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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

12. JG.

NO. 1524

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FREITAG/SAMSTAG/SONNTAG, 20.– 22. JÄNNER 2012

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INHALT

© EPA

prime news & market watch > Telekom Austria steigt jetzt auf die Ausgabenbremse 3 > Willkommen im Kosmos der Teilzeitvegetarier 4

> Foto-Pionier Kodak stellt den Insolvenzantrag

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© Jedermann TV

marketing & media > Reichl und Partner-Chef Rainer Reichl im Interview 8

> Jedermann TV: Erster Regionalsender auf A1-TV 10

DIE ERSTE GESUNDE WURST

Vorstellung der globalen Branchenstudie „From Chaos to Collaboration“ Seite 56

Chefsein ist immer noch Männersache, oder?

Maria Zesch (GF Marketing T-Mobile), Eva Dichand (Heute-Hrsg.), Doris Tomanek (Vorst. Bank Austria), Bettina Glatz-Kremsner (Vorst. Casinos Austria/Lotterien), Susanne Riess-Passer (Wüstenrot-Chefin), Petra Jenner (Microsoft Österreich-Chefin), Sandra Kolleth (stv. General Manager Xerox), Gabriele Payr (Wr. StadtwerkeChefin), Birgit Kuras (Vorst. Wr. Börse), Brigitte Ederer (Personalchefin Siemens AG), Giny Boer (Ikea Österreich-Chefin), Daniela Kapelari-Langebner (Ölz-GF).

Zündstoff Eine neue Studie enthüllt: Frauen in der Chefetage machen Unternehmen messbar erfolgreicher. medianet hat in Österreichs Top-Konzernen nachgefragt, wie das so aussieht mit Frauenförderung zwischen PR und Wirklichkeit. Seite 2/3 Drucker-KV Betriebsversammlungen am 25. Jänner

Streiks sind „nicht vorgesehen“

© dpa/Frank Rumpenhorst

© EPA/Larry W. Smith

business weekend

P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien GZ: 02Z030468T Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15 Tel. 919 20-0 Fax: 919 20-2231 e-Mail: abo@medianet.at

DAS NEUE REISEN

Nachgefragt Nicht nur Daimler-Chef Zetsche hält Frauenquoten für „nicht realisierbar“

retail > Olaf Koch: Der klare Kurs des neuen Metro-Chefs 16 > Scharfe Saucen, heimischer Quargel, zarte Schoko 17

> Schwarzes Gold: Auf höhere Ölpreise setzen 20 > Umfrage: 82 Prozent fordern Gesundheitsreformen 32 > Die automobile Welt rückt näher zusammen 50

Schirnhofer-Neo-Chef Laschet lanciert neue Wurst- und Schinkenlinie Seite 14

© Jörg Hackemann

Neu gestartetes Portal gibt Frauen jene Antworten, nach denen sie suchen ... Seite 10

© medianet

SUNNY7.AT BEWEGT FRAUEN

© APA/RCB; Ölz/Michael Gunz; Ikea/Kurt Keinrath; Siemens; Casinos Austria/Rita Newman; Philipp Horak; Wüstenrot; Xerox Austria; Wiener Stadtwerke; APA/Microsoft Österreich/Anna Rauchenberger; medianet/Szene1/Philipp Hutter; Berufsförderungsinstitut Wien/APA-Fotoservice/Schedl

© www.sunny7.at

BUSINESS WEEKEND

Tageszeitungen vorerst ausgenommen; betroffen sind Bogen- & Rollendrucker.

Wien. Im Streit um den DruckerKollektivvertrag wird es am kommenden Mittwoch (25. Jänner) Betriebsversammlungen in den Bogen-und Rollendruckereien geben. Die Zeitungen seien davon ausgenommen, so der GPA-Verhandlungsleiter Franz Bittner. Streiks seien aktuell keine vorgesehen. Dass die Tageszeitungen von den Maßnahmen vorerst ausgenommen sind, begründete Bittner damit, dass das Problem eindeutig bei den Bogen- und Rollendruckern liege. Es sei aber in Hinkunft auch denkbar, dass die Betriebsräte der Zeitungsdruckereien sich mit den Kollegen solidarisch erklären. (APA)

Reinkuscheln und Wohlfühlen 

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C OV ER

2 – medianet

Freitag, 20. Jänner 2012

Studie Ernst & Young bestätigen in einer aktuellen Analyse 300 europäischer Unternehmen: Frauen im Vorstand heben Umsatz und Gewinn

„Verraten Sie mir, wohin soll ich die Männer aussortieren?“ SABINE BRETSCHNEIDER

Wien. „Verraten Sie mir bitte: Wohin soll ich all die Männer aussortieren?“, zitierte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Daimler-Chef Dieter Zetsche zum Thema Frauenquote in Führungspositionen. „Alle zwangsweise in Rente schicken, damit überhaupt so viele Stellen frei werden?“ Der Manager wandte sich damit gegen die deutsche Arbeitsministerin Ursula von der Leyen. Sie hatte vorgeschlagen, Unternehmen müssten bis 2018 ein Drittel der Führungspositionen mit Frauen besetzen. Ähnlich argumentierte der frühere OMV-Chef Richard Schenz: „Es wird doch niemand erwarten, dass man qualifizierte Aufsichtsräte rausnimmt“, nur um dann den Posten mit einer Frau nachzubesetzen. Wolfgang Leit-

„Ich will im Fall des Falles nicht von einer Quotenfrau in der Gehirnchirurgie operiert werden.“ WOLFGANG LEITNER, ANDRITZ

ner, Vorstandschef des Technologiekonzerns Andritz AG meinte, er wolle „im Fall des Falles nicht von einer Quotenfrau in der Gehirnchirurgie operiert werden“. Zu dieser blauäugig zwinkernden Hilflosigkeit, die viele Manager beim Thema an den Tag legen, gesellt sich die konservativ-tradierte Komponente: Laut einer GfK-Umfrage würden 41% der Befragten (beider Geschlechter) einen Mann als Chef vorziehen; lediglich zehn Prozent dagegen hätten, wenn sie es sich aussuchen könnten, lieber einen weiblichen Chef. Und: Unter Frauen ist die Präferenz für eine Chefin mit zwölf Prozent gar nicht wesentlich größer als unter Männern (neun Prozent). Als eine der Frontfrauen der Anti-Quoten-Bewegung gilt auch Siemens-Personalchefin Brigitte Ederer. Sie hält gar nichts von Frauenquoten: „Was hat eine 30

Jahre alte, gut ausgebildete junge Frau davon, wenn wir eine Quote für den Aufsichtsrat oder den Vorstand beschließen?“ Ihr Anliegen sei, endlich „von unten“ für mehr weiblichen Nachwuchs zu sorgen, damit dann in Zukunft genügend Frauen in den Firmen seien, die in die Führungsgremien einziehen können. Dennoch ist die Frage, wie man mehr Frauen in Spitzenpositionen der Wirtschaft installieren kann, derzeit ein viel diskutiertes Thema – und das nicht aus rein weltanschaulichen Gründen, sondern auch aus ökonomischer Notwendigkeit. Mit Frauen in der Führungsetage wirtschaften Unternehmen nämlich erfolgreicher als ohne. Das ist zumindest das Kernergebnis einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Ernst & Young bei den 300 größten börsennotierten Unternehmen Europas, die medianet vorliegt. Sie lässt den Schluss zu, dass – statistisch betrachtet – Frauen an der Unternehmensspitze ein eindeutiger Erfolgsgarant sind. Demnach entwickelten sich die wichtigen Kennzahlen Umsatz, Gewinn, Mitarbeiterzahl und Börsenwert positiver als der Durchschnitt aller Unternehmen, wenn in den Führungsetagen im Untersuchungszeitraum (2005–2010) wenigstens eine Frau saß. Und selbst dann, wenn mindestens eine Frau erst bis 2010 in die frühere Männerdomäne kam, wirkte sich das spürbar auf den Gewinn der untersuchten Firmen aus.

© Panthermedia.net/Yury Artamonov

Nicht nur Daimler-Chef Zetsche versuchte dem Thema Frauenmangel im Management schon einmal elegant auszuweichen.

„Dass es in Österreich derzeit so wenige

Telekom und Rewe

Frauen in Führungs-

Vernichtend sind die Ergebnisse für diejenigen Konzerne, die in der obersten Etage auch 2010 noch reine Männerzirkel waren. Umsatz, Gewinn, Börsenwert und Beschäftigung: alles schlechter als die Durchschnittswerte. Auch die McKinsey-Studie „Women Matter“ belegte, dass Unternehmen mit einem höheren Frauenanteil im Vorstand, mindestens aber drei Frauen, erheblich höhere Unternehmensgewinne aufweisen als der Branchendurchschnitt. Das Catalyst-Institut zeigte 2010 bezüglich der Eigenkapitalrendite großer börsenotierter Unternehmen einen ähnlichen Zusammenhang auf. Aber: So schlecht, so könnte man meinen, können die Zeiten gar

positionen oder Aufsichtsräten gibt, ist eine über Jahrzehnte gewachsene Struktur.“ KRISTIN HANUSCH-LINSER, ÖBB

nicht werden, dass man versucht, aus der ‚Ressource Frauen‘ per Beförderung in die höchsten Managementebenen Kapital zu schlagen. In Österreich wurden sechs Unternehmen mit insgesamt 36 Vorstandsmitgliedern analysiert. „Nur drei Prozent der Vorstandsmitglieder der untersuchten österreichischen Unternehmen waren Frauen“, verklausuliert die Studie das niederschmetternde Ergebnis. Drei Prozent von 36 Vorständen, das ist laut Adam Riese eine Frau. medianet hat in Österreichs Topunternehmen, deren Führungsetagen fast ausschließlich von Männern besetzt sind, um Statements zum Thema gebeten. Die Telekom

