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inside your business. today.

12. JG. NO. 1563

¤ 3,50

freitag/samstag/sonntag, 22.– 24. juni 2012

schlecker-Schicksal

Verleihung der „Radio Awards“bei der 12. Auflage des Radio Research Day Seite 8

Endspurt bei Schlecker Österreich: Chronik einer dementierten Pleite  Seite 14

© mn/Szene1/K. Schiffl

medium trifft herz © EPA

© Christoph H. Breneis

business weekend

140 Jahre TÜV Austria

Hugo Eberhardt, TÜV Austria Holding, über Tradition und Internationalisierung  Seite 54

Reform Die Selbstständigen-Kasse startete eine Befragung ihrer Mitglieder: Wo drückt der Schuh?

Ein Wunschkonzert für die Selbstständigen medianet_46x15 27.10.2005 www.palffyclub.at

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inhalt

© SVA

© Panthermedia.net/Marcin Sadlowski

prime news & market watch

> Feature: Hipp und der „Goldene Windbeutel“ 

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marketing & media > Das Potenzial der Digitalen Soziologie 

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„Ende September wollen wir die Ergebnisse vorstellen. Bis dahin versuchen wir möglichst viele zur Teilnahme zu bewegen“, sagt der stellvertretende ­Obmann der SVA, Peter McDonald.

Urbefragung Die Selbstständigen sollen mitentscheiden, was ihre Kasse für sie tun soll. Die Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft (SVA) versendet derzeit Fragebögen an mehr als eine halbe Million Versicherte.  Seite 2

retail > Sortimentspolitik: Adeg kauft direkt vom Bauern  17 business weekend © Österreichische Apothekerkammer

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> Neue Präsidenten für Ärzte und Apotheker  22 > Immo-Ausverkauf in Spanien läuft auf Hochtouren  42 > Unternehmenskultur und neue Technologien  48 > Tourismus Community Austria bildet Netzwerk  66

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P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

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22.04.11 11:13


C OV E R

Freitag, 22. Juni 2012

© APA/Hans Klaus Techt

2 – medianet

Ein Flashmob – „Gegen den Raubzug an den Mitteln des Künstler-Sozialversicherungsfonds (KSVF)“ – gestern vor dem Parlament in Wien. Solche Protestmaßnahmen will die SVA ihren Mitgliedern nicht zumuten ...

Hintergrund 40-50% der Versicherten in der SVA der gewerblichen Wirtschaft zahlen Mindestbeitrag; Debatte über Selbstbehalte und Nachzahlungen

Nach Kritik: Sozialversicherung für Unternehmer prüft Reformen SVA startet Mitgliederbefragung, will mehr Flexibilität vom Gesetzgeber und bietet Bonus bei Präventionsprogrammen. Wien. Drei Themen waren und sind immer wieder Hauptkritikpunkt von Unternehmern und Gewerbetreibenden an der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft: der 20%ige Selbstbehalt bei Arztbesuchen, die Nachbemessung mit oft hohen Nachzahlungen der SV-Beiträge im vierten Jahr nach der Gründung und die fehlende soziale Absicherung. Vor knapp einem Jahr gründeten Kleinunternehmer und Ein-PersonenUnternehmer die Gruppe „Amici delle SVA“ (Freunde der SVA) und formulierten entsprechende Kritik. Jetzt reagiert die Kasse und hat erstmals überhaupt im Sozialversicherungsbereich eine Mitgliederbefragung gestartet. „Ende September wollen wir die Ergebnisse vorstellen. Bis dahin versuchen wir möglichst viele zur Teilnahme zu bewegen“, sagt derstellvertretende Obmann der SVA,

Peter McDonald. Die SVA sei mitten in einem großen Reformprozess und konnte schon einige wichtige Verbesserungen für die Versicherten durchsetzen, hält McDonald den Kritikern entgegen. „Bei den kommenden Reformschritten sollen nun alle mitbestimmen können, welche Schwerpunkte die SVA in den Verhandlungen mit dem Sozialministerium vorrangig umsetzen soll. Das ist auch ein politisches Instrument, mit dem wir Druck machen wollen. Vieles können wir ja nicht selbst beeinflussen.“ So könnten zwar die Finanzbehörden außergerichtliche Ausgleiche bei Zahlungsrückständen schließen, nicht aber die Sozialversicherung. Man brauche aber solche Möglichkeiten, um flexibler auf die Bedürfnisse der Versicherten eingehen zu können. Die SVA will also nun wissen, wie die soziale Absicherung künftig aussehen soll, welche neuen Serviceleistungen die Versicherten wünschen, aber auch wie die Bei-

tragsleistung erfolgen soll und wie es mit Selbstbehalten weitergehen soll. Und, so McDonald: „Soll es eine stärkere Umverteilung zwischen geringen und höheren Einkommen geben oder soll die einkommensorientierte Beitragsgestaltung beibehalten werden?“

problem: „Fast zehn Prozent der Selbstständigen sind armutsgefährdet, 50 Prozent der SVA-Versicherten haben Einkommen unterhalb der Mindestbeitragsgrundlagen.“ Für diese Menschen sei die Fragestellung „Selbstbehalte oder höhere Beiträge?“ zynisch und wie eine Auswahl zwischen Pest und Cholera, meint Plass. Die oft prekäre Situation der Selbstständigen wurde im Vorjahr von der Facebook-Gruppe „Amici delle SVA“, deren Mitbegründer unter anderem der Kabarettist Werner Brix ist, aufs Tapet gebracht. Auch

„Politische Spielchen“ Ganz so einfach ist die Situation aber nicht. „Prinzipiell ist es begrüßenswert, wenn die SVA die Versicherten um ihre Meinung befragt. Der ÖVP-Wirtschaftsbund benützt diese an sich gute Idee aber wieder einmal für politische Spielchen: Man stellt Suggestivfragen, um ein gewünschtes Ergebnis zu erhalten und ist an der tatsächlichen Bedürfnislage der Versicherten gar nicht interessiert“, kritisiert etwa Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft. Im Bereich der Selbstständigen gebe es ein massives Armuts-

Sozialversicherung 700.000 Versicherte in Selbstständigenkasse

Prävention spart Beiträge Wien. Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs Unternehmerinnen und Unternehmer. In ihrer Zuständigkeit für die gesetzliche Krankenversicherung der Selbständigen betreut die SVA rund 700.000 Anspruchsberechtigte (davon 340.000 Aktive, 130.000 Pensionisten und 230.000 Angehörige), in ihrer Zuständigkeit für die gesetzliche Pensionsversicherung 360.000 Anspruchsberechtigte (300.000 Gewerbetreibende und 60.000 Freiberufler). „Seit acht Jahren ist die SVA in einem Reformprozess und konnte dabei bereits acht konkrete Forderungen gegenüber der Politik durchsetzen. Wir konnten auch Paradigmenwechsel für das gesamte Gesundheitswesen einleiten – etwa die Abkehr von der reinen Reparaturmedizin und mehr Prävention unter Einbindung der Versicherten“, sagt Peter McDonald, stv. SVA-Obmann. So können etwa Versicherte, die bei einer Vorsorgeuntersuchung mit ihrem Arzt Präventionsschritte vereinbaren, bei deren Einhaltung für mehrere Jahre den 20%igen Selbstbehalt beim Arztbesuch halbieren.

finanziell überfordert und würden sehr schnell ihre Existenz gefährden. Sie fordert eine Absenkung der Mindestbeitragsgrundlage in der Pensions- und Krankenversicherung. McDonald dazu: Man müsse die Gesamtzahlen genauer betrachten. „Es gibt viele, die nebenbei ein unselbstständiges Einkommen haben und deshalb nur den Mindestbetrag zahlen. Viele haben als Unselbstständige auch nie gesehen, wie hoch die Beiträge sind, weil diese vom Dienstgeber abgezogen werden.“ Zudem brauche man die

„Man stellt Suggestivfragen, um ein gewünschtes Ergebnis zu erhalten.“

© Anna Stöcher/www.schauen.at

Martin RÜmmele

... kritisiert volker Plass, grüne wirtschaft

das von der Wiener Unternehmensberaterin Martina Schubert geführte Netzwerk „Business Mamas“, das seinen Schwerpunkt auf berufstätige, selbstständige Mütter legt, setzt sich schon länger für EPU ein. Neben einer höheren Arbeitsbelastung würden Ein-Personen-Unternehmen denselben Rahmenbedingungen wie größere Firmen unterliegen. Das bedeute, sie müssten denselben Mindestbeitrag in die Sozialversicherung einzahlen, obwohl sie kleiner sind. Damit seien Selbstständige oft

Beiträge in dieser Höhe, um das System auch zu reformieren – das koste zuerst Geld. Die Unternehmer seien aber, was die soziale Absicherung betrifft, in manchen Bereichen schlechter gestellt als unselbständig Erwerbstätige. Durch die budgetären Eingriffe des Gesetzgebers sei eine nachhaltige Leistungssicherung für die SVA-Versicherten gefährdet. Während die Gebietskrankenkassen mit einer Mrd. € subventioniert wurden, habe man der SVA in die Taschen gegriffen und 135 Mio. € entzogen.


Prime News

Freitag, 22. Juni 2012

© EPA

Zahl der Millionäre in Österreich 2011 gestiegen

Reichste Familie: die Porsche-Piëchs (Ferdinand Piëch, Wolfgang Porsche).

Christoph Leitl dankt den heimischen „Hotshots“. Wien. „Am heißesten Tag des Jahres“ dankte WirtschaftskammerPräsident Christoph Leitl am Mittwochabend den „Hotshots der österreichischen Wirtschaft“ für deren geschäftliches Engagement und den „unermüdlichen Einsatz im Ausland“. Anlass der Laudatio war die Ehrung der österreichischen TopExportunternehmen im Vorfeld des 10. Österreichischen Exporttags. Die Exportpreis-Sieger 2012 sind in der Kategorie Gewerbe und Handwerk AMO Automatisierung Messtechnik Optik, in der Kategorie Handel AME International und in der Kategorie Industrie Starlinger & Co. Weitere Preisträger sind UC4

Software (Information und Consulting), Medalp Zentrum für ambulante Chirurgie (Tourismus und Freizeitwirtschaft), und Hödlmayr International (Transport und Verkehr). Der „Global Player 2012“ ging an Andritz und der heuer zum fünften Mal vergebene „Expat-Award“ wurde an einen Auslandsösterreicher verliehen, Gerald Sakuler, der für Bene in Russland tätig ist. Beim Exporttag präsentierten Leitl und Wirtschaftsminister Mitterlehner die Zwischenbilanz der neu aufgesetzten Internationalisierungsoffensive „go international“ sowie Ziele und Schwerpunkte des Exportjahrs 2012.  (red)

Leitl: „Engagement der Exporteure wesentlich für wirtschaftlichen Erfolg Österreichs“.

www.lotterien.at

Linz. Der börsenotierte Autozulieferer HTI High Tech Industries AG mit Sitz in St. Marien in Oberösterreich erwartet für das Jahr 2012 wieder ein positives Vorsteuerergebnis (EBT) von rund einer Mio. €. 2011 lag es bei minus 2,3 Mio. €. Der Umsatz soll zumindest auf Vorjahresniveau (207 Mio. €) gehalten werden, so das Unternehmen am Donnerstag in einer Presseaussendung. Berichte, wonach eine Zerschlagung im Raum stehe, wies das Unternehmen vehement zurück. (APA)

„Heißeste“ Exporteure

© APA/Barbara Gindl

Autozulieferer HTI 2012 wieder in Gewinnzone

10. Österreichischer Exporttag Wirtschaftskammer vergibt Auszeichnungen für österreichische Exportunternehmen

Foto: Achim Bieniek

SHORT

medianet – 3

Wien. Die Zahl der Millionäre hat sich in Österreich im Vorjahr um rund 400 Personen erhöht. Das ist ein Zuwachs von 0,6% von 87.900 auf 88.300 sogenannte HNWI (High Net Worth Individuals), die über ein anlagefähiges Vermögen von über einer Mio. USD verfügen (792.000 €). Der Zuwachs liegt deutlich unter dem Vorjahr (+9,4%), so der „World Wealth Report 2012“ der Beratungsfirma Cap Gemini.

Erleichterungen für die Freien Fotografen Wien. In Zukunft wird der Weg vom Freien Fotografen – darunter fallen auch die Pressefotografen – zum Berufsfotografen vereinfacht. Wer einen Gewerbeschein als freier Fotograf löst, darf zwar die ersten drei Jahre seine Fotos nur an Firmen verkaufen, danach aber ohne weitere Prüfungen die Zulassung als Berufsfotograf beantragen, ließ SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter am Donnerstag wissen. (APA)

© ARA/Kurt Keinrath

ARA: Umweltministerium prüft die neuen Tarife

ARA-Vorstand Werner Knausz: werden das neue Tarifangebot verschieben.

Wien. Die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) muss ihre ab Juli geplante Erweiterung des Tarifangebots wegen einer Empfehlung des Umweltministeriums verschieben, teilte die ARA am Donnerstag mit. Die Senkung der Standardtarife um sechs Prozent werde wie geplant per 1. Juli in Kraft treten. Die ARA-Lizenztarife 2012 lägen somit um rund 58% unter jenen des Jahres 1995. Das Ende Mai angekündigte neue erweiterte Tarifangebot unterscheidet zwischen Verpackungen, die in Haushaltssystemen und solchen, die in Gewerbesystemen erfasst werden und trage der Kostenwahrheit Rechnung.

n r! n i w u e t l G u n K i E die für

und ler mit t s ün g n, K feneg st o i t i a r s G n kun po om chloss Musik otterie K n r L e en he er n. S t, w spiele tet ho ichisch it dies s n m bie terre en Ku , da ur samm iente s g z Ö g ird zu als mb ene k w r fekt igen A n. Wir l Graf i s e Mu tik pe igar t iva s ahm -Fest z u n R i k e A en Musik em ek t sein per f n das leibt. b e en ein rstütz alten h e er unt en m h Ra

Gut für Österreich.


f e at u r e

4 – medianet

Freitag, 22. Juni 2012

feature@medianet.at

Goldender Windbeutel Die Verbraucherschutzorganisation Foodwach hat den Preis für die dreisteste Werbelüge 2012 an Hipp verliehen: für dessen picksüße Instant-Teegetränke für Kleinkinder. Doch das Unternehmen schießt zurück: Man befolge nur die ­Empfehlungen des vom Bundes­ ministerium geförderten aid Infodienst aus „Das beste Essen für Kleinkinder“: Chronologie einer bizarren Story.

Generell können natürlich alle ,Genuss­ mittel‘– auch die, die sich anKinder richten – abgeschafft werden. Aber würden wir dann nicht in ­einer Welt ­leben, die sich sehr ­unfreundlich ­darstellt?“

© Panthermedia.net/Marcin Sadlowski

Marion Weinhard Leitung Hipp Elternund Verbraucher­service www.hipp.de

Zuckerschock Alexandra Binder

F

ür Marion Weinhard wäre eine Welt frei von Genussmitteln für Kinder „eine sehr unfreundliche“. Unter einer freundlichen Welt versteht sie hingegen eine, in der Kinder ab einem Jahr zum Hipp Instant-Tee greifen. Weinhard ist Leiterin des Hipp Eltern- und Verbraucherservice. Daher versteht sich ihre Haltung diesbezüglich von selbst. Seit Anfang Mai gibt es allerdings einen, dem das süße Dolce Vita missfällt, in dem die Kleinen pro fertiger 200 ml-Tasse 7,6 g Zucker zu sich nehmen – umgerechnet ca. zweieinhalb Stück Würfelzucker: Thilo Bode, bzw. seine Verbraucherschutzorganisation Foodwatch.

Der sanfte Aufweck-Versuch Bei Foodwatch agiert man im Fall des Falles strategisch. So auch diesmal. Step 1 ist im Normalfall der Versuch einer sanften Erziehungsmaßnahme. Im Fall von Hipp präsentierte die sich in Form von über 10.000 Verbraucherprotesten per Mail. Erster Erfolg: Das Unternehmen setzt die Empfehlung, seinen Instant-Früchte-, Waldfrüchteund Apfel-Melissen-Tee zu verabreichen, vom 8. auf den 12. Monat hinauf und ändert das Etikett. „Um sicherzugehen, dass dieses Getränk ausschließlich über die Tasse gegeben wird“ und damit allzu dramatischen Zahnschäden vorzubeugen, hieß es.

Einsicht gibt es freilich keine, stattdessen eine Weinhardsche Antwort auf die Verbrauchermails, die so lautet: „Unsere in die Kritik geraten Kindertees nach dem 12. Monat entsprechen vollumfänglich den strengen gesetzlichen Vorgaben und haben im Vergleich zu anderen für Kinder empfohlenen Getränken wie z.B. Saftschorlen (ca. 4% versus 5%) sogar einen geringeren Zuckergehalt.“ Im Vergleich zu handelsüblichen Instanttees enthielten die von Hipp zudem ausschließlich Kräuter- und Fruchtextrakte, seien ohne Zusatz von künstlichen Aromen und zahnschädigenden Säuren wie z.B. Zitronensäure. Bode und seinem Team stößt das sauer auf. Noch mehr allerdings die Tatsache, dass Hipp den angesehenen aid Infodienst im Zuge dieser Info ins Spiel bringt. Dieser mit öffentlichen Mitteln durch das deutsche Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geförderte Verein bereitet seit über 60 Jahren Informationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung auf – ohne kommerziellen Interessen zu verfolgen. Foodwatch-Vertreterin Anne Markwardt sagt, der aid Infodienst ordne Hipp-Tees ab dem 12. Monat in der Ernährungspyramide selbstverständlich als Süßigkeit ein. Hipp negiere das aber, vergleiche sich stattdessen mit Cola und einem 1:1-gemischten Apfelsaft gespritzt und argumentiere, Eltern würden zu Hause häufig ohnehin nachsüßen: „Wie genau das recht-

fertigen soll, dass der Babynahrungshersteller gesüßten Tee als guten Durstlöscher für Kleinkinder empfiehlt, bleibt wohl Hipps Geheimnis”, so Markwardt. Nichtsdestotrotz kommt der Ball ins Rollen. Im unternehmenseigenen Eltern-„Ratgeber“ auf der Hipp-Website steht der InstantKindertee kurze Zeit später nicht mehr auf der Stufe mit Mineralwasser und ungesüßten Tees. Und: Der vormals als „Durstlöscher“ betitelte Tee wird zum „Genussprodukt“.

Windbeutel-Nominierung Für Foodwatch ist das zu wenig. Deshalb verleiht man am 14. Mai der Forderung nach einer Änderung der Rezeptur dadurch Ausdruck, dass man die Hipp-Instant-Tees für den ‚Goldenen Windbeutel‘ nominiert – den Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres, über den Verbraucher auf ‚abgespeist.de‘ entscheiden. Nun sieht sich Claus Hipp selbst gezwungen, Stellung zum Thema zu nehmen. Auch er bleibt erst auf Linie und erläutert: „Die von Ihnen kritisierten herkömmlichen Granulat-Tees entsprechen den strengen Vorschriften der Diätverordnung, die alle Produkte für Kinder unter drei Jahren einhalten müssen“, fügt dann aber hinzu, dass dennoch bereits eine Produktentwicklung mit dem Ziel laufe, „die Zuckergranulat-Tees zeitnah durch neue Rezepturen ohne Zucker zu ersetzen“. Kurze Zeit später bestätigt die Pressestelle schriftlich: „Bis Ende 2012“

werde man „die drei beanstandeten Produkte durch neue ohne Zuckerzusatz ersetzen”. Konkrete Angaben dazu, wie das geschehen soll, gibt es bis dato allerdings nicht.

Die Verleihung Zwischenzeitlich ist der Vertrauensverlust auf Verbraucherseite allerings offenbar schon nicht mehr wieder gut zu machen. Denn trotz der Hippschen Ankündigung küren mehr als ein Drittel der 130.000 Konsumenten (34,1%), die auf abgespeist.de über die dreisteste Werbelüge des Jahres abstimmen, Hipp am 19. Juni zum unverschämtesten Fall von Etikettenschwindel 2012. Hipp nimmt den Preis wie auch die bisher Gekürten naturgemäß nicht an und lässt stattdessen via Presseerklärung einmal mehr wissen, dass sich die Instant-Tees an den Empfehlungen des aid Infodienstes orientierten. Woraufhin der sich nun zum ersten Mal auch zu Wort meldet; und zwar höchst verwundert über die Auslegung seiner Infos: „Hipp argumentiert, dass seine Zuckergranulat-Tees mit nur 3,8% Zucker einer Apfelsaft-Schorle entsprechen. Die sind aber keinesfalls damit zu vergleichen, da die Schorle keinen zugesetzten Zucker enthält”, heißt es. Und weiter: Ähnlich wäre der Vergleich von Limonade oder Brause mit Fruchtsaft: „Beide Getränke liefern ähnliche Mengen Zucker, der Fruchtsaft enthält jedoch keinen zugesetzten Zucker, dafür wichtige Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe.”

Einer, der den Fall mitverfolgt hat, ist absatzwirtschaft-Journalist Thorsten Garber, der ihn in seinem privaten Blog so brillant analysiert, dass man ihm wenig hinzufügen kann: „Hipp und seine Mischpoche spielen eifrig Karten, mit denen man gefährliche Spielchen spielt“, so Garber. Ihre Botschaft spiegle sich im Slogan: ,Das beste aus der Natur. Das beste für die Natur‘. Besser geht’s nicht, wenn man sensible Schwangere, bemühte Mütter, drollige Babys und putzige Kleinkinder als Zielgruppe anspreche. „Der lustig-kunterbunte Markenschriftzug überm Slogan setzt aufs ‚i‘ und in beide ‚P‘ drei Herzchen. ,Mein Baby Club‘ flankiert ein niedlicher Elefant. Die hauseigene Website ist übersät mit Gutmenschsprech, listet im Unternehmensporträt aber vor allem alle Anerkennungen auf mit zum Teil nie zuvor gehörten Namen wie den Umweltschutzpreis ,Goldene Blume von Rheydt‘.“ Bei so viel Glockenklang zu Ehren Mutter Teresa-gleichen Unternehmertums spitzten Kritiker und Öffentlichkeit natürlich besonders die Ohren. Ist Hipp so sauber, wie er tut? Diese Frage fordere Claus Hipp geradezu heraus, wenn dieser über Sorgfalt, Gesundheit, Natureinklang und Spitzenqualität im Duktus eines Märchenonkels erzähle, sobald er auf Werbesendung sei und dann auch noch schließt mit den Vater-unser-mäßigen Worten: „Dafür stehe ich mit meinem Namen.”


m ark e t watc h

Freitag, 22. Juni 2012

medianet – 5

Konjunkturmodell Wiener und US-Forscher erstellen ein mathematisches Modell zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Schumpeter hatte doch Recht Wien. Kapitalismus heißt Chaos – mit dieser Erkenntnis rüttelte der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter schon vor über 100 Jahren an den Grundfesten der Ökonomie. Gleichzeitig erkannte er das Wechselspiel aus Innovation und Imitation als Triebkraft des Wettbewerbs. Heute ist sein Konzept der „Schöpferischen Zerstörung“ nicht nur aktueller denn je, es wurde jetzt erstmals empirisch bestätigt.

„Warum gibt es Länder, die wirtschaftlich stagnieren, und andere, die ständig reicher werden?“ studienautor Peter Klimek

Der Frage, warum nicht alle Nationen ein vergleichbares Niveau an Wohlstand erreichen, haben sich Komplexitätsforscher aus Wien und den USA angenähert. Mittels eines neuen, im Online-Fachjournal „PLoS One“ publizierten mathematischen Modells konnten sie zeigen, dass wirtschaftliches Wachstum vor allem von der Komplexität der Produkte abhängt, die ein Land produziert. Ein kritisches Niveau an Komplexität fördert demnach die Entwicklung noch komplexerer, am Markt erfolgreicher Produkte und somit die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.

Schübe der Entwicklung Schumpeter zufolge geht wirtschaftliche Entwicklung „in Schüben vonstatten, die von Innovationen ausgelöst werden“, so Peter Klimek vom Institut für Wissen-

IV Veit Sorger geht

Ganz Wien …

© Markus Prantl/IV

Wien. Mit einem rauschenden Fest hat die Industriellenvereinigung (IV) am Mittwochabend ihren Präsidenten Veit Sorger verabschiedet. Rund 400 Gäste, die halbe Bundesregierung, die Sozialpartner-Präsidenten und allerlei Politprominenz stellten sich im Hauptquartier der Organisation am Wiener Schwarzenbergplatz ein. Sorger, der seit 2004 an der Spitze der Lobbyorganisation gestanden ist, gab sein Amt gestern an den Wiener Unternehmer Georg Kapsch ab.

Veit Sorger stand acht Jahre lang an der Spitze der Industriellenvereinigung.

schaft komplexer Systeme der Medizinischen Universität Wien. Damit diese Innovationen „Effekte auslösen können, die die ganze Wirtschaft umstrukturieren, muss es aber ein paar Voraussetzungen geben“. Um mit einer Neuerung einen großen Veränderungsprozess auszulösen, braucht es einen entsprechend großen Pool an bereits vorhandenem industriellen Knowhow im Wirtschaftssystem eines Landes, so die Annahme. Um die länderübergreifenden Regelmäßigkeiten in Produktzyklen zu identifizieren, haben die Forscher die Einführung und das Verschwinden von Produkten anhand von

Welthandelsdaten der vergangenen 50 Jahre analysiert. Dabei fanden sie Hinweise auf ein kritisches Level an volkswirtschaftlicher Komplexität, ab dem die Entwicklung dynamischer abläuft.

Beispiel Osteuropa In Ländern, die dieses Niveau nicht erreichen, „kommt dieser Prozess nur viel langsamer in Gang“, so Klimek, der die Arbeit gemeinsam mit Kollegen der Harvard University (USA) durchgeführt hat. Das Modell konnte weltweite wirtschaftliche Entwicklungen gut replizieren. Der Prozess der „Schöp-

ferischen Zerstörung“ zeigte sich auch in den Simulationen in den 1990er-Jahren, am stärksten in Osteuropa und Lateinamerika. Die Wissenschafter wollen mit ihren Erkenntnissen Entscheidungsträgern neue Informationen darüber zur Verfügung stellen, wie die wirtschaftliche Produktivität eines Landes erhöht werden kann. „Wir schlagen Indikatoren vor, die bis jetzt nicht auf dem Radar waren, wie beispielsweise Parameter, die die Komplexität der Wirtschaft oder den Einfluss, den gewisse Produkte auf den Prozess der kreativen Zerstörung haben können, abschätzen“, so Klimek.  (APA/red)

© Panthermedia.net/JCB Prod

Konzept der „Schöpferischen Zerstörung“ ist nicht nur aktueller denn je, es wurde jetzt empirisch bestätigt.

Wirtschaftswachstum hängt von der Komplexität der erzeugten Produkte ab.


the opinion

6 – medianet

Es wird nicht einfacher für die Vorstände von Finanzfirmen: Eine frische Brise weht durch die oberen Etagen. „Aktionärsfrühling“ nennt sich eine neue Emanzipationsbewegung von Anteilseignern, die – vorwiegend im angelsächsischen Raum – gegen die Gehaltsschemata der Konzernbosse aufbegehren. Viel Geld für durchwegs enttäuschende Leistungen? Nein, sagten die Aktionäre – unter anderem bei der Citigroup, UBS und Barclays. Der Chef des britischen Versicherers Aviva musste seinen Hut nehmen, wie auch jener des italienischen Versicherungskonzerns Generali. Auch die Aktionäre des britischen Medienkonzerns WPP hatten im April den Aufstand geprobt, ebenso wie jene des Verlags Trinity Mirror. Jetzt ergreift der britische Wirtschaftsminister Vince Cable die Gelegenheit beim Schopf: Am Mittwoch brachte Cable einen Gesetzentwurf ein, der – mindestens alle drei Jahre – auf der Hauptversammlung eine verbindliche Abstimmung über die Bezahlung des Chefs vorsieht. Rache ist süß – schließlich wappnet sich Groß-

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Der Aufstand der Anleger „Aktionärsfrühling“ nennt sich eine neue Emanzi­ pationsbewegung von Anteilseignern. Großbritannien will die Aktionäre sogar in die Verantwortung zwingen. sabine bretschneider

britannien schon wieder gegen die Auswirkungen der nächsten Krise. Die Regierung in London muss ihren Banken erneut Geld zur Verfügung stellen, um die Wirtschaft anzukurbeln – fast 100 Milliarden Euro zu einem Satz, der unter den Marktzinsen liegt. Um dem seit der Finanzkrise 2008 geschwäch-

ten Sektor unter die Arme zu greifen, hat die Bank of England bisher Anleihen im Wert von 325 Milliarden Pfund, rund 400 Milliarden Euro, aufgekauft, ein Ende ist nicht in Sicht. Auch der neue französische Präsident hatte diesbezüglich von Anfang an Druck gemacht, die Gehälter der Minis-

ter zurückgefahren und eine Richtlinie für die Spitzengehälter von Topmanagern in Unternehmen mit Staatsbeteiligung angekündigt. Bei der Fluggesellschaft Air France ebenso wie bei der Rüstungsfirma Safran votierten die staatlichen Vertreter gegen die Abfindungen der Unternehmenschefs. Kleinanlegerschützer Rasinger ließ kürzlich damit aufhorchen, dass er wenig von diesbezüglichen gesetzlichen Regelungen hält. „Haben wir keine anderen Sorgen?“ Doch, haben wir. Aber die Diskussion muss erlaubt sein, solange der Staat sein Säckel dafür leert, das Kreditwesen am Laufen zu halten – gleichzeitig aber darauf verzichtet, Unternehmen und Wirtschaft dadurch auf die Beine zu helfen, dass endlich auch die steuerliche Belastung des Faktors Arbeit sinkt.

Gastkommentar Mobile Immobiliensuche im Vormarsch

Funktionalität und kreative Features

zitat des ta g es Bernhard Felderer verlässt nach 20 Jahren das IHS

43 Prozent der Österreicher besitzen ein Smartphone und surfen mobil – Tendenz steigend. In der U-Bahn, im Bus, im Wartezimmer, in der Schlange am Supermarkt – kurz in Wartepausen wird gesurft, überwiesen, eingekauft und nachgelesen. „Always on“ ist somit zur Realität geworden; das gilt auch für die Suche und den Verkauf vom Immobilien. So wie die Online-Immobiliensuche die klassischen Printanzeigen schon aus rein praktischen Gründen mehr oder weniger ersetzt hat, schätzen User die Zeitersparnis durch die Nutzung von mobilen Apps für ihre Immobiliensuche.

Ich habe ­gearbeitet wie ein Irrer, und es war immer schön.

Skandinavien: 35 Prozent der Zugriffe mobil Unsere skandinavischen Schwesterfirmen verbuchen rasant steigende Zugriffe über die mobilen Kanäle. Bereits 35 Prozent der nordeuropäischen User nutzen ihre mobilen Endgeräte zur Immobiliensuche. Wir beobachten auf unserem eigenen Portal, wie Desktop und Mobile für unterschiedliche Zwecke genutzt werden. Während der Primärzugang über den Desktop erfolgt und die User dort ihre Anzeigen aufgeben, bietet sich das Smartphone für die effiziente, ortsunabhängige Suche an. Rund zehn Prozent des Traffics werden aktuell übrigens in Österreich über den mobilen Kanal verzeichnet.

www.zitate . at

© Philipp Morris

Hyundai Ö s terre i c h -C h e f Hansjö rg Mayr , s. 2 8

„Intelligente Apps zur Immobiliensuche machen Sinn und haben gewaltiges Zukunftspotenzial.“ judith kössner, willhaben.at

Gerade bei den Immobilien steht der ständige Zugriff von überall aus und zu jedem Zeitpunkt im Vordergrund. Immobiliensuche oder Verkauf sind zeitaufwendig; somit ist es praktisch, wenn auf dem Nachhauseweg die Zeit in der U-Bahn dafür genutzt werden kann. Alle großen Immobilienplattformen bieten bereits mobile Funktionen an. Vom Geopositioning über Locationbased-Search bis zu virtuellen Einrichtungs- und Vermessungsfunktionen gibt es eine Vielzahl kreativer Ansätze für Immobilien-Apps. Allerdings sehe ich hier noch ein gewaltiges Innovationspotenzial. Sinnvoll ist der richtige Mix aus zeitsparender Funktionalität und kreativen Features, die auch den Spieltrieb der User bedienen und damit ihr Interesse wecken. © willhaben.at

© Hyundai/Christian Houdek

„Einerseits wollte die Politik die Geschäfte (...) in Einkaufszentren konzentrieren, andererseits wundert man sich, dass die Menschen mit dem Auto ­dorthin fahren.“

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 abo@medianet.at | DW 2100 Anzeigen-Hotline Tel.: DW 2225 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

Abo, Zustellungs- und Adress­änderungswünsche:

abo@medianet.at oder

­Immer und überall

heute im business weekend

Freitag, 22. Juni 2012

Die Datenqualität ist wichtig Es gibt einige interessante technische Möglichkeiten, wie etwa Geotagging oder -coding. Dabei wird die Anzeige mit einer räumlichen Koordinate in Form eines Tags versehen. Dies ermöglicht die korrekte Anzeige auf einer digitalen Karte. Geotagging setzt aber eine hohe Genauigkeit der angegeben Adressdaten voraus. Unsere eigenen Auswertungen zeigen jedoch, dass viele Immobilienobjekte derzeit nur mit unzureichender Genauigkeit bekannt gegeben werden. Es ist somit auch eine Steigerung in der Qualität der einzusetzenden Daten notwendig, um künftig spannendere Features anbieten zu können.

„Wenn ich nicht bei Philip Morris wäre, würde ich gern meinen Lebensunterhalt als Fußballer verdienen.“

Judith Kössner, Bereichsleiterin Immobilien bei willhaben.at; www.willhaben.at

P hilip Morris Au st r i a C hef Alex Ot t, s. 7 2

Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

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medianet

inside your business. today.

freitag, 22. juni 2012 – 7

„Mut statt wut“ © IAA

IAA präsentiert neue Kampagne mit sieben namhaften Testimonials  Seite 8

© DDB Tribal Wien

marketing & media Cannes lions

media award

DDB Tribal Group holt bei Werbefestival Press Lion in Bronze für Österreich  Seite 12

Kampagnen, Preisträger und viel Grund zum Feiern 

Seite 14 © Christoph H. Breneis

„Medium trifft Herz“ am Radio Research Day

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© iProspect

short

© Christoph H. Breneis

Andreas Glänzer (iProspect Austria & Adriatics, eine Unit der Aegis Media in Wien) im Gespräch mit medianet über das Potenzial der digitalen Soziologie sowie der Möglichkeit, präzise zu bestimmen, wann welche Themen in der Suche des Konsumenten zu welchen Kosten eingekauft werden sollten.  Seite 9

© DDB Tribal Wien

Michael Graf/RMS, Volkmar Kramarz, Joachim Feher/MediaCom, Christina Jung/Austrian, Doris Ragetté/RMS, Tina Hofbauer/Panmedia, Gerd Gigerenzer.

Tatjana Wolfesberger, Media Director bei Reichl und Partner, misst interaktiven Medien in der Mediaplanung eine immer größer werdende Rolle zu. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Sabine Abt und Karina Jäger erläutert sie die Herangehensweise an Mediaplanung mit Verstand sowie „revolvierende Optimierung“.  Seite 13

medianet tv heute

Radio Research Day Michael Graf, GF RMS Austria, unterstrich bei der 12. Auflage des Fachevents die Bedeutung des Radios; Kompetente Redner pflichteten ihm bei. Zudem wurden zum siebenten Mal die Radio Awards vergeben.  Seite 8

Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.

© Jura

Henry Ford

Publicis mit Tennisstar Roger Federer für Jura Österreich. click+>www.medianet.at

Mein Bezirk. Meine Zeitung.


c ov e r

8 – medianet

Freitag, 22. Juni 2012

Faszination Radio 300 Radioexperten, Marketing- und Werbe-Fachleute, Mediaplaner, Kreative sowie Medienforscher kamen, um zu lauschen

Radio trifft ins Herz und wirkt!

Diese Woche ging der mittlerweile 12te RMS Radio Research Day über die Bühne, Verleihung der „RMS Radio Awards“ inklusive. dINKO fEJZULI

Wien. „Radio trifft ins Herz – weil Radio ein emotionales Medium ist. Radio trifft aber auch ins Gehirn – weil Radio Bilder im Kopf erzeugt. Und Radio trifft auch immer die richtige Zielgruppe – weil Radio die meisten Menschen erreicht“, so Michael Graf, Geschäftsführer der RMS Austria, in seiner Begrüßungsrede am 12. Radio Research Day im Palais Niederösterreich. Und so vielfältig das Medium Radio einsetzbar ist, so vielfältig und inter-

„48 Prozent aller Social Media Nutzer sind gleichzeitig Fans © Christoph H. Breneis

eins Radiosenders.“ joachim feher, ceo mediacom, über das mediennutzungsverhalten der generation internet und der bleibenden affinität zum medium radio

Die glücklichen Radio Award-Gewinner aller drei Kategorien gemeinsam mit dem Organisatoren beim 12ten Radio Research Day.

essant war auch das Programm der diesjährigen Fachveranstaltung, die von mehr als 300 Radioexperten, Marketing- und Werbe-Fachleuten, Mediaplanern, Kreativen sowie Medienforschern besucht wurde, um interessante Referenten und Gesprächspartner zu treffen.

Bauch trifft Herz Den Beginn des sehr aufschlusreichen Vortragsreigen machte Prof. Gerd Gigerenzer vom Max Planck-Institut, Berlin, der eine Anleitung dazu gab, wir man „gute Entscheidungen“ trifft. Dabei sei es wichtig zu unterscheiden, ob man bei einer Entscheidung auf Erfahrungen aufbauen könne, so Gigerenzer. Auf Basis heuristischer Verfahren getroffene Entscheidungen

sind somit Bauchentscheidungen und werden nicht nach rationalen Kriterien abgewogen. Die AUAAktion „Romantic City Break – der schönste Liebesbrief ist ein Flugticket“ präsentieren Christina Jung, Werbeleitung bei Austrian, und Tina Hofbauer, Geschäftsleitung Panmedia, als Fallbeispiel dafür, wie Radio ein ideales Komplementärmedium zu Online sein kann und dass Radio Konsumenten zum Handeln bewegt, also Interaktion bewirkt: Die Anzahl der verkauften Tickets stieg im Kampagnenzeitraum um 85% im Vergleich zum Vorjahr! Volkmar Kramarz, Dozent für Musikwissenschaften an der Universität Bonn, unterhielt und aktivierte die Gäste in seinem kurzweiligen Vortrag zum Thema, was

Musik, Werbemusik und Jingles zum Hit machen. Seine These, die er dann auch mit Formeln in Form von Ton-Abfolgen belegte: Es gibt standardisierte, immer wieder in gleicher Form auftretende Harmoniemuster, die für den Erfolg von Musik – und damit auch für das Gelingen einer Werbemelodie – ausschlaggebend sind. Den Abschluss der Vorträge gab Joachim Feher (CEO der MediaCom Austria), der mit eindrucksvollen Bildern und Charts beleuchtete, wie

sich das Mediennutzungsverhalten der „Generation Z“, die bereits mit digitalen Medien aufgewachsen ist im Vergleich zu den Generationen davor massiv verändert hat.

Radio hat hohen Stellenwert Aber: Trotz der neuen Übertragungskanäle und Kommunikationsmittel – allen voran dem Internet – hat auch in dieser jungen Zielgruppe der 14- bis 24-Jährigen das Medium Radio einen beson-

ders hohen Stellenwert. „Radio hat den Sprung in die nächste Generation geschafft“, so Fehers Analyse zur ungebrochenen Beliebtheit des Mediums Radio – auch in der „Generation Z“. Den Abschluss dieser hochkarätigen Fachveranstaltung bildete die Verleihung des „RMS Radio Award“, der heuer bereits zum siebten Mal an Auftraggeber, Kreativ- und Mediaagenturen vergeben wurde. Ermittelt werden die erfolgreichsten Radiospots aus insgesamt 336 getesteten Spots aus der Sujet-Datenbank von Focus Media Research, die im Erhebungszeitraum von März 2011 bis Februar 2012 neu on air gegangen sind. Anhand relevanter Kriterien wie Spotbekanntheit, Markenimpact und Imagebeurteilung werden die besten Spots ermittelt. Alle in diesem Zeitraum analysierten Sujets wurden mithilfe einer Cluster-Analyse in Kategorien zusammengefasst, die sich sehr deutlich voneinander unterscheiden. Es wurde aus jeder Kategorie der Beste mit dem Radio Award ausgezeichnet. Und die Jury, die letztlich über die Sieger entscheidet, ist eine der objektivsten und unbestechlichsten – nämlich die Hörer, also die Konsumenten. Und Doris Ragetté, Organisatorin des Radio Research Day, fasste wiederum die wirklich höchst gelungene Fachveranstaltung zusammen: „Mit dem ‚Radio Research Day‘ ist es wieder einmal gelungen, das Medium ‚Radio‘ in das ihm gebührende Rampenlicht zu rücken. Und auch mit der Etablierung des ‚RMS Radio Award‘ denken wir, einen relevanten Beitrag für die Mediengattung Radio zu leisten.“    www.rms-austria.at

D i e P r e i s t r ä g e r d e s 7 . RM S Rad io Awar d 2012

Kategorie „Speedies“ „Top Seller“ „Permanent Performer“

Auftraggeber Universal Versand Porsche Austria „VW Passat“ Österr. Lotterie „Rubbellose“

Kreativagentur Reichl und Partner Halsinger, Keck Headquarter Strnat & Strnat

Mediaagentur Reichl und Partner Porsche Werbemittlung Omnimedia

Kampagne Selbstbewusstsein und -vertrauen stärken

tipp des tages

Ins Hotel konnte ich ihn nicht mitnehmen Ein Glück: Andrea Maria Dusl erlebt viel. Ein größeres Glück: Die stilistische Brillanz und sprachliche Originalität, mit der die Autorin von „Boboville“ ihre vielen Erlebnisse beschreibt. In sieben skurrilen Odysseen entführt uns die begnadete Beobachterin Dusl via sechs traumhaften Metropolen zu ihrer schwarz-weiß changierenden Seele. Voll Witz und Selbstironie: „Ich kann die Welt nur aus mir heraus sehen und beschreiben. Was ich nicht erlebt habe, existiert nicht.“ 160 Seiten, 11,5 x 18,5 cm, Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen, 19,90 €, ISBN: 978-3-99300-064-6

Wien. Das Austrian Chapter der International Advertising Association IAA greift das 2010 zum geflügelten Wort mutierte „Wutbürger“ auf und sendet mit der neuen Kampagne 2012 eine klare Botschaft: „Österreich ist größer als man denkt“ und fordert „Mut statt Wut“. Ziel der Kampagne sei es, das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen der Österreicher zu stärken und „eine Bewegung innerhalb der Bevölkerung, Wirtschaft und Politik auszulösen“, so IAA-Präsidentin Martina Hörmer. Dafür wurden sieben Testimonials gewählt, die innerhalb und außerhalb der Grenzen durch Leistungen und Talent Bedeutung erlangt haben; sie sollen als Vorbilder fungieren und die vorhandenen Potenziale in Österreich unterstreichen. Ute Bock, Désirée Treichl-Stürgkh, Gery Keszler, Gerhard Zeiler, Günter Thumser, Claus J. Raidl und Attila Dogudan stellten ihr Gesicht zur Verfügung. „Wut bringt weder die Wirtschaft noch die Gesellschaft vorwärts – wir wollten nicht tatenlos zusehen. Die IAA als Sprachrohr

der Kommunikationswirtschaft will eine Botschaft an Österreich senden“, so Präsidentin Hörmer. In einer gemeinsam mit dem Creativ Club Austria durchgeführten Ausschreibung suchte man kreative Köpfe für die Realisierung der Kampagne.

Sieben Testimonials Als Gewinner des Wettbewerbs gingen Creativ Direktoren Bernhard Grafl und Gerd Turetschek hervor, die unter der Kampagnenkoordination von IAA-Vorstandsmitglied Mariusz-Jan Demner verantwortlich für die präsentierten Sujets zeichnen. „Wenn man genau hinschaut, sind wir in Österreich großartig unterwegs – wir wollen mit der Kraft der Kommunikation vorzeigen, wie es geht“, so Demner. Die Kampagne, deren Schaltvolumen laut IAA über eine Mio. € beträgt, wird sich in Print, Außenwerbung, Online, TV und Radio wiederfinden. Der erste Plakatdurchgang wurde bereits dieser Tage affichiert. (hof)

© IAA

© Metroverlag

IAA für Mut statt Wut

Prominente Testimonials wie Gerhard Zeiler werben für die Initiative der IAA.


marketing & agenturen

Freitag, 22. Juni 2012

medianet – 9

Search Marketing Die Möglichkeit, zu bestimmen, wann welche Themen in der Suche des Konsumenten zu welchen Kosten eingekauft werden sollen

Im Gespräch mit medianet erläutert Andreas Glänzer (­iProspect Austria & Adriatics, einer Unit der Aegis Media in Wien), was digitale Soziologie kann und welchen Nutzen sie für seine Kunden hat. Wien. Search-Marketing hat in den letzten Jahren ein immenses Wachstum erfahren. Andreas Glänzer, selbst übrigens ehemaliger Google-Mitarbeiter, dazu: „Die Suchpfade der Konsumenten können heute sehr gut analysiert werden. Über ausgefuchste Algorithmen können wir bestimmen, welcher Klick an welcher Position der Consumer Journey wie viel wert ist. Es geht uns darum, die Logik hinter den Suchpfaden zu entdecken und die Angebote dementsprechend zu platzieren.“

auf das Suchverhalten auswirkt, dann muss das schon frühzeitig berücksichtigt werden. Hier können enorme Synergieeffekte erreicht werden.“ Technische Messungsund Datenverknüpfungstechniken werden neben dem traditionellen psychologischen Gespür des Werbers immer wichtiger.

Gesucht wird immer Das technische Verständnis des Diplomkaufmanns Andreas Glänzer kommt ihm auch beim Performance-Management zugute: „Es geht uns darum, die Kampagnen auf allen Ebene optimal zu steuern; das umfasst die Definition von messbaren qualitativen und quanti-

tativen Zielen, das Design, das Tracking, die Analyse sowie schlussendlich auch das entsprechende Einkaufsmodell dahinter. Der Kunde will keine Hoffnungen bezahlen, sondern Ergebnisse bekommen.“ Beim Performance-Management sind ähnliche Mechanismen am Werk wie beim Search-Marketing: Durch die Begleitung des Kunden über den gesamten Kaufprozess hinweg und die Analyse der Trigger-Momente des Konsumenten ist es möglich, ein günstiges und transparentes Werbemodell für den Kunden zu schaffen. Der Kunde wolle keine Black Box kaufen, sondern genau wissen, wie er seine Kunden am effizientesten erreicht. Die Krise fürchtet Glänzer für

seine Sparte nicht, denn in Zeiten knapper Budgets sei es den Kunden umso wichtiger, genau zu wissen, welchen Nutzen sie von ihren Kampagnen haben. Er sieht für die nächste Zukunft zwei Ziele: „Wir wollen die Entwicklung von performance-bezogenen Einkaufsmodellen weiter vorantreiben, denn ein Werber muss wissen, wofür er Geld investiert. Daran führt kein Weg vorbei. Und zweitens muss ‚Search‘ in allen Kampagnen den notwendigen Platz bekommen, denn Search passiert ununterbrochen. Jede Sekunde suchen potenzielle Käufer einer Marke ein Produkt und Search bietet die kostengünstigste Möglichkeit, dauerhaft on air zu sein.“  (mv)

„Die Suchpfade der Konsumenten können heute sehr gut analysiert werden.“ Andreas Glänzer, iProspect

Diese Technik des Search Marketings ermöglicht etwa eine präzise Bestimmung, wann welche Themen in der Suche eines Konsumenten zu welchen Kosten eingekauft werde sollen. „Weiterhin spielt die optimale Verknüpfung des Search Marketings mit klassischen Mediakanälen wie TV oder Print eine wichtige Rolle. Wenn man weiß, wie sich beispielsweise ein TV-Spot

VÖZ Generalversammlung

Wiedergewählt

Wien. Hans Gasser wurde heute, Donnerstag, bei der 59. Generalversammlung des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ) einstimmig als Präsident wiedergewählt. Der Vorstandsvorsitzende der „WirtschaftsBlatt Verlag AG“ tritt damit seine zweite Amtsperiode an. Neu im Präsidium des Verlegerverbands sind Axel Bogocz (Verlagsgruppe News) als Schriftführer des VÖZ und Gerda Schaffelhofer (Die Furche) in der Funktion des Kassiers. Die gesamte VÖZ-Führung gibts auf  www.medianet.at

ÖBB RAIL AD 2012 Der Kreativ-Werbepreis der ÖBB In den Kategorien Bahnhof, Zug, Bus, Dialog, Mediamix und Innovation wird das beste Projekt in Real und Vision gekürt. Gewinnen Sie Out-of-Home Werbezeit im Gesamtwert von € 100.000,-. Eine Expertenjury und ein Online-Voting ermitteln die Sieger. Alle Informationen auf oebb-railad.at

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WiBl-Chef Hans Gasser wurde abermals zum VÖZ-Präsidenten gewählt.

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© iProspect

Potenzial der Digitalen Soziologie

Andreas Glänzer (iProspect Austria & Adriatics): Kunden wollen keine Blackbox.


M a rk e t i ng & M e d i e n

10 – medianet

Etat International

Czerny ­Plakolm für cremesso

Freitag, 22. Juni 2012

Kampagne bz-Wiener Bezirkszeitung stellt in neuer Citylight- und Radio-Kampagne das Produkt in den Mittelpunkt

„Kane Gschichtldrucker“

USP Regionalität soll künftig nicht nur inhaltlich, sondern auch bei Inseraten weiter gestärkt werden.

Peter Czerny und Gerhard Plakolm freuen sich über einen Neukunden.

Wien. Die Wiener Agentur ­Czerny Plakolm konnte sich in einer Wettbewerbspräsentation für die Schweizer Kaffee-KapselMarke cremesso durchsetzen und sowohl die österreichische Geschäftsführung wie auch das Schweizer Management überzeugen. Die Zusammenarbeit mit cremesso läuft seit Mai und wird in enger Kooperation mit der langjährigen cremesso PRAgentur Open-PR durchgeführt. Der Kampagnen-Schwerpunkt wird im Herbst und vor Weihnachten liegen. cremesso ist die internationale Marke des Schweizer Unternehmens Delica. Delica verarbeitet pro Jahr ungefähr 11.000 t Rohkaffee und ist somit eine der größten Röstereien der Schweiz. Jährlich werden neben vielen anderen Kaffeeprodukten auch etwa 150 Mio. Kapseln für cremesso und den Schweizer Markt produziert.  (red)

Wien. Die bz-Wiener Bezirkszeitung geht werblich in die Offensive: Standen in der vorjährigen Kampagne noch deren Leser im Vordergrund, so liegt der Fokus der aktuellen Kampagne ganz am Produkt selbst. „Nach den vielen Verbesserungen 2011 sowohl im Layout als auch redaktionell hin zur kundenund serviceorientierten bz sind wir so weit, unser Leistungsversprechen voll und ganz zu halten – deswegen gehen wir in der Werbung mit dem Produkt hinaus“, erläutert Romana Stelzl, Verlagsleiterin bz, die Absichten hinter der neuen Kampagne. Auf Citylights in ganz Wien wird die bz großflächig gezeigt; mit der in Wienerisch gehaltenen Headline soll „unser USP, die Regionalität und Lokalität herausgestrichen werden“, ergänzt Florian Ritzer, der gemeinsam mit Ina Wegl verantwortlich für die Inhouse konzipierte und realisierte Kampagne zeichnet.

Nah dran am Leser Aufgegriffen wurde der Kampagnenclaim „Mia san kane Gschichtldrucker“ auch für den gemeinsam mit der Wiener Kommunikationsagentur „die freundschaft“ umgesetzten Radiospot. Dabei fungiert „Urwienerin“ und Schauspielerin Hilde Sochor als „Gschichtldrucke-

© Wiener Bezirkszeitung

© Czerny Plakolm

Jürgen Hofer

Die bz-Wiener Bezirkszeitung will mit neuer Kampagne noch näher am Leser sein.

rin“, die auf amüsante und unterhaltende Weise Unwahrheiten erzählt – aus dem Off unterbrochen führt der Hinweis zur Wahrheit: zur Wiener Bezirkszeitung. Neben der aktuell laufenden Kampagne macht die Wiener Bezirkszeitung auch in der täglichen Arbeit aktiv einen Schritt auf seine Leser zu: Zum einen können interessierte Leser einmal im Monat einer Redaktionssitzung außer Haus beiwohnen und auch selbst

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Themen, die sie interessieren, einbringen. Zum anderen wird künftig der Schwerpunkt noch mehr auf die einzelnen Bezirke und Grätzel gelegt. Mit 23 Mutationen, die nicht nur Blattinneres, sondern auch eigene Titelblätter, speziell zugeschnitten auf den jeweiligen Wiener Gemeindebezirk, bieten, ist man redaktionell sehr nah dran am Leser. Gestärkt wird nun aber auch der Bezirksverkauf im Inseratenbereich: „Wir wollen Nahver-

sorger sein für Wien – redaktionell wie auch bei den Anzeigen“, so Stelzl. Deshalb gehe man bewusst in die Bezirke und biete auch kleinen Unternehmen die Möglichkeit, adäquat und zielgruppengerecht Werbung zu schalten. „Nur bei uns kann sich der Frisör ums Eck Werbung leisten und so Platzhirsch in seinem Grätzel werden“, zeigt sich Stelzl überzeugt. Werbekunden können genau differenzieren, in welchem Bezirk sie ihre Botschaft verbreiten möchten. „Geomarketing wird speziell von kleinen Kunden sehr geschätzt, weil wir Arbeit abnehmen und Hilfestellung leisten. Der Frisör ums Eck will sich nicht mit komplizierten Zielgruppendefinitionen beschäftigen, er will einfach seine Botschaft verbreiten um seine Kundenfrequenz und Umsatz zu erhöhen“, so Stelzl weiter. Dieser strategische Ansatz, Wien inhaltlich nicht nur als Ganzes zu zeigen, sondern auf kleine Einheiten herunterzubrechen, spiegelt sich auch in den Zahlen wider: „Trotz starken Wachstums im lokalen Bezirksverkauf liegt für uns immer noch hohes Potenzial in diesem Bereich – schließlich kann man nur in der bz jede Woche Inserate in einzelnen Bezirken schalten“, so Stelzl, die mit einer wöchentlichen Auflage von 625.000 Exemplaren direkt in die Postkästen der Wienerinnen und Wiener geht.

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Freitag, 22. Juni 2012

fa c ts & b a c k g r ou n d s

medianet – 11

Schub nach vorn Das bekannte VideoNetwork der SevenOne Media Austria begibt sich auf ein neues Innovations-Level

SevenOne: 7 Screens – 1 Spot Wien. Kürzlich stellte die SevenOne Media unter dem Motto „7 Screens – 1 Spot“ ihre neue MultiscreenStrategie vor: Durch die Multipräsenz auf sieben unabhängigen Screens haben Werbekunden nun die Möglichkeit, den Impact auf ihre Zielgruppen auf verschiedenen Plattformen zu erhöhen. Neben der Website puls4.com und ihrer mobilen Version bietet SevenOne Media nun auch die brandneue Puls 4App für iPhone, iPad und Android Smartphone sowie die innovativen Screens Samsung Smart TV und HbbTV. „Die Vielfalt der Screens ist für ein Bewegtbild-Unternehmen eine große Chance und eine große Herausforderung“, erläuterte Michael Stix, Geschäftsleitung ProSiebenSat.1 Austria Gruppe. Für Werbekunden bedeutet die MultiscreenStrategie, dass durch die Präsenz eines Spots auf allen Plattformen ein zusätzlicher Werbedruck und

eine Reichweitenmaximierung generiert werden kann. „Die Multiplikation der Screens bewirkt einen verstärkten Kontakt mit dem Konsumenten. So kann der Impact für den Werbekunden beträchtlich gesteigert werden.“ „Der Consumer muss den Content sofort auffinden können, unabhängig davon, welche Hardware er nutzt und davon, wo er sich gerade befindet.“ Die Puls 4-App, die erst vor wenigen Tagen gelauncht wurde, wurde über Nacht mit 20.000 Downloads zur Nummer 1 der DownloadCharts in der Sparte ‚Unterhaltung‘. Für diese neue App sollen exklusive Formate produziert werden: „In 100

Sekunden informiert“ kondensiert den Content des AustriaNews Networks und von Pink!, Österreichs erstem Starmagazin. Außerdem sollen alle Tore der Uefa Champions League als Clips verfügbar gemacht werden – besonders interessant für eine junge Zielgruppe. Im Bereich Smart TV wurden in Kooperation mit Samsung innovative Apps entwickelt, mit denen der Konsument sich alle Puls 4-Clips im TV ansehen kann. Gerald Reitmayr, Director Consumer Electronics Samsung Österreich, Schweiz, Slowenien erläutert: „Mit Samsung Smart TV werden die besten und beliebtesten Apps und Sendungen

Spot Markenbotschafter

Roger Federer wirbt für Jura

© Jura

»Ja, wecken Sie ihn.«

Die Schweizer Marke Jura will mit dem Tennisprofi neue Kunden gewinnen.

Wien/Zürich. Der Schweizer Premium-Kaffeevollautomatenhersteller Jura möchte in Österreich expandieren. Das soll auch mittels Markenbotschafter Roger Federer und neuen TV-Spots gelingen, die seit 8.6. auf ORF 1 und ORF 2 laufen. Darin baut Roger Federer ein Tennisfeld voller Tassen mit – von Jura zubereitetem – Kaffee auf, nimmt schließlich eine heraus und trinkt sie. Am Spotende schlägt er auf und der Ball trifft genau in die leere Stelle des zuvor getrunkenen Kaffees. Die Botschaft dahinter: Genauso vollendet und akkurat wie Roger Federer spielt, sollen auch die Kaffeemaschinen von Jura arbeiten. Für den Dreh selbst wurden über 600 Kaffeegläser gefüllt und gefilmt, abschließend wurde der Tennisplatz in der Postproduktion vervollständigt. Stolz zeigt sich auch Jura Österreich-Chef Andreas Hechenblaikner: „Der Spot hilft uns bei der Differenzierung zum Mitbewerb und spricht unsere Zielgruppen optimal an.“ Credits: Agentur Publicis, Zürich Creative Director Ralph Halder Art Director Bruce Roberts und Daniel Kobi Text Albert Matzinger und Jan Krohn FFF Derya Derdiyok Beratung Lena Jaggi Filmproduktion Panam-Film, Zürich Produzent Frank Estermann Regie Andreas Hoffmann Kamera Jean Poisson CGI Gravity/Israel

ins Wohnzimmer der Kunden geholt – und zwar immer dann, wenn diese Lust darauf haben; ganz nach dem Motto ‚Sei dein eigener Programmdirektor‘. Wir freuen uns darüber, den gern gesehenen Puls 4 Sendungen das ‚entsprechende Großformat‘ geben zu können.“ Bei der Entwicklung von neuen Formaten und Apps für HbbTV, eine neue hybride Plattform, bei der das TV Signal und online Content am TV-Gerät abrufbar wird, ist SevenOne First Mover in Österreich. Annähernd 100% der HbbTV-Geräte und rund 50% der internetfähigen Fernseher in Österreich stammen von Samsung.  (mv)

© SevenOne Media Austria/Albert

Unter dem Motto „7 Screens – 1 Spot“ stellt SevenOne Media Austria ihre neue Multiscreen-Strategie vor.

Michael Stix und Gerald Reitmayr bei der Präsentation der MultiScreen-Strategie.


Marketing & Agenturen

12 – medianet

Freitag, 22. Juni 2012

Cannes Lions Wiener Agentur konnte Jury bei Werbefestival in Cannes mit Arbeit für McDonald’s Österreich/McCafé überzeugen

Auszeichnung in Cannes: DDB Tribal holt Press Lion in Bronze (Palestina and Israel)“ im Auftrag von Benetton. In den Kategorien Film, Film Craft, Titanium & Integrated sowie der neuen Kategorie Branded Content & Entertainment haben noch insgesamt 27 Arbeiten Chancen auf einen Löwen. In der Kategorie Film wurden 23 österreichische Arbeiten eingereicht, bei Film Craft und Titanium & Integrated jeweils eine und in der heuer erstmals prämierten Kategorie Branded Content & Entertainment wurden zwei heimische Arbeiten eingereicht. Ob sich daraus noch der eine oder andere Shortlistplatz oder sogar ein Löwe ergibt, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen, wenn die Film-, Titanium & Integrated-, Film Craft- und Branded Content & Entertainment-Short-lists bekannt gegeben werden, bzw. bei der Gewinnerauszeichnung am Samstag, dem 23. Juni, im Palais de Festival in Cannes.

Jürgen Hofer Leo Grübl

Wien/Cannes. Aufatmen bei Österreichs Werbetreibenden in Cannes: Nach dem Vorjahr ohne einen Löwen für Österreichs eingereichte Arbeiten konnte heuer nach Halbzeit des Werbefestivals der erste Löwe abgestaubt werden. Die Kreativen von DDB Tribal Wien sicherten sich mit ihrer Kampagne für McDonald‘s Österreich/ McCafé den „Press Lion“ in Bronze; die Jury wurde dabei mit den Vorher-Nachher-Sujets „A.M.P.M Blonde Girl“ und „A.M.P.M Brunette Girl“ überzeugt. Insgesamt 6.056 Arbeiten aus 72 Ländern wurden eingereicht, darunter 53 Kreativarbeiten aus Österreich. Die Jury – unter dem Vorsitz von Khai Meng Tham, Worldwide CCO Ogilvy & Mather – prämierte aus den Einreichungen 94 Werke mit Löwen. Der „Press Grand Prix“ ging dieses Jahr an Fabrica Treviso/72andsunny Amsterdam für die aufsehenerregende Bruderkuss-Kampagne „Unhate

Young Lions Competition

© Cannes Lions

Diese einzigartige Atmosphäre im Palais des Festival konnte be-

Cannes steht noch bis 23. Juni ganz im Zeichen des bedeutenden Werbefestivals.

Etat Donau Versicherung

reits Leo Grübl, Young Lions Media Gewinner für Österreich und Mindshare Digital Marketing, als Teilnehmer genießen. Exklusiv für medianet schildert er seine Eindrücke: Im Untergeschoß des ehrwürdigen Gebäudes erhielt er mit 27 anderen Teams aus aller Welt das Briefing für Auftraggeber „The Big Issue“ – vergleichbar mit der Straßenzeitung Augustin in Österreich. „Ziel war es, der Bevölkerung in Großbritannien klar zu machen, dass ein Big Issue Verkäufer kein Bettler ist, sondern einen seriösen Job nachgeht. Weiters sollte eine Idee für Plattform entwickelt werden, wo die Verkäufer ihre Story erzählen können. Und das alles ohne Mediabudget“, so Grübl über die knifflige Aufgabenstellung. Gemeinsam mit Kollegin Sophie Leitner befasste man sich den Sonntag über mit der Ideenfindung; ein rundes Konzept und eine klare Idee zur Vorgabe gefunden, wurde am Montag die Präsentation vor der Jury vorbereitet. Dass Cannes dabei nicht immer nur Sonne und Strand bedeutet, mussten die beiden Österreicher bald einsehen: „Wer sich jetzt einen angenehmen Arbeitsplatz mit Blick auf das Meer vorstellt, müssen wir leider mit der Realität konfrontieren. Es war ein dunkler Raum ohne Fenster. Ein Land nach dem anderen war an einem langen Tisch aufgereiht und arbeitete an seiner Präsentation. Links von uns war das Team aus der Niederlande, rechts Portugal.“ Nach fast 52 Stunden Wettbewerb, die laut Grübl unendlich erschöpfend waren, musste Team Österreich um Punkt 16:15 Uhr der Jury seine Idee präsentieren – und überzeugen. Dazu haben die Teilnehmer der Young Lions Competition exakt fünf Minuten Zeit. Auch wenn die österreichische Perfor-

Diese Sujets brachten DDB Tribal Wien in Cannes den „Press Lion“ in Bronze.

mance nicht ganz zum Sieg reichte und man den Nachbarn aus Tschechien gratulieren musste, zeigte sich Grübl zufrieden: „Persönliches Resümee: Trotz keiner Medaille sind wir mit unserer Performance

zufrieden. Wir haben sehr viel aus dem Bewerb mitnehmen können.“ Der kompletten Blog von Leo Grübl findet sich auf www. medianet.at und auf twitter.com/ medianet_at

Bewegtbild West4Media-GF Alexander Strohmer über Wichtigkeit hochwertig produzierter Videoinformationen

pjure isobar ­gewinnt Pitch

„Bedeutung von Corporate TV steigt enorm“ Wien. Der Film- und Fernsehproduzent West4Media versteht sich nicht nur als Zulieferer für TV-Anstalten, sondern – internationalen Trends Rechnung tragend – auch als Corporate TV-Produzent. „Wenn Menschen die Wahl zwischen Video- und Printinformationen haben, greifen über 90% zum Video“, verdeutlicht Alexander Strohmer, Gründer und Geschäftsführer der

Wien. In ganz Österreich lassen sich zurzeit österreichische Dialekt-Aussprüche auf Plakaten bestaunen. Dahinter steckt keine Fremdenverkehrswerbung, sondern die neue Kampagne der Donau-Versicherung. Diese konnte das Team der Wiener Kreativagentur pjure isobar in einem Pitch für sich gewinnen.

West4Media, die Tragweite von Corporate TV. „Die Macht der Videos wird immer stärker, und als Unternehmen muss man sich überlegen, mit welchen Inhalten man das Interesse der Leute wecken kann“, so Strohmer. Basis jeder Produktion sei dabei, Nutzen für den User zu stiften. „Einfache Imagevideos, oft schlecht produziert, mit Selbst-

© west4media

Überraschende Dialektsager Mit freudig überraschten Dialekt-Sagern, die in der Auflösung Donau-spezifisch übersetzt werden, punktet die neue Kampagne. Jedes Bundesland bekommt sein eigenes Plakat, und das 2012 gleich in drei Wellen. Die Idee des „Donau-Sprachkurses“ wird auch im Hörfunk und anderen Medien konsequent weitergeführt. Helmut Kosa, Geschäftsführer pjure isobar, über den gewonnenen Etat: „Die Donau Versicherung ist eine der erfolgreichsten Versicherungen Österreichs und wir freuen uns, sie bei ihrer weiteren Entwicklung tatkräftig unterstützen zu dürfen.“

© DDB Tribal Wien

Leo Grübl für medianet exklusiv über die herausfordernde Teilnahme an der Young Lions Competition in Cannes.

Alexander Strohmer sieht die Bedeutung von Corporate TV enorm steigen.

beweihräucherung, funktionieren nicht“, verweist Strohmer auf die Sinnhaftigkeit qualitativ hochwertiger Unternehmenspräsentationen. Billig wirkende Videos würden oft den gegenteiligen Effekt erwirken, nämlich viel mehr einen Imageschaden als -steigerung.

