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14. JahrganG NO. 1745

¤ 3,–

dienstag, 21. jänner 2014

TREVISION

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a Trevision Holding Company

Warum sind die Darstellungsmodi von Comics für Marken so interessant? Seite 4/5

gebündelt & angepasst

ProSiebenSat.1 Puls 4 (Bild: Geschäftsführer Michael Stix) restrukturiert SalesstrukturSeite 9

© JTI/Andi Bruckner

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comeback der Comics

© Puls 4/Gerry Frank

www.trevision.at

alternative Tabakwaren

Rolf-Wolfgang Lothert, JTI, beklagt „immer stärkeren Eingriff des Gesetzgebers“ Seite 20

„Mit beschränkter Haftung“ Der große Wurf ist früh abgestürzt: Reform der Reform der GmbH

GmbH light legt wieder deutlich an Gewicht zu inhalt

© APA/Herbert Neubauer

prime news & market watch

> Immobilienpreise: Schlägt Wien schon Blasen?  3 marketing & media > Frieder Gamm: Vortrag im Marketing Club Österreich  9 > Richard Grasl: Olympia für TV-Sender „kein Geschäft“ 10

© APA/Herbert Pfarrhofer

retail

© Ankerbrot

Glücklich sind beide nicht mit der Teil-Rücknahme der GmbH light: Wirtschaftsminister Mitterlehner kündigt jetzt Nachverhandlungen an. Das sollte auch Wirtschaftskammer-Chef Leitl freuen (Bild: Mitterlehner und Leitl am Montag bei einer PK zur Expo 2015 in Mailand).

> Ankerbrot ist wieder mehrheitlich rot-weiß-rot 21

Umbauarbeiten Gerade einmal ein halbes Jahr ist sie alt, da werden schon erste Disziplinierungsmaßnahmen fällig: Ab 1. März wird die GmbH light reformiert – das KöSt-Loch wurde zu groß. Befürworter und Kritiker sind am Wort.  Seite 2

special fleisch & wurst

Personalie Peter Garlock wechselt von IBM zur Post

Neuer IT-Boss für die Post AG

Neue Adresse der medianet Verlag AG: Brehmstraße 10/4. OG, A-1110 Wien P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

© Österreichische Post

> Zum Meat(ing)! Fleischeslust statt Vegetarismus & Co  14 > Austrian Meat Awards: Die Besten der Besten!  15

Peter Garlock ist der neue IT-Chef der Österreichischen Post AG.

Wien. Peter Garlock leitet seit 2. Jänner die Konzern-IT bei der Österreichischen Post. Laut Unternehmensaussendung bringt er „umfassende internationale Erfahrung im IT-Management, in der Transformation von Geschäftsbereichen und der Steuerung komplexer Projekte mit“. Nach dem Studium in Graz arbeitete der promovierte Maschinenbautechniker 16 Jahre lang als TopManager bei IBM. 2007 übernahm er bei IBM Österreich die Position des Vertriebsdirektors für Großkunden aus Industrie, Telekom und Handel. Seit 2011 verantwortete er den Aufbau des Unternehmensbereichs Cloud Computing.  (red)

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C OV E R

Dienstag, 21. Jänner 2014

© Fachgruppe UBIT Wien/Foto Weinwurm

2 – medianet

fal scher Fokus

Reform der GmbH light Ein halbes Jahr wurde die reformierte GmbH alt – am 1. März wird sie wieder zurückgestutzt

Schildbürgerstreich oder ein Sieg der Vernunft?

„Die Steuerpolitik wird zum Schildbürgerstreich“, meldete sich die Fachgruppe UBIT (Unternehmensberatung und Informationstechnologie) Wien zu Wort. Die Fokussierung auf die Mindest-KöSt hält Fachgruppenobmann Robert Bodenstein für zu kurz gegriffen.

In der Diskussion um Sinn und Unsinn der geplanten Beschränkungen bilden sich neue Allianzen. sabine bretschneider

Wien. Der „große Wurf“ stand von vornherein unter keinem guten Stern: Als im Juni des Vorjahrs – im Zuge einer standortpolitischen Offensive – die GmbH-Reform im Ministerrat verabschiedet wurde, vollzog Österreich im Grunde nach, was in den meisten europäischen Ländern den Regelfall darstellt, eine Senkung des Mindeststammkapitals für eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Während in Österreich die Absenkung von 35.000 auf 10.000 € – eingezahlt werden müssen nur mehr 5.000 statt 17.000 € – geradezu als wirtschaftspolitische Revolution gefeiert wurde, kann man beispielsweise im Nachbarland Deutschland, in Italien oder in Großbritannien schon mit einem einzigen Euro eine GmbH gründen.

Zu viele „Umgründer“ Großzügig zeigten wir uns allerdings bei einem vorgeblichen Randaspekt: Auch bestehenden Gesellschaften erlaubte man nämlich, auf die Gmbh „light“ umzusteigen – und das rächte sich umgehend. Die Ausfälle bei der Körperschaftssteuer – die Mindest-Körperschaftssteuer fiel von 1.750 auf 500 € pro Jahr – summierten sich, auch wegen zahlreicher „Umgründungen“ auf die „Leichtversion“ der GmbH, binnen Kurzem zu einer weiteren Laufmasche im ohnehin durchlöcherten Staatssäckel.

„Durch die Zulassung der GmbH light ist das Unternehmensrisiko massiv auf Dritte ausgelagert worden.“ AK-PRäsident Rudolf Kaske

Jetzt zieht man die Notbremse: Ab 1. März wird das Mindestkapital wieder auf 35.000 € angehoben. Zwar bleibt die Gründung einer neuen Firma mit nur 5.000 € dann auch weiterhin möglich – allerdings muss binnen zehn Jahren eine Aufstockung auf zumindest die Hälfte des Mindestkapitals (17.500 €) erfolgen – eine Maßnahme, die auch in den Ein-Euro-GmbhLändern durchaus Usus ist.

Und wer haftet? Unklar ist, was passiert, wenn die Aufstockung nicht erfolgt. Der KSV geht davon aus, dass die Eigentümer der Firma in diesem Fall privat für die Differenz auf die vollen 35.000 € haften. Den Kreditschützern hatte das geringe Eigenkapital der neuen Gesellschaften von Anfang an Sorgen gemacht. Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit werde es für die Gläubiger nämlich

noch schwieriger, ihre Interessen durchzusetzen; Geschäftspartner von Gesellschaften mit beschränkten Haftungen sollten sich daher gut über deren Bonität informieren, riet KSV-Vorstand Johannes Nejedlik. Die Zahlen: Allein von Juli bis November 2013 wurden in Österreich laut Angaben des KSV 1870 insgesamt 4.841 Gesellschaften mit beschränkter Haftung gegründet, davon 75% (3.639) mit nur 10.000 € Eigenkapital („GmbH light“). Der KSV 1870 wertete allerdings nur 794 der neuen Unternehmen als „echte“ GmbH light, das sind 21%

der Gründungen dieser Kategorie – „echt“ im Sinne dessen, dass das Unternehmen nicht von einer bestehenden Firma aus bzw. von jemandem, der ohnehin in mehreren anderen GmbH tätig ist, gegründet wurde.

Fronten verhärtet Die Fronten scheinen jetzt verhärtet: Hier die Wirtschaftskammer, deren Präsident Christoph Leitl am vergangenen Donnerstag angekündigt hatte, er werde gegen die teilweise Rücknahme der erst im Vorjahr beschlossenen

GmbH light „kämpfen, kämpfen, kämpfen“: „Wir haben gute Chancen, dass es so nicht kommt“, sagte Leitl bei einem Vortrag am Donnerstag an der Wirtschaftsuniversität Wien. Auch die Junge Wirtschaft bezeichnet die geplante „Zwangsauffüllung“ auf 35.000 Euro als „völlig inakzeptabel“. „Diese Maßnahme ist nicht nachvollziehbar, denn sie macht eine wichtige Erleichterung zur Gründung von neuen Unternehmen in Österreich zunichte“, kommentiert Brigitte Truppe, Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft Kärnten, den vorliegenden Gesetzesentwurf. Der

Notariatskammer Vorbild: die deutsche „Unternehmergesellschaft“

Kassandrarufe im Vorfeld Wien. An Mahnern im Vorfeld der Einführung der GmbH light mangelte es nicht. Schon im März des Vorjahres lobte etwa die Österreichische Notariatskammer die 2008 eingeführte deutsche Variante der „Unternehmergesellschaft“. Diese Form der GmbH kann schon mit einem Stammkapital von einem Euro gegründet werden. Der deutsche Gesetzgeber sieht allerdings vor, hob man hervor – und das unterschied die Regelung von der in Österreich damals diskutierten und schlussendlich durchgeführten Variante –, dass die Unternehmergesellschaften jedes Jahr 25% des Gewinns in eine Haftungsrücklage einstellen müssen, bis das Haftungskapital einer „normal kapitalisierten“ GmbH erreicht ist. Dann kann die Unternehmergesellschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt werden. Diese Vorgangsweise kombiniere mehrere positive Aspekte: Einerseits habe die deutsche Regelung zum Bewusstsein beigetragen, „dass Haftungskapital für ein erfolgreiches Unternehmerdasein wesentlich ist“. Die „Überlebensrate“ der Unternehmergesellschaften ist daher in Deutschland ähnlich hoch wie bei anderen Kapitalgesellschaften. Andererseits sei durch die eindeutige Bezeichnung der minder kapitalisierten GmbH im Rechtsverkehr klar, „dass nicht das Haftungskapital wie bei einer klassischen GmbH zur Verfügung steht“.  (red)


Pr i m e N e ws

Dienstag, 21. Jänner 2014

„Macht eine GmbH ausreichend Gewinne, kann es dem Staat im Grunde egal sein, wie hoch die Mindest-KöSt ist.“ robert Bodenstein Fachgruppe UBIT

„Die Steuerpolitik wird zum Schildbürgerstreich“, meldete sich die Fachgruppe UBIT (Unternehmensberatung und Informationstechnologie) Wien zu Wort. „Macht eine GmbH ausreichend Gewinne, kann es dem Staat im Grunde egal sein, wie hoch die Mindest-KöSt ist“, betonte Fachgruppenobmann Robert Bodenstein. „Macht eine GmbH keine Gewinne, weil sie sich etwa in wirtschaftlich schwierigen Zeiten befindet, dann wird das (Über-)Leben durch den Staat noch zusätzlich erschwert.“ Und, setzte Bodenstein das Rechenbeispiel fort: „Macht eine GmbH wenig Gewinne, weil beispielsweise der Erfolg über Gehälter an die Mitarbeiter ausgeschüttet wird, erhält die öffentliche Hand ohnehin in Summe mehr, als wenn die GmbH höhere Gewinne ausweist.“

Ungewohnte Unterstützer Schützenhilfe bekommt der Wirtschaftsminister vom AK-Präsidenten Rudolf Kaske. Er hält den Schritt für einen „Sieg der Vernunft“. Denn durch die Zulassung der GmbH light sei das „Unternehmensrisiko massiv auf Dritte ausgelagert“ worden und die Mindestkörperschaftssteuer um 70% gesunken. Ob die Gmbh light in ihrer adaptierten Version tatsächlich – wie anfangs geplant – eine neue Gründerwelle ins Laufen bringen wird und gleichzeitig Geld in die Kassen des neuen Finanzministers spülen wird, das wird die Zukunft weisen – und die Jahresbilanzen der Gläubigerschützer.

steuerpläne Mit dem Abgabenänderungsgesetz 2014 wird die sog. Solidarabgabe sehr gut Verdienender für unbefristet erklärt. Einschränkungen gibt es beim Gewinnfreibetrag. Diese Investitionsbegünstigung soll nur noch beim Erwerb körperlicher Wirtschaftsgüter zur Anwendung kommen, nicht mehr bei Wertpapieren. Diese Neuregelung gilt für Wirtschaftsjahre, die nach dem 30. Juni 2014 enden. Eingeschränkt wird auch die steuerliche Absetzbarkeit von Gehältern. Nunmehr können diese nur noch bis zu einer Summe von einer halben Million als Betriebskosten abgesetzt werden. Ein Aus droht den sogenannten Golden Handshakes, die Arbeitnehmer zum Abschied aus einem Betrieb motivieren sollen; ihre steuerliche Begünstigung fällt. Unerfreuliche Nachrichten gibt es auch für GmbH-Gründer. Die erst vergangenen Juli vollzogene Senkung des Mindeststammkapitals von 35.000 € auf 10.000 € wird revidiert. Kleine Erleichterung: Zunächst muss vom Gründer nur ein Betrag von 5.000 € in bar aufgebracht werden.

OeNB Nach internationalem Vorbild führt jetzt auch die OeNB einen eigenen Indikator für Immobilienpreise ein

Schlägt Wien Blasen?

Seit 2007, dem Jahr vor der Krise, stiegen die Immobilienpreise in Wien um etwa 80 Prozent. Wien. Immobilien in Toplagen in Städten wie London, Paris oder München seien „überbewertet“, befinden sechs von zehn professionellen Investoren laut einer aktuellen Studie von PwC. Die Investmentaussichten für Wien werden – trotz rasanter Preisanstiege – als gut eingeschätzt. Der Wettbewerbsdruck lasse die Risikobereitschaft steigen, so PwC-Immoexperte Wolfgang Vejdovsky. Aber von „Blasenbildung“ sei keine Rede. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat nach internationalem Vorbild jetzt einen Fundamentalpreisindikator für Wohnimmobilien entwickelt, um „allfällige

Fehlentwicklungen“ rechtzeitig zu erkennen. Dieser Indikator, meldet die OeNB, zeige für Wien „eine zunehmende Überbewertung“ an, die im 4. Quartal 2013 bei satten 21% liegt. Für Österreich (gesamt) hingegen deute der Indikator auf eine Unterbewertung (-8%). Seit 2007, dem Jahr vor der Krise, verzeichnet Wien sogar ein Plus von etwa 80%. Ein starker Preisanstieg allein deutet nicht zwingend auf eine Preisblase hin, relativiert die OeNB. Entscheidend sei, inwieweit die Preisanstiege durch „Fundamentalfaktoren“ gerechtfertigt seien – u.a. demografische Entwicklungen, das allgemeine Wohl-

standsniveau, die Verfügbarkeit von Grund und Boden, etc. Steigen Preise infolge eines Anpassungsprozesses an diese Faktoren, so liege „keine Blase“ vor. Und in Wien? „Diese Blase gerade in Wien geht auf sehr spezielle Ursachen zurück und ist nicht unbedingt kreditfinanziert“, so die Direktorin der Hauptabteilung Volkswirtschaft, Doris Ritzberger-Grünwald. „Das ist das Luxussegment, das in Wien so deutlich durchschlägt.“ Betreffend Finanzmarktstabilität bereite die Immobilienpreisentwicklung der Nationalbank „keine Sorge, aber sie hat unsere Aufmerksamkeit erregt“.  (APA/red)

© APA/Herbert Neubauer

Minister unterstütze ein „Killerprogramm für die Realwirtschaft“, formulierte es Team StronachKlubobfrau Kathrin Nachbaur am Sonntag recht drastisch. „Anstatt – wie im Wahlkampf versprochen – die Wirtschaft zu entfesseln, werden die Unternehmen weiter belastet und mit bürokratischen Hürden gehemmt.“

medianet – 3

Doris Ritzberger-Grünwald, OeNB: keine „Sorgen“, aber „Aufmerksamkeit“.

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f e atu r e

4 – medianet

Dienstag, 21. Jänner 2014

feature@medianet.at

© Philipp Wulf

P h il i pp W u l f „Debut“-Autor www.sturmunddrang.de

Philipp Wulf

L

ange Zeit fristete der Comic ein Schattendasein in der Welt der Literatur. Oft nur als Kinderbuch oder Trivialliteratur betrachtet, galt insbesondere dem so beliebten Genre des Superheldencomics der Vorwurf, er übe einen negativen Einfluss auf seine Leser aus. Deutschlehrer und Literaturwissenschaftler tabuisierten daher den Umgang mit Comics. Der Mitte der 1950er-Jahre von Comicverlegern formulierte „Comics Code“ schuf zudem inhaltliche Vorgaben und bedeutete eine Selbstzensur der US-Comicindustrie: Sympathien mit Verbrecherfiguren sollten verhindert werden, Wörter wie Terror wurden gestrichen und Drogenkonsum, Nacktheit oder Homosexualität durften nicht dargestellt werden. Die darüber hinaus vielerseits attestierte Anspruchslosigkeit mochte in einigen Fällen sogar zutreffen, gleichzeitig sorgten derartige Restriktionen für eine Verwässerung in der Darstellbarkeit. Es musste also erst einige Zeit vergehen, bevor dem Medium an sich eine angemessene Auseinandersetzung gewidmet wurde. Im Verlauf der letzten Jahrzehnte vollzog sich dann ein allmähliches Umdenken, dahingehend, das Text-Bild-Hybrid als eine außergewöhnliche literarische Form ernstzunehmen. Das Interesse der Literaturwissenschaft galt jetzt zum Beispiel der Definitionsfrage von Comics. In diesem Zusammenhang wurde auf die besondere narrative Form hingewiesen, die sich im Zusammenspiel unterschiedlicher Zeichensysteme aus Text und Bild realisiert. Eine Erzählung entfalte sich zudem allein mittels der Serialität der sogenannten Panels.

