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13. JahrganG NO. 1660

¤ 4,–

freitag/samstag/sonntag, 21.– 23. juni 2013

business promotion

Wurz-Interview

Hybrid ist die Zukunft des Racing 

Seite II–III

Production

APPROACH Sales & Marketing

Seite II–III

Spannung vor dem Start: Toyota Hybrid in Le Mans

Design

360°

Wann ORF eins live einsteigt 

hybrid Eine neue Ära im Racing

24-Stunden-Rennen Morgen um 15 Uhr geht es los – der ORF überträgt live

short

Recycling End-of-Life Vehicles (ELVs)

TV-Planer für Le Mans

Logistics

Hybrid Wochen Mit der einzigartigen Hybridtechnik ermöglicht ­Toyota ein völlig neues Fahrerlebnis: besonders entspannend, unglaublich sparsam und überraschend kraftvoll. Testen Sie die Hybrid-Familie bei den Hybrid Wochen: Im September erleben Sie die Vorteile der Hybridtechnik bei kommentierten Testfahrten mit den Experten der ÖAMTC Fahrtechnik. Direkt bei Ihrem ­Toyota-Händler. Mehr Informationen und genaue Termine in Kürze auf toyota.at/hybrid

© Toyota (8)

360-Grad-Ansatz ­Toyota ist sich seiner Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft bewusst. Für die Marke ist es Teil des Selbstverständnisses geworden, schädliche Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. In einem 360-Grad-Ansatz verfolgt ­Toyota dieses Ziel nicht nur im Fahrzeug, sondern auch in den „unsichtbaren“ Ebenen wie Entwicklung, Produktion und Entsorgung.

Samstag, 22 Juni, 15 Uhr Bei den legendären 24 Stunden von Le Mans wird Motorsport-Geschichte geschrieben. Mit Hybrid läutete Toyota auch im Rennsport eine neue Ära ein. Im Cockpit: Alexander Wurz. In medianet erklärt der ­Österreicher, warum das einzigartige Rennen seine erste große Liebe war und Hybrid die Zukunft des Racing ist.  Seite II–III ­Toyotas führende Technologie 2012 schon 1,22 Millionen verkaufte Hybridfahrzeuge innerhalb eines Jahres!

Mobilität: Hybrid setzt sich durch Auris Touring Sports Hybrid Zum ersten Mal gibt es Hybrid im Segment der familienfreundlichen und preislich attraktiven Kompakt-Kombis. ­Toyotas führende Technik sorgt für Bestwerte, der Normverbrauch liegt unter vier Liter. Und das riesige Gepäckraumvolumen ist dynamisch verpackt: Die zugespitzte Front und die flache Silhouette ­prägen das sportliche Design.

P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

Lange bevor grüne Mobilität zum großen Thema wurde, hat ­Toyota den Umweltschutz zur Basis aller Entscheidungen gemacht. Der Entwicklungsvorsprung ist enorm. Seit dem ersten Prius im Jahr 1997 konnte ­ Toyota 5,125 Millionen Hybridfahrzeuge verkaufen. Jetzt setzt sich die führende Technologie richtig durch: 2012 waren es schon 1,22 Millionen verkaufte Hybridfahrzeuge innerhalb eines Jahres! ­Toyotas Hybridantrieb mit kombiniertem Elektro- und Verbrennungsmotor war vor 16 Jahren eine grüne Revolution, heute ist die dritte Generation immer noch ohne direkte Konkurrenz. Während

die Mitbewerber am Anfang der Entwicklung stehen, hat ­ Toyota mit sechs Modellen die ­ erste Hybrid-Modellfamilie der Welt gegründet.

Verantwortung für die nächsten Generationen Im 20. Jahrhundert ist die Mobilität zum fixen Bestandteil unseres Lebens geworden. Durch Bevölkerungswachstum und Urbanisierung steht sie im 21. Jahrhundert vor völlig neuen Herausforderungen: Unsere Gesellschaft muss die Abhängigkeit vom Öl abbauen, die CO�-Emissionen reduzieren und

die Luftverschmutzung verhindern. Als einer der weltweit größten Hersteller ist sich ­Toyota seiner Verantwortung für die nächsten Generationen bewusst und strebt nach dem ultimativen Umweltauto. Durch seine Hybridmodelle hat ­Toyota bisher 34 Millionen Tonnen CO� eingespart, das entspricht 12 Milliarden Litern Treibstoff.* Ein beachtlicher Beitrag im Kampf ­gegen die Erderwärmung.  Seite IV * Im Vergleich zu Fahrzeugen mit Benzinmotor und vergleichbarer Größe bzw. Leistung, von Sommer 1997 bis März 2013. Errechnet von TMC aus der Zahl der gemeldeten Fahrzeuge x gefahrener Reichweite x Kraftstoffverbrauch (landesspezifisch) x CO� Umrechnungsfaktor.

Durch seine Hybridmodelle hat ­Toyota bisher 34 Mio. Tonnen CO² eingespart, das entspricht 12 Mrd. Litern Treibstoff.


II – businesspromotion

t oyo ta i n l e m a n s

Freitag, 21. Juni 2013

Interview Mit Hybrid startet Toyota auch im Racing ein neues Zeitalter. Alexander Wurz erklärt, warum Hybrid die Zukunft des Racing ist

Hybrid: Eine neue Ära im Rennsport Am Samstag, 22. Juni, um 15 Uhr geht es los, der ORF überträgt live. Bei den legendären 24 Stunden von Le Mans wird Motorsport-Geschichte geschrieben: Mit Hybrid läutet ­Toyota auch im Rennsport eine neue Ära ein. Im Cockpit: Alexander Wurz. Der Österreicher erklärt, warum das einzigartige Rennen seine erste große Liebe war und Hybrid die Zukunft des Racing ist. „­Toyota ist der führende Hybrid­ hersteller. Und ich spüre in jeder Sekunde: Die wollen das. ­Toyota ist einfach ein außergewöhnlich ingenieurgetriebenes Team.“ – Alexander Wurz über sein Team.

tv-planer Start 22. Juni, 15 Uhr

© Toyota (12)

Live-Übetragung 14.50 Uhr, ORF eins Der Start (live, 1h 43 min) 1.00 Uhr, ORF eins Der Abend (live, 1h) 4.00 Uhr, ORF eins Die Nacht (live, 1h) 7.00 Uhr, ORF eins Der Morgen (live, 30 min) 11.25 Uhr, ORF eins Der Vormittag (live, 35 min) 12.30 Uhr, ORF eins Zu Mittag (live, 15 min) 14.25 Uhr, ORF eins Das Ziel (live, 1h)

A

ngefangen hat alles bei der ‚Gerhard Berger Show‘, vor vielen Jahren. Da durfte der kleine Alex Wurz in einen Porsche 962 von Walter Lechner reinsteigen. „Und da hat es ‚klick‘ gemacht. Irgendwer hat die Wagentür zugemacht, und plötzlich saß ich da ganz allein in diesem Cockpit, alles wurde ganz leise und ich war ganz bei mir. In dieser Sekunde ist meine Liebe zu Sportwagen entflammt und während all meinen Jahren in der ‚Formel 1‘ war für mich immer klar: Irgendwann will ich wieder Sportwagen fahren, am 24-Stunden- Rennen von Le Mans teilnehmen. Das Gefühl, da draußen auf dieser ewig langen Strecke in der Nacht allein zu fahren, ist unvergleichlich.“ Le Mans hat Alexander Wurz (39) die Liebe zurückgegeben: 1996 war er hier der jüngste Sieger aller Zeiten und 2009 hat er wieder gewonnen. Jetzt fährt er für ­Toyota, ist führender Pilot in einem spannenden Projekt, das auch die Autos im Straßenverkehr verändern wird: Wird doch ­Toyota sein 24-StundenRennen mit Autos bestreiten, die erstmals modernste Hybrid-Tech-

nologie in die Top-Kategorie des Rennsports bringen. Für medianet erzählt Alex Wurz von seiner Leidenschaft für dieses Projekt. Warum sich Alexander Wurz für ein neues Rennteam entschied: „Ab dem Zeitpunkt, wo ich gehört habe, dass ­ Toyota sich werksseitig am Projekt ‚Le Mans‘ beteiligen wird, war ich davon fasziniert. Auch, weil ich immer gesagt habe, ein Team, das in der Formel 1 ist oder bis vor Kurzem noch war, wird exzellente Chancen haben. Der Grund? Die Sportwagen sind jetzt dort, wo es nur mehr um die Feinheiten geht, in erster Linie in der Aerodynamik. Und das geht in der Formel 1 seit Jahren so. Die haben dort also sehr viel gelernt, sehr viel durchgemacht, in dieser extremen Entwicklungszeit. Daher sage ich: Know-how aus der Formel 1 in einem Sportwagen gibt noch einmal einen kleinen Vorteil zusätzlich. Bei ­ Toyota habe ich dann gemerkt, die wollen das. Das Reglement ändert sich sowieso in Richtung ‚Hybrid‘ – und ­Toyota ist nun einmal der beste und der führende

Hybridhersteller. Da habe ich gewusst: das passt. Und dann hatte ich auch das Glück, dass ­Toyota mich wollte und Headhunting machte, also sehr aktiv auf mich zugekommen ist.“ Wieso in Le Mans und im Racing jetzt eine neue Ära anbricht: „Rennsport steht immer für Innovation. Wer hätte einmal gedacht, dass in Le Mans Autos mit einem Dieselmotor dominieren werden? Vor 20 Jahren dachte man bei Diesel an ‚schlecht, stinkend, rußig‘, aber definitiv nicht an Performance. Und da hat Le Mans eine neue Ära und ein Umdenken ausgelöst, genauso wie der Allradantrieb auch aus dem Rennsport kam und heute bei vielen Straßenautos serienmäßig angeboten wird. Jetzt aber kommt eine neue Ära – und das ist Hybrid. Hybrid steht für absolute High Performance. Wenn wir auf der Rennstrecke mit einer Technologie performen, dann bedeutet das für die Straße: Effizienz. Möglich ist das nur durch neue, moderne Technologien – auch aus dem Racing. Man muss immer Fol-

gendes bedenken: Im Motorsport zählt jedes Kilo. Und wenn du jedes Kilo mitschleppen musst, muss sich das Kilo auch rechnen. Und das funktioniert nur mit sehr guten Hybridsystemen, wo die Leistung, die du auflädst, auch schnell und gut entladen werden kann. Wo keine Performance verloren geht über die Distanz, etwa bei den Batterien. Und zugleich musst du im Racing natürlich extrem standfest sein. All das sind Kriterien, die auch für den Normalverbraucher auf der Straße zählen. Der Hybridantrieb kommt ausschließlich aus Tokio. Die Ingenieure dort kriegen extreme Aufgaben von uns gestellt – vom Rennfahrer für die Fahrbarkeit und vom Designer für die Einbaubarkeit, da zählen Größe und Gewicht. Auch die Renningenieure haben höchste Anforderungen. Es ist eine extrem dichte Zusammenarbeit mit dem Hybridteam in Tokio.“ Alexander Wurz über die Besonderheiten von ­Toyota: „Ich habe für Formel 1-Weltmeisterteams gearbeitet und für große Hersteller – aber dieser tolle Fokus auf die

Technik hat mich richtig begeistert: Bei den letzten ­Toyota-Tests waren nur für ein Auto 33 Ingenieure zuständig. In der Formel 1 sind am Wochenende 49 Leute für zwei Autos da. Da sieht man, welchen Aufwand wir hier bei ­Toyota betreiben. Hier arbeitet im Moment jeder 20 Stunden am Tag, es ist brutal, welche Entwicklung da gerade abgeht. Der Technische Direktor ist Pascal Vasselon, die Leute unter ihm bilden einen spannenden Mix aus Nationen und Herkunft, Kultur. Manche kommen aus der Formel 1, viele aus der ­Toyota-Fabrik, einige von anderen Langstrecken-Teams. Eigentlich war ich noch nie in einem Rennstall, der so ingenieurgetrieben war, wo man so klare Wege geht zwischen Problem und Lösung. Für mich als sehr technisch interessiertem Menschen ist das wunderbar, denn mein Denken von Rennsport ist genau so. Vasselon kenne ich ja seit Jahren, wir hatten in der Formel 1 sehr oft miteinander zu tun – etwa, als er Chef von Michelin war, und ich für McLaren Tausende von Testkilometern für die Reifen absolviert habe.“


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Freitag, 21. Juni 2013

businesspromotion – III

Background Die neueste Technologie macht Hybrid noch leichter und effizienter für den Sport – und danach für die Straßenautos

Toyota Hybrid ­Racing: Im ­Dienste der Wissenschaft

„Dieser Rennwagen wurde erschaffen, um zu gewinnen – aber auch, um jeden einzelnen ­Toyota besser zu machen.“

Wissenschaft kann sexy sein. Alles ist nur eine Frage des Labors. Der ­Österreicher Alexander Wurz, der sich in der Formel 1 einst den Ruf ­erwarb, der beste Testpilot der Welt zu sein, arbeitet in so einem Forschungs­zentrum. Sein ­Toyota TS030 macht auch die Hybridtechnik für normale Autofahrer sparsamer und kraftvoller. Der ­Toyota TS030 ist jener Rennwagen, mit dem Alexander Wurz (39) und ­Toyota an der Sportwagen-Weltmeisterschaft FIA WEC teilnehmen. Doch dieser Rennwagen ist nicht nur dazu erschaffen worden, um im härtesten Aus­

alexan d e r wu r z

Von keiner Serie profitiert der Kunde so sehr wie vom Langstreckensport – wo ja Aus­dauer und Leistung gemeinsam den ­Erfolg bringen.“

dauer-Motorsport der Welt um den Sieg zu fahren, sondern auch, um jeden einzelnen ­Toyota, der in Zukunft auf die Straßen kommt, noch ein Stück besser zu machen. Denn Motorsport gilt nicht nur als die spektakulärste Methode bei der Entwicklung von Fahrzeugen, sondern längst auch als eine besonders effiziente. Vor allem bei ­Toyota, wo die Rennsportabteilung besonders eng mit der Entwicklungsabteilung für Straßenfahrzeuge zusammenarbeitet. Alex Wurz erzählt: „Jener überragende Ingenieur, der einst mit dem ­Toyota Prius den Automobilbau verändert hat, ist nun Teil unseres Rennteams. Er unterstützt uns bei der Arbeit an unserer Hybrid­technologie – und wird all die Erfahrungen, die er hier mit seinen Mitarbeitern sammelt, in die Hybridtechnologie der nächs­ ten ­Toyota-Automobile einfließen lassen.“ Ganz bewusst arbeiten die Motorsport-Hybrid-Abteilung und die Technologie-Entwicklungs­ abteilung Tür an Tür.

Gleiche Ziele für Sport und Straße „Das hilft der Serie zu 1000 Prozent“, sagt Wurz, um konkreter zu werden: „Im Motorsport kommt es darauf an, Hybridsysteme zu entwicklen, die unter maximaler Belastung noch effizienter werden.“ Dadurch würde es zwei zentrale Vorteile geben. Erstens: „Die Technik wird immer leichter und

das Beschleunigen wird effektiver – das führt zu einer massiven Sprit­ ersparnis.“ Zweitens: „Noch sind

Hybridsysteme im Motorsport relativ groß und schwer, das verringert die Sicherheit beim Bremsen.“

Deshalb arbeitetet man mit Hochdruck an Technologien, die die Hybridysteme noch leichter und effizienter machen für den Rennsport – und danach sehr schnell auch für die Straßen-Autos. „Leichter zu werden und effizienter – das ist die Aufgabenstellung, und der Motorsport ist einfach der Beschleuniger Nummer eins bei solchen Themen.“ Nachsatz: „Von wohl keiner Rennsportserie profitiert der Kunde so sehr wie vom Langstreckensport – wo ja Ausdauer und Leistung gemeinsam den Erfolg bringen.“ Auch die Umwelt gewinnt bei derartigen Rennen: „Das Ziel, dass durch dieses Hybridsystem kein Prozent Energie verloren geht, ist schon sehr nah – und als erstes wird das im Rennsport gelingen. Ein ­Meilenstein.“

Emotion Spektakuläre Nachtstunden und fünf Kilometer lange Geraden

Insider Alexander Wurz erklärt das legendäre Rennen

Die Faszination Le Mans

Wurz: Meine 24 Stunden

Die 24 Stunden von Le Mans sind das berühmteste Langstreckenrennen der Welt. Seit 1923 findet das Rennen am Stadtrand von Le Mans in Frankreich statt. Die Strecke hat eine Länge von 13.880 Kilometer und besteht zum Teil aus öffentlichen Landstraßen. Das Rennen wird traditionell am Samstagnachmittag gestartet und ohne Unterbrechung 24 Stunden fortgesetzt. Ein Team besteht aus drei Fahrern, die abwechselnd mit dem gleichen Auto fahren. Unterschiedliche Fahrzeuge treten in eigenen Klassen gegeneinander an, in der höchsten Klasse zählen heuer Audi und ­Toyota zu den Favoriten. Viele faszinierende Details haben das Rennen zur Legende ­ gemacht – neben den spektakulären Rennszenen in den Nachtstunden zum Beispiel die fünf Kilometer (!) lange Gerade „Ligne Droite des Hunaudières“. Früher wurden dort Geschwindigkeiten von über 400 km/h erreicht; 1990 wurden aus Sicherheitsgründen zwei Schikanen eingebaut, seitdem liegt die Spitzengeschwindigkeit bei etwa 340 km/h.

„Der Gedanke: Mist, es geht ja immer noch zehn Stunden...“

Wie Alexander Wurz das einzigartige Langstreckenrennen in Le Mans erlebt: „Die ersten zwei Stunden sind der volle Druck, wie ein Sprintrennen. Und irgendwann merkst du schon: Das ist jetzt der Rhythmus. Und wenn jeder der drei Fahrer eines Autos einmal drangekommen ist, spüren alle: Jetzt wissen wir, wo wir stehen, jetzt kennen wir unsere Performance. Und dann fährst du in die Nacht hinein, das Rennen ist aber noch relativ frisch. Und in der Nacht beginnt es sich dann meistens zu trennen – wer hat Chancen, wer nicht! Schwierig wird es aber erst so ab zwei Uhr, der letzte Stint, bevor es hell wird, und wenn es dann hell wird, dann wird es überhaupt am härtesten. Dann merkst du, dass du alles, was du machst, schon gegen deinen Biorhythmus ist, dass der Körper so nicht will, dass du auch schon ein paar Stints rausgeschurlt hast. Das hat Spuren hinterlassen und dann plötzlich kommt der Gedanke: Mist, es geht immer noch zehn Stunden. Das ist auch die einsamste Zeit, wo keine VIPs da sind, wo das Team sehr unter sich ist. Das verbindet. Und du wirst immer weniger tolerant, je länger das Rennen dauert, und du merkst, dass es allen so geht. Und das wird dann zur Probe für die Teamatmosphäre, hier wird dann gnadenlos aufgezeigt, ob die Chemie in einem Team passt oder nicht. Denn Le Mans stellt dich Runde für Runde vor neue Situationen. Und das Irrste: Am Ende entscheiden dann oft nur wenige Sekunden, weil alles wieder so eng zusammenkommt. Es ist ein Rennen wie es kein zweites gibt – kein Wunder, dass das Magazin National Geographic es eben quasi zum ‚Weltkulturerbe des Sports‘ erhoben hat.“


t oyo ta h y b r i d

IV – businesspromotion

Freitag, 21. Juni 2013

Technologieführer Toyota definiert mit Hybrid neuen Komfortmaßstab – und hat mit sechs Modellen erste Hybrid-Modellfamilie der Welt gegründet

Hybrid – die führende ­Technologie von Toyota Toyotas Hybridantrieb mit kombiniertem Elektro- und Verbrennungsmotor war vor 16 Jahren eine grüne Revolution, heute ist die dritte Generation immer noch ohne direkte Konkurrenz. Im Gegensatz zu den Mild­systemen ist der Vollhybridantrieb von ­Toyota maximal effizient und ermöglicht ­zwischendurch rein elektrischen Antrieb. Extrem leise und ab tiefen Drehzahlen dynamisch, definiert er auch einen neuen Komfortmaßstab. ­Während die Mitbewerber am Anfang der Entwicklung stehen, hat ­Toyota mit sechs Modellen die erste Hybrid-Modellfamilie der Welt gegründet.

Auri s H ybrid: Coo le r Tec h n ologi ef ühr er

Ya r i s H y b r i d : Rev olu t i on f in d e t S ta d t Mit dem einzigartigen Vollhybridan­ trieb von ­Toyota wird der Yaris zum sparsamsten Großserien-Stadtauto der Welt. Der optisch eigenstän­ dige Yaris Hybrid revolutioniert den Stadtverkehr aber auch mit seinem komfortablen Fahrstil: Durch das niedrige Gewicht steigern sich die Hybridvorteile zusätzlich, das Auto gleitet gleichmäßig wie kein anderer Kleinwagen und fast ohne Geräusch!

Der Auris modernisiert die Kompaktklasse mit aufregendem Design. Gleichzeitig stellt er den technischen Führungsanspruch: Mit dem einzigartigen ­Toyota-Hy­ bridantrieb verfügt er über rich­ tungsweisende Technologie, die es bei der Konkurrenz so nicht gibt. 3,8 Liter Normverbrauch und eine CO²-Emission von nur 87 g/km waren bis vor Kurzem undenkbar!

Auri s T ouri ng S port s ­H ybrid: er st er ­se iner Art Zum ersten Mal gibt es Hybrid im Segment der familienfreundlichen und preislich attraktiven Kompakt-Kombis. ­Toyotas führende Technik sorgt für Bestwerte, der Normverbrauch liegt deutlich unter vier Liter. Und das riesige Gepäckraumvolumen ist dynamisch verpackt: Die zugespitzte Front und die flache Silhouette prägen das sportliche Design.

Die Hybrid-Familie

Während die meisten Konkurrenten noch in der Projektphase sind, nutzt der Technologie­ führer seinen Entwicklungsvorsprung: Mit sechs ­Modellen hat ­Toyota inzwischen die erste Hybrid-Familie der Welt gegründet.

Priu s+: Mod er ne ­Fami lienpl an u ng

P r i us : L i e b l in g d e r S ta r s

© Toyota (13)

Wie kein anderes Auto symbolisiert der Prius den technischen Vorsprung von ­Toyota. Heute ist der Prius ein Prestigeobjekt, auch weil er zur Designikone wurde: Im Streben nach dem geringsten Luftwiderstand haben die Designer einen ganz neuen Stil entwickelt. Stars lieben das Original: Cameron Diaz, Leonardo DiCa­ prio, Giselle Bündchen und Sting sind Fahrer der ersten Stunde.

Das Hybrid-Feeling

HYBRID = ENT SPA N N E ND Durch die Unterstützung des Elektromotors ist der Verbrennungs­ motor selten gefordert oder schaltet sich ganz aus – es entsteht eine herrliche Ruhe. Mit der stufenlosen Automatik beschleunigt man ohne Ruck in einem Zug. Alles so unglaublich entspannt.

Mit dem siebensitzigen Familien-Van Prius+ wächst die erste Hybrid-Modellfamilie der Welt: Hinter der zweiten Sitzreihe mit drei umklappbaren Ein­ zelsitzen bietet eine dritte, ebenfalls geteilt umklappbare, Sitzreihe zwei weiteren Personen Platz. Das Gepäckraumvolumen ist riesig. Der Prius+ übernimmt die unverwechselbare Designlinie des Prius und erzielt mit 4,1 Liter Norm­ verbrauch einen Bestwert in dieser Klasse.

Priu s Plug-i n H ybrid: Der näc hst e S chrit t Sind Sie bereit für den nächsten Schritt in eine grüne Zukunft? Der sparsamste und fortschrittlichste Prius ist an der Steckdose aufladbar: Bis zu 25 Kilometer kann man daher elektrisch und völlig ohne Emissionen fahren – eine Strecke, die geringer ist als der Tagesbedarf der meisten Fahrer! Ist die Batterieladung aufgebraucht, lässt sich der Prius Plug-in wie ein normales Vollhybridfahrzeug wei­ terfahren. Es gibt nie Probleme mit der Reichweite – damit ist der Prius Plug-in die sinnvolle Alternative zu Elektroautos.

Mit der Hybridtechnik ermöglicht ­Toyota ein völlig neues Fahrerlebnis: besonders entspannend, ­unglaublich sparsam und ­überraschend kraftvoll.

HYBRID = KRA F T VO L L Dem Benziner steht immer zusätzliches Drehmoment vom Elektro­ motor zur Verfügung. Das spürt man beim agilen Ampelstart. Aber auch beim Überholen oder kräftigen Beschleunigen spricht der E-Motor blitzartig an und mobilisiert zusätzliche Kräfte.

HYBRID = SPAR SAM Die führende Hybridtechnik von ­Toyota macht im Alltag tolle Dreiund Vier-Liter-Verbrauchswerte möglich. Massiv sinken auch die ­Wartungskosten, weil Komponenten und Verschleißteile wegfallen. Der Wiederverkaufswert ist weit überdurchschnittlich.


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13. JG. NO. 1660

¤ 4,–

freitag/samstag/sonntag, 21.– 23. juni 2013

TREVISION

visual solutions visual solutions

Beste NÖ-Werber: Doppelsieg für Edition Lammerhuber und MBIT Solutions  Seite 7

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27.10.2005

12:07 U

wo der Bär drin ist

Pfanner-Chef Peter Pfanner über „­Saftgeheimnis“ und Exporterfolg  Seite 14

© EPA/Olivier Hoslet

Goldener Hahn 2013

© Pfanner/G. Peroutka

© mn/Szene1/P. Hutter

www.trevision.at Super Mario bros.

EZB-Boss Mario Draghi und Fed-Chef Ben Bernanke: Ende der Geldschwemme? Seite 20

Wirtschaftsprognosen Die aktuellsten Daten von OeNB und Bank Austria zur BIP-Entwicklung 2013/14

Der langsame Aufstieg aus dem Konjunkturtal

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inhalt

prime news & market watch > Exportoffensive muss mit weniger Geld auskommen  3 > Gastkommentar von Josef Meyer, Tetra Pak  4

© Katharina Schiffl

marketing & media

retail > Discounter legen zu: Aldi & Lidl stark in Britannien  15 > Service „GS1 Sync“: Produkt­ infos, fit für die EU  16 business weekend > Greet Vienna: Fokus auf CEE und Nachhaltigkeit  28

© APA/Helmut Fohringer

> Petra Hauser, media.at: „Die Weichen sind gestellt“ 6 > Fill Metallbau: Weil Kundenservice wirkt  9

© Panthermedia.net/Arne Trautmann

„Alle Angaben ohne Gewähr“ Die Ökonomen geben endlich grünes Licht: Schon ab dem Sommer sollte das BIP-Wachstum wieder in Schwung kommen. Raum für neue Revisionen nach unten lässt man sich aber dennoch offen. Seite 2

> IT-Compliance erfordert 36 massive Investitionen  > Logistik: Volumen steigt ebenso wie Anforderungen 42 > Japans Hersteller haben ihre Krise überwunden  54

medianet erscheint jetzt vier Mal/Woche. Printausgabe: Dienstag und Freitag; Mittwoch und ­Donnerstag erhalten Sie zusätzlich unsere neue Digitalausgabe.

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C OV E R

Freitag, 21. Juni 2013

© EPA/Michael Kappeler/Pool

2 – medianet

Das geplante Freihandelsabkommen EU-USA war auch Thema bei der Rede von US-Präsident Obama (Bild, mit der dt. Kanzlerin Merkel) am Mittwoch vor dem Brandenburger Tor in Berlin; zu den größten Profiteuren dieses Abkommens würden Österreichs Exporteure zählen.

Konjunktur Es geht aufwärts mit der Wirtschaft, sind sich die Analysten einig; bei der Höhe des BIP-Plus bleibt Spielraum

Österreichs Wirtschaft kämpft sich aus dem Tief

Die EU-Flaute behindert die Exporte. Ein Abkommen EU-USA würde die rot-weiß-roten Exporteure beflügeln. sabine Bretschneider

Wien. Die heimische Wirtschaft kämpft sich aus dem Tief. Nach einigen Unschärfekorrekturen in den Glaskugeln der Wirtschaftsforscher zeigt die Konjunkturkurve jetzt nach oben: Heuer wird sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) den Prognosen der Bank Austria-Volkswirte zufolge gegenüber dem Vorjahr von 0,8 noch auf 0,4% halbieren, doch 2014 winkt schon ein spürbarer Anstieg um 1,8%. Ähnlich die Einschätzung der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB): Die OeNB hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr 2013 mit 0,3 und für 2014 mit 1,5% festgemacht (siehe Grafik). „Die temporäre Verunsicherung durch die Zypern-Krise ist überwunden“, teilte Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl mit. Das derzeitige internationale Umfeld verspreche schon für das dritte Quartal 2013 eine Erholung der Konjunktur.

Auch insgesamt komme die europäische Konjunktur in Bewegung. Dafür sprächen die solide Aufwärtsentwicklung der Industriestimmung in Europa, die Verbesserung der Einkaufsmanagerindizes in fast allen Ländern sowie die kürzlich veröffentlichten Produktionsziffern der europäischen Industrie vom April. „Der bereits angelaufenen Stabilisierung wird im Sommer eine Erholung in der Eurozone folgen“, so Pudschedl. Diese werde zwar zunächst nur mäßig, dafür aber sektoral und regional breit gestreut ausfallen – mit Deutschland an der Spitze. Und davon sollte auch Österreich profitieren. „Österreich kann sich der internationalen Entwicklung nicht entziehen, behauptet sich aber angesichts der Rezession im Euroraum bemerkenswert“, kommentierte OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny die aktuellsten Zahlen. Raum für neue Revisionen nach unten lässt sich die OeNB aber offen: Diese Prognosen werden nur halten, wenn die Exporte und Investi-

tionen der Unternehmen deutlich zunehmen.

Manager zuversichtlich Auch eine Manager-Studie zur Lage der Eurozone bestätigt die wieder etwas positiver gefärbten rot-weiß-roten Einschätzungen: In der jüngsten Umfrage der Strategieberatung Booz & Company äußerten sich fast zwei Drittel der befragten heimischen Führungskräfte zuversichtlich für die Zukunft des Wirtschaftsraums, in Deutschland ist es mehr als die Hälfte. Zum Vergleich: Insgesamt in ganz Europa ist es nur ein knappes Drittel. voestalpine-Chef Wolfgang Eder relativiert die Wachstumsaussichten; er rechnet auch weiterhin mit einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld: „Die leichte Stabilisierung im zweiten Halbjahr bedeutet noch keine Trendwende“, betonte er bei der Bilanzkonferenz seines Unternehmens. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner sprach sich zeitgleich

Wifo Karl Aiginger warnt vor „unfinanzierten Wahlgeschenken“

„Keine Wahlzuckerl“ Wien. Wifo-Chef Karl Aiginger warnt vor teuren Wahlversprechen: Im Kurier und im ‚Ö1-Morgenjournal‘ plädierte er am Mittwoch dafür, zuvor die Finanzierung durch Reformen und Einsparungen sicherzustellen. „Das ist ein absolutes Nein zu unfinanzierten Wahlgeschenken, weil sie eine Steuererhöhung verlangen“, warnte Aiginger vor Steuererhöhungen nach der Wahl. Die Regierung verspricht mehr Geld für Familien – so es denn wieder zu einer rot-schwarzen Koalition kommt. Insgesamt sollen in vier Jahren 1,2 Mrd. € in eine nach Alter abgestufte Familienbeihilfe und in den Ausbau der Kinderbetreuung fließen. Aiginger kritisierte auch, dass große Schritte bei Verwaltungs-, Bildungs- und Gesundheitsreform bisher ausgeblieben seien. „Die ganz große Enttäuschung ist die Verwaltungsreform, die sogar zu Grabe getragen wurde“, sagte Aiginger. Allerdings gestand er der Regierung zu, durchaus „kleine Schritte“ gesetzt zu haben und der Erfolg Österreichs in den letzten zehn Jahren zeige, „dass die schrittweisen Reformen manchmal etwas bringen“. Diese müssten nun fortgesetzt werden, so Aiginger.

für eine „Re-Industrialisierung“ zur konjunkturellen Stützung aus. „Wir brauchen eine neue Industriewelle; der Weg dorthin führt auch über mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung“, erklärte er laut einer Aussendung.

Mehr Dienstleistungsexport Faktum ist: Die Wirtschaftsflaute in der EU belastet weiterhin die heimischen Exporte. Die österreichischen Ausfuhren in die EU verringerten sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,7% auf 20,81 Mrd. €. Insgesamt gingen sie laut Statistik Austria dank Exportplus in Nicht-EULänder allerdings nur um 0,7% auf 30,49 Mrd. € zurück. Die Experten des „Forschungsschwerpunkt Internationale Wirtschaft“ (FIW) sehen in diesem Zusammenhang noch Potenzial für mehr Dienstleistungsexporte: Nur ein geringer Anteil österreichischer Unternehmen sei derzeit am Export von Dienstleistungen beteiligt – und der Großteil des Auslandsumsatzes wird von wenigen und größeren Dienstleistungsexporteuren erwirtschaftet. Das Top-1-Prozent

der Dienstleistungsexporteure – rund 50 Unternehmen – deckt fast die Hälfte der Gesamtexporte ab, so das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten FIW-Studie. Und: Nur 2,9% aller Unternehmen sind überhaupt im Dienstleistungsexport tätig. Auf Basis der mittelfristigen Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) bis 2015 ergeben die Simulationen des FIW die höchsten Exportpotenziale für österreichische Dienstleistungsunternehmen im Extra-EU-Raum, darunter Australien, Brasilien und Neuseeland, aber auch in den Schwellenländern, wie Russland, Türkei und die Ukraine.

Faktor Freihandelsabkommen Schon Anfang des Jahres hat das FIW im Auftrag des Wirtschaftsministeriums ausgerechnet, was die von der EU verhandelten bzw. angedachten bilateralen Handelsabkommen mit den USA, Kanada sowie Moldawien, Armenien und Georgien Österreich bringen könnten: Gemeinsam umgesetzt, könnte die heimische Wirtschaftsleistung um zwei Prozent steigen,


cover/ pr i me n ew s

Freitag, 21. Juni 2013

wobei sich der größte Teil (1,6%) aus einer Steigerung der Investitionen ergäbe. Zu den größten Profiteuren eines Abkommens zwischen den USA und der EU zählten Österreichs Exporteure. Die Vereinigten Staaten sind momentan der drittwichtigste Handelspartner der Alpenrepublik, nach Deutschland und Italien. In den vergangenen Jahren sind die Austro-Lieferungen in die USA kontinuierlich angestiegen, im Jahr 2012 kletterte so der Handelsbilanzüberschuss auf einen Höchstwert

„go international“ Die Internationalisierungsoffensive „go international“ geht in vierte Runde – Verlängerung bis 2015

Exportoffensive muss mit weniger Geld auskommen Budget wird diesmal gekürzt: Manche Angebote brauchen keine neuen Mittel, sondern nur „Pflege“. Wien. Anlässlich des 11. Österreichischen Exporttages am gestrigen Donnerstag in Wien präsentierten Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl die Schwerpunkte der Internationalisierungsoffensive „go international“, die bis zum Jahr 2015 – und inzwischen zum vierten Mal – verlängert wird.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (li.) und WKOPräsident Christoph Leitl (Archivbild): 31 Mio. € stehen bereit.

auf Länder außerhalb der Europäischen Union empfehlen auch die Experten des „Forschungsschwerpunkt Internationale Wirtschaft“ (FIW; siehe Coverstory). 63% der Förderfälle in der vergangenen Zweijahres-Periode haben auch Fernmärkte betroffen.

© APA/Roland Schlager

„Wir wollen damit die

Leitl: „Auf dünnem Eis“

Platzierung Österreichs unter den Top Fünf der „Österreich (...) ­behauptet sich ­angesichts der Re-

Pro-Kopf-Exportländer Europas sichern.“ Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner

OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny

von 2,82 Mrd. €; 2012 exportierte Österreich Waren im Wert von 6,94 Mrd. € in die USA (+8,6%). Laut EU-Berechnungen könnte das Freihandelsabkommen mit den USA für die EU einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 120 Mrd. € pro Jahr bedeuten. Das Abkommen war jetzt auch Thema beim Treffen von US-Präsident Obama mit der deutschen Kanzlerin Merkel in ­Berlin. Ein schlechtes Omen ist die sich abzeichnende Straffung der Geldpolitik in den USA. Weltweit gingen die Börsen am Donnerstag auf Talfahrt (APA/red)

„Wir wollen damit die Platzierung Österreichs unter den Top Fünf der Pro-Kopf-Exportländer Europas sichern und langfristig sogar unter die ersten Drei vorstoßen; dafür müssen wir noch stärker als bisher neue Märkte mit neuen Produkten erschließen“, wird Mitterlehner in der Aussendung zitiert. Er will in den nächsten zwei Jahren 4.000 Neuexporteure gewinnen und stellt dafür 31 Mio. € zur Verfügung.

Vier Mio. Euro weniger Tatsächlich muss „go international“ allerdings in den kommenden Jahren mit weniger Geld auskommen. Die für die Jahre 2013 bis 2015 bereitgestellten 31 Mio. € sind um vier Mio. € weniger als beim letzten Mal.

© APA/Robert Jäger

zession im Euroraum bemerkenswert.“

medianet – 3

Die Kürzung der Geldmittel für die Internationalisierungsoffensive hängen laut Mitterlehner einerseits mit dem allgemeinen Konsolidierungsprogramm zusammen, andererseits seien bereits Angebote aufgebaut worden, die von der Grundausstattung her keine neuen Mittel mehr benötigten, sondern nur noch für die ‚Pflege‘.

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Weiters werden die Aktivitäten im europäischen Bereich etwas weniger stark gewichtet, die Fernmärkte sollen dagegen verstärkt bearbeitet werden. Da Europa, wohin bisher rund 83% der Exporte gehen, derzeit eine Wachstumsschwäche aufweise, gehe es jetzt darum, in anderen Märkten außerhalb der EU Fuß zu fassen. Diese Konzentration

„Wir bewegen uns aufgrund der schwierigen weltwirtschaftlichen Situation derzeit auf dünnem Eis, und wer jetzt nicht richtig reagiert, könnte Gefahr laufen, einzubrechen“, so Leitl. Er ist dennoch optimistisch, dass „wir heuer das Export-Rekordergebnis des Jahres 2012 wieder toppen können und ich erwarte ein Warenexportvolumen von rund 125 Milliarden Euro“. Gemeinsam mit den Dienstleistungsexporten von 50 Mrd. € werde die österreichische Exportwirtschaft insgesamt ein All-time-high von 175 Mrd. € einfahren. Als neues Angebot werden die bestehenden Exportschecks um einen Dienstleistungsscheck im Wert von 5.000 € ergänzt, „um das Wachstumspotenzial wissensintensiver Dienstleistungen stärker zu nützen“, so Mitterlehner. Auch damit folgt er augenscheinlich den FIW-Experten. Weitere Instrumente sind die Unterstützung des Besuchs wichtiger Branchentreffs, Kongresse und Messen sowie die Teilnahme an Forschungskooperationen. Neben Marktstudien werden auch Rechtsberatungen und Risikoanalysen durchgeführt und den Unternehmen angeboten.  (APA/red) Alle Informationen finden Sie ­unter:  www.go-international.at

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the opinion

4 – medianet

Erstaunlich „Überraschung: Aus einem gigantischen Schwarzen Loch in einer unserer Nachbargalaxien strömt kühler Staubwind“, berichtet The Astrophysi­ cal Journal über die Erkenntnisse eines deutschen Astronomenteams. Nun, wenn Sie diese Zeilen lesen, haben wir das Schlimmste hoffentlich schon überstanden. Andererseits würden wir vom kühlen Staubwind – auch das steht fest – ohnehin nicht profitieren. Zudem hat der Staub, so steht es geschrieben, „nur Zimmertemperatur“ – und über die Definition von Zimmertemperatur könnte man derzeit ja streiten. Zimmertemperatur in einem klimatisierten Büro – oder in unserer natürlich belüfteten Redaktion? Wir leiden – und erfrischen uns an den konjunkturellen Prognosen. Wenn wir den diversen Wirtschaftsforschungsinstituten vertrauen dürfen, haben wir ja auch wirtschaftlich gesehen das Schlimmste demnächst überstanden. Wiewohl sich die Ökonomen in Floskeln wie „durchaus Raum nach unten“ und „abhängig von externen Faktoren“ flüchten. Zeit für ein (ökonomisches) Hoch wäre es. Wenn wir

m a ke r S n e t w o r k

aus dem Tief. 2014 winke schon ein spürbarer Anstieg um 1,8 Prozent, orakeln die Ökonomen einer italienischen Großbank (siehe Coverstory). Das lässt hoffen. Die Wirtschaftsredaktionen des Landes täts freuen. Von „Only bad news are good news“ haben wir die Nase voll.

medianet Leitartikel

Und dann kam Jeb

Eine Unterstellung

Das Wirtschaftsklima wird sonniger. Das möchten wir alle gern glauben. Ein Rückblick auf die Post-Lehman-Ökonomie. sabine bretschneider

uns kurz zurückerinnern: Im September 2007 – die Hypothekenkrise war im Gange – beruhigte die US-Investmentbank Lehman Brothers die nervösen Börsianer: Das Schlimmste sei jetzt ausgestanden. Ein Jahr später ging Lehman Pleite und löste ein globales Beben an den Finanzmärkten aus.

Seitdem haben wir gelernt, dass es Schlimmeres gibt als den „Double Dip“ – dann nämlich, wenn die Wirtschaft aus dem ersten Dip nicht mehr recht herausfindet. Aber zurück zu den kühlenden Nachrichten: Jetzt also kämpft sich die Stimmung in der österreichischen Wirtschaft langsam

Ein Nachtrag: Im August 2007 engagierte Lehman Brothers George W. Bushs Bruder Jeb als Berater; 2006 hatte Lehman einen Cousin zweiten Grades des Präsidenten zum Chef der Vermögensverwaltungssparte berufen. Dass ein ursächlicher Zusammenhang mit der darauffolgenden Bergabentwicklung des Traditionshauses besteht, gilt als nicht bewiesen.

Gastkommentar Innovationen gefragt …

Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at

Trends Die Getränkeindustrie zeigt laufend mit kreativen Innovationen im Bezug auf Marketing, Verpackung und Inhaltsstoffe auf. Was sind die Konsumententrends, die Getränkeinnovationen derzeit besonders beeinflussen? Hierzu zählt etwa der steigende Bedarf nach ‚Healthy Products‘, ausgelöst nicht zuletzt durch die Tatsache, dass unsere Bevölkerung immer älter wird. Es wird geschätzt, dass die Nachfrage nach gesunden Lebensmitteln zwischen 2011 und 2014 global um fünf Prozent wächst. Dazu zählen auch funktionelle Getränke mit Zusatzstoffen, Getränke mit einer Tagesdosis an wichtigen gesunden Inhaltsstoffen, Energy Drinks oder probiotische Getränke. Die Generation 60plus ist die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe – und zwar in jeder Region der Erde. Das statistische Bundesamt der USA, das US Census ­Bureau, geht davon aus, dass im Jahr 2025 weltweit zwei Milliarden Menschen 65 Jahre oder älter sein werden – heute sind es 739 Millionen. Die Auswirkungen sind vor allem in entwickelten Märkten wie den USA und Europa spürbar, wo diese Altersgruppe ­jährlich um 1,6 Prozent wächst. „Der bewusste Kon­ Diese sogenannte Aging Population wirkt sich zusätzlich auf die Verpackungsindustrie aus, die ihre Produkte sument (...) achtet und Verpackungen im Bezug auf Design, Portionsgrößen, Convenience anpassen muss. auf Kriterien wie Nach­ Ein weiterer Makrotrend ist die steigende Urbanisierung und der erhöhte ‚Unterwegs-Konsum‘, dem vor allem haltigkeit, Umwelt­ die Verpackungsgröße und die ergonomische Form der Verschlüsse eines Getränks entgegenkommen sollten.

Kreativität lebt von der Intuition, die ­Intuition von der ­Inspiration. www.zitate . at

schutz und Bio-Her­

© Erste Bank

heute im business weekend

‚Stille Helden‘

„Im Schnitt zeigen die Wirtschafts­ zahlen sta­ biles Wachs­ tum in den USA und ein mögliches Erreichen des Tiefpunkts in der Euro­ zone.“

„Ich würde gern einen ‚James Bond‘Trailer dre­ hen; das sind wahre Kunstwerke.“ T- Mo bile Austria -We r b e­ l eiter T homa s May e r , s. 7 2

© Foto Weinwurm

© T-Mobile Austria

M ildred Hager- Ge r m a i n , E r s te Group, s. 2 0

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM

Bewegung im ­Getränkeregal

zitat des ta g es Peter Seeburger, Kommunikationsexperte („Seeburger & Schretter“)

Freitag, 21. Juni 2013

kunft von Produkten.“

Der bewusste Konsument wird immer häufiger. Dieser josef meyer, Tetra Pak achtet auf Kriterien wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Bio-Herkunft von Produkten. Diese Gruppe von Einkäufern greift verstärkt auf Produkte aus dem Inland zurück, sieht sich die Inhaltsstoffe genau an und weiß über das Umweltprofil der Verpackung Bescheid. Dem Wunsch nach mehr Natur kommen auch Coconut Milk oder Sojamilch, die steigende Zahlen verzeichnen, entgegen. Als ‚stiller Held‘ ist die Verpackung ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Kaufentscheidung. Diese kann durch modernes Design Josef Meyer, oder z.B. durch Adaption von eigenen Special-EdiCommercial tion-Verpackungen zu aktuellen Themen bzw. Director Tetra Pak Kampagnen als Eyecatcher genutzt werden. Österreich; www. Durch die Vorreiterrolle beim Einsatz von Vertetrapak.com/at packungsformen wird ein Wettbewerbsvorteil Die abgedruckten und erhöhte Aufmerksamkeit erzielt. Gastkommentare geben ausschließ­ Insgesamt ist der Konsument von heute oflich die Meinung fen, neue Dinge zu probieren, mit neuen Ideen des Verfassers zu experimentieren, neue Geschmacksrichwieder. Wir behalten uns das tungen und Produkte zu probieren und sich von Recht auf Kür­ neuem Geschmack begeistern zu lassen. Als zung vor. Antwort darauf gilt es, neue Produkte mit neuen Wachstumschancen zu kreieren und gleichzeitig der Marke treu zu bleiben. Die Herausforderung ist es dabei, in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld kosteneffizient zu arbeiten und Getränke herzustellen, die auch auf lange Sicht erfolgreich sind.

Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

Abo, Zustellungs- und Adress­änderungswünsche:

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tel. 01/919 20-2100 medianet prime news & market watch (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Redaktion: Alexandra Binder (ab), Sylvia ­Tomek (st) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/Medien) Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm) medianet specials & careernetwork (specials@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Jan Weinrich (jawe – DW 2163) Chef vom Dienst: ­Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet financenet & real:estate (financenet@medianet.at) Chefredakteure: Chris Radda, Gerald Stefan (gst) Chefin vom Dienst: Linda Kappel (lk) Ständige Mitarbeiter: Reinhard Krémer (rk), Fritz Haslinger (fh), Kurt ­Sattlegger (ks), Thomas Hohenberger (th) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitende Redakteure: Chris Haderer (hc), Britta Biron (bb) medianet destination & destination austria (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Georg Biron (gb) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Jürgen Zacharias (jz) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) Lektorat: ­ Christoph Strolz Grafik/­Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­ Jonke Anzeigen­produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell­ service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­ center-wien@redmail.at“ Erscheinungs­weise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr) Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr); 229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­ zeitraums bei 6-wöchi­ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­gemeinen Geschäfts­bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 MedienG: http://www.medianet.at/footermenu/ mediadaten-impressum/

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

inside your business. today.

freitag, 21. Juni 2013 – 5

TV

Print

Party

ATV baut News-Schiene mit neuem Nachrichtenformat um 20:05 Uhr aus  Seite 6

Grand Prix für OMV, D,M&B und MediaCom beim News-Magazin Award  Seite 10

Printmacher und Werber im Kursalon Hübner  Seite 12

© D,M&B

© APA/Hans Klaus Techt

marketing & media © medianet/Szene1/Katharina Schiffl

www.mhoch3.at

© Katharina Schiffl

short

Goldener Hahn 2013: Beste NÖ-Werber gekürt

Oscar Bronner baut seine „Standard“-Mediengruppe radikal um. So werden Print- und Online-Redaktionen fusioniert, auch der Anzeigenbereich für alle Medien wird zusammgefasst. Damit einher gehen auch zahlreiche personelle Veränderungen.  Seite 7

© Montage: B. Qelaj

© APA/Hans Klaus Techt

Petra Hauser, Vorsitzende der Geschäftsführung media.at, über den vollzogenen Wandel der Agentur mit Neustrukturierung vor allem im Digitalbereich, bei HR sowie Research. Künftige Anforderungen erkennt sie im Bereich Big Data und Digitaler Realität.  Seite 6

© Createam

medianet tv heute

Createam bringt Schauspieler Wolfgang Böck für HappyFoto vor die Werbe-Kameras.

Kommunizieren mit Digitalen Medien. Lernen mit Digitalen Medien.

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Michael Stix, Geschäftsleitung ProSiebenSat.1Puls 4-Gruppe, freut sich über die erstmals durchbrochene Rekordmarke von 10 Mio. Video Views im SevenOne Video- und Mobile Network – und sieht auch künftig Potenzial für Entwicklung nach oben.  Seite 7

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© Gerry Frank

Ausgezeichnet Zehn Agenturen in zwölf Kategorien beim ­Landeswerbepreis Goldener Hahn 2013 gekürt; doppelter Gewinn für die Agenturen Edition ­Lammerhuber sowie MBIT Solutions. Jury lobte Qualität der Arbeiten.  Seite 7

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c ov e r s t o r y

6 – medianet

Seiteneinwurf

„Wie wär’s mit einem Bericht?“

Freitag, 21. Juni 2013

Bilanz Vor einem Jahr begann die Neustrukturierung der media.at, vor allem im Digitalbereich, bei HR und Research

„Die Weichen sind gestellt“ Petra Hauser blickt nach dem Jahr der Konsolidierung voran – und artikuliert wesentliche Anforderungen.

ORF „Kein Kahlschlag“

Stiftungsrat: kluges Sparen

Wien. „Einen Kahlschlag im Programm wird es mit Zustimmung des Stiftungsrats sicher nicht geben“, versicherte ÖVP„Freundeskreis“-Leiter Franz Medwenitsch. Es werde vom Stiftungsrat daher die Empfehlung für „strategisch kluges Sparen“ geben. Medwenitsch betonte allerdings wie auch sein SPÖ-Pendant Josef Kirchberger, dass es sich im kommenden Jahr aufgrund der teuren Sportrechte für Fußball-WM und Olympische Spiele um ein „Ausnahmejahr“ handle, das Umschichtungen in der Programmbudgetierung notwendig mache. Laut Kirchberger beläuft sich das Sportbudget inklusive der Kosten für sämtliche Sportrechte im kommenden Jahr auf insgesamt rund 100 Mio. €. Auch Kirchberger betonte, man werde weiterhin gewährleisten, dass im ORF öffentlich-rechtliche Unterhaltung in einer breiten Vielfalt weiterhin gewährleistet bleibt.  (APA)

Petra Hauser, Vorsitzende der Geschäftsführung media.at, packte an und stellte die Weichen für die Zukunft der Mediaagentur.

Herzstück: das Personal

der Eigentümer auf sehr konstruktiver Basis war enorm wichtig. Und natürlich der extreme Know-howund Technologie-Push durch den neuen Miteigentümer der Digitaltochter, pilot Hamburg, einer der führendenden DigitalmarketingAgenturen Deutschlands und damit des zweitgrößten europäischen Online-Markts. “ Nach dem Change erlebe man nun ein Jahr der Konsolidierung, einhergehend mit einem „klaren Blick nach vorn“. Die Zielsetzung sei, auch von Eigentümerseite, in zwei Punkten festzumachen: „Starker Aspekt in der operativen Arbeit ist die Beratungsleistung für bestehende Etats nicht nur auf diesem Level zu halten, sondern weiter zu steigern. Zudem gilt es die Entwicklung in Richtung New Business deutlich voranzutreiben“, so Hauser über aktuelle Aufgaben. Auf die Frage nach der Positionierung im Mediaagenturen-Markt betont Hauser: „Wir sind unabhängig, können Dinge allein für den Markt Österreich entscheiden

Wichtigstes Novum in der Agenturgruppe ist die Positionierung der Digitaltochter pilot@media.at als Full Service-Anbieter, bis hin zur Kreation. Auch der hauseigene Research wurde ausgebaut, etwa durch Modelling-Analysen, wodurch man nun für Kunden noch deutlichere RoI-Optimierungen erzielen könne. Effizient gestaltet wurde die gesamte interne Ablauforganisation: „Ein sehr wesentlicher Punkt bei einer Mediaagentur, die 340 Millionen Euro Bruttowerbebillings jährlich abwickelt“, so Hauser. Als erfolgsentscheidend für den vollzogenen Wandel nennt Hauser einerseits die Gestaltungsmöglichkeiten, die sie ihrem Führungsteam in diesem Change Prozess einräumte – und somit auch „Anreiz für Talente und Kapazunder der Branche“ schaffte. Andererseits sei auch die Unterstützung der Eigentümer maßgeblich gewesen: „Solche Restrukturierungen gehen nie ohne Hobelspäne vor sich. Der Rückhalt

und dann auch umsetzen – das ist unglaublich toll.“ Und sie verweist damit zugleich auf die aus ihrer Sicht vorliegenden Vorteile zur netzwerkdominierten Konkurrenz: „Wir unterliegen in keinster Form internationalen Standardisierungszwängen: weder bei Tools, noch bei Reportings und schon gar nicht bei Produkten bzw. Dienstleistungen, die wir anbieten.“ So betont Hauser die für sie festgemachten drei Kernwerte der Agentur: „Unabhängigkeit, Transparenz und Gestaltungsfreiraum“. Zwei inhaltliche Themen sieht Hauser künftig als mitentscheidend: Einerseits die Thematik ‚Big Data‘, andererseits die Frage des Stellenwerts von Digital. „Bei ‚Big Data‘ ist der Punkt: Es wird immer mehr. Nur was habe ich davon?“ Hier sei durch das Überangebot an Daten mehr als je zuvor die analytische Fähigkeit, fundierte Erfahrung und damit Beratungsleistung gefragt: „Der Erfolg beginnt und endet im Kopf – es geht darum, die richtigen Fra-

News Das Nachrichtenformat ATV Aktuell gibt es ab 1. August auch um 20:05

ATV baut News-Schiene aus Wien. Ab 1. August wird ATV zusätzlich zu den Hauptnachrichten um 19:20 Uhr auch um 20:05 Uhr eine aktuelle und eigens produzierte Ausgabe der Nachrichten, „ATV Aktuell – Das Wichtigste vom Tag“, ausstrahlen und ersetzt damit das Gesellschaftsformat „Hi Society“, das bisher auf diesem Sendeplatz lief. Mit „ATV Aktuell“ hat der Privatsender Nr. 1 auch die erfolgreichste Nachrichtensendung des österreichischen Privatfernsehens im Programm und wird die Seher künftig auch kurz vor der Prime-

gen zu stellen und aus den durch die Zahlen gefundenen Antworten die richtigen Schritte für unsere Kunden abzuleiten. Domptieren der Digits ist wichtig, aber kein Selbstzweck von Tools.“

Big Data und Digitalrealität Einer zuletzt in der Branche aufkeimenden Kritik über digitalen Hype entgegnet Hauser deutlich: „‚Digital‘ ist kein Hype, Digital ist Realität. Auch die Klassik wird immer digitaler. Unsere Herausforderung als Agentur ist, diese neue Mediennutzung der Konsumenten ganzheitlich abzubilden.“ Denn: „Es geht darum, neue Mediawertdefinitonen zu entwerfen und damit auch unsere Medienpartner von Print über elektronische Medien bis Außenwerbung zu unterstützen, ihre Weiterentwicklungen gut bewert- und vermarktbar zu machen. Nur so können Medien auch künftig lebendige und relevante Werbeumfelder für unsere Kunden bieten.“

SportWoche Extra

Sondernummer zu Le Mans Wien. Die SportWoche setzt die Reihe ihrer Sonderausgaben zu großen Motorsport-Events fort und bringt nach dem großen Erfolg des DTMSpecials nun auch ein 24-SeitenExtra zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Als Magazinmacher fungierte SportWoche-Chefredakteur Gerald Enzinger, der seit Jahren selbst live vom Rennen aus Le Mans berichtet.

Benedikt Gmeiner und Jenny Laimer präsentieren nun noch mehr News auf ATV.

ATV & ATV II News ATV 16.25 Uhr – ATV Aktuell 19.20 Uhr – ATV Aktuell 19.30 Uhr – ATV Wetter 19.31 Uhr – ATV Sport 20.05 Uhr – ATV Aktuell – das Wichtigste vom Tag ATV2 17.00 Uhr – ATV Aktuell 18.30 Uhr – ATV Aktuell 18.35 Uhr – ATV Wetter

time über die wichtigsten Ereignisse des Tages informieren. Im letzten Jahr konnte die Reichweite von „ATV Aktuell“ um 40% gesteigert werden: Die Durchschnittsreichweite von „ATV Aktuell“ für den Zeitraum von 1. Jänner –16. Juni 2013 liegt bei 127.000 Sehern, im Vorjahres-Vergleichszeitraum verfolgten 90.000 Zuschauer im Schnitt die ATV News. In der Reichweite konnte „ATV Aktuell“ die „ZiB20“ bereits mehr-

mals überholen, mit der zusätzlichen Ausgabe um 20:05 Uhr begegne man dem NachrichtenFlaggschiff von „ORFeins“ nun auf Augenhöhe, so der Sender. Gerade im Wahljahr fordern die Seher unabhängige Information und Aufklärung, ATV werde diesem Wunsch nachkommen und lasse sich auch nicht von der Diskussionsverweigerung mancher Spitzenkandidaten abhalten, weiter auf Information als Quotenzugpferd zu setzen. (fej)

© Styria Multi Media

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as Schema ist immer das gleiche, das Drama danach auch. Leider! Zunächst klingtelt ganz harmlos das Telefon. Nach schneller Durchsage von Name und Firma – beides meist unverständlich genuschelt – nimmt das Unausweichliche seinen Lauf und beginnt meist mit den Worten: „Ich habe Ihnen letzte Woche eine Presseaussendung geschickt...“. Der Fortgang der Situation nach diesem Satz variiert dann doch. Entweder es ist auf den ersten Blick zu erkennen, dass das Thema so gar nicht passt (mein Liebling hier bleibt eine Anfrage, ob ich denn über den Wiener Stadthonig berichten könne), oder ich habe nichts verstanden und bitte um nochmalige Erklärung oder Zusendung der Aus­ sendung. Unlängst meinte es eine PRDame, wie ich meine, dann doch etwas zu locker, als sie gar nicht gschamig meinte: „Ich habe Ihnen eine Presseaussendung zugeschickt, wie wäre es mit einem Bericht?“ Das ließ auch mich dann doch wortlos zurück. Manchmal wünschte ich mir eine noch größere E-Mail-Flut, als jene, die mich ohnedies jeden Tag fast erdrückt, damit ich in ihr untergehen und nie mehr auftauchen möge, nur um den Satz „Ich habe Ihnen eine Presseaussendung geschickt...“, nie mehr hören zu müssen ...  d.fejzuli@medianet.at

© ATV/Ernst Kainerstorfer

dinko fejzuli

Wien. Vor einem Jahr vereinte Österreichs zweitgrößte Mediaagentur ihre Tochtergesellschaften OmniMedia sowie MediaSelect unter dem Dach der media.at und gründete mit der pilot@media.at eine weitere Tochter mit dem Fokus Digitalmarketing. Verantwortlich für die damit initiierte strukturelle Neuausrichtung zeichnet an der Spitze Petra Hauser, seit Beginn des Vorjahres Vorsitzende der Geschäftsführung der media.at. „Die groben Weichen sind gestellt; auf diesen Schienen werden wir nun voraneilen“, so Hauser über den Status quo der Umstrukturierung, die wesentliche Bereiche der Agentur umfasste: Beginnend bei Human Ressources, dem „Herzstück einer Agentur, die ja vom intellektuellen Kapital lebt“.

© Katharina Schiffl

Jürgen Hofer

Die SportWoche bringt Extra-Ausgabe mit 24 Seiten zu 24 Stunden Le Mans.


Marketing & Medien

Freitag, 21. Juni 2013

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Goldener Hahn 2013 Diesjährige Preisverleihung unter dem Motto „Niederösterreich meets Falco“

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Doppelter Gewinn: MBIT und Edition Lammerhuber

Sky baut Angebot für Sportsbars weiter aus Wien. Sky baut zur neuen Fußball-Saison das PremiumAngebot für Sky Sportsbars weiter aus. So haben Gastromomen die Möglichkeit, ihren Gästen alle Spiele der tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile und der „Heute für Morgen“ Erste Liga live zu zeigen. Außerdem: alle Spiele der Deutschen Bundesliga, 2. Bundesliga, UEFA Champions League, UEFA Europa League (die Partien mit österreichischer und deutscher Beteiligung) und des DFB-Pokals sowie alle Rennen der Formel 1 und das Tennis-Grand-SlamTurnier aus Wimbledon in HDQualität. Dazu werden ausgesuchte Highlights weiterhin in 3D gezeigt.

Prämierung der stolzen Gewinner des niederösterreichischen Landeswerbepreises in 12 Kategorien. Gewinner „g olden e r H ah n 2 0 1 3 “

Firma Edition Lammerhuber Grafikatelier Helmut Kindlinger Heavystudios MBIT Solutions GmbH mintblau Werbeagentur Point of View GmbH MBIT Solutions GmbH Edition Lammerhuber agentur werbebereich gmbH Marzek Etiketten GmbH Artattack Werbeagentur Marion Füllerer & Cornelia Paris

Person Lois Lammerhuber Helmut Kindlinger Helmut Niessl Alexander Deák Oliver Trbojevic Robert Herbst Alexander Deák Lois Lammerhuber Florian Mainx Harald Hubbauer Marcus A. Mayerhofer Cornelia Paris

Kategorie Plakat Anzeige Broschüre/Folder Website/Online Marketing Hörfunk Film/Animation Dialog-Marketing Public Relations Messe/Event/Promotion Verpackungsdesign Kampagne Grafikdesign/Corporate Design

Quelle: Goldener Hahn 2013

Mithilfe einer Onlinejurierung durch die Fachjury konnten bereits im Vorab die 60 nominierten Projekte festgelegt werden. Bei der gestrigen Prämierung hatten zwei Agenturen besonderen Grund zur Freude: MBIT Solutions GmbH räumte in den Bereichen „Website/ Online Marketing“ und „DialogMarketing“ ab, während Edition Lammerhuber die Preise „Plakat“ und „Public Relations“ mit nach Hause nehmen durfte. In der Kategorie „Anzeige“ ging der „Goldene Hahn“ an Grafikatelier Helmut Kindlinger mit dem Projekt „the speciaLIST“, welches die Positionierung der List Gene-

Ausgezeichnete Projekte MBIT Solutions GmbH, einer der großen Gewinner des Abends, holte sich mit dem Projekt „Österreich am Wort“(eine Mediathek um Audio-, Video- und Filmaufnahmen aus dem Archiv des Technischen Museums) den ersten „Goldenen Hahn“. In der Kategorie „Hörfunk“ behauptete sich mintblau Werbeagentur mit dem Projekt zum Thema „Mechatronik“, deren Aufbereitung der Lehrlingsausbildung im Bereich Mechatronik für eine Radiokampagne begeisterte. „Vor allem im Hörfunk ist dieser Bereich schwierig zu transportieren; daher ist der Gewinner eindeutig“, so Charlotte Hager, comrecon° KG. Mit „Ein guter Boden – Langenlois“

Manfred Enzlmüller und der Goldene Hahn – auch heuer wurde wieder prämiert.

holt sich Point of View den Preis in der Kategorie „Film/Animation“. Den zweiten „Goldenen Hahn“ erhält MBIT Solutions GmbH für das Projekt „Greenpeace in Zentral- und Osteuropa“ in der Kategorie „Dialog-Marketing“. Der zweite große Gewinner des Abends, Edition Lammerhuber, staubte den Goldenen Hahn sowohl für das Projekt „Wiener Opernball“, Kategorie „Plakat“, als auch für den „Lammerhuber Photography Award“, Kategorie „Public Relations“, ab. Roland Bürger, weekend Magazin: „Ein ganz tolles Projekt; hier wurden alle Kriterien absolut erreicht: tolle PR, ein schöner Preis, ein ganz toller Preisträger.“ In der Kategorie „Messe/Event/ Promotion“ überzeugte agentur werbebereich gmbh mit „Gemein-

debau 3.0 – T-Systems Mediabox“. Mit „Etikettendesign Essig & Wein“ fand Marzek Etiketten GmbH in der Kategorie „Verpackungsdesign“ Anklang. Gerhard Mandl, KroneHit Radio Betriebs GmbH: „Der Gewinner hat dem Kundenwunsch zu 100 Prozent entsprochen.“ Mit „Lola.lou – wunderbar. Wandelbar“ begeisterten „Wir gestalten – Marion Füllerer und Cornelia Paris“ in der Kategorie „Grafikdesign/Corporate Design“. „Ein tolles Kompliment an die niederösterreichische Kreativität“, so Martin Drexler, Digital Media Strategist. Das Projekt „Wiener Wiesn-Fest 2012“ der Artattack Werbeagentur gewann die Kategorie „Kampagne“. Der heurige Goldene Hahn stand ganz unter dem Motto „Kreativität (er)leben“.  (ck/hof/red)

Verlag Umbau mit Fusionierung der Ressorts; auch Anzeigenverkauf zusammengefasst

© www.magnofit.at

JMC macht Magnofit im Digitalbereich fit

© facebook.com

Die besten „Werbehähne“

ral Contractor als Interieurspezialisten zum Ziel hatte. Angelika Sery-Froschauer von Sery* Creative Communications: „Der Sieger zeichnet sich dadurch aus, dass er den Betrachter in einem sehr kurzem Moment erfasst und in das Bild hineinzieht.“ Mit dem Programmfolder für den „EPU-Erfolgstag“ überzeugte Heavystudios in der Kategorie „Broschüre/Folder“.

