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inside your business. today.

13. JahrganG NO. 1632

¤ 3,–

dienstag, 23. april 2013

TREVISION

visual solutions visual solutions

Feature: Wie lange lässt sich der Food-   und Gastro-Hype noch ertragen?  Seite 4/5

medianet_46x15

27.10.2005

12:07 U

zukunft des Radios

Der Privatradiosender KroneHit lud   zum „KroneHit Radio Day 2013“  Seite 8

© Unibail-Rodamco

© Sturm und Drang

die Anti-foodies kommen

© mn/Szene1/K. Schiffl

www.trevision.at Facelift für die SCS

Ab Herbst sollen dank Refurbishment die Umsätze in der SCS wieder anziehen Seite 26

Städteplanung Der niederländische Städtebau-Experte Kees Christiaanse über die Städte der Zukunft

Christiaanse: „Weg mit der starren Bauordnung“

www.direkt.biz +43 (0) 1 / 66 177

tel.: +43-1-536 26-0 www.plakativ.at inhalt

© APA/Herbert Pfarrhofer

prime news & market watch

> IFZ-Kongress 2013: „Tage der Zukunft“ in Stift Ossiach 3

9

© WSA

marketing & media > MMID 2013: Der „mobile Interessenausgleich“ 

© Michelle Wilderdom

> Problemlöser Neue Medien: World Summit Award ‘13  10 retail > Conrad Seidl lud zum Bier Guide-Event nach Linz  30

Freiräume „Mehr Flexibilität in der Stadtplanung“ fordert Kees Christiaanse, Professor am Institut für Städtebau an der ETH Zürich. Die derzeitige Bauordnung, in der „alles festgeklopft“ werde, müsse dafür aufgegeben werden.  Seite 2

specials

Bankgeheimnis Nowotny um Ruf der Banken besorgt

„Österreich ist keine Steueroase“

medianet erscheint jetzt vier Mal/Woche. Printausgabe: Dienstag und Freitag; Mittwoch und ­Donnerstag erhalten Sie zusätzlich unsere neue Digitalausgabe. P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien,  Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

© APA/Robert Jäger

> druck & papier: „Tradition verpflichtet“ 13–24 > haus & garten: „Endlich Frühling“  31–36

OeNB-Chef Nowotny fürchtet Zweifel an der Seriosität des Bankensystems.

Wien. OeNB-Chef Ewald Nowotny zeigte sich am Rande der IWF-Tagung in Washington besorgt um den Ruf der österreichischen Banken. Die Diskussion über das Bankgeheimnis in Österreich dürfe dem internationalen Vertrauen ins österreichische Bankensystem nicht schaden, warnte der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Dies sei eine sensible Situation, die man gemeinsam mit den Banken diskutieren solle. Gleichzeitig betonte Nowonty, dass der Informationsaustausch der neue internationale Standard wird.  (APA)

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C OV E R

2 – medianet

Dienstag, 23. April 2013

pro j ekt „ sees tadt“

© schreinerkastler.at

Die Seestadt Aspern im 22. Wiener Gemeindebezirk ist eines der größten Stadt­ entwicklungsprojekte Europas. Auf dem ehemaligen Flugfeld Aspern sollen bis 2028 rund 240 Hektar verbaut werden. 20.000 Menschen werden in der Endausbaustufe in der Seestadt leben, weitere 20.000 sollen zum Arbeiten an den Stadrand pendeln. Welches Profil sich die Seestadt erarbeiten wird, steht noch nicht fest. Die Angst der Planer vor dem Schicksal der „Schlafstadt auf der Wiese“ kann, meinen Ex­ perten, nur durch eine optimale Mischung aus mutigem Master­ plan und kreativem Freiraum gemeistert werden. „Innenstadt und Peripherie dürfen nicht län­ ger gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssen sich ergänzen“, fomuliert es Raum­ planer Gerhard Doblhamer.

Masterplanung Nicht nur in Wien entstehen derzeit wegweisende neue Stadtentwicklungsprojekte

Über die Brücken zwischen Innenstadt und Peripherie – und das Shoppen auf der grünen Wiese. Erika Hofbauer

Innsbruck/Wien. In Wien schaltet die Stadtentwicklung derzeit wieder einen Gang höher – mit der Seestadt Aspern etwa oder dem Gelände um den neuen Hauptbahnhof. Neuer Wohnraum, Bildungscampusareale und Kreativquartiere stehen im Fokus der Stadtentwickler. Derzeit hat sogar der Wiener Gemeindebau ein Gastspiel in New York: Das Austrian Cultural Forum (ACF), angesiedelt nahe der Fifth Avenue im Herzen des „Big Apple“, zeigt seit vergangener Woche die Ausstellung „The Vienna Model – Housing For The 21st Century“. Beinahe revolutionäre Ansichten in Sachen Baurecht vertritt der Architekt und Städtebau-Experte Kees Christiaanse: Weg mit einer starren Bauordnung, lautet sein

Ruf nach mehr Flexibilität in der Stadtplanung. Der Professor am Institut für Städtebau an der ETH Zürich, der kürzlich beim Immobilien Forum West in Innsbruck referierte, hat sich auf die „Zukunft der Innenstädte“ spezialisiert. „Die Stadt von morgen sollte ein robustes, offenes und multidirektionelles Straßennetz haben, das maximalen Kontakt mit dem Erdgeschoß der Gebäude erlaubt“, erläutert Christiaanse sein Modell. Innerhalb dieses Netzes sollten die Baublöcke flexibel und architektonisch vielfältig bebaubar sein. „Monofunktionelle Quartiere sind unbedingt zu vermeiden“, erklärt der Städtebau-Experte. Außerdem müsse die Stadt von morgen kompakt sein und über ein hochqualitatives und öffentliches Transportsystem verfügen. „Wenn man das

öffentliche Verkehrsnetz optimiert hat, kann man das Autofahren langsam teurer machen“, sind für Christiaanse nicht die Emissionen der Fahrzeuge das größte Problem: „Die Menge an Autos beeinträchtigt das Stadtbild und verstopft die Straßen.“

Keine starre Bauordnung In Europa ortet Christiaanse die allmähliche Entstehung einer Stadtsteuerungskultur. Diese bestehe darin, dass Städte nicht mehr fixe, legislative Bau- und Zonenordnungen machen, in der „alles festgeklopft“ werde. Stattdessen setzt man auf globalere Strukturvisionen, denen ein politischer Konsens zugrundeliegt. Das Ergebnis: Klar umrissene Quartier-Masterpläne, die von einem Entwicklungsträger ausgeführt werden – oft in Partnerschaft zwischen öffentlicher Hand und Privaten, kennt der StädtebauProfessor „gute Beispiele dafür in Zürich, Amsterdam oder auch Kopenhagen“. Die Bauordnung, wie sie bisher besteht, müsse dafür aufgegeben werden.

R au m be da r f d er R e ta i l er

Top 3 der ­expansivsten ­Branchen 2013 Bekleidung Lebensmittelhandel Gastronomie Gesamt 2013

Anzahl der ­gesuchten Standorte 2013 ca. 450 ca. 150 ca. 120 1.500

Quelle: RegioPlan Consulting, Wer expandiert in Österreich – Ausgabe 2013

Raumplaner Gerhard Doblhamer weiß um einen weiteren, wichtigen Aspekt bei der künftigen Stadtplanung: „Innenstadt und Peripherie dürfen nicht länger gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssen sich ergänzen.“ Insgesamt müssten die Städte wieder kompakter werden: „Das kann durch die Verdichtung nach innen ebenso gelingen wie durch eine forcierte Mischnutzung und durch Bebauungsgrenzen nach außen.“ Konkret heißt das: Verstärkte Sanierungserfordernis bei (innerstädtischen) Altbauten („Dachgeschoß-Ausbau“), flexible Kombination von gewerblichen und Wohnungsnutzungen und ein Eindämmen der Bauten „auf der grünen Wiese“.

Shoppingcenterboom ebbt ab Apropos grüne Wiese: Speziell der Retail-Bereich erhält in diesem Zusammenhang besondere Bedeutung, sind doch in den vergangenen Jahren Shoppingcenter geradezu aus dem Boden geschossen – zuletzt das „G3“ in Gerasdorf. Nun wird den Shoppingcentern eine Zeit des Bereinigens prognostiziert. Immobilien-Marktforscher CBRE beispielsweise sieht zwar bei bestehenden – erfolgreichen – Handelszentren weiterhin einen Wachstumskurs. Allerdings um den Preis der laufenden – und kostenintensiven – Revitalisierung. Längerfristig, ist sich CBRE-Experte Michael Kamnik sicher, werden sich nicht alle Center halten können. Insgesamt zeigt sich die Retail-Branche jedoch op-

© Michelle Wilderdom

Städte müssen wieder kompakter werden „Monofunktionelle Quartiere sind un­ bedingt zu ­vermeiden.“ kees christiaanse

timistisch. Laut einer Studie des Retail-Beraters RegioPlan sind 450 Einzelhändler auf der Suche nach rund 1.500 Standorten für ihre Expansionszwecke in Österreich. Mehr zum Thema „Shoppingcenter“ lesen Sie heute auf Seite 26.

Kees Christiaanse Zur Person Kees Christiaanse (geb. 1953 in Amsterdam) ist Architekt und Professor für Architektur und Städtebau an der ETH Zürich.1989 gründete er das Büro Kees Christiaanse Architect & Planners (KCAP) in Rotterdam, ein Jahr später ASTOC Architects & Planners in Köln. Von 1993 bis 1996 war er als gestalterischer Direktor der niederlän­ dischen Staatsbauabteilung in Den Haag tätig. 1996 wurde er an die TU Berlin als Professor für Architektur und Städtebau berufen. Seit 2003 ist er an der ETH Zürich. 2009 war Christiaanse Kurator der Internationale Archi­ tectuur Biënnale Rotterdam (IABR).


Prime News

Dienstag, 23. April 2013

IFZ-Kongress 2013 Die diesjährigen „Tage der Zukunft“ finden vom 17. bis 21. Juni 2013 im Stift Ossiach statt

SHORT

Fünf „Tage der Zukunft“

FFG: Heuer 90 Mio. Euro mehr für neue Initiativen

Referent – und Impulsgeber – in Stift Ossiach: Ex-Vizekanzler Erhard Busek.

St. Veit a.d. Glan/Ossiach. Der Kongress des Instituts für Zukunftskompetenzen im Stift Ossiach stößt heuer in neue Dimensionen vor: Aus den ursprünglich eineinhalb Tagen mit 120 Teilnehmenden im Jahr 2010 sind heuer fünf „Tage der Zukunft“ geworden. Zwischen 17. und 21. Juni erwarten die Initiatoren rund 800 Besucher; über 60 internationale, nationale und regionale Partner wirken an diesem „offenen Denk- und Handlungsraum für zukunftsfähiges Wirtschaften“ mit. Mit dem Tagungsthema „Kooperation global : regional“ werden sich Referenten wie Politik-Vete-

ran Erhard Busek, Helmut Karner (Zukunftsforum Föhrenbergkreis) und Michel Saloff-Coste (Initiative „Design me a Planet“) beschäftigen. Via Skype-Konferenz nehmen u.a. der ungarischer Wissenschaftsphilosoph Ervin László und Alain Gauthier (Core Leadership Development, Oakland, California) teil.

Kooperationskompetenz „Zukunftsfähiges Wirtschaften ist zum Überlebensthema geworden. Es geht uns darum, mögliche globale Entwicklungen aufzeigen, um daraus Chancen für regionale Kooperationen abzuleiten“, bringt

es das Team des Instituts für Zukunftskompetenzen (IFZ), zu dem Cornelia Scala-Hausmann, Harald Schellander und Martin Maitz gehören, auf den Punkt. „Dabei setzen wir auf das Wissen von vielen und auf das Eigenengagement der Teilnehmenden.“ Kreative Kooperationskompetenz gilt als Schlüsselkompetenz der Zukunft. „Es braucht eine zukunftsfähige Wirtschaft, die eine neue Art des Denkens erfordert, nämlich Kooperation statt Konkurrenz, Gemeinwohl statt Egoismus, Nachhaltigkeit statt kurzfristiger Gewinnoptimierung“, ist das IFZTeam überzeugt.  (red)  www.tagederzukunft.at

© Greenpeace

Dachverband Erneuerbare Energie mit neuem Chef

Harald Schellander: „Aus globalen Entwicklungen entstehen Chancen für regionale Kooperationen.“

© APA/Herbert Pfarrhofer

Wien. Die Forschungsförderungsgesellschaft FFG prognostiziert eine steigende Investitionsdynamik der Unternehmen bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung: Mit 427 Mio. € habe die Wirtschaft 2012 ein neues Rekordvolumen an Förderungen abgeholt (2011: 405 Mio.), die vertraglichen Zusagen an Fördernehmer stiegen 2012 auf 482 Mio. € (2011: 472 Mio.). Zuversichtlich ist man auch für 2013, stehen für neue Initiativen doch 587 Mio. € („Mittelbindung“) zur Verfügung (2012: 499 Mio.).  (APA)

medianet – 3

Mit 1. Juli übernimmt Jurrien Westerhof die Geschäftsführung des EEÖ.

Wien. Beim Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) kommt es zu einem Wechsel: Mit 1. Juli folgt Jurrien Westerhof auf Alexander Karner. Westerhof ist diplomierter Kulturtechniker und hat zuletzt bei Greenpeace die Klima- und Energieagenden betreut. Zu den EEÖ-Mitgliedern gehören u.a. IG Windkraft, Photovoltaik Austria, Österreichischer Biomasseverband und Austria Solar.

Interwetten unterstützt Heartbeat Foundation

WIE KANN ICH

Wien. Der Online-Sportwettenanbieter Interwetten setzt sich für mehr Herzsicherheit im Sport ein. Der neu gegründete Verein „Heartbeat Foundation“ wird finanziell wie auch fachlich von Interwetten unterstützt. Mit dem Wiener Fußball Stadtligisten Wiener Viktoria wurde dem ersten Kooperationsverein der Foundation ein Defibrillator übergeben.  www.heartbeatfoundation.com

VERHINDERN?

FOOD-WASTE

Was kann ich zur globalen Nachhaltigkeit beitragen?

© Peter M. Mayr i.A. von Coca-Cola light

Lena Hoschek designt Coca-Cola-Light-Dose

WODURCH UNTERSCHEIDEN SICH MARKEN? Die Designerin Lena Hoschek mit der von ihr kreierten Coca-Cola light-Dose.

Wien. Erstmals hat die steirische Designerin Lena Hoschek für Coca-Cola light eine Dose entworfen. Im Rahmen von „Folge deinem Herz“, einer Initiative von CocaCola light, die sich für mehr Herzbewusstsein bei Frauen einsetzt, wird die limitierte Dose ab Anfang Mai im Handel erhältlich sein und Aufmerksamkeit für das Projekt schaffen. Erhältlich ist die Designdose ab Anfang Mai in der Gastronomie und im gut sortierten Fachhandel. Neu ist dabei nicht nur das Design, sondern auch die Form: Erstmals stellt Coca-Cola die neue 0,33 l-Sleek Can vor, die in Zukunft die bisherige Dosenform aller Coca-Cola-Sorten ersetzen wird.

Wo kann ich meine Kreativität ausleben?

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f e at u r e

4 – medianet

Dienstag, 23. April 2013

feature@medianet.at

© Sturm und Drang

Till Huber Corporate Communications Manager Sturm und Drang www.sturmunddrang.de

Till Huber

I

m Ratgeber „Die Kunst des stilvollen Verarmens“ vertrat der Journalist Alexander von Schönburg 2005 die wenig populäre Meinung, es handle sich bei der Unart des „Schön-Essen-Gehens“ um ein zutiefst kleinbürgerliches Ritual und nicht um ein Charakteristikum mondänen Lebens. Schönburg beobachtete schon damals bei seinen Mitmenschen, sozusagen als Steigerung dieser Unart, ein fortwährendes Thematisieren des Essens während der gemeinsamen Nahrungsaufnahme, das sich in etwa so anhörte: „Ach, mein Rucolasalat ist vorzüglich, der Essig kommt sicherlich aus Modena.“ Das Allerletzte war für Schönburg ein Phänomen namens „Erlebnisgastronomie“. Es konnte, so Schönburg in etwas kulturpessimistischem Ton, nur dadurch zustandekommen, dass die Menschen sich nichts mehr zu sagen hätten. Die Zeiten haben sich geändert. In der fortgeschrittenen Krise stellt sich die Frage nach dem ‚SchönEssen-Gehen‘ für viele Menschen aus wirtschaftlichen Gründen gar nicht mehr. Stattdessen wird die Erlebnisgastronomie zuhause auf ambitionierte Art und Weise nachgestellt: Was im Restaurant geboten wird, können wir auch selber umsetzen – das ist fast genauso gut und kostet weniger. Der Aspekt der Öffentlichkeit wird über aufwendig inszenierte Privat-Events oder über die Sozialen Netzwerke hergestellt. Das haben wir gekocht – Applaus bitte!

Die Einladung zum Essen Die Idee, Freunde zum Essen zu sich nach Hause einzuladen, befürwortete auch schon Schönburg in seinem Ratgeber, allerdings unter diesen Vorzeichen: „Am wichtigsten ist, dass man um das Essen selbst kein Aufhebens macht.“ Es gehe um das Essen „als kommunikatives Ereignis, bei dem die Menschen, die am Tisch sitzen, im Zentrum stehen“. Als unangenehm empfindet der Autor dementsprechend „neureiche“ Tischdekorationen, insbesondere wenn deren Äste in die mit Philippe Starck-Löffeln zu

Während das Weltgeschehen am Individuum medial vorbeizieht, ohne dass es irgendwie nennenswerten Einfluss darauf ausüben konnte, konzentriert es sich auf einen Bereich, den es scheinbar noch kontrollieren kann: die tägliche Nahrungsaufnahme.“ essende Koriander-Gurkenschaumsuppe mit Pinienkernen hineinragen. Kürzlich äußerte sich Hilmar Klute in der SZ mit einem „Brief an den Gastgeber“ zum Phänomen, dass eine Einladung zum Essen inzwischen kein Vergnügen mehr sei. Er bittet seinen Gastgeber, das entspannte Abendessen nicht „zu einem kulinarischen Großereignis hochzukochen“ und bittet ihn: „Tu in das Essen rein, was du willst, aber erklär es mir nicht.“ Klute sieht in einem gemeinsamen Abendessen „eine schöne Veranstaltung, die Menschen für ein paar Stunden elegant verbindet“. Er will einfach nur sitzen und sich unterhalten – „aber nicht über Essen“. Der aktuelle Foodhype macht dies Klutes Meinung nach unmöglich. Seine Gefühlslage in der Rolle des Gasts beschreibt er als Mischung aus Ehrfurcht und Peinlichkeit, und Sätze wie „Wir bewegen uns weintechnisch langsam von Frankreich nach Italien

rüber“, rufen bei ihm Beklemmung hervor, wird er damit doch gewissermaßen zum Kennertum genötigt. Inzwischen dienten private Essenseinladungen, so Klute, dem „ostentativen Vorzeigen der eigenen Geschmacksverfeinerung. Wer heutzutage Gäste einlädt, will sie nicht mit einer kleinen liebevoll zubereiteten Mahlzeit erfreuen, sondern mit einem auf hoher kultureller Flamme gekochten Gericht überwältigen.“ Der Gast dagegen gerät unter immer größeren Druck, das Servierte auch angemessen zu würdigen. Als Gast könne man wohl kaum sagen, „das schmeckt aber lecker“, wenn der Gastgeber eine 200 Euro teure südfranzösische Wildschwein-Daube gezaubert hat.

Foodism & die Klassenfrage Noch in den 1980er-Jahren bezog sich Max Goldts Kritik des „Foodism“ rein auf das Spießbürgertum, als er mit seinem Bandprojekt „Foyer des Arts“ dessen Stimme mit Zeilen wie „Ach der Wolfram Siebeck, der hat ja so Recht“ imitierte. Nun, sowohl der Einflussreichtum Siebecks wie auch die Rucola-und-Balsamico-Debatte lassen sich aus heutiger Sicht als noch relativ zaghafter Startpunkt eines endlosen Food-Hypes betrachten, der längst alle gesellschaftlichen Schichten erfasst hat. Und dabei sind eben nicht nur die eher ‚häuslichen‘ Vertreter des Bürgertums betroffen, sondern gerade auch die Hipster, Bohémiens und Hedonisten dieser Welt. Dagegen scheint sich das Essverhalten der gehobenen konservativen Mittelschicht von der Sphäre des Raffinierten wegzubewegen. So machte sich kürzlich der Songschreiber Bernd Begemann über „Comfort-Food-Häppchen“ in den „Slums von Eppendorf“ (einem wohlhabenden Hamburger Stadtteil) lustig. Überhaupt lässt sich beim Stichwort „Comfort-Food“ beobachten, wie die Currywurst nicht nur zu einer Art nationalem Kulturgut erklärt wird, sondern auch als „Edelcurry“ einen Upgrade vom Proletarischen in Richtung Luxus erfährt; Teile der Mittelschicht orientieren sich dagegen nach oben.

Man will sich, so Hilmar Klute, „wegkochen von der ‚Lidl-Gesellschaft‘“ und sich damit nach unten abgrenzen. Andererseits spricht Klute auch von der „postmodernen Proletenküche eines Jamie Oliver“.

Foodism & Subculture … … von Food-Punks und Gastronauts: Zu denjenigen, die heute dem Food-Hype kritisch gegenüberstehen, zählt auch Steven Poole, Journalist, bekennender Anti-Foodist und Autor der Programmschrift „You aren’t what you eat“. Im Interview mit der Welt am Sonntag will Poole seine Haltung nicht als Lustoder Genussfeindlichkeit missverstanden wissen. Vielmehr erscheint es ihm suspekt, dass Kochen und Essen zum Bestandteil einer gar nicht mehr so revolutionären Jugend- bzw. Popkultur werden: Der Besuch von „Supper-Clubs“ und „Food-Raves“ habe die Bedeutung von Clubbing bzw. subkulturell geprägtem Nachtleben, wie wir es bisher kannten, angenommen. Jugendliche „Gastronauts“ investieren ihr Geld schon lange nicht mehr in eine Distinktion versprechende Plattensammlung, sondern in Restaurantbesuche, Lebensmittel, Bratpfannen, usw. „Einst war es Punkrock und jetzt ist es Essen“, lautet Pooles Diagnose. Woran könnte das liegen? Poole sieht in dieser Entwicklung ein Krisen-Phänomen: Während das Weltgeschehen am Individuum medial vorbeizieht, ohne dass es irgendwie nennenswerten Einfluss darauf ausüben könnte, konzentriert es sich auf einen Bereich, den es scheinbar noch kontrollieren kann: die tägliche Nahrungsaufnahme. So glaubt Poole, es handle sich beim Food-Hype „um die Fetischisierung von etwas, das tröstend und für alle zugänglich ist; es hat etwas mit der Finanzkrise und ihren Folgen zu tun, es ist etwas, mit dem sich jeder beschäftigen kann in einer Zeit, in der man jede Ambition aufgegeben hat, sich ein Haus zu kaufen.“ Ein wichtiges Charakteristikum des Food-Hypes scheint denn auch die niedrige Einstiegshürde zu sein. Auch wenn Köche und Ernäh-

rungsexperten mittlerweile eine Art Popstar-Status erlangen, handelt es sich beim Kochen und Essen (und entsprechender Kennerschaft) doch im Grunde um ein wenig voraussetzungsreiches Gebiet – und die Grenze zwischen Star-Koch und Hobby-Koch, zwischen professionellem Restaurant-Testing und Food-Blogging befindet sich in der Auflösung.

Foodies: Snobs oder Spießer? Wie schon Schönburg vor einigen Jahren bemängelt auch Poole, dass nicht mehr das Gemeinschaftliche beim Essen im Vordergrund stehe. Vielmehr habe das Essen kompetitive Züge angenommen als Bereich, in dem Überlegenheit demonstriert wird. Als besonders unangenehm empfindet Poole die an Asozialität grenzende Eigenschaft der Foodisten, auf die Fast Food essende Masse herabzuschauen: „Man muss doch auch mal daran denken, welche Auswirkung unser Kaufverhalten auf Menschen in sehr armen Ländern auf der anderen Seite des Planeten hat. Wer glaubt, er würde ethisch korrekt essen, nur weil er regional kauft, ist wie die Menschen, die in bewachten Anlagen leben, nach dem Motto: ‚Scheiß auf den Rest der Welt‘.“ Dabei ließe sich tatsächlich fragen, woher die „Foodies“ das Selbstbewusstsein für ihren elitären Gestus nehmen; immerhin handelte es sich ja beim Kochen nicht immer um eine Quelle kulturellen Kapitals, sondern auch um eine eher notwendige und profane Alltagstätigkeit. Nicht selten wurde Kochen bis vor noch gar nicht langer Zeit mit Assoziationen wie Kleinbürgerlichkeit, Biedermeier, Häuslichkeit und Konservatismus in Verbindung gebracht, bevor es in die Sphäre des Hipstertums avancierte. Und auch die harsche Verurteilung von (lange Zeit als fortschrittlich betrachteten) massenproduzierten Lebensmitteln scheint tatsächlich ideologische Züge anzunehmen. Weitere Denkanstöße dieser Art finden Sie in „Debut“, dem Sturm und Drang-Onlinemagazin.  www.sturmunddrang.de

Die Anti-Foodies Trendumkehr Endlose Diskussionen um selbstgemachtes Pesto, auf Face­book gepostete Essensbilder, die x-te Kochsendung im Fernsehen und neuerdings Koch-Raves … Wie lange lässt sich der Food- und Gastro-Hype noch ertragen? Mittlerweile werden Stimmen laut, die sein Ende fordern.


Dienstag, 23. April 2013

f e at u r e

Š Panthermedia.net/Ryan Jorgensen

feature@medianet.at

kommen

medianet – 5


the opinion

6 – medianet

So schauts aus Die Demokratieverdrossenheit greift um sich. Obwohl ... eigentlich ist es weniger die Unzufriedenheit mit dem Instrument der Demokratie an sich als jene mit den ausführenden Organen, vulgo: gewählten Volksvertretern. So schätzenswert die Auseinandersetzung mit diversen Korruptionsskandalen, der ungleichen Vermögenverteilung und der mangelnden Fairness in einer globalisierten Gesellschaft auch ist, so destruktiv präsentieren sich die Folgen der medialen Aufklärungskampagnen.

So sieht „Protest“ aus Italien zeigt eben anschaulich vor, wie es ausgehen kann, wenn ein großer Teil der wahlberechtigten Bevölkerung sich für die Option „Protest“ entscheidet. Die Endausbaustufe heißt: Stillstand an allen Fronten. Grillo macht seine Versprechen wahr: Der Begründer der Protestinitiative „V-Day“ (Vaffanculo-Day – zu deutsch „Arschloch-Tag“), wurde bei den Parlamentswahlen in Italien im Februar 2013 zur drittstärksten politischen Kraft.