Graphic Novels An dem Wandel des Interesses haben sicherlich auch zu Literaturklassikern gewordene Graphic Novels ihren Anteil. Insbesondere das 1986 erschienene Buch „Maus – die Geschichte eines Überlebenden“ von Art Spiegelman findet in diesem Kontext immer wieder Erwähnung. Es speist sich aus Interviews, die Spiegelman mit seinem Vater, einem Auschwitz-Überlebenden, geführt hat. Die Aporie in der Frage nach der Darstellbarkeit der Shoah wird hier im Comic ver-

Die Kosmetik­ firma Kiehl’s heuerte unlängst Captain America an.Und auch die Schuhmarke Salvatore Ferragamo setzt auf das Medium der Graphic Novel für ihre ­Werbung.“ handelt und mit seinen medialen Eigenheiten reflektiert: etwa durch die visuelle Unterscheidbarkeit von Vergangenheit und Gegenwart oder durch Effekte der Verfremdung, die eine gewinnbringende Irritation verursachen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hingegen sorgte eben dies auch für kritische Töne. Ein anderes Beispiel für die Verhandlung ernster, ja existenzieller und tragischer Dinge im Comic liefert die später sogar verfilmte, vierteilige Reihe „Persepolis“ von Marjane Satrapi, die ab 2000 veröffentlicht wurde. Satrapi beschreibt hier ihre Kindheit im Iran, ihre Zeit im österreichischen Exil und ihre Rückkehr ins Heimatland. Auch wegen eben solcher Werke sollte nun der Begriff Graphic Novel eine Abgrenzung vom gewöhnlichen Comic gewährleisten und ihren höheren literarischen Anspruch markieren. Dass es einer solchen programmatischen Aufwertung heute möglicherweise gar nicht mehr bedarf, zeigt das gerade erschienene Buch „The Silver Age of DC Comics“ von Paul Levitz, das eine Reihe des Taschen-Verlags zu DC Comics fortsetzt. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Essayform Klassiker unter den Comicfiguren herauszustellen und auch die zumeist nicht mehr allzu bekannten Autorinnen und Autoren vorzustellen. Mit dem Begriff Silver

Age meint Levitz den Beginn der 1950er-Jahre, als der Superheldencomic sich mit Science-FictionElementen paart und so zu einem integralen Bestandteil der amerikanischen Popkultur wird. Der zunehmende fantastische Anteil wird parallel gelesen zur strengen Zensur dieser Zeit und zu einem ästhetischen Ausweg erklärt. Denn eben diese Zeit ist es ja, in der sich die „Comics Code Authority“ formiert, um auf systemkritische Inhalte zu lauern. Der Reflex darauf und die folgende Entwicklung wird hier vom Comicspezialisten Levitz nachgezeichnet.

Stichwort Wissenschaft Auch ein Beispiel aus der Wissenschaft deutet auf die gestiegene Wertschätzung von Comics hin: Der von Daniel Stein und JanNoël Thon herausgebrachte Sammelband „From Comic Strips to Graphic Novels – Contributions to the Theory and History of Graphic Narrative“, der gerade im De Gruyter Verlag erschienen ist, enthält Aufsätze, die sich mit der Theorie und Geschichte der graphischen Narration in verschiedenen Publikationsformen auseinandersetzen, um sie als eine der vielfältigsten und wandlungsfähigsten Erzählformen der gegenwärtigen Medienkultur auszuweisen. Grundprobleme, die hier behandelt werden, sind etwa die Fragen nach der Anwendbarkeit von Konzepten aus der literaturwissenschaftlichen Erzähltheorie auf graphische Narrative, nach den Möglichkeiten und Grenzen einer comiceigenen Erzähltheorie und nach kulturübergreifenden Formen und Funktionen graphischer Erzählung. Für die Untersuchung hinzugezogen werden ein großer Textkorpus sowie die historischen Kontexte eben dieser Primärtexte. Ein so umfassender Ansatz kann wohl vom endgültigen Angekommensein des Comics in der Wissenschaft zeugen.

Comics & Luxusmarken I Das schützt den Comic gleichwohl nicht vor weiterer Trivialisierung. Eine noch recht neue Entwicklung ist die Verwendung von aufwendigen Comicstrips in der Werbung. Dies kann am Beispiel zweier Luxus-Marken illustriert werden, die mithilfe von Comicästhetik ihre Produkte bewerben,

ihre Firmengeschichte erzählen oder zugleich die mit dem Produkt verbundenen Konnotationen erweitern. Die Kosmetikfirma Kiehl‘s heuerte unlängst Captain America an. Ausgehend von der Annahme, dass Frauen von Hautpflegeprodukten nicht erst überzeugt werden müssten, soll Captain America nun auch männliche Interessenten ins Boot holen. Seine Nachricht lautet daher, dass auch „echte Männer“ die neue AntiagingFeuchtigkeitscreme „Heavy Lifting“ benutzen sollten. Tatsächlich bildet die männliche Käuferschaft bereits ein Drittel des Umsatzes von Kiehl‘s. Von dem Konzern beauftragt, kümmerte sich sogar Marvel Custom Solutions, also einer der weltweit größten Comicverlage, um die Umsetzung der Story, die in einem limitierten Buch veröffentlicht wurde und beim Kauf eines Kiehl‘s-Produkts beiliegt. Auffällig durchkomponiert ist dabei die Ästhetik des Comics, die durchaus geschichtsbewusst auf einer alten, edlen Comic-Optik basiert und damit auf das luxuriöse Selbstverständnis der Marke hindeutet, aber doch einer merklichen Aktualisierung unterzogen wurde und damit auch im synchronen Vergleich einzigartig wirkt. Die Handlung wiederum gestaltet sich recht einfach und ließe sich in zwei Sätzen umreißen: Der Bösewicht Cobra greift den Firmenhauptsitz an, um ein Serum sowie eine Maschine zu stehlen, welche vor langer Zeit angeblich benutzt wurde, um den dürren Patrioten Steve Rogers in den muskulösen, freiheitsliebenden Captain America zu verwandeln. Selbstverständlich kommt also eben jener zur Hilfe. Bei der Wahl des Superhelden entschied sich die Firmenleitung für Captain America, da es ihr gefallen habe, dass diesem das stets richtige Handeln zum Schutz von Unschuldigen zugeschrieben wird. Als passend wurde zudem empfunden, den amerikanischsten Superhelden überhaupt mit einer amerikanischen Marke zusammenzuführen, die ausschließlich in Amerika produziert.

Comics & Luxusmarken II Auch die italienische Schuhmarke Salvatore Ferragamo nutzte unlängst das Medium der Graphic Novel für ihre Werbung. Ihr Hauptbestreben lag jedoch darin,

die Historie der Firma darzustellen, insbesondere mit Blick auf ihren Gründer, dessen Person bis heute mit dem öffentlichen Erscheinungsbild der Marke verbunden bleiben soll – nicht nur aufgrund ihres Namens. Unter dem Titel „Making of a Dream“ entstand so ein 26-seitiges Comicbuch, das darüber hinaus an die Ausstellung „The Amazing Shoemaker“ gekoppelt ist. Erschaffen wurde der Comic vom llustrator und Cartoonist Frank Espinosa auf Grundlage von Ferragamos Autobiografie, die für den Ferragamo-US-Chef Vincent Ottomanelli ein modernes Märchen darstellt. Als Darstellungsform für die Zustände in einer historischen Schuhfabrik wurde die Bildoptik bewusst unordentlich und schmutzig kreiert. Die Verwendung verschiedener Sorten von Farben bewirkt diesen chaotischen Effekt – so werden auch hier die visuellen Möglichkeiten des Comics ausgeschöpft. Auf diese Art soll zudem Ferragamos Designverständnis Ausdruck verliehen werden: Der Firma war es ein Anliegen, öffentlichkeitswirksam darauf hinzuweisen, dass von Anfang an maschinelle und anonyme Massenproduktion von Ferragamo abgelehnt und dass stattdessen konzentriert und manuell gearbeitet wurde. Dieser besondere Anspruch soll sich zudem darin manifestieren, dass die Einnahmen vom Verkauf des Comics der Non-Profit-Organisation „Un Cuore, un Mondo“ zugutekommen, die Kindern mit Herzkrankheiten hilft.

Here to stay Es zeigt sich, wie stark sich das Interesse an Comics gewandelt hat. Heute sind sie ein so integraler Bestandteil der Pop- & Medienkultur, dass aus ihrem Repertoire an Darstellungsweisen für ganz unterschiedliche Zwecke ausgewählt werden kann. Das Ankommen in der Wissenschaft und in der Werbung unterstreicht, wie wenig Irritation dem Schrift-Bild-Medium noch entgegenschlägt und dass es vielmehr ernst genommen wird als ein relevanter künstlerischer Ausdruck. Weitere Denkanstöße dieser Art finden Sie in „Debut“, dem Sturm und Drang-Onlinemagazin.  www.sturmunddrang.de

Aufwertung Den Comic aus seiner vermeintlichen Minder­ wertigkeit zu befreien, ist nicht erst in jüngster Vergangen­ heit ein Anliegen verschiedener Autoren, Leser und sogar Literatur­wissen­schaftler. Dass Comics jetzt aber auch in Verbindung mit ­Produkten und Kampagnen auftreten, ist durchaus ein neues Phänomen. Aus welchem Grund sind die Darstellungsmodi des Comics für Marken interessant und an wen soll sich diese Werbung richten?

© Marvel/Kiehl’s

Comics erobern


Dienstag, 21. Jänner 2014

f e atu r e feature@medianet.at

© EPA/Etienne Laurent

Luxusmarken

medianet – 5


th e opi n i on

6 – medianet

Strukturelle Schwächen Als der Vizekanzler im Wahlkampf vehementest die Entfesselung der Ökonomie forderte, schüttelten politische Beobachter noch die Köpfe. Jetzt ist sie plötzlich so gut wie allen ein dringendes Herzensanliegen. Das Zurückschneiden der GmbH light, die eigentlich einen Gründungstsunami hervorrufen hätte sollen, erntet – jetzt einmal abgesehen von den Insolvenzberatern – beinahe unisono Kritik (wiewohl die jetzt beschlossenen Maßnahmen so unvernünftig nicht sind). Dabei übersieht man, dass auch ein „strukturelles Erwartungsloch“ – oder wie auch immer man die zu erwartenden Fehlbeträge nennen mag – eben nicht nur durch Schaumweinsteuern gestopft werden kann. Und während die schwarze Reichshälfte mit unzufriedenen Unternehmern rauft, schlägt sich die SPÖ mit ihrem eigenen EU-Spitzenkandidaten k.o., der Österreich einer schönen Parteitradition entsprechend nach wie vor als Paradies der Arbeiter betrachtet und sich bei deren Bruttogehältern mittels Freundschem Versprecher wohlwollend

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Neue Paradiese der Arbeiter Braucht es wirklich einen Freundschen Versprecher, um die Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit dort anzusiedeln, wo Eigentum wieder leistbar wird? sabine Bretschneider

verschätzt. Beruhigend ist in diesem Zusammenhang, dass – obwohl sich in Wien die Immobilienpreise seit 2007 um 80 Prozent verteuert haben und die Mieten existenzbedrohende Dimensionen annehmen – zumindest keine Immobilienblase droht. Erinnern Sie sich noch an die Wahlkampfansagen zum „leistbaren

Eigentum“? Der Erfinder dieses Claims hatte offensichtlich die durchschnittlichen Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit ebenfalls in Freundschen Dimensionen eingeschätzt. Schön auch, dass auf der Wiener Großbaustelle Hauptbahnhof im Herbst das nächste große Einkaufs-

zentrum offiziell eröffnet. Wer den Bahnhof schon jetzt benutzen musste, freut sich, dass er auf dem quälend langen Weg vom Bahnsteig zur U-Bahn quasi im Vorübergehen Haus und Hof neu einrichten könnte. Wer täglich an der Baustelle vorbeifährt, gewinnt allerdings den Eindruck, dass entlang der Arsenalstraße die Berliner Mauer neu entsteht. Eine neue touristische Attraktion – oder vielmehr eine moderne Wehranlage als Reminiszenz an die ehemals militärische Nutzung des Gebäudekomplexes Arsenal im Südosten der Stadt? Ein Umfriedung sich auftuender struktureller Löcher (diesmal im Fundament des Bahnhofs)? Solange jedenfals die Shoppingzentren wie Schwammerl sprießen, kann die Lage der Nation so tragisch nicht sein – Gmbh light oder heavy, nicht wahr?

Gastkommentar Verdrängungstendenzen: Online vs. Telefon

Eine Verbindung, die hält …

zitat des ta ge s Lukian griechischer Satiriker

Dahingeträumt? Sie haben in Ihrem Haus neue Fenster einbauen lassen. Einige Wochen nach der Montage läutet Ihr Telefon. Es ist ein Mitarbeiter der Fensterfirma, der Sie fragt: ‚Wie sind Sie denn mit Ihren neuen Fenstern zufrieden? Ist alles in Ordnung, oder sollen wir uns einen Termin ausmachen, um etwas nachzubessern?‘ War das nur eine Traumvorstellung, Kundenservice? Wenn Sie diese Form der Wertschätzung überrascht, sollten Sie unbedingt weiterlesen! Telefonmarketing zählt – trotz strenger Reglementierungen – nach wie vor zu einer der effektivsten Methoden im Direktmarketing. Mit diesem Marketinginstrument können Unternehmen den persönlichen Verkauf per Telefon unterstützen und somit den Dialog mit bestehenden Kunden optimieren.

Das Etikett soll nicht ­größer sein als der Sack. w w w.zitate . at

Das Image war schon besser …

© Wilke/FV Lebensmittelindustrie

„Der Branche ist wichtig, dass die Regelun­gen handhabbar sind und in der Praxis umgesetzt werden ­können.“ kath arina koS Sd or f f, ­Fac h verband de r L e be n s ­ m it telindustrie , s . 1 4

Rufen Sie mal an …

„Die heimischen Fleischer haben mit Social MediaAktivitäten eine für die Fleischer extrem negative Werbekampagne eines multinationalen ­Konzerns gestoppt.“ Ru dolf Menz l , In n u n gs ­ m eister der Fl ei s c h e r , s. 17

Resümee: Ein freundliches Auftreten am Telefon ist die Visitenkarte jedes Unternehmens. Mit telefonischem After-Sales-Service kann ein Unternehmen sein Alleinstellungsmerkmal positiv beeinflussen und die persönliche Beziehung zu seinen Kunden stärken. Tipp: Nehmen Sie das neue Jahr zum Anlass, weniger E-Mails zu tippen und dafür öfters bei Ihren Kunden anzurufen. Sie werden überrascht sein, welche wertvollen Informationen in einem persönlichen Gespräch ausgetauscht werden.

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM Medieninhaber: „medianet“ Verlag AG 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at

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Cornelia Spannlang ist Telefonmarketing-Expertin aus Traiskirchen; www.cowos.at © Cowos

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„Aber Vorsicht:

Zugegeben, das Image war schon einmal besser. Nicht alles, was man In den vergangenen Jahren wurde Telefonmarketing vor allem durch die Konkurrenz im Online-Bereich vom machen möchte, ursprünglichen Erfolgskurs abgedrängt. Darüber kann man natürlich lamentieren. Muss man aber nicht. Zumal ist auch erlaubt.“ es für Unternehmer ganz einfach ist, sich Telefonmarketing – im cornelia Spannlang, Cowos positiven Sinn – zunutze zu machen. Nachdem die meisten Informationen über Massenmedien verbreitet werden und viele Botschaften in der Informationsflut untergehen, fallen Unternehmen heutzutage positiv auf, die sich persönlich und aktiv um ihre Kunden bemühen. Deshalb sind TelefonmarketingMaßnahmen bei der Kundenbindung und -betreuung aktueller und beliebter denn je. Als großer Vorteil von Telefonmarketing ist seine Wirtschaftlichkeit zu nennen. Es verspricht hohe Effizienz im Verhältnis zu den eingesetzten Kosten. Aber Vorsicht: Nicht alles, was man machen möchte, ist auch erlaubt. Was man darf und wovon man besser die Finger lässt, kann man ausführlich im Telekommunikationsgesetz nachlesen. Damit es für Konsumenten nicht heißt ‚eiskalt erwischt‘, hat der Gesetzgeber die Regelung bei unerwünschten Werbeanrufen verschärft.

heute im special

Dienstag, 21. Jänner 2014

Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


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dienstag, 21. jänner 2014 – 7

Umfrage

Etat

Eingeladen

Wenn Olympia konsumiert wird, dann vorrangig im Fernsehen  Seite 10

laola verantwortet Erstellung und Betrieb der World Rallye-Website  Seite 11

Geselliger Neujahrsempfang des IAB Austria  Seite 12

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marketing & media © medianet/Szene1/Joanna Piestrzynska

Sales wurde komplett „gebündelt & angepasst“

© Sandra Kraus

short

© ORF/Ali Schafler

Frieder Gamm, deutscher Verhandlungsexperte, sprach kürzlich bei einem Vortrag des Marketing Club Österreich. So würden wir täglich bis zu 100 Verhandlungen führen, teils unbemerkt. Ein weiteres Detail: Trotz der Vielfalt lasse sich eine allgemeingültige Struktur erkennen.  Seite 9

© St.Stephen’s/Kurt Keinrath

© Puls4/Gerry Frank

Richard Grasl, kaufmännischer Direktor des ORF, erläutert, dass mit Olympischen Spielen für TV-Sender „definitiv kein Geschäft“ zu machen sei. Denn: Die Rechtekosten haben sich seit den letzten Winterspielen verdoppelt. Dennoch befinden sich die Sportrechte international im Höhenflug.  Seite 10

ProSiebenSat.1 Puls 4 Geschäftsführer Michael Stix ordnet den Bereich Sales neu, unter anderem mit einer Doppelspitze im TV-Verkauf. Im medianet-Interview erläutert er die Ambitionen hinter der Neuausrichtung und spricht über die klaren Ziele in Richtung Digital sowie Neukundengeschäft.  Seite 8

Gerd Babits, Agenturchef St. Stephen‘s, holte nach einem dreistufigen Pitch den Etat des Wiener Neustädter Shoppingcenters Fischapark. Nun zeichnet die Agentur für gesamte Kreation, Umsetzung, Mediaplanung sowie Social Media und Eventmarketing verantwortlich.  Seite 11

Etat PR-Agenden des internationalen Logistikunternehmens

© DM&B

© Brandensteincom

Agenturchefin Christina Brandenstein zog einen Neukunden an Land.

Wien. Die Wiener PR-Agentur Brandensteincom betreut ab sofort die PR-Agenden des internationalen Logistik-Unternehmens Gefco in Österreich. „Wir sind Dienstleister aus Überzeugung und hohe Servicequalität haben wir auch in Brandensteincom gefunden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, so Thomas Ziegler, Österreich-CEO. „Dass Gefco Österreich uns sein Vertrauen schenkt, freut uns sehr! Logistik-PR hat in Österreich großes Potenzial und ist auf einem neuen Weg“, so Christina Brandenstein, Geschäftsführerin von Brandensteincom.  (red)

© RTL/Stefan Menne

Brandensteincom sichert sich Gefco Dschungelcamp als Quotenerfolg

medianet tv heute

D,M&B mit aktueller Informationskampagne inklusive Spot für Wien Energie.

TV 266.000 Seher zum Start, am Folgetag 100.000 mehr

Ekel nur bei den Teilnehmern: das RTLDschungelcamp als Quotenerfolg.