Vielseitig einsetzbar Eingesetzt werden können Ergebnisse von Corporate TV als Information auf der eigenen Homepage oder im Intranet, für eLearning, auf Messen und Events, am Point of Sale, als Bewegtbildinhalt auf mobilen Apps bis hin zu Sozialen Netzwerken wie Facebook oder YouTube. Gerade hier mache der virale Effekt interessantes Unternehmensmaterial umso wertvoller. „Wenn ein Unternehmen mit der richtigen Strategie Bewegtbild-Kommunikation betreibt, kann auch Geld gespart werden. Faktisch jede Abteilung eines Unternehmens hat Kommunikationsaufgaben. Wenn man diese bündelt und Rohmaterial für alle Abteilungen produziert,

können viele Videos zu geringen Kosten produziert werden“, so Strohmer. Sinn mache dabei die Produktion von Material, das den technischen Standards des ORF entspreche, da man somit das firmeneigene Material Fernsehsendern zur Verfügung stellen könne. Strohmer weiter: „Es kommt immer öfter vor, dass Fernsehsender Material von Firmen annehmen und verwenden. Die journalistische Verantwortung bleibt beim Sender, was er wie verwendet und das Unternehmen hat die Kontrolle, welches Material der Sender bekommt – eine Win-Win-Situation für beide Seiten.“

Material-Güte ist wichtig Auch in Zeiten steigender Videonutzung im Internet sei es wichtig, dass User Material über Firmen vorfinden. „Wenn ich kein offizielles Videomaterial über ein Unternehmen finde, werde ich auf den zahlreich vorhandenen User generated Content zurückgreifen – diese Inhalte kann ich nicht beeinflussen.  www.west4media.at


Marketing & Agenturen

Freitag, 22. Juni 2012

medianet – 13

Mediaplanung „Revolvierende Optimierung“ und transparente Preismodelle

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Media mit Verstand

Visual Kings: WebTV und Social Media Leonding. Die Multimedia-Agentur Visual Kings Media gilt seit mehr als zehn Jahren als oberösterreichischer Vorreiter in den Bereichen WebTV, Digital Marketing und Social Media. Das Unternehmen unter der Leitung von Alexander Hölzl bietet neben Filmproduktion, Community Management, Public Relations, Transmedia Storytelling und Medien-/Webdesign auch New-Media Schulungen. Zudem ist Hölzl der Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller von „Paradise Island“, der mit über 1,4 Mio. Zusehern pro Folge erfolgreichsten WebTV Trash-Krimiserie im deutschsprachigen Internet; seine Firma produzierte auch den stark polarisierenden NGO Image- und Kinospot für Oiko Credit in Form von kindlicher 2D-Animation im iPhone-AppLook. Aktuell arbeitet Hölzl mit dem österreichischen Autor ­Andreas Huber an einem apokalyptischen WebTV Piloten, der Ende 2012 gedreht werden soll.

Lucy Marx mobil für McDonald’s Österreich Wien/Brunn am Gebirge. Die Mobile Marketing-Agentur Lucy Marx setzt für McDonald’s Österreich die bereits im ­Printbereich bewährten ­Spargutscheine mobil um. ­Damit ist das mobile, individuelle und personalisierte ­Gutscheinheft für alle Handy­ typen optimiert und österreichweit in allen Restaurants einlösbar.

Steigende Bedeutung interaktiver Medien und Multichannel-Challenge.

© Visual Kings

Agenturchef Alexander Hölzl setzt auf die Kraft von Social Media.

Licht für die Welt: PKP BBDO ehrenamtlich Reichl & Partner Media Directors Tatjana Wolfesberger, Sabine Abt und Karina Jäger.

tergrund“, so Jäger; „international leider oft übliche Vorgehensweisen, dass man dem Kunden sagt man verdiene 2%, lukriert aber im Endeffekt ein Vielfaches, gibt es bei uns nicht.“ In der täglichen Arbeit sei man dabei laut Abt „total schräg“, was bedeute, dass kein Ansatz oder keine Idee zu unkonventionell wäre, um es nicht im Sinne der Innovation zu versuchen.

Kombi Reichweite & Qualität Dabei spielen in der Mediaplanung auch neu aufkommende Technologien mehr und mehr eine Rolle: „Die Bedeutung interaktiver Medien steigt stetig. Online und Social Media gehören sowieso schon zum Standardrepertoire, Augmented Reality oder Location Based Ser-

vices werden in der Werbung künftig eine große Rolle einnehmen“, ist Wolfesberger von den Trends der Zukunft überzeugt. Neue Technologien würden bestehende aber weniger verdrängen, als viel mehr ergänzen: „Die geschickte Verknüpfung der Werbung zwischen den verschiedenen Kanälen ist unsere Herausforderung, denn so agiert auch der Konsument.“ Wichtig ist dabei laut Abt nach wie vor die Kombination aus Reichweite und Qualität, denn im Endeffekt werde man an den Zahlen gemessen: „Im Bereich Media muss man Emotion ausblenden und nackte Zahlen sprechen lassen – und erst im zweiten Schritt die Emotion einbringen“, so Abt nüchtern, denn schließlich entscheiden messbare Faktoren über den Erfolg einer Kampagne.

© PKP BBDO

Wien/Linz. Mediaplanung befindet sich durch Budgetkürzungen und neu aufkommende Technologien im Wandel. medianet hat Sabine Abt, Karina Jäger und Tatjana Wolfesberger, Media Director bei Reichl und Partner, zu einer Bestandsaufnahme gebeten. „Am Ende des Tages geht es zunehmend um Optimierungsqualität“, so Abt über die oberste Prämisse ihres Tuns. Dabei vertraue man nicht nur auf Computermodelle, sondern vor allem auf den Verstand. „Wenn wir in den Nachrichten hören, dass in Italien ein Erdbeben war, werden wir überdurchschnittliche Einschaltquoten bei Nachrichtensendungen haben“, erklärt Wolfesberger, „und dann platzieren wir Werbung bewusst auf diesen Sendeplätzen.“ Diese „revolvierende Optimierung“ verlange laut Abt „volle Energie“ bei der Optimierung der Mediaplanung, mache sich aber am Ende des Tages für den Kunden spürbar bezahlt. Neben dieser ständigen Optimierung würde man seine Kunden bei Reichl und Partner auch beim Mediaeinkauf überzeugen können: „Wir können aufgrund unserer internationeln Erfahrung und Know-how dem Kunden klipp und klar sagen, was wie viel kosten darf – zudem hat der Kunde ein transparentes Preismodell im Hin-

© Reichl und Partner (3)

Jürgen hofer

Andreas H. Bitesnich und PKP BBDO mit starken Bildern.

Wien. „Grauer Star“ heißt die ehrenamtlich erstellte Plakatkampagne der Werbeagentur PKP BBDO und Starfotograf Andreas H. Bitesnich für „Licht für die Welt“. „Es ist die perfekte Kombination aus Ästhetik und Emotion – die Botschaft bekommt dadurch enorme Kraft. Trotzdem die Augen geschlossen sind, fühlt man sich ‚verfolgt‘, kommt nicht daran vorbei“, so Jana Wiedemann, Senior Consultant von PKP BBDO.

Firmenpost – immer öfter digital Sparen mit den Scanpoint-Spezialisten: Tochterunternehmen der Österreichischen Post liefert effizientes Datenmanagement. Wien/Österreich. Zuordnen, weiterverteilen, kategorisieren und archivieren – die Bearbeitung der täglichen Eingangspost stellt im Unternehmensalltag einen zentralen Zeit- und Kostenfaktor dar. Im Kampf gegen den Papierkrieg wird daher die Digitalisierung von Informations- und Geschäftsprozessen ein immer entscheidenderer Faktor. Wer die professionelle Umsetzung, die einer komplexen ITInfrastruktur und geschulter Mitarbeiter bedarf, in den richtigen Händen wissen will, ist bei den Experten der Scanpoint GmbH, einem Tochterunternehmen der Österreichischen Post AG, bestens aufgehoben.

PROMOTION

Im Sinne eines modernen Infrastruktur- und Ressourcenmanagements werden für Kunden aller Branchen die Tagespost und Geschäftsakten in digitale Datenströme verwandelt. Aber auch die Abwicklung und Aufbereitung von Gewinnspiel- und Kundenbindungsprogrammen ist Teil des Scanpoint-Portfolios. „Der sichere Informationstransport, eine schnelle, automatisierte Weiterbearbeitung von geschäftsrelevanten Daten sowie ein zeit- und ortsungebundenes, prozessoptimiertes Zugriffssystem schaffen so einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil“, so Martin Ferger, Geschäftsführer der Scanpoint GmbH.

Wettbewerbsvorteil durch digitale Postzustellung: Scanpoint schafft die Voraussetzung für modernen Workflow.

Richtige Entscheidung

© Scanpoint GmbH

Breites Kunden-Portfolio

tern geöffnet, aufbereitet, nach Inhalten klassifiziert und anschließend digitalisiert. Die Dokumente selbst, inklusive der extrahierten Daten, stehen in weiterer Folge zum Server-Download zur Verfügung. Der Vorteil: Schon am Vormittag kann das Haubenberger-Team auf alle relevanten Lieferdokumente des Vortags zugreifen, diese bearbeiten und somit rasch auf Kundenanliegen reagieren.

Auf Wunsch wird neben der Aktenabwicklung auch die gesamte Archivverwaltung extern gesteuert; das senkt den Lager- und Verwaltungsaufwand. Je nach Kundenwunsch übernimmt Scanpoint zudem die gesamten Papierbestände, die in Post-Sicherheitszentren deponiert oder auf sicherem Wege der Vernichtung zugeführt werden. Dass digitalisierte Arbeitsprozesse weiter um sich greifen, zeigt eine immer größere Zahl überzeugter Scanpoint-Kunden. Neben der Wüstenrot Versicherung, T-Mobile und der

UniCreditLeasing Austria setzt auch das niederösterreichische Traditionsunternehmen Haubi’s auf den Digital-Support.

Digitales Erfolgsrezept Für den Back-Spezialisten Haubenberger, der täglich 1.800 Großkunden im europäischen Raum sowie in Nah- und Fernost mit tiefgefrorenen Brot- und Gebäckspezialitäten beliefert, hat Scanpoint mit August 2010 die Digitalisierung der Transitpapiere – das sind Lieferscheine, Retour- und Warenbewegungsscheine und Rücksendefor-

mulare – sowie die anschließende Dokumentenbereitstellung übernommen. Monatlich werden so rund 32.000 Dokumente, die früher mehrere Tage zur Bearbeitung viele Kilometer mitreisten, in Expresszeit bearbeitet. Sämtliche DokumentenEingänge laufen dabei über eine Business Center-Adresse in einem der sechs Briefverteilzentren der Österreichischen Post. In einem Sammelkuvert oder Kleinstpaket über den Postweg in ganz Österreich verschickt, werden diese Briefsendungen dort bereits in der Nacht aussortiert und früh morgens von Scanpoint-Mitarbei-

„Es war die richtige Entscheidung, die arbeitsintensive Scanvorbereitung und Digitalisierung der Transitpapiere an Scanpoint auszulagern“, erklärt Thomas Handl, Leitung Organisation & IT der Anton Haubenberger GmbH; der Zeitgewinn sei enorm und auch die Kundenzufriedenheit hätte sich durch die verkürzten Reaktionszeiten spürbar verbessert. „Die Einrichtung einer Scanstelle bei uns im Unternehmen wäre aufwendig gewesen, hätte Kosten verursacht und Personalressourcen verbraucht“, so der zufriedene Experte.

INFO/KONTAKT Scanpoint GmbH Haidingergasse 1, 1030 Wien, Österreich Tel: +43(0)1/512 21 21-0 Fax:+43(0)1/512 21 21-279 39 www.scanpoint.at


B i z-ta l k C LA S S IC

14 – medianet

Freitag, 22. Juni 2012

Preisverleihung

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© Christoph H. Breneis

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3 1. Gold gab es in der Kategorie „Exzellente Media-Strategie“ für Birgit Hösch (seso media group), Claudia Sporer-Goshtai und Tanja Sourek (beide A1 Telekom Austria), Petra Hauser und Susanne Krall (beide OmniMedia) und Athanassios Stallatos (Nitsche Werbung); 2. Der Zipfer Sticky Ad TV Spot gewann dagegen Silber für „Kreative Media-Idee“: Robert Steininger (Draftfcb Partners), Markus Flatz (Brau Union Österreich), Lukas Hetzendorfer und Joachim Feher (beide MediaCom); 3. Den Jury-Sonderpreis erhielten Inez Czerny und Marion Obrist (beide MediaCom), Nora Grundschober und Zsombor Laszlo (Lindt&Sprüngli); 4. Silber für „Exzellente Media-Strategie“ ging an Mario Stadler (Erste Bank), Karoline Sederl-Bartosch (Young & Rubicam) und Sascha Hausner (MEC); 5. In der Kategorie „Kreative Media-Idee“ freuten sich über Gold: Karin Zörner (DDB Tribal), Julian Vedrilla (Ottakringer Brauerei), Alexandra Müller und Daniela Buzek (beide Media1).

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Die besten Werbekampagnen 2011 wurden am 15. Juni im Wiener Konzerthaus ausgezeichnet

Verleihung des Media Awards Ausgezeichnet Spannung pur gab es am 15. Juni im Wiener Konzerthaus, als die eindrucksvollsten Werbekampagnen des Vorjahres bekanntgegeben wurden. Den Gewinnern wurde feierlich der „Media Award“ überreicht, der heuer bereits zum neunten Mal in den Kategorien „Exzellente Media-Strategie“ und „Kreative Media-Idee“ vergeben wurde. Mit dem Sonderpreis der Jury geehrt wurde die überzeugenste Werbekampagne mit einem Budget unter 200.000 €. Wenig überraschend, holten die Werbeprofis von OmniMedia, Nitsche Werbung sowie der seso group Gold für „Exzellente Media-Strategie“, sie hatten den Relaunch von A1 und Telekom zur neuen Monomarke A1 begleitet. Unter großen Jubel nahmen auch DDB Tribal und Media 1 die Goldtrophäe in der Kategorie „Kreative Media-Idee“ entgegen; sie setzten für die Ottakringer Brauerei eine GPS-basierenden Werbekampagne um. Für die gelungene Bewerbung von Küfferle-Schokoladeschirmchen ging der Jury-Sonderpreis an MediaCom. Überhaupt gehörten die Mitarbeiter dieser Wiener Werbeagentur zu den großen Abräumern des Abends, denn auch in der Kategorie „Kreative Media-Idee“ konnte MediaCom zwei Silbertrophäen mit nach Hause nehmen. Den zweiten Platz für „Exzellente Media-Strategie“ erhielt hingegen Young & Rubicam für eine Kampagne der Ersten Bank und Sparkassen. Media Award-Initiator Wolfgang Plasser von Plasser-Consulting zeigte sich sehr zufrieden: „In diesem Jahr wurde eine Fülle sehr aufwendig gestalteter Einreichungen eingesendet; die Jury musste aus insgesamt 105 Mediaprojekte die Besten auswählen.“ (fg)

Gastkommentar „Run over System in die Dumpingfalle“

Joachim Feher (MediaCom).

anno dazumal

Karriere

Mut zu digitalen Werten

Konrad Tretter, APA Europa Der APA-Geschäftsführer ist neuer Aufsichtsrats-Vorsitzender der European Pressphoto Agency (epa). Die epa ist eine der sechs großen internationalen Bildagenturen. Uniqa Schwerer Sturz bei der Abfahrt von Nagano, gefolgt von Goldmedaillen in Super-G und RTL: Diese Erfolgsstory passte perfekt für die ­goldene Privatpension der Bundesländer Versicherungen, für welche ­Hermann Maier als Testimonial diente. Anzeigentext: „Bundesländer ­Versicherung · Austria Collegialität - „Auf geht’s!“ · Die goldene PrivatPension (Sujet „Hermann Maier“).“ Anzeige vom: 1.3.1998.

© APA

© Vangardist

Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Langfristigkeit Sie sind engagiert, umsatzfördernd und deshalb äußerst praktisch – die Vermarktungsagenturen für Online-Werbung. Aber die Bündelung zahlreicher kleiner Blogs und Websites zu Paketen mit Millionen von Pageimpressions hat auch ihre Schattenseiten. Denn was bleibt dem kleinen Anbieter bei 1,80 Euro TKP Net/Net am Ende des Tages noch übrig? Da lässt sich der Blogger lieber von Mutti zum Lunch einladen. Hier werden die Mengenrabatte der Großen zur Last der Kleinen. Aber auch die Großen können über diese Situationen doch nur den Kopf schütteln, wenn sie für ihre Millionen Adimpressions günstig abgespeist werden. Ist Online-Werbung gerade gut genug für ein Restbudget? Machen wir nicht den Fehler und verhökern den Online-Markt zu Dumpingpreisen. Denn dieser Markt bedeutet auch die Zukunft für die Werber. Schlussendlich profitieren alle von einem qualitativen Medienagebot. Nach Geodaten lokalisierte und differenzierte Zielgruppen und exakte Auswertungen sind die Zukunft für Werbung und direkten Absatz. Gerade Österreich hat in vielen Wirtschaftsbereichen immer wieder bewiesen, dass sich der qualitative Weg langfristig bezahlt macht. Darum breche ich hier eine Lanze für alle tapferen Verkäufer, die nicht nur Zahlen, sondern auch Werte und Zielgruppen im Portfolio haben. Lassen wir uns nicht von Zahlenspielen den Wind aus den Segeln nehmen – in diesem Sinne Mut zu Qualität und Werten, nicht allein zu den Zahlen.

© adsandbrands

Julian Wiehl, GF & Gesellschafter Vangardist Ltd.&Co.KG, www. vangardist.com

präsentiert von


retail gemeinsame sache

Zwei Bieter tun sich im Rennen um die Tiefkühlmarke Iglo zusammen Seite 17

Spatenstich

In Parndorf entsteht vis a vis des Factory Outlet Centers ein neues EKZ Seite 18

© Stift Klosterneuburg

FreiTAG, 22. Juni 2012 – 15

© Teekanne

inside your business. today. 

© Emmerich Mädl

© Gran Canion

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durstlöscher

Teekanne Cool Sensation, YO Fruchtsirup Multivitamin und Kattus Frizzante Birne. Seite 19

die weinexpertin

Sybille Seifert ist neue Exportleiterin beim Weingut Klosterneuburg Seite 20

Endspurt im Rennen um Schlecker Österreich

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

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© APA/Herbert Pfarrhofer

© Panthermedia.net/Suprijono Suharjoto

Direkt vom Bauern Die Lebensmittelhandelskette Adeg startet eine neue Initiative, bei der vermehrt Produkte vom Bauern aus der Umgebung in die Regale kommen. Aktuell ist die Ware in zahlreichen Märkten Niederösterreich zu haben, Unternehmenschef Andreas Poschner (Bild) will die Aktion nun ausweiten.  Seite 17

Kaufkraftstudie Laut RegioData Research hat sich die Kaufkraft der Europäer von 2007 auf 2011 kontinuierlich gesteigert und liegt nun bei durchschnittlich 13.100 €. Die fünf größten Märkte Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien stehen für 70% des Kaufkraftvolumens in Europa. Seite 18

Unsicherheit Eine medial kolportierte Pleite von Schlecker Österreich wurde vom Insolvenzverwalter dementiert. Aktuell laufen Gespräche mit Interessenten, „in den nächsten Wochen“ soll eine Entscheidung fallen.  Seite 16 Modehandel Hamburger Filialist kauft Bonita für 220 Mio. €

LATEST NEWS Heimischer Shopping Center-Markt ist in Bewegung +++ H&M legt beim Austro-Umsatz zu +++ Weniger Umsatz für P&G +++ Barilla will Großbäckerei Lieken verkaufen +++ Blue Tomato bekommt neuen Eigentümer +++ Oetker knackt erstmals Umsatzmarke von 10 Mrd. € unter www.medianet.at/retail

© Bonita

© blue-tomato.com

Tom Tailor übernimmt

Die Modekette Bonita firmiert künftig unter dem Dach von Händler Tom Tailor.

Hamburg. Der Freizeitmode-Spezialist Tom Tailor übernimmt den Hersteller Bonita. Damit will der Filialist in das Modesegment für Damen und Herren ab 40 einsteigen. Nach der Übernahme des Herstellers mit Sitz in Hamminkeln werde Tom Tailor konzernweit 1.350 eigene Filialen vor allem in seinen Kernmärkten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Benelux-Ländern mit mehr als 6.100 Mitarbeitern haben. Der Kaufpreis liegt den Angaben zufolge bei rund 220 Mio. €; er setzt sich zusammen aus einer Barvergütung von 150 Mio. € und Aktien.  (APA)

Wo es Qualität gibt, gibt es auch Verantwortung. Rio Mare hat sich zum Schutz der Umwelt und auch für das Wohlbefinden der Konsumenten, zu Qualität mit Verantwortung verpflichtet. Eine 360° Qualität, vom Zeitpunkt des Fischfangs bis hin zum Endprodukt, das auf den Tisch kommt. Rio Mare. „Qualität mit Verantwortung“ aus dem Meer auf Ihren Tisch. www.riomare.at

Ab sofort im ausgewählten Lebensmittelhandel erhältlich.


t i t e l st or y

16 – medianet retail

Freitag, 22. Juni 2012

zäh e ver handlung en

© EPA

Wer erhält den Zuschlag? Nach Angaben des österreichischen Firmenanwalts gibt es mehrere Interessenten für Schlecker Österreich. Öffentlich Interesse bekundet haben bisher die MTH-Gruppe des Industriellen Josef Taus und der Linzer Finanzinvestor Recap von Anton Stumpf. Beide sind nach wie vor im Rennen, bemängeln aber die fehlenden Unterlagen zu Österreich. Er habe nur die Bilanz 2011 und lediglich 17 Seiten eines InvestorMemorandums. „So lässt sich kein Unternehmen übernehmen“, so Stumpf. Für den deutschen Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz (Bild) kommt eine Lösung mit einem Finanzinvestor „eher nicht infrage“. Er rede im Moment aber mit fast jedem in Österreich, der vom Handelsgeschäft etwas versteht. „Es ist nicht so, dass das alles frustrierende Gespräche sind, sonst würde ich nicht zuwarten.“

Endphase Eine Entscheidung über den Verkauf der Österreich-Tochter soll „in den nächsten Wochen“ fallen

Rätselraten um Schlecker Österreich prolongiert Medienberichte über unmittelbar bevorstehende Insolvenz wurden umgehend dementiert. Christian horvath/APA

Wien. Während für Schlecker Deutschland langsam, aber sicher die Lichter ausgehen, gibt es für Schlecker Österreich reichlich unterschiedliche Prognosen. So meldeten etwa in der vergangenen Woche diverse Medien die bevorstehende Insolvenz des Österreich-Ablegers der Drogeriekette. Die Berichte wurden aber vom deutschen Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz umgehend dementiert (siehe Story unten). Andererseits gibts es laut dem österreichischen Schlecker-Anwalt Klaus Ferdinand Lughofer eine Reihe an Interes-

senten; bis zu einer Entscheidung müsse man sich aber noch gedulden, betont der Anwalt. Allein eine Due Dilligence-Prüfung würde „Wochen“ dauern, so Lughofer.

Eine Reihe Interessenten Als mögliche Käufer von Schlecker Österreich gelten etwa der ehemalige ÖVP-Parteiobmann Josef Taus mit seiner Investorengruppe Management Trust Holding (MTH), die vor zehn Jahren schon Libro übernommen und saniert hat, der deutsche Rewe-Konzern, „Nah und frisch“ sowie die Linzer Investmentgesellschaft Recap Ma-

nagement GmbH, die im Mai 2008 bei Holland Blumen Mark einstieg und laut Geschäftsführer Anton Stumpf bei Schlecker an der Gesellschaft und nicht an einzelnen Filialen interessiert ist. Rund 600 der in Summe 930 Zweigstellen dürften „langfristig überlebensfähig“ sein, wie Stumpf gegenüber der Tageszeitung Die Presse sagte. Von 3.000 Jobs könnten somit 2.000 erhalten bleiben. Stumpfs Recap Management GmbH prüfe derzeit erste Unterlagen. Der Private-Equity-Fonds Recap hat ebenso wie die MTH Group Erfahrung mit Sanierungen im Handelsbereich. 2008 hatten Stumpf und

Insolvenzverwalter Verkauf muss spätestens im Juli über die Bühne gehen

„Kein Interesse“ an Schlecker Ö-Pleite

Salzburg. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz versucht etwas zu beruhigen, nachdem manche Medien bereits die Pleite von Schlecker Österreich verkündet haben. „Ich habe persönlich kein Interesse, dass Schlecker Österreich in die Insolvenz gerät und ich habe Schlecker Österreich ab Insolvenzeröffnung mit Liquidität unterstützt, weil die Kreditversicherung in Österreich aufgekündigt wurde“, wird Geiwitz in der Wiener Zeitung zitiert. Es liefen noch Gespräche mit potenziellen Käufern, aber „ich werde sicher nicht bis August warten“, kündigte der Insolvenzverwalter an. Auch wenn in Österreich stets betont wird, dass man allein überlebensfähig und nicht mehr von Deutschland abhängig sei, zeichnet Geiwitz ein ganz anderes Bild: „Wir haben eine große Abhängigkeit von Schlecker Deutschland und eine Ergebnisverschlechterung von Schlecker Österreich, und uns war relativ schnell klar, dass eine Stand-alone-Lösung von Schlecker Österreich keine Chance hat.“ Geiwitz habe Schlecker Österreich bisher rund 27 Mio. € in Form von Waren und Bargeld geborgt – eine Summe, die er wieder haben möchte, anscheinend auch von potenziellen Käufern. Zu schaffen machen Österreich auch Forderungen an die insolvente Mutter in Höhe von rund 170 Mio. €. In etwa so hoch ist auch das Eigenkapital in Österreich, das durch die Insolvenzforderung Richtung null berichtigt werden muss.  (APA)

sein Partner Fred Duswald den Blumenfilialisten Holland Blumen Mark übernommen. MTH-Gründer Josef Taus hatte schon angekündigt, dass es „in den nächsten Tagen“ ein Gespräch mit dem deutschen Insolvenzverwalter geben werde. Lughofer zufolge soll es „in den nächsten Wochen“ zu einer Eintscheidung über einen Kauf kommen. Aktuell laufen die Sondierungsgespräche, laut Lughofer könnte der deutsche Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz spätestens Ende Juli eine Entscheidung verlautbaren. Für die Mitarbeiter von Schlecker Österreich indes heißt es vorerst „Business as usual“: „Momentan ändert sich nichts“, so Lughofer. Laut dem Schlecker-Anwalt bleiben die österreichischen Arbeitsplätze erhalten und auch die Arbeitslöhne für den Monat Mai seien alle ausbezahlt worden. Ein Vorteil, gegenüber dem Mutter-Konzern in Deutschland ist laut Lughofer einerseits, dass das Unternehmen in Österreich nicht dieselbe Dichte hat. Außerdem seien in Österreich bereits in den vergangenen fünf Jahren Restrukturierungen im Unternehmen durchgeführt worden: Filialen in lukrativen Gegenden wurden neu eröffnet, solche in weniger ertragreichen Gebieten geschlossen, wodurch die Struktur von Schlecker Österreich heute durchaus gesund sei, meint Lughofer. Sollte sich kein Käufer für Schle-

cker Österreich finden, muss man auf die Weiterentwicklung des Unternehmens achten.

Mutter zahlungsunfähig Beim deutschen Mutterkonzern wird es indes immer düsterer. Laut einem Bericht des Spiegel müssen die Gläubiger des Drogerie-Konzerns auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichten. Angemeldeten Forderungen von 665 Mio. € stehe ein möglicher Ausschüttungsbetrag von höchstens 27 Mio. € gegenüber, berichtete das Magazin am Sonntag ohne Angabe von Quellen. Ein Sprecher von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz wollte sich am Sonntag zum Ergebnis des Insolvenzverfahrens nicht äußern. Größter Gläubiger ist der zum Finanzkonzern Allianz gehörende Hamburger Kreditversicherer Euler Hermes, bei dem Schlecker knapp 224 Mio. € Schulden hat. Für die ehemals größte deutsche Drogeriekette hatte sich kein Käufer gefunden, der genug Geld investieren wollte. Die Gläubiger beschlossen deshalb Anfang Juni eine Zerschlagung des Pleite-Unternehmens mit zuletzt noch 13.800 Beschäftigten. Der weitere Betrieb sei angesichts der laufenden Verluste nicht mehr vertretbar, hatte Insolvenzverwalter Geiwitz bekräftigt. Die Angebote der Investoren hätten alle unter dem Zerschlagungswert gelegen.


Freitag, 22. Juni 2012

r e tail & p r o d u c ers

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Sortimente Kaufleute-Kette weitet Initiative „Gutes vom Bauernhof bei Adeg“ aus und nimmt mehr Ware von Landwirten aus der Umgebung ins Regal

Adeg kauft direkt vom Bauern Wien. Die Kaufleute-Kette Adeg startet eine neue Initiative: „Gutes vom Bauernhof bei Adeg“ lautet der Slogan der gemeinsam mit dem Agrar.Projekt.Verein durchgeführten Aktion, die frische Qualitätsprodukte direkt vom Bauern zu Adeg ums Eck bringt. Das Prozedere hier im Detail: Die Kaufleute bestellen bei Landwirten aus ihrer Umgebung und werden direkt beliefert. Den Kunden steht ein abwechslungsreiches, bäuerliches Sortiment zur Verfügung und die bäuerliche Direktvermarktung wird gestärkt. Das kommt bei Konsumenten, bei den Kaufleuten und bei Direktvermarktern gleichermaßen gut an. „Es ist notwendig, kreative Lösungen für neue Vertriebswege und Kooperationen mit geeigneten Kaufleuten und Gastronomen weiterzuentwickeln, um die bäuerliche Direktvermarktung zu stärken. ‚Gutes vom Bauernhof bei Adeg‘ ist ein erfolgreiches Beispiel

Radatz Streit um Krainer

Wurst-Einspruch Wien. Es geht wieder um die Wurst: Fiebinger Polak Leon Rechtsanwälte vertreten das Fleisch-Wurstunternehmen Radatz bei seinem Einspruch gegen die Herkunftsbezeichnung Krainer Wurst. Slowenien hat beantragt, Kranjska Klobasa, ergo Krainer Wurst, als geschützte Herkunftsbezeichnung eintragen zu lassen, worüber die EU-Kommission zu entscheiden hat. Würde diese Eintragung erfolgen, könnte die Bezeichnung Krainer nur noch für Würste verwendet werden, die einen definierten Bezug zur Gegend Krain haben – wegen der Ähnlichkeit zu Krainer und Käsekrainer könne auch Letztere davon betroffen sein. „Mit dem Einspruch soll die Eintragung verhindert werden“, sagt Rechtsanwalt Constantin Kletzer.

Iglo Gemeinsame Sache

Bieterrennen

© Like the Grand Canyon

London. Im Bieterrennen um den größten europäischen Tiefkühlkost-Hersteller Iglo machen die letzten beiden Interessenten Kreisen zufolge gemeinsame Sache. Die Finanzinvestoren Blackstone und BC Partners wollten einen zähen Kampf um das deutsch-britische Unternehmen vermeiden und den Preis drücken, sagte eine mit den Plänen vertraute Person. Zudem sei es zusammen einfacher, die Finanzierung des Milliardendeals zu stemmen.  (APA)

Griss um Kapt’n Iglo: Blackstone und BC Partners haben sich zusammengetan.

solch einer Kooperation zwischen Landwirtschaft und Handel“, erklärt August Astl, Generalsekretär der Landwirtschaftskammer Österreich. Und Adeg-Vorstand Andreas Poschner ergänzt: „‚Gutes vom Bauernhof‘ passt sehr gut zur AdegStrategie, in der Qualität und Regionalität an der vordersten Stelle stehen.“

Fleisch, Eier & Trockenware Aktuell beliefern in etwa 40 Direktvermarkter zahlreiche Märkte in Niederösterreich, etwa Maria und Johann Zehetner in Stetten, Anna und Johann Schilger in Mit-

terndorf/Fischa oder Elisabeth und Karl Schweiger in Schwarzau im Gebirge. In Vorbereitung ist die Umsetzung des Projekts an weiteren Standorten in Oberösterreich und im Burgenland. „Bis Ende des Jahres rechnen wir mit 30 Märkten die ‚Gutes vom Bauernhof‘ in ihren Regalen anbieten“, sagt Poschner voraus. Die Auswahl umfasst Marmeladen, Nudeln und Öle bis hin zu Fleisch Milch, Eier und Gemüse. Die Waren werden geblockt präsentiert und gekennzeichnet. Beliebt sind laut Kaufmann Gerhard Holub aus Laxenburg vor allem die Bioeier.  (no)

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

40 Direktvermarkter beliefern Märkte in Niederösterreich; Ausweitung geplant.

Adeg-Chef Andreas Poschner: „Wir rechnen mit 30 Märkten bis Ende des Jahres.“


r e ta i l & p r o d u c e r s

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Freitag, 22. Juni 2012

Kaufkraftstudie Laut RegioData Research beläuft sich die durchschnittliche Kaufkraft der Europäer auf 13.100 €

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Kaufkraft bleibt mächtig

Otto baut um und heizt den Preiskampf an Hamburg. Der weltgrößte Versandhauskonzern Otto treibt den Umbau seines Kerngeschäfts voran und zettelt nun einen Preiskampf an, um seine Stellung im boomenden Onlinehandel zu behaupten. Die drei Vertriebsmarken Otto, Baur und Schwab sollen enger zusammengeführt werden, um die Kosten zu senken. Dadurch will sich der Konzern Luft für Preissenkungen verschaffen. Auch die Organisation soll entsprechend gestrafft werden.

Teils starke Länderunterschiede: Die fünf größten Märkte stehen für mehr als 70% des Kaufkraftvolumens. Wien. Die Pro-Kopf-Kaufkraft der Europäer (ohne Russland, ohne Türkei) ist laut RegioData Research im vergangenen Jahr um 3,7% gestiegen. Sie liegt jetzt bei rund 13.100 € pro Kopf. Während für die meisten Europäer mehr Geld zur Verfügung steht als noch 2010, gab es für die Griechen einen weiteren Kaufkraftverlust: Seit Ausbruch der Krise ist die durchschnittliche Kaufkraft der Griechen um jährlich 0,4% zurückgegangen. 2011 gab es mit einem Minus von dramatischen 3% sogar einen Kaufkraftverlust von 340 € für jeden Griechen. Maßgeblich getragen wird das Wachstum 2011 von den großen, stabilen Volkswirtschaften. Nach gesamtem Kaufkraftvolumen betrachtet, verfügen die fünf größten Märkte (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien) über mehr als 70% des Kaufkraftvolumens Europas. Deutschland oder Frankreich ha-

© Lebensministerium

Zielpunkt sagt dem Plastiksackerl Tschüss

ben mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate um die 1,5% unspektakuläre, aber stabile Ergebnisse abgeliefert. Auch Italien und Spanien liegen – trotz medial vollmundig dargereichter Krisenaffinität – im 5-Jahresvergleich im Plus. Österreich rangiert an der 7. Stelle bei der Pro-Kopf Kaufkraft; betrachtet man nur die Euro-Länder, ist es sogar der zweite Platz. Die stärkste Kaufkraft gibt es in Luxemburg, gefolgt von Schweden und Norwegen.

30% geht in den Einzelhandel Mit dem Anstieg der Kaufkraft steigen potenziell die Einzelhandelsumsätze. Der Haken der Rechnung liegt darin, dass immer mehr Geld für Leistungen übrigbleibt, die außerhalb des Einzelhandels angeboten werden. Deshalb gilt: Je höher die Kaufkraft in einem Land, desto niedriger ist der Kaufkraftan-

Kauf k raf t i n europa/ Eurolä nder

Land Luxemburg Österreich Frankreich Belgien Deutschland Finnland Irland Italien Niederlande Zypern Spanien Griechenland Portugal Slowenien Malta Slowakei Estland

Durchschnittliche Kaufkraft pro Kopf 30.700 18.800 18.700 18.400 18.400 17.700 17.000 16.300 16.200 12.600 12.500 11.000 9.400 9.300 8.900 5.200 5.000

Durchschnittliche Steigerung pro Jahr von 2007–2011 1,5% 2,2% 1,6% 2,1% 1,4% 1,9% -0,9% 0,8% 1,6% 2,7% 0,6% -0,4% 0,7% 2,0% 3,2% 4,7% 0,8%

Quelle: RegioData Research, Kaufkraftkennziffern Europa - Ausgabe 2012

teil, der in den Einzelhandel fließt. Während dieser Anteil in Österreich bei 30% der gesamten Kauf-

kraft liegt, beträgt er in den „ärmsten“ Ländern Europas rund 60%. (red)

Zielpunkt-Chef Jan Satek, Niki Berlakovich, Filialleiterin Nermina Mlivo.

Gasometer wird zur „Music-City“

Parndorf bekommt noch ein EKZ Parndorf. Am 18. Juni setzten Walter Steindl, Landeshauptmann Hans Niessl, LH Stellvertreter Franz Steindl und Parndorf-Bürgermeister Wolfgang Kovacs den Spatenstich für den ersten Bauteil des Shopping Centers Parndorf. Der Branchenmix des Einkaufszentrums umfasst Lebensmittel, Sport, Elektro, Parfumerie, Einrichtung, Textil, Schuhe und Gastronomie.

Synergetischer Attraktionspunkt ist das Factory Outlet vis a vis. Baubeginn ist im Frühjahr 2013, im Herbst 2014 folgt die Eröffnung. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf ca. 55 Mio. €, das Centermanagement übernimmt Ekazent.

Wien. Dem nicht von Kundenansturm gesegneten Einkaufszentrum in den Wiener Gasometern soll Leben eingehaucht werden. Dafür wird der gesamte Turm B zur „Music-City“. Im Herbst soll dort eine Pop-Akademie, ein Institut für Jazz- und Popmusik, eine Kleinbühne sowie ein neues Gastrokonzept einziehen. Co-Centermanager Peter Schaller erhofft sich Synergieeffekte für die Shops, die in Turm A übersiedelt wurden. Die Musikschiene ist Teil einer thematischen Neustrukturierung innerhalb der früheren Gasspeicher. Sie ergänzt die bereits im Turm B befindliche Konzerthalle sowie das Musikfachgeschäft „Klangfarbe“ in Turm C. (APA)

© Emmerich Mädl Photographie

Synergien mit FOC Parndorf

(v.li.) Walter Steindl, BM Wolfgang Kovacz, LH Hans Niessl, LH Stv. Franz Steindl, NR-Abgeordneter Erwin Preiner beim Spatenstich für das Shopping Center Parndorf.

Textilhandel Nobel-Store COS am Wiener Bauernmarkt

Oetker Fast die Hälfte vom Erlös stammt aus Reederei

Stockholm. Die schwedische Textilkette Hennes & Mauritz (H&M) hat im ersten Halbjahr den Umsatz von 52,1 auf 59,5 Mrd. Kronen (6,7 Mrd. €) gesteigert. Konzernchef KarlJohan Persson nannte als wichtigsten Grund für die gute Entwicklung die „positive Aufnahme der Frühjahrskollektion“. In Österreich fuhr die Kette im Halbjahr einen Umsatz von 2,4 Mrd. Kronen (271 Mio. €) ein. Das entspricht einer Steigerung von

Bielefeld. Die Oetker-Gruppe hat erstmals in der 120-jährigen Unternehmensgeschichte die Umsatzmarke von zehn Mrd. € übersprungen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 5,9 Prozent. Das Ergebnis des Geschäftsjahrs 2011 sei zufriedenstellend, sagte Konzernchef Richard Oetker bei der Vorstellung der Jahresbilanz am Dienstag in Bielefeld. Größte Sparte war erneut die Schifffahrt, mit der das Familienunternehmen fast jeden zweiten € des Umsatzes erzielte. Nahrungsmittel trugen knapp ein Viertel bei. Weitere Geschäftsbereiche sind Bier, Sekt und Spirituosen sowie Chemie und Hotels; eine Prognose für das laufende Jahr machte Oetker nicht. Fast die Hälfte ihres Umsatzes macht die Oetker Gruppe mit den großen Schiffen der Reederei Hamburg Süd. Knapp 4,8 Mrd. € Umsatz (plus 7 Prozent) erzielte dieser Geschäftszweig 2011. Die Nahrungsmittelsparte kam auf mehr als 2,3 Mrd. € Umsatz, knapp 2 Mrd. € erzielte allein die Dachgesellschaft Dr. Oetker mit dem Verkauf von Pizza, Pudding und Backmischungen. Das Bankhaus

H&M macht 271 Mio. € im Halbjahr 10 Mrd. €-Marke überschritten

© COS

Mit Spar S Budget kann man jetzt zum Starttarif von 7,45 € ins Internet.

vier Prozent. H&M ist mit derzeit 66 Filialen Marktführer in Österreich. In den kommenden Monaten eröffnet die H&M-Premiumkette COS den ersten Österreich-Standort in Wien am Bauernmarkt. H&M will seinen Expansionskurs mit 275 Neueröffnungen im gesamten Jahresverlauf fortsetzen. Die Kette betreibt derzeit weltweit 2.575 Textilhäuser, davon allein 397 in Deutschland.  (APA)

Die schwedische Textilkette H&M startet COS demnächst auch in Österreich.

Lampe kam auf eine Bilanzsumme von gut 3,0 Mrd. €. Die Radeberger Gruppe, Branchenprimus auf dem deutschen Biermarkt (Radeberger, Jever, Schöfferhofer, die Brau-Limonade Bionade und Selters), kam auf etwa 1,8 Mrd. € Umsatz. Die Sektkellerei Henkell (unter anderem Metternich, Henkell und Wodka Gorbatschow) erzielte einen Umsatz von 671 Mio. €. Außerdem gehören Luxushotels und eine Chemiefabrik zum Konzern. (APA)

© Hamburg Süd

© Spar

Spar hievt das Börserl jetzt auch ins Internet

Wien. Nach der im Vorjahr eingeführten Telefonwertkarte bringt Spar in Kooperation mit dem Mobilfunkanbieter tele. ring auch eine Internetkarte der Diskontmarke „S-Budget“ auf den Markt. Für kurze Zeit kostet das Starterpaket statt 14,90 nur 7,45 €. Erhältlich sind Karte sowie die dazugehörigen Ladebons im Wert von 10, 20 und 35 € ab sofort bei Spar, Eurospar und Interspar. Fixkosten gibt es keine, Anmeldung oder Vertragsbindung entfallen laut Spar ebenfalls. (red)

Neuer Hit Positive Vibes

Spatenstich 55 Mio. € Investitionskapital; Baubeginn im Frühjahr 2013, Eröffnung 2014

Wien. Die heimische, eigentümergeführte Supermarktkette Zielpunkt wird Öko-Vorreiter: Ab sofort werden in allen rund 300 Filialen nur mehr Restbestände an Plastiksackerln verkauft. Ab August kommen flächendeckend Papiertragetaschen und Mehrweg-Tragetaschen zum Einsatz. „Als nachhaltiges und umweltfreundliches Unternehmen gehen wir Schritt für Schritt weiter“, erzählt Zielpunkt Chef Jan Satek. „Von Bio-Produkten aus der Region bis hin zu unseren sozialen Initiativen wird unsere Philosophie sichtbar. Jetzt setzen wir ein weiteres Zeichen.“ Zielpunkt spart durch die Initiative über fünf Mio. Plastiksackerl pro Jahr ein. Per August gibt es für die Einkäufe nur noch Sackerl aus umweltschonendem Papier oder Mehrweg-Tragetaschen. „Jeder Kunststoffbeutel weniger ist ein wichtiger Schritt hin zu noch mehr Umweltschutz“, unterstreicht auch BM Niki Berlakovich. (red)

Oetker steht nicht nur für Nahrungsmittel, auch Schiffe gehören zum Konzern.


product news

Freitag, 22. Juni 2012

medianet retail – 19

Frizzante mit Birne, coole Beutel und viele Vitamine

Product News Teekanne Cool Sensations, YO Fruchtsirup Multivitamin und Kattus Frizzante Birne.

Teekanne präsentiert den ersten Teebeutel zum kalt Aufgießen, „Cool Sensations“. Das neue Getränk ist zuckerfrei, enthält keine Kalorien und ist ab sofort im Handel erhältlich. Den Teebeutel einfach mit kaltem Leitungswasser aufgießen und fünf bis acht Minuten ziehen lassen. Den „coolen“ Tee gibt es in den drei fruchtigen Sorten Erbeere&Orange, Apfel&Holunder sowie Holunder&Zitrone. Durch den Aufguss mit eisgekühltem Mineralwasser wird das Getränk noch prickelnder. Launch Teekanne Cool Sensations Teekanne Österreich LEH Teekanne, Tel.: 0662/435501-0

© Eckes-Granini Austria, Teekanne

Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Kontakt

YO Fruchtsirup bekommt im August Zuwachs! Die Klassik Range von YO wird um die Sorte Multivitamin erweitert. Die Kombination der Multifrucht-Sorten Trauben, Birnen, Marillen, Äpfel sowie die Südfrüchte Orangen und Ananas verleihen dem Sirup einen Hauch Exotic und bringen wertvolle Vitamine sowie Folsäure mit sich. Launch YO Fruchtsirup Multivitamin Eckes-Granini Austria LEH Eckes-Granini, Tel.: 07224/41888 0

Kattus leicht und fruchtig

Frizzante Birne

© Kattus

Wien. Kattus greift den Trend von fruchtigen Weinen mit floraler Aromatik auch im Frizzante-Segment auf und lanciert Kattus Frizzante Birne. Die zart moussierende Cuvée aus erlesenen Weißweinen mit feiner Birnenfrucht und nur 10,5 Prozent Alkohol soll das Segment genauso beleben wie im Vorjahr die Innovation Frizzante Muskateller. Die FrizzanteVariante aus dem Hause Kattus feiert heuer ihren 20 Geburtstag!

Neu zum 20. Geburtstag: Kattus Frizzante Birne mit nur 10,5% Alkohol.

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s h o p ta l k

20 – medianet retail

Freitag, 22. Juni 2012

Gössl Dirndlflugtag Barkeeper des jahres

© Christian Dusek

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© Schlumberger, medianet/Szene1/Christian Mikes

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1. vorne: Irmi Schüch-Schamburek, Andrea Buday, Barbara van Melle; Edi Finger jun., Heinz Stiastny, Sandrine Rohrmoser, Birgit Indra, Gerhard Zadrobilek, Tini Kainrath, Sandra Pires; 2. Norbert Blecha, Alamande Belfor; 3. Dirndlspringerin.

Erstmals prominent besetzter Dirndlflugtag in Wien 2

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1. Die erfolgreichen Finalisten des Barmann des Jahres Dejan Trifunovic, Mario Hofferer und Tom Sipos; 2. Franz Klammer und der fürs Lebenswerk ausgezeichnte Barmann Rainer Husar; 3. Jury-Mitglieder Barbara van Melle und Martina Hohenlohe; 4. Expertenjury: Max Stiegl, Verena Scheitz und ÖBU-Präsident Alexander Radlowskyj.

Die Szene trifft sich und genießt Top-Cocktails

Bunter Wettkampf Ausgezeichnet Top Spirit zeichnete gemeinsam mit „Gault Millau“ in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Barkeeper Union den „Barmann des Jahres“ aus. Die Entscheidung fiel nach einem Live-Wettkampf der drei Finalisten: Tom Sipos (Bols Austrian Bar Academy), Dejan Trifunovic (Planters Barchef) und Mario Hofferer (Champion im Barkeeping) und der Beurteilung einer prominent besetzten Fachjury auf der Summerstage in Wien zugunsten des Champions. Nach strengen Kriterien gewählt haben u.a. die Haubenköche Peter Zinter und Max Stiegl sowie ÖBU-Präsident Alexander Radlowskyj, Karl und Martina Hohenlohe von Gault Millau, die ORF-Moderatorin Claudia Stöckl, die Slow Food-Expertin Barbara van Melle sowie die Schauspielerin Verena Scheitz. Die kreativen Cocktail-Kreationen ließen sich u.a. schmecken: Franz Klammer, Toni Faber, Alt-Bundeskanzler Franz Vranitzky, ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb, Haubenkoch Werner Matt, Pfarrwirt Hans Schmid, Kabarettist Joesi Prokopetz, Hanno Soravia, Veit Schalle, die New Yorker Bar-Ikone Albert Trummer, Top Spirit-GF Herbert Emberger. (jm)

Barmann des Jahres: Mario Hofferer.

Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

Produkt des tages

Kopf des Tages

Gut gewandet ins kühle Nass gehüpft Zünftig Die Dirndln flogen beim „Gössl Dirndlflugtag“ mitten in der City am Wiener Badeschiff. Unter der Moderation von Sandrine Rohrmoser, begleitet von Veranstalterin und Gössl Wien-Geschäftsführerin Birgit Indra, konnten sehr zur Freude des anwesenden Publikums akrobatische wie witzige und fantasievolle Sprungkreationen bewundert werden. Die prominent besetzte Jury bewertete die originellsten Sprünge und Dirndl-Kreationen: Gerhard Zadrobilek und Edi Finger jun. (Kategorie „Sportlichkeit und Mut“), Tini Kainrath und Sandra Pires (Kategorie „Ausdruck und Kreativität“), Barbara van Melle und Heinz Stiastny (Kategorie „Tradition und Gwand“) sowie Irmie Schüch-Schamburek und Andrea Buday (Kategorie „Inszenierung und Gesamteindruck“). Die Jury vergab den ersten Preis der Einzelwertung an Björn Schubert, in der Kinderwertung ging der erste Platz an Sandra Pires Tochter Lea und im SpitEin besonderer Spar-Markt wird zenfeld der Gruppenwertung am 27. Juni um 18 Uhr mitten waren die professionellen in der Salzburger Alstadt am Tänzer aus London. Mit dem Universitätsplatz eröffnet; angeSalto des Tages gewannen die sagt hat sich der Vorstand des coolen britischen Burschen Unternehmens. Ronald Howson und Tom Vincent den ersten Platz.  (jm)

Die Firma backaldrin Österreich The Kornspitz Company GmbH

Gegendarstellung © JURA Österreich

© Stift Klosterneuburg

begehrt folgende Sybille Seifert (30) ist neue Exportleiterin beim Weingut Klosterneuburg. Seifert entdeckte ihre Liebe zum Wein in Chile, wo sie ihre familiären Wurzeln hat. Ihre Karriere startete die Kommunikationswissenschaftlerin im Weinhandel in Österreich und Deutschland, danach wechselte sie in den Gastro-Vertrieb einer Wiener Brauerei. Seifert wird beim Weingut Stift Klosterneuburg den Vertrieb in die fremdsprachigen Exportmärkte verantworten und die Gastronomie- und Fachhandelskunden gemeinsam mit Heinz Hausgnost (Vertrieb D-A-CH) in Ostösterreich betreuen.

Höchste Ansprüche Die GIGA 5 aus dem Hause Jura kann mehr als einfach nur Kaffee kochen: Ein Display mit Bild- und Texterklärungen führt den Kaffee-Genießer einfach und kompetent durch die unterschiedlichen Zubereitungsschritte. So können Sie unkompliziert auch die speziellsten Kaffeewünsche erfüllen, wie z.B. einen White Cool, Pepresso, Irish Coffee oder Marocchino. Die GIGA 5 zeigt vor, erklärt und bereitet zu – mit wenigen Knopfdrücken. Dieses Highend-Produkt macht jeden Kaffeeliebhaber im Handumdrehen zum Barista, der Familie, Freunde und Gäste spielend leicht mit betörenden Spezialitäten verwöhnt. UVP: Jura GIGA 5, Alu, 3.750 €; Jura GIGA 5, Chrom, 3.990 €.

53.000

In der von Christian Novacek verfassten, am 31.05.2012 auf unserer Website erschienenen Kolumne tätigte der Autor unter dem Titel „der große Kornspitzschwindel“ die Aus­sage, in der ORF-Sendung „Am Schauplatz“ vom 25.02.2012 sei behauptet worden, in den Kornspitz werde „Rübensaft ­reingepanscht“, damit er dunkler und damit gesünder ­aussehe. Wahr ist vielmehr: Die dunkle Farbe des Kornspitzes kommt nicht von der Zugabe von Rübensaft, sondern vielmehr von geröstetem Roggenmalz. Dies entspricht auch der Aussage der ORF-Sendung „Am Schauplatz“. Unwahr ist weiter, dass in der erwähnten ORF-Sendung ein Zusammenhang zwischen dem Ansteigen der Triglyzeridwerte und dem Verzehr von Kornspitzen hergestellt wurde. Wahr ist vielmehr: Es kann kein Zusammenhang festgestellt werden zwischen dem Verzehr von Kornspitzen und einem ungewöhnlichen Anstieg der Triglyzeridwerte im menschlichen Körper. Nichts dergleichen wurde auch in der ORF-Sendung behauptet.

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Meeresrauschen 53.000 Tonnen Fischstäbchen werden statistisch gesehen jährlich in Deutschland verkauft.


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Freitag, 22. Juni 2012 – 21

Zusatzangebot

Zukunft

Neue Software bietet Ärzten Möglichkeit zur Online-Terminplanung  Seite 25

Um gute Mitarbeiter zu bekommen, müssen Arbeitgeber zur Marke werden  Seite 26

© HTS

© Systema

healtheconomy Zustimmung Stöger hofft weiter auf ELGA © Königsberger/Apothekerverband

Neue Präsidenten für Ärzte und Apotheker

© Fiebinger Polak Leon Rechtsanwälte

short

inhalt

Healthcare > Was Experten zur Gesundheitsreform sagen  22 > Für Pharmig ist Reform kein Grund zum Feiern 22 > Käufer für insolvente Pflegeheimgruppe 23 Pharmareport und Lifescience > Europas Biotechbranche ist wieder im Aufwind  24 > Pharmariese GSK setzt auf CSR-PRojekte 24 Medizintechnik und eHealth > In Niederösterreich ist die ELGA bereits Realität  25 > US-News: J&J im Hoch, FMC unter Druck  25

Neuwahlen Max Wellan (Bild) ist überraschend neuer Präsident der Apotheker; die Ärztekammer wählt am Freitag vormittag den Nachfolger von Walter Dorner. Auch hier könnte es noch Überraschungen geben.  Seite 22

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Forschung Eigentlich begibt man sich in ein Spital, um zu genesen. Im Krankenhaus erworbene Infektionen wie die Durchfallerkrankung Clostridium-difficile-Infektionen, breiten sich gerade in dieser Umgebung rasch aus. Sie gefährden besonders vorbelastete und ältere Personen; um die 1.300 Todesfälle dürfte es in Österreich pro Jahr geben. Seit Monatsbeginn kann ein neues Medikament erstmals im klinischen Alltag eingesetzt werden, Hersteller ist die Firma Astellas. Berthold Cvach, Österreich-Manager des japanischen Pharmakonzerns (Bild), ortet großes Interesse. Seite 24

© Österreichische Apothekerkammer; istockphoto; Montage: B. Schmid

© medianet

Rechtsserie Die Vereinbarung von Rabatten stellt für viele Pharma- und Medizinprodukteunternehmen „Daily Business“ dar. Was dabei oftmals übersehen wird, ist, dass aufgrund einer möglichen Marktbeherrschung bestimmte Regeln einzuhalten sind, warnt Karina Hellbert (Bild), Rechtsanwältin bei Fiebinger Polak Leon Rechtsanwälte. „Marktbeherrschung fängt aber nicht, wie viele vermuten, erst bei 50% Marktanteil an, sondern etwa schon, wenn unter bestimmten Entwicklungen ein Anteil von mehr als 5% gegeben ist.“ Seite 23


c ov e r

22 – healtheconomy

Freitag, 22. Juni 2012

Analyse In healtheconomy analysieren Experten die von Bund, Ländern und Kassen fixierte Gesundheitsreform

Kommentar

Wenig Anerkennung für die fixierte Spitalsreform

Kammerwahlen: Neue Besen …

Martin Rümmele

Ä

rztekammer und Apothekerkammer haben eine neue Führung. Kurz nach der politischen Einigung auf eine Gesundheitsreform ist der Wahlkampf in den wichtigen Kammern beendet. Ob allerdings Ruhe einkehrt, ist unklar, denn die Wahlen und Übergänge waren alles andere als geordnet. Es stellt sich also die Frage, ob die neuen Kammerbosse sich der Gesundheitspolitik widmen oder doch eher mit internen Diskussionen beschäftigt sein werden. In den kommenden Wochen und Monaten werden in der Gesundheitspolitik wichtige Weichen gestellt – Ärztekammer und Apothekerkammer werden gerade in Sachen Elektronische Gesundheitsakte und E-Medikation eine zentrale Rolle spielen. Welche, ist derzeit noch offen. Ob die Wahlen damit den politischen Reformern in die Hände spielen oder die Kammern stärken, wird die Zukunft zeigen. Doch das ist nicht das einzige Problem: Sowohl Ärzte wie auch Apotheker erhalten zunehmend Onlinekonkurrenz und müssen sich Liberalisierungsentwicklungen stellen. Auch Nachwuchssorgen plagen die Kammern. Auf die neuen Präsidenten warten somit viel Arbeit und durchaus heftige Auseinandersetzungen. In den ersten Reden legten sie deshalb alle Wert auf Kontinuität. Genau das gibt allerdings viel zu denken ...

© Sticklerfotografie.at, IHS, Foto Wilke, Österr. Ärztekammer/APA-Fotoservice/Schedl

Länder und Kassen sollen Budgets gemeinsam steuern, Wirtschaftswachstum deckelt Ausgaben.

Jan Oliver Huber (Pharmig), Maria Hofmarcher (Zentrum für Wohlfahrtspolitik), Walter Dorner (Ärztekammer) und Friedrich Thomasberger (Austromed) sehen wenig Positives.

Jan Oliver Huber, Pharmig Der Generalsekretär des Pharmabranchenverbands sieht keinen Grund, dass Bund und Länder die vergangene Woche fixierte politische Einigung feiern. „Das gehört zu ihrem Job. Es ist ihre Verpflichtung so eine Reform zu verhandeln.“

„Details fehlen noch“ Huber ist allerdings wenig begeistert von der Einigung. „Die Details fehlen, es ist vieles unklar. Ein klares Bekenntnis zum lang diskutieren Hausarztmodell fehlt und mit Begriffen wie ‚Virtuelles Budget‘ kann niemand etwas anfangen.“ Außerdem müssten noch die Sanktionen für Verstöße gegen die Sparziele fixiert werden. Huber: „Der Rechnungshof hat gerade wieder Länder gerügt, weil sie woanders ihre Ziele nicht einhalten. Gibt es keine Sanktionen, passiert gar nichts.“ Der Pharmig-General begrüßt zwar Kostendämpfungsmaßnahmen, fürchtet aber Verlagerungen in den privaten Sektor, wenn die öffentliche Hand spart.

Maria Hofmarcher, Gesundheitsexpertin Die Leiterin des Bereichs „Gesundheit und Pflege am Europäischen Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Forschung“ sieht in der „Gesundheitsreform“ von Bund, Ländern und Sozialversicherung gute Ansätze. Sie halte etwa die Ausgabenobergrenze für „ein wichtiges Instrument“. Viel hängt aus ihrer Sicht aber noch davon ab, wie die letztlich entscheidende 15a-Vereinbarung aussehen wird, die bis Oktober ausgearbeitet werden soll: „Jetzt geht es ans Eingemachte.“ Eine der entscheidenden Fragen dabei werde sein, wie die Stimmgewichtung in den Landesgesundheitsplattformen aussehen wird, die über die Vergabe der Mittel für den niedergelassenen Bereich und die Spitäler entscheiden sollen. Auf Missfallen der Expertin fällt, dass beim Ausgabenpfad Unklarheiten bestehenbleiben. So ist im 7-Seiten-Papier der Verhandler bei der Ausgabenstruktur nicht geklärt, welcher Zusammenhang mit dem Konsolidierungspfad der Krankenversicherung besteht.

Walter Dorner, Ärztekammer Massive Bedenken äußert der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Walter Dorner. Die Reform stelle finanzpolitische Ziele in den Vordergrund, diene in erster Linie der Entlastung der Länderbudgets und höhle mittelfristig den niedergelassenen Bereich aus. Es sei damit zu rechnen, dass die fachärztliche Versorgung aus dem niedergelassenen Bereich in medizinische Versorgungszentren verlagert werde, die wiederum in „abgespeckten“ Spitälern errichtet würden. Die Partnerschaft zwischen Ärzten und Sozialversicherungen werde de facto aufgekündigt, ein von der Politik diktierter Stellenplan würde die Vertragsfreiheit ersetzen. Dorner: „So motiviert man junge, engagierte Medizinerinnen und Mediziner sicher nicht dazu, eine eigene Ordination zu führen.“ Nichts hält er von der Koppelung des Gesundheitsbudgets an das Bruttoinlandsprodukt: „Was passiert in Zeiten von Wirtschafts- und Finanzkrisen? Stagniert dann auch die medizinische Versorgung?“

Friedrich Thomasberger, Austromed Das Reformpapier zur Reform leidet laut Meinung des Präsidenten der Austromed an einigen Kinderkrankheiten. „Grundsätzlich ist eine gemeinsame Planung zu begrüßen. Leider standen bei der Ausarbeitung dieser Reform jedoch finanzpolitische Ziele im Vordergrund. Auch der kontinuierliche medizinische Fortschritt sowie die demografische Entwicklung in der Bevölkerung wurden von den Verantwortlichen in ihren Überlegungen nicht berücksichtigt.“

BIP-Koppelung gefährlich Beanstandet wird vor allem die auf acht Jahre geplante Koppelung der Gesundheitsausgaben an eine fiktive Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 Prozent. Die Interessensvertretung gibt zu bedenken, dass sich vor allem in Krisenzeiten der gesundheitliche Zustand der Bevölkerung meist verschlechtere. Österreich steuere zudem auf eine MehrklassenMedizin zu.

Kammerwahl I Steinhart führt niedergelassene Ärzte

Kammerwahl II Max Wellan löst überraschend Heinrich Burggasser und dessen Team ab

Ärzte wählen Spitze

Apotheker mit neuer Führung

Bregenz/Wien. In der Ärztekammer werden heute und morgen bei einer Vollversammlung in Bregenz die personellen Weichen für die Zukunft gestellt. Während die Entscheidung über die Nachfolge von Kammer-Präsident Walter Dorner Freitagvormittag zwischen Artur Wechselberger (Tiroler Präsident) und Christoph Reisner (Niederösterreichischer Präsident) fällt, wurde bereits am Donnerstag geklärt, wer die nächsten Jahre den niedergelassenen Ärzten vorsteht. Es ist Johannes Steinhart, Vorkämpfer gegen die Elektronische Gesundheitsakte und bei der Wiener Kammer-Wahl als Präsidentenkandidat überraschend durchgefallen.

Wien. Die 5.700 angestellten und selbstständigen Apotheker haben für die Funktionsperiode vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2017 einen neuen Präsidenten und ein neues Präsidium gewählt: Der Wiener Apotheker Max Wellan wird neuer Apothekerkammerpräsident und folgt damit Heinrich Burggasser nach. Zentrales Anliegen von Wellan ist die Erhöhung der Medikamentensicherheit, Erhaltung von Qualität und Transparenz im Arzneimittelmarkt und die Stärkung der Apothekerschaft im Gesundheitssystem. Er will zahlreiche Projekte verfolgen, um die Beratungsqualität in der Apotheke weiter zu erhöhen. „Wir Apothekerinnen und Apotheker sind in erster Linie unseren Kunden, unseren Patienten verpflichtet. Ich freue mich sehr auf meine neue Funktion als Präsident in dieser spannenden Zeit im Gesundheitswesen“, sagt Wellan. Wellan steht für Geschlossenheit und Zusammenhalt innerhalb der Apothekerinnen und Apotheker und hat sich in der Vergangenheit bereits als Innovator für zukunftsweisende Projekte (z.B. ApoApp)

Nun rückt Steinhart doch noch in eine Spitzenfunktion in der Kammer auf. Er tritt die Nachfolge von Günther Wawrowsky an, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidiert hatte. Während Steinhart einziger Kandidat bei der Wahl des Kurienobmanns war, musste sich der schon bisher am-

© APA/Roland Schlager

Widerstand gegen Stöger

Johannes Steinhart ist neuer Vizepräsident der österreichischen Ärztekammer.

einen Namen gemacht. Mit ihm wird erstmals in der Geschichte der Apothekerkammer ein angestellter Apotheker Präsident. Seit 1997 ist Wellan Vizepräsident der Apothekerkammer Wien, bereits seit 1998 Mitglied des Präsidiums der Österreichischen Apothekerkammer. Die Mitglieder des Präsidiums sind der neugewählte Chef des Apothekerverbands, Christian Müller-Uri, sowie Martin Hoch-

stöger, Raimund Podroschko und Wolfgang Gerold. Das Präsidium der Apothekerkammer besteht neben dem Präsidenten aus zwei Vertretern der selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker (1. Vizepräsident und Stellvertreter Müller-Uri, Hochstöger) und zwei Vertretern der angestellten Apothekerinnen und Apotheker (2. Vizepräsident und Stellvertreter Podroschko, Gerold).

Spitalsapotheker mit dabei

© Österreichische Apothekerkammer

tierende Obmann der Spitalsärzte, Harald Mayer, einer Kampfabstimmung stellen, die er für sich entschied. Für Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) kein Honiglecken wird wohl die Zusammenarbeit mit Steinhart: Der 57-jährige Urologe gilt als Hardliner. Keinen Spaß kennt der aus der ÖVP-nahen „Vereinigung Österreichischer Ärzte“ stammende Mediziner jedenfalls, wenn es um ELGA geht. (iks)

Mit Max Wellan ist erstmals ein angesteller Apotheker Präsident.

Obmann-Stellvertreter auf selbstständiger Seite ist der Tiroler Apothekerpräsident Martin Hochstöger. Vizepräsident wurde der Wiener Apotheker Raimund Podroschko; er ist seit 2006 Vizepräsident des Verbands der angestellten Apothekerinnen und Apotheker Österreichs. Zum Obmann-Stellvertreter wurde der Wiener Apotheker Wolfgang Gerold gewählt. Er ist Mitglied von Forum!Pharmazie, war Erster Obmann der Pharmazeutischen Gehaltskasse und seit 15 Jahren als Spitalsapotheker in der Standespolitik tätig. (iks)


H E A LT H : C A R E

Freitag, 22. Juni 2012

healtheconomy – 23

Serie Medizinrecht – Teil 6 Pharma- und Medizinproduktehersteller müssen bei Rabatten einige grundsätzliche Dinge beachten

Rabatte sind „Daily Business“

Insolvenz Zukunft geklärt

Heime verkauft

© panthermedia.net/Alexander Raths

Graz. Nach Auskunft des Insolvenzverwalters des Pflegeheimbetreibers Humanitas Verwaltungs und Beteiligungs GmbH steht nun auch der Eigentümer des letzten Hauses der Humanitas Gruppe fest. Nach Klärung der letzten noch offenen gesellschaftsrechtlichen Fragen hat die adcura Beteiligungsverwaltung GmbH mit Sitz in Wien, welche bereits Eigentümer der Pflegeheime der Humanitas in Judendorf-Straßengel, Feldkirchen, Unterpremstätten, Pertlstein und Arnfels ist, die Stadtresidenz Graz übernommen. Der Fortbestand der sechs steirischen Humanitas-Pflegeheime ist damit gesichert. Wie die Gläubigerverbände AKV und KSV am Montag mitteilten, wollte adcura schon im Zuge einer Sanierung die Gruppe übernehmen, was aber scheiterte. Der genaue Kaufpreis für die Humanitas-Gruppe dürfte bei rund 1,5 Mio. € liegen. Damit ist das Verkaufsverfahren aus der Insolvenz der Humanitas Verwaltungs und Beteiligungs GmbH abgeschlossen und der Fortbestand aller Häuser sowie die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgesichert. In den sechs Heimen der Humanitas sind 232 Dienstnehmer beschäftigt, die 450 Personen betreuen. Beim neuen Eigentümer handelt sich um die zur Maumo Privatstiftung gehörende Firmengruppe, hinter der die „BlitzBlank Reinigung – Dienstleistungsunternehmen GmbH“ von Joachim Pock und Errol Reichel steht. (iks)

Sechs steirische Pflegeheim wurden nach Insolvenz verkauft.

sind kartellrechtlich unbedenklich.“ Produktbezogene Umsatzrabatte, die an einen Umsatz über eine bestimmte Zeitspanne anknüpfen, sind dann zulässig, wenn wiederum eine entsprechende Kostenersparnis beim Lieferanten gegeben ist, und die Referenzperiode nicht allzu lang ist.