© medianet/Szene1/Philipp Hutter

Schwechat. Anlässlich der diesjährigen Verleihung des niederösterreichischen Werbepreises versammelte sich die Elite der Werbebranche am 20. Juni bei der großen Gala im Schwechater Multiversum. Der rote Faden und zugleich das Motto lautete: „Niederösterreich meets Falco“. Natur, Nachhaltigkeit und Regionalität waren dabei die Parameter des heurigen Landeswerbepreises.

JMC für Magnofit, sowohl mit ­Website als auch auf Facebook.

Wien. Das Pharmaunternehmen Meda Pharma Österreich beauftragte JMC mit dem technischen Relaunch der Website „www.magnofit.at“ sowie dem Aufbau einer Fansite und der redaktionellen Betreuung auf Facebook. Zum Start wurde ein Videocontest unter dem Motto „Halt dich täglich magnofit! Je öfter, je besser – in 60 Sekunden!“ ausgerufen. (red)

Digital Erstmals über 10 Millionen Video Views im Mai

„Standard“ vereint Print & Online Rekord bei SevenOne

Oscar Bronner macht seine Mediengruppe fit für die Anforderungen der Zukunft.

Online-Redaktion als stellvertretender Chefredakteur unterstützen. Auch bei den Ressortchefs und Chefs vom Dienst kommt es zu Umstrukturierungen. Änderungen gibt es laut Standard auch im Anzeigenbereich: Der Anzeigenverkauf für alle Medien der Gruppe wird demnach in einem Organisationsbereich zusammengefasst. „Diese neue Organisationsform gibt uns eine höhere Beweglichkeit und Geschwindigkeit“, erklärte Standard-Eigentümer Oscar Bronner auf ‚etat.at‘. „Bei unserer Planung hat weder das Konzept ‚Print-First‘ noch die Variante ‚Online-First‘ Pate gestanden“, so Bronner. „Uns geht es um ‚Qualität zuerst‘, um die Aufgabenstellung, wie wir in Umbrüchen der Medienlandschaft weiterhin die führenden Qualitätsmedien so erfolgreich publizieren können.“ Ein redaktioneller Personalabbau sei kein Thema, durch zusätzliche Anstellungen im Zuge des neuen Kollektivvertrags werde man künftig von 396 auf 420 Mitarbeiter in ­allen Bereichen wachsen.  (APA/red)

Wien. Das SevenOne Video- und Mobile-Network verzeichnete im Mai mit über 10 Mio. Video Views einen nach Eigenangaben neuen Aufruf-Rekord. Wie man in einer Aussendung betonte, generieren sich die Aufrufe „ausschließlich aus lizenzrechtlich geprüften Premium-Video-Inhalten, generiert durch österreichische User“. Mit 10.683.926 Video Views wurde erstmals die zweistellige Millio-

© Gerry Frank

derl-Schmid auch die redaktionelle Leitung für den Online-Bereich. Gerlinde Hinterleitner, bisher Geschäftsführerin und Chefredakteurin von ‚derstandard.at‘, bleibt Verlagsleiterin des OnlineBereichs, redaktionell soll sie sich künftig um das Thema User Generated Content kümmern. Rainer Schüller, Chef vom Dienst bei derstandard.at, soll Föderl-Schmid in der zusammengeführten Print- und

© APA/Hans Klaus Techt

Wien. Oscar Bronners Mediengruppe „Der Standard“ baut radikal um. So werden Print- und Online-Aktivitäten des Verlags fusioniert, die verschiedenen Ressorts von Print und Online künftig organisatorisch und räumlich zusammengeführt. Mit der Strukturreform sind auch zahlreiche personelle Veränderungen verbunden. So übernimmt Standard-Herausgeberin und -Chefredakteurin Alexandra Fö-

Michael Stix, ProSiebenSat.1 Puls 4Gruppe, freut sich über den Rekordwert.

nengrenze überschritten. Michael Stix, Geschäftsleitung der ProSiebenSat.1 Puls 4 Gruppe: „Ein großes Dankeschön an alle VideoNetwork-Partner für die loyale und erfolgreiche Zusammenarbeit der letzten Jahre. Doch auch nach dem Erreichen dieses Aufrufrekords lautet die Devise ‚ständige Weiterentwicklung‘, denn ein weiteres starkes Wachstum ist mit neuen, prominenten Partnern und stetig steigenden mobilen Zugriffen zu erwarten!“ Das SevenOne VideoNetwork und Mobile VideoNetwork umfasst Websites der Sendergruppe, wie puls4.com, ProSieben.at, Sat1. at, kabeleins.at, Wetter.com, sixx. at und MyVideo.at und der Mobile Apps der Sendergruppe Puls 4, ProSieben, Sat1, MyVideo und Galileo, als auch die Angebote und TV Apps im Bereich HbbTV und SmartTV. Im Video- und Mobile VideoNetwork verstärken Partner wie beispielsweise das Axel Springer Portal bild.de, 3MobileTV, die Videoplattformen viewster.com, future. tv, Spiegel Online, sevenload.com, Videovalis oder fashionTV.  (red)


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Freitag, 21. Juni 2013

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medianet – 9

Service Via Teilnahme an der Initiative „Leitbetrieb“ Commitment für Kundenservice sichtbar machen

„Kundenservice wirkt“ Wien. Der Servicegedanke wird auch in der Industrie immer wichtiger. Das oberösterreichische Metallbau-Unternehmen Fill zeigt durch seine Kooperation mit der Service-Marke „Leitbetrieb“ sein Engagement für Servicequalität am Kunden. Als Anbieter von individuellen Lösungen im Metallbau bietet Fill seinen Kunden von Werbeträgern über Spezialstahlkonstruktionen und Glas-Metall-Fassaden bis hin zu Zierelemente wie Brunnen oder Metallkunstwerken maßgeschneiderte Produkte. Stefan Fill, Geschäftsführer von Fill Metallbau, erläutert gegenüber medianet: „Da bei uns kein Projekt dem anderen gleicht, ist für unsere Kunden Betreuung auch nach Projektabschluss eines der wichtigsten Themen. Aber auch während der Projektabwicklung können wir durch die Abwicklung von Design, Konstruktion, Fertigung, Logistik und Montage aus eigener Hand eine unkomplizierte Zusammenarbeit mit dem Kunden gewähren.“ Das in Hohenzell beheimatete Familienunternehmen Fill beschäftigt derzeit rund 235 Mitarbeiter.

Mehrwert Service Die Kooperation mit „Leitbetrieb“ war für Fill eine Gelegenheit, zu zeigen, wie das Unternehmen Dienstleistung am Kunden dekliniert: „Die Initiative ‚Leitbetrieb Österreich‘ gibt Betrieben wie unserem eine tolle Möglichkeit, ihre Leistungen zu präsentieren. In Zeiten, in denen viele Kunden sehr budgetorientiert entscheiden, muss man diesen den Nutzen der gebotenen Serviceleistungen unverwechselbar aufzeigen; ansonsten bleibt nur die Möglichkeit, die Spirale des Preisdumpings mitzumachen, was langfristig weder für den Kunden noch für die Unternehmen zielführend ist“, so Fill. Ein wichtiger Baustein im Serviceangebot von Fill sei außerdem ein eigens eingerichteter AfterSales-Bereich: „Unsere Kunden haben dann einen fixen Ansprechpartner, der sie nach Projektabschluss betreut. Wir haben einen sehr guten persönlichen Kontakt zu unseren Kunden.“

rer Arbeit insgesamt. Fill erläutert diese Ergebnisse folgendermaßen: „Beständigkeit unter Führung einer Eigentümerfamilie gibt nicht nur unseren Kunden ein Gefühl von Sicherheit; auch unsere Mitarbeiter schätzen das familiäre Klima in unserem Unternehmen. Die Handson-Mentalität und das Streben, gemeinsam großartige Projekte zu verwirklichen, tragen zu dem tollen Betriebsklima auf alle Fälle bei.“  www.fill.at  www.leitbetrieb.com Erich Stadler (Gründer d. Initiative „­Leitbetrieb“), Stefan Fill (GF Fill ­ etallbau) & das Fill-Leitbetrieb-Sujet. M

© Fill (2); Leitbetrieb Österreich

MATHIEU VÖLKER

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Für Fill Metallbau schweißt der Servicegedanke ein Unternehmen intern zusammen.

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An einem Strang ziehen Laut Erich Stadler, Gründer der Service-Initiative „Leitbetrieb“, ist die Beschäftigung mit dem Servicegedanken auch positiv für die interne Kohäsion eines Unternehmens – eine Beobachtung, die Fill bestätigen kann: „Das Streben, ein Projekt, das in dieser Weise nur einmal existiert, von Anfang bis zum Ende mitgestalten zu können und auf bestmöglichen technischen Standards umsetzen zu können, schweißt unsere internen Teams zusammen; dabei können wir durch die Abwicklung aller wichtigen Projektschritte im eigenen Haus auch einen regen Austausch zwischen den verschiedenen Teams ermöglichen.“ Um Servicequalität zu gewährleisten, sei ein positives Betriebsklima unabdingbar, so Stadler. Eine Mitarbeiterumfrage bei Fill aus dem Jahr 2011 wies hohe Zufriedenheitswerte auf: 97% der Mitarbeiter zeigten sich zufrieden, 61% sogar sehr zufrieden mit ih-

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10 – medianet

Freitag, 21. Juni 2013

Erfolgreich Der Grand Prix ging an die OMV; D,M&B und Jung von Matt/Donau waren die erfolgreichsten Kreativagenturen des Abends

Magazin Award: Sieg für die OMV

© Demner, Merlicek & Bergmann

Besten Magazin-Anzeigen in der „Magazin Award Summer Night“ gekürt.

Für die OMV gabs nicht nur Gold, sondern auch den Gesamtsieg über alle Kategorien.

Wien. Gestern Abend war es so weit: Da wurden wieder die besten Anzeigen-Sujets, erschienen in Medien des Newsverlags, ausgezeichnet. Dabei gab es eine Premiere, denn erstmals wurden die bemerkenswertesten Magazinanzeigen und kreative Ideen in Print und Online in sechs Kategorien im Rahmen der „Magazin Award Summer Night“ prämiert. Die Sieger des Abends waren die OMV mit den Agenturen Demner, Merlicek & Bergmann und MediaCom, die nicht nur den Sieg in der Kategorie „Großformate“ holte, sondern auch den Grand-Prix-Sieg einheimste.

Für den Grand-Prix Sieg gab es für die OMV als Preis ein BruttoSchaltvolumen in der Höhe von 50.000 € in den Magazinen der Verlagsgruppe News.

Ehrungen und … In der neuen Sonderkategorie „Innovativ & Kreativ“, die mit 20.000 € Bruttowerbewert dotiert ist, wurde Hyundai mit den Agenturen Havas Media Austria und Wirz Werbeagentur ausgezeichnet. In der Kategorie „Social & Non Profit“ gab es ein Schaltvolumen von drei Einzelseiten in den Magazinen der Verlagsgruppe News:

Debra Austria nahm den Preis entgegen. Als erfolgreichste Kreativ-Agenturen gingen Demner, Melicek & Bergmann (2 x Gold, 1 x Silber und der Grand-Prix) und Jung von Matt/Donau (1 x Silber und 4 x Bronze) aus dem Abend hervor.

… eine lange Party-Nacht Überreicht wurden die Awards – moderiert von Christoph WagnerTrenkwitz – von den Chefredakteuren der Verlagsgruppe News. Nach der Verleihung wurden die Gäste bei sommerlicher Hitze im kühlen Garten des Kursalons kulinarisch verwöhnt. Ein Highlight des Abends war die schöne Geigerin Céline Roscheck.  (fej) Der „Magazin Award“ fand heuer bereits zum 9. Mal statt. Die Wahl wurde in zwei Schritten durch eine Expertenjury und durch die Leserinnen und Leser der Magazine der Verlagsgruppe News durchgeführt. Beide Wertungen wurden am Ende zu einer Wertung zusammengeführt. Insgesamt wurden knapp 300 Sujets eingereicht. Unter den Teilnehmern der Leserwahl wurden 50 Traumreisen nach Ägypten von ETI verlost.

die gewinner Grand-Prix OMV „Wo nehmen die Kinder nur die Energie her?“ Sujet Image: Demner, Merlicek & Bergmann/MediaCom Großformate Gold OMV „Wo nehmen die Kinder nur die Energie her?“ Sujet Image: Demner, Merlicek & Bergmann/MediaCom Silber Vöslauer „Wasserkampagne“ (Sujet Nora unter Wasser) Demner, Merlicek & Bergmann/Media 1 Bronze Mercedes-Benz Österreich „Sitzpositionen“ (Sujet Sitzpositionen) Jung von Matt/Donau/Mediaedge:cia Klassiker Gold PayLife Bank „Paylife Black“ (Sujet PayLife Black) Demner, Merlicek & Bergmann/Media 1 Silber Generali Versicherung „Imagekampagne 2012“ (Sujet Ich weiß nicht mehr) Publicis Group Austria/UM PanMedia Bronze Mercedes-Benz Österreich „Totwinkel-Assistent“ (Sujet Totwinkel-Assistent) Jung von Matt/Donau/Mediaedge:cia Klein & fein Gold Mars Austria „M&M XMas (Sujet M&M XMas) PKP BBDO Werbeagentur/MediaCom Silber Austrian Airlines „Weihnachtskampagne“ (Sujet Weihnachtsgans Asien) Jung von Matt/Donau/UM PanMedia Bronze Mercedes-Benz Österreich „MagnetKind.“ (Sujet Magnet-Kind. Jung von Matt/ Donau/Mediaedge:cia Innovativ & Kreativ Gold Hyundai „Hyundai i20“ (Sujet i20 Banderole) Havas Media Austria (MPG)/Wirz Werbeagentur

MEDIENGRUPPE

Nächste Ausgabe:

28. Juni 2013

Das NEUE Sehnsuchtsmagazin der Mediengruppe ÖSTERREICH für Genießer und Heimatverbundene.

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Online & Digital Gold Sony Europe Limited „Sony Bond“ (Sujet Sony Bond Sitebranding) Omnicom Media Group/PKP BBDO Werbeagentur Silber Nikon „Nikon D5200 Winter“ (Sujet Nikon D5200) MediaCom/MMC Bronze Mercedes-Benz Österreich „Designo Wörter“ (Sujet Wörter) Jung von Matt/Donau/ Mediaedge:cia Social & Non Profit Gold Debra Austria „So fühlt sich das Leben für ein Schmetterlingskind an“ (Sujet Nikolo) Lowe GGK/Mindshare


Social Media

Freitag, 21. Juni 2013

medianet – 11

Gastkommentar Social Media Monitoring als unerlässliche Säule erfolgreicher Markenkommunikation

Über Autofans & Zierfischfreunde Kernbotschaft: Es ist essenziell, zu wissen, wo und was über mein Produkt gesprochen wird.

Bunte Forenvielfalt Aber was sind Foren überhaupt, und warum sollte man sich darin aufhalten? Per Definition ist ein Forum ein virtueller Raum, in dem

Aufklären & richtigstellen

Unterschätztes Potenzial

Nur einen Klick entfernt: Was in Foren diskutiert wird, beeinflusst Kaufentscheidungen.

Was offensichtlich erscheint, wird dennoch von vielen Unternehmen unterschätzt. Erfahrungsberichte und Diskussionen in Foren werden maßgeblich in den Kaufentscheidungsprozess einbezogen. Oft unterschätzen Unternehmen die Vielfalt der Kommunikation im Netz und sind der Annahme, dass ihr Produkt nicht besprochen wird. So sehe ich immer wieder überraschte Blicke, wenn Personen

einen ersten Einblick in die unterschiedlichen Kommunikationskanäle und Diskussionen erhalten. Zu wissen, was im Netz über Sie und Ihr Produkt gesprochen wird, ist deshalb unerlässlich. Das ist auch der Grund, warum wir zusätzlich zur klassischen Medienbeobachtung ein umfassendes Social Media Monitoring empfehlen. Dadurch können Sie erfahren, wie Ihre (potenziellen) Kunden über Sie denken und „Ihre Commu-

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Mio 2 , 3 s l a █mehr lte█ █Hausha

Sollten negative Bewertungen oder auch Fehlinformationen auftreten, so ist es wichtig, souverän und aufklärend zu reagieren. Passiert das nicht, kann dies unter Umständen zu Imageschäden führen. Fazit: Foren sind ein virtueller Treffpunkt der Kommunikation im Netz. Der Austausch findet dort statt – egal ob mit oder ohne Ihre Beteiligung. Schöner ist es natürlich, wenn Sie dabei sind!

nity“ gegebenenfalls mit Informationen versorgen. Häufig bemängelte Punkte lassen sich so im Rahmen von Produktentwicklungsmaßnahmen beheben.

Monitoring erschließt Märkte Darüber hinaus bieten sich Ihnen durch das Monitoring Möglichkeiten, neue Märkte zu erschließen, da Sie nun ja bereits frühzeitig erkennen, welche Personengruppen

© mhoch3

Wien. Im vorangegangen Beitrag ist mein Kollege bereits auf die Bedeutung von Foren und Sozialen Netzwerken beim Employer Branding eingegangen. Heute möchte ich einen allgemeinen Einblick in die Welt der Foren und Communities geben; denn die Forenlandschaft ist sehr bunt und vielfältig. Abgesehen von den vielen großen Foren – häufig auch mit breitgestreuter Themenlage –, in denen sich Zehntausende Nutzer tummeln, finden sich auch äußerst spezifizierte Kanäle, angefangen von Foren für Autokenner bis hin zu Zierfischfreunden.

sich über Ihre Kernzielgruppe hinaus mit dem Produkt beschäftigen. Beispielsweise werden Lackierpistolen aufgrund der Gleichmäßigkeit des Sprühnebels auch von vielen Bodybuildern verwendet, um Selbstbräuner streifenfrei aufzutragen… Wer hätte das gedacht?!

© panthermedia.net/Sergey Lysenkov

Eva Atzlinger

Personen Meinungen und Erfahrungen austauschen. Der Austausch erfolgt sehr unkompliziert: Hat man eine Frage, auf die weder Familie noch Freunde eine adäquate Antwort geben können (oder wollen), kann man darauf bauen, dass sich in den unendlichen Weiten des Internet jemand findet, der genau darüber bestens Bescheid weiß. Häufig wird die Frage, die man selbst hätte stellen wollen, bereits irgendwo diskutiert und erörtert. Ganz unkompliziert kann man hier mitlesen und vom Wissen anderer profitieren. Sollte die passende Frage noch nicht gestellt worden sein, oder möchte man sich doch lieber aktiv in ein Gespräch einbringen, lässt sich mittels weniger Klicks ein Account einrichten, mit dem man von nun an ganz einfach kommunizieren kann.

Eva Atzlinger ist Online-PR Manager bei Modern Mind Marketing. e.atzlinger@ mhoch3.at www.mhoch3.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

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Freitag, 21. Juni 2013

Agenturfest Verlagspreis

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1. Große Grand Prix-Sieger mit kleinen TV-Testimonials: Demner, Merlicek & Bergmann und MediaCom für die OMV; 2. Kristin Hanusch-Linser, Manfred Oschounig (beide ÖBB) 3. Helmut Hanusch und Anett Hanck (beide Verlagsgruppe News) flankieren Gerald Grünberger (VÖZ); 4. Thomas Kralinger (Kurier), Markus Breitenecker (Puls 4).

Magazin Award der Verlagsgruppe News

Heißer Preis Print gewinnt Kursalon Hübner, bei gefühlten 38 Grad Celsius und ebenso heiß wie aktuell in Kairo, wie auch Axel Bogocz bei der Verleihung des Magazin Awards betonte, waren trotz tropischer Temperaturen die Preise umso begehrter. Für die Jury am heißesten: OMV mit dem treffenden Slogan „Wo nehmen die Kinder nur die Energie her?“, realisiert von Demner, Merlicek & Bergmann und MediaCom (sämtliche Gewinner des Abends auf Seite 10). Eine willkommene Abkühlung bot der Wortwitz von Moderator Christoph Wagner-Trenkwitz, ehe Geigerin Céline Roscheck bei der AfterAward-Party den Gästen wieder so richtig – musikalisch – einheizte. Beim „Magazin Award“ gesehen wurden: Euke Frank (Woman), Christian Rainer (profil), Wolfgang Ainetter (News), Birgit Gasser (News Networld), Gabriele Stanek (live relations), Markus Mazuran (Wien Nord), Jan Mariusz Demner (D,M&B), Martin Biedermann (ORF), Petra Hauser (media.at), Joachim Feher (MediaCom), Dietmar Keuschnig (Nespresso), Elisabeth Plattensteiner (OMD) uvm.  (hof) Axel Bogocz, CEO Verlagsgruppe News

medianet Branchenkalender Juni

24. 24. 25. 25. 25. 26. 26. 26. 27.

1.–2. 2.

IP Sommerfest Spanische Hofreitschule Buchpräsentation: „Selbstbestimmt oder fremdbestimmt? fjum-Kurs: „Newsgames – Journalismus zum Spielen“ Über die Entstehung der Inhalte in Massenmedien“ 9:30–17:00 Uhr, fjum-Seminarraum, www.fjum-wien.at ab 11:00 Uhr im Presseclub Concordia Podiumsdiskussion „Sparkurs auf Kosten der Informations­ 11.–12. Werbeplanung.at Summit – Digital-Marketing-Conference & Expo freiheit – haben sich Öffentlich-rechtliche überlebt?“ 9:00 Uhr, Hofburg. http://summit.werbeplanung.at ab 17:00 Uhr im Presseclub Concordia VÖP-Plattform „Rundfunkfinanzierung in Österreich“ September ab 9:30 Uhr im Palais Niederösterreich 11. „Insight Arena“ (vormals DMVÖ Congress) Eintägiges Seminar: „Public Relation im Web“ Burg Perchtoldsdorf, Hyrtlgasse 4 ab 8:30 Uhr, IBM Client Service Center Wien 17–18. Werbeartikelmesse „marke[ding] plus“ Präsentation der Studie: „Magnetnadel im Heuhaufen“ Messezentrum Wels, http://markeding.at/ 10:00 Uhr im Presseclub Concordia Verleihung des PR-Wissenschaftspreises 2013 Oktober 18:30 Uhr, RZB Sky Conference, Am Stadtpark 9 3. ÖBB Rail Ad Informationsabend ÖJC: Lehrredaktion Journalismus 2021 Kreativwerbepreis; http://oebb-railad.at/ 18:00 Uhr, Vienna International PressCenter des ÖJC Technolution Herbstkongress Pressekonferenz Fokus Institut Werbebarometer Juni 2013 18. im Technischen Museum Wien 10 Uhr im Café Griensteidl Podiumsdiskussion: APA-E-Business-Community November 19:30 Uhr, Haus der Musik, „Apps go business“ 14.–15. Cable Days Konferenz für Kabel-TV & Breitband juli 20. Staatspreis PR fjum-Kurs: „Mobile Reporting“ mit Marcus Bösch http://www.prva.at/veranstaltungen/events/pr-gala/ 9:30–17:00, fjum-Seminarraum, www.fjum-wien.at Sommerfest ÖMG Schicken Sie uns Ihren Branchen-Event an: kalender@medianet.at – die Veröffentlichung ist kostenlos. www.marketinggesellschaft.at

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1. Michael Glas, Alex Aichner und Alexander Walterskirchen erheben ihr Glas; 2. Eva und Christoph Bamberger genießen mit Elisabeth Frey das Sommerfest; 3. Sandra Gruber und Jürgen Seiwaldstätter stoßen auf ein gelungenes Fest an.

come2gether mit pixelart interactive & communication

13 Jahre pixelart Salzburger Gusswerk Mit einem sommerlichen come2gether beging pixelart diesen Juni ein doppeltes Jubiläum: Seit mittlerweile 13 Jahren ist die „pixelart Gmbh“ mit der „pixelart interactive“ auf dem digitalen Markt vertreten. Ebenfalls jährt sich heuer zum ersten Mal die Gründung der Werbetochter „pixelart communication“. Das Geschäftsführer-Trio von pixelart, Michael Glas, Alexander Walterskirchen und Alex Aichner, luden Mitarbeiter, Kunden und Branchengrößen zum Agenturfest ins Gusswerk nach Salzburg. Rund 160 Gäste folgten der Einladung zum come2gether, unter ihnen auch Kunden wie u.a. Michael Klemera (Luis Trenker), Elisabeth Frey (BMW Frey) und Thomas Breg (Marketing-Leiter/Pressesprecher Haas Unternehmensgruppe), Jürgen Seiwaldstätter (Marketingleitung Fressnapf), Christoph Bamberger (PEBH Rechtsanwälte) und CateringProfi Horst Gallbauer zum Branchentalk. Mit Projekten Die marke[ding]plus, Fachfür Kunden wie Carrera, Claro, messe für Promotion, Event Kästle Ski und jüngst simpliTV und Kommunikation, findet erstreckt sich die Expertise der heuer am 17. und 18. Septemdigitalen Unit pixelart interacber in der Messe Wels statt. tive auf mehrere Branchen und Info:  http://markeding-plus.at/ damit verbundene Anforderungen (red)

tipp des tages

Karriere präsentiert von

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Adieu, Fortpflanz Polly Adler erzählt in ihren Kolumnen und einem Essay über das Leben als alleinerziehende Mutter, deren zweiter Vorname „Schlechtes Gewissen“ ist, vom Härtetest der Pubertät und warum das „busy nest syndrome“ anstrengend ist. – Ein Buch, das in bewährter Polly-Manier wie ein Navigationsgerät durch eine Mutter-Tochter-Beziehung führt und Trost für ähnlich Ratlose spendet. 22,95 €, Amalthea Signum Verlag, ISBN: 978-3-85002-834-9.

Andrea Schmitz-Dohnal Bank Austria Leitung Andrea Schmitz-Dohnal kommt von D,M&B und übernimmt die Leitung des Departments Marketing. In der Funktion verantwortet sie die gesamten Marketingagenden für das ÖsterreichGeschäft der Bank Austria.

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Doppelfunktion

Der Persil-Wäscheservice rockte auch auf dem Nova Rock-Festival  Seite 16

Andreas Haider, GF Unimarkt, wird ­Präsident des Franchiseverbands  Seite 18

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medianet

Was der Pfanner kann, und wo der Bär drin ist

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short

EU-Verordnung Was die Kennzeichnung von Lebensmitteln betrifft, steht via EU-Verordnung eine massive Änderung bevor: Ab Dezember 2014 genügt die Produktinfo auf der Verpackung nicht mehr, auch im Onlinehandel und an der Frischetheke muss informiert werden. GS1 Austria hat bereits die Lösung dafür.Seite 16

© Pfanner/Günther Peroutka

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Big in Britain Die deutschen Discounter Aldi und Lidl befinden sich in Großbritannien auf der Überholspur. Während klassische Händler wie Tesco an Terrain verlieren, bauen die deutschen Formate ihre Marktanteile aus. Lidl erwägt überdies den Markteintritt in USA, wo Aldi bereits prächtig gedeiht. Seite 15

Exportking Geschäftsführer Peter Pfanner im Gespräch mit medianet retail über sein Saftgeheimnis, die großen Erfolge am Eisteemarkt in Deutschland   und wie man gezielt Exportmärkte aufbaut und betreut.  Seite 14 2.PDF | 07050_INS_Jogurella Mixi Medianet Sujet Mädchen 216x85mm | 99055 | 06.06.2013 | CMYK | Humer

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Flöte üben muss sich wieder lohnen! Wien/Pucking. Der Kahlschlag bei der Drogeriekette dayli fällt nicht ganz so hart aus, wie Ende Mai befürchtet: Statt der angekündigten 186 Filialen werden vorerst 103 geschlossen. 40% der 560 vorsorglich beim Arbeitsmarktservice (AMS) angemeldeten Beschäftigten behalten ihren Arbeitsplatz. (red) 07050_INS_Jogurella Mixi Medianet Sujet Mädchen.indd 1

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t i t e l st o r y

Freitag, 21. Juni 2013

© Pfanner

14 – medianet retail

Pet er pfann er

Colore odore sapore Das Vorarlberger Familienunternehmen Pfanner zelebriert den Saft wie andere guten Wein

Pfanners Saftgeheimnis und die wilde Eistee-Story

Qualität an erster Stelle Für den Geschäftsführer von Pfanner ist die Verarbeitung von qualitativ hochwertigen Früchten ein Muss. Der Erfolg gibt ihm Recht: Das Unternehmen Pfanner ist in rund 75 Ländern vertreten und konnte im Geschäftsjahr 2012 mit einem Umsatz von 251 Mio. € das beste Ergebnis der Firmengeschichte erzielen. Mit neuen Produktionsstandorten soll die Saftproduktion gesichert und mit weiteren Produktinnovationen am Erfolg angeknüpft werden.

Geschäftsführer Peter Pfanner im Gespräch mit medianet über das erfolgreiche „Saftgeheimnis“. caroline wirth

Lauterach. Es ist eine bodenständige Erfolgsgeschichte, die sich hier im idyllischen „Ländle“ zeigt: Im Geschäftsjahr 2012 konnte das Familienunternehmen mit einem Umsatz von 251 Mio. € das beste Ergebnis der Firmengeschichte erzielen. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Denn die Produktinnovationen sind der Erfolgsgarant des Unternehmens. Was noch mehr zählt, ist die hohe Qualität der großen Produktpalette: „Qualität ist unser oberstes Credo. Uns ist wichtig, dass wir wissen, welche Früchte in unsere Produkte kom-

men. Wir möchten die Früchte in der Hand halten, sie fühlen, riechen und schmecken“, sagt Peter Pfanner, geschäftsführender Gesellschafter.

Produktionsstätte Policoro Daher ist Pfanner besonders stolz auf seinen jüngsten Produktionsstandort in Süditalien. Mitten in der Obstbauregion kann Pfanner in Policoro frische, reife Früchte für seine Säfte ernten. „Hier wachsen zum Beispiel Erdbeeren, Marillen, Pfirsiche, Nektarinen und Kiwi – eine Vielzahl von Früchten, aus denen wir qualitativ hochwertige Fruchtpü-

rees herstellen“, so Pfanner. Diese Früchte werden für die gesamte Saftproduktion der Firma Pfanner eingesetzt. Pfanner ergänzt: „Als italienischer Produzent und Arbeitgeber erhalten wir eine größere Idendität und Glaubwürdigkeit auf dem italienischen Markt.“

Einmal um die Welt Sie sind immer auf der Suche nach neuen Innovationen. Pfanner ist in 75 Ländern erfolgreich tätig. Die Bedürfnisse des Markts müssen vorher gut abgesteckt werden. „Unsere Marktforschung hat das Ohr am Markt und fokussiert sich auf die Menschen, nicht auf die

Theorie“, so Peter Pfanner. „Sie befindet sich direkt bei uns im Haus; ich glaube, das ist unser entscheidender Vorteil.“ Um auch im Ausland erfolgreich zu sein, ist der berühmte Blick über den Tellerrand besonders wichtig. „Natürlich haben andere Länder auch andere Frucht-Vorlieben. Im arabischen Raum ist man mit Mango, in Österreich mit Apfel, in Italien mit der Heidelbeere von Erfolg gekrönt“, resümiert der Geschäftsführer. Die Produkte werden in jedem Land mit der gleichen Rezeptur angeboten. Das ist dem Unternehmen ein Anliegen; auch wenn zum Beispiel den Osteuropäern die Säfte zu ungesüßt sind, wird das in Österreich begrüßt.

Qualität vor Erfolg

In 75 Ländern Im Spannungsfeld zwischen Heim- und Exportmarkt

Pfanner, ein Exportkaiser wider Willen?

Wien. Eine besondere Eigenheit im Ländle war stets, dass über lange Zeit zwei Produzenten des vergleichbaren Produkts auf profitabler Umsatzgröße agierten – von denen einer im Zuge von Expansionen dann doch seinen Plafond erreichte. Ergo erfolgte beispielsweise die Übernahme von Alma durch Rupp. Und von den zwei regional stark verankerten Bieren Mohrenbräu und Fohrenburger wurde Letzteres von der Fa. Rauch übernommen. Lediglich bei den Fruchtsaftproduzenten Pfanner und Rauch führen beide nach wie vor eine Koexistenz – die allerdings nicht gerade unter der Kategorie „friedlich“ einzuordnen ist. Denn so weit es den inländischen Markt betrifft, ist das Naheverhältnis zwischen Rauch und dem Händler Spar legendär – sehr zu Ungunsten Pfanners. Peter Pfanner hat sich aber vom partiellen Riegel, den ihm der LEH hierzulande vorschiebt, nie beirren lassen: Die Enge des Ländles und des Marktes hat ihn bestärkt, sein Heil im Export zu suchen. Da verweist er mittlerweile auf eine saftige Quote jenseits der 80%. Die sind nicht mit punktuellen Geschäften auf der ganzen Welt verteilt, sondern bestehen beispielsweise im Nachbarmarkt Deutschland als gediegene Größe: dort ist Pfanner Eistee Marktführer im Segment. (nov)

Die Wirtschaftskrise macht sich für das Familienunternehmen in Osteuropa bemerkbar. „Hier ist die Mittelschicht massiv weggebrochen“, erklärt Peter Pfanner. Es gab jedoch nie Überlegungen, die Fruchtsäfte in diesen Ländern schlechter anzubieten. „Wir wollen die Qualität der Säfte nicht herunterschrauben und Zuckerwasser verkaufen. Wir stehen mit unserem Familiennamen für ein Produkt. Daher ist es uns besonders wichtig, unseren Qualitätsanspruch aufrechtzuerhalten“, betont Peter Pfanner. Pfanner muss sich auf viele Zielgruppen einstellen und stimmt

das Getränke-Sortimen darauf ab. „Wir haben die Trendigen, die Freudigen, die Gesunden und eben auch die Verantwortungsvollen“, so Pfanner. Auf die letzte Gruppe wurde bereits vor Jahrzehnten reagiert: Mit der ‚Fairtrade‘-Linie ist Pfanner seit zehn Jahren weltweit der volumenstärkste Anbieter mit dem breitestem Fruchtsaftsortiment, und das mit Stolz.

Tee machen kann er! Was die Wenigsten wissen: Pfanner ist der größte Tee-Importeur Österreichs. Wie man sich das vorstellen kann? „Bei Pfanner wird der Tee wie zu Hause gekocht – nur eben im Großen. Wir bieten sehr viele Teesorten an“, sagt Peter Pfanner. Ungebrochen die Nummer eins ist Pfanner in Deutschland, dem wichtigsten und hart umkämpften Eisteemarkt. Besonders erfreulich wurde dies durch die neueste Tee-Kreation „Weiße Zitrone/Holunderblüte“ bestätigt.

Schlechtwetter-Stimmung Nur Eisverkäufer haben vermutlich noch schlimmere Umsatzeinbußen durch den langen, kalten Frühling. „Wir merken das schlechte Wetter massiv, die Leute trinken einfach viel weniger. Wir haben rund 15 Prozent weniger Umsatz im Mai. Wir freuen uns, dass der Sommer endlich da ist“, so der Geschäftsführer.


D i s c o u n t e r i m Au s lan d

Freitag, 21. Juni 2013

medianet retail – 15

Discounter legen zu Die Erfolge der deutschen Formate Aldi und Lidl gehen auf Kosten etablierter Händler wie Tesco, Asda und Morrisons

Aldi und Lidl stark in Britannien Wien/London. Aldi und Lidl gewinnen in Großbritannien weiter an Boden. Mit Stand von Anfang dieses Monats vergrößerten die beiden deutschen Discounter – die als Hofer und Lidl auch in Österreich vertreten sind – ihre Marktanteile auf 3,6 respektive drei Prozent. Der Zugewinn geht zulasten der drei großen UK-Händler Tesco, Asda und Morrisons, berichten die Marktforscher des Kantar Worldpanels.

30% Umsatzwachstum Aldi UK hat demnach im bisherigen Jahresverlauf ein beachtliches Umsatzwachstum von durchschnittlich 30% gegenüber dem Vorjahr hingelegt und sich damit seinen bislang größten Anteil am britischen Lebensmittelmarkt erobert. Die Tochter von Aldi Süd ist übrigens schon seit 1990 in Großbritannien aktiv.

US-Start mit 100 Filialen

Lidl auf USA-Trip

Das durchschnittliche Wachstum im britischen LEH schwächte sich laut Marktforscher Kantar von 3,9 Prozent im Vorjahreszeitraum auf drei Prozent ab.

Auch Waitrose legt zu Gleichlaufend mit den deutschen Discountern konnte der britische Händler Waitrose mit einem Umsatzplus von 10,9 Prozent seinen Marktanteil auf 4,9 Prozent ausbauen. Marktanteile abgeben mussten laut des vierteljährlichen Kantar-Berichts hingegen Tesco, die einen halben Prozentpunkt auf 30,5% verloren, Asda (16,9%) und

Morrisons (11,6%). Von den großen Vier verzeichnete nur Sainsbury einen Marktanteilsgewinn auf 16,7%. Aldi hat sich mit inzwischen rund 500 Outlets im britischen Markt ein positives Image erarbeitet. Erst in der vergangenen Woche wurde der Discounter als „Lebensmittelhändler des Jahres“ in Großbritannien ausgezeichnet. Der Neckarsulmer Discounter Lidl ist seit 1994 in England präsent und betreibt dort rund 580 Märkte. Der Discounter erzielt bereits mehr als zwei Drittel seiner Erlöse in Höhe von 48,9 Mrd. € (netto) im Ausland. (red)

© Wikimedia/Bidgee/CC Lizenz

Aldi UK erzielte im bisherigen Jahresverlauf satte 30 Prozent Umsatzwachstum.

Internationalität ist für Aldi (im Bild: Australien) für künftige Expansion unabdingbar.

DELIKATESSEN FÜR DELIKAT-ESSER.

Wien/Neckarsulm. Der Discounter Lidl ist auf der Suche nach einem Gegenpol zum kriselnden EuroRaum – ab 2015 soll das Lidl-Logo daher auch in den USA zu finden sein. Fällt die aktuelle Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsprüfung positiv aus, werden die ersten 100 Filialen bereits in 2015 eröffnet. Das Anfangsinvestment soll sich auf rund 500 Mio. € belaufen. „Wir werden in den USA starten, der Zeitpunkt ist gut“, sagte entsprechend Klaus Gehrig, Chef der Schwarz-Gruppe.

Ost-USA im Expansionsfokus Im Visier hat der Discounter zunächst den bevölkerungsreichen Osten des Landes. Nach Lidl-Angaben wird ein vierköpfiges Team unter der Leitung des bisherigen Irlandchefs Kenneth McGrath (37) und Kevin Proctor (40), Geschäftleitungsmitglied bei Lidl Irland, den Markt auf seine Potenziale abklopfen und Standorte für Filialen, Lager und eine Verwaltung in Augenschein nehmen. Nicht zuletzt zeigt Lidls Erzrivale Aldi, welche Wachstumschancen der US-Markt bietet; Aldi verbucht dort seit Beginn der Finanzkrise zweistellige Umsatzzuwächse. Lidl schafft mit der USA-Expansion eine Alternative zu Europa, wo das Management keine großen Expansionsmöglichkeiten mehr sieht. Lidl ist hier in 25 Auslandsmärkten vertreten, kleinere Länder wie Serbien oder Litauen stehen noch auf dem Programm.  (red)

© Wikimedia/Pim van Tend/CC Lizenz

NEU UND EXKLUSIV BEI BILLA.

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Lidl sieht in Europa kaum Wachstumsmöglichkeiten im gesättigten Markt. Medianet_216x288 1

18.06.13 07:57


16 – medianet retail

short

Berglandmilch hilft den Hochwasser-Betroffenen

r e ta i l & p r o d u c e r s

Freitag, 21. Juni 2013

GS1 Sync Ein neuer Service erleichtert den Austausch von relevanten Daten zwischen Handel und Industrie

Produktinfos, fit für die EU

Herzogenaurach. Der deutsche Sportartikelkonzern Adidas peilt für 2014 in der Kategorie Fußball einen Rekordumsatz von zwei Mrd. € an. Der Konzern wird als Sponsor und Ausrüster der Fußball-WM in Brasilien den Spielball stellen und die Schiedsrichter, Ballkinder und Freiwilligen ausstatten. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen vor dem Hintergrund der Europameisterschaft bei den Fußballprodukten einen Umsatz von 1,7 Mrd. €

© dpa/Rolf Vennenbernd

Schadstoffe in AsterixSpielfiguren bei Despar

Auf Spielzeug wurden bei Kontakt schädliche Substanzen festgestellt.

Bozen. Zahlreiche Eltern beschwerten sich in den vergengenen Wochen bei der Verbraucherzentrale Südtirol (VSZ): ein unangenehmer Geruch nach Lösungsmitteln gehe von gratis Asterix-Spielfigurenaus, die in Filialen der Despar-Gruppe verteilt wurden aus. Beauftragte Untersuchungen stellten bei Kontakt und Einatmen schädliche und teils krebserregende Substanzen fest.

Puntigam erhält Heineken Brewery Award Wien/Amsterdam. Der Heineken Konzern zeichnete die Brauerei Puntigam kürzlich für die Produkt- und Verpackungsqualität von in Österreich produziertem und abgefülltem Heineken Bier aus. Vier Mal jährlich werden in ganz Österreich HeinekenProdukte von einer unabhängigen Agentur gekauft und auf ihre Produktqualität hin überprüft- so können den Kunden die höchsten Produktstandards garantiert werden.

Ab Dezember 2014 sorgt die Lebensmittelinformationsverordnung 1169/2011 der Europäischen Union dafür, dass die Lebensmittelbranche aktiv werden muss. Dann genügt es nicht mehr, bloß Produktinformation auf die Verpa-

Ab Dezember 2014 müssen Konsumenten auch im Online-Handel und beim Kauf aus der der Frischetheke umfassend mit Produktinformationen versorgt werden.

Duo Caps-Tour Bei Nova Rock, Frequency und Beachvolleyball-EM gibt es ein Wäscheservice für schmutzige Shirts

Henkels Persil rockte am Nova Rock Festival Nickelsdorf. Doppelte Kraft für perfekte Reinheit und Convenience - diese Leistungsmerkmale der Persil Duo-Caps sollen sowohl Verbraucher als auch Handelsexperten begeistern. Das vordosierte Flüssigwaschmittel ist leicht und bequem anzuwenden. Die innovative Zwei-Kammer-Technologie vereint die bewährte Persil Leuchtkraft Formel für strahlende Reinheit mit einem Aktivfleck Löser für höchste Flecklösekraft, die bereits ab 20 Grad wirkt. Jetzt wurde die Formel der Persil Duo-Caps weiter verbessert und mit einem Extra an Frische versehen. Um die Innovation 2013 werblich zu unterstützen, startete Anfang Juni die Persil Duo-Caps Tour durch ganz Österreich. Sie

macht an den Wochenenden Halt in den Hauptstädten, Ballungszentren und bei Groß-Events wie Nova Rock, Frequency, Beachvolleyball-EM in Klagenfurt oder Donauinselfest. Bei den Festivals Nova Rock und Frequency sowie der Beachvolleyball-EM wird zusätzlich ein Persil Wäscheservice – ein Gratis-Reinigungsdienst vor Ort - angeboten. Die Besucher haben dort die Möglichkeit, ihre T-Shirts am PersilStand abzugeben. Am nächsten Tag bekommen sie diese frisch gewaschen zurück. Das markenstimmige Konzept des Persil Wäscheservice spricht insbesondere junge Konsumenten an und erstrahlt heuer in neuem Glanz dank des eindrucksstarken Eventhängers. (red)

Kleine Bühne, große Wäsche: Der Persil-Wäscheservice am Nova Rock-Festival.

Ausgezeichnet Steirer TANN-Lehrling staubt Trophäe ab.

Studie Karmasin-Studie zu Vorteilen von Mineralwasser.

Hollabrunn. Am 17. und 18. Juni fand der diesjährige Bundeslehrlingswettbewerb der Fleischer statt. 14 Kandidaten und Kandidatinnen aus ganz Österreich kämpften in sieben Fleischer-Disziplinen um den Sieg. Hannes Grießer (19) aus der Steiermark, Lehrling im TANNFleischwerk in Graz, holte schließlich den Sieg. Es gelang ihm erstmalig in allen sieben Disziplinen zu gewinnen. Diese umfassten beispielsweise das Ausbeinen einer Rinderkeule, die Grob- und Feinzerlegung und das Herrichten von Frankfurtern und eines Hauptgerichtes.

Wien. Auch dieses Jahr wir der „Österreichische Mineralwasser Radar“ von Sophie Market Intelligence GmbH weitergeführt. Dieses Mal lag der Fokus der Studie vor allem auf den Vorteilen des Mineralwasserkonsums. Im Jahr 2012 wurden hierzulande rund 737,1 Mio. Liter Mineralwasser konsumiert- fast 100 Liter pro Kopf. Dabei wurden rund 80 Prozent im Handel erworben und der Rest in der Gastronomie getrunken. Vor allem heimisches Mineralwasser erfährt große Beliebtheit.

Lehrlingswettbewerb der Fleischer Sommer ist Mineralwasserzeit als Fleischer schon früh fest. Zu Beginn seiner Lehrzeit entschied er sich dann für die Ausbildung bei TANN: „Am schönsten am Beruf ist die Abwechslung. Ob Wursten, Zerlegen, Pökeln oder Räuchern, der Fleischerberuf ist sehr vielseitig.“ Seine Lehre hat erbereits erfolgreich abgeschlossen und sich entschieden, bei Tann zu bleiben. TANN gehört heute zu Österreichs größten Wurst- und Fleischproduzenten. (red)

Natürlicher Durstlöscher

Eine Karriere als Fleischer Durch den Sieg des Wettbewerbs ist Grießer nun automatisch für den internationalen Wettbewerb der Fleischerjugend qualifiziert, das nächstes Jahr in der Schweiz stattfindet. „Für mich ist es unbeschreiblich, beim Wettbewerb gewonnen zu haben. Es fühlt sich an wie Ostern und Weihnachten an einem Tag“, so Grießer über seinen Erfolg. Für ihn stand eine Zukunft

einen natürlichen und zugleich gesunden Durstlöscher handelt, nannten rund 54 Prozent der Befragten als Motive für den Konsum. Jeweils 48 Prozent überzeugen laut „Österreichischem Mineralwasser Radar“ der Geschmack und die große Auswahl. Unterwegs können nur 18 Prozent der Befragten auf die Erfrischung verzichten. Mit den steigenden Temperaturen steigt auch der Minderalwasserkonsum, vor allem bei Frauen.  . (dp)

Hannes Grießer aus der Steiermark, TANN-Lehrling in Graz, holte den Sieg.

„Die Österreicher sind Mineralwasser-Fans; das zeigt die stetig steigende Nachfrage bzw. die wachsenden Konsumations-Zahlen. Heimische Konsumenten schätzen das qualitativ hochwertige, ursprünglich reine und mineralstoffreiche Naturgut aus unseren Quellen“, so Mag. Rainer Widmar, Sprecher des Forum Natürliches Mineralwasser. Dass Mineralwasser überall erhältlich ist und es sich dabei um

© Panthermedia.net/Ron Chapple

Adidas setzt sich Rekordumsatz zum Ziel

Neue Vorschriften kommen

© GS1 Austria/Uyen Le

Linz. Berglandmilch stellt dem Team Österreich und dem Roten Kreuz zur Hochwasserhilfe 2013 einen mit Schärdinger Formil Haltbar Vollmilch beladenen LKW für die betroffenen Menschen zur Verfügung. Die 12 Betriebsstätten des Unternehmens sind vom Hochwasser betroffen, auch deshalb wolle man helfen, so Josef Braunshofer von der Geschäftsführung. Außerdem werde man die Landesfeuerwehrjugendbewerbe 2013 mit em Getränk „Lattella“ unterstützen.

ckung zu drucken. Im Onlinehandel von Lebensmitteln ebenso wie in der Frischetheke müssen Konsumenten über das jeweilige Produkt informiert werden. Und das umfassend, bereits vor dem Kauf. Die nötigen Infos lauten auf Zutatenlisten, Allergene, Auslöser von Unverträglichkeiten, Aufbewahrungsund Verwendungsbedingungen sowie Nährwertdeklaration. „Mit dem Angebot von GS1 Sync kann den Anforderungen leicht und einfach entsprochen werden“, ist Herzog überzeugt. Die Datenqualität ist hoch, der Zeitaufwand gering. Und der Verbraucher kann sich darauf verlassen, dass die Inhalte vertrauenswürdig sind. Die österreichische GS1 SyncLösung ist Teil eines weltweiten Netzwerks von Stammdatenpools - via „Global Data Synchronisation Network“ (GDSN) sind weltweit fast 25.000 Unternehmen angeschlossen.  Info: www.gs1.at/gs1sync

© Matthias Heschl

Josef Braunshofer, GF Berglandmilch, Jürgen Kunert, Rotes Kreuz.

Wien. Mit ausgewählten Partnern aus Handel und Industrie startete GS1 Sync - ein Service, das für den einfachen und effizienten Austausch von Produktdaten zwischen Hersteller und Händler sorgt. „GS1 Austria übernimmt das Sammeln und die Verteilung der Produktinformation an Handelsorganisationen sowie an digitale Einkaufsplattformen oder Ratgeber-Plattformen“, beschreibt GS1 Austria-Chef Gregor Herzog. Und weiter: „Zuverlässige Produktinformation direkt vom Hersteller stärkt das Vertrauen des Konsumenten.“

© Ivo Velchev

© Berglandmilch/Erich Marschik

GS1 bietet Lösung, die den Anforderungen der neuen EU-Lebensmittelinformationsverordnung entspricht.

Nur 18 Prozent der Befragten können unterwegs auf Mineralwasser verzichten.


product news

Freitag, 21. Juni 2013

medianet retail – 17

Rein ins Grillvergnügen mit jeder Menge neuer Spar-Produkte Product News Spar Veggie Falafel, Spar Veggie Hummus Aufstrich Olivenöl und Spar Veggie Bio-Hamburger Laibchen, Spar Natur*pur Bio-Bratwürstel. Mit der Bio-Falafel bringt Spar Veggie eine Spezialität auf die österreichischen Grillteller, die ursprünglich aus dem Orient stammt. Die vegane Fleischalternative besteht aus Kichererbsen, Kräutern und feinen Gewürzen und wird gern mit einem Dip aus Hummus serviert – etwa jene intensiv-würzige Variante von Spar Veggie in der Sorte Olivenöl. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Veggie Bio-Falafel und Hummus Aufstrich Olivenöl 2,99 €/1,49 € 180 g/125 g Spar Spar Tel.: 0662/4470-22300

Burger-Fans aufgepasst: Es gibt neue, vegane Spar Veggie Bio-Hamburger-Laibchen! Die willkommene Alternative zur klassischen Variante mit Fleisch wird aus Tofu, Sojamehl und Sojasauce hergestellt – und verleiht der rein pflanzlichen Köstlichkeit eine herzhaft-würzige Note. Kombiniert mit Salat und Vollkornweckerl, ist das nur noch gesund und köstlich. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Veggie Bio-Hamburger Laibchen 2,29 € 120 g Spar Spar Tel.: 0662/4470-22300

© Spar (4)

REINHARD GERERS

Alle Fans traditioneller Grillgerichte dürfen sich über neue Bio-Köstlichkeiten von Spar Natur*pur freuen: Für die Herstellung der Spar Natur*pur Bio-Bratwürstel wird ausschließlich Schweine- und Rindfleisch aus kontrolliert biologischer, österreichischer Landwirtschaft verwendet, das mithilfe ausgewählter Gewürze zu einer wahren Grill-Spezialität verfeinert wird. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

7.07.2013! Für Frühbuchers 17b.1is1.0 Für Vorstellungen bi um: 2013 alle Kategorien

€ 99,-

Launch Natur*pur Bio-Bratwürstel 3,99 € 250 g Spar Spar Tel.: 0662/4470-22300

Schnittig mit 115 Jahren

Manner-Zeitreise Wien. Der sympathische MannerFakteur lädt mit den „Manner Hostessen“ in diesem Sommer in Deutschland und Österreich zu einer Zeitreise durch die 115-jährige Geschichte der Manner Schnitte ein. Mit dem MannerFakteur erlebt man eine Reise rund um die Manner Schnitte und erfährt, warum die Manner Schnitte so beliebt ist. Bei der gesamten Aktion gibt es einen Volvo V40 Cross Country sowie 115x einen Manner Schnitten Jahresvorrat zu gewinnen.

DAS R E N E WI L A N I ORIG

A B 2 5 . O KTO B E R 2 0 1 3 © Manner

Tickets & Informationen 0800 400 200 • www.teatro-wien.at Zum Jubiläum gibt es auch die extra dicke Packung mit 7 + 1 mal Manner. Teatro_Anz_MN_216x288_2_ssp.indd 1

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s h o p ta l k

18 – medianet retail

Freitag, 21. Juni 2013

„Wiener Weinpreis“ CaFÉ + Co in der „Gruft“

© Stadt Wien Marketing/Noll

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1. Die Landessieger vom Cobenzl mit BM Michael Häupl, Weinkönigin Elisabeth und Georg Kraft-Kinz; 2. Ausgezeichnete Familie Edlmoser; 3. Das Weingut Walter wurde für seinen Zweigelt 2012 geehrt.

© leisure.at

„Wiener Weinpreis“ im Wiener Rathaus vergeben 2

Trinken und Feiern im besten Rahmen

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Engagiert in Sachen Kaffee für die Armen: 1. Gerald Steger, Monika Langthaler, Christoph Fälbl; 2. Josef Pröll, Michael Landau; 3. Norbert Blecha, Rudolf Semrad.

Prominente unterstützen die Armen in der Gruft

Kaffee in der Gruft

Cafe+Co CEO Gerald Steger lud zum Kaffee.

Solidarität Auf Einladung von Caritas-Direktor Michael Landau, echo medienhaus-Geschäftsführer Christian Pöttler und café+co International Holding-CEO Gerald Steger verwandelte sich der Platz vor der Mariahilferkirche bereits zum zweiten Mal in ein überdimensionales Kaffeehaus, in dem Prominente Kaffeespezialitäten zugunsten der „Gruft“ verkauften. In den Dienst der guten Sache stellten sich u.a. Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Wirtschaftskammer Wien-Präsidentin Brigitte Jank, Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske, Gruft-Unterstützer Präsident Christian Konrad, Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann, LLI-Vorstandsvorsitzender Josef Pröll, Kabarettist Christoph Fälbl, ORF Radio Wien-Moderator Alex Jokel, Nachhaltigkeitsexpertin Monika Langthaler, Zauberer Magic Christian, Honorarvizekonsulin Birgit Sarata, Schauspieler Christian Spatzek und Conférencier Christoph Wagner-Trenkwitz. Auf einen Kaffee schauten unter anderem vorbei: Lotterien-Vorstandsdirektorin Bettina Glatz-Kremsner, The Swatch Group-Boss Rudolf Semrad, Baumeister Richard Lugner und Bäckerei-Erbe Sebastian Felber. (red)

Produkt des tages

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die finstere brille

Der Hugo Boss Sale Index Christian Novacek

© Sigg

© nimarkt

Kopf des Tages

Andreas Haider, Geschäftsführer beim zu Pfeiffer gehörenden Unimarkt, wird Präsident des Österreichischen Franchise-Verbands. Haider (44) baut als Geschäftsführer der Unimarkt Handelsges. m.b.H. & Co.KG seit 2010 das Unimarkt Franchisesystem auf. Im Vorstand des ÖFV ist er seit Mai 2010 aktiv, zuletzt als VizePräsident. Haider möchte das Leistungsspektrum des ÖFV weiterhin ausbauen. Als Verstärkung wurden Andreas Schmidlechner von McDonald’s Österreich und Harald Joichl von der OMV als neue Vorstandsmitglieder von der Generalversammlung bestätigt.

Gefeiert Im Rahmen einer feierlichen Gala wurden im Arkadenhof des Wiener Rathauses die besten Wiener Weine gekürt. Rund 600 Gäste aus Landwirtschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik folgten der Einladung von Bürgermeister Michael Häupl, um die prämierten Weine zu verkosten. Die Wiener Landessieger waren bei Wiener Gemischter Satz klassisch „Wiener Gemischter Satz Classic 2012, Weingut Cobenzl“; bei Wiener Gemischter Satz kräftig „Wiener Gemischter Satz Dorflage 2012, Weingut Edlmoser“; bei Grüner Veltliner klassisch „Grüner Veltliner, Reissern 2012, Weingut Kroiss“; bei Grüner Veltliner kräftig „Grüner Veltliner Senator 2012, Weingut Cobenzl“; bei Riesling klassisch „Riesling Burgstall, 2012, Buschenschank & Weinbau Hengl-Haselbrunner“; bei Riesling kräftig „Riesling Maurer Berg 2012, Weingut Edlmoser“; bei Chardonnay „Chardonnay Classic 2012, Weingut Karl Lentner“; bei Weißburgunder „Der Vollmondwein, „Gösser Dirndlflugtag“ am 2012, Weingut Christ“; bei Samstag, 22. Juni, am Wiener Pinot noir „Grand Select 2009, Badeschiff. Die Bewertung Weingut Wieninger“; bei Zweidurch die Jury erfolgt um gelt: „Zweigelt, 2012, Weingut 17 Uhr. Leihdirndl vorhanden! Walter“; bei Cuvée rot „Zwei www.goessl.com gelt/Cabernet Sauvignon 2011, Weingut Lenkius“. (red)

Individuelles Design Sigg-Flaschen wurden zum Kultobjekt, das für Qualität und Schweizer Präzision steht. Als Werbemittel verbinden Sigg-Flaschen das eigene Markenimage mit jenem des Kooperationspartners. Gemeinsam wird Mehrwert geschaffen und ein repräsentatives Give-away kreiert. Individuelles Branding – auch zu besonderen Anlässen: Sigg bietet individuelle Aufdrucke an, Unternehmen lassen ihr Logo oder Botschaften auf Sigg-Flaschen drucken. Von Kundengeschenken über Aufmerksamkeiten für Mitarbeiter hin zu besonderen Markenbotschaftern für Firmenjubiläen sind die Möglichkeiten grenzenlos. Weitere Infos auf:  www.sigg.com

W

enn die Hitze derart ist, dass die Zeit nur mehr träge zu fließen imstande ist, ordne ich mich gern unter denen ein, deren Hauptbeschäftigung das Herumlungern in Einkaufszentren ist. Immerhin hab ich die Ausrede, dass ich berufsbedingt quasi eine moralische Verpflichtung hab dazu. Ergo legte ich gestern Abend in Anbetracht der Unlust, eine auf 30 Grad aufgeheizte Dachgeschoßwohnung zu betreten, einen sportlichen Rundgang in der SCS ein. Zugegeben: Die Sportlichkeit war aufoktroyiert, weil sich kein funktionstüchtiger Bankomat finden ließ. Schließlich entschied ich mich für einen Besuch bei ‚Peek & Cloppenburg‘, weil die gerade Sale hatten. Meine schwarzen Hugo Boss-Leiberl sind im Sommer eh suboptimal und ich gedachte, farblich so zu tun, als wäre ich ein fröhlicher Mensch. Leider mal wieder trotz massiver SaleWerbung kein Hugo Boss-Leiberl im Ausverkauf. Auch kein Hilfiger. Lediglich solche NoNames, die in der Passform übergangslos von Knackwurst auf Kartoffelsack switchen, ganz egal, wie viele X man vor dem L parkt. Ergo war ich angefressen. Ergo kaufte ich miese Laune Shirts (safrangelb!), die ich nach einmal Anziehen sicher in die Kleidersammlung hau. 70 Euro pro Stück. c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Das Ozonloch schrumpft Im Jahr 2012 war es lediglich noch rund 18 Millionen Quadratkilometer groß; im Winter 2006 waren es noch 27 Millionen Quadratkilometer.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 21. juni 2013 – 19

© Foto Wilke

gutes geld für die kinder

WM AG vertreibt Geschlossenen Fonds für Investments in Kindertagesstätten  Seite 21

© EPA/T. Bozoglu

financenet börse türkei im visier

Für Erste Asset Management und andere bleiben türkische Aktien attraktiv  Seite 22

börse wien suche nach dem umsatzschub © Börse Wien/Studio Joachim Haslinger

Börsen zittern um Super Mario & Helikopter-Ben

ATX 12. Juni–19. Juni 2013

ATX (19.6.)

2381,18

Wochentop Wochenflop

1,09%

AT&S 9,05% Valneva -33,62%

Top 5 ATX Prime AT&S Wolford OMV RHI Frauenthal Holding Flop 5 ATX Prime Valneva SE Do&Co Uniqa Schoeller-Bleckmann Verbund

9,05% 6,78% 4,47% 3,71% 3,38% -33,62% -5,02% -4,58% -3,88% -3,22%

DAX

8197,08

Wochentop Wochenflop

0,66%

Infineon 4,66% Lanxess -3,62%

Top 5 DAX Infineon Technologies Adidas Henkel Allianz SE Continental Flop 5 DAX Lanxess Daimler K+S RWE Siemens

4,66% 2,56% 2,41% 1,82% 1,72%

Ein Ende der Geldschwemme? Fed-Chef Ben Bernanke („Helikopter-Ben“, re.) und EZB-Boss Mario Draghi betonen ihren Willen zur Konjunkturstützung, doch mit Herbst 2013 steht ein Ausstiegsdatum aus der Politik billigen Geldes im Raum. Viele Börsianer zittern, Austro-Experten bleiben gelassen.  Seite 20

-3,62% -0,94% -0,83% -0,81% -0,79%

25-Jahr-Jubiläum Von 1.163 bis auf 8.558 Punkte

inhalt

Leitindex Dax: Sieben Mal höher

Capital:Markets > Reiche werden weiterhin schneller reicher 20 > IWF sieht Irland bald ­jenseits des Schutzschirms 20

Insurance:Watch > Versicherer hoffen auf Katastrophen-Pflichtpolizzen 26

© Allianz/Markus Dlouhy

Fonds:Park > Nordische Länder wachsen schneller als Euroraum 22 > Danske wirft ein Auge auf französische Bonds  22 Banking > MasterCard mahnt zu ­Tempo bei Mobile Payment  25

KreditBox Einfache Verpackung für Finanzprodukte

Die Allianz ist eines von 15 Unternehmen, die seit Dax-Start dabei sind.

Frankfurt. Am 1. Juli 2013 wird der Leitindex der deutschen Börse, der Dax, 25 Jahre alt. Seit Gründung ist er das Spiegelbild für die Entwicklung der 30 wichtigsten Unternehmen der größten europäischen Volkswirtschaft: Es gab herbe Einbrüche und große Verlierer, insgesamt aber doch hohe Kurszuwächse. Seit seiner Einführung zum 1. Juli 1988 mit 1.163 Punkten hat der wichtigste deutsche Börsenindex kräftig zugelegt: im Mai 2013 erreichte er sein bisheriges Allzeithoch von 8.558 Punkten. Trotz zwischenzeitlicher Rückschläge steht er derzeit ein Drittel höher als Anfang 2012. (ag)

Bawag PSK: Auch online in der Box

© Bawag PSK/Andrea Hermann

DAX (19.6.)

© dpa/Boris Roessler; EPA/Jim Lo Scalzo; EPA/Oliver Hoslet

12. Juni–19. Juni 2013

Bawag-Marketingchef Peter Karst: Online-Kreditbox bis 70.000 Euro.

Wien. Die Bawag PSK baut ihre Strategie der Produkt-Boxen im Bankgeschäft aus: Die Bawag PSK KreditBox gibt es ab sofort in der Variante „KreditBox Online”. Damit bleibt der Box-Charakter bewahrt, es handelt sich aber nur noch im übertragenen Sinn um eine Schachtel zum Angreifen (und einfachen Begreifen) – denn eine physische Box gibt es nicht. Zielgruppe sind internetaffine Kunden, die Konsumkredite direkt online beantragen können. Es gibt kein Bearbeitungsentgelt, die Laufzeit beträgt bis 120 Monate, die Verzinsung ist bonitätsabhängig (wird angezeigt) und variabel. (red)


f i n a n c e : C ov e r

20 – financenet

Freitag, 21. Juni 2013

financenet@medianet.at

Zentralbanken Schon das Gerücht eines möglichen Endes der lockeren Geldpolitik machte die Handelsplätze zittrig

kolumne

Ende für Geldschwemme?

Getrieben von Gier und Panik

Experte: Die Aktienmärkte sind getragen von hoher Liquidität und der Suche nach Rendite. Weiteres halten: Bis zu einer nachhaltigen Verbesserung der Wirtschaftslage würden weiter Monat für Monat für 85 Mrd. USD Staatsanleihen und Immobilienpapiere gekauft. Dies hatte Bernanke während der letzten Jahre immer wieder festgestellt. Die US-Arbeitslosenquote ist nach wie vor hoch (mit 7,6 Prozent noch immer nur knapp unter den acht Prozent vom letzten Herbst). Die Notenbanker erwarten für 2013 ein Wirtschaftswachstum zwischen 2,3 und 2,6 Prozent und eine marginal geringere Inflation von 1,2 bis 1,3 Prozent. An der Zinspolitik will die Fed auf längere Sicht nicht rütteln; der Leitzins bleibt unverändert bei null bis 0,25 Prozent. „Im Schnitt zeigen die Wirtschaftszahlen stabiles Wachstum in den USA und ein mögliches Erreichen des Tiefpunkts in der Eurozone”, sagt Mildred Hager-Germain von der Erste Group: „Spekulationen über eine signifikante Verlangsamung der Fed-Ankäufe oder keine weitere Unterstützung vonseiten der EZB scheinen etwas übertrieben.”

reinhard krémer

Wien/Brüssel/New York. Die Börsen zittern um ihre regelmäßige Dosis Zentralbankgeld: Die Politik, die die großen Notenbanken, allen voran die US-Notenbank Fed und die europäische EZB, während der letzten Jahre eingeschlagen haben – Geld drucken bis zum Abwinken –, hat zu einer der größten Geldschwemmen der Geschichte geführt. Was als Löschwasser die Krise zweifellos eingedämmt hat, bereitet am langen Ende Kopfzerbrechen: „Die Vermehrung der Geldmenge führt zu Rekordzuflüssen in den globalen Kapitalmärkten und somit zu einer Inflation aller Vermögensklassen, obwohl die Erosion der Renditen mittlerweile nur noch negative Realrenditen auf festverzinsliche Wertpapiere verspricht“, meint Arnaud Cosserat vom Fondsverwalter Comgest. Die Finanzmarktrepression zugunsten der Banken und gegen private Anleger und Pensionskassen drängt Investoren in immer risikoreichere und weniger liquide Anlageklassen, ist Cosserat überzeugt.

reinhard krémer

K

apital ist geil wie ein Bock – und scheu wie ein Reh, lautet eine der alten Börseweisheiten: Wenn es wo was zu verdienen gibt, sind alle Investoren gleich da und jagen voll Gier die renditeträchtige Beute. Wenn aber irgendwo einer vernehmlich in die Hände klatscht, springt das Rudel voll Panik davon. Und so war es zuletzt auch wieder an der Tokyoter Börse: Alle Böcke – Verzeihung, Anleger – warfen sich mit allem verfügbaren Kapital auf die japanischen Aktien. Mit dem Effekt, dass der Index um saftige 80 Prozent in die Höhe schoss. Doch dann ging das Gerücht um, dass die USA möglicherweise den Geldhahn völlig zudrehen würden und Fed-Chef Ben Bernanke vielleicht seine Position abgeben würde – und flugs stürzte der Nikkei ab. Warum ein Nachfolger Bernankes aber eine andere Politik verfolgen sollte und wie fundiert das Gerücht überhaupt sein könnte, interessierte schon keinen mehr – alle verkauften ihr Zeug, wo und wie es nur ging. Man darf jetzt aber keinesfalls vergessen, dass auch bei fallenden Kursen Geld massiv verdient wird – und die Börsepolizisten sollten vielleicht einmal genauer nachsehen, wer denn schon vorher mit Puts richtig positioniert war, um sich dann an der Panik der anderen eine goldene Nase zu verdienen.