Wien. Mit 266.000 Zuschauern (E 12 +) ist die achte Staffel von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ am Freitagabend in Österreich gestartet, wie in einer Aussendung kommuniziert wurde. In der Zielgruppe der 18- bis 59-Jährigen lag der Marktanteil bei 14,9%. Über den Tag gesehen, erreichte RTL am Freitag 8,9 Prozent Tagesmarktanteil (18–59). Insgesamt 366.000 Zuschauer (E 12+) sahen am Samstagabend ab 22:15 Uhr die zweite Folge der RTL-Erfolgsshow mit österreichischer Beteiligung. Bei den 18- bis 59-Jährigen erreichte die Sendung 22,6% Marktanteil.  (red)


c ov e r stor y

8 – medianet

Dienstag, 21. Jänner 2014

ProSiebenSat.1 Puls 4-Gruppe Privatsender-Gruppe stellt sich im Bereich des Sales neu auf

Seiteneinwurf

Mit neuer Struktur voran

Willkommen in der Dystopie

© Ariston

tipp des tages

Neustart „Das Ende der Wirtschaft, wie wir sie kennen. Ab jetzt zählt der Mensch.“ So deklariert Patrick D. Cowden, ehemals Geschäftsführer internationaler Konzerne, eine radikale Änderung der Unternehmens- und Führungskultur. Statt Symptome zu bekämpfen, sollen vielmehr die Ursachen behoben werden, und so vertritt der Autor ein Modell des wertorientierten Miteinanderns, um letztendlich im Team Großes zu vollbringen. Für ihn zählt jeder Einzelne und je individueller und unangepasster er ist, desto größer die Chance, dass er ein Team wirklich bereichert: die Generation Y. 20,60 €, Ariston Verlag, ISBN: 9783424200928.

medianet: Welcher Gedanke steckt hinter der Neuorganisation? Michael Stix: Wir haben uns bewusst für die interne und vor allem nachhaltige Lösung entschieden. Hanako Trumer und Marco Glöckl sind seit vielen Jahren engagierte und vor allem zielstrebige Mitarbeiter. Wir können die Kompetenzen unserer langjährigen Mitarbeiter optimal nutzen. Generell unterliegt die Medienlandschaft einem ständigen Wandel; unter diesen Voraussetzungen haben wir es geschafft, die Abteilungen im Hause so zu bündeln, um uns den Marktanforderungen anzupassen. medianet: Welche Vorteile bringt die Bündelung für ProSiebenSat.1 Puls 4, aber auch im Wettbewerb mit den anderen Sendern? Stix: Als digitales Medienhaus beweisen wir einen hohen Grad an Effizienz, indem wir uns intern rasch abstimmen, sich die Arbeitsschritte dadurch kürzer gestalten,

Von links nach rechts: Martin Seeger (Full Service Agency) und die beiden TV-Sales-Directors Hanako Trumer und Marco Glöckl.

aber wir arbeiten auch weiter am Ausbau der Zukunftstechnologien SmartTV und HbbTV. Gemäß unserer ‚7 Screens - 1 Spot‘-Strategie können die User sämtlichen Content jederzeit und überall abrufen. © SevenOne Media/Jürgen Hammerschmid

G

eschrieben zwischen 1946 und 1948, beschreibt George Orwell in seinem Dystopie-Roman „1984“ einen fiktiven Diktator des totalitären Staats „Ozeanien“, der Kontrolle und Unterdrückung seiner Bürger zur Perfektion getrieben hat. Nun: In dieser Zukunft scheinen wir schon längst angekommen zu sein. Ein Beispiel gefällig? Großbritannien will Gesundheitsdaten seiner Bürger wirtschaftlich verwerten. Diese kaufen können Forschungseinrichtungen, Universitäten, aber auch Versicherungsinstitute. Die Folgen für Versicherungswillige werden drastisch sein. Wer krank ist oder potenziell krank werden könnte, wird künftig wohl viel tiefer in die Tasche greifen müssen, um sich zu versichern – falls ihn irgendeine Versicherung überhaupt nimmt. Beim Grund für den Datenverkauf ist man offen: Eines der wichtigsten Ziele von „care. data“ sei es, „das Wirtschaftswachstum anzukurbeln ...“. Ich nehme an, jenes der Versicherer, indem diese sich potentiell teurer Patienten von vornherein erwehren. Übrigens: Eine Dystopie ist in der Literaturwissenschaft eine fiktionale, in der Zukunft spielende Erzählung mit oftmals negativem Ausgang. Naja, so falsch lag Orwell damit gar nicht ... d.fejzuli@medianet.at

© ProSiebenSat.1Puls4/Gerry Frank

dinko fejzuli

Wien. Die ProSiebenSat.1 Puls 4-Gruppe restrukturiert ihre SalesStruktur. So wurde die Abteilungsstruktur von „TV Sales Klassik“ adaptiert, künftig agieren Hanako Trumer und Marco Glöckl als Sales Director. Die beiden verantworten ein Team von 30 Mitarbeitern, das neben dem umfassenden Agenturgeschäft zusätzlich auch mehr Direktkunden betreuen wird. Michael Stix, Geschäftsführer ProSiebenSat.1 Puls 4, ist von der neuen Lösung der Führungsstruktur überzeugt: „Wir haben uns für die interne Lösung entschieden, weil das Vertrauen gegenüber den beiden sehr hoch ist.“ Trumer ist seit 2001 in der Gruppe, war seit 2007 Teamleiterin Sales – ebenso wie Glöckl, der diese Position seit 2010 innehatte. Um neue Kunden für TV zu gewinnen, wurde die „Full Service Agency“ als „New-Business-Motor“ der TV-Gruppe gegründet. Sie soll unter der Führung von Martin Seeger Neukunden ein „All-inOne-Package“ von persönlicher Beratung, über maßgeschneiderte Konzepte bis hin zu hausinternen TV-Spot-Produktion in den Puls 4-Studios bieten. Unter www. werbung-im-tv.at werden Kunden in erster Instanz die wichtigsten Grundfragen zum Thema Werbung im TV näher erläutert. Neuigkeiten auch bei der ProSiebenSat.1 Digital, die die digitalen Multimedia-Angebote der Gruppe verantwortet: Klaus Bitschi übernimmt die Leitung von Sabine Geisendorfer, die sich in die Babypause verabschiedet. Bei der SevenOne Interactive soll das digitale Portfolio mit der bereits erreichten Benchmark von zehn Millionen monatlichen Videoviews unter Michael Buchbinder weiter ausgebaut werden. Zentrales Thema sei die Second Screen-Verknüpfung von Online und Mobile. Erfolge verbuchte auch die Distributions-Abteilung unter der langjährigen Führung von Markus Bacher: Der Anteil an nativen HDContent konnte auf den HD-Sendern 2013 auf über 75% im Tagesdurchschnitt und über 90% in der Prime Time gesteigert werden. Gegenüber medianet erläutert Michael Stix die Überlegungen hinter der Neustrukturierung und künftige Anforderungen wie auch Ziele.

© Karl Michalsky

Neue Doppelspitze im klassischen TV-Verkauf; spezielles „All-in-One-Package“ zur Kundengewinnung.

Klaus Bitschi kümmert sich um die Agenden der ProSiebenSat.1 Digital.

und wir für unsere Werbekunden attraktive crossmediale Pakete ohne Qualitätseinbußen schneller entwickeln können. medianet: Man will künftig vor allem auch Neukunden gewinnen – wie weit spielen andere Plattformen abseits des klassischen TV-Schirms eine Überlegung bei der Suche nach potenziellen Neukunden? Stix: Die Zukunft ist digital und dieser Entwicklung haben wir uns schon vor mehr als einer Dekade angepasst. In der Vergangenheit haben wir es geschafft, dass wir die Ersten bei der Umstellung von analog auf digital waren. Jetzt punkten wir als Pionier bei HbbTV und SmartTV in Österreich. Natürlich verfolgen wir die ‚7 Screens - 1 Spot‘-Strategie immerzu. Eine weitere wichtige Vermarktungssäule stellt die strategische Beteiligung durch das Tochterunternehmen

Michael Buchbinder ist Leiter der ­ProSiebenSat.1 Puls 4 Interactive.

SevenVentures an marktguru.at dar – eine digitale Prospekt-Plattform via Online und Mobile Sites und Apps. Wie man sieht, bewegen wir uns in alle strategisch nützlichen Richtungen und können genau mit solchen Unternehmensentwicklungen unseren klassischen TV-Werbekunden crossmediale und plattformübergreifende Kampagnen als Asset bieten, um die Reichweiten exponenziell steigern zu können. medianet: Inwiefern spielen die neuen, digitalen Ausspielflächen wie Online und Mobile in der Neuorganisation eine Rolle? Stix: Das Mediennutzungsverhalten ändert sich ständig durch die Fragmentierung der Zielgruppen, deswegen sind die digitalen Plattformen eine Voraussetzung dafür, dass wir langfristig erfolgreich sind. Wir setzen vor allem auf Bewegtbild online und mobile,

medianet: Wie weit zielt das neue All-in-One-Package auf Kunden ab, die bisher gar nicht im TVgeworben haben – u.a. auch aufgrund ihrer (Marketingbudget)Größe oder des regionalen Charakters des Unternehmens? Stix: In großem Stil. Wir haben erkannt, dass die ‚Gerüchte‘ über TVWerbung bzw. Bewegtbildwerbung wie z.B. hohe Produktionskosten, hohe Mediakosten und schwierig in der Planung für viele Kunden eine Hürde darstellen. Diesen Legenden wollen wir mit einem hohen Beratungseinsatz ein Ende setzen. Kein anderes Medium erreicht so viele Menschen in so kurzer Zeit und beeinflusst unmittelbar die Kaufbereitschaft. Bewegtbildwerbung spricht mehrere Sinne zugleich an und unterhält im Besten Fall unsere Zuseher, was auch die höhere Akzeptanz und Wirkkraft im Vergleich zu anderen Mediengattungen erklärt und das Ganze zu überschaubaren Kosten. Uns geht es darum, die Marken und Produkte unserer Kunden bestmöglich in Szene zu setzen. Das kann durch eine umfangreiche Kampagne über sämtliche Medien geschehen. Oder durch ein einzelnes Gewinnspiel in Café Puls oder Koch mit! Oliver. Unser Anspruch ist es, für jedes Budget und Kommunikationsziel die ideale Lösung zu finden. (fej/hof)


fa c t s & ba c k gr ou n d s

Dienstag, 21. Jänner 2014

medianet – 9

Verhandlungsgeschick Im Marketing Club Österreich fand vor Kurzem ein Vortrag des deutschen Verhandlungsexperten Frieder Gamm statt

Täglich bis zu 100 Verhandlungen mathieu völker

Wien. Im Marketing Club Österreich fand vor Kurzem ein Vortrag des deutschen Verhandlungsexperten Frieder Gamm statt. Der Verhandlungsspezialist sammelte sein Experten-Know-how in seiner langjährigen Tätigkeit im Einkauf und Vertrieb der Porsche AG. Zu seinen Kunden gehören namhafte nationale und internationale Unternehmen und Konzerne. Bei der Veranstaltung in Wien waren über 150 Gäste und Mitglieder des Marketing Club Österreich zugegen. Im Gespräch mit medianet fasst Gamm die wichtigsten Punkte zum Thema Verhandeln zusammen.

bringen und dementsprechend die richtige Strategie – Druck , Partnerschaft, Ausweichen oder Nachgeben – auszuwählen. Laut Gamm gewinnt derjenige eine Verhandlung, der sich stets einen Plan B zurechtlegt, die richtige innere Einstellung und einen unbändigen Willen hat.

Vier Verhaltensstile In seinen Trainigs wertet Gamm auch Erkenntnisse der Psychologie und der Neurowissenschaften aus: „Verhandeln ist nichts anderes als Verhalten. Verhalte ich mich geschickt, kriege ich mehr, ver-

halte ich mich ungeschickt, krieg ich weniger. Die Frage lautet: Wie muss ich mit dem anderen umgehen, damit ich das erlange, was ich gern hätte.“ Hilfreich, um sein Gegenüber besser einzuschätzen, seien Modelle wie das DISG, das vier Verhaltensstile beschreibt: dominant, initiativ, stetig und gewissenhaft. Entsprechend der Persönlichkeit des Gegenübers müsse auch anders verhandelt werden. Gamm weist darauf hin, dass 98% der von uns getroffenen Entscheidungen im Unbewussten getroffen werden: „Es ist sehr spannend, wenn man solche Ergebnisse miteinbeziehen kann.“

© Sandra Kraus

Der deutsche Verhandlungsexperte Frieder Gamm hielt kürzlich einen aufschlussreichen Vortrag beim Marketing Club Österreich.

v.l.n.r. Jörg Reitmaier, Niko Pabst, Frieder Gamm, Martina Kapral, Georg Wiedenhofer.

Up to date mit

„Wir führen täglich bis zu 100 Verhandlungen, doch merken wir es in den meisten Fällen gar nicht“, schildert Gamm. Das Spektrum reicht dabei von geschäftlichen Angelegenheiten bis hin zu Verhandlungen mit den eigenen Kindern, wann Schlafenszeit ist. Trotz dieser Vielfalt lässt sich laut Gamm eine allgemeingültige Struktur aufweisen: „Das Spannende an der Verhandlungsführung sind die Mechanismen, die dahinterstecken. Die Vorgehensweisen und Abläufe sind immer identisch, aber die Art und Weise der Umsetzung sind unterschiedlich.“ Dieser Mechanismus hat drei Momente: Zunächst wird die Ausgangssituation definiert und die Balance of Power untersucht; danach müssen die Ziele definiert werden: Minimalund Maximalziele, Worst CaseSzenarien sowie Alternativpläne; der dritte Punkt ist dann die Umsetzung via Strategie und Taktik. Gamm betont ausdrücklich den Wert einer gründlichen Verhandlungsvorbereitung: „Nichts geht über eine gezielte Vorbereitung.“ Entscheidend sei, alles über die Ausgangssituation und seinen Verhandlungspartner in Erfahrung zu

© Mathias

Bis zu 100 mal täglich

Independent Lt. Guardian

Vor Verkauf?

London. Lt. einem Guardian-Bericht steht die linksliberale britische Tageszeitung The Independent zum Verkauf. Andreas Whittam Smith, der das Blatt 1986 aus der Taufe gehoben hatte, sei vom russischen Eigner Alexaner Lebedew damit beauftragt worden, einen Käufer zu suchen. Der Independent hatte im vergangenen Jahr nach Darstellung des britischen Mediendiensts „Press Gazette“ einen Verlust von umgerechnet mehr als 19 Mio. € eingefahren. Im November hatte das Blatt nach offiziellen Zahlen eine verkaufte Auflage von 43.500 Exemplaren.  (APA)

Wir sind aktuell. schau aktuell – das Newsmagazin der Centrope-Region auf schau TV

© independent.co.uk

Die Ostregion ist unser Spielfeld. Olivia Macho und Anqi Hu präsentieren auf schau TV, was die Centrope-Region zwischen Eisenstadt, St. Pölten, Wien und Bratislava so bewegt.

www.schaumedia.at Wird der linksliberale Independent verkauft? Der Guardian spekuliert.

schau TV – den ersten Erlebnissender der Ostregion (Wien, Bgld., NÖ) – empfangen Sie nonstop über Satellit, kabel plus, aon TV und im Großraum Wien zusätzlich via Antenne. eigeninserat_schauTV_216x288_AKTUELL.indd 1

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Sc h we r pu n k t Oly m pi a 2 0 1 4

10 – medianet

Dienstag, 21. Jänner 2014

Überblick TV-Rechte für Olympische Winterspiele in Sotschi doppelt so teuer wie vor vier Jahren; Ausgaben nicht refinanzierbar

Grasl: Olympische Spiele für TVSender „definitiv kein Geschäft“ Sportübertragungen weiter im Höhenflug: Prognose nennt für dieses Jahr Ausgaben von 20 Milliarden Euro weltweit für Senderechte.

Überlegung Kostenbremse Durch die Werbefläche rund um die Übertragungszeiten würden sich die Ausgaben jedenfalls nicht refinanzieren, weil die Möglichkeiten durch das IOC sehr eingeschränkt worden seien. So dürfe nur Werbung von Unternehmen, die die Spiele sponsern, geschalten werden. Einen gemeinsamen Boykott gegen den Bieterwettstreit um die Übertragungsrechte hält Grasl für unrealistisch: „Es geht spiel-

Schritte sind in vielen Bereichen ja meist die schwierigsten“, so Nanseck. Auch im Fußballbereich habe man „Krusten aufbrechen“ müssen. Natürlich hätte man aus Sotschi gern „einen Sportbewerb mit Medaillenchancen für österreichische Athleten übertragen“; das sei nicht geglückt. „Aber auch mit den Zeremonien sind wir zufrieden.“ Vor Ort wird ATV mit zwei Miniteams von insgesamt sieben Mitarbeitern vertreten sein und in den täglichen Sportsendungen über die Bewerbe berichten.

Gesamtmix gibt Ausschlag Der ORF wiederum stellt ein Kontingent von knapp 125 Mitarbeitern, die alle Facetten der Winterspiele abdecken sollen. Das Gesamtbudget inklusive Rechtekosten wird mit rund 19 Mio. € beziffert. Zu erkennen ist laut Trost jedenfalls, dass Fernsehrechte zusehends in einzelne Pakete zerlegt werden. „Das spielt sich bei mittlerweile fast allen größeren Sportevents ab.“ So wird beispielsweise zwischen Live- oder zeitversetzter Übertragung unterschieden. Den Ausschlag gebe im Bieterwettstreit aber nicht nur das monetäre Angebot, sondern der „Gesamtmix“. So werde „die Gesamtperformance eines Unternehmens“ in der Entscheidung berücksichtigt, wie Trost erklärte. „Es ist eine Zusammenschau aller Parameter, wobei nicht nur das höchste Gebot im Sinne der Ökonomie zählt.“ Nanseck wiederum gab wie auch Grasl zu bedenken, dass sich mit hochklassigen Sportbewerben „bedauerlicherweise“ kein Geld mehr verdienen lasse. „Die Rechte wie auch die ­technische Umsetzung sind sehr teuer.“  (red/APA)

© APA/Hans Klaus Techt

Wien. Für Fernsehstationen seien Olympische Spiele „definitiv kein Geschäft“, so Richard Grasl, Kaufmännischer Direktor des ORF, bei der von der „7. Fakultät“ der Universität Graz veranstalteten Podiumsdiskussion unter dem Titel „Das Milliardengeschäft mit den fünf Ringen“. Allein 2010 bis 2012 habe das IOC 5,5 Mrd. € durch das TV-Geschäft eingenommen. „Das ist ein großes Geschäft für den IOC“, urteilte Grasl, der über die diesbezüglichen Auslagen des ORF keine konkreten Angaben machen wollte. Für die Winterspiele habe erstmals eine Sportrechteagentur die Übertragungsrechte an die einzelnen Sender in den jeweiligen Ländern vergeben. Zuvor wurden sie en bloc, im Rahmenvertrag mit der European Broadcasting Union (EBU), einem Zusammenschluss aller öffentlich-rechtlichen Sender Europas, verkauft. „Es geht jetzt exorbitant viel mehr ums Geschäft. Jetzt sind die Kosten doppelt so teuer wie für Vancouver 2010“, schilderte Grasl. „Derzeit geht es sich noch aus. Wenn es so weitergeht, werden wir uns überlegen müssen, wie man die Kostenbremse ziehen kann“, so der Finanzchef des öffentlich-rechtlichen Senders.

