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Euro RSCG Schweiz-CEO Frank Bodin führt jetzt auch die Geschäfte in Wien  Seite 8

¤ 2,50

dienstag, 21. februar 2012

marktbereinigung

Von 2005 bis 2011 hat die Druck­branche in Österreich 130 Betriebe verloren  Seite 14

© mn/Szene1/K. Schiffl

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„gzsz“ bei der Euro rscg

12. jahrgang NO. 1533

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inside your business. today.

der mit dem grünen daumen

Obi-Chef Dieter Messner über den USP: weiblich, emotional – und viel Grün Seite 26

Telekommunikation Nutzerorientierte, einfach zu bedienende Mobiltelefone sollen in Nordamerika punkten

Emporia expandiert: If we can make it there … www.palffyclub.at medianet_46x15 27.10.2005

12:07 U

www.direkt.biz +43 (0) 1 / 66 177

inhalt

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prime news & market watch

> Peter Zellmann, IFT, kritisiert das Sparpaket  3 > Feature: Leadership – Vü gscheiter is des Gfühl ...  4/5

© Julia Wesely/Anzenberger

marketing & media > „Die jungen Wilden“: Neues Volksblatt-Relaunch  11 retail > Meilenstein beim Geflügel 28 > Salzburger Mozartkugeln am Wiener Opernball  30 special druck & papier

Albert Fellner und Eveline Pupeter-Fellner, Eigentümer und Geschäftsführer von Emporia Telecom.

Markteintritt Eingehende Recherchen ergaben, dass Millionen amerikanischer Konsumenten kein Interesse an komplizierten Smartphones und teuren DatenFlatrates haben – Emporia Telecom sieht einen Markt „mit großem Potenzial“. Seite 2 ifo Ökonom Hans-Werner Sinn kritisiert „Totsparen“

„Milliardenhilfen sind falsch“

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> Druckereien: Bangen um die Zukunft einer Branche 13–24

P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien,  Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

ifo-Chef Sinn: Euro-Austritt ist Voraussetzung für Sanierung Griechenlands.

Wien/München. Hans-Werner Sinn, Präsident des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo), hält die neue milliardenschwere Griechenland-Unterstützung für falsch: „Der Plan, Griechenland im Euro radikal zu sanieren, ist illusionär“, sagte Sinn im „Spiegel Online“. Vielmehr sollten die Euro-Staaten Athen das Geld geben, um den Austritt aus der Währungsunion zu erleichtern. Das Land könnte mit dem Geld die Banken verstaatlichen, den Staat vor dem Kollaps bewahren und wieder wettbewerbsfähig werden. Der Austritt aus dem Euro wäre die Bedingung dafür.  (APA/red)

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C OV E R

Dienstag, 21. Februar 2012

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2 – medianet

millionenmarkt übersee

Emporia Telecom Der Linzer Familienbetrieb Emporia expandiert nun auch auf den amerikanischen Markt

Rot-weiß-rote Technologie drängt auf den US-Markt Der US-Markteintritt wird „firmenüblich aus dem Cashflow getragen“ und soll 2013 refinanziert sein. Catherina Hoschtalek

Linz. Der Linzer Handybauer Emporia Telecom steht im Begriff, auf dem amerikanischen Markt Fuß zu fassen. Im Jänner präsentierten sich die Oberösterreicher auf der internationalen „Consumer Electronics Show“ (CES) in Las Vegas erstmals dem US-Fachpublikum. Das Echo war ausgesprochen positiv. „Wir haben vor dem Markteintritt sehr ausführliche Marktstudien in Orlando, Seattle und San Diego durchgeführt“, erzählt Geschäftsführerin Eveline Pupeter-Fellner im Gespräch mit medianet. „Dabei haben wir gesehen, dass der US-Markt eigen ist, aber so eigen auch wieder nicht.“ Demnach haben besorgte Kinder und Enkel hier wie dort ähnliche Wünsche: Notrufsysteme stehen in den USA wie Europa ganz oben auf der Bedürfnisskala. Eine Eigenheit des amerikanischen Markts ist nach wie vor die hohe Nachfrage nach Klapptelefonen, weil Motorola hier als starker Hersteller der ersten Stunde die Benutzergewohnheiten maßgeblich geprägt hat. „Darüber hinaus ist die Größe des Handys in den USA kein

wesentliches Thema“, so PupeterFellner. „Hier steht die Robustheit in allen unseren Umfragen an erster Stelle der Nutzerwünsche.“ Deswegen wurden einige ausgesuchte Modelle speziell für den US-amerikanischen Markt adaptiert und in Las Vegas erstmals präsentiert – beispielsweise das wasserdichte „EmporiaSolidplus Outdoor“-Handy mit GPS-Notruf und robuster

„Der US-Markt ist eigen, aber so eigen auch wieder nicht.“ eveline Pupeter-Fellner emporia Telecom

Ausstattung sowie das Klappmodell „EmporiaClick“. Dazu entwickelt man derzeit auch spezielle Dienste für den neuen Markt. Während man in Europa auch die GSM DualbandTechnologie vermarkten kann, ist in den USA, ähnlich wie in Skan-

dinavien, 3G bereits unabdingbare Voraussetzung. Dem entsprechend wurden die angebotenen Modelle auf diese Anforderungen ausgerichtet.

„Knallharte Aufbauarbeit“ Derzeit laufen in den USA noch die dort üblichen aufwendigen Testverfahren, die mehr als ein halbes Jahr in Anspruch nehmen können. Erst danach kann Emporia in Verhandlungen mit den großen Anbietern vor Ort eintreten. Zu den Top-Mobilfunkanbietern in den USA zählen derzeit u.a. Verizon Wireless mit rund 110 Mio. Teilnehmern, AT&T Mobility (103 Mio.), Sprint Nextel (55 Mio.) und T-Mobile USA (34 Mio.). Kleinere, regionale Netzbetreiber jedenfalls nutzten laut Emporia bereits die CES in Las Vegas, um erste Aufträge zu erteilen. „Die ersten 50.000 Stück sind geordert und werden in den nächsten Monaten in den Markt ‚hineinverkauft‘“, sagt Pupeter-Fellner. „Dann muss man sehen, wie diese ‚abfließen‘ und wie der Durchverkauf funktioniert.“ – „Grundsätzlich müssen wir Amerika genau-

so aufbauen wie Europa. Es wird knallhart.“ Für die Markterschließung sind laut der Firmeneignerin Investments von rund einer Mio. € erforderlich: „Wir rechnen damit, dass wir bis zum Schluss des Geschäftsjahres rund 100.000 Stück in den neuen Markt liefern können und daher ab dem zweiten Jahr Nulllinie fahren.“ Das entspreche einer „vorsichtigen Schätzung“, weil die Genehmigungen derzeit noch nicht vorlägen. Für den US-Markt zeichnet als Country Manager Greg Foley verantwortlich. Er hat als ehemaliger Key Accounter von Samsung erstklassige Branchenkontakte zu Distributoren und Netzbetreibern. Firmensitz des amerikanischen Tochterunternehmens ist New York, wo auch eine Zweigstelle der mit der Aufbauarbeit betrauten Kommunikationsagentur Fleishman-Hillard beheimatet ist. Fleishman-Hillard International Communications mit dem Headquarter in St. Louis, Missouri, ist eine der weltgrößten PRAgenturen und Teil der Omnicom Group Inc. Fleishman-Hillard entwarf sowohl die Website als auch das Pressecentre, das schon für viel Medienresonanz im B2B-Bereich sorgte.

Mobilkommunikation/USA Land der abbrechenden Telefonate

„Ganz andere Bilderwelt“

Es bleibt ein Abenteuer

„Wenn man bei amerikanischen Usern punkten will“, beschreibt Marketing- und Kommunikationschefin Karin Schaumberger die regionalen Besonderheiten, „muss man die Bilderwelt multikulturell anlegen.“ Auch der sprachliche Aspekt spiele eine große Rolle: „Die Texte in spanisch und englisch anzubieten, ist Grundvoraussetzung“, sagt Schaumberger. Abgesehen davon bestünden Unterschiede in der Art und Weise, wie Webpages rezipiert werden. Schaumberger: „Während die Wahrnehmung in Europa dem Lesefluss entsprechend von links oben nach rechts unten erfolgt, herrschen in den USA durch die besonders hohe Geschwindig-

New York. Die USA sind das Land der iPhones und der abbrechenden Telefonate. In wenigen Ländern der Welt ist die Verbreitung der datenhungrigen Smartphones so groß und gleichzeitig das Netz durch die Belastung so wackelig. Ein schlechter Empfang gehört selbst in Großstädten wie New York City zum Alltag. Insgesamt 234 Mio. Menschen im Alter ab 13 Jahren telefonieren nach Angaben des Marktforschers Comscore in den Vereinigten Staaten mobil, 90 Mio. davon nutzen demnach ein Smartphone. Größter Anbieter ist Verizon Wireless, es folgen AT&T und mit gehörigem Abstand Sprint und T-Mobile USA. Daneben gibt es eine Reihe regionaler Anbieter. T-Mobile USA ist der einzige landesweite Anbieter, der das beliebte iPhone von Apple nicht im Programm hat. Auch das Netz ist löchriger als bei den großen Rivalen, besonders auf dem Land. Im vergangenen Jahr plante AT&T die 39 Mrd. USD-schwere Übernahme der TelekomTochter T-Mobile USA, doch der Deal platzte wegen anhaltender Bedenken der US-Wettbewerbshüter. Dies bescherte AT&T tiefrote Zahlen: Das Unternehmen machte im 4. Quartal 2011 unter dem Strich einen Verlust von 6,68 Mrd. USD (5,08 Mrd. €). Auch in der Bilanz der Deutschen Telekom hinterließ der abgesagte Verkauf tiefe Spuren. (APA/red)

Obwohl Bedarf und Erfolgspotenzial medial regelmäßig thematisiert werden, widmen sich vergleichsweise wenige Produzenten gezielt dem Markt der „Best Agers“. In dieser Nische reüssiert das Unternehmerpaar Albert Fellner und Eveline Pupeter-Fellner. Aktuell erschließt man sich einen der größtmöglichen Märkte: „Wir sehen in Nord- und Lateinamerika ein riesiges Potenzial. Unsere Marktrecherchen haben ergeben, dass es Millionen von Konsumenten gibt, die weder komplizierte Smartphones noch störende Apps oder teure Datenflatrates wollen“, sagt Eveline Pupeter-Fellner.

keit der Informationssuche andere Gewohnheiten.“ Hier werde der Inhalt zuerst „überblicksartig von links oben nach rechts oben“ durchgesehen; die wesentlichsten Informationen müssten sich daher im oberen Drittel der Webperformance wiederfinden.

Nominiert für Handy-Oscar Auf dem diesjährigen „GSMA Mobile World Congress“, der vom 27. Februar bis 1. März in der katalanischen Hauptstadt abgehalten wird, werden seitens Emporia spezielle Dienste vorgestellt: „In Barcelona werden wir das neue Emporia-Konzept präsentieren, das auch zahlreiche Dienstleistungen enthält. Vor allem in den USA ist das ganz besonders wichtig“, betont Pupeter-Fellner. „Es han-

„Grundsätzlich müssen wir Amerika genauso aufbauen wie Europa. Es wird knallhart.“ eveline pupeter-Fellner

delt sich dabei um Goodies aus den Bereichen Sicherheit und Training sowie der Verbindung zwischen den Generationen.“ Zusätzlich zum Notfallsknopf werde es Angebote wie Gehirntraining geben: „Mehr möchte ich derzeit noch nicht verraten.“ Besondere Freude herrscht bei Vordenker und Firmengründer Albert Fellner darüber, dass man in Barcelona für einen „Global Mobile Award“ der Kategorie „Best Featurephone or entry level phone“ nominiert wurde. „Handy-Oscar“ nennt man die begehrte Trophäe in der Branche, die im Falle der tatsächlichen Zuerkennung erstmals nach Österreich gehen würde.


Prime News

Dienstag, 21. Februar 2012

48-Stunden-Streik am Flughafen Frankfurt Frankfurt. Am größten Flughafen Deutschlands wird seit Montagfrüh wieder gestreikt – rund 220 Flüge sind bisher für den Tag annulliert worden. Die rund 200 Vorfeldmitarbeiter legten in der Früh die Arbeit für 48 Stunden nieder, wie der Tarifvorstand der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF), Markus Siebers, sagte. Vor allem Passagiere von Inlands- und innereuropäischen Verbindungen müssen sich auf Verspätungen und Flugausfälle einstellen. Langstreckenflüge seien nicht betroffen.

© APA/EXPA/Jürgen Feichter

Lauda: „Das gabs noch nie“ – AUA vs. BMVIT

Niki Lauda äußert Unverständnis für AUA-Schritt im Streit um Tel Aviv-Flüge.

Wien. Weil sie im Rennen um neue Flugfrequenzen nach Tel Aviv dem Erzkonkurrenten Niki (flyniki) unterlag, hat die AUA (Austrian Airlines) den Verfassungsgerichtshof angerufen – für den „Niki“-Gründer und nunmehrigen Air-Berlin-Aufsichtsrat Niki Lauda ein bisher einmaliger und auch unverständlicher Schritt: „Die Verfassung anzurufen, um gegen das eigene Verkehrsministerium vorzugehen, das gab es noch nie“, so Lauda.  (APA)

Samsung gliedert die LCD-Sparte aus Seoul. Samsung will seine weltgrößte, aber zuletzt verlustreiche LCD-Sparte in ein eigenständiges Unternehmen ausgliedern. Die LCD-Sparte soll am 1. April in ein neues Unternehmen – vorläufiger Name: Samsung Display – und einer Kapitalausstattung von 750 Mrd. Won (etwa 505,8 Mio. €) überführt werden, teilte der weltgrößte Hersteller von Fern­sehgeräten und Speicherchips mit. (APA)

© APA/Roland Schlager

Städtetourismus in Wien boomt auch im Jänner

Mehr Besucher kommen aus Brasilien, China, Türkei, weniger aus Italien.

Wien. Nach den Rekordzahlen 2011 haben die Beherbergungsbetriebe in Wien auch heuer im Jänner in sämtlichen Kategorien ein massives Nächtigungsplus erzielt: Gegenüber Jänner 2011 erhöhte sich die Zahl der Übernachtungen um 11,5% auf 675.000, geht aus den aktuellen Berechnungen der Statistik Austria hervor. Besonders große Zuwächse verzeichnete Österreichs Metropole bei den Urlaubern aus Brasilien (+74%), China (+69%), der Türkei (+64%), den Vereinigten Arabischen Emiraten (+60%), SaudiArabien ( +43%), Japan (+40%) und Russland (+37%). Weniger Urlauber kamen aus Italien (-7%).

Sparpaket Peter Zellmann vom IFT kritisiert die im Zuge des Sparpakets geplanten Einsparungen heftig

„Es trifft die Mittelschicht“ Zellmann: „Die Bevölkerung vermisst den großen Wurf.“ Er fordert groß angelegte Reformen. Wien. „Der Begriff ‚Sparpaket‘ ist falsch“, kritisiert Peter Zellmann vom Institut für Freizeit- und Tourismusforschung (IFT) in seinem aktuellen „Forschungstelegramm“: Es gehe nicht um Sparen, sondern um „Einsparen“. Allerdings spare der Staat kaum wirklich ausgabenseitig etwas ein. Er tätige seine Einsparungen vielmehr in erster Linie auf dem Rücken des Mittelstands. Zellmann: „Rund die Hälfte der Sparmaßnahmen wird letztlich von der Mittelschicht getragen.“ Zellmann: „Die Bevölkerung vermisst den großen Wurf und sieht sich vor allem jeweils individuell betroffen.“ Zudem lenke die Ausga-

ben-/Einnahmen-Debatte vom Kern ab: „Der Ideologiestreit, ob nun 24 Prozent – laut ÖVP-Interpretation – oder 38 Prozent (SPÖ) – einnahmenseitig für dieses Einsparen aufgebracht werden“, so Zellmann, zeige nur „erstens, dass offensichtlich nicht einmal die Verfasser des Werks eindeutig definieren können, wie sie die Maßnahmen zuordnen und vor allem zweitens, dass das nicht das eigentliche Thema ist, weil diese ideologisch verbrämte Debatte nur die wichtigste Tatsache verschleiert“. Die tatsächlichen Relationen seien, dass die Menschen – egal, ob Arbeiter, Angestellte, Beamte, Bauern oder Pensionisten

– etwa 50% der vorerst halbwegs zuordenbaren Maßnahmen trügen, während die öffentliche Hand für 33% gerade stehe. Auf die Vermögenden jenseits der Mittelstandsgrenze fielen nur 17%.

Den Rotstift ansetzen Sein Fazit: Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden von einer Bevölkerungsmehrheit dann mitgetragen und gutgeheißen, wenn in einem zweiten Schritt das politisch administrative System bei sich selbst in großem Stil den Sparstift ansetzt, wenn grundlegende Strukturreformen folgen.  (red)

© freizeitforschung.at

SHORT

medianet – 3

Es gehe nicht um Sparen, sondern um „Einsparen“, hebt Zellmann hervor.


f e at u r e

4 – medianet

Dienstag, 21. Februar 2012

feature@medianet.at

Leadership Authentische und charismatische Führungskräfte agieren mit EQ

Vü gscheiter is des Gfühl

I

n fast allen nationalen und internationalen Studien zu Kündigungsgründen rangiert der Vorgesetzte auf einem der ersten drei Plätze, nicht selten auf Platz 1. Viele Führungskräfte sehen keinen Handlungsbedarf, weil sie freundliches, angemessenes Verhalten mit emotionaler Intelligenz verwechseln. Sie befürchten sogar, dass eine Erhöhung des EQ sie zu konfliktscheuen „Weicheiern“ machen würde. Aber das Gegenteil ist der Fall. Manager mit einem hohen EQ können durchaus hart durchgreifen, sie schätzen aber besser ein, wann das tatsächlich notwendig ist.

Die Angst vor Gefühlen Kaum eine Führungskraft will als emotional oder empfindsam gelten. Die Angst vor den eigenen Emotionen und deren Wirkung auf andere ist aber unbegründet. Wer einen hohen EQ hat, nimmt seine Gefühle nicht nur wahr, sondern geht auch besser und reflektierter damit um. Die Führungskraft mit hohem EQ entscheidet sich ganz bewusst, welche Emotionen sie zeigt und welche nicht. Wenn Sie unangenehme Emotionen verdrängen, ist das, als ob Sie versuchen, einen luftgefüllten Ball unter Wasser zu drücken. Man sieht diesen dann zwar nicht mehr, aber er ist trotzdem da. Er ist unter der Oberfläche, also im Unbewussten, und entwickelt dort eine enorme Kraft.

Je mehr sie Gefühle wie Angst, Hilflosigkeit oder Trauer verdrängen, umso größer wird der Ball und sein Auftrieb. Irgendwann verwenden Sie einen großen Teil Ihrer Energie dafür, Bälle unter Wasser zu halten. Ebenso ist es kein Geheimnis mehr, dass langfristiges Unterdrücken und Verdrängen von Emotionen krank macht. Wer dauernden Druck empfindet, ohne sich dessen bewusst zu werden, bekommt zum Beispiel irgendwann Bluthochdruck und, wenn das nicht hilft, einen Herzinfarkt.

Was ist eine Emotion? Eine Emotion ist eine vom limbischen System ausgelöste körperliche Veränderung, die erst dann zu einem Gefühl wird, wenn die Person sie bewusst wahrnimmt und zuordnet. Wer zum Beispiel kurz vor einer Panik ist, kann gar nicht anders, als die Emotionen des Herzrasens und der spontanen Hitzewallung wahrzunehmen; das dazugehörige Gefühl wird uns dann überdeutlich bewusst. Bei anderen Formen von Angst, zum Beispiel der Versagensangst, sind die dazugehörigen Emotionen nicht so deutlich wahrnehmbar wie bei den existenzbedrohlichen. Manager brauchen ein gut entwickeltes Empfinden ihrer selbst, um diese bemerken und sich mit ihnen auseinandersetzen zu können. Eine solche differenzierte Selbstwahrnehmung haben aber nur wenige Vorgesetzte in hohem Maße. Der weitaus größere Teil versucht, als

unangenehm empfundene Emotionen zu verdrängen, indem sie ihre Aufmerksamkeit zum Beispiel gleich auf die nächste Aufgabe richten.

alexander g roth Speaker und Autor www.alexander-groth.de

Gefühlstaubheit kostet Häufig können Manager ihre Emotionen nur noch diffus oder gar nicht mehr spüren, nur schwer verstehen, geschweige denn differenziert in Worte fassen. Diese Gefühlstaubheit hat kurzfristig betrachtet sogar Vorteile. Die meisten Führungskräfte stehen unter einer hohen psychischen Belastung, leiden unter Zeit- und Leistungsdruck. Dieser Druck ist kurzfristig leichter auszuhalten, wenn man die Emotionen, die Gefühle wie Angst, Hilflosigkeit und Erschöpfung erzeugen, einfach ausblendet oder in der Wahrnehmung solcher Emotionen abstumpft. Was für den Moment Erleichterung verschafft, hat jedoch fatale Folgen. Es ist nämlich nicht möglich, gegen diejenigen Emotionen unempfindlich zu werden, die unangenehme Gefühle erzeugen, ohne auch gegenüber den Körpersignalen für angenehme Gefühle abzustumpfen. Die Folge ist, dass die Person sich immer weniger freuen und für etwas begeistern kann. Viele Manager jagen lange Zeit einem ambitionierten Ziel hinterher. Wenn sie es endlich erreicht haben, empfinden sie aber fast nichts und wenden sich sofort dem nächsten zu. Solche Führungskräfte haben eine rationale Emotionalität:

© A. Groth

alexander groth

Ihren Emotionen zu nähern. Versuchen Sie, Ihre Wahrnehmung und den sprachlichen Ausdruck Ihrer Gefühle gleichermaßen zu schärfen. Je genauer Sie Ihre Gefühle benennen können, desto leichter fällt Ihnen auch der Umgang damit. Eine weitere Möglichkeit zur besseren Wahrnehmung Ihrer Emotionen ist es, in den Momenten besonders starker Gefühle nachzuspüren, wo in Ihrem Körper Sie diese lokalisieren können; mit der Zeit werden sie immer mehr Signale entdecken und achtsamer für diese werden.

Gefühle haben eine Funktion

Es ist Ihre grundsätzliche Haltung, Ihr Interesse für und Ihre Sicht­ weise auf die Menschen, die ­darüber ent­ scheiden, ob Sie eine em­pa­thi­ sche Führungs­ kraft sind.“ Der Verstand sagt ihnen zwar, welche Gefühle von ihnen erwartet werden, aber sie fühlen es nicht wirklich. Um sich dieser emotionalen Leere nicht stellen zu müssen, suchen sie ihr Glück im Außen und spielen das Spiel ‚Mein Haus, mein Auto, mein Boot‘. Dies ist eine unter Managern weit verbreitete Form der Externalisierung. Der eigene Erfolg und Wert wird an Äußerlichkeiten festgemacht. Die teuren Statussymbole aber erzeugen mit der Zeit kaum noch positive Gefühle. Das Resultat ist: innere Leere bei äußerlichem Überfluss.

Emotionen wahrnehmen

© Groth/Plaßmann (2)

Viele Führungskräfte scheuen davor zurück, ihre Emotionen im Berufsleben zu zeigen. Zu groß ist die Angst, als konfliktscheuer Manager zu gelten. Doch genau das Gegenteil ist der Fall, meint medianet-Gastautor Alexander Groth und gibt interessante Tipps.

Sie können lernen, sich ihre Emotionen langsam und in kleinen Schritten wieder bewusst zu machen. Um die Emotionen besser einordnen zu können, ist es sinnvoll, sich folgende Fragen zu stellen: Fühle ich mich eher gut oder schlecht und fühle ich in mir viel oder wenig Energie? Wenn Sie viel Energie haben, es sich aber nicht gut anfühlt, könnte das Ärger oder Wut über etwas sein. Wenn Sie wenig Energie haben und es sich eher schlecht anfühlt, deutet das zum Beispiel auf Angst oder Trauer hin. Die Unterteilung nach den beiden Kriterien hilft Ihnen, sich

Sie wissen nun, dass es wichtig ist, Gefühle wahrzunehmen und zuzulassen. Der nächste Schritt besteht darin, diese Gefühle auszuhalten, sie bewusst zu akzeptieren und sie nicht zu bewerten. Wir neigen dazu, angenehme Gefühle als „gut“ und unangenehme als „schlecht“ zu kategorisieren. Dies ist aber nicht sinnvoll, denn unangenehme Gefühle haben eine wichtige Funktion: Die Angst warnt uns, Ärger gibt uns Energie zum Handeln und Trauer hilft uns, etwas gehen zu lassen und neu zu beginnen. Gehen Sie bei sich unangenehm anfühlenden Emotionen in den folgenden drei Schritten vor. Spüren Sie nach innen und nehmen Sie Ihre Emotionen bewusst als Gefühle wahr. Akzeptieren Sie das wahrgenommene Gefühl, ohne es als gut oder schlecht zu bewerten. Fragen Sie sich: Was will mir dieses Gefühl sagen? Nun gibt es für die Beantwortung dieser Frage zwei Möglichkeiten: Ihnen wird ein nachvollziehbarer Grund für die Entstehung des Gefühls bewusst; dann hat Ihnen das Gefühl geholfen, weil es Sie auf etwas hingewiesen hat, das vorher nur in Ihrem Unbewussten verfügbar war. Es kann aber auch sein, dass Sie keinen Grund für das Gefühl erkennen können. Dann akzeptieren Sie es trotzdem, manchmal stellt sich die Begründung erst später ein. Allein das Wahrnehmen und Akzeptieren von unangenehmen Gefühlen hat aber oft schon eine positive Wirkung. Der Druck, den das unangenehme Gefühl erzeugt, wird durch die Akzeptanz in den meisten Fällen reduziert.

Vertrauen Sie der Intuition Wenn Sie Emotionen zulassen, werden Sie aber nicht nur als Persönlichkeit authentischer, Sie verbessern mit der Zeit auch noch etwas anderes, was Sie weiter bringen kann, nämlich Ihre Intuition. Diese kann Ihnen in vielen Führungssituationen helfen, bessere Entscheidungen zu treffen.


f e at u r e

Dienstag, 21. Februar 2012

medianet – 5

© Panthermedia.net/Erwin Wodicka

feature@medianet.at

ter führen. Versetzen Sie sich als Vorbereitung auf ein Gespräch in die Situation des anderen. Ob Sie empathisch sind, hängt zum größten Teil davon ab, ob Sie

das sein wollen. Es ist Ihre grundsätzliche Haltung, Ihr Interesse für und Ihre Sichtweise auf die Menschen, die darüber entscheiden, ob Sie eine empathische Führungs-

kraft sind. Wer dagegen bloß hofft, eine schnelle „Empathie-Technik“ zu erlernen, damit ihn die Mitarbeitern für einen guten Chef halten, wird enttäuscht werden.

