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inside your business. today.

12. JG. NO. 1549

¤ 3,50

freitag/samstag/sonntag, 20.– 22. april 2012

Ein Jahr nach der „Verpartnerung“ziehen ÖBB und Draftfcb Partners Bilanz  Seite 8

hör mal, wer da hämmert

Günther Pacher, Geschäftsführer der 3e AG, setzt auf die jungen Heimwerker  Seite 16

© Montage: B. Qelaj

© medianet

keine Schönfärberei

© mn/Szene1/C. Mikes

business weekend

neue Vermessung der Welt

Social Media beeinflussen Kaufentscheidungen und damit auch die Geschäftswelt Seite 22

Impact issimo Public Space Advertising Epamedia zeichnete die besten Außenwerbe-Kampagnen aus

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12:07 U

Finale Seit 1995 ist der Impactissimo eine fixe Größe unter den Werbepreisen – heuer wurde der traditionsreiche Award letztmalig in dieser Form verliehen. Die Gewinner: McDonald’s Österreich vor Vöslauer und Mercedes-Benz.  Seite 2

inhalt

> Coca-Cola verkündet Allianz mit Musikdienst Spotify  5 marketing & media > Epamedia-GF Monika Lindner im Gespräch  9 > Ethische Dilemmata in der Öffentlichkeitsarbeit  10 retail > Unilever peilt einen verdoppelten Umsatz an  17 business weekend > Patentabläufe: ­Produzenten von Generika jubeln  48

© Montage: B. Schmid

© Spotify

prime news & market watch > Google startet erneut einen Anlauf mit Google-TV  4

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C OV E R

Freitag, 20. April 2012

© Panthermedia.net/Maria Bednar

2 – medianet

Eine neue Ära: Mit dem Outdoor-Server Austria (OSA) tritt der Impactissimo in seiner derzeitigen Form ab – und die Außenwerbebranche schlägt ein neues Kapitel in der Reichweitenmessung auf.

Impactissimo 2012 Der Außenwerbepreis Impactissimo geht in seiner 17. Auflage wie schon im Vorjahr an McDonald’s Österreich

Abschiedsgala mit McDonald’s, Vöslauer und Mercedes-Benz Nächstes Jahr wird alles anders: Mit dem „Outdoor Server Austria“ inszeniert der Award sich ganz neu. sabine bretschneider

Wien. Seit 1995 ist der Impactissimo eine fixe Größe unter den heimischen Werbepreisen – der traditionsreiche Award zeichnet die besten Außenwerbe-Kampagnen mit dem höchsten Impact aus. Die Preisträger 2012 könnten jedoch die letzten sein, die einen „OriginalImpactissimo“ nach Hause tragen. Das neue Leitmotiv: „Harte Zahlen statt erinnerungsbasierter Werte“.

dienen – neues Spiel, neues Glück.“ „Damit die Wehmut nicht zu groß wird, haben wir Comedian Alex Kristan gebeten, den letzten Impactissimo zu moderieren“, gab Lindner der Veranstaltung einen positiven Spin. Zum Abschluss und

„In der Form wird es den ‚Impactissimo‘

Der letzte Impactissimo …

mit dieser Art von

Entsprechend zwiespältig begrüßten die Epamedia-Geschäftsführer Monika Lindner und Wolfgang Wagner am Donnerstagabend die Gäste zur Awardverleihung im Platinum Vienna. „Outdoor Server Austria“ (OSA), der in den vergangenen Jahren von R&C, einem Joint Venture von Epamedia und Gewista, entwickelt wurde, löst die bisherigen Marktforschungsinstrumente wie Plakatwertmessung (PWÖ) oder Plakat Impact Test (PIT) ab. Damit fällt auch die bisherige Basis für Preise wie den Impactissimo weg. „In der Form wird es den ‚Impactissimo‘ mit dieser Art von Ranking nicht mehr geben“, bestätigte Epamedia-Sprecherin Gabriela Würth im Vorfeld der Veranstaltung. Ob es für den Event einen anderen Namen geben wird – und wenn ja, welchen –, stehe jedoch noch nicht definitiv fest. Würth: „Wie es aussehen könnte, dafür kann der Special Award als Beispiel

­Ranking nicht mehr

Vorjahr McDonald’s Österreich (mit DDB Tribal) und Mercedes-Benz Österreich (Jung von Matt/Donau). Ausreißer ist Vöslauer (mit Demner, Merlicek & Bergmann), das sich von Platz sechs im Vorjahr auf Platz zwei nach vorn schob. Dahinter platzierten sich die Zentrale Raiffeisenwerbung Raiffeisenclub NÖ Wien (Ogilvy & Mather), Mars Austria mit „Sheba“ (Ogilvy & Mather), Rauch Fruchtsäfte (Wensauer & Partner), die Kronen Zeitung (Lowe GGK Werbeagentur), der ÖAMTC mit einer Inhouse-Produktion, die AUA (Jung von Matt/Donau) und Emmi Österreich (berlinzürich).

geben – neues Spiel,

Bewertung im Wandel

neues Glück.“

Bewertet wurde die JahresGesamtperformance einer Marke, 2010 und 2011 wurden die besten Kampagnen jener zehn Marken, die in dieser Periode den höchsten Impact erreicht hatten, ausgezeichnet.

Epamedia-Sprecherin gabriela Würth

zugleich als Vorgriff auf zukünftige Epamedia-Preise wurde ein „Retail Special Award“ vergeben – für „besondere Leistungen im Bereich Handel“. Damit ausgezeichnet wurden Spar Warenhandels-AG und Wirz Werbeagentur.

Déjà-vu bei den Top Drei Bei der Übergabe der Epamedia-Sterne für die impactstärksten Kampagnen des Jahres 2011 zeichnete sich ein Déjà-vu ab: Auf den Plätzen 1 und 3 liegen wie im

Für jede Marke werden beim Impactissimo ausgewählte Sujets gezeigt. Seit dem Start des Impactissimo im Jahr 1995 wurden die Kriterien immer wieder den Anforderungen und Wünschen des Marktes angepasst. Bis 1999 standen nur Plakate im Mittelpunkt; ab dann wurden auch die besten drei City Light-Sujets ausgezeichnet. Gewinner waren zuletzt die überregionalen Kampagnen mit dem höchsten Impactwert bei knappstem Werbemitteleinsatz. Der Impact ermittelt den Prozentanteil der Personen, die sich an zumindest ein richtiges Bild- oder Textelement des Plakatsujets erinnern können. Für die Preisverleihung wurden dann Kampagnen der zehn bestgereihten Marken ausgesucht; das vorgestellte Sujet repräsentiert exemplarisch die stärkste Kampagne des Jahres. Lesen Sie dazu ein Interview mit Epamedia-Chefin Monika Lindner auf Seite 9 dieser Ausgabe.

impactissimo alt/neu Die Kriterien Grundlage war bis jetzt der Plakat Impact Test (PIT), der die Kommunikationsleistung aller nationalen und der wichtigsten regionalen Plakat- und City Light-Kampagnen überprüft und von Karmasin Marktforschung Österreichisches Gallup Institut durchgeführt wurde. Der Impact liefert den Prozentsatz der Testpersonen, die sich an zumindest ein richtiges Bild- oder Textelement eines Sujets erinnern. Der neue Outdoor Server Austria (OSA) soll „valide, international vergleichbare, aktuelle und punktgenaue Leistungswerte für Medien der Außenwerbung“ liefern. Die neue Leitwährung der Außenwerbung ist der Netto-Kontakt pro Werbeträger (Werbemittelkontakt) und die Reichweite einer Kampagne. Die Ergebnisse der Messwerte orientieren sich an internationalen Standards. Agenturen und Wirtschaft stehe „ein zielgruppenspezifisches Bewertungsinstrument von beispielhafter Genauigkeit für Medien der Außenwerbung zur Verfügung“.  www.epamedia.at

Im pac ti s s imo 2 0 1 2

Platz 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Marke McDonald’s Vöslauer Mercedes-Benz Österreich Raiffeisen Sheba, Mars Austria Happy Day, Rauch Kronen Zeitung ÖAMTC AUA Emmi Caffé Latte

Mediaagentur OMD Media 1 Mediaedge:cia Mindshare Mindshare Mediaedge:cia AMI Promarketing MPG/media.at PanMedia Western Mediaedge:cia

Kreativagentur DDB Tribal Demner, Merlicek & Bergmann Jung von Matt/Donau Ogilvy & Mather Ogilvy & Mather Wensauer & Partner Lowe GGK ÖAMTC Grafik Jung von Matt/Donau berlinzürich

Punkte-Summe Wie oft unter Top 50 308 13 81 2 67 2 57 2 50 1 48 1 48 2 47 3 46 1 44 1


Prime News

Freitag, 20. April 2012

SHORT

AUA-Flugbetrieb geht auf Tyrolean über Wien. Der AUA-Aufsichtsrat hat am Donnerstag den Übergang des AUA-Flugbetriebs auf die billiger operierende Tochter Tyrolean beschlossen. Wirksam werden kann der Teilbetriebsübergang frühestens am 1. Juli 2012, teilte die rotweiß-rote Tochter der Lufthansa am Nachmittag mit. Es ist dies Teil eines Sanierungsprogramms, das insgesamt 220 Mio. € schwer ist. Damit gebe es künftig einen gemeinsamen Flugbetrieb von AUA und Tyrolean. Für die Kunden ändere sich damit nichts.  (APA)

© AIT/krischanz.zeiler

Christine Tissot übernimmt AIT-Mobility-Department

Head of Mobility Department beim AIT: Renault-Managerin Christine Tissot.

Wien. Christine Tissot, als General Manager von Renault bisher für die Einführung der Elektrofahrzeugflotte zuständig, übernimmt die Leitung des Mobility Department des AIT Austrian Institute of Technology. Tissot soll beim AIT vorrangig im Bereich industriell herstellbarer Entwicklungen die Entwicklung zukunftsfähiger Mobilitätskonzepte vorantreiben, teilte das AIT mit.

Gorenje soll Übersiedlung nach Wien planen Ljubljana. Der slowenische, börsenotierte Haushaltsgeräte-Produzent Gorenje soll laut einem Bericht der Wirtschaftszeitung Finance eine Übersiedlung seines Firmensitzes nach Wien planen. Das neue Unternehmen heißt Gorenje Corporate GmbH und wurde im März von der Wiener Niederlassung, Gorenje Beteiligungsgesellschaft mbH, gegründet.  (APA)

© EPA

Bestverdienende Firmen sind die Öl-Konzerne

Ewiger Spitzenreiter im Forbes-Ranking ist der US-Konzern ExxonMobil.

New York. Das US-Magazin Forbes hat die Geschäftszahlen der 2.000 größten Unternehmen zusammengetragen, und wenn es um den Gewinn 2011 geht, dann liest sich die Aufstellung wie das „Who is Who“ der Ölmultis. Spitzenreiter ist der US-Konzern ExxonMobil, Betreiber der Esso-Tankstellen, mit einem Gewinn von unterm Strich 41,1 Mrd. USD (31,4 Mrd. €). Auf Platz 3 bis 6: die russische Gazprom (31,7 Mrd. USD), die britisch-niederländische Royal Dutch Shell (30,9 Mrd. USD), die US-amerikanische Chevron (26,9 Mrd. USD) sowie die britische BP (25,7 Mrd. USD). Das einzige Nicht-Ölunternehmen ist Apple auf Platz 2 mit einem Gewinn von 33,0 Mrd. USD.

medianet – 3

Patente Zahl der Patentanmeldungen von Österreichern auf internationaler Ebene hat sich seit 2001 verdoppelt

Düsentrieb geht fremd

Im Bundesländervergleich liegt Oberösterreich mit 727 Anmeldungen wieder auf Rang eins. Wien. Zwar liegt die Initiative für ein gemeinsames, billigeres, EUPatent immer noch auf Eis – weil Frankreich, Deutschland und Großbritannien sich nach wie vor nicht auf den Sitz für das zu schaffende Patentgericht einigen können –, aber dem Trend, dass heimische Erfinder ihre Patente im Ausland anmelden, tat das keinen Abbruch. Das heimische Patentamt verzeichnete zwar 2011 mit 3.242 Erfindungsanmeldungen – Patent oder Gebrauchsmuster – einen Rückgang um 8,9% im Jahresabstand, wobei 2.780 Anmeldungen von Österreichern stammten. Die Zahl der jährlichen Patentanmeldungen

von heimischen Erfindern auf internationaler Ebene jedoch hat sich in den letzten zehn Jahren von rund 3.200 auf 6.300 verdoppelt, teilte das Patentamt am Donnerstag mit. Patente würden verstärkt am USund asiatischen Markt angemeldet.

Die Erfinder ob der Enns „Die österreichische Wirtschaft setzt verstärkt auf den Schutz ihrer Innovationen auch außerhalb unseres Landes, um neue Wachstumsmärkte zu erschließen. Dem wird eine immer größere Bedeutung zukommen“, so Patentamtspräsident Friedrich Rödler. Das geplante EU-

Patent werde Patentanmeldungen dann auch innerhalb der EU erleichtern und kostengünstiger machen. Die derzeitigen Kosten von rund 30.000 € für ein Patent sollen durch das Gemeinschaftspatent um etwa 75% gesenkt werden. Im Bundesländervergleich liegt Oberösterreich mit 727 Erfindungsanmeldungen wieder auf Rang eins, gefolgt von der Steiermark (454) und Wien (443). Die meisten Erfindungen meldete im vergangenen Jahr die Siemens AG mit 45 Patenten bzw. registrierten Gebrauchsmustern an. Die meisten neuen Marken (42) registrierte die Handelskette Spar Österreich.  (APA/red)

Erteilte Pate nte a n heimische U nter n ehme n

Firma Siemens Österreich Julius Blum AVL List Fronius International Engel Austria MIBA Hagleitner Hands Georg Trumpf Maschinen Austria Salzburger Alu Sandvik AT TU Wien

Anzahl 45 40 33 19 18 17 16 15 14 14 14

Quelle: Österr. Patentamt

Die meisten Erfindungen meldete im Jahr 2011 wieder die Siemens AG an.


f e at u r e

4 – medianet

Freitag, 20. April 2012

Zweiter Versuch feature@medianet.at

J

edes Business hat seinen Gottseibeiuns, doch kaum eine Branche ist so gut darin, Teufel an die Wand zu malen wie die Heimelektronikindustrie. Kein Wunder – Schnelllebigkeit, verwöhnte Konsumenten und immer kürzere Technologiezyklen schaffen die Voraussetzung für massive Marktanteilsverschiebungen in kürzester Zeit. Falsche Entscheidungen in der Produktpolitik oder Fehler in der Produktionsplanung können Kosten in Millionenhöhe nach sich ziehen und selbst Riesen wie zuletzt Philips (Verkauf der Fernsehsparte an den chinesischen Hersteller TPV) oder Sony (Abbau von Tausenden Stellen) ins Wanken bringen.

Viele sind gescheitert Dabei ist es nicht eben leicht, in dieser Branche Terrain zu gewinnen, vor allem, wenn es um die Sparte ‚Fernsehen‘ geht. Microsoft zum Beispiel unternahm in den letzten zehn Jahren gleich mehrere Anläufe, die Wohnzimmer der Welt mit verschiedenen Varianten seiner „Windows Media Center“-Philosophie zu erobern. Wirklich mitgegangen sind nur die wenigsten Konsumenten und so bleibt der erfolgsverwöhnten Softwareschmiede weiterhin die Rolle des Technologielieferanten im Hintergrund vieler innovativer TVProjekte – freilich auch das, ohne damit wirklich reich zu werden. Ähnlich erging es Apple – zumindest bis jetzt. Auch deren Versuche, den Hype um iPhone und iPad auf ein Apple TV-Produkt zu übertragen, waren bislang nicht von Nachhaltigkeit geprägt. Gerüchte wollen nicht verstummen, dass die Ingenieure in Cupertino bereits die nächste Generation eines Apple Device in der Schublade haben, wobei unklar ist, ob es sich dabei wieder um eine Zusatzbox oder tatsächlich

um einen vollwertigen intelligenten Bildschirm („Smart TV“) handeln wird. Wenn von Microsoft und Apple die Rede ist, kann ein Dritter nicht weit sein. Und tatsächlich hat auch Google bereits einen Versuch hinter sich, im TV-Geschäft Fuß zu fassen – wenig überzeugend allerdings, denn zu niedrigen Absatzzahlen kam die Schmach, dass Herstellerpartner Logitech sein Engagement vorzeitig beendete und die Fehlinvestitionen zudem mit einem schlechten Finanzergebnis bezahlen musste. Dennoch oder gerade deshalb macht es Google seinen Mitbewerbern nach und unternimmt ebenfalls einen zweiten Versuch. Was wir davon erwarten dürfen? Der deutsche Verband privater Rundfunkbetreiber (VPRT) hat die neue Technologie getestet und das Ergebnis in einem internen Memo abgefasst. Nicht ganz zufällig, denn neben traditionellen Geräteherstellern zittert auch das Privatfernsehen vor der neuen Bedrohung. Hartnäckig hält sich nämlich das Gerücht, Google würde deren Werbung durch eigene Werbeblöcke ersetzen. Das wäre in den meisten europäischen Ländern zwar rechtlich problematisch, in Kenntnis von Googles Streben nach Dominanz und mangels eines nachvollziehbaren Geschäftsmodells scheint Misstrauen aber durchaus berechtigt.

Bedienung und Grafik neu Sehen kann man von all dem jedenfalls noch nichts, denn viel hat sich nicht verändert: „Mit ‚Google TV‘ kann der Nutzer neben den Tausenden Apps aus dem Android Market alle Internetseiten über den vollwertigen Browser Chrome an seinem TV-Gerät anschauen. Bei der zweiten Version von Google TV wurden vor allem die Bedienung und das grafische Erscheinungsbild überarbeitet“, heißt es in dem VPRT-Papier. Neben Sony sollen

auch Samsung und LG an Bord sein. Das ist insofern interessant, als Samsung der Suchtechnologie von „Rovi“ (die unter anderem auch in der beliebten Musik-App Sharzam steckt) bereits einen direkten Konkurrenten von Google integriert hat. Insofern überrascht es nicht, dass die vermeintliche Kooperation alles andere als fix ist. Ein Verantwortlicher bei Samsung dazu: „Wir sind mit Google im Gespräch, es gibt aber zu diesem Zeitpunkt keine konkreten Pläne für

sebastian becker thebrainbehind

© thebrainbehind

Sylvia Tomek

© Google

Europa-Launch Google startet einen neuerlichen Anlauf mit Google-TV. Ob der neue Ansatz die Fernsehlandschaft verändert, wird von Experten unterschiedlich interpretiert. Eine kurze Analyse.

Es ist wesentlich angenehmer, Zusatz­ inhalte wie Webseiten oder Hintergrundinfos auf einem Tablet oder Laptop separat zu suchen, als alle diese ­Quellen auf einem TVGerät zu ver­ knüpfen.“

eine Kooperation. Wir werden trotz möglicher Integration von Google TV daran festhalten, unsere eigene Strategie und Differenzierung bei Fernsehgeräten zu verfolgen.“ Neben der Integration in die Software von Flachbildschirmen bietet Google eine Zusatzbox an, mit der auch ältere Modelle in den Genuss der neuen Funktionen kommen – ein gewagtes Unterfangen, denn bislang sind sämtliche Versuche gescheitert, Haushalte zum Einsatz von mehr als einer Set-Top-Box zu bewegen. Die Tatsache, dass Google TV es erlaubt, beide Geräte mit einer Fernsteuerung zu kontrollieren, wird daran vermutlich wenig ändern. Nicht nur aus diesem Grund stößt Googles TV-Ansatz auf Kritik. „Es ist wesentlich angenehmer, Zusatzinhalte wie Webseiten oder Hintergrundinfos auf einem Tablet oder Laptop separat zu suchen, als alle diese Quellen auf einem TV-Gerät zu verknüpfen“, meint Sebastian Becker, der sich mit seiner Beratungsagentur „thebrainbehind“ seit Jahren mit interaktiven Fernsehanwendungen beschäftigt. Das Problem einer überquellenden TV-Landschaft, in der es nur schwer ist, die Juwelen im Ramsch zu finden, könne auch Google nicht lösen. „Man muss schon wissen, nach welchem Begriff oder Schauspieler man suchen will. Und wann das Spiel auf Sky oder in der Sportschau gezeigt wird, weiß ich als Fußballfan, da brauche ich Google nicht“, so Becker weiter. Dennoch glaubt etwa der Münchner Medienexperte, dass „Leute, die einen Fernseher mit Google TV Funktion haben, diese vermutlich auch nutzen werden“. Grundlegende Änderungen des Benutzerverhaltens erwartet Becker daraus aber nicht. Im Vergleich zu bereits heute üblichen elektronischen Programmführern würde Google TV die gleichen Ergebnisse allerdings „effizienter finden und präsentieren“. Dass sich Leute deswegen ein

spezielles Gerät kaufen, bezweifelt Sebastian Becker. Dass sich Google aktiv in das TVGeschehen einmischt, zeigt sich an der Benutzeroberfläche. Während Hersteller wie Philips eigene Portale verwenden, sobald der Benutzer mit seinem TV-Gerät InternetInhalte abruft, überblendet Google TV den laufenden Kanal. Die kritisch beurteilte Suche von Online Videos – sie soll Alternativen zum TV-Programm generieren – bleibt in der europäischen Version zunächst außen vor, weiß der VPRT.

Probleme nicht gelöst „Ein brillantes Interface, aber es fehlt an Substanz“, lautet der bedingt schmeichelhafte Titel der Google TV-Analyse im populären Techno-Blog „TechCrunch“. Autor Matt Burns schreibt, es falle ihm schwer, das zu sagen, aber „das Produkt schwankt auf einem Grat zwischen dem Abgrund der Obskurität und einem steilen Fall ins Reich der Technikverliebten“. Einen „Ausweg in Richtung Mainstream“ sieht er nicht, was einem Schlag ins Gesicht gleichkommt. „Die Probleme der ersten Version wurden nicht gelöst“, legt Burns nach und gibt zu, „dass das User Interface deutlich verbessert wurde. Die Fehler lagen allerdings nicht am User Interface.“ Und so geht es weiter: irrelevante Apps, geblockte Webseiten, wenig Relevanz. Nicht alle Kommentare zu Burns Posting stimmen dem zu, einige Verwender bekennen sich klar zu ihrem Google TV. Ob die Ängste vor der neuen Plattform nun berechtigt sind, wird sich spätestens bei der für Herbst angekündigten Produkteinführung in Europa zeigen. Unsereins muss sich allerdings nach Deutschland, Frankreich, Spanien oder UK begeben, um sich selbst zu überzeugen; Österreich steht in dieser Phase nämlich noch nicht am Rollout-Plan.


m a r k e t watc h

Freitag, 20. April 2012

medianet – 5

Kooperation Der Getränkekonzern Coca-Cola avisiert eine Kooperation mit dem Musikstreamingdienst Spotify

short

Coca-Cola streamt jetzt mit

Festplattenabgabe: WKO kritisiert Schmied Wien. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) kritisiert den Vorstoß von Kulturministerin Claudia Schmied, noch heuer eine Urheberrechtsabgabe auf Festplatten gesetzlich zu implementieren, und verweist auf jährliche Mehrbelastungen von „bis zu 30 Millionen Euro“, die auf die Konsumenten zukommen könnten. In einer Aussendung zeigte man sich „verwundert“ über den Wunsch der Ministerin und lehnt diese „entschieden ab“.

Phase eins in der Zusammenarbeit ist eine Spotify-App für die Olympischen Spiele 2012 in London.

Sehr erfolgreich positionieren sich derzeit Streamingdienste wie etwa Spotify, das 2011 in Österreich und kürzlich auch in Deutschland startete. Diese legalen Angebote sorgen auch wieder für Wachstum am heimischen Musikmarkt. Das belegen die aktuellen Zahlen: Streaming ist in Österreich mit einem Plus von 32% das Einzelsegment mit den größten Zuwächsen, wobei Spotify allerdings von neuen Usern ein Einloggen mit einem Facebook-Account verlangt, was manchen potenziellen Nutzern

„Co-Kampagne“ in 2013

v.li.: Joe Belliotti (Director, Global Music Marketing, The Coca-Cola Company), ­Emmanuel Seuge (Head of Global Sports & Entertainment Marketing, The CocaCola Company), Daniel Ek (CEO & Founder, Spotify) und Jeff Levick (Chief ­Marketing Solutions Officer).

sauer aufstößt. Dienste wie Spotify, Deezer und Co jedenfalls lukrierten in Österreich im vergangenen Jahr rund eine Mio. €.

Special Announcement Am Donnerstag gaben Spotify und der Getränkekonzern Coca-Cola in einem „Special Announcement“ eine weltweite strategische Partnerschaft bekannt: Beide Unternehmen, heißt es in der Aussendung, „verei-

nen Musik-Know-how, innovative Technologie und globale Reichweite, um vielen Menschen die Welt der Musik nahezubringen“. „Spotify und Coca-Cola sind beide überzeugt, dass Musik, Technologie und Kreativität die Menschen rund um den Globus miteinander vereint“, erklärte Spotify-Gründer Daniel Ek. Die „verbindende Kraft der Musik“ zitierte Joe Belliotti, Director Global Entertainment Marketing von Coca-Cola.

Unicredit: Abschied von Dieter Rampl

Der Faktor „Musik“ hat bei Coca-Cola eine lang gehegte und gepflegte Tradition: Das reicht vom Notenblatt mit Firmenlogo im späten 19. Jahrhundert über gesponserte Radiosendungen bis hin zur Komposition eigener Hymnen für Markenkampagnen im Rahmen internationaler Sportevents wie Olympia oder der Fußball-WM. Im Rahmen der aktuellen Kooperation kündigten Spotify und Coca-Cola für 2013 eine gemeinsame Kampagne an, deren Details zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verraten werden; Phase eins in der Zusammenarbeit sind diverse Spotify-Apps. Die erste davon haben unabhängige Entwickler bereits erstellt – am 14. und 15. April auf einem zweitägigen, von Spotify und Coca-Cola ausgerichteten „Hacker-Treffen“ in New York. Diese App wird im Sommer zu den Olympischen Spielen 2012 in London veröffentlicht. (red)

© EPA

Spotify, Deezer & Co

Die Vereinbarung sieht vor, dass Spotify die Technologie für „CocaCola Music“ zur Verfügung stellt, um deren Fans einen optimalen Zugang zur Musik zu bieten. Darüber hinaus wird Coca-Cola den Spotify-Musikkatalog in seine Facebook-Präsenz und seine Facebook-Chronik integrieren, um seinen Nutzern „gemeinsame Musikerlebnisse“ zu ermöglichen.

© Spotify

Wien/Hamburg/New York. Conny Froboess‘ „Zwei kleine Italiener“ schreibt derzeit Rechtsgeschichte: Das Landgericht Hamburg entscheidet heute über eine Klage des deutschen Musikverwerters Gema gegen den Google-Dienst YouTube. Das Thema ist – wie gehabt – das Urheberrecht: Vordergründig wird entschieden, ob YouTube genug unternimmt, um zwölf urheberrechtlich geschützte Gema-Titel zu sperren; darüber hinaus geht es um grundsätzliche Fragen, nämlich wie der Umgang mit Musik und Filmen im Internet geregelt sein soll. Der Musikmarkt ist seit dem Auftauchen digitaler Angebote im Umbruch. Eine breite Palette an legalen Download-Diensten soll diesbezüglich das Userverhalten wieder in legale Bahnen lenken.

Letzter Amtstag Rampls nach sieben Jahren bei der Bank-Austria-Mutter.

Mailand. Der Aufsichtsratspräsident der UniCredit, Dieter Rampl, schied am Donnerstag aus seiner Funktion aus. Der Manager verließ nach sieben Jahren das Board der BankAustria-Mutter, bleibt aber Vizepräsident der Mailänder Mediobanca. Rampl wird vom Präsidenten der Allianz Italia, Giuseppe Vita, ersetzt.  (APA)

Social Media Monitoring Das dynamische Web 2.0 benötigt besondere Aufmerksamkeit; APA-DeFacto rückt alles Relevante ins Blickfeld

Wissen, wo man steht

Moderne Medienbeobachtungs-Services zeigen Präsenz von Unternehmen in sozialen Netzwerken. Wien/Österreich. Ob in Facebook, Twitter, Blogs, Foren, Zeitungen, TV oder in Radio-Beiträgen – wo immer man über ein Unternehmen schreibt, spricht, postet oder kommentiert – jede Erwähnung kann Einfluss auf das Firmenimage haben. Besonders der rasant wachsende Bereich der Social Media birgt für PR und Kommunikation einen Schatz. Um diesen zu heben, sind allerdings die passenden Werkzeuge notwendig.

„Social Media

In den Netzwerken kann in Echtzeit eine nahezu unbegrenzt große „Fokusgruppe“ unter Echtbedingungen beobachtet und deren Meinung beispielsweise zur eigenen Marke erfasst werden.

lichsten Bevölkerungsgruppen“, sagt APA-DeFacto-Geschäftsführerin Waltraud Wiedermann. Diese Vielfalt und Reichweite bildeten allerdings auch die größten Schwierigkeiten beim systematischen Beobachten des Social Web.

Meinungspanoptikum – live und ungefiltert

Selektierte Gesamtschau ...

Krisenthemen werden hier frühzeitig entdeckt, d.h. bevor sie die klassischen Medien erreichen. „Nur in Social Media – nirgends sonst – erhalten Kommunikationsbeauftragte live und ungefiltert ein vergleichbares Kaleidoskop an Meinungen, Bewertungen, Stimmungen und Neuigkeiten aus unterschied-

Ein neues Tool soll hier Abhilfe schaffen. Das Social Media Monitoring gibt Auskunft darüber, wann, wo, was, von wem über ein Thema geschrieben wurde. Jeder Kommentar geht durch die Hände erfahrener Lektorinnen und Lektoren, die manuell und intellektuell die Selektion und

wichtig ist wie etwa eine Kritik einer prominenten Bloggerin, können die Treffer auch bewertet werden. Das DeFacto-Lektorat ordnet passende Ergebnisse in individuell gewählte Kategorien wie „Kritisch“, „Lesenswert“ oder „Wichtig“ ein – dies erspart Kundinnen und Kunden das Sichten und Lesen jeder einzelnen Meldung. „Die Vorab-Einteilung unserer Lektorinnen und Lektoren kann natürlich auch nachträglich vom Kunden selbst umsortiert, ausgeblendet oder mit eigenen Bewertungen ergänzt werden“, so Wiedermann.

Sortierung vornehmen. In das Endergebnis fließt damit nur das ein, was vom Auftraggeber individuell als bedeutend definiert wurde.

... Sortierung nach Relevanz Zusätzlich liefert das System eine Reihe an Zusatz- und Statistikdaten, wie etwa: In welchem Blog komme ich am häufigsten vor? Welche sind die aktivsten Blogger beziehungsweise Autoren und wie viele Leser erreichen diese? Die Themensortierung macht zusammengehörige Postings oder Dialoge in Social Media sichtbar. Und weil auch innerhalb einer Trefferliste nicht jeder Retweet gleich

Monitoring liefert sys-

maßgeschneiderte und relevante Ergebnisse.“

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WALTRAUD WIEDERMANN, GF APA-DEFACTO

APA-DeFacto hat deshalb Social Media Monitoring in seine Medienbeobachtungs-Services integriert. Neben Zeitungen, Radio, TV und Websites werden nun auch die relevanten Social-MediaQuellen untersucht.

MERKMALE: POSITIV (2) WICHTIG (2)

VERGABE VON KUNDENINDIVIDUELLEN BEWERTUNGEN DURCH DEFACTO-LEKTORAT ALARMIERUNGS- UND SUCHMÖGLICHKEIT AUF DIESE MERKMALE

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the opinion

6 – medianet

Im Zwiespalt Donnerstagvormittag lieferte der Prozess gegen den norwegischen Amokläufer 25.700 Einträge allein im Newsbereich von Google. Die Bipolarität der Medien offenbart sich momentan dergestalt, dass die eine Gruppe ihre Leserschaft per sekündlich upgedateten News an jedem Zwinkern des Angeklagten teilhaben lässt, während die seriöser aufgelegten Kollegen sich in Diskussionen darüber ergehen, ob es denn zulässig sei, einem Irren und dessen Kundgebungen jegliche mediale Plattform anzubieten. Die Kompromissbereiten tun beides. Im Dunstkreis der Reportagen schwirren Begriffe wie das Recht auf den fairen Prozess sowie das Recht der Öffentlichkeit auf Information und Teilhabe an der Tatsache, dass eben diese Fairness auch gewährleistet ist. Dazu – exemplarisch – Auszüge aus der „Zeit Online“: „Viele Leser werfen uns vor, wir würden uns zu Erfüllungsgehilfen von Breivik machen. Indem wir (zu) ausführlich über den Prozess berichten (...), würden wir seinen Plan unterstützen, seine menschenverachtende Ideologie ver-

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Das Recht auf den fairen Bericht Beim Thema „Darf man als Sprachrohr eines irren Mörders fungieren?“ haben die Medien bereits zu einem allgemein anerkannten Konsens gefunden: Man muss. sabine bretschneider

breiten. (...) Warum also berichten wir?“ Erstens, so die Antwort, an dieser Geschichte komme ein Nachrichtenportal eben nicht vorbei – Stichwort: Relevanz. Zweitens müsse das „verzerrte Weltbild“ Breiviks thematisiert werden. Abschließend folgt – wie erwartet – der Hinweis auf „Rechtsstaat“ und „fairen Prozess“.

Dazu könnte man jetzt anmerken, dass die ausführliche Beleuchtung eines verzerrten Weltbilds auch vollkommen andere Konsequenzen haben könnte als jene, dass das Publikum sich voller Abscheu abwendet, und dass es auch in Rechtsstaaten immer wieder zu Urteilen kommt, die skurril und men-

schenverachtend sind – und von „fair“ nicht die Spur. Der Flüchtling, der wegen eines gestohlenen Kugelschreibers monatelang in U-Haft sitzt, hätte auch das Recht auf Transparenz und die sich daraus ergebende Chance auf einen fairen Prozess. Aber in diesen Fällen spießt es sich halt an der „Relevanz“. Wer sich die bestmögliche Wahrung seiner Rechte wünscht, muss deutlich mehr kriminelle Energie zeigen. Außerdem sind, das steht außer Frage, auch und insbesondere die Medien unter hohem ökonomischem Druck. Schlussendlich wird Breivik – so oder so – in die Annalen der Kriminalgeschichte eingehen und mehr Fanpost bekommen als die Friedensnobelpreisträger der vergangenen zehn Jahre. Und wir hätten das Thema – wiewohl ohne ChronikRessort – somit auch untergebracht.

Gastkommentar Mobile Marketing, die unbestrittene Zukunft

Mobile verändert die Werbebranche

zitat des ta g es Sigmund Freud, österr. Arzt, Tiefenpsychologe und Religionskritiker

Dass Mobile Devices unsere Welt verändern werden, ist mittlerweile nicht nur den sogenannten Digital Natives bewusst. Allerdings stellen sich die Weichen für eine digitale Gesellschaft nur langsam. Bis die unbegrenzten Möglichkeiten der digitalen Revolution voll ausgeschöpft sein werden, ist es noch ein langer Weg. Das Mobile Ecosystem – Smartphones, Tablet Devices usw. – verändert unsere Gewohnheiten in noch nie dagewesenem Tempo. Keine Technologie hat sich so schnell verbreitet und hat so ein Ausmaß an Innovation mit sich gebracht wie die Technologie des World Wide Web. Mobile ist damit mit einer neue Phase in der Entwicklung des Internets gleichzusetzen. Ich persönlich bezeichne sie gern als die Goldene Zeit des Internets. Nach Web 1.0, dem einfachen Internet, und Web 2.0, dem sozialen Internet, entwickelt sich derzeit eine hochdynamische Phase. „Smartphones wissen Die Fundamente des Social Media-Internets machen aus dem Mobile Internet eine hochreaktive Phase – und das ständig, wo wir sind, Internet damit flotter und schnelllebiger.

Gegen ­Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos. www.zitate . at

First come, first served

„Nur qualifizierte Home Staging-Experten schaffen es, dass sich Immobilien wirklich besser und schneller verkaufen. An diesem Versprechen wird ihre Dienstleistung gemessen.“

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Yvo nne H. Wergi n z , W ohn.Fee , S. 42

„Kreativität und Disziplin gehören für mich zusammen.“ M arcin Kotlow sk i , Chef der Wien Ho l d i n g Medien G mbH, s . 7 2

© Julian Laidig

© G. Rabitsch

heute im business weekend

was wir tun, mit wem wir es tun und teil­

Festzuhalten ist, dass diese mobile Entwicklung den Werbemarkt rasanter und intensiver verändert als jeweise sogar, warum mals irgendetwas zuvor. Mobile steckt noch in den Kinderschuhen, verzeichnet aber jetzt schon Marktumsätze wir es tun.“ in Milliardenhöhe – was nicht wundert, denn noch nie war es so einfach, Zielgruppen so konkret anzusprechen. Josef Mantl, JMC Smartphones wissen ständig, wo wir sind, was wir tun, mit wem wir es tun und teilweise sogar, warum wir es tun. Dieses Wissen erlaubt es den Werbetreibenden, Marketingkampagnen punktgenau zu strukturieren, zu selektieren, zu verbessern und besser auszuwerten. An Daten heranzukommen, ist nun nicht mehr das Problem – vielmehr diese ‚richtig‘ auszuwerten. Plattformen wie Facebook haben schon früh erkannt, dass Werbung mittlerweile nur Sinn ergibt, wenn sie zu hundert Prozent auf den User abgestimmt ist. Deswegen belohnt die Facebook-Plattform gutes Targeting der Anzeigenschalter mit niedrigeren CPC (Cost-per-Click) – ein Trend, der sich bestimmt fortsetzen wird und auf anderen Plattformen und Medien einziehen wird. Inwieweit sich unsere Generation trauen wird, Augmented Reality, Barcodes, Location Based Services, Foursquare, Gowalla, Google Places, etc. in den Marketingmix gewissenhaft einzupflegen, wird sich noch zeigen. Es gilt jedoch ‚First come, first served‘ – danach keine Ausreden! Zu erwarten gibt es aber auf jeden Fall neue Absatzmärkte, alternative Konsumentengruppen und höhere Kundenvarianz. Wir dürfen also gespannt sein. Josef Mantl, Geschäftsführer von JMC Josef Mantl Communications (www.jmc.at), ist Organisator des „medianet Mobile Marketing Innovation Day“ am 24. Mai im mumok Vienna. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Freitag, 20. April 2012

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IMPRESSUM Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 abo@medianet.at | Fax: DW 2231 Anzeigen-Hotline Tel.: DW 2203 office@medianet.at | Fax: DW 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

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Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

inside your business. today.

freitag, 20. APRIL 2012 – 7

35% der Bevölkerung halten PR für ­unseriös – die Branche diskutiert  Seite 10

Magazin award I

Magazin Award II

Jung von Matt/Donau und DDB Tribal Group als große Gewinner des Abends  Seite 12

Prominente Laudatoren und Preisträger feiern  Seite 14

© Herrgott/Zach-Kiesling/Verlagsgr News

Ethik

© DDB Tribal Group

© Günther Langegger

marketing & media Offene Kommunikation zahlt sich am Ende aus

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© Epamedia

short

© ORF/Günther Pichlkostner

Monika Lindner über die unterschiedlichen Erfolgsstrategien der frisch gekürten „Impactissimo“-Gewinner, Altlasten, die sie als GF der Epamedia sanieren möchte, und strategische Partner, die in der künftigen Entwicklung erfolgsbringend sein sollen.  Seite 9

© medianet

Viktor Mayer-Schönberger fordert mehr Freiheiten für den ORF im Internet. Der Oxford-Professor und Autor der vom ORF in Auftrag gegebenen Studie „Rolle öffentlich-rechtlicher Medien im Internet“ bezeichnet aktuelle Beschränkungen als „schlicht unsinnig“.  Seite 11

Ein rundum zufriedenes Team: Bernd Fliesser (Chief Creative Officer Draftfcb Partners), Manfred Oschounig (GF ÖBB CI & M Werbeagentur), Kristin Hanusch-Linser (Leitung Konzernkommunikation und -marketing), Florian Zelmanovics-Perl (Managing Director Draftfcb Partners).

© M2

Übererfüllt Seit gut einem Jahr zeichnen Draftfcb Partners für den werblichen ­Auftritt der ÖBB verantwortlich – in medianet ziehen beide eine überaus positive Bilanz; vom Image bis zu Verkaufszahlen: Die Vorgaben wurden übererfüllt. Seite 8 Nils Maydell, Agenturchef M2, über Veränderungen im Portfolio, notwendige Umstrukturierungen im eigenen Haus und warum die Vertiefung des Unternehmensschwerpunkts Brand Communications als wichtiges Ziel für das Jahr 2012 definiert wurde.  Seite 13

Personalie Klaus Schweighofer im Vorsitz bestätigt

VÖP-Vorstand wiedergewählt

TV-Spot DM&B und OMV setzen Entdeckungsreise fort. click+>www.medianet.at

© www.bigshot.at/Christian Jungwirth

© Demner, Merlicek & Bergmann

medianet tv heute

VÖP-Vorstand Schweighofer will den erfolgreichen Kurs fortsetzen.

Wien. „In den letzten zwei Jahren konnte der Privatsenderverband sowohl seine Visibilität, als auch seine Durchsetzungskraft deutlich erhöhen“, stellt Klaus Schweighofer, soeben im Amt bestätigter VÖP Vorsitzender sowie Vorstand der Styria Media Group, fest. Das Vertrauen der Mitglieder sieht Schweighofer als Bestätigung des bisherigen Kurses. Allem voran gelte es, die „Wettbewerbsverzerrung aufgrund der ausufernden ORF-Finanzierung aus Gebühren und Werbung zu reduzieren“. Zudem müsse der ORF auf „seinen öffentlich-rechtlichen Programmauftrag zurückgeführt werden.“

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8 – medianet

Freitag, 20. April 2012

Ausblick Stand bis jetzt die Restrukturierung der ÖBB im Vordergrund, soll künftig die Leistung der ÖBB noch mehr kommuniziert werden

„Wir wollten keine Schönfärberei, sondern eine ehrliche Kampagne“ Ein gutes Jahr nach Beginn der Partnerschaft ziehen die ÖBB und Draftfcb Partners eine mehr als zufriedene Bilanz. dinko fejzuli

medianet: Das Wichtigste zuerst: Welche Botschaft sollte mit der Kampagne transportiert werden? Kristin Hanusch-Linser: Wir wollten keine Schönfärberei, sondern eine ehrliche Kampagne, die Rücksicht nimmt auf das Imageproblem der ÖBB und ihre spezielle Rolle, die sie einnimmt – im Spagat zwischen Öffentlichkeit und der extremen öffentlichen Exponiertheit in einem sehr politisierenden Umfeld. medianet: Letztendlich: Warum fiel die Wahl damals auf Draftfcb

© Draftfcb Partners/ÖBB

Wien. Der Weg war lang und wurde – bedingt durch einen Führungswechsel in der ÖBB – sogar 2010 neu ausgeschrieben und am Ende pitchten ganze 17 Agenturen um einen der größten Etats des Landes. Im Februar 2011 war es aber dann entschieden: Im Finale setzte sich die Draftfcb Partners gegen Lowe GGK und den damaligen Etathalter PKP BBDO durch. medianet bat nun, ein sattes Jahr danach Florian ZelmanovicsPerl, Managing Director, und Bernd Fliesser Chief Creative Officer für Draftfcb Partners, und Kristin Hanusch-Linser, Leitung Konzernkommunikation und -marketing, und Manfred Oschounig, GF ÖBB CI & M Werbeagentur zum Talk.

Eine Kampagne als Verkaufsturbo: „Mit der neuen ‚Sparschiene‘-Kampagne stehen wir jetzt bei knapp 800.000 verkauften Tickets österreichweit“, so Manfred Oschounig.

aufräumen konnten. Wir haben das in der Kampagne aufgegriffen und beweisen das Gegenteil.

„Wir wollten eine Kampag­

medianet: So eine Kampagne soll am Ende des Tages vor allem Tickets verkaufen. Wie ist Ihre bisherige Bilanz? Hanusch-Linser: Unsere Zielvorgaben wurden übererreicht. Oschounig: Mit der neuen ‚Sparschiene‘-Kampagne haben wir im September 2011 begonnen und stehen jetzt bei knapp 800.000 verkauften Tickets österreichweit. Das ist unglaublich, mit diesen Zahlen haben wir nicht gerechnet, da waren wir sehr überrascht. Hanusch-Linser: Das Konzept war ja für Österreich ein sehr innovatives, angelehnt an Fluglinien, wo man versucht, weniger ausgelastete Zeiten mit günstigen Angeboten zu füllen. Das setzt sich aber auch bei den Bahnlinien international durch. Die erste war die Schweizer Bahn, denen haben wir es nachgemacht. Wir hätten gedacht, der österreichische Bahnfahrer ist sehr angebotsgebunden, wenn er das Angebot einmal gewohnt ist, dann will er nicht mehr

ne, die Rücksicht nimmt auf das Imageproblem der ÖBB und ihre spezielle Rolle, die sie einnimmt. “

Partners und welche Konzepte standen überhaupt zur Auswahl? Manfred Oschounig: Es war keine leichte Entscheidung, zumal es ja bereits davor 2009 einen abgebrochenen Pitch gab. Die Konzepte selbst waren sehr unterschiedlich: Von der ‚braven‘ Kampagne, aber eben ohne Ecken und Kanten, über eine sehr visionäre, wo die ÖBB mal hin will, aber eben noch nicht ist, bis eben zu jener von Draftfcb Partners, die – stark dialogorientiert – die Situation, in der sich die ÖBB aktuell befindet, sehr gut auffängt ... medianet: ... durch die beiden Testimonials ... Florian Zelmanovics-Perl: ... Christoph Fälbl und Ciro de Luca repräsentieren genau jene Menschen, die man draußen findet – keine ÖBBInsider, sondern zwei Kunden wie sie in jedem Bahnhof und jedem Zug angetroffen werden können. Die beiden sind sehr authentisch und transparent, so wie die ÖBB es auch sein will. Bernd Fliesser: Das Schöne an den beiden ist, dass sie sie selbst sein können und quasi wie beim Qualtinger die Stimme Österreichs sind.

medianet: Also Selbstpersiflage? Oschounig: Nein. Es ist eine sehr transparente und ehrliche Kampagne. Ob jemand die ÖBB gut findet und positiv aufnimmt oder eben negativ – das kann man ja alles auffangen und sagen: ‚Ja, okay, wir machen auch Fehler, aber wir reagieren darauf‘. Zelmanovics-Perl: Das Klasse ist ja bei der Kampagne, dass man sie auch intern voll verwenden kann. Die beiden treten bei internen Events auf, sind authentisch, beantworten aber auch Leserfragen, etwa in der Krone. medianet: Aber bisher hat es immer geheißen, die ÖBB gehört uns allen und wir machen keine Fehler. Nun ist das ganz anders? Hanusch-Linser: Die Kampagne ist sicher immunisierend. Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, wir sprechen über die eigenen Schwächen – wer tut das schon gern. Aber was gerade am Markt gesprochen wird, greifen wir auf. Und dass das gut funktioniert, zeigt das bisherige üble Vorurteil, die ÖBB sei unpünktlich, mit dem wir, auch belegt durch Umfragen,

medianet: Jetzt gibt es externe Faktoren, auf die Sie keinen Einfluss nehmen können, wie Politik oder ein neuer Mitbewerber wie die ‚Westbahn‘. Wie hat man in der Kommunikation darauf reagiert? Hanusch-Linser: Die Kampagne ist auch ein Zeichen für die Erneuerung der ÖBB. Wettbewerb hilft uns dabei, wobei Wettbewerb an sich für die ÖBB nicht neu ist; im Cargo-Bereich etwa oder im Regionalverkehr. Neu ist, dass auf einer sehr prominenten Strecke, der Weststrecke, ein Mitbewerber kommt und sagt: ‚Wir können das besser als die ÖBB.‘ Dem müssen wir natürlich entgegenhalten. Was wir aber nicht können und auch nicht wollen, sind Dumpingpreise. Ein Vorteil des neuen Mitbewerbers war natürlich das alte Bild von den ÖBB und darauf baute auch seine ganze Marketingstrategie auf. Aber grundsätzlich hat

„Christoph Fälbl und Ciro de Luca repräsen­ tieren genau jene ­Menschen, die man draußen findet.“ © medianet

© medianet

Kristin Hanusch-Linser, Leitung Konzernkommunikation und -marketing ÖBB

davon weg. Mit der Sparschiene aber haben wir die Flexibilität der Kunden und vor allem die Benzinpreisopfer angesprochen. Das Ziel ist, mehr Menschen von der Straße auf die Schiene zu bringen.

Florian Zelmanovics-Perl Managing Director Draftfcb Partners

uns der Wettbewerb unheimlich gut getan, weil insgesamt über das Bahnfahren diskutiert wurde. Und erstmals hat es einen Vergleich gegeben, was sagt der eine und was sagt der andere. Dadurch werden auch die Leistungen der ÖBB sichtbarer. Wo es keine Vergleichswerte gibt, beschwert man sich leichter. Fliesser: Hinhauen ist leicht. Die ‚Westbahn‘ muss ja noch beweisen, dass sie es besser kann. Wir wollen keine Schlammschlacht. Wir wollen mit intelligenten Produktbotschaften, welche die Stärke der ÖBB zeigen, kommunizieren und das gilt langfristig auch für etwa Infrastrukturthemen, wo wir die beiden Protagonisten nicht einsetzen, sondern entwickeln eigene Ideen. Und das Gleiche gilt für das Sommerticket. Für die junge Zielgruppe, die damit angesprochen werden soll, verwenden wir nicht die Protagonisten, sondern entwickeln passendere Ideen. medianet: Zum Schluss ein Blick in die Zukunft: Was muss die Kampagne künftig leisten? Zelmanovics-Perl: Wir haben hier sehr gute Produkte, wo man auch etwa auf kleinstem Raum Promotions fahren kann, auch ohne die zwei Protagonisten, und die Kampagnenelemente werden trotzdem wiedererkannt. Hanusch-Linser: Standen zu Beginn die Vorurteile gegenüber der ÖBB im Vordergrund, soll zukünftig unsere Leistung kommuniziert werden: Das Unsichtbare sichtbar machen. Daher wird der Service für den Kunden ein Schwerpunktthema sein. Wir werden schneller, wir sind noch pünktlicher, wir bieten mehr und neue Leistungen.  www.draftfcb.at  www.oebb.at


marketing & medien

Freitag, 20. April 2012

medianet – 9

Risiko? Geeignete neue Technologien spielen dann eine Rolle, wenn Kunden neue Wege gehen wollen und auch bereit sind, in diese zu investieren

Strategischer Partner gesucht

Epamedia-GF Monika Lindner über den diesjährigen Impactissimo und wo die Epamedia noch strategische Partner sucht. Wien. Gestern Abend wurde der Epamedia-Impactissimo für die besten Kampagnen vergeben. medianet bat Epamedia-GF Monika Lindner zum Talk. medianet: Was zeichnet die diesjährigen Sieger besonders aus? Monika Lindner: 2011 führten unterschiedliche Strategien zum Erfolg: McDonald’s ist dank seiner konsequenten Plakatpräsenz aus unseren Straßen nicht mehr wegzudenken, wir warten schon fast auf die neuen Sprüche. Außerdem werden wichtige österreichische Themen wie heimische Produkte, Qualität, Essen, Skifahren, Musik oder auch Natur angesprochen. Vöslauer kombinierte 2011 freche Sprüche mit auffallender Optik. Für die verschiedenen Produkte wie Biolimo oder Balance wurde die Plakatgestaltung zielgruppengerecht variiert. Mercedes hingegen setzt auf künstlerisch gestaltete Fotos, will Begehrlichkeiten wecken. medianet: Welche Kunden greifen gern auf dieses Medium zurück? Lindner: Jeder, der eine breite Öffentlichkeit rasch, effektiv und preisgünstig ansprechen will, kommt an der Außenwerbung nicht vorbei. Erfreulich ist, dass wir immer mehr ‚Ersttäter‘ haben: Firmen, die das Plakat erstmals einsetzen oder schon lange nicht gebucht haben und dann zu ‚Wiederholungstätern‘ werden.

epamedia facts Das Epamedia-Netz sind derzeit 24.724 24-Bogen-Plakatflächen, 4.177 City LightWerbeflächen, 328 Poster Lights für das 16-Bogenformat und 127 hinterleuchtete Plakatwechsler für das 24 Bogenformat, 141 Großflächen (Bigboards) plus 12 Gebäudenetze sowie in Wien 2 Tele Light (Telefonzellen-)Netze mit je 50 Stellen plus 2 weiteren Tele Light-Netzen mit je 95 Flächen.

medianet: Kommen wir zur Epamedia – die letzten Jahre waren nicht ganz einfach; wie stellt sich das erste Quartal 2012 dar? Lindner: Wir sanieren die Altlasten, die wir 2009 übernommen haben, konsequent. Die unsichere politische und wirtschaftliche Lage in den CEE-Ländern wirkt sich auch auf unser Geschäft aus. In Österreich läuft es prinzipiell gut.

Ergebnisse beurteilen und vor allem: Was, glauben Sie, hat es den Außenwerbemedien gebracht? Lindner: Der ‚Outdoor Server Austria‘ wird Kunden, Agenturen und Außenwerbern neue Möglichkeiten bei der Planung, Erfolgskontrolle und Messung der konkreten Medienleistung bringen – und das mit national und international vergleichbaren Werten. Derzeit laufen die letzten Softwareanpassungen und umfangreiche Testläufe, in die auch schon zukünftige Anwender integriert sind. Der OSA wird wie schon erwähnt Transparenz und neue Preismodelle bringen. Wir erwarten uns, dass der OSA Außenwerbung noch attraktiver macht.

„Ich schätze 2012 als Übergangsjahr ein und hoffe, dass sich die

medianet: Im Bezug auf die Gesamt-Werbespendings: Wie würden Sie die Entwicklung sehen? Lindern: Ich schätze 2012 als Übergangsjahr ein und hoffe, dass sich die Außenwerbung bei rund acht bis zehn Prozent der Werbeausgaben einpendeln wird.

Außenwerbung bei rund 8 bis 10 Prozent der Werbeausgaben einpendeln wird.“ monika lindner, gf epamedia

medianet: Es gab Gerüchte, die Eigentümer würden für die Epamedia einen Käufer suchen ... Lindner: Es ist richtig, dass unsere Eigentümer einen strategischen Partner für die CEE-Länder suchen. medianet: Aus welchen Gründen? Lindnder: Aufgrund der bekannten wirtschaftlichen und politischen Lage. medianet: Sie investierten bisher zwischen vier bis sechs Millionen Euro in die Pflege und Erhaltung der Standorte. Wie genau sieht diese Erneuerung aus? Lindner: Unser derzeitiges Netz ist durch die Zusammenführung von verschiedenen Außenwerbeunternehmen entstanden. Wir ha-

© Epamedia

dink fejzuli

Lindner: Das ‚gute alte‘ Plakat ist wie das Internet eine beliebte Informationsquelle für junge, mobile und kaufkräftige Zielgruppen: Rund jeder Zweite der 14- bis 39Jährigen nutzt Plakat und Internet täglich und kauft auch über das Netz ein. Internet, Plakat und City Light ergänzen sich zu einem interessanten Werbemix. Je mehr Menschen das Internet als Shoppingkanal nützen, umso interessanter wird das Plakat für die Werbung. Ich gehe davon aus, dass es sich in zukünftigen Web-Welten mit der Plakatnutzung ähnlich verhalten wird. medianet: Bei der Marktforschung geht man mit der Gewista einen gemeinsamen Weg – wie ist der Stand der Dinge und wie würden Sie das Projekt und die bisherigen

ben sukzessive unattraktive Stellen stillgelegt und modernisieren die verbleibenden. Das Branding der Plakatstellen wird auf die neue Werbelinie mit dem neuen Logo vereinheitlicht. Wo Strom verfügbar ist, werten wir die Standorte mit Beleuchtung weiter auf. Ende vorigen Jahres haben wir die Garagen im Wiener Donauzentrum mit den modernsten, lichtintensiven und trotzdem energiesparenden sowie extrem schmalen City Lights ausgestattet, weitere werden folgen. Bei den Poster Lights und Tele Lights kamen neue, attraktive Stellen dazu. medianet: Stichwort ‚Erneuerung und Digitalisierung‘: Ist das klassische Plakat überhaupt in die Web 2.0-Welt integrierbar?

medianet: Welche Trends sehen Sie in der Außenwerbung? Lindern: Kreativität in der Gestaltung und in der Planung wird ein wichtiges Qualitätskriterium sein. Dank Outdoor Server Austria werden wir mit anderen Medien national und international vergleichbare Leistungswerte für Kampagnen haben. Das wird mehr Klarheit in der Planung und ein neues Pricing bringen. Ich hoffe, dass diese Transparenz mehr Werbevolumen für die Außenwerbung bringen wird. medianet: Welche Rolle spielen dabei neue Technologien wie Augmented Reality, Hologramme, 3DPoster, Videoprojektionen, etc.? Lindner: Geeignete neue Technologien spielen dann eine Rolle, wenn die Kunden bereit sind, neue Wege zu gehen, und das nötige Geld in die Hand zu nehmen.  www.epamedia.at

Auszeichnung Bereits dritte Prämierung für Wiener Agentur beim Green Award 2012

Runde Goldbach Round Table zu Performance Marketing

planB und Eaton holen Gold

Gesamtanteil steigt

Wien/Deauville. Bereits in Cannes holte die Wiener Werbeagentur planB den „Golden Dolphin“, in Los Angeles staubte man den „Silver Screen Award“ ab. Nun wurde der animierte Kurzfilm von planB für das globale Power Management-Unternehmen Eaton zum dritten Mal prämiert: Bei dem in Deauville, Frankreich, stattfindenden „Green Award 2012“ gab es die höchste Auszeichnung in

Wien. Ist Performance Marketing das Patentrezept für alle Anforderungen an Online-Kampagnen? Dieser Frage widmete sich unter anderem die diesmalige Veranstaltung des „Goldbach Round Table“. Einigkeit herrschte bei den Teilnehmern dahingehend, dass der Erfolg ein Zusammenspiel der einzelnen Disziplinen sei. Die Erfolgsformel für Kampagnen sei dabei die passende Kombination aus

Thomas Krickl, Digital Director planB, bei der Preisverleihung in Deauville.

tegorien vergeben. Für die Preise eingereicht haben 176 Teilnehmer aus vier Kontinenten.

Ziel: Themenführerschaft „Für Eaton geht es mit dieser Kampagne darum, die Themenführerschaft im Bereich der Erneuerbaren Energie klar zu besetzen“, erläutert planB-CEO Gregor Jasch die Vorgaben des Unternehmens. Die erhaltenen Awards seien dabei ein unterstützendes Mittel: „Mit den zahlreichen internationalen Anerkennungen sind wir diesem Ziel einen klaren Schritt näher gekommen.“ Bereits seit dem Jahr 2010 positionieren die Wiener um Gregor Jasch Eaton als Vorreiter für die sichere Nutzung der Erneuerbaren Energie am europäischen Markt. Die Idee der Kampagne wurde sowohl klassisch als auch Below-the-line realisiert. planB zeichnet für Strategie und Umsetzung in Film, Anzeige, Plakat, Direct Mail, Produktund Themenfolder sowie Kampagnenbooklet verantwortlich. (red)  www.planb.at

Branding und Performance. Dirk Schacht vom Performance Marketing-Experten „plista“ zitierte eine Statistik von Werbeplanung.at, der zufolge bei Search und Performance-Marketing für 2012 mit 14% die stärksten Zuwächse unter den Online-Disziplinen zu erwarten sind. Somit wird Performance und Search Marketing im Jahr 2012 bereits einen Anteil von 34% am Online-Werbekuchen haben.  (red)

© Goldbach Austria

© planB

Gold in der Kategorie „Renewable Energies“. Das jährlich stattfindende International Festival of Corporate Films on Ecology and Sustainability in Deauville bietet Filmproduzenten, Regisseuren und Agenturen eine Plattform, um sich über Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung auszutauschen. Die Deavillie Green Awards wurden dabei heuer zum ersten Mal in neun Ka-

Die Podiumsteilnehmer beim Goldbach Round Table.


Marketing & agenturen

10 – medianet

Freitag, 20. April 2012

PR-Ethik-Rat Wissenschaftler und Praktiker diskutierten über gesellschaftliche Ansprüche an die Öffentlichkeitsarbeit

Ethische Dilemmata in der PR Laut einer aktuellen Studie halten 35% der Bevölkerung PR für unseriös.

© Günther Langegger

Fabian Greiler

v.li.: Susanne Senft, Petra Stuiber, Martin Booms, Corinna Tinkler, Nadja Hahn, Günter Bentele, Gabriele Faber-Wiener, Roswitha bil_216x288 12.03.12 10:53 Seite 1 Wachtler, Wolfgang R. Langenbucher.

Wien. PR-Berater haben es auch nicht leicht: Einerseits müssen sie ihren Auftraggeber bestmöglich in der Öffentlichkeit positionieren, andererseits sollen sie gesellschaftlichen Ansprüchen einer ehrlichen und transparenten Kommunikation gerecht werden. Über diese Gegensätze debattierten am Dienstag Kommunikationswissenschaftler und Praktiker bei einer Podiumsdiskussion des PR-Ethik-Rates. Passender Titel der Veranstaltung: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral: PR, ein Beruf zwischen den Stühlen?“

:

DIE AGRARZEITUNG OSTERREICHS

Zwei aktuelle Studien belegen jedenfalls die Brisanz des Themas. „In der Bevölkerung halten 35% die PR-Branche für unseriös und 63% halten strenge ethische Regeln für notwendig“, erklärt Roswitha Wachtler von meinungsraum.at. Für die Umfrage wurden 500 Personen online befragt. Für die zweiten Studie führte meinungsraum.at 157 Interviews mit Branchenvertretern. Klare 74% der Befragten glauben, dass die PR-Branche ein ethisches Problem hat. Als Gründe werden genannt, die wirtschaftliche Abhängigkeit (72%), kein Bewusstsein für ethisches Verhalten (54%) und dass

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die Branche dem Vorbild aus Politik und Wirtschaft folgt (41%). Als Lösungen werden ein öffentlicher Diskurs über Ethik, Verschärfung der Sanktionen und ethische Weiterbildung gesehen. Inhaltich kennen 57% der Befragten einen PR-Ethik-Kodex.