Achtung vor Mitbewerb Hellbert: „Bei Konsumgütern wird normalerweise ein Jahresumsatzrabattsystem als sachlich nicht gerechtfertigt angesehen. Sortimentsbezogene Umsatzrabatte und Treuerabatte entfalten re-

gelmäßig eine Sogwirkung, die sie kartellrechtlich von vornherein als bedenklich erscheinen lässt.“ Hier sei eine Prüfung im Einzelfall notwendig, sagt die Rechtsanwältin. „Funktionsrabatte, also Rabatte in Form von Leistungen, wie Lagerhaltung, sind normalerweise grundsätzlich zulässig, sofern eine sachliche Rechtfertigung für solche Funktionsrabatte gegeben ist“, erklärt sie. „Daher Vorsicht bei der Vereinbarung von Rabatten, da trotz Geheimhaltungsvereinbarungen diese Informationen oftmals den Mitbewerbern zukommen und dann entsprechend auch gerichtlich verwertet werden.“(red)

© Xxxxxx Xxxxxxxxxxxx

Wien. Die Vereinbarung von Rabatten stellt für viele Pharma- und Medizinprodukteunternehmen „Daily Business“ dar. Was dabei oftmals übersehen wird, ist, dass aufgrund einer möglichen Marktbeherrschung bestimmte Regeln einzuhalten sind, warnt Karina Hellbert, Rechtsanwältin bei Fiebinger Polak Leon Rechtsanwälte. „Marktbeherrschung fängt aber nicht, wie viele vermuten, erst bei 50 Prozent Marktanteil an, sondern beispielsweise schon, wenn ein Anteil von mehr als fünf Prozent gegeben ist, und das Unternehmen dem Wettbewerb von höchstens zwei weiteren Unternehmen ausgesetzt ist.“ Wenn diese Situation vorliegt, sei Folgendes zu beachten: „Echte Mengenrabatte, also deren Höhe von der Abgabenmenge der jeweiligen Einzellieferung abhängt und die die Kostenersparnis beim Hersteller in groben Zügen abbildet,

© Fiebinger Polak Leon Rechtsanwälte

Rechtsanwältin Karina Hellbert (Fiebinger Polak Leon Rechtsanwälte) rät zur Vorsicht bei entsprechenden Lieferungen.

Rechtsanwältin Karina Hellbert (Fiebinger Polak Leon) analysiert Rabatt-Regelungen.


P h a r m a r epo r t: L i f e s c i e n c e

24 – healtheconomy

Freitag, 22. Juni 2012

Forschung I Österreich-Tochter von japanischem Konzern wächst stärker als der Markt und bringt neue Produkte

short

Astellas: Neuer Wirkstoff gegen Spitalsinfektionen

© GlaxoSmithKline

Glaxo legt neuen CSR-Bericht vor

Ab 2013 kommen neue Wirkstoffe im Bereich Onkologie und Urologie, sagt Manager Berthold Cvach. Martin Rümmele

Der Pharmakonzern GlaxoSmith­ Kline will ethisch handeln.

Wien. Eigentlich begibt man sich in ein Spital, um zu genesen. Im Krankenhaus erworbene Infektionen wie die Durchfallerkrankung Clostridium-difficile-Infektionen (CDI), breiten sich allerdings gerade in dieser Umgebung rasch aus, sie gefährden besonders vorbelastete und ältere Personen. Um die 1.300 Todesfälle dürfte es in Österreich pro Jahr geben. Seit Monatsbeginn kann ein neues Medikament erstmals im klinischen Alltag eingesetzt werden. Hersteller ist die Firma Astellas. Berthold Cvach, Österreich-Manager des japanischen Pharmakonzerns, ortet großes Interesse an dem Produkt.“

London. Verantwortliches und ethisches Handeln wird bei GlaxoSmithKline als wesentlicher Erfolgsfaktor gesehen, abgesehen vom Wert für die Gesellschaft. Dem entsprechend wurde auf Vorstands-ebene ein Corporate Responsibility Komitee mit nicht leitenden Direktoren gegründet. Der Vorstandsvorsitzende, Sir Andrew Witty, und Mitglieder der Konzernleitung nehmen an den dreimal jährlichen Meetings teil, bei denen CR-Berichte vorgelegt und Fortschritte zu den Prinzipien der Unternehmensverantwortung kontrolliert werden. Der aktuelle Bericht ist nun im Internet öffentlich zugänglich:  www.gsk.com/investors/­  corporate-reporting.htm

Gesunde Erwachsene tragen den Erreger meist völlig ohne Probleme oder Symptome in sich. Fortgeschrittenes Alter, die Einnahme von Antibiotika, eine Lungen-, Nieren- oder Zuckerkrankheit können das Risiko einer schweren CDI-Erkrankung jedoch verdreifachen. Vorbelasteten Patienten machen die Symptome Durchfall, Bauchkrämpfe und Fieber so sehr zu schaffen, dass die Erkrankung bis zum Tod führen kann. Die Gründe dafür sind vielfältig, der Kampf gegen den Erreger ebenso. Bisher wurde das Risiko allerdings meist unterschätzt. Auch die Präventions- und Hygienemaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen sind optimierbar, erläuterten Mediziner bei der Präsentation. Das Bakterium kann sich besonders leicht ausbreiten und seine resistenten Sporen überleben oft monatelang. Selbst Desinfektionsmittel und Handreiniger auf Alkoholbasis können ihnen nur wenig anhaben.

Blasenschwäche weiter ein Tabuthema Wien. In Österreich leidet knapp eine Mio. Menschen unter Kontinenzproblemen. Trotz der hohen Zahl an Betroffenen ist Blasenschwäche nach wie vor ein Tabuthema. Unbehandelt hat die Krankheit oft schwerwiegende Folgen: Da viele Angehörige mit der Pflege der Betroffenen überfordert sind, ist sie die häufigste Ursache zur Einweisung alter Menschen in ein Pflegeheim. Mit einer entsprechenden Therapie kann Blasenschwäche jedoch in vielen Fällen geheilt oder zumindest eine Verbesserung der Symptome erreicht werden. Die Betroffenen über Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären, ist das Ziel der „Welt-KontinenzWoche“, die noch bis 24. Juni stattfindet.

Astellas-Österreich-Geschäftsführer Berthold Cvach ist mit dem Ende März zu Ende gegangenen Wirtschaftsjahr zufrieden.

Laut dem Salzburger Krankenhaushygieniker Markus Hell betragen die geschätzten Kosten für CDI in Gesamt-Europa jährlich geschätzt 3 Mrd. €. Das mit 1. Juni in Österreich eingeführte makrozyklische Antibiotikum Dificlir des Anbieters Astellas verspricht eine anhaltende Heilung mit weniger Rezidive. Bis dato konnte der schwere Durchfall kaum mit einer einmaligen Therapie geheilt werden, was sowohl zu hohen Kosten als auch großen körperlichen Belastungen für die Betroffenen führte. Infektions- und Tropenmediziner Christoph Wenisch geht davon aus, dass mit dem neuen Wirkstoff Fidaxomicin trotz höherer Kosten für das Präparat selbst um die 3 Mio. € eingespart werden können. „Eine Milchmädchen-Rechnung,

die auf Fakten beruht“, betonte er. Die Einsparungen ergeben sich vor allem durch den kürzeren Spitalsaufenthalt aufgrund der hohen klinischen Heilungsrate und der signifikant geringeren Rückfallquote.

Prall gefüllte Pipeline Astellas selbst erwartet künftig durch neue Produkte aus den Bereichen Urologie und Onkologie zusätzliche Wachstumsimpulse. So soll 2013 ein Produkt im Bereich Prostatakarzinom auf den Markt kommen, das die Lebenserwartung bei Menschen, die bereits eine Chemotherapie hinter sich haben, deutlich verlängert. Hier stelle das Unternehmen für Patienten das Produkt schon jetzt auch kosten-

los zur Verfügung, wenn diese von ihren Ärzten entsprechend vorgeschlagen werden. „Unsere Denkstruktur ist es, den Menschen zu helfen. Wir sind für die Menschen da, nicht um Gewinne zu erzielen; die Gewinne sind erst die Folge unserer Arbeit“, sagt Cvach. Im Bereich Urologie-Onkologie sei die Pipeline des Konzerns prall gefüllt. Erste neue Produkte würden 2013 auf den Markt kommen; Indikationen hier: kleinzelliges Nierenkarzinom und überaktive Blase. Astellas hat in Österreich zuletzt mit 57 Mitarbeitern rund 29 Mio. € umgesetzt und ist damit unter den Top 20 der Pharmabranche. Man habe damit die Konzernziele erreicht und sei stärker als der Markt gewachsen, der eigentlich stagniere, zieht Cvach Bilanz.

Forschung II Österreichs Biotech-Firmen sind international gut aufgestellt, haben aber wenig Kapital, sagt Ernst & Young

Europas Biotechbranche an Gewinnschwelle

Biotechfirma Biomay bringt Allergie-Impfung

© Biomay

Wien/New York. Der Biotechnologie-Sektor erholt sich weiter: Die etablierten Biotech-Märkte konnten erstmals seit Beginn der weltweiten Finanzkrise wieder ein Umsatzwachstum von über 10% auf 83,4 Mrd. USD erzielen. Das ist eines der Ergebnisse des 26. weltweiten Biotech-Reports „Beyond Borders: Global Biotechnology Report 2012“ von Ernst & Young. Auch die Forschungsaus-

gaben stiegen demnach deutlich – um 9% auf 23,1 Mrd. USD. Zudem floss zusätzliches Kapital in Höhe von 33,4 Mrd. USD in die Branche – allerdings profitierten davon vorwiegend Großunternehmen; für viele kleinere Biotech-Firmen bleibt die Finanzierungssituation angespannt. Während die Branche in den USA Gewinne in Höhe von 3,3 Mrd. USD erwirtschaftete – ein Rückgang um

© panthermedia.net/Alexander Raths

Biomay-Chef Rainer Henning ist zufrieden mit bisheriger Entwicklung.

Wien. Eine neuartige Impfung gegen Gräserpollen-Allergien verbessert den Zustand betroffener Patienten in signifikanter Weise. Das zeigt eine klinische Studie der Phase IIa, die jetzt vom Biotechunternehmen Biomay AG beendet wurde. Der Impfstoff BM32 basiert auf einer innovativen rekombinanten Peptid-Carrier Technologie, die – im Vergleich mit anderen Immuntherapien für Allergiker – erheblich weniger Injektionen notwendig macht und Nebenwirkungen reduziert, teilt Biomay-CEO Rainer Henning in einer Aussendung mit.

© medianet

Komplexes Bakterium

Biotech-Forschung aus Österreich kann auch international mithalten, sagen Experten.

21% gegenüber 2010 – konnten die europäischen Unternehmen den Fehlbetrag deutlich verringern: von 568 Mio. USD im Jahr 2010 auf 0,3 Mio. USD im Jahr 2011. Damit steht die Branche in Europa erstmals dicht vor der Rentabilitätsschwelle.

Lob für heimische Firmen „In Österreich bewegen sich die Biotech-Unternehmen nach wie vor in einem schwierigen Finanzierungsumfeld, beweisen aber immer wieder, dass sie im internationalen Konzert durchaus mitspielen können“, sagt Erich Lehner, Partner und Industry Leader Biotechnology bei Ernst & Young in Österreich. Das sehe man an Beispielen wie der Kooperation zwischen Merck und F-star. „Die Biotech-Unternehmen hierzulande sind gut aufgestellt und behaupten sich in einem guten europäischen Mittelfeld – insbesondere, wenn man die Produktpipeline in Zusammenhang mit der Größe unseres Landes im Vergleich zu Ländern wie Frankreich oder Deutschland

berücksichtigt.“ Trotz der auf den ersten Blick positiven Entwicklung der weltweiten Biotech-Branche betont Lehner, dass es schwierig werde, dieses Ergebnis längerfristig zu halten: „Das klassische Finanzierungs- und Innovationsmodell für Biotech-Firmen steht mehr denn je unter Druck und die bisherigen Bemühungen der Branche, mit geringeren Mitteln einen größeren Innovationsoutput zu erzielen, konnten noch keinen sichtbaren Produktivitätszuwachs bewirken.“

Neue Wege gefordert Die Branche muss deshalb neue Wege gehen, mahnt Lehner: „Angesichts der heutigen Kapitalknappheit können wir uns die Ineffizienz der klassischen Forschungs- und Entwicklungsprozesse für Medikamente nicht mehr leisten. Die Branche muss unbedingt Redundanzen beseitigen, die Zusammenarbeit mit Wettbewerbern während der Entwicklung fördern und neue Formen des Austauschs von Daten finden.“ (iks)


Freitag, 22. Juni 2012

short

ELGA läuft bereits in Niederösterreich

M e d i z i n t e c h n i k : E- H e a lt h Software Compugroup bringt neue Terminsoftware für Arztpraxen auf den Markt

Online beim Arzt

Der IT-Anbieter systema vernetzt die nö. Krankenhäuser.

St. Pölten. Die vergangenen Monate standen im Zeichen von ELGA-Diskussionen in allen erdenklichen Ausprägungen. Bei all den heftigen Debatten blieb weitgehend unentdeckt, dass ELGA-Technologie in österreichischen Krankenhausverbünden längst eingesetzt wird. Als prominentester Vertreter zeichnet die Niederösterreichische Landeskliniken-Holding in ihrem Projekt „NÖ ELGA“ eine sehr positive Erfahrungsbilanz: Spürbarer Nutzen und Anwenderakzeptanz machen Mut auf mehr. „Zielsetzung und Inhalt des ‚NÖ ELGA‘-Projekts ist der gesicherte elektronische Austausch von Gesundheitsdaten innerhalb der 27 Standorte der NÖ Landeskliniken-Holding“, teilt der IT-Lieferant systema mit. So wird eine integrierte Patientenversorgung ermög-licht. Das Projekt stellt gleichzeitig die technologische und konzeptionelle Basis für eine mögliche spätere Kommunikation über die Unternehmensgrenzen der Holding hinweg dar.

Wiener Neudorf/Wien/Steyr. Patienten können online rund um die Uhr Arzttermine buchen. Sie erhalten eine Terminbestätigung und Erinnerung per SMS. Außerdem können sie nach Rücksprache mit dem Arzt auf ihren Wunsch hin auch die Befunde online abrufen und jederzeit bei aktuellen Fragen mit dem Arzt online in Kontakt treten. Wer glaubt, das ist noch Fiktion irrt.Die Compugroup Österreich GmbH sowie die mehrheitlich zum Compugroup Konzern gehörende niederösterreichische Firma Innomed haben nach langer Entwicklungszeit und einem entsprechenden Probelauf nun damit begonnen, eine entsprechende ITLösungen niedergelassenen Ärzten anzubieten.“

Innomed-Chef Gerhard Stimac hofft auf großes Interesse an Ärztesoftware.

20.000 Termine bei 58 Ärzten

Stimac: „Es gibt zwar mehrere Anbieter mit Terminsoftware auf dem Markt, aber niemand bietet eine so tiefe und nahtlose Integration in die bestehende Arztsoftware an.“ Genau hier liege der enorme Nutzen ist er überzeugt. Man wolle die Arzt-Patienten-Bindung stärken und habe das System auch in die Webiste eingebunden, deren Gestaltung beim Rollout kostenlos mitangeboten wird. Das Terminportal sei für den Arzt frei gestaltbar - man könne es also auch nur für eine bestimmte Patientengruppe freischalten, wenn man das wünsche. Durch einmaliges Registrieren

Wir hatten das System „CGM Life eServices“ jetzt seit einem Jahr im Probebetrieb“, sagt Innomed-Geschäftsführer und Mitgesellschafter Gerhard Stimac. 58 Ärzte wurden im Pilotbetrieb ausgestattet und verwalteten damit insgesamt 20.000 Termine von rund 15.000 registrierten Patienten. Innomed und Compugroup Österreich betreuen als Lieferant von Arztpraxissoftware derzeit rund 5000 niedergelassene Ärzte und hoffen mit dem Start des Rollouts, dass sich möglichst viele davon für die Software interessieren.

short

Johnson & Johnson darf Synthes kaufen New Brunswick. Der US-Konsumgüter- und Medizintechnikkonzern Johnson & Johnson hat von der amerikanischen Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) die Frei-gabe für die milliardenschwere Übernahme des Schweizer Medizintechnikunternehmens Synthes erhalten. Dies teilte Johnson & Johnson in den USA mit. Im April hatte bereits die EU-Kommission ihre Zustimmung zu der Übernahme gegeben. Die Zusage des US-Konzerns, sein Trauma-Geschäft in Europa zu verkaufen, hatte die Wettbewerbsbedenken der Europäer zerstreut.

FDA nimmt FreseniusTochter ins Visier

© Systema

© Systema

Patienten können online mit Arzt kommunizieren und Termine ausmachen.

healtheconomy – 25

und Anmelden auf der Webseite des Arztes können Patienten 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag sicher und bequem auf das fachliche Know-how und Serviceangebot der Ordination zurückgreifen, sagt Stimac und bietet drei Bereiche an: Neben der Onlineterminbuchung auch Onlinebefunde, wo Patienten auf Wunsch Befunde im geschützten Bereich herunterladen können und eine Onlinesprechstunde, wo Patienten eine noch bessere Betreuung durch ihren Arzt bekommen. „Der Arzt kann so zum Gesundheitsmanager werden.“  (red)  www.cgm-life.at

Frankfurt. Dem weltgrößten Blutwäschekonzern Fresenius Medical Care (FMC) droht Ärger mit der US-Gesundheitsbehörde FDA. Die Aufseher prüfen, ob das Unternehmen Informationen über Probleme beim Einsatz eines Dialysemittels zurückgehalten hat, wie die New York Times berichtete. Zahlreiche Patienten hätten nach der Verabreichung des Mittels GranuFlo einen Herzstillstand erlitten. FMC habe darauf in einem internen Schreiben die Ärzte in seinen Kliniken angewiesen, bei der Verabreichung und Dosierung des Mittels besonders vorsichtig vorzugehen.

Institut Allergosan Präparate aus dem steirischen Labor liefern bedeutende Behandlungsresultate; in Österreich steigt der Absatz von Probiotika

Höhenflug am Probiotika-Markt Spezialist für Darmgesundheit profitiert von steigender Akzeptanz bei Apothekern, Ärzten und in der Bevölkerung. Der Spezialist, der heute mit der Omni-Biotic-Serie medizinische und wirtschaftliche Erfolge im OTC-Segment feiert, profitiert vom wissenschaftlichen Durchbruch: Seit 2001 erlaubt die molekulargenetische Sequenzierung von Bakerienstämmen die Entwicklung hochwertiger Probiotika. Zudem hätten Zeitgeist und der Bewusstseinswandel im Handel (Stichwort: Probiotische Joghurts), seitens der Bevölkerung, aber auch in der Ärzteschaft, das Interesse an Alternativ-Präparaten stetig steigen lassen, heißt es aus Graz.

Therapie trifft Prävention

„Menschen wenden sich einer Medizin zu, die Ursachen und nicht nur Symptome bekämpft.“

PROMOTION

ANITA FRAUWALLNER INSTITUT ALLERGOSAN

Heute greift man hierzulande verstärkt zur Produktrange, die in den Labors des Institut Allergosan, dem steirischen Probiotika-Pionier, entwickelt wurde.

Auch die diversen Informationskampagnen der letzten Jahre wirkten. „Hochwertige Probiotika aus der Apotheke“, so Instituts-Vorstand Anita Frauwallner, „werden nicht mehr als Medikamente, sondern als tägliche Nahrungsergänzung zugeführt, um Verdauungsstörungen, die meist nicht als Krankheiten gesehen werden, in den Griff zu bekommen und das allgemeine Wohlbefinden zu stärken.“ Die Sicherung einer gesunden Darmflora sei der erste Schritt dazu, so die Expertin. 2007 platzierte das Institut Allergosan sein erstes Probiotikum als diätetisches Lebensmittel für medizinische Zwecke mit der Indikation „zur Behand-

Jüngste Zahlen belegen: 2011 erreichte das Institut Allergosan einen über 50%igen Marktanteil am gesamten Probiotika-Umsatz. 2012 hat man mit „OMNi-BiOTiC 6“ das bis dato umsatzstärkste probiotische Produkt (Bereich der Magen-Darm-Mittel) am heimischen Apothekenmarkt.

INFO/KONTAKT

© Institut Allergosan (3)

Österreich/Graz. Heilmittel gegen Darmerkrankungen sind fast so alt wie die Menschheit selbst. Wurde seit Urzeiten im Akutfall auf fermentierte Milch zurückgegriffen, eroberte in den 30erJahren des vorigen Jahrhunderts die erste Probiotika-Generation den Arzneimittelmarkt – doch nur für kurze Zeit. Bis in die 1980er und 1990er galten Antibiotika als unumstrittene Allheilmittel. Seit dem massenweisen Auftreten von Resistenzen, die nicht mehr behandelbare entzündliche Darmerkrankungen verursachen, sind die Probiotika zurück am Markt.

Institut Allergosan-Vorstand Anita Frauwallner: „Konsequente, intensive Forschung“.

lung der Antibiotika-assoziierten Diarrhoe“ auf dem Markt. Die hierzu in der Fachpresse veröffentlichten Studienergebnisse erregten weltweit Aufmerksamkeit. Die nachgewiesene Vermehrungsfähigkeit von probiotischen Bakterien bewegte auch heimische Krankenhäuser dazu, ein Nicht-Arzneimittel auf diesem Gebiet einzusetzen – eine Premiere. Mit den Folgepublikationen – zuerst im Bereich der Allergie, in Folge zum metabolischen

Syndrom und in der Stressforschung – haben sich Probiotika als ernstzunehmende, präventiv und therapeutisch einzusetzende Behandlungsformen etabliert.

Steigende Nachfrage Frauwallner: „Konsequente Investitionen in Forschung wurden und werden von den Ärzten interessiert verfolgt und angenommen.“ Auch das Vertrauen der Patienten steigt kontinuierlich; dies bestätige, dass sich „im Gesundheitsbereich die beste Qualität durchsetzt“.

Das Institut Allergosan beschäftigt sich nunmehr seit über 15 Jahren intensiv mit Probiotik und probiotischer Nahrungsergänzung. Jahrelange Forschungsarbeit und ein internationales wissenschaftliches Forschungsnetzwerk schaffen die Grundlage für die innovative ProbiotikaProduktkultur. Die Präparate entsprechen den allerhöchsten wissenschaftlichen Standards, hinsichtlich der Wirkmechanismen ebenso wie auch hinsichtlich der Anwendungssicherheit. Kontakt: Institut Allergosan Pharmazeutische Produkte, Forschungs- und VertriebsGmbH, Schmiedlstraße 8a, 8042 Graz E-Mail: office@allergosan.at Tel: +43(0)316 405 305 Fax: +43(0)316 405 305-20 www.allergosan.at


M E N S C H E N & KA R R I E R E N

26 – healtheconomy

Freitag, 22. Juni 2012

Personalentwicklung Um gute Mitarbeiter zu bekommen, müssen Arbeitgeber laut Experten „zur Marke werden“

short

Positives Vorurteil im Kopf

Hanusch-Krankenhaus zieht positive Bilanz

Andreas Feiertag

Preis für Gesundheit an Schulen

Expertengespräch über das „Employer Branding“ beim Humantechnologiecluster.

Benefiz Kilometer um Kilometer für kranke Menschen

Gesundheitstag Diakonissen-Krankenhaus Salzburg

Wien. Am 16. September starten die Rote Nasen Läufe 2012 unter dem Motto „Laufen, hüpfen, traben, laben“ mit dem großen Er-

Salzburg. Medizin zum Anfassen: Im Rahmen des Gesundheitstags „Focus Magen & Darm“ präsentierte das Diakonissen-Krankenhaus Salzburg am 14. Juni Europas größtes begehbares Darmmodell. Rund 300 Besucher aus Salzburg, Oberösterreich und Bayern begaben sich auf die faszinierende Reise durch den überlebensgroßen menschlichen Darm und informierten sich über Darmgesundheit und Darmkrebsvorsorge. Neben dem 20 m langen Darmmodell bot der Gesundheitstag ein breites Programm: Expertenvorträge über Darmgesundheit, Vorsorge und häufige Magen- und Darmerkrankungen, eine kleine Gesundheitsstraße, in welche man wichtige Gesundheitsparameter überprüfen lassen konnte, Bera-

© Österreichisches Jugendrotkreuz

Rote Nasen: Laufserie startet

Wien. Das Jugendrotkreuz und Tetra Pak haben mit der Initiative „Gut für mich! Gut für meine Gesundheit“ einen Projektbewerb für Volksschulen zum Thema Essen und Trinken initiiert. Dieser hat Schulklassen dazu bewegt, sich bewusst mit Essen und Trinken in der Schule auseinanderzusetzen. Milch und flüssige Milchprodukte sowie Fruchtsaftgetränke als Bestandteile der Ernährungspyramide lagen bei einigen der Projekte im Vordergrund.

© Nadine Poncioni

Schulprojekte wurden vom ­Jugendrotkreuz ausgezeichnet

Die Rote Nasen Clowndodoctors starten wieder ihre Benefiz-Laufserie.

öffnungsfest im Wiener Prater. Rund 40 weitere Läufe folgen bis Ende Oktober österreichweit. Jeder kann mitmachen und somit helfen, noch mehr Lachen ins Spital zu bringen. Alle Läufe werden in Kooperation mit dem Allgemeinen Sportverband Österreichs durchgeführt. Und heuer wird es auch ganz schön „grün“ – der Eröffnungslauf in Wien ab 10 Uhr vormittags wird als ‚Green Event‘ veranstaltet. Für jeden zurückgelegten Kilometer unterstützen Sponsoren die Arbeit von Rote Nasen – dadurch können die Clowndoctors noch mehr kranke Kinder, Senioren und Rehapatienen und behinderte Menschen besuchen und ihnen Humor als Arznei schenken. Informationen und Anmeldungen im Internet unter www.rotenasenlauf.at

Ulrich Korff: Patient Krankenhaus – wie Kliniken der Spagat zwischen Ökonomie und medizinischer Spitzenleistung gelingt. Gabler Verlag, 44,59 €, 206 Seiten, ISBN: 383493433X

tungsstände von Selbsthilfegruppen, Krebshilfe und Ernährungsberaterinnen sowie Führungen „hinter die Kulissen“. (fei)

300 Besucher spazierten durch das größte Darmmodell in Salzburg.

Menschen, über die man spricht

© Königsberger/Apothekerverband

Alois Stöger freut sich über breite Zustimmung zu ELGA Wien. „Es freut mich, dass sich eine große Mehrheit der Experten und Stake­ holder im Gesundheitsbereich ganz klar für ELGA ausgesprochen hat. Ich verstehe das als Stärkung meines Vorhabens, die ‚Elektronische Gesundheitsakte‘ rasch dem Ministerrat vorzulegen“, betonte Gesundheitsminister Alois Stöger nach dem Hearing zum Thema ELGA. Alle Stakeholder, von der Wirtschafts- und Arbeiterkammer über die Sozialversicherungen und Länder, den Patientenanwälten und Selbsthilfegruppen bis hin zu den Vertretern von Ärzte- und Apothekerkammer, waren in das Gesundheitsministerium geladen, um ihre Position zur elektronischen Krankenakte ELGA und e-Medikation nochmals darzulegen. Nun soll sie rasch in das heimische gesundheitssystem eingeführt werden.

Christian Bern­ hard, Gesund­ heitslandesrat in Vorarlberg © VLK

© Springer Gabler

buch-tipp

Patient Krankenhaus Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser werden anspruchsvoller. Eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung müssen die Verantwortlichen aber weiterhin gewährleisten. Dass dies mit geschicktem Management durchaus möglich ist, zeigen die Beispiele in diesem Buch. Die Stellhebel, die Klinik-Managern zur Verfügung stehen, um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit ihrer Häuser zu verbessern und sie „fit für die Zukunft“ zu machen, werden in kompakter Form dargelegt. Anschließend wird dieses Know-how um Co-­Autoren-Beiträge aus der Praxis ergänzt: Erfahrene Klinik­ manager und Spezialisten aus der Gesundheitswirtschaft nehmen hier zu ausgewählten ­Herausforderungen der Branche Stellung und skizzieren, wie sie diese angegangen sind und welche Erkenntnisse sich aus „ihrem“ Einzelfall verallgemeinernd ableiten lassen. (fei)

Durch den größten Darm spaziert

© Diakonissen-Krankenhaus Salzburg

Wien. Die vor einem Jahr eröffnete Augen-Tagesklinik im Hanusch-Krankenhaus der Wiener Gebietskrankenkasse zieht positive Bilanz: „Innerhalb eines Jahres haben wir hier 4.200 Graue-Star-Operationen durchgeführt“, erklärt Primarius Oliver Findl, Vorstand der Augenabteilung. Das ist österreichweit der höchste Wert. Zum Vergleich: Vor der Eröffnung gab es im nur HKH 3.500 Katarakt-Operationen.

Der 48-jährige Mediziner Christian Bernhard wurde vom Vorarlberger Landtag zum neuen Gesundheitslandesrat gewählt. Bernhard, von der ÖVP nominiert aber (noch) kein Parteimitglied, übernimmt das Gesundheitsressort von Rainer Gögele (V), der aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt hatte. Nach Medizinstudium und Ausbildung zum praktischen Arzt gelangte Bernhard in den Landesdienst, wo er zuletzt die LandesAbteilung Sanitätsangelegenheiten leitete.

Ewald Lin dner , Au genar zt am Kl inikum in Klagen fu rt

Im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft in Villach wurde der Croma-Forschungförderungspreis an Ewald Lindner vom Klinikum Klagenfurt überreicht. Die Auszeichnung ist mit 3.500 € dotiert. In der ausgezeichneten Forschungsarbeit konnte Lindner zeigen, dass die Uveitis intermedia (Entzündungen der mittleren Augenhaut) mit Multipler Sklerose verwandt zu sein scheint, was für Therapien wichtig sein könnte.

© dpa/A3817 Tobias Hase

Freut sich über positive Bilanz der Augen-Tagesklinik: Oliver Findl.

© Croma Pharma

© z.V.g.

Graz. „Employer Branding ist das positive Vorurteil im Kopf Ihrer Bewerber.“ Auf diese eingängige Formel bringt Markenexperte Ralf Tometschek in einem Kommentar im Newsletter „botenstoff“ des Humantechnologie-Clusters Steiermark die aktuelle Diskussion zu einem Thema, das alle Unternehmen und Organisationen betrifft, die um gute Mitarbeiter kämpfen müssen. Besonders in wissensintensiven Branchen ist der Kampf um die besten Mitarbeiter – der „War for Talents“ – voll ausgebrochen. Zwei Faktoren spielen dabei die Hauptrolle: die Attraktivität des Unternehmens und die Attraktivität des Standorts. „Kein Wunder also, dass Employer Branding gerade für Unternehmen in unserer Branche immer wichtiger wird“, erläutert ClusterGeschäfstführer Robert Gfrerer.

Folgerichtig diskutierte der Humantechnologie-Cluster sein Jahresthema bereits im Rahmen der „Executive Lounge“ Mitte April und auch die Zukunftskonferenz 2012 am 25. September wird sich dem Thema widmen – basierend auf den Erfahrungen der Unternehmerinnen und Unternehmer. Basis für eine positiv wahrgenommene Arbeitgeber-Marke ist eine gute Kommunikation sowohl innerhalb des Unternehmens als auch nach außen, gründend auf einem funktionierenden Arbeitsalltag. Oder, wie es Markenexperte Tometschek ausdrückt: „Verhalten ist die stärkste Form von Kommunikation – auch im Employer.“ Natürlich zählt auch die Qualität und das Image des Standorts im Recruiting, sind sich alle Experten einig. Interessierte nach Wien zu holen, sei kein Problem, Graz sei schon erklärungsbedürftiger. Mehr Infos: www.humantechnology.at

© HTS

„Employer Branding“ betreiben, um sich zu positionieren und vom Mitbewerb zu unterscheiden.

Karl H einz Bö hm , Grü nd er von „M enschen fü r M enschen “

Die vom Schauspieler Karl Heinz Böhm gegründete Organisation „Menschen für Menschen“ startete eine groß angelegte Aktion zur Bekämpfung der Augenentzündung Trachom in Äthiopien. Unbehandelt droht zahlreichen Menschen die Erblindung, dabei lässt sich Trachom durch einfache Mittel, wie dem gesicherten Zugang zu sauberem Trinkwasser, vermeiden. Böhms Organisation stellt für 240.000 Menschen Medikamente bereit und verbessert die Trinkwassersituation.


medianet

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Freitag, 22. Juni 2012 – 27

Staatliche hilfen gefordert

Enormer aufschwung

Europas Automobilindustrie fordert ­Regierungen zur Unterstützung auf  Seite 29

Im Fahrwasser von E-Autos erleben auch Traktionsmotoren einen Boom  Seite 33

© BMW

© EPA

automotivebusiness neue b-klasse mercedes gibt sich sportlich © Daimler

„Dadurch entsteht eine negative Sogwirkung“

© Panthermedia.net/Michael Kempf

short

© EPA

Wien/Brüssel. Die Talfahrt auf dem EU-Automarkt geht ungebremst weiter. Im Mai verschlechterte sich die Lage noch einmal. Die Pkw-Neuzulassungen in der Europäischen Union sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,7% auf 1,106 Mio. Fahrzeuge, wie der europäische Branchenverband ACEA mitteilte. Ebenfalls im Minus ist laut Statistik Austria die Zahl der Neuzulassungen im Mai in Österreich: Mit 32.298 Pkw wurden um 5,8% weniger zugelassen als im Mai 2011. www.statistik.at

© Hyundai

Bochum. Gnadenfrist für die Opelaner im deutschen Bochum, aber keine Rettung: Der defizitäre Autobauer Opel will seine Sanierung zunächst ohne Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland vorantreiben. Auch das Werk in Bochum solle zumindest so lang erhalten bleiben, bis die aktuelle Zafira-Fertigung dort Ende 2016 ausläuft, teilten die Adam Opel AG, der Betriebsrat und die IG Metall dieser Tage nach monatelangen Verhandlungen mit.  www.opel.de

© APA/Ingrid Kornberger

Erfolgreich In den ersten Monaten dieses Jahres konnte Hyundai-Österreich trotz rückläufiger Markttendenz zulegen. Nicht zuletzt weil der neue i30 (Foto) von einigen Fachmedien vor Mitbewerbern wie etwa dem VW Golf gereiht wurde.  Seite 28 Moto Guzzi-Treffen 18. Auflage in Kirchberg am Wechsel

Kidricevo. Der steirische Lederbezügehersteller Boxmark Leather hat eine 15 Mio. € schwere Modernisierung und Erweiterung seines Standorts in Kidricevo (Slowenien) abgeschlossen. Die Investition umfasst unter anderem ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum, das Ende vergangener Woche im Beisein des slowenischen Regierungschefs Janez Jansa feierlich eröffnet wurde. Demnächst sei laut Werkschef Marjan Trobis eine weitere Erweiterung der Produktionsstätte um 5 Mio. € geplant.  www.boxmark.at

© Faber

Pflichttermin für Austro-Guzzisten

Kabarettist Roland Düringer ist seit Jahren Stammgast am Moto Guzzi-Treffen.

Kirchberg am Wechsel. Bereits zum achtzehnten Mal findet von 29. Juni bis 1. Juli in Kirchberg am Wechsel das größte Moto GuzziTreffen Österreichs statt. Über 1.500 Gäste reisten in den vergangenen Jahren an und heuer rechnen die Veranstalter mit einem neuen Besucherrekord. Das Wochenende steht dabei ganz im Zeichen der italienischen Kultmarke: Neben einer gemeinsamen Ausfahrt ist die Testmöglichkeit der aktuellen Moto Guzzi-Modelle einer der Höhepunkte des Treffens. Im Rahmenprogramm gibt es zudem u.a. Live-Musik und kulinarische Verpflegung.  www.guzzi.at

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28 – automotivebusiness

Kommentar

Frauen ans Steuer – aber hopp!

Freitag, 22. Juni 2012

Interview Hyundai Österreich-Geschäftsführer Hansjörg Mayr im Gespräch mit medianet automotive

„Mehr Transparenz und weniger Politisierung“ Die Verunsicherungen am Markt sind laut Mayr oft nur medial gepushte Schreckensgespenster. Mayr: Wir haben auf der ‚Vienna Autoshow‘ ja den neuen ‚i30‘ präsentiert, das hat uns speziell am Wiener Markt weitergeholfen. Jänner und Februar waren aber generell eher schwierige Monate, das Verkaufsjahr hat einfach später begonnen als üblich. Als Marke sind wir in den ersten vier Monate auch um eindrucksvolle 17% gewachsen. Damit sind wir sehr zufrieden. Natürlich hilft uns auch die vermehrt positive Wahrnehmung unserer Produkte in der Presse. Mehrere anerkannte Fachmedien haben ja unseren i30 vor der Kompaktklassenkonkurrenz à la Golf, Astra und Co. gereiht; darauf sind wir ebenfalls sehr stolz.

Gregor Josel

W

as bei uns selbstverständlich ist, sorgt in Saudi-Arabien gerade für heftige Wellen der Empörung: Frauen wollen sich dort nämlich das Recht erstreiten, selbst Auto fahren zu dürfen, was von einem großen Teil der (männlichen) Bevölkerung allerdings abgelehnt wird – nicht aus religiösen Gründen, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern aus der Tradition des Landes heraus. SaudiArabien ist das einzige Land der Welt, in dem das weibliche Geschlecht nicht Auto fahren darf und das soll doch auch bitteschön so bleiben. Erst recht, seit ein Geistlicher vor wenigen Monaten in einem Gutachten davor warnte, dass fahrende Frauen angeblich ihre Jungfräulichkeit verlieren und in die Prostitution abrutschen könnten. Auch die Scheidungsraten würden dadurch steigen und ebenso die Homosexualität. Ungeachtet von derlei Nonsens erklärten Dutzende Aktivistinnen den vergangenen Sonntag zum „Tag des Autofahrens“ und steuerten Fahrzeuge durch die Hauptstadt Riad – ein mehr als gefährliches Unterfangen, drohen als Bestrafung dafür doch zehn Peitschenhiebe ober mehrere Tage im Gefängnis. Grund genug für uns aber, auf die Problematik aufmerksam zu machen und die saudischen Frauen bei ihrem Recht aufs Autofahren zu unterstützen – zumindest moralisch.

BMW Transport-Probleme

US-Flaute droht

Wien. Das Auto gerät mehr und mehr in den politischen Fokus. Doch oft sieht die Realität ganz anders aus als die Theorie, wie Hansjörg Mayr im Interview ausführt. medianet: Ein österreichisches Magazin titelte unlängst ‚Die gefährlichste Erfindung der Welt‘ und bezieht sich dabei auf das Automobil. Ein Titel mit Symbolcharakter oder die Realität? Hansjörg Mayr: Heutzutage wird auf vielerlei Ebenen gegen das Automobil als Transportmittel und Mobilitätsgrundlage gewettert. Das Auto wird gern einfach generell als schlecht dargestellt. Das ist grundlegend falsch. Auch die Politik tut

„Heutzutage wird auf vielerlei Ebenen gegen das Auto polemisiert (...) Die Wirtschaft ist

© Hyundai/Christian Houdek

Jürgen Zacharias

ohne Mobilität nicht

Seit 2006 ist der Tiroler Hansjörg Mayr Geschäftsführer der ­Hyundai Import ­Gesellschaft innerhalb des Denzel-Verbunds.

überlebensfähig.“

zentrieren, andererseits wundert man sich, dass die Menschen mit dem Auto dorthin fahren. Das Automobil als gefährlich zu bezeichnen, ist also schlichter Unsinn.

Hansjörg Mayr, GF Hyundai Import Gesellschaft

medianet: Wie sehr verunsichert das und die derzeitige Euro-Krise den Autokäufer? Mayr: Der Markt ist derzeit nicht einfach. Der Konsument ist verunsichert. In den Medien heißt es oft, der Markt bricht ein, wobei ein Rückgang um wenige Prozent noch nicht mal ansatzweise etwas mit

hier noch immer viel zu wenig. Das ganze Thema ist leider viel zu wenig transparent, es wird politisiert, polemisiert und es hat nichts mit der Realität zu tun. Die Wirtschaft ist ohne Mobilität nicht überlebensfähig. Einerseits wollte die Politik die Geschäfte aus der Stadt verbannen und in Einkaufszentren kon-

Steuerrecht ermöglicht Porsche-Deal

© BMW

(Porsche AG) mehrheitlich unter dem Dach der Porsche SE. Diese Konstellation macht – vereinfacht gesagt – alle drei Beteiligten zu einem Großunternehmen. Damit greifen Bestimmungen aus dem Steuergesetz, die für VW ein Riesenvorteil sind und erlauben, sich den noch fehlenden Teil des Sportwagengeschäfts der Porsche AG steuerfrei einzugemeinden. Diese Hürde hatte den lange gewünsch-

Der Paragrafendschungel der deutschen Steuergesetze kann mitunter wie eine Wundertüte daherkommen. Im Fall des blockierten Zusammenschlusses der Autobauer VW und Porsche zum Beispiel ist eine einzige VW-Stammaktie plötzlich unglaubliche 4,5 Mrd. € wert. Normalpreis dieser Tage: etwa 115 €. Der nahende Coup zwischen den Wolfsburgern und den Schwaben dürfte damit Wirtschaftsgeschichte schreiben. Die Ausgangslage: Als Folge des verlorenen Übernahmekampfs der Porsche-Dachgesellschaft Porsche SE gegen die VW AG vor vier Jahren stehen sowohl VW als auch das reine Porsche-Sportwagengeschäft

ten Zusammenschluss viele Monate blockiert, nachdem der Ursprungsplan – eine komplette Verschmelzung aller Beteiligten – an Milliardenklagen gegen die Porsche SE gescheitert war. Investoren fühlen sich nämlich rückblickend bei der Übernahmeschlacht betrogen. In diesem Großunternehmen ist nun folgendes möglich: Die Gesetze erlauben es, dass einzelne Einheiten untereinander Werte ver-

© dpa/Patrick Seeger

Steuerliche Sonderregelung

Washington. Der deutsche Automobilhersteller BMW erwartet im Sommer wegen Engpässen beim Transport eine Durststrecke in den USA. „Wir warten im Moment einfach darauf, dass die Schiffe mit den richtigen Autos kommen“, sagte der neue BMW-Amerika-Chef Ludwig Willisch vor wenigen Tagen der Financial Times Deutschland. Demnach kommt das neue 3erModell zu langsam in den USA an, und die beim US-Kunden beliebte Allrad-Version werde erst im September kommen.  www.bmwgroup.com

medianet: Wie ist das erste halbe Jahr für Hyundai Österreich im Detail gelaufen?

medianet: Im September eröffnet der neue Hyundai-Flagship-Store in der Richard Strauß Straße – was dürfen wir erwarten? Mayr: Wir feiern dieses Jahr ‚20 Jahre Hyundai Österreich‘. Am 13. und 14. September wird im Zuge der Feierlichkeiten auch der neue Flagship-Store mit 400 m� Ausstellungsfläche eröffnet. Neben dem gesamten Portfolio von über zehn Modellen werden auch vier neue Modelle vorgestellt.

Volkswagen Der deutsche Hersteller kann die Übernahme von Porsche unter Dach und Fach bringen

Stuttgart. Europas größter Autobauer VW schafft bei der seit Langem verkorksten Komplettübernahme von Porsche Fakten. Ein juristischer Kniff im Steuergesetz ermöglicht die herbeigesehnte Lösung – und sorgt für die weltweit wohl teuerste Aktie in der Unternehmensgeschichte.

BMW-Amerika-Chef Ludwig Willisch erwartet einen schwierigen Sommer.

einem Markteinbruch zu tun hat. Was bleibt, ist des Schreckgespenst in den Köpfen der Menschen, die sich dann sehr wohl überlegen, ob sie sich gerade jetzt ein neues Auto kaufen sollen. Eine negative Sogwirkung entsteht und eine künstliche Schwächung des Markts setzt ein, die mit der Realität in Wahrheit gar nichts zu hat. Ich halte das nicht für besonders sinnvoll.

medianet: Hyundai entwickelt und produziert ja seit einigen Jahren die Fahrzeuge für den europäischen Markt in Europa. Wie lässt sich trotzdem das vergleichsweise günstige Preisniveau halten? Mayr: Hyundai hat schon immer auf möglichst geringe Strukturkosten gesetzt. Die Produktion in Europa bringt uns außerdem enorme Vorteile in der Logistik. Kurze Transportwege und kurze Fristigkeiten zwischen Produktion und Kunden sind von großem Vorteil, da viel weniger Kapital gebunden ist.

VW wird sich nun endgültig das Sportwagengeschäft der Porsche AG eingemeinden.

schieben – quasi verkaufen –, ohne dass dabei Steuern fällig werden. Man veräußert unternehmensintern gewissermaßen an sich selbst, ohne dass diese Umstrukturierung nach außen auf den Markt tritt.

Wertvollstes Papier der Welt Kern des Deals ist, dass VW den grundsätzlich steuerpflichtigen Kauf der noch ausstehenden zweiten Hälfte der Porsche AG als eine – ausdrücklich legale – Umstrukturierung ausweist. Das Gesetz ermöglicht außerdem, den Umbau statt mit Anteilen auch mit Geld zu verrechnen und Aktien und Bares dabei in der Waagschale zu variieren. Das Ganze muss aber so ablaufen, dass der die Anteile übernehmende Partner nach dem Deal die Mehrheit am anderen Partner hat. Weil die Porsche SE die Mehrheit an VW hält, reicht eine einzige Aktie aus. Sie wird so 4,5 Mrd. € teuer – dank des Steuergesetzes ist sie damit rein rechnerisch wohl das wertvollste Papier der Welt.  www.porsche.de  www.volkswagen.de


Freitag, 22. Juni 2012

Hersteller & zulieferer

automotivebusiness – 29

Cars21 Die internationale Arbeitsgruppe will die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Autoindustrie stärken und fordert Regierungen zur Unterstützung auf

Branche fordert staatliche Hilfen Moritz Kolar

Brüssel. Die EU-Autoindustrie hofft im Kampf gegen immer stärkere weltweite Konkurrenz und hohe Überkapazitäten auf Hilfe durch die Regierungen der Europäischen Union. Sie möchte mehr öffentliche Gelder, eine „kluge und selektive“ Gesetzgebung sowie handelspolitische Anstrengungen zur besseren Öffnung ausländischer Märkte. Dies geht aus einem Bericht von „Cars21“, einer Arbeitsgruppe aus Spitzenvertretern der Industrie, der Politik und der Gewerkschaften, über die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Autoindustrie in den kommenden Jahren hervor.

Branche mit Überkapazitäten Die Finanzkrise habe die Branche in Europa schwer getroffen – besonders bei kleinen Personenwagen, heißt es in dem Bericht.

China Markt legt um 16% zu

Mai-Aufschwung

Peking. Der chinesische Automarkt hat sich erholt und wächst wieder zweistellig. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag berichtete, stieg die Zahl der Autoverkäufe im Mai um knapp 16% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Autoproduktion erhöhte sich nach Angaben der China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) um 16,2%.

Preise gingen im Mai zurück

© EPA

Der weltgrößte Automarkt wuchs in den ersten fünf Monaten des Jahres um insgesamt 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr; in diesem Zeitraum sind insgesamt 6,33 Mio. Personenkraftwagen verkauft worden, was einem Zuwachs von 5,48 Prozent entspricht. Gleichzeitig sank der Verkauf von gewerblich genutzten Fahrzeugen um 10,31 Prozent auf 1,69 Mio. verkaufte Einheiten. Der chinesische Automarkt hatte zuletzt an der schwachen wirtschaftlichen Gesamtentwicklung, dem Auslaufen einiger Fördermaßnahmen sowie einer restriktiveren Zulassung in Großstädten wie Peking gelitten. Wachsende Lagerbestände bei chinesischen Autohändlern drücken deshalb zuletzt die Preise: Die durchschnittlichen Kosten von Personenfahrzeugen sanken in China im Mai um 1,1 Prozent zum Vormonat. Nach Zahlen der Händlervereinigung verlängerte sich die durchschnittliche Lagerdauer bei den Händlern von 45 Tagen Ende April auf über zwei Monate Ende Mai.  www.caam.org.cn

In China wurden im Mai wieder deutlich mehr Fahrzeuge verkauft als zuletzt.

Gewinne werden in Europa vor allem bei teureren Autos gemacht, ansonsten auf Auslandsmärkten wie etwa in China. Für dieses Jahr werden in Europa schätzungsweise 12,4 Mio. Autos verkauft. Das sind drei Mio. weniger als vor der Krise und so wenig wie 1996. Die Zahl der Beschäftigten sank um rund 12 Prozent auf 12 Mio. Die Exporte erreichten hingegen 2011 einen neuen Rekord von 160 Mrd. €. In dem Bericht der Arbeitsgruppe – der u.a. die Unternehmenschefs Dieter Zetsche (Daimler), Sergio Marchionne (Fiat) und Philippe Varin (Peugeot) angehören – wird die „strategische Bedeu-

tung“ der Branche und die Notwendigkeit betont, die Produktion in der EU zu erhalten. Die Autoindustrie stehe aber vor großen Überkapazitäten, vor allem bei Kleinwagen und vor allem im südlichen Europa.

Mehr Unterstütung gefordert „Es scheint, als überstiegen die vorhandenen Kapazitäten beträchtlich die in den kommenden Jahren zu erwartende Produktion“, heißt es. Es gebe erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Firmen und Ländern, doch beeinträchtigten die Überkapazitäten die gesamte

Branche: „Die derzeitige Struktur der Industrie entspricht nicht dem Bemühen um Wettbewerbsfähigkeit, vor allem nicht im Bereich der Massenprodukte.“ Die Industrie verwies darauf, dass sie allein 2009 rund 28 Mrd. € in die Forschung, etwa für schadstoffärmere Motoren und E-Antriebe, investiert habe. In bestimmten Bereichen wie Batterien und Hybridtechnologie sei Europa aber nicht führend und müsse besser werden. Die Branche brauche deswegen „verstärkte Unterstützung für Forschung und Entwicklung“ auf europäischer und nationaler Ebene.  www.ec.europe.eu

© EPA

Forderungen sind mehr öffentliche Gelder, handelspolitische Bemühungen und eine kluge Gesetzgebung.

Auch Daimler-Chef Dieter Zetsche ist Mitglied der Arbeitsgruppe „Cars21“.


Modell & Handel

32 – automotivebusiness

Freitag, 22. Juni 2012

Mercedes B180 Blue Efficiency Die neue B-Klasse von Mercedes wurde deutlich sportlicher – nicht nur optisch

short

Vitamin B mit sportlicher Note und ohne Sandwich

© Porsche Austria

Modelloffensive wird weiter fortgesetzt

Wie auch die kommende A-Klasse verzichtet die aktuelle B-Klasse auf eine Sandwich-Bauweise. Wien. Ursprünglich war die Sandwichbauweise der A-Klasse dazu bestimmt, im Zwischenboden Antrieb und Batterien für alternative Antriebsmodelle zu beherbergen. Neuerdings verzichtet man bei Mercedes wieder auf diese Bauart und so wurde die neue B-Klasse, die im Vorjahr ihr Debüt feierte, auf einer „normalen“ Basis entwickelt. Auch die demnächst erscheinende, neue A-Klasse wird wieder über eine Standard-Plattform verfügen. Die Brennstoffzelle scheint also noch nicht unmittelbar vor der Tür zu stehen. Nach der Präsentation der ersten B-Klasse im Jahr 2005 fuhr das Modell vor allem bei reiferen Interessenten große Erfolge ein und avancierte so landläufig zum Pensionistenauto. Mit der neuen B-Klasse soll nun auch eine jugendlichere Käuferschicht angesprochen werden und die Vorzeichen scheinen zu stimmen.

Wien. Skoda setzt seine Modelloffensive konsequent fort. Nur wenige Monate nach der Einführung des Skoda Citigo präsentiert der tschechische Hersteller den neuen Skoda Rapid. Die jüngste Modellreihe hat zentrale Bedeutung für die Wachstumsstrategie des Herstellers. Als erstes Skoda-Serienfahrzeug überhaupt bringt der Rapid die neu entwickelte Designsprache des Herstellers vollständig zum Ausdruck. Die Frontpartie zeigt die neue Interpretation der Skoda-typischen Gestaltungsmerkmale. Das neue Marken-Logo prangt selbstbewusst auf dem harmonisch abgerundeten vorderen Abschluss der Motorhaube. Der Kühlergrill zeigt einen fein gezeichneten Chromrahmen und wird von vertikal angeordneten Lamellen geformt. Wie ein Kleeblatt gruppiert sich das Scheinwerferensemble an der Front des Skoda Rapid. Die jüngste Skoda Modellreihe überzeugt bei kompakten Abmessungen (knapp 4,5 m lang, rund 1,7 m breit) mit viel Raum. Die clevere Limousine mit Kombi-Dimension bietet Platz für fünf Insassen und ihr Gepäck. Selbstverständlich sind bei Skoda weitere clevere Lösungen sowie ein hervorragendes Preis-Wert-Verhältnis und eine umfangreiche Sicherheitsausstattung. Vier Benzinmotoren und zwei Dieselaggregate ­stehen als Antriebe zur Auswahl.  www.skoda.at

Vom Pensionistenauto zum chicen, sportlichen Kompakt-Van: Die neue B-Klasse überzeugt optisch wie auch technisch.

Jugendlichere Optik Im Vergleich zur bisherigen B-Klasse ist Mercedes einen großen Schritt in Sachen Design gegangen. Das etwas biedere Erscheinungsbild der ersten Generation wurde grundlegend überarbeitet, das neue Markengesicht mit den agilen, klar konturierten Scheinwerfern, der LED-Tagfahrbeleuchtung und dem vergleichsweise großen Kühlergrill stehen der neuen B-Klasse hervorragend. Die Motorhaube geht fließend in die A-Säule über, die Dachlinie fällt bis zum markanten Dachspoiler straff ab. Eine ins Dach modellierte Sicke streckt das Fahrzeug. Die kräftigen Radläufe mit dynamisch überspannten Charakterlinien unterhalb der Bordkante sind eine sportliche Inter-

Start/Stopp-System für den kompakten SUV

pretation der aktuellen Designlinie von Mercedes-Benz. Dynamische Schwellerverkleidungen schließen den Fahrzeugkörper nach unten ab und verleihen ihm optische Leichtigkeit. Der Testwagen verfügte über das optionale Sportpaket, das neben einem Sportfahrwerk auch zahlreiche optische Raffinessen wie verschiedene Chromteile bietet.

Innenraum à la Stern Im Innenraum setzt Mercedes bei der B-Klasse nun auch auf eine sportlichere Linie. Das Lenkrad wurde kompakter, die großen Runddüsen in der Mitte erinnern an SLK und SL, das gesamte Interieur wurde deutlich lebendiger. Der Sitzkomfort ist gewohnt hoch,

das Platzangebot ist überdurchschnittlich. Auf Wunsch ist die B-Klasse mit dem Easy-VarioPlus-System erhältlich. Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Innenraum dann so umgestalten, dass sperrige Gegenstände transportiert werden können. Das EasyVario-Plus-System umfasst unter anderem die Längsverstellung der Fondsitze um bis zu 140 mm (damit steigt das Gepäckraumvolumen von 488 auf 666 l) sowie einen Beifahrersitz, dessen Lehne sich nach vorn klappen lässt.

Drehzahl gewünscht Dem sportlichen Gesamteindruck nicht ganz gerecht wird der Benzinmotor des B180 Blue Efficiency.

Speziell in der Stadt vermisst man Drehmoment beim Anfahren, der Motor will auf Drehzahl gehalten werden um seine Power ausspielen zu können. Auf langer Strecke bei Reisegeschwindigkeit zeichnet sich das Aggregat jedoch durch hohe Laufruhe und geringen Durst aus. Im Test begnügte sich die 122 PS starke B-Klasse mit rund 7,2 l auf 100 km. Ebenfalls sehr komfortabel gibt sich das Fahrwerk auf langer Strecke. Bei holpriger Straße macht sich jedoch das optionale Sportfahrwerk bemerkbar. Die Extraliste bei Mercedes ist nicht kurz, daher erklärt sich auch der motivierte Testwagen-Preis von knapp über 40.000 €. Das Einstiegsmodell beginnt bei 27.770 €.  www.mercedes.at

Ford Focus ST Die sportliche Version des Ford Focus ist nun erstmals auch als Kombi zu haben

Sportliches Upgrade für den Kompakt-Star

© Nissan

Wien. Im Vorjahr feierte der neue Ford Focus Premiere. Knapp ein Jahr später reicht die Ford Motorcompany nun auch die schärfste Focus-Version aller Zeiten nach. Erstmals ist der Focus ST nicht nur als Fünftürer, sondern auch in der Kombivariante verfügbar. Damit verspricht man sich bei Ford zahlreiche Neukunden, die weder auf Platz noch auf Sportlichkeit verzichten wollen. Und derzeit ist

das Kombimodell Ford Focus ST „Turnier“ in diesem Segment noch ganz allein auf weiter Flur.

Stärkster „Focus“ aller Zeiten Angetrieben wird der Ford Focus ST von einem hochmodernen Eco-Boost-Vierzylinder, der ihm mit 250 PS enorme Power verleiht. Dank Hochdruck-Benzindirekteinspritzung, früh ansprechendem

© Ford

Der Nissan Juke erhält ein ­optionales Start/Stopp-System.

Wien. Für den Nissan Juke steht ab sofort eine Start/Stopp-Automatik zur Verfügung. Das System ist für den 1,6 l-Benzinmotor mit 86 kW/117 PS in der Version mit Schaltgetriebe zu einem Aufpreis von 250 € erhältlich und trägt insbesondere im Stadtverkehr zu einer Verringerung des Kraftstoffverbrauchs bei. Der CO2-Ausstoß sinkt durch dadurch im kombinierten Messzyklus um acht Prozent auf 136 g/km, im Stadtverkehr sind Einsparungen von nahezu 15% möglich. Eine elektronische Steuerung sorgt dafür, dass der Motor auch bei einem niedrigen Ladezustand der Batterie automatisch startet.  www.nissan.at

© Daimler

Gregor Josel

Der „Rapid“ trägt als erstes Modell das neue Markengesicht von Skoda.

Der stärkste Focus aller Zeiten ist als Limousine oder Kombi ab 32.600 Euro zu haben.

Turbolader und variabel steuerbaren TiVCT-Ventilöffnungszeiten (Twin-independent Variable Camshaft Timing) kombiniert er einen in dieser Leistungsklasse vergleichsweise kleinen Hubraum von 2,0 l mit entsprechend überzeugenden Verbrauchsvorteilen. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch feinbearbeitete Ein- und Auslasskanäle sowie eine ebenso aufwendig wie präzise abgestimmte Motorelektronik. Beide Karosserievarianten verfügen über eine manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe, das durchaus knackig schaltbar ist, jedoch über etwas zu lange Schaltwege verfügt. Der bärenstarke Eco-Boost Motor wirkt, trotz des kleinen Hubraums, auch im unteren Drehzahlbereich erhaben und erwacht ab 4.000 Touren zu rassigem Leben. Der Soundgenerator – hier wird das Ansauggeräusch mittels Schlauchsystem in die Kabine übertragen – trägt ebenfalls viel zum Fahrspaß bei. Ausgezeichnet gut zum sportlichen Gesamtpaket passt das Fahrwerk des neuen Ford Focus ST. In der Kombiversion wurden die hinteren Stoßdämpfer liegend eingebaut, um

eine maximale Nutzbarkeit des Kofferraums zu gewährleisten. Durch das geringe Mehrgewicht auf der Hinterachse wirkt der Kombi sogar etwas komfortabler als die fünftürige Version. Die direkte, elektronisch gesteuerte Lenkung setzt Lenkbefehle astrein um. Die Spezialisten des Ford Team RS haben die elektrische Servolenkung EPAS (Electric Power Assisted Steering) für den neuen ST so kalibriert, dass sie Drehmomenteinflüsse aus dem Antriebsstrang noch feinfühliger erkennt und darauf via TSC (Torque Steer Compensation) besonders konsequent reagiert.

Moderater Verbrauch Beeindruckend ist auch der Verbrauch. Gibt man dem ST ordentlich die Sporen, bewegt man sich deutlich über der 10 l-Grenze. Doch fährt man im Alltags-Modus, erreicht man relativ spielend die kolportierten 7,2 l Verbrauch. Somit verbindet der Focus ST und der ST Turnier das Beste aus der Welt des Alltags und der Welt des Sport. We like!  (gj)


I n n ovat i o n & U m w e lt

Freitag, 22. Juni 2012

automotivebusiness – 33

Frost & Sullivan Die Unternehmensberatung sieht dank Hybrid- und Elektroautos enorme Potenziale für Traktionsmotoren

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Hybrid- und Elektroautos kurbeln Motorenmarkt an

BASF hilft Brummis kräftig abspecken

© BASF

In den kommenden Jahren seien laut einer Studie jährliche Wachstumsraten von 50 Prozent zu erwarten. Moritz Kolar

Ladeluft- und Ölsaug-Modul aus Ultramid für den Lkw-Bau.

Ludwigshafen. Ähnlich wie bei Pkw geht auch bei den Lkw der Trend inzwischen zum Leichtbau. Und dabei gewinnt auch eine Technologie des BASFKonzerns an Bedeutung, der im Ladeluftbereich von Nutzfahrzeugen zum Einsatz kommt: Das Ladeluftrohr des Lkw-Motors DD13/DD15 ist eine der ersten großen Serienanwendungen für das neue Polyamid (PA) Ultramid A3W2G6. Das Bauteil, von ElringKlinger aus dem sehr wärmealterungsbeständigen PA gefertigt, verfügt über eine besonders hohe mechanische und thermische Leistungs­fähigkeit. Das multifunktionelle Ölsaugmodul besteht ebenfalls aus einem BASF-Polyamid. Hinter der Bezeichnung DD13/DD15 verbergen sich Hochleistungs­dieselmotoren für den Truck-Bereich mit einem Hubraum von knapp 13 bzw. 15 l, die Detroit ­Diesel Corporation, Lkw-Motorenhersteller und Daimler-Tochter, in den USA baut.  www.basf.com

© BMW

Bis 2017 soll der Markt für elektrische Motorentechnologien für Elektro- und Hybridautos in Europa auf 1,6 Mrd. Euro ansteigen.

nen, diese in den eigenen Betrieb einzugliedern. „Während einige Hersteller bei der Entwicklung von Elektromotoren mit mehr als einem Anbieter zusammenarbeiten, entscheiden sich andere dafür, dies betriebsintern abzuwickeln“, erläutert Frost & Sullivan Team Leader Anjan Hemanth Kumar. „Zuverlässigkeit, starkes R & D (Anm. Research & Development), eine reibungslose Lieferkette und strenge Qualitätskontrollen, die mit neuesten Fertigungsverfahren und Einrichtungen verbunden sind, sind einige der Hauptkriterien der Fahrzeughersteller bei der Anschaffung.“ Hybrid- und Elektrofahrzeuge sind jedoch an sich recht kostspielig und machen es laut der Studie

Produktion vermehrt intern Laut der Studie erwirtschaftete der Markt für elektrische Motorentechnologien für Elektro- und Hybridfahrzeuge 2010 Umsätze in Höhe von 55 Mio. €, die bis 2017 auf 1,6 Mrd. € ansteigen sollen. Emissionsnormen und staatliche Unterstützungsprogramme werden demnach Fahrzeughersteller aufgeschlossener gegenüber Hybridund Elektrofahrzeugen machen. Allerdings werden dabei die Beschaffungsstrategien für Elektromotoren bei den verschiedenen Herstellern variieren. Frost & Sullivan geht davon aus, dass ungefähr 30 bis 40% der Fahrzeughersteller, die ihre Motorenproduktion bisher ausgelagert haben, nunmehr pla-

daher erforderlich, dass die Hersteller die Kostendifferenzen zwischen Hybriden und ihren konventionellen Äquivalenten überbrücken. Für die Hersteller gehören Elektrotechnologien wie elektrische Traktionsmotoren und moderne Batterien allerdings nicht zum eigenen Produktportfolio, weshalb sie die Abkehr vom Verbrennungsmotor weiter skeptisch sehen.

Hochentwickelte Technologie Für Motorhersteller gibt es mehrere Möglichkeiten im Bezug auf einen Elektroantrieb. Kurzfristig würden Fahrzeughersteller Verträge mit spezialisierten Systementwicklern abschließen, die die Elektro-Systeme in ihre Fahrzeuge

einbauen können. Mittel- bis langfristig werden sie jedoch Tier 1Lieferanten mit starker interner organisatorischer Unterstützung bevorzugen. Hersteller, die gern betriebsintern Elektromotoren entwickeln wollen, werden laut Kumar „wahrscheinlich das Design und die Entwicklung im Betrieb halten, die einzelnen Module und Bestandteile jedoch von außen beschaffen“. „Elektromotoren stellen eine hochentwickelte Technologie dar, die sich für den Erfolg von umweltfreundlicheren Fahrzeugen als ausschlaggebend erweisen werden“, schließt Kumar; „sie eröffnen zweifellos neue Möglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette.“  www.frost.com

PSA verringt CO2Ausstoß am stärksten

© Citroen

Frankfurt am Main. Die Elektrifizierung von Fahrzeugen ist einer der Haupttrends in der Automobilindustrie und kurbelt durch die Zunahme von elektrischen Bestandteilen in den Fahrzeugen auch den Markt für Traktionsmotoren an. Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan wird der europäische Markt für Traktionsmotoren deshalb in den kommenden Jahren eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von ca. 50% für hybride Elektrofahrzeuge (HEVs) und Elektrofahrzeuge (EVs) haben. Dauermagnetmotoren werden aufgrund ihrer Leistung und Effizienz voraussichtlich den Markt dominieren. Die Bedenken hinsichtlich der Verfügbarkeit und der Preisgestaltung der Seltenen Erdmetalle wachsen laut Frost & Sullivan jedoch an, weshalb sich der Markt auch für andere Technologien wie Induktion und hybride Motoren öffnen werde.

PSA-Modelle stoßen in Europa im Schnitt 125,5 g CO2/km aus.

Neue Regelung Die EU-Kommission will den CO2-Ausstoß von Vans und Pkw in Zukunft noch strenger reglementieren

Entwurf für Verschärfung der CO²-Grenzen Brüssel. Europa droht eine Verschärfung der Umweltstandards von Pkw: Die EU-Kommission will demnach strengere Standards für den CO2-Ausstoß von Vans vorschlagen. Voraussichtliches Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 die Emission des Treibstoffgases auf 147 g je km für neue Familien-Pkw zu begrenzen, wie aus einem Entwurf der Brüsseler Behörde hervorging, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag.

päischen Parlament fertiggestellt werden. Erst in der vergangenen Woche hatte Reuters Einblick in den Entwurf für den CO2-Ausstoß von normalen Pkw genommen. Demnach

soll die Emission von Neuwagen bis 2020 auf durchschnittlich 95 g per km sinken. Einige Vertreter der Autobranche haben strengere Vorgaben als problematisch bezeichnet, andere als erreichbar.

Der Straßenverkehr ist einer der wenigen Bereiche, in denen der Ausstoß des Treibhausgases zunimmt: Nach Angaben der Kommission stieg er von 1990 bis 2008 um 26%.  www.ec.europe.eu

Bisher strebte die Kommission an, bis 2017 einen Zielwert von 175 g je km zu erreichen. Bis Ende 2014 will die EU dem Entwurf zufolge neue Ziele für 2025 und 2030 ausgeben. Van-Hersteller, die 2020 die Vorgaben verfehlen, müssen demnach Strafen zahlen. Diese liegen nach dem Entwurf bei 95 € pro überschrittenem Gramm für jedes Fahrzeug. Es wird erwartet, dass die Kommission den Vorschlag im kommenden Monat veröffentlicht. Danach soll er von EU-Staaten und dem Euro-

© Panthermedia.net/Daniel Petzold

Strafen von 95 € pro Gramm

Der CO2-Ausstoß von Vans soll laut Plänen der EU-Kommission bis 2020 auf 147 Gramm pro Kilometer begrenzt werden.