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Fünf-Sterne-Modell der Politik Wer erwartet habe, dass er „Italien binnen 15 Tagen ändern“ werde, und enttäuscht sei, hätte „uns nicht wählen dürfen“, sagt Beppe Grillo. Die Warnung kommt zu spät. sabine bretschneider

„Wahre Demokratie braucht kein Parlament“, sagte er schon im Vorfeld. Wie die wahre Demokratie aussieht, davon bekommen wir jetzt einen Vorgeschmack. Um zumindest nicht ganz ohne Staatsspitze dazustehen, wurde in einem großen Kraftakt der greise Staatspräsident Napolitano für ein

zweite Amtszeit verpflichtet. Grillos Ehrgeiz jedenfalls ist ungebrochen: Er will seine Politik nach ganz Europa exportieren. Er habe „die größte Revolution der Geschichte“ geschafft, „bislang eine Revolution ohne Guillotine“, sagte er im Gespräch mit der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Dienstag, 23. April 2013

Im Oktober 2005 hatte das US-Magazin Time Grillo wegen seines beständigen Kampfs gegen Korruption und Wirtschaftsskandale zu einem der „Europäischen Helden 2005“ gewählt. Im dazugehörigen Bericht („Seriously funny“) heißt es: Das sei die „Quintessenz seiner tragikomischen Rezeptur“: „Use a touch of over-the-top humor to probe the serious social issues that leaders don‘t want to touch.“ Tja, von diesem Rezept dürfen die Italiener jetzt ausgiebig kosten. Währenddessen geht es mit der Wirtschaft weiter bergab – 2012 gingen jeden Tag 41 Firmen pleite. Das Haushaltsdefizit stieg 2013 auf 2,9 Prozent des BPI, die Schuldenlast auf rund 130 Prozent. Der Preis, den die Italiener für die „größte Revolution der Geschichte“ zahlen, ist hoch.

mail to s.bretschneider @medianet.at

Gastkommentar Eine zögerliche Entwicklung

zitat des ta g es Hannes Androsch

Wie ein Mehltau lastet die Standesvertretung auf der Lehrerschaft. www.zitate . at

IMPRESSUM

Ja, ich will – mobil bezahlen!

Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

Ich habe eine Vision: Eine Vision von einer Zukunft, in der man getrost seine Geldtasche daheim lassen kann und trotzdem alle Dinge des täglichen Lebens komfortabel erledigen kann: Lebensmittel einkaufen, Gutscheine in Anspruch nehmen und Öffi-Tickets lösen. All das, ohne auf die Geldtasche und diverse Scheckkarten angewiesen zu sein. Das Universalinstrument Smartphone – bereits knapp 70 Prozent der Österreicher besitzen eines – bietet sich dabei als die ideale Plattform an, über die wir in Zukunft bezahlen, Coupons einlösen werden und vieles mehr. Das Smartphone wird so zu unserer persönlichen, digitalen Geldtasche. Doch nach wie vor stockt die Entwicklung in diesem Bereich. Auch wenn die Akzeptanz für diese Anwendungen auf Kundenseite ste„So wird derzeit zwar tig steigt, sind Mobile Payment- und Wallet-Lösungen in Österreich noch Mangelware. Doch warum eigentlich?

Abo, Zustellungs- und Adress­änderungswünsche:

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tel. 01/919 20-2100

häufig über das Bezah-

len der Zukunft berichtet,

Jeder will ein Stück vom Kuchen, aber …

Mobile Payment liegt in der Interessenschnittmenge von Banken, Händlern, Finanzdienstleistern, Mobilfunkern, Mobile Marketern und Geräteherstellern. Viele lichen Wahrnehmung oft Teilnehmer buhlen um den Markt und jeder möchte ein Stück vom Kuchen haben. Während die Banken naturge‚mobil‘ mit ‚kontaktlos‘ mäß bedächtig an die Sache herangehen, erwarten sich die Händler eine simple, kundenfreundliche Lösung, die verwechselt.“ den Check-out an der Kasse beschleunigt. Doch obwohl besonders Finanzdienstleister und Momichael Suitner, secure bilfunker laufend Jubelmeldungen über neue Lösungen payment technologies veröffentlichen, sind die bisherigen Entwicklungen meist zögerlich und ohne größere Innovationssprünge. So wird derzeit zwar häufig über das Bezahlen der Zukunft berichtet, doch wird in der öffentlichen Wahrnehmung oft ‚mobil‘ mit ‚kontaktlos‘ verwechselt. Per Definition ist nämlich eine zum Beispiel mit Funk aufgerüstete Geldkarte kein Mobile Payment und es fehlen die potenziellen Ausbaustufen, um Kundenkarten, Coupons und Rabattaktionen von mehreren Anbietern darauf abzubilden und laufend zu aktualisieren. Bis heute ist unsere Secure Shopping-App die einzige echte Mobile Payment-Anwendung Österreichs im Echtbetrieb, die zudem den heimischen Banken die Möglichkeit bietet, auch am Smartphone ihre Kernkompetenz – den Zahlungsverkehr – nicht mit branchenfremden Marktteilnehmern teilen zu müssen. Denn laut einer Studie der Deutschen Bank müssen Banken im mobilen Zeitalter aufpassen, nicht den Anschluss zu verpassen. So warnte die kürzlich publizierte Studie davor, dass ein zu langes Zögern der Banken bei der Einführung von Wallet-Lösungen besonders in der jungen Zielgruppe zu einer Entkoppelung der Zahlungsprozesse vom Konto und somit einer Abschwächung der Kundenbindung führen könnte.

© Austropapier/Christian Husar

heute im special

„In Europa waren gra­ fische Papiere 2012 um 5,3 Prozent rückläufig. Verbrauchs­ rückgänge im Bereich der Printmedien machen die­ sem Sektor schwer zu schaffen.“

© PPV/Foto Wilke

Wo lfgang Pfarl , ­Au s tropapier , s. 1 4

„Jegliche Lösung, die zu einer Ver­ schlechterung des österrei­ chischen Erfolgsmodells der Verpackungssamm­ lung (...) führen würde, kann nicht akzeptiert werden.“ Martin W iderm a n n , PP V  Austria , s. 1 6

© Secure Payment Technologies

doch wird in der öffent-

medianet prime news & market watch (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Redaktion: Alexandra Binder (ab), Sylvia ­Tomek (st) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/Medien) Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Natalie Ober­hollenzer (no – DW 2228) medianet specials & careernetwork (specials@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Jan Weinrich (jawe – DW 2163) Chef vom Dienst: ­Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet financenet & real:estate (financenet@medianet.at) Chefredakteure: Chris Radda, Gerald Stefan (gst) Chefin vom Dienst: Linda Kappel (lk) Ständige Mitarbeiter: Reinhard Krémer (rk), Fritz Haslinger (fh), Kurt ­Sattlegger (ks), Thomas Hohenberger (th) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitende Redakteure: Chris Haderer (hc), Britta Biron (bb) medianet destination & destination austria (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Georg Biron (gb) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Jürgen Zacharias (jz) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) Lektorat: ­ Christoph Strolz Grafik/­Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­ Jonke Anzeigen­produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell­ service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­ center-wien@redmail.at“ Erscheinungs­weise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr) Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr); 229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­ zeitraums bei 6-wöchi­ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­gemeinen Geschäfts­bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 MedienG: http://www.medianet.at/footermenu/ mediadaten-impressum/

Michael Suitner ist Gründer und Geschäftsführer der ­Secure Payment Technologies sowie Erfinder der ­Secure Shopping App; www.secure-shopping.at Die abgedruckten Gastkommentare geben aus­ schließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

inside your business. today.

dienstag, 23. april 2013 – 7

Kronen Zeitung vermittelt ihre Werte in neuer B2B-Kampagne  Seite 9

Lehrlinge

Kurier romy gala

SPS Marketing verantwortlich für i n e o-Kampagne der WKO OÖ  Seite 11

Stars und Sternchen in der Wiener Hofburg 

Seite 12

© mn/Michael Gruber

© Mediaprint

Testimonials

© SPS Marketing

marketing & media „KroneHit Radio Day“ zur Zukunft des Radios

www.mhoch3.at

© abalo

short

© Philipp Benedikt

Andreas Hess, Head of Analytics bei abalo media und Speaker beim „2. Mobile Marketing Innovation Day“ am 23. Mai, über die „Revolution in der mobilen Werbung“, welche er im „Interessensausgleich zwischen Werbetreibenden und Konsumenten“ sieht.  Seite 9

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Peter A. Bruck, Initiator des UN-basierten „World Summit Award“, sucht sinnvolle e-Content-Produkte weltweit. Anwendungen im Bereich Neuer Medien junger Aktivisten sollen dabei Bildung, politische Partizipation und Gesundheitsversorgung stärken.  Seite 10

© medianet/Szene1/Philipp Hutter

KroneHit-Geschäftsführer Ernst Swoboda und Verkaufsleiter Mario Frühauf begrüßten zahlreiche Gäste aus der Medien- und Agenturenbranche zum Talk.

Publikumsliebling Vergangenen Donnerstag lud der einzige nationale Privat­ radiosender KroneHit zu einem fachlichen Austausch mit interessanten Vorträgen aus dem In- und Ausland. Das Fazit des Tages: Trotz steigender Medienvielfalt bleibt das Radio des Österreichers liebste Freizeitbeschäftigung.  Seite 8 Markus Müller, Geschäftsführer Media in Progress, verzeichnet beim Screen-Medium für Unis, Mensen und Coffeeshops ein Reichweiten-Plus von 115%. Dabei übernehmen dank Social Media-Einbettung auch die User selbst die Programm­ gestaltung.  Seite 11

RStD Inserat_Medianet_106x85_106x85 08.04.13 20:30 Seite 1

Personalia Neuer Consultant für Salzburger Agentur

Martina Amann verstärkt movea

Lowe GGK launcht TV-Spot und Kampagne für Erfrischungs­ getränk „MO“ von NÖM.

© movea

© NÖM/Lowe GGK

medianet tv heute

Martina Amann heuerte bei der Salzburger Kommunikationsagentur movea an.

Salzburg. movea, Agentur für Unternehmenskommunikation und Markenbegleitung, Pressearbeit, interne Kommunikation und Employer Branding, verstärkt sich mit Martina Amann als neuen Consultant. Unter Geschäftsführer Stefan Ornig betreut sie Agenden der Kunden dm drogerie markt, Energizer, Wilkinson Sword und Unternehmensberatung SHS. Die gebürtige Vorarlbergerin sammelte zuvor Agenturerfahrung bei Plenos (zuvor Publico Salzburg) und bei Wiko Wirtschaftskommunikation. Amann absolvierte das Studium der Kommunikationswissenschaft in Salzburg und Den Haag.  (red)

Mut zur Nische. Eine aufmerksame Klassik-Community mit überdurchschnittlichem Nettoeinkommen und Bildungsstand. Das gibt es nur bei uns. Ausschließlich. Werbung auf Radio Stephansdom. Sprechen Sie mit uns: 01/512 40 40 - 3151

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c ove r st or y

8 – medianet

Dienstag, 23. April 2013

Behavioral Targeting Was mit Targeting im Web möglich ist, wird auch in der Radiowerbung möglich sein

seiteneinwurf

Radio 2013: Verbreitung, Werbeformen & Targeting

Die Nachwehen des Monopols

„KroneHit Radio Day 2013“: Auch heuer lud der einzige nationale Privatsender KroneHit zum Fachtag.

Dinko Fejzuli

tipp des tages

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl (3)

V

ergangenen Samstag fand die diesjährige ‚Kurier Romy Gala‘ statt. Gewählt und ausgezeichnet wurden die besten TV-Werke und ihre Macher vor und auch hinter der Kamera. Und so wie jedes Jahr gibt es statt Vielfalt auf der Siegerbühne ein übermächtiges Duopol aus ORF-Stars oder bundesdeutschen Akteuren und die heimischen Privatsender und ihre „Stars“ wurden dazwischen regelrecht zermalmt. Ich bin mir nicht sicher, ob ein Armin Assinger (gewann zum 8.(!) Mal) etwa um so viel besser ist als ein Volker Pieszek, beziehungsweise was soll der Zuseher ankreuzen, wenn er die Wahl hat zwischen Peter Rapp (für den ich mich dann aber doch sehr gefreut hatte) und sonst nur deutschen Kollegen. Aber eines ist sicher: Die Ergebnisse der Romy-Wahl spiegeln schon längst nicht mehr die TV-Realitäten mit einem mittlerweile durchaus bunten Privat-TV-Sektor wider, aber sie spiegeln um so mehr die Nachwehen einer über jahrzehnte politisch gewollten Einfalt („Medienalbanien“) in der TV-Landschaft. Freuen kann dies niemanden, denn der kreative Wettbewerb bleibt auf der Strecke. Und übrig bleiben wütende Vertreter des österr. Privat-TV und eine KurierRomy die, wenn man es ehrlich zugibt, eine ORF-Romy ist.

Zahlreiche Besucher strömten auch heuer wieder zu einem Come-together mit etlichen Fachvorträgen, um einen Blick in die Zukunft des Mediums Radio zu werfen. dinko fejzuli

Wien. Unter dem Motto „Die Zukunft des Radios – Verbreitungswege, Werbeformen und Targeting“ lud KroneHit, Österreichs einziger nationaler Privatradiosender, vergangenen Donnerstag zum „KroneHit Radio Day 2013“. Als Keynote-Speaker heuer im Programm: Alfred Grinschgl (RTR-GF), Alexander Wachlowski (A1 Telekom Austria), James Cridland (Radio Futurologist), Petra Hauser (GF media. at) & Rüdiger Landgraf (KroneHitProgrammdirektor).

Radio goes Web 2.0 Begrüßt wurden die Gäste von KroneHit-GF Ernst Swoboda, der in seiner Einleitung vor allem die Vorzüge des Mediums, nämlich schnell, flexibel, hochemotional und für die Communitybildung hoch geeignet zu sein, anpries und daneben auch den Konnex zu den sogenannten Neuen Medien skizziert, denn Radio sei „nun endlich in jener Umgebung angekommen, die ihm gebührt“. Und während sich andere Medien in einem Verdrängungswettbewerb befänden,

oder unbewussten Abwehrmechanismen gegen Werbebotschaften“, so Swoboda. Und: „Der Radiohörer konsumiert sein Medium 196 Minuten pro Tag und zwar über 80 Prozent aller Menschen ab 10 Jahren. Damit liegen wir in der Mediennutzung weit vorn.“ Wichtig, so der KroneHit-GF, sei es, das Medium Radio überall nutzbar zu machen, ohne Barrieren. Sein Verkaufsleiter Mario Frühauf pries Radio als erstes soziales Massenmedium an und verwies dabei auf den eigenen Sender, der neben dem via UKW verbreiteten Programm noch weitere 14 WebKanäle mit über einer Mio. Hörern betreibt. Darüber hinaus kann KroneHit gut 312.000 Abonnenten des KroneHit Newsletters, 320.000 Gewinnspielteilnehmer in 2012 und über 280.000 Facebook-Fans sein Eigen nennen. Gastredner und RTR-GF Alfred Grinschgl skizzierte in seiner Keynote die Lage am digitalen Radiomarkt und zeigte auf, dass andere Länder Österreich weit voraus seien. So besitzen etwa gut 40% der dänischen Haushalte bereits einen DAB (Digital Audio Broadcast)fähigen Empfänger; Norwegen will

© Czernin Verlag

ist nun endlich in jener Umgebung angekommen, die ihm gebührt.“ ernst swoboda, gf kronehit

sei Radio ein Medium, das nebenbei zu anderen Tätigkeiten ausgeführt werden könne, ohne dabei seine hohe Nutzungsqualität zu verlieren. „Radio ist ein Begleitmedium neben anderen Medien oder Tätigkeiten, und das ist keine Schwäche, sondern eine Stärke im Bezug auf die Werbewirkung, weil ohne irgendwelche halbbewussten

formierenden Medienlandschaft bleibt Radio hören weiterhin die beliebteste Freizeitbeschäftigung der Österreicher.“ Petra hauser, media.at-gf

Ta g e sr e i c hw e it e n ö st e rr eich

ORF gesamt Privat gesamt KroneHit Ö1 FM4 Ö3

TRW 10+ 68,3% 28,2% 11,5% 8,7% 3,3% 36,7%

TRW 14–49 63,5% 36,2% 16,5% 5,3% 5,3% 45,9%

Quelle: Radiotest 2012, Jänner–Dezember, Gesamtösterreich, Mo–So

Thema ist Targeting und da Radio die Menschen glücklich macht, machte es auch die Werber glücklich.“ media.at-Geschäftsführerin Petra Hauser beleuchtete das Thema ‚Radio‘ aus der Sicht einer Media-Agentur und somit jener der Kunden und hob vor allem einen wesentlichen Aspekt hervor: „Die Radionutzung in Österreich ist extrem konstant und das ist beachtenswert, wenn man bedenkt, wie sehr sich aktuell die gesamte Medienlandschaft mit all ihren neuen

„In einer sich derart trans-

auf die Frage, wie Radio künftig genutzt werden würde, nämlich linear oder nonlinear, um festzustellen, dass die nichtlineare Nutzung – inklusive aller damit verbundenen, maßgeschneiderten Vermarktungspakete – wachsen werde, während James Cridland in seinem launigen Vortrag vor allem im Bezug auf die neuen Targeting-Möglichkeiten dank der digitalen Nutzung vor allem via Stream hinwies. Denn, so wie User online zielgerichtet angesprochen würden, müsse und werde dies künftig auch in der Radiowerbung möglich sein. Cridland abschließend: „Das wirkliche

„Das Medium ‚Radio‘

Vietnam, mon amour Ernst Frey war Zeuge der mörderischen Dreißigerjahre in Österreich. Als Jude und Kommunist doppelt stigmatisiert, wurde er einige Male eingesperrt. 1938 konnte er schließlich vor den Nazis flüchten. In Paris heuerte er bei der Fremdenlegion an, über Umwege gelangte er nach Vietnam, wo er sich dem Viét Minh anschloss und an deren Seite kämpfte. Schon bei seinem ersten Erscheinen 2001 stieß die höchst ungewöhnliche Lebensgeschichte Ernst Freys auf größtes Interesse. Nun wird dieser einzigartige Titel in neuem Gesicht wieder lieferbar gemacht. 24,90 €, Czernin Verlag, ISBN: 978-3-7076-0439-9.

das UKW-Signal sogar 2017 bereits vollends abdrehen, während in Österreich noch jeder Haushalt fünf UKW-fähige Empfangsgeräte besitze und ein Swing hin zu DAB nicht wirklich erkennbar sei – vor allem, weil es auch unter den Hörfunkbetreibern kaum jemanden gäbe, der das Thema ernsthaft betreibe. Grinschgls Fazit: „Der ORF müsste sagen, Digitalradio muss kommen, sonst wird das nix.“ Alexander Wachlowski, Marketing Strategy & Planning-Verantwortlicher bei A1, fokussierte sich

Angeboten für die Nutzer verändert.“ Ihre Begründung: „In einer sich derart transformierenden Medienlandschaft bleibt das Radio hören weiterhin die beliebteste Freizeitbeschäftigung der Österreicher und vor allem gelingt dem Medium Radio eines: Die Vernetzung mit der digitalen Welt und vor allem mit den sogenannten sozialen Medien.“ Den Abschluss des Vortragsreigens bildete KroneHit-Programmdirektor Rüdiger Landgraf. Seine Keynote hielt er zum Thema „KroneHit Multi-Plattform – präsent sein, wo die Hörer sind“.

Tagesr eich w eit en Wien

TRW 10–29 53,8% 41,5% 24,8% 3,0% 5,4% 42,3%

ORF gesamt Privat gesamt KroneHit Ö1 Radio Wien Ö3

TRW 10+ 57,4% 29,0% 9,8% 11,2% 14,1% 29,4%

Quelle: Radiotest 2012, Jänner–Dezember, Wien, Mo–So

TRW 14–49 50,3% 33,7% 14,0% 7,3% 9,9% 33,3%

TRW 10–29 39,0% 36,6% 19,3% 4,6% 6,6% 26,1%


M a r k e ti n g

Dienstag, 23. April 2013

medianet – 9

Mobile Andreas Hess, abalo, sieht die Revolution in der mobilen Werbung im „Interessensausgleich zwischen Werbetreibenden und Konsumenten“

Der mobile Interessensausgleich Bedeutungszunahme von bedarfsorientierter Werbung, aber auch von georeferenziertem Targeting. an die Bedürfnisse der Konsumenten angepasst ist; hier spielen unterschiedliche Formen des Targetings eine entscheidende Rolle“, so Hess, der neben der Selektion von Werbung anhand der Interessen der jeweiligen Konsumenten auch eine Bedeutungszunahme des georeferenzierten Targetings prognostiziert. „Das ermöglicht künftig auch KMUs, die mobile Werbung effektiv zu nutzen. Konsumenten werden vermehrt davon profitieren, dass ihnen solche Angebote aus ihrer Umgebung zugänglich gemacht werden, die tatsächlich ihren Interessen entsprechen.“

Dabei werde auch die Evaluierung mobiler Werbekampagnen wesentlich präziser: „Es stehen exakte – allerdings anonymisierte – Daten zur Verfügung. Die Zeiten, in denen hohe Streuverluste hingenommen werden mussten, sind im mobilen Bereich bald Vergangenheit.“  (hof)

Info „Die Revolution der mobilen Werbung“, unter diesem Titel referiert Andreas Hess am 23. Mai 2013 beim Mobile Marketing ­Innovation Day.  www.mobilemarketinginnovationday.at

© abalo

Wien. „‚Mobile Advertising‘ hat noch sehr viel Potenzial, das es durch verbesserte technische Möglichkeiten zu nutzen gilt. Allerdings ist mobile Werbung ein sensibler Bereich“, verweist Andreas Hess, Head of Analytics beim österreichischen Start-up-Unternehmen „abalo media“, auf Chancen durch mobile Advertising, mahnt jedoch auch dazu, Wünsche der Konsumenten zu bedienen und Werbung dementsprechend an deren Bedürf-

nisse anzupassen. „Die Revolution in der mobilen Werbung liegt im Interessensausgleich zwischen Werbetreibenden und Konsumenten“, verweist Hess auf das von abalo erstmals im Februar am ‚Mobile World Congress MWC‘ in Barcelona präsentierte Konzept, welches dem User Werbung am Lock Screen, also dem gesperrten Screen des Smartphones, zeigt – und ihn dafür auch belohnt. Das laut abalo weltweit einzigartige Konzept wird in Kürze auch am österreichischen Markt Einzug halten. „Der Trend geht in Richtung kundenorientierter Werbung, die

Andreas Hess, abalo media, will Wünsche der Konsumenten bedienen.

B2B Testimonial-Kampagne

„Krone“ gibt Gas Wien. Die Kronen Zeitung setzt in ihrer aktuellen B2B-Kampagne einerseits auf eigene Werbekunden als Testimonials und andererseits auf die Faszination Motorsport. Als eines von fünf prominenten Testimonials tauschte Spar-Marketingleiter Gerhard Fritsch (siehe Bild) für die neue B2B-Kampagne der Kronen Zeitung Büro gegen Rennwagen. Neben ihm fungieren auch GroupM-CEO Peter Lammerhuber, T-Mobile-CEO Andreas Bierwirth, Philip Newald, CEO der Österreichischen Sportwetten GmbH, und Ernst Mayr, Geschäftsführer der Fussl Modestraße, als Testimonials der Kampagne. Der Rennsport soll dabei symbolisch dem „kompetitiven Marketing-Alltag“ Rechnung tragen, erläutert Sabine Harnach, Bereichsleiterin Vermarktung Kronen Zeitung: „Auch in der Wirtschaft geht es um das Lenken, Steuern und Gas geben. Wir nutzen den Transfer in die Welt des Motorsports, um die Kronen Zeitung als perfekten Werbepartner in Szene zu setzen.“ „Natürlich freut es mich, dass wir so prominente Branchenvertreter und Werbekunden als Krone-Testimonials gewinnen konnten; sie verleihen der Kampagne Glaubwürdigkeit und Authentizität“, meint dazu MediaprintGeschäftsführer Gerhard Riedler. Realisiert wurde die B2B-Kampagne, welche ab sofort in Fachmedien Print und Online geschalten wird, von der Agentur Gabler, Werbung, Film.  (red)

DEr schNELLstE WEg zu MEhr WErBEWIrkuNg. Wer mehr Wirkung für seine Werbung haben will, kommt einfach zu willhaben.at – eine der führenden Online-Plattformen Österreichs. Profitieren Sie von vielfältigen Werbemöglichkeiten, hoher Reichweite und effektivem Zielgruppen-Targeting in den Bereichen Auto/ Motor, Immobilien, Karriere und Marktplatz.

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medien

10 – medianet

Neue Medien als Problemlöser Junge Aktivisten weltweit sagen Hunger und Umweltverschmutzung den Kampf an

short

World Summit Award 2013

Vikom-Talk befasst sich mit der Macht der Bilder Wien. Der Verband für integrierte Kommunikation, Vikom, setzt in seinem nächsten Talk am 24. April „Die Macht des Bildes“ auf die Agenda. Unter dem Schlagwort „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ referieren Gerhard Bauer und Michael Vogel von Page Seven, Spezialagentur für visuelle Unternehmenskommunikation, über die Bedeutung von Bildsprache und den Einsatz von Bildern in der Unternehmenskommunikation. Informationen und Anmeldung unter:  www.vikom.at

UN-Wettbewerb „World Summit Award“ sucht die sinnvollsten e-Content-Produkte aus 168 Ländern.

© Epamedia

Markenschutz Konzept & Plan Media & Web2Print Marken-Controlling VIDEO AUFRUFEN

© Philipp Benedikt

Per Außenwerbung will Verbund die regionale Bekanntheit stärken.

Peter A. Bruck: Potenzial neuer Medien für Bereiche wie Bildung stärken.

grundlegend verändert. Durch die mobile Revolution ist der weltweite Zugang zu modernen Kommunikationsmitteln heute weitgehend verwirklicht. Daraus ergeben sich neue Fragen: Welche Inhalte haben für Menschen rund um den Erdball wirklich Bedeutung? Bei einer endlosen Vielzahl an Produkten und Services sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Hier kommt der WSA ins Spiel: Er wählt die weltbesten Inhalte aus und zeigt auf, welche e-Content-Produkte wirklich von Nutzen sind.