D UR CH S CHNI T TL I CHE E NTW I CK LUNG 2 0 0 5 B I S 2 0 1 0 *

Umsatz Gewinn Beschäftigung Börsenwert

Unternehmen mit weibl. Vorstandsmitglied 2005 und 2010 +64% +89% +21% +58%

Quelle: Ernst& Young *ohne Energie- und Rohstoffunternehmen

Unternehmen ohne weibl. Vorstandsmitglied 2005 und 2010 +44% +67% +19% +52%

Austria Group beispielsweise ist sich „durchaus der wirtschaftlichen Bedeutung von Frauen in Führungspositionen bewusst“ und setze auch „gezielt Maßnahmen, um mehr Frauen in leitende Positionen zu bringen“. Das Unternehmen habe sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil in Führungspositionen kontinuierlich anzuheben. 2010 habe er rund 34% ausgemacht. Im Aufsichtsrat der Telekom Austria AG sind zwei der acht Kapitalvertreter Frauen. Dennoch: Im Vorstand sitzen mit Generaldirektor Hannes Ametsreiter und Finanzvorstand Hans Tschuden zwei Männer. Karin Nakhai, Pressesprecherin der Rewe International AG, verweist darauf, dass knapp zwei Drittel der Führungspositionen – von der Shopmanagerin aufwärts – im Unternehmen inzwischen mit Frauen besetzt seien; geschlechterunabhängige Bezahlung sei selbstver-

ständlich. Dennoch ist ganz oben die Luft für Frauen dünn: Frank Hensel ist Vorstandsvorsitzender der Rewe International, gemeinsam mit den Kollegen Janusz Kulik und Franz Nebel bildet er den Vorstand des Unternehmens.

ÖBB, OMV und Strabag Auch Kristin Hanusch-Linser, ÖBB-Konzernkommunikationsleiterin, meldete sich zu Wort: Teil der neuen ÖBB-Strategie sei es, mehr Frauen ins Unternehmen zu holen und die Anzahl der weiblichen Führungskräfte insgesamt zu erhöhen. Ein eigenes ÖBB-Frauenprogramm solle das bis 2015 sicherstellen. Dazu zählt etwa die Hebung des Frauenanteils bei den Führungskräften auf 15% bis 2015. HanuschLinser: „Dass es in Österreich derzeit so wenige Frauen in Führungspositionen oder Aufsichts-

ZUR STUDIE „Mixed Leadership“/Ergebnisse • Die 290 untersuchten europäischen börsennotierten Unternehmen hatten 2005 insgesamt 2.150 Vorstandsmitglieder (103 bzw. 5% davon Frauen). Bis 2010 stieg der Zahl der weibl. Vorstandsmitglieder auf 178 bzw. 8% (von insges. 2.262 Vorstandsmitgliedern). • 2005 hatten nur 27% der Unternehmen mind. ein weibliches Vorstandsmitglied. Bis 2010 stieg der Anteil auf 42%. • Im Jahr 2010 hatten 15% der Unternehmen einen weibl. Personalvorstand, bei 11% verantwortete eine Frau das Marketing. Einen weiblichen CFO gab es nur bei 6% der Unternehmen; nur bei jedem fünfzigsten Unternehmen bekleidete eine Frau das Amt des Vorstandsvorsitzenden. • Die meisten weibl. Vorstandsmitglieder haben Irland, Schweden und Finnland: In diesen Ländern lag 2010 der Anteil der Frauen bei 28, 15 bzw. 12%. In Österreich bekleideten fast

ausschließlich Männern die Vorstandsposten (3% waren Frauen). • Unternehmen mit weibl. Vorstandsmitgliedern haben sich im Zeitraum 2005 bis 2010 bei den Kennziffern Umsatz und Gewinn besser entwickelt als Unternehmen ohne weibl. Vorstandsmitglieder. Börsenwert und Beschäftigung haben sich hingegen unterdurchschnittlich stark entwickelt, was allerdings auf die Sonderkonjunktur in den Branchen Energie und Rohstoffe zurückzuführen ist (fast auschließlich männl. Vorstände). Berücksichtigt man die 48 Unternehmen aus diesen Branchen bei der Auswertung nicht, ergibt sich ein sehr eindeutiges Bild: • Bessere Entwicklung bei allen Kennziffern: Unternehmen mit weibl. Vorstandsmitgliedern (ohne Rohstoff/Energie) haben sich im Zeitraum 2005 bis 2010 bei den Kennziffern Umsatz, Gewinn und Börsenwert deutlich besser entwickelt als Unternehmen ohne Frauen im Vorstand.


P RIME NE W S

Freitag, 20. Jänner 2012

räten gibt, ist eine Ăźber Jahrzehnte gewachsene Struktur.“ Einiges sei aber schon passiert – der aktuelle Frauenanteil im Top-Management des Personenverkehrs liege gegenwärtig bei 40%. Das Konzernmanagement besteht mit Christian Kern, Franz Seiser und Josef Halbmayr aus drei Männern. Die OMV meldet zwei weibliche CEOs (in Rumänien und der TĂźrkei), OMVBoss Gerhard Roiss plant die Anhebung der Frauenquote in FĂźhrungspositionen auf 30% bis 2020. Strabag-Sprecherin Diana NeumĂźller-Klein verweist darauf, dass zwar der Strabag SE-Vorstand zu 100% aus Männern be-

„Knapp zwei Drittel der FĂźhrungspositionen – von der Shopmanagerin aufwärts – sind im Unternehmen inzwischen mit Frauen besetzt.“ KARIN NAKHAI, REWE

medianet – 3

Telekom Austria Honorarempfänger Mensdorff kann sich nicht erinnern, Moody’s stuft die Telekom auf Baa1 herunter

A1 steht jetzt bei den Ausgaben auf der Bremse Kostenbremse: GroĂ&#x;sponsor A1 zieht sich aus groĂ&#x;en heimischen Filmveranstaltungen zurĂźck. Wien. „Wos woa mei Leistung“ – diese Frage beschäftigt die Staatsanwaltschaft derzeit auch bei der millionenschweren Beratungstätigkeit des Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly fĂźr die Telekom Austria. Wie das Nachrichtenmagazin Format schreibt, konnte Mensdorff-Pouilly vor den ErmittlungsbehĂśrden nicht erklären, welche Unternehmen er fĂźr die Telekom Austria auf eine mĂśgliche Ăœbernahme geprĂźft hat. Die Unterlagen Ăźber seine 2.000 Stunden Arbeit habe er vernichtet, nachdem seine Beratung im Herbst 2008 nicht mehr gefragt war. Dokumente habe er der Telekom zuvor nicht Ăźbergeben. FĂźr die fĂźnfmonatige Suche nach Ăœbernahmekandidaten soll der Lobbyist der Telekom 1,1 Mio. â‚Ź verrechnet haben.

Der Telekom Austria blĂźhte am Donnerstag weiteres Ungemach: Die Ratingagentur Moody‘s hat das Langfrist-Rating fĂźr die bĂśrsenotierte Telekom Austria Group (A1) um einen Punkt von A3 auf Baa1 gesenkt. Als GrĂźnde fĂźr diesen Schritt wurde die erwartete schwache operative Performance genannt, beeinflusst durch „Regulierung, intensiven Wettbewerb und ein schwaches wirtschaftliches Umfeld“ in Ă–sterreich und in anderen Ländern, in denen die Gruppe tätig ist. Weiters wĂźrden bevorstehende Investitionen, etwa die Vergabe der „Digitalen Dividende“, zusätzlichen Druck auf die Finanzlage der Telekom Austria ausĂźben. Das kĂśnne durch die jĂźngst angekĂźndigte DividendenkĂźrzung nicht vĂśllig kompensiert werden, erwartet die Ratingagentur. Der Ausblick sei aber stabil. Der Staatsanteil bei der Telekom von 28,42% habe sich positiv auf das Rating ausgewirkt, denn ohne

Š Diagonale

Moody’s senkt Rating auf B stehe, nicht aber das Management des Strabag-Konzerns. Jener nämlich setze sich zu 10% aus Frauen und zu 90% aus Männern zusammen. Und im Aufsichtsrat der Strabag SE betrage die Quote immerhin 18%, will heiĂ&#x;en zwei von elf Personen sind weiblich. NeumĂźller-Klein: „Dass bei Strabag der Mangel an Frauen in FĂźhrungspositionen auf die geringe Anzahl an Frauen in der Branche (der Bauwirtschaft, Anm.) selbst zurĂźckgefĂźhrt werden kann, sieht man an meinem Beispiel: Ich gehĂśre dem Management an, bin eine Frau – und in meinem Team in der Kommunikation ist die Quote genau andersherum: Zwei von elf Personen sind männlich.“ Kommunikation, Marketing, Personal gelten, das ergaben auch ähnlich geartete Studien, traditionell als Domänen der Frauen. Die Folgen: Das Gehaltsniveau in diesen Sparten sinkt. Echte Frauen machen – leider – immer noch halbe-halbe.

GroĂ&#x;sponsor A1 fährt sein Engagement fĂźr 2012 radikal zurĂźck. Mit der „Diagonale“ (Bild) und „Crossing Europe“ verlieren die beiden grĂśĂ&#x;ten Filmveranstaltungen in Ă–sterreich nach der Viennale damit ihren privaten Hauptgeldgeber.

Staatsbesitz wäre das Stand-alone-Rating der Telekom einen Punkt niedriger bei Baa2. Sollte allerdings

der Anteil der Republik unter 20% sinken, wĂźrde das Rating wahrscheinlich um einen Punkt sinken.

