfolgreiche Prêt-à-porter-Marke, die von der Gründerfamilie sorgfältig aufgebaut wurde. Das Unternehmen hat nicht nur eine starke Stellung in Europa, sondern auch in Asien und in den USA und insgesamt ein sehr gutes Entwickungspotenzial”, so Rudigier weiter. Während man üblicherweise im Zusammenhang mit Firmenübernahmen oft den Begriff „Synergien” hört, spielt dieses Thema für

Modischer Neuzugang „Wir sind keine Investoren im herkömmlichen Sinn, sondern ein Familienunternehmen, das mit vollem privaten Risiko haftet und ausschließlich auf Langfristigkeit ausgerichtet ist. Eine hohe persönliche Affinität zum Unternehmen und zur Marke spielt daher bei unseren Übernahmeentscheidungen

© Gloriette

Monika Rosen-Philipp ist ­Chefanalystin im Private Banking der Bank Austria.

Das Salzburger Unternehmerpaar Siegmund und Clau­ dia Rudigier hat seit 2006 eine kleine, feine Gruppe traditions­ reicher Unternehmen gekauft, um sie weiterzuentwickeln.

© Wolfgang Lienbacher

ine noble Uhr von Richemont, eine Handtasche von Hermés, Nobelacessoires von Louis Vuitton oder ein Diamantring von Tiffany’s – all diese Produkte stehen für Luxus, Prestige & Stil und sind entsprechned heiß begehrt. Aber es gibt noch eine weitere Gemeinsamkeit: All die genannten Unternehmen notieren an der Börse. Man kann sich also nicht nur deren edle Produkte zulegen, sondern sich auch durch den Kauf von Aktien an den Luxusunternehmen direkt beteiligen und so von der steigenden Nachfrage auch finanziell profitieren. Luxusprodukte gelten als wichtige Barometer für die Stimmung der Konsumenten, wobei sich die Wachstumsfantasie längst nicht mehr auf die westlichen Industrieländer, sondern immer stärker auch auf die Schwellenmärkte, insbesondere auf China, konzentriert. Dank des rasanten Wirtschaftswachstums der letzten Jahre verfügt dort eine aufstrebende und konsumfreudige Mittelschicht über ein immer höheres Einkommen, das gern für Luxusartikel westlicher Prestigemarken ausgegeben wird. Diese wachsende Liebe der Chinesen und der Konsumenten aus anderen Schwellenländern zum Luxus spiegelt sich in satten Umsatz- und Gewinnzuwächsen sowie steigenden Aktienkursen der Hersteller wider. Gestiegen ist aber auch die Abhängigkeit der Branche von diesen neuen Märkten. Deren Konjunktur ist zwar im Vergleich zum Westen immer noch wirklich robust, aber gemessen am Schnitt der letzten Jahre zeigt sich jetzt doch eine gewisse Abkühlung. Das Luxussegment ist also eine global ausgerichtete Branche, deren Wachstumsfantasie in hohem Ausmaß von den Schwellenmärkten angetrieben wird.

Tradition & Trend – damit behauptet sich Gloriette erfolgreich am Modemarkt.

Rudigier eine eher untergeordnete Rolle. „Ich möchte die Gruppe und das Unternehmen per se nicht auf Synergien aufbauen, sondern jedes einzelne Unternehmen innerhalb der Gruppe muss für sich selbst erfolgreich sein. Natürlich nutzen wir das Know-how aller drei Marken, zum Beispiel im Vertrieb oder

„Jedes Unter­ nehmen muss für sich selbst ­erfolgreich sein.“ siegmund Rudigier

auch in verschiedenen Produktkategorien. Das basiert allerdings auf informeller Basis. Es gibt definitiv keine gemeinsamen Strukturen in den Unternehmen und das ist auch künftig nicht vorgesehen”, erläutert er weiter. Dass die oft gepriesenen Synergien offensichtlich weniger Auswirkungen auf die Performance der einzelnen Marken innerhalb einer Gruppe haben als oft angenommen wird, zeigt sich an Mabrun und Gloriette. „Wir sind mit der Entwicklung unserer Modemarken sehr zufrieden und auf dem Weg, unsere Ziele zu erreichen. Das sind natürlich auch ökonomische, aber zuerst entscheidend ist für uns, dass wir die Marken modernisieren und für die Zukunft neu ausrichten, zum Beispiel durch verstärkte Investitionen in die Kollektion, in den internationalen Vertrieb, in eigene Retail Stores, Lizenzen und Accessoires sowie in einen internationalen Marken- und Marketing-Auftritt.” Der traditionsreiche österreichische Hemden- und Blusenhersteller Gloriette ist – im 150. Jahr seines Bestehens – so jung, frisch


lu x u r y c ov e r

Freitag, 24. Mai 2013

luxury brands&retail – 5

Oberklasse Kleidermanufaktur Habsburg

Imperialer Chic Salzburg. Herzogin Kate in England, Neo-Königin Maxima in den Niederlanden, Kronprinzessin Laetizia in Spanien oder ihre Amtskollegin Mary in Dänemark – statt politischem Einfluss haben zumindest die Damen des Hochadels, so scheint es, ein neues Betätigungsfeld gefunden und laufen mittlerweile äußerst erfolgreich den Models & It-Girls sowie auch den Hollywood-Stars den Rang als FashionVorbilder ab.

Marco Huter leitet das österreichische Traditionsunternehmen Gloriette.

und innovativ wie noch nie zuvor. „Unsere lange Tradition und das in dieser Zeit aufgebaute handwerkliche Know-how geben uns die Stärke, modische Trends umzusetzen, ohne unsere Wurzeln zu vernachlässigen. Damit verfügen wir über einen nicht zu unterschätzenden Wettbewerbsvorteil in einem herausfordernden Marktumfeld“, betont Gloriette-GF Marco Huter.

Auf die Verbindung von Adel und Mode hat das Salzburger Modeunternehmen Schneiders bereits vor mehr als 20 Jahren gesetzt und seine dritte Marke (nach Schneiders und Amadeus) nach dem österreichischen Kaiserhaus benannt. Damit hat man sich die Latte am heiß umkämpften Fashionmarkt sehr hoch gelegt, aber auch gleich klar gemacht, dass man in der Oberklasse mitspielen will. Und das funktioniert seither ausgezeichnet. Der Name „Habsburg” und der erklärende Zusatz „feine Gesellschaftsmode” ist Programm, die Verbindung aus Historie und Trend, Qualität und Style, traditioneller Schneiderkunst und Highfashion kommt bei der anspruchsvollen Klientel – egal ob adelig oder bürgerlich – gut an.  www.habsburg.co.at

© Kleidermanufaktur Habsburg

© Gloriette

Royalblau ist die Modefarbe

Feine Stoffe für die feine Gesellschaft – das Konzept kommt weltweit sehr gut an.

MAGIE | GLANZ

Fashion steht im Fokus „Wir werden uns verstärkt auf Modeunternehmen und den Ausbau dieser Sparte innerhalb der Gruppe konzentrieren. Das schließt aber nicht aus, dass wir Unternehmen anderer Branchen behalten oder noch welche dazuerwerben“, sagt Rudigier und gibt damit auch klar zu verstehen, dass noch weitere Zukäufe geplant sind.

„Wir werden uns künftig verstärkt auf den Modebereich konzentrieren.“ Siegmund rudigier

Sorgen, dass er keine passenden Kandidaten finden könnte, braucht er sich nicht zu machen. Denn besonders kleine und mittelständische Unternehmen, die eindeutig in seinem Fokus stehen, geraten unter den immer härteren Marktbedingungen zunehmend unter Druck, etwa weil finanzielle und personelle Ressourcen für notwendige Innovationen, der Eintritt in neue Märkte oder die Neuorientierung des Sortiments fehlen. „Der Hauptgrund ist aber tatsächlich eine fehlende Nachfolgeregelung“, so Rudigier.  www.rudigierpartners.com

rudigier-gruppe Gründung 2006 durch Siegmund und Claudia Rudigier (Managing Partner) Management-Team Frédérik Marquart (Market & Business Developing Director), Isabella Steingruber (Finance Manager), Ewald Barta (Mitgesellschafter, GF RWK Küchen), Thorsten Stiebing (GF Mabrun), Andreas Steindl (Mitgesellschafter Mabrun, bei Rudigier & Partner verantwortlich für neue Projekte), Marco Huter (GF Gloriette, Group Business Development Director bei Rudigier & Partner) Beteiligungen R&W Kuhlmann GmbH, Küchen­hersteller, Deutschland (seit 2009) Mabrun S.p.A., Modeunternehmen, Italien (seit 2010) Gloriette Bekleidungswerk GmbH, Modeunternehmen, Österreich (seit 2012) M. Lange & Co GmbH, Modeunternehmen, Deutschland (seit 2012) R&H Lizenzverwaltungs GmbH (Gründung 2010 gemeinsam mit Horn Babyausstattung GmbH bzw. der Firma Barta Beteiligungs KG) – Inhaber der Linzenz für die Kinderwagen und Babyaccessoires der Designerin Jette Joop.