Paris. Grund zum Jubel für PSA Peugeot Citroen: Der französische Automobilhersteller konnte im ersten Quartal des laufenden Jahres seine CO2Emissionen europaweit am stärksten reduzieren. Im Vergleich zum ersten Quartal 2011 hat das Unternehmen die CO2-Emissionen seiner Fahrzeuge um 2,1 g/km auf einen durchschnittlichen CO2Ausstoß von 125,5 g/km verringert und damit den besten Wert aller Hersteller in Europa erzielt. Laut Informationen von PSA sei diese Entwicklung vor allem auf die Umweltbemühungen des Unternehmens zurückzuführen, die auf drei Säulen beruht: Zur Optimierung der Verbrennungsmotoren und die sukzessive Einführung von Hybridtechnologien wie etwa in den Diesel-Hybrid-Modellen Peugeot 3008 HYbrid4 und 508 RXH sowie Citroën DS5 HYbrid4 setzt der Hersteller als dritte Säule zur Verbesserung seiner CO2-Bilanz auch verstärkt auf den Vertrieb von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen wie den Peugeot i0n und Citroën C-Zero. www.psa-peugeot-citroen.com


R u n d u m s au t o

34 – automotivebusiness

Freitag, 22. Juni 2012

Fuso Truck and Bus Corporation (MFTBC) Die Daimler-Tochter bietet nun unter Zweitmarke Ersatzteile an

short

Daimler-Tochter baut ihr After-Sales-Geschäft aus

Neue Gebietsleiter bei Mazda Österreich

© Mazda

Die Diamond Value Parts sollen qualitativ hochwertig, aber preisgünstiger als Originalteile sein. Fuso Produkte im Hinblick auf die Betriebskosten für eine führende Position in unseren Kernmärkten“, so Seidenfuss ergänzend.

Moritz Kolar

Sandra Standfest-Krempl (39) ist neue Gebietsleiterin bei Mazda.

Kawasaki. Die Daimler-Tochter Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation (MFTBC), einer der führenden Nutzfahrzeughersteller Asiens, baut nach erfolgreichem Pilotprojekt und positiver Kundenresonanz aus mehreren Kernmärkten Asiens sowie des Nahen und Mittleren Ostens sein After-Sales-Geschäft mit der Zweitmarke „Diamond Value Parts“ deutlich aus.

Klagenfurt. Mazda hat frische Kräfte zur Betreuung seiner österreichischen Händlerpartner. Mit Sandra StandfestKrempl (zuständig fürs östliche Vertriebsgebiet) und Thomas Ladstätter (verantwortlich für den Westen) werken ab sofort zwei Neue als Gebietsleiter im Verkaufsaußendienst. Damit managen jetzt vier Gebietsleiter im Bereich Verkauf und drei im ­After-Sales das gesamte österreichische Mazda Vertriebsnetz.  www.mazda.at

„Die sehr positive Kunden- und Händlerresonanz aus unseren Pilotmärkten bestätigt

Angebot in über 100 Märkten

© Porsche

Porsche Holding ordnet Geschäftsführung neu

Johannes Sieberer ist neu in der Geschäftsführung der Porsche Holding.

Salzburg. Um sich für die Vielzahl der neuen Aufgaben im internationalen Automobilgeschäft zu rüsten, verteilt die Porsche Holding Salzburg mit Wirkung 1. Juli die Kompetenzen der Geschäftsführung neu und erweitert die Geschäftsführung um Johannes Sieberer. Der Manager war bisher in der Geschäftsführung der Porsche Austria für die Importeursentwicklung im Ausland tätig und wird künftig den Ausbau aller außereuropäischen Automobilhandelsaktivitäten (aktuell Kolumbien und China) verantworten sowie für die Entwicklung der Porsche Informatik zuständig sein.  www.porsche-holding.com

Ältere Fahrzeuge im Visier Diese Erweiterung des FusoErsatzteileprogramms bietet Besitzern von älteren Fahrzeugen eine weitere Option, um ihre Betriebskosten zu optimieren und trägt somit zu einer niedrigeren Total Cost of Ownership über die Gesamtlaufzeit bei. Händlern ermöglicht es, neue Kunden u.a. in den Märkten

uns, das Produkt­ portfolio auszubauen.“ Kai-Uwe Seidenfuss, MFTBC © Daimler (2)

Anfang 2011 startete MFTBC mit einem ausgewählten Angebot der Diamond Value Parts Ersatzteile in den Schlüsselmärkten Asiens sowie des Mittleren und Nahen Ostens. Das Unternehmen plant nun, das Produktportfolio auf mehr als 150 Teile im laufenden Jahr 2012 auszuweiten und sie den Kunden in mehr als 100 Märkten durch das weltweite Vertriebsnetz von Fuso anzubieten. Die Ersatzteile der zusätzlichen After-Sales-Marke von Fuso sollen sich laut eigenen Angaben in Sachen Qualität, Zuverlässigkeit und Effizienz stark von Produkten anderer Marktteilnehmer abheben, jedoch deutlich preisgünstiger als Originalteile sein; Fuso will damit in ein weiteres, attraktives Marktsegment vorstoßen.

anzusprechen, in denen eher selten auf originale Ersatzteile zurückgegriffen wird.

„Die sehr positive Kunden- und Händlerresonanz aus unseren ­Pilotmärkten bestätigt uns, das Produktportfolio unserer Zweitmarke ‚Diamond Value Parts‘ im After-Sales-Geschäft auszubauen. Nun werden wir ein beachtliches Produktprogramm von mehr als 150 stark nachgefragten Teilen in mehr als 100 Ländern weltweit anbieten“, erklärt Kai-Uwe Seidenfuss, MFTBC Vice President of Sales and Service International. Bis Ende 2012 beinhaltet das Produktangebot ein breites Spektrum an häufig benötigten Teilen wie Bremsen, Kupplungen und Fil-

© Infiniti

Die Daimler-Tochter Fuso hält vor allem in Südostasien bedeutende Marktanteile.

Sixt Der Autovermieter rechnet mit durchschnittlichem Jahr

E-Call Das Notrufsystem soll ab 2015 verpflichtend sein

München. Der Autovermieter Sixt erwartet weiter ein schwieriges, aber unter dem Strich gutes Jahr. Neben den Folgen der Schuldenkrise in Europa drücken aber vor allem höhere Ausgaben auf die Bilanz des Unternehmens, in den ersten drei Monaten sank der Gewinn um 20% auf 17,9 Mio. €. „Wir haben im laufenden Jahr Steigerungen unserer operativen Kosten zu verkraften, die derzeit nicht durch höhere Vermietpreise aufgefangen werden

Brüssel. Bei einem Unfall oder einer Panne automatisch oder auf Knopfdruck Hilfe herbeirufen: Das Notrufsystem E-Call soll in Zukunft die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um bis zu 50% verringern und damit die Verkehrssicherheit in Europa auf ein neues Niveau heben und deshalb – geht es nach den Wünschen der EUKommission – ab 2015 in alle neuen Fahrzeugmodellen verpflichtender Standard sein. Pro Jahr könnte das System laut Experten europaweit bis zu 2.000 Menschenleben retten.

können“, sagte Firmenchef Erich Sixt vor wenigen Tagen auf der Hauptversammlung des Konzerns in München. Zwar werde Sixt das Rekordjahr 2011 kaum übertreffen, dennoch werde 2012 erfolgreich. Geld nimmt Sixt unter anderem für den Ausbau des noch jungen Geschäfts in den USA in die Hand. Bis 2015 will Sixt in Europa an Avis, Hertz und Europcar vorbei und Marktführer werden.  www.sixt.com

Johan de Nysschen soll das ChinaGeschäft von Infiniti ankurbeln.

Ein Plus an Verkehrssicherheit

bei denen kein Airbag ausgelöst wird, Hilfe rufen zu können. Darüber hinaus kann die Technologie aber auch für andere Services genutzt werden. So können Autofahrer etwa im Pannenfall über das System – wie bei BMW schon möglich – Hilfe anfordern. Die Service-Center der Hersteller können dann etwa via Ferndiagnose eine erste Fehleranalyse durchführen und das Problem digital beheben oder eine Pannenhilfe rufen.  www.ec.europe.eu

Firmenchef Erich Sixt investiert derzeit viel Geld in den Aufbau des US-Markts.

Die Funktion ist dabei denkbar einfach: Nach dem Auslösen eines Airbags wird über die Basistechnologie Pan-European-E-Call automatisch ein Notruf an die internationale Notrufnummer 112 geschickt; dabei werden neben dem Fahrzeugtyp auch die letzte Fahrtrichtung des Fahrzeugs und dessen genaue Position übertragen. Außerdem gibt es einen manuell zu bedienenden Notrufknopf, um auch bei Unfällen oder Notfällen,

© BMW

Weitere Funktionen

© dpa/Andreas Gebert

Detroit. Ein langjähriger AudiManager soll die Nissan-Luxusmarke Infiniti auf die Beschleunigungsspur führen. Der bisherige US-Chef von Audi, Johan de Nysschen, werde nach 19 Jahren bei der VolkswagenTochter ab Juli die InfinitiSparte leiten, teilte der zweitgrößte japanische Autobauer mit. Vor allem in China soll de Nysschen die Vormachtstellung von Audi und anderen deutschen Herstellern angreifen.  www.infiniti.com

tern an. „Durch diese Erweiterung unterstreichen wir einmal mehr unsere Kundenorientierung. Zudem optimieren wir stetig unsere

Globale Präsenz ausweiten

„Neues Rekordjahr unrealistisch“

Infiniti holt AudiManager an Bord

Neben den weltweit etablierten Märkten soll ein wesentlicher Schwerpunkt dieses neuen Angebots auf Märkte mit einem starken Nachfragezuwachs wie Asien, der Nahe und Mittlere Osten sowie Afrika liegen.  www.fuso.com

Fuso plant, sein After-Sales-Produktportfolio der Zweitmarke „Diamond Value Parts“ 2012 auf mehr als 150 Ersatzteile auszuweiten und in rund 100 Märkten anzubieten.

Neben der Notruffunktion bietet E-Callauch weitere Service-Möglichkeiten.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 22. juni 2012 – 35

zusammenarbeit

sicherer erfolg

Fondsexperten von C-Quadrat kooperieren mit Gernot Heitzingers SMN  Seite 38

Crash-Sensor SafeLine hat 50.000 Kunden, freut sich Uniqa-Direktor Stiglitz Seite 40

© UNIQA

© AXA

financenet bankrating erste bank sehr positiv bewertet © Erste Bank/Andi Bruckner

Jetzt pokern die Griechen um Europa

ATX 13. Juni 2012 - 20. Juni 2012

ATX (20.6.)

1.976,10

Wochentop Wochenflop

RBI HTI

4,89% 12,93% -21,28%

Top 5 ATX Prime Raiffeisen Bank International 12,93% RHI 12,39% Voestalpine 11,24% Wienerberger 8,26% BWT 7,98% Flop 5 ATX Prime HTI High Tech Industries Frauenthal Palfinger Do & Co Zumtobel

-21,28% -3,76% -3,06% -2,85% -2,72%

DAX 13. Juni 2012 - 20. Juni 2012

Wochentop Wochenflop

HEI Henkel

3,90% 10,49% -0,38%

Top 5 DAX HeidelbergCement Deutsche Lufthansa ThyssenKrupp Metro RWE

10,49% 9,48% 9,37% 7,60% 7,57%

Flop 5 DAX Henkel BMW Beiersdorf Linde BASF

-0,38% 0,45% 0,69% 1,72% 1,94%

„Euritis“ Zwar hat Griechenland jetzt unter Premier Antonis Samaras endlich eine Regierung und die EU hat Entgegenkommen beim Sparpaket signalisiert. Doch viele Analysten sind skeptisch; Vermögensverwalter der Deutschen Bank reden offen vom Exit der Hellenen und dem Ende der Euro-Zone. Seite 36 Uniqa EBRD-Anteile an CEE-Töchtern gekauft

inhalt

Nächste Phase der Ost-Expansion

Finance:Cover > Asien hat die meisten NettoMillionäre 36 > RBI wählt Aufsichtsräte 36

© go-art/Georg Ott

Fonds:Park > Neuer CEO bei Old Mutual37 > Flexibler AXA-Bond-Fund 38 > Vertriebsfreigabe für SVF 38 > USA sind gut unterwegs 38 Banking/Insurance:Watch > Warnung Überregulierung39 > Top-Pfandbriefe 39 > BKS will nachhaltig wirt schaften 40 > Basel III wird aufgeweicht 40 > Neue Köpfe bei BA ImmoService 40

Frauenthal Kriegskasse soll den Expansionskurs stärken

Wolfgang Kindl, CEO Uniqa International: nächste Phase der CEE-Expansion.

Wien. Die Uniqa hat jetzt mit der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) eine Vereinbarung über den Kauf der Minderheitsanteile der EBRD an Tochtergesellschaften in Zentral- und Osteuropa (CEE) getroffen. Derzeit hält die EBRD noch 20 Prozent an Uniqa Kroatien, 15 Prozent an Uniqa Ungarn und 30,2 beziehungsweise 31,5 Prozent an den beiden Uniqa Gesellschaften in Polen. Das Closing der Transaktion soll in den nächsten Wochen erfolgen. Über den Kaufpreis haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart. (red)

80 Millionen Euro für Akquisition

© Uniqa

6.392,13

© EPA

DAX (20.6.)

Frauenthal-Vorstand Hans Peter Moser: Strategie ist kaufen - halten - entwickeln.

Wien. Nach dem Verkauf der Division „Industrielle Wabenkörper“ Anfang Juni verfügt das Unternehmen über die notwendige Liquidität, um Wachstum konsequent umzusetzen. Die Frauenthal-Gruppe will dabei auf „Buy-and-Build“ – eine Strategie, die auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtet ist – setzen. Neben der Stärkung der beiden verbleibenden Divisionen wird über die Akquisition einer neuen dritten Division nachgedacht. „Attraktive Akquisitionsmöglichkeiten zum Ausbau der beiden Divisionen werden in Österreich und außerhalb intensiv geprüft“, sagt Vorstand Hans Peter Moser.  (red)


f i n a n c e : c ov e r

36 – financenet

Freitag, 22. Juni 2012

financenet@medianet.at

Hellas Die Parlamentswahl brachte zwar Erleichterung, doch die Anleger beutelt noch immer ordentlich die Angst

kolumne

„Fürchte die Griechen …“

Schauspiel einer seltsamen Truppe

Analysten skeptisch; Deutsche Bank überzeugt, dass das Land den Euro-Raum bald verlassen wird. mer immens sind, heißt es bei Raiffeisen Research. Chefvolkswirt Keith Wade vom Investmenthaus Schroders sieht die Situation prekärer: „Ein Schuldenerlass durch den öffentlichen Sektor ist vermutlich notwendig. Es würde den Märkten guttun, wenn der Strom der Kapitalflucht abebben würde. Das ist sicherlich ein bisschen viel verlangt und Griechenland hat den Ausstieg aus der Einheitswährung vermutlich nur verzögert und nicht vermieden.“ Die Vermögensverwalter der Deutschen Bank sehen schwarz – für sie sind die Signale der Investoren eindeutig: „Ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone ist ein

Reinhard Krémer

Athen/Brüssel. „Fürchte die Griechen, auch wenn sie Geschenke bringen“, heißt es in Homers Epos „Ilias“. Man könnte die Parlamentswahl durchaus als Geschenk auslegen, dass das Land Europa und der Welt gemacht hat – zu fürchten ist die Griechen-Krise jedoch noch immer, wie Analysten meinen. So beurteilen die Kapitalmarktexperten führender Investmenthäuser den Ausgang der Griechenland-Wahl skeptisch. Vorerst konnte sich Europa ein wenig Zeit erkaufen, wesentliche Herausforderungen jedoch bleiben bestehen.

reinhard Krémer

D

ie Situation ist neu und rundherum ungewohnt: Die Telekom Austria, einst als Vorzeigeunternehmen gefeiert, versinkt in einem Sumpf aus – nun, sagen wir mal: seltsamem Verhalten. Dann tauchte ein Ex-Banker auf, der sich schon in der Schweiz bei der Übernahme der halben Schweizer Industrie eines – nun, sagen wir mal: seltsamen Verhaltens bedient hatte. Denn damals rätselten die Schweizer, woher der Mann so viel Geld hatte. Bis dann der russische Oligarch Viktor Vekselberg zum Vorschein kam. Jetzt hatte der selbe Ex-Banker mit seinem ägyptischen Partner einen Teil der Telekom übernommen – offenbar nicht zur Freude derselben. Ein Glück, dass den Ex-Banker mit seinem Partner angeblich ein schweres Zerwürfnis plagt. Ein Glück auch, dass in der Malaise der reichste Mann der Welt auf die Bühne trat, mit dem die Telekom offenbar recht gut kann; er kaufte Telekom-Anteile und gleich auch die Aktien des Bankers und des Ägypters mit dazu. Carlos Slim strebt, so wie´s aussieht, bei der Telekom keine strategische Mehrheit an. Ach ja, und gegen den Ex-Banker ist bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft Ende Mai eine Anzeige wegen Betrugs und Bilanzfälschung wegen Schweizer Geschäften eingegangen. Alles sehr seltsam, oder ...?

Probleme nicht gelöst

Österreich Top pro Kopf

brechen der Euro-Zone ist ein sehr wahr­ scheinliches Szenario. Der Kapitalmarkt das bereits eingepreist.“ Georg Schuh, DB Advisors

EZB-Boss Mario Draghi hat nur noch ein paar Schüsse an Notmaßnahmen frei.

Die Erleichterung über den Wahlausgang in Griechenland hielt nicht lang an, meint man auch bei Raiffeisen Research. Nach anfänglichen Verlusten legte der Bund Future im Handelsverlauf nach der Wahl merklich zu, die Rendite 10jähriger deutscher Staatsanleihen sank auf 1,4 Prozent.

Und jetzt wieder Spanien Umgekehrt entwickelte sich der Eurodollar: Nach anfänglichen Gewinnen rutschte dieser bis zum Abend unter 1,26 zum Euro. „Den

Marktakteuren dürfte schnell bewusst geworden sein, dass der Wahlausgang allein keines der grundlegenden Probleme in Griechenland gelöst hat”, meinen die Raiffeisen-Analysten. „In den kommenden Wochen und Monaten müssen weitere Einschnitte vor-genommen werden und es bleibt abzuwarten, ob die Mehrheit der Griechen hierzu bereit ist oder es erneut zu Massenprotesten kommt.” Daneben belastet weiter die Situation in Spanien, wo die Probleme trotz der Stützung der Banken aus dem Eurorettungsfonds noch im-

World Wealth Report Zahl der HNWI gestiegen, Gesamtvermögen geschmolzen

Drittstärkste EU-Wirtschaft

Die meisten wohnen in Asien Wien. Das Finanz- Vermögen der sogenannten „High Net Worth Individuals“ (HNWI) hat 2011 weltweit in allen Regionen abgenommen, Ausnahme ist der Mittlere Osten. Dies zeigt der 16. „World Wealth Report 2012“, der von Capgemini und seinem neuen Partner RBC Wealth Management veröffentlicht wurde. Als HNWI gelten Personen, die über ein anlagefähiges Vermögen

von über einer Million USD verfügen, ausgenommen selbstgenutzte Immobilien sowie Sammlungen wertvoller Objekte und Verbrauchsgegenstände. Der Rückgang um 1,7 Prozent ist der erste seit der globalen Wirtschaftskrise 2008; damals schmolz das weltweite Vermögen um ganze 19,5%. Die Anzahl der HNWI in der Region Asien/Pazifik stieg 2011 um 1,6 Prozent auf 3,37 Mio. In der

Region leben zum ersten Mal die weltweit meisten Vermögenden und damit mehr als im bisherigen Spitzenreiter Nordamerika mit 3,35 Mio. HNWI. Diese Region bleibt jedoch nach wie vor mit 11,4 Billionen USD die Region mit dem größten HNWI-Vermögen, verglichen mit 10,7 Billionen USD in der Region Asien/Pazifik.

Mehr Österreich-Millionäre

© EPA

Luxemburg/Brüssel. Im direkten Vergleich der Wirtschaftsleistung der EU-Länder pro Einwohner hat Österreich aufgeholt. Die Alpenrepublik lag 2011 mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf von 129% des EU-Durchschnitts an dritter Stelle hinter Luxemburg und den Niederlanden, wie aus einer aktuellen Eurostat-Erhebung hervorgeht. 2010 stand Österreich mit einem BIP pro Kopf von 124% des EU-Schnitts noch an fünfter Stelle innerhalb der EU. Wie in den Vorjahren liegt Luxemburg mit deutlichem Abstand an der Spitze der Wirtschaftsleistung; das Großherzogtum verzeichnete 2011 einen Wert von mehr als dem Zweieinhalbfachen des EUDurchschnitts (274%). Dahinter rangieren die Niederlande als zweites Land mit einem BIP pro Kopf, das etwa ein Drittel (131%) über dem europäischen Schnitt liegt.  (APA)

„Ein Auseinander­

© EPA

„Der Verbleib Griechenlands in der Eurozone ist durch das Wahlergebnis bestenfalls kurzfristig etwas wahrscheinlicher geworden, weil ND und PASOK das TroikaProgramm nicht wie Syriza per se infrage stellen”, meint Frank Engels vom Fonds-Riesen Union Investment. Die Probleme des Landes sind mit dem Wahlausgang nicht grundsätzlich gelöst: „Bereits in den ersten Juliwochen wird im Fokus stehen, dass Griechenland erneut eine Vielzahl von Reformmaßnahmen des Troika-Programms nicht umgesetzt und die Sparziele weit verfehlt hat”, so Engels. „Zu diesem Zeitpunkt stellt sich die Frage, ob die internationalen Gläubiger der neuen und gleichzeitig alten Regierung Griechenlands nochmals einen Vertrauensvorschuss geben und die Finanzierungslücke im Troika-Programm schließen.” Ansonsten droht, meint der Analyst, eine erneute Umschuldung Griechenlands innerhalb der Eurozone oder ein Kreditausfall. Letzteres könnte einen Austritt Griechenlands aus dem Euro und aus der Europäischen Union nach sich ziehen.

World Wealth Report 2012: Region Asien/Pazifik nun mit der größten Zahl an HNWI.

In Österreich steigt die Zahl der HNWI im Jahr 2011 um 0,6 Prozent (Vorjahr plus 9,4 Prozent) von 87.900 auf 88.300. Der Zuwachs ist damit etwas unter dem globalen Durchschnitt. In den Top Drei-Ländern USA, Japan und Deutschland leben insgesamt 53,3% aller HNWI und damit es etwas mehr als im Jahr 2010 mit 53,1%. Der größte prozentuale Zuwachs an HNWI unter den ersten zwölf Ländern konnte in Brasilien mit 6,2 Prozent festgestellt werden. Auf dem zwölften Platz wurde Indien von Südkorea verdrängt.  (ots/red)

sehr wahrscheinliches Szenario“, meinte Georg Schuh, Chef-Anlagestratege der Vermögensverwaltungssparte DB Advisors. Der Kapitalmarkt habe ein Auseinanderbrechen bereits eingepreist. „Ich glaube, wir sind jetzt in der Endspielphase.“ Griechenland werde noch dieses Jahr den Euro verlassen – „je eher, desto besser“, meinte Schuh. Für den Euro könne dies auch eine Chance sein. So könnten einzelne Länder wie Griechenland ausscheiden, andere wie Polen dafür hinzukommen.

RBI Dividende 1,05 Euro

Neuwahl des Aufsichtsrats

Wien. Die Ordentliche Hauptversammlung der Raiffeisen Bank International AG (RBI) hat für das Geschäftsjahr 2011 einer im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010 unveränderten Dividende in Höhe von 1,05 € je Aktie zugestimmt. Daraus ergibt sich unter Berücksichtigung der eigenen Aktien, aus denen keine Dividendenansprüche resultieren, eine Ausschüttungssumme von insgesamt 205 Mio. €. Tag der Auszahlung an die dividendenberechtigten Aktionäre ist der 27. Juni 2012. Herbert Stepic, Vorstandsvorsitzender der RBI, verwies auf das schwierige Umfeld, in dem trotzdem der höchste Gewinn vor Steuern eines österreichischen Unternehmens erzielt werden konnte. Heinrich Schaller, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, und Günther Reibersdorfer, Generaldirektor des Raiffeisenverbands Salzburg, wurden von der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat der RBI gewählt. Sie folgen Ludwig Scharinger und Hannes Schmid nach.  (red)


f o n d s : pa r k

Freitag, 22. Juni 2012

financenet – 37

financenet@medianet.at

C-Quadrat SMN Equity Plus Aktienfonds mit zusätzlichen Ertragschancen durch Einsatz von Aktienindex-Futures

short

Unabhängiges Short- und Longportfolio im Fonds

Neuer CEO: Old Mutual Vermögensverwaltung

© Old Mutual

Österreichische Fondsschmieden C-Quadrat und SMN kooperieren – gemeinsamer neuer Fonds. linda kappel

Wien/Frankfurt. Ab sofort können Anleger in Österreich, Deutschland und Luxemburg in den neuen, innovativen C-Quadrat SMN Equity Trend Plus (thesaurierende Tranche/LU0762832730) investieren. Die Besonderheit: Der Fonds besteht aus einem Long- und einem Shortportfolio, die unabhängig voneinander allokiert werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Aktienfonds zapft der C-Quadrat SMN Equity Trend Plus also zwei unterschiedliche Ertragsquellen an und ermöglicht es Anlegern, selbst in Bärenmärkten Geld zu verdienen. SMN Investment Services Ltd. sorgt für das Management des Fonds und nutzt das Marketing Know-how von C-Quadrat in den Kernmärkten der Fondsgesellschaft.

Paul Feeney war zuvor bei BNY Mellon, Gartmore und Coutts.

London. Old Mutual hat Paul Feeney zum Chief Executive Officer (CEO) des Bereichs Vermögensverwaltung bekannt. Old Mutual Wealth Management umfasst die Bereiche Skandia UK, Skandia International sowie deren Europageschäft Skandia Investment Group und Old Mutual Asset Managers (UK). Insgesamt verwaltet die Old Mutual Wealth Management 63 Mrd. £. Die Bruttozuflüsse lagen 2011 bei 12,2 Mrd. £, der Kunden-Nettocashflow bei mehr als 2 Mrd. £. (red)

M&G Investments mit neuer Risikochefin

Fondsmanager Gernot Heitzinger zapft zwei unterschiedliche Ertragsquellen an – Rendite ist auch in Bärenmärkten möglich.

erstmals auch Privatanleger von einer Handelsstrategie profitieren, die bisher nur institutionellen Kunden vorbehalten war.“

Quantitative Erfahrung Gernot Heitzinger, Geschäftsführer von SMN, ergänzt: „SMN setzt quantitative Strategien bereits seit 1996 mit Erfolg um. Wir sind überzeugt, dass diszipliniertes Handeln mit System auch an den Aktienmärkten erfolgreich sein wird.“ C-Quadrat, the fund company, ist ein europaweit tätiger, unabhängiger, quantitativer Asset Manager. Das Unternehmen wurde 1991 gegründet, verfügt seit 2003 über eine eigene Kapitalanlage-

gesellschaft und notiert seit November 2006 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse und seit Mai 2008 an der Wiener Wertpapierbörse. „C-Quadrat ist bekannt als Asset Manager und der Analyse und hat dem Management von Investmentfonds europaweit einen Namen gemacht. Innovative Anlagestrategien für institutionelle Investoren runden die Produktpalette ab“, heißt es bei C-Quadrat. Zudem vertrauten zahlreiche international tätige Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistungsunternehmen auf das Know-how von C-Quadrat. SMN Investment Services ist auf Alternative Investments spezialisiert und konzentriert sich auf

institutionelle Investoren. SMN Investment Services GmbH besteht seit 1996 und ist als österreichische Wertpapierfirma konzessioniert, SMN Investment Services Ltd. besteht seit 1997 und hat eine Lizenz für Investmentgeschäfte durch die Bermuda Monetary Authority.

Austro-Alternative-Experte Die Gruppe verwaltet rund 1 Mrd. USD in alternativen Investmentprodukten. Die Produkte verfolgen allesamt einen quantitativ/ systematischen Investmentansatz. Als Flaggschiff der SMN Produktpalette gilt seit über 15 Jahren ein global diversifizierter Managed Futures Fund.

© M&G

Während das Longportfolio ausschließlich Einzelaktien aus dem MSCI All Country World TR Gross Local Index (ca. 2.300 Aktien aus 45 Ländern) umfasst, kann für das Shortportfolio aus rund 20 liquiden Aktienindex-Futures ausgewählt werden. Der Fonds wird nach einem rein systematischen, auf Trendfolge basierenden, Handelsansatz gemanagt. Dieser verwendet technische und fundamentale Inputfaktoren zur Identifikation mittel- bis langfristiger Trends. Der Investitionsgrad schwankt grundsätzlich zwischen 0 und 100%. Der C-Quadrat SMN Equity Trend Plus ist ein nach Luxemburger Recht begebener UCITS IV Fonds und geht damit mit der strengen europäischen Fondsregulierung konform. Thomas Rieß, Gründer und Vorstand von C-Quadrat, erklärt: „Mit diesem neuen Fonds können

© SMN

20 Index-Futures zur Wahl

Zuvor bei BlackRock und Merrill Lynch Investment: M. Scrimgeour.

Frankfurt. M&G Investments hat Michelle Scrimgeour zum neuen Group Risk Director ernannt. Sie kommt von BlackRock, wo sie 25 Jahre gearbeitet hat und umfangreiche Erfahrung in der Fondsbranche sammeln konnte. Zuletzt war sie als Co-Head für den Bereich Fixed Income Business Management tätig und Mitglied des Executive Committee für diesen Bereich, der 1 Billion USD verwaltet. (red)

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Freitag, 22. Juni 2012

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AXA Investment Managers Stark diversifiziertes Portfolio aus internationalen Anleihen; Top-Down-Ansatz

short

Flexibler AXA-Bondfonds

GAM sieht gute Gründe für Finanz-Branche London. Aus Sicht eines Anleiheinvestors sei der Finanzsektor derzeit interessant und stecke voller Chancen, zitiert der Branchendienst „fondsprofessionell.at“ Jeremy Smouha, zuständig für den GAM Star Credit Opportunities: „Wir haben gegenüber Aktieninvestoren den Vorteil, dass wir nicht nur diejenigen Unternehmen finden müssen, die dauerhaft wachsen können, sondern auch solche, die einfach weiterlaufen.“ Er investiere gern in Finanzwerte, weil die Branche vielfältig sei. Auch befänden sich unter Finanzwerten einige Gesellschaften, die ihren Sitz zwar im krisengeplagten Europa haben, jedoch weltweit präsent seien. Und die fortschreitende Regulierung mache die Finanzbranche insgesamt sicherer.

Wien. AXA Investment Managers (AXA IM) hat einen neuen Anleihenfonds zum Vertrieb in Österreich registrieren lassen, den AXA WF Global Strategic Bonds. Anleger können mit diesem Fonds ihre internationalen Anleiheinvestitionen diversifizieren, heißt es. Gemanagt wird der Fonds von Nick Hayes, Portfoliomanager bei AXA Investment Managers. Hayes strebt an, in jedem Marktumfeld die besten Möglichkeiten auszuschöpfen. In Folge dessen werde der Fonds stark diversifiziert sein und jene Anleihen enthalten, die aus Sicht der Spezialisten von AXA Fixed Income die besten Erträge versprechen, unabhängig von der jeweiligen Benchmark. Der Ansatz verfolgt ein aktives Management in den interessantesten internationalen Anleihen. Durch ein flexibles Durationsmanagement sollen die Gesamtperformance gesteigert und die Zins-

Bewölkter Himmel für Europas PV-Anlagen Grünwald/München. Dem Branchenverband VGF Verband Geschlossene Fonds e. V. zufolge erlitten Energie-Fonds trotz sehr stabiler Zahlen im Gesamtmarkt (platziertes Eigenkapital 5,85 Mrd. € in 2011) mit 637 Mio. € platziertem Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr einen starken Rückgang (ca. -23%). Institutionelle Investoren hätten in 2011 unverändert viel investiert, der Rückgang geht auf Privatanlger zurück. Für 2012 ist die Stimmung – zumindest in Europa – verhalten, geht aus dem Branchenreport von KGAL, einem großen deutschen Anbieter solcher Fonds, hervor. Das italienische Fördergesetz für Erneuerbare Energien sowie die in Deutschland diskutierte Neuregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) seien als Bremsen zu werten. Außerhalb Europas aber sei die Situation anders. In China, USA und Japan werde in den nächsten Jahren erhebliches Wachstum erwartet.

Manager Hayes will in allen Ländern und Marktsegmenten optimal positioniert sein.

Nun in Österreich verfügbar Spezialisierung auf Managerselektion; Sachwertanalyse durch Feri EuroRating

Heidelberg/Wien. Die fondesgebundene Rentenversicherung „SVF Sachwert Polizze“ ist nach Hinterlegung des „SVF Sachwert Portfolio Fonds“ bei der liechtensteinischen Finanzmarktaufsicht nun in Österreich verfügbar. Im Fonds wird der Investitionsprozess der SVF AG umgesetzt. Die SVF AG hat sich bei Sachwerten auf die „Managerselektion“, also die Auswahl der besten Manager des Marktes, spezialisiert. Die ausgewählten Sachwerte werden danach durch die Feri EuroRating Services AG analysiert. Nur die besten Sachwertfonds werden von einem unabhängigen Investitionsbeirat, besetzt mit drei erfahrenen Branchenexperten, bestätigt. Der Vermögensverwalter CAIAC Fund

© SVF

Vertriebsfreigabe für SVF Sachwert Polizze

K. Fickert, SVF AG-Vorstandsvorsitzender: „Fonds ist ab 50 € monatlich erhältlich.“

Management AG aus Bendern, Liechtenstein, trifft die Investitionsentscheidung. „Durch die Selektion der besten Manager stellen wir sicher, dass – wie in der Champions League die besten Spieler – bei uns die besten Investments ausgewählt werden. Somit erhält der Anleger größtmögliche Sicherheit bei maximaler Renditeerwartung“, so SVF AG-Vorstandsvorsitzender Klaus Fickert. Eine Studie von Fondsmedia bescheinigt, dass von 2001 bis 2010 das beste Drittel der 234 aufgelösten Fonds eine Rendite von über 20% p.a. (IRR) erzielen konnte. Der Fonds ist über die ViennaLife Lebensversicherung AG ab 50 € monatlich oder 5.000 € Einmalerlag als Fondspolizze verfügbar.  (lk)

Viele positive Indizien Die amerikanischen Immobilienpreise scheinen ihren Boden zu finden, Autoindustrie boomt

Gutes Rating für SCAFonds Omikron7

Ned Davis Research: USA gut unterwegs

© Schiketanz Capital Advisors

Wien. Positiv für die USA gestimmt ist Joseph Kalish, Chefstratege von Ned Davis Research, der vor Kurzem auf Wien-Besuch bei der Kathrein Bank weilte; das Institut arbeitet seit mehr als zehn Jahren mit dem amerikanischen Analysehaus zusammen. Kalish meint daher, dass die Strategie der Federal Reserve, der amerikanischen Notenbank, gut aufgegangen sei. Auch Europa habe wenig andere

Wolfgang Schiketanz: „Benchmarks interessieren uns nicht.“

Optionen, aber die EZB solle die Zinsen weiter senken. Dafür, dass die USA auf einem sehr guten Weg sind, findet Kalish viele Indizien: Beim Immobilienmarkt, der schon vor sieben Jahren zu kriseln begonnen habe, zeige sich nun eine Bodenbildung der Preise. Dem schwachen Neubau stehe eine den zur Verfügung stehenden Objekten übersteigende Zahl an Haushaltsgründungen ge-

genüber. Die finanzielle Situation der verschuldeten Bevölkerung bessere sich; dies zeige sich beispielsweise am Automarkt: 2012 dürfte mit mehr als 14 Mio. Fahrzeugen das dritte starke Absatzjahr in Folge werden. Auch die Stimmung bei den Konsumenten und den Banken bessere sich, die Kreditportfolios der Banken zeigten insgesamt eine sich entspannende Tendenz.

Starker Energiesektor

© Ned Davis

Wien. Der globale Aktienfonds Omikron7 der Schiketanz Capital Advisors GmbH hat zum 25. Jahr-Jubiläum sozusagen ein „Kompliment“ bekommen: Die Rating-Agentur TELOS versieht den Fonds mit einem AA-. Der Fonds wurde bereits am 4. Juni 1987 aufgelegt und ist seit 2007 als Publikumsfonds verfügbar. In 2012 machte der Fonds per 18. Juni +6,91%. Die Anlagestrategie würde konsequent weiterverfolgt, Investitionen würden nur auf Basis fundamentaler Daten erfolgen, sagt geschäftsführender Gesellschafter Wolfgang Schiketanz.

risiken verringert werden. Hayes führt aus: „Der ‚AXA WF Global Strategic Bonds‘ ist ein flexibles, stark diversifiziertes Portfolio aus internationalen Anleihen. Es ist an keinen Investmentstil gebunden, und sein Risiko wird konsequent überwacht. Wir investieren nach einem Top-down-Ansatz. Maßgeblich für unsere Asset Allocation ist unsere Prognose der Weltkonjunktur in Verbindung mit Länderanalysen.“ Mit einem verwalteten Vermögen von 287 Mrd. € sei AXA IM einer der bedeutendsten Investoren im Rentenmarkt. Die umfangreichen Ressourcen und unsere langjährige Erfahrung im Management internationaler Anleihen kommen dem AXA WF Global Strategic Bonds zugute. Hinzukommt, dass man über ein spezielles Portfolio Engineering Team verfügt, das das Risiko-Ertrags-Profil des Fonds regelmäßig kontrolliert und beurteilt. (lk)

© AXA Investment Managers

Mit verwaltetem Vermögen von 287 Mrd. Euro ist der Asset Manager ein Rentenschwergewicht.

Kalish: Die USA profitieren auch von der verhältnismäßig jungen Bevölkerung.

Weiters können die USA auf ihren Energiesektor zählen: Durch die Rohstoffvorkommen und die Industrie seien Öl und Gas billiger als in Europa. Die USA seien auch nicht so abhängig von Exporten – die US-Exportrate in Prozent des BIP beträgt nur rund 14%. „Europa legt den Fokus zum Teil zu wenig auf den Binnenmarkt“, so Kalish. Mit einem erstarkten Euro beispielsweise nach einem Austritt der Peripherieländer und schwachen Staaten aus der Eurozone würden sich die Exporte verteuern – damit

hätte man keine Freude. So aber müssen die starken Staaten, allen voran Deutschland, die Peripherieländer finanzieren.

Demografisches Profil Auch mit dem demografischen Profil hätten die USA bessere Chancen als andere entwickelte Länder in Europa oder als z.B. Japan. Auch China werde wegen der Ein-Kind-Politik über kurz oder lang Probleme bekommen. Für europäische Aktien sieht Kalish aber nicht grundsätzlich schwarz: Bei europäischen Konzernen, die Zugang zum Kapitalmarkt haben und globale Player sind, besteht wenig Gefahr – anders bei kleinen und mittleren Betrieben, die von Bankfinanzierungen abhängig sind und in erster Linie auf dem Heimatmarkt aktiv sind. Eine gute Kreditanalyse zahle sich für den Investor aus. Gänzlich Entwarnung gibt Kalish für die Inflationsthematik: Derartige Befürchtungen seien aktuell gänzlich fehl am Platz, so der Investmentstratege. (lk)


BAnking

Freitag, 22. Juni 2012

financenet – 39

financenet@medianet.at

Triple-A Laut der Agentur Fitch bleibt Österreich in der Top-Liga; Osteuropa-Risiko für Banken besteht weiterhin, ist aber nicht größer geworden

Banken erhalten gutes Zeugnis Wien. Das letzte Urteil der RatingAgentur Fitch fällt für die Republik recht positiv aus: Das AAA bleibt erhalten. Fitch sieht trotz der ungelösten Staatsschuldenkrise in Europa Österreich Kreditbestnote Triple-A und den stabilen Ausblick nicht gefährdet. Das Osteuropa-Risiko der österreichischen Banken besteht jedoch weiterhin, ist aber jedenfalls nicht größer geworden. Als positiv für Österreich führte Kreditanalyst Gergely Kiss das heimische Wirtschaftswachstum an – rund 3 Prozent in 2011 und prognostiziert 0,9 Prozent in 2012 – und die Budgetkonsolidierung. Die Sparmaßnahmen müssten aber auch auf Länderebene zielstrebig weiterverfolgt werden. Auch strukturelle Reformen seien in Österreich notwendig, etwa am Arbeitsmarkt, um ein „robustes Wirtschaftswachstum“ zu errei-

Warnung Überregulierung

Schattenbanken

London. Der Internationale Bankenverband IIF hat vor pauschalen Regeln bei der geplanten Regulierung sogenannter Schattenbanken gewarnt. Andernfalls könne das Finanzsystem Schaden nehmen und die wirtschaftliche Erholung einen Rückschlag erleiden, hieß es in einem IIF-Bericht. Bei Schattenbanken handelt es sich um Finanzmarktakteure, die wie Banken handelten, ohne selbst eine Banklizenz zu haben. Es sei gefährlich, eine klare Linie zwischen den Schattenbanken – also dem unregulierten Finanzbereich – und dem normalen Bankgeschäft ziehen zu wollen, weil dies zu Überregulierung führen könne. Sinnvoller sei eine Prüfung des Einzelfalls. Der Lobbyverband IIF vertritt rund 450 Finanzinstitute weltweit. (APA)

chen, sagte Kiss. Insgesamt „einen neutralen Trend“ ortet der FitchBankenexperte Michael DawsonKropf bei den Fundamentaldaten der österreichischen Banken. Die Erträge stehen „unter Druck“, aber „nicht dramatisch“. Außerdem sei die Refinanzierung am Heimatmarkt gesichert. Das Rating der einzelnen österreichischen Banken sei getrieben durch die wirtschaftlichen Makroszenarien, wie der Euro-Staatsschuldenkrise. Fitch bewertet führende österreichischen Banken derzeit mit „A“ und stabilem Ausblick: Erste Group, Raiffeisen Bank Interna-

tional (RBI), Unicredit Bank Austria, den Volksbanken Verbund, die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) und die Kommunalkredit Austria; die staatliche Kommunalkredit-Bad-Bank KA Finanz wird mit „A+“ bewertet.

Bank Austria entkoppelt Die Erste Bank sehe man aufgrund ihrer Diversifizierung als „sehr positiv“, so Dawson-Kropf. Außerdem sei die Bank in stabilen osteuropäischen Ländern wie Tschechien und Slowakei aktiv. Als „eher kapitalschwach“ bezeichnete er die Raffeisen Bank

Durch Übernahmen, Integration und Modernisierung kleinerer Dating-Portale soll ein neuartiger Medienverbund mit System Partnern entstehen, der eine moderne Alternative zu den „Big 7“ der Online-Dating Branche bietet. Der Schwerpunkt soll auf den Wachstumsmärkten im deutschsprachigen Raum und Osteuropa liegen. Der Medienverbund fürs Online-Dating Als Beteiligungs- und Entwicklungsgesellschaft bietet sich togethermedien.net in der derzeitigen Marktsituation die Chance - mit wenig Kapitalaufwand - zum Marktführer einer völlig neuen „Online Dating Experience“ zu werden. Aus mehreren kleineren Portalen entsteht mit System Partnern ein starker Medienverbund, der dem Online-Dating Publikum größere Vielfalt und Wahlmöglichkeiten bieten soll - zu einem günstigeren Preis. Die „Small Player“ im Dating Markt sind sowohl in Bezug auf Regionen, Zielgruppen als auch die Portalschwerpunkte/Produktvarianten breit gestreut.

Moody’s Pfandbriefe

Top-Bewertung Wien. Die Ratingagentur Moody‘s hat die Bonitätsbewertungen von Pfandbriefemissionen (Covered Bonds) von UniCredit/Bank Austria und Hypo Niederösterreich (Hypo NÖ) unverändert auf der höchsten Stufe belassen. Die Veränderungen und Ergänzungen, die in den Emissionsprogrammen der beiden Institute vorgenommen wurden, werden nicht zu einer Verschlechterung des aktuellen Aaa-Ratings der Anleihen führen. (APA)

Die „Big 7“ des Online-Dating: teure Reichweite ohne Vielfalt wie friendfinder.com, match.com bzw. neu.de, easyflirt.de, parship. de, friendscout24.de, stayfriends.com, elitepartner.de Dem Online-Dating Markt fehlen neue Impulse Nutzer wollen nicht nur die Reichweite der „Big 7“, sondern auch mehr Vielfalt. Wenn diese dann zu einem niedrigeren Preis angeboten wird, dann ist dies für den Kunden umso besser. 11,0 Millionen Euro Umsatz und 4,8 Millionen Euro Jahresgewinn bis 2017 Damit wäre der Verbund nach heutigen Zahlen ein etablierter Player im Online-Dating Markt und hätte aufgrund seiner Produktvielfalt ein weiter hohes Wachstumspotenzial.

Bulle & Bär Research vom Mai 2012 sagt: „Wir halten das von einem professionellen Management sowohl auf Produkt- als auch Finanzierungsebene gut durchdachte Konzept für absolut marktfähig und wachstumsstark. In Osteuropa könnte sich ein solcher Portal-Verbund sogar noch eine führende Marktposition erobern. Den „Big 7“ dürfte es hingegen sehr schwer fallen, aus dem etablierten Portalmuster auszusteigen, während der Aufbau eines neuen Konzeptes von Grund auf umso leichter ist! Deshalb halten wir das Potenzial dieser Geschäftsidee für deutlich höher, als vom Management kalkuliert.“ © EPA

Gutes Zeugnis zum Schulschluss: FitchBankenexperte Michael Dawson-Kropf.

Hohe Renditen für Erstinvestoren Anleihefinanzierung für die Expansion Der Aufbau und die Entwicklung des Portfolios soll über die Ausgabe von Anleihen finanziert werden. Anlegern der frühen Erwerbsphase bietet die HHP Beteiligungs GmbH mit der Emission „Together Bond II“ Anleihe mit einem festen jährlichen Kupon von 12 % an. Die Anleihe ist mit einer Laufzeit bis zum 31.03.2017 ausgestattet. Die Zeichnungsfrist läuft bereits. Der Renditebonus steht hier im Vordergrund. „Together Bond II“ Lukrative Dating-Anleihe mit 12 % Jahresrendite Emittentin

HHP Beteiligungs GmbH, FN 330141 b

Volumen

EUR

2.000.000

Stückelung

EUR

50.000

Zinssatz

12,0 % p.a., zahlbar jährlich

Laufzeit

5 Jahre endfällig am 31.03.2017

Emissionskurs

100 %

Tilgung

am Laufzeitende zu 100 %

Zeichnungsfrist

bis 30.06.2012

Zahlstelle

ALIZEE BANK AG

ISIN

AT0000A0V4M6

Börseneinführung

2014 geplant

Verwendung des Emissionserlöses

Deutliches Potential für überplanmäßiges Wachstum

Moody’s sieht die Pfandbriefe der UniCredit und Hypo NÖ weiter bei Aaa.

International. Der Fitch-Analyst sieht „positive Trends“ im österreichischen Bankensektor, unter anderem, weil Maßnahmen zur Eigenkapitalstärkung ergriffen wurden. Außerdem hätten die heimischen Banken die Kreditvergabe-Kriterien in Osteuropa deutlich angezogen. Bei der Bank Austria gebe es durch die potenzielle systemische Unterstützung Österreichs eine Entkopplung vom Rating des Mutterkonzerns UniCredit. Die Bank Austria sei „ganz gut von der UniCredit abgeschirmt“. Dennoch könne man eine mögliche Herabstufung der Mutter „nicht ganz trennen“. (APA, hk)

© Fitchratings

Analysten sehen die Entwicklung der Erste Bank wegen ihrer Diversifizierung als „sehr positiv“.

togethermedien.net-HHP Beteiligungs GmbH beabsichtigt, den Nettoemissionserlös aus der Emission der Teilschuldverschreibungen für die ersten geplanten Expansion zu verwenden. Laut den Smallcap-Experten von Bulle & Bär Research vom Mai 2012 empfehlen diese die Zeichnung der ersten Anleihe-Emission der HHP Beteiligungs GmbH. Zeichner des „Together Bond II“ können mit Jahresrenditen von 12% beim derzeit langfristig niedrigem Zinsniveau einen echten Renditehit landen. Im Vergleich zu den Renditen für Festgeld oder gar dem Tagesgeldkonto stellen diese Anleihen jedoch eine echte Alternative dar. Fordern Sie das Anbot an unter: Web: www.togethermedien.net/bond E-Mail: office@togethermedien.net Tel.: 0043/810/500071


b a n k i n g / i n s u r a n c e : watc h

40 – financenet

Freitag, 22. Juni 2012

financenet@medianet.at

Bankenregeln Mehr Vermögenswerte sollen als Rücklage für Liquiditätspuffer benutzt werden dürfen

short

Basel III wird aufgeweicht

BKS für nachhaltiges Wirtschaften Klagenfurt. Die Bank für Kärnten und Steiermark (BKS) möchte nachhaltiges Wirtschaften Klein- und Mittelbetrieben nahebringen. Für den 3. Juli lädt Vorstandsmitglied Herta Stockbauer Unternehmern zu einer Informationsveranstaltung „Nachhaltig erfolgreich“ nach Klagenfurt ein. „Nachhaltiges Wirtschaften macht sich mittlerweile als Wettbewerbsvorteil bezahlt“, heißt es dazu in einer Aussendung der Bank. (ks)

Die Detailverhandlungen über die neuen Bankenauflagen sind von Uneinigkeit der Staaten geprägt. Brüssel. Die Banken haben beim Kampf gegen aus ihrer Sicht zu strenge Auflagen offenbar einen Teilsieg errungen. Bei den als Basel III bekannten neuen Vorgaben sollen mehr Vermögenswerte als Rücklage für den Liquiditätspuffer benutzt werden dürfen als bisher geplant, berichtet das Wall Street Journal Europe. Die Regierungen weltweit ringen derzeit mit den Banken um strengere Auflagen, um künftig Finanzkrisen besser vermeiden zu können.

Uneinige Staaten Die wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt sind sich keineswegs einig, wie streng die Vorgaben ausfallen sollen. So wollen zum Beispiel die Briten die Zügel nicht zu eng anziehen, um das Geschäft der für die britische Wirtschaft enorm wichtigen Finanzindustrie nicht abzuwürgen. Auch die US-Amerikaner sperren sich immer wieder gegen zu harte Auflagen für die Banken. So hatten die Vereinigten Staaten den Basel-III-Vorläufer Basel II nie offiziell einführt. (APA)

Verhandlungen über Details

© Bank Austria

Unter den Basel-III-Regeln soll zum einem der Kapitalstock erhöht werden, mit dem die Banken Risikogeschäfte absichern müssen, und zum anderen müssen die Banken ihre Liquidität steigern. Die neuen Vorgaben sollen ab Anfang 2013 sukzessive eingeführt

© Vienna Insurance Group

Neue Köpfe bei Bank Austria Immo-Service

werden und 2019 voll zum Tragen kommen. Im Prinzip stehen die neuen Vorgaben fest. Derzeit verhandeln die einzelnen Banken und auch Länder um die Details, da die von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) aufgestellten Regeln in nationales Recht umgesetzt werden müssen.

Nicht so streng: Basel III soll nicht in den Keller des Basler „Botta“ Buildings laufen.

Ludwig Wiesbauer, neuer Chef des Bank Austria ImmobilienService.

Uniqa Das automatische Sicherheitssystem des Versicherers für Autounfälle kommt gut an und wird rege genützt

Wien. Ludwig Wiesbauer wird neuer Geschäftsführer des Bank Austria ImmobilienService (BA-IS). Er folgt auf Robert Anzenberger, der in die deutsche UniCredit-Tochter HypoVereinsbank wechselt. Wiesbauer war zuletzt Leiter des Immobilienfinanzierungsgeschäfts der HypoVereinsbank. Martina Denich-Kobula und Daniel Maxian übernehmen die operative Leitung. (red)

2.500 Einsätze, 50.000 Kunden mit SafeLine Wien. Bereits 50.000 Österreicher verwenden das Sicherheitssystem der Uniqa SafeLine Auto-Versicherung. Es ist dies ein kleines Gerät, das mit einem CrashSensor ein Unfallgeschehen erkennt und ab einer bestimmten Unfallstärke automatisch Alarm auslöst. Die Alarmmeldung beinhaltet auch den exakten Standort des Kraftfahrzeugs. Die ÖAMTC Notfallzentrale kann dann für zielgerichtete und schnelle Hilfe sorgen.

Allianz sendet die ­Polizzen elektronisch Wien. Mit 1. Juli erlaubt der Gesetzgeber die elektronische Kommunikation beim Versand von Polizzen, Änderungsmitteilungen und anderen Erklärungen. Die Allianz bietet ihren Kunden vom Start weg an, diese Möglichkeiten zu nutzen. Neben einer gesteigerten Kundenconvenience könnten damit bei der Allianz jährlich rund 150 t Papier eingespart werden.  (red)

Noch weitere Vorteile bietet das System, so Uniqa-Landesdirektor Franz Stiglitz: „Man kann auch zu einem Unfallort kommen und durch den SafeLine Notfall-Knopf

© Uniqa

Weitere Vorteile

Alois Dragovits und Franz Stiglitz mit dem 50.000ten SafeLine-Kunden (Mitte).

Vatikan Schlechte Noten

Berufsunfähigkeit Das Risiko wird unterschätzt, die Allianz bringt neues Produkt

Europarat Kritik an Papst-Bank

„Körperkasko“ für Arbeiter

© Helvetia/Fotostudio Floyd

Wien. Mehr als jeder fünfte heimische Rentner ging aufgrund von Berufsunfähigkeit in die Pension – aber nur 15% aller Berufstätigen geben an, gegen Berufsunfähigkeit privat versichert zu sein. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Allianz Gruppe. Der Versicherer möchte jetzt mit neuen Lösungen auch Berufsgruppen mit höherem Risiko Zugang zu einer privaten Existenzsicherung bieten.

© Allianz/Ingo Folie

Thomas Neusiedler folgt Rolf Kuhn als Helvetia-Vorstand nach.

Die Situation sei paradox, meint Manfred Baumgartl, Vorstandsmitglied der Allianz Gruppe in Österreich: „Für sein Kfz schließt jeder zweite Österreicher eine Kaskoversicherung ab, aber ihre eigene Existenz haben nur sehr wenige abgesichert.“ Die Allianz-Umfrage ortet ein falsches Risikobewusstsein: Mehr als die Hälfte schätzt die Wahrscheinlichkeit, einmal von Berufs-

Allianz-Chef Baumgartl: Risiko der Berufsunfähigkeit bei Weitem unterschätzt.

unfähigkeit betroffen zu werden, nur mit maximal 20% ein.

Vatikan. Der Vatikanbank Institut für religiöse Werke (IOR) drohen offenbar im Prüfbericht des Europarats in acht von 16 Punkten zum Thema Geldwäsche schlechte Noten. Damit könnte der Vatikan nicht wie erhofft in die „Weiße Liste“ der transparenten Staaten aufgenommen werden. Ende Mai war IOR-Chef Ettore Gotti Tedeschi entlassen worden. (red)

Unterschätztes Risiko Ein Durchschnittsverdiener kann bei Berufsunfähigkeit monatlich nur mit rund 950 € Invaliditätspension rechnen. Dennoch rechnen laut Umfrage nur 38,2% der Befragten für den Fall der Berufsunfähigkeit mit erheblichen finanziellen Einbußen und einem deutlich niedrigeren Lebensstandard. Etwa die Hälfte der Beschäftigten ist überwiegend körperlich tätig und hat ein Problem, privat vorzusorgen: Der Verdienst ist geringer, die Prämien aufgrund des höheren Risikos höher. Um diese Lücke zu schließen, bietet die Allianz eine „Körperkasko“ an. Sie ist speziell zugeschnitten auf körperlich hart arbeitende Menschen in handwerklichen Berufen sowie auf Personen, die aufgrund ihrer Tätigkeit oder Vorerkrankungen eine BerufsunfähigkeitsVersicherung nicht abschließen konnten. (red)

© EPA

Neuer Vorstand für Schaden bei Helvetia

Wien. Thomas Neusiedler wird neues Vorstandsmitglied der Helvetia Versicherungen AG und den Marktbereich Schaden/Unfall leiten. Er folgt Rolf Kuhn nach, der in der Schweiz zukünftig für länderübergreifende Projekte in der SchadenUnfallversicherung verantwortlich sein wird. Neusiedler war zuletzt bei der Zürich Versicherung in Österreich Mitglied der Geschäftsleitung. Davor war er in leitender Funktion für die Allianz (Abteilung Sach/Technik/Transport) tätig. (red)

aktiv Hilfe holen und das Auto kann nach einem Diebstahl wieder aufgefunden werden.“ Entsprechend rege genützt wird das Service: Es kam bereits bei mehr als 2.500 Einsätzen nach Pannen, Unfällen, Notfällen sowie Kfz-Diebstählen zum Einsatz. „Allein in diesem Jahr sind durch ‚SafeLine‘ bereits über zehn Fahrzeuge nach einem Diebstahl sichergestellt wprden“, so Alois Dragovits, Leiter Versicherungstechnik Sach und Kfz. Zusätzlich entfielen Suchzeiten von Einsatzkräften, da der exakte Einsatzort bekannt ist. So werde wertvolle Zeit für die medizinische Erstversorgung gewonnen; das könne im Extremfall sogar Leben retten. (red)

: Der Chef der Vatikanbank IOR Gotti Tedeschi wurde Ende Mai gefeuert.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 22. juni 2012 – 41

triumph in frankfurt

Weiterer Großmieter für die CA Immo im Frankfurter Europaviertel  Seite 44

© Alix Frank RA

© Immofinanz Group

financenetreal:estate 25 Jahre mit Wienerberger

Seit einem Vierteljahrhundert berät Alix Frank-Thomasser den Konzern  Seite 45

Anleihen immos stark nachgefragt © Conwert/Robert Polster

Ausverkauf in Spanien läuft auf Hochtouren

Wohnung gesucht? 01 596 60 20 www.jpi.at JP ImmobIlIen

IMMO-AGS 13. Juni 2012 - 20. Juni 2012

Wochentop Wochenflop

137,19 IIA ATRS

Immofinanz S Immo CA Immobilien Anlagen conwert Warimpex Atrium

5,82% 7,96% -1,42% 7,96% 6,42% 5,29% 3,75% -1,30% -1,42%

© Engel & Völkers

IATX (20.6.)

glob. IMMO-FONDS

Schnäppchenpreise Immobilien an der Costa del Sol sind durch Spaniens ­Immobilienkrise zum absoluten Ausverkaufspreis zu haben – Reduktionen um bis zu 70 Prozent sind keine Seltenheit, wie ein Lokalaugenschein zeigt. Die Regierung lockt mit Steuerzuckerln, Chinesen kaufen in Top-Lagen kräftig.  Seite 42

1-Monats-Performance per 20.6. Monatstop DWS inv. RREEF As9,47% Monatsflop Europe Immo.Inv.-3,59% Top 5 Immofonds DWS Inv.RREEF As.Pac.RE Sec.9,47% ESPA Stock Asia-Pac. Prop. T 7,94% CS SICAV One(Lux) Eq.Glob.EM7,77% First State Asian Prop. Sec. A 7,33% Henderson Asia-Pac. Prop. Equ.7,07%

Strabag Geht Hans Peter Haselsteiner vorzeitig?

Spekulationen über Firmenchef

Flop 5 Immofonds Europa Immobilien Invest  -3,59% Wiener Privatbanken Eur.Prop. -0,72% TMW Immobilien Weltfonds  -0,58% DJE Real Estate P -0,51% ESPA Stock Europe-Prop HUF -0,48%

© APA/Barbara Gindl

13. Juni 2012 - 20. Juni 2012

CERX (20.6.)

382,22

3,70%

Derzeit vermietbare Fläche: 5.000 m2 Fashion Park 20.000 m2 Office Park

Hans Peter Haselsteiner: Abgang von der Strabag-Spitze möglich.

Wien. Beendet der Gründer, Chef und Großaktionär des fast 14 Mrd. € Umsatz schweren Bauriesen Strabag, Hans Peter Haselsteiner, vorzeitig sein Engagement im Unternehmen? In der Tageszeitung Kurier waren Spekulationen darüber aufgekommen, nachdem er eine Anfrage zu diesem Thema mit „Lassen Sie sich überraschen“ beantwortet hatte. Bereits Anfang Mai hatte Haselsteiner verlauten lassen, er werde seine bis Ende 2015 laufenden Vorstandsperiode nicht ausschöpfen. Nachfolgen könnte ihm Sohn Klemens, der derzeit als Wirtschaftsprüfer arbeitet. (red)

Gold für das MGC Als erstes österreichisches Bestandsobjekt wurde das Mode- und Textilgroßhandelscenter mit DGNB Gold nach ÖGNI ausgezeichnet. Bürovermietung Colliers International Immobilienmakler GmbH Goldschmiedgasse 10, 1010 Wien Dagmar Oberhollenzer, 01/535 53 05 - 33 d.oberhollenzer@colliers.at www.colliers.at

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14.06.12 12:05


i m m o : c ov e r

42 – financenetreal:estate

Freitag, 22. Juni 2012

financenet@medianet.at

Promotion

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

www.henny-mayr.at

Italien Schwere Verluste

Immo-Branche auf Talfahrt

Rom. Unter dem Druck der schweren Rezession meldete die italienische Immobilienbranche dramatische Verluste. Im ersten Quartal wurde ein Rückgang der Transaktionen von 19,6% im Immobilienbereich verzeichnet. Dabei handelt es sich um das schlechteste Ergebnis seit dem Jahr 2004. Die Zahl der verkauften Immobilien sank gegenüber dem Vergleichsquartal 2011 von 136.780 auf 110.021. Auch im zweiten und dritten Quartal rechnen Experten mit einem weiteren Rückgang. Besonders belastet waren alle größeren italienischen Städte: In Palermo wurde ein Rückgang von 26,5% gemeldet, in Genua von 21,8%. In Rom und Florenz kam es zu einem Minus von 20,6% bzw. 21,1%. Weniger betroffen waren Mailand (minus 10,7 Prozent) und Neapel (minus 9,8 Prozent). Laut einer Studie soll es diesbezüglich auch in den nächsten zwei Jahren weiter Probleme geben.  (APA/rk)

Viel Platz an der Sonne

Spanische Regierung lockt mit Steuerzuckerln; bankrotten Gemeinden droht Zukunft als Geisterstadt. marie-thérèse Hartig

Costa del Sol. Spaniens Sonnenküste ist zugepflastert – nicht nur mit Hotels und Appartementhäusern, sondern auch mit Schildern: „Se vende“ und „Se alquila“ steht da, „Zu verkaufen“ und „Zu vermieten“. Ob Haus oder Wohnung, in Strandlage oder im Ortszentrum, rustikal-schlicht oder luxuriös – alles ist zu haben, und das mit satten Rabatten: Minus 67% (!) sollen etwa im Städtchen Alcaidessa unweit von Gibraltar deutschsprachige Gäste dazu verlocken, vor Ort eine Ferienwohnung zu erwerben, statt in der Anlage des Club Aldiana zu urlauben. Kein Einzelfall, denn seit dem Platzen der spanischen Immobilienblase 2008 sind die Preise, die sich davor binnen eines Jahrzehnts verdoppelt oder sogar verdreifacht hatten, im freien Fall. Einerseits versuchen Eigentümer, die ihre Kreditraten oder Hypotheken nicht mehr bedienen können, Immobilien zu verkaufen; andererseits reagieren spanische Kreditinstitute auf den Druck ihrer Nationalbank zu mehr Liquidität, indem sie Immobilien abstoßen und damit die Preise weiter senken.

© Engel&Völkers

Seit 1995 widmet sich unser Familienbetrieb mit Erfolg und Leidenschaft dem Verkauf und der Vermietung von Immobilien in und um Salzburg sowie in verschiedenen weiteren Destinationen in Österreich und Europa. Sind Sie auf der Suche nach einer repräsentativen Villa – in gehobener Wohnlage, am See oder in den Bergen? Oder  soll es doch eher eine schicke Stadtwohnung mit allen Extras sein? Ein gemütliches SingleApartment zum leistbaren Preis? Oder ein einladendes Heim für die ganze Familie? Vielleicht suchen Sie auch ein funktionales Gewerbeobjekt mit Parkplatz oder Lagerraum? Oder sie benötigen dringend eine möblierte Kurzzeitlösung, da Sie beruflich oder privat einige Zeit in Salzburg zu tun haben, und den Komfort der eigenen vier Wände auch in der Fremde nicht missen möchten? Wir würden uns freuen, Sie auf der Suche nach dem idealen Objekt zu unterstützen! Service & Freundlichkeit werden bei uns „groß“ geschrieben! Bei der Vermarktung Ihrer Immobilie oder auf dem Weg zu Ihrem neuen Zuhause sind wir stets bemüht, Ihnen mit unserer langjährigen Erfahrung und flexiblen, individuell gestalteten Lösungsansätzen, kurzum mit Rat & Tat, zur Seite zu stehen. Neben der reinen Immobilienvermittlung bieten wir auch eine Reihe von Dienstleistungen rund um den Umzug und die Liegenschaftsbetreuung an  bzw. vermitteln Ihnen geeignete Kontakte und beraten Sie diesbezüglich.

