Page 1

inside your business. today.

13. JAHRGANG NO. 1727

¤ 4,–

freitag/samstag/sonntag, 22.– 24. November 2013

P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

ANZEIGE

Stark in Ihren Zielen. Starker Journalismus, starke Themen, starke Zielgruppen.

Ziele verfolgen und mehr Erfolg erleben. Mit starken Angeboten des größten Magazinverlags Österreichs. Wir bringen Sie crossmedial zu Ihrer Zielgruppe: www.vgn.at

VGN-Anz-Stark_Medianet_271x350_ok.indd 1

29.10.13 12:18


Für kleine und große Kinder SUPER RTL ist mit Animationsschwerpunkt in die Saison gestartet

Stark bei den Kids, immer beliebter bei den Frauen Plus: Zur Weihnachtszeit locken US-Filmhighlights die ganze Familie vor die heimischen Bildschirme.

PRIMETIME D A Y T I M E

Ein Deal mit Warner Bros. International Television Distribution (WBITD) machts möglich: Klassische Animationsserien wie Scooby-Doo und Tom & Jerry sowie eine Auswahl an hochwertigen Animationsfilmen finden bei SUPER RTL ab sofort eine neue Heimat. „Die bekanntesten Cartoon-Figuren der Welt sind generationsübergreifend beliebt und passen somit perfekt in unser Programmportfolio“, sagt

© Super RTL/Markus Nass

Programmdirektor Carsten Göttel. Nicht nur für ihn ein weiteres Plus: Die Kooperation mit DreamWorks Animation, durch die sich der Sender die Rechte am Wikingerhighlight Dragons – Die Reiter von Berk gesichert hat. Neben der Daytime wird auch die Primetime weiter ausgebaut. Die Programmmacher setzen hier verstärkt auf eine frauenaffine

Schiene; mit Mystery-Serien und starkem „Kino in Serie“ will man noch mehr weibliche Fans vor die Bildschirme holen – eine Primetime-Strategie, die auch die Werbewirtschaft begeistert.

Top-Produktionen, X-Mas Neu am Start sind u.a. die USHighlights Scandal, The Secret Circle und Lost Girl.

Im Advent wird Familien-Unterhaltung besonders groß geschrieben. Zur kommenden Weihnachtszeit beschert SUPER RTL mit Beethovens abenteuerliche Weihnachten (5. Dezember), Santa Pfotes großes Weihnachtsabenteuer (12. Dezember) und Die fantastische Welt der Borger (19. Dezember) frische Free-TV-Premieren. Auch das TV-Christkind wird für strahlende (Kinder-)Augen sorgen.

Die kommende TV-Saison ist für SUPER RTL von entscheidender Bedeutung. Wir sind seit über 15 Jahren Lieblingssender der Kinder – und das wollen wir bleiben. In der Daytime haben wir uns mit eigenproduzierten WissensMagazinen und innovativen Animationsserien verstärkt. Eine langfristige Kooperation mit DreamWorks Animation gibt uns exklusiven Zugriff auf Spin-offs zu Blockbustern wie „Drachenzähmen leicht gemacht“ oder „Turbo“ und ein Volume-Deal mit Warner Bros. ermöglicht die Ausstrahlung von Klassikern wie „Tom & Jerry“. In der Primetime setzen wir verstärkt auf eine frauenaffine Ausrichtung und haben unser Portfolio gezielt um hochkarätige US-Serien erweitert: den US-Quotenhit „Scandal“ etwa, die zweite Staffel von „Once Upon A Time“ oder das Mystery-Format „Lost Girl“. Ich freue mich sehr, dass wir unseren österreichischen Zuschauern in diesem Jahr ein ausgesprochen hochwertiges und vielfältiges Programmangebot bieten können. Claude Schmit, GF SUPER RTL

Wiffzacks aufgepasst: Beni Weber und Woozle, ein zotteliges Beuteltier und absoluter TV-Neuling, präsentieren seit Februar dieses Jahres das eigenproduzierte Wissensmagazin – informativ, frech und charmant. Das ungleiche Gespann sucht Antworten auf alltägliche kleine und große Fragen: Warum kippen wir nicht um, wenn wir Fahrrad fahren? Wie ist der Mond entstanden? Was ist eigentlich Zeit? Und kann man sie überlisten? Eine Frage, die Woozle mit einer eigens konstruierten Zeitmaschine zu beantworten versucht. Während Beni sich um die einfache Darstellung wissenschaftlich fundierter Antworten bemüht, ist sein Freund für kreative Lösungen zuständig. Und so ergänzen sich die beiden in hervorragender Weise. Kids, aber auch deren Eltern, sind vom kongenialen Woozle Goozle-Duo mehr als begeistert.

Singspaß, Spiele, Rätselfun, die besten Cartoons und Magazine mit Pfiff und noch viel mehr ... das ist die crossmediale Welt von TOGGO. Im TV steht zur kinderfreundlichen Fernsehzeit Fun und Abwechslung am Programm. Denn bei der Kinderunterhaltungsmarke für die 6- bis 13-Jährigen sind ganz unterschiedliche Formate zuhause. Hier warten auf die kleinen Zuschauer Klassiker des Cartoon-Genres, neuartige Animationsserien wie Dragons – Die Reiter von Berk oder lehrreiche Wissensmagazine. Der TOGGO-CleverClub ist das dazu passende Kiddie-Portal. Darin finden sich Spiele, Bastel- und Wissensinhalte – kategorisiert in drei Altersklassen. Somit findet jedes Kind die passenden Inhalte. Für Freizeit-Ideen – vor und abseits des TV – ist also bestens gesorgt.

Bei TOGGOLINO treffen die Allerkleinsten (3 bis 6 Jahre) ihre Lieblingsfiguren wie Bob der Baumeister, Timmy das Schäfchen, Mike der Ritter, Die Oktonauten, Der kleine Tiger Daniel, Caillou und Kater Gilbert (Bild) und viele mehr. Mit ihnen zusammen entdecken © Super RTL die jüngsten Zuschauer spielerisch die Welt, erwerben erstes Vorschulwissen und erfahren Werte wie Freundschaft oder Hilfsbereitschaft. Das neugierige Stierkälbchen Toggolino ist Namensgeber für die Marke TOGGOLINO. Es steht als Gütesiegel für die gesamte Vorschulwelt von SUPER RTL. „Eltern können sicher sein, dass Kinder bei ihren TOGGOLINO-Lieblingen immer gut aufgehoben sind und mit hochwertigen, altersadäquaten Geschichten heranwachsen“, heißt es aus dem Sender.

Once upon a time – Es war einmal

SCANDAL

Lost Girl

Eine Reise ins Reich der Magie: Die Fantasy-Serie Once Upon A Time – Es war einmal … überzeugte bei SUPER RTL auf Anhieb. Eine ständig wachsende Fangemeinde verfolgt Woche für Woche die fesselnde Geschichte um Snow White, Prinz Charming und die böse Königin. Seit Anfang Oktober zeigt der Sender die zweite Staffel als Free-TV-Premiere in der Primetime. Mit dabei: eine Vielzahl neuer Charaktere (unter anderem Fiesling Captain Hook und die edle Kriegerin Mulan). In den USA wurden die Schauspieler für ihre Leistungen bereits mehrfach ausgezeichnet: Lana Parrilla räumte 2012 den TV Guide Award als bester Schurke ab, Jungstar Jared Gilmore gewann im selben Jahr den Young Artist Award.

Start für den neuesten Quotenhit aus dem Network ABC: Seit Mitte Oktober ist Olivia Pope (Kerry Washington) als Anwältin, politische Beraterin und Krisenmanagerin in Personalunion in Scandal auch auf SUPER RTL im Einsatz. Gemeinsam mit ihrem Team aus Spezialisten hilft sie Klienten aus den höchsten Kreisen der US-Hauptstadt dabei, Imageschäden abzuwenden und Skandale zu vermeiden. Bevor sie ihre eigene Firma eröffnete, war Olivia Wahlkampfmanagerin des amtierenden Präsidenten Fitzgerald Grant. Diese Vergangenheit holt sie schon bald ein. Amanda Tanner, eine ehemalige Angestellte des Weißen Hauses, behauptet, ein Kind vom Präsidenten zu erwarten. Und aus persönlicher Erfahrung weiß Olivia, dass diese Behauptung keinesfalls eine Lüge sein muss. Doch das Ganze riecht stark nach Verschwörung ...

© Warner Bros. Television

© ABC

Zum ersten Mal im Free-TV: SUPER RTL zeigt seit diesem Herbst die kanadische MysterySerie Lost Girl. Anna Silk als geheimnisvolle Bo, Kämpferin zwischen Gut und Böse, sowie Kris Holden-Ried und Ksenia Solo als Bos Freunde Dyson und Kenzi sorgen für Spannung und Nervenkitzel. Bo führt ein Nomadendasein. Seit der jungen Frau aufgefallen ist, dass sie für den Tod ihres ersten Freundes verantwortlich ist, befindet sie sich auf der Flucht. Als sie im Großstadtdschungel strandet, wird ihr die Ursache ihrer todbringenden Wirkung offenbart ... Die Story um die charismatische Bo, eine Dämonin mit tödlichem Geheimnis, entwickelte sich in ihrem Heimatland zu einem quotenstarken Dauerbrenner, der bereits um eine vierte Staffel verlängert wurde.

© Sony Pictures Television Inc.

TOGGOLINO

© Super RTL/Thomas Fähnrich

TOGGO

© Super RTL/Thomas Fähnrich

WOOZLE GOOZLE

PROMOTION

Animations-Offensive

© Dreamworks Animation, Frederick Warne & Co./Silvergate PPL, Warner Bros. Television

Köln/Wien. Unterhaltung und Wissensvermittlung, Witz & Moral, Magazine mit Aha-Effekt, das Beste aus der Cartoon-Werkstatt und noch viel mehr: SUPER RTL, etablierter Marktführer in der allerjüngsten Zielgruppe, legt erneut die Latte hoch. Auch in Österreich erfreut sich der Kanal immer größerer Popularität – dank eines hochwertigen Programms, das den kleinen Zuschauern Spaß macht und sich an den pädagogischen Vorstellungen der Eltern orientiert. Was eine gute Kindersendung ausmacht? Ganz einfach Geschichten, die dem KinderAlltag entnommen sind, kreative Problemlösungen, viel Gefühl und natürlich Fun, so die Senderverantwortlichen. Mit den TV-Marken Toggo und Toggolino ist der Sender hier perfekt positioniert: Viele neue Eigenproduktionen, darunter ein „Feuerwerk an Wissenmagazinen“, die beliebten Lieblinge der Kleinsten und starke Neuzugänge – egal ob als klassischer Zeichentrick oder im Zeitgeistformat – sorgen auch in der angelaufenen Saison für jede Menge Abwechslung.

KOMMENTAR


inside your business. today.

13. JG. NO. 1727

¤ 4,–

freitag/samstag/sonntag, 22.– 24. November 2013

TREVISION

visual solutions visual solutions

a Trevision Holding Company

Staatspreis PR für Skills

Auszeichnung des PRVA für das Projekt „Journalismus & Demokratie“  Seite 10

medianet_46x15

27.10.2005

12:07 U

© mn/Szene1/C. Mikes

© PRVA/Nadine Bargad

www.trevision.at „Acht tassen pro tag“

luxury brands&retail

Im Gespräch: Harald J. Mayer, Kaffeenarr und Chef von Eduscho Austria  Seite 16

„Digitale Luxusmeilen“: Wie Edelmarken per Bits und Bytes ihr Image pflegen …

Hutchison Laut CEO Jan Trionow liegen Markenverschmelzung und Netzbau im geplanten Rahmen

Drei-Orange-Fusion: Operation ist gelungen

www.direkt.biz +43 (0) 1 / 66 177

tel.: +43-1-536 26-0 www.plakativ-werbetechnik.at

inhalt

prime news & market watch > Erster Österreichischer Inklusionstag: eine Bilanz 5 > Die digitale Transformation der Verlagsbranche  6/7

Nach Fusion und Frequenz­auktion 3 + Orange = Hutchison Drei. Bis 2015 will der „neue“, drittgrößte Mobilfunkanbieter Österreichs flächen­ deckend LTE an­ bieten und seinen Marktanteil von 23,7 auf 30 Prozent steigern.  Seite 4

marketing & media > Die Parallelnutzung von Online und TV wächst  11 > pMediaNetwork präsentiert neues TV-Tracking-Tool  13

© Andrea Merola/EPA/picturedesk.com

retail

18 19

© medianet/Szene1/Christian Mikes

business weekend > Rekuperations-Technik als Ökologie-Innovation  22

> Raiffeisen Factor Bank ist auf Wachstumskurs  > Task-Force für KonzernKonsolidierung nötig  > „Weihnachtsshopping“ in der Pharmabranche 

30 42 48

medianet erscheint vier Mal/Woche.Print­ ausgabe: Dienstag und Freitag; Mittwoch und ­Donnerstag erhalten Sie unsere Digitalausgabe.

P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

© APA/Georg Hochmuth

> Die Benetton Gruppe wird umstrukturiert  > Schlank oder rund – Germknödel & Joghurt 

Talk Gate

Wie viel Technologie verträgt unser Bauch? Dienstag, 3. 12. 2013 18:30 Uhr, Tech Gate Vienna Podiumsdiskussion u. a. mit Dr. Franz Fischler und Dr. Hans-Ulrich Grimm Anmeldung: www.techgate.at/tgmedianet


c ov e r

4 – medianet

Freitag, 22. November 2013

welt standard

© APA/Georg Hochmuth

„LTE ist zum ersten Mal in der Geschichte des Mobilfunks ein richtiger Weltstandard“, sagt Drei-Chef Jan Trionow.

Hutchison Drei Nach der Fusion mit Orange will der Mobilfunkprovider bis Anfang 2015 flächendeckend LTE anbieten

„Wir bauen eines der besten Netze der Welt“

Drei-CEO Jan Trionow sieht die Ausbau- und Wachstumsstrategien des Unternehmens gesichert. Chris haderer

Wien. Zwei große Themen waren es, die den Mobilfunkprovider Hutchison Drei heuer bewegt haben: Einerseits war da die Fusion mit dem Mitbewerber Orange, durch die das Unternehmen mit einem Marktanteil von 23,7%* nun drittgrößter Mobilfunkanbieter in Österreich ist. „Außerdem präsentiert sich das neue Drei als erneuerte, stärkere Marke mit dem Besten aus beiden bisherigen Welten“, sagt Drei-CEO Jan Trionow, der den Marktanteil des Unternehmens auf 30% ausbauen will. Zweite große Herausforderung war die kürzlich stattgefundene Frequenzauktion, bei der Drei fünf Frequenzblöcke in den Frequenzbändern 900 und 1.800 MHz um 330 Mio. € erwarb. Mit medianet bespricht Trionow die Kritikpunkte der Frequenzauktion und die Fusion mit Orange. medianet: Hat die Migration von Orange so geklappt, wie Sie sich es vorgestellt haben? Sind die Kunden zufrieden mit der neuen Marke? Jan Trionow: Das ist die wichtigste Frage, die man stellen sollte: Wie ist es aus Kundensicht gelaufen? Wie hat der Markenwechsel von den alten Marken ‚3‘ und ‚Orange‘ zur neuen Marke ‚Drei‘ geklappt? Dieser doppelte Markenwechsel ist sehr gut gelungen. Laut Marktumfragen kommt die neue Marke Drei sowohl bei den Orange- als auch bei den ‚3‘-Kunden sehr gut an. medianet: Wie ist Ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr? Werden Sie durch die Fusion langsamer wachsen oder bleiben die alten Wachstumsraten aufrecht? Trionow: Die alten Wachstumsraten muss man relativ zur Größe des Kundenbasis sehen. Viele Merger erreichen genau das Gegenteil

und haben danach das Problem, stabil zu bleiben. Wir haben außerdem herausfordernde Trends in der Gesamtbranche, was beispielsweise Roaming und andere Themen betrifft. Wir werden es aber trotzdem schaffen, weiterzuwachsen. Das neue Drei wird größer sein als das alte 3 und Orange. medianet: War die kürzlich stattgefundene Frequenzauktion eine dieser Herausforderungen? Trionow: Man muss das Auktionsergebnis in die Gesamtlage der Industrie einbetten. Wir sind seit Jahren in einer Lage, dass die Nachfrage nach unserem Produkt exponentiell wächst. Wir haben fast eine Verdoppelung des Datenvolumens pro Jahr. Mehr oder weniger geschieht diese Entwicklung bei allen Mobilfunkbetreibern – aber der Gesamtumsatz der Branche sinkt. Das liegt am harten Wettbewerb zwischen den Betreibern – aber auch an regulatorischen Eingriffen. Das Ganze hat in Österreich noch dazu eine besondere Dimension: Aufgrund seiner Topografie ist es in Österreich pro Einwohner etwa dreimal so teuer wie in Deutschland, ein Netz aufzubauen und zu betreiben. Von daher braucht die Branche dringend eine Umkehr dahingehend, dass sich die Umsätze insgesamt stabilisieren und einen Trend nach oben aufweisen, sonst werden die notwendigen Investitionen nicht zu tragen sein. In dieser Ausgangslage noch eine Auktion zu haben, mit einem Erlös, der pro Einwohner und Megahertz dreimal teurer war als im europäischen Schnitt der letzten Jahre, ist irrational. Der primäre Grund, warum diese Auktion so teuer geworden ist, liegt nicht am Wettbewerb der Netzbetreiber, sondern am misslungenen Design der Auktion – deshalb sind die Beschwerden in

der Branche auch so groß. Wir haben uns aber etwa 30 Prozent des verfügbaren Spektrums langfristig gesichert und sind damit in der Lage, unsere Wachstumsstrategien fortzusetzen. medianet: Kann man die ausgegebenen Summen mit dem derzeitigen Setup wieder einspielen? Trionow: Sie müssen zurückverdient werden. Da die Bürde ja auf allen liegt, wird man am Ende die Bürde auch beim Kunden spüren. Entweder mit einem geringeren Ausbau oder weniger attraktiven Preisen, als man es hätte sonst

„Die teure Frequenzauktion und die daraus entstandene Bürde könnte sich als Bumerang für die Branche erweisen.“ drei-CEO jan trionow

machen können. Einige Betreiber haben auch von geringeren Beschäftigungszahlen gesprochen. Da gibt es viele Aspekte. Letztlich könnte sich diese teure Auktion und die daraus entstandene Bürde als Bumerang für die ganze Branche erweisen. medianet: Glauben Sie, dass regulatorische Maßnahmen Preiserhöhungen verhindern können? Trionow: Es gibt keine regulatorische Strömung, die für den Betreiber etwas billiger machen würde. Es geht darum, dass wir als Bran-

che von den Regulatoren zu hart angefasst werden. Wie sich die Branche weiterentwickelt, ist schwer zu sagen. Gerade auch, was Datendienste angeht, kommt es auf das Wettbewerbsverhältnis zwischen Mobilfunk- und Internetanbietern an, und ob es der Regulierungsbehörde gelingt, hier vernünftige Verhältnisse zu schaffen. Wir sind heute als lokale Infrastrukturbetreiber in einer misslichen Lage, dass wir einem sehr viel engeren Korsett an Regulierungen unterworfen sind als Internetanbieter. Das betrifft viele Aspekte, vom Konsumenten- bis zum Datenschutz. Daher ist auch unser Servicegeschäft mit einem Wettbewerbsnachteil gegenüber den Internetprovidern ausgestattet. medianet: Wie geht der Netzausbau hinsichtlich 4G weiter? Trionow: Auf Basis der existierenden Infrastrukturen im 1.800 MHz-Bereich werden wir landesweit im Laufe des kommenden Jahres schnelles LTE ausrollen. Es geht aber auch darum, schnelle Anbindungen der Stationen zu schaffen, LTE entwickelt sich weiter. Wichtig ist auch, zu erwähnen, dass LTE in die gesamte Netzentwicklung eingebettet ist. Datendienste werden auch in Zukunft nicht nur über LTE abgewickelt, sondern auch weiter über 3G. Wir konzentrieren uns daher auch auf Verbesserungen in diesem Bereich. Bis Weihnachten werden wir bei 3G ein ‚Best of‘ aus Orange- und 3-Netz haben, außerhalb von Wien. In Wien werden wir bis Anfang 2014 noch beide 3G-Netze parallel betreiben. Die vollständige Zusammenlegung der Standorte beider Netze erfolgt dann Region für Region. Bis Anfang 2015 sollen die Netze von 3 und Orange konsolidiert sein und hinsichtlich 2G, 3G und 4G voll ausgebaut sein. Es wird sicherlich eines der besten Netze der Welt sein.

medianet: Wie interessant ist für Sie derzeit der M2M-Bereich? Trionow: Das ist ein wichtiges Zukunftsfeld, und hier spielt auch LTE mittelfristig eine wichtige Rolle. LTE ist zum ersten Mal in der Geschichte des Mobilfunks ein richtiger Weltstandard. In vielen Geräten wird in Zukunft ganz selbstverständlich ein LTE-Modul enthalten sein, und dann explodiert zwangsläufig der LTE-Bereich. medianet: Wie ist die SmartphoneVerbreitung unter Ihren Kunden? Trionow: Bei den Bestandskunden gibt es etwa eine 75prozentige Durchdringung. Bei den Neukunden sind es 95 Prozent, die zum Smartphone greifen. Österreich ist ein Smartphone-Land. Wir werden mit Stützungsmodellen den Smartphoneanteil auch bei den Bestandskunden schnell ausbauen. Die Anzahl der User hat eine natürliche Sättigung, aber wir sehen, dass die Kunden immer mehr Geräte verwenden, vom 3WebCube im Gartenhäuschen bis zur SIMKarte im Auto. Wir haben heute eine Durchdringung von etwa 160 Prozent – und diese Durchdringung pro Einwohner wird noch sehr stark steigen. medianet: Roaming ist nach wie vor ein heißes Thema ... Trionow: Drei steht nach wie vor für günstiges Roaming. Ich bin davon überzeugt, dass eine moderne Informationsgesellschaft, die davon lebt, dass Daten überall schnell und günstig verfügbar sind, auch günstiges Roaming braucht. * Die Marktanteile in der Grafik re. oben (24,9%) sind die aktuellsten Zahlen, die der Telekomregulator RTR im „Telekom Monitor 4/2013“ ausweist und gelten für das 2. Quartal 2013 („3“ inkl. Orange).


Pr i m e N e ws

Freitag, 22. November 2013

Österreichischer Inklusionstag Veranstalter Österreichische Lotterien ziehen Bilanz: großer Aufholbedarf

SHORT

„Wirtschaft ins Boot holen“

Neuer Vorstand für die ISPA gewählt

„Miteinander ohne Barrieren“ – am ersten Österreichischen Inklusionstag.

Wien. Im Bereich der Barrierefreiheit habe es in den vergangenen Jahren Fortschritte gegeben; auf dem Arbeitsmarkt dagegen sei es für Menschen mit Behinderungen schwieriger geworden, sagte Behindertenanwalt Erwin Buchinger beim ersten Österreichischen Inklusionstag am 14. November in Wien. Betroffene und Experten formulioerten in Workshops Forderungen für die Bereiche Arbeit, Bildung, Alltag und Politik. Gerade im Bereich Bildung bestehe großer Aufholbedarf, doch auch in der Arbeitswelt sehe es ähnlich aus, wie Wolfgang Sperl von Wien Work referierte: „Im Ver-

gleich zum Oktober des Vorjahrs gibt es 25 Prozent mehr arbeitslose Menschen mit Behinderung. Die Wirtschaft muss noch stärker ins Boot geholt und die Ausgleichstaxe erhöht werden.“

Referenz „CEOs on Wheels“ Ein positiver Ansatz sei das Projekt CEOs on Wheels von Michael Sicher, ein Mentoren-Programm, an dem auch Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsdirektorin Casinos Austria und Österreichische Lotterien, schon teilgenommen hat: „Ich habe nicht nur persönlich sehr gute Erfahrungen dadurch sam-

meln können“, erzählte sie. „Mein Mentee, eine Rollstuhlfahrerin, hat auch unser Unternehmen besucht und uns bei der Schaffung eines barrierefreien Zugangs unterstützt.“ Unternehmen müssten für Inklusion fit gemacht werden, ein wesentlicher Aspekt dabei sei auch die Schulung der Personalabteilungen, um auf Bewerber mit Behinderung und deren Fähigkeiten optimal einzugehen. Die Lotterien veranstalteten den Tag gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, dem Kriegsopfer- und Behindertenverband, Zivil-Invalidenverband und Lebenshilfe.  (red)

© Andreas Scheiblecker

Mödlhammer besteht auf Breitband-Ausbau

Bettina Glatz-Kremsner: „Wesentlich ist auch die Schulung der Personalabteilungen.“

© Österreichische Lotterien/APA-Fotoservice/Hörmandinger

Wien. Am 14. November wurden Präsident und Vorstand der ISPA (Internet Service Providers Austria; Verband der öst. Internetwirtschaft) gewählt. Als Präsident wurde Andreas Koman (Tele2) bestätigt. Neu im Vorstand sind Harald Kapper (kapper.net), Christian Panigl (Uni Wien), Thomas Schartner (funkinternet.at) und Martin Prager (Prager Consult). Weitere Mitglieder sind Georg Chytil (next layer), Kurt Einzinger (Netvisual), Nikolaus Futter (Compass Verlag), Georg Hitzenberger (Play.FM).  (red)

medianet – 5

Gemeindebund-Chef Helmut Mödlhammer: „Eine absolute Überlebensfrage“.

Wien. „Sehr irritiert“ zeigt sich Gemeindebund-Chef Helmut Mödlhammer über die Diskussionen, in welchem Ausmaß die Erlöse der Frequenz-Versteigerung in den Ausbau der Breitband-Netze fließen sollen. „Die Regierung hat mehrfach verbindlich zugesagt, dass die Hälfte der erzielten Erlöse in diesen Ausbau fließen wird“, erinnert der GemeindebundPräsident.  (red)

© Lufthansa/Juergen Mai

Lufthansa nominiert neuen Chef Anfang Dezember

Carsten Spohr gilt als aussichtsreichster Kandidat für den Lufthansa-Chefposten.

Frankfurt/Wien. Die Suche nach einem neuen Chef für die Deutsche Lufthansa, dem Mutterkonzern der Austrian Airlines (AUA), soll vor dem Abschluss stehen. Laut einem Vorabbericht des Manager Magazin will der Aufsichtsrat bei seiner Sitzung am Mittwoch, dem 4. Dezember, einen Nachfolger für den scheidenden Vorstandschef Christoph Franz küren. Favorit sei der bisherige Passagechef Carsten Spohr, der auch als Konzernleiter sein bisheriges Geschäftsfeld weiter verantworten solle. Das Führungsgremium von Europas größtem Luftverkehrskonzern würde damit von fünf auf vier Mitglieder schrumpfen. Die Entscheidung im Aufsichtsrat sei schlichtweg noch offen, erklärte ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag in Frankfurt. Der Aufsichtsrat nehme sich die notwendige Zeit, um in einem professionellen Prozess innerhalb und außerhalb des Konzerns einen Nachfolger zu suchen. Es sei daher auch keineswegs sicher, dass bereits Anfang Dezember eine Entscheidung falle. Franz will spätestens Ende Mai an die Spitze des Schweizer Pharmariesen Roche wechseln.  (APA)

Buchen Sie gute Stimmung. Mehr hits, Mehr gute Laune und 2,8 Mio. hörer/innen tägLich. natürLich nur auf hitradio ö3.

buchen Sie erfolg.

enterpriSe.orf.at

Quelle: RADIOTEST 1. Hj. 2013, GfK, Basis Österreich, MO – SO, Personen 10+

64244_ORF_OE3_Medianet_216x288_ICv2.indd 1

14.11.13 11:14


f e atu r e

6 – medianet

Freitag, 22. November 2013

feature@medianet.at

Zukunft von Print Die digitale Transformation von Verlagen schreitet unaufhaltsam voran

Ausgedruckt? Wer gern in Wallungen gerät, ist momentan in der Verlagsbranche gut aufgehoben. Kaum ein Wirtschaftszweig wird stärker von der digitalen Transformation durchgeschüttelt. Doch für jede Hiobsbotschaft aufgebender Zeitungen gibt es mindestens eine Jubelmeldung über einen neuen Online-Rekord – hinter dem nicht selten erst recht wieder ein Verlag steht.

© OC&C Strategy Consultants

An d reas von Bu c h wa l dt OC&C Strategy Consultants

sylvia tomek

N

och nie gab es so viele Zeitschriftentitel wie aktuell. Noch nie gaben Menschen mehr Geld für Zeitungen aus als heute. Krise sieht doch anders aus? Dennoch ist das Print-Geschäft längst nicht mehr das, was es einmal war. Nichts liegt näher, als der Griff zum Smartphone, was Yesterday’s News ganz schnell ganz alt aussehen lässt. Der Markt wird zunehmend kleinteilig, die Aufmerksamkeit für das Einzelprodukt sinkt – vor allem bei Zeitungen: „Würde sich der Trend seit 1960 fortsetzen, gäbe es Ende

des ersten Quartals 2043 keinen einzigen US-Leser einer gedruckten Zeitung mehr“, schreibt das Zukunftsinstitut in seiner Standortbestimmung „Die Zukunft der Medien“. Wer nun meint, die großen Verlagshäuser hätten die letzten 15 Jahre geschlafen und stünden allesamt kurz vor dem Aus, der irrt. Springer, Burda & Co sehen ihre Rolle nach wie vor darin, das Publikum mit den richtigen Themen zu bedienen und verstehen sich darüber hinaus sehr gut darauf, diese Aufmerksamkeit zu monetarisieren. Dazu braucht man eigentlich keine Druckerpresse mehr. Oder – etwas bescheidener – man

Damit tragen Medienunternehmen signifikant zum Wachstum der E-CommerceUmsätze bei, die in Deutschland seit 2009 durchschnittlich 16% pro Jahr zugelegt haben.“

Die Guardian Media Group und Burda bewegen sich darauf zu, bald die Hälfte ihres Umsatzes mit digitalen Beteiligungen zu erwirtschaften.

reduziert zumindest die Abhängigkeit vom traditionellen Geschäftsmodell.

Digital ist nicht zu bremsen Das tut insofern not, als die Verschiebungen im Werbemarkt vor allem zulasten von Print gehen (während etwa die TV-Werbeumsätze bislang weitgehend unbeschadet blieben). In den USA hat sich der Werbeumsatz im Internet in den letzten zehn Jahren verzehnfacht und allein Google setzt mehr Werbegeld um als der gesamte US-Printsektor zusammen. Die Entwicklung mag in Europa und besonders in dessen deutschsprachigem Teil hinterherhinken. Aufhalten lässt sie sich kaum. Dazu das Zukunftsinstitut: „Digital is here to stay. Denn jenseits der Debatten um Bezahlmodelle, Leistungsschutzrecht, Freibiermentalität und Bürgerjournalismus verändert die Digitalisierung vor allem den Anspruch der Nutzer.“ Die großen Verlage deuten diese Zeichen rechtzeitig – mit der Hubert Burda Media als Primus. Das 1903 gegründete Unternehmen hält im Augenblick den Europarekord, wenn es um digitale Diversifikation geht. 2012 erwirtschaftet Burda satte 47% aus Online-Aktivitäten. Zum Vergleich: Die gern als Pionier im Bereich der kommerziellen Online-Nachrichten gehandelte New York Times Group brachte es „nur“ auf 18%. Digitale Erfolge feiert man auch beim Verlag Pearson: Mit 629.000 Exemplaren konnte man die Auflage der Financial Times gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf den höchsten Wert in der 125-jährigen Unternehmensgeschichte steigern. Nicht nur das: Die Verkaufseinnahmen konnten heuer erstmals den Druck und Vertrieb finanzieren – was zusätzliche Unabhängigkeit vom schwächelnden Werbemarkt schafft. Noch schöner ist allerdings, dass der Umsatz aus OnlineAbos um satte 24% hochgeschraubt werden konnte. Bereits jede dritte Ausgabe der FT wird digital konsumiert – gegen Bezahlung.

Womit der britische Markt dem deutschen in Sachen Zahlungsbereitschaft der Online-Konsumenten einiges vorauszuhaben scheint. Das mag einer der Gründe sein, warum die digitale Diversifikation der deutschen Verlage eher in Richtung Übernahme etablierter Online-Angebote, sprich Portale aller Art, geht: „In 2012 haben fast alle (Anm. d. Red.: deutschen Verlags-) Unternehmen ihre Digitalportfolios gegenüber dem Vorjahr weiter ausgebaut“, schrieb Andreas von Buchwaldt von OC&C Strategy Consultants bereits vor einem Jahr.

E-Commerce an erster Stelle Wie seine bereits zum sechsten Mal durchgeführte Studie zum Thema (aktueller Titel „Neues im Kerngeschäft“) offenbart, halten die wichtigsten Trends nach wie vor an. Zunächst die Tatsache, dass Online-Investitionen der großen deutschen Medienhäuser zu einem hohen Anteil in E-Commerce-Shops und Marktplätze erfolgen. Das überrascht, hätte man doch vermutet, dass der Fokus eher auf Content, sprich Nachrichtenseiten, liegt. Andreas von Buchwaldt: „Damit tragen Medienunternehmen signifikant zum Wachstum der E-Commerce-Umsätze bei, die in Deutschland seit 2009 durchschnittlich 16% pro Jahr zugelegt haben.“ Innerhalb des Segments dominiert nach wie vor der Bereich Textilien und Schuhe mit einem Jahresumsatz von 6,6 Mrd. € in 2011 (Deutschland), gefolgt von Unterhaltungselektronik mit 3,6 Mrd. €; Bild- und Tonträger (bzw. deren digitales Äquivalent) sowie Möbel und Deko-Artikel rangieren zwar mit 2,9 bzw. 1,4 Mrd. € deutlich dahinter, verzeichnen in den letzten drei Jahren jedoch ein wesentlich höheres Wachstum.

Geld vom Finanzinvestor Ebenfalls im Trend sieht die OC&C-Studie die Zusammenarbeit der Verlage mit professionellen Finanzinvestoren. Ein gutes Bei-


f e atu r e

Freitag, 22. November 2013

medianet – 7

© Panthermedia.net/Bernd Kröger

feature@medianet.at

spiel dafür bietet die Hamburger Axel Springer AG: Gemeinsam mit dem Investor General Atlantic gründete man „Axel Springer Digital Classifieds“ mit einem Beteiligungsverhältnis von 70 zu 30. Experte von Buchwaldt: „Ziel der Partnerschaft mit General Atlantic ist, sowohl die Kapitalausstattung als auch das internationale M&AKnow-how zu stärken.“ Was die Möglichkeit schafft, über lokale Start-ups hinaus reife OnlineUnternehmen außerhalb des Heimatmarkts zu übernehmen. Die Akquisition der britischen Seite „Totaljobs“ für 132 Mio. € gemeinsam mit dem Erfolg von StepStone in elf europäischen Märkten hievte Springer in die Nummer-1-Position bei Online-Jobs in Europa. Womit wir beim dritten klar erkennbaren Trend wären: Internationalisierung. Deutschland mag aus österreichischer Sicht ein Riesenmarkt sein; gerade die digitale Geschäftsentwicklung findet aber selbst dort klare Schranken. Das liegt zum einen an der nach wie vor überschaubaren Bedeutung des Digitalgeschäfts im wirtschaftlichen Gesamtkontext. Dazu

Andreas von Buchwaldt: „Bei der Wahl der passenden Beteiligung spielt mittlerweile nicht mehr nur das prognostizierte Potenzial für Deutschland eine Rolle; wer wirklich erfolgreich sein will, versucht ein Format zu finden, das ohne große Anpassung auch ins Ausland getragen werden kann.“ Als Erfolgsmodell schlechthin gilt die Zusammenarbeit von Holtzbrinck und Rocket Internet, dem Inkubator der Gebrüder Samwer. Paradebeispiel der Partnerschaft ist das mittlerweile unübersehbare Modeportal Zalando, das die Paketdienste in mittlerweile zwölf europäischen Ländern ins Schwitzen bringt. Beim Möbel-ShoppingClub Westwing funktioniert das Modell mittlerweile so gut, dass das Angebot nur ein Jahr nach Gründung in 14 Märkten inklusive Brasilien etabliert werden konnte – was vom Kapitalmarkt Ende 2012 mit 60 Mio. € zusätzlichem Spielgeld belohnt wurde.

Unterschiedliche Strategien Fazit von OC&C-Autor von Buchwaldt.: „Unzweifelhaft ist, dass das

Thema Digital-Investitionen von großer Bedeutung für TV-Sender und Verlage ist und bleibt.“ Dabei würden sich unterschiedliche Strategien und Strukturen immer stärker herauskristallisieren. Es gilt: „Die eine richtige Strategie gibt es wie immer nicht – zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen und die unternehmerischen Visionen der Beteiligten.“ Inklusive jener Vision, wie es denn nun mit Print tatsächlich weitergeht. Schließlich kommen die eingangs zitierten Zahlen nicht von ungefähr. Erklären lassen sich diese vom Zukunftsinstitut mit einem Paradigmenwechsel: Während bislang alles gedruckt wurde, bestünde die Rechtfertigung des Print-Produkts in Zukunft nur mehr im Premium-Segment während „Billig-Print“ digital abgebildet wird. Breit aufgestellte Zeitschriften, aber auch die meisten Zeitungen, seien „Diffusionsprodukte“. Das heißt: „Weitergehende Zusammenhänge sind in diesem Kontext überflüssig, die Zerstreuungskomponente dagegen von großer Relevanz.“ Demgegenüber würde sich Premium

über „die vielen superspezifischen Nischen von Fach-, Fan- und Spezialangeboten“ definieren und dort „einen dezidiert designerischen Aspekt haben: hochwertige Typografie und Grafik, Seitenkompositionen, angenehme Haptik und den Luxus des fixierten Moments“, im heimischen Markt etwa belegt durch den unglaublichen Erfolg von Servus in Stadt und Land. Letzten Endes kommt das Zukunftsinstitut zum Schluss, dass die Evolution der Printmedien mit der Digitalisierung nicht zu Ende geht. Das wird vor allem dann nachvollziehbar, wenn man sich vom Bild der gedruckten Publikation als einzig relevantem Produkt eines Verlags trennt und Tablets & Co letztlich als eine weitere technische Entwicklung akzeptiert. Schließlich hat „Print in den vergangenen Jahrhunderten seinen Fokus immer auch durch technische Neuerungen verschoben“ – mit neuen Nutzungsformen, neuen Geschäftsmöglichkeiten und zusätzlichem Wachstum für jene Player, die damit umzugehen wissen.


th e opi n i on

8 – medianet

Mit einer interessanten Variante moderner Systemtheorie lässt Peter Turchin auf Bloomberg.com aufhorchen: „Blame Rich, Overeducated Elites as Our Society Frays ...“ Wurzel allen Übels sei zuallererst die disproportionale Entwicklung von Löhnen und Produktivität sowie die mangelnde ökonomische Balance zwischen dem reichsten Prozent der Bevölkerung und den restlichen 99. Allein dies könne die so komplexen wie fragilen westlichen Gesellschaften zum Kollabieren bringen. Wobei inmitten dieser Offensichtlichkeit ein Detail spannend sei: Nicht das eine Prozent und dessen Vermögenszuwachs ist das Problem, sondern dass in den letzten Jahren daraus zwei, drei, vier Prozent geworden sind. Die finanzielle Elite vermehrt sich – und damit nimmt auch die Anzahl jener zu, die politisch aktiv sind. Denn: Je reicher, desto größer das Interesse und das Selbstvertrauen, sich politisch einzubringen – und desto größer die Chance, sich damit auch durchzusetzen. Von den 1970er-Jahren bis 2011 hat sich in den USA die Zahl jener, die die Zulassungsprüfung für Rechtsanwälte

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Die Gesellschaft, wie wir sie kennen Wie der Untergang des Römischen Reichs mit dem Überhang an Jusstudenten in den USA zusammenhängt, und warum politisches Interesse Staaten destabilisiert. sabine bretschneider

absolvierten, verdreifacht. Viele von ihnen streben jedoch nicht den Anwaltsberuf an, sondern gehen, mit diesem Rüstzeug ausgestattet, in die Politik. Der Überhang an Mitgliedern einer Bildungselite, so das Fazit, führt zu internen Konflikten innerhalb der politischen Klassen und der Gesellschaft.

Als Vergleich führt der Autor die im Römischen Reich um das Jahr 200 überhandnehmende Verleihung des Bürgerrechts an, die letztendlich – so eine der Theorien – zur Vergrößerung der Eliten und zur Vervielfachung politischer Interessen führte und letztlich das Auseinanderbrechen Westroms ein-

leitete. Damit erklärt er auch den Ausbruch des amerikanischen Sezessionskriegs, als die Demokraten sich in eine Süd- und Nordfraktion geteilt hatten – oder die heutige Zerreißprobe innerhalb der Republikanischen Partei, die sich an der internen Opposition der Tea-Party aufreibt. Dies könne, folgert Turchin, in eine permanente Fragmentierung von Staat und Gesellschaft münden – oder in fruchtbare Reformen. 2020, prognostiziert er, könnte es so weit sein, dass die westliche Gesellschaft, wie wir sie kennen, wieder eine Transformation durchmacht. Wohin der Weg führt, sei unklar. Wer daraus jetzt schließt, dass Bildungsreformen den sozialen Zusammenhang gefährden, bedenkt jedoch nicht, dass es ohne die Revolution in Frankreich auch keine Aufklärung gegeben hätte ...

Gastkommentar Mythen und Fehleinschätzungen

Brain-Tuning Was wollen die Bürger an erster Stelle? Geistig fit sein, also schnell, schlau, konzentriert. Die Wünsche nach Wohlbefinden, Gesundheit und körperlicher Fitness kommen erst danach. So das Ergebnis einer Repräsentativstudie. Angesichts des hohen subjektiven Werts stellt sich die Frage: Warum begnügen sich die meisten Personen mit einem Niveau an geistiger Fitness, das weit unter ihren Möglichkeiten liegt, höchstens bei 70 Prozent? Es gibt zwei wichtige Gründe, nichts für den Kopf zu tun. Demotivierend ist der in der Bevölkerung tief verwurzelte Mythos, es sei ohnehin nutzlos. Mit Beginn der europäischen Intelligenzpsychologie vor etwa 110 Jahren verbreitete sich die Annahme, das Intelligenzniveau erreiche bei 15-Jährigen sei„Auch eine subjeknen Höchststand, falls nicht außergewöhnlich ungünstige Umweltverhältnisse herrschten; mit 25 Jahren beginne tive Fehleinschätzung dann unweigerlich die geistige Talfahrt. Viele Studien der letzten Jahre haben derartige Auffassungen gründlich verhindert, sich für das widerlegt. Selbst der IQ von Senioren kann in wenigen Wochen immens ansteigen. Ihre geistige Kapazität wächst eigene Oberstübchen sogar nach einem nichtoptimalen Training um 50 Prozent. Dabei sinkt das Demenzrisiko. Also, es lässt sich etwas zu engagieren. Die tun – von der Kindheit bis ins hohe Erwachsenenalter.

Die ARD macht sich in jede Hose, die man ihr hinhält. Und die Privaten senden das, was drin ist. w w w.zitate . at

© WKO

heute im business weekend

Informationsarbeiter Mensch

„Die neuen internationalen Vorschriften für alle Gefahrgüter bringen Erleichterungen entlang der gesamten Logistik­kette.“

„Die Beschäftigung mit behinderten Menschen hat einen sehr positiven Einfluss auf meinen Beruf und darauf, wie ich mit den verschiedenen Anforderungen und Herausforderungen umgehe.“ B r igit te Pannik , JV C , s . 7 2

© Siegfried Lehrl

© JVC International

Alex ander Klac s ka , WKO B u ndess parte Tr a n s por t u n d Verk ehr , s. 6 0

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM

Intelligent ist man nicht, man wird es …

zitat des ta ge s Dieter Hildebrandt, dt. Kabarettist, Schauspieler und Buchautor

Freitag, 22. November 2013

Mehrheit hält sich für

überdurchschnittlich Auch eine subjektive Fehleinschätzung verhindert, sich für das eigene Oberstübchen zu engagieren. Die Mehrheit intelligent.“ der Erwachsenen hält sich für überdurchschnittlich intelligent. Mit dieser sogenannten illusorischen Überlegenheit siegfried lehrl, Int. Gesellbestreitet sie typischerweise ihr in Qualität und Dauer unschaft für gehirntraining nötig begrenztes Leben. Diese Personen halten ihre schulischen, beruflichen Leistungen und Alltagskompetenz für relativ hoch, obwohl sie es objektiv nicht sind. Gleiches gilt für ihr Einkommen, ihre Lebensqualität, Gesundheit und Lebensdauer. Denn diese hängen in einer Informations- und Wissensgesellschaft hochgradig von deren Schlüsselgröße „Geistige Fitness“ ab. Trotzdem bemühen sich immer mehr Personen ernsthaft um die Förderung ihres Denkwerkzeugs. Mangels Kenntnissen, wie der Informationsverarbeiter Mensch tickt und was ihn schneller, schlauer, konzentrierter und obendrein gelassener macht, wählen sie oft ungeeignete Maßnahmen. Dazu gehören Beschäftigungen mit Kreuzworträtseln, Sudokus, Mensch-ärgere-dich-nicht, TV-Quiz-Sendungen, übliche Gedächtnistrainings und Ähnliches. Seit wir vor 32 Jahren das „Gehirnjogging“ aus der Taufe hoben, haben sich Erkenntnisse und Maßnahmen entwickelt, die an Effizienz vielleicht nicht mehr wesentlich überbietbar sind. Sie werden als „Brain-Tuning“ bezeichnet. Als zeit- und energiesparend hat sich erwiesen, die Grundgrößen der Informationsverarbeitung zu üben und das Organ Gehirn durch körperliche Maßnahmen zu unterstützen, besonders durch „gehirngerechtes“ Essen, Trinken, Sich-Bewegen und Schlafen. Die meisten wollen vor allem geistig fit sein – mit BrainTuning haben sie ein Programm, sich diesen Wunsch weitestgehend zu erfüllen, um mehr Früchte der Informations- und Wissensgesellschaft als bisher zu ernten.

Medieninhaber: „medianet“ Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at

Abo, Zustellungs- und Adress­änderungswünsche:

abo@medianet.at oder

tel. 01/919 20-2100 medianet prime news (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Chef vom Dienst: Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/Medien) Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Daniela Prugger (dp – DW 2228) medianet specials (specials@medianet.at) Redaktionelle Leitung: Britta Biron (bb – 2226) medianet financenet, real:estate & advisory (financenet@medianet.at) Chefredakteur: Gerald Stefan (gst) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Chris Haderer (hc) medianet destination (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) medianet careernetwork (careernet@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Lektorat: ­ Christoph Strolz Grafik/­Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­Jonke Anzeigen­produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell­ service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­ center-wien@redmail.at“ Erscheinungs­weise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr) Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr); 229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­ zeitraums bei 6-wöchi­ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­ gemeinen Geschäfts­ bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 MedienG: http://www.medianet.at/footermenu/ mediadaten-impressum/

Siegfried Lehrl, Präsident der internationalen Gesellschaft für Gehirntraining e.V. (GfG); www.gfg-online.de Die abgedruckten Gastkommentare geben ­ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

inside your business. today.

freitag, 22. November 2013 – 9

© News Verlag

Kritik

Gewerkschaft kritisiert Infopolitik rund um kolportierte Einsparungen bei News Seite 12

© ORF/T. Ramstorfer

marketing & media Initiative

PR-Gala

ORF und NGOs kooperieren im Rahmen einer gemeinsamen Umweltinitiative Seite 13

Staatspreisträger und beste Kommunikatoren  Seite 14 © medianet/Szene1/M. Buchwald

Wie ein Quereinsteiger auszog, die Gastronomie zu verändern

www.mhoch3.at

© Christoph Sommerer

short

© textwerk

Silke Übele, Director Analytics & Insight bei MEC, meinte anlässlich einer gemeinsam mit Goldbach durchgeführten Studie zur Multiscreen-Nutzung: „Einmal mehr gilt: Content ist King; Aufmerksamkeit kriegt, wer das Involvement der Rezipienten hochhält.“ Seite 12

ANZEIGE

© Werner Krug

Eva Mandl, gemeinsam mit dem Journalisten Peter Suwandschieff Gründerin der Agentur textwerk, feiert das einjährige Bestehen des Unternehmens. Das Angebot der Spezialagentur für kleine Unternehmen reicht von Pressearbeit bis zu Online-PR-Videos. Seite 12

Verdammt, das muss es doch auch in besser geben: Jürgen Pichler ist Querdenker und Polarisierer aus Leidenschaft. Der Herausgeber des wahrscheinlich ­besten Gastronomiefachmagazins im etwas anderen Porträt.  Seite 11

Thomas Glänzer, CEO von pMediaNetwork, erläutert die Vorzüge einer eigens entwickelten Software, die zeigt, wie Werbedruck und Online-Nutzung korrelieren. Das Tool zeigt Werbern und Planern somit, welchen Return on Investment TV-Werbung bringt. Seite 13

© DM&B

medianet tv heute

Demner, Merlicek & Bergmann lassen für die Volksbank erneut die Superadler fliegen.

Skills holt Staatspreis PR

Projekt „Journalismus & Demokratie“, initiiert von der Skills Group, holt sich heurigen Staatspreis PR. Wien. Die PR-Agentur The Skills Group sicherte sich mit dem Projekt „Journalismus & Demokratie“ den heurigen Staatspreis PR. Realisiert wurde das Projekt auf Initiative der Skills und in Kooperation mit dem Österreichischen Bundespressedienst und dem Presseclub Concordia. Die Initaitive setzte sich für eine enge Zusammenarbeit zwischen ägyptischen und österreichischen Journalisten ein. Das Ziel: nachhaltige demokratiepolitische Impulse für die arabische Welt setzen. Dies würdige auch die Expertenjury in ihrer Begründung. Neben dem Staatspreis PR 2013 wurden die besten Public Relations-Projekte in fünf Kategorien

gekürt, dabei gewann die PR-Agentur Ketchum Publico gleich zwei Mal. Auch die Skills holten einen Kategorienpreis. PRVA-Präsidentin Ingrid Vogl unterstrich in ihrer Rede die Bedeutung der Online-Kommunikation als selbstverständlichen Bestandteil der täglichen PRArbeit. Die digitale und soziale Medienrevolution biete „noch nie dagewesen Möglichkeiten, denn mit ihrer Betonung auf Transparenz, Authentizität, Glaubwürdigkeit und Dialog sind alle traditionelle PR-Stärken gefragt“. Alle Sieger und Preisträger der diesjährigen PR-Gala finden Sie auf Seite 10.

© PRVA/Nadine Bargad

© pMediaNetwork

PR-Gala Johanna Rachinger, Generaldirektorin Österreichische Nationalbibliothek, ist Kommunikatorin des Jahres

Sektionschef Michael Losch (BMWFJ), Mohamed-Ali Ibrahim („Skills Center Arab World“), Jürgen Gangoly (The Skills Group), Ingrid Vogl (PRVA-Präsidentin).


c ov e r stor y

10 – medianet

Freitag, 22. November 2013

Public Relations Gesellschaftspolitisches Projekt, initiiert von The Skills Group, als großer Sieger der heurigen PRVA-Gala

„Journalismus & Demokratie“ bringt Skills den Staatspreis PR Kommunikatorin des Jahres ist Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Nationalbibliothek; Sonderpreis für Transparenzgesetz.at Wien. Der heurige Staatspreis PR geht an das Projekt „Journalismus & Demokratie“, realisiert von der Kommunikationsagentur The Skills Group in Kooperation mit dem Österreichischen Bundespressedienst und dem Presseclub Concordia.

durch die auf die jeweilige Dialoggruppe ausgerichtete Balance von analogen und digitalen Maßnahmen sowie einem stimmigen, überzeugenden und ehrlichen Auftritt nach innen und außen zeigt sich letztlich die nachhaltige Wertschöpfung durch Kommunikation. Wenn hinter aktuell gehypten Begrifflichkeiten wie Content Marke-

„Erst durch die auf die „...und ehrlichen

ausgerichtete Balance

Auftritt nach innen und

von analogen und digi-

außen, zeigt sich letzt-

talen Maßnahmen so-

lich die nachhaltige

wie einem stimmigen,

Wertschöpfung durch

überzeugenden...“ Ingrid VOgl ...

© PRVA/Nadine Bargad

jeweilige Dialoggruppe

Kommunikation.“ ... prva-präsidentin

Sämtliche Kategoriensieger und PR-Staatspreisträger bei der feierlichen Gala im Studio 44 der Österreichischen Lottterien.

Neben dem Staatspreis wurden fünf Kategoriensieger, ein Sonderpreis sowie die Kommunikatorin des Jahres bei der 18. PR-Gala des Public Relations Verbands Austria PRVA im Studio 44 der Österreichischen Lotterien in Wien geehrt. Das Siegerprojekt „Journalismus & Demokratie“ ist eine Initiative zur engen Zusammenarbeit zwischen ägyptischen und österreichischen Journalisten mit dem Ziel, nachhaltige demokratiepolitische Impulse für die arabische Welt zu setzen. Es bestach laut ExpertenJury durch eine „klar durchdachte Strategie, drei Umsetzungsphasen und ein hochgestecktes, demokratiepolitisch relevantes Ziel. Beispielgebend ist diese international umgesetzte Initiative sowohl durch

tipp des tages

die professionelle Kommunikationsleistung als auch durch die gesellschaftspolitische Relevanz.“ Eingereicht wurde das Projekt in der Kategorie PR-Spezialdisziplinen, welche man sich auch sicherte. Die weiteren Kategoriensieger: Corporate PR gewann „Flower Power – Pflanzenliebe statt Pestizide“ von bellaflora Gartencenter und senft & partner, die Kategorie Interne PR „Bankville – Erlebnis Zukunft“ von der UniCredit Bank Austria und Media Consult.

Österreich und Wirtschaftskammer Niederösterreich, Landesinnung der Lebensmittelgewerbe, Berufszweig der Fleischer, Bundesverband der Fleischer Österreichs, und Ketchum Publico als Sieger hervor. Logitech UE – Launch der Audio-Sub-Brand von Logitech und Ketchum Publico punktete in der Kategorie Produkt & Service PR. Den Sonderpreis der StaatspreisJury sicherte sich das Projekt „Transparenzgesetz.at – eine Onlinekampagne ändert die Verfassung“, initiiert und realisiert vom Forum Informationsfreiheit (FOI) und dem Kommunikationsexperten Josef Barth. Als Kommunikatorin des Jahres ging die Generaldirektorin der Ös-

Ketchum doppelt erfolgreich In der Kategorie Online & Social Media PR ging „Der WurstsemmelShitstorm: David gegen Goliath im Web 2.0“ der Wirtschaftskammer

ting, Storytelling, Gamification, etc. nachvollziehbare Tatsachen und reale Nützlichkeiten fehlen, sind sie von geringem Wert“, so Vogl.  (hof)

terreichischen Nationalbibliothek, Johanna Rachinger, hervor. Laut Jury schaffte sie es, die altehrwürdige Institution als Ort der Kommunikation und des Austauschs zu positionieren und visionäre Projekte wie „Austrian Books Online“ überzeugend und professionell zu kommunizieren. PRVA-Präsidentin Ingrid Vogl unterstrich die Bedeutung der Online-Kommunikation, die selbstverständlicher Bestandteil moderner PR-Arbeit geworden ist. „Die digitale und soziale Medienrevolution bietet für die PR-Branche noch nie dagewesene Möglichkeiten, denn mit ihrer Betonung auf Transparenz, Authentizität, Glaubwürdigkeit und Dialog sind alles traditionelle PR-Stärken gefragt. Erst

preisträger Staatspreis PR & PR-Spezialdisziplinen Journalismus & Demokratie; Skills Group, Österreichischer Bundespressedienst, Presseclub Concordia Corporate PR Flower Power – Pflanzenliebe statt Pestizide; bellaflora Gartencenter, senft & partner Interne PR Bankville – Erlebnis Zukunft; UniCredit Bank Austria, Media Consult Online & Social Media PR Der Wurstsemmel-Shitstorm: David gegen Goliath im Web 2.0, WKO, WKNÖ, Ketchum Publico Produkt- & Service PR Logitech UE – Launch der Audio-Sub-Brand von Logitech; Logitech, Ketchum Publico

Radio Über eine Million Kommentare zu einem Posting

Zusammenarbeit straberger conversations als Partner

Wien. Das Social Media-Experiment „das 10.000 Euro FacebookPosting“, realisiert vom Privatradiosender KroneHit, konnte über eine Mio. Kommentare auf Facebook verzeichnen. User der Social-Network-Plattform sollten das Posting des Radiosenders kommentieren und hatten somit die Chance, 10.000 € zu gewinnen. Die Voraussetzung dafür war jedoch, dass der Kommentar des Nutzers länger als drei Minuten unkommentiert bleibt. Das heißt, dass zwischen zwei Kommentaren eine Mindestdauer von vier Minuten liegen sollte. Durchschnittlich wurde rund um die Uhr 100 Mal pro Minute auf der KroneHit-Facebook-Seite kommentiert. Insgesamt wurden 1.347.235 Kommentare bis zur Deadline verzeichnet. Da kein User es geschafft hat, dass sein Kommentar über die vorgegebene Zeitspanne alleinstehend bleibt, hat KroneHit einen Gewinner per Zufall ausgewählt. Dieser User musste sich jedoch, nach der Bekanntgabe seines Namens, on-air, binnen zwei Stunden bei dem Radiosender melden,

Wien. Die Firma straberger conversations unterstützt das Team der American Chamber of Commerce (AmCham) rund um Executive Director Daniela Homann bei der Mitgliedergenerierung. Bereits im Sommer 2013 konnte sich straberger conversations als Partner durchsetzen. „Im ersten Schritt geht es natürlich vorrangig um die Mitglieder-Akquise – aber wir möchten im Laufe des nächsten Jahres auch weitere Vorschläge von straberger conversations umsetzen, die in Richtung Community-Building und Servicierung unserer bestehenden Mitglieder gehen“, so Homann. Die Maßnahmen der straberger conversations setzten bei der Kundenakquise auf das Zusammenspiel von online- und offline-Kanälen. „Durch den Versand eines Mailings mit personalisierten URLs und QR-Codes an das 1st und 2nd Level Management ausgewählter internationaler Firmen mit US-Bezug möchten wir auf die AmCham aufmerksam machen“, so Michael Straberger, Geschäftsführer von straberger conversations. Die Empfänger des Mailings werden auf

Anita Ableidinger und Meinrad Knapp, baten zum Social Media-Experiment.

eine vorgeschlagene Seite geleitet, nachdem sie ihre persönliche URL eingegeben haben. Auf dieser Seite speisen sie einen Code ein, bevor sie die AmCham Business Lounge erreichen. Potenzielle Mitglieder werden über AmCham informiert und können sich anschließend unverbindlich als Test-Mitglieder registrieren. Die personalisierten Mailings werden Ende November verschickt.

© straberger conversations/Nadine Bargad

Vater Unser „Wenn Töchter zur Mutter des eigenen Vaters werden, kommt es zu Situationen, die von tragisch bis komisch reichen.“ Mit diesen Worten umschreibt Lydia Baumann die Tragikkomik ihres Lebens, als ihr Vater Karl seinen Rentnertraum auf Mallorca aufgrund seiner finanziellen Notlage aufgeben musste. Währenddessen ist Lara Beer mit einem Vater konfrontiert, der nach dem Tod seiner Frau nur knapp eine Überdosis Medikamente überlebte. Die Autorinnen erzählen aus ihrem Leben, manchmal ungemein komisch, unfassbar tragisch, aber immer menschlich. 15,50 € , C. Bertelsmann Verlag, ISBN: 978-3-570-10163-6.

um den Preis von 10.000 € zu gewinnen. Sarah Brandstetter, eine 19jährige Studentin an der FH Graz, hatte das Glück aus den unzähligen Teilnehmern auserwählt zu werden. „Einfach genial! Ein super Experiment! Danke KroneHit. Die 10.000 Euro kann ich sehr gut gebrauchen. Jetzt kann ich meinem Freund endlich auch mal was Gutes tun! Der nächste Urlaub wird sofort gebucht“, so die Gewinnern.

© Kronehit

© Verlagsgruppe Random House

Das KroneHit-Facebook-Experiment Netz von AmCham wird erweitert

Michael Straberger setzt auf online- und offline-Kanäle bei Kundenakquise.


ROLLING PIN: Vom Underdog zum Platzhirsch. Aber das Ganze mit Stil und Stinkefinger.

Sei anders. Und zieh’ das durch! Die Geschichte von Jürgen Pichler, CEO eines kleinen Gastro-Verlages aus dem kleinen Graz, der auszog, um die gesamte Gastronomie in Österreich, Deutschland und der Schweiz daran zu erinnern, was sie können: richtig geil kochen.

E

WIR KÖNNEN AUCH ONLINE Unser Onlineportal rollingpin.eu hat noch Osteuropa-Charme. Dennoch: Wie sind mit 100.347 Unique Usern, 1.414.791 Page Impressions und einer Usertime von 6 Minuten und 5 Sekunden im Oktober 2013 das größte ÖWAgeprüfte Gastronomie-Onlineportal Österreichs. Wir haben darüber hinaus auch über 50.000 Newsletter-Empfänger und über 39.000 Facebook-Fans mit einer außergewöhnlich hohen Interaktion. Und im 1. Quartal 2014 wird das Portal von Ost-End zu High-End gepimpt: Dann gehen die Posts ab. UND WIR KÖNNEN FEIERN Vor neun Jahren wechselten wir von 2-D zu 3-D. Das Magazin erlebbar zu machen, war das Ziel. Mit dem JUNGE WILDE-Award fing es an und heute haben wir eine Eventabteilung, die nicht nur die JUNGEN WILDEN, den trendigsten Koch-Award Europas (jungewilde. eu), sondern auch den Branchen-Award LEADERS OF THE YEAR (leadersoftheyear.com), den härtesten, aber fairsten Award der gehobenen Gastronomie und Hotellerie, organisiert. Unsere KARRIERELOUNGE ist die größte Jobmesse für die Gastronomie & Hotellerie Österreichs. 2014 organisieren wir ein großes Foodsymposium, sowie den ROLLING PIN Campus … Fazit: Wenn die Gastronomie und Hotellerie Ihre Zielgruppe ist, sind wir Ihr richtiger Partner. Wir – die Leute auf dieser Seite – machen Sie und Ihre Produkte bekannter und vor allem erlebbar: ichwill@rollingpin.eu

A B

1

2

3

4

5

6

C D

ROLLING PIN ist mittlerweile breit aufgestellt. Neben 16 ROLLING PIN-Ausgaben pro Jahr (A), einem Genuss- und Reisemagazin, Kochbüchern und CorporatePublishing-Produkten organisiert der Verlag mit den LEADERS OF THE YEAR (B) einen der größten Branchenawards sowie mit den JUNGEN WILDEN (D) den trendigsten Koch-Awards Europas und ab 2014 auch ein internationales Foodsymposium (C).

7

8

9 10

11 12

13 14

15 16

17 18

19 20

21 22

23 24

25 26

27 28

29 30

1 Jürgen Pichler 2 Silvana Zettinig 3 Katharina Wolschner 4 Simon Alber 5 Jasmin Hadji 6 Isabella Motl 7 Angelika Auer 8 Edith Berner 9 Vanessa Wolf 10 Manuela Gspurning 11 Lisa-Marie Diestler 12 Stefanie Jost 13 Katja Stopper 14 Melanie Lüers 15 Stephanie Fuchs 16 Georg Hoffelner 17 Nina Wessely 18 Ines Siegl 19 Natalie Pötscher 20 Julia Wiesbauer 21 Michaela Mayerhofer 22 Werner Nöst 23 Ulla Müller 24 Philipp Wagner 25 Nina Markart 26 Lisa Rabl 27 Wolfgang Hummer 28 Matthias Pichler 29 Josephine Schwandt 30 Victor Paul 31 Angelika Pichler 32 Buddy

31 32

ANZEIGE

ntweder man liebt ROLLING PIN, oder man hasst ihn. Das finden wir richtig klasse. Denn in Mittelmäßigkeit untergehen, ist nicht so unser Ding. Und weil wir alle vor Leidenschaft brennen, entzünden wir den Funken bei unseren Kunden und Lesern jedes Jahr aufs Neue und wachsen im zweistelligen Bereich. So wurden wir durch unsere schrägen Einfälle und innovativen Geistesblitze zu einem der größten und erfolgreichsten Gastronomieverlage Europas. Mal ganz lässig die Fakten aus dem Ärmel geschüttelt: Wir produzieren 16 mal pro Jahr – für Nicht-Mathematiker alle 3 Wochen – unser Gastronomiefachmagazin ROLLING PIN. Das Fundament: der Stellenmarkt. Wir haben in jeder Ausgabe Hunderte Jobs in der nationalen und internationalen Gastronomie und Hotellerie, über uns suchen die besten Hotels, Restaurants und Kreuzfahrtschiffe. Das zum einen. Zum anderen hat unsere letzte Leserumfrage ergeben: 85% unserer Leser sind Entscheidungsträger. 61% unserer Leser beschäftigen sich pro Ausgabe 1,5 bis 3 Stunden mit ROLLING PIN. Wer das nicht glaubt, der kann sich die gerne schicken lassen. Wahnsinn, oder? Aber können 64.713 Leser unserer IVW und ÖWK geprüften, verbreiteten Auflage von 24.718 Stück falsch liegen? Nein. Dass die uns so gerne haben, liegt vermutlich daran, dass die Redaktion immer am Puls der Zeit ist und ihre eigene Meinung hat. Die ist im Übrigen nicht gekauft. Nie. Außer es steht Werbung auf der Seite … Wir kokettieren damit, dass wir das wahrscheinlich beste Gastronomiemagazin machen. Viele sagen immer, dass wir schon das beste sind. Danke. Finden wir hammer. Wenn Sie, ja Sie, die das gerade lesen, das wahrscheinlich beste Gastronomiefachmagazin mal lesen möchten, senden Sie uns einfach eine E-Mail an ichwill@ollingpin.eu. Wir senden Ihnen das gerne zu. Außerdem sehen wir dann, ob das Geld hier gut angelegt war.


m a r k e ti n g & m e d i en

12 – medianet

Freitag, 22. November 2013

Online & Co Goldbach und MEC präsentieren eine aktuelle Studie zur Nutzung von Multiscreen in Österreich

short

Die Parallelnutzung von Online und TV wächst

Austrian Standards mit neuem Webauftritt

Multiscreenstorytelling gewinnt in der diversifizierten Medienwelt immer mehr an Bedeutung. Mathieu Völker

© Austrian Standards

Wien. Anlässlich des GoldbachRoundtables unter dem Motto „Bitte um Aufmerksamkeit: Multiscreenstorytelling“ präsentierte der Vermarkter Goldbach und die Medienagentur MEC die Ergebnisse ihrer aktuellen Studie zur Nutzung von Multiscreen. Durchgeführt wurde die Untersuchung im vergangenen Oktober unter österreichischen Online-Nutzern. In Zukunft werde es zu einer verstärkten Parallelnutzung von

Die drei Webseiten des Austrian Standards wurden auf eine reduziert.

Wien. Die cellent AG, ein ITBeratungs- und Serviceunternehmen, hat den Web-Relaunch des Austrian Standards realisiert. Die AG war für die Konzeption und Implementierung der neuen Seite www. austrain.standards.at verantwortlich. „Unser innovativer, mehrsprachiger Webauftritt ist als vollintegrierte Informations-, Verkaufs- und OnlineNutzerplattform konzipiert“, so Rüdiger Wanzenböck, Marketing Director von Austrian Standards. Die drei getrennten Websites wurden durch eine Haupt-Homepage ersetzt. Der Twitter-Kanal wurde mit dem Websitenbereich „Aktuelles“ gekoppelt. Die cellent AG hat dazu das „TYPO3-Plugin“ entwickelt, der das Einspeisen des Twitterfeeds in die Website ermöglicht.

Content is King. Aufmerksamkeit kriegt, wer das Involvement der Rezipienten

Die Diskutanden des Round Table: M. Berlini, G. Krayl, W. van Deuverden, C. Sporer-Goshtai, S. Übele, R. Divos, M. Hantschel.

hochhält.“

entwickelt sich dadurch weg von einem reinen Lean-Back-Medium und erfüllt heute mehrere Funktionen: vom Begleitmedium über die Hintergrundberieselung bis hin zu einem Lean-Forward-Medium bei geeignetem Content oder einem Auslöser für Internetnutzung.

silke übele, MEC

Online und TV kommen. Multiscreen-Strategien scheinen daher groß im Kommen zu sein. Im Schnitt werden in Österreich 3,7 Geräte für durchschnittlich rund 12 Stunden täglich genutzt: 79% gaben an, einen Laptop zu nutzen, 78% ein Smartphone, 76% ein Standard-TV-Gerät und 24% einen Smart-TV. Diese Ergebnisse lassen auf eine intensive Parallelnutzung von TV und Online schließen. Dabei wird das Smartphone mit 81% am häufigsten eingesetzt, gefolgt vom Tablet mit 78%. Das Fernsehen

Gewerkschaft: Kritik an „News“-Infopolitik

TV-Prime bleibt TV-Prime Was allerdings die Einbeziehung von Social Media in TV betrifft, hat Österreich noch Nachholbedarf. Die beliebteste Parallelhandlung zum Fernsehen ist nach der E-Mail-Kommunikation die Suche nach Produktinformationen. 57% recherchieren nach im TV gesehenen Produkten online. Umgekehrt sind 49,7% im Internet bereits auf eine Fernsehsendung

als Werbeträgerselektion, schafft multiple Kontakte im MultiscreenSetting. Die Aktivierung von Nutzern ist ein Erfolgsfaktor im Kampf um Aufmerksamkeit, denn: Multiscreener sind zur Aktivierung bereit und nutzen TV gern als Tor zur Online-Welt.“

aufmerksam geworden. Die intensivste Parallelnutzung findet am Vorabend statt. Der Hauptabend gehört aber immer noch dem TV, das Internet wird hier oft nur begleitend genutzt. Silke Übele, Director Analytics & Insight bei MEC, fasst die Implikationen der Studie zusammen: „Die Multiscreen-Studie betont nicht nur die Notwendigkeit von ‚Multiscreen-Planning‘, sondern gibt auch Hinweise darauf wie erfolgreiche ‚Multi-Device‘-Werbestrategien gestaltet sein müssen. Einmal mehr gilt: Content is King. Aufmerksamkeit bekommt, wer das Involvement der Rezipienten hochhält. Das gilt für TV- und Online-Content-Anbieter ebenso wie für Werbetreibende. Gezielte Touchpoint-Planung, die mehr ist

Islands Strategie Im Anschluss an die Studienpräsentation referierte der Medienberater Wolfgang van Deuverden über die aufsehenerregende Transmedia-Multiscreen-Kampagne Islands, das sich nach den finanziellen Turbulenzen von 2008 als eine unvergleichliche Tourismusdestination präsentieren wollte und so ein weltweites Echo fand.

GmbH Lehrlingsausbildung

© News Verlag

Spezialisierung Eine Spezialagentur für Start-ups und kleinere Unternehmen

Fahnengärtner erhält Preis

Die textwerk GmbH wird eins

Beim Magazin News drohen harte Einschnitte und Kündigungen.

Wien. Am 1. November 2012 haben die Geschäftsführerin der PR-Agentur Himmelhoch PR, Eva Mandl, und der Journalist Peter Suwandschieff die textwerk GmbH ins Leben gerufen. Jetzt können die beiden eine erste Bilanz ihres einjährigen Betriebs ziehen. „Die Tatsache, dass textwerk professionelle PR ohne langfristige Bindung und somit auch ohne zusätzliche Fixkosten bietet, kommt

allgemein sehr gut an“, so Mandl und Suwandschieff. Das Angebot der Spezialagentur für Start-ups und kleine Unternehmen reicht von Pressearbeit bis hin zu Online-PR-Videos. Diese textwerk-Dienste können einmalig bzw. als Stand-alone-Maßnahmen in Anspruch genommen werden. „Unsere Kunden müssen keine langfristige Komplettbetreuung buchen, die sie gar nicht benöti-

gen; sie beauftragen textwerk für die Dauer der jeweiligen PR-Aktion. Vor allem für Unternehmen mit kleinen Kommunikationsbudgets ist das textwerk-Angebot die optimale Lösung. So ist eine solide und effektive Pressearbeit für jedes Unternehmen leistbar“, so Suwandschieff.

Salzburg. Die Fahnengärtner GmbH wurde aus über 700 Industriebetrieben zum „Besten Lehrbetrieb in Salzburg“ ausgewählt. Firmenchef Gerald Heerdegen hat die Auszeichnung von der Wirtschaftskammer Salzburg entgegengenommen. „Schön, dass unser Weg der Nachhaltigkeit gewürdigt und auch von außen geschätzt und anerkannt wird“, so Heerdegen.

PR ohne Bindung „Den daraus resultierenden Kostenvorteil geben wir gern direkt an unsere Kunden weiter“, sagt PR-Fachfrau Mandl. Mandl und Suwandschieff halten je 50% der Anteile der PR-Agentur.

Journalist Peter Suwandschieff und PR-Fachfrau Eva Mandl, die textwerk-Gründer.

Zu seinen Kunden zählt textwerk GmbH Betriebe wie Graphic Recording Company, h.wiesinger + unternehmensberatung, Kürbisart, Neue Schauspielschule, Goldkehlchen Cider, Ylva oder DMVÖ. Des Weiteren finden sich auf der Kundenliste auch große Unternehmen wie die Advertising Limited, die Verkehrsbüro Group, die Österreichische Post oder OMNES.

© Franz Neumayr

textwerk gmbh

© textwerk

Wien. Die kolportierten Sparpläne beim Wochenmagazin News beschäftigen nun auch die Journalistengewerkschaft. Dass Betriebsräte und Mitarbeiter „zu spät und ausschließlich mündlich“ bzw. aus Medien erfuhren, „dass offenbar über massive Kündigungen und tiefgreifende organisatorische Änderungen nachgedacht wird, ist vollkommen inakzeptabel“, so Gewerkschaftschef Franz C. Bauer in einer Aussendung. Die Vorgangsweise der Verlagsgruppe News (VGN) bezeichnete Bauer als „Affront gegenüber dem österreichischen Arbeits- und Sozialrecht“ und kritisierte weiters die „desaströse Informationspolitik“ des Medienunternehmens. Die Journalistengewerkschaft werde alle rechtlichen Schritte unterstützten, die notwendig sind, um die Verlagsleitung zur Einhaltung ihrer Informationspflicht und Beiziehung des Betriebsrats zu bewegen. (APA)

© Christoph Sommerer

„Einmal mehr gilt:

Johann Bachleitner & Bettina Lorentschitsch freuen sich über die Ehrung.


M a r k e ti n g/ Soc i a l M e d i a

Freitag, 22. November 2013

medianet – 13

TV-Tracking-Tool In Österreich entwickelte Software zeigt, wie Werbedruck und Online-Nutzung korrelieren

short

Sichtbare Werbewirkung

ORF und NGOs setzen sich für die Umwelt ein

Andreas Glänzer, CEO von pMediaNetwork, erläutert die Vorzüge der innovativen Technologie.

Übergreifende Plattform adverity+ ist als übergreifende Plattform zu verstehen, die alle Daten, welche in unterschiedlichen Kanälen (Display, Search, Mobile, TV, etc.) entstanden sind, bündelt sowie darstellbar und analysierbar macht. Dies ermöglicht, die Wechselwirkungen zwischen allen Kanälen und Medien zu erkennen. Das Phänomen „Second Screen“, also das fernsehbegleitende Nutzen von Notebooks, Smartphones, Tablets oder auch Standcomputer, ist das Schlagwort der Stunde. Die Messbarkeit dieses sogenannten Second Screen Reach (SSR) stellt eine große Herausforderung für

„Das TV-Tracking-Modul

„... und anhand einer

unserer Plattform adve-

Vielzahl von statistischen

rity+ hilft Werbeverantwortlichen, den Erfolg

für zukünftige Schal-

ihrer TV-Kampagnen auszuwerten ...“ thomas glänzer ...

ORF und NGOs wollen Umweltbewusstsein bei Rezipienten bilden.

Daten die Entscheidung

Wien. Der ORF und österreichische Umwelt- und Naturschutzorganisationen (NGOs) haben eine Umweltinitiative ins Leben gerufen: In der Woche vor dem Weltumwelttag am 5. Juni sollen sämtliche Medien des ORF den Themenschwerpunkt auf Umweltschutz setzen. In dieser Woche möchte der Sender Themen wie Wasser, Luft und Artenvielfalt fokussieren und darüber informieren. Auch die NGOs fokussieren die Berichterstattung ihrer Kommunikationskanäle auf diesen Themenschwerpunkt. Es soll dazu, neben der Sozial- und Katastrophenhilfe, eine dritte Spendensäule eingeführt werden, die Natur- und Umweltschutzprojekte in Österreich unterstützt. „Wir feiern die Geburtsstunde einer weltweit einzigartigen Initiative“, so Alexander Wrabetz, Generaldirektor des ORF. Das Thema „Umweltschutz“ soll in Zukunft jährlich einen Platz im ORFProgramm bekommen.  (APA)

tungen zu erleichtern.“ © pMediaNetwork

Wien. Seit 2012 bietet die pMediaNetwork ihren Kunden eine selbst entwickelte Technologie zum detaillierten Messen und Analysieren von integrierten und performanceorientierten Online- und Mobile-Marketing-Kampagnen. „Das TV-Tracking-Modul unserer Plattform adverity+ hilft Werbeverantwortlichen, den Erfolg ihrer TV-Kampagnen auszuwerten und anhand einer Vielzahl von statistischen Daten die Entscheidung für zukünftige Schaltungen zu erleichtern. In letzter Instanz soll die Effizienz der Werbung gesteigert werden“ so Andreas Glänzer, CEO von pMediaNetwork.

© ORF/Thomas Ramstorfer

barbara katschnig

... CEO pMediaNetwork

liefert wurde, tracken wir in einem individuell statistisch ermittelten Zeitfenster von ca. 7 bis 10 Minuten, was danach mit dem Traffic passiert.“ So kann beispielsweise festgestellt werden, welche Sender, Formate, Genres und Spotlängen besser performen. Und das nicht nur auf Traffic- oder Abschlussziele bezogen, sondern auch darauf, wie stark ein Nutzer mit der Website interagiert.

die Marketeers dar. Wie können die Effekte von TV-Werbung auf die Besuchs- und Abschlusszahlen z.B. von Online-Shops gemessen werden? „adverity+ kann aber noch mehr: Es zeigt, wie Werbedruck und Onlinenutzung korrelieren. Wir können die Online-Effekte von GRP-basierter Mediaplanung zeigen. Agenturen und Marketer bekommen damit ein perfektes Instrument, um zu kontrollieren, wie exakt sie die relevante Zielgruppe mit ihrer TV-Belegung erreichen“, ergänzt Glänzer, der als einer der innovativsten Online-MarketingExperten Österreichs gilt und einst für Google tätig war. „Wir schauen uns an, welche Auswirkung ein TV-Spot Online oder am mobilen Endgerät hat. Kurz nachdem der TV-Spot ausge-

Vom Spot auf die Website Folgende Fragen sollen am Ende des Tages mithilfe des TVTracking-Moduls von adverity+ beantwortet sein: Wie viele User kommen nach dem TV-Spot auf die Website des beworbenen

Produkts? Wie lange verweilen sie? Wie interagieren sie mit der Website? Handelt es sich dabei vielleicht schon um Bestandskunden oder doch um Neukunden? Interagieren sie mit einem in der Werbung angeteaserten Gewinnspiel? Die Stationen der „Customer Journey“ sowie Engagement-Raten werden im Analysetool ausführlich abgebildet. „International sind es vor allem E-Commerce-Unternehmen, die diese in Österreich entwickelte Software einsetzen – sie eignet sich aber auch hervorragend für Kunden, die neue Produkte am Markt platzieren oder erste Erfahrungen im TV-Bereich sammeln“, weist Andreas Glänzer auf die breite Einsatzmöglichkeit von adverity+ hin.  http://pmedianetwork.com

Gastkommentar Instagram als „Fan-Guckloch“. So gewähren Unternehmen sympathische, spannende, aber auch informative Eindrücke

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte An dieser Volksweisheit hat sich auch in der Welt des Online-Marketing nichts geändert.

Einbindung in Social Media Der Großteil der InstagramUser umfasst ein junges Publikum. Das Foto-Sharing-Netzwerk ist aber auch für all jene zugänglich,

Content ist King Bezüglich Text gilt bei Instagram das Motto ‚Weniger ist mehr‘. Halten Sie sich kurz und achten Sie dabei auf die richtige Wahl von Keywords in Form von Hashtags, damit die Beiträge und somit das Unternehmen auffindbar sind. Auf Instagram soll keine klassische Werbebotschaft vermittelt werden. Das Unternehmen soll ein Gesicht erhalten und sich authentisch positionieren und inszenieren: durch Bilder von Mitarbeitern, Impressionen aus dem Arbeitsalltag oder

Was bringt die Zukunft? Zusätzlich wird ständig an neuen Tools wie zum Beispiel „Eventstagram“ und vielen mehr getüftelt, die immer mehr Interaktion ermöglichen sollen. Unser Rat: Profitieren Sie von dem starken Wachstum und seien Sie am Puls der Zeit! Treten Sie in Kontakt mit Ihren Fans. Fakt ist: Über 50 Prozent der weltweit führenden Marken sind bereits ver­ treten. Bei Fragen zu Umsetzung und Strategie stehen wir Ihnen gern zur Seite.

Kontakt via Instagram: Kundenbindungen stärken und neue Fans gewinnen.

Fotostrecken von Events, Messen, Jubiläen oder Preisverleihungen. Man kann Instagram als ein „Guckloch“ für Fans ins Unternehmen sehen, das durch sympathische, spannende, aber auch informative Bilder Einblicke gewährt und so automatisch Werbeeffekte erzielt.