Kodex als Leitplanke Eine Zahl, die sicher noch ausbaubar ist. Denn „ein Kodex gibt Entscheidungshilfen für den Einzelnen, aber nützt auch den Unternehmen und der Branche insgesamt“, erklärt Günter Bentele. Der Kommunikationswissenschaftler arbeitete am „Kommunikationskodex 2012“ des Deutschen PR-Rates mit, dessen Leitlinien Transparenz, Integrität, Fairness, Wahrhaftigkeit, Loyalität und Professionalität sind. Eine Lanze für die legitimen wirtschaftlichen Interessen von Agenturen brach der Wirtschaftsethiker Martin Booms. Es sei nicht nötig, immer das Gemeinwohl im Auge zu haben, jedoch sollten Firmen in ihrem Bereich verantwortungsvoll handeln. Für Booms geht es weniger darum, ob das Fressen vor der Moral kommt, sondern „die Frage sollte eher lauten: Wie kann ich als Unternehmen verantwortlich fressen?“

„Die Frage sollte eher lauten: Wie kann ich als Unternehmen ver-

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Denn auch im eigenen Wirkungsbereich gibt es häufig Verfehlungen. So kritisiert Wolfgang R. Langenbucher, Vorsitzender des Ethik-Rates, dass es bei „Agenturen einen regelrechten Wettbewerb darin gibt, wer nicht auf der Kennzeichnungspflicht bei Medien beharrt“. Dieses Problem kennt auch Susanne Senft von der PR-Agentur senft & partner gut. „Kunden haben schon angerufen und gefragt, ­warum die Promotion als solche gekennzeichnet ist. Es ist daher auch Pflicht der Agentur, den Kunden auf ein ethisches Problem aufmerksam zu machen, zumal die Kennzeichnung auch vom Gesetz verlangt wird.“

PR-Talk Am Dienstag lud der PR-Ethik-Rat zu einer Podiumsdiskussion über ethische Probleme in der PR. Am Podium nahmen teil: Wolfgang R. Langenbucher Vorsitzender des Österreichischen Ethik-Rats für PR, Martin Booms Direktor der Akademie für Sozialethik und Öffentliche Kultur in Bonn, Günter Bentele Professor für Öffentlichkeitsarbeit/Public Relations an der Universität Leipzig, Gabriele Faber-Wiener Gründerin des Center for Responsible Management, Susanne Senft Geschäfsführerin der PR Quality Austria und Gesellschafterin der PR-Agentur senft & partner, Gregor Bitschnau Pressesprecher der Raiffeisen Zentralbank, Corinna Tinkler Unternehmenssprecherin Rewe, Petra Stuiber Ressortleiterin Chronik beim Standard. Durch den Abend führte die ORF-Journalistin Nadja Hahn.


m e di e n

Freitag, 20. April 2012

medianet – 11

Dialogforum Am Montag wurde im ORF-Funkhaus über „Öffentlich-rechtliche Medien im digitalen Zeitalter“ diskutiert

ORF will im Netz präsenter sein Fabian Greiler

Wien. „Wegen der kommerziellen Interessen von Mitbewerbern dürfen wir nicht einmal Buttons für Facebook oder Twitter auf unseren Seiten integrieren“, ärgert sich Karl Pachner, Geschäftsführer von ORF Online. Mit seiner Kritik war er vergangenen Montag beim ORF-Dialogforum nicht allein: „Die derzeitigen Beschränkungen des ORF im Internet sind schlicht unsinnig“, konstatiert etwa Viktor MayerSchönberger. Der Oxford-Professor hat für den ORF eine Studie über die „Rolle öffentlich-rechtlicher Medien im Internet“ erstellt. Dem Argument, im Web gäbe es ausreichend publizistische Vielfalt, kann Mayer-Schönberger nichts abgewinnen. Denn auch in der digitalen Welt gäbe es eine Marktkonzentration; als Beispiele dafür nannte er

„Die derzeitigen Beschränkungen des ORF im Internet sind schlicht unsinnig.“ Viktor Mayer-schönberger

Google und Facebook. Seine Empfehlung an die Politik: Der ORF soll Inhalte für das Web generieren und archivieren dürfen, ähnlich dem britischen Staatsfernsehen BBC. Ins gleiche Horn stieß der Salzburger Kommunikationswissenschafter Roman Hummel sowie Reinhard Christl, Leiter der Fachhochschule für Journalismus und Medienmanagement in Wien. Laut Hummel zeigen Studien, dass unter 29-Jährige weniger Fernsehen konsumieren. Damit der ORF seinen Versorgungsauftrag weiter erfüllen kann, müsse er auch in den Neuen Medien aktiv sein dürfen.

„Regelungen sind absurd“ Christl bezeichnete die gesetzliche Regelungen als „absurd“, wonach ein ORF-Landesstudio höchstens 80 Meldungen pro Woche ins Netz stellen darf und Sendungen höchstens sieben Tage online verfügbar sind. Dieser Meinung schlossen sich auch die anwesenden Medienmacher an. Zvezdan Martic vom slowenischen Staats-

fernsehen gab etwa die Empfehlung, nicht mehr von öffentlichen Rundfunkanstalten zu sprechen, sondern von öffentlichen Medien. Der britisch Blogger Christian Payne und Medienwissenschaftler Roberto Suárez Candel vom HansBredow-Institut unterstrichen hingegen die wichtige Funktion der Öffentlich-rechtlichen als Innovationsträger, weil die Risiken eingehen könnten. Suárez Candel kritisierte außerdem die hohen Kosten für die im Voraus durchzuführende Evaluation von öffentlich-rechtlichen Sendungen. Hohe Evaluationskosten bestätigte auch Heidi Schmidt von der

ARD Online; ihr machen Restriktionen bei der Erstellung von Apps zu schaffen. Für die Zukunft sieht sie die Interaktivität als eine der zentralen Entwicklungen. Bei der ARD wird demnächst der erste interaktive „Tatort“ ausgestrahlt werden, Zuseher werden dabei eine Sideline der Story im Internet weiterverfolgen können.

Marktverzerrungen Einig waren sich sämtliche Diskussionsteilnehmer über die Unsinnigkeit der gesetzlichen Regelungen für den ORF, genauso einhellig wurde die hohen Qua-

lität der Öffentlich-rechtlichen gelobt Naturgemäß anders sieht die Sache der Verband österreichischer Privatsender. Geschäftsführerin Corinna Drumm zu medianet: „Bei jeder Erweiterung des Angebotsspektrums des ORF müssen immer auch deren Auswirkungen auf den Markt berücksichtigt werden. Zu fordern, dass der ORF im Internet praktisch alles machen darf, lässt die wirtschaftlichen Realitäten völlig außer Acht. Gesunder Wettbewerb kann sich auf einem Markt nicht entwickeln, wenn ein staatlich subventionierter Teilnehmer zu viele Freiheiten hat.“

© ORF/Günther Pichlkostner

Geladene Medienexperten und ORF-Mitarbeiter halten gesetzliche Restriktionen für unsinnig.

Mehr Freiheiten für den ORF im Internet fordert Viktor Mayer-Schönberger.

0 0 0 . 7 84 2011

LpA TZ WE

n e n n I r e s e L g a t n n o S m a H C I E R R E T S Ö r ü f e t i e w h c i e R s 11,9 % Sonntag

ORF-Dialogforum Am Montag fand das Dialogforum im Funkhaus des ORF statt. Die Podiumsdiskussion war in zwei Panels aufgeteilt. Im ersten Panel debattierten mit Moderator Klaus Unterberger: Roberto Suárez Candel Medienwissenschaftler am Hans-BredowInstitut, Kurt Imhof Kommunikationswissenschaftler an der Universität Zürich, Reinhard Christl, Leiter des FH-Studiengangs Journalismus und Medienwissenschaft, sowie Viktor Mayer-Schönberger, Professor für „Internet Governance and Regulation“ an der Universität Oxford. Im zweiten Panel kamen Medienmacher selbst zu Wort: Heidi Schmidt, ARD Online, Zvezdan Martic, RTV Online, Christian Payne, britischer Blogger, Karl Pachner Geschäftsführer von ORF Online.

ÖSTERREICH stark bei den LeserInnen ÖSTERREICH konnte seine Sonntags-Reichweite erfolgreich auf hohem Niveau festigen und erreicht 11,9 % aller ÖsterreicherInnen. In der täglichen Reichweite konnte die junge Tageszeitung in der MA 2011 signifikant zulegen (von 9,6 % /MA 2010 auf 10,3 % LpA-Mittelwert/MA 2011) und überspringt erstmals die 10-Prozent-Marke. Eine starke Position bei den LeserInnen, die ÖSTERREICH zum attraktiven und verlässlichen Partner für die Werbewirtschaft macht.

Media-Analyse 2011. Erhebungszeitraum: 1.1.–31.12.2011. Samplegröße: 16.217 Interviews. Media-Analyse 2010. Erhebungszeitraum 1.1.–31.12.2010. Samplegröße: 15.984 Interviews. Auszug aus der Titelliste. Definition LpA: Leser pro Ausgabe. Definition LpA TZ WE: Leser pro Ausgabe Tageszeitungen Wochenende. Details zu Definitionen und Berechnung der Schwankungsbreiten: www.media-analyse.at. Berechnung Daten: HTS Zählservice. Schwankungsbreite Reichweite LpA Österreich (gratis, kostenlos, Tageszeitung) MA 2011/MA 2010, sowie LpA TZ WE Österreich (Sonntag, kauf, Tageszeitung) MA 2011: 0,5.


Medien

12 – medianet

Freitag, 20. April 2012

Die besten Sujets Dienstagabend zeichnete der News Verlag die besten Anzeigen aus, erschienen in einer der Publikationen des Medienhauses

Magazin Award-Sieger: Jung von Matt/Donau & DDB Tribal Group News Verlag: Jung von Matt/Donau und DDB Tribal Group waren die erfolgreichsten Kreativagenturen des Abends.

Die Sieger des Abends: Grand Prix-Sieger Ikea holte auch den Sieg in der Kategorie Innovativ & Kreativ, die Debra Schmetterlingskinder waren die beste Non Profit-Kampagne, Nivea, ein Klassiker, holte auch in der Kategorie Klassiker den Sieg. McDonald’s konnte für die Kategorie Magazinkampagne mit dem Sujet „Easy ­Morning“ den Sieg nach Hause tragen. Unter Klein & Fein verbarg sich dann mit Mautner Markhof und dem Estragon Senf doch ein großer Sieger. Apropos groß: Bei den Großformaten kam Stiefelkönig ganz groß raus und in der neuen Welt der Digitalen Medien holte sich bei Online Mercedes-Benz die Trophäe in Gold. dinko fejzuli

Wien. Am 17. April wurden bereits zum achten Mal die begehrten „Magazin Award-Trophäen“ der Verlagsgruppe News im glamourösen Rahmen an die Gewinner in den sieben Kategorien verliehen. Zahlreiche prominente Gäste aus Wirtschaft, Politik und Kultur waren bei der Veranstaltung im Platinum Vienna im Uniqua Tower anwesend.

Grand Prix-Sieger Ikea Die Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze sowie der Grand Prix, die am besten bewertete Einreichung über alle Kategorien, wurden vergeben. Die ganz großen Gewinner des Abends kamen aus dem hohen Norden Europas: Ikea Austria mit den Agenturen DDB Tribal Group und MediaCom wurde in der Kategorie „Innovativ & Kreativ“ mit Gold, in der Kategorie „Online“ mit Bronze und darüber hinaus mit dem GrandPrix ausgezeichnet. Axel Bogocz, CEO der Verlagsgruppe News, und Helmut Hanusch, Generalbevollmächtigter der Verlagsgruppe News, übergaben den Grand Prix in der Höhe von 70.000 € Schaltvolumen in den Magazinen der Verlagsgruppe News an Ikea. Auf der Seite der Kreativagenturen gab es ebenfalls zwei herausragende Sieger:

Jung von Matt/Donau und DDB Tribal Group waren die erfolgreichsten Kreativagenturen des Abends: Jung von Matt/Donau erhielt insgesamt zwei mal Gold, drei mal Silber und zwei mal Bronze. Die DDB Tribal Group konnte zwei Auszeichnungen in Gold, eine in Bronze sowie den Grand Prix Sieg mit nach Hause nehmen.

Der glanzvolle Gala-Abend Unter der professionellen und charmanten Moderation von Claudia Stöckl wurden die Awards von prominenten Gästen überreicht, unter anderem von Bundesminister Nikolaus Berlakovich, Moderatorin Kathi Bellowitsch, Lifeball-Organisator Gery Keszler und CaritasPräsident Franz Küberl. Als Sonderpreis für die Kategorie „Social & Non Profit“ gab es ein Schaltvolumen von drei Einzelseiten in den Magazinen der Verlagsgruppe News. Der Magazin Award fand heuer bereits zum 8. Mal statt. Die Wahl wurde in zwei Schritten durch eine Expertenjury und durch die Leserinnen und Leser der Magazine der Verlagsgruppe News durchgeführt. Beide Wertungen wurden am Ende zu einer Wertung zusammengeführt. Insgesamt wurden 406 Sujets eingereicht. Unter den Teilnehmern der Leserwahl wurde ein Citroën DS5 verlost. Klaus Oberhammer, Länderchef Citroën Austria, übergab die Schlüssel an die glückliche Gewinnerin Anna Pordes.

magaz i n awa r d gal a 2 0 1 2

Preis

Auftraggeber

Sujet

Agentur

Katalog Start 2012

DDB Tribal Group, MediaCom

Rotkäppchen Spiegelung Airguide

pjure isobar Jung von Matt/Donau, mediaedge:cia Jung von Matt/Donau, mediaedge:cia

Nivea Creme 100 Jahre: Babyfüße Hydrant Bio Kristallzucker

OMD Mediaagentur, Draftfcb Partners Jung von Matt/Donau, mediaedge:cia Demner, Merlicek & Bergmann

Ein Würstel ohne Estragon Senf Time to say Dubai! Weihnachtsgans

Jung von Matt/Donau Jung von Matt/Donau Jung von Matt/Donau

Katalog Start 2012 Uniqa iPad SafeLine Fragezeichen

DDB Tribal Group, MediaCom Springer & Jacoby, Mindshare Demner, Merlicek & Bergmann

Easy Morning Nivea Creme 100 Jahre Beindruckend nah

DDB Tribal Group, OMD Mediaagentur OMD Mediaagentur, Draftfcb Partners Starcom Austria, Publicis Group Austria

Hydrant Schmerz Complete Kitchen Living II

Jung von Matt/Donau, mediaedge:cia Springer & Jacoby, Tunnel23.com DDB Tribal Group, MediaCom

Schwimmflügerl

Lowe GGK, Mindshare

Grand Prix

Ikea Austria G r oss f o rmat e

Gold Stiefelkönig Silber Mercedes-Benz Österreich Bronze Mercedes-Benz Österreich K lass ike r

Gold Beiersdorf Silber Mercedes-Benz Österreich Bronze Agrana Zucker Klein & Fein

Gold Mautner Markhof Silber Austrian Airlines Bronze Austrian Airlines In n ovat i v & K r eat i v

Gold Ikea Austria Silber Uniqa Versicherungen Bronze Vöslauer Mineralwasser M agaz i nkampagn e n

Gold McDonald’s Österreich Silber Beiersdorf Bronze Emirates Austria Online

Gold Mercedes-Benz Silber Rote Nasen Clowndoctors Bronze Ikea Austria S o c ia l & N o n P r o f i t

Gold

Debra Austria

Quelle: Magazin Award News Verlag


marketing & agenturen

Freitag, 20. April 2012

medianet – 13

M2 Geschäftsführer Nils Maydell sieht Agentur nach Restrukturierung und einem guten Ergebnis im Jahr 2011 gut aufgestellt

„Keine Zeit für Experimente“ Michael Fiala

Wien. Unter dem Motto „Kommunikation bewegt die Welt“ agiert die Agentur M2 seit 2006 erfolgreich am österreichischen Markt – trotz der Höhen und Tiefen, die die PR-Branche in den vergangenen Jahren durchleben musste. „Wir verstehen uns als primären Ansprechpartner für Hersteller von Markenprodukten, Handel, E-Commerce und Dienstleistungsunternehmen und bieten ein umfassendes Leistungsportfolio für Österreich und Deutschland“, erzählt Agenturchef Nils Maydell im Gespräch mit medianet. Ein Highlight des letzten Jahres war die Eröffnung des „Peek & Cloppenburg Weltstadthauses“ in der Wiener Innenstadt. „Die Aufgabe für uns lag darin, das ‚Weltstadthaus‘ von Peek & Cloppenburg in der Kärntner Straße erfolgreich zu eröffnen. Es galt, die architektonische Bedeutung des Hauses zu kommunizieren, Wirtschaft, Politik und andere Keyplayer im B2BBereich anzusprechen und die Bedeutung des Weltstadthauses als ‚Marktplatz‘ für Fashion einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, so Maydell. Insgesamt sieht Maydell das vergangene Jahr als „erfolgreich mit konstantem Ergebnis“. Zunächst musste die Agentur aufgrund einer Konzern-Neustrukturierung eines größeren Kunden den Wegfall mehrerer Marken verkraften. Als Neukunden konnten jedoch unter anderem der Parfumerie-Marktführer Marionnaud, Remington, Russell Hobbs oder Wiberg at home begrüßt werden, für den M2 die B2C-Kommunikation in Österreich und Deutschland übernommen hat.

gischen Öffentlichkeitsarbeit der Parfümeriehandelskette Marionnaud für Österreich kamen Marken wie Givenchy, smashbox oder dr. brandt neu in das Markenportfolio von M2.

„Auf den Punkt kommen“ Für 2012 hat Maydell die Vertiefung des strategischen Unternehmensschwerpunkts ‚Brand Communication‘ als wichtiges Ziel definiert. „Wir haben profunde Kenntnisse der Markenartikelindustrie, kennen ihre Bedürfnisse und die daraus resultierenden Anforderungen.

Solides Markenmanagement ist gefragter denn je“, so Maydell. Da die Ressourcen, Budgets und Zeit immer knapper werden, sieht Maydell seine Branche gefordert. „Kunden wollen, dass Dienstleister auf den Punkt kommen, die Themen prägnant erfassen. Keine Zeit für Experimente, weniger Bereitschaft zum Risiko ist spürbar. Die Kreativität bleibt weiterhin sehr wichtig, doch die strategische Kompetenz gewinnt an Bedeutung. Der Druck auf Unternehmen in den gesättigten Märkten ist enorm, eine kompetente und qualitative Kundenbetreuung dadurch immer wichtiger.“

© M2

Maydell: „Kreativität ist sehr wichtig, doch Strategie gewinnt an Bedeutung.“

Nils Maydell freut sich im Jahr 2012 u.a. über den Neukunden Marionnaud.

Umstrukturierung 2011 war für Maydell und sein Team auch ein Jahr der Veränderung: Im Herbst hat die Gründungspartnerin Natalie Herzlieb das Unternehmen verlassen. Maydell: „Diese Entscheidung war seit längerer Zeit bekannt. Die damit verbundene Reorganisation konnte von langer Hand vorbereitet und umgesetzt werden; in diesem Zusammenhang wurden interne Prozesse und Abläufe optimiert. Somit war für einen reibungslosen Übergang gesorgt und die Basis für die weitere Unternehmensentwicklung gelegt.“ Das laufende Jahr begann bereits mit namhaften Neukunden. Mit der Übernahme der strate-

Facts M2 wurde 2006 gegründet und spezialisiert sich als Kommunikationsunternehmen in den Bereichen Consumer Brands, Retail/ E-Commerce, Consumer Health und Dienstleistungsunternehmen. Full Service M2 arbeitet mit einem breiten Medienpool des österreichischen, deutschen und Schweizer Marktes und bietet ein FullService-Leistungsspektrum: Produkt- und Marken-PR, Reputation Management/CEO Positioning, Corporate Communications und CSR/Sustainability. Im Bereich Brand Communication liegt die Fokussierung auf strategischer Kommunikationsberatung, integriertem Kommunikationsmanagement und Issues Management. Aktuelle Kunden u.a.: Johnson & Johnson, Marionnaud, Spectrum Brands, Wiberg, Tiffany & Co, Privatklinik Kiprov, Kiehl’s, Skiny.

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B i z-ta l k C LA S S IC

14 – medianet

Freitag, 20. April 2012

eine dekade „Magazin Award 2012“

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

© Ricardo Herrgott/Roman Zach-Kiesling/Verlagsgruppe News

1

Die Gewinner des „Magazin Award 2012“ der Verlagsgruppe News bei der Preisverleihung im Uniqua Tower.

Verlagsgruppe News prämierte beste Magazinsujets

Nacht der Sieger Award Bereits zum achten Mal vergab die Verlagsgruppe News den „Magazin Award“, welcher die besten Werbesujets in den Zeitschriften der Gruppe prämiert. In festlichem Rahmen führte Moderatorin Claudia Stöckl im Uniqua Tower durch den Abend, mehr als 250 Personen aus der Medienbranche, Agenturszene und Wirtschaft waren der Einladung gefolgt.

Prominente Laudatoren Verliehen wurden die Awards von prominenten Laudatoren. So beglückwünschten unter anderem Bundesminister Nikolaus ­Berlakovich, Moderatorin Kathi Bellowitsch, Lifeball-Orga­ nisator Gery Keszler, ORF-Star Christian Clerici, Caritas-Prä­ sident Franz Küberl und Lukas Plöchl sowie Manuel Hoffelner als österreichische Songcontestvertreter „Trackshittaz“ Unternehmen wie ausführende Agenturen zu den Preisen. Mit 2 x Gold, 3 x Silber und 2 x Bronze für Jung von Matt/Donau und 2 x Gold, 1 Bronze sowie dem Grand-Prix für DDB Tribal Group waren die beiden Kreativagenturen die erfolgreichsten Preisträger des Abends.  (hof) Information & Invitations gerne an: biztalk@medianet.at

Karriere

anno dazumal

Joachim ­Feher (CEO MediaCom) als glück­licher Gewinner.

2

3

1. Hans Jörg Denk, Ralph Vallon (GF live relations PR & Networking), Kurt Mann (Eigentümer „Der Mann“); 2. SPÖ-Stadtradt Michael Ludwig, Christian Pöttler (GF echo medienhaus), Thomas Hintze (Vorsitzender Geschäftsführung UPC); 3. ExFrauenministerin Maria Rauch-Kallat, Nationalratsabgeordnete Christine Marek.

Rauschende Feierlichkeiten im Wiener Rathauskeller

10 Jahre Club Cuvée Feierlichkeiten Mehr als 300 Mitglieder und Gäste feierten 10 Jahre Club Cuvée. Gregor Glanz heizte mit seinen Evergreens die Stimmung ein und beim kurzen Interview mit Club Cuvée-Initiator Ralph Vallon musste dieser auch einige Tränen verdrücken, so sehr waren die letzten 10 Jahre und die Unterstützung der Mitglieder präsent. Mit im Rathauskeller dabei, gratulierend und verkostend, u.a. Designerin Brigitte Just, Anwalt Manfred Ainedter, Hans Jörg Tengg (GF Smart Tech), Winzer Leo Hillinger, bauMax-Vorstand Werner Neuwirth-Riedl, Peter Drobil (Werbeleiter Bank Austria) Georg Wiedenhofer (GF Gallup), Personalberater Günther Tengel und Manuelea Lindlbauer, Wiesenthalvorstand Alexander Martinowsky, AR-Präsident Hansjörgen Manstein, Society Lady Andrea Buday, LAbg Christian Deutsch, Sportlegende Anja Richter, UnBei der „Kurier Romy-Gala“ ternehmensberater Stefan werden heuer bereits zum 23. Höffinger, Helmut Raunig Mal die beliebten Fernsehpreise (Personalchef Mondi), Strabagvergeben. Die Verleihung findet Vorstand Ludwig Steinbauer, am 21. April im feierlichen RahGabi Stanek, Vizepräsidentin men der Wiener Hofburg statt. MG, und ­Raphaela VallonSattler, GF IAA.

Gastkommentar Investition in die individuellen Fähigkeiten

Gecoachtes Marketing

© DM&B

Wien. Demner, Merlicek & Bergmann besetzt mit René Wegscheider (30) die Leitung des Bereichs Digital/Cross-Media neu. ­Wegscheider war zuletzt als Konzep­tionist bei vi knallgrau tätig.

© adsandbrands

René Wegscheider, DM&B

Henkel Central Die perfekte Pflege für „Leute mit Kultur“ wurde schon 1912 mit dem unschlagbaren Preis von 2 Mark beworben. Anzeigentext: „Javol – Leute mit Kultur gebrauchen zur verschönernden Pflege ihres Haares, zu dessen Konservierung, und zur Vorbeugung gegen Kopfschuppen und Haarausfall das Kräuter-Haarpflegemittel Javol fetthaltig oder fettfrei. (Preis: Flasche 2 Mark)“ Anzeige vom: 28.9.1912.

Coaching Die Kommunikationsbranche steht unter Druck. Während früher Marketingund PR-Wissen zu wirtschaftlichen Spezialbereichen gehörte, steigt heutzutage das allgemeine Know-how über Kommunikations(-skills) an. Dies bringt vor allem Profis unter Druck. Denn für sie ist professionelle Kommunikation das Produkt, das sie am Markt anbieten. Um sich vom stetig steigenden Niveau der Masse abzuheben, genügen für Marketing-Experten längst keine allgemeingültigen RhetorikRegeln und Kommunikations-Skills mehr, die man sich durch das Lesen von Fachliteratur aneignen kann. Der gezielte Ausbau von persönlichen und rhetorischen Stärken ist gefragt – eine Maßschneiderung, die Coaching liefert. Um eine gesamte Branche zufriedenzustellen und überzeugend auftreten zu können, benötigt man einen Kompetenzvorsprung; Wissen um seine Werte, Ziele und Ressourcen ist ein erster Schritt. Dieses Thema ist derzeit ein extrem dominantes Coaching-Anliegen, das jetzt viel häufiger auftritt als noch vor drei Jahren. Man kennt die Formel: E = L x K�. Erfolg ist Leistung mal Kommunikation zum Quadrat. Für Marketing-Experten müsste man diese Formel sogar höher potenzieren, denn hier ist Leistung gleich Kommunikation. Deshalb ist gezieltes Coaching ein rentables Tool für Kommunikationsprofis geworden, das mittlerweile auch durch Kosten-Nutzen-Analysen bestätigt wird. Die Ergebnisse zeigen einen RoI im dreistelligen Prozentbereich. Roman Braun ist u.a. Mentalcoach von Weltcupsiegern und Spitzenpolitikern. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

© Foto Weinwurm

präsentiert von


retail medianet

inside your business. today. 

Freitag, 20. APRIL 2012 – 15

die aufpepper

Landliebe Milchkaffee, Haribo Piximix, MeCain Western Wedges und Hipp Joghurt & Frucht Minis und Griesbrei Minis. Seite 19

© Landliebe

© Aldo

Kanadischer Filialist Aldo eröffnet erstmals Geschäfte in Österreich  Seite 17

Merkur und McDonald’s testen NFC-Bezahlservice per Telefon 

Finanzen im auge

Seite 18

© Zielpunk

geldbörserl im Handy

© A1

neue schuhkette

Stephan Seyfried wird neuer CFO bei Zielpunkt 

Seite 20

Wer hämmert da? Die Jungen von nebenan!

© Unilever

short

Süße Bombe Die neue Getränkevariante ohne Kalorien namens Stevita stimmt RadlbergerChef Christian Weisz (Bild) optimistisch: Nach 600.000 verkauften Flaschen in den ersten drei Monaten ortet er massives Potenzial. Im Verbund mit Lohnabfüllungen und Eigenmarken will Radlberger 25% Umsatz zulegen. Seite 18

© medianet/Szene1/Christian Mikes

© Radlberger

Wachstumsziele Der Konsumgüterriese Unilever möchte seine Umsätze weltweit in jedem einzelnen Markt verdoppeln. Wie dieses Vorhaben in Österreich realisiert werden soll, erklärt Unilever AustriaChefin-Sonja Gahleitner (Bild). Stetige Innovationen bei Knorr, Eskimo, Dove und Co spielen eine große Rolle. Seite 17

Marketing-Konzept Statt nur arrivierte Heimwerkerprofis anzusprechen, will Günther Pacher, Geschäftsführer der 3e AG, nunmehr verstärkt auf die Jugend setzen und sie mit speziellen Angeboten ins Geschäft bringen.  Seite 16

Einkaufszentren Alexander Otto ist neuer European Chairman im Branchenverband ICSC

© ICSC

Wild gibt ICSC Europa-Vorsitz ab

(v.li.) Michael P. Kercheval (Präsident ICSC, USA), Marcus Wild (SES und ICSC Trustee), Alexander Otto (neuer Chairman ICSC), David B. Henry, ICSC Chairman US.

London. Drei Jahre lang vertrat der Österreicher Marcus Wild als ICSC European Chairman in London die europäische Shopping-CenterBranche. Der CEO der SES Spar European Shopping Centers legt nun die Geschicke der europäischen Verbandsführung in London in die Hände seines deutschen Kollegen Alexander Otto. Otto ist Vorstandsvorsitzender von ECE. Wild ist nun als Europa-Vertreter im Internationalen Board of Trustees von ICSC. Das International Council of Shopping Centers (ICSC) vertritt als Branchenverband mehr als 55.000 Mitglieder in 90 Ländern.

Wo es Qualität gibt, gibt es auch Verantwortung. Rio Mare hat sich zum Schutz der Umwelt und auch für das Wohlbefinden der Konsumenten, zu Qualität mit Verantwortung verpflichtet. Eine 360° Qualität, vom Zeitpunkt des Fischfangs bis hin zum Endprodukt,das auf den Tisch kommt. Rio Mare. „Qualität mit Verantwortung“ aus dem Meer auf Ihren Tisch. www.riomare.at

Demnächst im ausgewählten Lebensmittelhandel erhältlich.


ti t el s t o r y

Freitag, 20. April 2012

© Unilever

16 – medianet retail

Ha ndel sprof i

Neues Image Die 3e AG spricht in ihren Vertriebsschienen Let’s do it und Toolpark vermehrt die junge Zielgruppe an

Let’s do it easy – junge Heimwerker im Visier

Günther Pacher Der Chef der 3e AG spricht nunmehr neben arrivierten Handwerkern auch die Ziel­ gruppe an, die verstärkt in seine Geschäfte kommen soll.

Drei Schwerpunkte, um weitere Kunden zu gewinnen: Sortiment, Kundenansprache und Beratung. Jutta Maucher

Wels/Wien. „Wir leben in einer störungsanfälligen Welt, in der die Sehnsucht nach Geborgenheit und nach dem eigenen Heim ständig steigt, in dem aber auch die Heimwerkerkenntnisse nicht mehr so sind, wie sie in den Zeiten unserer Väter und Großväter waren“, so Günther Pacher, Vorstand der 3e AG, über das neue innovative Marketing-Konzept, mit dem neben arrivierten Heim- und Handwerkern jetzt auch die jungen Konsumenten erreicht werden sollen. „Wir sehen uns hier im Spannungsfeld zwischen steigender wirtschaftlicher Notwendigkeit und weniger Kompetenz, das es sowohl durch geeignete Produkte als auch durch spezifische Beratung auflösen gilt“, führt der 3e-Chef weiter aus.

„Die richtige Bedarfsermittlung ist deutlich wichtiger als die Ver­ mittlung technischer Features der Produkte.“ 3e-Vorstand Günther Pacher

Seit Anfang des Monats ist dieses neue Konzept unter dem Motto „Let’s do it easy – junge Heimwerker im Visier“ in der Vertriebsschiene „Let´s do it“ implementiert, in der Vertriebsschiene „Toolpark“ gibt es die neue Strategie schon seit letztem Herbst. „Die direkte Zielgruppenansprache erfolgt sowohl am Point of Sale als auch online. Dazu wurde der Internetauftritt mit dem Relaunch der Website und einem Facebook-Account völlig neu überarbeitet“, erklärt Pacher. Auch das klassische Flugblatt wurde erneuert. Es hat nunmehr eine Flappe, an der genau die Angebote für die jungen Heimwerker abgebildet sind. „Das beste Produktsortiment nutzt wenig, wenn ich die Kunden nicht ins Geschäft bringe. Deshalb ist es mindestens genauso entscheidend, sie auf den richtigen Kanälen und mit den relevanten Botschaften anzusprechen“, so der 3e-Chef weiter.

spielsweise einen einfachen Akkubohrer, der für viele handwerkliche Tätigkeiten im Haushalt geeignet ist.“ Ein anderes Beispiel sind die derzeit aktuellen Rasenroboter, die zwar durchwegs hochpreisig sind, aber aufgrund ihrer überaus einfachen Handhabung und der damit

„Wir haben ein Kon­ zept für Österreich ent­wickelt, mit dem wir aber bei entspre­ chendem Erfolg durch­ aus auch nach Ost­ europa gehen werden.“ Günther Pacher

Akkubohrer & Rasenroboter Im Besonderen hat sich aber das Sortiment in den Let´s do itGeschäften verändert. Die jungen Leute brauchen Produkte, die einfach zu bedienen sind, über ein cooles Design verfügen und leistbar sind oder wie Pacher es an einem Beispiel ausdrückt: „Die Jungen wollen keinen Bohrhammer oder ein Winkelschleifgerät, sondern bei-

verbundenen großen Zeitersparnis gern von den jungen Handwerkern gekauft werden. „Ein Profi muss ganz anders angesprochen werden als ein junger Handwerker. Dies zu erkennen und richtig zu tun, dafür wurde unsere Mitarbeiter im Vorfeld auch eingehend geschult erklärt 3e-Chef Pacher. In einem dreimonatigen Schulungsprogramm

wurden die Verkaufsmitarbeiter auf die neue Klientel vorbereitet. „Die richtige Bedarfsermittlung ist deutlich wichtiger als die Vermittlung technischer Features der Produkte. Genau in diesem Bereich liegt die große Chance der Fachhändler, durch Beratungs- und Dienstleistungskompetenz die junge Zielgruppe für sich zu gewinnen“, ist Pacher überzeugt.

Klein, aber oho Trotz des umgestellten Sortiments hat sowohl der Profi als auch der junge Handwerker etwas von Let´s do it oder Toolpark und dabei hat er einen Vorteil: „Bei uns findet jeder alles, ohne dabei wie im klassischen Baumarkt 10.000 m� durchsuchen zu müssen“, weiß Pacher. Die Jungen werden willkommen geheißen und den anderen wird das Gefühl gegeben, dass sie wichtig sind. „Im Geschäft gibt es Hinweise für die jeweiligen Zielgruppen, wo sie die Produkte für ihren Bedarf finden.“

Von Wels nach Osteuropa Das Junge Handwerker-Konzept wurde ausschließlich für Österreich entwickelt. Aber: „Wenn es sich als erfolgreich erweist, werden wir damit auch in unsere Filialen in Osteuropa expandieren“, so Pacher, der resümiert: „Es geht jeden Tag

darum, den Kunden zu gewinnen. Nur so können wir auch in Zukunft positiv bestehen. Und da habe ich noch viele Ideen. Beispielsweise wäre es auch durchaus denkbar, weitere Vertriebsschienen in Östereich zu schaffen“, so Pacher. Und er ergänzt, dass es im Non Food-Bereich lediglich eine Kundenloyalität von 0,2% gibt. Da sei es einfach zwingend notwendig, sich stets mit neuen adäquaten Ideen auch für die Zukunft abzusichern.

FactS & Figures Gruppenumsatz 2011 546 Mio. € (+3,2%) davon in Österreich 423 Mio. € (+3,4%) davon international 123 Mio. € (+2,5%) Mitglieder gesamt: 260 Mitglieder Österreich: 155 Mitglieder International: 105 Mitarbeiter Österreich: 2.800 Mitarbeiter 3e: 118 Geschichte des Unternehmens 1989 wurde die 3e Handels- und Dienstleistungs AG mit 180 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen; 1997 erfolgte die erste Auslandsgründung in Slowenien, es folgten Ungarn, Tschechien und später Serbien, Bos­ nien und Herzegowina, Slowakei, Albanien, Kroatien, Rumänien. Im Jahr 2003 wurde das Fachmarktkonzept „Toolpark“ für Österreich entwickelt.


r e ta i l & p r o d u c e r s

Freitag, 20. April 2012

medianet retail – 17

Unilever Der Konsumgüterriese hat sich ehrgeizige Wachstumsziele in Österreich und auf der ganzen Welt gesteckt

short

Doppelter Umsatz als Ziel

Nestlé vor Zuschlag der Pfizer-Babynahrung

Pur-Range und Gourmet-Suppen bringen Knorr voran, mit Eskimo will man Eissaison ausweiten. ein ganz anderes Mundgefühl beschert; bei der Kuna-Mayo-Range setzt Stocker indes auf Vielseitigkeit und lanciert Varianten mit Zitrone, Knoblauch oder Chili.

Natalie Oberhollenzer

Männer pflegen wie wild

Das Unilever-Austria Team: (2. Reihe v.li.) Ulrich Gröger, Christian Kratky und untere Reihe v.li. Magdalena Stocker, Sonja Gahleitner und Rebecca Widerin.

und gestrudeltes (vermischtes) Eis, besonders die Marille-VanilleVariante. „Jedes Jahr renovieren wir 25 bis 30 Prozent unseres Eskimo-Portfolios“, so Widerin.

Suppen, Saucen, Margarine Bei Knorr freut sich die markenzuständige Magdalena Stocker, eine Managerin übrigens, die Knorr schon seit der Integration bei Unilever begleitet, über den Erfolg der

Knorr Pur-Range. Die Bouillonund Saucen-Palette hat bereits zwei Jahre nach ihrer Einführung einen Marktanteil von 13%, bei den Saucen sind es sogar schon 24%. Ähnliches erhofft sie sich bei den etwas neueren Gourmetsuppen, die von den Konsumenten wie selbstgemacht wahrgenommen werden. Bei der Margarine reüssiert man aktuell mit der „Lätta & luftig“, die dem Konsumenten mit ihrer flockingen Konsistenz

Trend-Schuhkette Aldo kommt nach Österreich Aldo Shoes zählt aktuell zu den erfolgsverwöhntesten der Branche.

© Aldo

In der Personal Care-Welt erzielen Marken wie „Axe Rexona“ und „Dove“ einen Deo-Marktanteil von über 29%. Wachstum kommt vor allem aus dem Männersegment („Rexona for men“, „Sport“), da sich gerade junge Männer immer mehr pflegen. Bei Axe wurde der Schritt in die Shampoos gewagt, eine Sparte, wo sich der Konzern neue Umsätze erwartet. Auch der Shower Gel-Bereich bereitet der zuständigen Widerin mit einem Plus von 3,2 Prozent viel Freude. Vor allem die neuen Dove-Männerduschgels bescheren schöne Zuwächse.

© Unilever

Wien. Der Konsumgüterkonzern Unilever hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: „Wir wollen die Umsätze weltweit, in jedem Land verdoppeln“, kündigt Sonja Gahleitner, Geschäftsführerin von Unilever Austria, an. Wie das Unternehmen das anstellen will, das erklärte die Länderchefin gemeinsam mit ihren Division-Leitern bei einem Pressegespräch am Dienstag. Nachdem das Unternehmen mit Marken wie Knorr, Eskimo und Dove klarer Marktführer ist (insgesamt in 18 Kategorien), gehe es darum, sowohl den gesamten Kuchen als auch das Stück von Unilever größer zu machen – ein Unterfangen, das man mit Innovationen und Aktivitäten, die den Mund auf die Produkte wässrig machen, realisieren will. Beispiel Eskimo: Nachdem die Österreicher in Sachen Eiskonsum schon jetzt in einer sehr hohen Liga spielen, versucht Rebecca Widerin, zuständig für Eskimo und den Home and Personal Care-Bereich, die Konsumenten zum Eisgenuss an kälteren Tagen zu bewegen, etwa mit Wintersorten mit für die Jahreszeit typischen Zutaten wie Zimt. Dazu die immer neuen Eisspezialitäten, die Kunden, besonders die kleinen, bei Eskimo schon als selbstverständlich erachten. Zu den aktuell erfolgreichsten Neuheiten zählt das Eiskonfekt im Impulsbereich, der Nogger in der Vorratspackung

London/Zürich. Der US-Pharmariese Pfizer steht offenbar kurz vor dem Verkauf seiner Babynahrungs-Sparte an den Schweizer Lebensmittel-Konzern Nestlé. Eine Einigung auf einen Preis von umgerechnet bis zu 7,6 Mrd. € sei laut vertrauten Personen schon bald möglich. Nestlé gilt seit Längerem als Favorit in dem Bieterkampf gegen ein Bündnis des französischen Rivalen Danone und des amerikanischen Babynahrung-Herstellers Mead Johnson. (APA)

Neu aufgestellt Unilever Austria-Geschäftsführerin Sonja Gahleitner hat in der Besetzung der Entscheider-Riege eine Neustrukturierung vorgenommen: Rebecca Widerin leitet nach wie vor die Eissparte Eskimo, neu dazubekommen hat sie den gesamten Home- and PersonalCare-Bereich. Magdalena Stocker betreut alle restlichen Food-Marken, allen voran das ihr bestens bekannte Zugpferd Knorr. Um die Kundenbetreuung kümmern sich UnileverUrgestein Christian Kratky und der seit Oktober angestellte Ulrich Gröger.

Wien. Die trendy kanadische Schuhkette Aldo kommt nach Österreich: Am 21. April eröffnet das erste Geschäft im Wiener Donauzentrum, ein zweites wird Anfang September auf der Mariahilfer Straße aufsperren. Zielgruppe des Händlers sind junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren, die Schuhe kosten zwischen 60 und 120 €.

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r e ta i l & p r o d u c e r s

18 – medianet retail

short

Handelsverband: Mussi folgt auf Mumelter Wien. Der Handelsverband hat eine neue Geschäftsführerin. Patricia Mussi (33) leitet seit dem 16. April das fünfköpfige Team. Vom früheren Geschäftsführer Stefan Mumelter hat sich der Handelsverband nach unterschiedlichen Auffassungen über die künftige Strategie im Jänner einvernehmlich getrennt. Mussi hat zuletzt als Geschäftsführerin das Forum Alpbach geleitet und war auch bei FM4 und Pleon Publico tätig.

© Designer Outlet Salzburg

Eröffnungen im Designer Outlet in Salzburg

Freitag, 20. April 2012

Radlberger Die Limonadenmarke beweist mit Stevita Innovationskraft und strebt kräftige Umsatzzuwächse an

Marken, Lohnabfüllungen, Stevita: 25% Plus geplant Bereits zehn Mio. € in Abfüllanlage investiert, Kapazität liegt bei 60.000 Gebindeeinheiten in der Stunde. christian Novacek

Unterradlberg. Radlberger, die niederösterreichische Getränkedependance mit Tiroler Wurzeln, legte 2001 beim Umsatz um 2,5 Prozent auf 63 Mio. € zu (2010: 61,5 Mio.). Somit wurden 170 Mio. PETFlaschen und Dosen in Unterradlberg abgefüllt. Für das laufende Jahr ist GF Christian Weisz besonders zuversichtlich – zum einen aufgrund der Vorjahres-Innovation „Stevita“, die innerhalb von drei Monaten 600.000 Flaschen verkaufte. Zum anderen wegen der Lohnab-

De Longhi kauft P&G Gerätemarke Braun ab Treviso. Der italienische Elektrogerätehersteller De Longhi übernimmt den deutschen Konkurrenten Braun. Man habe sich mit dem bisherigen Eigentümer Procter&Gamble auf eine dauerhafte Nutzung der Marke und der zugehörigen Patente geeinigt, so De Longhi.

© Panthermedia.net/Vitaly Valua

Nordeuropäer in Sachen E-Commerce vorne

Viele Österreicher haben beim Online-Shopping Berührungsängste.

Biedermannsdorf. Verbraucher im Norden Europas sind begeisterte Online-Shopper. Der grenzüberschreitende Handel in den Ländern Nordeuropas ist derzeit von außerordentlichen jährlichen Zuwachsraten geprägt. Das Potenzial lässt sich allerdings von österreichischen Online-Händlern nur nutzen, wenn die Berührungsängste der Konsumenten weiter abgebaut werden. Zu diesen Ergebnissen kam eine von Swiss Post International in Auftrag gegebene Marktforschungsstudie.

wachsen. Allein von ‚Stevita‘ wollen wir

Radlberger-Chef Christian Weisz ist für gute Zeiten gerüstet und hat seine Lagerkapazitäten mittels 10 Mio. € Investition verdoppelt.

zwei Millionen Fla-

Produkte für den europaweiten Vertrieb ab. Etwas mehr als ein Drittel des Umsatzes entfällt mittlerweile auf den Export in insgesamt 16 Länder Europas. Summasummarum sind somit die Vorgaben für 2012 imposant ausgefallen: „Unser Ziel sind 25 Prozent Wachstum“, berichtet Weisz. „Allein von Stevita möchten wir zwei Millionen Flaschen verkaufen.“

schen verkaufen.“ christian Weisz, Geschäftsführer Radlberger

füllung, die sich insbesondere in Unterradlberg zu lohnen scheint. „Wir konnten ‚Appletiser‘, ein südafrikanisches Unternehmen der SAB-Miller Gruppe, als Kunden gewinnen“, berichtet Weisz und verweist damit auf eine hochtechnisierte Abfüllanlage jener Art, die es in dieser modernen Ausprägung nur zweimal in Europa gibt. Aber auch die Vielfalt in den eigenen Marken- und Eigenmarkenreihen kann sich sehen lassen: Radlberger füllt 250 verschiedene

Kommt der Stevia-Boom? Stichwort Stevia: Die Freigabe seitens der EU kam 2001 Anfang Dezember. Zwei Wochen darauf, so Weisz, „stand Stevita in den Regalen“. Mittlerweile ist das Produkt durchgelistet und hat nach wie vor nahezu eine Stand-alone-Posi-

tion. Grund: Viele Anbieter trauen sich über ein ausschließlich mit Stevia (südamerikanischer, natürlich vorkommender pflanzlicher Süßungsstoff) gesüßtes Getränk nicht drüber, zumal es ein anderer Geschmack ist, als der bis dato über Zucker und herkömmliche (künstliche) Süßstoffe gelernte. Somit existiert auf der Welt zwar ein Stevia-Cola, aber nachdem das nicht nur wie Cola, sondern ebenso nach Stevia schmeckt, gibt es dieses bis dato hierzulande nicht. Dennoch rechnet Weisz mit einem Boom der neuen Süße – und umreißt die Dimension derart: „Derzeit kennen 13 Prozent der Österreicher ‚Stevia‘. Das Potenzial für nahezu kalorienfreie Getränke dieser Art ist also noch sehr groß.“

IT Mobilfunkbetreiber testet Bezahlung per Smartphone bei Merkur und McDonald’s

A1 lanciert die Handygeldbörse Wien. A1-Chef Hannes Ametsreiter präsentiert eine neue Bezahlform für all jene Situationen, in denen Leute mit lästigem Kleingeld bezahlen: ‚paybox‘ heißt die neue Art des Bezahlens, bei der kleinere Beträge mit Handy oder mit einem Sticker bezahlt werden können. Die neue Technologie läuft per ­Pilotbetrieb im sechsten und siebten Wiener Gemeindebezirk, als Partner konnten die Rewe-Verbrauchermarktkette Merkur und das Fastfoodunternehmen McDonald’s gewonnen werden. Via NFC (Near Field Communication) werden die Daten vom Sticker in einen eigens entwickelten Terminal übertragen, der Bezahlvorgang von Beträgen bis zu 25 € dauert weniger als eine Sekunde. Ist er drüber, wird noch zusätzlich ein PIN abgefragt. „NFC ist in aller Munde und A1 ist seit Jahren internationaler Vorreiter auf dem Bereich.“ Gemeinsam mit Bernd Hartweger, dem Vorstandsvorsitzenden der paybox Bank, Merkur-Chef Michael Franek und McDonalds‘s Marketingdirektor Andreas Schmidlechner soll der Start des

mobilen Bezahlens erfolgen. „Bargeld ist gerade bei Beträgen bis 25 Euro das beliebteste Zahlungsmittel. Die Suche nach Kleingeld oder das Warten auf Wechselgeld ist aber zeitraubend. Mit paybox NFC können wir unseren Kunden jetzt eine moderne Alternative anbieten“, kommentiert Hartweger die neue Lösung. Andreas Schmidlechner, Director Marketing & Communications bei

McDonald’s, klärt über die Vorzüge des neuen Systems auf: „Ein Bezahlvorgang bei uns dauert im Schnitt zehn bis zwölf Sekunden. Das ist bei unserer Anzahl an Gästen ziemlich viel Zeit. Mit der neuen Lösung optimieren wir betrachtlich, wir waren immer schon ziemlich gut im Optimieren“, so der Manager. Bei Merkur wird das System vorerst bloß bei den ExpressKassen installiert.  (no)

© A1

Salzburg. Das Designer Outlet Salzburg begeistert Mode- und Shoppingfans mit trendigen Neueröffnungen: Das niederländische Segel-Modelabel Gaastra vereint maritimes Lebensgefühl mit Funktionalität, McGregor bringt Club-Freizeitmode und bei Garcia trifft hippe Jeans- und Freizeitmode auf italienische Leidenschaft. Wer hippen Streetstyle sucht, wird bei Ecko Unltd. fündig. Der neue Shop von Asia Cocos lädt hungrige Shopaholics auf eine kulinarische Reise durch Asien ein.

2012 um 25 Prozent

© Radlberger (3)

„Wir werden im Jahr Aparte Club- und Freizeitmode neu bei McGregor im FOC Salzburg.

Telekom Austria A1-General Hannes Ametsreiter und A1-Vorstand Alexander Sperl.

Potenzial räumt man naturgemäß auch den Stamm-Marken Innovationen ein: Die Palette von „Echt Holler“ wird 2012 um „Roter Holunder“ ergänzt und Granny´s erweitert sich um die sommerliche Sorte „Apfel-Zitrone gespritzt“.

facts Radlberger gehört zur Tiroler Egger Firmengruppe, die neben Limonaden auch Bier und Spanplatten produziert. Der Umsatz 2011 belief sich auf 61,5 Mio. €, für das laufende Jahr sind 25% Umsatzplus geplant, die Lagerkapazitäten wurden verdoppelt. Innovationen Mit dem kalorienarmen Getränk Stevita launchte Radlberger einen echten Innovations-Coup: In 2012 sollen bereits zwei Mio. Flaschen verkauft werden.

Elektrohandel Ladenbau

Frauenabteilung bei Media Markt Wien. Die Elektronikkette Media Markt möchte mehr weibliche Besucher in ihre Filialen locken und hat dafür eine von Frauen für Frauen entwickelte ‚Womens World‘ entworfen. Die Abteilung wird in allen 31 heimischen Standorten eingerichtet. In der Womens World gehe man nun gezielter an das Thema ‚Frauen und Hightech‘ heran, die Verkaufsräume seien stilvoller gestaltet, die Produktpräsentation exklusiver samt sinnvoller Erklärung. Dazu verspricht Media Markt eine wertschätzende persönliche Ansprache durch einen Verkäufer und Ablage- und Sitzgelegenheiten für mehr Wohlfühlatmosphäre. „Mit dem Konzept setzen wir ein modernes, selbstbewusstes Zeichen für die weibliche Zielgruppe. Eine schwerpunktbezogene, saisonal abgestimmte Produktinszenierung bringt Abwechslung, Aktualität und Relevanz, über das ganze Jahr verteilt“, erklärt Frank Kretzschmar aus der Media MarktGeschäftsführung die Idee hinter der Neuheit.


product news

Freitag, 20. April 2012

medianet retail – 19

Coffee to go, lecker Piximix und knusprige Potato Wedges Product News Haribo Piximix, Landliebe Eiskaffee, McCain Western Wedges und Hipp Joghurt und Griesbrei Minis. Piximix ist eine gelatinefreie Produktvielfalt der Top-HariboStückartikel – die beliebten und bekannten Stärkefruchtgummis in kleinen, kindlichen Motiven. Ein einmaliges Geschmackserlebnis wird erzielt, wenn die liebevoll kreierten Produktstücke gemeinsam „gemixt“ auf der Zunge zergehen. Ein pures Naschvergnügen für jeden Haribo-Fan durch fünf begehrte Geschmacksrichtungen: Zitrone, Orange, Erdbeere, Apfel und Cola. Launch Haribo Piximix 200 g Haribo Lakritzen Hans Riegel BetriebsgesmbH LEH Haribo, Tel.: 0732/774691-0

© McCain Foods; Haribo; Landliebe

Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Mit der neuen Rezeptur des Würzmantels der klassisch-pikanten Western Wedges setzt McCain neue Impulse im Segment der Kartoffelspezialitäten. Durch die Innovation sind die Western Wedges noch knuspriger und besser im Geschmack. Außerdem reduziert sich die Backzeit der Kartoffelspalten, die vor allem bei den österreichischen Konsumenten punkten. Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Kontakt

Relaunch McCain Western Wedges McCain Foods GmbH LEH McCain, Tel.: 01/7684524

Kindernahrung von Hipp

Minis ganz groß

© Hipp

Media Partner

Wien. Die neuen Hipp Joghurt & Frucht Minis (Banane, Himbeere) und Hipp Grießbrei (Vanille, Keks) Minis enthalten weniger Zucker, Fett und Eiweiß als die herkömmlichen bunten Becherchen aus dem Kühlregal und schmecken durch natürliche Fruchtextrakte statt durch Aroma. Zusätzlich haben sie einen hohen Fruchtanteil und sind wie alle Kinderprodukte von Hipp in bester Bio-Qualität. Die Becher sind für Kinder ab einem Jahr geeignet.

Ideale Kinderportion: Hipp Joghurt und Frucht Minis und Grießbrei Minis.

Im April hat Landliebe den haltbaren Milchkaffee eingeführt. Kaffeegenießer können zwischen den beliebten Kaffeespezialitäten Latte Macchiato und Cappuccino wählen: Latte Macchiato, die Variante mit viel Milch und einer angenehmen Kaffeenote, und Cappuccino, der aromatisch-feine Kaffeegenuss mit Milch. Beide sind im praktischen to-go-Becher verpackt. Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Landliebe Eiskaffee Latte Macchiato und Cappuccino 230 ml FrieslandCampina Austria LEH FrieslandCampina, Tel.: 03682/285-15


s h o p ta l k

20 – medianet retail

Freitag, 20. April 2012

Veuve Clicquot Wintercup

© Veuve Clicquot Wintercup

© Rainer G. Eckharter (4), medianet/Szene1/Günther Langegger

„Designer Award“

1

v.l.: Jürgen Penzenleitner, Stefan Süß, Romana Mahringer und Clemens Strobl.

Gastronomen feiern Saisonschluss auf der Reiteralm 2

3

4

1. Rudolf Richter, Julia Rupertsberger, Model mit Sieger-Outfit und Mark Baigent (Mark & Julia); 2. Roland Linz und Florian Richter; 3. Michel Mayer, Yvonne Rueff und Tatjana Batinic; 4. Robert Hubatschek und Ekaterina Mucha.

„Ringstrassen-Galerie Designer Award“ wurde vergeben

Schön und kreativ

Models mit ausgefallenen Kreationen.

Ideenwettbewerb Bereits zum neunten Mal fand der angesehene „Ringstrassen-Galerien Designer Award“ statt, aus dem Mark & Julia als Sieger hervorgingen. Cathy Zimmermann führte durch den Abend. „Es ist mir eine besondere Freude und Ehre, mit diesem Preis Talenten aus aller Welt eine Unterstützung bei ihrer Designerkarriere sein zu können”, so Rudolf Richter, Center Manager Ringstrassen-Galerien. Die fachkundige Jury, bestehend aus Ingrid Geringer (Modechefin Flair), Stephan Hilpold (Der Standard), Ali Rabbani (Stylist), Oliver Gast (Fotograf), Gabriele Sulzgruber-Schartl (Modeschule Herbststraße), Birgit Nemec (Österr. Textilzeitung) und Kamilla Richter (Vorjahresgewinnerin) waren von den kreativen Entwürfen sehr angetan. Bewertet wurde die „Umsetzung des Themas“, „Qualität”, „Stoffauswahl“ und „Verarbeitung“. Das Siegeroutfit überzeugte durch Multifunktionalität. Unter den Gästen befanden sich Roman Rafreider, Christopher Ciccone, Yvonne Rueff, Julia Lametta, Eddie Cole, Lynne Kieran, Doretta Carter, Irene Mayer, Michael Dürr, Marcos Valenzuela und Karl Ammerer u.v.m.  (jm) Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

© Zielpunkt/Fotostudio Schuster

Society-Treff Österreichs Top-Gastronomen haben in der Urlaubsregion Schladming-Dachstein die lange Wintersaison ausklingen lassen: Beim Skirennen auf der Reiteralm im Rahmen des „Veuve Clicquot Wintercups“ feierte auch viel Prominenz mit, darunter SkisprungStar Gregor Schlierenzauer, Tormann-Legende Michael Konsel und ORF-Moderator Roman Raffreider. Im Mittelpunkt stand aber der gute Zweck: 25.000 € an Spenden wurden für das österreichische Paralympics-Team gesammelt. Mehr als 140 Teilnehmer absolvierten den Team-Riesentorlauf auf der Reiteralm. Die Bestzeit erfuhr am Ende die Mannschaft TyroLED mit Angelika Trinker, Günther Steiner und Stephan Neulinger. Nach dem Rennen wurde in der Hohenhaustenne kräftig gefeiert. Veranstalter Jürgen Penzenleitner (Geschäftsführer Weinturm Spirits & More) begrüßte dort unter anderem die österreichischen Spitzenwinzer Anton Bauer, Leo Hillinger, Fashion Friday am Freitag, Clemens Strobl und Michi 27. April, im Wiener ­Generali Mallat. Weiters mit dabei: ExCenter mit der neuesten Rodler Markus Prock, Lang­Frühjahrsmode. Showbeginn läufer Christian Hoffmann, ist ca. 20 Uhr, Einlass um Rallye-Pilot Raphael Sperrer, 19:30 Uhr. Eintritt frei. Ö3-DJ Alex List, XXL-Tester Jumbo Schreiner u.v.m. (red)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Stephan Seyfried (54) ist ab sofort bei Zielpunkt Vorstand Finanzen (CFO) und damit u.a. für Controlling, Rechnungswesen, Steuern und Informationstechnologie verantwortlich. Seyfried ist ein ausgewiesener Finanzexperte, der bereits seit 2002 für Zielpunkt tätig ist. Er startete als Hauptabteilungsleiter Finanz- und Rechnungswesen, stieg 2008 in die erweiterte Geschäftsführung auf und wurde 2010 Prokurist. Der Wiener startete seine Karriere bei der KPMG Austria, wo er sich auf Industrie- und Handelsbetriebe spezialisierte. Von 1985 bis 2002 war er in verschiedenen Management-Funktionen bei Semperit Reifen tätig.

Endlich! Winter ade – mit Champagner

die finstere brille

Der Wille zur Macht Christian Novacek

© Time Mode/Relationsroom

Glaubensfragen Wie kann es funktionieren, sich seinen ganz persönlichen Schutzengel nicht nur vorzustellen, sondern ihn an sich zu „binden“. Die Lösung: Der „Engelsrufer“ – ein edel verarbeitetes Schmuckstück, fragil wie ein Engerl und stark genug, um allen Situationen gewachsen zu sein. Hochwertige Handarbeit aus feinstem Sterlingsilber, 925 rhodiniert gefertigt, bildet den zart durchbrochenen Korb, der den Engelsrufer sanft bettet und an einer Kette in gewünschter Länge schwingt. Der Engelsrufer ist eine Klangkugel, erhältlich in neun verschiedenen Farben. Jede Farbe hat ihre Bedeutung, wie etwa Rot für Stärke, Feuer, Leidenschaft und Liebe. Dazu gibt es auf Wunsch Engelsflügel in Silber, die das ­Engelsarrangement komplett machen. Die Engelsrufer sind je nach ­Größe zu einem UVP von 59 € bis 79 € erhältlich. Bezugsquelle: www.timemode.com mit verlinkter Liste der Fachgeschäfte.

70.000

S

tillstand ist Rückschritt, sagte der Manager mit der langen Nase und puhlte sich mit der Büroklammer etwas Ohrenschmalz heraus. Lässig schnippte er den Batzen in den Mistkübel. Die Aufmerksamkeit seines Teams war im gewiss. Lediglich war nicht ganz geklärt, ob es die Faszination der Worte war, die sein Team fesselte, oder seine lockere Art, mit körperlichen Grauslichkeiten umzugehen. Wenn die Großen nämlich stillstehen, führte der Chef weiter aus, kommen die Kleinen und fressen sie auf! Der Chef sah nicht zuletzt aufgrund seines großen Kopfs aus wie einer, der schon viele aufgefressen hatte. Intern und extern. Intern pflegte er zu monieren: Die Würmer kriechen zur Macht. Und extern war es die Krise, die intern dazu führte, das er die dröge dahinkriechenden Würmer nach Lust und Laune quetschte, bis sie fast schon zu schwach waren, um weiterhin zur Macht zu kriechen. Indes: Das machte nicht viel aus. Denn letztlich hing das Wohl und Wehe der Firma ursächlich mit seiner Leistungsfähigkeit zusammen. Er war der Meister der Termine. Der Meister der Präsentation. Und nicht zuletzt: ein Meister der Motivation. Wer nicht motiviert war, bekam einen Tritt. Damit er weiterkriechen konnte. Zur Macht. c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Gute, alte Kommunikationswege Angeblich gehen in Deutschland 70.000 Briefe täglich verloren, anzunehmen ist ein Zehntel davon in Österreich.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 20. April 2012 – 21

Business-Plattformen erobern langsam den Social Media-Markt  Seite 23

eingebettete systeme

Embedded Systems-Software braucht neue Entwicklungskonzepte  Seite 24

frühlings­ erwachen Sony Xperia s im test

© Sony

© xing.com

Soziale machtverteilung

© LieberLieber Software

technology Social CRM: Die neue Vermessung der Welt

© Chris Haderer

short

© Chris Haderer

© Panthermedia.net/Todd Arena; Microsoft; Fachhochschule des bfi Wien; Chris Haderer

Wien. Das Wachstum im CloudComputing-Bereich führt zu einer rasant steigenden Nachfrage nach Kohle- und Atomstrom, vermeldet der Greenpeace Cloud Computing Report „How Clean is Your Cloud?“ Demnach setzen nur wenige Unternehmen auf Erneuerbare Energieträger, wie etwa Google, Yahoo und Facebook. „Die Mehrheit, darunter Branchenriesen wie Apple, Amazon und Microsoft, stillen den Energiehunger ihrer Rechenzentren mit Kohle- und Atomkraft“, sagt Claudia Sprinz, Greenpeace-Elektronikexpertin.  greenpeace.at/icoal-report

Wien. „Das Potenzial der Cloud nutzen“ – unter diesem Motto steht das diesjährige VMware Forum, das am 15. Mai in Wien stattfindet. Mit mehr als 400 in Wien erwarteten Gästen ist das VMware Forum inzwischen fest etablierter Bestandteil im heimischen IT-Eventkalender. „Unser Ziel ist es, den Besuchern praktische Tipps zu geben, Anwendungsbeispiele und Erfolgsgeschichten vorzustellen und Cloud-Technologien live vorzuführen. Das umfangreiche Programm bietet für jeden und jedes Unternehmen etwas“, sagt VMware Österreich-Chef Alexander Spörker (Bild).  www.vmware.at

Experten für neues Kommunikationsverhalten und neue Kundenbeziehungen: Roman Anlanger (FH des bfi Wien, Xing Xpert Ambassador), Reinhard Schüller und Ken Wirth (beide Microsoft Österreich; v.li.n.re.).

Die totale Information Social Media beeinflussen Kaufentscheidungen und damit die Geschäftswelt. Durch die Einbeziehung von Social Media-Daten in CRM-Syste­ me erhoffen sich Unternehmen zukunftssicheres Kundenmanagement.  Seite 22 ACP CEO Urs Fischer gibt die operative Leitung an CFO ab

Gartner Der Analyst wertet Netgear als führenden Hersteller

Rainer Kalkbrenner übernimmt planmäßig am 1. Mai die operative ACP-Leitung.