© Gabal

Der unbewusste Teil Ihres limbischen Systems hat unglaubliche Kapazitäten. Er kann mindestens 25.000 Mal mehr Informationen verarbeiten als Ihr bewusstes Denken. Aber nur die wichtigsten Informationen werden an das Bewusstsein durchgestellt. Viele Neurowissenschaftler empfehlen, bei komplexen Entscheidungen zunächst mit dem Verstand möglichst viele Informationen zu sammeln und zu analysieren, dann mindestens eine Nacht „darüber zu schlafen“ und anschließend nach dem Gefühl zu entscheiden. Rationale Analyse und Intuition ersetzen einander nicht, sondern beide zusammen führen zu guten Entscheidungen. Um die Emotionen von Mitarbeitern wahrnehmen zu können, benötigen Sie Intuition sowie echtes Interesse an den Mitarbeitern. Nehmen Sie sich genügend Zeit, um die Emotionen einzelner Mitarbeiter zu verstehen, indem Sie diesen zuhören. Ihr Gegenüber spürt es, ob das Interesse echt oder nur „aufgesetzt“ ist. Zusätzlich sollten Sie zwei bis dreimal im Jahr ein persönliches Gespräch mit jedem Mitarbei-

Buchtipp Alexander Groth: Führen mit EQ. Gabal 2012, 96 Seiten, 9,20 €, ISBN: 978-3-86936-351-6


the opinion

6 – medianet

Zuletzt ging es flott: Am Freitag reagierte der deutsche Bundespräsident Christian Wulff auf die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, seine Immunität wegen des Verdachts auf Vorteilsnahme aufzuheben, mit dem Rücktritt. Schon am Sonntag wurde der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck als neuer Bundespräsident fixiert. Interessant an dieser Angelegenheit ist allerdings nicht, wie reibungsfrei der politisch äußerst heikle Wechsel schlussendlich über die Bühne ging, sondern vielmehr die Causa an sich: „Vorteilsannahme“ und „Vorteilsgewährung“ lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft in Sachen Wulff. Die Geschichte dahinter klingt für den gelernten Österreicher ungemein seltsam. Es geht um Wulffs Beziehungen zum Filmproduzenten David Groenewold. Das Land Niedersachsen hatte während Wulffs Amtszeit als Ministerpräsident Bürgschaften für geplante Projekte von Groenewolds Firma bereit gestellt. Groenewold wiederum hatte 2007 bei einem gemeinsamen Urlaub die Rechnung für Wulffs Hotelzimmer bezahlt. Ein Zusammenhang

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Nur ein kleines Merci, Chéri In Österreich hätte es nie einen Fall Wulff gegeben. Im Land der verdeckten Parteispenden ist es ganz ­normal, dass kleine Geschenke die Freundschaft erhalten. sabine bretschneider

wurde niemals festgestellt, schlagend wurden die Bürgschaften nie. Verboten ist es dennoch. Mit der Bestrafung wegen Vorteilsannahme und -gewährung tut man sich in Deutschland jedenfalls beträchtlich leichter als bei uns: Mit Strafe bedroht ist nämlich schon, Vorteile anzubieten,

zu versprechen oder zu gewähren, ein Zusammenhang zwischen konkreten Diensthandlungen des Amtsträgers und ihm gewährten Vorteilen muss nicht nachgewiesen werden. Hätte Wulff in Österreich ein kleines Merci akzeptiert, wäre dies kein Problem gewesen. Einem Minister oder Landeshäuptling zu be-

schenken, um ihn günstig zu stimmen, ist bei uns schlicht nicht verboten. Erinnern Sie sich an das „Anfütterungsverbot“, das genau diese kleinen Gefälligkeiten und Bestechlichkeiten beseitigen hätte sollen? Jegliches Sponsorong im Sport- und Kulturbereich würde man damit unmöglich machen, erregte sich die Branche. Das Anfütterungsverbot fiel. „Ich sehe ein, nicht alles, was juristisch rechtens ist, ist auch richtig“, so reagierte Wulff. Ganz ähnlich klang das kürzlich bei Hochegger. Er sei „strafrechtlich nicht schuldig“, betonte Hochegger, aber aus heutiger Sicht habe er einige Dinge „nach moralischen Maßstäben“ nicht richtig gemacht. Diese Teilkongruenz von „juristisch korrekt“ und moralisch bedenklich wird uns wohl noch länger begleiten.

Gastkommentar Humor im Business- oder …

Eine Überlebensstrategie …

© Verband Druck u. Medientechnik

heute im special

„Es handelt sich bei der aktuellen Si­ tuation der Druckbranche um ein strukturelles Pro­ blem, das nicht nur Öster­ reich betrifft.“

… und ein gutes Training

© Jentzsch

© Humor KG

R udo lf A . Cutur i , V e r b a n d Druc k & Medient e ch n i k , s. 14

Got tfried Hirsc h , C h e f der Druckerei J e n t z sch , s . 14

ein sehr modernes

Außerdem ist Humor in der heutigen Leistungsgegruppendynamisches sellschaft eine wichtige Überlebensstrategie und ein hilfreiches Mittel, um drohendem Burn-out entgegenzuErfolgskonzept für wirken. Wir bemühen uns daher, im Sinne der WorklifeBalance das Lachen und den Humor in der Unternehmenssich adaptiert. Humor kultur zu verankern. Insbesondere in den Führungsetagen sollte mehr Humor Einzug halten. ist die Haltung, die es Viele Unternehmen haben Angst, über sich selbst zu lachen. Sie befürchten, dass der Schuss nach hinten losgeermöglicht, eine ‚gehen könnte. Aber es gibt auch Firmenvertreter, die genau aus diesem Grund auf eine humoristische Intervention sunde Distanz‘ zu sich setzen – eben, um neue Wege, Lösungen und Veränderungen aufzuzeigen. Wir werden bewusst engagiert, um selbst herzustellen.“ Grenzen zu überspringen. Ein Künstler darf – im Gegensatz martina Kapral, Humor AG zu einem Berater – auch wunde Punkte ansprechen. Dazu gibt es maßgeschneiderte Programme für jedes Unternehmen. Jeder Künstler hat zwar sein fertiges Programm, doch auch das wird auf die Wünsche des jeweiligen Unternehmens abgestimmt. Als Einstieg etwa kann mit Kabarett und Comedy bei Mitarbeiterveranstaltungen begonnen werden.

www.zitate . at

„Das Außein­ anderdivi­ dieren von Ar­ beitnehmern und Arbeit­ gebern wird nicht ziel­ führend sein.“

Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 abo@medianet.at | Fax: DW 2231 Anzeigen-Hotline Tel.: DW 2203 office@medianet.at | Fax: DW 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at

Kinder tun es bis zu 500 Mal am Tag, Erwachsene nur noch 20 Mal. Es steigert die Herzfrequenz, fördert die Durchblutung, Zellen werden gestärkt, Endorphine freigesetzt. Wovon die Rede ist? Vom Lachen. Das ist gesund – auch fürs Business. Denn Studien belegen, dass derjenige, der im Job häufig lacht, nicht nur eine bessere Stellung im Team hat, sondern auch als kompetenter wahrgenommen wird und somit seine eigene Erfolgsquote erhöht. Auch Gelotologen, sogenannte Lachforscher, weisen immer wieder „Wenn der Chef mit auf die kommunikative Funktion des Lachens hin: Es wirkt teambildend, baut Stress ab und entschärft KonHumor führt, hat er fliktsituationen.

„Um ernst zu sein, genügt Dummheit, während zur Heiterkeit ein großer Verstand un­ erlässlich ist.“

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM

… wie man die Krise überlebt

zitat des ta g es William Shakespeare, englischer Dichter und Dramatiker

Dienstag, 21. Februar 2012

Lachen befreit uns von unkonventionellen, moralischen und logischen Zwängen und trainiert uns für das Verstehen der plötzlichen Veränderungen einer Situation. Humor ist die Haltung, die es ermöglicht, eine ‚gesunde Distanz‘ zu sich selbst und seinen Einbildungen (Konstrukten) herstellen.

Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

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tel. 01/919 20-2117 medianet prime news & market watch (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Redaktion: Alexandra Binder (ab), Sylvia ­Tomek (st) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/Medien) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Natalie Ober­hollenzer (no – DW 2228) medianet specials & careernetwork (specials@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Jan Weinrich (jawe – DW 2163) Chef vom Dienst: ­Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet financenet & real:estate (financenet@medianet.at) Chefredakteure: Chris Radda, Gerald Stefan (gst) Chefin vom Dienst: Linda Kappel (lk) Ständige Mitarbeiter: Fritz Haslinger (fh), Kurt ­Sattlegger (ks), Thomas Hohenberger (th) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitende Redakteure: Chris Haderer (hc), Britta Biron (bb) medianet destination & destination austria (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Georg Biron (gb) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Jürgen Zacharias (jz) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) Foto­redakteur: Jürgen Kretten Lektorat: ­ Christoph Strolz ­ Grafisches Konzept: Verena Govoni Grafik/ Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­Jonke, Richard Mauerlechner Anzeigenproduktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­ druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post. at & „>redmail Logistik & Zustell­service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­center-wien@ redmail.at“ Erscheinungs­weise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 2,50 € (Di); 3,50 ¤ (Fr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Abo: 250,– € (Di & Fr); 150,– € (Fr) (Jahr) Auslands-Abo: 390,– € (Di & Fr); 199,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­zeitraums bei 6-wöchi­ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­gemeinen Geschäfts­bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. medianet special erscheint unter Verantwortung der Anzeigenredaktion; Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken.

Martina Kapral, Geschäftsleitung der ­HumorAG; www.HumorAG.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

inside your business. today.

dienstag, 21. februar 2012 – 7

medianet-serie I

medianet-serie II

Mediaagenturen auf der Suche nach ­künftigen Geschäftsmodellen  Seite 10

Die Publicitas stellt ihr umfangreiches Portfolio vor 

© Russia Now

© Panthermedia/Hartinik

marketing & media club cuvée Seite 10

Diesmal das aktuelle Thema „Wutbürger“  Seite 12 © Club Cuvée

„Ich bin nicht hier, um etwas zu versprechen“

© MIP Media in Progress

short

Markus Müller, Geschäftsführer von MIP Media in Progress, geht mit Eugen Schmidt, Geschäftsführer des Onlinevermarkters About Media, eine Vermarktungskooperation ein. Insgesamt umfasst das gemeinsame Netzwerk jetzt 27 Portale.  Seite 8

© Schmid Industrie Holding

Frank Bodin Seit dem Doppel­ abgang von Gustav EderNeu­hauser und Albert Essenther lenkt der Schwei­ zer Frank Bodin die Geschicke der Euro RSCG Vienna – im medianet-Talk skizziert er die vordringlichsten Aufgaben, die es zu erledigen gilt.  Seite 8

© Communication Matters/David Sailer

Robert Schmid, Geschäftsführer der Ionit healthcare GmbH und geschäftsführender Gesellschafter der Schmid Industrie Holding, geht der Frage nach, wie weit Glaubwürdigkeit ein Markeninstrument ist. Sein Motto: „Mehr als nur eine Worthülse“.  Seite 12

© medianet

Volker Moser hat ein Jahr Auszeit dazu genützt, in Australien seine Kenntnisse in den Bereichen Marketing und Social Media weiter auszubauen und internationale Erfahrungen zu sammeln. Seit Jänner ist er wieder bei communication matters im Einsatz.  Seite 12

medianet tv heute

Internet-Provider Übernimmt per 1. März die Funktion

© pjure isobar/Bahlsen

Neuer ISPA-Generalsekretär

© ISPA/Krischanz.Zeiller

pjure isobar kümmert sich um Messino Dark Temptation. click+>www.medianet.at

Maximilian Schubert wurde zum neuen Generalsekretär der ISPA bestellt.

Wien. Maximilian Schubert wurde zum Generalsekretär der ISPA, des Verbandes der österreichischen Internet Service Provider, bestellt. Mit dem Internet bzw. dem IT-Recht beschäftigte sich Schubert bereits während seines Studiums der Rechtswissenschaften in Graz, wo er über die rechtliche Zulässigkeit von Keyword Advertising promovierte. Schubert absolvierte einen Master in Innovation Technology & The Law an der Universität Edinburgh, war bei der OMV Deutschland GmbH im Behörden-Management tätig, bevor er 2010 als Jurist zur ISPA wechselte. (red)


c ov e r s t o r y

8 – medianet

Dienstag, 21. Februar 2012

Sehr rasch bedeutend besser werden „Die Agentur hatte gute Zeiten, sie hat gar nicht so schlechte Zeiten mit einem aktuell feinen Kundenportfolio“

Euro RSCG Vienna: „Eine echte Alternative zum Ausprobieren“

Im medianet-Talk: Seit Jänner 2012 führt Euro RSCG Schweiz-CEO Frank Bodin auch die Geschäfte der Wiener Niederlassung. es das eine oder andere Fettnäpfchen gibt, dann scheue ich mich nicht, da hineinzutreten – dann ist es nämlich nicht mehr im Weg.“ Die derzeitige Situation der 1992 gegründeten Euro RSCG Vienna (aktuell ca. 30 Mitarbeiter) beschreibt Bodin offen und ehrlich:

dinko fejzuli

Wien. Mit dem Jahreswechsel gab es auch bei der heimischen Werbeagentur Euro RSCG Vienna einen Führungswechsel: Seit dem Doppelabgang von Gustav Eder-Neuhauser und Albert Essenther lenkt der Schweizer Frank Bodin die Geschicke der Agentur. Eigentlich klassischer Pianist und studierter Jurist, war Bodin, heute einer der erfolgreichsten Werber der Branche, klassischer Quereinsteiger. Mit einer schwangeren Freundin und der Erkenntnis, als klassischer Pianist wohl eher nicht die große Weltkarriere zu machen, führt ihn seinen Weg über (Zwischen)Stationen unter anderem bei GGK, BBDO und McCann-Erickson in die Euro RSCG Schweiz.

© Gmeiner

tipp des tages

Burgfrieden Sigrid Neureiter In ihrem Südtirol-Krimi rückt Neureiter Bozen und die mittelalterliche Burg „Schloss Runkelstein“ in den Mittelpunkt einer rasanten Handlung rund um ein mutmaßliches Originalmanuskript von Walther von der Vogelweide. Die Autorin nimmt damit Bezug auf die – wenn auch wissenschaftlich nicht haltbare – Annahme, dass der berühmte Dichtersänger aus dem heutigen Südtirol stammen könnte ... Gmeiner Verlag, 225 Seiten, 10,20 € ISBN-10: 3839212316

so schlechte Zeiten mit einem aktuell feinen Kundenportfolio. Aber wir wollen sehr rasch bedeutend besser Frank Bodin ist bei der Euro RSCG Vienna seit Jahresanfang on Bord: Die Strategie ist die Basis intelligenter Kommunikation.

änderungen geben, so Bodin. „Wir brauchen neue Leute“, wobei er in den ersten Wochen bereits einige sehr talentierte Köpfe in der Agentur gesichtet habe. Die Führung der Euro RSCG Vienna werde übrigens keine „One man show“ werden: „Ein Board, bestehend aus Günther Hummer (Client Service Director), Karl Heinz Pacher (Director Promotions und Events), Margit Wendy (Agency Management), Andreas Saure (CFO) und mir leitet die Geschicke im Team.“ Sein Ziel, so Bodin, sei es, „intelligente Kommunikation“ zu machen und die Basis hierfür sei strategisches Denken. Entsprechend wird er in der Agentur den Bereich strategische Planung mit ResearchMöglichkeiten deutlich ausbauen, „um den Markt besser zu verstehen,

um noch zielgenauere Kommunikation machen zu können“. Neben dem Thema ‚Strategie‘ führt Bodin als weitere wichtige Punkte „Frische Ideen“ und „Excellence in der Ausführung“ an – „hier sehe ich Potenzial“. Nachsatz Bodins: „Nicht nur bei uns in der Agentur, sondern generell in der Branche“.

Strategie, Ideen … Gefragt nach der Positionierung der Euro RSCG, fällt die Antwort des Neuen schlicht und präzise aus: „Wir haben einen Claim, der ‚Creating Results‘ lautet. Wir sind eine klassische Fullservice-Agentur, die integrierte Services anbietet, wobei ‚Digital‘ immer wichtiger wird.“ Und genau hier will Bodin

ansetzen: „Bei Digital müssen wir zulegen, aus eigener Kraft unser Know-how verbessern.“ „Und eventuell kaufen wir auch noch etwas zu.“ Hier gäbe es noch ein Manko. Das Problem, so Bodin, sei aber, dass die Guten nicht verkaufen wollen und die Schlechten will man selbst nicht kaufen.

… & exzellente Ausführung Seine Aufgabe in Wien sieht der GF sehr klar vorgezeichnet: „Ich bin nicht hier, um etwas zu versprechen, sondern um für unsere Kunden zu arbeiten. Ich habe blaue Augen, was nicht heißt, dass ich blauäugig an die Sache herangehe. Aber ich bin offen und sehr direkt und scheue mich nicht, auch Unangenehmes anzusprechen. Und wenn

werden.“ frank bodin ceo euro rscg vienna

„Die Agentur hatte gute Zeiten, sie hat gar nicht so schlechte Zeiten mit einem aktuell feinen Kundenportfolio. Aber wir wollen sehr rasch bedeutend besser werden – die beste Agentur für unsere Kunden und per sofort eine Alternative im Markt, die man ausprobiert.“  www.eurorscg.at

kunden A1, Bahlsen, Begas, Bewag, Citroen, Ekazent, Hofer, IBM, Inneov, Mirabell, neunerHaus, NÖ Landesregierung, Peugeot, ­Regus, Restplatzbörse, Sanofi, Sony, Suchard, Toolpark, Volvo Trucks, Wr. Linien, Rotes Kreuz u.a.

Vermarktungs-Koopration Ganze 27 Portale umfasst das Netzwerk, das auf StudentInnen spezialisierte Angebot

MIP Media in Progress & About Media Wien. Seit Jahresbeginn 2012 wird das vom jungen Medienhaus Media in Progress aufgebaute UniOnline-Netzwerk gemeinsam mit AboutMedia, einem der größten Onlinevermarkter Österreichs, vermarktet. Ganze 27 Portale umfasst das Netzwerk, das sich auf Studenten und deren Bedürfnisse – von Studentenjobs über günstige Wohngelegenheiten bis hin zu den angesagtesten Events – spezialisiert. „Damit werden auf einen Schlag 1 Million Unique Clients erreicht, streuverlustfrei in der jungen, trendigen und gebildeten Zielgruppe ‚18 bis 29 Jahre‘“, so Media in Progress-GF Markus Müller. Das Angebot beinhaltet nicht nur Sites der Unis, wie beispielsweise die Infoseite studentpoint.at der Uni-versität Wien oder Servicesites der TU Wien, sondern auch die Seiten der Österreichischen Hochschülerschaften, die alle studienrelevanten Infos bieten. Besonders job- und wohnungssuchenden Studentenn werden auf Portalen wie unijobs.at, jobwohnen.at und studenteninserate.at umfangreiche Inhalte angeboten.

facts MIP Media in Progress Das Medienhaus Media in Progress ist Österreichs führender Komplettanbieter für Werbung und innovative Kommunikation in der Zielgruppe der 14- bis 35-Jährigen. Zum Portfolio des Unternehmens gehören neben zahlreichen Werbe- und Promotionmöglichkeiten in Universitäten und Mensen auch Social Media-Auftritte, Online-Werbung, die UniScreens, das Musikmagazin Volume oder Gratis-Schulhefte für 290.000 Oberstufenschüler.  www.mediainprogress.at

© MIP Media in Progress

Die Gelegenheit, nach Wien zu kommen, habe er „umarmt“. Und was kann man hier vom Neuen erwarten? „Eine schnelle Evolution, keine Revolution“, so der Euro RSCG Geschäftsführer im medianet-Gespräch. „Es ist mein Job hier, eine neue Agentur mit einer neuen Kontur und mit neuen Geschäftsfeldern und Kunden zu bauen. Dabei bin ich auf eine Crew mit teils hervorragenden Leuten gestoßen.“ Apropos Neukunden: Obwohl Netzwerkagentur, sieht Bodin die Euro RSCG sehr „eigentümergeführt“. In der Schweiz kommen aus dem Netzwerk gerade mal rund 25% des Geschäfts, ansonsten sei man hauptsächlich eine lokale Agentur. Das Gleiche soll künftig auch für die Euro RSCG Vienna gelten und „es gibt ein klares Bekenntnis zum Standort Wien“. Es werde natürlich dafür Ver-

Zeiten, sie hat gar nicht

© medianet

Keine „One man show“

„Die Agentur hatte gute

Media in Prograss-GF Markus Müller und About Media-GF Eugen Schmidt.

Für die Zeit außerhalb des Hörsaals finden Musik- und Partybegeisterte ihre Infos auf volume.at. „Unsere Werbekunden haben jetzt die Möglichkeit, eine riesige, sehr spannende Zielgruppe mit nur einer Buchung zu erreichen“, so Eugen Schmidt, GF AboutMedia. Markus Müller zur Kooperation: „Die Vermarktungspartnerschaft ist für uns eine Win-Win-Situation und ein logischer Schritt, denn im Online-

bereich bildet nun der erfolgreich eingeschlagene Weg als Social Media Agentur unseren Schwerpunkt.“ Seit 2011 setzen hier Kunden wie Race Energydrink und Apple auf die kreativen viralen Ideen des jungen Medienhauses. Auch mit Social Media-Aktionen abseits der BrandBetreuung macht Media in Progress auf sich aufmerksam, etwa mit der satirischen Grasser-Facebook Page „Zu schön“.

About Media Das Unternehmen wurde Anfang 2010 gegründet, beschäftigt derzeit zehn Mitarbeiter und ist für die qualitative Vermarktung seiner Online-Partnerseiten zuständig. Das AboutMedia Netzwerk ist nach ÖWA+ mit rund 2,2 Mio. Unique Usern die reichweitenstärkste Vermarktungs-Gemeinschaft Österreichs. Zu seinem Vermarktungs-Portfolio gehören das Uni-Online Network, Herold. at, RTL.at,Tupalo.com, Wetter.tv, Love.at, 1000ps.at, Songtexte.com sowie UrlaubUrlaub.at. Geschäftsführer ist Eugen Schmidt, der Unternehmenssitz ist in Wien-Mariahilf.  www.aboutmedia.at


Dienstag, 21. Februar 2012

mar k e t i n g & a g e n t u r e n

medianet – 9

Kreative Aufgabenstellung Das Produkt „Messino Dark Temptation“ soll mit neuer Rezeptur auch die klassische Messino-Zielgruppe erweitern

pjure isobar & Bahlsen Messino Die Agentur kreierte die Einführungskampagne für Österreich.

Spot Fessler.Schmidbauer

William Hill

© William Hill

Wien. Bereits seit Herbst 2010 rührt er mit typisch britischem Humor für den in Großbritannien beheimateten Sportwettenanbieter William Hill in Österreich die Werbetrommel: Kultkomiker John Cleese. Aufgrund des großen Erfolgs setzte man auch in der dritten Staffel, seit Montag, dem 13. Februar, zu sehen, auf den britischen Ex-Monty-Python-Star als Testimonial. Thomas Schmidbauer, geschäftsführender Gesellschafter der für die Werbelinie verantwortlichen Agentur Fessler Schmidbauer: „Wir zeigen Cleese wieder, wie man ihn kennt und liebt: in einer Reihe kurzer Sketches rund um das Thema ‚Online-Sportwetten‘. So wird Cleese etwa in einem der Spots fast von einem Tor erschlagen, das – wie er meint – oft noch in letzter Minute fällt.” Insgesamt sieben neue Spots sind im Kasten, darunter auch zwei EMSpots zur Euro 2012 in Polen und der Ukraine. Los ging es am Montag, den 13. Februar, mit den Spots „Bigger”, „Shakespeare”, „Wetter” und „Tor”, zu sehen auf ORF, ATV, Puls 4 und Servus TV sowie den Österreich-Werbefenstern von Sat.1, Pro 7, Kabel 1 und RTL 2.

T. Schmidbauer (Fessler.Schmidbauer), John Cleese, Wilhelm Huber, Head of International Marketing, William Hill.

facts Mit insgesamt 4,475 Mio. € Werbeausgaben in TV, Print und Online (Brutto-Mediaausgaben, Basis: Focus Market Research) seit dem Markteintritt im September 2010 liegt William Hill im Spitzenfeld der heimischen Anbieter. Davon entfielen auf das Jahr 2010 2,035 Mio. und auf das Jahr 2011 2,4 Mio. €.

komplett in Österreich umsetzen können, freut uns natürlich besonders – und ist eine Bestätigung für die kreative Zusammenarbeit mit pjure isobar.“ Miriam Mang, Account Director pjure isobar, gibt das Lob zurück: „Für eine Traditions- und Qualitätsmarke wie Bahlsen zu arbeiten, ist eine wirklich schöne Aufgabe – besonders, wenn die Partnerschaft derart konstruktiv verläuft.“ Helmut Kosa, Geschäftsführer pjure isobar, ergänzt: „Nach der äußerst erfolgreichen Zusammenarbeit mit Bahlsen im letzten Jahr, in dem die geplanten Verkaufszahlen bei Bahlsen Messino

übertroffen werden konnten und die Kampagne für Messino zur erfolgreichsten Handelspromotion in Österreich 2011 gewählt wurde, ist dieses Projekt für Bahlsen und uns ein weiterer wichtiger strategischer Schritt.“  (fej) Credits: Auftraggeber Bahlsen GmbH & Co KG Österreich Agentur pjure isobar Werbeagentur GmbH GF Helmut Kosa AD Miriam Mang CD Wolfgang Kindermann AD Oliver Stadlbauer Text Wolfgang Kindermann Regie Thomas Wildner Produktion Dalibor Grujcic & Wolfgang Ramml, Filmhaus Schnitt Filmhaus Ton MG Sound

© pjure isobar/Bahlsen

Wien. Anlässlich des Launches von Messino Dark Temptation kam die Agentur pjure isobar zu einer besonderen Ehre: Als österreichische Agentur wurde man mit der Einführungskampagne für ein neues Bahlsen-Produkt beauftragt. Das Produkt Messino Dark Temptation soll mit neuer Rezeptur auch die klassische MessinoZielgruppe erweitern. Eine gewichtige Rolle spielen dabei die TrendIngredienzen dunkler Softcake und Cranberry-Fruchtfüllung. Neben prominenter Produktpräsentation sollten auch das Genuss-Erlebnis und die neuen Zutaten dramatisiert werden. Zudem sollte eine für Bahlsen Messino neue Welt kreiert werden: leicht, urban, feminin und selbstbewusst. Eva Aichmaier, Marketingleiterin Bahlsen Österreich: „Dass wir die ‚Messino Dark Temptation‘ Einführungskampagne für Österreich vom PoS bis zum TV auch

pjure isobar inszeniert das neue Bahlsen Messino.


marketing & agenturen

10 – medianet

short

Green Panther Award Einreichen bis 12.4.12

Dienstag, 21. Februar 2012

medianet-Serie 2/3 Weiterer Diskussionsstoff zur Zukunft des Mediaagentur-Geschäftsmodells

Komplexität heißt Risiko Komplexe Prozesse verhindern, dass Mediaagenturen das erreichen, was eigentlich möglich wäre. Werkzeuge und Prozesse – Werkzeuge gibt es jede Menge. Jedes wird für einen anderen Teil des Kampagnenprozesses eingesetzt, und einige wurden von den Agenturen selbst entwickelt. Inwieweit tatsächlich eine Prozessoptimierung erreicht wird, bleibt auch hier zu erörtern. Best Practice – als Branche beginnen die Agenturen gesammeltes Wissen in Form von Methodiken und Daten auf koordinierte Weise innerhalb ihrer Organisationen einzusetzen. Dennoch ist die Kluft zwischen dem, was wahrscheinlich ist – der Minimalstandard, der angesichts der Komplexitätshürden

Alle Infos zum „Steirischen Werbepreis“ unter www.greenpanther.at

Graz. Genau 220 Einreichungen von 91 Unternehmen gab es im Vorjahr für den steirischen Werbepreis „Green Panther“. Jetzt können Kreativunternehmen ihre besten Arbeiten für 2012 einreichen. Der jährlich von der WK-Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation in Kooperation mit der Creative Industries Styria veranstaltete Werbepreis wird in elf Kategorien vergeben und von einer unabhängigen Expertenjury prämiert. „Die Auszeichnung gilt dabei den Kreativen genauso wie den Auftrag­ gebern“, erklärt Heimo ­Lercher, WK-Fachgruppen­obmann für Werbung. Steirischen Einreichern vorbehalten sind diesmal die Kategorien „Kampagne“, „Outdoor Advertising“, „Print Media Communications“, „Motion Pictures“, „Direct Marketing“, „Event“, „Fotografie“, „Outside the Box“ und „Internet“. Österreichweit eingeladen sind Einreicher für „Print Design“ und „Corporate Design“. Ebenfalls vergeben wird heuer zum vierten Mal der Nachwuchspreis des Green Panther, der „Young Creatives Award“. Anmeldeschluss ist der 12. April (Green Panther 2012) bzw. der 4. Mai (Young Creatives Award).  www.greenpanther.at

St. Stephen’s holt sich erneut den CAT-Etat

Wien. Die heutigen Mediaagenturen sind mit einer nie dagewesenen Aufgabenkomplexität konfrontiert, wobei die komplexesten Medien die digitalen sind. In der digitalen Welt gilt es, Kombinationen aus beinahe grenzenlosen Möglichkeiten zu verstehen und Beurteilungen zu treffen, in die Medienverkäufer, Zielgruppensegmente, Beschaffungsmodelle, Anzeigenformate, Targeting-Fähigkeiten, Technologien, usw. einbezogen werden müssen. Hinzu kommt, dass viele dieser Kriterien voneinander abhängen. Dann muss die Kampagne aufgesetzt werden („Trafficking“). Das erzeugt wiederum noch mehr Komplexität, weil das Trafficking per Definition eine Zusammenarbeit zwischen der Mediaagentur, der Kreativagentur, dem Publisher und dem Werbekunden erfordert, und der Ablauf dieser weitgehend undankbaren Arbeit fließbandartig und hochgradig wiederholend ist.