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6 – luxury brands&retail

Freitag, 24. Mai 2013

Hot & Cool Style

Adel

Wild

Klassik

Design

gucci

faber-castell

carrera y carrera

cartier

pomellato

Jewelry

Graf von Faber-Castell

Bestiario

Trinity

Pour un Homme

Das Produkt Beim Wort „Carrera” denkt Mann unwillkürlich an die PS-starken Boliden aus dem Hause Porsche. Kommt in einem Firmennamen das spanische Wort für „Rennen“ gleich zweimal vor, könnte man vermuten, dass es dabei um noch heißere Schlitten geht. Aber „Carrera y Carrera“ fertigt hochkarätigen Schmuck und ist damit eine Marke, die in erster Linie eine weibliche Zielgruppe bedient. Die Männer sieht man aber dennoch nicht als Portemonnaies auf zwei Beinen, sondern durchaus als potenzielle Kunden. Wenn auch das maskuline Schmucksortiment deutlich kleiner ist als jenes für das schöne Geschlecht: Hinsichtlich der Materialien sowie der für die Marke typischen, detailreichen Formen braucht Mann keine Abstriche zu machen. Das wird etwa an den neuen Silber-Modellen deutlich, mit denen die spanische Luxusmarke ihr Sortiment an Manschettenknöpfe heuer erweitert hat. Besonders eindrucksvoll sind die Modelle der Serie „Bestiario”, die im Zeichen imposanter Raubtiere wie Löwe, Tiger, Krokodil und Adler stehen und die Kunstfertigkeit und Liebe zum Detail der Marke unter Beweis stellen.

Das Produkt Drei ineinander geschlungene Ringe, drei Goldtöne – Rot für die Liebe, Gelb für die Treue und Weiß für die Freundschaft –, kaum ein anderes Schmuckstück besitzt mehr Symbolkraft als der Trinity-Ring von Cartier. Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Dreiheit” oder „Dreifaltigkeit”, ein Prinzip, das nicht nur im Christentum eine starke Symbolkraft hat. Bei der Kelten war der Knoten der Dreiheit Sinnbild für den unendlichen Kreislauf des Lebens. Ursprünglich von Louis Cartier für seinen Freund, den französischen Dichter, Philosophen und Visionär Jean Cocteau, entworfen, ist der Trinity-Ring seit 1924 im Programm der hochkarätigen französischen Marke und rund um das bedeutungsstarke Design wurde sukzessive eine ganze Kollektion entwickelt, die neben dem klassischen Ring auch Modelle mit Edelsteinen oder Perlen sowie Colliers, Anhänger, Armbänder und -bänder, Ohrringe und eben auch Manschettenknöpfe umfasst.

Das Produkt Italienern sagt man ja gemeinhin ein besonderes Händchen für Design nach. Nun sind Vorurteile natürlich mit Vorsicht zu genießen, und das bequeme Schubladendenken kann auch ganz leicht in die Irre führen, allerdings gibt es eine Reihe von Beispielen aus Mode, Einrichtung oder Auto, die recht eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass unsere südlichen Nachbarn wohl tatsächlich besonders viel Geschick in Gestaltungsfragen an den Tag legen. So auch die italienische Schmuckmanufaktur Pomellato, die neben einem umfangreichen und hochkarätigen Sortiment für Damen auch ein paar maskuline Pretiosen im Programm hat. Neben klassischen Modellen in Silber und Gold, diamantbesetzten Luxusknöpfen und facettierten JetKugeln gibt es auch ungewöhnliche Formen wie Raubtierkrallen oder Knochen; ob das eine Anspielung an das oft zitierte Tier im Mann ist, oder ein Symbol für den Knochenjob, den es zu bewältigen gibt, sei dahingestellt.

Die Zielgruppe Männer, die auch bei kleinen Details Wert auf Stil und Symbolik Wert legen.

Die Zielgruppe Männer, die sich gern schmücken.

Das Produkt Gucci Jewelry präsentierte bei der diesjährigen „Baselworld“ eine neue, elegante Kollektion mit silbernen Manschettenknöpfen für Herren. Die Linie umfasst drei Modelle, die sowohl zu lässiger als auch zu formeller Kleidung passen und das typische Horsebit-Motiv, seit den 1960erJahren das Kennzeichen von Gucci, tragen. Dieses Markenzeichen passt in doppelter Hinsicht perfekt zu der italienischen Nobelbrand: Einerseits symbolisiert es die Profession des Unternehmensgründers, dem Sattlermeister Guccio Gucci, andererseits erinnert es auch an ein Doppel-G, seine Initialen. Bei den quadratischen Manschettenknöpfen ziert das GG-Muster wie ein feines Relief die Oberfläche, bei den runden Modellen ist das Motiv aus mehrfarbigem Email gearbeitet. Die Zielgruppe Männer, die gern stilvoll im Sattel sitzen. Die Marke Am Beginn von Gucci stand eine kleine Sattlerei, die Guccio Gucci 1921 in Florenz eröffnete. Neben feinem Reitzubehör fertigte man auch Reisegepäck. 1947 brachte Gucci eine Handtasche mit Bambusgriff – eine Notlösung wegen des Rohstoffmangels – auf den Markt, die bis heute in verschiedenen Formen im Sortiment ist. Seit 2004 gehört Gucci zum französischen PPR-Konzern und bildet das Zentrum der Luxussparte, zu der unter anderem noch die Marken Balenciaga, Bottega Veneta, Boucheron, Brioni, GirardPerregaux, Stella McCartney oder Yves Saint Laurent gehören. 2012 erzielte Gucci einen Umsatz von 3,6 Mrd. € (+16%). Fazit La Dolce Vita.

Das Produkt Vorrangig geht es bei der Luxuslinie des deutschen Traditionshauses Faber-Castell um die Kunst des Schreibens. Anlässlich des 250. Geburtstags im Jahr 2011 wurde das Sortiment aber um Manschettenknöpfe ergänzt – ein Schritt, der durchaus naheliegend und stimmig ist. Immerhin sind die Schreibgeräte auch richtige Schmuckstücke, die Klientel vorwiegend männlich und die Konkurrenz im Damenschmuck-Sektor deutlich größer. Beim Design der platinierten oder vergoldenten Manschettenknöpfe blieb man seiner Linie aber treu und legte die typischen Gestaltungselemente der Schreibgeräte sehr gekonnt auf die Schmuckstücke um. Die zylinderförmige Variante ziert die für die Schäfte der Schreibgeräte charakteristische Kannelierung, das runde Modell erinnert an die Kappe der Füllfederhalter und trägt wie diese das gräfliche Wappen und den Schriftzug. Passend zu den Luxusstiften der „Pen of the Year“Serie aus den Jahren 2011 und 2012 gibt es auch Modelle mit Citrin oder Jade. Die Zielgruppe Anspruchsvolle Traditionalisten. Die Marke 1761 von Kaspar Faber in Stein bei Nürnberg gegründet, ist das Unternehmen bis heute in Familienbesitz und einer der weltweit ältesten Industriebetriebe. FaberCastell betreibt heute 14 Produktionsstätten in Europa, Asien und Lateinamerika, 23 Vertriebsgesellschaften, unterhält Handelsvertretungen in 120 Ländern und beschäftigt rund 7.000 Mitarbeiter. Fazit Ein Hauch Aristokratie steht auch Bürgerlichen.

Die Marke Das 1970 gegründete spanische Unternehmen zählt zu den renommiertesten Schmuckherstellern der Welt und ist vor allem für seine außergewöhnlichen Designs, in denen sich Tradition und Innovation verbinden, bekannt. Erhältlich sind die Produkte bei exklusiven Juwelieren in über 40 Ländern.

Die Marke 1847 übernahm LouisFrançois Cartier das Juwelieratelier von Adolphe Picard in Paris, aus dem eines der führenden Schmuckimperien der Welt hervorging. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann die internationale Expansion, heute ist Cartier Teil des Schweizer Luxuskonzerns Richemont und bietet ein breites Sortiment: Schmuck, Uhren, Lederwaren, Accessoires, Schreibgeräte, Tafelsilber und Parfüm.

Fazit Schmucke Accessoires.

Fazit Hohe Symbolkraft.

Die Zielgruppe Fans von exklusivem Schmuck.

Die Marke 1967 gründete Pino Rabolini, Spross einer traditionsreichen Goldschmiede-Dynastie, in Mailand das Unternehmen, das sich rasch einen Namen am internationalen Schmuckmarkt machte und über Tochterunternehmen in Asien, den USA und Europa weltweit agiert. Pomellato betreibt 86 eigene Stores (41 davon für die 2007 gegründete Marke Dodo), weiters werden die Produkte über 600 ausgewählte Juweliere vertrieben. Fazit Italienisches Design mit Stil und Witz.


lu x u r y P r o d u c t

Freitag, 24. Mai 2013

luxury brands&retail – 7

Fotos: © Gucci; Faber-Castell; Carrera y Carrera; Cartier; Pomellato; Montblanc; Breguet; Atelier Heldwein; tateossian; Zegna

Die Gleichberechtigung der Geschlechter gibt es heute – zum Glück – fast überall. Allein bei Schmuck sind Männer – abgesehen von jenen diverser Naturvölker – nach wie vor benachteiligt. Neben Ehe- und/oder Siegelring und Armbanduhr bleiben nur noch Manschettenknöpfe, damit Mann seine Liebe zum schmückenden Beiwerk ausleben kann. Hier ist das Angebot aber groß, die maskulinen Accessoires gibt es klassisch und elegant, avantgardistisch oder glamourös, in kühlem Silber, glänzendem Gold oder edlem Platin, schlicht oder mit funkelnden Edelsteinen besetzt. Wir haben das Angebot gesichtet und 10 besonders edle Modelle ausgesucht.