Mehr dann im September ...

Anstieg in Europa grundlos

Sind 110 Prozent p.a. normal? Auf gut Deutsch: Das, was die Zentralbanken an Geld ins System reinpumpen, befeuert zum Teil die Börsen – oft ohne tatsächlich nachvollziehbaren Grund. Beispiel für den Exzess sind sicher auch man-

IWF „Auf gutem Weg“

Erwartet moderate Erholung in den USA: Mildred Hager-Germain, Erste Group.

che Thailand-Fonds, die in drei Jahren um 130% zulegen konnten. Wertpapiere, die mit der Zinsentwicklung spekulieren, haben sich wertmäßig binnen Jahresfrist gar um rund 110% verbessert. Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass die großen Aktienmärkte mit Panik reagieren, wenn wie zuletzt das Gerücht die Runde macht, dass zum Beispiel die US-Fed das „Quantitative Easing”, also den lockeren Umgang mit der Notenpresse, beenden will. Dazu kommen die Gerüchte um ein Ende

der Ära von US-Notenbankchef Ben Bernanke – und damit die Angst vor dem Ende des Gelddruckens. Bernanke stellte in der Offenmarktsitzung vom Mittwoch erstmals einen schrittweisen Ausstieg aus den Anleihekäufen in Aussicht.

Entwarnung – Fed hält Kurs Demnach könnte er noch 2013 mit einer Drosselung beginnen. Die Börsen reagierten mit Kursverlusten. Freilich will die US-Notenbank ihren bisherigen Kurs bis auf

Finanzmarkt Asien

Wohlstandsbericht Noch nie gab es so viele wohlhabende Menschen weltweit

Irland bald ohne Schirm

China: Hoffnung für Börsengänge

Zahl der Reichen stieg um 12% gemeinsamen Wohlstandsbericht des Beratungsunternehmens Capgemini und der Royal Bank of Canada (RBC). Wie auch international profitierten 2012 die österreichischen Millionäre laut Studie vom Börsenboom sowie den anziehenden Immobilienpreisen. Gebremst worden sei das Vermögenswachstum der Wohlhabenden dagegen von den geringen öffentlichen wie

© Panthermedia.net/Gualtiero Boffi

Drei Jahre später

12 Millionen Menschen verfügten im Jahr 2012 über 1 Mio. US-Dollar oder mehr.

auch privaten Konsumausgaben, der schwachen Exportnachfrage und dem Staatsdefizit von 3,1 Prozent, heißt es. Die Studie berücksichtigt Menschen, die mehr als eine Mio. USD Finanzvermögen haben – Werte wie etwa selbst genutzte Immobilien, Luxusautos oder Kunstschätze werden nicht berücksichtigt.

Peking. China erlaubt wahrscheinlich ab Ende Juli wieder Börsengänge. Yao Gang, Vizechef der Aufsichtsbehörde CSRC, habe bei einem Treffen mit Händlern gesagt, es sei „fast sicher”, dass Ende kommenden Monats der Markt für Börsengänge wieder geöffnet werde, sagten Teilnehmer des Treffens, die nicht namentlich genannt werden wollten. (Reuters/APA/red)

Internationaler Vergleich Weltweit verfügten im Vorjahr laut der Studie zwölf Mio. Menschen über ein Anlagevermögen von jeweils mehr als einer Mio. USD – so viele wie nie zuvor. Die meisten Millionäre gab es übrigens in Nordamerika. 3,73 Mio. Wohlhabende kamen auf insgesamt 12,7 Billionen US-Dollar, das sind um 11,7 Prozent mehr als im Jahr davor. In der Region Asien-Pazifik lebten 3,68 Mio. Reiche mit einem Gesamtvermögen von zwölf Billionen USD (plus 12,2 Prozent). Die Zahl der Reichen in Europa ist im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent auf 3,4 Mio. gestiegen. (red/ag)

© EPA/Wu Hong

Wien. Die Zahl der Reichen ist in Österreich im vergangenen Jahr auf fast 100.000 Personen gestiegen. Konkret verfügten im Berichtsjahr 2012 rund 98.800 sogenannter High Net Worth Individuals (HNWI) über ein anlagefähiges Vermögen von über einer Mio. USD. Das waren um knapp zwölf Prozent mehr im Jahr davor, geht aus der Länderkurzanalyse des „World Wealth Report 2012” hervor, dem

Dublin. Irland ist dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge auf gutem Weg, den Euro-Rettungsschirm wie geplant noch 2013 verlassen zu können und finanziell wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Die Konsolidierung komme wie erwartet voran, teilte der IWF am Mittwoch mit. Irland könnte freilich davon profitieren, wenn ihm die Europäer bei der Bereinigung des Bankensektors mehr helfen würden, hieß es.

Irland war 2010 als zweiter Staat nach Griechenland unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft und mit Krediten im Volumen von 85 Mrd. € gestützt worden. In dieser Woche hatte Dublin die letzte Tranche daraus erhalten. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in der Eurozone hat sich die irische Wirtschaft auch in den beiden vergangenen Jahren gut entwickelt. (APA)

Die Erste Group erwartet eine graduelle Verlangsamung der derzeit extrem schnellen Bilanzausweitung – sprich des Gelddruckens – dann ab September. In der Eurozone scheint die wirtschaftliche Erholung noch zerbrechlich, meint man bei der Erste Group. Das bedeutet auch, dass die Zentralbanker weiterhin zu handeln bereitstehen, um zu verhindern, dass die Inflation allzu lange unter zwei Prozent verharrt. EZB-Chef Mario Draghi hat erst unlängst mögliche weitere Schritte angedeutet. „Wir glauben, dass die EZB vorerst weitere Daten abwartet. Entweder wird die Erholung auf breiterer Basis bestätigt – worauf wir nach wie vor hoffen –, oder die Bank würde nicht zögern, weitere Schritte zu setzen”, ist Hager-Germain sicher.

© Erste Bank

Trotz der schwachen Fundamentaldaten und getrieben durch die hohe Liquidität, steigen nämlich die meisten Börsen – v.a. der entwickelten Länder – weiter: „Dies ist zum Beispiel der Fall für die europäischen Börsen, die über das letzte Jahr mit plus 21 Prozent gut abgeschnitten haben, obwohl der Gewinn pro Aktie im selbem Zeitraum um minus 10,4 Prozent gefallen ist”, sagt der Comgest-CIO.

China könnte, beginnend mit Ende Juli, wieder Börsengänge erlauben.


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Freitag, 21. Juni 2013

financenet – 21

financenet@medianet.at

Unternehmerische Beteiligung Geschlossener Fonds „Habona Kita Fonds 01“ bietet Privatanlegern Investment in deutsche Kindertagesstätten

Neue Asset-Klasse für Private Wien. Die WM Maierhofer AG (WM AG), Berater für Alternative Investments mit Fokus auf SachwertBeteiligungen, vertreibt erstmals eine Beteiligung an deutschen Kindertagesstätten für Privatanleger. Der „Habona Kita Fonds 01“ liefere stabile und regelmäßige Erträge, vollkommen losgelöst vom Börsengeschehen, wird betont. „Vor dem Hintergrund sich verändernder Familienstrukturen und gestiegener Anforderungen am Arbeitsmarkt sind hochwertige, flexible Kindertagesstätten – oder kurz ‚Kitas‘ – ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft“, sagt WM AG-Vorstand Peter Maierhofer. Gerade berufstätige Eltern seien auf ein ausreichendes Angebot an qualitativ hochwertigen Betreuungsplätzen angewiesen. Allerdings übersteige vielerorts noch die Nachfrage das Angebot deutlich. Der ab dem 1.8.2013 geltende

Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr mache die Situation, vor allem aus kommunaler Sicht, nicht einfacher.

220.000 Plätze fehlen Maierhofer: „Der Investitionsbedarf für den notwendigen Kita-Ausbau ist hoch und kann nur in den wenigsten Fällen von der öffentlichen Hand allein getragen werden. Besonders deutlich wird die Problematik, wenn man sich vor Augen hält, dass zur Erfüllung des rechtlichen Anspruchs deutschlandweit mindestens

220.000 zusätzliche Kinder-Betreuungsplätze für unter Dreijährige entstehen müssen.“ Mit dem Habona Kita Fonds 01 können private Investoren von dieserm Trend profitieren, ist Maierhofer überzeugt.

5,5% Rendite Die prognostizierte Rendite liegt bei 5,5% p.a., die Auszahlungen finden halbjährlich ab 2014 in Höhe von 5% p.a. statt. Die Mietverträge seien indexiert und damit inflationsgeschützt. Die Laufzeiten der Mietverträge mit den Kita-Betreibern werden mindestens 20 Jahre betragen und somit

weit über die elfjährige Fondslaufzeit hinausreichen, weist Maierhofer hin. Die Betreiber erhalten von den Kommunen – und damit letztendlich vom deutschen Staat – umfangreiche Zuschüsse zu den Betriebskosten und der Miete, daher genieße der Cashflow ein außerordentlich hohes Maß an Sicherheit. Da vor allem in Nordrhein-Westfalen derzeit noch ein sehr großer Nachholbedarf bei der Schaffung von Kita-Plätzen besteht, werden die ersten beiden Kitas des Fonds in der Metropole Köln realisiert. Grundsätzlich seien aber auch Investitionen in weiteren deutschen Ballungszentren angedacht. (lk)

© Foto Wilke

Gesetzesänderung in Deutschland erhöht Investitionsbedarf für Kindertagesstätten-Ausbau massiv.

Peter Maierhofer: „Rechtsanspruch auf Betreuungsplatz schafft hier Chancen“.

Wer ist immer für Sie da?

Japan Soros deckt sich ein

„Gute Chancen“

Wien/Zürich/Tokio. Japanische Aktien bieten weiter gute Chancen, sagt Ernst Glanzmann, Manager des JB Japan Stock Fund von Swiss & Global Asset Management. Die Unternehmensgewinne dürften im weltweiten Vergleich in den kommenden Jahren überdurchschnittlich steigen; zudem stehen Strukturreformen in Japan an. Dank der soliden Wirtschaftspolitik, Wirtschaftswachstums in den meisten Regionen der Welt und anhaltender Yen-Schwäche dürften die Gewinnerwartungen allmählich angehoben werden und einen robusten Aktienmarkt unterstützen. „Die Unternehmensgewinne dürften in Japan schneller steigen als in anderen Industriestaaten“, so Glanzmann. In den kommenden drei Jahren sollten sich die Reingewinne der Unternehmen im MSCI Japan verdoppeln, so die Erwartung.

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Die Hoffnungsbranchen Die größten Beiträge lieferten voraussichtlich Automobilbauer und Zulieferer; auch Stromproduzenten dürften sich von Fukushima erholen und bis März 2016 hohe Reingewinne erwirtschaften; und auch die geschwächte Unterhaltungselektronikbranche sollte bald wieder schwarze Zahlen schreiben. US-Starinvestor George Soros nutzte den jüngsten Abverkauf an der Börse Tokio, um massiv einzusteigen, wurde in US-Medien berichtet: Er werde rund eine Mrd. USD in japanische Blue-Chips und Mid-Caps investieren.  (lk)

„ Paula ist die Beste. Sie hilft mir immer in Mathe.“

© EPA

Ausgezeichnet für Kundenorientierung

George Soros investiert über seine Soros Fund Management stark in Japan.


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22 – financenet

Freitag, 21. Juni 2013

financenet@medianet.at

Türkei Für das Erste Asset Management bleiben türkische Papiere angesichts eines Kurs-Gewinn-Verhältnisses von zwölf attraktiv

Türkische Aktien günstig bewertet Wien/Istanbul. Die Proteste in der Türkei bremsen das Interesse von Investoren an Dividendenpapieren. Türkische Aktien bleiben laut Fondsmanagerin Crina-Amalia Ripfl von Erste Asset Management (EAM) aber dennoch attraktiv. „Trotz der politisch unsicheren Lage in der Türkei bleiben die Aktienkurse an der türkischen Börse mittel- bis langfristig stabil und bieten Aufwärtspotenzial; Investoren sollten deshalb am Ball bleiben“, sagt sie. Das Interesse ausländischer Investoren an türkischen Aktien sei aktuell zwar gebremst, sagt Ripfl. Von überstürzten Verkäufen hält sie aber nichts. „Ich bin überzeugt, dass die Aktienkurse an der türkischen Börse zu Jahresende wieder deutlich höher stehen werden.“ Denn die türkische Volkswirtschaft wachse schneller als die anderer Länder. Der türkische Aktienmarkt weise mit einem Kurs-Gewinn-Ver-

hältnis von zwölf nach wie vor eine relativ attraktive Bewertung auf. Und Analysten erwarteten für die börsennotierten Unternehmen im laufenden Jahr ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 9,6%.

„Kritische Phase” „Langfristig orientierte Anleger machen besser einen Bogen um die Türkei, solange die angespannte Situation andauert. Wer aktuell Papiere türkischer Unternehmen im Depot hat, sollte darüber nachdenken, sie zu verkaufen, um keine unkalkulierbaren Risiken einzugehen“, sagt Christoph Leichtweiß, Geschäftsführer der YPOS Consulting GmbH. Wenn sich die Situation wieder beruhigt hat oder klarer gestaltet, gebe es Chancen für eine Neupositionierung. „Kaufgelegenheiten bieten sich nur für sehr risikobewusste Anleger”, sagt Philipp Dobbert, Chef-

Stärkeres Wachstum als im Euroraum

Die norwegische Wirtschaft ist heuer und 2014 vergleichsweise stark.

Kopenhagen. Mit Ausnahme von Finnland legt die Wirtschaftskraft aller skandinavischen Länder im laufenden Jahr zwar zu, ganz können aber auch sie sich nicht der schwachen Weltwirtschaft entziehen, meint der Vermögensverwalter Nordea. Nordea korrigiert deshalb die Wachstumsprognosen für Dänemark, Finnland und Norwegen nach unten. Die dänische Wirtschaft wachse im laufenden Jahr um 0,3%, im kommenden Jahr um 1,3%. Für Finnland rechnet Nordea für 2013 mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,5%, für 2014 mit einem Plus von 1,5%. Die norwegische Wirtschaft werde im laufenden Jahr um 2,6% zulegen, im kommenden Jahr um 2,2%.

Nach Integration Kölner Privatbank reduziert Palette

Danske Invest Erwacht nach Renditeplus das Interesse?

Köln. Die Integration von Sal. Oppenheim in die Vermögensverwaltungssparte der Deutschen Bank hat Auswirkungen auf die Fondspalette der Kölner Privatbank, schreibt „fondsprofessionell. at“. Weniger als zehn Publikumsfonds würden künftig noch von Sal. Oppenheim gemanagt werden, der Rest gehe auf die Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) über oder werde geschlossen.

Paris. Die Renditen von lang laufenden französischen Staatsanleihen sind zuletzt nach einem Rekordtief im Mai wieder gestiegen. Für Thor Schultz Christensen, oberster Portfoliomanager bei Danske Invest, ist Frankreich sogar ein „goldener Markt“ für Anleihenkäufer, schreibt „fondsprofessionell.at“. Die Renditen von zehnjährigen französischen Staatsanleihen sind nach einem im Mai erreichten Rekordtief auf einer Auktion Anfang dieses Monats wieder gestiegen. Die durchschnittliche Rendite für Anleihen mit einer Fälligkeit im Mai 2023 kletterte dabei von 1,81 auf 2,04% – Grund dafür sei, dass die Erwartungen der Marktteilnehmer über eine Reduzierung des Quantitative Easing-Programms der US-Notenbank Federal Reserve die Renditen in den Euroländern mit einem guten Kreditrating nach oben getrieben haben. Thor Schultz Christensen, Chief Portfolio Manager und Head of Fixed Income bei der dänischen Investmentgesellschaft Danske Invest, welche rund 58 Mrd. € verwaltet, meint, dass Frankreich

© Panthermedia.net/Nataliia Anisimova

APM-Gold Fonds „gut abgesichert”

Thailand-Fonds liefen auf Jahressicht gut

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan treibt Anlegern Sorgenfalten auf die Stirn.

Nordische Länder Mit Ausnahme von Finnland legt die Wirtschaftskraft aller skandinavischen Länder heuer zu

short

Wien/Frankfurt. Den Goldcrash der vergangenen Wochen hat der APM Gold & Resources Fund der C-Quadrat Gruppe dank Absicherung seit Ende Jänner 2013 recht gut überstanden: Seit Jahresbeginn liegt der Fonds lediglich mit -1,60% im Minus (Stand 31.5.2013), die MorningstarVergleichsgruppe „Aktien ­Branche Edelmetalle“ erlitt ­einen durchschnittlichen Verlust von 32,56%. (lk)

volkswirt der quirin bank. Trotz der anhaltenden politischen Unruhen scheint sich der türkische Aktienindex zunächst stabilisiert zu haben. Dennoch befinde sich der Markt derzeit in einer kritischen Phase. Eine weitere merkliche Abwärtsbewegung würde den seit 2012 ungebrochenen Aufwärtstrend beenden. Dobbert: „Eine Kaufgelegenheit bietet sich insofern nur für sehr risikobewusste Anleger, wie wir es überhaupt beim türkischen Markt eher mit einer Investition für risikoaffine Investoren zu tun haben. Dies ist in jedem Fall vor einer Anlageentscheidung abzuwägen und die Investition ist mit einem geeignetem und engmaschigem Risikomanagement zu begleiten.“ Am vergangenen Montag waren die Aktienkurse an der türkischen Börse um zehn Prozent gefallen und am Tag darauf nochmals um 4,7 Prozent gesunken. (lk)

© EPA/Tolga Bozoglu

Chefvolkswirt der quirin Bank: „Kaufgelegenheit nur für Risikobewusste“.

Für Schweden hält der Vermögensverwalter an seiner jüngsten Prognose fest: 1,5% für 2013 und 2,5% für 2014. „Die Bewertungen skandinavischer Wertpapiere sehen attraktiv aus, weshalb wir für die skandinavischen Märkte optimistisch bleiben“, schreibt der skandinavische Asset Manager DNB in seiner Analyse. Innerhalb der näheren Zukunft benötige man aber ein starkes Signal innerhalb des Makrozyklus, der längerfristigen Beobachtungsperiode für die Volkswirtschaften, und/oder einen positiven Trend im Bereich der Unternehmensergebnisse, um die Märkte deutlich nach oben zu bringen, relativieren die AnlageStrategen bei DNB. (red)

Diex. Über ein Jahr betrachtet, verzeichneten im deutschsprachigen Raum registrierte Schwellenländer-Aktienfonds durchschnittlich eine Performancesteigerung von über 12,2%, berichtet Finance & Ethics Research (FER). Besonders erfolgreich waren Thailand-Fonds, die seit Juni 2012 mehr als 33% zulegen konnten. Chinafonds entwickelten sich langfristig am besten. Ein nicht zu unterschätzendes Risiko in China bilde zwischenzeitlich die überdurchschnittliche Verschuldungszunahme der Firmen. Diese sei 2013 um mehr als 30 Prozentpunkte angestiegen. Die Darlehenssumme bei chinesischen Banken nahm in den letzten Jahren pro Jahr um 15% zu, die Schattenbanken nicht eingerechnet. Das Wirtschaftswachstum, obwohl gerade in China fast noch im zweistelligen Bereich, befindet sich trotzdem weit darunter.

ment Sal. Oppenheim verbleibe letztendlich nur eine „einstellige“ Zahl von Fonds, sagte Sal. Oppenheim-Boss Wolfgang Leoni. Ende März verwaltete die OKAG dem Branchenverband BVI zufolge 3,6 Mrd. € in 63 Publikumsfonds. Die Luxemburger Tochter mit dem Partnerfonds- und Depotbankgeschäft bleibe jedoch bestehen; dort verwaltet Oppenheim im Wesentlichen Portfolios im Auftrag anderer Investmenthäuser. (red)

Einsparungen laufen Die Bank durchläuft ja eine Restrukturierung mit Schließungen von Standorten und Einsparungen etwa im IT-Bereich. Von der Neuordnung des Fondsgeschäfts seien alle Portfolios betroffen, die Sal. Oppenheim in ihrer Tochter Oppenheim Kapitalanlagegesellschaft (OKAG) verwaltet. Die Fonds gehen entweder zur DeAWM über, werden mit anderen DWS-Fonds verschmolzen oder ganz abgewickelt. Es könne bis zur zweiten Jahreshälfte 2014 dauern, bis dieser Prozess abgeschlossen sei, wird ein Sprecher der Privatbank zitiert. Unter der Marke und dem Manage-

Für die Nischenpositionierung lässt Leoni die Fonds über die Klinge springen.

Zuflüsse aus Japan sehen werde. Frankreich habe den am höchsten bewerteten und liquidesten Anleihenmarkt, der zudem die höchsten Renditen vorweisen könne. Zwar würden japanische Investoren vorsichtig agieren und kaum ein Risiko eingehen wollen. Aber trotz des Kreditrisikos sei zu erwarten, dass sie angesichts der gegebenen Rahmenbedingungen französische Anleihen kaufen, so Schultz Christensen. (red)

© EPA/Kiyoshi Ota

In China steigt die Verschuldung der Firmen überdurchschnittlich.

© Sal Oppenheim & Cie/Claudia Kempf

© EPA/Jerome Favre

Fondsschließungen bei Oppenheim Französische Bonds im Auge haben

Vor allem Japaner werden sich in Frankreich eindecken, lautet Einschätzung.


banking

Freitag, 21. Juni 2013

financenet – 23

financenet@medianet.at

Starker Umsatzrückgang in 2012 Der Umsatz inländischer Aktien fiel im vergangenen Jahr um 40% geringer aus als in 2011

Aktienschwund bei Börse Wien Börse Wien im Vorjahr mit 33 Prozent weniger Gewinn als 2011. positiv entwickeln wird. „Wir sehen wieder zunehmendes Interesse an unseren vier Börsen seitens internationaler Anleger; die größten Investoren kommen aus den USA, Österreich und UK, Zuflüsse gibt es auch aus aufstrebenden Märkten wie Mexiko, CEE, Mittlerer Osten sowie Australien.“

(VIG), Hannes Bogner (Uniqa), Byron Haynes (Bawag PSK) und Josef Weißl (Oberbank) ziehen neu in das Kontrollgremium ein, den Vorsitz übernimmt Cernko. (APA/lk) umsat z s ta r k e t i t e l im ma i

Erste Group Andritz OMV voestalpine Immofinanz Raiffeisen Verbund Telekom Austria Vienna Insurance Group Wienerberger

Neuer Aufsichtsrat In den Hauptversammlungen der Wiener Börse AG und der CEESEG AG wurden größere Veränderungen in den Aufsichtsräten beschlossen.Willibald Cernko (UniCredit Bank Austria), Martin Simhandl

552 Mio. 537 Mio. 455 Mio. 252 Mio. 235 Mio. 184 Mio. 113 Mio. 88 Mio. 83 Mio. 79 Mio.

Quelle: Wiener Börse, Umsatz in Mio. € im Monat Mai

© Börse Wien/Studio Joachim Haslinger

Wien. Die Wiener Börse AG hat in 2012 einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) ging um ein Drittel auf 16,39 Mio. € zurück. Dies sei vor allem auf geringere Handelsumsätze zurückzuführen, heißt es. 2012 sank der Geldumsatz inländischer Aktien im Vergleich zum Vorjahr um 40%. Seit Juli 2012 würden die Aktienumsätze jedoch wieder steigen und im Mai 2013 habe der Monatsumsatz inländischer Aktien 3,19 Mrd. € betragen, heißt es. Bei der CEESEG AG (CEE Stock Exchange Group) – das ist die Konzernmuttergesellschaft, unter deren Mantel die Börsen Budapest, Ljubljana, Prag und Wien zusammengefasst sind – stieg das EGT gegenüber dem Geschäftsjahr 2011 dagegen um 9% auf 16,84 Mio. €. Die CEESEG-Chefs Michael Buhl und Petr Koblic gehen davon aus, dass sich auch 2013 für die Gruppe

Börse-Vorstand Michael Buhl: Hofft, dass der Umsatzschwund gestoppt ist.

Apple Bezahlsystem

Kommt iBank? Cupertino. Kürzlich wurde bekannt, dass Apple in den USA ein Patent für ein mobiles Bezahlsystem angemeldet hat. Dadurch erhielten die Gerüchte neue Nahrung, wonach der Technologiegigant künftig den Banken Konkurrenz machen will. Angeblich arbeitet Apple daran, in das Bankgeschäft einzusteigen, berichtet das Internetportal „Business Insider“ unter Berufung auf Analysten. Der Konzern habe einen Weg gefunden, den Markt in der jetzigen Form aufzumischen. Zudem erklärte Konzernchef Tim Cook im Rahmen von Apples Entwickler-Konferenz WWDC, dass sein Unternehmen 575 Mio. Kreditkarten in seinem System erfasst habe – und damit ließe sich ein neues Bezahlsystem relativ leicht starten.  (red)

FMA FX-Kreditvolumen

Weiteres Minus Wien. Der Bestand an Fremdwährungskrediten privater inländischer Haushalte hat sich laut Finanzmarktaufsicht seit dem „Neuvergabestopp” im Jahr 2008 um mehr als ein Drittel verringert. Das aushaftende Volumen an Fremdwährungskrediten (FX-Kreditvolumen) privater inländischer Haushalte sank im ersten Quartal 2013 abermals: Ende März 2013 betrug es 30,3 Mrd. € und lag somit wechselkursbereinigt 16,1% unter dem Vorjahreswert.  (red)

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Banking

24 – financenet

Freitag, 21. Juni 2013

financenet@medianet.at

Tarif-Vergleichsrechner Das Internet-Verbraucherportal will seine Expansion noch weiter beschleunigen

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Expansion nun gesichert

JPMorgan Chase vor Strukturveränderung New York. Die US-Großbank JPMorgan Chase spaltet ihre Beteiligungsgesellschaft One Equity Partners (OEP) ab. JPMorgan wolle mit dem Schritt interne Strukturen vereinfachen und sich verstärkt auf Geschäftskunden fokussieren. Die Abspaltung dürfte im Zusammenhang mit den strengeren Vorschriften für US-Finanzinstitute stehen, die seit der Regulierung 2010 das klassische Bankgeschäft stärker von riskanten Aktivitäten trennen müssen.  (red)

durchblicker.at sichert sich jetzt knapp zwei Millionen Euro an Wachstumskapital. Wien. „durchblicker.at“ ist es gelungen, schwer vergleichbare Tarife wie etwa im Bereich der Versicherungen vergleichbar zu machen; in wenigen Minuten können sich Konsumenten mithilfe der Vergleichsrechner kostenlos und anonym einen Überblick über die individuell passenden Angebote am Markt verschaffen; weitere Tarif-Vergleichsrechner sollen nun folgen. „Wir freuen uns über die erfolgreiche zweite Kapitalerhöhung mit privaten Investoren. Damit können wir unser Angebot für Österreichs Konsumenten weiter ausbauen und gleichzeitig unsere Unabhängigkeit bewahren“, so die Unternehmensgründer Reinhold Baudisch und Michael Doberer. „Unser Ziel bleibt es, den heimischen Haushalten pro Jahr rund 1.000 Euro an Haushaltskosten bei Versicherungen, Energie und Finanzprodukten zu ersparen. Nach einem starken Jahr

Die Sberbank-Tochter Volksbank Ungarn muss Strafe zahlen.

Eigenständiger Kurs bleibt In den vergangenen Monaten hatten bereits mehrere strategische Investoren Interesse an einem Einstieg bei durchblicker.at gezeigt; mit der Einbeziehung von privaten Investoren hat man sich jedoch für den eigenständigen Kurs entschieden. Das Internet-Verbraucherportal durchblicker.at erstellt seit 2010 aktuelle Tarif-Vergleiche für Konsumenten in Österreich. Laufend werden die Entwicklungen an den Energie-, Finanz- und Versicherungsmärkten beobachtet. Regelmäßige Studien sorgen für Transparenz bei den Preisen und Leistungen. (hk)

Das Angebot wird weiter ausgebaut: Reinhold Baudisch, durchblicker.at.

Kostenfalle Dispokredit

IOR-Streit Vatikanbank-Chef muss sich gegen Vorwurf des Transparenzmangels wehren

Teure KontoÜberziehung

Papst-Bank will glasklar werden

Budapest. Die Volksbank in Ungarn, die der russischen Sberbank gehört, wurde von der ungarischen Finanzaufsicht PSZAF zu einer Geldstrafe von 21 Mio. Forint (71.222,66 €) verdonnert, weil sie Transaktionsgebühren auf ihre Kunden abgewälzt hat; eine neu eingeführt „Buchungsgebühr“, die als einseitige Änderung der Geschäftsbedingungen gewertet wurde, hatte die Bankenaufseher auf den Plan gerufen.  (red)

Vatikanstadt. Beim „Istituto per le Opere di Religione“ (IOR) soll es Bankkonten mit geheimen Kontoinhabern geben, heißt es. Außerdem erfülle die Vatikanbank nicht die notwendigen Transparenzkriterien.

Frankfurt. Die deutschen Banken versprechen mehr Transparenz bei Überziehungszinsen. Die drei großen Bankenverbände kündigten an, die aktuellen Überziehungszinsen für Girokonten künftig auf den Internet-Seiten der einzelnen Banken zu veröffentlichen. Sie kommen damit einer Forderung der deutschen Verbraucherschutz-Ministerin Ilse Aigner nach; angesichts niedriger Leitzinsen sehe sie noch Spielraum nach unten. Nach Erhebungen der FMH Finanzberatung liegt der Überziehungskredit innerhalb des vereinbarten Limits im Schnitt bei fast 10,5 Prozent. Geht das Konto noch tiefer ins Minus, verlangen die Banken sogar fast 15%. (red)

„Die IOR-Bank wird sich immer mehr den internationalen Richtlinien im Bezug auf Transparenz anpassen“, versicherte Paolo Cipriani im Interview mit einer Mailänder Tageszeitung. Der Präsident der Vatikanbank von Freyberg will eine Null-Toleranz-Politik bei Kunden, „aber auch bei Angestellten, die irgendwie in Geldwäsche verwickelt sein sollten“ verfolgen.  (red)

© EPA/Ana Orestis Ppanagiotou

Entspannung an der Akropolis: Bank of Greece wird nicht verstaatlicht.

© EPA

Null-Toleranz-Politik

Selbsthilfe bei der NBG ist nun doch möglich

Generaldirektor der Vatikanbank IOR, Paolo Cipriani: Null-Toleranz-Politik.

ING International Survey 1.000 Personen befragt

Börsegang Gründer Jack Ma wird heftig umgarnt

Wien. Die Ferienzeit kommt, das 13. Gehalt ist schon da, tatsächlich für Urlaub wird es trotzdem nur jeder dritte Österreicher ausgeben. 16% wollen damit einfach Rechnungen begleichen, 13,6% möchten es für den Notgroschen sparen, 9,3% verwenden es für die Schuldentilgung, 2,6% werden es für die Kinder zur Seite legen und 2% für die eigene Pension. Weitere 5,7% möchten sich damit einfach etwas Schönes kaufen; 19,6% wissen gar

Hongkong. Der mit größter Spannung erwartete Börsengang des chinesischen Internet-Riesen Alibaba zieht die Banken derzeit wie ein Magnet an. Bei der möglicherweise mehr als 16 Mrd. USD (12 Mrd. €) schweren Neuemission hoffen die Geldhäuser dabei auf lukrative Geschäfte von mehreren Hundert Mio. USD. Das Unternehmen selbst hat offiziell noch keine Konsortialführer benannt, lässt aber Vorbereitungen für einen Börsengang – im Fachjargon „IPO” – erkennen.

Urlaubsgeld nicht nur für Urlaub

Athen. Das größte griechische Geldinstitut, die National Bank of Greece (NBG), muss nicht verstaatlicht werden. Die Bank hat das nötige Kapital aufgetrieben, um weiter als Privatinstitut arbeiten zu können. „Die vom Gesetz vorgesehene minimale Beteiligung des Privatbereichs wurde erreicht“, teilte die Bank auf ihrer Homepage mit. Der Mindestbetrag, damit die Banken in Privathänden bleiben, liegt bei zehn Prozent der Gesamt-Rekapitalisierungssumme.  (red)

überhaupt noch nicht, was sie damit tun wollen.

Bewusstes Haushaltsbudget „Die Österreicher sind sehr umsichtig und gehen generell äußerst bewusst mit ihrem Haushaltsbudget um. Das zeigten bereits diverse andere Umfragen der ING-DiBa in den Vorjahren“, so Roel Huisman, CEO der ING-DiBa Direktbank, zu den Ergebnissen. (hk)

Das Rittern um Alibabas Millionen USD, und das ohne Produktneuheiten. Alibaba ist profitabel und verdiente im vierten Quartal 642 Mio. USD – fast drei Mal so viel wie im Jahr zuvor. 2012 hatte der Konzern nach komplizierten Gesprächen für rund 7,6 Mrd. USD rund die Hälfte der Beteiligung des US-Internetpioniers Yahoo zurückgekauft. Yahoo hält noch immer 24% an Alibaba und wird das Investment sicher nicht abbauen. (hk)

© Martin Vukovits

Roel Huisman, CEO der ING-DiBa Direktbank Austria, ortet klare Prioritäten.

Geschätzt wird, dass Alibaba – ein Online-Händler mit angeschlossenem Auktionshaus – auf eine Marktkapitalisierung von 150 bis 200 Mrd. USD (112,65 bis 150 Mrd. €) kommen könnte. Den Banken würden 260 Mio. USD an Provisionen winken. Zum Vergleich: Facebook-Aktien stürzten nach dem IPO sogar ab. Der Börsenwert des weltgrößten Sozialen Netzwerks summiert sich jetzt noch auf gut 57 Mrd. USD. Ganz anders Apple mit einem Börsewert von 405 Mrd.

© alibaba.com

Besser als Facebook

Faule Eier in der Bilanz der Kommunalkredit? Wien. Ein Gutachten, das die Bilanzen der notverstaatlichten Kommunalkredit durchleuchtet, belaste die früheren Verantwortlichen, weil eine „wesentliche Fehldarstellung“ des Konzernjahresergebnisses festgestellt werde, berichtet das Nachrichtenmagazin Format. Ob Anklage wegen Bilanzfälschung und Untreue erhoben werde, sei nicht sicher.  (red)

© durchblicker.at

© APA/Robert Jäger

Volksbank Ungarn muss Strafe zahlen

2012, einem außerordentlich erfolgreichen ersten Quartal des Jahres 2013 und mit der jetzigen Kapitalerhöhung sehen wir optimistischer denn je in die Zukunft.“

Milliardendeal: Der chinesische Internethändler Alibaba geht nun an die Börse.


banking

Freitag, 21. Juni 2013

financenet – 25

financenet@medianet.at

MasterCard Austria-Chef Gerald Gruber Kontaktloses Bezahlen schafft in Österreich gerade Durchbruch, als Nächstes kommt Zahlen per Handy

„Nach NFC nun Mobile Payment“ Wien. Österreichs Finanzbranche beschreitet nach gewissem Zögern nun rasch den Weg in Richtung neuer Bezahlsysteme: Alle großen Banken werden mit den aktuellen Rollouts ihrer Bankomatkarten den Kunden die Möglichkeit geben, kontaktlos mittels NFC-Technologie zu bezahlen. Das wird dem Kampf gegen das Bargeld, dem sich Kreditkartenfirmen und Banken verschrieben haben, in Österreich einen kräftigen Schwung geben, sagt Gerald Gruber, General Manager Austria von MasterCard Europe. „Schon bis Ende des Jahres rechnen wir mit knapp drei Millionen NFC-fähigen Karten in Österreich.“

„Wir rechnen bis Ende des Jahres mit 20.000 Bezahlstellen.“ Damit stehe wie in anderen Ländern, wo der Siegeszug von NFC teilweise Jahre früher begann, eine große Zukunft ins Haus: Im Musterland Polen laufen heute 20% aller Transaktionen kontaktlos. „Wir sollten diesen Schwung nun ausnützen, um gleich den nächsten Schritt zu setzen, nämlich ‚Mobile Payment‘“, sagt Gruber. Bezahlen per Smartphone wird in der Zukunft stark an Bedeutung gewinnen, meinen viele Marktteilnehmer – doch derzeit versuchen Finanz- und Telekomunternehmen, Smartphone-Hersteller wie

Samsung, Nokia oder eventuell auch bald Apple, hier Fuß zu fassen, oft mit eigenen Lösungen. MasterCard selbst hat mit T-Mobile in Europa einen Feldversuch gestartet, der heuer auch in Österreich zu einem Produkt am Markt führen wird, sagt Gruber. MasterCard sieht sich bei Mobile Payment als Technologiepartner und sei für eine breite Zusammenarbeit offen, betont er: „Ideal wäre es, wenn die österreichischen Banken sich in Österreich auf ein System rund um Maestro einigen und dieses gemeinsam auf den Markt bringen.“ Die Kooperation mit T-Mobile sei ein erster Anstoß, eine möglichst

breite Lösung erwünscht. „Wir sehen diese Technologie nicht als Konkurrenz zum NFC-System, sondern als Ergänzung. Die Kunden werden immer Kreditkarten und andere Bezahlkarten haben, weil das einfach und praktisch ist. Mobile Payment dagegen bietet sich einerseits dort an, wo man zwar das Handy, aber keine Geldbörse mithat. Und andererseits lassen sich damit Gutscheinaktionen und an den Ort gebundene Marketingaktionen durchführen.“ In Zukunft könnte z.B. eine Drogeriekette ihren Kunden die neuen Gutscheine beim Betreten des Shops auf´s Handy schicken. (gst)

© Pepo Schuster

Banken sollen Schwung bei Systemen für Kontaktloses Bezahlen gleich für ‚Mobile‘ ausnützen.

Gerald Gruber, MasterCard: „Für Kunden attraktive Mobile-Lösungen schaffen“.

Akzeptanz ist wichtig Schon in drei Jahren werde man beinahe 100% NFC-Abdeckung bei den Kunden haben, und auch das Ausrollen von NFC-fähigen Terminals im Handel läuft zügig.

Allianz Neue Reise-Polizze

Schutz für Ältere Wien. Rund die Hälfte der Österreicher über 65 verreist zumindest einmal pro Jahr. In diesem Alter sind allerdings auch rund zwei Drittel von einer chronischen Krankheit betroffen, Tendenz steigend, so Versicherer Allianz. In den letzten 40 Jahren hat sich in Österreich die Verweildauer in der Pension auf aktuell durchschnittlich 23 Jahre verdoppelt: „Reisen im Ruhestand wird immer beliebter“, so Allianz-Vorstand Johann Oswald. Die Allianz trage dieser Entwicklung Rechnung und bietet nun eine Versicherung gegen Reiseausfall an, wenn dieser durch bereits im Vorfeld der Reise bestehende Leiden verursacht wurde. Zusätzlich versichere „All Risk Med“ auch chronische Beschwerden, welche auf Reisen akut werden.  (red)

Ab Juli C. Theodorovics

Zürich-Vorstand Wien. Christine Theodorovics (45) wird Vorstand für Lebensversicherungen bei der Zürich Versicherungs-AG. Sie hatte zuletzt die weltweite Verantwortung im Bereich Business Development/ Makler Global Life inne. Gerhard Matschnig, Vorsitzender des Vorstands bei Zurich Österreich: „Theodorovics hat tiefes Know-how im Bereich Kundenorientierung, exzellente Vertriebserfahrung und ein ausgezeichnetes Verständnis für den LV-Markt.“ (red)

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Freitag, 21. Juni 2013

financenet@medianet.at

Versicherung gegen Naturkatastrophen Versicherer hoffen auf Umsetzung von österreichweiter Pflichtversicherung

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Anlauf zur großen Lösung

Generali: Kovacs leitet Kranken-/Unfallsparte

© Generali/Lorenz

Wien. Bei den Versicherern addieren sich die Schäden aus dem aktuellen Hochwasser zu immer höheren Beträgen: Die heimische Versicherungsbranche dürfte brutto mit 350 bis 400 Mio. € belastet werden, schätzt Robert Lasshofer, Chef der Wiener Städtischen. Auf die Städtische entfallen 30 bis 40 Mio. €. Bei der Allianz sind es 40 Mio. Euro € vor Rückversicherung, die Generali schätzt die Kosten jetzt auf 50 Mio. €.

Emma Kovacs leitet zweitgrößten Unfallversicherer Österreichs.

Wien. Emma Kovacs (54) übernimmt ab 1. Juli die Leitung der Abteilung Kranken-/Unfallversicherung in der Generaldirektion der Generali Gruppe Österreich. Sie folgt damit Peter Wilk, der zum Vorstandsvorsitzenden der zur Generali Gruppe gehörenden Bawag PSK Versicherung bestellt wurde. Seit 1978 ist Kovacs bei der Generali. Berufsbegleitend absolvierte sie den Universitätslehrgang für Versicherungswirtschaft an der WU Wien und studierte Versicherungsmathematik an der TU. 1995 avancierte sie zur Prokuristin und zum verantwortlichen Aktuar in der Krankenversicherung. Die Generali Versicherung ist mit einem Marktanteil von 13,5 Prozent der zweitgrößte Unfallversicherer des Landes; in der Krankenversicherung liegt der Marktanteil bei 13,5%. (red)

Neuer Anlauf Versicherungsexperten gehen von durch das Hochwasser angerichteten Gesamtschäden von bis zu 2,5 Mrd. € aus. Damit wäre der Schaden geringer als im Jahr 2002. Die Versicherer sprechen sich nun, wie von medianet berichtet, vehement für die Einführung einer Pflichtversicherung für Naturkatastrophen aus. Es werde in Zukunft eine ver-

Wiener Städtische-Chef Robert Lasshofer: „Es muss vernünftige Abdeckung geben.“

5.200 Stellen weniger Neues Konzept sieht Kombination von Filialbank- und Onlinebank-Strategien vor

Kahlschlag bei deutscher Commerzbank

Die Frankfurter Commerzbank beschäftigt insgesamt derzeit rund 54.000 Mitarbeiter.

Marktanteil 22,3 Prozent Vorstandsverträge verlängert

VIG Re Neuer im Vorstand

Anleihe 180 Mio. Euro

Salzburg. Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Salzburger Landes-Versicherung im Verbund mit der Uniqa Landesdirektion ein verrechnetes Prämienvolumen von 275,4 Mio. € erzielen können. Das ist ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber 2011, während der gesamte Versicherungsmarkt in Salzburg um 1,5 Prozent geschrumpft ist. Mit über 22,3% Marktanteil konnte man die Marktführerschaft in Salzburg 2012 weiter ausbauen (2011:

Wien. Mit 1. Juli 2013 wird Johannes Martin Hartmann Vorstandsvorsitzender der VIG Re und folgt damit Karl Fink nach. Claudia Stránsky und Dusan Bogdanovic bleiben Mitglieder des Vorstands; beide sind seit der Gründung des Unternehmens Teil des Managementteams und haben wesentlich zur Etablierung der VIG Re zu einem anerkannten Partner auf dem Rückversicherungsmarkt beigetragen, so eine Aussendung. „Gemeinsam mit meinen Kollegen werde ich den bisherigen Kurs fortführen, die VIG Re als auf die Region CEE spezialisierten Rückversicherer zu positionieren“, so Hartmann. Man habe den großen Vorteil, in einer Region verankert zu sein, die für die Versicherung und Rückversicherung noch erhebliches Entwicklungspotenzial aufweist. Die VIG Re habe sich schnell und positiv entwickelt und spiele eine zunehmend wichtige Rolle auf dem Rückversicherungsmarkt. Im Geschäftsjahr 2012 stieg der Gewinn vor Steuern um 17,8% auf 24,3 Mio. €; das Prämienvolumen wuchs um 61,1% auf 470,9 Mio. €.  (red)

Wien. Die Wien-Holding hat ihre 180 Mio. €-Anleihe nach vier Tagen platziert; die Orderbücher seien schon vergangenen Freitag vorzeitig geschlossen worden. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre, Zielgruppe waren institutionelle Investoren. Es konnte ein Kupon von drei Prozent erreicht werden. „Nicht nur österreichische Großbanken und Versicherungen, auch große deutsche Investoren haben gezeichnet”, so Holdingchef Peter Hanke. (APA)

Salzburger wuchs 2012 weiter

© VBV

Vorsorgekasse VBV dreimal ausgezeichnet

© Uniqa Group/Wildbild

VBV-Chef Heinz Behacker: Nachhaltigkeit gehört zum Gesamtkonzept.

21,5%). Peter Humer, Vorstandssprecher der Salzburger: „2012 ist für uns gut gelaufen. Wir konnten die Prämien entgegen dem allgemeinen Markttrend steigern.“ Derzeit servicieren rund 530 Mitarbeiter und Generalagentur-Partner sowie Makler 243.000 Kunden mit 450.000 Verträgen. Die Verträge der beiden Vorstände Peter Humer und Reinhold Kelderer wurden nun um weitere drei Jahre verlängert. (red)

Reinhold Kelderer, Peter Humer: Prämienvolumen stieg 1,8% auf 275,4 Mio. Euro.

Rückversicherer Wien Holding

© Wien Holding/Eva Kelety

München. Versicherungsbetrug ist einer Studie zufolge ein wachsendes und teures Problem für viele Versicherer in Europa. Die Beratungsgesellschaft Accenture schätzt den europaweit verursachten Schaden für die Unternehmen auf 8 bis 12 Mrd. €. Mehr als zwei Drittel der befragten Versicherer gaben demnach an, dass sie einen spürbaren Anstieg bemerkten. Die deutsche Versicherungswirtschaft schätzt den Schaden auf jährlich 4 Mrd. €; ein genereller Anstieg sei aber nur schwer zu belegen, heißt es.

als „unerklärlich“ bezeichnet worden. Die Commerzbank beschäftigt derzeit noch 45.000 Mitarbeiter (Vollzeitstellen). Der Schwerpunkt des geplanten Stellenabbaus liegt im Privatkundengeschäft. Hier gibt es nach der Übernahme der Dresdner Bank an vielen Stellen Überkapazitäten, wie es hieß. Gleichzeitig will die Commerzbank ihr Geschäft neu ausrichten und modernisieren – vor allem das Privatkundengeschäft; entsprechende Pläne gab Konzernchef Martin Blessing im November bekannt. Ziel ist es, eine „Multikanalbank” zu schaffen und die Vorteile von Filialbank und OnlineBank zu kombinieren sowie neue Kunden zu gewinnen. (red/ag)

© Commerzbank/Julia Schwager

Frankfurt. Der geplante Stellenabbau bei der Commerzbank nimmt konkrete Formen an. Deutschlands zweitgrößte Privatbank will 5.200 Arbeitsplätze streichen, wie das Handelsblatt unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Quellen schon frühzeitig berichtete. Eine Einigung zwischen Vorstand und Arbeitnehmervertretern über den Abbau macht dafür den Weg frei. Der Durchbruch sei bei einer einwöchigen Klausurtagung erreicht worden. Ursprünglich hatte der Konzern angekündigt, bis zum Sommer eine Einigung mit den Arbeitnehmervertretern erzielen zu wollen. Bei der Gewerkschaft Verdi war die Zahl von über 5.000 wegfallenden Stellen allerdings noch bis vor kurzem

Versicherungsbetrug bekümmert Branche

Wien. Heinz Behacker, Vorstandsvorsitzender der VBV – Vorsorgekasse AG, konnte kürzlich drei Auszeichnungen in Empfang nehmen: Die Zertifikate ‚Great Place to Work Vienna‘ und ‚Leitbetrieb Austria‘ sowie des ‚Gold-Standard‘ der ÖGUT. Nachhaltiger Unternehmenserfolg, Innovation sowie Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt zählen zu den wichtigsten Merkmalen eines Leitbetriebs, heißt es weiter. Die VBV sieht sich selbst seit zehn Jahren als Marktführer der betrieblichen Vorsorge. (red)

nünftige Abdeckung geben müssen, so Lasshofer – mit unterschiedlichen Preisen je nach Gefährdung. Ein Modell liegt auf dem Tisch: Der Vorschlag des Versicherungsverbands sieht vor, dass sich alle, die gegen Feuer versichert sind und eine Haushaltsversicherung haben, auch gegen Naturkatastrophen, wie Überschwemmungen, Muren oder Lawinen versichern müssen. Für Versicherte in Hochrisikozonen würde die Prämie jährlich einige hundert Euro ausmachen, in wenig gefährdeten Zonen unter 50 Euro. Weil es sich dabei eigentlich um eine Monopolversicherung handle, müsste dieser Bereich vom Wettbewerbsrecht ausgenommen werden, so Franz Prettenthaler vom Joanneum Graz; er betont, dass es solche Regelungen in Spanien, Frankreich und Belgien gebe. Mittlerweile hat sich laut ORF eine interministerielle Arbeitsgruppe dafür gebildet. (red/APA)

© Wiener Städtische

Das Hochwasser dürfte laut Hochrechnung 2,5 Milliarden Euro Gesamtschaden verursacht haben.

Wien Holding-Geschäftsführer P. Hanke: Versicherer, Banken schlugen zu.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 21. juni 2013 – 27

strabag will keine überraschung

Der scheidende Bau-Boss Hans Peter Haselsteiner verspricht ein Jahr ohne unerfreuliche Ausreißer Seite 29

www.ehl.at

wiens wohnbauinitiative rollt

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig macht ersten Spatenstich für Aspern-Wohnbau mit Erste, VIG u.a. Seite 30

Wir leben Immobilien.

Greet Vienna: Fokus auf CEE und Nachhaltigkeit

BÜROMIETEN IN ÖSTERREICH Stadt Wien Innsbruck Eisenstadt Salzburg Graz Klagenfurt Bregenz Linz Sankt Pölten

© Wolfgang Voglhuber

© APA/Hans Klaus Techt

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien

€/m² Wfl. 11,5 10,0 9,2 9,1 8,9 8,3 7,6 7,5 4,2

Quelle:

IMMO-AGS 12. Juni–19. Juni 2013

IATX (19.6.)

161,79

-2,52%

Wochentop Immofinanz -0,87% Wochenflop CA Immo -4,19% Immofinanz  -0,87% Sparkassen Immobilien -1,46% Atrium -2,82% conwert -3,34% Warimpex -3,35% CA Immobilien Anlagen -4,19%

IMMO-FONDS

Monatstop SemperReal 0,34% Monatsflop First State Asian -14,95% Top 5 Immofonds SemperReal Estate UBS (D) 3 Sector Real Erste Immobilienfonds Real Invest Austria Immofonds 1 Flop 5 Immofonds First State Asian Prop. iShares Stoxx A/P. 600 FF - Asia Pacific Property M&G Global Real Estate Parvest Real Estate Sec.

0,34% 0,22% 0,17% 0,09% 0,06% -14,95% -14,81% -14,06% -13,28% -13,23%

12. Juni–19. Juni 2013

CERX (19.6.)

507,27

-1,80%

inhalt

Immo:Capital > Alpine-Pleite erreicht ­Rekorddimensionen > Deutsche Annington geht an die Börse Immo:Markets > ImmobilienScout24 lud zum Immobilienforum > CH-Markt entspannter Law&Order/People&Dates > CHSH hilft bei biolitec

© Sylvia Foissy; CA Immo/Gregor Ecker; Wolf Theiss

1-Monats-Performance (per 19.6.)

Immobilienprofis und -berater vor Ort: Florian Nowotny (CA Immo), Gabriele Etzl (Wolf Theiss)

300 Profis aus der Immobilienbranche trafen sich in Wien Die neue ­Branchenkonferenz will als Plattform für Gewerbeimmobilien und ­Investments punkten: in Zentral- und Südosteuropa, Russland, CIS und der Türkei. Nach­ haltigkeits-Zertifikate sind Pflicht – geliefert von der ÖGNI.  Seite 28

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28 – financenetreal:estate

Freitag, 21. Juni 2013

Greet Vienna Die neue Plattform für Gewerbeimmobilien und Investments in CEE& SEE startete mit großem Erfolg

short

Konferenz der Immo-Elite

Polen: Immokredite nur mit genug Eigenkapital © Panthermedia.net/Alfred Emmerichs

Rege Teilnahme an den Podiumsdiskussionen – Abendveranstaltung dauerte bis in den Morgen. Wien. Die „Greet Vienna“, die neue Plattform für Gewerbeimmobilien und Investments in CEE/SEE, Russland, CIS und Türkei, zeigte sich als voller Erfolg: In den Prunkräumlichkeiten des Palais Niederösterreich im Zentrum Wiens traf sich die Immo-Elite, um sich auszutauschen. Geplant hatte Veranstalterin Sylvia Foissy ein Treffen aller Player der internationalen Immobilienwirtschaft, die in den genannten Ländern bereits tätig sind oder tätig werden wollen. Und der Plan ging auf: An die 300 Teilnehmer nahmen regen Anteil an den insgesamt 22 Podiumsdiskussionen, die für die Zuhörer bequem via Kopfhörer bei Bedarf auch simultan übersetzt wurden. Der thematische Bogen reichte von Immobilienfinanzierungen über Expansionsstraetgien bis zu Standortsbestimmungen.

Polen: Strengere Eigenkapitalregeln werden Neubau bremsen.

Warschau. Vom kommenden Jahr an können Polen nur dann einen Hypothekenkredit aufnehmen, wenn sie für den Kauf der Immobilie auch Eigenkapital aufwenden. Das geht aus der neuen Kreditrichtlinie hervor, die von der polnischen Finanzaufsichtsbehörde KNF beschlossen wurde. 2014 müssen dies mindestens fünf Prozent sein, bis 2017 soll der Anteil schrittweise auf 20% steigen. Eine Ausnahmeregelung wird es für Kunden mit einer Kreditausfallversicherung oder anderem Vermögen geben. Der Grund für die neue Regelung ist die Erfahrung der vergangenen Jahre, als viele Banken Kredite über 100% des Kaufpreises vergaben. Nach 2008 gerieten die Immobilienpreise dann unter Druck. Künftig werden die neuen Regeln freilich die Möglichkeiten gerade junger Familien beschränken, Wohneigentum zu erwerben, heißt es. Schon jetzt werde zu wenig gebaut: Die Zahl der begonnen Wohnungen fiel in Polen zwischen Jänner und Mai um 23,5% auf 11.784 Einheiten.  (APA)

Who-is-Who der Branche Die Liste all derer, die sich die Greet Vienna (die Abkürzung steht für Global Real Estate & Economy Talks; Anm.) nicht entgehen lassen wollten, liest sich wie ein Whois-Who der Real-Estate-Branche: Von Florian Nowotny, CFO der CA Immo, über Michael Ehlmaier, EHL, Werner Zimmel, Chef der Commercial Real Estate-Abteilung der UniCredit Bank, Franz Jurkowitsch, CEO Warimpex, Hubert Wetschnig, Porr, bis zu Gerald Beck von Raiffeisen evolution, Dietmar Reindl, Immofinanz, und Georg Stadlhofer, Realty Consult, waren alle von Rang und Namen vor Ort.

Asfinag holt sich 750 Millionen Euro Wien. Die Asfinag begibt eine neue staatsgarantierte Anleihe in Höhe von 750 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2033. Die Verzinsung beträgt 2,75 Prozent. Gehandelt wird in Luxemburg, Frankfurt und Wien (red/ag)

Reges Auslands-Interesse Die Greet Vienna wollte aber auch andere Wirtschaftszweige ansprechen, die zwar nicht Teil der Immobilienwirtschaft sind,

Norbert Onkelbach, Sebastian Junghänel, Georg Daniel Keppel (Hochtief Development Austria), Philipp Kaufmann (ÖGNI).

mit dieser Branche aber Geschäfte machen und mit ihr in Kontakt treten möchten. Auch diese Idee ging voll auf: „Gewürzt“ wurde die zweitägige Veranstaltung nämlich noch durch eine Vielzahl branchennaher Experten wie die Top-Juristin Gabriele Etzl, Partner der Rechtsanwaltskanzlei Wolf Theiss, Holger Müller von PwC Russland, Karin Wagner von der OeNB oder Leopold Kühmayer von TPA Horwath und Thomas Stanger von der SPAR Handelsgruppe, um nur Einige der Teilnehmer zu nennen. Und natürlich folgten zahlreiche Experten aus dem Ausland dem Ruf der Greet Vienna. So war Bradley A.Olsen von den Atlantic Partners extra aus den USA angereist; ebenso wie Przemyslaw Krych für Griffin Real Estate aus Polen, Stefan Wundrak für Henderson Gloabal Investors aus London und German Moyzhes von der russischen Avers Group. Mit dabei auch Thomas Beyerle von der deutschen IVG Immobilien AG, Ascan Kókai (Inves-

co Real Estate), Marcus Cieleback (Patrizia Immobilien AG), Mikalai Markounik von der weißrussischen Rechtsanwaltsassoziätät Vlasova Mikhel & Partners und Karina Uzhynina von der Schweizer Diilax Intelcom AG.

„Der große Erfolg der ‚Greet Vienna‘ ist für uns der Auftrag, im

ÖGNI-Preisverleihung

nächsten Jahr weiterzu-

Für die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) bot die Greet Vienna den richtigen Rahmen für die Zertifikatsverleihung an TownTown Company Building (CB) 09 und Smart Office: Das CB 09, das bereits 2011 fertiggestellt wurde, ist mit DGNB Gold, der höchsten Stufe, ausgezeichnet worden. Das zweite ausgezeichnete Projekt, Smart Office, befindet sich noch in der Planungsphase und erhielt das DGNB-Vorzertifikat, ebenfalls in Gold. Das Bürogebäude soll eines der modernsten Gebäude Österreichs werden und den Ansatz von Smart City mit Stromgewinnung über eine Pho-

machen – Gespräche laufen bereits.“ Sylvia Foissy, Greet Vienna

tovoltaikanlage und Windräder am Dach in die Realität umsetzen. ÖGNI-Gründungspräsident Philipp Kaufmann konnte 33 ausgezeichneten Leuchtturmprojekte allein im letzten Jahr vorweisen. Die Nationalbanktochter IG Immobilien wurde als Vorreiter der Nachhaltigkeit von der ÖGNI auf der Greet Vienna als ethisches Unternehmen zertifiziert.

Deutschland IPO startet

Überschuldung 1,9 Milliarden Euro Vorstöße für ein neues Bau-Konjunkturpaket

Arnold Immobilien zweimal im Spitzenfeld

Größte ImmoFirma an Börse

Alpine-Insolvenz: Rekordgröße

© Arnold Immobilien/Katharina Schiffl

Wien. Das Insolvenzverfahren über die Alpine Bau GmbH, den operativen Kern der Alpine-Gruppe, ist am Mittwoch eröffnet worden. Zum Masseverwalter wurde der Wiener Rechtsanwalt Stephan Riel bestellt. Die erste Gläubigerversammlung findet am 4. Juli 2013 statt. Betroffene Gläubiger – Unternehmen und Lieferanten – können ihre Forderungen bis zum 16. August anmelden. Die erste Prüfungs-

Markus Arnold: „Spezialisierung auf Zinshausinvestments hilft.“

und Berichtstagsatzung findet dann am 29. August statt. „Am 12. September folgt die Sanierungstagsatzung – da soll über das Konzept abgestimmt werden”, so Hans-Georg Kantner vom KSV.

Mit Rekordvolumen Schätzungen der Kreditschützer zufolge erreichen die Gesamtpassiva 2,6 Mrd. €. Die Aktiva liegen er-

sten Angaben zufolge bei 661 Mio. €. Daraus errechnet sich eine Überschuldung von 1,9 Mrd. €. Von der Pleite sind laut Creditreform 6.483 Dienstnehmer im In- und Ausland betroffen. Auf der Kreditorenliste stehen zudem rund 8.000 Gläubiger, so ein AKV-Vertreter. Den Gläubigern wird im Sanierungsplan eine Quote von 20%, zahlbar binnen zwei Jahren, geboten.

Frankfurt. Der größte deutsche Wohnimmobilienkonzern, Deutsche Annington, soll am 3. Juli sein Debüt an der Frankfurter Börse feiern. Die Anleger haben bis 2. Juli Zeit, Aktien in einer Spanne von 18 bis 21 € zu zeichnen. Das Volumen des Börsengangs liegt bei 1,11 Mrd. €; maximal landen so knapp 26% der Aktien im Streubesitz.  (APA)

Alpine: mit Passiva von 2,6 Milliarden Euro auf Rekordkurs bei den Pleiten.

Einige Bereiche seien allerdings nicht Teil der Insolvenz, wird bei der Alpine betont: etwa Alpine-Energie AG, Hazet und Alpine Bemo Tunneling GmbH. Allein in diesen drei Unternehmen seien knapp 1.500 Mitarbeiter beschäftigt. Vom im Zuge der Sanierung beabsichtigten Verkauf von Unternehmensperlen hatte sich der Baukonzern bis zuletzt Erlöse in Höhe von 200 Mio. € erhofft. Unterdessen beginnt u.a. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner laut über ein neues Konjunkturpaket für die Baubranche nachzudenken. (red/APA)

© dpa/Arne Dedert

Die starken Teile

© EPA/Uli Deck

Wien. Arnold Immobilien hat sich im aktuellem MaklerRanking des Immobilien Magazin neuerlich im Spitzenfeld etabliert: In den Kategorien „stärkster Zinshausmakler“ und „stärkster Investment-Makler“ erzielte Markus Arnold, Gründer und Eigentümer des größten Investmentmaklers, die Plätze zwei und drei. Profunde Kenntnisse des Markts, Niederlassungen im Osten und beratungsintensive Kundenbetreuung seien dabei wichtige Erfolgskriterien, heißt es. Die Spezialisierung auf Zinshausinvestment komme dem Erfolg entgegen. (red)

© Sylvia Foissy

reinhard krémer

Börse Frankfurt: Nachschub durch größte deutsche Wohnimmobilienfirma.


i m m o :Ma r k e t s

Freitag, 21. Juni 2013

financenetreal:estate – 29

financenet@medianet.at

Haselsteiner geht als CEO Aussichten für 2013 heller

Strabag jetzt besser drauf Überraschende Verluste sollen heuer ausbleiben.

© APA/Hans Klaus Techt

Im Objekt Silbermöwe an der Lände 3 entstehen derzeit rund 20.000 m2 moderne, nachhaltig revitalisierte Büroflächen in spannender Wiener City-Lage. Ein weiteres Premiumobjekt unseres österreichischen BüroimmobilienPortfolios, an dessen Ertragskraft Sie sich mit der CA Immo-Aktie beteiligen können. Informieren Sie sich jetzt auf www.caimmo.com Wien. Die börsennotierte Strabag, die 2012 einen herben Gewinneinbruch erlitten hat, ist für heuer „deutlich optimistischer; wir sind aber auch deutlich vorsichtiger geworden”, so der scheidende Unternehmenschef Hans Peter Haselsteiner bei der Hauptversammlung und damit seinem letzten Tag als CEO des größten österreichischen Baukonzerns. Für 2013 erwarte er „keine großen Sprünge, allerdings auch keine Gefahr für ein befriedigendes Ergebnis”. Zudem könnte eine kleinere Akquisition anstehen.

„Keine Sondereffekte“ 2012 sackte der Nettogewinn der Strabag um zwei Drittel auf 60,63 Mio. € ab – bei einer um nur zwei Prozent auf 14,04 Mrd. € rückläu-

figen Bauleistung. Der operative Gewinn (EBIT) verringerte sich um 38% auf 207,2 Mio. € und soll heuer früheren Angaben zufolge um mindestens 25% auf 260 Mio. € zulegen. 2013 seien keine größeren negativen Sondereffekte zu erwarten, die wie 2012 auf die Gewinne drücken. „Die negativen Ergebnisse in den einzelnen Bereichen wurden nicht vorhergesehen – wir werden unser Frühwarnsystem schärfen, damit sich zumindest dieser Überraschungseffekt nicht wiederholt”, sagt Haselsteiner. Die Heimatmärkte werden wesentlich zu Ergebnis und Umsatz beitragen, so der Konzernchef. Gut laufe etwa der Hochund Ingenieurbau in Deutschland; nach wie vor schwierig seien Polen und Ungarn. Vom russischen Markt sei er tief enttäuscht. (red/ag)

WIEN NORD

Hans Peter Haselsteiner: starker Markt in Deutschland, Polen und Ungarn flau.