Seien Sie interaktiv! Zeigen Sie Interesse an Ihren Fans! Fotos liken, kommentieren und besonders treuen Fans zu folgen, bringt einerseits Präsenz im Netz und wird mit Treue und mehr Interaktion belohnt: Wem soll man

da(her) noch folgen? Meine Antwort: Nutzern, die sich mit Themen beschäftigen, die zu Ihrem Unternehmen passen; die viele Follower haben und somit über eine große Reichweite verfügen. Fordern Sie Ihre Fans auf, Content zu generieren, zum Beispiel mit einem Fotowettbewerb oder im Zuge eines Messebesuchs. Bewerben Sie diese Aktionen auch abseits von Instagram; so kann die Bindung zu den Fans gestärkt werden. Neue User können auf Ihr Unternehmen aufmerksam werden. Eines steht jetzt schon fest: Videos werden künftig noch mehr

© mhoch3

Wien. Nichts transportiert Emotionen und Botschaften schneller und besser als ein Bild. User wollen Momente und Erlebnisse visuell festhalten und teilen. Instagram bietet hier ein perfektes Tool, das intuitiv in der Bedienung und besonders auf die immer stärker werdende mobile Nutzung ausgerichtet ist. 2010 gegründet, 2012 von Facebook übernommen, hat die Foto-App mittlerweile über 150 Mio. aktive Nutzer pro Monat – Tendenz stark steigend! 55 Mio. Fotos werden täglich hochgeladen und 1,6 Mrd. Likes werden pro Tag verteilt. Wie Unternehmen hier Nutzen ziehen können, sei an dieser Stelle erklärt.

an Bedeutung gewinnen. Noch ist YouTube hier unangefochtene Nummer eins – gemessen an Userzahlen und hochgeladenem Material. Erneuerungen in der Welt der Videos kommen aber schon länger aus anderen Ecken; insofern war die Einführung der Videofunktion bei Instagram ein wichtiger Schritt.

© Rolf Vennenbrend/EPA/picturedesk.com

Irene Flener

die (noch) keinen Account haben. Hier wurde durch die Einführung von Webprofilen ein wesentlicher Schritt gesetzt. Instagram ist nicht zuletzt aufgrund der Besitzverhältnisse sehr gut in Facebook integriert und profitiert somit von dessen unglaublich hoher Mitgliederzahl von derzeit 728 Mio. täglichen Nutzern! Auch die Unternehmenswebseite muss/kann zur Fan-Generierung genutzt werden. Folglich sollte ein ‚Instagram-Follow-Button‘ eingebaut werden. Abgesehen von der Fangewinnung, sollte man als Unternehmen immer eine netzwerkübergreifende Strategie haben und bei geplanten Kampagnen alle Kanäle mit einbeziehen, natürlich unter Berücksichtigung der jeweiligen Charakteristika. Vergessen Sie dabei aber nicht: Sie dürfen Fans, die Ihnen über mehrere Kanäle folgen, nicht langweilen!

Irene Flener ist Campaign Manager bei Modern Mind Marketing. i.flener@ mhoch3.at www.mhoch3.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.


Bi z-ta l k C LA S SI C

14 – medianet

15:

Bedingt nützliche Information: 2013 ist seit 1987 das erste Jahr, in dem keine Ziffer doppelt vorkommt.

Freitag, 22. November 2013

Gut zu wissen: Wenn’s um heikle Zahlen geht, garantiert unser „Financial Printers Team“ Qualität, Flexibilität, Termintreue und Vertraulichkeit. Druckerei Bösmüller. Kompetenz, die überzeugt. www.boesmueller.at www.boesmueller.at

erweiterung!

© UPC/keinrath.com

Feierliche gala

Bezirksrat Anton Stummer, UPC-GF Thomas Hintze, UPC Vice Pres. Silvia Schöpf.

1

© PRVA/Nadine Bargad

Eine weitere Location im Donau Zentrum Wien

Neuer UPC-Shop 2

3

1. Ingrid Vogl (PRVA-Präsidentin), Johanna Rachinger (Preisträgerin), Bettina Glatz-Kremsner (Laudatorin), Daniela Enzi (Juryvorsitzende); 2. Sektionschef Michael Losch (BMWFJ), Romy Sagmeister (Ketchum Publico), Doris Christina Steiner (Ketchum Publico), Christoph Tschmelitsch (Logitech); 3. Reinhard Kainz (Geschäftsführer Bundesinnung der Lebensmittelgewerbe), Rudolf Menzl (Innungsmeister Fleischer Österreichs), Klaus Kraigher (Ketchum Publico), Nicolette Szalachy (Ketchum Publico), Sektionschef Michael Losch (BMWFJ).

Die besten Kommunikatoren des Landes

PRVA-­ Präsidentin Ingrid Vogl.

PR-Gala 2013

Donau Zentrum Wien UPC, Österreichs größter Kabelnetzbetreiber, rückt noch näher an seine Kundinnen und Kunden. Am 19. November feierte der Multimedia-Provider die Eröffnung seines neuen Shops mit Full Service im Donau Zentrum in der Wiener Donaustadt. Thomas Hintze, Vorsitzender der UPC Geschäftsführung, und Silvia Schöpf, Vice President UPC Austria, eröffneten gemeinsam das neue Service Center im größten Einkaufszentrum in Wien. Bereits vor der offiziellen Eröffnung standen Phil Lakos und Mario Seidl von den UPC Vienna Capitals für Fotos und Autogramme zur Verfügung. Als Einstandsgeschenk entfällt zudem für Neukunden bei Bestellung im neuen Shop bis Jahresende das Herstellungsentgelt in der Höhe von 99,80 €.

300 Quadratmeter Kundenservice & Produkte

Siegreich Großer Sieger des heurigen PR-Staatspreises war The Skills Group mit dem Projekt „Journalismus & Demokratie“, als Kommunikatorin wurde Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, geehrt und die PR-Agentur Ketchum Publico gewann in den Kategorien gleich doppelt (sämtliche Sieger finden Sie auf Seite 10). Beim Netzwerken, exquisiten Zigarren und Digestifs fand die Gala einen kommunikativen Ausklang. Unter den Gästen u.a.: Franz M. Bogner (PRVA-Ehrenpräsident), Wolfgang Hötschl (Vorsitzender des Wissenschaftlichen Senats des PRVA), Wolfgang R. Langenbucher (Vorsitzender des Ethik-Rats für PR), Renate Skoff (Stv. Vorsitzende des Ethik-Rats für PR), Angelika Sery-Froschauer (Obfrau des Fachverbands Werbung und Marktkommunikation der WKO), Markus Deutsch (Geschäftsführer des Fachverbands Werbung und Marktkommunikation der WKO), Peter Drobil (ÖMG), Gabriele Stanek (ÖMG), Peter Köppl (ÖPAV), Martin Wilfing (DMVÖ). (red)

Auf über 300 Quadratmeter Fläche haben Kundinnen und Kunden in Zukunft die Möglichkeit, sich im Donau Zentrum über die Produkte und Services von UPC beraten zu lassen. Bereits am 2. November wurden die neuen Räumlichkeiten bezogen: „Als einer der wichtigsten Multimedia-Provider ist es uns besonders wichtig, ganz nah beim Kunden zu sein. Mit diesem neuen und modernen UPC Shop sind wir nicht nur für alle Donaustädterinnen und Donaustädter bequem erreichbar, auch Kunden aus den anStudienpräsentation und Podigrenzenden Bezirken werden umsdiskussion „Die Rolle von hier optimal und persönlich JournalistInnen im Bezug auf betreut“, meint Thomas Hintze Political Leadership in Österund Silvia Schöpf sieht im neureich“ am 25. November, 10 Uhr, en Shop einen weiteren Schritt im Presseclub Concordia. zu noch mehr Kundenorientierung.  (red)

tipp des tages

In eigener Sache – sonderthemenplan 2014

-E S5C0HE%N K T

G

DER HOTEL ADVENTK ALENDER Besser als Schokolade! In unserem Adventkalender wartet jeden Tag ein wunderbares Reiseziel im VInter Wonderland darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Nehmen Sie zusätzlich an unserem Adventgewinnspiel teil und gewinnen Sie einen Hotelaufenthalt in einem VI Hotel Ihrer Wahl. Mehr Information unter: www.vi-hotels.com/vinter_wonderland

© Campus Verlag

LEGEN SIE IHRE URLAUBSPLÄNE NICHT AUF EIS!

Nextopia Freu dich auf die Zukunft – du wirst ihr nicht entkommen. Mit lockerem Unterton verwandelt Micael Dahlén die ansonsten sachliche Thematik einer Erwartungsgesellschaft in eine fesselnde Geschichte über die Entwicklung der Menschheit. Er verblüfft mit seiner Analyse der Herausforderungen, denen sich der Einzelne, die Gesellschaft und Unternehmen stellen müssen. 19,99 €, Campus Verlag, ISBN: 978-3-59339812-9.

medianet Sonderthemenplan 2014 medianet, Österreichs größte Business to BusinessWirtschaftsfachzeitung, widmet sich neben den bekannten Ressorts Prime News, Marketing & Medien, Retail, Automotive, Destination, Financenet & Real Estate & Advisory, Health:Economy, Career, Technology und Industrial Technology, Destination sowie Luxury Brands & Retail auch besonderen Themenschwerpunkten. Diese reichen von „Alkoholfreie Getränke & Mineralwasser“ über „Direkt- & Dialogmarketing“ hin zu „Nationale Musterunternehmen“ bis „Sport, Mode & Freizeit“. Unsere medianet-Specials bieten das perfekte redaktionelle Umfeld für zielgruppenadäquate Inserate im B2B-Bereich. Der Sonderthemenplan als Übersicht zu den thematischen Specials ist ab sofort auf der Website www.medianet.at abrufbar. Hier finden Sie sämtliche Themen samt Erscheinungsdatum. http://cms.medianet.at/fileadmin/user_upload/pdfs/sonderthemenplan_medianet_2014_03.pdf Info: Wenn Sie an einer Schaltung in einem der Specials im Jahr 2014 in unserem Medium interessiert sind, wenden Sie sich bitte an office@medianet.at


500.000 Lichtpunkte und 150.000 Kristalle zieren die Welser Innenstadt  Seite 18

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Frische Expansion Wiliam Walker (Bild), Area Manager Deutschland, Österreich, Schweiz & Luxenburg, geht in Östererreich in die Offensive: 50 Standorte bis 2015 sollen entstehen. Nächster Schritt: Der Salzburger Franchise-Tag, um Franchise-Partnern das Subway-Franchise-Konzept näherzubringen.  Seite 17

Rundgesund

Iglo Kakao- und Schoko-Germknödel, Schärdinger Fruchtjoghurts, Fol Epi Hauchfein Käsescheiben und Felix Seite 19 Sugo für Rote Nasen.

Karriere

Martina Augenstein übernahm die Kommunikationsagenden bei Lego D-A-CH  Seite 20

Espresso-Affairs Eduscho AustriaChef Harald J. Mayer über die aktuellen Topseller am Kaffeemarkt, die Geschäfte am Non-FoodSektor, Umsatzerwartungen und geplante Investitionen im kommenden Jahr. Seite 16 © medianet/Szene1/Christian Mikes

© Andrea Merola/EPA/picturedesk.com © EPA/Christian Charisius

LATEST NEWS Für die insolvente deutsche Baumarktkette Max Bahr gibt es vielleicht doch noch Hoffnung. Nachdem die Übernahme durch den Dortmunder Konkurrenten Hellweg auf der Zielgeraden gescheitert ist, werde nun wieder mit der saarländischen SupermarktKette Globus verhandelt, hieß es gestern, Donnerstag.

Der weltweit zweitgrößte Bierkonzern verzeichnet mehr Gewinn  Seite 18

Freitag, 22. November 2013 – 15

Der Grandseigneur der Kaffee- und Teebranche

short

Benetton Die italiensche Firma Benetton plant eine Umstrukturierung. Die Unternehmensgruppe soll in drei Bereiche aufgeteilt werden: die Modesparte, das Raststättengeschäft und den Infrastrukturbereich. Konzernchef Alessandro Benetton (Bild) will nach nur eineinhalb Jahren die Konzernführung aufgeben. Seite 18

SAB-Miller

© Christoph Vohler

Welser Weihnachtswelt

© OneRedEye

© Wels Marketing

inside your business. today. 

© Iglo Austria

retail medianet


tite l st or y

Freitag, 22. November 2013

© medianet/Szene1/Christian Mikes

16 – medianet retail

H aral d j. Mayer

Marktbericht Harald J. Mayer, General Manager von Eduscho Austria, im Gespräch mit medianet retail

„Ich trinke jeden Tag bis zu acht Tassen Espressi“

GF von Eduscho Austria und Präsident des Österreichischen Kaffee- und Teeverbandes Was es beim österreichischen Kaffeemarktführer (in Stück und Wert) Neues gibt, wird vom Mitbewerb strengstens beäugt. Nicht nur die Bohnen sind für andere Händler von Interesse, das abwechslungsreiche Nonfood-Angebot findet immer wieder zahlreiche Nachahmer.

Kapselkaffee und ganze Bohnen in großen Verpackungen im Trend, hohe Investitionen in 2014. Natalie oberhollenzer

Wien. Er ist der Grandseigneur der heimischen Kaffeewelt: Harald J. Mayer leitet nicht nur die Geschicke der Austro-Tochter des Röstereiriesen Eduscho. Als langjähriger Präsident des österreichischen Kaffee- und Teeverbands ist er auch Sprachrohr für die ganze Branche. Er gilt als einer derjenigen wenigen, der lobt, was zu loben ist und sich auch traut, zu kritisieren, was zu kritisieren ist – und er versteht es, das stets mit dem nötigen Feingefühl und Stil zu tun. Als alter Hase im Geschäft kennt er den Markt wie kaum ein anderer. Er lässt sich nicht so leicht aus der Bahn brin-

gen von irgendwelchen Turbulenzen, etwa den vielbejammerten Volatilitäten des Rohkaffeepreises an der Börse. Gleichzeitig hat er ein ausgeprägtes Gespür für den Zeitgeist. Er vermag es immer wieder, die Dinge in seinen Filialen anzubieten, die zuerst vom Mitbewerb belächelt und schließlich nachgemacht werden.

Große Säcke, kleine Kapseln Aktuell erkennt Mayer, der sich selbst als „Kaffeenarr“ bezeichnet und sieben bis acht Tassen Espressi täglich genießt, zwei wesentliche Trends im Kaffeesektor: „Immer mehr unserer Kunden kaufen ganze

Kaffeebohnen in Einkilo-Säcken für ihre Vollautomaten; früher wurden eher kleinere Packungen gekauft.“ Außerdem herrscht Andrang auf das Kapselsortiment. „Kaffee hat sich zum Kultgetränk entwickelt. Mit den Kapseln bieten wir eine Vielfalt an, die ihresgleichen sucht. Das mögen die Kaffeegenießer.“ Demgemäß wachse dieses Segment noch immer zweistellig – was auch den laufend lancierten Neuheiten zuzuschreiben ist. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist der Rayo Verde, ein edler Hochland-Espresso aus dem Südwesten Guatemalas. „Wir wissen, wo der beste Kaffee wächst und können ihn am besten verarbeiten

und wertsteigernd behandeln“, so Mayer. Über die zuletzt vieldiskutierten Preise am Kaffeemarkt möchte sich Mayer nicht in aller Ausführlichkeit äußern. Man habe vor einigen Wochen die Kapselpreise von 2,99 € auf 2,49 € reduziert. Für das restliche Kaffeesortiment zeichne sich derzeit keine Adaptierung ab: „Man kalkuliert, man schaut es sich an.“

überprüfen direkt vor

bo. „In dem Bereich analysieren wir Trends, die die ersten 15 Prozent der Verbraucher ausmachen.“ In den vergangenen Wochen etwa fand sich in den 140 österreichischen Tchibo-Filialen vieles rund ums heiße Thema Stricken. Insgesamt, so Mayer, entwickle sich der Nonfood-Sektor sehr gut. Bezüglich der Beschaffung gebe es einen Ländersplit, der über den ganzen Erdball gehe. Vieles komme aus China und aus Bangladesch, man gehöre aber zu denjenigen, die alle Schutzvereinbarungen in diesen Ländern unterschreiben. „Wir lassen uns nichts aufschwätzen; als Abnehmer überprüfen wir direkt vor Ort ob alles mit rechten Dingen zugeht.“

Ort, ob alles mit rech-

Elf Mio. € Investitionen

„Wir lassen uns nichts aufschwatzen; wir

ten Dingen zugeht.“ Nachhaltigkeit Tchibo veröffentlicht Bericht über abgelaufenes Jahr

Fortschritte bei Kaffee und Baumwolle

Wien/Hamburg. Seit rund einer Woche ist der neue Nachhaltigkeitsbericht des Kaffeerösters Tchibo im Netz. In der Publikation legt das Unternehmen dar, welche Fortschritte es seit 2006 in diesem Belang gemacht hat. „Auf dem Weg zu einer 100 Prozent nachhaltigen Geschäftstätigkeit haben wir im Jahr erneut Fortschritte erzielt“, sagt Achim Lohrie, Direktor Unternehmensverantwortung bei Tchibo. Beim Kaffee waren im Vorjahr über 25% der verarbeiteten Rohware in das Nachhaltigkeitskonzept eingebunden, was einer Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Bei den Privat-Kafees und den Cafissimo-Kapseln wurde 2013 auf zu 100% zertifiziert nachhaltige Qualität umgestellt. Auch bei der Baumwolle konnte der Anteil nachhaltig angebauter Ware am Textilsortiment signifikant gesteigert werden: Mit 12,7 Mio. Textilien aus zertifizierter Baumwollproduktion im Jahr 2012 zähle man mittlerweile zu den führenden Anbietern. Der Anteil umweltverträglicher Papierqualitäten wurde stetig erhöht. Magazine, Kataloge und Werbemittel druckt Tchibo seit 2012 in Deutschland, Österreich und der Schweiz vollständig auf FSC-zertifiziertem Papier. Um die Sozialstandards bei den Nonfood-Lieferanten zu verbessern, setzt Tchibo seit 2007 auf das Qualifizierungsprogramm WE (Worldwide Enhancement of Social Quality).

harald j. mayer, chef von eduscho austria, über die Beschaffungspolitik

Die letzte flächendeckende Senkung beim Preis hat es Ende 2012 gegeben. Was die vieldiskutierten Spekulationen am Rohkaffeemarkt betrifft, hält er fest, dass diese meist nicht ultimativ geschäftsentscheidend seien.

Umsatzpower Non Food Umsatzstärker mit rund 60% vom Gesamterlös ist das ständig wechselnde Nonfoodsortiment bei Tchi-

Darüber, wie das Geschäftsjahr 2013 ausgeht, ist dem Unternehmenschef nur eine vage Aussage zu entlocken: „2012 war mit 317 Mio. Euro Umsatz zufriedenstellend; 2013 ist noch nicht vorbei.“ Er schätzt, dass sich das Niveau in etwa oder leicht über jenem vom Vorjahr bewegen wird. Mit den Gewinnen ist er ebenfalls zufrieden, daher ist er in der Lage, im kommenden Jahr Investitionen in der Höhe von elf Mio. € zu tätigen – in den Ausbau des Filialnetzes und die Verbesserung der Einrichtung der Tchibo-Shops bei den Partnern im Lebensmittelhandel. Weiters werde man äußerst erfolgreich die E-Commerce-Sparte weiter forcieren.


R e ta i l & Pr odu c e rs

Freitag, 22. November 2013

medianet retail – 17

Subway Am Franchise-Tag in Salzburg stellt Area Manager Wiliam Walker das Franchise-System Subway Interessenten und Partnern vor

Frisches Fastfood im Aufwind Jutta Maucher

Wien/Köln. In Villach hat Subway kürzlich das 18. Restaurant in Österreich eröffnet, 17 FranchisePartner sind aktuell an Board; 12 weitere Restaurant-Lizenzen sind bereits vergeben, sowohl an bestehende als auch an neue Partner. „Wir sind weiter auf Expansionskurs und wollen bis 2015 in Österreich auf 50 Restaurants wachsen, denn gerade hier entwickeln wir uns im europäischen Vergleich hinsichtlich Umsatz und Frequenz überdurchschnittlich gut“, so Wiliam Walker, Area Development Manager für Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg, im Vorfeld des FranchiseTags, der am Samstag, 23. November, in Salzburg stattfindet.

letzten zwei Jahren die Anzahl der Restaurants in Österreich verdreifacht. Daher sagt der Area Manager: „Partner, die heute in das System einsteigen, können als Teil der Subway-Familie profitieren und mit uns wachsen.“

Von Stadt bis Skigebiet Noch etwas hebt Walker als Vorteil seines Systems hervor: Es gibt nur wenig Platzbedarf, im Durchschnitt reichen 120 m�. Damit passt das Subway-Konzept in jeden Winkel, genauer auf viele Flächen, in Krankenhäuser, auf Tankstellen ebenso wie in Ein-

kaufszentren. „Natürlich brauchen wir auch Hochfrequenzlagen, aber wir kommen mit rund 25.000 Personen als Einzugsgebiet aus“, so der Area Manager. „Subway-Europa“ wächst ingesamt: Kürzlich wurde das 4.000 Restaurant eröffnet. Neben den bereits etablierten Märkten ist eine Vielzahl neu aufstrebender Länder wie Österreich der Grund für das große Wachstum so Walker, der auch ganz klar das Ziel vorgibt: „Wir wollen in ganz Österreich flächendeckend vertreten sein, ganz egal, ob es sich um eine große Stadt, eine frequentierte Straße oder auch um ein Skigebiet handelt.“

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Insgesamt sind 50 Restaurant-Standorte bis 2015 österreichweit geplant.

Area Manager Wiliam Walker freut sich über Expansion durch Franchisepartner.

25.000 Facebook-Fans Dort, in Salzburg, wo potenzielle Franchise-Partner, aber auch bestehende Partner, aufeinandertreffen, geht es vor allem darum, „gute Gespräche zu führen“, wie Walker sagt. Aber es geht auch darum, Subway in der Region noch bekannter zu machen und ein Franchise-Konzept zu präsentieren, das mit 40.000 Restaurants in aller Welt zu den erfolgreichsten Systemen überhaupt gehört. „Die Österreicher kennen uns und schätzen uns. Das haben wir bei un-

„Bei Neueröffnungen ist die Hölle los. Kunden stürmen unsere Restaurants ... FacebookPoster haben schon jede Menge Wünsche für Standorte.“ Wiliam Walker

serem Facebook-Auftritt bemerkt, den wir vor rund zehn Wochen starteten und bei dem wir heute schon 25.000 Fans haben“, so der Area Manager, der vor allem beim System Franchise in Verbindung Subway noch Informationsbedarf ortet. „Unsere Franchisenehmer haben mit einer bekannten Marke schon die besten Voraussetzungen dafür, dass ihr Unternehmen auch funktioniert: Wir merken bei jeder Neueröffnung dass es kaum einer Werbung bedarf und schon stürmen Kunden unsere Restaurants“, so Walker. Dabei hat sich in den

Seit jeher ist Brotbacken eine eigene Kunst, denn handgemachte Qualität braucht Zeit und Wissen. Seit Generationen setzen wir auf traditionelle Verarbeitungsmethoden, bewährte Familienrezepte und natürliche Zutaten.

Wir leben

Handwerk.

© Subway

www.stroeck.at

Frische Brötchen von Subway werden hierzulande immer mehr nachgefragt 2013-11-07_Medianet_BioRoggensauerteigBrot.indd 1

07.11.2013 11:05:48


R e ta i l & Pr odu c e r s

18 – medianet retail

Welser Weihnachtswelt

Freitag, 22. November 2013

Textilindustrie Konzernchef Alessandro Benetton will Unternehmensführung abgeben

short

Benetton: alles neu

Neu: Das Stille Nacht Museum

Preisaufschlag durch Weihnachtsverpackung Berlin. Eine Stichprobe des deutschen Verbraucherschutzes zeigt: Süßigkeiten werden in spezieller Weihnachtsverpackung oft erheblich teurer verkauft. Bei einem Vergleich hätten Mitarbeiter Preisaufschläge von bis zu 226% festgestellt: Süßigkeiten, die normalerweise 1,48 € pro 100 g kosten, wurden zu Weihnachten um 4,83 € pro 100 g verkauft. Zusätzlich erschweren Packungsvarianten mit unterschiedlichem Gewicht einen Preisvergleich.(dp)

© Wels Marketing & Touristik/E. Wimmer

Benetton-Gruppe wird umstrukturiert und in drei Geschäftsbereiche aufgeteilt. Daniela prugger

Wels. In Wels sorgt die gesamte Innenstadt-Kaufmannschaft dafür, dass die historische Kulisse im weihnachtlichen Flair erstrahlt. Eine halbe Mio. LEDLichtpunkte und 150.000 Kristalle zieren den Weihnachtspfad durch die Stadt. Auf insgesamt fünf „AdventPlätzen“, die sich vom Stadtplatz bis zu der Burg erstrecken, wird Besuchern Erlebnisreiches geboten: Neben einem Märchenweg gibt es einen Kristallwunschberg, der als Kulisse für die Auftritte der Chöre „Stimmen im Advent“ dient. Das Christkind selbst ist im Ledererturm beheimatet. Neu in diesem Jahr ist auch das „Stille Nacht Museum“ – eine Ausstellung auf den Spuren deutscher Weihnachtslieder. Außerdem lädt der künstliche Berg im Pollheimerpark mit seiner 40 m langen Piste zum Rodeln ein. Der „Welser Weihnachtswelt Erlebnis-Euro“ beinhaltet zahlreiche weihnachtliche Leistungen für je einen Euro.  (red)

Anfänge des Modeimperiums Die Umstrukturierung hat bereits im Vorjahr begonnen, als Firmengründer Luciano Benetton die Konzernführung an seinen Sohn Alessandro übergab. Der heute 78-jährige Luciano hatte die Firma im Jahr 1955 mithilfe seiner drei Geschwister Gilberto, Carlo und Giuliana im norditalienischen Treviso gegründet. Ein Ausflug zu den Olympischen Spielen in Rom 1960 brachte der Firma schließlich den Durchbruch: Benetton fand Großkunden für seine Pullover. Ab An-

Wachstumskurse halten SABMiller auf Kurs

Unternehmenschef Alessandro mit Vater und Firmengründer Luciano Benetton.

fang der 1980er-Jahre stellte sich dann der internationale Erfolg für die „United Colors of Benetton“ ein, Starfotograf Oliviero Toscani trug maßgeblich dazu bei.

Produktion in Bangladesch Anfang der 1990er-Jahre kaufte sich die Familie Benetton bei den Unternehmen Autogrill und Autostrada ein. Durch die geplante Teilung in drei Geschäftsbereiche

sollen nun verstärkt Energien und Ressourcen für die Entwicklung der jeweiligen Marken und Produkte frei gesetzt werden. Doch das Image des Konzerns hat dieses Jahr einige Kratzer erlitten: Als im April in Bangladesch eine Textilfabrik einstürzte und mehr als 1.000 Menschen ums Leben kamen, stellte sich heraus, dass auch Benetton dort produzieren ließ. Das Unternehmen hatte die Vorwürfe anfangs vehement abgestritten.

© Jason Alden/OneRedEye

Die Welser Weihnachtswelt gibt es ab heute, dem 22.11., bis zum 24.12.

© Andrea Merola/EPA/picturedesk.com

Rom. Seit eineinhalb Jahren ist Alessandro Benetton an der Spitze des Familienunternehmens Benetton. Nun will der Präsident des italienischen Konzerns die Unternehmensführung aber auch schon wieder abgeben. Einher gehen wird der Führungswechsel mit einer tiefgreifenden Umstrukturierung. Die Gruppe Benetton soll in drei Konzernbereiche gegliedert werden: Die Modesparte, das Raststättengeschäft (Autogrill und World Duty Free) und den Infrastrukturbereich, zu dem mit der Gruppe Sintonia die Autobahngesellschaft Atlantia-Gemina und die Betreibergesellschaft der römischen Flughäfen ADR gehören. Die Bereiche sollen im Anschluss von drei externen Managern geleitet werden.

V.a. Afrika trug zum Wachstum bei, in Europa ging das Volumen zurück.

London. SABMiller, weltweit der zweitgrößte Brauereikonzern, verzeichnet mehr Gewinn. Das operative Ergebnis legte in den ersten sechs Monaten des Anfang April begonnenen Geschäftsjahrs um knapp 4% auf 2,42 Mrd. € zu.Vor allem Afrika trug zum Wachstum bei. Dem Konzern gehören u.a. Pilsner Urquell und Grolsch.  (APA)

SHOPPING

WENN DEINE WELT IST, IST DAS DEIN Die guten GUIDES von 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2012 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013

GUIDE.

Irmie Schüch-Schamburek

+

BEA GR UTY EEN SPE SH CIAL OP PIN & G

SHOPPING GUIDE 2013 700 Lifestyle Shops in Österreich — Die besten Beauty Adressen & Spa-Hotels —

Man muss nicht alles wissen. Wenn man weiß, wo man nachschlagen kann. Buchpreis: € 14,90 zzgl. Versandkosten

nter

nu e g n u l l este B d n u tionen stria.at a m r o f au In Weiter oppingguide h www.s


pr odu c t n e ws

Freitag, 22. November 2013

medianet retail – 19

Schlank oder rund, das ist die Frage: Germknödel & Joghurt Product News Iglo Kakao- und Schoko-Germknödel, Schärdinger Fruchtjoghurts für die schlanke Linie, Fol Epi Hauchfein

Käsescheiben und Felix Sugo für Rote Nasen.

Ab sofort gibt es für die gesamte Fol Epi-Range ein einheitliches Auftreten im Regal: Mit den Sorten Fol Epi Hauchfein Basilikum, Hauchfein Pfeffer und Hauchfein Caractère komplettiert Bongrain das neue Design der hauchfeinen Käsescheiben. Der Wiedererkennungswert wird durch eine markante Ähre im Logo und den Schriftzug „Hauchfein“ unterstützt.

Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info

Line Extension Kakao- und Schoko-Germknödel UVP 3,49 € (je) je 330 g Iglo Austria LEH www.iglo.at

Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Info

JTI Austria in der Vorreiterrolle Tabakproduzent nimmt seine Verantwortung wahr

Dialog verstärken, Antworten liefern

Kategorie Launch Produkt Schlanke Linie Fruchtjoghurts Packung 173 g + 7 g (Müsli) Vertrieb Schärdinger Distribution LEH Kontakt www.schärdinger.at

Felix Sugo mit Bonus

Für Rote Nasen Wien. Auch dieses Jahr sorgt die neue Rote Nasen Sugo-Edition von Felix Austria für ein wohliges Gefühl im Magen, aber auch für herzerwärmenden Humor im Spital. Die Sorten „Felix Sugo Fleisch“, „Felix Sugo 5 Kräuter“, „Felix Sugo Gemüse“ und „Felix Sugo Putenfleisch“ gibt es speziell im 580 gFamilienglas. 15 ct jedes verkauften Sugos kommen den Besuchen von Rote Nasen Clowns vorwiegend bei kranken Kindern zugute.  (red)

Transparenz statt verschlossener Türen: Der Tabakkonzern gewährt viele Einblicke.

Der intensive Dialog mit Öffentlichkeit und Politik ist deshalb eine zentrale Funktion und Teil un-

„JTI gehört zu den Marktführern bei Tabakprodukten. In dieser Position tragen wir große Verantwortung.“ RALF-WOLFGANG LOTHERT, HEAD OF CORPORATE AFFAIRS & COMMUNICATION, JTI AUSTRIA

„Wir bieten allen Stakeholdern valide Informationen. Wir sind präsent und stehen © Rote Nasen Clowndoctors

Rede und Antwort.“

© JTI

IRIS PERZ, CORPORATE AFFAIRS & COMMUNICATIONS MANAGER, JTI AUSTRIA

Rote Nasen Clowns verlassen sich bei Spaghetti auf Sugo von Felix.

serer Verantwortung.“ Dazu liefert man harte Zahlen und Soft-Facts; auch „grüne“ Fragen zur Tabakpro-

© JTI

Die Schlanke Linie von Schärdinger eröffnet figurbewussten Genießern neue kulinarische Horizonte: kalorienreduzierten Genuss in einer österreichweit einzigartigen Geschmacks- und Sortimentsvielfalt. Als fix-fertiges Frühstück oder als Zwischenmahlzeit mit den besten Früchten direkt aus dem Becher und mit Müsli im Stülpdeckel. Kurzum: ein knuspriges, frisches Geschmackserlebnis.

Die Tabakbranche ist eine der am härtesten regulierten – Tatsache: Kaum ein anderes legales Genussmittel der Moderne steht derart unter Beobachtung. Eine breite Öffentlichkeit fordert Transparenz und Aufklärung, weit über die üblichen Gesundheitsfragen hinaus. Internationale wie nationale Gesetzgeber, Profiteure der ständig sprudelnden Tabaksteuermilliarden, drehen munter weiter an der Informations- und Verordnungsschraube: ein breites Spannungsfeld und Herausforderung zugleich, für die dahinterstehende Industrie und ihre Partner. Japan Tobacco International, seit sechs Jahren in Österreich in führender Position am Markt präsent, sieht sich hier als Wahrer und Vermittler österreichischer Tabaktradition und transparenter Taktgeber von morgen. Aufklärung und Sicherung von Arbeitsplätzen spielen für den international erfolgreichen Produzenten eine besondere Rolle. Man sei sich der Verpflichtung gegenüber dem mündigen Konsumenten und den Vertriebspartnern, allen voran den Nahversorgern in den Tausenden Trafiken des Landes – nicht zuletzt aber auch gegenüber den eigenen Mitarbeitern bewusst, betont Ralf-Wolfgang Lothert, Head of Corporate Affairs & Communication bei JTI Austria. „Als Tabakhersteller sind wir stark reglementiert und eingeschränkt.

© JTI

Wirtschaftsmotor, Steuerzahler, Partner der mündigen Bürger und Trafiken.

duktion bleiben nicht ausgespart. Von der eigenen Nabelschau hält auch Iris Perz, Corporate Affairs & Communications Manager, wenig: „Wir bieten allen Stakeholdern valide Informationen als Arbeitsgrundlage“, sagt sie. „Wir sind präsent und stehen Rede und Antwort.“ JTI will diese Unternehmensphilosophie auf sämtlichen Kanälen weiter vorantreiben. Das ausgegebene Ziel des Tabakkonzerns ist ambitioniert: Neben dem reinen Informationstransport soll ein breiter gesellschaftspolitischer Diskurs angestoßen werden.

Relaunch Fol Epi Range Bongrain LEH www.folepi.at

ÖSTERREICH-TRADITION/ INT. TABAK-MODERNE

Bis 2007 ... Der Tabakkonsum wird auf dem Boden des heutigen Österreich erstmals im 16. Jahrhundert dokumentiert. Im 17. Jahrhundert kommt das Pfeiferauchen in weiten Teilen der Bevölkerung in Mode – in der Folgezeit mutiert die Habsburgermonarchie zu einem der größten Tabaklieferanten Europas. Das Geschäft mit den Rauchwaren, dem neuen Trendgenussmittel, boomt. 1784 wurde durch das Tabakpatent von Joseph II. die Austria Tabak als Staatsund Monopolbetrieb unter der Bezeichnung „Österreichische Tabakregie“ gegründet – und dem Staat eine sprudelnde Steuerquelle erschlossen. Als staatlicher Monopolbetrieb oblag der Austria Tabak die Herstellung und der Verkauf von Tabakwaren – genau 213 Jahre lang. 1997 leitete die Regierung die Teilprivatisierung der Austria Tabak ein, die Vollprivatisierung folgte 2001. Nach einer öffentlichen Ausschreibung erwarb der britische Tabakkonzern Gallaher die Austria Tabak. Seit 2007... Seit sechs Jahren gehört Austria Tabak zu Japan Tobacco International (JTI). JTI ist eine Tochtergesellschaft von Japan Tobacco Inc., dem heute weltweit drittgrößten internationalen Hersteller von Tabakprodukten. Die Firmenzentrale befindet sich im schweizerischen Genf. JTI wurde 1999 gegründet; zu diesem Zeitpunkt erwarb der Mutterkonzern das amerikanische Tabakunternehmen R. J. Reynolds. 2007 wurde das Tabakunternehmen Gallaher übernommen, seit 2009 sind Rohtabakunternehmen wichtiger Teil der JT-Gruppe. Durch den direkten Kontakt zu den Tabakbauern will man die Belieferung mit qualitativ hochwertigem Rohtabak garantierten. JTI in Zahlen: • 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 69 Ländern • 95 Niederlassungen • 25 Zigarettenfabriken • 6 Forschungs- und Entwicklungszentren • 5 Tabakverarbeitungsanlagen Das umfassende Marken-Portfolio von JTI wird in 120 Ländern vertrieben. In Österreich sind rund 400 Angestellte im Central Office, im Großhandel und in der eigenen F&E-Abteilung beschäftigt. www.jti.com

PROMOTION

© Schärdinger/EOS Fotografie; Iglo Austria; Bongrain

Flaumiger Germteig mit einer großen Portion Powidl und Mohn – so kennt man den Iglo Riesen-Germknödel seit Jahren. Ab sofort gibt es zwei Schwestern-Knödel: Der Kakao-Germknödel ist mit ganzen Weichseln gefüllt und von einer feinen Kakao-Brösel-Mischung umhüllt. Und für passionierte Naschkatzen gibt es den Schoko-Germknödel mit hellem Germteig plus Schokoladenherz.


sh op ta l k

20 – medianet retail

Freitag, 22. November 2013

Club Cuvee H&M Shopping

© Armin Rastegar

1

1

2

3

1. Peter Hanke, Alexander Martinowsky, Günther Rabensteiner; 2. Ralph Vallon, Johannes Hahn; 3. Heinz Neumann, Wolfgang Hesoun.

© Andreas Tischler

Treffen von Vertretern aus Wirtschaft und Politik 2

3

Im Einklang: Wein, Politik & Reden

4

1. Michou Friesz, Cordula Reyer, Marie Friesz; 2. Nuriel Molcho, Claudia Oszwald; 3. Anelia Peschev, Julian Khol; 4. DJane Ella Brandis.

Designermode bei H&M erhältlich, Promis beim Preshopping

Lifestyle für alle

H&M Country Managerin Claudia ­Oszwald.

Besonderheiten Im Wiener H&M-Store am Graben fand das Pre-Shopping zum Launch der Isabel Marant pour H&M-Kollektion statt. Jede Menge Prominente, insgesamt rund 300 Gäste aus der Fashion- und LifestyleSzene, sind der Einladung von H&M Country Managerin Claudia Oszwald gefolgt und erlebten einen entspannten Shopping-Abend mit viel Flair und französischem Charme. Tragbare Looks mit Charakter – das ist Isabel Marants geradliniges Credo. Oversized-Mäntel und Jacken mit markanten Schultern treffen auf hautenge Hosen, Sweatshirts, locker fallende Blusen, fließende Kleider und Strick mit auffälligen Mustern. Verzierungen wie Schnurbatik-Prints und Western-Paspeln schaffen spannende Nuancen. Erstmals hat Isabel Marant auch eine Herrenkollektion entworfen, die von demselben unbeschwerten Multikulti-Flair geprägt ist wie die Damenmode. Begeistert von diesem Angebot waren unter anderem: Mavie Hörbiger, Julian Khol, Michou Friesz mit ihrer Tochter Marie Friesz, Nuriel Molcho, Cordula Reyer.  (jm)

Produkt des tages

143

© Bianco

© Christoph Vohler

Kopf des Tages

Martina Augenstein (46) hat die Leitung Brand Relations der Lego GmbH übernommen. Sie verantwortet die Kommunikation von Lego D-A-CH und übernimmt die Funktion der Pressesprecherin. Augenstein ist Teil des Global PR Leadership-Teams der Gruppe und für die strategischen Partnerschaften mit Unternehmen wie BMW, Lufthansa und FC Bayern verantwortlich. Augenstein hatte Führungspositionen in Agenturen über und verantwortete Sportkommunikation, CSR und Employer Image bei McDonald’s Deutschland. Sie entwickelte die erste globale Sponsoring-Strategie beim Energiekonzern E.ON SE.

Ausgesucht Auf Einladung von Siemens-Generaldirektor Wolfgang Hesoun war diesmal EU-Kommissar für Regionalpolitik, Johannes Hahn, zu Gast im Club Cuvée in der Siemens City, der in einer Tour d’Horizon Europas Bilanz zog. Club Cuvée-Winzer des Abends war Architekt Heinz Neumann vom Wiener Weingut Hajszan-Neumann. Besonders der gemischte Satz konnte bei den vielen Club Cuvéelern Anklang finden und er stellte auch einen guten heurigen Jahrgang in Aussicht. Wiesenthal-Vorstand Alexander Martinowsky hatte zwei Elektro-smarts zur Veranstaltung mitgebracht. Ein sichtlich stolzer Club Cuvée-Initiator Ralph Vallon, GF live relations, konnte im Anschluss viele hochkarätige Gäste begrüßen, wie Pfizer-Chef Robin Rumler, Peter Hanke, GF Wien-Holding, VerbundVorstand Günther Rabensteiner, Iglo Austria-GF Rainer Hermann, Bezirksvorsteher Norbert Scheed, ORF GISGF Harald Kräuter, OracleBereits zum 113. Mal findet Marketingleiter Johannes am 16. Jänner 2014 der Dobretsberger, IBM-Manager Wiener ZuckerBäckerball Franz Sterba, Wohnservicein der Wiener Hofburg statt. GF Peter Neundlinger, UnDetailinfos auf: ternehmer Norbert Schaller, www.zuckerbaeckerball.com Hinkpasteten-Eigentümer Hans Peter Spak. (red)

Gemixt, nicht gerührt Grünes Blattgemüse wie Spinat, Kohl, Wildkräuter, Obst und Wasser: Dieses Trio hat in Kombination mit einem Hochleistungsmixer das Zeug zum Bestseller. Innerhalb nur weniger Minuten kommt der Mensch so zu einer Energiebombe. Die Erfinderin – Victoria Boutenko, eine Rohkostikone – hat damit sogar chronische Krankheiten in den Griff bekommen. Nur braucht es dazu eben einen Mixer, neumodern Blener, jenseits der 30.000 Umdrehungen. Die gibt es. Aber a) sind sie sind in der Regel teuer (300-700 €) und kein Augenschmaus. Ein Vertreter hebt sich allerdings davon ab: Der Bianco Puro 4. Neben einem 2 PS-Motor mit 1.680 Watt Leistung, der 6 Edelstahlmesser,von 14.000 U/Min. auf bis zu 32.000 U/Min. beschleunigt, verfügt der nämlich auch noch über ein klassischmodernes Design und ist in acht Farben zu haben. Bei unserem Test glänzte der Hochleistungsmixer auf ganzer Linie – bei Smoothies, bei Suppen und auch bei Nussmilch. Allerdings ist auch er kein Schnäppchen: 699 € kostet er aktuell samt Trockenbehälter.  www.power-trifft-design.de

die finstere brille

Los geht’s, quengelt Furby Christian Novacek

M

enschen sind voller Nächstenliebe. Manche müssen ihren Zuwendungsüberschuss bereits künstlich ableiten. Für sie gibt es beispielsweise Furbys, das sind sprechende Plüschtiere; ich bevorzuge die nicht abschaltbare Dauerplapperversion. Aber es gibt auch das iPhone, in Sachen Zuwendung ein echter Nimmersatt. Das iPhone will upgedatet werden, hat Hunger aufs neue Betriebssystem, Heißhunger auf den Patch fürs neue Betriebssystem und immer wieder schreit das iPhone nach dem Pin Code. Den hab ich schon für unzählige Dinge eingegeben, die ich nie und nie genutzt hab. Dieserart läppert sich der täglich Zuwendungsbedarf. Bis ich mein iPhone so weit habe, dass ich könnte, wenn ich wollte, ist oft der Akku schon halb leer. Dann erscheint am Display ein herzliches „Willkommen!“ Weil das in Zeiten kollektiven positiven Wahns nicht reicht, auch noch: „Los geht`s!“ In der nächsten Generation erwarte ich mir ein „Hurra, es geht los!“ Ja, und wenn‘s losgeht, stell ich den Wecker mit der Timba-Trommel ein. Weil mehr mach ich bis dato nicht damit. Ergo trage ich es ich es jetzt mitunter spazieren. In der Tasche, weil im Sakko zum Telefonieren hab ich ja mein Bob-Handy. c.novacek@medianet.at

Di e z a h l m it d e m a ha -e f f e kt zum Weitererzählen

Welt in Schuhen Die privaten Haushalte in Deutschland gaben 2011 mit durchschnittlich 143 € für Damenschuhe doppelt so viel aus wie für Herrenschuhe (70 €).


medianet

inside your business. today.

freitag, 22. november 2013 – 21

© EPA

CAM-Studie

Trotz europäischer Absatzkrise legt der AutoWeltmarkt 2013 um 3,5 Prozent zu  Seite 22

© panthermedia/J. Anger

automotivebusiness generali-studie

Prämien für Auto-Versicherungen sind hierzulande zuletzt deutlich gesunken  Seite 28

dacia duster günstiger ins gelände © Renault Communications

Rekuperations-Technik als Ökologie-Innovation

© Ford

short

© Volvo Truck Corporation

Detroit. Der zweitgrößte US-Autohersteller Ford will mit einer überarbeiteten Version seines Kleinwagens Ka stärker Fuß in Schwellenländern fassen. Aufsichtsratschef Bill Ford und Ford-Chef Alan Mulally präsentierten dieser Tage ihr globales Konzept für das neue Fahrzeug im unteren Preissegment. Der Viertürer soll Platz für bis zu fünf Personen haben und im kommenden Jahr zunächst in Brasilien vom Band rollen, später dann aber auch in China zu kaufen sein. www.ford.com

© panthermedia.net/Vicente Barcelo Varona

Göteborg. Europas Lkw-Branche muss sich auf eine erneute Nachfrageflaute Anfang 2014 einstellen. Als erster Hersteller kündigte daher Volvo an, seine Produktion in Europa entsprechend anzupassen. Weil neue Lastwagen vom 1. Jänner an die strengere Euro-6-Norm erfüllen müssen, reißen Spediteure den Herstellern derzeit noch die Fahrzeuge mit günstigeren Euro-5-Motor aus den Händen. Diese Vorzieheffekte dürften sich nach dem Jahreswechsel aber umkehren. www.volvo.com

© EPA/Frank Rumpenhorst

Bosch Der deutsche Automobilzulieferer hat das geschafft, was zuvor nur Audi geglückt ist: Mit einem Navigations-Rekuperations-System für Hybridfahrzeuge ein neues Produkt bei der EU als Öko-Innovation durchzubringen.  Seite 22 De Tomaso Sportwagenschmiede hat neuen Besitzer

BMW Elektroauto feiert seine Marktpremiere in Deutschland

Bologna. Der seit Mitte 2012 insolvente italienische Sportwagenhersteller De Tomaso – vor allem durch den Pantera bekannt – wurde Medienberichten zufolge vom in Bologna ansässigen Sportwagenbauer ATS (Automobili Turismo e Sport) aufgekauft.

Auch die Auto Motor und Sport berichtet in einem Artikel darüber und mutmaßt eine Neuentwicklung des Pantera. Zuvor waren Versuche, die Marke durch Neugründungen von Unternehmen wie „RS Corse“ zu retten, gescheitert. Die Rechte am Markennamen hält seit 2009 das italienische Unternehmen IAI. www.ats-autosport.com Das wohl bekannteste De TomasoModell war der Sportwagen Pantera.

Erste BMW i3 wurden ausgeliefert

© BMW

Wolfsburg. Der Massenrückruf von weltweit bis zu 2,6 Mio. Autos, hauptsächlich wegen Problemen mit dem neuen Doppelkupplungsgetriebe, trifft den auf hohe Qualität seiner Autos bedachten VW-Konzern in einer Phase, in der er Rekordauslieferungen anstrebt. Ähnlich schmerzhafte Erfahrungen machte zuvor Rivale Toyota. Das wirkt sich auf das Image der Marke aus, kann sich aber in weiterer Folge auch auf die Verkaufszahlen durchschlagen, reagieren Konsumenten doch oft sensibel auf derartige Meldungen. www.volkswagen.com

© Wikimedia/Sicnag/CC Lizenz

Feiert der Pantera ein Comeback?

Nach und nach soll der i3 in Europa und dem Rest der Welt eingeführt werden.

München. Auslieferungsstart für den i3: Bereits einen Tag vor dem offiziellen Auslieferungsbeginn haben die ersten Kunden aus Deutschland ihren i3 in der BMW Welt in München abgeholt. In einer feierlichen Fahrzeugübergabe überreichten ihnen Ian Robertson, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Vertrieb und Marketing BMW, und Roland Krüger, Leiter Vertrieb Deutschland der BMW Group, ihre Fahrzeugschlüssel. In den kommenden Monaten wird das Elektrofahrzeug in zahlreichen europäischen Märkten eingeführt. 2014 startet er auch in den USA, Japan, China und Korea. www.bmwgroup.com


C ov e r

22 – automotivebusiness

Freitag, 22. November 2013

Öko-Innovation Der Zulieferer Bosch verbindet ein Navigationssystem mit der Betriebsstrategie von Hybridfahrzeugen

Kommentar

Grüne Bosch-Navi-Lösung wird zur Öko-Innovation

Ein Ende der Krise? Nicht in Österreich!

Dadurch lässt sich die Bremskraft effizienter rückgewinnen und die Zahl der CO²-Emissionen reduzieren. Stuttgart/Brüssel. Was kaum jemand weiß: Die Europäische Union unterstützt in der Automobilwirtschaft sogenannte Öko-Innovationen, die das Potenzial haben, die CO2-Emissionen in der Praxis zu reduzieren. Für Fahrzeuge, in denen das Effizienzprodukt zum Einsatz kommt, darf sich der jeweilige Hersteller nach einem bestimmten Schlüssel CO 2 anrechnen lassen und kann so seinen Flottenverbrauch senken und drohenden Strafzahlungen beim Überschreiten des gesetzlich vorgeschriebenen CO 2 -Ausstoßes entgegenwirken. Warum das niemand weiß? Weil es bislang kaum Produkte gab, die von den EU-Behörden entsprechend anerkannt wurden. Genauer gesagt war es mit einem LED-Scheinwerfer von Audi bislang überhaupt erst eines und auch das musste zuvor erst diverse bürokratische Hürden überspringen. Nun legt der deutsche Autozulieferer Bosch nach und präsentiert mit einem Navigationssystem für Hybridfahrzeuge eine Technologie, die auf Energierückgewinnung beim Bremsen abzielt.

Jürgen zacharias

D

er europäische Automarkt wurde in den vergangenen Monaten nicht nur an dieser Stelle Dutzendfach für tot erklärt, scheint nun aber langsam doch wieder ins Leben zurückzukehren. Im Oktober fällt die Zulassungsbilanz nämlich bereits den zweiten Monat in Folge positiv aus: EUweit wurden um 4,7 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft als im Oktober des Vorjahres, im September lag das Plus sogar bei beachtlichen 5,4 Prozent. Während die Zulassungszahlen vor allem in Spanien (von einer Abwrackprämie befeuert, wurden im Oktober um ein erstaunliches Drittel und im September auch schon um 28,5 Prozent mehr Autos verkauft) fröhliche Urständ feiern und auch in Großbritannien (plus 4 Prozent) kräftig anzogen, darbt Österreich weiter dahin. Zwar wurde auch hierzulande im Oktober ein Zuwachs von 1,6 Prozent erzielt, damit liegt man aber selbst hinter den ebenfalls schwächelnden deutschen und franzöischen Märkten (plus 2,3 Prozent und plus 2,6 Prozent). Auch im Jahresverlauf zeigt sich Europa gegenüber Österreich im Vorteil: Die Zahl der Neuzulassungen schrumpfte in den ersten zehn Monaten des Jahres in den EU-Ländern um 3,1 Prozent, in Österreich fiel das Minus mit 6,3 Prozent aber beinah doppelt so hoch aus.

Bosch baut mit der neuen Technologie einen elektronischen Horizont auf, der mögliche Potenziale zur Rekuperation aufzeigt.

allerdings kaum voll ausgeschöpft werden. Dies ist insbesondere bei längeren Gefällstrecken oder sehr häufigen Bremsvorgängen der Fall – die Batterie ist dann frühzeitig „zu voll“ und Rekuperation nur bis zu einem gewissen Grad möglich.

Das neue Bosch-System kann nun auf der Basis topografischer Navigationsdaten wie Steigungen, Gefälle oder Kurvenradien jene Streckenabschnitte bestimmen, die sich für die Rückgewinnung von Bremsenergie eignen. Schon weit

Die Überlegung dahinter: Bei Hybridfahrzeugen lässt sich ein Teil jener Energie, die bei konventionellen Fahrzeugen „verbremst“ wird, durch Einsatz des Elektromotors als Generator in die Batterie des Fahrzeugs zurückgewinnen, sprich: rekuperieren. Da für den elektrischen Antrieb immer eine ausreichende Energiemenge in der Batterie vorgehalten werden muss, kann beim Betrieb eines Hybridfahrzeugs das Potenzial der Rückgewinnung von Bremsenergie

© Audi

Potenziale besser ausnutzen

China Absatzzahlen-Plus

Die LED-Leuchte von Audi ist im R8, A8, A7 Sportback, A6 (im Bild) und A3 verfügbar.

vor dem Erreichen dieser Situationen wird navigationsbasiert der „Batteriefüllstand“ so angepasst, dass die Rekuperation optimal erfolgen kann. „Durch die intelligente Verknüpfung der erweiterten Navigationsdaten mit speziellen Algorithmen der Antriebsstrangsteuerung sorgen wir dafür, dass sowohl der Kraftstoffverbrauch als auch der CO2-Ausstoß signifikant reduziert werden“, sagt Michael Bolle, Bereichsvorstand Entwicklung des Bosch-Geschäftsbereichs Car Multimedia. Wie viel CO2 dadurch eingespart werden kann, wurde von Bosch bislang nicht publiziert und ist wohl auch von der gewählten Fahrtroute abhängig – nichts- destotrotz bleibt zu hoffen, dass nach Audi und Bosch nun auch andere Hersteller und Zulieferer auf den Zug der ÖkoInnovationen aufspringen werden, um nachhaltig CO2-Emissionen zu reduzieren. www.bosch.com

Center of Automotive Management Laut einer aktuellen Studie wächst der Welt-Automobilmarkt 2013 um 3,5 Prozent

Zwischenbilanz

Verkaufszahlen so hoch wie noch nie zuvor

© Diego Azubel/EPA/picturedesk.com

Bergisch-Gladbach/Detroit/Tokio. Obwohl der Zulassungsmotor in Europa mehr stottert als läuft, legen die Verkaufszahlen der Automobilhersteller weltweit deutlich zu. Laut einer aktuellen Studie des Center of Automotive Management (CAM) werden die 16 weltweit aktiven Konzerne in diesem Jahr etwa 71 Mio. Fahrzeuge absetzen, so viel wie noch nie und rund 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Für das kommende Jahr geht das CAM

dann von einem leicht verlangsamten Absatzplus von rund 3 Prozent auf 73 Mio. aus.

Toyota vor GM und VW Die Untersuchung zeigt auch: Der Dreikampf an der Absatzspitze war noch nie so eng wie 2013. Vor dem letzten Quartal liege Toyota nur hauchdünn vor der OpelMutter General Motors und dem Volkswagen-Konzern. Nach der

© EPA

Im Jahresverlauf wurden in China bislang 17,8 Mio. Autos verkauft.

Peking. Der chinesische Automobilmarkt läuft weiter auf Hochtouren – im Oktober sind die Verkaufszahlen neuerlich stark gestiegen. Laut dem chinesischen Branchenverband CAAM ist der Absatz auf dem weltgrößten Automarkt im Vergleich zum Vorjahresmonat um satte 20,3% gestiegen, insgesamt wurden im Oktober rund 1,92 Mio. Fahrzeuge verkauft. Auf Jahressicht liegen die Verkäufe mit 17,8 Mio. Stück um 13,6 Prozent über den ersten zehn Monaten des Jahres 2012.  www.caam.org

© Bosch

Jürgen Zacharias

Toyota darf sich wohl auch 2013 als größter Automobilhersteller der Welt bezeichnen.

Prognose dürfte Toyota das Kopfan-Kopf-Rennen im Gesamtjahr mit 9,75 Mio. Autos (siehe auch Grafik unten) nur ganz knapp vor GM (9,70 Mio.) für sich entscheiden. Volkswagen bleibt demnach mit rund 9,6 Mio. Autos auf Rang 3 – wegen der Marktschwäche in Europa und seinen Absatzproblemen in den USA. 2014 könnten die drei Branchenriesen allesamt erstmals

die Absatzschwelle von 10 Mio. verkauften Autos überschreiten. Volkswagen hätte damit eines seiner für das Jahr 2018 gesteckten Ziele bereits vier Jahre früher erreicht. Zu den globalen Absatzverlierern gehören der PSA-Konzern (-8,0 Prozent) sowie Nissan (-2,3 Prozent) und Renault (-0,3 Prozent). www.auto-institut.de


Freitag, 22. November 2013

H ersteller & Z u lie f erer

automotivebusiness – 23

Jaguar Land Rover Die britischen Edelmarken konnten im vergangenen Quartal ihre Verkaufszahlen sowie Umsatz und Ertrag deutlich steigern

Entgegen dem Trend gewachsen Moritz Kolar

Coventry/Warwick. Während bei vielen europäischen Automobilherstellern die Geschäftserfolge zu wünschen übrig lassen und wenn, dann nur moderat positiv ausfallen, darf sich Jaguar Land Rover über ein erfolgreiches zweites Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 freuen: Gegenüber dem Vorjahr konnte der indisch-britische Hersteller seinen Absatz im Zeitraum von 1. Juli bis 31. September um 21% auf 102.644 Fahrzeuge steigern.

Neue Modelle begehrt

Befeuert vom guten Absatzergebnis, legte der Umsatz im zweiten Quartal sogar um 40% auf 4,61 Mrd. Britische Pfund (rund 5,5 Mrd. Euro) zu, der Vorsteuergewinn stieg auf 668 Mio. Pfund (795 Mio. Euro).

Mrd.-Investitionen geplant Da auch das erste Quartal im laufenden Geschäftsjahr besser als das Vergleichsquartal des Vorjahres ausfiel, ergibt sich im ersten Halbjahr 2013/14 für die britischen Edelmarken, die zum indischen Tata-Konzern gehören, ein Absatzplus von 16%. Insgesamt wurden

197.363 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Der Umsatz legte ebenfalls im Jahresvergleich um 26% auf 8,71 Mrd. Pfund (10,36 Mrd. Euro) und der Vorsteuergewinn um 42% auf 1,08 Mrd. Pfund (1,29 Mrd. Euro) zu. In einer ähnlichen Tonart soll es auch weitergehen: Um die Basis dafür zu legen, investiert Jaguar Land Rover im kommenden Jahr 2,7 Mrd. Pfund (3,21 Mrd. Euro) in den Ausbau von Produkten und Anlagen. Erstmals ist auch eine Fertigung in China geplant sowie Montagewerke in Saudi-Arabien und Brasilien. www.jaguar.com www.landrover.com

© Jaguar/JW Photography

Mit weiteren Investitionen soll das Wachstum nachhaltig stabilisiert werden.

Einer der Hauptgründe für den aktuellen Geschäftserfolg: der neue Jaguar F-Type.

Laut eigenen Angaben sei das vor allem auf die Verkaufsstarts des Jaguar F-Type im Mai und des Range Rover Sport im August sowie eine starke Nachfrage nach der erst im Jänner neu eingeführten dritten Generation des Range Rover zurückzuführen.

Infineon Geschäftserfolge

Gute Entwicklung Neubiperg. Infineon spürt nach einem durchwachsenen Jahr neuen Wind hinter den Segeln. Profitiert habe man dabei vor allem von der kräftig gestiegenen Nachfrage aus der Automobilindustrie, sagte Vorstandschef Reinhard Ploss. Besser gerüstet setzt sich der deutsche Halbleiterhersteller, der auch Standorte in Österreich unterhält, für das neue Geschäftsjahr 2013/2014 deutlich ehrgeizigere Ziele. Nach zuletzt gesunkenen Zahlen sollen Umsatz und Gewinn nun steigen, sagte Ploss, ohne konkreter zu werden. Nach Jahren des Umbaus und teils tiefer Krisen profitiert der Münchner DAX-Konzern von der Konzentration auf weniger schwankungsanfällige Geschäfte etwa mit der Autoindustrie oder Chipkarten.  www.infineon.com

STANDHEIZUNG INKL. FUNKFERNBEDIENUNG ZUM BEISPIEL FÜR AUDI A1

AB 749,- €*

Schaeffler Zwischenbilanz

Umsatz stagniert Herzogenaurach. Das lahmende Industriegeschäft und der schwache Dollar bremsen den Automobilzulieferer Schaeffler. Von Jänner bis Ende September stagnierte der Umsatz bei 8,4 Mrd. Euro, wie das Unternehmen berichtete. Ohne Währungseffekte hätte sich demnach aber ein Plus ergeben. Für das Gesamtjahr nahm der Konzern sein Umsatzziel erneut zurück: Operativ sollen die Erlöse zwar weiter um ein bis zwei Prozent zulegen; einschließlich der Währungseffekte rechnet der Zulieferer allerdings nur noch mit einer Stagnation. Die operative Rendite (EBIT-Marge) soll 2013 rund 13 Prozent betragen.  www.schaeffler-gruppe.de

E IN S T IE G Z U M C O MFO RT Die Vorteile einer Eberspächer Standheizung liegen klar auf der Hand: Einsteigen und sich wohlfühlen, perfekte Rundumsicht genießen, sicher ankommen und dabei noch die Umwelt und den Wagen schonen. Starten Sie jetzt in die Wintersaison mit unserem besonderen Angebot.

* Kompletter Materialpreis inkl. MwSt., exkl. Einbau. Angebot gilt für Fahrzeuge lt. aktueller Fahrzeugliste1), bei ausgewählten Eberspächer-Partnerbetrieben, bis 31.12.2013 bzw. solange der Vorrat reicht. 1) Die Fahrzeugliste finden Sie unter www.eberspaecher-standheizung.at

© Schaeffler

A WORLD OF COMFORT

Die Geschäfte bei Schaeffler laufen derzeit nicht ganz so, wie gewünscht.


Bonus für alle.

Exklusiv für Toyota Yaris, Auris, Auris Touring Sports & Verso. Erfahren Sie mehr: toyota.at

Toyota Frey Austria 64869_Toyota_Hybridwochen_Nov_2013_568x417mm_V8_ICv2.indd 1

*Ersparnis (modell- und ausstattungsabhängig). Barauszahlung ist nicht möglich. Aktion gültig bei allen teilnehmenden Toyota-Partnern, inkl. Händlerbeteiligung bei Zulassung bis 31.12.2013. Symbolfoto. Normverbrauch: 3,5 – 6,8 l/100 km; CO2-Emission: 79 – 169 g/km


Jetzt bis zu

€ 2.500,– sparen!*

Führend in der Technologie, dynamisch im Design – jetzt besonders günstig. Sparen Sie beim Kauf ausgewählter Toyota Modelle bis zu € 2.500,–*. Ob Stadtflitzer, Kompaktwagen, Familienauto oder Platzwunder: Toyota bietet Ihnen volle Auswahl und ein erstklassiges Fahrerlebnis. Und wer es gerne flexibel mag, kann noch bis Jahresende unser exklusives Leasingangebot mit nur 2,99 % Verzinsung über Toyota Finanzservice in Anspruch nehmen – jetzt bei Ihrem Toyota Partner.

18.11.13 14:23


M ode l l & H a n de l

26 – automotivebusiness

Freitag, 22. November 2013

Dacia Duster Dacia hat seinen SUV kräftig aufgefrischt – mit kleinen optischen Details und viel Neuem im Inneren

short

Günstiger kann man nicht ins Gelände fahren

Neue offene Version des kompakten A3

© Porsche

Nebst aufgewerteter Optik und neuem Interieur glänzt der neue Duster auch in Sachen Antrieb. Neues A3-Cabrio von Audi: Offen fährt man künftig ab 31.950,–.

Beatrix Keckeis Hiller

Kleine optische Änderungen Für das Modelljahr 2014 hat Dacia sein Erfolgsmodell nun kräftig überarbeitet, ohne dabei aber die Basic-Assets des Duster zu verfälschen. Geblieben ist die eigenständige Optik und vor allem der Hammer-Einstiegspreis von 11.990 €. Das Außendesign des Duster ist grundsätzlich unverändert geblieben. Frische Akzente setzt jedenfalls der neue Kühlergrill mit wabenförmigem Kühlluftgitter und markanten verchromten Querlamellen sowie die neu gezeichneten Hauptscheinwerfer. Die Lichtquellen sind in drei Segmente unterteilt, die das Wabenmuster des Kühlluftgitters aufnehmen. Ebenfalls umgestaltet wurden die Heckleuchten und die Dachreling, die nun deutlich sportlicher aussieht. In den Heckleuchten sind nun Chromeinsätze integriert, die

Neuauflage für den Vater aller Lifestyler

© Dacia

Wien. Die kompakten SUV sprießen derzeit aus dem Nährboden der Entwicklungsabteilungen der Fahrzeughersteller, wie die Brunnenkresse nach der Regenzeit. Jeder Hersteller will an diesem umsatzschwangeren Kuchen mitnaschen. Und so tun sie es alle! Egal ob Stern, Raubkatze oder das britische Nobel-B(entley) im Logo – der SUV Markt boomt, die Kasse klingelt. Premium ist das Wort der Stunde in Sachen Marketing, das gefällt dem Kunden und auch dem Shareholder. Dass es aber auch ganz anders geht, bewies die rumänische Renault-Tochter Dacia mit dem Duster bereits seit 2010. Mit diesem Modell sorgte Dacia für frischen Wind in der SUV-Szene, der Erfolg des günstigen Offroaders ist nachhaltig.

Monaco. Sportlich, vielseitig und elegant – das neue A3 Cabriolet besticht schon auf den ersten Blick durch seine fließende Linienführung und das Stoffverdeck. Auch technisch setzt sich der offene Viersitzer an die Spitze seiner Klasse – mit konsequentem Leichtbau, hocheffizienten Motoren und leistungsfähigen Assistenzsystemen. Das neue Audi A3 Cabriolet steht sportlich auf der Straße. Im Vergleich zum Vorgängermodell ist es deutlich größer geworden – in der Länge von 4,24 auf 4,42 m, im Radstand von 2,58 auf 2,60 m und in der Breite von 1,77 auf 1,79 m. Dennoch wiegt das A3 Cabriolet in der Basisversion gerade mal 1.345 kg, das sind rund 60 kg weniger als bisher. In der Fahrgastzelle sind viele Bauteile aus ultrahochfestem Stahl gefertigt, die Motorhaube besteht aus Aluminium. Auch bei den Motoren und beim Fahrwerk kommt die Leichtbaukompetenz von Audi zum Tragen. Das neue A3 Cabriolet gibt es mit einem leichten Stoffverdeck. Mit dem elektrohydraulischem Antrieb öffnet es sich in 17 Sek. und schließt es sich in 18 Sek., auch in Fahrt bis 50 km/h ­Geschwindigkeit. www.audi.at

Der aufgefrischte Preisbrecher-SUV von Dacia, mit verfeinerter Optik, neuem Innenraum und mehr Komfort ab 11.990 Euro.

rechteckigen Felder für Rückfahrlicht und Blinker wirken wesentlich dynamischer als zuletzt.

Hochwertiger im Inneren Mehr getan hat sich im Innenraum des preiswerten SUV: Das Cockpit wurde grundlegend überarbeitet. Der Instrumententräger wurde völlig neu gestaltet, das Kombiinstrument verfügt nun über Chromeinfassungen, in den höheren Ausstattungen ist auch ein umfangreicherer Bordcomputer serienmäßig mit an Bord, auch eine Außentemperaturanzeige ist nun integriert. Erstmals sind die Fens-terheber-Schalter in die Türrahmen gewandert. Allein dadurch

wirkt das Cockpit nun wesentlich gediegener. Generell herrscht klarerweise ein gewisser HartplastikCharme im Inneren, wobei die Verarbeitung sehr gut ist und die Materialen keineswegs billig wirken. Weiteres Kennzeichen des Duster-Cockpits ist die neue Mittelkonsole. Die Bedieneinheit ist stärker vom Instrumententräger abgesetzt als im Vorgängermodell und zeichnet sich durch ihre hohe Funktionalität aus.

Mehr Fahrkomfort Viel getan hat sich jedenfalls in Sachen Fahrkomfort im Innenraum. Vor allem das niedrige Geräuschniveau verdient Beachtung.

Dacia spendiert nun allen DusterModellen ein Sechsgang-Getriebe. Die Getriebeabstufung ist nun auch im ersten Gang schwer in Ordnung und trotzdem auch noch im Gelände gut zu gebrauchen. Als Antriebsoptionen stehen zwei Benziner und zwei Dieselmotoren zur Wahl. Die Motorenauswahl für den Duster 4x2 besteht aus dem Benziner 1.6 16V 105 mit 77 kW/105 PS, dem neuen Turbobenziner TCe 125 mit 92 kW/125 PS sowie den Dieseltriebwerken dCi 90 mit 66 kW/90 PS und dCi 110 mit 80 kW/109 PS. Der Duster 4x4 ist mit dem Diesel dCi 110 erhältlich. Der Selbstzünder mobilisiert in Kombination mit dem Allradantrieb 81 kW/110 PS. www.dacia.at

© BMW

BMW 518d BMW untergräbt das bisherige 5er Diesel-Einstiegmodell um den neuen und beeindruckenden 518d

Auch so kann Downsizing aussehen!

Auch der neue Mini ist mit den Minitypischen Basics ausgestattet.

Wien. BMW – da denkt man naturgemäß sofort an dynamische Optik, tolle Ausstattungen und potente Antriebe. Downsizing wäre da nun nicht der erste Gedanke, der einem in den Sinn kommt. Doch bei BMW geht man auch diesen Weg äußerst konsequent und hat der 5er Reihe im Zuge des heuer erfolgten Facelifts eine neue Einstiegsvariante verpasst, die sich nun als 518d direkt unter dem

bisherigen Einstiegsmodell 520d ansiedelt. Doch wer jetzt denkt, dieses Auto stehe nicht vollends zum BMW-Credo „Freude am Fahren“, der irrt.

So muss Downsizing sein Ab 41.900 € steigt man mit dem 518d neuerdings in die 5er-Klasse von BMW ein. Und der „kleine“ Fünfer kann eigentlich alles, was

© BMW

Oxford. Der neue Mini übernimmt den Führungsanspruch des Originals im PremiumSegment der Kleinwagen von seinem Vorgänger und untermauert ihn mit deutlichen Fortschritten in allen für Fahrspaß, Qualität und Individualität relevanten Bereichen. Sein evolutionär weiterentwickeltes Design signalisiert den gereiften Charakter des neuen Modells, der u.a. durch signifikante Optimierungen in den Bereichen Raumangebot, Sicherheit, Ausstattung, Material- und Verarbeitungsqualität sowie Sportlichkeit und Fahrkomfort zum Ausdruck kommt. Eine neue Motoren-generation steigert Fahrspaß und Effizienz, die Auswahl innovativer Fahrerassistenzsysteme wächst ebenso wie das Infotainment-Angebot von Mini Connected. Zur Markteinführung des neuen Mini im Frühjahr 2014 stehen drei vollkommen neu entwickelte Antriebseinheiten mit Mini TwinPower Turbo Technologie zur Auswahl. www.mini.at

Der Einstieg in die 5er-Reihe von BMW gelingt mit dem neuen 518d ab 41.900 Euro.

auch seine größeren Modell-Brüder können und bringt, selbst in der schwächsten 5er-Motorisierung, viel Fahrspaß. Das ist insofern ziemlich eindrucksvoll, da sich der neue 518d mit „nur“ 143 PS begnügt. Diese schöpft er aus einem 1.995 cm� großen Vierzylinder-Dieselmotor, der aber vor allem 360 Nm Drehmoment auf die Antriebsachse loslässt. Damit lässt sich der neue Einstiegs-Fünfer durchaus sehr dynamisch bewegen. Einen wesentlichen Anteil zur wirklich erstaunlichen Dynamik des Antriebs trägt aber vor allem die neue (optionale) AchtgangAutomatik bei. Durch die perfekt abgestimmten acht Fahrstufen ist der 5er in den unteren Gängen relativ kurz übersetzt. Das kommt der Beschleunigung zugute. Auch auf der Autobahn macht der 518d eine gute Figur: Eine Reisegeschwindigkeit jenseits der 150 km/h schafft der 5er problemlos. Hier ist dem Beschleunigungswunder dann doch die eine oder andere Grenze gesetzt, aber ganz und gar nicht so, dass es unangenehm auffiele. Immerhin hat die

Antriebseinheit doch rund 1.700 kg Eigengewicht zu stemmen. Auch das sonst übliche Hochquälen in die obersten Drehzahlregionen bleibt beim 518d eigentlich vollkommen aus. Geschmeidiger kann man das Downsizing-Thema wohl nicht umsetzen. Nebst tollen Fahrwerten glänzt der 518d auch noch mit durchaus beachtlichen Verbrauchswerten. Geht man halbwegs sanft ans Gas, begnügt sich Spar-5er mit unter 5 l auf 100 km, im Alltag sind rund 6 l realistisch, wenn man sich den einen oder anderen schnelleren Ampelstart gönnt oder den Wagen im Sportmodus (Fahrerlebnisschalter ist serienmäßig mit an Bord!) bewegt. Mit allen ‚Nebengeräuschen‘ wie dem Österreich-Paket, LED-Scheinwerfern, Infotainment-System und der Ausstattungslinie Luxury-Line kommt der Testwagen dann auf etwas mehr als 60.000 €. Was aber in Anbetracht der Assets, die der Wagen mitbringt, durchaus als adäquat anzusehen ist. Fazit: 143 PS reichen auch in einem 5er BMW zum Glücklichsein. www.bmw.at


I n n ovati on & U m we lt

Freitag, 22. November 2013

automotivebusiness – 27

Visteon Electronics Der US-Zulieferer überträgt den Tablet-Boom in die neue, globale Plattform für Mazda 3 und Axela

E-Revolution erreicht Auto Damit sollen unterschiedlichste Fahrerinformationen leichter und übersichtlicher dargestellt werden können. Moritz Kolar

Van Buren Township. Wer heute durch die Regale eines ElektronikFachmarkts schlendert, findet von futuristischen Zahnbürsten bis hin zu Küchengeräten mit berühungsempfindlichen Displays vieles, aber kaum noch irgendwo

„Wir wollen uns in der Automobil-

Stand-Computer. Laptops und Netbooks haben den einstiegen Branchengrößen schon vor Jahren ordentlich zugesetzt, nun scheinen sie zwischen Smartphones und Tablets vollends aufzugehen. Vor allem Letztere haben seit dem Launch von Apples iPad zuletzt für eine regelrechte Technik-Revolution gesorgt, die nun erstmals auch ins Auto einzieht. Der US-Zulieferer Visteon Electronics liefert für die neue globale Mazda 3- und Mazda Axela-Plattform ein Fahrer­

informationssystem auf Tablet-­ Basis.

Intuitive Bedienbarkeit Das sogenannte Automotive Tablet Display wurde speziell für die Anwendung in Autos entwickelt, was sich beispielsweise in einer extrem strapazierfähigen Oberfläche zeigt, deren Touch-Display auch mit Handschuhen bedient werden kann. Zudem bietet der hochauflösende TFT-Screen selbst

branche als Innovationsmotor bei Unter­ haltungs­elektronikTechnologien ­positionieren.“

bei direkter Sonneneinstrahlung exzellente Lesbarkeit und erfüllt das Gerät sämtliche erforderliche Sicherheits- und AufprallschutzStandards. Steve Meszaros, President Visteon Electronics, sieht damit die Firmenstrategie erfüllt: „Wir wollen uns in der Automobilbranche als Innovationsmotor bei Unterhaltungselektronik-Technologien positionieren, was uns mit dem Automotive Tablet Display hervorragend gelungen ist.“ Und weiter: „Wir sind uns sicher, damit den Erwartungen der User gerecht zu werden, ihre Gewohnheiten aus der Nutzung von Heimelektronik und mobilen Endgeräten fließend in die Fahrzeugwelt zu übertragen. Das Ergebnis ist ein Display, das sich während der Fahrt intuitiv in gewohnter Art und Weise bedienen lässt.“ www.visteon.com

Steve Meszaros, Visteon

Das Automotive Tablet ­ isplay wurde in Haptik und D ­Aufmachung speziell für die Verwendung in Fahrzeugen entwickelt.

© Visteon Electronics

short

Seat investiert in riesige Solaranlage Barcelona. Seat hat in seinem Werk Martorell bei Barcelona laut eigenen Angaben die weltweit größte Solaranlage der Autoindustrie in Betrieb genommen. Die Solarzellen wurden auf den Dächern von Produktionsstätten und Lagerhallen errichtet und sollen sich zusammen auf eine Fläche von 27,6 ha summieren, was etwa 40 Fußballfeldern entspricht. Kostenpunkt: 35 Mio. €.  www.seat.com

Toyota setzt nicht mehr auf Batterien Tokio. Geht es nach Toyota, haben Batterien in Elektrofahrzeugen bald ausgedient – die Japaner geben der Brennstoffzelle als Stromquelle mehr Zukunftspozenial und rücken deshalb auf der Tokyo Motor Show auch ihre Brennstoffzellen-Studie FCV ins Rampenlicht. Die 100 kW (136 PS) starke Limousine soll laut eigenen Angaben innerhalb von drei Minuten mit Wasserstoff betankt werden können und mit dem daraus produzierten Strom über rund 500 km Reichweite verfügen. In einem ersten Schritt sollen nur wenige Tausend Fahrzeuge produziert werden, in den Jahren danach sollen die Stückzahlen – der Preis in Europa dürfte bei 50.000 bis 70.000 € liegen – deutlich steigen. www.toyota.com

Geht an die Arbeit. Nicht ins Geld.

FORD TRANSIT CUSTOM

2)

Ford SYNC inkl. Notrufassistent4), Durchladeluke4), Laderaumboden „easy clean“4), einklappbarer Dachträger4)

Ab

79,-3) netto mit PowerLeasing Jetzt bei den Ford Gewerbewochen.

Ford TRANSIT CUSTOM Kraftstoffverbr. ges. 6,3 – 7,5 l / 100 km, CO2-Emission 166 – 197 g / km.

Symbolfoto I 1) Max. Preisvorteil im Rahmen der Gewerbewochen von bis zu € 3.000,– bei Kauf eines Ford Neuwagens (bei abgebildeten Ford Transit Custom € 2.000,–). 2) Preisvorteil netto (exkl. USt.) für Gewerbekunden. 3) Leasingrate Ford PowerLeasing netto (exkl. USt.), brutto (inkl. USt.), 30 % Anzahlung, Laufzeit 36 Monate mit Fixzinssatz 3,9 %, 10.000 km Fahrleistung p.a., zuzügl. Bearbeitungsgebühr und gesetzl. Vertragsgebühr. Vorbehaltlich Zinsänderung der Ford Bank Austria und Bonitätsprüfung. 4) Durch Aufpreis lt. Preisliste. Nicht für alle Modellvarianten verfügbar. Nähere Informationen auf www.ford.at. Freibleibendes Angebot.

ößter Österreichs gr er! dl än -H D R FO

1100 Wien, Triester Straße 40, Tel. 01/60 100-0 1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße 261, 01/Tel. 760 77-0 1140 Wien, Guldengasse 1A, Tel. 01/878 11-0 1210 Wien, Brünner Straße 66, Tel. 01/277 80-0 2345 Brunn am Gebirge, Wiener Straße 152, Tel. 02236/31 600

MVC-Transit-271x202.indd 1

20.11.13 13:15


R u n d u m s au to

28 – automotivebusiness

BMW kaufen & gratis TV-Gerät bekommen Wien. BMW Denzel hat rund um seinen Fuhrparkabverkauf eine neue Sales Push-Aktion gestartet: Wer bis Jahresende einen gekennzeichneten BMW (1er, 3er, 5er, 7er, X1, X3, X5 oder X6) kauft, erhält ein LGTV Gerät im Wert von bis zu 4.500 Euro gratis dazu. Nähere Details zum Angebot können telefonisch unter 01/740 20-3077 nachgefragt oder via Homepage nachgelesen werden.  www.denzel.at

© Tech Off/Fotostudio Silvia

Socket-Shoe macht ­Räder wechseln leichter

Dank seiner ergonomischen Form ist der Socket Shoe leicht einsetzbar.

Waidhofen an der Ybbs. Wer schon einmal Reifen wechseln musste, weiß vermutlich, dass die Muttern oft nur schwer zu lösen sind und die in so einem Fall angewandte Technik – auf den Kreuzschlüssel steigen – nicht immer die beste ist. Abhilfe soll in so einem Fall der Socket-Shoe aus dem Hause tech-off schaffen. Das Teil wird über den mitgelieferten Radmutternschlüssel gestülpt und fixiert. Die ergonomische Form ermöglicht es nun, den Schlüssel abrutschsicher mit dem Fuß zu „bedienen“. Laut Geschäftsführer Reinhard Schaumdögl waren „zwei Jahre Entwicklungsarbeit bis zur geprüften Serienreife notwendig. Nun steht die Markteinführung bevor, die Website mit OnlineShop steht bereits.“  www.tech-off.at

Mit Philips-Lampen unters Auto schauen

SOFFI Das Soziale Förderungs- und Forschungsinstitut in Innsbruck hat ein innovatives Befragungssystem entwickelt

Statt nur Stichproben die Masse befragen

Damit werden in der Automobilindustrie etwa Befragungen nach Probefahrten möglich & auswertbar. Jürgen Zacharias

Innsbruck. Die Wirtschaftsprognosen sprechen Klartext: Nur wer weiß, was seine Kunden wirklich wünschen, wird im härter werdenden Wettbewerb die Nase vorn haben. Bisher war es jedoch trotz aufwendiger Methodik vielfach nicht möglich, Käuferwünsche effizient und vor allem auch kostengünstig zu erfassen. Jetzt setzt das Soziale Förderungs- und Forschungsinstitut in Innsbruck, kurz SOFFI genannt, mit seinem jüngst entwickelten Befragungssystem neue Maßstäbe. Durch die Weiterentwicklung herkömmlicher Interviewtechniken und den Einsatz modernster Informationstechnologien stellt das Tiroler Forscherteam der Wirtschaft ein Instrument zur Verfügung, mit welchem Kundenwünsche nicht nur in einem nie dagewesenen Ausmaß, sondern vor allem auch zeitsparend und mit immenser Kostenersparnis erfasst werden können – auch in der Automobilindustrie.