Komplexe Prozesse All diese Komplexität fällt an, noch bevor überhaupt die erste Botschaft veröffentlicht wird, gefolgt von weiteren Komplexitätsebenen in den Bereichen Reporting, Datenmodellierung, Optimierung, Re-Trafficking und Datenmanagement. Und natürlich fallen die Daten in Echtzeit an, sodass auch die diesbezüglichen Fähigkeiten der Agentur sichergestellt sein müssen. Die Auswirkungen dieser Prozesskomplexität sind aus geschäftlicher Sicht fast ausschließlich negativ. Oder, wie Yoda es ausdrücken würde: „Komplexität führt zu Kosten, Kosten führen zu Gewinnreduzierung, reduzierter Gewinn führt zu unsäglichem Leid.“ Wo liegt die Wachstumschance? Wie sieht es also mit dem Vermittler-Geschäftsmodell aus? Ist es in

© Panthermedia.net/Martin Hartinik

© Doppelpunkt

michael fiala

„Komplexität führt zu Kosten, Kosten führen zu Gewinn­ Mediaagenturen suchen nach künftigen Geschäftsmodellen für die eigene Branche.

reduzierung, redu­

der heutigen Medienlandschaft noch relevant? Und wie zukunftsfähig ist es? Um die Antwort einzugrenzen, muss man zunächst festhalten, dass Mediaagenturen durch die folgenden Aspekte Werte schaffen und liefern: Erstens ist da die Expertise und Strategiekenntnis, erarbeitet durch Datenanalysen und oft über Jahre aggregiertes Wissen. Zweitens ist da die Investitionskraft von Mediaagenturen zu nennen, die sich aus ihrer Verhandlungsposition und ihrem Händlergeschick ergeben. Drittens setzen Mediaagenturen Werkzeuge und zweckoptimierte Technologien und Methoden ein, um die Effizienz der Kampagnen zu erhöhen. In welchem Maße das bisher geschieht, muss weiter hinterfragt werden. Schlussendlich verfügen Mediaagenturen viertens über ein ganzes Set an Best Practices und können Prozesse, basie-

zierter Gewinn führt zu

rend auf langjähriger Erfahrung, optimieren. Betrachtet man die digitale Situation vor dem Hintergrund dieser Wertfaktoren, wird deutlich, dass die Summe von Teilfaktoren sich nicht immer zu einem strukturierten Ganzen fügt. Erkenntnisse und Strategie – diese beziehen sich auf Daten, und mit den digitalen Medien kommen Daten in rauen Mengen. Hier gibt es also genügend Munition für die Mediaagentur, Innovationen zu begründen.

un­säglichem Leid.“ nach yoda aus „star wars“

erreichbar ist – und dem, was möglich ist – die Wertschöpfungschance – nie tiefer gewesen, und die Belohnung für das Schließen dieser Kluft nie größer. Einfach ausgedrückt stellt das Schließen der Kluft zwischen dem, was wahrscheinlich ist, und dem, was möglich ist, die einzigartige und größte Wachstumschance für Mediaagenturen dar.

Finesse anstatt Kraft Die Investitionskraft von Mediaagenturen – hier ist vielleicht eher Finesse als „Kraft“ gefragt, aber angesichts der Vielzahl verfügbarer Beschaffungsmethoden war die Gelegenheit, sein Kaufgeschick unter Beweis zu stellen, niemals besser.

Im dritten Teil unserer medianet-Serie führen wir die Erkenntnisse zusammen und entwerfen ein Idealbild der Prozessbewältigung moderner Mediaagenturen.

Russland Heute Deutschsprachiges Supplement in renommierten Medien

TV-Film Premiere

Puls 4: Erster Film on air

Wien. Der CAT (City Airport Train) startet mit der Agentur St. Stephen’s in ein spannendes Jahr. Nach einem Pitch vergangenen Herbst konnte St. Stephen’s den Werbeetat des City Aitport Train erneut gewinnen. „Dem CAT steht ein ereignisreiches Jahr bevor, wie beispielsweise die Eröffnung des Skylink Terminals am Flughafen Wien und des Bahnhofs Wien Mitte. Ab Herbst wird eine neue kreative Linie eingeführt, welche, unterstützt durch das strategische Knowhow von St. Stephen’s, den Kurs des CAT in spannenden Zeiten begleiten wird“, so die Agentur in einer Presseaussendung zum Etatgewinn.  www.st-stephens.at

Russland Heute erscheint zehn Mal pro Jahr mit achtseitigem Umfang.

auf dem Niveau vor der Krise. Auch die Mediainflation, welche in 2009 doch bis zu -15% betrug, konnte 2010 bereits zwischen +5 bis +15% erreichen und auch 2011 stiegen die Schaltpreise weiter.

Medienkonsum konstant Für 2012 rechnet man bereits wieder mit einer 10- bis 20%igen Preissteigerung je nach Medium. Auch der Medienkonsum der russischen Bevölkerung wurde durch die Krise wenig beeinflusst. TV ist nach wie vor das wichtigste Massenmedium mit ca. 4 Stunden täglicher durchschnittlicher Sehdauer. Der Internetkonsum wächst kontinuierlich (die Reichweite bei E 12+ liegt bereits bei 60% national und 68% in Moskau); auch Print und Radio sind nach wie vor starke Medien, allerdings mit leicht sinkenden Reichweitenzahlen. Damit ist Russland in puncto Mediennutzung den westeuropäischen Märkten sehr ähnlich geworden. Der Zeitungsmarkt in Russland gilt als schwierig. Die enorme Ausdehnung des Landes über neun

Zeitzonen hinweg stellt die Logistik von Produktion und Vertrieb einer Tageszeitung vor eine schwierige Problematik. Die meisten national erscheinenden Tageszeitungen lösen diese durch den Druck des Titels in drei bis vier Druckereien, um die Zeitung fristgerecht herstellen und ausliefern zu können.

„Russland Heute“ „Russia Beyond The Headlines“ gilt als das Vorzeigeprojekt russischer Informationen in den internaionalen Medien. Die Publikation ist ein Projekt der Tageszeitung Rossiyskaya Gazeta in Kooperation mit führenden Publikationen wie Washington Post, Daily Telegraph, Le Figaro, El Pais oder Süddeutsche Zeitung, wo die Beilage Russland Heute heißt. Die achtseitige Beilage dient als Informationsquelle über Russland in politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Aspekten, geschrieben von unabhängigen Journalisten. Das Supplement erscheint zehn mal jährlich und wird von Publicitas seit 2011 weltweit exklusiv vertreten.

© Puls 4

„Dem CAT steht ein ereignisreiches Jahr bevor“, so St. Stephen’s.

Moskau. Die weltweite Krise hat die Medien in Russland kurzfristig hart getroffen und bewirkte einen Einnahmenrückgang der Werbespendings um 26%. Vor allem Print und Out-of-home Advertising mussten mit 43 bzw. 41% massive Einbußen verzeichnen. Der Werbemarkt erholte sich jedoch bereits im Jahr 2010 und lag mit +21% bereits fast

© Russia Now

© APA/Robert Jäger

Die Russen geben Gas

„Unter Umständen verliebt“ – diesen Mittwoch auf Puls 4 zu sehen.

Wien. Puls 4 feiert am Mittwoch eine Premiere und legt die erste filmische Eigenproduktion vor. Umgesetzt wurde dies in Koproduktion und wohl mit tatkräftiger Unterstützung der großen deutschen Schwester Sat.1; das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen: „Unter Umständen verliebt“ ist eine amüsante Romantikkomödie, in der sich Mirjam Weichselbraun gemeinsam mit Oliver Wnuk mit einer ursprünglich ganz anders geplanten Schwangerschaft abstrampeln muss ... Unter Umständen verliebt – Mittwoch, 22. Februar, 20:15, Puls 4


m e d i en

Dienstag, 21. Februar 2012

medianet – 11

Frischer Wind „Die jungen Wilden“ gestalten mit dem Relaunch und der Imagekampagne die oberösterreichische Bundesländerzeitung neu

Relaunch „Neues Volksblatt“ Mit dem neuen Auftritt der Zeitung sollen vor allem jüngere Lesergruppen angesprochen werden. Linz. Das Neue Volksblatt zeigt sich seit dem 16. Jänner mit einem neuen Design. Österreichs älteste Bundesländer-Tageszeitung vertraute bei ihrer Verjüngungskur auf die Linzer Werbeagentur „Die Jungen Wilden“. Die Agentur zeigt sich davon überzeugt, dass in der heute stetig wachsenden und sich verändernden Medienlandschaft eine Tageszeitung hohen Ansprüchen gerecht werden muss, um für ihre Leser attraktiv zu bleiben und neben dem Online-Angebot bestehen zu können. „Unsere kreativen Köpfe analysierten den Zeitungsmarkt sehr genau und ließen sämtliche Erkenntnisse in das neue Layout fließen. Gute Lesbarkeit, kompakte Aufbereitung der Inhalte sowie eine moderne Optik zeichnen nun das Neue Volksblatt aus und machen die

oberösterreichische Tageszeitung lebendig und übersichtlich“, bringt Silvia Lackner, Geschäftsführerin der Jungen Wilden, die Vorzüge des Relaunchs auf den Punkt. Ganz nach dem Motto „Das Beste vom Alten mit einer erfrischenden Prise Neuem“ sollte der Relaunch sowie die Imagekampagne für die Zeitung erfolgen. Die klare Aufgabenstellung lautete, jüngere Lesergruppen für das Neue Volksblatt zu gewinnen und dabei für die Stammleser trotzdem noch die gewohnte Tageszeitung zu bleiben. Durch die Umstellung der Typografie, einen Relaunch des Logos und eine zeitgemäße, frische Interpreta-

tion der Farbwelt möchte das Neue Volksblatt jetzt klar und modern erscheinen. Der Einsatz größerer Bilder soll im neuen Layout die Botschaften der Berichterstattung unterstützen.

Magazincharakter Im Zuge der Neugestaltung der Tageszeitung wurde auch die Wochenendbeilage Neues Volksblatt – das Magazin überarbeitet. Große Bilder, viele „weiße“ Flächen und die neue Anordnung der einzelnen Textelemente verbessern laut den Jungen Wilden die Lesbarkeit und verleihen der Wochenendbeilage

Durch den Relaunch möchte die Zeitung jünger und edler ­erscheinen.

einen zusätzlichen Magazincharakter. Die Neugestaltung des Zeitungsdesigns wird von einer Kommunikationskampagne begleitet, die seit dem 16. Jänner in Linz, Steyr und Wels zu sehen und zu hören ist. „Wir blicken hinter die Kulissen“ ist die Grundaussage und verdeutlicht die Intentionen des Neuen Volksblatts, seinen Lesern in

© DJW

Caroline wirth

Zukunft noch umfassendere Informationen und Hintergründe zu Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport zu bieten. (mf)

medianet Inside Your Business. Today.

Online Neue Website

© www.immofinanz.com

Immofinanz

Die Immofinanz Group neu im Netz unter www.immofinanz.com

Wien. Der neue, und moderne Webauftritt der Immofinanz Group ist online. Für den Auftritt verantwortlich zeichnet M‘Caps Advertising & Design. Gemeinsam mit abss interactive entwickelte man die neue Website des renommierten österreichischen Immobilienkonzerns. Usability, Design und zielgruppengerechte Ansprache stehen im Vordergrund der neuen Plattform. „Kunden und Partner noch einfacher und übersichtlicher davon zu überzeugen, dass die Immofinanz Group auch im Onlinebereich eine Vorreiterrolle in der Branche übernimmt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Karriere-Seite, auf der sich Bewerber ein umfangreiches Bild von der Immofinaz Group als Arbeitgeber machen können“, so das Unternehmen in einer Presseausendung  www.immofinanz.com

iPad App medianet iPad-App kostenlos im App Store erhältlich!

facts Die Immofinanz Group zählt zu den fünf größten, börsenotierten Immobiliengesellschaften in Europa und ist im Leitindex ATX der Wiener Börse gelistet. Seit seiner Gründung im Jahr 1990 hat das Unternehmen ein hochwertiges Immobilienportfolio aufgebaut mit derzeit mehr als 1.600 Bestandsobjekten und einem Buchwert von rund 8,4 Mrd. €. Das Kerngeschäft der Immofinanz Group umfasst die Akquisition und die Bewirtschaftung von Bestandsimmobilien, die Realisierung von Entwicklungsprojekten und die Verwertung von Objekten. Die Immofinanz Group konzentriert ihre Aktivitäten auf die Segmente Einzelhandel, Büro, Logistik und Wohnen in acht regionalen Kernmärkten: Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Polen und Russland.

www.medianet.at


B i z-ta l k C LA S S IC

12 – medianet

Dienstag, 21. Februar 2012

.EUE$IGITALDRUCKGERiTEBEI*ENTZSCH -EHR)NFOSUNTERWWWJENTZSCHAT

MEDIENSTANDORT WIEN Mut zum aufstand

1

Š Ketchum Publico

3

1. Ludwig Ferdinand Steinbauer (Strabag AG), Claudia Daeubner (Success & Career Consulting) und Gerald Klenner (Egon Zehnder International); 2. Raffaele Arturo (Publicis Group Austria), Franz KĂźberl (Caritas Ă–sterreich), Martin Staudinger (Medienwirtschaftsverlag); 3. Saskia Wallner (Ketchum Publico), GĂźnter Schweiger (WU Wien).

2

3

4

1. Wolfgang Unterhuber (WirtschaftsBlatt), Karl Newole (Newole Rechtsanwaltskanzlei), Christine Marek (Ă–VP), Gerald Karner (Hill International); 2. GĂźnther Tengel (Personalberater), Manuela Lindlbauer (Lindlpower), Anton Czermak (Alizee Bank); 3. Katrina GĂśschl (KĂźnstlerin), Ralph Vallon (live relations); 4. Michael Pavusek (proevent), Christian PĂśttler (Echo Medienhaus), Stefan Hawla (Arwag).

Die Pflicht des BĂźrgers, sich zur Wehr zu setzen

Unter WutbĂźrgern Gegenwehr Es war ein besonderer Club CuvĂŠe: Die WutbĂźrger und die Auswirkungen auf das Verhalten der BĂźrgerinnen und BĂźrger war das Thema, das Ralph Vallon, GF von live relations, moderierte. WĂźtende BĂźrger, die auch Mut haben mĂźssen, obwohl das, wie sich derzeit in Syrien zeigt, sehr gefährlich werden kann. Brigadier Gerald Karner beschrieb die Situation in den Mahgrebstaaten und im Nahen Osten und beklagte zu wenig Verständnis in Ă–sterreich fĂźr auĂ&#x;enpolitische Fragen. Karl Newole von „Wir im Ersten“ sah die Notwendigkeit und Pflicht, als BĂźrger aufzustehen und Missstände, die von den Regierenden nicht ausreichend behandelt werden, aufzuzeigen. Der Winzer des Abends, Rudolf Palz aus der SĂźdoststeiermark, konnte mit seinem Sauvignon Blanc die eine oder andere inhaltliche Härte der Diskussion ausgleichen. Dabei waren Werner Neuwirth (bauMax), Dietmar Appeltauer (Nokia Siemens Networks), Otmar Nagelreiter (Wiesenthal Wien), Erich Obersteiner (Raiffeisen Centro Bank) und Michael Pavusek (proevent). (cw) Information & Invitations gerne an: biztalk@medianet.at

Karriere

anno dazumal

Š Verlag Ullstein

Volker Moser communication matters Rßckkehr Nach einem Sabbatical betreut Moser bei communication matters u.a. das Department fßr Bauen und Umwelt an der Donau-Universität Krems, OMV, Uniqua sowie das int. Agentur-Netzwerk Ecco.

Brigitte Just & Raphaela ­Vallon-Sattler.

„Zigarren & Club“ zum Thema „Medienstandort Wien“

Now or Never? Standortfragen Was braucht es, um eine Stadt als Medienstandort bezeichnen zu kĂśnnen? Martin Drexler, Digital Media Strategist und Professor an der Universität fĂźr Angewandte Kunst, diskutierte am Montag, dem 13. Februar, im „Zigarren & Klub“ von Ketchum Publico mit einem bunt gemischten Publikum Ăźber den Medienstandort Wien. Drexler weiĂ&#x; als Digital Media-Experte genau Ăźber das Potenzial, aber auch die Schwächen Wiens als Medienstandort Bescheid. So verfĂźgt ein Medienstandort fĂźr ihn ganz klar Ăźber zahlreiche analoge und digitale Kommunikationsunternehmen, Start-ups inklusive eines fĂźr diese gĂźnstigen Umfelds, starke qualifizierte Zuwanderung und nicht zuletzt die UnterstĂźtzung der Ăśffentlichen Hand. Unter den zahlreichen Gästen befanden sich unter anderem: Hermann Gams (Dream Academia), Ludwig Ferdinand Steinbauer (Strabag AG), Philipp Hengl (Gewista Urban Media), Oliver Suchocki (Eblinger & Partner), Am Freitag, den 24. Februar, Martin Staudinger (Medien­findet die „Ö1 HĂśrspiel-Gala“ wirtschaftsverlag), Johannes unter anderem im Wiener Thun-Hohenstein (thun.at), ORF-RadioKulturhaus statt. Daniela Feuersinger (A1), Die Veranstaltungen beginnt GĂźnter Schweiger (WU Wien) um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. und Martin-Hannes Giesswein (Nokia). (cw)

Healthcare Marketing GlaubwĂźrdigkeit ist ein Marketinginstrument

Mehr als nur eine WorthĂźlse

präsentiert von

Š communication matters/David Sailer

2

LesevergnĂźgen ... Mit diesem Sujet warb der Ullstein Verlag fĂźr den neuesten Band der Ullstein BĂźcher. Geschaltet wurde es am 7. April 1912 mit dem Anzeigentext „Ludwig Ganghofer: Gewitter im Mai“. Der Buchverlag wurde von der Familie Ullstein nach groĂ&#x;em Erfolg im Zeitungsgeschäft am 1. September 1903 in Berlin gegrĂźndet. Erste Erfolge konnte man mit der von 1908 bis 1910 herausgebrachten sechsbändigen Ullstein Weltgeschichte erzielen.

Gesundheit Immer mehr Konsumenten setzen auf eine gesundheitsbewusste Lebensweise. Der Gesundheitsaspekt rĂźckt zunehmend in den Fokus des Interesses und ganze Industrien versuchen, ihre Produkte als gesundheitsfreundlich zu positionieren. Healthcare Marketing ist mehr als eine WorthĂźlse. Wer ein Produkt im Gesundheitsbereich glaubwĂźrdig vermarkten will, muss in der Lage sein, diese durch externe Experten infrage und unter Beweis zu stellen. Unabhängige, greifbare Studien, GĂźtesiegel und Forschungsergebnisse sind in der strategischen Kommunikation unerlässlich und helfen dem Konsumenten zu unterscheiden, welche Produkte gesund sind und wer bloĂ&#x; mit verkaufsfĂśrdernden Argumenten lockt, wie bei Functional Drinks oft kritisiert. Eine kreative Point-of-Sales-Strategie wird im Healthcare Marketing immer wichtiger. Gesundheit muss dort verkauft werden, wo Gesundheit Thema ist. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, auĂ&#x;erhalb der klassischen PoS-Konzepte zu denken: Unsere Ionit Wandcreme, die nachweislich den Luftionengehalt erhĂśht und fĂźr eine gesunde Raumluft sorgt, wird ausschlieĂ&#x;lich bei ausgewählten Raumausstattern und Apotheken angeboten. Hier erreichen wir Konsumenten, die Interesse an Gesundheit und Lebensqualität haben. Auf diese Weise unterstĂźtzt das Marketing die ganzheitliche Herangehensweise und holt den Kunden dort ab, wo er sich mit dem Thema auseinandersetzt. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschlieĂ&#x;lich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf KĂźrzung vor.

Robert Schmid ist Geschäftsfßhrer der Ionit healthcare GmbH und geschäftsfßhrender Gesellschafter der Schmid Industrie Holding.

Š Schmid Industrie Holding

Š Club CuvÊe

1


medianet

inside your business. today.

Dienstag, 21. Februar 2012 – 13

NP Druck will sich mittels Entlastung des Kunden vom Mitbewerb abheben  Seite 15

Digitaldruck 2.0

Die Wiener Druckerei Jentzsch erweitert 2012 ihren Maschinenpark  Seite 18

direct Mailing 3.0 The medium ist für gugler the Message

© gugler

© NP Druck

Differenzierung 1.0

© Druckerei Jentzsch

druck & papier

© Panthermedia.net/ R. Classen-Layouts

Eine Branche in Trümmern?

Lesetipp

Heidelberger Druck Verlust von 14 Mio. € im 3. Quartal

Branchengröße Die Oberndorfer Druckerei festigt mit der Integration der J. Fink Druck GmbH ihren zweiten Platz unter den heimischen Druckereien.  Seite 23

Heidelberg. Der angeschlagene deutsche Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck kommt nicht aus den roten Zahlen. Im dritten Quartal schrieb man einen Verlust von 14 Mio. € – nach einem Gewinn von 10 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Kunden hätten sich seit der Jahresmitte wegen der unsicheren Konjunkturaussichten mit Investitionen zurückgehalten, so Vorstandschef Bernhard Schreier bei der Vorlage der endgültigen Zahlen für den Zeitraum von Oktober bis Dezember. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2011/12 belief sich das Minus auf 79 Mio. € (Vorjahr: minus 78 Mio. €).  (Ag.)

Brillante Ideen brauchen leidenschaftliche Umsetzungen.

Digitaler Offs Pantone Sch etdruck mit m u c k b e n. far

© Heidelberger Druckmaschinen

© Oberndorfer Druckerei

Weiterhin tief in den roten Zahlen

Marktbereinigung Von 2005 bis 2011 hat die Druck­branche in Österreich 130 Betriebe verloren – allein im Jahr 2011 sind 25 von 636 Druckereien in die Insolvenz geschlittert. Und jetzt spießt es sich bei den Kollektiv­vertrags­ verhandlungen. Auch wenn sich die Branchen­ vertreter mit Wort­spenden zurückhalten – das ­Bangen um die Zukunft der ­Branche ist bei fast allen Protagonisten heraus­ zuhören.  Seiten 13 –24

Die Manufaktur für Ihre Ideen Auch im Geschäftsjahr 2011/12 droht Heidelberg ein deutliches Minus.

www.digitallaut.at


Papi e r , D r u ck & Pa c ka g i n g

Dienstag, 21. Februar 2012

© Verband Druck und Medientechnik; APA/Hans Klaus Techt; Jentzsch

14 – medianet special

Clash of o pinions

Drucker-Kollektivvertrag Im Jänner sind die Verhandlungen vorerst gescheitert, rund einen Monat gilt der KV noch

Österreichs Druckereien bangen um ihre Zukunft

Rudolf A. Cuturi, Präsident des Verbands Druck und Medientechnik: „Der Kollektivvertrag ist ein wichtiger Baustein, um den Druckstandort Österreich zu sichern.“ Franz Bittner, Verhandlungsleiter GPA-djp: „Drei Stunden mehr arbeiten bedeutet für einen Bogendrucker einen Verlust von 6,5 Prozent.“ Gottfried Hirsch, Chef der Druckerei Jentzsch: „Das Außeinanderdividieren von Arbeitnehmern und Arbeitgebern wird nicht zielführend sein.“

Zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeberverband spießt es sich bei der 40-Stunden-Woche. Wien. In einer Woche werden die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter der Druckbranche wieder zusammentreffen, um über Löhne und Gehälter zu verhandeln. Was in den Sitzungspausen höchstwahrscheinlich das Thema Nummer eins sein wird, ist nicht schwer zu erraten: der vom Verband Druck und Medientechnik im Herbst 2011 gekündigte Kollektivvertrag für das grafische Gewerbe, der nur mehr bis Ende März gültig ist. Er sei nicht mehr zeitgemäß und erlaube den Druckereien nicht, mit den Preisen in Deutschland und anderen Nachbarländern mitzuhalten, so die Begründung des Verbands. Die letzten KollektivvertragsVerhandlungen im Jänner brachten keine Annäherung. Der Arbeitgeberverband forderte u.a. eine 40Stunden-Woche statt der jetzigen 37 Stunden – ein Einschnitt, dem die Gewerkschaft nicht zustimmen konnte. „Drei Stunden unbezahlt arbeiten, ergibt auf das Jahr gerechnet einen Verlust von 141 Stun-

den oder 3,8 Tagen“, rechnet Franz Bittner vor, der für die GPA-djp die Verhandlungen leitet. Das bedeute bei einem Bogendrucker einen jährlichen Einkommensverlust von rund 2.500 € bzw. 6,5 Prozent. Die Drucker verweisen auf die dramatische Situation der Branche, die zwischen 2005 und 2011 um 130 Betriebe weniger verzeichnen kann und derzeit bei rund 630 Betrieben steht. Die Anzahl der Beschäftigten wurde seit 2001 von 19.000 auf etwas über 10.000 dezimiert. Der Druckerverband verweist auch auf die inländische Konkurrenz der Digitaldruckereien, die nicht an den KV des grafischen Gewerbes gebunden sind.

Überkapazitäten Mit der geforderten 40-Stunden-Woche und einem flexibleren Arbeitszeitmodell sollen die heimischen Druckereien zumindest mit Deutschland konkurrenzfähig werden, wenn es nach

Von 2005 bis 2011 hat die Druckbranche in Österreich nicht weniger als 130 Betriebe verloren.

den Arbeitgebervertretern geht. Gewerkschafter Bittner schlägt hingegen die „Herausnahme von Überkapazitäten“ und „sinnvolle Fusionierungen“ vor, um den Verlust von weiteren Arbeitsplätzen zu verhindern. Verbandspräsident Rudolf A. Cuturi sieht hier nicht seine Aufgabe: „Fusionierungen sind ausschließlich Sache der Unternehmen, die sie selbst verfolgen können, sofern sie sich davon sinnvolle Zukunftsperspektiven erwarten. Außerdem handelt es sich bei aktuellen Situation der Druckbranche um ein strukturelles Problem, das nicht nur Österreich betrifft.“ In ganz Europa werde sich die Branche noch gewaltig verändern, erwartet Cuturi. Mit akuten Veränderungen ganz anderer Natur hat es sein Verband seit Kurzem zu tun, denn die Zeitungsdruckereien haben sich aus der Standesvertretung verabschiedet, um sich aus der Schusslinie der Gewerkschaft zu nehmen. Zwar wurde der KV der Zeitungsdrucker

nicht gekündigt und gilt noch bis Ende 2013, aber das hielt die Beschäftigten in einigen Betrieben nicht davon ab, im Jänner solidarisch mit den Bogendruckern Betriebs­versamm­lungen abzu­ halten.

„Ein wichtiger Baustein“ Die Geschäftsführer der Betriebe, die direkt betroffen sind und von medianet dazu befragt wurden, wollten die Verhandlungen überwiegend nicht kommentieren. Einstimmigkeit herrschte aber bei der Einschätzung der schwierigen Branchensituation. Dass diese vor allem mit dem Kollektivvertrag zu tun habe, wollten hingegen nicht alle so sehen. Und auch Verbandspräsident Cuturi räumt ein: „Natürlich reicht es nicht, nur den Kollektivvertrag zu reformieren, um wieder wettbewerbsfähig zu sein. Aber er ist ein wichtiger Baustein, um den Druckstandort Österreich zu sichern.“ Gottfried Hirsch von der

Allein im Jahr 2011 sind 25 von 636 Druckereien insolvent geworden. Das entspricht etwa vier Prozent der Druckereien in Österreich.