RĂźckzug aus Filmfestivals

„Nach dem Markenumbau im vergangenen Jahr werden wir nun die Ressourcen bĂźndeln und uns auf einige wenige Kulturevents konzentrieren.“ LIVIA DANDREA-BĂ–HM, A1

Damit in Zusammenhang steht auch der RĂźckzug der Telekom aus etlichen Filmfestivals: GroĂ&#x;sponsor A1 fährt sein Engagement fĂźr 2012 radikal zurĂźck, mit der „Diagonale“ und „Crossing Europe“ verlieren die beiden grĂśĂ&#x;ten Filmveranstaltungen in Ă–sterreich nach der „Viennale“ damit ihren privaten Hauptgeldgeber. Auch die Wiener Sommerkinos „Kino unter Sternen“ und „Kino wie noch nie“ werden kĂźnftig ohne A1 auskommen mĂźssen, wie das Unternehmen gegenĂźber der APA bestätigte. „Wir mĂźssen kostenbewusst agieren“, sagte eine Sprecherin.

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„Wenn ein groĂ&#x;er Sponsor ausfällt, dann kommt die Stabilität ganz schĂśn ins Wanken“, kommentierte Diagonale-Chefin Barbara Pichler die Abhängigkeit der meisten Festivals von privater Finanzierung. Mit der Viennale werde derzeit noch verhandelt, hieĂ&#x; es vonseiten der Telekom. Das Wiener Festival wollte aus diesem Grund nicht zu der Entwicklung Stellung nehmen, auch wenn mit dem „Kino wie noch nie“ auch ein von der Viennale und Filmarchiv Austria gemeinsam veranstaltetes Sommerkino von der Sponsorabsage betroffen ist. A1-Sprecherin Livia Dandrea-BĂśhm verwies darauf, dass man nach dem Marken-umbau im vergangenen Jahr nun „die Ressourcen bĂźndeln“ und sich „auf einige wenige Kulturevents konzentrieren“ wolle. (APA/red)


F EATUR E

4 – medianet

Freitag, 20. Jänner 2012

feature@medianet.at

ALEXANDRA BINDER

in Viertel der holländischen Fleischhauer hält den Verzehr von weniger Fleisch für Mensch und Umwelt für sinnvoll. Das besagt eine aktuelle Untersuchung der Umweltorganisation „Natuur en Milieu“. Heiße Luft? Kann man nicht sagen, denn fast die Hälfte (43%) verkauft längst auch fertige vegetarische Mahlzeiten. Und bei 23% kommt minimum einmal pro Woche auch auf den eigenen Tisch kein Fleisch. Freilich wollen sie Verbraucher nicht nur dazu zu motivieren, weniger, sondern vorrangig besseres Fleisch zu essen. Ein Dorn im Auge sind ihnen dabei die „Kiloknallers“, Discounter-Lockangebote, die weniger wertvolle Teilstücke zu Dumpingpreisen verkaufen. Verstehen würden sich die holländischen Fleischhauer vermutlich mit dem Londoner Promikoch Yotam Ottolenghi. Der schrieb als bekennender Fleischesser nicht nur drei Jahre die „New Vegetarian“-Kolumne des Guardian, sondern riet seinen Lesern dort auch schon mal, ein knuspriges Backhendl zum frischen Rohkostsalat zu versuchen. Das brachte ihm zwar hasserfüllte Leserbriefe ein, hielt ihn als bekennender „gemüseliebender Allesfresser“ aber nicht davon ab, auch noch das vegetarisches Kochbuch „Plenty“ zu schreiben, das bei Amazon UK sofort auf Platz 3 schoss. „Ich esse jedes Teil von jedem Tier”, sagt Ottolenghi, für den Fleisch essen und für den Vegetarismus eintreten kein Widerspruch ist. Auch „Tiere

Der Flexitarismus-Boom Unter Flexitarismus versteht man grob gesagt sehr maßvolle, auf Tierschutz bedachte und sehr qualitätsbewusste Fleischesser. Ganz neu ist die Sache freilich nicht. Die American Dialect Society wählte den Begriff „Flexitarian“ bereits 2003 zum nützlichsten Wort des Jahres. Und der US-market for vegetarian foods berichtete noch drei Jahre früher von 20 bis 25% der Erwachsenen, die vier oder mehr fleischlose Mahlzeiten wöchentlich einnehmen. In Deutschland gibt es laut einer Forsa-Studie aktuell 42 Mio. Flexitarier. Und auch bereits die Hälfte der Österreicher gibt laut Statistik Austria an, darauf zu

„Ich würde niemanden zum Vorwurf machen, Würste zu essen, ich finde nur, man sollte es nicht dauernd tun.“ achten, nur wenig Fleisch zu essen. In Wien gibt es sogar Versuche, nach dem Vorbild Gent (Belgien) und Wiesbaden einen „Veggieday“ einzuführen, an dem jeder auf Fleisch verzichtet – mit dem langfristigen Ziel, Kantinen in Kindergärten, Spitälern, Schulen und anderen Einrichtungen dazu zu bringen, donnerstags nur Fleischloses anzubieten (www.veggieday.at). In die Flexitarian-Kerbe schlägt auch das laufende Projekt „Halbzeitvegetarier“ (www.halbzeitvege-

tarier.de): Ein Web- und FacebookPortal, das sich an Fleischesser richtet, die ihren Fleischkonsum sichtbar reduzieren wollen. Das EU-geförderte Projekt ist eine Initiative der Kulturwissenschaftsstudentin Katharina Rippler, die selbst Vegetarierin ist. Ihre zentrale Idee: Zwei halbe Vegetarier sind ein ganzer – also zwei Menschen entscheiden sich, nur noch halb so viel Fleisch zu essen. Als erstes gilt es, einen Tandempartner zu finden. Das kann ein Freund oder ein durch das Projekt vermittelter Partner sein. Beide beobachten ihren wöchentlichen Fleischkonsum und halbieren ihn. Auf einem Wochenplan kann man fleischfreie Tage markieren. Zusätzlich gibt es Rezepttipps und Kochbücher zu gewinnen. Eine gänzliche Trennung vom Fleisch ist dabei kein großes Thema. Der deutsche Vegetarierbund findet die Idee gut, übernahm sogar die Schirmherrschaft. GF Sebastian Zösch sieht´s als „eine kreative und sympathische Möglichkeit, im wahrsten Sinne des Wortes eingefleischte Gewohnheiten spielerisch zu verändern“. Ganz erwartungslos ist er freilich nicht: „Den Fleischkonsum zu halbieren ist für viele der erste Einstieg in einen vegetarischen Lebensstil.“

Fleischindustrie-Strategie? Alle sind dem Projekt aber nicht wohlgesinnt. Für Christian Vagedes, Vorsitzender der veganen Gesellschaft Deutschlands, ist es eine Augenauswischerei: „Halbzeitvegetarier” sei eine weitere Verwässerung des Vegetarier-

Begriffs; zu sagen, ‚iss nur die Hälfte’, statt ‚hör auf`, das falsche Signal. Die Idee des Flexitarismus ist für ihn eine Strategie der Fleischindustrie, um die Leute einzulullen, betonte er gegenüber der taz. In den USA würde die Bewegung von den Lobbyisten der Fleischindustrie unterstützt. Die Veränderungsbereitschaft der Gesellschaft werde damit nicht gestärkt, sondern sogar geschwächt.

Zwiegespaltene Forscher Und was sagt die Umwelt dazu, die vom Flexitarier-Boom ja profitieren soll? Geht es nach dem ehemaligen Weltbank-Chef Nicholas Stern, dessen „Stern-Report 2006“ für Aufsehen sorgte, dann bedeutet weniger Fleischkonsum weniger Tiere, die mit ihren Blähungen zum erhöhten CO2-Ausstoß beitragen. Im genannten Report thematisierte er die ökonomischen Folgen der Klimaerwärmung für die britische Regierung. Auch die Vereinten Nationen kamen später in einem Bericht zu einem ähnlichen Schluss. Ganz anders sieht das allerdings die britische Cranfield-University. Wer statt einheimischem Rind oder Schwein etwa das rein vegetarische Produkt Tofu auf den Teller bringt, esse nicht ökologischer. Ganz im Gegenteil, denn für Soja-Plantagen werde in der Dritten Welt oft Urwald gerodet, und die Herstellung von Tofu verschlinge viel Energie. Nach Ansicht der britischen Forscher nützen Vegetarier der Umwelt nur, wenn sie das Fleisch durch Brot, Pasta, Kartoffeln und Gemüse ersetzen.

© 5amTag

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essen“-Autor Jonathan Safran Foer hält es mit der Flexibilität. Würste zu essen, würde er keinem zum Vorwurf machen. Lediglich findet er: Man solle es nicht dauernd tun. Im Interview mit der Zeit ließ er wissen: „Ein Freund von mir hat gesagt, ich würde ja gern mit dem Fleischessen aufhören, aber bei meiner Oma gibt es immer Roastbeef, das esse ich so gern. Ich hab ihm gesagt: Dann iss es! Aber iss kein Fleisch mehr in Restaurants oder bei McDonald’s. Darauf antworten manche: Aber das ist doch scheinheilig. – Okay, dann ist es eben scheinheilig! Das Ziel ist ja nicht, ethisch rein zu sein, sondern die Welt besser zu machen.“ Womit wir bei einem global um sich greifenden Trend sind, der die holländischen Fleischhauer mit Ottolenghi und Foer verbindet: dem zum Flexitarismus.

© Grant Delin

JO NATHA N S A F R A N F O ER Der Autor von „Tiere essen“ zeigt Verständnis für Flexitarier

Verkehrte Welt In den Niederlanden ist es bereits gang und gäbe, dass Fleischhauer fleischlose Fertigmahlzeiten verkaufen, in London schrieb ein Fleischliebhaber die „New Vegetarian“Kolumne des Guardian und „Tiere essen“-Autor Jonathan Safran Foer zeigt Verständnis für Wurst-Gelüste. Willkommen im Kosmos der Flexitarier und Halbzeitvegetarier.