Keine gute Stimmung Börse Hongkong macht schlapp

China: Immo-IPO fällt ins Wasser

gesellschaft Hopewell Hong Kong Properties ließ vergangene Woche die Hoffnung fahren und verschob ihre Neuemission (IPO), die bis zu 780 Mio. USD (587,5 Mio. €) hätte einlösen sollen. Auch die Börsepläne von NW Hotel Investments sind noch unerfüllt. Hongkong zählte 2011 zu den führenden IPO-Märkten und erlitt 2012 einen Einbruch von über 60%. Heuer kam es zu einer Belebung, die aber nun jäh zu Ende scheint. (APA)

© EPA/Alex Hofford

Hongkong. In Hongkong hat sich das Klima für Börsengänge wieder rapide verschlechtert. „Das ist keine gute Zeit für IPOs, vor allem nicht für solche, die mit Hongkonger Immobilien zusammenhängen”, so Linus Yip von First Shanghai Securities. Nach einer kurzen Frühjahrserholung schlägt die grassierende Nervosität an den internationalen Finanzmärkten durch und durchkreuzt die Pläne von Aspiranten. Die Immobilien-

Diese Anzeige dient Werbezwecken. Die Inhalte sind unverbindlich. Sie dienen ausschließlich zur Information und sind – sowohl nach österreichischem als auch nach ausländischem Kapitalmarktrecht – weder ein Angebot noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf zukunftsgerichtete Aussagen vertrauen. In der Vergangenheit erzielte Ergebnisse lassen keinen Rückschluss auf die zukünftige Entwicklung zu. Jede konkrete Veranlagung sollte erst nach einem Beratungsgespräch erfolgen.

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30 – financenetreal:estate

Freitag, 21. Juni 2013

financenet@medianet.at

short

EU: Austro-Immobilien „höher besteuern“

Konsortialpartner Sozialbau-Gruppe und Österreichisches Volkswohnungswerk starten leistbares Wohnkonzept

Wohnbauinitiative der Stadt Wien auf Schiene

© dpa/Lars Halbauer

„Seestadt aspern“ ist eines der größten Städtebauprojekte Europas, soll Top-Wohnregion werden. Fritz Haslinger

Wien. Die EU-Kommission hat sich in ihren kürzlich veröffentlichten Empfehlungen an Österreich über die hierzulande hohe Besteuerung des Faktors Arbeit besorgt gezeigt. Die Steuer- und Beitragsbelastung der Arbeit könnte laut Richard Kühnel, Vertreter der EU-Kommission in Österreich, in haushaltsneutraler Weise durch Verlagerung auf andere, weniger wachstumsschädliche Steuerquellen, etwa Immobiliensteuern, gesenkt werden. Die Immobilienbesteuerung sei in Österreich im internationalen Vergleich niedrig. (APA/fh)

Baumit holt sich Betonund Schotterauftrag Klagenfurt/Wien. Die w&p Kamen Beton d.o.o., ein Tochterunternehmen der Wietersdorfer Gruppe (Baumit), konnte gegen internationale Mitbewerber in Bosnien/Herzegowina erfolgreich agieren. Für die Autobahn Teiltrasse Vlakovo–Lepenica des paneuropäischen Verkehrskorridors „Vc“ werden in den nächsten zwei Jahren rund 180.000 m� Beton und über 1.200.000 t Schotter im Wert von 10 Mio. € geliefert.

© Panthermedia.net/Fritz Langmann

Steiermark unterstützt Wohnraum-Schaffung

Wien. Im März 2011 beteiligten sich die Vienna Insurance Group (VIG), die Erste Bank und die Wiener Städtische Versicherung am Call der Stadt Wien zur „Wohnbauinitiative“ und starteten damit ein neuartiges Finanzierungsprojekt für leistbaren Wohnbau. Das Ziel der Konsortialpartner in Zusammenarbeit mit der Sozialbau-Gruppe und dem Österreichischen Volkswohnungswerk: ein zeitgemäßes und innovatives Realisierungsmodell für frei finanzierte gemeinnützige Mietwohnungen in Wien.

Faktor „Leistbares Wohnen“ Das Projektziel der Wohnbauinitiative bestand darin, den Wienerinnen und Wienern eine frei finanzierte Ergänzung zum geförderten Wohnbau der Stadt mit hoher Wohn- und Lebensqualität zur Verfügung zu stellen. Konkret: Die Finanzierungsmiete der Bewohner liegt durchschnittlich bei wertgesicherten 4,75 € bis 6,10 € je nach Eigenmitteleinsatz. Der zukünftige Mieter kann somit seinen momentanen Verhältnissen entsprechend zwischen 150 € beziehungsweise 500 €/m� entscheiden. Mit diesen Varianten haben die Mieter die Wahlfreiheit zwischen höheren Eigenmitteln bei niedriger Miete oder niedrigeren Eigenmitteln bei etwas höherer Miete.

© Wolfgang Voglhuber

Die EU-Kommission schlägt Steueränderungen in Österreich vor.

Bezirkschef N. Scheed, Erste-Boss A. Treichl, Stadtrat M. Ludwig, Städtische-Vorsitzender G. Geyer, Sozialbau-Chef H. Ludl.

ist es wichtig, das Angebot neuer, kostengünstiger Wohnungen auf hohem Niveau zu halten.

Neues Finanzierungsmodell VIG, Erste Bank und Wiener Städtische als institutionelle Anleger stellen ein Finanzierungsvolumen von 300 Mio. € zur Verfügung, das gemeinsam mit dem gezielten Einsatz von Eigenmitteln gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV) in das Gesamtkonzept fließt. Bauträger und Architektenteams arbeiten an der Umsetzung der Wohnbauinitiative 2011 eng zusammen und eine zentrale Projektsteuerung sorgt für eine reibungslose Koordination. Dieser innovative Prozess sowie der Wegfall von

Wohnraumbedarf ist groß Nicht nur ist Wiens Bedarf an Wohnungen groß, sondern zusätzlich ist über die kommenden 20 Jahre ein Bevölkerungswachstum von rund 15% zu erwarten. Daher

kostspieligen Anforderungen oder die deutliche Reduktion der Garagenstellplatzverpflichtung sind Garant dafür, dass die niedrigen Gesamtbaukosten bei gleichzeitig hohen Nutzerqualitäten gebaute Realität werden können, heißt es seitens der Konsortialpartner.

von insgesamt 8.500 Wohnungen für 20.000 Menschen in der Seestadt. Damit ist die Seestadt aspern eines der größten Stadterweiterungsgebiete europaweit. „Im kommenden Jahr soll ein Stadtteilmanagement starten; es hat die Stärkung des sozialen Miteinanders, die aktive Beteiligung an der Weiterentwicklung durch die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils und die Förderung des Stadtteillebens zum Ziel“, sagt Wiens Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Und Erste Group Bank AGGeneraldirektor Andreas Treichl meint: „Die in der ‚Seestadt aspern‘ entstehende Lebens- und Wohnqualität unterstreicht die Stellung Wiens als Top-Wohnregion in Europa.“

Bedeutsame Baustart-Lose Nach intensiver Vorbereitungsund Planungsphase starten in der Seestadt aspern die Bauarbeiten für die ersten 1.603 Wohnungen, welche noch in 2014 bezugsfertig sein sollen. Insgesamt werden im Zuge der 2011 ins Leben gerufenen Wiener Wohnbauinitiative 6.200 Wohneinheiten entstehen. Gleichzeitig erfolgte der Start des Baus

Makler und Bauträger Neue Anregungen für die Profis

Energieausweis Kriterium für Kaufentscheidung

Wien. Das am 12. Juni zu Ende gegangene 2. Immobilien-Forum von „ImmobilienScout24“ sorgte für einen Besucherrekord: 300 Makler und Bauträger holten sich Anregungen für ihr Business und fanden auch Gelegenheit zum Networken. „Mit so vielen Gästen haben nicht einmal wir gerechnet“, freute sich Patrick Schenner, Geschäftsführer vom ImmobilienScout24 in Österreich. „Wir möchten für unsere Kunden ein Partner ‚zum Angreifen‘ sein und mit Themen die die Makler wirklich bewegen reüssieren“, so Schenner.

Wien. Die verpflichtende Information über die Energieeffizienz bei Verkauf oder Vermietung von Wohnungen hat zu einem steigenden Energie- und Umweltbewusstsein der Konsumenten beigetragen. „Die steigenden Energiepreise und die dadurch unvermeidliche Erhöhung der Heizkosten haben das Thema ‚Energieverbrauch‘ in den Blickpunkt gerückt und der ‚Energieausweis‘ hat diese Tendenz verstärkt“, so Sandra Bauernfeind, Leiterin der Abteilung Wohnimmobilien bei EHL Immobilien, sechs Monate nach Inkrafttreten des Energieausweisvorlage-Gesetzes.

ImmobilienScout24 Forum in Wien Energieeffizienz immer wichtiger

Bulgarien/Rumänien: Donaubrücke motiviert Sofia/Bukarest/Wien. Die jetzt eröffnete zweite Donaubrücke zwischen Bulgarien und Rumänien soll die wirtschaftliche Verflechtung der beiden EU-Staaten vorantreiben. Die Verbindung der Stadt Widin (Vidin) mit dem rumänischen Ort Calafat sollte den Handel weiter beflügeln, hofft Anton Pacuretu, rumänischer Botschafter in Sofia. (APA/fh)

Referenten der Extraklasse Der Branchentreff habe die Möglichkeit eröffnet, sich von der Leistungsfähigkeit der am schnellsten wachsenden Immobilien-Plattform Österreichs zu überzeugen und biete jedes Jahr Referentinnen und Referenten der Extraklasse. So etwa konnte Roland Kampmeyer, Sprecher der Immobilienbörse in Köln, zahlreiche Anregungen zu Akquise, Imagebildung und Kundenbindung vermitteln. Der Immobilienökonom Michael Kiefer wie-

letzten Endes schlagen sich alle Kosten auch im Preis nieder“, ist Bauernfeind überzeugt. Das Kriterium „Energieeffizienz“ werde erst in einem späteren Stadium relevant. „Niemand wird sich nur wegen eines guten Energieausweises auf ein Inserat melden oder umgekehrt sich über ein grundsätzlich interessantes Angebot wegen eines schlechten HWB-Werts nicht einmal informieren“, meint Immobilien-Expertin Bauernfeind. (fh)

Einige Schwächen gegeben

Patrick Schenner: Weitere Foren in Innsbruck (25. Juni), Salzburg (26. Juni).

Bauernfeind sieht aber auch einige Schwächen in der aktuellen Regelung. So sei zum Beispiel die verpflichtende Angabe der Energieeffizienzwerte in Inseraten ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor. „Die verpflichtende Angabe der Energieeffizienzwerte in den Wohnungsinseraten führt zu Mehrkosten ohne irgendeinen Mehrwert für die Wohnungssuchenden. Und

© EHL Immobilien

Graz/Wien. Das Land Steiermark will laut LHStv. Siegfried Schrittwieser leerstehenden Ortskernen entgegenwirken und Gemeinden finanziell dabei unterstützen, Objekte in den Zentren zu renovieren und so günstigen Wohnraum zu schaffen. 2014 sollen rund 300 renovierte Wohnungen entstehen. Dafür werden circa drei Mio. € budgetiert. (APA)

derum vertrat mit seinem Referat zum Thema „Immoboom = Immoblase?“ die These, dass Immobilienmärkte regional und kleinteilig sind – und regte an, bei der Analyse der Preisentwicklung dementsprechend keine Pauschalaussagen zu treffen. Ebenfalls am Programm standen Anregungen zur Prozessoptimierung im Maklerunternehmen sowie zur erfolgreichen Vermarktung von Gewerbe-Immos. (red)

© ImmobilienScout24

Die Steiermark will Ortskerne durch Wohnraumschaffung revitalisieren.

S. Bauernfeind: „In der Beratung und im Anbot sind die HWB-Angaben sinnvoll.“


immo : Mar k e ts

Freitag, 21. Juni 2013

financenetreal:estate – 31

financenet@medianet.at

Schweizer Immobilienblase Heuer wird Wohnungseigentum nur noch 3,5 Prozent teurer, so Zürcher Kantonalbank

„Entspannung ist jetzt da“ Hauptgrund sei geringere Zuwanderung von kaufkräftigen Ausländern, heißt es in aktueller Studie. Zürich. Die Preise am Immobilienmarkt in der Schweiz entspannen sich – so jedenfalls eine aktuelle Studie der Zürcher Kantonalbank. Zuvor hatte u.a. die Zentralbank vor der Gefahr einer Immobilienblase gewarnt. Hauptgrund für die Entwarnung ist nun die geringere Zuwanderung, insbesondere von finanzkräftigen Ausländern, so die Zürcher Kantonalbank. Kombiniert mit konjunkturellen Effekten, dürfte sich die Preisdynamik in den nächsten Jahren deutlich entspannen: Nach 7,2 Prozent bei Wohnungseigentum im Vorjahr rechnet sie für heuer nur mehr mit einer Preissteigerung von 3,5 Prozent. Während die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Schweizer Industrie und im Tourismus zwar anziehen wird, dürfte sie bei staatsnahen Sektoren sowie in der Gesundheits- und Finanzbranche eher rückläufig sein. „Das bedeutet einen geringeren Anteil an top ausgebil-

deten Zuwanderern aus Kerneuropa”, sagt Anastassios Frangulidis, Chefökonom der Zürcher Kantonalbank: „Insbesondere im Luxussegment könnten sich die Preise sogar rückläufig entwickeln.”

Auch auf dem Mietermarkt war zuletzt ein hohes Tempo zu beobachten. So sind die Mieten 2012 wieder um über drei Prozent gestiegen. Für heuer rechnen die Experten aber nur mehr mit einem Wachstum von zwei und im nächsten Jahr von 1,7 Prozent. Die Bestandsmieten dürften im Schnitt sogar leicht sinken. Die Studie empfiehlt außerdem, vor allem in ländlichen Regionen für mehr Wohnungsnachschub für Senioren zu sorgen, denen ihr Haus im Alter zu groß geworden ist – so würde auch Platz für Jungfamilien frei werden.  (red)

© Panthermedia.net/Ron Sumners

Mieten gebremst

Zürich: Der Schweizer Immobilienmarkt galt zuletzt als deutlich überhitzt.

Investitionen in Wohnbau nicht gestiegen Eigentlich erwartete Wohnbauverband mehr Geld für den Neubau

Deutschland: Überraschungs-Minus geortet begründete Esser. Vor allem gestiegene energetische Anforderungen wirkten sich bremsend aus.

„Große Lücke“ Deutschlandweit sei mit einem Neubau von 213.000 Wohnungen zu rechnen. Besonders bei Mietwohnungen sei das viel zu wenig. „Der Geschoßwohnungsbau liegt seit dem Jahr 2000 dauerhaft unter Bedarf.” Auch die Zahl der Sozialwohnungen habe sich von 2002 bis 2011 um mehr als 950.000 Wohnungen reduziert. Der GdW vertritt rund 3.000 Wohnungsunternehmen, die deutschlandweit 6 Mio. Wohnungen vermieten (rund ein Drittel des Mietwohnungsmarkts). (APA)

© Panthermedia.net/Jörg Hackemann

Berlin. Trotz steigender Wohnungsknappheit investieren deutsche Unternehmen weniger in Neubau als gedacht. Nach Daten des Bundesverbands deutscher Wohnungsund Immobilienunternehmen (GdW) gingen die Neubau-Investitionen im vergangenen Jahr um 1,7 Prozent zurück – erwartet hatte der Verband eigentlich ein Plus von 25%. Für dieses Jahr sei aber mit einem Zuwachs um 34,1% zu rechnen, sagte Hauptgeschäftsführerin Ingeborg Esser. Bei den Investitionen in den Bestand erwartet der GdW bei seinen Mitgliedsunternehmen für 2013 einen leichten Anstieg um 2,7 Prozent. Insgesamt seien die Rahmenbedingungen für Investitionen in den vergangenen zwei Jahren unsicherer geworden,

Großer Anstieg bei Investments in deutsche Wohnimmobilien nun für heuer erwartet.

Statistik Austria In manchen Sparten im Mai Rückgänge

Positiv Engel & Völkers

Italien Konjunkturpaket

Wien. Die Baukosten für den Wohnhaus- und Siedlungsbau haben im Mai in Österreich weniger stark zugelegt als in den Monaten davor. Die Preise stiegen im Jahresabstand um 1,6 Prozent – nach 2,1 Prozent im April, 2,3 Prozent im März, 2,5 Prozent im Februar und 2,1 im Jänner, geht aus den aktuellen Berechnungen der Statistik Austria hervor. Der Straßenbau verbilligte sich im Mai sogar um 0,6 Prozent ge-

Palma. Die 20 Engel & VölkersBüros auf den drei Baleareninseln Mallorca, Ibiza und Menorca sehen kein neues Krisenjahr in ihrer Sparte: Nach einem positiven Jahr 2012 sei man mit einem starken 1. Quartal gut in das Jahr 2013 gestartet, heißt es. Für das Wachstum sei insbesondere die hohe internationale Nachfrage nach Zweitwohnsitzen ausschlaggebend. „Die positive Entwicklung zeigt, dass Käufer nach wie vor Vertrauen in den Immobilienmarkt auf den Balearen haben. Mit den zunehmenden Turbulenzen in der Euro-Zone und der Angst um die Stabilität der Gemeinschaftswährung stehen Immobilien als stabiler Sachwert auf allen drei Inseln noch stärker im Fokus“, glaubt David Scheffler, Geschäftsführer des Regional Office von Engel & Völkers in Spanien. Zu den Hauptkäufern zählten nach wie vor Deutsche, Österreicher und Schweizer (mehr als 50% aller Umsätze bei Engel & Völkers); es folgen Briten und Skandinavier als etablierte Käufergruppe, wobei sich Letztere gegenwärtig am stärksten entwickelten; Russen kaufen nur wenig, heißt es. (red)

Rom. Italien will seine rezessionsgeplagte Wirtschaft mit einem 3 Mrd. € schweren Infrastrukturprogramm ankurbeln. Mit dem Geld sollen u.a. das Bahnnetz verbessert, Brücken und Tunnel instand gehalten und Schulen renoviert werden, so Ministerpräsident Enrico Letta. Die Regierung erhofft sich die Schaffung von 30.000 Arbeitsplätzen in der Baubranche. Die Mittel sollen aus anderen öffentlichen Projekten fließen. (APA)

© APA/Roland Schlager

genüber dem Vorjahresmonat, der Brückenbau verteuerte sich um nur 0,8 Prozent. Beim Straßenbau machte sich laut Statistik Austria der Kostenrückgang für Bitumen bemerkbar, beim Brückenbau der günstigere Baustahl. Im Hochbau gingen die Preise für Türen und Kunststofffenster zurück. Verteuert haben sich dafür Dichtungsbahnen, Gas, Fliesen und Faserdämmstoffe; auch Lohnerhöhungen (KVAbschluss) trugen bei. (red/ag)

Wohnbau wird weniger schnell teurer, der Straßenbau hat sich sogar verbilligt.

„Balearen stark“ 3 Mrd. € für Bau

von Philipp Kaufmann 3P.zum.Glück

B

eim Bestand ist die Politik gefordert Vieles ist schon gebaut und alleine mit dem Neubau werden wir die Herausforderungen der Nachhaltigkeit nicht lösen. Der Gebäudebestand ist demnach der zentrale Hebel für die Nachhaltigkeit. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass wir gemeinsam die Sanierungsrate auf 3 Prozent heben müssen – davon sind wir aber in Österreich weit entfernt. Jetzt könnten wir als Branche (gerade vor einer Wahl) fordern, die Politik möge diese Investitionen fördern. Ich bin überzeugt, dass wir uns diese Summe nicht leisten können. Alternativ dazu investieren die Eigentümer Geld, um die Gebäudehülle oder die Haustechnik zu modernisieren; diese logische Investition wird jedoch in einem ökonomischen Wirtschaftssystem nur dann investiert, wenn sie sich rechnet. Und genau hier kommen die rechtlichen Rahmenbedingungen ins Spiel. Sanierung verjüngt eine Immobilie Die heutigen Technologien erlauben es, den Bestand umfassend zu modernisieren und damit sicherzustellen, dass %NERGIEEFlZIENZÏ IMÏ 3INNEÏ DERÏ Ökobilanz eines Gebäudes um 50-60% und mehr verbessert wird. Intention ist es, dass die Eigentümer den Gebäudebestand durch Sanierungsmaßnahmen von sich aus (ohne Förderung per se) auf aktuelle Standards bringen und somit investieren. Hinderlich dabei ist die ewige (!) Anwendbarkeit des MRG im Bereich der Mietzinsbildung, da das Gesetz auf die ursprüngliche „Baubewilligung“ abstellt. Somit wird im §1 (4) Z1 der Neubau im Zusammenhang mit der Baubewilligung nach 30. Juni 1953 für die Eigentümer besser gestellt. Diese Regelung führt zu Marktversagen und könnte dahingehend gelöst werden, indem auf das tatsächliche (technische) Lebensalter abgestellt wird. So wie es in der Immobilienbewertung in Theorie und Praxis üblich ist, führt eine umfassende Sanierung zu einer Verjüngung des Objekts und schafft damit Potential in den Bestand zu investieren. Mehr zur Nachhaltigkeit im ÖGNI Blog, wie : „Smart Cites: Reale Planung oder fernes Ökotopia?“ von Karl Resel

© EPA/Claudio Peri

Baukosten steigen weniger rasch

ImmoNomade

Ministerpräsident Enrico Letta will per Bauinvestments Konjunktur ankurbeln.

www.ogni.at


l aw & o r d e r

32 – financenetreal:estate

Freitag, 21. Juni 2013

financenet@medianet.at

Internationale Umgründung CHSH hat deutsches Medizintechnikunternehmen bei Umzug nach Wien beraten

short

CHSH hilft bei biolitec

Erste Stiftung verleiht Integrationspreis Wien. Die „Erste Stiftung“ verleiht am 27. Juni den „Preis für soziale Integration 2013“. Die Verleihung findet erstmals in Wien statt. Die Auszeichnung gilt mit einem Preisgeld von 610.000 € als bedeutendste zivilgesellschaftliche Anerkennung ihrer Art in Zentral- und Osteuropa. Aus 130 Finalisten wurden 33 Integrationsprojekte in 13 Ländern ausgewählt. Erstmals wurden auch heimische Organisationen zur Teilnahme eingeladen. (red)

Erste Umgründung in Österreich-Variante gemäß EU-Verschmelzungsgesetz für börsegelistete Firma. wie Lichtwellenleiter tätig. Damit können Patienten mit einem gezielt minimalinvasiven Ansatz behandelt werden. Der Vorgang war komplex: Das Börselistung der aufnehmenden Gesellschaft musste durchgeführt werden, Streubesitz abgefunden und dem Gläubigerschutzregime entsprochen werden. Der Umzug nach Wien wurde aus steuertechnischen Überlegungen gewählt: Die heimische Gruppenbesteuerung bringt dem Unternehmen Vorteile, außerdem sprach der gute Zugang zu Zentral- und Osteuropa von Wien aus für den Umzug.

Führender Medizintechniker

Das CHSH-Team bestand aus Thomas Trettnak, Heinrich FoglarDeinhardstein, Franziska Mensdorff-Pouilly und anderen Rechtsanwälten des Wiener Büros. (red)

Starkes CHSH Team

Die biolitec AG ist führend in der Entwicklung und Produktion medizinischer Lasersysteme so-

© CHSH

© PwC Österreich

PwC: Aslan Milla folgt Friedrich Rödler

Wien. Die international tätige Anwaltskanzlei Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati (CHSH) hat die in Frankfurt börsennotierte „biolitec AG“ bei deren Umzug von Deutschland nach Österreich betreut. Das Medizintechnikunternehmen wurde neu gegründet, und zwar wurde eine grenzüberschreitende Verschmelzung nach österreichischem EU-Verschmelzungsgesetz vorgenommen. Dieses Verfahren wurde von der EU geschaffen, um die Niederlassungsfreiheit von Kapitalgesellschaften innerhalb der EU zu fördern. Der Vorgang sei „soweit ersichtlich, bisher in Europa einmalig“, heißt es vonseiten von CHSH.

CHSH-Anwalt Thomas Trettnak beriet mit Kollegen Biolitec beim Umzug nach Wien.

Friedrich Rödler (li.) und Nachfolger Aslan Milla als PwC Senior Partner.

600 Schüler in Wopfing

Höchstes Gebäude Rumäniens Bukarest. Der Wiener Developer Raiffeisen evolution stellt nach fast zweijähriger Bauzeit Rumäniens höchstes Gebäude, den SkyTower (137 m), sowie das angeschlossene Bürogebäude FCC Office fertig.

Wopfing. 600 Schüler konnten in diesem Schuljahr „einen Tag in Wopfing“ verbringen und das Baumit-Baustofwerk kennenlernen. Vom Kalksteinabbau über den Brennvorgang im Kalk- und Zementofen bis hin zur Fertigstellung der Baumit-Produkte – alles wurde erkundet. „Wir freuen uns sehr, über das große Interesse an unserer Schulaktion“, so Manfred Tisch, Geschäftsführer von Baumit Wopfinger; „hier erfahren die Schüler, wie Baustoffe entstehen und was es dazu an Produktionsschritten und Logistik braucht.“ Für jeden Schultyp wurde ein individuelles Werksführungsprogramm ausgearbeitet. (red)

„Das Projekt wäre mit Beginn der Krise 2008 fast gescheitert“, so Gerald Beck, Managing Director der Raiffeisen evolution. Mit der Raiffeisen Property Holding International wurde innerhalb des Raiffeisen-Sektors ein Investor gefunden. Nach langen Verhandlungen wurde Ende 2011 der Verkauf bekannt gegeben. Unter anderem die rumänische Raiffeisen Bank S.A. wird das Gebäude nutzen. (red)

Der SkyTower in Bukarest: mit 137 m das höchste Gebäude der Stadt.

Selber probieren Erstmals luden Steinmetze ein

Wolf Theiss Zukäufe

100 Jahre Ministerien

Wien. Erstmalig gab es in Wien am 6. Juni die „Lange Nacht der Steinmetze“. Das Schubert Steinmetzzentrum lud ab 18 Uhr dazu ein.

Wien. Die Anwaltskanzlei Wolf Theiss beriet die Fabco Automotive Corporation, eine Beteiligungsgesellschaft der Wynnchurch Capital Gruppe, bei der Investition in die GHM Transmission in Steyr.

Wien. Im Regierungsgebäude am Wiener Stubenring wurde das 100-jährige Bestehen des Gebäudes gefeiert. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich und Infrastrukturministerin Doris Bures – sie alle haben ihre Büros in diesem Haus – nahmen an dem Festakt teil. Das Haus wurde 1913 noch als „Reichskriegsministerialgebäude“ der Monarchie eröffnet. (red)

„Lange Nacht der Steinmetze“

Valued Asset mit ­neuem Vertriebsleiter

Luxuriöses Marmorbad

© Valued Asset

Die Besucher konnten traditionelle Handwerkskunst, verbunden mit modernem Maschineneinsatz, miterleben. Geschäftsführer Thomas Schubert präsentierte vielfältige Bearbeitungsmethoden

© Schubert Stone/Prinz Wolfgang

Helmut Patek leitet jetzt den Vertrieb bei der Valued Asset.

und zeigte das „Making-of“ einer der luxuriösesten Marmorbäder Österreichs. An einem CAD-Bildschirm wurden die fotografierten Großplattenteile zu einem Gesamtpuzzle zusammengefügt; eine Diamantkreissäge schnitt zu, Profile wurden mit der CNC-Profilfräse hergestellt. Die interessierten Besucher konnten sich danach selbst mit Hammer & Meißel am Stein versuchen. (red)

Auch die Kleinen versuchten sich in der „langen Nacht“ als Steinmetze.

Fabco investiert Stubenring

Getriebe für die Welt GHM produziert Verteilergetriebe für leichte und schwere Nutzfahrzeuge und verkauft sie nicht nur in Europa, sondern auch nach Südafrika und Asien. Ziel der Transaktion war es, Fabcos Expertise im Bereich Design und Konstruktion auszubauen sowie den Zugang zum europäischen und asiatischen Markt zu ermöglichen. Ebenso erhoffen sich beide Partner durch die Nutzung von Synergien und den Austausch von Know-how Vorteile. Vonseiten Wolf Theiss leitete die Transaktion Partner Dieter Spranz: „Bei der Transaktion wurden bereits die wesentlichen Grundsteine für die Rolle der GHM als bedeutender Teil der Expansionsstrategie Fabcos, insbesondere für die europäischen und asiatischen Märkte, gelegt.“ (red)

© BMWFJ/Matthias Silveri

Wien. Unter dem Motto „Brücken in die Zukunft“ standen von Oktober 2012 bis Jänner 2013 in allen Bawag PSK-Filialen Spendenboxen des Vereins „Mission Hoffnung“ bereit. Schillinge und Münzen aus vergangenen Urlaubstagen wurden eingeworfen. Den gesammelten Betrag von 10.000 € wird der Verein „Mission Hoffnung“ für notleidende Kinder in Österreich verwenden. (red)

© Bernd Steingruber

Fast gescheitert

Bawag-Aktion für die Mission Hoffnung

Wien. Helmut Patek (46) ist seit Mai 2013 für den Aufbau des Vertriebs der Valued Asset Consulting und Vertriebsservice GmbH verantwortlich. Der geborene Wiener und ausgebildete Finanzexperte ist seit mehr als 25 Jahren in der Finanzdienstleistungsbranche beschäftigt, zuletzt als Key-Account-Manager bei der Uniqa in der Landesdirektion St. Pölten. Valued Asset wurde im Jänner 2013 von Werner Holzhauser, ehemals Vertriebsvorstand von Uniqa Österreich, gegründet. (red)

Baumit Schulaktion

Raiffeisen evolution Nach Problemen ist der SkyTower in Bukarest jetzt fertiggestellt

Wien. Nach 37 Jahren in der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung tritt Friedrich Rödler als Senior Partner von PwC Österreich in den Ruhestand und widmet sich ab nun voll seiner Funktion als Aufsichtsratspräsident der Erste Group. Zur Übergabe an seinen Nachfolger Aslan Milla lud PwC am 6. Juni in das prächtig renovierte Stadtpalais Liechtenstein. (red)

Feiernde Minister im traditionsreichen Regierungsgebäude am Stubenring.


p e o p l e &dat e s

Freitag, 21. Juni 2013

financenetreal:estate – 33

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Trabrenntag in der Wiener Krieau Zum umfangreichen Programm gehörten Musik, Events für Kunden, Mitarbeiter

short

HDI feiert seinen 30er

FPLP berät Dunapack bei Deal in der Türkei Wien. Fie­bin­ger Polak Leon (FPLP) hat die Duna­pack Packa­ ging, Teil der Prinz­horn-Grup­ pe, beim Kauf von 100% der Anteile des tür­ki­schen Papier– und Kar­to­na­ge­pro­du­zen­ten Den­ tas Amba­laj ve Kagit A.S. von der Aba­lioglu Hol­ding beraten. Den­tas Amba­laj ve Kagit ist der viert­größte tür­ki­sche Well­pap­ pe­her­stel­ler und ver­fügt über Pro­duk­ti­ons­stät­ten in Denizli, Çorlu und Adana. Die Trans­ aktion wurde von Partner Bert Ortner geleitet. (red)

Wolf Theiss-Award 2013 in Wien verliehen

Martin Kotal (Rote Nasen), HDI-Vorstände Thomas Lackner und Günther Weiß.

fangreichen Rahmenprogramms für die Geschenke. Und dabei war für alle Geschmäcker gesorgt: Mu­ tige nutzten die Gelegenheit beim Acro Bungee waghalsige Sprünge auszuprobieren, während sich die Sportlichen mit dem Lenken ver­ kehrter GoCarts oder an der Radar

Torschusswand versuchten. Die Jüngeren waren von der Hüpfburg und den Ponys be­ geistert und der Lilliput-Bum­ melzug durch den Prater brachte einen besonderen Einblick in den Vergnügungspark. Auch die Trab­ rennbahn selbst war Bühne. Neben

regelmäßigen Stallführungen und drei Doppelsitzer-Rennen konnten zahlreiche Gäste im Rahmen einer Schnupperrunde echte Trabrenn­ luft einatmen. Schließlich gab es auch noch einen Scheck in der Hö­ he von 5.000 € für die Rote Nasen Clowndoctors. (red)

© Regine Hendrich

Wien. 30 wird man nicht alle Jah­ re. Die Verantwortlichen bei HDI nutzten die Gelegenheit, im Rah­ men des schon traditionellen „HDI Trabrenntags“ in der Wiener Krieau den 30. Geburtstag zu feiern. So ze­ lebrierten mehr als 1.200 Besucher bei wunderbarem Wetter gemein­ sam mit dem Unternehmen das 30-jährige Bestehen in Österreich. Speziell zum Geburtstag wurde das Programm des HDI Trabrenntages deutlich erweitert. „Im privaten Bereich wird der 30. Geburtstag oft besonders ze­ lebriert. Wir haben uns gedacht, so möchten wir das mit unseren Partnern und unseren Mitarbei­ tern machen. Umso mehr freue ich mich, dass sie unserer Einladung so zahlreich gefolgt sind“, so Gün­ ther Weiß, Vorstandvorsitzender der HDI. Anders als bei herkömm­ lichen Geburtstagen sorgte beim HDI Trabrenntag das Geburts­ tagskind selbst in Form eines um­

© HDI/Risavy Edy

Versicherer HDI wollte zum 30. Geburtstag ausbauen: 1.200 Gäste kamen zur Feier nach Wien.

Die Gewinner des Jahres 2013: Martin Trenker und Thomas Riesz.

ÖGNI Ethik-Zertfizierung

Gala-Abend Austrotherm feierte 60er, Komturkreuz für Geschäftsführer Peter Schmid

Auszeichnung: IG Immobilien

Jubiläum: 60 Jahre Austrotherm Eisenstadt/Wopfing. Austrotherm fei­ ert sein 60-jähriges Bestehen und lud aus diesem Anlass zu einem feierlichen Gala-Abend in das Schloss Esterhazy in Eisenstadt. Rund 260 Gäste folgten der Ein­ ladung. TV-Moderator und Stim­ menimitator Alex Kristan führte durch den Abend, Robotkünstler Alexander Wrengler sorgte für eine Akrobatik-Einlage.

Wien. IG Immobilien ist von der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) die ethische Unternehmens­ zertifizierung verliehen worden. ÖGNI-Präsident Philipp Kaufmann überreichte die Auszeichnung an die IG-Geschäftsführer Hermann Klein und Karin Assem-Honsik. „Es reicht nicht, nachhaltige Gebäu­ de zu bauen, es müssen auch die beteiligten Unternehmen ethisch agieren. Die Unternehmenszertifi­ zierung unterstreicht unsere Vor­ reiterrolle im Bereich der Ethik und der Anti-Korruption“, so Klein. Seit 2011 haben die IG-Projekte Cam­ pus Lodge, Motel One und Marina Tower das internationale DGNBZertifikat der ÖGNI erhalten. (red)

© Austrotherm/digiart

Komturkreuz für Schmid

Peter Schmid (rechts) erhielt von Landeshauptmann Hans Niessl das Komturkreuz.

Immobiliendeal Vier-Sterne-Hotel beim Konzerthaus

Hunkemöller Österreich

Rewe Adeg-Übernahme

Wien. Stefan Artner, der geschäfts­ führende Gesellschafter und Leiter des Real Estate Desk, und Daniel Richter, Rechtsanwalt bei Dorda Brugger Jordis, haben die ARE Austrian Real Estate bei einem ge­ meinsamen Hotel-Erwerb durch ARE und Immovate beraten. Das Vier-Sterne-Hotel „Am Konzerthaus“ wird von Accor ge­ führt und wechselte für rund 23 Mio. € den Besitzer. Das Ho­ tel gehört nun zu je 50 Prozent

Wien. EHL Immobilien wurde von der niederländischen Textilket­ te Hunkemöller exklusiv mit der Standortsuche für die geplante Ex­ pansion in Österreich beauftragt. Das Unternehmen startete Ende 2011 in Österreich und hat seitdem eine kleine Zahl von Filialen in Ein­ kaufszentren eröffnet. Nun sei ein umfassender Roll-out im gesamt­ en Bundesgebiet geplant, heißt es. Mittelfristig sollen in Österreich 40 bis 50 Zweigstellen entstehen.

Wien. Die Anwaltssozietät Schön­ herr hat die Rewe Group Austria bei der Verteidigung ihrer Über­ nahme von Adeg vor dem Gericht der Europäischen Union (EuG) mit Erfolg beraten. Das EuG wies eine Klage der Handelskette Spar ab. Diese hatte beantragt, die im Ju­ ni 2008 erteilte Genehmigung des Zusammenschlusses von Rewe und Adeg aufzuheben. Das Team bei Schönherr wurde von Partner Hanno Wollmann geleitet. (red)

Dorda Brugger Jordis berät ARE

ARE Development, der auf Pro­ jektentwicklungen spezialisier­ ten Tochter der ARE, und dem Immobilienentwickler Immovate.

Seit Jänner operativ tätig Die ARE, eine Tochtergesell­ schaft der BundesimmobilienGesellschaft (BIG), ist erst seit Jän­ ner 2013 operativ tätig und einer der größten Immobilieneigentümer in Österreich. (red)

Auftrag für EHL

© Schönherr

© Dorda Brugger Jordis

Stefan Artner und Daniel Richter von Dorda Brugger Jordis in Wien.

Wien. Die Wis­sen­schaft­li­che Inter­es­sens­ge­mein­schaft für Infor­ma­ti­ons­recht „IT-Law.at“ und der Uni­ver­si­täts­lehr­gang für Infor­ma­ti­ons- und Medi­en­ recht des Postgraduate-Centers der Uni Wien ver­an­stal­ten am 27. Juni die Podi­ums­dis­kus­sion „Braucht Öster­reich eine Netz­ po­li­tik und wie soll diese aus­ se­hen?“ Univ.-Prof. Niko­laus Forgó, Lei­ter des Uni­ver­si­täts­ lehr­gangs, debat­tiert dabei mit den netz­po­li­ti­schen Spre­ chern der Par­la­ments­par­teien.  (red)

Schönherr: EuG

Nur in Top-Lagen Man werde sich bei der Stand­ ortsuche auf hochfrequente Lagen in Fußgängerzonen, Hauptstraßen und den führenden Einkaufszen­ tren konzentrieren, erklärt Jörg F. Bitzer, Geschäftsführer von EHL Asset Management. „Ziel ist es, in drei bis fünf Jahren in jeder größeren Stadt vertreten zu sein. Hunkemöller ist definitiv eine Be­ reicherung der österreichischen Einzelhandelslandschaft und wir freuen uns darauf, das Unterneh­ men strategisch beim Ausbau der Präsenz in Österreich zu unterstüt­ zen“, so Bitzer. (red)

Podiumsdiskussion über Netzpolitik

Partner Hanno Wollmann leitete das Beratungsteam bei Schönherr.

KPMG Österreich läuft für die Kindernothilfe

© KPMG/Anna Rauchenberger

Im Rahmen der Veranstaltung wurde Austrotherm-Geschäftsfüh­ rer Peter Schmid von Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl geehrt: Dieser überreichte Schmid das Komturkreuz für Verdienste um das Land Burgenland. (ast)

Wien. Die Anwaltssozietät Wolf Theiss hat zum vier­zehn­ten Mal den jähr­li­chen „Wolf The­ iss-Award“ für her­aus­ra­gende wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten im Bereich der Rechts­wis­sen­schaf­ ten verliehen. Der Haupt­preis über 12.000 € ging zu glei­chen Tei­len an Mar­tin Tren­ker und Tho­mas Riesz. (red)

Scheckübergabe: Peter Ertl, Gottfried Mernyi, Lieve Van Utterbeeck.

Wien. „Laufen für den guten Zweck“ – unter diesem Motto haben Mitarbeiter des Wirt­ schaftsprüfungsunternehmens KPMG einen Laufclub ins Le­ ben gerufen. Für jeden gelaufe­ nen Kilometer spendet KPMG zwei € an die Kindernothilfe. Insgesamt 1.500 km haben die KPMG-Mitarbeiter bis dato zurückgelegt. Nun wurde die Spende in Höhe von 3.000 € von den KPMG-Partnern Lieve Van Utterbeeck und Peter Ertl an Gottfried Mernyi, Geschäfts­ führer der Kindernothilfe, übergeben. (red)


Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

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medianet

inside your business. today.

Freitag, 21. Juni 2013 – 35

Die TU Wien arbeitet an neuen Methoden der Datenübertragung  Seite 37

supercomputing © top500.org

© TU Wien

quantenkommunikation

Intel führt erstmals seit 1997 die Top 500 Supercomputing-Liste an  Seite 38

stylish sony ­xperia z ­tablet im praxistest

© Sony

technology IT-Compliance erfordert massive Investitionen

© Ericsson

short

© panthermedia.net/Ying Feng Johansson

Wien. Ericsson hat für seine Smart Grid Communications Management-Lösung den „Smart Grid Product of the Year Award 2012“ erhalten. Die Ericsson Smard Grid Communications Management-Lösung erlaubt es, die komplexer werdenden Netze verschiedener Technologien und Betreiber über ein ganzheitliches System zu steuern. Stromversorger können so ein zuverlässigeres Versorgungssystem aufbauen. Zudem wurde Ericsson auf dem „Connected TV Summit“ in London mit dem „Connected TV Award 2013“ ausgezeichnet.  www.ericsson.com

© Panthermedia.net/Arne Trautmann

Paris/Wien. Der Flugzeugbauer Airbus, der Reisegepäckhersteller Rimowa und T-Systems haben während der 50. Internationalen Pariser Airshow erstmals die Vision des intelligenten Koffers vorgestellt. Dabei enthält ein Barcode alle relevanten Gepäck- und Fluginformationen. Der intelligente Koffer ist mit einem Funk- und Softwaremodul sowie einem Display ausgestattet. Der Fluggast gibt über eine Smartphone-App alle relevanten Flugdaten ein, überträgt sie an die Fluggesellschaft, die daraus einen Barcode generiert und auf das Display des Gepäckstücks sendet.  www.t-systems.at

Unternehmen im Zugzwang Laut einer aktuellen A.T. Kearney-Studie haben ­ Unternehmen dringenden Nachholbedarf bei der Installation von ComplianceManagment-Systemen; Manager sind dadurch oft persönlich haftbar.  Seite 36 Huawei Stipendium in Zusammenarbeit mit der ÖJAB

TU Graz Partnerschaft mit Infineon für Forschung und Lehre

Günter Haberler, Vizepräsident von Huawei Österreich.

Wien. In Kooperation mit der ÖJAB (Österreichischen Jungarbeiterbewegung) wurde Anfang der Woche zum zweiten Mal das Huawei-Stipendium verliehen. Das Stipendium unterstützt Studierende, die für die Ausbildung ihre Heimatregion verlassen müssen, mit einem kostenlosen Wohnplatz in einem ÖJAB-Haus ihrer Wahl. Mina Kovac, Milos Oroz und Anna Sedlmayr sind dieses Jahr die drei glücklichen Stipendiaten, die sich über eine Wohngutschrift im Wert von jeweils 3.000 € freuen dürfen, überreicht von Günter Haberler, Vizepräsident von Huawei Österreich.  www.huawei.com

Kooperation sichert neue Fachkräfte

© Infineon Austria/Johannes Puch

Düsseldorf/Wien. Der SecurityAnbieter „Norman“ sucht für den Vertrieb seiner EndpointSchutzlösungen weitere ITFachhändler und Systemhäuser in Österreich als Partner. Das Produktangebot des Norwegers umfasst Antiviren-Produkte für Endanwender und Unternehmen, E-Mail- und Webschutz sowie Lösungen für Patch-Management, Whitelisting und die Überwachung von mobilen Datenträgern.  www.norman.de

© Huawei Technologies Austria/APA-Fotoservice/Preiss

© norman.de

Stipendium für junge Studierende

Sabine Herlitschka, Vorstand für Technik und Innovation bei Infineon Austria.

Graz. Die TU Graz und Infineon Technologies Austria erweitern ihre Kooperation und bauen ihre internationale Kooperation in Forschung und Lehre aus. Zur Steigerung der Attraktivität und der Qualität bekommt das Themengebiet „Energie-Effiziente Elektronische Systeme – E3S“ eine verstärkte internationale Ausrichtung, indem Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforschern Auslandsaufenthalte am renommierten „Center for Power Electronics Systems“ der US-amerikanischen Virginia Polytechnic Institute and State University ermöglicht werden.  www.eam.tugraz.at


C ov e r

36 – medianet technology

Kommentar

Vertrauen schwindet schnell

Freitag, 21. Juni 2013

A.T. Kearney Fehlende Compliance-Systeme bedeuten ein massiv erhöhtes persönliches Haftungsrisiko für Manager

Erhöhtes Risiko durch mangelnde Compliance

Laut einer aktuellen Studie erwarten sich Unternehmen eine Zunahme von Korruptionsfällen um 30%. Alexander Malkwitz, Partner bei A.T. Kearney Österreich und Studienleiter einer aktuellen Studie zum Thema Compliance.

Chris Haderer

Adobe 20 Jahre Acrobat

© dpa/Andreas Gebert

PDF statt Papst

Der Papst ist nicht annähernd so bekannt wie das PDF-Format.

Wien. Vor 20 Jahren, am 15. Juni 1993, hat Adobe das Portable Document Format (PDF) und die Acrobat 1.0 Suite vorgestellt. Heute ist PDF das meistgenutzte Dateiformat der Welt und zumindest in Deutschland (so belegt eine repräsentative Umfrage) sogar bekannter als der derzeit amtierende Papst. Das Umfrageergebniss der Innofact Studie, welches in Österreich wohl ähnlich ausgefallen wäre, zeigt: 94% aller Befragten kennen das plattformunabhängige PDF-Format, unter den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 99%. Der Papst dagegen kommt nur auf eine Bekanntheit von 23%.  www.adobe.at

ten sich künftig vor allem im Bereich der Korruption sowie auf den Gebieten der Produkt- und Datensicherheit einen Anstieg von Compliance-Verstößen. So prognostizieren rund 30% eine Zunahme von Korruptionsfällen und je etwa ein Viertel eine Zunahme von Verstößen gegen die Produktsicherheit (26%) und die Datensicherheit (23%). Nur je 15% rechnen damit, dass die Zwischenfälle auf den Gebieten Wettbewerbsrecht sowie Gesundheit, Sicherheit und Umwelt zulegen werden. „Die meisten der befragten Unternehmen haben vor, ihre Compliance-Systeme in Zukunft weiter auszubauen“, sagt Alexander Malkwitz: 57% planen, dafür auf externe Unterstützung zurückzugreifen, davon wollen je 55% in den Bereichen Antikorruption und Datensicherheit investieren. 48% denken über erhöhte Compliance-Investments auf dem Gebiet der Produktsicherheit nach.

Fehlende Systeme Die drohende persönliche Haftbarkeit ist mit 63% der Antworten von Compliance-Experten aus 40 Industrieunternehmen der größte Motivator für das Top-Management, in Compliance-Systeme zu investieren. „Österreichische Unternehmen sind sich zwar der Bedeutung funktionierender Compliance-Systeme bewusst, es fehlt jedoch vielfach eine organisatorische Verankerung“, sagt Alexander Malkwitz, Partner bei A.T. Kearney und Studienleiter. Ein leistungsfähiges Compliance-System müsse

Persönliches Risiko

aber in die Prozesse integriert und mit ausreichenden Ressourcen ausgestattet sein. Außerdem bräuchte es umfassende Unterstützung vonseiten des Top-Managements und Akzeptanz auf allen Ebenen. „Ein immer komplexeres Netz von Vorschriften und eine wachsende Zahl

von Firmen, die gleichzeitig in unterschiedlichsten Rechtssystemen tätig ist, machen die Einhaltung aller relevanten Normen zu einer immer anspruchsvolleren Aufgabe“, sagt Malkwitz. Die meisten der im Rahmen der Studie befragten Experten erwar-

Auch in Österreich spielt das Thema Compliance eine immer wichtigere Rolle; das diesbezügliche Bewusstsein sei in den letzten Jahren zwar stark gewachsen, allerdings „fehlt vielfach noch die organisatorische Verankerung“, beschreibt Florian Haslauer, Partner und Country Head bei A.T. Kearney Österreich, die heimische Situation. „Die österreichischen Manager sind deshalb einem vergleichsweise hohen persönlichen Risiko ausgesetzt.“ www.atkearney.at

Google Zwischen Juli 2009 und Dezember 2012 haben US-Behörden 41.000 User-Daten vom Google-Konzern angefordert

Die sehr neugierigen Staaten von Amerika Wien. Was Datenschutzbelange angeht, stehen die USA derzeit am internationalen Medien-Pranger. Durch die Enttarnung des PRISMSpionageprogramms (in das über Umwege auch europäische Behörden und Geheimdienste involviert sind), hat nicht zuletzt auch der Ruf von Präsident Barack Obama ein wenig gelitten. Dass die Vereinigten Staaten ein recht

großes Interesse an den Früchten aus dem Nachbargarten haben, ist allerdings kein Geheimnis, das erst durch PRISM gelüftet wurde.

Steigende Tendenz Laut dem aktuellen Transparenzbericht von Google haben Vertreter der US-Administration zwischen

© panthermedia.net/Bastian Weltjen

U

nd wo stehen die Server? Mit dieser Frage werden die Anbieter von Cloud-Lösungen gern konfrontiert und seit Barack Obamas PRISM-Schnüffelprogramm auch immer öfter. Von US-Medien wurde sogar die unmittelbare Beteiligung von Unternehmen wie Facebook, Google oder Apple kolportiert, weshalb die globale Dementimaschine derzeit auf Hochtouren läuft. Welche Konsequenzen die Enttarnung von PRISM auf politischer Ebene möglicherweise auch haben wird – der Reputation von US-Unternehmen hat das Lauschlöffelspielzeug keinen guten Dienst getan (abgesehen von Planet-Facebook-Betreiber Mark Zuckerberg, dem Datenschutzgesetze nicht einmal der sprichtwörtliche ‚pain in the ass‘ sind). Egal ob amerikanische IT-Unternehmen in das PRISM-Programm eingebunden sind oder nicht: Das Vertrauen der Kunden in die datentechnische Diskretion der Firmen hat einen empfindlichen Kratzer abbekommen. US-Unternehmen sollten daher nochmals intensiv überdenken, mit welchen Cloud-Strategien sie auf dem europäischen Markt präsent sein wollen – und wie sie europäischen Kunden davon zu überzeugen gedenken, dass interne Dokumente nur von berechtigten Personen gelesen werden und nicht von fünf Millionen NSA-Mitarbeitern. Das wäre eine schöne Beschäftigung für den Sommer ...

Wien. „Compliance“ – vor einem knappen Jahrzehnt war das noch ein weitgehend unbekannter Begriff, der mittlerweile zu fast überdimensionaler Bedeutung aufgebläht ist. In einer komplex gewordenen Welt ist mit Compliance die Einhaltung der gesetzlichen, unternehmensinternen und vertraglichen Regelungen im Bereich des IT-Umfelds gemeint. Zu den Compliance-Anforderungen gehören in erster Linie Informationssicherheit, Verfügbarkeit, Datenaufbewahrung und Datenschutz – wobei die Anforderungen an effektive Compliance-Systeme aufgrund wachsender Regulierungsmaßnahmen weiterhin im Steigen begriffen sind. Vor allem in den Bereichen Produkt- und Datensicherheit sowie hinsichtlich Korruptionsthemen sollen in Zukunft vermehrt Compliance-Verstöße auftreten, wie aus einer internationalen Studie hervorgeht, in der die Unternehmensberatung A.T. Kearney eine industrieübergreifende Positionsbestimmung zum Thema Compliance vorgenommen hat.

© A.T. Kearney/Daniel Schvarcz

Chris Haderer

Regierungen und Behörden haben großes Interesse an den User-Daten von Google.

Juli 2009 und Dezember 2012 über 41.000 Mal sogenannte User Data Requests gestellt (siehe Infografik). Auf Platz zwei folgt Brasilien mit 12.997 Anfragen und auf Platz drei Indien mit 12.886 Anfragen. Der Nachbar Deutschland liegt mit 7.468 Anfragen auf Platz sechs im Auskunftsranking. Dass Österreich in der Statistik nicht aufscheint, hat seinen Grund: Laut Google gab es hierzulande noch keine behördlichen Auskunftsbegehren.

User-Daten sind aber nicht die einzigen Begehren, die an Google gerichtet werden. Regierungen und Behörden fordern oft auch die Sperre bestimmter Webseiten. Hier liegt Brasilien mit 697 Sperr-Anforderungen im zweiten Halbjahr 2012 in Führung, die USA liegen mit nur knapp halb so vielen Sperr-Wünschen (321) erst auf Platz 2. Bezogen auf Landesgröße und Einwohnerzahl, bringt es Deutsch-

land immerhin auf stolze 231 Sperr-Wünsche, gefolgt von Indien mit 160 Anfragen und der Türkei mit 157 Gesuchen. Insgesamt zeigt sich eine steigende Tendenz, sowohl bei Auskunftsbegehren als auch bei Sperranfragen; Gründe dafür sind sowohl eine Zunahme von illegalen Seiten als auch ein verstärktes Überwachungsbedürftnis verschiedener Regierungen und Behörden.  www.google.at


Freitag, 21. Juni 2013

I d e e & str at e gi e

medianet technology – 37

TU Wien Forscher arbeiten an der quantenphysikalischen Koppelung von Atomen an Glasfasern zur Entwicklung zukünftiger Kommunikationsnetzwerke

Globale Quantenkommunikation Chris haderer

Wien. Informationen über Kabel oder Funkwellen zu übertragen, ist kein besonderes Novum. Es gibt allerdings auch andere Varianten, an denen weltweit geforscht wird. An der TU Wien wurden beispielsweise Atome quantenphysikalisch an Glasfaserkabel gekoppelt. In Experimenten hat sich gezeigt, dass solche Glasfasern Quantenzustände lange genug speichern können, um zukünftig Atome über eine Distanz von Hunderten Kilometern miteinander quantenmechanisch zu verschränken. Damit ist ein Grundbaustein geschaffen, mit dem man ein globales Glasfaser-Quantenkommunikationsnetz aufbauen kann.

Atome und Informationen „In unserem Experiment verbinden wir zwei unterschiedliche quantenphysikalische Systeme“, sagt Arno Rauschenbeutel vom Vienna Center for Quantum Science and Technology und Atominstitut der TU Wien. „Einerseits nutzen wir Licht in Glasfaserkabeln, über die man Quanteninformation hervorragend transportieren kann, und andererseits Atome, mit denen man die Information sehr gut speichern kann.“ Indem man die Atome etwa 200 Nanometer entfernt von einer Glasfaser festhält, die selbst nur 500 Nanometer dick ist, kann man eine sehr starke Wechselwirkung zwischen Licht und Atomen erreichen – so lässt sich Quanteninformation zwischen den beiden Systemen austauschen. Dieser Austausch ist die Grundlage für Technologien wie Quantenkryptografie und Quantenteleportation.

Quantenaustausch „Derzeit gibt es unterschiedliche Ideen für Systeme, die sich für quantenmechanische Operationen und für Quanteninformationsaustausch zwischen Licht und materiellen Speichern nutzen lassen“, sagt Rauschenbeutel. Bei den meisten von ihnen sei es allerdings schwierig, Information effizient hineinzubringen und wieder herauszulesen. Bei der an der TU Wien entwickelten Technologie allerdings sei genau dieser Schritt sehr einfach in die Tat umzusetzen: „Ein ganz normales Glasfaserkabel, wie man es schon heute zur Datenübertragung verwendet, wird in den Versuchsaufbau hinein und wieder herausgeführt“, sagt Arno Rauschenbeutel. „Unser Quanten-Glasfaserkabel lässt sich also direkt in schon bestehende Glasfasernetze einfügen.“

Arno Rauschenbeutel (Vienna Center for Quantum Science and Technology und Atominstitut der TU Wien).

Unbeantwortet war bisher allerdings noch die Frage, ob eine Quanteninformation in den Atomen auch tatsächlich lange genug gespeichert werden kann, um eine quantenphysikalische Übertragung über lange Strecken zu ermöglichen. „Nach einer gewissen Zeit verlieren die Atome nämlich ihre eingeschriebene Information und geben sie an die Umgebung ab“, erklärt Rauschenbeutel; man spricht von „Dekohärenz“. An der TU Wien sei es allerdings „durch einige spezielle Tricks gelungen, die Kohärenzzeit der Atome trotz des kleinen Abstands zur Glasfaser auf mehrere Millisekun-

den zu verlängern“. In einer Millisekunde bewegt sich Licht in Glasfasern etwa 200 km weit – in dieser Größenordnung liegt daher die maximale Distanz, die auf diese Weise durch Verschränkung von Atomen überbrückt werden könnte. Quanten-Repeater könnten die Reichweite allerdings verlängern. „Wenn man mit unseren Glasfaser-AtomSystemen ein optisches Quantennetzwerk mit Repeater-Stationen aufbaut, dann könnte man rund um die Welt Quanteninformation übertragen und Quantenzustände teleportieren“, gibt sich Arno Rauschenbeutel zuversichtlich.    www.tuwien.at

© TU Wien (2)

Quantenphysikalische Übertragung klappt über Hunderte Kilometer hinweg.

Atome, gekoppelt an Glasfasern: ein weltumspannendes Kommunikationsnetz?


Fa c t s & f i g u r e s

38 – medianet technology

Freitag, 21. Juni 2013

Supercomputing Der mit Intel-Prozessoren bestückte „Milky Way 2“ bringt es auf eine Rechenleistung von 54,9 PetaFLOP/s

short

Umsatzrückgang bei steigendem Marktanteil

Der schnellste Computer der Welt steht in China

Österreich rangiert mit dem „VSC-2“ am Vienna Scientific Cluster auf Platz 238 der aktuellen Top 500-Liste.

Wien. „Jedes vierte Gerät im Client-Server-Umfeld in Öster-reich stammt von HP“, sagt Norbert Schöfberger, Generaldirektor von HP Österreich – und meint damit vor allem Geräte mit „klassischen“ Formfaktoren. Auf dem Tablet-Markt versucht sich das Unternehmen derzeit zu etablieren – und damit auch der Transformation des Markts zu entsprechen, die derzeit stattfindet. Im Fiskaljahr 2012 hatte das Unternehmen einen Umsatzrückgang auf 120,4 Mrd. USD (89,98 Mrd. €) hinnehmen müssen, von 127,4 Mrd. (95,21 Mrd. €) im Jahr 2011. „Das Geschäftsjahr war allerdings auch nicht zwingend auf Umsatzsteigerungen ausgelegt, sondern auf die Steigerung der Rentabilität“, sagt Schöfberger. „Wir haben in Österreich zwar bei den Marktanteilen zugelegt, sind aber vom Umsatz nicht ganz dort, wo wir im Vorjahr waren.“ Was den Cloud-Markt angeht, habe HP derzeit weltweit etwa 1.000 Cloud-System Kunden, in Österreich lägen die Anwenderzahlen „im zweistelligen Bereich mit einer ‚Eins‘ davor“, sagt Schöfberger. Detail am Rande: Die extrem energieeffizienten „Moonshot“Server wurden von IDC zum interessantesten Serverprojekt der letzten 15 Jahre kürt.  www.hp.com/at

© Sennheiser

Sennheiser will den Office-Markt erobern

Sennheiser-Headsets für den Einsatz in Office-Umgebungen.

Wien. Der Microsoft Gold Certified Partner infoWAN kooperiert mit dem Audiohersteller Sennheiser. Als „Authorized Sennheiser Partner Telecom“ wird ‚infoWAN‘ die OfficeLösungen von Sennheiser anbieten. Dieser Geschäftsbereich fokussiert sich auf technisch anspruchsvolle Audiolösungen für die Ausstattung von Büroumgebungen. Das infoWAN-Dienstleistungsportfolio umfasst dabei den gesamten IT-Lebenszyklus von der Technologieberatung über die Konzeption, der Umsetzung kundenspezifischer Lösungen bis hin zu Schulung und Support.  www.infowan.de  www.sennheiser.com

Intel an der Spitze An der Supercomputing-Spitze herrscht seit jeher ein reger Wettkampf zwischen den Herstellern – den (für den Moment) der Prozessorhersteller Intel für sich entscheiden konnte: Erstmals seit 1997 ist ein ausschließlich mit Intel-Prozessoren bestückter Supercomputer an der Spitze der Top 500-Liste der Supercomputer zu finden. Es handelt sich dabei um das System „Milky Way 2“ mit 48.000 Intel Xeon Phi Co-Prozessoren sowie 32.000 Intel Xeon Prozessoren und einer maximalen Rechenleistung von 54,9 PetaFLOP/s (Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde). Auf Platz zwei der 41. Ausgabe der Top 500-Liste liegt der „Titan” des Oak Ridge National Laboratory. Österreich liegt mit dem „VSC-2“ des Vienna Scientific Cluster (153 Billionen Gleitkommaoperationen pro Sekunde oder auch TeraFLOP genannt) auf Platz 238. Mehr als 80% (insgesamt 403 Systeme) der Supercomputer der Top

Der „Milky Way 2“-Supercomputer des National Supercomputing Center in Guangzhou, China: ausschließlich „Intel Inside“.

500-Liste werden von Intel-Prozessoren angetrieben. Außerdem basieren 98% der neu in der Liste vertretenen Systeme auf Intel Prozessoren, 11% der in der Juni-Liste aufgeführten Systeme setzen auf dem Intel Xeon Phi Co-Prozessor auf, darunter Supercomputer der Petaflop-Klasse wie der erwähnte „Milky Way 2“ und der „Stampede“ mit 8,5 PFLOP/s.

2600 v2 auf Basis der Ivy BridgeArchitektur und 48.000 Intel Xeon Phi Co-Prozessoren mit einer Gesamtleistung von 17,8 MW. Der Supercomputer nutzt eine „neoheterogene Architektur“, bei der die Hardware-Architektur über mehrere Klassen von ComputingFunktionen verfügt, auf die über ein gemeinsames Programmiermodell zugegriffen wird. Für die Leistung und Energieeffizienz des Systems sorgen die kommenden Prozessoren der 22nm Intel Xeon E5-2600 v2 Produktfamilie. Neben „Milky Way 2“ basieren zwei weitere Supercomputer der aktuellen Top 500-Systeme von Bull (Rang 54 mit 557 TFLOP/s und Rang 329 mit 139 TFLOP/s) auf diesen Prozessoren. Sie bieten eine

Kommende Prozessoren Das „Milky Way 2“-System wurde für das National Supercomputing Center in Guangzhou, China, gebaut (landessprachlich wird das System „Tianhe 2“ genannt). Es besteht aus 32.000 der kommenden 12-Core Intel Xeon Prozessoren E5-

Rechenleistung von 259 GFLOP/s pro Sockel. Dies entspricht einer Steigerung um 56% gegenüber der vorherigen Generation.

Anerkannte Quelle Die halbjährliche Top 500-Liste der Supercomputer geht übrigens auf Hans Meuer von der Universität Mannheim, Erich Strohmaier und Horst Simon vom US Department of Energy National Energy Forschung Scientific Computing Center und Jack Dongarra von der University of Tennessee zurück. Sie ist eine anerkannte Messgröße für die Leistungsverteilung im weltweiten Supercomputing.  www.intel.com  www.top500.org

INiTS Starthilfe für die Entwicklung eines Kamera-Stabilisierungssystems für Helikopter und einer GPS-Indoor-Navigation

Erfolgreiche Start-up-Finanzierung in Wien Wien. Dem Business-Inkubator INiTS Universitäres Gründerservice GmbH ist die erfolgreiche Finanzierung von zwei Wiener Hightech-Start-ups gelungen. Konkret handelt es sich um ein Innenraum-Navigationssystem der indoo.rs GmbH sowie um unbemannte Kamerahelikopter und Kamerastabilisierungssysteme der Dynamic Perspective GmbH. „‚indoo.rs‘ und ‚Dynamic Perspective‘ entwickeln internationale State of the Art-Technologien“, sagt Irene Fialka, Geschäftsführerin von INiTS. „Durch die nun gelungenen Finanzierungen können beide ihr volles Marktpotenzial schneller ausschöpfen. Unsere Unterstützung bei der Investorensuche leistet damit einen wichtigen Beitrag für den nachhaltigen Geschäftserfolg von Start-ups.”

Indoor-Navigation „Als es für uns hieß, Investoren zu finden, war unsere Basistechnologie zwar auf Schiene, wir hatten aber keine Vorstellung zur Preisgestaltung bzw. zum Geschäfts-

modell“, sagt Bernd Gruber, Gründer und COO der indoo.rs GmbH. „Gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern vom INiTS haben wir genau das alles erstellt – und 18 Monate nach der Firmengründung gleich drei Investoren an Bord holen können.” Das Unternehmen entwickelt ein System zur punktgenauen Lokalisierung und Navigation in Innenräumen – also dort, wo GPS-Signale oftmals nicht empfangen werden können. Das System funktioniert auf allen smarten Endgeräten und für alle Kartentypen.

Helikopter-Videos Dynamic Perspective, die zweite gelungene Finanzierung, entwickelt Stabilisierungssysteme für Kameras für den Präzisionseinsatz in unbemannten Helikoptern. Diese können stationär in der Luft verharren sowie Bilder „im Vorbeiflug” einfangen – wobei die Vibrationen des Fluggeräts automatisch ausgeglichen werden. Spannend ist dieses Angebot nicht nur für den Überwachungsbereich,

© INiTS/Martina Draper

Norbert Schöfberger, seit einem Jahr Generaldirektor von HP Österreich.

Wien. Größer, besser, schneller: Dieses Motto ist in der IT-Branche recht weit verbreitet, vor allem wenn man in Bereiche des HighPerformance- oder Super-Computings vorstößt. In diesen Regionen sind nicht zuletzt Simulationssysteme zu Hause (beispielsweise für Klima-Analysen), die extreme Rechenkapazitäten erfordern. Laut dem Marktforscher IDC wird der Markt für High Performance Computing-Server in den nächsten vier Jahren jährlich um rund 36% von derzeit 11 Mrd. USD (ca. 8,22 Mrd. €) auf 15 Mrd. USD (11,21 Mrd. €) anwachsen.

© top500.org

© Chris Haderer

christoph fellmer

Irene Fialka, Geschäftsführerin des erfolgreichen Business-Inkubators INiTS GmbH.

sondern laut Dynamic PerspectiveGeschäftsführer Peter Morawitz auch „für alle Arten der Film- und TV- sowie Geomatikanwendungen. Weltweit entwickelt sich der Bedarf für diese Technologie rasch, genauso wie die Technologie selber. Damit wir unsere Führungsposition halten und ausbauen

können, war ein Business Angel Investor wichtig, der das Umfeld versteht und die Firma mit mehr als nur Kapital unterstützen kann; dank ‚INiTS‘ fanden wir diesen innerhalb von weniger als sechs ­Monaten.”  www.inits.at  www.indoo.rs  www.dynamicperspective.com


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 21. Juni 2013

medianet technology – 39

VMware Ein Drittel der Angestellten würde laut Studie den Arbeitsplatz wechseln, um eigene Geräte verwenden zu dürfen

short

BYOD wird zum Argument für die Arbeitsplatzwahl chris haderer

Die HTL Rennweg wurde für die Applikation „remotely“ auszeichnet.