Costa del Sol Immobilien an Spaniens Südküste sind günstig wie noch nie, die Lage ist aber wichtiger denn je

Christian Völkers, Chef und Mitbegründer von Engels & Völkers : In Marbella locken Top-Lagen um unter 600.000 Euro.

kalkenntnis lässt sich für Interessenten kaum beurteilen, welche Immobilien preiswert und welche trotz dras-tischer Preissenkungen immer noch überteuert sind. „In guten Neubauten gibt es nur wenige Objekte auf dem Markt“, erklärt Smadar Kahana, Direktorin des internationalen Immobilienunternehmens Engel & Völkers in Marbella. „Eigentümer haben hier meist ohne Hypothek für sich selbst gekauft und sind nicht in Not, zu verkaufen. Daher verzeichnen Immobilien in guten und TopLagen, zum Beispiel Sierra Blanca, Los Monteros oder Golden Mile, Preisnachlässe von höchstens 15 Prozent.” Allerdings ist Marbella ebenso wie Sotogrande und andere ver-einzelte Luxusenklaven ein Kapitel für sich. Die Wirtschaftskrise hat zwar zu einem generellen Überangebot an Immobilien an der gesamten Costa del Sol geführt, doch in Marbella begannen die Probleme schon 2007, als auf dem Höhepunkt der Blase viele Neubauten ohne oder mit nur teilweise

Steuerzuckerl sollen locken Trotz aller Bemühungen der spanischen Regierung, Immobilienkäufe mit Steuerzuckerln zu versüßen, indem etwa die Mehrwertsteuer beim Ersterwerb einer Immobilie von acht auf vier Prozent gesenkt wurde oder beim zukünftigen Wiederverkauf nur auf 50% des Gewinns Kapitalgewinnsteuer fällig wird (gilt für Käufe bis Ende 2012), stehen dennoch zigtausende Wohnanlagen leer. Für Schnäppchenjäger also die Gelegenheit, sich den Traum vom eigenen Ferienheim im Süden zu erfüllen?Ja, meinen Experten; allerdings ist Vorsicht geboten: Aus der Ferne und ohne genaue Lo-

vorhandenen Baugenehmigungen errichtet wurden und daher nicht verkauft werden konnten. „Heute ist der neue Bebauungs-plan für Marbella legalisiert oder im Prozess der Legalisierung“, berichtet Kahana. Deshalb habe sich der Markt stabilisiert. „In Imara, einem der modernsten Neubau-Objekte in Marbella, hat Engel & Völkers im Vorjahr eine Zwei-Schlafzimmer-Wohnung für 590.000 Euro und Drei-Schlafzimmer-Wohnungen für 775.000 Euro verkauft“, schildert die Expertin die Preissituation, „das sind nur zehn bis 15 Prozent weniger als im Jahr 2005.“ Spanienweit liegen Kahana zufolge die ausländischen Investitionen in spanische Immobilien 2011 mit 4,748 Mrd. € sogar wieder knapp über dem Wert von 2006 (4,716 Mrd. €). Allerdings verzeichnet Engel & Völkers eine Änderung der Klientel: Waren es früher zu 60% Briten, die einen Platz an der Sonne erwarben, so stellt heute eine Mischung aus Skandinaviern, Russen, Franzosen,

Bena Business Center-Sommeraktion – virtuelle Bürolösungen jetzt kennenlernen

Zwei Monate kostenfrei testen Wien. Bena, Marktführer bei Business Centers in Wien, will mit seinem Angebot an „Virtuellen Büros“, insbesondere auch kleinen und mittleren Unternehmen, zu einem optimalen professionellen Auftritt verhelfen: Wer zwischen 1. Juli und 31. August ein virtuelles Büro bei Bena mietet, zahlt für die ersten beiden Monate keine Miete. Darüber hinaus entfällt die für Neukunden zu entrichtende „set-up-fee“. Interessenten können sich zusätzlich vorab an ihrem bevorzugten Bena-Standort selbst ein Bild über die Vielzahl der BenaServices machen und einen halben Tag ein Tagesbüro oder für zwei Stunden einen Besprechungsraum nutzen – unverbindlich und kostenlos, wie Bena meldet.

Repräsentative Adresse Bei vielen modernen Unternehmensformen ist ein ständig besetztes Büro nicht zwingend notwendig, und die hohen Mietkosten für ein Büro in repräsentativer Lage sind nicht immer sinnvoll. „Der Standort, an dem man seine

Varendorff, Geschäftsführer von Bena. In den letzten zwei Jahren haben sich mehr als 250 Kunden für derartige virtuelle Bürolösungen entschieden.

„Virtuelles Büro“

© Bena/Richard Tanzer

Makler der Woche: Henny Mayr

Lockt mit Sommeraktion: Bena-Geschäftsführer Alexander Varendorff.

berufliche Tätigkeit ausübt, ist oftmals irrelevant, eine repräsentative Firmenadresse allerdings für einige Branchen unverzichtbar. Auch Meetings und Geschäftstermine, die in einem professionellen Umfeld stattfinden, vermitteln mehr Kompetenz. Das kann man mit einem ‚Virtuellen Büro’ an einem unserer sechs Standorte leicht verwirklichen“, erklärt Alexander

Interessenten wählen einen der sechs Wiener Standorte als Geschäftsadresse aus, erhalten dadurch eine Büroadresse und nutzen das professionell gemanagte Sekretariat, das eingehende Anrufe annimmt und sich mit dem gewünschten Firmennamen und Begrüßungstext meldet. „Wer darüber hinaus auch Büround Besprechungsräume nutzen möchte, kann dies stunden- und tageweise an allen unseren Standorten tun“, ergänzt Varendorff das Konzept. Auch die IT- und Telekommunikationsprodukte (Internet, CISCO Netzwerk/Telefonie, Unified Messaging, Desktop Video-Conferencing oder Cloud-Services) sind flexibel kombinierbar und können standortunabhängig genutzt werden.  (red)

Belgiern und Schweizern das Gros der Kundschaft.

Geisterstädte mit Chinesen Spricht man mit Einheimischen, wird neben den global omnipräsenten Russen noch eine weitere kaufkräftige Nationalität stark wahrgenommen: die Chinesen. Im Gegensatz zu den Genossen aus der ehemaligen Sowjetunion betrachten die Investoren aus dem Reich der Mitte ihre Immobilien freilich primär als (unbewohntes) Anlageobjekt. Ein Problem, das Immobilieninserate im Internet gern unter den Tisch fallen lassen, erwähnt Fremdenführer Manuel: „Viele spanische Gemeinden sind so gut wie pleite und können ihren kommunalen Aufgaben nicht mehr nachkommen.” Ausländer sollten sich daher bei seriösen Maklern gut informieren, ehe sie ein Appartement oder ein Haus kaufen, „sonst stehen sie womöglich plötzlich ohne Strom, Wasser oder Müllabfuhr da”.

Asfinag Sichere Rastplätze

Bald kommen 40 „Neue“dazu

Wien. Mehr als 20.000 Parkplätze auf 90 Raststationen, 31 neuen Asfinag-Rastplätzen und zahlreichen Parkplätzen entlang der Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich bieten Gelegenheit zur Pause. „Auf unseren Rastplätzen ist uns Sicherheit besonders wichtig“, sagt Asfinag-Vorstand Klaus Schierhackl, „daher sind alle unsere Rastplätze videoüberwacht und mit Notruftasten ausgestattet.“ Bereits jetzt sind Rastplätze mit Defibrillator in Betrieb und zwei, die mit LED-Beleuchtung ausgestattet sind, die beim Drücken der Notruftaste heller wird. Ausreichend Sitzmöglichkeiten, großteils gratis Internet-Zugang über WLAN und modernste Sanitäreinrichtungen sorgen für Wohlbefinden in den Pausen. Für die Kleinen sind die meisten der Rastplätze mit Spielgeräten ausgestattet. Insgesamt werden in den kommenden Jahren noch 40 weitere Rastplätze gebaut. Mit den gerade in Bau befindlichen acht Asfinag-Rastplätzen werden 300 zusätzliche Stellplätze zur Pause einladen. (ots/rk)


immo:markets

Freitag, 22. Juni 2012

financenetreal:estate – 43

financenet@medianet.at

Fernost Jedes zweite Shoppingcenter entsteht in China; dem europäischen Markt setzen fehlende moderne Flächen und Wirtschaftskrise zu

Asien dominiert SC-Markt-Szene

Emerging Markets führen „China, Türkei und Indien sind weitaus aktiver als die entwickelten Märkte in Westeuropa und Nordamerika“, weiß Andreas Ridder, Geschäftsführer CBRE Österreich. Während die wachsende Mittelschicht dieser Länder zu einem starken Anstieg der

Eresnet Will Zuteilung

.immo-Domain Wien. Laut Internet-Agentur Eresnet hat man sich in Zusammenarbeit mit Starting Dot um die Zuteilung der Top Level Domain .immo im Rahmen des ICANNS „new gTDL-Program“ beworben. Aufgrund des komplexen Bewerbungsverfahrens erwartet man die ersten .immo-Websites jedoch erst Anfang 2013. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Starting Dot sei Eresnet für die Vermarktung der .immoTDL in Deutschland, Österreich, Südtirol und der Deutschschweiz verantwortlich. Die Domain soll Online-Treffpunkt aller Immobilien-Professionals zu werden. Ausschließlich anerkannte Immobilienexperten sollen die Möglichkeit erhalten, einen entsprechenden Domain-Namen zu registrieren.  (red )

Vorarlberg Bauwirtschaft

Gut ausgelastet

Wien. Die Vorarlberger Bauwirtschaft war im ersten Halbjahr 2012 „im Großen und Ganzen gut ausgelastet“, erklärte Innungsmeister Franz Drexel. In den Bereichen Wohnbau, Gewerbe und Industrie gebe es eine positive Entwicklung, während öffentlicher Hoch- und Tiefbau rückläufig seien, so Drexel. Insgesamt erwartete der Innungsmeister im heurigen Jahr „ein leichtes Plus“. Mit einem Bauproduktionswert (Umsatz) von rund 440 Mio. € habe man das Vorjahr mit einem Rückgang um 0,2 Prozent gegenüber 2010 im Rahmen der Erwartungen abgeschlossen. Die bisher zufriedenstellende Auslastung im ersten Halbjahr sei auf steigende Auftragszahlen im Wohnbau, aber auch in Industrie und Gewerbe zurückzuführen. Der heimischen Wirtschaft gehe es gut, betonte Drexel. Von einer „Kreditklemme“ sei wenig zu spüren. Als problematisch bezeichnete Drexel hingegen die Rückgänge im Hochund Tiefbau. Prognosen mit einem Minus von zwölf (Tiefbau) bzw. 21 Prozent (Hochbau) würden „wohl nicht weit danebenliegen“, sagte der Innungsmeister. (APA)

samten im Bau befindlichen Fläche in China. Abu Dhabi, Hanoi, Kuala Lumpur (Klang Valley), Neu-Delhi und Sao Paolo sind außerhalb Chinas am aktivsten“, sagt Ridder. Mit immer noch vorhandenen riesigen Möglichkeiten in seinen B-Städten werde China auch in den kommenden Jahren der aktivste Markt bleiben. „Allerdings zeigt sich der große Anstieg der Entwicklungstätigkeit auch in der Türkei, in Mexiko, Malaysia und Vietnam.“

China dominiert ganz klar „Im Jahr 2011 wurden in 63 der in der Studie untersuchten Städte (35%) neue Einkaufszentren eröffnet, 50 davon in ‚Emerging Markets‘. Im Gegensatz dazu öffneten lediglich in fünf westeuropäischen Städten neue Shoppingcenter ihre Pforten“, so Ridder. „Von den 180 analysierten Städten liegt genau die Hälfte der ge-

Hochwertige Flächen fehlen „Während die geringe Bautätigkeit für Shoppingcenter in Westeu-

ropa, die Sättigung des Marktes, eine schwierige Wirtschaftslage und die Tatsache, dass es dort einfach zu viel Verkaufsfläche gibt, widerspiegelt, fehlen in vielen Märkten hochwertige Flächen“, analysiert Ridder und ergänzt: „Nach wie vor ist das Angebot für die von Einzelhändlern gewünschten modernen Einheiten mit der richtigen Größe, Art und Lage knapp. Dies deutet darauf hin, dass die Sanierung bestehender Einzelhandelsflächen – ob in Shoppingcentern oder auf den Haupteinkaufsstraßen – in den nächsten Jahren Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit bleiben wird.“

A. Ridder: „Wachsende Mittelschicht ist Treiber für SCs in Emerging Markets.“ PROMOTION

Wien. Eine aktuelle CBRE-Studie hat den Projektstand von Shoppingcentern weltweit unter die Lupe genommen. Um die aktivsten Märkte zu ermitteln, hat man die Situation in 180 Großstädten analysiert. Dabei zeigt das Ergebnis, dass die Entwicklungstätigkeit mit 29,6 Mio. m�, die derzeit in Bau sind, ein beträchtliches Niveau erreicht haben. Demgegenüber stünden 7,8 Mio. m� neue Flächen, welche in 2011 eröffnet wurden.

Neuentwicklungen geführt habe, hätte die Sättigung der Märkte in Westeuropa und Nordamerika die Einzelhändler zu grenzüberschreitender Tätigkeit gezwungen.

„PRIKRAF“: Kein Ende

der Privilegienwirtschaft Bedenkliche Vorgangsweise der Wirtschaftskammer Österreich. Wien. Für die Probleme der Vienna International Medical Clinic zeichnet sich noch immer keine Lösung ab. Die sowohl sachlich als auch personell bestens ausgestattete Klinik wird nach wie vor nicht zum „Futtertrog“ für private Krankenanstalten, nämlich dem PrivatkrankenanstaltenFinanzierungsfonds (PRIKRAF), vorgelassen. Der PRIKRAF sorgt für die direkte Abgeltung der von den privaten Krankenanstalten erbrachten stationären bzw. tagesklinischen Leistungen nach dem System der leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung. Eine Anstalt, die nicht dem PRIKRAF zugehörig ist, muss ihren Patienten Zahlungen abverlangen, die diese in weiterer Folge teilweise vom Sozialversicherungsträger ersetzt bekommen. Der Wettbewerbsnachteil, den eine nicht dem PRIKRAF angehörige Anstalt hinnehmen muss, ist beachtlich und auf lange Sicht nicht auszugleichen, weil die Patientenschaft naturgemäß jene privaten Krankenanstalten vorzieht, wo keine Vorauszahlung bzw. keine Zahlung geleistet werden muss.

VIMC Die Vienna International Medical Clinic GmbH, die zuvor als Privatklinik Währing geführt wurde, hat einen neuen Eigentümer. Dieser geht unter neuer wirtschaftlicher und ärztlicher Leitung auch neue Wege. In das schon großzügigst ausgestattete Haus wurde erheblich investiert, das medizinische Personal aufgestockt, die Angebotspalette wesentlich erweitert. Es ist die Absicht der Klinikleitung, sich auch neuen medizinischen Fachgebieten zuzuwenden. Vermehrt sollen auch internationale Patienten angesprochen werden.

© z.V.g. (3)

Fritz Haslinger

© CBRE/Christian Husar

Außerhalb Chinas können Abu Dhabi, Hanoi, Kuala Lumpur, Neu-Delhi und Sao Paolo auftrumpfen.

Operationsräume: höchste Reinheitsklasse, die alle internationalen Standards erfüllt.

unermüdlicher und ständiger Helfer und Vertreter der Klinik sein sollte, nämlich die Wirtschaftskammer Österreich. Die Rolle der

„Die Wirtschaftskammer müsste alle ihre Mitglieder gleich behandeln. Das legitime Anliegen der VIMCKlinik wird hingegen einfach abgeblockt.“

Privilegiendschungel Die Vienna International Medical Clinic stößt bei ihrem verständlichen Wunsch nach Gleichbehandlung auf versteinerte Strukturen und auf einen geradezu unglaublichen Begünstigungsund Privilegiendschungel innerhalb des offensichtlich schwer erkrankten österreichischen Gesundheitswesens. Als Hauptverhinderer und somit Hauptfeind der engagierten Klinik erweist sich jene Institution, die kraft ihres gesetzlichen Auftrages ein

KONTAKT VIMC Vienna International Medical Clinic GmbH

Kreuzgasse 17–19, 1180 Wien Tel.: +43 1 261 66, Fax: +43 1 261 66 671 E-Mail: info@vimc.com Internet: www.vimc.com

und andere mit fadenscheinigen und skandalösen Argumenten vor dem Hintergrund eines politisch bestens eingebetteten, gesetzwidrigen

DR. HELMUT GRUBMÜLLER

Wirtschaftskammer Österreich nimmt mittlerweile ebenso kuriose wie skandalöse Formen an. Dies geht so weit, dass seitens der Wirtschaftskammer, die eine Aufnahme der Klinik in den PRIKRAF laut Gesetz durch einen einfachen Zusatzvertrag mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger bewerkstelligen könnte, allen Ernstens damit argumentiert wird, dass sie gar nicht zuständig sei und dass ein „Versehen des Gesetzgebers“ vorliege. Unter kräftiger Mithilfe der Wirtschaftskammer Österreich wird somit weiterhin ein System aufrecht gehalten, in welchem einigen Privilegierten ungeniert die fetten „Kuchenstücke“ zugeteilt werden

Begünstigungssystems ferngehalten werden. Führende Funktionäre der Wirtschaftskammer Österreich rechtfertigen ihre Vorgangswei-

se mit dem Hinweis darauf, dass ihre Mitglieder, zu denen freilich mitunter sehr enge personelle Verflechtungen bestehen, vor neuer Konkurrenz geschützt werden müssen und übersehen dabei (bewusst), dass auch die Vienna International Medical Clinic ein zahlendes Kammermitglied ist. Neuerdings macht sich die Wirtschaftskammer Sorgen um die mangelnde Beschäftigungsmöglichkeit für spanische Arbeitskräfte und möchte diese nach Österreich transferieren. In der Vienna International Medical Clinic finden jetzt schon mehr als 50 Personen Beschäftigung, wobei diese Zahl entscheidend weiter erhöht werden kann, wenn endlich Gerechtigkeit und Wettbewerbsgleichheit herrschen. Der Betreiber der Vienna International Medical Clinic stellt sich zwangsläufig die Frage, wer junge und aufstrebende Betriebe aller Art vor der Wirtschaftskammer Österreich schützt.

Großzügiges Ambiente: ein Ort zum Wohlfühlen und der Genesung.


immo:markets

44 – financenetreal:estate

Freitag, 22. Juni 2012

financenet@medianet.at

Immofinanz Neuer Bond wurde mit Volumen von 100 Mio. Euro und Zinssatz von 5,25 Prozent fixiert

short

Unternehmensanleihen im Immobereich sehr gefragt

Villaggio Outlet Center baut in Parndorf aus Wien/Parndorf. Das am 19. April in Parndorf mit 10.100 m� eröffnete Fashion Outlet Center Villagio wird bis zum Sommer sein umfangreiches Angebot weiter ausbauen. Im Juni und Juli 2012 wird das Centermanagement das bestehende Sortiment um weitere vier Shopeinheiten erweitern. Und in naher Zukunft will das neue Fashion Outlet Center bereits mit dann insgesamt 40 Shops reüssieren. Insgesamt seien bis 2014 auf 15.500 m� rund 60 Shops geplant, heißt es seitens der Villagio Centermanagement GmbH.

Leadmanager bestätigen steigende Nachfrage nach Corporate Bonds durch die Investoren. Fritz Haslinger

Wien. Vor wenigen Tagen erfolgte im Rahmen einer Roadshow der Startschuss für die Platzierung der Immofinanz AG Unternehmensanleihe (ISIN AT0000A0VDP8). Die mit einer Stückelung von 1.000 € ausgestattete Anleihe sollte insbesonders für Privatanleger attraktiv sein und von 18. bis 22. Juni in Österreich, Deutschland und Luxemburg angeboten werden. Als Laufzeit wurden fünf Jahre genannt und mit einem voraussichtlichen Zinssatz von 5,25 Prozent erwartete man sich ein Emissionsvolumen von zumindest 75 Mio. €.

Standort Neu Marx mit Hotel und Bürokomplex

Nachdem das Unternehmen unter alter Führung im Jahr 2008 in heftige Turbulenzen geraten war, geht es seit 2009 unter dem CEO Eduard Zehetner wieder deutlich aufwärts und es werden laufend Gewinne erzielt. Schon für das Geschäftsjahr 2010 lieferte die Aktie 10 Cent Dividende - für 2011 könnten es sogar 20 Cent werden. Bei einem Kurs von derzeit 2,30 Euro pro Aktie (der unter dem inneren Wert der Immobilien liegt) wäre das eine ziemlich fette Dividendenrendite

Allianz Elementar Versicherung erhält die BlueCard.

Wien. Im Rahmen der „Gewinn Real Estate Conference“ wurden von WKW-Präsidentin Brigitte Jank, ÖGNI-Gründungspräsident Philipp Kaufmann und Gastgeber Georg Wailand vier Gebäude als Leuchttürme der Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Im Zuge der Gewinn Real Estate Conference, die im Palais Niederösterreich nationale und internationale Immobilienprofis versammelte, wurden zwei ÖGNI-Vorzertifikate in Silber (an Obi Triesterstraße und den Wohnbau W124) sowie zwei BlueCards (an die Büros Optimum und die Generaldirektion der Allianz Elementar Versicherung) verliehen. Hoch erfreut zeigt sich daher Alexander Fenzl von Otto Immobilien über die Ausstellung der BlueCard für das Objekt Optimum; Eigentümer des Gebäudes ist die Commerz Real Investmentgesellschaft. „Der Bestand ist die große Herausforderung, der wir uns stellen müssen, wenn wir wirklich etwas bewegen und zu einer grundlegenden nachhaltigen Welt kommen wollen“, sagte ÖGNI-Gründungspräsident Philipp Kaufmann (ots)

Sicherheitspolster „Anleihe“ „Weil wir nicht mehr als 5,25 Prozent zahlen wollten – was deutlich unter dem Zinssatz der conwert-Anleihe liegt –, haben wir uns mit dem vergleichsweise geringen Volumen von 100 Millionen Euro zufriedengegeben. Auch weil wir das Geld nicht dringend benötigen und es vor allem als Sicherheitspolster gedacht ist: Mit derzeit rund 700 Millionen Euro

Immofinanz-Group-Vorstandsvorsitzender Eduard Zehetner: „Mit 700 Millionen Euro liquiden Mitteln ist die Kasse gut gefüllt.“

liquiden Mitteln ist unsere Kasse gut gefüllt, und wir können unsere Immobilienmaschine problemlos am Laufen halten“, kommentiert Eduard Zehetner, Vorstandsvorsitzender der Immofinanz Group, den Vorgang. Der Emissionserlös aus den Teilschuldverschreibungen soll im Wesentlichen für die Refinanzierung der Wandelanleihe 2007-2017 (ISIN XS0283649977), die mit einer PutOption der Anleiheninhaber ausgestattet ist, und für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden.

Leadmanager optimistisch Als Leadmanager dieser Transaktion fungieren die Bawag PSK

AG, Raiffeisen Bank International AG und UniCredit Bank Austria AG. „Mit der Emission dieser Anleihe nützt die Immofinanz Group das gute Marktumfeld für Unternehmensanleihen“, erklärt Karl Sevelda, Deputy CEO der Raiffeisen Bank. Im Jahr 2012 haben bereits 14 Unternehmen erfolgreich Corporate Bonds auf dem österreichischen Kapitalmarkt begeben. Und Dieter Hengl, Vorstand Corporate & Investment Banking der Bank Austria, ergänzt: „Als einer der führenden börsenotierten Player am österreichischen und europäischen Immobilienmarkt ist die Immofinanz Group bereits seit über 20 Jahren im Immobilienbereich tätig und mittlerweile

wieder ein stabiles und höchst erfolgreiches Unternehmen. Wir sind sicher, dass sich die erste Immofinanz Publikumsanleihe bei immobilienaffinen Investoren aus dem Private Banking und der Vermögensverwaltung großer Nachfrage erfreuen wird.“ Andrea Vaz-König, Bereichsleiterin Corporate & Market Solutions der Bawag PSK, stellt fest: „In den vergangenen Jahren hat die Nachfrage bei Privatkunden für Corporate Bonds von österreichischen Unternehmen deutlich zugenommen. Unternehmensanleihen stellen für veranlagungsorientierte Privatkunden eine attraktive Möglichkeit dar, ihr Portfolio um österreichische Emittenten zu erweitern.“

Europaviertel Frankfurt lockt Wirtschaftskanzlei

Unternehmensanleihe Vorzeitig und erfolgreich platziert

Wien. Für den „Tower 185“ im Europaviertel Frankfurt konnte die CA Immo mit der internationalen Wirtschaftskanzlei Dechert LLP einen weiteren Mieter gewinnen. Auf rund 1.350 m� Bürofläche wird Dechert ihr erst 2012 eröffnetes Frankfurter Büro in das CA Immo Hochhaus verlagern.

Wien. Trotz eines allgemein schwierigen Marktumfelds konnte die im österreichischen ATX gehandelte conwert Immobilien Invest SE ihre Unternehmensanleihe im Gesamtvolumen von 65 Mio. € erfolgreich platzieren. Die Zeichnungsfrist der Anleihe (ISIN AT0000A0VAL3) wurde aufgrund hoher Nachfrage bereits am 13. Juni vorzeitig geschlossen und die Aufnahme der Notierung zum Handel im Geregelten Freiverkehr der Wiener Börse mit 19. Juni festgelegt. Der Bond hat eine Laufzeit von fünf Jahren und einen Zinssatz (Kupon) von 5,75 Prozent per annum.

CA Immo triumphiert in Frankfurt

Thermische Sanierung als Geldanlage

Eingang zum Europaviertel Der zwischen Bankenviertel und Messe zentral an der Friedrich-

Ebert-Anlage gelegene Tower 185 bildet den Eingang zum Frankfurter Europaviertel, in dem die CA Immo bereits eine Vielzahl von Immobilien selbst sowie mit Partnern und Investoren errichtet hat. Als einen der letzten Bausteine des Quartiers werde CA Immo hier seit Juni 2011 gemeinsam mit der ECE Projektentwicklung das Einkaufs- und Erlebniszentrum „Skyline Plaza“ sowie das dazugehörige Kongresszentrum „Kap Europa“ realisieren. (fh)

conwert-Bond mit 65 Mio. Euro

nahme conwert Spielraum, sich in ihren Kernmärkten attraktiv zu positionieren. Als Ziele für das laufende Geschäftsjahr, so meint conwert-Direktor Jürgen Kelber, hat man den Fokus auf Wertsteigerung sowie Profitabilität gelegt; dazu zählen nicht nur die weitere Portfolio-Optimierung, sondern auch ein aktives Verkaufsprogramm von circa 450 Mio. € und eine weitere Reduktion des Schuldenniveaus. (fh)

CA Immo „Tower 185“ prägt als Landmark das Frankfurter Europaviertel.

Mit einer 1.000 €-Stückelung sollte das Papier auch österreichische Privatanleger zur Zeichnung animieren, Der Emissionserlös wird laut conwert der Tilgung bestehender Wandelschuldverschreibungen 2007-2014 sowie allgemeinen Unternehmenszwecken, insbesondere der Optimierung der Finanzstruktur des Unternehmens, dienen. Gleichzeitig gibt die Maß-

© Conwert/Kurt Keinrath

Finanzstruktur verbessern

© EPA

Wien. Wer aufmerksam die Nachrichten verfolgt, hört immer wieder den Rat, in Immobilien oder Gold zu investieren, meint Doris Hammermüller, Geschäftsführerin des gemeinnützigen Vereins AEE -Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie NÖ Wien. Sie sieht hier einen völlig anderen Ansatz und empfiehlt: „Investieren Sie in thermische Sanierung, in energieeffiziente Geräte und in Erneuerbare Energien. Ein gut gedämmtes Haus, ausgestattet mit den neuesten energiesparenden Haushaltsgeräten und Solarenergie, spart schon vom ersten Jahr an gut 2.000 Euro.“ Erneuerbare Energien machen auch unabhängig von Öl und Gas. (ots)

© Immofinanz Group

© Josef Schuster

Starker Aufwärtstrend

J. Kelber: 3-Säulen-Modell – Immobilienbestand, -verkauf und Dienstleistungen.


l aw & O r d e r /pe opl e & dat e s

Freitag, 22. Juni 2012

financenetreal:estate – 45

financenet@medianet.at

Aktien Milliardär Carlos Slim erwirbt über seine Firma AMX weitere 21% an der Telekom Austria, Wolf Theiss berät

short

Wolf Theiss mit Telekom

Teak Holz präsentiert Geschäftsmodell Linz. Die Teak Holz International AG (THI) präsentierte gestern, am 21. Juni, im Rahmen der Konferenz „Small Cap Day Wien 2012” in den Räumlichkeiten der Wiener Börse ihr nachhaltiges Geschäftsmodell an Interessierte, Investoren und jene, die es noch werden wollen. Es referierte Siegfried Mader, CEO der THI AG. Veranstalter der Konferenz waren C.I.R.A. (Cercle Investor Relations Austria) und die Wiener Börse. (red)

Großaufgebot der Kanzlei berät AMX bei dem Megadeal in sechs europäischen Judikaturen. ten. Angesichts des Engagements der Telekom Austria in CEE- und SEE-Märkten hat sich die juristische Beratung auch auf Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Serbien und Slowenien erstreckt. Eine zentrale Rolle im Beratungsteam übernahmen weiters die Partner Horst Ebhardt (Gesellschaftsrecht/M&A), Markus Heidinger (Finanzierungen und Bankrecht) und Kurt Retter (Telekomrecht). Abgesehen von den zuvor genannten Partnern waren die Counsel Jochen Anweiler (Fusionskontrolle) und Sandra Müller (Gesellschaftsrecht/M&A) sowie folgende Senior Associates zentral mit dieser Transaktion beschäftigt: Katharina Bertinger (Gesellschaftsrecht/M&A), Christine Fidler-Fassmann (Telekomrecht), Astrid Hartmann (Bankrecht), Hartwig Kienast (Gesellschaftsrecht/M&A), Barbara Jakubowics (Gesellschaftsrecht/ M&A) and Felix Prechtl (Kapitalmärkte). (red)

Das Beratungsteam

© Wolf Theiss

Unter der Führung der Partner Clemens Philipp Schindler und Dieter Spranz (beide Gesellschaftsrecht/M&A) hat Wolf Theiss, gemeinsam mit der New Yorker Anwaltskanzlei Wachtell, Lipton, Rosen & Katz, AMX in allen juristischen Aspekten in Zusammenhang mit dem Investment bera-

Clemens Philipp Schindler und Dieter Spranz leiteten das Beratungsteam.

Neuer Anwalt bei DLA Piper Weiss-Tessbach

© DLA Piper

Wien. Die Anwaltssozietät Wolf Theiss hat Amé­rica Móvil, S.A.B. de C.V. (AMX) des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim beim Abschluss der Ver­ein­ba­rung mit der Mara­thon Zwei Betei­li­gungs GmbH über ihren Erwerb von rund 21% der aus­ste­hen­den Aktien der Tele­kom Aus­tria beraten. AMX ist marktführender Anbieter für Wireless-Dienstleistungen in Lateinamerika und wird durch den Erwerb damit zukünftig insgesamt rund 23% der Telekom-Aktien besitzen.

Klaus Perl verstärkt ab sofort das Litigation Team im Wiener Büro.

Closing Ziegelproduzent Wienerberger übernimmt den Kunststoffrohr-Hersteller Pipelife mithilfe von Alix Frank

Alix Frank berät Wienerberger bei Pipelife Heidinger (Partner), Zuzanna Noetstaller (Junior Partner) and Georg Schuh (Associate).

Über Pipelife

Transaktion Benda-Lutz verkauft Geschäftszweig

Konferenz Ende Juni über Bankentrends

Senior Partnerin Alix Frank-Thomasser von der Anwaltskanzlei Alix Frank.

Wechsel Ronald Wahrlich folgt Andreas Rauter

Schönherr hilft Sun Chemical

Neuer Vorstand Uniqa Real Estate

Wien. Die Rechtsanwaltskanzlei Schönherr hat Sun Chemical bei dem Erwerb des Metallic EffectsGeschäftszweigs von Benda-Lutz beraten. Die Durchführung der Transaktion unterliegt unter anderem der Genehmigung durch die zuständigen Fusionskontrollbehörden und wird für das dritte Quartal 2012 erwartet. Das Familienunternehmen Benda-Lutz ist seit 102 Jahren im Bereich der Metall-Pigment-Produktion tätig.

Wien. Ronald Wahrlich wurde in den Vorstand der Uniqa Real Estate AG berufen und bildet dort gemeinsam mit Christian Traunfellner das Vorstandsteam. Wahrlich ist in seiner neuen Funktion für den Bereich „Finanzen, Steuern und Controlling” verantwortlich. Er folgt Andreas Rauter nach, der sein Vorstandsmandat zurückgelegt hat. Ronald Wahrlich ist seit Februar 2008 bei der Uniqa Real Estate AG tätig, zuletzt als Leiter der Abteilung „Steuern, Finanz- und Rechnungswesen”. Davor arbeitete er als Steuerberater und Tax Manager bei Deloitte Österreich. Wahrlich hat das Studium der Rechtswissenschaften und der Betriebswirtschaftslehre abgeschlossen.

Sun Chemical ist Teil der DIC Gruppe und weltweit größter Produzent von Druckertinte und Pigmenten. Das Schönherr M&A-Team in Wien bestand aus den Partnern Christian Herbst und Michael Walbert, Anwalt Wendelin Ettmayer und Associate Katharina Oberhofer. Unterstützt wurde das Wiener Team durch Katrazyna Dziedzic-Stanczyk, Anwältin im Schönherr-Office Warschau, Volker Weiss (Partner) und Stefan Ruech (Associate). (red)

Ertragspotenzial sowie im Management dieser Immobilien und der Besitzgesellschaften. Das Portfolio der Uniqa Real Estate hat einen aktuellen Verkehrswert von rund 600 Mio. €, die Nettonutzfläche beträgt knapp 250.000 m�, so Uniqa. Insgesamt verfügt die Uniqa Group über ein Gesamtveranlagungsvolumen von über 24 Mrd. €, davon entfallen circa zehn Prozent auf Immobilien.  (red)

Schönherr-Partner Christian Herbst und Michael Walbert.

Die Uniqa Real Estate AG ist ein Immobilienunternehmen der Uniqa Group mit Schwerpunkt auf Zentral- und Osteuropa. Der wirtschaftliche Haupttätigkeitsbereich liegt im Erwerb gewerblicher Immobilien in guten innerstädtischen Lagen mit nachhaltigem

© Uniqa

© Schönherr

Über die Uniqa Real Estate

Ronald Wahrlich ist neuer Vorstand der Uniqa Real Estate AG.

Wien. Österreichs Banken sehen sich in nächster Zeit mit dem Inkrafttreten zahlreicher Regularien und steigenden Kundenansprüchen an Mobilität und Transparenz konfrontiert. Die Konferenz „Bankentrends & Technologien“ am 28. Juni im Palais Eschenbach in Wien fokussiert aktuelle BranchenHerausforderungen und beleuchtet dabei den Beitrag, den die Unternehmens-IT zur Erreichung des Geschäftsziels bringen kann. Es moderiert Christian Briggl, Senior Consultant von emotion banking. (red)

Mobbing-Ratgeber jetzt im Verlag Manz Wie man sich rechtlich schützen kann: MobbingRatgeber bei Manz.

© Manz

Pipelife ist einer der führenden europäischen Hersteller von Kunststoffrohren und Rohrsystemen sowie Formstücken aus Kunststoffen mit 27 Werken in Europa sowie den USA und beschäftigt rund 2.650 Mitarbeiter in 27 Ländern. Die bedeutendsten Regionen sind dabei Nordeuropa, Benelux, Frankreich und Österreich, die mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschaften. Im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftete Pipelife einen Umsatz von 804,5 Mio. € und ein operatives EBITDA von 68,9 Mio. €. (red)

© Alix Frank Rechtsanwälte

Wien. Die Wienerberger AG, der weltweit größte Ziegelproduzent, die Nummer eins bei Tondachziegeln in Europa und führend bei Rohr- und Flächenbefestigungssystemen in Osteuropa, schloss unlängst die Übernahme von Pipelife, einem führenden Hersteller von Kunstoffrohrsystemen in Europa, ab. Die zuständigen Wettbewerbsbehörden in der EU, der Türkei und in Russland erteilten die uneingeschränkte Genehmigung zur vollständigen Übernahme. Rechtlich beraten wurde die Wienerberger AG bei der Transaktion von Alix Frank Rechtsanwälte, die für Wienerberger seit mehr als 25 Jahren tätig ist. Senior Partnerin Alix Frank-Thomasser leitete das Beratungsteam, bestehend aus Franz J.

Wien. Klaus Perl ist neuer Anwalt bei DLA Piper WeissTessbach. Der Wirt­schafts­ju­rist stu­dierte an der Uni­ver­si­ tät Wien und ist seit Novem­ber 2008 am Wie­ner DLA PiperStandort tätig. Perl wird das Liti­ga­tion Team der Kanzlei verstärken. (red)

Wien. Mobbing am Arbeitsplatz hat oft erhebliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Betroffenen. Das Opfer ist in der Regel unterlegen und soll aus seinem Arbeitsverhältnis herausgedrängt werden. Wie man diese systematischen Angriffe erkennt und sich dagegen rechtlich effektiv schützen und verteidigen kann, erklärt der soeben bei Manz in zweiter Auflage als Buch und E-Book erschienene Ratgeber „Ausgemobbt!“ von Petra Smutny und Herbert Hopf. (red)


p e o p l e & dat e s

46 – financenetreal:estate

Freitag, 22. Juni 2012

financenet@medianet.at

Verwandlung Konzernzentrale der VIG kunstvoll eingewickelt durch das Werk „Gesellschaft“ von László Fehér

short

Verhüllung des Ringturms

Verbund eröffnet neues Kraftwerk in Mellach

© Verbund

Wien. Im 20. Stock des Ringturms wurde die Fertigstellung des „Kunst Turm“ gefeiert. Die kunstvolle Verwandlung der Konzernzentrale der Vienna Insurance Group durch László Fehérs Werk „Gesellschaft“ war Anlass für den Besuch von Bundeskanzler Werner Faymann sowie des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Bundeskanzler Werner Faymann hob die traditionell engen nachbarschaftlichen Beziehungen und die Bedeutung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit der beiden Länder hervor und dankte dem ungarischen Künstler Fehér, der mit der künstlerischen Verhüllung des Ringturms einen weiteren Beitrag für den kulturellen Austausch leistet.

Das heute eröffnete Wärmekraftwerk von Verbund in Mellach.

Mellach. Drei Jahre lang war der Verbund-Standort Mellach Österreichs größte Kraftwerksbaustelle. Mehr als drei Mio. Arbeitsstunden wurden geleistet, bis zu 1.200 Fachkräfte waren gleichzeitig auf der Baustelle beschäftigt. Das Ergebnis ist das Gas-Kombikraftwerk Mellach, Österreichs modernstes Wärmekraftwerk, das heute feierlich eröffnet wurde. Mit dem Gas-Kombikraftwerk Mellach ersetzt Verbund fünf stillgelegte Kraftwerksanlagen, die mit Kohle oder Öl betrieben wurden. Dadurch werden jährlich bis zu 2 Mio. t CO2Ausstoß vermieden, heißt es. Mit einer Leistung von 838 MW ist das Gas-Kombikraftwerk Mellach die leistungsstärkste ­Kraftwerksanlage in Österreich. (red)

standsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsvereins, dem Hauptaktionär der Vienna Insurance Group.Darunter: Maria Rauch-Kallat (Bundesministerin a.D.), Wilhelm Kraetschmer (stv. Generalsekretär Österreichischer Sparkassenverband), die Vorstände der ungarischen VIG-Konzerngesellschaften Union Biztosító und Erste Biztosító mit Generaldirektor Gabor Lehel und den Vorstandsdirektoren Istvan Toth und Michael Waiss (alle Union Biztosító), Robert Takacs und Zsolt Raveczky (beide Erste Biztosító) sowie Juraj Lelkes (Generaldirektor Kooperativa pojistovna Slowakei), Johanna Stefan (Generaldirektorin Donau Versicherung), Franz Kosyna (Generaldirektor-Stellvertreter VIG), Martin Simhandl und Peter Höfinger (Vorstandsdirektoren VIG) und Judit Havasi (Vorstandsdirektorin Wiener Städtische).  (red)

Eine lange Gästeliste Zahlreiche Gäste aus Kultur, Wirtschaft und Politik folgten der Einladung von Günter Geyer, Vor-

Der Wiener Ringturm zeigt sich bereits zum fünften Mal in neuen Kleidern.

Event Mehr als 400 Gäste folgten einer Einladung von den ÖSW-Vorständen Michael Pech und Wolfgang Wahlmüller

ÖSW lud zu seinem jährlichen Sommerfest

St. Pölten. Die Fachgruppe der Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer NÖ lud unter dem Titel „Experten auf Tournee“ zu Veranstaltungen nach Stockerau, Krems, Mödling und Loosdorf. In den Vorträgen wurden u.a. die Auswirkungen des Sparpakets analysiert und Prognosen über die künftige Leistung der gesetzlichen Pensionsversicherung und die Zukunft des Euro gestellt. (red)

Verbund: Baustart für zwei Windkraftanlagen

Stimmung genossen die Gäste unterhaltsame Stunden und das vielfältige kulinarische Angebot.

Wetter spielte mit

Wolfgang Wahlmüller, GD der NÖ Versicherung, Hubert Schultes, Michael Pech.

ORF Weitere Diskussionen um Standortwechsel

Wiener Börse AG Hauptversammlung

Wien. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz schlägt dem ORFStiftungsrat weitere Diskussionen in Sachen ORF-Standort vor. Mangels breiter Mehrheit im ORF-Stiftungsrat sieht der ORF-Chef offenbar vorerst von einem Antrag auf Neubau des ORF in St. Marx ab. Wrabetz informierte im Vorfeld der Gremiensitzungen in der nächsten Woche darüber, dass eine Übersiedelung des ORF an einen neuen Standort aus strategischen Grün-

Wien. Die Hauptversammlung der CEE Stock Exchange Group AG hat die Ernennung von Michael Spiss, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Centrobank AG, zum Aufsichtsrat der CEE Stock Exchange Group AG, der Holdinggesellschaft, welcher die Börsen Budapest, Laibach, Prag und Wien unterstellt sind, beschlossen. Damit zieht er auch in den Aufsichtsrat der Wiener Börse AG ein. Er folgt in diesen beiden Funktionen dem ehemaligen Vorstand der Raiffeisen Bank International AG, Patrick Butler, nach. Die beiden Aufsichtratsfunktionen seien „eine große Verantwortung, der ich sehr gern nachkomme”, so Spiss.

© Verbund

Noch kein Umzug nach St. Marx

Geschäftsführerin Birgit Cserny, Dieter Meyer mit Bürgermeistern (v.l.).

Die Gäste und Gastgeber freuten sich, nach vielen Schlechtwetterfronten der vorangegangenen Tage einen Abend im Freien und Trockenen zu verbringen und blieben teilweise bis in nächtliche Stunden. Der DJ trug mit musikalischer Unterhaltung im Garten und im Kellergewölbe zur guten Stimmung bei. Im begrünten Innenhof des ÖSW in Wien-Josefstadt herrschte so auch beim Sommerfest 2012 wieder eine entspannte und kommunikative Atmosphäre. (red)

© ÖSW

Wien. Unlängst begrüßten die Gastgeber und Vorstände des Österreichischen Siedlungswerks (ÖSW), Michael Pech und Wolfgang Wahlmüller, Gäste aus Bauwirtschaft, Architektur und Politik zum alljährlichen Sommerfest im grünen Innenhof des ÖSW-Firmensitzes im 8. Wiener Gemeindebezirk. Mehr als 400 Gäste genossen einen entspannten Sommerabend bei diesem bereits Tradition gewordenen Event. Das schöne Ambiente des Innenhofs lud mit Erfrischungen an der Sekt- bzw. Cocktailbar alle Anwesenden zum gegenseitigen Austausch ein. Für das leibliche Wohl der Besucher war bestens gesorgt: Zahlreiche Köstlichkeiten vom Grill bereicherten den festlichen Abend. Bei ausgelassener

Finanzdienstleiter auf Informationstour

den sinnvoll und vorteilhaft sei, der ORF-Chef möchte die Thematik vor einer endgültigen Entscheidung aber nochmals mit dem obersten ORF-Gremium diskutieren. Der ORF-Chef hatte zuletzt wiederholt Sympathien für einen Standortwechsel des ORF nach St. Marx durchklingen lassen; bei Berechnungen stellten sich die ehemaligen Schlachthofgründe in Wien-Landstraße jedoch als teuerste Variante heraus. (APA)

Aufsichtsratswechsel bei Börse 18%. „Wie auch an anderen Börsen weltweit, sind die Handelsumsätze an der Wiener Börse im Zuge der Finanz- und Staatsschuldenkrise zurückgegangen. Investoren tendieren außerdem dazu, sich aus einem kleinen Kapitalmarkt schneller zurückzuziehen. Die Wiener Börse setzt aber eine Reihe an Maßnahmen, um die Handelsumsätze wieder zu steigern“, so die beiden Vorstände Birgit Kuras und Michael Buhl. (red)

ORF-General Alexander Wrabetz stellt vorläufig noch keinen Umzugsantrag.

Die Wiener Börse AG hat im Geschäftsjahr 2011 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 24,35 Mio. € erzielt (2010: 29,18 Mio. €). Der Rückgang sei vor allem auf die sinkenden Handelsumsätze zurückzuführen. Im Jahr 2011 sank der Geldumsatz inländischer Aktien im Vergleich zum Vorjahr um

© RCB/Peter Rigaud

Ergebnis 2011

© APA/Georg Hochmuth

Wien. Mit einem zwei Meter großen Riesenspaten wurde unlängst im Beisein aller Projektbeteiligten und Gemeindevertreter der erste symbolische Spatenstich für die Verbund Windparks Hollern II und Petronell-Carnuntum II vollzogen. Damit haben die Bauarbeiten für die Realisierung von zwölf Windkraftanlagen auf den Gemeindegebieten von Rohrau und Petronell offiziell begonnen. Die Enercon-Anlagen der neuen 3 MW-Generation sollen zu den technologisch hochwertigsten und effizientesten Windkraftwerken zählen, die derzeit am Markt verfügbar sind, so der Verbund. Der Baustart für den Windpark Bruck-Göttlesbrunn mit 21 MW ist im nächsten Jahr geplant, heißt es. (red)

© Vienna Insurance Group

Eröffnung durch Ministerpräsident Viktor Orbán in Anwesenheit von Bundeskanzler Werner Faymann.

Michael Spiss folgt Patrick Butler im Aufsichtsrat der Wiener Börse nach.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 22. Juni 2012 – 47

wlan-gastronomen

vom berg ins tal

Freewave stattet Gastrobetriebe mit WLAN-Netzen für ihre Kunden aus  Seite 49

Die Marktanteile von Nokia befinden sich auf permanentem Abwärtskurs  Seite 50

© Nokia

© Chris Haderer

technology kreative ­ü berdosis adobe cs6 im test © Adobe

Unternehmenskultur und neue Technologien

© xLink

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© Unwired Networks

Salzburg/Wals. xLink/Glasfaser Austria hat in Eugendorf/ Salzburg den Vollbetrieb aufgenommen und das FttH-Glasfasernetz erweitert. Firmen, die in Eugendorf angesiedelt sind, wechseln von dem herkömmlichen Anbietern Telekom bzw. Salzburg AG auf die neuen Gigabit-Leitungen von xLink. Eine Besonderheit des Glasfasernetzes in Eugendorf ist die „Punkt zu Punkt-Verbindung“ aller Kunden, die besonders hohe Geschwindigkeiten für jeden einzelnen Anschluss mit bis zu 10 Gigabit Brandbreite zur Verfügung stellt.  www.xlink.at

© Panthermedia.net/Andres Rodriguez

Wien. Mit dem Projekt „WLAN auf der Piste, easy Internet im Skigebiet“ hat Unwired Networks den „Constantinus Award 2012“ in der Kategorie „Kommunikation und Netzwerke“ gewonnen. Das Unternehmen will mit seinem Kunden Ski amadé das größte touristische WLAN-Netz der Alpen aufzubauen. „Den ‚Constantinus Award‘ für dieses Projekt zu gewinnen, ist ein Beweis dafür, dass Internet über WLAN in Zukunft ein wichtiges Thema im Tourismusbereich sein wird“, sagt Unwired Networks CEO Alexander Szlezak (2.v.li.) hinsichtlich neuer Marketing­ möglichkeiten.  www.unwired.at

Transparente Geschäfts- und Arbeitswelt In einer aktuellen Studie hat der IT-Konzern IBM geortet, was sich Geschäftsführer wünschen: Offene Strukturen, kreative Mitarbeiter, Social Media und dementsprechende Tools.  Seite 48 A-Trust Pro Monat gibt es etwa 4.000 neue Anmeldungen

© A-Trust

Michael Butz, Geschäftsführer der A-Trust GmbH: positive Jahresbilanz.

Wien. A-Trust, der einzige akkreditierte Anbieter von Qualifizierten Zertifikaten in Österreich, zieht positive Bilanz. „Die Digitale Signatur, die sogenannte e-ID, gewinnt sowohl in Österreich, als auch europaweit immer mehr an Bedeutung“, sagt A-Trust-CEO Michael Butz. Der Umsatz wird für 2011 mit rund drei Mio. € beziffert. Über 300.000 Qualifizierte Zertifikate wurden seit der Unternehmensgründung bislang ausgestellt. Bei der Handy-Signatur verzeichnet der Identitätsprovider pro Monat mittlerweile fast 4.000 neue Registrierungen.  www.a-trust.at

© Chris Haderer

Digitale Signatur ist im Landeanflug Bildungsinitiative und Stipendium

© Nikon

Wien. Gleich mehrere „Meilen­ steine“ vermeldet Nikon. Anfang Juni hat beispielsweise die Gesamtproduktion an Nikkor-Objektiven für Wechselobjektivkameras die Zahl von 70 Mio. erreicht. Auch die Produktionsmenge an AF-S-­Objektiven, die mit dem von Nikon entwickelten Silent-Wave-­Motor (SWM; Autofokusmotor) ausgerüstet wurden, erreichte mit 30 Mio. Stück einen neuen Meilenstein.  www.nikon.at

Huawei Verstärktes Engagement im IT-Bildungsbereich

Bildungsinitiative: Daniel Zhou, Managing Director von Huawei Österreich.

Wien. Der Telekommunikationsanbieter Huawei hat die „Huawei University Austria“-Bildungsinitiative gestartet. Als erstes Projekt werden in den kommenden Monaten 15 Studentenwohnheime des ersten Kooperationspartners ÖJAB mit drahtlosen Internet-Zugängen von Huawei ausgestattet. Als Teil der umfangreichen Kooperation ist in diesem Jahr außerdem ein Huawei-Stipendium für technische Studiengänge geplant. „Weitere Projekte sind im Rahmen der Bildungsinitiative bereits in Planung“, sagt Daniel Zhou, Managing Director von Huawei Österreich.  www.huawei.com


C ov e r

48 – medianet technology

Kommentar

Wo ist der direkte Weg hingekommen?

Freitag, 22. Juni 2012

IBM In seiner aktuellen CEO-Studie ortet der IT-Konzern einen verstärkten Trend zu offenen Geschäftsprozessen

Social Media, innovative Partner & kreative Geister Offenheit und Transparenz sollen in Zukunft noch mehr zum Erfolgsfaktor für Unternehmen werden. Andreas Greilhuber, Leader Global Business Services bei IBM Österreich: „Wir bieten Unter­ nehmen Smarter Analytics-Tools.“

Chris Haderer

Studie Geheimnis-Diebe

© ironmountain.de

Großes Risiko

Iron Mountain analysiert regelmäßig Sicherheitsrisken von Unternehmen.

Hamburg/Wien. Laut einer aktuellen Studie von Iron Mountain und PwC schützen Unternehmen weltweit ihr geistiges Eigentum und ihre Betriebsgeheimnisse nicht ausreichend gegen Spionage und Diebstahl. Demnach verfügen nur 56% der mittelständischen Unternehmen über Pläne zum Schutz von geistigem Eigentum und Betriebsgeheimnissen. Auf europäischer Ebene sieht es noch schlechter aus: Hier konnten nur 41% der Befragten eine positive Antwort geben. Schlechtes Beispiel ist die Pharmaindustrie, in der nur 30% der Unternehmen Schutzpläne haben; danach kommen Finanzdienstleistungen mit 35%.  www.ironmountain.de

Zweiter Themenschwerpunkt ist laut Studie eine verstärkte Gewichtung von Partnerschaften. Innovationen sollen in Zukunft vermehrt durch Joint Ventures und strategische Zusammenschlüsse freigesetzt werden. „Outperformer gehen mehr und intensivere Kooperationen ein und schaffen es dadurch, weit innovativer zu sein als kooperationsscheue Unternehmen“, sagt Greilhuber. Partnerschaften seien auch zur Erschließung neuer Geschäftsfelder wichtig: „Die Zusammenarbeit mit Partnern aus ganz anderen Industrien beispielsweise ermöglicht nicht selten den Einstieg in andere Branchen.“

„Der Trend zu mehr Offenheit und Transparenz in Unternehmen muß in weitaus stärkerem Maße als bisher

Kreativität fördern

fortgeführt werden.“ Andreas greilhuber, ibm

kerem Maße fortgeführt werden müsste“, sagt Andreas Greilhuber, Leader Global Business Services bei IBM Österreich. „Dieses klare Bekenntnis zum offenen Unternehmen sollte sich noch dazu in allen Bereichen widerspiegeln – vom Umgang mit den eigenen Mitarbeitern über verstärkte Kollaboration mit den Partnern bis hin zum Kundenkontakt.“

© IBM

N

eulich wollten wir von A nach B. Obwohl die Häuser der einen Seite von der anderen aus mit freiem Auge zu sehen sind, hatten wir ein Problem: Wie an der gottlob der Vergangenheit angehörenden Mauer ging gar nichts. Dabei wollten wir nicht einmal Flüchtlinge am Asylgesetz vorbei in die Freiheit schmuggeln, sondern nur ein Foto von einem Windows-Phone auf einen Apple-Computer übertragen. Ganz altmodisch, ohne einen Wolken-Account, weil wir den direkten Weg für den besseren halten, und weil sich die Technik gefälligst nach uns richten soll und nicht umgekehrt. Natürlich, hätten wir Apple brav alle schönen, aber nicht immer notwendigen Systemupdates abgekauft, wäre alles kein Problem gewesen. Dann hätten wir im Mac-Store sogar ein weiteres Programm zum Überspielen des Fotos kaufen können. So offensichtlich abzocken lassen wollten wir uns drittens aber auch nicht. Das Fazit aus der Geschichte: Beim Zuschauen, wie sich die erwachsenen Onkels vergeblich mit der Elektronik plagen, hat das kleine Mädchen, das auf dem Bild zu sehen ist, vermutlich mehr über die Welt gelernt, als für ihr Alter notwendig gewesen wäre. Ich hoffe, sie wird im Gedächtnis behalten, was auch Technologie wird, wenn die Hersteller eher an sich selbst als an die Kunden denken, und wenn sie eigenes Geld hat, ihre Schlüsse ziehen.

Wien. Offenheit ist ein Erfolgsgeheimnis, Unternehmen mit einer transparenten Geschäftskultur gehört die Zukunft. Diesen Tenor teilen sich 1.700, für die fünfte CEO-Studie von IBM befragte, Geschäftsführer. „Allen Detailergebnissen der Studie gemein ist, dass der Trend zu mehr Offenheit und Transparenz in noch weit stär-

wie Andreas Greilhuber sagt. Während der Marktsituation und Marktentwicklungen weniger Bedeutung als bisher zukommt, werden „sich CEOs darauf konzentrieren, ihr Unternehmen offener zu gestalten.“ Drei aktuelle Themenkreise will das IT-Unternehmen ausfindig gemacht haben. Erster Schwerpunkt ist der Umgang mit Social Media: Laut Studie wird in fünf Jahren mehr als die Hälfte der Unternehmen (57%)

Social Media im Fokus Was die neue IBM CEO-Studie ebenfalls aufzeigt: „Es gibt eine neue Reihung der zu fokussierenden Themen – zumindest für die sogenannten Outperformer“,

Social Media nutzen, um sich mit ihren Kunden auszutauschen. „Erfolgreiche Unternehmen werden demnach auf eine noch intensivere Nutzung Sozialer Medien setzen”, meint Greilhuber. Der Trend zum verstärkten Einsatz von Social Media-Plattformen ist in vielen Segmenten nachvollziehbar und mittlerweile auch praktikabel in den Marketingabteilungen angekommen.

Dritter und ebenfalls zentraler Punkt ist eine offene Unternehmenskultur, die Mitarbeitern auch größere Entscheidungsspielräume einräumt und dadurch motivierend wirkt. Die Förderung kreativer Geister ist den CEOs damit also ein Anliegen. Gleichzeitig ist eine Mehrheit (65%) der weltweiten CEOs auch bemüht, mit starken Unternehmenswerten und ethischen Grundsätzen ihre Mitarbeiter zu binden. „Die Studie offenbart ein Bekenntnis der CEOs zu einer identitätsstiftenden Unternehmenskultur als Gegengewicht zur wachsenden Offenheit“, folgert Andreas Greilhuber. Zugleich erfordere die zunehmende Offenheit auch Smarter Analytics-Tools, mit denen die wachsenden Datenmengen auch dementsprechend ausgewertet werden können.  www.ibm.at

A1 Die Telekom-Marke feiert ihren ersten Geburtstag mit neuen Kombinationsangeboten und günstigeren Tarifmodellen

29 verschiedene Logos zum Markenjubiläum Wien. Nichts Neues zur Causa und zum Teil Altbewährtes präsentierten A1-General Hannes Ametsreiter, Marketing-Vorstand Alexander Sperl und Unternehmenssprecher Alexander Kleedorfer anlässlich des einjährigen A1-Jubiläums vergangene Woche im Shop in der Mariahilfer Straße. „Als klares Signal für unsere Kunden sind wir vor einem Jahr mit einer neuen Marke angetreten“, sagt Ametsreiter. „Wir haben unsere Stärken gebündelt und bieten heute unseren Kunden alles aus einer Hand. Das kann sonst niemand in Österreich.“

Solide Basiszahlen „Bewährt und zum Teil auch bereits bekannt sind die zum Jubiläum präsentierten Eckdaten von A1. So konnte der Provider im letzten Jahr über 20.000 neue Festnetzkunden verbuchen und im ersten Quartal 2012 im Jahresvergleich die Anzahl der mobilen Breitbandkunden um 11,1% auf über 746.100 steigern. Auch die Anzahl der mit Fernsehprogrammen versorgten

© Chris Haderer

Chris Haderer

Das Telekom-Trio: Alexander Kleedorfer, Hannes Ametsreiter und Alexander Sperl.

Haushalte stieg um 23,9% auf knapp 205.000. Weniger bekannt ist: Seit der Einführung der neuen Marke sind insgesamt 29 verschiedene A1-Logos entstanden, die parallel eingesetzt werden. Nebenher wurden auch 30 Shops im neuen Design (um)gestaltet, neun davon wurden überhaupt neu geschaf-

fen; Hannes Ametsreiter sieht darin den Ausdruck einer modernen Marke.

Kombinationsangebote „Strenge Rechnung, gute Freundschaft“, sagt A1 Marketing-Vorstand Alexander Sperl und meint damit das „Jubiläumsangebot“

des Unternehmens. Da A1 ohnehin alles aus einer Hand bietet, sollen Kunden „kombinieren und sparen“ können. Wer bereits ein A1-Produkt besitzt und ein weiteres dazubucht, soll durch spezielle Rabatte letztlich bis zu 50% der Kosten einsparen können. Neu dabei ist unter anderem, dass der Vertragsinhaber der kombinierten Produkte nicht ident sein muss – es reicht, wenn alle Abonnenten eines A1Produkts im gleichen Haushalt zu finden sind. „Kombinieren und Sparen ist keine Aktion, sondern ein langfristiges Programm für Neu- und Bestandskunden, durch das man Monat für Monat spart“, sagt Sperl. Sein Rechenbeispiel: Wer bereits A1 Festnetz-Internet hat, kann „dieses mit A1 Smartphone-Tarifen oder A1 Mobil Breitband-Tarifen kombinieren. Damit verringert sich das Grundentgelt um bis zu 20 € monatlich und das bei bis zu vier SIM-Karten pro A1 FestnetzInternet.“ Laut Market Research ist A1 immerhin 93% der Österreicher als Telekommunikationsmarke bekannt.  www.A1.net


I d e e & S t r at e g ie

Freitag, 22. Juni 2012

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Freewave Das vor sieben Jahren gegründete Unternehmen bietet Lokalen und Betrieben kostenloses WLAN für Gäste als Gesamtpaket an

Kostenloses WLAN für Kunden Wien. Vater der Idee „war durchaus auch eine Portion Egoismus“, sagt Wolfgang Krivanek, Gründer und Geschäftsführer des WLANAnbieters Freewave. Das im Frühjahr 2005 gegründete Unternehmen bietet WLAN-Zugänge für Gastronomie und andere Betriebe, die diese ihren Gästen kostenlos zur Verfügung stellen. Mittlerweile hängen österreichweit bereits mehr 330 Unternehmen aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie, Tankstellen, Gesundheitswesen, Einkaufszentren sowie Organisationen und Institutionen am Freewave-Netz, Tendenz steigend.

Geringe Basiskosten Vor sieben Jahren saß Wolfgang Kirvanek mit seinem Laptop in einem Wiener Café und stieß auf einen T-Mobile-Hotspot, der „acht Euro pro Stunde kostete“, erinnert er sich. „Da habe ich mich gefragt, ob ein teurer Zugang wirklich ein Service für den Gast ist.“ Aus der Idee heraus wurde Freewave geboren – und zunächst mit Mühe unter die Leute gebracht. „Viele Lokalbesitzer haben mich damals mit dem Projekt wieder vor die Tür gesetzt“, sagt Krivanek, der den Plan trotz schlechter Anfangsreaktionen dennoch weiterverfolgte. Mittlerweile ist Freewave zur Hauptaufgabe gewachsen und mit mehr als einer

Landtmann, dem Weimar oder dem Hawelka bieten beispielsweise auch die Casinos Austria ihren Gästen WLAN von Freewave. Auch einige Flughäfen sowie alle Clublounges der ÖBB sind mit Hotspots ausgestattet. BP und Shell sind ebenfalls unter dem Freewave-Dach zu Hause, wie die Bäckerei Ströck, das Schloss Schönbrunn, das MuseumsQuartier in Wien, die Shopping City Süd und Seiersberg, das Donauzentrum oder die Modekette s.Oliver. Mit Freewave hat Manfred Krivanek ein interessantes Konzept verwirklicht, wie man es im benachbarten Ausland so nicht findet – und das den öffentlichen OnlineZugang dramatisch vereinfacht.  www.freewave.at

Wolfgang Krivanek gründete vor sieben Jahren den WLAN-Provider Freewave.

© Freewave

Mio. Nutzern auch die bekannteste WLAN Marke in Österreich. „Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz“, erklärt Wolfgang Krivanek. „Gäste gehen mit einem Klick online – ohne Registrierung, Codeeingabe oder Zwangsbeglückung mit Marketing-Seiten. Gastronomen können sich dadurch auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und müssen keine Zeit in die Organisation investieren.“ Um kostenloses Freewave WLAN anzubieten, benötigt ein Unternehmen einen Basisanschluss von Freewave sowie eine geeignete Anzahl von Sendern. „Wir erheben dann, wie umfangreich die Installation ausfallen wird“, sagt Krivanek. Die monatlichen Kosten beginnen bei 99 €; darin enthalten sind Internetanschluss, Funktionsmonitoring, Wartungsvertrag, Vermarktungsaktivitäten sowie monatliche Nutzungsstatistiken. „Ein Pluspunkt ist die klare rechtliche Situation, da Freewave der Diensteanbieter ist und den Hotspot selbst betreibt.“ Ein Lokalbesitzer muss sich keine Sorgen darüber machen, ob seine Gäste nicht vielleicht unerlaubt in Tauschbörsen unterwegs sind: Ab einer bestimmten Downloadmenge wird eine Art Fraud-Detektor aktiv und drosselt gegebenenfalls die Bandbreite. Unter den Freewave-Kunden finden sich eine Reihe von illustren Namen – und nicht nur Lokale: Neben dem Cafe Central, dem

Chris haderer

© Chris Haderer

In Österreich wurden bereits mehr als 330 Betriebe ausgestattet, darunter die Casinos Austria und die Clublounges der ÖBB.

Freewave, vom Smartphone aus gesehen: Per App erhält man Informationen über die Freewave-Hotspots in der Umgebung.

T-Systems rüstet sich für IPv6 4,3 Mrd. IPv4-Adressen neigen sich weltweit ihrem Ende zu, T-Systems testet ‚Dual Stack‘-Betrieb. Betriebssysteme, Middleware, Applikationen, Monitoring- und andere Tools, etc.) betrachtet werden.

Wie die Zustelladresse auf einem Brief wird auch für die Kommunikation im Internet auf technischer Ebene eine Adresse verwendet – die sogenannte IP-Adresse, korrekt IPv4-Adresse. Diese besteht aus vier Zahlen, die Werte von

IPv6 – keine Zukunftsmusik Auch wenn in Europa noch IPv4-Adressen vergeben werden, ist IPv6 längst keine Zukunftsmusik mehr. 2011 wurden die letzten verfügbaren IPv4-Adressblöcke an die regionalen Verwaltungen (für Europa: RIPE) vergeben. Für den asiatischen Raum stehen 2012 bereits keine neuen IPv4-Adressen mehr zur Verfügung.

noch abwarten, sind wir den Anforderungen unserer Geschäftskunden einen Schritt voraus.“

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ING. MARTIN KATZER, MBA MANAGING DIRECTOR VON T-SYSTEMS IN ÖSTERREICH

0 bis 255 annehmen können und mit einem Punkt getrennt werden, beispielsweise 187.0.25.123. Technisch gesehen ist die Adresse eine 32-stellige (IPv4) Binärzahl, es sind also maximal ca. 4,3 Mrd. verschiedene Adressen darstellbar. Durch die rasante Entwicklung des Internets werden heute bei Weitem mehr Adressen benötigt, als derzeit IPv4-Adressen zur Verfügung stehen. Um dieses Problem zu lösen, wurde eine neue Version des IPProtokolls, die Version 6 (kurz: IPv6) entwickelt. Hier sind die

© Deutsche Telekom (3)

„Während andere

Adressen 128-stellige Binärzahlen. Dieses Format reicht aus, um jedem Quadratzentimeter der Erdoberfläche mehr als 600 Mrd. IP-Adressen zuzuordnen.

Aus der Praxis: ‚Dual Stack‘-Szenario IPv4 bleibt weiterhin bestehen, es besteht keine akute Notwendig-

keit, interne Netze, die mit privaten IP-Adressen arbeiten, umzustellen. Anders sieht es mit der Erreichbarkeit aus dem Internet aus. Nutzer, die von einem asiatischen ServiceProvider nur noch IPv6 angeboten bekommen, haben nicht die Möglichkeit, Webseiten im (noch) herkömmlichen IPv4-Internet zu erreichen. Herausforderung für Unternehmen ist es, sowohl unter einer

IPv4- als auch einer IPv6-Adresse erreichbar zu sein. Das geeignetste Szenario dafür ist meist, die betroffenen Systeme (z.B. Webserver, Mailing-Infrastruktur) so anzupassen, dass sie sowohl unter IPv4 als auch unter IPv6 erreichbar sind – ein sogenanntes Dual Stack-Szenario. In einem aktuellen Projekt von T-Systems wird eine technische Infrastruktur mit Systemen, die sowohl unter IPv4 als auch unter IPv6 erreichbar sind (‚Dual Stack‘Betrieb), erstellt. Im Zuge dessen wird die IPv6-Tauglichkeit der relevanten Produkte in realistischen Szenarien getestet. Anders als vielfach angenommen handelt es sich dabei nicht um ein reines Netzwerk-Thema. Vor dem praktischen Einsatz müssen alle Aspekte des IT-Betriebs (Virtualisierungsumgebung, Datenbanken,

T-Systems ist die Großkundensparte der Deutschen Telekom. Auf Basis einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen betreibt das Unternehmen Informations- und Kommunikationstechnik (engl. kurz ICT) für multinationale Konzerne und öffentliche Institutionen. Mit Niederlassungen in über 20 Ländern und globaler Lieferfähigkeit betreut T-Systems Unternehmen aus allen Branchen – von der Automobilindustrie über Telekommunikation, den Finanzsektor, Handel, Dienstleistungen, Medien, Energie und Fertigungsindustrie bis zur öffentlichen Verwaltung und dem Gesundheitswesen. Rund 47.600 Mitarbeiter weltweit setzen sich mit ihrer Branchenkompetenz und ihrem ICT-Know-how für höchste Servicequalität ein. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte die Großkundensparte einen Umsatz von rund 9,2 Mrd. €.


Fac ts & F i g u r e s

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Lexmark von Forrester als Marktführer gestuft Wien. Die Lexmark International, Inc. wird in der Mitte Mai veröffentlichten Studie „The Forrester Wave: Managed Print Services, Q2 2012“ als Marktführer eingestuft. Das Unternehmen gehört damit zu den Top-Anbietern von Managed Print Services (MPS), die von Forrester Research für diese Erhebung ausgewählt wurden. Lexmark erhielt die höchste mögliche Punktzahl für seine MPS-Strategie und -Markterfahrung, das Lösungsangebot und die eingesetzte Technologie sowie für die weltweite Umsetzung, die Integration von G Geschäftsprozessen und seine Lösungen für mobiles Drucken.  www.lexmark.at

© Citrix

Joint Venture rundet mobiles Portfolio ab

Klaus Oestermann, Group Vice President bei Citrix Systems.