Genie

Luxus

Eleganz

Trend

Mode

Montblanc

breguet

Heldwein

Tateossian

Zegna

Albert Einstein

Marine

Atelier

RT

Ermenegildo Zegna

Das Produkt Auf der ganzen Welt gibt es vermutlich nur eine Handvoll Menschen, die Einsteins Relativitätstheorie wirklich verstehen. Dennoch ist die auf den ersten Blick so simple Formel „e=mc2“ eine der bekanntesten mathematischen Aussagen und Einsteins Erkenntnis, dass Zeit relativ ist, wird als geflügeltes Wort auch außerhalb der elitären Wissenschaftskreise oft und gern – in mehr oder weniger passendem Zusammenhang – zitiert. Viele von Einsteins Gedankenexperimenten sind auch für Nichtphysiker verständlich, und sich die Krümmung der Raumzeit durch die Materie am Beispiel einer Kugel vorzustellen, die eine Delle in eine Matte drückt, fällt den meisten auch nicht schwer. Dieses Symbol wählte Montblanc auch für die diesjährige Great Characters Limited Edition „Albert Einstein”, die neben edlen Schreibgeräten eben auch Manschettenknöpfe umfasst.

Das Produkt Armbanduhren sind das klassische Schmuckstück des Mannes und besonders exquisite Modelle hat die Schweizer Nobelmanufaktur Breguet im Programm. Wer einen solchen Zeitmesser trägt – es muss ja nicht gleich der Marine-Chronograf aus der Haute Joaillerie-Kollektion um wohlfeile 234.300 € sein –, braucht genau genommen keine weiteren Accessoires, um sich als Mann von Stil, Geschmack (und natürlich auch Geld) zu offenbaren. Andererseits wären 08/15-Manschettenknöpfe natürlich auch ein krasser Stilbruch und da trifft es sich gut, dass Breguet auch eine Kollektion edler Manschettenknöpfe im Sortiment hat. Diese greifen die für die Uhren typischen Stilelemente auf – etwa stilisierte Zifferblätter, Kannelüren oder gekerbte Lünette – und tragen selbstverständlich auch die seit 1795 verwendete Breguet-Geheimsignatur.

Die Zielgruppe Geniale Denker.

Die Zielgruppe Männer, die gern ihre Zeit prägen.

Das Produkt Die schlichte Hemdmanschette, die ab dem 17. Jahrhundert langsam, aber sicher die üppig gerüschten Modelle ablöste, wurde anfangs von Bändern zusammengehalten, doch bald suchte man nach einer eleganteren Lösung und verwendete zwei mit einer Kette verbundenen Schmuckknöpfe – eine Idee, die Juweliere aufgriffen und immer aufwendigere Modelle fertigten. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sich das moderne Herrenhemd und mit ihm auch der Manschettenknopf etabliert, der neben der praktischen Funktion auch zunehmen zur Demonstration der sozialen Stellung genutzt wurde. Auch wenn Mann das heute eher mit Handy und Auto ausdrückt, ist ein edler Manschettenknopf immer noch immer Ausdruck von Stil und Eleganz, besonders wenn es sich um exklusive Stücke handelt, wie die speziell für den Opernball gefertigten aus dem Atelier Heldwein. Die sind allerdings ausschließlich den Debütanten vorbehalten. Doch der Wiener Nobeljuwelier hat selbstverständlich weitere Modelle im Sortiment, sowohl aus der eigenen Werkstatt, in der individuelle Wünsche erfüllt werden, als auch von exklusiven Marken.

Das Produkt Während bei den meisten Schmuckmarken Manschettenknöpfe ein Nischenprodukt sind (irgendwas muss man seinen männlichen Kunden ja schließlich doch bieten), spielen sie bei der britischen Brand Tateossian eindeutig die Hauptrolle. Und es ist fast unglaublich, in wie vielen Varianten, Formen, Materialien und Farben die praktischen Accessoires auftreten können. Fun, functional & fashionable – so lautet die Devise. Es gibt kaum ein Thema, das in der umfangreichen Kollektion nicht auftaucht – die Fauna ist mit einer ganzen Menagerie von Igeln, Drachen, Krabben, Elefanten, Schildkröten oder Fledermäusen vertreten, aus der Welt der Technik kommen Getriebe, Kugellager, Kompasse, Uhrwerke oder USB-Sticks. Es gibt Miniaturgloben und Totenköpfe, funktionstüchtige Uhren und Minivitrinen, Modelle mit Geheimfach und Kreationen für die unterschiedlichsten Sportarten – von Fußball bis Golf.

Die Marke 1906 gegründet, entwickelte sich das Hamburger Unternehmen schnell zu einem der führenden Hersteller hochwertiger Schreibgeräte. Seit 1924 wird das Meisterstück „No. 149“, der berühmteste Füller der Welt, hergestellt. 1995 begann die Erweiterung des Sortiments um Lederwaren und Taschen, Schmuck, Uhren, Brillen und Parfum. Die Produkte mit dem markanten weißen Stern sind im exklusiven Fachhandel und den mehr als 360 eigenen Boutiquen weltweit erhältlich. Seit 1998 ist Montblanc Teil der Schweizer Richemont-Gruppe. Fazit Physik von ihrer schönsten Seite.

Die Marke Der Uhrmacher Abraham Louis Breguet, der das Unternehmen 1775 gründete, gilt als einer der ganz Großen seiner Zunft. Auf sein Konto gehen zahlreiche Innovationen – wie etwa das Tourbillon oder die Aufzugfeder –, und dieses Erbe wird bis heute hochgehalten. Bis 1870 war das für seine außergewöhnlichen Uhren weltbekannte Unternehmen in Familienbesitz, nach einigen Inhaberwechseln gehört Breguet seit 1999 zur Schweizer Swatch Group und betreibt weltweit rund 30 eigene Boutiquen an den nobelsten Adressen. Fazit Hohe Handwerkskunst.

Das Produkt Wer mit hochwertiger Männermode so lange und so eng verbunden ist, wie die italienische Luxusbrand Zegna, weiß natürlich, was Mann braucht, um gut auszusehen: In erster Linie natürlich einen perfekt sitzenden Anzug (Anzüge stellt das Unternehmen seit 1968 her) aus hochwertigen Materialien (Stoff gibt man in der Luxusklasse bereits seit 1910). Klarerweise trägt Mann darunter kein T-Shirt – die TV-Serie „Miami Vice” gilt zum Glück ja nicht mehr als stilbildend in der HerrenFashion –, sondern ein Hemd und für das perfekte Finish hat Zegna neben Krawatten auch eine Kollektion von Manschettenknöpfen im Sortiment. Die Zielgruppe Liebhaber der feinen italienischen Art.

Die Marke Das 1902 gegründete Unternehmen ist einer der renommiertesten Juweliere Wiens und einer der wenigen, die noch über ein eigenes Atelier verfügen. Geführt wird das Familienunternehmen seit 1991 in vierter Generation von Anton Heldwein.

Die Marke Gegründet wurde das Unternehmen 1990 von Robert Tateossian, einem ehemaligen Banker. 1999 wurde der Showroom in New York eröffnet, der erste Store 2001 – passend zur Vorgeschichte des Gründers im Royal Exchange, jenem Gebäude, in dem die erste Börse Londons ihren Sitz hatte. Weitere Stores folgten in London, Singapur, Moskau, Tokio und Yerewan. Erhältlich sind die Produkte zudem im Onlineshop sowie im renommierten Fachhandel in mehr als 60 Ländern.

Die Marke Im Alter von 18 Jahren, nach Abschluss seiner Schneiderausbildung, trat Ermenegildo Zegna in den Webereibetrieb seines Vaters Angelo ein und gründete noch im selben Jahr die Lanificio Zegna. Die feinen Stoffe wurden bald weltweit an Schneider und Modeunternehmen verkauft, 1968 brachte Zegna die erste eigene Anzugskollektion auf den Markt. Das Unternehmen ist bis heute in Familienbesitz, verfügt über eigene Produktionsstandorte in Italien, Spanien, der Schweiz und der Türkei sowie Mexiko, beschäftigt mehr als 7.000 Mitarbeiter und betreibt weltweit mehr als 300 eigene Boutiquen. Im Laufe der Jahre wurde das Sortiment um Freizeitbekleidung, Schuhe, Lederwaren, Brillen, Schmuck, Uhren und Parfüm erweitert.

Fazit Hochkarätiges Handwerk.