Youth Award WSYA Beim WSA gehe es laut Initiator Peter A. Bruck vor allem darum, eine Öffentlichkeit für e-ContentEntwickler zu schaffen, die nicht über große Marketingbudgets und globale Vertriebskanäle verfügen. Gerade in Afrika, Südostasien oder den neuen EU Mitgliedsstaaten könne man faszinierende Innovationen entdecken, die aber auf der Weltbühne oft zu wenig wahrgenommen würden, so Bruck. Aus Österreichischer Sicht ist der WSA ebenfalls eine echte Erfolgsgeschichte: „Österreich zählt beim WSA zu den Topnationen. Gerade für die heimische Start-up-Branche ist der WSA eine Möglichkeit, sich ins internationale Rampenlicht zu stellen und mit sinnvollen Lösungen ‚Made in Austria‘ aufzuzeigen.“

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© WSA

Salzburg/Paris. „Der ‚World Summit Award‘ hat es sich zum Auftrag gemacht, das Potenzial Neuer Medien für Bereiche wie Bildung, politische Partizipation und Gesundheitsversorgung zu stärken“, so Initiator Peter A. Bruck zum Ziel des UN-basierten Wettbewerbs WSA. Unter den bisherigen Gewinnern befindet sich etwa ein ägyptisches Onlineportal zur Sichtbarmachung sexueller Übergriffe, eine ghanaische App zur Medikamentenüberprüfung und eine estnische e-Government Transparenz-Plattform. Und so dreht sich auch dieses Jahr bei dem Wettbewerb wieder alles um digitale Inhalte mit Sinn. „Zehn Jahre nach dem ersten WSIS (World Summit on the Information Society) Gipfel zur Informationsgesellschaft hat sich die Situation

Out-of-Home: Verbund setzt auf Regionalität

Wien. Epamedia und impuls marketing + media setzen eine von Vizeum konzipierte und von TBWA\ kreierte Outof-Home-Kampagne für den Stromanbieter Verbund um, welche auf regionale Aspekte der Verbund-WasserkraftwerkStandorte setzt.  (red)

Dienstag, 23. April 2013

Der Segen der Neuen Medien, nutzbar gemacht für Probleme in der Dritten Welt.

Parallel zum World Summit Award findet auch heuer wieder ein eigener Wettbewerb für junge Programmierer statt: Beim Youth Award (WSYA) müssen die Bewerber auch ihr soziales Engagement unter Beweis stellen. „Manche der Wettbewerbsteilnehmer haben sich, wie sie selbst sagen‚ aus dem Ghetto gegoogelt‘“, betont Peter A. Bruck. „Diese jungen Aktivisten haben die Probleme in ihrem Umfeld zum Anlass genommen, selbst aktiv zu werden und setzen dabei auf die Mittel ihrer Generation: digitale Medien.“ Ende August wird eine internationale Expertenjury die nationalen

Einreichungen bewerten. Wichtigstes Kriterium sei dabei aber nicht etwa das Design eines Produkts, sondern der der konkrete Mehrwert für den Nutzer, betont Bruck. So könne sichergestellt werden, dass eine afrikanische SMS-App mit einer japanischen Augmented Reality-Anwendung konkurrieren könne. Im Oktober bekommen die 40 Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs die Chance, ihre Innovationen beim WSA World Kongress in Sri Lanka vorzustellen und die Toprepräsentanten der Branche zu treffen.  (cw)  www.wsis-award.org  www.youthaward.org


MEDIEN

Dienstag, 23. April 2013

medianet – 11

Mitmach-TV Das Screen-Medium, das in Unis, Mensen und Coffeeshops vor allem die junge Zielgruppe anspricht, verzeichnet ein Plus von 115%

Reichweiten-Plus bei Uniscreens Daniela prugger

Wien. Das neue Programmkonzept von Media in Progress, die Uniscreens zu einem Social MitmachTV zu machen, geht voll auf. Die kürzlich präsentierte Studie „AmbientMeter 2013“ belegt, dass die Nettoreichweite in 14 Tagen gegenüber dem Jahr 2011 um 115% gewachsen ist. Etwa 384.000 junge Menschen schauen innerhalb von zwei Wochen das UniScreen-Programm.

Plus auch bei UniPlakaten Auch bei den UniPlakaten, die ebenfalls österreichweit zu sehen sind, konnte die Studie einen Reichweitenzuwachs auf 362.000 Personen feststellen. 14tägig sind hierbei sogar noch mehr Menschen als bei den UniScreens zu verzeichnen, nämlich 468.000 Menschen, davon 70% zwischen 14 und 29 Jahren. Fast alle Studenten und

Uni-Besucher (die Studie spricht von 88%) nahmen Notiz von den Plakaten. Das Medium ‚Plakat‘ hat in Österreich ohnehin eine lange Tradition und große Bedeutung.

On- und Offline-Vermarktung Das Unternehmen wurde schon vor Jahren mit der Online-Vermarktung aller österreichischen ÖH-Portale und Uniseiten betraut. Zum größten Uni-Medien-Anbieter Österreichs wurde es nach Abschluss der Exklusivverträge mit den Mensen und Unis für alle Offline-Medien. Mit 72 Screens österreichweit ist Media in Progress

in fast allen Bundesländern gut vertreten. Aktuell zieht sich die ‚tele.ring Eselsbrücken‘-Kampagne durch ganz Österreich und wird mit zweigeteilten UniPlakaten zielgruppengerecht präsentiert (die Jungen sollen dargestellt werden).

Neue Ideen und Konzepte Die Programmgestaltung der Uniscreens übernehmen von nun an aber auch die User, denn sie können entscheiden, welche Inhalte es auf die Bildschirme schaffen. Die klassischen Spots laufen neben den User-Beiträgen und sind regional selektierbar.

© medianet/Szene1/Philipp Hutter; Media in Progress

Media in Progress ist mit UniScreens und UniPlakaten österreichweit vertreten und damit der größte Uni-Medien-Anbieter des Landes.

Markus Müller ist der Geschäftsführer des Unternehmens Media in Progress.

Goldener Hahn 2013

Neu Lehrlingsmarketing

SPS übernimmt ineo-Kampagne Linz. Die Wirtschaftskammer OÖ gab den Auftakt für die Kampagne i n e o, die Auszeichnung für vorbildliche Lehrbetriebe. Die Linzer Fullservice-Agentur SPS Marketing wurde mit der Kampagne beauftragt, nachdem sie nach einer Wettbewerbspräsentation mit ihrer Kreation überzeugte. i n e o ist die Auszeichnung für vorbildliche Lehrbetriebe, die die hohe Qualität oberösterreichischer Ausbildungsbetriebe sichtbarer macht. „Was die Auszeichnung so besonders macht, sind die Werte, die in ‚i n e o‘ stecken und die sich im Namen wiederfinden wie: Innovation, Nachhaltigkeit, Engagement und Orientierung“, so Claudia Gilhofer (SPS Marketing).

Start der neuen Kampagne

© SPS Marketing

Die Kampagne wird in zwei Phasen abgewickelt und hat bereits begonnen. Im Mittelpunkt steht die Wortbildmarke ‚i n e o – Auszeichnung vorbildlicher Lehrbetrieb‘. Neben Geschäftsdrucksorten, Mailingaktionen, Poster, Onlineauftritt, Bewerbungsprozedere, Anzeigenkampagne und Autodesign wird das Maßnahmenpaket auch einen Award und Urkunde umfassen. „Das Kommunikationskonzept hat uns von Anfang an überzeugt; die Kampagne ist bei den Lehrbetrieben auf sehr positive Resonanz gestoßen“, freut sich Friedrich Dallamaßl (Bereichsleiter der WKO OÖ).  (red)

Claudia Gilhofer (SPS), Karl Pock (WKO OÖ), Tina Tagwerker (SPS) & Friedrich Dallamaßl (WKO OÖ) (v.l.n.r.).

kreativität (er)leben Werbegala am 20. Juni www.goldenerhahn.or.at


B i z-ta l k C LA S S IC

12 – medianet

Dienstag, 23. April 2013

Medien-event

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10 1. Glückliche Romy-Sieger: Henning Baum, Adele Neuhauser, Marie Bäumer, Suzanne von Borsody, Armin MuellerStahl, Martina Gedeck, Julian Roman Pölsler; 2. Birgit Gasser (News Networld), Gerald Grünberger (VÖZ); 3. Pius Strobl, Eva Pölzl; 4. Lothar Lockl, Peter Schöber (ORF III); 5. Helmut Brandstätter, Peter Resetarits; 6. Kerstin und Richard Grasl; 7. Jürgen Hofer & Dinko Fejzuli (beide medianet); 8. Gerhard Riedler (Krone-GF) & Julia Schnizlein (APA); 9. Michael Stix (SevenOnePro7 Austria), Martin Biedermann (ORF); 10. Alexander Millecker und Ludwig Bauer (beide ATV).

Österreichs wichtigster TV- und Filmpreis wurde bereits zum 24. Mal verliehen

Glamour bei der Romy Gala Ausgezeichnet Die Wiener Hofburg erstrahlte am 20. April wieder in prunkvollem Glanz und wurde zum Schauplatz für die „Kurier Romy Gala“. Bereits zum 24. Mal ging die Verleihung des wichtigsten Film-und Fernsehpreises Österreichs über die Bühne. Etwa 700 nationale und internationale Gäste aus ­Medien, Society und Wirtschaft feierten mit den Stars bis in die frühen Morgenstunden.

Private Practice-Schauspielerin Kate Walsh kam als Stargast in die Hofburg Kate Walsh verlieh der Gala einen Hauch von Hollywood. Die US-Schauspielerin erreichte durch die TV-Serien „Grey‘s Anatomy“ und „Private Practice“ einen internationalen Bekanntheitsgrad und stattete Wien und der Gala einen glanzvollen Besuch ab. Sie überreichte die „Romy“ in der Kategorie „Bester Seriendarsteller“ an Henning Baum. Gewählt hat neben der Jury vor allem das Publikum; es zeichnete Marie Bäumer und Jan Josef Liefers als beliebteste Schauspieler aus. Mit weiteren Romys ausgezeichnet wurden unter anderem Adele Neuhauser als „Beliebteste Seriendarstellerin“, Peter Resetarits in der Kategorie „Information“ und Peter Rapp für die bliebteste „Show“. Zum bereits achten Mal erhielt Armin Assinger eine Romy, dieses Mal im Bereich „Unterhaltung“. Die „Platin“Romy für sein Lebenswerk ging an Armin Mueller-Stahl, der mit Standing Ovations aus dem Publikum geehrt wurde und für einen der emotionalsten Momente des Abends sorgte. Der von David Schalko produzierten ORF-Serie „Braunschlag“, in der unter anderem Nicholas Ofczarek und Manuel Rubey mitwirken, verlieh die Jury den Spezialpreis.  (dp)

Gastkommentar Mehr Meinung der Mitarbeiter in den Kreationsprozess einbinden!

Florian Czink ist Marketingdirektor für Vertriebsmarken bei der Schlumberger AG; derzeit führt er gerade den neuen „Stoli Red“ in Österreich ein. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Karriere

tipp des tages

Kein Outsourcing im Marketing

präsentiert von

© List Taschenbuch

Anita Köninger, RIV

© Schlumberger

Daily Business Die Wunschliste von Marketingmitarbeitern wird fast immer davon angeführt, kreative Ideen umzusetzen, Kampagnen, Promotions und Produkte zu entwickeln. Was davon in der Realität bleibt, ist meist das Schreiben von Briefings und die Auswahl von Ideen. Während Agenturen den nach außen hin wirksamen Teil des Jobs übernehmen und sich im Glanz diverser Werbepreise und Rankings sonnen, ist das Daily Business in Marketingabteilungen von laufenden Reportings, Marktanalysen, Datenpflege und Präsentationen geprägt. Diese Situation minimiert bei Misserfolgen zwar das Risiko, da die Idee ja schließlich von der Agentur kam, aber entfernen sich die Produktverantwortlichen nicht auch zu sehr vom kreativen Prozess? Selbstverständlich sind Agenturen aufgrund ihres breiteren Branchenhorizonts und ihrer Netzwerke ein wertvoller Partner bei der Lösung kommunikativer Aufgaben. Mitarbeiter, die tagtäglich mit dem Produkt zu tun haben, sollten wieder mehr den Kreationsprozess eingebunden werden! Die besten Ideen haben oft die Menschen an erster „Front“, die das Produkt verkaufen und ihre Kunden kennen. Sie stehen täglich in direktem Kontakt mit der Marke und wissen, was der Markt verlangt. Freunde und branchenfremde Bekannte, die oft auch zur Kundenschicht zählen, sind ebenso inspirierende Gesprächspartner. Gute Ideen entstehen schließlich nicht nur im Büro. Und durchschnittlich fünf Jahre Studium mit Themen wie Innovationsmanagement sollen auch ihren Sinn haben. Sourcen Sie den spannenden kreativen Part Ihres Jobs nicht zu 100 Prozent aus, Ihr Produkt wird es Ihnen danken!

Gastgeber Thomas Kralinger und Rudi John.

Die linke Hand des Teufels Im idyllischen norditalienischen Dorf Capo di Ponte Emilia geschieht ein Mord. Die Carabinieri des Dorfs stehen vor einem Rätsel.Der junge Mailänder Journalist Enrico Radeschi wird zu den Ermittlungen in seinem Heimatort hinzugezogen und stößt bald auf Hinweise, die ihn weit in die faschistische Vergangenheit des Dorfs zurückführen. 9,20 €, List Taschenbuch, ISBN-13 9783548609904.

Einstieg Anita Köninger (45) ist seit Jahresbeginn die neue Leiterin des Marketing & PR-Bereichs bei der Raiffeisen Immobilien Vermittlung (RIV). Zuletzt war sie als Senior-Beraterin und Agenturleiterin bei Bauer PR tätig.

© RIV/Stephan Huger

© medianet/Michael Gruber (7); medianet/Szene1/Christian Mikes (3)

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medianet

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Dienstag, 23. April 2013 – 13

Hoffnungsschimmer

Die Produktion der Papierindustrie wuchs 2012 um 2,1 Prozent  Seite 14

© Wragg/Gutenberger

© Austropapier/C. Husar

druck & papier Zukunftsfragen

Der Verband Druck & Medientechnik stellt im Mai die Zukunftsfrage  Seite 15

Workshop Bösmüller: Thema ­Packaging im Fokus © Bösmueller Print Management/Bernhard Wieland

© panthermedia.net/titelio

Tradition verpflichtet

Oldie but goldie Der Bleisatz hat längst ausgedient –Tradition wird im Druckbusiness aber groß geschrieben: Gleich mehrere heimische Vertreter feiern ihr 100-jähriges Firmenjubiläum – oder haben dieses schon längst überschritten. Dass die Branche dennoch nicht zum alten Eisen zählt, beweisen die  Seiten 13–24 Lesetipp

Konkurs Laut ÖVC rund 1,4 Mio. Euro Überschuldung

© PPV

Colordruck Helminger in Insolvenz

Verpackungsdiskurs Die Vereinigung der Papierverarbeitenden Industrie Österreichs (Bild: Geschäftsführer Martin Widermann) lehnt die geplante Novelle der Tabak-ProduktRichtline ab.  Seite 16

Wien. Die Firma „Colordruck Helminger & Co GmbH“ mit Sitz in der Stadt Salzburg ist mit einer Überschuldung von 1,4 Mio. € in den Konkurs geschlittert. Wie der Österreichische Gläubigerschutzverband „Creditreform“ (ÖVC) im März in einer Aussendung mitteilte, sind 77 Gläubiger und 26 Arbeitnehmer vom Konkurs betroffen. Den Aktiva von rund 928.000 € stünden Passiva von rund 2,3 Mio. € gegenüber.

Seit 1990 im Geschäft Das Unternehmen habe heute den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens am Landesge-

richt Salzburg gestellt, berichtete Gerhard Weinhofer vom ÖVC. Die Firma sei 1990 gegründet worden und beschäftige sich mit dem klassischen Druckereigewerbe. Die Insolvenzursachen würden im Umsatzrückgang und in einer Liquiditätsverknappung „infolge eines veränderten Zahlungsverhaltens“ eines Großkunden liegen, heißt es seitens des Gläubigerschutzverbands. Colordruck Helminger verfügt laut Creditreform über eine Reihe von Kundenaufträgen. Ob die Druckerei fortgeführt werden kann, werde noch zu prüfen sein, hieß es abschließend.  (APA)

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Papi e r , D r u c k & Pa c ka g i n g

14 – medianet special

Dienstag, 23. April 2013

Austropapier Die Produktion der Zellstoff- und Papierindustrie wuchs im vergangenen Jahr um 2,1 Prozent

Kommentar

Im Trend: Made in Austria

Mehrbelastung für die Unternehmen

© FPLP

Wien. Bei ihrer Jahres-Pressekonferenz durfte die heimische Zellstoff- und Papierindustrie erfreuliche Zahlen vorlegen: „Die Produktion von Papier, Karton und Pappe konnte 2012 um 2,1 Prozent auf fünf Millionen Tonnen gesteigert werden; diese positive Dynamik steht im Gegensatz zum gesamteuropäischen Trend mit einem Minus von 1,8 Prozent“, so Wolfgang Pfarl, Präsident der Austropapier. Treiber dieser positiven Entwicklung war die auf fast 87% gestiegene Exportquote, ein Indiz dafür, dass sich heimisches Papier erfolgreich am Weltmarkt behaupten kann.

Thomas Starlinger Tamara Karlovsky

D

ie 20-20-20 Ziele der Europäischen Union und die damit verbundene Umsetzung der Energie­ effizienzrichtlinie bringt wieder Bewegung in die österreichische Gesetzeslandschaft. Am 3. April 2013 wurde das Bundes-Energieeffizienzpaket, mit dem unter anderem das Bundes-Energieeffizienzgesetz erlassen werden soll, von der Bundesregierung im Nationalrat eingebracht.

Kleines Sorgenkind Die Produktion grafischer Papiere konnte in Österreich um 4% auf 2,8 Mio. t gesteigert werden, ein Umstand, der sich auch durch die verbesserte Auslastung

einiger großer Papiermaschinen erklärt – für den Präsident der Austropapier kein Grund für Euphorie: „In Europa waren grafische Papiere 2012 um 5,3 Prozent rückläufig. Verbrauchsrückgänge im Bereich der Printmedien machen diesem Sektor schwer zu schaffen.“ Unter den Publikationspapieren ist vor allem Zeitungspapier betroffen, in Österreich kam es hier zu einem Mengenrückgang von über 7%. Mit rund 270 Mio. € deutlich im Plus waren 2012 hingegen die Investitionen in die heimische Zellstoff- und Papierindustrie – eine Summe, die „vorläufig als Bekenntnis der Branche zum Standort Österreich gesehen werden kann“, so Christian Skilich, Operations Director bei Mondi Europe & International. Skilich weiter: „Sie ist aber vor allem durch drei Großinvestitionen geprägt und kommt nicht an die Spitzen vergangener Jahre heran.“  (red)

© Austropapier/Christian Husar

Standort Österreich: Investitionen lagen erstmals seit zehn Jahren wieder über 250 Millionen Euro.

v.li.n.re.: Christian Skilich, Wolfgang Pfarl, Max Oberhumer (GF von Sappi Gratkorn).

Die Qual der Wahl

Spannende Beratungen Die Beratungen im Parlament werden spannend. Da Grüne und FPÖ bereits angekündigt haben, dem Gesetz in seiner jetzigen Form nicht zustimmen zu wollen, ist derzeit unklar, ob das Gesetz in der bald endenden Legislaturperiode noch den Nationalrat passieren wird. Thomas Starlinger ist Rechtsanwalt bei Fiebinger Polak ­Leon Rechtsanwälte t.starlinger@fplp.at Tamara Karlovsky ist Rechts­ anwaltsanwärterin bei ­Fiebinger Polak Leon Rechtsanwälte t.karlovsky@fplp.at

Kommunikationshaus gugler Neuer Ökodruck-Navigator bringt Licht in den Gütesiegel- und Zertifikats-Dschungel

Ökodruck-Navigator schafft Klarheit

© gugler/Michael Liebert

Große und mittlere Unternehmen haben in Zukunft die Wahl zwischen Energieaudits oder der Einführung eines Energiemanagementsystems. Gegenüber dem strengeren Begutachtungsentwurf gibt es eine kleine Entlastung für kleine Unternehmen: Die ursprünglich vorgesehenen verpflichtenden Energieberatungen sind nur mehr freiwillig zu absolvieren. Was die Setzung von Effizienzmaßnahmen betrifft, besteht eine individuelle Verpflichtung erst, wenn festgelegte Effizienzziele nicht erfüllt werden. Alternativ können Ausgleichszahlungen geleistet werden, welche für die Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen verwendet werden sollen. Energieversorger werden künftig verpflichtet, die Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen bei Endkunden nachzuweisen (oder alternativ ebenfalls Ausgleichszahlungen zu leisten). Seitens der Energiewirtschaft wurde bereits auf die dadurch steigenden Kosten und die Möglichkeit einer ­entsprechenden Erhöhung der ­Energiepreise hingewiesen. Es ist daher fraglich, ob sich für Unternehmen Einsparungen durch mehr Energieeffizienz oder Mehrbelastungen durch steigende Energiepreise ergeben werden.

Julia Welz und Reinhard Gugler von gugler präsentieren den Ökodruck-Navigator.

Melk. Seit mehr als zwei Jahrzehnten bemüht sich das Kommunikationshaus gugler, die Auswirkungen der Druckproduktion auf die Umwelt zu verringern. Die Maxime: weniger problematische Substanzen, weniger Ressourcenverbrauch und ein kleinerer ökologischer Fußabdruck. Heute kann gugler Printprodukte nicht nur ökoeffizient, sondern sogar ökoeffektiv herstellen. Bei gugler fragt man sich jetzt nicht mehr, „Wie können wir Schlechtes reduzieren“, sondern „Was ist das Richtige?“. Und hier setzen die Melker auf Druckprodukte, die immer wieder vollständig in biologische Kreisläufe zurückkehren können. Heißt: Sind alle Inhaltsstoffe frei von schädlichen Substanzen, dann gibt

es keinen Abfall mehr, sondern nur noch Nahrung für die biologischen Kreisläufe.

Ökodruck-Navigator Die Gütesiegel und Zertifikate, die nachhaltige und ökologische Parameter oder Produkte beurkunden sollen, werden stets mehr. Die Kriterien für die einzelnen Labels sind allerdings höchst unterschiedlich. Mit dem „ÖkodruckNavigator“ schafft gugler Klarheit. Diese Übersicht lässt Kunden erfahren, wofür die einzelnen Zertifikate stehen und welche Kriterien zur Zertifizierung herangezogen werden – essenzielles Wissen, um eine Entscheidung zu treffen, die ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist. (red)

Grasl FairPrint Neues Papier-und Druckmusterbuch zeigt, welches Papier am besten zu einem Druckwerk passt

„Ein wirklich einmaliger Ratgeber für alle“ Bad Vöslau. Bereits seit einigen Jahren stehen Druckwerke auf Papier in starkem Wettbewerb zu digitalen Medien. Da Konkurrenz belebt, bekommt das optische, haptische und qualitative Erlebnis von Gedrucktem auf Papier gerade dadurch einen besonderen Stellenwert, weshalb Papier in hoher Qualität, ansprechender Optik und fühlbarer Haptik nach wie vor als essenzieller Werbeträger erkannt und genutzt wird. Mit dem neuen Papier- und Druckmusterbuch gibt es jetzt eine Entscheidungshilfe für die Auswahl des perfekt passenden Papiers.

riger Prozess, das richtige Papier zu finden. Und wie sehen dann die gedruckten Farben der Bilder, Flächen und Texte auf den unterschiedlichen Papiersorten überhaupt aus?

Praktischer Ratgeber Das neue Grasl FairPrint Papier- und Druckmusterbuch bringt die Lösung, zeigt das Ergebnis und lässt einen die Unterschiede von Oberflächen, Grammaturen

und Färbungen der Papiersorten fühlen. Auch die unterschiedliche Farbwirkung des Drucks ist deutlich auszumachen, und Farbkreis und Graukeil helfen bei der Beurteilung. Dasselbe Beispielfoto auf allen Papiersorten zeigt die konkreten Druckergebnisse. Zusätzlich kann man matte, seidenmatte und glänzende Veredelungen auf sich wirken lassen. Die Zweiteilung der Musterblätter ermöglicht den direkten Vergleich aller

Variationen auf einen Blick und zeigt sofort das entsprechende Ergebnis. „In dieser praktischen und kompletten Form gab es bisher kein Papier- und Druckmusterbuch; das ist wirklich ein einmaliger Ratgeber für alle, die mit Druckwerken

einmaliger Ratgeber für alle, die mit Druckwerken zu tun haben.”

Papier ist nicht Papier Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Papiersorten: Glatt oder rau, matt oder glänzend, hochweiß oder creme, aber auch z.B. holzfrei oder recycelt. Und auch das ist nur ein kleiner Ausschnitt der unzähligen Möglichkeiten und Variationen von Papier. Für Werber, Marketer und Verlagshersteller ist es daher nicht selten ein schwie- Das neue Grasl FairPrint Papier- und Druckmusterbuch soll die Wahl erleichtern.

„Das ist wirklich ein

karl grasl, Grasl Fairprint

© Grasl FlairPrint

zu tun haben. Das Kundenfeedback dazu ist überwältigend. Ich freue mich über die große Nachfrage und darüber, mit diesem Ratgeber die Kundenanforderungen genau erfüllt zu haben“, freut sich Geschäftsführer Karl Grasl. (red)


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Dienstag, 23. April 2013

medianet special – 15

Verband Druck & Medientechnik Im Mai findet der Druckertag in Wien statt und öffnet sich im Rahmen einer Fachtagung auch Nicht-Mitgliedern

Zukunftsfrage der Druckbranche Wien. Haben Druckereien heute nur dann eine Chance, wenn sie über den eigenen Tellerrand blicken und in anderen Branchen „wildern“? Über diese Frage, die für die Zukunft des Gewerbes essenziell ist, diskutieren Experten aus der Druck- und Medienbranche bei der ersten Fachtagung am Samstag, 11. Mai 2013, im Parkhotel Royal Palace in Wien. Erstmals öffnen der Verband Druck & Medientechnik und seine Partner den Druckertag auch für Nicht-Mitglieder und laden alle Druckunternehmen zur Veranstaltung sowie zum anschließenden Gala-Abend ein.

führer des Verbands Druck & Medientechnik. Der österreichische Druckertag ist für die Mitglieder das bekannteste Großereignis und wichtigste Netzwerktreffen. Dies ergab die Befragung des Verbands im letzten Herbst. 91% der Verbandsmitglieder kennen den Druckertag, mehr als die Hälfte nimmt aktiv daran teil. Fast alle Teilnehmer sind ist der Meinung, dass sie oder ihre Unternehmen besonders von der Teilnahme profitieren. „Mit der Fachtagung am Samstag möchten wir den ‚Druckertag‘ noch stärker als die Netzwerkplattform profilieren“, erklärt Neudorfer. Neben spannenden Vorträgen und

Diskussionen soll deshalb auch das Netzwerken nicht zu kurz kommen – sei es bei der Tagung oder beim Gala-Abend im Technischen Museum.