MA RK E T WATC H

Freitag, 20. Jänner 2012

medianet – 5

Absturz Nach 130-jähriger Firmengeschichte meldet der legendäre Kamera- und Filmhersteller Insolvenz an und beantragt Gläubigerschutz

Foto-Pionier Kodak ist pleite New York. Nach knapp 130-jähriger Firmengeschichte und zahlreichen Jahren in den roten Zahlen ist Kodak endgültig pleite: Der legendäre Kamera- und Filmhersteller bestätigte am Donnerstag die seit Monaten heftig kolportierten Insolvenzgerüchte und meldete in New York Konkurs an. Zudem beantragte man Gläubigerschutz („Chapter Eleven“), sodass man sich, sicher vor Geldforderungen, in den kommenden Monaten sanieren kann.

Antrag auf Gläubigerschutz Kodak-Chef Antonio Perez erklärte, der Antrag auf Gläubigerschutz sei nach Ansicht des Verwaltungsrats und der gesamten Führungsmannschaft der Firma „der notwendige Schritt und das Richtige für die Zukunft von Kodak“. Kodak verfüge über ausreichende Mittel, sodass der Geschäftsbetrieb

WKNÖ Beratungsangebot

Fit für Web 2.0 St.Pölten. Die Social Media werden für Niederösterreichs Unternehmen immer wichtigere Kommunikationskanäle – insbesondere in Richtung jüngerer Kunden. Um der Unternehmerschaft auf diesem teils neuen Terrain zur Seite zu stehen, lanciert das Unternehmerservice der Wirtschaftskammer Niederösterreich ein neues Beratungsangebot: Ab sofort gibt es für blau-gelbe Unternehmen eigene – zu 50% geförderte – Beratungen zum Thema „Social Media – Web 2.0“. „Wir wollen die niederösterreichischen Betriebe fit für Facebook, Twitter & Co machen“, so Sonja Zwazl, die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Das neue Service umfasse bis zu acht Beratungsstunden und werde durch unabhängige Experten angeboten, heißt es.

Sony Ericsson Nettoverlust

Ein Ende in rot

© EPA

Stockholm. Sony und Ericsson schließen ihre Handy-Zusammenarbeit nach zehn Jahren mit roten Zahlen ab. Das japanisch-schwedische Gemeinschaftsunternehmen ist im vierten Quartal 2011 mit einem Nettoverlust von 207 Mio. € in die Verlustzone gerutscht, wie Sony Ericsson mitteilte. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1,5 auf 1,3 Mrd. €. Für den gesamten Jahresverlauf 2011 müssen sich beide Unternehmen einen Verlust von 247 Mio. € teilen. (APA)

Bis Februar übernimmt Sony alle Ericsson-Anteile am Handy-Geschäft.

normal weiterlaufen werde. Kunden würden weiter beliefert und bedient, die Beschäftigten weiter bezahlt. Die Tochterunternehmen seien nicht betroffen, versuchte man zu beschwichtigen. Auf den Konzern wartet jedenfalls keine leichte Aufgabe: Per Ende September 2011 hatte Kodak Schulden von rund 6,8 Mrd. USD (5,3 Mrd. €) bei Vermögenswerten von 5,1 Mrd. USD (3,95 Mrd. €). Eine Kreditlinie über 950 Mio. USD (740 Mio. €) von der Großbank Citigroup solle nun dafür sorgen, dass genügend Liquidität für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs vorhanden ist, hieß es weiter. Als Kronjuwel hat

das Unternehmen rund 1.100 Patente in der Hinterhand – etwa für digitale Bilder. Dieses Know-how kommt laut Kodak de facto in fast allen Geräten wie Digitalkameras, Smartphones oder Tablet PCs zum Einsatz. Zudem habe Kodak ein Patent für die Technologie zum Drucken von Bildern entwickelt. Für einen Teil dieser Patente will man nun Käufer finden, um Geld in die Kasse zu bekommen. Schnell wird die Sanierung jedenfalls nicht über die Bühne gehen: Bei Kodak selbst geht man davon aus, dass der Umbau des US-Geschäfts frühestens 2013 abgeschlossen werden kann. (red/Ag.)

© EPA

Mittels Millionen-Kredit und Patentverkäufen will man den Konzern sanieren.

Kodak will mittels Gläubigerschutz seinen Umbau 2013 erfolgreich abschließen.


THE OP I NI O N

6 – medianet

Der Kanzler meldet sich zu Wort. Thema ist unter anderem eine Neustrukturierung des Stiftungsrats, um weitere unselige Karrieresprünge aus diesem Gremium heraus zu erschweren: „Überlegungen, die in Richtung Privatisierung (des ORF, Anm.) gehen, halte ich nicht für hilfreich“, heißt es in der Aussendung. Nirgendwo in Europa existiere „ein Modell, in dem die repräsentative Demokratie im öffentlichen Rundfunk hintangehalten wird.“ Klingt hübsch, ist faktisch irreführend. Denn: Allein die Bezeichnung „repräsentative Demokratie“ verrät ja schon den Pferdefuß der Sache: Im Gegensatz zur direkten Demokratie – die zugegebenermaßen natürlich in der Praxis auch ihre Schwächen hat –, werden in der Repräsentativ-Variante politische Sachentscheidungen nicht mehr vom Volk getroffen, sondern von deren gewählten Vertretern. Diese Volksvertreter wiederum werden von den Parteien, aus Sicht des Wählers relativ willkürlich, auf Listen platziert und dann, im Parlament, sofort dem sogenannten Clubzwang unterworfen. Basta.

MA K ER S NE TW O RK

medianet LEITARTIKEL

Schlamperter Despotismus Nirgendwo in Europa existiere „ein Modell, in dem die repräsentative Demokratie im öffentlichen Rundfunk hintangehalten wird“. Das kann man so nicht stehen lassen … SABINE BRETSCHNEIDER

Das Freie Mandat ist eine Fiktion – und damit verliert auch die repräsentative Demokratie ihre Daseinsberechtigung innerhalb des Reigens der Regierungsformen, die besser sein sollten als eine dumpfe Oligarchie. Es ist bei Weitem leichter – und billiger –, in einer Gruppe von Abgeordneten Überzeu-

gungsarbeit zu betreiben als die Mehrheit der Wahlberechtigten zu überzeugen. Willkommen in der Lobbykratie, einem Staat, dessen Verfassung realpolitisch keinen Strichpunkt wert ist und ganz einfach umgangen werden kann, indem man Gesetze, die der Verfassung widersprechen, einfach in Verfas-

sungsrang erhebt. Das ist tausendfach passiert; sogar diverse Taxigesetze stehen im Basisdokument unseres Staats. Wenn sie sich nicht zurechtbiegen lässt, wird sie gebrochen; man denke an die Ortstafeln, man denke an die Verschiebung der Budgetvorlage 2011. So viel zum Rechtsstaat. So viel zur heimischen Version repräsentativer Demokratie. In ihrem Büchlein ‚Ende des Gehorsams‘ zitiert Journalismus-Doyenne Anneliese Rohrer den Gründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, Viktor Adler: In Österreich bedeute Demokratie „Despotismus, gemildert durch Schlamperei“. Niko Pelinka hat am Donnerstag seine Bewerbung als Wrabetz‘ Büroleiter zurückgezogen. „Ich freue mich nun auf spannende berufliche Aufgaben in der Zukunft“, schließt Pelinka seine Erklärung. Ja, wir sind auch schon gespannt.

Gastkommentar Vom Wunsch nach einer Öko-Dachmarke

Öko-Labels: Genug ist genug?

ZI TAT D ES TA GE S Neil Postman US-Medienwissenschafter („Wir amüsieren uns zu Tode“)

Zugegeben, es gibt ihn wirklich – den Dschungel der Gütesiegel, Prüfzeichen, Embleme, Test-Labels und Umweltzeichen. Bezieht man hier auch noch die unzähligen Auszeichnungen und Ehrungen für nachhaltige Produkte und Unternehmen ein, so ist der Dschungel schier undurchdringlich. Von Durch- bzw. Überblick und Übersicht ganz zu schweigen. Bei über 500 Labels (incl. Bio-Siegel) am heimischen Markt soll Mann oder Frau noch den Durchblick haben, was wirklich seriös, unabhängig und wertvoll ist beziehungsweise wofür welches Zeichen steht oder sogar etwas garantiert? Den guten Vorsatz (vor allem im Nachhaltigkeitssektor) vorausgesetzt, wollen alle Zeichen ja ‚nur‘ das eine – das Beste für den Verbraucher. Lassen wir einmal die DIN/ISOund weitere Zertifizierungen außen vor…

Fernsehen wurde nicht für Idioten erschaffen – es erzeugt sie. W W W.ZI TATE .AT

Wertigkeit der Labels ist zu unterschiedlich

© Chris Haderer

„Nicht für jede Webpräsenz gibt es eine App. Ich denke daher nicht, dass Apps die Notwendigkeit von Top Level Domains einschränken.“

„Spezialfonds und Zweckgesellschaften sind am Energiesektor am Vormarsch, prüfen aber deutlich strenger als früher.” © Cityfoto/Schenk