L ändervergleich

A Umsatz in Mio. € 1.809 Umsatz je Beschäftigtem in Tsd. € 148 Gehaltssumme in Mio. € 417 Gehaltssumme je Beschäftigtem in € 40.059 Anzahl der Beschäftigten 10.460

D 12.749 165 2.754 35.709 77.123

Quelle. Verband Druck & Medientechnik

Der Umsatz pro Beschäftigtem ist in Deutschland um 11,5% höher als in ­Österreich. Die Lohn- und Gehaltssumme je Beschäftigtem ist in Österreich um 12,2% höher als in Deutschland.

Wiener Druckerei Jentzsch sieht hingegen in den Lohnnebenkosten das Hauptproblem: „Wir benötigen eine Arbeitskostenentlastung für die Betriebe und die Mitarbeiter von jeweils mindestens zehn Prozent, damit die erforderliche Motivation in unserer schwierigen Branche bestehen kann. Das Auseinanderdividieren von Arbeitgebervertretern und Arbeitnehmervertretern wird nicht zielführend sein.“ Noch etwas mehr als ein Monat haben beide Seiten Zeit, um sich zu einigen. Für die Lohnverhandlungen am 27. und 28. Februar kündigt sich aber weiteres Konfliktpotenzial an: Bereits im Herbst ließ die Gewerkschaft mit einer Forderung von +5,4% aufhorchen. Wenn es keinen neuen Kollektivvertrag gibt, ändert sich für die bestehenden Dienstverhältnisse vorläufig nichts. „Und auch bei neuen Dienstverhältnissen müssen sich die Vertragspartner natürlich an das Arbeitsrecht halten“, erklärt Rudolf A. Cuturi. Er sieht nun die Gewerkschaft am Zug: „Nicht der Verband hat bei der letzten Verhandlung diese als gescheitert erklärt bzw. abgebrochen, sondern die Gewerkschaft. Wir sind nach wie vor gesprächsbereit.“  (tm)


Dienstag, 21. Februar 2012

Papi e r , D r u c k & PAc ka g in g

medianet special – 15

NP Druck Von Turbulenzen war bei den St. Pöltnern 2011 nicht viel zu spüren – ein Erfolg, der auf Kundentreue und Investitionen basiert

Sicherheit durch Technologie Nicht nur in modernste Technik, auch in die eigenen Mitarbeiter investiert man regelmäßig.

Herold Druck Antizyklisch

Investitionen

Wien In allgemein turbulenten Zeiten wird bei Herold Druck antizyklisch investiert. „Wir sind am Ende eines Investitionszyklus angelangt und haben unter anderem in eine in Österreich einzigartige Zeitungsmaschine mit automatischem Plattenwechsel investiert, die es uns ermöglicht, extrem rasch zwischen den Produkten zu wechseln“, so Leopold Kurz, Vorstand der Herold Druck & Verlag AG. Weiters hat Herold als erste österreichische Druckerei kürzlich ein zentrales Papierlager eingerichtet, in dem das gesamte Papier in einem abgeschlossenen Raum mit idealer Temperatur und Luftfeuchtigkeit gelagert und mittels Kran der Produktion übergeben wird. Um den Anforderungen ihrer Zeitungskunden wie Die Presse, Heute oder die Wiener Zeitung stets Rechnung tragen zu können, hat die Druckerei auch einen neuen Belichter installiert. Dazu Kurz: „So können wir jetzt eine Spitzenkapazität von 500 Platten pro Stunde abdecken – das ist von enormer Bedeutung, da Mutationen und Aktualisierungen immer rascher erfolgen müssen und unsere Zeitungskunden alle zeitgleich in der Nacht abgewickelt werden.“ Auch das neue Farbregelsystem, das bei Herold Druck zurzeit implementiert wird und die gedruckten Zeitungsseiten in der Maschine scannt und danach automatisch die Farben gemäß Kunden-PDFs nachjustiert, kommt einer wichtigen Investition in die Zukunft gleich und ist der Kundenzufriedenheit zuträglich. (red)

nach einer Individualisierung von Prospekten durch regionale oder händlerspezifische Mutationen war für uns Grundlage unserer letzten Investitionsentscheidung“, so Jordan, der damit auf die neue 16-Seiten-Maschine, die im Herbst 2011 in Betrieb gegangen ist, anspricht.

„Höchste Automatisierung“ Jordan: „Die neue Maschine bringt höchste Automatisierung für geringe Umstellzeiten bei verschiedenen Produktionen und reduzierte Makulaturen. Das sind aus unserer Sicht wesentliche

Eigenschaften, um die Produktanforderungen unserer Kunden noch besser erfüllen zu können.“ Mit diesen Vorteilen will NP Druck auch Herausgebern von Magazinen mit einer Auflage unter 10.000 Exemplaren den RollenoffsetDruck und das Gesamtangebot an Dienstleistungen bis zu Adressierung und Versand über das Hauspostamt schmackhaft machen. Aber auch Prospekte mit hoher Mutationsanzahl für zielgruppengerechte Angebote liegen im Fokus der Niederösterreicher. Der wesentlichste Erfolgsfaktor sind für Jordan aber die Mitarbeiter: „Die Differenzierung gegenüber

dem Mitbewerb kann nur über die Dienstleistung, den Service, die Leistungsfähigkeit der Druckerei erfolgen. Unser primäres Ziel ist es, den Kunden zu entlasten.“ Daher investiert man auch regelmäßig in die Ausbildung der Mitarbeiter.

„Optimale Lösungen“ „Wir haben vor allem in motivierte Mitarbeiter und guten Kundenservice investiert“, so Jordan, „denn kompetentes und unternehmerisches Denken und Handeln bringt kurze Entscheidungswege, schnelle Antworten und optimale Lösungen für die Kunden.“ (red)

Neue Ideen für Ihre Printmedien

MEhR hRE füR I N E N z T Nu ERENTE s N I d N LEsER u rändert in chaft ve

u ds dienlan te viele Komm e e M ie D nser t heu blett. U d bring sich un stools aufs Ta eben wir an ng kation chtunge nden weiter. a b o e b eiku Markt Drucker ukte unsere rintprod P e r h I en so bleib ovativ und am inn r zeit. Puls de

Andreas Preitschopf Leitung Verkauf und Marketing printholding :STYRIA

Kontakt: Styriastraße 20, A-8042 Graz, Telefon: +43 316 / 80 99-2003 E-Mail: spezialisten@styria.com, www.printholdingstyria.com

© Herold Druck

Johann Peter Jordan: „Die neue Maschine bringt höchste Automatisierung.“

PRINTER VIEW

Scannen Sie den QR-Code ein! Hier finden Sie einige Eindrücke zu unserem Unternehmen!

Prok. T. Unterberger und Vorstand L. Kurz (rechts) vor der neuen Maschine.

© NP Druck

St. Pölten. In der Druckbranche ging es in den letzten Monaten, wie man weiß, recht heftig zu – vor allem im Zulieferbereich: Manroland als einer der größten Maschinenhersteller insolvent, Kodak insolvent und darüber hinaus noch Konsolidierungen in der Papierindustrie. Auch hierzulande war die Druckindustrie im vergangenen Jahr von Turbulenzen geprägt, weshalb Sicherheit und Stabilität für Kunden und Lieferanten längst zu essenziellen Parametern geworden sind. „2011 war für uns ein erfolgreiches Jahr. Das liegt einerseits an der hohen Kundentreue, auf die wir sehr stolz sind, und andererseits an der klar auf unseren Zielmarkt Österreich ausgerichteten Investitionsstrategie“, erklärt Johann Peter Jordan, Druckereileiter Verkauf und Marketing von NP Druck. „Die zunehmende Spezialisierung des Magazinmarkts und der Wunsch der Werbekunden


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16 – medianet special

Dienstag, 21. Februar 2012

Janetschek Die Druckerei verfolgt ihren nachhaltigen Weg konsequent und erweiterte kürzlich ihr Mission-Statement

gugler Direct Mailing 3.0

Die Umwelt beeindrucken

„The medium is the message“

© gugler (2)

Heidenreichstein. Auch im Jubiläumsjahr geht die Druckerei Janetschek ihren bereits früh eingeschlagenen nachhaltigen Weg konsequent weiter. Jetzt stärkt das Unternehmen auch die CSRStrategie durch einen neuen Markenauftritt. Darauf weist einerseits das neue Logo und andererseits die noch klarere Verankerung der Leitsätze „konsequent ökologisch“, „wirtschaftlich erfolgreich“ sowie „sozial verantwortungsvoll“ hin.

Mailings müssen auffallen; guglerTechnik ist dem Vorhaben zuträglich.

Melk. Printmailings spielen im modernen Dialogmarketing noch immer eine tragende Rolle. Eine österreichweit einzigartige Fertigungsstraße eröffnet Kunden des österreichischen Medienhauses gugler jetzt noch mehr Möglichkeiten, ihre Botschaften im Dienste einer breiten Aufmerksamkeit zu verpacken – frei nach der These des legendären Medientechnikers Marshall McLuhan: „The Medium is the Message!“ Denn ein ansprechend formulierter Text entfaltet seine Wirkung natürlich besser, wenn die Botschaft auch durch die Form der Präsentation erlebbar wird. Wer bei der Frage der Umsetzbarkeit bislang oft auf budgetäre Grenzen gestoßen ist, dem eröffnen sich bei gugler jetzt neue Gestaltungsfreiräume.

Ziel, wirtschaftlich erfolgreich zu sein, übernehmen wir soziale Verantwortung und arbeiten gemeinsam an einer lebenswerten Zukunft.“ Dass sich Janetschek auch tatsächlich an dieser Strategie orientiert, belegen die neuesten Umweltbilanz-Zahlen. So ist der Anteil der eingesetzten „Öko-Papiere“ im Jahr 2011 auf mehr als 70% angestiegen (Recycling- und FSC- bzw. PEFCzertifiziertes Papier gesamt). Auch bei der CO2-Kompensation konnte eine große Steigerung erreicht werden: Wurden im Jahr 2010 rund 75 t CO2-Emissionen kompensiert, so konnte diese Zahl mehr als verdoppelt werden; 155.640 kg Treibhausgas-Äquivalente wurden 2011 durch Überzeugungsarbeit gemeinsam mit Kunden zusätzlich kompensiert. Zudem konnte auch die Anzahl der Druckaufträge mit CO2-Kompensation um mehr als 100% gesteigert werden.  (red)

Erweiterte Philosophie So wurde das Unternehmensleitbild um den Slogan „Die Umwelt beeindrucken“ und das folgende Mission-Statement erweitert: „Wir von Janetschek beeindrucken unsere Umwelt. Wir gehen verantwortungsvoll mit Papier um und gestalten unsere Arbeit nachhaltig. Mit dieser konsequent ökologischen Ausrichtung und dem

Werbung oder doch schon wieder Kunst?

Werbung oder Kunst im öffentlichen Raum – es liegt im Auge des Betrachters.

Wien. Bildbearbeitung ist ihr Geschäft! Vor zehn Jahren gründeten Roman Keller und Michael Györgyfalvay die „Malkasten Bildbearbeitungsstudio GmbH“. Zum runden Jubiläum verpasste sich das Unternehmen eine feine Image-Kampagne, die in ganz Wien die Blicke auf sich zieht. Gewista, Swarovski-Kristalle, namhafte Fotografen und Stylisten – sie alle unterstützten Malkasten bei der Umsetzung, gleichsam als Aufmerksamkeit für die gute langjährige Zusammenarbeit. Hier reiht sich auch der Druckriese eclipse ein, der die Aufsehen erregenden Plakate und Citylights auf Wiens Straßen brachte. Gedruckt wurde auf der XXL-Bogenoffsetmaschine MAN-Roland 905-8 in der Prager Produktions-

Holzhausen Große Nachfrage nach Buchprodukten

digiDruck.at Personalisierung & Crossmedia-Service

Wien. Da die Nachfrage nach qualitativ hochstehenden Buchprodukten zurzeit bei der Druckerei Holzhausen sehr groß ist, plant das Unternehmen für das kommende Jahr eine Neustrukturierung des Maschinenparks. Damit kann man sich bei der Druckerei glücklich schätzen, denn „hohe Nachfragen nach Buchprodukten“ sind in Zeiten wie diesen eher seltene Schlagzeilen. Die Gründung der Druckerei Holzhausen im Jahre 1579 liegt schon ein Weilchen zurück. Zu dieser Zeit galt es als Qualitätsmerkmal, wenn eine gedruckte Buchseite ähnlich meisterlich gestaltet war wie die handgeschriebenen Bücher der Klöster. So sehr sich die Anforderungen im Computerzeitalter revolutioniert haben, so wenig hat sich dieser Qualitätsanspruch in der Druckerei geändert. Die Holzhausen Druck GmbH ist die Nachfolgegesellschaft der Holzhausen Druck und Medien GmbH. Die Unternehmenswerte – gute Qualität, bestmögliche Kundenbetreuung sowie ein hervorragendes Betriebsklima – wurden von der Vorgängergesellschaft übernom-

Wien. digiDruck.at ist als serviceorientierte Digitaldruckerei mit zahlreichen Umwelt-Zertifizierungen bekannt. Neben der Herstellung von herkömmlichen Drucksorten ist man Spezialist im Bereich Personalisierung und CrossmediaDienstleistungen – ein Angebot, das inzwischen von vielen Druckereibetrieben und Directmailanbietern in Anspruch genommen wird.

Bei gugler gibt’s individuelle Mailings jetzt auch in hoher Auflage.

© Malkasten

men und sollen auch in Zukunft die Kundenzufriedenheit sicherstellen. Holzhausen ist Spezialist für die Produktion hochwertiger und gut ausgestatteter Bücher und Broschüren. Bei der jährlich stattfindenden Prämierung der „Schönsten Bücher Österreichs“ war Holzhausen 2009 mit sieben von 15 möglichen Auszeichnungen und 2010 neben drei Auszeichnungen auch mit dem späteren Staatspreisträger vertreten.  (red)

Außenansicht der im Jahr 1579 gegründeten Druckerei Holzhausen in Wien.

stätte. Das 24-Bogen Plakat wurde aus lediglich 6 XXL-Teilen gedruckt und angeliefert: Damit reduziere man das Risiko von Farbabweichungen zwischen den Bogenteilen und erleichtere die Arbeit des Plakatierers, heißt es seitens eclipse. Der Druckraster des Plakats wurde – in Abstimmung mit Malkasten und der Firma „Weitsprung“ – eigens für diese Plakatserie von 15 auf 20 Linien pro Zentimeter erhöht, um ein noch besseres Ergebnis zu erzielen. eclipse-Geschäftsführer Bernhard Müller: „Wir freuen uns, Teil dieser eindrucksvollen Kampagne zu sein. Hier wird gezeigt, was die Medien ‚Plakat‘ und ‚Citylight‘ mit dem richtigen Motiv, der richtigen Litho und der richtigen Drucktechnologie alles können.“ (red)

Angebot generiert hohe Nachfrage zeitige Vernetzung verschiedenster Kommunikationskanäle mittels personalisierter URLs samt Echtzeit-Responsecontrolling bis hin zur iPhone-App an. Die gleichzeitige Verzahnung zu Social MediaPlattformen wie Facebook oder Twitter bietet darüber hinaus vor allem messbare Response-Raten von durchschnittlich weit über 100% gegenüber normalen Einwegmailings ohne Kommunikationsmöglichkeiten. (red)

Zugriff auf Spitzentechnik Dank dieses Service haben auch herkömmliche Offsetdruckereien Zugriff auf modernste Digitaldrucktechnik, ohne selbst in Knowhow und Gerätepark investieren zu müssen – ein gelebtes Beispiel, wie auch größere Druckbetriebe ihren Kunden ein erweitertes Portfolio anbieten und sich trotzdem auf deren Core-Business „Drucken“ konzentrieren können. Der erst kürzlich gelaunchte CO2-Kalkulator (www.digidruck. at/co2rechner) bietet erstmalig einen Vergleich für Kunden und soll zur ökologisch nachhaltigen Printproduktion anhalten. Im Crossmedia-Bereich bietet man die gleich-

© digiDruck.at

Darüber hinaus hat bei gugler die neue Digitaldruckmaschine „Nexpress“ eine neue Generation des Digitaldrucks eingeleitet. Nie zuvor konnten Veredelungen wie Glanzlacke, Relieflacke oder fluoreszierende Farben in personalisierter Form zu Papier gebracht werden. Die Verwendung von Schmuckfarben zur Farbraumerweiterung, Lightblack zum Darstellen brillanter Schwarz/Weiß-Bilder und die Option zum Matt Finishing heben den Digitaldruck bei gugler nahezu auf Offsetdruckniveau gebracht.  (red)

Update im Maschinenpark

© Holzhausen Druck GmbH

Express-Druck & Effekte

Janetschek: Anteil der „Öko-Papiere“ ist im Jahr 2011 extrem stark angestiegen.

eclipse Der Druckriese bringt mit seiner XXL-Bogenoffsetmaschine MAN-Roland 905-8 „Malkasten“ auf die Straße

Produktionsspektrum Durch eine einmalige Endfertigungs-Technologie können individuelle Mailings ab sofort auch in hoher Auflage, rasch, in Topqualität und kostengünstig produziert werden. Das breite Produktionsspektrum der maschinellen Fertigung umfasst u.a. individuelle Selfmailer, 3DMailings, Briefhüllen, Präsentationsmappen, Falzschachteln, CD-Hüllen, Einlegen von Beilagen und das Aufspenden von Tip-on-Karten. Reinhard Gugler, Ansprechpartner für Spezialdrucksorten und LettershopLeistungen bei gugler: „Mit der neuen Maschine haben wir so etwas wie eine eierlegende Wollmilchsau in Betrieb genommen. Die Einsatzmöglichkeiten sind schon jetzt extrem breit. Und wir entwickeln laufend neue Produkte.“

© Janetschek

Die neuesten Umweltbilanz-Zahlen zeigen dabei auch, dass man hält, was man verspricht.

digiDruck.at ist als serviceorientierte Digitaldruckerei längst sehr gefragt.


Papi e r , D r u c k & Pa c kag i n g

Dienstag, 21. Februar 2012

medianet special – 17

BÜsmßller Das Geschäftsmodell der Druckerei, den Mensch in den Mittelpunkt zu stellen, hat sich längst bewährt

fix und fertig Kleidung

Der Mensch im Fokus

Auf den Hund gekommen

Wien. Mit rund 70 Mitarbeitern an drei Standorten zählt das Familienunternehmen BĂśsmĂźller zu den fĂźhrenden Bogenoffsetdruckereien in OstĂśsterreich. An der Spitze steht seit 2009 eine Frau: Doris Wallner-BĂśsmĂźller, Tochter der FirmengrĂźnder. Ihr Geschäftsmodel fuĂ&#x;t auf der Freude am Tun, der Begeisterung fĂźr das Werk, Wertschätzung aller Ressourcen und auf dem Menschen, der im Zentrum allen Handelns steht.

Ziel ist es, Menschen zu begeistern – fĂźr sich, ihre Arbeit, unser Team, unser Unternehmen, unsere Produkte und Dienstleistungen. Kommunikation ist der wesentliche Bestandteil allen Tuns im Unternehmen. Sie bedeutet teilen, mitteilen, teilnehmen lassen, gemeinsam machen, vereinigen und zeigt Werte, Einstellungen, Haltungen und Bewusstsein.“ Als Druckdienstleister sieht man die Notwendigkeit, sich die Zeit fĂźr das persĂśnliche Gespräch zu nehmen, die richtigen Fragen zu stellen und zuzuhĂśren, um die besten LĂśsungen anbieten zu kĂśnnen.

Neue Fokussierung

Kreativschmiede

Š BÜsmßller

Wallner-BĂśsmĂźllers Weg fĂźhrte sie nach einer grafischen Ausbildung und Praxisjahren in verschiedenen Unternehmen zu BĂśsmĂźller. Ihre Wirkungsbereiche waren die digitale Umstellung der Druckvorstufe, Marketing und Personal, darĂźber hinaus ging sie als Coach und Wirtschaftstrainerin zu Werke. 2005 verlieĂ&#x; sie BĂśsmĂźller und grĂźndete eine Ausbildungsakademie, um 2009 wieder zurĂźckzukehren und die operative GeschäftsfĂźhrung der Druckerei zu Ăźbernehmen – ein gewinnbringendes Intermezzo: „Meine Ausbildungen und Erfahrungen haben meine Sicht auf Menschen, Unternehmen und Wirtschaft wesentlich verändert. ‚FĂźhrung‘ bedeutet heute fĂźr mich, Menschen durch Veränderungen und Herausforderungen zu begleiten, sie wirtschaftlich, fachlich und ganzheitlich dabei zu un-

Doris Wallner-BĂśsmĂźller: „Mitarbeiterzufriedenheit fĂźhrt zu Kundenzufriedenheit.“

terstĂźtzen und sich erfolgreich zu entwickeln.“

die Kundenbedßrfnisse. Während das Wiener Stadtbßro als Zentrale fungiert, findet im Druckwerk Stockerau die Produktion fßr den Offset- und Digitaldruck und in Krems die Etikettenproduktion statt. Doris Wallner-BÜsmßller glaubt daran, dass Mitarbeiterzufriedenheit zur Kundenzufriedenheit fßhrt und stellt in ihrem Geschäftsmodell den Mensch in den Mittelpunkt aller Betrachtungen. „Unser

Mensch im Mittelpunkt Kunden wie Triumph, NĂ–M, Jomo, Tupperware, Bipa und McDonald‘s erwarten Qualität, Innovation, Flexibilität und perfekte LogistiklĂśsungen. Die drei Standorte – Wien, Stockerau und Krems – sind dabei maĂ&#x;geschneidert auf

Die Druckerei ist aber auch eine Kreativschmiede: Schon in der Konzeptphase fßr industrielle oder Promotion-Verpackungen, aufwendige Mailings und Präsentationen, etc. wird BÜsmßller als Experte konsultiert. Neben dem Aufzeigen der technischen MÜglichkeiten bietet das Unternehmen bereits in der Konzeptphase Einzelmuster in Endqualität, was Zeit und Kosten sparen hilft. Fachwissen und Kreativität, kombiniert mit leistungsstarker Technik, schaffen LÜsungen, die optimal auf Produkt und Prozess abgestimmt sind. Technische Perfektion als Leidenschaft und das perfekte Zusammenspiel von Technik und Mensch schaffen beeindruckende Ergebnisse.  (red)

Direkta Der Digitaldruckspezialist setzt weiterhin auf Innovationen und investiert in State-of-the-Art-Technologie

Exakt auf KundenbedĂźrfnisse zugeschnitten Linz. Investitionen und Wachstum stehen aktuell bei der Direkta Mailingfactory auf dem Programm: Nachdem schon im Vorjahr der Maschinenpark mit einer neuen Offset-Druckmaschine auf den letzten Stand der Technik gebracht wurde, investiert man heuer vor allem in die Digitaldrucktechnologie.

Individualisierte Mailings

Š Direkta

„Wir haben vor Kurzem eine ‚Imagepress‘ von Canon, die mittels neuester Tonertechnologie dem Offsetbereich qualitativ schon sehr nahekommt, installiert“, erklärt GeschäftsfĂźhrer Michael Richter

Michael Richter von Proeck, Direkta-Chef: „‚Imagepress‘ kommt Offsetbereich nah“.

von Proeck. „Gerade im Bereich ‚Direct Mailing‘ ergeben sich durch den Digitaldruck immer mehr MĂśglichkeiten der Gestaltung, wie beispielsweise ein Individualisieren der Mailings durch Bildpersonalisierungen“, so Richter von Proeck weiter. Neben Mailings setzt man auĂ&#x;erdem auf klassische Drucksorten in Kleinauflagen – sowohl im Farbals auch Schwarz/WeiĂ&#x;-Bereich. Zusätzlich besteht fĂźr den Kunden die MĂśglichkeit, seine gewĂźnschten Drucksorten Ăźber ein Webportal, das exakt auf dessen BedĂźrfnisse zugeschnitten ist, zu bearbeiten und direkt zu bestellen. (red)

Š fix und fertig (2)

GeschäftsfĂźhrerin Doris Wallner-BĂśsmĂźller: „­Unser Ziel ist es, Menschen zu begeistern.“

Ein absoluter „Kampfschmuser“ mit cooler „fix und fertig“-Bekleidung.

Wien. Die Textildruckwerkstatt des sozialĂśkonomischen Betriebs „fix und fertig“ hat den besten Freund des Menschen als Zielgruppe entdeckt. Die individuelle Gestaltung von KleidungsstĂźcken macht auch vor Vierbeinern nicht halt. Da der Markt fĂźr das klassischste aller individualisierten KleidungsstĂźcke, das T-Shirt, extrem heiĂ&#x; umkämpft ist, musste „fix und fertig“ die eigene Produktpalette Ăźberdenken. „Denn Tierbekleidung ist nicht nur ein rein funktionaler Gegenstand, sondern soll auch etwas Ăźber seinen Träger und in weiterer Folge natĂźrlich dessen Frauchen oder Herrchen aussagen. Wir entwerfen Aussagen und drucken sie auf die Tierkleidung“, so Walter Wojcik, Bereichsleitung Arbeit und Integration beim Unternehmen. Dessen Kunden wĂźnschen sich nämlich immer häufiger den Namen ihres Lieblings auf Mänteln oder Umhängen; dabei verwendet man ausschlieĂ&#x;lich Ăśkozertifizierte Transferfolie. Neuerdings bietet „fix und fertig“ auch Babykleidung an. Wojcik: „Hier achten wir natĂźrlich ganz besonders streng auf die Qualität der Einkaufsware. Wer einen Babybody aus konventioneller Erzeugung haben will, ist bei uns fehl am Platz. Wir kaufen und bedrucken ausschlieĂ&#x;lich Babytextilien die das ‚Öko-Tex Standard 100‘-GĂźtesiegel aufweisen.“  (red)

Die Babykleidung trägt stets das Öko-Tex Standard 100 Gßtesiegel.

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Papi e r , D r u c k & Pa c ka g i n g

18 – medianet special

Dienstag, 21. Februar 2012

Druckerei Jentzsch Die Floridsdorfer starteten kürzlich mit zwei neuen Konica Minolta-Geräten für den Digitaldruck ins Jahr 2012

Zuwachs im Maschinenpark

Auch der Digitaldruck erfolgt mit dem österreichischen Umweltzeichen.

© Druckerei Jentzsch

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Die beiden Konica Minolta Digital-Druckmaschinen im Einsatz bei Jentsch.