Alexander Spörker, Country Manager VMware Österreich: „Unternehmen müssen bei BYOD noch sehr stark aufholen.“

„Die neue Generation der Mitarbeiter nutzt mobile Geräte zu ihrem Vorteil – um effizienter und produktiver arbeiten zu können“, sagt Alexander Spörker, Country Manager VMware Österreich. „Viele Unternehmen müssen hier noch aufholen: Werden Mitarbeiter nicht mit den nötigen mobilen Arbeitsgeräten versorgt, werden sie selbst die Initiative ergreifen und den Wandel herbeiführen. Zukunftsorientierte Unternehmen erkennen diesen Trend und setzen auf offiziell genehmigte mobile Arbeitsrichtlinien – nicht zuletzt, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Mehr als drei Viertel (80%) der IT-Entscheider gaben an, BYOD bereits einzusetzen oder dem-

nächst einführen zu wollen. 22% der Befragten nutzen Bring-YourOwn-Device, um begehrte Talente anzuwerben oder um sie im Unternehmen zu halten.

Technologischer Wandel Mehr als ein Drittel der befragten IT-Leiter gab zu Protokoll, dass sie im Jahr 2013 Strategien und Richtlinien entwickeln, damit mobiles und vom Arbeitsplatz losgelöstes Arbeiten nicht mehr als Ausnahme gilt, sondern zum Standard wird. Fast die Hälfte (44%) der befragten Unternehmen in Deutschland hat BYOD-Richtlinien bereits umgesetzt. Damit sind sie sogar führend im Vergleich zu anderen eu-

ropäischen Ländern, in denen im Durchschnitt nur ein Drittel solche Richtlinien verfolgt. „Unternehmen müssen versuchen, die Balance zwischen einer flexiblen Arbeitskultur und dem Schutz der Unternehmens- und Kundendaten zu halten“, sagt Spörker. „Wir erleben derzeit einen technologischen Wandel und dieser bringt neue Herausforderungen für das Management und die Sicherheit der IT mit sich. Darin liegt allerdings auch eine große Chance. Wir sind überzeugt, dass moderne IT-Konzepte Arbeitskräfte innovativer und produktiver werden lassen und Unternehmen so einen Wettbewerbsvorteil erlangen können, ohne Sicherheit einzubüßen.“

Die von Vanson Bourne durchgeführte Studie beleuchtet auch Sicherheitsaspekte. So glauben beinahe zwei Drittel der IT-Verantwortlichen, dass Unternehmensinformationen auf privaten Geräten gespeichert werden; 50% von ihnen vermuten, dass es sich dabei um sensible Geschäftsinformationen handelt – ein berechtigter Verdacht, denn 33% der befragten Angestellten waren überzeugt, dass die Daten, die sie auf ihren privaten Geräten speichern, nicht geschäftskritisch sind. Nur 23% der Arbeitnehmer würden jedoch so weit gehen, ein Verbot der IT-Abteilung von mobilen Geräten und Applikationen zu umgehen.  www.vmware.at

Microsoft Laut einer aktuellen Studie fehlt es in den Unternehmen massiv an zeitgemäßen Kommunikationsinstrumenten

Wandel in der Unternehmenskommunikation Produktivitäts-Zuwachs durch den Einsatz von Social Networks betonen, werden doch in vielen Unternehmen gerade diese Tools noch blockiert. „Microsoft beschäftigt sich seit Jahren mit dem neuen Arbeiten – wir verstehen darunter mobiles, orts- und zeitunabhängiges Arbeiten mit-hilfe modernster

Technologien. Ein zentraler Bestandteil dieses neuen Arbeitens ist ‚Enterprise Social‘; dadurch schaffen wir im Unternehmen mehr Effizienz in der Zusammenarbeit. Das leben wir auch in unserem Büro in Wien vor“, sagt Georg Obermeier, CEO von Microsoft Österreich.

© Chris Haderer

Gesteigerte Produktivität

Sieht neue Arbeitsmodelle kommen: Georg Obermeier, CEO Microsoft Österreich.

Rund ein Viertel der Befragten ist überzeugt, dass Social Tools (zum Beispiel Online Audio/Video Conferencing, Instant Messaging, etc.) sie bei ihrer Arbeit gezielt unterstützen und ihre Produktivität deutlich verbessern würden. Allerdings: Fast die Hälfte der Unternehmen blockiert derzeit externe Soziale Netzwerke (42%) oder BlogPlattformen (28%). „Damit liegt Österreich leider im Trend“, sagt Obermeier: Europaweit gaben 27% der Befragten an, dass ihre Unternehmen die Bedeutung von Social Tools noch unterschätzen und deren Nutzung stark einschränken. Mehr als 37% gaben an, dass in den Unternehmen nicht ausreichend Social Tools für Collaboration zur

Verfügung stehen. 18% der Mitarbeiter sind sogar bereit, selbst in Social Tools zu investieren, um die Effizienz in der Zusammenarbeit mit den Kollegen zu verbessern. „Die jungen Mitarbeiter wissen heute bereits um den Nutzen von Social Tools im Arbeitsumfeld Bescheid“, kommentiert Georg Obermeier. „Aber in den Unternehmen ist hier noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten – das neue Arbeiten beginnt in Österreich gerade erst Einzug zu halten. Aber wir sind überzeugt, dass ‚Enterprise Social‘ genauso wenig aufzuhalten sind, wie mobiles, orts- und zeitunabhängiges Arbeiten; das geht mittlerweile Hand in Hand.“ Einer der Hauptgründe, warum Unternehmen in Österreich Social Tools im Arbeitsumfeld skeptisch gegenüberstehen, sind nach wie vor Sicherheitsbedenken (Einschätzung bei 70% der Befragten). Darüber hinaus befürchten nach Einschätzung der Befragten aber 60% der heimischen Unternehmer, dass die Produktivität der Mitarbeiter eher abnimmt als steigen wird.    www.microsoft.at

Auszeichnung für „SIM Box Detection Service“

© T-Systems

Produktive Mechanismen

Wien. Was die Unternehmenskommunikation angeht, ist Österreich kein Land der Social Networks. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie, die vom Marktforscher Ipsos im Auftrag von Microsoft zum Thema „Enterprise Social” durchgeführt wurde. Auch wenn mehr als 36% der Angestellten den

Wien. Beim größten österreichischen Schülerwettbewerb „Jugend Innovativ“ vergab T-Systems im Rahmen des Bundesfinales in Wien den Sonderpreis „idea.goes.app 2013“. Gemeinsam mit Wirtschaftsund Jugendminister Reinhold Mitterlehner überreichte Martin Katzer, Geschäftsführer T-Systems Österreich, den fünf Gewinnern der HTL Rennweg den Award für die Applikation „remotely“. Dabei handelt es sich um eine Präsentationsplattform, die eine zentrale Verwaltung und innovative Steuerung von Präsentationen ermöglicht. Auf der Plattform können Präsentationen im HTML5- und PDF-Format hochgeladen und anschließend per Link oder QR-Code mit den Zuhörern geteilt werden.  www.t-systems.at

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Wien. Der „Bring-Your-OwnDevice“-Trend (BYOD) scheint Unternehmen in Zugzwang zu bringen: Auf der einen Seite stellt die Integration unterschiedlichster Endgeräte in sichere Unternehmensnetze einen nicht unwesentlichen Aufwand dar, auf der anderen Seite erwägt mehr als ein Drittel der Angestellten (35%), den Arbeitsplatz zu wechseln, wenn sie ihre mobilen Endgeräte nicht für die Arbeit nutzen dürften. Die Zahl entspringt einer vom Marktforscher Vanson Bourne im Auftrag des Virtualisierers VMware durchgeführten Studie. Derzufolge werden IT-Abteilungen gegenwärtig den Anforderungen der Mitarbeiter nicht gerecht. Immerhin 45% der IT-Entscheider in Deutschland räumten ein, dass ihre Abteilung den Bedarf der Mitarbeiter im ganzen Unternehmen an mobilen Geräten nicht decken kann.

© T-Systems

Unternehmen müssen verstärkt auf die technologischen Anforderungen ihrer Mitarbeiter eingehen.

Auszeichnung für App der HTL Rennweg

Stefan Amon und Nina LeindeckerPurrer, Head of Marketing Wholesale.

London/Wien. Die Telekom Austria Group wurde vom englischsprachigen Fachmagazin Global Telecoms Business (GTB) mit einem „Innovation Award“ für den erfolgreichen Launch des Services „SIM Box Detection Service“ ausgezeichnet. Die Telekom Austria Group hat den Innovation Award dank des für die Wholesale-Branche untypischen Kommunikationskonzepts erhalten und dank der Produktfeatures, die auf die wachsende Problematik der Netzbetreiber mit Betrugsszenarien ausgerichtet sind. „SIM Box-Betrug ist ein zunehmendes Problem für Netzwerkbetreiber weltweit“, sagt Stefan Amon, Leiter des Bereichs Wholesale, Telekom Austria Group. „Telekommunikationsanbieter verlieren durch den Betrug unwissentlich bis zu sechs Prozent ihres Sprachumsatzes. Umso erfreulicher, dass unser Service, den wir seit heuer im Februar global anbieten, mit diesem renommierten Preis ausgezeichnet wurde. Für uns ist diese Auszeichnung gleichzeitig auch Motivation, uns noch mehr für die Interessen unserer Kunden und ­Partner einzusetzen und ihre Unter­nehmen durch noch ­klügere Innovationen zu ­schützen.“ Dem Launch des Services ging eine etwa einjährige Entwicklungsphase voraus.  www.telekomaustria.com


Tool s & s e r v i c e s

40 – medianet technology

Test Das „Xperia Z Tablet“ von Sony ist ein gelungenes Stück Hardware mit interessanten Funktionen auf Android-Basis

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Badewannengeeignetes Tablet im Designer-Outfit © Canon

Neue Projektorenserie für Präsentationen

Das Gerät ist mit 6,1mm extrem dünn und zeichnet sich durch Staub- und Wasserresistenz aus.

Neue XEED-Serie von Canon: auch für kleine Räume geeignet.

Chris haderer

Wien. Canon hat eine neue Projektorenserie vorgestellt, die aus den zwei Standardmodellen XEED WUX450 (4.799 €) und XEED WX520 (4.549 €) sowie den beiden Short-Throw-Modellen XEED WUX400ST und XEED WX450ST (noch keine Preisangabe) besteht. XEED WUX450 und XEED WX520 sind mit einem 1,8fach Zoomobjektiv ausgestattet, das praktisch über den gesamten Zoombereich eine gleichbleibende Helligkeit erzielt. Das vollständig neu konstruierte Objektiv arbeitet mit einer konstanten Blende von 2,8. Daraus ­resultiert eine nahezu konstante Helligkeit auch im Telebereich. Die Modelle WUX400ST und XEED WX450ST basieren auf der gleichen Hardware-Plattform, sind jedoch mit einem völlig neu konstruierten CanonWeitwinkelobjektiv ausgestattet, das eine Projektionsdiagonale von 2,54 m aus einem Abstand von 1,2 m erlaubt.    www.canon.at

Ein Tablet für die Badewanne: Das Xperia Z von Sony ist nur schwer umzubringen.

Größenvergleich: das Xperia Z Tablet und sein Vorläufer, das Xperia Z Smartphone.

Neue Primavera-Version von Oracle verfügbar

© Sony (3)

Schlanker Body: Das Xperia Z Tablet liegt gut in der Hand – ohne Muskelkaterrisiko.

Wenn Hersteller spezielle Produktfeatures besonders hervorheben (wie beispielsweise extreme Stoßfestigkeit), dann freut das auch den Tester. In diesem Fall verspricht Sony besondere Widerstandsfähigkeit gegen Wasser und Staub (entsprechend der IP55/ IP57-Zertifizierung) – was im Test auch prompt bestätigt wurde: Das Gerät überstand problemlos den Einsatz im Regen, einen Test unter

der Dusche und einen Badeausflug ins Burgenland (wobei auch der eiskalte Neufeldersee keine Bedrohung für das Xperia Z-Tablet darstellte). Diese Robustheit macht das mit Android 4.1 (Jelly Bean) ausgestattete Tablet extrem sympathisch, auch was die griffige Ausführung der Rückseite angeht.

Kleine Mankos Einen Minuspunkt bekommt das Tablet für die integrierte 8-Megapixel-Kamera, die oft erstaunlich blasse Bilder liefert (was seltsam ist, da die Kameras zu Zeiten von Sony Ericsson hervorragend waren). Auch der Klang des Geräts macht nicht wirklich glücklich, trotz des „S-Force Front-Surround 3D Audiosystems“: Leider beginnen die verbauten Boxen relativ schnell zu klirren, sodass sich die Verwendung von Kopfhörern oder externen Audiolösungen empfiehlt. Dennoch: Alles in allem ist das Xperia Z Tablet ein ordentliches Gerät, mit dem Sony seine Claims sichtbar abgesteckt hat (Preise: 639 €/LTE; 499 €/16GB/WLAN; 549 €/32GB, WLAN). Über das AndroidBetriebssystem hinaus sind auch eine Reihe von Sony-Erweiterungen vorinstalliert (darunter Walkman, Sony Select, TrackID, Sociallife, PlayNow, Smart Connect und Xperia Link). Mit an Bord ist auch ein Infrarot-Beamer, was den Einsatz des Geräts als Fernbedienung für TV- und HiFi-Geräte erlaubt (bei Verwendung entsprechender Apps). Für die Spieler ist auch der Anschluss eines PS3-Controllers vorgesehen. Zur Speichererweiterung ist ein MicroSD-Slot vorhanden; Daten können auch mit NFCfähigen One-Touch-Funktionen übertragen werden. www.sony.at

Test Die Nikon „Coolpix S9500“ ist sehr gut ausgestattet, hat aber leichte Probleme bei schlechten Lichtverhältnissen

Alltagstaugliche Kamera mit feinem Outfit Wien. Die gute Nachricht zuerst: Was die Ausstattung anbelangt, gehört die „Coolpix S9500“ (329 €) zu den besten Reisekameras mit Zoom-Objektiv ihrer Klasse. Sie liegt nicht nur sehr gut in der Hand und ist schnell schussbereit – mit ihrem 22fach-Zoom (25 bis 550 mm Brennweite) deckt sie außerdem einen sehr großen Bereich ab. Eine Augenfreude ist auch das 3-ZollDisplay auf der Rückseite, das ein kontrastreiches OLED-Display mit 614.000 Pixel Auflösung vorweisen kann. Es ist gegen Spiegelungen weitgehend immun, weshalb auch Fotos im grellen Sonnenlicht gut justiert werden können. Weitere Pluspunkte der S9500 sind das eingebaute GPS-Modul, das zu jedem Bild auch Standortdaten aufzeichnet, sowie das WiFi-Feature; durch Letzteres können Bilder drahtlos auf den PC (oder Smartphones/Tablets) übertragen werden – im Test sehr unkompliziert.

Gute Akkuleistung Als solide Alltagskamera zeigte die S9500 im Test im Weitwinkel-

bereich keine nennenswerte Auslöseverzögerung bis zum ersten Bild; im Telebereich brauchte der Autofokus ebenfalls unter einer Sekunde. Serienaufnahmen gelingen mit knapp siebeneinhalb Bildern pro Sekunde. Im Test reichte eine Akkuladung für etwa 400 Bilder, wobei dieser Wert auch von Betrieb des Displays abhängig ist. Im Full-HD-Modus reichte eine Akkuladung für knapp eineinhalb Stunden Videoaufzeichnung – was durchaus konkurrenzfähig mit „echten“ Videokameras ist.

Das 7,5 cm OLED-Display gewährt auch im grellen Sonnenlicht eine gute Sicht.

© Nikon

© Dell

NSA-Serie für kleine und mittlere Unternehmen

Wien. Dell hat eine neue Sonic­ Wall Network Security Appliance (NSA)-Serie mit 6 bis 24 Kernen vorgestellt, die mittleren Unternehmen, Zweigniederlassungen, Schulen und Behörden einen mehrdimensionalen Schutz vor Bedrohungen und eine effektive Anwendungskontrolle bietet. Sie bietet erstmals 10 GBE-Schnittstellen in ihrem Segment sowie eine SinglePass-Reassembly-Free Deep Packet Inspection (RFDPI)-Engine für geringe Latenzzeiten.  www.dell.com

Wien. Es war einmal ein Knick … Der ist jetzt weg, glücklicherweise, weshalb das „Xperia Z“ Tablet von Sony viel besser in der Hand liegt als die frühen Tablet-Interpretationen des Japaners, deren Rückseiten durch seltsame Design-Aufbauten verstümmelt waren. Das Xperia Z Tablet ist eines der flachsten Geräte, die derzeit am Markt zu haben sind (nur 6,9 mm dick), und auch das geringe Gewicht von nur 500 g macht es zu einem angenehmen Reisebegleiter. Das Display des 10,1-Zöllers bringt es auf eine Auflösung von 1.900x1.200 Bildpunkte, was in einer ausgezeichneten Darstellung resultiert. Von den Zahlen her ist die Auflösung zwar geringer als beispielsweise beim iPad 4 von Apple, allerdings ist der Unterschied mit freiem Auge kaum wahrnehmbar. Auch bei starkem Sonnenlicht ist das Bild gut zu erkennen; die Zeichnung ist scharf und lässt keine Wünsche offen – eher schon können Fingerabdrücke die Bildqualität drosseln, da das Display diese förmlich anzieht. Hinter der hochwertigen Darstellung steht übrigens die Mobile Bravia Engine 2, die der TV-Linie von Sony entspringt.

Unter der Dusche

Wien. Oracle hat „Primavera Inspire for SAP 8.0“ angekündigt. Durch die erweiterte Inter­operabilität zwischen „Primavera P6 Enterprise Project Portfolio Management“ und projekt­bezogenen ERP-Anwendungen von SAP hilft die neue Version dabei, Datensilos und ineffiziente Prozesse zu eliminieren. Führungskräfte und Projektmanager können die Planung und Abwicklung kapital­ intensiver Großprojekte sowie von Instandhaltungsmaßnahmen verbessern.  www.oracle.com

Die NSA-Serie von Dell bietet eine 10GB Ethernet-Schnittstelle.

Freitag, 21. Juni 2013

Leichtes Bildrauschen Minuspunkte sammelte die Coolpix S9500 im Test allerdings – trotz ihres 18 Megapixel-Sensors – in Sachen Bildqualität. Sie ist zwar in jeder Hinsicht alltagstauglich, allerdings ist bei schlechten Lichtverhältnissen schon ab einer Empfindlichkeit von ISO 400 ein leichtes Bildrauschen bemerkbar. Das trübt den Gesamteindruck des an sich recht solide gebauten Geräts leider ein wenig.  www.nikon.at

Kompakt, solide, formschön und alltagstauglich: die neue Nikon Coolpix S9500.


medianet

inside your business. today.

freitag, 21. juni 2013 – 41

Trailer auf Schiene

CargoBeamer startet sein neues Verladekonzept auf ersten beiden Routen  Seite 43

© Agrana/Voraberger

© CargoBeamer

industrialtechnology Agrana baut aus

Das neue Weizenstärkewerk in Pischelsdorf wurde kürzlich eröffnet  Seite 44

unger steel stahlbaupreis 2013 © Unger Steel Group/Andi Bruckner

Volumen steigt ebenso wie Anforderungen

© Still

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Hamburg. Mit seiner branchenweit einzigartige iPadApplikation „Still Easy“, die gleichzeitig ein innovatives Marketingtool für den internationalen Vertrieb sowie digitales Produkterlebnis für Kunden und Interessenten ist, hat der Intralogistiker Still den ­„Deutschen Preis für Wirtschaftskommunikation“ gewonnen. Herzstück der App ist der sogenannte ProductSelector, das ist ein interaktiver, virtueller Showroom, der sich an den individuellen Anforderungen des jeweiligen Nutzers orientiert.  www.still.de

© EPA/Uwe Zucchi

Wien. Anfang dieser Woche ist das Förderprogramm „Anschlussbahn- und Terminalförderung 2013“ des Klimaund Energiefonds gestartet worden. Mit insgesamt acht Mio. € Förderbudget werden einerseits die konkrete Errichtung und Erweiterung von Anschlussbahnen und Terminals gefördert, andererseits auch Konzepte und Machbarkeitsstudien finanziert, die Optimierungspotenziale für Unternehmen aufzeigen. Der Schwerpunkt liegt hier bei Logistikkonzepten, die die gesamte Lieferkette des Unternehmens verbessern, wie etwa die Reduzierung von Leerfahrten oder die Routenoptimierung.  www.klimafonds.gv.at

© Kapsch/Oliver Baendl

Große Herausforderungen Der Boom im E-Commerce eröffnet der Logistikbranche zwar interessante Wachstumsmöglichkeiten, gleichzeitig steigen aber auch in Anforderungen hinsichtlich Service und Tempo.  Seite 42 Plus 8% USA bleiben weiter wichtigster Zielmarkt

Made in Germany ist bei Maschinen und Anlagen weiterhin sehr gefragt.

Frankfurt. Trotz eines insgesamt schwierigen konjunkturellen Umfelds konnte der internationale Handel mit Maschinenbauprodukten 2012 um knapp acht Prozent gesteigert werden. Weltweit wurden Maschinen für rund 931 Mrd. € exportiert. Mit einem Anteil von 16,1% hat Deutschland zwar leicht verloren (2011: 16,5%), bleibt aber nach wie vor Nummer eins, gefolgt von den USA mit 12,1% (2011: 11,3%) und China mit 11,2% (2011: 10,2%). Weltgrößter Zielmarkt sind die USA, in die 12% aller exportierten Maschinen gehen.  www.vdma.org

Hödlmayr nimmt weiter Fahrt auf

© Hödlmayr International

Steigerung der Maschinenexporte

© Bosch

Wien. Kapsch TrafficCom hat einen Fünf-Jahres-Auftrag von der Canadian Tolling Company International Inc. (Cantoll) erhalten. Kapsch soll die nächste Generation des TDMA V6 Interior Transponders, die sog. On-Board-Unit, für die Autobahn 407 ETR in der Metropolregion Toronto in der kanadischen Provinz Ontario liefern. Der Auftragswert über die fünfjährige Laufzeit hinweg wird auf 30 Mio. USD geschätzt. Kapsch wird voraussichtlich im dritten Quartal 2014 mit der Lieferung der neuen Transponder beginnen.  www.kapsch.net

Expansion Übernahme stärkt Präsenz in Benelux

Der OÖ Automobillogistiker baut Netzwerk und Marktstellung weiter aus.

Schwertberg. Hödlmayr, Spezialist für Fahrzeugtransporte, erweitert sein europäisches Logistiknetzwerk. Die niederländische Tochter Hödlmayr Logistics Netherlands B.V. übernimmt die Autotransportsparte der Lucas Logistics Autotransport B.V. mit 50 Mitarbeitern, 45 Autotransportern und einem Geschäftsvolumen von rund 90.000 Fahrzeugen jährlich. In Kombination mit dem bereits bestehenden Logistik-Compound in Belgien stärkt der österreichische Logistiker damit seine ­Marktpräsenz in den Benelux­ staaten deutlich.  www.hoedlmayr.at


c ov e r

42 – industrialtechnology

kommentar

Logistik über den Tellerrand

Freitag, 21. Juni 2013

Oliver Wyman-Studie Wachsender Online-Handel erfordert von der Logistikbranche neue Konzepte

E-Commerce bringt Chancen und Probleme ausbauen, zugleich aber nehmen auch die Anforderungen drastisch zu. Der Wettbewerb wird schärfer und erfordert Innovation und Schnelligkeit.“ Große Online-Händler wie Amazon haben im Laufe der Jahre ihren Auslieferungsservice kontinuierlich verbessert und den Markt damit deutlich weiterentwickelt. Lieferzeiten von nur einem Tag sind schon fast Standard und am nächsten Schritt – der Zustellung am Bestelltag – wird bereits gearbeitet. Denn Tempo ist beim Kauf auf Click ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. In Köln testet DHL derzeit in Kooperation mit dem Onlinelebensmittelhändler „Gourmondo“ die Auslieferung noch am Bestelltag. Und nach dem Ausbau der Regionallager durch Amazon steht die Ausweitung des „Evening Express“ in die sogenannte SameDay-Lieferung für viele Städte in Deutschland kurz bevor.

britta biron

A

uf der diesjährigen ‚transport logistic‘ stellten zwölf europäische Lebensmittel-Logistiker das neue ‚European Food Network‘ vor, mit der Lebensmittelsendungen im plusgradigen Bereich europaweit nach einheitlichen Standards befördert werden. Dies beinhaltet definierte Leistungs- und Qualitätskriterien für die Kunden sowie gemeinsame interne Standards, beispielsweise für Prozesse, Dokumentation, ITSchnittstellen und Haftung. Das Ergebnis: Europaweite Lebensmittellogistik wird schneller, transparenter und verlässlicher. Der Grund für den Zusammenschluss, so Alfred Miller, Food Logistic-GF bei Dachser – Systemführer innerhalb des Netzwerks – sei die Tatsache, dass über die Hälfte der Lebensmittellogistik-Ausschreibungen mittlerweile transeuropäischen Charakter haben und man damit dem Wunsch von Handel und Hersteller nach ‚grenzenlosen‘ Lösungen entspräche. Gemeinsam erwirtschaftet das European Food Network 1,2 Mrd. Euro Umsatz, verfügt über annähernd eine Million foodkonditionierte WarehouseStellplätze sowie rund 3.500 Fahrzeuge. In den nächsten Monaten sollen weitere Partner dazukommen. Ziel sei es, so Miller, das führende Netz für innereuropäische ­Lebensmitteltransporte zu werden.

DB Schenker 1.Platz

© Die Fotografen

Trigos Award

Hannes Egger (re.) von DB Schenker Tirol mit der Auszeichnung.

Wien. Die Geschäftsstelle Tirol der Schenker & Co AG wurde mit dem „Trigos-Award 2013“ ausgezeichnet. Der Preis wird an jene Firmen vergeben, die ihre gesellschaftliche und ökologische Verantwortung über das gesetzliche Maß hinaus wahrnehmen. Im Rahmen der „Green Logistics“-Initiativen wird nicht nur der Transport nach ökologischen Kriterien ausgerichtet, sondern auch Transparenz bei den Kunden hergestellt: Mittels eines Online-Tools kann die Öko-Bilanz des Transports berechnet und durch Investitionen in Umweltprojekte kompensiert werden.  www.dbschenker.at

München. Das E-CommerceGeschäft boomt: Urlaubsreisen und Konzertkarten, Elektrogeräte und Mode, Bücher, DVDs oder Kosmetik – kaum eine Produktgruppe, die der Konsument nicht einfach online kaufen kann. Allein in Westeuropa verzeichnet die E-Commerce-Branche jährliche Wachstumsraten von zehn bis 15%, allein in Deutschland entfielen 2012 fast 30 Mrd. € Umsatz auf das Online-Shopping – fast doppelt so viel wie im Jahr

„‚Multi-Touchpoint‘Auslieferoptionen und flexibles Routing sind ebenso erforderlich wie innovative ‚Same-

Michael Lierow: „Business as usual – das wird immer weniger funktionieren.“

Kunden als Konkurrenten

Day‘-Lösungen.“

Dafür stellen E-Commerce-Unternehmen ihre Lagerlogistik von „zentral“ auf „regional“ um und arbeiten an Direktüberstellungen in die Auslieferdepots von Logistikern. Die Bedeutung von Outbound-Sortierung und Hauptlauf wird über die Zeit sinken und kann zu potenziellen Auslastungsproblemen der Depots und Netzwerke führen. Einen großen Vorteil haben Multi-Channel-Unternehmen, die teilweise schon über Regionallager in der Nähe ihrer Ladenflächen verfügen; Logistiker brauchen daher ein hohes Maß an Flexibilität und Agilität in puncto letzte Meile, um die Vielzahl von Bestellungen noch am gleichen Tag zum Kunden bringen und dabei ihre Wettbewerbsfähig-

michael lierow partner bei oliver wymann

2005. 2013 wird das gesamte Sendungsvolumen im B2C-Segment in Deutschland rund 800 bis 850 Mio. Pakete betragen, bis 2023 rechnen Experten mit einem Volumen von 1,3 Mrd. Paketen pro Jahr. Davon profitiert neben den Online-Händlern klarerweise auch jene Branche, die dafür sorgt, dass die Ware zum Kunden kommt. „E-Commerce gibt in der KEPBranche zunehmend den Ton an“, erklärt Michael Lierow, Partner bei Oliver Wyman. „Dadurch können Logistiker ihr Geschäftsfeld

keit bewahren zu können. Eine weitere Gefahr für die Logistikunternehmen stellen die Online-Händler selbst dar. Speziell große E-Commerce-Player denken darüber nach, bestimmte Teile der Auslieferungslogistik in Eigenregie zu übernehmen. So hat Amazon in den USA und in Großbritannien eigene Packstationen eingeführt. In Zukunft, so die aktuelle Oliver Wyman-Analyse, werden noch mehr Onlineshops besonders in Städten rund um die Auslieferungslogistik eigene Lösungen entwickeln. „Gerade ihre Innovationsfähigkeit hat den E-Commerce-Unternehmen ihre heutige Marktmacht beschert“, betont Lierow. „Sollte sich durch innovative Logistikkonzepte eine nachhaltige Diffe-

renzierung ergeben, werden sie diese Chance sofort nutzen.“ Er geht davon aus, dass die ersten E-Commerce-Unternehmen innerhalb der nächsten zwölf Monate Logistikdienstleistungen aufbauen und anbieten. „Mit ‚business as usual‘ kommen die Logistiker nicht weiter. Sie brauchen klare Strategien, die Mehrwert sowohl für die Endkunden als auch die E-Commerce-Unternehmen generieren.“ Dazu gehören etwa Abholstationen, die 24 Stunden geöffnet haben und zentral in den Innenstädten liegen oder mit dem Pkw gut erreichbar sind, ein- bis zweistündige Zustellfenster und eine flexible Zweitzustellung an einen vom Kunden gewünschten Ort.  www.oliverwyman.de

Saubere Sache 13 Meter langes, fahrbares Luftqualitätsmesslabor von Camfil ist auf Europa-Tournee

Moderne Technik gegen Luftverschmutzung Wien. Wenn ein riesiger Truck auf Europatournee geschickt wird, um ein Zeichen gegen Luftverschmutzung zu setzen, scheint das auf den ersten Blick widersinnig. Denn immerhin ist der Verkehr – neben Hausbrand und der Industrie – eine der Hauptursachen dafür, dass vor allem in Ballungsgebieten die Luft immer dicker wird. Schätzungen zufolge verursacht die Luftverschmutzung, vor allem durch Feinstaub und bodennahes Ozon, bei jährlich rund 420.000 Europäern gesundheitliche Probleme wie Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen und ist zudem indirekt für rund 350.000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich.

nehmen kann man aber selbst für gute Luft sorgen. „Moderne Luftfilter sind in der Lage, die Raumluft dauerhaft von Dieselpartikeln und Abgasen zu reinigen und sorgen so effektiv für eine gesündere und feinstaubreduzierte Innenraumluft”, so Sascha Deifel, Österreich-GF der Camfil, einem weltweit führenden Hersteller und Entwickler von Luftfiltern

und Luftreinigungssystemen, anlässlich des Tour-Stops des Camfil-Trucks am Wiener Michaelerplatz vor wenigen Tagen. Das 13 m lange Gefährt bietet unterschiedliche Testausrüstungen, vier Laboranlagen sowie einen Ausstellungs- und Vortragsraum und ist somit ein weltweit einzigartiges, fahrbares Labor für Luftqualitätsmessungen und

„Mit diesem weltweit einzigartigen fahrbaren wir die Bedeutung von sauberer Luft ­thematisieren.“

Keine heiße Luft Auch wirtschaftlich kommt die Luftverschmutzung teuer zu stehen. So drohen Österreich etwa wegen mehrfach überschrittener Grenzwerte allein im ersten Halbjahr 2013 Klagen sowie Strafzahlungen von der EU. Zumindest in den eigenen vier Wänden bzw. im eigenen Unter-

gleichzeitig ein multimediales Zentrum der Wissensvermittlung. Vor Ort wurden insgesamt vier unterschiedliche Messungen und Experimente durchgeführt: Die Mes-

Messlabor wollen

sascha deifel gf camfil austria © Camfil/APA-Fotoservice/Hautzinger

britta biron

© Oliver Wyman

Paketvolumen nimmt zu – Zustelltempo wird schneller – Wettbewerb für Logistiker wird schärfer.

Sascha Deifel, Österreich-GF von Camfil, im mobilen Messlabor.

sung von Feinstaub und Ozon, die Messung des Energieverbrauchs bei qualitativ unterschiedlichen Filtern sowie die Visualisierung ihrer Funktion mithilfe eines Nebelgenerators.  www.camfil.at


t r a n s p o r t & lo g i s t i k

Freitag, 21. Juni 2013

CargoBeamer Kommerzieller Verkehr ist auf zwei Routen gestartet

So kommt jeder Trailer auf Schiene

© CargoBeamer

Weiterer Ausbau des Strecken- und Terminalnetzes ist bereits geplant.

Hans-Jürgen Weidemann, Vorstandsvorsitzender der CargoBeamer, will mehr Güter auf die Schiene bringen.

Leipzig. Die Idee, den Güterverkehr verstärkt von der Straße auf die Schiene zu verlegen, hat – auch aus ökologischer Sicht – viel für sich, allerdings werden aktuell nur rund 15% aller Waren per Bahn transportiert. Und das liegt nicht daran, dass die Logistiker grundsätzlich nicht zum Zug kommen wollen. 95% aller Sattelauflieger (inkl. Mega-Trailer, Tank- und Siloauflieger sowie Kühlauflieger) sind nicht für die Verladung durch Kräne oder mobile Umschlagsgeräte ausgerüstet und können deshalb ohne entsprechende Umrüstung nicht auf der Schiene transportiert werden. Anders bei dem neuen Konzept von „CargoBeamer“, das 2010 erstmals vorgestellt und nach erfolgreicher Testphase im Juni gestartet ist. CargoBeamer transportiert Sattelauflieger in speziell entwickelten Waggonaufsätzen, die schon vor Eintreffen des Zuges vorgeladen werden können, wodurch die bisher üblichen Wartezeiten wegfallen.

Der Umschlag auf die Schiene ist danach konventionell per Kran oder in automatisierten innovativen Umschlaganlagen parallel und ohne Krantechnik möglich. In den eigens darauf abgestimm­ ten, automatisierten Terminals nimmt der gesamte Umschlagprozess einschließlich aller notwendigen Abfertigungsprüfungen weniger als eine Stunde in Anspruch, der eigentliche Umschlagvorgang erfordert sogar nur 15 Min.

Weniger Kosten Im Juni ist das neue System auf zwei Strecken – für die Volkswagen AG (der Terminal in Wolfsburg wurde heuer mit dem „elogistics award 2013“ ausgezeichnet) zwischen Wolfsburg und Barcelona sowie die Route Rostock–Wien, die Skandinavien mit Mittel- und Südosteuropa verbindet – gestartet. In Kooperation mit der BLS Cargo AG sollen ab 2014 Shuttlezüge

von der Ostsee über die GotthardRoute im Alpentransit verkehren. Die Aufnahme der Ost-West-Achse Calais–Berlin–Polen und dem Baltikum ist ab 2015 eingeplant. In Bau befindet sich ein automatisiertes Spurwechselterminal in Litauen; weitere Umschlaganlagen in Calais, Hagen und Legnica befinden sich in der Planung. Hans-Jürgen Weidemann, Vorstandsvorsitzender der CargoBeamer AG: „Ich freue mich sehr, dass unsere Vision der nachhaltigen, effizienten und CO2-armen Elektromobilität für Lkw ab sofort im täglichen Verkehr Realität wird. Speditionen und Logistiker können endlich intelligent Straße und Schiene für ein Mehr an Wirtschaftlichkeit und Ökologie kombinieren. Das große Interesse der Kunden beweist, dass der ‚CargoBeamer‘ die Bedürfnisse der Logistikbranche zielgenau adressiert.“  www.cargobeamer.com

International Außenwirtschaft informiert über interessantes Infrastrukturprojekt

Neue Geschäftsanbahnungen Wien. Die Einführung des europäischen Zugsteuerungssystems inklusive mobiler Kommunikation in Mazedonien, Maßnahmen zur Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit in Ost- und Zentralasien, Wasserbauvorhaben in Brazzaville oder Bauaufsicht und -leitung bei Straßenbauten im Niger – das sind nur einige der international geplanten oder in Bau befindlichen Infrastruktur- und Verkehrsprojekte, für die im Rahmen der EU-

Außenhilfe jährlich rund 700 Mio. € an Förderungen zur Verfügung stehen. „Österreichische Unternehmen haben hervorragende Geschäftschancen in diesem Sektor, sie sind sich dessen mitunter aber zu wenig bewusst. Wir möchten dieses Bewusstsein erhöhen, Erfolgsstrategien für eine Projektteilnahme aufzeigen und aktive Hilfestellung bei der Suche nach Projektpartnern bieten“, so Markus Stock, Leiter

des EU-Büros der WKO, das erst kürzlich eine große Informationsveranstaltung organisiert hat. Die Ständigen Vertretungen von 20 EU-Mitgliedsstaaten bieten – teilweise über ihre Wirtschaftsund Handelskammern oder Exportagenturen – seit 1998 zweimal pro Jahr sogenannte Sektorseminare, an denen bereits über 300 österreichische Firmen teilgenommen haben.

© EPA/Jim Hollander

Unterstützung für Firmen

Modernisierungen wie in Israel sind eine Chance für österreichische Unternehmen.

Auf großes Interesse stieß auch der vom AußenwirtschaftsCenter Tel Aviv durchgeführte „Austria Showcase: Schienenverkehr und Infrastruktur“ in Tel Aviv. „Israel investiert massiv in Eisenbahn und schienengebundenen öffentlichen Nahverkehr. Das Eisenbahnnetz wird elektrifiziert, im Norden des Landes werden zwei neue Linien gebaut und in Tel Aviv ist ein teilweise unterirdisch geführtes Straßenbahnnetz geplant“, so Christian Lassnig, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Israel.  www.wko.at

industrialtechnology – 43


44 – industrialtechnology

short

© Clusterland OÖ/Stefan Rumersdorfer

OÖ Unternehmen ­machen Zukunft smart

I n n ovat i o n & U n t e r n e h m e n

Freitag, 21. Juni 2013

Unger Steel Bereits zum dritten Mal holte sich das Unternehmen den „Österreichischen Stahlbaupreis“

Big Player im Stahlbau rund um den Globus

„Viele Bauvorhaben konnten wir frühzeitig fertigstellen“, so Josef Unger, CEO der Unger Steel Group. britta biron

© EPA/Patrick Pleul

Aktionsplan soll EUStahlindustrie stärken

Gezielte Maßnahmen sollen die Nachfrage ankurbeln.

Brüssel. Geringe Nachfrage und weltweite Überkapazitäten, hohe Energiepreise sowie ein großer Investitionsbedarf stellen die europäische Stahlindustrie vor große Herausforderungen. Mit einem breit angelegten Aktionsplan will die EU nun die Branche stärken. So sollen umweltfreundliche Technologien durch die Entwicklung neuer Stahlarten gefördert und F&E, insbesondere mit Blick auf die äußerst kostspieligen Pilot- und Demonstrationsphasen, angeregt werden. Dafür werden zwischen 2014 und 2020 280 Mio. € an Fördergeldern bereitgestellt. Weiters werden die Mitgliedsstaaten aufgefordert, Erlöse aus ETS-Versteigerungen für F&E-Projekte bereitzustellen, um die hohen Energiekosten der Stahlindustrie zu senken. Gezielte Maßnahmen sollen die Nachfrage ankurbeln und man will für die Unternehmen den Zugang zu Auslandsmärkten sowie zu den Rohstoffen und damit die Wettbewerbs­ fähigkeit verbessern.  www.europa.eu

„Hohe Qualität und Termintreue, Flexibilität und Vertrauen, gekoppelt mit mehr als 60jähriger Kompetenz,

© Xxxxxx Xxxxxxxx

Linz. Dehnbare Batterien als Energiequellen für in Textilien integrierte Elektronik, Industrieroboter und Haushaltsgeräte, die statt mit Schaltern und Knöpfen über sensitive Oberflächen gesteuert werden – dank smarter Kunststoffe ist das bereits möglich, wie die 14 Unternehmen der OÖ Initiative Smart Plastics (ISP) kürzlich am Beispiel einer Auto-Mittelkonsole beim „Smart Plastics-Kongress“ zeigten. „‚Smart Plastics wird die Qualität unserer Wahrnehmung grundlegend verändern“, so Georg Steinbichler, Professor an der Johannes Kepler Universität (JKU) , Leiter für F&E Technologien bei der Engel Austria und hauptverantwortlich für das Programm der Veranstaltung. „‚Smart Plastics‘ erfordern sehr unterschiedliches Knowhow. Ein Unternehmen allein kann dies im Regelfall nicht leisten, aber durch die Zusammenarbeit in der ISP spielen die oberösterreichischen Unternehmen in der ersten Liga“, erklärt Cluster-Manager Christian Altmann die Rolle des Netzwerks.  www.smart-plastics.com

Oberwart. „Unser Motto lautet: Alles unter einem Dach”, umreißt Josef Unger, CEO der Unger Steel Group, die Faktoren, die aus seiner Sicht ausschlaggebend dafür sind, dass das Unternehmen die Nummer 1 im Stahlbau in Europa ist. Zwar meint er damit in erster Linie die drei Geschäftsbereiche Stahlbau, Generalunternehmung und Real Estate in Verbindung mit der mittlerweile mehr als 60jährigen Erfahrung in der stahlverar-

Tourismus, Industrieanlagen oder Infrastrukturprojekte – Auftraggeber aus unterschiedlichen Branchen bauen auf Unger Steel.

zeichnen uns aus.“

schon zum dritten Mal erhalten hat (2007 prämierte die Jury die architektonisch anspruchsvolle Talstation der Galzigbahnen in St. Anton in Tirol und 2011 gab es den Preis für die Anlegestelle der Schiffstation Wien City), schmälert das natürlich nicht die Freude darüber.

josef unger ceo unger steel group

beitenden Industrie sowie in der gesamtheitlichen Projektabwicklung, der hohen Kompetenz im architektonischen wie konstruktiven Stahlbau sowie Termintreue, in erstklassiger Qualität und Kundennähe – heuer scheint das Unternehmensmotto aber besonders gut „bedacht”. Denn für die imposante Dachkonstruktion des neuen Wiener Zentralbahnhofs erhielt Unger Steel in diesem Jahr den „Österreichischen Stahlbaupreis“. Auch wenn man diese Auszeichnung mittlerweile

Stahlharte Expertise „Das ist eine besondere Ehre. Wir sind stolz auf diese Auszeichnung. Sie zeigt uns, dass wir als österreichisches Familienunternehmen auf dem höchsten technischen Niveau arbeiten und dies bei unseren Kunden als auch in Fachkreisen große Anerkennung findet“, freut sich Matthias Unger, Sales & Busi-

ness Development der Unger Steel Group. „Bis zur Fertigstellung Ende des Jahres werden wir hier insgesamt 7.000 Tonnen Stahl verbaut haben – dies entspricht der Stahlmenge des Eiffelturms in Paris“, weist Unger stolz auf die Dimension des größten Infrastrukturprojekts Österreichs hin. Weitere, zwar (noch) nicht mit einem Preis ausgezeichnete Vorzeigeprojekte, an denen das Unternehmen derzeit arbeitet, sind das LLC der WU Wien, Projekte für Airbus sowie führende Automobilmarken in Deutschland, einen Zementhersteller in Russland oder ein Forschungszentrum in Saudi-Arabien. Herausragend sind auch die Referenzen der Unger Steel Middle

East wie beispielsweise die Stahlkonstruktionen des Flughafen Dubai, die Kuppel der Emirates Mall, die Überdachungen der Formel 1-Rennstrecke in Abu Dhabi und die Eingangsportale des 828 m hohen Burj Khalifa. Die Unger Steel Group verfügt über zwei Produktionsstätten: eine in Österreich und eine im Emirat Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die gemeinsam eine Kapazität von 70.000 t jährlich haben, sowie über 20 eigene Niederlassungen in Zentral- und Osteuropa sowie im Nahen Osten. „So sind wir stets in der Nähe unseres Kunden und begleiten ihn dorthin, wo dieser einen starken Partner braucht”, so Unger abschließend.  www.ungersteel.com

Expansion In der 70 Mio. Euro teuren Anlage werden jährlich 250.000 Tonnen Weizen verarbeitet

Agrana eröffnet neue Weizenstärkefabrik Wien. Die Agrana hat vor Kurzem am Standort Pischelsdorf eine neue Weizenstärkeanlage eröffnet und damit ihr Produktangebot deutlich erweitert. In der Weizen-

wiegend technischen Anwendungsbereichen, wie der Papierindustrie, und andererseits in der Lebensmittelindustrie, etwa für die Herstellung von Teigwaren, Brot oder verschiedenen Backwaren verwendet. Weizengluten dient in der Backwarenindustrie zur Mehlverbesserung und wird außerdem zur Herstellung von Heimtiernahrung oder

„Mit der neuen Anlage sind wir unserem Ziel

Fischfutter verwendet, Weizenkleie wird vorwiegend als Futtermittel verwendet.

Sortimentserweiterung Durch die enge Integration der neuen Weizenstärkeanlage und der bereits bestehenden Bioethanolfabrik wird das eingesetzte Getreide zu 100% verwertet. So gehen die

einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft

bei der Herstellung von Weizenstärke und -gluten ungenutzt bleibenden Rohstoffbestandteile in die Bioethanolerzeugung sowie in die Herstellung des hochwertigen, gentechnikfreien Eiweißfuttermittels „ActiProt“. Gemeinsam mit dem hochreinem CO2, das der Industriegaskonzern Air Liquide aus den Gärtanks der Bioethanolanlage gewinnt, werden damit im Agrana-Werk Pischelsdorf aus nur einem Rohstoff vier insgesamt hochwertige Produkte hergestellt.

einen wichtigen Schritt

Vier hochwertige Produkte

näher gekommen.“

„Unser Ziel ist es dabei , durch die optimale Nutzung von Synergien in ihren Produktionsstätten eine größtmögliche Verwertung der eingesetzten Rohstoffe zu erreichen. Dieser geschlossenen Kreislaufwirtschaft sind wir mit der Weizenstärkeproduktion in Pischelsdorf einen bedeutenden Schritt näher gekommen“, betont Johann Marihart, Vorstandsvorsitzender der Agrana Beteiligungs-AG.  www.agrana.com

josef marihart, Vorst. vors. agrana beteiligungs ag

stärkefabrik werden jährlich aus rund 250.000 t Weizen 105.000 t Weizenstärke und 23.500 t Weizengluten sowie 55.000 Tonnen Weizenkleie gewonnen. Weizenstärke wird einerseits in über-

© Agrana/Voraberger

Sensitive Oberfläche statt Schalter und Knöpfe auf der Mittelkonsole.

v.li.: Erwin Hameseder (Raiffeisen Holding NÖ-Wien), Ernst Karpfinger (Präsident der Österreichischen Rübenbauern), NÖ LH Erwin Pröll, Christian Konrad (AR Agrana Beteiligungs-AG), Johann Marihart (Vorst.Vors. Agrana Beteiligungs-AG).


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

Siemens Großauftrag für Kaltwalzwerk aus China

Stahlharter Neubau Stähle für die chinesische Automobilindustrie.

industrialtechnology – 45

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Freitag, 21. Juni 2013

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology. Motion Servoverstärker Servomotoren

© Siemens

IPC Das neue Kaltwalzwerk wird eine Kapazität von 1,6 Mio. Tonnen pro Jahr haben. herbert strasser

Wien. Siemens Metals Technologies hat von der chinesischen Tangshan Iron and Steel Group Co. Ltd. den Auftrag erhalten, ein komplettes Kaltwalzwerk zu liefern. Der Auftrag hat ein Volumen von mehr als 100 Mio. €. Die Produktionsanlage wird am Standort Tangshan, Provinz Hebei, errichtet; sie umfasst eine gekoppelte Beiztandemstraße, eine Kontiglühe und eine Verzinkungslinie. Das Kaltwalzwerk ist für die jährliche Erzeugung von 1,6 Mio. t hochfester, qualitativ hochwertiger Stähle für die chinesische Automobilindustrie ausgelegt. Tangshan will damit den Marktanteil in diesem Segment weiter ausbauen.

Das erste gebeizte und kaltgewalzte Band soll bis Dezember 2014 produziert sein, ab 2015 soll das Werk in Vollbetrieb gehen. Siemens projektiert und liefert die mechanische, elektrische und prozesstechnische Ausrüstung für das Kaltwalzwerk. Die gekoppelte Beiztandemstraße, die Glüh- und die Verzinkungslinie erhalten ein gemeinsames, durchgängiges Automatisierungssystem, bestehend aus Basis- (Level 1) und Prozessautomatisierung (Level 2) sowie speziell für Kaltwalzwerke entwickelten Prozessmodellen. Damit können alle Anlagenteile präzise aufeinander abgestimmt werden; dies sorgt für eine hohe Verfügbarkeit und Ausbringung bei gleichbleibend hoher Produktqualität.  www.siemens.at

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

FFG-Förderung Zehnfache Summe eingereicht

Universitäten wollen mehr Koops

© Petra Spiola

Wien. Alle Experten sind sich einig: Die Umsetzung und Verwertung von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung ist entscheidend für das heimische Innovationssystem. Das Interesse der Hochschulen an einer Zusammenarbeit mit der Wirtschaft ist deutlich höher, als das dafür zur Verfügung stehende Budget. Den 3 Mio. € für die Programmlinie „Bridge Frühphase“ der Österreichischen Forschungsförderungs Gesellschaft (FFG) stehen 87

FFG-GF Klaus Pseiner: großes Inter­ esse, aber beschränkte Mittel dafür.

Projektvorschläge mit beantragten Förderungen in Höhe von 29,6 Mio. € gegenüber. Das Bridge-Programm, das an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Grundlagenforschung an Instituten und deren möglicher Umsetzung in Unternehmen fördert, wurde bereits 2004 als gemeinsame Initiative des FWF und der FFG ins Leben gerufen. Nachdem der FWF im Vorjahr seinen Programmteil aus budgetären Gründen einstellen musste, wurde der wirtschaftsbezogene Teil des Programms durch die FFG erweitert.

IPC

Entscheidung im Herbst

I/O

„Erstmals haben wir heuer die Programmlinie ‚Bridge Frühphase‘ ausgeschrieben. Damit setzen wir weiter auf Kontinuität, um wissenschaftliche Partner für die Kooperation mit der Wirtschaft zu motivieren“, kommentiert FFG-GF Klaus Pseiner. Welche Projekte schlussendlich das Rennen machen, wird im Herbst entschieden, wenn die aktuell laufende internationale Begutachtung abgeschlossen ist.  www.ffg.at

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

Motion Automation


46 – industrialtechnology

energie & ressourcen

Freitag, 21. Juni 2013

Globaler Trend 2012 wurden weltweit 183 Mrd. Euro in Ausbau der Erneuerbaren Energien investiert, Entwicklungsländer holen stark auf

Energiewende schreitet voran

Windkraft führt mit 39% vor Wasserkraft und Photovoltaik mit je 26%.

Beim Ausbau sauberer Energien holen die Entwicklungsländer deutlich auf.

Frankfurt. Vielen geht die Energiewende zwar noch zu langsam, allerdings hat sie im Vorjahr wieder weiter an Fahrt aufgenommen, wie die beiden aktuellen Berichte „Renewables 2013 Global Status Report“ und „Global Trends in Renewable Energy Investment 2013“ des Collaborating Centre for Climate & Sustainable Energy Finance des UN Umweltprogramms (UNEP) und der Frankfurt School of Finance and Management zeigen. Im Vorjahr hat die gesamte ins-tallierte Leistung Erneuerbarer Energie 1,470 GW überschritten, das entspricht einem Zuwachs von 8,5% zu 2011. Da-

bei entfielen 39% auf Windkraft, dicht gefolgt von Wasserkraft und Photovoltaik, die jeweils ungefähr 26% ausmachten. Die PVLeistungen erreichten 100 GW, damit liegt Solarenergie, gemessen an der Leistung,vor Bioenergie auf dem dritten Platz unter den Erneuerbaren Technologien.

Rahmenbedingungen geschaffen haben. Nach wie vor gibt es jedoch Skeptiker, die der Überzeugung sind, dass Erneuerbare Energien nur als Ergänzung zur herkömmlichen Stromgewinnung fungieren können. ‚REN21s Global Status Report‘ zeigt, dass angemessene politische Leitlinien die erfolgreiche Integration größerer Anteile der Erneuerbaren Energien am Energiemix vorantreiben können. Benötigt wird der politische Wille, die notwendigen Maßnahmen und Richtlinien zu erlassen; es ist Zeit, diese verbleibenden Hürden anzugehen”, so Arthouros Zervos, Vorsitzender von REN21s. In der Stromerzeugung entfiel im Berichtsjahr ein Rekordwert von 115 GW installierter Leistungen auf Erneuerbare Energien. Dies entspricht etwas mehr als der Hälfte der gesamten Nettozugänge.

Neue Energie „2012 war ein weiteres Rekordjahr für die Installation Erneuerbarer Energien weltweit, und es ist ermutigend, zu sehen, dass 138 Länder sich Ziele im Bereich Erneuerbare Energien gesetzt und

Weltweit im Vormarsch In der EU entfielen 2012 fast 70% der zusätzlich installierten Stromleistung auf Erneuerbare Energien, überwiegend aus Photovoltaik-und Windkraft. Dass die weltweiten Investitionen (60% davon entfallen auf Europa und China) in saubere Energielieferanten im Vorjahr um 12% auf 183 Mrd. € gesunken sind, liegt vor allem an niedrigen Solarpreisen und den geschwächten US- und EU-Märkten. Dennoch erreichten die Investitionen den zweithöchs-ten Wert. Dabei zeigt sich, dass sich die Lücke zwischen Industrienationen (98 Mrd. €) und Entwicklungsländern (83 Mrd. €) schließt. China hat für den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Jahr 2012 mit rund 50 Mrd. € um 22% mehr ausgegeben als im Jahr 2011 und konnte seine weltweit dominierender Position weiter ausbauen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass im Reich der Mitte die Windenergie die Kernkraft überholt hat. Ein deutliches Wachstum war auch in Südafrika, Marokko, Mexiko, Chile und Kenia zu verzeichnen. Die größte Steigerung mit + 228% war die Region mit den höchsten Wachstumsraten von 228% auf 9 Mrd. € gab es in der MENARegion. In Japan stiegen die Investitionen in Erneuerbare Energien (ohne Forschung und Entwicklung) um 73% auf 12 Mrd. €, vor allem aufgrund eines Booms in kleinen Solar-Anlagen, kombiniert mit neuen Einspeisetarifen.Ein kräftiger Wind kommt auch aus den USA, wo alle Erneuerbaren Energien gemeinsam bereits rund die Hälfte der zusätzlichen gesamten elektrischen Leistung aus­machen.  http://fs-unep-centre.org/

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Windenergie lag im Jahr 2012 auf Platz eins der neuinstallierten Leistungen.


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Hochwasser-Hilfe

Der Wäsche- und Logistikspezialist Wozabal engagiert sich für Flutopfer  Seite 52

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Gesundheitsexperten diskutierten im Tech Gate in Wien über Reformbedarf  Seite 52

Wechsel Neuer Chef bei Boehringer © Boehringer Ingelheim/M. Carniel

Krankenhaus-Keime: Hilfe gegen stille Killer

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Studienerfolge Rheumatoide Arthritis (RA) ist die häufigste entzündliche Gelenkserkrankung. In Österreich sind zwischen 50.000 und 80.000 Menschen davon betroffen. Vor Kurzem tagte in Madrid der Europäische Rheuma-Kongress. Das Schweizer Pharmaunternehmen Roche stellte dabei Forschungsergebnisse zu seinem Medikament Tocilizumab vor. Studienergebnisse ergaben eine langfristige Wirksamkeit als Monotherapie, die einer Kombination mit der Basistherapie vorzuziehen sei. Entzündungsreaktion können unterbrochen und Symptome reduziert werden. Seite 50

© panthermedia.net/Yuriy Klochan

© Roche

Biotech-Offensive In Österreich gibt es 113 biotechnologische Unternehmen mit rund 23.000 Beschäftigten. Deren Umsatz lag laut zuletzt bei drei Mrd. €. Zuletzt meldete jedes Biotechnologie-Unternehmen im Durchschnitt 1,9 Erfindungen pro Jahr zum Patent an, teilte diese Woche Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) mit. Nicht zuletzt deshalb will er die Branche nun weiter fördern. Bis 2015 werden die Förderungen um 50 Mio. € aufgestockt. Forscher Josef Penninger (Bild) sieht das als Investition in die Zukunft. Seite 49

Forschungserfolge Aktuelle Studien bestätigen: Bis zu 1.300 Todesfälle fordert in Österreich der Spitalskeim „Clostridium difficile“. Bisher wurde das Thema kaum beachtet. Helfen können neue Produkte – aus Österreich. Seite 48

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Abwehrkräfte 3-fach gestärkt

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Pharmareport und Lifescience > Sanofi meldet erneut ­Forschungserfolge  > Experten diskutieren über Adipositas-Konzepte  > Sanochemia holt frisches Geld für Expansion  > Milliardenzahlung im ­Patentstreit für Pfizer  > Rezeptfreie Produkte auf dem Prüfstand 

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Healthcare > Kommentar: Über die ­Herausforderung Alter  > Wahlkampftöne im ­Gesundheitswesen  > Haus- und Landärzte fordern Reformen 

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48 – healtheconomy

Kommentar

Altersvorsorge ­einmal anders

Freitag, 21. Juni 2013

Forschung I Experten schätzen, dass Infektionen mit „Clostridium difficile“ zu mehr als 1.300 Todesfällen in Österreich führt

Spitalskeime: Stille Killer im Visier der Forscher Erfasst wird nur ein Bruchteil der Erkrankungen, Infektionsgefahr laut EU-weiter Studie enorm.

Martin Rümmele

D

ie ältere Generation blickt sorgenvoll in die nähere Zukunft. Eine akutelle Studie ‚Die Sorgen der Alten‘ von Österreichs größtem privaten Pflegeheimbetreiber SeneCura in Kooperation mit ‚meinungsraum.at‘ zeigt: Die größte Angst gilt dem Thema Gesundheit – sei es der eigenen oder der des näheren Umfelds. Auf Platz 2 der persönlichen Sorgen stehen finanzielle Themen. Waren im Jahr 1990 noch 15 Prozent der Bevölkerung über 60 Jahre alt, sind es heuer schon 18 Prozent und sollen es 2030 schon 24 Prozent sein. Dass sich die Altersstruktur in Österreich immer mehr zu den älteren Menschen hin verschiebt, ist keine Neuigkeit mehr. Neu ist, dass langsam erkannt wird, wie wichtig die Alten für unsere Gesellschaft sind: Sie entscheiden, verwalten, konsumieren und reflektieren. Und nicht zuletzt wird die Versorgung – vor allem der zweiten Altersgeneration, jener der Hochbetagten – eine zentrale Herausforderung für die Zukunft. Es ist wichtig, Versorgungsstrukturen zu entwickeln, die greifen, bevor der Bedarf am höchsten ist. Denn dann wird die Zeit nicht mehr reichen, Ärzte auszubilden, Pflegekräfte zu rekrutieren und Versorgungszentren und Pflege- sowie Betreuungseinrichtungen zu bauen. Die Politik und wir alle sind also gefordert.

GRAFIK DER WOCHE POLLENALLERGIKER 1.011 Befragte; Angaben in % Ich bin selbst Pollen-Allergiker

27%

Wien/Graz/Salzburg. Schlechte Nachrichten für Spitalspatienten: Eine Infektion mit dem Keim Clostridium difficile (CDI) ist eine potenziell tödliche Erkrankung und eine der häufigsten Infektionen, die im Rahmen eines Krankenhausaufenthalts auftritt. Sie kommt in Krankenhäusern doppelt so häufig vor wie MRSA-Infektionen, die bisher als Hauptproblem vom Spitalsaufenthalten galten. Das Bakterium Clostridium difficile verursacht meistens gewöhnlichen Durchfall. Besonders für alte Menschen ist diese hauptsächlich in Krankenhäusern erfolgte Infektion aber wesentlich öfter tödlich, als es die offiziellen Meldedaten vermuten lassen. Die Österreichische Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin geht von 1.300 Todesfällen jährlich aus. Aktuelle und erste Ergebnisse aus Europas bisher größter Studie zu CDI ergeben, dass möglicherweise einer von fünf Krankenhauspatienten mit Durchfall, die an CDI erkrankt sein könnten, eine falsche Diagnose bekommt. Dies kann entsprechend zu ungenügenden oder falschen Therapiemaßnahmen führen. CDI kann damit einen schwerwiegenden Krankheitsverlauf nehmen. Die Wahrscheinlichkeit, im Krankenhaus – oder einen Monat nach Infektion – zu versterben, ist bei einem CDI-infizierten Patienten dreimal so hoch wie bei Patienten ohne CDI, teilt nun das Pharmaunternehmen Astellas, das die Studie finanziert hat, in einer Aussendung mit. Auch eine in Österreich gemachte, andere Studie, die gerade erst veröffentlicht worden ist, zeigt dramatische Ergebnisse: „In Österreich

© dpa/Stephanie Pilick

Martin Rümmele

Krankenhäuser sind nicht immer nur ein Ort der Heilung, sondern auch oft ein Ort, wo sich Patienten schwere Infektionen holen.

kann pro Jahr von 7.100 im Spital erworbenen CDI ausgegangen werden, die in 1.280 Fällen direkt oder indirekt zum Tod führen. Tatsächlich erfasst und auch als solche gewertet wird allerdings nach wie vor nur ein Bruchteil der Erkrankungen“, sagt Oberarzt Markus Hell vom Zentrum für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle der SALK, Universitätsklinikum Salzburg, der eine Studie zusammen mit Kollegen durchgeführt hat. Hell bezeichnet Clostridium difficile daher als den stillen Killer (siehe Details unten). CDI ist eine schwere Erkrankung, die durch eine Infektion der inneren Dickdarmwand mit C. difficile-Bakterien verursacht wird. Die Bakterien produzieren Gifte,

21%

79%

Quelle: APA/Oekonsult; Grafik: Raimund Appl

In die von Astellas finanzierte EUCLID-Studie (Europäische, multizentrische, prospektive, zweijährige Punkt-Prävalenzstudie zur Clostridium difficile-Infektion bei hospitalisierten Patienten mit Durchfall) wurden 482 Krankenhäuser in 20 EU-Staaten einbezogen. „Diese Studie hat gezeigt, dass an einem einzigen Tag 82 Patienten

Hilfe gegen Spitalskeime kommt aus Graz Graz/Salzburg. Clostridium difficile ist ein multiresistenter Keim, wird im Spitalsalltag immer problematischer und ist praktisch nicht durch Antibiotika in den Griff zu bekommen. Was also tun?

terfragen und gegebenenfalls auch zu vermeiden.

Antibiotika als Problem „Immer noch sehen wir die Tendenz, dass auch in der Krankenhausbehandlung zu viele Antibiotika gegeben werden“, sagt Hell. Risikofaktor sind Protonenpumpeninhibitoren. Hell: „Durch ihre

Der Salzburger Oberarzt Hell vom Zentrum für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle der SALK, Universitätsklinikum Salzburg, hat zusammen mit Kollegen eine Studie durchgeführt, die bahnbrechend sein könnte. Zwar wurden vorerst nur wenige Patienten in die nun veröffentlichte Studie einbezogen, die Ergebnisse sind jedoch eindeutig: Alle Patienten, die mit dem Probiotikum „Omnibiotic 10“ des Grazer Unternehmens Institut Allergosan behandelt wurden, wurden geheilt. „Wichtig ist bei der Erkrankung eine rasche Regeneration der Darmflora. Adjuvant haben sich Multispezies-Probiotika bewährt“, sagt Hell. Damit die Keime sich erst gar nicht einnisten können, rät er Krankenhäusern, Antibiotikatherapien zu hin-

hohe Säureblockierungstendenz können sie nicht nur die Magensäure neutralisieren, sondern auch den Darm-pH verändern, sodass sich das Milieu im Dickdarm nach alkalisch verschiebt, was die Etablierung von Keimen erleichtert.“ Er empfiehlt deshalb neben verstärkten Hygienemaßnahmen, die skizzierten Medikamente möglichst sparsam einzusetzen. Gleichzeitig

© Allergosan

Allergie ist für Betroffene auch eine erhebliche psychische Belastung

EU-weite Studie

mit CDI wegen nicht durchgeführter Tests oder unzureichender Bereitschaft zur klinischen Aufklärung gar nicht diagnostiziert wurden, und insgesamt 246 Patienten ein falsches Ergebnis erhielten“, sagte Mark Wilcox, Professor für medizinische Mikrobiologie, Leeds Teaching Hospitals und University of Leeds. „Diese Ergebnisse zeigen, dass noch mehr getan werden muss, um die aktuellen Testverfahren zur Diagnostizierung von CDI in europäischen Krankenhäusern zu verbessern.“ Die EUCLID-Studie wird an der britischen University of Leeds von einer Forschergruppe unter Leitung von Professor Wilcox koordiniert und von der EUCLID-Kerngruppe unterstützt.

Forschung II Salzburger Studie belegt hohe Wirksamkeit von Probiotika des Grazer Institut Allergosan

Kleine Studie, Top-Ergebnis 73%

die zu einer Dickdarmentzündung, Durchfall und in einigen Fällen zum Tod führen können. CDI tritt in der Regel nach der Verwendung von Breitbandantibiotika auf, die sich störend auf die Darmflora auswirken, sodass die C. difficileBakterien gedeihen können.