Ringen um die Ringe: Sportrechte wie für die Olympischen Spiele in Sotschi sind international heiß begehrt, aber teuer.

theoretisch nicht, weil sich immer einer findet, der es dann doch tut.“ Knapp zwei Wochen lang stehen ab 7. Februar bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 98 Medaillenentscheidungen an, die via TV rund um den Erdball in die Wohnzimmer geliefert werden – lukrativ nicht zuletzt für das IOC, das 53% seines Umsatzes aus den Fernsehrechten generiert.

Anstieg von 14 Prozent Diese sind in der Zeit von 2009 bis 2012 mit den Winterspielen in Vancouver sowie den Sommerspielen in London auf einen Rekordwert von 3,85 Mrd. USD (2,83 Mrd. €) gestiegen. Das Wirtschaftsberatungsunternehmen Deloitte geht

für das Jahr 2014 gar von 19,3 Mrd. € aus, die mit den Übertragungen der wichtigsten Sportereignisse – von Olympia über die FußballWM in Brasilien bis zu den wichtigsten europäischen FußballLigen – lukriert werden. Das ist ein Anstieg von 14% im Vergleich zum Vorjahr. ORF-Sportchef Hans Peter Trost sieht diesbezüglich keine Trendwende in Sicht, „jedenfalls nicht im Fußball“. Auch gebe es eine Tendenz, Rechtepakete zeitlich begrenzt zu vergeben. „Alles, was bei der Rechteverwertung vorstellbar ist, wird gemacht“, erklärte Trost im APA-Interview. Ähnlich beurteilt Mark Michael Nanseck vom privaten Mitbewerber ATV die Situation. „Man

Umfrage 82 Prozent an den Olympischen Spielen interessiert, 80% vertrauen auf TV

muss aber sehr nach Ländern unterscheiden.“ Er ortet in Österreich noch Nachholbedarf. „Bei uns herrscht jetzt eine Entwicklung wie in Deutschland vor knapp 25 Jahren.“ Damit spielt der ATV-Sportchef auf die Konkurrenzsituation von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern an. Hierzulande sei nicht zuletzt durch die Übertragung der Auswärtsspiele für die WM-Qualifikation der Fußball-Nationalmannschaft auf ATV sowie die Fußball-Champions League auf Puls 4 „Bewegung in die Sache gekommen“. Bei Olympia hat sich ATV die Exklusivrechte an der Eröffnungs- und Schlussfeier gesichert. „ATV Sport ist hier wieder einmal Vorreiter, und die ersten

Im ORF 13 Produktionen zu Korruption und Zensur

TV als olympisches Leitmedium Doku-Schwerpunkt gen, ist dabei klar das Fernsehen (80 Prozent). Auf den weiteren Plätzen folgen das Internet (10 Prozent), Radio (5 Prozent) sowie die Tageszeitungen (4 Prozent). Immerhin ein Prozent will Olympia via Teletext konsumieren.

Online liegt vor Radio Ein Drittel der Befragten gab zudem an, so viele Entscheidungen

wie möglich verfolgen zu wollen. Ausgewählte Bewerbe sind für 38 Prozent ein Thema, und nur 10 Prozent lassen die Live-Übertragungen völlig kalt. Die Beliebtheitsskala führen bei den österreichischen Wintersportfans – wenig überraschend – die alpinen Skibewerbe an, dicht gefolgt von den Skispringern (85 respektive 80 Prozent). Auch insgesamt liegt Ski Nordisch hoch im Kurs, 36 Prozent freuen sich auf die Nordische Kombination, 23 Prozent auf die Langlaufbewerbe. Biathlon ist wiederum für 31 Prozent ein Grund, die Winterspiele zu verfolgen.

© Alessandro Della Valle/EPA/picturedesk.com

Großereignis als Motivator

Alpine Skibewerbe führen die Beliebtheitsskala an - konsumiert wird vorrangig im TV.

Befragt wurden von Mindtake Research 500 Personen mittels eines Online-Panels, wobei die Erhebung im Jänner auch die sportlichen Aktivitäten der Umfrageteilnehmer zum Thema machte. Demnach lassen sich 28 Prozent durch Großereignisse wie Olympischen Spiele motivieren, selbst Sport zu betreiben.  (APA)

Wien. Der ORF will nicht nur Olympia nach Hause liefern, sondern auch das Gastland Russland „ohne Tabus“ unter die Lupe nehmen. Generaldirektor Alexander Wrabetz verspricht in einer Aussendung einen „scharfen öffentlich-rechtlichen Blick auch auf die problematischen Seiten des Putinschen Russland“. Gezeigt werden auf ORF 2 und ORF III insgesamt 13 Produktionen, darunter zahlreiche Dokus. In „Putins Spiele“ (am 2.2. auf ORF 2, am 3.2. auf ORF III) entlarvt Filmemacher Alexander Gentelev Misswirtschaft, bis nach Österreich reichende Korruption und absurden Größenwahn hinter dem Olympiaprojekt.

am 29. Jänner sowie der „Kulturmontag“ mit dem systemkritischen Künstler Wassili Slonow am 3. Februar. Eine gleich sechsteilige Dokureihe unter dem Titel „Der Untergang der Sowjetunion“ erzählt auf ORF III am 1. und 8. Februar die „Vorgeschichte“ mit zahlreichen Interviews aus der Innensicht. Außerdem stehen zwei Doku-Montagen (3. und 10. Februar) auf ORF III ganz im Zeichen Russlands.  (APA)

Thementage im Programm Die Doku „Pussy Riot – keine Angst vorm starken Mann“ (am 6.2. auf ORF 2) begleitet die drei wegen „Hooliganismus“ angeklagten Aktivistinnen, die nach ihrer Inhaftierung mittlerweile wieder auf freiem Fuß sind – und weiterkämpfen. Das aktuelle Russland beleuchtet darüber hinaus das „Weltjournal“

© APA/Herbert Neubauer

Wien. Die Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi sind für den Großteil der Österreicher ein Pflichtprogramm – und zwar vor dem TV-Bildschirm. Laut einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts Mindtake Research sind 82 Prozent an der Berichterstattung über die Bewerbe im russischen Sotschi interessiert. Das bevorzugte Medium, um die Medaillenjagd zu verfol-

ORF-GD Alexander Wrabetz verspricht „scharfen öffentlich-rechtlichen Blick“.


Dienstag, 21. Jänner 2014

m a r k e ti n g & age n tu r e n

medianet – 11

Etat Nach einem dreistufigen Pitch gegen vier Mitbewerber holt sich die Agentur beim Stephansdom den Etat für das Shopping Center

St. Stephen’s für den Fischapark dinko fejzuli

Wien. Seit 1.1.2014 vertraut Fischaparks Centermanager Christian Stagl und Marketingleiterin Gabriele Langer für das Shopping Center Fischapark in Wiener Neustadt auf die Beratung und kreative Umsetzung von St. Stephen’s. Die Agentur zeichnet für die gesamte Kampagnenkreation und -umsetzung, inklusive Mediaplanung, Social Media und Eventplanung bzw. Eventorganisation. „Mit der Erweiterung des Fischapark und der Eröffnung von Bauteil eins im Frühjahr 2014 steht der Fischapark vor der Herausforderung, auch in der Kommunikation mit unseren Kunden neue Wege zu gehen und neue Zielgruppen zu erschließen“, so Stagl und Langer. Mitte April 2014 findet die erste große Teileröffnung statt und sieht bereits eine Erweiterung um eine Vielzahl neuer Shops vor.

Die Zahl der Shops wird mit Ende der gesamten Ausbaustufe von 46 auf 100 gesteigert sein. Mit der Teileröffnung fällt auch der Startschuss für die neue Kampagne aus der Kreativagentur St. Stephen’s. „Mit St. Stephen’s haben wir nicht nur eine Agentur mit Handelshintergrund für die Betreuung gewonnen, sondern auch einen starken Partner, der gemeinsam mit uns die neue und langfristige strategische Ausrichtung inklusive innovativer Multichannel-Kommunikationsmaßnahmen entwickelt und umsetzt. Damit stellen wir unsere Kommunikationsaktivitäten

überregional und über aktuelle Werbekanäle neu auf und stärken uns auch in Richtung Mitbewerb“, so Christian Stagl und Gabriele Langer über die Kooperation. Projektleiter Mario Strasser von St. Stephen’s: „Nebst der Neuausrichtung der Kampagne können wir den Kunden vor allem auch hinsichtlich der weiteren Positionierung als Familiencenter mit einem innovativen und abwechslungsreichen Programm unterstützen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit dem sympathischen Team des Fischaparks.“ www.st-stephens.at  www.fischapark.at

© ArchitekturConsult ZT GmbH

Shopping Center Fischapark in Wiener Neustadt setzt auf die Beratung und kreative Umsetzung auf Mario Strasser v. St. Stephens.

St. Stephen’s werkt kreativ für das Shopping Center Fischapark in Wiener Neustadt.

Business Class

Google Glass Autofahrt

Keine Strafe

Los Angeles. Eine US-Amerikanerin hat sich erfolgreich gegen ein Bußgeld für das Tragen einer Google-Brille am Steuer zur Wehr gesetzt. Die 44-jährige Cecilia Abadie wurde am Donnerstag mangels Beweisen freigesprochen. Der Rechtsstreit galt als erstes solches Verfahren im Zusammenhang mit der Hightech-Brille des Internetkonzerns Google. Abadie hatte auf nicht schuldig plädiert. Sie hatte damit argumentiert, dass die Brille während der Fahrt nicht eingeschaltet gewesen sei. Die Frau war Ende Oktober mit überhöhter Geschwindigkeit auf einer Schnellstraße in San Diego angehalten worden. Ihr war vorgeworfen worden, durch die Nutzung der internetfähigen Brille abgelenkt gewesen zu sein. (APA)

Auftrag FIA-Website

Etat: laola.tv

© Laola.tv

Wien. Neues Projekt für laola.tv im Dienstleistungsbereich: Das Multimedia-Unternehmen zeichnet für die Erstellung und den Betrieb der neuen offiziellen Website der FIA World Rally Championship (WRC) verantwortlich, die letzten Freitag zum Start der WRC-Saison 2014 online gegangen ist. Die Website www.wrc.com ist international ausgerichtet und in vier Sprachen – Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch – verfügbar und zudem über mobile Endgeräte und Tablets optimiert abrufbar. Auch die Sozialen Medien kommen nicht zu kurz. So sind alle Social Media- Kanäle von Fahrer und Teams über die Seite abrufbar.

Neu: News, Statistiken, Rennkalender oder Infos zu den Teams und Fahrern.

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www.goldenerhahn.at


Bi z-ta l k C LA S SI C

12 – medianet

Dienstag, 21. Jänner 2014

IMPERIALES AMBIENTE

© medianet/Szene1/Joanna Piestrzynska

Happy New IAB-Year

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1. Susanne Ostertag (Microsoft Austria), Andreas Martin (pilot@media.at), Gerhard Günther (Digital Sunray), Lilian Meyer-Janzek (IAB Austria), Martina Zadina (adworx), Klaus Oberecker (Mindtake), Sabine Auer (Mind­share), Thomas Urban (MediaCom), Doris Kornberger-Ostler (Havas Media-Austria); 2. Christine Antlanger-Winter (Mindshare), Stephan Kreissler (MediaCom), Margit Kaluza-Baumruker (Herold); 3. Oliver Voigt (Österreich), Lilian Meyer-Janzek (IAB Austria), Niki Fellner (Österreich); 4. Janet Thierry (UPC), Michael Straberger (straberger conversations).

Neujahrsemfpang: Internet Advertising Bureau

Innig vereint: Florian Magistris und Bernd Platzer.

IAB goes 2014

Ausstellungseröffnung: „Award for Creative Interior ­Design“ 19 Uhr, designforum Wien, quartier21/MQ

Präsentation der „OMV-Studie: Monitor ­Wirtschaftsjournalismus“ 17:30 Uhr, Presseclub Concordia (Wien)

30.

IAA Neujahrscocktail 2014 19 Uhr, Novomatic Forum (Wien); Einladung erforderlich

Februar

23.

„16. Radiopreis der Erwachsenenbildung“ 18:30 Uhr, RadioKulturhaus (Wien)

23.

„Seien Sie nicht so negativ! Muss Journalismus ­konstruktiver werden?“ Diskussion u.a. mit dem ­dänischem Rundfunkchef Ulrik Haagerup 19 Uhr, Presseclub Concordia (Wien)

28.

27.

27.

28.

Event#6 der Marketing Natives: Blog Marketing 18:30 Uhr, Julius-Raab-Saal, Wiedner Hauptstraße 63 (Wien); 6. Anmeldung unter  www.facebook.com/marketingnatives/events Diskussionsveranstaltung „Fußball-WM, Proteste und Wahlen: Brasilien, ein Land im Fokus“ 18:30 Uhr, C3 – Centrum für Int. Entwicklung (Wien) „Demokratie live 2“ – die Kultursprecher der Parteien zu den Plänen für das Urheberrecht 18 Uhr, Österreichisches Filminstitut (Wien); Anmeldung ­erforderlich unter  fritz.niemann@eu-xxl.at

12.

Neujahrsempfang

Karriere

tipp des tages

29.

12.

Wirtschaftsforum der Führungskräfte

Gesichtet wurden auch: York-Alexander Ambros (Housing IT Solutions), Alfred Czasch und Georg Pölzl (beide Österreichische Post), Franz Solta (Infoscreen Austria), Thomas Dittrich (Reiwag Facility Services), Alexander Buhr (Flughafen Wien), Nicolai Descovich (IBM Österreich), Gernot Fiebiger (Neudorfer Rechtsanwälte), Hartmut R. Gailer (SER Solutions Österreich), Josef Kroer (SAP Österreich), Sabine Grubmüller (L. Bösendorfer Klavierfabrik), Andrea Hinteregger (Realitäten Dr. Hinteregger), Ludwig Hofstätter (Brüder Gros), Heinz Janecska (Bundesrechenzentrum), Markus Kiess (Gregor Mendel Institute) sowie Christina Pöttler (SAP Österreich). (fej)

Jänner

Präsentation „Shopping Guide 2014“ und Verleihung des „Enjoy Award 2014“ 18 Uhr, Fashion TV Café Vienna

1. Reiwag-GF Viktor Wagner, Gewista-CEO Karl Javurek, WdF-GF Wolfgang Hammerer; 2. Ernst Rosi (RZB) mit Karl Fink (Wr. Städtische), Renate Danler (Hofburg); 3. WdF-Ehrenpräs. Jankowitsch (TU Wien), Georg Pölzl (Österr. Post).

Zahlreiche Gäste

medianet Branchenkalender

23.

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Feierlich 200 WdF-Mitglieder folgten der Einladung von Wiens Landesvorsitzendem KR Viktor Wagner (Reiwag) in die Wiener Hofburg, genossen das imperiale Ambiente inmitten der Altstadt und stießen auf ein erfolgreiches Jahr 2014 an. Die Eröffnung erfolgte durch den Bundesvorsitzenden Karl Javurek und Renate Danler (Hofburg). Viktor Wagner freute sich über die rege Teilnahme der WdFBeiratsmitglieder, unter anderem: Beiratsvorsitzender Karl Fink (Wiener Städtische Allgem. Vers.), Werner Müller (Angst + Pfister), Hannes Füreder (Siemer-Siegel_Füreder & Partner), Dieter Bodingbauer (Bisnode D&B Austria), Ernst R. Rosi (Raiffeisen Zentralbank), Gerald Steger (café + co International Holding), Günter Thumser (Henkel Central Eastern Europe) und Gerhard Zeiner (SAP).

Sekt statt Punsch Gute Laune, gutes Essen und gute Gespräche prägten die entspannte Atmosphäre beim IAB Happy New Year Together 2014 im „St. Ellas” am 16. Jänner. Besonders erfreulich: Neben IAB-Mitgliedern waren auch Vertreter und Vertreterinnen befreundeter Verbände (Werberat, IAA, ÖWA, ISPA) dabei, um auf ein erfolgreiches Jahr 2014 anzustoßen. Rund 100 Gäste folgten der Einladung und wurden von Lilian Meyer-Janzek, Geschäftsführerin IAB, und IAB Präsidentin Martina Zadina zum IAB Happy New Year Get-together 2014 begrüßt. Wie auch im vergangenen Jahr verzichtete man auf einen Weihnachtspunsch; um so größer war der Andrang beim Neujahrstreffen selbst. Für den IAB hat das Jahr schon sehr gut begonnen, denn am 28.2. startet der nächste Zyklus der Ausbildungsoffensive. Und: Der erste Durchgang ist bereits fast ausgebucht.  (fej)

21.

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Ehrung „Journalist des Jahres“ 18:30 Uhr, Studio 44 (Wien); Einladung erforderlich Konferenz „Freedom of information under pressure“ (28.2.–1.3.) Kuppelsaal, Technische Universität Wien

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Fleischeslust Mit Vegetarismus haben Herr und Frau Österreicher wenig am Hut. Ganz im Gegenteil, sie z­ ählen zu den „Fleischtigern“ unter den EU-Bürgern. Und mit der ab 1.4.2015 geltenden Herkunfts­ kennzeichnung herrscht dann auch Klarheit, woher das Schnitzel, der Braten oder die Wurst kommt.  Seite 14

Sattes Wachstum Heimische Fleischerzeugnisse sind international sehr gefragt

© panthermedia.net/Liane Matrisch

Schwein als Export-Zugpferd

Schweinefleisch made in Austria steht bei russischen Feinschmeckern hoch im Kurs.