© TJP

RI C HA R D WEI N, G ESC HÄ F T S F ÜHR ER D E R D O MA I NREGI S TR Y NI C .AT, S . 3 9

THO MA S R EGI T SC HNI G- KUM PA N, TJ P ADV I SO R Y & M A NA GEME NT S E R V I C ES , S . 4 6

„Bei genauem Ana-

Bei genauem Analysieren der Label-Vielfalt ahnt selbst der nicht so umfassend informierte, nicht-Fachliteraturlysieren der Labelbelesene Verbraucher, dass ein großer Teil der Auszeichnungen und Siegel ‚homemade‘ ist. Sprich, meist große Vielfalt ahnt selbst der Konzerne leisten sich mit enormen Budgets eigene Kennzeichnungen oder Labels, die dann auch nur für eigene nicht so umfassend Produkte beziehungsweise Unternehmenstöchter gelten (dürfen). Andere Initiatoren wiederum verteilen fleißig informierte (...) VerLabels und ‚Gütesterne‘, ohne jemals offenzulegen, wie das ausgezeichnete Produkt oder Unternehmen überhaupt braucher, dass ein dazu kommt. Wieder andere sind wissenschaftlich so anspruchsvoll aufgestellt, dass eigentlich nur Fachleute großer Teil der Aus(meist im B2B-Sektor) wissen, worum es wirklich geht, was bestätigt oder zertifiziert wurde und warum eine zeichnungen und SieMarke das Gütesiegel erhalten hat. Von der ‚Artenvielfalt‘ oder Kreation der Nagel ‚homemade‘ ist.“ men, die zum Teil aus Abkürzungen der Erstbuchstaben diverser Wortkombinationen besteNORBERT LUX, GREEN BRANDS hen und die Otto- Normalbürger nie im Leben versteht, ganz zu schweigen… Da es keinerlei Beschränkungen gibt, wer Auszeichnungen oder Gütesiegel vergeben darf, nehmen etliche Unternehmen auch ‚Geschenke‘ an, um mit entsprechenden Siegeln für den Verbraucher glaubwürdiger zu sein. Dies soll um Gottes Willen keine Diskreditierung all der höchst seriösen, fundierten und wissenschaftlich aufbereitenden Gütesiegel sein, deren Existenz wahrlich berechtigt und notwendig ist. Sie sind schließlich die Leuchttürme im Meer der unübersichtlichen Labels. Trotz – oder gerade wegen – der unübersichtlichen Labelvielfalt wünschen sich über 60 Prozent der Bevölkerung ein (Dach-)Gütesiegel mit klarer Kommunikation und Aussagekraft, natürlich seriös und unabhängig … Dies ergab eine jährlich in acht Ländern durchgeführte Marktforschungsstudie. Die wichtigsten Kriterien für seriöse Siegel/Auszeichnungen sind: Der Initiator sowie beteiligte Institutionen/Entscheider sind unabhängig; das Verfahren und die Beurteilungskriterien sind wissenschaftlich betreut/aufbereitet, transparent, nachprüfbar und werden unabhängig kontrolliert und die Vergabe erfolgt nach mehrstufigen Prüfungs-/Entscheidungsverfahren.

HEUTE IM BUSINESS WEEKEND

Freitag, 20. Jänner 2012

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 abo@medianet.at | Fax: DW 2231 Anzeigen-Hotline Tel.: DW 2203 office@medianet.at | Fax: DW 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

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Norbert Lux, COO Green Brands Organisation Ltd.; www.Green-Brands.org. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, TAG, 20. JÄNNER 2012 – 7

Himmelhoch freut sich: Die Agentur hat mit Jura einen weiteren Neukunden Seite 10

ETHNOMARKETING

NEUES JAHR

Der Marketing Club Österreich bat zum Clubabend zum wichtigen Thema Seite 12

Club Cuvée lud zum Neujahrsempfang Seite te 12

© Club Cuvée

ETAT

© mn/Szene1/Langegger

© Himmelhoch

marketing & media Reichl: „Die Branche ist oft sehr arrogant“

© Sandra Tauscher

SHORT

© Jedermann TV

Markus Rotter bringt eine neue, speziell auf die weibliche Zielgruppe ausgerichtete OnlineCommunity nach Österreich: mit sunny7.at bietet man in Kooperation mit dem globalen Magazinverlag Meridith auch der Werbewirtschaft interessante Optionen. Seite 10

Euro RSCG Vienna kreiert neuen Restplatzbörse-TV-Spot. click+>www.medianet.at

Storno Bundesländerkoordinator ebenfalls eingestampft

GF-Funktion Medienmann Wolfgang Fischer mit neuem Job

ORF I: Pelinka zieht sich zurück

ORF II: Fischer geht zu Stadthalle

Wien. Nach drei Wochen Protest gegen seine Bestellung zog Niko Pelinka seine Bewerbung als Büroleiter von Alexander Wrabetz zurück. Eine weitere Absage kam dann übrigens von Wrabetz selbst. Der neue Bundesländerkoordinator, werden sollte es der der ÖVP zugerechnete Robert Ziegler, ist auch Geschichte. Wrabetz via OTS: „Die geplanten neuen Agenden ‚Bundesländerkoordination‘ und ‚Strategische Planung‘, die auch von Prüfungskommission und Rechnungshof gefordert sind, werden derzeit nicht als Abteilungsstrukturen eingerichtet, sondern auf Projektebene weiterverfolgt.“

Wien. Im Führungsteam der Wiener Stadthalle, mit 500 Shows und 1,2 Mio. Besuchern pro Jahr Österreichs erste Adresse für große Events, steht nun ein Personalwechsel bevor: Mit 1. Februar 2012 werden als neues Geschäftsführungs-Duo Sandra Hofmann und Wolfgang Fischer ihren Dienst antreten – Sandra Hofmann als kaufmännische Geschäftsführerin und Wolfgang Fischer als Geschäftsführer für den Veranstaltungsbereich. Der langjährige ORF-Mann Fischer war dort zuletzt mit dem Aufbau und der Leitung der Abteilung Public Affairs in der ORF-Generaldirektion betraut.

Nach drei Wochen Proteststurm zieht Niko Pelinka ORF-Bewerbung zurück.

© ORF/Günther Pichlkostner

© Euro RSCG Vienna

MEDIANET TV HEUTE

medianet-Talk Reichl und Partner-Agenturchef Rainer Reichl holte kürzlich seinen langjährigen Mitstreiter Helmut Raml als Co-Geschäftsführer in die Agenturführung. medianet bat ihn zum Gespräch – über die personelle Erweiterung, die Agentur, aber auch über die eigene Branche. Seite 8

© APA/Herbert Neubauer

Dieter Brosz, Mediensprecher der Grünen, erklärt im medianet-Gastkommentar die Linie seiner Partei zum Thema ORF. Seine Forderung: „Damit Fehler nicht wiederholt werden, müssen problematische Strukturen verändert werden – jetzt.“ Seite 12

© Reichl und Partner/W.Heinrich

© Die Grünen

Wolfgang Wegscheider macht weiter: Ab sofort ist Jedermann TV auch auf „A1 TV“, dem Kabelfernsehangebot der Telekom Austria, österreichweit zu empfangen. Und zwar sowohl in SD- (Standard Definition), als auch in HD-Qualität. Seite 10

Wolfgang Fischer: Seit gut 30 Jahren im Kultur- und Mediengeschäft tätig.


C OVE R S TO R Y

8 – medianet

SEITENEINWURF

(K)eins für dich & (k)eins für mich

Freitag, 20. Jänner 2012

Neue Zeiten, neue Sitten „Die Kreativgötter der Vergangenheit haben es in Zeiten wie diesen nicht einfach“

Langfristiges Denken zählt Rainer Reichl holt seinen langjährigen Mitstreiter Helmut Raml als zweiten GF in die Agentur-Führung. DINKO FEJZULI

estern Nachmittag war es dann so weit – der über drei Wochen hinweg medial geprügelte Niko Pelinka zog seine Bewerbung für den Büroleiter des ORFGeneraldirektors zurück. Alexander Wrabetz nahm dessen Entscheidung zur Kenntnis und sprang ihm auch ein letzes mal zur Seite, als er neben anderen Gründen auch die ‚notorischen ORFGegner‘ für Nikos Scheitern ins Treffen führte. Vergessen wir mal für einen kurzen Moment alle Kritiker unterhalb der Küniglbergspitze. Nur: Es haben auch über 1.300 ORF-Mitarbeiter einen Protestbrief für einen unabhängigen ORF unterschrieben. Wir hoffen mal, dass der ORF-Generaldirektor mit ‚notorisch‘ und ‚Gegner‘ nicht diese Kollegen gemeint hat. Übrigens: Mit dem Büroleiter ging auch der offensichtlich für die schwarze Reichshälfte künstlich geschaffene Posten des Bundesländerkoordinators unter. Es wäre nun spannend, zu wissen, warum: Begründungen gäbe es mehrere. Zum einen die Proteste, die sich auch gegen diesen Posten gerichtet hatten, während woanders selbige einzusparen sind, oder aber auch die Herstellung des rot-schwarzen Gleichgewichts, nach dem der rot besetzte Posten des Büroleiters ja auch weggefallen ist. Wir hoffen mal nicht, das es wirklich so war.

G

medianet: Seit 1. Jänner ist Helmut Raml in die Position des Geschäftsführers bei Reichl und Partner (auf)gerückt. Was waren die Beweggründe für diesen Schritt? Rainer Reichl: Die Reichl und Partner Communications Group mit über 150 Mitarbeitern in Österreich bietet als eine von wenigen Agenturgruppen tatsächliche 360 Grad Kommunikation. Die Anforderungen an das Team sind sehr groß. Wir benötigen Generalisten und Spezialisten und bedingt durch das Wachstum haben wir auch unsere Führungsstrukturen ausgebaut. Für die Units in den Bereichen Online, PR, Media, Social Media, Reichl und Partner Schweiz und Reichl und Partner Deutschland gibt es eigene Managementteams, die von jeweils einer eigenen Geschäftsführung geführt werden. Und das sehr erfolgreich. Unsere größte Unit, die Reichl und Partner Werbeagentur, wurde bisher von mir alleine geführt.