Wien. Urs Fischer (58) wird die operative Führung der ACP-Gruppe mit 1. Mai an den bisherigen CFO Rainer Kalkbrener planmäßig abgeben. „Wir können stolz auf die letzten drei Jahre zurückblicken. Neben kontinuierlichem Ertragswachstum ist auch die Transformation hin zu einem führenden Anbieter von IT Services in Österreich und Deutschland der Grund, dass die ACP Gruppe heute im Markt stark aufgestellt ist”, kommentiert Fischer den Zeitpunkt seines Abgangs. „Dies ist genau der richtige Zeitpunkt, um die operative ­Führung abzugeben.“ www.acp.at

Netgear ist neuer Storage-Kaiser

© Netgear

Wien. Mehr als 1.300 Besucher folgten vergangene Woche dem Ruf von Canon und kamen zur multimedialen „Perspektive“Kundenshow in den Gasometer. FuessAV gestaltete die Präsentation, die in 360 Grad und auf einer 54 m langen und 4 m hohen, kreisförmigen Bildwand projiziert wurde. Insgesamt kamen acht Canon Xeed WUX4000-Beamer zum Einsatz sowie drei Quadmedia-Engines von AV Stumpfl.  www.canon.at

© ACP

© Canon/Helmut Mittler

Wachablöse auf operativer Ebene

Jörg Lösche, Regional Director CBU, Central Europa bei Netgear.

Wien. Das Marktforschungsinstitut Gartner hat Netgear als den führenden Anbieter im Bereich der NAS/Unified Storage-Systeme eingestuft. Daneben wird Netgear auch als die Nummer eins beim Umsatz im Bereich NAS/Unified Storage Systeme bis zu 5.000 USD sowie als Nummer sechs im Gesamtmarkt geführt. „Im vergangenen Jahr haben sich über 100.000 Unternehmen für eine Speicherlösung von Netgear entschieden. Damit wurde Netgear häufiger als jeder andere NAS-Anbieter ausgewählt”, sagt Jörg Lösche, Regional Director CBU, Central Europe bei Netgear.  www.netgear.com


C ov e r

22 – medianet technology

Kommentar

Doch nicht ­unverwundbar

Freitag, 20. April 2012

Social CRM Die Einbindung von Social Media-Daten in CRM- und BI-Systeme wird zur Herausforderung für die IT

Kunden kommunizieren verstärkt in Communities

Social Media ist keine Frage der Technologie, sondern eine grundlegende Management-Entscheidung.

E

s ist schon wieder was passiert, diesmal in Cupertino ... Die bislang von so gut wie keinen bösen Cyberkriminellen getrübte Lifestyle-Oberfläche von Apple hat vorige Woche einen üblen Kratzer abbekommen (siehe Story auf Seite 25). Da wurde das erste Macintosh-Botnetz ausfindig gemacht, diese Woche folgt mit einem Trojaner gleich der nächste Akt. Viele AppleUser sehen sich nun erstmals mit dem Thema ‚Datenschutz‘ konfrontiert – ein Bereich, der vom Apple-Marketing bislang mit rosaroten Wolken vor der Kundschaft verhüllt wurde. Den Cupertinern kann man vorhalten, ihrer Klientel nicht die ganze Wahrheit gesagt zu haben. Sie haben nicht gelogen und behauptet, der Mac wäre der sicherste Computer der Welt, sie haben ihren Kunden nur ein subjektives Sicherheitsgefühl vermittelt, das nicht der Wirklichkeit entspricht. Von Angriffen aus dem Cyberspace einigermaßen verschont geblieben ist die Plattform letztlich wegen ihres geringen Marktanteils, nicht wegen der technologischen Basis. In einer Welt der vernetzten Systeme, die ohne Kooperation nicht funktionieren kann, ist es verantwortungslos, Anwender ahnungslos ins offene Messer laufen zu lassen. Die monetäre Weiterentwicklung der Firma scheint dem verstorbenen Steve Jobs wichtiger gewesen zu sein als die der Software ...

Fabasoft Auszeichnung

© fabasoft.at

Business-Cloud

„Fabasoft Folio Cloud“ ist Testsieger unter den Business-Anbietern.

Linz. Folio Cloud von Fabasoft ist „Business Testsieger“ im Anbieter-Vergleich der Plattform cloudsider.com. Dank hoher Sicherheitsstandards und ausgereifter Business-Features erreichte Folio Cloud Platz 1 unter 13 Cloud-Anbietern. „‚cloudsider.com‘ hilft Unternehmen, die passende Business Cloud zu finden. Wir haben alle am Markt verfügbaren Business Cloud Anbieter ausführlichen Tests unterzogen und die Ergebnisse in einem übersichtlichen Testbericht zusammengefasst. ‚Folio Cloud‘ ist der klare Testsieger“, sagt Martin Blöchinger, CEO von cloudsider.com.  www.fabasoft.at

Wien. Der Kunde ist König. Damit er sich auch als solcher fühlt, ist in der vernetzten Online-Welt ein gewisser Aufwand nötig. Denn mit dem Aufkommen von Social WebPlattformen hat sich das Kommunikationsverhalten geändert. Kunden informieren sich immer öfter Online über Produkte und Dienste – und bewerten diese auch öffentlich. Das erzeugt eine enorme Datenfülle, die kostenlos im Web auf Abholung wartet. Daher der naheliegende Ansatz, Social Media mit anderen Marketing-Instrumenten und Anwendungen zu verknüpfen. Das ist eine Richtung, in die praktisch alle namhaften CRM- und Business-Intelligence-Anbieter seit gut einem Jahr eingeschwenkt sind. Die Abbildung von Social Media-Daten in ihren Systemen ist für Riesen wie Microsoft, SAP und Oracle langfristig ebenso ein Überlebensthema wie für kleinere Anbieter wie QlikTech. Die Ansätze sind unterschiedlich, weil Social Media letztlich nicht auf einzelne Plattformen wie Facebook, Xing oder Google+ reduziert werden kann, sondern ein komplexes Szenario darstellt. Die Einbeziehung von Social Media in Geschäftsprozesse fordert Planung und bindet Ressourcen – und im Prinzip ist jedes Projekt (vorerst noch) auf seine Art ein Pilotprojekt.

Social CRM-Experten (v.li.n.re.): Reinhard Schüller (Solutions Sales Manager, Microsoft Österreich), Ken Wirth (Leiter des Geschäfts­bereichs Microsoft Dynamics, Microsoft Österreich) und Roman Anlanger (Studiengangsleiter „Technisches Vertriebs­management“ an der Fachhochschule des bfi Wien und Xing Xpert Ambassador).

Will ich Social Media in meinem Unternehmen zulassen oder nicht.“ Das Softwareunternehmen hat sein Softwareportfolio in letzter Zeit hinsichtlich derartiger Lösungen erweitert, wie etwa die Integration in Microsoft Dynamics CRM. Gerade in dieser Zusammenführung von Social Media-Daten in CRM-Systeme sieht Roman Anlanger von der FH des bfi Wien eine der „großen Herausforderungen für Unternehmen. Die Kommunikation läuft immer mehr in Communities ab“, sagt Anlanger. „Dort tauschen sich die Kunden über Preise, Qualität und bessere Angebote aus. Diese Communities haben die großen Unternehmen bisher sträflich vernachlässigt. Die Einführung von Social Media bedeutet zunächst, dass man zuhören muss, wie und wo die

Keine Frage der Technik „Die Facebook-Präsenz von vielen großen Unternehmen läuft schon parallel“, sagt Ken Wirth, Leiter des Geschäftsbereichs Dynamics bei Microsoft Österreich. „Im Prinzip ist es keine Frage der Technologie – die ist verfügbar –, sondern eine grundlegende:

Kommunikation seiner Kunden abläuft und worüber sie reden.“ Dabei müsse man sehr schnell sein, weil die Kommunikation im Web 2.0 mit annähernd Lichtgeschwindigkeit abläuft. Diese Präsenz binde natürlich auch Ressourcen, weshalb der IT-gestützten Aufarbeitung von Social Media-Daten großer Stellenwert zukomme. „Wenn das nicht wirklich eine Top-Down-Entscheidung ist, wird die Marketingabteilung letztlich in der Regel überfordert, weil ihr durch Social Media Zusatzaufgaben erwachsen.“ Social Media sei aber kein Addon, sondern ein umfangreiches Arbeitsfeld. „Ein gutes Beispiel sind etwa türkische Banken“, sagt Reinhard Schüller, Solutions Sales Manager bei Microsoft Österreich. „Da gibt es Häuser, die Facebook

gezielt als Marketinginstrument einsetzen und großen Erfolg damit haben.“ Nicht, weil sie Streuschüsse abfeuern, sondern gezielt Kundenkommunikation über diese Plattform betreiben. Das Beispiel hat aber auch seine Schatten: „In der Türkei geht man anders mit Datenschutz um als hierzulande, wo Kunden viel vorsichtiger sind“, sagt Anlanger. „Was das angeht, sind Österreich und Deutschland ohnehin ein Spezifikum. Viele Unternehmen scheinen sich davor zu fürchten, dass sie einen schlechten Ruf bekommen, wenn bekannt wird, dass sie Social CRM betreiben.“ Das sei zwar ein Grund für den zögerlichen Social-CRMDurchsatz, aber keiner, „sich dem Thema nicht zu nähern“.  www.microsoft.at

Deloitte Zahlreiche Unternehmen schrecken aufgrund mangelnder Messbarkeit vor Social Media-Kampagnen zurück

Meine Wohnung, mein Auto, mein Weblog … Wien. Seit mit Facebook die Erfolgsgeschichte von Social Media-Plattformen ins Abheben gekommen ist, scheint eine gewisse Verunsicherung durch die Szene zu schleichen: Wie geht man im Unternehmen mit Social Media-Plattformen um? Lohnt sich der Aufwand, sich auf diesem Sektor zu engagieren? Zahlreiche Studien bescheinigen vor allem der Management-Ebene eine gewisse Ratlosigkeit – nicht zuletzt deshalb, weil der Erfolg von Social Media-Kampagnen aufgrund ihres interdisziplinären Ansatzes nur schwer messbar ist. „Österreich scheint beim Thema ‚Social Media‘ noch immer im Schneewittchen-Schlaf zu liegen“, formuliert eine aktuelle Deloitte-Umfrage den Stand der Dinge.

Führungskräften, mit Abstand die am häufigsten genannten Gründe, weshalb Social Media-Aktivitäten erst gar nicht durchgeführt werden. Kommt es zu einem gemeinsamen Beschluss, Social Media aktiv zu nutzen, sind es vor allem die Einbindung der Mitarbeiter (39%), das Management von Schnittstellen (37%) und Budgets (30%), die Probleme machen.

Rund 52% der befragten Unternehmen messen den Erfolg ihrer Social Media-Aktivitäten nicht. 38% bewerten ihre Aktivitäten, wenn auch unregelmäßig, zumindest durch die Zugriffe auf die Unternehmenswebsite. Auch was gemessen werden soll, ist nicht ganz klar – und hängt auch von der Kampagne ab. „Weniger ist oft mehr“, sagt Margareta Holz, Partnerin bei

Ressourcen und Erfolg Laut der Umfrage beklagen 64% der Unternehmen die mangelnde Messbarkeit, während ein Social Media-Engagement für 57% schlichtweg ein Ressourcenproblem darstellt. Das sind, neben der nötigen Überzeugungsarbeit bei

© picco.at

Chris Haderer

© Chris Haderer

Chris Haderer

Margareta Holz, Partnerin bei Deloitte Recruiting Services: „Fokus aufs Wesentliche“.

Deloitte Recruiting Services. „Bei der Vielzahl an neuen Erscheinungen ist man schnell verleitet, sich zu verzetteln. Die Fokussierung auf bestimmte Maßnahmen, eingebunden in einen strategischen Gesamtkontext, hilft dabei, Social Media effizient zu nutzen.“

Integrierter Ansatz Abseits vom klassischen Marketing ist Social Media in vielen Bereichen noch Neuland – trotz erfolgreicher Internetpräsenzen. Wohin der Weg gehen wird, ist noch nicht wirklich ausgewürfelt, und in jedem Fall gehört laut Deloitte die Aufklärung und Aktivierung von Mitarbeitern als zentraler Punkt dazu, ebenso wie „Fragen nach Datensicherheit und Worklife-Melange, der Vermischung von privater und beruflicher Kommunikation“. Für diesen integrierten Ansatz wurde Deloitte kürzlich als „Best Practice“ vom Marktforscher Gartner in „Managing brand risk means everyone needs social media education“ portraitiert.  www.deloitte.at


I d e e & S t r at e g ie

Freitag, 20. April 2012

medianet technology – 23

Nutzerverhalten Zwar liegt die Sozialplattform Facebook in Deutschland in Führung, auf Platz zwei folgt allerdings das Geschäftsnetzwerk Xing

Social Media im Business-Umfeld Aktive Business-Netzwerke gewinnen verstärkt an wirtschaftlicher Bedeutung. Christoph fellmer

Wien. Es ist längst kein Krieg der Knöpfe mehr. Social Media-Plattformen repräsentieren einen ungeheuren Markenwert (medianet technology berichtete), sie sind aber wie kaum ein anderes Medium unmittelbar von den Userzahlen abhängig. Da Nutzungsdaten (anders als beispielsweise bei Printmedien) bereits in der Sekunde des Zugriffs durch den Anwender vorliegen, können Aufstieg und Fall einer Plattform zeitlich ziemlich nah beieinanderliegen.

Professioneller Aufstieg Wenig Sorgen um seine Präsenz muss sich Platzhirsch Facebook machen: Mit mehr als 38 Mio. Unique Visitors im Februar ist Planet Zuckerberg die mit Abstand meistbesuchte Social Media-Plattform in Deutschland (siehe Infografik). Ein Business-Netzwerk ist Facebook allerdings nicht – eher das Gegenteil, wie diverse Kündigungs-Dramen aufgrund von Facebook-Einträgen in jüngerer Vergangenheit gezeigt haben. Im Geschäftsumfeld dominiert die Xing AG den Markt – vor internationalen Produktionen wie etwa Twitter oder der noch jungen Plattform Google+ (ca. 150 Mio. User weltweit). Weniger international ist die in den USA recht beliebte LinkedIn-Plattform; sie ist in Europa nur ansatzweise verbreitet und wird vorwiegend im Umfeld amerikanischer Firmenniederlassungen kultiviert. Im professionellen Kontaktmanagement dominiert in Österreich der Xing-Service. Er ist als einziges Business-Netzwerk im Lande bei der Österreichischen Webanaly-

se (ÖWA, siehe Infokasten unten) ausgewiesen. Im Rahmen der ÖWA Basic-Auswertung erzielte Xing im März Zugriffe von knapp 430.000 Unique Clients (was etwa der Zehnprozent-Faustregel im Vergleich mit Deutschland entspricht). Laut ÖWA Plus verfügt Xing außerdem über eine recht attraktive Zielgruppe für Werbetreibende: Immerhin 52% der User gehören zur Kategorie der Business Professionals, also Berufstätige, die entweder Akademiker sind oder über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 3.500 € verfügen. Solide 60% haben Matura oder einen Universitäts-Abschluss.

„Mit über 440.000 Mitgliedern ist Österreich einer unserer Kernmärkte und damit natürlich auch ein wichtiger und wachsender Markt für das Geschäftsfeld ‚Advertising‘“, sagt Carsten Ludowig, Director Advertising & Partnerships der Xing AG. „Neben der hohen Reichweite attestiert uns die ÖWA auch unsere besonders attraktive Zielgruppe. Die Listung bei der ÖWA dokumentiert unsere Relevanz für Kampagnen, die sich an Business Professionals richten und bietet unseren Partnern, den Agenturen und Werbetreibenden Transparenz und damit eine optimale Planungsgrundlage.”

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Was ist … … ein Unique Client? In dem von der Österreichischen Webanalyse (ÖWA) verwendeten Messverfahren ist ein „Unique Client“ ein Endgerät, mit dem auf Webseiten zugegriffen wird. Wichtig ist: Bei einem Unique Client kann es sich auch um einen Familien-PC handeln, der von mehreren Personen benutzt wird. Gezählt wird nicht, wie oft eine Website von einem bestimmten Gerät aufgerufen wird (also nicht etwa die Anzahl der Zugriffe pro Tag), sondern mehr oder weniger dass eine Website von einem definierten Gerät in einem bestimmten Zeitraum angewählt wurde. Dadurch gibt der Unique Client-Wert näherungsweise an, wie viele verschiedene Personen eine Website besucht haben (da Endgeräte statistisch von einer bestimmten Personenzahl benutzt werden). Das ist grob mit der Netto-Reichweite bei Printmedien vergleichbar. … eine Unique Visit? Der Wert unterscheidet sich im Detail vom Unique Client und bezieht sich auf die Zugriffshäufigkeit von Websites. Dabei wird der Zugriff eines Users anhand der IP-Adresse innerhalb eines bestimmten Zeitraums gezählt; d.h. mehrere Abfragen werden als nur ein Zugriff gewertet. Der gewertete Zeitraum kann allerdings variieren. In der Regel wird international ein Fenster von 30 Min. angenommen (damit arbeitet beispielsweise die deutsche Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.). … eine Page Impression? Die schlichteste Form der Zählweise. Jede innerhalb einer Website aktiv aufgerufene Einzelseite entspricht einer Page Impression. Wer also beispielsweise im medianet-OnlineArchiv stöbert, erzeugt dadurch mehrere Page Impressions, aber nur eine Unique Visit.  www.oewa.at

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Fa c ts & F ig u r es

24 – medianet technology

short

Umstrukturierungen und weniger Mitarbeiter Wien. Laut aktuellen Zahlen gehört die 3Gruppe zu den international erfolgreichsten Telkos. Per 28. März zählte die Gruppe insgesamt 31,6 Mio. Kunden weltweit, was einer Steigerung von sieben Prozent zum Vorjahr entspricht. Der Gesamtumsatz stieg im Vergleich zu 2010 um 16% auf 74,288 Mrd. HK $ (ca. 6,852 Mrd. €). Das von der 3Gruppe erzielte EBITDA von 10,524 Mrd. HK $ (ca. 970 Mio. €) liegt um 21% über jenem von 2010. Freundliche Zahlen schreibt auch die österreichische Niederlassung: Mit 321 Mio. € konnte „3“ den Umsatz (exklusive einmaliger Marketing-Zuwendungen 2010) im Vergleich zum Vorjahr um 30% steigern. Die Umsatzsteigerungen sind vor allem auf den Kundenzuwachs und die gesteigerte Nachfrage nach Smartphones zurückzuführen. Auch der ARPU legte trotz sinkender Terminierungsentgelte um drei Prozent auf 22,35 € weiter zu. Das EBIT 2011 beläuft sich auf zwei Mio. €, das EBITDA 2011 auf 36 Mio. €.  www.drei.at

Raiffeisen Informatik managt „Post Manager“

Freitag, 20. April 2012

Cyber-Physical-Systems Eine Studie prognostiziert das Zusammenwachsen von Embedded Systems mit globalen Netzen

Softwareentwicklung und global vernetzte Systeme

Mit „eingebetteten Systemen“ werden in Deutschland derzeit jährlich etwa 17 Mrd. € Umsatz erzielt. Daniel Siegl, Geschäftsführer von LieberLieber Software, bietet Tools für die modell­ basierende Softwareentwicklung.

Chris Haderer

Wien. Computer interagieren nicht nur mit Menschen und gehorchen (im besten Fall) dessen Befehlen, sie erledigen, quasi auf sich allein gestellt, auch Aufgaben in einem Verbund mehrerer Anwendungen oder Systeme. Damit nähern wir uns der Welt der „Embedded Systems“, in der Rechner beispielsweise für Überwachungs- oder Steuerungsfunktionen zuständig sind. Populäre Anwendungsbeispiele sind Waschmaschinen, Kühlschränke, moderne Fernseher, Mobiltelefone, Kraftfahr- und Flugzeuge oder auch Geräte aus der Medizintechnik. Die nächste Stufe sind dann „Cyber-Physical Systems“, die das Zusammenwachsen softwareintensiver eingebetteter Systeme mit den globalen digitalen Netzen adressieren. Moderne Einsatz- und Entwicklungsszenarien sind beispielsweise selbststeuernde Logistiksysteme, integrierte Systeme zur Verkehrssteuerung oder intelligente Stromnetze (Smart Grids).

Siegl, dessen Freude sich vor allem auf die „Amuse“ und „Enterprise Architect“-Werkzeuge aus dem LieberLieber-Portfolio bezieht. „Amuse 2.1“ (Advanced Modeling – UML Simulation & Execution) ist eine Erweiterung des Modeling-Tools „Enterprise Architect“ von Sparx Systems Software Central Europe. Aufgabe von „Amuse“ ist das Ausführen und Simulieren von UML-Zustandsautomaten und Aktivitätsdiagrammen.

Studien sind wichtig

Georg Pölzl (re.), Post AG, und Wilfried Pruschak, Raiffeisen Informatik.

Wien. Während die Österreichische Post AG auf der einen Seite intensiv an der „Konsolidierung“ der Briefträger arbeitet, bietet sie mit dem „Post Manager“ nun ein neues Service, das für mehr Kundschaft im digitalen Bereich sorgen soll. Der von Raiffeisen Informatik betriebene Post Manager ermöglicht den Empfang von elektronischen Rechnungen und Dokumenten und stellt diese den Kunden in einem Portal zur Verfügung. Außerdem können Nachrichten und Briefe inklusive Beilagen elektronisch und postalisch gesendet werden. Dabei übernimmt der Post Manager das Drucken, Kuvertieren und leitet es an die Post zur Zustellung weiter. Der Zugang erfordert eine einmalige Registrierung und Identifizierung bei einer Filiale oder via Handy-Signatur. Die im Post Manager gespeicherten Informationen werden performant und doppelt gespiegelt im Hochsicherheitsrechenzentrum der Raiffeisen Informatik verarbeitet und für den User des Post Managers bereitgestellt. „Unser Rechenzentrum bietet höchste Performance, Hochverfügbarkeit und Sicherheit aus 40jähriger Erfahrung – genau das, was man für Cloud Services braucht“, sagt Wilfried Pruschak, Geschäftsführer der Raiffeisen Informatik, der sich nebenher auch gemeinsam mit Post AG-General Georg ­Pölzl über „die jahrzehntelange Zusammenarbeit“ der Unter­ nehmen freut.  raiffeiseninformatik.at  www.post.at/postmanager

© LieberLieber Software

Laut der Studie „Cyber-PhysicalSystems“ der deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) erzielen Embedded Systems in Deutschland derzeit einen jährlichen Umsatz von etwa 17 Mrd. €, der bis 2020 auf geschätzte 40 Mrd. € anwachsen soll. „Wir beschreiben in dieser Studie eine Entwicklung, die sich derzeit schon sehr konkret etwa bei den Smart Grids abzeichnet“, sagt Studienautor Manfred Broy von der Technischen Universität München. „Es bedarf allerdings einer koordinierten Vorgehensweise, um die dabei auftretenden Herausforderungen meistern zu können.“ Im Sinne dieser

koordinierten Vorgehensweise soll der modellbasierenden SoftwareEntwicklung eine tragende Rolle zukommen.

Werkzeuge im Portfolio „Ein grundlegender Faktor beim Übergang zu ‚Cyber-Physical Systems‘ ist die Tatsache, dass für Produktion und Anwendung von Embedded Systems deren Soft-

ware die zentrale Rolle übernommen hat“, sagt Daniel Siegl, Geschäftsführer von LieberLieber Software. Daher bestimme die Denk- und Arbeitsweise in der Softwareentwicklung die Zukunft der vernetzten Systeme. „Es freut uns, dass in der nun beginnenden Phase die Entwicklung und Anwendung von ­Embedded Systems aus der Perspektive der Softwareentwicklung gesehen wird“, sagt

IBM PureSystems Mit einer neuen Produktkategorie will der Konzern eine „einfachere Ära“ des Computings ermöglichen

IBM setzt auf Smarter Computing-Konzept Wien. IBM hat eine neue Produktkategorie zur Welt gebracht, die zu einer „neuen, einfacheren Ära des Computings“ führen soll, sagt Markus Felmayer, Vertriebsdirektor von IBM Österreich. Diese Produktfamilie verfügt laut IBM als „erste überhaupt“ über eingebautes Expertenwissen, das auf der jahrzehntelangen IBM-Erfahrung im IT-Betrieb für Zehntausende Kunden in 170 Ländern basiert. In der „IBM Expert Integrated Systems-Familie“ mit dem Namen „IBM PureSystems“ stecken etwa zwei Mrd. USD an Aufwand für Forschung, Entwicklung und Akquisitionen der letzten vier Jahre. Ziel war es dabei, alle benötigten physischen und virtuellen IT-Elemente, Hardware wie Software, in einer Systemlösung zu integrieren.

heutigen Rahmenbedingungen, wie der enormen Datenexplosion und dem Kundenwunsch nach sofort einsetzbaren Systemen, nicht mehr zurechtkommen, muss die Lösung in komplett neuen Modellen liegen.“ Mit dem neuen Ansatz soll es IBM-Kunden möglich sein, Anwendungsprofile für neue Geschäftsanforderungen direkt aus dem

Web zu beziehen und innerhalb weniger Stunden einsatzbereit zu haben. „Das ist eine neue Ära von ‚Smarter Computing‘, bei der IBM als Technologie- und Transformationspartner verdichtetes Wissen aus Zigtausend Projekten Kunden nahebringt.“ Das PureSystemsKonzept integriert Server, Speicher und Netzwerkkomponenten in ei-

Verdichtetes Wissen „80 Prozent aller Wissenschaftler, die je gelebt haben, leben heute“, sagt Felmayer. „Und das spiegelt sich natürlich auch in der Weiterentwicklung neuer Technologien wider. Da ältere Systeme mit den

© IBM (2)

© Raiffeisen

Koordiniertes Vorgehen

Die Studie fordert die Erarbeitung einer virtuellen Entwicklungsmethodik für Embedded Systems mit vollständiger standardisierter Datenintegration. Hierdurch könnten gleichzeitig auch noch die Entwicklungszeit und -kosten deutlich reduziert und die Qualität und Zuverlässigkeit der Systeme erhöht werden. Als Beispiel dient hier die Elektronikentwicklung im Auto, wo sich derzeit die modellbasierte Entwicklung als neue Methodik durchsetzt. Kernidee dieser neuen Entwicklungsmethode ist die Erstellung eines Funktionsmodells für das zu entwickelnde Produkt, sodass letztlich Einsparungen von 30 bis 50% möglich sind. „Solche Studien zeigen konkret, wie wichtig der Umstieg auf modellbasierte Entwicklung ist und welche Einsparungen gleichzeitig im Software-Entwicklungsprozess mit Werkzeugen wie ‚Enterprise Architect‘ und ‚Amuse‘ möglich sind“, sagt Hans Bartmann, CEO von Sparx Systems ­Europe.  www.lieberlieber.com

Markus Felmayer, Vertriebsdirektor IBM Österreich, und Neuling „IBM PureSystems“.

ner hochautomatisierten, einfach zu verwaltenden Maschine. Das Scale-in-Design ermöglicht eine höhere Integrationsdichte, wobei PureSystems laut IBM bis zu zweimal so viele Anwendungen fahren kann wie bisherige Technologie. Durch eine neue Software wird außerdem Branchen- und Technologiewissen eingebaut, die es dem System ermöglicht, zeitaufwendige elementare Aufgaben wie Konfiguration, Upgrade und ApplicationRequirement-Handling automatisiert auszuführen. „Diese neuen Systeme nützen unsere gesamte vorhandene Expertise, setzen auf Integration als Designprinzip und bieten eine einfache und schnelle Einsetzbarkeit, um die Wirtschaftlichkeit von IT im Unternehmen fundamental zu verbessern“, sagt Andreas Stepanek, Direktor Systems and Technology Group, IBM Österreich. „Damit kann das gesamte Unternehmen vom unmittelbaren Zugang zum kollektiven Wissen aus Tausenden von Projekten und der damit verbundenen Erfahrung profitieren.“  www.ibm.com


Fa c ts & f i g u res

Freitag, 20. April 2012

medianet technology – 25

Ernst & Young Zwei Drittel der österreichischen Unternehmen haben großen Nachholbedarf bei der Risikoabdeckung ihrer Informationssicherheitsstrategie

Freie Sicht auf komplexe Risiken Christoph fellmer

Wien. Zwar steht die IT-Sicherheit ganz oben auf der ManagementAgenda – allerdings nicht, wenn es um die dafür nötigen Investitionen geht. Laut der Studie „Global Information Security Survey“ der Wirtschaftsprüfungs- und Steuergesellschaft Ernst & Young sehen etwa zwei Drittel der österreichischen Unternehmen Aufholbedarf bei der Risikoabdeckung ihrer Informationssicherheitsstrategie und 50% planen, ihr Budget für Risiko-Managementprozesse in diesem Jahr aufzustocken.

zent geben an, im laufenden Jahr in die Verbesserung der Passwortverwaltung und das Management von Zugriffsrechten zu investieren. Im gleichen Atemzug wollen aber die befragten Verantwortlichen zukünftig noch stärker Cloud-Services setzen. 57% der österreichischen Unternehmen nutzen derzeit CloudDienste im Rahmen von „Information as a Service“ (oder planen den Einsatz innerhalb der nächsten acht Monate). „Die Umfrage zeigt vor allem, dass die Kluft zwischen den Anforderungen, die das Unternehmen an die Informationssicherheit stellt,

und seinen Möglichkeiten, die komplexen Risiken zu minimieren, immer größer wird“, sagt Gunther Reimoser, Partner bei Ernst & Young.

Neues Risikomanagement Notwendig seien umfassende Strategien, die einen ungetrübten Blick auf das Risikoszenario im Unternehmen erlauben – und das geht nicht zuletzt mit intensiver Mitarbeiterschulung einher. 56% der Befragten nutzen bereits ein IT-Risikomanagement-Programm, weitere 28% planen eine Anschaffung in diesem Jahr. Lediglich

16% aller Unternehmen waren an einer solchen Maßnahme nicht interessiert. In Österreich geben sogar über 80% der Unternehmen an, ihre Mitarbeiter im Bezug auf IT-Sicherheitsmaßnahmen bereits geschult zu haben oder dies in nächster Zukunft zu tun. Damit liegt Österreich im Vergleich zu Deutschland (53%) und zur Schweiz (70%) in einer führenden Position. Die größte Sorge der befragten Entscheidungsträger ist allerdings, dass sie die Geschäftstätigkeit ihres Unternehmens im Katastrophenfall nicht aufrecht erhalten können.  www.ey.com/austria

© Ernst & Young

Laut einer Studie nutzen 57 Prozent der heimischen Unternehmen „Information as a Service“-Dienste.

Gunther Reimoser von Ernst & Young.

Sicherheits-Strategie In knapp 60% der heimischen Unternehmen ist die IT-Sicherheitsstrategie auf das IT-Konzept abgestimmt, aber erst bei rund einem Drittel ist das Thema Teil der Unternehmensstrategie. Nur fünf Pro-

Kaspersky Neue Malware

Angriff auf Apple Wien. Nachdem die Apple-Plattform wegen ihres marginalen Anteils am Betriebssystemmarkt bislang als relativ sicher galt, hat Kaspersky Lab vergangene Woche den ersten Mac-Schädling ausgemacht, der tatsächlich dramatische Auswirkungen haben könnte. Kaspersky Lab identifizierte insgesamt 670.000 infizierte Computer weltweit, von denen 98% hauptsächlich unter dem Betriebssystem Mac OS X laufen. Es handelt sich um das bisher größte identifizierte MacBotnetz, das auch unter den Namen „Flashback“ bekannt ist. Die meisten kompromittierten Rechner sind in den USA (300.917), danach folgen Kanada (94.625) und Großbritannien (47.109) auf den Plätzen zwei und drei. Auch in Europa ist der Mac-Zombie verbreitet. So erkannten die Experten von Kaspersky Lab auch 4.021 infizierte Computer in Deutschland, in Frankreich waren es 7.891, in Italien 6.585 und in Spanien 4.304.

Neuer Schädling gefunden

© Kaspersky

Mit dem Schadprogramm „SabPub“, das über Word-Dokumente verbreitetet wird, hat Kaspersky Lab nun eine zweite, noch aktive, Angriffswelle auf Apple-Systeme ausgemacht. Mit SabPub wird ein über Command-and-Control-Server gesteuertes Botnetz aufgebaut, das unter anderem für Datenspionage missbraucht wird. „Ich gehe davon aus, dass Flashfake für viele Cyberkriminelle eine Art Wachruf war“, sagt Kaspersky Lab-Gründer und CEO Eugene Kaspersky. „Daher werden sich Mac-Nutzer auf weitere böse Überraschungen einstellen müssen.“ Weitere Angriffswellen seien in diesem Jahr sehr wahrscheinlich.  www.kaspersky.at

Eugene Kaspersky warnt vor Mac-Viren.

Donnerstag, 24. Mai 2012 mumok Wien www.mobilemarketinginnovationday.at http://www.facebook.com/mobilemarketinginnovationday


T o o ls & ser v ic es

26 – medianet technology

Test Das Sony „Xperia S“ ist mit gleich zwei HD-Kameras bestückt und zeichnet sich durch solide Performance aus

short

Ein Fotoapparat, der sich als Smartphone verkleidet

Neue Act!-Version baut Google-Features ein Wien. Sage Software hat eine neue Version seines CRMSystems veröffentlicht. „Act! 2012“ (299 €) bietet zahlreiche Neuerungen, die das Kunden-Management erleichtern sollen. So fügt sich die CRM Software nahtlos in die MSOffice-­Anwendungen und in die Google Apps (Kalender, Kontakte, E-Mail) ein, was die Pflege der Daten vereinfacht. Act! gehört mit mehr als 2,8 Mio. Kunden in über 43.000 Unternehmen zu den meistgenutzten Kunden-ManagementLösungen weltweit. Act! 2012 ist in drei Versionen zu haben: „Act! 2012 Pro“ für bis zu 10 Benutzer; „Act! 2012 Premium“ für bis zu 50 Benutzer und „Act! 2012 Premium Web Dual ­Access“ für bis zu 50 Benutzer, die per Internet-Browser auf die Kunden-Management­Lösung zugreifen können.  www.sage.at

Das neue Android-Gerät ist das erste Modell von Sony Mobile mit einem 1,5 GHz Dual Core Prozessor. Wien. Ein bisschen ist es so, wie wenn man eine Bonbonniereschachtel öffnet – bloß, dass keine Zuckerl drin sind, sondern ein rechteckiges, schwarzes Gerät mit leicht abgerundeten Kanten. Das ist aber auch schon alles, was das Sony Xperia S mit einem iPhone verbindet: Im Vergleich zur Mutter aller Smartphones ist das Xperia (499 €) geradezu dünn und elegant. Das große Display (das in der Qualität nicht mit dem iPhone-Screen mithalten kann) und eine angenehme Haptik machen das Gerät sofort sympathisch. Das Design-Gesamtkonzept nennt sich „Iconic Identitiy“ und soll durch eine Abtrennung des Antennen-, Display- und Bedienbereichs für einen Wiedererkennungswert sorgen. Der Trick funktioniert: Neben anderen Geräten fällt das Xperia S zweifellos auf. Auch was unter der Haube steckt, kann sich sehen lassen: Für smartes Tempo sorgen ein 1,5 GHz Dual Core-Chip, für die gute Optik ein 4,3 “ HD Display, eine 12 Megapixel-Kamera für HD-Videoaufnahmen (1020p) und eine HDFrontkamera (720p). Die Kamera

© Ricoh

© Sony

Chris haderer

Multifunktions-System mit vielen Features

Liegt auffallend gut in der Hand, ist angenehm dünn und außerdem schnell einsatzbereit: das neue Sony Xperia S im Test.

zeichnet sich durch schnelle Einsatzbereitschaft aus: Vom Standby-Modus weg war sie im Test in weniger als zwei Sekunden einsatzbereit. Überhaupt gehört die Kameraausstattung zu den hervorhebenswerten Eigenschaften des Xperia S – noch in Sony EricssonZeiten gehörten die eingebauten Kameras zu den besten am Markt.

Die Aficio-Reihe von Ricoh wurde um zwei Modelle erweitert.

Wien. Mit seiner neuen Sun x86 Server-Linie bietet Oracle eine neue x86-Plattform für Oracle Software und andere Enterprise-Applikationen (auf Basis von Oracle Solaris oder Oracle Linux, Oracle VM und Oracle Enterprise Manager Ops Center). Die Oracle Sun x86 Server zeichnen sich durch Performance und Zuverlässigkeit aus. Gleichzeitig bieten sie alle erforderlichen Tools für den Einsatz in der Cloud, einschließlich Betriebssystem, Virtualisierung, Infrastruktur Provisioning und System Management. Für die Nutzer von Oracle Premier Support for Systems fallen dafür keine Zusatzkosten an.  www.oracle.at

Ein interessantes, aber nur gegen Aufpreis erhältliches Feature sind „Smart Tags“ (2 Stück für 199 €), die das Xperia S ein wenig automatisieren. Einem Smart Tag (der ein bisschen wie eine Münze aussieht) kann ein definiertes User-Profil zugeordnet werden. Somit ist es möglich, etwa mit einem im Auto platzierten Smart Tag automatisch GPS-Funktionen zu aktivieren oder mit einem im Schlafzimmer versteckten Tag die Weckfunktion ein-

Praktische Einstiegshilfe: Displayfolien am neuen Gerät zeigen die ersten Schritte in Form von Symbolen an.

zuschalten – eine nette, aber nicht wirklich lebenswichtige Funktion, die für die gebotene Leistung auch überteuert scheint.

Kleine Fehler Schon beim Erstkontakt fallen die Schutzfolien am Gerät angenehm auf, die mit gundlegenden Bedienerschritten bedruckt sind. Man erfährt nach dem Öffnen das Kartons also umgehend, wie der Akku-Deckel aufgeht und wo der Fotoapparat ausgelöst wird – ein netter Service, der einem angebrochene Fingernägel beim Suchen nach dem Akku-Schacht erspart. Ungewohnt sind die drei Steuerbuttons, die zu fast allen Android-Phones gehören. Gegenüber anderen Herstellern (wie Samsung) sind der „Einstellungs“- und der „Zurück“-Button vertauscht, darüber hinaus dauerte die Reaktion des Geräts auf einen Tastendruck

oft unangenehm lang. Störend sind auch die Plastikstöpsel, mit denen die Schnittstellenbuchsen abgedeckt sind; sie machen nicht nur den Eindruck irgendwelcher loser, gerade noch mit dem Rest des Geräts verbundener Anhängsel, sondern sind auch nur mit etwas Fingerspitzengefühl wieder einsetzbar, Schieber wären an diesen Positionen vermutlich besser gewesen. Ausgeliefert wird das Xperia S übrigens mit Android 2.3 (Gingerbread). Ein Upgrade auf Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) soll im Laufe des zweiten Quartals bereitgestellt werden. Insgesamt hat das Xpereia S zwar nicht das Zeug zum Flaggschiff – aber zum Vorzeigemodell. Es ist ein solides Android-Gerät, das ins Sony-Entertainment-Netz eingebunden werden kann und vor allem durch seine Kameraausstattung ein guter Freund sein will.  www.sonymobile.com

DNT+ Ein kostenloses Browser-Plug-in stoppt die lautlose „Verfolgung“ von Internet-Usern durch Advertisting-Services

Mehr Privatsphäre im Internet: Yes we block! Wien. US-Präsident Obama will ihn, Yahoo hat ihn bald und einer Reihe von Internet-Companies könnte er Probleme bereiten: der „Do not track“-Button. Um Internet-Usern mehr Selbstbestimmungsmöglichkeiten in die Maus zu legen, forderten sowohl das Weiße Haus als auch die amerikanische Federal Trade Comission die Implementierung eines „Do not track“-Buttons in Web-Angebote bzw. den Einbau entsprechender Mechanismen in Webbrowser. Dadurch sollen Anwender die Möglichkeit haben, die ihnen zugespielten Werbeeinschaltungen gezielt zu steuern und im Bedarfsfall auch abzuschalten. Dabei handelt es sich jedoch nicht um das Blockieren von Bannern, sondern um das Ausschalten von Track-Mechanismen, die Anwender über Website-Grenzen hinweg verfolgen können.

Hersteller-Allianz Mittlerweile hat eine Koalition von IT-Unternehmen, darunter Amazon, Apple, Google, HewlettPackard, Microsoft und der Black-

© Chris Haderer

Oracle bietet neue x86 Plattform für Software

Zusatzfunktionen

© Chris Haderer

Wien. Ricoh hat sein Portfolio um die Farb-Multifunktionssysteme Aficio MP C4502 und Aficio MP C5502 erweitert. Die Kopier- und Druckgeschwindigkeit der neuen Systeme liegt bei 45 bzw. 55 A4-Seiten in Schwarzweiß und Farbe (bei 100%iger Duplex-Produktivität). Das empfohlene monatliche Einsatzvolumen beträgt jeweils 10.000 und 12.000 bis 50.000 Blatt. Schnelle Einsatzbereitschaft zeigen die Systeme mit einer Aufwärmzeit von 19/21 Sek., der ersten Farbkopie nach 5,7/4,8 Sek. und der ersten Schwarzweißkopie nach 3,6/3,1 Sek. Die Druckauflösung beträgt 1.200 dpi. Sowohl im Simplex- als auch im Duplexmodus lassen sich Papierformate von A6 bis A3+ und Grammaturen bis zu 300 g/m� verarbeiten.  www.ricoh.at

Freitag, 20. April 2012

„Do not track“ soll für etwas mehr Privatsphäre im Internet sorgen.

berry-Hersteller RIM, mit den USBehörden die Implementierung eines entsprechenden Buttons ausgehandelt – was in der Praxis noch ein Weilchen dauern kann und vorerst auch nur für den US-Bundesstaat Kalifornien eine verbindliche Regelung darstellt. Man geht al-

lerdings davon aus, dass diese Art des Datenschutzes einen weitreichenden Effekt haben wird – auch wenn die Verwendung der eigenen Daten durch Drittfirmen für Werbezwecke nur eingeschränkt und nicht vollkommen unterbunden werden kann.

Bis der Do not track-Button als Alltagshilfe zur Verfügung steht, bietet sich eine Reihe von Freeware-Anwendungen als Alternative an. Interessant ist das Browser Add-on „Do not track +“ von Abine.com. Die für Firefox, Internet Explorer, Chrome und Safari erhältliche Erweiterung blockiert in der Basis-Version kostenlos die Verfolgung durch Social WebButtons, Anzeigen-Netze und Marketing-Firmen. Eine darüber hinausgehende Premium-Version kann auch verschiedenste Daten in Online-Sammlungen löschen. Im Praxistest der Basisversion zeigte der Zähler nach eineinhalb Wochen mehr als 1.500 geblockte Tracking-Versuche (dabei handelt es sich um Sites wie Facebook oder Google, wie auch um kommerzielle Advertising-Netze). Störungen konnten wir beim Zugriff auf Websites trotz eingeschaltetem Blocker nicht erkennen. Das macht „Do not track“ zu einem sehr interessanten und nützlichen Tool, das zu etwas mehr Privatsphäre im Internet beiträgt: Yes we block!  www.abine.com


medianet

inside your business. today.

freitag, 20. april 2012 – 27

sieg für nachhaltigkeit

Heimische Umwelttechnik-Unternehmen behaupten sich weltweit erfolgreich Seite 29

TiSun bringt ökologische Spitzenleistung zur Olympiade nach London  Seite 32

© Lenzing Technik

Forschung fördert erfolg © TiSun

© BMVIT/Peter Rigaud

industrialtechnology luftig

Abgaswäsche von Lenzing für Tyrolitwerk in Tirol 

Seite 33

Heuer werden neue Aktivitäten gesetzt

© Phoenix Contact

short

Wien. Mit dem neuen Combined Charging-System bietet Phoenix Contact ein einziges Gerät für das Laden von Elektrofahrzeugen mit Gleich- oder Wechselstrom. Entwickelt wurde es gemeinsam mit den fünf deutschen Automobilherstellern VW, Audi, Porsche, BMW und Mercedes. Der Stecker ist für Spannungen bis 850 V und Ströme bis 200 A ausgelegt. Somit erfüllt er bereits jetzt zukünftige Anforderungen. Das patentierte Griffdesign ist ergonomisch und unterstützt den Steckund Ziehvorgang.  www.phoenixcontact.com

© Panthermedia.net/Vaclav Volrab

Karlsruhe. Die VDI-Fachkonferenz „Dezentrale Energieerzeugung bei Stadtwerken” am 20. und 21. Juni in Karlsruhe widmet sich vielen Fragen, denen sich Stadtwerke in Verbindung mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien stellen müssen. Am ersten Tag stehen wachsende Anforderungen an Verteilnetze, Zusammenschaltung verschiedener Erzeugungssysteme, Rahmenbedingungen für den Ausbau Regenerativer Energien und erfolgreiche Windkraftprojekte auf dem Programm. Der zweite Tag behandelt Bioenergie als Baustein der autarken Energieversorgung sowie Wasserkraft und Sonnenenergie.  www.vdi.de

© Michaela Grabner/Salon Deluxe

Gegenwind Heuer rechnet klima:aktiv aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation mit weniger Investitionen und Projekten und will sich verstärkt den Qualitätsstandards und dem Ausbau seines Partnernetzes widmen.  Seite 28 Keba 1.000ster SB-Cash-Recycler wurde installiert

Geschlossener Geld-Kreislauf

© Keba

Graz. Der bereits bestehende Kooperationsvertrag zwischen Eco World Styria und der China Solar Valley des chinesischen Pioniers für Umwelttechnik, Huang Ming, wurde kürzlich erweitert. „Ich bin beeindruckt von der Dynamik, die hier im Bereich der regenerativen Energien zu spüren ist und freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit”, so Huang Ming (im Bild links mit LR Christian Buchmann und Bernhard Puttinger von ECO World Styria), der bei seinem Besuch bereits erste Gespräche mit Eco-Mitgliedsunternehmen führte.  www.eco.at

SB-Geldautomaten der Produkt­familie KePlus von Keba rechnen sich.

Linz. Die vom OÖ Automatisierungsspezialisten Keba entwickelten Cash-Recycler ermöglichen die kombinierte Ein- und Auszahlung von Bargeld: Einbezahlte Noten werden nach Prüfung von Echtheit und Umlauffähigkeit im Gerät abgelegt und stehen für spätere Auszahlungen zur Verfügung. So entsteht ein geschlossener GeldKreislauf. Für die Geldinstitute vergrößern sich so die Befüllungsintervalle, was die Kosten verringert. Geringer werden auch die Aufwände im Bereich Nachttresor und die Anzahl der Werttransporte.  www.keba.at

S e c u r i Ty o f S u p p ly.

Energiebezug, -handel, - transport, -speicherung . Internationales M&a . wettbewerbsrecht . Regulierung . projektfinanzierung . Expertennetzwerk Energy law Group

w w w. f p l p. at

A-1060 Wien, Am Getreidemarkt 1 Tel: +43 1 58258 . fplp@fplp.at


c ov e r

28 – industrialtechnology

gastkommentar

Energieoptimierung ist leicht machbar

Freitag, 20. April 2012

klima:aktiv Mit bis zu zehn heimischen Großunternehmen soll heuer ein „Pakt für die Zukunft“ geschlossen werden

Partnerprogramm für mehr Nachhaltigkeit

franz werner

E

in Blick an die Decke zeigt es: In vielen Tausenden Unternehmen hängt seit den Gründungstagen die gleiche Beleuchtungsanlage. Ganze Büro-, Fertigungs- bzw. Lagerkomplexe sind also noch immer mit Energiefressern ausgestattet, die tagtäglich – meist unerkannt – die Finanzen belasten. Abgesehen von monetären Verlusten und Frevel gegen die Umwelt verschwenden sie zudem auch personelle Ressourcen: Schlechtes Licht schafft letztendlich auch ein schlechtes Arbeitsumfeld, vom hohen Wartungsaufwand, Gefahrenpotenzial und unnötiger Wärmebelastung ganz zu schweigen. Die Einsparungspotenziale, die hier schlummern, bleiben oft unerkannt. Dabei haben sich in den letzten Jahren nicht nur Leuchtmitteltechnologien, sondern auch die Betriebsmittel und Steuerungsmöglichkeiten von Beleuchtungsanlagen mit riesen Schritten weiterentwickelt. Moderne und intelligente Beleuchtungsanlagen bieten einen hohen Wirkungsgrad, lange Wartungsintervalle und vor allem nur so viel Licht, wie tatsächlich gewünscht bzw. benötigt wird. Im Gegensatz zu alten Anlagen können sich dadurch Einsparungen von bis zu 70% ergeben.

britta biron

Wien. Nach einem erfolgreichen Jahr 2011 rechnen die österreichischen Klimaschützer heuer mit mehr Gegenwind. Die anhaltende Finanz- und Wirtschaftskrise lässt erwarten, dass sowohl Unternehmen als auch die öffentliche Hand das eine oder andere Investitionsprojekt vorläufig auf Eis legen. Um so wichtiger sei es daher, verstärkt auf Qualität und Networking zu setzen und vor allem Big Player mit ins Boot zu holen.

„Wichtiges Ziel des Pakt-Partner­ programmes ist die Erweiterung des Know-hows innerhalb

© BMLFUW/Rita Newman

© RIDI

Big Player bringen neues Know-how und haben großes Potenzial für den Ausbau der green jobs.

Umweltminister Nikolaus Berlakovich: Großunternehmen sind wichtige Zugpferde bei der Umsetzung der Klimaziele.

des Netzwerkes.“

Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien auf 34%) schon jetzt umzusetzen und arbeiten dafür bereits intensiv an deren Umsetzung. „Ziel dieser Aktion ist neben dem wichtigen Beitrag zur Erreichung der Energie- und Klimaziele vor allem auch die Erweiterung des Knowhows und die Einbettung der neuen Bündnispartner in das bestehende klima:aktiv Netzwerk, das mittlerweile europaweit als Vorbild für ein landesweites Kompetenznetzwerk Beachtung findet“, so Umweltminister Niki Berlakovich.

nikolaus berlakovich umweltminister

nen werden. „Zahlreiche Firmen erkennen Klimaschutz als Chance und setzen bereits weitreichende Maßnahmen. Als ‚klima:aktiv pakt2020-Partner‘ können Unternehmen eine wahre Vorbildfunktion in ihrer Branche einnehmen und beweisen, dass sich Klimaschutz nicht nur für die Umwelt rechnet, sondern auch für die Unternehmen selbst: Sie bringen positive Effekte für den Wirtschaftsstandort und sorgen durch neue ‚green jobs‘ für Aufschwung in der Beschäftigung“, fasst Berlakovich die Vorteile einer Beteiligung zusammen. Bewerben können sich alle österreichischen Unternehmen und Organisationen mit mindestens 250 Beschäftigten, einer Bilanzsumme

von über 43 Mio. € oder einem Umsatz von mehr als 50 Mio. €, die nicht in den Geltungsbereich der EU-Emissionshandelsrichtlinie fallen. Österreichische Betriebe, die sich als Paktpartner bewerben wollen, müssen ein Grobkonzept für die Maßnahmenumsetzung bis zum Jahr 2020 formulieren und dieses bis zum 30. Juni bei der Programmleitung von klima:aktiv einreichen. Aus allen Einreichungen wählt ein Fachbeirat die besten Konzepte für die Teilnahme aus. Die neuen Paktpartner werden im Rahmen einer Veranstaltung von Lebensministerium und klima:aktiv dann im Herbst offiziell vorgestellt.  www.klimaaktiv.at

Franz Werner ist Geschäftsführer der RIDI Leuchten GmbH

Bereits im Vorjahr wurde dafür die Initiative „klima:aktiv pakt2020-Partner” gestartet. Die ersten sechs Partnerbetriebe – Buwog Gruppe, Caritasverband/ Erzdiözese Salzburg, McDonald’s Franchise GmbH, Rewe International AG, UniCredit Bank Austria AG und Vöslauer Mineralwasser AG – haben sich verpflichtet, die österreichischen Energie- und Klimaziele im Rahmen der EU-Vorgaben (Reduktion der CO2-Emissionen um mindestens 16%, Steigerung der Energieeffizienz um 20% und eine

EAA Sparprogramm

IMC Fachhochschule Krems Zweijähriges Studium „Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement“ startet im Herbst

EAA-Management: Werner Perz, Walter Göllesz und Christian Wojta.

Wien. Erfolgreiche Vertragsverhandlungen mit den Gaszulieferern haben für die EAA-EnergieAllianz zu einer Vergünstigung der Gasbeschaffungskosten geführt. Die Weitergabe des Verhandlungsergebnisses an die Gaskunden der EAA-Gruppe erfolgte in den Regionalmärkten Niederösterreich und Wien in Form einer einmaligen Bonuszahlung. Für einen durchschnittli­ chen niederösterreichischen Haushaltskunden mit 20.000 kWh Gasverbrauch pro Jahr führt dies zu einer einmaligen Gutschrift von rund 45,60 € (­inkl. USt.).  www.energieallianz.at

Heuer sollen bis zu zehn weitere Großunternehmen und Organisationen als neue Partner gewon-

Ökologie kann man jetzt auch studieren Krems. Ab diesem Herbst wird an der IMC FH Krems erstmals auch „Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement” als Masterstudiengang angeboten. Das zweijährige Studium basiert auf den drei Säulen „Ökologie und Nachhaltigkeit”, „Umweltmanagement” sowie „Methoden- und Kommunikationskompetenzen” und deckt ein breites Wissensspektrum ab. Am Lehrplan steht alles von den Grundlagen der Erneuerbaren Energien über Corporate Social Responsibility bis hin zu Umweltrecht, Green Economics und Umweltkostenrechnung.

Theorie & Praxis Großer Wert wird dabei auf eine praxisorientierte Wissensvermittlung gelegt. Anerkannte Fachleute aus Wirtschaft, Technik und Umwelt bereiten den akademischen Nachwuchs sowohl fachlich als auch im Hinblick auf die notwendigen Soft Skills auf ihre künftigen Tätigkeiten in Führungspositionen vor. Dazu zählt auch die Vernetzung in der Branche.

an Bedeutung gewinnen, haben die Absolventen des innovativen Studiengangs beste Chancen am Arbeitsmarkt: Karrieremöglichkeiten bestehen bei Unternehmen, Verbänden, NGOs, Bildungs- oder

„Mit dem Forschungssemester ermöglichen © IMC Fachhhochschule Krems

© EAA

Bonuszahlung

Vorreiterrolle

wir unseren Studierenden, internationale Erfahrung zu sammeln.“ FH Krems bietet ab Herbst Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement.

Das Forschungs- und Praktikumssemester können die Studenten etwa an einer ausländischen Hochschule oder Forschungseinrichtung oder bei einem Unternehmen absolvieren. „Ziel des Studiengangs ist es, Studierenden jenes fachliche Knowhow und jene Kompetenzen zu vermitteln, die sie befähigen, Unter-

nehmen und Organisationen bei der Implementierung von Maßnahmen und Strategien zur ökologischen Nachhaltigkeit – sowohl im Sinne einer unternehmerischen als auch einer gesellschaftlichen Verantwortung – zu unterstützen”, so Eva Werner, Rektorin IMC FH Krems. Nachdem die Aspekte ‚Umwelt‘ und ‚Nachhaltigkeit‘ immer mehr

Eva werner rektorin imc fh krems

Forschungseinrichtungen in den Bereichen Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Energiemanagement sowie im Bereich des strategischen Managements – und das sowohl im In- als auch im Ausland.  www.fh-krems.ac.at


Freitag, 20. April 2012

e n e r g ie & u m we lt spe c ial

industrialtechnology – 29

Erfolgreiche Förderung Vor allem im Bereich der Solarenergie-Technik gehören heimische Unternehmen zur Weltspitze

Umwelttechnik made in Austria Wien. Österreich ist im Bereich Forschung und Entwicklung von Umwelt- und Energietechnologien führend, betonte Innovations-

„Jeder dritte Sonnenkollektor in der EU stammt bereits aus Österreich.“ doris bures

Sonnenkollektoren produzierte und das Forschungsinstitut AEE Intec als technischer Berater fungierte, sei dafür ein Musterbeispiel für das internationale Renommee der heimischen Umwelttechnik­Branche.

Auf der Sonnenseite Besonders im Bereich der Solarenergie gehören österreichische Unternehmen zur Weltspitze. „Jeder dritte Sonnenkollektor in der EU stammt aus Österreich”, nennt die Ministerin als Beispiel dafür, dass Solarenergie „made in Austria” längst zum Exportschla-

ger geworden sind. Die Branche erwirtschaftet jährlich rund 420 Mio. €. Doch bei der Förderung von Forschung und Innovation von Umwelttechnologien gehe es auch darum, die Energiewende in Österreich weiter voranzutreiben, betonte Bures.

Gut angelegtes Geld Derzeit gibt es in Österreich rund fünf Mio. m� Sonnenkollektoren – das ist die vierthöchste Pro-Kopf Dichte weltweit. Bereits jetzt könnte man damit ganz Niederösterreich mit Warmwasser versorgen. Bis 2025 soll über

Solarenergie ganz Österreich mit Warmwasser versorgt werden können. 70 Mio. € stellt das BMVIT jedes Jahr für Energieforschung und -entwicklung bereit. „Es besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Förderung der angewandten Forschung und dem wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen”, ist Bures überzeugt und will auch weiterhin in diesen Bereich investieren. Das sei auch im Hinblick auf die Festigung der internationalen Stellung Österreichs im Bereich der Zukunftstechnolgien wichtig.  www.bmvit.at

© BMVIT/Peter Rigaud

Beratung und Kollektoren der größten thermischen Solaranlage stammen aus Österreich.

Doris Bures: Investitionen in F&E von Umwelttechnologie rechnen sich.

ministerin Doris Bures anlässlich der Präsentation der weltweit größten thermischen Solaranlage der Welt in Riad. Dieses Projekt, für das der Kärntner Solarspezialist „Greenone Tech“ mehr als 36.000 m� speziell angefertigter

Sauber Neue Anlage

Abfallforschung Graz. In Zeiten der Rohstoffknappheit gewinnt die Wiederverwertung gegenüber der herkömmlichen Abfallbeseitigung eine immer größere Bedeutung. Dem trägt der international tätige österreichische Recycling-Spezialist Saubermacher nun mit der Eröffnung einer modernen Forschungsanlage in Graz Rechnung. Gemeinsam mit Universitäten und Forschungspartnern aus Industrie & Gewerbe will das Unternehmen hier neue Verwertungslösungen testen und entwickeln. Die neue Forschungsanlage ist vor allem deshalb so einzigartig, weil sie als Bindeglied zwischen Labor und Produktionsanlage konzipiert ist; flexibel und schnell können hier auch größere Mengen an Stoffströmen oder heterogenen Abfällen repräsentativ für den industriellen Einsatz erforscht werden. Horst Pirker, CEO Saubermacher: „Mit unserer hausinternen Forschungsanlage stellen wir die Weichen für die Zukunft, Abfälle noch effektiver aufzubereiten und damit noch individuellere und effektivere Verwertungslösungen zu generieren.” Und SaubermacherEigentümer Hans Roth ergänzt: „Einmal in ein Produkt verarbeitet, sind die Stoffe zwar verbraucht, aber nicht verloren. Mit dem richtigen Recyclingmethoden können Rohstoffe aus Abfall wiedergewonnen und erneut in der Produktion eingesetzt werden. Anders gesagt: Abfall, der nicht recycelt wird, ist Rohstoff am falschen Ort.“  www.saubermacher.at

Die Welt von morgen braucht unsere Antworten schon heute. Daran arbeiten wir. Für unsere Kunden in Österreich und Zentral- und Osteuropa.

„Für kurzfristigen Gewinn verkaufe ich die Zukunft nicht”: Diese visionäre Philosophie von Werner von Siemens aus dem Jahre 1884 leben wir heute noch. Auch in Österreich und im zentral- und osteuropäischen Raum. Deshalb entwickeln wir nachhaltige Technologien, die möglichst wenig Ressourcen verbrauchen. Deshalb unterstützen wir unsere Kunden dabei, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Und deshalb suchen wir stets nach den neuesten Antworten für die Zukunft mit einem weltweit einzigartigen Portfolio an grünen Technologien.

© Markus Oberländer

Das Ergebnis: Siemens ist in seinem Geschäftssegment das beste Unternehmen im weltweiten Dow Jones-Nachhaltigkeitsindex. Und auch im Carbon Disclosure-Projekt, der welt-

größten unabhängigen Datenbank für die Klimakompetenz von Unternehmen, nimmt Siemens einen Spitzenplatz ein. In Österreich ist Siemens eines der führenden Technologieunternehmen und steht seit mehr als 130 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität und Zuverlässigkeit. Für unsere Kunden entwickeln wir nachhaltige Lösungen in den Bereichen Industrie, Energie und Healthcare. Und die Siemens City Vienna, das neue Siemens Headquarter für den CEE-Raum, ist als mehrfach ausgezeichnete „Green City” ein Musterbeispiel für eine gelebte Nachhaltigkeitsstrategie. Wir arbeiten heute an den Antworten für das Österreich von morgen.

siemens.com/answers v.li.: Saubermacher-CEO Horst Pirker, LR Kristina Edlinger-Ploder, Hans Roth. Siemens_Windraeder_216x288.indd 1

18.04.12 10:02


ene r g ie & u mwe lt s p e c i a l

30 – industrialtechnology

Freitag, 20. April 2012

EVN und Wien Energie In den nächsten Jahren werden bis 800 Mio. Euro in Erneuerbare Energien investiert

short

NÖ setzt auf Erneuerbare

Energieeffizienz ist bei der ÖBB auf Schiene

Aktuell wird in Glinzendorf ein neuer Windpark mit einer Leistung von 18 MW errichtet. omasseanlage errichtet, der Spatenstich dazu erfolgte Ende März. Betrieben wird das BiomasseWerk mit Hackschnitzeln von landwirtschaftlichen Betrieben aus der Region. Die Gesamtleistung beträgt 1.000 kW. Damit werden Teile der Gemeinde, darunter

norbert berger

ÖBB setzt auch bei ihren Gebäuden verstärkt auf Energieeffizienz.

Wien. 2011 haben die ÖBB ein konzernweites Energiesparprojekt gestartet, das über mehrere Jahre laufen wird. Ziel ist eine Reduktion des Energieverbrauchs und ein Kostensenkung um 20 Mio. € bis 2014. Unter dieses Projekt fallen etwa die Etablierung eines ÖBB-weiten Energiemanagements, eine energiesparende Fahrweise der Züge und Busse und der Einsatz von Fernwärme. „93 Prozent unseres Bahnstroms stammen aus Erneuerbarer Energie. Aber auch der effiziente Energieeinsatz für unsere Gebäude ist uns ein Anliegen. Durch die Nutzung der Fernwärme setzen wir auch bei vielen unserer Standorte auf effizienten und umweltfreundlichen Energieeinsatz – und reduzieren den CO2-Ausstoß allein durch die Klimapartnerschaft mit der ‚Wien Energie‘ am neuen Westbahnhof zukünftig um rund 3.500 Tonnen jährlich”, erklärt Franz Seiser, Vorstand der ÖBB Holding.  www.oebb.at

„Bis zum Jahr 2030 planen wir, den Anteil an erneuerbaren ­Quellen in unserer

Inbetriebnahme im Sommer

Energie­erzeugung auf

„In den nächsten Jahren bauen wir unsere Energieerzeugung aus Sonne, Wind, Wasser und Geothermie intensiv aus. Mit der Errichtung des Windparks Glinzendorf setzen wir einen weiteren wichtigen Meilenstein. Bis 2030 planen wir einen Anteil von 50 Prozent an erneuerbaren Quellen in unserer Energieerzeugung”, sagt Zapreva. Zur Stromerzeugung aus Windkraft betreibt die evn naturkraft, eine 100%ige Tochter der EVN AG, in zehn Windparks zurzeit 84 Windkraftanlagen, die bis zum Stichtag 31. März knapp 3.000 MWh Strom erzeugten. Diese Leistung entspricht dem Jahresverbrauch an Strom von knapp 1.000

50 Prozent zu steigern.“ © Paul Plutsch

© ÖBB

St. Pölten. Anfang April nahmen Wien Energie-GF Susanna ­Zapreva und EVN-Vorstandssprecher ­Peter Layr den Spatenstich zum Windpark Glinzendorf vor. Jetzt werden die Fundamente betoniert und Vorbereitungsarbeiten für die Lieferung der ersten Windräder getroffen, die dann im Mai aufgestellt werden. Die Inbetriebnahme des Windparks Glinzendorf, der aus neun Windrädern mit einer Gesamtleistung von rund 18 MW bestehen wird, ist für diesen Sommer geplant. Die Gesamtinvestition beträgt rund 27 Mio. €.

susannA Zapreva GF Wien Energie

Schon im Mai werden in Glinzendorf die ersten Windräder installiert.