Wien. Mit Speck fängt man Mäuse – und mit Fleisch und Fleischwaren made in Austria Feinschmecker rund um den Globus. 2013 wurden fast 34.000 t heimisches Rindfleisch nach Deutschland exportiert. Auf den Geschmack gekommen sind mittlerweile aber auch die Konsumenten in Russland, das erstmals unter die Top Ten des österreichischen Außenhandels gerückt ist. Grund dafür ist vor allem das satte Plus bei Schweinefleisch. Die ausgeführte Menge verdreifachte sich auf über 10.000 t bzw. um 24 Mio. €. (red)


f l e i sc h & WU R S T

14 – medianet special

Fleischeslust 60 Kilogramm Fleisch essen die Österreicher pro Jahr – bald wissen sie auch, woher es kommt

Messner feiert heuer seinen 80. Geburtstag

Streit mit Slowenien: Die Stainzer Krainer bleibt die Stainzer Krainer.

Stainz. 2013 gab es für den Wurst- und Schinkenexperten Messner einen wichtigen Erfolg zu verzeichnen: Der Streit um die Krainer mit Slowenien wurde endlich beigelegt. Österreich und Slowenien haben einen Kompromiss im KäsekrainerStreit geschlossen. Es darf als hierzulande weiterhin die Bezeichnung „Krainer“ verwendet werden. Die Stainzer Krainer ist ein wichtiger Artikel für Messner, da bereits der Urgroßvater des jetzigen Eigentümers und Geschäftsführer, Alfred Messner, diese Wurst als erster in Österreich produzierte. Das Original aus 1934 wird noch immer nach traditionellem Rezept erzeugt. Das „Absolut Steirisch“-Sortiment, das sich 2013 gut etabliert hat, wird in diesem Jahr ausgebaut. „Es hat sich bestätigt, dass es den Konsumenten wichtig ist, zu wissen, woher die Rohstoffe kommen. Messner punktet hier gleichsam mit ‚vier Mal steirisch‘ – geboren, gemästet, geschlachtet und verarbeitet“, so Cindy Luisser, die bei Messner für die Marketingund Unternehmenskommunikation verantwortlich zeichnet. In diesem Jahr feiert Messner 80-jähriges Jubiläum. Dies wird mit Events, aber auch mit Sonder- und Jubiläumseditionen entsprechend gefeiert. Genaueres wolle man aber noch nicht verraten.

Sorger: zwei Preise beim Produktchampion

Herkunftskennzeichnung bei verpacktem Fleisch Vorschrift gilt für frisches, gekühltes und gefrorenes Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch. Linz/Wien/Brüssel. Laut einer aktuellen Studie vertilgt man hierzulande rund 60 Kilogramm Fleisch pro Kopf und Jahr. „Davon sind zwölf Kilogramm Rindfleisch, womit die Alpenrepublik aber über dem EUSchnitt von zehn Kilogramm Beef liegt”, so Rudolf Rogl, Geschäftsführer der Einkaufsgemeinschaft Österreichische Rinderbörse, im Rahmen eines Expertenstammtischs zum Thema „Wohin essen wir?” im Linzer Promenadenhof Ende 2013. Die Unterschiede innerhalb Europas sind dabei gewaltig. So konsumiert Spitzenreiter Zypern mit 135,4 Kilo pro Kopf nahezu vier Mal so viel wie Schlusslicht Rumänien mit 35,5 Kilogramm. Generell stagniert der Fleischkonsum in Europa jedoch auf hohem Niveau.

„Fleischliebhaber“ „Die Österreicherinnen und Österreicher sind Fleischliebhaber und Genussmenschen. In den heimischen Küchen spielt Fleisch als Gericht oder Zutat noch immer eine wesentliche Rolle. Daher ist der Konsum ob der traditionellen Küche ein entsprechend hoher. In der Tendenz geht der Fleischkonsum jedoch zurück“,

© Foto Wilke/Fachverband Lebensmittelindustrie

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© Messner

Dienstag, 21. Jänner 2014

Katharina Koßdorff: „Die Herkunft von Lebensmitteln muss ab 1. April 2015 konkreter angegeben werden.“

so Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbands der Lebensmittelindustrie. Im Dezember haben die EU-Mitgliedsstaaten in Brüssel für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei Fleisch gestimmt. Ab 1.4.2015 müssen Konsumenten fortan bei frischem, gekühltem oder gefrorenem Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch informiert werden, wo das Tier gemästet und geschlachtet wurde. Für die Angabe des Orts der Aufzucht sind bestimmte Zeiträume für die jeweilige Tierart einzuhalten. Sind mehrere Länder an der Mast beteiligt, muss dies ebenso in der Kennzeichnung vermerkt werden. Koßdorff: „Basis hierfür ist die

„Der Branche ist wich­ tig, dass die Regelun­ gen handhabbar sind und in der Praxis umge­ setzt werden können.“ katharina koSSdorff

2011 veröffentlichte EU-Lebensmittelinformationsverordnung. Diese regelt die Kennzeichnung von Lebensmitteln – also das, was zwingend auf der Verpackung stehen muss. Diese Verordnung sieht nun einige Neuerungen vor, unter anderem auch, dass die Herkunft von Lebensmitteln jetzt konkreter angegeben werden muss.“

Ähnlich wie bei Rindfleisch Bis dato galt die Herkunftskennzeichnung leidglich bei Rindfleisch. Anlass für diese Verordnung war seinerzeit der BSE-Skandal. „Diese Vorschriften hat man mit einem ähnlichen Modell jetzt auch für andere Sorten übertragen“, so Koßdorff. Die Vorschriften sind ab

1.4.2015 anzuwenden. „Der Branche ist es wichtig, dass die Regelungen handhabbar sind und in der Praxis umgesetzt werden können. Essenziell war es, der Wirtschaft keine Regelungen aufzubrummen, die weder umsetzbar, noch kontrollierbar sind“, so Koßdorff weiter.

Lebensmittelindustrie Die Lebensmittelindustrie zählt zu Österreichs wichtigsten Industriezweigen und sichert tagtäglich die Versorgung mit sicheren, qualitativ hochwertigen und leistbaren Lebensmitteln und Getränken. Die rund 200 Unternehmen der Lebensmittelindustrie erwirtschafteten im Jahr 2012 ein Produktionsvolumen in Höhe von acht Mrd. €.  (red)

Schweizer Grillsaison Am 8. Februar findet in Bern wieder das Wintergrillfest von Proviande/Schweizer Fleisch statt

Die Website der Firma Sorger Wurst- und Schinkenspezialitäten.

Wien. Bei der im November über die Bühne gegangenen Verleihung des „Produktchampion 2013“ wurde der 1. Platz in der Kategorie „Selbstbedienung“ im Rahmen des 15. Österreichischen Fleischerforums der AMA Marketing an die Firma Sorger Wurst- und Schinkenspezialitäten vergeben. Auch einen dritten Platz konnte man mit der „Sorger Frankfurter“ in der Kategorie „Klassik“ belegen. Sorger ist ein traditioneller steirischer Familienbetrieb, der im Jahre 1907 von Georg Sorger als kleine Fleischhauerei mit angeschlossenem Gasthaus gegründet wurde. Heute wird das Unternehmen bereits von der dritten Generation erfolgreich geführt. Damit es sich auf den heutigen Stand entwickeln konnte, wurden große Investitionen in eine modernste Produktionstechnik getätigt.

Bern. Eigentlich darf man längst von einem traditionellen Anlass sprechen. Denn bereits zum achten Mal findet am 8. Februar auf dem Berner Waisenhausplatz das Wintergrillfest von Proviande/ „Schweizer Fleisch“ statt – unterstützt wird der Event von weiteren Verbänden der Schweizer Fleischwirtschaft. Abermals warten an diesem Tag absolute Schmankerln vom Grill sowie eine prominent besetzte Showbühne auf die grillfreudigen Besucher.

gramm und ausgewählten Schweizer Fleischspezialitäten vom Grill und aus dem Smoker.

Gute „Grillerargumente“ Vom Mittag bis am Abend servieren die Grillmeister Degustationsteller oder einzelne Spezialitäten zu günstigen Preisen: Kalbfleisch, Poulet, Rindfleisch, Schweinefleisch, Ziegenwürste und

Gratis-Cervelats für die Kinder – zum Selberbraten an den offenen Feuerstellen auf dem Waisenhausplatz. Dazu gibt es Kartoffeln und Brot, und gegen den Durst werden Mineralwasser, Wein und Bier ausgeschenkt; zum Aufwärmen stehen darüber hinaus heißer Punsch und Glühwein bereit. Wer den Weg zum Waisenhausplatz findet, den erwartet einmal mehr eine ganz spezielle Melange:

Echtes Happening Allein die Tatsache, dass sich diese riesige Grillparty mitten im Winter ihren festen Platz in der Gunst der Besucher gesichert hat, zeigt, wie stark die Lust auf Rauchzeichen, den archaischen Umgang mit Feuer sowie die Sehnsucht nach lukullischen Liaisonen und ein gesellschaftliches Happening ausgeprägt ist. Eröffnet wird die Grillsaison 2014 an diesem Tag um 11 Uhr – mit warmen Sitzecken, einem unterhaltsamen Bühnenpro-

Eine Winterlandschaft mit Feuerstellen, neben denen sich die Gäste auf Holzbänken mit Schaffellen niederlassen können, lädt zum Genießen ein. Dass dabei Tannen und zahlreiche Feuerschalen, Kerzen und Laternen das Areal säumen, ist der Stimmung und dem Ambiente mit Sicherheit zuträglich. Eine Attraktion ist auch der große Smoker des „Acher Barbecue Teams“.

Die Fleisch-Genossenschaft

© Proviande

© Sorger

Ein gediegenes „Grill-out“ im Berner Winter

Am Berner Waisenhausplatz wird am 8. Februar gegrillt, was das Zeug hält.

Proviande ist eine Genossenschaft und die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft. „Schweizer Fleisch“ ist als registrierte Marke ein Produkt von Proviande, deren Mitglieder Organisationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Fleisch sind. Als einzige Plattform für alle, die in der Schweiz am Produkt Fleisch beteiligt sind, vereint Proviande unter einem Dach Produzenten, Viehhandel, Verarbeiter von Schlachtvieh, Fleisch und Schlachtnebenprodukten sowie den Detailhandel, die Importeure und Exporteure.  (red)


f l e i sc h & wu r st

Dienstag, 21. Jänner 2014

medianet special – 15

Austrian Meat Awards Die Gewinner der höchsten Auszeichnung der Fleisch- und Wurstbranche stehen fest

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Die Besten der Besten

Industrialisierung der Fleischerzeugung Berlin. Die Heinrich-Böll-Stiftung, Le Monde Diplomatique und der Bund für Umwelt & Naturschutz Deutschland veröffentlichen den „Fleischatlas 2014“ mit Daten und Fakten zu aktuellen Tendenzen im Big Business Fleisch. Demnach werden bis Mitte dieses Jahrhunderts weltweit jährlich fast 470 Mio. t Fleisch (um 150 Mio. mehr als heute) produziert. Das führt auch zu einem drastisch wachsenden Flächenbedarf für Futtermittel. Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, kritisierte die Industrialisierung in der Fleischerzeugung: „Moderne Schlachtanlagen in Europa und den USA nehmen immer absurdere Dimensionen an. Während wir hierzulande 735 Millionen Tiere pro Jahr töten, schlachtet allein die USGesellschaft Tyson Foods mehr als 42 Millionen Tiere in einer einzigen Woche. Dahinter kann kein gesundes Agrarsystem stehen.“ (red)

Im Rahmen einer Gala vergab die Marketingabteilung der AMA Lukullus und Produkt-Champion. Salzburg. Alles, was in der österreichischen Fleisch- und Wurstbranche Rang und Namen hat, traf sich in Salzburg zum 15. AMA-Fleischforum und der anschließenden Gala. Dabei vergab die AMA-Marketing die höchsten Auszeichnungen der Branche, die Austrian Meat Awards.

In der Kategorie „Klassik“ ging der Sieg an Frankfurter von Schirnhofer. Der zweite Platz ging an die Wiener Sacherwürstel von Trünkel, und über den Produkt-Champion in Bronze freuen sich ex aequo die Firma Moser und die Firma Sorger, beide für ihre Frankfurter.

Genuss on top

Die Preisträger freuten sich über die prestigeträchtigen Auszeichnungen der AMA.

POS-Lukullus 2013. Sieger in der Kategorie „Lebensmitteleinzelhandel bis 450 Quadratmeter“ wurde Spar Salzburg Universitätsplatz. In der Kategorie „bis 900 Quadratmeter“ Verkaufsfläche gewann der Sutterlüty-Markt in Dornbirn, in der Kategorie „bis 2.000 Quadratmeter“ Merkur am Hohen Markt in Wien. Bei den Verbrauchermärkten mit mehr als 2.000 Quadratmeter holte sich Interspar Meidling den heurigen POS-Lukullus. Auch klassische Fleischerfachgeschäfte wur-

den überprüft; am überzeugendsten präsentierte sich die Metzgerei Ortner in Lienz, Osttirol. Für das innovativste kulinarische Konzept wurde das Familienunternehmen Hütthaler in Vöcklabruck mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet. Mit dem Produkt-Champion werden die besten und innovativsten Fleischerzeugnisse des Landes prämiert. Unter der Schirmherrschaft der Fachzeitschrift Produkt qualifizierten sich 31 Einreichungen in vier Kategorien für das Finale.

Den ersten Platz in der Kategorie „Selbstbedienung“ sicherte sich die „Anno dazumal Salami“ von Sorger. Der zweite Platz wurde an die „Premium Röllchen“ von da`Waldviertler vergeben. Mit dem dritten Platz wurde die „Kleiner Strizzi Cabanossi“ von Stastnik ausgezeichnet. In der Kategorie „Theke“ ging der Sieg an den „Naturschinken Venezia“ aus dem Hause Frierss. Über die Silber-Medaille darf sich die Firma Berger für ihren „Regional Optimal Wiesenkräuter-Schinken“ freuen. Den dritten Platz belegte die Firma Wiesbauer mit „Pastrami“ als Thekenstück. Die Kategorie „Geflügel“ entschied die „Steirerhuhn Leberpastete“ von H. Lugitsch für sich. Der zweite Stockerlplatz gebührt dem „Gänsegrammelschmalz von der Südburgenländischen Weidegans“ aus dem Hause Hink. Über den dritten Platz freut sich die Firma Pöttelsdorfer Putenspezialitäten für die „Edelputen Salami Pfeffer“.

„Fleisch­ atlas 2014“: Wissens­ wertes zu Tendenzen der Fleisch­ erzeu­gung. © Heinrich Böll Stiftung

Die höchste Auszeichnung, die die AMA im Fleischbereich vergeben kann, ist der Goldene Lukullus. Damit werden jene Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich durch ihr außergewöhnliches Engagement besondere Verdienste erworben haben. Die Preise, die nur alle zwei Jahre vergeben werden, gingen an: Stephan Mikinovic, ehemals Geschäftsführer der AMAMarketing, Ökonomierat Walter Schmiedhofer, Initiator „Ennstal Lamm“ und Johann Stabauer, Metzgermeister, Schulungsleiter für Fleischsommeliers und AMAGrillclub. Den Silbenen Lukullus, den Award für innovatives Qualitätsmanagement, erhielten: Franz Tiefenthaller, Initiator des fahrenden Mischfutterwerks in Oberösterreich, und „Rindfleisch à la carte“, Qualitätsprogramm der Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf und Spar. Mehr als 80 Geschäfte bewarben sich in sechs Kategorien um den

© AMA

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16 – medianet special

Dienstag, 21. Jänner 2014

Trünkel Der Wiener Fleisch- und Wurstproduzent liefert seine extralangen Würste an Wiener Sehenswürdigkeiten

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Sacherwürstel im Prater

„Tierwohl“wird auf die lange Bank geschoben

© AMA

Wien. Der Wiener Traditionsfleischer Trünkel freut sich über zwei neue prominente GastronomieKunden: Ab sofort können die Trünkel’s Sacherwürstel mit Blick auf Wien sowohl im Wiener Riesenrad als auch im Kaffeehaus des Donauturms in 160 Metern Höhe genossen werden. Trünkel’s Sacherwürstel wurden bereits mehrfach ausgezeichnet – zuletzt beim 15. AMA Fleischforum mit dem „Produkt-Champion“ in der Kategorie „Klassiker“.

Sowohl Handel als auch Produzen­ ten wollen das Tierwohl erhöhen.

Osnabrück. Die im Herbst angekündigte Initiative der großen deutschen Supermarktketten, Landwirte für die artgerechtere Haltung von Schweinen und Hühnern besser zu bezahlen, kommt nicht wie gewünscht voran. Der für Anfang 2014 geplante Start der Initiative Tierwohl verzögert sich, wie der Verantwortliche für die Koordination der Initiative, Robert Römer, Mitte Jänner der Nachrichtenagentur AFP sagte. Aldi, Edeka, Kaiser‘s Tengelmann, Kaufland, Lidl und Rewe hatten im September eine Erklärung unterzeichnet, in der sie sich zu einer Verbesserung der Tierhaltung, der Tiergesundheit und des Tierschutzes bekannten. Unterschrieben wurde die Erklärung auch von Konzernen der Fleisch verarbeitenden Industrie wie Tönnies, Vion und Westfleisch sowie vom Bauernverband und Verbänden der Schweine-, Hühner- und Putenhalter. Die Supermärkte wollen in einen Fonds einzahlen, aus dem Bauern einen Zuschuss dafür erhalten, dass sie ihre Tiere gut behandeln. Die Handelsunternehmen wollen dann mit dieser „Tierwohl“-Initiative für sich werben.

bendem Blick auf Wien zu genießen?“, schmunzelt Michael Trünkel, Geschäftsführer von Trünkel, über den Coup. „Wir freuen uns sehr, dass ab sofort alle Wiener und Wien-Besucher auch hoch über der Bundeshauptstadt in den vollen Genuss der traditionellen heimischen Küche kommen.“ Trünkel’s Sacherwürstel – nur echt mit der Goldmedaille, so Trünkel – sind besonders köstlich, knackig, geräuchert und obendrein besonders lang. All diese Eigenschaften haben Würstel zu einer der beliebtesten Speisen der Wiener Küche gemacht. Um Geschmack und Qualität langfristig garantieren zu können, muss die Herstellung strenge Qualitätskriterien erfüllen. „Schließlich ist in der Produktion jeder einzelne Schritt entscheidend für das Gelingen der perfekten Trünkel’s Sacherwürstel“, erklärt der Firmenchef die Produktionsphilosophie. (red)

Die Kombination Trünkel‘s Sacherwürstel sind inzwischen traditioneller Bestandteil der Wiener Küche. „Trünkel’s Sacherwürstel stehen ebenso für Wien wie der Donauturm und das Wiener Riesenrad – eine perfekte Kombination. Und was gibt es Besseres, als ein echtes Trünkel Sacherwürstel mit atemberau-

© Trünkel

Neben dem Riesenrad werden die Trünkel-Spezialitäten künftig auch im Café am Donauturm serviert.