„Unsere Branche ist oft sehr arrogant. Ein Werber macht keinen besseren oder schlechteren Job als jeder Geschäftsführer, Marketingleiter,

TIPP DES TAGES

Werbeleiter eines Unternehmens.“

© Ecowin

RAINER REICHL CEO REICHL UND PARTNER

Die Lebenden Lebenden und der Tod Jean Ziegler Die kapitalistische Warengesellschaft reduziert den Menschen auf seine Qualität als reaktive Zelle im Produktions- und Konsumprozess. Das Bewusstsein seiner eigenen Endlichkeit schafft Schicksal, der Einzigartigkeit des eigenen Lebens. Der Tod macht uns zu verantwortlichen Subjekten unserer Existenz. Um die Angst vor dem Tode zu mindern, gibt es nur einen Weg: Jeden Tag so viel Glück, so viel Sinn zu erschaffen, dass, am Ende des Lebens, dieses Leben seiner eigenen Negation so viel Sinn wie möglich entgegenzustellen vermag. Ecowin, 304 Seiten, 19,95 €

medianet: Eine Erweiterung nach dem Moto: ‚Eine Organisation lebt von der Weiterentwicklung‘? Reichl: Richtig. Deshalb haben wir beschlossen, das Management der Reichl und Partner Werbeagentur zu erweitern. Und Helmut Raml ist hier ein ganz wesentlicher Wegbegleiter, der bereits seit 17 Jahren bei Reichl und Partner in führender Position tätig ist. Insbesondere zeichnet er für unser Kompetenzzentrum für Business to Business Communications verantwortlich. Zudem betreut er seine Kunden im Retail- und Markenbereich sehr erfolgreich. Helmut Raml ist aber auch ein ausgezeichneter strategisch denkender Sparringspartner, der auch mich fordert. Gemeinsam werden wir die Reichl und Partner Werbeagentur einerseits in den Bereichen ‚Kreation‘, ‚Strategie‘ und ‚Jobprocessing‘ weiterentwickeln. Und wenn alles gut läuft, werden wir zur Jahresmitte unsere Geschäfts-

© Reichl und Partner/W.Heinrich

DINKO FEJZULI

Wien. Nach 17 Jahren bei Reichl und Partner, zuletzt als Senior Account Director, wurde Helmut Raml als zweiter Geschäftsführer von Agenturchef Rainer Reichl an die Spitze des Unternehmens geholt. medianet bat Rainer Reichl zum Gespräch, über den „Neuzugang“, die Agentur und die Branche generell.

Mit Jahresbeginn ist Helmut Raml neben Rainer Reichl zweiter Geschäftsführer bei der Agentur Reichl und Partner.

leitung durch ein drittes Mitglied erweitern. medianet: Wofür genau wird Herr Raml zuständig sein? Reichl: Unser Kompetenzzentrum für Business to Business Communications macht uns sehr große Freude. Wir arbeiten vor allem für international tätige Unternehmungen. Dieses Kompetenzzentrum wollen wir unter der Führung von Helmut Raml ausbauen und durch den Bereich der Finanzkommunikation ergänzen. Im Fokus steht die Positionierung und ganzheitliche Kommunikation von Marken im B2B Bereich. Michael Piber, Senior Account Director und aus der Markenartikelindustrie kommend, wird sich verstärkt um den weiteren Ausbau unseres Kompetenzzentrums für Fast Moving Consumer Goods und Gebrauchsgüter einsetzen. Auch hier geht es um die Positionierung und ganzheitliche Kommunikation von Marken. medianet: Und Sie? Reichl: Ich werde mich zunehmend auf das Kompetenzzentrum Retail & Services konzentrieren und dieses weiterentwickeln. Gerade im Retail Bereich kommt der cleveren Positionierung und ganzheitlichen Kommunikation Retail- und Dienstleistungsmarken zunehmende Bedeutung zu. Alle drei Kompetenzzentrum sind ‚Quelle‘ für alle Beratungsgruppen und Units unserer Agentur. medianet: Personalfluktuation ist in der Agenturbranche nichts Unübliches – Herr Raml ist im Gegensatz dazu bereits seit 1995 bei der Agentur. Worin liegen die Vorteile für Kunden in einem solch langfristigen Engagement? Reichl: Langfristiges Denken und Kontinuität auf Agenturseite wer-

den zunehmend von den Kunden geschätzt. Wissen geht nicht verloren, Indiskretionen bleiben aus und die Identifikation steigt. Wir ticken da ohnehin anders als viele andere Agenturen: Wir möchten unsere Kunden perfekt servicieren; daher verzichten wir ja auch auf Freelancer und setzen auf eigene Teams mit einer eigenen starken Unternehmenskultur. Ich kann der ganzen Freelancer Philosophie nichts abgewinnen.

„Alles wird besser als erwartet und wir sollten uns davon verabschieden, auf hohem Niveau zu jammern.“ RAINER REICHL

medianet: Gefragt nach einem Ausblick für 2012, ist sich kaum ein Marktteilnehmner sicher, was vom noch jungen Jahr zu erwarten ist. Wie lautet Ihre Prognose? Reichl: Alles wird besser als erwartet. (lacht). Wir dürfen nicht aufhören, positiv zu denken. Und wir sollten uns davon verabschieden, auf hohem Niveau zu jammern. medianet: Die heimische Kreativszene beklagt einen Respektverlust seitens der Auftraggeber gegenüber der Idee und der Kreation. Woran könnte das liegen? Reichl: Unsere Branche ist oft sehr arrogant. Ein Werber macht keinen besseren oder schlechteren Job als jeder Geschäftsführer, Marketingleiter, Werbeleiter eines Unternehmens. Wir sprechen mit unseren

Kunden auf gleicher Augenhöhe und sehen uns niemals als Kreativgötter. Die Kreativgötter der Vergangenheit haben es in Zeiten wie diesen nicht einfach. medianet: Bleiben wir gleich beim harten Alltag. In wirtschaftlich angespannten Zeiten zählt der Absatz mehr als eine schöne bzw. kreativ umgesetzte Idee – eine gefährliche Entwicklung für die Branche? Reichl: Nein, eine wunderbare Chance für echte, ganzheitlich denkende Kreativagenturen, jetzt dürfen wir zeigen, was wir wirklich können. (lacht) medianet: Ihre Agentur im Bezug auf die Branchen, in denen sie sich bewegen, sehr breit aufgestellt – wo sehen Sie trotzdem noch Aufholbedarf bzw. Luft nach oben? Reichl: Ich würde sehr gern für eine Telekom Gesellschaft arbeiten, weil wir so mit unseren hochspezialisierten Units für Werbung, Media, Online Kommunikation, PR und Event eine ganzheitliche Strategie entwickeln könnten und in diesem Bereich auch die entsprechenden Budgets vorhanden sind. Wir könnten unsere Performance wirkungsvoll zeigen. Und dann interessieren mich natürlich alle Retailer ganz besonders. medianet: Bei der diesjährigen medianet rankingweek hat Reichl und Partner in jeweils unterschiedlichen Kategorien Spitzenplätze belegt – quer über mehrere Disziplinen. Welche der Top-Platzierungen hat Sie besonders gefreut? Reichl: Reichl und Partner media wurde als die kreativste Mediaagentur Österreichs bewertet und das, obwohl wir in diesem Bereich nicht die größten sind. Aber auch alle anderen Units wurden im Gesamtimage unter die Top Ten gereiht; auch das freut mich sehr.


BUS I NES S P R OMOTI O N

Freitag, 20. Jänner 2012

medianet – 9

Innovative Handschrift vom Kuvertspezialisten Kick-off-Tool fürs Campaigning: CPT Couvert punktet bei innovationsfreudiger Klientel

„Plus im Premium-Segment: Qualität setzt sich wieder durch“ Wirkung und Wertigkeit am Werbemarkt: Unternehmensgründer Günter Eberhardt über die Renaissance eines Klassikers. Wiener Neudorf. Was gibt es Neues? Und was ist das Beste? Kreativbranche und Kundenmarketing scheinen auch im Jahr drei nach Lehman Brothers nur schwer nachvollziehbare Antworten auf ein strategisches Kommunikations-Dilemma zu finden. Die Unsicherheit im Bereich der Kundenadressierung bleibt groß. Der Wunsch, in schwierigen Zeiten auf Nummer sicher zu gehen, lähmt viele Marktspieler. Dazu komme, dass der herbeigeschriebene Siegeszug der Neuen Medien

„Spezialisierung und

Aufmerksamkeit des Kunden wird über Print geweckt. Papier schafft Aufmerksamkeit, entscheidet, ob im Netz weiterlaufende Kampagnen das Zeug zum Erfolg haben.“ Der Lenkungseffekt mittels hochqualitativer Verpackungen sei nebenbei enorm. „Hier sind wir zurück im Spiel und können unsere Trümpfe ausspielen – in Abstimmung mit dem Kunden, genauso wie er es haben will“, betont der Kuvertvisionär. Vor allem die über Jahre forcierte, fruchtbringende Zusammenarbeit mit den Auftraggebern und die daraus resultierende Wertschätzung habe Vertrauen geschaffen, das auch in schwierigeren Zeiten nicht enttäuscht werde.