Haushalten. Die Gesamtleistung aller erneuerbaren Energieträger der EVN liegt aktuell bei 257 MW und sichert die Versorgung von rund 165.000 Haushalten.

Biomasse heizt ein „Die Zukunft gehört eindeutig den Erneuerbaren Energien, in Niederösterreich haben wir hier sehr gute Voraussetzungen. Was-

ser, Wind, Biomasse und Sonne werden stark an Bedeutung gewinnen. Bis 2020 wollen wir dreimal soviel Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugen wie noch 2010. In den nächsten Jahren werden wir in Niederösterreich bis zu 800 Mio. Euro in erneuerbare Energieträger investieren und damit rund 20.000 Arbeitsplätze absichern beziehungsweise neu schaffen.” In Piesting wird etwa eine Bi-

Schule, Kindergarten sowie einige Wohnhausanlagen, versorgt. Das Biomasse-Werk bringt der Region eine CO2-Ersparnis von rund 450 t jährlich. Die Errichtung von ein bis zwei ähnlichen Anlagen ist geplant, da dies aufgrund der Topografie der Region und der damit verbundenen großen Entfernung zwischen den einzelnen Abnehmern sinnvoller als eine große Anlage ist. www.evn.at

Energie à la Carte Prominente Hobbyköche verraten erstmals ihre Lieblingsmenüs, begleitet von Energiespartipps rund um Herd & Co

Küchengeheimnisse – voller Energie

PROMOTION

Er ist Gemüse-Kaiser: Rudi Roubinek.

Mini-Hummer à la Kummer.

Bei der Präsentation: Fußball-Experte Herbert Prohaska, TV-Star Lilian Klebow, Mr. Musical Uwe Kröger, Rapidler Steffen Hofmann.

In „Energie à la Carte … prominent gewürzt“ verraten Prominente erstmals ihre Lieblingsmenüs, begleitet von Energiespartipps rund ums Kochen. Gerührt, geknetet, gebraten und abgeschmeckt haben für das erste Kochbuch mit Energie Angelika Niedetzky, Claudia Stöckl, Christa Kummer, Lilian Klebow, Michaela Dorfmeister, Luttenberger*Klug, Gerald Fleischhacker, Rudi Roubinek, Steffen Hofmann, James Cottriall, Herbert Prohaska und Uwe Kröger. Das neue Kochbuch präsentiert sich als kulinarischer Welten-

bummel mit Klassikern der heimischen Küche, mit afrikanisch inspirierten Gerichten, mit griechischen Delikatessen und vielem mehr.

schritte werden in anschaulichen Bildstrecken verdeutlicht. Das macht das Nachkochen leicht. Für die visuelle Umsetzung hat Paul Kolp gesorgt.

Nachkochen leicht gemacht

Energiespartipps als Garnitur

Der Bogen spannt sich von raffinierten Vorspeisen bis zu knackigen Salaten, von Nudelgerichten bis zu Geflügelspezialitäten, von Fischgerichten bis zu Evergreens aus der Fleischküche; nicht zu vergessen die verführerischen Dessert-Vorschläge. Alle Rezepte sind im Detail aufgelistet, die wichtigsten Arbeits-

Die Küche ist auch jener Bereich des Haushalts, wo sich viel Energie sparen lässt. Hier kommen die Wien Energie-Experten ins Spiel, die zu jedem Rezept ein nachhaltiges i-Tüpfelchen dazuservieren: Zu jedem Hauptgericht gibt es den passenden Energiespar-Tipp – einfache Tricks, die dabei helfen, wertvolle Energie und Geld zu sparen.

KOCHBUCH ENERGIE À LA CARTE …PROMINENT GEWÜRZT

vida (3) © Paul Kolp/A

Wien. Kochen ist eines der liebsten Hobbies der Österreicher. Dass auch heimische Publikumslieblinge in ihrer Freizeit gern den Löffel schwingen, kann man jetzt im ersten Wien-Energie-Kochbuch nachschlagen. Die Freude am Garen, Sieden und Brühen ist groß, der Zugang der kochfreudigen Promis aber höchst unterschiedlich: Gerald Fleischhacker tut es fast jeden Tag, Christa Kummer in der Regel erst spätabends. Herbert Prohaska steht bevorzugt am Sonntag am Herd, wenn er die Familie um sich geschart hat. Ex-Ski-Ass Michaela Dorfmeister hat sich intensiv damit beschäftigt, bevor sie Mutter wurde und Rudi Roubinek hat sich beim Zusehen einiges abgeschaut.

© Wien Energie GmbH /APA-Fotoservice/Schedl

Vorspeise, Hauptgericht und Dessert: Österreichs Aushängeschilder aus Sport, Show und Kultur kochen auf!

Erhältlich im Wien Energie-Haus, Mariahilfer Straße 63, 1060 Wien, und bei Wien Energie Fernwärme im Kultur-Point, 1090 Wien, Spittelauer Lände 45 Preis: 19,90 €


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Freitag, 20. April 2012

industrialtechnology – 31

oekostrom Der Spezialist für regenerative Energien bringt im Sommer einen weiteren, EMAS-begutachteten Windpark an Netz

Ökologie mit Brief & Siegel Wien. Die beiden Windparks der oekostrom AG in Parndorf und das Windrad in der Wiener Freudenau sind die ersten EMAS-begutach-

haben für uns einen

Zwei Vestas V100 mit 100 m Rotordurchmesser und 100 m Nabenhöhe werden ab dem Sommer rund 10 Mio. kWh Strom produzieren. 13 Anlagen in den beiden – derzeit einzigen – EMAS-begutachteten oekostrom-Windparks auf der Parndorfer Platte im Burgenland sowie ein Windrad in der Wiener Freudenau liefern schon jetzt sauberen Strom für rund 14.000 Haushalte.

hohen Stellenwert.“

Vorreiterrolle

„Biodiversität und Nachhaltigkeitsaspekte

Karl Wolfgang stanzel

„Mit dem Bau der beiden Anlagen im oekostrom-Windpark Kittsee können weitere 4.000 Haushalte

mit Windenergie ‚made in Austria‘ versorgt werden“, zeigt sich oekostrom-Vorstand Karl Wolfgang Stanzel erfreut. Im Rahmen der EMAS-Zertifizierung wurde besonderes Augenmerk auf die Themen biologische Vielfalt gelegt. So haben die oekostrom AG und ihre Tochter oekostrom Produktions GmbH keine Kraftwerke in Schutzgebieten oder an Orten, die Naturdenkmäler beeinträchtigen können. Weiters wird bei der Planung und Errichtung auf einen minimalen Flächenverbrauch und möglichst geringe Emissionen im Betrieb Wert gelegt.  www.oekostrom.at

© thomaskirschner.com

Die Devise lautet: ‚Saubere Energie im Einklang mit der Natur‘.

Der Grundstein ist gelegt, zwei weitere Windparks in Kittsee entstehen.

teten und durch den TÜV Austria nach ISO 14001 zertifizierten Standorte Österreichs. Im Sommer wird mit zwei Anlagen in Kittsee, für die kürzlich der Spatenstich erfolgte, ein weiterer Windpark ans Netz gehen.

Koop Siemens & Verbund

e-Paarlauf

Wien. Siemens Österreich und die Verbund AG wollen auf ein gänzlich neues Geschäftsfeld setzen. Mit der Gründung eines gemeinsamen Unternehmens soll E-Mobilität in Österreich nach mehreren Jahren Forschung und Entwicklung nun konkret anwendbar werden: Der „E-Mobility Provider Austria” plant, in den nächsten Jahren ein dichtes Ladenetz aufzubauen sowie ein neuartiges pauschales E-Mobilitätspaket für Firmen- und Privatkunden anzubieten.

Start im Sommer

© Verbund/Redtenbacher

Firmengründung und operativer Start des „E-Mobility Provider” sind für Sommer 2012 geplant (vorbehaltlich der notwendigen kartellrechtlichen Genehmigung des gemeinsamen Unternehmens). In weiterer Folge ist die Einbindung weiterer Partner aus den Bereichen Energie, Infrastruktur und Informationstechnologie vorgesehen. Bereits 2013 soll es ein Gesamtpaket für Endkunden geben. Bis 2020 beabsichtigt der E-Mobility Provider, in Österreich unter anderem ein Netz von rund 4.500 (semi-)öffentlichen Ladestationen zu errichten. „Durch die Schaffung einer ersten gesamthaften, überregionalen Lösung in Österreich nehmen Siemens und der Verbund nun eine Vorreiterrolle ein, die eine Antwort auf die bisherige elektromobile Zersplitterung in Modellregionen gibt”, sagt Wolfgang Hesoun, Generaldirektor von Siemens Österreich.  www.siemens.at

Wolfgang Anzengruber (Verbund AG) und Wolfgang Hesoun (Siemens).

Wir denken an morgen. Seit 120 Jahren. Die Energie AG übernimmt seit 120 Jahren Verantwortung für die Zukunft. Ein wichtiger Teil dieser Verantwortung ist der Ausbau umweltfreundlicher Energien, zum Beispiel die Förderung der Solarenergie. Bereits 2010 hat die Energie AG in Eberstalzell das größte Solarkraftwerk Österreichs errichtet. Das 120-Jahr-Jubiläum verstehen wir als Auftrag, die Lebensqualität der Oberösterreicher nachhaltig zu sichern und zukünftigen Generationen eine saubere Umwelt zu erhalten. Mehr darüber erfahren Sie auf energieag.at


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32 – industrialtechnology

Freitag, 20. April 2012

TiSun Solarsysteme Tiroler Unternehmen heizt den Wassersportlern bei den olympischen Spielen in London ein

short

Technik aus Tirol gewinnt bei Olympiade in London

Umweltschutz als Wachstumsmotor

© Allianz

Allein während dieser Sportevents werden durch die Solaranlage rund 4,8 Tonnen CO2 eingespart. herbert berger

Martin Bruckner, Vorstand der Allianz Investmentbank AG.

Söll. Zwar stehen bei der Sommer-olympiade in London in erster Linie die sportlichen Leistungen der Athleten im Mittelpunkt, doch auch hinsichtlich der Ökologie wird das Großereignis Zeichen setzen. Ein Beispiel dafür ist der „Lee Valley White Water Park“ in Hertfordshire, in dem im Sommer die WassersportWettkämpfe ausgetragen werden. Um die Energieeffizienz zu steigern und den Warmwasserbedarf umweltfreundlich abzudecken, entschieden sich die Betreiber

Wien. Die wachsende Bedeutung regenerativer Energieträger, vermehrtes Recycling und mehr Effizienz in der Wassernutzung kommen nicht nur der Umwelt zugute, sondern – so eine Allianz-Studie – auch dem Anlageportfolio. Die OECD geht für die nächsten 20 Jahre von einem jährlichen Volumen für Infrastrukturinvestitionen in der Wasserversorgung von über 600 Mrd. USD (ca. 452 Mrd. €) aus, für den Ausbau der Windenergie werden es rund 170 Mrd. USD (ca. 128 Mrd. €) sein. „Ökonomie und Ökologie wachsen zusammen. Nicht nur, dass Umwelt selbst ein knappes Gut geworden ist – diese neue Öko-Logik bedeutet auch: Wer etwas für die Umwelt tun will, kann, ja muss, auch in die Umwelt investieren”, so Martin Bruckner, Vorstand der Allianz Investmentbank AG  www.allianz.at

„Großevents wie die Olympiade setzen öffentlichkeitswirksame Zeichen für den robin m. welling, gf tisun

© Messe München

beim Bau der künstlichen Wildwasseranlage für die Nutzung regenerativer Technologien. Zwei Wärmepumpen und eine thermische Solaranlage versorgen sämtliche Becken, Stromschnellen, Duschen und Restaurants mit umweltfreundlich erzeugtem Warmwasser. Den Auftrag für das Solarsystem erhielt das Tiroler Unternehmen TiSun. „Der Gesamtausstoß an Treibhausgasen soll nach EU-Richtlinien bis 2020 europaweit um 20 Prozent gegenüber dem Basisjahr

Die Leitmesse informiert über alle Neuheiten der Umweltbranche.

© TiSun (2)

Umweltschutz.“

Recourcen effizient & nachhaltig nutzen

1990 gesenkt werden. Massenveranstaltungen wie Olympia können mit ihren Maßnahmen zur CO2Reduktion nicht nur deutliche Rationierungen bewirken, sondern setzen zusätzlich auch öffentlichkeitswirksame Zeichen für den Umweltschutz“, erklärt Robin M. Welling, GF der TiSun GmbH. „Wir sind stolz darauf, mit unserer Innovation einmal mehr beweisen zu können, dass sich österreichische Technologie im Bereich der Erneuerbaren Energien im internationalen Vergleich an der absoluten Spitze einreiht.“ Auch bei den Olym-

pischen Winterspielen 2010 war Österreich mit einem Vorzeigeprojekt innovativer und ökologisch hocheffizienter Bauweise vertreten. Die Solaranlage im Lee Valley White Water Park ist bereits seit 2010 in Betrieb – seither wird die Olympia-Kanustrecke als Freizeitpark und Trainingsgebiet genutzt. Im Sommer 2012 werden Tribünen für 12.000 Fans im Park errichtet. „Unsere Großflächenanlage mit 144 Quadratmetern Kollektorfläche versorgt die Restaurants und Sanitäreinrichtungen des Lee Valley White Water Parks das gan-

ze Jahr über mit regenerativer Energie“, erklärt Welling. „Das Projekt ist in jedem Sinne energieeffizient und fügt sich zudem harmonisch in den Park ein. Sogar die Toiletten werden mit Regenwasser gespült. Wenn man bedenkt, dass die Reduktion der Treibhausemissionen durch die Solaranlage allein im Zeitraum der Olympischen Sommerspiele 4,8 Tonnen CO2 beträgt, ist das ein äußerst positives Zeichen“, fügt er hinzu.

Global Player Das Tiroler Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt seit über über 20 Jahren Komplettsysteme zur Nutzung thermischer Solarenergie nach den strengen Qualitätskriterien des Solar Keymark Zertifikats. Die Exportquote – TiSun beliefert Kunden in 44 Ländern weltweit – liegt bei 83%.    www.tisun.com

Umwelttechnik-Cluster Innovationen und Know-how aus Österreich sind am weltweiten Öko-Markt gefragt

Österreichische Umwelttechnik für China Linz. Der oberösterreichische Umwelttechnik-Cluster (UC) wächst weiter stark. In den letzten eineinhalb Jahren wurden 65 neue Partnerbetriebe aufgenommen und die Partneranzahl auf derzeit 137 mehr als verdoppeln, Tendenz weiter stark steigend. „Wir wollen durch Kooperation unserer Unternehmen Innovationen aus Oberösterreich für diesen

starken Zukunftsmarkt schaffen und damit im Export erfolgreich sein”, so Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl. Vernetzung, bilateraler Austausch zwischen Unternehmen sowie Wissenstransfer seien dabei die wichtigsten Schritte, um umwelttechnische Innovationen voran­zutreiben, mit denen Ressourcen effizienter eingesetzt werden ­können.

© Land OÖ

München. Die „IFAT Entsorga“, internationale Leitmesse für Innovationen und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft findet heuer vom 7. bis 11. Mai statt. Zumindest hinsichtlich Größe und Ausstellerzahl ist schon jetzt klar, dass es eine Leistungsschau der Superlative wird. „Besonders erfreulich ist die Resonanz der Aussteller aus dem Ausland: Zur diesjährigen Messe haben sich insgesamt 27 internationale Gemeinschaftsstände aus 17 Ländern angemeldet. Japan, Kanada, Norwegen, Russland und Spanien sind dabei erstmals mit einer Gemeinschaftsbeteiligung vertreten“, so Eugen Egetenmeir, GF der Messe München. Die hohe Beteiligung sei ein deutlicher Beweis für die Bedeutung der Leitmesse in der Branche. Erweitert wurde das Themenspektrum: Erstmals ist auch die Geothermie als neuer Produktbereich vertreten, ebenso wie Antriebstechnik und Sekundärrohstoffe. Auch heuer wird im Rahmen der Messe ein breites Rahmenprogramm geboten. Eines der Highlights ist die „Research & Education Area”, in der 20 Hochschulen und Universitäten einen Ausblick in die Umweltforschung der Zukunft bieten.  www.ifat.de

Die Solaranlage von TiSun im Lee Valley White Water Park versorgt die Anlage ganzjährig mit Warmwasser.

Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl und Umwelttechnik-Cluster-Manager Markus Manz.

Der gute Ruf der OÖ Umwelttechnik reicht bereits bis China: Ende März war auf Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend eine siebenköpfige Delegation aus China zu Gast, um die weiteren Schritte der Zusammenarbeit zu besprechen.

Internationale Kooperation China will den eigenen Energieund Stromkonsum aktiv verändern und vor allem die Energieeffizienz vorantreiben. Allerdings wurde bei der bisherigen Planung des über 50 km� großen Öko-Parks in Jiangsu nach Meinung der Verantwortlichen noch zu wenig Wert auf den ökologischen Aspekt gelegt. Das will man mit österreichischer Unterstützung ändern. Die ersten Projekte sind bereits angelaufen, eine Arbeitsgruppe auf Ministerebene unter Einbeziehung des Umwelttechnik-Clusters als Ratgeber und Schnittstelle ist installiert. Für die zweite Phase ist dann ein 10,6 km� großer, chinesischösterreichischer Öko-Technologie-

park vorgesehen; die Palette reicht dabei von Energiekonzepten über ökologische Programme bis hin zur Betriebsansiedlung. „Für unsere Partnerunternehmen bedeutet diese Allianz mit China

„Der ‚UmwelttechnikCluster‘ konnte die Zahl seiner Partnerunternehmen in den letzten eineinhalb Jahren mehr als verdoppeln.“ viktor sigl, lr OÖ

einen weiteren Schritt in Richtung Internationalisierung und den Zugang zu einem immensen ökologischen Pool”, so Cluster-Manager Markus Manz. www.umwelttechnik-cluster.at


Freitag, 20. April 2012

e n e r g i e & U m w elt sp ec i al

industrialtechnology – 33

Lenzing Technik Das patentierte BioReaction-Verfahren sorgt jetzt auch bei der Tyrolit Schleifmittelwerke Swarovski für saubere Luft

Biologische Abluftreinigung Lenzing/Schwaz. Um den strengen Anforderungen an einen umweltschonenden Produktionsprozess gerecht zu werden, hat der Tiroler Schleifmittelhersteller Tyrolit die Lenzing Technik damit beauftragt, am Tyrolit-Stammsitz Schwaz zwei hochmoderne biologische Abluftreinigungsanlagen zu installieren. Die erste „BRI BioReaction“Anlage wurde im Herbst montiert und in Betrieb genommen, diesem Sommer folgt die zweite Anlage für eine Produktionseinheit mit zahlreichen Trockenöfen für kunstharzgebundene Schleifscheiben. Wie schon im Herbst ist auch dabei der Zeitplan wegen entsprechender Auflagen von Behörden und der sehr guten Auftragslage von Tyrolit, die keinen längeren Produktionsstillstand erlaubt, knapp bemessen – „eine sehr sportliche Herausforderung, für unsere Mannschaft allerdings bestens gerüstet ist“, so Lenzing Technik-GF Herbert Hummer.

Sparplan Unter Strom

Smarte Zukunft

© ABB

Zürich/Hannover. Jochen Kreusel, verantwortlich für das weltweite Smart-Grids-Programm der ABB in Zürich und Vorsitzender der Energietechnischen Gesellschaft (ETG) im VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.), sieht Energiewirtschaft und Gesellschaft vor einer großen Herausforderung: „Die Zielsetzung, bis zum Jahr 2020 den Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch zu steigern, setzt mehr Automatisierung und Standardisierung in unseren Stromnetzen voraus. Denn die Intelligenz der Netze entsteht durch den verstärkten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik gerade auch in den Verteilnetzen. Heute sehen wir, dass viele technische Lösungen dafür bereits vorhanden sind.” Im Kompetenzzentrums „Smart Grids – E-Energy” auf der „Hannover Messe“ wird eine Reihe davon gezeigt – von der Erzeugung, Verteilung und Speicherung bis zur effizienten Nutzung von Energie. Dänemark ist für Kreusel ein gutes Beispiel dafür, dass sich Investitionen in die neue Technik auszahlen. Die aktuelle „Our Future Energy”-Initiative der dänischen Regierung sieht bis 2020 Investitionen in Höhe von 752 Mio. € vor, um das Ziel einer 100%igen Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien zu ermöglichen. Gleichzeitig rechnet die Regierung mit einer Reduzierung der Energiekosten in diesem Zeitraum von 927 Mio. €.  www.abb.com

J. Kreusel ortet in der Energiewirtschaft gesellschaftliche Herausforderungen.

Zukünftig werden pro Anlage 17.000 m�/h Abluft nach modernsten Gesichtspunkten biologisch gereinigt. Das neue System ist damit deutlich leistungsfähiger und auch wartungsfreundlicher als das bisherige. „Das patentierte BioReactionVerfahren dient dem effizienten Abbau von Gerüchen und flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen“, betont Hummer. Dabei werden zwei bewährte Technologien kombiniert: die chemischphysikalische und die biologische Abluftbehandlung. In der ersten Stufe werden wasserlösliche Komponenten per Bio-

Wäscher aus der Abluft eliminiert. Die zweite Stufe besteht aus einem Biofilter mit optimiertem Bettmaterial, der sogenannten Bio-Matrix. Diese besteht aus Füllkörpern, die mit speziell aufbereitetem Kompost gefüllt sind. Die Oxidation der Schadstoffe im Rohgas erfolgt durch Bakterien und Pilze, die in diesem Kompostmaterial enthalten sind. Die organischen Komponenten werden zu Sauerstoff, Wasser und CO� umgewandelt. Die Schadstoffe werden absorbiert und in einem letzten Schritt biologisch abgebaut.  www.lenzing-technik.com

© Lenzing Technik

Erste Anlage wurde im Herbst installiert, die zweite folgt diesen Sommer.

Die erste Lenzing-Abluftreinigungsanlage bei Tyrolit ist seit Herbst in Betrieb.


Wir wollen saubere und sichere Energie: Das schafft Strom aus Wasserkraft.

Strom aus Wasserkraft ist schon heute Österreichs wichtigste erneuerbare Energiequelle. Und wird in Zukunft im Zusammenspiel mit Wind- und Sonnenenergie ein entscheidender Teil des neuen europäischen Energiesystems sein. Informieren Sie sich über Österreichs sauberen Strom auf www.verbund.com Alle VERBUND-Kraftwerke in Ihrer Nähe finden Sie unter www.verbund.com/kraftwerke

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freitag, 20. april 2012 – 35

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Klaus Fickert bringt die neue SVF-Sachwertversicherung 

Seite 38

© s Versicherung

financenet s versicherung

Bei Banken-Versicherungen ist Heinz Schuster die Nummer 1 

Seite 39

neustart victoria heisst jetzt ergo © Foto Wilke

Der chinesische Drache ruht nur ein wenig aus

ATX 11. April 2012 - 18. April 2012

ATX (18.4.)

2.045,55

Wochentop Wochenflop

FLU WXF

Top 5 ATX Prime Flughafen Wien Frauenthal Holding Bene Uniqa Versicherungen Andritz Flop 5 ATX Prime Warimpex HTI High Tech Industries OMV CA Immobilien Anlagen Telekom Austria

-0,33% 9,70% -5,26% 9,70% 8,33% 7,20% 7,03% 6,57% -5,26% -4,61% -4,02% -2,84% -2,64%

DAX 11. April 2012 - 18. April 2012

Wochentop Wochenflop

IFX CBK

Top 5 DAX Infineon Technologies ThyssenKrupp Beiersdorf Henkel MAN Flop 5 DAX Commerzbank Metro Siemens Deutsche Telekom Deutsche Lufthansa

-0,88% 5,97% -4,99% 5,97% 4,86% 4,34% 3,82% 3,76%

Schaumgebremst Die Wirtschaft des chinesischen Riesenreiches scheint nicht – wie manche befürchten – auf eine harte Landung zuzusteuern. Es sieht mehr nach einer kleinen Ruhepause nach dem emsigen Wachstum der letzten Jahre aus. Das meinen auch namhafte Experten.  Seite 36

-4,99% -2,98% -2,57% -2,35% -1,68%

Bank of America Merrill Lynch ist neues VAI-Mitglied

inhalt

Interessensvertretung wird gestärkt Ölpreis und Eurozone als Gefahr

Finance:Cover > Nachhaltig anlegen: Schweizer Institutionelle vorn  36 Fonds:Park > UBS: Hochzinsanleihen sehr gefragt 37 > SIG verzeichnet Zuwächse bei Dividendentiteln 38 > Spängler bringt neuen Fonds ohne Financials 38

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© VAI

Banking/Insurance:Watch > Kein Bonus für citi-Bosse > Oikokredit präsentiert positive Zahlen > Allianz: Teurer Stromausfall versicherbar > Uniqa verkauft HMI

IWF-Report Wachstumsprognose leicht angehoben

VAI-Generalsekretär Martin Greil begrüßt neues Mitglied BoA Merrill Lynch.

Wien. Die Bank of America Merrill Lynch ist neues Mitglied bei der Vereinigung Alternativer Investments: Die Investment-Plattform Merrill Lynch Investment Solutions bietet Zugang zu 14 führenden Investment Managern und verwaltet ein Vermögen von ca. 1,8 Mrd. USD (rund 1,5 Mrd. €). „Der Beitritt eines weiteren renommierten internationalen Instituts zeigt, dass unsere Einrichtung auch außerhalb Österreichs Akzeptanz findet. Mit solch bekannten Mitgliedern können wir die Interessen des Sektors jetzt noch besser vertreten“, erklärt VAI-Generalsekretär Martin Greil. (ag/rk)

© IWF

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© Panthermedia.net/Thanat Chanyu

DAX (18.4.)

IWF-Ökonom John Simon sieht Gefahren durch Ölpreis und Eurokrise.

Wien. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die schwelende Euro-Staatsschuldenkrise und einen weiteren Anstieg des Ölpreises als größte Gefahren für die Weltwirtschaft. Die Wirtschaftsentwicklung in Europa sehe „nicht sehr gut aus“, sagte IWF-Ökonom John Simon im aktuellen „World Economic Outlook“. Der Währungsfonds hatte seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft leicht angehoben, sieht die Krise aber noch nicht gebannt. Man rechnet mit einem globalen Wachstum von 3,5 Prozent in diesem und 4,1 Prozent im nächsten Jahr.  (APA)


c api tal : m a r k e t s

36 – financenet

Freitag, 20. April 2012

financenet@medianet.at

China Das Wirtschaftswachstum im Land der Mitte schwächt sich ab, die Exporte zeigen sich deutlich rückläufig

kolumne

Harte Landung bleibt aus

Die Schmerzen an der Tankstelle

Peking/London/Frankfurt. „Schwache Quartalszahlen“, „Nur 8,1 Prozent Wachstum“, „China wächst so wenig wie seit 13 Jahren nicht“ – so und ähnlich lauteten die Schlagzeilen, die vor wenigen Tagen um die Welt gingen und damit bei zahlreichen Marktteilnehmern Ängste vor einer harten Landung der Wirtschaft des asiatischen Giganten schürten – und die Weltaktienmärkte kurzfristig hinunter schickten. Sowohl die Weltbank als auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hatten zuletzt ihre Prognosen für Chinas Wachstum gesenkt. Das Washingtoner Institut kürzte die Vorhersage auf 8,2 Prozent von bisher 8,4. Der IWF hatte bereits im Jänner eine ähnlich „niedrigere“ Wachstumsrate vorausgesagt. Und die jüngst von der Regierung in Peking veröffentlichten ersten Zahlen für dieses Jahr (hochgerechnet aufs Jahr 8,1% Wachstum) gaben den Auguren recht; die Experten gehen von einem Plus des chinesischen Bruttoinlandsprodukts für das erste Quartal 2012 von 8,3 Prozent aus. In den vergangenen drei Jahren war es in jedem Quartal mehr.

reinhard krémer

J

edesmal an der Tankstelle überkommen auch erwachsene Männer Weinkrämpfe, wenn sie ihr Börsel zücken, um den Wucher zu begleichen – die Spritpreise haben astronomische Höhen erklommen. Und eine Linderung scheint vorerst nicht in Sicht: Zwar hat Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner verkündet, noch vor dem Sommer – da droht wegen der Reisesaison nämlich der nächste Preissprung – ein Gesetz zur Regulierung zu erlassen. Das Gesetz, welches Spritpreiserhöhungen speziell an verlängerten Wochenenden, Doppelfeiertagen oder zu Ferienbeginn nur noch in einer engen Bandbreite zulassen soll, entlockt Experten nur ein Lächeln. Denn jeder weiß, dass die Benzinbuben dann die Preise halt schon vorher anheben werden. Eine echte und wirksame Maßnahme könnte sein, den Benzinpreis von den Spotpreisen in Rotterdam zu entkoppeln. Denn das Märchen, dass ja die Spritpreise steigen müssen, wenn Rotterdam steigt, glaubt eh keiner mehr. Experten lachen darüber seit Jahren, denn sie wissen, dass die Ölfirmen langfristige Lieferpreise vereinbart haben und sich damit nur die fette Butter aufs ohnehin dicke Brot holen. Wie wär´s also, diese Preisautomatik EU-weit zu verbieten? Oder gingen dann gar zu viele Steuereinnahmen verloren...?

„Gewinnmargen belastet” Tatsächlich gibt es auch anlässlich der am vergangenen Sonntag eröffneten Canton-Messe wenig Positives zu berichten. Laut „German.china.org.cn“, der deutschen Webseite vom China Internet Information Center, haben chinesische Exporteure unisono bei der landesweit größten Messe erklärt, dass steigende Kosten und sinkende Nachfrage aus Übersee die Gewinnmargen stark belasten würden. Im Vergleich zu 2010 stiegen die Lohnkosten um mehr als zehn Prozent, während die Kosten für Rohstoffe im gleichen Zeitraum um acht Prozent zulegten. Die wirtschaftliche Abkühlung in den Emerging Markets und insbesondere in China sei nicht drama-

Franken bleibt bei 1,20

Langsameres Wachstum ist keine harte Landung, geben viele Experten Entwarnung (im Bild Shanghai).

tisch und außerdem zum Teil auch gewünscht, meint Berndt May, Managing Director von J.P.Morgan Österreich. Es sei wenig überraschend, dass sich aufgrund der geringeren Nachfrage in den traditionell starken Abnehmerregionen USA und EU die asiatischen Exporte abschwächen. Viele Fondsmanager teilen Mays Ansicht. „Das von Premier Wen Jiabao für 2012 angekündigte Wachstumsziel von 7,5 liegt wohlgemerkt über den im 12. Fünfjahresplan anvisierten 7 Prozent“, heißt es etwa beim Fondshaus Templeton. Die chinesische Wirtschaft wachse solide weiter, erwartet auch Michael Lai, Investment Director für den GAM Star China Equity, in einem aktuellen Marktkommentar – auch wenn die chinesische Regierung selbst für 2012 nur mehr von einem BIP-Plus von 7,5 Prozent ausgeht. Lay sagt dem Land der Mitte für 2012 insgesamt ein höheres Wachstum voraus, als am Markt angenommen werde, weil der Anteil von Chinas Exporten in andere Schwellenländer steige und die Inlandsnachfrage stabil sei.

Auch Thomas Zbinden, Asienexperte bei Swisscanto, erwartet keine harte konjunkturelle Landung in China: „Wichtiger als der erwartete Rückgang ist die angestrebte Veränderung der Zusammensetzung des BIPs.“ Peking signalisiere eine Abkehr von den

die Wirtschaft zu reorganisieren. Die Geschwindigkeit des Wirtschaftswachstums ist für die Zentralregierung daher sekundär“, wird Yao Jingyuan, ehemaliger Chefökonom des chinesischen Statistikhauptamts, in Medien zitiert. Auf der Negativseite stehen freilich die nach wie vor überhöhten Immobilienpreise und auch die anhaltende Korruption in China. In seinem Portfolio setzt GAMManager Lai daher vor allem auf Aktien von Finanzunternehmen und Konsumgüterherstellern.

„Die wirtschaftliche Abkühlung ist nicht dramatisch und teils

China wegen Wachstum

auch gewünscht.“

Der Tipp des Asset Managers East Capital: „China hat zwar geschwächelt, die Wirtschaft ist aber dennoch eine der am schnellsten wachsenden der Welt. Demzufolge wäre es aus unserer Sicht sinnvoll, wenn sich renditeorientierte Investoren in den nächsten Monaten Russland aufgrund der Werthaltigkeit und China wegen seines Wachstums zuwenden“, resümiert dazu Fondsmanager Marcus Svedberg.

berndt may jp morgan österreich

unkontrollierten Subventionen und Stimulierungsmaßnahmen im Infrastrukturbereich. „Die Wirtschaftspolitik der Zentralregierung zielt darauf ab, die Inflation unter Kontrolle zu halten, den Konsum zu fördern und

OÖ Neuwahl in Kammer

Jahresstudie Nachhaltige Anlagen in der Schweiz trotzen schwierigem Marktumfeld

SNB hält Kurs unter Kontrolle

Auf Weidl folgt jetzt Stockinger

Institutionelle vor Privatanlegern Zürich. Der nachhaltige Anlagemarkt in der Schweiz hat sein Volumen 2011 inmitten eines schwierigen Marktumfelds praktisch unverändert halten können. Dies ergab die Studie „Sustainable Investments in Switzerland“, die das unabhängige Beratungsunternehmen onValues zusammen mit dem Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) Schweiz veröffentlicht hat. Das Volumen nachhal-

tiger Anlagen beträgt dem Bericht zufolge zum Ende 2011 fast 42,3 Mrd. CHF (rund 40 Mrd. €), was einem Zuwachs von rund einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. „Die stabilen Zahlen in schwierigen Zeiten sind ein Beleg für die Krisenfestigkeit nachhaltiger Anlagen“, erklärt Sabine Döbeli, FNG-Vizepräsidentin und Leiterin des FNG Schweiz. „Die Erhebung

zeigt ein zunehmendes Interesse institutioneller Anleger an einer Integration von Nachhaltigkeit in ihre Anlagestrategien“, ergänzt die Finanz- und Nachhaltigkeitsexpertin. Geringeren Volumina bei den Investmentfonds und strukturierten Produkten stehen 2011 Zuwächse bei den Mandaten gegenüber.

Linz. Bei der Spartenkonferenz wurde Josef Stockinger, Vorstandssprecher der Oberösterreichischen Versicherung, zum neuen ObmannStellvertreter der Sparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer OÖ bestellt. Der Chef des Keine Sorgen-Versicherers folgt seinem Vorgänger Wolfgang Weidl damit auch als Vorsitzender der Fachvertretung in OÖ nach.  (ag)

FNG-Vizepräsidentin Sabine Döbeli: zunehmendes Interesse an Nachhaltigkeit.

Dennoch entfällt mit 53% nach wie vor der größere Anteil nachhaltiger Anlagen auf Investmentfonds, während Mandate 44% und strukturierte Produkte drei Prozent auf sich vereinen konnten. Insgesamt haben institutionelle Investoren zulasten der privaten Anleger hinzugewonnen, woraus die Hälfte der Marktanteile für beide Gruppen resultieren. Obligationen konnten 2011 ihren Marktanteil um zehn Prozentpunkte auf 31% ausbauen, während Aktien im gleichen Umfang verloren haben und nun bei 53% liegen. (ag/rk)

© Oberösterreichische Versicherung

Investmentfonds vorn

© Vontobel

Zürich. Die Schweizerische Nationalbank SNB gibt Entwarnung für leidgeprüfte Franken-Kreditnehmer: Man werde die Marke von 1,20 CHF pro Euro auch weiterhin verteidigen, ließ das Institut verlauten und bekräftigte seine Entschlossenheit im Kampf gegen eine Frankenaufwertung. Hintergrund war, dass während der letzten Wochen der Franken-Kurs einige Male über die 1,20er-Marke gestiegen war. Der amtierende SNB-Präsident Thomas Jordan führte dies auf „Markt-Anomalien“ zurück, da an den Transaktionen Banken beteiligt waren, die mit der Schweizer Notenbank keine Handelsbeziehung vereinbart haben. Mit der Bekräftigung der SNB scheinen aber auch manche Franken-Absicherungsstrategien, wie sie in Österreich Franken-Kreditnehmern gerade angeboten werden, obsolet zu sein. Bankexperten bewerten diese auch als „überteuert“. (APA/rk)

© EPA

Finanz- und Wirtschaftsexperten sehen Chinas Wirtschaftspolitik und -entwicklung in positivem Licht.

Josef Stockinger, OÖ-Versicherung, bekommt neue Kammer-Funktion.


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Freitag, 20. April 2012

financenet – 37

financenet@medianet.at

smart-invest Der smart-invest Helios AR hat seit Jahresbeginn 2012 die Verluste von 2011 großteils wieder aufgeholt

short

Trendfolger sind langfristig besser als der breite Markt

DNB TMT AR-Fonds knackt 100 Mio.-Grenze Wien. Der Tech-Sektor zählt zu den Märkten, die sich am schnellsten wandeln und laufend neue Gewinner und Verlierer hervorbringen, meint DNB Asset Management. Immer mehr Anleger nehmen dies wahr. So habe der erst Ende 2010 lancierte TechnologieFonds DNB TMT Absolute Return jüngst die 100 Mio. €Schwelle überschritten. „Vor allem bei Internet- und Softwareanbietern tut sich zurzeit einiges“, so Fondsmanager Anders Tandberg-Johansen. Mit der Absolute Return-Strategie werden Schwankungsbreiten im TMT-Universum (Technologie, Medien, Telekom) zugunsten stabilerer Erträge reduziert.

Zwischen 2003 und 2012 haben ausgewählte Fonds, die auf Trendfolge basieren, besser performt. und dynamisch nachgezogen. Das Handelssystem sei zudem „lernend“. In der extrem volatilen Aufwärtsphase im ersten Halbjahr 2011 seien die Trends zu kurz gewesen, um zu einem Mehrwert zu führen. Der Aktiencrash im August 2011 im Zuge der Euro-Krise habe zu Verlusten geführt. Jedoch seien diese drastisch geringer als im Gesamtmarkt gewesen – das Risikomanagement verhinderte weitere Einbußen.

Linda kappel

Wien/Stuttgart. Dass die Schuldenkrise, die Flutung der Märkte mit Geld durch die EZB und das Risiko einer Staatspleite Auswirkungen gerade für konservative Investoren zeitigt, darauf macht Max Schott, Gründer des unabhängigen Vermögensverwalters smart-invest GmbH mit Sitz in Stuttgart, aufmerksam. Jene Länder mit einer Staatsverschuldung über 80% sind vor allem die entwickelten; setzen sich die Trends fort, so Schott, dann erhalte die Verschuldung noch ganz andere Dimensionen, die Pensionslasten steigern die künftige Staatsverschuldung. Und: „Ausgerechnet dort, wo die Verschuldung hoch ist, fehlt das Wachstum.“ Denn Geld drucken schafft ja kein Wachstum. Bedeutet die Geldschwemme, dass steigende Inflation droht? Schott verweist auf Japan: Seit 1988 würde dort die Geldmenge ausgeweitet und dennoch stagnierten dort die Preise bzw. sei eher Deflation das Problem. Klassische Anlagen wie Staatsanleihen sind für konservative Investoren nicht mehr rentabel, aber die gestiegene Volatilität an den Märkten erschwert herkömmliche Anlagestrategien. Der Anleger sollte daher nach anderen Assets Ausschau halten

Trotz der Schwächephase in 2011 liefern systematische Trendfolgestrategien langfristig deutlichen Mehrwert, so Schott. Allerdings sei es auch bei dieser Assetklasse wichtig, sich richtig zu positionieren. „In der Betrachtung eines ganzen Konjunkturzyklus mit Auf- und Abwärtsphasen seit 2003 waren Trendfolgefonds wie der smart-invest Helios AR deutlich besser als der breite Aktienmarkt“, wird betont.

© smart-invest

Positionierung wichtig

UBS: Hochzinsanleihen bei Anlegern gefragt

smart-invest-Fondsmanager Arne Sand: „Die Trends waren im ersten Halbjahr 2011 zu kurz, um zu einem Mehrwert zu führen.“

Investmentfonds, die mit systematischen Ansätzen Trends verfolgen, hatten 2011 in den meisten Fällen keinen Ertrag erwirtschaftet. Ein Portfolio aus fünf marktführenden Trendfolge-Fonds, darunter der smart-invest Helios AR, hatte in 2011 sogar rund zehn Prozent eingebüßt „Es wird immer wieder Pha-

sen geben, dass die Bewegungen am Aktienmarkt nicht optimal mit solchen Strategien ausgenutzt werden können“, sagt Fondsmanager Arne Sand. Er verfolgt bei smart-invest einen systematischen Trendfolgeansatz mit aktiver Risikosteuerung. So werden etwa konsequent sinnvolle Stopp-Loss-Grenzen gesetzt

In der Phase zwischen 2003 bis Anfang 2012 hat ein Portfolio aus denselben Trendfolgefonds aber einen deutlichen Mehrwert über den breiten Aktienmarkt erzielt. Sand stellt einen Vergleich an: „Nach einigen frostigen Nächten wird schnell in Frage gestellt, ob der Klimawandel wirklich stattfindet – schrumpfende Gletscher und schwindende Eispanzer der Antarktis lassen aber keine Zweifel aufkommen.“ Auf die Fondsstrategie übertragen, heißt dies: Trendfolgefonds folgen dem langfristigen Klimawandel, auch wenn kurzfristige Wetterphänomene anders ausfallen als gedacht. Aktienfonds seien auch nur bedingt eine Lösung: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein internationaler Aktienfonds mit einem guten Rating in den nächsten drei Jahren besser abschneidet als ein schlechter eingestufter Vertreter, liegt bei nur bei etwa 50% (Quelle: www.advisorperspectives.com). Der smart-invest Helios AR (ISIN:LU0227003679) habe sich seit der Übernahme des Fondsmanagements durch smart-invest Mitte 2003 rund 65% besser als der breite Aktienmarkt (MSCI Welt-Aktienindex) entwickelt. Von Jänner bis Ende März 2012 machte der Fonds 4,5 Prozent.

© EPA

Trendfolger und Klima

Fed-Boss Ben Bernanke will Zinsen tief halten, High Yields interessant.

Wien. US-Hochzinsanleihen stoßen derzeit auf großes Interesse bei Investoren. So sei das verwaltete Volumen des UBS Short Duration High Yield Funds gut ein Jahr nach dessen Auflage auf 1,1 Mrd. USD gestiegen, so UBS-PortfolioManager Matthew Iannucci. Die Gründe: Zum einen sei die Zuversicht der Investoren angesichts der sich aufhellenden Konjunkturlage in den USA wieder gestiegen. Zum anderen böte solch ein Investment attraktivere Renditechancen als klassische Zinsinvestments. Auch die Andeutungen der Fed, die Leitzinsen auf historisch niedrigem Niveau zu belassen, hat das Interesse an riskanteren Anlagen wie High Yields weiter unterstützt. (lk)

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financenet@medianet.at

short

© Bankhaus Spängler

Spängler IQAM: Neuer Fonds ohne Financials

Kombination Unternehmerische Beteiligungen im Versicherungsmantel; systematische Auswahl der besten Manager

Startschuss für die SVF Sachwert-Versicherung

Partner beim Ausleseprozess ist die unabhängige Ratingagentur FERI EuroRating Services AG. Es handelt sich dabei um einen konjunkturunabhängigen Markt, die Erträge aus sozialen Objekten sind gesetzlich geregelt und sicher, der Bedarf steigt. Dennoch gebe es immer wieder auch Insolvenzen in diesem Bereich. IMMAC hat sich aber auf den Bau und die Modernisierung von Pflegeheimen spezialisiert, betont Fickert. Als Partner in diesem Konzept werden die Vienna-Life Lebensversicherung AG als Versicherungsgesellschaft, die CAIAC Fund Management AG mit Sitz in Liechtenstein als Vermögensverwalter, d.h. als Kapitalanlagegesellschaft, und die Liechtensteinischen Landesbank als Depotbank agieren.

linda kappel

Salzburg/Wien. Als Reaktion auf Bankenkrise lanciert Spängler IQAM Invest den Spängler Bond Non-Financial Corporates (ISIN AT0000A0V3X3). „Die Nachfrage nach Produkten ohne Investments in Finanzunternehmen ist seit der Finanzkrise sehr groß, daher haben wir mit dem ‚Spängler Bond Non-Financial Corporates‘ einen Fonds aufgelegt, der überwiegend in Unternehmen außerhalb des Finanzbereichs investiert. Ziel des Fonds ist es, den Renditevorteil von Unternehmensanleihen außerhalb des Finanzwesens gegenüber Staatsanleihen zu nutzen“, sagt Spängler IQAM Invest-Geschäftsführer Markus Ploner. Unternehmensanleihen außerhalb des Finanzbereichs wiesen eine geringere Volatilität als Finanzanleihen auf. Manager des neuen Fonds ist Jake Gaul von der Standish Mellon Asset Management Company LLC aus Boston.

Personalkarussell bei EM-Spezialisten Frankfurt. Das Personalkarussell unter Managern von Schwellenländerfonds dreht sich derzeit schnell. Erst kürzlich wechselten sieben Mitglieder des BNP Paribas‘ Schwellenländer-Anleihen-Teams zu BlackRock. Nun wurde bekannt, dass der Leiter des Threadneedle-EM-Debt-Team, Richard House, das Fondshaus zwei Mitarbeitern verlässt.

Wien. Mit der „SVF Sachwert Polizze“ startet die SVF Sachwert AG im Mai 2012 mit einer Lebensund Rentenversicherung in Österreich, wobei bei dem Produkt in sog. Sachwerte investiert wird. Die Renditeerwartung der Polizze liegt nach Kosten und Steuern nach Angaben der Initiatoren bei ca. 5% p.a. Investitionsobjekt ist der nach liechtensteinischem Recht aufgelegte SVF Sachwert Portfolio Fonds. SVF hat sich auf die Mangerselektion der besten Fondsmanager für Sachwerte spezialisiert. Partner beim Auswahlprozess ist die international anerkannte und unabhängige Ratingagentur FERI EuroRating Services AG.

Einmalzahlung ab 5.000 € Einmalzahlungen in die Polizze können ab 5.000 € geleistet werden, es gibt aber auch die Sparvariante mit 50 € monatlichem Mindestinvestment. Entnahmen und Zuzahlungen sind im Rahmen gewisser Grenzen (es müssen immer 1.000 € verbleiben) unbürokratisch möglich, betont Alexan-der Knoll, in Österreich für den Vertrieb zuständig. Die Total Expense Ratio seitens SVF beträgt 2,9 Prozent. Verglichen mit bei Geschlossenen Fonds verbundenen Weichkosten, sei dies günstig, so Knoll. Die im Jahr 1998 gegründete SVF AG und ihre Tochtergesellschaft SVF Sachwert AG konzipiert Kapitalanlagen für den privaten Anleger, die sonst ansonsten institutionellen Anlegern oder großen Vermögen vorbehalten sind. Die enge und langjährige Zusammenarbeit mit der Feri Finance Group und die daraus gewonnene Erfahrung und Kompetenz komme dem Anleger in den angebotenen Produkten zugute, heißt es.

Stabile Erträge erwartet „Investitionen in Sachwerte haben traditionell eine hohe Renditeerwartung. Durch unseren professionellen Investitionsprozess in die besten Manager erzielen wir überdurchschnittliche und sehr stabile Erträge für unsere Kunden“, sagt Klaus Fickert, Vorstandsvorsitzender der SVF Sachwert AG.

Breite Streuung Infrage kommen Investments in Infrastruktur, Rohstoffe, Erneuerbare Energien, Immobilien – kurz: was eben in die Kategorie ‚Sachwerte‘ fällt. Auch innerhalb einer Assetklasse ist breite Streuung das Ziel. Die Investments sollten sich von Anfang an durch einen stetigen Cashflow auszeichnen. Ausgeschüttete Gewinne werden im Fonds reinvestiert (anders als bei Geschlossenen Fonds sonst üblich), was einen Thesaurierungseffekt

© SVF

Ploner: „Entwicklung von Financials ist oft schwierig zu prognostizieren.“

Klaus Fickert, Vorstandsvorsitzender der SVF Sachwert AG: „Diversifikation ist die einzige Versicherung, die keine Prämie kostet.“

bringt, so Fickert. SVF kann auch in Produkte investieren, die dem Privatanleger normalerweise nicht zur Verfügung stehen, etwa Private Placements. Die Bewertung erfolgt monatlich.

Ein Beispiel-Investment ist die IMMAC Immobilienfonds GmbH, die in der Sparte ‚Soziale Immobilien‘ als Initiator unternehmerischer Beteiligungen führend ist. Was für ein derartiges Investment spricht:

Initiative Zunehmende Individualisierung eröffnet Perspektiven für Anleger und Anbieter

SIG Wieder starke Wertzuwächse bei Dividendentiteln

„Investmentfonds nur für alle“

Wieder auf Rallyekurs

Frankfurt. Die Initiative „Investmentfonds nur für alle“, eine Initiative der deutschen Publikumsfondsgesellschaften, beauftragte die Trendforscher des schweizerischen GDI Gottlieb Duttweiler Institute mit einer Studie zur Geldanlage im Zeitalter der Individualisierung. „Die Erwerbstätigkeit vieler Menschen fächert sich immer öfter in verschiedene Projekte auf. Zugleich überträgt der Staat wieder mehr

Wien/London. Die Skandia Investment Group (SIG) geht davon aus, dass Aktien 2012 spürbar an Wert zulegen werden, und das trotz des rekordverdächtigen Wertzuwachses im ersten Quartal. Global betrachtet hatten Aktien ihr stärkstes Quartal seit über zehn Jahren. Ausschlaggebend dafür war die Markteinschätzung, dass die Eurokrise das schlimmste hinter sich hat und die Wirtschaftsdaten wieder besser werden. SIG hat aber das Aktienengagement Ende März wegen Gewinnmitnahmen reduziert. Dennoch sei man aber überzeugt, dass die aktuelle Schwächephase nur kurze Zeit anhalten wird. James Millard, Chief Investment Officer der SIG, erklärt dazu: „Wir bleiben gegenüber Aktien positiv eingestellt. Wir haben allerdings unsere Übergewichtung der Dividendentitel leicht zurückgefahren, nachdem es in den letzten Monaten so starke Kursanstiege gab. Nun haben sich die Konjunkturdaten erneut etwas eingetrübt und die Stabilisierung an den Anleihenmärkten der EuroPeripherieländer scheint zunächst

Das blaue „Sparmäleon“ rührt die Werbetrommel für Investmentfonds.

starre Sparformen unattraktiv. • Veränderte Rollenverteilung zwischen Staat und Bürgern fördert flexible Vorsorgelösungen. • Anreize und Anlageprodukte für flexible Kleinstbeträge könnten die Anlagebereitschaft insbesondere bei jüngeren Sparern aktivieren. • Transparenz dank neuer Technologien und damit einhergehend mehr Sicherheit. • Investitionen in Humankapital könnten eine neue Anlageklasse werden. • Entschleunigung: Produkte, die bewusst auf Finanzinnovationen verzichten, könnten ein neues Marktsegment eröffnen. • Individualisierung. „Unsere Studie beschreibt auch Trends, die in der Fondsbranche intensiver diskutiert werden müssten“, so Bosshart, etwa neue Kommunikationsgewohnheiten. Der 19. April 2012 gilt als erster Weltfondstag. Damit schaffen die Fondsgesellschaften einen Anlass, um mit Verbrauchern ins Gespräch zu kommen.

zu Ende zu sein. Es dürfte daher kurzfristig Gewinnmitnahmen geben.“ Im jüngsten SIG-Monatsbericht bekräftigt Millard seine Überzeugung, dass die attraktivsten Aktienanlagen derzeit in Schwellenländern und vor allem in Asien zu finden sind; im Gegensatz dazu sei die SIG den Regionen Europa und Japan gegenüber neutral eingestellt. (lk)

© Skandia Investment Group

© BVI Bundesverband Investment und Asset Management

Verantwortung auf die einzelnen Bürger. Hieraus ergeben sich zahlreiche Chancen für die Anbieter von Investmentfonds“, resümiert GDI-CEO David Bosshart. Die Forscher des GDI analysierten in ihrer Studie gesellschaftliche Entwicklungen, deren Auswirkungen auf das Sparverhalten und identifizierten hierbei sieben Trends: • Projektisierung: Wegen sprunghafterer Lebensführung werden

Millard: „Erneute Entspannung der EuroSchuldenkrise verleiht Aktien Auftrieb.“


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s Versicherung Das Geschäftsjahr 2011 war für das Unternehmen kein einfaches, aber letztlich doch ein sehr erfolgreiches Jahr

Bankenversicherer Nummer 1 helga Krémer

Wien. Das abgelaufene Geschäftsjahr war nicht einfach für die Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group (so der volle Name) – und konnte doch erfolgreich abgeschlossen werden. Insgesamt erwirtschaftete die s Versicherung im abgelaufenen Geschäftsjahr in ihren Geschäftsbereichen Lebens- und Unfallversicherung ein Prämienvolumen von 853,33 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieses Volumen um knapp 5,3% gesunken. Der Grund ist im Einbruch des Einmalerlagsgeschäfts zu suchen, der österreichweit zu einem Prämienrückgang von 32,2% geführt hat. „Obwohl auch wir 2011 deutliche Rückgänge von rund 16% bei Einmalerlägen verzeichnen mussten, entwickelte sich unser Geschäft trotzdem weit besser, und wir sind damit wieder Marktführer im Ein-

malerlag. Bei den laufenden Prämien konnten wir ein erfreuliches Plus von rund 3,6% auf 495,09 Mio. Euro erzielen“, so Vertriebsvorstand der s Versicherung, Heinz Schuster. Insgesamt hält die s Versicherung in der Lebensversicherung einen Marktanteil von 11,84%. In der Unfallversicherung war die Entwicklung sogar noch positiver als im Jahr davor: 2011 konnten die Prämieneinnahmen um 6,7% auf 22,67 Mio. € gesteigert werden. Obwohl das Unfallgeschäft bei der s Versicherung nur einen einstelligen Prozentsatz der Gesamtprämien ausmacht, ist man auch in dieser Sparte österreich-

weit bereits unter den Top 10. Das betriebswirtschaftliche Ergebnis 2011 gibt Grund zur Freude: „Wir hatten 2011 das beste finanzielle Ergebnis unserer Unternehmensgeschichte“, erklärt Manfred Rapf, Finanzvorstand der s Versicherung, nicht ohne Stolz.

Zukunftsvorsorge nicht tot Mit der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge konnte die s Versicherung im abgelaufenen Geschäftsjahr jedenfalls punkten: 190.000 Verträge mit einem Prämienvolumen von 133,81 Mio. € (+7,4%) und einem Marktanteil von

13,2% sind ein deutliches Zeichen für die Stärke des Hauses. Über 90% der Kunden der s Versicherung wechselten bis Ende 2011 bereits zum neuen Lebenszyklusmodell und haben sich damit einen verbesserten Mix aus Ertrag und Risiko gesichert. Für 2012 sind die Aussichten jedoch getrübt, so Vorstand Schuster: „Die Halbierung der staatlichen Förderung ist kein positives Signal. Allerdings hat dieses Produkt nach wie vor die mit Abstand attraktivsten steuerlichen Vorteile, weswegen wir es unseren Kunden auch weiterhin empfehlen.“

© s Versicherung/Foto Wilke

Schwieriges Umfeld bei Prämienentwicklung – Zukunftsvorsorge trotz Prämienkürzung weiter attraktiv.

Heinz Schuster, Vertriebsvorstand der s Versicherung, erfolgreich unterwegs.

Citigroup Überhöhte Boni

Gehalt zu hoch?

New York. Citigroup ist die erste Wall-Street-Bank, die für überhöhte Managergehälter von ihren Aktionären den Daumen nach unten gezeigt bekommen hat. 55% der Anteilseigner von Citigroup lehnten am Dienstag das Vergütungspaket der US-Großbank für ihr Top-Management ab. Dazu gehört unter anderem das Gehalt von Citigroup-Chef Vikram Pandit von 15 Mio. USD (11,42 Mio. €) für das vergangene Jahr. Zum Vergleich: 2010 hatte sein Gehalt einen symbolischen US-Dollar betragen, 2009 nicht ganz 130.000 USD (100.000 €). Die Abstimmung ist nicht bindend, verpflichtet die Bank also nicht, Anpassungen vorzunehmen.

Aktionäre nicht zufrieden Doch die Aktionäre sendeten auf der Jahreshauptversammlung ein starkes Signal an die Bank aus, dass sie mit den Vergütungsplänen für das Top-Management alles andere als zufrieden sind. Besonders überhöhte Boni sind vielen seit der Finanzkrise 2008, als Banken mit Steuergeldern gerettet werden mussten, ein Dorn im Auge. Im vergangenen Monat war die Citigroup eine der wenigen Großbanken, die bei den Stresstests der US-Notenbank durchfiel. Bislang hatten US-Firmen selten Probleme, die Zustimmung ihrer Aktionäre zu erhalten. Eine solche Niederlage gilt daher als Misstrauensvotum.  (hk/APA)

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financenet@medianet.at

Allianz-Studie Überlastete Netze könnten zu vermehrten und umfassenderen „Black-outs“ führen, es drohen hohe Schäden für die Wirtschaft

Wenn es dunkel wird im Betrieb ... Ein einziger Stromausfall kann Gesamtkosten in Milliardenhöhe verursachen – das Risiko ist jedoch versicherbar. ausgaben durch Stromhandel und die Veränderung der Erzeugungsstruktur durch die Zunahme von Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wasser, Wind oder Sonne. Es drohen große wirtschaftliche Schäden. So verursachte 2003 ein großer Stromausfall in den USA Schäden von 4 bis 8 Mrd. USD. Aber auch kleinere Ausfälle können ins Geld gehen – der Schaden wird für einen Finanzhändler auf bis zu 6 Mio. € pro Stunde veranschlagt.

31,77 Minuten ohne Strom In Deutschland lag die Dauer von ungeplanten Stromausfällen im Jahr 2010 bei 14,90 Min. Österreichische Haushalte mussten laut Ausfalls- und Störungsstatistik 2010 allerdings doppelt so lang ohne Strom auskommen – nämlich 31,77 Min. Im europäischen Vergleich liegt Österreich damit auf Platz 3, hin-

Überlastete Netze Ursache der Gefährdung: Die bestehenden Stromnetze sind am Rande der Belastbarkeit. Ein Grund hierfür ist der steigende Strombedarf, der die oft überalterten Kraftwerke und Netze belastet. Hinzu kommen die gestiegenen Transport-

„Unternehmen müssen sich besser auf mögliche Stromausfälle vorbereiten“, so Allianz-Risikoberater Michael Bruch. „Eine Notstromversorgung überbrückt kürzere Ausfälle und vermeidet teure Betriebsunterbrechungen. Doch um das Risiko einzudämmen, sollte im Rahmen eines unternehmensweiten Business-Continuity-Plans auf Stromausfälle eingegangen werden. Ein solcher Notfallplan sei auch die Voraussetzung für Unternehmen, sich überhaupt gegen Schäden durch Stromausfälle versichern zu können. Für ausgewählte Industriekunden bietet AGCS seit Kurzem maßgeschneiderte Versicherungslösungen an, die auch Betriebsausfälle infolge von Stromausfällen decken. (red)

Die Netze sind überlastet: Der Industrie drohen teure Stromausfälle.

Oikocredit Austria legt positive Bilanz

Uniqa verkauft Mannheimer-Anteil

Erste begibt spezielle Wandelanleihen

Risiko eindämmen

Mikrokredite 2011 um 27 Prozent mehr Einlagen, 31 Mio. Euro von heimischen Anlegern für Mikrokredite weltweit

short

Wien. Der Mikrofinanzanbieter Oikocredit Austria konnte 2011 eine Einlagensteigerung von 27% verzeichnen. Demnach hatten per Jahresende 2011 heimische Anleger in Summe über 31 Mio. € zur Refinanzierung von Mikro- und Projektkrediten zur Verfügung gestellt. Auch der Ausblick für 2012 sei sehr gut.

520 Mio. € für 26 Mio. Leute Oikocredit Austria ist Teil von Oikocredit International, das derzeit ein Kreditportfolio von 520 Mio. € hat. Über 45.000 Anleger aus der ganzen Welt sind investiert und können damit anderen Armut „ersparen“, meint Peter Püspök, Vorstandsvorsitzender von Oikocredit

© Oikocredit

Wien. Die Uniqa Group hat jetzt den Verkauf ihrer Mehrheitsbeteiligung an der börsenotierten Mannheimer AG Holding (rund 91,7% des Aktienkapitals) an den Versicherungsverbund „Die Continentale“ fixiert. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Verkauf ist Teil einer strategischen Neupositionierung: Die Uniqa Group will bis zum Jahr 2020 die Zahl seiner Kunden auf 15 Mio. verdoppeln und konzentriert sich daher auf das Versicherungsgeschäft in ihren Kernmärkten. (red)

ter Deutschland und den Niederlanden.

© dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Wien. Unternehmen müssen künftig mit häufigeren und umfassenderen Stromausfällen rechnen, was Folgekosten in Millionenhöhe nach sich ziehen kann. Das ist das Ergebnis einer Studie des Industrieversicherers Allianz Global Corporate and Specialty (AGCS) Allianz-Versicherung. Österreich liege zwar bei der Versorgungssicherheit im europäischen Spitzenfeld; um längere Betriebsunterbrechungen zu vermeiden, sei die richtige Vorbereitung auf Stromausfälle für Unternehmen aber essenziell, meinen Allianz-Experten.

Peter Püspök, Vorstandschef von Oikocredit Austria: gute Bilanz.

Ergo Versicherung AG Victoria-Volksbanken-Versicherung wurde umbenannt

Mit BCCS möchte die Erste Group ihr Kernkapital stärken.

Wien. Die Erste Group will bei ihrer Hauptversammlung den Vorstand ermächtigen, sogenannte Buffer Convertible Capital Securities (BCCS) auszugeben, die beim Eintreten bestimmter Bedingungen automatisch in Aktien umgewandelt werden. Solche BCCS könnten laut EU-Bankenaufsicht (EBA) neben Aktien zur Erreichung der Kernkapitalquote von 9% verwendet werden. Ausgelöst werden könnte die Umwandlung in Aktien etwa beim Unterschreiten einer harten Kernkapitalquote von 7%. Ein Bezugsrecht für Aktionäre ist dabei nicht vorgesehen. Eine Verwässerung der Aktionäre trete nur dann ein, wenn es das „Wohl der Erste Holding dringend erfordert“. (APA)

Wien. Der deutsche Ergo-Versicherungskonzern tritt in Österreich nun auch unter seinem eigenen Namen auf und will das Sachversicherungsgeschäft forcieren: Die Victoria-Volksbanken Versicherung, die zur Gänze im Besitz der Ergo Austria International steht, wurde in Ergo Versicherung AG umbenannt, teilte Ergo Austria International mit. Die Entscheidung, die Marke Ergo jetzt zu positionieren, sei in Abstimmung mit den beiden Hauptvertriebspartnern Bank Austria und Volksbank erfolgt.