Fazit King of Cufflinks.

Fazit Maskuline Eleganz.

Die Zielgruppe Individualisten mit hohen Ansprüchen.

Die Zielgruppe Männer mit Sinn für das Außergewöhnliche.


Lu x u r y m a r k e t

8 – luxury brands&retail

Freitag, 24. Mai 2013

short

© Daimler

© Pharmawell

China ist auf der Überholspur

Frankfurt. Die deutschen Hersteller von Premium-Autos profitieren überproportional vom enormen Wachstum am chinesischen Markt. Während in Europa im ersten Quartal die Absätze zurückgegangen sind, wurden im gleichen Zeitraum in China um 5,1% mehr deutsche Nobelkarossen verkauft als im Vorjahresquartal. Aber auch als Produktionsstandort gewinnt das Land der Mitte rasant an Bedeutung: 2012 liefen bereits 575.000 Fahrzeuge (+51,1%) vom Band, 2020 könnten es einer aktuellen PwC-Studie zufolge mehr als 1,15 Mio., und damit jedes fünfte deutsche Luxusauto „made in China“ sein. „Der Ausbau der Produktionskapazitäten in China – und zwar insbesondere im Landesinneren und im Westen des Landes – ist eine logische Konsequenz, denn damit können die Hersteller die Bekanntheit ihrer Marke und Produkte im regionalen Markt steigern und weitere Kostenvorteile erzielen. Sie vermeiden außerdem Wechselkursrisiken, Logistikkosten und Zölle für den Import nach China“, so Felix Kuhnert, Partner und Leiter des Bereichs Automotive bei PwC in Deutschland und Europa. Zunehmend bekommt die deutsche Oberklasse aber Konkurrenz – sowohl von chinesischen Herstellern als auch von US-amerikanischen und indischen Autobauern, die ihre Topmarken verstärkt in China fertigen.  www.pwc.com

© panthermedia.net/Tono Balaguer

US-Luxusmarkt wird immer weiblicher

© Chanel; Givenchy; Chloe; Estee Lauder

Deutsche Autobauer kurbeln die Produktion in China weiter an.

Hochwertige Pflegeprodukte sowie Designerdüfte sind die Renner am globalen Kosmetikmarkt.

Es läuft wie

Hochwertige Kosmetik mit preisgekrönten Inhaltsstoffen zu leistbaren Preisen – mit diesem Konzept hat sich ‚Novaroyal‘ erfolgreich im Sektor der Premiumkosmetik etabliert. Wir beweisen damit, dass sich Luxus nicht in einem hohen Preis widerspiegeln muss.“ helga laubender, gf pharmawell

geschmiert

Auf Luxuskosmetik wird auch in Krisenzeiten nicht verzichtet, gespart wird lieber anderswo. desirée faber

Wien. Den Wunsch nach Schönheit können auch eine flaue Konjunktur und eher trübe Aussichten nicht bremsen, wie sich auch jetzt wieder zeigt. Gespart wird eher bei anderen Ausgaben, wie eine aktuelle Umfrage des deutschen Kosmetikverbands VKE zeigt. Fast 30% der Konsumenten würden für Luxuskosmetik (Produkte ab 30 €) auf Schmuck verzichten, jeder Fünfte auf einen Konzertoder Kinobesuch – bei den Frauen sogar jede Vierte –, und 18% der Befragten wären bereit, beim Restaurantbesuch zurückzustecken (von den Frauen auch hier jede Vierte). Kein Wunder also, dass es für die Kosmetikhersteller vor allem im Topsegment weiter aufwärts geht, wenn auch derzeit nicht so steil wie in den letzten Jahren.

So konnte etwa der L’Oréal-Konzern im ersten Quartal 2013 seinen Umsatz um 5,1% auf 5,93 Mrd. € steigern, im Luxussegment lag das Plus sogar bei über 8%. Genaue Daten über Luxuskosmetik gibt es in Österreich (anders als in Deutschland) nicht, daher haben wir bei Herstellern und dem Handel nachgefragt. Bei Estée Lauder liegt das Wachstum laut Marion Pelzel, Brand Managerin in Österreich, „im einstelligen Prozentbereich; überproportional gut entwickeln sich Anti-Aging-Produkte und Nagellacke”. Für Helga Laubender, GF des österreichischen Kosmetikherstellers Pharmawell, hat die Krisenresistenz von Pflege, Duft & Co durchaus pragmatische Gründe: „Attraktiv auszusehen, ist für viele Frauen unerlässlich. Wer das Gefühl einer

gepflegten Haut und eines stylishen Make-ups kennt, möchte darauf auch in schwierigen Zeiten nicht verzichten. Und Schönheit hat ja nicht nur ihren Preis, sondern auch ihren Wert. Und das gilt privat wie auch beruflich. Einen bestimmten Betrag für ein gepflegtes Äußeres zu reservieren, kann sich auch in wirtschaftlich nicht so starken Zeiten auf Umwegen sehr wohl rentieren.” Ein wichtiger Wachstumstreiber sind Düfte: „Hier ist die Entwicklung sehr positiv”, sagt Anneliese Gessl, Sales und Marketing Managerin der Estée Lauder-Abteilung Aramis & Designer Fragrances. Die Beliebtheit der Düfte erklärt sie so: „Ein Parfum bringt positive Stimmung und kann ein wenig von den Mühen des Alltags ablenken.” „Wie schon in den letzten Jahren setzt sich die Entwicklung fort,

dass gerade das Luxussegment für die größten Steigerungsraten verantwortlich zeichnet”, sagt Giovanni Cisar, GF von Italcos. „Der Kunde möchte kein ‚No-name‘Parfüm, sondern auf dem Flakon einen bekannten Namen wie etwa ‚Versace‘ sehen.” „Der Markt im gehobenen Segment entwickelt sich unverändert gut, etwa unsere Exklusivmarken wie ‚Givenchy‘ und ‚smashbox‘”, bestätigt auch Zita TourneurWendt, Trade Director Marionnaud Parfumeries Autriche. Der Erfolg der Luxuskosmetik komme aber nicht von ungefähr: „Wegen des spürbar zunehmenden Wettbewerbs gewinnen vor allem jene Marken, die weiterhin in ihre Marktpräsenz investieren.”  www.vke.de  www.marionnaud.at  www.versace.com

Erfolgsrezept Die österreichische Kosmetikmarke Novaroyal bietet Luxuspflege zu leistbaren Preisen

New York. Einer aktuellen Studie des Luxury Institute zufolge bestimmen Frauen in gutsituierten Haushalten zu 68%, was angeschafft wird. Einer der wichtigsten Gründe für den wachsenden weiblichen Einfluss ist, dass Frauen immer mehr zum Familienbudget beisteuern. 41% der Befragten gaben an, mehr als die Hälfte des Haushaltseinkommens zu erwirtschaften, 2008 waren es dagegen nur 27%. „Luxusmarken müssen sich daher stärker an den Bedürfnissen der weiblichen Kunden orientieren“, so Milton Pedraza, CEO des Luxury Institute.  www.luxuryinstitute.com

Exklusive Edelpflege made in Austria Wien. Nobelmarken erfreuen sich auch beim heimischen Konsumenten wachsender Beliebtheit. Neben Nagellacken – zur Zeit die Superstars der Kosmetik – zeigt sich auch bei Anti-Aging-Produkte eine steigende Nachfrage.

Luxuswaffe gegen das Alter Um den Zeichen der Zeit zumindest optisch ein Schnippchen zu schlagen, brauchen Herr und Frau Österreicher aber nicht unbedingt tief in die Tasche zu greifen. Denn das österreichische Kosmetikunternehmen Pharmawell hat mit der Premiummarke „Novaroyal“ eine höchst attrak-

tive Alternative zu den deutlich teureren Produkten der großen internationalen Brands. Jüngster Neuzugang im wachsenden Sortiment ist die „Nobel De Luxe Lift & Repair Tag & Nacht“-Creme. Damit hat Pharma­ well zwar nicht den mythischen Jungbrunnen entdeckt, aber zumindest eine wirkungsvolle Waffe gegen lästige Alterungserscheinungen. Wertvolle Oligo-Peptide und eine spezielle Aminosäure helfen, Mimikfalten zu glätten und der Faltenbildung vorzubeugen. Der innovative Wirkstoff Baicalin stimuliert die Zellerneuerung, bremst den Alterungsprozess und schenkt

der Haut neue Vitalität, Spannkraft und Energie. Hochwertige Hyaluronsäure füllt die Feuchtigkeitsdepots der Haut auf und verleiht neue Spannkraft, Elastizität und Geschmeidigkeit. Licht reflektierende Mikropartikel lassen Falten optisch zurücktreten. Eine Essenz aus Mikroalgen besitzt intensiv straffende Eigenschaften und rundet, in Kombination mit einem Collagen-Booster, die luxuriöse Formulierung ab. Der hochwertige Tiegel mit goldfarbenen Details spiegelt auch optisch die Qualität des Inhalts wider. Einzig der Preis ist mit 52 € für 50 ml erfreulich niedrig.  www.novaroyal.at

Neu am ­heimischen Markt: die „­Nobel de Luxe Lift & Repair Tag & Nacht“Creme.