© Panthermedia.net/Jörg Schmalenberger

short

Freitag, 22. November 2013

Schon direkt nach der Probefahrt können die Interessenten ihre Meinung und Eindrücke zum Fahrzeug via Telefon bekanntgeben.

Autofahrerclubs würde es beispielsweise Rückschlüsse auf ihr Angebot der Fahrsicherheitstrainings erlauben“. Das Revolutionäre am SOFFI-Befragungssystem liegt in der Umkehr klassischer Befragungsrituale. Griff bisher ein Heer kos-tenintensiver Interviewer zu Telefon oder Fragebogen, um einer kleinen Gruppe ausgewählter Kunden langwierige Fragen zu stellen, wird nun die Klientel selbst aktiv – und wählt sich, kostenlos aus ganz Europa (das System ist auch in mehreren Sprachen verfügbar) oder über ein direkt beim Händler hinterlegtes Handy, in den SOFFI-Computer ein. Begleitet von einer freundlichen Telefonstimme, manövriert sich der Kunde in der Folge per Tastenwahl durch

Breites Einsatzspektrum „Das System ist in seiner Grundkonfiguration in allen möglichen Branchen – vom Tourismus bis hin zum Bankensektor und der Automobilwirtschaft – verwend- und einsetzbar“, sagt Markus Jenewein, geschäftsführender Gesellschafter von SOFFI, im Gespräch mit medianet, „und wird von uns im Bedarfsfall natürlich entsprechend den Kundenwünschen aufgesetzt und adaptiert.“ Dabei sieht Jenewein im Automobilbereich vor allem im Bereich der Probefahrten und nachfolgender Kundenbefragungen sowie Auswertungen Möglichkeiten zum Einsatz des Systems, „auch den

einen akustischen Fragebogen – und zwar wann und wo immer er will. „Dabei sind möglichst viele Informationen vorab hinterlegt, sodass sich der Kunde ganz auf die wesentlichen Punkte konzentrieren kann“, sagt Jenewein; „so dauert die Befragung nicht viel mehr als fünf oder sechs Minuten – neben geschlossenen Fragen können dabei übrigens auch offene Fragen gestellt und hinterher ausgewertet werden.“

Daten rasch verfügbar Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren sind so nicht nur hochgerechnete Stichproben möglich, sondern können all jene Kunden, die etwas zum Thema zu sagen

haben, vom Unternehmer erreicht werden. Und die Befragungsdaten sind schon unmittelbar nach Beendigung des Interviews übers Internet abrufbar. „Dabei bieten sich zahlreiche Auswertungsmöglichkeiten“, sagt Jenewein; „ein Importeur kann die Daten etwa nach einzelnen Händlern gliedern und ein größerer Händler nach einzelnen Standorten.“ Ob die Kunden auch tatsächlich zum Hörer greifen und ihr Feedback abgeben? „Unserer Erfahrung nach ganz eindeutig ja“, sagt Jenewein. „Man muss die Leute nur dazu einladen, etwa direkt anschließend an eine Probefahrt, und sie über den Ablauf aufklären; dann funktioniert das eigentlich recht gut.“  www.soffi-institut.com

Generali Der Marktführer sieht Boden bei Schadenshöhen erreicht – weniger Kasko-Schäden, aber pro Fall immer teurer

Philips-Neuheiten: das neue Port­folio an LED-Werkstattleuchten.

Eindhoven. Philips bietet eine neue Serie von LED-Werkstattleuchten an. Die beiden Penlight-Modelle passen in die Kugelschreibertasche der Arbeitskleidung, zu den klassischen Kabellampen gehören dagegen die Modelle CBL 20 und CBL 30. Beide eint ein breiter Abstrahlwinkel von 100 Grad und die gleichmäßige Ausleuchtung mit einer Farbtemperatur von 6.000 Kelvin. Die RCH 20 benutzt als Lichtquelle eine 200 Lumen starke Strip-LED und das MDLS besteht aus drei identischen Leuchtkörpern, die aus je einem leistungsstarken Akku in einem wassergeschützten, gegen Kratzer gummierten Gehäuse bestehen.   www.philips.com

Wien. Die Auto-Versicherung ist in Österreich in der jüngsten Vergangenheit immer billiger geworden. Von 2003 bis 2012 sind die Prämien in der Kfz-Haftpflicht im Schnitt um 10 Prozent gesunken und in der Auto-Kasko um 9,3 Prozent, obwohl zugleich das allgemeine Preisniveau – der VPI – um fast 22% zugelegt hat. Möglich waren die Verbilligungen am Markt vor allem durch die stark gesunkene Kfz-Schadenhäufigkeiten um fast ein Viertel – weil Österreichs Straßen und auch die Fahrzeuge sicherer geworden sind –, aber auch durch Kostensenkungen und Rationalisierungen in der Branche, erläuterte Vorstandsdirektor Walter Kupec von dem mit knapp 20% Marktanteil führenden heimischen Autoversicherer Generali.

Hohe Kasko-Durchdringung Mit einem noch schärferen Wettbewerb unter den Kfz-Versicherern rechnet Kupec nicht, falls sich – so wie die Durchschnittsschäden in der Auto-Haftpflicht – auch die Schadenshäufigkeiten nicht mehr

weiter verringern, also hier der Boden schon erreicht ist. Haftpflichtversichert sind in Österreich mittlerweile 6,425 Mio. Fahrzeuge, vor einem Jahrzehnt waren es erst 5,5 Mio. Die KfzKasko-Durchdringung ist in dem Zeitraum massiv angestiegen, von 1,629 Mio. 2003 auf 2,398 Mio. Zudem laufen die Kasko-Verträge heute im Schnitt viel länger als

früher. Die Netto-Prämie in der Kasko lag im Vorjahr mit 498 Euro absolut um rund 50 Euro niedriger als 2003 (547 Euro), in der Haftpflicht verringerte sich die NettoPrämie (ohne Versicherungssteuer) im Schnitt von 296 auf 264 Euro jährlich. Kopfzerbrechen bereitet der Branche der seit Jahren wieder steigende Schadensatz in der Au-

© Panthermedia.net/Jutta Anger

© Philips/Rens van Mierlo

Auto-Versicherungen werden immer billiger

In Österreich sind mit Stand heute rund 6,425 Mio. Fahrzeuge haftpflichtversichert.

to-Kasko, während er in der KfzHaftpflicht anhaltend zurückgeht. „In der Kasko wird es eng, weil die Durchschnittsschäden zunehmen“, sagte Kupec. Hat ein Schadensfall in der Kasko 2003 im Schnitt noch 1.066 Euro gekostet, waren es im Vorjahr schon 1.250 Euro. Die Schadenshäufigkeit in der Kasko hat sich im 9-Jahres-Vergleich zwar spürbar von 43,7 auf 32,6 Prozent verringert, also „nur“ für jedes dritte kaskoversicherte Fahrzeug muss die Assekuranz pro Jahr für einen Schaden aufkommen, doch ist die Schadensfrequenz seit 2007 kaum mehr gesunken, wie die Zeitreihen des Versicherungsverbandes (VVO) zeigen. Wegen der generell hohen Kasko-Schäden werden mittlerweile fast 90 Prozent der gemeldeten Fahrzeugschäden von den Versicherern genauer unter die Lupe genommen, berichtete Kupec, früher waren es nur 10 Prozent. In der Kfz-Haftpflicht dagegen fällt jährlich nur bei jedem zwölften Fahrzeug ein Schaden an (8,4 Prozent), vor einem Jahrzehnt noch bei jedem neunten (11 Prozent).  www.generali.at


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 22. november 2013 – 29

regulierung als chance © EUSIPA

Umsätze mit Zertifikaten, Hebelprodukten an Europas Börsen stark gestiegen  Seite 31

© panthermedia

financenet geld und geschlecht

Bei den Finanzen zeigen sich deutliche Unterschiede, so A.T. Kearney  Seite 33

eurobanken die ezb will sie ­ urechtstutzen z © Epizentrum/Wikimedia/CC Lizenz

Raiffeisen Factor Bank ist auf Wachstumskurs

ATX 13.–20. November 2013

ATX (20.11.) Wochentop Wochenflop

2.607,34 MMK CNTY

-0,41% 3,65% -16,64%

Top 5 ATX Prime Mayr-Melnhof Karton Vienna Insurance Group S Immo Immofinanz Polytec Holding

3,65% 3,05% 2,85% 2,74% 2,66%

Flop 5 ATX Prime Century Casinos -16,64% Valneva -8,29% Zumtobel -7,90% Lenzing -6,73% Palfinger -6,60%

DAX 13.–20. November 2013

Wochentop Wochenflop

9.202,07 LHA SDF

1,63% 5,18% -3,92%

Top 5 DAX Deutsche Lufthansa 5,18% Infineon 5,14% Bayerische Motoren Werke 2,87% Daimler 2,70% Merck 2,54% Flop 5 DAX K+S -3,92% Commerzbank -1,33% Lanxess -1,14% Deutsche Bank -0,98% ThyssenKrupp -0,55%

© medianet/Szene1/Christian Mikes

DAX (20.11.)

Nachfrage bei großen und kleinen Unternehmen Das Instrument des Factoring ist endgültig in Österreich angekommen, sagen die Raiffeisen Factor BankVorstände Gerhard Prenner und Andreas Bene. Sie wuchsen heuer schon um 40 Prozent; der Gesamtmarkt hat sich in fünf Jahren verdoppelt.  Seite 30

inhalt

Capital:Markets > Raiffeisen prüft TeilRückbau im Osten > Erste Bank für Frauen in Indien Fonds:Park > UBS setzt auf die Arzneien der Zukunft

30

他們說中國話

31

Sprechen Sie fachchinesisch?

30

Banking > EBA sieht noch zu viele Banken in Europa 34 > Bawag gliedert Abwicklung von Privatkrediten aus 34 Insurance:Watch > Kaum Geld von Versicherern für die Philippinen 34

Die Wiener Versicherungsmakler beraten Sie gerne! www.wiener-versicherungsmakler.at

ab sofort vor ORF „Wien heute“ und auf W24


f i n a n c e : c ov e r

30 – financenet

Freitag, 22. November 2013

financenet@medianet.at

Raiffeisen Factor Bank Vorstände Gerhard Prenner und Andreas Bene liegen bei Volumen 40 Prozent über Vorjahr

kolumne

Neuer Wachstumssprung

Geht’s den Bösen jetzt an den Kragen?

Durchbruch bei Großunternehmen wie geplant geschafft, Raiffeisen-Vertriebsstärke zeigt Wirkung. Wien. Die Raiffeisen Factor Bank hat 2013 den „Durchbruch bei den Großkunden geschafft“, freuen sich Raiffeisen Factor BankVorstandsvorsitzender Gerhard Prenner und sein Vorstandskollege Andreas Bene. Letzterer ist für den Markt bzw. Vertrieb zuständig, Prenner für Risikosteuerung und

reinhard krémer

J

etzt wird’s ernst mit der Drohung von US-Präsident Barack Obama, die Mitverursacher der Immobilienkrise zur Verantwortung zu ziehen. Milliarden fließen von inkriminierten Banken – zuletzt wurde vereinbart, JP Morgan mit 13 Milliarden US-Dollar, also rund zehn Milliarden Euro, für „ernsthafte Falschdarstellungen” bluten zu lassen. Damit ist der Reigen aber noch lange nicht zu Ende: Die Bank of America soll 864 Millionen Dollar locker machen. Und weil es noch jede Menge weiterer Skandale im Umfeld der Banken gab, wie etwa den Libor-Zinsskandal, in den auch die Deutsche Bank verwickelt gewesen sein dürfte (es gilt wie immer die Unschuldsvermutung), wird noch mehr Geld fließen. Das heißt, allein die größten US-Banken könnte ihr Tun vor der Krise letztlich über 100 Milliarden Dollar kosten, schätzen Experten. All das aber wird den Hundertausenden Amerikanern, die ihre Wohnstätte verloren haben und oft, wenn sie Glück hatten, in Zeltstädten oder gar in ihren Autos hausen mussten, herzlich wurscht sein. Denn den Schmerz kann wohl niemand mehr gut machen. Da ist man als Alpenrepublikaner, Hypo hin oder ÖVAG her, fast schon froh, mit ein paar Milliarden an Steuergeld davonzukommen – auch wenn’s trotzdem weh tut ...

„Mit Verzug ist Factoring damit nun auch in Österreich überall angekommen.“

Controlling. Auch große Unternehmen greifen im Jahr 2013 verstärkt auf Factoring zurück, um sich die Vorteile wie Bilanzverkürzung zu sichern bzw. es aktiv aus Gründen des Bilanzmanagements zu nützen. „Mit Verzug ist Factoring damit nun auch in Österreich überall angekommen“, so Prenner.

Weitere Zuwächse Die Zahlen zeigen diesen Trend sehr deutlich, meinen die beiden Vorstände: Derzeit liegt die Raiffeisen Factor Bank beim Volumen um 40% über der Vergleichsperiode des Jahres 2012. Auch 2014 hat man sich dem Wachstum verschrieben. „Wir wollen mit gesunden Bonitäten wachsen“, so Prenner. Zu dem Erfolg trägt bei, dass die Bank nun auch innerhalb des Raiffeisensektors viel Rückenwind spürt: Die Vertriebsorganisation von Raiffeisen legt sich ins Zeug, nachdem die Vorteile von Factoring für die Kunden nun auch innerhalb der Partnerbanken immer bekannter werden. Zu den Stärken

© medianet/Szene1/Christian Mikes

gerhard prenner raiffeisen factor bank

Raiffeisen Factor Bank-Vorstände Gerhard Prenner, Andreas Bene: starke Nachfrage bei vielen Branchen, Unternehmenstypen.

des Factoring gehört nicht zuletzt auch die Tatsache, dass nicht nur die kleinen Unternehmenskunden, sondern auch die großen Unternehmen davon profitieren, so die Raiffeisen Factor Bank-Vorstände.

Vorteile ausspielen „Professionelle Unternehmen haben schon früh die Vorteile des Factoring erkannt; auch die internationalen Unternehmen waren schon früh auch in Österreich aktiv“, so Bene. Zu den Haupttreibern am Markt gehört, dass Factoring u.a. zu einem besseren Rating verhilft und die Liquidität stärkt. Es gebe aber auch weniger bekannte Vorteile: Neben der Verbesserung der Bilanzstruktur gibt es

nämlich auch neue Möglichkeiten bei der Rechnungslegung. So kann man etwa den eigenen Abnehmern längere Zahlungsziele gewähren und ihnen so entgegenkommen – und weil man selbst die Forderung sofort an die Factorbank verkauft, muss man deshalb trotzdem nicht länger auf sein Geld warten.

der Gesamtmarkt des Factoring hat sich in Österreich in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Der Nachholbedarf sei dennoch weiterhin enorm: Der Anteil des Factoring ist in Österreich immer noch viel geringer als anderswo. Für das Jahr 2014 hat sich die Raiffeisen Factor Bank ein Wachstum bei den Großunternehmen, aber auch allen übrigen Marktsegmenten, vorgenommen; Nachfrage herrsche derzeit quer durch die Bank, von Kfz-Zulieferern über Großhandel und Produktionsbetriebe, Lebensmittelproduzenten und Speditionen bis zu Pharma u.v.m. Dabei wird freilich auch auf eine gesunde, stabile Risikoentwicklung geachtet, betont man. (gst)

In 5 Jahren verdoppelt Auch eine saisonale Glättung von Umsätzen und verbesserte Finanzierungskonditionen sind möglich: Letztere etwa deshalb, weil man die Bonität der Abnehmer, die vielleicht besser ist als die eigene, ausnützen kann, so Bene. All dies trägt zu den Wachstumsraten bei;

Druck Börsenprospekte

Verkäufe In der Ukraine, Ungarn, Slowenien möglich

Bharatiya Mahila Bank Kredite bevorzugt für Kundinnen

Wien. Die Bösmüller Print Management GesmbH & Co. KG hat ein eigenes „Financial Printers Team“, das für die Herstellung von Börsenprospekten verantwortlich zeichnet, eingesetzt. Man sei sich dessen bewusst, dass in der Finanzbranche langfristige Partnerschaften, Professionalität und Vertrauen eine wesentliche Rolle spielten. Der Gründer des Familienunternehmens, Franz Bösmüller, und Geschäftsführerin Doris Wallner-Bösmüller sind seit vielen Jahren verlässliche Partner namhafter Banken wie der UniCredit Bank Austria oder der Erste Group Bank, wird betont. Auch börsenotierte AGs wie die Teak Holz International oder AT&S zählen zu den Kunden. Die Herstellung von Börsenprospekten bedeutet: Unter hohem Zeitdruck die Daten der Notare aufzubereiten, zu drucken, zu binden und zeitgerecht per „overnight service“ weltweit an internationale Banken zu versenden. Hier nehme Bösmüller eine Schlüsselposition im österreichischen Finanzsektor ein.

Wien. Bei der börsenotierten Raiffeisen Bank International (RBI) stehen drei Banktöchter auf dem Prüfstand: in der Ukraine, in Ungarn und in Slowenien. Nicht nur für die Ukraine-Tochterbank Aval laufen Gespräche mit möglichen Kaufinteressenten; auch für die Tochterbank in Ungarn werden Angebote geprüft. In einer Ad-hocMeldung hat die RBI aufhorchen lassen: „Neben der Ukraine stehen auch Märkte wie Ungarn und Slo-

Neu-Delhi. Die erste Bank speziell von und für Frauen hat am Dienstag in Indien geöffnet. Die Bharatiya Mahila Bank werde Kredite zu niedrigen Zinssätzen bevorzugt an Frauen vergeben oder an Unternehmen, die Produkte für Frauen herstellen, sagte die Vorstandsvorsitzende Usha Ananthasubramanian bei der Eröffnung in Mumbai.

© APA/Hans Klaus Techt

Raiffeisen prüft den Teil-Rückbau

RBI-Chef Karl Sevelda hat drei Märkte unter „besonderer Beobachtung”.

wenien aktuell unter besonderer Beobachtung. Ein Rückzug (‘withdrawal‘) aus diesen Märkten kann nicht ausgeschlossen werden.”

„Viel Herzblut drin“ RBI-Chef Karl Sevelda hatte noch am Wochenende erklärt, „grundsätzlich wollen wir natürlich in Ungarn bleiben; da ist viel Herzblut drin.” Allerdings sehen sich die Banker durch das rechtliche und steuerliche Umfeld in dem Land an der Grenze des Erträglichen. „Es gibt Interessenten in Ungarn, deren Angebote wir auch prüfen”, sagte RBI-Sprecherin Ingrid Krenn-Ditz zur Austria Presse Agentur. Ob man denen nähertreten werde können, müsse man sich anschauen. In der Ukraine beschäftigt Raiffeisen heute rund 13.500 Mitarbeiter, ein Fünftel weniger als vor fünf Jahren. In dem Markt liegt der Anteil fauler Kredite bei etwa einem Drittel aller Ausleihungen (Non Performing Loans/NPL-Quote). Die Raiffeisen Bank Aval laufe heuer sehr profitabel, wird bei Raiffeisen festgehalten. (APA)

Indien: Erste Bank nur für Frauen

Frauen-Bank eröffnen. In Österreich sorgte übrigens vor Jahren die RB Gastein mit einem ähnlichen Konzept für Aufsehen: Sie verlegte sich dabei nicht ausschließlich auf weibliche Kunden, das vom Beratungsunternehmen emotion banking entworfene Konzept der Ansprache von Kundinnen aus verschiedenen Zielgruppen sorgte aber in der Zeit nach dem Start für hohe Zuwächse, berichtete die RB seinerzeit. (red/APA)

Viel Nachholbedarf „Nur 26 Prozent der Frauen in Indien geben an, ein Bankkonto zu haben – obwohl viele Banken von Frauen geführt werden”, sagte Finanzminister P. Chidambaram. Die neue Bank, deren Vorstand komplett weiblich besetzt ist, solle Frauen in ihren Rechten stärken. Nach Angaben der Frauen-Bank dürfen dort allerdings auch Männer ein Konto führen. Zunächst nehmen sieben Filialen in Delhi, Mumbai, Kolkata, Chennai und andere Städten ihre Arbeit auf. Die Regierung stattete die Bank mit umgerechnet 119 Mio. € aus. Bis 2015 soll in jedem der 640 Distrikte Indiens eine solche

© EPA/Divyakant Solanki

Top-Spezialist

Nur 26 Prozent der Inderinnen haben derzeit ein Bankkonto.


Freitag, 22. November 2013

z e r ti f i kate & f on ds: pa r k

financenet – 31

financenet@medianet.at

Zertifikate Anlageberater in Schweden und UK müssen per Gesetz Zertifikate in gleichem Ausmaß anbieten wie andere Veranlagungsinstrumente

Selbstregulierung als Chance Wien. Vor Kurzem fand die Jahrestagung der European Structured Investment Products Association (EUSIPA) auf Einladung des Zertifikate Forum Austria in Wien statt. Seitdem ist der niederländische Branchenverband in der Interessenvertretung für Zertifikate in Europa aufgenommen, neben den nationalen Verbänden aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich und Schweden. Die Umsätze mit Anlagezertifikaten und Hebelprodukten an den europäischen Börsen sind im zweiten Quartal 2013 deutlich gestiegen. Hierzu trug insbesondere die volatile Entwicklung an den europäischen Finanzmärkten bei. Das Handelsvolumen nahm im Vergleich zum ersten Quartal 2013 um 8,7% auf 27,1 Mrd. € zu, im Jahresvergleich sogar um 22,1%. An den Börsen in den EUSIPA-Mitgliedsländern umfasste das Produktangebot Ende des zweiten Quartals 444.876 Anlagezertifikate und 616.525 Hebelprodukte. Gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres nahm die Zahl der gelisteten Produkte ganz leicht (-0,1%) ab.

Tiefe Zinsen helfen

einem festen Leistungsversprechen Ertrag bei jeder Marktlage bringen können“, führt Arbter aus, „sie eignen sich deshalb auch sehr gut als Vorsorgeprodukte.“ Auch die Flexibilität des Veranlagungsinstruments Zertifikat bezüglich Markterwartung und Risikobereitschaft sei beispiellos und werde weiterhin zum Ausbau des Marktanteils von Zertifikaten in den Depots von Privatanlegern führen. Die Branchenvertreter setzen künftig weiterhin auf verstärkte Produktinformation und Ausbildung. Gewünscht ist, dass auch auf nationaler Ebene Maßnahmen zur Förderung von Zertifikaten statt-

fänden. So seien Anlageberater in Schweden und Großbritannien per Gesetz angehalten, Zertifikate in gleichem Ausmaß anzubieten wie andere Veranlagungsinstrumente. Mit Blick auf die europäischen Regulierungsvorhaben mahnt Knüppel zu Augenmaß: „Das Korsett, das der Zertifikatebranche angelegt wird, um auch politisch eine gute Figur zu machen, könnte ungewollt so fest geschnürt werden, dass den Emittenten die Luft weg bleibt. Will hier eine Branche wenig sachgerechte Gesetze und Verordnungen überflüssig machen, so muss sie sich kraftvoll selbst regulieren.“(lk)

© EUSIPA

22,1% mehr Umsatz im zweiten Quartal mit Anlage- und Hebelprodukten.

Vertreter der Mitgliedsländer, Mitte Heike Arbter: „Auch als Vorsorgeprodukt geeignet“.

Wichtige Anliegen halten sich nicht an Öffnungszeiten.

EUSIPA-Generalsekretär Thomas Wulf, Heike Arbter, Vorstandsvorsitzende des Zertifikate Forum Austria (ZFA), und Hartmut Knüppel, geschäftsführender Vorstand des Deutschen Derivate Verbands (DDV), zeigten sich optimistisch, was die künftige Entwicklung der Marktvolumina betrifft. Grund dafür sei das anhaltend niedrige Zinsumfeld in der Eurozone und ein Mangel an Anlage-Alternativen. „Unter Berücksichtigung der Inflationsrate verlieren Sparer in Österreich Milliarden, wenn sie im vorherrschenden Zinsumfeld ihr Geld auf dem Sparbuch parken“, so Arbter. „Immer mehr Menschen wissen, dass Zertifikate oder Zertifikate-Sparpläne als Produkte mit hoher Transparenz und

Jetzt Samsung GALAXY Tab 3 gratis!

UBS Arzneien der Zukunft

Biotech als Tipp

Wir sind immer und überall für Sie da.

Zürich. Die „Biotechnologie-Unternehmen liefern die Arzneimittel der Zukunft. In diesem Sektor haben bahnbrechende Entwicklungen stattgefunden, was Behandlungsmöglichkeiten bestimmter Krankheiten betrifft“, sagt Nathalie Lötscher, Fondsmanagerin des UBS (Lux) Equity Fund – Biotech (USD), im jüngsten UBS-Marktkompass. Starke Fundamentaldaten und eine steigende Zahl von Börsengängen hätten die Biotechnologie-Branche vorangetrieben und tun dies noch.

Mit unserem neuen SmartBanking.

© UBS

Erledigen Sie jetzt Ihre Bankgeschäfte wann und wo Sie wollen – auch per VideoTelefonie. Beim neuen SmartBanking für Privatkunden ist Ihr persönlicher Betreuer Mo–Fr bis 20 Uhr für Sie online. Infos und Bedingungen auf smartbanking.at

Lötscher: „Starkes Plus im Halbjahr bei Erträgen und Verkaufsprognosen.” 002558T3_UC_SmartB_LEAD_adapt_216x288ssp_medianet_MN.indd 1

15.11.13 12:42


f on d s: pa r k

32 – financenet

Freitag, 22. November 2013

financenet@medianet.at

Volksbank Investments „Unternehmer-Investments” als Strategie in zinsarmen Zeiten, z.B. Dividendentitel

short

Wider das Zins-Dilemma

VB Investments setzt auf Dividendenwerte Wien. Der neue „Global Dividend Garant 2“ (ISIN AT000B121637) von Volksbank Investments baut auf die 100 dividendenstärksten Unternehmen der Welt. Die Bedeutung von Dividendenaktien steige kontinuierlich. Das Zertifikat basiert auf dem STOXX Global Select Dividend 100 Index. Der Investor partizipiert zu 100% an der positiven Wertentwicklung bis zur Ertragsobergrenze von 160% (vor Steuer) des Nennwerts. Es gibt 100% Kapitalschutz am Ende der sechsjährigen Laufzeit. (lk)

Wien. Ein Ende des Niedrigzinsniveaus scheint nicht absehbar zu sein. „Das bedarf einer neuen Fokussierung bei den Anlegern. Sicherheit muss im Sinne von ,Vermögen real erhalten‘ neu definiert werden“, heißt es bei Volksbank Investments. Ergo sollte man sich „Unternehmenserfolge ins Depot holen“.

Unternehmensanleihen aufgrund höherer Renditen deutlich an Attraktivität. Vor dem Hintergrund neuer Emittenten am Markt und eines stark steigenden Emissionsvolumens böten sich derzeit hervorragende Anlagemöglichkeiten. Als passende Produkte empfehlen die Volksbank-Experten einerseits die Fonds „VB Dividend-Invest“, einen Klassiker unter den heimischen Investmentfonds, bei dem in globale, dividendenstarke Qualitätstitel investiert werde, und den „VB Corporate-Bond“ Fonds. Hier werde in überwiegend auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit sehr guter bis guter Bonität angelegt. Für die Anleihenseite hält man den „VB Smart-Corporate 12/2018“ für geeignet, wo die einfache Funktionsweise einer fix verzinsten Anleihe mit den hohen Sicherheitsaspekten eines breit diversifizierten Unternehmensanleihen-Fonds (Laufzeiten-Fonds) vereint seien.

Ausschüttungen steigen Nach einer Phase der Eigenkapitalstärkung sei nun größtenteils auf den Märkten ein stabiler Trend in Richtung deutlicher Steigerung der Ausschüttungsquoten zu erkennen. Unternehmen mit hohen Dividenden weisen zudem geringere Schwankungen auf; das bringe zusätzliche Stabilität im Depot. Während Staatsanleihen der europäischen Kernstaaten sich seit Monaten auf extrem niedrigem Renditeniveaus befinden, gewinnen

© Swisspartners

Swisspartners: sehr positiv für Aktien

© Foto Wilke

Tipp: Unternehmenserfolge ins Depot holen; Unternehmensanleihen als aufstrebende Asset-Klasse.

Friedrich Strobl, Leitung Capital Markets Products and Sales bei VB Investments.

Staffel-Übergabe an Randeep Somel Fast 25 Jahre lang hat Graham French den M&G Global Basics gemanagt

Ahluwalia: „In Richtung synchroneres weltweites Wachstum“.

London. Graham French zieht sich aus dem Tagesgeschäft im Fondsmanagement zurück und hat die Verwaltung des M&G Global Basics Fund an seinen Stellvertreter Randeep Somel übertragen. Beide haben mehr als fünf Jahre zusammengearbeitet, sodass das Fondshaus keinen Bruch in der Anlagestrategie befürchtet. Nach fast 25 Jahren bei M&G sieht French nun den Zeitpunkt gekommen, den Staffelstab an die nächste Fondsmanager-Generation zu übergeben; dies habe auch familiäre Gründe, wie es heißt. Er versichert, „dass die Anleger des M&G Global Basics Fund bei Randeep in guten Händen sein werden“. Somel ist seit 2010 stellvertretender Fondsmanager des M&G

© M&G/Justin Canning

M&G: „Fonds-Urgestein“ zieht sich zurück

Wien. Peter Ahluwalia, Partner und CIO beim Schweizer Wealth Manager swisspartners, sieht ein „synchroneres weltweites Wachstum“ auf Schiene. Dies spreche sehr für Aktien: Die Dividendenerträge wirken im Vergleich zu den Renditen von Staatsanleihen attraktiv, die Bewertungen seien im historischen Vergleich weit von den Höchstwerten entfernt, und die Anleger seien kaum euphorisch gestimmt. Dies gilt es zu nützen. Nachdem die US-Wirtschaft zaghaft wächst, „scheint nun auch Japan die Talsohle durchschritten zu haben, China legt eine sehr sanfte konjunkturelle Landung hin und auch Europa hat die Rezession offiziell hinter sich gelassen”, so Ahluwalia.  (lk)

Somel hält an Grahams „Konzept der wirtschaftlichen Entwicklungskurve” fest.

Global Basics Fund. Er gehört dem globalen Aktienteam an, seitdem er vor fast neun Jahren zu M&G kam. Für ihn ist der M&G Global Basics Fonds einzigartig, „ein Multi-Themenfonds, der in globale Aktien nach dem Konzept der wirtschaftlichen Entwicklungskurve investiert. Das Ziel: Rendite mit Unternehmen machen, die wegen ihrer Marktstellung vom sich ändernden Konsum- und Investitionsverhalten der 3,5 Milliarden Menschen in den Schwellenländern profitieren”. An den Investmentprinzipien oder der Philosophie des Fonds werde nicht gerüttelt, betont Somel. Der Fonds werde weiterhin ohne Benchmark gemanagt werden, die Portfoliogröße von rund 60 Titel bleibt unverändert.  (lk)

Ermittlungen Nicht nur zahlreiche Anleger müssen zittern, auch Vertriebspartner der Infinus-Gruppe könnten in die Pflicht genommen werden

Noch lange kein Licht im Infinus-Anlage-Krimi Homepage einrichten, auf der aktuelle Informationen bereitstünden. Der vorläufige Prosavus-Verwalter Frank-Rüdiger Scheffler rechnet mit 10.000 Gläubigern, schreiben die Dresdner Neueste Nachrichten. Er habe eine Hotline eingerichtet (Deutschland: 0180/600 00 18). Auch er müsse zunächst tief in die Bücher abtauchen, um festzustellen, ob genug Geld zur Eröffnung eines Verfahrens vorhanden ist.

Die Dresdner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Anlagebetrug gegen acht Mitarbeiter der Infinus-Firmengruppe.

Haftungsfragen Der Zusammenhang mit Österreich: Laut Branchendienst www. fondsprofessionell.at soll die Infinus Gruppe mit einem Unternehmen in Salzburg zusammengear-

© Panthermedia.net/Harald Jeske

Dresden/Salzburg. Die Infinus-Gruppe steht im Verdacht, rund 25.000 Anleger mit falschen Gewinnversprechen betrogen zu haben. Es geht dabei um verwaltete Mittel von bis zu 850 Mio. €. Bei einer Großrazzia am 5. November hatten Ermittler das gesamte Vermögen der Gruppe beschlagnahmt und kurz darauf sämtliche Konten gesperrt, was nun für erhebliche Unruhe unter Anlegern und Vermittlern sorgt. Der Staatsanwaltschaft wird zur Last gelegt, mit diesem Schritt den Totalverlust bei Anlegern zu riskieren. In Deutschland finden nun laufend Info-Veranstaltungen von Rechtsanwaltskanzleien statt. Die Infinus-Spur führt jedoch auch nach Österreich. Bei zwei der wichtigsten Unternehmen aus der Infinus-Gruppe, Future Business (Fubus) und Prosavus, ist das vorläufige Insolvenz­ verfahren eröffnet worden. Sie boten in großem Stil Orderschuld­ verschreibungen und Genuss­rechte an. Der eingesetzte vorläufige Fubus-Verwalter Bruno M. Kübler forderte die Gläubiger auf, Ruhe zu bewahren. Er werde in Kürze eine

Anwalt Cramer: „Für Anleger ist es wichtig, die Originaldokumente zu besitzen.”

beitet haben, mit dessen Hilfe die Bilanzen mit einem Provisionskarussell geschönt wurden. Im Visier der Justiz stehen dabei vor allem sogenannte flexible Goldsparpläne, die Infinus nicht nur an seine Kunden, sondern auch an seinen Mutterkonzern Fubus verkauft hat. Der Anbieter verlautete gegenüber der APA jedoch, dass er zu Unrecht in die Affäre hineingezogen werde. Ermittelt wird weiters gegen zwei Verantwortliche der Salzburger Firma Terra Premium; auch dort hätte es Razzien gegeben. Terra Premium hat Infinus, wie vielen anderen deutschen Finanzpartnern, Edelmetallprodukte verkauft. Die Handlungsanweisungen für Vertriebspartner gehen auseinander. Während die einen meinen, die Haftungsgefahr für InfinusVermittler sei gering, da Infinus den einzelnen Partnern ein eigenes Haftungsdach geboten habe, sehen Anlegeranwälte dies anders: Vermittler seien nicht aus der Pflicht und könnten wegen Falschberatung zur Haftung gezogen werden. Infinus-Anlegern, die nach Bekanntwerden der Ermittlung (zu)

rasch reagiert und ihre Orderschuldverschreibungen (Anleihen) gekündigt haben, droht nun unter Umständen Ungemach: Nämlich dann, wenn sie die Originalurkunde beigelegt haben. Darauf macht der Dresdener Rechtsanwalt Friedrich Cramer aufmerksam.

Originale behalten „Ist die Urkunde an den Emittenten zurückgegeben, muss der Anleger gegenüber dem Insolvenzverwalter nachweisen, dass er trotz Aushändigung des Originals kein Geld daraus erhalten hat“, wird Cramer in Medienberichten zitiert. Daher: Besser nur eine Kopie beizulegen – wobei ohnehin fraglich sei, ob eine Kündigung der Orderschuldverschreibungen einen Vorteil bringe. Originaldokumente könnten auch mit Blick auf die Lebensversicherungen eine Rolle spielen, in die der Konzern investiert hatte. Diese seien einer der wichtigsten Vermögenswerte in der Bilanz von Fubus und Prosavus. Auch hier käme es darauf an, das Papier physisch zu besitzen.(ag/lk)


ba n k i n g

Freitag, 22. November 2013

financenet – 33

financenet@medianet.at

A.T. Kearney Studie untersucht geschlechtsspezifische Gewohnheiten im Umgang mit Banken und Finanzprodukten

Beim Thema Geld und Banken zeigen sich zwischen Frauen und Männern deutliche Unterschiede.

Risiken im Privatkundengeschäft: GE will Finanzsparte eindampfen.

Bankfilialen sind bei beiden Geschlechtern auch in Zeiten des Internets gefragt, wenns um die Beratung für Finanzprodukte geht.

Auch bei anderen wichtigen Finanzprodukten gibt es Unterschiede zwischen Frauen und Männern: Während laut Studie 69 Prozent der Männer in Europa Kreditkarten nutzen, sind es nur 67 Prozent der Frauen. Nirgends fällt der Unterschied so groß aus wie in Italien, wo öfter als anderswo der Mann darüber entscheidet, wie die Familie mit ihrem Geld umgeht. Auch beim Nachbarn Deutschland nutzen deutlich mehr Männer Kreditkarten Große Übereinstimmung zwischen Frauen und Männern gibt es dagegen in einem anderen zentralen Punkt: Auch in Zeiten von

Geld abgezogen Debatte lässt Mittelzuflüsse sinken

Schwarzgeld beutelt Julius Bär

tum seit 2009 ausweisen, als Bär bei den Kunden neues Geld von lediglich drei Prozent des Bestands hereinholen konnte. Eine Großübernahme bescherte Bär bis Ende Oktober immerhin einen sprunghaften Anstieg der Kundengelder, doch warfen die im Zuge von Übernahmen gewonnenen neuen Kunden auch weniger ab als das bestehende Geschäft. Auch UBS und Credit Suisse legten enttäuschende Zwischenberichte vor. (APA/red)

plötzlich allein um die Finanzen kümmern. Darauf sind sie aber nicht vorbereitet – denn je älter die Kundin ist, desto weniger Finanzprodukte hält sie in der Regel, verglichen mit einem gleichaltrigen Mann.

Ganz anders ist die Situation von Frauen unter 25 Jahren, die sich als Bank- und Versicherungskunden ähnlich verhalten wie gleichaltrige Männer. Der Unterschied wird jedoch schnell größer, sobald geheiratet wird: Frauen delegieren dann Finanzentscheidungen häufig an den Ehemann. Fazit: „Auch wenn Banken nicht gleich spezielle Frauen-Filialen

einrichten müssen, sollten sie dennoch stärker auf diese Kundengruppe eingehen“, sagt Chikova. So könnten die Institute gegenüber Frauen stärker mit nachhaltigen Investments werben, die bei dieser Kundengruppe besonders beliebt sind. Ältere Kundinnen sollten zudem mit einem besonderen Beratungsansatz betreut werden – zum Beispiel von gleichaltrigen Beraterinnen, die die besonderen Anforderungen in der Vermögensverwaltung der über 60-Jährigen besser verstehen. Die Studie wurde gemeinsam mit dem Research-Haus YouGov durchgeführt, in der europaweit insgesamt 6.000 Menschen nach ihren Finanzgewohnheiten befragt wurden. (red)

Dexia Spartenverkauf

BNP Fortis Anteil verkauft

Mit Heirat ändert sich alles

© EPA

Brüssel/Nikosia. Die Regierung in Zypern will die auf dem Höhepunkt der Schuldenkrise eingeführten Kapitalverkehrskontrollen bald wieder abschaffen. Ihr Wegfall sei eine Sache von Monaten und nicht von Jahren, sagte Finanzminister Harris Georgiades. Die jetzigen Kontrollen zur Verhinderung eines massiven Kapitalabflusses seien bereits nicht mehr so streng wie im März. Damals wurden aus Angst vor einem Ansturm auf die Banken erstmals seit der Gründung der Eurozone Kapitalverkehrskontrollen eingeführt. (APA/Reuters)

Weniger Verlust Staat steigt aus Brüssel/Amsterdam. Die verstaatlichte französisch-belgische Finanzgruppe Dexia hat ihren Verlust drastisch reduziert. Im dritten Quartal sei ein Fehlbetrag von 83 Mio. Euro angefallen nach einem Minus von 1,2 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Dazu habe die Veräußerung der Versicherungssparte Sofaxis beigetragen. Zudem profitierte Dexia von niedrigeren Refinanzierungskosten.

Mit Luxemburg-Garantie

Die Schweizer Privatbank Julius Bär lukriert deutlich weniger Kundengelder.

Zypern: Kapitalverkehr wieder ohne Kontrollen

Seit Ende 2012 hat der einst weltgrößte Finanzierer für Kommunen seine Bilanzsumme um 119 Mrd. Euro auf nur noch 238 Mrd. Euro reduziert. Das Geldhaus war während der Finanzkrise kollabiert. Mittlerweile gehört es zu rund 95 Prozent den Regierungen von Frankreich und Belgien. Zudem garantiert auch Luxemburg für die Verbindlichkeiten der Bank. In Österreich war der Finanzkonzern mit der Dexia Kommunalkreditbank AG vertreten. Sie wurde heuer aber mit ihrer Muttergesellschaft Dexia Credit Local S.A. verschmolzen.  (APA/reuters)

Brüssel/Paris. Der hochverschuldete belgische Staat will seinen Anteil von 25 Prozent an der Bank BNP Paribas Fortis an deren Hauptaktionär, die französische Großbank BNP Paribas, verkaufen, heißt es seitens der Regierung. Der Staat übernahm 2008 ein Viertel der Anteile, um den Zusammenbruch des Instituts zu verhindern. 2009 stieg BNP Paribas ein und benannte die Fortis Bank Belgium um. Unter dem Strich wird der belgische Staat aus der Transaktion nach eigenen Angaben rund 900 Mio. Euro Gewinn erzielen. Der jüngste Verkauf bringt rund 3,25 Mrd. Euro ein, der Betrag muss mit den 2,35 Mrd. Euro, die der Staat nach der Finanzkrise in die Rettung gesteckt hatte, gegengerechnet werden. Mit dem Verkauf will Belgien seine öffentliche Verschuldung verringern und unter die wichtige Marke von 100 Prozent der Wirtschaftsleistung drücken. Bereits im April hatte die Regierung beschlossen, die FortisAuffangbank („Bad Bank“) namens Royal Park Investment für eine Milliarde an die Investmentgesellschaft Lone Star zu verkaufen.

Deutsche Bank Irland: Belegschaft mal drei

© panthermedia.net/speedfighter

Online-Banking legen beide Geschlechter nach wie vor großen Wert auf die Beratung in der Filiale. Fast zwei Drittel aller befragten Männer und Frauen bevorzugen die Filiale als Ort, an dem sie ein neues Bankprodukt kaufen wollen. Mehr als 50 Prozent erwerben zudem eine Versicherung lieber in direkter Beratung. „Das Internet wird bevorzugt für einfache Transaktionen genutzt, aber für kompliziertere Entscheidungen gehen viele lieber zu einem Berater“, resümiert Daniela Chikova, Bankenexpertin bei A.T. Kearney und Mitautorin der Studie. Im Alter stehen viele Kundinnen häufig vor folgender Situation: Sie haben Geld geerbt und müssen sich nach dem Tod des Partners

Macholand Italien?

Zürich. Die Debatte um Schwarzgeld macht der Schweizer Privatbank Julius Bär offenbar stark zu schaffen. In den ersten zehn Monaten 2013 zogen westeuropäische Steuersünder, die sich selbst angezeigt haben, Gelder von ihren Bär-Konten ab, wie die Bank mitteilte. Durch Zuflüsse aus den Schwellenländern holte die Bank gerade noch so viele neue Gelder von Kunden herein, dass sie ihre eigenen Ziele insgesamt nicht unterschritt. Bär hat sich vorgenommen, mittelfristig neue Kundengelder im Umfang von vier bis sechs Prozent des Bestands einzusammeln. Hintergrund des schwachen Geschäfts: Kunden aus Deutschland und anderen europäischen Ländern müssen ihre in der Schweiz geparkten Vermögen den Steuerbehörden offenlegen und dafür Zahlungen leisten – Geld, dass sie nun offenbar von den Bär-Konten abziehen. Die Mittelzuflüsse waren so niedrig wie seit vier Jahren nicht mehr: Wenn es in den kommenden Wochen nicht noch zu starken Zuflüssen kommt, dürfte das Zürcher Institut 2013 das tiefste Wachs-

Fairfield. General Electric will sich unabhängiger von der schwankungsanfälligen Finanzbranche zu machen: Im kommenden Jahr will man rund 20 Prozent des Bereichs an die Börse bringen. Grund: Das Risiko rund um das Privatkundengeschäft wird als zu groß eingeschätzt. Man will die Sparte deutlich eindampfen und sich verstärkt auf das Industrie-Geschäft konzentrieren. Bis 2015 will das Unternehmen ganz aus dem Geldgeschäft aussteigen. Zu ihren besten Zeiten steuerte die Sparte fast die Hälfte des GE-Gewinns bei, doch im Krisenjahr 2008 drohte sie den ganzen Konzern mit in die Tiefe zu reißen. Das Schrumpfen der Finanzsparte hatte den Siemens-Rivalen zuletzt Gewinn und Umsatz gekostet.  (ag)

© panthermedia.net/ginasanders

Wien. Im Umgang mit Banken und bei der Nutzung von Finanzprodukten zeigen sich zwischen Frauen und Männern deutliche Unterschiede, wie eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney zeigt. So ergeben sich im Hinblick auf die einzelnen Produktkategorien erstaunliche Unterschiede: Der Umfrage zufolge investieren Frauen zum Beispiel deutlich weniger in Investmentprodukte, also Aktien, Anleihen oder Fonds, als Männer. Während in Europa jeder vierte Mann in solche Wertpapiere investiert, legt nur jede sechste Frau ihr Geld auf diese Art und Weise an. Dies liegt vor allem daran, dass Männer sich in Finanzdingen häufig für gebildeter halten und der Rendite wegen eher bereit sind, Risiken einzugehen. Frauen hingegen richten ihre Anlageentscheidung häufiger an ethischen oder nachhaltigen Kriterien aus und sind tendenziell vorsichtiger.

GE bringt Teile der Finanzsparte an Börse

© Mauritz Antin/EPA/picturedesk.com

Frauen und Finanzen: Spezielle Bedürfnisse

short

Irland profitiert vom Stellenausbau mehrerer Großkonzerne.

Dublin/Frankfurt. Die Deutsche Bank stellt in Irland 700 neue Mitarbeiter ein. Damit verdreifacht das Geldhaus dort seine Belegschaft, wie der deutsche Branchenprimus in Dublin mitteilte. Bisher beschäftigt das Institut in Irland 330 Mitarbeiter unter anderem in einer Technikabteilung und will den Standort bis 2017 weiter ausbauen. Bei der Deutschen Bank arbeiten weltweit rund 100.000 Menschen. Für Irland ist es nach Twitter, TripAdvisor und eBay das dritte Unternehmen, das einen Stellenausbau angekündigt hat.


Ba n k i n g/ I n su r a n c e : Watc h

34 – financenet

Freitag, 22. November 2013

financenet@medianet.at

Europäische Bankenaufsichtsbehörde Vorsitzender Andrea Enria meint, dass es zu viele Banken in Europa gibt

short

EBA: „Zu viele Banken“

Philippinen: Kaum Geld von Versicherungen New York/Manila. Der Taifun „Haiyan” hat auf den Philippinen Experten zufolge Schäden von bis zu 14,5 Mrd. USD verursacht, nur ein Bruchteil davon wird aber von Versicherungen getragen. Weil kaum Häuser, Autos oder Boote in dem Land versichert sind, dürften die Assekuranzen nur für 300 bis 700 Mio. USD geradestehen, teilte der auf diese Schätzungen spezialisierte US-Risikomodellierer Air Worldwide mit.  (APA/Reuters)

Chefaufseher Enria kritisiert Europas Regierungen für „Verlangsamung des Reparaturprozesses“. Frankfurt am Main. In Europa gibt es nach Auffassung der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) trotz Finanzkrise noch immer zu viele Banken. Der EBA-Vorsitzende Andrea Enria sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, er sei „überzeugt davon, dass bisher zu wenige Banken in Europa abgewickelt wurden und vom Markt verschwunden sind”. In den USA seien im Zuge der Finanzkrise rund 500 Banken abgewickelt worden, in Europa hingegen seien es weniger als 40 Institute gewesen. Hintergrund dessen, dass es noch immer so viele Banken in Europa gebe, sei, dass die Regierungen der Mitgliedsstaaten dazu neigten, „ihre nationalen Banken im Markt zu halten”, sagte Chefaufseher Enria der Zeitung. Dies habe den „Reparaturprozess” im Bankensektor verlangsamt. Auch ein künftiger europäischer

„Stärkere Aufsicht nötig” Zur Schaffung einer solchen Abwicklungslösung, die derzeit auf europäischer Ebene als Teil der sogenannten Bankenunion diskutiert wird, sei aber auch eine stärker zentralisierte Bankenaufsicht nötig, betonte Enria. Eine solche, bei der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main angesiedelte, Aufsicht soll gegen Ende des kommenden Jahres die Arbeit aufnehmen.  (APA/AFP/red)

© EBA

© DZ Bank

DZ Bank erreicht das Jahresziel bereits jetzt

Abwicklungsmechanismus könne dafür sorgen, dass der europäische Bankensektor bereinigt werde und am Ende weniger Institute übrig blieben, sagte Enria. Ein solche Auffanglösung würde „eine engere und stärker zentralisierte Kontrolle des Restrukturierungsprozesses im europäischen Bankensektor ermöglichen”, so Enria.

EBA-Vorsitzender Andrea Enria: „Zu wenige Banken sind vom Markt verschwunden.“

Wolfgang Kirsch, Vorstandschef der deutschen DZ Bank.

Europäische Zentralbank EZB-Direktor Yves Mersch pocht bei Bankenabwicklung auf eine europäische Lösung

Frankfurt. Die DZ Bank hat ihr Jahresziel bereits nach neun Monaten so gut wie erreicht. Das deutsche Geldhaus habe in den ersten drei Quartalen einen Vorsteuergewinn von 1,8 Mrd. € erwirtschaftet, sagte Vorstandschef Wolfgang Kirsch laut Redetext bei einem Finanzkongress in Frankfurt. „Damit sind wir auf direktem Weg zum angestrebten Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2013”, so Kirsch. (APA/Reuters)

EZB will einheitliche Bankenabwicklung Frankfurt. Die Europäische Zentralbank (EZB) pocht bei der Ausgestaltung der künftigen Bankenabwicklung auf einer einheitlichen Lösung für Europa. Einem losen Netzwerk nationaler Abwicklungsfonds stehe er skeptisch gegenüber, sagte EZB-Direktor Yves Mersch. „Meiner Meinung nach brauchen wir auch hier klare Verantwortungslinien und eine europäische Lösung.”

Spanien: faule Kredite auf Höchststand

Die EZB soll ab November 2014 die Aufsicht über die Banken in den dann 18 Euro-Ländern übernehmen. Über einen einheitlichen Mechanismus für die Abwicklung maroder Banken und die Finanzie-

© EPA

„Nur Übergangslösung”

Madrid. Die faulen Kredite bei Spaniens Banken haben einen neuen Höchststand erreicht. Im September stieg der Anteil von Darlehen mit hohem Ausfallrisiko auf 12,68 (12,14) Prozent, wie die spanische Zentralbank in Madrid mitteilte. Der Wert dieser faulen Kredite belief sich demnach im September 2013 auf insgesamt knapp 190 Mrd. €. (APA/Reuters)

EZB-Direktor Yves Mersch: „Wir brauchen klare Verantwortungslinien.“

Bawag Erste Reaktion

Neue Tochterfirma für Kreditabwicklung 130 Bawag-Mitarbeiter müssen wechseln

Betriebsrat: „Sicher nicht“

Bawag gliedert Privatkredite aus

Martin Hehemann verlässt Uniqa Group

© Uniqa

Wien. Wer bei der Bawag um einen Wohnbaukredit anfragt, muss momentan mitunter mehrere Tage warten, bis er eine Finanzierungszu- oder absage bekommt. In Zukunft soll das schneller gehen, kündigte Vizechef Wolfgang Klein an. Mit Jahresanfang 2014 wird deshalb eine eigene Tochterfirma gegründet, die für die Kreditabwicklung zuständig ist. 130 Mitarbeiter sollen in das neue Un-

Verlässt die Uniqa Group ein­ vernehmlich: Martin Hehemann.

ternehmen ausgegliedert werden. Bisher ist die Kreditabwicklung bei der Bawag geteilt, in jene für das Filialgeschäft und jene für das Brokergeschäft. Künftig soll dafür nur mehr die „E2E Kreditmanagement GmbH” zuständig sein, wie die neue 100%-Tochter der BawagZahlungsverkehrsabwicklungsgesellschaft heißen wird. Grund für die Gründung sei das steigende Neugeschäft: Bei den Konsumen-

tenkrediten habe die Bawag heuer ein Wachstum von mehr als 60% verzeichnet, neue Hypothekarkredite hätten um 40% zugelegt. Mittelfristig will die Bawag darüber hinaus anderen, kleineren und mittleren Banken anbieten, deren Kredite für sie abzuwickeln. Konkret sei man aber in keinen Verhandlungen mit Konkurrenten, so Klein. In Deutschland oder den Niederlanden sei es durchaus schon üblich, dass Geldhäuser die Abwicklung auslagern.

Wien. Der Betriebsrat der Bawag PSK hat sich zu der neuen Tochterfirma „E2E Kreditmanagement GmbH” bereits intern geäußert: Man werde es „sicher nicht” hinnehmen, dass 130 Mitarbeiter in den Gewerbekollektivvertrag ausgelagert werden sollen, heißt es in einem internen Schreiben mit dem Titel „Auslagerung Kreditfabrik” an alle Bawag-Mitarbeiter. (APA/red)

Wolfgang Klein, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Bawag PSK.

Mit der Gründung der neuen Gesellschaft kommt es zu keiner Stellenstreichung, versicherte Klein der APA auf Fragen zu Gerüchten über einen Abbau von Hunderten Jobs in den kommenden Monaten, die die Bank bereits mehrfach zurückgewiesen hatte. Es sei vielmehr davon auszugehen, dass die Bawag für die Bearbeitung von Privatkrediten zusätzliche Mitarbeiter aufnimmt. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat beginnen erst.  (APA/red)

© Bawag PSK

Klein: „Kein Stellenabbau”

© Bawag PSK/APA-Fotoservice/Hautzinger

Madrid. Martin Hehemann (49) verlässt die Uniqa Group. Hehemann hat den Bereich „Group Marketing & Communication” geleitet und war für strategisches Marketing, interne und externe Kommunikation sowie Investor Relations verantwortlich. Der gebürtige Deutsche verlässt Uniqa im besten Einvernehmen, heißt es seitens Uniqa. Die Verantwortlichen für Investor Relations, Michael Oplustil, und Kommunikation, Norbert Heller, berichten in Zukunft direkt an UnqiaCEO Andreas Brandstetter.(red)

rung solcher Aktionen wird derzeit noch heftig gestritten. Deutschland will diese Kompetenz nicht der EUKommission übertragen. Mersch erklärte auf einer Finanzkonferenz, Altlasten der Banken, die vor der Vereinheitlichung der Aufsicht entstanden seien, dürften nicht von den Steuerzahlern in Europa beglichen werden, sondern müssten national gestemmt werden. „Grundsätzlich sollten nationale Fehler der Vergangenheit nicht von einem gemeinsamen Fonds ausgebügelt werden.” Dies könne aber nur eine Übergangslösung sein, so Mersch. Letztlich solle der Fonds zur Anwicklung nicht mehr lebensfähiger Banken von der Branche selbst gespeist werden, was jedoch einige Zeit brauche. (APA/Reuters)

Ingrid Streibel-Zarfl, Vorsitzende des Zentralbetriebsrats der Bawag PSK.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 22. november 2013 – 35

viel mehr neubau in deutschland

Heuer wurden in Deutschland bisher 202.100 neue Wohnungen gebaut, ein Plus von 13,5%  Seite 37

© Strabag/Keinrath

© dpa/M. Kappeler

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien www.ehl.at

freie fahrt für die strabag se

Österreichs Bauriese erhält den Zuschlag für ein neues Autobahnteilstück in der Slowakei  Seite 39

Wir leben Immobilien.

Lob für die Österreicher bei den Immobilienfonds IMMO-AGS 13.–20. November 2013

IATX (20.11.) 185,66

0,86%

Wochentop S Immo 2,85% Wochenflop conwert -2,30% S Immo2,85% Immofinanz2,74% Warimpex1,61% Atrium 1,18% CA Immobilien Anlagen 0,59% conwert -2,30%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 20.11.) Monatstop Allianz R.E.Sec.Eur. 4,34% Monatsflop CS Sicav One Gl. -4,99% © Software Systems/Sissi Furgler Fotografie

Top 5 Immofonds Allianz Real Est. Sec.Eur. AT EUR 4,34% iShares Eur.Prop.Yd. UCITS ETF2,73% AXA Aedificandi I Cap 2,59% SSgA EMU Index Re. Est. Fund I2,08% EASYETF EPRA Eurozone 1,89% Flop 5 Immofonds CS SICAV One(Lux)Eq.Gl. CHF-4,99% Morgan Stanl. US Prop. B USD-4,13% Lyxor ETF FTSE EPRA/NAREIT -4,00% Lacuna US REIT B -3,79% JPM Gl.RE Se.(USD)A Acc -3,77%

Performance 6,7 Prozent Gerade die österreichischen Immobilienfonds haben sich zuletzt gut entwickelt, so der FER Immobilienreport von software-­systemsGeschäftsführer Richard Lernbass. International ist nicht gerade alles eitel ­Wonne; in China ortet der Report schon Überhitzungsanzeichen.  Seite 36

13.–20. November 2013

CERX (20.11.) 520,90

Ihre neue Mitte.

2,94%

Beim Sobieskiplatz, 9. Bezirk

Immo:Capital > Tour Total von CA Immo holt sich Berliner Immopreis 36 > China kämpft gegen die drohende Immobilienblase 36 Immo:Markets > PDI verkauft in Stuttgart  37 > Signa punktet in Bozen  37 People & Dates > Moreco gegen die Kostenfalle Mobilität 

© HHVISION

inhalt

: : 37 Eigentumswohnungen : : 48 bis 252 Quadratmeter Wohnfläche : : 2-, 3- und 4-Zimmer : : Terrassen und Balkone : : Tiefgaragenstellplätze : : einziger echter Neubau im 9. Bezirk : : provisionsfrei direkt vom Bauträger : : HWB: 23,5 (Klasse B) : : fGEE: 0,97

DURST-BAU GmbH Modecenterstraße 17 A-1110 Wien

38

Fragen Sie Sonja Schreiber nach den Details. Sie ist auch am Wochenende für Sie erreichbar: +43 1 877 94 41-123.

DURST-BAU ist ein Unternehmen der

www.durst-bau.at

BeimSobieskiplatz-Anzeige-Medianet-216x85mm.indd 1

19.11.13 11:15


i m m o: c ov e r

36 – financenetreal:estate

Freitag, 22. November 2013

financenet@medianet.at

short

© Keystone/Arno Balzarini

Schweiz: Bauwirtschaft wächst um 5,8 Prozent

FER-Immobilienreport Österreichische Immobilien-Investmentfonds steuern dieses Jahr auf ein Rekordergebnis zu

Immofonds peilen Rekord an: Stärke in Österreich Kategorie „Immobilien“ erzielt durchschnittlichen Performancegewinn von knapp über 6,7 Prozent.

Zürich. Die Zeichen in der Schweizer Bauwirtschaft sind weiter positiv. Obwohl der Bauindex im vierten Quartal stagnierte, zeigt sich, verglichen mit dem Vorjahr, ein solides Wachstum von 5,8 Prozent, wie der Schweizerische Baumeisterverband und die Großbank Credit Suisse meldeten. Der Bauindex hielt sich mit 140 Punkten auf dem Stand des dritten Quartals. Der große Bedarf an Infrastrukturbauten stabilisierte den Tiefbau auf hohem Niveau. Die kantonalen Sparübungen dürften die geplanten öffentlichen Bauten auf längere Sicht nicht beeinträchtigen, heißt es.  (red)

Photovoltaik: Tiwag baut die Förderung um Innsbruck. Der Tiroler Energieversorger Tiwag baut sein Fördermodell für private Photovoltaik-Anlagen um. Statt wie bisher 15 Cent pro Kilowattstunde (kWh) erhält man ab 1. Jänner 2014 für die Einspeisung bei ab 2009 in Betrieb genommenen Anlagen 12 Cent, bei ab 2011 in Betrieb genommen Anlagen nur mehr 9 Cent. Grund sei eine Anpassung an die Marktgegebenheiten. Unter anderem seien wegen des Preisverfalls für die Errichtung von PhotovoltaikAnlagen die Kosten je eingespeister kWh von rund 25 Cent auf etwa 15 Cent gefallen.(APA)

Wohn-Anleihe glänzt am Kapitalmarkt

„Die Kategorie ‚Immobilien‘ verzeichnete einen durchschnittlichen Gewinn von über 6,7 Prozent in den letzten zwölf Monaten.“ Finance & Ethics Research

© Claudia Berg

Genug öffentliche Bauten in der Schweiz geplant, heißt es.

Diex. Erfreuliche News für die heimische Branche: Österreichische Immobilien-Investmentfonds peilen für das Jahr 2013 ein Rekordergebnis an, so das Ergebnis des aktuellen Immobilienreports von Finance & Ethics Research (FER), der Analyseabteilung der softwaresystems.at Finanzdatenservice GmbH mit Sitz in Diex, Kärnten. Global betrachtet sei dies eine Ausnahme, heißt es.

Richard Lernbass, Geschäftsführer von software-systems.at, zu den Ergebnissen des FER-Reports: „Hohes KGV“.

Der Performancevergleich nach Ländern und Regionen zeigt, dass sich asiatische Immobilien-Aktienfonds, über ein Jahr betrachtet an erster Stelle und nordamerikanische Fonds an vorletzter Stelle befinden.

So verzeichnete die Kategorie „Immobilien“ in den vergangenen zwölf Monaten einen durchschnittlichen Performancegewinn von knapp über 6,7 Prozent.

Vor Misch-, Anleihenfonds Im Vergleich innerhalb der Wertpapierkategorien liegt sie damit im 1 Jahres-Performanceranking hinter Aktienfonds jedoch vor Misch-, Anleihen- und Geldmarktfonds. Immobilien-Aktienfonds weisen laut FER-Studie ein hohes KursGewinn-Verhältnis (KGV) von 28,6 auf. Im Vergleich zeigt die Branche „Finanzen“ ein KGV von 13,4 und die Branche „Versorger“ von 14,8.

Überhitzung in China Gefahren ortet der Bericht im Reich der Mitte: Der Immobilienmarkt in China zeige Anzeichen einer Überhitzung, warnen die Analysten. Der zwischenzeitlich zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt entstehe vor allem aufgrund der weitgehend unregulierten chine-

rund 2,7 Billionen Euro auf Mittelzu- und Abflüsse sowie auf Volumens- und Performanceentwicklungen ausgewertet. Die Märkte Deutschland, Schweiz und Österreich werden dabei laut den Angaben besonders berücksichtigt.

sischen Schattenbanken und dem relativ hohen Verschuldungsgrad der Provinzen durch die Gefahrenkoppelung zusätzliche Risiken, heißt es.

Über den Report Die software-systems.at Finanzdatenservice GmbH wurde 1994 gegründet und beschäftigt rund 30 Mitarbeiter im Finanzdatenservice. Die Finanzdatenbank des Unternehmens umfasst rund 500.000 Wertpapiere und cirka 30.000 in- und ausländische Fondsanteilsklassen. Dabei wird das Finanzdatenvolumen von aktuell

Neues System Anfang Mai 2013 hat softwaresystems.at eine neu entwickelte Banken-Bonitätsbewertung vorgestellt. Diese berücksichtigt im Gegensatz zu regulatorischen Bankenratings neben den klassischen finanz- und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen auch Nachhaltigkeitskennzahlen.  (ast)

Europacity CA Immo baute das 68 Meter hohe Gebäude

Zweistellige Zuwächse Preise in Metropolen steigen

Berlin/Wien. Der von CA Immo entwickelte Tour Total nahe dem Berliner Hauptbahnhof überzeugte mit seiner Büro-Hochhaus-Architektur als Meilenstein für die Entwicklung der Berliner Europacity die Jury des immobilienawardberlin 2013: Dieser Preis zeichnet Berliner Immobilien aus, die Maßstäbe für weitere Entwicklungen setzen. Der Ansatz der „Messlatte“ erfolgt unter städtebaulichen und architektonischen Aspekten, technischen, gestalterischen sowie ökologischen und energetischen Kriterien. Unter der Schirmherrschaft der Berliner Senatsbau-direktorin Regula Lüscher wurde der „immobilienawardberlin“ dieses Jahr zum 5. Mal vergeben.

Peking. Der chinesische Immobilienmarkt zeigt nach wie vor Anzeichen einer Überhitzung. Nach Daten der nationalen Statistikbehörde vom Montag stiegen die Hauspreise im Oktober in 69 der 70 größten Städte des Landes im Jahresvergleich. Dieses Verhältnis zeigt sich bereits seit einem halben Jahr Monat für Monat. Dabei fiel der Oktober-Zuwachs in 16 Metropolen zweistellig aus. Im September hatte die Behörde dagegen nur in 13 Großstädten einen zweistelligen Anstieg im Jahresvergleich ermittelt.

Frankfurt. Im Zuge der Übernahme von GSW Immobilien hat sich der Wohnimmobilienkonzern Deutsche Wohnen binnen weniger Stunden 250 Mio. Euro am Kapitalmarkt besorgt. Eine sieben Jahre laufende Wandelanleihe fand bei institutionellen Investoren rasch Absatz, wie das Unternehmen mitteilte. Das Geld soll unter anderem dazu verwendet werden, eine noch sechs Jahre laufende Wandelanleihe der GSW über 182,9 Mio. Euro zurückzukaufen. Begleitet werden beide Transaktionen von der Deutschen Bank, Credit Suisse und der UBS. Der Tausch in Deutsche-Wohnen-Aktien lohnt sich, wenn diese um mehr als 30% auf mindestens 18,75 Euro steigen. (APA)

Ein vertrautes Bild

„Eine Initialzündung” In ihrer Laudatio erklärte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher die Entscheidung der Jury: „Der Tour Total löste als erstes Bürohaus in der Europacity eine Initialzündung aus und verpflichtet die umliegenden Bauvorhaben, sich an seiner hohen architektonischen Qualität zu messen. Glückwünsche

nanzmetropole Shanghai mit einem Plus von 17,8 Prozent. In der Hauptstadt Peking stiegen die Immobilienpreise im Oktober um 16,4 Prozent zum Vorjahr. Chinas Immobilienmarkt gilt wegen der weitgehend unregulierten Schattenbanken als Achillesferse für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Experten schätzen die Gefahren, die von der Immobilienblase ausgehen, als erheblich ein. (APA)

Der Tour Total beherbergt die Deutschland-Zentrale des Mineralölkonzerns.

Den stärksten Preisanstieg meldete die Behörde in Guangzhou. In der Millionen-Metropole im Süden Chinas schossen die Immobilienpreise im Oktober um 20,5 Prozent zum Vorjahr in die Höhe. In der ebenfalls im Süden liegenden Stadt Shenzhen mit ihrem Status als Sonderwirtschaftszone stiegen die Hauspreise am zweitstärksten mit 20,2 Prozent. Auf Platz drei liegt laut der Behörde die Wirtschafts- und Fi-

© Qilai Shen/EPA/picturedesk.com

Deutsche Wohnen holte sich 250 Millionen Euro über eine Anleihe.

an die CA Immo, die das Projekt eingereicht hat!“ Das 2012 von CA Immo fertiggestellte Hochhaus für die neue Hauptverwaltung des Mineralölkonzerns Total in Deutschland bildete den ersten Baustein in der sogenannten Europacity nahe des Berliner Hauptbahnhofs. Das 68 Meter hohe Gebäude mit 17 Obergeschossen (16 Büroebenen und ein Technikgeschoss) hat knapp 18.000 m� Bruttogeschossfläche. (red)

© CA Immo

© EPA/Kay Nietfeld

Tour Total gewinnt Preis von Berlin China kämpft gegen Immo-Blase

Stärkster Preisanstieg wurde in Guang­ zhou im Süden Chinas festgestellt.


I m m o: C a pi ta l

Freitag, 22. November 2013

financenetreal:estate – 37

financenet@medianet.at

Deutscher Wohnungsmarkt Von Jänner bis September 2013 wurden 202.100 Wohnungen gebaut, um 13,5 Prozent mehr als vor einem Jahr

Neue Wohnungen sollen helfen Gegen die Wohnungsknappheit rollen jetzt die Bagger: Regierungspläne für Mietbremsen umstritten. Wohnungsmarkt”. GdW-Präsident Axel Gedaschko sagte: „Der Aufwärtstrend beim Neubau ist dringend notwendig, um den bereits bestehenden Wohnraummangel in wachsenden Großstadtregionen in Deutschland nicht weiter zu verschärfen.”

Mangel mildern Nach den Zahlen der Statistiker stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit plus 25,1% und in Zweifamilienhäusern mit plus 14,2% besonders stark. Die Genehmigungen von Einfamilienhäusern stiegen

hingegen nur leicht um ein Prozent. Gleichzeitig griff der Verband die geplante Mietpreisbremse und die in den deutschen Koalitionsverhandlungen diskutierte Befristung des Mieterhöhungsanspruchs bei Modernisierung scharf an. Die Maßnahmen würden den positiven Neubautrend abgewürgen und ins Gegenteil verkehren, warnte der GdW-Chef: „Die Investitionen in Modernisierung und Neubau werden sinken, der ohnehin kaum noch mögliche Wohnungsneubau im preisgünstigen Segment wird komplett zum Erliegen kommen und die Mieten

werden bei knapperem Angebot zukünftig weiter steigen.” Die geplanten Maßnahmen seien ein deutschlandweites „Investitionsverhinderungsprogramm”.

Die Regierungspläne Union und SPD planen, drastische Mieterhöhungen gerade in Großstädten zu bremsen, damit das Wohnen bezahlbar bleibt. Gleichzeitig wollen sie den Bau neuer Wohnungen ankurbeln – etwa mit der Wiederbelebung steuerlicher Abschreibungsmöglichkeiten. Doch ihre Pläne sind in der Branche alles andere als unumstritten.(APA/red)

© dpa/Michael Kappeler

Wiesbaden. Der Boom im deutschen Wohnungsbau hält an. Von Jänner bis September 2013 wurde der Bau von 202.100 Wohnungen genehmigt, wie das Statistische Bundesamt Deutschlands am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 13,5 Prozent oder 24.000 Wohnungen mehr als in den ersten neun Monaten 2012 – und so viele wie seit 2004 nicht mehr. Damit setzte sich die seit 2010 anhaltende positive Entwicklung bei den Baugenehmigungen im Wohnungsbau fort. Grund dürften die niedrigen Zinsen und die – angesichts steigender Mieten und Kaufpreise – anziehenden Renditeaussichten sein.

Angela Merkel: Pläne von Union und SPD im Visier der Immo-Verbände.

„Positives Signal“ Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) bezeichnete den Trend als „positives Signal für den

Verkauf Projekt in Stuttgart

6B47: PDI-Deal

Stuttgart. Die PDI Property Development Investors GmbH, ein Beteiligungsunternehmen der 6B47 Real Estate Investors GmbH, hat das Wohn- und Geschäftshaus „Maybach Quartiere“ in Stuttgart an die Aberdeen Asset Management Deutschland AG für einen von ihr gemanagten WohnimmobilienSpezialfonds verkauft. Das Projekt liegt nördlich angrenzend an die City am Rande des Naherholungsgebiets Höhenpark Killesberg. Es entstehen auf rund 9.500 m� Wohnfläche 116 Mietwohnungen und Stadthäuser. Die Gesamtfertigstellung ist für den November 2013 vorgesehen. „Der Verkauf ist ein Beweis für die Qualität und Motivation dieses Projekts“, erklärt Peter Ulm, CEO der 6B47.  (red)

Bozen Neues Kaufhaus

Signa in Bozen

© Signa

Wien/Bozen. Die Signa-Holding hat die Pläne für das in der Südtiroler Landeshauptstadt geplante „Kaufhaus Bozen” bei der Gemeinde eingereicht. Das Gesamtprojekt umfasst neben dem innerstädtischen Kaufhaus unter anderem ein Hotel und Wohnungen. Bis zur Fertigstellung seien drei Jahre ab der Genehmigung veranschlagt. Federführend ist der britische Architekt David Chipperfield, der bereits das Kaufhaus „Tyrol” in Innsbruck gestaltete.  (APA/red)

Architekt Chipperfield prägt das geplante Kaufhaus in Bozen (Visualisierung).

JETZT KART EN KAUF EN Am Abend des 02. Dezember wird im Design Center Linz wieder der Austrian Event Award in 11 Kategorien verliehen. Die Nominees stehen bereits fest und sind auf der Homepage des Austrian Event Awards (www.eventaward.at) zu finden! Die elfköpfige Fachjury aus Österreich und Deutschland hat im Vorfeld der Jurysitzung einzeln alle Einreichungen bewertet. Bei der 8-stündigen Jurysitzung am 07. November wurde dann über die Goldsieger entschieden. Auch dieses Jahr gab es einige Kopfan-Kopf Rennen um den Pokal. Erstmalig vergibt die Jury den „Sonderpreis der Jury“, über den sich ein Nominee besonders freuen darf. Der Veranstalter, die Eventwerkstatt Ilk&Partner GmbH, legt besonderen Wert auf die Geheimhaltung der Goldgewinner. Nur so bleibt die Spannung erhalten und alle anwesenden Gäste erleben wahre Emotionen auf der Bühne. Unter dem Motto „vom Spektakel zum Sinn“ hat sich die Eventwerkstatt einige Highlights für die Besucher überlegt.

Anmeldung zur Verleihung ab sofort unter:

www.eventaward.at

Verleihung: am Montag, 02.12.2013, ab 18:00 Uhr im Design Center Linz, Europaplatz 1, 4020 Linz

Die Verleihung startet um 18 Uhr mit dem Welcome und der Ausstellung aller nominierten Projekte. Um 19 Uhr beginnt im Veranstaltungssaal des Design Center Linz die Verleihung der Goldpokale. Im Anschluss finden im Ausstellungsbereich der Branchentalk und das Catering statt. Bei kulinarischen Köstlichkeiten von Spitz Catering und Musik von den „Johnny Rockers“ klingt der Abend in lockerer Atmosphäre aus.


i m m o: c a pi ta l / i m m o: m a r ke t s

38 – financenetreal:estate

Freitag, 22. November 2013

financenet@medianet.at

Österreich-Premiere Moreco Haushalts- und Siedlungsrechner helfen bei optimaler Wohn- sowie Standortsuche

Kostenfalle Mobilität

ImmoNomade von Philipp Kaufmann 3P.zum.Glück

PDs schaffen endlich neue

Qualitäten

Wien. Das Salzburger Institut für Raumordnung & Wohnen (SIR) und das Research Studio iSPACE präsentierten kürzlich gemeinsam mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler (Land Salzburg) das Alpine Space-Projekt „Moreco“ sowie den Moreco-Haushaltsrechner. Moreco ist ein länderübergreifendes EU-Alpenraum-Projekt mit dem Ziel, das Bewusstsein für Mobilitäts- und Wohnkosten zu stärken sowie Kosten- und Zeitaufwände in Wohnstandortentscheidungen zu berücksichtigen.

Information Umwelt-Produk tdeklarationen (Environmental Product Declaration, EPD) von Baustoffen führten hierzulande in den letzten Jahren – zu Unrecht – eher ein Schattendasein in unserer Branche. Denn was mit dem IBU in Deutschland bereits eine Erfolgsgeschichte

ist,

fehlte

bisher in Österreich. Nach intensiven

Wohnort, regelmäßige Wege zu Arbeitsplatz, Schule, Einkauf sowie Verkehrsmittelwahl kann ein Vergleich von Standorten nach reinen Wohnkosten, Mobilitätsangeboten, Infrastruktur und anderen wichtigen Kriterien erstellt werden. Damit können ins Auge gefasste Wohnstandorte verglichen und ein Standort schon vor der Angebotseinholung geprüft werden.

Fritz Haslinger

der

Vorbereitungen

Einsatz Siedlungsrechner Für Körperschaften wie Regionen, Länder oder Gemeinden ist der im selben Projekt ebenfalls durch iSPACE entwickelte und technisch umgesetzte Moreco Siedlungsrechner gedacht. Mit diesem Rechner können Körperschaften ihre Raumplanung optimieren und unter Berücksichtigung vorhandener Infrastruktur nachhaltige optimale Standorte für Siedlungen festlegen.

Tool Haushaltsrechner

ist im Oktober die Bau EPD

Erstmals kann damit jeder für den eigenen Bedarf berechnen, wie hoch die echten Wohn- und Mobilitätskosten sind. Durch Eingabe der persönlichen Parameter wie

GmbH gegründet worden. Mit dieser gemeinsamen Aktivität bündeln die beiden relevanten Player ÖGNI und ÖGNB

© Wikimedia/Andreas Hornig

E

Kostenrechner soll Mobilitätskosten bereits vor Einholung des Objektangebots einfach sichtbar machen.

Wer im Grünen weniger Miete zahlt, kalkuliert oft zu wenig Verkehrsmittelkosten ein.

die Kräfte und schaffen einen Ansprechpartner für das Thema der Deklaration von Bau-

Immobilienauswahl Deutsches Internetportal hilft bei kostenbewusster Entscheidung bezüglich Wunsch-Immobilie

stoffen. Somit wird uns künftig

Innovative Objektsuche in Deutschland

eine solide Datengrundlage für die ökologische Gebäudebewertung nach den internatio-

Schwetzingen/Wien. Mit „wohnpreis.de – was wohnen wirklich kos-tet“ ist das erste Preis- und Vergleichsportal für Immobilien in Deutschland in die Pilotphase gestartet.

nalen Normen zur Verfügung stehen. Mit der ebenfalls neu gegründeten ECO-Platform sind wir

Nicht im Dunkeln stochern

auch auf europäischer Ebene auf dem Weg zu einer länderübergreifenden Harmonisierung. Die Initiative ermöglicht es Baustoff-Herstellern, EPDs grenzüberschreitend zu Standards aufzubauen. Mit dieser Harmonisierung wird eine langjährige Forderung der Industrie nach verlässlichen

© wohnpreis.de

verwenden und auf gleichen

Wer Wohnraum in Deutschland sucht, erhält Aufschluss auf www.wohnpreis.de.

„Wir wollen unseren Kunden die Möglichkeiten geben, eine fundierte und vor allem kostenbewusste Entscheidung hinsichtlich ihrer Immobilienauswahl zu treffen. Bisher stocherte der Immobiliensuchende bei der Einschätzung der objektbezogenen Wohnkosten oftmals im Dunkeln“, erklärt Peter Hettenbach, Institutsleiter und Geschäftsführer iib Institut innovatives Bauen Dr. Hettenbach GmbH.

Das Portal ermöglicht neben einer zentralisierten Immobiliensuche auch eine qualitative Auswertung der auf dem Markt befindlichen Angebote im Hinblick auf Preis, Wertentwicklung, Zusatz- und Nebenkosten.

Viele Faktoren abrufbar Hierfür wurden eigens die Features Quartierssteckbrief, Immobilienvergleich und Wohnpreisschätzung entwickelt. Alle Immobilienangebote können nicht nur portalübergreifend nach persönlichen Kriterien und Anbietern selektiert, sondern zusätzlich mit Informationen über Neben- und Fixkosten, Maklergebühren und Umzugskosten verknüpft werden.

Grundlagen erfüllt.

Vision war, ist heute Realität: Die Bewertung eines Gebäudes über den Lebenszyklus in ökonomischer und ökologischer Dimension ist dank der EPDs umsetzbar. Bauherren haben daher erstmals die Möglichkeit, ihre Entscheidung auch im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Umwelt zu erkennen, zu optimieren und zu steuern. Nachhaltige Grüße, Ihr ImmoNomade

Mehr zur Nachhaltigkeit im ÖGNI Blog, wie : „Umweltförderungen Wissen, was für Sie drin ist.“ von Christian Pfeiffer

www.ogni.at

Mietrecht Reformen als notwendig erwachtet, aber Verband der Immobilienwirtschaft lehnt Mietpreisbremse strikt ab

ÖVI: Auch vermieten muss leistbar bleiben Wien. Der ÖVI (Österreichischer Verband der Immobilienwirtschaft) wehrt sich vehement gegen neuerliche Forderungen der Arbeiterkammer (AK) nach weiteren Mietpreisdeckelungen. „Das geltende Mietrechtsgesetz bedarf einer grundlegenden Reform, aber eine Deckelung der Mieten, wie es die AK notorisch fordert, ist sicherlich der falsche Weg“, so ÖVIGeschäftsführer Anton Holzapfel. „Damit wäre auch den Mietern nicht geholfen, denn gesetzlich verordnete Höchstpreise lösen das Wohnungsproblem nicht, sondern verknappen nur das Wohnungsangebot und Investitionen in die Qualität und Ausstattung bleiben aus. Nur ein Mehr an Angebot kann hier wirksam gegensteuern.“ Im Übrigen habe Österreich im Gegensatz zu Deutschland ein umfassend reglementiertes Mietzinsbegrenzungssystem. Der überwiegende Teil des privaten Mietwohnungsbestands unterliege dessen Preisbildungsbestimmungen und könne von den Mietern auch kostengünstig überprüft werden. In Deutschland dürfen bei Neuver-

mietungen nur noch maximal 10 Prozent mehr als die ortsübliche Miete verlangt werden.