Zukunftsfragen Die Fachtagung „Die Druckbranche der Zukunft“ am 11. Mai wird von Hellmuth Frey, Inhaber der Emil Frey KG, Hamburg, und seit 1996 Vorstandsmitglied der FESPA (Federation of European Screen Printers Associations), mit dem Vortrag „Innovationsmotor Siebund Digitaldruck“ eröffnet. Der nächste Programmpunkt, von Nina

Wiemer, Design Director bei KMS Blackspace in München, widmet sich der Frage „Zielgruppenadäquater Medienmix – was erwartet die Werbebranche von der Druckindustrie im Bezug auf die neuen Medien?“. Nach dem Beitrag „Die Druckbranche in 5 Jahren. Offset – Digital? Komplettanbieter – Spezialisten? Miteinander – Nebeneinander – Gegeneinander? Eine Vision“ von Peter Sommer, Geschäftsführer Elanders Germany, folgt eine Podiumsdiskussion mit allen Referenten. Die Veranstaltung endet mit einem Gala-Abend im Technischen Museum.  (red)

© iStockphoto/Mark Wragg/Erwin Gutenberger

Auf mehrere Vorträge von Experten aus der Druck- und Medienbranche folgt eine Podiumsdiskussion.

Der Österreichische Druckertag befasst sich mit der Druckbranche der Zukunft.

Zufriedene Mitglieder

MMK Foodboard

Im Endspurt Wien. Die Innovation Foodboard von Mayr-Melnhof Karton (MMK), die umfangreich getestete und neuartige Barriere für den Schutz von Lebensmitteln, ist auf der Zielgeraden. Mit dem Recyclingkarton mit der Barriere auf der dem Lebensmittel zugewandten Innenseite hat MMK eine Sperre für Mineralölbestandteile entwickelt, die die Migration auf das Lebensmittel verhindert. In Zusammenarbeit mit mehr als zehn internationalen Konsumgüterproduzenten wurden in den unterschiedlichsten Produktgruppen reale Langzeittests durchgeführt. Dabei wurde Foodboard unter Standard-Fertigungsbedingungen (Drucken, Stanzen, Veredeln, Kleben) zu Faltschachteln verarbeitet. Nachdem bis heute bereits mehr als 2 Mio. FoodboardFaltschachteln getestet wurden, kann bestätigt werden, dass sich in den gewohnten Abläufen für den Verarbeiter sowie den Konsumgüterproduzenten nichts ändert.



„Dieses neue Angebot ist eines der ersten Projekte, die auf Basis unserer Mitgliederbefragung, der Expertenrunde und der Zukunftsklausur entstanden sind“, berichtet Werner Neudorfer, Geschäfts-

Wir machen das für Sie.

Ad Mineralölverordnung Die Ergebnisse belegen, dass Lebensmittel, die mit Foodboard verpackt sind, den zu erwartenden Regelungen einer „Mineralölverordnung“ entsprechen werden. „Unser Fokus liegt klar auf der Weiterentwicklung von hochwertigem Karton für innovative Verpackungslösungen und der Umsetzung zukunftsorientierter Produktkonzepte“, so Horst Bittermann, Head of Marketing, MayrMelnhof Karton.  (red)

VOLLES SERVICE. NP DRUCK ist Ihr Partner. Einer, auf den Verlass ist. Der weiß, dass Qualität nicht nur Know how, modernste technische Ausstattung und Einsatz verlangt, sondern auch entsprechende Zeit. Wir nehmen uns Zeit – für Sie. NP DRUCK – Wir haben das Team.

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16 – medianet special

Fachverband PPV Industrie Die geplante Novelle der Tabak-Produkt-Richtlinie konterkariere ihre Ziele, so die PPV

short

Der Verpackungsdiskurs

Papernomad: Einfach das iPad einpapierlt Wien. Wer die „Mitglieder“ seiner Apple-Familie individualisieren will – und das am besten nachhaltig –, ist bei Papernomad an der richtigen Adresse. Denn das heimische Unternehmen produziert iPadund iPhone-Schutzhüllen aus 100% rezykliertem Papier- und Kartonmaterial, mit Baumwolle oder Filz gefüttert, giftstofffrei behandelt sowie kompostierbar. Der Clou an der ganzen Sache ist aber, dass die Hüllen mit Farbstift, Bleistift oder Kuli beschrieben und bemalt und somit zu einem absoluten Unikat werden können. Im Februar 2011 gründen Mario C. Bauer, Christoph Rochna und Bernhard Kwitek die „papernomad GmbH“ in Wien. Die Idee für die schrägen Schutzhüllen der Papernomads entstand angeblich in einer Kneipe in Venedig: Biologisch abbaubare, reiß- und wasserfeste Hüllen für das iPad oder MacBook sollten es sein; herausgekommen sind charakteristische Öko-Hüllen für nachhaltige Apple-User.

Ebenso diskutabel: Die Novellierung von Abfallwirtschaftsgesetz und Verpackungsverordnung.

Mit einer Novellierung von Abfallwirtschaftsgesetz (AWG) und Verpackungsverordnung sollen wiederum geeignete Rahmenbedingungen für einen Wettbewerb zwischen Sammel- und Verwertungssystemen im Haushaltsbereich geschaffen werden. Ziel ist, die Entpflichtung, Sammlung und Verwertung von Haushaltsverpackungen durch Mitbenutzung der bestehenden Systeme für den Wettbewerb zu öffnen und den IstZustand abzubilden, um den Unternehmen wenig Umstellungs- und Zusatzaufwand aufzubürden. Widermann, der Wettbewerb prinzipiell positiv sieht: „Jegliche Lösung, die zu einer Verschlechterung des österreichischen Erfolgsmodells der Verpackungssammlung, zu Tariferhöhungen oder gar zu einer Zerschlagung der vorhan-

Martin Widermann, GF der PPV Austria, ist über die Novelle nicht ganz glücklich.

denen Strukturen führen würde, kann nicht akzeptiert werden. Insbesondere muss das herrschende Grundprinzip der Selbstorganisation der Wirtschaft unantastbar bleiben.“

Vernünftige Abgrenzung Wesentlich für die PPV ist eine vernünftige Abgrenzung zwischen Haushalts- und Gewerbeverpackungen, die den Gegebenheiten im Papierbereich Rechnung trägt. V.a.

ein Größenkriterium sei im Papierbereich nicht sinnvoll. Anzustreben sei eine Lösung der Frage der Abgeltung von Verpackungen im Restmüll und die Beschränkung des Einflusses der Kommunen auf die Ausgestaltung der Sammelinfrastruktur. Zudem werden eine Anhebung der Quoten, das Verbot der Einbeziehung von Überschüssen aus Vorperioden in die Tarife der Folgeperioden sowie die Erhöhung der Aufwendungen für Abfallvermeidung abgelehnt.  (red)

austropack Das renommierte Verpackungsmedium richtet auf der FachPack die Austrian Packaging Lounge aus

Treffpunkt „Austrian Packaging Lounge“

Special-Interest-Magazin austropack versteht sich als Special-Interest-Magazin für den Verpackungs- und Logistikbereich. Es geht um Fachinformation zu wirtschaftlichen und technischen Fragestellungen, mit denen sich Entscheidungsträger innerhalb kürzester Zeit auf dem Laufenden halten können. (red)

Jahre

T

Ihre Verpackungslösungen made in Austria!

ell auch eine Kooperation mit dem Österreichischen Verpackungsinstitut (ofi) am Laufen, mit dem man im kommenden Juni den „impackt 2013“, den österreichischen Verpackungskongress, ausrichtet.

Martin Ögg, Geschäftsführer des Verlags Dr. A. Schendl, und austropack-Cover.

Wien. Schon seit rund fünf Jahrzehnten ist der Verlag Dr. A. Schendl auf die Publikation von Fachzeitschriften und anderen Informationsmedien spezialisiert. Mit austropack hat man das am längsten am Markt befindliche Verpackungsmedium Österreichs. austropack ist Jahr für Jahr auf nationalen und internationalen Messen und Kongressen vertreten und richtet mit „Gigant Verpackungstechnik 2013“ die „Austrian Packaging Lounge“ auf der bedeutenden Verpackungsmesse „FachPack“ aus, die vom 24. bis 26. September in Nürnberg stattfindet. Zudem hat das Magazin aktu-

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Großbritannien. Als „Otherworld“, das Fantasy-Kinderbuch von Autor Adrian Bailey, auf dem Markt landete, sah es nicht ganz so aus, wie man es sich von einem Kinderbuch erwarten würde. Denn auf nicht weniger als 22 Seiten aller 7.000 Exemplare, die zuvor gedruckt worden waren, gab es pornografisches Material zu sehen. Ein schwerer Fehler der Druckerei, wie sich herausstellte. Zurzeit versucht man, alle Fehldrucke vom Markt zu holen. „Otherworld” ist für Leser ab 12 Jahren gedacht. Der gesamte Erlös des Buchs soll dem „Rebecca House” zugutekommen, einem Kinderhospiz auf der Insel Isle of Man.

Im Namen des Wettbewerbs

© Dr. A. Schendl (2)

© Papernomad

Pornografie irrtümlich in Kinderbuch gelandet

„Dass dies den Zielen der Richtlinie diametral entgegenwirkt, versteht sich von selbst“, so Martin Widermann, Geschäftsführer Papierverarbeitende Industrie, Fachverband. Auch die Verbote von Kombidosen für Tabakfeinschnitt

sowie von Mundstücksbelagspapieren mit integrierten Aromastoffen und Slim-Zigaretten sind nicht mit dem Konsumentenschutz argumentierbar. Widermann: „Die Vereinigung der Papierverarbeitenden Industrie Österreichs, PPV Austria, lehnt diesen Entwurf ab und versucht gemeinsam mit den europäischen Verbänden der betroffenen Industrien eine Entwurfs-Änderung zu erreichen.“

© PPV

Wien. Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag für eine neue Tabakproduktrichtlinie vorgelegt, der strengere Vorschriften darüber enthält, wie Tabakerzeugnisse hergestellt, aufgemacht und verkauft werden sollen. Damit will man die Verbraucher über die Folgen des Tabakkonsums aufklären. Der Entwurf sieht vor, dass alle Packungen von Zigaretten und Tabak zum Selbstdrehen einen textlichen und bildlichen Warnhinweis tragen müssen, der 75% der Vorder- und Rückseite der Packung einnimmt. Dies resultiert faktisch in standardisierten Einheitsverpackungen, wobei die Autoren der Richtlinie übersehen, dass genau solche aufgrund niedrigerer drucktechnischerer Anforderungen leichter und billiger herzustellen sind, was in letzter Konsequenz zu einer Zunahme von Warenfälschungen führen würde. Damit würde auch qualitativ minderwertigen und gesundheitsschädlicheren Produkten Tür und Tor geöffnet.

Geplant: Entwurfsänderung

Nachhaltig, individuell und ziemlich cool – die Hüllen von Papernomad.

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QUAL

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medianet special – 17

Druckerei Bösmüller Dem Thema Packaging kommt im Handel höchste Bedeutung zu, fundiertes Wissen ist hier erfolgsentscheidende Prämisse

Verpackungswissen im Fokus Wien. Ein Schwerpunkt der Druckerei Bösmüller ist das Thema Verpackungsdesign. Eine ansprechende Hülle ist nicht nur dabei behilflich, das Produkt zu schützen, sie erleichtert auch die Handhabung. Vor allem jedoch dient eine passende Verpackung dazu, Emotionen beim Endkonsumenten zu wecken, die Qualität des Inhalts zu kommunizieren und einen Bezug zur Marke herzustellen.

Wer punktet im Regal? Im Handel kommt dem Verpackungsdesign eine ganz besondere Rolle zu. Insbesondere innerhalb der logistischen Abläufe ist gutes Design entscheidend: Einerseits sollen durch eine optimierte Gestaltung die Lagerung erleichtert und die Regalbestückung verbessert werden, andererseits werden durch gut konzipierte Verpackungen die problemlose Fakturierung

PaperNet Drucksortiment

sowie Kommissionierung der Waren gewährleistet. „Wir verstehen uns als Partner der Kreativen in der Umsetzung ihrer Verpackungsideen hinsichtlich Rechtliches, Gestaltung der Form, Materialien und Zertifizierungen unter Berücksichtigung der Weiterverarbeitungskette“, so Geschäftsführerin Doris Wallner-Bösmüller. Vor allem im Bereich der Lebensmittelverpackungen sind die Themen Migration und Lebensmittelkonformität von besonderer Bedeutung. Expertise und kompetente Beratung sind für Lebensmittelhersteller demnach unerlässlich. Ein Teilaspekt im Bereich der Le-

bensmittelverpackungen, den Bösmüller bereits aufgegriffen hat, sind sogenannte To-go oder Takeaway-Verpackungen. Bösmüller hat im vergangenen Jahr bereits gemeinsam mit einem externen Partner für den Kunden Akakiko eine hochwertige Sushi- und MakiBox entwickelt. Weitere Projekte für namhafte Marken befinden sich aktuell in der Umsetzungsphase.

Workshop eigens konzipiert Passend zum Thema, organisieren designaustria, Bösmüller Print Management und der Creativ Club Austria (CCA) einen Workshop mit

dem Titel „Verpackungsdesign, technische & rechtliche Grundlagen“. Dieser ist speziell auf die Anforderungen von Grafik- und Produktdesignern zugeschnitten und wird durch eine Kooperation mit „ofi“ (Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie und Technik) um die Themen Migration und Lebensmittelkonformität bereichert. Die nächsten Termine sind am 21.5. in der designHalle Graz und am 25.6. im Designforum Dornbirn. Vorträge zum Thema hält Zoran Surlina von Bösmüller außerdem auf der „impackt 2013“ und der „easyFairs“-Messe in Wels. (red)

© Bösmüller Print Management/Bernhard Wieland

Der Workshop „Verpackungsdesign, technische & rechtliche Grundlagen“ bietet Fachinformationen.

D. Wallner-Bösmüller launcht mit CCA und designaustria den neuen Workshop.

Präzision beginnt bei der Idee.

Digitale Vielfalt

Wiener Neudorf. Marketingverantwortlichen und Druckereien sind die Vorteile des Digitaldrucks bekannt: Flexibilität, Qualität, Personalisierbarkeit und rasante Entwicklung in der digitalen Drucktechnologie überzeugen beinahe jeden Anwender. Eine Lücke am Markt, nämlich den Mangel an vollständigen, für den Digitaldruck geeigneten Medien, schließt der österreichische Papiergroßhandel PaperNet mit seinem Digitaldrucksortiment. Das PaperNet Digitaldrucksortiment mit Druckmedien aus Papier und Kunststoff im SRA3-Format (32 x 45 cm) ist für die Anwendung in tonerbasierenden Drucksystemen getestet und konzipiert. Das breite Sortiment deckt die Bereiche gestrichenes, ungestrichenes und satiniertes Papier sowie Spezialprodukte wie Durchschreibpapiere, Polyestermedien und selbstklebende Etiketten ab. Im PaperNet 32 x 45 cm-Sortiment finden sich Produkte wie Color Copy, Pro Design, ON, Nautilus, Idem und Robuskin, die bereits im Groß- und/oder Kleinformat am Markt etabliert sind. Eine neue, PaperNet-exklusive Marke für den Digitaldruckbereich ist Ideal Digital, das gestrichene Bilderdruckpapier in den Oberflächen Gloss und Silk; es wurde für den Digitaldruck entwickelt und garantiert nuancenreiche wie brillante Bildwiedergabe, beste Opazität und geprüfte Laufeigenschaften. Das Digitaldrucksortiment ist in Grammaturen von 80 bis 300 g/m� erhältlich. (red)

© Papernet

Echte Kuverts sind Hightech!

GF Stephan Grötzschel: PaperNet bietet eine breite Range an Digitaldruckpapier.

www.cpt- couvert.at


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18 – medianet special

Dienstag, 23. April 2013

Forum Wellpappe Austria Dem Facharbeitermangel begegnet die Branche mit intensiven Marketingmaßnahmen

short

Lehrlinge bitte kommen

Kundenfreundliches Packaging ist höflich

© Meyer-Hentschel Institut

Wien. Die Hersteller von Wellpappe, dem klassischen Verpackungskarton, leiden unter Personalmangel. „Wir kämpfen verzweifelt um Lehrlinge“, so Hubert Marte vom „Forum Wellpappe Austria“. Von 1.700 Beschäftigten der Branche sind 80 Lehrlinge. Und diese hätten Karrieremöglichkeiten, doch leider wird das in der Öffentlichkeit zu wenig wahrgenommen. „Wir geben die Hälfte unseres Marketingbudgets für die Personalrekrutierung aus“, berichtet Marte, der auch Geschäftsführer der Rondo Ganahl AG ist.

Experte Gundolf Meyer-Hentschel, Mitinitiator des SilverPack Awards.

Saarbrücken. Deutschland hat die älteste Bevölkerung Europas und – nach Japan – die zweitälteste weltweit. Diese schnell wachsende, hochinteressante Zielgruppe hat ein großes Bedürfnis nach Komfort und Höflichkeit. Auch Verpackungen können ‚höflich‘ sein, und zwar dann, wenn alte und auch junge Verbraucher perfekt mit ihnen zurechtkommen. Aus diesem Grund wurde im Rahmen des Verpackungswettbewerbs „SilverPack“ zum fünften Mal die Auszeichnung „Höfliche Verpackung“ verliehen. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen des „inspirato“-Expertentreffs „Kundenfreundliches Packaging“ am 11. April in München. Preisträger ist die Slider PackLösung von A&R Carton. Der Slider Pack, ein Kunststoffschieber, bietet eine kundenfreundliche Lösung für das Öffnen und Wiederverschließen von Kartonverpackungen für trockene Lebensmittel wie Müsli. In der Begründung der Jury hieß es unter anderem: „Die Lösung ‚Slider Pack‘ verknüpft bekannte und gut gelernte Bewegungsabläufe zu einem innovativen und intuitiven Verpackungskonzept mit hohem Verbrauchernutzen.“

Facharbeiter sind gefragt Die Wellpappeerzeuger haben sich auch heuer wieder etwas für ihren Nachwuchs einfallen lassen: Nach dem „Wellpappe-Drachenbootrennen 2011“ und dem Autocorso über den Wolfgangsee mit Wellpappe und Tretboot soll heuer

2011 sprach man den Nachwuchs mit dem „Wellpappe-Drachenbootrennen“ an.

Recycling Verpackungen aus Wellpappe sind kein Abfall, sondern ein wertvoller Rohstoff der Papierherstellung

Kreislaufwirtschaft nimmt an Bedeutung zu Wien. Die Nachfrage nach Wellpappe-Verpackungen steigt. Das Wachstum vollzieht sich umweltschonend, denn einerseits besteht Wellpappe aus nachwachsenden Rohstoffen und andererseits wächst auch der Altpapier-Anteil bei der Herstellung von Wellpappe-Rohpapieren durch permanente Verbesserung des Papierrecycling. Rund 80% dieser Papiere bestehen in Österreich aus Recyclingmaterial; der Rest sind Frischfasern, die aus Bruch- und Durchforstungsholz nachhaltig bewirtschafteter Wälder gewonnen werden.

Kreislaufprodukt Wellpappe

© Eva Kelety

Verpackungen nutzen und dann kompostieren

der „Stratos“-Sprung nachgestellt werden. Ein Minimodell der Raumkapsel aus Pappe, von der aus die Lehrlinge, eingehüllt in PappeRaumanzüge, in den See springen werden, wurde kürzlich vor Journalisten präsentiert. Trotz des Facharbeitermangels entwickelte sich die Branche weiterhin gut. Der Inlandsmarkt legte 2012 im Jahresvergleich um 2,1% auf 366.655 t zu. „Für 2013 rechnet das ‚Forum Wellpappe Austria‘ mit einem Mengenwachstum und einem Absatzplus von einem Prozent“, so Marte. Im 1. Quartal 2013 habe es ein Umsatzplus von 2,4% gegeben. Signifikant gestiegen ist der Import, er legte um 7,8% auf 115.105 t zu. Zurückzuführen sei dies auf den höheren Import des Ausgangsprodukts, der Tafelware. „Wir haben uns auf höherwertige Ware konzentriert“, erklärt Marte. (red)

© Klaus Eibl

Die heimische Wellpappeindustrie bietet interessierten Fachkräften ausgezeichnete Karrierechancen.

Der Altpapierkreislauf hat sich laut Hubert Donhauser und Hubert Marte bewährt.

„Der Altpapierkreislauf hat sich bewährt und genießt breite Ak-

zeptanz bei Handel, Industrie und Bevölkerung“, so Hubert Marte, Sprecher des Forum Wellpappe Austria. „Gebrauchte Wellpappeverpackungen sind kein Abfall, sondern ein wertvoller Rohstoff, das kann man nicht oft genug betonen.“ Sie erfüllen die zentralen Anliegen der modernen Kreislaufwirtschaft. Im Handel werden papierbasierte Verpackungen sortenrein erfasst und vom Altpapierentsorger abgeholt. So gelangen sie zurück in die Papierherstellung. Die Wellpappeverbände aus Österreich, Deutschland und der Schweiz gründeten im Herbst 2012 das Forum Ökologisch Verpacken (FÖV). Ziel ist es unter anderem, das Bewusstsein für den Wert der Kreislaufwirtschaft zu stärken. (red)

Retsch Verpackungen Das Traditionsunternehmen bietet umfassendes Know-how auf dem Verpackungssektor

NaKu-Plastiksäcke: aus natürlichem Kunststoff und voll kompostierbar.

Wiener Neustadt. Das österreichische Unternehmen „NaKu“ fertigt verschiedenste Produkte aus natürlichem Kunststoff, die Basis dazu bilden pflanzliche Stärke und Milchsäure. „Die ‚NaKu‘-Produkte ersetzen nicht nur herkömmliche Plastikverpackung, sondern liefern auch verschiedene Zusatznutzen“, betont Johann Zimmermann, Geschäftsführer von NaKu. „Wir nützen alle Vorteile des Materials aus.“ So halten etwa Obst, Gemüse oder Brot in einem NaKuFrischhaltebeutel bis zu einer Woche länger. Die Beutel können mehrmals wiederverwendet und abschließend als Einlagebeutel für den Bioabfalleimer genutzt werden. NaKu-Ware-Artikel für Küche oder Kinderspielzeug sind aus pflanzlichen Rohstoffen gefertigt und umweltfreundlich, alle NaKu-Produkte sind zudem komplett kreislauffähig.

Korneuburg. Retsch Verpackungen präsentiert im Zuge der Messe „die genuss“ (ehemals „Öba/Ökonda“) Ende April einige Neuigkeiten. Diesbezügliches Highlight ist beispielsweise die Präsentation der neuen Kaffeebecher in hochwertigem Design und perfekter Druckqualität. Besonderes Special der Becher sind die unterschiedlichen, aufgedruckten Zitate. Auf jedem Karton finden sich sämtliche Zitate gemischt, sodass der Kunde bei jedem Kauf einen anderen Aufdruck auf seinem Kaffeebecher vorfindet.

der Messe ein innovatives Produktsortiment. Zusätzlich bietet man eine kostengünstige und einfache Verpackungshilfe, um diesen Arbeitsschritt in der Bäckerei zu beschleunigen.

Spezialisten am Werk Retsch Verpackungen hat in den letzten Jahren zahlreiche Speziallösungen konzipiert und umgesetzt, einige von ihnen werden

auch auf der Messe „die genuss“ zu sehen sein, darunter der international sehr begehrte „double bag“, der den Bereich der Snackverpackungen revolutioniert hat. Durch das Vorhandensein zweier Kammern können Snack und Serviette getrennt von einander verpackt werden; im „To go-Bereich“ ergeben sich daraus große Vorteile für Kunden und Bäcker. Die Snacks können zeitsparend vorbereitet werden, was in hoch-

Passend präsentiert Dem aktuellen Trend zur Regionalität folgend, versorgen immer mehr Bäcker lokale LEH-Märkte, wofür zunehmend Sichtfenstersäcke als Verpackung gewählt werden. Auf diese Weise wird dem gehobenen Bäckereiprodukt auch in der Präsentation Rechnung getragen. Speziell für diesen Bereich präsentiert Retsch Verpackungen – derzeit der einzige heimische Produzent, der derartige Gebäckbeutel selbst herstellen kann – anlässlich

© Retsch Verpackungen

© Naku

Passende Hüllen für hochwertige Produkte

„Immer eine Idee weiter“: Retsch Verpackungen ist seit 120 Jahren innovativ.

frequenten Lagen sehr geschätzt wird. Aus diesem Grund zählten insbesondere Betreiber von Tankstellen zu den diesbezüglichen Kunden der ersten Stunde. Da Verpackungskonzepte nicht selten über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, begleitet Retsch Firmenkunden mit hoher Sorgfalt durch den Design- und Produktionsprozess. Um den speziellen Anforderungen mehr Raum zu geben, wird im Rahmen des firmeneigenen Messeauftritts erstmals eine VIPLounge eingerichtet. Hier können Kunden und Interessenten abseits von jeder Messehektik entspannt Verpackungsstrategien mit den anwesenden Spezialisten diskutieren und ausarbeiten. Abseits der bevorstehenden Messe entwickelt Retsch aktuell einen speziellen „Winebag“. Die neuartige Hülle wird der Präsentation von Topweinen dienen. Exklusiv und aufwendig bedruckbar, werden edle Tropfen auch im LEH-Weinregal aufmerksamkeitsstark das Interesse der Kunden auf sich ziehen. Der Sack dient auch als perfekter Schutz des Etiketts.  (red)


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Dienstag, 23. April 2013

medianet special – 19

eclipse Die Wiener Druckerei investierte in die Ausweitung des Maschinenparks im Bereich Sublimationsverfahren

short

Extrascharfer Textildruck

Mit Öko-Pflanztöpfen gegen Plastikmüllberge

Bei höheren Auflagen bietet man Sublimationstechnik in Kombination mit Siebdruck und Offsetdruck. Wien. Hochwertige Textildrucke auf Displaystoff, Satinmaterialien oder Leinwand sind am Point of Sale und in der Außenwerbung nicht mehr wegzudenken. Bilder, Deckenhänger, Gummilippenrahmen, Fahnen, Palettenmäntel, Hussen, und vieles mehr sind auf diesen Materialien möglich. Die unterschiedliche Oberfläche und Haptik, die einfache Handhabe, das geringe Gewicht sowie die leichte Reinigung sind nur einige Vorteile dieser sich gut entwickelnden Materialien.

© Alfred Truchseß

stehen drei unterschiedliche digitale Drucksysteme mit Sublimationstinten zur Verfügung. Die Farben werden dabei nach dem Auftrag auf dem Textilstoff bei ca. 200 Grad Temperatur fixiert, ein brillantes Farbbild ist die Folge. Sublimierte Textilien können gewaschen und gebügelt werden, der vielzitierte Weißbruch gehört somit der Vergangenheit an.

Pflanzentöpfe aus Pappe sorgen für ein ruhiges Gewissen beim Gärtner.