Den Ausblick genießen: Trünkels Sacherwürstel werden im Riesenrad serviert.

Rewe-Tochter Der Hohenemser Produktionsbetrieb erhielt die begehrte Auszeichnung zum sechsen Mal in Folge

Lehrlinge: neuerliche Auszeichnung für efef Hohenems. Das Land Vorarlberg, die Wirtschafts- und Arbeiterkammer zeichnen jene Betriebe mit dem Gütesiegel „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“ aus, die eine ganze Reihe strenger Kriterien erfüllen müssen. Der zur Rewe Austria Fleischwaren GmbH gehörende Produktionsbetrieb efef Hohenems wurde zum sechsten Mal in Folge ausgezeichnet.

Das hohe Ausbildungsniveau bei der Rewe-Tochter verhilft den Lehrlingen einerseits regelmäßig zu Spitzenplatzierungen bei Lehrlingswettbewerben. Andererseits werden in den Produktionsbetrieb somit auch Fachkräfte mit einem

© Thum Schinken Manufaktur

Thum: Beinschinken wird Exportschlager

© Rewe International

Doppelter Profit

Vgb.-Landeshauptmann Wallner gratuliert efef-Produktionsleiter S. Moosbrugger.

entsprechend hohen Qualitätsbewusstsein integriert. Vorarlbergs Arbeiterkammerpräsident Hubert Hämmerle überreichte die Ehrenurkunde im vollbesetzten Veranstaltungssaal Ambach in Götzis an efef-Produktionsleiter Stefan Moosbrugger. Landeshauptmann Markus Wallner beglückwünschte die ausgezeichneten Betriebe und betonte die Wichtigkeit einer zielorientierten und erfolgreichen Lehrlingsausbildung. Vorarlbergs Wirtschaftskammerpräsident Manfred Rein bedankte sich bei der Laudatio bei den Ausbildnern für die gute Arbeit, ohne die ein qualifizierter Nachwuchs für Gewerbe und Industrie in Vorarlberg nicht möglich wäre.  (red)

Vorbildlich Der Familienbetrieb setzt hohe Standards bei der Tierhaltung und behauptet sich so am Markt

Bio-Hühner von Huber: 23 Jahre Qualität Roman Thum fertigt noch heute nach uralter Tradition.

nen Federkleid. Diese spezielle, ursprüngliche, langsam wachsende Rasse, die auch als „Bio Wildhendl“ bezeichnet wird, zeichnet sich durch seine besondere Vitalität und Robustheit aus.

Ausreichend Auslauf Beim Biobauern haben die Tiere viel Platz zum Bewegen. Dadurch sind die Fleischfasern besonders

© Huberts Landhendl/Fotostudio Manfred Fesl

Wien. Als Familienbetrieb erzeugt die Firma Thum seit 1860 Schinkenspezialitäten. Das Aushängeschild ist dabei zweifelsohne der Beinschinken. Die Produkte werden auch heute noch von Hand verarbeitet, die Auswahl reicht von herausragenden Rinder-, Honig- und Landschinken über Trüffelund Kräuter-Schinken bis zu edlem Wild-Roh-Schinken vom Hirsch oder Wildschwein. Fast alle Spezialitäten gibt es auch in Bio-Qualität, allen gemeinsam ist, dass sie ohne künstliche Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker hergestellt werden. Nach zahlreichen lobenden Erwähnungen im Inland sind die Produkte des Wiener Familienbetriebs mittlerweile auch im Ausland erhältlich. So hat sich etwa Schumann´s Tagesbar in München dazu entschlossen, seinen Gästen statt Weißwürsten lieber Thums Beinschinken zu servieren.

Pfaffstätt. 23 Jahres ist es bereits her, dass Hubers Landhendl mit der Verarbeitung von Bio-Hühnern begonnen hat. Das Gründerehepaar Maria und Johann Huber hatte den heutigen Zeitgeist früh erkannt, dass man sich nur mit herausragender Qualität und Streben nach Tierwohl langfristig erfolgreich im Markt behaupten kann. Ein Biohendl erkennt man auf den ersten Blick an seinem brau-

Hubers Landhendln genießen viel frische Luft und großzügigen Auslauf.

fein und zart, das Fleisch ist dunkel und hat einen typischen, besonders aromatischen Geschmack. Durch das langsame Wachstum hat das Fleisch einen geringeren Wassergehalt und damit auch deutlich geringere Bratverluste.

Arteigenes Verhalten Biobauern legen besonderen Wert darauf, dass es ihren Tieren gut geht. Mit Einstreu, Tageslicht im Stall und Auslauf im Grünen können die Biohendl ihr arteigenes Verhalten weitgehend ausleben. Den Biohendln von Hubers Landhendl wurde dementsprechend das Siegel „Tierschutz geprüft“ verliehen. Vom Stall aus haben Bio-Hühner Zugang zu einem überdachten Vorplatz und weiter hinaus ins Freie. Danach finden sie Ruhe und Erholung während einer Dunkelphase von mindestens acht Stunden pro Tag. Biohendl werden grundsätzlich mit regionalen Biofuttermitteln gefüttert. Gentechnisch veränderte Futtermittel und Wachstumsför-

derer sind ebenso verboten wie der vorbeugende Einsatz von Antibiotika. Tiergerechte Haltung und hochwertigen Futtermittel sind die beste Gesundheitsvorsorge; bei Bedarf wird mit Naturheilmitteln behandelt. Erst im vergangenen Oktober hat das Testzentrum Lebensmittel der DLG (Deutsche LandwirtschaftsGesellschaft) die Hubers Landhendl GmbH aus Pfaffstätt mit dem „Preis der Besten“ in Bronze ausgezeichnet. Dieses QualitätsZertifikat steht für eine langjährige, nachhaltige Qualitätsproduktion. Die Preisverleihung fand auf der anuga, der weltweit größten Ernährungsmesse, in Köln statt. DLG-Vizepräsident Achim Stiebing übergab die Urkunde und gratulierte mit den Worten: „Vertrauen entsteht, wenn das Besondere immer wieder neu bestätigt wird: Sie stellen sich seit Jahren mit Ihren Produkten erfolgreich dem Experten-Urteil der DLG; dadurch erhalten Ihre attestierten Qualitätsaussagen einen besonderen Stellenwert, den der ‚Preis der Besten‘ honoriert.“  (APA/red)


fleisch & wurst

Dienstag, 21. Jänner 2014

medianet special – 17

WKO Bundesinnung Lebensmittelgewerbe Mit einer schnellen Reaktion der Fleischerinnung konnte eine negative Kampagne gestoppt werden

Die Wurstsemmel im Social Web Wien. Kann man heute mit einem Minimalbudget gegen die Werbekampagne eines multinationalen Unternehmens bestehen? Dass dies mit Kreativität und Leidenschaft möglich ist, bewies voriges Jahr der Berufszweig der Fleischer. Die Kampagne „Der WurstsemmelShitstorm: David gegen Goliath im Web 2.0“ wurde bei der 18. PR-Gala des Public Relations Verbands Austria (PRVA) im Studio 44 der Österreichischen Lotterien in Wien zum Siegerprojekt in der Kategorie „Online & Social Media“ gekürt.

Der Wert eines Euros Die Wurstsemmel wurde in einer Werbekampagne als klein, staubtrocken und vor allem ohne Wurst dargestellt, ein Burger um einen Euro würde viel mehr bieten. Dies erforderte eine Reaktion der Betroffenen. Gemeinsam mit der Agentur Ketchum Publico wurden

Frierss Produkt Champion

Ausgezeichnet

Villach. Im Rahmen der „Austrian Meat Award Gala 2013“ beim 15. Fleischforum wurden im November in Salzburg die innovativsten Fleischerzeugnisse Österreichs in vier Kategorien prämiert. Der Kärntner Fleisch- und Wurstspezialisten Frierss konnte dabei in der Kategorie „Theke“ den ersten Platz erreichen, der Naturschinken Venezia darf sich somit mit dem Titel „Produkt Champion 2013“ schmücken. Dass der Schinken von der strengen Fachjury durchwegs Bestnoten erhielt, freute Geschäftsführer Rudolf Frierss ganz besonders: „Wir sind stolz auf diesen neuerlichen Leistungsbeweis für TopQualität und Geschmack, zumal dieser Preis als wichtigster Qualitätspreis der Branche gilt. Er ist eine Auszeichnung für unsere Qualitätsphilosophie und das große Wissen und Engagement von Meistern und Mitarbeitern.“ Erhältlich ist der Naturschinken in den Villacher Frierss-Filialen, im Lagerhaus Frischemarkt St. Magdalen und im neuen „Frierss Feines Haus“. Das 1898 gegründete Familienunternehmen Frierss beschäftigt etwa 120 Mitarbeiter. Qualität und Kundenzufriedenheit gelten seit jeher als oberste Firmenmaxime, betont Rudolf Frierss. So wurden bereits 1910 Goldmedaillen bei der Pariser Weltausstellung errungen. Heute exportiert man 15% der Produktion und fokussiert vor allem auf die Bereiche Kärntner und Italienische sowie Frischwurst- und Schinkenspezialitäten. (red)

die Fleischer zu Social-Media-Marketiers ausgebildet, die anschließend auf Facebook die österreichische Wurstemmel-Community aktiviert haben. Sie luden Bilder von Wurstsemmeln hoch, die eindeutig belegen sollten, dass eine Wurstsemmel um einen Euro ist viel besser als ein Burger sei. Die Resonanz war mit über 43.000 Likes enorm. Durch gezielte Informationsarbeit war die Aktion auch in nahezu allen Medien des Landes zu finden. „Die heimischen Fleischer haben mit Social Media-Aktivitäten eine für die Fleischer extrem negative Werbekampagne eines multi-

natio-nalen Konzerns gestoppt“, stellt Rudolf Menzl, Innungsmeister der Fleischer, zufrieden fest. „Unser Projekt zeigt: Nicht immer ist ausschließlich das Budget ausschlaggebend. Eine smarte Idee und der durchdachte Einsatz von innovativen Kommunikationstools – darauf kommt es in Wirklichkeit an. Unser Projekt ist die David gegen Goliath-Geschichte im Web 2.0-Zeitalter – und Social Media ist die Steinschleuder“, erläutert Reinhard Kainz, Geschäftsführer Bundesinnung der Lebensmittelgewerbe. Die Jury des österreichischen PR-Staatspreises begründete

ihre Entscheidung unter anderem damit, dass diese Kampagne ein Lehrbeispiel für eine rasche, witzige, aber auch überlegte GuerillaAktion sei, für deren Erfolg die Geschwindigkeit entscheidend war. „Eine saubere Vorgehensweise mit großer Transparenz führte zu einer beeindruckenden Mobilisierung gegen eine McDonald‘s-Werbung; die Wurstsemmel diente dabei als perfektes Identifikationsobjekt in dieser Krisenkommunikation, die mit relativ geringem Aufwand und in nur zwei Tagen zum Stopp der Kampagne des Fastfood-Konzerns und damit zum Ziel führte“, so die Erklärung im Wortlaut. (red)

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© mediendienst.com/Foto Wilke

Der österreichische PR Staatspreis beweist, dass David gegen Goliath auch im Web 2.0 Chancen hat.

Rudolf Menzl reagierte via Social Media erfolgreich auf die negative Kampagne.

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18 – medianet special

Dienstag, 21. Jänner 2014

© EPA

Österreich ist eine Nation von Fleischtigern. Der jährliche Pro-KopfVerbrauch liegt bei knapp 70 kg und auch im Vorjahr hat der Handel mit entsprechenden Promotions den Appetit der Verbraucher angeregt.

Promotion-Check Teil 1 Focus untersuchte für medianet die Promotion-Aktivitäten für Fleisch und Wurstwaren

Handelswerbung lässt 2013 wieder die Sau raus Das Schwein ist aus kulinarischer Sicht auch weiterhin das Lieblingstier der Österreicher. Wien. Das tägliche Brot der Österreicher ist im Regelfall belegt – mit Wurst, Fleischaufstrich und Speck –, oder die klassische Beilage zu Würsteln und Leberkäse. Im weiteren Sinne funktioniert hierzulande das tägliche Brot aber auch gänzlich ohne Gebäck – am Teller von Herrn und Frau Österreicher regiert die Fleischeslust; daran ändern auch Fleischskandale nichts. Schnitzel, Schweinsbraten, Rindsrouladen, Gulasch, Schinkenfleckerl, Back- und Brathendl: Wenn man sich etwas Besonderes gönnen möchte, darf es auch ein ordentliches Steak sein. Im Durchschnitt verzehrt jeder Bürger pro Jahr knapp 70 kg Fleisch, das entspricht, umgerechnet auf eine durchschnittliche

Fleischportion von 200 g, gut drei Fleischmahlzeiten pro Woche. „Diesem hohen Verbrauch folgt der Handel mit seinem Angebot an Promotionaktivitäten. Der Werbewert der Aktionen für die angebotenen Artikelgruppen ist von 2012 auf 2013 wieder um 2,5 Prozent gestiegen“, so Focus-Experte Karl Nemeth zu den erhobenen Zahlen.

Großer Appetit Mit einem Anteil von etwa 63% (rund 40 kg) ist – zumindest aus kulinarischer Sicht – das Schwein das Lieblingstier der Österreicher. Das zeigt sich auch an den Absatzzahlen: „Die Top-Seller am Markt sind die Warengruppen Schweinefleich, Schinken natur und Würs-

En tw ick lung Pr om ot i on we r bu n g

2013 7.454 3.708 2.549 2.162 1.934 1.424 1.624 1.197 1.176 1.133 1.055 979 733 669 625 481 352 321 250 187 178 148 129 121 104 103 144 19.782

Hühner im Sinkflug 58% aller Werbeaktivitäten des Handels für Fleisch & Wurst drehten sich im letzten Jahr um die fünf stärksten Artikelgruppen (Schweinefleisch, Schinken, Würstel, Rindfleisch und Brätwurst). Auffällig ist, dass die Werbeaufwendungen für Geflügel, insbesondere im Segment Hühnerteile, ganze Hühner und Putenteile, 2013 um fast ein Drittel (-31%) unter jenen von 2012 lagen. Das Markenranking führt Tann

Methodik

Nach Warengruppen 2013 vs. 2012 Warengruppe Schweinefleisch Schinken natur Würstel Rindfleisch Brätwürstel Fisch frisch Fleischwurst frische Hühnerteile Rohwurst Faschiertes frische Putenteile Schinken gepresst Feinkost frische ganze Hühner vorbereiteter frischer Fisch Selchfleisch Speck Spieße & Grilltassen Pasteten & Streichwurst frische Kräuter sonstiges frisches Geflügel Kalbfleisch Kochwurst Hammel & Lammfleisch frische Meeresfrüchte Wurst-/Fleischwaren essfertig alle anderen Gesamtergebnis

tel“, erläutert Nemeth. Auf Platz 2 der fleischlichen Beliebtheitsskala rangiert das Rind, der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei rund 12 kg.

Anteil 2012 Anteil 24,5% 6.902 23,2% 12,2% 3.139 10,6% 8,4% 2.336 7,9% 7,1% 2.243 7,6% 6,4% 1.926 6,5% 4,7% 1.624 5,5% 4,3% 1.309 4,4% 3,9% 1.304 4,4% 3,9% 1.033 3,5% 3,7% 1.220 4,1% 3,5% 1.173 3,9% 3,2% 1.026 3,5% 2,4% 644 2,2% 2,2% 765 2,6% 2,1% 533 1,8% 1,6% 430 1,4% 1,2% 354 1,2% 1,1% 435 1,5% 0,8% 291 1,0% 0,9% 136 0,8% 0,6% 199 0,7% 0,5% 201 0,7% 0,4% 140 0,5% 0,4% 190 0,6% 0,3% 42 0,1% 0,3% 28 0,1% 0,5% 215 0,7% 100,0% 16.525 100,0%

Basis: Handelsunterstützende Promotionwerbung (Brutto-Werbeaufwand); Werte in 1.000 €, Anteile in %. Quelle: Focus

Veränd. 8,3% 18,1% 9,1% –3,6% 0,4% –12,3% 1,2% –8,2% 13,9% –7,1% –10,0% –4,5% 13,9% –12,5% 17,2% 11,9% –0,6% –26,3% –14,0% 37,4% –10,4% –26,5% –7,7% –36,5% 148,6% 264,9% –33,1% 19,7%

Der Marktforscher Focus MR untersucht in Kooperation mit medianet in regelmäßigen Abständen die Promotion-Aktivitäten des Handels in den wichtigsten Einzelhandelsbranchen in Österreich. Unter „Promotion-Aktivitäten des Handels“ verstehen sich alle Preisaktivitäten, die der Handel für seine Produkte (Eigenmarken + Markenartikel) in den Medien Flugblatt, Hörfunk, Print und TV tätigt. Für die Erfassung werden nur jene Artikel herangezogen, die mit einem Preis oder Rabatt beworben werden. Für die Berechnung des Bruttowerbewerts werden die offiziellen Tarife der jeweiligen Medien herangezogen. Beim Flugblatt ergibt sich der Werbewert durch Produktions- und Verteilungskosten. Beim Flugblatt bzw. Handelsinserat wird die Fläche gemessen, die dem jeweiligen Produkt zur Verfügung gestellt wird. Der Werbewert resultiert aus Fläche x Tarif. Im Konkreten wird zum Beispiel ein BillaFlugblatt in all seine Bestandteile zerlegt und den einzelnen Warengruppen, Firmen bzw. Marken zugeordnet.

von Spar mit einem Anteil von 38,1% vor den Rewe-Marken Hofstädter mit 6,2% und Ich bin Österreich mit 4,7%. Die Marken Berger (2,9%) und Holzbauer mit 2,8% belegen die Plätze vor der ersten Diskontermarke Wiesentaler von Lidl mit 2,1% Marktanteil. Den Werbekampf an der Fleischund Wursttheke entschied im Vor-

jahr der Spar-Konzern mit 43,7% aller Promotion-Aktivitäten; auf Platz zwei folgt die Rewe-Group mit 22,5%. Beim Diskonter Lidl sanken zwar die Bewerbungen der Warengruppen etwas im Vergleich zu 2012, trotzdem liegt Lidl mit 13,8% auf Platz zwei im Handelseinzelranking. Hofer belegt mit 8,2% den 5. Platz vor dem ersten Rewe Unternehmen Billa mit 7,8%.


retail Big Deal

Der milliardenschwere Börsegang der russischen Metro rückt näher  Seite 22

dicht an dicht

Geringe Leerstände und hohe Filialdichte zeichnen Innenstädte aus  Seite 22

© Spielwarenmesse

© Dr. Oetker

inside your business. today. Dienstag, 21. Jänner 2014 – 19

© APA/G. Hochmuth

© F. Heyder/EPA

medianet

Deftig

Pizzaburger von Oetker, Milka Cranchito Snax, Dragee Keksi Zartbitter Orange und Zuckerbrot & Peitsche von Brunch. Seite 23

verspielt

Daniel Pein ist neuer Vertriebsdirektor der Spielwarenmesse  Seite 24

Alternative Tabakwaren sind ein Zukunftsmarkt

© Harald Eisenberger

short

© JTI/Andi Bruckner

© Hermann Hammer/cc wikimedia

Ankerbrot Nach dem Strukturwandel auf der Eigentümerseite bleibt Peter Ostendorf (Bild) Unternehmens-Vorstand. Mit dem Launch der PremiumProduktlinie „Anker Meisterstücke“ will das Unternehmen mehr Handwerk und Tradition in die Regale bringen. Kunden können aus vier Brotsorten wählen.  Seite 21

Tirol-Power Das Handelshaus Wedl schafft in 2013 ein stattliches Umsatzplus von 6,33 Prozent auf 534,4 Mio. €. Das Handelshaus, das auch Nah&Frisch-Kaufleute beliefert, investierte kräftig. Etwa wurde der C+C in Ried umgebaut und erweitert – und lohnt dies mit satten Umsatzzuwächsen.  Seite 22

Tabak Restriktionen scheinen den Tabakkonsum in Österreich nicht zu ­tangieren. Ralf-Wolfgang Lothert, Head of Corporate Affairs & Communications von JTI ­Austria, beschreibt, wie es um die Tabakindustrie in Österreich steht.  Seite 20

Mineralwasser Thomas Schmidt wurde per 1. Jänner zum nationalen Verkäufer bestellt

Märkte 62.300 Besucher pro Woche am Naschmarkt

Thomas Schmidt wurde per Jänner zum nationalen Verkaufsleiter bestellt.