Anita Frauwallner (Institut Allergosan) ist von neuen Studienergebnissen begeistert.

könnten Probiotika auch präventiv eingesetzt werden, schreiben Hell und die Autoren der Salzburger Studie.

Forschung in Graz Begeistert von den Ergebnissen zeigt sich auch Antia Frauwallner, CEO der Institut Allergosan GmbH in Graz. „Oberarzt Hell hat hier wirkliche Pionierarbeit geleistet. 100 Prozent Wirkungseintritt bei rekurrierender CDI ist unglaublich bei einer oft tödlich verlaufenden Erkrankung. Desonders schön, dass es mit unserem Probiotikum gelungen ist.“ Frauwallner und das Institut Allergosan beschäftigen sich seit über 15 Jahren iintensiv mit Multispezies-Probiotika. Jahrelange Forschungsarbeit und ein internationales Forschungsnetzwerk schaffen die Grundlage für die innovative Probiotika-Produktkultur. Frauwallner: „Die Präparate entsprechen den allerhöchsten wissenschaftlichen Standards, hinsichtlich der Wirkmechanismen ebenso wie auch hinsichtlich der Anwendungssicherheit.“ (iks)


H E A LT H : C A R E

Freitag, 21. Juni 2013

healtheconomy – 49

Forschung Wirtschaftsministerium will mit „Aktionsplan Biotech“ Fördermittel verdoppeln und so die Zahl der Firmen von 113 auf mehr als 200 erhöhen

Mehr Geld für Biotech-Firmen Ina Karin Schriebl

Wien. In Österreich gibt es 113 biotechnologische Unternehmen mit rund 23.000 Beschäftigten. Deren Umsatz lag laut einer Wifo-Erhebung zuletzt bei drei Mrd. €, insgesamt liegen die direkten und indirekten Wertschöpfungseffekte bei 5,5 Mrd. €. Zuletzt meldete jedes Biotechnologie-Unternehmen in Österreich im Durchschnitt 1,9 Erfindungen pro Jahr zum Patent an, teilte diese Woche Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) mit. Nicht zuletzt deshalb will er die Branche nun weiter fördern. Mitterlehner hat den neuen ‚Aktionsplan Biotech‘ des Wirtschaftsministeriums präsentiert, mit dem die finanziellen Mittel zur Erforschung seltener Erkrankungen aufgestockt werden. „Mit unserer Initiative wollen wir das große Potenzial von innovativen Biotech-Unternehmen stärker nüt-

zen und die Erforschung seltener Krankheiten vorantreiben. Das hilft langfristig sowohl dem Wirtschaftsstandort als auch den rund 400.000 Österreichern, die von einer seltenen Erkrankung betroffen sind, rund die Hälfte sind Kinder“, sagte Mitterlehner nach einem Gipfel mit Förderagenturen und führenden Vertretern der BiotechBranche wie dem Spitzenforscher Josef Penninger und Apeptico-Geschäftsführer Bernhard Fischer. Beide unterstützen die Initiative. Das Wirtschaftsministerium will seine Fördermittel für die Biotechnologie-Branche bis 2015 um bis zu 50 Mio. € aufstocken. „Wir

verdoppeln unsere jährliche Unterstützung, weil der Sektor zu einem immer wichtigeren Faktor für einen zukunftsorientierten Wirtschaftsstandort wird. Biotech-Unternehmen sind wachstumsstark und innovativ“, sagte der Minister. Ziel sei es, die Zahl der im heimischen Biotech-Sektor tätigen Unternehmen in den nächsten fünf Jahren auf über 200 zu verdoppeln. Lob gibt es dafür aus der Szene: „Es freut mich, dass ‚Forschung und Entwicklung‘ gerade jetzt eine Priorität der Regierung sind. Denn jene Länder, die in der Krise Innovationen finanzieren, sind auch die Länder, die gut aus der Krise

herauskommen“, sagte der Molekularbiologe Penninger. „Eines ist klar: Wir werden alle älter, wir wollen alle gesund bleiben, und deswegen ist eine Investition und eine Vision, in Biotechnologie zu investieren, absolut essenziell“, so Penninger. Die Umsetzung des Aktionsplans erfolgt über zwei neue FFG-Förderschienen, für die ab sofort eingereicht werden kann: Über die Programmlinie „Seltene Erkrankungen“ und die aktuelle Ausschreibung des FFG-Programms „Research Studios Austria“, wo einer von zwei Scherpunkten auf auf „Life Sciences & Medizintechnologie“ liegt.

© IMBA/Hans Krist

Mitterlehner: „Biotech-Unternehmen sind wachstumsstark, innovativ und damit Zukunftsfaktor.“

Molekularbiologe Josef Penninger sieht Investitionen als Weg aus der Krise.

Reform Krankenkassen

Wahlkampftöne Wien. Der Wahlkampf erfasst das Gesundheitswesen: „Wir müssen das System ausbauen und die Leistungen für die Menschen verbessern und nicht zusammenkürzen. Durch die Pläne der ÖVP würden der Kranken- und Unfallversicherung pro Jahr über 538 Mio. € fehlen; damit wäre ein Leistungsausbau in den kommenden Jahren völlig unmöglich“, kommentiert SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser Ideen des Koalitionspartners, die Beiträge leicht zu senken. „Kaum können die Kassen wieder Luft schnappen, möchte ihnen die ÖVP die Daumenschrauben ansetzen“, so Oberhauser. In den kommenden Jahren sei ein Leistungsausbau im Bereich der Zahnmedizin und bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen notwendig.

Generika EU-Klage

Hohe Strafen Brüssel/Wien. Mehrere Pharmafirmen haben nach EU-Erkenntnissen gemeinsam jahrelang die Einführung preiswerter Medikamente gegen Depressionen verhindert. Das ist das Ergebnis einer langen Untersuchung. Die EU-Kommission verhängte jetzt millionenschwere Bußgelder, wie sie am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Das dänische Unternehmen Lundbeck muss demnach 93,8 Mio. € zahlen, die deutsche Pharmafirma Merck rund 21,5 Mio. € und die Unternehmen Arrow, Alpharma und Ranbaxy jeweils rund 10 Mio. €. Lundbeck stand demnach mit seinem Antidepressivum Citalopram im Zentrum der verbotenen Absprachen. Es war das meistverkaufte Produkt des Unternehmens. Allerdings drohte ihm Konkurrenz, als das Patent ablief, weil andere Firmen nun berechtigt waren, ähnliche Medikamente herzustellen. Solche Generika sind oft erheblich billiger. „Aber statt den Wettbewerb mit ‚Lundbeck‘ aufzunehmen, vereinbarten die Generikahersteller 2002 mit Lundbeck, auf eine Markteinführung zu verzichten“, schreibt die Kommission.

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Freitag, 21. Juni 2013

Immunsystem Krankheitsauslöser für Rheumatoide Arthritis sind weitgehend unklar, Biologika versprechen Hilfe

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Studienerfolge für Roche

AstraZeneca kauft Lungenmittel-Erzeuger London. Auch AstraZeneca hat mit Umsatzrückgängen aufgrund von auslaufenden Patenten zu kämpfen. Der britische Pharmakonzern verspricht sich Abhilfe durch den Kauf des US-amerikanischen Lungenmittelspezialisten Pearl Therapeutics; 1,15 Mrd. USD lässt sich AstraZeneca den Kauf kosten. Das führende LABA/LAMA-Produkt PT003 von Pearls befindet sich in der entscheidenden Phase der klinischen Prüfung, ein weiteres ist ebenfalls in der Erprobung. Diese versprechen eine verbesserte Krankheitsbekämpfung und Anwendung etwa bei chronischer Bronchitis, teilte der Konzern mit.

Roche stellte am europäischen Rheuma-Kongress Forschungsergebnisse zu Tocilizumab vor. iden Arthritis ist eine Entzündung der Gelenke. Zu den Symptomen gehören Gelenksschmerzen, Morgensteife der Gelenke, Gelenksschwellungen und im Langzeitverlauf knöcherne Deformierung der Gelenke. Rheumatoide Arthritis zählt zu den Autoimmunerkrankungen. Warum das körpereigene Immunsystem eigene Strukturen wie die Gelenkinnenhaut angreift, ist bis heute noch unklar.

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Wien. Rheumatoide Arthritis (RA) ist die häufigste entzündliche Gelenkserkrankung; in Österreich sind zwischen 50.000 und 80.000 Menschen davon betroffen. Vor Kurzem tagte in Madrid der größte europäische Rheuma-Kongress. Das Schweizer Pharmaunternehmen Roche stellte dabei Forschungsergebnisse zu seinem Medikament Tocilizumab (RoActemra) vor. Mithilfe von Tocilizumab könnten Entzündungsreaktion unterbrochen und Symptome reduziert oder behoben werden. Die Ergebnisse ergaben eine langfristige Wirksamkeit als Monotherapie, die einer Kombination mit der Basistherapie vorzuziehen sei. Basistherapeutika wie Methotrexat (MTX), die auch bei der Chemotherapie eingesetzt werden, unterdrücken das Immunsystem des Körpers. Hauptmerkmal einer Rheumato-

Eine der Roche-Studien prüfte Tocilizumab allein oder in Kombination mit MTX bei Patienten mit früher rheumatoider Arthritis. Bei diesen Patienten werden Biologika wie Tocilizumab gewöhnlich noch nicht eingesetzt. Die Studie zeigte, dass Tocilizumab mit oder ohne MTX der Behandlung mit MTX allein überlegen war, teilt der Konzern mit.

© Roche

Milliardenzahlung im Patentstreit an Pfizer

Hilfe auch in Frühphase

Roche stellte am Europäischen Rheuma-Kongress in Madrid neue Studien vor.

Forschung Grünes Licht für Myelofibrose-Medikament und Bestätigung für etabliertes Diabetes-Medikament © EPA

Gute Aussichten für Sanofi-Arzneimittel

New York/Jerusalem. Mehr als ein Jahrzent stritt der USamerikanische Pharmakonzern Pfizer mit dem israelischen Generika-Hersteller Teva und Sun Pharmaceutical um das Magenmittel Protonix. Teva hatte 2007 eine GenerikaVersion von Protonix auf den Markt gebracht und damit, wie ein US-Gericht Pfizer bereits 2010 recht gab, gegen die Schutzrechte verstoßen. Die beiden Parteien legten sich nun auf eine Gesamtsumme von 2,15 Mrd. USD fest, von denen 774 Mio. USD an den japanischen Partner Takeda gehen, mit dem Pfizer Protonix entwickelt hatte.

© dpa-Zentralbild/Stefan Sauer

Die Pfizer-Aktie stieg an der Wall Street in direkter Folge um 0,9%.

Die „Origin“-Studie wurde von Diabetes und Herz-Kreislauf-Experten ausgewertet.

Investitionen Zulassungsantrag und Anleihenplatzierung

Wien. Der französische Pharmakonzern Sanofi punktet gleich mit zwei positiven Meldungen zu seinen Produkten. Zum einen konnte Sanofi positive Ergebnisse bei der JakartaZulassungsstudie zur Untersuchung des selektiven JAK2-Hemmers SAR302503 bei Myelofibrose (MF) bekannt geben. Unter Myelofibrose versteht man eine lebensbedrohliche Krankheit, bei der die normale Entwicklung der Blutzellen verändert ist und es zu einer Faserbildung und Vernarbung des Knochenmarks kommt; Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Primärer Endpunkt der Studie war der Anteil an Patienten, die eine Verringerung des Milzvolumens um mindestens 35% aufwiesen,

wichtigster sekundärer Endpunkt waren krankheitsassoziierte Symptome. Sanofi plant bereits Zulassungsanträge bei den zuständigen Arzneimittelbehörden.

Sicherheit und Wirksamkeit Sanofi gab zudem bekannt, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) eine positive Stellungnahme abgegeben hat, Daten der „Origin“-Studie zu kardiovaskulären Behandlungsergebnissen in die Fachinformation zur Sicherheit und Wirksamkeit von „Lantus“ (Insulin glargin) aufzunehmen. Das belege, dass man auch bestehende Profile weiter bestätige und erforsche. (um)

Tagung Nahrungsmittelindustrie und Medien in die Verantwortung nehmen

Plus für Sanochemia Maßnahmen gegen Adipositas

Sanochemia holt sich frisches Geld und expandiert in den USA.

Wien. Wir essen zu viele ungesunde Nahrungsmittel, zu fett, zu salzig, zu zuckerhaltig und niederwertig, sagte Tim Lobstein, Policy Director der „International Obesity Task Force“, bei einer Tagung in Krems. Er macht die Nahrungsmittelindustrie und die von ihr motivierte Werbung dafür verantwortlich. Die Adipositas-Raten in der ganzen Welt steigen, im Schnitt sind wir innerhalb der letzten zehn Jahr

von bis zu 10% des rund 300 Mio. USD schweren Magnetresonanztomografie-Markts. Das entspräche einem Umsatz von bis zu 30 Mio. USD. Sanochemia rechnet für 2015 mit der Zulassung und Vertriebsaufnahme in den USA.

Wachstumsstrategie Außerdem platzierte Sanochemia erfolgreich eine Anleihe im Volumen von 10 Mio. €. Das an der Frankfurter Börse notierte Unternehmen will das Geld in erster Linie für die Finanzierung der Wachstumsstrategie einsetzen. Vorgesehen sind etwa Investitionen in die Internationalisierung, in den Ausbau des Veterinärgeschäfts in den Bereich Produktentwicklung und die Finanzierung laufender klinischer Studien. Die Schuldverschreibungen werden im Open Market in Frankfurt und im Dritten Markt der Wiener Börse gehandelt. Außerdem soll die Teilnahme am Handel des Frankfurter Entry-Standard für Unternehmensanleihen beantragt werden. (um)

um fast zehn Kilo schwerer geworden. Allein in Europa geht rund ein Viertel aller Werbeausgaben in die Bewerbung von Fastfood und ungesunden Nahrungsmitteln. Die Nahrungsmittelindustrie, die keine sinkenden Umsätze akzeptieren will, wehre sich zwar dagegen, aber Lobstein plädiert für die Einführung gesetzlicher Richtlinien, um die Bevölkerung vor Nahrungsmitteln zu schützen. „Heute wird es

immer schwieriger, die Menschen dazu zu bringen, gesunde Nahrung zu sich zu nehmen“, sagt Margaret Chan, Generaldirektor der WHO. „Diese Bemühungen wenden sich gegen die Interessen der Industrie. Und das ist nicht nur die Lebensmittelindustrie. Gesundheit aber ist wichtiger als die Industrie. Kein einzelnes Land hat es geschafft, die Adipositas zurückzudrehen. Ich sehe darin ein Versagen der politischen Willenskraft, sich der Industrie zu stellen.“

Gegen Stigmatisierung

© panthermedia.net/Andrey Baturin

© Sanochemia

Wien/Washington. Beim österreichischen Pharmaunternehmen Sanochemia Pharmazeutika AG ist einiges in Bewegung: Zum einen reichte das Unternehmen bei der US-Behörde Food and Drug Administration einen Antrag auf Zulassung für sein Magnetresonanz (MR)-Kontrastmittel auf dem amerikanischen Markt ein. Mittelfristig verspricht sich das Unternehmen in den USA einen Marktanteil

Restriktive Maßnahmen auch gegen die Stigmatisierung adipöser Menschen.

Aber es geht nicht nur um politische Entscheidungen. Unsere Einstellungen werden stark durch Bilder beeinflusst. Eine Studie aus den USA zeigt, dass 72% der Bilder in der Online-Berichterstattung adipöse Menschen ohne Kopf darstellen, meist unvorteilhaft sitzend in einer Ess-Situation. „Wir müssen diese Darstellung verändern und die Adipositas-Geschichte neu erzählen“, sagt Lobstein und spricht sich gegen die Stigmatisierung adipöser Menschen aus. (um)


Viele Meilensteine der Medizin kommen aus dem Labor.

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52 – healtheconomy

Freitag, 21. Juni 2013

Informationsaustausch Anregende Debatte zur Frage: „Läuft etwas schief im heimischen Gesundheitssystem?“

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Rudolfinerhaus feierte sein Sommerfest

Talk Gate im Tech Gate

Dialyse: internationaler Kongress in Wien

Humanitäre Aktion Gesundheitsprojekt spendet Geld

Pharma Marketing Club Austria Neue Impulse

Linz. Die Unternehmensgruppe Wozabal unterstützt Hochwasseropfer mit einer besonderen Initiative: Die 800 Wozabal-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter radeln bis 12. Juli für die Betroffenen. Für jeden mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahrenen Kilometer stellt die Unternehmensgruppe 20 ct zur Verfügung. „Das Hochwasser hat rund um die Betriebe in Enns und Linz große Schäden angerichtet. Wir waren zum Glück nicht betroffen. Leider wurden aber viele unserer Mitarbeiter vom Hochwasser überrascht. Wir möchten die Betroffenen unterstützen und gleichzeitig den Zusammenhalt stärken“, erklärt Christian Wozabal, der geschäftsführende Gesellschafter, seine Beweggründe. Man helfe nicht nur den Hochwasseropfern, sondern

Wien. Mit ihrem Gutachten „Der gesundheitsökonomische Stellenwert von OTC-Präparaten in Österreich“ stellten Uwe May und Cosima Bauer im Rahmen der PMCA Fortbildungsreihe „Impulse“ kürzlich die Bedeutung von OTC-Präparaten in der österreichischen Gesundheitsversorgung aus einer umfassenden gesellschaftlichen Betrachtungsweise dar. Das Gutachten stellt unterschiedliche Behandlungspfade einander gegenüber und zeigt anhand wissenschaftlicher berechneter Szenarien auf, wie wichtig die Anwendung von OTC-Präparaten für die Stabilität des Gesundheitssystems ist. Im ersten Teil des Abends präsentierten die Studienautoren einen Überblick über die Studienergeb-

Wien. Rund 8.500 Menschen in Österreich leben laut Afshin Assadian, wissenschaftlicher Sprecher des ‚Gefäßforum Österreich (GFÖ)‘ mit Dialyse oder Nierentransplantat. Häufigste Ursache sind Bluthochdruck, Diabetes und eine immer älter werdende Bevölkerung. Angesichts der wachsenden Zahl von Dialysepatienten veranstaltet das GFÖ nun einen internationalen Fachkongress zum Thema in Wien.

stärke auch die Fitness und vermeide durch den Verzicht aufs Auto auch CO2, sagt Umweltbeauftragter Arno Friedl. (fei)

© Wozabal

© privat

Wozabal hilft Hochwasseropfern

Afshin Assadian (GFÖ): Dialysepatienten sind große Herausforderung.

Christian Wozabal radelt für die Hochwasseropfer und spendet damit Geld.

buch-tipp

© systemed

R. Gamerith, G. Loewit, G. Groß, K. Liessmann, I. Fitzek, A. Stöger (v.l.).

Nicolai Worm: Menschenstopfleber. systemed Verlag, 200 Seiten, 19,99 €, ISBN 978-3-927372-78-8

nisse, im zweiten Teil diskutierten Experten mit dem Publikum. Fazit: Ohne OTC wäre das System nicht finanzierbar. (fei)

Stellten Gutachen vor: die Professoren Uwe May und Cosima Bauer (mitte).

Menschen, über die man spricht

© Boehringer Ingelheim/Marion Carniel

Philipp von Lattorff ist neuer CEO bei Boehringer in Wien

© Rudolfinerhaus/K. Schiffl

Nichtalkoholische Fettleber Zwei Drittel übergewichtiger Erwachsener gibt es in Deutschland. Schätzungsweise 70% von ihnen haben die ‚Nichtalkoholische Fettlebererkrankung’ (NAFLD = Non-Alcoholic Fatty Liver Disease). In einigen Industriestaaten sind schon bis zu 46% aller Erwachsenen davon betroffen und sogar bis zu 90% der Typ-2-Diabetiker. Etwa 30 bis 40% aller adipösen Kinder leiden unter einer verfetteten Leber, und von den jungen Typ-2-Diabetikern ist fast jeder Zweite. Auch schlanke Erwachsene sind keineswegs vor ihr gefeit: 15% haben schätzungsweise NAFLD. In Österreich dürften die Zahlen ähnlich sein. Nicolai Worm legt neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zur Neubewertung der Volkskrankheit ‚Fettleber‘ vor. Er erläutert die Entstehung und die Folgen des Fettleberphänomens und zeigt Möglichkeiten zur Prävention und Heilung durch gezielte Lebensführung und Ernährung auf.  (fei)

Rezeptfreies auf dem Prüfstand

© PMCA

Wien. Feierstimmung im Wiener Rudolfinerhaus: Mediziner, Patienten, Vertreter des 19. Wiener Bezirks, anderer Privatkrankenhäuser sowie Mitarbeiter der Privatklinik und des Vereins trafen sich zum Sommerfest in der Parkanlage des Spitals. Rund 400 Gäste wurden von Geschäftsführung und Kollegialer Führung sowie von Ernst Wolner, Präsident Rudolfiner-Verein, begrüßt, das hauseigene Hotelservice hatte die Bewirtung übernommen.

Wien. Mit 1. Juni 2013 übernahm Philipp von Lattorff (45) die Geschäftsführung des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna. Das Unternehmen ist Zentrum für Krebsforschung sowie Biopharmazie und trägt die Verantwortung für mehr als 30 Länder Mittel- und Osteuropas. Von Lattorff begann seine Laufbahn bei Boehringer Ingelheim 1993 in Wien, im Bereich Marketing Osteuropa. In den vergangenen Jahren hatte er leitende Funktionen im Marketing und in der Geschäftsführung verschiedener weiterer Länder inne, zuletzt war er für den internationalen Unternehmensbereich Emerging Markets zuständig. Von Lattorff: „Die Rückkehr an den Usprung meiner beruflichen Laufbahn stellt für mich eine spannende Herausforderung dar.“  (fei)

Eva-Maria Jud, krankenschwester am SMZ-Süd in wien

Zum dritten Mal wurde der „Elisabeth Seidl Preis“ im Rudolfinerhaus für herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus der Pflege vergeben. Der Hauptpreis ging an Eva-Maria Jud für ihre Magisterarbeit an der Uni Wien. Die Dipl. Kinderkrankenschwester im SMZ-Süd befasste sich mit der Frage, wie man Eltern von neurologisch beeinträchtigten Kindern am besten bei der Entscheidung für die Umstellung auf eine künstliche Ernährung mittels Sonde unterstützen kann.

Jo sef Pü hrin ger , l an des chef vo n ob eröst erreich

Josef Pühringer ist stolz: Der oberösterreichische Landeshauptmann stellte eine weitere Gesundheitseinrichtung vor – das gemeinsame Tumorzentrum von der oberösterreichischen Gesundheits- und Spitals-AG (gespag) und den Elisabethinen, das einen Meilenstein in der onkologischen Versorgung setzen soll. Das Tumorzentrum fügt sich in das Onkologie-Konzept des Landes Oberösterreich ein und soll sich zum größten dieser Zentren in ganz Österreich entwickeln.

© Jeff Mangione

Ernst Woller (re.) begrüßte 400 Gäste zum Rudolfiner-Sommerfest.

Wien. Viele Milliarden Euro fließen jährlich in den österreichischen Gesundheitssektor und Schlagwörter wie „Evidence-based-Medicine“ oder „High-Tech-Medicine“ sind allgegenwärtig. Neue Diagnose- und Heilmittel erwecken den Eindruck, dass alle Erkrankungen heilbar wären, würde man den Patienten bis ins Detail untersuchen und ihn nach neuesten Errungenschaften und Methoden therapieren können. Dennoch – oder gerade deswegen – gibt es heute so viele kranke Menschen wie noch nie. So erhebt sich die Frage, ob die wirtschaftlichen Interessen der einen Seite nicht zum Nachteil der anderen gereichen. Läuft etwas schief in unserem Gesundheitssystem? Dieser Frage ging das Tech Gate Vienna kürzlich bei einem „Talk Gate“ nach. In einem einführenden Vortrag sprach Günther Loewit

© Tech Gate Vienna

über seine Erfahrung als Arzt und die Erfahrungen von Patienten im österreichischen Gesundheitssystem. In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde das österreichische Gesundheitssystem untersucht. Unter anderem wurden folgende Fragen diskutiert: Welche Rolle spielt die Gesundheit in Österreich? Wie kann man den Umstand, dass trotz besserer medizinischer Versorgung die Zahl der Kranken steigt, erklären? Werden teure Behandlungen zu leichtfertig verschrieben? Ist Gesundheit nur ein Geschäft? Auf Einladung von Ingrid Fitzek (Geschäftsführerin Tech Gate) diskutierten Gesundheitsminister Alois Stöger, Konrad Paul Liessmann, Philosoph und Ethiker an der Universität Wien, Roman Gamerith, Geschäftsführer Sanofi Aventis, und Petra Zizenbacher, Allgemeinmedizinerin. Es moderierte Gerald Groß, gross:media.

andreas feiertag

© Land OÖ/Kraml

© katharinaschiffl.com/Rudolfinerhaus

Prominente Vertreter aus Österreichs Gesundheitslandschaft diskutierten die Fehler des Systems.

Erdal C et in , lei ter der Endoc linic Wien

Das Hüftkonzept SportHIP von Erdal Cetin, Facharzt für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie sowie Gründer und Leiter der Ordination Endoclinic Wien, vereint mit dem vorderen, minimal-invasiven Zugang eine sehr schonende Operationstechnik mit modernen und innovativen Implantaten. Aufgrund der schonenden Behandlung kann ein Patient das Krankenhaus bereits nach kurzer Zeit verlassen, er hat kaum Schmerzen und nur eine kleine Operationsnarbe.


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Freitag, 21. Juni 2013 – 53

optimistischer ausblick

Volvo will seine Verkaufszahlen bis 2020 beinahe verdoppeln  Seite 55

© APA/Philipp Schalber

© dpa/A3390 Kay Nietfeld

automotivebusiness Menschenleben retten

Das Notrufsystem eCall soll ab 2015 die Verkehrssicherheit in der EU erhöhen Seite 57

shooting brake cls-stern wird zum kombi-coupé © Daimler

Japans Hersteller haben ihre Krise überwunden

© APA/Reinhard Mohr

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© EPA/Jeff Kowalsky

Wien. Die Tankstellenkette Avanti veranstaltet am 24. Juni unter dem Motto „9 Mal 90 Cent“ eine Kundenaktion: Autofahrer tanken dabei an jeweils einer Avanti-Tankomat-Tankstelle (Übersicht: www.avanti. at) je Bundesland zwischen 20 und 22 Uhr Benzin und Diesel um 90 ct pro Liter. „Damit bedanken wir uns bei unseren Kunden in Österreich für ihre Treue und helfen ihnen, ihre Urlaubskasse etwas aufzubessern“, sagt Alois Wach, Leiter des Avanti-Tankstellengeschäfts.  www.avanti.at

© Toyota; Suzuki; Honda; Nissan

Auburn Hills. Auf Druck der USVerkehrssicherheitsbehörde startet Chrysler einen der größten Rückrufe der Vereinigten Staaten. Die Behörde NHTSA hatte von dem Hersteller verlangt, insgesamt 2,7 Mio. ältere Jeep Grand Cherokee und Jeep Liberty unter die Lupe zu nehmen. Die Beamten fürchten, dass der Tank bersten und ein Feuer entstehen könnte, wenn die Geländewagen von hinten gerammt werden. Die NTHSA zählte bis zurück ins Jahr 1996 Dutzende derartige Unfälle auf.  www.chrysler.com

© Panthermedia.net/Blazej Lyjak

Toyota, Nissan, Honda, Suzuki & Co Nachdem sich die japanischen Autohersteller in den vergangenen Jahren mit vielfältigen Problemen konfrontiert sahen, geht es nun mit Rekordgewinnen und -verkaufszahlen wieder steil aufwärts.  Seite 54 Volkswagen 30-millionster Golf vom Band gelaufen

Brüssel. Der krisengebeutelte europäische Automobilmarkt hat seine Talfahrt im Mai fortgesetzt. Nach dem leichten Hoffnungsschimmer im Vormonat sackten die Pkw-Neuanmeldungen auf den niedrigsten Stand in einem Monat Mai seit 20 Jahren. Nach Daten des Herstellerverbands ACEA kamen im vergangenen Monat in den 27 EU-Staaten und den drei EFTA-Ländern Schweiz, Island und Norwegen rund 1,1 Mio. Fahrzeuge neu auf die Straßen, 5,9 Prozent weniger als vor Jahresfrist.    www.acea.be

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Produktionsrekord bei Volkswagen

Der 30-millionste „Golf“ wurde bei einem Tag der offenen Tür präsentiert.

Wolfsburg. Vor wenigen Tagen ist der weltweit 30-millionste Golf im Volkswagen Werk in Wolfsburg vom Band gelaufen – ein neuer Produktionsrekord für das erfolgreichste europäische Auto aller Zeiten. Die Fertigung des Ur-Golf startete im Frühjahr 1974. Seitdem entschieden sich statistisch an jedem einzelnen Tag der letzten 39 Jahre mehr als 2.000 Menschen für einen neuen Golf. Das 30-millionste Exemplar ist ein Golf TDI BlueMotion; das soeben erst vorgestellte Modell verbraucht lediglich 3,2 l/100 km und ist damit der bislang sparsamste aller jemals gebauten Golf.  www.volkswagen.de


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54 – automotivebusiness

Kommentar

Japaner auch in Klein en vogue

Freitag, 21. Juni 2013

Toyota, Nissan, Honda & Co Nach schwierigen Jahren sind die japanischen Automobilhersteller zurück in der Erfolgsspur

Nippons Autokonzerne zurück auf der Bildfläche

Erstmals kommt man im laufenden Geschäftsjahr wieder an das Rekordergebnis von 2008 heran.

D

ie Japaner sind zurück, titeln wir rechts und das gilt nicht nur für die großen Prius, Nismos und Civics, sondern auch für die automotive Spielzeugindustrie. Ähm, Matchboxautos, oder wie? So ähnlich. Toyota bietet nun einen Roadster zum Selberbauen an – nicht in Kleinform, aus Legobausteinen, von Fischertechnik oder in anderer Holz-, Metall- oder Plastik-ModellForm, sondern einen ‚Toyota Camatte 57s‘ mit drei Metern Länge, 1,44 Metern Breite und einen Meter Höhe. Der Kit Car wird von einem Elektromotor angetrieben und besteht aus 57 Einzelteilen, die über einen Alu-Rahmen zusammengesteckt werden – dabei sind auch verschiedene Versionen des Exterieur-Designs möglich. Damit nicht nur große Fans und Bastel-Enthusiasten Freude daran haben, lassen sich Lenkrad und Fahrersitz auch auf Filius-Höhe absenken und dank seinen drei Sitzen findet in dem Boliden neben Papa und Sohn auch noch die Mama bequem Platz. Klingt idyllisch und ist es wohl auch – einen ersten Eindruck von der automotiven Bastelidee konnte man sich dieser Tage auf der ‚Tokyo Toy Show‘ (13.–16.6.) machen. Wie viel das Fahrzeug kosten soll, wurde dort aber nicht bekannt – macht auch nichts: In jedem Kinderzimmer hat das Camatte zum Selberbauen nicht Platz.

VW Neuregelung bei MAN

© dpa/Lübke Schrader

Volle Kontrolle

VW hat sich nun mehr Zugriffsrechte auf seine Tochter MAN gesichert.

München. Volkswagen hat sich den vollen Zugriff auf seine Lkw-Tochter MAN gesichert. Auf der MAN-Hauptversammlung stimmten vor wenigen Tagen nach Konzernangaben 98,47% des Kapitals einem Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag zu. Die Absegnung war Formsache: Europas größter Pkw-Hersteller hält etwas mehr als 75% der MANAnteile. Doch viele Kleinaktionäre äußerten sich unzufrieden mit dem Abfindungsangebot von VW.  www.man.eu  www.volkswagen.de

Wien. Zuerst kamen Massenrück-rufaktionen, dann die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Fukushima und wenig später wegen des Streits zwischen China und Japan um unbewohnte Felseninseln im Südchinesischen Meer auch noch hohe Verkaufseinbußen in China. Für die japanischen Automobilhersteller waren in den vergangenen Jahren aller guten Dinge wahrlich nicht drei, nach den heftigen Turbulenzen scheinen sie nun aber wieder ruhigere Gewässer erreicht zu haben und dort auch kräftig Fahrt aufzunehmen. Allen voran Toyota, das seinen Nettogewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr auf umgerechnet 7,4 Mrd. € mehr als verdreifachen konnte. Gemeinsam mit den sechs nächstgrößten Autoherstellern des Landes könnte der Konzern nun laut Berechnungen der japanischen Finanzzeitung Nikkei im laufenden Geschäftsjahr wieder nah an das Rekordergebnis vor Ausbruch der Weltfinanzkrise im Jahr 2008 heranpreschen. Im damaligen Geschäftsjahr, das im März 2008 endete, hatten sie zusammengenommen einen Betriebsgewinn von 4,5 Billionen Yen (aktuell 35 Mrd. €) eingefahren.

Nissan & Co haben aus den vergangenen Krisenjahren ihre Lehren gezogen und schließen nun wieder an frühere Erfolge an.

Mit einer Milliarden-Dollar-Zahlung will das Unternehmen zudem eine Sammelklage in den USA beilegen und so die Rückrufserie abschließen. Und auch in China machen Toyota & Co wieder verlorenes Terrain gut.

Aus Vergangenheit gelernt

Japans Wirtschaftspolitik

Wie so oft im Wirtschaftsleben basiert der aktuelle Erfolg der japanischen Unternehmen auf der Krise der vergangenen Jahre. Toyota habe laut Konzernchef Akio Toyoda etwa „wertvolle Lehren“ aus den Herausforderungen gezogen, denen sich der Branchenprimus seit 2009 ausgesetzt sah. Man habe an der Qualitätssicherung gearbeitet und die Produktivität sowie Profitabilität verbessert.

Mit zu verdanken haben die Japaner ihr Comeback aber auch dem Erfolg der „Abenomics“, der Wirtschaftspolitik des seit Dezember amtierenden Regierungschefs Shinzo Abe. Mit seiner Mischung aus massiven Konjunkturprogrammen und einer aggressiven Lockerung der Geldpolitik hat sich der Yen – auch wenn er sich mittlerweile wieder deutlich nach oben orien-

tiert – in den vergangenen Monaten deutlich abgeschwächt, was die Exporterlöse der japanischen Autobauer deutlich ansteigen lässt. Eine weitere Antriebsquelle für das fulminante Comeback der Japaner ist die Erholung des für sie wichtigen Automarkts in den USA. Während die Lage auf dem Heimatmarkt weniger rosig aussieht, dürfte der Absatz von Neuwagen in den USA Schätzungen zufolge die Marke von 15 Mio. Autos toppen – dank einer Erholung der Wirtschaft und niedriger Zinsen. Um sich dabei ein größeres Stück vom einträglichen Geschäft mit Nobelschlitten zu sichern, wird Toyota erstmals ein Modell seiner Premiumtochter Lexus in den USA fertigen. Die Limousine

ES 350 läuft ab 2015 in einer Fabrik in Kentucky vom Band. Toyota will das Momentum nutzen und seinen Wachstumkurs mit einer Reform seiner Herstellungstechnologien und der Entwicklungsprozesse weiter untermauern; hinzu kommt ein umfangreicher Umbau des Managements. Von den sieben Vizepräsidenten, die direkt unter Toyoda stehen, treten drei zurück. Toyoda hatte erst vor zwei Jahren die Zahl der Direktoren von 27 auf 11 reduziert. Der Enkel des Konzerngründers will damit die Schlagkraft im Wettlauf mit den härtesten Konkurrenten General Motors und Volkswagen erhöhen.  www.toyota.com  www.nissan-global.com  www.honda.com

Europäischer Automarkt Laut einer Studie droht 2013 das schlechteste Autojahr der letzten 30 Jahre zu werden

Düstere Aussichten und wenig Hoffnung Brüssel. Schlechte Nachrichten für Europas Automobilindustrie: Nachdem die vergangenen Monate teils drastische Rückgänge bei den Verkaufszahlen brachten, droht 2013 einer Studie des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen zufolge das schlechteste Jahr seit Jahrzehnten zu werden. Vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise und anhaltend hoher Arbeitslosigkeit könnten die Autoverkäufe mit 11,9 Mio. Einheiten in Westeuropa (27 EU-Staaten und Staaten der Europäischen Freihandelszone) in diesem Jahr fünf Prozent unter dem Niveau des Vorjahrs liegen. Damit wäre 2013 laut Dudenhöffer „das schlechteste Autojahr der letzten dreißig Jahre“.

Rekordhoch, und die Wettbewerbsfähigkeit von Ländern wie Frankreich und Italien bleibe „wei-

ter schlecht“. Für die kommenden beiden Jahre müsse deshalb weiter mit einem schwachen Wirtschafts-

Keine Chancen auf Erholung „Arbeitslose sind keine guten Autokäufer und deshalb geht die europäische Autoindustrie durch ihr schwerstes Jahr seit der ersten Ölkrise Anfang der 70er-Jahre“, hieß es in der Studie. Die Jugendarbeitslosigkeit sei auf einem

© Panthermedia/Arne Trautmann

Jürgen Zacharias

© EPA/Narong Sangnak

Jürgen Zacharias

Im laufenden Jahr sollen in Westeuropa rund 11,9 Mio. Fahrzeuge verkauft werden.

wachstum gerechnet werden. Die Chancen für eine schnelle Erholung des Automobilmarktes seien damit „null“. Wegen der schwachen Nachfrage durch die Autokäufer werde die Auslastung der Autofabriken in Europa sogar so schlecht ausfallen, wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht, hieß es in der Studie. In den Fabriken in Südländern wie Frankreich, Italien, Portugal oder Spanien werde die Auslastung der Standorte voraussichtlich von über 62% auf rund 58% sinken. Am schlechtesten werde das Jahr voraussichtlich für die italienischen Standorte ausfallen, mit einer Auslastung von 49%. In Frankreich seien die Fabriken schätzungsweise zu 51% ausgelastet. Die Staatsschuldenkrise trifft in Europa vor allem Autohersteller, die ihre Fahrzeugen zu einem erheblichen Teil in südlichen Ländern verkaufen. Dies sind vor allem französische Hersteller oder italienische Automarken. In Deutschland ist insbesondere Opel stark von der Krise betroffen.  www.uni-due.de


Freitag, 21. Juni 2013

H e r s t e l l e r & Z u l i ef e r e r

automotivebusiness – 55

Volvo Der chinesisch-schwedische Automobilhersteller will seine Absatzzahlen erhöhen – 2020 sollen mehr als 800.000 Autos ausgeliefert werden

Volvo will jetzt die Kurve kriegen Teil der Strategie ist ein neues Produktionswerk im chinesischen Chengdu. Moritz Kolar

Göteborg. Das vergangene Jahr war für den schwedischen Automobilhersteller Volvo kein gutes. Mit hohen Ambitionen gestartet, hat man schlussendlich die angepeilte Verkaufszahl von 480.000 Pkw klar verfehlt, 421.951 Einheiten bedeuteten sogar einen Rückgang von 6,1 Prozent gegenüber 2011 und bescherten Volvo einen Nettoverlust von 480 Mio. Kronen (56,3 Mio. €) gegenüber einer Milliarde Kronen (116,4 Mio. €) Gewinn im Jahr zuvor. Nun scheint man sich aber in Göteborg wieder gefasst zu haben – am Ziel, bis 2020 den Absatz auf 800.000 Wagen zu steigern, will Konzernchef Håkan Samuelsson weiter festhalten.

Werk der Marke im südwestchineelson, ist vom neuen Weg übersischen Chengdu, eine geplante zeugt: „Geely vertraut uns, dass Modelloffensive sowie – anders als wir wissen, was wir tun.“ Der Bau früher unter Ford – größtmögliche der Fabrik sei „hundertprozentig Freiheiten für die Volvo-Ingenieure unter Verantwortung von Volvo“. in der Fahrzeugegestaltung. „Wir Die Finanzierung kommt hingegen haben heute mehr Freiheit als unter von Geely. Da ausländische AutoFord“, werden gleich mehrere Volbauer nur in China produzieren vo-Manager in schwedischen Zeidürfen, wenn sie ein Joint Venture tungen zitiert. Die Amerikaner häteingehen, muss Geely jetzt prakten den Schweden vorgeschrieben, tisch mit seinem eigenen Unterwelche Motoren eingebaut werden nehmen ein Gemeinschaftsuntermüssten, auch die Bürokratie sei nehmen eingehen. Mit dem Werk ausgeufert. „Wir sind froh, dass wir in Chengdu baut Volvo auch eine dieses Korsett endlich los sind; jetzt neue Zulieferkette in China auf, die können wir wieder Volvo werden.“ den Produktionsstätten in Europa zu­gutekommen soll. Auch der Fabriksleiter des neuen Werks in Chengdu, Lars Dani1 03.06.13 16:59 www.volvocars.com bey.transit.medianet216x288/21.6.13_Layout Seite 1

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Neues Werk in Chengdu Mitgrund für den neuen Optimismus ist das erste außereuropäische

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BMW Bestes Mai-Ergebnis

Verkaufsrekord

München. Erfreuliche Nachrichten für BMW: Wie die Oberklasse-Konkurrenz hat auch der Münchner Autobauer im Mai die Nachfrageflaute in Europa anderswo auf der Welt wettgemacht. Insgesamt verkaufte der deutsche Hersteller im vergangenen Monat die Rekordzahl von 166.397 Fahrzeugen, das sind sechs Prozent mehr als vor einem Jahr. „Die schwierigen Rahmenbedingungen in einigen europäischen Märkten konnten wir durch Zuwächse beispielsweise in den USA, China, Japan und Russland ausgleichen“, sagte Vertriebschef Ian Robertson vor wenigen Tagen in München. In Europa, wo der Konzern rund die Hälfte seiner Fahrzeuge absetzt, gingen die Verkaufszahlen um 0,6 Prozent zurück.  www.bmwgroup.com

Fiat Pläne zu Chrylser-Deal

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Turin. Fiat muss nach Einschätzung von Konzernchef Sergio Marchionne zur Finanzierung der Komplettübernahme von Chrysler keine neuen Schulden aufnehmen. Es gebe keinen unmittelbaren Bedarf, sagte Marchionne. Fiat und Chrysler besäßen zusammen 21 Mrd. € an liquiden Mitteln, die auch für Akquisitionen genutzt werden könnten. Fiat hält bereits 58,5% an Chrysler. Die restlichen 41,5% sind in Händen des US-Gewerkschaftsfonds Veba, der die Krankenkassen-Kosten der Chrysler-Rentner trägt.  www.fiat.it

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© EPA

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Fiat-Chef Sergio Marchionne arbeitet an der Komplettübernahme von Chrysler.

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Modell & Handel

56 – automotivebusiness

Freitag, 21. Juni 2013

Mercedes-Benz CLS 500 4matic Shooting Brake Das Heck als Identitätsstifter für ein unkonventionelles Auto

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Dem Außergewöhnlichen noch eins draufsetzen

© BMW/Tom Kirkpatrick

Neue Modellreihe aus dem Freistaat Bayern

Mercedes machte das Coupé mit vier Türen zum Bestseller; nun wird ein Kombi-Coupé daraus. gregor josel

Der neue BMW 4er kommt ab 41.900 Euro auf den Markt.

Salzburg. Das neue BMW 4er Coupé ist der Beginn einer neuen Coupé-Ära bei BMW. In der nunmehr vierten Generation der sportlichen MittelklasseCoupé-Baureihe verkörpert das neue BMW 4er Coupé den Inbegriff von Ästhetik und Dynamik im Premium-Segment. Die „4“ im Typenschild steht für die neue Ära des Coupés und unterstreicht nicht nur das eigenständige Design, sondern gleichermaßen eine noch ­stärkere technische Differenzierung zur BMW 3er Reihe, die auch durch neue Premium­Features wie den optionalen Voll LED- Scheinwerfer belegt wird. Das neue BMW 4er Coupé ist gegenüber dem BMW 3er Coupé in Breite und Radstand sichtbar gewachsen, wobei die sportlich gestreckte Coupé-Silhouette deutlich flacher verläuft. Zusammen mit den markentypischen, kurzen Überhängen, der langen Motorhaube und der zurückgesetzten Fahrgastzelle mit fließendem Dachverlauf präsentiert sich das BMW 4er Coupé in perfekter Balance. Das markante Gesicht mit charakteristischen BMW Designmerkmalen, wie Doppelniere, Doppelrundscheinwerfer sowie großem Lufteinlass in der Frontschürze, zeigt bewusst die Verwandtschaft zur BMW 3er Familie, unterstreicht aber in seiner sportlicheren Interpretation die dynamische Ausrichtung des BMW 4er Coupé.  www.bmw.at

Einst Skepsis, nun Jubel Wir halten also fest: Wer sich einst anno 2004 noch naserümpfend darüber mokierte, was denn das sein sollte, ein Coupé mit vier Türen, schlägt nun endgültig jubelnd die Hände über dem Kopf zu sammen. Wenn schon der normale CLS so ein Erfolg ist (übrigens: auch die Neuinterpretation der Viertür-Coupé-Idee zwei Klassen darunter namens CLA hat eingeschlagen wie der Blitz und verkauft sich wie die sprichwörtliche, warme Semmel; wer heute bestellt, kriegt seinen CLA im Mai 2014), wie gut muss das Ganze dann erst im Kombi-Outfit funktionieren. In der Tat ist der ganze Trick mit dem wegrationalisierten Hüftknick zu 90% eine Styling-Sache. Keiner, außer vielleicht ein paar Hundebesitzer, die es leid sind, die Rücksitze

Modellpflege für das Mittelklassemodell

ihrer Nobelkarosse ständig von Hundehaaren zu befreien, der auf den CLS reflektiert, hätte sich je keinen genommen, weil er eigentlich einen Kombi gebraucht hätte. Aber Kombis sind nun mal schick, wie wir ja auch aus der BusinessLiga wissen, und diesbezüglich waren die Stuttgarter ja schon immer Early Adopters: Bereits ab 1977 wurde zur legendären EKlasse W123 das noch legendärere T-Modell mitgeliefert.

Riva-Yacht im Kofferraum Dass man da allerdings bei einem wie dem CLS etwas mehr drauflegen muss, als bloß ein praktisches Verzurrsystem oder sonst was

langweilig Praktisches, lag auf der Hand. Also wurde der nun Ladeboden genannte, hinterste Innenraum mit einem hochnoblen Schiffboden aus Holzplanken getäfelt und die interessierte Automobil-Gemeinde, die nun wirklich schwer zu beeindrucken ist heutzutage, hatte ihre kleine Sensation. Klar, Bierkisten rutschen nun besser hin und her und auch der Hundsi fühlt sich auf dem glatten Parkett weniger wohl als auf seiner schmudeligen Köterdecke. Aber darum gehts beim CLS Shooting Brake mindestens genausowenig wie um die bereits erwähnten Kaufentscheidungsmerkmale Kopfraum im Fond, Laderaumkapazität oder, top of the Spießertum, die Nachrüstbarkeit

von zwei zusätzlichen, ausklappbaren Sesseln, um die Fuhre zum Siebensitzer zu adeln.

Sport-Coupé Dass ein Mercedes CLS auch mit Kombiheck richtig gut Sport kann, war ebenfalls von vornherein klar. Zumal der 500er-Motor (V8-Benzin, 408 PS, 600 Nm) in seiner aktuellen Ausformung ein wahres Wunderwerk an wirtschaftlicher Elastizität darstellt: Unter 10 l im Drittelmix sind keine Hexerei. Dazu noch Allradantrieb und die gute 7G-Tronic und fertig ist das Sportcoupé – dem das Shooten in keiner Lebenslage schwerfällt.  www.mercedes.at

Gute Freunde sind selten – aber es gibt sie Wien. Skoda präsentierte den neuen Rapid als Meilenstein im Konzern. Die Hersteller sind ja wirklich ausgefuchst, was das Entwerfen von Slogans und Werbetexten ist, aber im Fall des neuen Rapid hat man uns nicht zu viel versprochen, denn die neue Fließheck-Limousine von Skoda sieht nicht nur chic aus; der Rapid überzeugt auf voller Linie in Sachen Ausstattung, Komfort, Platzangebot und Verarbeitung und ist obendrein noch zu wirklich attraktiven Preisen erhältlich. Wir haben den 1,2TSI mit 105 PS und manuellem Sechsgang-Getriebe näher unter die Lupe genommen.

fellos auch abzielt, auf Anhieb ins Auge sticht, sind 550 l Kofferraumvolumen, die der neue Rapid mit seiner erstaunlich weit öffnenden Heckklappe freigibt. Legt man die Sitze um, finden sogar erstaunliche 1.490 l Platz. Da muss sich mancher Kompakt-Kombi in Acht nehmen. Die Innenausstattung des Rapid ist grundsolide und hochwertig. Klar, man hat es hier nicht

mit Nappa-Leder und Echtholz zu tun, aber mit durchaus gutaussersehenden Materialen, die nebst ordentlicher Optik auch viel Robustheit ausstrahlen. Neben dem unverschämt großen Kofferraum bietet der Rapid allerdings auch viel Platz für Passagiere. Auch in zweiter Reihe genießt man hervorragende Beinfreiheit. So lassen sich auch zu viert durchaus län-

Erwachsen auf ganzer Linie Zunächst gefällt vor allem die Optik des neuen Rapid; die neue Limousine bedient sich der aktuellen neuen Designsprache von Skoda, die ja nun auch schon den Octavia und den Superb ziert. Generell wirkt das Auto durchaus sportlich in der Frontansicht und gediegen und souverän in der Seitenansicht. Die Zahl, die den meisten Pragmatikern, auf die der Rapid zwei-

© Stockwerk Racing Team

Wien. Mit vorbildlich niedrigen Verbrauchs- und Emissionswerten sowie hochmodernem Onboard-Infotainment setzen ab Anfang Juli die aktualisierten Renault-Modelle Laguna, Laguna Grandtour und Laguna Coupé frische Akzente in der automobilen Mittelklasse zum Preis ab 26.650 €. Mit der neuen Dieselmotorisierung Energy 2.0 Energy dCi 175 eco2 (ab 30.450 €) benötigt der Laguna lediglich 4,5 l Kraftstoff pro 100 km. Dies entspricht CO2-Emissionen von 118 g pro km. Als weitere Neuheit dabei ist mit der Motorisierung in Form von dCi 110 eco2 erstmals das EDC-Doppelkupplungsgetriebe erhältlich. www. renault.at

Der Preis stellt den Oberklasse-Appeal klar: Für den CLS 500 4matic Shooting Brake werden ab 103.500 Euro veranschlagt.

Skoda Rapid 1,2TSI Clever, komfortabel und mit riesigem Kofferraum – enorm viel Auto für wenig Geld

© Bernier Anthony/Mundocom

Renault verpasst dem Laguna eine umfangreiche Modellpflege.

© Daimler

Wien. Genau genommen hat man dem Coupé-Bestseller mit der seltsamen Türenanzahl (noch genauer genommen: der bereits zweiten Generation des nämlichen) bloß ein Schrägheck draufgesetzt. Also ein noch schrägeres als das schon bisher sehr flach abfallende. Und man hat die Heckklappe, die beim normalen CLS ja ein Kofferdeckel ist, oben am Dach anscharniert. Viel mehr Laderaum brachte das unterm Strich nicht wirklich. Darum geht‘s aber beim gesamten CLS-Konzept, das Mercedes-Benz in den letzten neun Jahren zum veritablen Bestseller im gehobenen Segment aufgebaut hat, erst überhaupt gar nicht. Schließlich käme auch niemand auf die Idee, sich über den doch recht knapp geratenen Kopfraum im Fond dieser „Limousine“ aufzuregen.

Viel Auto fürs Geld: Skoda Rapid, ausreichend motorisiert und ab 17.340 € zu haben.

gere Strecken bewältigen. Fast als sportlich zu bezeichnen ist das Fahrwerk des neuen Rapid. In Kombination mit dem 105 PS starken Benziner und der erfrischend straffen Lenkung kann man den Rapid auch problemlos sehr agil durch die Welt chauffieren, ohne schnell an die physikalischen Grenzen zu stoßen. Für den Vortrieb sorgt der 1,2 l TSIBenziner, der neben seiner Leistung von 105 Ps vor allem über ein Drehmoment von 175 Nm verfügt. Damit ist man trotz kleinhubiger Benziner-Motorisierung auch im unteren Drehzahlbereich gut mit Schub versorgt. Der Normverbrauch des Skoda liegt bei 5,4 l pro 100 km, damit sind theoretisch 1.019 km Reichweite drin. Im realen Leben verbraucht der neue, clevere Tscheche rund 7,2 l. Die Summe aller Einzelheiten ergibt das durchaus stimmige Gesamtbild einer tollen Limousine zum Preis eines Kleinwagens, denn der Einstiegspreis für den neuen Skoda Rapid liegt bei wirklich moderaten 14.890 €.  (gj)  www.skoda.at


r u n d u m s au t o

Freitag, 21. Juni 2013

automotivebusiness – 57

Europäische Union Ab Oktober 2015 sollen Pkw und leichte Nutzis mit dem Notrufsystem eCall ausgestattet werden

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Notrufsystem wird Pflicht

Neue Standklimaanlage von Eberspächer Wr. Neudorf. Nach einem verhaltenen Start ins laufende Jahr ist Autozulieferer Eberspächer laut eigenen Angaben mit der Entwicklung am heimischen Markt wieder zufrieden. Große Hoffnungen setzt man in Wr. Neudorf in die anstehende Sommersaison, für die das Produktportfolio um eine mobile Standklimaanlage erweitert wurde. Hochwertig, langlebig und flexibel, so wird der neue Reisegefährte „Cube“ beschrieben. Mit nur knapp 20 kg ist das Gerät ein Leichtgewicht, das mit nur wenigen Handgriffen universell und nach Bedarf in den unterschiedlichsten Fahrzeugen eingesetzt werden kann. Einen klaren Wettbewerbsvorteil sieht Leonhard Vilser (Geschäftsführer Eberspächer GmbH) im geringen Verbrauch und der batterieschonenden Arbeitsweise. „Hier liegen wir ganz deutlich unter den Vergleichswerten von handelsüblichen Produkten.“  www.eberspaecher.com

Bei schweren Crashs und Unfällen alarmiert das System automatisch die europäische Notfallnummer 112. Notfall-Reaktionen in städtischer Umgebung um 40% und auf dem Land um 50% beschleunigen und jährlich bis zu 2.500 Menschenleben retten.

Moritz Kolar

„Die ‚eCall‘-Technologie ist ein neuer Meilenstein im Bestreben der EU, die europäischen Straßen sicherer zu machen.“ Siim kallas Eu-Verkehrskommissar

Rettungsdienste sollen mit dem neuen System deutlich schneller am Unfallort sein.

gie bietet ein großes Potenzial zur Rettung von Menschenleben, indem die Zeitspanne, in der Notfalldienste intervenieren können, dramatisch verringert wird, und dies EU-weit.“ Nach Schätzungen der EU-Kommission könnte eCall die

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willhaben.at-Werbemotor brummt: Auch KIA gibt Gas Geglückter Start: Autohändler nutzt Sonderwerbeform. Wien. Poleposition am rubrizierten Werbeportalmarkt: Neue, starke Werbeformen begleiten die Boombranche seit Jahresbeginn auch hierzulande; in die Vorreiterrolle schlüpft dabei „willhaben.at“. Ziel: die Eröffnung Erfolg versprechender Kontaktfelder für die werbetreibende Wirtschaft – am Web-Marktplatz und in den Bereichen Immobilien, Jobs & Karriere sowie Auto & Motor. Fachmann Jochen Schneeberger und sein Team setzen dabei auf direkten Kundenkontakt. Aufklärungsarbeit leistet man auch bei den heimischen Mediaagenturen; erste Erfolge kann Schneeberger bereits vorweisen: „Konzernkunden aus dem In- und Ausland – unter anderem aus der Möbelbranche – sowie einige Mediaplaner sind bereits bei uns im Boot. Neben den Werbe-Classics liefern wir mit neuen Targeting-Tools, modern konzipierten Landing Pages, frischen Verlosungs-Features und dem neuen Werbemittel ‚fLex-AD‘ unkonventionelle Lösungen – unkompliziert und ohne die üblichen Streuverluste.“ Vom Werbeangebot überzeugt sich jetzt auch die österreichische KIA-Niederlassung. Mit der sogenannten Fake-Anzeige liefert der südkoreanischen Hersteller den rot-weiß-roten Automaniacs auf der Suche nach ihrem Wunschwagen zielgruppenoptimierte Kaufoptionen.

Direkte Präsenz am Käufermarkt ®

deshalb sind wir auch ein ...

die Gesetzesvorschläge entscheiden die EU-Verkehrsminister und das Europaparlament gemeinsam. Auch Island, Norwegen und die Schweiz sollen in den eCall-Dienst voll einbezogen werden.  www.ec.europa.eu

„Wir nutzen die Sonderwerbeform von ‚willhaben.at‘ für unseren Kunden KIA. Gerade im Entscheidungsprozess des Autokaufs ist es wichtig, die User adäquat anzusprechen. Mit dieser Art von Werbemittel sind wir direkt bei der Suche nach einem Gebrauchtwagen präsent und bieten im

Perfektes Werbeumfeld: KIA präsentiert seine Neuwagen-Modelle der automotiven Community.

passenden Modellsegment die Neuwagen von KIA an“, so Doris Kronberger-Ostler, Head of Digital bei Havas Media Austria. Für die Mediaplaner zeichneten sich die Fake-Anzeigen durch „sehr gute Performance-Werte aus, da sie zielgenau und direkt im Content platziert sind“. Schneeberger, Leiter der Werbeunit bei willhaben.at, sieht die Online-Offensive eindeutig auf Kurs. Er ist überzeugt: „Individuelle, maßgeschneiderte Werbe-Packages im aufbereiteten Umfeld liefern schnell die gewünschten Resultate.“ Neue Reichweitenrekorde am heimischen Portalmarkt, wie die jüngsten Zahlen der Österreichischen Webanalyse zeigten, sorgten für zusätzliche Argumente. „Das Unternehmen dominiert im Mai klar mit 3.661.473 Unique Clients die Branchenlandschaft; mit 16.633.732 Visits hat willhaben.at einen Höchststand erreicht und konnte im Vergleich zum Mitbewerb erneut deutlich zulegen.“

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las sprach von einem „neuen Meilenstein“ im Bestreben der EU, die Straßen europaweit sicherer zu machen. „Letztes Jahr wurden auf den Straßen der EU 28.000 Menschen getötet und 1,5 Millionen verletzt“, sagte Kallas. „Die ‚eCall‘-Technolo-

© Eberspächer

Nach dem Vorschlag müssen ab Oktober 2015 alle neuen Modelle von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit „eCall-System“ ausgerüstet werden. Die EU-Staaten müssen auch bis dahin die erforderliche Infrastruktur für einen reibungslosen Empfang und für die Abwicklung in Notrufzentralen schaffen. EU-Verkehrskommissar Siim Kal-

Die für eCall eingebauten, bordeigenen Geräte könnten auch für weitere Dienste genutzt werden, etwa zur Ortung gestohlener Autos, erklärte die Kommission. Über

© willhaben.at

Technologie mit viel Potenzial

Weitere Services denkbar

© APA/Philipp Schalber

Brüssel/Wien. Seit den 1950er- und 1960er-Jahren ist Autofahren Schritt für Schritt immer sicherer geworden. Nackenstützen, die Gurtpflicht, Airbags und zahlreiche Fahrassistenzsysteme haben – obwohl der Verkehr deutlich angestiegen ist – die Zahl der Verkehrstoten auf einen Bruchteil gesenkt. Nun plant die Europäische Union einen weiteren Sicherheitsschritt: Neuwägen müssen – so ein Gesetzesentwurf, der diese Woche der EU-Kommission vorgelegt werden soll – in der EU ab Oktober 2015 mit einem automatischen Notrufsystem ausgestattet sein, das bei einem schwerwiegendem Unfall automatisch die europäische Notfallnummer 112 wählt. Das sogenannte eCall-System soll den Standort des Fahrzeugs auch dann übermitteln, wenn der Fahrer wegen des Unfalls nicht zu einem Telefonat in der Lage ist.


I n n ovat i o n & U m w e lt

58 – automotivebusiness

short

Supercredits als neuer Kompromissvorschlag

Freitag, 21. Juni 2013

Frost & Sullivan Das Beratungsunternehmen nahm die Verbreitung von Ladestationen für EV-Autos unter die Lupe

Lade-Infrastruktur wächst überdurchschnittlich rasch Das Fazit: Die Verbreitung schreitet rasch voran; 2019 rund 3,1 Mio. Ladestationen in Europa.

Für schadstoffarme Autos sollen Hersteller Bonuspunkte bekommen.

Brüssel. Im EU-Streit über Klimaschutzvorgaben für Autos hat Deutschland einen neuen Kompromissvorschlag vorgelegt. Die deutsche Regierung schlägt dabei eine größere Flexibilität bei der Anrechnung schadstoffarmer Fahrzeuge wie Elektro-Autos vor. Demnach sollen die Auto-Hersteller die für die Produktion solcher Wagen anfallenden Bonuspunkte, sogenannte Supercredits, aufsparen und sich erst nach 2020 anrechnen lassen können, wenn die EU-Kommission den CO2-Ausstoß von Neuwagen im Durchschnitt auf 95 g pro km weiter begrenzen will.    www.bundesregierung.de

Automobilhersteller dominieren Studie Köln. Das MarkenberatungsUnternehmen Interbrand hat kürzlich die aktuelle „Best Global Green Brands“-Studie des Jahres 2013 vorgestellt. Dabei liegt die Automobilbranche mit Toyota (Rang 1), Ford (Rang 2) und Honda (Rang 3) mit gleich drei Unternehmen an der Spitze des Rankings. Nissan (Rang 5), Volkswagen (Rang 7) sowie BMW (13) und Mercedes (17) unterstreichen die Dominanz der Branche. Aufsteiger des Jahres sind übrigens Nissan, Ford und der Paket-Dienstleister UPS (Rang 32), neu ins Ranking eingestiegen ist u.a. Kia (Rang 37).  www.interbrand.com

Frankfurt. Obwohl sich Elektrofahrzeuge (engl. EV; Electric Vehicle) bisweilen mehr schlecht als recht auf den europäischen Automärkten behaupten, befindet sich der Markt für Ladestationen in einem deutlichen Aufschwung. Getrieben wird das Wachstum laut einer aktuellen Untersuchung des Beratungsunternehmens Frost & Sullivan von gleich mehreren Branchen (z.B. industrielle Automation, Versorgungsunternehmen, Parkplatz- sowie Infrastrukturbetreiber), weshalb mit einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 113,3% im Zeitraum zwischen 2012 und 2019 zu rechnen sei. Demzufolge würde der Markt von 7.250 Ladestationen in 2012 auf mehr als 3,1 Mio. in 2019 anwachsen. Frankreich, Deutschland, Norwegen und Großbritannien dürften den Markt durch ihre hohe Akzeptanz von Elektrofahrzeugen in diesen Ländern anführen.

© EPA

© BMW

Moritz Kolar

Die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge steht laut Frost & Sullivan vor einem gewaltigen Entwicklungsschub in Europa.

Laden mit Gleichstrom soll jedoch an strategischen Standorten stattfinden, wo Fahrzeuge in weniger als 30 Min. aufgeladen werden können. Induktive Aufladung wird laut der Studie in Zukunft ebenfalls gängige Praxis sein, allerdings wahrscheinlich erst ab 2014 eingeführt werden. Nichtsdestotrotz habe die Technologie nach wie vor mit Kinderkrankheiten wie der zu geringen Reichweite der Fahrzeuge und deren verhältnismäßig langen Ladezeiten zu kämpfen. „Durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung werden Marktteilnehmer aber voraussichtlich innovative Lösungen vorstellen, um diese Probleme zu lösen“, sagt Sathe. „Die sich derzeit abzeichnenden Trends konzentrieren sich bei-

Die nächsten Schritte „Die Studie hat ergeben, dass bis zum Jahr 2019 voraussichtlich mehr als 3,1 Millionen Ladestationen in ganz Europa eingerichtet sein werden“, stellt Frost & Sullivan Automotive & Transportation Research Associate, Prajyot Sathe, fest. „Das Laden nach ‚Modus 2‘ wird voraussichtlich einen Marktanteil von mehr als 64 Prozent abdecken, wobei fast 83 Prozent der Ladevorgänge erwartungsgemäß an den Wohnorten oder an einem Ort stattfinden, wo das Fahrzeug für acht bis zehn Stunden pro Tag geparkt ist.“ Das Laden nach „Modus 3“ soll laut Frost & Sullivan vor allem an öffentlichen Orten üblich sein. Das

spielsweise auf das Schnellladen mit Gleichstrom, um die Fahrzeuge in 2-3 Stunden zu laden, und diese Vorgänge könnten im besten Fall an Orten wie etwa Kino- und Einkaufszentren Anwendung finden.“

Weiterer Regelungsbedarf Neben den technischen Problemen gilt es, eine weitere Herausforderung zu meistern, nämlich die bislang unklaren Rollen der Versorgungsunternehmen, Original Equipment Manufacturers (OEMs) und Ladeinfrastrukturanbieter im Markt. So wurde etwa durch unterschiedliche Regelungen und Verordnungen im Bezug auf den Stromverbrauch und die Gebühren innerhalb der verschiedenen EULänder noch kein standardisiertes

Geschäftsmodell beschlossen, die Entwicklung eines dynamischen Geschäftsmodells sei deshalb eine Grundvoraussetzung, um den Markt auch weiterhin in seiner Aufwärtsbewegung zu halten. „Der verbesserte Zugang durch den Aufbau einer zentralen Ladeinfrastruktur an strategischen öffentlichen und privaten Standorten wird die Angst und die Herausforderung überwinden, die mit der Reichweitenbegrenzung verbunden sind“, schließt Sathe. „Technologische Weiterentwicklungen, die die Ladezeit verkürzen und gleichzeitig die Zuverlässigkeit, Sicherheit und Robustheit des elektrischen Ladesystems erhöhen, werden die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen befördern.“  www.frost.com

Fiat Auszeichnung „Umweltfreundlichster Motor des Jahres 2013“ für Natural Power-Variante des 0.9 Liter TwinAir Turbo

Toyota ist laut Interbrand-Studie die beste grüne Marke der Welt 2013.