Wien. Seit Anfang Februar sind bei der Floridsdorfer Druckerei Jentzsch zwei neue Konica Minolta Hochleistungs-Digitaldruckgeräte im Einsatz. „Sowohl im Farbbereich als auch für Schwarz/WeißProduktionen werden so Effizienz, Qualität und Flexibilität massiv gesteigert“, freut sich Geschäftsführer Gottfried Hirsch. So können im digitalen Farbdruck nun auf einer „bizhub Press C8000“ vielfältige Produkte schneller und effizienter gedruckt werden. Verwendbar sind Medien von 64 g/m� bis 350 g/m�, hochglänzend oder gerippt. Papier oder Tyvek werden bei einer Auflösung von 1.200 x 1.200 dpi mit 8 bit

Farbtiefe bedruckt. Verschiedenste neue Technologien von Konica Minolta ermöglichen z.B. zusätzliche Rastereinstellungen wie den FMRaster. Damit gehören ausgefranste Buchstaben oder Moirée-Effekte der Vergangenheit an. Neu ist außerdem die laufende Stabilitätssteuerung, die während des Drucks die Bildkonsistenz überwacht.

werden (bei 1.200 dpi in Kombination mit 256 Graustufen). „Dank einer innovativen TransportbandTechnologie wird das Druckbild viel präziser und mit wesentlich geringeren Streuung auf das Papier gebracht, was insbesondere die Registerhaltigkeit bei Schön- und Widerdruck enorm steigert“, erklärt der Geschäftsführer. Beide neuen Digitaldruckmaschinen sind zudem mit vielfältigen Endfertigungsmöglichkeiten ausgestattet: Inline sind jetzt auch Broschürenfertigung, Heften (Block oder Ecke) sowie verschiedene Falzungen möglich. „Bei der Entscheidung über die neuen Digitaldruckmaschinen war uns natürlich auch sehr wichtig, dass diese unserem Umweltschutzanspruch zur Gänze gerecht werden. So haben wir auch in diesem Punkt einen optimalen Partner gefunden“, betont Gottfried Hirsch.  (red)

Schwarz auf Weiß Mit der Konica Minolta „bizhub Pro 1200P“ können wiederum im Schwarz/Weiß-Digitaldruck Produktionsgeschwindigkeiten bis zu 6.300 Bogen pro Stunde erreicht

Retsch Bestandsjubiläum

Seit 120 Jahren

Korneuburg. Der Verpackungsmittelhersteller Retsch wird heuer sein 120-jähriges Firmenbestehen feiern. Die Papiersäcke, die das Familiennternehmen für den Lebensmittelhandel erzeugt, hat wohl schon jeder einmal in der Hand gehabt. „Dieses besondere Jahr wird mit zahlreichen Aktionen und Neuheiten gefeiert, um sich bei den vielen treuen Kunden zu bedanken“, kündigt Geschäftsführer Peter Skalitcky gegenüber medianet an. Retsch Verpackungen zählt vor allem gewerbliche Bäcker und Fleischer zu seinen Kunden. Das Gros machen Bäckereiketten wie Anker und Mann Brot aus, aber auch Industriekunden in der Lebensmittelbranche gewinnen an Bedeutung. Trotz zahlreicher Zertifizierungen für weitere Branchen bleibe der Lebensmittelbereich aber vorrangig im Fokus, so Skalicky. Potenzial gebe es z.B. noch im Food-to-go-Segment.

Zeit für einen Tapetenwechsel! Denn Vorsätze brauchen Veränderung.

Reißfestes Folienpapier

3860 HEIDENREICHSTEIN Brunfeldstraße 2 Telefon | +43 (0) 28 62 / 522 78 -11 E-Mail | office@janetschek.at

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© Retsch Verpackungen

Besonders in den Vordergrund will man heuer ein neu entwickeltes Folienpapier für Fleischer rücken, das durch besonders geringe Grammatur bei maximalen Reißfestigkeiten den Markt erobern soll. „Mit diesem Produkt konnte Retsch Verpackungen einmal mehr zeigen, wie nah sie am Markt sind und wie schnell auf aktuelle Bedürfnisse reagiert werden kann. Mit diesem Gespür ist eine Erfolgsgeschichte vorprogrammiert“, ist Skalicky überzeugt.  (red)

Das neue Folienpapier soll wenig Gewicht auf die Fleischwaage bringen.


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Dienstag, 21. Februar 2012

medianet special – 19

Austropapier Die Vereinigung der Ă–sterreichischen Papierindustrie appelliert an die heimische Politik, mit Standortfaktoren sorgsam umzugehen

Die Lage bleibt angespannt Wien. Nach dem schwierigen vierten Quartal 2011 bleibt die Lage in der heimischen Papierindustrie angespannt, die Unsicherheit Ăźber den weiteren Verlauf des Jahres 2012 nimmt zu. Die Gefahr einer deutlichen Verschlechterung der Standortbedingungen in Ă–sterreich dämpft das Investitionsklima ebenso wie die Unsicherheit Ăźber die wirtschaftliche Entwicklung Europas. „Sinkende Verkaufspreise und hohe Energie- und Rohstoffkosten wirken sich negativ auf die Ertragslage und die Investitionstätigkeit aus. Die Erwartung einer konjunkturellen Stabilisierung steht fĂźr die Papierindustrie unter dem Vorbehalt einer zukunftsbewussten Standortpolitik Ă–sterreichs, ohne Steuerlawine und Wachstumsbremsen“, fordert Oliver Dworak, GeschäftsfĂźhrer Austropapier, von der Politik, mit den Standortfaktoren sorgsam umzugehen.

Mit ihrem Produktportfolio, basierend auf erneuerbaren Rohstoffen und umfassendem Recycling, ist die Zellstoff- und Papierindustrie eine wichtige SchlĂźsselbranche am Weg zur Low-carbon Bioeconomy, deckt sie doch den Wunsch der Konsumenten nach nachhaltigen Produkten.

Weg in die Zukunft So stellen die Papier- und Zellstoffproduzenten bereits heute nicht nur unterschiedlichste Papiere fĂźr grafische Anwendungen, VerpackungslĂśsungen und Hygieneprodukte her, sondern auch

holzfaserbasierte Koppelprodukte wie Biochemikalien und Erneuerbare Energie. „‚fibre intelligence‘ ist die Kernkompetenz unserer Branche, die den Unternehmen heute den Weg in die Zukunft weist. Mit unserer neuen Leitinitiative ‚Zukunft entfalten‘ zeigen wir, wie sich die Papierindustrie erfolgreich den Herausforderungen der ‚2050 Roadmap to a low-carbon bioeconomy‘ stellen kann“, verweist Dworak auf einen kĂźrzlich stattgefundenen Stakeholder-Dialog, an dem neben Spitzenvertretern der Branche auch der Klima- und Innovationsforscher Stefan Schleicher teilgenom-

men hat. „Zur Umsetzung unserer ambitionierten Ziele brauchen wir Rahmenbedingungen, die konkret auf die MĂśglichkeiten und BedĂźrfnisse unseres Sektors eingehen. Dazu gehĂśren Impulse ebenso wie Innovationspartnerschaften und die Ăœberarbeitung ineffizienter und wettbewerbshemmender FĂśrdersysteme“, beschreibt Dworak den Auftakt der Initiative. Impulse setzt Austropapier auch zum 25. Jubiläum des „printissimo/emballissimo“-Award: Die neue Kategorie „fibre Plus“ soll die Innovationskraft von Papier & Co nachdrĂźcklich unterstreichen, so Dworak abschlieĂ&#x;end. (red)

Š Michael Hetzmansseder

Austropapier-Chef Oliver Dworak ortet in „fibre intelligence“ die neue Kernkompetenz der Branche.

Als sensibel beurteilt Oliver Dworak, Austropapier, die Situation der Branche.

DMW PE-Film im Programm

Viel Neues 2012

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Wien. Durch eine Ausweitung des Druck- und Medienwerk Maschinenparks auf den neuesten Stand der Technik steht den Kunden eine umfangreiche Auswahl an Drucksorten mit zeitnahen Lieferzeiten zur VerfĂźgung, wie Markus Ficala-Kafka, GeschäftsfĂźhrer von DMW, berichtet: Von Geschäftsdrucksorten und Werbematerial Ăźber BĂźcher, BroschĂźren bis zu besonderen Individualdrucksorten sei bei DMW nahezu alles druckbar. FĂźr anspruchsvolle Anwendungen biete das Unternehmen seit Neuestem das Material „PE-Film“ an. Die Kunststofffolie ist besonders reiĂ&#x;fest, UV-beständig, wasserfest und leicht zu reinigen. Der PE-Film werde vor allem dann eingesetzt, wenn hohe AnsprĂźche an die Widerstandsfähigkeit gestellt werden, wie bei Speisekarten, Tischunterlagen, Lesezeichen oder Besucherausweisen, so Ficala-Kafka. Und noch eine Veredelungstechnik hat bei DMW Einzug gehalten – die Cellophanierung. „Durch die Cellophanierung erhält jede Drucksorte sowohl einen edlen Glanz als auch eine wertigere Haptik.“

Rundum-Service

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Š medianet/Szene 1/Philipp Hutter

Da mit dem neuen Kalenderjahr auch das Messejahr aufs Neue beginnt, bietet DMW nun auch ein Messe â&#x20AC;&#x17E;Rundum-Serviceâ&#x20AC;&#x153; an. So werden Flyer, BroschĂźren, Firmenzeitung, Visitenkarten, Plakate, Transparente, Popups und seit neuestem auch Beachflags und Roll-up-Systeme aus einer Hand gefertigt und angeboten. (red)

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20 – medianet special

PPV Nach einem guten ersten Quartal 2011 hatte die PPV Industrie mit steigendem Preisdruck zu kämpfen

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2012: Erwartungen gering

Große Pläne bei SCA Graphic Laakirchen Laakirchen. Die SCA Graphic Laakirchen AG investiert in Summe 7,7 Mio. € in den Ausbau der Altpapieraufbereitung. Der Einbau der Anlagen erfolgt in Etappen innerhalb von zwei Jahren. Durch diese Maßnahme wird der Anteil des Recyclingstoffs im Papier unter Beibehaltung des hohen Qualitätsniveaus weiter erhöht – eine umweltpolitisch sinnvolle Investition, über der allerdings das Damoklesschwert der „Recyclingsteuer“ hängt, eine Maßnahme, die die heimischen Produzenten gegenüber allen anderen Ländern deutlich schlechter stellen würde. Die Umweltverträglichkeit des Standorts und der Produkte ist ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. So soll der Energieverbrauch weiter gesenkt werden. Durch besondere technische und technologische Entwicklungen ist es SCA Graphic Laakirchen gelungen, z.B. im Bereich der Abwasserreinigung eine Vorreiterrolle einzunehmen. Zudem wird an der Stärkung der Wirtschaftlichkeit im Werk Laakirchen gearbeitet; Stichworte sind: effizientere Prozesse, Sicherung der Wertstoffkette, Stabilisierung bzw. Verringerung der Energiekosten.

Schwierige Marktbedingungen und sinkender Konsum setzen den Papierverarbeitern kräftig zu. bei der Menge bereits einen Rückgang von zwei Prozent.

2011 war durchwachsen In Summe erwartet der Fachverband für die papierverarbeitende Industrie für 2011 ein Jahresergebnis von sechs Prozent plus im Wert und 1,7% in der Menge. Die Beschäftigtenentwicklung blieb mit einem Plus von 0,4% stabil, was die Bemühungen der Unternehmen zeigt, die Stammbelegschaften zu halten.

Aufschwung erst 2013 Für 2012 rechnet der PPV weiterhin mit einer angespannten Situation, denn aufgrund der Konsolidierung der öffentlichen Haushalte wird es auch zu einer gedämpften Binnennachfrage kommen. Für die papierverarbeitende Industrie zeigt die Einschätzung für

© Foto Wilke/PPV Industrie (2)

Wien. Dass einem guten ersten Quartal nicht ein tolles Gesamtjahr folgen muss, zeigt die Entwicklung in der PPV Industrie im Jahr 2011. Konnten im ersten Quartal 2011 noch Zuwächse von +10,5% wertmäßig und +4,5% mengenmäßig bei der abgesetzten Produktion verzeichnet werden, blieb im zweiten Quartal die wertmäßige Steigerung mit +11,2% stabil, die Mengenentwicklung zeigte jedoch nur eine marginale Steigerung von 0,3%. Diese sich abschwächende Tendenz setzte sich im dritten Quartal mit einer Wertsteigerung von +11,3% und einer Mengensteigerung von +0,5% fort. Hintergrund für die bis zu diesem Zeitpunkt noch relativ guten Wertzuwächse war allerdings die Kostenexplosion beim Rohmaterial. Für das vierte Quartal zeigt die Konjunkturbarometer-Abfrage des Fachverbands nur noch einen Zuwachs von +0,9% beim Wert und

G. Fischer, Obmann des PPV Industrie, und PPV-Geschäftsführer M. Widermann sind sich einig: „Herausforderung für Unternehmen ist striktes Kostenmanagement.“

2012 für das erste Quartal 2012 noch ein negatives Ergebnis, sowohl bei der Menge als auch hinsichtlich des Werts. Ebenso sind die Erwartungen für den Export sehr gedämpft. Für das Gesamtjahr 2012 erwarten die Unternehmen

nur eine leichte Steigerung der abgesetzten Menge und eine schwarze Null beim abgesetzten Wert. Mit einem Aufschwung und dem damit einhergehenden Wachstum des Konsumgütersektors rechnet der PPV aber erst 2013.  (red)

PaperNet Fokus und Vertrauen in österreichische Stärken und heimische Qualitätsansprüche

Wiener Neudorf. Der grafische Markt steht weiter unter Druck aufgrund der Überkapazitäten, die nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa problematisch sind. Gleiches gilt unter den Druckereien. Obwohl sich die Bereinigung im Druckereiwesen stetig fortsetzt und Druckereien schließen müssen, erhöhen sich die Kapazitäten mit jeder neu installierten Druckmaschine. Stephan Grötzschel, Managing Director PaperNet, äußert sich kritisch über die Praxis vieler Unternehmer, die in die Insolvenz gehen und sich zulasten ihrer Lieferanten entschulden. Warum diese anschließend in meist kurzer Zeit wieder offen beliefert werden, ist nicht nur für ihn unverständlich.

© Friedrich VDV

Bernd & Alexander Friedrich mit dem österreichischen Umweltzeichen.

Ein weiteres Phänomen, so Grötzschel, sei, dass sich die Unternehmen nur mehr um den tiefsten Preis, nicht aber um die Qualität und die Sache, das Verkaufen und Drucken, selbst kümmern. Als Managing Director setzt er daher auf eine qualifizierte Beratung und die Qualität des Produkts; nur über den Preis allein zu verkaufen, ist ihm einfach zu billig. In vielen Fällen haben sich die Unternehmer zum Low Price- und Low Interest-Anbieter entwickelt, sodass es nicht verwunderlich ist, wenn das Bedruckte immer stärker ins Ausland abwandert oder ausschließlich übers Internet gehandelt wird. Und obwohl sich viele heute gern das Mascherl der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes umbinden,

hätten sie keinerlei Scheu, Aufträge nach China oder andere Länder zu vergeben, in denen Umweltschutz kein Thema ist. „Mittlerweile wird massenhaft in Asien produziert und keinen interessiert es, wie sozial und ökologisch sein Werk hergestellt wird“, so Grötzschel. Am Ende des Tages sei alles zwar super billig, dafür ökologisch betrachtet ein Disaster und auch nur eine Frage der Zeit, bis auch der Arbeitsmarkt die Folgen zu spüren bekommt. Grötzschel: „Sollten wir uns in Österreich nicht besser auf unsere Kernkompetenzen wie Qualität, Ökologie, zeitnahe Verfügbarkeit und hochqualifizierte Mitarbeiter konzentrieren, statt im Kampf um Menge und geringe Margen auf der Strecke zu bleiben?“ (red)

© Foto Wilke/PaperNet

Nur billig zu sein, ist kein Verkaufsargument

Friedrich VDV setzt Öko-Schwerpunkte

Kritische Worte von PaperNet-Managing Director Stephan Grötzschel.

Mondi Uncoated Fine Paper Hoch den grünen Daumen für das Wiederaufforstungsprojekt in Guatemala

Fünf Jahre Green Range-Sortiment Wien. Mondi Uncoated Fine Paper (UFP) hat mit den „Green Modules“ eine Onlineschulung auf den Markt gebracht, um den Kunden eine Informationsmöglichkeit zum Thema einer nachhaltigen Papiererzeugung zu bieten. Johannes Klumpp, Marketingund Verkaufsleiter von Mondi Uncoated Fine Paper: „Die ‚Green Modules‘ bieten die Möglichkeit, mehr über eine nachhaltige Ent-

wicklung zu erfahren und diese zu unterstützen. Jeder Green Module-Teilnehmer leistet einen Beitrag dazu, dass in Guatemala ein Baum gepflanzt werden kann. Mondi engagierte sich erstmals 2011 im ‚Jahr des Baums‘ für das OroVerde-Projekt „Guatemala – Tree for Tree“. Damals spendete das Unternehmen ein Prozent des Nettoerlöses, der am 15. November 2011 mit dem Verkauf von Green Rangezertifiziertem Kopierpapier erzielt wurde. Dank der jüngsten Initiative wird OroVerde mehr als 10.000 Bäume in Guatemala pflanzen können.“

Biodiversität und CO�

© Mondi

Linz. Nach den Zertifikaten nach FSC, PEFC und Print CO2 hat die Linzer Großdruckerei nun das Österreichische Umweltzeichen verliehen bekommen. „Das sind Auszeichnungen, die die strengen Kriterien, denen sich ‚Friedrich VDV‘ im Umweltschutz unterwirft, belegen“, so Bernd Friedrich, Geschäftsführer des gleichnamigen Druckhauses. „Alle Zertifikate unterliegen strengen Kontrollen und werden regelmäßig überprüft. Dies garantiert unseren Kunden, dass sie auch wirklich umweltschonende Produkte erhalten. Die entsprechende Kennzeichnung umweltschonend produzierter Produkte wird auch für unsere Kunden immer wichtiger. Es ermöglicht ihnen die Kommunikation dieses positiven Aspekts nach außen und kann für die Eigen-PR verwendet werden. Dieser Punkt wird in zunehmendem Maße immer stärker ganz bewusst nachgefragt“, sagt Friedrich. Die Druckerei Friedrich gilt als einer der Technologie- und Innovationsführer ihrer Branche und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter. Mit rund zwölf Prozent Exportanteil und Kunden in der Schweiz, England, Deutschland und Skandinavien setzt das Unternehmen seine Expansionspolitik kontinuierlich fort. (red)

Dienstag, 21. Februar 2012

Mondi engagierte sich erstmals 2011 für das „OroVerde“-Projekt in Guatemala.

Das OroVerde-Projekt „Tree for Tree“ dient der Erhaltung der einzigartigen Biodiversität des Regenwalds, der vielen seltenen und gefährdeten Tierarten Zuflucht bietet und durch die Speicherung von Kohlenstoff dem Klimawandel entgegenwirkt. Laut OroVerde kann ein Hektar Wald jährlich bis zu 29 t CO2 aus der Atmosphäre an sich binden.

Das ist ein nicht zu unterschätzender Beitrag, wenn man betrachtet, wie und vor allem in welcher Geschwindigkeit die Abholzung des Regenwalds in Südamerika, trotz Handelsbeschränkungen und Verboten, voranschreitet.

Nachhaltigkeit im Fokus „Mondi führte das Green RangeSortiment vor fünf Jahren auf dem Markt ein, um das Engagement des Unternehmens für eine nachhaltige Papierproduktion zu unterstreichen. Anhand der einfachen Formel ‚Wald, Wasser und Luft ist gleich Green Range‘ kommunizieren wir, wie wir unsere Wälder verantwortungsbewusst bewirtschaften und die Auswirkungen auf Wasser und Luft minimieren können. Unser gesamtes Papierangebot ist nun Teil des Green Range-Sortiments: Es ist FSC- oder PEFC-zertifiziert, hundert Prozent Recyclingpapier oder komplett chlorfrei“, sagt Klumpp. Seit der Einführung des Green Range-Sortiments im Jahr 2006 wurde dieses von Mondi erheblich ausgeweitet.

Das Green Module behandelt unter anderem die CO2-Ausgleichsund Emissionsverringerungsprojekte, an denen Mondi teilnimmt, um CO2-neutrales Papier bereitstellen zu können. Die Teilnehmer erhalten dabei wichtige Informationen über die Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen den Zertifizierungsprogrammen FSC und PEFC, die umweltrelevanten Mythen und Fakten zur Papierindustrie sowie die Vorzüge des Green Range-Sortiments von Mondi Uncoated Fine Papers. (red)

Mondi führte das „Green Range“-Sortiment vor fünf Jahren auf dem Markt ein.


Dienstag, 21. Februar 2012

Papi e r , D ru c k & PAc ka g in g

medianet special – 21

Nachhaltigkeit Das Druckhaus Grasl trägt die Positionierung als Öko-Druckerei nun auch durch die Adaptierung des Firmennamens nach außen

Fair zu Mensch und Umwelt Bad Vöslau. In den vergangenen Jahren entwickelte das Druckhaus Grasl in Bad Vöslau eine ausgeprägte Expertise als Öko-Druckerei. Die Geschäftsführer und Brüder Karl und Walter Grasl machten Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung zum zentralen Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Nach drei Jahren intensiver Arbeit konnte das umfassende Umweltprojekt erfolgreich abgeschlossen werden.

Weitreichende Veränderung Als sichtbares Zeichen der aktuellen Veränderung wurde der Firmen- und Markenname der Druckerei auf „Grasl FairPrint“ geändert. Unter dem Slogan „Fair gegenüber Mensch und Umwelt“ war es das Ziel, den Erfolg der Umweltaktivitäten auch durch Zahlen und Fakten belegen zu können. Damit sollte ganz bewusst eine kunden-

seitig leicht überprüfbare Unterscheidung „zu den immer mehr werdenden ‚Greenwashern‘ der Branche geschaffen werden“, so Geschäftsführer Karl Grasl. Unter den zahlreichen national und international anerkannten Umwelt- und Nachhaltigkeitszertifizierungen spielte EMAS (European Eco-Management and Audit Scheme) eine wesentliche Rolle. Hier werden regelmäßige Audits vor Ort durchgeführt und überprüfte Zahlen veröffentlicht. „Letztendlich entscheiden nicht die Zertifizierungen allein über den Erfolg, sondern die von den Mitarbeitern akzeptierten und umgesetzten

Projekte in der Praxis“, erklärt Karl Grasl das Engagement des gesamten Teams. Es seien schließlich die Ergebnisse, die letztendlich zählen. „Die Produktion im Druckhaus erfolgt heute ausschließlich mit Erneuerbarer Energie, es werden keine fossilen Brennstoffe mehr verbraucht“, unterstreicht Grasl. Der Energieverbrauch pro Tonne hergestellter Druckwerke konnte um 33% gesenkt, der Papierabfall um jährlich 150 t reduziert werden. Der hauseigenen Umweltbroschüre ist Näheres zu entnehmen; diese kann über die Unternehmenswebsite bezogen werden. (red)

Queiser Neues Angebot

Lichtwerbung

Amstetten. Seit 1876 ist Queiser in Druck-Belangen aktiv, in den letzten Jahren hat sich das Unternehmen zu einem Full Service-Anbieter für alle Bereiche bedruckter Medien entwickelt. Zukünftig wird man auch den Bereich der Lichtwerbung anbieten können.

Breite Palette Vom aufwendigen Bildband über Geschäftsdrucksorten und Stempel sowie Verpackungen und Glückwunschkarten bot Queiser bislang bereits eine sehr breite Palette an Leistungen bis hin zu Personalisierungen. Die „FullService-Druckerei des Mostviertels“ hat ihre Angebotspalette nun neuerlich erweitert. Durch den Kauf des Maschinenparks des Traditionsbetriebs Neon Maderthaner ist Queiser nunmehr in der Lage, seinen Kunden auch den Bereich der Lichtwerbung anzubieten. Man möchte damit auch weiterhin dem Firmenmotto „Einer für alles – alles von einem!“ treu bleiben und dieses weiter ausbauen. Das FullService-Argument umfasst daher zukünftig neben Druckprodukten und Werbeartikeln auch ein breites Programm an Lichtwerbung. Kunden des Unternehmens eröffnet sich die Möglichkeit, eine noch breitere Range an werblich aktiven Produkten aus einer Hand zu beziehen. Hierzu zählen mit dem zusätzlichen Angebot auch Neonanlagen, LED-Anzeigen, Leuchtkästen, CityLights und Pylone sowie Acrylglas und CNC-Fräsen; Schilder, Transparente, Autobeschriftungen und Außenwerbungen werden ebenfalls angeboten. (red)

Print Kompetenz die überzeugt.

© Queiser

www.boesmueller.at

K. Erhart-Viertelmayr und S. Ramharter mit J. Ertl, Leiter Lichtwerbung.

© Grasl FairPrint

Erneuerbare Energien und Ressourcenschonung prägen „Grasl FairPrint“.

Karl und Walter Grasl freuen sich über die Realisierung ihrer Vision „Grasl FairPrint“.


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22 – medianet special

Mittermüller Positionierung mittels Portfolioerweiterungen, verstärkter Flexibilität und Beratungs-Know-how

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„Standard reicht nicht aus“

Zweite Speedmaster für Onlinedrucker Leobersdorf. „digitaldruck.at“ hat mit einer zweiten „Heidelberg Speedmaster XL 105“ aufgerüstet. Bereits die erste Ganzbogendruckmaschine hätte einen Wachstumsschub ausgelöst, so das Unternehmen. Der extrem hohe Automatisierungsgrad der „Speedmaster XL 105-4+L“ und die Vernetzung des Drucksaals mit dem Pressroom Manager würde außerdem helfen, die Rüstzeiten auf ein Minimum zu reduzieren.

Geschäftsführer Daniel Fürstberger hält Spezialisierungen und Individualisierungen für unerlässlich. Rohr. Dass die letzen Jahre für die Druckbranche nicht gerade ein Zuckerschlecken waren, dürfte allgemein bekannt sein: „Sie ist in den letzten Jahren wortwörtlich schwer unter Druck geraten. Es zeigt sich immer mehr, das sich Unternehmen nur durch Spezialisierungen, Produktbereinigungen und Individualisierungen besser am Markt positionieren können. Das herkömmliche Portfolio reicht auf Dauer nicht mehr aus, um überleben zu können. Und genau hier versuchen wir uns durch Beratung, Flexibilität, Neuentwicklungen sowie Portfolioerweiterungen zu positionieren“, erklärt Daniel Fürstberger, Geschäftsführer der Druckerei Mittermüller. Das Portfolio umfasst nicht nur alle Drucksorten auf Papier, sondern auch den gesamten Kunststoffbereich. Durch die UV-Technologie können Kunststofffolien bis zu einer Stärke von 1mm

Die neue Chromocard HB: „Bemerkenswerte Festigkeit“.

Neues Seminarzentrum Außerdem bietet Mittermüller Seminare rund um das Themenspektrum „Drucktechniken“ im hauseigenen Seminarzentrum an. Im April steht etwa ein Basislehrgang darüber auf dem Programm. www.feelings-seminarzentrum.at

„Breite Palette an Veredelungsmöglichkeiten“: Mittermüller-GF Daniel Fürstberger.

agensketterl Die Druckerei aus Mauerbach rüstet erneut auf und setzt auf Maschinen, die alkoholfrei drucken

„Produktivitäts- und Qualitätsschub“

Wien. Der Papiergroßhändler Europapier hat mit Chromocard HB einen neuen Karton im Sortiment: „Chromocard HB“ ist ein mehrfach gestrichener, hochvolumiger, grafischer Primärfaserkarton mit weißer Rückseite. Der Karton überzeugt laut Hersteller mit bemerkenswerten Festigkeit und bietet dadurch eine erstklassige Verdruckbarkeit inklusive zuverlässige Leistung bei hohen Laufgeschwindigkeiten. Chromocard HB besitzt eine extrem glatte Vorderseite und ist in einem breiten Flächengewichtsspektrum erhältlich. Anwendungsbereiche auch ob der guten Bedruckbarkeit in allen Druckstufen seien daher Umschläge, Karten, Displays, Media- und Game-Cover sowie Verpackungen im Bereich Süßwaren, Kosmetik, Parfüme und Pharmazie. Mit der Zusammenarbeit mit Stora Enso betont Europapier sein Engagement im Umweltbereich: Chromocard HB ist eine weitere PEFC zertifizierte Sorte.

Mauerbach. Die niederösterreichische agensketterl Druckerei GmbH modernisiert ihre Druckkapazitäten mit einer neuen Achtfarben- sowie einer neuen Doppelbogenmaschine von Koenig & Bauer (KBA). Beide Maschinen weisen eine Vollausstattung auf und sind bereits auf dem agensketterl-Stand auf der drupa print media messe in Düsseldorf.

Eine richtige Sensation werde es im Plakatformat bezüglich Einrichtzeiten geben. Denn bereits verraten werden darf, dass die beiden neuen Maschinen im Hause agensketterl völlig alkoholfrei drucken.