Wien. Pflanztöpfe sind ein wichtiger Bestandteil bei der Aufzucht von Blumen und Kräutern. Sie sorgen aber für eine große Menge an Plastikmüll. Um diesem Problem zu begegnen, entwicklete Alfred Truchseß Pflanzentöpfe aus Hartpappe, die je nach Wasserdichtigkeit zwischen 98 und 100% abbaubar sind. Als Grundmaterial dienen ausgesuchte heimische Abfallprodukte, etwa Restpapier von Papierfabriken, sowie Zusatzstoffe aus der Natur. Wird der Topf mitgepflanzt, verrottet er im Boden, es fällt kein Müll an. Um den unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Pflanzenkulturen gerecht zu werden, wurden drei verschiedene Topftypen in den Handel gebracht: Für die Anzucht von Jungpflanzen gibt es Töpfe mit 10% Wasserdichtigkeit, bei hohem Wasserbedarf solche mit 80%; geht es um Topfplanzen, kann man zur völlig wasserdichten Variante greifen. Vertrieben werden die neuen Produkte über Meier Verpackungen in Hohenems.

Spezielle Motive druckt eclipse vorab spiegelverkehrt auf beschichtetes Papier und sublimiert es dann mittels Kalander auf die Textilfaser. Die Auflösung und die Konturen sind bei diesem aufwendigeren Verfahren noch schärfer. Das Verfahren der Sublimation mittels bedruckten Papiers wird in höheren Auflagen in Kombination mit Siebdruck und Offsetdruck angeboten.  (red)

Ausbau des Maschinenparks Die Druckerei eclipse mit Sitz im achten Wiener Gemeindebezirk trägt dieser Entwicklung seit geraumer Zeit Rechnung und hat nun nochmals in den hauseigenen Maschinenpark investiert. Mit der „Agfa Aquajet“, der „d.gen Artrix“ und der „d.gen Arachne“

© eclipse

Sublimationstechnik

Die „Arachne“ ist eines der drei neuen digitalen Drucksysteme mit Sublimationstinten.

Jentzsch Auch heuer wurde die Wiener Traditionsdruckerei mit der kompletten Produktion der Parkscheine beauftragt

Parkscheine sorgen für großen Werbedruck Wien. Im 21. Gemeindebezirk freut man sich, auch heuer wieder die komplette Produktion der Parkscheine für die Wiener Kurzparkzonen zu übernehmen. Die Druckerei Hans Jentzsch wird alle fünf angebotenen Sorten, vom 10-Minuten bis zum ZweiStunden Parkschein, drucken, nummerieren und gemäß den Vorgaben des Wiener Magistrats verpacken und beschriften.

heuer 13 Mio. Stück hergestellt. Für Werbekunden bedeutet das eine gesteigerte Möglichkeit, die gewünschte Zielgruppe zu erreichen. Die Werbefläche beträgt dabei auf der Vorderseite 84x27 mm, und auf der Rückseite sogar 84x45 mm.

50 Jahre Druckerfahrung

Gottfried Hirsch, GF der Druckerei Jetzsch, freut sich über Millionen Parkscheine.

Druck Hofer Das Weinviertler Medienunternehmen setzt auf persönliche Beratung und individuelle Bedarfsermittlung

Kompetenz und Qualität nahe am Kunden Retz. Das Weinviertler Medienunternehmen Druck Hofer positioniert sich als kreativer Partner mit umfassender Kompetenz für betriebliche Kommunikation. Von Druckprodukten bis hin zu Webdesign betreut der Familienbetrieb mit fundiertem Know-how und Gespür für die Region unterschiedlichste Anliegen unternehmerischen Dialogmarketings. Mit vier Standorten in der Region

bietet man Kunden direkt in ihrer Nähe die Möglichkeit, ohne lange Anfahrtswege persönliche Beratung in Anspruch zu nehmen.

Beratung reduziert Kosten In Zeiten zunehmender virtueller Kommunikation lässt sich so manches Unternehmen durch Billigangebote des WorldWideWeb locken. Produziert wird zumeist

im Ausland; ist man unzufrieden, sind Urgenzen oft mehr als schwierig. Bei Billiganbietern aus dem Internet fehlen in den meisten Fällen nicht nur entsprechende Beratungsleistungen, sondern auch die individuelle Bedarfsermittlung. „Vielfach werden Werbeträger erzeugt, die vollkommen am Ziel vorbeischießen“, berichtet Günther Hofer, Geschäftsführer von Druck Hofer. „Die Kunden sind dann überrascht, wenn sie die Druckwerke in der Hand halten und bemerken, dass sie etwas ganz anderes erwartet hatten.“ Die ursprüngliche Intention, günstig zu produzieren, kann somit im Nachhinein teures Lehrgeld kosten.

© Druck Hofer

Preiswerte Qualität

Persönliche Beratung ohne lange Anfahrtswege bietet Druck Hofer nicht nur in Retz.

Hofer wünscht sich, dass Wirtschaftstreibende wieder vermehrt bei heimischen Geschäftspartnern Preisauskünfte einholen. „Oft sind Neukunden überrascht, wenn sie einen Preisvergleich mit klassischen Webanbietern vornehmen und erkennen, dass wir preislich mehr als mithalten können.“

Die Möglichkeiten des Internets werden hier sehr oft überschätzt. „Vielfach folgt man dem weit verbreiteten Irrglauben, dass Onlineshops oder Druckereien aus anderen Ländern automatisch auch günstiger sind; dem ist aber durchaus nicht so“, unterstreicht der Druck- und Marketingfachmann. Werden Drucketats aus Österreich hinausgetragen, schädigt dies die heimische Wirtschaft und gefährdet auf lange Sicht auch Arbeitsplätze; entsprechende Auswirkungen seien bereits heute stark spürbar, so Hofer.

Schnell und persönlich Zum Familienunternehmen gehören heute eine CAAA-zertifizierte Werbeagentur (Certified Austrian Advertising Agency), die Druckerei trägt das Österreichische Umweltzeichen. Stolz ist man auf ausgesprochen rasche Lieferzeiten sowie die Möglichkeit zu Abendterminen. Als Verlag begleitet Druck Hofer Autoren bei ihren literarischen Projekten bis hin zum fertig gebundenen Buch. (red)

Verpackung Schweiz sorgte für Lerneffekt

© Swiss Recycling

Durch die Erweiterung der Kurzparkzonen in der Bundeshauptstadt haben sich die Auflagen im Vergleich zu den Vorjahren teilweise erhöht. So werden zum Beispiel von den 30-Minuten-Parkscheinen

© Julia Wesly

Auflagensteigerung

Seit dem Jahr 1963 ist das Unternehmen ein kompetenter Partner für Druckproduktionen. Stetige Weiterentwicklung, laufende Investitionen und starkes Umweltbewusstsein sorgen für nachhaltige Druckprodukte. Service und Beratung, Kompetenz und Flexibilität sind seit einem halben Jahrhundert die Stärken des Hauses. (red)

P. Geisselhardt, GF Swiss Recycling, sprach über Vepackungsrecycling.

Zürich. Am 17. und 18. April fand in der Messe Zürich die „Verpackung Schweiz 2013“ statt. Mehr als 200 Aussteller deckten die gesamte Prozesskette der Verpackung ab, vom Werkstoff über Verpackungsmaschinen, Veredelungstechniken bis zum Design. „Die ‚Verpackung Schweiz 2013‘ ist ein echter Treffpunkt für Fachleute aus der Schweiz und den angrenzenden Nachbarländern.“, beschreibt „easyFairs“-Geschäftsführer Peter A. Cologna das Erfolgsrezept der Fachmesse. Parallel zu den Ausstellungen bot die Messe mit verschiedenen Events ein vielseitiges Begleitprogramm mit Workshops und Sondershows. Die Sonderschau „Pimp my Packaging“ zeigte, wie mit Kreativität auch aus einfachen Mitteln individuelle Verpackungslösungen entstehen können. Kostenlose „learnShops“ halfen Besuchern und Ausstellern, ihr Wissen aufzufrischen und zu vertiefen. So informierte Patrick Geisselhardt, Geschäftsführer der Swiss Recycling, seine Zuhörer über „Recycling und Nachhaltigkeit von Verpackungen“.


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20 – medianet special

Dienstag, 23. April 2013

Rückblick Das Jahr 2012 war vom wirtschaftlichen Ablauf und der besonderen Entwicklung im Werbebereich geprägt

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Wachstum trotz Printkrise

Heiß umkämpfter neuer KV für Journalisten

© GPA-djp

St. Pölten. Speziell im Printbereich und dort vor allem bei den Magazinen ist eine deutlich negative Entwicklung sichtbar. Auch bei Sonderprodukten und Flugblättern sind die Auflagen rückläufig. „Das hat natürlich Auswirkungen auf die Umfänge der produzierten Produkte, auf die Auflagenzahlen und auf die in den vergangenen Jahren oft lancierten Sonderprodukte“, sagt Johann Peter Jordan, Marketing- und Verkaufsleiter bei NP Druck. „Trotzdem haben wir auch 2012 unseren Umsatz wieder deutlich steigern können und neue Kunden von der Zusammenarbeit mit ‚NP Druck‘ überzeugen können“, zeigt sich Jordan zufrieden. Die Konzentration auf Magazine mit Auflagen ab 5.000 Exemplaren, aber auch Prospekte mit hoher Mutationsanzahl für zielgruppengerechte Angebote, war für die St. Pöltner ein wichtiger und richtiger Schritt. „In diesen Bereichen

Franz C. Bauer sieht den neuen Kollektivvertrag als „Meilenstein“.

Wien. Der neue Kollektivvertrag für die Journalisten, auf den sich die Journalistengewerkschaft in der GPA-djp und der VÖZ (Verband Österreichischer Zeitungen) nach langen Verhandlungen geeinigt haben, kann durchaus als „Meilenstein“ bezeichnet werden, erklärt Franz C. Bauer, Vorsitzender der Journalistengewerk schaft: „Wir haben unser oberstes Ziel durchgesetzt, den Geltungsbereich auf möglichst viele Beschäftigte auszuweiten.“ Der neue KV gilt für Tagesund Wochenzeitungen sowie für digitale Angebote und für die Beschäftigten im „technisch-redaktionellen Dienst“ – also auch für Layouter, Grafiker und Cutter, wenn sie redaktionelle Teile mitgestalten. „Die vorliegende Einigung bedeutet vollen sozialversicherungsrechtlichen und arbeitsrechtlichen Schutz und für die Kollegen in den Medienbetrieben das Maß der Absicherung, das sie selbst vehement eingefordert haben. Besonders junge Journalisten können profitieren von dieser Einigung, die ihre Flächenwirkung in einigen Jahren voll entfalten wird“, so Bauer.

© Xerox

Johann Peter Jordan, GF NP Druck, ist mit dem Geschäftsverlauf 2012 zufrieden.

Synergien Das Engagement am Life Ball zeigt soziale Verantwortung und bietet eine attraktive Präsentationsplattform

digitaldruck.at ist Druckpartner des Life Ball Leobersdorf. digitaldruck.at verstärkt sein Engagement im sozialen Bereich. Ab sofort unterstützt das Unternehmen den Life Ball als offizieller Druckpartner. Das Unternehmen stellt einem der weltweit größten AIDS Charity Events ein umfassendes Portfolio an Drucksorten zur Verfügung. digitaldruck. at reiht sich damit in die Liga der Hauptsponsoren neben anderen namhaften, großen Marken ein.

Spezielles für den Life Ball „Drucksorten wie die ‚Life Ball Pressemappe‘, der Folder der ‚AIDS Solidarity Gala‘ oder das Programmheft des ‚Red Ribbon Celebration Concert‘ sind wichtige Visitenkarten“, erklärt Gery Keszler,

© digitaldruck.at

Xerox bietet nun Drucken aus der Cloud

punktet man nicht mit der großen Kapazität der Maschinen, sondern vor allem durch Leistungsstärke.“ „Unsere Kunden suchen zunehmend Sicherheit. Maschinen können keine Sicherheit geben, nur Menschen können Sicherheit geben. Wir definieren Leistungsstärke und Sicherheit für unsere Kunden nicht durch Maschinengröße, sondern durch das Wie unserer Leistungserstellung; dazu gehören Technik, vor allem aber die Mitarbeiter“, so Jordan weiter. „Die Differenzierung gegenüber dem Mitbewerb kann nur über die Dienstleistung, den Service, die Leistungsfähigkeit der Druckerei erfolgen. Wir haben vor allem in motivierte Mitarbeiter und guten Kundenservice investiert.“ Der große Entscheidungs- und Handlungsspielraum der Mitarbeiter bringt kurze Entscheidungswege, schnelle Antworten und optimale Lösungen für die Kunden.  (red)

© NP Druck

„Qualität im Kundenkontakt ist unsere Stärke, das brachte uns zahlreiche neue Kunden“ so Jordan.

Peter Kolb: „Freuen uns, den Life Ball als offizieller Druckpartner zu unterstützen.“

Gründer und Organisator des Life Ball. „Mit ‚digitaldruck.at‘ haben wir einen idealen Druckpartner gefunden, dem wir vollstes Vertrauen entgegenbringen.“ „Wir freuen uns als offizieller Druckpartner, den Life Ball und damit auch den ‚Verein AIDS Life‘ zu unterstützen“, so Peter Kolb, Geschäftsführer und Eigentümer von digitaldruck.at. „Für mich ist es ein persönliches Anliegen, mit meinem Unternehmen soziales Engagement zu zeigen. Diese Kooperation bietet digitaldruck.at eine fantastische Gelegenheit, einen Charity Event mit Drucksorten auszustatten. Es ist ein tolles Gefühl, als Supporter des Life Ball einen Beitrag im Kampf gegen HIV und AIDS zu leisten.“

Geldanlage agensketterl investierte seit 2011 rund acht Millionen Euro in Druckmaschinen und Endfertigungsbereich

Wien. Unser Leben spielt sich zusehends mobil ab. So wünschen sich rund 60% der mobilen Mitarbeiter, von unterwegs aus drucken zu können. Aktuell bieten aber nur fünf Prozent der Unternehmen mobile Drucklösungen an. Mit „ConnectKey“ will Xerox nun eine einfache und sichere ­Technologie bieten, die sowohl IT-Kosten senken als auch die Produktivität und ­Flexibilität der Mitarbeiter steigern soll. „‚ConnectKey‘ wurde entwickelt, um mobiles Arbeiten zu vereinfachen. Das Multifunktionsgerät fungiert dabei als ,Informationsdrehscheibe‘ zwischen realer und digitaler Welt“, sagt Claire Virazels, Marketing Director Xerox Austria und Switzerland. Zu den Anwendungen von ConnectKey gehören das Scannen und Hochladen von Dokumenten in cloudbasierende Speicher, das Übertragen von Dokumenten in Geschäftsprozesse und das Drucken von mobilen Endgeräten aus.

agensketterl: Update beim Maschinenpark Mauerbach. Nach der erfolgreichen Aufstellung und Inbetriebnahme einer KBA 106-Achtfarben Maschine mit Wendung produziert agensketterl nun auch mit einer KBA 145-4 mit Dispersionslackwerk. Die 4-Farben-Maschine produziert im Format 100 x 140 cm, ist mit Inline-Messung und – als erste großformatige Druckmaschine weltweit – mit einem Plattenzylinder-Direktantrieb ausgestattet. Sie produziert mit einer Geschwindigkeit von bis zu 17.000 Bogen pro Stunde hochwertige Verpackungen, Kalender, Plakate sowie umfangreiche Kataloge.

„Neue Druck-Dimension“ „Mit dieser Maschine sind wir bei ‚agenskettel‘ in eine neue Dimension des Druckens vorgestoßen“, schwärmt Prokurist Martin Wlacil. „Den Plattenzylinder-Direktantrieb gab es bis dato nur bis zum Format 70 x 100 cm, KBA war der erste Druckmaschinenhersteller, der diese Technik auch im Doppelbogenformat umsetzen konnte und letztendlich haben unsere bes-

tens ausgebildeten Drucker diese Technik auch hervorragend zu nutzen verstanden.“

markt bestehen zu können, muss ein Unternehmen technologisch auf dem letzten Stand sein“, ist man bei agensketterl überzeugt: „Gleichzeitig wollen wir unseren Kunden gleichbleibende Qualität

Update des Maschinenparks

und höchstmögliche Produktionssicherheit, Flexibilität, Service und kurze Lieferzeiten bieten; auch das ist nur mit einem top modernen Maschinenpark möglich“, so Wlacil abschließend.  (red)

Neben zwei neuen Druckmaschinen aus den Hause KBA wurden in den letzten beiden Jahren auch eine Klebebindestraße von Müller-Martini in Betrieb genommen; der Klebebinder verfügt über 14 Stationen und Umschlaganleger, es kann sowohl mit Hot-melt-, als auch mit PUR-Leim gebunden werden. Für eine hohe Produktionssicherheit soll darüber hinaus das ASIRSystem sorgen: In jeder Station ist eine Kamera installiert, die mittels Bilderkennung und Barcodeleseeinrichtung die richtige Signaturenreihenfolge erkennt. Damit ist ein Vertauschen der Signaturen unmöglich, betont man seitens agensketterl.

Fit für die Zukunft „Um im immer härter umkämpften Print- und Verpackungs-

© agensketterl

Der ConnectKey von Xerox soll mobiles Arbeiten vereinfachen.

agensketterl – erste großformatige Druckmaschine mit Plattenzylinder-Direktantrieb.


Dienstag, 23. April 2013

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medianet special – 21

Druckerei Berger Das niederösterreichische Unternehmen steht für Kontinuität und Qualität und vermittelt den Kunden dadurch Beständigkeit

Seit 145 Jahren in Familienbesitz Horn. 145 Jahre – wenige Familienunternehmen können auf eine derart lange Firmengeschichte zurückblicken. Was 1868 mit Ferdinand Berger I. und seiner Handpresse begann, wird 2013 von Ferdinand Berger jun. und Peter Berger jun. bereits in fünfter Generation weitergeführt – als eine der modernsten Druckereien Österreichs und als einzige, die noch in Familienbesitz ist und durch die Eigentümer geführt wird.

infrage“, erklärt Ferdinand Berger jun.. Kontinuierliche Weiterentwicklung lautet daher das allzeit gültige Gebot. Deutlich wird das auch an den teils sehr umfangreichen Investitionen, die quer durch alle Jahrzehnte seit Firmengründung im 19. Jahrhundert getätigt wurden. Doch Maschinen alleine machen noch keine erfolgreiche Druckerei.

Vorausschauend handeln

„Wenn ein Unternehmen bereits 145 Jahre im Familienbesitz ist, gibt das den Kunden ein Gefühl der Beständigkeit – eine Beson-

Tradition erfolgreich mit Moderne zu verbinden, heißt heutzutage auch, umweltschonend zu arbeiten. „Als Unternehmen mit 145jähriger Tradition sehen wir uns verpflichtet, so umweltschonend wie möglich zu produzieren und nur vorausschauendes Handeln, das künftigen Generationen eine intakte Welt ermöglicht, kommt

Persönliche Betreuung

derheit, die man heute nur mehr bei wenigen Druckereien findet“, beschreibt Peter Berger jun. einen wichtigen Faktor abseits der modernen Produktionsbedingungen und ergänzt: „Als der persönliche Drucker wollen wir so nahe beim Kunden sein wie möglich, um optimale Qualität, Kompetenz, Freundlichkeit und Flexibilität zu bieten.“ Dafür stehen nicht zuletzt die 270 Mitarbeiter des Unternehmens. Ein weiterer Vorteil hinsichtlich Qualität, Produktionssicherheit und Termintreue: Vom Druck bis zur industriellen Endfertigung befindet sich am Standort Horn alles unter einem Dach. (red)

© Druckerei Berger

Mittlerweile leitet die fünfte Generation die Geschicke der Traditionsfirma.

Ferdinand Berger jun. und Peter Berger jun. leiten die Druckerei in fünfter Generation.

Tetra Pak 4,3 Prozent Plus

Höherer Umsatz

Wien. Der weltweit tätige Verpackungskonzern Tetra Pak hat kürzlich seine Umsatzzahlen für 2012 präsentiert. Der Nettoumsatz liegt mit 11,16 Mrd. € um 4,3% höher als 2011. Der Großteil davon, 9,87 Mrd. €, entfallen auf den Bereich Verpackungslösungen. Das sind 4,2% mehr als 2011 für diese Sparte. Verantwortlich dafür ist das solide Wachstum in Süd- und Südostasien, Mittel- und Südamerika, den USA, Osteuropa und Zentralasien. In Afrika südlich der Sahara und im Nahen Osten ist die Zuwachsrate sogar zweistellig ausgefallen.

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„Angespannte Situation“

© Tetra Pak

1,29 Mrd. € setzte der Unternehmensbereich Verarbeitungslösungen 2012 um, das sind 5,2% mehr als 2011. „Die wirtschaftliche Situation ist nach wie vor angespannt; die Wachstumskurve verläuft weniger steil als zuvor, vor allem in China und Brasilien, unseren am schnellsten wachsenden Märkten“, erklärt Dennis Jönsson, Präsident und CEO von Tetra Pak. Stabil blieb auch der Umsatz in Österreich. Er liegt bei 64 Mio. €, das entspricht insgesamt 610 Mio. Verpackungseinheiten. Künftig ist Stephan Karl als neuer Geschäftsführer für Mid Europe für den österreichischen Markt verantwortlich. Der 47-jährige Wirtschaftsingenieur und Betriebswirt war zuletzt in China im Einsatz und tritt die Nachfolge von Svend Weidemann an, der das Unternehmen mit Ende März verlassen hat.

Seit 1. April 2013 Geschäftsführer von Tetra Pak Mid Europe: Stephan Karl.

Hofdruckerei von

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22 – medianet special

Dienstag, 23. April 2013

Janetschek Die Waldviertler Druckerei feierte die Weiterführung des Druckstandorts in Waidhofen/Thaya mit prominenter Beteiligung

Ein grünes Fest auf allen Linien

© Janetschek

Star der Feier: Rapid-Kapitän Steffen Hofmann, der von großen und kleinen Fans umringt wurde.

Steffen Hofmann (Mi.), Christian Ja­ netschek (Li.) feierten ein grünes Fest.

Heidenreichstein. Zahlreiche Gäste folgten am 8. März der Einladung der Druckerei Janetschek und feierten die Weiterführung des Druckstandorts in der JohannesGutenberg-Straße in Waidhofen/ Thaya. Christian Janetschek und sein Team freuten sich über das rege Interesse und die vielen positiven Rückmeldungen zum Erhalt des Standorts. „Das regionale Denken erfolgreicher Unternehmen wie ‚Janetschek‘ sichert nicht nur Arbeitsplätze, sondern die nachhaltige Entwicklung des Waldviertels“, betonte auch Landesrat Karl Wilfing, der in Vertretung von Landeshauptmann Erwin Pröll sei-

ne Grußworte überbrachte. Auch Vizebürgermeister Gerhard Binder brachte seine Freude über den gelungenen Neustart zum Ausdruck. Klänge des Jazzensembles der Musikschule Waidhofen/Thaya sowie Schmankerl von den Käsemachern und der Bäckerei Kasses verfeinerten die Atmosphäre noch.

Rapid-Kapitän mit an Bord Inmitten des umgestalteten Geschäftslokals, das linker Hand Bücher, Geschenke, Büro- und Spielwaren und rechter Hand Grafik- und Druckleistungen bietet, befindet sich ein Rapid-Fanshop.

Als Highlight des Events sendete der Rekordmeister niemand Geringeren als den grünen Kapitän Steffen Hofmann, der binnen kürzester Zeit von Fans umringt war. Das Janetschek-Team trug aber nicht nur den Rapid-Fans, sondern auch dem „Internationalen Frauentag“ Rechnung: Allen Damen wurde vor Ort ein kleines Präsent überreicht. Diese bewiesen auch beim Schätzspiel das bessere Händchen: Die ersten beiden Plätze gingen an Jasmin Bruckner (Kainraths) und Sophie Mülleder (Unserfrau). Mit Hannes Dollensky (Raabs/Thaya) konnte sich letztlich aber auch noch ein Herr einen Stockerlplatz

sichern. Alle drei näherten sich der tatsächlichen Anzahl an Papierbögen auf der ausgestellten Palette bis auf wenige Bögen an.

Konsequente Entwicklung Mit der Übernahme des Standorts in Waidhofen/Thaya setzte die Druckerei Janetschek einen weiteren erfolgreichen Schritt in der über 100jährigen Unternehmensgeschichte. Christian Janetschek: „In einer Zeit, in welcher Information und Kommunikation immer mehr von modernen Informationstechnologien übernommen werden, freut es mich, die Druckertradition so erfolgreich aufrechterhalten zu können. Mit unserem hohen Qualitätsanspruch und vor allem unserer Kernkompetenz ‚Ökodruck‘ beeindrucken wir die Umwelt und können nachhaltig Arbeitsplätze im Waldviertel sichern und schaffen.“ (red)

mit Kompetenz & ökosozialer Verantwortung

Sacher Verpackungskunst

Neue Tortenkiste

verwendet ausschließlich

Wien. Schon zum fünften Mal realisierte Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler mit der „Artists´ Collection“ ein Projekt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, österreichische Originale für einen guten Zweck zu vereinen: Darstellende Kunst verbindet sich mit einem süßen Stück österreichischer Tradition. Nach Hermann Nitsch, Gustav Peichl, Christian Ludwig Attersee und Xenia Hausner ist Herbert Brandl der fünfte Künstler, der exklusiv für die Sacher Artists‘ Collection das Holzkistchen, in der die weltweit bekannte Original Sacher-Torte verpackt ist, künstlerisch veredelte. Streng limitierte 1.000 Stück Original Sacher-Torte werden somit zu echten heimischen Kunstwerken. „Die ‚Original Sacher-Torte‘ ist eine Institution und weltbekannt; jetzt habe ich natürlich eine persönliche Beziehung dazu“, so Brandl.

biologische Druckfarben.

wurde 2006 als 1. Wiener Druckerei mit dem Zertifikat ISO 12647-2 ProzessStandard Offsetdruck ausgezeichnet.

Österreichisches Umweltzeichen

Seit 2009 ist Träger des österreichischen Umweltzeichens.

ausgezeichnet drucken

ist seit Augst 200 mit dem Zertifikat „postzertifizierter Lettershop“ ausgezeichnet und bietet so auch umfassende Beratung und Kompetenz beim Versand an.

Kulinarischer Gipfel Auf der vom Künstler gestalteten Tortenkiste ist ein Berggipfel zu sehen. Das Originalbild wurde bereits 2009 in einer Ausstellung in den Hamburger Deichtorhallen gezeigt. Herbert Brandl: „Es ist ein wichtiges Bild für mich, das ich bereits 2009 in einer großen Ausstellung in den Hamburger Deichtorhallen gezeigt habe.“ Der Reinerlös kommt in diesem Jahr der Förderung der Forschung von Hirntumoren im Kindesalter der Universitätsklinik für Kinderund Jugendheilkunde der Medizinischen Universität Wien zugute.

FSC- und PEFC- Zertifikat

ist die erste Druckerei, die von einer österreichischen Zertif izierungsstelle gleichzeitig mit „FSC“ und „PEFC“ ausgezeichnet wurde.