Bank Austria Versicherung Die Ergo Austria International ist auch Mehrheitseigentümerin (90%) der Bank Austria Versicherung, die weiterhin unter diesem Namen firmieren wird. Unter der Marke Bank Austria Versicherung werden in den Filialen der Bank Austria weiterhin Lebens- und Unfallversicherungen verkauft und – neu – Sachversicherungen ab Ende April unter der Marke Ergo.

Über Volksbanken, Makler und Agenturen werden ab heute Versicherungen aller Sparten unter der Marke Ergo angeboten. Um im Sachversicherungsgeschäft weiter über dem Markt zu wachsen, sollen Sach-Produkte unter anderem auch über den Vertriebspartner Bank Austria verstärkt offeriert werden.

tragsinhalte und Leistungszusagen der bestehenden Verträge unverändert aufrecht.

Nummer Fünf am Markt Die zum Munich-Re-Konzern gehörende Ergo ist in Österreich seit 2008 vertreten. Ergo Austria ist derzeit die Nummer fünf unter den Versicherungsgruppen in Österreich. (APA)

Drei strategische Ziele In Österreich verfolge man drei strategische Ziele, so Ergo-Austria-Chefin Elisabeth Stadler: In Zusammenarbeit mit den Hauptvertriebspartnern wolle man die Marke Ergo in Österreich operativ platzieren. Weiters soll das Sachversicherungsgeschäft forciert und intensiviert werden. Zudem wolle man das weiterhin primär verfolgte Bankenvertriebskonzept um alternative Vertriebswege mit Schwerpunkt Makler und Agenturen erweitern. „Diesen Zielen kommen wir jetzt mit der Positionierung der Marke Ergo am Markt einen wichtigen Schritt näher“, so Stadler. Für die Kunden bleiben alle Ver-

Dezentrale Struktur „Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist unsere dezentrale Struktur mit Regional- und Länderbüros, deren Mitarbeitende alle unsere Kreditpartner persönlich kennen“, meint Fidon Mwombeki, Vorsitzender des Verwaltungsrats von Oikocredit International. Bevor ein Kredit gewährt werde, werde sehr sorgfältig überprüft, ob sie diesen auch zurückzahlen können. Ausdrücklich gelobt wird Oikocredit von der Katholischen Kirche und der Evangelischen Kirche A.B. (red)

Direktanlage.at Aktion

Sparbuchzinsen bis zu 3,2% Wien. Die österreichische Vermögensanlagebank direktanlage.at startet eine Frühjahrsaktion mit attraktiven Sparzinsen für Wertpapieranleger: Alle Neukunden, die ihr Wertpapierdepot zu direktanlage.at übertragen, erhalten auf ein Sparbuch 3,2% Zinsen p.a für sechs Monate. Voraussetzung ist ein Wertpapierübertrag von mindestens 10.000 € sowie eine Sparbucheinlage zwischen 5.000 und 50.000 €. Die Aktion läuft bis zum 31. Mai 2012.

Keine Depotgebühren

© Foto Wilke

© ischka.com

Ergo heißt jetzt auch Ergo

Austria. Aktuell erreicht Oikocredit 26 Mio. Menschen weltweit in fast 70 Ländern in Asien, Afrika, Südamerika und Osteuropa.

Ergo-Austria-Chefin Elisabeth Stadler: drei Strategien für Österreich.

Wer die genannten Kriterien erfüllt und außerdem sein bisheriges Depot bei einer Fremdbank schließt, erhält in den ersten sechs Monaten zusätzliche 0,8%, also gesamt 4% Zinsen p.a. auf dieses Sparbuch. Für alle Neukunden beim führenden österreichischen Online Broker direktanlage.at gibt es noch ein Angebot: Keine Depotgebühr bis Ende 2013, zudem werden Übertragsspesen der Fremdbank bis zu 400 € vergütet. (red)


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 20. April 2012 – 41

financenetreal:estate life sciences im visier

Die Erste Group von Andreas Treichl will Top-Immobilien verkaufen  Seite 44

© DLA Piper

© Wikimedia

in kürze For Sale

DLA Piper lud Fachleute wie Robin Rumler von Pfizer Austria zur Diskussion  Seite 45

büro-immos Die grossen Machen das plus © CBRE/www.christian-husar.com

Herausgeputzt verkauft sich’s gleich viel besser

Büro gesucht? 01 596 60 20 www.jpi.at JP ImmobIlIen

Home Staging Mit einfachen Mitteln wie Möbeln oder Beleuchtung will der Trend aus den USA eine Wohlfühl­ atmosphäre schaffen und Immobilien auch hierzulande besser und schneller verkäuflich machen. Yvonne Werginz von der „Wohn.Fee“ hat sich der Idee verschrieben und kann schöne Erfolge vorweisen.  Seite 42

IMMO-AGS 11. April 2012 - 18. April 2012

IATX (18.4.) Wochentop Wochenflop

147,10

-1,22%

Atrium 3,07% Warimpex -5,26%

Atrium S Immo Immofinanz conwert CA Immobilien Anlagen Warimpex

3,07% 2,45% 0,00% -1,94% -2,84% -5,26%

glob. IMMO-FONDS

© G. Rabitsch

1-Monats-Performance per 18.4. Monatstop Lacuna US REIT 1,17% Monatsflop AXA Aedificandi-10,61% Top 5 Immofonds Lacuna US REIT 1,17% iShares FTSE EPRA/NAREIT US0,92% immofonds 1 0,78% Bouwfonds Europ. Residential 0,65% NB US Real Estate Sec. USD 0,55%

EU-Kommission Wettbewerb für Energieeinsparungen

Auszeichnungen für Österreicher

11. April 2012 - 18. April 2012

CERX (18.4.)

421,78

-1,92%

© Panthermedia.net/Dmytro Demianenko

Flop 5 Immofonds AXA Aedificandi D DIS -10,61% EasyETF EPRA Eurozone -7,90% Parvest Real Est. Sec. Eur. N -6,68% ING (L) Invest Eur. Real Es. X -6,63% BNPP L1 Real Est. Sec. Eur. D -6,63%

EU-Auszeichnungen für drei rot-weißrote Projekte für „Bauen“ und „Licht“.

Brüssel. Drei österreichische Projekte – die „Niederösterreich Landesimmobiliengesellschaft“, die „Innsbrucker Immobilien GmbH“ sowie die „Immofinanz Montaigne Liegenschaftsvermietung“– wurden in Brüssel unter insgesamt 19 Gewinnern für Energieeinsparungen für öffentliche und private Gebäude ausgezeichnet. Auch Projekte von Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Schweden, Belgien, Dänemark, Großbritannien und Rumänien wurden zu Gewinnern in insgesamt zwei Kategorien, nämlich „grünes Bauen“ und „grünes Licht“, gekürt.  (APA)

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien www.ehl.at

Wir leben Immobilien.


i m m o : c ov e r

42 – financenetreal:estate

Freitag, 20. April 2012

financenet@medianet.at

Home Staging Mit dekorativen Maßnahmen soll der Verkaufswert einer Immobilie gesteigert werden

Sieht gleich besser aus!

Erwarten Sie einen Makler mit Krawatte und konservativem Umfeld, wechseln Sie bitte die Seite (Homepage)! Unsere Chefin ist so locker wie zuverlässig. Wir haben von ihr gelernt, dass man Kunden nicht durch Styling und Outfit überzeugen kann. Nur durch Angebote und gute Betreuung. Johanna Bauer fährt nicht im Mercedes zur Besichtigung vor. Oft ist es ein Fahrrad. Es können auch Inline-Skater sein (ganz schön alternativ). Wenn Sie das verkraften, liegen Sie bei uns richtig. So flott und sportlich die Chefin unterwegs ist, so langsam und geduldig ist sie Käufern gegenüber. Sie gibt Ihnen Zeit, Ihre und unsere, damit es nie und nimmer zu überstürzten Abschlüssen kommen kann. So ist das seit dem Jahr 1996, als BauerRealitäten das Licht der Immobilienwelt erblickt hat. Bei uns werden Kunden oft zu Freunden. Weil sie selten nur einmal kommen. Wir kennen ihre Großfamilie und deren Realitäten. Vom Gartenhaus bis Lagerhalle – gekauft, verkauft, vergrößert, verkleinert, aufgebaut! (Life is life.) Wir sind Gesetzeserklärer, Lebensbegleiter, Umbauvermittler. Genug? Letztendlich sind wir nur sechs Menschen, die in Ihrem Interesse gut zusammenarbeiten. Unser Büro liegt im Herzen der Leopoldsstadt. Nun dürfen Sie sich getrost auf den ersten Kontakt freuen. Obwohl unser erster Vorzimmerhund „Cash“ hieß, sind wir das Gegenteil von Wucherern. Johanna Bauer ist keine Business-Lady, sondern eine gute Immobilienmaklerin. Amen. Jetzt dürfen Sie unsere Angebote öffnen. Wenn noch nichts Passendes da ist, wird es nett sein, wenn wir für Sie suchen dürfen. Unverbindlich, versteht sich. Unsere solide Leistung ist erprobt. Auf bald.

Zielgruppe vor allem Makler und Bauträger; Kaufinteressenten sollen Wohlfühlatmosphäre spüren.

Herausforderung Uraltbau Eine besondere Herausforderung sind dabei abgewohnte Immobilien, die von den Profis zuerst ausgemistet, neutralisiert und dann in kurzer Zeit für eine neue Zielgruppe in neuem Glanz präsentiert werden. „Nur qualifizierte Home StagingExperten schaffen es, dass sich Immobilien wirklich besser und schneller verkaufen. An diesem Ver-

Immo-Fonds gesperrt

Wie man Home-Stager wird

© G. Rabitsch (2)

Wien. Ein – nicht ganz neuer – Trend erreicht Österreich: In den USA erzielt man durch „Home Staging“ bereits seit den 1970ern schnellere und lukrativere Immobilienverkäufe. Jetzt ist diese erfolgreiche Methode dabei, sich auch in Europa zu etablieren. „Home Staging“ soll nach dem Willen ihrer Proponeten eine echte „Win-Win-Win“-Situation – mit Vorteilen für Verkäufer, Vermittler und künftige Bewohner – schaffen. 2010 wurde schließlich die „Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign e.V.“ (DGHR) gegründet – dies soll nach dem Willen des Verbands auch einen wesentlichen Schritt dieser neuen Branche in Richtung Qualitätssicherung und Verbraucherschutz darstellen. Die Nachfrage nach dem neuen Beruf ist relativ hoch: Der Berufsvereinigung gehören nach über zweijährigem Bestehen bereits über 100 Mitglieder an – von Kiel über München bis nach Österreich. Seit Juni 2011 repräsentiert Yvonne Werginz von der „Wohn. Fee“ als „Advanced Home Staging Professional“ die DGHR in Österreich. Aufgabe der Home-Stager ist es, die Vorzüge der Immobilie von den professionellen Home-Stagern so zu präsentieren, dass die Kaufentscheidung dem Interessenten leichter fällt.

www.bauer-real.at

Wohnung ohne Home Staging (oben) und heimelig gestaltet (unten).

sprechen wird ihre Dienstleistung gemessen. Und dieses Versprechen lösen wir auch ein, wie wir auch bei zwei Immobilien in Graz bewiesen haben, die über zwei Jahre erfolglos am Markt waren und nach nur wenigen Wochen mit Home Staging erfolgreich verkauft werden konnten“, so Werginz.

Schneller Verkauf als Ziel „In leeren Räumen ist es schwierig, ein Gefühl für deren spezielle Atmosphäre zu bekommen oder die Proportionen richtig einzuschät-

zen“, so Werginz. „‚Home Staging‘ gibt der Vorstellungskraft der Interessenten die nötige Unterstützung: durch passendes Leihmobiliar, Accessoires, Beleuchtung oder ein entsprechendes Farbkonzept – ohne das gesamte Objekt voll auszustatten.“

Immo-Vorzüge hervorheben Aber nicht nur Luxusimmobilien brauchen „Home Staging“, wie sich zeigt – auch für den „Normalverbraucher“ kann es Sinn machen. „Manchmal werden Home Stager

ÖSW Durchdachtes Facility Management-Konzept soll umfangreiche Betreuung bieten

Zittern in Deutschland

Frankfurt. Zigtausende Anleger in Deutschland bangen um ihr Erspartes: Im Mai läuft die Gnadenfrist für zwei Schwergewichte unter den Offenen Immobilienfonds (OIF) aus. Bis dahin müssen die Manager der Publikumsfonds SEB Immoinvest und CS Euroreal entscheiden, ob sie genügend Liquidität angesammelt haben, um Anteilsrückgaben im Zweifelsfall auch im großen Stil überstehen zu können. Andernfalls müssten die Fonds mit einem Volumen von zusammen rund 12 Mrd. € abgewickelt werden. Sieben zusammen fast 14 Mrd. € schwere Publikumsfonds sind eingefroren; auch die Allianz hat jetzt die Rücknahme ihres Immobiliendachfonds Allianz Flexi Immo ausgesetzt, in den zuletzt noch rund 170 Mio. € investiert waren. Die meisten der Immobilienfonds mit zusammen mehr als 70% des Volumens haben die jüngsten Krisen aber problemlos durchschifft. (APA)

immer noch mit Hobby-Dekorateuren verwechselt“, erzählt Yvonne Werginz. „Makler, Bauträger und auch Privatverkäufer überlassen uns ihre Objekte und verlangen Zuverlässigkeit und Professionalität. Wir hinterfragen die Zielgruppe, erstellen einen professionellen Maßnahmenkatalog, definieren die Funktionen eines jeden Raums und setzen Leihmöbel so ein, dass der Interessent ein besseres Gefühl für den Grundriss bekommt.“

Reinhard Krémer

Schöner wohnen in Favoriten Wien. In der Angeligasse 24 in Wien-Favoriten hat das ÖSW insgesamt 49 geförderte Mietwohnungen mit Eigentumsoption und ein Büro erbaut, die jetzt an ihre Bewohner übergeben wurden. Die neuen Wohnungen haben zwischen 54 und 145 m� und verfügen alle über großzügige Loggien oder Terrassen. Acht der Wohneinheiten wurden als Maisonetten ausgeführt.

Die Grundrisse der Wohnungen sind großzügig geschnitten. Die vorgelagerten Loggien und Terrassen ergänzen die Wohnbereiche durch ein offenes „Wohnen im Freien“ und bilden so eine Verbindung zwischen Innen- und Außenraum. Vom Innenhof aus gibt es einen Ausblick auf größere Freiräume und die Kuppel der Kirche von St. Anton zu Padua. Auch die Außen- und Gemein-

schaftsräume sorgen für viel Raum, Abwechslung und Kommunikationsmöglichkeiten. So gibt es unter anderem eine „Ruhezone“, kleine Mietergärten und Kräuterbeete und die diversen Sitzgelegenheiten, Bäume und Grünflächen vervollständigen den Außenbereich. Im Erdgeschoss befindet sich ein großer Kinderspielraum mit 114 m�. Dieser grenzt direkt an den Kinderspielplatz im Freien an.

Beste Infrastruktur

© ÖSW

Promotion

Makler der Woche: BAUER REAL

ÖSV Wolfgang Wahlmüller, Arch. WalterGruß, BVst Josef Kaindl und neue Mieter.

In der Angeligasse, und darauf ist man beim ÖSW besonders stolz, wohnt man in einer zentralen Lage mit bester Infrastruktur; verkehrsgünstig mit Bus, U-Bahn, vielen Geschäften, Kindergärten und Schulen. „Es liegt uns nicht nur am Herzen, schöne Bauwerke zu errichten – wir möchten unseren Mietern durch unser durchdachtes Facility Management Konzept auch eine umfangreiche Betreuung bieten“, erklärte ÖSW-Vorstand Wolfgang Wahlmüller. (ag/rk)

Interessenten absolvieren – derzeit aber nur in Deutschland – eine Ausbildung zum „Home Staging Professional“. Sie unterliegen einem Ehrencodex und arbeiten nach festgelegten Qualitätskriterien: Sie arbeiten immer mit Vertrag, erstellen vor der Umsetzung einen Maßnahmenkatalog, haben eine Berufshaftpflichtversicherung, verstecken keine Mängel und bearbeiten auch niemals nur ein Zimmer, erläutert Werginz. „Professionelles Home Staging braucht eine klare Abgrenzung, damit der Kunde zu Beginn der Arbeit genau weiß, was er für sein Geld bekommt.“ Ebenso hat der Interessent bei DGHR-Mitgliedern die Sicherheit, eine Anlaufstelle – auch in Österreich – zu haben, sollte er mit der Abwicklung einmal nicht zufrieden sein.

„home staging“ Heimat USA Das professionelle Herrichten von Räumen einer Immobilie oder kompletten Immobilien zur Verkaufsförderung wurde schon in den 1970er-Jahren in den USA entwickelt. Ziel ist dabei, die Immobilie für möglichst viele potenzielle Käufer ansprechend zu gestalten. Es soll den Kaufinteressenten unterstützen, sich selbst in der Immobilie zu sehen. Dies soll durch das Schaffen einer Atmosphäre des Wohlfühlens erreicht werden.

Case/Shiller Index negativ

US-Immopreise fallen weiter

New York. Der Boden bei der Preisbildung für Immobilien in den USA scheint noch nicht gefunden zu sein. Die jüngste Veröffentlichung des Case/Shiller-Index zeigt im Vergleich zum Juni 2010 einen Rückgang der Hauspreise um 4,5 Prozent. In den 20 größten Ballungsgebieten der USA sind die Preise allein im Juni um 0,1 Prozent zum Vormonat gesunken. In manchen Städten, wie zum Beispiel in Las Vegas oder Miami, sind Häuser um gut die Hälfte billiger als noch vor fünf Jahren. Das Immobilienvermögen der privaten Haushalte betrug 16,1 Billionen USD; das sind 6,6 Billionen USD oder 30% weniger als noch im Jahr 2006. Doch manche Investoren setzen bereits auf eine massive Erholung: Hedgefonds wie Caxton, SAC Capital, Avenue Capital oder Blackstone kaufen Aktien oder Anleihen von Hausbaufirmen und Hypothekenpapiere. Auch „toxische“ Papiere, von der US-Regierung aufgekauft, um den Markt zu entlasten, finden wieder Abnehmer. (rk)


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Freitag, 20. April 2012

financenetreal:estate – 43

financenet@medianet.at

CB Richard Ellis Immobilienmakler ortet aktuell bestenfalls „verhaltene Nachfrage“ auf dem Wiener BĂźromarkt

short

GroĂ&#x;e machen das Plus

Konzernergebnis ECO Business Immobilien Wien. Die im Standard Market Auction der Wiener BÜrse notierte ECO Business-Immobilien AG (ECO) erzielte im Geschäftsjahr 2011 ein negatives Konzernergebnis in HÜhe von 12 Mio. ₏. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 hatte sich auf 9,4 Mio. ₏ belaufen. Der Gesamtwert des ImmobilienvermÜgens der ECO reduzierte sich von 711,6 Mio. ₏ im Jahr 2010 auf 621,7 Mio. ₏ im Jahr 2011. Dieser Rßckgang sei einerseits auf die Verkäufe 2011 zurßckzufßhren, andererseits aber auch auf negative Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts in der HÜhe von 31,1 Mio. ₏, verlautet ECO Business. (red)

fig. Wobei das Jahr 2011 ein relativ schwieriges Jahr auf dem Wiener BĂźromarkt war. Trotz einiger GroĂ&#x;vermietungen Ăźber 5.000 mďż˝ wurden insgesamt nur 260.000 mďż˝ BĂźrofläche vermietet.

Investitionen minus 10%

Nachfrage bleibt verhalten

Das Investitionsvolumen sei um zehn Prozent auf insgesamt 300 Mio. â‚Ź gesunken, so der international tätige Immobilienmakler CB Richard Ellis (CBRE). Zu den grĂśĂ&#x;ten Transaktionen am Wiener Markt zählten beispielsweise das FĂźnf-Sterne-Hotel InterContinental am Wiener Stadtpark, das um rund 50 Mio. â‚Ź an den Ăśsterreichischen Investor Michael Tojner ging, oder das Warenhaus „La Stafaâ€? in der Mariahilfer StraĂ&#x;e, das der Unternehmer Jamal Al Wazzan (SchĂśps AG) um 30 Mio. â‚Ź erworben hat.

Auch im zweiten Quartal 2012 werde die Nachfrage nach BĂźros in Wien voraussichtlich „verhalten bleibenâ€?, prognostiziert CBREĂ–sterreich-Chef Ridder die Entwicklung am Markt. Infolge einer stagnierenden Vermietungsleistung und des hohen Fertigstellungsvolumens dĂźrfte die Leerstandsrate bis Jahresende weiter steigen, erwartet Andreas Ridder. „Im Jahr 2012 wird die BĂźronachfrage eher verhalten sein, wenn auch einige GroĂ&#x;mieter auf der Suche sind. Durch die relativ hohe Leerstandsrate, vor allem hinsichtlich der Zweitbezugsflächen, die nicht immer dem heutigen Standard entsprechen, wird in Folge davon sicherlich der Druck auf EigentĂźmer in durchschnittlichen Lagen steigen“, erklärt Ridder. In den ersten drei Monaten des heurigen Jahrs 2012 seien zwar nur rund 12.000 mďż˝ BĂźrofläche dazugekommen. Doch das Volumen werde von Quartal zu Quartal

Plus nur GroĂ&#x;vermietungen Mit einem Zuwachs von 30% im Jahresabstand Ăźberraschend gestiegen sind zwar die Vermietungen, doch sei das Plus auf GroĂ&#x;vermietungen zurĂźckzufĂźhren, erklärt CBRE-Ă–sterreichChef Andreas Ridder. GegenĂźber dem vierten Quartal 2011 hingegen sind die BĂźrovermietungen in Wien aber um 7,7 Prozent rĂźckläu-

Gutachten spricht fĂźr Aviso Zeta AG CBRE Ă–sterreich-Chef Ridder: „Nachfrage nach BĂźros wird wohl verhalten bleiben.“

„stetig steigenâ€?, meint dazu Ridder. Im Gesamtjahr 2012 sollen laut CBRE Ă–sterreich knapp 190.000 mďż˝ fertiggestellt und 98.000 mďż˝ generalsaniert werden, heiĂ&#x;t es in diesem Zusammenhang. Bei den erzielbaren Mieten in Wien haben die AusreiĂ&#x;er nach oben seit Jahresbeginn 2012 sogar leicht zugelegt. FĂźr erstklassige Flächen waren bis zu 24,25 â‚Ź pro mďż˝ zu bezahlen. Ridder rechnet bis Jahresende mit einem weiteren

Anstieg der Spitzenmieten innerhalb der Wiener Innenstadt auf etwa 25 ₏. „In den herkÜmmlichen Bßrolagen hingegen werden die Mieten eher stabil bleiben�, so der CBREGeschäftsfßhrer.

HÜchste Renditen konstant Die hÜchst erzielbaren Renditen lagen im ersten Quartal des heurigen Jahres unverändert bei 5,2 Prozent, so Ridder. (APA/red)

Lebensqualität in Städten 14. bis 16. Mai in Schwechat

Baupläne Zwei SchnellstraĂ&#x;en und zwei Tunnel

Schwechat. Was macht eine moderne Stadt lebenswert und wie kann das Leben in Megacities funktionieren? Bei der Fachmesse „Corp Expo 2012“ dreht sich alles um die „Lebenswerte Stadt“ und „Angewandte Stadttechnologien“. Ă–sterreichische Aussteller präsentieren in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Ă–sterreich von 14. bis 16. Mai im Multiversum in Schwechat, was sie zur Steigerung der Lebensqualität in Städten beitragen und welche Technologien sie dafĂźr anbieten. Parallel findet die internationale Konferenz „Real Corp 2012“ statt, auf der rund 500 Fachleute aus fĂźnf Kontinenten referieren und diskutieren. (red)

Wien. Die Asfinag hat unlängst ihre Pläne fĂźr den Ausbau der MurtalschnellstraĂ&#x;e (S36), den Bau der FĂźrstenfelder SchnellstraĂ&#x;e (S7) und den Vollausbau von Bosruck- und Gleinalmtunnel bekanntgeben, berichtete orf.at am Montag. Profitieren vom Ausbau der MurtalschnellstraĂ&#x;e sollen besonders die Gemeinden St. Georgen und Unzmarkt, die von Durchzugsverkehr betroffen sind, werden die beiden GeschäftsfĂźhrer der Asfinag Baumanagement GmbH, Gernot Brandtner und Alexander Walcher in dem Artikel zitiert. Der 7,5 km lange Abschnitt soll laut Asfinag rund 180 Mio. â‚Ź kosten. (red)

Die Fachmesse „Corp Expo 2012“ Ăśffnet am 14. Mai in Schwechat ihre Pforten.

Asfinag baut in der Steiermark

Š Wikimedia/MyFriend CC Lizenz

Š Multiversum

Fachmesse „Corp Expo 2012“

Der Ausbau der MurtalschnellstraĂ&#x;e soll insgesamt rund 180 Mio. Euro kosten.

Š Stephan Huger

Wien. Die Nachfrage nach Wiener BĂźroimmobilien lahmt. Die Leerstandsrate ist im ersten Quartal gegenĂźber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 5,3 auf 6,0 Prozent gestiegen.

Š CBRE/www.christian-husar.com

Die Leerstandsrate wächst auf sechs Prozent, die Investitionen sinken um satte zehn Prozent.

Stefan FrĂśmmel, Vorstand Aviso Zeta AG: „Entscheidend fĂźr Verfahren“.

Wien. Ein Gutachten im Dragon FX Garant-Anlegerverfahren stärkt die Position der Aviso Zeta AG (vormals Constantia Privatbank AG). Gegenstand des vom Handelsgericht (HG) Wien in Auftrag gegebenen Gutachtens war die Untersuchung der Bonität der Lehmann Gruppe als Emittentin und Garantin des Dragon FX Garant per Dezember 2006. Das Ergebnis der Sachverständigen: Mit „Upper Medium grade“ bescheinigten alle Ratingagenturen der Lehmann Gruppe eine gute Bonität. Damit werde die Rechtsansicht der ehemaligen Constantia Privatbank AG – nunmehr Aviso Zeta AG – in einem weiteren Punkt bestätigt, so Aviso Zeta. Die Emittentin Lehman Brothers Treasury Co BV wies per Dezember 2006 bei S&P das Rating A+ und bei Moody’s das Rating A1 auf. Die Garantin Lehman Brothers Holding Inc. wurde zu diesem Zeitpunkt von S&P mit A+, Moody’s mit A1, Fitch mit A+ und DBRS mit AH (Ahigh) bewertet. (red)

9HUWUDXHQZEDVLV 6HLW-DKUHQVWHKWGLH6,002$*IÄ‘U,QYHVWPHQWVLQ%HVWODJH.QRZKRZ  (UIDKUXQJXQGHLQHYHUDQWZRUWXQJVYROOH6WUDWHJLHODVVHQXQVVHLWKHUZDFKVHQ 1DKDP.XQGHQ0LWSHUVĂšQOLFKHP(LQVDW]8QGPLWZHUWEHVWĂƒQGLJHU$UEHLW IÄ‘UGLH=XNXQIW,QIRUPDWLRQHQÄ‘EHUGLH6,002$NWLHZZZVLPPRDJDW


I m m o :Ma r k e t s

44 – financenetreal:estate

Freitag, 20. April 2012

financenet@medianet.at

Schuldenkrise Rebound des Investmentmarkts wird gebremst, die Finanzierungsseite bleibt herausfordernd

short

EHL Büromarktbericht ortet Investoreninteresse

„La Stafa“ geht an heimischen Investor Frankfurt/Wien. Die Deka Immobilien GmbH hat das im Jahr 2003 für den Offenen Immobilien-Publikumsfonds WestInvest InterSelect erworbene Büround Geschäftsgebäude „La Stafa“ vor Kurzem an einen österreichischen Investor verkauft. Das auf der Mariahilfer Straße 120 im Jahr 1911 errichtete Objekt verfügt über insgesamt 11.600 m� Handels- und Bürofläche. Über den Verkaufspreis ist Stillschweigen vereinbart worden. (fh)

Leerstände im internationalen Vergleich auf niedrigem Niveau; die Mietpreise bleiben stabil. Fritz Haslinger

© Strabag

Strabag übernimmt Brandner Wasserbau

Brandner-Mehrzweckleichter „Drei Gebrüder“ im Einsatz auf der Donau.

Aufschwung fehlt noch

Wien/Wallsee. Der börsenotierte Baukonzern Strabag SE hat rückwirkend per 1. Jänner 2012 die Brandner Wasserbau GmbH zur Gänze übernommen. Das in Wallsee ansässige Unternehmen ist bereits seit mehr als 200 Jahren in den Geschäftsfeldern Wasserbau, Sand- und Kiesgewinnung sowie Hydrografie tätig. „Nach Deutschland wollen wir auch in Österreich Marktund Technologieführer für Wasserbau werden. Mit den für die Donau maßgeschneiderten Brandner Geräten können wir darüber hinaus den Donauraum Ungarn, Serbien, Rumänien, Bulgarien und die Ukraine erschließen“, kommentiert Strabag-Boss Peter Haselsteiner die Strategie. Ein wichtiger Auftrag (das Pilotprojekt „Via Donau – Sohleintiefung der Donau“) wurde bereits gewonnen. „Dadurch sind eine rasche Auslastung des Geräts und der ideale Einsatz des speziellen Know-hows von Brandner sichergestellt“, so Haselsteiner.

Aufgrund der europäischen Währungs- und Schuldenkrise sei der bereits für 2011 erhoffte Aufschwung des Wiener Büromarkts noch nicht eingetreten, heißt es im aktuellen „EHL Büromarktbericht 2012“. Der Markt bewege sich jedoch auf anhaltend stabilem Niveau.

Mietpreise weiter stabil Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung würden weiterhin die Hauptmotive für Standortübersiedlungen sein; mit Flächenexpansion verbundene Umzüge und Neuzuzüge internationaler Unternehmen bleiben die Ausnahme. Und dieser Trend gehe in erster Linie zulasten veralteter Objekte in schlechten Lagen. Die Verwertungschancen für moderne Neubauprojekte in guten Lagen seien aber weiterhin gut, so die EHL Standort-Experten.

Michael Ehlmaier, EHL: Investmentmarkt wird von der Verfügbarkeit und Konditionen von Krediten abhängen.

Da die Neuflächenproduktion und die Vermietungsleistung in den vergangenen vier Jahren weitgehend synchron zurückgegangen seien, hätten sich die Mietpreise am Wiener Büromarkt auf stabilem Niveau eingependelt. Die steigende Inflation sorgt allerdings dafür, dass die Vermieter trotz stabiler Mietpreise einen leichten realen Rückgang hinnehmen müssen.

Rekordtief für Neuflächen „2012 erreicht die Neuflächenproduktion ein neues Rekordtief von 170.000 m�. Damit liegt sie 10.000 m� unter dem bereits schwachen Vorjahreswert. Großteils werden Projekte mit einem Vorvermietungsgrad von

© www.immobilienscout24.at

EDI-Real kooperiert und beliefert www.immobilienscout24.at.

zumindest 30 bis 50 Prozent realisiert“, so Ehlmaier. Die Leerstandsrate werde 2012 leicht von 6,3 auf 6,5 Prozent ansteigen. Im internationalen Vergleich sei dies jedoch noch immer ein niedriger Wert.

rung abhängen“, ist Ehlmaier überzeugt. Bemerkenswert sei der seit letztem Jahr zu verzeichnende Aufschwung der Wiener Innenstadt: Dank guter Nachfrage hätten die Spitzenmieten auf aktuell 28 €/m� angezogen. Das starke Interesse an zentralen Innenstadt-Standorten wirke sich auf die etwas tiefer angesiedelten Objekte in den an den 1. Bezirk angrenzenden Lagen aus. So würden sich Objekte wie das „Bureau am Belvedere“, das „Haus an der Wien“ oder das „Green Worx“ am Praterstern hohen Mietzuspruchs erfreuen. „Die unattraktiven Geldmarktveranlagungen führen dazu, dass das Interesse eigenkapitalstarker Investoren an Immobilieninvestitionen anhaltend hoch bleibt“, weiß Ehlmaier.

Investmentmarkt leidet Im letzten Quartal 2011 seien zahlreiche Investmenttransaktionen der Schuldenkrise zum ­Opfer gefallen, da die finanzierenden Kreditinstitute mittlerweile weit höhere Eigenmittel verlangen und die Risikoaufschläge deutlich angezogen hätten. „Die Entwicklung des Investmentmarkts wird 2012 wesentlich von der Verfügbarkeit und den Konditionen der Kreditfinanzie-

Umzug Headquarter am Zentralbahnhof bald fertig

Shopping-Center Industrie kämpft mit Finanzierung

Wien. In drei Jahren zieht die Erste Group in das neue Headquarter am Zentralbahnhof um und schon jetzt werden Teile des Immobilienbestands verkauft. Laut WirtschaftsBlatt braucht die Erste Group bis Juni 2012 noch 166 Mio. €, um die von der europäischen Bankaufsicht vorgegebene Zielquote beim harten Kernkapital von neun Prozent zu erreichen. Um Geld aufzustellen, greift die Bank zum „Familiensilber“ – dem Hunderte Mio. € schweren Immobili-

Wien. „Die europäische ShoppingCenter-Landschaft erholt sich, wenn auch unterschiedlich: Während Polen, Deutschland oder die Türkei die Krise kaum gespürt haben, bahnt sich beispielsweise Rumänien erst langsam den Weg nach vorn“, sagt Wolfgang Richter, Standortberater und Geschäftsführer von RegioPlan Consulting GmbH. Unabhängig vom Land sei die größte Herausforderung momentan die Zwischenfinanzierung: Zwar gebe es genug Kapital auf Endinvestorenseite; wenn man sich aber um Fremdkapital bei einer Bank bemühe, gebe es dieses nur in seltenen Fällen.

Erste Group Immobilien zu haben

Wohnung suchen und finden leicht gemacht

enportfolio. Bestens sanierte Altbauten in noblen City-Lagen, aber selbst die Zentrale – rund 60 Mio. € wert – im Herzen der Wiener City soll angeboten worden sein, so das WirtschaftsBlatt. Erste-Sprecherin Hana Cygonková dementiert jedoch einen Zusammenhang zwischen dem Immobilienverkauf und den verschärften Bedingungen zur Kernkapitalquote. Der Verkauf sei ein ganz normaler Prozess im Rahmen des Erste Campus Projekts. (fh)

Problem bleibt die Kreditklemme nern machen das Land zu einem interessanten Expansionsmarkt für viele Händler“, bestätigt Richter. Zu beachten sei jedoch: „Erstens gibt es eine strenge Raumordnung und somit sind Baugenehmigungen nicht leicht zu bekommen und zweitens gibt es in deutschen Städten auch einen funktionierenden Innenstadthandel, sodass trotz niedriger Shopping-Center-Dichte ein neues Einkaufszentrum noch keine Erfolgsgarantie ist.“

Auch die Zentrale der Erste Bank am Wiener Graben soll verkauft werden.

Deutschlands Shopping-CenterDichte liege aktuell bei rund 15 m� pro 100 Einwohner, das ist niedriger als in anderen europäischen Ländern. Einen Höchstwert in Europa erreiche das kleine Estland mit circa 52 m�/100 Einwohner. „Darüber hinaus gab es in der Geldtasche der deutschen Konsumenten keine Krise. Die Größe des Landes und 80 Städte mit über 100.000 Einwoh-

© RegioPlan

Wunderkind Deutschland

© Wikimedia

Wien. EDI-Real, Österreichs Marktführer für Makler-Software mit 380 Verwendern, und ImmobilienScout24, Europas erfolgreichste Immobilienplattform, gehen in Österreich ab sofort eine enge Kooperation ein und erleichtern damit Immobilienmakler/innen die effiziente und „beschwerdefreie“ Verwaltung ihrer online angebotenen Immobilien. Als erste Software beliefert EDI-Real nun www.immobilienscout24.at im „Near Live“Modus mit den aktuellen Immobilien der Kunden. (ag)

© EHL Immobilien

Wien. „Auch mitten in der Finanzund Schuldenkrise kann der Wiener Büromarkt trotz rückläufiger Vermietungsleistung sein stabiles Mietpreisniveau halten. Angebot und Nachfrage sind weiterhin im Gleichgewicht und die Leerstände befinden sich trotz leichtem Anstieg auf im internationalen Vergleich niedrigem Niveau“, erklärt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien GmbH. Kontinuität, Preisstabilität und Sicherheit seien die Eigenschaften, die in einem schwierigen Marktumfeld die Basis für den nächsten Aufschwung bilden, meint Ehlmaier.

Wolfgang Richter, RegioPlan: Shoppingcenter Europas sind auf Erholungskurs.


l aw & o r d e r

Freitag, 20. April 2012

financenetreal:estate – 45

financenet@medianet.at

DLA Piper Weiss-Tessbach Diskussionsrunde mit Branchenprofis und Rechtsexperten über Pharma-Marketing

short

Pharma braucht Juristen

Wolf Theiss punktet bei Erneuerbaren in CEE

Wien. Die internationale Anwaltskanzlei DLA Piper lud zu Diskussion und fachlichem Austausch rund um das Thema „Life Sciences“, konkret um erfolgreiches Pharma-Marketing innerhalb des sehr engen Korsetts der einschlägigen Vorschriften.

ters Deloitte-Tax-Partner Jaroslav Skrvna und Christian Singer, Professor an der Medizinischen Universität Wien. „Der Life Sciences Sektor bietet nach wie vor spannende Aussichten für Unternehmen und Forschung. Ich freue mich, dass wir unseren Mandanten heute rechtliches Hintergrundwissen und wichtige Impulse mitgeben konnten”, resümiert Christoph

Pharma-Marketing

Entwicklungen in CEE Sabine Fehringer, Partnerin im Wiener Büro von DLA Piper, eröffnete die Veranstaltung. Als erste Sprecherin referierte Sabine Vogler, Leiterin der Gesundheit Österreich GmbH, über die Preispolitik der Pharmaindustrie in Zentralund Osteuropa (CEE).

„Nahezu nirgends ist Werbung so reguliert wie im Pharmabereich. Doch das gute Produkt findet seine Kunden.“

© DLA Piper

Kaum eine andere Sparte der Wirtschaft ist so sehr von neuen Reglementierungen betroffen; gleichzeitig schaffen es die Unternehmen aber doch, nicht nur Erträge zu erwirtschaften, sondern sich auch bei manchen Beobachtern den Ruf zu verschaffen, sie hätten selbst die Finanzmarkt- und anschließende Wirtschaftskrise kaum je wirklich gespürt. Rund 50 Experten aus Forschung, Biomedizinischer Industrie und Wirtschaft folgten dieser Tage der Einladung und diskutierten mit Anwälten von DLA Piper über aktuelle Trends und Herausforderungen in der Pharma-Branche.

sabine fehringer, dla piper

Beim Fachgespräch: Robin Rumler, Edith Fürlinger und Christoph Mager.

Anschließend erläuterte DLAPartnerin Fehringer gemeinsam mit ihrer rumänischen Kollegin Livia Constantinescu die rechtlichen Rahmenbedingungen für Marketing und Vertrieb von Pharma-Produkten. „In nahezu keinem Bereich ist Werbung so reguliert und mit Werbeverboten versehen wie im Pharmabereich. Dennoch findet das gute Produkt immer seinen

Weg zum Kunden”, so Fehringer. Anschließend diskutierte ein hochkarätiges Panel die aktuellen Chancen für die Pharma-Branche im CEE-Raum, heißt es weiter.

Branche stark vertreten Am Podium: Robin Rumler, CEO von Pfizer Austria und Präsident des Verbands der pharmazeutischen Industrie Österreichs, wei-

Mager, Partner und Leiter der Praxisgruppe Corporate bei DLA Piper Weiss-Tessbach. Mit weltweit 4.200 Juristen an 77 Standorten gilt DLA Piper als eine der größten Wirtschaftskanzleien der Welt. In Österreich ist man durch DLA Piper Weiss-Tessbach mit einem Büro in Wien und 130 Mitarbeitern, davon etwa 60 Juristen, vertreten. (red)

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© Wolf Theiss

Aussichten in Zentral- und Osteuropa für Unternehmen und Forschung wurden erörtert.

Wolf Theiss-Partner Bryan Jardine wurde in Rumänien ausgezeichnet.

Bukarest/Wien. Der Anwaltssozietät Wolf Theiss wurde die Auszeichnung „Energy Law Firm of the Year” im Rahmen des ersten „Romanian Energy Awards“ verliehen. Der Galaabend, im Rahmen dessen die Preisverleihung stattfand, wurde von der Zeitschrift The Diplomat – Bucharest organisiert. Die Auszeichnung wurde den Wolf Theiss-Partnern Bryan Jardine und Ciprian Glodeanu im Rahmen einer Zeremonie im Crowne Plaza Hotel in Bukarest überreicht. Rumänien gilt als einer der dynamischsten Märkte der CEE-Region für Energie und speziell für Erneuerbare Energiequellen; man habe ein markant steigendes Interesse von Investoren und anderen Interessensgruppen in einer Vielzahl von bahnbrechenden Projekten registriert, so Wolf Theiss. Intensive Beschäftigung mit den Geschäftsmodellen habe die eigene Position im Beratungsgeschäft gestärkt. (red)


l aw & o r d e r / p e o p l e & dat e s

46 – financenetreal:estate

Freitag, 20. April 2012

financenet@medianet.at

Junganwältetag 2012 Wiener Rechtsanwaltskammer berät junge Rechtsanwälte und Rechtsanwaltsanwärter

short

Weg zur eigenen Kanzlei

Finanz-Fachmesse in Kürze in Darmstadt

Experten geben jungen Anwälten Tipps über Gründung und Management einer Anwaltskanzlei.

In wenigen Tagen findet die „Pools & Finance“-Messe in Darmstadt statt.

Darmstadt. Am 26. April findet im Kongresszentrum in Darmstadt zum ersten Mal eine von vier Maklerpools und einem Verband gemeinsam veranstaltete Finanz-Fachmesse statt. Mit der „Pools & Finance“-Messe betreten die Veranstalter BCA, blau direkt, FondsKonzept, Jung DMS & Cie. und der Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschlands (VuV) Neuland. 150 Aussteller stellen ihre Angebote vor, in 55 Workshops erfahren die Besucher Neuigkeiten aus der Welt der Finanzanlagen- und Versicherungsvermittler. Höhepunkte sind die Reden von Wolfgang Clement (ehemaliger Bundeswirtschaftsminister) und Dirk Müller („Mister Dax“).  (red)

ner Rechtsanwälte), Dietmar Dworschak (Dworschak & Partner), Eric Heinke (Mitglied des Ausschusses der Rechtsanwaltskammer Wien), Maria Hoffelner (PHH Prochaska Heine Havranek Rechtsanwälte), László Jakabffy (4D solutions), Sergij Klinc (lawyers&more), Stefan Prochaska (Vizepräsident der Rechtsanwaltskammer Wien), Manfred Stimmler (Kammeramtsdirektor der Rechtsanwaltskammer Wien), und Markus Weiss (Advokat Unternehmensberatung Greiter&Greiter).

Breite Informationspalette Vor und nach den Diskussionsrunden gibt es für die Teilnehmer die Möglichkeit, sich bei den unterschiedlichen Informationsständen über Produkte und Dienstleistungen, die sie bei der Kanzleigründung und -führung unterstützen, zu erkundigen. (red)

© PHH Rechtsanwälte

© poolsandfinance.de

Wien. Am 3. Mai lädt die Rechtsanwaltskammer Wien junge Rechtsanwälte und Rechtsanwaltsanwärter zum „Startup-Cafe“ in das Raiffeisenforum Wien, um sich rund um das Thema der Gründung einer eigenen Anwaltskanzlei mit Experten auszutauschen. An verschiedenen Tischen wird Fragen nach Strategie, Businessplan und Außenauftritt bei der Gründung und dem Management von Kanzleien nachgegangen. Durch die Möglichkeit, die Expertentische zu wechseln, kann jeder Teilnehmer mit mehreren Know-how-Trägern je nach persönlichem Interesse über die für ihn wichtigen Themen diskutieren. Die Ergebnisse werden anschließend von den jeweiligen Experten gemeinsam mit dem Initiator Stefan Prochaska, Vizepräsident der Rechtanwaltskammer, präsentiert. Als Experten fungieren dieses Jahr u.a. Markus Fellner (Fellner Wratzfeld & Part-

Der Initiator des „Startup-Cafes“: Kammer-Vizepräsident Stefan Prochaska.

M&A-Deal Software und Mobilfunk H.I.G. Capital und Aircom Gruppe übernehmen österreichische Softwarefirma

DLA Piper und Wolf Theiss: Symena-Deal

Abu Dhabi. Am 15. Mai findet das „3rd Annual Arab Investment Summit 2012” in Abu Dhabi statt. Das diesjährige Summit beschäftigt sich u.a. mit der Frage, wo im arabischen Raum momentan die besten Möglichkeiten anzutreffen sind, fokussiert kurzfristige und langfristige Strategien in der Region und liefert einen aktuellen Überblick über die aufstrebendsten Märkte in arabischen Ländern.

Investmentabend von direktanlage.at

treute, erklärte: „Die Integration in einen internationalen Player war der logische Schritt des äußerst erfolgreichen Gründerunternehmens Symena in die nächste Wachstumsstufe.“ Seitens Wolf Theiss hat neben Dieter Spranz auch Counsel Sandra Müller bei der Transaktion beraten. „Es handelt sich um eine besonders interessante Transaktion, da im Wege eines innovativen und strukturierten Kaufpreisstundungsmechanismus dem Symena Mangement sowie den sonstigen Verkäufern mittelbar die Möglichkeit eingeräumt wurde, am weiteren Erfolg der gesamten Aircom Gruppe teilzuhaben“, erklärt Partner Phillip Dubsky, der den Deal bei DLA Piper Weiss-Tessbach federführend betreute. (red)

© Wolf Theiss, DLA Piper

Wien. Die englische Aircom Gruppe, welche im Besitz des weltweit agierenden Private Equity-Unternehmens H.I.G. Capital steht, hat die österreichische Symena Software & Consulting GmbH zur Gänze erworben. Die Symena entstand im Jahr 2002 aus einem Spin-off der Mobile Communications Group an der Technischen Universität Wien und hat sich seitdem zum Marktführer im Automatic Cell Planning zur Optimierung zellulärer Funknetze entwickelt. Käuferseitig wurde H.I.G. Capital und die Aircom Gruppe von der Anwaltssozietät DLA Piper Weiss-Tessbach beraten. Die Sozietät Wolf Theiss beriet Symena und ihre Gesellschafter bei dem Deal. Partner Dieter Spranz, der den Deal seitens Wolf Theiss be-

3rd Arab InvestmentSummit in Abu Dhabi

Wolf Theiss-Partner Dieter Spranz und Phillip Dubsky, Partner bei DLA Piper.

Schönherr Vorlesungen

Unternehmensfinanzierung Veranstaltung über ethische Kapitalbeschaffung

Lawyering läuft am Juridicum

Podiumsdiskussion über Ethik © direktanlage.at

Wien. Am 18. April widmete sich eine Podiumsdiskussion an der FH Wien dem brisanten Thema „Ethische Unternehmensfinanzierung – Illusion oder reale Möglichkeit?“ Die Diskussion ging der Frage nach, wie sich verantwortungsvoll orientierte Unternehmen über einen nachhaltigen und ethischen Finanzmarkt Kapital beschaffen und somit selbst eine Möglichkeit für nachhaltige Investoren bieten

Martin Hüfner referiert am 23. April in Linz über Anlageperspektiven.

& Schattera), Reinhard Paulesich, (Institut für Umwelt und Regionalwirtschaft der WU Wien), Gerald Weiss (Geschäftsführer bei TPA Horwath), Sebastian Nitsch (CEO der 6b47 AG), Bianca Konrath (Deloitte Touche Tohmatsu), ­ Karim Zaazou (Gründer des Forums Austrian Islamic Finance FAIF, Geschäftsführer von Zaazou Concept & Consulting), Klaus Gabriel (Sozial- und Wirtschaftsethiker), Helmut Siller (Bereichsleiter Rechnungswesen und Controlling am Institut für Unternehmensführung der FHWien) und Christian T. Wolf (GF der TU Wien-Holding).

Wien. Die Vorlesungsreihe der Anwaltssozietät Schönherr zum Thema „Lawyering“ läuft aktuell am Juridicum in Wien. Initiator und Schönherr-Seniorpartner Guido Kucsko vermittelt dort zusammen mit hochkarätigen Gastvortragenden seit 19. März wöchentlich die Wichtigkeit von individuellen Skills als Ergänzung zum juristischen Fachwissen. (red)

Christian T. Wolf, GF TU Wien Holding und Gründer der Plattform „Ethic Financing“.

Die Veranstaltung, initiiert von Christian T. Wolf, Geschäftsführer der TU Wien-Holding und Lektor an der FHWien, Studiengang Unternehmensführung, fand in Kooperation mit allen FHWien-Studiengängen der Wirtschaftskammer Wien und dem Forum Austrian Islamic Finance (FAIF) statt. Wolf ist Gründer der Plattform „Ethic Financing“. (red)

© Schönherr

Hochkarätige Diskutanten

© TU Wien

Linz. Die österreichische Vermögensanlagebank direktanlage. at lädt am 23. April zu einem Investmentabend mit Martin Hüfner mit dem Thema „Perspektiven der Anlagepolitik“ nach Linz. Hüfner war viele Jahre Chefvolkswirt bei der HypoVereinsbank, Senior Economist bei der Deutschen Bank und leitete in Brüssel den Wirtschafts- und Währungsausschuss der Chefvolkswirte der Europäischen Bankenvereinigung. Er fungiert als volkswirtschaftlicher Berater von direktanlage.at. Weitere Referenten an dem Abend sind Martina Meister (Head Institutional Clients Austria bei LGT Capital Management) und Johannes Rogy (Vertriebsdirektor CEE bei Nordea Investment Funds S.A.). (red)

können. Schwerpunkte bei der Diskussion waren die Aspekte Wirtschaftsethik und ethische Finanzierungsinstrumente, die Zukunft der Kreditfinanzierung und Zinskritik, das Islamic Financing als mögliche Form ethischer Finanzierung und die Frage nach Fair Trade bei Finanzprodukten. Die Podiumsdiskutanten waren Michael Martinek (Vorstandsvorsitzender Bankhaus Schelhammer

Seniorpartner Guido Kucsko: „Konnten hochinteressante Gäste gewinnen“.


medianet

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Freitag, 20. April 2012 – 47

Wichtig

Gesundheitsexperten diskutierten über Vorsorge und Medizin für Kinder  Seite 52

© APA/B. Gindl

© Markus Prantl

healtheconomy Wissenslücke

Nur wenige kennen ihre Laborwerte, sagt eine Studie. Vorsorge ist schwer  Seite 50

Wechsel Pharmamanager als Bankchef © EPA/Tim Brakemeier

© iStockphoto

short

Patentabläufe: ­GenerikaProduzenten jubeln

Branchenwerbung Um die Homöopathie als komplementärmedizinische Behandlungsmethode besser zu etablieren sowie die Kooperation mit der Schulmedizin zu fördern, hat der Verein zur Förderung der Homöopathie und Gesundheit die Initiative „Homöopathie hilft!“ gegründet. Partner sind die Apothekerkammer, die Gesellschaft für Homöopathische Medizin, das Komplementärmedizinische Referat der Ärztekammer, das Hebammengremium und die Gesellschaft für Veterinärmedizinische Homöopathie. Finanziert wird die Plattform u.a. von der Firma Dr. Peithner KG. Seite 50

© Foto Wilke; Pfizer; sxc / Montage: B. Schmid

© panthermedia/Wolfgang Filser

Branchenaufruhr Die Ankündigung der Londoner InternetArztpraxis „DrEd.com“, künftig auch in Österreich aktiv zu werden, hat innerhalb der Gesundheitsbranche für erhebliche Aufregung gesorgt. „Komfortable und vertrauliche Arztbesuche via Internet“ verspricht das Portal. Werde im Rahmen der Behandlung ein Rezept ausgestellt und an den Patienten übersandt, habe dieses uneingeschränkte Gültigkeit auch in österreichischen Apotheken, verspricht der Anbieter. Stimmt, sagen dazu die Apotheken, aber zahlen muss man es trotzdem selbst. Seite 48

Eine Ära geht zu Ende Pharmapräsident Robin Rumler erhält zunehmend ­Konkurrenz: Weil milliardenschwere Patente heuer ablaufen, steht der Branche ein tiefer Wandel bevor, sagt Generikaverbandspräsident Bernd Leiter.  Seite 48

inhalt www.cb12.at Healthcare > Orden wollen Klarheit bei Spitalsfinanzierung  49 > Krankenkassen erfüllen die Finanzziele  49 > Diskussion um Medizinuni in Oberösterreich  49 Pharmareport und Lifescience > Bayer scheitert mit Klage in den USA an Nachahmern  50 > Johnson & Johnson muss Strafe zahlen  50 Serie: Betriebliche Gesundheit > Angst und Stress kosten die Wirtschaft Milliarden 51 > Aktion: Mitarbeiter fahren mit dem Rad zu Arbeit  51

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48 – healtheconomy

Kommentar

Die Grippewelle ist vorbei

Freitag, 20. April 2012

Hintergrund Generikaverbandspräsident Bernd Leiter (Stada) erwartet kräftige Verschiebungen in der Pharmabranche

Generikabranche: Zeit der Blockbuster ist vorbei Heuer laufen Patente von Arzneimitteln mit einem weltweiten Umsatz von 63 Mrd. US-Dollar ab.

W

ir können im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen: Die diesjährige Grippewelle ist offiziell vorbei. Sie haben nichts davon bemerkt? Dann sind Sie nicht die einzigen. Die Welle war heuer sehr mild. In der Influenzasaison 2011/2012 hat der Grippemeldedienst des Gesundheitsdiensts der Stadt Wien im Zeitraum von Oktober vergangenen bis April dieses Jahres rund 240.000 Erkrankungen an Grippe und grippalen Infekten ausgewiesen. Rund 85.000 Erkrankungsfälle entfielen davon in den Zeitraum der eigentlichen Grippewelle. ‚Üblicherweise sehen wir um den Jahreswechsel einen kräftigen Anstieg an Grippefällen, doch heuer blieb dies aus – die Grippewelle begann rund einen Monat später und sie dauerte kürzer‘, erklärte Ursula Karnthaler, Leiterin der Infektionsvorsorge der MA 15. So weit so gut. Aber wie war das noch vor einigen Jahren? Wir wurden von Saison zu Saison mit Vogel-, Schweineund sonstiger Grippe panisch gemacht. Ein Pandemie stehe kurz bevor sagten Experten und die Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Regierung kaufte deshalb vor einigen Jahren tonnenweise AntigrippeMedikamente und Tausende Atemmasken. Beides verrottet jetzt irgendwo vor sich hin. Die entscheidende Frage dabei: War die Pandemiegefahr damals real? Dann ist sie es heute auch noch. Also sollten wir wieder neue Medikamente und Masken einlagern. Oder die Gefahr war nicht real. Warum haben wir das Zeug dann gekauft? Da aber offenbar niemand daran denkt, neue Medikamente, Masken und Sonstiges für den Notfall zu kaufen, scheint die Sache doch eher hochgespielt worden zu sein. Das wiederum stellt die Frage nach den Verantwortlichkeiten: Wer übernimmt die Zuständigkeit dafür, dass offenbar Millionen in Panik sinnlos ausgegeben worden sind? Und wie können wir uns künftig vor solchen unnötigen und teuren Schnellschüssen schützen? Mehr noch: Wofür geben wir im Gesundheitswesen noch unnötig Geld aus, das niemandem hilft und vor allem in anderen Bereichen fehlt? Das sind die Fragen, die man sich stellen muss, wenn öffentlich über Grippe und Grippewelle diskutiert wird und wenn wir von Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen reden. Dass es nicht passiert, ist nicht nur bedauerlich, sondern ärgerlich. Und es geht auf Kosten aller Beteiligten im System, für die dann das Geld wirklich fehlt.

Wien. Er gilt als die schillerndste Figur der Pharmabranche im deutschsprachigen Raum: Der Hexal-Gründer, der seinen Konzern vor einigen Jahren gewinnbringend an Novartis verkauft hat; Biotech-Investor Thomas Strüngmann sagt den internationalen Pharmakonzernen angesichts weniger Neuentwicklungen und steigender Kosten harte Zeiten voraus. Die Forschungsabteilungen der großen Pharmaunternehmen lieferten keine Neuerungen, produktiv seien nur die kleinen Einheiten, sagte der Manager, der mit seinem Zwillingsbruder Andreas in Deutschland zu den größten Investoren in der Biotechbranche gehört. „Von zehn neu zugelassenen Produkten sind zurzeit doch höchstens drei wirklich innovativ. Die Branche wird deshalb noch durch ein tiefes, blutiges Tal gehen“, prognostiziert Strüngmann. Insgesamt steht die Pharmabranche Thomas Strüngmann zufolge vor einem Wandel. Künftig werde nicht mehr die Krankheit behandelt, sondern der Patient. „Das heißt auch, dass die Zeit der BlockbusterPräparate mit mehr als einer Milliarde Dollar Umsatz im Jahr vorbei ist“, erwartet der Investor. Die Zukunft der Pharmaindustrie sieht er in der molekularen Diagnostik und in der personalisierten Medizin, worunter Medikamente verstanden werden, die mittels Gentests ganz auf einzelne Patientengruppen zugeschnitten sind. Künftig werde der Preis für ein Medikament nicht mehr von den Herstellern gestellt, sondern von den Kassen und den großen Organisationen der Patientenversorgung. Deshalb werde sich die Branche in den nächsten zehn Jahren stärker verändern als in

Die Zukunft der Branche liegt in der Entwicklung teurer Krebsmedikamente und Biotechprodukte, sagen Insider.

den vergangenen 50, glaubt Strüngmann. Für die Verwertung der Patente auf neue Medikamente spielten Kosten-Nutzen-Erwägungen mittlerweile eine immer stärkere Rolle. „Heute entscheiden KostenNutzen-Überlegungen schon viel früher, welches Medikament verordnet wird und welches nicht.“ Strüngmann zufolge ist dies eine Folge der weiter steigenden Gesundheitsausgaben in den Industrieländern. Strüngmanns Einschätzung teilt auch der Präsident des heimischen Generikaverbands, Stada-Manager Bernd Leiter. „Die Zeit der Blockbuster ist vorbei.“ Derzeit würden zahlreiche der großen Patente ablaufen. Wie berichtet, hat die

Entwicklung mit der Bezeichnung „Patent-Klippe“ auch einen Namen, der auf die Dramatik schließen lässt. Allein heuer betreffen Patentabläufe Arzneimittel mit einem weltweiten Jahresumsatz von 63 Mrd. USD, bis Ende 2013 sollen es sogar 130 Mrd. sein. Zum Vergleich: Die Branche setzt weltweit etwa 800 Mrd. USD um. Allein in Österreich sparen die Krankenkassen dadurch bis zu 1,3 Mrd. € in drei Jahren.

Markt im Umbruch Die Medikation werde sich in den kommenden Jahren verschieben, ist Leiter überzeugt. Und zwar von den Volkskrankheiten, wo der Markt für Blockbuster lag, zu den

weniger stark verbreiteten Krankheiten mit höherpreisigen Medikamenten – Stichwort Onkologie. Parallel verschiebe sich der Markt der chronischen Volkskrankheiten hin zu den Generikaherstellern und mit ihm auch der Vertrieb. Orginalhersteller würden Personal abbauen, Generikahersteller nehmen die Vertriebsleute auf. „Es gibt zudem auch Originalhersteller, die mit dem Ablauf eines wichtigen Blockbusters beginnen, selbst Generika auf den Markt zu bringen“, sagt Leiter. Am Massenmarkt sei man dadurch am Scheideweg: „Die Preisspirale hat sich weit nach unten gedreht; zum Teil bieten nicht einmal mehr Generikahersteller Produkte an.“

Diskussion Britischer Internetdienst bietet Rezepte an; Ärztekammer warnt vor Ferndiagnosen, Minister bremst

Web-Arzt: Kritiker orten „Viagra-Schleuder“ Wien/London. Die Ankündigung der Londoner Internet-Arztpraxis „DrEd.com“, künftig auch hierzulande aktiv zu werden, hat in der Gesundheitsbranche für Aufregung gesorgt. „Komfortable und vertrauliche Arztbesuche via Internet“ gibt es ab heute auch in Österreich. Werde im Rahmen der Behandlung ein Rezept für ein Arzneimittel ausgestellt und an den Patienten per Post übersandt, habe dieses Rezept uneingeschränkte Gültigkeit auch in österreichischen Apotheken“, verspricht der Anbieter. Stimmt, sagt die Apothekerkammer, entspricht das Rezept den gesetzlichen Regeln, ist es einzulösen. Wie ein Rezept, das ein Urlauber aus Italien mitbringe. Allerdings bedeutet das Rezept nicht, dass es die Krankenkassen auch erstatten. Es wird behandelt, wie ein Privatrezept, bei dem ein Patient ein Produkt regulär bezahlen muss. Er kann dann allerdings die Rechnung bei den Kassen einreichen und hoffen, dass diese es erstatten. Kurz: Rezeptpflicht und Erstattungspflicht sind zwei verschiedene Dinge.

DrEd.com ist die europaweit erste Arztpraxis, in der deutsche Ärzte deutschsprachige Patienten über das Internet beraten und behandeln. Die in London von den britischen Aufsichtsbehörden zugelassene Praxis mit derzeit drei Ärzten bietet Sprechstunden zur Männergesundheit (Impotenz, Haarwuchs), Frauengesundheit (Verhütung), die Diagnose und Behandlung von Geschlechtskrankheiten sowie Malariaprophylaxe

an. „Die Patienten profitieren von der komfortablen Verfügbarkeit des Angebots rund um die Uhr an jedem Ort mit Internetverbindung. Es gibt weder lange Anfahrtswege, noch Wartezeiten in der Praxis. Zudem entfällt durch die vertrauliche Arbeitsweise gerade bei peinlichen Themen wie Potenzstörungen oder Geschlechtskrankheiten die Scheu, die eine Vielzahl von behandlungsbedürftigen Patienten aus den traditionellen Praxen fernhält“,

© iStockphoto

Martin Rümmele

© Panthermedia Andrzej Tokarski

Martin Rümmele

„DrEd.com“ sorgt innerhalb der heimischen Ärzteschaft für Aufregung.

schreibt der Online-Dienst. Tatsächlich liegt ein Drittel der Rezepte im Bereich Potenzstörungen. Ein Kritiker aus dem Ärztebereich: „Das ist ein Online-Viagra-Schleuder; einziger Vorteil: Die Patienten kaufen die Medikamente in der Apotheke und nicht aus undurchsichtigen Quellen im Internet.“

Klage steht im Raum „Ich sage ganz deutlich: Tun Sie das nicht“, sagte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) am Dienstag an die Adresse von Patienten. Auch Otto Pjeta, Leiter des Medikamentenreferats der Österreichischen Ärztekammer, warnte: „Das ist die unsicherste und gefährlichste Art, sich behandeln zu lassen.“ Im Detail verurteilen Stöger und Pjeta die Behandlungsmethoden: DrEd biete nur Ferndiagnosen an. Das heißt, jeder kann eine „OnlineSprechstunde“ anfordern, sich durch einen Fragebogen klicken. Ferndiagnosen sind in Österreich eigentlich verboten. Die Ärztekammer prüft deshalb Schritte gegen DrEd. (red)


H e a lt h : c a r e

Freitag, 20. April 2012

healtheconomy – 49

Krankenhaus-Finanzierung Ordenskrankenhäuser fordern erneut mehr Transparenz im Gesundheitswesen

short

Orden wollen Klarheit

Neubau von Kinderund Jugendspital Schwarzach/Salzburg. Der Neubau des Kinder- und Jugendspitals am Krankenhaus Schwarzach schreitet voran. Bis Herbst soll der Rohbau weitgehend fertiggestellt sein, eröffnet soll im Frühjahr 2014 werden. Das Projekt, bei dem neben Zweckmäßigkeit auch auf Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit geachtet wird, soll für die notwendige Mehrkapazitäten im Kinder- und Jugendbereich des Krankenhauses sowie verbesserte Abläufe und Strukturen sorgen. Der Umbau wurde mit 35,5 Mio. € veranschlagt und soll auch für eine hohe Wertschöpfung in der Region Innergebirg sorgen.