Ferdinand Porsche Preis für Scania-Ingenieur Wien. Magnus Mackaldener, Entwicklungsingenieur von Scania, wurde vor wenigen Tagen mit dem „Professor Ferdinand Porsche Preis“ ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für die Entwicklung besonders effizienter und umweltfreundlicher Abgastechnik für Nutzfahrzeuge gemeinsam von der Porsche Holding Salzburg, der Porsche AG, Stuttgart, und der TU Wien. „Die Innovation senkt den Kraftstoffverbrauch von Nutzfahrzeugen ebenso wie die damit verbundenen Schadstoff-emissionen“, sagte Matthias Müller, Vorsitzender des Vorstands der Porsche AG, in seiner Laudatio auf den Preisträger.  www.tuwien.ac.at

Stuttgart. Die Natural Power-Variante des 0.9 l TwinAir TurboTriebwerks von Fiat ist als „Umweltfreundlichster Motor des Jahres 2013“ ausgezeichnet worden. Der Zweizylinder-Motor gewann die Kategorie „Best Green Engine of the Year 2013“ im Rahmen der „International Engine of the Year Awards“. Die Jury würdigte damit das Umweltverhalten des 875 cm�-Aggregats, das im Erdgas-Betrieb bei einer Leistung von 59 kW (80 PS) im Fiat Panda nur 86 g CO2 pro Kilometer emittiert, der Durchschnittsverbrauch liegt bei 3,1 l pro 100 km. Der bivalent ausgeführte TwinAir-Turbomotor wird außerdem in Zukunft auch im Fiat 500L angeboten.

legung sowie die Verwendung der MultiAir-Technologie zur Ventilsteuerung sorgen dabei für eine gleichbleibende Leistungsentfaltung im Benzin- und im ErdgasBetrieb.

Das 2011 präsentierte TwinAirKonzept hat schon in der Vergangenheit zahlreiche Preise erhalten. So gewann der ZweizylinderTurbobenziner bei der Wahl zum „International Engine of the Year

Unterschiede im Detail Die Natural Power-Variante des TwinAir-Triebwerks unterscheidet sich von der ausschließlich mit Benzin arbeitenden Version unter anderem auch durch die spezifisch ausgelegten Einspritzdüsen, Ansaugkrümmer, Ventilsitze und das Motorsteuergerät. Diese Aus-

Award 2011“ nicht nur die Gesamtwertung, sondern zusätzlich auch die Kategorien „Unter 1.000 Kubikzentimeter Hubraum“, „Bester neuer Motor“ und „Umweltfreundlichster Motor“. Die Leistungsbreite reicht heute vom Saugbenziner mit 49 kW (65 PS) bis zu den Turbovarianten mit 63 kW (85 PS) und 77 kW (105 PS). Der 105 PS starke Motor zählt mit einer Leistung von rund 120 PS pro Liter Hubraum zu den effizientesten Triebwerken seiner Kategorie.

Renommierte Auszeichnung

© Fiat

© EPA/Narong Sangnak

Grüne Auszeichnung für grünes Triebwerk

Der Fiat Panda bringt mit dem Triebwerk im Erdgas-Betrieb 59 kw (80 PS) Leistung.

Der seit 15 Jahren vergebene „International Engine of the Year Award“ gehört weltweit zu den renommiertesten Wettbewerben für Antriebskonzepte, an dem sich alle großen Automobilhersteller beteiligen. Die Jury bestand in diesem Jahr aus 76 Industrievertretern und Journalisten aus 36 Ländern. Überreicht wurden die Awards für die Preisträger in insgesamt zwölf Kategorien im Rahmen der Messe „Engine Expo 2013“ in Stuttgart.  www.fiat.com


medianet

inside your business. today.

Freitag, 21. Juni 2013 – 59

Markenübergreifendes Konzept für die Schulung von 380 jungen Azubis  Seite 61

asien mit prima reisen

Sri Lanka, Vietnam und Indien sind derzeit bei Asien-Urlaubern sehr beliebt  Seite 63

trekking wikinger reisen bietet neue ziele

©Wikinger Reisen

accor orientation days

© Panthermedia.net

© Panthermedia.net

destinationworld Taiwan lebt Traditionen und ist dabei modern

© Ultra Europe

short

© Star Alliance

Split. Das „Ultra Music Festival“ in Miami Beach zählt zu den absoluten Highlights der Electronic Music-Szene. Sowohl Line-up als auch die beeindruckende Kulisse in Florida haben Kultstatus erreicht. Dieses Format gibt‘s nun erstmals in Europa – in Split in Kroatien. Syntex Eventtravel by Jugendreiseprofi Splashline bietet dafür das „Austrian Festival Hotel“ am Meer an. Dieses Angebot gilt sowohl für Besucher, die den gesamten Festivaltrip buchen, als auch für solche, die bereits Tickets für den Event haben.  tiny.cc/bookultraeurope

© Panthermedia.net/PengGuang Chen

London. Der neue Terminal 2 am Londoner Flughafen Heathrow, zukünftige Heimat von Star Alliance am wichtigsten Drehkreuz des Vereinigten Königreichs, wird den Namen „Terminal 2: the Queen’s Terminal“ tragen – benannt nach Königin Elizabeth. Alle 23 Mitgliedsgesellschaften von Star Alliance, die den Flughafen Heathrow bedienen, werden von Terminal 2 abfliegen; sie stellen mehr als 20% des gesamten Flugaufkommens. Erstmalig werden damit alle Star Alliance-Mitglieder an einem Terminal in Heathrow vereint sein.  www.heathrow.com/t2

Inselrepublik Früher nannten Seeleute die asiatische Destination „Formosa“, was so viel wie „die Schöne“ bedeutet. Heute überzeugt Taiwan mit hochmoder­ ner Infrastruktur, maximaler Sicherheit und Eva Air-Flügen ab Wien.  Seite 60 Atlantis The Palm Dubai Ramadan-Erlebnis Festessen

Rostock. Drahtesel mit elektrischem Antrieb liegen im Trend – in Deutschland wurden 2012 rund 380.000 „Pedelecs“ verkauft. Ab sofort wird auf allen AIDA-Schiffen das Angebot an Fahrradausflügen um die Pedelec-Touren erweitert. So wird in fast jedem angelaufenen Hafen ein Ausflug mit den motorisierten Fahrrädern angeboten.  www.aida.de

© Atlantis, The Palm

© Aida Cruises

Köstliches nach Sonnenuntergang

Atlantis respektiert religiöse Traditionen und schafft perfekte Urlaubserlebnisse.

Dubai. Vom 9. Juli bis zum 7. August feiern Muslime Ramadan, eine Zeit der Reflexion und des Miteinanders von Familien und Freunden. Dann ist es Muslimen nicht gestattet, tagsüber zu essen oder zu trinken. Nach Sonnenuntergang trifft man sich und zelebriert gemeinsam das Fastenbrechen bei einer aufwendigen Mahlzeit. Das „Atlantis Ramadan Iftar Package“ für Zwei umfasst eine Übernachtung mit Festessen in den Restaurants Levantine oder Kaleidoscope für 245 €. Gäste, die traditionell im Zelt speisen möchten, bezahlen zusätzlich 38 €.  www.atlantisthepalm.com

Orient Busrundreise

Höhepunkte der Emirate 8-tägige Rundreise ab/bis Dubai, 7 Übernachtungen im Doppelzimmer, Verpflegung und Verlauf lt. Programm Anreise am 12.10.2013 Preis pro Person, inkl. Flug ab/bis Wien € 1.685

Weitere Informationen in Ihrem Reisebüro oder unter www.dertour.at

Urlaub mit DERTOUR und Sie bestimmen, wo’s langgeht.


c ov e r

60 – destinationworld

Kommentar

Tote Hose oder Sex on the Beach?

Freitag, 21. Juni 2013

Destination Taiwan Insel bietet fernöstliches Flair, asiatische Kulturen und subtropische Natur auf kleinstem Raum

Mit Flugzeug, Eisenbahn und Fahrrad unterwegs

Ab 2. September 2013 fliegt Eva Air zusätzlich zu Mittwoch, Freitag, Sonntag auch jeden Dienstag ab.

S

chon bald beginnt die Urlaubssaison und damit für viele Paare die schönste Zeit des Jahres. Doch wie wirkt sich der Urlaub auf die Liebe aus? Fördern Ferien und freie Zeit die Beziehungsharmonie oder sind sie Liebeskiller? Die deutsche Singlebörse ‚ElitePartner‘ hat 873 deutschsprachige Singles nach ihren Erfahrungen aus früheren Partnerschaften befragt. Knapp die Hälfte der Befragten empfand den Urlaub als sehr positiv für die Beziehung und hat im Urlaub ihre Liebe wieder neu entdeckt. Besonders Frauen nahmen dies so wahr: 53% sagen, dass sie sich in Urlauben wieder neu in ihren Partner verliebten. Beim Großteil der Befragten hatten Ferien und freie Zeit zudem Einfluss auf das Sexleben: 63% hatten mehr Sex im Urlaub als im Alltag. Auch hier war der Eindruck der Frauen stärker: 66% stimmten der Aussage zu, dass sie im Urlaub öfter Sex hatten. Jeder fünfte Mann allerdings bemerkte überhaupt keine erhöhte Frequenz – oder kümmerte sich nicht um die Aktivitäten des Poolboys. Paare, bei denen es daheim weniger gut in der Beziehung läuft und ein elementarer Konflikt unterschwellig brodelt, sitzen im Urlaub auf einem Pulverfass. Was der Alltag verdeckte, gelangt nicht selten durch die intensive Zeit im  Urlaub ans Tageslicht ...

Schweiz Tourismus

Im Land der Viertausender Zürich. Das Wallis ist das Bergsommer-Paradies schlechthin. Ein Netz von über 8.000 km gut ausgebauten Wegen erlaubt tiefe Einblicke in die Natur. Schweiz Tourismus bewirbt das Wallis aber auch mit Gastronomie, Weinspezialitäten, Extremsport und Alpentraditionen wie z.B. Kuh-Feste.  www.valais.ch/de

Taipei. Asiens schönste Seiten auf einer einzigen Insel – das bietet die Destination Taiwan den Fernosturlaubern und Reisenden auf dem Weg nach Südostasien, Australien oder rund um die Welt. Die Insel, die von frühen Seefahrern zu Recht „Formosa” – die Schöne – genannt wurde, liegt rund 160 km vor der Südostküste Chinas im Westpazifik. Die Einwohner zählen zu den herzlichsten Gastgebern Asiens. Darüber hinaus bietet das hochmoderne Land maximale Reisesicherheit. Die atemberaubende Landschaft besticht mit üppigen Regenwäldern, hohen Bergen, fruchtbaren Tälern, schroffen Küsten und zauberhaften Korallen- und Vulkaninseln, während in der Hauptstadt Taipei und den übrigen Städten jahrhundertealte Traditionen der Moderne des 21. Jh. begegnen.

Taiwan ist eine faszinierende Inselrepublik, in der sowohl alte asiatische Traditionen als auch die Moderne gelebt werden.

Taiwan ist auf Schiene Dieses friedliche Nebeneinander der (vermeintlichen) Gegensätze spiegelt sich auch in den zahlreichen Bahnreisemöglichkeiten wider, die Einheimischen wie Besuchern gleichermaßen zur Verfügung stehen: vom Zeitlupen- bis zum Zeitraffertempo kann man hier die Landschaft an sich vorüberziehen lassen – je nachdem, ob man in anderthalb Stunden die Insel überqueren oder alle Sehenswürdigkeiten in Ruhe genießen möchte. Auf jeden Fall bietet die Eisenbahn jedem Taiwan-Besucher die Gelegenheit, die Insel völlig stressfrei kennenzulernen. Die Taiwan Railways Administration (TRA) unterscheidet fünf verschiedene

Mit Eva Air ab Wien fliegen Für den kommenden Winter bietet die private taiwanesische Eva Air schon jetzt günstige Tarife (buchbar bis 31. Juli 2013):

Schon ab 939 € (Economy Class) bzw. 2.139 € (Business Class) fliegt man ab Wien nach Taipeh – gültig für Abflüge im Zeitraum vom 1. November bis 15. Dezember 2013. Im Zeitraum 28. Dezember 2013 bis 8. April 2014 geht es ab 1.089 € (Economy Class) bzw. 2.289 € (Business Class) nach Taipeh. Ein Aufenthalt von maximal drei Monaten ist erlaubt. Die genannten Preise beinhalten alle Taxen und Gebühren. Für Kinder von zwei bis elf Jahren gibt es 25% Ermäßigung. Für Reisende aus den österreichischen Bundesländern bietet Eva Air eine kostenlose Bahn-Anreise zum Flughafen Wien an.  www.taiwan.tourismus.de  www.evaair.com

Nachhaltigkeitslabel für Reiseveranstalter Wien. Von Unternehmen wird heute erwartet, dass sie Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt übernehmen. So steigt auch das Interesse der Tourismusbranche am Thema Nachhaltigkeit. Reisever-

„Das Engagement für nachhaltigen Touhervorzuheben; die Betriebe zeigen Umweltbewusstsein.“

© Valais/Wallis Promotion/Christian Perret/Zermat

se auch entlegene Attraktionen erreicht, zu denen keine Bahngleise führen. Für unabhängiges Reisen halten zahlreiche Autovermietungen vielerorts eine breite Palette an Pkw bereit – auch an den Bahnhöfen. Mit einem internationalen Führerschein dürfen Ausländer bis zu 80 Tage fahren. Und sportliche Touristen können an vielen Bahnhöfen (auch) Fahrräder mieten, um Ausflüge in die Umgebung zu unternehmen.

Travelife Kostenloser Workshop für interessierte Reiseveranstalter am 3. bzw. 11. Juli in Wien

rismus ist positiv

Karl Reiner Travelife Österreich

Aktiver Bergsommer im Wallis: Stellisee mit Blick Richtung Matterhorn.

Zugtypen mit unterschiedlichem Komfort, die auf dem inselweiten Schienennetz verkehren. Auch wenn Bahnreisen eine attraktive und reizvolle Möglichkeit darstellen, das Land entspannt kennenzulernen, stehen selbstverständlich noch andere Fortbewegungsmittel zur Verfügung, die sich auch in der Kombination mit einer Bahn nutzen lassen. Sehr beliebt ist der „Taiwan Tourist Shuttle”, der Besucher aus dem Ausland im Linienbetrieb nach festem Fahrplan auf zwölf Strecken von großen Bahnhöfen und anderen Treffpunkten zu Sehenswürdigkeiten und beliebten Ausflugszielen in elf Landkreisen und sechs nationalen Ausflugsregionen bringt, sodass man auf diese Wei-

anstaltern, die sich dafür einsetzen und mit dem dadurch gewonnenen Wettbewerbsvorteil langfristig erfolgreicher sein wollen, bietet Travelife am 3. bzw. 11. Juli (jeweils

18:15–21 Uhr) einen kostenlosen Informationsworkshop in Wien an. Das Travelife Nachhaltigkeitssystem kann Reiseveranstaltern dabei helfen, in einem Unternehmen Prinzipien der Nachhaltigkeit einfach und kostengünstig einzuführen.

Travelife bietet Reiseveranstaltern Online-Trainings, Tests und Best Practice-Beispiele, die zeigen, wie die sozialen und ökologischen Auswirkungen des unternehmerischen Handelns verbessert und dieses Engagement erfolgreich auf dem Markt kommuniziert werden können. Kooperiert wird mit den zuständigen Reisebüroverbänden der jeweiligen Länder. In Österreich wird die Initiative

Koop mit den Reisebüros Nachdem dieses Trainings- und Zertifizierungssystem bereits von Reiseveranstaltern in 18 Ländern erfolgreich angewandt wird, kommt es nun nach Österreich. Projektleiter Karl Reiner von der ÖAR Regionalberatung GmbH vertritt Travelife mit seinem Team in der Alpenrepublik und hofft, dass Travelife hier auf Interesse stößt – wie bei den deutschen Nachbarn: „Das Engagement der teilnehmenden Unternehmen zu nachhaltigem Tourismus ist wirklich positiv hervorzuheben; die Betriebe zeigen damit Umweltbewusstsein und Verantwortungsgefühl für die Zukunft des Reisens“, so Stefan Raich von der Allianz Selbständiger Reiseunternehmen (ASR).

vom Österreichischen Verein für Touristik (ÖVT) unterstützt. „Die nachhaltige Ebene wird auch in der Reisebranche immer wichtiger“, so Obmann ReitingerLaska. Das Travelife-Nachhaltigkeitssystem lässt sich auch mit dem Umweltzeichen für Reiseangebote kombinieren, einer Auszeichnung vom Lebensministerium.  www.travelife.at  www.umweltzeichen-reisen.at

© EPA/Barbara Walton

georg biron

© Panthermedia.net/PengGuang Chen

georg biron

Travelife hilft Reiseveranstaltern dabei, Prinzipien der Nachhaltigkeit einzuführen.


Freitag, 21. Juni 2013

b u s i n e s s & mar k e t s

destinationworld – 61

Orientation Days 380 Accor-Azubis wollten bei den Orientierungstagen mehr über sich selbst und ihre persönlichen Berufschancen herausfinden

Markenübergreifendes Konzept dino silvestre

München. Sich selbst und die eigenen beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten besser einschätzen – das lernten die Auszubildenden im 2. Lehrjahr bei den „Accor Orientation Days“, die zwischen dem 29. April und dem 9. Juni in verschiedenen Accor Hotels in München, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Stuttgart und Nürnberg stattfanden.

Zu neuen Erkenntnissen 380 angehende Hotelfach- und Restaurantfachkräfte sowie Köche beteiligten sich an den Orientierungstagen 2013, die in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal stattfanden. „Mit diesem Angebot wollen wir unseren Hotelnachwuchs bei der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung unterstützen – und

Lufthansa Selbermacher

Koffer-Check-in Frankfurt/M. Lufthansa investiert in Technologien, die Fluggästen Komfort bieten. Passagiere können nun an den Flughäfen Frankfurt, München und Hamburg von 39 Gepäckautomaten profitieren und ihre Koffer selbst aufgeben. Wer sich ab 23 Stunden vor Abflug online, mobil oder an einem Check-in-Automaten seine Bordkarte ausgestellt hat, geht zu einem der Gepäckautomaten und schickt seine Koffer selbst auf die Reise. Dieser Dienst wurde 2012 in München und Frankfurt getestet; aufgrund der Kundenresonanz und der hohen Nutzung wurde dieses Serviceangebot nun ausgeweitet: 640.000 Gepäckstücke wurden bisher bei Lufthansa über die Automaten eingecheckt.  www.lufthansagroup.com

CAT Juni-Spendenaktion

Geld für Kranke

© CAT/Johannes Zinner

Wien. Seit Anfang Juni unterstützt jedes CAT-Ticket die Roten Nasen Clowndoctors: Ein Prozent des CAT-Monatsumsatzes kommt Kindern und älteren Personen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen durch die Arbeit des gemeinnützigen Vereins zugute. Wer sich selbst in die Aktion einbringt, setzt nicht nur ein Zeichen für den guten Zweck, sondern hat die Chance, ein Wochenende in Barcelona zu gewinnen.  www.cityairporttrain.com

CAT-Spendenaktion „Mit einem Lächeln in den Urlaub“ noch bis Ende Juni.

damit die Qualität und Attraktivität einer Ausbildung bei ‚Accor‘ in Deutschland weiter steigern“, sagt Michael Verhoff, Arbeitsdirektor und Leiter Human Resources Accor Germany. In interaktiven Übungen erlebten die Auszubildenden ihr eigenes Verhalten in verschiedenen Situationen und werteten anschließend zusammen mit den Trainern ihr daraus entstehendes Persönlichkeitsprofil aus. Im nächsten Schritt erklärten die Trainer die Eigenschaften der verschiedenen Persönlichkeitsprofile und brachten diese in Verbindung zu den Berufsbildern in der Hotel-

lerie und den unterschiedlichen Marken von Accor; ergänzend erhielten die Auszubildenden gezielt Informationen über die Entwicklungsmöglichkeiten bei Accor.

Gutes Ausbildungskonzept „Ein spannender Tag, an dem die Auszubildenden mehr über sich selbst und das Unternehmen erfuhren, um so die eigene persönliche und berufliche Zukunft, am besten innerhalb des Accor Konzerns, besser planen und gestalten zu können“, so Verhoff. Die Accor Hospitality Germany GmbH ist mit 1.500 Auszubilden-

den der größte Ausbilder in der Hotelbranche in Deutschland; rund 550 Azubis beginnen pro Jahr ihre Ausbildung bei Accor. Mit intensiver Unterstützung der Berufsanfänger und einem Fortbildungsprogramm schafft das Unternehmen beste Voraussetzungen für qualifizierte Nachwuchsförderung, u.a. über interne und externe Wettbewerbe wie z.B. den alljährlich vergebenen „Accor Azubi Award“, einen Nachwuchswettbewerb mit Chance auf einen einjährigen Auslandsaufenthalt inklusive Sprachkurs, oder die Accor-eigene Académie und duale Studiengänge.  www.accorcareer.de

© Panthermedia.net/Benis Arapovic

In interaktiven Übungen erlebten die Auszubildenden ihr Verhalten in verschiedenen Job-Situationen.

Die Accor Hospitality Germany ist größter Ausbilder in deutscher Hotelbranche.


b u s i n e s s & m a r k et s

62 – destinationworld

short

Eva Air ist neues jetzt Star Alliance-Mitglied

Freitag, 21. Juni 2013

Umfrage im Auftrag der ING-DiBa Ihr 13. Gehalt brauchen die Österreicher für grundlegende Dinge des Lebens

Urlaubsgeld: In Kärnten wird das Geld verprasst

© EVA Air

Nur jeder Dritte plant, sein Urlaubsgeld für Ferien zu verwenden. Meistens geht es für Alltägliches drauf.

Deutschland räumt die Flutschäden jetzt weg Berlin. Gute Nachricht für Reisende, die in den kommenden Wochen das Reiseland Deutschland besuchen wollen: In den vom Hochwasser betroffenen Städten und Gemeinden an der Donau, Elbe, Mulde und Saale ist die touristische Infrastruktur zum größten Teil wieder hergestellt. Trotz noch anhaltender Einschränkungen können Gäste das Reiseland Deutschland auch in diesen Regionen bis auf wenige Ausnahmen wieder bereisen. Die Situation in den Hochwassergebieten der Elbe bessert sich zunehmend, die Pegelstände in Norddeutschland gehen weiter langsam zurück. Da etliche Deiche aber völlig durchgeweicht sind, bleibt der Alarm in einigen Regionen im Norden für die kommenden Tage bestehen. Unterdessen sind die Menschen im Süden und Osten mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.  www.germany.travel

© EPA/Maximilian Hensel

Ryanair ist weltweit die beliebteste Airline

Im letzten Jahr begrüßte Ryanair 79,6 Mio. internationale Passagiere.

Dublin. Ryanair, Europas führende Low Cost-Airline, freut sich über die Bestätigung durch die Internationale Flug-Transport-Vereinigung (IATA), dass sie auch in diesem Jahr als die weltweit beliebteste Fluggesellschaft platziert wurde. Ryanair-Boss Robin Kiely: „Unsere Passagiere bestätigen auf diese Weise, dass sie auf die niedrigen Preise, die entfallenden Treibstoffzuschläge und den erstklassigen ­Kundenservice nicht mehr ­verzichten wollen.“  www.ryanair.com

Burgenländer lieben Urlaub

Urlaubsdestination Santorin in Griechenland: Die Mehrheit der Österreicher verwendet das Urlaubsgeld aber für andere Zwecke.

„Die Österreicher sind sehr umsichtig und gehen generell äußerst bewusst mit ihrem Haushaltsbudget um. Das zeigten bereits diverse andere Umfragen der ING-DiBa in den Vorjahren. Österreicher setzen klare Prioritäten, sind verantwortungsbewusst bei den Zahlungsverpflichtungen und kontrollieren ihre Ausgaben genauer als der Rest Europas“, so Roel Huisman, CEO der ING-DiBa Direktbank Austria. Die meisten Menschen, die die Sonderzahlung für den Urlaub einsetzen, leben im Burgenland. Mehr als jeder zweite Burgenländer (51,7%) plant, damit auf Urlaub zu fahren. An zweiter Stelle rangieren die Kärntner mit 39,1% und an dritter Stelle die Wiener mit 34,2%. Am

seltensten wird das Urlaubsgeld in Salzburg in die Auszeit investiert, denn hier sind es nur 22,2%. Jeder fünfte Salzburger (20,4%) legt das Urlaubsgeld als Notgroschen auf die Seite. Danach folgen fast gleichauf Niederösterreicher und Oberösterreicher mit 15,7 bzw. 15,6%. Am wenigsten sorgen die Kärntner mit dem Urlaubsgeld für Unvorhergesehenes vor: Nur 5,9% zahlen in die Notkassa ein.

Ein Fünftel gibt mehr aus Jene Arbeiter und Angestellte aus Österreich, die heuer auf Urlaub fahren, werden tendenziell mehr in der Urlaubskassa haben. 21,3% planen, mehr als im Vorjahr auszugeben, 65,9% so viel wie

im Vorjahr und nur 12,8% möchten weniger ausgeben. Die Umfragedaten sind Teil der ING International Survey (IIS), eine Studienserie, die im Auftrag der ING Group regelmäßig verschiedene Aspekte rund um die Themen „Umgang mit und Wissen über Geld“ beleuchtet.

7,3 Mrd. € die klare Nummer eins unter den Direktbanken. Mit ihrer Produktstrategie setzt sie auf ein konzentriertes Portfolio an einfachen Produkten aus den Bereichen Sparen, Kredit und Fonds.

1.000 Österreicher befragt

Mit 140 Mitarbeitern am Standort Wien Galaxy Tower ist die Direktbank rund um die Uhr über Internet, Telefon oder auch per Post erreichbar. Der Verzicht auf ein teures Filialnetz bringt enorme betriebswirtschaftliche Vorteile, die an die Kunden in Form günstiger Konditionen weitergegeben werden.  www.ing-diba.at

Für die Umfrage wurden vom Institut Ipsos online insgesamt 1.000 Österreicher ab 18 Jahren befragt.Die ING-DiBa Direktbank Austria ist mit 514.000 Kunden und Retail Balances (Summe aus Einlagen von Privatkunden, Krediten an Privatkunden sowie verwaltetem Depotvolumen, Stand 12/2012) von

Führende Direktbank

Interhome Der Swimmingpool ist das meistgesuchte Ausstattungsmerkmal bei Ferienhäusern und -wohnungen

Österreicher buchen Ferienhäuser mit Pool Wien. Pünktlich zum Sommerbeginn analysierte der europaweit führende Ferienhausspezialist Interhome die neuesten Buchungstrends und kommt zu folgendem Schluss: Die Sommerferien 2013 verbringen die Österreicher am liebsten in Kroatien, allen voran in der Tourismusregion Istrien. Auf Platz zwei der heimischen Urlaubsländerhitliste liegt Italien, gefolgt von Österreich.

Seit mehreren Jahren stellt Interhome europaweit eine erhöhte Nachfrage nach Unterkünften mit Swimmingpool fest, insbesondere in den beliebten Sommerdestinationen. „Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, haben wir den Anteil an Ferienobjekten mit Pool in den letzten vier Jahren um zehn Prozent aufgestockt“, sagt Erich Mayreg-

ger, GF von Interhome Österreich. Weltweit gesehen sind 42 % aller Ferienunterkünfte bei Interhome mit Schwimmbad ausgestattet. In wärmeren Ländern wie Spanien (74%), Griechenland (91%), Italien (56%) oder Portugal (84%) verfügt die große Mehrheit der Ferienobjekte über einen Pool. Hierzulande hat Interhome 210 Ferienwohnungen und -häuser

Meerblick ist sehr begehrt Außerdem buchen die Österreicher mit Vorliebe Unterkünfte nahe am Meer, mit Terrasse oder Balkon – und mit Swimmingpool. Letzteres Kriterium ist bei Interhome inzwischen das mit Abstand am häufigsten gesuchte Ausstattungsmerkmal, weit vor TV oder Waschmaschine. Bei den diesjährigen Sommerbuchungen der Österreicher (erhobene Zeitspanne: Mai bis Oktober 2013) machen Ferienunterkünfte mit Schwimmbad genau 46% aus. Damit liegen sie über dem europäischen Durchschnitt von 43%.

© Panthermedia.net/Andreas Karelias

Taipei. Eva Air ist ab sofort Mitglied von Star Alliance und stärkt damit die Präsenz der Allianz im asiatisch-pazifischen Raum. Auf der Beitrittsfeier, die am Taiwan Taoyuan International Airport stattfand, erklärte Mark Schwab, CEO Star Alliance: „‚Eva Air‘ hat alle Beitrittsvoraussetzungen erfüllt. Ich freue mich, hiermit zu bestätigen, dass unser Vorstandsgremium die Airline nun einstimmig als neues Mitglied aufgenommen hat.“  www.staralliance.com  www.evaair.com

Wien. Die Krise lässt grüßen: Dass das Urlaubsgeld auch wirklich in die Urlaubskassa fließt, ist alles andere als selbstverständlich. Vielmehr ist geplant, das zusätzliche 13. Gehalt für Alltägliches und Notwendiges zu verwenden. Nur jeder Dritte (genau 31,2%) wird das Urlaubsgeld heuer für den Urlaub ausgeben; 49,2% haben das 13. Gehalt bereits anderweitig verplant: 16% werden damit einfach Rechnungen begleichen, 13,6% möchten es für den Notgroschen sparen, 9,3% verwenden es für die Schuldentilgung, 2,6% werden es für die Kinder zur Seite legen und 2% für die eigene Pension. Weitere 5,7% möchten sich damit etwas Schönes kaufen. Unklar, was damit tatsächlich geschehen soll, ist das Urlaubsgeld für insgesamt 19,6% der Österreicher.

© Panthermedia.net/Jean-Luc Girolet

dino silvestre

Eva Airways wurde 1989 als erste private Airline in Taiwan gegründet.

Knapp die Hälfte der bei Interhome Österreich registrierten Buchungen für die bevorstehende Sommersaison sind Unterkünfte mit Pool.

mit Schwimmbad im Angebot, was einem Anteil von 15% entspricht. Und wie erklärt sich Interhome die Beliebtheit von Unterkünften mit Pool? „Unsere Kunden schätzen vor allem die Privatsphäre, die Ferienhäuser mit Schwimmbad in der Regel bieten“, so Mayregger. Im Vergleich zu Swimmingpools in Hotels können die Bäder von Ferienhäusern in der Regel nur von einer kleinen Anzahl Personen genutzt werden. Ein Viertel der Pools ist ganz privat, steht also exklusiv den Mietern der Ferienwohnung oder des Hauses zur Verfügung. „Ungestört mit den Kindern herumtollen, abends am Pool in gemütlicher Runde grillen und danach vielleicht noch spontan ein Mitternachtsbad nehmen – all das ist nur in einem Ferienhaus möglich“, so Mayregger. Auf der Homepage können Kunden gezielt nach Unterkünften mit Privatpool sowie nach Ausstattungsmerkmalen wie „Innenpool“ oder „Kinderpool“ suchen.  www.interhome.at


t r av e l & V oya g e

Freitag, 21. Juni 2013

destinationworld – 63

Prima Reisen In der Wintersaison 2013/2014 bietet der Veranstalter geführte Touren an

short

Beliebt: Sri Lanka, ­Vietnam und Indien

Die Rundreisen werden schon ab vier bis sechs Personen garantiert durchgeführt. caroline nussdorfer

Sri Lanka: Strände & Kultur Sri Lanka wartet nicht nur mit traumhaften Stränden, sondern auch einer großen, kulturellen Vielfalt auf; wenige Länder vereinen auf so kleinem Raum eine derart vielseitige Landschaft und Kultur. Die Insel im Indischen Ozean präsentiert sich mit einer einzigartigen Tierwelt, die sich am besten bei einer Safari in einem der zahlreichen Nationalsparks erkunden lässt. Darüber hinaus können Besucher in den Elefantenwaisenhäusern den großen Riesen ganz nahe sein.

Die Route führt von Darwin zum Kings Canyon & weiter nach Sydney.

Innsbruck. Während hierzulande Frühling herrscht, regieren trotz Winter im tropischen Norden Australiens nach der Regenzeit Sonnenschein und sommerliche Temperaturen. Das ist die beste Reisezeit für Broome sowie die Kimberley Region im Westen, das Top End im Northern Territory und das Great Barrier Reef. Passend dazu bietet „Coco Weltweit Reisen powered by Jedek Reisen“ die 18-tägige Pauschalreise „Die Höhepunkte Australiens“, abgestimmt auf die klimatischen Verhältnisse, in einer Winterund Sommer-Variante an. Von April bis November führt die „Winter-Variante“ mit Abflug ab Wien oder München von Darwin ausgehend durch den Litchfield und den Kakadu Nationalpark. Anschließend geht es weiter zum Kings Canyon sowie zum Ayers Rock. Die Route endet mit ein paar Tagen Aufenthalt am Great Barrier Reef und in Sydney.  www.coco-tours.at

© panthermedia.net/Karin Drexler , Prima Reisen

Wien. Die asiatischen Destinationen Sri Lanka, Vietnam und Indien sind nach wie vor sehr gefragte Reiseziele. „Prima Reisen“ hat für die Wintersaison 2013/14 wieder seine beliebten, geführten Touren im Programm. Das Besondere daran: Die Rundreisen werden bereits ab einer Gruppengröße von vier bis sechs Personen garantiert durchgeführt. Ob traumhafte Strände und eine vielfältige Kultur in Sri Lanka, traditionelle Bergdörfer in Vietnam sowie die Metropole Hanoi oder mystische Tempel und koloniale Bauten in Indien – Urlaubshungrige kommen beim Wiener Reiseveranstalter auf ihre Kosten.

© Coco Weltweit Reisen

18 Tage Down Under mit Coco Weltweit Reisen

Nur wenige Länder vereinen auf derart kleinem Raum eine so große landschaftliche und kulturelle Vielfalt wie Sri Lanka.

nenlernen“ ist ab 1.668 € buchbar und beinhaltet einen Badeaufenthalt im Drei-Sterne-Hotel Hibiscus Beach in Kalutara, einer kleinen Stadt ca. 35 km südlich von Colombo. In Vietnam lädt neben den traditionellen Bergdörfern auch die Metropole Hanoi zu einer Erkundungstour ein. Der langgestreckte Küstenstaat gilt mit seiner Vielzahl an Naturschönheiten sowie den Bergdörfern im Hinterland als einer der letzten Geheimtipps im asiatischen Raum. Die Bucht von Halong mit ihren Inseln und Kalkfelsen, die zum Teil mehrere Hunderte Meter hoch aus dem Wasser ragen, wurde außerdem von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Das

Asien-Geheimtipp Vietnam Prima Reisen bietet in der kommenden Wintersaison von November bis April Flüge mit Emirates via Dubai nach Colombo an. Der „Prima Tipp“: Eine Badeverlängerung ist sowohl auf Sri Lanka als auch auf den Malediven möglich. Die Rundreise „Sri Lanka zum Ken-

rund 1.500 km� große Gebiet liegt im Golf von Tonkin im Norden des Landes. Bei den geführten Touren von Prima Reisen erhalten die Teilnehmer einen guten Einblick in die Kultur und das Leben der Vietnamesen. Die zwölftägige Rundreise „Nord- und Südvietnam” kostet inklusive Badeverlängerung im Vier-Sterne-Hotel Eden Resort auf der Insel Phu Quoc sowie Flug mit Qatar via Doha ab 2.040 €.

Indien: einfach zauberhaft Mystische Tempel, beeindruckende Paläste und koloniale Prachtbauten sowie farbenfrohe Basare und die zauberhafte Märchenwelt der Maharadschas, das

alles gilt es in Indien zu entdecken. Zum Angebot von Prima Reisen zählen verschiedenste geführte Reisen im ganzen Land. Als Flugpartner fungieren unter anderem Austrian, Emirates und Qatar Airways. All jenen, die schon immer einmal im Dschungel übernachten wollten, empfiehlt der Nischenveranstalter die Rundreise „Erlebnisreiches Südindien“, die einen Aufenthalt im gediegenen Dschungelhotel inkludiert. Die 16-tägige Rundreise ist beispielsweise ab 2.598 € buchbar. Weiterführende Informationen, Kataloge und Buchung:  www.primareisen.com

Meier’s Weltreisen: Honduras für Naturfans Frankfurt. Mit seinen Berglandschaften, Palmenstränden und dem größten Regenwaldgebiet Zentralamerikas ist Honduras ein wahrer Geheimtipp für Naturliebhaber. „Honduras – ein Traum in Grün“ ist eine von drei Rundreisen, die neben sechs Hotels zum Mittelamerikaprogramm von Meier’s Weltreisen zählen. Die siebentägige Tour ab 2.399 € pro Person mit Flug ab Deutschland führt u.a. auch zur Mayastätte Copán. Wandern im Jardín Botánico de Lancetilla und der größte Binnensee des Landes, der Lago de Yojoa, sind weitere Höhepunkte der Reise.  www.meiers-weltreisen.at

Wikinger Reisen Bei Wander- und Trekkingtouren mit oder ohne Inka-Trail kommen Lateinamerika-Fans auf ihre Kosten

Peru von klassisch bis sportlich entdecken Programms. Dabei entdecken die Aktivurlauber gemeinsam in 21 Tagen „Condor, Cañón & Camino Inca”.

Trekking für Einsteiger Die Reise ist ab 3.798 € buchbar und beinhaltet neben dem Flug nach Lima und retour u.a. auch 14 Nächte in der Mittelklasselodge, drei Übernachtungen in Zwei-Per-

sonen-Doppeldachzelten sowie Verpflegung. Die höchste Sanddüne der Welt, den Regenwald sowie die Andenszenerie können Trekker in Kleingruppen dagegen bei einem 20-tägigen Trip entdecken, der mit zwei Kurztreks der 2-3-Stiefel-Kategorie auch für ambitionierte Einsteiger geeignet ist. Mit Flug nach Lima, zurück von Puerto Maldonado, Transport

Die Kosten ab 3.598 € inkludieren u.a. den Flug nach Lima und zurück, 14 Übernachtungen in Mittelklassehotels, zwei Nächte in einer Lodge sowie diverse Eintrittsgebühren, Reiseleitung und Verpflegung. Bei der sportlicheren 3-StiefelWandervariante von 1. bis 20. September ist der Inka-Trail hingegen schon ein fixer Bestandteil des

© Wikinger Reisen

Sportliche Wandervariante

Eine Wanderung durch das Tambopata-Nationalreservat ist Teil des Reiseklassikers.

während der Reise im Kleinbus sowie teilweise in Zug bzw. Boot, elf Nächten in Mittelklassehotels, zwei Übernachtungen in der Lodge und vier Zeltübernachtungen sowie Verpflegung kostet die Tour ab 4.198 €.

Jahn Reisen stockt „Wellness-Oasen“ auf

Individuell kombinieren Wer Peru lieber auf eigene Faust erleben möchte, dem stehen zudem vier- bis sechstägige Bausteine, die sich miteinander kombinieren lassen, zur Auswahl. So sind sechs Tage „Inka-Trail” ab 1.050 € inklusive Transfer, Unterkünften und deutschsprachiger Reiseleitung buchbar, während es ab 320 € für vier Tage zum Amazonas geht – Transfer, drei Übernachtungen in der Tambopata Eco Lodge, Verpflegung sowie erfahrene, englischsprachige Naturführer für alle ausgeschriebenen Wanderungen inklusive. Von Arequipa und ColcaCanyon bis zum Titicacasee führt außerdem eine sechs-Tages-Route ab 1.095 €. Alle Termine und weitere Informationen auf:  www.wikinger-reisen.de

© Rewe Touristik

Hagen. Ob sportliche Wandertour mit Inka Trail, Trekking für ambitionierte Einsteiger oder der „Klassiker”, 19 Tage durch das Reich der Inka, bei Wikinger Reisen werden neugierige Lateinamerika-Fans bestimmt fündig. So führt z.B. die 19-tägige Reise „Durch das Reich der Inka” mit leichten Wanderungen zu Machu Picchu, Titicacasee, Cusco und dem Tambopata-Nationalreservat. Bei der 1-2-Stiefel-Wanderreise mit durchschnittlichen Gehzeiten von zwei bis drei Stunden kann der Inka-Trail auf Wunsch als individueller Baustein angehängt werden.

Im Programm: 70 Häuser mit einem großen Wellness- und Spa-Angebot.

Wien. Im Sommer 2013 erweitert Jahn Reisen Austria das Programm der „Wellness-Oasen“ auf insgesamt 70 Häuser, die über ein vielfältiges Wellness- und Spa-Angebot verfügen. Individuelle Ernährungsbedürfnisse der Gäste werden ebenso berücksichtigt. Eine Woche im Gran Hotel Bahia del Duque auf Teneriffa gibt‘s z.B. mit Flug ab 1.514 € für Zwei.  www.jahnreisen.at


guest & service

64 – destinationworld

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CarDelMar: Schatzsuche auf Mallorca

Freitag, 21. Juni 2013

Preise Das Relais & Châteaux Hotel erhält die HolidayCheck Quality Selection & Zertifikat für Exzellenz von TripAdvisor

Zwei Auszeichnungen für Die Sonne Frankenberg

© cardelmar.de

Bewertungen der deutsch- & englischsprachigen Reisewebsite belohnen Leistungen des Hauses. caroline nussdorfer

Conrad Hotels bieten Gästen mobile Services Tysons Corner. Ob Wellness-Termin, Weckruf oder Zimmerservice, mit nur wenigen Klicks können Gäste von Conrad Hotels & Resorts viele Services vor, während und nach ihrem Aufenthalt per Smartphone oder Tablet nutzen. „Conrad Concierge“ ist kostenlos und in 13 Sprachen verfügbar.  www.conradhotels.com

© Carnival Cruise Lines

Carnival Cruise Lines baut USA-Angebot aus

Ab 2014 bricht die „Carnival Splendor“ zu zusätzlichen Kreuzfahrten auf.

München. Carnival Cruise Lines vergrößert das Angebot ab New New: Ab 2014 wird die 3.000 Passagiere fassende „Carnival Splendor“ zu zusätzlichen vierund fünftägigen Kanada- bzw. New England-Kreuzfahrten sowie zu achttägigen KaribikFahrten in Richtung Puerto Rico aufbrechen. Die neuen Routen ergänzen die bestehenden Acht-Tage-Reisen mit Stopps in Florida, auf den Bahamas und weiteren Karibikinseln.  www.carnivalcruiselines.de

„Es ist für uns sehr wichtig, die Wünsche und Anregungen unserer Gäste zu kennen. Jede Bewertung auf den gängigen Portalen hilft uns dabei, un-

© Lizenz CC-PR

Hamburg. Am 1. August erfolgt der Startschuss für die von CarDelMar veranstaltete Schatzsuche auf Mallorca. Dabei gilt es zehn Caches, kleine wasserfeste Behälter, die auf der ganzen Insel versteckt sind, zu finden. Der zehntägige Geocaching-Event ist eine Kooperation des Mietwagenbrokers mit dem Betreiber der GeocacherWebsite „www.geocaching.com“ und lockt mit Geldpreisen von insgesamt 6.000 €. Die Schatzsuche führt als sogenannte GeoTour zu den schönsten Plätzen der Baleareninsel, auch abseits des Massentourismus. Mitmachen kann jeder, nicht nur CarDelMar-Kunden, Auto sowie Smartphone oder GPSGerät vorausgesetzt. „Es gibt keine Teilnahmebedingungen. Geocaching-Neulinge können ebenso teilnehmen wie erfahrene Geocacher. Auch für Familien oder alle, die die Urlaubsinsel einmal auf andere Art entdecken möchten, ist die Tour geeignet“, so CarDelMar-Geschäftsführer Carsten Greiner. Mit der Initiative sollen Urlauber dazu angeregt werden, die Reize Mallorcas individuell zu entdecken. Weitere Details wie z.B. Infos zur Route unter:  www.cardelmar.de

Frankenberg. Anlass zur Freude gibt es in der Sonne Frankenberg, denn das Relais & Châteaux Hotel im Ederbergland, der größten Urlaubsregion Hessens, wurde vor Kurzem mit gleich zwei Auszeichnungen geehrt. So erhielt das VierSterne-Hotel nicht nur die „Quality

Das Relais & Chateaux Hotel Die Sonne liegt in der historischen Altstadt von Frankenberg mit ihren originalen Fachwerkshäusern.

seren Service stetig zu

deutschsprachiges Meinungsportal für Reisen und Urlaub mit rund 150.000 Besuchern täglich. Die Website-Nutzer belohnten die Leistungen der Sonne Frankenberg mit 5,7 von insgesamt sechs möglichen Punkten. Als größte Reise-Website weltweit verzeichnet TripAdvisor monatlich über 50 Mio. User aus aller Welt und ist in 30 Ländern verfügbar. Das „Zertifikat für Exzellenz“ wird von der weltweiten TripAdvisor-Business-Community vergeben, womit das Relais & Châteaux Hotel zu den Besten seiner Branche zählt. „Wir möchten, dass sich unsere Gäste wohl bei uns fühlen. Daher ist es für uns sehr wichtig, ihre Wünsche und Anregungen zu kennen. Jede Bewertung auf den gän-

verbessern.“ Gerhard Pohl, Geschäftsführer Die Sonne Frankenberg

Selection“-Auszeichnung 2013 des deutschen Gästebewertungsportals HolidayCheck, sondern bekam vom englischen Pendant TripAdvisor außerdem das „Zertifikat für Exzellenz“ verliehen.

Urteil der Biz-Community Die Prämierung Quality Selection ergeht ausschließlich an Hotels mit sehr guten Gästebewertungen sowie ausgezeichneter Qualität. HolidayCheck gilt als größtes

gigen Portalen hilft uns dabei, unseren Service stetig zu verbessern. Die Auszeichnungen von ‚HolidayCheck‘ und ‚TripAdvisor‘ zeigen, dass wir den Wünschen unserer Gäste auf ganzer Linie gerecht werden – das freut uns sehr und macht uns gleichzeitig auch stolz“, erklärt Gerhard Pohl, Geschäftsführer von Die Sonne Frankenberg.

Gastronomische Vielfalt Das Relais & Châteaux Hotel Die Sonne Frankenberg liegt inmitten der historischen Altstadt Frankenbergs mit ihren original erhaltenen Fachwerkhäusern. Das Haus verfügt über 60 modern ausgestattete Zimmer und Suiten sowie ausreichend Platz für Tagungen und Bankette mit bis zu

120 Personen. Weiters kommen Erholungssuchende beim Wellness­ angebot im „Sonne Spa“ auf ihre Kosten. Für das leibliche Wohl der Gäste ist dank der gastronomischen Vielfalt von der Sterneküche über gehobene, regionale und italienische Gerichten bis hin zu bodenständiger, gutbürgerlicher Speisen gesorgt. Das Restaurant „Sonne Stuben“ wurde zudem von American Express mit dem Prädikat „Gold“ zur „Service-Oase Deutschland“ gewählt; darüber hinaus werden in Florian Hartmanns Restaurant „Philipp Soldan“, das sich u.a. mit einem MichelinStern sowie 16 Gault Millau Punkten schmücken darf, anspruchsvolle Gourmets verwöhnt.  www.sonne-frankenberg.de

Hautnah Die Luxusmarke lockt mit hauseigenen Ausstellungen und Kunstwerken, die in die Wohnräume integriert sind

Galerien und Exponate in airtours Hotels Hannover. Hauseigene Galerien und Kunstexponate sollen Gästen verschiedener airtours-Hotels während ihres Aufenthalts wahren Kunstgenuss bereiten. Im Gegensatz zu einer Ausstellung im Museum ist bei der Luxusmarke Kunst direkt in die Wohnräume integriert und somit hautnah erlebbar. So ist beispielsweise das Château de la Messardière in St. Tropez Ausstellungsort unterschiedlicher Künstler und das „Byblos Art Hotel Villa Amistà“ am Gardasee lockt mit diversen Kunstschätzen.

Mit Blick auf die Bucht von St. Tropez sowie die Weinberge von Ramatuelle ist das Haus ein idealer Ort für Ruhe- und Erholungssuchende. Für Abwechslung ist ebenso gesorgt, denn dank kostenfreiem Shuttle-Service ist auch das Stadtzentrum und der Tropezina-Strand schnell zu erreichen. Eine Übernachtung im Doppelzimmer mit Frühstück kostet ab 195 € pro Person und inkludiert

nicht nur Early Check-in sowie Late Check-out, sondern auch Extra Nights für airtours-Gäste.

Zeitgenössisch am Gardasee Mit einer Sammlung von über 100 Werken zeitgenössischer Kunst will das Fünf-Sterne Byblos Art Hotel Villa Amistà am Gardasee seine Gäste begeistern. Sowohl in den öffentlichen Räumen als

La Messardière in St. Tropez Am Rande von St. Tropez befindet sich das Fünf-Sterne Château de la Messardière, das über eine eigene Kunstgalerie verfügt. Das Hotel, das exklusiv bei airtours buchbar ist, ist Ausstellungsort für verschiedene Künstler und beheimatet Gemälde der französischen Malerin Victoire de la Messardière. Daneben stellen in regelmäßigen Abständen Kreative ihre Arbeiten in der Galerie des Schlosses aus.

© Airtours

Von 1. bis 10. August verbindet die GeoTour Geocaching & Sightseeing.

Im Byblos Art Hotel Villa Amistà gibt es zeitgenössische Kunstwerke zu bewundern.

auch in den Zimmern und Suiten kommen Kunstliebhaber auf ihre Kosten und können z.B. die KateMoss-Statue von Marc Quinn bewundern. Das Hotel im Villenstil liegt inmitten einer großzügigen Parkanlage im Weingebiet „Valpolciella“; ins nahe gelegene Verona entführt ein täglicher Shuttle-Service. Eine Übernachtung ist ab 184 € pro Person im Doppelzimmer inklusive Frühstück buchbar; im Reisepreis inbegriffen sind eine SpaBehandlung sowie Extra Nights. Die TUI-Marke airtours bietet seit über 40 Jahren ein umfassendes und individuelles Portfolio exklusiver Reisen im deutschsprachigen Markt. Im Sommer 2013 umfasst das Programm zwölf Katalogbände mit rund 1.500 Spitzenhotels, 18 Schiffen sowie mehr als 50 Rundreisen. Der „airtours à la carte-Service“ verspricht zudem maßgeschneiderte Urlaube z.B. in besonderen Suiten außergewöhnlicher Hotels, Privatausflüge mit Chauffeur oder exklusive Schiffstouren auf Privatyachten.  www.airtours.de


medianet

inside your business. today.

Freitag, . 21. juni 2013 – 65

30 jahre donauinselfest

Wirtschaftlicher Nutzen, kulturelle Impulse und touristischer Magnet  Seite 66

© Alpen-Karawanserai

© APA/Georg Hochmuth

destinationaustria alpen-karawanserai

Eine orientalische „Herberge“ verführt zu einem Trip in die Pinzgauer Berge  Seite 70

öhv vs. ögb hoteliers gegen gewerkschaft © Flo Lechner

Buchungsrückgang in Hochwasser-Regionen

© Votava/StadtWienMarketing

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© Liebeswelt Bergergut

Wien. Im Rahmen einer feierlichen Gala im Arkadenhof des Wiener Rathauses wurden die besten Wiener Weine gekürt. Gäste aus Landwirtschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik folgten der Einladung von Bürgermeister Michael Häupl (s. Bild), um die prämierten Weine zu verkosten. 130 prämierte Weine stehen den Gästen zur Verfügung, darunter Sorten wie der Grüne Veltliner, Riesling, Chardonnay, Weißburgunder sowie Pinot Noir, Zweigelt und Cuvee rot. Schmankerln runden die Weinkost kulinarisch ab.  www.wienerweinpreis.at

© APA/Helmut Fohringer

Afiesl. Die Liebeswelt Bergergut im oberösterreichischen Mühlviertel steht für eine neue Qualität des Liebesurlaubs. Das auf Zweisamkeit spezialisierte Romantikhotel passt in „jede(r) Beziehung“: Frisch oder lang verliebte Paare klinken sich von Beruf, Alltag und Familienleben aus und konzentrieren sich ganz auf sich selbst. Paradiesgarten, Seerosenteich mit Hochzeitskuppel, Dorfkapelle und Brunnen laden zum Verweilen ein. Die Liebeslaube mit Pärchenschaukel, Glücksfelsen und ein Wasser-Licht-Musikspiel inspirieren die Sinne.   www.romantik.at

Die große Flut nach den wochenlangen Regenfällen schädigte auch den Tourismus.

Hochwasser Touristische Regionen und Beherbergungsbetriebe bedanken sich bei den Helfern, doch damit ist es nicht getan. Urlauber lassen sich von den ­Katastrophenbildern abschrecken und bleiben bisher aus.  Seite 66 Auwirt Die Wiedereröffnung eines Traditionsgasthauses

Wien. Die Fünf Gläser-Winzer der neuen Ausgabe des „Wein Guide Weiss 2013“ (inklusive Süßweine) von Walter Tucek und Wolfgang Schmid präsentieren ihre Siegerweine in der Eventlocation „Platzhirsch“ in 1010 Wien, Opernring 11, am Montag, 24. Juni, zwischen 15 und 19 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl – Anmeldung erbeten unter:  wein-guide@medianet.at

© www.auwirt.at

Alpen-Tapas und viel Retro-Style

Birgit Huber hat den „Auwirt“ zu einem Erlebnis für alle Sinne gemacht.

Ramsau am Dachstein. Ganze 15 Jahre hatte das Wirtshaus geschlossen. Vor drei Jahren wurde es dann vom Enkelsohn des Besitzers, Fritz Mayerhofer, mit seiner Lebensgefährtin Birgit Huber übernommen und in den letzten Jahren Stück für Stück renoviert und mit viel Geschmack und Stil in ein wahres Schmuckhäuschen verwandelt. Blickt man auf die Website des Betriebs, wird schnell klar: Mit viel Kreativität wurde nicht nur ein Kulinarikkonzept, sondern ein Gesamtkonzept gezaubert; es dominiert der Schwarz-Weiß-Stil, mit Vichy-Muster verziert.  www.au-wirt.at

Restaurant.Club.Hotel

Dinner, Dance & Relax am Opernring 11 Restaurant, Eventlocation & Hotel unter einem Dach!

Opernring 11, 1010 Wien | www.opernring11.at


c ov e r

66 – destinationaustria

Kommentar

Der Klimawandel in Österreich

Freitag, 21. Juni 2013

Hochwasserkatastrophen Tourismusregionen mussten schwere Schäden verbuchen und haben Gästeschwund

Die Flut ist überwunden, doch Gäste bleiben aus

Das Hotel Donauschlinge bedankt sich für die Hilfe nach dem Hochwasser mit einem großen Fest. dino silvestre

TirolWest Ohne Auto

Deutsche Bahn-Fahrer

Landeck. Was für viele lange Zeit undenkbar war, wird immer mehr zum Trend und zur Urlaubsentscheidung für Reisende. Ohne Stress und Hektik und vor allem ohne das eigene Auto in den Urlaub. Die Ferienregion „TirolWest“ nimmt diese Entwicklung zum Anlass für ein neues Rundum-Angebot für seine Gäste – kostengünstig mit der Deutschen Bahn in die Region und kostenlose Vor-Ort-Mobilität dank „TirolWest Card“. Morgens noch entspannt in Köln, Frankfurt, Hamburg oder Berlin frühstücken – und schon am frühen Abend ausgeruht mit den Kindern die Ferienregion TirolWest erkunden. Das geht mit der Bahn – direkt zum Bahnhof Landeck inmitten der Region. Für eine ausgezeichnete „Vor-Ort Mobilität“ sorgt dann die kostenlose TirolWest Card, die jeder Gast in seiner Unterkunft für die Dauer des Aufenthaltes erhält. So kann das Auto in der Garage bleiben.  www.tirolwest.at

Feuerwehren & Bundesheer Durch diese Hilfsbereitschaft war es möglich, den Hotelbetrieb am 12. Juni wieder aufzunehmen. Heute veranstaltet das Hotel Donauschlinge ein Sommerfest mit unterhaltsamen Programmpunkten. Auch Kössen in Tirol und die Urlaubsregion Kaiserwinkl bedanken sich bei den Helferinnen und Helfern. Es war kaum zu glauben: Die Region Kössen im Tiroler Unterland, die im Zuge der Jahrhundertflut Anfang Juni schwer getroffen wurde, konnte sich bereits kurz nach dem Naturereignis wieder von ihrer schönsten Seite zeigen. Dort, wo rund 500 Häuser unter Wasser standen, ist wieder der Normalzustand hergestellt. Einheimische und Urlauber genießen endlich wieder sorgenfreie Sommertage – unter anderem am idyllisch gelegenen Walchsee. Nicht überall herrscht wieder Sonnenschein. Die vom Hochwasser betroffenen Regionen haben gewaltige Schäden zu verzeichnen. Touristische Einrichtungen sind ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden. Dramatische Buchungsrückgänge müssen mit speziellen Attraktionen bekämpft werden. Der Sprecher der 90.000 heimischen Tourismusbetriebe und

© WSV Niederranna

D

as Klima hat sich gewandelt – nicht nur das auf der Wetterkarte, sondern auch das Gesprächsklima, mit dem man neuerdings – nicht nur wegen der katastrophalen Flut – an das wichtige Thema ‚Klimawandel‘ in Österreich herangeht. In alpinen Regionen hat der Klimawandel besonders starke Auswirkungen auf Tourismus, Landwirtschaft und Gesundheit.  Es ist wichtig, dass endlich  gehandelt wird. Bei einer Pressekonferenz in Linz wurde die erste Klimawandel-Anpassungsstrategie auf regionaler Ebene vorgestellt: die des Landes Oberösterreich. Erstellt wurde sie auf Basis des durch den Klima- und Energiefonds finanzierten und vom Umweltbundeamt durchgeführten Projekts ‚FAMOUS‘. Im April 2013 hat die Europäische Kommission eine Anpassungsstrategie vorgelegt, die auch Aktivitäten der Mitgliedsstaaten fordert; Österreich hat seine Vorstellungen bereits im Vorjahr präsentiert und damit die Anforderungen der EU vorweggenommen. Ein zentrales Instrument stellt dabei das Förderprogramm ACRP (Austrian Climate Research Programme) des Klima-und Energiefonds dar, bei dem knapp 24 Mio. Euro in 104 Klimafolgen-Forschungsprojekte gesteckt wurden. Ob sich globale Probleme auf Länderebene lösen lassen, bleibt dahingestellt ...

Wien. „Ein herzliches Dankeschön an die unzähligen helfenden Hände, die uns während und nach dem Hochwasser an der Donau so selbstlos und tatkräftig unterstützt und begleitet haben; es ist unglaublich, wie viel Hilfsbereitschaft wir erfahren durften“, so Eva Gugler, Hoteldirektorin des Hotel Donauschlinge.

Heute, am 21. Juni, veranstaltet das Hotel Donauschlinge im oberösterreichischen Haibach an der Donau ein Sommerfest mit unterhaltsamen Programmpunkten: Die Profis vom WSV Niederranna bieten den Gästen eine Wasserskishow auf der Donau.

Obmann der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der WKO, Hans Schenner, begrüßt die auf Initiative von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner im Ministerrat beschlossene Hochwasserhilfe für Betriebe aus dem ERP-Fonds (European Recovery Program). So soll ein Kreditvolumen von bis zu 400 Mio. € aus dem ERP-Fonds zur Verfügung gestellt werden. Nicht förderbar jedoch sind Schäden, die durch eine Betriebsunterbrechung entstehen. Als zweite Maßnahme des Pakets wird das

Garantie-Instrumentarium der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) mit Sonderkonditionen zur Verfügung gestellt. Dabei entfallen Bearbeitungsgebühren und Garantieentgelte.

Tourismus-Hochwasserhilfe Die Abwicklung für Wirtschaftskammer-Mitglieder aus der Tourismus- und Freizeitwirtschaft (Hotellerie, Gastronomie, Freizeitund Sportbetriebe, Reisebüros, Gesundheitsbetriebe, Kinos und Schausteller) erfolgt kostenlos über

die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT). „Die meisten Tourismusbetriebe der niederösterreichischen Destination Donau sind geöffnet und erwarten Gäste; Ziel muss jetzt sein, Ausflugs- und Urlaubsgäste in die Region zu bringen. Jeder Gast, der kommt, hilft mit, die Folgen des Hochwassers zu überwinden. Mit einem kurzfristig umgesetzten und umfangreichen Maßnahmenpaket werden wir der verhaltenen Nachfrage entgegensteuern“, sagt NÖ LH Erwin Pröll.  www.oeht.at

30 Jahre Donauinselfest Europas größtes Open-Air-Festival bei freiem Eintritt ist ein sehr starker Touristen-Magnet

Wirtschaftsfaktor und kultureller Impuls Wien. Der Wiener Tourismus profitiert vom Donauinselfest. Es fehlt in keinem internationalen Festivalplaner, Reiseveranstalter aus der ganzen Welt haben den Besuch des Donauinselfests in ihr Programmangebot aufgenommen. Europas größtes Open-Air-Festival bei freiem Eintritt ist weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt und beliebt. Die Wiener Tourismusbetriebe können im Zusammenhang mit dem Fest enorme Steigerungen bei den Nächtigungen verzeichnen. In einer Studie gaben zwei Drittel der nicht aus Wien stammenden Besucher des Donauinselfests an, speziell wegen des Open Airs angereist zu sein. Insgesamt werden durch das Donauinselfest ca. 50.000 zusätzliche Nächtigungen in Wien gebucht. Allein die auftretenden Künstler und deren Crews buchen alljährlich an die 1.000 Nächtigungen. Zahlreiche Studien und Untersuchungen zeigen, dass eine so einzigartige Veranstaltung einen starken positiven Einfluss auf das Image der Stadt hat. In den 30 Jahren seines Beste-

hens ist das Donauinselfest zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für Wien geworden. Eine Analyse der Umwegrentabilität hat ergeben, dass die Wirtschaft Wiens ca. 50 Mio. € aus dem Fest lukrieren kann.

Impuls für die KMUs Somit ergibt sich ein Regionalmultipikator von mehr als ‚2‘ allein für Wien. Das bedeutet, dass

die Wiener Wirtschaft doppelt von den Ausgaben der Veranstalter, Aussteller, Beschäftigten und Besucher profitiert. Die Veranstalter achten darauf, besonders kleine und mittelständische Unternehmen aus Wien zu beauftragen. So profitieren Gastronomen, Bühnenbauer, Autovermietungen, Taxiunternehmer, Landschaftspfleger, Installateure, Druckereien, Grafiker, Kunsthandwerker, Ton-

© APA/Georg Hochmuth

georg biron

Die Wiener Wirtschaft kann alljährlich 50 Mio. Euro aus dem Donauinselfest lukrieren und verzeichnet einen Regionalmultiplikator von mehr als ‚2‘ allein für Wien.

und Lichttechnikunternehmen und viele mehr. Damit stellt das Donauinselfest einen unverzichtbaren wirtschaftlichen Impuls für die KMUs von Wien dar.

„Rock The Island“-Contest Das Fest trägt auch dazu bei, dass Österreichs Kunst- und Kulturszene stärker gefördert wird. Unter den 2.000 Künstlern, die jedes Jahr auftreten, befinden sich zahlreiche österreichische Musiker und Kunstschaffende, die ihren ersten großen, bezahlten Auftritt auf dem Donauinselfest haben. Mit dem „Rock The Island“-Contest – presented by Puls 4 wurde darüber hinaus eine einmalige Möglichkeit für junge Nachwuchskünstler geschaffen, erstmals vor großem Publikum aufzutreten. Die Musik- und Kulturszene kann sich umfassend präsentieren. Das 30. Donauinselfest findet von heute, 21. Juni, bis 23. Juni statt und wird von der SPÖ Wien, dem Wiener Kulturservice und der Pro.Event veranstaltet.  http://donauinselfest.at


i d e e & str at e g ie

Freitag, 21. Juni 2013

destinationaustria – 67

ÖHV Absage an ÖGB-Belastungskurs: Urlaub in Österreich muss leistbar bleiben, Arbeitsplatzoffensive für Tourismus

TAI Werbe Grand Prix

Gewerkschaft vs. Hotels

SteiermarkCard: Award

schubladisiert. „Die KlassenkampfRhetorik wird nicht reichen, um die Krise zu lösen, das werden wir gemeinsam lösen müssen. Betriebe, die Jobs schaffen und Steuern zahlen, an den Rand der Existenz zu drücken, funktioniert sicher nicht“, so Reitterer.

michael bär

Wien. „Wer sich um eine Führungsposition bewirbt, muss ein Anforderungsprofil erfüllen; für eine Führungsposition im Staat ist eine deutliche Absage an Substanzbesteuerung das Minimum“, so Michaela Reitterer und Gregor Hoch. Sie wurden von den Top-Arbeitgeberbetrieben im Tourismus als direkt gewählte Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) mit der Interessenvertretung betraut. Die Hotels können weitere Kostensteigerungen nicht schlucken, müssten sie an die Gäste weitergeben. Aber das will die Branche nicht: „Urlaub in Österreich muss leistbar bleiben“, so Hoch.

„WIR BEGEISTERN FÜR ÖSTERREICH“ Die Österreich Werbung (ÖW) ist seit 1955 Österreichs nationale Tourismusorganisation mit dem Hauptziel, das Urlaubsland Österreich zu bewerben. Zentrales Anliegen der ÖW ist es, gemeinsam mit allen österreichischen Tourismuspartnern für den Erhalt bzw. den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismuslandes Österreich zu sorgen. Damit leistet die ÖW einen essenziellen Beitrag zur Steigerung der Wertschöpfung für die österreichische Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Kernaufgaben der ÖW • Führung der Marke „Urlaub in Österreich“: Die Marke macht Österreich als Urlaubsland unterscheidbar und vermittelt den emotionalen Mehrwert eines Österreich-Aufenthalts. • Bearbeitung der international erfolgversprechendsten Märkte mit innovativem, zeitgemäßem Marketing. • Partner der österreichischen Tourismusbetriebe und wesentlicher Netzwerkknoten im Tourismus: Die Branche profitiert vom stets aktuellen und fundierten Wissen der ÖW über Gäste und Märkte.