Förderung nachhaltiger Waldwirtschaft

Die Staatliche Auszeichnung, die verliehen wurde, ist Zeugnis unserer besonderen Leistungen und Innovationskraft für Österreichs Wirtschaft.

CO2-neutral drucken

Mehr Infos unter www.jentzsch.at Druckerei Jentzsch Scheydgasse 31, 1210 Wien, T: +43 (0)1 278 42 16-0, E-Mail: office@jentzsch.at www.jentzsch.at

© Hotel Sacher/RGE-Photo

wurde als erste Druckerei Österreichs mit dem Zertifikat „Print CO2 geprüft“ ausgezeichnet.

Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler und „Verpackungskünstler“ Herbert Brandl.


Dienstag, 23. April 2013

Papi e r , D r u c k & Pa c kag i n g

medianet special – 23

Seilschaften Die ehemalige Staatsdruckerei druckt immer noch sämtliche sicherheitsrelevanten Dokumente – das könnte sich bald ändern

Staatsdruckerei unter Druck EU-Verfahren könnte Druckerei einige staatliche Druckaufträge kosten.

Ausschreibung gefordert Der Hintergrund der Geschichte: Seit der vollständigen Privatisierung 2001 hat die öffentliche Hand keinen einzigen nennenswerten Auftrag im Sicherheitsdruck national oder international ausgeschrieben, sondern an die OeSD vergeben.

Estermann Baut aus

Büro in Wien 23 Aurolzmünster. Die Druckerei Estermann ist bekannt für die Umsetzung individueller und qualitativ hochwertiger Projekte abseits des Mainstreams. Dank der stetig wachsenden Auftragslage auch aus dem Osten Österreichs öffnete die Druckerei ein neues Büro im 23. Wiener Gemeindebezirk. Das Team besteht aus Standortleiterin Michaela Burg (45), die mit Martin Horvath (29) für die Kundenberatung zuständig ist. Auch für künftige drucktechnische Überraschungen im Printbereich ist Estermann gerüstet. Die Anschaffung von zwei neuen Druckmaschinen bedeutet für das Unternehmen eine Investition in die Zukunft. Die 6-Farben-Speedmaster 105 XL verfügt über sechs Farbwerke, ein Lackwerk, UV-Ausstattung und ein Kaltfolienmodul. Damit kann in nur einem Arbeitsdurchgang gedruckt, foliert, partiell lackiert oder geprägt werden. „Wir wollen unsere Kunden dabei unterstützen, ihre Ideen so einfach wie möglich umzusetzen. Mit den neuen Druckmaschinen bieten wir ein noch vielfältigeres Angebot. Dadurch entstehen ganz neue Möglichkeiten in der Gestaltung unterschiedlicher Drucksorten“, ist Norbert Estermann, Geschäftsführer der Estermann Holding, überzeugt. Komplettiert wird die Druckmaschinenfamilie von dem ebenfalls neuen 5-Farben-Speedmaster 105 XL. Auf Kundenwunsch können die Druckwerke auch mit den Umweltzertifikaten FSC und PEFC versehen werden. (red)

Das rief natürlich nicht nur den Unmut der Mitbewerber, sondern auch der EU hervor, was schließlich zum Vertragsverletzungsverfahren geführt hat. So soll die Beschaffung von Zulassungsscheinen im Scheckkartenund Papierformat künftig international ausgeschrieben werden, der Vertrag mit dem Verkehrsministerium laufe allerdings noch bis 2021. Bereits heuer könnten die Pyrotechnik-Ausweise des Innenministeriums sowie die Schiffsführerpatente des Verkehrsministeriums EU-weit vergeben werden. Keine Zugeständnisse will die Republik hingegen bei Reisepässen, Perso-

nalausweisen, Führerscheinen und Aufenthaltstiteln machen.

Staatsaufträge – Big Business Im Geschäftsjahr 2011/2012 (per Bilanzstichtag per 31. März 2012) erzielte der OeSD-Konzern laut profil einen Umsatz von 41,2 Mio.€, wovon laut dem Magazin rund 28,2 Mio. € auf Staatsaufträge zurückzuführen waren. Die Staatsdruckerei steht zu je 47,44% im Besitz zweier Privatstiftungen (Robert Schächter, Johannes Strohmayer), 4,90% hält die Mitarbeiter-Privatstiftung, 0,22% sind im Streubesitz.  (red/APA)

© APA/Hans Klaus Techt

Wien. Die seit dem Jahr 2000 vollprivatisierte österreichische Staatsdruckerei (OeSD) steht wegen eines laufenden EU-Vertragsverletzungsverfahrens vor dem Verlust staatlicher Aufträge, wie das Nachrichtenmagazin profil berichtete. Demnach wolle die Republik Österreich in dem von der EU-Kommission 2011 angestrengten Vertragsverletzungsverfahren in Zusammenhang mit Direktvergaben öffentlicher Aufträge an die OeSD zumindest teilweise einlenken.

Reisepässe, Führerschein und Co. sollen weiter bei der Staatsdruckerei bleiben.

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mit Nachhaltigkeit produzieren.

© Estermann

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„Wenn ein Unternehmen seit 145 Jahren in Familienbesitz ist und heute von der 5. Generation geführt wird, dann gibt einem das ein beruhigendes Gefühl der Sicherheit. Traditionen sind die Basis für umsichtiges Handeln, wie auch der schonende Umgang mit der Umwelt zeigt: Berger trägt das Österreichische Umweltzeichen für den Bogen- und Rollenoffsetdruck sowie Digitaldruck. Darüber hinaus darf sich die Druckerei Berger als CO2QHXWUDO]HUWL¿]LHUWHU%HWULHEEH]HLFKQHQ±GDVPDFKWGLH:HOWHLQ6WFNJUQHU³

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retail Bei Amazon läuft die Urabstimmung in Sachen ‚Streik oder nicht‘  Seite 28

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Hipp Flotte Karotte und FrüchteSpaß, Joya Shake Cappuccino und „mehr vom weniger“. Seite 29

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Auf der Zuckerseite

Reckitt Benckiser profitiert umsatzmäßig von der Grippe in den USA  Seite 28

Markus Simak neuer Pressesprecher der Agrana Beteiligungs-AG  Seite 30

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kampfgeist

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inside your business. today. DIENStag, 23. APRIL 2013 – 25

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© dpa/J.P. Strobel

medianet

SCS soll nach Umbau ein Viertel mehr lukrieren

© Leiner

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Verkauf oder Nichtverkauf? Das scheint in Sachen kika/Leiner keine Frage mehr zu sein. Offen bleibt, wer kauft. Zurzeit wird die südafrikanische Steinhoff-Holding kolportiert. Seitens des Unternehmens gibt es zu den Gerüchten keine Stellungnahmen, insbesondere auch nicht von Geschäftsführer Paul Koch (Bild).  Seite 27

© Murpark/Jorj Konstantinov

Investitionsschub Das Donauzentrum hat Unibail-Rodamco-Chef Markus Pichler schon in Schuss gebracht. Ab Herbst sollen die Umsätze dank umfassenden Refurbishments auch in der in die Jahre gekommenen SCS anziehen. Seite 26

© Unibail Rodamco

ICSC Award Das zur SES-Flotte gehörende Grazer Einkaufszentrum Murpark fuhr dieser Tage höchstmögliche Meriten ein: Bei den 37. ICSC Awards wurde der schmucke Einkaufstempel in der Kategorie „Established Centers“ als Sieger ausgezeichntet – und stach im Finale ein türkisches Zentrum aus. Seite 28

Modehandel Das Luxusimperium legt trotz Abkühlung in China um zwölf Prozent zu

Fleisch/Wurst Konzern kauft Kalbfleisch-Tochter von Lactalis

Hermes-Shoperöffnung in Hongkong: Die Kunden rennen fast die Bude ein.

Monaten 2013. Zudem ging der Verkauf von Armbanduhren leicht zurück. Dennoch läuft es besser, als bei dem heimischen Rivalen LVMH, dessen Mode- und Ledergeschäft zu Jahresanfang um drei Prozent zulegte. Hermes ist für seine Seidentücher und die nach den Schauspielerinnen Jane Birkin und Grace Kelly benannten Handtaschen bekannt, die um die 12.000 € kosten und vor allem in asiatischen Ländern stark gefragt sind. Zudem vertreibt das Modeimperium neben Bekleidung und Uhren auch Schmuck und Parfüm.  (APA)

Mijdrecht/NL. Der Kalbfleisch-Konzern Van Drie kauft in Frankreich dazu. Über seine Tochter Van Drie France will das niederländische Unternehmen den Kalbfleisch-Produzenten Tendriade-Collet übernehmen, der bislang im Besitz des Lactalis-Konzerns ist. Damit will Van Drie seine Position auf dem europäischen Kalbfleischmarkt ausbauen. Tendriade-Collet ist auf die Produktion und Verarbeitung von frischen und gefrorenen Produkten spezialisiert. Das Unternehmen schlachtet jährlich rund 190.000 Tiere und macht einen Umsatz von rund 230 Mio. €.  (red)

© VanDrie Group

Paris. Der französische Luxuswarenhersteller Hermes trotzt der globalen Wirtschaftsflaute. Dank einer regen Nachfrage nach Seidenprodukten, Modeaccessoires und Konfektionskleidung steigerte der Konzern seinen Umsatz im ersten Quartal überraschend kräftig um 12,8 Prozent auf rund 857 Mio. €. Aber auch Hermes bekommt die Konjunkturabkühlung in China zu spüren. Unter anderem deswegen halbierte sich das Wachstum im Lederwarengeschäft nach den Angaben von gestern, Montag, von 15% im vierten Quartal 2012 auf sieben Prozent in den ersten drei

© EPA

Hermes: Erlös wächst zweistellig Van Drie schlägt zu

Der Kalbfleisch-Verarbeiter wird dank Zukäufen zur Großmacht in Europa.


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Dienstag, 23. April 2013

© Unibail-Rodamco

26 – medianet retail

die n eue S C S

Einkaufszentren In der SCS kam es 2012 zu leichten Umsatzeinbußen, dafür solls von nun an schnell bergauf gehen

„Dass der Umbau nicht angenehm wird, war klar“

Runde Formen & mehr Luftigkeit Ende Oktober sollen die Umbauten in der Shopping City komplett fertig sein. Innen ist das Einkaufszentrum dank Tageslichtkuppeln, heller, freundlicher und luftiger geworden. Die knappen 20.000 m² Marmorböden, die in den letzten Monaten verlegt worden sind, geben dem Ganzen einen hochwertigeren Schliff. Die Außenfassade wird künftig eine deutlich rundere Formensprache sprechen, sie kommt in den nächsten Monaten dran.

Lego, Superdry, Kiko als neue Magneten, durchwachsenes erstes Quartal im Donau Zentrum und SCS. Fassade, die neuen Eingänge und die Außenanlagen dran. Unser Ziel ist es, bis Anfang Oktober fertig zu sein.

natalie oberhollenzer

Wien. Es waren zwei in die Jahre gekommene Damen: Die beiden größten Einkaufszentren im Osten Österreichs, das Donau Zentrum und die SCS vor den Toren Wiens. Während ersteres sein Refurbishment schon 2009/2010 hinter sich gebracht hat, sind die Verschönerungsarbeiten bei der SCS noch im Gange. Markus Pichler, Chef der Unibail-Rodamco in Österreich und der Slowakei, erklärt im Interwiev, inwieweit sich Umbauten auf den Geschäftserfolg auswirken und welche neuen Magneten er in die Zentren bringen will.

medianet: In der SCS laufen die Umbauarbeiten noch. Wie ist dort der Status quo? Pichler: In den letzten Monaten haben wir in ziemlichem Rekordtempo zigtausend Quadratmeter neuen Marmorboden verlegt. Jetzt sind wir innen zu 80 Prozent durch. In den nächsten Wochen kommen die

medianet: In einer Mieterumfrage von den Marktforschern ‚ecostra‘ hat die Shopping City Süd nicht so toll abgeschnitten. Wie erklären Sie sich das? Pichler: Dass Flächen in der SCS ihren Preis haben, ist kein Geheimnis. Die sind heiß begehrt. Wir sind

„Dass so ein Umbau nicht ohne Impact über die Bühne geht, war klar. Die Alternative wäre gewesen, das Center für ein Jahr zuzusperren.“

© APA/Hans Klaus Techt

medianet: Wie entwickeln sich die Umsätze im Donau Zentrum, seit es sich im neuen Outfit präsentiert? Markus Pichler: Es performt unglaublich gut. Schon 2011 sind wir dort signifikant gewachsen und im Vorjahr hatten wir einen Frequenzzuwachs von sieben und ein Umsatzplus von 8,5 Prozent. Die Erlöse bewegen sich an der 500 Mio. Euro-Grenze. Auch die Flächenproduktivität ist gestiegen, wir liegen bei knappen 6.000 Euro pro Quadratmeter.

medianet: Was wird das Wesentlich Neue sein in der SCS? Pichler: Wir haben in vielen Bereichen das Dach aufgemacht und Tageslichtkuppeln installiert. Jetzt kommt viel mehr Licht in die Mall. Die Formensprache ist verändert, das Ganze ist jetzt runder. Wir haben viel mehr Luftigkeit in die Räume gebracht.

quenz nicht darunter leidet und die hat sich mit plus minus null besser gehalten, als wir erwartet hatten. Die Kunden haben uns trotz der Beeinträchtigungen die Treue gehalten.

markus pichler unibail-rodamco

medianet: Wie wirkt sich das Werkeln auf die Geschäftsentwicklung aus? Pichler: Natürlich geht so etwas nicht spurlos an der Umsatzentwicklung vorüber, diese war 2012 leicht negativ. Das ging nicht anders, weil gewisse Shops für mehrere Monate schließen mussten. Uns war wichtiger, dass die Fre-

in der komfortablen Situation, dass die Nachfrage bei Weitem größer ist als das Angebot. Und dass der Umbau für alle Beteiligten nicht so angenehm wird, war auch klar. So etwas ohne Impact zu machen, geht bei einer Baustelle in dieser Größenordnung schlichtweg nicht. Andererseits: Als wir 2008 die SCS gekauft haben, hat es geheißen,

hurra, endlich kommt jemand, der Geld in die Hand nehmen wird. Die Alternative wäre gewesen, die SCS für ein Jahr zuzusperren. Daran hätten weder Mieter noch Kunden Freude gehabt. Also haben wir es so versucht. medianet: Was erwarten Sie sich beim Umsatz, wenn das Refurbishment abgeschlossen ist? Pichler: In dem Belang ist das Donau Zentrum unsere Benchmark. Über einen Zeitraum von drei Jahren streben wir ein Wachstum von 25 Prozent an. Das ganze Potenzial der SCS wird sich aber erst 2014/15 ausschöpfen. medianet: Wie ist das heurige erste Quartal in den beiden Zentren gelaufen? Pichler: Es war generell nicht so einfach – kalendertechnisch wegen der frühen Osterfeier und weil uns im Februar ein Handelstag abgegangen ist. Das kühle Wetter im März war auch nicht hilfreich für die Frühjahrs/Sommerware. medianet: Und wie sieht Ihre Prognose für das Gesamtjahr aus? Pichler: Um unsere Häuser mache ich mir wenig Sorgen. Im Donauzentrum gehe ich nach den zwei sehr erfolgreichen Jahren von einer etwas abflachenden Wachstumskurve aus. In der SCS rechne ich damit, dass wir überproportional zulegen werden. Generell jedoch ist die Situation nicht so rosig. Ich denke, dass wir im Jahr 2013 sowohl gesamtwirtschaftlich als auch im privaten Konsum nur ein

bescheidenes Wachstum erleben werden. medianet: Apropos Retailer – welche neuen Handelsmarken gedenken Sie in Ihre Zentren zu bringen? Pichler: Wir haben für den ersten ‚Lego Store‘ für die SCS unterschrieben, das wird eine spannende Geschichte. Dann wird es in beiden Häusern bald einen ‚Superdry Store‘ geben und ebenfalls in beiden ein italienisches Kosmetikkonzept namens ‚Kiko‘. medianet: Letzte Frage zum aktuell wieder aufköchelnden Thema ‚Sonntagsöffnung‘: Wie ist denn Ihr Standpunkt dazu? Pichler: Ich wäre ein Fan davon, dass man, so wie es in Deutschland passiert ist, testweise für zwei Jahre sechs bis acht Sonntage im Jahr aufmacht. Dann kann man sich anschauen, ob das mehr Umsatz erzeugt. Und auch, was das Arbeitsrecht betrifft – ich glaube, es gibt genug Leute, die gern am Sonntag ein paar Stunden arbeiten. Vielmehr müssen wir darüber nachdenken, ob uns der geschlossene Sonntag über kurz oder lang Arbeitsplätze im Handel kosten wird, denn im Internet können die Menschen sonntags sehr wohl shoppen. Wir rechnen damit, dass 20 bis 25 Prozent des gesamten Handelsumsatzes ins Netz abwandern werden. Das wird nicht spurlos am stationären Handel vorübergehen und mit den restriktiven Gesetzen leisten wir dem Trend Richtung E-Commerce noch Vorschub.


Dienstag, 23. April 2013

R e ta il & P r o d u c ers

medianet retail – 27

Gerüchteküche Österreichisches Familienunternehmen steht angeblich knapp vor dem Verkauf an eine der größten Möbelgesellschaften Europas

kika/Leiner an Steinhoff Holding? St. Pölten. Gerüchte über einen Verkauf von kika/Leiner gab es in den letzten Wochen immer wieder. Negative Ergebnisse in der Bilanz trugen ebenso dazu bei wie zuletzt die Information, dass die beiden Geschäftsführer Manfred Warmuth und Johannes Jungblut aus der Geschäftsführung der Gruppe ausgeschieden sind – und Paul Koch nun nurmehr gemeinsam mit Peter Kickinger an der Spitze des Unternehmens steht. Am Freitag der vergangenen Woche wurde diesen Spekulationen ein neuer Kick gegeben: Die Presse verkündete den Verkauf von kika/Leiner an die südafrikanische Steinhoff Holding – für kolportierte 800 Mio. €. Konzernkenner halten jedoch diesem Preis für überzogen: Realistisch seien 200 bis 400 Mio. €, heißt es dazu.

Was bringt Osteuropa? Was wirklich dran ist an diesen Spekulationen, lässt sich derzeit nicht eindeutig beantworten, da die Protagonisten, also inbesondere Paul Koch, zu keiner Stellungnahme bereit sind. Nur Firmensprecher Wolfgang Rosam äußerst sich mit „Kein Kommentar“ – was schon mehr ist als die Dementis der vergangenen Wochen. Was Fakt ist: Das Familienunternehmen mit aktuell 18 Leinerund 32 kika-Standorten in Österreich hat in den letzten Jahren vor allem auf Expansion in den CEELändern gesetzt. Derzeit betreibt kika Filialen in Tschechien (7), Ungarn (7), Kroatien (4), Slowakei 4), Rumänien (1) und Serbien (1). Das Ziel war es – und so wurde der Konzernchef regelmäßig zitiert –, in sämtlichen Ländern jeweils die klare Nummer 1 zu sein. Das Gleiche gilt für die Unternehmenslinie Leiner, die ausschließlich in Österreich aktiv ist. Mit rund 7.750 Mitarbeitern erwirtschaftete kika/Leiner im Geschäftsjahr 2011/2012 einen Umsatz in Höhe von 1,2 Mrd. €. Der Wermutstropfen dabei: Die Umsätze treten seit Jahren auf der Stelle. Anders der Plan, wie es auf der kika-Website steht: „‚kika‘ hat noch viel vor ... kika hat ein integriertes Konzept entwickelt, das für Konsumenten in Zentral- und Osteuropa maßgeschneidert ist: Schöner Wohnen und individuell Einrichten – Einrichtungslösungen und Wohnaccessoires für jeden Geschmack und jede Geldbörse.“ kika jedoch hatte jüngst Verluste von elf Mio. € in der Bilanz stehen. Um- und Neubauten von Standorten verschlangen Millionen. Insbesondere in Osteuropa machte die Krise der Unternehmerfamilie zu schaffen. Mancher in der Branche sieht Parallelen zu den Turbu-

Leiner gilt als teuer und elitär – noch ist unklar wie es mit der Marke weitergeht.

lenzen bei bauMax, Familie Koch verwies jedoch stets auf ein starkes Eigenkapital.

Erfolgsmodell: Boutiquen Der wahrscheinliche Übernehmer Steinhoff wurde 1964 von Bruno Steinhoff in Niedersachsen gegründet. 1998 wurde das Unternehmen neu strukturiert, Steinhoff International Holdings notiert seitdem in Johannesburg an der Börse. In Europa gilt die Gruppe als eines der größten Unternehmen der Möbelbranche mit mehr als 55.000 Mitarbeitern weltweit. Die Steinhoff-Gruppe wurde mit

der Übernahme des französischen Möbelhändlers Conforama, die vor allem durch eine rasche Expansion kleinflächiger Boutiquen auf sich aufmerksam machte, im Jahr 2011 laut FAZ der zweitgrößte Möbelkonzern in Europa hinter Ikea. Im Geschäftsjahr 2011/12 schnellte der Umsatz dank des ConforamaKaufs um 87% auf 8 Mrd. € hinauf. Der operative Gewinn von Steinhoff International legte um 48% auf 800 Mio. € zu.

Wer ist lachender Dritter? Hierzulande lieferten sich kika/Leiner und Lutz zuletzt ein in-

tensives Match: 55% des Markts sind heute in ihrer Hand. Ikea – in anderen Ländern in der Regel die Nummer eins – kommt lediglich auf 14%. Der Rest verteilt sich auf regionale Spieler wie Möbel Ludwig. Die hohe Dichte an Filialen sei einzigartig in Europa, sagte Marktforscher Wolfgang Richter von RegioPlan gegenüber dem Standard. Lutz wie kika hätten Vertriebstypen für Geschirr bis zu Heimtextilien aufgesaugt. Die Kaufkraft der Konsumenten steige weiter leicht, der Einzelhandel könne aber immer weniger davon binden, so Richter weiter. (red/APA)

© Leiner (2)

Verluste in der Bilanz, Geschäftsführerablöse in der letzten Zeit – vieles spricht für Veränderungen.

Auf Tauchstation: Kika/Leiner Chef Paul Koch möchte sich derzeit nicht äußern.


r e ta i l & p r o d u c e r s

28 – medianet retail

Jägermeister auf Platz 2 bei Markenspirituosen Graz. Jägermeister zieht für das Jahr 2012 Bilanz: Mit einem Absatzwachstum von 5,6 Prozent schaffte es der Kräuterlikör auf den zweiten Platz der absatzstärksten Markenspirituosen in Österreich. Im Großflaschen-Segment, den 0,7 l- und 1 l-Flaschen, gab es sogar eine deutliche Steigerung des Absatzvolumens von knapp 13 Prozent. Verantwortlich für Vertrieb und Abfüllung in Österreich ist die Destillerie Franz Bauer GmbH in Graz. (red)

dayli hatte in Salzburg erstmals Sonntag offen

ICSC-Award Zum bereits 37. Mal wurden heuer die Preise des International Council of Shopping Centers überreicht

Neues SES-Schmuckstück Murpark Graz erhält den „Oscar der Einkaufszentren“ in der Kategorie „Established Centers“. Graz. Das SES Shopping-Center Murpark Graz konnte sich im Finale der europäischen Auszeichnungen für Shopping-Center behaupten: Am 17. April gewann es in Stockholm in der Kategorie „Established Centers“ den ICSC-Award. Der Bewerb gilt als Europameisterschaft in der Shopping-Center-Industrie und umfasste diesmal 20 Einreichungen aus elf Ländern in sieben Kategorien. Murpark setzte sich im Finale gegen ein türkisches EKZ durch. Die international besetzte, unabhängige Jury beurteilte vor allem Architektur, Aufenthaltsund Servicequalität, Verkehrskonzeption sowie die wirtschaftliche Performance.

© Murpark/Jorj Konstantinov

short

Für die ICSC-Jury war die starke Investition in die langfristige Absicherung des Einkaufszentrums ein überzeugendes Argument.

Weiters überzeugten Architektur und Aufenthaltsqualität. Die umfangreichen Investitionen in die langfristige Absicherung des Betriebs wurden ebenfalls hervorgehoben. Die kundenorientierte strategische Führung des Centers

Langfristige Perspektive Das Grazer Center punktete mit einem stichhaltigen Verkehrskonzept in Kooperation mit der Stadt Graz (Private Public Partnership).

© EPA

Dienstag, 23. April 2013

zeigt sich im ausgewogenen Shopping-, Gastronomie- und Dienstleistungsangebot sowie im EventProgramm. Mit der ICSC-Auszeichnung setzt Murpark seine Erfolgswelle international fort. Das Shopping-Center

kam erst kürzlich in Österreich unter die 15 Topplatzierten der von ecostra in Zusammenarbeit mit Standort+Markt erstellten Shoppartner-Zufriedenheitsstudie, die mehr als 100 österreichische Center beurteilte. (red)

Der Streit zwischen Gewerkschaft und dayli-Boss Haberleitner geht los.

Eine Welt aus Lego-Steinen: für Viktor Orban eine Vorlage zum Regieren.

Budapest. Der ungarische Regierungschef Viktor Orban lässt sich bei seinem radikalen Umbau des ungarischen Staats von den legendären Lego-Bausteinen inspirieren. „Im Geiste von ‚Lego‘ haben wir beim Aufräumen und im Krisenmanagement nicht den konventionellen Weg beschritten, sondern unseren eigenen“, sagte der konservative Regierungschef anlässlich der Eröffnung einer Lego-Fabrik in Ungarn. Die Politik von Orbans konservativer FideszPartei ist trotz Lego eher umstritten. (APA/red)

Deutsches Bier leidet am Rabatt

Plachutta ist Leitbetrieb Austria

Berlin. Die deutsche Brauereibranche hat eine erhebliche Zunahme von Rabattaktionen im Einzelhandel zu ihren Lasten beklagt. „Da gibt es aus Sicht unserer Branche einen ruinösen Preiskrieg, bei dem Kunden mit Niedrigpreis-Aktionen in die Läden gelockt werden“, sagte Peter Hahn, Chef des Deutschen Brauer-Bundes. Im vergangenen Jahr seien 70% der im Einzelhandel verkauften Biermenge mit Rabatt verkauft worden. „Durch die Niedrigpreise wird die Wertigkeit des Biers beschädigt – ganz nach dem Motto: Was nichts kostet, ist nichts wert“, kritisierte Hahn. Aktuell verkaufen Handelsketten einzelne Markenbiere mit bis zu 30% Rabatt. (red)

© medianet

Wien. Restaurants gibt es viele, eine Mission haben nur wenige – Plachutta hat diese Vision und ist somit Markenbotschafter für Österreich. Zumindest lautet so die Begründung für die Verleihung der Auszeichnung „Leitbetrieb Austria“ von Monica Rintersbacher, GF der Leitbetriebe Austria. Und Agrarmarkt Austria-Chef Michael Blass erweitert das Fundament des Erfolgs von Plachutta wie folgt: „Die Familie Plachutta hat wesentlich zur Rindfleischkultur beigetragen. Die heimische Landwirtschaft liefert hierfür die solide Ausgangsbasis.“ Im Rahmen der Verleihung lüftete Mario Plachutta auch Expansionsgelüste: „2016 werden wir ein Restaurant auf der Wiener Kärntner Straße eröffnen.“ (red)

Auszeichnung für einen Markenbotschafter mit Visionen: Michael Blass (AMA), Mario Plachutta, Monica Rintersbacher (Leitbetriebe Austria), Paul Leitenmüller (medianet).