© Pharmawell

Frauenpower: Einkommen und Einfluss der Amerikanerinnen steigen.


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Freitag, 24. Mai 2013

Wer ist

luxury brands&retail – 9

in und wer ist out?

Omega, Chanel, Montblanc und Burberry sind weltweit die Star-Brands. Nürnberg. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, und was als Luxus angesehen wird, hängt (neben der Ausstattung des Geldbeutels) von der jeweiligen sozialen Stellung, dem gesellschaftlichen Umfeld, dem Alter, Geschlecht sowie der Nationalität ab. Ende letzten Jahres hatte das Beratungsunternehmen „Brand:Trust“

„‚Patek Philippe‘ steht auf allen untersuchten Märkten

heit und hohes Kaufinteresse). Kein Wunder also, so Koch, dass sich Rolex verstärkt an der asiatischen Kundschaft orientiert. Allerdings könnte das auch dazu führen, dass die Marke in Europa weiter an Attraktivität verliert.

Autos sind im „Out“ Auch in den Bereichen Mode und Lifestyle gibt es mit Montblanc, Burberry und Chanel nur ganz wenige Marken, die rund um den Globus gleichermaßen überzeugen. Viele etablierte Marken, darunter etwa auch Louis Vuitton, Prada, Cartier und Bulgari, haben an Strahlkraft eingebüßt.

Das gleiche Schicksal hat auch die Autobranche. Denn überraschenderweise konnte sich keine einzige Nobelkarosse unter den Top-Brands „einparken“. Porsche, Ferrari, Bentley oder Rolls-Royce werden von den Konsumenten sogar als „Out Brands“ eingestuft. „Die Deutlichkeit dieses Ergebnisses ist ein Warnsignal. Es scheint, als entsprächen Autos nicht mehr dem Zeitgeist und sie sind offenbar auch keine unverzichtbaren Statussymbole, um Wohlstand zu demonstrieren – selbst im luxusverliebten China nicht. Die Zeit der Luxus-Automarken, wie wir sie kennen, scheint vorbei“, so Koch.  www.brand-trust.de

Chanel und Patek Philippe sind weltweit gleichermaßen begehrte Luxusmarken.

© EPA; Patek Philippe

natascha jansen-becker

hoch im Kurs.“ klaus-dieter koch

eine Studie zu den Luxus-Faktoren in Österreich, der Schweiz und Deutschland, den USA und China herausgebracht. Deutsche, Österreicher und Schweizer bevorzugen demnach den zurückhaltenden, dezenten Luxus, Chinesen stehen auf Marken, die ihren Reichtum offensichtlich machen und die US-Bürger haben – noch – keine auffälligen Präferenzen. Anlässlich der diesjährigen „Baselworld“ wurde der zweite Teil der Studie präsentiert, in der die länderspezifischen LuxusWarenkörbe untersucht wurden. Befragt wurden wohlhabende Konsumenten aus dem oberen Zehntel der Einkommensschichten nach ihren Marken-Favoriten zu den Themen Autos, Uhren, Mode, Möbel, Elektro und Hotels. Gemeinsamkeiten zeigen sich dabei nur in wenigen Fällen, etwa bei Patek Philippe.

Noch nicht alle Spitzen-Köche kochen privat mit Gaggenau. Das hat uns nicht ruhen lassen. Noch nicht alle Spitzen-Köche kochen privat mit Gaggenau. Das hat uns nicht ruhen lassen.

Weltweite Strahlkraft

Kompromisslos professionell. Die Backofen - Serie 400.

„Diese Marke zählt in allen drei Regionen zu den Marken der Zukunft, sie ist der ‚noch unentdeckte Superstar‘. Der derzeitige Superstar unter den Luxusuhren ist jedoch die Swatch-Marke Omega, die in D-A-CH, China und den USA eine gleichermaßen hohe Bekanntheit und Attraktivität hat“, so Klaus-Dieter Koch, GF von Brand:Trust. Ansonsten greifen die wohlhabenden Österreicher, Deutschen und Schweizer auch gern zu Uhren von IWC, Lange & Söhne (beide aus der Richemont-Gruppe) oder der Manufaktur Chronoswiss. Rolex gilt in Europa als „Out Brand“ (hohe Bekanntheit, aber geringes Kaufinteresse). Die wohl bekannteste Uhrenmarke ist allerdings bei den Chinesen, die ihren Wohlstand gern plakativ zur Schau stellen, die „Star Brand“ (hohe Bekannt-

Kompromisslos professionell. Die Backofen - Serie 400. Wer den besten Köchen der Welt gerecht werden will, muss an sich selbst die höchsten Ansprüche stellen. Wer besten Köchen der Welt gerecht will, Vieleden Spitzen-Köche nutzen die Serie nichtwerden nur privat, muss an sich selbst die höchsten Ansprüche stellen. sondern auch in ihren Restaurants. Wir nehmen das als Die Backofen-Serie 400 bringt mit unter Backofen, DampfbackKompliment. Informieren Sie sich www.gaggenau.at ofen und Wärmeschublade modernste Profi-Technik in Der Unterschied heißt Gaggenau. die pri vate Küche – und das ohne Kompromisse. Viele Spitzen-Köche nutzen die Serie nicht nur privat, sondern auch in ihren Restaurants. Wir nehmen das als Kompliment. Der Unterschied heißt Gaggenau.

© Brandtrust

Informieren Sie sich unter 0810.700.400 (Regionaltarif), +43.(0)1.60575-0 oder unter www.gaggenau.at.

Klaus-Dieter Koch, GF von Brand:Trust: Luxusvorlieben variieren sehr stark. GAG-13015_Spitzenkoch_Backofen400_luxerybrands_130507.indd 1

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10 – luxury brands&retail

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short

© Strasser

Grundlage einer exzellenten Küche

St. Martin. Exklusive Küchenarbeitsplatten aus hochwertigen Natursteinen liegen voll im Trend. Entsprechend gut laufen die Geschäfte bei Strasser Steine im OÖ Mühlviertel. In den vergangenen Jahren hat sich der Absatz auf jährlich gut 10.000 Stück vervielfacht. Der Umsatz in diesem Segment stieg im letzten Jahr um 12% auf 12,3 Mio. €. Entsprechend hat man die Firmenzentrale ausgebaut und auch eine neue Produktionshalle errichtet, die Anfang Mai in Vollbetrieb gegangen ist. „Bisher haben wir im Dreischichtbetrieb gearbeitet, um die starke Nachfrage zu befriedigen; mit der neuen Anlage ist es möglich, im Zweischichtbetrieb die doppelte Anzahl an Aufträgen abzuwickeln“, so GF Johannes Artmayer, dessen Ziel es ist, bis 2017 den Umsatz auf 30 Mio. € zu steigern. Er sieht europaweit noch großes Potenzial. Allein in Österreich werde sich das Verkaufsvolumen verdoppeln: „30 bis 40 Prozent der Küchenarbeitsplatten werden aus hochwertigem Stein sein, in Deutschland gestaltet sich der Markt ähnlich.“  www.strasser-steine.at

© Vitra

Johannes Artmayer, GF von Strasser Steine, sieht noch viel Potenzial.

Vitra treibt es in der neuen Kollektion richtig bunt: Die neue Farbpalette unterstreicht Charakter und Eleganz der zeitlosen Design­ klassiker und macht sie gleichzeitig trendig.

Die neue

Neben Form und Funktion spielen im Design der Möbelmarke Farben jetzt eine verstärkte Rolle. cornelia patelli

Birsfelden. Farben und Oberflächen sind für die Wirkung eines Produkts mindestens ebenso entscheidend wie die Form, beeinflussen sie doch durch ihre emotionale Komponente ganz wesentlich die Gesamtwirkung. Das gilt für Kleidung ebenso wie für Autos oder Möbel. Mit ihren Installationen und Objekten hat die niederländische Designerin Hella Jongerius immer wieder gezeigt, wie Farben auf unterschiedlichen Materialien, Oberflächen und Formen zu immer wieder neuen Ergebnissen führen können. Das Wissen um die Wirkung von Farbe und deren kulturell unterschiedlicher Bedeutung ist ihr dabei ebenso Grundlage wie die Vertrautheit mit verschiedenen Produktionstechniken und Mate-

© Pomellato

PPR wird Kering und wächst weiter

Der Luxuskonzern übernimmt die ita­li­ enische Schmuck­ marke Pomellato.

rialien. Dieses Know-how bringt Jongerius nun als Art Director für Farben und Oberflächen beim Schweizer Möbelhersteller Vitra ein.