Schmidt an der WU Wien. „Wir, das Verkäuferteam der Waldquelle, angeführt von unserem neuen Chef Herbert Emberger, freuen uns auf die Herausforderungen, gemeinsam mit unseren Handelspartnern und im fairen Wettbewerb mit unseren Branchenbegleitern für Wachstum in unseren Märkten zu sorgen.“ Als ständig beworbener Markenartikel mit einem attraktiven Preis/ Leistungsverhältnis entwickelte sich die Waldquelle in den letzten zehn Jahren zur Nummer zwei am österreichischen Mineralwassermarkt.  (red)

© APA/Helmut Fohringer

Kobersdorf. Mit Anfang des neuen Jahres trat Herbert Emberger als neuer Geschäftsführer im Ressort Marketing, Verkauf und Qualitätssicherung in die Fußstapfen von Herbert Czech. Thomas Schmidt (44) wurde zum nationalen Verkaufsleiter bestellt. Seine Verkäuferkarriere startete der gebürtige Wiener bei Waldquelle vor neun Jahren, zuvor war er elf Jahre im Bankensektor tätig. Die Kunst des Verkaufens und des Umgangs mit Handelskunden erlernte er bei seinem Mentor Czech. Das theoretische Rüstzeug für seine neue Aufgabe holte sich

© Waldquelle

Personalwechsel bei Waldquelle Der beliebteste Markt

Der Naschmarkt ist der beliebteste der Wiener Märkte, vor dem Brunnenmarkt.

Wien. Pro Woche zieht es 325.000 Menschen auf die Wiener Märkte. Am beliebtesten bei Touristen und Wienern gleichermaßen ist immer noch der Naschmarkt; er verzeichnet durchschnittlich 62.300 Besucher wöchentlich. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Brunnen- und Rochusmarkt, gibt das Büro für Konsumentenschutz in einer Aussendung bekannt. Der Ottakringer Brunnenmarkt kommt auf rund 53.000 Einkäufer pro Woche, den Rochusmarkt in Wien-Landstraße nutzen immerhin 33.500 Menschen wöchentlich.  (APA)


t i t e l st or y

Dienstag, 21. Jänner 2014

© JTI/Andi Bruckner

20 – medianet retail

RAl f-w ol fgang loth ert

Tabak Geschmuggelte und falsche Tabakwaren setzen den Produzenten, aber auch dem Finanzminister zu

Trotz Restriktionen bleibt der Tabakkonsum stabil

JTI Austria „Viele Menschen haben das Gefühl, ­bevormundet zu werden und empfinden den immer stärkeren Eingriff des ­Gesetzgebers in den persönlichen ­Lebensstil als ungerechtfertigt.“

In Österreich hat JTI mit Marken wie Winston oder Memphis einen Marktanteil von rund 33 Prozent. Mathieu Völker

Wien. Trotz Restriktionen und schärfer werdender Regulierungen registriert man in einigen Ländern, darunter den USA und Frankreich, eine Steigerung des Tabakkonsums. In Österreich ist der Tabakkonsum relativ stabil, wie Ralf-Wolfgang Lothert, Head of Corporate Affairs & Communications von JTI Austria, im Gespräch mit medianet erklärt: „Es gibt keine monokausale Erklärung dafür, warum trotz legistischer und gesellschaftlicher Regulierungsflut der Konsum relativ stabil bleibt. Viele Menschen haben das Gefühl, bevormundet zu

werden und empfinden den immer stärkeren Eingriff des Gesetzgebers in den persönlichen Lebensstil als ungerechtfertigt. Konsumenten wollen selbst bestimmen und sich den Tabakgenuss nicht nehmen lassen. Hier ist die Regulierung sicher zu weit gegangen und diese Regulierungswut greift immer mehr auch auf andere Produkte wie etwa zucker, fett- oder alkoholhaltige Produkte über.“

Kampf gegen Schmuggel Die hohe Rate an geschmuggelten oder gefälschten Tabakwaren ist auch für die in Österreich

aktiven Hersteller spürbar, aber „viel mehr noch müsste es dem Finanzminister zu denken geben, weil ihm dadurch hohe Tabaksteuereinnahmen entgehen, wenn, wie in Österreich, über 20% der konsumierten Tabakwaren nicht in Österreich versteuert werden. Deswegen kooperieren wir auf internationaler und auf nationaler Ebene eng mit den Behörden. Schmuggel- und Fälschungsbekämpfung ist ein gemeinsames Anliegen, weil es neben dem Steuerentgang natürlich auch um Verbraucherschutz und die Vermeidung von Begleitkriminalität geht.“ Gefälschte Zigaretten sind

jedoch nicht nur Finanzierungsmotor für die organisierte Kriminalität, sondern auch ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für Konsumenten. Gefälschte Tabakwaren sind jeglicher Kontrolle entzogen. Seitens der Behörden gibt es Informationen, wonach gefälschte Zigaretten Verschmutzungen und Giftstoffe enthalten, die hochgradig gefährlich sind und zu ernsthaften Verletzungen führen können.

„Hier ist die Regulierung sicher zu weit gegangen und diese Regulierungswut greift

Jugendschutz Tabakindustrie wünscht sich aufgeklärte Kunden

JTI: „Jugendliche sollen nicht rauchen“ Wien. Nach einigen Studien ist Österreichs Jugend im Spitzenfeld, was das Rauchen betrifft. Ralf-Wolfgang Lothert beschreibt die Policy von JTI im Bezug auf jugendliche Raucher folgendermaßen: „Wir unterstützen die Initiativen des Gesetzgebers, Jugendliche zu schützen und aufzuklären. Über den Jugendschutz hinausgehende Restriktionen und Bevormundungen des erwachsenen Rauchers führen aber nachweislich zu gegenteiligen Effekten. Jeder von uns kennt das ja aus eigener Erfahrung: Alles, was verboten ist, hat einen besonderen Reiz. Wir setzen deshalb besonders auf Aufklärung und eine intensive Informationen über Tabakkonsum; dann kann jeder mündige Bürger eine freie Entscheidung treffen, wie er mit Tabakprodukten umgehen will. Jeder, der glaubt, dass noch größere Warnhinweise auf den Packungen oder Schockbilder den Konsum senken, sollte sich die Erfahrungswerte aus anderen Ländern anschauen, wo solche Initiativen bereits gescheitert sind.“ Die visuellen Warnhinweise wurden laut Lothert ursprünglich für einige Märkte in Südamerika mit hoher Analphabetenquote entwickelt und sind inzwischen in zahlreichen Ländern wie etwa auch Australien verbreitet.

immer mehr auch auf andere Produkte über.“ RAlf-Wolfgang Lothert

Für Tabakunternehmen wird es wegen der legistischen Restriktionen immer schwieriger, Markenwerte zu erhalten oder neu zu schaffen, wenn ihnen – wie von der EU geplant – bald nur noch rund 30% der Packung für Markenpräsentation übrig bleiben. Lothert ergänzt: „Das Problem dabei ist, dass durch diese enteignenden

Maßnahmen der Wettbewerb dann wahrscheinlich über den Preis stattfindet, und damit verbundene Dumpingangebote sicherlich nicht den von der Politik gewollten gesundheitspolitischen Effekt bewirken.“

Innovationpotenziale Bei JTI, mit einem Marktanteil von rund 33% in Österreich, beobachtet man einen Trend zur Internationalisierung der Konsumenten – sie orientieren sich immer stärker hin zu den globalen Marken wie Winston oder Benson & Hedges. Dennoch sei Memphis als erfolgreiche Traditionsmarke von JTI Österreich weiter stabil und werde voraussichtlich auch weiterwachsen. Auch im Tabakgeschäft seien Innovationen und Wachstum möglich: „JTI hat 2013 Ploom in Österreich eingeführt – eine völlig neue Art, Tabak zu genießen. Bei Ploom wird echter Tabak erhitzt und verdampft anstatt verbrannt. Es gibt also noch Möglichkeiten, für neue Angebote, und der stabile österreichische Markt hat noch Potenzial.“ Die E-Zigarette erlebt in den USA eine relativ hohe Wachstumsrate. Es bleibt hier aber sicherlich interessant zu beobachten, wie sich hier die Regulierung dieses Produkts entwickelt. Alternative Tabakprodukte seien ein wichtiger Zukunftsmarkt, wie der Launch von Ploom gezeigt habe.


Dienstag, 21. Jänner 2014

r e ta i l & pr odu c e r s

medianet retail – 21

Neue Eigentümer Die Ankerbrot AG befindet sich wieder mehrheitlich in österreichischer Hand, Peter Ostendorf bleibt aber auch in Zukunft Vorstand

Meisterstücke aus dem Steinofen Daniela Prugger

Wien. Bei Ankerbrot tut sich im neuen Jahr einiges. Allem voran gibt es Neuigkeiten in Sachen Eigentümerstruktur. Bislang war die Familienholding Ostendorf im Besitz von 60% der Ankerbrot AG. Nun wurden 45% der Anteile verkauft. Neu dabei im Anktionariat sind mit jeweils 18,8% die Austro Holding GmbH von Erhard F. Grossnigg und die Ölz Meisterbäckerei GmbH & Co KG sowie die Beteiligungsverwaltung Nomos GmbH mit 7,4%. 40% der Anteile bleiben auch weiterhin bei der Olcha GmbH aus München. Über den Kaufpreis wird geschwiegen.

für Unterwegs geeignet. Über 50% der Waren, so Ostendorf, sind Tiefkühlbackwaren, die faktisch markenlos sind. Darüber hinaus ist Anker aber auch im Eigenmarkenbereich unterwegs. „Die tatsächliche Marke Anker macht nicht die Mehrheit unserer Umsätze aus.“

Denn: Anker will Brot wie früher backen – mit traditionellen Rezepten, Zubereitung von Hand und dem Verzicht auf Konservierungsmittel. Die Meisterstücke sind ab sofort in den Ankerfilialen und im Einzelhandel erhältlich. Um die Meisterstücke als solche erkenntlich zu machen, wurde neben einem eigenen Logo eine eigenständige Bildwelt kreiert. Mit der neuen Produktlinie versucht Anker am Puls der Zeit zu bleiben und den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Denn diese sehnen sich bei Lebensmitteln immer häufiger nach Einfachheit und Qualität.

Gebrandete Meisterstücke Mit dem Launch der Premiummarke „Anker Meisterstück“ versucht das 130 Filialen starke Unternehmen innovativ zu bleiben. Den Kunden werden vier Brotsorten angeboten, die lang halten und schonend hergestellt wurden.

© Harald Eisenberger

Mit der neuen Premiummarke „Anker Meisterstücke“ will das Unternehmen zurück zum Handwerk und Brot wie früher backen.

Peter Ostendorf ist seit zehn Jahren an der Spitze des Unternehmens und wird Ankerbrot – trotz neuer Eigentümerstruktur – auch in Zukunft als CEO führen.

Mehrheitlich österreichisch „Mit dieser neuen Eigentümerkonstellation ist die Traditionsbäckerei Anker für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Alle Aktionäre sind an einem langfristigen Investment interessiert“, kommentiert Ankerbrot-Vorstand Peter Ostendorf. Er behält seine 15% und wird Ankerbrot auch in Zukunft als CEO leiten. Die neue Struktur garantiere vor allem kurze Entscheidungswege. Allerdings soll es künftig auch einen zweiten Vorstand geben. „Was den Umsatz angeht, so streben wir auch für 2014 rund 128 Mio. Euro an“, so Ostendorf. Für das Jahr 2014 sollen etwa 5 Mio. € in Produktion und Filialen investiert werden. In Österreich macht der Bäckerfilialist mit Schwerpunkt Wien 60% seiner Umsätze mit den Einzelhandelsfilialen und produziert etwa 180 t Backwaren täglich, erklärt Ostendorf weiter. Das Unternehmen bilde aktuell 70 Lehrlinge aus. Anker setzt sich außerdem für das Thema Integration ein und beschäftigt 1.300 Mitarbeiter aus insgesamt 44 Nationen.

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

Regionalität & Convenience Die Tiefkühllogistik übernimmt Anker zum Großteil selbst: „Wir glauben nicht an die dezentrale Belieferung. Unser langfristiges Ziel ist es deshalb, die tägliche Belieferung zu reduzieren“, ergänzt der Vorstand. Das Unternehmen bezieht die Mehrheit der Rohstoffe aus Österreich. „Wir legen auch großen Wert darauf, dass alle Produkte, die wir in den Filialen frisch verwenden, also MolkereiProdukte, Wurstwaren usw., aus Österreich stammen. Alle Backwaren werden frisch in den Filialen zubereitet“, führt Ostendorf weiter aus. Für den Anker-Vorstand zählen Convenience und die Geschäftslage, denn Anker sei vornehmlich ein Snack-Geschäft und deshalb

© Ankerbrot

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien Das Roggenmischbrot ist nur eine von vier klassischen Meisterstück-Sorten. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

17.03.2010 16:20:14 Uhr


short

Im Online-Handel sind die Deutschen eher mau Frankfurt am Main. Beim OnlineHandel zählt Deutschland nicht zu den Exportweltmeistern: Die deutschen Online-Händler lagen 2013 mit einem grenz-übergreifenden Umsatz von 1,7 Mio. € weit hinter Großbritannien mit 5,2 Mrd. € und den USA mit 8,4 Mrd. € zurück. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie von Google und der Beratungsgesellschaft OC&C hervor. Überdies bestellen die Deutschen am liebsten bei USOnline-Händlern. (APA)

© Felix Heyder/EPA/picturedesk.com

Metro will in Russland an die Börse gehen

r e ta i l & pr odu c e r s

Dienstag, 21. Jänner 2014

Großhandel Das Tiroler Handelshaus Wedl schafft mit 1.278 Mitarbeitern einen Gesamtumsatz von 534,4 Mio. €

Wedls neue C+C-Power

In Ried eröffnete der vielleicht modernste C+C-Markt Österreichs mit 6.000 m² verbauter Fläche. Mils bei Hall. Der Tiroler Familienkonzern Wedl wartet mit einem Umsatzplus von 6,33% auf 534,4 Mio. € auf. Dabei tätigte das Handelshaus einige Investitionen – und punktet etwa nach dem erfolgten Um- und Erweiterungsbau in Ried/ OÖ. mit einem der modernsten C+C-Märkte in Österreich. Der C+C-Markt Ried bietet nun mit 6.000 m 2 verbauter Fläche ein gänzlich neues Erscheinungsbild. Im Sortiment kann sich die Frischeabteilung im Bereich Fisch und Meeresfrüchte sowie Frischfleisch mit internationalen Vorzeigebetrieben messen. Das gilt auch für die Feinkosttheken, den Obstund Gemüsebereich sowie eine bestens sortierte Vinothek, in der sich die namhaftesten Produzenten der Weinwelt finden. Mithin erzielte der neue C+C-Markt in den letzten Monaten des Geschäftsjahrs signifikante Umsatzsteigerungen durch Neukunden aus der

Gastroszene in Oberösterreich, sowie dem grenznahen Bayern.

Wetterkapriolen störten Der Großhandelsumsatz (Einzelhandel, C+C und Gastrozustellung inkl. Ausland) stieg 2013 um 3,86% auf netto 398,7 Mio. €. Die Wetterkapriolen mit dem Jahrhunderthochwasser im Frühsommer sorgten für eine vorsichtige Disposition in der Hotellerie und stellten das Handelshaus Wedl vor große Herausforderungen. Ausfälle konnten schließlich im Spätsommer und Herbst wettgemacht werden. 2013 wurden auch die Weichen für das neue Führungsteam gestellt. „Gemeinsam mit dem neuen Geschäftsführer Alexander Stelzer hat es sich das breit aufgestellte Team zum Ziel gesetzt, die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern und die Wertschöpfung zu erhören“, so KR Leopold Wedl.  (red)

© Wedl

22 – medianet retail

Leopold Wedl sieht sich 2014 mit neuem Team für alle Herausforderungen gerüstet.

Der Metro-Aufsichtsratschef Franz Markus Haniel forciert Börsenpläne.

© dpa/Andreas Gebert

Bierpreiserhöhungen wegen Preisabsprachen

Deutsche Biertrinker zahlen wahrscheinlich die Geldstrafen der Brauer.