Wien. Citrix Systems hat die Übernahme von Bytemobile bekanntgegeben. Die Integration des Providers von Lösungen zur Daten- und Videooptimierung für Mobilfunknetzbetreiber soll die Marktposition von Citrix bei mobilem Arbeiten und Cloud Computing stärken. Bytemobile unterstützt weltweit über 130 Mobilfunknetzbetreiber in mehr als 60 Ländern. Aktuell übertragen Bytemobile-Kunden jeden Tag 20 Petabyte an mobilen Daten an mehr als zwei Mrd. Mobilfunkkunden weltweit. „Mit der Integration der Produkte, der Erfahrung und des Wissens von Bytemobile positionieren wir Citrix in Zeiten von LTE als Marktführer im Bereich mobiler Daten- und Videoinfrastruktur“, sagt Klaus Oestermann, Group Vice President und General Manager of Cloud Networking bei Citrix.  www.citrix.com

Strategische Partner in Sachen Lebenslauf Wien. Durch eine strategische Partnerschaft mit JoinVision will Infoniqa HR Solutions den Leistungsumfang seiner HR-Komplettlösung „engage!“ erweitern. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Einbindung der Applikation „CVlizer“, die das automatisierte Analysieren und Einlesen von schriftlichen Lebensläufen ermöglicht. Durch die Integration der Anwendung in engage! sind Lebensläufe, die als Anhang von Bewerbungen per Post oder E-Mail einlangen, wesentlich schneller und einfacher für die vollelektronische Weiterverarbeitung verfügbar. „Die Partnerschaft mit ‚JoinVision‘ erweitert unsere HR-Lösung um ein wertvolles Tool und steigert damit den Nutzen der Anwender“, sagt Michael Friedwagner, CEO Infoniqa HR Solutions GmbH.  www.infoniqa.com

cellent AG Der IT-Dienstleister blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011/12 mit 14,8 Millionen € Gesamtumsatz zurück

„Wir sind viel schneller als geplant gewachsen“

cellent-Vorstand Thomas Cermak plant die baldige Eroberung des Mobility- und Outsourcing-Marktes. Chris Haderer

Wien. „Mit 14,8 Millionen Euro Umsatz haben wir 2011/12 einen neuen Rekord aufgestellt und das Vorjahresergebnis um 42 Prozent gesteigert“, freut sich Thomas Cermak, Vorstand der cellent AG Österreich. Überhaupt sei es ein gutes Jahr für den in den Bereichen Business Consulting, Software Development, Infrastructure Solutions und Managed Services tätigen ITDienstleister gewesen. Alles sei größer geworden, auch „das Team haben wir stetig, um 18 Prozent, vergrößert: von 110 auf nunmehr 130 Mitarbeiter“. Durch die Übernahme der frontworx AG im Vorjahr wurde zusätzliches Knowhow in Sachen SAP Consulting und SAP-Entwicklung in einem Unternehmen gebündelt. Das gemeinsame Ergebnis der cellent AG Österreich und der frontworx AG liegt bei über 18 Mio. € im Geschäftsjahr 2011/12. Ausgehend von einem Umsatz von 9,5 Mio. € im Geschäftsjahr 2009/2010, war „es das Ziel der cellent AG Österreich, binnen drei Jahren um 100 Prozent zu wachsen“, sagt Cermak. „Die geplante Verdopplung des Österreich-Umsatzes binnen drei Jahren ist uns bereits innerhalb von nur zwei Jahren gelungen.“

Ganzheitliches Angebot „Unser Ziel für 2011/12, die cellent AG Österreich als führenden Full Service Provider für ganzheitliche IT-Services und Beratung in Österreich zu positionieren, haben wir erreicht“ sagt Josef Janisch, Vorstand der cellent AG Österreich. Gemeinsam mit frontworx sei es gelungen, die SAP-Kompetenz auszubauen. „Wir bieten un-

© Chris Haderer

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Freitag, 22. Juni 2012

v.li.n.re.: Josef Janisch (cellent AG Österreich), Volker Knotz (frontworx AG) und Thomas Cermak (cellent AG Österreich).

seren Kunden nun technologieunabhängig Evaluierung, Beratung, Entwicklung und Wartung: Alles aus einer Hand.“ Auch Volker Knotz, Vorstand der frontworx Informationstechnologie AG, stellt den Switch zum Komplettanbieter in den Vordergrund: „Wir werden nun am Markt verstärkt als Full Service Provider für ganzheitliche IT-Services und Beratung wahrgenommen“, sagt Knotz. „Beim Cross-Selling waren wir bereits sehr erfolgreich und konnten uns bei unseren Kunden mit ergänzenden Themen bzw. Technologien positionieren. Außerdem haben wir durch den Zusammenschluss die optimale Größe erreicht, um als Direktanbieter bei größeren Ausschreibungen auftreten zu können.“ Diese Taktik habe sich für das Unternehmen bereits

bezahlt gemacht, wie „etwa bei der WGKK, beim Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) und bei der ITSV, wo wir gemeinsam Großprojekte gewonnen haben“, sagt Knotz. „Insgesamt wurde der Zusammenschluss von cellent und frontworx von unseren Kunden sehr positiv angenommen, da wir nun ein wesentlich breiteres Portfolio anbieten können.“

Neue Geschäftsbereiche Neben ihren Kernbereichen Business Consulting, Software Development, Infrastructure Solutions und Managed Services will cellent in Zukunft verstärkt auch auf dem mobilen Sektor tätig werden. Dazu gehören etwa die mobilisierung von Geschäftsprozessen, Portal & Collaboration und Application

Management. „Im Bereich ‚Mobility‘ streben wir seit letztem Jahr die Marktführerschaft an. 2013 wollen wir Nummer eins für Mobile Lösungen in Österreich sein“, sagt Josef Janisch. „Wir verfügen über 60 vorkonfigurierte Templates für die Mobilisierung von SAP Prozessen in den Bereichen Logistik, Vertrieb und Service. Das ist in Österreich einzigartig und ein wesentlicher USP.“ Zusätzlich zum Mobility-Bereich soll noch ein weiteres Segment forciert werden: Application Management und Wartungsübernahme. „Der Trend zum Outsourcing ist nach wie vor ungebrochen, unsere Referenzen in diesem Bereich belegen das eindeutig. Dem wollen wir durch die Schaffung eines organisatorischen Bereichs Rechnung tragen.“  www.cellent.at

Nokia Der finnische Handyhersteller will bis 2013 weltweit 10.000 Arbeitsplätze streichen sowie zwei Standorte schließen

Nokia ist der Verlierer am Smartphone-Markt Wien Es geht abwärts – und das ist nicht einmal böse gemeint. Dass es sich um eine Talfahrt handelt, ist beim Anblick der Marktanteile von Nokia offensichtlich (siehe Infografik unten). Der Finne, der seine Karriere mit der Produktion von Gummistiefeln begann – offenbar nichts Ungewöhnliches in der ITK-Branche, denn auch Sony begann seinen Aufstieg nicht

mit Walkmans, sondern elektrischen Reiskochern – gerät immer stärker unter Druck durch den Android- und iOS-Markt. Auf der einen Seite brechen die Absatzzahlen der Feature-Phone-Linien durch billige Android-Smartphones ein, auf der anderen Seite finden die von Nokia präferierten Windows-Phones nur schwer Käufer – der Marktanteil von Windows

ist am Smartphone-Sektor im ersten Quartal kaum an zehn Prozent herangekommen.

Anhaltende Verluste Generell könnte man Nokia als Verlierer des Smartphone-Booms bezeichnen (gemeinsam mit RIM, dessen Blackberry eine ähnliche Verfallskurve zeigt wie Nokia). Im ersten Quartal musste Nokia bereits einen Verlust von 929 Mio. € vermelden, der im zweiten Quartal durchaus prolongiert werden könnte. Analysten führen den Abstieg des Unternehmens, das vor einem Jahrzehnt noch als „Microsoft des Mobilfunks“ gehandelt wurde, unter anderem darauf zurück, dass es nach dem SymbianBetriebssystem (das etwa bis zum Jahr 2005 aktuell war) keine wesentlichen Neuentwicklungen mehr gegeben und das Unternehmen den Aufstieg der Smartphones schlicht und ergreifend verschlafen habe. Auch die Fokussierung auf das mobile Windows-Betriebssystem von Microsoft wird von vielen Analysten nicht goutiert. Aufgrund der

aktuellen Finanzlage von Nokia wird das Unternehmen in ersten Gerüchten allerdings als Microsoft-Übernahmekandidat gehandelt; eine ernsthafte Äußerung der Redmonder zu diesem Thema gibt es allerdings nicht.

Rigorose Sparpläne Um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen, hat Nokia-CEO Stephen Elops, der wegen seiner Windows-Strategie auch in der Kritik steht, einen Sparkurs angeordnet: Bis Ende 2013 sollen weltweit 10.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. In Finnland muss einen Nokia-Fabrik dem Sparstift weichen, in Ulm soll ein Standort für Forschung und Entwicklung bereits im September aufgelassen werden (wovon 730 Arbeitsplätze betroffen sind). Mit eingeschränkten F&ERessourcen will sich Nokia laut Elops dennoch verstärkt auf seine Kernbereiche (Lumia-Smartphones, digitale Fotografie und mobile Navigation) konzentrieren. Die Software wird also weiterhin von Microsoft stammen.  www.nokia.at


Fa c t s & f i g u r e s

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medianet technology – 51

VMware Neben Kosteneinsparungen gehört Business Continuity zu den wichtigsten Treibern für Virtualisierungslösungen

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Warum Kleinbetriebe zur Virtualisierung tendieren

Raiffeisen-Data Centers mit „grünem“ Strom Wien. Das Engagement von Raiffeisen Informatik, Ressourcen zu schonen und damit auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, wurde durch die EAAEnergie Allianz Austria mit einem Zertifikat bestätigt. Das Zertifikat besagt, dass Stromlieferungen an Raiffeisen Informatik zu 100% aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen werden; die benötigte Strommenge wird dabei zu einem überwiegenden Teil aus europäischer Wasserkraft abgedeckt und die Belieferung verursacht keine CO2-Emissionen. „Wirtschaftliches Handeln orientiert sich nicht an kurzfristig erzielbarem Profit, sondern an langfristiger Wertschöpfung und Erhaltung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens“, sagt Geschäftsführer Wilfried Pruschak. „Soziale Verantwortung und Umweltschutz sichern eine hohe Lebensqualität auch für zukünftige Generationen; darauf haben wir bei der Wahl des Stromlieferanten bewusst geachtet.“ Rechenzentren und Serverfarmen gehören weltweit zu den größten Energieverbrauchern in der IT, weshalb letztens auch Apple von Greenpeace „gerügt“ wurde.  www.raiffeiseninformatik.at

Für Klein- und Mittelbetriebe stellen Virtualisierungsprojekte die Vorstufe zum Cloud Computing dar.

Virtualisierungslösungen helfen vor allem Kleinbetrieben durch Einsparungen bei der Hardware und der IT-Infrastruktur.

oftmals neu hinterfragt. Virtualisierung wird als Lösung gesehen, die nicht nur Kosteneinsparungen ermöglicht, sondern Unternehmen noch umfassendere Vorteile bietet. Die Umfrage hat gezeigt, dass KMUs innerhalb der nächsten zwei Jahre einen raschen Einsatz von Virtualisierung plane; die Mehrheit erkennt dabei die Vorteile, die eine hochvirtualisierte Umgebung bietet. Kluge Unternehmen, die einen Zusammenhang zwischen IT-Investitionen und den ganzheitlichen Unternehmenszielen sehen, virtualisieren schon heute und haben so einen Wettbewerbsvorteil.“

Ganzheitliche Ziele „KMUs erkennen zweifelsohne die vielen Vorteile, die Virtualisierung bringt“, sagt Alastair Edwards, Principal Analyst bei Canalys. „Die wirtschaftliche Lage im Moment ist sehr schwierig und Unternehmen müssen viele Dinge gleichzeitig beachten. Kosten werden

Von den in der Studie erfassten Unternehmen, die bereits Virtualisierungsprojekte betreiben, haben 48% die IT-Infrastruktur ihres Unternehmens virtualisiert. Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird erwartet, dass 75% dieser KMUs ihre Virtualisierungsprojekte ausweiten, beispielsweise auf unternehmenskritische Anwendungen. Tatsächlich prognostizieren die befragten Channel Partner, dass 38% dieser KMUs ihre IT hochvirtualisiert haben werden, um sich in Richtung IT as a Service zu bewegen; momentan sind es lediglich bescheidene 20%.

„Tausende Mittelständler setzen bereits auf Virtualisierung und die Untersuchung zeigt, dass dies bisher nur die Spitze des Eisbergs ist, hinsichtlich der Tiefe und Breite von Virtualisierung bei KMUs“, sagt Ralf Gegg, Partner Director CEMEA bei VMware. „VMware hat seine Bemühungen für KMUs mit der ‚Real World Advantage‘-Initiative sowie speziellen Produkten und Angeboten für Mittelständler verstärkt. Für Channel Partner bietet dies eine gute Möglichkeit, zusammen mit VMware Sichtbarkeit bei Mittelständlern zu erlangen.“  www.vmware.com

Microsoft Der Softwarekonzern hat den Nachverfolgungs-Schutz des Internet Explorer 9-Browsers zertifizieren lassen

Wien. Nicht zuletzt durch den von der US-Regierung geforderten „Do not track“-Button in Browsern ist die Privatsphäre von Websurfern wieder im Gespräch. Microsoft bietet für den Internet Explorer 9 sogenannnte Tracking-SchutzListen, die von der Organisation Privacy International in Zusammenarbeit mit der London School of Economics entwickelt wurden. Diese Listen tragen ab sofort das offizielle TÜV-Siegel der TÜV Trust IT GmbH. Diesen Schutz persönlicher Daten im Netz bietet unter allen Browsern nur der Internet Explorer. Der Vorteil: Die Listen von Privacy International schützen den Nutzer vor der Nachverfolgung des Online-Verhaltens und werden regelmäßig aktualisiert.

Zuverlässiger Schutz „Um die Leistungsfähigkeit und Sicherheitsaspekte der für den Internet Explorer entwickelten Tracking-Schutz-Listen von neutraler, unabhängiger Seite untersuchen zu lassen, haben wir die TÜV Trust IT GmbH damit beauftragt,

© Chris Haderer

TÜV-geprüfte Internet Tracking-Schutz-Listen

Stefan Sennebogen, Leiter des Bereichs Windows & Online Services, bei Microsoft.

sie für uns auf Herz und Nieren zu überprüfen“, sagt Stefan Sennebogen, Leiter des Bereichs Windows & Online Services bei Microsoft Österreich. „Das TÜV-Zertifikat bestätigt den zuverlässigen und vertrauenswürdigen Datenschutz im Web, den die Privacy International Tracking-Schutz-Listen dem Nut-

zer bieten.“ Tracking-Schutz bietet die Möglichkeit, die Kommunikation des Browsers mit bestimmten Webseiten einzuschränken und die Weitergabe von Informationen zu verhindern. Die TÜV-geprüften TrackingSchutz-Listen von Privacy International für den Internet Explorer 9

geben Internetnutzern mehr Kontrolle über die von ihnen geteilten Informationen. Dabei schützen sie zum einen vor „Web Analytics“Analystools Dritter, die Webmastern Auskunft über die Nutzung einer Seite geben. Andererseits verhindern sie auch die Verfolgung des Benutzerverhaltens zur Erstellung von Profilen. „In unserem Zertifizierungsaudit hat sich das Verfahren für die Erstellung und fortlaufende Aktualisierung dieser Tracking-SchutzListen als konsistent, klar definiert und angemessen umgesetzt erwiesen“, sagt Detlev Henze, Geschäftsführer der TÜV Trust IT GmbH. „Sie schützen die Privatsphäre der Nutzer nachhaltig und umfassend.“ Detail am Rande: Eigene Tracking-Schutz-Listen lassen sich einfach und unkompliziert in den Internet Explorer 9 integrieren: Über den Menüpunkt „Extras“ im Browserfenster erscheint der Bereich „Sicherheit“. Hier können Tracking-Schutz-Listen hinzufügt, verwaltet und bei Bedarf auch vom Anwender selbst erstellt werden.  www.microsoft.at

Drei Auszeichnungen für Lösungs-Integrator

© NextiraOne

Wien. Die IT-Welt bewegt sich mehr oder weniger geschlossen in Richtung Cloud, und für viele Unternehmen ist die Virtualisierung von Arbeitsplätzen und Anwendungen ein Schritt in diese Richtung. Die Gründe, aus denen sich Klein- und Mittelbetriebe für Virtualisierungslösungen interessieren, sind vielfältig, und nicht immer steht das vielzitierte Einsparungspotenzial im Vordergrund. Laut einer EMEA-weiten Untersuchung des IT-Lösungsanbieters VMware und des Analysten Canalys sind Einsparungen zwar eine treibende Kraft für Virtualisierung (wurde von 71% der Befragten als wichtigster oder zweitwichtigster Grund angegeben). Allerdings folgt der Wunsch, Business Continuity zu sichern und Hardwareauslastung zu verbessern, quasi im Schulterschluss nach. Hinsichtlich der übergreifenden Geschäftsziele für klein- und mittelständische Unternehmen, die über Technologie hinausgehen, zeichnen sich Kostenreduktion (von 83% der Befragten als sehr wichtig bewertet), Business Continuity (79%) und Business Agility (75%) als wichtigste Ziele ab. Darüber hinaus sieht die Mehrheit der befragten Unternehmen (86%) den Zusammenhang zwischen Virtualisierung und Cloud Computing.

© panthermedia/aNdreas Schindl

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Martin Resel, Director Marketing und Business Development NextiraOne.

Wien. Im Zuge des ­alljährlichen Cisco Partner Summits ist NextiraOne Österreich als „Partner of the Year“ für den Bereich Data Center ausgezeichnet worden. „Damit bestätigt uns ein führender Hersteller im Data Center Bereich, dass wir unseren Kunden das beste Data Center Lösungsdesign liefern können“, sagt Martin Resel, Director Marketing und Business Development NextiraOne. „Diese Auszeichnung ist für uns besonders wertvoll, da das von Nextira One am Markt eingesetzte Virtualisierte Dynamische Data Center das Herz des künftigen Arbeitsplatzes bildet und neben VMware und NetApp vor allem auf Lösungen von Cisco aufbaut.“ Da man auf einem Bein nicht stehen kann, kommen zum „Partner of the Year“ noch die Auszeichnung als Cisco TelePresence Video Master Multinational ATP Partner auf internationaler Ebene und die Customer Satisfaction Excellence (CSAT) dazu. „Alle drei Auszeichnungen sind für uns eine Bestätigung, dass unsere Bemühungen sowohl von unseren Kunden als auch von Partnern gewürdigt werden“, resümiert Resel.  www.nextiraone.at


T o o ls & se r v i c es

52 – medianet technology

Freitag, 22. Juni 2012

Test Die Adobe Creative Suite CS6 bietet nicht nur zahlreiche Verbesserungen, sondern implementiert auch die Cloud

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Einfache eBook-Ausgabe in das Kindle-Format

Kreativ-Software vom Komplettlösungsanbieter

© Amazon

Das Zusammenspiel der Einzelprogramme wurde optimiert, neue Anwendungen sind hinzugekommen.

© NEC

Graustufen-Display für die Primär-Diagnostik

Graustufenmonitor für Mediziner.

Wien. Mit dem NEC MD211G3 hat NEC Display Solutions Europe das erste Display der neuen Generation der NEC MDSerie vorgestellt, die die hohen Anforderungen für die Primärdiagnostik unterstützt. Der NEC MD211G3 ist ein Graustufen-Monitor und Nachfolgemodell des NEC MD213MG. „Graustufen-Monitore sind eine Schlüsselkomponente in der Primärdiagnostik”, sagt Christopher Parker, Product Line Manager für Professional Displays bei NEC Display Solutions Europe. Dementsprechend bietet das neue Gerät eine Diagonale von 54 cm und eine Bildauflösung von drei Megapixel beziehungsweise 2.048 x 1.536 Bildpunkten. Außerdem bietet der Monitor durch sein SA-SFT-Panel auch bei unterschiedlichen Betrachtungswinkeln eine gleichbleibende Bildqualität. Der NEC MD211G3 (der zur Geräteklasse 1 von Medizinprodukten gehört und der EU-Richtlinie 93/42/EEC folgt) ist für Untersuchungen in der Radiologie entwickelt worden; zu den Einsatzfeldern gehören: CT, MRI sowie der Anschluss an PACS-Systeme (Picture Archiving and Communication Systems).  www.nec-  display-solutions.com

Die Composing- und Animationssoftware „After Effects CS6“ wird in Videoproduktionen zur Simulation von Schüssen verwendet.

ment führt eine leistungsstarke Engine für automatische Dialoganalyse ein.

Kleine Verstimmungen Im Detail fällt allerdings auf, dass die Integration der einzelnen Software-Komponenten zu einem geschmeidigen Gesamtkunstwerk noch nicht ganz abgeschlossen sein können. Abgesehen von kleinen Unstimmigkeiten im Menüaufbau und der Bedienerführung scheinen die Programme auch die Hardware mit unterschiedlichen Mechanismen anzusprechen. So geht beispielsweise das Audiobearbeitungsprogramm „Audition“ anders mit den zur Verfügung stehenden Hardwarekomponenten um als der Videoeditor „Premiere.“ Im Test kam es vereinzelt auch

zu Systemabstürzen, vor allem bei langen Videobearbeitungs-Sitzungen mit großem Datenvolumen. Auch bei den Vorversionen kam es bei Speicherproblemen immer wieder zu unvermuteten Crashs.

Positiver Gesamteindruck Die Einzelprodukte sind in mehreren anwendungsspezifischen Suiten über den Fachhandel oder den Adobe Online-Store zu haben. Die Adobe Creative Suite 6 Design & Web Premium kostet 2.199 €, Adobe Creative Suite 6 Design Standard 1.499 €, Adobe Creative Suite 6 Production Premium 2.199 € und Adobe Creative Suite 6 Master Collection 2.999 € (alle zzgl. Mwst.). Ermäßigungen gibt es für den Bildungsbereich. Adobe bietet außerdem eine Reihe von Up-

grade-Möglichkeiten von älteren Produktversionen auf die aktuellen Software-Suiten oder das CloudAngebot, von denen die meisten mit Jahresende auslaufen. Leider sind die Informationen auf der Homepage des Digital-Vermarkters diesbezüglich dermaßen unübersichtlich gehalten, dass sich bei Preis- und Upgradefragen eher ein Besuch beim Fachhandel oder ein Anruf beim Support empfiehlt. Insgesamt bietet Adobe mit den CS6-Produkten eine Vielzahl neuer Features und auch interessante Weiterentwicklungen. Anwender erhalten, je nach gewünschtem Einsatzbereich, eine Suite, in der kaum etwas fehlt. Der Spaß hat allerdings seinen Preis und adressiert die CS6-Linie eindeutig an den professionellen Sektor.  www.adobe.at

Samsung Das Unternehmen hat seine Notebook-Linie mit neuen „Serie 9 Amor“-Modellen auf den Letztstand gebracht

Neues Notebook für eine verwöhnte Klientel Wien. Mit Handwerkskunst im klassischen Sinn hat die IT-Branche zwar kaum etwas zu tun, dennoch hat Samsung seine neue Serie 9 Amor-Notebook-Linie unter dem Namen „Craftsman“ entwickelt. „Vom Zielpublikum her ist ‚Amor‘ eher im luxuriösen Segment angesiedelt“, sagt Chris T. Retinger, Senior Director IT bei Samsung Electronics Österreich.

Liebe zum Detail Im Inneren des Samsung Notebook Serie 9 Amor werkt ein Intel Core i5 Prozessor (1,7GHz), SSD sorgen für schnellen Datenzugang. Innerhalb von 9,8 Sek. startet Amor aus dem komplett ausgeschalteten Zustand, dank Fast Start erwacht es in 1.4 Sek. aus dem Ruhezustand. „Gleichzeitig machen wenig Erhitzung und Lärmbelästigung sowie niedriger Energieverbrauch (Akkulaufzeit bis zu zehn Stunden) dieses Arbeitsgerät zu einem zuverlässigen, smarten und luxuriösen Begleiter für

© Samsung

Wien. Der Publishing-Lösungsanbieter Quark hat ein kostenloses Update für QuarkXPress 9.3 veröffentlicht, das es ermöglicht, digitale Inhalte direkt in das Amazon Kindle-Format zu exportieren. Kindle ist der weltweit meistverkaufte eReader, mit dem die Leser Zugang zu über einer Mio. Büchern, Zeitungen und Zeitschriften auf einer Vielzahl von Plattformen, einschließlich der Kindle-Geräte, bekommen. Der KindleExport ermöglicht es Anwendern, ihre Inhalte direkt und ohne Umwandlungstools oder Plug-ins in das Kindle-Format zu exportieren, was Verlagen – insbesondere kleinen Verlagen und Selbstverlegern – helfen kann, den riesigen KindleMarkt schneller und einfacher zu erreichen.  www.quark.de

Wien. „Wenn man es sich vorstellen kann, dann kann man es mit ‚Premiere‘ auch machen.“ Derartige Lobeshymnen werden gern auf die Compositing- und Animationssoftware von Adobe gesungen – nicht zu Unrecht. Mit den Produkten der CS6-Reihe scheint der Softwarekonzern überhaupt ein Tool-Paket bieten zu wollen, mit dem man alles nur vorstellbare zu Papier oder Bildschirm bringen kann – vom Layout bis zum fertigen Video. Wo liegen die gravierenden Veränderungen zu den Vorversionen? Prinzipiell hat Adobe nicht nur Verbesserungen an der Software vorgenommen, sondern mit dem parallelen Cloud-Angebot (medianet technology berichtete) auch eine neue Richtung eingeschlagen. Was den Look & Feel der CS6-Komponenten angeht, so ist einerseits eine Geschwindigkeitssteigerung zu bemerken, andererseits Vereinheitlichungen und Vereinfachungen bei der Bedienung. Einen Beschleunigungsschub hat beispielsweise „After Effects“ erhalten: Durch Global Performance Cache werden Vorschauen gespeichert und sind sofort abspielfertig, was die Zeit beim Wechseln zwischen Projekten reduziert. Neue Anwendungen innerhalb der Production Premium-Suite sind „Adobe Prelude CS6“, womit das Logging und Einspielen beschleunigt und einfacher in Workflows integriert werden sollen, sowie „Adobe SpeedGrade“, das Funktionen für das Finishing und die Farbkorrektur beinhaltet. Auch der Audioeditor „Audition CS6“ wurde ausgebaut: Zeitdehnungen von Clips sind in Echtzeit möglich und vereinfachen so den Schnitt, Automatic Speech Align-

© Chris Haderer

Chris haderer

Mit QuarkXPress kann nun direkt im Kindle-Format ausgegeben werden.

unter­wegs“, sagt Retinger. „In das neue ‚Serie 9 Amor‘ haben wir viel Liebe hineingesteckt, kombiniert mit innovativen, technischen Feinheiten. Wir sind überzeugt, dieses Notebook ist von außen wie von innen betrachtet ein hervorragendes Arbeitsgerät für Anwender mit besonderen Ansprüchen. Es liegt leicht in der Tasche und ist kaum breiter

als ein Notizbuch. Gleichzeitig machen schnellster Datenzugang und starker Prozessor das Serie 9 Amor zu einem Premium Produkt der technischen Handwerkskunst.“ Das sandstrahlbehandelte Alumi niumgehäuse mit matter Oberfläche ist die Heimat eines 13.3 “-Displays mit HD+ Auflösung (1.600x900 Pixel) und SuperBright LED Technology, die es auf eine Lichtstärke von 400cd/m� (nit) bring. „Zum Vergleich: Andere Notebook-Displays werden standardmäßig mit 220 cd/m� aus­gestattet“, sagt Chris T. Retinger. „Somit leuchtet das Serie 9 Amor um fast 100 Prozent

heller als andere seiner Klasse.“ Das Amor hat ein Lebendgewicht von 1,16 kg, bei einer Tiefe von 12,9 mm.

Bild und Ton-Ausstattung Ab Werk mit an Bord sind weniger beeindruckende vier Gigabyte Hauptspeicher sowie eine eingebaute 1,3 Megapixel HD Webcam. Das Lautsprechersystem liefert drei Watt Stereo (1,5 Wx2) sowie HD Audio. Als Betriebssystem kommt Windows 7 Home Premium in der 64-Bit-Version zum Einsatz. Ein „echtes“ Highend-Notebook ist der jüngste Samsung-Spross von den Leistungsdaten her nicht – aber ein sehr schönes Arbeitstier.  www.samsung.at Die neue Samsung „Serie 9 Amor“Notebook-Linie: solide Arbeitstiere für Unterwegs.


medianet

inside your business. today.

freitag, 22. Juni 2012 – 53

BASF und Fraunhofer haben ein neues Virtual Reality-Verfahren entwickelt  Seite 55

ait ist auf erfolgskurs

Auftragsstand und Zahl neuer Projekte konnten 2011 gesteigert werden  Seite 56

VFX-Serie Neue Fräse für Titanlegierung

© MMC Hartmetall

© Fraunhofer

Tool für anlagendesign

© AIT/APA/Preiss

industrialtechnology TÜV Austria feiert seinen 140. Geburtstag

© Jetter

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Zürich. Unter Federführung der Schweizer Empa erscheint ein neues Standardwerk, das die europäische NanopartikelForschung vereinheitlichen soll. Es enthält über 80 SOPs (Standard Operating Procedures) sowie eine Reihe standardisierter Analysemethoden. Aufgrund der Dynamik des Forschungsgebiets haben die Herausgeber auch gleich an zukünftige neue Erkenntnisse gedacht. „Es ist ein spezielles SOPFormular in Arbeit, in dem Verbesserungen an den Methoden standardisiert an die Autoren weitergemeldet werden können“, erläutert Harald Krug, Leiter des EmpaDepartements ‚Materials meet Life‘.  www.empa.ch

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Ludwigsburg. Ab sofort bietet die Jetter AG eine neue Version ihres Entwicklungs-Tools ISO-Designer. Diese erlaubt nun eine Simulation direkt auf dem Bildschirm. Das gibt dem Anwender eine Vorstellung darüber, wie die Grafiken zukünftig auf dem Maschinendislplay aussehen werden. Auch Events, die über Softkeys oder dynamische Objekte ausgelöst werden, lassen sich simulieren. Eine Demo-Version des neuen ISO-Designers steht ab sofort auf www.iso-designer.de zum Download bereit.  www.jetter.de

Hugo Eberhardt, Vorstandsvorsitzender der TÜV Austria Holding

© Beauvary

Jubiläum Auch wenn man auf die lange Geschichte stolz ist, blickt der TÜV Austria vor allem nach vorn; im Fokus der erfolgreichen Sicherheitsexperten stehen Aus- und Weiterbildung sowie eine noch stärkere Internationalisierung.  Seite 54

Berlin/Hannover. Gemeinsam mit zehn Industriepartnern – blechverarbeitenden Unternehmen und Systemherstellern von Betriebsdatenerfassungssystemen – untersuchen drei Forschungsinstitute aus Hannover und Berlin, wie sich teure Maschinenausfälle bei der Blechumformung schnell beheben lassen. Entwickelt wurde eine Software, die die Mitarbeiter bei der Fehlerbehebung unterstützt und Stillstandzeiten minimiert. Aktuell laufen die Tests in der Praxis, die im Juli abgeschlossen sein werden; die Ergebnisse sind vielversprechend.  www.iph-hannover.de

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c ov e r

54 – industrialtechnology

Freitag, 22. Juni 2012

Jubiläum Fachlich fundiert, unabhängig und unbestechlich sorgt der TÜV Austria seit 140 Jahren für Sicherheit

kommentar

Die Technik steht täglich auf dem Prüfstand

Keine gerechten Standards

TÜV Austria-Vorstand Hugo Eberhardt über die Erfolgsfaktoren und die Pläne für die Zukunft. Wien. „Wir sind immer mit der Zeit gegangen, haben uns ständig weiterentwickelt und an die neuen Herausforderungen angepasst. Hätten wir das nicht getan, gäbe es uns heute vielleicht gar nicht mehr. Unsere Geschichte war wechselvoll, immerhin hat der TÜV zwei Weltkriege überstanden, aber auf lange Sicht gesehen sehr erfolgreich”, kommentiert TÜV-Austria-Vorstand Hugo Eberhardt das Jubiläum. Ein wenig Stolz schwingt dabei schon mit, und das ist durchaus angebracht – vielleicht nicht so sehr wegen der Tatsache, dass der TÜV Austria dieser Tage seinen 140. Geburtstag feiert, sondern vielmehr, weil das Unternehmen auch allen Grund hat, recht zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.

britta biron

F

achkräftemangel, sinkendes Bildungsniveau, hohe Umweltstandards, steigende Rohstoffpreise und dazu noch die Wirtschaftskrise – an der ‚Hitliste‘ der Probleme, denen sich die Industrie gegen- übersieht, hat sich seit geraumer Zeit nix geändert.  Und man darf davon ausgehen, dass diese Themen in Zukunft noch weiter an Brisanz gewinnen werden. Und während ins Trudeln gekommene Banken mit einer kräftigen Finanzspritze rechnen dürfen – schließlich sind sie ja systemimmanent –, müssen Unternehmen (die das aus Sicht der Politik ja scheinbar nicht sind) selber schauen, wie sie über die Runden kommen. Und das schaffen halt nicht alle – natürlich Auslese eben. Mittlerweile müssen sich Unternehmen aber auch um Dinge kümmern, die eigentlich nicht zu ihren Kernkompetenzen gehören. Etwa um Fragen der Bildung. Leider hilft es aber nicht viel, zu wissen, wo man ansetzen müsste, um das Ausbildungssystem in Österreich fit zu machen, wenn Maßnahmen dazu entweder im Sand verlaufen oder verschoben werden, wie die Zentralmatura. Die Industrie muss sich in vielen Bereichen schon längst an Standards halten (ob gern oder nicht, spielt keine Rolle). Warum für Schulen noch immer Extrawürste  gebraten werden, ist nicht  einzusehen.

Weltweit im Einsatz „Vor allem in den letzten 20 Jahren hat sich viel getan, da die technische Entwicklung immer schneller geworden ist, wodurch die Prüf-Anforderungen natürlich entsprechend gestiegen sind. Nach einer aktuellen Analyse hat der TÜV Austria derzeit rund 300 Hauptarbeitsgebiete”, so Eberhardt weiter. Sie reichen von Dampfkesseln und Druckgeräten, deren Sicherheit vor 140 Jahren zur Gründung des Unternehmens geführt haben, über Aufzugstechnik und Werkstoffprüfung bis zur IT-Security und Umweltschutz. Pro Jahr werden rund 400.000 Messungen, Prüfungen, Überwachungen und Zertifizierungen durchgeführt. Auf der anderen Seite hat sich auch der Markt stark geändert. „Kundenorientierung steht heute beim TÜV wesentlich stärker im Fokus und wird in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen”, ist Eberhardt überzeugt. „Unser großes technisches Know-how sowie der Umstand, dass wir uns stets unsere Unabhängigkeit bewahrt haben, sind zwar wesentliche Erfolgsfaktoren, aber ebenso wichtig war die Optimierung der internen Abläufe sowie die vielen Maßnahmen, die wir in den letzten Jahren in Marketing und Vertrieb gesetzt haben”, führt Eberhardt weiter aus. Ein weiterer wichtiger Punkt in der Erfolgsgeschichte des TÜV Austria ist die Internationalisierung. „Man kann sagen, dass uns Österreich mit der Zeit zu klein geworden ist. Dass der Schritt über

Innovation gesucht

© Step Award

Step Award

Heuer wird der „Step Award“ bereits zum siebenten Mal vergeben.

Hugo Eberhardt, Vorstand des TÜV Austria: „Bis 2020 wollen wir den Umsatzanteil der Auslandstöchter auf 50% steigern.“

die heimischen Grenzen richtig war, sieht man am Erfolg unserer Auslandstöchter, die bereits gut ein Viertel des Gesamtunsatzes erwirtschaften. Selbst unsere griechische Tochter, die sich stark auf die Bereiche PV-Anlagen und Lebensmitteltechnik spezialisiert hat,

heit, Qualität und

in Indien und wir planen die Gründung von Gesellschaften in Portugal und Polen”, so Eberhardt. Wichtig für alle Expansionspläne sei klarerweise, den jeweiligen Markt und seine Anforderungen genau zu beobachten und zu analysieren. „Man kann jemandem, der Äpfel braucht, keine Birnen verkaufen. In der Türkei soll in Zukunft etwa die Aufzugsprüfung, eines unserer Spezialgebiete, verpflichtend werden. In Libyen mit seinen zum Teil recht veralteten Raffinerien konzentrieren wir uns vor allem auf die Werkstoffprüfung.”

Ressourcen­schonung

Hohe Kompetenz

nimmt der TÜV eine

Der international gute Ruf des TÜV Austria basiert vor allem auf der Kompetenz seiner rund 1.100 Mitarbeiter. „Im Laufe von 140 Jahren hat sich bei uns ein enormer Wissensschatz angesammelt, den wir konsequent ausbauen; dafür investieren wir jährlich mehrere Millionen Euro in die Mitarbeiterschulung”, erklärt Eberhardt. Auch wenn hier die Technik im Mittelpunkt steht, umfasst das Weiterbildungsprogramm noch andere Gebiete. „Dazu zählen Sprachen – vor allem Englisch –, aber auch Buchhaltung und Bilanz, Personalführung sowie Social Skills, die unseren Mitarbeitern im internationalen Einsatz in fremden Kulturen ein sicheres und kompetenten Auftreten ermöglichen”, sagt Eberhardt. Die Weiterbildung beschränkt sich allerdings nicht auf die eigenen Mitarbeiter. Mit der 1989 gegründeten ‚TÜV Akademie‘ bietet man Unternehmen und Behörden ein umfangreiches Spektrum an Kursen und Lehrgängen.

„Im Bezug auf ­technische Sicher-

Führungsposition ein.“ hugo eberhardt vorstand des TÜV Austria

schreibt trotz der bekanntlich nicht einfachen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch weiterhin Gewinne. Und weltweit liegt der TÜV Austria im Ranking der Prüfunternehmen auf dem sehr guten 24. Platz”, erläutert Eberhardt. In Zukunft soll das internationale Geschäft noch weiter forciert werden. „Zurzeit läuft ein Projekt für

Laufende Weiterbildung

© TÜV Austria (2)

Frankfurt/Main. Noch bis zum 31. Juli können sich innovative und Unternehmen der Branchen Chemie, Pharma, Life Science, Bio-/Nanotechnologie, Medizintechnik und Greentech aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wieder um den „Step Award” bewerben. Der Gesamtsieger erhält 100.000 €, wobei die Hälfte davon aus umfangreichen Beratungs- und Serviceleistungen, wie etwa Technologiepartnersuche, Marketing oder Logistik, besteht, die von den Förderern und Partnern des „Step Awards” zur Verfügung gestellt werden.  www.step-award.de

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

britta biron

Wilhelm Franz Exner (TÜV-Präsident von 1917 bis 1931) verfasste mit der „Lex Exner“ das langlebigste Gesetzeswerk zum Untersuchungs- und Materialprüfungswesen.

Ein wenig Sorge bereitet Eberhardt der Fachkräftemangel: „In Österreich wird es zunehmend schwierig, passendes Personal zu finden. Im Moment können wir Lücken zum Teil über einen Austausch innerhalb des Konzerns sowie durch Überstunden zum Teil schließen”, erklärt der TÜV-Vor-

stand, der seine Karriere Ende der 1970er-Jahre selbst als Prüfer im damals noch jungen Geschäftsbereich ‚Umweltschutz‘ startete. Solche Karrieremöglichkeiten sind klarerweise die Ausnahme, auf Techniker wartet aber ein interessantes und abwechslungsreiches Aufgabengebiet. „Unser Anforderungsprofil weicht in manchen Bereichen aber schon deutlich von den üblichen Standards ab”, so Eberhardt weiter. „Im Zuge einer Aufzugsprüfung muss der Prüfer für Kontrollen auch auf das Dach des fahrenden Aufzugs und die Arbeit auf einer Windkraftanlage erfordert neben dem fachlichen Know-how starke Nerven und Schwindelfreiheit. Ein gewisses Maß an Abenteuerlust schadet sicher nicht”, schmunzelt Eberhardt.

TÜV Wissenschaftspreis Anlässlich des 140. Geburtstags hat die TÜV Akademie den ‚TÜV Wissenschaftspreis‘ ins Leben gerufen, mit dem hervorragende wissenschaftliche Arbeiten von Universitäten und Fachhochschulen in den Bereichen Technik, Sicherheit, Qualität und Umweltschutz prämiert werden. Eigene Sonderkategorien gibt es für HTLs und Unternehmen. „Der ‚TÜV Wissenschaftspreis‘ ist eine Anerkennung für das Ingenieurswesen und soll ein Ansporn für Fachkräfte im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich sein”, erläutert Eberhardt. Dotiert ist der Award mit 15.000 €, Einreichungen sind noch bis zum 30. Juni möglich.  www.tuv.at

Facts & Figures Gegründet im Juni 1872 als „Dampfkesselversuchs- und Versicherungs-Gesellschaft auf Gegenseitigkeit” Geschäftsstellen in Österreich: Bludenz, Dornbirn, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Lauterach, Linz, Salzburg, St. Pölten, Wels, Wien Internationale Tochterunternehmen und Geschäftsstellen in China, Deutschland, Griechenland, Iran, Italien, Jordanien, Korea, Malta, Polen, Rumänien, Schweiz, Slowenien, Tschechische Republik, Türkei und Zypern


i n n ovat i o n & u n t e r n e h me n

Freitag, 22. Juni 2012

industrialtechnology – 55

Fraunhofer & BASF Neues Verfahren erleichtert die Planung und den Umbau von Produktionsanlagen

short

Erst virtuell, danach real

Industrie begrüßt Fachkräfteverordnung

„Wir sind von dem Design Review mit Virtual Reality so überzeugt, dass wir in Ludwigshafen zwei VR-Stationen eingerichtet haben. Das erlaubt es unseren Planungsteams, vor Ort jederzeit Design Reviews weiterer Anlagen vorzunehmen“, sagt Axel Franke, Senior Engineering Manager bei BASF.

herbert strasser

Ludwigshafen. Technische Anlagen haben nicht selten eine Lebenszeit von mehreren Jahrzehnten, müssen in dieser Zeit aber mehrmals adaptiert und umgebaut werden. Mit einer neuen, von BASF und

„Wir sind von dem

Stabile Entwicklung

Verfahren so überzeugt, dass wir in Ludwigs­ hafen bereits zwei gerichtet haben.“ Axel Franke, BASF

© Fraunhofer

VR-Stationen ein­

Virtuelle 3D-Modelle erlauben Technikern präzise Einblicke in die Anlagen.

dem Fraunhofer Institut entwickelten Software wird das Planen und Testen dieser Umbauten nun deutlich vereinfacht. Zum Einsatz kommt das neue Verfahren am BASF-Hauptsitz in Ludwigshafen, wo das Unternehmen 160 Produktionsanlagen, zwei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke und eine Kläranlage betreibt. Informationen und Daten über alle Anlagen auf dem Gelände sollen für Planungsingenieure, Ver-

fahrenstechniker, Montagekoordinatoren, Sicherheitsfachkräfte und Asset Manager mithilfe virtueller Technologien digital verfügbar werden. Ein wesentlicher Bestandteil im Planungsprozesses sind Design Reviews, bei denen am virtuellen Modell alle Bauteile mit den dazugehörigen Informationen realitätsgetreu abgebildet werden. Durch die exakte räumliche Darstellung werden auch ver-

deckte Bauteile oder hintereinander stehende Komponenten leicht sichtbar. „Das ‚Design Review‘ für den Umbau einer verfahrenstechnischen Anlage haben wir gemeinsam mit den BASF-Experten durchgeführt“, sagt Sabine Szyler, Virtual-RealitySpezialistin am Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF. „Die Platzverhältnisse in der Anlage lassen sich jetzt viel leichter erfassen.“

Da sich eine Anlage nach einem Umbau anders verhält als im vorhergehenden Betriebszustand, haben im Chemieanlagenbau kontinuierliche Sicherheitsschulungen oberste Priorität. Und auch hier bietet Virtual Reality neue Möglichkeiten. Für den Umbau einer BASFAnlage zur Gewinnung von Salpetersäure konzipierten die Fraunhofer-Experten ein 3D-Modell, mit dem die Betriebsmannschaft die neue Anlage schon vor Inbetriebnahme virtuell begehen und kennenlernen konnte. „Ohne virtuelle Technologien wird sich zukünftig kein Anlagenbauer auf dem internationalen Parkett bewegen“, ist man bei BASF überzeugt. Um die Spitzenposition unter den Chemieanlagenbetreibern zu halten, will das Unternehmen mit Unterstützung der Fraunhofer-Wissenschafter verstärkt an virtuellen Technologien arbeiten.  www.basf.com

© Industriellenvereinigung

BASF will in Zukunft das Virtual-Reality-Verfahren für den Chemieanlagenbau weiter forcieren.

IV-Generalsekretär Christoph Neumayer will Zuwanderung forcieren.

Wien. Als wesentliches Instrument im Kampf gegen den Fachkräftemangel bezeichnet die Industriellenvereinigung den vereinfachten Zugang von Drittstaatangehörigen auf den österreichischen Arbeitsmarkt. In der Industrie und Wirtschaft fehlen trotz der RotWeiß-Rot-Card für Nicht-EUBürger nach aktuellen Schätzungen rund 30.000 Fachkräfte. Positiv wertet die Industriellenvereinigung, dass viele für die heimischen Unternehmen zentrale Mangelberufe wie etwa Dreher, Fräser, Schweißer, Schlosser und diverse Techniker in der neuen Verordnung erfasst sind. „Wir müssen Österreichs Attraktivität als Zuwandererland steigern und dafür sorgen, dass jene Menschen kommen, die von den Unternehmen dringend gebraucht werden, um zusätzliches Wachstum und Beschäftigung zu ermöglichen”, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.  www.iv-net.at

KNAPP AG Flexibler, leistungsstärker und extrem energiesparend: Innovationstreiber reüssiert mit der nächsten OSR Shuttle-Generation

Das Herzstück im Lager

Pick-it-Easy: Auf Mitarbeiterbedürfnisse abgestimmte Arbeitsplätze sorgen für zusätzliches Effizienzplus.

PROMOTION

Starke nächste Generation Aufgrund der Erfahrungszuwächse beim praktischen Implementieren hat KNAPP die Weiterentwicklung des Technologie-Tausendsassas in der letzten Dekade zügig vorangetrieben. Resultat: Eine leistungsfähigere, kosteneffizientere und noch flexiblere OSR Shuttle-Generation, die die Lagerung von Behältern und Kartons unterschiedlichster Abmessungen ermöglicht. Laut Produktmanager Roman Schnabl bietet KNAPP derzeit das ShuttleSystem mit der höchsten Lagerdichte am Markt. Daraus resultiert u.a. eine deutliche Kostenreduktion des Gesamtsystems. So kann beispielsweise die neue Generation unterschiedliche Größen bis zu vierfach tief lagern.

KNAPP ist Komplettanbieter für Intralogistiklösungen und setzt mit modernsten Technologien neue Standards in der Lagerlogistik. 60 Jahre Erfahrung und mehr als 1.400 abgeschlossene Projekte machen KNAPP zu einem Global Player in der Entwicklung und Herstellung von Fördertechnik, Kommissionieranlagen, Logistik für Warenlager und Lagerlogistik-Software. Die Exportquote von aktuell 97% spiegelt die internationale Ausrichtung wider.

© KNAPP AG (3)

Hart bei Graz. Herzstück, Hingucker und Hightech-Hit: Mit dem OSR Shuttle-System integriert KNAPP die wichtigsten Lagerprozesse – Lagerung, Kommissionierung, Nachfüllung sowie Versandsortierung – in einem System. 10 Jahre Einsatz-Erfahrung und eine leistungsstarke Software haben KNAPP mittlerweile an die internationale Spitze katapultiert. Mit seinen weltweit verkauften Shuttle-Systemen an mehr als 150 Kunden hält KNAPP gegenwärtig einen Marktanteil von 80%.

KNAPP AG

KNAPP-Produktmanager Roman Schnabl: „Hype rund um OSR Shuttle-Technologie, ergonomische wie effiziente Work Stations“.

Ein weiterer Vorteil ist das breite Artikelspektrum: Kleinste Artikel können ebenso schonend und zuverlässig verarbeitet werden wie Gebinde in Größe XXL. Schnabl: „Dank der Gestaltungsfreiheit der OSR Shuttles können wir ein perfekt auf die Kundenbedürfnisse abgestimmtes System anbieten, welches sich auch in Zukunft einfach und effektiv an die Änderungen im Geschäftsfeld anpassen lässt und den steigenden Anforderungen bei Umwelt- und Energiestandards vollständig entspricht.“ Denn auch in Sachen Energieeffizienz hält KNAPP die Trümpfe in der Hand. Das OSR Shuttle punktet unter vergleichbaren Systemen mit dem niedrigsten Verbrauch – und schafft dabei in seiner Technologieklasse den höchsten Leistungsgradienten. In einer Stunde wickelt eine Gasse bei nur zwei

Kilowattstunden bis zu 800 Einund Auslagerungsvorgänge ab.

Ganz „easy“ am Arbeitsplatz „Mit der nachhaltigen Entwicklung von Intralogistik-Arbeitsplätzen hat KNAPP neben der Energie- und Umweltfrage auch seine Verantwortung gegenüber dem Menschen und seiner Berufssituation neu austariert und bereits die entsprechenden Resultate erzielt“, sagt der Experte. Ergonomische Kommissionierplätze helfen, eine dauerhafte Leistungssteigerung, höhere Mitarbeiterzufriedenheit sowie daraus resultierende verbesserte Produktivitätskennzahlen zu erreichen. Bei der Ausformung der Pick-itEasy-Serie hat man besonders auf die natürlichen Bewegungen des Menschen und auf die Materialauswahl geachtet.

In enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmedizinischen Zentrum Graz und dem renommierten Institut für Arbeitsmedizin des TÜV Rheinland wurden bedürfnisgerechte Lösungen erarbeitet; daraus entstand ein intelligentes Design für ein gesundes AllroundArbeitsplatzsystem, gestaltet nach den Prinzipien der Ergonomie, Ergodynamik und Multifunktionalität. Das Pick-it-Easy-System ist auf die unterschiedlichsten Branchenanforderungen abgestimmt und ermöglicht die optimale Bearbeitung der Artikel, so der Produktmanager. Neben der Kommissionierung, dem Retourenhandling und einem vereinfachten Inventurmanagement erlaubt die zentrale Drehscheibe für Arbeitsprozesse die umfassende Lagerkontrolle und die Abwicklung aller Value Added Services. Schnabl: „Die Effizienz kann dadurch nachhaltig gesteigert werden.“

Kunden aus den Branchen Pharma, Fashion, Cosmetics, Retail (Food/NonFood), Media, Optics, Office, Tobacco, Tools & Spares und 3PL vertrauen auf die Erfahrung und Innovationskraft des Konzerns. Im Kunden-Portfolio: u.a. der Kosmetik-Gigant AVON, die Drogeriemarktkette Müller, der Brillenhersteller Luxottica oder die britischen Kaufhauskette John Lewis. Auch in China und den USA konnten zuletzt wieder Aufträge akquiriert werden. Der chinesische Männermoden-Hersteller Seven (qipai) hat KNAPP beauftragt, sein Verteilzentrum in Xiamen bis Ende 2012 mit einer Automatisierungslösung auszustatten; das KNAPP-Tochterunternehmen Dürkopp liefert ein Hängefördertechniksystem für die Ein- und Auslagerung, einen Hängesorter für die Sortierung der Filialware sowie die Steuerung und den Stahlbau. Auch der Schuhhersteller Clarks USA investiert in KNAPP-Technolgie: Im neuen Logistik-Center in Pennsylvania wird ab 2013 ein OSR Shuttle für die Lagerung, Ware-zur-Person-Kommissionierung und sequenzgerechte Bereitstellung von 50 Mio. Paar Schuhen pro Jahr sorgen.


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

56 – industrialtechnology

Freitag, 22. Juni 2012

AIT Austrian Institute of Technology Gute Zahlen für 2011 und erfreuliche Aussichten für die Zukunft

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Gewinn fließt in die Weiterentwicklung

ABB setzt Lichtblicke im Fußballstadion

EGT von 2,1 Mio. Euro zeigt, dass die bisher gesetzten Strategiemaßnahmen erfolgreich sind. © EPA

Wien. Zum viertel Mal in Folge konnte das Austrian Institute of Technology (AIT) eine positive Bilanz präsentieren. „Das hohe Niveau der Auftragsstände und die Entwicklung des Verwaltungsaufwands der letzten Jahre zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Nach drei starken Konsolidierungsjahren investieren wir

Moderne Technik von ABB rückt die Fußball-EM ins rechte Licht.

Mannheim. Foul oder Schwalbe, Abseits oder nicht – erhellende Einsichten bei der Fußball-EM bringen nicht nur die Entscheidungen der Schiedsrichter und die Kommentare der Experten im Fernsehen, sondern auch moderne Technik. Für die Innenbeleuchtung des Stadions in Lemberg lieferte der Schweizer Technologiekonzern ABB eine moderne Steuerungsanlage. Auch in Kiew, wo am 1. Juli das Finale ausgetragen wird, ist Technik von ABB für das richtige Licht verantwortlich. 100 ABB i-bus KNX DALI Gateways vernetzen die Lichtanlagen im Stadion vom Kabinentrakt bis zur VIP-Lounge miteinander. Über das KNX-basierte Gebäudesteuerungssystem lassen sich diese Module ansteuern, wodurch sich Helligkeit und Lichtfarbe schnell und einfach anpassen lassen.  www.abb.com

gangenen Jahr eine ganze Reihe von neuen Projekten mit EU-Förderung an Land ­ziehen.“ Wolfgang Knoll, GF austrian Institute of technology ait

v.li.n.re.: Wolfgang Knoll (Geschäftsführer AIT), Hannes Androsch (Aufsichtsrat-Präsident des AIT), Anton Plimon (Managing Director AIT) und Alexander Svejkovsky (CFO AIT).

nun Gewinne in die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens”, fasst Geschäftsführer Anton Plimon das erfreuliche Ergebnis für 2011 zusammen. Und auch für das 2012 stehen die Zeichen günstig, dass die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung Österreichs weiter auf diesem Kurs bleibt. Stand zwischen 2008 und 2010 zur Stabilisierung der Eigenkapitalbasis ein möglichst hohes EGT am Plan, setzt man nach den letzten drei Konsolidierungsjahren nun stärker auf die Reinvestition der jährlichen Gewinne. Plimon: „Das AIT ist nicht auf Gewinnmaximierung ausgelegt, sondern auf eine hohe vernetzte

© Bogner Edelstahl

Bogner Edelstahl ist jetzt ein Leitbetrieb

v.li.: M. Rintersbacher, R. Broermann, F. Bogner sen., P. Ostermann.

Systemkompetenz der Infrastrukturthemen und das Wissen, wie diese mit den Anforderungen unserer Industriepartner und Auftraggeber in Einklang zu bringen sind.”

Prüfzentrum Arsenal GmbH und dem damit verbundenen Wegfall von Doppelgleisigkeiten wird sich der jährliche Verwaltungsaufwand um weitere 300.000 € reduzieren.

Stabile Entwicklung

Weniger Verwaltung

Mit Erfolg, wie die Zahlen belegen: 2011 konnte das Volumen der mit EU-Forschungsgeldern finanzierter Projekte um 13% gesteigert werden. Auch der Auftragsstand wurde weiter ausgebaut und liegt mit 129,3 Mio. € um 6,2% über jenem von 2010. Gleichzeitig konnten 2011 die Verwaltungskosten gesenkt werden und durch die Anfang 2012 erfolgte Verschmelzung mit der Österreichische Forschungs- und

„Eine Strategie-Evaluierung ist sehr zufriedenstellend ausgefallen. Die Departments ‚Energy‘ und ‚Safety & Security‘ haben sehr gut abgeschnitten. Das Mobility Department ist stabil, im Health & Environment Department haben wir 2011 nachjustiert. Das ‚Foresight & Policy Development Department‘ muss noch stärker zu einem integrierenden Faktor für das AIT werden”, so Plimon weiter.

Hannes Androsch, Aufsichtsratspräsident des AIT: „In den nächsten Jahren wird sich das AIT weiter fokussieren. In jenen Bereichen, in denen das AIT erfolgreich ist, soll und muss es wachsen. Bis 2020 könnten bis zu 250 neue Arbeitsplätze in den Departments geschaffen werden.” Allerdings spürt man auch beim AIT den Fachkräftemangel, hat allerdings bereits gegen gesteuert. „Die größte Herausforderung stellt zurzeit das Recruiting von High-Level-Playern dar. Dafür haben wir ein hochwertiges Karrieremodell entwickelt und ausgerollt, mit dem wir in der Lage sind, auch internationale Top-Leute engagieren zu können”, so AIT-GF Wolfgang Knoll.  www.ait.ac.at

Siemens-Innovation Salzschmelze für Wärmerückgewinnung im Stahlwerk – Pilotanlage wurde installiert

Neue Energie unter dem Lichtbogen Linz. Beim Einschmelzen von Stahlschrott entstehen Abgase, die bis zu 1.700 ºC heiß werden – eine Hitze, die bisher aber nicht genutzt werden konnte. Zwar bestanden schon länger Ansätze, daraus Strom zu erzeugen, doch diese scheiterten bisher an einem wesentlichen Detail: Die Hitzentwicklung während der Stahlherstellung ist unregelmäßig und es fällt nicht immer gleich viel und gleich heißes Gas

an. Dampfturbinen benötigen aber einen kontinuierlichen Dampffluss in einer eng begrenzten Temperaturspanne. Dieses Problem hat jetzt ein Team der Siemens VAI Metals Technologies in Linz gelöst, indem es Anleihen aus der Solarthermie genommen hat. Mittels Salzspeicher, die in Solar-Kraftwerken verwendet werden, wird dem heißen Abgas die

Wärme entzogen. Das Salzgemisch heizt sich dabei auf etwa 450 ºC auf. Durch dieses heiße Salz wird Wasser geleitet, der dabei erzeugte Wasserdampf treibt die Turbine an. Wegen der hohen Temperaturen im Salz hat der Prozess einen Wirkungsgrad von 24%. Damit übertrifft diese Variante die zweite Möglichkeit zur Stromgewinnung im Lichtbogenofen. Dabei wird direkt aus den Abgasen Wasserdampf erzeugt und in Druckkesseln zwischengespeichert. Salzspeicher sind im Vergleich zu Druckkesseln allerdings billiger und auch sicherer im Betrieb.

Hoher Wirkungsgrad

© Siemens Österreich

Wien/Linz. „Wir sind eine Unternehmensgruppe, die im gesamten CEE-Raum zuhause ist“, betonte Peter Ostermann, CEO von Bogner Edelstahl, bei der Eröffnung des „Bogner Edelstahl Info Day 2012“, zu dem rund 150 Kunden, Partner und Mitarbeiter aus zahlreichen Ländern ins Lager- und Service-Center Rostfrei in Wels gekommen waren. Der neue Geschäftsführer präsentierte unter anderem die neuen Produktserie „Bogner Finishing“, die den gesamten Produktlebenszyklus von Edelstahl abdeckt – vom Wareneingang über die Lagerung und Verarbeitung bis hin zur Anwendung. Die sieben Produkte wurden gemeinsam mit dem Partner Luxor Interchem Chemische Produkte GesmbH entwickelt. Diese decken von der Entrostung, Etikettenentfernung, Reinigung, Konservierung und Oberflächenschutz alle Anwendungsbereiche ab und werden den Kunden sowohl direkt als auch über den Handel angeboten. Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Leitbetriebe-Zertifikats durch Monica Rintersbacher, GF Leitbetriebe Austria.  www.bogner.co.at

© AIT Austrian Institute of Technology/APA-Fotoservice/Preiss

„Wir konnten im ver-

Rund ein Fünftel des aufgewendeten Stroms kann wieder zurückgewonnen werden.

Ein Lichtbogenofen schmilzt Stahlschrott unter etwa 3.500 ºC heißen Lichtbögen, die mittels Hochspannung erzeugt werden. Pro Tonne produzierten Stahls verbraucht eine solche Anlage rund 370 Kilowattstunden Strom. 20% des Stroms für das Einschmelzen des Schrotts könnte mit dem neuen Verfahren aus der Abwärme

zurückgewonnen und 40 kg CO2 pro Tonne Stahl gespart werden, so die Schätzung Bei einer typischen Ofenkapazität von 120 t ergibt sich eine jährliche CO2-Einsparung von rund 30.000 t. Der Betreiber der Anlage kann seine Kosten für Strom und CO2-Zertifikate somit um bis zu fünf Mio. € senken. Mitte April 2012 ging die erste Pilotanlage bei der Stahlwerk Thüringen GmbH in Unterwellenborn in Betrieb. Die Anlage ist mit dem bestehenden Abgassystem des Elektrolichtbogenofens verbunden. Ziel des zunächst auf ein Jahr befristeten Pilotprojekts ist es, mögliche Werkstoffe für den Einsatz unter hohen Temperaturen zu validieren sowie Bedingungen für eine möglichst hohe Effizienz bei der Energierückgewinnung zu untersuchen. Die Erkenntnisse aus den Werkstoffuntersuchungen sind unabhängig vom Wärmeträgermedium und können daher auch für konventionelle Wasser-/Dampf­ systeme genutzt werden.  www.siemens.at


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

Lenzing Technik Zweite Ausbaustufe bei Tyrolit

Modular und langlebig Bio-Filteranlage sorgt für saubere Luft.

industrialtechnology – 57

| BS12-02G |

Freitag, 22. Juni 2012

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology.

© Gerda Eichholzer

Motion Servoverstärker Servomotoren

IPC Projektteam mit Antje Schwemberger und Herbert Hummer (2.v.re.). herbert strasser

Schwaz/Lenzing. Nachdem seit letztem Oktober bereits die Abluft einer Produktionslinie der Tyrolit Schleifmittelwerke Swarovski durch eine Bio Oxidations-Anlage der Lenzing Technik umweltfreundlich und effizient gereinigt wird, folgt in diesem Sommer die Erweiterung auf die zweite Produktionslinie.

Ab Juli in Betrieb „Die Anlage überzeugt mit höchster Prozessstabilität, sehr geringen Wartungskosten und einer unkomplizierten Handhabung des BioBett-Filtermaterials“, sagt Antje Schwemberger, Leiterin des Umweltmanagements von Tyrolit. Fast

genauso wichtig ist ihr aber noch etwas anderes: „Für unsere Mitarbeiter macht es einen Riesenunterschied, dass in und um das Werk keine Geruchsbelästigung mehr vorhanden ist; allein damit hat die eingesetzte Technologie natürlich viele Sympathien gewonnen“, betont sie. Auch wirtschaftlich punktet das Bio-Oxidations-Verfahren. Da das Bettmaterial nicht verklumpt, benötigt die Anlage weniger Energie. „Weiters hat unser Biofilter eine Lebensdauer von bis zu zehn Jahren und kann danach regeneriert und wieder eingesetzt werden“, so Lenzing Technik-GF Herbert Hummer. Ein weiterer Vorteil ist der modulare Aufbau.  www.tyrolit.com  www.lenzing.com

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

IBS Europas höchster und modernster Vertikalprüfofen

Der Goliath der Prüfeinrichtung

© IBS/Bogner

Linz. Size matters – zumindest im Bereich der Feuerwiderstandprüfungen. „Bis dato waren Brandschutzbauteile in ihrer Höhe wegen fehlender Prüfmöglichkeiten begrenzt. Mit dem neuen Vertikalprüfofen wird es in Zukunft möglich sein, übergroße Schiebetorelemente, Feuerschutzvorhänge, Feuerschutzverglasungen oder eben auch übergroße Fassadenelemente, Ständer- und Schachtwän-

Elemente bis neun Meter Höhe können im neuen Ofen getestet werden.

de, deren Höhe bis zu 9 m betragen, in Originalgröße zu prüfen”, so IBS-GF Arthur Eisenbeiss. Insgesamt besteht durch die Größe des Prüfofens und durch seine technische Ausstattung auch ein deutlich grüßeres Einsatzspektrum. Durch mechanisches Verstellen der Ofendecke gibt es individuelle Anpassungsmöglichkeiten in der Prüfhöhe und zusätzlich zu den normativen Heizkurven wie z.B. der Einheitstemperatur-Zeitkurve besteht die Möglichkeit, frei programmierbare Heizkurven zu steuern – etwa zur Prüfung von Bauteilen mit aus dem Fire-Modelling vorgegebenen Temperatur-Zeit-Belastungen. Durch individuelle Beobachtungspunkte auf der Feuerseite, Videoaufzeichnungen durch Feuerraumkameras aus verschiedenen Perspektiven und kontaktlose Verformungsmessung mithilfe von Fotostereometrie an frei wählbaren Verformungsmesspunkten ist der neue Vertikalprüfofen nicht nur zur Produktprüfung, sondern auch für spezielle Forschungs- und Produktentwicklungstätigkeiten geeignet.  www.ibs-austria.at

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

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p r o d uk t i o n & AUTOM ATIS I E RUNG

58 – industrialtechnology

KraussMaffei Plasma-Pulver-Auftragsschweißen beschichtet Stegoberkanten an gegenläufigen Doppelschnecken

short

Schutz vor Verschleiß

Neue 3M Glashohlkugeln iM16K Neuss. Mit einer Dichte von nur 0,46 g/cm� lässt sich mithilfe der neuartigen Glashohlkugeln von 3M je nach Füllgrad und Formulierung das Gewicht von Systemen mit mineralisch gefülltem Polypropylen um mehr als 15% und bei in Glasfaser gefülltem Polyamid um mehr als 18% reduzieren, ohne Einbußen bei der Festigkeit oder anderen physikalischen Eigenschaften. Daraus resultiert auch eine verbesserte Produktivität. Da die Kugeln hohl sind, muss weniger geschmolzenes Polymer gekühlt werden; damit verkürzen sich die Zykluszeiten je nach Kunststoff um 15 bis 25%. Parallel dazu verbessert sich die sogenannte Dimensionsstabilität der Bauteile, was sich in einem geringeren Verzug und Schrumpf und damit in weniger Ausschuss und Nacharbeit bemerkbar macht. Das speziell für Compoun­ dier- und Spritzgussprozesse in der Kunststoff-Industrie entwickelte Produkt zeichnet sich durch eine isostatische Druckfestigkeit von über 110 MPa (16.000 psi) aus.  www.3M.de

München. KraussMaffei Berstorff bietet ab sofort mit dem Verfahren des Plasma-Pulver-Auftragsschweißens (PTA) zur Beschichtung der Stegoberkanten an gegenläufigen Doppelschnecken einen noch effizienteren Verschleißschutz für alle parallelen und konischen Doppelschneckenextruder an.

„Damit reduzieren wir den adhäsiven Verschleiß auf ein Minimum und erhöhen somit die Maschinenstandzeiten enorm.“ jens liebhold, Kraus Maffei

Jens Liebhold, Geschäftsbereichsleiter KraussMaffei Berstorff: „Eine speziell für diese Applikation entwickelte Software ermög-licht dabei einen kontinuierlichen Schweißvorgang auch bei Steigungsänderungen der zu beschichtenden Stege sowie das Schweißen der Ausläufe in Abhängigkeit von der gewählten Schneckengeometrie.“ Die Anlage ist für die Bearbeitung von Schnecken im Durchmes-

Zwei Varianten

Die neue Plasma-Pulver-Auftragsschweißanlage für Doppelschneckenextruder.