System nicht marktkonform „Der Grund, warum sich der Richtwert in Wien als nicht tauglich erweist, liegt darin, dass dieser mit knapp fünf Euro pro m� künstlich niedrig und damit vollkommen marktfern angesetzt

wurde, und sich damit sämtliche Diskussionen auf den einen oder anderen Zuschlag aufhängen“, bringt Holzapfel die Problematik auf den Punkt. „Es entbehrt jeder ökonomischen Logik, wenn der Richtwert für eine Mietwohnung in Wien beachtlich tiefer als in jeder beliebigen steirischen Bezirkshauptstadt ist. Man muss das System entweder zukunftstauglich machen, oder Überlegungen über

© panthermedia.net/Steffen Schumann

Was vor einigen Jahren noch

ÖVI: zusehends Verpflichtungen für Eigentümer – im geltenden System unerfüllbar.

ein neues, marktkonformeres System anstellen. Die AK hatte zuvor gefordert, dass es maximal 20% Zuschläge auf den gesetzlichen Richtwert geben dürfe, auf eine Senkung der Betriebskosten für Mieter gepocht, Befristungen sollten nur zulässig sein, wenn es einen sachlich gerechtfertigten Grund gebe; Maklerprovisionen sollten vom Vermieter bezahlt werden und die Wohnbauförderung zweckgebunden sein. „Nicht vergessen werden darf, dass auch den Eigentümern immer mehr Verpflichtungen hinsichtlich Energieeffizienz, Gebäudesicherheit oder Barrierefreiheit auferlegt werden, die im bestehenden Mietzinsregulierungssystem bei Weitem nicht mehr erfüllbar sind“, so Holzapfel. Noch rund ein Drittel der aufrechten Mietverträge in Wien bezieht sich auf Gründerzeitgebäude, der Mietzins hier sei überhaupt nicht kostendeckend; Erhaltung, geschweige denn Modernisierung seien sichergestellt. „Es ist längst an der Zeit, einen fairen Interessenausgleich MieterVermieter herzustellen.“ (fh)


I m m o: M a r k e ts

Freitag, 22. November 2013

financenetreal:estate – 39

financenet@medianet.at

Slowakei Schnellstraße R2 ist zwar noch zum Großteil in Planung begriffen, aber Strabag baut Autobahnteilstück

short

Strabag: allzeit gute Fahrt

Wohnen im deutschen Eigentum wird teurer

© panthermedia.net/Daniel Wagner

Durch das Slatina-Tal von Pstrusa nach Kriván: Das Auftragsvolumen beträgt 178 Millionen Euro. Brücken, Lärmschutzwänden und Zufahrtsstraßen. Für die vorraussichtliche Dauer der Bauarbeiten sind 24 Monate veranschlagt worden. „Nach Jahren der Zurückhaltung bei öffentlichen Investitionen beginnt sich der slowakische Bausektor nun wieder zu erholen. Es sind einige Großaufträge in der Ausschreibungsphase, für die wir uns bewerben“, so Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der Strabag.

Helga Krémer

Wien. Der Baukonzern Strabag SE konnte bei unseren östlichen Nachbarn einen Großauftrag landen: Ein Konsortium unter der Leitung der Strabag hat den Vertrag zum Bau eines etwas mehr als 10 km langen Schnellstraßenabschnitts in der Slowakei unterzeichnet. Die gesamte Trasse der zum Großteil noch in Planung befindlichen „Rychlostná cesta“- Schnellstraße R2 führt vom nordwestlichen Chocholná bis nach Kosické Olsany im Südosten des Landes. Der betreffende Teilabschnitt geht durch das Slatina-Tal in der Zentralslowakei und verbindet die Städte Pstrusa und Kriván. Das Auftragsvolumen beträgt in Summe 178 Mio. €, 40% davon entfallen auf die Strabag. Neben dem eigentlichen Autobahnabschnitt umfassen die Bautätigkeiten darüber hinaus die Errichtung von 13

Deutsche Wohnimmobilien wurden im dritten Quartal deutlich teurer.

Berlin. Die Preise für deutsche Wohnimmobilien haben sich nach Zahlen aus der Kreditwirtschaft im dritten Quartal 2013 deutlich erhöht. Eigentumswohnungen in Deutschland seien im Vergleich zur Vorjahresperiode durchschnittlich um 4,8 Prozent teurer geworden, teilte der Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP) mit. Ein- und Zweifamilienhäuser verzeichneten einen Preisanstieg von 3,4 Prozent, Mehrfamilienhäuser wurden um 6,1 Prozent teurer. Der Verband VDP berechnet die Preisveränderungen anhand einer vierteljährlich aktualisierten Datensammlung aus dem Kreditgeschäft von 21 Banken. (APA/hk)

Erst im September konnte die Strabag AG einen Auftrag zum Bau eines Autobahnteilstücks in Bosnien – Auftragsvolumen von rund 84 Mio. € – an Land ziehen. Auch in Ungarn wird fleißig an Autobahnen gebaut – zuletzt hatte die Strabag die Ausschreibung für den Bau eines Teilstücks der ungarischen Autobahn M4 gewonnen.

© Strabag/Kurt Keinrath

Auftragslage verbessert sich

Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der Strabag, hat einige Großaufträge im Visier.

Baustoffe Die Asamer Gruppe sucht ihr Heil in der Teilung, obwohl man heuer schwarze Zahlen schreibt

Beton und Zement brachten zu wenig Kies Ohlsdorf. Die angeschlagene Baustoff-Gruppe Asamer steht unter Zugzwang: Der Krieg in Lybien, wo drei große Zementwerke erworben, aber wegen der bewaffneten Auseinandersetzungen lang stillgestanden sind, sowie der gleichzeitige Einbruch des Osteuropa-Geschäftes hat den Konzern arg mitgenommen.

Asamer’s „Sargnägel“: die Zementwerke in Lybien und das Osteuropageschäft.

Rote Zahlen 420 Mio. von 645 Miesen wegen Alpine

Max Bahr Beschäftigte bieten Lohnverzicht an

Madrid. Die spanische Mutter der insolventen österreichischen Baufirma Alpine kämpft mit roten Zahlen. Im dritten Quartal gab es einen Verlust von 645,9 Mio. Euro, wovon 419,9 Mio. Euro auf die Alpine entfallen, heißt es in Medienberichten. Im Vorjahresquartal habe der Verlust 124,5 Mio. Euro betragen. Die FCC habe zwar die Schulden um gut sieben Prozent abgebaut, es seien aber immer noch 6,5 Mrd. Euro.

Hamburg. Hunderte Mitarbeiter der vor der Zerschlagung stehenden deutschen Baumarktkette Max Bahr haben für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Mit Trommeln, Pfeifen und zumeist in Max-Bahr-Gelb gekleidet, unterstrichen sie ihre Forderungen. Nach Angaben der Betriebsräte beteiligten sich rund 300 Menschen. Die Beschäftigten zeigten sich bereit, für eine Rettung des insolventen Betrtiebs auf Einkommen

FCC im Alpine-Sog nach unten

Weitere Kündigungswelle Dennoch stehe eine weitere Kündigungswelle bevor, die 1.267 Angestellte betreffen wird. Vor einem halbem Jahr waren bereits mehr als 830 Stellen gestrichen worden.  (ag)

zu verzichten. Zuletzt war die Übernahme der Max-Bahr-Märkte durch ein Konsortium um die Firma Hellweg und die frühere Eignerfamilie gescheitert (s. dazu medianet vom 19.11.2013). Der Hauptvermieter, die ebenfalls insolvente Moor Park MB, konnte sich mit Hellweg nicht über die Mietverhältnisse einigen. Im Falle der Zerschlagung würde von dem ehemaligen Praktiker-Konzern mit seiner Tochter nichts übrig bleiben. (ag)

© EPA

© Anindito Mukherjee/EPA/picturedesk.com

Deutsches NH Hotel an Spezialfonds verkauft

Demos für Erhalt der Arbeitsplätze

Das Auftragsvolumen sei um knapp fünf Prozent gestiegen und belaufe sich heuer bereits auf über 32,5 Mrd. Euro.

Alpine-Mutter FCC wird mehr als 1.200 Angestellte kündigen, Alpine ist mitschuld.

Mannheim. Der Bau- und Industriedienstleister Bilfinger sagt dem Partner Staat tschüss: Wie geplant, hat sich der deutsche Konzern weitgehend von seinem Konzessionsgeschäft mit der öffentlichen Hand getrennt. Für 270 Mio. € übernimmt der an der Londoner Börse notierte Infrastrukturfonds BBGI die Projekte. Es bleibe ein Verkaufsgewinn von 50 Mio. € heißt es bei Bilfinger.  (APA)

Die Arbeitnehmer von Max Bahr wären ja willig ... Ob der Einkommensverzicht hilft?

© Schroders

Jetzt soll das Unternehmen zweigeteilt werden: Im Familienbesitz soll das Kerngeschäft von Asamer bleiben, dazu gehören Österreich und Werke in der Slowakei und in Bosnien-Herzegowina. Das sind 23 Kies-, 18 Beton und zwei Zementwerke mit einem Gesam-

© Asamer

Die Guten ins Töpfchen …

Bilfinger verabschiedet sich von Partner Staat

tumsatz von 200 Mio. €. Für das Geschäft in Libyen, Anlagen auf der arabischen Halbinsel sowie in Ungarn, Tschechien und am Balkan soll der als Sanierer geholte Jörn Trierwalder Investoren und strategische Partner suchen, die sich beteiligen wollen. Auch ein Gesamtverkauf der ausgelagerten Teile werde nicht ausgeschlossen. Die involvierten 17 Banken – darunter die Hauptgeldgeber RLB Oberösterreich, Oberbank und Bank Austria – hätten den Umbau bereits abgesegnet, so ein Asamer Konzernsprecher. Im vergangenen Jahr wurde ein Verlust von 70 Mio. € eingefahren, inzwischen schreibe man laut Unternehmen jedoch wieder schwarze Zahlen.  (APA/hk)

Michael Ruhl, Schroder Property, schätzt hochwertige Gewerbeimmos.

Düsseldorf. Schroder Property verkaufte im Auftrag des Immobilienunternehmens European Real Estate Investment Trust Limited (EREIT) ein für weitere 15 Jahre an NH Hotels vermietetes Vier Sterne-Hotel in Düsseldorf Nord. Der Verkaufspreis lag bei 37,5 Mio. €, zugeschlagen hat ein deutscher Spezialfonds der britischen Internos Global Investors Gruppe. So würden die erfolgreichen Transaktionen unter anderem die bestehende Nachfrage verseutlichen und, „dass mit der richtigen Strategie und dem entsprechenden Know-how in der Verwaltung von Immobilienportfolios attraktive Preise auch über den Marktbewertungen möglich sind“, meint Michael Ruhl, Geschäftsführer der Schroder Property Kapitalanlagegesellschaft mbH. (ag/hk)


pe opl e &date s

40 – financenetreal:estate

Freitag, 22. November 2013

financenet@medianet.at

Neues Bürogebäude Traditionsunternehmen Josef Manner & Comp. AG bezieht auf Stammsitz neues Bürogebäude

short

Immorent baut für Manner

Hörhan erhält das „Goldene Buch“

© Pallas Capital/Rob Venga

Wien. Erste Group Immorent baute ein neues Bürogebäude auf dem Firmensitz der Josef Manner & Comp. AG in Wien-Hernals und übernahm bei diesem Projekt auch die Finanzierung, die Projektsteuerung und die Generalplanung. Nach rund einem Jahr Bauzeit wurde das Bürogebäude nun feierlich eröffnet. Das Projekt verfügt über eine gesamte Bruttogeschoßfläche von rund 3.000 m�.

Der „Investmentpunk” Hörhan landete mit seinem Buch einen Bestseller.

Wien. Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels verleiht das „Goldene Buch“ an edition a-Autor Gerald Hörhan. Hörhan ist Investmentbanker und konnte bereits mehr als 25.000 Exemplare seines Bestsellers „Investment Punk“ an den Mann und die Frau bringen. Der Hauptverband vergibt seit 1994 Goldene Bücher an Autoren und Verlage, von denen ein Titel mehr als 25.000 Mal auf dem österreichischen Markt verkauft wurde. (lk)

Alles aus einer Hand Albin Hahn, Vorstand für Finanzen und Personal bei Manner: „Es war uns wichtig, einen Partner zu haben, der uns eine maßgeschneiderte Lösung anbieten kann. Für uns als Kunden macht es den Bau eines neuen Gebäudes viel einfacher, wenn der gesamte Service aus einer Hand kommt.“ „Manner ist ein erfolgreiches Unternehmen mit höchsten Ansprü-

Finanzdienstleister: 3 neue Unterzeichner

Eröffnet wurde das neue Manner-Bürogebäude nach nur rund einem Jahr Bauzeit.

11. Immobilienzukunftsgespräch Motto: „Wissenschaft ist Fortschritt“; Austausch der Energie- und Immo-Wirtschaft

Energieautarke Objekte als Altersvorsorge Wien. Das Dr. Max Huber Realbüro lud vor Kurzem zum Austausch der Energie- und Immobilienwirtschaft in den Festsaal der FHWien der WKW. Mehr als 100 Interessierte fanden sich zu Themen um zukunftsweisende Errungenschaft der Forschung zum energieautarken Wohnen ein. Der charismatische Inhaber der oberösterreichischen Firma Fronius International, Klaus Fronius, brachte sein Anliegen der autonomen Strom- und Wärmeversorgung auf eigenem Grund und Boden näher. Michael Schubert präsentierte die Fronius Energiezelle, die Stromspeicherung durch dezentrale, energieautonome Photovoltaiksysteme ermöglicht. Im Anschluss widmete sich Solar-

Podiumsdiskussion mit sieben Experten und dem Publikum zum Abschluss.

Dr. Max Huber Westen

Wien Holding Hauptzufahrt in Freudenau erneuert

Buchtipp Manz Verlag

Salzburg. Die Franchise-Immobilienfirma Dr. Max Huber Realbüro erweitert mit einem neuen Partnerbüro das Serviceangebot im Westen Österreichs, der 13. Standort befindet sich in der Salzburger Neutorstraße. Als überzeugt vom Franchisesystem „mit attraktiven Konditionen und großzügigem Support” zeigt sich der Geschäftsführer des Dr. Max Huber Realbüro Salzburg, Oliver Fuchs. Das neue Büro hat am Freitag „Tag der Offenen Tür”.

Wien. Der Hafen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, hat in nur zweimonatiger Bauzeit seine Einfahrtszone modernisiert. Mitte September 2013 wurde mit den Bauarbeiten im Einfahrtsbereich des Hafen Freudenau begonnen. Diese Einfahrt ist die Hauptzufahrt zum Lager- und Autoterminal, Zolllager A sowie zum Containerterminal 3 und damit ein wichtiger Knotenpunkt für den Warenumschlag. „Die Alte Einfahrt war über 30 Jahre in Verwendung und bedurfte einer technischen Anpassung sowie Erneuerung“, erläutert Friedrich Lehr, kaufmännischer Geschäftsführer des Hafen Wien. Die Erneuerung erfolgte in Form der Sanierung des Wachkiosk und der unmittelbaren Betonflächen dieses Bereichs. Der Kiosk wurde optisch an den Hafen Wien angepasst.

Schranken- und Toranlage sowie die dazugehörigen Steuerungen wurden erneuert. „Da der Fahrbereich aufgrund der hohen LkwNutzlast in die Zone erhebliche Spurrillen aufwies, war es unumgänglich, den gesamten Bereich zu sanieren“, betonte Lehr. Der Wachposten ist sieben Tage in der Woche, Montag bis Sonntag von 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr, durch Wachpersonal besetzt. (red)

Wien. Nicht nur beim Thema „Pension“ ergreift viele Menschen eine tiefe Verunsicherung, auch die „Pflege” beunruhigt immer mehr. Sozialversicherungsrechtsexperte Johannes Rudda zeigt in der aktualisierten 2. Auflage des ManzRatgebers „Pensions- und Pflegevorsorge“ Möglichkeiten auf, wie man private Vorsorge für das Alter trifft, was bei der Versorgung Pflegebedürftiger zu beachten ist. ISBN 978-3-214-04167-0, 232 S., 18,80 €.  (lk)

Der Hafen Wien ist eines der größten Güterverkehrszentren in Österreich.

Der Manz-Ratgeber „Pensions- und Pflegevorsorge“ greift heiße Eisen an.

13. Standort

Region Salzburg besitzt Wertschöpfungspotenzial für hochwertige Objekte.

Das Tochterunternehmen des Hafen Wien – die WienCont Container Terminal Gesellschaft m.b.H. – wirkte maßgeblich bei der Konzeptionierung und Beschaffung des Wachkiosk mit. Auch die

© Manz Verlag

Leistungsstarke Drehscheibe

© Dr. Max Huber Realbüro

Geithner wird seinen neuen Job bei Warburg Pincus im März antreten.

Hafen mit moderner Einfahrtszone Pflege-Vorsorge

© Hafen Wien

© Anindito Mukherjee/EPA/picturedesk.com

Tim Geithner wird Investmentmanager

preisträger Prof. Timo Leukefeld dem „Energiemarkt der Zukunft”. Er plädiert für intelligente Gebäudetechnik anhand solarer Vollversorgung durch Photovoltaik und Luftwärmepumpen und dafür, Wärme, Strom und Mobilität als Gesamtkomplex für nachhaltiges Leben zu betrachten. Voraussetzungen seien die Senkung des Wärmebedarfs und Stromverbrauchs und die damit verbundene Enttechnisierung von Gebäuden. „Energieautarke Wohnobjekte dienen auch der Altersvorsorge – einerseits wegen der Energiekosten, andererseits aufgrund des Wiederverkaufswerts“, betonte er. Geschäftsinhaber Max Huber möchte die Veranstaltungsreihe auch 2014 fortsetzen.  (lk)

© Dr. Max Huber Realbüro

Wien. Vergangene Woche haben drei Branchenvertreter bei einer Veranstaltung der Fachgruppe der Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Wien für ihren Beitritt zu den Standesund Ausübungsregeln entsprechende Urkunden und Anstecknadeln entgegen genommen. Bundes-Fachverbandsobmann Wolfgang K. Göltl erwartet, dass sich binnen dreier Jahre 75 bis 80% der Finanzdienstleister zu den Standesregeln bekennen werden. Konsumenten könnten künftig verstärktes Augenmerk auf dieses zusätzliche „Gütesiegel“ legen, ist Göltl überzeugt.  (lk)

Washington. Ex-US-Finanzminister Timothy Geithner wird Topmanager bei der privaten Investmentfirma Warburg Pincus LLC, berichtete das Wall Street Journal. Der 52-Jährige, der Ende Jänner seinen Posten in der Regierung von Präsident Barack Obama abgegeben hatte, wird seinen neuen VollzeitJob beim New Yorker Unternehmen im März antreten. Die Zeitung hob hervor, dass Geithner nicht als Aushängeschild oder Berater fungieren, sondern vielmehr erwartet wird, dass er eine wesentliche Rolle bei der Planung der Unternehmensstrategie und beim täglichen Management spielen werde. Geithner gilt als einer der Architekten der Banken-Rettungsprogramme während der Finanzkrise. (ag)

chen; deshalb freut es uns sehr, Manner überzeugt zu haben“, sagt Richard Wilkinson, Vorstand der Erste Group Immorent. Manner beschäftigt im Stammwerk in Wien-Hernals und den Zweigwerken in Perg (OÖ) und Wolkersdorf (NÖ) insgesamt rund 700 Mitarbeiter. Hier werden die Süßwaren der Marken Manner, Casali, Napoli, Ildefonso und Victor Schmidt produziert. Mehr als die Hälfte der produzierten Waren wird in 50 Länder weltweit exportiert. Im Geschäftsjahr 2012 betrug der Umsatz der Josef Manner & Comp. AG 176,3 Mio. €. Immorent ist der Spezialist der Erste Group für Immobilien- und Infrastrukturfinanzierung sowie für Projektentwicklung. Die Aktivitäten umfassen das komplette Angebot von Finanzierungslösungen und Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Immobilien. (red)

© Erste Group Immorent

Zur Erste Group gehörendes Unternehmen übernahm auch die Finanzierung und Generalplanung.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 22. November 2013 – 41

studie von wwf und kpmg

Firmen: Investitionen in Energieeffizienz nur, wenn dadurch Energiekosten sinken Seite 43

© panthermedia

© D. Prokop/WWF

advisory baubewilligung für mieter

Die Zustimmungserklärung vom Vermieter ist unbedingt einzuholen  Seite 44

pwc A: hochsteuerland © PwC Österreich

Task-Force für KonzernKonsolidierung nötig

short

© dpa/A2514 Frank Mächler

Ungarn: Kartellstrafen für Austro-Banken

Banken sollen Hypothekarkredit-Zinsen fast gleichzeitig erhöht haben.

© Mediendienst.com/Foto Wilke; Panthermedia.net/Zagart701

Wien/Budapest. Weil Banken bei dem vor zwei Jahren vom ungarischen Staat verordneten Umtausch von Fremdwährungskrediten zu fiktiven Wechselkursen ihre Vorgangsweise abgesprochen hätten, will Ungarn nun elf Institute mit insgesamt knapp 33 Mio. € Strafe belegen. Die höchste Strafe fasst die ungarische Großbank OTP aus (umgerechnet 13,13 Mio. €). Erste Bank Hungary soll 5,95 Mio. € bezahlen, Raiffeisen gut 2 Mio. € und UniCredit Bank Austria gut 1 Mio. €. Betroffen sind weiters u.a. auch die BayernLB/MKB, Intesa Sanpaolo, Budapest Bank, CIB Bank und Citibank Europe. OTP hat bereits angekündigt, die Entscheidung der Behörde vor Gericht anzufechten. Die Bank Austria ist überzeugt, keine Kartellrechtsverletzung begangen zu haben.  (ag)

IVG-Hybridgläubiger gehen leer aus

© IVG

Bilanz-Polizei Die Prüfstelle für Rechnungslegung ÖPR unter Chef Rudolf ­Jettmar bereitet sich intensiv auf ihre 2014 beginnende Tätigkeit vor. Experten wie Andreas Moder (im Bild) und Klemens Eiter erwarten wegen der Umstellungen ­eine Welle an komplexen Aufgaben für Konzerne und Wirtschaftsprüfer.  Seite 42

IVG-Anleihegläubiger gehen wie die Aktionäre leer aus.

Neues Portal www.offenerhaushalt.praxisplaner.at

Deloitte Tax Survey Unternehmer wollen mehr Sicherheit

Peter Biwald, KDZ: „Daten wurden von rund 50 Gemeinden freigegeben.“

Wien. Ein Visualisierungs-Tool des KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung und der Bank Austria stellt Gemeindefinanzen „leicht verdaulich“ und optisch ansprechend dar. Auf dem Portal www.offenerhaushalt.praxisplaner.at können die Bürger in die Finanzdaten von Österreichs Kommunen Einsicht nehmen. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Städtebund und dem Gemeindebund entwickelt. Rund 50 Gemeinden haben ihre Daten bereits freigegeben, etwa 500 nutzen das Instrument für interne Zwecke, so KDZ-Geschäftsführer Peter Biwald. Das Tool sei einfach zu handhaben. Seite 43

© Deloitte/picco

Transparenz bei Gemeindefinanzen Steuersysteme wenig vorhersehbar

© KDZ

Frankfurt. Die Zeichner einer 400 Mio. € schweren Hybridanleihe des insolventen Immobilienkonzerns IVG gehen offenbar wie die Aktionäre endgültig leer aus. Das Amtsgericht Bonn wies den Antrag von Hybridgläubigern ab, die Anleihe als werthaltige Forderung in der Insolvenz anzumelden. Das Gericht begründete den Ausschluss damit, dass die Zeichner der Anleihe aller Voraussicht nach nicht mit einem Erlös aus der Insolvenz rechnen könnten. Die Kläger hatten mit der Lage befassten Insidern zufolge ein Gutachten vorgelegt, wonach die Immobilien vom Sachwalter der IVG mit einem deutlich zu niedrigen Wert angesetzt worden seien. Bei einer realistischen Bewertung könnten die Forderungen aller vorrangigen Gläubiger bedient werden, so die Hoffnungen. (ag)

Herbert Kovar, Deloitte: „Ausländische Player von Österreich überzeugen“.

Wien/Düsseldorf. Bei der Wahl des Steuer-Standorts stehen Berechenbarkeit und Sicherheit bei europäischen Führungskräften ganz vorne, wie eine Deloitte-Umfrage zum Thema Steuersysteme zeigt. Als größte Herausforderungen wurden Unsicherheiten wie häufige Gesetzesänderungen, Doppeldeutigkeiten und Widersprüche sowie rückwirkende Änderungen in den Leitlinien der Steuerbehörden genannt. Als besonders vorteilhafte Standorte für internationale Unternehmen gelten die Niederlande, Großbritannien und mit etwas Abstand Deutschland.  Seite 45


a dv i sor y: C ov e r

42 – advisory

Freitag, 22. November 2013

financenet@medianet.at

Konzern-Konsolidierung Excel war gestern, Konzerne brauchen angesichts neuer Bilanzpolizei leistungsstarke Tools

short

Integrierte Finanzplanung hat ab 2014 Priorität

© Panthermedia.net/Leonid Andronov

Libor-Skandal: Bank bleibt bei Kündigung

In Echtzeit agierendes Datenmodell „LucaNet“ als Lösung für Rechnungslegungs-Umstellung.

EU-Richtlinie für Frauen-AR-Quote Straßburg. Die vom EU-Parlament anvisierte Frauenquote für Unternehmen ist am Mittwoch vom Plenum in Straßburg angenommen worden. Die Forderung nach mindestens 40% Frauenanteil in Aufsichtsräten börsenotierter AGs wird nun auf indirekte Weise angestrebt, indem man in der Richtlinie auf transparente Auswahlverfahren setzt. (ag)

Austrian Standards: Relaunch der Website Wien. Die cellent AG Österreich, ein führendes IT-Beratungsund Serviceunternehmen mit Hauptsitz in Wien, hat Austrian Standards bei der Konzeption und Implementierung der neuen Website www.austrianstandards.at ihr Know-how zur Verfügung gestellt. „Unser innovativer, mehrsprachiger Webauftritt ist als vollintegrierte Informations-, Verkaufs- und Online-Nutzerplattform konzipiert. Er verbindet modernes Design mit aktuellem Informationsgehalt und hoher Anwenderfreundlichkeit für unsere Kunden“, führt Rüdiger Wanzenböck, Marketing Director von Austrian Standards, aus. Austrian Standards ist das Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Normen, Standards und Regelwerken in Österreich sowie auf europäischer und internationaler Ebene. Die neue Website ist ein wesentlicher Bestandteil der laufenden Markenentwicklung. Statt drei separater Websites gibt es nun einen modernen und gesamtheitlichen Auftritt.

Klemens Eiter, Experte für IFRS bei BDO Austria GmbH, spricht von einer „steilen Lernkurve, die jetzt von den Unternehmen gefordert ist“.

schäftsbericht wurde bisher ebenfalls gern geschummelt”. Es sei laut Moder aber zu erwarten, dass am Beginn besonders scharf geprüft werde. Erfreulich für „third parties”, also beispielsweise für Aktionäre, da damit eine erhöhte Absicherung Einzug halte.

Unbeabsichtigte Änderungen Die nötige Umstellung der Konzernabschlüsse zusätzlich zum UGB (Unternehmensgesetzbuch) auf IFRS könne zu gravierenden

Veränderungen bei den Abschlüssen führen, beispielsweise könnte es bei Liegenschaften zur Aufwertung auf den Marktwert kommen, was sich wiederum als stille Reserven widerspiegle und in einer Eigenkapital-Erhöhung münden kann. „Vor allem bei Immobiliengesellschaften droht die Gefahr, dass sie über das Ziel hinausschießen”, macht Moder aufmerksam. Für Familiengeführte Konzerne seien die Änderungen in den meisten Fällen nicht so sehr von Belang. Bei jenen Unternehmen aber, die auch

„Wirtschaftsprüfer sind mit erhöhten organisatorischen Anforderungen konfrontiert”, meint Moder, sie müssten noch mehr „Beweismittel” einholen. Das Ergebnis: Steigender Aufwand und auch eventuell Mehrbedarf an Manpower. „Eine Berichtigung eines Abschlusses ist für ein Unternehmen sehr schmerzhaft”, führt Moder aus, denn hiefür bestehe Veröffentlichungspflicht gegebenenfalls auch die Pflicht zur Einberufung einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung – mitsamt empfindlicher Strafen, wenn dem nicht Folge geleistet wird. Die rasche Organisation aller nötigen Daten sei eines der Hauptprobleme, so Moder. Auch Wirtschaftsprüfer, wie etwa KPMG geben immer wieder zu Bedenken, dass IFRS-Konzernabschlüsse schwer verständlich, zu fachspezifisch und vor allem auch zu umfangreich seien. „Konsolidierung war früher in der Anwendung kompliziert und mit unzähligen Überstunden verbunden und noch dazu auch nicht 100prozentig nachvollziehbar”, führt Moder aus. „Das Nachvollziehen kumulierter Währungsdifferenzen war sehr schwierig, die Geldflussrechnung wurde jeweils außerhalb einer Konsolidierungssoftware in Excel erstellt, Vergleiche mit Budget oder Forecast-Werten erfolgten ebenfalls außerhalb des Systems in Excel” – alles nicht optimal also. Standardisierte Softwarelösungen könnten die Arbeit stark vereinfachen.

Boston Consulting Group Amerikas Banken haben die Rosskur schon hinter sich; Bankenmarkt driftet auseinander

Was Europas Großbanken tun müssten … Wien. Die USA haben ihren Bankensektor radikal saniert, in Europa steht der richtige „Bilanzputz“ noch aus, heißt es in einer aktuellen Studie von Boston Consulting (BCG). Die Großbanken in Europa müssen ihre Kapitalpolster noch kräftig aufstocken, prognostizieren die Unternehmensberater. 2014 werden Europas Großbanken einem strengen Bilanz-

check und Stresstest unterzogen und anschließend zu ausreichender Kapitalisierung verpflichtet. Dabei sollen die verbliebenen Problemkredite „identifiziert und abgeschrieben“ werden.

Riesige Erfordernisse Die Kapitalerfordernisse könnten dabei große Dimensionen

© EPA/Frank Rumpenhorst

Neue Website ist wesentlicher Bestandteil der Marken­ entwicklung.

Erhöhte Anforderungen

© BDO Austria

Wien. Viel Zeit bleibt den österreichischen Konzernen nicht mehr: Österreich führt als letztes EULand die so genannte „Bilanzpolizei“ ein. Die heimischen Konzerne müssen sehr rasch die europäischen Standards erreichen, was „eine steile Lernkurve von den heimischen Unternehmen fordert“, sagte vor kurzem Klemens Eiter, Experte für IFRS (International Financial Reporting Standards) beim Beratungsunternehmen BDO Austria GmbH, bei einer von diesem veranstalteten Podiumsdiskussion zum Thema. Ab 2014 müssen ja die Jahresabschlüsse für 2013 erstellt werden, es bleiben somit nur mehr wenige Monate Zeit. „Diverse Bilanzskandale in der Vergangenheit haben die EU auf den Plan gerufen, mit Fragen wie ,Wie und was testieren Wirtschaftsprüfer eigentlich?’ und vieles mehr”, erklärt Andreas Moder, CEO der team-finance information technology GmbH, die mit LucaNet eine spezielle Software für die Konzern-Konsolidierung serviciert. Die entsprechende EURichtlinie sieht die Einrichtung einer so genannten Enforcementstelle („Bilanzpolizei“) vor. Stichprobenartig werden die Jahresabschlüsse veröffentlichungspflichtiger Unternehmen dann geprüft. Gemogelt werden konnte bisher an zahlreichen Stellen, meint Moder, etwa bei den Werten im Jahresabschluss selbst (Angabe immaterieller Wirtschaftsgüter, bei Unternehmenszukäufen oder beim Nicht-Ausweis von drohendem Rückstellungsbedarf), aber auch im Ausweis der Gewinn- und Verlustrechnung (bei Sonderergebnissen, Zusatzzeilen, Einmalkosten etc.). Moder: „Im Lage- und Ge-

Frankfurt. Die Deutsche Bank geht im Streit um die Entlassung von vier Zinshändlern in Berufung. Das Arbeitsgericht Frankfurt hatte im September geurteilt, dass die fristlose Kündigung von vier Mitarbeitern wegen der möglichen Manipulation von Referenzzinsen „unverhältnismäßig“ und somit nicht rechtskräftig ist. Gegen diese Entscheidung hat die Bank Berufung eingelegt. Nach Angaben des Hessischen Landesarbeitsgerichts wird der Fall absehbar nicht vor Juni 2014 verhandelt. (ag)

© Cellent

Gelder vom Kapitalmarkt aufnehmen, könnte sich dies bemerkbar machen. Es gehe insbesondere auch um Bewertungen von Auslandstöchtern.

linda kappel

EU-Parlament: KMU sind von der Richtlinie ausgenommen.

Europas Banken haben in den letzten fünf Jahren insgesamt 576 Mrd. € vernichtet.

annehmen: Wie die Presse mit Bezug auf die BCG-Studie schreibt, könnten zusammen mit den Basel-Regulierungen Kapitalerhöhungen um 5 bis 20% erwartet werden. Der Aufbau eines Kapitalpuffers könnte zusätzliche Erfordernisse von bis zu 25% bedeuten.

Weitere Verschlechterung Die US-Banken hätten die „Arbeit“ des Bilanzausputzens schon im ersten Krisenjahr 2008 erledigt, schreiben die Berater von BCG. Weil die US-Geldhäuser nach dem Finanzcrash 2008 das wesentlich bessere Krisenmanagement angewendet hätten als die europäischen, seien sie bereits zurück auf dem Weg zu Profitabilität, während sich die Lage der europäischen weiter verschlechtere. Europas Banken hätten 2012 vor allem im Süden „das schlimmste Jahr seit Ausbruch der Krise“ hinter sich gebracht. Europäische Banken hätten in den zurückliegenden fünf Jahren insgesamt 576 Mrd. € an ökonomischem Wert

vernichtet, 159 Mrd. € davon allein im vorigen Jahr, zitiert die deutsche Börse-Zeitung die Studienautoren. Dahinter stehe vor allem ein drastischer Anstieg der Risikovorsorge. Mit umgerechnet drei Mrd. € fiel hingegen in den USA die Vernichtung ökonomischen Werts BCG zufolge in keinem anderen Jahr so niedrig aus wie 2012. 2013 sollten US-Banken gar in den positiven Bereich drehen. Die Folgen der „Reregulierung“ belasten die Institute dabei zweifach: durch Deleveraging, also dem Zwang zum Schuldenabbau, mit dessen Hilfe Banken ihre Kapitalquoten aufbessern und geplante Schuldenquoten erfüllen wollen, und durch weiteren operativen Aufwand. Schärferer Regulierung sehen sich primär westliche Häuser ausgesetzt, Asiens Banken dagegen sind von strengeren Regeln kaum betroffen. Basis der Erhebung sind Daten von rund 320 Retail-, Geschäfts-und Investmentbanken – sie stellen 90% aller Bankaktiva weltweit.  (red)


Freitag, 22. November 2013

A dv i sor y: Pr a c ti c e

advisory – 43

financenet@medianet.at

Neues Portal Visualisierungs-Tool des KDZ und der Bank Austria stellt Gemeindefinanzen „leicht verdaulich“ und optisch ansprechend dar

„Wohin fließt der Steuereuro?“ Wien. Wer Interesse am Finanzgebaren seiner Gemeinde zeigt, hatte es bislang nicht gerade einfach, seinen Wissensdurst zu stillen. Noch dazu kommt ein Rechnungsabschluss einer Gemeinde für „Otto Normalverbraucher“ zumeist unverständlich daher – kann man doch vom regulären Bürger nur wenig finanzwissenschaftliche Kenntnis erwarten. Das Portal www.offenerhaushalt.praxisplaner.at will hier Abhilfe schaffen. Österreichs Kommunen können dem Bürger die Finanzdaten nun auf einen Klick zur Verfügung stellen. Das Projekt des KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung und der Bank Austria wurde in Zusammenarbeit mit dem Städtebund und dem Gemeindebund entwickelt und nun vorgestellt. Rund 50 Gemeinden haben ihre Daten bereits freigegeben und etwa 500 nutzen das Instrument für interne Zwecke, erklärte KDZ-Geschäftsführer

zer in die Tiefe gehen will – und die Darstellung „Wohin fließt der Steuereuro?”

Peter Biwald. Die Plattform interpretiert nichts, sie stellt komplexe Zahlenreihen in einer anschaulichen, leicht verständlichen Form dar. „Als Forschungsinstitut sind wir sehr froh, Instrumente zu entwickeln, die unmittelbar nutzbringend in der Praxis angewandt werden“ so Biwald. „Dieses Visualisierungs-Tool ist für die Nutzer einfach zu handhaben und trägt zur Transparenz bei.” Auf dem neuen Portal ist eine visuelle Darstellung der Rechnungsabschlüsse, beginnend im Jahr 2001, als Grafik oder Tabelle zu finden, aber auch Detailansichten mit Untergruppen – je nachdem wie sehr der Nut-

Woher kommen die Daten? In den vergangenen Wochen wurden alle Bürgermeister des Landes vom KDZ angeschrieben und mit Zugangsdaten versorgt. Die Gemeinden selbst können über die Freischaltung ihrer Daten entscheiden. Biwald räumt ein, dass es mitunter „Ängste” gibt; etwa tauchte bei der Vorstellung des Tools die Frage auf: „Sieht man da auch die Repräsentationsausgaben?” Ja, tut man, angesichts der

Personalkosten zum Beispiel seien sie aber recht gering. Die Bank Austria ist laut eigenen Angaben Marktführer im Segment Öffentliche Hand mit einem Transaktionsvolumen von 12 Mrd. € und 8 Mrd. € Finanzierungen. „Mit der Webplattform ,Offener Haushalt‘ bieten wir den Kommunen ein kostenloses Steuerungscockpit, mit dem sie ihre Finanzdaten transparent auf Knopfdruck veröffentlichen und so einen Blindflug bei der öffentlichen Darstellung der Gemeindefinanzen vermeiden können“, so Helmut Bernkopf, BAVorstand für Privat- und Firmenkunden. (hk)

© KDZ

Finanzwissenschaftliche Kenntnis überflüssig – die Handhabung ist einfach und gut verständlich.

KDZ-Geschäftsführer Peter Biwald trägt mit „seinem Tool“ zur Transparenz bei.

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Studie KPMG und WWF

Das liebe Geld

Wien. „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles“ – Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, erster Teil, anno 1808. Wir schreiben das Jahr 2013, und bei der Entscheidung über Investitionen in Erneuerbare Energien ist für die Mehrheit der heimischen Unternehmen das Geld ausschlaggebend: Verstärkte Investitionen in Erneuerbare Energien oder Energieeffizienz sind für rund 80% der befragten Firmen nur dann denkbar, wenn dadurch primär ihre Energiekosten sinken. Das zeigt die Studie „Wirtschaftsbarometer Klimaschutz 2013” von WWF und KPMG.

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

Unklar: politische Vorgaben

© David Prokop/WWF

Die Wirtschaftskrise hat sich – laut der veröffentlichten Umfrage – nicht auf die Nachhaltigkeitsbudgets der Unternehmen ausgewirkt: 88% hätten ihr Nachhaltigkeitsbudget nicht gekürzt. 41% wollen dieses im Laufe der nächs-ten drei Jahre erhöhen. 96% der heimischen Unternehmen sind politische Klimaschutzvorgaben unbekannt oder unklar. „Der Großteil der Unternehmen vermisst klare politische Vorgaben, die Hälfte erkennt keinen Einfluss derzeitiger Regulierungen auf die Entwicklungen in ihrer Branche”, so Andrea Johanides, Geschäftsführerin des WWF Österreich. 50% der Befragten befürchten zudem Wettbewerbsnachteile gegenüber Nicht-EU-Staaten wie den USA oder China. (APA/hk)

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien Andrea Johanides, WWF Österreich, sieht die Klimaschutzpolitik im Argen. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

17.03.2010 16:20:14 Uhr


a dv i sor y: l aw

44 – advisory

Freitag, 22. November 2013

financenet@medianet.at

Baubewilligung Zustimmungsfiktion allein reicht nicht; der Vermieter muss der Baubehörde eine Zustimmung des Eigentümers vorlegen

Wenn der Mieter umbauen will … Verwaltungsgerichtshof: Reagiert der Vermieter nicht, muss der Mieter auf dem Rechtsweg die Zustimmungserklärung einholen.

© panthermedia.net/Arne Trautmann

Wien. Will ein Mieter eine bauliche Veränderung am Mietgegenstand vornehmen, braucht er die Zustimmung des Vermieters. Antwortet der nicht auf die Anfrage des Mieters innerhalb von zwei Monaten, tritt nach § 9 Abs 1 MRG die Zustimmungsfiktion in Kraft: Die Sache gilt als genehmigt. Aber so einfach ist das für den Mieter doch nicht, meint jetzt der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) in einer aktuellen Entscheidung (2011/05/0178): Der Mieter muss gegenüber der Baubehörde dennoch nachweisen, dass der Vermieter zustimmt, das heißt, im Zweifelsfall muss er den Gerichtsweg gegen den Vermieter beschreiten.

Magistrat Wien wies ab Im konkreten Fall wies der Magistrat der Stadt Wien das Ansuchen einer Mieterin um baubehördliche Bewilligung zurück,

Will der Mieter umbauen, muss eine Zustimmung des Vermieters vorliegen.

Paris. Belgische Staatsanwälte haben ein Verfahren gegen den Chef des Luxusgüter-Konzerns Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH) eingeleitet. Im Fokus der Ermittlungen gegen den Franzosen Bernard Arnault steht eine milliardenschwere Transaktion im Dezember 2011: eine Kapitalerhöhung von 2,9 Mrd. € beim belgischen Unternehmen Pilinvest.  (ag)

Begas: Verfahren wurde ausgeweitet

RLB NÖ-Wien Schadensersatz gegen Kreditraten gerechnet, Bank kündigt Kredit – nicht rechtens, meint das OLG

Drohung mit Kreditkündigung geht so nicht Wien. Eine Bank darf einem Kunden nicht einen Kredit fällig stellen, nur weil dieser Schadenersatzforderungen gegen Kreditforderungen aufrechnete. Das geht aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Wien hervor. Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien (RLB NÖ-Wien) hatte den Kunden auf Rückzahlung des Kredits geklagt, ist damit aber in 2. Instanz abgeblitzt. Das Urteil ist formal nicht rechtskräftig, aber die ordentliche Revision ist nicht zulässig.

Kündigung nicht rechtens

© APA/Begas

Der Kläger sah sich 2011 mit einem Kündigungsschreiben seiner Bank konfrontiert. „Der Bankkunde

Alpine-Pleite Banken wollen 151,4 Mio. Euro einklagen

Hypothekengeschäfte 4,5 Mrd. Dollar für Investoren

Wals. In den Nachwehen der Alpine-Pleite klagen nun sieben Banken die Republik Österreich auf Zahlung von 151,4 Mio. €. Die Finanzprokuratur des Bundes verweigert aber offenbar die Auszahlung. Kläger sind die Bawag, Erste Bank, ÖVAG, Raiffeisen International, Raiffeisen Oberösterreich, UniCredit Bank Austria und die spanische Bankia S.A.

New York. JP Morgan entschädigt Investoren mit 4,5 Mrd. USD (3,35 Mrd. €) für Verluste aus umstrittenen Hypothekengeschäften. Wie die Großbank vergangene Woche mitteilte, haben 21 Investoren der Verständigung zugestimmt. Zu ihnen gehören auch der Vermögensverwalter Black Rock und der US-Versicherer Metlife sowie die Allianz-Tochter Pimco und die Bayern LB.

Urteil für Komplizen von Cyber-Panzerknackern Düsseldorf. Zwei Komplizen internationaler Cyber-Panzerknacker sind in Düsseldorf zu jeweils vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Sie waren im Februar erwischt worden, als sie 170.000 € mit Kreditkarten-Doubletten abhoben. Weltweit wurden in dieser Nacht in wenigen Stunden in 23 Ländern insgesamt 34 Mio. € von Bankautomaten abgehoben.  (ag)

gründet laut profil die Weigerung der Republik wie folgt: „Grundlage für die Haftungsübernahme gemäß ULSG war, dass ein Unternehmen wirtschaftlich auf gesunden Beinen steht. Wir haben Grund zu der Annahme, dass die Situation der Alpine in den Verhandlungen 2009 und 2010 sehr viel besser dargestellt wurde, als sie tatsächlich war. Im Interesse der Steuerzahler wird zu klären sein, wie viel die Banken wussten.“  (APA)

180 Mio. Euro Bundeshaftung

Finanzprokuratur lehnt ab Der Präsident der Finanzprokuratur, Wolfgang Peschorn, be-

JP Morgan zahlt Entschädigung

Sonderlasten hatten die Bank im dritten Quartal erstmals seit fast zehn Jahren in die Verlustzone gedrückt. JP Morgan werden Gesetzesverstöße beim Verkauf von Wertpapieren und Immobilienkrediten im Zeitraum 2005 bis 2007 zur Last gelegt. Nach dem Platzen der Preisblase am US-Immobilienmarkt wurden die meisten mit Hypotheken besicherten Wertpapiere weitgehend wertlos.  (APA)

23 Mrd. Dollar rückgestellt

Die Alpine Bau hatte 2009 und 2010 im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) in Summe 360 Mio. € von den klagenden Banken erhalten, für 180 Mio. davon haftete die Republik. Mit der Insolvenz der Alpine waren noch 151,4 Mio. € davon ausständig. Die Finanzprokuratur als Anwalt des Bundes will jedoch nicht zahlen. Nun brachten die Banken zwei Klagschriften am Handelsgericht Wien ein. © EPA

Wien. Das Strafverfahren gegen Ex-Begas-Chef Rudolf Simandl wird ausgeweitet: „Es geht um einen weiteren Schaden von mehr als einer Million Euro“, bestätigt Erich Mayer, Sprecher der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA). Simandls Verteidiger weist die Vorwürfe zurück. Der Schaden soll mittlerweile 4 Mio. € ausmachen.  (APA)

hatte bei der RLB NÖ-Wien um eine weitere Finanzierung angefragt, jedoch in diesem Zusammenhang diverse Falschauskünfte erhalten“, so sein Anwalt Lukas Aigner von der Kanzlei Kraft & Winternitz. Daraus sei dem Kunden ein Schaden entstanden, den er auch geltend gemacht und gegen die Kreditforderungen aufgerechnet habe. Das berechtigte die Bank nicht zur Kündigung, stellte das OLG fest. Damit sei klargestellt, „dass sich geschädigte Kreditkunden mitschwingende Drohungen, der Kredit werde bei nicht ‚Wohlverhalten‘ fällig gestellt, nicht gefallen lassen müssen“, sagt Aigner, der nach Eigenangaben zahlreiche Kunden gegen die RLB NÖ-Wien vertritt.  (APA/ks)

Lukas Aigner von Kraft & Winternitz war gegen RLB-NÖ-Wien erfolgreich.

Sieben Banken klagen Republik Ex-Begas Chef Rudolf Simandl: Verfahren wird ausgeweitet.

Gegen oben erwähnten Bescheid wurde wiederum berufen, der VwGH entschied jetzt: Es darf nicht fraglich sein, ob die Zustimmung gegeben ist. Diese kann lediglich durch eine gerichtliche Entscheidung ersetzt werden. Verweigert der Vermieter die Willenserklärung, kann der Mieter also, gestützt auf die rechtlich als erteilt geltende Zustimmung (durch Fristablauf) des Vermieters, diesen zur Abgabe der erforderlichen Willenserklärungen gegenüber der Baubehörde verhalten. D.h. er kann den Rechtsweg einschlagen und seinen Anspruch auf Abgabe einer Zustimmungserklärung auf der Grundlage der nach § 9 Abs 1 MRG eingetretenen Zustimmungsfiktion geltend machen.

Die Alpine-Pleite hat Nachwehen: Banken wollen Geld wegen Bundeshaftung.

Die Großinvestoren hatten die Wertpapiere vor Ausbruch der Finanzkrise von der größten USBank gekauft und damit kurz danach große Verluste gemacht. Viele Anleger hatten JP Morgan daraufhin vorgeworfen, die tatsächlichen Risiken verschleiert zu haben. Die Bank sprach von einem weiteren wichtigen Schritt, um die Rechtsstreitigkeiten aus der Welt zu schaffen. Die gebildeten Reserven sollten ausreichen. 23 Mrd. USD hat das Institut insgesamt schon für juristische Vergleiche, Strafen und Gerichtsprozesse zurückgelegt. Die hohen

© Justin Lane/EPA/picturedesk.com

Ermittlungen gegen LVMH-Vorstand

Zustimmung muss klar sein

© Kraft&Winternitz

short

durchzusetzen. Den Fall erläutert Jurist Christoph Kothbauer in seinem jüngsten Newsletter.

weil die Beschwerdeführerin trotz Aufforderung die Zustimmung der Eigentümer der Liegenschaft nicht vorgelegt hatte. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin Berufung und führte aus, es habe die Zustimmungsfiktion des § 9 Abs 1 MRG zu gelten, weil sie die wesentliche Verbesserung des Mietgegenstands dem Vermieter angezeigt und dieser nicht binnen zweier Monate nach Zugang der Anzeige die beabsichtigte Veränderung abgelehnt habe. Die Berufung wurde gemäß § 66 Abs 4 AVG als unbegründet abgewiesen, weil die Zustimmung des Eigentümers liquid vorliegen müsse. Sie könne zwar durch eine gerichtliche Entscheidung ersetzt werden, nicht jedoch durch das Unterbleiben eines Widerspruchs. Diese Bestimmung gewähre dem Mieter lediglich einen Anspruch gegen den Vermieter, eine entsprechende Erklärung abzugeben. Dieser Anspruch sei aber gerichtlich

JP Morgan muss mit weiteren Schadens­ersatzzahlungen rechnen.


a dv i sor y: ta x/ L aw

Freitag, 22. November 2013

advisory – 45

financenet@medianet.at

Deloitte European Tax Survey 2013 Die Vorhersehbarkeit von steuerlichen Rahmenbedingungen ist für Firmenchefs standortentscheidend

Steuersysteme für Unternehmer oft wie die „Gorillas im Nebel“ Knapp die Hälfte will mehr Sicherheit über künftige Entwicklungen im Steuersystem, für viele ist das eigene Land unsicher. Wien/Düsseldorf. Bei der Wahl des Steuer-Standorts stehen Berechenbarkeit und Sicherheit bei europäischen Führungskräften ganz vorn, wie eine Deloitte-Umfrage zum Thema Steuersysteme zeigt. Als größte Herausforderungen wurden dabei Unsicherheiten im Steuersystem wie häufige Gesetzesänderungen, Doppeldeutigkeiten und Widersprüche sowie rückwirkende Änderungen in den Leitlinien der Steuerbehörden genannt. Für eine Vereinfachung des Steuersystems sprachen sich 36% der Befragten aus. Fast die Hälfte der Befragten (44%) fordert mehr Sicherheit über zukünftige Entwicklungen im Steuersystem, ganze 61% sehen in ihrem Land ein hohes Maß an Unsicherheit.

Als besonders vorteilhafte Standorte für internationale Unternehmen in den großen Wirtschaftsräumen werden die Niederlande, Großbritannien und mit etwas Abstand Deutschland bezeichnet. Die Schlusslichter sind Italien und Russland, wo die Herausforderungen und Schwierigkeiten im Steuerbereich am deutlichsten zutagetreten. Die meisten der Befragten sehen das Steuersystem ihres eigenen Landes generell kritischer als das anderer Länder. Dies trifft besonders auf Franzosen und Deutsche zu. Die Zufriedenheit der in Österreich befragten Unternehmen mit dem heimischen Steuersystem liegt hier über dem Durchschnitt: 36,4% bewerten das österreichische Steuersystem am besten. Dabei zeigt sich, dass die Unternehmen auf eine korrekte, fristgerecht eingereichte Steuererklärung

© Deloitte/picco

Niederlande ganz vorn …

Herbert Kovar, Deloitte Österreich: ausländische Unternehmen vom Standort überzeugen, zusätzliches Abgabenvolumen holen.

und auf die Erstattung mehr Wert legen als beispielsweise auf einen niedrigen Steuertarif. „Somit sollte es Priorität sein, auch ausländische Unternehmen vom Standort Österreich zu überzeugen und damit zusätzliches Abgabenvolumen nach Österreich zu holen“, meint Herbert Kovar, Partner Deloitte Österreich.

… Österreich schlechter Bei den kleineren Wirtschaftsräumen bieten Luxemburg, die Schweiz, Belgien und Irland die größten Steueranreize für Unternehmen. Österreich schneidet schlechter ab als die genannten

Atomsteuer EuGH ist dran

Schwächen im System Diese Rechtsunsicherheit führen die meisten Befragten auf Schwächen des österreichischen RulingSystems zurück. „Gründe dafür könnten u.a. die Bearbeitungszeiten der Rulings sein, da diese in Österreich deutlich über jenen

vergleichbarer Länder, wie zum Beispiel Luxemburg oder Belgien, liegen. Das Ruling stellt somit einen wesentlichen Aspekt bei der Entscheidung für eine Unternehmensansiedelung dar“, erläutert Kovar.

Prozess geht vor Steuerquote In Deutschland gilt, wie die Studie zeigt: Prozess geht eindeutig vor Steuerquote. Die Steuerabteilung wird hier zum integrierten Bestandteil sämtlicher relevanter Unternehmensprozesse und muss hierfür immer mehr Zeit aufwenden. Im Gegenzug rückt die steuerinduzierte Strukturierung zur

PwC Paying Taxes 2014 Benutzerfreundliche Online-Systeme zur Entlastung

Steuerpflicht bleibt aufrecht

Österreich bleibt Hochsteuerland Wien. Volkswirtschaften versuchen weltweit, mit unterschiedlichen Methoden eine Balance zwischen Erhöhung der Steuereinnahmen und Förderung von Wachstum zu finden, wie der neue Bericht „Paying Taxes 2014“ von der World Bank Group und PwC zeigt. Österreich belegt dabei mit einer Total Tax Rate von 52,4% Platz 79 von 189 Volkswirtschaften (2013: 77 von 189). Gemessen an der Total

Tax Rate in der EU von 41,1%, ist die Steuerbelastung in Österreich weiter überdurchschnittlich hoch. Eine angemessene und vor allem transparente Besteuerung von Unternehmen ist aber zentral für den Erfolg einer Volkswirtschaft. „Reformen sind in Österreich dringend notwendig, um als Wirtschaftsstandort attraktiv zu bleiben. Dabei geht es vor allem um die Entlastung des Faktors Ar-

© PwC Österreich

Hamburg/Strassburg. Der deutsche Staat will von der Atomindustrie eine Brennelementesteuer kassieren. Der Energiekonzern Eon hat sich dagegen mit einer Klage beim Finanzgericht Hamburg zur Wehr gesetzt. Das Gericht hat den Streit an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) verwiesen. Es soll nun geklärt werden, ob die Zahlung der Steuer gestoppt werden kann, und ob die gezahlte Gelder gegebenenfalls zurücküberwiesen werden müssen. Das Hamburger Gericht meinte, es sei nicht zu klären, ob das Gesetz im Einklang mit dem Europarecht stehe. Jetzt soll der Europäische Gerichtshof prüfen, was rund 15 Monate dauern könnte. In der Zwischenzeit wird das Verfahren in Hamburg ausgesetzt. Auch die Energieriesen RWE und Eon hatten wegen der Zahlungen für das gemeinsam betriebene Atomkraftwerk Emsland geklagt. Die Pflicht zur Zahlung der festgesetzten Steuer bleibe unberührt, stellte das Gericht fest.  (red)

vergleichbaren Wirtschaftsräume. Deutlicher Aufholbedarf besteht vor allem in den Bereichen langfristige und nachhaltige Sicherheit in Steuersachen. So attestierten über ein Drittel der befragten österreichischen Unternehmen eine hohe Rechtsunsicherheit im Steuerbereich.

Rudolf Krickl, PwC Österreich: Niveau und Wirkung der Steuern zueinander prüfen.

beit sowie um die Vereinfachung des Steuersystems“, erklärt Rudolf Krickl von PwC Österreich. Laut dem Bericht hat ein mittelgroßes Unternehmen im Schnitt eine Gesamtsteuerpflicht von 43,1% des Gewinns, leistet 26,7 Zahlungen und verbringt 268 Stunden mit der Erfüllung der Steuervorgaben. In 32 Volkswirtschaften im Zeitraum wurden zwischen Juni 2012 und Juni 2013 Schritte gesetzt, um die Administration und das Bezahlen von Steuern zu erleichtern. Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass in den letzten 3 Jahren die häufigste Steuerreform in der Einführung und Verbesserung von Online-Systemen zur Einreichung von Unterlagen und zur Leistung von Zahlungen von Steuern bestand. Dies gilt auch für Österreich, wobei die Online-Systeme modern und benutzerfreundlich bewertet werden. Gute Nachricht: Steuerbürokratie und Zeitaufwand, den Unternehmen für die Abgabenund Steuerverwaltung aufwenden, sind in Österreich von 170 Stunden (2013) auf aktuell 166 Stunden gesunken. (red)

Senkung der Steuerlast weiter aus dem Fokus. Das Verhältnis der Steuerabteilungen zu den jeweiligen Finanzverwaltungen wird beim nördlichen Nachbarn im Großen und Ganzen als gut eingeschätzt, die Klagebereitschaft der deutschen Unternehmen ist im europäischen Vergleich eher gering. Deutschland rangiert im Ranking der bedeutenden europäischen Volkswirtschaften mit den größten Steuerhürden auf dem dritten Platz – das steuerlich attraktivste Land sind, wie erwähnt, die Niederlande. Die größten Hürden für ihre Arbeit sehen die Studienteilnehmer beim Nachbarn in der Komplexität des deutschen Steuerrechts: Knapp die Hälfte glaubt, eine Vereinfachung würde die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands signifikant erhöhen. Auf Platz zwei folgt die Verlässlichkeit des Steuersystems. In den anderen europäischen Ländern gilt hingegen die umgekehrte Reihenfolge. Auch die zunehmende Kontrolle durch die Finanzverwaltung wird als hinderlich für Produktivität und Effizienz angesehen.

Gutes Verhältnis zur Finanz Jedoch sieht die Mehrheit ihr Verhältnis zur Finanzverwaltung als gut an. Ergänzt wird dieses Bild durch eine geringe Klagebereitschaft nach einem erfolglosen Rechtsbehelfsverfahren – diese ist in anderen EU-Ländern wesentlich ausgeprägter. Bei dieser aktuellen Deloitte-Umfrage – europaweit wurden 940 große Unternehmen und Konzerne aus 27 Ländern befragt – ging es im Kern um folgende Themen: die Beziehung der Unternehmen zu den Steuerbehörden und die Vorhersehbarkeit von steuerlichen Entscheidungen. (red)

Notariatskammer Alarm

Firmen fehlen die Nachfolger

Wien. Mit einer aktuellen Studie schlägt die Österreichischen Notariatskammer Alarm: In den nächsten fünf Jahren stehen rund 64.000 Betriebe zur Übergabe an. Doch mehr als ein Drittel der Firmenchefs hat noch keinen Nachfolger. 22% der österreichischen Kleinund Mittelunternehmer wollen sich bis 2018 aus dem Unternehmen zurückziehen. Ein Drittel der Firmenchefs, die in den nächsten fünf Jahren übergeben, weiß nicht, wer das Unternehmen übernehmen soll. Nur 32% der Firmenchefs haben für den Weiterbestand vorgesorgt, das ist ein Rückgang von fünf Prozent in den vergangenen fünf Jahren. Größtes Hindernis bei der Übergabe ist die erfolglose Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Rechtzeitig, Schritt für Schritt und rechtlich abgesichert vorzugehen, ist Unternehmern bei der Übergabe wichtig. Notare sind nach Steuerberatern die wichtigsten Ansprechpartner bei der Unternehmensvorsorge.  (red/ag)


A dv i sor y ta l k

46 – advisory

Freitag, 22. November 2013

financenet@medianet.at

Städtefinanzen Die deutsche Stadt Oberhausen ist pleite und wird „geschlossen“, die Bewohner sollen umziehen

short

Eine Stadt macht dicht

Freie Vertragswahl für IT-Dienstleister

richtungen geschlossen, sie hätte Hartz-IV-Empfänger kostenlos mit dem Bus nach Düsseldorf gefahren und dann einfach nicht mehr abgeholt. Zwei Schulen, ein Kindergarten und die erste Etage des Rathauses waren zuletzt alles, was noch in Betrieb war. Trotzdem blieb Oberhausen die Stadt mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung pro Einwohner in Deutschland.

Michaela stipsits

Oberhausen. Klaus Wehling, Oberbürgermeister der deutschen Stadt Oberhausen, ergreift rigorose Maßnahmen. So hat er vergangenen Freitag bekannt gegeben, dass die Stadt aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Aussichten mit Ende des Jahres geschlossen wird. Alle Bewohner müssten bis dahin die Stadt verlassen haben. Die Bürger von Oberhausen sehen das anders: Sie wollen nicht nach Duisburg oder Essen, sondern ihre Stadt behalten. Die Facebook-Gruppe „Oberhausen erhalten!“ hat bereits 150.000 Mitglieder. „Glauben Sie mir, ich hab alles versucht, um die Stadt am Leben zu halten, aber irgendwann habe ich eingesehen, dass es keinen Sinn mehr macht“, zitiert die TAZ allerdings den SPD-Bürgermeister. So habe die Stadt Schwimmbäder und andere öffentliche Ein-

Die beiden Unternehmensberater, die bei McKinsey beauftragt wurden, stellten bereits nach drei Tagen fest, dass es für die Stadt mit rund 50.000 Einwohnern keine Zukunft gibt. Ihr Urteil: Sofort dichtmachen. Es sei auf absehbare Zeit nicht möglich, Oberhausen einigermaßen profitabel zu betreiben. Bürgermeister Klaus Wehling und der Stadtrat folgten schließlich der Empfehlung.

Freshfields Anwaltssozietät hat Siemens beraten

Taylor Wessing Gut besuchter Compliance-Event

München. Freshfields Bruckhaus Deringer hat Siemens bei der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Accenture im Bereich Smart Grids beraten. Die neu gegründete Omnetrics Group bietet Energieversorgern Lösungen und Dienstleistungen für ihr Datenmanagement sowie Systemintegration. Das beinhaltet etwa Steuerungstechnik „wie Zuteilungsmanagement und Netzbetrieb in Echtzeit“ durch IT-Systeme, die von Smart Metering, Verbrauchsmessung sowie Arbeits- und Aktivmanagement unterstützt werden.

Wien. Zahlreiche Unternehmensvertreter verschiedenster Branchen, darunter etwa die Stahlindustrie, Transport & Logistik, Zahlungsdienstleistungen oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, folgten der Einladung von Taylor Wessing und der Außenwirtschaft Austria zum Compliance Event „Safe Business in China“ Mitte November. Neben einem Vortrag von PwC über chinesische Bilanzen und einem Erfahrungsbericht von arsa Consulting GmbH referierte Taylor WessingPartner Mike Goldammer zum Thema „Herausforderung Compliance – Risiken kontrollieren und Haftung minimieren“. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Leiter der deutschen Taylor Wessing „Compliance Group“, Andreas Wirth. Ziel des Vortrags war, darauf

Wien. Viele Firmen hierzulande haben keine Belegschaftsvertretung. Die Angestellten dort sehen den Grund oft in der Kleinheit des Betriebs. Dies ergab eine IFES-Umfrage der GPA-djp mit 402 Teilnehmern. In Unternehmen, die bereits einen Betriebsrat haben, erreicht dieser mit 81% große Zustimmung, während Angestellte in Firmen ohne Betriebsrat diesen nur zu 41% als wichtig einschätzen.  (APA)

Top-Teams am Tisch Für Siemens war Senior Counsel Juan Carlos Moreno federführend, unterstützt von einem vierköpfigen

Inhouse-Team. Freshfields war mit Barbara Keil, Ferdinand Fromholzer, Marcus Wolter, Judit Gajdics und Ralf Tietz vertreten.  (red)

Gesellschaftsrechtsexperten von Freshfields München berieten bei dem Deal.

© WKO

buch-tipp

WKO: IT-Sicherheit für EPU Kostenlos unter ic@wko.at oder unter +43 (0)5 90 900/3177, Pdf auch online bei www.it-safe.at

aufmerksam zu machen, dass die Chancen des chinesischen Markts oft die gleichzeitig bestehenden Risiken vergessen lassen.  (lk)

China behandle Korruption aktuell lascher als früher, hieß es beim Event.

Menschen, über die man spricht

NRW Offene Türen für „Wohnungspolizei“ Düsseldorf. Michael Groscheck, Bauminister in Nordrhein-Westfalen (NRW), sagt überbelegten Wohnhäusern und Schrottimmobilien nun den Kampf an. „Ich würde mir eine Art ‚Wohnungspolizei‘ wünschen, die gegen Eigentümer vorgeht, wenn sie ihre Mietwohnungen grob vernachlässigen oder überbelegen“, sagte der SPD-Mann der Rheinischen Post und fordert die Kommunen zur Gründung dieser Spezialeinheiten auf. Die Landesregierung plant ein neues Wohnungsaufsichtsgesetz, worin laut § 11 vorgesehen ist, dass Grundstücke und Wohnräume ohne Einwilligung der betroffenen Bewohnerschaft jederzeit betreten werden dürfen.  (red)

© SPD © Thomas Effinger

Internet-Sicherheit für EPUs Anlässlich des European Cyber Security Monats hat die Bundessparte Information und Consulting (BSIC) der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) einen Ratgeber herausgegeben, der speziell auf die Bedürfnisse von Ein-PersonenUnternehmen (EPU) zugeschnitten ist. „Kleinstunternehmer, die alle in einem Unternehmen anfallenden Tätigkeiten selbst erledigen müssen, haben oft nicht die Zeit, sich vertieft mit IT-Sicherheit auseinander zu setzen“, sagt Hans-Jürgen Pollirer, Obmann der Bundessparte Information und Consulting der WKÖ. „Doch ist gerade dieses Thema von entscheidender Bedeutung für jeden von uns.“ Mit dem neuen Leitfaden „IT-Sicherheit für EPU“ kann sich jeder rasch einen Überblick über die Gefahrensituationen und die notwendigen Erstmaßnahmen verschaffen. „Wir versuchen damit, die Awareness für das so wichtige Thema zu steigern“, so Pollirer.

„Safe Business“ im Reich der Mitte

© EPA/Andreas Gebert

© Panthermedia.net/Gunnar Pippel

Neues Smart Grid Joint Venture

Vor allem kleine Unternehmen haben oft keine Belegschaftsvertreter.

Oberhausen ist pleite, bis Jahresende sollen alle Bewohner die Stadt verlassen.

© Diego Azubel/EPA/picturedesk.com

Betriebsrat fehlt nicht allen Mitarbeitern

Urteil nach drei Tagen

C . B au r N e u e r M cK i n s e y-C h e f

M. Doralt neue DLa-part nerin

Mit 1. Jänner 2014 übernimmt Cornelius Baur die Leitung des McKinseyBüros Deutschland und Österreich. Baur ist Senior Partner des Münchner Office und seit über 23 Jahren bei McKinsey, wo er vorwiegend Unternehmen aus dem Industriebereich berät. Einer seiner Schwerpunkte ist etwa die weltweite Strategieberatung in der Automobilindustrie, Zulieferindustrie, Elektronikbranche sowie im Anlagen- und Maschinenbau. Sein Vorgänger Frank Mattern war weltweit für Functional Practices bei McKinsey zuständig.

Ab sofort ist Maria Doralt neue Partnerin bei DLA Piper Weiss-Tessbach. Das Know-how der erfahrenen Wirtschaftsjuristin reicht von gesellschaftsrechtlicher Beratung, Mergers & Acquisitions, grenzüberschreitender Transaktionsplanung und -strukturierung bis zu Kapitalmarktrecht. Bei DLA ergänzt sie die Corporate-Gruppe der Kanzlei. Doralt startete ihre berufliche Karriere bei Goldman Sachs im Investment Banking als Analystin und arbeitete zuletzt bei der Wiener Kanzlei Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati.

© Lumsden & Partners

Wien. Robert Bodenstein, Obmann der Fachgruppe Ubit der Wirtschaftskammer Wien (WKW), fordert Wahlfreiheit bei Vertragsverhältnissen für wissensbasierte Dienstnehmer. Diese sollten selbst entscheiden, ob sie freiberuflich oder angestellt tätig sein wollen. Der Obmann plädiert im Format-Interview für Flexibilität der Betriebe und Auftragnehmer, aber auch für soziale Sicherheit – und letztlich für den IT-Standort Wien.  (red)

© Raimond Spekking/CC-BY-SA-3.0

WKW-Ubit-Obmann Robert Bodenstein fordert viel mehr Flexibilität.

© DLA Piper

© UBIT Wien/Foto Weinwurm

Auch die Unternehmensberater von McKinsey erklären die Schließung als besten Schritt.

Lumsden mit neuem Part ner

Wolfgang Sieh ist neuer Partner bei Lumsden & Partners. Immer mehr erfolgreiche Partner mit internationalem Background schließen sich zu Spin-offs von Großkanzleien zusammen. Ein Trend, dem auch Sieh folgt, der auf Gesellschaftsrecht, Kartellrecht und Commercial Litigation spezialisiert ist und drei Jahre bei CMS Reich-Rohrwig Hainz war; zuletzt war er vier Jahre bei Fiebinger Polak Leon tätig, wo er seit 2011 auch Partner war. Im Jahr darauf wurde er zu einem der erfolgreichsten Junganwälte gewählt.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 22. November 2013 – 47

healtheconomy WEIL SICHERHEIT EINE FRAGE PERFEKTER HYGIENE IST.

Innovativer Textilservice

„Weihnachtsshopping“ in der Pharmabranche

© APA/EXPA/Johann Groder

short

© Mag. Andreas Hroß

Vorsorge Nur 5% der Österreicher geben an, regelmäßig körperlich aktiv zu sein. Auch Kindern und Jugendlichen mangelt es nicht selten an gesunder Ernährung und Bewegung, etwa auch, weil Eltern oft aufgrund der wachsenden Belastung in der Arbeitswelt nicht mehr selbst kochen und auf Fertiggerichte zurückgreifen. Um dem entgegenzuwirken, entwickelte der Versicherungsriese Uniqa nun Infobroschüren, die Eltern helfen sollen, auf einfachem Weg ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.  Seite 49

© panthermedia_net/Ruediger_Rebmann

Auszeichnungen Bereits zum 18. Mal fand heuer der Pharma Marketing Tag des Pharma Marketing Club Austria (PMCA) statt – diesmal unter dem Motto „Das ‚Integral’ im Pharma-Marketing: Wie Reformen und Trends systematisch ein neues Marketingverständnis fordern“. Der PMCA begrüßte über 200 Gäste aus Gesundheit und Pharmaindustrie. Ines Windisch, Präsidentin des PMCA, freute sich über das rege Interesse: „Der Pharma Marketing Tag ist – abgesehen von der Verleihung des Goldenen Skalpells – das größte Branchenevent des PMCA.“ Seite 52

Kaufrausch Die Pharmaindustrie kauft und verkauft zum Jahresende in großem Stil: Kleinere Firmen werden geschluckt, Großkonzerne wie Novartis geben Sparten ab. Die Branche kämpft weiter mit fehlendem Nachschub aus der Forschung.  Seite 48 Interview Pharmafirma wünscht besseres Innovationsklima

inhalt

Janssen sieht Klippen hinter sich

Pharmareport und Lifescience > Baxter punktet mit neuem Gerinnungsfaktor  50 > Merck und Bayer zieht es nach Asien  50 > Deutsche Konzerne melden Forschungserfolge  50 > Lieferengpässe: Apotheker diskutierten Versorgung  52

© medianet

Healthcare > Kommentar: Kassen können Budgetloch nicht heilen  48 > Antibiotika-Resistenzen: Angst vor dem Superkeim 48 > Immer mehr Menschen schlucken Psychopillen  48 > Bilanz: Sozialversicherung kräftig im Plus  49

Janssen-Manager Erich Eibensteiner sieht eigene Forschung gut aufgestellt.

Wien. Beim Pharmaunternehmen Janssen, der Arzneisparte des USKonzerns Johnson & Johnson, rechnet man nicht damit, das außergewöhnliche Wachstum von 2012 heuer wiederholen zu können, doch sei die Pipeline für die nächsten Jahre gut gefüllt. Im healtheconomy-Gespräch erläuterten Ludo Ooms, Managing Director Schweiz und Österreich, sowie Erich Eibensteiner, Geschäftsführer Janssen Österreich, welche Präparate nächstes Jahr auf den Markt gebracht werden, welche Wünsche sie an eine neue Regierung haben und wie sich Janssen nach 2007 neu strukturiert hat. Seite 50

Stress beginnt im Darm.

Holen Sie sich darum OMNi-BiOTiC® Stress Repair. Damit Sie dem täglichen Druck besser standhalten. Infos in Ihrer Apotheke und unter www.stress-repair.at Diätetisches Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke

(Bilanzierte Diät).

Hör’ auf deinen Bauch.


c ov e r

48 – healtheconomy

Kommentar

Dumme Floskeln lösen kein Problem

Freitag, 22. November 2013

Hintergrund Gleich mehrere Verkäufe und Übernahmen in wenigen Tagen heizen Druck in der Industrie an

Übernahmefieber macht Pharmabranche unruhig Novartis-Boss kann sich vorstellen OTC-, Impfstoffsparte und Tiergesundheit zu verkaufen. Ina Karin SChriebl

Martin Rümmele

D

Wien. In der Pharmabranche geht es weiter rund. Nach dem jüngsten Verkauf des deutschen Großhändlers Celesio melden auch die Produzenten Verkäufe und Übernahmen. Die Neuorganisation der Branche – ausgelöst durch fehlende neue Produkte und die Patentabläufe von bisherigen Umsatzträgern – geht damit weiter. So macht die Nummer eins der Branche, der Schweizer Novartis-Konzern, nun mit dem Umbau ernst: In einem ersten Schritt stößt Konzernchef Joseph Jimenez für 1,7 Mrd. USD (1,3 Mrd. €) das Geschäft mit BluttransfusionsDiagnostik ab. Der Amerikaner erwägt, weitere Konzernteile zu verkaufen – sein Ziel ist es, den Basler Arzneimittelhersteller auf Sparten zu konzentrieren, die eine kritische Größe haben und weltweit aufgestellt sind. Dazu zählen derzeit Pharma, Augenheilkunde und Generika, die rund zehn Mrd. USD oder mehr Umsatz pro Jahr erzielen.

Auf dem Prüfstand von Jimenez stünden die kleineren Geschäftsbereiche Impfstoffe und Diagnostik, nicht verschreibungspflichtige Medikamente (OTC) und Tiergesundheit, erklärte Jimenez. „Unser Ziel ist es, zu ermitteln, was es braucht, um eine globale Größe zu erreichen“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Wenn das nicht möglich ist, sei der Verkauf der Geschäftsbereiche eine Option. Das US-Pharmaunternehmen Perrigo wiederum kann noch in diesem Jahr die irische Elan übernehmen. Die Elan-Aktionäre billigten am Montag die Übernahme

Forschung Antibiotika

Vorsorge Weniger Antibiotika in Medizin und Landwirtschaft

Therapie 840.000 Menschen bekommen Psychopharmaka

Basel. Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat eine Lizenz für ein Antibiotikum vom Biotechunternehmen Polyphor erworben. Der Wirkstoff POL7080 der Schweizer Firma bekämpft ein lebensbedrohliches Superbakterium, das oft in Krankenhäusern auftritt, wie Roche in einer Aussendung mitteilte. Das Basler Unternehmen leiste eine Vorauszahlung von 35 Mio. CHF (28,43 Mio. €) an Polyphor. Bei Erreichen von bestimmten Meilensteinen in der Entwicklung, der Zulassung und der Vermarktung würden weitere maximal 465 Mio. CHF fällig. Zudem habe Polyphor Anspruch auf Lizenzgebühren auf Produktverkäufe im zweistelligen Prozentbereich. In einem eindringlichen Appell warnten zuletzt Mediziner im britischen Fachjournal The Lancet nun vor den verheerenden Folgen zunehmender Antibiotika-Resistenzen. „In sehr naher Zukunft“ würden unbeherrschbare „Superkeime“ den medizinischen Alltag bestimmen, heißt es in dem Fachartikel. (iks)

Wien. Die Wirksamkeit von Antibiotika darf durch falsche Verwendung in der Medizin und in der Landwirtschaft nicht aufs Spiel gesetzt werden, fordert das Gesundheitsministerium. Eine Arbeitsgruppe des Ministeriums hat jetzt den ersten „Nationalen Aktionsplan zur Antibiotikaresistenz“ in Österreich verfasst. „2007 hat das Europäische Zentrum für Krankheitskontrolle ECDC festgestellt, dass sich Österreich in einer günstigen Situation befindet. Aber es fehlt ein nationaler Koordinationsmechanismus“, sagte die Sektionschefin für Öffentliche Gesundheit, Pamela Rendi-Wagner. Das Auftreten resistenter Keime hängt in einem hohen Ausmaß von nur wenigen Faktoren ab: Hygiene, Qualität und Ausmaß des Einsatzes von Antibiotika in der Human- und Tiermedizin sowie in manchen Fällen auch im Pflanzenschutz und in der Lebensmittelproduktion. Insgesamt könnten Österreicher, die an Lungenentzündungen und anderen bakteriellen Infektionen erkranken, allerdings – ziemlich sicher – damit rechnen, dass eine Antibiotikatherapie wirkt. Im

Wien. Im Jahr 2009 haben 900.000 Menschen wegen psychischer Leiden Leistungen der Krankenversicherungen in Anspruch genommen. 840.000 Personen erhielten Psychopharmaka verschrieben. Trotz der häufigen Verwendung dieser Mittel gibt es heftige Vorurteile. Sie helfen, haben somit Wirkung und auch Nebenwirkungen, hieß es Montagabend in Wien. Die Veranstaltung wurde auf Initiative des auf Psychopharmaka spezialisierten Konzerns Lundbeck organisiert. Die gängigen Vorurteile: Potenzial für Suchtentwicklung, Veränderung der Persönlichkeit, „fragliche Wirkung“, die Patienten sollen „ruhig“ gehalten werden. „Zahlreiche Wirkstoffe können psychische Funktionen beeinflussen; als Psychopharmaka werden aber nur Arzneistoffe bezeichnet, die Angstzustände, Störungen der Stimmung und Wahrnehmung sowie wahnhaftes Erleben und Denkstörungen beeinflussen“, definierte Michael Freissmuth, Leiter des Instituts für Pharmakologie der MedUni Wien, die Gruppe dieser Arzneimittel. Keinesfalls, so die Experten bei

In der Pharmabranche geht es turbulent zu. Unternehmen und Firmenteile werden derzeit gekauft und wieder abgestoßen.

im Volumen von 8,6 Mrd. USD (6,39 Mrd. €). Perrigo erhofft sich von der Fusion niedrigere Steuern. Mit der Verlagerung des Firmensitzes nach Irland fallen 12,5% an, während der Satz in den USA bei 35% liegt. Perrigo bekommt zudem Einnahmen vom MultipleSklerose-Mittel „Tysabri“. Mit der Übernahme endet auch der Abwehrkampf Elans gegen die New Yorker Investmentgesellschaft Royalty Pharma. Die irische Gesellschaft hatte drei Kaufangebote zurückgewiesen. Royalty gab den Übernahmeversuch schließlich im Juni auf. Der britische Arzneimittelhersteller Shire will umgekehrt mit einem milliardenschweren Zukauf in den USA seine Geschäfte mit

OTC und Impfstoffe

Arzneien gegen Seltene Krankheiten stärken. Rund 4,2 Mrd. USD (3,13 Mrd. €) in bar ist Shire die Übernahme von ViroPharma wert, wie die Briten am Montag mitteilten. Medienberichten zufolge waren auch andere Pharmagrößen wie Sanofi an der Firma aus Exton im US-Bundesstaat Pennsylvania interessiert.

duzieren unter anderem Arzneien gegen die seltenen Stoffwechselkrankheiten Morbus Gaucher und Morbus Fabry. Ebenfalls am Montag wurde bekannt, dass das Schweizer Pharmaunternehmen Acino an zwei Beteiligungsgesellschaften verkauft wird: Avista Capital Partners und Nordic Capital halten nun 80%. In den vergangenen Jahren hatte sich Acino von einem mitteleuropäischen Arzneimittelzulieferer zu einem internationalen und diversifizierten pharmazeutischen Unternehmen entwickelt. Als solches will Acino künftig weiterwachsen. Im Vorfeld der Übernahme hatten sich Avista und Nordic bereit erklärt, Acino auf diesem Weg zu unterstützen.

Seltene Krankheiten ViroPharma stellt unter anderem das Präparat „Cinryze“ zur Behandlung des Hereditären Angioödems her, einer seltenen Autoimmun-Erkrankung. Die Entwicklung von Medikamenten gegen seltene Erkrankungen gehört zum Kerngeschäft von Shire. Die Briten pro-

Kampf den Antibiotika-Resistenzen Jeder Zehnte schluckt Glückspillen

Spitalskeime, die gegen Antibiotika resistent sind, nehmen immer mehr zu.

der Veranstaltung, dürften alle derartigen Arzneimittel in einen Topf geworfen werden. Es handelt sich bei Antidepressiva, Antipsychotika, Schlaf- und Beruhigungsmitteln um völlig unterschiedliche Substanzen mit ebenso unterschiedlichen Profilen. Oft sind Nebenwirkungen am Beginn deutlicher ausgeprägt als die Wirkung. Doch dieses Bild verändert sich oft nach einiger Zeit der Behandlung, was die Akzeptanz erschwere.  (iks)

© panthermedia.net/Monkeybusiness Images

Vergleich zu anderen Ländern hat Österreich ein relativ geringes Problem mit resistenten Keimen. Das sind Kernpunkte des „Resistenzberichts Österreich AURES 2012“. Die Entstehung von Resistenzen gegen Antibiotika ist in der Medizin stark von der Anzahl der Verschreibungen und von der Einhaltung der vorgeschriebenen Therapiedauer abhängig; hier gibt es positive Entwicklungen in Österreich. (APA/iks)

© EPA

Neue Mittel

© panthermedia.net/Ruediger Rebmann

er Bund soll wieder einmal sparen. Bei den Rezepten kommt wie regelmäßig das Thema Gesundheit. Der Hintergedanke: Wir geben elf Prozent des BIP für Gesundheit aus; sparen wir da zehn Prozent, sind das gleich 3,3 Mrd. Ein großer Teil der Gesundheitsausgaben erfolgt über die Krankenkassen, da gibts also sicher was zu holen ... Das hat aber ein paar Probleme: Zum einen sind Gesundheitsausgaben auch ein Wirtschaftsmotor. Hier zu sparen, schadet mehr, als es bringt. Zweitens: Die Krankenkassen haben mit dem Budget des Bundes nichts zu tun. Reduziert man die Verwaltung, spart das den selbstverwalteten Kassen Geld, aber nicht dem Budget. Drittens: Die Kassen haben Verwaltungskosten unter drei Prozent. Spart man die Hälfte, bringt das gerade 200 Mio. Euro. Bei einem Budgetloch von mehr als 20 Mrd. Euro ist das 1%. Viertens: Der Beitrag des Bundes für Gesundheit liegt bei nicht viel mehr als einer Mrd. Euro (von insgesamt 33 Mrd.). Den Rest steuern Länder und Gemeinden bei. Fünftens: Der BIP-Anteil der Gesundheitsausgaben ist zuletzt gesunken. Die platte Sparforderung ohne Konzept klingt schlüssig, ist aber entweder dumm, polemisch oder nur unverschämt. In jedem Fall falsch. Natürlich kann das System verbessert werden, das braucht aber mehr als einen Rotstift.