PROMOTION

220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen weltweit über 1.500 Marketingaktivitäten pro Jahr durch. 2013 konzentriert sich die ÖW dabei auf drei Regionen: Westeuropa, CEE und Übersee. Die darin bearbeiteten Märkte decken etwa 96% aller Nächtigungen ab und weisen das größte Potenzial für den heimischen Tourismus auf.

bleibt wohl geheime Gewerkschaftslogik. Urlaub in Österreich muss leistbar bleiben.“ Gregor Hoch, ÖHV-Präsident

ÖHV Präsident Gregor Hoch: „Betriebe entlasten, die Arbeitsplätze schaffen.“

steigen massiv, und der ÖGB will von den Hotels nach der Auflösungsabgabe noch eine Fachkräftemilliarde, eine Urlaubswoche mehr und eine Wertschöpfungsabgabe. Damit würden, Zitat aus dem Leitantrag, „personalintensive Betriebe entlastet“. „Wie Belastungen Betriebe entlasten sollen, bleibt wohl geheime Gewerkschaftslogik. Im Gegenteil: Wenn wir unseren letzten Jobmotor am Laufen halten wollen,

müssen wir gezielt Betriebe entlasten, die hier Arbeitsplätze und Wertschöpfung schaffen“, so Hoch. Der Tourismus als einzige Branche, die Arbeitsplätze schafft, kommt im Leitantrag zu kurz. In den wenigen Zeilen findet sich keine Idee zur Schaffung eines einzigen Arbeitsplatzes, sondern nur Belastungspläne. Auf dem Papier wird wieder eine Saisonausweitung gefordert, doch fertige Konzepte dafür werden

Mit rund 152.000 Betten – das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der Vier bis Fünf Sterne Superior-Hotellerie – und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. €. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Wirtschaftsmotor 2012 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15% des BIP und jeden fünften Vollarbeitsplatz.  www.oehv.at

Andrea Jöbstl-Prattes (SteiermarkCard, re.) mit Sandra Rassi (Agentur infect) beim TAI Werbe Grand Prix im Hotel Hilton in Wien.

Wien/Stubenberg. Die Werbekampagne der „Steiermark Card“ wurde zwei Mal ausgezeichnet: Einen „Green Panther“ in Bronze gab es in der Kategorie Kampagne. Eine Jury aus der Kreativwirtschaft hat im Mai 2013 aus allen Einreichungen die Steiermark-Card-Kampagne der Agentur infect in dieser Kategorie nominiert. Am 6. Juni fiel im Grazer Schauspielhaus der Alten Universität die Entscheidung. Beim TAI Werbe Grand Prix 2013 wurde der Award „Signum Laudis“ in Silber abgeräumt. Das Exponat „Die FreizeitCard fürs Grüne Herz“ wurde in der Kategorie „Plakate & Sonstige Werbemittel“ mit einer Silber-Medaille ausgezeichnet. Der Gunst des Publikums ist der 2. Preis in dieser Kategorie zu verdanken Andrea JöbstlPrattes: „In erster Linie soll die Card ja Urlauber begeistern.“.  www.werbegrandprix.at

Österreich Werbung Kreative Marketingaktivitäten für österreichischen Tourismus

„Schirmherrschaft“ in Amsterdam ÖW sorgte bei strömendem Regen für einen trockenen Weg in die Arbeit. Wien/Amsterdam. Die Österreich Werbung (ÖW) begeistert für Urlaub in Österreich und setzt dabei auf kreative Marketingmaßnahmen. Der Marketingmix reicht von klassischer Werbung über Direct Marketing und E-Marketing bis hin zu integrierten Themenkampagnen. Je nach Markt, Zielgruppe und Strategie werden stimmige Maßnahmenpakete geschnürt und eingesetzt.

Freundlichste Europäer Ein weiterer Grund zur Freude: Österreich wurde vor Kurzem auf „www.zoover.nl“, der größten Online-Beurteilungsplattform in den Niederlanden, zum bereits dritten Mal in Folge als bestes Autoreiseland gewählt.

„Die charmante

Charmante Regenoffensive In den Niederlanden gibt es durchschnittlich 280 Regentage pro Jahr – meist kein Grund zur Freude unter den Einheimischen. Die Österreich Werbung Niederlande nutzte das schlechte Frühlingswetter 2013 für eine sympathische Morgenaktion im Rahmen ihrer aktuellen Kampagne „Sommerglücksmomente“. 40 ÖW-Hostessen in roten Regenjacken, ausgestattet mit Zwei-Personen-Regenschirmen, begleiteten am 21. Mai über 2.000 Passanten beim Amsterdamer World Trade Center im strömenden Regen „beschirmt“ von der Haltestelle zu ihrem Zielort oder Arbeitsplatz. „Die charmante Begleitung spiegelte die typisch österreichische Gastlichkeit und Servicequalität wider. Die miese Stimmung der Niederländer bei derartigen Wetterbedingungen wurde durch diese überraschende Geste aufgelockert“, freut sich Alfred Cossmann,

Begleitung spiegelt die österreichische

© Österreich Werbung

Dafür braucht es Betriebe, die Nächtigungen anbieten. Werden die ÖGB-Forderungen erfüllt, kann damit bald Schluss sein: „Die Einnahmen stagnieren, die Kosten explodieren. Wir haben kaum mehr Spielraum für Mitarbeiter und Investitionen“, verweist Hoch auf den Tourismusbericht des Wirtschaftsministeriums. Die Tourismusumsätze liegen noch immer unter Vorkrisenniveau, die Ergebnisse gehen seit 2000 zurück. Abgaben, Ortstaxen, Kosten für Mitarbeiter, Werbung und Energie

triebe entlasten sollen,

© Flo Lechner

Fragwürdige ÖGB-Logik

„Wie Belastungen Be-

© Vincent Sufiyan/T.A.I.

ÖHV-Präsidenten Michaela Reitterer und Gregor Hoch: „Der ÖGB will Arbeitgeberbetriebe belasten.“

Gastlichkeit und Servicequalität wider.“ ÖW begleitet Amsterdamer Passanten „beschirmt“ auf ihrem Weg zur Arbeit.

ÖW-Region Manager Niederlande, Belgien und Frankreich.

„Österreich-Glücksbringer“ Das World Trade Center, ein nobles Geschäftsviertel im Süden Amsterdams, beherbergt rund 300 Firmen aus über 30 Nationen – ein stark frequentierter Standort, der als Ausgangspunkt für die ÖWHostessen diente. Insgesamt 40 Damen und Herren in roten Regenjacken begleiteten bei strömendem Regen die Amsterdamer Passanten nach dem Ausstieg aus dem Bus, der Metro oder

der Straßenbahn „beschirmt“ zu ihrem Arbeitsplatz. Dabei sorgten die österreichischen „Glücksbringer“ nicht nur für einen trockenen Weg in die Arbeit, sondern informierten bei dieser Gelegenheit auch gleich über Urlaubsangebote im sommerlichen Österreich. Zum Abschied gab’s noch eine – übrigens biologisch abbaubare – ÖWTasche, gefüllt mit einem ÖW-Regenschirm, einer Tube Sonnencreme, Milka-Pops und Informationen zu „Urlaub in Österreich“. Die Begeisterung war jedenfalls groß, die ersten 1.000 Bags waren bereits nach einer Stunde verteilt.

ALFRED COSSMANN, REGION MANAGER ÖW NIEDERLANDE, BELGIEN UND FRANKREICH

Zusätzlich kürten im Jahr 2012 17.000 Personen aus 23 Ländern „den Österreicher“ zum freundlichsten sowie gastlichsten Europäer. „Mit diesem Österreich-Auftritt haben wir einmal mehr unter Beweis gestellt, dass wir diesem Anspruch auch gerecht werden“, so Cossmann unmittelbar nach der Aktion. www.austriatourism.com


i d e e & s t r at e g i e

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© 50plus Hotels. Österreich/Hotel Erzh. Johann

50plus Hotels setzen auf Opa-Enkel-Urlaube

Freitag, 21. Juni 2013

Kunstmesse Art Basel Weltweit wichtigste Messe für zeitgenössische Kunst wurde für attraktive Werbung genützt

WienTourismus zeigte „Wiener Salon“ in Basel

Während der Art Basel gab man Besuchern im „Wiener Salon“ Infos zu Wiens aktueller Kunstszene. alice hefner

Jimmy Cliff wohnte im Arcotel Wimberger Wien. Das Arcotel Wimberger Wien freute sich wieder einmal über prominenten Besuch: Reggae-Legende Jimmy Cliff („I Can See Clearly Now“) hat das Hotel für seinen Wien-Aufenthalt anlässlich des Konzerts beim „Sommer Open Air Purkersdorf 2013“ am vergangenen Wochenende ausgewählt. Besonders interessant: Original burgenländischer Wein zählte zu den wenigen Spezialwünschen des sympathischen Weltstars, der am weltweiten Durchbruch der Reggae-Musik beteiligt war.  www.arcotelhotels.com

© esterházy.at

Schloss Esterházy: Guter Start ins Jahr

Die Besucherzahlen sind gegenüber 2012 um 13 Prozent gestiegen.

Eisenstadt. Schloss Esterházy ist der Besuchermagnet im Burgenland, die ersten Monate 2013 verliefen großartig. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Besucherzahlen um 13%, im Mai waren es um 29% mehr Besucher als 2012. „Die starke Entwicklung verdeutlicht einmal mehr, dass ‚Schloss Esterházy‘ ein äußerst beliebter Rahmen für Ausstellungen, Konzerte und Veranstaltungen sind“, so Direktor Karl Wessely von der Esterhazy Privatstiftung.  www.esterhazy.at

VIP-Empfang im Salon Am Tag vor der offiziellen Eröffnung der Messe luden Tourismusdirektor Norbert Kettner und Nicolaus Schafhausen, Direktor der Kunsthalle Wien, im „Wiener Salon“ zu einem Medien-Lunch, der von 25 Journalisten besucht wurde, darunter Vertreter von Tageszeitungen, Magazinen sowie internationaler Kunstpublikationen und Online-Foren. Für sie gab es nicht nur Information, sondern auch kreative Kulinarik: Die mit verschiedensten Medien und Materialien arbeitende, aus Russland stammende und in Wien lebende Künstlerin Anna Jermolaewa servierte eine künstlerisch interpretierte „Frittatensuppe auf russische Art“ als Amuse Geule. Es war nicht ihr einziger „Auftritt“ auf der Art Basel, denn sie und ihr Kollege, der ebenfalls multimedial arbeitende gebürtige Kroate Marko Lulic, der ein Gulasch mit Gnocchi anzubieten hatte, hielten dort Wiens kulinarisch-künstlerische Flagge auch bei anderen Gelegenheiten hoch. Zu einem VIP-Event in den „Wiener Salon“ gebeten war auch die Schweizer Reiseindustrie; unter

© WienTourismus / Dirk Wetzel

Straß im Straßertale. Enkelkinder werden im Urlaub gern von ihren Großeltern verwöhnt. Bei den 50plus Hotels gibt es spezielle Oma-Opa-Enkel-Urlaubsangebote mit Verwöhnprogrammen – und diese Gästegruppe wächst. Die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen aus Kiel (D) hat für das Jahr 2015 knapp 20% von Enkelkindern, die den Urlaub mit ihren Großeltern verbringen, prognostiziert. „Für die Eltern ist dies eine Erleichterung“, so Hermann Paschinger, Obmann der 50plus Hotels Österreich, „und für die Enkel sind Großeltern eine Bereicherung, aber auch umgekehrt.“ Wichtig seien die gemeinsamen Interessen, so Paschinger, „Spaß, Abwechslung und ja keine Langeweile sind Erfolgsfaktoren für einen gelungenen Oma-OpaEnkel-Urlaub“.  www.50plusHotels.at

Wien/Basel. Ein deutliches Statement zu Wiens Gegenwartskunst gab der WienTourismus mit einem zeitgenössisch interpretierten „Wiener Salon“, kuratiert von der Kunsthalle Wien, von 13. bis 16. Juni in der „Collectors Lounge“ auf der Kunstmesse „Art Basel“. Komplettiert wurde der Auftritt mit einem Medien-Lunch und einem VIP-Event für die Reisebranche sowie durch Beiträge in einschlägigen Publikationen.

Ein deutliches Statement zu Wiens Gegenwartskunst gab der WienTourismus mit einem zeitgenössischen „Wiener Salon“.

den Gästen: Edi Wolfensberger, Sales- und Marketingleiter von Swiss International Air Lines, sowie Liliane Rotzetter, Bereichsleiterin Produktion, und Kai Uwe Leonhardt, Leiter Destinationswerbung von Railtour Suisse. Mit Letzterer als KooperationsPartner verteilte der WienTourismus 20.000 Flyer mit Wien-Angeboten auf der Art Basel und schaltete Werbespots an Schweizer Bahnhöfen. Während der Art Basel boten Mitarbeiter der Kunsthalle Wien und des WienTourismus den Gästen des „Wiener Salons“ sachkundige Information zu Wiens aktueller Kunstszene, dazu serviert wurden Wiener Wein und passende Lektüre: eine auf der ganzen

Messe verteilte Spezialausgabe der Broschüre „Be Inside Vienna“, die auf 124 Seiten Wiens zeitgenössische Hotspots in den Bereichen Kunst, Design, Architektur, Mode und Gastronomie auf Deutsch und Englisch vorstellt (Auflage 7.000). Im Katalog der Messe (Auflage 12.000) und in ihrem Showguide (Auflage 40.000) präsentierte sich Wien als Stadt, die zeitgenössische Kunst-Erlebnisse bietet.

Wien war eine Premiere Die Art Basel ist die weltweit wichtigste Messe für zeitgenössische Kunst und zieht rund 60.000 Besucher aus aller Welt an. 40 m� ihrer exklusiven Collectors Lounge belegten der WienTouris-

mus und die Kunsthalle Wien mit dem „Wiener Salon“ – eine Premiere, denn zum ersten Mal zeigte sich eine Stadt in diesem Rahmen, in dem sonst Firmen mit starkem Engagement für Gegenwartskunst zu finden sind. Der WienTourismus wollte nach dem vorjährigen Klimt-Jahr heuer das zeitgenössische Wien hervorheben und präsentierte Wiens diesbezügliches Angebot ausgiebig: von der regen Galerie-Szene, die auch auf der Messe prominent vertreten war, über die großen Museen und Institutionen, die sich der modernen Kunst widmen, bis zu den einschlägigen Kunstmessen und Events, die Wien heuer noch bietet, wie etwa die „Viennafair“.  www.wien.info

Kahlenberger Gespräche Podium aus Wirtschaft, Wissenschaft und Journalismus diskutierte Tourismusstrategie

Erwartungen und Prognosen im Tourismus Wien. Nach dem gelungenen Saisonauftakt der „Kahlenberger Gespräche“ widmete sich das Karrierezentrum der Modul University Vienna bei der Folgeveranstaltung am 12. Juni erneut einem spannenden Thema: nämlich der Zukunft des Tourismus in Österreich. Unter dem Titel „Tourismus in Österreich, quo vadis?“ wurde der Bericht des Expertenbeirats zu Österreichs Tourismusstrategie von einem hochbesetzten Podium aus Wirtschaft, Wissenschaft und Journalismus diskutiert. „Welchen Weg wird der österreichische Tourismus in Zukunft einschlagen?“, so Hani El Sharkawi, Leiter des Karrierezentrums Modul Career im Rahmen seiner Eröffnung der Kahlenberger Gespräche. Den Anlass dafür gab der kürzlich veröffentlichte Bericht des Expertenbeirats „Tourismusstrategie“, der im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe der Kahlenberger Gespräche stand. Mit Egon Smeral (Wifo) und Karl Wöber (Modul University Vienna) stellten sich gleich zwei Mitglieder des Expertenbeirats der öffent-

lichen Diskussion am Wiener Kahlenberg, zu der Modul Career geladen hatte.

Ergebnisse des Berichts Egon Smeral ist Ökonom und Experte für Tourismus und Freizeitwirtschaft am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung

(Wifo) und zusätzlich auch Modul-Professor. Der Tourismus- und Wirtschaftsexperte vertrat im Rahmen seiner Keynote die Ansicht, dass „sich der österreichische Tourismus 2012 nach einer länger andauernden Anpassungsphase erholt und wieder an Boden gewonnen hat; jedoch führen die europaweite Schuldenkrise und die Notwen-

© Modul University Vienna/APA-Fotoservice/Martin Lusser

Mehr gemeinsame Reisen von ­Großeltern mit ihren Enkelkindern.

Expertentalk (von li.): Petra Stolba (GF Österreich Werbung), Martin Schick (Obmann Fachgruppe Hotellerie der WKW), Hani El Sharkawi (Karrierezentrum, Modul), Ulrike Reisner (Beraterin), Karl Wöber (Rektor, Modul) und Günther Greul (Redakteur TAI).

digkeit der Sanierung der Staatsfinanzen dazu, dass sich auch für den Tourismus die Entwicklungsspielräume deutlich verengen.“ Für Smeral sollte die touristische Entwicklung daher weiterhin durch eine koordinierte und fokussierte Tourismuspolitik unterstützt und vertieft werden. Ebenfalls am Podium vertreten war Petra Stolba, GF der Österreich Werbung; sie wies darauf hin, dass ein Paradigmenwechsel notwendig sei und man im Förderbereich von der Anbieter- zur Nachfragesicht wechseln solle. „Im Marketing bedeutet das Koordinierung statt kompetitives Auftreten der Tourismusverbände. Auch die Internationalisierung ist wichtig, um den Ganzjahrestourismus zu unterstützen“, so Stolba. Erwartungen und Prognosen über den Tourismus der Zukunft aus Sicht der österreichischen Wirtschaft wurden auch von Martin Schick eingebracht. Der Obmann der Fachgruppe Hotellerie der WKO Wien trat für weniger Einmischung durch den Staat ein.  www.modul.ac.at


gast&wirt

Freitag, 21. Juni 2013

destinationaustria – 69

Falkensteiner Michaeler Tourism Group Neuer Leitbetrieb in starker Tourismusdestination Schladming-Dachstein

short

Schladming: Gipfeltreffen

Gastronomie ist mit dem Geschäft zufrieden Wien. Die OGM (Österreichische Gesellschaft für Marketing) hat den österreichischen Gastronomiemarkt untersucht. Dazu wurden 717 telefonische Interviews im Herbst 2012 und Winter 2013 mit Gastro-Unternehmen (Restaurants, Catering, Hotels) durchgeführt. 44% der befragten Betriebe sind mit ihrer derzeitigen Geschäftslage sehr zufrieden, 42% eher zufrieden, 11% sind wenig bis gar nicht zufrieden.  www.ogm.at

Prominente Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Sport feierten die offizielle Hoteleröffnung.

Namhafte Gäste vor Ort Zur offiziellen Eröffnungsfeier am 13. Juni 2013 durften das Hotelteam rund um das Direktorenehepaar Julia und Constantin von Deines und die Eigentümer der FMTG – Falkensteiner Michaeler Tourism Group, Otmar Michaeler sowie die Brüder Andreas und Erich Falkensteiner, den Landeshauptmann-Stv. der steirischen Landesregierung Hermann Schützenhöfer, Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann, Steiermark Tourismus-GF Georg Bliem und den Schladminger Bürgermeister Jürgen Winter herzlich begrüßen. Auch bekannte VIPs aus der Sportszene wie die Ex-Ski-Weltmeisterin und ORF Co-Kommentatorin Alexandra Meissnitzer, ExÖFB und AS Roma-Teamtormann Michael Konsel sowie der OlympiaBronzemedaillengewinner Michael

Big Bottles gibt es im Juli am Wörthersee

Das Falkensteiner Hotel Schladming sowie der Mutterkonzern, die FMTG – Falkensteiner Michaeler Tourism Group, luden zum „Schladminger Gipfeltreffen“ (von li.): Otmar Michaeler, Michael Tritscher, Alexandra Meissnitzer und Erich Falkensteiner.

Tritscher folgten der Einladung. Das Falkensteiner Hotel sorgte an diesem Abend für den perfekten Rahmen. Kaiserwetter und die untergehende Abendsonne setzten es perfekt in Szene und Programmhöhepunkte wie die offizielle Eröffnungszeremonie mit Ansprachen und der ökumenischen Segnung des Hauses, Auftritte der Schladminger Jagdhornbläser sowie der

Schuhplattler sorgten für eine feierliche Stimmung. Die Live-Band „Sondercombo“ sowie die kulinarischen Köstlichkeiten des echt steirischen Abends lösten bei den rund 300 geladenen Gästen pures, steirisches Urlaubsfeeling aus. Otmar Michaeler, CEO der FMTG – Falkensteiner Michaeler Tourism Group, bezeichnete diesen Abend als besonderes Erlebnis: „Diese Freude, die heute Abend all unsere

Gäste mit uns teilen, und der Zuspruch zu dem, was wir in Schladming geschaffen haben, ist einfach überwältigend. Ein Dank gebührt ganz speziell den Investoren dieses Projekts.“ Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group AG, kurz FMTG AG, ist eines der führenden Tourismusunternehmen in privater Hand in sechs europäischen Ländern.  www.falkensteiner.com

© Saag

Wien/Schladming. Das Falkensteiner Hotel Schladming wurde bereits im Dezember 2012 eröffnet und bekam in Rekordzeit – pünktlich zur FIS Alpinen Ski WM im vergangenen Februar in Schladming – die Vier Sterne Superior-Kategorisierung verliehen. Das Haus gilt seither als neuer Leitbetrieb in der international bekannten und renommierten Tourismusdestination SchladmingDachstein.

© FMTG Falkensteiner Michaeler Tourism Group/APA-Fotoservice/Neumayr

michael bär

Gastgeber und Koch Hubert Wallner sowie Sommelière Ines Hofstadler.

Techelsberg. Spitzenweine aus der 3 l-Doppelmagnum bis zur 9 l- Salmanazar-Flasche – und das auch noch glasweise! Von 1. bis 7. Juli lädt Kärntens Meisterkoch Hubert Wallner wieder zu den „Big-Wine-Bottles-Genusstagen“ ins See Restaurant Saag nach Techelsberg am Wörthersee.  www.saag-ja.at

roomz graz & roomz wien Während Hotelbetriebe der obersten Kategorie die Flaute spüren, ist das neue Hotelkonzept weiter im Aufwind

Faire Preise, starkes Service & Design Wien/Graz. Entspannte Atmosphäre, ein hoher Design- und Servicefaktor – und das zu nicht minder entspannten Preisen: 2007 eröffnete mit „roomz vienna“ ein Budgethotel neuen Typus an einem jungen Hotspot der Bundeshauptstadt. Seit letzten Herbst „roomzen“ Städtetouristen und Businessreisende auch in der steirischen Murmetropole. Während in wirtschaftlich schwieriger werdenden Zeiten vor allem die Wiener Luxusherbergen Nächtigungs- und Umsatzeinbußen hinnehmen müssen, steigen die Auslastungszahlen am Standort beim Wiener Gasometer kontinuierlich an – ein Trend, der sich nun auch im „roomz graz“ wiederholt, wie es dazu aus dem Büro der Hotelbetreiber heißt. Die Erfolgsphilosophie des Nischenprodukts erklärt Österreich-Verkaufs- und Marketingleiterin Eva Haselsteiner: „Wir liefern alle Qualitätsstandards auf Viersterneniveau zu den Preisen eines Dreisternhauses – an verkehrstechnischen Bestlagen. Unser Versprechen: einladendes Ambiente, hochwertige Ausstattung und sehr viel Service für Privatwie Geschäftsreisende.“

PROMOTION

Innovationen von A–Z Innovative Architektur, modernes Flair und urbaner Chic verbinden sich bei den roomz hotels mit formvollendeter Funktiona-

© roomz hotels (3)

Urbanes Budget-Konzept für Städtetouristen und Business-Traveller: Hohe Ansprüche an Funktionalität, Design und Wohnqualität.

Stil- und formvollendetes Hotelkonzept – verwirklicht in Wien und Graz: Egal ob im Restaurant, im komfortablen Zimmer oder in den roomz-Seminarräumen.

lität. Für den zeitgeistigen Mix an Formen, Farben und Materialien zeichnet die Architektengruppe archisphere – architects & designers um Gabriel Kacerovsky verantwortlich, die erst kürzlich der Wiener Dependance ein erstes Facelift verpasst hat. Resultat: neue edle Holzböden in allen Designzimmern und ein innovatives Wandfarbenkonzept. Das neue „roomz graz“ – direkt im Messequadrant der Stadt – punktet zudem auf der energetischen Ebene. Beim Bau wurde uraltes Wissen der Geomantie einbezogen. Das Ergebnis: Eine positive Grundschwingung des Hauses, die sich auf Mitarbeiter und Gäste gleichermaßen auswirken soll. „So wurden Räume und Umgebungen geschaffen, die die Gesundheit und das Wohlbefin-

den sowie den Erfolg der Menschen unterstützen – ein reizvolles Zusatzzuckerl vor allem für Meeting-Gäste und Seminar-Kunden“, meint Haselsteiner.

roomz-Kulinarik & mehr Auch Küche und Keller spielen alle Stückeln: In der Kulinarikwerkstatt im „roomz graz“ serviert etwa der Chef de Cuisine traditionelle Gerichte und internationale Kreationen. Auch der Preis schmeckt: Die breite Palette an Gourmet-Menüs und Business-Lunches in Wien und Graz wird in roomz-Qualität zu vernünftigen Kosten serviert. Plus: Passend zur eben gestarteten Sommersaison, wartet roomz mit einem Gartenparty-Special auf.

Auch außerhalb der Küche bleibt man auf Kurs: Weitere Expansionsschritte in Österreich, ebenso wie die Expansion ins nahe Ausland und nach Nordeuropa, sind in Planung. „Das Erfolgskonzept bleibt gleich“, verspricht die Mar-

ketingleiterin. „Auf innovative Architektur, ein ansprechendes und frisches Interieur sowie eine ideale Verkehrsanbindung werden sich unsere Gäste auch bei allen künftigen Standorten verlassen können.“

ROOMZ WIEN/GRAZ

KONTAKT/INFO

roomz wien 152 Zimmer, Internetzugang & WLAN, Meetingräume, Lounge/24-hours-Bar, À la carteRestaurant, ... Preis: ab 59 € (EZ) und ab 69 € (DZ) roomz graz 133 Zimmer, Internetzugang & WLAN, Meetingräume, Lounge/24-hours-Bar, À la carteRestaurant, 3 Seminarräume für bis zu 80 Personen, ... Preis: ab 59 € (EZ) und ab 69 € (DZ)

roomz wien & roomz graz roomz hotels Eva Haselsteiner (Head of Sales & Marketing Austria/Direktion roomz graz) Tel.: +43/1/7 431 777 Fax: +43/1/7 431 888 eva.haselsteiner@roomz-hotels.com www.roomz-hotels.com


gast&wirt

70 – destinationaustria

Aufgetischt

© Alberto Zussner

Va bene – nicht nur bei Schönwetter!

Alpen-Karawanserai In Saalbach Hinterglemm finden Gäste ein östlich inspiriertes, holistisches Erholungskonzept

Orientalische „Herberge“ in den Pinzgauer Bergen

Im Time Design Hotel ticken die Uhren anders, Entschleunigung und Entspannung sind angesagt.

www.ristorantevabene.at Eingeschenkt

Freude der Mönche Limberg. Seit über 250 Jahren besitzt das Benediktinerstift Altenburg historische Weingärten in Limberg bei Maissau. Der Untergrund des Ausläufers der böhmischen Masse besteht aus Granit, darauf finden sich verwittertes Urgestein, Löss, Lehm und als Unikat der Weinwelt Diatomeenerde oder Kieselgur. Die Geschwister Maria und Ewald Gruber bewirtschaften die Weingärten der Padres und bauen die Weine im nahe gelegenen Röschitz aus. Zum Weißweinportfolio gehört auch ein Muskat Ottonel, der als Frizzante ausgebaut wird. Würzig duftige Nase, weiße Blüten wie Holunder und Akazie, Pfirsich und Honigmelone in der Nase wie am Gaumen, fruchtsüß, balancierte Säure, sommerlicher Trinkspaß, erfrischende Perlage. Perfekt zu Erdbeersorbet und Fruchtsalat. Libellenteich Muskat Frizzante, Weingut Stift Altenburg/Gruber Röschitz; Gastropreis: 6,20 €, Erhältlich bei Kolarik & Leeb

Ein Hauch von Orient

„Bazar meets modern alps“ lautet das Motto des außergewöhnlichen Beherbergungsbetriebs, der verblüffende Extras bietet.

„Viele Menschen leben in der Vergangenheit, andere sind ständig mit ihren Gedanken in der Zukunft. Bei uns sollen sich die Gäste im Hier und Jetzt erholen, zu sich finden und entschleunigen”, erklärt Andrea Sommerbichler die Idee hinter der Bezeichnung „Time Design Hotel“. Aus diesem Grund wird in der Alpen-Karawanserai die Zeit „designt”, will heißen der Tag wird in Farben eingeteilt; dabei entscheidet jeder Gast selbst, wie er z.B. die türkise, blaue oder orange Tageszeit verbringen möchte. Ob Salz-, Gewürz- oder Seidenstraße, der orientalische Einschlag spiegelt sich nicht nur in den Namen der 78 Zimmern und Suiten wider, sondern auch in deren Design: Edle Materialien wurden mit

erdigen Farben gepaart, und Flat TVs, kostenloser Internetzugang sowie Badezimmer mit Raindance Dusche oder Badewanne gehören ebenso zur Ausstattung. Getreu dem Konzept lautet auch das kulinarische Motto der Küche „Bazar meets modern alps“: Die Speisen werden vorwiegend aus regionalen Zutaten zubereitet und sind eine kreative Kombination aus Ost und West.

In- & Outdoor entspannen Wer sich nach einem langen Winter Gutes tun will, der kommt im Amber Spa, der 1.500 m� großen Wellnesslandschaft des VierSterne-Hotels, auf seine Kosten. Dort können Erholungssuchende

aus mehr als 50 verschiedenen Anwendungen, von der klassischen Massage über Chakra- bis hin zu Kosmetikbehandlungen, auswählen. Ein Hallenbad mit Wasserfall, Massageliegen, eine großzügige Saunawelt und ein Fitnessraum runden das Angebot ebenso ab wie das tägliche Wellbeing-Programm, zu dem u.a. Nordic Walking, Aqua Gym und Qi Gong zählen. Noch mehr Entspannung verspricht nicht nur die Gartenoase mit beheiztem Außenpool, Naturbadeteich sowie „Frischluft-Diwans”, sondern auch das Skydeck inklusive Ruhelounge und Dachsauna mit Panoramablick. Naturliebhaber profitieren besonders von der Lage der Alpen-Karawanserai in der Bergwelt von Saalbach Hinter-

glemm. So hat die Region nicht nur rund 400 km Wanderwege und ein Mountainbikenetz für alle Schwierigkeitsstufen zu bieten, sondern lockt auch mit sechs 18-LochAlpengolfplätzen. Darüber hinaus lädt der Hochseilpark Saalbach Hinterglemm zum Klettern ein und punktet mit dem „Baumzipfelweg“ sowie einer 200 m langen Fußgänger-Hängebrücke in 40 m Höhe. Drei Übernachtungen zum „Abschalten in der Alpen-Karawanserai“ gibt‘s mit erweiterter Halbpension, freier Benützung der Wellnessoase, Salzburger Land Joker Card (von Ende Mai bis Ende Oktober) sowie Late Check Out bis 18 Uhr am Abreisetag ab 301 € pro Person. www.alpen-karawanserai.com

Hotel Wilfinger Gäste haben 500.000 kg abgenommen

WineExperts Wein&Co. lud wieder zum Experten-Talk

Hartberg. „Unsere Gäste, die ihr Übergewicht durch die neue, vegetarische und kalorienreduzierte Sommerkur gezielt reduzieren möchten, sind bei uns bestens aufgehoben. Mit diesem speziellen Angebot möchten wir helfen, dass sich unsere Besucher nach dieser Kur rundum wieder so richtig wohlfühlen können“, sagt Roman Wilfinger, Bio-Pionier und Unternehmensgründer.

Wien. Bei der letzten „WineExperts“-Runde diskutierten Experten im Wein & Co Flagship-Store in der Mariahilfer Straße, was Wein zum Mehrkönner macht und welcher Zusatznutzen das Potenzial zum Dauerbrenner hat. Als Subtrend von Bio etablieren sich die „Orange-Wines“, wie Rotweine hergestellte Weißweine, die meist absolut naturbelassen länger auf der Maische vergoren werden und eine orange Färbung haben.

Sommerkur lässt Kilos schmelzen

die Kilos purzeln, sondern senkt gleichzeitig den Blutzucker- und Cholesterinspiegel, stärkt das Immunsystem und hebt das Selbstwertgefühl; zudem macht es einfach glücklich“, ergänzt Richard Brodnik, der Arzt des Hauses, Hildegard-Experte und Energetiker. Leichte, kalorienreduzierte Sommerkur ist für 6 Nächte mit Bio-VP ab 599 € p. P. im DZ/EZ buchbar.  www.wilfinger-hotels.at

Beratung vom Mediziner Dafür wird bei einem ärztlichen Beratungsgespräch ein Ernährungs- und Diätplan (800 bis 1.000 kcal) erstellt. Eine Diätologin misst und analysiert die Körperzusammensetzung mittels Bioelektrischer Impedanzanalyse (BIA). Wertvolle Tipps zum Thema „Gesunde Ernährung“ erhält man bei den Gesundheitsvorträgen. „Der Erfolg spricht für sich. Denn bisher haben unsere Gäste seit Bestehen der Wilfinger Hotels schon insgesamt über 500.000 kg abgenommen“, so Wilfinger. „Gesund abzunehmen, so ganz ohne JoJo-Effekt, lässt nicht nur

Das Wesen des Weins ist Vielfalt

lassen, oft verändert er sich schon nach einer Stunde. Es ist eine neue Sichtweise, spannend ist nicht nur der Geschmack, sondern auch die Entwicklung.“ Vielfalt war überhaupt das Wort, das sich durch die ganze Diskussion zog – im Bezug auf den Wein, wie auch Orange-Winzerkollege Fred Loimer formuliert: „Naturwein ist Vielfältigkeit, Ausdruck von Regionalität und Lebensfreude.“  www.weinco.at

In Londons Top-Lokalen

Gewichtsabnahme durch Bio-Vollwerternährung im Ring Bio Hotel Wilfinger.

Die Journalistin und Weinakademikerin Luzia Schrampf dazu: „Ich habe mich immer gefragt, ob die wohl wieder verschwinden, aber dann hat mir ein Kollege erzählt, dass sie sich in London bereits in Top-Lokalen etabliert haben.“ Sie selbst habe die besten Erfahrungen mit Orange Wines als Speisenbegleiter gemacht. Fasziniert von Orange-Wines zeigt sich auch der Winzer Franz Strohmeier: „Es ist die Vielfalt, das Aha-Erlebnis, das fasziniert. Die Frage ist, wie man den Wein konsumiert, man muss ihm Zeit

© Wein & Co/Zoetl

Va Bene – Lindmayer GmbH., Dammhaufen 60, 1020 Wien, Tel. 01/728 95 50,

Saalbach Hinterglemm. Zeitungen gibt es nur auf ausdrücklichen Wunsch, und wer Dauerberieselung durch Radio & Co. sowie Infoscreens wünscht, der wartet und sucht in der „Alpen-Karawanserai“ in Hinterglemm vergeblich. Denn in Österreichs erstem Time Design Hotel stehen Entschleunigung sowie wertvollere Zeit für sich selbst im Vordergrund. Inmitten der Pinzgauer Bergwelt haben die Geschwister Andrea und Stefan Sommerbichler 2009 mit ihrer modernen Interpretation einer alten, persischen Beherbergungsweise ein ganzheitliches Erholungskonzept geschaffen, das Orient und Okzident miteinander verbindet. In Anlehnung an Karawansereien als Orte der Zuflucht und Herbergen für Reisende, soll das Kunstwort „Karawanserai” die Einzigartigkeit des Vorhabens verstärken.

© Alpen-Karawanserai Time Design Hotel

Wien. Ein in die Jahre gekommener Wiener Klassiker am Donaustrand wurde neu übernommen. Die Familie Eiteljörg, die den beliebten Italiener Don Alfredo in Oberlaa erfolgreich betreibt, hat das ehemalige Lindmayer einem „Relaunch“ unterzogen – eine gute Idee, nicht nur, weil Wien an der Donau liegt. Mehrheitsfähig ist sicher das Angebot des Va Bene, was Küche und Weinangebot betrifft. Jure Cumjak, Geschäftsführer der Panoramaschenke und des Don Alfredo, hat auch das Va Bene auf Vordermann gebracht. So gut wie sämtliche Klassiker der Wiener und italienischen Küche umfasst die voluminöse Speisekarte, vom Tafelspitz bis zum Schnitzerl, von Spaghetti und Pizza bis zu Fisch. Weil Herr Jure ein Fan von italienischen und istrischen Kreszenzen ist, kann man auch den einen oder anderen Amarone oder Malvazija am Donaustrand genießen.

caroline nussdorfer

© Stefan Kristoferitsch

Wien an der Donau: Der Lind­ mayer heißt nun Va bene.

© Astrid Bartl

Freitag, 21. Juni 2013

Fred Loimer: „‚Orange-Wines‘ sind wirklich fantastische Speisenbegleiter.“


medianet

inside your business. today.

Freitag, 21. Juni 2013 – 71

Oldie but goldie

Der Lehrgang Werbung & Verkauf geht bereits in die 63. Runde 

Seite 73

© Michael Page

© Christian Scheifinger

careernetwork Alt, aber gut

Mitarbeiterbindung gewinnt laut Global HR Barometer an Bedeutung  Seite 75

Aufsteigerin Petra Götting, FMTG © FMTG

Durchgestartet ­Thomas ­Mayer, T-Mobile, hat schon sehr früh die ­ in Studententagen ­ gesteckten Karriereziele erreicht.  Angekurbelt 123 Schnuppermöglichkeiten bei 19 Unternehmen ist die ­positive Zwischen­ bilanz der NEBA­Schnuppertage. 

© T-Mobile Austria/Johann Kail

Seite 72

© Humboldt Bildungsges./APA-Fotoservice/Pauty

„Es war harte Arbeit – aber es hat sich ausgezahlt“

Zielstrebig

Fernstudienabsolventen sind bei den Personalverantwortlichen gefragt, ergab eine Studie von Humboldt. Seite 74

Seite 73

Social Recruiting Erschließen Sie sich auf Facebook den größten Talente-Pool der Welt BeKnownTM ist die neue Facebook-Anwendung von Monster für berufliche Kontakte. Knüpfen Sie Ihr persönliches Netzwerk mit aktiven und passiven Jobsuchenden weltweit auf Facebook und mehr als 25 Mio. deutschsprachigen Facebook-Nutzern: von Studenten über gelernte Arbeiter bis hin zu qualifizierten Angestellten. Veröffentlichen Sie Ihre Jobs kostenfrei in Ihrem beruflichen Netzwerk. Außerdem können Ihnen BeKnown-Nutzer über Ihr Unternehmensprofil folgen. Mehr über BeKnown erfahren Sie bei monster.at oder Ihrem Kunden-berater. Jetzt anmelden: APPS.FACEBOOK.COM/BEKNOWN

von


Career portrait

Warum er eigentlich gar nicht zu T-Mobile wollte, wieso er den Basketball-Court dem Fitnesscenter vorzieht und wann er das Handy einmal abschaltet, verrät T-Mobile AustriaWerbeleiter Thomas Mayer im Gespräch.

Freitag, 21. Juni 2013

© T-Mobile Austria/Johann Kail (3)

72 – careernetwork

© T-Mobile Austria

„Ich bin gespannt, was mir das Leben noch bringt“ 10 Fragen An Thomas Maye r

Als Kind wollte ich immer … Lego spielen. Mein Lebensmotto ist … „Take it easy“. Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … meine Lebenserhaltung. Darüber kann ich lachen … Selbst­ ironie. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war …im letzten Urlaub „American Psycho“ von Bret Easton Ellis. In 20 Jahren werde ich … meine pubertären Kinder vermutlich mit aller Kraft zu lieben versuchen. Davor habe ich Angst … dem Tod.

Wien. „Ich habe schon sehr rasch das erreicht, was ich mir schon vor dem Studium als Karriereziel gesetzt hatte“ – Thomas Mayer ist gerade einmal 34 Jahre alt und schon jetzt in einer Position, deren Jobdescription viele WU-Studenten mehr als nur reizen würde: „Mir ist das selbst gar nicht so bewusst gewesen; aber als ich einmal einen Vortrag vor Studenten halten musste und mir wegen meiner Position so viel Interesse entgegengebracht worden ist, ist mir die Vielfältigkeit, der Umfang und die Tatsache, dass ich in diesem Job etwas bewegen kann, klar geworden“, so der Vice President Brand Communications bei T-Mobile Austria im Gespräch mit medianet.

Against all Odds Dabei wollte er ursprünglich gar nicht zur Nummer zwei am heimischen Mobilfunkmarkt wechseln: „Ich bin Kampagnenmanager bei ‚One‘ gewesen und wir waren kurz davor, das Rebranding auf Orange in Angriff zu nehmen, als mich Peter Hörlezeder (Anm.: Mit ihm hat Mayer in seiner Agenturzeit zusammengearbeitet) gefragt hat, ob

ich mit ihm zu T-Mobile wechsle“, erinnert er sich an das Jahr 2008 zurück. „Ich war damals sehr zufrieden mit meinem Umfeld, mit der Marke und dem Image von One und habe ihm zuerst abgesagt.“ Ein Satz von Hörlezeder habe dann aber alles verändert: „‚Tom, wir können eigentlich nur gewinnen‘, hat er zu mir gesagt. Und damit hat er mich überzeugt. Die Entscheidung fiel mir zugegebenermaßen schwer. Aber heute bin ich sehr froh darüber, sie damals so getroffen zu haben“, so Mayer. „Zweieinhalb Jahre später war ich dann Werbeleiter. Es war harte Arbeit – es hat sich aber auf jeden Fall ausgezahlt“, beschreibt er seinen rasanten Aufstieg. Ein Aufstieg, der mitunter auch seinen Tribut verlangte: „Wegen des hohen Tempos in der Werbewelt – und vor allem in der Mobilkommunikation – musste ich schnell lernen, dem Job die richtigen Prioritäten zu geben“, erzählt Mayer, dass er mit 20 kurz vor dem Burn-out gestanden sei. „Gerade als energiegeladener Jobeinsteiger stellt man sich dann die Frage, ob man vielleicht für die Arbeitswelt schlicht nicht geeignet ist.“

Anstatt aus dem System auszusteigen, legte Mayer in Folge seine Selbstzweifel aber lieber ab – und ordnete seine Prioritäten neu: „Ich habe gelernt, abzuschalten und dass es wichtigere Dinge im Leben gibt als den Beruf.“ Er liebe zwar seinen Job, wie er betont, aber gewisse Dinge blieben auch im Job. Zu Hause („ich bin glücklich vergeben“) tanke er dann die nötige Kraft, um wieder mit Freude arbeiten gehen zu können: „Davon habe ich mehr und in Folge auch mein Arbeitgeber.“

Teamspieler Auch im Sport füllt Mayer seine Akkus wieder auf: „Wenn ich zwei Stunden am Basketballcourt verbringe und kein Handyklingeln höre, bin ich mit meinem Kopf auf Urlaub.“ Vor allem Ballsportarten haben es ihm angetan. So habe er in Jugendjahren Tennis auf Meisterschaftsniveau („ich bin aber kein Einzelkämpfer, sondern ein Teamspieler und habe deshalb meine Leidenschaft in einem anderen Sport gesucht“) und auch Basketball auf hohem Niveau gespielt. „Ich bin kein Fitnesscenter-Typ

– been there, done that, bought a T-Shirt“, so Mayer. „Ich brauche einfach das Spielerische.“ Was der Chef von 20 Mitarbeitern neben dem Spielerischen noch brauche, sei Harmonie – „auch wenn ich nicht wirklich daran glaube, scheine ich eine klassische Waage zu sein“ –, nicht nur privat, sondern vor allem beruflich: „Mein Credo in der Mitarbeiterführung ist ‚Fordern und Fördern‘“, wobei die Balance zwischen den beiden Polen immens wichtig sei: „Ich gebe meinem Team einen großen Vertrauensvorschuss und viel Spielraum – gleichzeitig aber natürlich auch viel Verantwortung“, so Mayer weiter. Angesichts der bisherigen ­Vita will der T-Mobile-Werbeleiter rückblickend auch kaum etwas an seinem Leben ändern: „Ich habe bisher sehr viel Glück gehabt und schaue lieber nach vorn als zurück“, so Mayer. „Ich bin gespannt und freue mich auf das, was mir das Leben noch bringt.“ Vielleicht erfüllt es ihm noch einen großen Traum: „Ich würde gern einen ‚James Bond‘-Trailer drehen; das sind wahre Kunstwerke“, so Mayer abschließend.  (jawe)

Das ist meine größte Stärke … ­Gelassenheit. Das ist meine größte Schwäche … ich bin manchmal rechthaberisch. Mit dieser Person würde ich gern für 24 Stunden die Rollen tauschen … Fernando Alonso – ich würde gern etwas können, was nicht viele oder gar niemand kann.

1978–1993

1993–2008

2008–Heute

Am 19.10.1978 geboren, besucht Thomas Mayer nach der Unterstufe die HAK in Wien. Im Anschluss an Matura und Zivildienst studiert er Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Werbewissenschaft und Marktforschung an der WU WIen.

Erste Erfahrungen mit dem Mobilfunk sammelt der zwei Meter große Wiener während des Studiums als Krankenstandsvertretung beim damaligen Betreiber One. Nach dem Studium wechselt er für eineinhalb Jahre ins Agenturbusiness und lernt, wie er sagt, das Werbehandwerk von der Pike auf. Vier Monate bei der ÖBB folgen, bevor er von One als Kampagnenmanager abgeworben wird.

Kurz bevor er den Rebranding-Prozess (aus One wurde 2008 Orange) in Angriff nehmen kann, holt ihn der damalige T-Mobile-Werbechef Peter Hörlezeder zu Österreichs zweitgrößtem Mobilfunker; seit 15. März 2011 ist Mayer nun neuer Werbeleiter bei T-Mobile Austria.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 21. Juni 2013

careernetwork – 73

WU Executive Academy Der Lehrgang Werbung & Verkauf geht in seine 63. Auflage – von Altersschwäche keine Spur

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Die Devise: Zeitlos aktuell

Dieter Scharitzer: „Werbung und Verkauf als grundlegende Funktionen modernen Markenmanagements.“ Wien. „Werbung und Verkauf sind die grundlegenden Funktionen modernen Marketings auch über 2013 hinaus“, so erklärt Lehrgangsleiter Dieter Scharitzer, warum der Universitätslehrgang „Werbung & Verkauf“ an der WU Executive Academy auch im 63. Jahr seines Bestehens vor einem allzu radikalen Umbau gefeit ist. Daran würde auch der Boom von Social Media und E-Commerce nichts ändern: „Uns geht es in erster Linie um einen ganzheitlichen Kommunikationsansatz – schließlich passiert Kommunikation nicht nur digital.“

nur das notwendige Grundwissen, sondern auch die entsprechenden Anwendungsmethoden und Umsetzungsfähigkeiten“, beschreibt Scharitzer daher den USP der 18monatigen Ausbildungsschiene.

Fokus auf den Verkauf

Drei-Säulen-Modell Die Grundfesten des Lehrgangs – die drei Säulen Marke, Kommunikation und Verkauf – seien für Scharitzer in Stein gemeißelt. Schließlich sei die Methodik effektiven Marketings erarbeitet und konstant. „Wir bedienen uns an Tools, die zeitungebunden sind und immer funktionieren müssen“, wie er betont. Da der Einsatz dieser Werkzeuge aber in einem ständigen Wandel begriffen ist, gelte es, das Programm laufend „und sehr flexibel an die Gegebenheiten“ anzupassen: „Unsere Experten aus der Praxis sowie konkrete Projektarbeiten und Fallstudien vermitteln nicht

Stress – oder doch Fadesse? Die perfekte Mischung aus zeitweiligem, positivem Stress und dann wieder entspannteren Phasen – die Idealvorstellung vieler Arbeitnehmer. Leider ist diese Vorstellung jedoch für die meisten fernab jeglicher Realität, wie eine Online-Umfrage von karriere.at unter 457 Teilnehmern belegt. Denn insgesamt mehr als die Hälfte klagt über zu großen Stress: 22 Prozent sagen, dass die ihr Joballtag zu stark und oft bis zur Erschöpfung fordere; ein Drittel (36 Prozent) berichtet von Phasen, in denen die Belastung das Erträgliche übersteigt. Jeder Fünfte berichtet von sogenanntem positivem Stress, 22 Prozent sagen: „Ich bin oft unterfordert.“ Werte, die sich über weite Strecken auch mit der Empfindung von Führungskräften (185 Voting-Teilnehmer) decken: 23 Prozent berichten von zeitweiliger Unterforderung, genau ein Viertel verspürt positiven Stress. Knapp die Hälfte der Manager (46 Prozent) leidet unter zeitweiliger Überbelastung. Aber nur sechs Prozent sagen, dass sie teilweise zu stark gefordert wären. „Viele Führungskräfte werden in ihren Unternehmen professionell auf Managementaufgaben und den damit einhergehenden Stress vorbereitet, was diesen sicherlich hilft, mit der vielfach hohen Arbeitsbelastung umzugehen. Gut geschulte Führungskräfte wissen, wann sie Aufgaben delegieren müssen – allein schon aus Selbstschutz; diese Möglichkeiten haben Arbeitnehmer oft nicht“, kommentiert karriere.at-Geschäftsführer Jürgen Smid das Umfrageergebnis.

© Christian Scheifinger

Etwas stärker will der akademische Lehrgangsleiter 2013 auf den Verkauf fokussieren: „Dort, wo ‚Verkauf‘ draufsteht, ist auch ‚Verkauf‘ drinnen“, so sein Credo. Daher werde es auch über alle drei Semester verteilt dementsprechende Lehrveranstaltungen, die von B2B über B2C-Verkauf reichen, geben. Darüber hinaus sei ein Schwerpunkt das Thema „Integratives Markenmanagement“: „Wir lehren Marketing nicht zum Selbstzweck, sondern wollen vielmehr dabei helfen, Markenpersönlichkeiten aufzubauen.“ Lehrgangsinhalte wie „Werbewirkungsmessung“ oder „Markenpolitik“ seien daher fix auf der Agenda. In Sachen Kommunikation gelte es, die Begrifflichkeit für die aktuelle Zeit „neu zu übersetzen“: „Natürlich sind die ‚Social Media‘ ein Thema. Es gilt aber auch, den Begriff ‚Dialogmarketing‘ aus der reinen Datenbanknische herauszuholen, und die Kampagnen dahinter zu beleuchten“, betont Scharitzer. Auch habe man die

Lehrgangsleiter Scharitzer: „Dort, wo Verkauf draufsteht, ist auch Verkauf drinnen.“

PR wieder in den Lehrgang mithineingenommen: „Unternehmensund Marktkommunikation dürfen einfach nicht komplett voneinander getrennt betrachtet werden.“ Ganz wichtig ist Scharitzer die Tatsache, dass mit Abschluss des Lehrgangs auch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sei: „Nur weil man in die Praxis gegangen ist, heißt das noch lange nicht, dass man mit dem Lernen aufhören muss“, verweist er abschließend auf den Diplombetriebswirt, der im Anschluss an den Lehrgang als Alternative zu einem Bachelorstudi­ um absolviert werden kann.  (red)

Facts & Figures Stipendium Der nächste Universitätslehrgang „Werbung & Verkauf“ beginnt im Oktober 2013. Derzeit können sich Interessierte für ein Halbstipendium bewerben. Alle Infos zum Lehrgang Werbung & Verkauf finden Sie in der heute medianet beiliegenden Infomappe. Darüberhinaus veranstaltet die WU Executive Academy am 25. Juni 2013 ab 18:00 Uhr einen Infoabend, bei dem auch der Lehrgang Tourismus- & Eventmanagement sowie das Universitätsstudium Diplom Betriebswirt ­vorgestellt werden. Informationen zum Stipendium finden Sie unter:  www.werbelehrgang.at

NEBA-Schnuppertage Seit Montag wurden 123 Schnuppermöglichkeiten in 28 verschiedenen Berufsbildern geboten

Probe-Jobs für benachteiligte Jugendliche

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

zusätzliche Arbeitskleidung organisiert und die teilnehmenden Jugendlichen von ihren Betreuern gezielt gecoacht: „Wir sind immer an motivierten und engagierten Jugendlichen interessiert, die einmal Bäcker oder Konditor werden wollen“, begründet der Betriebslei-

Petra Götting (46) ist seit Mitte April in der Wiener Zentrale der FMTG – Falkensteiner Michaeler Tourism Group als Managing Director of Sales & Marketing tätig. Die gebürtige Deutsche tritt die Nachfolge von Christoph Crepaz an.

Boehringer Ingelheim

Philipp von Lattorff (45) übernahm mit 1. Juni die Geschäftsführung des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna (RCV) von Christian Schilling (54), der nach Deutschland zurückkehrte.

Dahlia Preziosa Österreichische Post AG

Dahlia Preziosa (37) ist ab sofort neue Leiterin des Bereichs Online Innovationsmanagement bei der Österreichische Post AG. Zuletzt war sie als Geschäftsführerin für den Aufbau des Start-up Fly.com in Deutschland verantwortlich.

Ulrike Goose A1

© A1

© FMTG

FMTG

Philipp von Lattorff © Österr. Post/Stefanie Steindl

Petra Götting

Promotion

trieben herstellen, die mittel- oder langfristig neue Mitarbeiter brauchen“, erklärt Günther Schuster, Leiter des Bundessozialamts. Dementsprechend hoch war auch das Engagement der Unternehmen: Urlaube wurden verschoben, konkrete Ausbildungseinheiten oder

Die Schnuppertage finden nach der Auftaktwoche in Wien nun gestaffelt in allen Bundesländern statt. Die weiteren Termine: Niederösterreich und Burgenland (24.– 28.6.), Oberösterreich und Salzburg (1.–5.7), Steiermark und Kärnten: (8.–12.7.) und Tirol und Vorarlberg (15.–19.7.) Mehr Infos unter:  www.neba.at/schnuppertage/

© Boehringer/Marion Carniel

„Durch ein besonderes Matchingverfahren zwischen Unternehmen und Teilnehmern soll die Aktion nicht nur die Berufsorientierung der Jugendlichen verbessern, sondern auch erste Kontakte zu Be-

börse

Vier weitere Stationen Auch bei der Bäckerei Mann konnten Jugendliche den Berufsalltag proben.

„Besonderes Matching“

job

ter Stefan Albrecht die Teilnahme der Bäckerei „Der Mann“. Vor allem würden alle Seiten von Aktionen wie diesen profitieren, ist man bei der Spar-Akademie, die bereits seit mehr als zehn Jahren benachteiligte Jugendliche in die Lehrlingsausbildung integriert, überzeugt. „Einige dieser Jugendlichen, die es am Anfang schwer hatten, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, leiten heute selbstständig Abteilungen in diversen ‚Spar‘-Märkten“, so SparAkademie-Direktor Jörg Schielin.

© Bundessozialamt/CM Creative Marketing Services

Wien. 123 Schnuppermöglichkeiten in 28 verschiedenen Berufsbildern bei 19 Unternehmen – das ist die positive Zwischenbilanz nach der ersten Station der erstmals vom Bundessozialamt organisierten Zukunftsinitiative NEBA-Schnuppertage für Jugendliche mit Benachteiligungen am Arbeitsmarkt. Seit Montag konnten die Jugendlichen in Wien u.a. in einer Bäckerei, in KfzReparaturbetrieben, Lehrwerkstätten für Metallbearbeitung, Elektrik oder Mechatronik, in Supermärkten, Speditionen und Drogerien, in einem Reisebüro, bei einem Friseur oder bei einer Filmproduktion den Arbeitsalltag ausprobieren.

Ulrike Goose hat am 3. Juni die Leitung des Bereichs Information Technology bei A1 übernommen. Die Diplominformatikerin war zuvor u.a. bei der VolkswagenIT-Tochter gedas und der Deutschen Post (DHL) tätig.


Weiterbildung

74 – careernetwork

Freitag, 21. Juni 2013

Weiterbildung Personalverantwortliche empfinden Mitarbeiter, die sich per Fernlehre weiterbilden, als besonders zielstrebig und leistungsorientiert

Fernstudium macht gefragter © Humboldt Bildungsgesellschaft/APA-Fotoservice/Pauty

Fernlehren bieten eine gute Work-Life-Study-Balance, erfordern aber gleichzeitig viel Disziplin.

Humboldt präsentiert Ergebnisse: Fernstudien machen Mitarbeiter attraktiver.

Wien. Sich neben einem herausfordernden Job auch noch der Weiterbildung zu widmen, nimmt vor allem eines in Anspruch: viel Zeit. Fernstudien bieten da eine attraktive Möglichkeit, durch die geringen Präsenzeiten und die damit verbundene hohe Flexibilität einen besseren Ausgleich zwischen Beruf, Freizeit und Bildung zu schaffen. „Unser Alltag ist bestimmt durch Job, Kinder, Familie und Freizeitaktivitäten; da bleibt kaum noch Zeit für Weiterbildung“, so Ilse Stria von Humboldt. „Dennoch sind wir heute oft darauf angewiesen. Vor allem im beruflichen Bereich kann Weiterbildung mög-

licherweise einen Job sichern oder für mehr Einkommen sorgen.“ Dass Mitarbeiter, die ein Fernstudium machen, auch für Arbeitgeber attraktiver sind, das zeigen zwei Studien der Studiengemeinschaft Darmstatt sowie von Forsa, die Humboldt präsentiert hat. Laut dieser Studien steht Weiterbildung für Personaler für eigenverantwortliches Engagement und erhöht die Chancen im Unternehmen enorm. 95% der Personalmanager schreiben Absolventen von Fernstudien eine hohe Eigenmotivation zu; fast ebenso viele meinen, diese Mitarbeiter seien zielstrebiger als andere. Mehr als

80% der Personaler sagen, Weiterbildung steht für ein gutes Zeitmanagement sowie hohe Selbstständigkeit und Flexibilität.

Acht von zehn Personalern finden, dass ein Fernstudium neben dem Beruf eine geeignete Form der Weiterbildung ist. 39% der Personalverantwortlichen gaben an, dass sie ihre Mitarbeiter bereits per Fernkurse weiterbilden. In großen deutschen Unternehmen ist diese Praxis Usus, bereits jede zweite Firma setzt Fernlehre ein oder plant es zumindest. Diese Form der Weiterbildung schätzen Arbeitgeber besonders, da ihre Mitarbeiter bei einem Fernstudium auch kaum Fehlstunden im Unternehmen aufweisen.

Flexibilität als großes Plus Für Arbeitgeber sind Mitarbeiter, die sich weiterbilden wollen, potenziell dazu geeignet, neue Ideen in das Unternehmen zu bringen und können somit mehr zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Im Zweifelsfall werden diese Mitarbeiter auch eher im Unternehmen behalten; das schätzen sogar 86% der Personalverantwortlichen so ein.

Ohne Fleiß kein Preis Fernstudien seien allerdings auch kein „Spaziergang“, betont Stria weiter. Denn die Teilnehmer brauchen vor allem viel Disziplin und einen hohen Grad an Organisiertheit, um ein Fernstudium eigenständig durchzuziehen.  (lw)

JOBTICKER

Jugend Arbeitsmarkt

Innovationspreis Wien. Der ESF-Innovationsaward für innovative Beschäftigungs- und Bildungsprojekte des Europäischen Sozialfonds geht heuer an ein Projekt aus Wien. Das Siegerprojekt „Spacelab 3“ bietet nicht nur Beratung für arbeitsuchende Jugendliche, sondern auch die Möglichkeit, erste praktische Erfahrung zu sammeln. So wurden die Jugendlichen beispielsweise bei Arbeiten in der Seestadt Aspern eingesetzt und setzten landschaftspflegerische Arbeiten durch. Auf Platz zwei begeisterte das Projekt „Connecting Communities“ die Jury, das Frauen mit Migrationshintergrund in Oberösterreich, der Steiermark und Kärnten zu Aus- und Weiterbildung motiviert. Platz drei belegt das Projekt „Arbeitslust statt Wartefrust“.

Senior Marketing Manager (m/w) Andritz AG Dienstsitz: Graz

Online Sales Manager (m/w) HILL WOLTRON Management Partner Dienstsitz: Wien

Relaunch Beratung

Neu am Markt Graz. Personal- und Organisationsentwicklung, Personalberatung, Moderation, Training und Coaching bietet „People Management“. Das junge Unternehmen wird von Evelyn Poms, der vormaligen Geschäftsführerin von Top-JobsEurope Consulting, geführt. Poms und ihr Team können auf eine über zehnjährige Erfahrung zurückblicken. Das Angebot der Beratungsfirma richtet sich vermehrt an Schlüssel- und Führungskräfte.  www.people-management.at

Mediaplaner (m/w)

Diese und mehr als 4.000 Jobs der Online-Jobbörse monster.at, finden Sie auch mit den kostenlosen Apps für Android, iPhone & iPad!

© People Management/Friedrich Jamnig

MediaCom Ges.m.b.H. Dienstsitz: Wien

Evelyn Poms startet mit „People ­Management“ neu durch.


Freitag, 21. Juni 2013

P e r s o n a l m a n a g e m ent

careernetwork – 75

War-for-Talents Mitarbeiterbindung gewinnt laut Global HR Barometer von Michael Page im Kampf um die Mitarbeiter an Bedeutung

Drum prüfe, wie man ewig bindet Wien. Das Paradoxon am Arbeitsmarkt hält an: Während die Arbeitslosenzahlen stetig steigen, beklagen die Unternehmen weiter den akuten Fachkräftemangel. So bleibt für die Hälfte – der im Rahmen des „Global HR Barometers 2013“ von der internationalen Personalberatung Michael Page 4.300 befragten – Personalverantwortlichen die Suche nach geeigneten Kandidaten „schwierig“ bis „sehr schwierig“. Nachdem angesichts dieser Zahlen niemand noch zusätzlich das eigene Stammpersonal verlieren möchte, setzen die Unternehmen nun verstärkt auf Mitarbeiterbindung. So planen 93% aktiv Maßnahmen, um die Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung in diesem Jahr zu verbessern. „Mitarbeiterbindung umfasst mehr, als dass ein Mitarbeiter nicht kündigt. Wer die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen steigern möchte, muss seine Aktivitäten in ein

Trenkwalder HR-Strategie

Ausgezeichnet

Schwadorf. Trenkwalder ist neuerlich „Investor in People“: Der Personaldienstleister wurde bereits zum dritten Mal in einem Audit unabhängiger HR-Experten mit dem von der Europäischen Kommission anerkannten Gütesiegel für sein „vorbildliches HR-Management“ ausgezeichnet: „Das Siegel zeigt uns, dass wir unsere Unternehmensstrategie effizient kommunizieren und gemeinsam an einem Strang ziehen. Strategische Mitarbeiterentwicklung sowie eine ausgeprägte Führungs- und Kommunikationskultur haben sich erneut bewährt“, so TrenkwalderGeschäftsführer Klaus Lercher.

Mitarbeiter im Fokus

© Trenkwalder/Martin Lusser

Für Nicole Gamauf, Leiterin Recht und HR bei Trenkwalder, ist die Rezertifizierung die Bestätigung des eingeschlagenen Wegs: „Effektive Personalführung und -entwicklung liegen uns sehr am Herzen – umso schöner ist es, nun zu sehen, dass unsere Maßnahmen greifen und sich auch unsere Mitarbeiter eingebunden und gefördert fühlen.“ Peter Pendl, Chef des HR-Consulters Pendl & Piswanger, führte den Evaluierungsprozess durch und strich vor allem die Mitarbeiter bei Trenkwalder lobend hervor: „Besonders beeindruckt hat uns das persönliche Engagement der Mitarbeiter bei Trenkwalder, Bewerber in Beschäftigung zu bringen und damit etwas Gutes zu tun.“  (red)

N. Gamauf, K. Lercher, J. Labenz, P. Pendl, S. Oberleitner-Fulmek, N. Etz.

ganzheitliches Konzept einbetten und eine gute Bandbreite an Mitarbeiterbindungsprogrammen anbieten“, betont Olivier Reynaud, Executive Director von Michael Page Österreich; „angefangen beim Recruiting über Weiterbildungsmaßnahmen und Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen und Anreiz- und Vergütungssysteme bis hin zu regelmäßigen Mitarbeitergesprächen.“ Derzeit greifen die Personalverantwortlichen verstärkt zu traditionellen Mitarbeiterbindungsprogrammen wie etwa Weiterbildungsmaßnahmen (55%) oder verbesserter Vergütung inkl. Zusatzleistungen

(47%). Auch ein steigendes Interesse am Thema Work-Life-Balance (38%) ist laut Studie erkennbar.

Wertvolle Zeit Insgesamt bieten 81% der Unternehmen verschiedene Möglichkeiten zur Verbesserung der Work-Life-Balance – etwa Zeitausgleich oder Home-Office – an. Die HR-Entscheider siedeln die WorkLife-Balance als Argument zur Rekrutierung dennoch nur an zweiter Stelle hinter einer guten Gehaltsstrategie an. Laut Reynaud sei aber ein Umdenken spürbar: „Starre Arbeitszeiten geraten immer mehr

zum Auslaufmodell, Flexibilität ist gefragt. Unternehmen verstehen langsam, wie wertvoll Zeit für ihre Mitarbeiter ist.“ Künftig verstärkt auf Work-Life-Balance zu setzen, würde nicht nur dabei helfen, gute Mitarbeiter zu binden, sie würde auch bei der Suche neuer Talente hilfreich sein. Beispielsweise sind Work-Life-Vereinbarungen wie Kindergarten-Plätze oder auch Elternzeit ein idealer Weg, um weibliche Führungskräfte zu binden und zu rekrutieren. „Mit Blick auf eine anhaltend schwache Weltwirtschaft ist der positive Effekt dieser Maßnahmen jeden Cent wert“, so Reynaud.  (red)

© Michael Page

Olivier Reynaud: „Mitarbeiterbindung umfasst mehr, als dass ein Mitarbeiter nicht kündigt.“

Olivier Reynaud, Michael Page: „WorkLife-Vereinbarungen jeden Cent wert.“


WIE MAN NUR SO STRAHLEN KANN?

Findet jemand den richtigen Job, fällt das allen auf. Denn man geht plötzlich positiver durchs Leben. Den richtigen Job findet man übrigens immer auf karriere.at.

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