Raffinierte Schattierungen Ziel des Projekts ist eine Vitraeigene Farb- und Materialwelt, mit der die klassischen und zeitgenössischen Entwürfe der Kollektion in ihrem jeweiligen Charakter unterstrichen oder aktualisiert werden. Die Farbgebung bezieht sich dabei einerseits auf historische Versionen der Entwürfe und andererseits auf die damaligen Farbkonzepte der Designer und übersetzt sie in die heutige Zeit. Auf der Möbelmesse in Mailand wurden bereits nach diesem Konzept überarbeitete Klassiker gezeigt. Darunter Möbelstücke aus

den Re-Editionen von Jean Prouvé-Entwürfen, die in enger Zusammenarbeit mit den Erben des berühmten französischen Gestalters

„Farben und Ober­ flächen beeinflus­ sen die Wirkung eines Produkts.“ hella jongerius, designerin

seit 2001 im Sortiment von Vitra sind. Zurückhaltende und doch zeitgemässe Farbtöne lassen die ProuvéKlassiker in einem frischen Licht erscheinen. “Mein Vater verwende-

te nie einfache Primärfarben, sondern eine raffinierte Palette von Schattierungen. Natürlich – er war der Sohn eines Malers“, so Catherine Prouvé. Zusätzlich sind die Prouvé-Tische mit neuen Tischplatten-Varianten aus hochwertigen Massivhölzern erhältlich und mit dem Table Solvay aus dem Jahr 1941 wird auch ein weiterer Prouve-Entwurf neu ins Sortiment aufgenommen. Die Tischplatte von Table Solvay gibt es in drei verschiedenen Holzarten und das Untergestell ist jeweils aus dem gleichen Holz gefertigt. . Die neue Farbenlehre bei Vitra erstreckt sich aber nicht nur auf die aktuelle Kollektion. Gemeinsam mit den anderen Designern der Marke wird Jongerius auch eine designerspezifische Farb- und Materialbibliotheken aufbauen. www.vitra.com

Jubiläumsjahr Vor einem Jahrhundert wurde im Nobelbadeort Deauville die erste Chanel-Boutique eröffnet

Kurzfilm für eine lange Erfolgsgeschichte

© EPA

Paris/Mailand. Der französische Luxus-Gigant PPR verpasst sich nicht nur einen neuen Namen – ab Juni firmiert das Unternehmen unter dem Namen Kering –, sondern hat sich auch ein neues Schmuckstück gegönnt: Als jüngster Neuzugang glänzt jetzt die italienische Luxusmarke Pomellato (inklusive der Nebenlinie Dodo) im Nobelsortiment der Gruppe. Für Andrea Morante, der Pomellato und Dodo weiterhin als CEO führen wird, sei dieser Schritt zur Internationalisierung eine Notwendigkeit gewesen, und der Gang unter das Dach von Kering die mit Abstand vorteilhafteste der dafür zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. „Wir sind damit Teil eines der prestigeträchtigsten Luxusunternehmens und haben damit die besten Möglichkeiten, die Erfolgsgeschichte unserer Marken sowohl zu bewahren als auch auf globaler Ebene weiterzuschreiben.“  www.kering.com

Farbenlehre

Keira Knightley stand als Coco Chanel vor der Kamera, Karl Lagerfeld dahinter.

Paris. Man soll die Feste feiern, wie sie fallen und ein 100 Jahres-Jubiläum ist allemal ein Grund dafür. Anlässlich der Eröffnung der ersten Chanel-Boutique vor 100 Jahren im exklusiven französischen Badeort Deauville wechselte Karl Lagerfeld wieder einmal vom Atelier in den Regiesessel, um dem Ereignis ein passendes filmisches Denkmal zu setzen. Keira Knightley, seit 2007 das Werbegesicht des Parfüms „Coco Mademoiselle“, spielt die Rolle der legendären Markengründerin, für den Part von Cocos Tante und enger Vertrauter Adrienne wurde die französische Schauspielerin Clotilde Hesme engagiert.

In weiteren Rollen sind auch die beiden Topmodels Stella Tennant und Caroline de Maigret zu sehen. Premiere hatte der Kurzfilm vor wenigen Tagen in Singapur anlässlich der Präsentation der neuen Cruise-Kollektion von Chanel.

30 Jahre Lagerfeld Ein rundes Jubiläum kann aber auch Karl Lagerfeld selbst feiern, der heuer bereits seit 30 Jahren für den unverkennbaren Look und weltweiten Erfolg von Chanel verantwortlich ist. Und glücklicherweise haben sich noch keine Ermüdungserscheinungn eingestellt.  www.chanel.com


Meissen macht jetzt Die deutsche Traditionsmanufaktur baut ihr Sortiment weiter aus. desirée faber

Meissen. Das Sortiment breiter aufzustellen und sukzessive in Bereiche abseits der ursprünglichen Kernkompetenz vorzudringen, ist ein strategisches Konzept, das viele Luxusmarken – vor allem aus Mode- und Lifestyle – seit geraumer Zeit praktizieren. Sich breiter aufzustellen, ist auch bei der deutschen Traditionsmanufaktur Meissen seit einigen Jahren die Devise.

„Wie in der Couture liegt auch bei

High-Fashion finden sich auch in der Unternehmensgeschichte. Schon im 18. Jahrhundert gehörten bei Meissen Porzellan und feine Couture ganz selbstverständlich zusammen. So wurden etwa für die Kleidung verschiedener Figurinen kostbare Stoffe in die Porzellanmasse eingearbeitet.

Hohe Handwerkskunst „Wir präsentieren unsere Schmuckkreationen weltweit auf verschiedensten Veranstaltungen“, erläutert Paolo Novembri, Chairman von Meissen Italia; „da bot es sich direkt an, auch die passenden Kleider aus dem eigenen Hause mit

zu präsentieren.“ Entwerfen wird sie die junge deutsche Designerin Frida Weyer, deren Arbeiten unter anderem mit dem „Premium Young Designers Award“ und dem „Bunte New Faces Award“ ausgezeichnet wurden und international bereits viel Anklang gefunden haben. „Frida Weyers Kreationen sind uns bereits in den letzten Jahren aufgefallen – ihr Anspruch und Können passen perfekt zu unseren Markenvorstellungen“, erläutert Kurtzke. Bereits in diesem Herst soll die erste Kollektion von aufwendigen Cocktail-, Abend- und Brautkleidern vorgestellt werden.  www.meissen.com

luxury brands&retail – 11

Mode

© Meissen

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Freitag, 24. Mai 2013

Modische Sortimentserweiterung: Meissen gründet ein eigenes Couture-Label.

uns der Markenkern in der Kunst.“ christian kurtzke, gf meissen

Erst kam der Schmuck, im Vorjahr folgten dann Möbel und Interior-Design, jetzt setzt man einen weiteren Schritt und will künftig auch in der Modewelt mitmischen. Und zwar gleich im Top-Segment. Für Christian Kurtzke, Vorsitzender der Geschäftsführung von Meissen, ein logischer Plan: „Unser Markenkern ist nicht die Mode, sondern die Kunst; daher konzentrieren wir uns auf die Couture, bei der edle Materialien, aufwendige Handwerkskunst und Kreativität zusammenfließen.“ Beweise für die Nähe zwischen Porzellan und

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Silber schlägt ganz neue Töne an

© Schullin

Jung, cool & edel: die neue Silber­kollektion „Black & White“ von Schullin.

Wien. Herbert Schullin gilt als eloquenter Redner – das war in freier Interpretation des bekannten Sprichworts „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ allerdings nicht der Grund für die erste Silber-Kollektion des Wiener Nobeljuweliers. „Damit wollen wir eine neue und innovative Linie für ein junges, designaffines Publikum schaffen“, erklärt Junior-Chef Lukas Schullin. Gefertigt sind Armreifen, Ohrschmuck, Ketten, Ringe, Broschen und Cuffs auf der neuen, besonders hochwertigen Silberlegierung ‚Argentium 960‘. Wie in der Haute Joaillerie stehen auch hier Originalität und Qualität im Design im Vordergrund. „Silber kann nun mit Recht als Edelmetall bezeichnet werden“, ist Herbert Schullin überzeugt.  www.schullin.com RWG_UhrenAndJuwelen_freelancer_BK_216x288mm_vect.indd 1

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12 – luxury brands&retail

Freitag, 24. Mai 2013

Edel-Fashion on the Top Mount Everest-Kollektion von Bally zum Jubiläum der Erstbesteigung.

Bally patentierte Haken-Ösen-Verschlusssystem der Originalschuhe hergestellt hatte, um auch bei den Details so authentisch wie möglich zu sein.

clarissa fischer

Exklusiver Winter-Style

Highlight der Kollektion ist das Modell „Vilmos“ aus Murmeltierfell mit warmem Kaschmirfutter, eine Neuinterpretation von Norgays Rentierstiefeln. Bally hat sich dafür auch erfolgreich auf die Suche nach jener deutschen Manufaktur gemacht, die das spezielle, von

Bally bringt eine modische Hommage an die Erstbesteigung des Mount Everest heraus.

In Bestform.

Am Modegipfel Als Hommage an dieses Ereignis bringt Bally – mittlerweile eine weltweit agierende Mode- und Lifestylemarke – eine spezielle „Mount Everest-Capsule-Collection“ heraus. Vorgestellt wurde sie Anfang des Jahres in London, am Jahrestag der Erstbesteigung kommen die ersten Stücke in die Bally-Stores. Die Key-Pieces der Kollektion sind drei Herrenschuh-Modelle, die auf den traditionellen Bergschuhen basieren, gleichzeitig aber natürlich all jenen Komfort bieten, den moderne Abenteurer heute wünschen – auch wenn sie nicht vorhaben, die höchsten Gipfel zu erklimmen.