Als standardmäßigen Verschleißschutz wird eine PTA-Beschichtung der Stegoberkanten an allen parallelen und konischen Doppelschnecken auf Molybdän-Basis angeboten. Optimierte Schweißprozessparameter wie etwa die Stromstärke in Abhängigkeit des SchneckenAußendurchmessers und die maßgeschneiderte Zusammensetzung des Schweißpulvers stellen die Herstellung einer nahezu rissfreien

PTA-Molybdän-Auftragschweißung mit geringstmöglicher Aufmischung sicher. Die Maschinen sind somit gegen partielle Beschädigungen wie lokal eingegrenzte Ausbrüche optimal geschützt. Zusätzlich wird eine PTA-hergestellte, hochverschleißfeste Oberflächenbeschichtung für alle parallelen Doppelschneckenextruder mit Wolframcarbid-Verstärkung angeboten.

Diese KraussMaffei Berstorff Doppelschneckenextruder zur WPC-Verarbeitung erreichen somit im Vergleich zu Maschinen in Standardausführung wesentlich erhöhte Standzeiten, die – abhängig von der Rezeptur und einem spezifikationsgerechten Betrieb der Maschinen – zwischen 12.00020.000 Betriebsstunden betragen können.  www.kraussmaffeiberstorff.com

MMC Hartmetall Erweiterung der Fräsenserie

Mahr Neue Messuhren-Generation mit Funksystem

Meerbusch. MMC Hartmetall hat seine Fräserserie um den neuen VFX5 erweitert. Konzipiert wurde er speziell für Schruppbearbeitung bei hohen Kräften und Temperaturen, etwa für Titanlegierungen. Ein innovatives KühlmittelSystem sorgt für optimalen Kühlmitteldruck oder -menge direkt an den Schneiden, optimiert durch austauschbare Düsen mit unterschiedlichen Durchlassbohrungen. Mit dem neuen Modell ist die VFX-Serie jetzt standardmäßig im Durmesserbereich von 40 mm bis 100 mm, in kurzer und langer Ausführung sowie mit 3 bis 6 Zahnreihen erhältlich.  www.mitsubishicarbide.com

Göttingen. Der Applikationsspezialist Mahr hat jetzt Messuhren auf den Markt gebracht, die dank des patentierten Reference-Systems nicht mehr aufwendig auf Null ­gesetzt werden müssen. Der ­Nutzer braucht die Nullposition nur ­einmal zu setzen, danach ist sie für weitere Messungen gespeichert. Dank i-wi (Integrated Wireless) hat der Nutzer auch deutlich mehr Bewegungsfreiheit z.B. beim Messen auf oder an der Maschine oder bei großen Werkstücken, da ihn kein Kabel behindert. Die Funkverbindung vereinfacht zudem die Erfassung und Dokumentation von Messdaten.  www.mahr.de

Mehr Freiheit beim Messen

VFX-Serie: speziell für das Schruppen von Titanlegierungen entwickelt.

© Mahr

Ein kräftiger Neuzugang

© MMC Hartmetall

© Gogatec

Wien. Passend zu Relaisbausteine mit einer Breite von nur 6,2 mm ist nun auch ein Multifunktions-Relais in der gleichen geringen Baubreite bei Gogatec erhältlich. Das schmale, aufschnappbare Multifunktions-Relais vereint sechs Funktionen wie z.B. Impulsausgabe (Wischrelais) oder Einschaltverzögerung (Blinkrelais). Der Modulsockel ist für 12 bis 24 AC/DC ausgelegt. Achtet man auf die Spannung von 12 VDC oder 24 VDC, kann ein handelübliches Relais in den Kopf eingesteckt werden.  www.gogatec.com

serbereich von 43 bis 184 mm ausgelegt. Gegenläufige Doppelschneckenextruder fördern das Material nahezu ausschließlich in axialer Richtung in einem abgeschlossenen Kammersystem. Im Auskämm-Bereich der Schnecken entsteht durch die systembedingten Geschwindigkeits- und Druckverhältnisse ein Kalandereffekt mit Strömungsverhältnissen. Sowohl im Feststoff- als auch im Schmelzeförderbereich führt diese Kalanderströmung unter hohen Flächenpressungen zu adhäsiven Verschleißerscheinungen durch das Auseinanderdrücken der Schneckenwellen, die sich ausschließlich nur am Zylinder abstützen können. Dadurch können an Schnecken und Zylindern nachhaltige Beschädigungen auftreten, die teilweise bis zu einem vollständigen Versagen des Systems führen können.

© KraussMaffei

Die Anlage ist für Schnecken im Durchmesserbereich von 43 bis 184 mm ausgelegt.

Multifunktionalität auf kleinem Raum

Das neue Relais bietet auf nur 6,2 mm Breite sechs Funktionen.

Freitag, 22. Juni 2012

Mahr-Messuhr mit Reference-System und integriertem Funksystem.

Freiraum für Ihre Ideen.

Im Maschinenbau werden Sie zukünftig immer umfangreichere Aufgaben in immer kürzerer Zeit meistern müssen. Da ist es gut, einen Antriebs- und Automatisierungs-Spezialisten an seiner Seite zu wissen, der viele Aufgaben einfach macht. Das ist unsere oberste Priorität – im Zentrum unseres Handelns: Sie! Wir erarbeiten gemeinsam mit Ihnen die beste Lösung und setzen Ihre Ideen mit Begeisterung in Bewegung. Entdecken Sie mit uns die Zukunft des Maschinenbaus und verschaffen Sie sich so den Freiraum für das Wesentliche: Ihre Ideen. Erfahren Sie mehr auf www.Lenze.com

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Freitag, 22. Juni 2012 – 59

tourismusboom in ukraine

Schweizer Türkei-Veranstalter geht jetzt auch in Österreich an den Start Seite 61

Die Fußballeuropameisterschaft beschert der Ukraine ein profitables Biz Seite 62

robinson clubs starten in den Winter

© TUI

bentour swiss kommt © EPA

© Bentour

destinationworld Die Österreicher leisten sich gern einen Urlaub

©Panthermedia.net/Thomas Haupt

short

Leipzig. Mitten in der Hauptbuchungssaison vertiefen die Unister GmbH, Betreiberin von Deutschlands großem OnlineReisebüro ab-in-den-urlaub. de (2,7 Mio. Nutzer im Monat) und atraveo, Online-Vermittler von Selbstversorgerunterkünften, ihre Zusammenarbeit. Das gesamte 200.000 Ferienhäuser und -wohnungen umfassende atraveo-Sortiment ist ab sofort auf ab-in-den-urlaub.de direkt online buchbar. Zahlreiche Kundenbewertungen helfen bei der Suche nach dem richtigen Ferienhaus und erleichtern die Orientierung in dem großen Angebot.  www.ab-in-den-urlaub.de

© Panthermedia.net/Ant Clausen

©Oliver Weber/pixelio.de

Duisburg. Der Reiseveranstalter alltours hat für Griechenlandurlaube die Trendwende im Juni geschafft. Nachdem bisher Buchungsrückgänge für Griechenlandurlaube verzeichnet wurden, meldet alltours für seine Veranstaltermarken ein zweistelliges Buchungsplus für Urlaub in Hellas. „Die Preissenkungen und unsere groß angelegte Imagekampagne haben zu der Entwicklung beigetragen“, so GF Willi Verhuven. In der ersten Junihälfte liegen die Buchungen bei alltours 13% über dem gleichen Vorjahreszeitraum.  www.alltours.de

Urlaubsbudgets Noch nie wurde so viel Geld für den Urlaub ausgegeben: fast 1.200 Euro. Es ist nicht nur die Inflation, die dafür verantwortlich ist. Urlaub ist für die Österreicher in den letzten Jahren immer leistbarer geworden.  Seite 60 Großprojekt Neuer Airport soll bis 2016 fertiggestellt werden und etwa 120 Mio. Passagiere pro Jahr abfertigen

Berlin. airberlin, Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft, rechnet bereits am kommenden ersten Ferienwochenende in Deutschland mit 94.000 Reisenden. Die meisten starten nach Palma de Mallorca. Auf der Mittelstrecke reisen zahlreiche Familien in die Türkei, auf das spanische Festland und auf die Kanaren. Auch New York und Miami sind gefragt. airberlin.com

Istanbul. Die Millionenmetropole am Bosporus plant den Bau eines neuen Flughafens. Wie aus einem Bericht der Zeitung Zaman hervorgeht, soll das Projekt bis zum Jahr 2016 fertiggestellt sein und ungefähr 120 Mio. Passagiere pro Jahr abfertigen. Der Neubau wird geschätzte vier Mrd. € kosten. Als Standort kommt der Norden Istanbuls, in der Nähe des Schwarzen Meers, infrage. Die Ausschreibung ist für nächstes Jahr angesetzt. „Mit dem geplanten Bau eines dritten Flughafens nimmt die Türkei eine globale Rolle im welt-

weiten Flugverkehr ein“, erklärt der österreichische Luftfahrtexperte Kurt Hofmann. Der Grund für den ehrgeizigen Plan ist die zunehmende Auslastung der beiden anderen bereits existierenden Flughäfen; der eine auf der europäischen, der andere auf der asiatischen Seite haben jeweils eine Kapazität von jährlich 50 Mio. Passagieren. Doch diese stoßen bereits an ihre Grenzen. Der europäische Atatürk-Airport ist die Drehscheibe der Turkish Airlines. Diese Fluglinie ist momentan die am schnellsten wachsende Airline Europas. Der Bau einer dritten Piste wird dort dis-

kutiert. Im Gegensatz dazu legt der asiatische Sabiha Gökcen-Airport seinen Fokus immer mehr auf innertürkische Flüge. Sollte der neue geplante Flughafen wirklich realisiert werden, dann reiht er sich neben Mega-Airports wie Atlanta oder Peking bei den bedeutendsten Hubs der Welt ein. Istanbul plant nicht nur einen neuen Flughafen, sondern hat weitere Projekte vor: eine dritte Autobahnbrücke über den Bosporus, einen neuen Kanal zwischen Schwarzem Meer und MarmaraMeer sowie diverse Sportstätten.  http://turkishairlines.com

© Turkish Airlines

© EPA

Istanbul plant neuen Airport um 4 Mrd. Euro

Turkish Airlines ist die am schnellsten wachsende Fluglinie in ganz Europa.


c ov e r

60 – destinationworld

Kommentar

Tourismus-Boom durch Fußball-EM

Freitag, 22. Juni 2012

Studie Nahezu 1.200 Euro haben die privaten Haushalte in Österreich für Urlaubszwecke im Jahr 2011 ausgegeben

Noch nie so viel Geld für den Urlaub ausgegeben

Auslandsurlaub machen Österreicher am liebsten in Italien, das an erster Stelle im Ranking liegt. Michael Bär

P

olen und die Ukraine  haben die Vorbereitungen für die Euro 2012 mit der Unterstützung von europäischen Experten und dank ihrer eigenen Bemühungen  positiv abschließen können und können sich über einen touristischen Boom freuen. Vor allem die Ukraine hat durch die „Euro 2012“ deutlich punkten können (siehe auch Bericht auf Seite 62). Zu bemerken ist, dass der neueste „Global Enabling Trade Report“ des Weltwirtschaftsforums die Ukraine als die Nummer eins unter den GUSStaaten im Hinblick auf die Infrastruktur des Schienennetzes nennt. Die Infrastruktur des Landes wurde, gemessen an internationalen Standards, als weitreichend und effizient bewertet. Um die Reise der Fußballfans in die Ukraine noch unkomplizierter zu gestalten, hat die Ukraine von einer Visumspflicht für die Bürger der EU, der Schweiz, Kanadas, Japans und der USA abgesehen. Zuvor hatte die International Herald Tribune den ukrainischen Vizepremierminister Borys Kolesnikov mit den Worten zitiert: „Niemand in der ganzen Welt hat innerhalb von 18 Monaten so eine Infrastruktur geschaffen, wie wir dies in der Ukraine erreicht haben.“ Laut der Zeitung beträgt die Euro 2012 Investition der Ukraine in die Infrastruktur mehr als drei Milliarden Euro.

V.I.R. Social Media Suite

Amadeus mit Auszeichnung

Berlin. Amadeus wurde beim diesjährigen Innovationswettbewerb „Sprungbrett“ des Verbands Internet Reisevertrieb e.V. (V.I.R.) für seine Social Media Suite ausgezeichnet und erreichte in der Kategorie „ Established“ den dritten Platz. Die Teilnehmer präsentierten Produkte, Innovationen und kreative Ideen für die OnlineTouristik, die noch keine zwölf Monate auf dem Markt sind. Der Verband vergab während der „VIR Online Innovationstage“ in Berlin bereits zum fünften Mal Preise an Start-ups und etablierte Unternehmen aus der Touristik-Branche. Mit der Amadeus Social Media Suite sind Reisebüros in der Lage, einfach und bequem eine professionell und individuell gestaltete Facebook-Fanpage einzurichten, einschließlich integrierter Buchungsmöglichkeit. Reiseangebote können mit Freunden geteilt werden, virale Effekte werden so gefördert.  www.amadeus.com

Wien. Noch nie haben Herr und Frau Österreicher so viel für ihren Urlaub ausgegeben: Rund 1.200 € betrugen die durchschnittlichen Jahresausgaben der privaten Haushalte für Urlaubszwecke im Jahr 2011. „Wir sind Urlaubsmeister, das ist ein Rekordhoch“, kommentiert Hanna Bomba-Wilhelmi, CEO bei RegioPlan, wo die Urlaubsstudie durchgeführt wurde.

„Der für den Urlaub vorgesehene Anteil an den Gesamtausgaben

Nicht die Inflation, sondern der Wohlstandsanstieg führte zu diesen hohen Ausgaben und macht den Urlaub immer leistbarer.

eines Haushalts ist im zurückgegangen.“

tistik Austria rund 5,3 Mio. Österreicher mindestens eine Urlaubsreise im In- oder Ausland. Das sind 63% der Österreicher.

Hanna Bomba-Wilhelmi CEO RegioPlan

Am liebsten im Inland

letzten Jahrzehnt leicht

„Während sich unsere Großeltern jahrzehntelang kaum einen Urlaub leisten konnten, ist eine Kreuzfahrt für viele Menschen in Österreich heute möglich“, so Bomba-Wilhelmini. Die Österreicher verbringen ihren Sommerurlaub am liebsten im Inland. Rund 45% aller Nächtigungen während des Sommerurlaubs entfallen auf Österreich. Von den Auslandsdestinationen ist Italien seit 40 Jahren das beliebteste Land. So sind laut Statistik Austria auch im vergangenen Jahr rund 24% aller Auslandssommerreisen der Österreicher nach Italien gegangen.

Zum Vergleich: Unsere deutschen Nachbarn geben für Pauschalreisen sowie Hotel- und Pensionskosten um rund 170 € pro Haushalt im Jahr weniger als die österreichischen Haushalte aus.

Urlaub wird immer billiger Urlaub ist für immer mehr Menschen leistbar geworden: Mussten Haushalte beispielsweise vor zehn Jahren noch rund 3% ihrer jährlichen Gesamtbudgets für den Urlaub ausgeben, so sind es jetzt 2,7%. 2011 unternahmen laut Sta-

An zweiter Stelle lag 2011 Kroatien mit circa 17% aller Auslandssommerreisen, Tendenz steigend. An dritter Stelle liegt Deutschland mit 13%; einen deutlich schwächeren Anteil hatten Spanien mit 7% und Griechenland mit 5%, wobei gerade Griechenland um seine Touristen heuer zittern muss. Aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen gibt es laut diversen Reiseveranstaltern eine momentane Zurückhaltung bei den Buchungen für Griechenland.

Italien & Kroatien im Trend Ebenso haben die früher sehr beliebten Urlaubsdestinationen in Nordafrika – Ägypten und Tunesien – wegen der politischen Umwälzungen Touristen verloren. „Davon werden wieder Italien und Kroatien profitieren, sodass man davon ausgehen kann, dass

die beiden Länder auch bei den Österreichern wieder das Rennen machen werden“, so BombaWilhelmi. Touristen haben 2011 rund 23,6 Mrd. € in Österreich ausgegeben. Mehr als 60% dieser Ausgaben entfallen auf die Bereiche ‚Essen‘ und ‚Unterkunft‘ und rund 33% davon auf den Bereich ‚Essen außer Haus‘. Auch den Händlern kommt der Tourismus sehr zugute: Nahezu 10% der Ausgaben der Touristen fließen in den österreichischen Einzelhandel und in handelsähnliche Dienstleistungen: Bekleidung, Einrichtung und Hausrat, Körperpflege und Gesundheitspflege. Studienauftraggeber RegioPlan Consulting ist der Spezialist für Standortberatung und Marktanalysen in Europa. In mehr als 25 Jahren wurden über 4.000 Studien in 30 Ländern erstellt.  www.regioplan.eu

Osteuropa-Expansion Nach dem JW Marriott Bucharest Grand Hotel wird ein zweites Marriott in Bukarest eröffnet

Courtyard by Marriott eröffnet in Rumänien London. „Wir sind äußerst erfreut darüber, das ‚Courtyard Bucharest‘ zu unserem Portfolio in Osteuropa hinzufügen zu können“, sagt Amy McPherson, Präsidentin und Managing Director für Marriott International in Europa. „Wir sehen weiterhin großes Potential für die Expansion innerhalb von Osteuropa, insbesondere für die Marke Courtyard by Marriott. Mit ihrem neu eingeführten Courtyard Prototyp ist sie ein essentieller Teil unserer Wachstumsstrategie.“ Neben dem JW Marriott Bucharest Grand Hotel eröffnet Marriott International ein zweites Hotel in Rumäniens Hauptstadt Bukarest: Das Courtyard by Marriott Bucharest. Das Hotel mit 147 Zimmern wird unter einer Managementvereinbarung mit den Gica Popescu Hotels SRL agieren und zum Jahresbeginn 2014 eröffnen. Rumäniens Hauptstadt Bukarest gilt als wirtschaftliches und industrielles Zentrum des Landes. Mit zwei internationalen Flughäfen und einem gut ausgebauten Bahnnetz verbindet Bukarest Rumänien mit europäischen Großstädten.

Die Stadt beeindruckt zudem mit ihrer faszinierenden Geschichte, den großzügigen Grünanlagen und ihrer interessanten Architektur.

nissen von Geschäftsreisenden gerecht zu werden. Großzügige, stilvolle gemütliche Zimmer bieten genügend Platz, damit sich Gäste

großes Potenzial für die

richten, Wetter und lokalen Informationen bieten, außerdem einen durchgehend geöffneten Supermarkt mit Salaten und Sandwiches zum Mitnehmen. Ein Restaurant, dessen Speisekarte Elemente lokaler Küche und Geschmäcker widerspiegelt, gehört ebenfalls zum Hotel wie ein großzügiger Fitnessbereich mit Sauna.

Expansion innerhalb von

Die elftgrößte Hotelkette

Osteuropa, insbesondere

Im Jahre 1983 eingeführt und nun mit über 900 Hotels unter seiner Flagge, ist Courtyard by Marriott die elftgrößte Hotelkette weltweit. Zusätzlich zu dem europäischen Prototyp wird die Marke im Laufe dieses Jahres ein neues, asiatisch inspiriertes Konzept für Reisende aus China präsentieren. Marriott International gehört zu den führenden Hotelgruppen weltweit und betreibt über 3.700 Hotelanlagen in 72 Ländern und Regionen. Das Unternehmen beschäftigt rund 129.000 Angestellte.  www.courtyard.com  www.marriott.com

„Wir sehen weiterhin

für die Marke ‚Courtyard by Marriott‘.“ Amy Mc Pherson, Präsidentin

© Marriott

georg biron

Das neue Courtyard Bucharest wird im Zentrum der Stadt liegen, nahe dem Geschäftsviertel und den Verkehrsanbindungen. Seine Architektur wird das innovative Designkonzept der Marke Courtyard by Marriott reflektieren, das kreiert wurde, um den Bedürf-

Arbeit und Erholung nach eigenen Bedürfnissen einteilen können. Die zeitgemäß eingerichtete Lobby des neuen Hotels ist sowohl elegant als auch funktional und wird verschiedene Sitzmöglichkeiten, einen interaktiven GoBoard-Bildschirm mit den aktuellen Nach-


bu si n e ss & m a r k e ts

Freitag, 22. Juni 2012

destinationworld – 61

Winter 2012/2013 Robinson-Winterurlaub ganz klassisch mit „Skifoan“ in den Alpen oder mit Palmen, Sonne und Meeresrauschen in der Ferne

Robinson startet in Wintersaison georg biron

Wien. „Die Rückmeldungen auf unsere für den österreichischen Markt entwickelte Testimonialkampagne waren überwältigend. Deshalb freuen wir uns, dass der kosmopolitische Hubertus von Hohenlohe auch im Winter die Marke ‚Robinson‘ repräsentiert. Als ehemaliger Skirennläufer ist er natürlich ein besonders guter Botschafter für den Wintersport in unseren Clubs“, sagt Klaus Pümpel, CEO TUI Austria Holding.

Volle Wetter-Garantie Im Winter ist man breit aufgestellt: „Skifoan“ auf weißen Pisten oder warme Sonnenstrahlen auf der Haut genießen, garantiert und ohne Risiko mit der neuen Schneeund Sommertag-Garantie. „Wir bieten den Gästen eine komplett sorgenfreie Buchung. Alle Be-

Bentour Swiss Österreich

Türkei-Experte

© Bentour

Wien. Bentour Swiss, Prioritätspartner von Kuoni und Schweizer Marktführer für Türkeireisen mit Abflügen ab Schweiz und Deutschland, steigt ab 1. November in Österreich ein. GF Kadir Ugur (64) legt großen Wert auf die Feststellung, „dass Bentour Swiss von allen anderen internationalen Bentour Gesellschaften absolut unabhängig ist. Mit der sorgfältigen und gewissenhaften Wahl seiner Partner und einer sehr tiefen Reklamationsquote von nur 0,3% war es uns möglich, seit 2004 im Schweizer Reisemarkt zu bestehen und uns als führender Spezialist für Türkei-Reisen in der Schweiz zu etablieren.“ Bentour Swiss hat die bedeutendsten Ferienregionen der Türkei im Programm, von Istanbul über die türkische Ägäis bis hin zur Türkischen Riviera. Ergänzt wird das Portfolio durch Rundreisen und Blaue Reisen. Vom schlichten bis zum Fünf-Sterne-Luxus ist jede Kategorie im Reiseportfolio von enthalten – immer mit hohem Qualitätsanspruch zu guten Preisen. Der Schweizer Markführer für Türkeireisen erweitert 2012 sein Türkeiprogramm um 50 Hotels von 170 auf 220. Ausgebaut wurde das Angebot vor allem in den Zielgebieten Side, Alanya und in der Region Izmir. Das bedeutet mehr Hotels mit speziellen Konditionen für Familien mit Kindern und Jugendliche. Erstmals im Programm ist Kas in der historischen Region Lykien, etwa 170 km westlich von Antalya gelegen; der Ort zählt zu den ältesten und ursprünglichsten Siedlungen der Region und bietet einen erholsamen Urlaub fernab des üblichen Massentourismus. www.bentour.ch

Am 13. Juni fand in Wien ein Bentour Suisse-Pressefrühstück statt.

fürchtungen, ob genügend Schnee im Skigebiet liegt oder ob es warm genug am Strand ist, fallen weg, und die Gäste können sich unbesorgt auf einen echten Ski- oder Sonnenurlaub freuen“, so Philipp Schuldner, Produktverantwortlicher für Robinson Österreich. So können Gäste mit der Schneegarantie bis fünf Tage vor ihrer Anreise gebührenfrei auf einen anderen Robinson Club umbuchen; Bedingung ist, dass bis sieben Tage vor Anreise wegen Schneemangels nicht mindestens 75% der Lifte in dem Skigebiet geöffnet sind. Bei der neuen SommertagGarantie gibt es sogar einen Robin-

son Sommertag geschenkt: Sollte während des Aufenthalts in den Clubs Agadir (Marokko), Esquinzo Playa oder Jandia Playa (Fuerteventura), Soma Bay (Ägypten) oder Maldives (Malediven) an zwei aufeinanderfolgenden Tagen die Tageshöchsttemperatur unter 20 ºC liegen, bekommen Gäste einen Tag im Sommer 2013 in einem der 24 Robinson Clubs geschenkt.

Frühbucherermäßigungen Robinson hat seine Preisstrukturen deutlich vereinfacht und vereinheitlicht. Schnellentschlossene erhalten erstmals auch im

Winter 10% Frühbucherermäßigung über alle Saisonzeiten und in jedem Club bei Buchungen bis zum 31. August. Und auch die KinderFestpreise sowie die XXS-KinderFestPreise für Kinder von zwei bis 14 Jahren sind auf sieben bzw. fünf Clubs im Winter ausgeweitet worden und ab 299 € pro Woche buchbar. Neue Kindertagespreise gibt es kostenlos in den Bergclubs. Kinder zwischen 15 und 17 Jahren erhalten in den Sonnenclubs 40% Ermäßigung, in allen Bergclubs 20%. Sämtliche Ermäßigungen beziehen sich jeweils auf den Clubpreis.  www.robinson.com

© TUI

Kosmopolit Hubertus von Hohenlohe ist auch diesmal wieder Robinson-Testimonial für Österreich.

Neue Trends, die man noch nicht einmal aus dem eigenen Fitnessstudio kennt.

www.wirtundwinzer.at www.bier-guide.net

WEIN Die guten GUIDES GUIDES von 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012

Conrad Seidl

BIER GUIDE Das Standardwerk für optimalen Biergenuss — Österreichs beste Bierlokale im Vergleich —

www.bier-guide.net

Man muss nicht alles wissen. Wenn man weiß, wo man nachschlagen kann.

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b u s i n e s s & m a r k et s

62 – destinationworld

short

Interhome bietet auch Objekte für Gruppen

Freitag, 22. Juni 2012

„Euro 2012“ Fußballeuropameisterschaft bringt der Ukraine neben harter internationaler Kritik auch viele Sympathien

Ausländische Gäste von der Ukraine begeistert

© Interhome

Besucher nützen die Gelegenheit, kostenlos die bekanntesten Touristenattraktionen zu besichtigen.

ReiseSalon 2012: 30.6. ist der Anmeldeschluss Perchtoldsdorf. Der ReiseSalon 2012 („Entdecke neue Horizonte“) findet von 23. bis 25. November in der Hofburg in Wien statt. 70% der Fläche sind an die 55 Premierenaussteller bereits vergeben, doch einige Quadratmeter sind noch zu haben – allerdings müssen sich Interessierte bis spätestens 30. Juni entschieden haben.  www.reisesalon.at

© venere.com

Venere.com hat Koop mit HotelsCombined

Venere.com ist ein Spezialist für Online-Hotel-Reservierungen.

Rom. Durch die neue Partnerschaft kann Venere.com ab sofort auf die breite Auswahl von angesehenen HotelsCombinedVertriebskanälen zugreifen (wie z.B. Ryanair, Skyscanner) und so neue Märkte erschließen. Die plattform Venere.com bietet über 120.000 Hotels, Pensionen, Apartments, Landhäuser und andere Arten von Unterkünften in mehr als 130 Ländern, kommt den Ansprüchen von Reisenden entgegen und hilft, die perfekte Unterbringung zu finden.  www.venere.com

Die „Euro 2012“ sorgt für einen profitablen Tourismus-Boom in der Ukraine: 300.000 Besucher zählt man dort pro Tag.

Begeisterte Fußballfans

Nationalmannschaft auch das ukrainische Team. „Der ganzen Welt möchte ich mitteilen, dass ein Besuch in Charkiw und der Ukraine ein echtes Muss ist“, so Viches. Die Ukraine erlebt in diesen Tagen einen Tourismus-Boom. Laut dem Infrastrukturministerium der Ukraine überqueren an Spieltagen der Euro 2012 etwa 300.000 Menschen die ukrainische Grenze. Im sogenannten Global Destination Cities Index von Master Card rangiert Kiew, in der auch das Finale ausgetragen wird, vor der polnischen Hauptstadt Warschau. Beide Städte sind Veranstalter des Fußballturniers. Im Vergleich zu 2011 stieg die Zahl der täglich eintreffenden Men-

Etwa 20.000 niederländische Fans marschierten auf dem Weg zum Stadion durch die Straßen von Charkiw. Unterwegs hielt der Festzug an, um die ukrainische Nationalhymne „Noch ist die Ukraine nicht gestorben“ anzustimmen, einer der Anhänger begleitete die Hymne sogar mit seiner Trompete. Während des Spiels zwischen den Niederlanden und Deutschland fanden über 50.000 Besucher ihren Weg in die Fanmeile von Charkiw und füllten den Standort bis auf den letzten Platz. Laut Vinfred Viches, dem Vertreter des Fanverbands des Königreichs der Niederlande, unterstützten die niederländischen Anhänger neben der eigenen

schen im Juni um 90.000. Dies meldete der ukrainische Infrastrukturminister Borys Kolesnikow. Man geht davon aus, dass während der zweiten Spielrunde der Gruppenphase eine noch größere Zahl Touristen verzeichnet wird.

Touristischer Boom „Nach der ersten Spielrunde des Turniers gingen immer mehr Anfragen nach Charterflügen bei ukrainischen Flughäfen ein“, erklärte der Minister. Er ist davon überzeugt, dass dieser Anstieg auf Fans zurückzuführen sei, die der Ukraine einen Besuch abgestattet und darüber berichtet haben. Und das bringt Geld: Touristen neigen während ihres Aufenthalts

in Kiew zu höheren Ausgaben: Für 2012 wird erwartet, dass die Ausgaben um 29,8% steigen. Zuvor hatte der Marktforschungsbereich von Erste Bank einen Bericht veröffentlicht, demzufolge jeder der erwarteten 500.000 Besucher in der Ukraine etwa 800 € während des Aufenthalts ausgeben wird. Der von MasterCard Worldwide zusammengestellte „Index of Global Destination Cities“ beruht auf einem jährlichen Marktforschungsprogramm, in dessen Rahmen ein globales Netzwerk aus 132 Städten beschrieben und miteinander verglichen wird, insbesondere vor dem Hintergrund länderübergreifender Flugverbindungen und den damit verbundenen Ausgaben.  www.wnu-ukraine.com

Fraport Aufsichtsrat hat Michael Müller (54) zum Personalvorstand und Arbeitsdirektor des Unternehmens bestellt

Internationale Strategien sind erfolgreich Frankfurt/Main. Michael Müller tritt die Nachfolge von Herbert Mai an, dessen Vertrag aus Altersgründen zum 30. September 2012 ausläuft. Er übernimmt die Verantwortung für die Personalabteilung, den Geschäftsbereich Airport Security und den Zentralbereich Einkauf. Müller trat bereits 1984 in die damalige Flughafen-Betreibergesellschaft ein und verantwortete verschiedene leitende Funktionen im Personalbereich. 1997 wurde der Diplom-Volkswirt zum Leiter des Bereichs Personalserviceleistungen, seit 2009 ist er Geschäftsbereichsleiter Bodenverkehrsdienste der Fraport AG. Weiters entschied der Aufsichtsrat, dass Anke Giesen künftig das Fraport-Vorstandsteam verstärken wird. Die 48-Jährige soll die Geschäftsbereiche Retail und Immobilien sowie Bodenverkehrsdienste verantworten. Außerdem wird sie für die Betreuung und Entwicklung der Konzern-Führungskräfte verantwortlich zeichnen. Giesen verfügt über langjährige und umfangreiche Führungserfahrungen. Nach ihrem Jura-Studi-

um startete sie ihre Karriere bei der Mannesmann Dematic AG als Referentin für Personal und Führungskräfte.

Sehr breit aufgestellt Im Jahr 2001 wechselte Giesen zur Pfleiderer AG, wo sie diverse leitende Funktionen bekleidete, ab 2004 als Leiterin Personal Konzern und Mitglied der Geschäftsleitung

des Business Centers Westeuropa. 2009 wurde sie Mitglied des Vorstands bei der Douglas Holding. „Die Fraport AG hat sich – angefangen vom klassischen Flugbetrieb über die Bodenverkehrsdienste bis hin zum Retail- und Immobiliengeschäft – in den zurückliegenden Jahren zunehmend breit aufgestellt. Das sehr erfolgreiche internationale Geschäft – es macht bereits etwa ein Drittel Konzerner-

gebnisses aus – soll weiter ausgebaut werden“, begründete FraportAufsichtsratsvorsitzende Karlheinz Weimar die Entscheidung.

„Das sehr erfolgreiche internationale Geschäft – es macht bereits etwa ein Drittel des Konzernergebnisses aus – wird ausgebaut.“ karlheinz Weimar, CEO

© Fraport

Innsbruck. Interhome bietet Übernachtungsmöglichkeiten für den Urlaub in XXL-Größe. Denn der Spezialist für Ferienhäuser hat selbst für ungewöhnlich große Reisegruppen passende Objekte – mit entsprechend vielen Schlafzimmern und in allen attraktiven Ferienländern. So gibt es z.B. in Umbrien (Italien) ein historisches Herrenhaus mit Schwimmbad und einem 3 ha großem Park; 22 Personen können hier in 14 Zimmern (elf Schlafzimmer) ab 3.792 € (7 Nächte) Urlaub machen. Interhome bietet insgesamt 32.000 Ferienobjekte an, davon 1.608 Objekte für große Gruppen mit über zehn Personen. Alle Ferienhäuser und Ferienwohnungen sowie das ganze Interhome-Angebot sind telefonisch unter der Servicenummer 0810 013 015, im Internet sowie über verschiedene Reisebüround Online-Partner buchbar. Die Interhome AG hat ihren Sitz in Zürich (Schweiz) und ist im Besitz der Fa. Migros.  www.interhome.at

Kiew. Die Fußballeuropameisterschaft „Euro 2012“ begann erst vor Kurzem, und die Ukraine hat bereits etliche Spiele ausgetragen. Aller Kritik in europäischen Medien zum Trotz berichten fußballinteressierte Besucher aus dem Ausland nach ihrem Aufenthalt in der Ukraine von Fußballfesten und freundlichen Menschen. „Was die Menschen anbetrifft, ist dieses Land einer der schönsten Orte, die ich jemals besucht habe“, teilte Peter Tolen, Anhänger der englischen Nationalmannschaft, der Zeitung The Guardian mit. „Die Leute sind viel freundlicher als ich erwartet hatte“, so Robbin Falkenstrom aus Schweden. Zahlreiche Fans aus den Niederlanden strömten in die Stadt Charkiw im Osten der Ukraine, wo ihre Nationalmannschaft insgesamt drei Spiele im renovierten Metalist-Stadion austrug.

© EPA

alice hefner

Auch als Großgruppe kann man Übernachtungsmöglichkeiten finden.

Längst ist der Flughafen Frankfurt nicht mehr das Hauptgeschäft der Fraport AG.

„Ich freue mich, dass wir mit Anke Giesen und Michael Müller zwei stark geschäftspolitisch engagierte Führungspersönlichkeiten mit exzellenten Kompetenzen und einem breiten Erfahrungsfundus gefunden haben“, so Weimar.  www.fraport.de


t r av e l & v oya g e

Freitag, 22. Juni 2012

destinationworld – 63

Indochina Im Land der tanzenden Dschunken mit Lotus Travel Service

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Die facettenreichen Gesichter Vietnams 15-tägige Rundreise kostet pro Person 2.640 Euro im DZ inklusive Linienflüge ab & bis Deutschland. alice hefner

© Lotus Travel Service

Die „Insel der Götter“ ist immer angesagt

Die beste Reisezeit, um dem Zauber der indonesischen Insel Bali zu verfallen, ist von Mai bis Dezember.

Saigon. Vietnam ist vermutlich eines der spannendsten und faszinierendsten Länder dieser Erde. Dem Zauber seiner Schönheit kann sich kaum ein Besucher entziehen. Die Vietnamesen sind nicht nur bekannt als besonders stolzes, sondern auch als unglaublich gastfreundliches Volk. Ihre kulturelle Identität entwickelte sich im Laufe der Jahrtausende und ist unter anderem von chinesischen und westlichen Einflüssen geprägt

Denpasar. Zwischen Java und Lombok liegt Bali, die „Insel der Götter“. Den Beinamen verdankt die Vulkaninsel vermutlich ihren rund 20.000 Tempeln und so ist auch der balinesische Hinduismus fest im Alltag der Menschen verankert. Im Dorf Mas etwa gewährt eine Brahmanen-Familie Einblicke in deren Welt, während Agung Rai in sein kulturelles Zentrum, das Arma Resort in Ubud, einlädt – regelmäßiger Treffpunkt für Künstler und Musiker. Buchbar ist eine Woche im „Großen Haus der Brahmanen“ ab 1.460 € p.P. im DZ mit Vollpension, Linienflug mit Singapore Airlines. Wer nach diesen Erfahrungen malerische Strände und den kristallklaren warmen Indischen Ozean genießen möchte, ist im Puri Bagus Candidasa Hotel gut aufgehoben. Eine Woche p.P. in einem Bungalow mit Gartenblick gibt es ab 1.152 € p.P. inklusive Linienflug mit Singapore Airlines, Frühstück und Transfers.  www.lotus-travel.com

Ebenso kontrastreich wie das Land am Mekong präsentieren sich die Rundreisen von Lotus Travel Service. Ob per Boot, per Bus, per Auto oder auch mit dem Fahrrad – 2.000 km an Sandstränden, jahrhundertealte Tempel und Pagoden und die allgegenwärtige Geschichte hinterlassen bei den Reiseteilnehmern ein Mosaik aus facettenreichen Bildern und unvergesslichen Eindrücken. Der faszinierende Reichtum Vietnams lässt sich auf der 18-tägigen „kulturell sensitiven“ Reise „Begegnung mit der Seele Vietnams“ von Lotus Travel Service entdecken. Auf zahlreichen Ausflügen während dieser Erlebnisreise von Hanoi bis Saigon offenbart sich das Land aus einer besonderen Perspektive: vom Fahrrad aus, dem typischen Verkehrsmittel des Volks. Ein weiteres Highlight erwartet die Teilnehmer in Saigon, wo eine Gastfamilie sie in die Geheimnisse der vietnamesischen Küche einweiht. Die Rundreise kostet p.P. ab 3.106 € im DZ. Im Preis inbegriffen: Linienflug mit Vietnam Airlines, ein Inlandsflug, Transfers mit

© Lotus Travel Service

2.000 km Sandstrände

Wer nur durch die Wunderwelt der UNESCO-geschützten Halong-Bucht gleiten möchte, der wählt eine zweitägige Dschunkenfahrt, buchbar ab 244 Euro p.P. inklusive Übernachtung auf der Dschunke, Vollpension und Besichtigungsprogramm.

dem Pkw, Bootsfahrten, geführte Radtouren, Englisch sprechender Guide, teilweise Verpflegung, zwei landestypische Kochkurse, Besichtigungsprogramme und Eintrittsgelder.

Neue Produktlinie boomt Die Reise „Faszination Vietnam – Leben im Hier und Jetzt“ führt von Hanoi bis Saigon und bringt die Naturschönheiten, die ethnische Vielfalt und die Kulturschätze der vergangenen Kaiserreiche eindrucksvoll näher. Die 16-tägige Rundreise kostet ab 2.548 € p.P. im DZ inklusive Linienflug ab Frankfurt, Inlandsflügen, Transfers, Reiseführer so-

wie dem Besichtigungsprogramm und ist auch als exklusive „Celebrate-Life-Journeys“ buchbar. Diese seit September 2011 neue Produktlinie des Münchner Veranstalters Lotus Travel Service entspricht dem Wunsch, Erleben und Abenteuer mit Hochgenuss zu verbinden – und präsentiert sich beim stilvollen Empfang am Flughafen, bei einer Erkundungstour durch Hanois Altstadt in einem Oldtimer oder beim Lunch auf einer eigens gecharterten Dschunke. Die Rundreise „Gesichter Vietnams – im Land der Kontraste“ lädt dazu ein, die magische Welt der Halong-Bucht mit ihren rund 1.000 aus dem Wasser ragenden Kalksteininseln zu erkunden.

Geschichtsträchtige Orte wie die Dschungelfestung Dien Bien Phu, Schauplatz der Entscheidungsschlacht im ersten Indochina-Krieg 1954, oder das Kaisergrab des Khai Dinh bei Hue erzählen auf ihre ganz eigene Art und Weise von der ereignisreichen Vergangenheit des Landes.

Sziget: Urlaub mit Festival in Budapest

Abwechslungsreiche Tage

Budapest. Von 6. bis 13. August verwandelt sich die Óbudai-Donauinsel im Herzen Budapests wieder in ein Musik- und Freizeitgelände der besonderen Art. Musikfans, Partytiger und Kulturinteressierte aus über 60 Ländern bauen alljährlich ihre Zelte auf oder nächtigen in den umliegenden Hotels: Auf mehr als 50 Bühnen finden rund 1.000 Veranstaltungen statt.  www.szigetfestival.at

Die 15-tägige Rundreise kostet p.P. 2.640 € im DZ inklusive Linienflug ab/bis Deutschland, Inlandsflüge, Transfers und Englisch sprechendem Touristenguide, diverser Bootsfahrten und Besichtigungsprogramm.  www.lotus-travel.com

Malediven Im Resort Dusit Thani wird Personalmanagement vom Feinsten betrieben

Prachtvolle Tage auf der Insel Mudhdhoo leben der Angebote identifizieren kann. Nachhaltigkeit muss auch im Umgang mit Menschen gelebt werden, es ist eine ethische und moralische Verpflichtung.

Authentischer Service Nur so, sagt Rubio, ist es erreichbar, dass Freundlichkeit, Professionalität und Committment authentisch gelebt werden. Doch

Fantastisches Wein-Angebot

Mitarbeiter als Urlauber

© Markus Gortz

Neben exquisiter Kulinarik in drei Restaurants, einem fantastischen Weinangebot, Padi Dive Center, spezieller Familienfreundlichkeit, Kids Club, Fitness Center und einem außergewöhnlichen Spa mit Behandlungsräumen in den Wipfeln der Kokospalmen ist die Ausrichtung des Resorts auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. „Zielsetzung ist, dass wir das Hotel energieautark und carbonneutral betreiben“, sagt Andres Rubio, General Manager der Anlage. Vor diesem Hintergrund ist auch die Personalführung und Schulung zu sehen, die zum Ziel hat, dass sich jeder einzelne Mitarbeiter zu 100% mit dem Gast und dessen Er-

wie kann das im Detail erreicht werden? Die Mitarbeiter wurden zu 60% aus den Tourismusbetrieben des Konzerns aus Thailand rekrutiert und zu 40% aus lokalen Leuten. Jeder einzelne von ihnen durchlebt, sozusagen im Schnelldurchgang, den gesamten Prozess eines Urlaubs. Angefangen vom Empfang an der Rezeption, dem Einchecken bis zum Abendprogramm wird eine volle Simulation durchgeführt.

Mudhdhoo Island ist Teil des Baa-Atolls und eine der 1.200 Inseln der Malediven.

Jeder Mitarbeiter übernachtet in einer der Villen, diniert in den Restaurants und genießt in den Bars den Sonnenuntergang. Es werden Tauchgänge durchgeführt und ein volles Regenerationsprogramm im Spa durchlaufen. Es werden alle Positiva und Negativa detailliert dokumentiert und damit auch die Basis für konstruktive Kritik gelegt. In gemeinsamen Meetings werden dann die Findings aufgearbeitet – und wenn notwendig, werden neue Prozesse oder Adaptionen

Neue Partner für die Top Trails of Germany

installiert, um dann möglichst zu reibungslosen Abkäufen zu gelangen.

Verständnis für die Gäste Der viel wesentlichere Punkt ist aber, so Andres Rubio, „dass dadurch jeder Mitarbeiter körperlich und mental das Empfinden und Erleben des Gasts in der Praxis nachvollziehen kann, weil die Erfahrung des aktiven Erlebens mit allen Sinnen dahintersteht“ – getreu nach Goethes „Faust“: „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum“. Dieser Richtung weisende Ansatz ist in dem einen oder anderen Lehrbuch schon verankert, gelebt wird er jedoch nur in den seltensten Fällen; er ist aber für praktisch alle Wirtschaftsbereiche gültig, egal ob das Produkt eine Dienstleistung ist oder ein Gebrauchsartikel. Produkte sind austauschbar; was für den Erfolg ausschlaggebend ist, ist die Emotionen der Menschen, die dahinterstehen. Und diesbezüglich punktet man auf Mudhdhoo.  www.dusit.com

© Bichler/Schluchtensteig

Mudhdhoo. Die renommierte asiatische Hotelgruppe Dusit International hat ihr Portfolio Anfang 2012 um ein Juwel erweitert und auf Mudhdhoo, 35 Flugminuten mit dem Wasserflugzeug, nördlich von Malè ein 5* Hotel mit 100 großzügig designten Villen mit eleganter Einrichtung eröffnet.

Albsteig und Schluchtensteig gehören zu den Spitzenwanderwegen.

Füssen. Ab sofort gehören der Albsteig und der Schluchtensteig zu Deutschlands schönsten Wanderwegen. Damit erweitert der Verein sein Portfolio auf 14 Prädikatswege – ein Zusammenschluss, der Wanderern schöne Touren durch das Landes garantiert. Die Top Trails sind ent­ weder als „Premiumwanderweg“ nach den Kriterien des ­Deutschen Wanderinstituts oder als „­Qualitätsweg“ nach den ­Kriterien des Wanderbaren Deutsch-lands zertifiziert.  www.toptrails.de


guest & service

64 – destinationworld

short

© www.facebook.com/SheratonFrankfurt

Sheraton Frankfurt sucht Namen für die Lounge

Freitag, 22. Juni 2012

Premiere Das Orient-Express Hotel ist das erste Projekt der Kette, dessen Planung & Umbau von Beginn an betreut wurde

Palacio Nazarenas in Peru nach Renovierung eröffnet Das All Suite Boutique Hotel im ehemaligen Priesterkonvent beherbergt 55 Suiten mit Butler-Service. caroline nussdorfer

New York. Ab Juli startet in New York ein neues Bike-ShareProjekt mit 10.000 blauen Citi Bikes und 600 solarbetriebenen Docking-Stationen. Das Angebot gilt für Einheimische wie Besucher. Eine eintägige Mitgliedschaft kostet 9,95 USD, eine wöchentliche schlägt sich mit 25 USD zu Buche. An den Docking­Stationen kann dann ganz einfach mittels Kreditkarte ­bezahlt werden.  www.citibikenyc.com

© A-Rosa Flussschiff GmbH

A-Rosa feiert Jubiläum mit Gourmet-Reisen

Kulinarische Ausflüge u.a. mit Weinprofi Hendrik Thoma sind inklusive.

Rostock. Im zehnten Jubiläumsjahr hat A-Rosa Kreuzfahrten attraktive GourmetReisen auf Donau, Rhein und Mosel im Programm (Reisezeitraum September 2012), bei denen bis zu 640 € pro Person gespart werden kann. Aber schnelles Handeln ist angesagt, denn das Angebot gilt nur bei Buchung bis 30. Juni.  www.a-rosa.de

Der ehemalige Priesterkonvent aus dem 16. Jahrhundert wurde in Zusammenarbeit mit Perus Nationalem Institut für Kultur renoviert und zu einem Hotel umgestaltet, wobei die historische Substanz des Gebäudes erhalten und integriert sowie mit zeitgemäßem Design im regionalen Stil kombiniert wurde. So sind im gesamten Palacio und in der Bibliothek neben landestypischer Kunst und Designelementen auch Objekte aus der Zeit der Inka sowie originale Wandgemälde aus der Kolonialzeit zu finden. Textilien sowie Uniformen wurden von Designern und Kunsthandwerkern der Region gestaltet, und im „Hypnoze Spa” können die Gäste während dem Verwöhnprogramm durch Glasböden auf restaurierte Mauern sowie Wände aus der Zeit des Inka-Imperiums blicken. Auch bei der Gestaltung der Suiten standen regionales Design und historische Details im Vordergrund. Der Palacio Nazarenas ist ein All Suite Hotel mit insgesamt

Stilmix: Bei der Adaptierung des Gebäudes wurde die historische Substanz integiert und mit zeitgemäßem Design kombiniert.

55 Suiten in den Kategorien Chica Suites, Grande Suites und Master Suites. Als Premium-Kategorie steht den Gästen zudem die sogenannte Z-Kollektion zur Auswahl, die mit der „Nazarenas Suite“ ein besonderes Highlight bietet: Das Schmuckstück im ehemaligen Gebetsraum der Äbtissin ist eine handgefertigte Kassettendecke mit goldverzierten Rosen.

55 Suiten mit Butler-Service Jede Suite hat ihren eigenen Butler, der rund um die Uhr zur Verfügung steht, und ist mit modernen Kommunikationsmitteln ausgestattet. Dazu zählt u.a. auch die kostenfreie Nutzung von iPhone und iPad.

Damit den Gästen der Aufenthalt auf 3.450 m Höhe leichter fällt, werden alle Suiten zudem mit Sauerstoff angereichert.

Zutaten aus regionalem Anbau verwendet werden. Für Abwechslung ist ebenfalls gesorgt, denn die Gäste können auch im ausgezeichneten Restaurant des Schwesternhotels Monasterio essen.

Erstes Hotel mit Außenpool Wer Entspannung sucht, findet diese u.a. beim würzigen Kräuterbad im hauseigenen „Hypnoze Spa“. Als erstes Hotel der Stadt verfügt der Palacio Nazarenas außerdem über einen wirklich großzügigen Außenpool, der beheizt wird. Für das leibliche Wohl der Gäste im Gourmet Restaurant sorgt der bekannte peruanische Küchenchef Virgilio Martinez. Er hat sich auf die „Peruvian Cuisine” spezialisiert: ein Mix aus andiner, japanischer und chinesischer Küche, wobei

Eröffnungspackage ab 650 € Das „Taste of Cuzco“-Package inkludiert neben Übernachtung mit Frühstück ein Drei-GängeMenü, eine Tour durch den Markt von Cuzco mit Virgilio Martinez sowie einen Kochkurs zu den Grundlagen der heimischen Küche. Das Arrangement ist ab einem Mindestaufenthalt von drei Übernachtungen buchbar und kostet ab 650 € pro Zimmer und Übernachtung.  www.palacionazarenas.com

NRW-Forum Partnerschaft mit InterContinental Düsseldorf

Konzept Das Beach House steht für Freizeit & Unterhaltung

Düsseldorf. Noch bis zum 5. August zeigt das NRW-Forum Düsseldorf die „Polaroid Collection“ mit Motiven aus analogen Tagen. Die Foto-Ausstellung umfasst Polaroids diverser Größen der Fotografie-Geschichte wie z.B. Ansel Adams, Nobuyoshi Araki, Stephen Shore oder Helmut Newton. Auch Oliviero Toscanis berühmtes Abbild von Andy Warhol mit seiner Polaroid-Kamera sowie William Wegman’s Aufnahmen seiner Weimaraner Hunde können dabei bewundert werden. Als Kooperationspartner des NRW-Forums bietet das InterContinental Düsseldorf allen Kunstinteressierten ein passendes Arrangement an.

Palma de Mallorca/Magaluf. „Beach House – feeling the mood!“ lautet das Motto des neuen Mitglieds der Meliá Hotels International auf Mallorca. Die mallorquinische Kette hat damit einen neuen, jungen Lifestyle-Hoteltypus geschaffen, der mit eigens auf Erwachsene zugeschnittenen Services ein „HouseFeeling“, will heißen Zuhause-Gefühl, vermitteln will. Zusätzlich sollen moderne Erlebniswelten gemeinsam mit dem auf dem Hotelareal gelegenen „Nikki Beach“, einem Strandclub-Konzept, auf der Ferieninsel neue Trends setzen.

Kunst-Package für Retro-Freunde

sowie der dazugehörige Katalog „From Polaroid to Impossible“ und das offizielle Ausstellungsposter für Zuhause sind ebenso Bestandteil des Pakets. Das „Polaroid Collection Package“ ist im Superior Einzelzimmer ab 199 € und im Doppelzimmer ab 219 € buchbar, entweder telefonisch unter 0049/211 8285 1123 oder per E-Mail unter reservations. duesseldorf@ihg.com.  www.intercontinental.com

ne Gäste mit einer Affinität zu Musik, Mode, Technik und Lifestyle entworfen. So kann man z.B. dank „In House“-Touchscreen in sozialen Netzwerken interaktiv sein. Das Lifestyle-Konzept des Hotels steht für Freizeit, Unterhaltung und Kennenlernen neuer Leute. Neben dem Nikki Beach Club, vier Restaurants sowie Bars stehen den Gästen auch ein Fitnessstudio und das „House Spa“ zur Verfügung.  www.melia.com

Junge, moderne Zielgruppe

Polaroid Collection Package Das Package im Business- und Lifestylehotel auf der Shoppingund Geschäftsmeile Königsallee inkludiert neben einer Übernachtung in der jeweils gebuchten Kategorie und Frühstücksbuffet im Restaurant Péga auch einen Welcome Cocktail in der „bar fifty nine“. Die Eintrittskarte zur Ausstellung

Neues Lifestyle-Hotel auf Mallorca

Das InterContinental Düsseldorf ist Kooperationspartner des NRW-Forums.

Das „Beach House“ befindet sich direkt an einem weißen Sandstrand von Magaluf. Hier ist nicht nur Entspannen z.B. beim Sonnenuntergang angesagt, sondern auch Abtanzen zur Musik nationaler sowie internationaler DJS oder bei heißen Parties. Ob Geschäftsreise oder Urlaub – Interieur und Ambiente des 99 Zimmer und Suiten umfassenden Hauses wurden für junge, moder-

© Melia Hotels International

Mit dem „Citi Bike“ durch New York City

Design im regionalen Stil © Orient Express/Adrian Houston

Frankfurt/Main. Für seine geplante Smoking-Lounge, die diesen September im Zuge des Bar-Umbaus öffnen wird, sucht das Sheraton Frankfurt Airport Hotel & Conference Center einen kreativen Namen. Unter dem Motto „Name Our Bar“ hat das Hotel am Flughafen Frankfurt dazu auf seiner FacebookSeite einen Aufruf mit Gewinnmöglichkeit gestartet: Nach Veröffentlichung der besten fünf Ideen darf die FacebookFangemeinde abstimmen. Der Sieger erhält eine Übernachtung mit Frühstück für zwei Personen im Sheraton Frankfurt Airport Hotel inklusive kostenlose Getränke für eine Nacht in der neuen Bar mit Raucher-Lounge. Zusätzlich wird das Bar-Team einen neuen Cocktail kreieren und auf den Namen des Gewinners taufen. „Wir hoffen auf rege Beteiligung und viele fantasievolle Vorschläge, die nach Möglichkeit sowohl unsere Internationalität und Lage am Airport, als auch die Themen ‚Rauchen‘ und ‚Cocktailbar‘ zum Ausdruck bringen sollten“, so General Manager Sascha Konter.  www.facebook.com/  SheratonFrankfurt

Hamburg/München. Am 15. Juni war es endlich so weit: Nach vierjähriger Renovierung wurde der Palacio Nazarenas in Cuzco, Peru, eröffnet. Das All Suite Boutique Hotel gehört zur Kollektion der Orient-Express Hotels, die erstmals in ihrer Geschichte ein Projekt von Beginn an – Planung und Umbau inklusive – betreut haben. Das mittlerweile fünfte Haus der Kette in Peru liegt im historischen Zentrum der Stadt. Sowohl die Plaza de Armas mit der Kathedrale von Arequipa als auch das lebendige Viertel San Blas sind gut erreichbar.

© Intercontinental/Ydo Sol

Die Facebook-Fangemeinde soll die neue Smoking-Lounge benennen.

Das Einrichtungskonzept beruht auf Einfachheit, Farbenfrische und Energie.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 22. JuNi 2012 – 65

Größtes Open Air-Festival Europas ist auch touristisch ein Gewinn für Wien  Seite 67

salzburger almsommer

Authentische Almkultur bietet schmackhafte Schmankerln und viele Aktivitäten  Seite 68

nassfeld sommerspass in kärnten

© nassfeld.at

© H. Dimko

donauinselfest 2012

© SalzburgerLand

destinationaustria Tourismus Community Austria bildet Netzwerk

© Die Wasnerin

short

Wien. Über 400 Gäste folgten der Einladung von ClubSalzburg Präsident Hannes Ametsreiter zum 6. Salzburger Sommerfest in Brandauer‘s Schlossbräu in Wien-Hietzing und gaben bei frisch gezapftem Stiegl-Bier ihren Salzburger Wurzeln neue Nahrung. Im Bild von links: LH Gabi Burgstaller, Landesrätin Tina Widmann, Nationalratsabgeordneter Peter Haubner, Johannes Hörl (Generaldirektor der Großglockner Hochalpenstraße AG), Hannes Ametsreiter (Salzburg Club-Präsident) sowie Leo Bauernberger (Salzburger Landestourismus Chef).  www.clubsalzburg.at

© ÖVP/Jakob Glaser; Panthermedia.net/Christoph Hähnel

© Club Salzburg/APA-Fotoservice/Bargad

Bad Aussee Ab sofort verwöhnt Spitzenkoch Markus Zeiser den Gaumen der „Wasnerin“Gäste. Der gebürtige Obersteirer brachte es schon in jungen Jahren in Tirol und der Schweiz zu Gault Millau- und Michelin-Qualität. Nun kehrt er zurück in seine Heimat und ist für das kulinarische Erlebnis in der „Wasnerin“ verantwortlich. Perfekt inszeniert, wird Zeiser, wie er selbst beschreibt, „mit harmonischen Kombinationen aus regionalen und mediterranen Gerichten und Köstlichkeiten überraschen“.  www.diewasnerin.at

Minister Reinhold Mitterlehner skizzierte für die Tourismus Community Austria das Projekt „Nation Branding Österreich“.

Offenes Forum Die Tourismus Community Austria ist eine Plattform für Touristiker. Partner pflegen Gedankenaustausch, knüpfen Netzwerkkontakte und setzen sich mit Zukunftsthemen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft auseinander. Seite 66 Nachhaltigkeit Themen kreisen rund um sanfte Mobilität, Entwicklung im ländlich-alpinen Raum und „Green Events“

Wien. Die Therme Wien bietet Wien-Touristen die Möglichkeit, einen Thermenaufenthalt direkt zu buchen: Mit dem Hotel-Partnerprogramm „Partner & Friends“ können WienBesucher bei den Hotels den Thermeneintritt kaufen. Für den Gast bedeutet das einen unkomplizierten Eintritt in die Therme, für die Hotels eine Erweiterung des Angebots.  www.thermewien.at

Frankenfels. Wie sehr ist sanfte ­M obilität im ländlich-alpinen Raum verankert? Welche Ansätze und Best Practice-Beispiele gibt es? Welche Chancen eröffnet Nachhaltigkeit für die Regionalentwicklung und den Tourismus? Green Events – wo stehen wir und was steckt dahinter? Antworten und Anregungen geben Experten aus Österreich, Deutschland, Italien, der Schweiz und Slowenien bei der fünften Mostviertler Nachhaltigkeitskonferenz im Pielachtal vom 3. bis 4. September. Drei Themenblöcke widmen sich Konzepten und Beispielen für ei-

ne nachhaltige Entwicklung im ländlich-alpinen Raum. Wege zur sanften Mobilität präsentieren Otfried Knoll (Knoll Traffic & Touristic Solutions, St. Pölten), Gerhard Stindl (GF Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft mbH, St. Pölten) und Thierry Müller (Amt für Energie und Verkehr Graubünden, Schweiz). Mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischen Beispielen befassen sich Werner Bätzing (Alpenforscher und Professor für Kulturgeografie an der FriedrichAlexander Universität, ErlangenNürnberg/Deutschland), Helmut

Innerbichler (Bürgermeister von Sand in Taufers/Südtirol) und Arno Kronhofer (Weissensee Tourismus, Kärnten). Wie man Nachhaltigkeit auf den Markt bringt, schildern Wolfgang Schneeweiss (Naturel Hotels & Resorts und Feriendörfer Kirchleitn, Bad Kleinkirchheim, Kärnten) und Josef Schett (TVB Innervillgraten, Osttirol). Das Thema „Green Events“ beleuchten Christine Opitz (Event Company Opitz & Hasil) sowie Johann Wurzenberger und Markus Punz (NÖ Abfallverbände).  nachhaltigkeitskonferenz.at

© weinfranz.com

© Cathrine Stukhard/Therme Wien

5. Mostviertler Nachhaltigkeitskonfernz

Mostviertler Nachhaltigkeitskonferenz findet in Frankenfels im Pielachtal statt.


c ov e r

66 – destinationaustria

Freitag, 22. Juni 2012

Tourismus Community Austria Touristisches Image ist auf dem Prüfstand: Wofür steht „Marke Österreich“ wirklich?

Kommentar

Ein offenes Forum für den heimischen Tourismus

Rastplätze machen das Reisen sicherer

Gedankenaustausch, Netzwerkkontakte und sich mit der Tourismus- und Freizeitwirtschaft befassen. Im Mittelpunkt der Tourismus Community Austria (TCA) steht der Netzwerkgedanke. Die TCA ist eine unabhängige professionelle Plattform für innovativ denkende und handelnde Touristiker. Im Rahmen der Initiative können die Teilnehmer/Partner Gedankenaustausch pflegen, Netzwerkkontakte knüpfen und sich mit Zukunftsthemen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft auseinandersetzen. „Die TCA ist eine unabhängige professionelle Plattform für innovativ denkende und handelnde Touristiker, bei der diese den Gedankenaustausch pflegen, Netzwerkkontakte knüpfen und sich mit wichtigen Zukunftsthemen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft auseinandersetzen können“, fassen Alexandra Aigmüller, GF APA-OTS Tourismuspresse, sowie Stefan Kröll, GF pro.media kommunikation, die Ziele des neuen TourismusNetzwerks zusammen.

dino silvestre

Wien. Die Tourismus Community Austria (TCA) leistete am Mittwoch, 20. Juni, im Wiener Haus der Musik thematisch einen Beitrag zum derzeit laufenden „Markenentwicklungsprozess“ Österreichs. Bundesminister Reinhold Mitterlehner skizzierte in einem Impulsreferat das aktuelle Projekt „Nation Branding Österreich“. Ausgehend davon wurde bei der anschließenden Podiumsdiskussion das Fremd- und Selbstbild Österreichs erörtert: Warum kommen unsere Gäste? Für welche positiven Vorurteile lieben sie uns? Welches Bild gibt Österreich im Ausland tatsächlich ab und welchen Beitrag leistet der Tourismus? Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, welche Chancen sich für das Tourismusland Österreich aus dem Projekt „Nation Branding“ ergeben und wie diese genutzt werden können.

georg biron

L

ange Reisezeiten können müde machen; ausreichende Pausen während der Fahrt lassen bereits den Weg zum Ziel werden. 30% aller tödlichen Unfälle sind auf Übermüdung zurückzuführen. Zu wenig Schlaf wirkt wie Alkohol auf die Reaktionsfähigkeit. Studien zeigen, dass nach einer Nacht mit nur vier Stunden Schlaf die Reaktionszeit beim Autofahren mit 0,5 Promille im Blut vergleichbar ist. Mehr als 20.000 Parkplätze auf 90 Raststationen, 31 neuen Asfinag-Rastplätzen und zahlreichen Parkplätzen entlang der Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich bieten gute Gelegenheiten für eine Pause. Insgesamt werden in den kommenden Jahren noch 40 weitere Rastplätze gebaut. Mit den gerade in Bau befindlichen acht Asfinag-Rastplätzen werden 300 zusätzliche Stellplätze zur Pause einladen. Gratis WLAN bieten derzeit 18 Asfinag-Rastplätze an. In den kommenden Jahren wird dieses neue Service auf weiteren Asfinag-Rastplätzen zur Verfügung stehen. Alle Sanitärund Hygienebereiche sind mit Duschen und Baby-Wickelplätzen ausgestattet. Sicherheit, immer weniger Verkehrsbehinderungen und bestes Service auf Autobahnen und Schnellstraßen sind für die Asfinag heuer im Sommer eine große Herausforderung – möge die Übung gelingen.

Professionelle Plattform

Qualitätsoffensive NÖ

Alexandra Aigmüller, Geschäftsführerin APA-OTS Tourismuspresse: „Eine ­unabhängige Plattform für innovativ denkende und handelnde Touristiker“.

um für Wirtschaft und Arbeit und anschließend GF der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKO tätig. Michael Frank, langjähriger Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Wien, hat Österreich intensiv beobachtet und kommentiert. Die kritische Berichterstattung als unabhängiger Beobachter von außen brachte ihm viel Anerkennung, aber auch Kritik. Seine Eindrücke als Deutscher in Österreich verarbeitete er 2003 in dem Erzählband „Alles Wien“. Christian Rhomberg, Spross der

Tiroler Textilindustrie, wanderte 1980 nach Hongkong aus, wo er als Assistent des österreichischen Handelsdelegierten zu arbeiten begann. Rhomberg wechselte bald in die Gastronomie und begründete mit der „Group 1997“ Hongkongs erste Nachtlokal-Kette westlichen Vorbilds. Heute betreibt der Unternehmer die exklusiven KEE Clubs in Hongkong und Shanghai. Des Weiteren wurde diskutiert, wie das Potenzial des Projekts „National Branding Österreich“ für Österreich als Tourismusland am besten genutzt werden kann.

An vier Terminen im Jahr wirft die TCA aktuelle Fragen auf und diskutiert diese mit Experten aus der Freizeitwirtschaft und anderen wichtigen Branchen. Die TCA greift „heiße Eisen“ auf und beleuchtet Zusammenhänge der Querschnittsmaterie Tourismus. Die Tourismus Community Austria ist ein gemeinsames Projekt der APA-OTS Tourismuspresse und der pro.media kommunikation. Seit der Gründung im Jahr 2003 hat sich die APA-OTS mit ihrem Portal http://www.tourismuspresse.at als Informationsdrehscheibe für Reise- und Fachjournalisten, Touristiker und Meinungsbildner aus Österreich etabliert.  www.tourismuscommunity.at

Hotel InterContinental Experten aus dem In- und Ausland werden an der Planung des neuen Areals mitwirken

Touristische Förderungen

Areal wird gemeinschaftlich geplant Wien. Die Übernahme des Hotel InterContinental durch das Wiener Unternehmen WertInvest und die damit verbundenen Überlegungen zur Modernisierung des Hotelbetriebs bieten die Chance, das gesamte, von Hotel, Wiener Eislaufverein und Wiener Konzerthaus geprägte Areal aufzuwerten: Unter Federführung der Stadt Wien werden die genannten Institutionen unter Einbeziehung der Bezirksvertretung Wien-Landstraße als

ersten Schritt in den nächsten Monaten eine Grundlage für die Projektentwicklung erarbeiten. Ziel ist es, eine gemeinsame, an den spezifischen Bedürfnissen und Vorstellungen der derzeitigen und potenziellen Nutzer, der Anrainer und der Stadtplaner orientierte Vorgabe für die – erst in einer nächsten Phase zu konkretisierenden – baulichen Ideen und Ansätze zu finden. Das traditionsreiche Areal im Herzen Wiens

könne nun ganzheitlich gestaltet werden, meint Michael Tojner, CEO der WertInvest. Mit der Stadt Wien habe man einen neuen Weg in der Planung vereinbart. „Mir ist es wichtig, hier mit der Stadtplanung, den Nutzern, internationalen und nationalen Experten und institutionellen Projektpartnern gemeinsam zu arbeiten. Selbstverständlich ist eine starke Integration aller Anrainer erklärtes Ziel der beteiligten Institutionen“, erklärt Tojner.