ARGE Ordensspitäler: „Undifferenziertes Sparen im Wachstumsmarkt Gesundheitswesen ist zu wenig.“

Teure Intransparenz Das System, so Haber, leide aber an der Intransparenz: „Die Endkosten für einen LKF-Punkt betragen im Bundesdurchschnitt 1,21 Euro, sie schwanken aber zwischen 0,96 und 1,40 Euro.“ Bei dieser von Bundesland zu Bundesland unterschiedlichen Bewertung könne nur ein undurchschaubares Dickicht an Bewertungsgrundlagen entstehen, kritisiert Pater Gregotsch.

„Oase der Gesundheit und des Wohlfühlens“

Ordenskliniken betreuen nach eigenen Angaben 20% aller Spitalspatienten.

Krankenkassen Medikamente helfen beim Sparen

Initiative Oö-Delegation pilgert nach Wien

Linz fordert eigene Medizin-Uni

Wien. Die von der Politik vorgegebenen Finanzziele wurden von den Krankenkassen offenbar übererfüllt. Dies geht zumindest aus dem Monitoringbericht des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger hervor. Die Krankenkassen bilanzieren demnach seit 2009 positiv und haben in den vergangenen drei Jahren ohne Leistungskürzungen insgesamt eine Mrd. € an Schulden abgebaut.

Linz/Wien. 136.000 Stimmen waren bei der Initiative der Oberösterreichischen Nachrichten „Ärzte für Oberösterreich“ gesammelt worden und wurden nun an Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) und Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) von Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP), Bürgermeister Franz Dobusch, Ärztekammerpräsident Peter Niedermoser und dem Chefredakteur der Oberösterreichischen Nachrichten,

Kassenmanager Hans-Jörg Schelling freut sich über Sanierungskurs.

Für das Jahr 2011 etwa waren Einsparungen von 361 Mio. € vorgesehen, tatsächlich wurden nach der letzten Prognose 606 Mio. € eingespart. Für 2013 wurden noch weitere Einsparungen in der Gesamthöhe von 657 Mio. € vereinbart.

Ähnliches Modell für Spitäler Den größten Anteil an der Erfüllung der Gesamtziele haben geringere Kostensteigerungen bei den Medikamenten. So gehen für das Vorjahr 432 der 606 eingesparten Mio. € auf das Konto der Arzneimittel, heuer sind es 531 der insgesamt 702 Mio. € – Grund sind hier unter anderem Patentabläufe und dadurch bedingte Preisreduktionen. Die Erfüllung der Finanzziele ist für die Kassen Voraussetzung, dass sie die im Strukturfonds bereitgestellten Gelder abholen können. Gesundheitsminister Alois Stöger will ein ähnliches System für die Spitalsfinanzierung einführen, um die Auszahlung von Geldern an die Erreichung von vorgegebenen Zielen zu binden. (um)

+++ Top News +++ Top

© APA/Ruba

© Franz Neumayr

Finanzziele „übererfüllt“

Landeshauptmann Josef Pühringer pilgerte nach Wien.

Gerald Mandlbauer, in Wien übergeben. Oberösterreich fordert seit einigen Jahren wegen „absehbaren Ärztemangels“ eine eigene Medizin-Universität. 2010 hatte der Landtag eine „gemeinsame Erklärung aller Fraktionen“ mit einem entsprechenden Wunsch an die Bundesregierung und das Parlament verabschiedet.

Öffentliche Gelder Töchterle nahm die Unterschriften entgegen und erklärte, er könne Oberösterreich heute keine Medizinische Universität zusagen, aber durchaus mittelfristig die Tür zur schrittweisen Entwicklung einer Fakultät mit medizinischer Ausrichtung am Standort Linz öffnen. Stöger betonte die Zuständigkeit von Töchterle, er unterstütze aber die Initiative. Er trete für eine öffentliche Universitätslandschaft ein – öffentliches Geld für öffentliche Universitäten. Auch in Kärnten will man, wie berichtet, eine Meduni – hier geht man aber den Weg mit privaten Partnern. (um)

© Mag. Sabine Auinger

Wien. Die österreichischen Ordenskrankenhäuser – sie versorgen nach eigenen Angaben im bundesweiten Durchschnitt rund 20% der Krankenhauspatienten – fürchten, in einer vor allem politisch geführten Gesundheits-Reformdebatte unter die Räder zu kommen. „Die österreichischen Ordensspitäler fordern ein Rating für die Leistung im Gesundheitsbereich. Besonders für die Spitäler ist das angezeigt, um endlich Aussagen zur Qualität zu bekommen“, sagte Leiter der ARGE Ordensspitäler, Leonhard Gregotsch, bei einer Pressekonferenz in Wien. Investitionen und De-Investitionen dürften nur nach transparenten Kriterien erfolgen, hieß es; sonst wäre das „Triple A“ im Gesundheitswesen gefährdet. Laut dem Ökonomen Gottfried Haber (Institut für Volkswirtschaftslehre der Alpen-Adria-Uni-

versität/Klagenfurt) gibt es nur noch drei Bereiche, in denen der Staat sparen könnte: Pensionen, öffentliche Verwaltung und Gesundheitswesen. Bei Letzterem würde man von einer undifferenzierten Deckelung der Ausgaben wohl schon in ein paar Jahren wieder abrücken müssen: „Wir werden immer reicher. Der Markt mit großem Wachstumspotenzial ist der Gesundheitsbereich.“

© Ordensspitäler Österreichs

Martin Rümmele

Die Klinik am Attersee bietet ein passendes Umfeld zur Genesung.

Schörfling am Attersee. Das „Apolloneum Therapie- und Trainingszentrum“ im Seepark Kammer in Schörfling am Attersee hat mit 2012 eröffnet und bietet eine breite Palette an Therapie-, Trainings- und Wohlfühlangeboten. Der Therapie- und Trainingsbereich umfasst Physiotherapie, Ergotherapie, Heilmassage und Logopädie. Zusätzlich gibt es im Apolloneum die Möglichkeit, ein Rehatraining in Kombination mit der Physiotherapie in Anspruch zu nehmen. „Sportler und auch jene, die mit gezieltem Training beginnen wollen, können unter fachärztlicher Betreuung eine Leistungsdiagnostik durchführen lassen und gleichzeitig ein individuell geplantes Training durchführen“, erkärt Gesellschafter Roman Kastenhuber. Zu den Wohlfühlangeboten gehören Stressless-, Honig-, Healing Stones- sowie Tuina-Massagen.

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50 – healtheconomy

short

© Johnson & Johnson

Milliardenstrafe für Johnson & Johnson

P h a r m a r epo r t: L i f e s c i e n c e

Freitag, 20. April 2012

Arzneimittel Hersteller und Apotheken setzen allein mit Komplexmitteln mehr als 40 Mio. € pro Jahr um

Neue Plattform soll Homöopathie pushen

Umfrage bestätigt Homöopathie als erfolgreichste komplementäre Methode in Österreich.

Basel. Das Medikament Zelboraf des Pharmakonzerns Roche soll nachweislich die Lebensdauer von Melanom-Patienten verlängern. Das Mittel ist seit Februar 2012 in der EU zugelassen und nun mit der Zulassung für den Schweizer Markt das einzige in der Schweiz zugelassene personalisierte Medikament für Melanom-Patienten. Zelboraf hemmt gezielt mutierte Formen eines Proteins, das bei etwa 50% aller Fälle des malignen Melanoms auftaucht, und dient der Behandlung des nicht operierbaren oder metastasierenden Krebses, an dem viele Erkrankte sterben. Das weltweite Umsatzpotenzial des Medikaments wird auf 700 Mio. bis 1 Mrd. USD geschätzt.

© The Guarantors of Brain

Systematisches Parkinson-Screening

Eine möglichst frühe Diagnose erlaubt eine gezielte Intervention.

Innsbruck. Die Innsbrucker Wissenschafter der Medizinischen Universität widmen ihre Forschungen einem sogenannten systematischen Parkinson-Screening, das heißt sie arbeiten an der Identifikation prädiktiver und diagnostischer Marker und der Entwicklung protektiver Wirkstoffe. Studien belegen, dass viele Parkinson-Patienten bereits vor dem Auftreten der ersten motorischen Symptome andere Dys­funktionen wie Obstipation und Stimmungsstörungen entwickeln. In Österreich leiden 16.000 Menschen am Parkinson-Syndrom.

Ärzte, Apotheker und Hersteller forcieren neue Plattform, um Homöopathie noch bekannter zu machen.

thische Arzneimittel lieber als herkömmliche Medikamente. Dies geht aus einer aktuellen Studie hervor, die von GfK Austria Health Care und der Dr. Peithner KG bei 2.000 Personen ab 15 Jahren durchgeführt wurde.

Infos über Einsatzbereiche Die neue Plattform soll interessierten Personen ausführlich über die Einsatzmöglichkeiten der homöopathischen Medizin informieren und Interessierten ein seriöses Forum zum Erfahrungsaustausch bieten. Das umfangreiche Serviceangebot richtet sich an Laien, Apotheker und Ärzte. Herzstück der Initiative ist eine Internetplattform www.homoeopathiehilft.at, die so-

wohl über die Grundgedanken der Homöopathie als auch über die wichtigsten Anwendungsgebiete informiert. Die Datenbank „Bewährte Indikationen“ gibt ausführliche Informationen über Arzneimittel für alltägliche Beschwerden, die je nach Symptom vorgeschlagen werden. Zudem erfahren die User mehr über die charakteristischen Merkmale der homöopathischen Arzneimittel und ihrer Ausgangssubstanzen, die mineralischen, pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sind. Als zusätzlichen Service bietet die Plattform eine Ärztedatenbank, in der sowohl Humanmediziner als auch Veterinärmediziner mit Homöopathieausbildung zu finden sind. „Da die homöopathische

Medizin gerade in der Schwangerschaft bevorzugt eingesetzt wird, haben wir auch Hebammen, die diese Fachrichtung anbieten, in die Liste aufgenommen“, sagt VHGObfrau Claudia Maurer. Als Service für interessierte Laien werden u.a. eine österreichweite Ärzte-, Hebammen-, Tierärzte- und eine Apothekendatenbank eingebunden. So sollte es für die Internetuser einfacher werden, kompetente homöopathische Hilfe zu finden. Ebenso werden Krankenhäuser mit homöopathischen Ambulanzen auf der Website genannt. Ein umfassender Veranstaltungskalender für Vorträge zum Thema Homöopathie in ganz Österreich soll das Serviceangebot abrunden.

Generikastreit Antibabypille verliert kräftig an Umsatz

Vorsorge Studie belegt Unwissenheit der Bevölkerung

Frankfurt/New York. Der deutsche Pharmakonzern Bayer hat in den USA einen weiteren Rückschlag im Patentstreit um seine AntibabyPille erlitten. Ein US-Berufungsgericht bestätigte die Ablehnung von Patentklagen des Konzerns gegen den US-Generikakonzern Watson, die Generikatochter Sandoz von Novartis sowie die indische Firma Lupin, wie aus am Montag einsehbaren Gerichtsdokumenten hervorgeht.

Wien. Ein Großteil der Österreicher kennt seine wichtigen gesundheitsrelevanten Laborwerte nicht. Selbst bei deklarierter Kenntnis davon handelt es sich offenbar häufig nur um angebliches Wissen. Dies hat eine Umfrage ergeben, welche der Pharmakonzern Sanofi-Aventis aus Anlass des Weltgesundheitstags in Auftrag gegeben hatte. Ziel der repräsentativen, bundesweiten Face-to-Face-Befragung war es, herauszufinden, was die Österreicher über die eigene Gesundheit wissen und im Speziellen über das Thema Diabetes, hieß es in einer Aussendung des Unternehmens; dazu wurden über 1.000 Personen beiderlei Geschlechts im Alter interviewt. Obwohl über 91% der Befragten davon überzeugt waren, dass die persönliche Vorsorge und Eigenverantwortung in Gesundheitsfragen außerordentlich wichtig sind, gaben zwei Drittel der Interviewten an, den eigenen Gesundheitszustand und die entsprechenden konkreten Laborwerte nicht oder nur unzureichend zu kennen. Bei den etwa 30% der Probanden, die ihre Laborwerte zu kennen glaubten,

Bayer scheitert mit Klage in USA

Zukauf des deutschen Konzerns Schering übernommenen Mitteln setzte der Konzern 2011 weltweit immerhin 1,07 Mrd. € um. Als Folge der Generikakonkurrenz in den USA blieb der Umsatz mit den Pille allerdings um 3,7 Prozent hinter den Verkäufen im Jahr 2010 zurück. Wie berichtet kämpfen derzeit viele Orginalhersteller mit Patentabläufen und versuchen diese möglichst lang zu verhindern. (iks)

Klagen abgewiesen Bayer hatte die Firmen, die bei der US-Gesundheitsbehörde Zulassungen für günstigere Versionen des Verhütungsmittels Yasmin beantragt hatten, wegen Patentverletzung verklagt. Im Jahr 2010 hatte ein US-Bundesgericht die Klage von Bayer gegen Lupin, Sandoz und Watson abgewiesen. Der Konzern hatte daraufhin gegen die Entscheidung Berufung eingelegt. Die Antibaby-Pillen der Produktgruppe Yaz/Yasmin gehören zu den umsatzstärksten Präparaten der Bayer-Pharmasparte. Mit den vom

Bayer kämpft wie andere Hersteller gegen die Generika-Konkurrenz.

Fast niemand kennt Laborwerte

wurde intensiver hinsichtlich Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker und Langzeitzucker nachgefragt. Eine sichere und konkrete Angabe konnte davon wiederum nur ein Drittel machen. Erste Anlaufstelle für Informationen zum Thema Diabetes ist laut Umfrage der Hausarzt, gefolgt vom Internet und an dritter Stelle vom Internisten. 45% gaben an, dass die letzte Blutzuckermessung länger als ein Jahr zurückgelegen sei.

© APA/Barbara Gindl

Zulassung von Roches Melanom-Medikament

© Bayer

New York. Ein Bundesrichter in Arkansas befand den US-Pharma- und Medizintechnikkonzern Johnson & Johnson (J&J) für schuldig, sein Arzneimittel Risperdal zur Behandlung von Schizophrenie auf betrügerische Weise vermarktet zu haben. Dem Gericht zufolge habe das Unternehmen Tausende Ärzte in dem Bundesstaat getäuscht, indem er behauptete, das Medikament sei besser und sicherer als Konkurrenzprodukte. Die Behandlungen hätten den Bundesstaat viel mehr gekostet als notwendig, weshalb der Konzern nun eine Strafsumme von 1,1 Mrd. USD, das sind umgerechnet 838 Mio. €, bezahlen muss.

Wien. Um die Homöopathie als komplementärmedizinische Behandlungsmethode besser zu etablieren sowie die Kooperation zwischen Schulmedizin und Homöopathie zu fördern, hat der „Verein zur Förderung der Homöopathie und Gesundheit (VHG)“ die Initiative „Homöopathie hilft!“ gegründet. Partner der Initiative sind unter anderem die Österreichische Apothekerkammer, die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM), das komplementärmedizinische Referat der Österreichischen Ärztekammer, die Ärztegesellschaft für Homotoxikologie, das Österreichische Hebammengremium und die Österreichische Gesellschaft für Veterinärmedizinische Homöopathie (ÖGVH). Finanziert wird die neue Plattform u.a. von der Firma Dr. Peithner KG, die homöopathische Produkte herstellt. Auch wenn der Markt polarisiert und sich Gegner und Befürworter nicht selten in die Haare kommen: Homöopathie ist für alle Beteiligten ein gutes Geschäft. Laut IMS Health wurden im Jahr 2010 rund 35,3 Mio. € für homöopathische Komplexmittel ausgegeben, die meist ohne ärztliche Verschreibung direkt in der Apotheke bezogen werden. Einzelmittel sind statistisch genauso wenig erfasst wie Schüßler Salze. Der Markt wächst pro Jahr um rund 2 bis 5%. Homöopathie ist in Österreich die bei Weitem bekannteste und beliebteste komplementärmedizinische Heilmethode. Im Jahr 2011 hat bereits die Hälfte der österreichischen Bevölkerung mindestens ein homöopathisches Mittel verwendet. 43% der österreichischen Bevölkerung nehmen homöopa-

© panthermedia/Wolfgang Filser

Ina Karin Schriebl

US-Pharmakonzern soll Ärzte getäuscht haben, sagt ein US-Richter.

Laborwerte zu kennen, hilft Krankheiten entgegenzuwirken, sagen Experten.


H E A LT H : C A R E

Freitag, 20. April 2012

healtheconomy – 51

Serie Betriebliche GesundheitsfÜrderung – Teil 6 Psychische Erkrankungen kosten Wirtschaft bis zu sechs Milliarden Euro pro Jahr

Angst und Stress kommen teuer Ina Karin Schriebl

Wien. SchlafstÜrungen, Angstzustän­ de, Depressionen oder Bluthochdruck sind nur einige der Krankheitsbilder, die durch psychische Belastungen in der Arbeitswelt ausgelÜst werden. Seit 1995 haben sich die Krankenstandstage infolge von psychischen Erkrankungen mehr als verdoppelt, jährlich entstehen dadurch messbare gesamtwirtschaftliche Kosten von 3,3 Mrd. ₏, rechnete ArbeiterkammerPräsident Herbert Tumpel in einer Pressekonferenz vor. Wifo-Expertin Gudrun Biffl setzt die Kosten sogar fast doppelt so hoch an. Die Donau-Universität Krems und das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) haben im Auftrag der Arbeiterkammer (AK) erforscht, was arbeitsbedingte psychische Erkrankungen auslÜsen und was sie Österreich kosten. Studienautorin Biffl erklärte, dass die gesamtwirt-

schaftlichen Kosten bis zu doppelt so hoch wären, wenn man die Arbeitnehmer miteinberechnet, die „unter Stress Pillen einwerfen“ und so zwar am Arbeitsplatz erscheinen, aber nicht produktiv sind. Die Krankenstandstage wegen psychischer Probleme steigen seit Jahren, während die Zahl der Arbeitsunfälle zurĂźckgeht. Dieses Phänomen sei ein Zeichen fĂźr den Wandel der Wirtschaftswelt. Vor 20 Jahren arbeitete die Hälfte in der Industrie, heutzutage sind zwei Drittel der Beschäftigen in der Dienstleistung tätig. Besonders betroffen seien Arbeitnehmer, die viel mit anderen Menschen zu tun

haben, also Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen oder auch Lehrer. Der Druck sei in den letzten Jahren stark gestiegen, sagte Tumpel und verwies auf knappere Lieferzeiten, mehr Konkurrenz und auf Fristen, die eingehalten werden mßssen. Der Leistungsdruck werde von den Chefs auf die Mitarbeiter ßbertragen, die Verantwortung ßbernehmen und mehrere Tätigkeiten gleichzeitig ausfßhren mßssen. Dazu kommen Jobunsicherheiten oder fehlende Anerkennung, die zusätzlich belasten. Ein noch hÜheres Risiko, psychisch zu erkranken, haben Migranten und

Arbeitslose. Die Studie zeigt, dass Personen, die von psychischen Arbeitsbelastungen betroffenen sind, häufiger gesundheitliche Probleme bekommen. Dazu zählen Stress, Kopfschmerzen, aber auch Herz-Kreislauferkrankungen. AuĂ&#x;erdem beeinflussen sich psychische und kĂśrperliche Krankheiten gegenseitig und verlängern so die Krankenstände noch weiter. Bei psychischen Belastungen sind die durchschnittlichen Fehlzeiten mit 3,3 Ausfallstagen mehr als dreimal so hoch wie bei Krankenständen ohne arbeitsbedingte Belastungen (im Schnitt 0,8 Tage).

Š panthermedia/Gernot Krautberger

Aktuelle Studie belegt Wandel in der Wirtschaft und steigenden Druck auf die Beschäftigten.

Der wachsende Druck belastet die Beschäftigten und fßhrt zu Erkrankungen.

Vorsorge Aktion im Mai

Betriebe radeln Wien. In Ă–sterreich sind viele Wege im Alltag leicht mit dem Rad zu bewältigen – oft fehlt nur der Anreiz dazu. Mit der Kampagne „Österreich radelt zur Arbeit“ hat die IG Fahrrad mit UnterstĂźtzung des Lebensministeriums einen Motivationswettbewerb fĂźrs Radfahren in die Arbeit gestartet. Die Aktion wird auch von der Wirtschaftskammer Ă–sterreich unterstĂźtzt und geht nach dem erfolgreichen Start im Vorjahr heuer in die zweite Runde. „Radfahren im Alltag schont die Umwelt, hält fit und macht SpaĂ&#x;. Die steigenden Ă–lpreise und die erhĂśhte Klimabelastung zeigen klar: Es ist hĂśchste Zeit, umzusatteln“, sagt Umweltminister Niki Berlakovich. Teams von zwei bis vier Mitarbeitern von Betrieben und Gemeinden fahren im Aktionsmonat Mai so oft wie mĂśglich mit dem Fahrrad zur Arbeit und sammeln so Radkilometer. Auf die Radfahrer warten täglich attraktive Preise und am Ende der Aktion eine Prämierung. Im Vorjahr haben Ăźber 6.000 Teilnehmer aus mehr als 1.000 Ăśsterreichischen Betrieben beim Wettbewerb mitgemacht. Die Anmeldung der Teams ist unter www.radeltzurarbeit.at mĂśglich. Zur Motivation hat das Lebensministerium in Kooperation mit der WKO einen Radrechner fĂźr Betriebe entwickelt. Internationale Studien zeigen zudem, dass regelmäĂ&#x;ige Radfahrer weniger Krankenstandstage aufweisen, sagt die Generalsekretärin der WKO, Anna Maria Hochhauser.

Gesundheitskompetenz &

Diabetes

Ergebnisse einer Üsterreichweiten BevÜlkerungsumfrage Anlässlich des Wiener DiabetesTages am 12. April 2012 im Wiener Rathaus hat Sanofi eine BevÜlkerungsumfrage durchgefßhrt.

• 91% sagen: die persÜnliche Vorsorge und •

Ziel der repräsentativen, bundesweiten face-to-face Befragung war es, herauszufinden, was Herr und Frau Österreicher ßber die eigene Gesundheit wissen und im Speziellen ßber das Thema Diabetes. Die Ergebnisse zeigen ein alarmierendes, wenn auch wenig ßberraschendes Bild.

• • •

Eigenverantwortung in Gesundheitsfragen ist wichtig! 66% kennen ihre aktuellen Laborwerte nicht oder nur unzureichend 94% kÜnnen von sich aus den Begriff des Langzeitblutzuckerwertes HbA1c nicht erklären 64% kÜnnen nicht beantworten, welche Spätschäden Diabetes auf lange Sicht verursachen kann Erste Anlaufstelle fßr Diabetesfragen ist der Hausarzt, gefolgt von Internet und dem Internisten



Š Archiv

Bereits 2009 unterstßtzte Sanofi eine BevÜlkerungsumfrage der DIÖ (Diabetesinitiative Österreich). Diese zeigte erstmals, wie viele Menschen in Österreich tatsächlich von Diabetes betroffen sind. Etwa 600.000 Personen leiden an Diabetes, 420.000 davon sind bereits diagnostiziert. Nähere Informationen dazu finden Sie unter www.diabetesinitiative.at.

Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, ist weniger krank, sagen Studien. 'LDEHWHVB$Q]HLJHB[BLQGG




M E N S C H E N & KA R R I E R E N

52 – healtheconomy

Freitag, 20. April 2012

Diskussion Branchenverband Pharmig lud zum „Alpbach Talk“ in Wien und diskutierte Zukunft der Kinder

short

Laufen statt Komasaufen

Augentagesklinik in Wien feiert Geburtstag

Wien. „Kinder – fit für die Zukunft?“ Dieser Frage stellten sich am Dienstag Vertreter aus Politik, Wissenschaft und dem Gesundheitsbereich beim „Alpbach Talk“ in Wien. „Fit“, das bedeute für künftige Generationen nicht „stark“, betonte Klaus Vavrik, Kinderarzt und Präsident der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit. „‚Fit‘ meint anpassungsfähig“, so Vavrik, der den Lebensstil in den Fokus der Debatte rückte. Gesundheitsminister Alois Stöger räumte dabei Defizite ein: „Österreich hat im Bereich Tabak- und AlkoholPrävention Handlungsbedarf.“ Dass die Förderung von Bewegung einen entscheidenden Lösungsansatz darstellt, darin waren sich alle Diskutanten schnell einig. Nur: Wie bekommt man Kids von der Couch? Peter McDonald, Chef der Sozialversicherung der Ge-

Wiener Diabetestag zeigte Entwicklungen

Die Wiener Gesundheitsstadt-rätin Sonja Wehsely steht im Bezug auf den Lebensstil für einen sozialen Zugang: Die soziale Situation eines Menschen definiere seine Verfassung mit und werde nicht zuletzt in Familien oft nachfolgenden Generationen weitergegeben. Wie man Jugendliche stärker erreicht, muss und soll an anderer Stelle beantwortet werden. Die Alpbach Talks gelten daher auch als Brücke zu den „Alpbacher Gesundheitsgesprächen 2012“, die sich von 17. bis 20. August in Tirol dem gleichen Thema widmen werden.

Jubiläumsfeier Ein Jahr Zubau Clementinum

Pharma Marketing Erfolgreich trotz Regulierungen

Kirchstetten. Kürzlich feierten Landesrätin Barbara Schwarz und Landtagsabgeordneter Martin Michalitsch das einjährige Jubilä-

Wien. Die internationale Anwaltskanzlei DLA Piper lud kürzlich zum fachlichen Austausch rund um das Thema „Life Sciences“. Rund 50 Experten aus Forschung, Industrie und Wirtschaft diskutierten mit den Anwälten Trends und Herausforderungen in der Branche. Sabine Fehringer, Partnerin im Wiener Büro von DLA Piper, erörterte mit ihrer rumänischen Kollegin Livia Constantinescu die rechtlichen Rahmenbedingungen für Marketing und Vertrieb. „In nahezu keinem Bereich ist Werbung so reguliert und mit Werbeverboten versehen wie im Pharmabereich. Dennoch findet das gute Produkt immer seinen Weg zum Kunden.“ Anschließend diskutierte ein hochkarätiges Panel die aktuellen Chancen für die Phar-

© convention.group

Großes Fest im Pflegezentrum

© Haus der Barmherzigkeit/APA-Fotoservice/Schedl

Bernhard Ludvik hat die Schirmherr­ schaft über den Tag übernommen.

Wien. Er ist eine – immer besser angenommene – „Institution“, der Wiener Diabetestag. Diesmal mit neuen Schirmherren und einem Programm, das Diabetiker ganz besonders interessierte. Aktuelle Entwicklungen wurden genauso präsentiert wie praktische Tipps, die das Leben mit Diabetes erleichtern. Der Diabetestag fand in der Vorwoche wie immer im Wiener Rathaus statt – mit großem Interesse der Bevölkerung.

Landesrätin Schwarz: Einrichtung ist wichtiger und verlässlicher Partner.

Tamara Schmitt: Betriebliche Gesundheits­ förderung und -erziehung. AV Akademiker­ verlag, 136 Seiten, 49 €, ISBN 3639394283

ma-Branche. Am Podium: Robin Rumler (Pfizer), Deloitte Tax Partner Jaroslav Skrvna und Christian Singer, Meduni Wien. (fei)

Rumler, Fehringer und Mager (v.li.n.re.) diskutierten Werbeverbote.

Menschen, über die man spricht

© EPA/Tim Brakemeier

Giuseppe Vita als neuer UniCredit-Präsident designiert

© Chiffer Photodesign

Gesundheitsförderung im Betrieb Gesundheit ist das größte Kapital des Menschen. Sie ist Grundvoraussetzung für produktive, motivierte und leistungsstarke Mitarbeiter. Daher sollte es das Ziel jedes Unternehmens sein, die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern. Gesundheitserhaltende bzw. gesundheitsfördernde Faktoren gilt es zu thematisieren und zu unterstützen. Neue Technologien und Organisationsformen von Produktionsund Dienstleistungsprozessen können Konsequenzen für die Gestaltung der Arbeitssituation haben und somit auch für das Befinden und die Gesundheit der Beschäftigten. Mit Veränderungen im Arbeitsbereich wandeln sich auch die Belastungsprofile. Tamara Schmitt gibt einen Überblick über die Hintergründe und Ursachen für belas-tende Situationen am Arbeitsplatz, Konzepte und Instrumente der Gesundheitsförderung und hat diese anhand praktischer Umsetzungsmaßnahmen überprüft. (fei)

Austausch über Life Sciences

um zum Zubau des Pflegezentrum Clementinum in Kirchstetten. Unter den Festgästen befanden sich außerdem der Kirchstettner Vizebürgermeister Franz Hofbauer, der Bürgermeister von Böheimkirchen, Günter Eigenbauer sowie Hofrat Otto Huber vom Amt der NÖ Landesregierung. Die gemeinnützige private Betreuungseinrichtung „Haus der Barmherzigkeit“ (HB) baute in Kooperation mit der NÖ Landesregierung das moderne geriatrische Pflegezentrum in Kirchstetten (Bezirk St. Pölten-Land) aus. Seither können hier insgesamt 114 hochbetagte, chronisch kranke Menschen betreut werden. Der Zubau wurde vom Planungsbüro des Clementinum, Archoffice aus Wien, geplant und kostete knapp 3,7 Mio. €.

buch-tipp

© AV Akademikerverlag

Die Spitzen der heimischen Gesundheitspolitik diskutierten Kindergesundheit.

© annarauchenberger.com/Anna Rauchenberger

Wien. Am 2. Mai 2011 wurde im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien die neue Augentagesklinik eröffnet, die als autarke Einheit so eingerichtet ist, dass alle Untersuchungen, administrativen Belange und Operationen unabhängig vom Betrieb im zentralen Operationsbereich durchgeführt werden. Insgesamt elf tagesklinische Betten stehen den Patienten zur Verfügung. Seit der Eröffnung wurden mehr als 3.000 Eingriffe durchgeführt.

Umfeld prägt Kinder

Mailand. Der Präsident von Allianz Italia, Giuseppe Vita, ist zum Nachfolger des seit sieben Jahren amtierenden Aufsichtsratspräsidenten der UniCredit, Dieter Rampl, bestellt worden. Dies verlautete aus UniCreditKreisen nach Konsultationen unter den Aktionären, die Beratungen um die Erneuerung des Aufsichtsrats führen. Der 76-Jährige setzte sich im Konkurrenzkampf gegen den früheren Chef des Ölkonzerns Eni, Gian Maria Gros Pietro, durch. Vita behauptete sich dank seiner großen internationalen Erfahrung. Der gebürtige Sizilianer, der bis 2001 den Pharmakonzern Schering führte, ist unter anderem Aufsichtsratsvorsitzender des deutschen Medienkonzerns Springer. Für die Allianz hat er den Posten des Vorsitzenden des Verwaltungsrats der Italien-Tochter inne.

Herwig Lindner, neuer chef der äk steiermark

Auf Herwig Lindner als künftigen Präsidenten der steirischen Ärztekammer hat sich die neue Koalition aus drei Fraktionen geeinigt. Lindner ist Internist am LKH-West, hieß es bei der Präsentation des Kandidaten der Interessensgemeinschaft Ärzte (IGÄ), die bei der jüngsten Wahl als stimmenstärkste Fraktion hervorgegangen war. Die Wahl des neuen Präsidenten und weiterer Funktionäre findet am 26. April in der Vollversammlung statt und beendet die zweite Periode von Wolfgang Routil als Präsident.

maria Popova, Ex-Vorstand bei Sanochemia

Die börsenotierte Sanochemia Pharmazeutika AG verkleinerte ihren Vorstand. Maria Popova schied auf eigenen Wunsch aus, Popova war für den Bereich Sales & Marketing verantwortlich. Ihre Agenden übernahm Klaus Gerdes, der im Vorstand für die Bereiche Business Development, F&E und Investor Relations zuständig war. Dem neuen Dreiervorstand gehören neben Gerdes Vorstandsvorsitzender und CFO Werner Frantsits sowie Produktionsund Technikvorstand Stefan Welzig an.

© Vinzenz Gruppe

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien feiert ein Jubiläum.

werblichen Wirtschaft (SVA), verwies auf die Vorbildfunktion der Eltern. Die SVA will zudem einen „Gesundheitscheck Junior“ einführen.

© Markus Prantl

Richard Solder

© Sanochemia

© Barmherzige Brüder/Aleksandra Pawloff

Gesundheitsexperten rücken Lebensstil und Vorsorge in den Mittelpunkt der Konzepte.

Reinhold Katzenschlager, internist

Seit 2. April leitet Reinhold Katzenschlager die Abteilung Interne I im Krankenhaus Göttlicher Heiland. Das Akutspital in Wien-Hernals ist auf Altersmedizin spezialisiert, die Behandlung von Gefäßerkrankungen ist ein zentraler medizinischer Schwerpunkt, der unter seiner Leitung weiter ausgebaut wird. Der Internist und Angiologe beschäftigt sich seit 20 Jahren mit dem Schwerpunkt Herz-Kreislauferkrankungen. Er ist besonders bekannt für seine Leistungen im Bereich der Gefäßmedizin.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 20. April 2012 – 53

Steiler aufstieg

erfolgreicher auftakt

Der niederösterreichische Zulieferer ZKW legt beim Umsatz kräftig zu  Seite 55

BMW Motorrad ist so gut wie noch nie ins neue Jahr gestartet  Seite 57

© BMW

© ZKW Group

automotivebusiness hyundai i30 Angriff in der golf-klasse © Hyundai Austria

Mercedes rundet sein Nützlings-Portfolio ab

© Panthermedia.net/Erwin Wodicka

short

© EPA

Brüssel. In der Europäischen Union sind die Pkw-Neuzulassungen im März den sechsten Monat in Folge geschrumpft. Die Verkäufe seien zum entsprechenden Vorjahresmonat um 7,0 Prozent auf 1,453.407 Fahrzeuge gesunken, wie der europäische Branchenverband ACEA vor wenigen Tagen mitteilte. Die Zahl der Neuzulassungen in den 27 EU-Staaten und drei EFTA-Ländern ging demnach im vergangenen Monat um 6,6 Prozent auf 1,5 Mio. Fahrzeuge zurück.  www.acea.be

© Stockwerk Racing/Gregor Josel

Köln. US-Autobauer Ford hat im ersten Quartal 2012 in Europa weniger Autos verkauft. In den 19 Kernmärkten seien von Jänner bis März 325.400 Fahrzeuge abgesetzt worden, 7,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, teilte die Ford-Europazentrale in Köln mit. Angesichts des derzeit rückläufigen Marktumfelds in Europa sieht sich das Unternehmen dennoch auf festem Grund. Davon zeuge auch der leicht gewachsene Marktanteil von 8,5 Prozent (plus 0,1 Prozentpunkte).  www.ford.com

© Panthermedia.net/Rüdiger Rebmann

Mercedes Mit dem „Citan“ will die Sternenflotte künftig auch im Segment der kleinen Nutzfahrzeuge kräftig mitmischen. In Planung und Konstruktion hat man dafür eng mit dem französischen Kooperationspartner Renault zusammengearbeitet. Seite 54 Audi Die VW-Tochter erwirbt um 860 Mio. Euro Ducati

DriveNow BMW und Sixt komplettieren Mobilitätsangebot

Volkswagen komplettiert mit Motorradbauer Ducati seine Markensammlung.

Ingolstadt. Audi kauft den italienischen Motorradbauer Ducati für rund 860 Mio. €. Über einen Einstieg des VW-Konzerns in das Zweiradgeschäft wird bereits seit Längerem spekuliert, vor allem Patriarch Ferdinand Piech wurde immer wieder Interesse an Ducati nachgesagt. Nun machte VW-Chef Martin Winterkorn den Deal über Tochter Audi perfekt. Welche Hoffnungen die VW-Granden mit dem Kauf verfolgen und welche Strategie sie mit dem 1926 gegründeten Traditionshaus in Zukunft fahren wollen, lesen Sie ausführlich in unserer nächsten Ausgabe.  www.audi.de

Fahrräder als weiterer Mosaikstein

© Nextbike/Franz Weingartner

Wien. Motorradfahren polarisiert. Laut einer Umfrage des Internet-Portals „AutoScout24“ ist jeder fünfte Autofahrer der Meinung, dass Motorradlenker eine Gefahr auf Österreichs Straßen seien. 39% der Befragten ohne Motorradführerschein finden Biker häufig verantwortungslos. Die befragten Motorradlenker hingegen schätzen die Freiheit auf zwei Rädern und empfinden ihre Wendigkeit und Flexibilität als Vorteil. Fast 30% der Autofahrer setzen sich aus Angst vor Unfällen auf kein Motorrad.  www.autoscout24.at

© dpa/David Ebener

VW steigt ins Zweiradsegment ein

DriveNow-Kunden können bei Nextbike nun auch kostenlos Fahrräder mieten.

München. BMW und Sixt wollen ihren gemeinsamen Autoverleih „DriveNow“ jetzt auch mit Fahrrädern auf Touren bringen. Die rund 23.000 DriveNow-Kunden können ab 1. Mai täglich 30 Min. lang kostenlos die Fahrräder des Verleihers „Nextbike“ nutzen. Im Gegenzug können sich Nextbike-Kunden für 10 statt 29 € beim DriveNowCarsharing anmelden, das es bisher allerdings nur in München, Berlin und Düsseldorf gibt. Nichtsdestotrotz sieht DriveNow-GF Nico Gabriel „die Kooperation als weiteren wichtigen Schritt hin zu einem vernetzten Mobilitätsdienstleister“.  www.drive-now.com


C ov e r

54 – automotivebusiness

Freitag, 20. April 2012

BedrijfsautoRAI 2012 Anlässlich der Nutzfahrzeugmesse in Amsterdam feiert der Mercedes Citan Weltpremiere

Kommentar

Premium-Transporter für den urbanen Bereich

Auf, auf zum fröhlichen Jagen!

Mit dem neuen „Citan“ geht Mercedes-Benz nun auch ins Segment der kleinen Nutzfahrzeuge. Amsterdam. Die Nutzfahrzeugmesse „BedrijfsautoRAI“ in Amsterdam war in den letzten Jahren aus dem Fokus der internationalen Hersteller gerückt. Die Weltwirtschaftskrise zeigte auch hier Wirkung und so wurde die traditionsreiche Messe, die bis 2008 als das Genf der Nutzfahrzeugwelt galt, auf nationales Niveau zurückgeschrumpft. 2012 versucht man erstmals wieder die Bedeutung der Messe zu steigern und dieses Jahr sind auch wieder alle großen Marken vertreten. Mercedes-Benz nutze im Vorfeld der heurigen Messe die Gelegenheit, um bei einem internationalen Konzernabend der Hundertfach aus aller Welt angereisten Journalisten-Truppe das neueste Baby der Nutzfahrzeug-Palette mit Stern, den „Mercedes Citan“, zu präsentieren.

Gregor Josel

W

achstum heißt die derzeitige Devise der Auto- und Nutzfahrzeughersteller. Kaum ein Konzern, der nicht in ein neues Segment einsteigt oder mit der Übernahme anderer Hersteller liebäugelt. VW-Capo Ferdinand Piech schenkt sich zum 75. Geburtstag den italienischen Motorradbauer Ducati, die Chinesen von Geely investieren noch intensiver in die unlängst übernommene, schwedische Marke Volvo und Mercedes präsentiert einen neuen kleinen Lieferwagen, um auch in diesem Segment zukünftig mitzumischen. Dabei geht Mercedes neue Wege: Der ‚Citan‘ baut auf einer markenfremden Plattform auf, verbessert diese und setzt mit dem daraus entstandenen Premium-Transporter zum Halali im Bereich der Stadtlieferwagen an. Ob Mercedes allerdings preislich wirklich so flexibel bleiben wird, um in diesem Sparefroh-Segment mitmischen zu können, bleibt offen. Speziell bei den Transportern und kleinen Lieferwagen zählt unterm Strich weder die Ausstattung noch der Komfort, einzig der Preis. Auch wenn Entwicklungsleiter Sascha Paasche glaubt, dass der Handwerker von Welt, der hochwertige Dienstleistungen abliefert, auch mit einem hochwertigen Lieferfahrzeug zum Kunden fahren will – durchsetzen muss sich diese zugegeben etwas ­deutsche Tugend schlussendlich am Markt.

Gemeinsame Plattform Der Citan, dessen Name eine Symbiose aus „City“ und „Titan“ darstellt, soll Mercedes-Benz nun auch im Bereich der kleinen Nutzfahrzeuge im innerstädtischen Liefer- und Verteilerverkehr etablieren. Damit ist das NutzfahrzeugPortfolio der Stuttgarter auch nach unten hin abgerundet und Flottenkunden, die bereits „Sprinter“ und „Vito“ im Fuhrpark haben, können nun auch im boomenden Bereich der Stadtlieferwagen auf die Marke mit dem Stern setzen. Der neue Mercedes Citan ist das erste Produkt aus der Mercedes-RenaultKooperation und basiert auf dem „Renault Kangoo“. Die Markteinführung des neuen Benz erfolgt im kommenden September und noch für das letzte Quartal liegt das Absatzziel bei ambitionierten 10.400

Garmin Systemlieferant

Anlässlich der Nutzfahrzeugmesse „BedrijfsautoRAI“ in Amsterdam präsentierte Mercedes-Benz den neuen Citan.

verkauften Fahrzeugen. Dieses Ziel will Mercedes vor allem durch die bewährten Mercedes-Qualitätsansprüche und in drei verschiedenen Längen- und Modellvarianten, von 3,93 über 4,32 bis zu 4,71 m Länge, als Kastenwagen, Fünfsitzer und Kombi, erreichen.

Markentypische Optik Die markante Optik des neuen Citan ist, trotz Kangoo-Verwandtschaft, eindeutig als Mercedes-Benz zu erkennen. Basis seines charakteristischen Auftritts ist der selbstbewusste verchromte Stern in der prominenten und robusten Kühlermaske mit den drei sportlich gelochten Lamellen. Nicht weniger auffallend

sind die markanten Scheinwerfer des Citan oder die Pfeilung der Motorhaube mit ihren klar definierten Kanten. Der Innenraum ist ebenfalls Mercedes-typisch hochwertig verarbeitet und bietet den Passagieren viel Komfort.

Solide Basis Mit dem Renault Kangoo fand Mercedes eine grundsolide Basis für den neuen Citan, die aber von Mercedes grundlegend überarbeitet und in zahllosen Details dem Premiumanspruch der Marke angepasst wurde. So durchlief der neue Citan die gleichen, strengen Testzyklen wie seine größeren Brüder Vito, Vaneo und Sprinter.

In verschiedenen Bereichen wurde die Karosserie überarbeitet, speziell im Bereich der Türen wurde das Chassis teilweise verstärkt.

Noch keine Preise Preislich hält sich Mercedes noch bedeckt, doch wurde bereits angekündigt, dass man das Preisgefüge im Segment wird mithalten können. Speziell im Total Cost of Ownership und Service-Bereich will Mercedes einen Mehrwert im Vergleich zur Konkurrenz bieten. Zukünftig wird Mercedes auch die V6 und V8 Diesel für die NissanTochter Infiniti liefern, auch eine Twingo-Smart-Kooperation ist in Aussicht.  www.mercedes.at

Renault-Nissan Die Allianzpartner haben mit Avtovaz eine Fertigungslinie in Russland aufgebaut

Deal mit Suzuki

Partnerschaft erreicht neue Dimension

© Garmin

Paris/Moskau. Die Renault-NissanAllianz und der größte russische Automobilhersteller Avtovaz haben am Standort Togliatti (südöstlich von Moskau) eine neue Fertigungslinie mit einer Kapazität von 350.000 Fahrzeugen pro Jahr eingerichtet. Bis 2016 wird die Allianz ihre Produktionskapazität in Russland auf 1,6 Mio. Fahrzeuge

Garmin macht nächsten Schritt hin zum Systemlieferanten.

erweitern. In den 250.000 m� großen Werkskomplex investierten die Unternehmen insgesamt 400 Mio. €.

Insgesamt fünf Modelle Hier werden ab sofort Fahrzeuge von Lada gebaut, der meistverkauften Marke des Landes. Noch in die-

sem Jahr beginnt auf der gleichen Fertigungsstraße die Montage von Nissan-Fahrzeugen. Ab 2013 folgen zusätzlich zwei Renault-Modelle. Insgesamt werden fünf Modelle der drei Marken vom Band laufen. Auch die Produktion von Motoren und Getrieben erfolgt in dem neuen Produktionsbereich. „Unsere Partnerschaft wird von Tag zu Tag enger. Dies steigert die Synergieeffekte der gesamten Allianz“, erklärte Carlos Ghosn, Präsident und Vorstandsvorsitzender der Renault-Nissan Allianz, bei der Eröffnungsfeier. „Alle Parteien profitieren von dieser Win-WinSituation. Dies wird auch in Zukunft so bleiben, da sich Russland zum wichtigsten Wachstumsmotor Europas entwickelt“, so Ghosn.

Partnerschaft wird enger © Renault/Kouzmine Alexandre

Schaffhausen/Schweiz. Garmin macht einen großen Schritt in Richtung Systemlieferant. Der Navi-Hersteller hat von Suzuki einen Großauftrag für ein integriertes Infotainmentsystem erhalten. Ab 2013 soll Garmin an die Japaner ein vollständig integriertes Navigations- und Infotainmentsystem liefern, das in vielen Suzuki-Modellen zum Einsatz kommen soll. „Zum ersten Mal produziert und liefert Garmin Hardwarekomponenten aus eigener Fertigung inklusive eigener Softwarekomponenten und Dienste“, so Henning Wiefelspütz, Business Development Manager bei Garmin International.  www.garmin.com

© Mercedes-Benz

Gregor Josel

Auf der neuen Fertigungslinie sollen 350.000 Autos pro Jahr produziert werden.

Bereits 2008 hat Renault 25% an Avtovaz erworben und zur kontinuierlichen Modernisierung der gelegenen Produktionsstätte beigetragen. „Beim Startschuss für das Projekt in Togliatti vor zwei Jahren waren die wirtschaftlichen

Aussichten äußerst düster. Umso erfreulicher ist es, heute das Ergebnis zu sehen“, betonte Igor Komarov, Präsident von Avtovaz. „Unsere Partnerschaft entwickelt sich jeden Tag ein Stück weiter.“ Die Renault-Nissan-Allianz verkaufte im vergangenen Jahr 878.990 Fahrzeuge in Russland, davon 578.387 Modelle von Lada. Mit einem Marktanteil von 33% ist Russland heute nach China und den USA der drittgrößte Markt der Allianzpartner. Das größte Land der Erde verzeichnet aktuell das stärkste Wachstum in Europa – ein Trend, der sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen dürfte. Grund dafür ist der wirtschaftliche Aufschwung in den mittleren und höheren Einkommensschichten. Inzwischen verdienen über 10 Mio. russische Haushalte mehr als 50.000 USD (38.200 €) pro Jahr. Laut dem Consulting-Unternehmen Ernst & Young wird Russland bis 2015 mit 3,4 Mio. Neuwagen pro Jahr Deutschland als wichtigster ­europäischer Automobilmarkt ablösen.  www.renault.com


Hersteller & Zulieferer

Freitag, 20. April 2012

ZKW Group Der heimische Automobilzulieferer konnte seinen Umsatz 2011 um 38 Prozent steigern und will weiter wachsen

Zulieferer mit Rekordbilanz Mit flexiblen, leistungsfähigen Produktionsstandorten will man nah an die Fertigung der Kunden rücken. Wieselburg. Österreichs größter Automobilzulieferer für Beleuchtungssysteme, ZKW, wächst weiter und hat seinen Umsatz im Jahr 2011 um 38% auf 393 Mio. € gesteigert. Für 2012 peilt die Unternehmensgruppe einen Gesamtumsatz in Höhe einer halben Mrd. € an. Strategischer Fokus ist weiterhin die Entwicklung und Fertigung technologisch innovativer Frontbeleuchtungssysteme für PremiumAutomobilhersteller. Zentrales Ziel ist auch das weitere organische Wachstum. „Mit den Expansionsschritten in der Slowakei, Tschechien und in China folgen wir den Marktaktivitäten unserer Kunden. Damit konnten wir neue Aufträge und speziell am asiatischen Markt auch neue Projekte gewinnen“, beschreibt Hubert Schuhleitner, CEO der ZKW Group, die Entwicklung.

Personalstand wächst weiter In Österreich konnte der Zulieferer 2011 einen Umsatz von 285 Mio. € erzielen. Die jährliche Produktion lag bei rund 2,5 Mio. Scheinwerfern für Premium-Marken wie Audi, BMW, Daimler, Porsche oder Volvo. Mit den Auslandstöchtern in der Slowakei und Tschechien erwirtschaftete das Unternehmen 70 beziehungsweise 35 Mio. €. Entsprechend den wachsenden Umsätzen wurde auch der Perso-

© ZKW Group (2)

Moritz Kolar

Der Stammsitz der ZKW Group im niederösterreichischen Wieselburg.

nalstand vergrößert: Von 2.430 Mitarbeitern im Jahr 2010 legte die konzernweite Beschäftigtenzahl auf 3.378 zum Jahresende 2011 (2.000 davon am Stammtisch in Wieselburg) zu und soll 2012 auf 3.887 anwachsen. In Wieselburg plant ZKW 150 neue Arbeitsplätze, wobei speziell Techniker aus den Bereichen, Elektronik, Maschinenbau, CAD-Konstruktion und Lichttechnik – auch für den internationalen Einsatz – gesucht werden.

Produktion in China startet Neben zahlreichen neuen Aufträgen für die Premium-Automarken läuft auch die Produktion im neuen Werk in Dalian/China voll an.

Hier werden unter anderem Frontscheinwerfer für die 3er-Modellreihe von BMW gefertigt.

In Wieselburg steht der Ausbau des internationalen Entwicklungsnetzwerks im Mittelpunkt. Im dortigen Produktionswerk sollen zukünftig vorrangig HightechProdukte wie AFS- und Voll-LEDScheinwerfer gefertigt werden. Hochwertige Beleuchtungssysteme für Mittelklasse-Fahrzeuge werden von den jeweiligen internationalen Töchtern passend für die spezifischen Marktbedürfnisse produziert. „Unsere Strategie ist es, die Errichtung von flexiblen und leistungsfähigen Produktionsstandorten voranzutreiben, die nah an der Automobilfertigung der Kunden angesiedelt sind“, so Schuhleitner. Nachsatz: „Damit können wir ein nachhaltiges Wachstum und Eigenständigkeit sicherstellen.“  www.zkw.at

„Mit den Expansions­ schritten in der ­Slowakei, Tschechien und in China folgen wir den Markt­aktivitäten ­unserer Kunden.“ Hubert Schuhleitner, ZKW

automotivebusiness – 55

short

Fiat sieht sich selbst vor erfolgreichen Zeiten Turin. Fiat will heuer weltweit 4,1 Mio. bis 4,4 Mio. Autos verkaufen. Im Vorjahr waren es 4 Mio. Bis 2014 hofft Fiat, die Gewinnschwelle in Europa zu erreichen. „Wir stehen vor einer neuen Phase, die dank der Integration mit Chrysler gut voranschreitet“, erklärte Fiat-Geschäftsführer Sergio Marchionne bei der Fiat-Aktionärsversammlung. „Mit Chrysler haben wir unsere zu starke Abhängigkeit vom europäischen Markt reduziert. Jetzt haben wir die Ruhe, um die Markt­schwankungen zu überwinden“, erklärte Marchionne.  www.fiat.it

Seat macht Schritt in die richtige Richtung Barcelona. Die spanische VWTochter Seat schreibt weiterhin Verluste, konnte ihre Bilanz im vergangenen Jahr aber deutlich aufbessern. Nach eigenen Angaben machte der Hersteller 2011 einen Verlust von 232 Mio. € und damit um einen Drittel weniger als 2010. Zudem erhöhte Seat seine Verkaufszahlen um 3,1 Prozent auf insgesamt 350.000 Fahrzeuge, der Umsatz stieg um 8,3 Prozent auf 5 Mrd. €. „Wir haben damit alle Indikatoren verbessert“, sagt Seat-Präsident James Muir, „und wollen 2012 auf dieser Linie fortfahren.“  www.seat.com

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56 – automotivebusiness

Hyundai i30 1,4 CRDi Die Golf-Klasse aus Korea erhöht den Druck auf die europäische und japanische Konkurrenz

Wien. Zum Preis von 8.999 € steht ab Mai das fünftürige, limitierte Sondermodell „Mitsubishi Colt Austria-Edition“ in überkompletter Serienausstattung bei den Vertragspartnern. Damit genießt man einen Preisvorteil von bis zu 3.290 €. Alle „Austria-Edition“-Modelle basieren auf den Colt Clear TecModellen, die mit 5 Sitzplätzen und 5 Türen ausgestattetet sind und unter anderem über eine halbautomatische Klimaanlage mit Kombifilter, ABS inkl. EBD, Fahrer-, Beifahrer-, Seitenairbags, 2 x Isofix- Kindersitzbefestigungen, Audioanlage mit Radio CD/MP3-Player mit 4 Lautsprechern und AUX-Eingang, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrische Fensterheber vorn, Außenspiegel elektrisch verstell- und beheizbar, Heckscheibe beheizbar mit Wisch- und Waschanlage und Intervallschaltung, 60:40 geteilte Rücksitzlehnen, 15 “Stahlfelgen mit Fullcoverzierkappen, 185/55R15 Niederquerschnittsreifen, Stoßstange in Wagen­farbe lackiert, verfügt.

Grüne Variante

© Mitsubishi Austria

Limited Edition

Die Schonzeit ist zu Ende, Angriff in der Golf-Klasse Edles Design, hochwertige Ausstattung und wenig Verbrauch: Der neue i30 zeigt Kompetenz. Gregor Josel

Wien. Wer hätte noch vor fünf Jahren gedacht, dass ein Südkoreaner eine echte Konkurrenz für die deutsche und japanische Obermacht im Kompaktsegment darstellt! Hierzulande wohl kaum jemand. Doch Hyundai hat dieses Vorhaben wohl schon vor einiger Zeit in Angriff genommen, hat die Zeichen der krisenbehafteten Jahre gut gelesen, von anderen gelernt und sich stetig verbessert. Die Resultate der letzten Zeit können sich sehen lassen: Mit dem i40, dem iX35 und dem i20 sowie dem feschen Coupé Veloster verfügt die Marke mittlerweile über ein vollständiges und mehr als ansehnliches Produktportfolio. Seit Kurzem ist auch der neue Kompakte i30 in Österreich erhältlich und rundet die Palette im Kompaktsegment ab. Golf, Astra, Focus und Co. müssen sich zukünftig ziemlich warm anziehen und das nicht nur in Sachen Preisgestaltung. Denn neben wirklich attraktiven Preisen bietet der neue i30 auch alles, was man von einem modernen Kompaktfahrzeug erwarten kann – und noch mehr.

© Hyundai Austria

Mitsubishi Sonder-Colt

Der Colt ist ab Mai auch als limitierte „Austria Edition“ erhältlich.

Freitag, 20. April 2012

Der neue Hyundai i30 1,4 CRDi: chice Optik, hochwertige Ausstattung und smarter Diesel-Motor. Ab 17.990 Euro zu haben.

weiteres Hauptmerkmal des neuen i30 ist das LED Tagfahrlicht, das eckig ausgeführt und in die Nebelscheinwerfer eingebunden ist. Im Profil des i30 verläuft eine markante Charakterlinie über den vorderen und hinteren Radkasten und zieht sich bis in die Rückleuchteneinheit. Eine weichere, weniger stark akzentuierte Linie verläuft leicht ansteigend entlang der Flanke des Fahrzeugs und verleiht dem i30 auch in der Seitenansicht eine sportliche Note.

der. Die Geräuschdämmung ist auf sehr hohem Niveau. Die Instrumentierung ist ergonomisch und logisch angelegt, die Sitzposition lässt sich perfekt justieren. Besonders beeindruckend ist das Platzangebot im neuen i30: Selbst bei komplett nach hinten gefahrenen Frontsitzen ist in zweiter Reihe noch ausreichend viel Beinfreiheit vorhanden. Im Kofferraum finden zwischen 378 und 1.316 l (bei umgelegter Rückbank) Platz. Besonders komfortabel ist das neue „Flex Steer System“, das drei Einstellungen der Lenkung zulässt, Comfort, Normal und Sport; dieses System liefert, abhängig von der Fahrsituation, ein perfektes Feedback. Speziell beim Einparken in der Stadt ist das Lenken in der Comfort-Stu-

fe ein Hochgenuss. Im Sport-Modus gibt die Lenkung ernstzunehmendes Feedback an den Fahrer.

Weniger ist mehr

Zudem sind alle Colt AustriaEdition mit einem MultiinfoDisplay, einem gekühlten Handschuhfach, Innenraumbeleuchtung mit Leselampe und drei Getränkehaltern ausgestattet. Eine sparsame und umweltfreundliche 1,1 l MPI-Benzinmotor-Variante mit 55 kW/75 PS steht zur Verfügung. Das Colt Clear Tec-Triebwerk ist mit einem Start/Stopp-System und Leichtlaufreifen ausgerüstet und verbraucht rund 4,9 l auf 100 km.  www.mitsubishi.at

Schnittige Optik

BMW Neues Design

Nissan Quashqai 1,6 dCi Neuer sparsamer Diesel-Motor für den beliebten SUV aus dem Hause Nissan

BMW verbessert den Online-Auftritt seiner Gebrauchtwagenbörse.

Salzburg. Der Internet-Auftritt der BMW-Gebrauchtwagenbörse wurde in wichtigen Bereichen verbessert und ging Anfang April mit neuen Funktionen online. Verbessert wurde die PreisTransparenz, die Suchkriterien wurden um zusätzliche Punkte erweitert, vorgemerkte bzw. favorisierte Angebote können nun genauestens unter die Lupe genommen und sehr übersichtlich miteinander verglichen werden, die Qualität der Fahrzeugbilder wurde verbessert und auch das Printdesign wurde optimiert. Alle Ausdrucke werden nun in Form einer PDF-Datei zur Verfügung gestellt.  www.bmw-boerse.at

Hochwertig im Innenraum Das Layout des Innenraums ist ebenfalls an die Assets des i40 angelehnt; man erkennt zahlreiche Details des größeren Bruders wie-

Eine weitere Überraschung ist der neue 1,4 l-CRDi-Motor. Die 90 PS des Triebwerks fühlen sich nach deutlich mehr Leistung an. Auch auf der Autobahn ist der i30 damit nie untermotorisiert. Das Fahrwerk ist komfortabel, das Sechsgang-Getriebe gut abgestuft. Der Verbrauch des i30 liegt in der Stadt bei rund 6,4 l. Im Durchschnitt begnügt er sich sogar mit rund 5,6 l. In der Ausstattungslinie „Premium“ kommt der i30 1,4 CRDi auf vergleichsweise moderate 20.990 €.  www.hyundai.at

Weniger Emissionen bei gleicher Leistung Wien. Fünf Jahre ist der fesche Qashqai, mittlerweile in der zweiten Generation, bereits auf dem Markt – ein Zeitraum, nach dem üblicherweise die Verkaufszahlen schon stark abflauen. Doch beim smarten Quashqai und seinem siebensitzigen Bruder Quashqai +2 ist genau das Gegenteil der Fall. So wurden im letzten Jahr mehr als 250.000 Einheiten der beiden Modelle in Europa verkauft und 2011 wurde zum bisher stärksten Jahr für den japanischen Bestseller. Insgesamt wurde der Quashqai bereits mehr als eine Mio. Mal verkauft.

keren Pendant, für ein sinnvolles Downsizing. In Kombination mit einem neuen Start/Stopp-System emittiert der 130 PS starke Qashqai 1.6 dCi nur noch119 g/km CO2. Zugleich schöpft er aus einem Drehmomentvolumen von maximal 320 Nm. Damit fährt der Nissan maximal 190 km/h schnell und beschleunigt in 10,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Dank eines leichteren, weil kleineren Zylinderblocks, verringerter mechanischer Verluste und re-

duzierter dynamischer Kräfte ergab sich beim neuen 1.6 dCi die optimale Balance zwischen moderatem Verbrauch und hoher Leistung. Als Ausgangspunkt wählte das Ingenieur-Team ein quadratisches Bohrung/Hub-Verhältnis. Es ermöglicht große Ventildurchmesser und damit eine gute Füllung des Brennraums. Diese Architektur ist bei im Motorsport eingesetzten Motoren weit verbreitet, bei in Großserie gebauten Dieseln jedoch

Neuer Selbstzünder Aktuell ist für den Quashqai ein neues Diesel-Aggregat verfügbar, das bei gleichbleibender Leistung den Verbrauch und den Schadstoffausstoß um bis zu 25% senkt. Der hochmoderne 1,6 l-dCi-Motor ersetzt den 2.0 dCi in der Kombination mit dem manuellen Getriebe und steht mit deutlich verringertem Verbrauch, bei gleichen Fahrleistungen wie beim hubraumstär-

© Nissan Austria

© BMW Austria

Online-Update

Optisch kommt der neue i30 absolut europäisch und recht emotionsgeladen daher. Fließende Linien, innen wie außen, eine selbstbewusste Fahrzeugfront, die dem Markenprimus i40 nachempfunden ist, und ein coupéhaftes Heck mit wohlgeformten Heckleuchten zeichnen die scharfe Optik des i30 aus. Dem charakteristischen, hexagonalen Grill und den Hauptscheinwerfern in Juwelenform verdankt der neue i30 seinen hohen Wiedererkennungswert. Ein

Der beliebte Quashqai ist mit dem neuen 130 PS Diesel ab 26.350 Euro zu haben.

nur selten anzutreffen. Im kombinierten Zyklus ergibt sich durch diese und weitere Maßnahmen ein um 24% niedrigerer Verbrauch als bisher. In Zahlen: 4,5 (mit StartStopp 4,1) statt 5,9 l/100 km oder 129 (mit Start/Stopp 119) statt 155 g/km CO2.