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short

© Tom Ford

Für einen exzellenten Durchblick

Eine Marke der Daimler AG

Luxusbrille von Tom Ford: das neue Modell „Alexander“ aus der Special Edition.

New York/Longarone. Sonnenbrillen gehören schon fast zum Standardrepertoire vieler Nobelmarken und zählen zu den vergleichsweise leicht erschwinglichen Produkten im Luxussegment. Eine Ausnahme macht da allerdings die Special Edition Eyewear-Kollektion von Tom Ford und Lizenzpartner Marcolin, von der jetzt die dritte Auflage, das Modell „Alexander“, auf den Markt kommt. Rosé- bzw. weiß-vergoldete Gestelle, hochwertige Zeiss-Gläser und mit exklusiven Kaimanleder bezogene Brillenbügel und Querstege sowie das handgefertigte Lederetui rechtfertigen allerdings in gewisser Hinsicht den geschmalzenen Preis von 2.000 €, den man für die Luxusversion einer Pilotenbrille auf den Ladentisch legen muss.  www.tomford.com

Die restlichen Kollektionsteile (etwa Jacken und Overalls) kommen dann im September in den Handel und liefern den Beweis, wie trendig und chic Mann heute auch bei extremen Bedingungen unterwegs sein kann. Für die Besteigung des Mount Everest ist die Fashion zwar nicht geeignet, aber für einen strengen und schneereichen Winter bestimmt.  www.bally.com

© Bally (2)

Caslano/London. In wenigen Tagen, genau am 29. Mai, jährt sich die erfolgreiche Erstbesteigung des Mount Everest durch Sir Edmund Hillary und seinen Sherpa Tenzing Norgay zum 60sten Mal. Einen nicht unwesentlichen Anteil an dieser Leistung hatte das Schweizer Unternehmen Bally, in dessen robusten Bergschuhen die beiden Alpinisten den höchsten Berg der Welt bezwangen. Weitere Unterstützung von Schweizer Seite hatte das britische Team ebenfalls. Denn 1952 versuchte ein eidgenössisches Expeditionsteam, zu dem auch Norgay gehörte (ebenfalls in Schuhwerk von Bally) den Aufstieg. Den Gipfel erreichten sie zwar nicht, ihre Erfahrungen und Erkenntnisse halfen den Briten aber beim finalen Gipfelsturm.

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lu x u r y b r a n d

Freitag, 24. Mai 2013

luxury brands&retail – 13

Valentino hat große Ziele

250 Mio. Euro für neue Stores und Erweiterung der Herren-Kollektion.

Die neuen Eigentümer unterstützen die Expansion des Modehauses kräftig.

Mailand/Doha. Wachsende Konkurrenz, neue Märkte, immer anspruchsvollere Kunden – wer in der Luxusbranche langfristig Erfolg haben will, darf nicht auf der faulen Haut liegen, sondern muss stets am Ball bleiben und auch entsprechend investieren. Star-Designer Valentino hat da vergleichsweise leicht lachen, denn sein Unternehmen entwickelt sich prächtig. 2012 stieg der Umsatz um satte 21% auf 400 Mio. €, der Bruttoüberschuss lag mit 32,1 Mio. € mehr als 43% über jenem von 2011, und im ers-ten Quartal des heurigen Jahres setzt sich der Aufwärtst-

rend weiter fort: Zwischen Jänner und März erreichte man ein Plus von 23%.

ten Länder der Welt), einen finanziell exzellent ausgestatteten Eigentümer.

Potente Geldgeber

Große Expansionspläne

Aus eigener Kraft (der Nettogewinn betrug 2012 ebenso wie 2011 1 Mio. €) wären die ausgesprochen ehrgeizigen Ausbaupläne für die nächsten Jahre freilich nicht zu schaffen, immerhin 250 Mio. € will die italienische Luxusmarke inves-tieren. Allerdings hat Valentino seit Sommer letzten Jahres mit der „Mayhoola for Investments Spc“, einer Holding-Gesellschaft der Herrscherfamilie des Emirats Katar (immerhin eines der reichs-

Ein Schwerpunkt der geplanten Expansion ist es, die Zahl der Monobrand-Boutiquen innerhalb der nächsten fünf Jahre auf rund 160 zu verdoppeln. Neue Standorte sind in den USA, Europa sowie Asien geplant, weiters werden die bestehenden Stores nach einem Konzept des britischen Star-Designers

„Im Fokus unserer Strategie steht die Entwicklung der Herrenkollektion.“ stefano sassi, ceo valentino

David Chipperfield neu gestaltet. „Wir konzentrieren unsere Arbeit jetzt darauf, die Sichtbarkeit unserer Verkaufsstellen, die groß sein sollen und sich an den richtigen Orten befinden müssen, zu steigern“, erläutert Valentino-CEO Stefano Sassi. Ausgebaut werden soll auch die Herrenkollektion, die laut Sassi noch großes Potenzial berge. Noch für dieses Jahr ist in Paris die Eröffnung der weltweit ersten reinen Männer-Boutique vorgesehen.  www.valentino.com

short

Rolf Benz bringt Design-to-go

Der neue Beistelltisch „Tableau 973“ lässt sich ganz einfach mitnehmen.

© Rolf Benz

© EPA

natascha jansen-becker

Nagold. Mitnahmemöbel sind in der Oberklasse eigentlich nicht üblich – man will seinen anspruchsvollen Kunden ja nicht zumuten, als Möbelpacker zu agieren. Eine Ausnahme macht jetzt Rolf Benz. Natürlich nicht bei Sofas, Schränken oder Betten – die bekommt man weiterhin vom Fachhandel ins Haus geliefert –, sondern mit dem „Tableau 973“. Das ist ein kleiner Beistelltisch mit einem Gestell aus Massivholz (wahlweise amerikanischer Nussbaum oder Eiche) und einer runden Platte aus pulverbeschichtetem Stahlblech. Der Clou ist eine mittig auf der Platte platzierte Lederschlaufe – an der trägt man das gute Stück zwar nicht heim (dafür gibt’s einen Karton), dort aber bequem an den gewünschten Platz.  www.rolf-benz.de 07.05.13 08:50


Lu x u r y r e s ell e r

14 – luxury brands&retail

short

Freitag, 24. Mai 2013

Neben den eigenen Läden setzt Swarovski jetzt auch verstärkt auf neue Shop-Konzepte

Erster Max Well-Shop im Ausland

© Max Well

Die enge Zusammenarbeit mit Designern hat bei Swarovski eine lange Tradition. Aktuell werden in den Schaufenstern des Wiener Flagships Kreationen von Philip Tracey gezeigt.

Mario Haidinger mit dem Team seines neuen Shops in Winterthur.

Glamour trifft auf Design

© Swarovski Wien

Wien/Winterthur. Grenzen zu überschreiten, gehört für einen Modedesigner fast schon zum täglichen Brot. Mario Haidinger, Gründer und kreativer Kopf hinter dem österreichischen Couture-Label Max Well, hat das vor Kurzem nicht nur im modischen Sinn getan und im Schweizer Städtchen Wintherthur seinen ersten Store außerhalb Wiens eröffnet. Geboten wird hier – wie in den mittlerweile sechs Läden in der österreichischen Hauptstadt – exklusive Fashion vom trendigen It-Piece bis zum zeitlosen Klassiker.  www.max-well.at

clarissa fischer

Wattens/Innsbruck/Wien. Neben den eigenen Designern entwerfen bei Swarovski seit Jahren auch externe Künstler Schmuckstücke. Diese exklusiven Designerkollektionen gehören zu den Highlights im Sortiment des Tiroler Kristallimperiums. Insgesamt 15 Top-Designer wie etwa Anton Heunis, Isaac Manevitz, Kenneth Jay Lane und Jean Paul Gaultier stehen hinter der aktuellen Kollektion. Dieser engen Verbindung zollt man seit heuer auch mit einem neuen Shopkonzept Rechnung. Der erste „Cadenza”-Shop, in dem neben eigenen Produkten aus ei-

© Bucherer/S.d’Halloy

Mega-Store für Uhren und Juwelen

gener Produktion auch Schmuck von mehr als 50 bekannten Designmarken, darunter etwa Valentino, Roberto Cavalli und Mawi, angeboten wird, wurde Anfang des Jahres in Innsbruck eröffnet.

Damit wolle man, so Konzernchef Markus Langes-Swarovski, vor allem „für mehr Vielfalt sorgen“. Für heuer sollen noch weitere Cadenza-Stores in Asien sowie in London (hier sind gleich drei Standorte geplant) eröffnet werden.