Gastronomie und Erholung

© InterContinental Wien

St. Pölten. Unter dem Titel „Qualitätsoffensive Niederösterreich“ wird vom Land und vom Bund eine neue Förderaktion gestartet, um das touristische Angebot von Kleinunternehmen rund um die NÖ Landesausstellungen zu verbessern. „Die NÖ Landesausstellungen sind wichtige Impulsgeber für den Tourismus in einer Region. Um den Bedürfnissen der Besucher der Ausstellungen gerecht zu werden und um die regionale Wertschöpfung zu erhöhen, wollen wir durch diese neue Förderaktion die Tourismusbetriebe dabei unterstützen, ihr Angebot sowohl im Bereich der Hardware als auch in der Dienstleistung weiter zu verbessern“, sagt dazu Tourismus-Landesrätin Petra Bohuslav. Im Sinne einer raschen unbürokratischen Vorgangsweise erfolgt die Abwicklung der Förderung über einen Ansprechpartner, die Österreichische Hotel- und Tourismusbank  www.noel.gv.at

„Heiße Eisen“ diskutieren © APA

Die interministerielle Initiative unter der Leitung des Wirtschaftsministers dient der bewussten Auseinandersetzung mit der Identität, den Stärken und Schwächen unseres Landes und bildet die Grundlage für konkrete Maßnahmen im Bereich der Image- und Markenarbeit. Mit Spannung erwartet wurde die Diskussion unter der Leitung von APA-Wirtschaftsressortleiter Thomas Karabaczek mit Petra Stolba, GF Österreich Werbung, Michael Frank, Journalist und Buchautor, sowie Unternehmer Christian Rhomberg. Stolba, seit 2006 GF der Österreich Werbung, war zuvor als Abteilungsleiterin für nationale Tourismuspolitik im Bundesministeri-

Hotel InterContinental in Wien: Bald wird alles ganz anders sein.

So soll ein tragfähiger und breit akzeptierter städtebaulicher Rahmenplan für das Areal zwischen Stadtpark, Heumarkt und Beethovenplatz bzw. Lothringerstraße entstehen. Damit stehe man derzeit noch am Beginn der Planungen, betont Tojner. „Die Stärke dieses sehr wienerischen Areals liegt in der einzigartigen Mischung des Angebots, das von Sport und Freizeitvergnügen über Musik und kulturelle Attraktionen bis zu Gastronomie und

Erholung reicht. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Stadt wollen wir diese Angebote noch verbessern“, wünscht sich Tojner. Aufgrund der Bedarfserhebung bei allen Beteiligten sei es derzeit jedoch noch viel zu früh, um über Gestaltungen zu spekulieren. Ein wesentliches Ziel ist es, die Eisfläche des WEV weiter zu modernisieren und noch attraktiver und sichtbarer zu machen. Eine Vorgabe – die von den Grundstückseignern mit dem WEV vereinbart wurde – ist die Beibehaltung der Freiluft-Eislauffläche von 6.000 m�. Die Innenräume und eine Trainings-Eishalle sollen modernisiert und erweitert werden. Um eine konsensfähige Planungsgrundlage zu erarbeiten, setzt die Stadt Wien erstmals auf ein mehrstufiges Beteiligungsverfahren. Auf Grundlage der Wünsche und Vorgaben der Projektpartner werden während der Sommermonate drei „Planungsteams“ unterschiedliche Varianten durchspielen und entwickeln.  www.wertinvest.at


i d e e & s t r at e g i e

Freitag, 22. Juni 2012

destinationaustria – 67

Donauinselfest 2012 In einer Studie gaben 2/3 der Besucher, die nicht aus Wien stammen, an, speziell wegen dieses Festivals angereist zu sein

Impuls für die Destination Wien Das größte Open-Air-Festival Europas mit freiem Eintritt ist auch zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für Wien geworden.

mehr internationale Medien über das außergewöhnlich beliebte Festival, was zu einer Steigerung der Bekanntheit der Stadt Wien vor allem auch in einer jungen Zielgruppe führt. Auch die heimische Künstlerszene wird durch das Donauinselfest gefördert; österreichische Musiker und Kunstschaffende können sich nicht nur über ihre vielleicht sogar erste Gage freuen, sondern auch die Chance nutzen, sich einem breiten Publikum zu präsentieren – eventuell ein erster Schritt einer internationalen Karriere. Während zuletzt auch viele Weltstars zu Gast waren, setzt man jetzt – auch aus Kostengründen – verstärkt auf heimische Qualität.

dino silvestre

Wien. Eine Analyse der Umwegrentabilität hat ergeben, dass die Wiener Wirtschaft in etwa 50 Mio. Euro aus dem Donauinselfest lukrieren kann. Das Fest bildet einen Regionalmultiplikator von mehr als 2, das heißt, dass die Wiener Wirtschaft doppelt von den Ausgaben der Veranstalter, Aussteller, Beschäftigten und Besucher profitiert.

Auch der Wien-Tourismus kann im Zusammenhang mit dem Fest Steigerungen bei den Nächtigungen verzeichnen; allein die auftretenden Künstler und deren Crew buchen alljährlich an die 1.000 Nächtigungen. Darüber hinaus hat das Donauinselfest europaweit ein positives Image als größtes Open-AirFestival Europas mit freiem Eintritt und lockt zahlreiche Touristen nach Wien: Zwei Drittel der Besucher, die nicht aus Wien stammen, geben an, eigens wegen des Fests angereist zu sein. Insgesamt werden durch das Donauinselfest in etwa 50.000 zusätzliche Nächtigungen in Wien gebucht. Vom Donauinselfest profitieren Gastronomen, Bühnenbauer, Autovermietungen, Taxiunternehmer,

© Hubert Dimko

Plus bei den Nächtigungen

Zum 29. Mal wird gefeiert Das Donauinselfest ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden und gibt kulturelle und touristische Impulse für die Stadt.

Landschaftspfleger, Installateure, Druckereien, Grafiker, Kunsthandwerker, Ton- und Lichttechnikunternehmen und viele mehr. „Die SPÖ Wien achtet als Veranstalterin besonders darauf, kleinund mittelständische Unternehmen aus Wien zu beauftragen. Für viele der kleineren Unternehmer und deren Mitarbeiter ist dieser wirt-

schaftliche Impuls ein wichtiger Faktor für ihren Betrieb, auf den sie sich verlassen“, erklärt Christian Deutsch, Landesparteisekretär der SPÖ Wien.

EU-Reiseveranstalter Weiters stellt das Donauinselfest einen interessanten Werbeeffekt

für die Stadt Wien dar, da es im Gegensatz zum historischen, klassischen Image Wiens steht. Das Donauinselfest fehlt mittlerweile in keinem internationalen Festivalplaner, und Reiseveranstalter aus ganz Europa haben den Besuch des Donauinselfests in ihr Programmangebot aufgenommen. Gleichzeitig berichten immer

Das Donauinselfest findet in diesem Jahr an diesem Wochenende (22. bis 24. Juni) statt und wird wieder mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren und Medienkooperationen von der SPÖ Wien kurz vor Schulschluss veranstaltet. „Rund um die Uhr bringen die Wiener Linien ihre Fahrgäste sicher und schnell zur Insel und wieder zurück nach Hause“, so so Wiener-Linien-GF Eduard Winter.  www.donauinselfest.at

ÖHV Tirol & Salzburg brauchen internationale Anbindung

© Flughafen München/Werner Hennies

Auswirkungen auf Austro-Hotels

Schweizer Qualität weltweit

Sie verwöhnen Gäste. Airport München: Hotels in Westösterreich würden von einem Ausbau profitieren.

Innsbruck. Mit einer klaren Mehrheit und vor allem einer überzeugenden Beteiligung haben sich die Münchner gegen den Bau einer dritten Piste am Flughafen durchgesetzt – mit gravierenden Auswirkungen auch auf die Unternehmen im angrenzenden Österreich. Es gibt kaum ein Hotel in Tirol oder Salzburg, das nicht einen Shuttle zum Flughafen München anbietet. Viele Incoming-Gäste besuchen nach einem Zwischenstopp in Bayern Salzburg oder Innsbruck.

Wachstumsstrategie nötig „Das sind zwei besonders wichtige Gästegruppen: Business-Gäste, die in hochpreisigen Häusern gastieren, und Gäste aus Fernmärkten, die besonders lang in unseren Häusern bleiben“, erklärt Manfred Furtner, Vizepräsident der Österreichischen Hoteliervereinigung und Vorsitzender der ÖHV Tirol. „Wenn wir den Reisenden aus diesen Ländern keine Anbindung anbieten, suchen sie sich andere Reiseziele. Bei uns werden Gäste, Einnahmen und Arbeitsplätze ver-

loren gehen“, warnt Furtner vor weniger attraktiven Umsteigerelationen in die Wachstumsmärkte in Russland, dem Arabischen Raum und anderen asiatischen Märkten sowie Südamerika. „Die Herausforderung, dass der internationale Flugverkehr um fünf Prozent pro Jahr zunimmt und der Flughafen München an seine Kapazitätsgrenzen stößt, muss in Deutschland gelöst werden. Für unsere international agierenden Unternehmen brauchen wir eine Lösung“, erklärt Walter Veit, ÖHVVorsitzender in Salzburg. „Wir hätten mit der dritten Piste in München eine Wachstumsstrategie gebraucht, ohne sie brauchen wir das mehr denn je“, erklärt Veit. Der Expertenbeirat des Wirtschaftsministeriums zur Tourismusstrategie bestätigt, dass mehr Internationalisierung die Tourismusexporte um 1,25% erhöht, da internationale Gäste länger in Österreich bleiben und überdurchschnittlich viel ausgeben; ihnen müsste die Anreise also erleichtert werden, nicht erschwert.  www.oehv.at

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s ta d t & l a n d

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© pro.media/Thomas Weninger

Europäische WetterTV-Moderatoren

Freitag, 22. Juni 2012

SalzburgerLand „G’sunde“ Speisen und Getränke der Salzburger Bauern stehen im Fokus des 10. Almsommers

Salzburger Almsommer wurde jetzt eingeläutet!

Leo Bauernberger (GF SLTG): „Authentische Almkultur, regionale Spezialitäten und Aktivprogramm“. michael bär

WESTbahn SommerhitTicket für die Jungen Wien. Junge Menschen reisen vom 30. Juni bis 9. September mit der WESTbahn in ­Österreich zu einem attraktiven Preis. Für Jugendliche bis einen Tag vor dem 20. Geburtstag kostet dieses Ticket nur 25 €, für Jugendliche bis einen Tag vor dem 26. Geburtstag nur 55 €. Erhältlich ist das Ticket in über 3.000 Trafiken in Österreich und im Internet.  www.westbahn.at

© Raurisertal

Gold waschen im Goldenen Tal der Alpen

Noch heute können Gäste Plättchen aus Gold aus dem Fluss waschen.

Rauris. Goldwaschen ist eine Wissenschaft für sich. Laien wissen oft nicht, wie man die Pfanne richtig hält oder mit wie viel Wasser gespült werden soll, daher geben erfahrene Goldwäscher ihr Wissen gern an Interessierte an drei Goldwaschplätzen weiter. 4 Übernachtungen inkl. Goldwaschlehrgang beim Goldwaschplatz Bodenhaus, Eintritt ins Talmuseum mit fachkundiger Führung über den Goldbergabbau, 1 Stück „Rauriser Goldseife“ p.P. 106 €.  www.raurisertal.at

„G’sund im Almsommer“ Das Programm des Eröffnungsfestes in Rauris spiegelte die Traditionen der Region wider: Nach einer Bergmesse und der offiziellen Almsommer-Eröffnung auf der Palfneralm wurden auf der Gollehenalm die neuen Almsommerhütten – mittlerweile sind es bereits 154 – ausgezeichnet, bevor die „Almhoagascht“, das gesellige Beisammensein, begann. Die zahlreichen Besucher wurden in gemütlicher Atmosphäre mit zünftigen Almjausen und frischen Bauernkrapfen kulinarisch verwöhnt. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Rauriser Trachtenmusi, die Rauriser Tanzlmusi, die Eschenauer Tanzlmusi und die Heimatgruppe Rauris. Ein abwechslungsreiches Kinderprogramm und eine Autogrammstunde mit Michaela Kirchgasser

© SalzburgerLand

Innsbruck. Für die Region Wilder Kaiser und den von der Tirol Werbung initiierten Bergsommer Tirol war der „6. Internationale Wettergipfel“ ein unbezahlbarer Image-Gewinn, da sich die Wetterfrösche und -feen in ihren aktuellen Wettershows jeweils von herrlichen Orten in Tirol melden und auf diese Weise rund 65 Mio. Seher – zumindest via Fernsehgerät – zu Gast am Wilden Kaiser in Tirol sein können. Unzählige TV-Kamerateams marschierten mit ihren Wettermoderatoren durch die Region, um entweder als Aufzeichnung oder als Live-Schaltung das aktuelle Wetter für ein Millionenpublikum zu produzieren. Das Hexenwasser, der Hintersteinersee, das Bergdoktorhaus mit Hans Sigl als Interviewpartner, der Handwerkskunstmarkt in Going oder die Felswände des Kaisers – das alles waren Kulissen für die Dreharbeiten der mehr als 20 TV-Teams aus Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien und Belgien.  www.wettergipfel.at

Salzburg. Kaiserwetter und Almsommerstimmung – mit dieser perfekten Mischung haben Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, Landesrätin Tina Widmann, Landesrätin Cornelia Schmidjell, Robert Reiter (Bürgermeister von Rauris), Nikolaus Lienbacher (Kammeramtsdirektor LWK Salzburg), Andreas Kutil (Generaldirektor Kraft Foods Österreich), Michael Porenta (Raiffeisen Salzburg), Wolfgang Urban (Nationalparkdirektor), die Skirennläuferin Michaela Kirchgasser, Snowboard Weltcup-Gesamtsieger Andreas Prommegger und Leo Bauernberger (GF SLTG) am Sonntag, dem 17. Juni, auf der Palfneralm und der Gollehenalm in Rauris den diesjährigen „Salzburger Almsommer“ eingeläutet.

Offizielle Almsommereröffnung am 17. Juni auf der Palfneralm und der Gollehenalm im malerischen Rauriser Seidlwinkltal: (v.li.n.re.): Leo Bauernberger (Geschäftsführer SLTG), Andreas Prommegger (Snowboard Weltcup-Gesamtsieger), LR Cornelia Schmidjell, Michaela Kirchgasser (Skirennläuferin), Landeshauptfrau Gabi Burgstaller und LR Tina Widmann.

und Andreas Prommegger rundeten die Almsommer-Eröffnung perfekt ab. Zudem wurde im Zuge der Almsommer-Eröffnung erstmals die neue Broschüre „Genussweg Almen“ der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern präsentiert. Die Broschüre bietet einen Überblick über 22 zertifizierte Almsommerhütten in der Ferienregion sowie Kulinariktipps auf den Almen und Wanderrouten. Der Guide „Genussweg Almen“ kann unter „www.nationalpark.at“ kostenlos bestellt werden. „Der Salzburger Almsommer steht für authentische Almkultur, regionale kulinarische Speziali-

täten und ein facettenreiches Aktivprogramm. Das Einläuten des Almsommers ist zu einer großen Tradition geworden. Wir freuen uns, dass der Almsommer von unseren Gästen und den Einheimischen so gut angenommen wird und wir dieses Jahr bereits in die zehnte Saison gehen“, so Leo Bauernberger (GF SLTG). Im Salzburger Almsommer dreht sich dieses Jahr alles um das Thema ‚Gesundheit‘. Allerorten wird Augenmerk darauf gelegt, den Wanderern und Besuchern eine erweiterte Auswahl bergbäuerlich erzeugter Köstlichkeiten anzubieten. Aber auch das Thema Kräuter und Heilpflanzen,

altbewährte ländliche Gesundheits-Anwendungen sowie körperliche und mentale Erfahrungen spielen eine große Rolle.

Streifzüge über die Almen Das Angebot kann vom Salzburger Seenland bis zum Nationalpark Hohe Tauern auf unterschiedlichste Weise erkundet werden: Bei Streifzügen zu den Tennengauer Käsealmen, bei Meditationen und Jodelübungen an Kraftplätzen oder bei Wanderungen mit Nationalpark-Rangern, auf dem Salzburger Almenweg oder von Bergsee zu Bergsee im Lungau.  www.almsommer.com

Kärnten Das Nassfeld, Kärntens Erlebnisberg Nr. 1, gilt im kommenden Sommer als Magnet für Bewegungshungrige

Nassfeld zeigt sich als Wanderparadies Hermagor. Mit der „+Card“ der Region Nassfeld-Hermagor, Pressegger See, die in mehr als 120 Partnerbetrieben der Region kostenlos erhältlich ist, fahren Gäste zum Nulltarif mit den Bergbahnen, den öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Almtaxi „Piccolo Express“. Darüber hinaus offeriert die Karte eine Reihe weiterer Gratisleistungen wie den Eintritt in Strandbäder am Pressegger See, ein exklusives Programm an geführten Wanderungen sowie Mountainbike-Touren u.a.

Mehr Spaß mit der +Card Außerdem gibt es mit der Karte eine Reihe von Ermäßigungen, zum Beispiel auf den Eintritt in den 1. Kärntner Erlebnispark am Pressegger See, ins „Felsenlabyrinth“ am Nassfeld, in die Schaukäserei Tressdorfer Alm mit neuem Streichelzoo, auf die Fahrt mit der längsten Sommerrodelbahn Kärntens, auf Raftingtouren auf der Gail oder sogar auf Verkostungen von regionalen Spezialitäten. Darüber hinaus präsentiert sich das Sonnenplateau Nassfeld als

Während die Eltern von den Relaxliegen aus das Panorama der Karnischen Alpen bewundern, toben sich die Kinder bei Mühlrädern, künstlich angelegten Teichen, Bächen oder Fontänen aus, stellen auf Trampolinen ihre Geschicklichkeit unter Beweis und turnen auf den für sie eingerichteten Spielplätzen herum. Einer der Höhepunkte des Rundkurses, der auch mit dem Kinderwagen gut befahren werden kann, ist das begehbare Kajütenboot, das in einem Bergsee auf 2.000 m Seehöhe vor Anker liegt.

© nassfeld.at

Der „Wettergipfel Award“ für die beste Moderation ging an SWR-Wetterfrosch Harry Röhrle (Bildmitte).

Und danach ein Sprung in den See ... Badefreuden in Kärnten am Pressegger See.

Mountainbike-Strecken

Wanderparadies, das Ausgangspunkt für Touren jedes Schwierigkeitsgrads in den Karnischen Alpen ist; zur Auswahl stehen Gipfeltouren, Geo-Trails, Almwanderungen u.v.m. Und nach dem Sport in den Bergen bringt der „Millennium-Express“ die Gäste in gut einer Viertelstunde wieder ins Tal, wo der bis zu 28 ºC warme Pressegger See zum Baden einlädt.

„Lift & Bike Giro“ nennt sich das Mountainbike-Abenteuer, das endlosen Downhill-Spaß mit dem bequemen Anstieg in der Kabine des Millennium-Express verspricht. Nach dem „Anradeln“ zur Bergstation schwingen sich die Sportler auf rund 2.000 m in den Sattel, um auf der längsten Abfahrtsstrecke der Alpen genau gemessene 11,7 km bergab zu radeln.  www.naturarena.com

Als besondere Attraktion bei größeren und kleineren Kindern gilt übrigens der 1. Kärntner Erlebnispark am und im Wasser des Sees. Familien schätzen auch den Aqua Trail „Bergwasser“, der nahe der Bergstation des MillenniumExpress startet; der etwa 1,5 km lange Rundweg lädt mit Wasserstationen zum Staunen, Spielen und Erleben ein.


w e l l n e s s & ko n g r e s s

Freitag, 22. Juni 2012

destinationaustria – 69

Quellenhotel & Spa**** „Grüne Haube“ steht österreichweit für leichte Naturküche, Regionalität und Bio-Produkte

GF Gernot Deutsch: „Unsere Stärke ist, dass wir Gästen Essen aus der Nachbarschaft anbieten.“ alice hefner

Der Steirerhof***** bietet einen Workshop

© Hotel & Spa Der Steirerhof

20 Jahre „Grüne Haube“: eine Erfolgsgeschichte

short

Der Steirerhof Kräuter-Workshop ist ab 21. Juni um 12 Euro p.P. buchbar.

Bad Waltersdorf. Schon vor 20 Jahren entschloss man sich in der Heiltherme Bad Waltersdorf, mit dem Thermenrestaurant der „Grünen Haube“ beizutreten. Küchenchef Karl Binder war anfangs wenig begeistert von dieser Idee und stand sogar auf Kriegsfuß mit den Marken Styria Vitalis und der Grünen Haube. Rasch aber wurde er mit dem Grüne Haube-Virus infiziert. Schon nach wenigen Wochen breitete sich das grüne Engagement im kompletten Betrieb aus.

Bad Waltersdorf. Der Kräutergarten im Hotel & Spa „Der Steirerhof“ ist der größte HotelKräutergarten Europas und ein echtes Naturerlebnis. Schon Hildegard von Bingen, die mit Sicherheit gern Gast in diesem Haus gewesen wäre, wusste: Jede Kreatur hat einen Urtrieb nach liebender Umarmung. Und genau darum sprießen die Pflanzen im (Kräuter)Garten der Sinne besonders üppig. Ein Mal pro Woche, am Mittwoch, bringt Kräuterpädagogin Gerti Schiftner den Gästen des Hauses die Kräuter und deren Verwendung näher. Sie weiß um die Wirkung der Naturschätze und wie man diesen Ölen oder Essig zusetzt und als Tees zubereitet. Wer keinen Garten oder Balkon zu Hause hat, kann die Kräuter frisch am Markt kaufen und mit dem neu erworbenen Wissen verwerten.  www.dersteirerhof.at

Bereits seit 1990 steht die „Grüne Haube“ österreichweit für leichte Naturküche – und ist so zur Lebensphilosophie geworden, die Vollwertigkeit, Regionalität und Biologische Lebensmittel vereinigt. Seit 1992 ist die Heiltherme Bad Waltersdorf und seit 1997 das

© Heiltherme Bad Waltersdorf

Für die Gäste nur das Beste

Große Feier in Bad Waltersdorf für 20 Jahre „Grüne Haube“ (von li.): Franz Wirth (Biohof Labonca), Werner Siegl (Küchenchef des Thermenrestaurants), Anton Krogger (Bio Hofkäserei), Sabine Hollomey (Styria Vitalis), Gernot Deutsch (GF Heiltherme und Quellenhotel), Charly Binder (Küchenchef Quellenhotel) und Julia Fandler (Ölmühle Fandler).

thermen-urlaub Diverse Anwendungen 4 Tage/3 Nächte im Quellenhotel & Spa mit VerwöhnHalbpension, Beratungsgespräch für den Menüplan während des Aufenthalts mit Küchenchef Charly Binder, 1 Kinesiologische Testung für Quell Well-Nahrungsergänzung, „Quellenoase“-Therme nur für Hotelgäste mit Naturbadeteich, Thermalbecken, Saunen, Feminarium und Ruheoasen, Heiltherme, Saunen, Gesundheitsprogramm, Wellnesspark ab 307 € p. P. im DZ.

Quellenhotel & Spa mit der Grünen Haube ausgezeichnet, und das mit Stolz. Das Thema Gesundheit steht in der Heiltherme und im Quellenhotel & Spa im Vordergrund. Das Hauptaugenmerk wird auf die Prävention gelegt, die sich durch das komplette Haus zieht, vom Thermalwasser über die Anwendungen im Styrian Spa bis hin zum genussvollen, vollwertigem Essen auf den Tellern der Gäste. „Unsere Stärke ist, dass wir unseren Gästen Essen aus der Nachbarschaft anbieten und obendrein können sie unsere Partnerbetriebe auch besuchen und die Produktion hautnah miterleben. Durch die-

Kostenlose Buchungshotline 0800/205 308 oder per E-Mail: office@quellenhotel.at Revision Von 2. bis 12. Juli ist die gesamte Anlage geschlossen; für Reservierungen und Gutscheinbestellungen steht ein Journaldienst zur Verfügung.

se Regionalität, die bei uns durch das komplette Haus fließt, verstärken wir unser gesundes Konzept“, so GF Gernot Deutsch. Regionalität und Ökologie stehen hier ganz klar im Vordergrund.

Kompetente Partner „Man sagt, auf einem Teller findet man Produkte aus aller Welt, aus circa 5.000 km Entfernung. Wir, in der Heiltherme und im Quellenhotel & Spa, können mit Stolz sagen, wir bieten den Gästen Speisen, auf denen sich Produkte aus 15 km Entfernung finden. Diese Echtheit spiegelt sich auch im Geschmack wider“, so Binder.

Seit Anbeginn wird mit regionalen Partnern zusammengearbeitet. Der Biohof Labonca bietet „Slow Food“ – hier hat ein Schwein circa 1.000 m� Auslauf. Bei der Ölmühle Fandler können die Gäste bei der Produktion zuschauen. „Dem Boden zurückzugeben, was man genommen hat, das ist der Urgedanke, den Lieferanten wie z.B. die Hofkäserei Krogger, leben. Das garantiert eine Top Qualität der Lebensmittel“, so Deutsch. „Die Gäste haben die Wahl: In unserem Angebot vereinen wir gesundes Essen in Top-Qualität mit sinnlichen Gaumenfreuden auf höchstem Niveau“, so Deutsch.  www.heiltherme.at

Sommer-Packages im Wellnesshotel Retter Pöllauberg. Das steirische Hotel Retter bietet heuer wieder die attraktiven Sommer-Packages für verwöhnte Urlauber an. Fünf Übernachtungen inkl. Allzeit-Genuss-Pauschale, Teilmassage 25 Min., Begrüßungsapfelsaft, eine geführte NordicWalking-Tour, Aperitif-Weinverkostung in der hauseigenen Vinothek „Wein(t)raum“ (samstags), Zeit im Wellnessreich „Bewusst Sein“, kuscheliger Bademantel und Badepatschen für die Zeit des Aufenthalts ab 494 € p.P. bei Doppelbelegung (statt 609 €).  www.retter.at

Charmante Seehäusl Sie liegen direkt am See und locken mit privater Terrasse, luxuriösem Bad und eigener Sauna

Chalets am See vom Schloss Fuschl Resort werden Anwendungen für das ganz private Wellness-Erlebnis angeboten – direkt im Seehäusl. Buchbar ist dieser Sommertraum ab 1.380 € pro Nacht (Einzel-) bzw. ab 1.430 € pro Nacht (DZ) inklusive Frühstück. Vom Schloss Fuschl aus lässt sich die Region auf malerischen Spaziergängen rund um den Fuschlsee erkunden – auf kleinen Wanderwegen direkt am Ufer.

Jedes Seehäusl erstreckt sich großzügig über zwei Etagen. Um den Aufenthalt so privat wie möglich zu gestalten, verfügt jedes Chalet über eine eigene Terrasse mit Zugang zum See. Zur Grundausstattung gehören eine Kitchenette mit Geschirrspüler und Espresso-Kaffeemaschine, Telefon und Flatscreen-TV sowie WLAN-Verbindung. In der ersten Etage befinden sich das Schlafzimmer mit Queensize-Bett, ein begehbarer Schrank, Bad und ein Balkon mit Blick auf die faszinierende Bergwelt rund um den Fuschlsee. Highlight in jedem Chalet ist der luxuriöse Bad-Bereich mit Whirlpool und Sauna. Passend dazu

© Schloss Fuschl Resort & Spa

Traumhaftes Hideaway

Es locken auch erlebnisreiche Touren auf die umliegenden Almen oder kleine Ausfahrten mit der schlosseigenen Zille über den See. Das legendäre Fünf-Sterne Hotel am Fuschlsee gehört zu den renommiertesten Hotels Europas und freut sich über den Titel „Gault Millau Hotel des Jahres 2011“. Es besticht neben seinen 110 exquisiten Zimmern, Suiten und den direkt am See gelegenen Seehäusl, durch

Schloss Fuschl bietet Gästen jetzt einen exklusiven Zugang zum Fuschlsee.

die „Schloss Fuschl Collection“, einer musealen Kunstsammlung von mehr als 150 Alten Meistern. Kulinarische Akzente werden mit dem Schloss Restaurant, der Vinothek und der für Events und Kochkursen genutzten Suite Imperial gesetzt.

Hauseigene Oldtimer Die Oldtimersammlung und das modern-elegante Schloss Fuschl Spa, ein luxuriöses Refugium der Sinne auf 1.100 m�, ergänzen das Gesamtkunstwerk Schloss Fuschl. Das Haus gehört zu den Starwood Hotels & Resorts Worldwide, die mit mehr als 1.051 Hotels in 100 Ländern und 145.000 Mitarbeitern in eigenen Hotels und Management-Betrieben eine der führenden Hotelgesellschaften der Welt ist. Starwood ist Eigentümer, Betreiber und Franchisegeber von Hotels und Resorts international bekannter Marken wie St. Regis, The Luxury Collection, W, Westin, Le Méridien, Sheraton, Four Points by Sheraton, Aloft und Element.  www.schlossfuschlsalzburg.com

Neue Kärnten Therme sperrt am 13. Juli auf

© KärntenTherme

Hof bei Salzburg. Nur 20 Min. von Salzburg entfernt befinden sich die charmanten Chalets des Schloss Fuschl Resort. Die sechs Häuschen bilden ein harmonisches Ensemble am Ufer des schönen Fuschlsees. In ganz privater Atmosphäre genießen Gäste dort ihre persönlichen Sommerfestspiele.

Bald Landeplatz für Wasserratten, Wellnessverliebte & Sportsfreunde.

Warmbad-Villach. Am 13. Juli ist es so weit: Die neue Kärnten Therme in Warmbad-Villach eröffnet. Das Angebot ist in drei Bereiche gegliedert: Fun, Spa und Fit. Regelmäßige Thermengänger profitieren besonders vom exklusiven Mitgliederstatus und der unbegrenzten Nutzung von Therme, Fitness und Spa. Die Jahresmitgliedschaft kostet 1.548 € p.P. Für Schnellentschlossene gibt es die Mitgliedschaft bis Juli 2012 zum Sondertarif ab 1.200 €.  www.kaerntentherme.com


gast & wirt

70 – destinationaustria

Freitag, 22. Juni 2012

Sporthotel Stock Das 5-Stern-Haus im Zillertal bietet ein umfassendes Erholungskonzept für Körper und Geist

short

Bestnoten bei Wellness, Sport und Kulinarik

© Natur- und Vitalhotel Inn‘s Holz

Anspruchsvolles Haus für den Böhmerwald

Aktivurlauber, Naturfreunde, Gourmets und Familien kommen hier sicher auf ihre Kosten. britta bruckner

Das neue Vitalhotel verbindet ­Exklusivität mit uriger Naturnähe.

Finkenberg. Für das 5-Stern-­Hotel Stock im Zillertal gibt es mit schöner Regelmäßigkeit Auszeichnungen. Aktuell ist es der Sieg beim Top Performer 2011 der Best Wellness Hotels Austria, „eine Bewusst Tirol“-Prämierung des Agrarmarketing, sowie erneut drei Lilien

Schöneben. Ab sofort hat der Böhmerwald ein neues Urlaubsdomizil für anspruchsvolle Naturliebhaber. Rund um einen malerischen großen Naturbadesee mit Seesauna bilden die elf 5-Sterne-Böhmerwald Chalets gemeinsam mit dem ebenfalls neuen 4-Stern Naturund Vitalhotel „Inn’s Holz“ mit dem gemütlichen Restaurant „Inn’s Holz“ ein luxuriöses Refugium in Mitteleuropas größtem Waldgebiet. Alle Chaltes haben einen eigenen Zugang, einen Abstellraum für die Sportausrüstung und eine Terrasse und bieten hochwertige Ausstattung – von der freistehenden Badewanne über den Flat-TV, WLAN bis zum Kachelofen und einer eigenen Sauna. Holz und Lehmputz sowie Loden und Leinen aus lokalen Manufakturen sorgen für das authentische Ambiente. Auch bei der Kulinarik setzt man auf lokale Spezialitäten. Neben einem umfangreichen Wellness-Angebot von Sauna bis Kosmetik warten rund um die Anlage auch zahlreiche Sport- und Freizeitmöglichkeiten auf Aktivurlauber. So liegt das Waldkompetenzzentrum Böhmerwald sowie viele Rad- und Wanderwege gleich direkt vor der Haustüre und wer hoch hinaus will, für den ist der Hochseilgarten Böhmerwald oder einer der Aussichtstürme der Region ein passendes Ausflugsziel.  www.innsholz.a

„Unsere Trainer und Coaches stehen den Gästen mit Rat und Tat zur Seite und entTrainingsprogramme.“ daniel stocK, hotelier

Malerische Lage, Top-Ausstattung, exquisite Küche und ein Sport- und Freizeitprogramm, das keine Wünsche offen lässt.

im „Relax Guide 2012“ für den Spa- und Beautybereich. Weiters hat das Haus beim „HolidayCheck TopHotel 2012“ überzeugt und das Prädikat „Exzellent“ des Deutschen Wellnessverbands erhalten. Noch bis zum 6. Juli wird umgebaut, dann startet im „Stock“ der Sommer. Die Wander-, Vitalund Bikeguides haben Touren für sechs Tage pro Woche vorbereitet, der Panorama-Fitnessraum ist neu, der Mountainbike- und E-BikeFuhrpark aufgerüstet. Von Pilates und Yoga am frühen Morgen über Power Plate und klassisches Gerätetraining bis hin zu Nordic Walking gibt es den ganzen Tag über ein Fülle von Möglichkeiten, etwas für seine Fitness zu tun. Vitaltrainer und Personalcoaches – darun-

Mozart verführt auch den Gaumen der Gäste

ter auch der mehrfache Staats- und Europameister Markus Kröll – stehen den Gästen mit Rat und Tat zur Seite und entwickeln individuelle Trainingsprogramme. Fitnesstraining, Naturgenuss und Kulinarik verbindet Juniorchef Daniel Stock auf seinen wöchentlichen Bergbrunches auf der Stock-Hütte. Für Kinder und Teens werden eigene Sport- und Freizeitprogramme angeboten – Wanderungen, Disconights, Foto- und Videoshootings, Hochseilgarten, Sommerrodeln und noch viel mehr. Ein Highlight ist auch der StockParagleiter, mit dem die Gäste täglich – vorausgesetzt das Wetter passt – Tandemflüge über die beeindruckende Berglandschaft

des romantischen Zillertals unternehmen können. Für Yoga-Interessierte hat man heuer gleich drei Spezialistinnen engagiert, die im Sommer und Herbst für die Gäste Kurse abhalten. Die erste Yoga-Woche findet vom 26. August bis 1. September statt und wird von Bahar Yilmaz geleitet, einer Lehrerin für Lomi Lomi Nui, Qigong und Tai-Chi.

Motivierte Mitarbeiter Eine Besonderheit des Stock ist die eigene Merchandising Linie; sie umfasst Weine in Zusammenarbeit mit den renommierten Winzern Leo Hillinger und Hans Reisetbauer, Edelbrände und Weingelee sowie eine hochwertige Kosmetikli-

nie. „Diese Produkte kommen bei unseren Gästen sehr gut an. Von den Weinen verkaufen wir jährlich bereits rund 30.000 Flaschen“, freut sich Juniorchef Daniel Stock. Der Komfort im Stock ist aber nicht nur den Gästen vorbehalten, auch das Wohl der Mitarbeiter liegt der Hoteliers-Familie am Herzen. „Motivierte und zufriedene Mitarbeiter sind ganz wesentlich, damit sich unsere Gäste bei uns rundum wohlfühlen“, sagt Stock. Die brandneue Team-Lodge mit modernen Zimmern und Wohnungen sowie umfangreiche Sportund Freizeitmöglichkeiten sorgen dafür, dass die Stock-Mitarbeiter ihrer täglichen Arbeit entspannt und engagiert nachkommen.  www.sporthotel-stock.com

Asfinag-Award Das Trofana Tyrol sicherte sich auch heuer wieder den Sieg als beste Raststätte Österreichs

Kulinarisches Aus­hänge­schild der Mozartstadt wurde ausgezeichnet.

Fast zu gut für einen Zwischenstopp Mils bei Imst. Auch wenn sich Reisende nicht länger als notwendig auf einer Raststätte aufhalten – schließlich will man ans Ziel kommen –, soll der Aufenthalt dort möglichst komfortabel sein. Insgesamt 90 Raststätten stehen entlang der heimischen Autobahnen und Schnellstraßen zur Verfügung und die hat die Asfinag zwischen März und Mai einer eingehenden Prüfung unterzogen. Lief die Beurteilung bisher über anonyme Tester des Marktforschungsinstituts AC Nielsen sowie im Vorjahr über ein Gäste-OnlineVoting, schlug man heuer einen anderen Weg ein.

„Raststätte“ holte sich heuer das „Trofana Tyrol“, das auch schon in den vergangenen Jahren mit vier Erst- und zwei Zweitplatzierungen regelmäßig zu den besten Raststätten gekürt wurde. „Es ist die besondere Mischung aus dem einzigartigen Konzept, der beeindruckenden Architektur, der kontinuierlichen Top-Qualität in

allen Bereichen und insbesondere – und das macht einen wirklich guten Dienstleistungsbetrieb eben aus – begeisterten Mitarbeitern, die mit Freude, Hilfsbereitschaft und Können hervorragende Leistungen erbringen”, so GF Cornelia Stöllinger über das Erfolgskonzept des Betriebs, dessen vielfältiges Angebot auch durchaus zu einem

Küche auf Regionalität und Authentizität; Convenience-Produkte Hörensagen.“ Cornelia Stöllinger GF Trofana tyrol

Vielfältiges Angebot Heuer erfolgte die Bewertung durch Mitglieder des FalstaffGourmetclubs. Pro Raststätte wurden drei anonyme Bewertungstests durchgeführt. Die insgesamt 100 zu vergebenden Punkte teilten sich dabei in 50% Gastronomie, 25% Service und 25% Sauberkeit und Ambiente auf. Den Gesamtsieg sowie den ersten Platz in der Kategorie

„Wir setzen in der

kennen wir nur vom

© Asfinag

© Mozart Destillerie

Salzburg. Bei den diesjährigen „San Francisco World Spirits Awards“, dem ältesten und international anerkanntesten Spirituosenwettbewerb, holte sich die bekannte und seit Jahren auch internaational erfolgreiche Salzburger Mozart Destillerie gleich vier renommierte Preise, auf die man stolz sein kann. In der Kategorie „Cream/ Dairy Liqueur“ ging der „Double Gold Award” an „Mozart Gold Chocolate Cream“; sie überzeugte als „Best Cream Liqueur”; „Mozart Black Chocolate Pure 87“ siegte in der Kategorie „Chocolate Liqueur” und „Mozart Dry Clear Chocolate“ Spirit wurde in der Kategorie „Other White Spirits” mit Gold ausgezeichnet.  www.mozart-spirits.com

© Sporthotel Stock

wickeln individuelle

Das „Trofana Tyrol“ überzeugte die kritischen Tester des Falstaff-Gourmetclubs.

längeren Aufenthalt animiert. „Raststationen können durchaus als touristischer Motor für eine Destination fungieren.” Die bestbewerteten Rasthäuser – darunter etwa Rosenberger in Deutsch Wagram, Servus-Europa am Walserberg Süd oder die Raststation Tauernalm – sind im „Raststätten Guide 2012“, der auf den Raststätten kostenlos aufliegt, aufgeführt.  www.asfinag.at


medianet

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Freitag, 22. Juni 2012 – 71

Potenzial Mitarbeiter

Das bfi Wien kooperiert mit Merkur und stellt sein neues Kursprogramm vor Seite 73

© Panthermedia/Wodicka

Risiko Krankheit

Wenn es ums Berufsleben geht, sind die Österreicher Vorsorgemuffel  Seite 74

Aufsteigerin Renate Auer, A.T. Kearney © A.T. Kearney

„Ich weiß, dass es sich lohnen wird“ Neuland Alex Ott arbeitet fieberhaft am Aufbau der neu gegründeten Philip Morris Austria GmbH.  Neueinstellungen Der heimische Arbeits­ markt präsen­ tiert sich laut Manpower von seiner stabilen Seite. 

Seite 72

© Sabine Prohaska

© bfi Wien/APA/Pauty

careernetwork

Gastkommentar

Die Trainerin Sabine Prohaska über das Phänomen, dass sich Frauen beruflich auch oft selbst im Weg stehen.  Seite 73

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© Philip Morris

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von


Career portrait

Wer die Fixgrößen in seinem Leben sind, warum er nicht bereut, bisher nur einen einzigen Arbeitgeber gehabt zu haben und warum ihm nichts anderes übrig blieb, als zu studieren, verrät Philip Morris Austria-Chef Alex Ott im Gespräch.

Freitag, 22. Juni 2012

© Philip Morris (2)

72 – careernetwork

„Der Einzelne ist wichtig, aber die Mannschaft ist der Star“ 10 Fragen An Alex Ot t

Als Kind wollte ich immer … genauso lang aufbleiben wie mein großer Bruder. Mein Lebensmotto ist … positiv denken und das Beste aus jeder Situation zu machen. Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … das wirklich letzte Geld werde ich hoffentlich niemals ausgeben müssen. Darüber kann ich lachen … jeden Tag und über so ziemlich alles. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „Good to Great” von Jim Collins. In 20 Jahren werde ich … mit meiner Familie, Freunden und Bekannten meinen 60. Geburtstag feiern. Davor habe ich Angst … vor unerwarteten Schicksalsschlägen.

Wien. Seit Beginn des Jahres arbeitet Alex Ott fieberhaft am Aufbau der Philip Morris Austria GmbH. Die neue Österreich-Niederlassung der Marlboro-Mutter soll dem Vernehmen nach 2013 ihre Geschäftstätigkeit aufnehmen – für den gebürtigen Deutschen Ott die größte Herausforderung seiner bisherigen Karriere: „Der Aufbau einer eigenen Organisation in Österreich ist unglaublich spannend. Aber ich weiß, dass es sich lohnen wird und ich freue mich schon heute auf meine zukünftige Arbeit in Wien.“ Ott ist trotz seiner knapp 41 Jahre bereits ein wahres Philip Morris-Urgestein: „Ich bin mit dem Unternehmen das erste Mal 1992 in Kontakt gekommen und habe dann auch über Philip Morris mein betriebswirtschaftliches Studium begonnen“, so Ott gegenüber medianet. „Während dieser Zeit hatte ich immer auch einen Bezug zum Unternehmen“, erklärt er heute, warum er nach Abschluss seines Masterstudiums an der Berufsakademie Stuttgart im Jahr 1995 erst gar nicht lange zögerte und seine berufliche Karriere als Trai-

nee beim Tabakmulti in Deutschland begann: „Ich bin einfach von diesem Unternehmen und seinen Produkten fasziniert gewesen.“ Diese Entscheidung sollte sich als die richtige entpuppen und zum Kick-off eines rasanten Karriereaufstiegs werden: Nach unterschiedlichsten Positionen im Bereich Sales übernahm Ott schon 2002 als Manager den Key Account Österreich; diverse Managerpositionen mit Fokus auf den Bereich ‚Vertrieb‘ folgten, bis er im Juli 2010 mit der Rolle des Area Directors Austria bei der Philip Morris GmbH und im Jänner 2012 mit dem Aufbau einer eigenen Österreich-Dependance betraut wurde.

Vielfältigste Möglichkeiten Dass er bisher nur einen einzigen Arbeitgeber in seiner Vita vorweisen kann, sieht Ott keineswegs als Nachteil oder gar Hemmschuh: „Ich arbeite sehr gern für Philip Morris. Das Unternehmen bietet seinen Mitarbeitern vielfältigste Möglichkeiten, sich beruflich und persönlich zu entwickeln. Alle mei-

ne bisherigen Aufgaben waren immer auch große Herausforderungen und genau das reizt mich.“ Ob er sich eine Berufskarriere wie die seine bereits als Kind vorstellen konnte? „Über Berufswünsche habe ich mir als Kind nicht sonderlich viele Gedanken gemacht. Ich bin unglaublich gern in die Schule gegangen, aber nach dem Abitur hatte man für mich dort leider keine Verwendung mehr. So blieb mir nichts anderes übrig als zu studieren“, verrät Ott. Bei der Frage, was aus seiner Sicht als alternative Form des Broterwerbs infrage käme, hat er schon konkretere Vorstellungen: „Wenn ich nicht bei Philip Morris wäre, würde ich gern meinen Lebensunterhalt als Fußballer verdienen“, so Ott. „Ich liebe diesen Sport und es gelten dieselben Regeln wie bei uns: Der Einzelne ist wichtig, aber die Mannschaft ist der Star.“ Teamgeist spiegle sich dementsprechend auch in seinem Führungsstil wider: „Ich bin selbstkritisch genug, um zu wissen, dass Selbst- und Fremdbild oftmals voneinander abweichen. Aber ich

wünsche mir, dass meine Mitarbeiter und Kollegen mich hoffentlich als offen, direkt und motivierend bezeichnen würden.“ Privat gibt es im Leben des laut Eigendefinition „echten Genussrauchers“ („Ich rauche aber nicht sonderlich viel“) jedenfalls zwei Fixgrößen: „Meine zwei großen Hobbies sind Familie und Fußball. Hier schöpfe ich Kraft und tanke Energie.“ Der Beruf lasse zwar oftmals nicht viel Zeit – „umso intensiver gilt es, die Momente mit meiner Familie zu genießen und sie ganz bewusst zu erleben“, betont Ott. „Meine Familie bedeutet mir sehr viel. Meine Frau und meine Kinder sind mein großes Glück. Sie zeigen mir jeden Tag aufs Neue, was im Leben wirklich wichtig ist“, so der Vater dreier Kinder. Wenig überraschend, würde Ott daher auch nicht viel an seinem bisherigen Werdegang ändern wollen: „Ich bin mit meinem Leben sehr zufrieden und dankbar für alles, was bisher passiert ist. Eventuell hätte ich aber die eine oder andere Aktie früher verkaufen sollen“, so Ott mit einem Augenzwinkern.  (jawe)

1971–1995

1995–2002

2002–heute

Am 30. Juni 1971 in Seeheim-Jugenheim in Deutschland geboren, studiert Alex Ott nach dem Abitur Betriebs­ wirtschaftslehre an der Berufsakademie Stuttgart.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums beginnt er seine Karriere als Trainee bei der Philip Morris GmbH in Deutschland. Verschiedene Positionen im Bereich Sales folgen, bevor Ott im Jahr 2002 Manager für den Key Account Österreich beim Tabakkonzern wird.

2005 steigt er zum Area Sales Manager auf, bevor er nach einer Zwischenstation als Manager Sales Strategy im Jahr 2009 Manager Sales & Marketing (Austria) wird. Im Juli 2010 übernimmt er die Position des Area Director (Austria) und seit Februar 2012 hat er die Geschäftsführung der neu gegründeten Philip Morris Austria GmbH inne – das Unternehmen nimmt seine Geschäftstätigkeit im Jänner 2013 auf. Alex Ott ist verheiratet und hat drei Kinder.

Das ist meine größte Stärke … meine positive Einstellung. Das ist meine größte Schwäche … ich kann nur schwer abschalten. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … mit meinen Kindern an einem Samstagmorgen in der früh um 6 Uhr, um zu verstehen, ­warum die nicht genauso müde sind wie ich!


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 22. Juni 2012

careernetwork – 73

bfi Wien „Profis fallen leider nicht vom Himmel“, ist bfi Wien-Geschäftsführer Franz-Josef Lackinger überzeugt

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Schlummerndes Potenzial Vielmehr gelte es, Fachkräfte selbst auszubilden und höherzuqualifizieren, so sein Credo. Wien. „Erste Firmen aus dem Innviertel werben bereits in Spanien um zukünftige Mitarbeiter.“ Schlagzeilen wie diese will FranzJosef Lackinger, Geschäftsführer des bfi Wien, nicht mehr lesen: „Früher sind es die Inder in der IT gewesen, jetzt sollen die jungen Spanier einspringen. Das ist aber nicht die Lösung unseres Fachkräfteproblems in Österreich“, erklärte er im Rahmen der Präsentation des neuen Kursprogramms des Wiener Berufsförderungsinstituts. „Es gilt viel mehr, die Fachkräfte selbst auszubilden und die bestehenden Mitarbeiter höherzuqualifizieren. Profis fallen einfach nicht vom Himmel“, so Lackinger. Allein in Wien hätten 25% der arbeitenden Bevölkerung lediglich einen Pflichtschulabschluss. „Das ist ein ungeheures Potenzial, das hier schlummert.“

such der Technisch-Gewerblichen Abendschule, der einzigen durchgängigen Werkmeisterqualifikation für Facharbeiter, möglich“, präsentiert Lackinger das Portfolio des Bildungsinstituts. „Wie man sehen kann, sind wir der Fachkräfteausund -weiterbildner.“

Urlaub ist kein Schönwetterthema

Merkur springt auf

Breites Portfolio Wecken will man dieses Potenzial beim bfi Wien mittels mehrgleisiger Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. So führe man im Auftrag des AMS Wien derzeit 620 (bereits volljährige) Teilnehmer in einer knapp eineinhalbjährigen „Facharbeiter-Intensivausbildung“ in den Bereichen Metall, Elektro und EDV/IT zum nachträglichen Lehrabschluss. Weitere 760 Jugendliche absolvieren im Rahmen der „Wiener Ausbildungsgarantie“ eine überbetriebliche Lehre in einem von 19 Berufen am bfi Wien „und im Anschluss ist der Be-

Urlaub, die schönste Zeit im Jahr. Bevor Sie sich dem tageoder wochenlangen Müßiggang aber so richtig hingeben können, hebt die bevorstehende sommerliche Auszeit bei vielen Arbeitnehmern allerdings noch einmal den Stresspegel. Bekomme ich den Wunschurlaub? Bin ich heuer bald genug dran? Wann muss ich jemanden vertreten? karriere.at ging mit einer Online-Umfrage dem Thema nach. Ergebnis: Insgesamt jeder vierte Arbeitnehmer (28 Prozent) musste in seinen Planungen Abstriche machen – nämlich 15 Prozent, weil sie sich nach Kollegen mit Kindern richten mussten, weitere 13 Prozent arbeiten in Betrieben mit fix vorgegebenen Urlaubszeiten. Für den Großteil der befragten Arbeitnehmer läuft die Urlaubseinteilung allerdings relativ glatt: 44 Prozent gaben an, keine Probleme gehabt zu haben, 28 Prozent freuen sich, im Rennen um den Wunschurlaub schnell genug gewesen zu sein. Die Befragung der Arbeitgeberseite bestätigt, dass jedes zweite Unternehmen bei der Urlaubsplanung auf die Eigenverantwortung der Mitarbeiter setzt – wohl auch deshalb, weil es sich bewährt hat, wenn sich Abteilungen koordinieren und selbst Lösungen für allfällige Vertretungen ausarbeiten. Denn „auf’s Auge“ gedrückte Urlaubstermine machen letztlich niemanden glücklich, weder die frustrierten Betroffenen, noch die Kollegen, die deren Ärger ausbaden müssen. Und am allerwenigsten die Führungskraft, die neben ihren eigentlichen Aufgaben auch noch mit einem schlechteren Arbeitsklima in der Belegschaft zu kämpfen hat.

© bfi Wien/APA-Fotoservice/Pauty

Auch Unternehmen will das bfi Wien bei der spezifischen Höherqualifizierung ihrer Mitarbeiter zur Seite stehen, wie die kaufmännische Geschäftsführerin Valerie Höllinger betont: „Die Stärkung des Firmenvertriebs mit innovativen Produkten und starken Partnern ist Teil der Neupositionierung des bfi Wien.“ Jüngster Kooperationspartner ist dabei die Rewe-Tochter Merkur: „Unser Business Service hat speziell für den Handel den Diplomlehrgang ‚Geprüfter Handelsfachwirt mit Hochschulreife‘ entwickelt. Diese Höherqualifizierung öffnet durch die Berufsreifeprüfung potenziell die Pforten zu weiterführenden akademischen Vertiefungen“, konkretisiert Höllinger den Nutzen für die Teilnehmer. Und seitens Merkur nimmt man dieses Angebot dankend an: „Der ‚Handelsfachwirt‘ ist eine Qualifikation, die in vielen Ländern etabliert ist und auch in Österreich schon bald einen Top-Abschluss einer Handelsausbildung darstellen wird“, so Klaus Pollhammer, Vorstand der Merkur Warenhandels AG. Ab kommenden September stellt der Handelsriese 20

Präsentierten das Kursprogramm und die Kooperation zwischen bfi Wien und Merkur: Markus Wachter (Merkur), Valerie Höllinger und Franz-Josef Lackinger (bfi Wien.)

seiner Mitarbeiter im Großraum Wien fünf Semester lang zwei Mal die Woche frei und übernimmt die Kosten der Ausbildung von je ca. 8.000 €. „Die Plätze gehen weg wie die warmen Semmeln. Sowohl Marktleiter als auch junge Hoffnungsträger haben schon ihr Interesse bekundet“, ergänzt Markus Wachter, Leiter der Personalentwicklung bei Merkur. „Das bfi Wien zeichnet sich durch ein ‚Rundum-Service‘ aus“, ist Höllinger überzeugt. Das zeige sich in den vielen Standbeinen, die sich von Schule/Matura über Lehr/

Berufsabschlüsse und Hochschule bis hin zum Lebenslangen Lernen drehen und eine „Durchlässigkeit vom Hauptschulabschluss bis zum Führungskräfte-Training gewährleisten“. Dementsprechend bunt und breit gefächert präsentiere sich auch das am 26. Juni erscheinende Kursprogramm, dessen Cover die Arbeit „Szintillation“ der Wienerin Maria Stimm ziert: „Zu Altbewährtem kommen etwa Neuheiten wie AppEntwicklung für Android, Social Web in der Erwachsenenbildung oder Praktisches Arbeiten an E-Bikes hinzu“, so Höllinger.  (red)

Gastkommentar Trainerin Sabine Prohaska über das Phänomen, dass sich Frauen auch oft selbst im Weg stehen

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

sie lobt, nicht fast automatisch erwidern: „Das war doch nicht so schwer.“ Denn wer tiefstapelt, positioniert sich beruflich meist selbst in der zweiten Reihe. Bei allen genannten Punkten geht es darum, dass Frau ein paar Verhaltensweisen ein bisschen „männlicher“ gestaltet. Das bedeutet nicht, sich komplett wie ein Mann zu benehmen oder gar zu kleiden. Sich selbst treu bleiben und Fraubleiben, lautet die Maxime – selbst wenn dies zuweilen Mut erfordert.

Mehr Eigen-PR betreiben Frauen müssen ein stärkeres „Selbst-Wert“-Gefühl entwickeln und mehr Eigen-PR betreiben. Also zum Beispiel, wenn der Chef

Sabine Prohaska ist Inhaberin des Trainings- und Beratungsunternehmens Seminar Consult Prohaska, Wien, das unter anderem Trainer und Coachs ausbildet.  www.seminarconsult.at

Clemens Nachbauer

RBI

ÖCI

Christof Danz (37) verstärkt seit 18. Juni das PR-Team der Raiffeisen Bank International AG (RBI). Zuletzt war der studierte Diplom-Volkswirt für die Frankfurter PR-Agentur NewMark Finanzkommunikation tätig.

Clemens Nachbauer (34) ist neuer ProgrammManager des Österreichischen Controller-Instituts und verantwortet zukünftig die Lehrgänge und Seminare in den Bereichen Controlling sowie Nonprofit und Public Management.

Renate Auer A.T. Kearney

Renate Auer (29) verstärkt als Senior Business Analyst das Wiener Büro der Management Beratung A.T. Kearney. Die gebürtige Italienerin ist promovierte Chemikerin, spricht sechs Sprachen und ist Expertin für Statistiksoftware.

Katja Brunner Vier Pfoten

© Vier Pfoten

Christof Danz

Promotion

„Irgendwie werde ich das Kind schon schaukeln.“ Viele Frauen neigen zur Bescheidenheit. Diese ist zwar eine Tugend, doch im beruflichen Kontext kommt man mit zu viel Bescheidenheit nicht weit. In Bewerbungsund Verkaufsgesprächen, aber auch vielen (Projekt-)Meetings, kommt es darauf an, sich gut zu präsentieren. Zeigen Frauen in solchen Situation zu viel Bescheidenheit, verkaufen sie sich und ihre Leistung unter Wert.

© A.T. Kearney

job

© RBI

S. Prohaska: „Wer tiefstapelt, positioniert sich meist selbst in der zweiten Reihe.“

Wien. Bei der schulischen Bildung haben Frauen die Männer eingeholt – teils sogar schon überholt. In diesem Bereich ist es Common Sense: Mädchen sind mindestens so fit wie Jungs. Noch nicht durchgesetzt hat sich dieser Gedanke im Berufsalltag. Sehr deutlich zeigt sich dieses Bild auch, wenn Frauen in ihrem Job zum Beispiel von ihrem Vorgesetzten oder einem Kunden ein Kompliment bekommen wie: „Sie sind so kompetent wie Ihre männlichen Kollegen.“ Das zeigt, wie tief der Zweifel an der Kompetenz von Frauen noch in den Köpfen sitzt – auch in denen von Frauen. Sie fragen sich bei schwierigen Aufgaben oft selbst: „Bin ich ihr gewachsen?“ Und Männer? Sie denken zumeist eher:

© ÖCI

© Sabine Prohaska

Dringend gesucht: selbstbewusste Frauen

Katja Brunner (32) erweitert das Team von Vier Pfoten ab sofort als Director of Communications. Brunner war zuvor u.a. in der Kommunikationsagentur currycom und der faireagmbh, einer Tochterorganisation des Ökosozialen Forums, tätig.


A r b e i t s Ma r k t

74 – careernetwork

Freitag, 22. Juni 2012

Risiko Krankheit Wenn es um das Berufsleben geht, sind die Österreicher Vorsorgemuffel, erklärt Manfred Baumgartl von der Allianz Gruppe

„Aber das Auto versichert jeder“

Nur 15% der Österreicher sind gegen Berufsunfähigkeit privat versichert.

Wien. Ein folgenschwerer Unfall, eine psychische Krankheit und nichts ist mehr, wie es einmal war. Wie geht es weiter, wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann? Darüber machen sich in Österreich derzeit wohl nur wenige Gedanken; eine repräsentative Umfrage der Allianz Gruppe Österreich hat das gezeigt. Das Risiko der Berufsunfähigkeit wird in Österreich eher gering eingeschätzt. Die Bereitschaft, eine zusätzliche Vorsorge abzuschließen, ist dem entsprechend: Nur 15% der Befragten gaben an, sich gegen Berufsunfähigkeit privat versichert zu haben.

Mehr als die Hälfte der Österreicher schätzt die Wahrscheinlichkeit, von Berufsunfähigkeit betroffen zu sein, auf nur 20% ein. Trotz dieser optimistischen Grundhaltung befürchten die Befragten, dass ihre Situation im Falle der Berufsunfähigkeit nicht gerade rosig ist: 40% rechnen im Worst Case mit erheblichen finanziellen Einbußen. Ähnliches prognostiziert auch Manfred Baumgartl, Vorstandsmitglied der Allianz Gruppe Österreich. Naturgemäß hält er es für keine gute Idee, sich auf die staatlichen Pensionsversicherungsträger zu verlassen: „Das Sparpaket hat

weitere Einschnitte hinsichtlich der Berufsunfähigkeits- und Invalidenpension gebracht“, so Baumgartl. Derzeit bringt die staatliche Berufsunfähigkeitsversicherung im Durchschnitt knappe 950 € – „zu wenig, um den gewohnten Lebensstandard zu halten“, vermutet Baumgartl.

sionisten ist die Hälfte der NeoRentner unter 55 Jahre alt. Vor dem Gesetz gilt als berufsunfähig oder invalide, wer seinen Job nur mehr zu 50% oder weniger ausführen kann. Die Anreize, sich gegen derartige Situationen zu rüsten, scheinen aber in Österreich trotz allem noch nicht sehr groß zu sein. „Paradox“ findet das der AllianzExperte: „Für sein Auto schließt jeder zweite Österreicher eine Kaskoversicherung ab; die Vorsorge für die eigene Existenz wird aber hinten angereiht“, so Baumgartl. Die Gründe für ein abruptes Ende des Arbeitslebens sind vielfältig, tatsächlich sind psychische Erkrankungen aber der häufigste Grund für Berufsunfähigkeit; an zweiter Stelle stehen Erkrankungen des Skelett-Muskel-Systems. Die Befragten schätzten die Situation anders ein: Rund ein Drittel vermutet Unfälle als häufigste Ursache.  (lw)

Junge Pensionisten Fakt ist: Die Zahl der Betroffenen steigt. Mehr als jeder fünfte Rentner ist mittlerweile aufgrund von Berufsunfähigkeit in Pension. Und die Neuzugänge werden immer jünger: Von den rund 2,2 Mio. Pen-

Mangelberufe Fachkräfte

Liste steht fest

Wien. Nach einer Begutachtungsphase hat sich das Sozialministerium nun auf die sogenannte Mangelberufsliste festgelegt. Die 26 Berufe bezeichnen jene Bereiche, in denen in Österreich Fachkräftemangel herrscht. Dies ist besonders im Hinblick auf die „Rot-weiß-rotCard“ für Fachkräfte aus dem Ausland relevant. Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung begrüßen die Liste. Dazu gehören etwa: Fräser, Dreher, Dachdecker, Schweißer, Bautischler, Landmaschinenbauer, Schlosser und diplomierte Krankenschwestern. Um für einen Job hierzulande zugelassen zu werden, brauchen ausländische Fachkräfte eine Berufsausbildung, die mindestens mit einem Lehrabschluss vergleichbar ist.

Weiterbildung Brunch

Anti-Aging

Wien. Die alternde Gesellschaft und das steigende Pensionsantrittsalter stellen auch den Arbeitsmarkt vor neue Herausforderungen. Beim Bildungsbrunch von „die Berater“ diskutierten Experten unter anderem, unter welchen Faktoren Arbeit auch ein probates „AntiAging-Mittel“ sein kann. Vorbeugen müsse man vor allem dem „Mental Retirement“, das bereits Jahre vor der eigentlichen Pensionierung einsetze, so Sozialforscher Bernd Marin.

© Fotodienst/Martina Draper

© Panthermedia.net/Erwin Wodicka

Herr und Frau Österreicher unterschätzen das Risiko der Berufsunfähigkeit, zeigt eine Studie.

„Arbeit im Alter benötigt unbedingt Brain-Training“, weiß Bernd Marin.


J o bwatc h

Freitag, 22. Juni 2012

careernetwork â&#x20AC;&#x201C; 75

Arbeitsmarkt Innerhalb der Eurozone verzeichnet Ă&#x2013;sterreich mit einem Plus von 0,6 Prozent den dritthĂśchsten Anstieg von Erwerbstätigen

Der Arbeitsmarkt bleibt stabil Wien/BrĂźssel. Ă&#x2013;sterreich verzeichnet innerhalb der Eurozone den drittstärksten Anstieg von Erwerbstätigen: Nach ersten Schätzungen von Eurostat erreicht man mit einem Plus von 0,6% den drittbesten Wert hinter Estland (1,3%) und Malta (0,9%) und verweist Deutschland (+0,5%), GroĂ&#x;britannien (+0,4%), Niederlande und die Slowakei (je +0,2%) auf die weiteren Ränge.

Nettoplus von neun Prozent Wenn es nach dem Beschäftigungsausblick von Manpower geht, kĂśnnte Ă&#x2013;sterreich sogar noch an Terrain gewinnen: Laut aktueller Prognose fĂźr das dritte Quartal wollen zwĂślf Prozent der befragten Personalleiter den Mitarbeiterstand erhĂśhen, 84% gleich lassen und nur drei Prozent reduzieren. â&#x20AC;&#x17E;Das ergibt einen positiven NettoBeschäftigungsausblick von plus neun Prozent fĂźr das kommende

Quartalâ&#x20AC;&#x153;, erklärt Erich Pichorner, GeschäftsfĂźhrer ManpowerGroup Ă&#x2013;sterreich. â&#x20AC;&#x17E;Der aktuelle Beschäftigungsausblick zeigt deutlich, dass der Ăśsterreichische Arbeitsmarkt stabil ist, sowohl im Vorquartalsals auch im Vorjahresvergleich.â&#x20AC;&#x153;

Gute Chancen in Wien Der anhaltende Aufwärtstrend bei Neueinstellungen in Wien, der mittlerweile seit einigen Quartalen anhält, sei â&#x20AC;&#x17E;sehr vielversprechendâ&#x20AC;&#x153;, beschreibt Pichorner. Die Bundeshauptstadt weise einen Beschäftigungsausblick von +15% vor. Sehr gut schaue es demnach auch

in Vorarlberg (+14%), Tirol (+11%) und NiederĂśsterreich (+10%) aus, schlecht hingegen in Kärnten (-1%). Trotz der positiven Tendenzen am Jobmarkt ist laut Manpower nicht alles eitel Wonne: Aufgrund der vergleichsweise niedrigen Arbeitslosenquote zu anderen europäischen Ländern hätten es Unternehmen noch schwerer, passende Talente fĂźr gewisse Positionen zu finden. So ginge aus der hauseigenen â&#x20AC;&#x17E;Talent Shortage Studieâ&#x20AC;&#x153; hervor, dass 40% der befragten Unternehmen Schwierigkeiten haben, Stellen zu besetzen, â&#x20AC;&#x17E;vergangenes Jahr waren es noch 27 Prozentâ&#x20AC;&#x153;, so Pichorner abschlieĂ&#x;end.  (red)

Š Panthermedia.net/Olaf Karwisch

Auch der Manpower-Beschäftigungsausblick geht von einem Plus aus.

Im Finanz- und Dienstleistungssektor sind die Jobchancen laut Manpower besonders gut; hier verzeichnet der Beschäftigungsausblick einen Wert von +24 Prozent.

Kienbaum Plus von 4,2%

HĂśhere Gehälter Wien. Ă&#x2013;sterreichs Manager kĂśnnen sich 2012 Ăźber eine stabile ErhĂśhung ihrer Gehälter freuen: Mit 4,2% liegen die Grundgehaltssteigerungen von FĂźhrungskräften knapp Ăźber dem Vorjahreswert von 4,1%. Die Unterschiede zwischen den Wirtschaftszweigen sind beträchtlich: Während in den Bereichen Handel und Dienstleistungen die BezĂźge um 3,6 bzw. 3,5% angehoben wurden, gab es im Bereich der Produktion mit 4,5% die grĂśĂ&#x;ten GehaltserhĂśhungen. Das ergab der VergĂźtungsreport 2012 â&#x20AC;&#x17E;FĂźhrungskräfte in Ă&#x2013;sterreichâ&#x20AC;&#x153; der Managementberatung Kienbaum. Auch die variablen BezĂźge steigen wieder. Die jahresbezogene variable VergĂźtung liegt Ăźber alle Positionen hinweg mit 26.000 â&#x201A;Ź deutlich Ăźber dem Vorjahreswert von 21.000 â&#x201A;Ź.

Kampagne SOS Mitmensch

Druck auf Politik

Wien. â&#x20AC;&#x17E;Druck auf die Politikâ&#x20AC;&#x153; versuchen SOS Mitmensch, das Integrationshaus und M-Media mit der Kampagne â&#x20AC;&#x17E;Machen wir uns starkâ&#x20AC;&#x153; auszuĂźben. Das Ziel: Endlich zu erreichen, dass Asylwerber arbeiten und jugendliche Asylwerber eine Lehre machen dĂźrfen. Breiten Zuspruch gebe es aus der Wirtschaft â&#x20AC;&#x201C; und ein â&#x20AC;&#x17E;Problembewusstseinâ&#x20AC;&#x153; im Sozial- und Innenministerium; aber â&#x20AC;&#x17E;leider kein Bekenntnis, dass Asylsuchende arbeiten kĂśnnenâ&#x20AC;&#x153;, so Alexander Pollak von SOS Mitmensch.

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Ex-EU-Kommissar Franz Fischler ist einer der UnterstĂźtzer der Kampagne.

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