Entwicklungsschritt Erneut ein wichtiger Schritt des Unternehmens zur emissionslosen, umweltneutralen Druckerei, den das Unternehmen auch als umweltzertifizierter Leitbetrieb, als Climate Partner für CO2-kompensiertes Drucken entschlossen weitergeht. Natürlich hat man bereits auch sämtliche umweltschonenden Papiere zertifiziert.  (red)

Schub in doppelter Hinsicht

Xerox Unternehmen setzt auf Pioniergeist und Innovation

drupa Druckmedien-Fachmesse von 3.–16. Mai

Wien. Insgesamt 1.030 Patente hat Xerox allein im vergangenen Jahr angemeldet – damit will das Unternehmen, das unter anderem auf Druck- und Publishing-Lösungen spezialisiert ist, seinen Anspruch als Innovator auch weiterhin geltend machen. „Wir helfen unseren Kunden, agiler zu werden. Innovationen von Xerox erleichtern es Unternehmen, aus enormen Datenmengen Zusammenhänge herauszufiltern und helfen ihnen dabei, nachhaltiger zu wirtschaften“, sagt Sophie Vandebroek, Chief Technology Officer bei Xerox und Präsidentin der Xerox Innovation Group. „Egal ob wir mit Industrie- oder Universitätspartnern zusammenarbeiten oder mit unseren Kunden gemeinsam Lösungen entwickeln – wir sind innovativ. Das ist Teil unserer Geschichte und eine Priorität für die Zukunft.“

Düsseldorf. Die drupa, ihres Zeichen größte Messe für Druck und Druckmedien, öffnet heuer im Mai wieder ihre Pforten. Im Fokus der Werbekampagne in diversen Fachpublikationen steht diesmal das Thema „Augmented Reality“: Die Printanzeigen, die damit angereichert sind, können mittels spezieller Software (Junaio) via Smartphone, Tablet oder PC-/Laptop-Kamera den sogenannten Marker scannen. Per Fingertouch auf eine interaktive Schaltfläche geht es dann direkt auf die drupa-Website.

© agensketterl

Ein wichtiger Eckpfeiler der Modernisierung: die Rapida 106 Achtfarben-Maschine.

„Leider dürfen wir über die Features unserer Maschinen bis zur drupa noch nicht sprechen, aber ein gewaltiger Produktivitäts- und Qualitätsschub ist jedenfalls drin“, freut sich agensketterl-Geschäftsführer Dieter Simon.

„Eine Priorität für die Zukunft“

„100 World‘s Most Innovative Companies“-Liste. Der „Technology Innovation Award“ des Wall Street Journal ging im vergangenen Jahr an das Xerox Research Center Europa. Ebenfalls 2011 erhielt Xerox den „Corporate Innovation Award“ des American Institute of Chemical Engineers für die Erfindung, Entwicklung und Vermarktung des Emulsion-AggregateToner. (red)

dorf. „Die crossmediale Vernetzung der verschiedenen Medienkanäle steht dieses Jahr eindeutig im Mittelpunkt – wobei Print stets das Leitmedium bleibt“, stellt Köhler weiters klar. 2008 konnte die drupa mit ingesamt 1.971 Ausstellern aus 52 Ländern aufwarten, 391.000 Besucher aus 138 Ländern waren vor Ort. 56 Prozent des Publikums reisten für den Messebesuch aus dem Ausland an.  (red)

Sophie Vandebroek, Chief Technology Officer Xerox: „Gemeinsame Lösungen“.

Die Vorteile liegen laut Veranstalter auf der Hand: Durch Print könne der Leser gezielt auf die Internetseite der drupa geholt werden und sich dort die aktuellsten Informationen verschaffen. „Diese konsequente Verknüpfung von Print, Internet und Mobile ist das zentrale Thema unserer kompletten Marketingkampagne zur ‚drupa 2012‘ und zieht sich durch alle Elemente durch“, erläutert Petra Köhler, Manager Marketing Kommunikation bei der Messe Düssel-

© drupa

Awards und Co. Für die Innovationsleistungen gabs auch 2011 einiges an Preisen und Auszeichnungen, unter anderem die Aufnahme in die von Thomson Reuters ausgegebene

Augmented Reality im Fokus

391.000 Besucher, 138 Länder

© Xerox

© Epson

Neuer Drucker fürs Großformat bei Epson

Barcelona. Auf der „Fespa Digital“ Ende Februar stellt Epson seinen neuesten Großformatdrucker für den Druck von Schildern, PoS- und Dekormaterial für den Innen- und Außenbereich vor. Achim Bukmakowski, Manager Sales Professional Graphics & PhotoEpson Deutschland: „Die Erweiterung unserer Druckerpalette für Werbetechnik unterstreicht das starke Engagement von Epson in diesem Markt. Der ‚Epson SureColor SC-S30600‘ baut auf der Technologie des erfolgreichen ‚Epson Stylus Pro GS6000‘ auf.“

bedruckt werden, nebst metallisiertem Papier oder anderen schwer bedruckbaren Materialien. „Diese Technologien und die dadurch breite Palette an Veredelungsmöglichkeiten macht es möglich, neueste Produkte und Variationen am Markt anbieten zu können und nicht ‚nur‘ vom Standardgeschäft mit Papierdrucksorten abhängig zu sein. Seit drei Jahren positionieren wir auch immer wieder neue ‚Magic‘-Produkte am Markt; neu im Programm sind ‚Magic-Sicherheit‘ und ‚Magic-Secure‘“, so Fürst­berger.

© Mittermüller

© Europapier

Sortimentserweiterung bei Europapier

SureColor SC-S30600 baut auf der Stylus Pro-Technologie auf.

Dienstag, 21. Februar 2012

Die drupa lockt erfahrungsgemäß ­Besucher aus Nah und Fern.


Dienstag, 21. Februar 2012

Papi e r , D r u c k & PA c ka gi n g

medianet special – 23

Oberndorfer Druckerei J. Fink Druck GmbH wurde vollständig eingegliedert; Konzernmutter CirclePrinters setzt ihre Konsolidierungsstrategie fort

Gelungener Integrationsprozess Salzburg. Die Eingliederung der J. Fink Druck GmbH in Ostfildern/ Stuttgart durch die Oberndorfer Druckerei ist vor Kurzem abgeschlossen worden; laut einer Mitteilung des Unternehmens ist der Integrationsprozess problemlos finalisiert worden. Mit dem Erwerb eines rund 6.000 m� großen Areals, das direkt an das bestehenden Grundstück von Fink anschließt, konnte die derzeitige Betriebsfläche verdoppelt und somit Platz für zwei weitere HighVolume-Rollenoffsetanlagen samt der notwenigen peripheren Technik geschaffen werden.

bekaufmann und bringt jahrzehntelange, internationale Erfahrung in der grafischen Industrie mit. Er wird das Fink-Vertriebsteam in den nächs-ten Monaten erweitern und die Verkaufsaktivitäten des Unternehmens am deutschen und internationalen Markt verstärken. Obwohl sich die Druckbranche in einer insgesamt sehr schwierigen Marktsituation befindet, setzt CirclePrinters seine Konsolidierungsstrategie der grafischen Industrie fort. Diese Devise gilt selbstredend auch für den größten Markt, nämlich Deutschland, das 2012 Hauptziel bleibt. Die Oberndorfer

Druckerei GmbH, die zu CirclePrinters gehört, wurde 1913 gegründet und verfügt aktuell über rund 250 Mitarbeiter in Oberndorf sowie 81 Mitarbeiter bei Fink. Das Unternehmen wird aktuell einen Jahresumsatz von über 110 Mio. € erzielen. Der Maschinenpark besteht derzeit aus sieben Druckmaschinen (eine 16-Seiten und jeweils zwei 48-Seiten, zwei 64/72Seiten und zwei 80-Seiten-Maschinen). Darüber hinaus bieten die beiden Druckereien ein Full-Service über alle Fertigungsbereiche aus einer Hand, von der Druckvorstufe bis hin zu umfassenden Binde- und Endfertigungslösungen.  (red)

© Oberndorfer Druckerei

Die Marktposition in Deutschland soll zukünftig gestärkt werden.

Mit der Eingliederung der J.Fink Druck GmbH festigt die Oberndorfer Druckerei mit einem Jahresumsatz von 110 Mio. € die Nummer-zwei-Position im Land.

110. Mio Jahresumsatz Parallel dazu und in Vorbereitung der geplanten Expansion ist Alexander Greutter zum Vertriebsleiter der J. Fink Druck GmbH ernannt worden. Greutter ist Wirtschaftsingenieur und Wer-

SCA Verpackung fällt weg

Verkauf geplant

Stockholm. SCA (Svenska Cellulosa Aktiebollaget) wird seine Verpackungssparte – ausgenommen die zwei Kraftliner-Fabriken in Schweden – an DS Smith verkaufen. Der Kaufpreis beläuft sich auf 1,7 Mrd. €. Die beiden Kraftliner-Fabriken sind deshalb davon ausgenommen, weil sie umfassend in den Geschäftsbereich „Forest Products“ von SCA integriert sind. Vor allem für ein „vermehrtes Wachstum im Geschäftsbereich Hygiene“ soll der Verkauf sorgen, so Jan Johansson, President und CEO von SCA, die u.a. für Consumer Goods und Wellpappeerzeugnisse steht. Der Geschäftsbereich „Packaging“ (exklusive Kraftliner) verzeichnete im Jahr 2010 einen Nettoumsatz von ca. 24,2 Mrd. SEK (2,5 Mrd. €) und einen operativen Gewinn (ohne Restrukturierungskosten) von ca. 1,1 Mrd. SEK (117 Mio. €). 12.000 Mitarbeiter sind ingesamt in dem Geschäftsbereich beschäftigt.

Entscheidung im 2. Quartal „Wir haben unsere Verpackungssparte im Laufe vieler Jahre entwickelt und wir verkaufen ein wettbewerbsfähiges Unternehmen an einen Käufer aus der Branche, der die Weiterentwicklung dieses Bereichs fortführen kann“, so Johansson weiter. Abhängig ist die Transaktion von der Genehmigung der Aktionäre von DS Smith sowie von der kartellrechtlichen Genehmigung der Europäischen Kommission; erwartet wird der Abschluss für das 2. Quartal 2012. (red)

Natürlich Mediaprint!

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Weil wir in Höchstgeschwindigkeit...

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mit Nachhaltigkeit produzieren.

© SCA

Ob Prospekt, Broschüre oder Zeitung, große oder kleine Auflage - wir beraten Sie gerne. Rufen Siemit unsNachhaltigkeit an: Andreas Dvorak, Tel. 01 61010-1435 produzieren. http://druckerei.mediaprint.at SCA-CEO Jan Johansson: „Käufer führt die Weiterentwicklung fort“.


Ausdruck von

Zufriedenheit.

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retail medianet

die neuen fachkräfte

Sport 2000 reüssiert erneut mit der Ordermesse in Ohlsdorf 

Seite 28

© Henkel

© Sport 2000

Sport & Mode

Procter, SCA und Henkel mit innovativen Hygieneprodukten 

Seite 29

© Louis Vuitton

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Out of Africa

Topmodel Werner Schreyer „werkt“ für Louis Vuitton 

Seite 30

Ein Baumarkt für Frauen: Obi setzt auf den Garten

© Panthermedia.net/Sheryl Caston

short

© EPA

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

GVO-Futter ade Einen Meilenstein hat die heimische Geflügelindustrie zu vermelden: Die größten Produzenten, die rund 90% des Masthähnchenmarkts abdecken, sind auf gentechnikfreies Futtermittel umgestiegen. Seit gestern, Montag, liegt das gentechnikfreie Geflügel in den Regalen der großen Ketten. Seite 28

Umsatzminus Dem weltweit größten Lebensmittelproduzenten Nestlé macht der starke Schweizer Franken zu schaffen. Der Umsatz in 2011 sank um 4,8 Prozent auf umgerechnet 69 Mrd. €. Heuer erwartet sich Konzernchef Paul Bulcke (s. Bild) keine Entspannung der Lage, seine Prognose steht dennoch schon fest. Seite 28

Grüner Daumen Obi-Chef Dieter Messner über den USP seines Unternehmens: weiblich, emotional und ein Schwerpunkt beim Garten. „Wir positionieren uns als Familienmarkt“, so der Obi-Vorstand im exklusiven medianet-Interview Seite 26

Müller Brot Die älteste Großbäckerei der Welt steht vor dem unmittelbaren Verkauf

Wiener Krapfentest Weitgehend bedenkenlos genießbar

Müller Brot kann keine Semmeln mehr backen: Die Produktion steht still.

rungsbedürftig. Trotzdem möchte der Insolvenzverwalter das Filialnetz von Müller Brot retten. Zudem möchte er auch Gespäche mit den bisherigen Abnehmern der Ware von Müller Brot führen, insbesondere mit Discountern wie Aldi-Süd und Lidl, die nach Bekanntwerden der Hygienemängel abgesprungen waren. Von der Schließung war auch Ankerbrot betroffen: Die Familie Ostendorf ist in beiden Unternehmen Mehrheitseigentümer. Die Unternehmen seien operativ allerdings völlig getrennt, heißt es seitens der Wiener Bäckerei.  (jm)

© Panthermedia.net/Erwin Wodicka

Neufahrn. Bei Müller Brot, dem Erfinder der Industriesemmel, wurden am Wochenende eine massive Hygieneprobleme publik, gleichzeitig wurde ein Insolvenzantrag gestellt. Denn die Produktion stand bereits seit 30. Jänner still – schon damals waren Schädlinge in der Produktion gefunden worden. Nunmehr ist der Insolvenzverwalter Hubert Ampferl auf der Suche nach Investoren, um frisches Geld zu bekommen; nicht einmal die Reinigungsfirmen könnten bezahlt werden, die Konten seien leer, der Maschinenpark veraltet, der bauliche Zustand der Fabrikhallen sanie-

© EPA

Mäusekot-Causa ruiniert Bäcker Süß, flaumig, besser

Noch einmal beim Krapfen zubeißen – und das ohne hygienische Bedenken.

Wien. „Genießen erlaubt“, heißt es zu den Wiener Faschingskrapfen: Das Marktamt hat Proben an 42 Exemplaren verschiedener Hersteller gezogen – und nur zwei davon wegen mangelnder Hygiene beanstandet. Das berichtete die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger in einer Aussendung. Schließlich sei die Rezeptur der Krapfen vorgeschrieben: Sie müssen, wenn sie nicht anders angeschrieben sind, mit Marillenmarmelade gefüllt sein – und das zumindest zu 15%. Und: Pro Kilogramm Mehl müssen zumindest sechs Eidotter verwendet werden. (APA)


ti t e l stor y

Dienstag, 21. Februar 2012

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

26 – medianet retail

Dieter M Essner

Interview Mit gut ausgebildeten Mitarbeitern und überdurchschnittlichem Service will sich Obi vom Mitbewerb abheben

Service, Service, Service: Obi will Problemlöser sein

Obi-Chef für Österreich und in der Obi-Zentrale für Obi International verantwortlich „Während unsere Väter und Großväter noch den Samstagabend in der Garage verbracht haben, erledigt unsere Generation noch wichtige Heimarbeiten selbst. Die heutige Jugend macht das nicht mehr. Das bedeuet aber auch, dass das lange gültige Konzept „Do it yourself“ nicht mehr im Vordergrund steht, sondern zunehmend durch „Do it for me“ ersetzt wird.“

„Do it yourself“ ist out, „Do it for me“ ist das Konzept der Gegenwart und vor allem der Zukunft. Jutta Maucher

Wien. medianet im Gespräch mit Dieter Messner, Vorstand International der Obi Group Holding und Geschäftsführer Obi Österreich sowie Geschäftsführer von Obi Slowenien, Kroatien und BosnienHerzegowina. medianet: Ganz allgemein gefragt: Was bedeutet der Standort Österreich für einen Baumarktbetreiber? Dieter Messner: Österreich ist in Sachen ‚Baumarkt‘ ein sehr reifer Markt. Einzig durch unser Angebot an Produkt können wir uns nicht von unseren Mitbewerbern unterscheiden medianet: Was macht dann Ihren USP aus? Messner: Unser Fokus liegt eindeutig beim Thema ‚Service am Kunden‘. Und Service bieten unsere Mitarbeiter an, die damit das wichtigste Kapital sind. Das bedeutet aber auch, dass diese noch mehr sensibilisiert werden müssen. Sie müssen ein Gespür dafür bekommen, was der Kunde im Moment braucht: Manche wollen umfassende Beratung, manche wollen nur wissen, wo sich das gewünschte Produkt befindet. Unsere Mitarbeiter müssen aber auch, um dem Thema Service zu genügen, aktiv mit den Kunden kommunizieren und ihnen Problemlösungen anbieten.

medianet: Was bedeutet das konkret, wenn Sie Problemlösungen anbieten? Messner: Die heute Sechzehnährigen sind perfekt in Sachen Technologie ausgebildet, aber mit Handwerk können viele nichts mehr anfangen. Während unsere Väter und Großväter noch den Samstagabend in der Garage verbracht haben, erledigt unsere Generation noch wichtige Heimarbeiten selbst. Die heutige Jugend macht das nicht mehr. Das bedeutet aber auch, dass das lange gültige Konzept ‚Do it yourself‘ nicht mehr im Vordergrund steht, sondern zunehmend durch ‚Do it for me‘ ersetzt wird. medianet: Wie wirkt sich ‚Do it for me‘ auf das Angebot im Baumarkt aus? Messner: Das ist erst ein Prozess, der langsam beginnt und möglicherweise dort endet, wo Mitarbeiter beim Kunden direkt zu Hause die Handwerksarbeiten erledigen. Es wird sich definitiv vieles änderen. Holzzuschnitt bietet jeder an, das ist auch in Ordnung so – nur, das reicht nicht mehr. Hier kommt Multi-Channel ins Spiel. Wir müssen eben – und das ist wieder Service – noch viel mehr auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden eingehen und für sie das eine oder andere übernehmen. Da bieten sich heute schon ungeahnte Möglichkeiten, in Zukunft wahrscheinlich noch viel mehr. Manche bevorzugen den Einkauf im Ge-

schäft, manche mögen den Webshop oder die Kombination aus beiden: Click & Pick online – das ist vor allem bei größeren Mengen ohnedies notwendig und bedeutet, dass der Einkauf im Shop, die Abholung im Geschäft erfolgt. Information und Kommunikation via Internet ist heutzutage selbstverständlich. Dazu kommt immer mehr m-Commerce. medianet: Was bieten Sie den Kunden, die zu Ihnen in den Markt kommen? Messner: Was uns wesentlich vom Mitbewerb unterscheidet, ist, dass wir ‚weiblicher‘ sind. Wir fokussieren beispielsweise auf das Thema Garten. Wir versuchen auch in anderen Bereichen viel mehr Emotionalität hineinzubringen. Das mag in dem einen oder anderen Fall einen Abstrich in Sachen Profi bei Heimwerken bedeuten. Wichtiger ist uns aber, dass wir uns als Familienmarkt positionieren und von unseren Kunden auch als solcher gesehen werden. Das wirkt sich beispielsweise auch in der Ladengestaltung aus – helle, freundliche Läden statt Lagerhallen ist unser USP. medianet: Wir befinden uns jetzt am erst vor Kurzem neu eröffneten Standort in Wien St. Marx. Warum hier ein Baumarkt, mitten in der Stadt? Messner: Die Megabaumärkte am Stadtrand gehören meiner Meinung

nach Vergangenheit an. Wir suchen bei neuen Objekten vielmehr zentrale Standorte, da wir Kundennähe anstreben. Denn die wesentlichen Needs kann es auch auf 7.000 Quadratmeter geben, 15.000 oder mehr Quadratmeter sind dazu nicht erforderlich. medianet: Auch 7.000 Quadratmeter werden Sie nicht so leicht im Zentrum finden ... Messner: Natürlich ist es nicht einfach, Standorte zu finden, die zentral sind, trotzdem über eine gewisse Fläche verfügen und auch irgendwie leistbar sein sollen. Aber man muss auch flexibel sein. Beispielweise haben wir hier in St. Marx eine geringere Grundfläche, aber zwei Stockwerke. medianet: Planen Sie weitere Standorte? Messner: Konkret liegt, was Österreich betrifft, unser Fokus im Westen. Wir sind noch nicht in Salzburg und Oberösterreich vertreten und das sind beides sehr interessante Regionen. medianet: Und wie sieht die internationale Expansion aus? Messner: Was ‚Obi International‘ betrifft, sind wir natürlich vor allem in unserem Mutterland Deutschland vertreten, Russland ist der Markt mit dem meisten Potenzial und nimmt nach Deutschland bereits den meisten Umsatz ein. Darüber hinaus ist auch Italien

und Polen entscheidend. Österreich betreut die Länder Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina. In all diesen Ländern ist noch einiges möglich. medianet: Abschließend noch eine Frage zu Obi als Produzent: Was bedeuten Eigenmarken und welchen Stellenwert nehmen sie ein? Messner: Eigenmarken sind wichtig und werden noch wichtiger werden. Im Bereich ‚Handwerkszeug‘ sind bereits 50 Prozent der Produkte bei den Eigenmarken anzusiedeln, bei Elektro sind es erst rund zehn Prozent. Eigenmarken werden deswegen noch mehr zunehmen, weil wir dann mit einem Produkt einmalig sind und eben nicht im Wettbewerb stehen. Aufgrund der zunehmenden Transparenz – Stichwort Internet – wird das ein immer wesentlicheres Thema werden.

Short 1970 wurde der erste Obi-Markt in Deutschland eröffnet; 1991 starteten die Auslandsaktivitäten. Die Marke Obi ist heute europaweit mit 560 Märkten vertreten, davon 340 in Deutschland, der Rest in 12 weiteren Ländern. 1996 erster Obi-Standort in Österreich. Derzeit 34 Standorte (sowohl Franchise als auch eigene Niederlassungen) mit rund 2050 Mitarbeitern. Obi International beschäftigt rund 40.600 Mitarbeiter. Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2010 belief sich auf 6,2 Mrd. €


r e ta i l & p r o d u c e r s

28 – medianet retail

Dienstag, 21. Februar 2012

Fleisch, Wurst & Geflügel Österreichische Masthuhn- und Putenzüchter stellen auf gentechnikfreie Fütterung um

short

Meilenstein beim Geflügel

Neues Headquarter der LVA öffnet die Pforten Klosterneuburg. Die LVA GmbH, Österreichs führendes privates Lebensmittel-Prüfinstitut, hat am gestrigen Montag ihr neues Headquarter in Klosterneuburg bei Wien eröffnet. 110 Beschäftigte untersuchen pro Jahr rund 45.000 Proben – von der Pestizidanalytik über Getränke bis zu Kosmetika. Der Umsatz der LVA hat sich im letzten Jahrzehnt vervierfacht, die Mitarbeiterzahl verdoppelt, für das neue Haus wurden elf Mio. € in die Hand genommen.

GVO-freies Hühnchen seit dieser Woche bei Hofer, Rewe, Spar und Zielpunkt in den Regalen. Wien. Umdenken bei der heimischen Geflügelindustrie: Ein Großteil der heimischen Masthuhn- und Putenzüchter hat sich für kontrolliert gentechnikfreie Fütterung entschlossen. Rund 80.000 t potenziell mit GVO belastetes Soja werden durch gentechnikfreie Ware ersetzt. „Das ist ein Meilenstein für Österreich“, begrüßt Markus Schörpf, Obmann der ARGE Gentechnikfrei, die Entscheidung. „Nachdem 2010 bereits die Milchwirtschaft und die komplette Frischeierproduktion auf gentechnikfreie Fütterung umgestiegen ist, folgt jetzt ein weiterer wichtiger Sektor. Seit gestern, Montag, ist erstmals österreichisches Hühnerfleisch aus kontrolliert gentechnikfreier Produktion in den Regalen des Lebensmittelhandels zu finden, etwa bei Hofer, den Vertriebsschienen der Rewe Group, Spar und Zielpunkt.“ In den kommenden Wochen soll

Die Großen gehen voran Seit Anfang des Jahres wird bei den größten Geflügelbetrieben, die rund 90% des heimischen Mastgeflügelmarkts abdecken (Hubers Landhendl, Steirerhuhn-Lugisch, Titz und Wech) gentechnikfrei gefüttert. Aufgrund der Marktrelevanz der beteiligten Händler und Betriebe könne laut ARGE Gentechnik-frei davon ausgegangen werden, dass in kürzester Zeit die gesamte Branche folgen wird. Im ersten Schritt werden Frischgeflügelfleisch und zerlegte Ware ausgelobt, für verarbeitete Produkte wie Wurst und Importware werde noch an Lösungen gearbeitet.  (no)

© Panthermedia.net/Sheryl Caston

© Pixelio.de/BrandtMarke

AK nimmt Heringskäse in Linz unter die Lupe

vollständig auf derartige Ware umgestellt werden, Erkennbar ist das Geflügel am grünen Kontrollzeichen mit dem Schriftzug „Ohne Gentechnik hergestellt“.

Neues Futter für Masthähnchen: Österreichs Geflügelindustrie stellt auf GVO-frei um.

Beim dieser Tage beliebten Heringskäse gibts große Preisunterschiede.

Coop streicht Personal-Boni

Ströck: 10.000 € für Wings for Life

Wien. Am vergangenen Freitag eröffnete Anker einen weiteren, nach dem neuen Filialkonzept gestalteten Standort in der Wiener Mariahilferstraße. Die anderen beiden „Neuen“ stehen am Schwedenplatz und in der Business Location TownTown.

Zürich. Der schleppende Geschäftsgang hat bei Coop Folgen fürs Personal: Der Detailhändler zahlt dieses Jahr keine Boni, wie CoopChef Joos Sutter bekannt gibt. 2012 werde wieder ein schwieriges Jahr, etwa so wie 2011, sagte Sutter. Die Konjunkturforscher von der BAK Basel sagten ein Minus im Konsum von 0,4 Prozent voraus. Man müsse also Marktanteile gewinnen, um nicht zu schrumpfen, sagte Sutter: „Ein bisschen wachsen wollen wir schon.“ Im vergangenen Jahr hatten Preissenkungen und der Einkaufstourismus bei Coop aufs Ergebnis geschlagen. Sutter fordert von der Politik eine Senkung der Zollfreigrenze bei Einkäufen im Ausland.

© Ströck/Franz Helmreich

Wien. Ganze 10.000 € fuhr die Ströck-Weihnachtsbim der Wiener Linien in der vergangenen Vorweihnachtszeit für karitative Zwecke ein. Heuer will der Traditionsbäcker mit der Spendensumme die „Wings for Life“-Stiftung für Rückenmarksforschung unterstützen. Vergangene Woche überreichten Wiener-Linien-Chef Eduard Winter und Ströck-Geschäftsführerin Irene Ströck den Scheck an Anita Gerhardter von der Wings for Life-Stiftung. Die Organisation wurde von Ex-Motocross-Weltmeister Heinz Kinigadner im Jahr 2004 gegründet; sie unterstützt internationale wissenschaftliche Projekte, die sich mit der Heilung von verletztem Rückenmark befassen.  (red)

Anker eröffnet 3. Filiale nach neuem Konzept

Wiener Linien-Chef Eduard Winter, Irene Ströck & Anita Gerhardter, Wings for Life.

Umsatzminus Erlöse sanken 2011 um knapp fünf Prozent

Sporthandel 130 Händler besuchten die Veranstaltung

Vevey. Der weltweit größte Nahrungsmittelhersteller Nestlé holt sich immer mehr Umsatz in Schwellenländern. Während der Umsatz in Europa bloß um vier Prozent stieg, verbuchte der Konzern in Lateinamerika und Asien zweistellige Wachstumsraten. Das organische Umsatzwachstum, das Wechselkurseffekte ausblendet, erhöhte sich 2011 auf 7,5 Prozent von 6,2 Prozent im Jahr davor. Der starke Franken hin-

Ohlsdorf. Als erster Sporthändler in der Alpenrepublik etablierte Sport 2000 im September des vergangenen Jahres eine Ordermesse für seine 271 Händler in Öster-reich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Nun wurde sie wiederholt. Vom 2. bis 10. Februar ging erneut eine derartige Veranstaltung über die Bühne, der Erfolg blieb dabei nicht aus: „Das Zusammentreffen von zahlreichen Händlern, Partnern aus der Sportartikelindustrie und unserem internen Einkaufsteam fördert den gegenseitigen Austausch, schafft Nähe und Synergien, die allen zugutekommen“, erklärt Sport 2000 Vorstand Holger Schwarting.