Psychopharmaka benötigen Zeit, bis sie wirken; das erschwert die Akzeptanz.


H E A LTH : C A R E

Freitag, 22. November 2013

healtheconomy – 49

Vorsorge Uniqa entwickelte mit Experten gesunde Kinder-Informationsbroschüren für Eltern zu den Themen Ernährung und Bewegung

Gemeinsam gesünder essen ulli moschen

Wien. Nur 5% der Österreicher geben an, regelmäßig körperlich aktiv zu sein, obwohl längst klar ist, dass ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung die beste Krankheitprophylaxe sind. Auch Kindern und Jugendlichen mangelt es nicht selten an beiden, etwa auch, weil Eltern oft aufgrund der wachsenden Belastung in der Arbeitswelt nicht mehr selbst kochen, sondern auf Fertiggerichte zurückgreifen.

Persönlichkeitsentwicklung Um dem entgegenzuwirken, entwickelte der Versicherungsriese Uniqa nun zwei Infobroschüren, die Eltern dabei unterstützen sollen, auf einfachem Weg ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung in den Alltag zu bringen. Die Broschüre „Gemeinsam mehr be-

Krankenkassen Bilanz

Schuldenabbau Wien. In den vergangenen drei Monaten korrigierte der Hauptverband der Sozialversicherungsträger den erwarteten Überschuss der Krankenkassen für 2013 von 89 Mio. auf 163,1 Mio. € nach oben.

Ausgeglichene Bilanzen

© Johannes Zinner

147,2 Mio. davon trägt die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) bei, allerdings stammt der Großteil davon aus öffentlichem Mitteln. Diejenigen Kassen, die noch Schulden haben, erhalten in Form einer Pauschale eine Umsatzsteuerrückvergütung für Medikamente. Der diesjährige Betrag von 100 Mio. € ging zur Gänze an die WGKK – die einzige Kasse mit einem „negativen Reinvermögen“. Für Ende 2013 erwartet die WGKK einen Schuldenstand von 30 bis 50 Mio. €, 2014 will sie ihre Schulden dann zur Gänze abgebaut haben. Die anderen Krankenkassen erwarten im kommenden Jahr eine zumindest ausgeglichene Bilanz. Diejenigen, die keine Schulden haben, können ihre Überschüsse in Leistungsrücklagen investieren und je nach eigener Einschätzung in zusätzliche Leistungen stecken. Neben der WGKK erwarten die oberösterreichische GKK und die Salzburger GKK einen Überschuss von je rund 10 Mio. €. Niederösterreich, Kärnten und die berufsständische Kasse der SVA bilanzieren negativ, der Rest ausgeglichen, teilt der Hauptverband mit.  (um)

WGKK-Obfrau Ingrid Reischl kann zufrieden sein: Die Schulden sinken.

wegen“ vermittelt auf 35 Seiten in 15 Kapiteln zahlreiche Strategien, wie Kinder zu mehr Bewegung motiviert werden können. Die Themen umfassen die Schwerpunkte Bewegen, mit gutem Beispiel vorangehen und Konzentration: Kinder, die sich ausgelassen bewegt haben, können sich erfahrungsgemäß danach wieder besser konzentrieren. „Heranwachsende erreichen durch regelmäßiges Training nicht nur eine bessere körperliche Fitness und seelische Ausgeglichenheit, sie entwickeln auch mehr Selbstbewusstsein“, weiß Skilegende Stephan Eberharter. Denn Kinder, die sich viel bewegen, ken-

nen die Stärken und Schwächen ihres Körpers, trauen sich mehr zu und können so ihre eigenen Grenzen besser einschätzen, was sich wiederum positiv auch auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirkt.

Serviceorientierungen Die Broschüre „Gemeinsam gesünder essen“ vermittelt Tipps zu den Themen Ernährung und Kochen, Trinken und Essen. Dazu gehören hilfreiche Informationen, wie etwa, dass Kinder ein neues Lebensmittel mindestens 10 bis 15-mal probieren müssen, bis sie

es akzeptieren oder sogar mögen, oder dass ausreichendes Wassertrinken die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit steigert. Die Uniqa Österreich beschäftigt 5.000 Mitarbeiter und betreut 2,4 Mio. Kunden mit rund 6,3 Mio. Versicherungsverträgen. Der Konzern ist auch Nummer eins im Bereich privater Krankenversicherungen. „Ein gesunder Lebensstil muss von Anfang an gefördert werden“, sagt Hartwig Löger, Vorstandsvorsitzender der Uniqa. „Als größter heimischer Gesundheitsversicherer gehört es zu unserer Unternehmenskultur, dass wir uns aktiv dafür einsetzen.“

© APA/EXPA/Johann Groder

Versicherungskonzern verstärkt Präventionsangebote und setzt bei Kindergesundheit an.

Stephan Eberharter ist einer der Experten, die der Uniqa zur Seite stehen.


Ph a r m a r e p or t: L i f e sc i e n c e

50 – healtheconomy

Freitag, 22. November 2013

Interview Janssen-Manager fordern stärkere Prävention und bessere Rahmenbedingungen für Arznei-Innovationen

short

„Frühere Diagnostik und rechtzeitige Therapie“

Boehringer Ingelheim bringt Asthmamittel Ingelheim/Wien. Der auch in Österreich sehr aktive deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim drängt in Europa mit seinem Atemwegsmittel „Spiriva“ in ein lukratives Einsatzgebiet. Der Konzern beantragte in Deutschland, das Mittel auch zur Behandlung von Asthma zuzulassen. Bisher ist das Medikament nur zur Behandlung von Raucherlunge zugelassen. Dennoch ist Spiriva bereits das umsatzstärkste Medikament von Boehringer Ingelheim – die weltweiten Erlöse beliefen sich 2012 auf rund 3,6 Mrd. €.

Pharmaunternehmen sieht Patent-Klippe bereits hinter sich und hat neue Produkte in der Pipeline.

© Boehringer Ingelheim

Wien. Beim Pharmaunternehmen Janssen, der Arzneisparte des US-Konzern Johnson & Johnson, rechnet man nicht damit, das außergewöhnliche Wachstum von 2012 heuer wiederholen zu können, doch sei die Pipeline für die nächsten Jahre gut gefüllt. Im healtheconomy-Gespräch erläuterten Ludo Ooms, Managing Director Schweiz und Österreich, sowie Erich Eibensteiner, Geschäftsführer Janssen Österreich, welche Präparate nächstes Jahr auf den Markt gebracht werden, welche Wünsche sie an eine neue Regierung haben und wie sich Janssen nach 2007 neu strukturiert hat. „Wenn ich es aus der Distanz betrachte, ist es von Vorteil, dass wir unser Patent Cliff vor ein paar Jahren gehabt haben“, meint Ooms. „Wir haben uns 2007 grundsätzlich gefragt, wie sich Janssen für die Zukunft strategisch ausrichten soll. Es war klar, dass wir nicht den x-ten Vertreter eine etablierten Produktklasse wie z.B. den Betablockern bringen sollten, sondern auf Innovation und unmet medical needs setzen müssen.“ Zu den Präparaten, welche zu dem außergewöhnliche Wachstum von 2012 beigetragen haben, zählen welche zur Behandlung des Prostatakarzinoms, von Hepatitis C und von Schizophrenie, von Schuppenflechte und HIV. „Wir haben es in kurzer Zeit geschafft, uns mit den Produkten an vorderste Position zu bringen. Das sind die Früchte, die wir aus der strategischen Neuausrichtung im jahr 2007 ernten können; das zeigt auch, wie langfristig unser Geschäft ist“, sagte Eibensteiner. „Wir haben jetzt ein Portfolio, das zu 50% vom Umsatz dieser neuen Produkte getragen ist.“

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hat neuen Blockbuster.

Bayer punktet mit neuem Krebsmittel Leverkusen. Der deutsche Pharmakonzern Bayer hat von den Behörden grünes Licht für die Vermarktung seines neuen Krebsmedikaments „Xofigo“ in Europa bekommen. Die EUKommission ließ das Präparat zur Behandlung von Prostatakrebs-Patienten mit Knochenmetastasen zu, wie die Leverkusener in einer Aussendung mitteilten. Im September hatte sich schon der Medikamentenausschuss der europäischen Arzneimittelbehörde EMA für die Zulassung ausgesprochen. In den USA ist Xofigo bereits auf dem Markt. Bayer arbeitet bei dem Medikament mit der norwegischen Firma Algeta zusammen. Die Arznei gibt radioaktive Alphastrahlung ab und soll so auf Krebszellen in den Knochen einwirken.

© medianet

Mathieu Völker

Janssen-Manager Erich Eibensteiner: „Haben es in kurzer Zeit geschafft, uns mit Produkten an vorderste Position zu bringen.“

rapeutischen Bereich, sondern etwa auch in der Verabreichungsart, in der Verringerung der Krankenhausaufenthalte oder in geringeren Nebenwirkungen liegen können.

Den Forschungszentren in Österreich stellen sie ein positives Zeugnis aus, doch „man muss in Österreich, aber auch in Europa, darauf achten, dass man nicht die Wettbewerbsfähigkeit in diesen Bereichen verliert“, betonte Ooms. Janssen bekenne sich zu einem starken, solidarisch finanzierten, öffentlichen Gesundheitssystem: „Wir wünschen uns auch eine Stärkung des Präventionsbegriffs, im Sinne von frühzeitiger Diagnostik und rechtzeitiger Therapie mit den geeignetsten Medikamenten“, ergänzt Eibensteiner. Insbesondere in der Preisgestaltung von neuen Präparaten gegenüber Generika wünsche man sich eine gewisse Verbesserung der Rahmenbedingungen und eine breitere Betrachtung der Zusatznutzen von Innovationen, die nicht nur im the-

Spannende Pipeline Die Pipeline für 2014 beinhalte unter anderem ein Präparat für eine spezielle Form der Leukämie, dessen Phase II-Resultate sehr vielversprechend seien. „Wir werden auch ein Produkt im Bereich Diabetes bringen, einen Vertreter eines neuen Wirkmechanismus, der dazu führt, dass vermehrt Glukose über den Urin abgegeben wird. Dies führt bei Patienten auch zu Gewichtsabnahme und Verbesserung der Blutdrucksituation.“ Geschäftsrelevant wird dieses neue

Produkt allerdings wohl erst im 2. Halbjahr 2014. Außerdem bringt Janssen ein neues TuberkulosePräparat: „Es ist das erste Präparat seit 49 Jahren gegen multiresistente Tuberkulose. Das wird kommerziell wahrscheinlich nicht erfolgreich sein, aber die Frage, wie viele Menschenleben man retten kann, ist auch immer ein Entscheidungsfaktor“, meint Eibensteiner. Mut, sich selbst neu zu erschaffen, gehöre heute zum Geschäft, so Ooms: „Was vor zwei Jahren die richtige Lösung war, ist es wahrscheinlich heute nicht mehr. Als Unternehmen muss man genug Open Mindness haben, um Gelegenheiten zu erkennen und den Mut zu haben, Dinge anders zu machen.“

Forschung Neues Gerinnungsmedikament zeigt Wirkung

Expansion Deutsche Pharmakonzerne nehmen Märkte in Asien ins Visier

Erfolg für Baxter

Merck und Bayer ziehen ostwärts

Wien. Der US-Pharma- und Biotechnologiekonzern Baxter mit seinem Biotechnologie-Forschungszentrum in Orth an der Donau in Niederösterreich hat bei der europäischen Arzneimittelagentur EMA die Zulassungs seines rekombinant – also biotechnologisch – hergestellten Blutgerinnungsfaktors IX beantragt. „Nonacog Gamma“ wurde zur Behandlung und Prophylaxe von Blutungen bei Patienten aller Altersstufen mit Hämophilie B eingereicht. Hämophilie B ist die zweithäufigste Form der Bluterkrankheit und die Folge eines Gerinnungsfaktor IX-Mangels. Das Produkt wurde heuer schon in den USA und in Puerto Rico für Erwachsene registriert.

Darmstadt/Leverkusen. Die beiden deutschen Pharmakonzerne Merck und Bayer zieht es nach Asien. Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck will seine Geschäfte in China mit einem neuen Arzneimittelwerk stärken. Rund 80 Mio. € investiere Merck in die neue Produktion im Großraum Shanghai, kündigte das Unternehmen an. Geplant sei, dort Medikamente gegen Diabetes, Herz-Kreislaufund Schilddrüsenerkrankungen für den chinesischen Markt zu produzieren. Der Bau soll 2014 beginnen, Produktionsstart soll 2017 sein. China ist eines der Länder mit den höchsten Wachstumsraten im Arzneimittelmarkt. Typisch westliche Erkrankungen wie Diabetes, die eng mit den Lebensgewohnheiten zusammenhängen, sind dort auf dem Vormarsch. „Mit dem neuen Werk entsteht der weltweit zweitgrößte Pharma-Produktionsstandort von Merck Serono“, erklärte Allan Gabor, der das Pharmageschäft des Konzerns in China leitet. Bayer wiederum drängt mit seinem Augenmedikament „Eylea“ in einem weiteren Therapiefeld

Blutgerinnungsfaktoren – auch der Blutgerinnungsfaktor VIII zur Behandlung der häufigsten Bluterkrankheit, der Hämophilie A – wurden ehemals durchwegs aus Spenderplasma hergestellt. Die Produktion mit Biotech-Verfahren

© Baxter

Kein Blutplasma mehr nötig

Baxter macht sich mit Biotechnologie von Blutplasma unabhängiger.

in Asien auf den Markt. Es sei geplant, das Augenpräparat auch zur Behandlung einer gefährlichen Netzhauterkrankung bei stark kurzsichtigen Menschen auf den Markt zu bringen, teilte Bayer mit.

Augenmittel mit Potenzial Der erste Zulassungsantrag in dieser Indikation soll bis Ende des Jahres in Asien eingereicht wer-

den. Dort ist Kurzsichtigkeit weit verbreitet. „Eylea“ zählt zu fünf Bayer-Arzneien, deren Jahresumsatzpotenzial der Konzern zusammen auf mehr als 5,5 Mrd. € taxiert. Allein dem Augenmittel traut Deutschlands zweitgrößter Arzneimittelhersteller Jahresumsätze oberhalb der Milliardenschwelle zu. In den ersten neun Monaten 2013 setzten die Leverkusener mit dem Mittel 207 Mio. € um. (iks)

© EPA

verhindert ein potenzielles Kontaminationsrisiko mit Viren (vor allem HIV und Hepatitis-Viren). Außerdem ist man in der Herstellung von Plasma unabhängig. Weltweit gibt es rund 26.000 Hämophilie B-Patienten. Baxter hat vor Jahren die Wiener Immuno AG aufgekauft und damit auch einen der damals größten Produzenten von Blutgerinnungsfaktoren übernommen. (iks)

In Asien nehmen Zivilisationskrankheiten stark zu; das lockt die Pharmabranche.


Viele Meilensteine der Medizin kommen aus dem Labor.

Aber sie beginnen mit Leidenschaft und einer Vision. Seit über 150 Jahren haben wir eine Mission: Unser Ziel ist die Entwicklung von innovativen Medikamenten, Impfstoffen und Tiergesundheitsprodukten, die das Leben von Millionen verbessern. Wir stellen uns dieser Verantwortung mit einem festen Bekenntnis zu Forschung und Entwicklung. Wir wissen, es gibt noch immer eine Menge zu tun: Wir wollen den Zugang zu medizinischer Versorgung verbessern und arbeiten mit Partnern zusammen, die unsere Leidenschaft teilen. Gemeinsam werden wir eine gesündere Welt schaffen. Mit ganzem Herzen. Unter www.msd.at erfahren Sie mehr über unsere Arbeit und unser Engagement.

Merck Sharp & Dohme Ges.m.b.H. Europlaza Gebäude G, Am Europlatz 2, 1120 Wien © Urheberrechtlich geschützt für Merck Sharp & Dohme Corp., ein Unternehmen von Merck & Co., Inc., Whitehouse Station, NJ, USA. 06-15-CORP-1085158-0000. Erstellt: Juni 2013

MSD_Company_Ad_Laboratory_271x417_2013.indd 1

11.06.13 12:38


M E N SC H E N & KA R R I ER E N

52 – healtheconomy

short

„medcare“ startete nun in Innsbruck

Freitag, 22. November 2013

Pharma Marketing Tag Motto der diesjährigen Veranstaltung war das „Integral“ im Pharma-Marketing der Zukunft

Mehr Eigenverantwortung bereits ein Umdenken der Bürger hin zu einer bewussten und gesunden Lebensweise stattgefunden. Gleichzeitig muss Gesundheit immer stärker mit dem eigenen Geld finanziert werden. Beide Faktoren führen laut Huber zu einem Rollenwandel vieler Patienten: „So verstehen sich Menschen heute mehr und mehr als eigenverantwortliche Manager ihrer Gesundheit.“ Durch moderne Technologien entsteht neben dem Markt für Therapie ein Markt für Selbstdiagnose und für individuelles Health Management. Spannende Beiträge in Form von Referaten und Statements kamen unter vielen anderen auch von Dieter Rappold (vi knallgrau GmbH), Dominik Flener (Mitglied des PMCA Vorstands), Volker Busch (Facharzt für Neurologie und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) und Elisabeth Marschall (Mitglied des PMCA Vorstands).

andreas feiertag

Innsbruck. Diese Woche startete „medcare“, ein Projekt von Caritas und Rotem Kreuz Tirol. medcare stellt medizinische Basisversorgung für Menschen auf der Straße sicher: stationär in der Nähe des Innsbrucker Bahnhofs und mobil mit Bus. Finanziert wird medcare von Stadt Innsbruck, Land Tirol und Tiroler GKK. Die Ärzte arbeiten freiwillig und unentgeltlich, so Rotkreuz-Vizepräsident Thomas Fluckinger, medizinischer Leiter von medcare.

Herz-Kreislauf-Event: Ergebnisse alarmieren

Gruppenbild der aufgetretenen Referenten und Sprecher bei der Veranstaltung.

Salon A Apotheker diskutierten Versorgungssicherheit

Umfrage Österreich beurteilte heimische Pharmazeuten

Wien. Kürzlich lud die Gesellschaft der österreichischen Apotheker erneut zum interdisziplinären Meinungsaustausch im Rahmen eines „Salon A“ in die Wiener Servitengasse, um die Themen Arzneimittelengpässe und Lieferschwierigkeiten zu diskutieren. Im Detail wurde mit Vertretern des Großhandels erörtert, wie die Versorgung der Bevölkerung auf hohem Niveau erhalten werden kann. „Für ein funktionierendes Versorgungssystem muss mehr Transparenz geschaffen werden. Hersteller, Großhändler und Apotheken müssen bei nicht ersetzbaren Arzneimitteln Ströme offenlegen. Wir schlagen vor, dass diese Produktgruppen gelistet und mit besonderem Augenmerk verfolgt werden“, sagte „Salon A“-Obfrau

Wien. Apothekenkunden lieben offenbar ihre Apotheken. Bei dem Gewinnspiel „Wählen Sie Ihre Lieblingsapotheke“, das vom Österreichischen Apothekerverband im Oktober durchgeführt wurde, haben 12.000 Österreicher mitgemacht und ihre ganz persönliche Lieblingsapotheke gewählt. Die Teilnahme erfolgte per Gewinnkarte oder via Internet-Microsite. Zu gewinnen gab es einen von neun Apotheken-Gutscheinen. Dabei wurden Hunderte Apotheken mehrfach nominiert. Fazit: Die Apothekenkunden schätzen vor allem den guten Service, die fachlich kompetente Beratung und die Nähe ihrer Apotheken. „Die Apotheker haben in den vergangenen Jahren viel in fachliche und individuelle Kundenberatung sowie in den Auftritt

Die Herzgesundheit ist in Österreich nicht gerade die beste.

Wien. Die Ergebnisse des Wiener Herz-Kreislauf-Events, bei dem von September bis Oktober in stark frequentierten Einkaufszentren fast 4.000 Menschen mit Messungen und individuellen Beratungen erreicht wurden, fasst Dieter Magometschnigg, wissenschaftlicher Leiter des Events, so zusammen: „Wir müssen mehr für unsere Gesundheit tun.“ Mehr als drei Viertel der Teilnehmer weisen ein Risiko auf.

Bevölkerung mag ihre Apotheken

Ulrike Mursch-Edlmayr. Weitere Forderung: die Anzahl der Depots für erstattungspflichtige Arzneimittel erhöhen.  (fei)

© Katharina Schiffl

© WiG/David Bohmann

Viel mehr Transparenz gefordert

Ulrike Mursch-Edlmayr lud LH Josef Pühringer zum Apothekertreffen.

Kopfarbeit BioTechMed-Graz sucht die besten Köpfe

ihrer Teams investiert; das wird von der Bevölkerung gewürdigt“, so Christian Müller-Uri, Präsident des Apothekerverbands. (fei)

© Österreichischer Apothekerverband

Rotkreuz-Chefarzt Thomas Fluckinger stellte „medcare“ auf die Beine.

Wien. Bereits zum 18. Mal fand heuer der Pharma Marketing Tag des PMCA statt – diesmal unter dem Motto „Das ‚Integral’ im Pharma-Marketing – wie Reformen und Trends systematisch ein neues Marketingverständnis fordern“. Der Pharma Marketing Club Austria begrüßte über 200 Gäste aus Gesundheit und Pharmaindustrie. Ines Windisch, Präsidentin des PMCA, freute sich über das rege Interesse: „Der Pharma Marketing Tag ist – abgesehen von der Verleihung des Goldenen Skalpells – der größte Branchenevent des PMCA.“ Jeanette Huber, Expertin für Future Fitness vom Zukunftsinstitut in Deutschland, präsentierte in ihrer Keynote ihre Thesen für das Thema „Gesundheit der Zukunft“ und zeigte damit den Wandel der Branche sowie seine Möglichkeiten und Chancen auf. Es habe

© Mag. Andreas Hroß

© Rotes Kreuz/Vanessa Weingartner

Menschen denken um, leben gesünder, nehmen eine veränderte Rolle ein – Industrie muss reagieren.

Rund 12.000 Menschen machten mit bei der Apothekenwahl.

Menschen, über die man spricht

Vier Professuren ausgeschrieben Arnold Gabriel ist nun doch neuer Vorstand der Kabeg

M aria R au ch Ka l l at, ehem . M inis t erin f ü r g es u n d hei t

Der Rechtsstreit zwischen dem Nachrichtenmagazin profil und der früheren Gesundheitsministerin Maria RauchKallat (ÖVP) ist mit einem Vergleich beendet. Rauch-Kallat hatte das Magazin wegen seiner Berichte über die Grippemasken-Beschaffung im Jahr 2006 geklagt. profil zog in einer kürzlich erschienenen Ausgabe den Vorwurf, dass Rauch-Kallats Ehemann Alfons MensdorffPouilly damals davon profitiert hätte, „mit dem Ausdruck des Bedauerns“ zurück.

Ines H artmann , pfl egel eit erin im KH schwarzach

Ines Hartmann ist neue Pflegedirektorin im Krankenhaus Schwarzach und dort für Führung, Einsatz, Organisation und Entwicklung des 700 Mitarbeiter umfassenden Pflegepersonals sowie für Qualitätssicherung in diesem Bereich des Salzburger Spitals verantwortlich. Hartmann verfügt über viele Jahre Erfahrung und Expertise im Pflegemanagement. Die gebürtige Deutsche war bis zuletzt als Pflegedirektorin im bayerischen Krankenhaus Rummelsberg tätig.

© Foto Hofer Innsbruck

© Med Uni Graz/www.bernhardbergmann.com

Die Biotech-Forschung am Standort Graz wird weiterhin kräftig ausgebaut.

Klagenfurt. Arnold Gabriel, der Büroleiter von Kärntens SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser, wurde nun vom Aufsichtsrat mehrheitlich zum neuen Vorstand der der Kärntner Krankenanstalten Betriebsgesellschaft (Kabeg) bestellt. Gabriel wird den Posten per 1. Jänner 2014 antreten. Im Vorfeld seiner Bestimmunug gab es massive Differenzen in dem politisch besetzen Gremium. Schon die Erstreihung von Gabriel im Rennen um den Posten bei der Aufsichtsratssitzung Ende Oktober hatte im Land für heftige Kritik und einen Koalitionskrach gesorgt. Während die der SPÖ und den Grünen nahestehenden Aufsichtsratsmitglieder für Gabriel waren, scherte Koalitionspartner ÖVP aus; auch die FPÖ kritisierte die Optik. (fei)

© KH Schwarzach

© Fritz-Press GmbH - Rights Managed (RM)

„Mehr als 100 Bewerbungen, unter anderem aus Australien, Großbritannien und den USA, zeigen die Attraktivität des Wissenschaftsstandorts Graz“, freuen sich die Rektoren Christa Neuper (Uni Graz), Harald Kainz (TU Graz) und Josef Smolle (Med Uni Graz) über das internationale Interesse. Von 21. bis 22. November präsentieren sich die Kandidaten für die vier neuen, gemeinsamen Professuren. Alle vier Professuren sind auf fünf Jahre befristet.

© APA/Roland Schlager

Graz. In der interuniversitären Forschungsinitiative BioTechMedGraz bündeln die Karl-FranzensUniversität Graz, die Technische und die Medizinische Universität Graz ihre Kompetenzen an der Schnittstelle von Biomedizinischen Grundlagen, Technologischen Entwicklungen und Medizinischer Anwendung. Zur weiteren Stärkung wurden nun vier neue Professuren ausgeschrieben: für Neuroimaging, interaktive Mikrobiomforschung, Biopharmazie und Bioinformatik.

Reinhard Mittermair, primar im klinikum klagenfurt

Reinhard Mittermair übernimmt mit 1. Jänner die Abteilung der Chirurgie und Viszeralchirurgie am KlinikumKlagenfurt am Wörthersee. Er folgt Michael Starlinger, der mit Ende des Jahres in Pension geht. Mittermair machte seine Fachausbildung in Innsbruck, leitete dort an der Uniklinik zuletzt die minimalinvasive Chirurgie und ist Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für minimalinvasive Chirurgie. Sein Spezialgebiet ist narbenfreie Chirurgie.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 22. November 2013 – 53

daten im auge

Internet-Sicherheitsbericht 2013 spricht von hohem Cybercrime-Risiko  Seite 55

Die evolaris gmbh entwickelt bereits Prototyp-Apps für Google Glass  Seite 57

massiv Oki MC562dnw im praxistest

© Oki

Tatort internet © evolaris

© BKA/Hans Hofer

technology Europäischer CloudMarkt vor dem Abheben

© Microsoft

short

© Oki

Wien. Am 26./27. November findet heuer wieder die Innovation & Education Konferenz statt – und feiert zugleich ein rundes Jubiläum: Bereits zum zehnten Mal treffen sich Bildungsexperten aus dem In- und Ausland auf Einladung von Microsoft in Wien. Zielgruppe der Bildungskonferenz sind Lehrer, Pädagogen und Ausbildner, die sich für den Einsatz Neuer Medien im Bildungsbereich interessieren. Anlässlich des runden Jubiläums wird erstmals auch Anthony Salcito (Bild), Education Chef von Microsoft, in Wien erwartet. www.microsoft.at

© panthermedia.net/krisckam

Wien. Oki hat für seinen neuen 5-Farb LED-Drucker den „viscom Best of 2013 Award“ in der Kategorie „Textilveredelung“ erhalten. Das Farbdrucksystem, das erstmals über eine fünfte Druckstufe in Klar- oder Weißtoner verfügt, konnte die sechsköpfige Fachjury überzeugen. Zusätzlich wurde der Oki 5 Toner Printer Oki ES9541dn mit dem Good Design Award 2013 prämiert, der in Japan von einer Fachjury aus über 70 Medienspezialisten vergeben wird. Die dritte Auszeichnung vergab schließlich noch Print.IT in UK mit dem Editors Choice Award für Herbst 2013. www.oki.at

Optimismus im Breitband Laut einer Interxion-Studie erwarten sich 56% der europäischen Service-Anbieter drastische Umsatzsteigerungen durch die Cloud. US-Unternehmen werden dabei kaum als Konkurrenz gesehen.  Seite 54 TU Graz Virtual Reality-Projekte mit dem Fraunhofer-Institut

Wien. Der Cloud-TK-Anbieter Nfon GmbH ist ab sofort neben Österreich und Deutschland auch in Großbritannien, den Niederlanden, Kroatien, Rumänien, Tschechien, Slowenien und Ungarn vertreten. „Unsere Cloud-Telefonanlage vereinfacht und vergünstigt die länderübergreifende ­Kommunikation für jedes ­Unternehmen“, sagt Reinhard Hable, Geschäftsführer der Nfon GmbH (Bild). www.nfon.com

© Fraunhofer IGD

© Nfon

Fünf Jahre gemeinsame Forschung

3D-Visualisierungsexperte: Dieter W. Fellner, Leiter des Fraunhofer IGD.

Graz. Forschungsjubiläum in Graz: Vor fünf Jahren wurde eine Niederlassung des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung, kurz IGD, am Institut für Computer Graphik und Wissensvisualisierung am Campus Inffeldgasse angesiedelt. Zusammen betreiben sie mit DAVE einen 3DRundumprojektionsraum, in den der Nutzer virtuell vollständig eintauchen kann und ein besonders starkes Echtheitsgefühl erlebt. DAVE ermöglicht es, ein Gebäude virtuell zu durchwandern, wie aktuell den in Bau befindlichen Wiener Hauptbahnhof. cgv.tugraz.at www.fraunhofer.at

130910_Covercorner_160x85mm.indd 2

IT WORKS 13 Jahre, 100% erfolgreiche Projekte. Profitieren Sie von herstellerunabhängigem IT-Consulting mit Handschlagqualität. ITdesign Geschäftsführer Michael Botek berät Sie gerne persönlich. Fragen kost’ nix: Telefon +43-1-699 33 99-19 E-Mail michael.botek@itdesign.at Web www.itdesign.at

17.09.13 14:54


C ov e r

54 – medianet technology

Kommentar

Wer darf in der ersten Reihe sitzen?

Freitag, 22. November 2013

Interxion Europäische Service-Anbieter sehen in amerikanischen Cloud-Unternehmen keine unmittelbare Konkurrenz

Großes Potenzial für den europäischen Cloud-Markt Die NSA-Spitzelaffäre könnte der europäischen Cloud-Industrie zu schnellem Wachstum verhelfen. Chris Haderer

Chris Haderer

U

Wien. Das kommende IT-Jahr könnte für die Industrie eine Reihe von scharfen Klippen bereithalten, die möglicherweise nicht einfach zu umschiffen sind. Auf der einen Seite gehören Themen wie die Cloud oder Big Data zu den Dauerbrennern, die im kommenden Jahr für Umsätze sorgen sollen, auf der anderen Seite sind viele Unternehmen durch den NSA-Skandal vorsichtig geworden. „Neu dabei ist, dass die IT-Diskussion nun verstärkt unter dem politischen und rechtlichen Aspekt des Schutzes der Privatsphäre geführt wird“, sagt Michael Beutner, Geschäftsführer Technik beim Security-Lösungsanbieter consol. „Vor allem für Deutschland prognostizieren unsere Sicherheitsexperten 2014 eine große Verunsicherung und gesteigerte Zurückhaltung gegenüber international erbrachten CloudDiensten. Im Umkehrschluss ist aber auch eine Zunahme oder ein stärkerer Fokus auf lokal erbrachte Services zu erwarten. Hier sehen die Consol-Spezialisten Chancen und neue Absatzpotenziale für lokal agierende Cloud-Anbieter.“

Große Hoffnungen in den Wachstumsmarkt Cloud setzt auch Interxion, ein Anbieter von carrierneutralen Rechenzentrums-Dienstleistungen. Der Optimismus stützt sich auf eine Studie des Unternehmens, nach der 56 Prozent der europäischen Befragten erwarten, dass 2015 etwa 40 bis 100 Prozent ihres Umsatzes aus Cloud Services kommen. Dies entspricht einer Erhöhung von 93 Prozent seit 2012. Die Umfrage wurde unter mehr als 400 europäischen und amerikanischen

Cisco 7,7 Zetabyte Daten

123consulting Laut einer aktuellen Umfrage haben viele Unternehmen keine Strategie beim Search Engine Optimizing

Achim Kaspar, General Manager von Cisco Systems Österreich.

Wien. Laut dem Cisco Global Cloud Index wird sich bis 2017 der cloudbasierte Datenverkehr im Rechenzentrum um das 4,5-Fache erhöhen und auf 5,3 Zettabyte im Jahr wachsen. Auch insgesamt steigt der weltweite Datenverkehr in Rechenzentren. Erwartet wird eine Verdreifachung auf 7,7 Zettabyte. Dieser Datenmenge entsprechen 107 Billionen Stunden Musik oder 8 Billionen Stunden HighDefinition Video-Streaming. „Etwa 17 Prozent davon werden von Privatnutzern erzeugt, der Rest entfällt auf Datenverschiebung innerhalb der Rechenzentren“, sagt Cisco-Österreich Chef Achim Kaspar. www.cisco.at

Jelle Frank van der Zwet, Segment Marketing Manager Cloud beim Rechenzentrums-Dienstleistungsanbieter Interxion.

Service-Anbietern durchgeführt. „Von heute bis 2015 wird die Zahl der Hosting-Anbieter, die erwarten, dass der überwiegende Anteil ihres Umsatzes aus Cloud Services generiert wird, auf 17 Prozent ansteigen”, sagt Jelle Frank van der Zwet, Segment Marketing Manager Cloud bei Interxion. „Das bedeutet eine signifikante Möglichkeit für diese Anbieter, ihre Erfahrung beim Management von Infrastruktur und der lokalen Kundenansprache zu nutzen, um ihr Geschäft zu expandieren.“ Die Interxion-Studie „Die Evolution des europäischen CloudMarkts“ zeigt auch, dass die europäischen Service-Anbieter die großen internationalen Anbieter nicht als ihre Hauptkonkurrenz betrachten. Stattdessen sehen 87 Prozent der Befragten ihre lokalen Mitwettbewerber als solche. Von den verbleibenden 13 Prozent nannten fast die Hälfte Amazon als

Keine Angst vor Konkurrenz

primären Konkurrenten. 61 Prozent der europäischen Befragten gaben dabei an, dass sie für diese Wertschöpfung mehrere Strategien anwenden, darunter: Eine Cloud-Infrastruktur aufbauen (64

Prozent), stärkere Fokussierung auf exzellente Services (61 Prozent) und die Expansion in andere Länder (52 Prozent). www.consol-software.at  www.interxion.at

„Gefährliches Halbwissen in SEO-Fragen“ Wien. Wenn Anwender nicht bereits bekannten Links folgen, dann besteht die Navigation im Internet im Wesentlichen aus ständigem Suchen und Finden. Basis sind Suchmaschinen, in deren Datenbanken Informationen über Websites gespeichert und indexiert sind. Genügten vor ein paar Jahren noch wenige „Meta-Tags“, um Webseiten zu beschlagworten, so ist daraus mittlerweile eine kleine Wissenschaft geworden, das „Search Engine Optimizing.“

gaben an, dass SEO in ihrem Unternehmen betrieben wird“, sagt Harald Grabner, Geschäftsführer von 123Consulting. „Allerdings beschäftigen davon nur knapp 60 Prozent einen speziell für SEO verantwortlichen Mitarbeiter. 52 Prozent arbeiten mit externen Agenturen. Die Praxis zeigt aber, dass

SEO nur dann funktioniert, wenn es jemanden gibt, der das Thema dezidiert auf der Agenda hat und sich dafür verantwortlich fühlt.“ Einer der Kardinalfehler ist es, Search Engine Optimizing als einmaligen Vorgang bei der Erstellung einer Web-Präsenz oder beim Updaten von Inhalten zu sehen.

Professionelle Umsetzung Laut einer aktuellen OnlineUmfrage der Wiener Online-Marketing-Agentur 123Consulting spielt für mehr als 50 Prozent der befragten Unternehmen SEO eine bedeutende Rolle – und dennoch wird das volle Potenzial nicht ausgeschöpft. Essenzielle Punkte der Suchmaschinenoptimierung werden von den Unternehmen vernachlässigt und kosten so potenzielle neue Kundschaft und Umsatz. „54 Prozent der Unternehmen, die an der Umfrage teilgenommen haben,

© 123Consulting

© Cisco

Volumen steigt

© interxion/Robert Aberman

nabhängig von ihrem Sinn oder Unsinn haben es manche Produkte vom Start weg etwas schwerer als andere. Bei Microsoft ist man beispielsweise ein bisschen unglücklich darüber, dass die Xbox One-Konsole noch vor ihrem Start den Spitznamen „Xbone“ verpasst bekam. Tatsächlich fühlten sich viele Käufer von den Überwachungsfeatures der Konsolen/KintectKombination einigermaßen „geboned“ – und setzten sich lieber mit der neuen Playstation auf die Couch. Auch der für das kommende Jahr angekündigte „Google Glass“-Datenbrille eilt bereits ein recht einschlägiger Ruf voraus, nämlich der einer Schlafzimmer-Kamera. Unter Datenschützern ist die zu erwartende Privatpornoflut noch der harmloseste Kollateralschaden des digitalen Monokels (weil in der Praxis durch den Verzicht auf Socken und Brille auch vermeidbar). Viel interessanter ist die Frage, welche Auswirkungen die neue Informationsflut im Alltag haben wird. Das Display fürs Auge wird der Augmented Reality neue Geschäftsfelder und endlich auch sinnvoll einsetzbare Anwendungen bescheren. Auf der anderen Seite macht Google Glass seinen Träger zu einem mobilen Bewegungsmelder, und alle Personen in seiner Umgebung zu Statisten einer versteckten Kamera. Die Frage ist: Wer darf bei der Premiere des Films im Publikum sitzen?

Harald Grabner, Geschäftsführer von 123consulting: „Unternehmen nicht SEO-fit”.

Funktionierendes SEO bedeutet die ständige Interaktion mit den beispielsweise von Google gelieferten Ranking-Informationen, um die Reichweite von Schlüsselworten und Suchbegriffen zu optimieren. „57 Prozent der SEO-betreibenden Unternehmen betreiben kein professionelles Linkbuilding“, sagt Grabner. „55 Prozent arbeiten ohne Keyword-Matrix und ganze 20 Prozent wissen nicht einmal, welche die wichtigsten Suchbegriffe des Unternehmens sind. SEO ist aber ein komplexes Verfahren, bei dem jede Maßnahme die andere beeinflusst. Diese Mängel kosten Österreichs Unternehmen neue Kundschaft und somit auch Geld.“ Bei Österreichs Unternehmen regiere oft gefährliches Halbwissen, wenn es um das Thema SEO geht, versucht Harald Grabner das Thema auf den Punkt zu bringen. „SEO wird nicht von Zeit zu Zeit betrieben oder läuft nebenher im OnlineMarketing mit, sondern ist ein laufender Prozess, der mit Sicherheit zu positiven Ergebnissen für das jeweilige Unternehmen führt.“ www.123consulting.at


Freitag, 22. November 2013

I dee & str ategie

medianet technology – 55

CERT.at Im Internet-Sicherheitsbericht 2013 wird der in Österreich im Vorjahr durch Cybercrime angerichtete Schaden auf sechs Milliarden € geschätzt

750 Milliarden € Schaden pro Jahr Christoph fellmer

Wien. Die Zahlen sind beachtlich: Jeden Tag sind weltweit etwa 150.000 Computerviren im Umlauf und rund 148.000 Computer werden täglich neu infiziert. Nach Angaben des Weltwirtschaftsforums besteht eine zehnprozentige Wahrscheinlichkeit, dass es im kommenden Jahrzehnt zu einem großen Ausfall kritischer Informationsinfrastrukturen kommt, der Schäden in Höhe von 250 Milliarden USD (ca. 185,2 Mrd. €) verursachen könnte. Auch der neue Security Intelligence Report (SIRv15) von Microsoft zeigt auf, dass im Schnitt 17% aller Computer weltweit im ersten Halbjahr 2013 von Malware befallen waren. In Österreich sind zwischen Jänner und Juli 2013 immerhin 2,1% von 1.000 gescannten Computern infiziert gewesen. Laut dem Internet-Sicherheitsbericht 2013, der vorige Woche vom Computer Emergency Response Team (CERT.at) und dem Bundeskanzleramt vorgestellt wurde, wird der jährliche Schaden durch Cybercrime allein in Österreich auf mehr als sechs Mio. € geschätzt. Im ersten Halbjahr 2013 wurden in ganz Österreich über 6.400 Delikte im Bereich der IT-Kriminalität zur Anzeige gebracht. Der weltweite Schaden wird von Interpol mit mehr als 750 Mrd. € beziffert. Täglich werden etwa eine Mio. Menschen Opfer von Angriffen aus dem Internet.

Denn: Hinter Internet-Spionage und -Überwachung stehen nicht nur Einzeltäter, erfahrene Hacker oder „verbrecherische Banden und Organisationen, sondern auch staatliche und politische Akteure“, beschreibt Robert Schischka, Leiter des CERT.at, den Stand der Dinge. „Es zeigt sich immer stärker, dass Bedrohungen aus dem Internet uns alle treffen können. Das Arsenal an Tools und die Techniken, die Angreifer dabei einsetzen, werden immer vielfältiger und abwechslungsreicher. Der Berufsstand der Internetangreifer schläft nicht, sondern ist hellwach und umtriebiger als je zuvor.“

Der Schutz kritischer Infrastrukturen – dazu zählen etwa Energieversorgung, Finanzwesen, Krankenhäuser oder das Internet an sich – muss gewährleistet sein, da ihr Ausfall durch Cyber-Attacken zu weitreichenden Schäden und schweren Beeinträchtigungen der modernen Gesellschaft führen würden. „Die Sicherung der digitalen Infrastruktur und der Schutz vor Cyber-Angriffen und Internetspionage gewinnen vor allem auch als Standort- und Wettbewerbsfaktoren zunehmend an Bedeutung“, sagt Roland Ledinger. www.onlinesicherheit.gv.at www.cert.at

Robert Schischka, Leiter des Computer Emergency Response Teams (CERT.at).

Aktuell Der Vorsprung

Ihre Branchennews vier Mal in der Woche, zwei Mal klassisch zum Blättern und zusätzlich zwei Mal in flotter digitaler Version.

Branchennah Die Information Wer sagt, dass Fachmedien unaktuell sein dürfen? Eben: Mit dem medianet Digital Paper sind Sie immer und überall top informiert.

Sicherheits-Strategien „Würde man die Sicherheitslage in Österreich und der Welt ausschließlich anhand der Berichterstattung in den Medien beurteilen, so zeichnete sich ein düsteres Bild“, verbreitet Roland Ledinger, Leiter des Bereichs IKT-Strategie des Bundes im Bundeskanzleramt, ein wenig Optimismus. „Es gibt auch Lichtblicke: Sicherheit im Allgemeinen und Internet-Sicherheit im Besonderen sind Themenbereiche, die durch die jüngsten Ereignisse stärker denn je in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt sind.“ Der Kampf gegen die Kriminalität im Internet sei mittlerweile zu einer zentralen Schlüsselfrage der digitalen Informationsgesellschaft geworden, folgert Ledinger. „In Österreich wurden mit der Weiterentwicklung der ‚Nationalen IKT-Sicherheitsstrategie‘ und der Verabschiedung der ‚Österreichischen Strategie für Cyber Sicherheit‘ im März 2013 entscheidende Weichenstellungen für den Schutz des digitalen Raums gesetzt.“

© Chris Haderer

Die Sicherung digitaler Infrastrukturen wird zum wichtigen Wettbewerbsfaktor.

Jeden Mittwoch und Donnerstag News der Branche Bereits über 106.000 Leser

Anmeldung Ihr Vorteil...

© BKA/Hans Hofer

flott, informativ, gratis auf App & iPhone

Melden Sie sich kostenlos an! http://cms.medianet.at/newsletter-digital-paper/ Roland Ledinger, Leiter des Bereichs IKT-Strategie des Bundes im BKA.


Fa c ts & f i gu r e s

56 – medianet technology

short

© Mitel Networks Corporation

Neuer Marktgigant: Mitel und Aastra fusionieren

Freitag, 22. November 2013

Good Technology Laut dem IT-Anbieter ist iOS die beliebteste Plattform bei der Entwicklung von Unternehmens-Apps

Unternehmens-Apps sind auf rasantem Vormarsch Mobile Anwendungen sind der beliebteste Grund für die Einführung von neuen Tablet-Endgeräten.

Oracle errichtet vier neue Cloud-Datacenter Wien. Oracle errichtet vier neue Oracle Cloud-Datencenter in Deutschland und Kanada und erweitert damit seine hochleistungsfähige, zuverlässige und sichere Cloud-Infrastruktur auf insgesamt 17 Datencenter weltweit. Sie sollen im 2. Quartal des Jahres 2014 in Betrieb genommen werden. Mit dieser Maßnahme investiert Oracle in Cloud-Datencenter an internationalen Standorten, die die lokalen regulatorischen Anforderungen und die Bestimmungen, die je nach Gebietsansässigkeit der Daten einzuhalten sind, erfüllen. www.oracle.com

© Telekom Austria Group/Susanne Spiel

Telekom Austria Group startet „Smartify“

Bernd Liebscher, Geschäftsführer der Telekom Austria Group M2M.

Wien. Telekom Austria Group M2M hat die Smart MeteringPlattform Smartify gestartet. „Neben der automatisierten Zählerauslesung, der Verwaltung von Zählerdaten sowie den Zählern bietet die Plattform umfassende Betriebsführungsund Alarmfunktionalitäten“, sagt Bernd Liebscher, Geschäftsführer der Telekom Austria Group M2M. Die SmartifyPlattform wird als SaaS-Lösung angeboten und soll v.a. den Smart-Metering-Bereich bedienen. m2m.telekomaustria.com

Mobile Apps Aus Gerätesicht ist iOS von Apple weiterhin führend bei der Anzahl von Aktivierungen und sank um drei Prozent auf 72% im dritten Quartal nur leicht. Auch wurde eine Anstieg von AndroidAktivierungen verzeichnet: Bei 30% aller Aktivierungen im zweiten Quartal und 27% aller Aktivierungen im dritten Quartal handelt

© Good Technology

Wien. Dass der Tabletmarkt boomt, ist kein Geheimnis. Im EnterpriseBereich geht der Wunsch nach derartigen Geräten entweder von den „Digital Natives“ aus oder vom Management, das es immer mehr schätzt, aktuelle Geschäftsdaten per „Fingerzeig“ abzurufen. Wie der „Good Mobility Index Report für Q2 und Q3 2013“ von Good Technology nun widerspigelt, gibt es einen signifikanten Anstieg bei den im Business-Bereich aktivierten Geräten als auch beim Einsatz von speziellen Business-Apps. Wie Good Technology berichtet, ist die Gesamtanzahl der GeräteAktivierungen in diesem Quartal um etwa 60% im Vergleich zum vergangenen Jahr gestiegen. Außerdem verzeichnet der Bericht 1.000 benutzerdefinierte Anwendungen zur Vereinfachung von Geschäftsprozessen, die von Unternehmen intern entwickelt und mit „Good Dynamics“ gesichert wurden. Die Daten entspringen dem Kundenstamm der „Good Dynamics Secure Mobility Platform“ des Unternehmens. Good Technology bietet Lösungen auf Basis einer sicheren Mobilitätsplattform, Collaboration-Anwendungen und ein breit gefächertes Ökosystem von Drittanbietern.

Christy Wyatt, CEO und President bei Good Technology: „iOS ist aus Gerätesicht im Business-Bereich immer noch führend.“

© panthermedia.net/Lorenz Timm

Wien. Die Mitel Networks Corporation und Aastra Technologies Limited fusionieren. Mitel wird sämtliche ausstehenden Stammaktien von Aastra für 6,52 USD (ca. 4,83 €) in bar plus 3,6 Stammaktien von Mitel pro Stammaktie von Aastra übernehmen (Gesamtwert bei Abschluss ca. 278,3 Mio. € für die Aktionäre von Aastra). Nach der Fusion wird das neu unter dem Namen Mitel tätige Unternehmen seinen Sitz in Ottawa, Kanada, beziehen. Die Marke Aastra wird aufgrund ihres Wiedererkennungswerts in ausgewählten europäischen Märkten weiterhin vertreten sein. Der heutige Präsident und CEO von Mitel, Richard McBee, steht auch der neuen Geschäftsleitung vor: „Der Markt für geschäftliche Kommunikation ist reif für eine Konsolidierung; die Massenmigration zu cloudbasierten Dienstleistungen steht unmittelbar ­bevor.“ www.mitel.com www.aastra.com

chris haderer

Tablets setzen sich im Business-Bereich durch Unternehmens-Apps schnell durch.

es sich um Android-Aktivierungen. Der Mobility Index Report zeigt außerdem, dass iOS als führende Plattform für die Entwicklung von Unternehmens-Apps genutzt wird, mit 98% und 95% der absoluten App-Aktivierungen in Q2

und Q3. Aber auch die Entwicklung von Android-Applikationen verzeichnet ein maßgebliches Wachstum, da sich die Anzahl von Aktivierungen von AndroidApps im Vergleich zum letzten Quartal nahezu verdreifacht hat.

„Da wir weiterhin eine enorme Anzahl von Aktivierungen für sichere Mobilität im Unternehmen verzeichnen können, bleibt die Vielfalt von Plattformen auch weiterhin ein wichtiges Thema“, sagt Christy Wyatt, CEO und President bei Good Technology. „Es ist sehr ermutigend, zu sehen, dass die umfangreiche Good Kundenbasis die transformativen Möglichkeiten nutzt, die mit der Leistung mobiler Apps einhergehen, statt nur auf mobile Geräte zu setzen.“ Weitere Ergebnisse der Studie: Tablets sind die beliebtesten Geräte für die Nutzung mobiler Apps. 81% der Applikationen wurden im dritten Quartal des Jahres auf Tablets aktiviert. Das Editieren von Dokumenten bildet die größte Kategorie der kommerziellen Applikationen und verzeichnet 56% aller Aktvierungen. www.good.com

Ericsson Laut einer aktuellen Studie des Unternehmens beträgt die Penetrationsdichte beim Mobilfunk 125 Prozent

Im Jahr 2019 gibt es 9,3 Mrd. Mobilfunkuser Wien. Nicht nur die Weltbevölkerung wächst und wächst - auch die Anzahl der Mobilfunkgeräte geht ständig nach oben. Derzeit gibt es weltweit etwa 6,6 Milliarden Mobilfunkanschlüsse. Nach Prognosen des neuesten Mobility Reports von Ericsson werden es bis zum Jahr 2019 weltweit rund 9,3 Milliarden sein. Davon werden dann 5,6 Milliarden, also über 60 Prozent, per Smartphones genutzt. Gleichzeitig werden zu diesem Zeitpunkt laut dem Ericsson-Report etwa 90 Prozent der Weltbevölkerung über UMTS/HSPA-Netze versorgt sein. Zudem werden im Jahre 2019 bereits rund zwei Drittel der Weltbevölkerung (65 Prozent) auf 4G/ LTE-Netze zugreifen können. 2,6 Milliarden Mobilfunkkunden werden dann LTE nutzen.

Mehrere Endgeräte Unter den aktuell rund 6,6 Milliarden Mobilfunkanschlüssen sind nur etwa 4,5 Milliarden Mobilfunkteilnehmer (da viele Menschen mittlerweile Anschlüsse für mehrere Endgeräte wie Smartphones,

Tablets oder Notebooks besitzen). In Westeuropa liegt die Zahl der Mobilfunkanschlüsse derzeit bei 521 Millionen. Die Penetrationsrate beim Mobilfunk beträgt hier 125 Prozent der Bevölkerung. Im Jahre 2019 sollen bereits rund 55 Prozent der Mobilfunkanschlüsse in Westeuropa auf LTE basieren.

„Die Smartphone-Verbreitung verläuft phänomenal schnell“, kommentiert Douglas Gilstrap, Senior Vice President und Strategie-Chef bei Ericsson. „Es hat über fünf Jahre gedauert, bis eine Milliarde Menschen Smartphones benutzten. Bis die Grenze von zwei Milliarden erreicht wird, werden

keine zwei Jahre vergangen sein. Bis zum Jahr 2019 wird sich die Anzahl der Smartphone-Nutzer verdreifachen. Interessanterweise wird dieser Trend durch Entwicklungen in China und anderen aufstrebenden Märkten getrieben, in denen zunehmend preiswertere Smartphone-Modelle auf den Markt kommen.”

Sozial vernetzt

© Ericsson/Jörgen Hildebrandt

Richard McBee, CEO Aastra + Mitel.

Douglas Gilstrap, Senior Vice President und Strategie-Chef bei Ericsson.

Das mobile Datenvolumen, das Smartphones erzeugen, wird zwischen 2013 und 2019 um das Zehnfache anwachsen. Der mobile Datenverkehr, der durch die Video-Nutzung entsteht, wächst jährlich um 55 Prozent. Im Jahr 2019 wird er laut Ericsson bereits über 50 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs ausmachen. Derzeit verbringen SmartphoneNutzer monatlich durchschnittlich 13,1 Stunden ihrer freien Zeit in sozialen Netzen, 8,2 Stunden mit Unterhaltungsangeboten (inklusive Video) und 5,9 Stunden mit digitalen Spielen. www.ericsson.com


Fa c ts & f i gu r e s

Freitag, 22. November 2013

medianet technology – 57

evolaris Das IT-Unternehmen entwickelt mögliche Anwendungs-Prototypen für die angekündigte Google-Datenbrille

Unwired WiFi-Spots

Google Glass: 2014 wird das „Jahr der Datenbrille“

Kombipaket für Gastronomie

Google Glass nicht

Salzburg. Im Rahmen der Fachmesse Gast präsentierte Unwired mit „Freestation“ vor kurzem ein Kombipaket für die Gastronomie und Hotellerie. „Durch unsere Partner entsteht ein einzigartiges Angebot, das auch einzigartig einfach ist“, erklärt Unwired-Gründer Alexander Szlezak, „Die Installation kann jeder ohne Vorkenntnisse selbst durchführen. Wenn sie bereits über einen BreitbandInternetanschluss im Unternehmen verfügen, müssen unsere Kunden eigentlich nur die Anschlusskabel mit den Geräten verbinden.“ Innerhalb von fünf Minuten sei dann das WLAN für die Kunden einsatzbereit, die Kosten für den Anbieter beginnen bei 19 € pro Monat. „Darüber hinaus erhält man über Unwired auch kostenlosen Zugriff auf über 160 Zeitungen und Magazine aus dem Austria Kiosk der APA und kann für jede Stimmung den richtigen MusikMix von Radio Superfly im Betrieb beziehen“, sagt Szlezak.

radikal neue Services

Bereits 750 Hotspots

bieten könnte.“

Bisher hat Unwired mehr als 700 Hotspots installiert. Bis Jahresende sollen es insgesamt 800 Installationen werden. Auch mit Christkindlmärkten und Gemeinden ist Szlezak derzeit in Verhandlung. „Die Gäste beim Adventmarkt am Stephansplatz können jedenfalls unser kostenloses WLAN nutzen, das wir im Mai gemeinsam mit dem Café Weinwurm realisiert haben. Dort verbinden sich bereits mehr als 10.000 User pro Monat über unser Netzwerk mit dem Internet.“ www.unwired.at

Die für kommendes Jahr erwartete Cyberbrille soll praktisch allen Branchen Mehrwert bieten. chris haderer

Graz. Die Markteinführung der Datenbrille „Google Glass“ ist von zahlreichen Spekulationen begleitet, beginnend von den letztlich umgesetzten Features des Geräts bis hin zum tatsächlichen Starttermin. Erwartet wird die Brille, die Datenschützern jetzt schon schlaflose Nächte bereitet, weil sie ihre Träger genau genommen zu menschlichen

„Es gibt eigentlich keine Branche, in

Gerald binder, evolaris

© Evolaris

der die Datenbrille

sagt evolaris-Projektleiter Gerald Binder. „Tourismus, Sport, Medien, letztendlich überall, wo digitaler Content für den Träger einen Mehrwert bietet, kann eine Datenbrille ein smarter Begleiter sein. Die interessantesten Fragestellungen resultieren aus dem völlig neuen Interaktionskonzept, auf dem Google Glass basiert.”

Bewegungsmeldern macht, für kommendes Jahr. Das auf mobile Innovationen spezialisierte Unternehmen evolaris hat deshalb seine Forschungstätigkeit im Bereich von Datenbrillen intensiviert und bereitet sich mit der Entwicklung von prototypischen Anwendungen auf die Ankunft der Wunderbrille vor. Das Haupt-augenmerk von evolaris liegt dabei auf B2B-Anwendungen, etwa im industriellen Bereich, wie bei Wartungstätigkeiten an Maschinen, bei denen beide Hände frei bleiben sollen. Über Google Glass können Schritt-für-Schritt-Anleitungen eingeblendet und um Fotos, Videos und Audio-Kommentare angereichert werden. „Es gibt eigentlich keine Branche, in der Google Glass nicht radikal neue Services bieten könnte”,

Mehrwert für User Eine der Fragestellungen lautet beispielsweise, wie die Besucher eines Formel1-Rennens direkt an der Rennstrecke die gleiche Vielfalt an Informationen (z.B. Platzierungen, Reifenwechsel, Ereignisse auf der Strecke, etc.) in der Datenbrille angezeigt bekommen können, wie sie es von einer Fernsehüber-

tragung gewohnt sind. Neben der technischen Entwicklungsarbeit „fokussiert evolaris gleichermaßen die Erforschung der Technologieakzeptanz von Datenbrillen und geht auf die Frage ein, welche neuen Geschäftsmodelle damit entstehen können“, sagt Binder. „Dazu gehört auch eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema Datenschutz.“ Hier wird Google kommendes Jahr vermutlich viele Diskussionen führen müssen, denn die Datenbrille verrät nicht nur viel über ihren Träger, sondern macht es extrem leicht, in die Privatsphäre anderer Menschen einzudringen.

Ideen-Sammlung Was Datenbrillen angeht, versteht sich die evolaris next level

GmbH sowohl als Kompetenzzentrum wie auch als Katalysator, der Innovationen rund um Datenbrillen initiiert und „diese auf Basis langjähriger Erfahrung in Konzeption und Entwicklung von mobilen Services umsetzt“, sagt Binder und weist auf einen Aufruf zur Sammlung, Weiterentwicklung und Bewertungsideen auf der Open Innovation-Plattform von evolaris hin. Dank der Google-Entwicklung werde 2014 das Jahr der Datenbrillen. „evolaris hat sich zum Ziel gesetzt, diese für die österreichische Wirtschaft nutzbar zu machen und von Beginn an als kompetenter Forschungs- und Projektpartner bei der Entwicklung von innovativen Services mitzuwirken“, sagt Gerald Binder. www.evolaris.net

© Unwired Networks/Matthias Hausdorf

Die Datenbrille „Google Glass“ wird für das Jahr 2014 erwartet. Derzeit befassen sich Entwickler mit Anwendungsszenarien.

Unwired-Gründer Alexander Szlezak: hat bisher 700 Hotspots installiert.

Neu im Sicontact-Portfolio: AIDA64 Network Audit

PROMOTION

Ausgereiftes Support-Tool Die neue Software ist das ideale Basiswerkzeug zur automatisierten Netzwerkberichtserstattung, zum Änderungs- als auch Asset-Management, versprechen die Lösungsanbieter. „Damit ha-

Kontrollwerkzeug

Ernstfall kommt. Ein drohender Datenverlust kann so ideal abgewendet werden. AIDA64 Network Audit erlaubt die Verwendung von Kommandozeilen-Parametern zur Steuerung und den Einsatz eines SQL-Servers zur Speicherung der erstellten Berichte.

für unsere breite

Frische Business-Features

„Die neue Software ist ein ideales

Business-Klientel.“ MARTON SARKADI IT-SPEZIALIST BEI SICONTACT

© Sicontact

Wien. Verloren im Programmdschungel? Überrascht vom System-Blackout? Welcher Administrator steht nicht manchmal vor dem Problem, dass er nicht mehr genau weiß, welche Software im Netzwerk installiert ist. Oder ob kritische Hardwarekomponenten vor einem Ausfall stehen und daher ein möglichst rasches Einschreiten erfordern. Mit AIDA64 Network Audit, einer durchdachten Lösung – inklusive starker Support-Komponente –, liefert das Team von Sicontact hier professionelle und passgenaue Hilfe. Vertrieben wird das Power-Programm im ganzen D-A-CH-Raum.

ben Administratoren die volle Kontrolle über ihr gesamtes Netzwerk und können jederzeit die gesamte Hard- und Software einsehen, protokollieren und alle Änderungen daran verfolgen“, sagt IT-Spezialist Marton Sarkadi. Großes Plus: Bei kritischen Zuständen von Netzwerkrechnern kann der User aus den vielfäl-

tigen Benachrichtigungsoptionen des neuen AIDA64 Network Audit wählen – per Alarmfenster, als Benachrichtigung per E-Mail oder als Eintrag auf einem Log-Server. Weiterer Vorteil: Mit der netzwerkweiten S.M.A.R.T.-Überwachung lassen sich beispielsweise Festplattenausfälle leicht erkennen – lange, bevor es tatsächlich zum

Die AIDA64 Business-Lösung enthält weitere Features, die sämtliche Kernaufgaben der IT effizient erledigen. Diese ermöglicht zusätzlich die vollständige Netzwerk-Fernüberwachung und -Steuerung. Damit ist die Verwaltung sämtlicher Netzwerkrechner effizient organisiert und Eingriffe bei Problemfällen können damit rasch erfolgen. Nebenbei haben Administratoren die Möglichkeit, sämtliche Antivirenprogramme, die unternehmensweit im Einsatz sind, auf ihre Aktualität zu prüfen. Darüber hinaus beinhaltet

AIDA64 Business viele neue Features, wie etwa TemperaturWarnungen, Overclocking-Informationen, CPU-, Speicher- und HDD-Benchmarks.

INFOS/KONTAKT SICONTACT IT-Solutions GmbH ist mit der Distribution von AIDA64-Produkten in der D-A-CH-Region betraut. Das IT-Unternehmen bietet auch hochwertigen technischen Kunden-Support per Telefon und E-Mail an. Tel: +43 1 585 0 285 (Allg., Lizenz) +43 1 585 0 285 14 (Techn. Fragen) Mail: aida64@sicontact.at (Allg., Lizenz) support@aida64.de (Techn. Fragen) Web: www.aida64.de


Tool s & s e r v i c e s

58 – medianet technology

Freitag, 22. November 2013

Test Der Oki MC562dnw bietet alles, was man sich von einem 4-in-1-Gerät wünscht – nur keine einfache Bedienung

short

Drucker-Schwergewicht mit Frischzellenkur-Bedarf

© Nokia

Ein Smartphone, das Geschichten erzählt

Umfangreiche Ausstattung und großer Funktionsumfang eignen sich für kleine und mittlere Arbeitsgruppen. Nokia Lumia 1520: 20 MegapixelKamera und großes HD-Display.

Wien. Der Schriftenanbieter Monotype hat sein japanisches Fontangebot um Designs von Iwata, JiyuKobo, Motoya, Ricoh und Type Project erweitert. Damit können nun insgesamt mehr als 500 hochwertige japanische Schriften bei Monotype lizenziert werden. Die neuesten Ergänzungen, die zum Teil erstmals außerhalb Japans verfügbar sind, werden über die direkten Verkaufskanäle von Monotype sowie die Webseiten Fonts.com und Linotype.com lizenziert. www.monotype.com

© Hama

Praktischer Scanner im Lasermaus-Format

Sieht aus wie eine Maus, ist aber ein Scanner: myScan von Hama.

Wien. Mit „myScan“ (79,99 €) hat Hama einen Scanner im Mausformat vorgestellt. Die schwarz-rote 4-Tasten-Lasermaus übernimmt neben ihren normalen Aufgaben durch freihändiges Abfahren der Vorlage auch die eines Scanners. Eingescannte Texte können sofort in Word übernommen, Tabellen inklusive aller Funktionen in Excel weiterverarbeitet werden. Wer Bilder einscannt, kann diese gleich über Google suchen lassen, was praktisch ist, wenn beispielsweise wichtige Hintergrundinformationen dazu fehlen. „myScan“ ermöglicht Scans bis zu einer Größe von DIN A3 (Auflösung: 100 bis 400 dpi). www.hama.de

Die Konfigurationssoftware liefert zwar tiefe Einblicke in die aktuelle Befindlichkeit des Druckers, ist aber für Laien nicht unbedingt geeignet. Chris haderer

Wien. Der Oki MC562dnw ist weder ein Leichtgewicht, noch unauffällig, noch leise – dank seiner WLAN-Konnektivität kann man ihn aber aufstellen, wo noch nie ein Ethernet-Kabel gewesen ist. Ein Gerät für den Schreibtisch ist der 4-in-1-Farblaser (Drucker, Kopierer, Scanner, Fax) nicht, eher schon adressiert er sich an kleine und mittlere Arbeitsgruppen, die auch ein entsprechendes Druckaufkommen haben. 26 Prints schafft das Gerät pro Minute im Farbmodus, 30 in schwarz-weiß – und durch die eingebaute Duplex-Trommel und beidseitigen Druck kann man Papier sparen, ohne Zeit zu verlieren. Apropos Papier: Im Test kam der Oki MC562dnw mit verschiedensten Vorlagen beim Scannen mit automatischem Einzug bestens zurecht, und auch beim Drucken

kam es während der Testphase zu keinerlei Papierstaus. Nur ein einziges Problem trat auf: Einen Tag nach erfolgreicher Installation war der Printer im WLAN-Netz nicht mehr auffindbar; erst nach einer Neuinstallation der Printersoftware von der CD meldete sich der Laser dienstbereit im Netz zurück.

wiederum keine Wünsche offen – darüber hinaus gehört ein OCRProgramm mit zum Lieferumfang (Nuance Paperport/Nuance Omnipage). Damit können auch größere Papierberge relativ zügig abgearbeitet und beim Scannen schon als formatierte und bearbeitbare Dokumente erfasst werden.

Kein Fotodrucker

Altmodische Bedienung

Als Fotodrucker kann der Oki MC562dnw leider nicht überzeugen – im Textbereich gibt es hingegen keinen Anlass zur Kritik. Auch die Geschwindigkeit ist annehmbar. Scannerseitig orientiert sich das Gerät ebenfalls mehr am Office als an der Kunst: Trotz einer Auflösung von bis zu 1.200 x 1.200 Punkten ist er für die Produktion hochwertiger Marketingunterlagen nicht unbedingt die erste Wahl. Beim Erfassen von Text bleiben

Vom Design her entspricht er den Erwartungen, die man mit einem Multifunktionsgerät verknüpft; lediglich im Bereich des Papierfachs macht er einen leicht fragilen Eindruck. Leider nicht wirklich zeitgemäß und anwenderorientiert ist die Bedienung: In Zeiten, in denen knapp 80 € billige Tintenstrahldrucker mit TouchscreenDisplays ausgestattet sind, machen der berührungsunempfindliche Schirm und die cursortastenge-

steuerte Menüführung des Oki MC562dnw (ca. 1.040 € lt. Hersteller) einen etwas anachronistischen Eindruck. Das Display ist zwar beweglich, wodurch Reflexionen vermieden werden können, man benützt es aber nicht sehr gern, weil die Abläufe umständlich sind. Leider ist auch die auf CD mitgelieferte Software zur Administration des Geräts kein Anwärter auf einen Preis für Bedienerfreundlichkeit. Für ein Office-Gerät, das an sich mit einem sehr guten Funktionsumfang ausgestattet und in seinen Basisfunktionen im Alltag auch einfach handlebar ist, benimmt sich die Software ungewöhnlich ungelenkig. Von diesem Problem werden im KMU-Bereich aber vorwiegend die IT-Mitarbeiter betroffen sein – alle anderen erhalten mit dem Oki MC562dnw ein Mittelklassegerät mit guter Ausstattung.  www.oki.at

H&S Mit PAM Elements bietet der IT-Anbieter eine interessante Lösung, die bis zu 90% aller Standardfälle abdecken kann

Fachbereichslösungen für (fast) alle Fälle Wien. Gerade im KMU-Bereich sind vorgefertigte Unternehmenslösungen oft überdimensioniert oder zu wenig an den speziellen Erfordernissen eines Betriebs ausgerichtet. Abhilfe bieten hier Fachbereichslösungen, wie beispielsweise PAM Elements der Heilig & Schubert Software AG. PAM Elements kann bis zu 90% Standardfälle abdecken, die Installation ist darüber hinaus in zwei bis drei Tagen erledigt. Das Anpassen an gewachsene Organisationsstrukturen und das Realisieren von speziellen Anforderungen, wie das Anbinden an ERP, CRM und GIS Systeme, ist mehr oder weniger Routine.

Langjährige Erfahrung Die PAM Elements-Reihe besteht aus Eingangsrechnungsverwaltung, Fuhrparkverwaltung, Personalverwaltung, Projektverwaltung und Vertragsverwaltung. Zu den Features aller Module gehören beispielsweise die rechtskonforme Archivierung, standortübergreifender Zugriff auf Dokumente und Vorgänge mit Internetbrow-

ser sowie die einfache Recherche mit Suchformularen und Volltextsuche. Die H&S Europe Gruppe, mit Hauptsitz in Wien und Vertretungen in Deutschland, Italien, Schweiz und der Slowakei beschäftigt rund 70 Mitarbeiter. International ist H&S Europe durch Partner in den USA und Kanada vertreten. Unter dem Sammelbegriff ECM (Enterprise Content Management) entwickeln die H&S Software AG seit etwa 20 Jahren Softwarelösungen zur Erfassung, Archivierung, Verwaltung und Verteilung von Geschäftsdokumenten. H&S zählt zu den Herstellern, die über ein komplettes ArchivierungsPortfolio mit einer einheitlichen HSM-Archivplattform verfügen, bestehend aus der Dokumentenmanagement- und Archivierungslösung PAM-Storage sowie den Produkten für die Archivierung von E-Mails, Files und SharePoint. Vielfach eingesetzte und praxisbewährte Schnittstellen wie etwa zu SAP, Microsoft und IBM sorgen für einen sicheren Projektverlauf. www.hs-soft.com

© HS-Software

Großes Angebot an japanischen Schriften

Der Oki MC562dnw: Das 4-in-1-Gerät schafft bis zu 30 Ausdrucke S/W pro Minute und kann wunschweise auch per WLAN-Netz eingebunden werden.

© Oki (2)

Wien. Nokia hat sein Lumia Smartphone mit 6 Zoll großem Display vorgestellt. Der 1.080-Pixel-Full-HD-Screen des Nokia Lumia 1520 (ca. 749 €) ergänzt den Startbildschirm um eine zusätzliche, dritte Spalte an Live-Tiles. Die 20-Megapixel-PureView-Kamera mit optischer Bildstabilisierung, Oversampling-Technologie und Zoom erleichtert das Aufnehmen und Bearbeiten von Fotos. Mit dem Nokia Storyteller werden die PureView-Kameratechnik und HERE Maps in eine Funktion zusammengeführt. Erinnerungen werden mit Nokia Storyteller völlig neu, dynamisch und interaktiv erzählt: Das Tool integriert Fotos automatisch mit HERE-Kartendaten in einer chronologisch geordneten, kartierten Bilderreise. www.nokia.at

PAM Elements bietet Fachbereichslösungen mit praxisbewährten Schnittstellen.


medianet

inside your business. today.

freitag, 22. november 2013 – 59

Besser Kalkulieren

Neues Leichtgewicht

Engel bietet Instandhaltungsversicherung für seine Spritzgießmaschinen  Seite 62

Kuka zeigt auf der IREX Tokio ersten industrie­tauglichen Leichtbauroboter S eite 62

© Kuka

© Engel

industrialtechnology Klimaschutz diesjährige Preisträger © Thomas Jantzen/ORF

Gefahrgüter dürfen kein Sicherheitsrisiko sein!

© Witron Logistik + Informatik

short

Wels/Parkstein. Aufgrund des Wachstums in den letzten Jahren sowie positiver Marktaussichten erweitert die Spar Österreichische Warenhandels AG ihr Logistikzentrum in Wels um gut 10.000 m�. Den Auftrag für Planung und Realisierung erhielt Witron. Herzstück der neuen Anlage ist das vollautomatische Lager- und Kommissioniersystem OPM, mit dem durch acht COM-Maschinen bis zu 66.500 Einheiten täglich filialgerecht auf Paletten und Rollcontainer kommissioniert werden können.  www.spar.at

© panthermedia.net/Ron Chapple

Düsseldorf. Auch wenn sich die Situation zuletzt – vor allem wegen der steigenden Absolventenzahlen – etwas entspannt hat, kommen in Deutschland noch immer 2,2 offene Stellen auf einen arbeitssuchenden Ingenieur. Mit einem Verhältnis von 3,9 beziehungsweise 3,5 offenen Stellen je Arbeitslosen ist die Situation in den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie Energie- und Elektrotechnik weiterhin angespannt. Auf diese beiden Kategorien entfielen 50% aller offenen ­Ingenieursstellen, jedoch nur rund 29% aller Arbeits­ losen. Ein Ende der Personalprobleme im technischen Bereich sei laut VDI damit weiterhin nicht in Sicht. www.vdi.de

Risikominimierung Zwar steigt die Menge der gefährlichen Fracht, die Sicherheit auf den Straßen beeinträchtigt das allerdings dank der immer strengeren, internationalen Normen nicht, wie die aktuellen Zahlen zeigen. Seite 60 Conti Neues ContiLifeCycle-Werk wurde eröffnet

DPD Weinlogistik ist wichtiger Wachstumsmarkt

Aus alt mach neu: Das neue ContiLifeCycle-Werk ist in Betrieb gegangen.

Hannover. In dem neuen Werk werden nach einem neu entwickelten Verfahren pro Jahr bis zu 180.000 abgefahrene Pneus derart aufbereitet werden, dass sie wieder an das Niveau fabrikneuer Reifen heranreichen. Angesichts von 7,1 Mio. verkauften neuen Lkw-, Bus- und Spezialreifen pro Jahr ist die Kapazität zwar klein, die Bedeutung des neuen Werks liegt aber vor allem in der Produktionsstrategie für die Zukunft. Die recycelten Reifen sind nicht nur um rund 30% günstiger als neue, sondern verbrauchen bei der Herstellung auch deutlich weniger Energie und Ressourcen. www.conti-online.com

Plus liegt bei 40.000 Flaschen

© DPD

Köln. Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat die Erweiterung seiner Kresol-Produktion am Standort Leverkusen fertiggestellt und ein neu errichtetes Reaktionssystem sowie eine zweite, 46 m hohe Destillationskolonne in Betrieb genommen. Mit dem Ausbau stehen rund 20% zusätzliche Kapazität des Zwischenprodukts Kresol für den weltweiten Markt zur Verfügung. 20 Mio. € hat das Unternehmen in den Ausbau investiert, die Bauzeit betrug rund ein­ einhalb Jahre. www.lanxess.de

© Continental

© Lanxess

Gummi geben beim Recycling

DPD-GF Rainer Schwarz freut sich über eine deutliche Steigerung von 23%.

Leopoldsdorf. Im 25. Jahr der Firmengeschichte freut sich DPD, Österreichs führender privater Paketdienst, über weiteres Wachstum in der Weinlogistik. Rund 40.000 Weinflaschen beträgt das Plus zum Vorjahr bereits, und für die vorweihnachtliche Hochsaison im November und Dezember wird eine weitere Steigerung erwartet. „Der anhaltende Erfolg unseres Weinversands bestätigt unsere Servicequalität, die wir mit innovativen Angeboten wie dem Pick up by Phone Service und unserem erweiterten Sortiment laufend verbessern“, freut sich GF Rainer Schwarz. www.dpd.at


c ov e r

60 – industrialtechnology

Freitag, 22. November 2013

Positive Entwicklung Strenge Normen & verantwortungsvoller Umgang sorgen für mehr Sicherheit

kommentar

Gefahrgut-Transporte sind kein Sicherheitsrisiko

Große Aufgaben für die Logistik

mer Österreich im Rahmen des Österreichischen 12. Gefahrguttags am 14. November. Der Grund dafür läge einerseits im verantwortungsvollen Umgang aller Beteiligten (Absender, Verpacker, Befüller, Verlader, Beförderer, Entlader und Empfänger), andererseits auch in der Weiterentwicklung der Sicherheitsstandards. Seit mittlerweile 40 Jahren gibt es das Europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße, kurz ADR. Viele Sicherheitsstandards und Verhaltensweisen werden zunächst im Gefahrgut entwickelt und eingerichtet und später auf den gesamten Nutzfahrzeugverkehr ausgedehnt. „So konnten in den letzten 40 Jahren die Unfallzahlen im gesamten Verkehr beachtlich gesenkt werden: Von 2.948 Personen im Jahr 1972 auf 522 im Jahr 2012 – und das, obwohl sich der Fahrzeugbestand seither beinahe verdreifacht hat“, so Römer weiter.

britta biron

britta biron

D

HL hat kürzlich auf der Fachmesse MRO – Maintenance, Repair and Operations-Dienstleistungen eine neue Studie zum Lieferkettenmanagement für Energieunternehmen veröffentlicht und zeigt die Trends auf. Bei der Ausweitung ihres Geschäfts setzen Energieunternehmen auf neue Produktionstechniken und die Förderung an immer entlegeneren Standorten. Dies setzt bei Logistikdienstleistern einerseits ein globales Netzwerk und andererseits auch lokale Marktkenntnisse voraus. Zusätzlich müssen Logistikunternehmen zu echten Partnern werden und nicht nur als reine Dienstleister agieren, so ein Ergebnis der Studie. Das bedeutet, dass sie auch Mehrwertleistungen anbieten müssen, wie zum Beispiel die Pflege einer Datenbank mit relevanten Leis-tungsindikatoren (KPIs) zur Bewertung der Lieferantenleis-tung und Straffung des Lieferantenmanagements. Wie der Bericht erläutert, erwarten die Kunden von ihren integrierten Logistikpartnern aber auch die Einführung belastbarer Messgrößen, die Optimierung der Lagerhaltung und die Entwicklung kosteneffektiver Transportlösungen. Genau genommen sind all diese Faktoren aber auch für Unternehmen anderer Branchen immer wichtiger und sollten daher bei allen Logistikern Priorität haben.

Jungheinrich Preis

„Die neuen internationalen Vorschriften für alle Gefahrgüter bringen Erleichterungen entlang der gesamten Logistikkette.“ Alexander Klacska, Obmann Bundessparte Transport und Verkehr in der WKo

Einheitliche Vorschriften Mit 1. Jänner 2013 wurde ein langjähriger Wunsch der Unternehmerseite erfüllt, weil nunmehr gleichzeitig innerstaatliche und grenzüberschreitende Gefahrguttransporte nach den neuen internationalen Vorschriften abgewickelt werden: Auf der Straße nach dem ADR, auf der Schiene nach dem RID (Ordnung über die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter) und auf der Donau nach dem ADN (Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf Binnenwasserstraßen). „Das bringt sowohl für Wirtschaft als auch Verwaltung und Kontrollbehörden Einsparungen

Negative Auswirkungen auf die Sicherheit auf Österreichs Straßen hat das allerdings nicht. 2012 ist die Zahl der Gefahrgut-Unfälle gegenüber 2011 um weitere 26,5% zurückgegangen und generell nimmt auch die Schwere der Unfälle ab. Seit 14 Jahren in Folge ist kein einziger Todesfall auf Österreichs Straßen aufgrund von Gefahrguttransporten zu verzeichnen. „Österreich ist daher auch in dieser Hinsicht ein Vorzeigeland nicht nur innerhalb der EU, sondern allen 48 ADR-Vertragsstaaten“, so Renate Römer, stellvertretende Präsidentin der Wirtschaftskam-

Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKO.

aufgrund wegfallender Doppelgleisigkeiten bei der Handhabung des Gefahrguts innerhalb der gesamten Logistikkette“, betonte Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKO.

Gefahren ändern sich Aktuell stellen Gefahren im Umgang mit Trockeneis und LithiumBatterien besondere Herausforderungen dar. Klacska: „Seitens der Wirtschaftskammer setzen wir daher auf eine verbesserte Informationspolitik, denn wie wir an aktuellen Beispielen sehen, sind davon nicht nur der Transport, sondern auch andere Sparten betroffen, wie Handel, Gewerbe, Tourismus und

Freizeitwirtschaft, aber auch die Konsumenten. Wir begrüßen, dass zum Thema Lithium-Batterien beim BMVIT bereits ein Arbeitskreis eingerichtet wurde und wir als Wirtschaftskammer bei den diesbezüglichen Verhandlungen in Genf auf UN-Ebene eingebunden sind.“ Änderungsbedarf gibt es aus der Sicht der Wirtschaft dagegen etwa noch bei der Verpflichtung zur Begleitung eines Tankfahrzeugs; hier scheint das verpflichtende Begleitfahrzeug in Tunnels ohne Gegenverkehr nicht mehr gerechtfertigt. Eine Evaluierung durch Experten für Tunnelsicherheit könnte die geringere Gefährdungslage belegen, so Klacska abschließend.  www.wko.at

Expertendiskussion Geschlossene Wertstoffkreisläufe werden für Handel und Industrie immer wichtiger

Ecodesign ’13

Die Zukunft der Verpackung ist grün

Hamburg. Vor wenigen Tagen wurde Jungheinrich als einziger Vertreter der Intralogistikbranche mit dem „Ecodesign Award 2013“ ausgezeichnet. Der EJE 112i, das weltweit erste serienmäßig mit LithiumIonen-Technologie ausgestattete Flurförderzeug, wurde im Mai 2011 auf der Weltleitmesse der Intralogistik, CeMat, erstmals vorgestellt und ist mittlerweile bei Kunden in mehreren Ländern erfolgreich im Einsatz. „Wir sind sehr stolz auf diese hohe Auszeichnung“, so Michael von Forstner, Leiter Portfoliomanagement bei Jungheinrich. www.jungheinrich.de

Zürich/Rüschlikon. Die Warenströme nehmen zu, gleichzeitig besteht auch in der Logistik der Trend zu immer mehr Nachhaltigkeit. Das Umfasst auch die Verpackung der Güter. Experten aus Handel, Industrie, Wissenschaft und NGOs diskutierten am 5. November im Züricher Gottlieb Duttweiler Institute über „Zukunftsfähige Verpackung für den Konsum von morgen“ . „Wir wollen dazu beitragen, dass dem Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft auch Taten folgen“, so Rudolf Gross, Gastgeber und Vorstandsmitglied des Forums Ökologisch Verpacken.

steigern“, ergänzt David Bosshart, CEO des Duttweiler Institutes. „Verpackungen aus rohölbasierten Kunststoffen werden nicht mehr lang funktionieren“, ist Erich Weber, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung, überzeugt und plädiert für noch mehr Recycling. Dies erfordert allerdings ein flächendeckendes Sammelsystem

und eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung sowie im Handel; ein gutes Beispiel dafür sei etwa der Stoffkreislauf beim Altpapier oder Altkarton. Bei Henkel folgt man bereits den drei Prinzipien: vermeiden, vermindern, wiederverwerten. Dazu Franz Speer, Director Industry Affairs International Sales Unit: „Wir setzen vor allem auf Materi-

alien, für die öffentliche RecyclingSysteme bestehen, und wollen bis 2015 ausschließlich recycelbare Verpackungsmaterialien für jene Märkte einsetzen, in denen es regionalen Sammel- und Recyclingsysteme gibt.” Insgesamt waren sich die Experten einig, dass Kreislaufwirtschaftssystemen und damit der papierbasierten Verpackung die Zukunft gehört. www.oekologisch-verpacken.com

„Die Zukunft gehört Verpackungen, die

Abfälle minimieren

maximal recyclingfähig

„Konsumenten verlangen eine Versorgung, die sich ihrem zunehmend entstrukturierten Alltag anpasst. Damit sind auch hohe Anforderungen an Verpackungen verbunden: minimaler Abfall, Beitrag zur Energieeffizienz, Produktschutz und -präsentation. Gute Verpackung soll nachhaltig die Wertschätzung für ein Produkt

sind und aus nach© Forum Ökologisch Verpacken e.V.