Exklusivität: Wir über-

Überzeugungsarbeit

Hightechlösungen, innovativen Materialien, Produkt- und Formvielfalt.“ GÜNTER EBERHARDT

© CPT Couvert (2), Montage: Beate Schmid

zeugen mit kreativen

Visionär Günter Eberhardt: „Haben das Kuvert als Hightech-Produkt neu erfunden.“

und sozialer Netzwerke zu unkalkulierbaren Schnellschüssen und wenig authentischem Campaigning verleite, fasst CPT CouvertGeschäftsführer Günter Eberhardt die beherrschende Marktlage und Mediendiskussion zusammen. Dem Kuverthersteller zufolge scheint „ausnahmslos jeder von seiner augenblicklichen Kommunikationslinie überzeugt. Und zwar hoffnungslos. Auch wenn diese morgen schon wieder für den nächsten Hype verworfen wird.“ De facto wären Meinungen und Strategien oftmals nicht das Papier wert, auf dem sie ohnehin nicht gedruckt würden. Doch die starke Konzentration auf den Fetisch „Online“ scheint am Höhepunkt, so der Haptikfan. „Ein erstes Zurückrudern findet statt.“ In Teilbereichen greife man wieder verstärkt zu hochwertigem Print. „Wir spüren das in sehr vielen positiven Rückmeldungen und nicht zuletzt anhand der in Teil-

segmenten steigenden Auftragslage für hochwertige Kuvertlösungen.“ Mit exklusiven Qualitäten in ausgesuchten Aufmachungen und impactstarken Sonderproduktion steuert CPT Couvert sicher durch stürmische Zeiten. Für Eberhardt der einzig richtige Weg: „Wir haben“, so der Unternehmer, „schon vor Jahren die Weichen gestellt und unsere Infrastruktur an Erfolg versprechenden Parametern ausgerichtet.“ Fakt bleibt: Der Massenversand ist rückläufig, das 08/15-Kuvert am Kampagnensektor (Werbe- und Direktmarketing-Bereich) fast schon ein Auslaufmodell. Die „Visitenkarte der Zukunft“ präsentiert sich überaus variantenreich – in Design, Material- und Produktionsfragen.

Kuvert für Premium-Kunden CPT Couvert profitiert heute vom sich weiter ausdifferenzierenden Kommunikationsgeschäft. „Der Zugang zum Kunden ist ein hoch-

selektiver“, fasst Eberhardt zusammen. Vor allem die PremiumKlientel wolle klassisch adressiert werden. Hier gewinne das Kuvert ert wieder an Stellenwert. Als Highend-Anbieter hat er gute Karten: „Unsere KuvertertLösungen sind nicht von der StanStan ge. Vor allem große Marken, en, die in den letzten Jahren stark auf andere ere Werbekanäle gesetzt haben, sind ind tieren en in i wieder im Boot und investieren produktions- und materialaufwenlaufwen wenwen dige Printaufmachungen. Wir stelstel len fest: Der Bedarf ist da. Es wird wieder Wert auf Qualität gelegt.“

Eberhardt: „Unsere Kundenbeziehungen sind stabil. Die kreativen, auf Papier gebrachten und auf Wirkung abzielenden Kuvert-Lösungen bleiben Teil der Kommunikationsmaschinerie. Auch weil auf unser Betreiben hin das Kuvert – abseits der Billigschiene – als eigenes, innovatives Produkt wahrgenommen wird.“ Doch damit nicht genug: Die von der Post für Februar angekündigten neuen Zustell-Modi im Bereich der Werbesendungen (zusammengezogene Auslieferungsintervalle und gebündelte Zustellung in einem offenen Umschlag,

mit der laut Eberhardt „irreführenden“ Bezeichnung ‚kuvert‘) würden nach seinem Dafürhalten das „echte Kuvert als individuelle Visitenkarte“ noch interessanter machen. Am Beginn des Jahres 2012 zeigt sich das Unternehmen zukunftsfit: Produktionsprozesse wurden optimiert, die Mitarbeitermotivation gesteigert. Mit Sonderanfertigungen just in time, konstanten Qualitätsstandards und kurzen Lieferzeiten konzentriert sich CPT Couvert „von innen heraus gestärkt“ auf den Heimatmarkt. „Weiteres Wachstum wird vor allem in Österreich stattfinden“, sagt Eberhardt. Zusätzlich wolle man die Exklusiv-Schiene im angrenzenden CEE-Raum Schritt für Schritt implementieren.

„Wir sind sehr breit aufgestellt: Das Who is Who der TopUnternehmen vertraut auf unsere Produktund Innovationskraft.“ GÜNTER EBERHARDT

Aufmerksamkeit wecken ken Zulegen konnte man beispielseispiels ielsiels lau weise am Handelssektor. Die laufenden Anstrengungen im Bereich ich der Kundenbindungsprogramme ogramme mme den AufAuf schlagen auch in steigenden lagen zu Buche, Tendenz steigend. steigend gend. gend Generell beobachtet er eine ine VerVer zahnung von Print und Online. line.. „Die „D

Sondermarke CPT Couvert im Auftrag der Österreichischen Staatsdruckerei

Spezialist liefert Sammlerstück Wien/Wiener Neudorf. Mit Innovation ins Topsegment: Für CPT Couvert ist die Saat am Kuvertmarkt 2011 buchstäblich aufgegangen – in Form eines Briefmarkenblocks zum „Jahr des Waldes“, als wertvolle Verpackung für einen ganz besonderen Inhalt. Im Auftrag der Staatsdruckerei ging CPT Couvert unter die Philatelisten. Unter den allerhöchsten Sicherheitsauflagen wurde die limitierte Auflage produziert. Die Umsetzung in Form eines Saatgut-Säckchens zählt zu den Highlights des abgelaufenen Geschäftsjahres, so Günter Eberhardt: „Eine besondere Reißund Trennlinie und das Taschenformat mit Füllfunktion stellten uns vor neue Herausforderungen. Nach eingehender Fallstudie und Machbarkeitsanalyse konnten wir mit nachgerüstetem Maschinenpark eine ideale Lösung für Druck und Markenperforation anbieten.“ Auch seitens der Österreichischen Staatsdruckerei zeigt man sich voll des Lobes: „CPT Couvert war für uns hinsichtlich Kompetenz, FlexiWertvolle Verpackung: CPT Couvert im „Markenfieber“. bilität und Zuverlässlichkeit der ideale Partner.“

Hightech in allen Formaten, ob kleine Auflage oder Masse mit Klasse: Sonderproduktionen zählen zu den CPT-Spezialitäten.

HIGHTECH-KUVERT Jedes Kuvert ist das Endprodukt eines Hightech-Prozesses. Die Ausgangsbasis liefern hochwertige Rohstoffe, die je nach Wunsch verarbeitet werden – vieles sei möglich, betont man bei CPT Couvert. Ob Samt oder Seide, Hüllen in formsprengenden Formaten oder in zehn Farben – mit den am NiederösterreichStandort produzierten und endgefertigten Kuverts laufen die kreativen Entwürfe vom Band. „Wenn andere abwinken oder versagen, springt unser Team ein“, so Günter Eberhardt. Auch die Öko-Schiene wird bedient: Mit CO2-neutralen Kuverts wurde in den letzten Jahren das Sortiment erweitert. Das Beste daran: Das blütenweiße „Envirelope“Kuvert aus 100% Altpapier hält allen Offsetpapier-Standards stand.

KONTAKT CPT COUVERT GMBH IZ NÖ SÜD Straße 2a, Objekt M10 A-2355 Wiener Neudorf Tel.: +43-(0)2236-61089-0 Fax: +43-(0)2236-61089-20 brief@cpt-couvert.at www.cpt-couvert.at


MA R K E TI NG & A GE NTUR E N

10 – medianet

Online-Portal Neu gestartetes Portal will Frauen jene Antworten geben, nach denen sie im Internet suchen

SHORT

sunny7.at bewegt Frauen

Himmelhoch zieht Jura als Neukunde an Land Wien. Die österreichische Niederlassung des Schweizer Premium-Kaffeevollautomatenherstellers Jura vergibt ihre PR-Agenden ab Jänner 2012 an Himmelhoch. Die Wiener Agentur zeichnet damit für PRAktivitäten sowohl im Haushalts- als auch Commercial-Bereich für Jura verantwortlich. Betreut wird die Marke von Claudia Koller, PR-Consultant bei Himmelhoch. „Mit Jura gewinnen wir nicht nur einen Neukunden, sondern einen Partner, dem Qualität und Nachhaltigkeit genauso wichtig sind wie uns“, freut sich Himmelhoch-GF Eva Mandl.

Der globale Magazinverlag Meredith liefert für das neue Online-Community-Portal Content. MICHAEL FIALA

Zielgruppe Frauen

© OÖ Nachrichten/Weihbold

Ab Ende März wird es mit „Business“ eine fünfte Welt geben. „Wir wollen Frauen das geben, wonach sie auch im Netz zu Themen ihres täglichen Lebens suchen“, sagt Susanna Sklenar, Chefredakteurin von sunny7.at, im Gespräch mit medianet. Frauen sind laut Sklenar heute an vielen Fronten aktiv. „Sie managen den Spagat zwischen Beruf und Familie und treffen darüber hinaus 80 Prozent der Kaufentscheidungen.“ Abgesehen davon werden künftig proportional mehr Frauen als Männer in den Bereich der Topverdiener vordringen. „Mit ‚sunny7‘ wollen wir

Peter Affenzeller ist neuer Marketingleiter bei den OÖNachrichten.

© Sandra Tauscher

Wien. Dieser Tage war es so weit: Da ging sunny7.at, Österreichs erstes Online-Community-Magazin für Frauen an den Start. Zeitgleich mit Österreich wird das Portal auch in der Ukraine gestartet. Weitere Länder im Central Eastern Europa-Raum werden folgen. sunny7.at wird sich dabei voll und ganz auf den OnlineKanal konzentrieren und will auch die Stärken ausspielen, die Online bietet. Vier Welten stehen entsprechend den Interessen den Leserinnen offen: „Family“, „Health“, „Home“ und „Beauty“.

nachrichten.at mit starkem Wachstum

John Flood (Managing Director), Susanna Sklenar (Chefredakteurin), Susanne Prosser (Social Media Managerin), Katrin Rupp (Chefredakteurin), Marcus G. Rotter (Head of Marketing & Sales).