Rundumsicht Ebenfalls neu im Modelljahr 2012 ist der optionale „Around View Monitor“. Die Aufnahmen von den nahezu unsichtbar verbauten Micro-Kameras am Kühlergrill, an der Heckklappe und an beiden Außenspiegeln werden zu einem Bild zusammengefasst und stellen so eine 360°-Overhead-Darstellung des Fahrzeugs und seiner unmittelbaren Umgebung auf dem Display des bordeigenen Infotainmentsystems dar. Parken und Rangieren wird so selbst auf engstem Raum zum Kinderspiel. Der Around View Monitor ist in den Ausstattungslines „Tekna“ und „I-Way“ serienmäßig sowie als Extra für die Version „Acenta“ erhältlich.  (gj)  www.nissan.at


r u n d u m s au t o

Freitag, 20. April 2012

automotivebusiness – 57

BMW Motorrad Der deutsche Zweiradhersteller konnte im ersten Quartal 2011 seinen Absatz um über 5 Prozent auf 24.373 Motorräder steigern

Mit Pomp und Trara ins neue Jahr Wachstum bringen vor allem die Märkte in Brasilien, den USA und Australien. Moritz Kolar

München. Gute Nachrichten für BMW Motorrad: Die Zweiradsparte des deutschen Automobilherstellers ist zu Jahresbeginn drauf und dran, das vergangene Rekordjahr 2011 nochmals zu toppen. In den ersten drei Monaten 2012 feierte das Unternehmen sein bisher bestes Quartal und den bisher absatzstärksten Jahresstart. Per März stiegen die Verkaufszahlen auf 24.373 Motorräder (Vorjahr 23 109), dies entspricht einem Wachstum von 5,5 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2011. Allein im März lieferte BMW Motorrad weltweit 12.295 Motorräder (Vorjahr 11.675) an seine Kunden aus, 5,3 Prozent mehr als im März 2011.

des guten Starts ins laufende Geschäftsjahr überaus zufrieden: „‚BMW Motorrad‘ ist hervorragend in die Motorradsaison 2012 gestartet. Getragen wird die positive Entwicklung von unserer attraktiven Modellpalette und der guten Marktentwicklung vor allem in Brasilien, USA und Australien, also Märkte, in denen die Motorradsaison klimabedingt deutlich früher beginnt, als in Europa. Aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten entwickeln sich die Märkte Südeuropas hingegen schwierig. Dennoch: Sollten sich die Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechtern, streben wir

für das Gesamtjahr an, den Rekordabsatz von 2011 nochmals zu übertreffen.“

Husqvarna ebenfalls im Plus Die zweite Motorrad-Marke der BMW Group, Husqvarna Motorcycles, verzeichnete im dritten Monat in Folge einen Zuwachs bei den Auslieferungen: Per März lieferte Husqvarna 2.642 Motorräder aus (Vorjahr: 1.940 Einheiten), ein Plus von 702 Einheiten oder 36,2%. Im März waren es 1.182 Fahrzeuge (Vorjahr.: 676 Einheiten), 74,9% mehr als im Vorjahr.  www.bmw-motorrad.com

Neues Rekordjahr möglich Hendrik von Kuenheim, Leiter BMW Motorrad, zeigte sich ob

Volkswagen Neues Modell

Leasing-Batterie

Wolfsburg. Volkswagen will – ähnlich wie aktuell bereits Renault – Elektroautos in Zukunft möglicherweise mit Leasing-Batterien anbieten. „Wir denken derzeit darüber nach, wie wir den Markteintritt gestalten. Dabei könnte es auch ein Leasingkonzept geben“, sagte ­Rudolf Krebs, Elektroauto-Chef des VW-Konzerns, vor wenigen Tagen in Stuttgart. „Wir wissen, dass die Batterie das problematischste Bauteil ist und man ein Preisproblem hat.“ Darauf werde VW reagieren. „Wir werden mit unserem Angebot konkurrenzfähig sein.“ Die Batterie ist aktuell noch das teuerste Bauteil von Elektroautos: Für eine Batteriezelle mit einer Speicherkapazität von einer Kilowattstunde werden rund 500 € verlangt.  www.volkswagen.de

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DAF Trucks Euro 6-Motor

Neue Generation Amsterdam. DAF Trucks präsentierte eine neue Motorengeneration, die den neuen Euro 6-Emissionsvorschriften entspricht, die am 1. Jänner 2014 in der EU in Kraft treten. Im Euro 6-konformen 12,9 l-Motor „Paccar MX-13“ kommen ultramoderne CommonRail-Technologie, ein Turbolader mit variabler Geometrie und modernste Steuerelemente zum Einsatz. Um die strikten Euro 6-Emissionsnormen zu erfüllen, verfügt der Motor zudem über Abgasrückführung in Kombination mit SCRTechnologie und einem aktiven Rußpartikel­filter.  www.daf.com

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Freitag, 20. APRIL 2012 – 59

kreuzfahrten-kritik

nachhaltigkeitsstrategie

Kreuzfahrtveranstalter geraten zunehmend in den Fokus von Kritikern  Seite 60

Accor Hotels starten jetzt mit „Planet 21“ umfassende weltweite Kampagne  Seite 61

© Accor

© Ulster Folk

destinationworld golfclub TUI CRUISES GOLF CUP

© TUI

Branchenprimus baut seinen Vorsprung aus

© Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

short

Hamburg. Der Mietwagenbroker CarDelMar bietet ab sofort seine Produktpalette auch über die Homepage von Czech Airlines an. Urlauber, die im Internet ihren Flug buchen, haben nun die Möglichkeit, den passenden Mietwagen gleich mitzureservieren. „Wir freuen uns über die Koop mit Czech Airlines als ersten Schritt auf den tschechischen Markt“, so Carsten Greiner (im Bild oben), GF von CarDelMar. „Bisher in acht Ländern verfügbar, ist CarDelMar stetig auf Expansion und wird seine Präsenz auch in Tschechien weiter ausbauen.“  www.cardelmar.de

© Europäische Reiseversicherung

© CarDelMar

Hamburg. Insgesamt waren in den letzten Tagen rund 80 Arbeiter, Techniker und Ingenieure sowie große Teile der Crew an Inventur, Neubeladung und Umbaumaßnahmen der „Columbus 2“ beteiligt. 150 t Lebensmittel, Getränke und Hygieneartikel wurden nach Barcelona geliefert. Das Schiff wird im VierSterne-Segment positioniert und spricht Berufstätige und Familien sowie Kreuzfahrtneulinge an. Ganz neu an Bord ist ein Kidsclub. Die Columbus 2 wurde am 17. April vor Palma de Mallorca getauft.  www.hlkf.de

Erfolg auf allen Linien Die Europäische Reiseversicherung legt 2011 bei Umsatz, Ertrag und Marktanteilen zu und freut sich über ein florierendes Auslandsgeschäft. Vorstandschef Martin Sturzlbaum will 2012 diese Entwicklung fortsetzen.  Seite 60 Arcotel Die Unternehmensgruppe gehört schon lange zu den erfolgreichsten österreichischen Tourismusbetrieben

Frankfurt/M. München–Reykjavik wird 2012 auch im Winter angeflogen. Die Flüge am Dienstag und Samstag dauern nur knapp 4 Stunden und ermöglichen Gästen nun auch in der preisgünstigen isländischen Nebensaison einen Schnupperurlaub. Icelandair bietet hierzu einen „Superdeal“ ab 349 € an, inkl. Flug und 3 Hotelnächten mit Frühstück.  www.icelandair.de

Wien/Berlin. Mit Manfred Mayer als Alleinvorstand konzentriert sich die Arcotel Hotel AG auf Expansions- und Managementaufgaben. Der voraussichtliche Erfolg stieg im Zeitraum 2007 bis 2011 von 5,49% auf 12,47%. Die Firmenzentrale Arcotel Hotels & Resorts GmbH konnte den voraussichtlichen Erfolg von 4,64% in 2007 auf 13,26% in 2011 steigern. Seit 2007 verbesserten sich außerdem die Bewertungen der Raiffeisenbank, Erste Bank und der Bank Austria von teilweise -5 auf -1. Auch Gästebewertungen auf diversen Online-Portalen fielen

positiv aus. Mit Trustyou, Technologie-Anbieter für Online-Bewertungen und Soziale Medien, werden sämtliche Bewertungen unterschiedlicher Kanäle ausgewertet.

Marken-Bewusstsein Die Zahlen bestätigen, dass Arcotel Hotels, verglichen mit internationalen Hotelketten, eine deutlich höhere Markenzufriedenheit erreichen. Unter Mayers Führung wurde u.a. die Revenue-Struktur angelegt, die deutsche Firmenzentrale gegründet, die Abteilungen PR und

Online Marketing aufgebaut sowie die Website in ihrer jetzigen Form angelegt und 2011 überarbeitet. 2007 erhielt Arcotel ein neues Corporate Design – seither entwickeln sich Marke und Unternehmensgruppe kontinuierlich weiter. Die Unternehmensgruppe, eines der größten privaten österreichischen Unternehmen im Tourismusbereich, positioniert sich in der Business- und Stadthotellerie. Gegründet 1989, umfasst die Gruppe derzeit neun Hotels in Österreich, Deutschland und Kroatien mit 1.563 Zimmern und 742 Mitarbeitern.  www.arcotelhotels.com

© Wolf-Peter Steinheißer

© Icelandair

Vorstand verbessert seit Jahren Ergebnisse

Erfolgreich seit 2007: Manfred Mayer, Vorstand der Arcotel Hotel AG.


c ov e r

60 – destinationworld

Kommentar

Starke Konkurrenz auf den Ozeanen

Freitag, 20. April 2012

Europäische Reiseversicherung Nach dem Rekordjahr 2011 ist das Unternehmen auch für 2012 „vorsichtig optimistisch“

Gewinn- & Umsatzplus: Europäische im Vormarsch Vorstandschef M. Sturzlbaum will „unterentwickelte Marktsegmente mit Innovationen weiter erschließen“.

R

oss A. Klein von der USamerikanischen Memorial University in St. John‘s findet anlässlich des 100. Jahrestages der ‚Titanic‘-Katastrophe harte Worte für die Kreuzfahrt-Branche, denen ich mich nicht anschließen möchte, die aber dennoch gehört werden sollen (siehe Bericht auf dieser Seite). Der wirtschaftliche Druck, der durch den Preiskampf auf hoher See ausgelöst wurde, lässt einige Kreuzfahrtunternehmen zu drastischen Maßnahmen in Sachen Beschäftigungspolitik greifen. Arbeitszeiten von zehn Stunden pro Tag und länger – und das zehn Monate lang ohne Unterbrechung bei einem Lohn von 300 Euro plus Trinkgeld – sind branchentypisch. Überstunden werden nicht oder nur sehr selten bezahlt. Teilweise werden die Bordmitarbeiter über dubiose Recruiting-Firmen in Drittländern angestellt, wodurch man sich die Anpassung an EU-Lohnrichtlinien erspart. ‚Die Kreuzfahrtgesellschaften verdienen trotz niedriger Preise gut. Die Carneval erzielt jährlich bis zu zwei Mrd. Euro Gewinn‘, rechnet Klein vor. Dabei zahle das Unternehmen praktisch keine Steuern, weil es seinen Hauptsitz nach Panama verlegt hat. ‚Es hätte also genug finanziellen Spielraum, um anders zu wirtschaften – wenn es wollte.‘ Die Öffentlichkeitsarbeit der Reedereien ist gefordert ...

Kohl & Partner Hotels

Studienreise nach London

Wien. In einer zweitägigen Studienreise ab 21. Mai – mit optionalem Verlängerungsprogramm – möchte die Hotel- und Tourismusberatung Kohl & Partner Interessierte durch London führen und innovative einzigartige Hotelprodukte vorstellen sowie einen Einblick in die BrandVielfalt der internationalen Hotelketten geben. Die Studienreise richtet sich in erster Linie an Investoren, Banken, Versicherungen und Projektentwickler im Hotelimmobilienbereich sowie Hotelbetreiber und an alle interessierten Hoteliers und Architekten. Es findet jeweils eine Führung sowie im Anschluss eine Präsentation mit den Hotel Development-Verantwortlichen der jeweiligen Hotelkette statt. In der Präsentation wird auf Entwicklungsstrategien in der D-A-CH-Region eingegangen sowie auf die unterschiedlichen Philosophien und Standards der jeweiligen Brands.  www.kohl.at

Wien. 2011 war ein schwieriges Jahr für den Tourismus. Die Unruhen in Nordafrika, der Tsunami und das Reaktorunglück in Japan sowie die Überschwemmungen in Thailand und anderen Ländern dämpften die Reiselust gehörig. Trotzdem gab es für so manchen Marktteilnehmer wie die Europäische Reiseversicherung Grund zur Freude. Die Generali-Tochter konnte im vergangenen Jahr ihre Prämieneinnahmen um 5,6 Prozent auf den Rekordwert von 59,04 Mio. € steigern und damit ihre Position als Branchenprimus mit mehr als 60% Marktanteil weiter ausbauen. Der Jahresüberschuss hat sich von 708.000 auf 2,61 Mio. € mehr als verdreifacht und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) verbesserte sich um 76% auf 3,51 Mio. €.

Neben Gewinn und Umsatz stieg auch die Schadensbelastung: 2011 organisierte die Europäische 708 Rückholungen.

le und organisierte 708 (627) Rückholungen. Die Großschäden mit einer Schadenssumme über 50.000 € summierten sich auf 3,9 (Jahr davor: 3,8) Mio. €.

Erhöhtes Risikobewusstsein Vorstandschef Martin Sturzlbaum und CFO Wolfgang Lackner sehen diese hervorragenden Zahlen vor allem im OutgoingTourismus kurioserweise in den zahlreichen Unwägbarkeiten des Jahres begründet. „Die Ereignisse führten zu einem verstärkten Risikobewusstsein und damit zu einer weiteren Marktdurchdringung. Wir konnten dadurch also mehr Reiseversicherungen abschließen.“ Neben der Zahl der Versicherten stieg aber auch die Schadenbelastung: Das Volumen nahm hier gegenüber 2010 um elf Prozent auf insgesamt 27,36 Mio. € zu, die Zahl der Schadensfälle stieg von 38.243 auf 41.141. Insgesamt betreute die Europäische Reiseversicherung 1.966 (im Jahr 2010: 1.754) Notfäl-

Entwicklungsperspektiven Trotz der guten Performance 2011 sieht Sturzlbaum noch große Entwicklungsmöglichkeiten. So seien derzeit „nur etwa 15 Prozent der Urlauber, die ihre Reise selbst organisieren, versichert“. Bei den Reisebürobuchern beläuft sich der Anteil bereits auf über 65%. „Die Erhöhung des Anteils aller Reisenden, die eine Reiseversicherung abschließen, hat noch Potenzial. Das zeigt der Vergleich mit anderen Ländern und betrifft nicht zuletzt die große Zahl selbst organisierter Reisen, die ohne oder nur mit unzureichendem Versicherungsschutz unternommen werden“, so Sturzlbaum.

Darüber hinaus setzte die Europäische Reiseversicherung auch ihre Aktivitäten in Zentraleuropa verstärkt fort. Die Niederlassung in der Slowakei erzielte im fünften vollen Geschäftsjahr einen Wachstumsschub bei den Prämieneinnahmen um 74,3% auf 4,53 Mio. €. Weiter gewachsen ist auch das

„Die Erhöhung des Anteils aller Reisenden, die eine Reiseversicherung abschließen, hat noch Potenzial.“ Martin Sturzlbaum, Euro­ päische Reiseversicherung

Versicherungsgeschäft in Slowenien, ein deutliches Plus stand hinter dem langjährigen Engagement in Südtirol und in Kroatien gelang 2011 der erfolgreiche Einstieg in Zusammenarbeit mit der lokalen Generali-Gesellschaft. Mit dem EU-Beitritt Kroatiens im Jahr 2013 wird ein kräftiger Wachstumsschub erwartet.

Durchdringung ausbaufähig Bis dahin rechnet der Reiseversicherer weiter mit „besonderen Herausforderungen“. In manchen Marktsegmenten erwartet Sturzl-baum eine Stagnation, in einigen sogar einen Rückgang. Um trotzdem erfolgreich zu sein, will Sturzlbaum noch unterentwickelte Marktsegmente mit Produkt­ innovationen weiter erschließen und die Marktdurchdringung ­vorantreiben.  www.europaeische.at

Kreuzfahrten Ross A. Klein von der University St. John’s kritisiert zum „Titanic“-Jahrestag die Kreuzfahrt-Branche

Kundenabzocke auf Dreckschleudern? Basel/Wien. Mit scharfer Kritik durchkreuzt Ross A. Klein von der Memorial University in St. John‘s anlässlich des 100. Jahrestags der „Titanic“-Katastrophe die gängigen Vorstellungen über Kreuzfahrten: „Kreuzfahrten sind weniger sicher als Anbieter propagieren, nehmen Kunden wie auch Beschäftigte aus und schaden der Umwelt.“

Sehr hohe Nebenkosten Mit sozial- und umweltverantwortlichem Urlaub hat die Branche gar nichts zu tun, so das Resümee des Kreuzfahrt-Kritikers. Was die Sicherheitsfrage betrifft, bekräftigen allein die diesjährigen Medienberichte die Bedenken der Warner. Die Bilder der gesunkenen „Costa Concordia“ vor Giglio gingen zu Jahresbeginn um die Welt, im Monat darauf machte ein Brand auf der „Costa Allegra“ das Schiff manövrierunfähig, im März brannte es auf der „Azamara Quest“ der Royal Caribbean Cruises vor Malaysia. Seit 1980 sind 16 Kreuzfahrtschiffe gesunken, 99 Schiffe seit

Jeder Laden, jede Bar und jedes Spielkasino auf dem Kreuzfahrtschiff liefert laut Klein der Kreuzfahrtgesellschaft bis zu 40% der Verkaufserlöse ab. Dasselbe gelte für die Geschäfte auf dem Festland.

© Ulster Folk&Transport Museum/DB Ulster F&T Museum

georg biron

© Europäische Reiseversicherung

Jürgen Zacharias

Schlechte Öko-Bilanz

Die Schifffahrtsbranche gerät anlässlich „100 Jahre Titanic-Untergang“ unter Druck.

1973 auf Grund gelaufen. In den vergangenen elf Jahren stießen 73 Schiffen zusammen, 79 gerieten in Brand, und allein zwischen 2000 und 2011 kamen 100 Schiffe vom Kurs ab, waren manövrierunfähig oder aus anderen Gründen ein Sicherheitsrisiko, so die bisherige Datenlage. Kaum besser beurteilt Klein das Geschäftsmodell: „Die Kreuzfahrtbranche zielt knallhart auf Profitmaximierung ab; die billigen

Grundangebote sind Teil davon.“ Sobald man ein Schiff betreten habe, werde man ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. „Für das Kreuzfahrtticket bezahlt ein Kunde rund 30 Euro pro Tag, auf dem Schiff gibt er aber nochmals täglich Geld aus.“ Alles, was nicht im Grundpreis inbegriffen ist, kostet extra. „Die Leute können ja nicht weg, sie müssen konsumieren oder versauern in ihrem Zimmer.“

„Die einzelnen Landausflüge sind so geplant, dass die Passagiere ganz bestimmte Orte besuchen, die ebenfalls von den Kreuzfahrtgesellschaften kontrolliert werden. Auch dort müssen die Ladenbesitzer der Kreuzfahrtgesellschaft Abgaben bezahlen“, so Klein. Ein weiterer Kritikpunkt der Meeres-Kolosse ist deren verheerende Ökobilanz. „Pro Passagierkilometer produziert ein typisches Kreuzfahrtschiff mehr als drei Mal so viele Treibhausgase pro Kilometer als eine Boeing 747. Grund dafür ist das Schweröl, mit dem die meisten Kreuzfahrtschiffe unterwegs sind“, erklärt Greenpeace-Meeresbiologin Antje Helms  http://fairunterwegs.org


Freitag, 20. April 2012

b u s ine s s & mar k e ts

destinationworld – 61

Accor Nachhaltigkeitsstrategie Bei einer Pressekonferenz im ibis Wien Mariahilf wurde eine neue Offensive für nachhaltige Hotellerie vorgestellt

Projekt Planet 21 startet jetzt los michael bär

Wien. Accor, weltweit führender Hotelbetreiber und europäischer Marktführer, ist in 90 Ländern mit mehr als 4.400 Hotels und 530.000 Zimmern präsent. Von der Luxusbis zur Budgetklasse bietet Accor ein Hotelportfolio unter den Marken Sofitel, Pullman, MGallery, Novotel, Suite Novotel, Mercure, Adagio, ibis, all seasons/ibis styles, Etap Hotel/ibis budget, hotelF1 und Motel 6.

Verantwortung zeigen Mit 145.000 Mitarbeitern weltweit bietet die Gruppe ihren Kunden und Geschäftspartnern fast 45 Jahre an Know-how und Expertise. In Österreich ist Accor mit 31 Hotels, rund 860 Mitarbeitern und mehr als 4.000 Zimmern vertreten. Dass die Eigentümer ihre Aufgabe nicht nur im profitablen Vermieten von Hotelzimmern sehen, wurde bei einer Pressekonferenz im Hotel „ibis Wien Mariahilf“ klar. Accor gibt jetzt weltweit den Startschuss für die neue Nachhaltigkeitsstrategie „Planet 21“.

Partner und die Treue unserer Mitarbeiter“, führt Denis Hennequin aus, Chairman und Chief Executive Officer von Accor.

Mit Gäste-Unterstützung Seit 1994, dem Jahr der Gründung einer Umweltabteilung, hat die Hotelgruppe zahlreiche Beiträge zu lokalen Entwicklungen wie auch zur Senkung des Wasser- und Energieverbrauchs und damit zur Reduzierung des Umwelteinflusses ihrer Hotels geleistet. Mit Planet 21 bestätigt Accor sein Engagement für die nachhaltige Entwicklung als Herzstück

seiner Tätigkeiten. Ausschlaggebend für die Einhaltung der 21 Maßnahmen ist die Beteiligung der Gäste, um noch schneller vorzugehen und die Ergebnisse zu vervielfachen. So beinhaltet Planet 21 ein Programm, das die Gäste motiviert, ihren eigenen Beitrag zu den Aktionen und Erfolgen des Hotels zu leisten: Von der Reservierung über den Aufenthalt bis hin zum Restaurant-Service fordern zahlreiche und vielfältige Botschaften die Gäste dazu auf, sich mit einfachen Gesten aktiv an den Maßnahmen des Hotels zu beteiligen.  www.accor.com

© Accor

Die Accor Hotels engagieren sich mithilfe ihrer Gäste für den Umweltschutz.

(von li.) Roland Kuras, power solutions, Stéphane Engelhard, COO Accor Österreich, Thomas Kögl, Brand Operations Manager und Hoteldirektor ibis Wien Mariahilf.

„Zu einem Zeitpunkt, an dem die Gruppe vor einer Expansion steht, untermauern wir das Bestreben im Hinblick auf Mehrwert für alle.“ Denis Hennequin Chairman, Chief Executive Officer Accor hotels

Namensgeber ist die „Agenda 21“, ein im Jahr 1992 in Rio de Janeiro unterzeichnetes Zielprogramm, das die dringlichen Anliegen des 21. Jh. umsetzt: Um die Menschheit und die Ökosysteme der Welt erhalten zu können, müssen die Produktions- und Verbrauchsmethoden verändert werden. Planet 21 enthält 21 Maßnahmen und die gleiche Anzahl an definierten Zielen von Accor bis zum Jahr 2015, darunter: Mitarbeiterschulungen zum Thema Krankheitsvorbeugung in 95% der Hotels, Förderung einer ausgewogenen Ernährung in 80% der Häuser, Verwendung von umweltfreundlichen Produkten in 85% der Hotels, Senkung des Wasser- und Energieverbrauchs um 15 bzw. 10% in den eigenen und gepachteten Hotels. „Zu einem Zeitpunkt, an dem die Gruppe vor einer intensiven Expansionsphase steht und zum weltweiten Maßstab der Hotelbranche werden will, untermauern wir unser Bestreben im Hinblick auf verantwortungsvolles Wachstum und Mehrwert für alle. Mit dem Programm ‚Planet 21‘ machen wir nachhaltige Hotellerie zum Kernelement der Strategie, Entwicklung und Innovation des Konzerns. Ich bin überzeugt davon, dass nachhaltige Entwicklung ein neues Geschäftsmodell für uns eröffnen wird. Planet 21 ist ein hervorragender Antrieb für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Marken, unsere Attraktivität für Gäste und

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© Johann Ratzenböck/pixelio.de

Kasan: Die russische Hauptstadt des Sports

Freitag, 20. April 2012

ÖAMTC Trotz der Spritpreise liegt im Urlaub die Eigenanreise mit dem Auto im Trend – das könnte kostspielig werden

Teure Verkehrsstrafen im Ausland und Fahrverbote

Hohe länderspezifische Verkehrsstrafen und seltsame Fahrverbote sorgen für Verblüffung und Ärger.

Moskau. Die Werbekampagne für die Marke „Kasan: Die russische Hauptstadt des Sports“ , ausgeführt von der Media Arts Group in Koop mit dem Präsidenten von Tatarstan Rustam Minnichanow, der tatarstanischen Regierung und dem Bürgermeisteramt von Kasan, hat den „Großen Preis der EFFIE für effektive Handelsmarkenkommunikation“ auf dem russischen Markt gewonnen. Oleg Wolkosh, Präsident der Media Arts Group, erklärte: „Tatarstan und die Stadt Kasan sind Vorreiter in Russland, was die Verbreitung des Sports und Förderung von Investitionen angeht. Wir freuen uns sehr, dass wir inzwischen seit fünf Jahren bei Marketing und Promotion zusammenarbeiten.“  www.magroup.ru

Animod intensiviert Koop mit Google Köln. Über die seit 2011 bestehende Zusammenarbeit mit DailyDeal, einem Mitglied der Google-Familie, hat der Reisevermittler Animod allein im März und April 2012 mehr als 4.000 Hotelgutscheine im Wert von 450.000 € verkauft. Über diese Kooperation erreicht Animod zusätzliche Kunden in der D-A-CH-Region. Daneben ist das Kölner Unternehmen über seine US-Niederlassung eine Kooperation mit Google Offers eingegangen. In nur fünf Deals wurden mehr als 1.000 Gutscheine für Hotels verkauft. Durch seinen internationalen Vertrieb erreicht der Reisespezialist Kunden in mehr als 30 Ländern.  www.animod.de

© EPA

Moderne Infrastruktur in der Ukraine für EM

Michel Platini: „‚Euro 2012‘ wird feiner Urlaub für Fußballfans.“

Kiew. UEFA-Präsident Michel Platini preist die Vorbereitungen der Ukraine für die Veranstaltung der Fußballeuropameisterschaft „Euro 2012“. Zusammen mit dem ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch nahm Platini an der Eröffnungszeremonie des neuen Terminals am Flughafen Lwiw Danilo Halitski teil. „Es ist erstaunlich, was ein kleiner Ball bewirken kann. Was man in der Ukraine geschafft hat, ist einfach fantastisch“, so der UEFA-Präsident.  www.wnu-ukraine.com

Wien. Beim Antritt einer Reise ist es unerlässlich, sich über die im jeweiligen Urlaubsland herrschenden Verkehrsbestimmungen zu informieren. „In einigen Ländern drohen nämlich saftige Strafen – das Spektrum reicht von hohen Geldstrafen bis hin zu Pkw-Beschlagnahmungen“, weiß ÖAMTC-Reiseexpertin Silvie Bergant und gibt einen Europa-Überblick. Das beliebteste Urlaubsreiseziel der Österreicher ist Italien, das Autoreisende mit ausgefallenen Verkehrsstrafen überrascht. Alkoholisierten Lenkern mit mehr als 1,5 Promille droht die Beschlagnahmung, Enteignung und Zwangsversteigerung des Fahrzeugs. „Zwischen 22 und 7 Uhr kosten Verstöße wie beispielsweise Geschwindigkeitsübertretungen oder Drängeln um ein Drittel mehr als tagsüber. So soll der hohe Anteil nächtlicher Unfälle bekämpft werden“, so die ÖAMTC-Touristikerin. 150 € Strafe drohen Lenkern, die ohne Freisprechanlage telefonieren.

Verkehrsstrafe: 690 Euro In Griechenland sollten Bußgelder besser rasch beglichen werden. Denn die Fristen für die Bezahlung der Strafen sind sehr kurz angesetzt. Ein Überholverstoß kostet bei Sofortzahlung beispielsweise 350 €. „Nach Ablauf einer zehntägigen Frist beläuft sich das Bußgeld bereits auf das Doppelte“, warnt der ÖAMTC. Mindestens 350 € drohen übrigens auch, wenn man das Anlegen des Sicherheitsgurts vergisst. Bei Reisen in der Schweiz sollte man sich bewusst sein, dass hier schwere Verkehrsverstöße mit be-

© Panthermedia.net/Iuliia Sokolovska

michael bär

Kasan will ein guter Gastgeber internationaler Sportereignisse werden.

Unterwegs im Urlaub mit dem eigenen Fahrzeug: Je nach Land gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Regelungen.

sonders hohen Strafen geahndet werden. So beträgt das Bußgeld für eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 50 km/h oder mehr mindestens 690 €. Die Strafhöhe für Alkoholdelikte beginnt bei 465 €. Unangefochtene Spitzenreiter in Sachen „hohe Strafen“ sind jedoch nach wie vor die skandinavischen Länder. In Dänemark werden zum Teil gehaltsbezogene Strafen verhängt – wer mehr verdient, der bezahlt mehr. Alkohol am Steuer kann in Dänemark einen ganzen Monatsverdienst kosten. In Norwegen kann alkoholisiertes Fahren in Einzelfällen sogar zu Gefängnisstrafen führen. Außerdem gelten in Norwegen für Über-

hol- und Rotlichtverstöße mit der Geldstrafe von 670 € europaweit die höchsten Verkehrsstrafen.

Besser nicht ignorieren Wer glaubt, dass Strafzettel aus dem Ausland ignoriert werden können, der irrt. Spätestens bei Wiedereinreise in das Urlaubsland kann die Strafe eingefordert werden. Außerdem können offene Auslandsstrafen zwangsweise eingetrieben werden; Voraussetzung ist jedoch, dass das Reiseland die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen für die grenzüberschreitende Vollstreckung geschaffen hat. „Sobald man einen ausländischen Strafzettel im Postkasten

findet, sollte man zur Klärung der Zahlungsverpflichtung sofort mit einem ÖAMTC-Juristen unter der Nummer +43 (0)1 25 120 00 auch aus dem Ausland Kontakt aufnehmen“, so Bergant.

Mysteriöse Fahrverbote Ebenfalls ein Ärgernis sind die unübersichtlichen Regelungen an Fahrverboten in europäischen Städten, einheitliche Regelungen gibt es nicht. Auch Touristen droht eine Strafe, wenn sie ohne Genehmigung in so eine Zone einfahren. Die ÖAMTC-Touristik hat die wichtigsten Bestimmungen in europäischen Ländern mit Fahrverbotszonen zusammengefasst.  www.oeamtc.at/laenderinfo

Amadeus Tourix Nach der aktuellen Auswertung verlaufen Buchungen für Urlaubsreisen nach wie vor schleppend

Das erste Quartal brachte Minus von 3,9% Wien. Mit den beiden Indices von Amadeus, Aatix (Austrian Air Traffic Index) und Tourix (Austrian Touristik Index), wird die wirtschaftliche Entwicklung des österreichischen Reisebüromarktes abgebildet. Durch die Konzentration auf Buchungen können beide Indices als Frühindikatoren benutzt werden, denn Buchungen erfolgen teilweise lange vor der Reise. Beide Indices beziehen sich explizit auf den Reisebüro-Markt; daher darf von diesen Daten nicht direkt auf die Entwicklung der Anbieter, also der Veranstalter und Fluglinien, geschlossen werden. Für den Tourix werden die Veranstalterbuchungen von 100 großen Reisebüros in Österreich penibel ausgewertet. Der Index gibt die Veränderungen in Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres an und ist ein wichtiger aktueller Indikator für die Outgoing-Aktivitäten der Österreicher. Nach der aktuellen Auswertung des Tourix verlaufen die Buchungen für Urlaubsreisen nach wie vor schleppend.

Trotz eines minimalen Zuwachses im März bleibt die Bilanz im ersten Quartal mit einem Minus von 3,9% negativ. Branchenbeobachter führen das auf rückläufige Buchungen für Griechenland zurück. Die vergangenen Monate zeigten sich in der Reisebranche eher turbulent als ausgeglichen.

Starker Buchungsrückgang „Ein Super-Jahr wird 2011 nicht mehr werden, doch auch von gravierenden Einbrüchen sind die österreichischen Reisebüros verschont geblieben“, war Wilfried Kropp, GF von Amadeus Austria, im Dezember überzeugt. Nach den beiden BranchenIndices fiel die vorläufige Bilanz für 2011 durchwachsen aus. Der Amadeus Aatix zeigte kurz vor Jahresende ein Plus von 3,9%. Der Oktober wies mit einem Plus von 5,9% gegenüber dem Vorjahr sogar ein relativ starkes Wachstum auf. Der Tourix zeigte ein kumulatives Wachstum von plus 2,7% für Jänner bis Oktober 2011, hat aber

im Oktober 2011 gegenüber Oktober 2010 um 3,4% nachgegeben. Die Touristiker in den Reisebüros sahen sich wenig später laut der Tourix-Auswertung des Monats Februar 2012 mit einem kräftigen Rückgang bei den Buchungen für aktuelle Veranstalter-Angebote konfrontiert.

Im Vergleichszeitraum zum Vorjahr gingen diese um 12% zurück. Von Jänner bis Februar 2012 betrug das Minus in den Reisebüros bereits kumulierte 5,6%. „Erfahrungsgemäß sind die ersten drei Monate die volumenstärksten Buchungsmonate. Ein Rückgang in dieser Periode kann im weiteren Jahresverlauf nur noch schwer aufgeholt werden“, informiert Wilfried Kropp, GF von Amadeus Austria, im Ausblick über den aktuellen Tourix. Die Reisebüros sind derzeit doppelt getroffen, weil auch der durchschnittliche Reisepreis um acht Prozent gesunken ist. Der Aatix, der Linienflugbuchungen von 100 Reisebüros abbildet, weist für Februar ein Plus von 5,6% gegenüber Februar 2011 aus. Kumuliert ergibt sich für die ersten beiden Monate ein Plus von 9,1%. „Das Wachstum wird eindeutig vom Geschäftsreiseverkehr getragen“, so Wilfried Kropp, GF von Amadeus Austria, über den Aatix im Februar 2012.  www.at.amadeus.com


t r av e l & v oya ge

Freitag, 20. April 2012

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Starnberger See Bayern feiern mit Sommernachts-Party und anderen Events den 175. Geburtstag von Kaiserin Sisi

Sekt mit Sisi auf dem See

Ab 1. Mai Sonderausstellung auf den Spuren der Regentin, die hier Kindheit und Jugend verbrachte. Starnberg. „Sie war stark, freiheitsliebend und in vielem ihrer Zeit voraus“, sagt Doris Trummer, die sich intensiv mit Kaiserin Elisabeth von Österreich auseinandergesetzt hat und sie nur spielt, weil sie ihr auch sympathisch ist. Wenn die Laien-Darstellerin in die Rolle der Sisi schlüpft, das herrschaftliche Gewand anlegt, das ihre Freundin genäht hat und die Perücke überstreift, die sie selbst nach historischen Vorbildern anfertigte, dann erwacht eine faszinierende Persönlichkeit jenseits von Kitsch und Klischee zum Leben. Es dauert inzwischen kaum mehr länger als eine Stunde, dann sitzen Reifrock und Perücke, das Make-up passt, und Doris Trummer glänzt als Sisi. Am 30. Juni lädt sie zur Audienz auf der „MSStarnberg“. Die Sommernacht mit dem Sisi-Double auf dem Luxus-

Katamaran ist einer der Höhepunkte, mit denen das Starnberger Fünf-Seen-Land in Bayern den 175. Geburtstag der österreichischen Monarchin feiert.

Sisi-Dinner auf dem Schiff Mit tiefgründigen Gedichten und faszinierenden Monologen lässt Doris Trummer die unnahbare Schöne greifbar werden. Wer mag, schlendert mit einem Glas Sekt über Deck und prostet der Monarchin dezent zu, während Historikerin Andrea Hähnle gern Fachfragen in lockerer Atmosphäre beantwortet und das Pöckinger

Saitenspiel den Abend musikalisch untermalt. Glanzpunkt ist das exquisite Drei-Gang-Menü, zu dem es Sonnenuntergang und Sternenhimmel gratis dazu gibt. Der Abend kostet 55 € pro Person. Bereits ab 1. Mai können Besucher in einer Sonderausstellung des Kaiserin Elisabeth Museums den Spuren der schillernden Regentin folgen, die am Starnberger See ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Bislang unbekannte Seiten der Kaiserin beleuchtet die Ausstellung, mit der das Kaiserin Elisabeth Museum im historischen Bahnhof Possenhofen den Geburtstag feiert. In den prachtvollen Räu-

men tritt man einer ungezähmten Frau gegenüber, die weit mehr Facetten hatte als ihr Kino-Abbild. Der Eintritt kostet 4 €, das Museum hat von 1. Mai bis 14. Oktober freitags, samstags und sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

Sisi-Tour zum Schloss Auf der Sisi-Tour steuern Fans alle Lieblingsorte der Herrscherin an – vom Familiensitz Schloss Possenhofen, wo sie ihre Jugendzeit verbrachte, bis zum „Hotel Kaiserin Elisabeth“, wo sie 24 Jahre lang zur Sommerfrische weilte.  www.sta5.de

© Rosemarie Mann-Stein

michael bär

Doris Trummer als Kaiserin Sisi: Die Laiendarstellerin geht in der Rolle auf.

Guernsey Walking Festival

Wanderparadies

München/St. Peter Port. Die Kanalinsel Guernsey ist bekannt für ihr mildes und sonniges Klima, das sie von Frühjahr bis Herbst in bunten Farben erblühen lässt. Was nicht jeder weiß: Die landschaftlichen Reize und hübschen Cottages der Kanalinsel lassen sich sehr gut zu Fuß erkunden, die Klippen, Buchten, Wiesen und Ortschaften sind ein wahres Paradies für Wanderer. Grundlage dafür ist ein dichtes Netz an geeigneten Wegen: Um Guernsey herum verlaufen insgesamt 46 km Klippenpfade, die atemberaubende Blicke auf Buchten und Meer ermöglichen. Innerhalb der Insel verlaufen 54 km ruhiger Straßen namens Ruettes Tranquilles. Auf diesen Routen ist nicht nur langsamer Verkehr angesagt (das Tempolimit beträgt 24 km/h), Fußgänger, Radfahrer und Reiter haben sogar immer Vorrang. Dieses Wegenetz erlaubt Wanderungen und Spaziergänge, die meist zu höchst eindrucksvollen Erkundungen werden. Die Höhepunkte der Wandersaison bilden die Walking Festivals im Frühjahr und Herbst, die in diesem Jahr von 5. bis 13. Mai und von 7. bis 16. September stattfinden; beide Male umfasst das Programm kleine und größere Touren zu historisch bedeutsamen, landschaftlich eindrucksvollen oder einfach nur besonders hübschen Orten auf Guernsey. Das Programm zum nächsten Walking Festival findet man unter:  healthspan.co.uk/walkingweek

www.beaurivagepineta.com Warum in die Ferne schweifen? Das Hotel Beau Rivage Pineta **** in Jesolo liegt so nah!

Buchen Sie gleich jetzt! • Frühbucherbonus –5%* oder

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© Panthermedia.net/Karen Jehan

Hotel Beau Rivage Pineta **** I-30016 Jesolo Pineta (VE) Tel.: +39 0421 96 10 74 Fax: + 39 0421 96 10 75 Email: info@beaurivagepineta.com www.beaurivagepineta.com

Guernsey zählt zu den schönsten Inseln der Welt und begeistert auch Wanderer.

* bei Buchung bis 30.4.’12 ** gilt für 16.5.–24.5.’12 und 9.9.–16.9.’12 *** gilt für die ganze Saison außer 6.8.–25.8.’12


guest & service

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„Corporate Award“ für das Swissôtel Tallinn

Individuell nutzbare Räumlichkeiten: Zur Auswahl stehen verschiedene Plätze für Zeremonie & Feier. caroline nussdorfer

Bonn. Ab 1. Mai 2012 ist es möglich: Heiratswillige Paare können sich im „Kameha Grand Bonn“ das Ja-Wort geben und die standesamtliche Trauung direkt im Hotel begehen. Das Mitglied von The Leading Hotels of the World gilt damit als erstes Hotel in Bonn, das den besonderen Service einer „Ambiente-Trauung“ anbietet. „Wir bieten unseren Gästen Lieblingsplätze. Dies sind Orte zum Feiern oder zum ‚Cocoonen‘ – ganz individuell und dem Anlass entsprechend“, erläutert Thomas Kleber, Geschäftsführender Direktor im Kameha Grand Bonn.

© Jelena Rudi

„Außergewöhnliche Bühne”

Estlands US-Botschafter M. Polt (li.) gratuliert Manager B. Westerhout.

Zürich. Für seinen gemeinnützigen Einsatz und zahlreiche Spendenaktionen im Jahr 2011 wurde das „Swissôtel Tallinn“ von der American Chamber of Commerce Estland mit dem „Melissa Wells Corporate Citizenship Award 2012” ausgezeichnet. Dabei waren u.a. die langjährige Unterstützung sozialer Einrichtungen wie z.B. SOS-Kinderdörfer oder Organisationen für körperbehinderte Menschen ausschlaggebend. „Der Award spiegelt unser Engagement und unsere soziale Verantwortung wider, insbesondere unsere Bemühungen um die Beschäftigung von körperlich behinderten Menschen”, freut sich Bart Westerhout, General Manager im Swissôtel Tallinn. Der Preis wurde bereits zum elften Mal vergeben und soll das Bewusstsein für Wohltätigkeit sowie soziale Verantwortung in Wirtschaftskreisen schärfen. www.swissotel.com/Tallinn

© Lufthansa

Lufthansa im Sommer mit mehr Italien-Zielen

Der Sommerflugplan bietet zusätzliche Italien-Flüge ab München.

München. Passagiere ab München profitieren beim Sommerflugplan von Lufthansa von zusätzlichen Zielen im Süden Italiens. Dabei stehen Bari einmal täglich, Palermo viermal wöchentlich, Catanaia dreimal wöchentlich sowie Cagliari und Olbia jeweils einmal wöchentlich bzw. dreimal wöchentlich im August auf dem Programm.  www.lufthansa.com

„Mit unserer einzigartigen Architektur, dem modernen Interieur und dem herzlichen Kameha Service bieten wir eine außergewöhnliche, extravagante und romantische Bühne für Verliebte, die ihre Hochzeit zu etwas ganz Besonderem machen möchten. Unser Team steht dabei mit Kompetenz und Einfühlungsvermögen zur Seite und ist bestens auf die Bedürfnisse des Brautpaares eingestellt“, so Kleber weiter.

Ob glamouröser Empfang, stilvolles Dinner oder große Hochzeitsgala, das Kameha Grand Bonn hat das gewünschte Ambiente.

ner in der „Brasserie Next Level“ oder dem exklusiven „Yu Sushi Club“ bis hin zur großen Gala im „Grand Event“ oder dem „Kameha Universal“, die Räumlichkeiten sind flexibel nutzbar. Als besonderes Highlight gilt der Empfang auf einer der Dachterrassen des Hotels, von denen die Gäste den Ausblick auf den Rhein und das Siebengebirge genießen können.

Platz für bis zu 2.000 Gäste Abhängig von der Gästeanzahl sowie dem gewünschten Ambiente kann das Brautpaar aus verschiedenen Plätzen für die Trauungszeremonie und die anschließende Feier im Kameha Grand auswählen. Für zehn bis zu 2.000 Personen bietet das mit dem „Location Award“ ausgezeichnete „Beste Event Hotel des Jahres“ den geeigneten Rahmen. Ob glamouröser Empfang in der „Puregold Bar“, stilvolles Din-

Individueller Service Das Angebot umfasst zudem auch einen individuellen Service rund um die Traumhochzeit und beinhaltet beispielsweise neben dem Braut Make-up mit italienischen Marken-Produkten auch

entspannende Massagen im Kameha Spa sowie einen LimousinenService. Darüber hinaus kann die Braut gemeinsam mit ihren Freundinnen eine der angesagten „Bachelorette Parties“ im Kameha Grand Bonn feiern.

des Künstlers Marcel Wanders, preisgekrönte Architektur von Karl-Heinz Schommer sowie gelebte ökologische Verantwortung sind Bestandteile des kreativen Gesamtkonzepts. Der „Design- und ArchitekturOskar“ (MIPIM Award), der „International Property Award“ und die Ernennung zu Deutschlands Trendhotel Nr. 1 (TripAdvisor) oder zum „Besten Hotel des Jahres weltweit” (Diners Club Magazin Award) sind nur einige der Auszeichnungen des Kameha Grand Bonn. Betreiber des Hotels ist die Lifestyle Hospitality & Entertainment Management AG mit ihrer Hotelgesellschaft „Kameha Hotels & Resorts”.  www.kamehagrand.com

Zahlreiche Auszeichnungen 253 Zimmer, davon 63 Suiten sowie ein Event- und Konferenzbereich für bis zu 2.500 Personen stehen den Gästen des Kameha Grand Bonn zur Verfügung. Das moderne Lifestyle-Hotel liegt direkt am „Bonner Bogen” sowie am Rheinufer und ist nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Service, Interieur-Design

Bonus Golfschläger & Kreuzfahrt warten auf Gewinner

Startschuss DMT bietet neu konzipierte Stadtrundfahrt

Hamburg. Von 21. April bis 25. August und unter dem Motto „Wohlfühlgolfen“ findet zum dritten Mal der TUI Cruises Golf Cub statt, bei dem fünf Turniere in Deutschland sowie ein internationaler Bewerb in ausgewählten Golfclubs stattfinden. Das Auftaktturnier wird am 21. April auf dem bekannten Platz „Golf de Andratx“ auf Mallorca veranstaltet. „Beim Wohlfühlgolfen mit TUI Cruises freuen sich die Teilnehmer der Turnierserie auf viele kleine Extras, die den Golftag an Land genauso angenehm machen wie einen Aufenthalt an Bord der ‚Mein Schiff‘ Flotte“, betont Richard J. Vogel, CEO von TUI Cruises.

Düsseldorf. Frühling bedeutet für die Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH (DMT) zugleich Beginn der Hauptsaison für die Stadtführungen in der Landeshauptstadt. Heuer bietet die DMT u.a. mit „Düsseldorf all-inclusive“ eine neu konzipierte Stadtrundfahrt, verstärkt außerdem das Wochenendangebot und hat die „Altbier-Safari“ als zusätzliche Führung in das Programm aufgenommen.

Dritter TUI Cruises Golf Cup 2012 Gäste-Startgelder darf am Cup teilnehmen, wer eine entsprechende Spielberechtigung und einen gültigen DGV-Ausweis besitzt. Der Spielmodus ist ein Einzel-Wettspiel nach Stableford auf 18 Löchern, die Turniere sind auch vorgabewirksam. Die Anmeldung ist ab sofort möglich, Informationen zu den Terminen und den teilnehmenden Clubs sind zu finden unter:  www.tuicruises.com/golfclub/

Gäste z.B. im Rahmen der „Düsseldorf all-inclusive“-Tour für 18 € pro Erwachsenser die Highlights der Rheinmetropole kompakt in zwei Stunden erleben. Ebenso wird der „Altstadtrundgang mit Schiffstour zum MedienHafen“ am Wochenende nun öfter veranstaltet. Die tägliche zweistündige Tour kostet 12 € für Erwachsene. Diverse Ermäßigungen gibt es mit der „WelcomeCard“.  www.duesseldorf-tourismus.de

Gästefrequenzen analysiert

Anmeldung ab sofort möglich Ausgespielt werden nicht nur Sachpreise in der Bruttowertung, sondern auch in jeweils drei Nettoklassen, wie z.B. hochwertige Premium-Golfschläger. Das sportliche Programm wird mit Abendveranstaltungen und der Verlosung einer „Dubai & Orient Kreuzfahrt“ mit der „Mein Schiff 2“ abgerundet. Gegen gestaffelte Mitglieder- und

Düsseldorf erhöht Touren-Angebot

Der dritte TUI Cruises Golf Club findet unter dem Motto „Wohlfühlgolfen“ statt.

Die Erfolgszahlen von 2011 – ein Plus von 28% bei der Anzahl der individuellen Führungen, ein Zuwachs von elf Prozent bei den öffentlichen Touren und 21% mehr verkaufte Tickets für den „HopOn HopOff“-Bus – motivieren für die diesjährige Saison: „In diesem Jahr arbeiten wir daran, die überzeugenden Zahlen des vergangenen Jahres nicht nur zu bestätigen, sondern noch weiter auszubauen. Aus diesem Grund haben wir die Gästefrequenzen analysiert und das Angebot angepasst“, betont DMT-Geschäftsführerin Eva-Maria Illigen-Günther. So können die

© Panthermedia.net/Eduard Shelesnjak

München. Noch bis zum 25. April bietet Mietwagen-Vermittler Sunny Cars fünf Prozent Nachlass auf jede Buchung für über 90 Länder weltweit bei Anmietung bis zum 31. März des kommenden Jahres. Das Angebot ist an keine Mindestmietdauer gebunden, Kanada und die USA sind von der Aktion jedoch ausgenommen. Die Angebote von Sunny Cars beinhalten Inklusivleistungen wie u.a. unbegrenzte Kilometer oder Vollkaskoschutz mit Rückerstattung der Selbstbeteiligung im Schadensfall. Zudem sind für zahlreiche Destinationen Einwegmiete, Zusatzfahrer und Hotelzustellung kostenfrei möglich.  www.sunnycars.de

„Ambiente Trauung“ im Kameha Grand Bonn

© Kameha Grand Bonn/Michael Najjar

Sunny Cars gewährt fünf Prozent Nachlass

Standesamtlich Ab 1. Mai 2012 können sich Paare direkt in „Deutschlands bester Event-Location“ das Ja-Wort geben

© TUI

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Freitag, 20. April 2012

Düsseldorf bietet seinen Gästen ein vielseitiges Stadtführungsprogramm.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 20. April 2012 – 65

salzburgerland im plus

Themenbereiche Natur, Wandern, Radfahren und Kultur bringen große Erfolge  Seite 66

© Attersee-Schifffahrt

© SalzburgerLand

destinationaustria tag der schifffahrt

Marketing-Events am 29. April sollen Schiffsausflüge bewerben 

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velden falkensteiner schlosshotel Falkensteiner Michaeler Group/APA/Hartl

Das Burgenland als attraktive Naturbühne

© Veuve Clicquot Wintercup

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Finkenberg. Mitte Juli ist im „Stock“ Sommerbeginn. Dann öffnet eines der besten Wellnesshotels nach dreimonatigem Umbau wieder die Pforten und startet mit jedem erdenklichen Luxus in die Sommer-WellnessSaison. 4.000 m� Wellness- und SpaBereich mit elf Saunen inklusive Ladies Spa und eigener Familiensauna, acht Relaxund Schwimmwasserflächen sowie 21 Behandlungskabinen – das sind nur die wichtigsten Eckdaten, die einen Überblick über die Dimension des „Best Wellness Hotels Austria“ in Tirols Bergwelt geben.  www.sporthotel-stock.com

© Burgenland Tourismus/Fotolexi

© Stock

Schladming. Vertriebsleiter der Brau Union, Josef Paukenhaider, Miss Christina Bühringer und Skispringer Gregor Schlierenzauer (von li.) feierten beim „Veuve Clicquot Wintercup“ in Schladming zum Saisonende. Im Mittelpunkt stand der gute Zweck: 25.000 € an Spenden konnten für das österreichische Paralympics-Team gesammelt werden. Abends wurde in der Hohenhaustenne gefeiert. Veranstalter Jürgen Penzenleitner begrüßte die Spitzenwinzer Anton Bauer, Leo Hillinger und Michi Mallat.  schladming-dachstein.at

Helmut Pechlaner, Haubenkoch Max Stiegl und Burgenland Tourismus Direktor Mario Baier (von links).

Pannonische Natur.Erlebnis.Tage Der Nationalpark Neusiedler See Seewinkel, sechs Naturparke und 35 Natur-Beherberger bilden eine neue Marketingplattform und positionieren sich österreichweit als Naturtourismus-Destination. Seite 66 Majestic Imperator Der Event- und Reisezug mit nostalgischem Flair geht jetzt unter neuer Leitung auf große Tour

St. Anton. „Wer den Tourismus als Arbeitgeber schlechtredet, hat die Strukturen nicht verstanden. Die Arbeitszeit orientiert sich an der Freizeit unserer Gäste“, so WKO-Obmann Hans Schenner, bei einem Vortrag am Arlberg. Die Arbeitsmarktöffnung vom 1. Mai 2011 habe keine negativen Auswirkungen für inländische Arbeitskräfte mit sich gebracht. http://wko.at/bstf

Wien. Die neue operative Geschäftsführerin Elisabeth Steinleitner, die seit Anfang des Jahres die Leitung des seit über 20 Jahren bestehenden Unternehmens übernommen hat, möchte mit ihrem Team nicht nur die imperiale Ära in guter alter Tradition weiterhin pflegen, sondern auch eine frische und gelungene Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart herstellen. Aus diesem Grund finden sich im Programm 2012 neben Fahrten, die die Gäste „auf Kaiser‘s Spuren“ unter anderem nach Bad Ischl oder nach Gödöllö in Ungarn führen,

ebenso liebevoll zusammengestellte Tagesausflüge und Wochenendfahrten in die schönsten Gegenden Österreichs, wie z.B. zu einer Weinverkostung bei Leo Hillinger am Neusiedlersee, zu einem Wanderausflug am Semmering oder zu einer Muttertagsfahrt nach Retz. Was jedoch alle Fahrten gemeinsam haben, ist ein einmaliges Ambiente am Zug, ein aufmerksames und charmantes Bordservice sowie ein kulinarisches Verwöhnprogramm mit rund 150 Speiseplätzen, das auf die jeweilige Themenfahrt oder die Destination abgestimmt ist.

Mit dem „Majestic Imperator Imperial Train“ wurde der ursprüngliche k. u. k. Hofsalonzug von Kaiser Franz Josef I. und seiner Gemahlin Elisabeth wieder zum Leben erweckt. Majestic Imperator Imperial Train setzt auf eine ausgewogene Mischung von Angeboten für Einzelreisende, Charterfahrten und individuell zusammengestellte Eventveranstaltungen für Firmenkunden, bei der Route, Verköstigung und Unterhaltungsprogramm je nach Anlass zusammengestellt werden können.  www.imperialtrain.com

© Majestic Imperator Imperial Train

© WKÖ

Weichenstellung beim k. u. k. Hofsalonzug

Elisabeth Steinleitner, GF Majestic Imperator, strukturiert das Programm neu.


c ov e r

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Freitag, 20. April 2012

Burgenland Eigene Vermarktungsplattform wurde gegründet und bewirbt Naturabenteuer zwischen Raab und Leitha

Kommentar

Natur.Erlebnis.Tage als burgenländische Marke

Hoteliers müssen zu viel bezahlen

Noch bis zum 22. April locken die „Pannonischen Natur.Erlebnis.Tage.“ mit Tourismus-Highlights. dino silvestre

Wien. Das Burgenland ist speziell. Hier ist der Storch ein liebevoll umsorgter Stammgast, die Sonne scheint öfter und länger als im restlichen Österreich. Die pannonisch geprägte Landschaft besticht durch eine einzigartige Fauna und Flora und ist ein wertvoller Boden für international prämierte Spitzenweine und Naturprodukte. Das sind unschätzbare Potenziale, auf die die Tourismusverantwortlichen ab sofort intensiver denn je setzen. Eine eigene Vermarktungsplattform wurde gegründet und die „Pannonischen Natur.Erlebnis. Tage.“ werden an diesem Wochenende präsentiert – sozusagen zum Reinschnuppern.

georg biron

L

aut einer Umfrage von Österreichischer Hotelier­ vereinigung (ÖHV), Hotel­ verband Deutschland und ‚hotelleriesuisse‘ in Zusam­ menarbeit mit dem Institut für Tourismus der Fachhochschule Westschweiz Wallis, an der mehr als 1.400 Hotels teilnah­ men, erfolgen fast ein Drittel der Hotelbuchungen online. 27% der Hotelaufenthalte in Österreich, Deutschland und der Schweiz werden elektro­ nisch gebucht, dabei wird ein Umsatz von mehr als 7,6 Mrd. Euro erzielt, so die aktuelle  Untersuchung. Der größte Teil des Vertriebs läuft mit 19% über Online Tra­ vel Agencies (OTA). Der Anteil der Echtzeitbuchungen auf der eigenen Website der Hotels liegt im Durchschnitt für alle drei Länder bei 5,5%, in Österreich bei 6,6%. Telefon, Brief, Fax und der Verkauf über Touris­ musverbände und Reisebüros sind rückläufig, wobei sich die Verluste in den vergangenen zehn Jahren immerhin auf mehr als 30% belaufen. Überaus imposant erscheint die Summe der Kommissionen, die die Hoteliers an die OnlineReisemittler überweisen: Diese Kommissionen belaufen sich auf knapp 800 Mio. Euro nur für Online-Kanäle. In Summe gehen fast 1,3 Mrd. Euro an die Reisemittler. Es ist ganz klar, dass die Hoteliers dieses Geld gerne sel­ ber hätten. Nach Alternativen wird gesucht.

Nach dem großen Erfolg im Vorjahr heuer auf vier Tage ausgeweitet, bieten sie eine Fülle an spannenden Naturabenteuern in der einzigartigen Landschaftsszenerie zwischen Raab und Leitha. „Das Burgenland als spektakuläre Naturbühne ist der logische Schauplatz eines solchen Naturfestivals“, sagt Tourismusdirektor Mario Baier. „Immerhin verfügt das Land über sechs Naturparke, 16 ‚Natura 2000‘-Gebiete, den grenzüberschreitenden Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel sowie eine Artenvielfalt, die ihresgleichen in Europa sucht. Es geht um gelungene Naturerlebnisse; diese spielen eine immer größere Rolle bei Urlauben und Tagesausflügen. Dem Besucher wird die Natur durch alle Sinne erfahrbar und erlebbar gemacht.“ In den vergangenen Monaten wurde intensiv an den Naturaben-

Burgenland Wein&Sport

Auf die Pirsch begeben sich die Birdwatcher ebenso wie die Naturfreunde, die Salamander, Frosch & Co beobachten möchten.

teuern für die Burgenland-Fans gefeilt, naturaffine Beherbergungsbetriebe – vom kleinen Privatzimmervermieter bis zum großen Thermenbetrieb – sind in die Kooperation aufgenommen und attraktive Urlaubsangebote geschnürt worden. Für den Tagesgast ist das Angebot ebenso interessant wie für den Nächtigungsgast. An Auszeichnungen und naturräumlichen Schutzgebieten mangelt es im Burgenland nicht: UNESCO Welterbe, sechs Naturparke, 16 Natura 2000 Gebiete und der Nationalpark Neusiedler See-

Seewinkel zeichnen das östlichste österreichische Bundesland aus. Die entsprechende touristische Wertschätzung und der starke Fokus auf die Naturvermittlung sind jetzt neu. Den Auftakt zur Natur-Offensive im Tourismus machen die Natur.Erlebnis.Tage 2012.

Lagerfeuer und Nachtsafari Kurz bevor im Burgenland der Sommer beginnt, laden 55 Naturerlebnisangebote und 35 Natur-Beherberger in den Osten. An diesen vier Tagen bringen Guides, Ranger und Naturexperten den Besuchern

die Natur näher. Unter dem Motto „Naturküche“ werden Wildpflanzen zum Verzehr zubereitet, Wald- und Wiesenkräuter zu Wundersäften gemixt oder Brot gebacken. Sportliche erkunden die Natur mit dem Kanu oder per Rad. Abends locken beispielsweise die Bat-Night in der Burg Lockenhaus, es gibt Gruselgeschichten am Lagerfeuer oder eine Nachtsafari. Achtung: Eine Anmeldung (online oder telefonisch unter der Nummer +43 (0) 2682 633 84 Dw. 47) ist unbedingt erforderlich.  www.naturerlebnistage.at  www.burgenland.info

SalzburgerLand Almsommer, Wandern, Radfahren oder Kulinarik treffen die Erwartungen der Sommergäste 2012

Im Mai WinzerFußball-EM

Natur, Wandern, Radfahren und Kultur Salzburg. Die Natur, Berge und Seen, Sehenswürdigkeiten, die Vielfalt an Wander- und Radwegen sowie die Qualität der Unterkünfte: Das sind die wichtigsten Gründe, warum sich Menschen für einen Sommerurlaub im SalzburgerLand entscheiden. Das Besuchen der Naturattraktionen und Sehenswürdigkeiten, das Wandern, Baden, Erholen und Radfahren gehören demnach auch zu den Top-Aktivitäten der Salzburger Urlaubsgäste.

„Diese Ergebnisse der jüngsten Gästebefragung ‚T-MONA, Sommer 2011‘ (Tourismus Monitor Austria) bestätigen unsere Strategie, auf die Kernkompetenzen ‚Natur, Wandern, Radfahren, Kultur und Kulinarik‘ zu setzen“, erklärte Tourismusreferent LH-Stv. Wilfried Haslauer anlässlich des Starts der Sommersaison. „Mit dem ‚Salzburger Almsommer‘, dem Angebot ‚Rad & Bike‘ oder der ‚Via Culinaria‘ haben wir

© SalzburgerLand

Eisenstadt. Zum ersten Mal ist Österreich Austragungsort der Winzer-Fußball-Europameisterschaft. Teilnehmer sind neben Gastgeber Österreich die Titelverteidiger Slowenien, Deutschland, Italien, Ungarn und Schweiz. Gespielt wird in Neusiedl am See, Rust, Deutschkreutz und Ritzing. Der Präsident des Österreichischen Fußball-Bundes, Leo Windtner, freut sich auf den Wettstreit: „Bei der ‚Winzer Europameisterschaft‘ können die Akteure unter Beweis stellen, dass die sportlichen Höchstleistungen mit den kulinarischen Schritt halten können. Österreich hat hervorragende Weine, diese sind bereits jetzt Europameister.“ Teamkapitän Christian Rainprecht freut sich auf das Turnier: „Neben dem sportlichen Wettkampf liegt uns viel daran, dass unsere Gäste das Burgenland von seiner schönsten Seite kennenlernen.“  www.burgenland.info

© Swarovski Optik

Spektakuläre Naturbühne

Almsommer-Bank (von li.): LH-Stv. Wilfried Haslauer und Leo Bauernberger (GF SLTG) zeigen sich von der Siegerbank von Peter Unterkofler aus Großarl begeistert.

starke touristische Angebote entwickelt, die perfekt zu den Wünschen und Erwartungen der Gäste passen.“ Für die Studie T-MONA wurden im Sommer 2011 rund 1.800 Gäste des SalzburgerLandes befragt.