© Jungheinrich

Das Flurförderzeug EJE 112i mit zertifizierter Ökobilanz.

Wien. Mittlerweile ist seriösen Schätzungen der Dekra zufolge jede zwölfte Tonne der gesamten Gütermenge auf Straßen, Schienen und Wasserwegen der Gruppe der Gefahrgüter zuzurechnen. Rechnet man das anhand der aktuellen Zahlen der Statistik Austria hoch, so wurden 2012 auf den heimischen Straßen knapp 28 Mio. t Gefahrgüter transportiert.

© WKO

Gefahrgut-Unfälle auf österreichischen Straßen sind 2012 um weitere 26,5% gesunken.

wachsenden Rohstoffen bestehen.“ Erich Weber Deutsche umweltstiftung

Rudolf Gross, Vorstandsmitglied des Forums Ökologisch Verpacken.


Freitag, 22. November 2013

tr a n s por t & Log i s t i k

industrialtechnology – 61

Gabelstapler ohne Stapler Universität Stuttgart und Eisenmann AG entwickeln gemeinsam ein neuartiges Doppelkufensystem

Serienreife ist schon in Sicht

Klein, stark & wendig 2009 wurde am IFT mit der Entwicklung von zwei unterschiedlichen fahrerlosen Transportfahrzeuge begonnen – das Doppelkufensystem DKS für EuroPaletten aus eigenen Intitutsmitteln –, die auf der LogiMat 2012 vorgestellt wurden und auf großes Interesse beim Fachpublikum stießen. Erste intensive Firmenkontakte gab es ab Mitte 2012, so auch mit der Eisenmann AG, mit der im

CSL FIS-Vertrag

Olympiareif

Juli 2013 ein Lizenz- und Entwicklungsvertrag abgeschlossen wurde, um das DKS gemeinsam zur Marktreife zu bringen. Bei einem Eigengewicht von weniger als 100 kg stemmt das Transportmittel über Rotationsbewegungen seiner vier Antriebseinheiten Lasten bis zu einer Tonne. Mit optischen Sensoren und von einem Leitrechner findet das Kufenpaar mit einer Geschwindigkeit von bis zu ein Meter pro Sekunde über ein optisches Spurführungssystem seinen Weg zum Ziel. Um synchron auf Kurs zu bleiben, kommunizieren beide Kufen miteinander. Die Antriebsachsen sind

in alle Richtungen frei beweglich, sodass das System nur ein Minimum an Rangierfläche erfordert und mit schmalen Fahrgassen auskommt. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von der Materialzu- und -abfuhr bei Maschinen über die Versorgung von Lagerbereichen bis hin zu anspruchsvollen Kommissionieraufgaben. Vorgestellt wird die Nullserie auf der LogiMat 2014, Mitte 2014 soll dann die erste Ausbaustufe für den industriellen Einsatz zur Verfügung stehen. www.eisenmann.com www.uni-stuttgart.de/ift

Das System ist wendig, platzsparend & braucht keine aufwendige Halleninfrastruktur.

Rahofer.

Stuttgart. In der Intralogistik steht ein Paradigmenwechsel bevor, ist Karl-Heinz Wehking, Professor am Institut für Fördertechnik und Logistik (IFT) der Universität Stuttgart, überzeugt: „In den nächsten Jahren werden die heutigen Unstetigförderer wie Gabelstapler und Verteilwagen durch neuartige Kleinfahrzeuge ersetzt.”

© Eisenmann

Innovation optimiert die Abläufe in der Transport- und Lagerlogistik.

Das Ding aus einer anDeren welt

Palfinger AG · 5020 Salzburg, Austria · E-Mail h.roither@palfinger.com

Frankfurt/Oberhofen. Der internationale Skiverband FIS hat seine gesamte Verbandslogistik an die Conceptum Sport Logistics (CSL) übergeben. Dazu zählen sämtliche Events im Bereich Alpin, Nordisch, Snowboard, Skispringen und die Freestyle-Worldcups einschließlich der kommenden Olympischen Winterspiele in Sotschi. Neben dem Transport der Sportgeräte, Teamausstattungen und sonstigem Frachtgut fällt auch die Reisebetreuung der Teams jetzt in den Verantwortungsbereich der CSL.

Kooperation mit der FIS An den Vertrag knüpft sich zudem auch die Empfehlung an die mehr als 150 nationalen Skiverbände, ebenfalls Conceptum Sport Logistics für die Logistik einzusetzen. Bereits seit diesem Jahr kooperiert die FIS über die eigene Reiseagentur FIS Travel mit dem CSL-Team. „Diese Ernennung zum Logistikpartner für alle Bereiche ist eine Bestätigung unserer Arbeit über Jahre; die Logistikkette endet für uns nicht am Flughafen, sondern erst an der Piste“, sagt CSL-Cheflogistiker Sebastian Stahl. Das Unternehmen mit Niederlassungen in mehr als 15 Ländern und über 150 Partnern im internationalen Frachtverkehr gilt als Spezialist für anspruchsvolle Transporte von Sportgeräten und Teamausstattungen zu den Wettkampfstätten, im Wintersport wie auch zahlreichen anderen Disziplinen. w  ww. conceptum-sport-logistics.com

© panthermedia.net/Benis Arapovic

Hebe-Lösungen von PALFINGER zählen zu den innovativsten am Markt. Weil bei PALFINGER Forschung und Entwicklung nicht nur Tradition haben, sondern auch Zukunft. So können wir zum Beispiel mit der PALFINGER Funkfernsteuerung in Verbindung mit PALTRONIC 150 nicht nur unsere bestehenden Kunden und Investoren begeistern. www.palfinger.ag CLS sorgt für den gesamten Transport von Teams und Ausrüstung der FIS. PAL-AZ_Formatadaptionen_216x288_RZ.indd 3

13.11.13 15:17


i n n ovati on & u n te r n e hm e n

62 – industrialtechnology

Freitag, 22. November 2013

Innovation Kuka präsentiert auf der IREX in Tokio den ersten industrietauglichen Leichtbauroboter

short

Kluges Leichtgewicht

Neuer Bachelor für Maschinenbau

die unterschiedliche Steifigkeitsparameter in verschiedene Richtungen aufweist. Dadurch ist es möglich, dass der Roboter mit programmierbaren Kräften sensitiv arbeiten kann. Die feinfühlige Kollisionserkennung demonstriert Kuka mit einem gefüllten Wasserglas in der Arbeitsbahn, das der sensitive Leichtbauroboter erkennt und unbeschadet stehen lässt.

herbert strasser

Gersthofen. LBR iiwa schlägt nach Ansicht von Kuka ein ganz neues Kapitel in der Robotik auf. iiwa steht für intelligent industrial work assistant und beschreibt damit schon recht klar, wo die Stärken des neuen Leichtbauroboters liegen. Seine sieben Achsen sind dem menschlichen Arm nachempfunden und ermöglichen in Verbindung mit der integrierten Gelenkmomentsensorik eine Feinfühligkeit, die viele andere Roboter nicht haben. Er agiert als „dritte Hand“ des Bedieners und eröffnet so ganz neue Einsatzmöglichkeiten für Bereiche, in denen Mensch und maschine ohne Schutzzaun zusammenarbeiten. Davon können sich die Besucher der IREX in Tokio selbst überzeugen: Der Roboter ist in der Lage, sich wie eine Feder zu verhalten,

FH Technikum Wien baut Aus­ bildungsprogramm weiter aus.

Wien. Ab Herbst 2014 bietet die FH Technikum Wien den neuen Bachelor-Studiengang Maschinenbau an. Sechs Semester lang werden neben Grundlagenfächern wie Mathematik und Mechanik angewandte Fächer wie Konstruktionslehre und Fertigungstechnik unterrichtet. Praktische Fertigkeiten werden in speziell für den Studiengang eingerichteten Labors und Werkstätten erlernt und beim verpflichtenden Berufspraktikum vertieft. Abgerundet wird der Studiengang durch Vorlesungen in Wirtschaft, Recht und persönlichkeitsbildenden Fächern. ­Detaillierte Infos zu diesem neuen und allen anderen technische Studiengänge gibt es heute noch bis 19 Uhr beim „Open Day“. www.technikum-wien.at

Sensibel & präzise Aufgrund seines geringen Gewichts und der schlanken Bauform ist LKR iiwa auch sehr gut für enge Einbausituationen geeignet und lässt sich auch einfach in bestehende Produktionsanlagen integrieren. LBR iiwa gibt es für Traglasten von bis 14 kg, damit ist er der erste und bisher einzige Leichtbauroboter in dieser Klasse. www.kuka-robotics.com

HKL Baumaschinen mit neuem Standort Graz. Wesentliche Faktoren bei der Standort-Entscheidung sind eine optimale Verkehrsanbindung, langfristige Entwicklungsperspektiven und die passende Infrastruktur. Alles Faktoren, die CCG Nord Projektentwicklungs GmbH, eine Kooperation zwischen Cargo Center Graz und Strauss & Partner Development GmbH/Porr, am International Business Center (IBC) bei Graz bietet.

Roboter zeigen vom 25.11. bis 1.12. in ganz Europa ihr Können.

Brüssel. Zum mittlerweile dritten Mal findet heuer – vom 25. November bis 1. Dezember – die Europäische Woche der Robotik statt. Zahlreiche Veranstaltungen wie Schulbesuche und Vorträge, offene Labors in Unternehmen, Ausstellungen, Wettbewerbe oder Robotervorführungen auf öffentlichen Plätzen sollen die vielfältigen Anwendungsbereiche zeigen und gleichzeitig das Interesse an einer technischen Ausbildung wecken. http://http://europa.eu

© HKL

Perfektes Umfeld

Die neue Niederlassung von HKL Baumaschinen wurde kürzlich eröffnet.

„Das neue Center liegt geografisch günstig direkt an der L397 und unweit der Autobahn A9 und des Flughafens Graz“, erläutert Josef Manschek, Betriebsleiter der neuen Niederlassung von HKL

Baumaschinen, warum man sich für das International Business Center entschieden hat. „Graz weitet sich nach Süden aus. Das IBC mit seinen umliegenden Grundstücksflächen für Gewerbeimmobilien trägt dieser Entwicklung mit bester Infrastruktur und Verkehrsanbindung Rechnung“, ergänzt IBC-GF Andreas Mairitsch, der sich noch über eine weitere Betriebsansiedelung auf den IBC-Grundstücksflächen freut. Der Bad- und Heizungsspezialist Holter – einer der führenden Großhändler in Österreich – befindet sich gerade mitten im Bau des neuen Ausstellungs- und Lagergebäudes, das im Mai 2014 eröffnet werden soll. www.cargo-center-graz.at

Neue Serviceleistung Kunststoffverarbeiter können mit den neuen Packages Kosten und Zeit sparen

Instandhaltung wird besser planbar Schwertberg. „Instandhaltungskosten lassen sich schwer kalkulieren, vor allem wenn die Spritzgießmaschinen für eine Vielzahl an Produkten eingesetzt werden und sich die Anforderungen häufig ändern“, weiß Wolfgang Degwerth, Leiter der Customer Service Division von Engel Austria. Allerdings ist es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für Unternehmen noch wichtiger, möglichst präzise planen zu können.„Mit unseren neuen Servicepaketen geben wir unseren Kunden jetzt von Anfang an Planungssicherheit“, so Degwerth weiter.

halten sind Ersatzteile, Transport und technische Serviceleistungen, egal ob diese vor Ort oder am Telefon erbracht werden.

Immer am neuen Stand „Engel protect+“ geht noch einen Schritt weiter und schließt auch die Verschleißteile mit ein. Einzige Ausnahme sind jene Bauteile, die einem plastifizierbedingten Ver-

schleiß unterliegen. Im Fall der Fälle reicht ein Anruf bei Engel und alle erforderlichen Teile und Ressourcen werden automatisch eingeplant. Dabei profitiert der Kunde zudem vom hohen Innovationstempo seines Zulieferers. Neue Entwicklungen und Erkenntnisse fließen kontinuierlich ein und stellen sicher, dass die Anlagen über viele Jahre mit maximaler Leistung und Verfügbarkeit laufen.

„Um unseren Kunden die Kalkulation von Instandhaltungsarbeiten wir neue Services

Gut kalkuliert Die beiden Servicepakete sichern Kunststoffverarbeiter gegen Reparaturkosten ab und erhöhen deutlich die Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen. Beim Abschluss von „Engel protect“ werden von Engel alle nicht verschleiß- oder handhabungsbedingten Schäden an von Engel gelieferten Fertigungsanlagen ohne zusätzliche Kosten behoben. Ent-

Neben den beiden Servicepackages umfasst das Dienstleistungsangebot von Engel auch die nachrüstbare Energiesparoption ecodriveR, den Temperierwasser-

zu erleichtern, haben entwickelt.“ wolfgang degwerth engel austria

© Engel

© EPA/Justin Lane

Eine ganze Woche im Zeichen der Robotik

Sieben Achsen, schlanke Bauform und ein hohes Maß an Sensibilität.

International Business Center Maßgeschneiderte Logistiklösungen kommen bei Unternehmen gut an

Ceresana-Marktreport für Polystyrol Konstanz. Nach der aktuellen Analyse des internatioanl tätigen Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Ceresana wird die globale Nachfrage nach Polystyrol in den kommenden Jahren stärkere Wachstumsraten als bisher aufweisen. Aufgrund des Technologiewandels sowie zunehmender Substitutionsprozesse wird die Steigerung aber unter jener anderer Standardkunststoffe bleiben und pro Jahr bei rund 2,3% liegen. Die weltweite Kapazität wird bis 2020 um rund 700.000 t ausgebaut, wobei der Großteil auf die Region Asien-Pazifik entfallen wird. www.ceresana.com

© Kuka

© FH Technikum Wien/Wolf-Dieter Grabner

Intelligent Industrial Work Assistant für die Automatisierung sensibler Produktionsaufgaben.

Absicherung gegen Reparaturkosten und bessere Maschinenverfügbarkeit.

verteiler flomo, die Ölwartung, das Fernwartungstool e-service.24, die MES-Lösung e-factory 2 sowie das Trainings- und e-learning-Angebot. www.engelglobal.com


i n n ovati on & u n te r n e hm e n

Freitag, 22. November 2013

industrialtechnology – 63

Lenze Einfachheit eines Netzmotors mit den Vorteilen elektronischer Antriebssteuerung

Ein Motor für viele Anwendungen Weniger Modellvarianten, dafür vielfältigere Einsatzmöglichkeiten.

© Lenze

Lenze Smart Motor: ein Typ für viele verschiedene Aufgaben im Materialfluss.

Asten/Aerzen. „Effizientes Engineering wird für den Maschinenund Anlagenbauer auf der ganzen Welt zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Hierbei leistet Lenze einen wesentlichen Beitrag“, erklärt Erhard Tellbüscher, Vorstandsvorsitzender von Lenze.

Fast ein Universalgenie Wichtig sei es dabei, dem Kunden seine Arbeit zu vereinfachen, etwa durch maximale Standardisierung, einfache Bedienbarkeit und hohe Energieeffizienz – alles Vorteile, die der speziell für die Fördertechnik entwickelte neue Lenze Smart Motor (wurde erstmals auf der heurigen Hannover Messe präsentiert), bietet. Er vereint die Einfachheit eines Netzmotors mit den technischen Vorteilen einer elektronischen Antriebssteuerung. Diese Reduzierung der Variantenvielfalt um

gut 70% hat mehrere Vorteile; so sinkt etwa der Aufwand für Engineering, Dokumentation, Beschaffung sowie Ersatzteilbevorratung. Gleichzeitig ist es gelungen, den Funktions­u mfang im Vergleich zu herkömmlichen Startern zu ­erhöhen.

„Effizientes Engineering wird für die Maschinen- und Anlagenbauer zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsfaktor.“ Erhard Tellbüscher, Vorstandsvors. Lenze SE

Der Lenze Smart Motor kann flexibel Drehzahlen zwischen 500 und 2.600 Umdrehungen/Minute bei konstantem Drehmoment abdecken. Die Einstellung kann sowohl berührungslos ohne Adressierung, als auch spannungslos mit „Near Field Communication“ per Smartphone und der Lenze-App erfolgen. „Wir sind sicher, dass unsere neuen Produkte sowie der konsequente Ausbau unseres Portfolios dazu beitragen, unsere gute Marktposition langfristig zu halten“, ist Tellbüscher überzeugt. Trotz eines weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds liegen die Investitionen in Forschung und Entwicklung weiter auf hohem Niveau, und auch die Zusammenarbeit mit externen Partnern wurde verstärkt, etwa mit dem Spitzencluster „Intelligente technische Systeme“ (it’s OWL) sowie der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE).  www.lenze.com

Fronius Ab 2014 geltende Norm schon jetzt erfüllen

Fill Markttrends erkennen

Pettenbach. Neben der TransSteelGeräteserie können nun auch die Schweißsystemfamilien TPS/i, TransSynergic und TransPuls Synergic mit den optionalen EN 1090-Paketen geordert bzw. nachgerüstet werden. Darüber hinaus bietet Fronius auch ein Konformitätspaket für das Pulsschweißen an und nimmt den Stahlbauunternehmen, die bis Juli 2014 dieses Audit abgeschlossen haben müssen,

Gurten. „Gestiegene Anforderungen der Kunden, wachsendes Kostenbewusstsein und sorgsamer Umgang mit Ressourcen erfordern neue Lösungen; unsere Entwicklungsabteilung beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit diesen Themen“, so Wilhelm Rupertsberger, Leiter des Kompetenz Centers Kunststoff beim OÖ Anlagenbauer Fill. Auf der weltgrößten Fachmesse für Kunststoff und Kautschuk, der K 2013, präsentierte das Unternehmen zahlreiche Neuheiten. In Kooperation mit dem Schweizer Unternehmen Isotherm entwickelte Fill etwa eine leistungsstarke Steuerungstechnik auf Basis der neuen Siemens-Reihe 1500. Diese Dosiertechnik überzeugt durch hohe Dosiergenauigkeit und geringe Schussmengen. Damit wird eine Alleinstellung im Bereich Hohlraumschäumen von Karosserien erreicht. Erhebliche Verbesserungen von strukturellen und akustischen Eigenschaften moderner Karosserien sind das Resultat; davon konnten sich die Besucher des Fill-Messestands auf der K überzeugen.  www.fill.co.at

Auditierung wird damit einfacher

© Fronius

die zeitaufwendige Erstellung der von der Europäischen Norm geforderten Schweißanweisungen ab. Das erleichtert noch mehr Herstellern von Stahltragwerken die Auditierung gemäß EN 1090. Bisherige Praxisbeispiele zeigen, dass das Konformitätspaket von Fronius Zeit und Geld spart und die Auditierung gemäß EN 1090 schneller erfolgreich abgeschlossen werden kann. www.fronius.com

Konformitätspaket erleichtert Metallbauern die Zertifizierung nach EN 1090.

Sehr innovativ

Mehr erfahren Sie unter 01/ 616 21 21 – 0 oder mailen Sie an at@HARTING.com www. HARTING.at


e n e r gi e & r e s sou r c e n

64 – industrialtechnology

Freitag, 22. November 2013

Gutes Klima 230 Projekte für aktiven Klimaschutz wurden eingereicht, letzte Woche wurden die Sieger ausgezeichnet

short

Verschiedene Ansätze, gleiche (Klima-)Ziele

© HZDR/Frank Bierstedt

EU-Forschung für Silizium-Recycling

Am Voting beteiligten sich 57.000 Personen, das zeigt die gesellschaftliche Relevanz des Themas. Wien. Früher hat man über das Wetter geredet, heute spricht man über das Klima und tut auch viel dafür, wie die vielen Einreichungen zum diesjährigen „Österreichischen Klimaschutzpreis“ zeigen. Insgesamt 230 Projekte haben teilgenommen, die von der Jury ausgewählten besten 16 stellten sich dann dem öffentlichen Voting, „Der schlimmste Feind des Klimas ist nicht CO2, sondern Gleichgültigkeit“, so Umweltminister Niki Berlakovich. Und den Österreichern ist das Klima offenbar alles andere als gleichgültig, denn immerhin 57.000 Personen haben sich an der Wahl beteiligt. Letzte Woche wurden jene vier Projekte, die sowohl Fachjury als auch Öffentlichkeit am meisten überzeugt haben, mit dem Österreichischen Klimaschutzpreis ausgezeichnet. Und die Preisträger zeigen, wie vielfältig aktiver Klimaschutz sein kann.

Dresden. Bei der Herstellung der Silizium-Scheiben gehen der Photovoltaik-Industrie rund 50% des wertvollen Ausgangsmaterials verloren. Im Rahmen des EU-Projekts SIKELOR arbeiten das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) mit Partnern aus Industrie und Forschung an einer industrietauglichen und ressourcenschonenden Auf­bereitung dieses Silizium-Abfalls. „Die Siliziumspäne im Sägestaub sollen möglichst sortenrein neu eingeschmolzen werden. Deshalb müssen wir sie zunächst von der Flüssigkeit trennen, die beim Sägen eingesetzt wird. Danach wird der Staub verdichtet und aufgeschmolzen. Allerdings enthält dieser Staub Verunreinigungen, und wir arbeiten derzeit daran, den Schmutz durch das elektromagnetische Rühren zu separieren und ihn an den Rand wandern zu lassen, wo man ihn anreichern und abfischen kann“, erläutert Projektkoordinator Sven Eckert vom HZDR. Derzeit liegt der Preis für Silizium am Weltmarkt bei rund 18 USD pro kg – Experten rechnen jedoch mit einem ansehnlichen Anstieg in den nächsten Jahren. Das Recyclingmaterial soll mit rund 10 € pro Kilo deutlich günstiger sein.  www.hzdr.de

Großes Interesse In der Kategorie „Klimaschutz in Betrieben“ gewann die OeADWohnraumverwaltungsGmbH mit ihrem Projekt „Passive house for active students!“ Die mittlerweile fünf nach Passivhausstandards errichteten OeAD-Studentengästehäuser, die Sommerakademie „Green.Building.Solutions“ und die Weitergabe des Know-hows über die Passivhausbauweise an die internationalen Studierenden vereinen sowohl ökologische, ökonomische als auch gesellschaftliche Aspekte des Klimaschutzes. Die Kategorie „Klimaschutz im Alltag“ entschied die Höhere Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft Yspertal, die einzige Schule in Ös-

Österreichisches Know-how für Serbien

© Thomas Jantzen/ORF

herbert berger

Prüfung unterschiedlich eingestellter Magnetfelder auf Siliziumkristalle.

v.l.: Umweltminister Niki Berlakovich, Anton Hagenauer (Hanfbauer), Johann Schmidt (Hanfland), Paul Lassacher, Gerhard Enzenberger (beide Firmengruppe Synthesa), Herbert Mükisch, Frank Reiche, Robert Schwemmer (alle drei Naporo Klima Dämmstoff GmbH), Musicaldarsteller Marjan Shaki & Lukas Perman, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz.

terreich, die Jugendliche für eine rohstoff- und energiesparende bzw. nachhaltige und ökosoziale Wirtschaft ausbildet, für sich. Am Lehrplan steht sowohl Theorie als auch Praxis. Die Schule ist seit 2008 Trägerin des Österreichischen Umweltzeichens. Der gesamte Energieverbrauch und die Energiegewinnung (darunter Photovoltaik, Kleinwasserkraftwerk, und Windkraftanlagen) werden von einem Energiemanagementsystem gesteuert, das auch von den Schülern betreut, dokumentiert und kontrolliert wird.

Ausgezeichnete Projekte In ihrem Bio-Betrieb „Wimegg“ vereinen Annemarie und Herbert

Hochwallner nachhaltige Landund Energiewirtschaft und konnten sich damit den Sieg in der Kategorie „Klimaschutz in der Landwirtschaft“ holen. Mit dem Anbau und der Zucht von fast verloren gegangenen Pflanzenarten und Tiergattungen wird ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität geleis-tet. Gebaut wird mit den regionalen Baustoffen Stein, Lehm, Holz, eine Photovoltaikanlage liefert Strom für eine energieeffiziente Heutrocknungsanlage, ein Elektroauto und einen Elektrostapler. Der aktuelle Umsetzungsstand des Projekts liegt bei 80%, wobei bereits jetzt mehr Energie erzeugt als verbraucht wird. Die Wärmedämmung von Gebäuden ist ein wichtiger Punkt im

Klimaschutz, allerdings bestehen die Produkte meist aus EPS (Expandiertes Polystyrol). Anders die Neuentwicklung der Naporo Klima Dämmstoff GmbH (Preisträger in der Kategorie „Klimaschutz durch Innovation“), die aus österreichischem Hanf besteht, mehr CO2 bindet, als durch die Herstellung freigesetzt wird, und vollständig recycelt werden kann. Die feierliche Verleihung wurde nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Green Meetings/Green Events ausgerichtet und fand zum dritten Mal in Folge in der mit modernster Gebäudetechnik ausgestatteten Siemens City Vienna statt. www.klimaschutzpreis.at www.lebensministerium.at

Wien Energie Die Anlage mit einer Gesamtleistung von 2.000 Kilowattpeak geht Ende November in Betrieb © Umweltbundesamt

Traiskirchen wird sonnigste Gemeinde Wien/Traiskirchen. Am niederösterreichischen Gewerbepark Traiskirchen entsteht derzeit Österreichs größte Photovoltaik-Aufdachanlage. Auf den 16.500 m�-Dächern des Areals, das zu den ehemaligen Gründen des Semperitwerks zählt, – werden 8.000 PV-Module errichtet. Die von Wien Energie betriebene Anlage mit einer Gesamtleistung von 2.000 Kilowattpeak wird Ende November in Betrieb gehen.

Georg Rebernig, GF Umweltbundesamt, bietet Expertenunterstützung.

wa, GF der Wien Energie, die den Ausbau der Solarenergie in ihren Stammgebieten zügig vorantreibt. Allein in Niederösterreich wurden in den vergangenen Monaten bereits ein Dutzend Photovoltaikanlagen mit insgesamt mehreren Tausend Paneelen errichtet. Niederösterreich ist im Bundesländervergleich die Nummer eins bei der Ökostrom-Erzeugung. „Bereits 2015 werden 100 Prozent des Strombedarfs in Niederösterreich aus Erneuerbarer Energie kommen; der Gewerbepark Traiskirchen liefert mit der größten PV-Dachanlage Österreichs einen bedeutenden Beitrag“, sagt Niederösterreichs Energie-Landesrat Stephan Pernkopf.

Regionale Stromerzeugung

© Christian Hofer

Wien. Serbien hat sich zum Ziel gesetzt, den europäischen Emissionshandel bis 2016 umzusetzen. Bei den Vorbereitungen zur Implementierung der EU-Emissionshandelsrichtlinie werden die serbischen Behörden unter anderem vom Umweltbundesamt unterstützt. „Die Staaten des Westbalkans schätzen uns als verlässlichen und kompetenten Partner auf dem Weg nach Europa“, betont Georg Rebernig, GF im Umweltbundesamt. Ziel des zweijährigen Twinning-Projekts ist, ein praktikables System für die Überwachung der Treibhausgasemissionen, das Berichtswesen an die zuständigen Behörden und die Datenverifizierung zu schaffen. Offizieller Start des neuen Twinnings mit Umweltbundesamt-Beteiligung war der 13. November. www.umweltbundesamt.at

„Für eine zukunftsorientierte Energieversorgung spielen dezentrale Energieproduktionsanlagen eine immer wichtigere Rolle. Kunden mit einem großen Energieverbrauch wie der Gewerbepark Traiskirchen sind ideal für eine lokale, verbrauchsnahe Energieproduktion. Mit dieser Anlage leisten wir einen wesentlichen Beitrag zu Klimaschutz und Versorgungssicherheit“, so Susanne Zapre-

8.000 PV-Module kommen auf die Dächer des Gewerbeparks Traiskirchen.

Die regionale Stromerzeugung hat laut Fritz Knotzer, Bürgermeister von Traiskirchen, nicht nur ökologische Vorteile. Gemeinsam mit den Gewerbepark-Betreibern wurden zahlreiche Maßnahmen zur Belebung des ehemaligen Industriestandorts gesetzt. Leopold

Wieselthaler und Georg Beckel, Eigentümer der Gewerbepark Traiskirchen GmbH: „Zur Modernisierung des Areals und zur Revitalisierung der ehemaligen Semperit-Gründe gehört für uns auch die nachhaltige Nutzung der Dachflächen zur Ökostromproduktion. Auf der einen Seite bringt uns das in die günstige Situation, alle Flächen am Standort wirtschaftlich optimal zu nutzen; auf der anderen Seite können wir uns als Gewerbepark am Ausbau Erneuerbarer Energien sinnvoll beteiligen.“

Nachhaltige Nutzung „Nach der erfolgreichen Ansiedelung von Betrieben und Bildungseinrichtungen auf den Gründen des ehemaligen Semperitwerks und der Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze wird jetzt am gleichen Ort auch in Energieproduktion und Umweltschutz investiert. Das ist ein ermutigendes Zukunftssignal für die Traiskirchner Unternehmen und Bevölkerung.“ www.wienenergie.at www.gpt.co.at


medianet

inside your business. today.

Freitag, 22. November 2013 – 65

destination Günter Fritz Fred Fettner

SKI GUIDE2014 AUSTRIA Mehr als 200 Skigebiete – Thema Schnee Die besten Tipps rund um das

Dertour baut MittelmeerProgramm massiv aus

Unbenannt-1 1

24.10.13 12:31

© EurothermenResorts/Andreas Maringer

short

www.derskiguide.at

© Lufthansa Cargo/Stefan Wildhirt

Bad Schallerbach. Die EurothermenResorts, Oberösterreichs größtes Tourismusunternehmen, setzen verstärkt auf neue Medien und Soziale Netzwerke. Innerhalb der letzten acht Jahre haben sich die Homepagezugriffe von 350.000 auf 1,9 Mio. mehr als verfünffacht. „Der Online-Besucheransturm macht sich auch beim Umsatz bemerkbar: Mehr als die Hälfte der Hotelumsätze wird aus dem Online-Bereich erzielt – Tendenz weiterhin stark steigend“, zeigt sich Eurothermen-GM Markus Achleitner (im Bild oben) erfreut.  www.eurothermen.at

© Panthermedia.net/Liv Friis-Larsen

Frankfurt/M. Lufthansa Cargo startet heute, 22. November, einen Hilfsflug in Richtung Philippinen. Die Frachtairline der Lufthansa Group führt diesen Sonderflug kostenlos durch. Der Konzern hat eine lange Tradition, bei humanitären Katastrophen schnell und professionell Hilfsflüge durchzuführen. Die Hilfsgüter, darunter dringend benötigte Nahrungspakete, Medizintechnik, Wasseraufbereitungsanlagen und Zelte, wurden von Organisationen des Nothilfebündnisses „Aktion Deutschland Hilft“ bereitgestellt.  www.lufthansa-cargo.com

Sommer 2014 Dertour, Meier’s Weltreisen und ADAC Reisen starten mit einem prallen Katalogangebot in die Sommersaison 2014. Bei Dertour Österreich sind die Destinationen rund ums Mittelmeer ein wichtiger Umsatzbringer.  Seite 66 Ausstellung Reise & Kulinarik von 22. bis 24. November

Umfrage Wintergäste schätzen die Schneesicherheit

ReiseSalon & GourmetSalon 2013: Hier wird das Fernfeh professionell geweckt.

Wien. Globetrotter, Reiselustige, Touristiker und all jene, für die Reisen die Sehnsucht nach Leben bedeutet, sind eingeladen, sich beim ReiseSalon von 117 Ausstellern und Partnern inspirieren zu lassen. Weitere 40 Aussteller sorgen im Erdgeschoss beim GourmetSalon für kulinarische Genüsse aus aller Welt. Ein Kultur.ReiseSalon, der sich wie ein roter Faden durch die Ausstellungsräume zieht, wird die rund 12.000 Besucher faszinieren, die im ReiseSalon erwartet werden. Im Marmorsaal im Mezzanin gibt’s an allen drei Tagen Vorträge von unterschiedlichen Ausstellern. www.reisesalon.at

Österreichs Seilbahnen punkten

© WB

Hamburg. Der australische Reiseführerverlag Lonely Planet hat Dänemark zum besten Reiseziel 2014 für Familien mit Kindern gekürt. Bereits im Sommer 2013 war Dänemark vom Reiseguide unter die Top Drei der kinderfreundlichen Reiseziele gewählt worden. Familien schätzen an Dänemark die zahlreichen Aktivurlaub-Angebote für Kinder.  www.visitdenmark.com

© Popp Hackner/ReiseSalon

© Anders Lindhardt Jensen

ReiseSalon in der Wiener Hofburg

Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen in der WKÖ.

Wien. „Österreichs Seilbahnen gelten weltweit als Vorreiter in Sachen Modernität, Komfort, Schnelligkeit und Sicherheit. Damit bieten sie den Kunden ein Sporterlebnis in maximaler und international unerreichter Qualität“, so Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der österreichischen Seilbahnen in der WKO, der eine neue Umfrage präsentierte. Die Kombi aus Preis und Angebot werde von Gästen gut benotet. Die Zufriedenheit mit dem PreisLeistungs-Verhältnis sei über die Jahre hinweg gleichgeblieben und habe sich 2013 sogar verbessert. www.wko.at


c ov e r

66 – medianet destination

Kommentar

Stimmung machen für den Ski-Urlaub

Freitag, 22. November 2013

Sommerprogramme 2014 Mit einem prallen Katalogangebot starten Dertour, Meier’s Weltreisen und ADAC Reisen

Dertour: massiver Ausbau bei Mittelmeer-Angeboten Badeurlaub & Reisen rund um das Mittelmeer haben sich zu einer der wichtigsten Säulen entwickelt. michael bär

S

o macht man bei den Deutschen richtig Stimmung für Winterurlaub in Österreich. Mit einem Weltrekord hat am vergangenen Wochenende Flachaus SkiLegende Hermann Maier den Weihnachtsmarkt im CentrO Oberhausen eröffnet: Bis Weihnachten sorgt nun ein verschneites Salzburger Bergdorf für Adventstimmung bei den Besuchern des größten Einkaufs- und Freizeitzentrums in Europa. Rund 900 Besucher des Fests gingen zugleich mit Maier in die Abfahrtshocke und sorgten damit für den neuen Weltrekord im „Herminating“. Mit der humorvollen Aktion sorgte man für gute Stimmung unter den Besuchern der Eröffnung und erregte große Aufmerksamkeit für Flachau und das SalzburgerLand. Mit dem CentrO Oberhausen verbindet das SalzburgerLand seit mehreren Jahren eine erfolgreiche Partnerschaft. Wie wichtig der Markt Nordrhein-Westfalen ist, beweist die Statistik. Demnach kommen jährlich 305.000 Gäste aus diesem Bundesland ins SalzburgerLand, die 1.860.000 Nächtigungen auslösen (Tourismusjahr 2011/12). Die Partnerschaft mit dem CentrO Oberhausen ist dabei ein wichtiger Multiplikator. Im CentrO Oberhausen werden in der Adventzeit täglich zwischen 60.000 und 120.000 Besucher erwartet.

Salzburg. Auf 1.572 Seiten in vier neuen Katalogen (Spanien, Portugal; Italien; Griechenland, Kroatien, Malta, Zypern; Türkei, Nordafrika) werden für den kommenden Sommer mehr als 3.000 Hotels und Ferienwohnungen sowie 71 Autound Busreisen und zahlreiche Zusatzprogramme rund um das Mittelmeer angeboten. Wenige dieser Ziele werden mit dem Auto „angereist“. In der Regel ist das Flugzeug das wichtigste Transportmittel.

Europa wird 2014 teurer „Als Bausteinveranstalter greifen wir auf die in den Systemen verfügbaren Flugplätze zurück. Dies hat den Vorteil, dass wir auf keine festen Flugtage und -zeiten fixiert sind und die Wünsche der Kunden optimal erfüllen können“, sagt Österreich-GF Gerhard Begher. „Dieses System hat aber auch einen Nachteil: Wir haben nur Zugriff auf die frei verfügbare Menge an Plätzen. Zu den Zielen mit hoher Flugfrequenz funktioniert unser System perfekt. Bei Zielen mit geringer Frequenz kann es schon mal eng werden.“ Dabei hilft DER Touristik in Köln, die ihr Geschäft in großem Stil mit fest eingekauften Charterplätzen betreibt. Mittels der Verknüpfung beider Buchungssysteme hat nun auch Dertour einen direkten Zugriff auf Charterplätze und ist somit in der Lage, Ziele mit geringer Flugfrequenz zu marktgerechten Preisen und in ausreichender Menge anzubieten. „So hilft uns die DER Touristik Köln, an günstige Plätze zu kommen, und wir helfen Köln, die Auslastung zu optimieren“, so Begher.

© Dertour Austria

georg biron

Dertour Austria präsentierte Sommerprogramm (von li.): Alexander Ebner, Jörg Fermüller, GF Gerhard Begher und Robert Uhl.

Alles in allem lässt sich die Entwicklung der Preise für den kommenden Sommer in einem Satz darstellen: Auf der Fernstrecke wird es günstiger, in Europa steigen die Preise leicht um zwei bis drei Prozent. Aufgrund günstiger Umrechnungskurse – der Euro hat auf breiter Front an Wert zugelegt – fallen die Preise für die Landleistungen in den meisten Ländern um zwei bis drei Prozent. Ausnahmen machen dabei Kanada mit einem Minus von fünf Prozent, Australien (minus acht Prozent) sowie das Südliche Afrika und China (minus zehn Prozent). In den meisten Feriengebieten und Städten Europas steigen die Preise um bis zu drei Prozent.

Amanresorts Awards

Generell kann Begher mit dem Biz zu frieden sein: „Trotz eines im Vergleich zum Vorjahr schwachen Sommergeschäfts konnten wir mit den Veranstaltermarken Dertour, Meier’s Weltreisen und ADAC Reisen das Touristikjahr 2012/2013 in Österreich knapp über dem Rekordjahr 2011/2012 abschließen.“ Das gute Sommerwetter hat das Geschäft in die Nahziele beflügelt

Familie kann sich das leisten

Wien. Skifahren ist kein billiges Vergnügen. Doch solange es ein Vergnügen bleibt, verfügt die Säule des österreichischen Wintertourismus über einen stabilen Sockel. So lässt sich eine Podiumsdiskussion zusammenfassen, die am 16. November den Rahmen zur Präsentation des Ski Guide Austria 2014 auf der „Photo & Adventure“ in Wien bildete. „Um über elf Prozent stiegen die Tageskartenpreise seit dem Ersterscheinen unseres Guides 2009“, stellte Ski-Guide-Herausgeber Günter Fritz einleitend fest. „Seit 1996 stiegen die frei verfügbaren Einkommen der Österreicher um 57,6 Prozent, unsere Ticketpreise aber um weniger als 50 Prozent“, hält Erik Wolf, GF des Fachverbandes Seilbahnen, entgegen,

selbst wenn die Spitzengebiete nächstes Jahr erstmals an der 50 €-Marke kratzen werden. Wie der in Tirol lebende Autor des Ski Guide Austria, Fred Fettner, anmerkte, ist die finanzielle Wahrnehmung unterschiedlich. Während Tagesskifahrer aus den urbanen Zentren die Kosten an den Liftpässen festmachen, repräsentieren diese für Skiurlauber nur 17% des Aufwands.

Entscheidend sei das Gesamtprodukt, bemerkte Hermann Gruber, während der Ski-WM-Tourismusgeschäftsführer in Schladming. „Auch damals war klar: Das Rennen dauert eineinhalb Stunden, doch für unseren Erfolg sind 24 Stunden entscheidend.“ Dazu zählen nicht zuletzt die Hotels. Gruber ist seit September für Sales & Marketing der Austria Trend Hotels verantwortlich, wo

zuletzt mit Smart, Comfort und Premium eine klare Segmentierung vorgenommen wurde. „Schon vor 30 Jahren wurde behauptet, Skifahren sei zu teuer“, erinnerte Wagrains BergbahnVorstand Christoph Baumann. Doch registriert würden seither Rekordbeförderungszahlen, die auch auf alljährliche Investitionen von knapp der Hälfte des Umsatzes zurückzuführen seien. „Wir hatten im Vorjahr 135 Tage mit perfekter Talabfahrt“, führte Baumann an. „Skifahren ist nicht teuer“, so Martin Dolezal, GF der High Hills Wien. Auch um den Nachwuchs müsse niemandem bange sein, so Wolf abschließend.

Ski Guide Austria

© Panthermedia.net/Monkeybusiness Images

© Richard Michael Shaw

Die „Travel Awards“ wurden in diesem Jahr zum 16. Mal vergeben.

Neue Rekordzahlen

– siehe Dertour-Katalog „Familienurlaub ganz nah“. Hier konnte der Umsatz um 83% gesteigert werden. Bei den Zielgebieten sind Deutschland mit 51% und Kroatien mit 10% sehr stark gewachsen. „Im Gegensatz zu den Feriengebieten haben die Städtereisen im Sommer unter der Hitze etwas gelitten. Im Winter lagen die Buchungen noch leicht im Plus. Der Sommer hingegen lag durchwegs unter dem Vorjahr. Insgesamt liegen die Städte- und Kurzreisen unter dem Vorjahresniveau – mit Ausnahme von London mit plus 16% und Istanbul mit plus 21%. „Unsere Strategie, auf Zusatzleistungen zu setzen, ist richtig“, so Begher. www.dertour.at

Diskussion Ski Guide Austria 2014 Aktionen relativieren steigende Liftpass-Preise

Readers Travel Awards 2013 Singapur. Ehre für Amanresorts: Vier Häuser der Gruppe schafften es bei der Leserumfrage des US-Reisemagazins Condé Nast Traveler unter die 100 Top Hotels weltweit – das Amankila im Osten Balis, das City-Resort Aman in Peking, das Amanpulo auf den Philippinen sowie das Amangani in Wyoming. www.amanresorts.com

Ausnahmen sind Island und Litauen (plus fünf Prozent) sowie Mallorca (plus sechs Prozent). Nur in Polen wird es um ca. drei Prozent günstiger. Keine Preissteigerungen gibt es in Portugal, Marokko und Ägypten.

Österreichische Familien müssen für Wintersporturlaub tief in die Tasche greifen.

Was Anfänger animiert Was aktuelle und künftige Pistenfans am Winter lieben, finden Interessierte im neuen „Ski Guide Austria 2014“. Österreichs erstes „Weißbuch“ erscheint Ende November bei medianet in seiner fünften Jahresausgabe. Der neue Ski Guide Austria zeigt den heimischen Wintersport in all seinen Facetten.


au f & dav on

Freitag, 22. November 2013

medianet destination – 67

Val Thorens Von November bis Mai gilt eine Schneegarantie in dieser auf 2.300 m gelegenen Skistation in Frankreich

Kreuzfahrt Kongress

Größtes Skigebiet der Welt

Kreuzfahrt Guide Award

georg biron

Val Thorens. Das weltgrößte Skigebiet „Les 3 Vallées“ (die 3 Täler) besteht aus acht Skiorten, die durch ein modernes Netz an Liftanlagen miteinander verbunden sind. Dazu zählen international bekannte Skiorte wie Méribel, Val Thorens und kleinere Orte mit familiärem Charme, wie etwa Les Ménuires.

„WIR BEGEISTERN FÜR ÖSTERREICH“ Die Österreich Werbung (ÖW) ist seit 1955 Österreichs nationale Tourismusorganisation mit dem Hauptziel, das Urlaubsland Österreich zu bewerben. Zentrales Anliegen der ÖW ist es, gemeinsam mit allen österreichischen Tourismuspartnern für den Erhalt bzw. den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismuslandes Österreich zu sorgen. Damit leistet die ÖW einen essenziellen Beitrag zur Steigerung der Wertschöpfung für die österreichische Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Kernaufgaben der ÖW • Führung der Marke „Urlaub in Österreich“: Die Marke macht Österreich als Urlaubsland unterscheidbar und vermittelt den emotionalen Mehrwert eines Österreich-Aufenthalts. • Bearbeitung der international erfolgversprechendsten Märkte mit innovativem, zeitgemäßem Marketing. • Partner der österreichischen Tourismusbetriebe und wesentlicher Netzwerkknoten im Tourismus: Die Branche profitiert vom stets aktuellen und fundierten Wissen der ÖW über Gäste und Märkte.

PROMOTION

220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen weltweit über 1.500 Marketingaktivitäten pro Jahr durch. 2013 konzentriert sich die ÖW dabei auf drei Regionen: Westeuropa, CEE und Übersee. Die darin bearbeiteten Märkte decken etwa 96% aller Nächtigungen ab und weisen das größte Potenzial für den heimischen Tourismus auf.

Val Thorens: auch heuer wieder Skispaß in der höchstgelegenen Station Europas.

Alpen und die Vielzahl an Bars mit unterschiedlichen Themen und Feierstimmung ohne protzige Atmosphäre verführen zum Zuhören und Tanzen.

Internationales Flair Diese Skistation mit internationalem Flair bietet eine große Auswahl an Unterkünften, vom gemütlichen Apartment bis hin zu luxuriösen Hotels und Residenzen, viele davon mit Spa und mit aus-

gezeichneten Service-Standards, wie sie in Frankreich nicht überall geboten werden.

Fünf Sterne-Hotel eröffnet Das französische Gebirge hat viele traditionelle Gerichte zu bieten. In Savoyen gehören eine „Tartiflette“ (ein Gratin, das aus Kartoffeln, Speck und ReblochonKäse besteht) oder ein „Gratin de crozets“ mit kleinen Teigwürfeln unbedingt dazu. Beim Käsefon-

Stilvolle Luxus-Chalets Ein weiteres Fünf Sterne-Hotel der Skistation, Fitz Roy, wird am 13. Dezember nach Renovierungsarbeiten wieder eröffnet. Dieses stilvolle Chalet vereint die Ursprünglichkeit der Region Savoyen mit anspruchsvollem Luxus. www.valthorens.com www.hotel-kohinor.com www.hotelfitzroy.com

AIDAluna ist das „Schiff des Jahres 2013“ für Sport & Wellness.

Hamburg. Der Kreuzfahrt Guide des Bellevue and More Verlags lobte den Award in diesem Jahr zum sechsten Mal aus. Gewürdigt werden in sieben Kategorien innovative Leistung und kreative Konzepte an Bord. Die zwölfköpfige Jury – besetzt mit Fachjournalisten und Vertretern des Hamburger Hafens – kürte das Kreuzfahrtschiff AIDAluna zum Sieger in der Kategorie Sport & Wellness. Bereits im letzten Jahr siegte AIDAmar in dieser Kategorie. In der Begründung der Jury heißt es: „Bei Sport & Wellness schwimmt AIDA schon lang vorn mit. Ein bemerkenswert großer Teil des Wellness-Angebots ist außerdem für jedermann verfügbar.“ Die großzügige Saunalandschaft mit Panoramablick aufs Meer und eine Vielzahl der Kurse im Fitnesscenter sind bereits im Reisepreis enthalten. Yoga-Meister und AyurvedaTherapeuten sind an Bord. www.aida.de/wellness

Österreich Werbung Kreative Marketingaktivitäten für österreichischen Tourismus

Virtueller Wintereinbruch in Österreich Winterfans können bereits jetzt das ganze Land in Schneelandschaften verwandeln. Wien. Die Österreich Werbung (ÖW) begeistert für Urlaub in Österreich und setzt dabei auf kreative Marketingmaßnahmen. Der Marketingmix reicht von klassischer Werbung über Direct Marketing und E-Marketing bis hin zu integrierten Themenkampagnen. Je nach Markt, Zielgruppe und Strategie werden stimmige Maßnahmenpakete geschnürt und eingesetzt. Mit der Online-Aktion „Winterzauber in Österreich“ will die Österreich Werbung bereits jetzt auf die kommende Saison einstimmen und weltweit Lust auf Winterurlaub in Österreich machen. So können die User unter www.winter.austria.info per Mausklick österreichische Landschaften „einzuckern“.

Winterzauber in Österreich Alle Jahre wieder: In der Vorweihnachtszeit wird überall gespannt auf den ersten Schneefall gewartet, die Hoffnung auf weiße Weihnachten steigt. Denn träumt nicht jeder von einem schneereichen Winter? Umso mehr, wenn die Temperaturen in Österreich bis in den November noch oft über der zehn Grad-Marke liegen.

Schnee per Mausklick Dank der Österreich Werbung hat das Warten heuer bereits ein Ende – zumindest online. Seit Kurzem haben Winterbegeisterte

© Österreich Werbung (2)

Das Skigebiet setzt sich aus etwa 50% Anfängerpisten (grün und blau) und 50% Expertenpisten zusammen (rot und schwarz). 85% der Pisten liegen oberhalb von 1.800 m, was Les 3 Vallées optimale Schneebedingungen von November bis Mai beschert. 180 Liftanlagen stehen Skiurlaubern zur Verfügung, damit man auch wirklich mehr Zeit auf der Piste als in den Warteschlangen verbringt. Die acht Ski-Orte des Gebiets begeistern mit einem breiten Rahmenprogramm an Wintersportaktivitäten, tollem Après-Ski, zahlreichen Events und exzellenten Restaurants. Val Thorens ist nicht nur das höchstgelegene Skigebiet Europas, sondern vermutlich auch das stimmungsvollste. Die Vielfalt der Live-Konzerte und verschiedenen Musikangebote von Jazz bis Elektronik, die größte Diskothek der

© OT Val Thorens/B.Longo

Höchstes Skigebiet Europas

due kann man die Variante Savoyens (mit Beaufort, Emmentaler und Comté) oder ein Fondue nach Art der Auvergne (mit Cantal und Saint-Nectaire) wählen. Koh-I Nor, ein 105,6-karätiger Diamant auf der Krone der englischen Königin, bedeutet auf Persisch „Berg des Lichtes“ und wurde zum Namensgeber dieses neuen Fünf Sterne-Hotels, das am 6. Dezember 2013 als höchstgelegenes Hotel Europas mit 63 Zimmern und Suiten eröffnet. Zwei Restaurants unter der Leitung des Zwei Michelin-Sterne Chefs Yoann Conte verwöhnen auch die anspruchsvollsten Gaumen. Eine Brasserie, ein Weinkeller und eine Terrasse mit Panoramablick auf die Skistation bieten Platz für 60 Gedecke. Für die Entspannung sorgt der 800 m� große Wellness-Bereich mit zwei Schwimmbädern, einem Fitnessraum, Sauna und Hammam. Das DZ gibt es ab 340 € pro Nacht.

© Aida Cruises/Thomas Linkel

Genau wie die Station selbst ist auch das Gastronomie-Angebot sehr hochwertig und überraschend.

Interaktiver Winterspaß: User lassen es schneien; schon jetzt präsentieren sich Österreich-Bilder im perfekten Winterweiß.

„Das Internet ist das Informationsmedium Nummer eins bei der Urlaubsplanung.“ ERICH NEUHOLD, ÖW-BEREICHSLEITER INTERNATIONAL MARKET MANAGEMENT

aus aller Welt die Möglichkeit, es nach Lust und Laune in Österreich schneien zu lassen. Unter www.winter.austria.info können die User aus sommerlichen Bildern verschneite Winterlandschaften zaubern. „Das Internet ist nicht nur das Informationsmedium Nummer eins bei der Urlaubsplanung, auch auf den ‚virtuellen Stammtischen‘,

also im Web 2.0, ist Reisen ein großes Thema. Online-Marketing wird daher immer wichtiger. Wir müssen unsere potenziellen Gäste dort erreichen, wo sie sich gerade befinden“, erklärt Erich Neuhold, Bereichsleiter International Market Management in der ÖW. Konkret können sich Österreich-Fans zwischen unterschiedlichen Bildern aus den neun österreichischen Bundesländern entscheiden, aus drei Schneekristallen ihre WunschSchneeflocken auswählen und per Mausklick in den Sommermotiven nach und nach den Winter einziehen lassen. Je mehr Schneeflocken die User gemeinsam fallen lassen, desto verschneiter und winterlicher werden die Österreich-Bilder.

Persönlicher Wintergruß Die Schneeflocken können auch mit einer persönlichen Nachricht

und Foto versehen und als Wintergruß über Facebook, Twitter oder E-Mail verschickt werden. Via Facebook können außerdem Freunde dazu eingeladen werden, beim weißen Winterzauber der ÖW mitzumachen und die sommerlichen Motive in Winterbilder zu verwandeln: Die Online-Aktion wird in insgesamt zwölf Märkten beziehungsweise in zehn Sprachen umgesetzt. Die Bewerbung erfolgt auf allen Online-Plattformen der ÖW sowie auf externen Kanälen. Bisher haben rund 12.000 internationale Österreich-Fans die Seite besucht. Mehr als 6.000 Schneeflocken sorgen bereits für dichtes Schneegestöber im ganzen Land. Jetzt heißt es nur mehr abwarten, bis auch außerhalb der virtuellen Welt der Winter in ganz Österreich Einzug hält. www.austriatourism.com


kom m & bl e i b

68 – medianet destination

Freitag, 22. November 2013

Winter-Tourismus Was Bewohner und Gäste von Kitzbühel länger beobachten, ist nun wissenschaftlich bestätigt

short

Meteorologen bestätigen: In Kitzbühel wird’s kälter!

© Stift Klosterneuburg

Besinnliche Adventzeit im Stift Klosterneuburg

Daten der ZAMG belegen es: Die letzten beiden Winter waren die kältesten seit zwei Jahrzehnten. georg biron

Stiftspfarrer Reinhard Schandl (re.) freut sich schon auf die Adventzeit.

Klosterneuburg. Seit fast 900 Jahren ist das Stift vor den Toren Wiens ein Zentrum für Kultur, Spiritualität und Glauben. Das Adventprogramm sorgt dafür, dass Besucher eine besondere Stimmung erleben und den Alltag vergessen können. An zwei Wochenenden (30.11./1.12. und 7./8.12.2013) jeweils samstags von 14 bis 20 Uhr und sonntags von 9 bis 20 Uhr findet ein Adventmarkt statt, der von der Stiftspfarre organisiert wird. Rund 80% der Stände werden ehrenamtlich von Pfarrmitgliedern betrieben, deren Erlös zur Gänze karitativen Einrichtungen in Nieder-österreich und Wien sowie dem Projekt Elijah von Pater Georg Sporschill zugutekommt. www.stift-klosterneuburg.at

„Die kalten Kitzbüheler Winter garantieren unseren Gästen und Saisonkartenbesitzern frühe Starts in die

Qualität durch 50plus Hotels in Österreich

Wintersaison.“ Gerhard Walter, Direktor Kitzbühel Tourismus

Straß im Straßertale. Viele Hotels stimmen ihre Angebote und Services mittlerweile auf die besonderen Ansprüche der lebens- und reiseerfahrenen Generation 50plus ab. Objektiv nachweisbar wird diese besondere Qualität bei allen Hotels mit dem RAL-Gütezeichen 50plus Hotels. Diese Hotels sind familiär geführte Häuser der Drei bis Fünf Sterne-Kategorie, die sich auf die Wünsche und Bedürfnisse von Menschen über 50 spezialisiert haben. Die Gruppe 50plus Hotels wurde vor 15 Jahren in Österreich gegründet und hat sich konsequent um Wünsche und Bedürfnisse der wachsenden Urlaubergruppe bemüht. www.50plusHotels.at

Im Trend ist die Abkühlung noch markanter: Die Durchschnittstemperatur fällt zwischen Winter 1993/94 und 2012/13 von minus 1,9 Grad auf minus 4,7 Grad. Basis der Erhebungen ist eine Messreihe der ZAMG, die seit Winter 1993/94 besteht. Besonders markant zeigen sich die Messergebnisse der letzten beiden Saisonen: Die Winter 2012/13 sowie 2011/12 waren die kältesten der letzten 20 Jahre.

Die Kitzbüheler Winter werden seit 20 Jahren zunehmend kälter (von li.): Andreas Hochwimmer, Betriebsleiter der Bergbahn AG Kitzbühel, Meteorologe Christian König und Günther Aigner, Marketing Kitzbühel Tourismus, mit den offiziellen Messdaten.

Der Innsbrucker Meteorologe und Glaziologe Norbert Span erklärt die „Kitzbüheler Eiszeit“ so: „Unsere Atmosphäre ist ein dynamisches Gebilde, in dem sich gewisse Zirkulationsmuster beobachten lassen. Momentan befinden wir uns in einer Phase, in der von Norden mehr kalte Luft in den NordWest-Bereich der Alpen gelangt. Das führt lokal zur Abkühlung, wie wir an den Messdaten aus Kitzbühel gut beobachten können. “ Christian König, Meteorologe und Klimaforscher aus Bayern, bestätigt die Thesen seines Tiroler Kollegen: „Es sieht so aus, als würde derzeit in Mitteleuropa eine Art Gegenbewegung im Strömungsmuster des Klimawandels stattfinden.

Das könnte auch mehr Schneesicherheit für mittlere Lagen in der zweiten Winterhälfte bedeuten.“ Die sinkenden Temperaturen haben einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Betriebstage der Bergbahnen, so Josef Burger, Vorstand der Bergbahn AG Kitzbühel.

Gut für Winter-Tourismus „In den letzten Jahren konnten wir so früh wie noch nie in die Saison starten; auch heuer öffnen wir als eines der ersten Skigebiete abseits der Gletscher. Im vergangenen Winter konnte in der Gamsstadt an 182 Tagen Ski gefahren werden – absoluter Rekord in der 85jährigen Geschichte eines der

größten Seilbahnunternehmen Österreichs“, sagt Burger. Auch Gerhard Walter, Direktor von Kitzbühel Tourismus, freut sich über die klimatischen Entwicklungen in Kitzbühel. „Die kalten Kitzbüheler Winter garantieren unseren Gästen und Saisonkartenbesitzern frühe Starts in die Saison und ein Skivergnügen bis Ende April“, so Walter. „Heuer durften wir die Gäste am vergangenen Freitag, dem 15. November, auf den Pisten begrüßen.“ Kitzbühel ist eine Berühmtheit und gilt mit 56 Seilbahn- und Liftanlagen, 168 Pisten- und 40 Loipen-km als einer der legendärsten Wintersportorte der Welt. www.kitzbuehel.com

Xundheitswelt Experten verraten, wie man auch rund um Weihnachten seiner Gesundheit etwas Gutes tun kann

Tipps für die stressigste Zeit des Jahres

Gastein eröffnet jetzt die Langlaufsaison © Manuel Marktl/mine creative/TVB Bad Gastein

Moorbad Harbach. So sehr man sich auf die Feiertage freut, so sind sie oft mit Stress, üppigem Essen und mangelnder körperlicher Aktivität verbunden. Mentale Ausgeglichenheit, ausreichend Bewegung und richtige Ernährung sind die Eckpfeiler eines gesunden Lebensstils, der auch während der Feiertage möglich ist. Experten aus der Xundheitswelt haben einige Ratschläge gesammelt.

Im hochalpinen Gasteinertal kann man schon die Loipen nutzen.

„Der Genuss darf an den Festtagen im Vordergrund stehen – man muss sich keine Verbote auferlegen, sondern auf die Menge achten“, so Xundheitwelt-Diätologin Elisabeth Huber. „Den kalorienreichen Weihnachtsbraten kann man entschärfen, indem man zum Fleisch ausreichend Beilagen isst, wie z.B. Salate, Gemüse, Erdäpfel.“ Nüsse und Mandeln sind eine beliebte Zutat beim weihnachtlichen

Backen. Neben Vitaminen und Mineralien, sekundären Pflanzenund Ballaststoffen, etwas Eiweiß und Kohlenhydraten enthalten sie große Mengen an hochwertigen, gesunden Fetten. Die Ballaststoffe sorgen für eine gute Sättigung und sind ein natürlicher Appetitzügler. Datteln, Feigen, Dörrzwetschken und Co. sind ein echtes Plus in puncto Gesundheit. Durch ihre Beigabe kann der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen sowie Ballaststoffen deutlich erhöht werden. Außerdem können Sie damit in vielen Rezepten bis zu einem Drittel Zucker ersetzen.“

Viel Bewegung ist wichtig

© Xundheitswelt

Sportgastein. Hier ist Schneesicherheit von Ende November bis Anfang Mai gegeben. Umso mehr freut es die Verantwortlichen und Sportler, dass Teile des Loipennetzes aufgrund der perfekten Schneeschlage heuer schon jetzt gespurt werden konnten. „Zahlreiche Athleten des nordischen Sports haben sich für Trainingscamps angesagt, dadurch können wir zusätzliche Nächtigungen lukrieren“, so GF des KTVB Bad Gastein, Doris Höhenwarter. www.gastein.com

© Kitzbühel Tourismus/Markus Mitterer

Kitzbühel. In den Messdaten der Republik Österreich, erhoben durch die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), zeigt sich ein deutlicher Trend: Am Kitzbüheler Hahnenkamm werden die Winter seit 20 Jahren kälter. Die Wintertemperaturen sind im zehnjährigen gleitenden Durchschnitt um 1,4 Grad Celsius gefallen. Ausgehend von minus 2,7 Grad Celsius (Winter 1993/94), fiel der Schnitt bis 2012/13 auf minus 4,1 Grad.

In der kalten Jahreszeit kann Ausdauersport vor Erkältungen schützen.

Und der Xundheitwelts-Sportwissenschafter Peter Pfeiffer meint: „Der berüchtigte Schweinehund schlägt vor allem rund um die Weihnachtszeit doppelt zu. Da kommen viele Naschereien und Weihnachtsbäckereien auf den Tisch, und das kalte und frostige Wetter lädt nicht unbedingt zur Bewegung im Freien ein. Doch ein Spaziergang an der frischen Luft

wirkt oft Wunder und stärkt das Immunsystem. Bei tiefen Temperaturen sollte man beim Laufen auf die Atmung durch die Nase achten, denn durch die Nase wird nicht nur die Luft gefiltert, sondern auch erwärmt.“ Die Xundheitswelt-Psychologin Christiane Pichler rät zu Entspannungsübungen: „Gerade rund um Weihnachten führen Vorfreude und Begeisterung für die schönen Momente oft zu Stresserlebnissen in den Vorbereitungszeiten. Wann immer man bemerkt, dass sich ein Unterschied zwischen dem gewünschten und dem tatsächlichen Zustand unangenehm körperlich und geistig spürbar macht, kann man Kurzentspannungen einsetzen, um sich neu zu besinnen.“ Die Xundheitswelt im Waldviertel ist eine Koop der drei Gesundheitsbetriebe Moorheilbad Harbach, Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs und Lebens.Resort Ottenschlag mit den Wohlfühlbetrieben Brauhotel Weitra, Waldpension Nebelstein, Cafe-Pension Kristall und Gasthof-Pension Nordwald. www.xundheitswelt.at


ko m m & bl e i b

Freitag, 22. November 2013

medianet destination – 69

Bergbahnen Stuhleck Das VIP-Opening mit zahlreichen Prominenten findet am Freitag, dem 13. Dezember, statt

Oberösterreich Winter

Das modernste Skigebiet

Um 41% mehr Ankünfte in OÖ

Neben dem abwechslungsreichen Pistenangebot locken zusätzlich das beleuchtete Areal für Snowboarder, zwei AnfängerSnowparks, eine fünf Kilometer lange Naturrodelbahn sowie eine Snow-Tubing-Bahn.

georg biron

Spital am Semmering. Das Stuhleck ist nicht nur der höchste Berg der Fischbacher Alpen, es ist auch das größte Skigebiet im Osten des Landes. Steirer und Ostösterreicher sind in rund einer Stunde im modernsten Skigebiet der Ostalpen, in das dieses Jahr 200.000 € in den weiteren Ausbau der Schneeanlagen investiert wurden. Das VIP-Opening mit Prominenten aus Kunst, Kultur und Sport, darunter Skibob-Weltmeister Gerhard Hauer jun., findet am Freitag, den 13. Dezember, statt.

Mit Bus und Bahn anreisen

Sobald das Wetter kalt genug ist, wird am Stuhleck mit der Beschneiung begonnen.

Dem Thema Fun sind auch die drei Snowparks des Skigebiets gewidmet: Zwei Beginner-Parks bieten jenen, die mit leichteren Tricks ins Geschehen starten wollen, den passenden Playground, und im „Blue Tomato Snowpark“ kön-

Was man jemandem sagt, der alles verloren hat? Zuerst mal „hallo“.

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie uns, obdachlosen Menschen Menschlichkeit und Obdach zu bieten. Danke für Ihre Unterstützung. Spendenkonto: 51413 533 033, BLZ 12000 www.VinziRast.at

vinz13001_Hallo_133x197ssp_TZ.indd 1

05.11.13 10:44

Linz. Der Wintertourismus hat in Oberösterreich in den letzten zehn Jahren einen kontinuierlichen Aufwärtstrend erlebt. Seit 2003 ist die Zahl der Ankünfte um 41% gestiegen, die Nächtigungen sind im gleichen Zeitraum um 23% gewachsen. Im Winter 2012/13 erzielte die Tourismus- und Freizeitwirtschaft in OÖ rund 942.000 Ankünfte und mehr als 2,6 Mio. Nächtigungen und damit ein Ergebnis auf hohem Niveau. Die Marktforschung zeigt, dass Oberösterreichs Wintergäste Erholung und Bewegung in der Natur suchen. Wintersport-, Wellness- und Gesundheitsangebote stehen dabei in der Prioritätenliste ganz weit oben. Wie die Zufriedenheitsmessung „Satisfaction Monitor Seilbahnen“ bestätigt, schätzen Wintersportler an heimischen Skigebieten vor allem die kurze Anreise und die familienfreundlichen Angebote. oberoesterreich-tourismus.at

Get-together & Geburtstag: Schick Hotels in Festlaune „Kabarett

& Genuss“-Abend, Hotel Erzherzog Rainer feiert 100er.

Wien. Doppelt hält einfach besser: Anfang November feierten die Schick Hotels in der Börse für landwirtschaftliche Produkte gleich zwei Tage lang zusammen mit Kunden, Partnern und Freunden beim schon zur Tradition gewordenen „Kabarett & Genuss“. Gleichzeitig wurde der runde Geburtstag des Hotels Erzherzog Rainer begangen, das vor genau 100 Jahren erstmals seine Pforten öffnete. Da ließ es sich der Erzherzog natürlich nicht nehmen, „persönlich“ vorbeizuschauen und mit launigen Beobachtungen über Damals und Heute im Namen aller Danke zu sagen.

Martin Schick u. Peter Buocz, Schick Hotels Wien.

Stimmwunder und Genusswelten Ein Wiedersehen gab es mit den Kernölamazonen, wiedergeboren als Kugel und Keks, die – wie schon im Jahr zuvor – das Publikum mit ihren Stimmen verzauberten. Beim erzherzöglichen Buffet im kleinen Börsesaal verwöhnte die traditionsreiche Küche des Restaurants „Wiener Wirtschaft“ mit Köstlichkeiten aus der Kaiserzeit. Vom Vulcano Schinken über den „Wiener Wirtschafts Burger“ bis hin zu süßen Köstlichkeiten wie Kürbis-Panna Cotta und Powidltascherln war für jeden Geschmack etwas dabei. Kostproben vom Weingut Höpler aus dem Burgenland und süßes Konfekt der Traditions-Confiserie Altmann & Kühne, das vor Ort produziert wurde, rundeten das kulinarische Angebot des Abends perfekt ab. Schick Hotels Wien betreiben fünf Häuser im Zentrum der österreichischen Hauptstadt: Neben dem Hotel Erzherzog Rainer werden das Hotel Stefanie, das Hotel Am Parkring, das Hotel Capricorno und das Hotel City Central geführt. www.schick-hotels.com

Launig: Der sehr junge Erzherzog Rainer ...

Starke Performance: Kernölamazonen on stage.

PROMOTION

Filmen mit „Buzzer-Cam“

nen sich anspruchsvolle Freestyler so richtig austoben. Wer sich bei den Sprüngen über die Kicker filmen lassen möchte, drückt die „Buzzer-Cam“, und schon läuft die Videoaufzeichnung, die den Rider aufnimmt. Die Clips können von der Webseite www.stuhleck.com heruntergeladen und direkt ins Netz gestellt werden. Vier Sesselbahnen und fünf Schlepplifte sowie 24 Pistenkilometer erwarten die Wintersportler.

OÖ: gute Buchungssituation in den Tourismusdestinationen für die bevorstehende Wintersaison.

© david bohmann - photography/www.davidbohmann.com (3)

werden, womit weitgehend wetterunabhängiger Fun im Schnee garantiert ist.

Demner, Merlicek & Bergmann

Laut Hellseherin Rosalinde Haller ist das ein besonderer Glückstag. Aber nicht nur, wenn Stars und Sternchen beim VIP-RiesenSlalom die Pisten runterwedeln, wird der für das Glück zuständige Stern besonders hell leuchten: Der Tag steht auch für Kreativität sowie Neubeginn. ÖBB Rail Tours und das Stuhleck laden am 13.12. zum Ski-Opening: Alle Erwachsenen und Jugendlichen erhalten das Kombiticket Wintersport (Bahnfahrt + ÖBB Postbus + 1-Tages-Skipass) beim Ski-Opening zum Sonderpreis ab 38 € (statt 41 €). So es die Temperaturen erlauben, können die 24 Pistenkilometer mit 220 Schneeerzeugern beschneit

© Bergbahnen Stuhleck

Kreativität und Neubeginn

Infos unter http://kombitickets. railtours.at/kombitickets-wintersport.html, bei allen ÖBB Personenkassen, beim ÖBB Kundenservice 05-1717 und unter kombitickets@railtours.oebb.at. Mit dem Bus zum Schnee (www. abzumschnee.at) kosten Fahrten am Samstag und Sonntag ab/bis Wien mit Tagesskipass für Erwachsene 49,80 €, für Jugendliche der Jahrgänge 1995–1998 46,90 €, für Kinder (1997–2007) 38,30 €. Eine Tageskarte kostet 38,50 €. Für Jugendliche (geboren zwischen 1995 und 1998) gibt es die Tageskarte um 34 €, und für Kinder (geboren zwischen 1999 und 2007) kostet sie 19,50 €, ab 2008 in Begleitung eines Elternteils ist die Karte gratis. Kulinarisch verwöhnen lassen kann man sich auf der 400 qm Terrasse des Panoramarestaurants W11, die neben herzhaften Gerichten eine herrliche Aussicht auf die umliegende Bergwelt von Schneeberg, Rax, Schneealpe und Ötscher bietet. www.stuhleck.com

© Oberösterreich Tourismus/Erber

200.000 Euro in den Ausbau der Schneeanlagen im größten Skigebiet von Ost-Österreich investiert.


ga st & wi r t

70 – medianet destination

Aufgetischt

© David Ruehm

Tolle Knolle

Trattlerhof „GenussWirt“ setzt auf heimische Qualität und bietet feinste Spezialitäten aus Kärntner Genussregionen

Trattlers Einkehr bietet sinnliche Hüttenromantik

Drei Nächte im Doppelzimmer mit Essen, Wellnessprogramm, Schlittenfahrt und Skipass ab 349 €.

Pan e Wien/Pan e Giardin, 1030, Salesianerg. 25/Strohgasse ggü. 16, 01/710 38 70

www.panewien.at Eingeschenkt

Tradition und Moderne La Morra. „La tradizione c´e una inovazione riuscita – Tradition ist gelungene Innovation.“ Brunate ist einer der „Grands Crus” von Barolo. 25 Hektar in La Morra mit den typischen Böden: 25% Sand, 45% Kalkstein, 30% Lehm. Was diesen Barolo so zugänglich macht: die (nur) 15 Tage dauernde Gärung (gegenüber früher mit bis zu 40 Tagen) und der Ausbau in Tonneau, 20% neu. Der wesentliche Unterschied zur Reifung in den traditionellen Botti: Je kleiner das Gebinde, desto größer der Sauerstoffaustausch pro Liter. Der 2009er Brunate ist ein großer Lagenwein, der nicht erst 24 Stunden dekantiert werden muss, um halbwegs zugänglich zu sein – ein, zwei Stunden in der Karaffe tun ihm allerdings schon sehr gut. Barolo DOCG Brunate, Damilano, Gastropreis: 39 €. Erhältlich bei Kolarik & Leeb.

Bad Kleinkirchheim. Mit der „Einkehr“ holt der Trattlerhof die alpine Hüttenromantik ins Zentrum von Bad Kleinkirchheim, denn das urige Hüttenrestaurant ist nicht auf dem Berg, wo man eine urige Hütte eigentlich vermuten würde, sondern direkt im Zentrum des Weltcuports unweit der Therme St. Kathrein. Nachmittags sammeln sich dort Skifahrer und Snowboarder zum beliebten „Relax-Après-Ski“, denn in der gemütlichen Atmosphäre der Einkehr-Hüttenlounge lässt sich ein gelungener Skitag angemessen beschließen. Auf der Sonnenterrasse der rustikalen Außenbar geht bei Livemusik „die Post ab“, auch wenn die Sonne dem Tag dann bereits lange den Rücken gekehrt hat.

80 „Falstaff“-Punkte Feuerschalen spenden Licht und bisweilen mischen sich die Gäste des Trattlerhofs nach einer erlebnisreichen Fackelwanderung mit ihrem gesamten Tross aus Ponys und Pferden unter die ausgelassenen Wintersportler, um gemeinsam den Abend gemütlich am begehrten Lagerfeuer der Einkehr ausklingen zu lassen. Dort machen auch die Pferdeschlitten des Trattlerhofs Station. Ums leibliche Wohl kümmert sich in Trattlers Einkehr der vielgelobte, neue Küchenchef Markus Wimmer, der Feinschmecker und Après-Ski-Einkehrer gleichermaßen mit seinen schwungvoll interpretierten Gerichten und einer raffinierten Melange aus Regionalität und Qualität „einzukochen“ vermag. Die 80 Falstaff-Punkte des Vorjahres hat das innovative Küchen-

© Trattlerhof

Wien. Das Pan e Wien im Botschaftsviertel gibt es seit 15 Jahren, das Schwesterlokal Pan e Giardin ums Eck fünf. Ebenso lang veranstaltet Thomas Edlinger hier im Herbst seinen Trüffelmarkt, heuer noch einmal am 23.11. Es ist wohl ziemlich einzigartig in Wien, dass man die frisch importierten tollen Knollen im Ganzen zu Marktpreisen erwerben kann, um sie sich gleich nach Herzenslust über die frisch zubereitete Pasta hobeln zu lassen. Kein Wunder, ist „Trüffelprinz“ Edlinger doch der Autor eines Kochbuchs rund um den Edelpilz und Gründer des „Trüffelclubs“. In beiden Dependancen kocht der Chef auch außerhalb der Trüffelsaison mit viel Italianità und Liebe grundsolide bis großartig. Dazu gibt es eine sehr individuelle, nicht alltägliche Weinauswahl, die Vielfalt an gereiften Barolo und Barbaresco ist mehr als bemerkenswert.

georg biron

Gaumenfreuden und Hüttenromantik im Hüttenrestaurant des Trattlerhofs – mitten im Zentrum von Bad Kleinkirchheim.

team mit seinen Rezepten und seinem Können auch in diesem Jahr bestätigt. Da ist es nur logisch, dass Trattlers Einkehr auch der erfolgreichen Gastro-Initiative „GenussWirt“ angehört, deren Mitglieder auf heimische Qualitätsprodukte setzen und auf herkunftsgesicherte Spezialitäten aus denKärntner Genussregionen. Natürlich findet man auf der Speisekarte auch beliebte Leckerbissen wie den saftigen Kärntner Reindling, flaumige Buchteln oder Allzeitkinderhits wie Pizzen aus dem Holzofen. Nach einem schmackhaften Mahl können Gäste noch ihr Zielvermögen und ihr Gefühl auf der Eistockbahn unter Beweis stellen.

„Kuscheltage de luxe“ werden im Trattlerhof zwischen 6. Dezember 2013 und 6. April 2014 geboten.

Head-Carver Rev 70 gratis Drei Übernachtungen im DZ „Klassik“ inklusive Genusspension, kostenlose Benützung des hauseigenen Wellness- und Wohlfühlbereichs, Wellnessprogramm, Sportangebot, Animationsprogramm, Schlitten-Candle-Light-Erlebnis inkl. Aperitif, Fondue-Essen in Trattlers Einkehr, Drei Tage Skipass für Bad Kleinkirchheim/St. Oswald gibt es schon ab 349 € p.P. Übrigens: Wer diesmal zur Wintersaisoneröffnung (6. bis 21. Dezember) nach Bad Kleinkirchheim kommt, kann seine „alten Latten“

getrost im Keller lassen – vorausgesetzt, man bezieht im Trattlerhof Quartier. Denn mit der Winter-OpeningPauschale vermag das familiär geführte Vier Sterne-Hotel selbst Stammgäste zu überraschen, wartet doch auf jeden Gast ein brandneues Paar Ski auf den ersten Pisteneinsatz. Pro Person ist ein neuer HeadCarver Rev 70 mit Bindung im Wert von 459 € im Paketpreis enthalten. So carven Saisonfrühstarter auf messerscharfen Kanten über die neu angelegte Langalmabfahrt, die sich über knapp einen Kilometer in Richtung des Millstätter Sees ins Tal schlängelt. Drei bzw sieben Nächste ab 359 € bzw. 749 € p.P. www.trattlerhof.at

Arcotel In einigen Restaurants der Hotelgruppe werden ab sofort auch rein pflanzliche Gerichte angeboten

Arcotels servieren auch vegane Gerichte Wien. Ob aus ethischen Gründen, aufgrund einer Unverträglichkeit oder weil‘s der Gesundheit guttut: Immer mehr Menschen achten auf bewusste Ernährung und viele sind vegan unterwegs. Der Begriff „vegan“ leitet sich von „vegetarian“ ab: 1944 entstand die Vegan Society, gegründet von Elsie Shrigley und Donald Watson, die „milchfreie Vegetarier“ zusammenführen wollten. Donald Watson war derjenige, der dann aus dem Anfang und Ende von „vegetarian“ die Wortneuschöpfung „vegan“ prägte.

nes Menü in ausgesuchten Hotels in Österreich und Deitschland an“, so Manfred Mayer, Alleinvorstand der Arcotel Hotel AG.

Saisonale Menü-Angebote Damit die Speisen nicht nur den Körper, sondern auch das Auge erfreuen, haben sich die Küchenchefs der Arcotels zusammengetan und gemeinsam an einer gleichermaßen

ausgewogenen wie optisch ansprechenden Menüfolge getüftelt: Erbsencreme im Räuchertofu-Mantel mit knusprigem Tofu und zweierlei Tomate, gefolgt von Zartweizen Risotto mit „Ras el Hanout“, gebratenem Chicorée und mariniertem Radicchio, vollendet durch eine Cashew-Creme mit Krokant und Beerenröster. Das Menü wird viermal pro Jahr gewechselt und richtet sich nach

Vegane Prominente Bill Clinton, Natalie Portman, Alanis Morissette oder Jason Mraz sind nur ein paar namhafte Personen, die vegan leben. „Veganismus ist keine Modeerscheinung, es ist ein nachhaltiger Trend. Mehr und mehr Leute legen Wert auf ausgewogene Ernährung. Unsere vegan lebenden Gäste sollen im Urlaub und auf Geschäftsreisen auf nichts verzichten müssen, daher bieten wir ein vega-

© Arcotel Hotels

Der Präsident kocht! Trüffelclub bei Thomas Edlinger.

© Del Fabro

Freitag, 22. November 2013

Die Zeit, in der es im Hotel für Veganer einfach nur Beilagen gab, ist nun vorbei.

dem saisonalen und regionalen Angebot auf den Märkten, von denen die Hotels ihre Waren beziehen.

Specials in sechs Hotels Solche Gerichte werden in folgenden Arcotel-Hotels angeboten: John F Berlin, Rubin Hamburg, Nike Linz, Camino Stuttgart, Kaiserwasser Wien, Wimberger Wien. Die Arcotel Unternehmensgruppe, eines der größten privaten österreichischen Unternehmen im Tourismusbereich, positioniert sich klar in der Business- und Stadthotellerie und vereint, so Mayer, „das persönliche und individuelle Umfeld eines familiengeführten Unternehmens mit internationalem Standard, Top-Qualität und solider wirtschaftlicher Basis“. Gegründet 1989, umfasst die Gruppe derzeit zehn Vier Sterne bzw. Vier Sterne Superior-Hotels mit insgesamt 1.778 Zimmern in Großstädten in Österreich, Deutschland und Kroatien. Aktuell beschäftigt Arcotel Hotels 810 Mitarbeiter. www.arcotelhotels.com


medianet

inside your business. today.

freitag, 22. november 2013 – 71

Zukunft von Arbeitnehmern & Arbeitgebern ist trotz Prognosen sehr ungewiss  Seite 74

profunde lehre bei a1

2014 starten Jugendliche mit Sinn für die Technik in eine spannende Zukunft  Seite 75

fh kufstein verena theissl ist vize-rektorin

© FH Kufstein Tirol

generation y in österreich

© A1 Telekom Austria

© Monika Saulich/AMS

careernetwork

JVC Sabine Pannik ist als Marketingleiterin erfolgreich und p ­ rivat sozial engagiert – zwei Welten, die sich ergänzen. Hernstein Report Führungskräfte aus der D-A-CH-­Region berichten über die ­Schwächen & Stärken der Manager.