Streikaufruf Urabstimmung am Standort Bad Hersfeld

Mehr Umsatz Gesundheitsartikel von Grippewelle profitiert

Bad Hersfeld. Am größten AmazonStandort in Deutschland in Bad Hersfeld hat die Gewerkschaft Verdi die Mitarbeiter seit Montag zur Urabstimmung aufgerufen. Im Streit um die Anerkennung des Tarifvertrags für den Einzel- und Versandhandel durch das Unternehmen wolle Verdi sich bei seinen Mitgliedern rückversichern, „ob die Streikbereitschaft vorhanden ist“, erklärte der zuständige VerdiLandesfachbereichsleiter Bernhard Schiederig.

Slough/Wien. Eine Erkältungs- und Grippewelle in den USA hat dem britischen Konzern Reckitt Benckiser einen guten Start ins Jahr beschert. Der Umsatz stieg in den ersten drei Monaten um sieben Prozent auf umgerechnet 2,94 Mrd. €. Für 2013 peilt der Konzern, der mit Produkten wie Calgon-Entkalker oder Kukident-Zahnprothesenreiniger groß wurde, ein Umsatzplus von 5 bis 6 Prozent an. Darin enthalten sind bereits angekündigte Zukäufe.

Amazon steht vor Arbeitskampf

eine höhere Bezahlung erreichen, die dem Branchentarifvertrag des Einzel- und Versandhandels entspricht. Bisher gibt es in den deutschen Amazon-Standorten keine Tarifbindung. Amazon orientiert sich an der Bezahlung in der Logistikbranche. Die Urabstimmung begann gestern, Montag, und soll eine Woche dauern. Mit einem Ergebnis sei voraussichtlich in der ersten MaiWoche zu rechnen. (APA)

Reckitt Benckiser startet mit Plus

Amazon bleibt ablehnend

Stark durch Übernahme

Nachdem die Geschäftsführung von Amazon Anfang April in einem Gespräch mit der Tarifkommission der deutschen Gewerkschaft Verdi ihre ablehnende Haltung bekräftigt habe, stünden nun die Zeichen auf Arbeitskampf. „Die harte Arbeit im Lager muss besser entlohnt werden“, forderte Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. „Mit Tarif wäre der monatliche Verdienst für die größte Beschäftigungsgruppe der Kommissionierer und Packer 120 Euro höher.“ Verdi will für rund 3.300 Beschäftigte

Gesundheits- und Hygieneartikel gewinnen beim Reckitt-Konzern stärker an Gewicht. Erst Ende 2012 stärkte er sich im Markt für rezeptfreie Mittel und Gesundheitsprodukte: Die Briten verleibten sich etwa den US-Vitaminhersteller Schiff Nutrition ein. Im Februar folgte ein rund 366 Mio. € schweres Lizenzgeschäft mit Bristol Myers-Squibb für Gesundheitsmarken in Lateinamerika. Bis 2015 will Reckitt mehr als 70% des Geschäfts mit Gesundheits- und Hygieneprodukten erzielen. Im

Bei Amazon stehen die Zeichen auf Arbeitskampf: Streikbereitschaft abgefragt.

Pharmabereich macht der Konzern den größten Gewinn mit einem Heroin-Ersatz-Medikament. Am britischen Konzern hält die deutsche Milliardärsfamilie Reimann einen Minderheitsanteil. Die Familie verdiente ihr Vermögen mit dem Chemiekonzern Benckiser, der 1999 mit Reckitt & Colman fusionierte. Reimann bastelt sich derzeit ein weiteres Standbein: Jüngstes Übernahmeobjekt ist Senseo-Hersteller Master Blenders. (APA)

© Reckitt Benckiser (3)

© EPA

Lego-Welt als Blaupause für Regierungsgeschäft

Handel Bier-Preisattacke

Auszeichnung Der Markenbotschafter mit Vision trägt wesentlich zur Rindfleischkultur bei

© dpa/Jan-Philipp Strobel

Oberndorf/Salzburg. Im Streit um die Sonntagsöffnung bei der Drogeriekette dayli wird die Gewerkschaft in Salzburg Anzeige gegen das Unternehmen erstatten. dayli hat am vergangenen Sonntag in Oberndorf im Flachgau erstmals eine Filiale im Bundesland Salzburg offen gehalten. „Wir werden die Behörden informieren und uns bei der bereits eingebrachten Klage wegen unlauterem Wettbewerb anhängen; das Arbeitsinspektorat wird ebenfalls noch einmal kontaktiert“, informierte der Regionalgeschäftsführer der Gewerkschaft (GPA-djp) in Salzburg, Gerald Forcher, in einer Aussendung. „Wir werden alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen.“ Forcher betonte, dass sich das Interesse an der Öffnung bei den Kunden stark in Grenzen halten würde. Bei einem Lokalaugenschein in Oberndorf seien letzten Sonntag in mehr als zwei Stunden keine zehn Kunden gezählt worden.  (APA)

Reckitt-Benckiser: 70% des Geschäfts mit Gesundheits- und Hygieneartikeln.


product news

Dienstag, 23. April 2013

medianet retail – 29

Flotte Karotten, Sojacappuccino und puristischer Traubensaft Product News Hipp Flotte Karotte und Früchte-Spaß, Joya Shake Cappuccino und „mehr vom weninger“. Zum Früchte-Spaß-Quartett von Hipp kommen vier neue Sorten hinzu: Liebhaber der 100% Früchte können sich über die Varianten „Kiwi in Birne-Banane“ und „Pflaume-Schwarze Johannisbeere in Birne“ freuen. Für mehr Sättigung gibt es Früchte-Spaß mit wertvollem Vollkorn-Getreide. Dank des Getreideanteils von 5% sorgt die Frucht-Vollkorn-Mischung für mehr Sättigung. Die beiden Sorten „Apfel-Banane-Himbeere mit Vollkorn“ und „Fruchtallerlei mit Vollkorn“ sind ohne Zuckerzusatz und fein püriert.

© Hipp; Joya

Kategorie Launch Produkt Hipp Flotte Karotte Karotte-Mango-Banane, Flotte Karotte Karotte-Banane-Pfirsich, FrüchteSpaß Kiwi in Birne-Banane, Früchte-Spaß Pflaume-Schwarze Johannisbeere in Birne, Früchte-Spaß Apfel-Banane-Himbeere mit Vollkorn und Früchte-Spaß Früchteallerlei mit Vollkorn Preis 0,99 € Vertrieb HiPP GmbH & Co. Export KG Distribution Bipa, Spar, dm, dayli Kontakt Hipp, Tel.: 07612/7 65 77-0

WENN Im Sommer 2012 lancierte Joya die SojaShakes in den Geschmacksrichtungen Vanille und Schoko. Nun reiht sich der Joya Shake Cappuccino in das Sortiment. „Mit dieser genussvollen Innovation haben wir jetzt auch für Freunde der abwechslungsreichen Ernährung und alle, die bewusst auf herkömmliche Milch verzichten, einen belebenden Kaffee für unterwegs. Und der Geschmack spricht für sich“, kommentiert Joya-Marketingleiter Florian Schmied. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Joya Shake Cappuccino 1,49 € 230 ml Mona Naturprodukte GmbH LEH Mona, Tel.: 01/8972300

Bio Traube vom Weninger

Extra feiner Saft

© Bortársaság

Horitschon. Der Winzer Franz We­ ninger zweigt seit Neuestem einen Teil seiner Trauben ab und pro­ duziert daraus einen exzellenten Saft. Die unter den Namen „mehr vom weninger“ vermarktete Spe­ zialität stammt aus Erzeugnissen von biodynamischen Wein­gärten, ist pu­ ristisch und damit bekömmlich. Der Saft ist von hell­ roter Farbe, in die Nase kommen Aromen nach reifen roten Äp­ feln – erhält­ lich in einer 1 l-Flasche, Ab Hof oder bei Meinl am Graben.

Der Saft „mehr vom weninger“ ist in Wien bei Meinl am Graben erhältlich.

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30 – medianet retail

Dienstag , 23. April 2013

„Bier guide“ In Linz Designer award

©medianet/APA-Fotoservice/Kerschbaummayr

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© Thomas Lerch (2), Rainer G. Eckharter (3),

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1. Martin Gallistl (Pöstlingberg Schlössl), Conrad Seidl, Gerhard Rudelsdorfer (Foxis Schlosstaverne); 2. Martin Haiberger und Willy Lehmann; 3. Karl Zuser jun. (Gasthof Riedberg) und Andrea Eckerstorfer (Verein Bierregion Innviertel).

Seidl lud zur Präsentation des „Bier Guide“ nach Linz 2

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Lob für Brauereien & Bierwirte im Casino

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1. Siegerfoto: Kiera Chaplin, alba prat und Rudolf Richter 2. Lynne Kieran und Eddie Cole; 3. Peter Legat und Elvyra Geyer; 4. Thomas Kirchgrabner und Roberto Lhotka.

„10. Ringstrassen Galerien Designer Award“ ist geschlagen

Fresh Fashion

Siegerin alba prat mit Model.

Pure Kreativität Bereits zum zehnten Mal fand der angesehene „Ringstrassen Galerien Designer Award“ statt, aus dem alba prat, ein frisches und innovatives Label aus Berlin, als Siegerin hervorging. Die bekannte Moderatorin Sasa Schwarzjirg führte durch den Abend, zu dem Center Manager Rudolf Richter in die Ringstrassen-Galerien geladen hatte. Eine fachkundige Jury, bestehend aus Nora Unterrainer, Andreas Bitesnich, Stephanie Meier-Stauffer, Fionn Dobbin, Kiera Chaplin, Mark & Julia und Martina Müller Callisti, war von den kreativen Entwürfen sehr angetan. Bewertet wurde die „Umsetzung des Themas“, „Qualität”, „Stoffauswahl“ und „Verarbeitung“. Für die Unterhaltung sorgten „The Bandaloop“, die den Gästen kurz vor der Siegerehrung einheizten. Unter den Gästen befanden sich: Norbert Blecha, James Cottriall, Andrea Buday, Roberto Lhotka, Thomas Kirchgrabner, Martin Meister, Anelia Peschev, Regina Kail-Urban, Peter Legat, Eddie Cole, Lynne Kieran, Herman Fankhauser, Roman Rafreider, Reinhard Jesionek u.v.m. (red)

© Rewe International/Merkur

Markus Simak (45) hat mit 15. April seine neue Funktion als Pressesprecher der Agrana Beteiligungs-AG angetreten. In seinen Kompetenzbereich fallen Presse und Public Relations. Simak war davor acht Jahre für die Österreichische Hagelversicherung als Kommunikationsleiter tätig. „Ich freue mich auf meine neue berufliche Tätigkeit bei der ‚Agrana‘ und möchte nicht nur ihr Profil als internationaler Nahrungsmittelkonzern schärfen, sondern auch ihre Positionierung als nachhaltig agierendes Unternehmen ausbauen“, beschreibt Simak den Schwerpunkt seiner zukünftigen Tätigkeit.

Bierig Bierpapst Conrad Seidl lud zum Bierfest ins Casino Linz. Anlässlich der Präsentation des druckfrischen „Bier Guide 2013“ wurden die besten Bierlokale Österreichs geehrt. Anerkannt wird diese Biervielfalt auch von der New York Times, die den Bier Guide ausdrücklich empfohlen hat, wie der Bierpapst stolz sagte. Moderiert wurde die Veranstaltung von Willy Lehmann, seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellte das Casino Linz, vertreten durch den Marketing& Sales Manager Martin Hainberger. 1.200 Lokale sind es wert, lobend im Guide erwähnt zu werden. Und: Viele Biere, vor allem neue Kreationen, werden empfohlen. Zahlreiche Wirte waren anwesend, viele von ihnen wurden auch ausgezeichnet: Das Casino Linz verwandelte sich in eine Versammlung der besten Bierwirte des Landes, die wiederum ihre neuesten Kreationen präsentierten. Mit der Höchstwertung („Fünf Krügel“) ausgezeichErste Österreichische „Joya net wurden: Severin Weber Yoga Convention“ im Freien (sieben: schläfer), Martin Galam 5. Mai im Wiener Augarten. listl (Pöstlingberg Schlössl), Die Yoga-Sessions starten ab Gerhard Rudelsdorfer (Foxis 11 Uhr, Kinderprogramm ist Schlosstaverne), Walter Hejl inklusive! (Fischer Bräu), Regina Kolarik („Schweizerhaus“).  (red)

Produkt des tages

Kopf des Tages

© Agrana

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13.092

Für Nachschkatzen Zum Muttertag soll es etwas Besonderes sein – eine Möglichkeit dazu ist eine Torte aus der Merkur Hauskonditorei. Dort werden täglich direkt im Markt bis zu 30 verschiedene Mehlspeisen von Konditoren frisch zubereitet. Auf Wunsch werden die Torten übrigens von den Mitarbeitern auch individuell verziert und so zu einem kreativen Geschenk mit persönlicher Note. Die Auswahl an Torten und Mehlspeisen, die mit dem Merkur Label „Nach Art des Hauses – hier von uns gemacht“ gekennzeichnet sind, ist groß und hält für jeden Genießer das Passende bereit. Naschkatzen greifen am liebsten zu Klassikern wie der Sachertorte oder der Joghurttorte – verziert mit „Mama“ das ideale Geschenk zum Muttertag.

LADEN-HÜTERIN

Schlecht gegossen ist halb gewachsen Alexandra Binder

P

flanzen brauchen Liebe und nein, nicht den Dünger, den wir hier nicht nennen. Das wär nämlich schon die Draufgabe, sagt die Mutter mit dem grünen Daumen. Um’s Grundbedürfnis gingat es ihr erst mal, das Gießen, das fehlt. Weswegen sie stinksauer ist. Auf die Supermarktketten, die jetzt Frühlingspflanzerl anbieten – sehr schöne, sagt sie, die nur leider verdorren, weil niemand sie gießt. Der derzeit größte diesbezügliche Dorn im Auge ist ihr der sonst geschätzte Hofer. Da hat sie erst gestern eine Verkäuferin drauf angesprochen, die ihr erklärte, es gäbe halt leider Gottes keine Zeit zum Bewässern. Woraufhin Muttern die Rettung einiger schon recht maroder Pflanzen erkaufen wollte, an deren grundlegender Qualität es ja nicht scheitert. Allerdings ermäßigt. Weil man ja nicht weiß, ob die Pflanzerl überhaupt davonkommen. Geht nicht, meinte die Verkäuferin. Order von oben. Was denn aus ihnen werde?, wollte Mum dann wissen. Da fiel das Unwort: Wegschmeißen. Seither zürnt die Mutter. Weil Pflanzen wegschmeißen, die ja irgendwer erst mal liebevoll aufziehen musste in Glashäuseln, die Energie, der Transport ... Und überhaupt gärtnerische Ambitionen haben, aber niemanden zum Gießen einplanen. Das geht bitteschön gar nicht. a.binder@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Gut gespeist Im Weißen Haus gibt es angeblich 13.092 Messer, Gabeln und Löffel.


medianet

inside your business. today.

Dienstag, 23. April 2013 – 31

kika feiert geburtstag

bellaflora verbannt Pesti- und Herbizide aus dem eigenen Sortiment  Seite 33

Eine Bilanz von 40 Jahre kika: 73 Filialen, 1,25 Mrd. Umsatz, 7.750 Mitarbeiter Seite 34

Evva schliesst ab Gegen alle Angriffe Gerüstet

© Evva

Bio hat Vorrang © kika

© bellaflora/Michael Nagl

haus & garten

Kick-off Menschen wie Pflanzen atmen auf: Nach dem endlosen Winter hat uns die Sonne wiederentdeckt – ein Faktum, das auch den Do-it-yourself-Bereich freut. Im Vorjahr setzte die Baumarktbranche 2,2 Mrd. € um; Promotionaktivitäten in Höhe von 45,7 Mio. € sollen heuer für noch mehr Umsatz sorgen.  Seiten 31–36

Lesetipp

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© bauMax

© panthermedia.net/Werner Derichs

Endlich Frühling

Outdoor-Living bauMax setzt mit seinen hauseigenen Exklusivmarken „good“ und „green“ auf das „verlängerte Wohnzimmer“ der Österreicher – den Garten.  Seite 35

23 Filialen + 1 Fliesenzentrallager in Österreich /questerbaustoffhandel

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Dienstag, 23. April 2013

© Panthermedia.net/Ursula Jacobsa

32 – medianet special

Promotion-Check Teil 4 Focus untersuchte für medianet die Promotion-Aktivitäten in Sachen Do-it-Yourself

Das Selbermachen hat immer noch Hochsaison Vor allem Baumaterialien, Elektrowerkzeuge und der Gartenbereich werden massiv beworben. Wien. Der weiterhin anhaltende Cocooning-Trend der letzten Jahre – also die Tendenz, sich vermehrt aus der Öffentlichkeit in das häusliche Privatleben zurückzuziehen – und der ungebrochene Sturm auf das Do-it-Yourself-Segment führten dazu, dass die heimische Baumarktbranche auch 2012 Zuwächse verzeichnete: Insgesamt wurden die Bruttoumsätze um 1,7% auf 2,2 Mrd. € gesteigert, wie der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten Ende März mitteilte. Betrachtet man die Sortimente des Baumarkthandels, konnten die Bau- und Heimwerkermärkte 2012 mit Baustoffen, Bauchemie, Sanitärprodukten und Heizung, Gartenausrüstung, Elektro und Anstrichmitteln die höchsten absolu-

ten Umsätze erzielen. Umsatzrückgänge musste die Branche insbesondere bei den Warengruppen Automobilzubehör (minus 8,7%), Lebendes Grün und Gartendekoration (minus 5,7%), Freizeitsortimenten (minus 4 %) sowie bei den Klein- und Selbstbaumöbeln (minus 2,9%) hinnehmen.

Promotion-Rückgang Das Umsatzplus konnte dabei trotz eines Rückgangs in Sachen Promotion-Aktivitäten (Definition: siehe Kasten re.) eingefahren werden: Wie eine exklusiv für medianet durchgeführte Erhebung des Marktforschungsunternehmens Focus zeigt, investierte der DIY-Sektor im abgelaufenen

En twic klun g Pr o m oti o n w e r b u ng

2012 7.974 7.892 3.482 2.869 2.823 2.400 2.032 1.779 1.715 1.441 1.209 1.175 1.012 964 939 903 889 441 392 392 334 275 227 190 1.938 45.689

Gartensegment boomt Die meistbeworbenen Warengruppen sind dabei Baumaterial

Methodik

Nach Warengruppen 2012 vs. 2011 Warengruppe Baumaterial Elektrowerkzeuge und Zubehör Garten/Pflanzen/Blumen Einrichtung Sanitär/-einrichtung Elektromaterial/Leuchten Möbel Lacke/Farben/Holzschutz/Klebstoffe Wärme/Kälteanlagen Gartenartikel/Bewässerung Hartwaren Werkzeug Gartenhartwaren Haushaltswaren Pet+Petcare Schwimmbecken/Sauna Eisenwaren Haus Haushaltskleingeräte+Zubehör Kfz-Zubehör Brennstoffe/Heizöle Getränke Elektrogeräte+Zubehör Elektroprodukte Andere Gesamtergebnis

Jahr 45,7 Mio. € in die Promotion-Aktivitäten des Handels. „Der Werbewert der Aktionen für die angebotenen Artikelgruppen ist im Vergleichszeitraum 2011 auf 2012 um doch deutliche 10,6 Prozent zurückgegangen“, erklärt Klaus Fessel, Geschäftsführer von Focus MR. „Die Prospektwerbung ist dabei auf einem stabilen Niveau geblieben; spürbar zurückgegangen ist im letzten Jahr aber vor allem die begleitende printgestützte Werbung“, erklärt Fessel, wie es zu dem Minus bezüglich der Promotion-Aktivitäten gekommen ist.

Anteil 2011 Anteil 17,5% 8.968 17,5% 17,3% 7.953 15,6% 7,6% 3.144 6,1% 6,3% 3.450 6,7% 6,2% 3.507 6,9% 5,3% 3.037 5,9% 4,4% 2.092 4,1% 3,9% 2.416 4,7% 3,8% 1.990 3,9% 3,2% 1.563 3,1% 2,6% 2.179 4,3% 2,6% 1.151 2,3% 2,2% 1.053 2,1% 2,1% 1.100 2,2% 2,1% 831 1,6% 2,0% 1.154 2,3% 1,9% 1.002 2,0% 1,0% 436 0,9% 0,9% 402 0,8% 0,9% 426 0,8% 0,7% 327 0,6% 0,6% 264 0,5% 0,5% 230 0,5% 0,4% 227 0,4% 4,2% 2.233 4,4% 100,0% 51.134 100,0%

Basis: Handelsunterstützende Promotionwerbung (Brutto-Werbeaufwand); Werte in 1.000 €, Anteile in %. Quelle: Focus

Veränd. –11,1% –0,8% 10,7% –16,8% –19,5% –21,0% –2,9% –26,4% –13,8% –7,8% –44,5% 2,1% –3,9% –12,3% 13,0% –21,7% –11,2% 1,0% –2,3% –8,0% 2,2% 4,3% –1,6% –16,2% –13,2% –10,6%

Der Marktforscher Focus MR untersucht in Kooperation mit medianet in regel­mäßigen Abständen die Promotion-Aktivitäten des Handels in den wichtigsten Einzelhandelsbranchen in Österreich. Unter „Promotion-Aktivitäten des Handels“ verstehen sich alle Preisaktivitäten, die der Handel für seine Produkte (Eigenmarken + Markenartikel) in den Medien Flugblatt, Hörfunk, Print und TV tätigt. Für die Erfassung werden nur jene Artikel herangezogen, die mit einem Preis oder Rabatt beworben werden. Für die Berechnung des Bruttowerbewerts werden die offiziellen Tarife der jeweiligen Medien herangezogen. Beim Flugblatt ergibt sich der Werbewert durch Produktions- und Verteilungskosten. Beim Flugblatt bzw. Handelsinserat wird die Fläche gemessen, die dem jeweiligen Produkt zur Verfügung gestellt wird. Der Werbewert resultiert aus Fläche x Tarif. Im Konkreten wird zum Beispiel ein BillaFlugblatt in all seine Bestandteile zerlegt und den einzelnen Warengruppen, Firmen bzw. Marken zugeordnet.

(8 Mio. €) und Elektrowerkzeuge/ Zubehör (7,9 Mio. €). „Bemerkenswert ist der Anstieg der Promotions-Aktivitäten im Segment ‚Garten/Pflanzen/Blumen‘“, erklärt Fessel. So seien die Promotionaktivitäten in diesem Bereich im abgelaufenen Jahr um mehr als zehn Prozent gestiegen, während das Gros der restlichen Produktgruppen Rückgänge verzeichnete.

Mit einem Anteil von 27,6% setzt Bauhaus die stärksten Promotion-Aktivitäten im Do-it-YourselfSegment. Auf den Rängen folgt ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen bauMax (15,1%), Obi (14,8%) und Zgonc (13,5%). Die Top-4 sind somit für nicht weniger als 71% der gesamten Promotion-Aktivitäten in diesem Segment verantwortlich.  (jawe)


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Dienstag, 23. April 2013

medianet special – 33

bellaflora Die Gartencenterkette nahm mit Saisonbeginn 2013 sämtliche Pestizide und Herbizide aus dem Sortiment und setzt nun auf bio

Gemüsegarten ohne Pestizide

Holland Blumen B2B

Blumenservice Gerasdorf. Für seine Business Partner hat Holland Blumen Mark eine neue zentrale Stelle eingerichtet, um Blumen- und Dekorationswünsche schnell und unkompliziert entgegennehmen zu können. Unter „blumenmaedchen@hollandblumenmark.at“ können alle Blumenwünsche deponiert und ein persönlicher Beratungstermin vereinbart werden. Ob als Geschenk für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, Dekoration für Büroräumlichkeiten oder Veranstaltungen – für jeden Anlass kann aus einem reichhaltigen Dauer- sowie saisonalem Sortiment gewählt werden. Sonderanfertigungen für individuelle Blumengrüße sowie spezielle Anfragen werden gemeinsam mit dem B2B-Partner ausgearbeitet. Es besteht auch die Möglichkeit, Dekorpflanzen für die Dauer eines Events zu mieten. Business-Partner erhalten bei ihrer Bestellung 15% Rabatt und ab einem Bestellwert von 500 € wird an eine Wunschadresse innerhalb Österreichs geliefert. Darunter sind die Blumensendungen in einer Filiale der eigenen Wahl abholbereit.

reich Nachhaltigkeit bei bellaflora zuständig ist. Beratend wurde die Umweltschutzorganisation „Global 2000“ hinzugezogen. Für die meisten Pestizide führte bellaflora schon bisher biologische Alternativen.

Kundenzuwachs erwartet Neben den Vorteilen für die Umwelt geht es bellaflora aber auch um einen wirtschaftlichen Aspekt. In Kundenumfragen wurde festgestellt, dass „Bio“ beim Gärtnern besonders wichtig ist. Eine Umstellung auf biologische Pflanzenschutzmittel würde da-

her positiv aufgenommen werden. „Wer zu ‚bellaflora‘ kommt, kann sicher sein, ein naturnahes einwandfreies Produkt zu erhalten. Er braucht keine langen Inhaltsanalysen zu studieren oder Prüflabels zu suchen; das macht die Kaufentscheidung viel einfacher“, erörtert Geschäftsführer Alois Wichtl. Daher sei man sicher, dass man trotz einiger Risiken, die eine Auslistung bekannter Produkte mit sich bringt, mittelfristig mit einem Kundenzuwachs rechnen könne. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, setzt bellaflora seit 2012 an den eigenen Standort auf Bio und ergreift darüber hinaus noch

weitere Maßnahmen, wie in dem im März neu eröffneten Gartencenter im Tiroler Wörgl; es wurde um 2 Mio. € nach strengsten ökologischen Kriterien erbaut: Die Klimatisierung wird über Geothermie hergestellt, die Beleuchtung im Innen- und Außenbereich über energiesparende LED-Leuchten und neben dem Parkplatz befindet sich eine Stromtankstelle. „Unternehmen müssen ökonomische und ökologische Anforderungen gleichermaßen berücksichtigen“, erklärt bellaflora-Geschäftsführer Nikolaus Thaller. „Mit unserem Standort in Wörgl ist uns das in jeder Hinsicht gelungen.“  (red)

GF Alois Wichtl: „Die Kunden erhalten ein naturnahes, einwandfreies Produkt.“

exklusiv bei

Leonding/Wörgl. Drei Millionen Haushalte in Österreich verfügen über eigenes Grün – einen Garten, einen Balkon oder eine Terrasse. 78% davon pflanzen Obst, Gemüse und Kräuter für den eigenen Verzehr an – und verwenden dazu auch Spritzmittel gegen Schädlinge und Unkraut. Das Beunruhigende daran: 218 von 250 zugelassenen Herbiziden werden als umweltgefährdend eingestuft. bellaflora, mit 26 Standorten Österreichs größtes Gartencenter, hat nun als erstes Unternehmen dieses Sektors die Initiative ergriffen und zu Beginn der Gartensaison 2013 sämtliche chemisch-synthetischen Pestizide und Herbizide aus dem Sortiment genommen. „Die Ernte aus dem eigenen Garten kommt unmittelbar auf den Tisch. Deshalb fühlen wir uns ein Stück weit verantwortlich für das Wohlbefinden unserer Kunden und ihrer Familien“, erklärt Isabella Hollerer, die für den Be-

© bellaflora/Michael Nagl

Eine neueröffnete Filiale in Wörgl verbindet ökologische und ökonomische Ansprüche.