Hamburg. Für illegale Preisabsprachen von fünf deutschen Großbrauereien könnten Biertrinker bald mit Preiserhöhungen bezahlen müssen: Der Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels erwartet, dass die betroffenen Großbrauereien Bitburger, Krombacher, Veltins, Warsteiner und die Privatbrauerei Barre Strafen des Bundeskartellamts von insgesamt 106,5 Mio. € auf die Bierpreise umlegen werden. Sozusagen würden Biertrinker damit ein zweites Mal zur Kasse gebeten. (APA)

Bier Abseits des Mainstreams schafft Waldviertler Brauerei Umsatzplus um 5,43 Prozent

Zwettl. Die Privatbrauerei Zwettl hat 2013 ihren Umsatz um 5,43 Prozent auf 23,3 Mio. € gesteigert. Der Ausstoß erreichte 193.000 hl Bier. Zuwächse gab es besonders bei den Spezialbieren wie dem Bockbier und bei Bio-Bieren. Der sogenannte Export-Markt Wien legte in der fürs Bier-Image stets wichtigen Gastronomie um sechs Prozent zu. „Wir erkennen einen Trend zu Bieren mit ‚Ecken und Kanten‘ abseits des Mainstreams; genau solche Biere brauen wir im Waldviertel“, betonte Zwettler-Chef Karl Schwarz. Vor allem im urbanen Bereich hat Zwettler strategiekonform mit sogenannten PremiumBieren, wie dem Achat Honigbockbier, stark zugelegt. (red)

© Privatbrauerei Zwettler

Zwettler mit 23,3 Mio. € Umsatz

Karl Schwarz punktet in der Wiener Gastronomie und mit Spezial- und Premiumbieren.

Luxus Monobrandstores

Richemont will Läden in Indien Neu Delhi. Der Schweizer Luxuskonzern Richemont will von der steigenden Zahl reicher Inder profitieren und eigene Läden in dem Schwellenland eröffnen. Die Mutterfirma des französischen Schmuckherstellers Cartier sowie des deutschen Nobeluhrenbauers Lange & Söhne stellte bei den Behörden einen entsprechenden Antrag. Dabei gehe es um Monobrandstores, also Läden, in denen Produkte nur einer Marke verkauft werden. Im weltweiten Vergleich ist der indische Luxusmarkt klein, er wächst allerdings rasch. Bisher behinderten u.a. hohe Zölle und komplizierte Vorschriften die Eröffnung von Geschäften. (APA)

Standort + Markt Aktuelle Studie unter Österreichs Großstädten zum Thema Shopping und Leerstände veröffentlicht

Innenstadtlagen sind viel besser als ihr Ruf Wien. „Innenstädte sind ganzheitliche Zentren und als solche verfügen sie über ein breites Angebot“, erklärt Roman Schwarzenecker von Standort + Markt. „Es gibt sowohl filialisierte Betriebe als auch betreibergeführte Unternehmen“, so der Experte weiter. Und: 51% der Fläche in den 15 untersuchten Innenstädten, bei denen es sich um die größten österreichischen Städte handelt, sind der Bekleidungsbranche zuzuzählen. Zum Vergleich: Bei den Shoppingcentern beträgt dieser Wert im Durchschnitt 33%. Die Ursache dafür sieht Schwarzenecker darin, dass in Shoppingcentern große Lebensmittelhändler auch große Verkaufsflächen einnehmen.

dass eben in weniger großen Städten Filialbetriebe nicht sehr nachgefragt sind.

Geringer Leerstand Und mit noch einer Zahl lassen die Innenstädte aufhorchen: Die Leerstandsquote beträgt im durchschnitt 3,3%, während diese bei Shoppingcentern bei 3,7% liegt. In einzelnen Städten, wie etwa in

Graz, liegt diese gar nur bei 1,0%, bei den Wiener Geschäftsstraßen allerdings bei 6,8%. Schwarzenecker sagt dazu: „Insgesamt schreitet der Trend zur Zentralisierung voran und die Nebenlagen sind einer Erosion ausgesetzt.“

Hauptbahnhof & Co Es wachsen vor allem jene innerstädtischen Lagen, die besonders

Hoher Filialisierungsgrad Noch eine Zahl hebt Schwarzenecker hervor: 40,2% der Geschäfte in den untersuchten Innenstädten sind Filialen, ein Großteil davon wiederum in den besten A-Lagen. Laut KMU-Forschung liegt auch der österreichweite Wert bei 38%, was Schwarzenecker damit erklärt,

© APA/Georg Hochmuth

Düsseldorf. Ein milliardenschwerer Börsengang des russischen Großmarktgeschäfts von Metro ist einen Schritt näher gerückt. Der Aufsichtsrat des deutschen Handelsriesen habe grünes Licht für die Börsennotiz eines Minderheitsanteils an Cash & Carry Russland gegeben, teilte Metro gestern, Montag, mit. „Eine Börsennotierung würde dem russischen Großhandelsgeschäft die Möglichkeit geben, sein Wachstumspotenzial zu realisieren“, betonte Aufsichtsratschef Franz Markus Haniel. Metro plant, bis zu 25% der Anteile des Russland-Geschäfts der Großmarktsparte an die Börse zu bringen. Die Börsennotierung sei – abhängig von den Marktbedingungen – für die erste Jahreshälfte 2014 an der Börse in London geplant. Metro bestätigte damit die entsprechenden früheren Informationen der Nachrichtenagentur Reuters, die sich ihrerseits auf Finanzkreise berief. (APA)

Im goldenen U lässt sich viel shoppen: beste Lage in der City als Umsatzgarantie.

hochwertig sind. Ein Beispiel dafür ist das Goldene U in Wien, wo sich mit 275 m2 auch die größten Shops befinden bei gleichzeitig höchsten Mietkosten von 260 €/m2. Zum Vergleich: in Städten mit niedrigen Mietkosten, wie etwa Wiener Neustadt, gibt es eine hohe Auslastung. Neben solcherart Ausbauten in den Innenstädten sind es wiederum die Einkaufszentren, die wachsen: Österreichweit werden rund 132.000 m2 neu eröffnet oder ausgebaut; hierbei sind allen voran die Geschäfte am Hauptbahnhof, zu nennen die im Herbst 2014 eröffnen. Mit der Verpachtung der Flächen wurde das deutsche ShoppingCenter-Unternehmen ECE beauftragt, das bereits die BahnhofCity Wien-West betreut. Im Hauptbahnhof kann künftig auf 20.000 m2 Verkaufsfläche, die sich über zwei Ebenen erstreckt, geshoppt werden. Rund 90 Geschäfte bzw. Gastronomiebetriebe werden zur Verfügung stehen, wobei im Erdgeschoß ein Foodcourt mit insgesamt neun Anbietern eingerichtet wird.


PR ODU C T N E WS

Dienstag, 21. Jänner 2014

medianet retail – 23

Pizza sucht Burger, Wasser braucht auch mal Frucht Product News Pizzaburger von Dr. Oetker, Milka Cranchito Snax, Dragee Keksi Zartbitter Orange, Vöslauer Balance Maracuja-Marille, Römerquelle emotion Ananas Zitrone, Brunch Zuckerbrot & Peitsche.

Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Vöslauer, Österreichs Mineralwasser Nr. 1, sorgt gleich zu Jahresbeginn für frisches Prickeln im österreichischen Lebensmittelhandel: Die neue Geschmacksrichtung Maracuja-Marille erweitert ab Februar 2014 das Vöslauer Balance-Sortiment. Die erfrischende Maracuja ist in Österreich eine beliebte Frucht, und die süße Marille ist dazu der perfekte geschmackliche Kontrast. Bei einer Vielzahl von Verkostungen wurden neue Kombinationen getestet und der große Sieger und die passende Ergänzung der Vöslauer BalanceFamilie war – genau: die neue Mischung aus Maracuja und Marille!

© Dr Oetker; Mondelez; Manner; Vöslauer; Römerquelle; Bongrain

Ab Februar erweitert der Marktführer Dr. Oetker sein Tiefkühl-Sortiment um eine bis dato neue Form der Pizza – den Pizzaburger. Die beiden knusprigen Brötchenhälften werden zunächst getrennt voneinander im Ofen gebacken und anschließend zu einem Burger zusammengeklappt. Das Besondere daran ist der unkomplizierte und handliche Verzehr: Ohne Teller und ohne Besteck, vereint der Pizzaburger damit erstmals den typischen Geschmack einer Pizza mit der besten Eigenschaft eines Burgers. Launch Dr. Oetker Pizzaburger Salami, Pizzaburger Speciale, Pizzaburger Diavolo 365/380/345 g Dr. Oetker Österreich LEH www.oetker.at

Das Sortiment der Römerquelle emotion wird um eine erfrischende Geschmacksrichtung erweitert. Künftig sorgen Ananas und Zitrone für prickelnd-fruchtigen Genuss für unterwegs, im Büro oder einfach Zuhause. Römerquelle emotion setzt im sogenannten Near Water-Segment seit Jahren Akzente – genau genommen hat Römerquelle vor zwölf Jahren diesen Trend gesetzt, der bis heute anhält. Die neue Römerquelle emotion-Kreation gibt es ab Anfang März im Handel. Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Line Extension Römerquelle emotion Ananas & Zitrone 0,5 l Römerquelle LEH www.roemerquelle.at

Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Line Extension Vöslauer Balance Maracuja-Marille 0,5 l Vöslauer LEH www.voeslauer.com

Als limitierte Edition waren sie ein Renner – ergo verstärken Milka Cranchito Snax ab Jänner das Milka Snax-Sortiment als neue Standardsorte. Die knusprigen Mais-Snacks haben eine leicht pikante Note und umgeben sich mit einer Hülle aus zarter Milka Alpenmilch Schokolade. Nicht zuletzt aufgrund einer immer größer werdenden Fangemeinde ergänzt die neue Standardsorte nun das bestehende Sortiment mit Milka Crispy Snax, Milka Daim Snax, Milka Brezel Snax, Milka Lila Stars Snax und Milka Popcorn Snax. Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Launch Milka Cranchito Snax 105 g Mondelez LEH www.milka.at

Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Von außen betrachtet, ist es das obligate Keksi: klassisch wellig – die für das Dragee Keksi so typische Form lädt instinktiv zum Aufessen ein. Beim Geschmackstest tun sich aber neue Dimensionen auf: Ein frischer Orangengeschmack schmiegt sich verführerisch an die Papillen. Warum für 2014 die Sorte Zartbitter Orange entwickelt wurde? Ulf Schöttl, Manner-Marketingleiter: „Von den Konsumenten wurde verstärkt der Ruf nach einer Zartbitterkomponente laut. Gemeinsam mit dem Trend nach knusprigen Fruchtkeksis war das die Geburtsstunde des Dragee Keksis 2014: die Sorte Zartbitter Orange.“ Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Line Extension Dragee Keksi Zartbitter Orange 175 g Manner LEH www.manner.com

Line Extension Brunch Zuckerbrot & Peitsche 200 g Bongrain LEH www.brunch.at

Mit dem Duo Brunch Zuckerbrot & Peitsche will Bongrain Brunch Liebhaber verwöhnen. Mit Brunch Zuckerbrot werden alle Genießer der süßen Seite des Lebens angesprochen. Die süße Seite von Brunch eignet sich, wie gewohnt, hervorragend zum Backen oder einfach so zum Löffeln. Mit Brunch Peitsche hingegen kommen die Fans der pikanten Küche auf ihre Kosten; bei dieser Geschmacksrichtung zeigt sich die Marke Brunch von ihrer scharfen Seite. Brunch Peitsche ist perfekt für Dips, aufs Brot oder aber auch geeignet für scharfe Pastasaucen.


sh op ta l k

24 – medianet retail

Dienstag, 21. Jänner 2014

20 Jahre nö Wirtshauskultur

© NLK Burchhart

113. Wiener Zuckerbäckerball

© Robert Harson, medianet/Sezen1/Christian Mikes

1

Christoph Madl, Geschäftsführer Niederösterreich-Werbung, Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav und Ulli Amon-Jell, Obfrau der Niederösterreichischen Wirtshauskultur.

Niederösterreichische Wirtshauskultur feiert Jubiläum 2

3

4

1. Musicalstar Maya Hakvoort, Innungsmeister Josef Angelmayer, Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank; 2. Nhut La Hong mit Begleitung; 3. Ramesh Nair, Maya Hakvoort; 4. Heinz Stiastny, Peter Hanke.

Promis aus Wirtschaft, Politik und Show genossen Ballabend

3000 Torten-Party Natürlich süß Anlässlich des 113. Wiener Zuckerbäckerballs kamen über 3000 Besucher in die Wiener Hofburg. Die Ballhighlights waren: die Auftritte von Maya Hakvoort und Stella Jones, Wolfgang Steubls Bigband sowie Helmut Steubls Ballorchester, José Ritmo’s Karibiklounge, die Radio Ö24 Disco und die Verleihung des Zuckerbäckerawards „Vienna Cakemaster 2014“ an den besten Konditorlehrling. Es gewannen in der Kategorie „Junior“: Samantha Wagrandl, ex aequo Theresa Kobermann und Kathrin Gamper, bei den „Konditoren“ ex aequo Melanie Shabani und Johannes Warmuth sowie Michaela Ecker. Eröffnet wurde der Ball von der Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, Brigitte Jank, sowie dem Europaballett St. Pölten mit dem „Accelerationwalzer“ von Johann Strauss’ Sohn. Als Damenspende wurde der aktuelle „Shopping Guide“ der medianet ausgegeben. Gekommen waren u.a.: Heinz Stiastny, Peter Hanke, Birgit Sarata, Ramesh Nair, Nadja Mader-Müller, Camilla Habsburg-Lothringen, Marion Pelzel, Heinz Hanner, Gerald ­Pichowetz, Nhut La Hong, Michael Bornett. (red)

Daniel Pein (46) übernimmt als Director Sales die Steuerung des weltweiten Vertriebsnetzes der Spielwarenmesse. Pein arbeitet seit über 20 Jahren in der Messewirtschaft. In dieser Zeit zählten die Vertriebs- und Marketingplanung zu seinen Aufgaben, wobei er sich auf die Entwicklung und den Vertrieb neuer Produkte und den Aufbau von Vertriebsstrukturen spezialisierte. Er war für Blenheim International Deutschland, K+S München, easyfairs, GHM Gesellschaft, clarion events und Messe Essen tätig. Zusätzlich leitete er die Geschäftsstelle des GWW Gesamtverband der WerbeartikelWirtschaft e.V.

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Kopf des Tages

Michael Stuller, Konditorei Hei­ ner, ist voll in seinem Element.

Wie aus einer Idee Tradition wurde Niveauvoll Seit 20 Jahren sind die vielversprechenden grünen Schilder am Ortseingang und an Gasthäusern landauf, landab ein Markenzeichen für echte niederösterreichische Küche, gehobene Qualität und gepflegtes Ambiente: Angefangen hat alles mit der „Gulaschkobra“ im Jahr 1994, einer Kooperation zur Erleichterung von Betriebsübergaben im Gastgewerbe; darauf aufbauend, wurde 1996 die Aktion „Niederösterreichische Wirtshauskultur“ gegründet. Schon damals war Ziel, die Betriebe auf ein gehobenes Niveau heranzuführen und das „typisch Niederösterreichische“ zu betonen. Niederösterreichs Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav: „Niederösterreich gilt als Vorreiter bei der Etablierung einer neuen, selbstbewussten Wirtshausidentität aus traditionellen Wurzeln und ist Vorbild für andere Bundesländer. Jetzt, zum 20-jährigen Jubiläum, stehen die Wirtshäuser des Landes stark und selbstbewusst wie nie da.“ Christoph ISM – Internationale SüßMadl, Geschäftsführer der NÖwarenmesse: 26. bis 29. Werbung: „Die Wirtshäuser ­Jänner 2014, Messe Köln. sind unsere kulinarische VisiRund 1.500 Aussteller aus tenkarte für Niederösterreich dem Süßwarensortiment. und haben damit eine große www.ism-cologne.de Bedeutung für unsere Urlaubsund Ausflugsgäste.“  (red)

Produkt des tages

LADEN-HÜTERIN

Neueste Generation Jura brachte mit der Impressa F8 TFT Aroma+ das erste Gerät der Impressa-Linie mit TFTFarbdisplay auf den Markt. Durch das Drehen des Rotary Switch und der individuellen Programmierung des Startbildschirms gelingen die Lieblingskaffee­ spezialitäten auf schnellstem Weg per Knopfdruck. Das Aroma+ Mahlwerk mahlt besonders aromaschonend, reduziert die Mahldauer um die Hälfte und sorgt somit für puren Kaffeegenuss in verkürzter Zubereitungszeit und bei verringerter Geräuschemission. Die Bedienung der TFT-Technologie mit Rotary Selection verspricht selbsterklärende, intuitive Bedienerführung. Durch Drehen des Rotary Switch wird auf dem 2.8“ Display die gesamte Kaffeevielfalt angezeigt. Zusätzlich ist der Kaffee- und Milchauslauf stufenlos höhenverstellbar. Impressa F8 TFT Aroma+ Piano Black. UVO 999 € inkl. MwSt.

Sonne ist gut, aber aus Alexandra Binder

K

riegt man in einem Shop von überall ein bisserl was, ist das irgendwie eh nett. Noch netter wärs allerdings, wenn die Leut, die das bisserl verklopfen, wüssten, was sie da eigentlich verkaufen. Bei Sonnentor in der Wiener Wollzeile ist das offenbar nicht immer der Fall. Wie ich dort letztens aufmarschiert bin, willens, einen dicken Schmöker über Biogärtnern von der Arche Noah um wohlfeile 39,90 Euro zu erwerben, war die Sonne dort offenbar grad aus. Nicht nur haben zwei Mitarbeiter minutenlang seelenruhig weitergetratscht, obwohl ich plakativ neben ihnen gestanden bin und meine Wissbegierigkeit mir quasi schon bei den Ohrwascheln herausgekommen ist. Nein, als sich der männliche Part des Duos dann doch herabließ, sich mir zu widmen, glänzte er gleich doppelt: mit kompletter Unwissenheit und dummen Sprüchen. „Woher soll ich das wissen“, meint er auf die Frage, ob das Buch denn für Hobbygärtner geeignet sei. Und: „Sie fragen mich Fragen“, auf die, ob das Buch eine Neuerscheinung sei. Drängt sich die Frage auf: Wen sollte ich denn bitteschön sonst fragen? Aber da fällt mir ein: nächstes Mal gern die Damen & Herren bei Morowa gegenüber. Die wissen nämlich bestens Bescheid über Bücher und sind freundlich noch dazu. a.binder@medianet.at

Di e z a h l m it d e m a ha -e f f e kt zum Weitererzählen

Vergleichsweise In jeder Nacht schwitzt der Mensch ca. 500 ml Feuchtigkeit in seine Matratze, das ist ein Weizenbierglas voll.


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