© JVC International





© APA/Hans Klaus Techt

„Ich habe viel von Behinderten gelernt!“

Seite 72

WIfi-aktion

Zwischen 25. und 30. November findet die Europäische KMU Woche statt, die über die Leistungen von Klein- und Mittelbetrieben informiert. Seite 73

Seite 73

Career-Monitor 2014 Was Akademiker können sollten

110.000 € in 4 Wochen investiert

Worauf es ankommt

Graz. Mehr als 110.000 € hat die Plattform Green Rocket für ihr erstes Projekt SunnyBAG noch vor Ablauf des Fundingzeitraums gesammelt. Nach dem Erreichen der Schwelle von 50.000 € in nur drei Wochen wurde diese in weniger als acht Tagen mehr als verdoppelt.

Die Crowdinvesting-Plattform konnte damit einen weiteren Rekord aufstellen. Der Endspurt lief bis Donnerstag, 21. November; bis dahin hatte man die Möglichkeit, in den steirischen Solartaschen-

© Kubiza

Solartaschen-Hersteller

Green Rocket-Macher (von li.): Peter Garber und Wolfgang Deutschmann.

Hersteller zu investieren und Teil des erfolgreichsten Crowdinvesting-Projekts zu werden. „Wir sind überrascht, wie schnell wir mit unserem ers-ten Crowdinvesting-Projekt so viel Kapital aufstellen konnten. Mit 110.000 Euro drei Tage vor Ablauf des Fundingzeitraums hat SunnyBAG eine Rekordsumme in einer Rekordzeit erreicht“, freuen sich Wolfgang Deutschmann und Peter Garber, GF der Green Rocket GmbH.Die Plattform-Gründer konzentrieren sich in Zukunft speziell auf die Sparten Energie, Umwelt, Mobilität und Gesundheit.www.greenrocket.com

© Career Verlag

Green Rocket Sensationelle Crowdinvesting-Rekorde für erstes Projekt der Plattform

Karriereratgeber firmiert jetzt unter neuem Namen: Akademiker-Guide 2014.

Wien. Der Career-Verlag präsentiert die Ergebnisse des Career-Monitors: Personalchefs bringen in dieser Erhebung auf den Punkt, welche Anforderungen sie an den Karrierenachwuchs stellen. Nachfrage besteht v.a. nach „unternehmerischem Denken“ (78%), gefolgt von „Zielorientiertheit“ (76%).„Wunschund Zerrbilder über den Arbeitsmarkt gibt es genug. Wir wollen den jungen Akademikern ein realistisches Bild vermitteln, was sie am Arbeitsmarkt erwartet und welche Anforderungen an sie gestellt werden“, so Herausgeber Markus Gruber.www.careerverlag.at


C a r e e r por tr a i t

© JVC International

Beruflich erfolgreich & sozial engagiert: für Sabine Brigitte Pannik, Vertriebsund Marketingleiterin von JVC, kein Wider­spruch, sondern zwei Welten, die sich ergänzen.

10 Fragen An sabine B. pan n i k

Als Kind wollte ich immer: viel reisen und die ganze Welt entdecken. Freundschaft bedeutet für mich: den anderen so zu nehmen, wie er ist. Mein letztes Geld würde ich ausgeben für : den Verein „Ich bin O.K.“, für den ich mich schon lange engagiere. Dinge, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, sind: einen Haufen Bücher und, auch wenn das kein Ding ist, den Partner. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war: von Ernest Shackleton „Mit der Endurance ins ewige Eis: Die Antarktisexpedition 1914-1917“. Mein Lebensmotto ist: Ich erkenne dich nicht an deinen Worten, sondern an deinen Taten. Dieser große Traum hat sich bisher noch nicht erfüllt: eine Reise zu Wurzeln einer fremden Kultur, wie etwa den Aboriginals. Das ist meine größte Stärke: meine Zeit strukturiert zu planen. Diese Persönlichkeit bewundere ich besonders: den Dalai Lama. Meine Lieblingsfächer in der Schule waren: Sprachen und Biologie.

Freitag, 22. November 2013

© privat

72 – careernetwork

Karrierefrau mit ­sozialem Sinn britta biron

Wien. Von Topmanagern in internationalen Unternehmen hat man bestimmte Vorstellungen. Sie sind eloquent, sprachgewandt, viel unterwegs, haben ihre Ziele klar definiert und verfolgen sie mit Konsequenz und Hartnäckigkeit. Sie haben einen prallen Terminkalender, in dem der Beruf Priorität hat und das Privatleben oft zu kurz kommt. Ihre Gedanken kreisen um Gewinn-

„Führungskräfte brauchen regelmäßiges und ehrliches Feedback, das ihnen Menschen mit dem Down-Syndrom geben können.“ sabine b. Pannik

maximierung und Effizienz, für soziale Belange bleibt – mit Ausnahme von Geldspenden – wenig bis kein Platz. Aber Vorurteile, auch wenn sie oft zutreffen, sind halt nicht der Weisheit letzter Schluss, und Sabine Brigitte Pannik, Vertriebs- und Marketingleiterin des Unterhaltungselektronik-Konzerns JVC, der beste Gegenbeweis zum landläufigen Vorurteil, dass Menschlichkeit in der Chefetage wenig Platz hat. Seit 2001 engagiert sich die er-

folgreiche Karrierefrau ehrenamtlich in dem Verein „Ich bin O.K.“, dessen Ziel es ist, Menschen mit Behinderung in das kulturelle, gesellschaftliche und berufliche Leben einzugliedern. „Auf den ersten Blick mag es vielleicht so aussehen, als gäbe es keine Parallelen zwischen diesen beiden Bereichen meines Lebens. Aber tatsächlich hat die Beschäftigung mit behinderten Menschen auch einen sehr positiven Einfluss auf meinen Beruf und darauf, wie ich mit den verschiedenen Anforderungen und Herausforderungen umgehe“, sagt Pannik. „Mein Job bringt es mit sich, dass ich mit sehr vielen Menschen zu tun habe, mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, mit unterschiedlichen Wertvorstellungen. Das erfordert, dass ich mich rasch und möglichst genau auf mein Gegenüber einstellen kann. Und das ist eine Fähigkeit, die ich im Laufe der Jahre im Umgang mit behinderten Menschen gelernt habe.“

Neue Sichtweisen Pannik geht sogar noch einen Schritt weiter: Sie ist überzeugt, dass Menschen mit dem Down-Syndrom Führungskräfte sehr effektiv coachen können und hat zu diesem Thema auch ein Buch geschrieben. „Führen heißt in erster Linie kommunizieren. Kommunikation ist aber keine Einbahnstraße, sondern umfasst auch das Feedback“, erklärt sie. Und dieses würde, je weiter oben jemand in der betrieblichen Hackordnung steht, um so weniger konkret und ehrlich ausfallen.

Kein Wunder, wer wollte seinen Chef schon auf einen Fehler hinweisen. „Wer beruflich erfolgreich ist, kann daher leicht die Bodenhaftung verlieren; es ist aber wichtig, sich selbst und sein Handeln immer wieder kritisch zu reflektieren, damit man sich weiterentwickeln kann“, erläutert Pannik. „Menschen mit dem DownSyndrom halten mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg, die soziale Stellung ihres Gegenübers beeindruckt sie wenig und diese Unbefangenheit im Umgang mit anderen Menschen kann wertvollen Input für die Chefetage und damit für die Wirtschaft insgesamt liefern. Zudem eröffnen sich dadurch auch neue Berufschancen und eine höhe Akzeptanz für behinderte Menschen in der Gesellschaft“, erklärt sie die dahinterliegende Strategie.

An sich selbst arbeiten Für ihre persönliche Bodenhaftung und Stressbewältigung – wobei sie Stress in erster Linie positiv sieht, als Ansporn für Höchstleistungen – hat Pannik aber noch weitere Strategien parat: „Ich habe zwar keinen grünen Daumen, liebe aber trotzdem die Gartenarbeit“, erzählt sie und nimmt auch gern in Kauf, dass dabei nicht immer alles nach Plan läuft. „Ich bin durchaus gern die Checkerin und kann das in meinem Job auch ausleben, manchmal auch im Privatleben“, sagt sie und verrät auch gleich den Spitznamen, den sie ob dieser Fähigkeit bekommen hat: Lady Schedule oder Lady Zackzack, wie ein japanischer Ge-

schäftspartner angesichts ihres zackigen Organisationsstils einmal – in einer Mischung aus Bewunderung und leichter Irritation – gemeint hat. Bei ihrem Lieblingshobby, dem Reiten, bringt das allerdings wenig. Pferde haben halt ihren eigenen Kopf und auch den akzeptiert die sonst so zackige Managerin. „Der Umgang mit Pferden braucht Ruhe und ist damit ein wunderbarer Ausgleich zum Berufsalltag“, sagt sie.

„In die ehrenamtliche Tätigkeit investiere ich viel Zeit und Energie, gewinne daraus aber viel Positives für mein Leben und den Beruf.“ sabine b. pannik

Und was wünscht sich jemand, der beruflich immer auf Zack ist, für seine Pension? „Na, bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit. Aber mit dem Strickstrumpf werde ich mich sicher nicht aufs Altenteil zurückziehen“, lacht Pannik. „Ich werde mir dann mehr Zeit für das Reisen, den Garten und das Reiten nehmen können, aber ich werde sicher auch meine soziale Arbeit noch intensiver betreiben und das Feedbacktraining für Führungskräfte etablieren.“


bu si n e s s & m a r k e t s

Freitag, 22. November 2013

careernetwork – 73

Hernstein Management Report 300 Führungskräfte in Österreich, Deutschland und der Schweiz geben Auskunft

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Positive Führungskultur

Bei Führungskräfteentwicklung besteht großer Aufholbedarf in Österreich; Konfliktmanager gefordert. len und diese professionell führen. Um zu einer konstruktiven Lösung zu kommen, braucht es Wertschätzung und Respekt.“ Anerkennung und Wertschätzung werden in allen drei Ländern an erster Stelle als wichtigster Parameter einer positiven Führungskultur beurteilt (28%). Klare und eindeutige Ziele folgen auf dem zweiten Rang (18%), besonders zielorientiert zeigen sich die deutschen Manager mit 24% (Ö: 16%, CH: 14%). Ein Führungsleitbild, das eine partnerschaftliche Führungskultur fördert, ist für 13% der Befragtenwesentlich; aus Fehlern lernen ist für 11% zentral.

© Petra Spiola

Wien. Dass eine positive Führungskultur hohe Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen hat, darüber sind sich die meisten der 300 befragten Führungskräfte in Österreich, Deutschland und der Schweiz einig. Anerkennung und Wertschätzung sind eng mit einer positiven Führungskultur verbunden. Was es aber mit der Konfliktscheuheit österreichischer Führungskräfte auf sich hat, dokumentiert der aktuelle Hernstein Management Report zum Thema Führungskultur.

Hernstein Institutsleiterin Eva-Maria Ayberk: „Wichtig ist, dass man aus Fehlern lernt und sie nicht wiederholt; nur so kann es zu Innovationen kommen.“

Große Länderunterschiede

Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern sind es sogar 70%.

Der Hernstein Management Report ist eine jährlich durchgeführte Studie zu aktuellen Leadershipund Managementtrends. Die Abwicklung und Auswertung der Studie erfolgt durch OGM Österreichische Gesellschaft für Marketing in Wien. 54% beurteilen den Einfluss der Führungskultur auf den Erfolg des Unternehmens als sehr hoch, 38% als eher hoch. Interessant sind in diesem Zusammenhang die Länderunterschiede: Vor allem österreichische Manager sind zu 60% vom sehr hohen Einfluss überzeugt, in Deutschland sind es 56%, in der Schweiz hingegen nur 48%. Auch mit steigender Unternehmensgröße gewinnt das Thema an Bedeutung: Bei Unternehmen bis 250 Mitarbeiter sehen 42% den Zusammenhang als sehr hoch, bei

zeigen sich deutliche Länderunterschiede. Für die Schweizer ist Konfliktkompetenz mit 15% zweitwichtigstes Kriterium, in Deutschland sprechen sich 8% dafür aus, während ihr in Österreich mit 4% eine untergeordnete Rolle zukommt.

Weiterbildungsangebote 64% der befragten Unternehmen bieten Weiterbildungsmaßnahmen zum Thema Führung an. Deutschland ist Spitzenreiter mit 73%, in der Schweiz sind es 64%, Österreich hinkt mit 56% noch hinterher. Sehr zufrieden mit den Weiterbildungsangeboten sind nur 35%, als zufrieden bezeichnen sich 53%. Hernstein Institutsleiterin EvaMaria Ayberk dazu: „Das Thema Führung muss auf mehreren Ebenen ansetzen, Weiterbildung kann nur ein Schritt von vielen sein. Weiterbildungen werden erst dann positiv wahrgenommen, wenn die Rahmenbedingungen passen.“ Auch bei der Konfliktkompetenz

Das KrankenstandsDilemma

Freie Arbeitsgestaltung Alters- bzw. lebensphasengerechte Arbeitszeitmodelle sind für 8% am aussagekräftigsten, in etwa gleichauf mit Freiräumen für selbstbestimmtes Arbeiten und Autonomie (Konzept der Selbstwirksamkeit). Interessant ist, wie wenig Bedeutung der autonomen Arbeitsgestaltung zukommt: „Scheinbar wird noch zu wenig Wert darauf gelegt, dass selbstbestimmtes Arbeiten zu besseren Ergebnissen führt und die Mitarbeiter mit mehr Zufriedenheit und Engagement bei der Sache sind. Außerdem hat es einen positiven Einfluss auf das individuelle Stressempfinden und ist ein gelungenes Beispiel für gesundes Führen“, so Ayberk.  www.hernstein.at

Konfliktscheue Manager „Das bestätigt den zögerlichen Umgang mit Konflikten in der österreichischen Kultur. Konflikte müssen nicht automatisch als Zeichen schlechter Führung bewertet werden“, so Ayberk. Denn gerade in großen Unternehmen sind Konflikte durch das Aufeinanderprallen verschiedener Interessen von vornherein gegeben. Ayberk: „Deshalb sollen Führungskräfte Konflikte nicht vermeiden, sondern sich diesen stel-

Wifi Die Europäische KMU-Woche möchte Ende November das Bewusstsein für die Leistungen der KMUs stärken

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Friedrich Neumeyer

Zum 1. Jänner 2014 wird Friedrich Neumeyer zum CEO der proAlpha Software AG berufen. Der 45-Jährige tritt die Nachfolge von Unternehmensgründer Leo Ernst an und bringt Erfahrungen aus verschiedenen Führungspositionen mit.

Erich Neuhold Steiermark Tourismus

Der neue SteiermarkChef kommt aus der Österreich Werbung: Mit Erich Neuhold (56) gewinnt die Landestourismusorganisation eine Spitzenkraft des österreichischen Tourismus mit Schwerpunkt auf kreativem Marketing.

Verena Teissl FH Kufstein Tirol

© FH Kufstein Tirol

proAlpha © steiermark.at/Leiß

© proAlpha/Stephan Daub

job

Viele Veranstaltungen der WKO bieten Service für KMUs und fokussieren die Unterstützung in Österreich. Allein im zweiten Halbjahr sind es 100 Veranstaltungen, die sich unter dem Dach der KMUWoche finden. Von Finanzierungs-und Fördersprechtagen über Patentsprechtage und Veranstaltungen zu Zukunftsmärkten reicht das Spektrum. Die Broschüre „Hotspot KMU“ informiert mit neuesten Daten und Fakten über die Leistungen von kleineren und mittleren Unternehmen und zeigt eine Auswahl von Services für KMU mit Links. Die gedruckte Broschüre gibt‘s telefonisch gratis unter 0590900/ 4522 oder als Download unter: www.wko.at

Promotion

Die Wirtschaftskammer fokussiert die Kraft der kleinen und mittleren Unternehmen.

Wien. Von 25. bis 30. November findet die Europäische KMU-Woche statt. Ziel ist es, deutlich zu machen, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen einen großen Beitrag leisten, um Arbeitsplätze und Wohlstand zu schaffen. Gleichzeitig will man junge Menschen zum Unternehmertum motivieren und über Unterstützungsmöglichkeiten informieren. KMUs bieten mit ihren maximal 249 Beschäftigen 60% der Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaften 64% der Umsatzerlöse und 59% der Bruttowertschöpfung. Die KMU-Woche ist eine der zahlreichen Initiativen des Small Business Act, einer zentralen Politikinitiative, um ein unternehmerfreundliches Umfeld zu schaffen.

Verena Teissl wurde vom Kollegium der FH Kufstein Tirol zur Vizerektorin gewählt: Sie wird gemeinsam mit FH-Rektor Johannes Lüthi als erste Frau in dieser Position die akademischen Weichen an der FH Kufstein stellen.

Franz Fürndraht Avnet Technology

© Avnet

© APA/Hans Klaus Techt

64% der Umsätze kommen von den KMUs

Kranksein ist schon ein Dilemma: Einerseits sollte man sich auskurieren und anstecken sollte man auch niemanden. Andererseits sind da Projekte, die unbedingt erledigt werden müssen. Oder Aufgaben, die man unbedingt selbst erledigen möchte. Leider schlägt das Entscheidungs-Pendel in diesem Dilemma allzu oft in die falsche Richtung aus: Man schleppt sich krank in die Arbeit – zur Pflichterfüllung. Mehr als die Hälfte der österreichischen Arbeitnehmer gibt in einer aktuellen karriere.at-Umfrage an, häufig krank in die Arbeit zu gehen, weil ihr Stesslevel eine Auszeit nicht zulässt; mehr als ein Viertel geht „nur in Ausnahmefällen“ krank arbeiten. Acht Prozent machen ihren eigenen Krankenstand von verfügbaren Vertretungen abhängig. Und laut Umfrage ist nur jeder Zehnte in dieser Hinsicht konsequent und sagt: „Krank ist krank.“ Abgesehen davon, dass die erbrachten Leistungen bei desolater Gesundheit meist nicht die besten sind: Warum tut man sich das an? Die Gründe sind vielfältig: Angst um den Job etwa. Oder weil sich im Unternehmen von oben nach unten eine „Wir sind nie krank“-Kultur etabliert hat. Oder auch aus eigenem Pflichtbewusstsein. „Auffällig ist, dass es für viele Arbeitnehmer normal zu sein scheint, krank arbeiten zu gehen – und zwar über alle Hierarchie-Ebenen hinweg. Das zeigt auf, dass bei den Mitarbeitern durchwegs großes Verantwortungsgefühl der eigenen Aufgabe gegenüber besteht. Dieses darf man als Arbeitgeber keinesfalls ausnutzen“, kommentiert karriere.at-GF Jürgen Smid das Umfrageergebnis.

Das weltweit tätige Distributionsunternehmen für IT-Lösungen hat Franz Fürndraht (35) zum Sales Manager Independent Software ernannt. Der gebürtige Mödlinger verfügt über umfangreiche Erfahrungen im internationalen IKT-Bereich.


pe r son a l & M a n a ge m e n t

74 – careernetwork

Freitag, 22. November 2013

Nachbericht Experten-Talk zum Thema Zukunft von Arbeitgebern & Arbeitnehmern auf der Personal Austria & Professional Learning Austria in Wien

Arbeitnehmer stellen Sinnfrage

Generation „Why“: Viel Selbstbewusstsein, wenig Demut, Arbeit als Chance zur Selbstentwicklung.

© Monika Saulich/AMS

michael bär

AMS-Vorstand Johannes Kopf: „Es ändert sich etwas im Großen ...“

Wien. Die begehrten Nachwuchskräfte der Generation Y suchen flexible Arbeitsbedingungen und eine sinnvolle Beschäftigung – am besten mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten. Wie das Personalmanagement auf die veränderte Bedürfnislage der kommenden Leistungsträger eingeht, war eins der Hauptthemen auf den Messen Personal Austria und Professional Learning Austria in Wien. Besonders modern geben sich derzeit vor allem Start-ups, wie in der Podiumsdiskussion „Arbeitswelt 2020“ deutlich wurde.

„Die Zukunft gehört der flexiblen Arbeitswelt und nicht einem Arbeitgeber wie Yahoo, der seine Mitarbeiter kürzlich vom Homeoffice ins Büro zurückgeholt hat“, so Jubin Honarfar, GF Whatchado. „Vor einem Monat haben wir ein Hybridmodell eingeführt: Montag und Freitag sind feste Arbeitstage im Büro, in der restlichen Zeit kann sich der Mitarbeiter aussuchen, wo er arbeitet.“ An der Entwicklung haben der Whatchado-GF wie auch seine Mitdiskutantin Nina Schmidt von Microsoft keine Zweifel: „Es wird noch flexibler und virtueller“, prognostizierte die Expertin.

„Es ändert sich schon etwas im Großen“, befand AMS-Vorstand Johannes Kopf im traditionellen AMS Expert Talk.

Aichinger, Beraterin von Deloitte Human Capital, zu bedenken. „Es gibt bessere Motivationsfaktoren als Geld, es geht um neue Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven“, so Aichinger. An dieser Stelle setzte auch das Wifi-Bildungsgespräch an, das als zentraler Programmpunkt der Professional Learning großen Zuspruch von Besucherseite erhielt. Aber: Niemand kann voraussagen, wie Organisationsformen, Beschäftigungsverhältnisse, technische Rahmenbedingungen und die Märkte in 15 Jahren aussehen. Einen kompakten Überblick über die weitere Entwicklung und neue Trends in der Arbeitswelt und Bildung bieten die Messen Personal Austria und Professional Learning im nächsten Jahr am 5. und 6. November 2014; Schauplatz ist wieder die Halle C der Messe Wien. Weitere Informationen unter: www.personal-austria.at

Wichtige Zukunftsfragen Qualifizierte Nachwuchskräfte ließen sich weniger durch Dienstwagen, Laptop und Gehalt locken, sondern wollten sich mit ihrer Arbeit identifizieren. Sinnvolle Aufgaben zu schaffen, werde zur Überlebensfrage für die Unternehmen, unterstrich der AMS-Vorstand. Unternehmen müssten lernen, dass der Begriff Vergütung vielschichtiger geworden sei, gab Elisa

ICG Ressourcenanalysen

Effiziente Arbeit Wien. Häufig sind Prozesse, Aufgaben und Strukturen in Unternehmen historisch entwickelt. Der Zeiteinsatz für Prozesse und Aufgaben ist nicht bekannt, der Aufwand für Abklärungen, wie viele Mitarbeiter an einem Prozess arbeiten, ist diffus. Die Ressourcenanalyse ist eine Methode zur Erhebung aller Personalressourcen (v.a. jener, die nicht direkt für produktive Tätigkeiten eingesetzt werden, z.B. alle Steuerungs-, Führungs- und administrativen sowie sonstigen Aufgaben). Dieses Instrument wird von Integrated Consulting (ICG) als Online-Tool angeboten; d.h. alle Mitarbeiter greifen auf eine Homepage zu und erfassen dort ihre Zeiten. Die Auswertung erfolgt durch ICG. www.integratedconsulting.at

powered by

Umfrage Männer im Job

St ud ier am n en Sie Ca m e u e n pus WU !

Flexibler sein

Wien. Eine Umfrage von GDI Consulting zum Internationalen Männertag am 19. November brachte Interessantes ans Licht: Mehr als zwei Drittel der berufstätigen Männer in Österreich würden für mehr Zeit auf Geld verzichten. Das Bedürfnis nach mehr Work Life-Balance bzw. Vereinbarkeit von Familie und Beruf zieht sich durch alle Hierarchie-Ebenen. Dennoch: Drei Viertel der Männer (76%) sind mit ihrem Job zufrieden. www.gdi-consulting.at

Universitätslehrgang Werbung & Verkauf Unsere Absolventinnen sind Aufsteigerinnen

© Panthermedia.net/Rehan Qureshi

Ingrid Maximilian von Maresi Austria ist erfolgreiche Absolventin unseres Universitätslehrganges. Ihre berufliche Laufbahn startete sie als Sekretärin in der Marketingabteilung von Maresi. Der Universitätslehrgang Werbung & Verkauf bot ihr das Sprungbrett zur Markenverantwortlichen: nach dem Lehrgangsabschluss avancierte sie zur Produkt- und danach Brand Managerin. Heute ist sie als Marketing Manager verantwortlich für die Marken Maresi, Knabber Nossi und Himmeltau.

werbung.verkauf@wu.ac.at, +43-1-313 36-4612, werbelehrgang.at Berufsbegleitende Universitätslehrgänge der WU Executive Academy.

Österreich: 58% der berufstätigen Männer wollen flexiblere Arbeitszeitmodelle. 216x288 WU-Sujet POLYAK 13-040_UL-WV_Medianet-216x288_Maximilian_KW37.indd 1

11.09.13 13:19


au s - & we i te r bi l d u n g

Freitag, 22. November 2013

careernetwork – 75

Financial Times Ranking 2013 WU Wien auf Platz 46

Executive Academy

In D-A-CH-Region unter den besten fünf MBAs.

H C I E R G ERFOL N E D I E H ENTSC

25 Jahre CAREER – Der neue AKADEMIKER-GUIDE 2014! © APA/Helmut Fohringer

Ein Vierteljahrhundert Karriere. Holen Sie sich die Jubiläumsausgabe der Karriere-Bibel Österreichs! WU Wien kann sich trotz starker internationaler Konkurrenz im Ranking beweisen! alice Hefner

Wien. Die WU Wien als größte Wirtschaftsuniversität Europas zählt zu den führenden Hochschulen weltweit und bündelt in der WU Executive Academy ihr Programmportfolio im Bereich „Executive Education“. Das Financial Times Exekutive MBA Ranking gilt seit Jahren als Königsdisziplin der international führenden Business Schools. Nur ein verschwindend geringer Prozentsatz erfüllt die strengen Teilnahmekriterien der Financial Times. Der Global Executive MBA der WU Executive Academy verbesserte sich im Ranking um fünf Plätze, ist erneut unter den Top 50 weltweit und belegt nun Platz 46.

Christoph Badelt, Rektor der WU: „Diese Top-Platzierung ist eine schöne Bestätigung, zur Spitzenklasse der Wirtschaftsuniversitäten weltweit zu gehören. Sie erleichtert der WU in Zukunft nicht nur das Benchmarking im Hochschulbereich, sondern unterstreicht auch ihr Image als attraktiver Studienstandort und kompetente Forschungseinrichtung.“ Aus Sicht der WU ist nicht nur die Platzierung wichtig, sondern auch der Vergleich mit anderen Top-MBA-Programmen. So konnte die WU Wien renommierten Universitäten wie zum Beispiel SDA Bocconi (#59), Universität St. Gallen (#64) oder die Rotterdam School of Management/Erasmus University (#48) hinter sich lassen. www.executiveacademy.at

A1 Lehre Profunde Ausbildung in zwei Fachrichtungen

Einstieg in die Welt der Technik Wien. Mit der Ausbildung „Informations- und Telekommunikationstechnik“ bzw. „Einzelhandel mit Schwerpunkt Telekommunikation“ werden Jugendliche zu top-qualifizierten Fachkräften mit starken Perspektiven für eine technische Berufslaufbahn. „Die Lehre bei A1 bietet jungen Frauen und Männern einen optimalen Einstieg in die Welt der Technik. Eine Top-Ausbildung am Puls der Zeit und das vielsei-

tige Angebot eines internationalen Konzerns garantieren eine aufregende Lehrzeit und zahlreiche Karrierechancen. Mädchen sind bei technischen Berufen noch immer in der Unterzahl, daher unterstützen wir sie mit zusätzlichen Coachings und Förderungsprogrammen“, so Silvia Buchinger, Personalchefin A1 und Telekom Austria Group über das neue Lehrlingsprogramm. www.A1.net/karrierelehre

© A1 Telekom Austria

JETZT BESTELLEN UNTER: www.careerverlag.at

2014 starten Jugendliche mit Sinn für Technologie in eine spannende Zukunft.


WIE MAN NUR SO STRAHLEN KANN?

Findet jemand den richtigen Job, fällt das allen auf. Denn man geht plötzlich positiver durchs Leben. Den richtigen Job findet man übrigens immer auf karriere.at.

karriere.at 271x417mm 2013-04-17.indd 2

17.04.13 14:35


inside your business. today.

freitag, 22. NOVEMBER 2013

Der blaue Dunst

Geburtstagsedition

Edle Zigarren können sich trotz der restriktiven Tabakpolitik weiter behaupten  Seite 9

Juwelier Bucherer präsentiert schmucke Schätze zum 125-Jahres-Jubiläum  Seite 12

© Bucherer

© Oettinger Davidoff Gr.

medianet

Hot & cool Elegant den Hut nehmen © Wiener Modellhut

Edelmarken im „Einkaufs“-Netz

© panthermedia.net/Andrei Zarubaika

Digitale Luxusmeile Wie heimische Kommunikations- und Marketingexperten die Möglichkeiten des Internet ­einschätzen, und wie Luxusmarken per Bits & Bytes ihr Image pflegen und ihre edle Ware an den Mann und die Frau bringen, zeigen wir auf den  Seiten 4 – 5

Schön & gut

20 © Carina e Vincenzo

15 © Klaus Fritsch

© Kenwood by Suzy Stöckl

13 Gold & Öko

Mode & mehr

Kalenderstars 2014

Nachhaltigkeit glänzt

Buntes Edel-Sortiment

12 Promis haben sich für den CharityKalender von Kenwood in Pose geworfen.

Der Wiener Juwelier Skrein stellt als erster sein Sortiment auf 100% faires Gold um.

Wiener Conceptstore Carina & Vincenzo bietet Mode, Interior, Kulinarik und Kunst


N°5 UND MARILYN MONROE

INSIDE-CHANEL.COM

CHANEL-Kundenservice - Tel. 0810-5000 10 (gebührenpflichtig).

« Ein Tropfen N°5 und sonst nichts »


Lu x u r y w o rl d

Freitag, 22. November 2013

luxury brands&retail – 3

© Ulrich Eggert Consulting

Editorial

Luxus: Willkommen in der Zukunft!

Die Entwicklungen am Luxusmarkt werden auch ganz neue Geschäfts­ modelle erfordern: Weniger auf Show getrimmt, sondern auf Inhalt, Klarheit und Wahrheit!“

Peter Mosser

© Hyatt

top 10

hoch hinaus Rundum verglast mit beeindrucken­ dem Panorama: Die Onlineplattform gourmetreise.com hat die Liste der zehn besten Luxus-Skybars veröffent­ licht und ein österreichischer Hangout hat’s auch in die Charts geschafft:

Bar/Ort

Stockwerk

1. Cloud 9/Shanghai 2. New Asia Bar/Singapur 3. The Dome/Bangkok 4. Rainbow Room/NY 5. Vu’s Bar/Dubai 6. Orbit, Sydney 7. Vertigo 42/London 8. Aqua/Hong Kong 9. Solar/Berlin 10. Onyx Bar/Wien

87. 72. 67. 65. 51. 47. 42. 30. 17. 6.

Quelle: http://www.gourmetreise.com/Magazin/Aus­ gabe-9/Die-Top-10-der-hoechsten-Luxus-Skybars

© EPA

D

rehen wir die Uhr um 25 Jahre zurück: Handys, schwer und fast ausschließlich für Telefonie zu nutzen, oder mobile Computer, damals auch SchleppTops genannt, sind teure Luxustools für die Oberen Zehntausend. Heute sind federleichte Tablet-PCs oder funktionsüberladene Smartphones längst Massenware; nach wie vor mit hohem Nice-to-have-Faktor, aber eben Massenware für breite Consumerkreise weltweit. Das zeigt einerseits, dass so mancher Luxusartikel nicht für immer ein solcher bleiben muss, was besonders begehrte Elektronik betrifft – man denke auch an TV-Geräte oder Wäschetrockner. Und andererseits, dass manche Innovationen, wenn sie irgendwann für (fast) alle verfügbar sind, das Leben nachhaltig verändern können. Bei IKT-Technolgien war und ist das unser Kommunikationsverhalten. Und so ist auch die Luxusbranche im 21. Jahrhundert angekommen. Apple, selbsternannter Erfinder von Smartphone und Tablet, ist zu einer der teuersten Marken der Welt geworden und deren Verkaufskonzepte verändern den Markt nachhaltig. Marketing und Retail are going online und der Luxussektor zieht mit. Was das für die Zukunft des Topsegments bedeutet, lesen Sie rechts und auf den folgenden Seiten

Ulrich eggert

Wertewandel: Wahrer Luxus bedeutet künftig nicht, sich alles leisten, sondern frei über seine Zeit verfügen zu können.

Evolutions-Theorie

15 Thesen Diese Trends & Strömungen werden die globalen Luxusmärkte künftig prägen. Ulrich Eggert

Köln. Allen Demokratisierungstendenzen zum Trotz ist und bleibt Luxus etwas anderes als „Marke + Premium“. Die Zeiten des stark besitzorientierten Prestige-Luxus sind – zumindest in Europa – allmählich vorbei. Die Konsumenten sind wissbegieriger und kritischer und so wird der Luxus zu einem Ausdruck höchster Qualität. Dazu kommt der Faktor Zeit: Luxuriös lebt der, der über seine Zeit frei verfügen kann und nicht durch Abhängigkeiten „versklavt“ wird. Folgende Aspekte und Faktoren sind daher für die künftige Entwicklung der Luxusmärkte von größter Bedeutung: 1. Abgesehen von immer wieder auftauchenden Finanzkrisen sind die Wachstumsprognosen für das weltweite Bruttosozialprodukt relativ positiv, insbesondere in vielen Schwellenländern. 2. Das persönliche Vermögen der Verbraucher in allen Märkten der Welt steigt, vor allen Dingen aber in den Schwellenländern. Der Vermögensanstieg ist mehrheitlich einseitig, also insbesondere mit einer Begünstigung der reicheren Seite der Bevölkerung. 3. Asien wird mittelfristig Europa und auch Amerika als weltgrößte Luxusmärkte überholen. 4. Aber die Vielfalt Asiens zwingt die Luxusanbieter dazu, ihre Mar-

kering sa

ketinganstrengungen erheblich zu differenzieren und ihre Lieferkettenkapazitäten auszubauen. 5. Die weltweiten Touristenströme wachsen weiter und werden immer stärker durch Chinesen und andere Asiaten geprägt; das führt dazu, dass diese Käufergruppe auch auf den Märkten außerhalb Asiens an Bedeutung gewinnen wird. 6. Es entwickeln sich künftig immer mehr neue und jüngere Zielgruppen zu den dominanten Kundensegmenten im Luxusmarkt. Dazu zählt vor allem die zahlenmäßig immer größere Gruppe von berufstätigen Frauen in höheren Gehaltsstufen. 7. Aber auch die Zahl der Männer, die auf globale Luxusmarken statt „einfacher“ Premium-Ware setzen, nimmt weiter zu. 8. Der generelle Margendruck, vor allen Dingen im Vertrieb, führt zu einer Konsolidierungswelle innerhalb der gesamten Konsumgüter-

FactS Ulrich Eggert hat nach mehr als drei Jahrzehnten in führender Position bei BBE Unternehmensberatung 2007 die Ulrich Eggert Consulting gegründet. Er ist Autor verschiedener Fachbücher zum Thema Handel & Vertrieb, hält Vorträge und Seminare und hat eine Reihe von Studien veröffentlicht, darunter „Luxus – Märkte & Vertrieb“, die auf 500 Seiten die künftige Entwicklung der Luxusbranche untersucht.  www.ulricheggert.de

industrie und der Bildung immer größerer Konglomerate. Parallel dazu werden auch im Luxussegment die Großkonzerne wie LVMH und Kering wachsen. 9. Aus den aufstrebenden Schwel­len­ ländern werden künftig nicht nur neue Luxuskäufer kommen, sondern auch neue Anbieter, die das Geschäft durchaus beherrschen. Insbesondere chinesische Unternehmen werden hier in Zukunft noch ein starkes Wort mitreden.

Mehr Differenzierung 10. Aufgrund der Technisierung der Welt durch Internet & Co. steigen die emotionalen Bedürfnisse der Verbraucher und damit ändert sich mittelfristig auch die Einstellung der Verbraucher zu Markenprodukten im positiven Sinne. Das fördert automatisch auch Luxusprodukte, da sie ja generell „markenbehaftet“ sind. 11. Die Nachfragestrukturen dürften sich weiter auseinanderdifferenzieren: In den asiatischen Aufhol-Ländern wird der klassische Luxus stärker im Vordergrund stehen einschließlich Automobile und auch Immobilien, in Europa und zunehmend auch in den Vereinigten Staaten dürften Themen wie Individualisierung des Luxus, Dienstleistungen, Service und auch der Zeitfaktor eine zunehmende Rolle spielen.

nu skin enterprises inc.

Kering: Nach einer kleinen Seitwärtsbewegung verführt der Kurs zum Einstieg. Der Kurs von Nu Skin Enterprises hat sich auf Jahressicht mehr als verdoppelt – hier sollte man eine Kaufgelegenheit nach einer Korrektur abwarten.

12. Parallel dazu werden sich auch die Einkaufswelten ändern, in Europa mehr in Richtung Individualisierung, in asiatischen Ländern mehr in Richtung Aufbau größerer Malls und auch Outletcenter. 13. Die Produktangebote müssen sich nach Ländern, Regionen und sogar Städten differenzieren, erst recht aber die Handelsnetze und Handelsformate: Ein einziges, globales Konzept für alle wird nicht mehr funktionieren. 14. Einzelne größere Handelsorganisationen und Filialkonzerne werden versuchen, den LuxusHerstellern durch eigene Produktangebote Konkurrenz zu machen. Es werden quasi Luxus-Eigenmarken ent­stehen. 15. Das Internet erobert die Welt. Bereits heute werden in Deutschland etwa zehn Prozent aller Neuprodukte über das Internet gekauft, im Non-Food-Bereich sogar 16%. Bis 2025/2030 dürfte ein Internetanteil von 30% im Non-FoodSegment erreicht werden und das wird insgesamt auch stark auf das Luxus-Segment abfärben. Denn gerade in Europa wird der LuxusBereich immer dezenter, individueller und „unauffälliger“ sein. Und wo kann man unauffälliger einkaufen als im Internet? Im Jahr 2030 dürften daher mindestens 20% aller konsumorientierten Luxusgüter über das Internet eingekauft werden.

solide vs. high-fly Was wurde eigentlich aus PPR? Der ehemals als Pinault-Printemps-Redoute bekannte Luxusartikel-Konzern – zu ihm gehören die Marken Gucci, Puma, Yves Saint Laurent, Bottega Veneta – firmiert seit Juni unter Kering (ISIN: FR0000121485). Für mindestens sechs Analysten ist die Aktie derzeit ein Kauf, fünf sprechen ein „Halten“ aus. Ein Highflyer war 2013 an der Börse Nu Skin, Hersteller von (hochpreisigen) Anti-AgingNahrungsmittelergänzern und -Cremen (ISIN: US67018T1051), bei einem KGV von über 20 scheint aber die Luft vorerst draußen zu sein.


lu x u r y c ov e r

4 – luxury brands&retail

Freitag, 22. November 2013

short

© Michael Pachleitner Gruppe

Internet ergänzt den Fachhandel

Das bekannte Luxuskaufhaus stärkt seine Multi-Channel-Strategie weiter.

New York. „Die technische Entwicklung beeinflusst alle Bereiche unseres Geschäfts, und die Grenzen zwischen digitaler und virtueller Welt brechen immer mehr ein“, ist Jim Gold, Präsident der Neiman Marcus Gruppe, überzeugt. Die große Herausforderung läge künftig vor allem darin, den Kunden in allen Bereichen ein im wahrsten Sinne des Wortes grenzenloses Einkaufserlebnis zu bieten. Einer aktuellen Umfrage des New Yorker Luxury Instituts gelingt das Neiman Marcus bereits heute. Dennoch plant das Unternehmen, in den nächsten drei bis fünf Jahren 100 Mio. USD (rd. 75 Mio. €) in die weitere Verbesserung seiner Multi-ChannelStrategie zu investieren.  www.neimanmarcus.com

Luxus 4.0 – digitale Welt setzt Trends im Marketing

Digitale und analoge Welt verschmelzen und schaffen eine neue Bühne für die großen Marken. rem Zegna, Louis Vuitton oder Veuve Cliquot) spezialisierten Agentur PR International überzeugt. „Liebhaber von Luxusmarken informieren sich vermehrt im Netz. Entsprechend nimmt daher auch die Relevanz von UnternehmensWebsites, Sozialen Netzwerken und Blogs für die Kaufentscheidungen zu”, so Ingrid Böckle, Inhaberin und GF von Network PR.

Britta biron

Wien. Herrschte früher die Meinung, dass für hochpreisige Artikel wegen des emotionalen Kauferlebnisses und der Exklusivität der klassische Handel die erste Wahl ist, hat sich mittlerweile gezeigt, dass sich Luxus auch im Netz ausgesprochen gut verkauft. Diverse Studien zeigen, dass Shopping per Mausklick längst auch in der Oberliga angekommen ist. Laut der Digital Luxury-Studie 2013, die White Communications gemeinsam mit Burda Intermedia Publishing, Brand Media und dem VKE (Deutscher Verband der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse) diesen Sommer veröffentlicht hat, haben bereits drei Viertel der Luxuskonsumenten online eingekauft. Bei den HeavyKäufern, also jenen, Personen, die in der Vergangenheit in mindestens einer der abgefragten Produktkategorien „Mode/Schuhe/Accessoires“, „Dekorative/pflegende Kosmetik“ oder „Uhren/Schmuck“ regelmäßig oder ausschließlich hochpreisige Premiummarken erworben haben, sind es sogar 84%. Die wachsende Bedeutung des Internets im Luxusbusiness liegt daran, dass neue und jüngere und damit oft auch technikaffinere Zielgruppen nachrücken, sich auch das klassische Luxusklientel mittlerweile mit der digitalen Welt „angefreundet“ hat und zudem die technischen Möglichkeiten hinsichtlich Produktpräsentation, Interaktion zwischen Unternehmen und Käufer sowie Sicherheit von e-Commerce rasant weiterentwickeln. „Das Internet hat eine völlig neue Welt geöffnet und die Luxusmarken wissen die Möglichkeiten, die sich ihnen dort bieten, zu nutzen. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusehen, dass die Zukunft digital sein wird, allerdings werden stationärer Handel oder auch die klassischen Medien dennoch nicht verschwinden”, ist Alexander Hirnigl, GF der auf Luxusmarken (zu den Kunden zählen unter ande-

Für Nils Maydell, GF von m2 Communication, auf deren Kundenliste unter anderem Zenith ist, liegt die große Herausforderung für die Unternehmen heute vor allem darin, „die analoge mit der digitalen Welt zusammenzuführen und ein neues, in sich funktionierendes Systems zu schaffen, sowohl was Kommunikation als auch den Vertrieb betrifft. Bei Kommunikationsaktivitäten spricht man bereits seit einiger Zeit von 360°-Maßnahmen.” Und dabei spielt die Zusammenarbeit mit Bloggern immer öfter eine Rolle. Längst sitzen die Stars der Zunft bei den Fashion-Shows der großen Modehäuser in der First Row, direkt neben den Vertreterinnen der großen Modemagazine, und werden ganz selbstverständlich zu den Presse-Events und Veranstaltungen der Luxusmarken eingeladen.

lea, stammt aus der Blogger-Riege. „Einen wesentlichen Unterschied gibt es aber zwischen den klassischen Journalisten und den Bloggern”, weiß Hirnigl: Während die Redakteure der klassischen Magazine ihrer jeweiligen Blattlinie verpflichtet sind, „kann ein Blogger frei von der Leber weg schreiben, was ihm oder ihr persönlich gefällt oder eben auch nicht”. Andrea Leitner weist noch auf weitere Unterschiede hin: „Blogger sind sehr flexibel und können Themen sehr viel schneller aufgreifen als traditionelle Medien und natürlich auch schneller auf das Feedback ihrer Leser reagieren. Zudem gibt es im Internet kein Platzproblem, wodurch Themen sehr viel ausfährlicher behandelt werden können.” „Auch in der Aufbereitung der Storys gibt es entscheidende Unterschiede. Die meisten Blogger arbeiten ausschließlich mit eigenen Fotos. Traditionelle Medien bedienen sich vorwiegend des von

Ins Netz gegangen

„Die Bloggerszene in Österreich ist durchwegs sehr professionell.“ alexander hirnigl gf PR international

Und diese Meinung wird auch von der Digital Luxury-Studie untermauert. Zwar informieren sich die Nobelshopper zu 44% am häufigsten in stationären Handel, mit 33% haben Suchmaschinen die Empfehlungen von Bekannten (28%) aber schon überholt. Große Bedeutung für die Kaufentscheidungen haben auch Newsletter. Immerhin 44% der HeavyKäufer legen Wert auf solche Informationen. Eine hohe Akzeptanz (42%) hat auch Online-Werbung, deutlich seltener werden dagegen Soziale Netzwerke genutzt (29%).

„Manche Kunden veranstalten für die Blogger-Szene sogar schon eigene Präsentationen”, erzählt Andrea Leitner, deren Agentur Andrea Leitner PR Marken wie das deutsche Modeunternehmen Bogner oder den Brillenhersteller Safilo betreut. „Für die Vorstellung der neuen Safilo-Kollektion in München haben wir eine separate Präsentation für die Blogger organisiert.” Konkurrenz machen die Blogger aber mittlerweile nicht nur den Mode- und Lifestyle-Redakteuren, sondern schnappen zunehmend auch Top-Models und Hollywoodstars attraktive TestimonialVerträge weg. So hat etwa Cadenzza, die junge Schmucklinie des Kristall-Imperiums Swarovski, die italienische Bloggerin Eleonora Carisi für ihre neue Kampagne engagiert. Davor hatten sich schon Moschino, Louis Vuitton, Robero Cavalli und Jimmy Choo die Bekanntheit der Bloggerin – sowohl online als auch offline – für ihre Werbung zunutze gemacht.Auch die Fotografin der Cadenzza-Kampagne, Melanie Ga-

© Christian Wind

© Wikimedia

Neiman Marcus ist off- und online top

Die junge Schmuckmarke Cadenzza setzt in der neuen Kampagne gleich auf zwei Stars der Blogger-Szene: vor der Kamera steht Eleonora Carisi, dahinter Melanie Galea.

© PR International

Graz. „Wir können aus eigener Erfahrung bestätigen, dass der traditionelle Handel durch den verstärkten Onlinehandel nicht geschwächt wird. Eine Sonnenbrille oder auch Skibrille ist ohne Zweifel schnell im Warenkorb und ausgeliefert. Uns geht es aber vor allem um die Brille in ihrer eigentlichen Funktion. Individualität wird bei uns groß geschrieben und dafür benötigen wir den Fachhandel an unserer Seite“, sagt Michael Pachleitner, GF der Pachleitner Group, die 2012 die Lizenz für die Red Bull Eyewear übernommen hat und diesen Herbst einige Neuheiten – darunter etwa die Stainless SteelKollektion – auf den Markt gebracht hat. Die technischen Möglichkeiten setze man in erster Linie im B2C-Bereich ein, um den Fachhandel bei der Beratung des Endkunden zu unterstützen. „Wir haben etwa im letzten Jahr unsere Vertriebspartner in Deutschland, Österreich, Dänemark, Frankreich, Italien und der Schweiz mit einer Beratungs-App für Brillengläser ausgestattet. Der nächste Schritt wird nun sein, gemeinsam mit dem Fachhandel ein Portal freizuschalten, über das Endkunden beim Brillenkauf online eine Vorauswahl treffen können.“  www.  michaelpachleitnergroup.com

© Cadenzza

Michael Pachleitner, CEO der Pach­ leitner Gruppe: Online als Ergänzung.

„Wesentlich ist die richtige Verbindung von digitaler und analoger Welt.“ nils maydell gf m2 communication


lu x u r y c ov e r

Freitag, 22. November 2013

luxury brands&retail – 5

Rolf Benz Die Nobelmarke ist schon seit 1997 online

PR-Expertin Andrea Leitner schätzt die hohe Professionalität der Blogger.

Unternehmen zur Verfügung gestelltem Presse-Materials”, weist Böckle noch auf ein weitere Kriterium hin.

Digitale Chancen nutzen

Beratung und Vertrieb bleiben weiter analog Dennoch werde das Internet immer wichtiger, wie auch die steigenden Besucherzahlen der Rolf Benz-Homepage zeigen. „Bei der Information verdrängt der digitale Kanal immer mehr die gedruckten Unterlagen. Der Schwerpunkt liegt daher in der umfassenden Darstellung der aktuellen Kollektion. Wir möchten die Kunden mit unseren Bilderwelten inspirieren und ihnen auch detaillierte Produktinformationen liefern. Für einige unserer komplexeren Produkte bieten wir auch Planungshilfen an”, so Kittel weiter. Ein wichtiger Aspekt für die Zukunft werde es sein, die mobilen Zugänge noch besser zu berücksichtigen. „Bereits heute verfügen wir bei über 20 Prozent der mobilen Zugriffe über separate Seiten, die für Smartphones und Tablets optimiert sind.”  www.rolf-benz-com

Fachmännische Beratung & Probesitzen kann das Internet auch künftig nicht ersetzen.

© Network PR

Alle von uns befragten PR-Experten attestieren auch der heimischen Blogger-Szene eine hohe Professionalität. Die Kunst besteht darin, herauszufinden, welche Blogs für den jeweiligen Kunden wichtig sind. „Es gibt zwar quantitative Tools wie Alexa.com für Informationen zum Traffic oder dem Gender-Mix; für die qualitative Beurteilung existieren allerdings noch keine Verfahren. Da muss man sich jeden Blog selbst genau anschauen”, so Hirnigl. Auch in den anderen Agenturen nimmt man sich viel Zeit für individuelle Blog-Recherchen. „Für einen unserer Kunden haben wir kürzlich eine Bloggerempfehlung ausgesprochen. Von 59 Bloggern

Nagold. „Unser Kerngeschäft sind Premium-Polstermöbel, die über sehr große Individualisierungsmöglichkeiten verfügen und deshalb auftragsbezogen produziert werden. Eine ausführliche Beratung inklusive möglichst ausführlichem Probesitzen beim Fachhändler ist da natürlich ein Muss. Ein reiner Onlinevertrieb ist also schlichtweg unmöglich”, so Jens Kittel, Head of Consumer Marketing bei Rolf Benz.

© Rolf Benz

© Andrea Leitner PR

Gut eingerichtet

„Das Internet ist für Luxusmarken heute ein wichtiger Erfolgsfaktor.“ Ingrid böckle, gf network pr

sind am Ende acht für eine intensive Zusammenarbeit übriggeblieben”, nennt Maydell ein Beispiel. Wichtige Qualitätskriterium sind nach Meinung der heimischen PRProfis unter anderem Individualität und Glaubwürdigkeit sowie eigener Content. „Erfolgreiche Blogger animieren zum Kommentieren und scheuen sich nicht vor Diskussion oder Konfrontation. Dieser Umstand verleiht dem Blog eine Lebendigkeit, von der Leser wie auch Marken und Produkte profitieren“, ist Maydell überzeugt. „Gut recherchierte Geschichten und Hintergrundinfos“, nennt Leitner als weiteres Qualitätsmerkmal; für Hirnigl muss ein Blog auch hohe Aktualität und eine klare persönliche Note aufweisen und Böckle legt auch Wert auf „eine Portion Lockerheit, Humor und Charme“.  www.networkpr.at  www.m2coco.com  www.prleitner.com  www.pr-international.com BuchererWien_LuxuryBrand_Tudor_216x288_1113.indd 1

08.11.13 10:06


lu x u r y P r o d u c t

6 – luxury brands&retail

Freitag, 22. November 2013

Hot & Cool Kultig

Adelig Fashion

Diva

Klassik

philip Treacy

Zapf

chanel

alwa petroni

borsalino

All that glitters is gold

Collection Habsburg

Cruise Collection

Hat Couture

Fedora

Das Produkt Seine Kreationen zählen mit Abstand zum Innovativsten, Fantasievollsten und Ungewöhnlichsten in der Welt der Kopfbedeckungen. Sie schlicht als Hüte zu bezeichnen, wäre in etwa so, als würde man behaupten, ein RollsRoyce sei einfach ein Auto. Sie setzen ein unübersehbares modisches Statement und sind zugleich wahre Kunstobjekte. Ihren Auftritt haben sie gern am Red Carpet, auf der Bühne oder am Catwalk. Getragen werden sie von vornehmen Damen auf ebensolchen Hochzeiten – bei jener von Prinz William und Catherine erschienen 36 Gäste mit einer Kreation des bekannten Designers – oder anderen wichtigen Society-Events. Einen gewissen Hang zur Extravaganz und Theatralik braucht man zwar, um sich mit einem solchen Kopfputz auf die Straße zu trauen, übersehen wird man damit aber garantiert nicht.

Das Produkt Ein Hut aus Tirol ist gleich ein Tiroler Hut. So simpel ist die Gleichung nicht immer, denn auch wenn die – natürlich mit Zustimmung des Kaiser-Enkels Otto – nach der Herrscherdynastie benannte Kollektion stylishe Details des traditionellen Tiroler Trachtenhuts aufgreift, sind die Kreationen doch eine Klasse für sich. Gefertigt werden sie – wie übrigens auch die Hüte der ClassicCollection der Manufaktur – zur Gänze in Handarbeit aus hochwertigem europäischen Haarfilz. Durch ein spezielles Reibungsverfahren erhält dieser eine äußerst geschmeidige Oberfläche, die sowohl den Tragekomfort verbessert als auch für die besondere Brillanz der Farben sorgt. Und hier treibt es Zapf bei aller Liebe zur Tradition auch gern bunt. Typisches Kennzeichen der Kollektion ist die paspelierte Krempe und das Habsburg-Emblem als Stickmotiv oder Anstecker.

Das Produkt Zwar revolutionierte Coco Chanel die Damenmode und schuf viele bis heute beliebte und begehrte Klassiker, wie das Kleine Schwarze, das Bouclé-Kostüm, den Two-Tone-Pump oder die Tasche „2.55” und machte den damals ausschließlich für Unterwäsche verwendeten Jersey salonfähig. Mit allen „alten Hüten” räumte sie aber dennoch nicht auf. Zeit ihres Lebens trug Mademoiselle Chanel, wie viele Fotos beweisen, Hut. Auch in ihrem Berufsleben spielte der Hut – zumindest anfangs – eine wichtige Rolle. Das erste Geschäft, das Coco Chanel 1909 in Paris eröffnete, war ein Hutatelier, 1913 folgte im eleganten Badeort Deauville ein weiterer Salon Hüte und Accessoires. Das Modell aus Baumwolle und Tweed aus der aktuellen Cruise Collection wäre für die damalige Chanel-Kundin vielleicht ein wenig zu schlicht gewesen, heute liegt es mit seiner einfachen Eleganz und den sanften Farben ganz auf der Höhe der Zeit.

Das Produkt Zwar besteht das Leben nicht nur aus Partys und anderen eleganten gesellschaftlichen Events, doch es gibt dennoch genügend Anlässe, bei denen Frau die Diva rauslassen kann. Genau genommen verträgt ja auch der Alltag durchaus ein wenig Glamour und ein flotter Hut oder ein chicer Fascinator pimpen auch einen schlichten Hosenanzug oder das kleine Schwarze aus der vorletzten Saison auf. Für viele Kreationen der Wiener Designerin Alwa Petroni braucht es zugegebenermaßen eine ordentliche Portion Modemut, aber auch das Tragen von extravagantem Kopfputz kann man lernen. In der Kollektion finden sich auch einige dezente Modelle, die etwa an elegante Haarreifen erinnern und durchaus anfängergeeignet und alltagstauglich sind. Für fortgeschrittene Hutträgerinnen gibt es aber wahre Meisterwerke der Modisterei, mit denen Frau selbst beim Publikum des Pferderennens in Ascot, das ja den Anblick fantasievoller Hutkreationen durchaus gewohnt ist, neidvolles Staunen auslösen könnte.

Das Produkt Trotz des feminin klingenden Namens ist der Fedora der Herrenhut par Excellence und sicher eine der bekanntesten Kopfbedeckungen. Winston Churchill und Theodore Roosevelt haben ihn getragen, aber auch der legendäre Gangsterboss Al Capone, Alain Delon (natürlich auch im gleichnamigen Film) und Humphrey Bogart. Der Fedora war in Film und TV Markenzeichen von Privatdetektiven, Playboys, aber auch Gangstern, was in der Folge seine Popularität weiter gesteigert hat. Heute tragen ihn Stars wie Johnny Depp, Leonardo Di Caprio, Denzel Washington oder Justin Timberlake. Erfunden wurde der weiche Filzhut 1857 vom italienischen Hutmacher Giuseppe Borsalino. Auf die Idee mit den markanten Knicken soll er angeblich gekommen sein, als er sah, wie im Zuge von Straßenunruhen viele der damals für das Bürgertum typischen Melonen zerbeult auf dem Straße lagen. Noch heute wird jeder Borsalino aus hochwertigem Haarfilz (vom Kaninchen oder Nutria) von Hand in bis zu 120 einzelnen Arbeitsschritten gefertigt.

Die Zielgruppe Paradiesvögel. Die Marke Der 1966 in Irland geborene Philip Treacy studierte ab 1985 Modedesign am National College of Art & Design in Dublin, ging anschließend nach London, wo er am Royal College of Art der erste Hutmacherstudent in der 165-jährigen Geschichte der renommierten Universität war. Treacy erhielt zahlreiche Ehrendoktortitel und Auszeichnungen, darunter fünf Mal als „British Fashion Accessory Designer of the Year“, und wurde in Würdigung seiner Leistungen für die britische Mode am 19. November 2007 von der Queen zum Mitglied des „Order of the British Empire“ ernannt. Fazit Einfach genial!

Die Zielgruppe Fans von Tracht und Tradition. Die Marke Das Unternehmen wurde 1982 von Johann Zapf gegründet und 1905 als „k.u.k. Kammerlieferant“ ausgezeichnet. Das Unternehmen ist bis heute im Besitz der Gründerfamilie, ist seit 1998 Träger des Österreichischen Staatswappens und wird seit 2003 von Theresia Bartolot geführt. Zapf beschäftigt zwölf Mitarbeiter und betreibt neben der Produktion in Werfen auch ein eigenes Geschäft. Erhältlich sind die Zapf-Hüte darüber hinaus im ausgewählten Fachhandel. Fazit Exzellentes Beispiel für Qualität made in Austria.

Die Zielgruppe Liebhaberinnen des Pariser Chics. Die Marke Zur Chanel-Gruppe, die im Besitz der Familie des ehemaligen Geschäftspartners von Coco Chanel, Alain Wertheimer, steht, gehören unter anderem der Bademodenhersteller Eres, der britische Waffenhersteller Holland & Holland (mit eigener Jagdmodenkollektion) sowie die ehemaligen Zulieferbetriebe Michel et Cie. (Hüte), Massaro (Schuhe), Lemarié (Federn), Desrues (Accessoires) und Lesage (Stickereien), Causse (Handschuhe) und Barrie Knitwear (Strick). Fazit Stil & Eleganz.

Die Zielgruppe Anspruchsvolle Nonkonformistinnen mit Sinn für das Außergewöhnliche.

Die Zielgruppe Gentlemen & Helden.

Die Marke In ihrem Wiener Atelier fertigt die Designerin Alwa Petroni nicht nur außergewöhnliche Kopfbedeckungen, sondern Mode sowie Accessoires. Es gibt keine Kollektionen im klassischen Sinn, alle Modelle werden ausschließlich auf Bestellung und in aufwendiger Handarbeit für die jeweilige Kundin gefertigt.

Die Marke 1857 als kleine Hutmanufaktur gegründet, wuchs das Unternehmen rasch. 1920 lag die Jahresproduktion bereits bei zwei Millionen Hüten. Heute agiert das Unternehmen weltweit, hat Tochterfirmen in den USA und Japan, betreibt 16 MonobrandBoutiquen in Italien und eine in Paris und verkauft seine Hüte weltweit über ­Luxus-Kaufhäuser und Fach­handel.

Fazit Der krönende Abschluss für den großen Auftritt.

Fazit Perfekte Kopfarbeit!


lu x u r y P r o d u c t

Freitag, 22. November 2013

luxury brands&retail – 7

Schon oft wurde bekrittelt, dass wir auf eine hutlose im Sinne von stillose Gesellschaft zusteuern. Zwar hat die Kopfbedeckung – Ausnahmen sind Adel & Kirche, feine Hochzeiten und edle Pferderennen – als ­Zeichen des gesellschaftlichen Rangs tatsächlich fast ausgedient, doch als modisches Accessoire ist der Hut weiter en vogue. Wir haben das umfangreiche Angebot sondiert und 10 Modelle daraus ausgesucht – von solchen, bei denen der praktische Aspekt bei aller Ästhetik im Vordergrund steht, bis zu Kreationen, die dem Träger deutlich mehr modischen Mut abverlangen, dafür aber im wahrsten Sinne das Outfit krönen.

Trendig Mondän Kernig

Mühlbauer

marion weiss

luis trenker

wiener modellhut

risa hutwerkstatt

Kollektion HW 2013/14

Maßarbeit

Aktuelle Kollektion

Edel-Manufaktur

Swiss made

Das Produkt Hüte können aus Wolle, Haar oder Stroh sein, sie können eher praktisch sein oder vor allem dekorativ. Sie treten in klassischen Formen auf, aber auch in höchst fantasievoller Gestalt. Es gibt sie schlicht und üppig dekoriert, mit kleiner Krempe, einer dramatisch ausladenden oder auch ohne. Sie treten je nach Mode & Anlass in gedeckten Farben auf oder quietschbunt. Der Hut, obwohl nur eine der vielen Nischen in der Modewelt, ist gleichzeitig auch äußerst vielfältig. Das zeigt sich beim Blick auf das große Sortiment von Wiener Modellhut, das so ziemlich jede Möglichkeit bietet, wie Frauen modisch den Hut nehmen können.

Das Produkt Bei Schweizer Produkten denkt man in erster Linie an feine Schokolade, an würzigen Käse und an edle Uhren – und natürlich auch an Hustenzuckerl. Aber die Schweiz, genauer gesagt der Kanton Aargau, hat auch modisch einiges zu bieten. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts beschäftigten sich hier mehr als 100 Betriebe mit der Herstellung feiner Strohhüte und exportierten sie in die ganze Welt. Die große Wirtschaftskrise in den 1920er- und 1930er-Jahren, der Zweite Weltkrieg und nicht zuletzt der sich ändernde Modegeschmack setzten der einst florierenden Hutindustrie ein Ende. Aber nicht alle Unter­nehmen mussten den Hut nehmen. Die Risa Hutwerkstatt fertigt bis heute Hüte – sowohl aus Stroh als auch aus Filz. Das Sortiment ­umfasst trendige Modelle ebenso wie traditionelle, Uniformmützen für Polizei oder Musikvereine, Theaterhüte oder Zylinder. 2012 brachte Risa die Freiamt-Kollektion heraus und ließ die Strohhüte aus dem Aargau jünger, frecher und trendiger wieder auferstehen. Benannt sind die Modelle nach Aargauer Gemeinden wie etwa Beinwil, Berikon, Hilfikon, Sarmenstorf, Oberrüti und Zufikon.

Das Produkt Glamourös und bodenständig – in der aktuellen HWKollektion werden diese beiden konträren Strömungen problemlos unter einen Hut gebracht. Naja, eigentlich natürlich unter eine ganze Reihe von Hüten. Da gibt es chice Pillboxes und Schiffchen aus Metallic-Leder, quietschbunte oder auch naturfarbene Fellmützen, elegante Turbane, freche Fascinators und sportliche Schiebermützen. Und natürlich auch Klassiker wie Homburg, Melone oder Porkpie, allerdings in Knallfarben wie Blitzblau, Kanarienvogelgelb oder Tomatenrot. Die Zielgruppe Alle, die gern gut behütet durchs Leben gehen.

Fotos: © Philip Treacy; Zapf; Chanel; Alwa Petroni; Borsalino; Mühlbauer; Nadja Meister; Luis Trenker; Wiener Modellhut; Risa

Kreativ Tradition

Die Marke Der 1903 gegründete Familienbetrieb wird seit 2001 in mittlerweile vierter Generation von Klaus geleitet. Bei den zwei Kollektionen pro Jahr (für Damen, Herren und Kinder) setzt man sowohl auf Klassik als auch modische Trends und avantgardistische Kreationen und arbeitet auch immer wieder mit externen Designern wie Wunderkind oder Nigo´s Label Human Made zusammen. Pro Jahr fertigt das 40-köpfige Team von Hutmachern und Modisten rund 15.000 Hüte, von denen mehr als die Hälfte exportiert werden, unter anderem in die führenden Kaufhäuser der Welt wie Harrods in London, 10 Corso Como in Mailand, Le Bon Marché in Paris oder Fred Segal in Los Angeles. Mühlbauer betreibt seit 2005 einen Flagship-Store in der Wiener City und seit 2009 auch einen Laden in Salzburg. 2011 wurde der Online-Store eröffnet. Fazit Ein Hoch auf die große Wiener Huttradition!

Das Produkt Zwar ist das, was Frau im Kopf hat, sicher wichtiger, als das, was sie darauf hat, aber Intelligenz und Esprit stehen ja nicht im Widerspruch zu Ästhetik & Modebewusstsein. Und ebenso, wie Frau mit Kleidung und Schmuck der Umwelt bewusste Signale vermitteln kann, funktioniert das auch mit der Kopfbedeckung. Ganz besonders dann, wenn das kein 08/15-Hut ist, sondern ein nach Maß gefertigtes Modell, das die Persönlichkeit unterstreicht. Die Zielgruppe Frauen, die auch modisch ihren eigenen Kopf durchsetzen. Die Marke Ihre Ausbildung zur Modistin erhielt Marion Weiss im berühmten Salzburger Hutsalon von Martha Scheiblberger. Danach arbeitete sie 15 Jahre lang als kaufmännische Angestellte, betrieb die Modisterei aber als Hobby weiter und sammelte ein umfangreiches Archiv über die einst so florierende Wiener Hutmacher-Branche, das ständig erweitert wird und irgendwann (so sie die Zeit findet) in einem Buch zusammengefasst werden soll. 2006 eröffnete Weiss dann in der Wiener Innenstadt ihr eigenes Atelier, wo sie seither individuelle Hüte und fantasievollen Kopfschmuck nach Maß für Privatkundinnen, Künstlerinnen, Theaterproduktionen und Events fertigt. Daneben gibt sie im Rahmen der Kreativwerkstätten von Swarovski in Wien und Wattens ihr Wissen an interessierte Hobby-Modisten weiter. Weiss ist seit heuer Mitglied von Wien Couture und damit mit Brief und Siegel eine der besten ihrer Zunft. Fazit Individueller Stil.

Das Produkt Beim Bergwandern steht natürlich der praktische Nutzen einer Kopfbedeckungen im Vordergrund und neben dem traditionellen Tirolerhut haben moderne Bergfexe jetzt auch viele andere Alternativen bis hin zum Baseball-Cap. Angesichts der chicen Modelle von Luis Trenker hängen aber auch trendbewusste OutdoorFans diese an den Nagel und nehmen dann doch lieber den Hut. Die vermitteln durch ihrer Form, die dem klassischen Tirolerhut ähnelt, zwar Bodenständigkeit und Traditionsbewusstsein, bei der Farbe geben sie sich dann aber sehr trendig. Das knallige Rot symbolisiert Stärke und Dynamik. Damit schafft man nicht nur mühelos den Gipfelsturm, sondern macht auch im urbanen Umfeld gute Figur. Die Zielgruppe Naturburschen und -dirndl, Bergfexe & Gipfelstürmer. Die Marke 1995 von Michi und Hansjörg Klemera gegründet, hat sich das nach dem bekannten Bergsteiger und Filmemacher benannte Unternehmen mit einem Mix aus Tradition & Trend in der Modewelt rasch einen Namen gemacht. Luis Trenker bietet Fashion und Accessoires für Damen und Herren, die über einen eigenen Online-Store, vier Monobrand-Stores in Österreich, der Schweiz und Deutschland und elf Shop-in-Shops sowie über den gehobenen Fachhandel bis nach Kanada vertrieben wird. In Zusammenarbeit mit dem italienischen Unternehmen OltreMoDo, einem Spezialisten für Hotelausstattung, wurde die Luis Trenker Suite Collection entwickelt. Fazit Die perfekte Kopfbedeckung für Aufsteiger.

Die Zielgruppe Anspruchsvolle Hutträgerinnen mit Hang zur Extravaganz. Die Marke Franz Wanke schloss seine Hutmacherausbildung 1929 ab, arbeitet die nächsten sieben Jahre im Unternehmen seines Bruders und machte sich anschließend mit einer Manufaktur für exklusive Damenmodellhüte selbstständig. 1977 übernimmt sein Sohn Josef das mittlerweile weit über die österreichischen Grenzen bekannte Unternehmen. Dessen Sohn Marcus tritt 1992 in den Familienbetrieb ein. Vorerst „nur” im kaufmännischen Bereich tätig, absolviert er im zweiten Bildungsweg – ebenso wie seine Mutter Ingrid – die Hutmacherlehre und übernimmt das Unternehmen 2010. Im Geschäft im 4. Bezirk werden neben Hüten auch diverse Zutaten zur Huterzeugung wie Federn, Stroh, Bänder, Blumen und Schleier, verkauft.

Die Marke Die Risa Hutwerkstatt existiert seit 1919. 1945 wurde die erste eigene Kollektion auf den Markt gebracht. Das Unternehmen beschäftigt heute 20 Mitarbeiter und stellt neben Hüten auch Feuerwehrbekleidung und Regenmäntel her.

Fazit Wiener Charme deluxe.

Fazit Swiss made für den Kopf.

Die Zielgruppe Fans von Schweizer Qualitätsprodukten.


Valcucine Artematica Vitrum mit New Logica System: ein Meisterwerk aus Glas Faulmann & Faulmann KĂźchen t    .VUIHBTTF     t A-1190 Wien t    5        t    XXXGBVMNBOOBU    t    PGGJDF!GBVMNBOOBU 8FJUFSF.BSLFOJOVOTFSFN)BVT4JF.BUJD &XF '. *OUVP -FJDIU (BHHFOBV ,ĂŠQQFSTCVTDI 4JFNFOT (VUNBOO #PSB -JFCIFSS )BBT 'PSDIFS#FTVDIFO4JFBVDIVOTFSFOPoltrona Frau FlagshipstoreJOEFS8JFOFS*OOFOTUBEU 4BM[UPSHBTTF


Lu x u r y m a r k e t

luxury brands&retail – 9

© Karlheinz Fessl

Freitag, 22. November 2013

© Kitzbühel Coutry Club; Oettinger Davidoff Group

Österreich ist ein traditionell guter Zigarren­markt. Die Österreicher sind richtige Genussmenschen und lieben die schönen Dinge des Lebens, zu denen auch ein Glas Wein oder eine edle Zigarre gehören.“ isabella keusch gf davidoff of geneva austria gmbH

Immer mehr Lounges und Clubs bieten Zigarrenliebhabern stilvolle Möglichkeiten zum Genuss und Austausch mit Gleichgesinnten.

Kräftige

Rauchzeichen

Zigarrenliebhaber lassen sich auch von den immer strengeren Gesetzen den Genuss nicht vermiesen. desirée Faber

Wien. Zwar stellen auch andere Genussmittel wie Wein und Schokolade in zu hoher Dosierung ein gesundheitliches Risiko dar, doch in den Augen des Gesetzgebers ist der Tabak der wahre Buhmann. Mit Werbeverboten, massiven Anti-Tabak-Kampagnen, Steuererhöhungen und immer umfassenderen Rauchverboten soll der blaue Dunst eingedämmt werden.

Stabile Nachfrage Ein Plan, der aber nur zum Teil aufgeht. Denn der in vielen Ländern rückläufige Tabakkonsum betrifft in erster Linie Zigaretten, der Absatz von Zigarren dagegen – und hier vor allem jener im Premiumbereich – verzeichnet immerhin leichte Zuwächse.

So erzielte die Basler Oettinger Davidoff Group (ODG), mit einem Marktanteil von acht Prozent einer der Big Player im globalen Geschäft mit Premium-Zigarren (darunter Davidoff, AVO, Camacho, Cusano, Griffin‘s, Private Stock, Zino, Zino Platinum und Winston Churchill), im Vorjahr ein Absatzplus von insgesamt fünf Prozent. Besonders üppig fiel das Wachstum mit 20% in den USA aus, auch im weltweiten Duty Free-Geschäft konnte man stark zulegen. Märkte mit viel Potenzial sind auch China sowie Russland, wo ODG heuer eine eigene Niederlassung eröffnet hat und das Vertriebsnetz kräftig ausbauen will. Für mehr Umsatz sollen auch neue Produkte sorgen. So wurde diesen Herbst die Davidoff Nicaragua gelauncht, um das bisher von dominikanischen Tabaken domi-

nierte Portfolio auch regional zu verbreitern. Ein traditionell starker Zigarrenmarkt (weltweit bei ODG unter den Top Ten) ist trotz der der immer restriktiveren Raucherpolitik Österreich. Isabella Keusch, GF der heuer gegründeten Davidoff of Geneva Austria GmbH: „Die Österreicher sind Genussmenschen. Sie lassen sich die schönen Seiten des Lebens nicht verbieten. Und zu diesen gehört eben nicht nur das gute Glas Wein, sondern ab und zu auch eine edle Zigarre.”

per Gesetz frei vom blauen Dunst, die Raucherbereiche meist wenig gemütlich oder überhaupt gleich vor der Tür „eingerichtet”. Da wundert es nicht, dass elegante Zigarren-Lounges praktisch wie Schwammerl aus dem Boden schießen.

Elegante Lounges & Clubs So bietet etwa der heuer eröffnete Kitzbühel Country Club ein besonders stilvolles Raucherrefugium, das von Daniel Marshall konzipiert wurde. Der Kalifornier ist Hersteller exklusiver Humidore und Zigarren und zu seinen Kunden zählen neben zahlreichen VIPs auch das Weiße Haus oder der Nobeljuwelier Tiffany & Co. In Verbindung mit dem Ausbau seiner Flagship-Stores erweitert auch ODG die Zahl seiner Davidoff

Neue Produkte Fragt sich nur, wo – außer in den eigenen vier Wänden – man sich diesen Genuss noch erlauben kann. Denn immer mehr Restaurants, Kaffeehäuser und Bars sind

Cigar Lounges. Und auch andere Hersteller und Händler bieten Zigarrenliebhabern – oft in Kooperation mit Gastronomen und Hotels – immer neue Locations für einen stilvollen Tabakkonsum. Das Anfang des Vorjahrs ursprünglich nur für den Berliner Raum gegründete Webportal „Cigar Cities” ist mittlerweile im ganzen deutschsprachigen Raum aktiv und informiert Zigarrenaficionados über aktuelle Veranstaltungen, neue Lounges und Clubs und stellt Zigarrenneuheiten und Fachgeschäfte vor. „Wir haben mittlerweile in mehr als 20 Regionen in vier Ländern einen Ambassador, der alle Informationen immer auf dem neuesten Stand hält”, erläutert CigarCities Gründer Didi Hoffmann das Konzept.  www.davidoff.com  www.cigarcities.org

Wien Couture Das Gütesiegel zeichnet Meisterbetriebe aus, die hinsichtlich Qualität, Handwerk und Stil Außergewöhnliches bieten

Wien. Bei Haute Couture denkt man an Paris, doch die hohe Schneiderkunst ist weniger eine Frage der Nationalität, als vielmehr des fachlichen Könnens, der Kreativität und der Kunst, individuell auf den Kunden einzugehen. Und hier brauchen die Wiener Modeateliers die Pariser Konkurrenz nicht zu scheuen. Die Probleme kommen aus einer ganz anderen Richtung. „Die Mode ist in einem Wandel. Aufgrund der großen Ketten kann man fast von einer Uniformierung der Bevölkerung sprechen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nachqualitativ hochwertigen, nachhaltigen Produkten, und große Unternehmungen werben mit dem

Begriff Maßarbeit, weil sich individualisierte Produkte in ihrem Sortiment befinden. Dies hat jedoch mit der Maßarbeit, wie wir sie verstehen, nichts zu tun“, so Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien. Da es aber heute eher von der Höhe des Werbebudgts abhängt, ob ein Unternehmen am Markt wahrgenommen wird, die Maßateliers aber überwiegend Kleinstunternehmen sind, wurde 2011 das Gütesiegel „Wien Couture“ ins Leben gerufen. Verliehen wird es von einer Fachjury an Meisterbetriebe für zwei Jahre. Danach muss sich das Unterehmen erneut um die Auszeichnung bewerben.

Neu bzw. wieder in diesem erlauchten Kreis der modischen Wiener Spitzenklasse aufgenommen wurden heuer folgende Personen: Ingrid Beran, Patrizia FürnkranzMarkus, Ingeborg Körberl, Karin Pfeifenberger, Melitta Rockenbauer und Maria Smodics-Neumann sowie die Modistin Marion Weiss und Norbert Tlusti, in dessen Atelier die europaweit einzigartige Kombination von Maßschneiderei und Federschmückerei angeboten wird. Erstmals wurden heuer mit Johann Jouja, Walter Kramer und Alfred Pospisil auch Kürschner mit dem Gütesiegel Wien Couture ­ausgezeichnet.  www.wiencouture.at

© Weinkirn

Die Riege der modischen Spitzenklasse von Wien

v.l.: Maria Smodics-Neumann (Innungsmeisterin der Landesinnung Wien, Mode und ­Bekleidungstechnik ), Patrizia Fürnkranz-Markus mit Model, Melitta Rockenbauer mit ­Model, Alfred Pospisil mit Model, Brigitte Jank (Präsidentin der Wirtschaftkammer Wien).


Lu x u r y m a r k e t

10 – luxury brands&retail

Freitag, 22. November 2013

short

© Kimball Studios/Pebble Beach Concours d’Eleg.

Anlageobjekte mit vielen PS

© Sotheby’s

Edelsteinmarkt bekennt Farbe

Der Pink Star wiegt fast 60 Karat und ist rund 49 Mio. Euro wert.

Sydney. Jeweils mehr als zwei Mio. USD (1,47 Mio. €) haben Bieter bei einer Auktion für zwei seltene pinkfarbene Diamanten (1,56 bzw. 2.51 Karat) hingeblättert. Nach Angaben des Rio Tinto-Konzerns, aus dessen Argyle-Mine in Australien fast alle rosafarbenen Diamanten der Welt stammen, sei die Nachfrage nach den ungewöhnlich gefärbten Diamanten derzeit so groß wie nie zuvor. Pinkfarbene Diamanten sind in der Regel rund 50 Mal so wertvoll wie weiße Exemplare. Der aktuell größte geschliffene rosa Diamant ist der „Pink Star“, der auf einen Wert von mehr als 60 Mio. USD (49 Mio. €) geschätzt wird. „Ich hatte das Privileg, in den vergangenen 35 Jahren einige der großartigsten Edelsteine begutachten zu können und ich kann ohne zu zögern sagen, dass der ‚Pink Star‘ von enormer Bedeutung ist“, so David Bennett, Leiter der Schmuckabteilung von Sotheby‘s für Europa und den Nahen Osten.  www.sothebys.com

Nobelmarken machen gerne in Kunst – das Engagement reicht vom Produktdesign, wie etwa die Ballon Venus von Jeff Koons für Dom Perignon, bis zur eigenen Kunstsammlungen.

Kunst &

Kommerz

Förderung junger Talente und Kooperationen mit arrivierten Künstlern bringen Imagepunkte. clarissa fischer

Wien. „One day, all department stores will become museums, and all museums will become department stores“ – bis zu einem gewissen Grad ist Andy Warhols Vorhersage bereits eingetroffen, denn die Verbindung von Kunst & Kommerz ist heuter enger als je zuvor. Vor allem Luxusmarken suchen die Nähe zu Künstlern und Designern. Nach Karl Lagerfeld, Marc Newson, Ferran Adrià, Sylvie Fleury, Lang Lang, Robert Wilson und David Lynch hat das Champagnerhaus Dom Perignon jetzt etwa von US-Künstler Jeff Koons eine exklusive Geschenkbox entwerfen lassen. Darüber hinaus kreierte Koons auch eine Miniaturausgabe seiner „Ballon Venus“-Skulptur mit einer Flasche Dom Pérignon Rosé Vintage 2003 im Inneren. Dieses rund

18.000 € teure Kunstwerk ist von Hand gefertigt und auf 650 Stück weltweit limitiert.

überschleifen mit künstlerischen Darstellungen von Wien, Linz, Graz, Salzburg, Klagenfurt und Innsbruck gestaltet.