Neue Store-Konzepte

„Wir arbeiten der-

Der Hauptfokus wird aber auch weiterhin auf den 2.300 SwarovskiStores liegen, von denen 1.300 im Besitz des Tiroler Unternehmens stehen und auch selbst betrieben werden. Zwar nicht die Krone, aber mindestens ebenso königliche Kopfbedeckungen hat man etwa dem Wiener Flagship-Store auf der

zeit am Design der nächsten StoreGeneration.“ robert Buchbauer, CEO Swarovski

Kärntner Straße aufgesetzt: In dessen Schaufenster-Kuben sind jetzt Kreationen des weltbekannten HutDesigners Philip Tracey zu sehen, die schon während des Aufbaus der Installation für Aufsehen gesorgt hatten. Derzeit arbeitet man, so CEO Robert Buchbauer, bei der diesjährigen „Baselworld“ an einem neuen Design-Konzept für die Stores, um das Einkaufserlebnis für die Kunden noch angenehmer und inspirierender zu gestalten. Zudem ist auch geplant, die im Vorjahr in Großbritannien gestarteten Lola & Grace Jewellery Stores rasch auch europaweit zu etablieren, vor allem in Italien.  www.swarovski.com

Die Luxushauptstadt Paris ist um eine weitere Shopping-Attraktion reicher.

Sehen, hören, fühlen B&O schlägt neue Töne an

Luzern/Paris. Angekündigt haben wir es bereits in der letzten Ausgabe, vor wenigen Wochen hat Juwelier Bucherer seinen luxuriösen, 2.000 m� großen MegaStore in Paris geöffnet. „Paris ist die Heimat des Luxus und der Eleganz; hier ein Geschäft zu eröffnen, ist für uns etwas ganz Spezielles. Wir freuen uns besonders, in unserem neuen Geschäft die Pariser und die internationalen Liebhaber von Uhrmacherkunst und Diamantjuwelen in einem eleganten Ambiente mit einem exklusiven Angebot und erstklassiger Beratung zu verzaubern”, so Guido Zumbühl, CEO der Bucherer AG.  www.bucherer.com

Kopenhagen. „Wir haben ein Konzept entwickelt, das eine luxuriöse und einladende Atmosphäre vermittelt. Je länger sich ein Kunde im Geschäft aufhält, desto stärker wird er in den Bann gezogen. Wir möchten so vielen Menschen wie möglich die Gelegenheit bieten, die Magie von ‚Bang & Olufsen‘ selbst zu erleben“, erläutert B&O-Creative Director Johannes Torpe das neue RetailDesign, das vor rund einem Monat mit dem ersten Concept-Store in Kopenhagen lanciert und noch in diesem Jahr sukzessive auch inter­ national umgesetzt werden wird.

Edler Neuzugang bei First Showroom

Das Herzstück bildet eine Wand mit den Bestsellern aus dem Lautsprecher-Sortiment, auf der Kunden die unterschiedlichen Modelle tes-ten können. Dabei kann Musik von verschiedenen Quellen gespielt oder vom eigenen Smartphones gestreamt werden. Der Zweitmarke ‚B&O Play‘ sowie den Fernsehern und Home Cinema-Systemen sind eigene Bereiche gewidmet. Das modulare Shop-Konzept ist für Flächen von 50 bis 200 m� ausgelegt und passt sich somit den jeweiligen räumlichen Gegebenheiten an.  www.bang-olufsen.com

© Bang & Olufsen/Flemming Leitorp

Neue Klangwelten

Die Marke mit allen Sinnen erleben: der neue Concept-Store von B&O in Kopenhagen.

Louis Vuitton Wenige Monate nach dem neuen Flagship-Store bekam Wien auch eine Schmuck-Boutique

© Bjoern Steinmetz

Glanzvolles Highlight in der Wiener City

Wien. Zusätzlich zum FlagshipStore im Stilwerk sind die Kreationen von Stardesigner La Hong Nhut jetzt auch im First Showroom und dessen OnlineStore für Privatkunden und Einkäufer erhältlich.  www.firstshowroom.com

© Louis Vuitton

La Hong Nhut: exklusive Fashion für eine anspruchsvolle Kundschaft.

Edler Neuzugang in Wien: Weltweit gibt es erst fünf LV Uhren- und Schmuck-Stores.

Wien. Die französische Luxusmarke hat offenbar einen Narren an der Donaumetropole gefressen. Vielleicht hat ja der berühmte Wiener Schmäh ein wenig mitgespielt, ganz sicher aber die Attraktivität der Stadt auf gutbetuchte Shoppingtouristen, dass sich die Nobelmarke für ihre weltweit fünfte Uhren- und Schmuckboutique gerade diesen Standort ausgesucht hat. Der edle Laden, in dem das gesamte Uhren- und Schmucksortiment präsentiert wird, ist in einem barocken Gebäude aus dem 16. Jahrhundert auf der Tuchlauben untergebracht, nur wenige Schritte

vom imposanten Global Store im „Goldenen Quartier“ entfernt. Konzipiert wurde auch dieser Store vom New Yorker Stararchitekten Peter Marino. Neben den für Lous Vuitton-Läden typischen, exquisiten Materialien – etwa Aalhaut für die Wandbespannungen – nahm Marino bei vielen kleinen Details Anleihen beim Wiener Flair und der Kultur der Stadt. So sind etwa die Deckenlampen von der Designsprache der Wiener Werkstätte inspiriert, in der Uhren-Abteilung sind originale, antike Stühle von Josef Hoffmann ausgestellt.  www.louisvuitton.com


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Freitag, 24. Mai 2013

Großartige

luxury brands&retail – 15

Inszenierungen

cornelia patelli

Wien. „Die Produktqualität ist für den Konsumenten eine Grundvoraussetzung und daher kein geeignetes Kriterium, mit dem sich eine Marke vom Mitbewerb abgrenzen kann. Entsprechend gewinnt die Inszenierung der Marke und ihrer Werte im Retail eine immer

neuen, außergewöhnlichen Materialien – etwa ein Boden aus einem besonders robusten Büffelleder – beschäftigt er sich auch intensiv mit wissenschaftlichen Methoden der Konsumentenanalyse, wie etwa der Blickfeldforschung, und den neuen technischen Möglichkeiten zur Verbindung von realer und virtueller Welt.

Neue Erlebniswelten

„Shops müssen neben der Ware auch Emotionen bieten.“

„Das Einkaufserlebnis am PoS vermischt sich immer mehr mit dem Internet. Impulse im Shop zu setzen, die diese Nähe nutzen, verstehe ich als logischen Schritt in Richtung ‚Future Shopping‘.

Diese neuen Technologien zu nutzen, ist eine spannende Challenge. Die Bandbreite reicht vom Lernvideo, das die wichtigsten Krawattenknoten erklärt, über die Implementierung von Apps, die den Verkaufsraum erweitern, bis zu intelligenten Systemen, die, abhägig vom jeweiligen Betrachter, die über Screens gezeigten Informationen steuern, oder Kundenrouting zu speziellen Aktionen“, umreißt er die technischen Features. „Gutes Shopdesign besteht meiner Meinung nach aus drei Dimensionen: eine gute Idee, kombiniert mit smartem Design, gutem Handwerk und Umsetzungserfahrung.“  www.brand-designers.com

© Oskar Schmidt; Branddesigners (2)

Das Shopdesign im Luxussegement wird immer aufwendiger.

Philipp Brandstätter: „Unvergesslich wird ein Shop, wenn dem Kunden neben den Produkten auch noch ein emotionales Erlebnis geboten wird.“

philipp brandstätter gf branddesigners

größere Bedeutung. Das heißt, der Shop wird zur Bühne für die Produktwelt“, so Philipp Brandstätter, GF von Branddesigners, der unter anderem schon Läden für Le Petit Chou, Dior Kids, LaCoste oder Barbour entworfen hat und dessen aktuelles Projekt die Gestaltung des neuen WMF-Flagship-Stores in Wien ist.

Material & Funktion „Die Arbeit für große Marken ist natürlich aufwendiger – schließlich haben sowohl die Unternehmen als auch deren Kunden hohe Ansprüche“, so Brandstätter weiter. Neben der Suche nach immer

wer auf seine sinne hört,

kann das schöne und anregende dieser welt erfahren. Rolf Benz MIO. ich freu mich drauf.

short

© Roberto Cavalli

Zwei Mal Roberto Cavalli in Wien

Exklusive Shopping-Adresse: der neue Cavalli-Flagship-Store auf der Tuchlauben.

Wien. Der italienische Star-Designer Roberto Cavalli sorgt dieser Tage gleich für mehrere Highlights in Wien. Erstens eröffnet er heute (am 24. Mai) gemeinsam mit seiner Frau Eva die neue Boutique im Goldenen Quartier auch offiziell. „Passend zum eleganten Wiener Flair ist es ein außergewöhnlich glamouröser FlagshipStore, der die typische Signatur der Marke widerspiegelt“, sagt der Designer. Dazu gehört auch das langjährige Engagement des Designers im Kampf gegen Aids. Beim Opening wird auch die Charity Limited Edition zugunsten des diesjähigen ‚Life Ball‘ präsentiert. Der zweite Streich folgt dann morgen, am 25. Mai, mit der großen Fashion Show, die das Highlight des opulenten Events ist.  www.robertocavalli.com

Design: Norbert Beck · www.rolf-benz.com

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