Erfolgreiche Wintersaison „Salzburg kann mit viel Optimismus in die bevorstehende Sommersaison gehen“, ist Haslauer angesichts der Ergebnisse des Sommers 2011 sowie der eben zu Ende gegangenen Wintersaison überzeugt. Der bisherige Winter (Nov.–Feb.) verzeichnet bei den Nächtigungen ein Plus von 4,4%, bei den Ankünften ein Plus von +3,8%. Die endgültigen Zahlen der Wintersaison 2011/12 stehen noch nicht fest, dennoch zeigte sich Haslauer optimistisch: „Wir rechnen mit einer der erfolgreichsten Saisonen – und das, obwohl es durch einen späten Wintereinbruch einen verzögerten Saisonstart gab.“ Das SalzburgerLand konnte im Sommer 2011 mit rund 10,5 Mio. Nächtigungen ein Plus von 2,7%

und damit das beste Sommerergebnis seit 1995 erzielen; bei den Ankünften gab es sogar einen Zuwachs von 4,6%. „Wir spüren eine sehr positive Grundstimmung aus unseren wichtigen Herkunftsmärkten. Der Sommerurlaub ist für viele Menschen unverzichtbar und die Menschen suchen dabei verstärkt Naturerlebnis, nachhaltige Erholung und regionale Authentizität – Wünsche, für die das SalzburgerLand mit seinen touristischen Angeboten wie geschaffen ist“, so Leo Bauernberger, GF der SalzburgerLand Tourismus GmbH (SLTG) zur bevorstehenden Saison: „Wir investieren heuer 2,4 Mio. Euro in zielgerichtete Aktivitäten auf den wichtigsten Herkunftsmärkten. Dazu kommen wichtige Events – wie die Mountainbike WM in Saalfelden Leogang –, die viel mediale Aufmerksamkeit auf das SalzburgerLand lenken.“ Um die Gäste optimal anzusprechen, setzt die SLTG auf einen Mix aus Online-Werbung, Print & TVWerbung, Outdoor-Präsenz und Koops mit attraktiven Partnern.  www.salzburgerland.com


i d e e & s t r at e g i e

Freitag, 20. April 2012

destinationaustria – 67

Vorarlberg Tourismus T-Mona-Studie bestätigt: Die Sommergäste in Vorarlberg schätzen den Naturgenuss und die öffentlichen Verkehrsmittel

Die Urlauber geben beste Noten Brigitte Plemel, Marketingleiterin von Vorarlberg Tourismus: „90% wollen Vorarlberg als Urlaubsdestination weiterempfehlen.“ „Eine bestens gepflegte eigene Website der Betriebe ist damit erfolgsentscheidend“, sagt die Marketingleiterin.

georg biron

„Zahlungskräftige Gäste mit Sinn für das Schöne sind ‚Established Postmaterialists‘; 42% der Gäste sind aus dieser Zielgruppe.“ Brigitte Plemel Marketingleiterin Vorarlberg Tourismus

Die Berge sind für 67% der Interviewten entscheidend für die Wahl des Urlaubsorts, gefolgt von Landschaft und Natur (58%), Ruhe (54%)

Sommergäste sind zufrieden

© Popp & Hackner/Archiv Vorarlberg Tourismus

Bregenz. Die sehr gute Gesamtnote 1,6 erhält die Urlaubsdestination Vorarlberg von seinen Sommergästen. Sie kommen vor allem wegen der Landschaft, insbesondere der Berge, der Naturvielfalt und der Ruhe. Das ergab die im Sommer 2011 durchgeführte Gästebefragung; diese zeigte auch, dass es beim Schlechtwetterangebot noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

Die T-Mona-Studie bringt klare Ergebnisse: Wer in Vorarlberg Sommerurlaub macht, kommt vor allem wegen der Landschaft.

sowie guter Luft und gesundem Klima (49%). 47% nannten die Gastfreundschaft der Vorarlberger als Hauptmotiv für den Vorarlberg-Urlaub. „Die T-Mona Studie zeigt, dass wir mit unserem Angebot grundsätzlich richtig liegen“, sagt Brigitte Plemel, Marketingleiterin von Vorarlberg Tourismus. In manchen Bereichen sieht Plemel jedoch Verbesserungspotenzial. Beim Schlechtwetterangebot, den Öffnungszeiten der Geschäfte, Einkaufsmöglichkeiten sowie bei

Angeboten zur Kinderbetreuung schneiden andere Destinationen besser ab. „Ausflugstipps können wir großräumiger, über den Urlaubsort bzw. die Region hinaus, anbieten“, sagt Plemel. „Die Gäste sind mobiler, als die Anbieter glauben.“ Die Studie macht auch deutlich, dass Vorarlbergs Sommergäste spontaner geworden sind: 16% reisen an, ohne zu buchen. Ein Viertel der Gäste entscheidet sich innerhalb von zwei Monaten vor Reiseantritt; nur noch zwölf Prozent

buchen ein halbes Jahr oder länger voraus. Die große Bedeutung des Internet für die Urlaubsplanung dokumentiert die Gästebefragung ebenfalls. „Haben bei der letzten Befragung noch 19 Prozent das Internet als wichtigste Informationsquelle genannt, sind es jetzt bei Erstbesuchern schon 39 Prozent“, betont Plemel. Gebucht wird vorrangig bei der Unterkunft selbst (46%), dann folgen mit Abstand Buchungsplattformen und Portale (13%).

Was Brigitte Plemel besonders freut, ist die Bestätigung der Zielgruppenstrategie. Vorarlberg Tourismus peilt den zahlungskräftigen Gast mit Sinn für das Schöne, den Genuss und ressourcenschonendes Leben an; „Established Postmaterialists“ nennen Marketingexperten dieses Gästesegment. „42 Prozent unserer Gäste entsprechen bereits dieser Zielgruppe“, sagt Plemel, „der Österreich-Durchschnitt liegt bei 28 Prozent.“ Im österreichweiten Vergleich schafft Vorarlberg für Naturgenuss und das Angebot an Spazier- und Wanderwegen die Bestplatzierung. Hervorragend abgeschnitten haben auch die öffentlichen Verkehrsmittel. Und in den wichtigsten Bereichen wie Unterkunft, Gastronomie, Vielfalt und Qualität des Angebots sowie mit dem Preis-Leistungsverhältnis sind die Sommergäste sehr zufrieden. Insgesamt gaben sie dem ­Urlaubsland Vorarlberg die Gesamtnote 1,6 auf einer Skala von eins bis sechs.  www.vorarlberg.travel

135.000 Besucher Steirisches Lebensgefühl für Wiener Swiss quality worldwide

© Steiermark Tourismus/Jürgen Hammerschmid

16. Steiermark-Frühling in Wien

LH-Stv. Hermann Schützenhöfer (Mitte) und Georg Bliem von Steiermark Tourismus als Organisator mit Genussapfelbotschafterin Monika auf dem Wiener Rathausplatz.

Wien/Graz. „Steirerkrapfen statt Sachertorte, Klapotetz statt Riesenrad, Wien sprach wieder vier Tage lang steirisch. Die Steiermark rief sich mit viel Herzlichkeit als liebste Urlaubsdestination der Wiener wieder stimmungsvoll in Erinnerung und den Wiener Gästen zollen wir tiefen Respekt, dass sie ihrer Steiermark-Begeisterung trotz nicht ganz günstiger Wetterbedingungen so freien Lauf ließen“, freut sich LH-Stv. Hermann Schützenhöfer über den Event.

Ein Jahrhundert-Freitag „Den Freitag haben wir intern schon zum Jahrhundert-Freitag ausgerufen, denn so viele Besucher und so eine Stimmung hatten wir noch nie. Darüber hinaus scheinen wir mit unserem Fest sogar auf einer japanischen Website auf, und immer mehr internationale WienGäste schauen vorbei. Nächstes Jahr werden wir überall noch mehr englischsprachige Informationen dabei haben“, so Steiermark Tourismus-GF Georg Bliem.

Die Ergebnisse der Gästebefragung machten klar: 82% der Besucher im Steiermarkdorf urlaubt(e) bereits regelmäßig bzw. mehrmals in der Steiermark; dabei stehen folgende Aktivitäten im Vordergrund: der Genuss regionaltypischer Köstlichkeiten sowie Spazieren gehen bzw. Wandern. Knapp 70% der Dorfbesucher planen, heuer wieder einen Urlaub in der Steiermark zu verbringen; dabei dominieren die Südsteiermark und Schladming als am häufigsten genannte Urlaubsziele. Generell steht die Steiermark für intakte Natur (24%), für herzliche Gastgeber (21%) und landschaftliche Vielfalt (20%). Das Symbol ‚Grünes Herz‘ steht für das Urlaubsland Steiermark und das Steirische Lebensgefühl (je 22%) sowie für herzliche Begegnungen (17%). 46% der Besucher interessieren sich für das kulinarische Erleben im Steiermarkdorf, 24% für das Unterhaltungsprogramm und 16% für Urlaub in der Steiermark.  www.steiermarkdorf.at  www.steiermark.com

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s ta d t & l a n d

68 – destination­austria

short

Erratum: Wachaubahn hat andere Website Wien. In destinationaustria, Ausgabe vom 6. April 2012 (Seite 66), brachten wir eine kurze Notiz über die Zugtaufe bei der Wachaubahn. Leider ist beim Webhinweis ein Fehler passiert: Die Angebote der Wachaubahn findet man im Web bei der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft m.b.H. Die im Artikel angeführte Website gehört einer Bürgerinitiative. Wir bedauern.  www.noevog.at/wachaubahn

Starker Zuwachs bei der Romantikstraße

Freitag, 20. April 2012

„Leinen los!“ Unter dem Motto „Schifffahrt verbindet“ laden die österreichischen Veranstalter zum Erlebnistag

Am 29. April wird der Tag der Schifffahrt gefeiert Um den Bekanntheitsgrad der weißen Flotte zu steigern, sind gemeinsame Aktionstage schon Tradition. dino silvestre

Wien. Das Schifffahren in Österreich ähnlich populär zu machen wie das Skifahren, ist das Ziel des Vereins „Ship Austria“. Der „Tag der Schifffahrt“ wird nicht nur hierzulande, sondern im Rahmen der Kooperation „Alpenländische Schifffahrt“ auch in Bayern und in

„In Zeiten der Reizüberflutung ist Schifffahren das beste Mittel

© Ötztal Tourismus

Österreichs Bike-Elite am Eingang des Ötztals

legen und loslassen‘.“ Ship Austria-Präsidentin Doris Schreckeneder

Die Ship Austria-Betreiberinnen freuen sich schon (von li.): Kapitänin Daniela Neuhauser (Achensee Schifffahrt), Ship AustriaPräsidentin Doris Schreckeneder (Attersee- und Altaussee-Schifffahrt), Kapitänin Bettina Hemetsberger (Mondsee Schifffahrt).

der Schweiz (zusammen insgesamt über 300 Schiffe) begangen. In Österreich wird am 29. April eine Flotte von knapp 60 Schiffen, vom nostalgischen Raddampfer über moderne Salonmotorschiffe bis hin zu Österreichs erstem Solarschiff, die Leinen los machen und in See bzw. Fluss stechen.

Bestandteil des heimischen Tourismusangebots. Eine Schifffahrt ist die ideale Freizeitbeschäftigung für Jung und Alt, für jede Jahreszeit, bei jeder Witterung.

Die Schifffahrt ist damit eine wichtige Säule des heimischen Sommertourismus geworden.

Breites Event-Angebot

Dass Schifffahrt auch weiblich ist, beweisen die zahlreichen Damen, die in den heimischen Schifffahrtsunternehmen das Steuer in der Hand haben. Der zweite gemeinsame Aktionstag der Schifffahrt in Österreich ist daher der Damenwelt gewidmet. Am sogenannten Ladies-Day, der am Sonntag, 1. Juli, stattfindet, stehen die weiblichen Fahrgäste im Mittelpunkt. Sie werden an diesem MarketingAktionstag an Bord u.a. mit einem

Der Angebotsbogen der Unternehmen spannt sich von der Linienschifffahrt über Ausflugsfahrten, Rundreisen, Hafenrundfahrten, Donaukreuzfahrten, Kinderfahrten, Familien- und Firmenfeiern sowie Abendfahrten mit Musik, Tanz und Unterhaltung, Partys an Bord, Mondschein- und Vollmondfahrten, Frühschoppen, bis hin zu kulinarischen Reisen zu Wasser und Ferien an Bord.

Marketing-Initiative Am „Tag der Schifffahrt“ haben sich die einzelnen Schifffahrtsunternehmen etwas ganz Besonderes für ihre Fahrgäste einfallen lassen; für erlebnisreiche Stunden an Bord ist also gesorgt. Mit ihrem abwechslungsreichen Angebot sind die Schifffahrtsunternehmen fixer

kostenlosen Beauty-Probierset von Douglas verwöhnt (solange der Vorrat reicht). Die Fortbewegung auf dem Wasser trägt auch sehr viel zum seelischen Wohlbefinden bei.

„Ladies Day“ für Frauen

Ausflug mit der Familie „Schifffahren tut Körper und Seele gut. Gerade in Zeiten der Reizüberflutung ist Schifffahren das beste Mittel zur Entschleunigung, ganz nach dem Motto: ‚Ablegen und loslassen‘“, erklärt Ship Austria-Präsidentin Doris Schreckeneder. Interessierte nutzen den „Tag der Schifffahrt“ für einen Ausflug mit der ganzen Familie.  www.schifffahrt.at

Mostfrühling „Tag des Mostes“ im April ist Höhepunkt

Niederösterreich Neues Tourismus Info Center in Melk

Wieselburg an der Erlauf. Wenn an der Moststraße im niederösterreichischen Mostviertel Tausende Birnbäume in voller Blüte stehen, feiert die Moststraße den Mostfrühling. Festlicher Höhepunkt ist der „Tag des Mostes“ am 29. April. Ein Ausflug lässt sich mit Baumblütenwanderungen verbinden; geführte Wanderungen finden in St. Michael, Ferschnitz, in St. Peter/Au und in St. Pantaleon-Erla statt.

St. Pölten. In Melk wurde kürzlich ein neues Tourismus Info Center eröffnet, das von der Gemeinde Melk in Kooperation mit der Donau Niederösterreich Tourismus GmbH vor Ort eingerichtet wurde. Die Eröffnung dieses Centers wurde von Tourismus-Landesrätin Petra Bohuslav vorgenommen.

Moststraße weckt Frühlingsgefühle Neu eröffnetes Wachau Info Center

Das Ötztaler Mountainbike Festival 2012 bewirbt die ganze Region.

Wandern und E-Biken

Haiming. Auf der Ötztaler Höhe geht von 20. bis 22. April eines der wichtigsten Cross-CountryBikerennen Österreichs über die Rüttelpiste. Beim „Mountainbike Festival 2012“ messen sich 500 Starter aus 20 Nationen. Am Freitagabend ab 18 Uhr findet mit einem Cross-Country-Eliminator-Bewerb ein hochkarätiges Rennen in der „Area 47“ statt. Gekämpft wird in Vierer-Heats, bis der Sieger feststeht. Am Sonntag startet um 9 Uhr die Sportklasse.  www.hpb-teamhaiming.at

Wer das sanft-hügelige Land lieber mit dem E-Bike erkundet, kann die praktischen Fahrräder beim Panoramagasthof Mitterböck in St. Michael ausleihen und im RelaxResort Kothmühle in Neuhofen/Ybbs, das E-Bikes für Hotelgäste hat. Für den Tag des Mostes hat sich fast jeder Mostheurige etwas einfallen lassen. Neben regionalen Gaumenfreuden servieren die Gastgeber fruchtige Säfte und spritzige Birnenmoste. Zum „Bratlfest“ lädt beispielsweise der Mostheurige „z‘Gridling“ in Weistrach, das „Mostviertler Schinkenfest“ feiert Familie Zeiner

im Zeillerner Mostgwölb, „Alles rund ums Milchschaf“ lautet das Motto bei Familie Daxberger, vulgo Seppelbauer, in Amstetten, und beim Mostheurigen Angerbauer in Sankt Valentin findet ein OldtimerTreffen statt. Unter dem Motto „Most, Birne und knackig frische regionale Produkte“ laden ausgewählte Gastronomiebetriebe bis 24. Juni zu den „MostFestWochen 2012“ ein.  www.moststrasse.at

Das Mostviertel bietet im April blühende Birnbäume, so weit das Auge reicht.

ter in Melk soll künftig erste Anlaufstelle für die Gäste und damit eine Visitenkarte für die Gemeinde Melk sowie für die gesamte Tourismusregion Wachau sein. Die Urlauber können sich hier Tipps für ihren Aufenthalt holen – etwa im Bezug auf Verkehrsverbindungen, Ausflugsziele oder auch Gastronomie. Auch Radtouristen ohne Zimmerreservierung profitieren davon.  www.donau.com

Anlaufstelle für die Gäste „Servicequalität und -Qualität insgesamt wird künftig zur Erfolgsformel im Tourismus werden. Qualität bietet die beste Möglichkeit, sich von der billigen Konkurrenz abzuheben und eine Steigerung der Wertschöpfung für Niederösterreich zu erreichen“, so Bohuslav. Im Vorfeld der Ausgestaltung des Centers wurde eine Studie in Auftrag gegeben, auf deren Basis als Pilotprojekte zwei vernetzte Tourismus Service Center entstanden – und zwar an den für die Wachau besonders wichtigen und hochfrequentierten Standorten Schiffstation Krems und Melk. Das neu ausgestattete und nunmehr eröffnete Wachau Info Cen-

© VPNÖ

Bad Ischl. Mit drei neuen Mitgliedern startet die Österreichische Romantikstraße zwischen Wien und Salzburg ins Frühjahr 2012: Die Orte Admont und Mariazell in der Steiermark und die Moststraße in Niederösterreich laden künftig zum Urlaub an der Österreichischen Romantikstraße ein. Mit dabei: eine Prise Religion. Mit dem Beitritt der neuen Mitglieder zählen das ehrwürdige Stift Admont, mit Mariazell der größte Wallfahrtsort Österreichs, und das Stift Seitenstetten an der Moststraße zu den neuen romantischen Höhepunkten. Die Österreichische Romantikstraße ermöglicht kulturelles und kulinarisches Reisen zwischen Salzburg und Wien. Sie bietet „entschleunigtes Reisen mit Genuss“ durch die schönsten Regionen Österreichs. Der Gast findet historische und landschaftliche Highlights in ausgewählten Orten.  www.romantikstrasse.at

nach dem Motto: ‚Ab© Attersee-Schifffahrt

Auch Hallstatt ist eine der attraktiven Stationen, die an der Österreichischen Romantikstraße liegen.

© Mostviertel Tourismus

© STMG

zur Entschleunigung,

NÖ Tourismus-Landesrätin Petra Bohuslav: „Servicequalität als Erfolgsformel“.


g ast & wi r t

Freitag, 20. April 2012

destinationaustria – 69

Falkensteiner Schlosshotel Velden Pünktlich zur Saisoneröffnung Aufnahme bei der elitären Hotelgruppe „The Leading Hotels of the World“

Hohe Kunst der feinen Hotellerie dino silvestre

Wien/Velden. Das Falkensteiner Schlosshotel Velden ist nun offizielles Mitglied von „The Leading Hotels of the World“. Bei der Saisoneröffnungsfeier stießen Prominente aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit Eigentümer Karl Wlaschek in der neugestalteten Schloss Bar auf die Aufnahme in die renommierteste Hotelvereinigung der Welt an.

Vermarktungsplattform „Nach dem ‚Falkensteiner Hotel & Spa Iadera‘ in Kroatien wurde mit dem ‚Falkensteiner Schlosshotel Velden‘ nun bereits das zweite außergewöhnliche Haus unserer Gruppe in die weltweit größte Organisation der Luxushotellerie aufgenommen, die gleichzeitig auch die exklusivste Vermarktungsplattform der Branche darstellt“, so der

CEO der FMTG AG, Otmar Michaeler. „Das erfüllt uns mit Stolz und unterstreicht, dass die Falkensteiner Hotels & Residences auch im Fünf-Sterne Segment auf dem richtigen Weg sind.“ Das Schlosshotel Velden startet positiv in die Sommersaison. Für Erich Falkensteiner, Aufsichtsratsvorsitzender der Falkensteiner Michaeler Tourism Group AG, war der Galaabend auch der ideale Rahmen, „um sich der Politik, der Wirtschaft, den Medien und der Gesellschaft in Österreich offiziell als Fünf-Sterne-Gastgeber zu präsentieren. Und das Schlosshotel-Team rund um GM Christo-

pher Cox hat in den ersten Wochen seit der Wiedereröffnung und am heutigen Abend Großartiges geleistet. Das beweist uns, dass wir an einem Strang ziehen und dass unser Ziel, schwarze Zahlen zu schreiben, schon heuer möglich ist.“

3 Gault Millau-Hauben Mit einer Trilogie vom Sicher Saibling mit Kaviar und Gurke, Eisenkraut und Zitrone startete der mit drei Gault Millau-Hauben prämierte Küchenchef Stefan Lastin mit einem Kulinarik-Feuerwerk in den Galaabend. Nicht nur der Schlosseigentümer Karl

Wlaschek, sondern auch die FMTG AG-Eigentümer Erich und Andreas Falkensteiner sowie Otmar Michaeler hatten an diesem Abend allen Grund zur Freude. Sowohl die Empfangshalle und die Rezeption wie auch die Schloss Bar wurden schon diesen Winter in einen frischeren, moderneren und exklusiven Look verwandelt; der Spa-Bereich soll nach der Saison 2012 folgen. Gäste wie Franz Klammer, Armin Assinger, Diana Amft, Schauspiel-Beau Stephan Luca sowie der Künstler Manfred Bockelmann waren begeistert.  www.falkensteiner.com

© Falkensteiner Michaeler Group AG/APA-Fotoservice/Hartl

VIPs aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft feierten mit Eigentümer Karl Wlaschek in der Schloss Bar.

(von li.): Erich und Andreas Falkensteiner (FMTG), Christopher Cox (GM, Velden), Otmar Michaeler (CEO FMTG).

Wachau Gourmetfestival

Wein-Galaabend Spitz a.d. Donau. Noch bis zum Montag, dem 23. April, kocht beim „wachau Gourmetfestival“ auf, wer in der Wachauer Gastronomie Rang und Namen hat. So kehrt der gebürtige Waldviertler Haubenkoch Jürgen Vigne, der das Restaurant „Pfefferschiff“ zu einem kulinarischen Hotspot im Salzburgischen ausgebaut hat, zu einem kulinarischen Heimspiel ins Kremstal zurück und kocht am 22. April mit Erwin Windhaber im Restaurant Nigl in Senftenberg auf. Ein Pflichttermin für Fans hervorragender Süßweine ist der „Galaabend mit Süßwein-Begleitung“ am 20.4. im Landhaus Bacher in Mautern. Lisl Wagner-Bacher und Schwiegersohn Thomas Dorfer servieren ein 6-gängiges Galamenü. www.wachau-gourmet-festival.at

Schloss Hof Gala-Dinner

Spargel-Genuss

© Astrid Knie

ww ww w payl w. pay ifeblack.at

Schlosshof. Schloss Hof lädt am 28. April zu einer Gala rund um die Spezialität des Marchfelds. Vor der imperialen Kulisse stimmt ein Aperitif samt Appetithappen im Gartenparterre vor dem mächtigen Glashaus ab 18 Uhr auf einen genießerischen Abend ein. Bei einem 4-gängigen Menü von Haubenkoch Adi Bittermann in der lichtdurchfluteten Orangerie wird der exquisite Marchfelder Spargel mit passender Weinbegleitung serviert.  www.schlosshof.at

Haubenkoch Adi Bittermann zaubert exquisite Spargelgenüsse auf die Teller. mc11030_PayLife_Black_AZ_216x288ssp_TZ.indd 1

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w e l l n e s s & ko n g r e s s

70 – destinationaustria

Freitag, 20. April 2012

Reiters Allegria Hotel Ab Juli gibt es einen zusätzlichen Hoteltrakt mit 80 komplett neuen Wohneinheiten

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Wellness mit Wasser und Wein in Stegersbach

© Thermenhotel Sendlhof

Führender Spa- und Kuranbieter in Gastein

Von der intimen Hoteltherme führt ein Gang direkt in die öffentliche Familien-Therme Stegersbach. alice hefner

Seit Generationen ist der Sendlhof an die Thermalquelle angeschlossen.

Stegersbach. Inmitten der sanfthügeligen Landschaft des Südburgenlands liegt Stegersbach, eine der jüngsten Golf- und Thermenregionen Österreichs. In Reiters Allegria Hotel**** finden Familien, Golfer und Wellness-Fans eine erste Urlaubsadresse. Nun gibt es ab Juli 2012 auf dem höchsten Punkt des Reiters Resort einen zusätzlichen mehrstöckigen Hoteltrakt mit 80 komplett neuen Wohneinheiten. Die großzügigen Familienzimmer wurden mit heimischem Fichtenholz gestaltet und haben teilweise zwei Schlafzimmer, ein Kinderzimmer und zwei Bäder.

Bad Hofgastein. Das Thermenhotel Sendlhof, mitten im international erfolgreichen Kurort Bad Hofgastein gelegen, fügt der klassischen Gasteiner Kur den entscheidenden Wohlfühlfaktor hinzu: ein erholsames Vier Sterne Urlaubsflair mit Programm für Körper, Geist und Seele. Die Kuren im Sendlhof basieren auf den Säulen Beauty, Lifebalance, Vitalität, Aqua-Vitalis, Natur, Ernährung und Gesundheit. Seit Generationen hat der Sendlhof das Privileg, direkt an die Gasteiner Thermalquelle angeschlossen zu sein und Gästen das Wasser in der hauseigenen Vital-Quell-Oase und in der Aqua-Vitalis-Thermalbadelandschaft anbieten zu können. Sendlhof-Gäste urlauben und kuren bei einem der führenden Spa- und Kur-Anbieter inmitten der Gasteiner Bergwelt.  www.sendlhof.at

Außerdem ziehen in den neuen Hoteltrakt „Allegria Family“ eine Saunalandschaft, eine Kinderwelt mit Jugendbereich, ein Caddyraum und eine Lobby-Bar ein. Auf den bereits bestehenden öffentlichen Saunabereich wird eine zusätzliche Hotelsauna „draufgesetzt“, zusätzlich ein großes Yin-Yang-Außenbecken mit freiem Blick in die Landschaft sowie neue Saunaliegebereiche. In der Verbindungszone zum bestehenden Bereich finden die Gäste nun einen Panorama-Fitnessraum sowie einen Friseur vor. Damit gibt es im Reiters Allegria Hotel noch mehr leistbaren Luxus auf Vier Sterne-Niveau – und drei unterschiedliche Wohnmöglichkeiten: In den stilvoll-eleganten Residenz-Zimmern und -Suiten, im gemütlichen Village mit sechs Chalets und in den großzügigen Familienzimmern im Allegria Family. Die Erweiterung des Allegria bringt mehr Freiraum für alle.

Wellness im Krallerhof mit Golfer-Pauschale Leogang. Dem Krallerhof eilt der Ruf als bestes und schönstes Wellnesshotel in Österreich voraus. Seine optimale Lage inmitten des Golf Alpin Resorts begeistert die Freunde des „grünen Sports“. 32 Golfplätze im Salzburger Land und Tirol sind für die Krallerhof-Gäste leicht erreichbar, zwölf Topgolfclubs liegen innerhalb von 70 km rund um das Luxushotel, und die nächstgelegenen Löcher von Urslautal und Gut Brandlhof sind sogar nur 15 km entfernt.  www.krallerhof.com

In Reiters Allegria Vier Sterne Hotel finden Familien, Golfer und Wellness-Fans ab Sommer noch mehr Platz für ihren Urlaub.

Die Thermenfamilientageskarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder bis 14 Jahre kostet nur 39 €. In Reiters Hotel gibt es die Übernachtung samt Eintritt in die Familientherme schon ab 69 €.

Fünf Nächte ab 880 Euro Von 29. Juni bis 4. Juli sind fünf Nächte mit sämtlichen Inklusivleistungen für zwei Erwachsene und ein Kind bis neun Jahre ab 880 € zu haben. Die vielen Inklusiv-Leistungen (Wein gratis) machen das Hotel das ganze Jahr zum Familienhit: 14 Pools und 1.500 m� Wasserfläche sorgen in der Therme für ein fröhliches Miteinander von großen und kleinen Thermengenießern.

Die Erwachsenen finden Erholung in der 2.200 m� Sauna- und Ruhewelt. Drei von vielen „Hits für Kids“ sind die 100 m lange Edelstahlrutsche mit Zeitmessung, die beiden High-Speed-Röhrenrutschen sowie das „Aqua Splash Pad“, an dem man sich gegenseitig nassspritzen kann. Reiters Golfschaukel Stegersbach-Lafnitztal im Südburgenland ist mit 190 ha Fläche Österreichs größte Golfanlage. Sie gehört zu Reiters Allegria Hotel, das direkt am Golfplatz liegt. Je nach Handicap und Laune stehen in der Golfschaukel Stegersbach-Lafnitztal zwei 18 LochPlätze, ein 9 Loch-Platz und ein 5 Loch-Funcours zur Verfügung. Das alles gibt es für Allegria-

Hotelgäste zu Vorzugspreisen mit Tagesgreenfees ab 16 € (Kinder ab 8 €).

Idyllische Fairways In der „Simon Tarr Golf Academy“ feilen Golfer besonders effektiv an ihrem Handicap; zwei Driving Ranges, Pitching- und PuttingGreens und eine Chipping Area sorgen für reichlich Übung. Die Golfschaukel wurde in die pannonische Hügellandschaft mit Weinbergen, Dörfern, Feldern und Äckern integriert. Die idyllisch angelegten Fairways führen teilweise direkt an malerischen Kellerstöckeln, Buschenschenken, Teichen und Gehöften vorbei.  www.allegriahotel.at

Kothmühle Viele Möglichkeiten mit zehn flexibel abtrennbaren und technisch top ausgestatteten Seminarräumen

Gesundheitsurlaub inkl. Guglwald-Kulinarium

Modernes Seminarzentrum im Mostviertel

© Hotel Guglwald

Neuhofen a.d. Ybbs. Ideal zwischen Wien und Linz gelegen, bietet das RelaxResort Kothmühle ein topmodernes Seminarzentrum. Verkehrstechnisch zentral und dennoch im Herzen des Mostviertels, lassen sich in dem Viersternehotel Arbeit und Freizeit auf angenehme Art und Weise miteinander verbinden. Die gelungene Symbiose aus professioneller Seminarbetreuung und familiärer Atmosphäre macht die

Medical Wellness im PräventionsSchlössl des Hotels Guglwald.

Kothmühle unvergleichlich. Zehn flexibel abtrennbare und technisch topausgestattete Seminarräume (35 bis 240 m� Fläche) bieten für jede Veranstaltung den passenden Rahmen. In der Relaxzone „Most Relaxed“ finden Seminarteilnehmer die wohlverdiente Auszeit nach einem kreativen Tag. Im In- und Outdoorpool, in der Mühlensauna oder in der Biosauna, im „Garten Eden“ oder am Ufer

des Schwimmbiotops verraucht der Stress im Nu. Sportlich Aktive powern sich in der Umgebung der Kothmühle aus: Lauf- und Bikestrecken starten direkt beim Hotel. Der Jogging- und Spazierweg im Resort ist bis 23 Uhr beleuchtet. Das professionelle Seminarteam der Kothmühle hält zahlreiche Ausflugsideen bereit: Von der exklusiven Abendschifffahrt auf der Donau über das Tischschnapsbrennen bis zu einem Besuch des Ostarrichi-Kulturhofs oder Golfturniere werden gern organisiert.

Brainstorming im Garten

© RelaxResort Kothmühle

Guglwald. Den Urlaub im Mühlviertler „Hotel Guglwald“ in den Dienst der eigenen Gesundheit zu stellen und sich dabei noch in einem der schönsten Wellnesshotels zu erholen und verwöhnen zu lassen, ist der pure Luxus zu guten ­Preisen. Neben der mit drei „RelaxGuide-Lilien“ ausgezeichneten Wellnesslandschaft steht den Gästen das PräventionsSchlössl des Hotels zur Verfügung: In dem „Gesundheitstempel“ bieten der Arzt Franz Hasengschwandtner und die Physiotherapeutin Josefa ein breites Gesundheitsangebot.  www.guglwald.at

© Reiters Allegria Hotel

Yin-Yang-Außenbecken

Die familiengeführte Kothmühle hat den Markennamen RelaxResort verdient.

Der Küche des RelaxResorts eilt der beste Ruf voraus: Seminarteilnehmer lassen sich ein reichhaltiges, biologisches Frühstücksbuffet, hausgemachte Marmeladen, Säfte, Milch vom Bauern, Pausenund Mittagsschmankerl nach Lust und Laune sowie feine Gourmetmenüs auf der Zunge zergehen. Das RelaxResort Kothmühle ist der Leitbetrieb in der Region – die Kothmühle kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits

im Jahre 1316 wird der Name „Kothmühle“, die damals als Getreidemühle des Schlosses Lixing diente, zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Fast 550 Jahre lang war die Mühle in Betrieb, bevor sie 1860 stillgelegt und dann von der Familie Scheiblauer gekauft wurde.

Duftender Kräutergarten Durch kontinuierliche Umbauarbeiten und Erweiterungen entstand aus dem ehemaligen Bauernwirtshaus eine einzigartige Relaxoase. Die Lage des Hauses im romantischen Mostviertel und das Genießerambiente lassen Hektik und Termindruck sofort verblassen. Spazierengehen auf romantischen Wegen zu den Rosengärten oder zur Feuerstelle mit dem Kräutergarten entspannen nach einem langen Tag. Das Mostviertel, nur eineinhalb Stunden von Wien und eine knappe Stunde von Linz entfernt, bezaubert mit einer einzigartigen Landschaft, die an die sanften Hügel der Toskana erinnert.  www.kothmuehle.at


medianet

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Freitag, 20. April 2012 – 71

© Metaberatung

Draw-Back

Männliche und weibliche Chefs sind ein­ ander ähnlicher als bisher gedacht  Seite 74

© WU Exec. Academy

careernetwork Kick-Off

IBM-Chefin Tatjana Oppitz eröffnet den EMBALehrgang der WU Exec. Academy  Seite 75

Aufsteigerin Patricia Mussi, Handelsverband © Handelsverband

Aufstieg Marcin ­Kotlowski stellt sich der neuen Heraus­ forderung als Chef der Wien Holding Medien GmbH.  Einstieg beige­ bracht.com will die Vermarktung des Weiterbildungs­ markts ins 21. Jahr­ hundert bringen. 

Seite 72

© Dale Carnegie Austria

„Jeder Tag ist ein ­neuer Lernprozess“

AUsgezeichnet

Dale Carnegie verleiht erstmals den „Leadership Award“ in Österreich. Preisträger ist die Rubner Holding.  Seite 75

© W24

Seite 73

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Warum ein Migra­ tions­hintergrund nicht notgedrungen ein Nachteil ist, was ihn am Medien­ machen fasziniert und wann man sich vor seinen Mitarbei­ tern ver­neigen muss, verrät der Chef der Wien Holding Medien GmbH, Marcin Kot­ lowski, im Gespräch.

Freitag, 20. April 2012

© medianet/Szene1/Andreas Tischler

72 – careernetwork

© W24

„Langeweile vertrage ich offenbar schlecht“ 9 Fragen An Mar cin Kotlo w s ki

Als Kind wollte ich immer … Dinge erobern. Mein Lebensmotto ist … „Wir schaffen das!“ Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … etwas zu essen. Darüber kann ich lachen … immer wieder mich selbst. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „Ruhm“ von Daniel Kehlmann. In 20 Jahren werde ich … mir denken, wie schnell doch die letzten 20 Jahre vergangen sind. Das ist meine größte Stärke … mich immer wieder neu auf meine Umgebung einzustellen.

Wien. „Jeder Tag ist ein neuer Lernprozess. Und man muss bereit sein, sich dieser Herausforderung zu stellen.“ Was Marcin Kotlowski fast beiläufig ins Gespräch einstreut, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als der rote Faden seines bisherigen Werdegangs: Im polnischen Wroclaw (Breslau) geboren, bringt ihn sein Großvater kurz nach der Verhängung des Kriegsrechts in seiner damaligen Heimat und kurz vor seiner Einschulung 1983 zu den bereits zuvor emigrierten Eltern in Wien: „Es ist nicht leicht gewesen, am Anfang die Sprachbarrieren zu überwinden, aber in diesem Alter lernt man sehr schnell“, beschreibt er die ersten großen Hürden am Schulhof. „Natürlich fühlt man sich manchmal einsam, wenn man nicht frei drauflos plaudern kann“. Eine große Hilfe seien in dieser Zeit seine Lehrer gewesen: „Sie haben sich wahnsinnig um mich gekümmert. Ich hatte diesbezüglich großes Glück.“ Generell sieht er die damalige Migrationsphase mehr als Vor-, denn als Nachteil: „Diese Zeit hilft mir heute ungemein. Wenn

man sieht, dass politische Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist, relativiert sich einiges. Man kann Zufriedenheit mehr schätzen und die Freiheit viel bewusster wahrnehmen und auch genießen.“

Mensch vs. Maschine Die Freiheit, die Ausbildung zu machen, die ihn interessierte („als Kind wollte ich Pfarrer und dann Formel 1-Pilot werden“) führte Kotlowski schlussendlich in die HTL für Nachrichtentechnik in Wien 20: „Mein Großvater ist Nachrichtentechniker gewesen und hat Fernseher repariert. Das wollte ich auch verstehen.“ Die Technik an sich entpuppte sich zwar in Folge nicht als das Seine – „Ich kann, glaube ich, besser mit Menschen“ –, sie sollte aber neben seiner Leidenschaft für Medien („Das Zeitungmachen fasziniert mich schon seit meiner Zeit bei der Schülerzeitung; ich liebe einfach den Geruch und das haptische Erlebnis“) zum ständigen beruflichen Begleiter werden: Nach der Matura studierte Kotlowski Betriebswirtschaft mit Fokus

auf Wirtschaftsinformatik; bei seinem neunjährigen Engagement beim echo medienhaus gründete er gemeinsam mit drei Partnern die auf Webtechnologien spezialisierte Tochteragentur echonet. „Von Christian Pöttler habe ich die Maxime ‚Geht nicht, gibts nicht‘ gelernt. Ohne diese sehr prägende Zeit wäre ich heute sicher nicht dort, wo ich bin.“ Und in seiner Zeit als Mediensprecher für das Kabinett Faymann und das Büro Ostermayer („Dieses neue Kapitel hat mir sehr gut getan“) baute er u.a. das Kompetenzzentrum für die Internetgesellschaft auf und verfasste ein Buch zum digitalen Wohlfahrtsstaat. „Langeweile vertrage ich offenbar schlecht“, lacht er, nachdem er seine bisherige Vita mit all ihren Stationen im Zeitraffer nochmals durchleben musste. Sein jetziges Engagement als Geschäftsführer der Wien Holding Medien GmbH sei quasi „maßgeschneidert“: „Ich habe die Möglichkeit bekommen, die Welten ‚politische Kommunikation‘, ‚Technik‘ und ‚Medien‘ zusammenzuführen. Da konnte ich nicht widerstehen“, freut sich Kotlowski über die

neue Herausforderung mit einer neuen Mannschaft und einer neuen Materie.

Kreativität vs. Disziplin Generell sieht sich Kotlowski als Teamplayer: „Ich baue sehr stark auf Menschen und mache niemandem Vorschriften, wann wer produktiv ist und wann wer kreativ sein darf“, setzt er auf einen kooperativen Führungsstil, wenngleich ihm die Einhaltung gemeinsam vereinbarter Ziele und Deadlines ein großes Anliegen ist: „Kreativität und Disziplin gehören für mich zusammen.“ Etwaige Erfolge – mit echomedia gewann er etwa den Staatspreis Multimedia – müsse man dann aber genauso mit dem Team teilen: „Auszeichnungen sind ein schönes Erlebnis für das gesamte Team und man muss den Mut haben, das auch gebührend zu feiern und sich vor den Mitarbeitern einmal zu verneigen; darauf einbilden darf man sich als Chef aber nichts“, bleibt er trotz des schon in jungen Jahren Erreichten bescheiden.  (jawe)

1976–1998

1998–2008

2008–Heute

1976 im polnischen Breslau geboren, zieht Marcin Kotlowski im Alter von fünf nach Österreich, wo er nach Volksschule und Gymnasium die HTL für Nachrichtentechnik in Wien 20 absolviert. 1996 steigt er bei der „Aktion Kritischer Schüler“ ein und wird deren Bundessekretär. Parallel beginnt er sein Studium der Betriebswirtschaft an der WU Wien.

1998 wechselt Kotlowski zur facts werbeagentur und 1999 zur echo werbeagentur gmbh, wo er gemeinsam mit drei Partnern 2003 die echonet communication gmbh gründet und als Geschäftsführer leitet. 2007 wirbt ihn der damalige Infrastrukturminister Werner Faymann als Mediensprecher und Fachreferent für Telekommunikation ab.

2008 wechselt Kotlowski als Sprecher von Staatssekretär Josef Ostermayer ins Kanzleramt. Zwischen Jänner und Juni 2011 fungiert er als Kommunikationsleiter der SPÖ. Im Juni des vergangenen Jahres übernimmt er die Geschäftsführung der Wien Holding Medien GmbH, die den Fernsehsender W24 betreibt und den Medien- und Journalistenausbildungsbereich der Stadt Wien strategisch weiterentwickeln soll.

Das ist meine größte Schwäche … mich selber unter Stress zu setzen. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … Charlie Chaplin.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 20. April 2012

careernetwork – 73

Wissens-Community beigebracht.com will die Anbieter und Nachfrager von Weiterbildung an einem Ort zusammenführen

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Alles unter einem Dach

Portalgründer Markus Kainz: „Viele heutige Anmeldesysteme sind einfach nicht mehr zeitgemäß.“

Mission: unbekannt

Die Macht des Kollektivs

Aktuell sind 150 aktive Angebote und knapp 4.000 User auf dem Portal vertreten.

Wichtig sei Schmid und Kainz bei der Konzeption gewesen, dass Anbieter wie Nachfrager sehr einfach zueinanderfinden können: „Für den User ist die Anmeldung kostenlos und er kann durch unser Social Community-System die Angebote direkt vergleichen und schon im Vorfeld einschätzen, ob das Gebotene etwas taugt“, schwört Kainz auf das Kollektiv: „Die Community bestraft, lobt und bewertet die Kurse sehr transparent.“ Kursanbieter profitierten

wiederum davon, dass mehrere Anbieter auf einer Plattform mehr Traffic generierten und von einer administrativen Vereinfachung, die das Portal-Backend biete: „Sie müssen nur mehr ihre Kurse in eine Maske eintragen. Den Rest – von der Verwaltung von Wartelisten bis hin zur Verrechnung – erledigen wir“, so Kainz. Bezahlen müssten auch die Kursanbieter erst dann, wenn sich eine Vermittlung über beigebracht.com ergibt: „Wir wollen keine Fixkosten verrech-

Abbrecherquoten WKO fordert Reform der 9. Schulstufe

nen, sondern agieren nach einem Provisionsmodell, das erst dann zum Tragen kommt, wenn ein Kurs tatsächlich gebucht wird.“ Kurzfristig will man das Portal, das in erster Linie Studenten ansprechen soll und vom ZIT der Stadt Wien und vom FFG gefördert wurde, in ganz Österreich etablieren. Mittelfristig sieht man aber ganz Europa als Spielwiese: „Wir wollen ‚beigebracht.com‘ als FranchiseSystem am ganzen Kontinent etablieren“, so Kainz abschließend.  (red)

KMU Forschung Bedarf an Fachkräften liegt bei 15.000

„Schlichtweg inakzeptabel“

„Lehrlingsangebot reicht nicht aus“

Wien. Die Abbrecherquoten bei den weiterführenden Schulen – laut Statistik Austria hat jeder dritte Schüler, der im Schuljahr 2006/07 in der ersten Klasse Oberstufe war, seine Ausbildung im Laufe der folgenden Jahre ohne Abschluss abgebrochen – sind nach Auffassung von Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich, „schlichtweg inakzeptabel“: „Wenn nach vier Schuljahren

Wien. Viele Branchen beklagen, nicht genug gut ausgebildete Mitarbeiter zu bekommen. 28% der Gewerbebetriebe sind auf der Suche nach qualifizierten Fachkräften – laut KMU Forschung Austria liege der Bedarf an qualifizierten Fachkräften bei mindestens 15.000. Nun sollten auch junge Leute außerhalb Österreichs angeworben werden: „Das derzeitige Lehrlingsangebot reicht offensichtlich nicht aus, den Fachkräftebedarf zu decken“, kritisiert Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria.

jeder Vierte der Schüler die AHS und jeder Dritte Schüler die BHS abbrechen musste, so ist dies eine unverantwortliche Vergeudung von Lebenszeit“, stellt Landertshammer fest.

Versuchs-Irrtum-Verfahren

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Reinhard Hübl

Den Gewerbe- und Handwerksbetrieben mangelt es an Nachwuchskräften.

Verena Iber Luminox

© Luminox

Reinhard Hübl fungiert künftig als neuer Konsulent beim Institut für Qualitative Marktforschung (IFQM). Hübl war in seiner bisherigen Laufbahn u.a. Leiter der Uniqa-Konzernkommunikation und später ÖPAG-Kommunikator.

Verena Iber (21) ist seit April die neue Brand Managerin von Luminox Austria und zeichnet künftig für die Markenführung der US-Schweizer Uhrenmarke in Österreich verantwortlich. Zuvor war sie bei Eurofins ofi-Wien tätig.

Promotion

Angesichts der demografischen Entwicklung werde sich die Problematik noch verschärfen. Zur Behebung des Mangels solle man daher die Attraktivität der österreichischen Lehrausbildung und die damit verbundenen Berufsaussichten auch bei jungen Menschen außerhalb Österreichs bewerben, rät er und handelt sich Kritik seitens der Österreichischen Gewerkschaftsjugend ein: „Bevor die österreichischen Unternehmen ins Ausland fahren, um dort Lehrlinge

© dpa/Rainer Jensen

„Kein Lehrlingsimport nötig“

IFQM

© IFQM

job

anzuwerben, sollen sie lieber die 4.725 Jugendlichen ausbilden, die in Österreich als Lehrstellen suchend gemeldet sind“, so Jürgen Michlmayr, Vorsitzender der ÖGJ. Tausende Jugendliche seien in der überbetrieblichen Lehrausbildung, obwohl sie Lehrstellen in Betrieben suchten. „Wenn die Wirtschaft diese Jugendlichen ausbilden würde, bräuchte sie bei der Lehrlingssuche nicht über die Grenze schielen.“  (red)

Guido Rupp Sonepar

© Sonepar

© M. Gnedt

Die längst überfällige Reform der neunten Schulstufe müsste wieder in den Mittelpunkt des politischen Interesses rücken, ist Landertshammer überzeugt: „Wir haben mit dem Konzept einer ‚Mittleren Reife‘ unsere diesbezüglichen Vorstellungen klar dargelegt. Wir alle brauchen am Ende der Allgemeinen Schulpflicht nachweisbare und verlässliche Leistungsstandards, die auch gültige Rückschlüsse auf den Erfolg beim Besuch eines weiterführenden Bildungswegs – vom Lehrabschluss bis hin zur Reifeprüfung – zulassen.“ Die aktuellen Abbrecherquoten von Repetenten von mehr als 70% deuten laut Landertshammer eher darauf hin, wie sehr der weitere Bildungsweg ab 14 derzeit nach dem Versuchs-Irrtum-Verfahren gewählt werde. (red)

Michael Landertshammer, WKO: „Vergeudung von Lebenszeit“.

„Wozu – weshalb – warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm!“ So heißt es im Vorspann zur „Sesamstraße“. Leider nicht nur dort. Denn wie eine aktuelle Umfrage von karriere.at ergab, ist Information für viele Mitarbeiter von österreichischen Unternehmen ein begehrtes Gut: Lediglich jeder Vierte (23 Prozent) der 430 befragten Arbeitnehmer fühlt sich von seinem Vorgesetzten über Unternehmensziele informiert. Etwas mehr (27 Prozent) geben an, im Groben über größere Zusammenhänge Bescheid zu wissen. Insgesamt also jeder zweite Befragte. Ein Drittel (36 Prozent) sagt, nichts bzw. wenig von Unternehmenszielen zu wissen, weitere 14 Prozent müssen sich ihren Wissensstand selbst erfragen. Aus der Umfrage geht aber auch hervor, dass es bei der Vermittlung von Informationen in heimischen Unternehmen eine Diskrepanz zwischen Idealvorstellung und Wirklichkeit gibt: Zwei Drittel (65 Prozent) der befragten Führungskräfte und HR-Manager sind nämlich überzeugt, dass Mitarbeiter möglichst viel wissen sollten, da nur dann gute Arbeit möglich sei. Fazit: Zwar ist man sich der Wichtigkeit des Themas bewusst, wie viel dann aber bei der Belegschaft tatsächlich ankommt, steht auf einem anderen Blatt. Dabei geht es gar nicht so sehr um Details – sondern in vielen Fällen um grobes Überblickswissen zu den wichtigsten Unternehmenszielen. Arbeitnehmer, die wissen, wofür sie arbeiten, können ihre Leistungen im „Großen Ganzen“ auch wiederfinden. Und das wiederum schafft Identifikation.

Guido Rupp übernahm mit 1. April die Führung der Marketing-Abteilung des Elektrogroßhandelsunternehmens Sonepar Österreich/Hagemeyer Austria. Rupp übernimmt die Position von Nicole Schuh, die sich selbstständig macht.

Patricia Mussi Handelsverband

© Handelsverband

Derzeit habe man ständig 150 aktive Angebote aus den vier Kategorien Bildung & Unterricht, Sport & Freizeit, Kunst & Musik sowie Sprachen & Literatur auf der Plattform im Portfolio. „Wir haben knapp 4.000 User und generieren im Schnitt 800 Buchungen“, so Kainz weiter. Bezahlt werde über den Payment Service Provider mPay24: „Wir nehmen etwaige Sicherheitsbedenken der User sehr ernst und haben uns bereits zwei Mal von Secure Business Austria auf Herz und Nieren testen lassen“, hält Kainz fest.

© beigebracht.com

Wien. „Wir wollen das ‚Amazon‘ für Fort- und Weiterbildung werden“. Die Ziele von Markus Kainz, gemeinsam mit Alexander Schmid Gründer der Onlineplattform beigebracht.com, sind ambitioniert. „Unsere Vision ist es, eine bessere Übersicht und Transparenz im undurchsichtigen Fort- und Weiterbildungsmarkt zu bieten und dafür zu sorgen, dass einerseits die Anbieter, die mit neuen Kunden in Kontakt kommen wollen, als auch die Konsumenten, die Weiterbildungsangebote suchen, von der Plattform profitieren.“ Der USP des Angebots sei dabei, dass, egal ob Einzelstunden oder Kursveranstaltungen, alles auf einer einzigen Seite online angeboten, gebucht, bezahlt und koordiniert werde: „Viele heutige Anmeldesysteme sind nicht mehr zeitgemäß. Fragen Sie die Tausenden Studenten, die derzeit für Uni-Sportkurse stundenlang Schlange stehen, nur um dann doch keinen Platz mehr zu bekommen. Oder all jene, die sich online für Kurse anmelden möchten und an einer defekten Eingabemaske scheitern“, schildert Kainz die Beweggründe für den Launch von beigebracht.com.

Patricia Mussi (33) übernahm mit 16. April die Geschäftsführung des Handelsverbands, der freiwilligen Interessenvertretung österreichischer Handelsunternehmen. Zuletzt war sie Geschäftsführerin des Europäischen Forums Alpbach.


Leadership

74 – careernetwork

Freitag, 20. April 2012

Führungsstil Weltweite Studie räumt mit Vorurteilen auf: Männliche und weibliche Chefs sind einander viel ähnlicher, als bisher angenommen

Stereotyp? Nicht im Chefsessel!

© Metaberatung

Ob Mann oder Frau, das macht zumindest in Führungspositionen kaum einen Unterschied.

GF Rainer Neubauer: „Keine Diskussion um unterschiedliche Führungsstile!“

Düsseldorf. Männliche Chefs sind machtgierig und rücksichtslos, Frauen in Führungspositionen viel einfühlsamer und angepasst? Weit gefehlt! Weibliche und männliche Manager mit Personal­ verant­wortung haben eine ähn­ liche Persönlichkeitsstruktur. Das zeigt zumindest eine weltweite Befragung von „Hogan Assessment Systems“ unter 14.000 Führungskräften. Männer und Frauen an der Spit­ ze weisen ziemlich ähnliche Ei­ genschaften auf: nämlich genau jene, die sie auf der Karriereleiter so weit nach oben befördert ha­ ben. Entgegen klassischen Vor­

urteilen ist bei Frauen in Füh­ rungspositionen das Streben nach Akzeptanz und Bestätigung weit weniger ausgeprägt, als angenom­ men, und Männer gieren nur mi­ nimal stärker nach Status, Macht und Geld als ihre weiblichen Pendants.

Geschlecht kein Kriterium „Die Untersuchung belegt: Von ihren Persönlichkeitsmerkmalen her sind Frauen nicht grundsätz­ lich die einfühlsameren Chefs und Männer die Machtmenschen“, sagt Rainer Neubauer, Geschäfts­ führer des Personaldiagnostik-

und Assessment-Unternehmens „Metaberatung“. „Die Diskussion über den unterschiedlichen Füh­ rungsstil von Männern und Frau­ en ist daher nicht zielführend. Sie sollte stattdessen einer Definiti­ on von Anforderungen weichen. Zu fragen ist, welcher Kandidat sich am besten für einen bestimm­ ten Job eignet. Persönlichkeits­ merkmale sind hier wichtiger als das Geschlecht. Denn sie entschei­ den maßgeblich über den langfris­ tigen Erfolg von ­Managern.“ Konkret schlägt Neubauer den Arbeitgebern vor, bei der Beset­ zung eines Chefpostens in einem ersten Schritt eine Kombination von

Eigenschaften und Persönlichkeits­ merkmalen zu definieren, an denen die Kandidaten gemessen werden können; nicht das Geschlecht, son­

„Frauen sind nicht grundsätzlich einfühlsamere Chefs, ­Männer nicht prinzipiell ­Machtmenschen!“ Rainer Neubauer metaberatung

JOBTICKER

dern ein nachvollziehbares wis­ senschaftliches Auswahlverfahren bilde dann die Basis für die Perso­ nalentscheidung, so Neubauer. (lw)

In Zahlen Bildung 2010/11

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Akademikerplus

Wien. Das Bildungsniveau der ­Österreicher steigt, der Anteil der Personen mit einem tertiären Bil­ dungsabschluss hat sich seit 1980 verdreifacht; das geht aus der Publikation „Bildung in Zahlen 2010/11“ der Statistik Austria her­ vor. Vor allem unter den Frauen orten die Statistiker einen Akade­ mikeranstieg: Haben nur zwei bis drei Prozent der heute 75-Jährigen einen tertiären Abschluss, sind es unter den 30-Jährigen bereits 23%. Weniger Freude hat die ÖH mit den Ergebnissen: „Die Studie zeigt, dass Frauen zwar im Bache­ lor zahlenmäßig stärker vertreten sind als Männer, bei den Folgestu­ dien kehrt sich dieser Sachverhalt allerdings wieder um“, kritisiert Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH in einer Aussendung.

Assistent für das Werbestudio (m/w) REWE International AG Dienstsitz: Wiener Neudorf 1lKHUH-RELQIRVÀQGHQ6LHXQWHUIROJHQGHU5HIHUHQ]QXPPHU

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Hohe Erwartung

Assistent Claim Management (m/w) Dr. Pendl & Dr. Piswanger GmbH Dienstsitz: Wien 1lKHUH-RELQIRVÀQGHQ6LHXQWHUIROJHQGHU5HIHUHQ]QXPPHU

Brüssel. Über eine halbe Mio. Men­ schen werden bis 2020 europaweit in der Windkraft-Industrie arbei­ ten. Zu diesem Ergebnis kommt die „European Wind Energy Asso­ ciation“ (EWEA) in ihrer jüngsten Analyse. Der Windenergie-Sektor habe sich als stabiler und wichtiger Mo­ tor gegen ökonomischen Stillstand in Europa etbliert, so die Autoren. Derzeit arbeiten knapp 200.000 Beschäftigte in der europäischen Windenergie-Industrie.

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Detailinfos zu den Jobs: Einfach Referenznummer in das Suchfeld von

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Großes Potenzial im Windkraft-Sektor: 520.000 Jobs soll es 2020 geben.


Weiterbildung

Freitag, 20. April 2012

careernetwork – 75

WU Executive Academy IBM Ă–sterreich-Chefin Tatjana Oppitz begrĂźĂ&#x;te die Studenten des neuen EMBA-Lehrgangs

short

Kick-off fĂźr neue Klasse

Talente-Scan an Wiener Schulen startet 2012 Wien. Im Schuljahr 2012/2013 startet mit dem „Talente-Scan Berufsbildung“ in Wien ein neues Schulprojekt, das gemeinsam von Wirtschaftskammer Wien und Stadtschulrat konzipiert wurde. Wiens SchĂźler der 8. Schulstufe sollen die Chance bekommen, die eigenen Fähigkeiten und die Anforderungen der Wirtschaft an kĂźnftige Arbeitskräfte besser kennenzulernen, erklärt WKW-Präsidentin Brigitte Jank. Inhaltlich werden die praxis- und wirtschaftsorientierten Fähigkeiten des SchĂźlers hinsichtlich Rechnen und ZahlengefĂźhl, Rechtschreibung und Grammatik, Textverständnis, Englischkentnisse, Logik, technischem Verständnis, Konzentration und Beobachtungsgabe getestet.

Gezieltes Talentmanagement „Um den Herausforderungen einer sich ständig ändernden Geschäftswelt erfolgreich begegnen zu kĂśnnen, benĂśtigen Unternehmen gezieltes Talentmanagement. FĂźr Unternehmen ist es heute Ăźberlebensnotwendig, Talente in den eigenen Reihen zu erkennen, diese gezielt zu fĂśrdern und so FĂźhrungskräfte aufzubauen, die sowohl die Fähigkeiten als auch die PersĂśnlichkeit haben, um Menschen durch Veränderungsprozesse zu fĂźhren“, so Oppitz weiter. Genau dieses RĂźstzeug zur Veränderung will der Executive MBA (Global) seinen Studierenden ver-

mitteln, betont man seitens der WU Executive Academy. So durchlaufen die Teilnehmer in 14 Monaten (40 Tage off-the-job) ein „intensives General Management Programm mit den Schwerpunkten Change Management, Globalization Strategy und Financial Management“. Vor allem die Internationalität des Programms sei ein Alleinstellungsmerkmal, betont der Dean der WU Executive Academy, Bodo B. Schlegelmilch: „Der von uns hochgehaltene Qualitätsanspruch an das Programm Ăźberzeugt FĂźhrungskräfte aus nationalen und internationalen Unternehmen gleichermaĂ&#x;en und so konnten wir den internationalen Teilnehmeranteil jährlich steigern.“

Internationalisierung Die Teilnehmer der aktuellen Klasse seien etwa FĂźhrungskräfte aus 14 Nationen – u.a. China, Brasilien und Armenien – und sie verfĂźgten Ăźber durchschnittlich elf Jahre Berufs- bzw. sechs Jahre Managementerfahrung. „Ich freue mich sehr, dass wir dieses Jahr wieder eine derart hervorragende Klasse zusammenstellen konnten. Die Teilnehmer werden von den umfangreichen persĂśnlichen und beruflichen Erfahrungen ihrer Kollegen enorm profitieren“, ist Schlegelmilch Ăźberzeugt. Beson-

Mike Houston, Associate Dean of International Programs (CSOM), Tatjana Oppitz, CEO IBM Ă–sterreich, Bodo B. Schlegelmilch, Dean WU Executive Academy.

deres Highlight der aktuellen Auflage des EMBA-Programms seien neben den Modulen im Wiener Palais SchĂśnborn vor allem die drei Studienreisen nach Amerika (New York und Minneapolis), Asien (Guangzhou in China und Hyderabad in Indien) und nach St. Petersburg in Russland. „Bei den Studienreisen kĂśnnen die Teilnehmer in Diskussionsrunden mit Top-FĂźhrungskräften aus dort ansässigen Unternehmen MĂśglichkeiten und Problemstellungen des dortigen Wirtschaftslebens analysieren“, so Schlegelmilch. Ein „Virtual Team Project“, bei dem Executive MBATeilnehmer aus Amerika, China, Indien und Wien gemeinsam

an einer Market-Entry-Strategy arbeiten, bilde den „krĂśnenden Abschluss des Programms“.

Facts & Figures Der Executive MBA (Global) von WU Executive Academy und Carlson School of Management ist ein 14-monatiger, berufsbegleitender Universitätslehrgang, der Fßhrungskräften mit mindestens fßnf Jahren Berufserfahrung und einem akademischen Abschluss ein intensives General Management-Programm mit den Schwerpunkten Change Management, Globalization Strategy und Financial Management zuteil werden lässt. Der nächste EMBA startet im April 2013.  www.executiveacademy.at

Dale Carnegie Erstmals wurde in Ă–sterreich der Award des weltweit agierenden Trainingsunternehmens vergeben

Š Dale Carnegie Austria

Leadership Award an Rubner Holding

Robert Korp und Clemens Widhalm (Geschäftsfßhrer von Dale Carnegie Austria), Stefan Rubner (CEO Rubner Holding), Peter Handal (CEO Dale Carnegie Training).

Wien. Die weltweit agierende Trainingsorganisation Dale Carnegie hat vergangene Woche ihren „Leadership Award“ erstmals in Ă–sterreich verliehen. Ausgezeichnet wurde die Rubner Holding, eine auf Bauen mit Holz spezialisierte und europaweit tätige Unternehmensgruppe: „Rubner fĂźhrt vor, wie ein Unternehmen gleichermaĂ&#x;en profitabel und innovativ sein kann und kontinuierlich Initiativen setzt, um die Unternehmenskultur in Richtung seiner definierten Kernwerte weiterzuentwickeln“, begrĂźndete der extra aus den USA angereiste Dale Carnegie-CEO Peter Handal die Entscheidung der Jury.

Wifi-Sprachmaniacs 2012 stehen fest

Der internationale Leadership Award, den bereits Boeing, Adidas, GlaxoSmithKline, Coca-Cola oder Daimler-Chrysler erhielten, soll Unternehmen und deren FĂźhrungskräfte auszeichnen, die sich besonders der MitarbeiterfĂśrderung, Innovation und Kreativität verschrieben haben. Die Rubner Holding wurde vor allem fĂźr ihre Sales Academy ausgezeichnet. Laut Stefan Rubner, Präsident der Rubner Holding, absolvierten bisher 65 Vertriebsmanager dieses Programm und trugen so maĂ&#x;geblich zur Umsatzsteigerung von 314 Mio. â‚Ź im Jahr 2010 auf 370 Mio. â‚Ź 2011 bei.

Š Ludwig Schedl

Wien. Zum Start der aktuellen Klasse des Executive MBA (Global) konnten die Partner WU Executive Academy und Carlson School of Management heuer IBM Ă–sterreichChefin Tatjana Oppitz als prominente ErĂśffnungsrednerin ins Moya im Palais SchĂśnborn laden: „IBM ist ein Unternehmen, das sich in seiner 100-jährigen Geschichte wiederholt neu erfunden hat. Diese Geschichte hat gezeigt, dass erfolgreiche Transformationsprozesse vor allem Folgendes brauchen: tief verankerte Werte, Leadership und exzellente FĂźhrungskräfte“, so die WU-Absolventin bei ihrer Gastrede vor den 41 Teilnehmern der neuen Klasse.

Š WU Executive Academy

Oppitz: „Es ist Ăźberlebensnotwendig, Talente in den eigenen Reihen zu erkennen und zu fĂśrdern.“

Die heurigen Sprachmaniacs mit Michael Landertshammer, Wifi.

Wien. Seit letzter Woche stehen die besten Sprachentalente der AHS fest: Bei der „Wifi-Sprachmania“ waren die SchĂźler gefordert – im Dialog mit Muttersprachlern –, ihre Fähigkeiten in den Sprachen Englisch, FranzĂśsisch, Italienisch, Spanisch und Russisch zu beweisen. „Sprachen lernen ist zwar ein kontinuierlicher Prozess, doch der Grundstein hierfĂźr wird schon in der Jugend gelegt“, erläutert Michael Landertshammer, Institutsleiter des Wifi Ă–sterreich, die Motivation hinter dem Wettbewerb. Gewonnen haben Julia Szegedi, BG/BRG Amstetten (Switch-Wettbewerb Englisch/Spanisch); Thomas Schutte, BRG Adolf-PichlerPlatz Innsbruck (Englisch); Nastassja Mikl, BG/BRG St. Martin Villach (Italienisch), Nikolaus Kandolf, BG/BRG St. Martin Villach (FranzĂśsisch), Atdhetare Sherifi, BRG LandwiedstraĂ&#x;e Linz (Spanisch) und Armin Tahirovic, Borg Tulln (Russisch).

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