Deko-Tip „Mania” Damit die Blütenpracht entsprechend in Szene gesetzt wird, bietet Holland Blumen Mark „Mania Accessoires“ an. Dabei handelt es sich um bunte Übertöpfe, kreative Vasen, originelle Gläser und schicke Körbe. Dadurch werden Blüher und Schnittblumen optimal zur Geltung gebracht.  (red)

© Holland Blumen Mark

Jetzt GRATIS die neuen Gartenmöbel- Kataloge mit 148 Seiten trendigen Outdoor- Ideen. Gleich bei kika oder Leiner abholen, oder online unter www.kika.at und www.leiner.at anfordern. Übertopf und Vase aus dem Mania­Sortiment von Holland Blumen Mark. 216x288 Medianet Gartenkatalog kika Leiner ET2304.indd 1

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Erschließung neuer Märkte Das Einrichtungshaus ist bei der Markterschließung in Süd- und Osteuropa weiter aktiv

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Jubiläum: kika feiert 40er

Kwizda Agro: Die Tipps für den Frühling

Die wichtigsten Kennzahlen des Unternehmens: 73 Filialen, 1,25 Mrd. Euro Umsatz, 7.750 Mitarbeiter.

© Kwidza Agro

Wien. Am 16. Juni 1973 öffnete in Wien der erste kika als Selbstabholungs-Markt seine Tore. Nach und nach entwickelte sich der österreichische Familienbetrieb zu einem international agierenden Unternehmen im Einrichtungssektor. Expansion und innovative Ideen lassen das Unternehmen auch weiterhin erfolgsversprechend in die Zukunft blicken.

Kwizda Agro gibt Tipps, wie man den Garten auf Vordermann bringt.

1973 gegründet, zählt kika heute insgesamt 73 Filialen in Österreich und CEE.

Herbert Koch, heute Vorsitzender des Aufsichtsrats, reagierte mit der Gründung von kika auf eine neue Entwicklung am Österreichischen Markt: Mit einem neuen Mitnahmemarkt wollte er die Diskontwelle am heimischen Möbelmarkt nutzten. „Als mein Vater damals ‚kika‘ gründete, konnte noch niemand erahnen, wie rasch sich der anfängliche Mitnahmemarkt zu einem international erfolgreichen

Lohberger Der Generalimporteur bringt das Barbeque-Ei mit 3.000-jähriger Tradition erstmals nach Österreich

Grillen: Big Green Egg als das Gelbe vom Ei Schalchen. Egal, ob für Hobby- oder Profiköche, leidenschaftliche Griller oder einfach nur Gourmets: Das „Big Green Egg“ macht es allen recht. Grillen, Brot, Pizza und Kuchen backen, Braten, Kochen und es als vollwertigen Ofen einsetzen– mit dem Big Green Egg ist alles möglich.

lebenslangen Garantie. Die Kombination von isolierender Keramik mit einem luftdichten, domförmigen Deckel erlaubt nicht nur die effiziente Nutzung der Holzkohle, sondern sorgt auch für perfekte Umluft. Die Holzkohle im Big Green Egg brennt mit großer Hitze und erzeugt den ultimativen Grillgeschmack. Außerdem bleibt nur sehr wenig Asche zurück. Der robuste Griller besteht aus sehr widerstandsfähiger Hightech-Keramik und ist daher enorm hitzeund kältebeständig. Erhältlich ist es in fünf verschiedenen Größen und mit mehr als 100 „Eggcessories“, wie das erhältliche Zubehör genannt wird – vom Rolltisch bis zum Wok-Einsatz. (red)

3.000 Jahre Tradition Die Ursprünge des Big Green Eggs kann man über 3.000 Jahre zum japanischen Kamado zurückverfolgen: Der Kamado war ein mit Holzkohle befeuerter Lehmofen, der die Hitze speicherte. Die Firma Lohberger ist Generalimporteur für die Big Green Eggs in Österreich. Alle Eggs kommen mit einer

Das große grüne Ei: Isolierende Keramik sorgt für perfekte Umluft.

© Big Green Eggs

Planziegel: Nahezu fugenloses Mauerwerk

Expansion nach CEE

© kika

Wien. Kwizda Agros regelmäßige Gartentipps drehen sich aktuell um die ersten Frühjahrsmonate. Mit dem Aufkommen von wärmeren Temperaturen herrscht im Garten Hochbetrieb. Das Hauptaugenmerk ist laut Kwizda Agro nun auf den Erhalt des überwinterten Rasens gerichtet. Gleichzeitig können schon erste Pflanzenkulturen vorgezogen werden, z.B. Tomate, Paprika, Zucchini. Im Mai können diese spätestens nach den Eisheiligen draußen ausgesetzt werden. Im April bietet sich indes auch die Gelegenheit, den ramponierten Rasen wieder auf Vordermann zu bringen. Ein Fixpunkt ist das Vertikutieren. Kahle Stellen können jetzt mit neuem Saatgut bestreut werden. Der April eignet sich auch gut für die Neuanlage von Rasenflächen. Nicht nur dem Rasen setzen Unkräuter in der Frühlingszeit zu. Spätestens jetzt sollten alle Gartenbereiche von unerwünschten Kräutern und Gräsern befreit werden, denn je sorgfältiger diese im frühen Stadium beseitigt werden, desto weniger Schwierigkeiten bereiten sie im Frühsommer.

„Full-Service“ Einrichtungshaus entwickeln würde – aber das Konzept funktionierte und wurde von den Kunden auf Anhieb angenommen“, so Paul Koch, Geschäftsführer der kika/Leiner Gruppe. 1,25 Mrd. € Umsatz macht das Einrichtungshaus inzwischen. In den letzten zwei Jahrzehnten, seit der Gründung der ersten Filiale in Ungarn, war kika vor allem durch die Erschließung neuer Märkte in CEE erfolgreich. kika zählt bereits 23 Standorte in Ungarn, Tschechien, Kroatien, der Slowakei, Rumänien und Serbien, und ist in Osteuropa weiterhin auf Expansionskurs. 2012 kamen zwei neue Standorte in der Slowakei hinzu. Erst kürzlich eröffnete ein weiteres Haus in Kroatien. „Die Eröffnungen sind ein weiterer Schritt in der Fortsetzung unseres steten Expansionskurses und bekräftigten unser Engagement am internationalen Markt “, so Koch.  (red)

Der Planziegel ermöglicht wirt­ schaftliches und exaktes Mauern.

Wien. Mit Produktinnovationen im Bereich der Ziegelverarbeitung setzt Wienerberger auf schnelles, sicheres und wirtschaftliches Arbeiten zu jeder Jahreszeit. „Wir arbeiten laufend an der Weiterentwicklung und Anpassung unserer Produkte“, erklärt Wienerberger-Geschäftsführer Christian Weinhapl. „Durch die Entwicklung des ‚Planziegels‘ und eines entsprechenden PlanziegelKlebers haben wir die Verarbeitung und die wesentlichen Eigenschaften des ZiegelWandsystems verbessert; das Anrühren und Auftragen von Mörtel gehören endgültig der Vergangenheit an.“ Die Wienerberger Planziegel zeichnen sich dadurch aus, dass die Lagerflächen der Ziegel computergesteuert beidseitig millimetergenau plangeschliffen werden. Im Unterschied zum Blockziegel sorgt der Planziegel für ein nahezu fugenloses und trockenes Mauerwerk.

Wärmedämmsystem mit Verblendsteinen Wien. White Hills und Murexin präsentierten Ende Februar 2013 einem Fachpublikum das Ergebnis einer intensiven Entwicklungsarbeit – die Innovation auf dem Gebiet der Wärmedämmung: ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) mit Verblendsteinen. Optik und Dämmung werden bei diesem speziellen Verfahren vereint. White Hills, der Experte bei der Herstellung von Dekorationssteinen, sorgt mit Verblendsteinen und -ziegeln für den Blickfang an Außenfassaden. Murexin ist Spezialist in vielen Bereichen und bringt Kompetenz aus den Bereichen Verfliesen (Fliesenverlegetechnik) und Dämmen (Wärmeverbundsysteme) ein. Außenfassaden sind mit dieser neuen Verklebungsmethode optimal gedämmt und halten jeder Witterung stand. „Dieses System ist ein typischer Fall für ‚Murexin‘; wir verbinden hier unsere Erfahrungen aus der Fliesen- und Plattenverlegung mit dem Know-how der ‚Energy Saving Systems‘. Das Resultat: Das neue Produkt ‚Energy Stone‘. Gemeinsam mit den

Verblendziegeln der White Hills Stones können wir auch in diesem Fall stolz sagen: das hält“, so Christian Führer, Marketingleiter Murexin AG.

Systemklassen Bei der Präsentation im Themenschauraum von White Hills stellte Martin Gläss, Geschäftsführer von White Hills Stones, die Vorzüge

und Gestaltungsmöglichkeiten der Verblendsteine vor, während Murexin-Produktmanager Hannes Schnepf auf die technischen Details der Umsetzung und den genauen Aufbau des neuen Wärmedämmsystems einging. Der Aufbau entspricht im Wesentlichen dem eines klassischen Wärmedämmverbundsystems. Aufgrund des vergleichsweise hohen Gewichts der Verblendziegel (ab-

© WhiteHills

© Wienerberger

White Hills und Murexin Energy Stone sorgt für optimale Dämmung, die Verarbeitung hält jeder Witterung stand

Dekoration und Dämmung: das Wärmedämmsystem von White Hills und Murexin.

hängig vom jeweiligen Modell) ist jedoch besonderes Augenmerk auf die Verdübelung zu legen. Im Gegensatz zum herkömmlichen System erfolgt die Verdübelung nach der Armierungsschicht. Hierbei wird in den angetrockneten Unterputz die entsprechende Anzahl an Dübeln lagerichtig versetzt. Die Anzahl errechnet sich in Abhängigkeit vom Systemgesamtgewicht, der jeweiligen Lage und Höhe des Gebäudes. Dies ist mittels Standsicherheitsnachweis in Anlehnung an die ÖN B6400 (WDVS-Planung) nachzuweisen. Aufgrund der derzeit (noch) nicht bestehenden Systemrichtlinien hat Murexin bereits unterschiedliche Systemklassen errechnen lassen, um je nach verwendetem Verblendziegel und Objekt die Systemstabilität zu gewährleisten. Die Verklebung der Verblendziegel erfolgt mit einem geeigneten Klebemörtel „Energy Stone“ auf der gedübelten Armierungsschicht. Ein entsprechendes Zertifikat hinsichtlich der Frost- und Tausalzbeständigkeit sei natürlich vorhanden, heißt es dazu abschließend. (red)


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Hauseigene Exklusivmarken „good“ steht für neue, ökologische Standards bei den Heimwerkern, „green“ bietet alles für die Gartenpflege

bauMax setzt auf Outdoor-Living bauMax ortet drei Themen bei Gartenmöbeln: Vintage Bouquet, Green Escape und Electric Summer. spielt oder sachlich modern, eine große Auswahl an unterschiedlichen Materialen bietet für jeden Geschmack das Richtige.

good and green Auch Stein, als ein Hauptbestandteil vieler Naturlandschaften, liegt voll im Trend und ist ein beliebtes Strukturelement im eigenen Garten. Natursteine, Gartenplatten, oder Pflastersteine in den unterschiedlichsten Farben und Formen zaubern eindrucksvolle Blickfänge und schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Mit den hauseigenen Exklusivmarken

© bauMax

Klosterneuburg. In der kommenden Gartensaison dreht sich bei bauMax alles ums Leben im „verlängerten Wohnzimmer“ der Österreicher. Der Trend zum „Outdoor Living“ setzt sich weiter fort und zahlreiche Produktneuheiten helfen dabei, den Garten im kommenden Sommer zur Wohlfühloase für die ganze Familie zu machen. Dazu gehören Roboter-Rasenmäher, Griller in den unterschiedlichsten Varianten von Kohle bis Elektro, Bio-Kräuter und Naschgemüse für gesunden Genuss und vieles mehr. Im Bereich Gartenmöbel und Accessoires verwandeln in dieser Saison drei besondere Trendthemen jeden Garten und Balkon in ein kleines Paradies: „Vintage Bouquet“ steht für Individualität und lässige Gemütlichkeit, „Green Escape“ versprüht Frische und Ruhe und „Electric Summer“ zeigt sich fröhlich und spontan in leuchtenden Farben. Ob romantisch ver-

„good“ und „green“ bietet bauMax den Kunden außerdem spannende neue Produkte für einen blühenden Erfolg bei der Gartenpflege. Die Linie „good“ steht für das Bemühen, neue ökologische Standards zu setzen und wesentlich zur Reduktion des Wasserverbrauchs und der Treibhausgase beizutragen, z.B. mit Produkten wie der torffreien Bio Universalerde, dem Bio Rasensamen, der als Tiefwurzler bis zu 80% weniger Wasserbedarf hat, oder dem Bio Gartenschlauch. Bei der Herstellung des „good“-Gartenschlauchs werden pflanzliche Materialien, also nachwachsende Roh-

stoffe, eingearbeitet. Damit wird 20% weniger Erdöl verbraucht, als bei einem herkömmlichen Gartenschlauch. Weiters besteht die Verpackung aus 100% Altpapier, womit gewährleistet ist, dass das Produkt sehr hohen ökologischen Standards entspricht. Die Marke „green“ bietet alles für die Gartenpflege. Schon die Verpackung zeigt gedeihendes Wachstum: Karotten zum Anbeißen, Tomaten zum Naschen und Kräuter zum Darüberstreuen. Individuelle Beratung für die Gestaltung der ganz persönlichen Grün-Oase erhalten alle Gartenliebhaber direkt bei den Experten in den bauMax-Gartencentern.  (red)

Hornbach Leichtes Plus

Umsatz-Anstieg Neustadt. Die Hornbach-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2012/2013 den Umsatz des Vorjahres leicht übertroffen. So stieg der Konzernumsatz um 0,8% auf 3.229 Mio. € und erfüllte damit die eigene Prognose. Wie erwartet bekam Hornbach in der zweiten Geschäftsjahreshälfte 2012/2013 die Rezession in Europa zu spüren. Das schlug sich vor allem in flächenbereinigten Umsatzrückgängen der Hornbach Bau- und Gartenmärkte außerhalb Deutschlands nieder. Einschließlich der Neueröffnungen erhöhte der Teilkonzern Hornbach-Baumarkt-AG, der zum Bilanzstichtag europaweit 138 großflächige Bauund Gartenmärkte in neun Ländern betreibt, seinen Gesamtumsatz (netto) um 0,6% auf 3.020 Mio. €.

Trotzdem zufrieden Europaweit ist Hornbach nunmehr der fünftgrößte Baumarktkonzern. Der wesentliche Grund für die erwartete Umsatzabschwächung war die wegen der Schuldenkrise in weiten Teilen Europas lahmende Konjunktur. „Vor diesem Hintergrund sind wir mit unserer Geschäftsentwicklung 2012/2013 zufrieden. Dies gilt umso mehr, als wir uns mit einem sehr starken Vorjahr messen“, so Vorstandsvorsitzender Albrecht Hornbach. „Die Zahlen im In- und im Ausland zeigen uns, dass wir meist stärker sind als der Wettbewerb, wenn die Konjunktur schwächelt“; der Konzern blicke „zuversichtlich“ in die Zukunft, so Hornbach.  (red)

Kosten? Günstig! Leistbares Wohnen: Die Stadt Wien fördert Lebensqualität.

© Hornbach

Die erste eigene oder gemeinsame Wohnung, Wohnen während der Ausbildung oder mit geringem Einkommen: Der geförderte Wohnbau in Wien macht hochwertiges Wohnen erschwinglich und wirkt kostensenkend auf die Mieten. Der wohnfonds_wien engagiert sich im Auftrag der Stadt Wien für die Leistbarkeit neuer geförderter Wohnprojekte. Energiesparende Bauweisen wie Niedrigenergie oder Passivhaustechnologie entlasten darüber hinaus die Bewohnerinnen und Bewohner.

gut für sie. schön für wien. Hornbach zählt inzwischen zu den fünf größten Baumärkten Europas.

www.wohnfonds.wien.at

fonds für wohnbau und stadterneuerung


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Dienstag, 23. April 2013

Produktauswahl Der Bauprofi kennzeichnet seine umweltverträglichen Waren mit dem eigenen Anfangsbuchstaben

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Das grüne Q! von Quester

Elk erweitert sein Produkt-Portfolio

© Elk

Wien. Herr und Frau Österreicher sind bereit, in ihre Garten- und Terrassen-Ausstattung zu investieren – ein Trend, der sich auch in diesem Jahr fortsetzt, sind ausladende Lounge-Möbel in schlichter Eleganz und klassische TeakholzMöbel.

Elk baut sein Service-Angebot um Immobilien-Entwicklung aus.

Schrems. Mit Elk Immobilien erweitert der österreichische Marktführer Elk Fertighaus AG im Frühjahr 2013 sein Produktportfolio und bietet Kunden ein noch größeres Serviceangebot. Privatkunden ermöglicht Elk nun eine Rundumbetreuung, die vom Verkauf etwaiger bestehender Eigentumswohnungen über die Grundstückssuche fürs Eigenheim bis zum eigenen Elk Haus reicht. Parallel dazu setzt Elk Immobilien auch auf BusinessPartner, denn in Kooperation mit Bauträgern und Developern sind auch Immobilienentwicklungen von Wohnungen, Dachgeschoss-Ausbauten und Reihenhäusern geplant. Die Immobilien-Tochter des Fertigteilhaus-Produzenten startet mit einem Standort im Fertighauszentrum „Blaue Lagune“, da sich der Schwerpunkt vorerst auf Wien und Niederösterreich konzentriert. Alle Angebote und Projekte findet man unter  www.elkimmobilien.at

Umweltverträglichkeit „Damit diese Art der hochwertigen Möblierung auch wirklich gut Platz hat und wirkt, sollten nach Möglichkeit einige Quadratmeter Terrasse mehr geplant werden“, weiß Karl-Heinz Gerstmair, Einkäufer für den Garten-Landschaftsbereich bei Quester. „Wer in die Ausstattung investiert, sollte auch bedenken, dass die dazugehörige Basis viele Jahre passen sollte.“ Der Experte empfiehlt daher, vorab die eigenen Bedürfnisse zu erforschen und festzuhalten. Darüber hinaus sollten die Boden-

beläge auch zum gelebten Alltag passen: Familien bevorzugen meist pflegeleichte und robuste Produkte, Singles oder Paare treffen ihre Auswahl vorwiegend aufgrund ästhetischer Ansprüche. In 20 der 24 Quester-Filialen findet man die passenden Produkte für die unterschiedlichen Anforderungen. Wer sich gern im Freien aufhält, legt meist auch Wert auf eine gesunde Umwelt. Um die Kunden bei der richtigen Produktauswahl zu unterstützen, hat BauProfi Quester das grüne Q! ins Leben gerufen. Es kennzeichnet alle Waren, die durch besondere Umweltverträglichkeit überzeugen, sowie alle Produkte, die der Herstellung Erneuerbarer Energie dienen. Ursula Ottawa, Marketingleiterin bei Quester: „Besonders im Außenbereich wird auf Nachhaltigkeit vermehrt Wert gelegt. Produkte mit dem grünen Q! sind daher dafür besonders geeignet.“  (red)

© Semmelrock Quester

Lounge-Möbel in schlichter Eleganz und klassische Teakholz-Ausstattung kennzeichnen den Frühling.

Outdoor: Quester rät zu großzügigen Terrassen und passenden Bodenbelägen.

Robomap Basierend auf Google Maps, erhält der Gartenbesitzer schnell und einfach detaillierte Informationen

Automatische Vermessung der Grünfläche Wien. Basierend auf Google Maps, ist es Robomow mit seinem Onlinetool „Robomap“ gelungen, Gartenbesitzer bei der Entscheidungsfindung für den richtigen Mäher zu unterstützen. Schnell und einfach erhält der Nutzer auf „www.robomow.at“ wichtige Details über seinen Rasen. Einfach Adresse einfügen, Haus suchen, Gartenfläche anzeichnen und schon errechnet Robomap die Quadratmeter des Rasens und empfiehlt das geeignete Modell der Robomow-Serie.

220 Mitarbeiter beim Baumit-Frühjahrsputz

Geschäftsführer Wopfinger Bau, Georg Bursik (li.), und Manfred Tisch.

Wopfing. Mehr als die Hälfte der gesamten Wopfinger-Belegschaft war der Einladung der Geschäftsführung des Baustoff-Unternehmens gefolgt und hatte sich freiwillig zum „Grüner- und Saubermachen“ gemeldet. Vier Stunden lang kehrten und polierten die 220 Mitarbeiter zusammen mit ihren Chefs, begrünten die Stützmauer beim Werk und reinigten den Bachlauf und die Grünflächen. Geschäftsführer Georg Bursik: „Das Ergebnis ist beeindruckend. Es zeigt, wie viel man zusammen in kurzer Zeit schaffen kann, wenn alle an einem Strang ziehen – in einem halben Tag haben wir ein ganzes Werk geputzt und verschönert.“ Parallel zum Frühjahrsputz luden die Wopfinger die Anrainer zu einer Führung durch das neue Innovationszentrum von Baumit. Knapp 100 Besucher folgten der Einladung und staunten über die HightechAusstattung des Forschungslabors in Wopfing. Das Innovationszentrum gehört zu den modernsten Forschung- und Entwicklungszentren in ganz Europa. Auf über 3.000 m� arbeiten 30 Mitarbeiter an den neuen Entwicklungen.

© Robomow

© baumit

Multifunktionell

Der weltweit stärkste Roboter-Rasenmäher RS 630: seit Jahresbeginn in Österreich.

Robomap erleichtert die Entscheidung und findet zudem den nächstgelegenen Robomow-Partner. Robomow Österreichs bietet seit Jahres-

beginn 2013 den weltweit stärksten Rasenroboter RS 630 an, der für den Einsatz von Rasenflächen bis zu 3.000 m� zum Einsatz kommen kann. „Während die meisten Hausbesitzer über die Größe ihrer Immobilie ganz genau Bescheid wissen, ist die klare Definition ihrer Rasenfläche oft etwas schwieriger“, so Andreas Heger, Geschäftsführer der Prochaska Handels GmbH, exklusiver Österreich-Importeur der Roboter-Mäher. „Den Überblick über die Grünfläche zu bewahren, ist neben der Auswahl des geeigneten Rasenmähers notwendig, um die richtige Menge an Rasenbehandlungsprodukten zu kaufen“, so der Gartenspezialist abschließend.  (red)

Evva Schließsysteme-Spezialist forciert weiter Technologien wie etwa den Aufbohrschutz und Magneten in Schlössern

Gewappnet gegen jegliche Art von Angriff Wien. Trotz steigender Nachfrage nach elektronischen Sicherheitslösungen bieten mechanische Systeme immer noch das höchste Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit. Die stetige Forschung in den Entwicklungsabteilungen der Hersteller positioniert die Mechanik als unverzichtbares Element der Gebäudesicherung sowie generell der Absicherung von Räumen. Faktoren wie eine hohe Ausfallsicherheit, eine lange Lebensdauer, eine unschlagbare Energiebilanz und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sind unverändert starke Argumente für die Mechanik. „Eine Erhöhung der Sicherheit im Allgemeinen und der Nachschlüsselsicherheit im Speziellen, Optimierung von Produktionsprozessen und Anpassung der Schließzylinder an diese Prozesse sowie Kostenoptimierung und Erhöhung des Kundennutzen sind nur einige Punkte,

die Platz für die Weiterentwicklung der Mechanik lassen“, so Roman Dolati, Produktmanager bei Evva.

Vielfältige Vorteile Neue technische Möglichkeiten und die fortschreitende Entwicklung von Einbruchswerkzeugen bieten Saboteuren immer mehr und bessere Gelegenheiten. Die Sicherheitsindustrie ist gezwungen, mitzuhalten. Diverse Schutzmechanismen müssen Schließzylinder und Schlüssel widerstandsfähig

© Evva

gegen jegliche Arten von Angriffen machen. So bieten Schließzylinder mittels Picking- und Abtast-, Aufbohr- sowie Ziehschutz Sicherheit vor illegalen Öffnungsmethoden. Neben den genannten Vorteilen mechanischer Schließsysteme sprechen auch Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit, Einsatz unter sehr rauen Bedingungen oder die Langlebigkeit für ihren Einsatz. „Diese klaren Vorteile müssen in zukünftigen Entwicklungsphasen weiter ausgebaut werden“, fügt Dolati weiters an. So hat Evva gemeinsam

Evva ICS-System: Anfertigung von Schlüsselkopien nahezu unmöglich.

mit Kooperationspartnern eine thermische Trennung im Schließzylinder für die Abdichtung von Zylindern in Niedrigenergie-Häusern entwickelt. Bei dieser Innovation wirkt ein Kunststoffelement mit Dichtungseinsätzen als Dämmelement, weshalb sich kein Kondenswasser im Zylinder bildet. Generell ist die Verwendung neuer, widerstandsfähiger Materialien Trend in der Entwicklung mechanischer Schließsysteme. Standards in der Mechanik, wie etwa der Aufbohrschutz, wurden in den letzten Jahren aufgegriffen und verfeinert. Evva verwendet als Bohrschutz ChromVanadium-Elemente, die den ICS (Innen-Codiert-System)Zylinder vor zerstörerischen Öffnungstechniken schützen. Zudem machen neue Technologien wie die Verwendung von Magneten oder federnfreie Mechanismen mechanische Schließsysteme noch resistenter gegen Angriffe. Beispiele von Evva wären das Magnet-Code-System und das 3-Kurven-System.  (red)


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