Frankenstärke versaut Nestlé-Bilanz Sport 2000 mit zweiter Ordermesse

© Neckermann

Neckermann sagt adieu zum Kataloggeschäft

Der einst 1.000 Seiten starke Katalog von ­Neckermann schrumpft weiter.

terließ jedoch seine Spuren in der Schlussbilanz: Der Umsatz sank um 4,8 Prozent auf umgerechnet 69 Mrd. €. Mithilfe von Kostensenkungen stieg der Reingewinn auf 7,8 Mrd. €. „Wir gehen nicht davon aus, dass 2012 einfacher als frühere Jahre wird“, sagt Konzernchef Paul Bulcke. Man bleibe aber bei seinen Prognosen, der Umsatz solle heuer organisch um fünf bis sechs Prozent steigen.  (no)

Messestandort für unsere Händler und die ausstellende Sportartikel-Industrie zu etablieren“, so Schwarting. Eines der Highlights war die Präsentation der neuen Fischer alpin Skibekleidungslinie, deren exklusiven Vertrieb für Österreich sich Sport 2000 unter den Nagel reißen konnte. Die nächste Ordermesse zu Hartware/Schuhe der Sommersaison 2013 findet vom 5. bis 8 März 2012 statt.

Nestlé-Konzernchef Paul Bulcke: „Gehen nicht davon aus, dass 2012 einfacher wird“.

Lieferantenpartner konnten ihr aktuelles Sortiment präsentieren, Händler verschafften sich zeit- und kosteneffizient einen Überblick. Präsentationsrahmen war die „S2 Arena“ in Ohsldorf, die Ausstellungsfläche wurde aufgrund des großen Zuspruchs von 1.000 auf über 1.200 m� erhöht. „Unser Ziel ist es, uns dauerhaft als attraktiver

© Sport 2000

Mehr Ausstellungsfläche

© EPA

Frankfurt/Main. Der Versandhändler Neckermann setzt verstärkt auf den Online-Handel und verabschiedet sich schrittweise vom Kataloggeschäft. Weil inzwischen 80% des Umsatzes im Internet erzielt werden, wurde der klassische, 1.000 Seiten starke Katalog bereits begraben. „Der Katalog vom Jänner hatte noch 700 Seiten, der nächste wird nur 400 Seiten umfassen“, sagte eine Sprecherin. Das Kataloggeschäft sei zuletzt deutlich stärker geschrumpft als man vermutet hatte.  (APA)

Schweiz Sparmaßnahme

Charity Ströck-Chefin übergibt Spendenscheck an Stiftung für Rückenmarksforschung

Linz. Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich haben im Linzer Handel Proben von in diesen Tagen beliebtem Heringskäse gezogen und dabei große Preisunterschiede festgestellt. Bei der Untersuchung der Qualität wurde nur eine der zehn als wertgemindert bemängelt. Der Preis pro Kilo Heringskäse lag zwischen 9,90 € und 17 €, das entspricht einem Unterschied von 72%. Dabei stammten sechs der untersuchten Proben vom selben Erzeuger, darunter sowohl der teuerste als auch der günstigste.

Heiße Models präsentierten die neue Kollektion von „Fischer alpin exklusiv“.


product news

Dienstag, 21. Februar 2012

medianet retail – 29

Hygiene-Helfer, effizient wie nie Product News Plenty Fun- und Fußball-Edition, Always Ultra ActiPearl, Silan Royal Gold und Rexona Xtra Cool. Die neue always Ultra mit geruchsneutralisierendem ActiPearl bietet zuverlässige Hygiene, mit der Frauen sich während ihrer Periode unbekümmert und frisch fühlen können. Im Gegensatz zu anderen Binden nehmen die ActiPearl Flüssigkeit auf, schließen sie ein und verwandeln sie in Gel. Gerüche werden neutralisiert, indem sie unangenehm riechende Moleküle in neutrale Moleküle umwandelt. Launch Always Ultra ActiPearl 2,59 € Procter & Gamble Austria DFH P&G, Tel.: 01/58857-0

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Launch Plenty Fun- und Fußball-Edition SCA Hygiene Products GmbH LEH SCA, Tel.: 01/89901

© Henkel; Procter & Gamble; Plenty

Kategorie Produkt Preis Vertrieb Distribution Kontakt

Am 20. März ist Frühlingsbeginn. Damit die Freude über die ersten Sonnenstrahlen auch bei Frühjahrsputz & Co. anhält, lanciert Plenty ab März die Fun Designs Haushaltstücher mit lustigen Comic-Motiven. Im April wird die Fußball Europameisterschaft 2012 angepfiffen. Zewa Moll sorgt bereits im Vorfeld für die richtige Einstimmung – mit der limitierten Zewa Moll Fußball Edition.

Silan Royal Gold enthält hochwertige Duft-Perlen, die für ein noch längeres Dufterlebnis auf der Wäsche sorgen. Bei jeder Bewegung und jeder Berührung öffnen sich die Duftperlen und geben noch lange nach dem Trocknen der Wäsche einen angenehmen Hauch von Duft frei. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

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Rexona Deodorants

Unheimlich cool Wien. Der Deo-Spezialist Rexona aus dem Hause Unilever geht 2012 mit der neuen Deo-Variante Rexona men „Xtra Cool“ mit natürlichem Menthol an den Start. Das Anti-Transpirant mit dem unschlagbaren Coolness-Faktor sorgt für lang anhaltende Frische und zuverlässige 48-Stunden-Long-Lasting-Protection. Sein hochwirksamer Deo-Schutz ist speziell auf die Bedürfnisse von Männern ausgerichtet und bekämpft effektiv Körpergeruch und Achselnässe.

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30 – medianet retail

Dienstag, 21. Februar 2012

Averna Am Opernball Mirabell am Opernball

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© Averna

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© Rainer G. Eckharter

1. Herwig Pecoraro, Florian Czink und Hans Peter Kammerer; 2 Sänger Adrian Eröd mit seiner Frau; 3. Musikalische Einlage mit Thomas Gansch und Georg Breinschmid.

Cremige Abwechslung in der Künstlerlounge der Oper 2

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1. Managing Director Kraft Foods Österreich, Andreas Kutil, und Desirée Treichl-Stürgkh; 2. Staatsoperndirektor Dominique Meyer; 3. Life Ball-Organisator Gery Keszler und Freund Stefan; 4. Model Lena Gercke.

Kraft Foods und Mirabell schwingen mit im Walzertakt

Süßer Gaumenkitzel

MirabellSchönheit am Opernball.

Verlockungen Bereits am Red Carpet wurden die Besucher des Wiener Opernballs mit den Salzburger Mozartkugeln von Mirabell empfangen. Während der gesamten Ballnacht reichten dann die Mirabell-Schönheiten in der Wiener Staatsoper die edlen Köstlichkeiten. Eine ganz besondere Überraschung wartete am Ende des Opernballs: „Wie der Opernball blickt auch Mirabell auf eine traditionsreiche Geschichte zurück und genießt einen weltweit exzellenten Ruf”, so Andreas Kutil, Managing Director Kraft Foods Österreich. Beim Genießen der Salzburger Mozartkugeln beobachten konnte man Opernball-Organisatorin Desirée Treichl-Stürgkh, Staatsoperndirektor Dominique Meyer, Bürgermeister Michael Häupl, Liefeball-Organisator Gery Keszler, Christian Rainer und Franziska Weisz, Sängerin Natalia Ushakova, die US-amerikanische Actrice Rosario Dawson, Topmodel Lena Gercke, Unternehmer Gerald Gerstbauer, die Schauspieler Kristina Sprenger und Herbert Föttinger, Volksoperndirektor Robert Mayer und Vizebürgermeisterin Renate Brauner. (jm)

Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

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LADEN-HÜTERIN

Das Biohuhn lässt keinen ruh’n Alexandra Binder © Polar

© Louis Vuitton/Alasdair McLellan

Leidenschaftlich klassisch Die Affinität der Familie Averna zu den schönen Künsten, die bereits in der 5. Generation den sizilianischen Amaro produziert, hat eine lange Tradition. CEO Francesco Averna dazu: „Menschen, die Musik lieben, lieben auch Averna.“ Florian Czink, Schlumberger-Marketingleiter, der in Abwesenheit der Familie das Unternehmen am Opernball repräsentierte, ist zufrieden: „Wir freuen uns, dass die Familie Averna uns mit dem neuen ‚Averna Cream‘, den es in Österreich gar nicht am Markt gibt, so großzügig unterstützt.“ Zutritt zur Künstlerlounge im 4. Stock gab es nur mit Einladung der Künstler. Für die musikalische Unterhaltung in diesem besonderen Rahmen sorgten die „Philharmonics“ sowie Thomas Gansch und Georg Breinschmid. Den Averna ließen sich neben den Solistenverbandspräsidenten Herwig Pecoraro unter anderem nicht entgehen: Angela Gheorghiu, Ildiko Raimondi, Clemens Unterreiner, Kurt „Salima 2012“: InternationaRydl, Peter Jelosits, Alfred le Nahrungsmittelmesse mit Sramek, Daniela Fally, Hans Schwerpunkt Retail und Horeca. Peter Kammerer, aber auch 28.2. bis 2.3., Messe Brünn. Vertreter aus Politik und WirtNähere Informationen: schaft, wie Andreas Treichl, www.bvv.cz/de/salima/ Georg Springer, Claudia Schmied. (jm)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Werner Schreyer (41), Topmodel und Schauspieler, ist das neue Testimonial der Frühling/ Sommer 2012 Männer-Kollektion von Louis Vuitton. Die Kampagne ist eine Hommage an die Schönheit Afrikas und an die legendären Abenteurer & Pioniere, die Afrika bereisten. Der britische Star-Fotograf Alasdair McLellan inszenierte Werner Schreyer in maskulinen Posen à la Denys Finch Hatton („Out of Africa“) und James Dean vor der Kulisse der afrikanischen Savanne. Die Mode-Kollektionen sind von afrikanischen Designelementen inspiriert, wie etwa dem auffälligen, blau-roten Karomuster des Massai-Stamms.

Die schönen Künste und die Genüsse

Volle Power Das State-of-the-art-Leistungsmesssystem für die neue Fahrradgeneration besteht aus den Polar P5 Leistungsdaten-Messsendern, die sich durch ein extrem geringes Gewicht auszeichnen, und den Look Kéo Power Pedalen – eine Adaption des Topmodells Kéo Blade. Das System ermöglicht präzise Messgenauigkeit, ein unkompliziertes und schnelles Anbringen der Pedale sowie einen schnellen Wechsel zwischen verschiedenen Fahrrädern. Die jeweils acht in die Pedale integrierten Dehnmessstreifen garantieren eine außergewöhnliche Präzision mit einer Abweichung von max. +/- zwei Prozent. Das System kalibriert sich vor jeder Trainingseinheit automatisch auf den Nullwert, sodass eine genaueste Messung der Leistungsdaten gewährleistet ist. Erhältliche Sets: Polar LookK Kéo Power Pedal-Set, UVP: 1.699,95 €; Polar CS600X Kéo, UVP: 1.949,95 €.

E

s ist eine rechte Freude, wenn eine kleine Kolumne wie die über das vielbeschäftigte Biohuhn, das seinen Weg weder in den Meidlinger Billa, Merkur noch Interspar findet, so viel Aufsehen erregt. Zuerst ist mein Erguss dem Mitbewerb aufgefallen. No na: Renne ich doch quasi als freiwilde potenzielle Fleischerei-Stammkundin herum, jederzeit zum Abschuss bereit. In diesem Sinne ließ mich denn Biomarkt-GF Heike Nossol auf charmante Art wissen, dass die Biohendln sich bei ihr einfänden und man mir oder dem Besten gern eins weglegt, zwecks Geschmackstest. Einen Tag später empfahl sich mir diesbezüglich auch Marian Link vom FrischeParadies Austria, dessen Existenz in meinem Bezirk bis dato an mir vorübergegangen war. Beim Rest hat´s dann gedauert oder dauert noch (Rewe). 17 Tage später hat auch Spar reagiert. Man habe die zehn schlechtgehendsten Wurstartikel aus dem Sortiment genommen und sechs BioFleischartikel eingelistet. Na, das ist doch was. Könnte man bitte auch im Gourmet-Spar in Hietzing tun; dort heißts beim Biofleisch nämlich unter der Woche auch ‚njet‘. Denn: Dass Bio- in Österreich nur 2,9% Anteil vom gesamten Fleischumsatz hat, könnte auch daran liegen, dass es schwer zu kriegen ist. a.binder@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Ausdauer Unglaublich aber wahr: Biber können ihren Atmen 45 Minuten lang anhalten.


medianet

inside your business. today.

Dienstag, 21. Februar 2012 – 31

S. Spitz bringt neue Produktrange mit rein österreichischen Rohstoffen auf den Markt  Seite 33

Nah am Wasser

Waldquelle verzeichnete 2011 im Near Water-Bereich Zuwächse  Seite 36

Neue Flaschen Starzinger Investiert in neue Abfüllanlage

© Starzinger

© Spitz

Nur aus Österreich

© Waldquelle/Pflanzl

alkoholfrei

© Panthermedia.net/Dmytro Smaglov

Keine trüben Wässerchen

Durstlöscher Alkoholfreie Getränke brachten dem heimischen Lebensmittelhandel im Jahr 2010 einen Umsatz von etwas mehr als eine Milliarde Euro. Damit waren sie laut A.C. Nielsen die zweitstärkste Warengruppe nach den Molkereiprodukten. Wie diese Position auch in Zukunft weiterhin erhalten werden soll, und welche ­Neuerungen die Konsumenten in diesem Segment erwarten, verraten die heutigen  Seiten 31– 36 Lesetipp

Recycling Über 75.000 Tonnen PET-Verpackungen wurden seit 2007 bei PET-to-PET Recycling verarbeitet

Casting Eckes Granini sucht für seine neuen Yo FruchtsirupFernseh-Spots Hauptdarsteller und schickt das neue Gesicht dann im September des Jahres on air.  Seite 34

Eisenstadt. Wenn in Österreich eine PET-Flasche geleert wird, stehen die Chancen 50:50, dass sie den Weg ins Nordburgenland antritt. In Müllendorf betreibt die PET-to-PET Recycling Österreich GmbH seit 2007 ein Werk zum Recycling von Kunststoffflaschen. Bisher wurden über 75.000 t PET-Flaschen der Wiederverwertung zugeführt, gab das Unternehmen zu Jahresbeginn bekannt. Somit wurden in Müllendorf bisher drei Mrd. Flaschen verarbeitet. Allein im Vorjahr wurden demnach über 17.000 t PET-Flaschen nach Müllendorf gebracht. In einer 3.000 m� großen Produk-

tionshalle werden die Flaschen zu einem Granulat verarbeitet, das an die Getränkeunternehmen geliefert wird. Bei den Herstellern wird es dem Ausgangsmaterial für neue Verpackungen beigegeben. Diese gelangen wieder in den Handel.

Weiterer Ausbau In den letzten beiden Jahren wurde der Standort weiter ausgebaut und um eine Granulierungsund eine Flaschensortieranlage ergänzt. Acht von zehn PET-Flaschen landen nach Gebrauch in Österreich in den gelben Tonnen

und werden so zu Recyclingmaterial. An der Anlage in Müllendorf sind die Coca-Cola HBC Austria GmbH, Radlberger Getränke GmbH & Co OG sowie Rauch Fruchtsäfte GmbH & Co OG, S. Spitz Ges.m.b.H und Vöslauer Mineralwasser AG beteiligt. Pro Jahr kommen in Österreich über den Handel etwa 40.000 t PET-Flaschen in Umlauf. 2/3 aller gesammelten Flaschen werden wieder dem Recyclingprozess zugeführt. Mit einer Verwertungsquote von 80% liegen die Österreicher laut PET-to-PET beim Sammeln von PET-Verpackungen im europäischen Spitzenfeld. (APA)

© Mark Fallander/CCHBC

© Eckes Granini

Drei Milliarden Plastikflaschen später …

Allein 2011 wurden 17.000 Tonnen PETFlaschen nach Mühlendorf gebracht.


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32 – medianet special

Powerdrink Coca-Cola launchte kürzlich eine neue Sorte des Energydrinks „burn“ als Begleiter für unterwegs

short

Mit Energie durch den Tag „burn juiced energy“ schmeckt nach tropischen Früchten und signalisiert Dynamik und Lebensfreude.

Römerquelle emotion: neue Sorte mit Marillen und Holunderblüten.

Wien. Der Energydrink burn aus dem Haus Coca-Cola startete zu Jahresbeginn österreichweit mit der neuen Sorte „burn juiced energy“. burn, dessen Logo mittels roter Farbe und visualisierter Flamme für „die kreative Energie und Leidenschaft“ steht, die der Energiespender in den Konsumenten entfachen möchte, erweitert damit sein bestehendes Produktportfolio um eine weitere Geschmacksrichtung. Das Produkt richtet sich vor allem an jene Konsumenten, die ihre Visionen zielstrebig und mit mehr Energie realisieren möchten. burn juiced energy ist aktuell in 80 Ländern weltweit erhältlich.

Edelstal/Wien. Mit der neuen Sorte marille|holunderblüte erfrischt Römerquelle emotion seit Februar dieses Jahres Österreichs Konsumenten. Die heimische Marille, ein Klassiker aus dem österreichischen Obstgarten, ist für ihre leuchtende Farbe und den vollen Geschmack bekannt und beliebt. Das Zusammenspiel mit der hierzulande ebenfalls populären Holunderblüte ergibt ein für heimische Konsumenten vertrautes Geschmackserlebnis. Seitens Römerquelle rechnet man daher mit hohem Zuspruch. „Unsere neue Kreation Römerquelle emotion marille|holunderblüte ist ein Gruß aus der Heimat. Obwohl beide Essenzen ihren Ursprung in anderen Kulturen haben, gehören sie mittlerweile zu den beliebtesten Geschmacksrichtungen der Österreicher,“ so Jakob Taferner, Senior Brand Manager von Römerquelle. Bereits zum zweiten Mal präsentiert sich Römerquelle emotion mit aufmerksamkeitsstarken Neckhangern. Zum aktuellen Start der neuen emotion-Sorte zieren die farbenfrohen Leaflets wieder die Hälse der 6 x 1,5l PET-Flaschen.

Die Powerfrucht Die neue Sorte burn juiced energy ist mit 21% Fruchtanteil auf fruchtig-frischen Geschmack fokussiert und verspricht Power. Die Kombination aus tropischen

Früchten und burn Energy wurde am Geschmack dynamischer, lebensfreudiger Konsumenten ausgerichtet. „Mit der auffällig und cool designten 0,5l Pet-Flasche ist ‚burn juiced energy‘ in dieser Kategorie einzigartig in seinem Auftreten. Das Look and Feel entspricht dabei genau der aktiven Zielgruppe, die ihren Energydrink überall und jederzeit konsumieren möchte“, erklärt Nadine Rudisch, Brand Managerin von burn Österreich. Der fruchtige Geschmack sowie die praktische Wiederverschließbarkeit der Flasche sind auf den Konsum unterwegs zugeschnitten und positionieren die neue Marke als „Geschmacksbegleiter durch den Tag“. Produkt und Verpackung wurden zugunsten großer Wirkung im Regal optimiert und sorgen hinkünftig für zusätzliches Volumen in der Kategorie der Energydrinks. (red)

„burn juiced energy“ orientiert sich in Sachen Design an seiner aktiven Zielgruppe.

Süßungsmittel Die gesetzliche Zulassung der Stevia-Pflanze ermöglicht gesunde und kalorienarme Genüsse

Nativa kommt neu mit Stevia auf den Markt

„Nativa Green Tea Lemon“ ist seit Jahres­ beginn mit ­Stevia im Handel erhältlich.

Rankweil. Der österreichische Fruchtsaft- und Eisteehersteller Rauch stellt seit Jänner die Wellness-Tee-Marke „Rauch Nativa“ auf eine Süßung mit dem Extrakt der Stevia-Pflanze um. Speziell für die Zielgruppe der kalorien- und gesundheitsbewussten Frauen konzipiert, ist Rauch Nativa im boomenden Segment der Wellnessgetränke positioniert. Seit Jahrhunderten wird die Stevia-Pflanze von den Ureinwohnern Paraguays und Brasiliens zur Süßung und als Heilmittel verwendet. Die gesetzliche Zulassung mit 1. Dezember 2011 bietet nun auch hierzulande die Möglichkeit, diesen Süßstoff aus natürlicher Quelle einzusetzen. Die „Stevia rebaudiana“ wird auch Süß- oder Honig-

kraut genannt. Aus ihren Blättern werden die Steviolglycoside als Extrakt gewonnen. Diese haben eine bis zu 300fache Süßkraft im Vergleich zu Zucker und sind kalorienfrei. Stevia ist als Süßstoff auch für Diabetiker geeignet. Für Nativa kommt eine besonders kalorienarme Mischung aus Fruchtzucker und Steviaextrakt zum Einsatz. „Viele Produkte mit Stevia haben einen unangenehmen, bitteren Nachgeschmack“, so Erich Teufel, Marketingleiter bei Rauch Fruchtsäfte, „aber nicht Nativa. Wir haben zwei Jahre entwickelt, um unseren guten Geschmack garantieren zu können.“ Die Sorte „Green Tea Lemon“ ist bereits mit Stevia auf dem Markt, die restlichen Nativa-Artikel folgen bis zum Frühling. (red)

Tetra Pak Der neue „DreamCap“ berücksichtigt insbesondere die Bedürfnisse des „on-to-go“-Konsumenten

Neuer Verschluss besonders ergonomisch Wien. Mit DreamCap bringt Tetra Pak, weltweiter Hersteller von Getränkekartons, einen neuen Verschluss für Tetra Prisma Aseptic-Portionspackungen auf den Markt. Dieser eignet sich für das Trinkerlebnis unterwegs.

Besondere Ergonomie DreamCap wurde ergonomisch geformt und berücksichtigt die Bedürfnisse des „on-the-go”-Konsumenten. Bei der Entwicklung wurden Ergebnisse von Konsumententests sowie ethnografischer Marktforschung herangezogen. So wurde genau untersucht, in welcher Haltung und in welchen Situationen Getränke unterwegs getrunken werden. Im Zuge von Experimenten wurden drei unterschiedliche Modi im Bezug auf das Trink-Verhalten identifiziert: Der sogenannte Saugmodus, der Schüttmodus und der Ziehmodus. DreamCap ermöglicht für alle Trink-Typen ein optimales Trinkerlebnis, was vor allem bedeutet, die Kontrolle des Getränkeflusses während des Trinkens sowie eine

angenehme Anpassung der Verpackung inklusive Verschluss an die Gesichtsform zu gewährleisten. Der Verschluss reicht über die Oberkante hinaus, besitzt eine größere Öffnungsfläche und kann mit nur einem Dreh geöffnet und geschlossen werden.

Gut für Umwelt und Handel Der DreamCap-Verschluss, der in verschiedenen Farben verfügbar ist, wird vor allem bei typischen Getränken in Portionspackungen, wie Säfte, Wasser, stille Getränke, Milchmischgetränke, Eistee, u.v.m. Anwendung finden. Tetra Pak positioniert diese Verpackungsform als umweltfreundliche Alternative zu den bei Portionspackungen üblichen PET-Flaschen. Die Tetra Prisma Aseptic 330 ml Square DreamCapVerpackung hinterlässt einen wesentlich geringeren Der „DreamCap“ wurde auf Basis ethnografischer Marktforschung entwickelt.

CO2 Fußabdruck als vergleichbare PET-Flaschen. „Um den hohen Anforderungen der Produzenten und Konsumenten nach kontinuierlicher Innovation gerecht zu werden, investieren wir laufend in die Produktentwicklung“, kommentiert Josef Meyer, Mitglied der Geschäftsführung von Tetra Pak Mid Europe, die neueste Weiterentwicklung seines Hauses. „Mit dem ‚DreamCap‘-Verschluss auf der Tetra Prisma Aseptic 330 ml Square-Verpackung haben wir eine optisch ansprechende Verpa-

ckung auf dem Markt, die ein angenehmes und praktisches Trinkerlebnis bietet und sich ideal für den Konsum unterwegs eignet“, so Meyer weiters. Das System stelle auch eine Möglichkeit dar, „sich mit einer geringen Investition innovativ und umweltfreundlich zu positionieren und vom Mitbewerb zu differenzieren“. Für den Handel sei vor allem die leichte Stapelbarkeit der Produkte von Bedeutung, welche in optimalen Transportverpackungen zusätzlich für Abwechslung im Regal sorgen. (red)

© Tetra Pak

© Teekanne

© Rauch

Weitere Abwechslung im Früchtegarten

Salzburg. Die Teekanne Gruppe, seit 130 Jahren im Teegeschäft tätig, bietet eine umfassende Produktrange. Aktuell erweitert man das Angebot um zwei neue Sorten im Bereich „Früchtegarten“. Die Kompositionen „Holler Zitrone“ sowie „Cranberry mit Himbeere“ werden zukünftig bei heimischen Teeliebhabern für weitere Auswahlmöglichkeiten sorgen. Naturbelassene Früchte und erfrischende HolunderblütenZitronenaromen bilden die Grundlage der Teekomposition „Holler-Zitrone“. Auch für die Geschmacksinnovation „Cranberry mit Himbeere“ werden ausschließlich sonnengereifte, naturbelassene Früchte verwendet. Die neuen Sorten können heiß oder kalt getrunken werden und sind das Ergebnis aufwendiger Produktentwicklungsprozesse. Mehr als 500 Muster werden durchschnittlich gemischt und verkostet, bis eine Rezeptur für anschließende interne wie externe Panels frei gegeben wird.

© Coca-Cola

© Römerquelle

Römerquelle mit neuer Sorte auf dem Markt

Die Komposition „Holler Zitrone“ bereichert die Teekanne-Range.

Dienstag, 21. Februar 2012


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Dienstag, 21. Februar 2012

medianet special – 33

S. Spitz Die oberösterreichischen Sirup-Spezialisten bringen eine neue Produktrange mit ausschließlich österreichischen Rohstoffen auf den Markt

Die Gartensaison ist eröffnet Attnang-Puchheim. Mit einer neuen Produktrange im Bereich Fruchtsirup startet der oberösterreichische Nahrungsmittelproduzent S. Spitz ins kommende Frühjahr. Die vier Sorten des „Garten Österreich“-Sortiments beinhalten, so Spitz, ausschließlich Obst aus Österreich. Bewusst habe man auf künstliche Zusätze wie Farbstoffe, Aromen und Konservierungsmittel verzichtet. Die vier Geschmacksrichtungen Himbeer, Johannisbeer, Holunderblüte und Birne-Melisse haben mit rund 33% einen besonders hohen Fruchtanteil.

„Ausgezeichnete“ Qualität

Media-Aktivitäten sowie umfangreiche Point of Sale-Aktivitäten wie Displays und Neckhanger unterstützt.

Große Investition Spitz macht aber nicht nur mit neuen Sirup-Sorten von sich reden; auch in Sachen Umweltschutz ist man aktiv. Ende 2011 hat das Unternehmen über eine Mio. € in eine neue Palettentrennanlage inves-tiert. Bisher wurden die Produkte auf zwei Halbpaletten, die ihrerseits auf eine Euro-Palette gestellt wurden, ausgeliefert. Das war nicht nur mit erheblichem lo-

gistischem Aufwand verbunden, sondern verursachte durch die notwendigen Leerpaletten-Rücktransporte auch mehr CO2-Ausstoß aufgrund der zahlreichen Lkw-Fuhren.