Moderne Mäzene Bei Montblanc und Hugo Boss geht die Kooperation mit der Kunst noch weit über die Produktgestaltung hinaus und umfasst hochkarätige Preise für Künstler, eigene Kunstsammlungen und Kooperationen mit Museen. „Wir möchten unsere Marken mit ästhetischen Werten aufladen und sie erlebbar machen“, erklärt Hjoerdis Kettenbach, Head of Corporate Communication bei Hugo Boss, das Engagement. Äußerst ambitioniert in Sachen Kunst & Design agiert auch Nespresso. So hat heuer etwa die Malerin Loretta Stats für die exklusiv in den österreichischen Boutiquen erhältliche „Edition Austria” Kaffee-

„Mit der Initiative wollen wir neue Talente entdecken und fördern.“ dietmar keuschnig gf nespresso österreich

Neu im Repertoire der Nespresso Contemporary-Maßnahmen ist das Projekt „Nespresso Design Scholarships”: „Mit dieser Initiative möchten wir unsere Präsenz im Bereich

Design und Kunst weiter forcieren, junge Talente entdecken und fördern“, erklärt Dietmar Keuschnig, Österreich-Chef von Nespresso. Das Stipendium, das heuer im Rahmen der Vienna Design Week erstmals vergeben wurde, ist mit 15.000 € dotiert und richtet sich an junge Designer, die kurz vor Abschluss ihrer Ausbildung an einer anerkannten Hochschule im Inoder Ausland stehen. „Es gibt mir die Möglichkeit, nicht nur ergebnisorientiert arbeiten zu müssen, sondern ebenso forschend und experimentell grundlegenden Fragen der Gestaltungsdisziplin in unserer heutigen Gesellschaft nachgehen zu können“, freut sich Hanna Krüger, die mit ihrem Projekt „stapeln und addieren” die Fachjury unter Leitung von Judith Seng überzeugen konnte.  www.nespresso.com

Preisverfall Günstige Importe aus den USA setzen den Kaviarmarkt in Russland kräftig unter Druck

Gourmets können sparen & genießen Moskau. Es muss zwar nicht immer Kaviar sein, doch angesichts der großen Mengen von günstiger US-Ware brechen zurzeit in Russland die Preise für die Delikatesse ein. Ein Kilogramm vom amerikanischen Lachskaviar ist schon für 700 Rubel (16 €) zu haben. Fischeier aus heimischer Produktion kosten hingegen 1.200 Rubel, was laut Timur Murtupow von der russischen Fischereibehörde ohnehin schon sehr niedrig sei. Doch was die Feinschmecker in Russland freut, bereitet den Händlern Sorgen. „Der Markt ist völlig übersättigt“, sagt Murtupow. Grund für die Kaviar-Flut aus den USA ist der Rekordfang in Alaska,

der mit 600.000 t Lachs zweieinhalb Mal so hoch wie 2012 ausfiel. Und in den USA ist der LachsKavier praktisch nicht an den Mann zu bringen.

Kaviarflut aus den USA Vom Preisverfall nicht betroffen ist der edle schwarze Beluga aus dem Kaspischen Meer. Der Handel mit den Eiern der vom Aussterben bedrohten Störe unterliegt strengen Gesetzen, gilt aber auch bei Schmugglern als einträgliches Geschäft. Erst Anfang Oktober konnte die russische Polizei 800 Kilogramm der teuren Delikatesse sicherstellen.

© panthermedia.net/Boris Zerwann

London. Luxus-Oldtimer fahren anderen Geldanlage langsam aber sicher den Rang ab. Das hat eine Erhebung des Vermögensberaters Knight Frank ergeben. Der Wertzuwachs bei seltenen alten Autos wie Ferrari, Bugatti oder Bentley belief sich in den zwölf Monaten bis Juni 2013 auf 28%. Auch im langjährigen Vergleich liegen die Oldtimer klar auf der Überholspur: Seit Beginn des Knight Frank Luxury Investment Index 2003 stiegen sie im Wert um 430%. Den Grund dafür sieht Studienautor Andrew Shirley vor allem im steigenden Interesse wohlhabender Asiaten, die ihr Vermögen gern in vorzeigbare Liebhaberobjekte stecken. Hinter den Oldtimern rangieren Münzen (plus neun Prozent) und Briefmarken (plus sieben Prozent) ebenfalls weit vorn in der Anlegergunst. Dagegen sinkt das Interesse an Kunstwerken (minus sechs Prozent im letzten Jahr), und Gold hat als Anlageobjekt deutlich an Glanz verloren (minus 23%).  www.KnightFrank.com

© Dom Pérignon

Automobile Raritäten fahren anderen Anlageformen auf und davon.

Importware aus den USA kostet deutlich weniger als Kaviar aus russischer Produktion.


Lu x u r y m a r k e t

Freitag, 22. November 2013

luxury brands&retail – 11

trend

© Hofburg Vienna

Lust nach Luxus ist heuer gedämpft Mailand. An die zweistelligen Zuwachsraten der letzten Jahre kommen die Hersteller von Luxusgütern heuer nicht heran. Vergleichweise magere zwei Prozent werde das Plus heuer betragen (das entspricht einem weltweiten Umsatz von 217 Mrd. €), so eine Ende Oktober veröffentlichte Studie der Beratungsfirma Bain & Co im Auftrag der italienischen Luxusvereinigung Altagamma. Noch im Frühling hatte man eine Steigerung zwischen sechs und sieben Prozent erwartet. Schuld am gebremsten Wachstum sei einerseits die weltweit nach wie vor holprige Konjunktur, aber auch die Auswirkungen der AntikorruptionsMaßnahmen in China sowie der schwache Yen.

© Le Grand Bal der Wiener Hofburg/A.Tischler

Die Hofburg ist eine einzigartige ­Location. Für uns ist jeder ­Kunde nicht nur König, sondern Kaiser und jede der rund 320 Veranstaltungen im Jahr durch ihre Individualität etwas ­Besonderes. Mein persönliches ­Highlight ist natürlich der Le Grand Bal.“

US-Markt zieht an Die Entwicklung der verschiedenen Märkte zeigt zum Teil recht große Unterschiede. So wächst der Luxusmarkt in Südostasien dank steigender Nachfrage in Malaysia, Indonesien, Vietnam und Thailand um 11%. Ebenfalls um 11% mehr Luxusgüter werden in Afrika verkauft. Überdurchschnittlich ist auch die Entwicklung im Nahen Osten mit plus fünf Prozent. Aber nicht nur Schwellenländer sorgen für mehr Umsatz, auch der wichtige US-Markt performed mit plus vier Prozent recht ordentlich. Vor allem zusätzliche Stores und die wachsende Zahl von asiatischen Touristen hat hier – ebenso wie in Europa – für mehr Verkäufe gesorgt. Nach Segmenten sind Accessoires, Lederwaren und Schuhe mit plus vier Prozent die größten Wachstumstreiber im Luxusbusiness und mit 28% zum insgesamt größten Umsatzbringer der Branche geworden.  www.bain.com  www.altagamma.com

renate danler GF Hofburg vienna

20 Mal pro Jahr heißt es im schönsten Ballsaal Wiens „Alles Walzer“, ein Highlight ist auch heuer wieder der Le Grand Bal.

Glanzvolles

Parkett

britta biron

Wien. Mehr als 300 Veranstaltungen finden jährlich in der Hofburg Vienna statt, der Großteil sind Kongresse und Firmentagungen, auf die etwa 55% des Nettoumsatzes von rund 10,5 Mio. € entfallen. „Die Nachfrage ist sehr gut”, freut sich Renate Danler, GF der Hofburg Vienna. Vor allem internationale Kunden würden verstärkt auf die Kongressdestination Wien setzen und damit auch einiges zur Wirtschaft der Stadt beisteuern. „Rund 60.000 Nächtigungen in Wien resultieren aus dem Kongressgeschehen.”

Wirtschaftsfaktor Die Beliebtheit der Hofburg Vienna resuliert natürlich einerseits aus ihrer historischen Bedeu-

tung als Tagungsort und den räumlichen Gegebenheiten. „Insgesamt verfügen wir über 17.000 Quadratmeter in 35 Räumen, die Platz für bis zu 4.900 Personen bieten”, so Danler weiter. Aber mindestens ebenso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger, ist das Service, das man seinen Kunden bietet. „Für uns ist der Kunde nicht nur König, sondern Kaiser”, bringt Danler einen treffenden Beweis. „Jede Veranstaltung ist durch ihre Individualität etwas Besonders.”

Wiener Flair Das trifft mit Sicherheit auch auf den ReiseSalon und GourmetSalon zu, die heute starten und bis 24. November exklusive Urlaubsdestinationen und erlesene Kulinarik rund um den Globus präsentieren. „Solch niveauvolle Publikumsmes-

sen, dazu zählt etwa auch die Art & Antique oder die VieVinum, passen natürlich sehr gut in die Hofburg”, so Danler weiter. Im letzten Jahr besuchten rund 6.000 anspruchsvolle Globetrotter den ReiseSalon, heuer rechnen die Veranstalter, auch dank der Erweiterung um das Thema „Genuss & Kulinarik”, mit etwa doppelt so vielen.

Große Tradition Besonders glanzvoll sind aber die Bälle, die in der Hofburg stattfinden. 20 Mal pro Jahr heißt es in der Wiener Kongress-Zentrale „Alles Walzer”. Zum Tanz bitten hier unter anderem Zuckerbäcker & Ärzte, Offiziere & Jäger, Juristen & Steirer, die Wiener Wirtschaft & verschiedene Universitäten sowie auch die Tanzschule Elmayer, eine Institution, in der

so mancher Ballbesucher die eleganten Bewegungen am glatten Parkett schon als Jugendlicher erlernt hat. Persönlich liegt der Hofburgchefin aber natürlich ein Ball besonders am Herzen: „Als schönstes Wiener Ballhaus ist es uns eine große Freude, mit einem eigenen Ball zum festlichen Auftakt der glanzvollen Ballsaison zu bitten“, so Danler zum Le Grand Bal, der heuer unter dem Motto „L’Esprit Viennois“ sogar noch ein wenig glanzvoller werden soll, als bei der erfolgreichen Premiere im Vorjahr. „Der Festsaal ist bereits ausgebucht und auch die Reservierungen in den anderen Räumlichkeiten sind vielversprechend“, freut sich Danler. „Insgesamt erwarten wir an die 2.500 Gäste aus über 40 Nationen.”  www.hofburg.com

© Daniel Dal Zennaro/EPA/picturedesk.com

Wiener Hofburg ist erste Adresse für Tagungen & Kongresse sowie elegante gesellschaftliche Events.

Umsatz mit Luxusartikeln wächst heuer um 2% auf 217 Mrd. Euro.

Swiss Made Nachfrage nach edlen Zeitmessern geht zurück – laut einer Credit Suisse-Analyse bleiben die Aussichten aber weiter positiv

© Roger Dubuis; Zenith

Für Schweizer Uhrenhersteller brechen neue Zeiten an

Nach dem rasanten Anstieg der letzten Jahren kühlt der Markt jetzt deutlich ab.

Zürich/Biel. Dass rasantes Wachstum nicht ewig halten kann, müssen jetzt die Schweizer Uhrenhersteller erkennen. Zwar steigt die Nachfrage nach edlen Zeitmessern weiter, doch längst nicht mehr so stark wie in den letzten Jahren. Von Jänner bis September lag das wertmäßige Plus zum Vorjahr nur noch bei vergleichsweise mageren 1,9%. Grund dafür sind vor allem die mit jeweils knapp 15% recht drastischen Rückgänge in Hong Kong und China, den beiden neben den USA (hier konnte man ein leichtes Plus erzielen) wichtigsten Märkten für Schweizer Luxusuhren. Eine aktuelle Analyse der Credit Suisse bewertet die künftigen Aus-

sichten der Branche aber dennoch positiv. Basierend auf den Einkommensentwicklung, wurden die Aussichten für die verschiedenen Märkte eruiert. Großer Aufsteiger sind neben China die USA, an relativer Bedeutung verlieren dürften dagegen die reifen europäische Märkte wie Italien, Deutschland oder das Vereinigte Königreich. Vielversprechende Wachstumsperspektiven sieht man – allerdings von vergleichsweise niedrigem Niveau aus – in Schwellenländern wie Vietnam, Indien, Russland, Ukraine, Malaysia und Mexiko, und auch Brasilien, Argentinien, Südafrika, Thailand und die Türkei dürften an Bedeutung gewinnen.

Profitieren werden vor allem die großen Uhren- und Luxuskonzerne und unabhängigen Traditionsmarken im oberen Preissegment, vorausgesetzt sie können ihre Kapazitäten der steigenden Nachfrage anpassen. Und das könnte für alle, die Komponenten bei der Swatch Group beziehen, zunehmend schwierig werden. Denn kürzlich hat die Schweizer Wettbewerbskommission (WEKO) dem Wunsch der Swatch Group zugestimmt, die Lieferung von mechanischen Uhrwerken an die Konkurrenz bis 2019 schrittweise auf die Hälfte zu reduzieren.  www.credit-suisse.com  www.swatchgroup.com


Lu x u r y B r a n d

12 – luxury brands&retail

Freitag, 22. November 2013

© Bucherer

Mit der exklusiven Kollektion „La Magie des Saisons“ feiert Bucherer seine europäischen Wurzeln. Inspiration für die kostbaren Einzelstücke war die Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt im Wechsel der Jahreszeiten.

Ein hochkarätiges

Jubiläum

Juwelier Bucherer „schenkt“ seinen Kunden zum 125jährigen Bestehen eine außergewöhnliche Geburtstagskollektion. cornelia patelli

Luzern. Das Beste kommt zum Schluss, sagt ein Sprichwort, und ganz nach diesem Motto legt Juwelier Bucherer zum Ende seines Jubiläumsjahrs noch ein Schäuferl nach. Und das fällt – ist das Unternehmen doch im deutschsprachigen Raum der größte Uhrenund Schmuckanbieter – äußerst hochkarätig und luxuriös aus. Bei der Kollektion zum 125. Geburtstag stellt Bucherer ganz besonders sein langjähriges Know-how im Design und in der Herstellung exklusiver Schmuckstücke in den Vordergrund. Inspiriert ist die Kollektion „La Magie des Saisons” von der Vielfalt der europäischen Tier- und Pflanzenwelt im Wechsel der Jahreszeiten. Bereits lange bevor die Goldschmiede, Edelsteinfasser,

Graveure und Polisseure in den Bucherer-Ateliers zu Werke gehen konnten, hatten die Gemmologen des Hauses schon begonnen, die dafür benötigten Edelsteine zu beschaffen. Und die Anforderungen waren für diesen besonderen Anlass selbstverständlich extrem hoch. Doch dank der guten Handelsbeziehungen ist es den Bucherer-Spezialisten gelungen, äußerst rare und besondere Edelsteine zu erwerben.

Brillanz als auch die beweglichen Fassungen das Federkleid der Eule nach. Imposant wie der Hirsch ist der dem König der Wälder gewidmete Ring „Couronne Royale”, bei dem ein stilisiertes goldenes Geweih die pavéegesetzten Edelsteine umfasst. Zart und filigran ist dagegen die Kreation „Valse des Cristaux”, bei der navetteförmige Paraiba-Turmaline und Diamanten die feinen geometrischen Strukturen von Schneeflocken nachahmen.

Seltene Edelsteine

Außergewöhnliches Design

So ziert etwa ein außergewöhnlich großer Turmalin, umgeben von funkelnden Diamanten, den Ring des Schmuck-Sets „Douceur Estivale”. Beim Set „Nuits Sauvages” ahmen seltene blaue Spinelle, leuchtend orange Mandaringranate und Diamanten sowohl durch ihre

Der zweite Teil der Jubiläumsedition widmet sich edlen Uhren, dem zweiten Schwerpunkt im Bucherer-Sortiment. Klarerweise stammt eines der Modelle, die Patravi Travel Tec, aus dem eigenen Uhrenatelier. Die weiteren limitierten und ausschließlich

bei Bucherer erhältlichen Jubiläums-Sondermodelle entstanden in Zusammenarbeit mit großen Uhrenmarken, zu denen man bereits langjährige Beziehungen pflegt, wie Audemars Piguet, Chopard, H. Moser & Cie. und Piaget. Scott Schuman, Erfinder des Stilblog-Genres und einer der einflussreichsten Spezialisten für Stil und Mode, hat für Bucherer die limitierten Anniversary Editions mit seinem Stilwissen kommentiert. Und das Urteil des bekennenden Uhrenfans fällt rundum positiv aus: „Viele Uhren erinnern gefühlsmäßig an eine bestimmte Tageszeit oder an einen Wochentag. Wenn ich die Patravi Travel Tec von Carl F. Bucherer ansehe, spüre ich Wochenende und Abenteuer. Die Möglichkeit, gleichzeitig drei Zeitzonen anzuzeigen, macht diesen Zeitmesser zum unverzicht-

baren Begleiter für Reisen und Sport. Die widerstandsfähigen Materialien Titan und Kautschuk machen auch bei meinen exotischeren Reisezielen mit. Es ist befriedigend, zu wissen, dass eine wertvolle Uhr den Stößen und Schlägen des Lebens gewachsen ist.”

Exquisite Zeitmesser An der Royal Oak von Audemars Piguet lobt es besonders die perfekte Größe, durch die diese im Stil sehr maskuline Uhr auch durchaus an zarte Damenhände passt. Für den Modeexperten sind Uhren unverzichtbare Accessoires: „Sie geben jedem Outfit eine solide Grundlage und vermitteln eine diskrete und doch klare Botschaft über Stil, Werte und die Geisteshaltung ihres Trägers.“  www.bucherer.com

Auf großer Fahrt Das österreichisch-italienische Führungsteam hat die Wende erfolgreich geschafft und präsentierte kürzlich sein neues Modell

© Dominator International

Yachtbauer Dominator schwimmt wieder obenauf

Die neue Dominator 640 wurde bereits mit zwei renommierten Preisen ausgezeichnet.

Wien. In nur drei Jahren hat die Mühlviertler Unternehmerfamilie Pernsteiner den Yachthersteller Dominator wieder auf Erfolgskurs gebracht – ein nicht ganz leichtes Manöver, denn übernommen hatten man das Unternehmen gemeinsam mit einem italienischen Partner 2010, zu einer Zeit, als die Wirtschaftskrise der Branche ordentlich zu schaffen machte, und zahlreiche Schiffsbauer im wahrsten Sinne des Wortes untergingen. Doch die neuen Eigentümer waren sicher, dass es unabhängig von wirtschaftlichen Turbulenzen auch weiterhin Menschen geben wird, die sich ihre Lust an der Seefahrt gern etwas kosten lassen.

Dafür wurde das Unternehmen auf Qualität, Handwerkskunst, technische Finesse, Design und Individualität neu ausgerichtet. Schon 2012 war mit einem Umsatz von 12,5 Mio. € der Break-even erreicht.

Reiner Luxus Produziert wird nur nach Kundenwunsch. „Egal wie extravagant oder individuell die Ideen auch sein mögen – wir realisieren jede einzelne davon“, so Christoph Pernsteiner, zuständig für Marketing und IT. Der Großteil der Fertigung findet in der italienischen Werft statt, verschiedene Komponenten, vor

allem Technik und Tischlerarbeiten, kommen von österreichischen Zulieferbetrieben. Vor Kurzem wurde die erste Yacht, die komplett unter der neuen Leitung gebaut wurde, vorgestellt: die Dominator 640. Die knapp 20 m lange Yacht setzt sowohl optisch als auch technisch neue Maßstäbe, wie auch die Auszeichnungen „Best Layout“ und „Best Interior Design“ bei den diesjährigen „World Yachts Trophies“ in Cannes eindrucksvoll unter Beweis stellen. Dass die Dominator 640 auch preislich in der Oberklasse schwimmt, ist klar: Gut 2,1 Mio. € müsste man investieren, je nach Ausstattung ist die Skala nach oben offen.  www.dominator.com


lu x u r y B r a n d

Freitag, 22. November 2013

luxury brands&retail – 13

Geschmackvolle CSR- Aktion britta biron

Wr. Neudorf. Dass sich Unternehmen nicht nur um ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen und die Befriedigung der Wünsche ihrer Kunden kümmern, sondern sich auch sozial engagieren, gehört mittlerweile schon fast zum guten Ton. Eine in jeder Hinsicht geschmackvolle Aktion kommt heuer von Kenwood: Im Rahmen der Aktion „Freunde der Kenwood Koch-Akademie“ haben sich zwölf prominente Österreicher mit verschiedenen Küchengeräten vor der Linse von Starfotografin Suzy Stöckl in Pose geworfen.

Manier mit dem Mixer im Anschlag und Ali Rahimi gibt mit dem Knethaken einer Küchenmaschine einen glaubwürdigen Piratenkapitän ab.

Soziales Engagement Die Idee, aus den Fotos einen Kalender zu machen, kam natürlich in der Küche, einem per se schon recht kreativen Ort: „Unter den Freunden der Koch-Akademiesind auch Doris Kiefhaber, die GF der Österreichischen Krebshilfe, und Marika Lichter, GF des ‚Gemeinnütziger Verein – Wider die Gewalt‘; da lag es nahe, mit den zauberhaften Bildern etwas Gutes zu tun“, sagt Michael Frank, Ma-

naging Director von de´Longhi Kenwood Österreich. So wurde aus den zwölf entstandenen Bildern ein hochwertiger Kalender für das kommende Jahr 2014. „Wir haben insgesamt 1.500 Kalender für den Verkauf produziert“, sagt Frank, der damit ein starkes Statement – nicht nur in Österreichs Küchen, sondern vor allem in heimischen Herzen – setzen will. „Der Verkaufserlös geht zu 100% an die Österreichische Krebshilfe und an Gemeinnütziger Verein – Wider die Gewalt.“ Der Kalender ist gegen eine Spende von 20 € bei den beiden Organisationen erhältlich.  www.kenwoodaustria.at

© Kenwood by Suzy Stöckl

Zwölf heimische Stars posieren für einen exklusiven Kenwood-Kalender.

Kreativ karitativ: Mensch(A. Kiesbauer) & Küchenmaschine in ungewöhnlicher Inszenierung.

Küchenstars Das Ergebnis sind zwölf ungewöhnliche Portraits von Mensch & Produkt, wobei die Küchengeräte schon optisch als die wahren Stars gezeigt werden. Aber auch in schwarz-weiß sehen die heimischen VIPs dagegen nicht blass aus. Vor allem auch, da sie – ebenso wie die Küchengeräte selbst – in einem eher ungewöhnlichen Kontext gezeigt werden. Toni Mörwald, der ja schon von Berufs wegen eine hohe Affinität zu technischem Küchen-Equipment hat, schlägt „auf die Pauke“ bzw. die Rührschüsseln einer Küchenmaschine. Sängerin Dorretta Carter hat einen Stabmixer zumindest optisch zum Mikrofon umfunktioniert. Arabella Kiesbauer reitet auf zum Motorroller drapierten Wasserkochern. Schauspieler Mike Galeli inszeniert sich in Bond-

short

© Hermès

Edle Accessoires für Pistenbeautys

In Hermès macht man auf der Piste und beim Après-Ski mit Sicherheit gute Figur.

Paris. Zwar liegt der sportliche Schwerpunkt von Hermès traditionell im Reitsport, aber schon in den 1930er-Jahren hat das Luxusunternehmen seinen Kunden auch Mode und Accessoires für den Wintersport angeboten – ganz passend, denn Skifahren war damals noch kein Breitensport, sondern ein recht teures Vergnügen. Im Luxusoutfit abfahren und beim Après-Ski gute Figur machen kann man auch in diesem Winter. Die neue Capsule-Collection überzeugt nicht nur mit ihrem eleganten Retro-Design, sondern natürlich auch mit exklusiven Materialien. Verwendet wurden für Skihosen, Jacken, Skianzüge, Unterwäsche, Schals, Shirts, Mützen und Helme Kalbsleder, Seide, Kaschmir, ­Daunen und Nerz.  www.hermes.com

Die Haute Couture der Verpackungen. Kleidung kann pure Notwendigkeit sein oder eine Art, seinen besonderen Stil zu zeigen. Bei Bösmüller betrachten wir Verpackungen als passendes Accessoire Ihrer Marke. Ihre Ideen, perfekt in Szene gesetzt, machen den Eindruck, der Menschen für Ihr Produkt begeistert. Lassen Sie sich unsere vielfältigen Möglichkeiten auf dem Laufsteg vorführen, wir freuen uns auf ein persönliches Gespräch. Druckerei Bösmüller. Kompetenz, die überzeugt.

www.boesmueller.at


Lu x u r y B r a n d

14 – luxury brands&retail

Freitag, 22. November 2013

© Coty Prestige Österreich

short

© Gloriette; Q1/Montage

Fashionable Verbrüderung

Gloriette und Q1 machen jetzt ­modisch gemeinsame Sache.

Wattens. Im Oktober begannen die Arbeiten für die Erweiterung der Kristallwelten. Insgesamt 34 Mio. € investiert Swarovski in das Projekt, um die Erlebniswelt mehr als zu verdoppeln. Die Eröffnung ist für den Frühsommer 2015, rechtzeitig zum Zum 120Jahr-Jubiläum des KristallKonzerns, geplant.  www.swarovski.com

Bottega Veneta pour homme: Den neuen Duft gibt es als Eau de Toilette, After-Shave Balm, Shower Gel und als Deostick.

Maskuline

Duftspuren

Der dritte Streich von Bottega Veneta-Kreativdirektor Tomas Maier & den Parfümexperten von Coty. hat das Unternehmen damit wieder als eines der weltbesten Häuser für Luxusgüter etabliert. „Es gäbe keinen Luxus ohne echte Handwerkskunst“, ist er überzeugt. Aber auch die kontinuierliche Erweiterung des Sortiments, etwa um Brillen, Raumdüfte, Schuhe oder Geschenkartikel, war ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Die erste Ready-to-wear-Damenmode wurde im Februar 2005 vorgestellt, im Juni 2006 folgte dann die erste Herrenkollektion.

clarissa fischer

Vicenza/New York. Luxus aus Italien hat viele Gesichter. Während Gucci trendig, etwas laut und auch provokant ist, schlägt das Schwesterunternehmen Bottega Veneta, das seit 2001 zur Gucci-Group gehört, lieber leisere Töne an. Das war schon zu Beginn so, als Michele Taddei und Renzo Zengiaro das Unternehmen 1966 als Manufaktur hochwertiger Lederwaren gründeten. „When your own initials are enough“, so lautete Anfang der 70er-Jahre der Werbeslogan, der die Philosophie der Marke klar, schnörkellos und vor allem den Tatsachen entsprechend ausdrückt (was für einen Werbeslogan ja nicht unbedingt typisch ist). Auf diese Werte setzt auch Tomas Maier, seit 2001 Kreativdirektor von Bottega Veneta, und er

Klassik & Stil Der logische nächste Schritt war jener zu den Parfüms und Maier fand in den Experten von Coty Inc. die seiner Meinung nach besten Partner, um den Duft von Bottega Veneta einzufangen. Nachdem die beiden Damendüfte – „Bottega Ve-

neta“ im Jahr 2011 und „Bottega Veneta Eau Légère“ 2013 – erfolgreich lanciert wurden, widmete sich Maier dann dem Herrenduft. Inspirieren ließ er sich dabei von folgender Vorstellung: Inmitten einer üppigen Bergwiese in den Dolomiten liegt ein Bauernhaus, ein rustikaler Rückzugsort von der Realität. Die Innenräume sind mit Kiefernholz verkleidet, die Fenster stehen weit offen. Eine leichte Brise mit dem sanften Geruch von Heu, Tannenzapfen und Kiefernnadeln aus den nahen Wäldern weht herein, vermischt mit der kühlen Luft des eiskalten, von wilden Irisblüten gesäumten Bachs. Auf einer Holzbank sitzt ein Mann, der sich zwischen seinem vollem Terminkalender und dem bevorstehenden Kletterausflug in die Berge eine Pause gönnt. Ob diese etwas blumige Beschreibung allein den Coty-Parfümeuren

Daniela Andrier und Antoine Maisondieu reichte? Möglicherweise gab es ja noch Besprechungen mit etwas konkreteren Hinweisen. Fakt ist auf jeden Fall, dass „Bottega Veneta pour homme” ganz nach Wunsch der Duft gewordene Geist der Marke geworden ist.

Leiser Luxus „Es ist ein Duft für den Mann, der Luxusgüter liebt, ohne sich darüber zu definieren”, erläutert Cornelia Reinbacher, Marketing Manager bei Coty Prestige Austria, die Komposition aus edlen Ingredienzien wie andalusischem Labdanum, Bergamotte, Kiefer, Wacholder, Nelkenpfeffer oder Muskatellersalbei und Patschuli, ergänzt mit einer leicht nostalgisch anmutenden Ledernote.  www.coty.com  www.bottegaveneta.com

Italien Style Zegna Maserati Owner’s Collection

Wien Products Exquisite Geschenkideen aus Wien

Edle Sonderedition

9 auf einen Streich

Wien. Auf der heurigen Frankfurter Automesse wurde der Maserati „Quattroporte Ermenegildo Zegna“ vorgestellt. Von dem exklusiven Nobelschlitten werden im Jahr 2014 – zum 100jährigen Bestehen der Marke Maserati – 100 Stück produziert. Bereits im Vorfeld – um die Wartezeit zu verkürzen, aber vielleicht auch als „Trostpflaster“ für all jene PS-Fans, die sich dieses Sondermodell nicht leisten können – gibt es die Zegna Maserati Owner’s Collection. Anders als der Name vielleicht vermuten lässt, sind die Gepäcksstücke und Reiseaccessoires aber nicht nur Maserati-Eigentümern vorbehalten.  www.zegna.com

Wien. Alle Jahre wieder stellt man sich vor Weihnachten die Frage: „Was soll ich bloß schenken...“ Und seit 2006 liefert die Wien Products Collection mögliche und vor allem besonders stilvolle Antworten. Heuer gibt es unter anderem einen edlen Koffer für Vinyl-Schallplatten von R. Horn’s Wien, ein Kaviar- und Wodka-Set der Wiener Silber Manufactur, verschiedene Gewürzstreuer von Jarosinski & Vaugoin, mundgeblasene Designgläser von Lobmeyr, und die Wiener Porzellanmanufaktur Augarten steuert mit einem lebensgroßen Porzellanfalken ein besonders dekoratives Stück bei.  www.wienproducts.com

Handwerkskunst und Eleganz zeichnen Zegna und Maserati gleichermaßen aus.

Liebhaber edler Porzellanfiguren werden sicher auf diesen Augarten-Vogel fliegen.

© Klaus Fritsch

Die Arbeiten für die Erweiterung der Kristallwelten in Wattens laufen schon.

Cornelia reinbacher, marketing manager coty prestige austria

© Maserati

© Kristallwald Leviathan by Stefan Olah

Noch mehr Glanz bei Swarovski

© Bottega Veneta

Salzburg, München. Anfang Oktober hat die österreichische Gloriette-Gruppe die deutsche Premium-Hemden- und Blusenmarke Q1 übernommen, die damit Teil der österreichischen Rudigier-Gruppe ist, zu der mit dem deutschen Luxus­label ­R ena Lange und der italienischen Outdoorbrand Mabrun noch zwei weitere international bekannte Fashion-Unternehmen gehören. Der bisherige Q1-Inhaber Stefan Reiter zeichnet weiterhin für das Design verantwortlich und wird das Unternehmen gemeinsam mit Gloriette-GF Marco Huter leiten. „Die beiden Marken ergänzen sich perfekt und haben somit die Möglichkeit, ihr Potenzial noch besser zu entwickeln“, so Huter, und Reiter ergänzt: „Diese Entscheidung ist eine Weiterentwicklung für beide Seiten, da sich die Marken gegenseitig inspirieren und ergänzen. Die Synergien, die sich beim Einkauf von Stoffen und Zubehör, der Produktion sowie Logistik und Design, ergeben, kommen letztlich nicht nur den beiden Marken, sondern vor allem unseren Kunden zugute.“ Die gute Kenntnis des deutschen Markts wird Gloriette bei der weiteren Etablierung im Nachbarland nützlich sein, im Gegenzug profitiert Q1, bisher nur in Deutschland vertreten, vom guten internationalen Standing von Gloriette. Im Zuge der Übernahme wurde der Firmensitz sowie das Designbüro der Q1 Manufaktur GmbH nach München, an den Standort von Rena Lange, verlegt, Produktion, Logistik und das Service Center für Q1 zu Gloriette nach Stegersbach.  www.gloriette.at  www.q1-shop.com

Wer Bottega ­Veneta trägt, liebt Understatement, Zeit­losigkeit und höchste Qualität. Diese ­Werte finden sich auch in Bottega Veneta pour Homme wieder, einem Duft für den Mann, der Luxus­ güter liebt, ohne sich ­darüber zu definieren.“


lu x u r y B r a n d

Freitag, 22. November 2013

luxury brands&retail – 15

Schmuckes Öko-Gewissen natascha jansen-becker

Wien. Zunehmend hinterfragen die Konsumenten, unter welchen Bedingungen die Produkte hergestellt werden. Schließlich will man mit seinem guten Geld keine fragwürdigen oder gar illegalen Machenschaften unterstützen.

„Auch die Produktion von Schmuckstücken soll ­makellos sein.“

ebenso wie viele andere Materialien recycelt werden, entweder, indem alte Schmuckstücke umgearbeitet werden oder Alt- und Bruchgold und jenes z.B. aus elektronischen Geräten in einer Scheideanstalt wieder aufbereitet wird. Der Energieaufwand und die Umweltbelastung sind dabei deutlich geringer als beim Minenabbau.

Recycling & Zertifikate Mittlerweile gibt es aber auch schon Minen, die sich nach strengen Kriterien zertifizieren lassen. Dabei wird unter anderem kontrolliert, ob Schulungen zu Sicherheit,

Gesundheit und verantwortungsvoller Umgang mit Chemikalien durchgeführt werden, das Verbot von Kinderarbeit eingehalten wird und die Minenarbeiter fair entlohnt werden. „Wenn wir Minengold kaufen, dann ausschließlich von zertifizierten Unternehmen“, so Skrein weiter. Erstes Schmuckstück aus 100% fairem Gold sind die Partnerringe „Urkraft“, deren Design ebenfalls den ökologischen Ansatz thematisiert. Die Oberfläche der Schmuckstücke, die zur diesjährigen Kollektion der Wien Products gehören, erinnert an die Struktur von Baumrinde.  www.skrein.at

© Bernhard Wolf

Juwelier Skrein stellt komplette Produktpalette auf faires Gold um.

Alexander Skrein mit den neuen Partnerringen „Urkraft“ aus 100% fairen Gold.

Alexander skrein

„Schmuck steht für Exklusivität und Authentizität und soll von Anbeginn auch makellos sein“, ist Alexander Skrein, Inhaber des bekannten Wiener Schmuckhauses, überzeugt und hat nun als erster Juwelier Österreichs komplett auf faires Gold umgestellt, das die Umwelt nicht belastet. „Die Textilbranche hat uns ja gezeigt, wie konsequente Nachfrage nach fairer Erzeugung die Produktionsbedingungen tatsächlich verbessert. Als politischer Mensch kann ich auf diese Weise in meiner Branche etwas für mehr Gerechtigkeit in der Welt tun. Ich freue mich über möglichst viele Nachahmer.“ Gold aus ethisch korrekten Quellen ist auf jeden Fall ausreichend vorhanden. Einerseits kann Gold

short

© Udo Titz

Der passende Duft zur edlen Mode

Lena Hoschek und Alexander Lauber (Wiener Blut) mit der Duftkreation „Loverose“.

Wien. Mit ihre feminen und farbenfrohen Kreationen hat die Grazerin Lena Hoschek die internationale Modewelt erobert. Längst ist die Designerin nicht mehr „nur“ für ihre Dirndl bekannt, auch wenn die Tracht ein wichtiges Standbein der Marke bleibt. Das im Vorjahr eröffnete Atelier in Wien ist eine der ersten Adressen für exklusive Haute Couture-Roben, die Boutique in Wien feierte 5. Geburtstag und in Berlin wurde vor Kurzem ein neuer Showroom eröffnet. Daneben hat Hoschek aber auch noch Zeit gefunden, gemeinsam mit dem österreichischen FragranceSpezialisten Wiener Blut ihr erstes Parfüm „Loverose“ zu kreieren. „Der Duft einer Frau ist das prägnanteste Statement ihres Stils; er geht tiefer als Mode, hinterlässt einen Eindruck ihrer Seele“, sagt sie.  www.lenahoschek.com BalenciagaFlorabo2013_216x288.indd 1

05.11.13 11:21


Lu x u r y b r a n d

16 – luxury brands&retail

Freitag, 22. November 2013

short

© www.alessandrobencini.com

© Andreas Kolarik

Investor für weitere Expansion

Das Modebusiness ist kompetitiv und anspruchsvoll, wir machen aber unsere Hausaufgaben und konzentrieren uns auf das Produkt und die Kunden. Schwerpunkt ist derzeit der Ausbau unserer Damenlinie und die nachhaltige Implementierung im Markt.“

Frankfurt. Der deutsche Mittelstandsinvestor Halder hat den italienischen Hersteller von Luxuslederwaren, Bottega Manifatturiera Borse SPA, übernommen. Das in Scandicci nahe Florenz ansässige Unternehmen stellt exklusive Damenhandtaschen und Lederaccessoires für ausgewählte Luxusmarken her und vertreibt das eigene Label Gianfranco Lotti. Neben Unternehmensgründer Gianfranco Lotti und General Manager Marta Carcasci, die weiter am Unternehmen beteiligt und operativ tätig bleiben, wird Franco Lucà als neuer CEO die Führungsmannschaft verstärken. Mittelfristig soll der Umsatz, der 2012 bei knapp 35 Mio. € lag, vor allem durch die Stärkung der Eigenmarke verdoppelt werden.  www.halder.eu

Neue Chance für Arzberg Porzellan

© Schneiders

Gianfranco Lotti soll eine tragende Rolle bei Luxustaschen spielen.

jens eilhardt GF Schneiders salzburg

Tradition, Handwerkskunst, Stil, Qualität und Zeitgeist prägen die DNA des österreichischen Modeunternehmens Schneiders.

Tapferes

Das Fashionunternehmen Schneiders macht nicht jede Mode mit und fährt damit sehr gut.

© Arzberg

britta biron

Das Design „Form 1382“ ist ein ­Klassiker im Arzberg-Sortiment.

Selb. Die angeschlagene Porzellanmarke Arzberg wurde von der Rosenthal Sambonet Group übernommen. „Der Erwerb wird für uns und unsere Mitarbeiter mit Sicherheit viele Vorteile bringen“, ist Pierluigi Coppo, GF der Rosenthal GmbH, überzeugt. Die Produkte von Arzberg sollen weiter unter der bisherigen Marke vertrieben werden.  www.rosenthal.de

Schneiderlein

Salzburg. Seit knapp zwei Jahren ist der gebürtige Deutsche Jens Eilhardt Geschäftsführer für Marketing, Vertrieb, Kollektion und Warenwirtschaft des Salzburger Traditionsunternehmens Schneiders. Hier zieht er eine erste Zwischenbilanz. medianet: Als Sie in die Geschäftsführung von Schneiders kamen, hatte das Unternehmen leicht rückläufige Umsätze. Wie sieht es jetzt aus? Jens Eilhardt: In den letzten Saisonen konnten wir in allen Märkten ein sehr positives Wachstum erzielen. In dem Kernmärkten Österreich, Deutschland, Italien und Frankreich erreichten wir in der Verkaufssaison Frühjahr/Sommer 2014 sogar zweistellige Zuwächse.

medianet: Womit kann Schneiders beim Handel und bei Endkonsumenten besonders punkten? Eilhardt: Zukunft braucht Herkunft; je globaler die Welt, desto wichtiger die Wurzeln und umso größer die Sehnsucht der Menschen nach Echtheit, Individualität und Qualität. Zeitgeist und Tradition, Modernität, Detailverliebtheit und Authentizität verbinden sich in unseren Kollektionen. Gekleidet in Schneiders, sind sie, gemäß unserem Claim, wirklich ‚everywhere at home‘. medianet: Im Gegensatz zu vielen anderen Modemarken gibt es von Schneiders noch keinen Online-Store. Eine bewusste Entscheidung? Eilhardt: Das ist eher eine Frage der Prioritäten. Wir konzentrieren uns momentan stark auf die

Entwicklung unserer Ladies- und Menswear und beobachten den Onlinestore unserer Luxusmarke Kleidermanufaktur Habsburg, um in Zukunft die richtige Entscheidung mit dem richtigen, professionellen Partner zu treffen.

Modebranche aus? Eilhardt: Wir setzen im Unternehmen kontinuierlich auf professionelle Ausbildung, besonders auch im Produktionsbereich, und rekrutieren daher viele Mitarbeiter aus den eigenen Reihen.

medianet: Aktuell hat das Fernsehen das Thema Mode für sich entdeckt. Wie bewerten Sie Formate wie ‚Fashion Hero‘? Eilhardt: Talentförderung sehen wir immer positiv. Wir kooperieren seit vielen Jahren immer wieder mit etablierten sowie aufstrebenden externen Designern, was sehr befruchtend für die Marke und das Design ist.

medianet: Wird es in absehbarer Zeit von Schneiders auch Cruise Collections gegen? Eilhardt: Das steht bei uns derzeit nicht auf der Agenda. Als angestammter Outdoor-Lieferant behalten wir den Rhythmus von zwei Kollektionen jährlich bei, können aber kurzfristig nachgefragte Trends schnell umsetzen und auch in der Ladieswear Indoor werden saisonübergreifende Themen und Vorprogramme zu frühen Lieferterminen wie etwa Herbst- und Sommerdaune immer wichtiger.  www.schneiders.com

medianet: Fachkräftemangel ist in vielen Branchen ein immer schwerwiegenderes Thema. Wie sieht das aus Ihrer Sicht in der

Mehr Konkurrenz Der Boom der Kaffeekapsel bringt neue Anbieter auf den Plan

Vevey. Erfolg hat auch seine Schattenseiten. Wie schon in der Mode, wo sich Luxusmarken wie Louis Vuitton oder Chanel mit billigen Kopien herumschlagen müssen, sieht sich jetzt auch Nespresso, Erfinder der Kaffee-Kapseln, einer immer größeren Zahl von Anbietern gegenüber, die am Kapsel-Boom (die jährlichen Zuwachsraten liegen bei rund 20% und könnten bis 2016 rund ein Drittel des Weltmarkts ausmachen) mitnaschen wollen. Dem wahren Kaffee-Gourmet mag beim Gedanken an Aldi und Lidl der Kaffee wieder hochkommen, für andere Konsumentengruppen sind die günstigen Nachbauten aber durchaus attraktiv.

Auf die leichte Schulter nimmt Nespresso die Konkurrenz daher nicht, vertraut statt auf rechtliche Schritte vor allem auf Qualität – jenen Faktor, der diversen Studien zufolge künftig noch mehr Bedeutung haben wird.

Klare Oberklasse Dafür wird die seit 2010 bestehende Zusammenarbeit mit internationalen Wissenschaftern weiter vertieft. „Kaffee ist ein faszinierendes und sehr komplexes Thema, das viele verschiedene Wissenschaftsdisziplinen betrifft. Deren Erkenntnisse sind wesentlich, um die beste Qualität und neue Erleb-

nisse für den Konsumenten bieten zu können“, erläutert Britta Folmer, Coffee Science Manager bei Nestlé Nespresso SA. Auch bei Werbung und Marketing konzentriert man sich auf die Oberklasse. So ist Nespresso ab 2014 offizieller Kaffeelieferant des Ryder Cups. „Das ist eines der elitärsten und prestigeträchtigsten Golfturniere der Welt. Die Leidenschaft, das Können und der Teamgeist, die den Geist dieser Sportveranstaltung kennzeichnen, sind auch die Werte, für die Nespresso steht“, erläutert Stephane Detaille, International Sponsoring and Events Manager bei Nespresso.  www.nespresso.com

© Nespresso

Nespresso setzt auf Qualität

Anspruchsvolle Kaffeegenießer lassen sich Qualität weiter gern ein wenig mehr kosten.


lu x u r y B r a n d

Freitag, 22. November 2013

luxury brands&retail – 17

Tracht & Trend – ein edles Duo desirée faber

Wien. Ebenso wie die Trachtenmode heute nicht mehr ausschließlich auf Tradition setzt, sondern von Designern neu, zeitgeistig und trendig interpretiert wird, verhält es sich mit dem dazu passenden Schmuck, der das Outfit entweder komplettiert oder mit dem man ganz gezielt Kontrapunkte setzen kann.

stiegen die Verkaufszahlen heuer etwa um satte 20%. Und auch die neue Kollektion „Archaic Luxury“ hat das Zeug zum Bestseller. Traditionelle Grandln und Granate, Gold und Silber, aber auch im Trachtensegment eher ungewöhnliche Materialien wie Gold Citrin, Rhodolith und Turmalin sowie Bronze prägen den eigenwilligen Stil der Kollektion.

Glamour & Tradition „Bronze ist kein einfaches Metall, man muss ihm Leben einhauchen, um das innere Feuer zu entzünden. Aber dann passt meiner Ansicht nach kaum ein Material perfekter

„Mode & Schmuck sollen heute unkompliziert und

für eine exklusive und ausgefallene Kollektion“, ist die Designerin überzeugt. „Heute dreht sich alles um Mode, die unkompliziert zu tragen sein soll; deshalb wollte ich eine Kollektion schaffen, die einfach und luxuriös zugleich ist.“ Die Kollektion umfasst Ohrstecker, Hals- und Armreifen, Manschettenknöpfe, Ketten, Armbänder und Ringe. Neben dem Geschäft in Wien betreibt Halder seit dem letzten Jahr auch einen Online-Store, über den mehr als 1.300 Schmuckstücke, sowohl solche im traditionellen Design als auch die modischen Modelle, angeboten werden.  www.halder.at

© Halder/Meinrad; Halder

Die neue Kollektion „Archaic Luxury“: gekonnter Mix von Form & Material.

Katharina Sturzeis definiert Trachten- und Jagdschmuck trendig und modisch.

luxuriös sein.“ katharina sturzeis

„Meine Strategie, alten Traditionsschmuck mit neuem Design und modernen, innovativen Elementen zu kombinieren, hat sich in den letzten Jahren sehr bewährt, denn meine Kunden wollen ausgefallenen, tragbaren, aber gleichzeitig auch einzigartigen Schmuck tragen“, so Katharina Sturzeis, Spross der Wiener Juweliersfamilie Heldwein. Sie hat Mitbewerber Halder 1989 übernommen und das Unternehmen mit diesem Konzept im Segment Trachten- und Jagdschmuck weltweit zur Nummer 1 gemacht. Denn auch außerhalb des Alpenraums sind die außergewöhnlichen Schmuckstücke begehrt. So

Es gibt kein Haus, das jedem Anspruch gerecht wird. Aber einen Raum.

short

© Wiberg

Im Zeichen des guten Geschmacks

Mit Wiberg at home kann man Haute Cuisine auch daheim zelebrieren.

Salzburg. Waren Gewürze in früheren Zeiten kostbare Luxusartikel, sind sie heute sprichwörtlich in aller Munde. Doch neben der 08/15-Massenware sind – zum Glück für Gourmets – auch Gewürze am Markt, die hinsichtlich der Qualität deutlich mehr bieten. So etwa die at home-Kollektion des Salzburger Gewürzherstellers Wiberg. In die edle Spice-Box aus Weißblech mit dem innovativen Verschlusssystem kommen nur beste, 100% natürliche Gewürze, gänzlich ohne Farb- und Konservierungsstoffe. Neben Gewürzen und Gewürzmischungen umfasst das Sortiment für Genießer mit hohen Ansprüchen auch verschiedene Öle und Essig. Dazu gibt´s auf der Homepage auch eine umfangreiche Rezeptsammlung.  www.wibergathome.com

Der Unterschied heißt Gaggenau. Die Vario Kälte-Serie 400 ist genauso variabel und flexibel, wie es ihr Name verspricht. Mit ihren individuellen Kombinationsmöglichkeiten passt sie sich jedem noch so hohen Anspruch perfekt an. Im Innenraum dominiert hochwertiger Edelstahl – für einen Qualitätsund Hygienestandard wie sonst nur in der Profi-Küche. Informieren Sie sich unter 0810.700.400 (Regionaltarif), +43.(0)1.60575-0 oder unter www.gaggenau.at.

GAG-13018_LuxeryBrands_Vario400_130917.indd 1

17.09.13 14:49


Lu x u r y r e s ell e r

Freitag, 22. November 2013

© Breuninger (3)

18 – luxury brands&retail

Beeindruckend ist nicht allein die Größe des neues Stores und das hier präsentierte Sortiment von führenden Lifestyle- und Luxusmarken, auch bei Service und Kulinarik bietet Breuninger seinen Kunden Außergewöhnliches.

Edler

Shopping-Tempel

In seinem neuen Flagship-Store in Düsseldorf setzt Breuninger neue Maßstäbe für Service und Einkaufserlebnis. clarissa fischer

Düsseldorf. Im wahrsten Sinne des Wortes hitzig gestaltete sich die letzte Phase vor der für Mitte Oktober geplanten Eröffnung des KöBogen, der neuen, von Stararchitekt Daniel Libeskind entworfenen, Luxus-Shoppingmall in Düsseldorf:Ein Großbrand, zu dessen Ursachen derzeit noch die Ermittlungen laufen, hatte Ende September Teile des Gedäudekomplexes an der ­eleganten Königsallee schwer beschädigt.

Neues Modeparadies Während etliche Mieter wie etwa Porsche, Laurel, Faber Castell, Apple, Hallhuber, Strenesse oder Windsor die Eröffnung ihrer neuen Stores auf unbestimmte Zeit verschieben mussten, hatte das Stutt-

garter Nobelkaufhaus Breuninger Glück und konnte seinen mittlerweile 11. Department Store planmäßig am 17. Oktober öffnen. Und der Begriff Flagship trifft auf den neuen Store mehr als zu – schon allein hinsichtlich der Größe. Mehr als 15.000 m� groß ist das Paradies für Fashion-Fans. Im Erdgeschoss werden die Accessoires von internationalen Top-Designern wie Gucci, Valentino, Bottega Veneta, Tod’s, Burberry, Longchamps oder Michael Kors präsentiert, daneben liegt die Beauty-Abteilung, in der Breuninger erstmals in Düsseldorf auch Tom Ford Beauty, Aveda und das Chanel Make-up Studio anbietet. Sehenswert ist auch die mehr als 25.000 Paare umfassende Schuhabteilung. Wer angesichts der Auswahl fürchtet, die Übersicht zu verlieren,

dem helfen Personal Shopper. Zum Kundenservice gehört auch ein Maßatelier für Damen und Herren, kostenloser Internetzugang, Verpackungsservice, ein hauseigenes Parkhaus mit eigenem Eingang und mehr als 400 Stellplätzen sowie ein Shuttledienst in Kooperation mit Mercedes Düsseldorf.

auf der Speisekarte. Zusätzlich wird eine täglich wechselnde Tageskarte mit marktfrischen, lokalen Produkten angeboten; eine umfassende Weinkarte komplettiert die kulinarische Auswahl. „Die Idee war, ein ganz besonderes Restaurant nach Düsseldorf zu bringen. Mit der ‚Sansibar by Breuninger‘ bieten wir ein einmaliges Lifestyle-Genuss-Paket an“, so Willy Oergel, Vorsitzender der Breuninger-Unternehmensleitung.

Erstklassiges Sortiment Auch für das leibliche Wohl der Kunden ist gesorgt: Das Restaurant „Sansibar by Breuninger“ (übrigens die einzige Dependance des Sylter Kultrestaurants auf dem Festland) liegt im 1. OG des Breuninger Department Stores und bietet rund 140 Sitzplätze. Neben traditionellen und lokalen Gerichten stehen Klassiker wie zum Beispiel Sylter Austern, die berühmte Currywurst oder der Sansibar Kaiserschmarrn

Besondere Gastronomie Und um die drei Ks zu komplettieren, setzt Breuninger neben Kommerz und Kulinarik auch auf die Kunst und hat dafür eine Kooperation mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen geschlossen. „Damit vertiefen wir unsere lokale Verankerung in Düsseldorf mit

Top-Partnern aus Kunst und Kultur“, so GF Andreas Rebbelmund. Ab dem nächsten Jahr werden die Schaufenster regelmäßig von renommierten Künstlern gestaltet und zusätzlich Flächen für die Präsentation von Kunstobjekten zur Verfügung gestellt, wodurch die immer engere Beziehung zwischen Kunst und Mode vertieft und gleichzeitig die Attraktivität des Stores noch weiter erhöht wird.

Kunst im Schaufenster Mode und Kunst verbindet Breuninger ab 2014 für die eigenen Kunden noch durch ein weiteres Angebot: Für alle Veranstaltungen in den Häusern der Kunstsammlung erhalten Inhaber der exklusiven Breuninger-Card beim Kauf von zwei Eintrittskarten 50% Rabatt.  www.breuninger.com

Schöne Dinge Erste Adresse für Liebhaber edler Schreibgeräte, kostbarer Papeterie, feiner Lederwaren und ausgefallender Geschenke

Umfangreiches Sortiment & persönliche Beratung gen beglücken“, so Mosler, der das 1866 gegründete Familienunternehmen in 5. Generation führt. Und die Sache mit dem Staunen und Beglücken gelingt ihm und seinem Team, vorausgesetzt natürlich, der Kunde hat etwa ein Faible für edle Schreibgeräte. Neben den bekannten Marken wie Faber Castell, Montblanc, Caran d’Ache oder Cross hat Miller auch nahezu unbekannte Spezialisten und Hersteller von Kleinstserien sowie besondere Raritäten, die man sonst nirgends findet, im Programm. Ein weiteres Spezialgebiet von Miller sind Geschenke – ob zur Taufe, zur Hochzeit, zum bestandenen Führerschein, oder natür-

lich jetzt in der Vorweihnachtszeit, wo die Suche nach dem passenden Präsent bei vielen ganz oben auf der To-do-Liste steht.

Raritäten & Präsente Und die Chancen sind durchaus hoch, dass man hier dank fachkundiger Beratung auch fündig wird. „Jedes Geschenk trägt die Handschrift des Schenkenden“, weiß Mosler. „Das richtige Geschenk findet auf direktem Weg zum Herzen des Beschenkten.“ Dass das Geschenk auf Wunsch dann auch gleich individuell verpackt wird, gehört ebenfalls zum Service.  www.schreibkultur.at

© Miller Schreibkultur

Wien. „Ich bin ein Liebhaber der besonderen Dinge“, gesteht Georg Mosler, Inhaber von Miller Schreibkultur, einem Fachgeschäft, das auch in Zeiten der digitalen Kommunikation mit Erfolg auf Handschriftliches setzt. Nachdem diesen Sommer durch die Übernahme des Nachbarlokals das Traditionsgeschäft auf der Mariahilfer Straße erweitert wurde, werden die hochwertigen Schreibgeräte, Papeterie-, Geschenk- und Lederartikel räumlich getrennt vom normalen Büro- und Schulsortiment präsentiert. „Ich möchte die Menschen in Staunen versetzen, ihre Fantasie beflügeln und sie mit schönen Din-

Seit 1866 widmet sich das Fachgeschäft Miller der gehobenen Schreibkultur.


Lu x u r y r e s ell e r

Freitag, 22. November 2013

luxury brands&retail – 19

short

© Wildbild/Herbert Rohrer

Erster GGL-Store in Österreich

Neben Taschen gibt es auch Accessoires sowie exklusiv die Parfüms.

© La Petit Coquette

Salzburg. Die Mozartstadt ist um ein Shoppinghighlight reicher: Das Taschenkultlabel George Gina & Lucy eröffnete im Europark seinen ersten MonobrandStore in Österreich. Der ca. 70 m� große Laden bietet in gewohnt stylisher Atmosphäre neben den verschiedenen Taschenserien auch Accessoires wie Sonnenbrillen, Regenschirme und Tücher. Für Beautyfans besonders interessant: Die GG&L-Parfümserie mit fünf unterschiedlichen Düften, die es in Österreich exklusiv nur hier gibt. „Unsere Kunden kommen aus ganz Österreich wie auch aus dem angrenzenden Bayern zu uns“, so Store-Managerin Susanne Heibach, deren wichtigstes Anliegen es ist, jedem Kunden das Gefühl zu geben, eine ganz besondere Wahl zu treffen. So wird jede Tasche stillvoll in einer hochwertigen Box verpackt.  www.george-gina-lucy.com

Die Gestaltung erinnert an ein intimes Boudoir. „Eine Lingerie-Boutique muss für Männer und Frauen ein Tempel der Verführung sein”, so Shopmanagerin Ursula Klausberger.

Kunst der Verführung Bei La Petit Coquette bekommt man edle Dessous und Tipps für ihren prickelnden Einsatz. Wien. Auch wenn sie meist dezent im Verborgenen bleibt, spielt die Unterwäsche in der Mode dennoch eine wichtige Rolle, der BH sogar gleich eine tragende. Allerdings gestaltet sich die Suche nach dem passenden Drunter für das fashionable Drüber oder das erotische Outfit für besondere Stunden oft zu einem veritablen Spießrutenlauf, der wenig mit Shoppinglust zu tun hat. Ein Ärgernis, das Ursula Klausberger vor rund einem Jahr mit der eröffnung der Dessousboutique „La Petit Coquette” zumindest in Wien aus der Welt geschafft hat. Und der Erfolg des kleinen Stores am Lugeck zeigt, wie das perfekte Wäschegeschäft konzipiert sein muss. Wichtiger Punkt ist natürlich die Auswahl des Sortiments. Hier

setzt Klausberger auf Edelbrands wie Maison Close, Pleasure State, Beach Bunny, Aqua di Lara, Maaji, Bijoux Indiscrete, Leg Avenue, Hollywood Fashion Secret. Jüngster Neuzugang im Sortiment ist die Bourlesque-Lingerie von Dita Von Teese.

nellem Beratung in erster Linie natürlich nur das Probieren. Und auch hier bietet man mehr als viele andere Dessous-Fachgeschäfte.

Gemütlich & elegant Die Umkleidekabinen sind in einer separaten Lounge untergebracht. Weiche Bodenbeläge, sanftes Licht und eine sommers wie winters angenehme Temperatur sorgen für ein edles Ambiente und viel Komfort. Praktisch und luxuriös zugleich sind die leichten Seidenmäntel, die in jeder Kabine hängen. „So kann die Kundin auch während des Probierens rasch in den Verkaufsraum gehen oder auch zwischendurch mit den Freundinnen oder dem Partner bei einem Glas Champagner entspannen”, erklärt die Shopmanagerin. Auf einer persönlichen „Coquet-

Exklusive Dessous-Marken Statt sich auf wenige Standardgrößen zu beschränken, bietet la Petit Coquette ein wesentlich breiteres Spektrum. BHs gibt es etwa bis bis Körbchengröße DD. Dass man sich Sets aus BH und Slip in unterschiedlichen Größen zusammenstellen kann, versteht sich von selbst. „Bei Dessous ist die Passform ja noch wichtiger als bei Oberbekleidung”, weiß Klausberger. Bei der Ermittlung der richtigen Größe hilft neben der professio-

te-Card“ werden Daten, Maße und Vorlieben von Stammkundinnen vermerkt, ein praktischer Service vor allem für Herren auf der Suche nach einem passenden Präsent. „Eine Wäscheboutique muss sowohl für Männer als auch Frauen ein Tempel der Verführung sein“, ist Klausberger überzeugt. „Wir möchten jedem Besucher unseres kleinen Boudoirs das einzigartige Gefühl geben, persönlich umsorgt und kompetent beraten zu werden.“ Und die Beratung beschränkt sich nicht allein auf Dessous, sondern umfasst auch jenen intimen Bereich, wo sie in erster Linie zum Einsatz kommen. „Zu unserem Sortiment gehören auch ausgesuchte Erotik-Requisiten”, verrät Klausberger, die als ausgebildete Sexualtherapeutin ihren Kunden auch bei heiklen Fragen weiterhelfen kann.  www.lapetitecoquette.me

Juwelier Hovis Mit gerade mal 25 Quadratmetern ist der Laden zwar winzig, bei Angebot und Ambiente aber groß

Ein Schmuckkästchen im neuen Look Interior-Konzept vom Architekten­ büro Einwaller – jetzt auch den Look des eleganten Schmuck­ kästchens.

Elegantes Ambiente Wandverkleidungen mit teilweise verschiebbaren Lackpaneelen in Altsilber und Aubergine, handgemalte Seidentapeten von de Gournay aus England, kostbare Möbel von Giorgetti und edle Lampen sorgen für eine stilvolle Atmosphäre und schaffen den perfekten Rahmen für den Schmuck, der zum Teil in Einzelvitrinen präsentiert wird.  www.hovisvienna.com

© Hovis

Wien. Seit 1999 ist der kleine Laden von Claudia Hovis in der Plankengasse im 1. Bezirk eine beliebte Anlaufstelle für Liebhaber außergewöhnlicher Schmuckstücke. Vor allem für exklusive Einzelstücke, die die Schmuckexpertin auf ihren Reisen rund um die Welt entdeckt, ist der Store bekannt. Viele Schmuckstücke entwirft die ­Inhaberin im hauseigenen Atelier aber auch selbst: „Ich greife gern Trends auf, gebe meinen Schmuckstücken aber immer gleich­zeitig ­auch einen zeitlosen, klassischen Touch.“ Zeitlose Eleganz mit dem gewissen Etwas prägt nach der Neugestaltung – umgesetzt wurde das

Lack, Seide und Samt bilden die neue Bühne für die exklusiven Schmückstücke bei Hovis.

Bell & Ross ist in Prag gelandet

© Bell & Ross

britta biron

Nach Paris und Wien hat jetzt auch Prag einen Bell & Ross-Store.

Paris. Fast schon generalstabsmäßig – wie es sich für eine Uhrenmarke, deren Modelle stark militärisch inspiriert sind, gehört – treibt die Marke Bell & Ross ihre Expansion voran. Vor Kurzem wurde in Prag jetzt die dritten Boutique in Europa (nach Paris und Wien) eröffnet. Der Laden liegt in der Altstadt, wo sich bereits zahlreiche internationale Topmarken niedergelassen haben. Das moderne Interior steht in interssanten Kontrast zur historischen Fassade des Gebäudes. „Mit dieser neuen Boutique bieten wir Uhrensammlern und Liebhabern einen weiteren Ort, an dem sie unsere spezielle Ästhetik und den persönlichen Service erleben können“, so Carlos Rosillo, Bell & Ross-CEO. Wie in allen Flagship-Stores bietet auch der neue in Prag die gesamte Uhrenkollektion inklusive besonderer Modelle wie etwa den BR01 Tourbillons oder die beiden, auf jeweils 500 Stück limitierten Modelle der „Vintage Falcon“-Serie, die anlässlich des 50. Geburtstags des legendären Falcon-Jets entwickelt wurde.  www.bellross.com


lu x u r y r e s e l l e r

20 – luxury brands&retail

Kleines,

Freitag, 22. November 2013

feines Shoppingparadies

unbekannten Labels – darunter Giannetto Portofino, die Eigenmarke von Darias italienischem Lebenspartner Vincenzo, oder Semi-Couture, Barena, Daniele Fiesoli, Aviu, Laneus und Edwin. Passend zur Mode gibt es Kosmetik der New Yorker Marke Face Stockholm, und nachdem Daria Stylistin und Varvara Make-upArtistin ist, gibt es für die Kunden auf Wunsch auch eine professionelle Stil- und Make-up-Beratung. Stilistischer Kontrapunkt zur jungen Fashion, aber zudem auch Teil des Sortiments, sind exklusive Vintage-Möbel. Auch die Fotokunst an den Wänden dient ebenso wie viele Dekoobjekte nicht allein der

britta biron

Wien. Von internationalen TopArchitekten durchgestylte LuxusStores haben natürlich ihren Reiz, doch das persönliche Flair bleibt bei so viel Prunk und Glamour ein wenig auf der Strecke. Aber trotz der zunehmenden Konkurrenz durch edle Flagship-Stores auf der einen Seite und die Dependancen der Modeketten auf der anderen findet man zum Glück auch immer noch Läden mit einer eigenen Persönlichkeit.

„Qualität, Stil, Her-

Gestaltung des Stores, sondern ist ebenfalls Teil des Sortiments. Eine weitere Besonderheit von „Carina e Vincenzo“ ist ein eigener Weinkeller, der vom Hauptraum über eine schmale Treppe erreichbar ist, und wo ausgesuchte italienische Bio-Weine präsentiert werden. So bunt die Produktpalette auch ist, gibt es doch einen gemeinsamen Nenner: „Wir legen besonders großen Wert auf hohe Qualität, Stil, Herkunft und Nachhaltigkeit“, so Daria, und Varvara ergänzt: „Bei uns hat man die Möglichkeit, sich neu zu entdecken und auch neue Stile kennenzulernen.“  www.carinaevincenzo.com

© Carina e Vincenzo

Fashion, Kosmetik, Kunst, Möbel und Kulinarik unter einem Dach.

Daria und Varvara Khosroeva bieten in ihrem Laden einen einzigartigen Produktmix.

kunft & Nachhaltigkeit prägen unser Sortiment.“ daria & varvara khosroeva

Ein ganz besonderes Schmuckstück in dieser Kategorie ist der Concept Store „Carina e Vincenzo“, in dem die Schwestern Daria und Varvara Khosroeva seit etwas mehr als einem Jahr in der Breite Gasse 11 nahe dem MuseumsQuartier ein bunt gemischtes Sortiment verkaufen. „Wir wollten etwas schaffen, das es in dieser Form noch nicht gegeben hat“, so die beiden Inhaberinnen zu ihrem Konzept. Der Schwerpunkt liegt bei Mode und Accessoires, und da vor allem bei jungen, hierzulande noch eher

short

© Pomellato

Mehr Glanz im Goldenen Quartier

Wien. Wo Tauben sind, fliegen Tauben zu. Im übertragenen Sinne gilt das auch für den neuen Luxus Hotspot in der Wiener City. In die Riege der Nobelmarken mit Stores im Goldenen Quartier gesellt sich jetzt auch die italienische SchmuckBrand Pomellato und eröffnet mit ihrem langjährigen österreichischen Vertriebspartner Anton Heldwein Anfang Dezember eine Franchise-Boutique. „Wir haben Pomellato 1990 als erster Juwelier in Österreich lanciert; mittlerweile ist es unsere erfolgreichste internationale Schmuckmarke. Wir freuen uns daher auf den nächsten Schritt“, so Heldwein, der in dem 65 m� großen Geschäft im Tuchlaubenhof neben der laufenden Kollektion auch Sonderserien und Einzelstücke ­präsentieren wird.  www.pomellato.com

Eine Marke der Daimler AG

Neben den Klassikern gibt es im neuen Store auch Einzelstücke und Sonderserien.

Kraftstoffverbrauch (NEFZ) 5,4–9,5 l/100 km, CO2-Emission 140–222 g /km Kalkulationsbasis: E 250 CDI 4MATIC Limousine; Listenpreis Euro 56.300,–; Nutzenleasingangebot von Mercedes-Benz Financial Services Austria GmbH; Vorauszahlung Euro 15.450,–, Laufzeit 24 Monate, Kilometerleistung 10.000 km p.a., Restwert garantiert; sämtliche Werte inkl. NoVA und MwSt.; einmalige gesetzliche Vertragsgebühr nicht enthalten, zzgl. einmaliger Bearbeitungsgebühr in Höhe von Euro 150,– inkl. MwSt. Aktion gültig bis 31.12.2013. 1)

E-Klasse Niki 456x288_medianet.indd Alle Seiten


Freitag, 22. November 2013

lu x u r y r e s e l l e r

luxury brands&retail – 21

Bestens in Wien eingerichtet

Der Wiener Flagship-Store von Poltrona Frau war vom Start weg ein Erfolg.

© Poltrona Frau (2)

Britta Biron

Möbel von Poltrona Frau sind ganz nach dem Geschmack der Wiener Kundschaft.

Wien. Anfang des Jahres hatte sich die italienische Kultmarke Poltrona Frau – quasi als Geschenk zum 100. Geburtstag – neben einem eigenen Museum am Firmensitz in Tolentino in Zusammenarbeit mit dem Wiener Möbelhaus Faulmann auch einen schicken Flagship-Store in Wien geschenkt. Wobei dieses Präsent natürlich in erster Linie anspruchsvollen Möbelliebhabern in der Donaustadt zugutekommt. Und von denen dürfte es eine Menge geben. „Wir haben natürlich mit einer gewissen Anlaufzeit gerechnet, um eine Luxusmarke wie Poltrona Frau

in Wien zu etablieren. Umso überraschender war dann der große Zulauf bereits in den ersten Mona-

ten“, freut sich Caroline Faulmann. „Die hiesige Kundschaft schätzt die Exklusivität und Individualität der Marke sehr. Unsere Ziele für das erste Geschäftsjahr haben wir bereits jetzt erreicht.“ Äußerst positives Feedback bekomme man schon allein zu dem Design des eleganten Stores, der nicht nur das Auge, sondern durch den typischen Ledergeruch auch die Nase erfreut.

Stil & Eleganz „Ganz nach dem Geschmack unserer Kunden sind aber die Möbel selbst. Besonders die schlichte Eleganz, das zeitlose Design und die hochwertige Verarbeitung – klassische Handwerkskunst ist ja ein typisches Markenzeichen von Poltrona Frau – und auch die exklusiven Materialien werden sehr geschätzt“, erläutert Faulmann die Erfolgsfaktoren, die zwar natürlich nicht nur für Wien gelten, hier aber offensichtlich auf besonders fruchtbaren Boden gefallen sind. Auf 300 m� und zwei Ebenen präsentiert die Einrichtungsexpertin sowohl die berühmten Klassiker, wie etwa das Sofa „Chester“, eines der ersten Poltrona Frau-Modelle, als auch Stücke aus der neuesten Kollek­tion. „Mein momentanes Lieblingsmodell ist das Fauteuil ‚Mamy Blue‘, welches im Frühling auf der Mailänder Messe präsentiert wurde und seit Kurzem auch in unserem Store zu bewundern und natürlich auch zu kaufen ist“, verrät Faulmann.  www.poltronaufrau.com

Was 4MATICt, das pickt. 4MATIC, der Allradantrieb von Mercedes-Benz. Optimale Bodenhaftung in jeder Situation. Jetzt Probe fahren. 4MATIC, der Allradantrieb von Mercedes-Benz, sorgt in der neuen E-Klasse und in über 50 weiteren Modellen für mehr Sicherheit, Komfort und Dynamik. Bei jedem Wetter und auf jedem Untergrund. Mehr Informationen unter www.mercedes-benz.at/4MATIC

Die neue E-Klasse mit 4MATIC im Leasing ab

Euro 289,–1)

short

© Aenea

Pop-up-Store in der Galerie Bienenstein

Bis 20. Dezember hat Aenea eine tem­ poräre Verkaufsstelle in der Wiener City.

Wien. An sich gibt´s die außergewöhnlichen Kreationen des jungen österreichischen Schmucklabels Aenea (wir haben im letzten luxury brands & retail ausführlich darüber berichtet) nur über exklusive Private Sales oder im Direktvertrieb. In der Vorweihnachtssaison, traditionell eine gute Zeit für hochkarätige Pretiosen, greift Gründer und GF Costán Eghiazarian das mittlerweile beliebte Konzept der Pop-up-Stores auf und präsentiert noch bis zum 20. Dezember seine ebenso kostbaren wie stilistisch einzigartigen Schmuckstücke in der Wiener Galerie Bienenstein (Weihburggasse 4). Und die für ihre exquisiten Kunstwerke bekannte Location bietet auch wirklich das perfekte Ambiente für die schmucken Kreationen.  www.aenea.com 08.11.13 09:03


lu x u r y e v e n t s

22 – luxury brands&retail

Freitag, 22. November 2013

short

© Etro/Andreas Tischler

Store-Opening von Etro in Wien

2

Etro-Fans Nicole Beutler, Christian Rainer und Ursula Strauss.

© Sabine Klimpt

Wien. Veronica und Jacopo Etro hatten zur offiziellen Eröffnung ihres Flagship-Stores im Goldenen Quartier geladen, und gut 500 Modebegeisterte ließen sich die Gelegenheit natürlich nicht entgehen, darunter auch zahlreiche heimische VIPs. Im dichten Gedränge gesichtet wurden unter anderem: René Pape, Andrea Jonasson, Cordula Reyer, Nicole Beutler, Ursula Strauss, Hubertus von Hohenlohe, Christian Niedermeyer & Petra Müllner, Claudia Stöckl, Sandra Pires und Anelia Peschev. Gefeiert wurde zur Musik des bekannten österreichischen DJs Richard Dorfmeister bis in die späten Abendstunden. www.etro.com

1

3

1. Hohe Diplomatie und Hohe Schneiderkunst aus Großbritannien: Susan le Jeune d’Allegeersheque und Samantha-Jane Agbontaen. 2. Fashionable Begleitung zur ­Vorstellung des neuen Range Rover Sport. 3. Interessierten sich sowohl für den edlen Wagen als auch die chice Mode: Christina Lugner, Cyril Radlher, Yvonne Rueff & Victoria Rona.

Brit Chic

Megadenzel lud zur Präsentation des Range Rover Sport in die Britische Botschaft in Wien

Fashion, PS & Wien. Modefans und Autonarren sind üblicherweise nicht so leicht unter einen Hut zu bringen. Zu unterschiedlich sind schließlich die Interessen. Edler Stoff auf der einen Seite, glänzendes Chrom und möglichst viele PS auf der anderen.

Luxushandy-Launch in London

Motor & Mode © 2013 David M. Benett

Allerdings gehen auch FashionVictims nicht immer zu Fuß (schon gar nicht dann, wenn das Nobelschuhwerk zwar optisch perfekt, die Absatzhöhe aber mit weiteren Strecken nicht in Einklang zu bringen ist) und PS-Freaks fröhnen ihrer Leidenschaft ja auch nicht im Adamskostüm. Und last but not least sind auch jene Menschen, die mit Autos ihr Geld verdienen, also die Autohändler, froh über ein wenig Abwechslung.

v.l. Dylan Jones, Vertu-CEO Massi­ miliano Pogliani and Caroline Rush.

Schmucke Feier zum Jubiläum

© United Optics/Johannes Adensamer

London. Luxushandy-Hersteller Vertu feierte die Weltpremiere seines neuen ConstellationModells im eleganten One Mayfair mit Fans und Freunden der Marke, darunter zahlreiche internationale Promis. Vertu-CEO Massimiliano Pogliani begrüßte unter anderem Alison Goldfrapp, Dylan Jones, Caroline Rush, Tony Chambers, Emma McQuiston, Nicholas Coleridge and Melissa Odabash.  www.vertu.com

Insofern war die Idee von Megadenzel Wien-Erdberg, die Vorstellung des neuen Range Rover Sport mit einer Fashion-Show aufzuhübschen, durchaus passend. Und bedenkt man das seit Jahren bestehende Engagement von Mercedes bei der FahionWeek, dann liegt die Verbindung von Auto und Mode ja praktisch schon auf der Hand. Zum noblen britischen Geländewagen passt klarerweise feiner Brit Chic am besten. Und den steuerte die Londoner Designerin Samantha-Jane Agbontaen mit der neuen Kollektion ihres Labels Fabryan bei. Schwer zu sagen, ob jetzt das PS-starke Auto, die chice Mode oder aber die elegante Location – immerhin fand die Party in der wunderschönen Gartenanlage der Britischen Botschaft in Wien statt – die größte Zugkraft hat-

1

Promis

te, Fakt ist auf jeden Fall, dass die Gastgeber – Georg Staudinger, General Manager von Land Rover Austria, Alfred Stadler, Vorstandsvorsitzender der Denzel Auto AG, und Susan le Jeune d’Allegeersheque, Britische Botschafterin in Österreich – alle Hände voll zu tun hatten, jene der vielen Gäste zu schütteln.

Begeisterte Gäste Neben den Händlern und Kunden waren auch etliche heimische Promis der Einladung gefolgt, darunter Model & DJ Cyril Radlher, der vom neuen Range Rover Sport begeistert war. Auch Moderator und Musikproduzent Alex List hätte mit dem edlen Gefährt sicher gern eine flotte Runde gedreht. Opernsängerin Victoria Rona war (auch auf die Gefahr

hin, geschlechtertypische Stereotype breitzutreten) eher von den exquisiten Fabryan-Roben angetan, vielleicht auch deshalb, weil sie in denen auf der Bühne bella Figura machen könnte und im Range Rover „nur” höchstens bis vor die Oper. Dass Christina Lugner und die Dancer against Cancer-Organisatorin Yvonne Rueff ein Faible für exquisite Fashion haben, darf als bekannt vorausgesetzt werden. Entsprechend positiv fiel ihr Urteil aus: „Die Designs von Fabryan sind einfach so außergewöhnlich, aber trotzdem tragbar.“ „Ein rundum gelungener Abend”, freute sich Peter Bambury, Senior Handelsattaché der Britischen Botschaft, dass die britischen Produkte so großen Anklang fanden. www.denzel.at  www.fabryan.com

2

© 2013 Bertrand Rindoff Petroff

1. Die Moderatorinnen Bianca und Sasa Schwarzjirg behielten angesichts der vielen chicen Brillenmodelle trotzdem den Durchblick. 2. TV-Star Kati Bellowitsch und Top-Sportlerin ­Fabienne Nadarajah haben ebenfalls schon ihre Lieblings-Shades gefunden. 3. Die Society-Expertin Andrea Buday hat ein Faible für besonders auffällige Modelle.

United Optics Bei der Präsentation der Brillentrends 2014 machten die Promis Augen

Kunst & Kommerz: Salma Hayek, Hiroshi Shugimoto & Francois-Henri Pinault.

Paris. Anlässlich des 120-jährigen Bestehens am Place Vendome lud Boucheron zur Ausstellung des japanischen Künstlers Künstlers Hiroshi Shugimoto. Mit Francois-Henri Pinault (Eigentümer der Luxusmarke) und seiner Frau Salma Hayek feierten zahlreiche Kunstfans und VIPs.  www.boucheron.com

Sehen und gesehen werden Wien. Was ist das wichtigste Modeaccessoire eines VIPs? Ganz klar die Sonnenbrille. Kann man sich doch hinter den dunklen Shades so wunderbar vor neugierigen Blicken verstecken, gleichzeitig selbst alles im Blick haben und – ganz wichtig – dabei auch gut aussehen. Dafür darf´s aber klarerweise keine 08/15-Günstig-Brille sein (mit der man die beiden ersten Punkte zwar auch problemlos meistern könnte); das mit dem Gut-Ausse-

hen verlangt dagegen nach einem Modell von Format und Herkunft – als Promi hat man schließlich einen Ruf zu wahren und die Fans erwarten statt zur Schau gestellter Bodenständigkeit und Sparsamkeit eine ordentliche Portion Glamour. Wie der im nächsten Jahr aussieht, weiß man bei United Optics schon heute und die größte Fachoptiker-Kette Österreichs gab dieses Wissen bei einer Präsentati-

on in den Kasematten des eleganten Palais Coburg auch gern an die heimische Prominenz weiter. Durch das Sortiment von Topmarken wie Silhouette, Ray Ban, D&G, Michael Kors oder Fendi probierten sich unter anderem die Moderatoren Kati Bellowitsch, Andi Moravec, Bianca und Sasa Schwarzjirg, Schwimmerin Fabienne Nadarajah, die Society-Expertin Andrea Buday sowie Gitta Saxx.  www.unitedoptics.com

3


Freitag, 22. November 2013

lu x u r y n e t w o r k i n g

luxury brands&retail – 23

Kristall -Meister

Eine schillernde Unternehmerpersönlichkeit: Gernot Langes-Swarovski.

© D. Swarovski

britta biron

Gernot Langes-Swarovski: Der Industrielle feierte vor Kurzem seinen 70. Geburtstag.

Wattens. Er ist Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens der Republik Österreich sowie des Ehrenrings des Landes Tirol und zweifellos eine der charismatischsten österreichischen Unternehmerpersönlichkeiten Österreichs. 35 Jahre lang (bis 2002) stand Gernot Langes-Swarovski, der kürzlich seinen 70. Geburtstag feierte, an der Spitze des Kristallkonzerns, der unter seiner Leitung zu einem funkelnden Aushängeschild Österreichs in der ganzen Welt wurde. Er ergänzte die traditionelle Produktion durch die internationale Vermarktung von Geschenkarti-

keln und Schmuck. Auf sein Konto geht unter anderem auch „Crystal Mesh”; das 1993 entwickelte Kristall-Gewebe ist seither aus der Welt der Luxusmode nicht mehr wegzudenken. Parallel forcierte Langes-Swarovski auch die Stärkung des Markenprofils, mitunter mit durchaus ungewöhnlichen Ansätzen und originellen Ideen, wie etwa dem Sponsoring des FC Tirol unter Trainer Ernst Happel oder der Eröffnung der „Swarovski Kristallwelten“ in Wattens, einem Prototyp erlebnisökonomischer Markenwelten, die heute eines der stärksten Zugpferde des Tiroler Tourismus sind.

Daneben fand er aber immer auch immer die Zeit, seine vielseitigen Interessen, insbesondere seine Liebe zur Natur, sowohl privat zu pflegen, als auch unternehmerisch zu übersetzen. Vom Wein zur Naturkost, von der Schafwolle zur Energiegewinnung, von der Luftfahrt zur Viehzucht spannt sich dabei ein erstaunlich vielseitiges Spektrum menschlicher Neugierde und kommerzieller Risikobereitschaft. Dass nicht alle Projekte erfolgreich waren, sieht er gelassen. Wichtig sei nicht allein der Erfolg, sondern das Wollen: „Es ist der größte Fehler, keine Fehler zu machen.“  www.swarovski.com

© EPA

Angela Ahrendts Apple Cupertino. Nach acht Jahren an der Spitze der britischen Fashion-Brand Burberry wechselt Angela Ahrendts nächsten Frühling zu Apple und wird dort den Einzelhandelsbereich leiten.  www.apple.com

© M. Kappeler/EPA/picturedesk

Marc Jacobs Louis Vuitton Paris. 16 Jahre war Marc Jacobs der kreative Kopf hinter dem französischen Luxuslabel und damit wesentlich für dessen Erfolg verantwortlich. Jetzt will er sich wieder mehr seinem eigenen Label, an dem LVMH beteiligt ist, widmen und unter anderem den geplanten Börsegang vorbereiten.  www.marcjacobs.com

© Tiffany

Francesca Amfitheatrof Tiffany & Co New York. Vor Kurzem wurde die renommierte internationale Schmuckdesignerin und Kunstexpertin vom New Yorker Nobeljuwelier als Design Director an Bord geholt. In dieser Position ist sie für die gesamte Schmuckkollektion verantwortlich. www.tiffany.com

impressum Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda medianet luxury brands & retail Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitende Redakteurin: Britta Biron (bb) Consulting: Monika Athanasiadis Lektorat: Christoph Strolz Grafik/Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Lithografie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenproduktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H., 3580 Horn. Es gelten unsere All­gemeinen Geschäfts­ bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbei­ träge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken.

ELLERT | Stephansplatz 9 | Tel. 01/533 04 24 VON KÖCK | Am Graben 22 | Tel. 01/532 08 88 THEUERER | Landstrasser Hauptstrasse 2a | Tel. 01/718 57 87 BAROTANYI | Liechtensteinstrasse 21 | Tel. 01/319 59 20


www.chanel.com

COLLECTION ROUGE ALLURE MOIRÉ

CHANEL – Kundenservice - Tel. 0810-5000 10 (gebührenpflichtig).

Medianet2211  

medianet - die ganze Zeitung

Advertisement