Gut für die Umwelt Die neue Anlage, die im Warenausgang zum Einsatz kommt, trennt die Halb- von den Europaletten, verringert die Zahl der Rücktransporte um 41% und reduziert auch die Gewichtsbelastung für die Lkws. Neben der Umwelt profitieren von dieser Vorgehensweise auch die Spediteure, die die Palet-

ten bisher händisch voneinander trennen mussten. Wesentlich ist allerdings die von Spitz verursachte CO2-Belastung: Sie wurde durch die neue Trennanlage um 197 t pro Jahr reduziert. Dieser positive Effekt ist für Geschäftsführer Josef Mayer ein Ansporn, „auch weiterhin sowohl in der ökonomischen, der sozialen und der ökologischen Dimension des Unternehmens an einer nachhaltigen Entwicklung zu arbeiten“. Spitz produziert alle seine Produkte ausschließlich in AttnangPuchheim. Von dort werden jährlich rund 16.000 Warentransporte zu den Kunden durchgeführt. (red)

© S. Spitz

Die vier Sorten Himbeer, Johannisbeer, Holunderblüte und Birne-Melisse tragen das AMA-Gütesiegel.

Die vier Sorten des „Garten Österreich“ kommen im Frühjahr in den Handel.

Balance Neue Sorte

Fruchtiges Duo Bad Vöslau. Seit letzter Woche ist eine neue Sorte aus der beliebten „Balance“-Range von Vöslauer im heimischen Handel. „Die aromatische Süße der Lychee harmoniert perfekt mit der leicht-herben, aromatischen Note der Quitte und sorgt für einen aufregenden, fruchtigen Kick am Gaumen“, ist Birgit Aichinger, Leitung Marketing & PR bei Vöslauer, von der neuen Balance-Geschmacksrichtung überzeugt. Im Zusammenhang mit neuen Sorten erregen immer wieder Promotionaktionen, bei denen neue Geschmacksrichtungen erraten oder gewählt werden können, die Aufmerksamkeit der Konsumenten. Darüber hinaus stehe man ständig in direktem Kontakt bspw. mit den Facebook-Fans von Vöslauer. ­Aichinger: „Nur durch Interaktion mit unseren Kunden und direktes Feedback können wir so stimmige, überraschende und einzigartige Geschmackskompositionen wie Balance Lychee-Quitte kreieren.“

Frecher Spruch

© Vöslauer

Ein vertrautes Element ist auch der freche Spruch auf den Etiketten der Balance-Flaschen. „Die saure Quitte hat mit der frechen Lychee noch eine Rechnung offen. Da lädt sie die Lychee in ihre Flasche ein und sagt: ‚Jetzt sind wir aber Quitte‘, heißt es bei der neuen Sorte. Die Markteinführung wird unter anderem mit klassischen 24-Bogen-Plakaten, Anzeigen und On-Pack-Aktionen durchgeführt. (red)

Süß, säuerlich und herb präsentiert sich die neue Balance-Sorte LycheeQuitte.

www.waldquelle.at

„Garten Österreich“ sei darüber hinaus die erste und einzige Sirup-Range, die mit dem AMA-Gütesiegel ausgezeichnet wurde. Die Einführung der neuen Sirupsorten wird durch eine aufmerksamkeitsstarke Mediakampagne, Social


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34 – medianet special

short

Red Bull in Shanghai aus Regalen verbannt

Dienstag, 21. Februar 2012

Casting-Aufruf Eckes Granini sucht mittels TV-Casting den Hauptdarsteller der neuen Fernsehspots

Yo sucht einen TV-Star

Die Red Bull-Dose steht in China unter verschärfter Beobachtung.

Shanghai. Einige Supermärkte in Shanghai haben Energiegetränke von Red Bull aus ihren Regalen genommen, nachdem illegale Inhaltsstoffe darin gefunden wurden. Diese sind auch Medikamenten enthalten, die in der Psychiatrie verwendet werden und haben ähnliche Wirkungen. Der Verkaufsstopp erfolgte nach der Entdeckung der Lebensmittel-Aufsichtsbehörde diese Woche in der nordostchinesischen Stadt Harbin, dass einige auf der Getränkedose aufgedruckte Inhaltsstoffe weder bei den Aufsichtsbehörden registriert noch für funktionelle Vitamingetränke zugelassen sind. Die Behörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln in Harbin wollte sich zur Sicherheit des Getränks erst äußern, nachdem in etwa zwei Wochen die Ergebnisse der getesteten Stichprobe vorliegen. Die entsprechende Behörde in Shanghai hat den Fall unter strenger Beobachtung, aber bisher keinen Verkaufsstopp angeordnet.

© Güssinger

Güssinger: Prognose nicht sehr rosig

St. Florian. „Yo´s fruchtigste Früchte schmecken dir und mir genauso…“ – der Ohrwurm aus dem Yo-Fruchtsirup TV-Spot wird von Eckes Granini auf ungewöhnliche Art wiederbelebt. Ab März haben Kinder bis 12 Jahre die Chance, der neue Yo-TV-Star zu werden. Auf den Fruchtsirupflaschen werden dazu der Aufruf und die Anleitung zum TV-Casting zu finden sein.

neuen TV-Stars. Der aktuelle Spot läuft von Jänner bis März und stellt den Kern der Marke – die Fruchtigkeit – in den Mittelpunkt. Die zwei neuen Spots zeigen auf humorvolle Art, was passiert, wenn Kinder nicht den erwarteten fruchtigsten Sirup bekommen. Im gleichen Stil ist ab Mai/Juni der neue Fresh TVSpot zu sehen. Der neue Spot mit dem im Casting ausgewählten Yo TV-Star wird dann im September und Oktober ausgestrahlt. Mit einem Plüsch-FruchtTiger Gewinnspiel ist das Kindergetränk auch Facebook beigetreten, 50 Plüsch-FruchtTiger wurden auf der Social Media-Plattform bereits verlost. Mit Koch-, Bastel-, und Freizeittipps haben sich inzwischen 700 Fans versammelt. „Die im Jahr 2010 durchgeführte Rezepturänderung kann über Facebook den Eltern erneut und besser vermittelt werden“, so Doris Nöster, Brand Managerin FruchtTiger. (red)

TV-Star gesucht Die Teilnehmer werden eingeladen, über www.yo-casting.at ihre Videos mit Grimassen, die an den neuen Yo TV-Spot erinnern, hochzuladen. Durch ein PublikumsVoting werden die zehn besten Videos gewählt und mit einem Yo Fruchtsirup-Jahresvorrat belohnt. Der beste Schauspieler, der durch eine von Eckes-Granini Austria zusammengestellte Jury gewählt wird, bekommt die Rolle des

© Eckes Granini

© Red Bull

Im September wird das neue junge Werbegesicht des Yo Fruchtsirups on air gehen.

Eckes Granini sucht für TV-Spots einen neuen Hauptdarsteller.

Zwei Sorten Bislang Smoothie-Spezialist, hat der britische Produzent 2011 zwei Sorten Fruchtsäfte vorgestellt

innocent Fruchtsaft jetzt auch in Österreich Salzburg. innocent, in Österreich durch seine Smoothies bekannt geworden, ist seit Jänner 2012 in Österreichs Handel auch mit Fruchtsäften vertreten.

Pures Obst Der Smoothie-Spezialist innocent bringt seine ersten Fruchtsäfte auf den Markt.

Der Saft, der in den beiden Sorten Apfel und Orange mit Fruchtfleisch in die Regale kommt, besteht wie die Smoothies laut innocent aus purem, hochwertigem Obst und sonst nichts. „Für unsere Säfte pflücken wir nur das beste Obst, das wir finden können“, erklärt Line Büchner, Marketing-Verantwortliche bei innocent. „Dieses Obst wird innerhalb weniger Stunden gepresst und in unsere Karaffen abgefüllt. Weil

nichts als Frucht drin ist, müssen unsere Fruchtsäfte gekühlt werden und sind nur begrenzt haltbar“, so Büchner weiter. Im innocent-Heimatland Großbritannien haben die neuen Produkte bereits ihre Spuren hinterlassen: Seit Februar 2011 wurden 15 Mio. Flaschen verkauft. Und der Saft wurde auch schon ausgezeichnet: Die Jury des „Foodnews World Juice Award“ verlieh innocent einen Preis für den reinen, fruchtigen Geschmack und einen weiteren für die speziell gestaltete, umweltfreundliche Karaffe. Zusätzlich gewann der neue Fruchtsaft einen „Best Taste Award 2011“. Seit 30. Jänner sind die zwei Sorten in Karaffen zu 900 ml in Österreich erhältlich. (red)

© innocent

Stellenabbau Trotz Gewinnsteigerung gibt es Einschnitte

Ansfelden. O2alive, eine Marke des oberösterreichischen Unternehmens bionic Vertriebs GmbH, wird 2012 den Fokus weiter in Richtung Sport vertiefen, erklärt die seit November 2011 als Geschäftsführerin fungierende Petra-Eva Grüneis. „Die ‚O2alive sport‘ Serie erhält eine neue Mineralienmischung, um die Bedürfnisse der Konsumenten im Sport- und Wellnesssektor noch gezielter erfüllen zu können.“

Hamburg. Im Kampf mit Coca-­Cola um die Gunst der Kundschaft müssen bei Pepsi rund 8.700 Mitarbeiter gehen. Das sind etwa drei Prozent aller Beschäftigten. Es heißt, dass 30 Länder von den Einschnitten betroffen seien – Einzelheiten sind noch keine bekannt. Bis zum Jahr 2014 sollten weltweit insgesamt 1,5 Mrd. USD eingespart werden. Das eingesparte Geld soll unter anderem in mehr Werbung und Marketingmaßnahmen gesteckt werden. Allein in diesem Jahr steigt dieser Posten um bis zu 600 Mio. USD, wobei das meiste Geld in den hart umkämpften US-Markt fließt. Auch die Pepsi-Aktionäre sollen ihren Teil des Geldes abbekommen durch eine höhere Dividende und einen Aktienrückkauf.

O2alive macht sich auf die Reise

seitens bionic die Kooperation mit Aproz aus dem Migros Genossenschaftsbund erfolgreich zu vertiefen. „Aproz O2“ – produziert mit der Technologie von O2alive – ist ein fixer Bestandteil in den Regalen der Migros-Filialen. Grüneis: „Zusätzlich haben wir 2011 ein Lizenzabkommen mit einem russischen Unternehmen geschlossen und aktuell sind wir gerade in der finalen Verhandlungsphase für ein Lizenzabkommen für Großbritannien.“

Exportfokus Die Kraft von 500% mehr Sauerstoff, verbunden mit der neuen Mineralmischung und einem speziellen Dreifachzucker, unterstützt Sportler und aktive Personen in leistungsstarken Zeiten. „Verpackungstechnisch bleiben wir unser bestehenden Linie treu: Alle Sorten werden in der praktischen 0,5 l Flasche inklusive Kipp-Cool-Verschluss angeboten“, so Grüneis. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt im neuen Jahr liegt auf dem Export, sowohl mit O2alive selbst, als auch mit der Vergabe von weiteren Lizenzen des weltweit patentieren Herstellungsverfahrens. In den letzten zwei Jahren wurde

„Jahr des Umbaus“ bei PepsiCo

dukte im gleichen Maße zu erhöhen, erklärte der Konzern. „Wir mussten einige harte Entscheidungen treffen“, sagte Finanzchef Hugh Johnston. Im vergangenen Jahr stieg der Gewinn von Pepsi um zwei Prozent auf 6,4 Mrd. USD. Der Umsatz legte um 15% auf 66,5 Mrd. USD zu, was allerdings auch an der Übernahme zweier wichtiger nordamerikanischer Abfüllbetriebe lag. (red)

Rohstoffe machen Druck

Die neue bionic-Geschäftsführerin Petra-Eva Grüneis.

„2012 wird ein Jahr des Umbaus werden“, sagte Konzernchefin Indra Nooyi. Pepsi muss sich nicht nur Coca-Cola erwehren, sondern auch gestiegene Rohstoffkosten verdauen. In diesem wirtschaftlichen Umfeld sei es nicht möglich, einfach die Preise für Pepsi-Pro-

Insgesamt 1,5 Mrd. Dollar will Pepsi in drei Jahren ein­ sparen.

© PepsiCo

Güssing. Das burgenländische Unternehmen Güssinger Beverages & Mineralwater GmbH mit Sitz in Gerersdorf-Sulz hat finanzielle Probleme und muss daher Mitarbeiter abbauen. Das berichtete der Kurier Anfang Februar in seiner OnlineAusgabe. Die Bilanzverlust soll im Jahr 2010 um 2 Mio. auf 7,8 Mio. € gestiegen sein, das Eigenkapital soll mit 6,7 Mio. € im Minus sein. „Die Bilanz 2011 wird nicht besser“, so Geschäftsführer Ejaz Ahmad gegenüber der Tageszeitung. Auch eine Klage wegen offener Kommunalsteuer sei anhängig. Aufgrund der Finanzprobleme wolle Ahmad versuchen, die Kosten zu drücken und zwar, indem er „als Erstes“ die Belegschaft verkleinert. Erste Kündigungen soll es bereits gegeben haben. Wie viele der 37 Mitarbeiter weiterbeschäftigt sein werden, wolle der stellvertretende Geschäftsführer nicht abschätzen. Das hänge von der Auftragslage ab, erklärte er. Parallel versuche Ahmad Einkaufspreise neu zu verhandeln; laut Kurier soll auch ein möglicher Verkauf im Raum stehen.

Exportfokus Koop in der Schweiz, Lizenz in Russland

© Bionic

Beim burgenländischen Abfüller sah man schon bessere Zeiten.


Dienstag, 21. Februar 2012

A l ko h o l f r e i e G e t r ä n k e

medianet special – 35

Almdudler Das traditionelle Trachtenpärchen und die österreichische Berglandschaft bleiben die Kernelemente des Almdudler Etiketten-Designs

Almdudler in neuem Look 2012 Wien. Es geschah an einem Donnerstag, ob es regnete oder die Sonne schien, weiß heute keiner mehr. Aber an diesem besagten Donnerstag, dem 17. Oktober 1957, hatte Erwin Klein die Originalrezeptur aus 32 natürlichen Alpenkräutern fertiggestellt und läutete mit der ersten Abfüllung die Geburtsstunde des österreichischen Kultgetränks Almdudler ein. Bis heute ist man stolz darauf, ohne jegliche Konservierungsstoffe und künstliche Aromen auszukommen. Die Natürlichkeit, das unveränderte Originalprodukt und die kontinuierliche hohe Qualität machten die Premiummarke Almdudler zur beliebtesten und bekanntesten österreichischen Getränkemarke und gleichzeitig zu einem bedeutenden Exportgut, ist man überzeugt. Die stärksten Almdudler Absatzmärkte sind Österreich sowie Deutschland, Schweiz und die Benelux-Länder – Almdud-

ler-Liebhaber gäbe es heute jedoch auf der ganzen Welt. Aufmerksamkeit will man jetzt in den Verkaufsregalen erregen: „Almdudler Traditionell“, „G`spritzt“, „Zuckerfrei“ und „Still“ präsentiersen sich ab sofort in allen österreichischen Getränkeregalen mit neu gestalteten Etiketten.

Emotionaler und auffälliger „Die neuen Etiketten sind sehr viel emotionaler und auffälliger. Dadurch wollen wir die Konsumenten noch stärker ansprechen und die positiven Gefühle, die sie mit Almdudler verbinden, auf den

Etiketten widerspiegeln“, so Claus Hofmann-Credner, Almdudler Marketingleiter. Nicht fehlen darf auf den neuen Almdudler-Flaschen das altbekannte Almdudler Trachtenpärchen – wenngleich das Pärchen im Rahmen eines Soft-Relaunches etwas verjüngt und moderner gestaltet wurde.

Trachtenpärchen 2012 „Die wichtigsten Aspekte beim Relaunch waren, den emotionalen Österreich-Bezug und die 32 Alpenkräuter grafisch wie textlich herauszuarbeiten. Unser traditi-

Neuer Drink

Unterradlberg. Sortimentserweiterung beim niederösterreichischen Getränkespezialisten Radlberger. „Stevita“ heißt das neue „Wellnessgetränk“ und ist seit Ende des Vorjahres im Eisteeregal in zwei Geschmacksrichtungen zu finden: Schwarztee-Sauerkirsche und Weißtee-Mandarine. Das Getränk ist mit einer völlig neuen Art der Süßung versehen und weist nur fünf kcal auf: „Stevia rebaudiana Bertoni“ – eine Pflanze südamerikanischen Ursprungs – dient als Quelle für einen „hochreinen und natürlich-kalorienarmen“ Süßstoff, der nun erstmals mit „Stevita“ im Getränkeregal zu finden ist, heißt es seitens des Getränkeherstellers.

Natürliche Süße

Der einzige Fruchtsirup mit dem AMA Gütesiegel aus rein österreichischen Früchten. breitgestreute TV-Kampagne aufmerksamkeitstarke POS-Maßnahmen

© Radlberger

Sampling Aktvitäten „Natürlich revolutionär“ und „natürlich süß“ lautet Radlbergers Kampfansage.

Social Media

Mit Herz und viel Gefühl präsentiert sich Almdudler im neuen Look 2012.

mehr Umsatz?

Spitz auf

Radlberger Kalorienarm

„Wir trachten immer danach, mit Innovation zu punkten. Süßungen, die auf Stevia basieren, sind zurzeit im Handel sehr gefragt und Radlberger befasste sich mit diesem Thema schon geraume Zeit. Insofern sind wir sehr froh darüber, dass wir nun bereits kurz nach der Zulassung mit einem kalorienarmen Produkt auf den Markt kommen können“, erklärt RadlbergerChef Christian Weisz. Mit einer Süßkraft 40 bis 300 mal stärker als jene von Zucker, ist der Süßgeschmack lang anhaltend und wird von neuartigen geschmacklichen Nebennoten begleitet. Ein völlig neues GetränkeGeschmackserlebnis ist garantiert, verspricht man abschließend. (red) Infos unter:  www.stevita.at

onelles Trachtenpärchen und die Berglandschaft werden weiterhin als Kernelement verwendet“, so Hofmann-Credner. Zusätzlich zu den neuen Etiketten für Almdudler wird es 2012 anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums des Österreichischen Alpenvereins auch eine eigene OeAV-JubiläumsAlmdudler-Edition geben. Als langjähriger Partner des Alpenvereins setzt sich das Familienunternehmen aktiv für den Schutz der Berge ein und sorgt mit dem OeAV dafür, dass in der heimischen Bergwelt auch in Zukunft noch ein Stein auf dem anderen sitzt.  (red)

© Almdudler

Das Erfolgsrezept ist die unveränderte Originalrezeptur aus 32 natürlichen Alpenkräutern.

Spitz auf mehr?


A l ko h o l f r e i e G e t r ä n k e

36 – medianet special

Dienstag, 21. Februar 2012

Near Water-Markt Der Kobersdorfer Produzent zieht Bilanz über die vor einem Jahr präsentierte „Waldquelle Frucht“

short

Waldquelle trägt Früchte

Schweppes und Co. fahren sattes Plus ein

Kobersdorf. Es ist ein Jahr her, als Waldquelle-Geschäftsführer Herbert Czech Mut bewies und ein etabliertes Produkt wie „Flywell“ aus den Regalen des Lebensmittelhandels holen und durch eine Innovation ersetzen ließ: „Waldquelle Frucht“ wartete mit dem natürlichen Geschmack heimischer Früchte auf, war frei von künstlichen Süßstoffen und entsprach damit ebenso den aktuellen Konsumententrends wie den Markenwerten der Waldquelle.

Krombacher kann den SchweppesVerkauf um 5% steigern.

Düsseldorf. Schweppes, Orangina und Co. sorgen bei der Siegerländer Brauerei Krombacher für gute Jahreszahlen. Dank des florierenden Geschäfts mit den alkoholfreien Getränken hat die Krombacher-Gruppe ihren Absatz auch im vergangenen Jahr erneut gesteigert. Trotz des verregneten Sommers erzielte das Siegerländer Unternehmen einen Rekordausstoß von 6,4 Mio. hl, das sind 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 0,4 Prozent auf knapp 650 Mio. €, wie das Unternehmen im Jänner mitteilte. Während der Konsum des „klassischen” Krombacher Pils leicht rückläufig war, stieg der Absatz der alkoholfreien Getränkemarken Schweppes, Orangina und Dr. Pepper um fast fünf Prozent. Das vor 13 Jahren eingeführte Krombacher Alkoholfrei konnte sogar ein Absatzplus von 11,7 Prozent erreichen.

Der Geschmacksnerv Dazu kam die neue, hellgrüne 1,0 l-PET-Flasche mit eleganten, durchsichtigen Etiketten aus italienischer Design-Werkstatt. Aus heutiger Sicht hat sich dieser Schritt jedenfalls bezahlt gemacht, betont Czech: „Wir haben offensichtlich den Geschmacksnerv der Österreicher getroffen.“ Czech zufolge war

„Waldquelle Frucht“ außer einigen Private Labels die einzige Marke, die 2011 im Near Water-Bereich Zuwächse im Marktanteil erzielen konnte. „Wir haben in diesem dynamischsten Segment des Mineralwassermarkts für Impulse gesorgt“, merkt Czech an und hat sich fest vorgenommen, dieser Erfolgsgeschichte im heurigen Jahr ein weiteres Kapitel hinzuzufügen. Dabei war doch schon längst anzunehmen, dass ein stark besetzter Near Water-Markt mit einem Überangebot unterschiedlicher, auch exotischer, Geschmacksrichtungen nur noch wenig Spielraum für neue Produkte bietet. Mit seiner neuen Produktlinie „Waldquelle Frucht“ konnte der Kobersdorfer Produzent seinen Marktanteil in diesem Segment binnen eines halben Jahres verdreifachen. In der letzten Nielsen-Periode 2011 wurden neun Prozent mengenmäßiger Marktanteil erreicht.  (red)

Starzinger füllt Mineral-Zitrone in die Flasche

© Starzinger

© Pixelio.de/Grey59

Waldquelle-Geschäftsführer Herbert Czech: „Wir haben für Impulse gesorgt.“

Pläne für 2012 Das Frankenmarkter Unternehmen installiert für 4 Mio. € in Deutschkreuz eine neue Abfüllanlage

Die Dose legt in Sachen Attraktivität massiv zu

Frankenmarkter MineralZitrone: inspiriert durch das ­klassische Gastro-Getränk.

Der Fachverband rechnet mit weiteren Zuwächsen bei Dosenverkauf.

Frankenmarkt. Inspiriert durch das klassische Gastronomiegetränk Mineral-Zitrone, bringt die oberösterreichische Starzinger GmbH das Frankenmarkter Zitronen-Erfrischungsgetränk auf den Markt. Das neue Produkt kommt auf natürlicher Basis ohne Zucker aus und ist derzeit in der 1,0 l PETFlasche erhältlich. Apropos PET: bei den Mineralwassermarken von Starzinger – Frankenmarkter, Juvina, Long Life – meldet Verkaufsleiter Patrick Moser „durchwegs positive Absatzentwicklung im Jahr 2011“. Absolutes Highlight unter den Verkäufen war demnach die 1,5 lPET-Flasche „Long Life“ mit einem Verkaufsplus von zehn Prozent, zieht Moser Bilanz. Damit das auch

künftig reibungslos über die Bühne geht, investiert Starzinger 4 Mio. € in die Installation einer neuen Abfüllanlage in Deutschkreuz. Damit der Lauf auch 2012 anhält, plant Starzinger, das insgesamt auch rund 250 Fremdmarken abfüllt, Promotions auf den Etiketten sowie Plakat- und Hörfunkkampagnen. Was ebenso 2012 wieder verstärkt beworben wird, ist die Kultmarke Schartner Bombe. Es gab dabei 2011 eine „ansprechende Entwicklung“, so Moser, für 2012 ist ein „Werbepush“ geplant. Dazu zählt etwa die Fortführung der 2011 erstmals gelaunchten TVKampagne, die Neuauflage des Schartner Kultsommers mit attraktiven Gewinnspielpreisen sowie eine Rundfunkkampagne.  (red)

Verkauf Nach Umsatzeinbrüchen ziehen sich die beiden Grüner Stephan und Peter Kowalsky zurück

Radeberger übernimmt Bionade komplett Hamburg. Der Siegeszug der Bionade hatte in Hamburg begonnen: Um die Jahrtausendwende war die Hansestadt der erste große Absatzmarkt, Mitte des vergangenen Jahrzehnts machten die Firmengründer Stephan und Peter Kowalsky 40% ihres bundesweiten Umsatzes an Alster und Elbe. Jetzt ist es zum Ende der Familiensaga gekommen, die Brüder haben das Unternehmen verlassen. Die zum Oetker-Konzern gehörende Radeberger-Gruppe gab bekannt, dass sie die restlichen 30% der Kowalsky-Brüder übernommen hat und diese ihren Platz in der Geschäftsführung bereits geräumt haben. Laut Verhandlungskreisen liegt der Kaufpreis im einstelligen Millionenbereich. Die Bionade Erfolgsstory hatte in den letzten Jahren einige Kratzer abbekommen. Von gut 150 Mio. Flaschen im Jahr 2008 sank der Umsatz pro Jahr auf rund 60 Mio. Und das, obbwohl der Absatz an Erfrischungsgetränken laut der „Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke“ parallel gestiegen ist. Auf den steilen Aufstieg folgte der

Fall. Angefangen hatten die Probleme von Bionade schon vor dem Einstieg von Oetker Ende 2009. Ausschlaggebend war in erster Linie eine satte Preiserhöhung von 33% im Juli 2008. Statt 60 Cent kostete eine Flasche mit einem Mal 80 Cent. Die Konsumenten nahmen das persönlich: Gründer Kowalsky wurde als „Raffzahn“

verunglimpft, die Brauerei wandelte sich von „klein“ und „sympathisch“ in „kommerziell“. Kowalsky entschuldigte sich damals noch bei den Kunden und meinte, dass die Preiserhöhung eine mehrheitlich getroffene Entscheidung mit dem Anteilseigner Rhön-Sprudel gewesen sei. Doch der Fehler war pas-

© Bionade

Berlin. Im vergangenen Jahr seien auf dem deutschen Markt 1,105 Mrd. pfandpflichtige Getränkedosen verkauft worden, 19% mehr als im Vorjahr, gibt der Verband der europäischen Getränkedosenhersteller an. Auch in diesem Jahr werde mit einem zweistelligen Wachstum gerechnet. „Glas ist schwer und zerbrechlich, die Dose einfach praktisch“, erklärt Sprecher Welf Jung. Die Konsumgewohnheiten hätten sich in den vergangenen 20 Jahren stark verändert. Gerade Singles kauften lieber Getränke in kleineren Verpackungen; für sie sei die Dose attraktiv. Die Pauschalaussage „Mehrweg gut, Dose schlecht“ stimme nicht mehr, betont Jung. Mehrwegbehälter seien dann besser, wenn sie mehrfach befüllt und nicht so weit transportiert werden. Wenn aber „im Norden Deutschlands das Weizenbier aus München getrunken wird“, gehe die Rechnung nicht mehr auf. Für die Herstellung einer Getränkedose sei mittlerweile viel weniger Material nötig. Eine leere 0,5 l-Aludose wiege heute gerade einmal 16 g, eine Bierflasche aus Glas sei dagegen 360 g schwer, gibt Jung zu bedenken.

© Waldquelle/Stefan Pflanzl

© Krombacher

Innerhalb eines Jahres wurde mit den drei Sorten ein Marktanteil von neun Prozent erreicht.

Bionade verliert sein Indie-Image mit Verkauf an Radeberger.

siert, und er war fatal: Verärgerte Getränkegroßhändler, die Gastronomie, Super- und Getränkemärkte beliefern, hatten die Bio-Limonade aus dem Sortiment genommen.

Bewegte Zeiten Radeberger war im Herbst 2009 bei Bionade eingestiegen. Der Kaufpreis für die ersten 70% war inoffiziell auf eine höhere zweistellige Millionensumme beziffert worden. Damals war Rhön-Sprudel ausgestiegen, bei dem auch die Vertriebsrechte gelegen hatten. Die Kowalskys hatten mit dem Einstieg des Brauereiriesen Hoffnungen auf einen internationalen Siegeszug von Bionade gehegt. Doch die Hoffnungen haben sich letztlich zerschlagen, wie die beiden Grüner anlässlich des Verkauf zugaben: „Bionade hat bewegte und schwierige Zeiten hinter sich“, räumten Peter und Stephan Kowalsky laut einer Pressemitteilung von Radeberger ein: „Wir wissen Bionade und unsere Mitarbeiter bei der Radeberger-Gruppe in guten Händen.“  (red)

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