Das neuartige Web-Community-Portal für Frauen ist kürzlich online gegangen.

Multi Channel Community Für die werbetreibende Branche wird sunny7.at „umfassende Kommunikationsprogramme“ anbieten. Rotter: „Wir können für jeden Kunden ein individuelles Programm zusammenstellen, das aus mehreren Kanälen besteht. Neben klassischer Bannerwerbung bieten unsere maßgeschneiderten Programme einen Schritt in Richtung hin zu kompletten Kommunikationslösungen, welche die unterschiedlichsten Anforderungen des Kunden auf digitalem Weg bedienen können. Durch unsere vielen Kanäle in Web und Social Media bieten wir All-inLösungen für die kommunikativen Herausforderungen unserer Kunden an“, so Rotter im Gespräch mit medianet. Eine Werbekooperation kann somit neben Bannerbwerbung auch Präsenz im themenrelevanten Um-

Erfolg Talkformat auf TV-Sender W24 startet dritte Staffel

Erster Regionalsender auf A1-TV

Promi-Talkshow „beim Feicht“

Kabelnetzen der Salzburg AG im Land Salzburg und angrenzenden Bezirken in Oberösterreich und der Steiermark ist das Programm weltweit im Internet unter der Domain www.jedermann.tv zu sehen, sowohl als Livestream, als auch in Beiträgen auf Abruf.

Verzögerter Sendestart Mit dem e-Care bietet A1 den Patienten ein digitales Full-Service.

feld auf den Social Media-Kanälen, auf sunny7TV oder auf mobilen Endgeräten zeigen. Die sozialen Netzwerke sind eine tragende Säule des Konzepts von sunny7. „Drei Viertel aller Frauen nützen täglich Online-Communities. Interessant dabei ist, dass die durchschnittliche Verweildauer bei Frauen um 30 Prozent höher ist als bei Männern“, so Rotter. „Facebook wird dabei eine wichtige Rolle einnehmen und nicht nur eine Ergänzung sein, sondern sogar eine eigenes fokussiertes Parallel-Magazin darstellen“, sagt die sunny7.at-Social-Media-Managerin Susanne Prosser. Eine wichtige Ergänzung zum Webportal und Social Media werden Mobile Apps, Tablet Magazine und sunny7TV sein. In dem gebrandeten YouTube-Channel, der Ende Februar online gehen wird, werden selbst produzierte, kurze Videos, welche die Themen von sunny7 abdecken, aber auch themenrelevante Videos von Kunden gezeigt.

Dritter Verbreitungsweg Jedermann TV startet neu

Wien. Jetzt ist es so weit: Ab sofort ist Jedermann TV auch auf „A1 TV“, dem Kabelfernsehangebot der Telekom Austria, österreichweit zu empfangen. Der Empfang ist sowohl in SD- (Standard Definition), als auch in HD-Qualität möglich. © A1

Das schlummernde Potenzial der Frauen will sich das Portal zunutze machen. Bis zum Ende des Jahres peilt sunny7.at rund 250.000 Unique User an – bei fünf Impressions pro Visit. Erreicht weden soll dies unter anderem durch flankierende Marketing-Maßnahmen

© Jedermann TV

A1 TV, oder auch „A1 Kabel TV“, ist der dritte Verbreitungsweg, über den das Programm von Jedermann TV zu sehen ist: Neben den

Das Redaktionsteam: Ferdinand Wegscheider, Willi Ortmayr, Julia Schrammel, Christian Jörgner (v.li.n.re.).

Regionalsender mit Extra Die Sendestart auf A1 TV hatte sich aus technischen Gründen um einige Wochen verzögert. Jedermann TV ist der erste Regionalsender in Österreich, der direkt an die Sendezentrale von A1 TV angebunden ist und ohne Verzögerung live in das bundesweite Netz der Telekom Austria eingespeist wird. Durch das zusätzliche Angebot über A1 TV erweitert sich die technische Reichweite von Jedermann TV drei Monate nach dem Sendestart im Oktober 2011 um weitere 200.000 Haushalte in ganz Österreich. Zu finden ist Jedermann TV im Programmangebot von A1 TV aufKanal 117 in SD (Standard Definition), und Kanal 312 in HD (High Definition).

Oliver Feicht (re.) ist mit dem Erfolg seiner Promi-Talkshow im Wiener Lokal-TV-Sender Kabelnetz sehr zufrieden.

© W24

Neuer Service mit e-Care Terminal von A1

Wien. Ab sofort bietet das Wiener Privatspital Rudolfinerhaus seinen Patienten auch digitales Full-Service: Krankenbetten der Station Wilczek Parterre sind jetzt mit A1 eCare-Terminals ausgestattet. Damit können Patienten über einen Touchscreen vom Bett aus im Internet surfen, E-Mails und SMS versenden und empfangen, telefonieren, fernsehen und Radio hören. Durch eine hochsichere Infrastruktur für den Abruf und die Vernetzung von Patientendaten kann das eCare Terminal neben dem Entertainment in Zukunft auch für eine effiziente Behandlung und Betreuung eingesetzt werden.

wie etwa Online-Kampagnen oder Radio-Spots, so Marketing-Chef Marcus G. Rotter.

Frauen in hochrelevanten Themenfeldern bestmöglich unterstützen“, meint Chefredakteurin Katrin Rupp ergänzend. Als „starke redaktionelle Basis“ wurde eine Partnerschaft mit dem Magazinverlag Meredith, dem Weltmarktführer für Frauenpublikationen, eingegangen. Das Material von Meredith wird durch eine siebenköpfige österreichische Redaktion ergänzt, um österreichischen Frauen themenrelevant ansprechen zu können. Außerdem soll sunny7.at auch als Expertenplattform dazu dienen, dass Frauen mit Profis in Kontakt treten und sich mit diesen individuell austauschen können.

250.000 Unique User

© www.sunny7.at

Linz. Die Online-Plattform der Oberösterreichischen Nachrichten hat im Vorjahr überdurchschnittlich zugelegt. Dies dokumentiert die Statistik der Österreichischen Web Analyse (ÖWA), die Mittwoch die Kennzahlen für 2011 veröffentlicht hat. Demnach hat nachrichten. at um 16,9% auf 538.438 Unique Clients zugelegt. Über den größten Zuwachs aller Tageszeitungs-Homepages darf sich das nachrichten.at-Team bei den Visits freuen: Die Zahl kletterte um 23,8% auf 1.441.944 Visits pro Monat. Ebenso Österreich-Spitze ist der Zuwachs von nachrichten.at bei den Page Impressions (Seitenaufrufe): Die OÖN-Online-Plattform verzeichnete ein Plus von 18,6% auf 7.955.051 Page Impressions pro Monat.

Freitag, 20. Jänner 2012

Wien. Aufgrund der Nachfrage der Talkshow „beim Feicht“ geht die Sendung in diesem Monat in die dritte Runde. Die Eigenproduktion des regionalen Senders W24 wird vier mal in der Woche auf W24 ausgestrahlt. „Wir können uns über eine hohe Zuschauerquote freuen“, so der Talkmaster Oliver Feicht über den Erfolg der Sendung. Während der Talkshow spricht Feicht mit österreichischen Prominenten und versucht keine unangenehmen Fragen auszulassen. Bisher waren Artur Worseg, Hannes Androsch, Maria Rauch Kallat, Toni Polter, Jazz Gitti und viele mehr bei ihm im Studio und stellten sich seinen Fragen. Mit dem Erfolg des Talkformats ist der Moderator zufrieden: „Die Sen-

dung läuft mittlerweile das fünfte Monat und hat eingeschlagen wie ein Blitz“, so der Talkmaster. Neben der Konzeptionierung und Moderation ist er auch für die Finanzierung der Sendung mittels Sponsoren zuständig, was er sich schwieriger vorgestellt hat. „Das ist noch immer die Königsklasse der Werbung und lockt somit viele Firmen wie Penny Österreich, Kuhn Maßkonfektion, Figlmüller als auch prominente Gäste an, welche in der Sendung auftreten und sich den direkten und charmanten Fragen stellen wollen.“ Das Talkformat läuft jeden Dienstag, Donnerstag um 20:45 und Samstag, Sonntag um 9:45 auf W24 oder online unter: www.w24.at


INNOVATIONEN

2012    

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12 – medianet

Freitag, 20. Jänner 2012

MCÖ CLUBABEND CLUB CUVÉE

© medianet/Szene1/Günther Langegger; Michael Jeuter/www.jeuter.at (2)

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Der Marketing Club Österreich lud zum Clubabend

1. König von Ungarn-Chef Robert Letz mit Eduard Kranebitter (Schlumberger), Mister Club Cuvée Ralph Vallon und Markus Liebl (Brau Union); 2. Brigitte Bierlein (Verfassungsgerichtshof), Unternehmer Hansjörg Tengg und Claudia Däubner (Success & Career Consulting); 3. Sportlegende Anja Richter mit Christian Deutsch (ganznormal.at); 4. bauMax-Boss Werner Neuwirth-Riedl mit Jonny Schweiger (Ex-Zielpunkt-GF).

Ralph Vallon startet mit CC-Mitgliedern ins 10. Jahr

Neujahrsempfang

Ethnomarketing „It’s not Charity, it’s Business“ Am 16. Jänner lud der Marketing Club Österreich (MCÖ) zum Clubabend mit dem Thema Ethnomarketing. Manuel Bräuhofer (Brainworker) bezifferte die Kaufkraft der rund 1,6 Mio. in Österreich lebenden Menschen mit Migrationshintergrund auf etwa 20 Mrd. € – ein Betrag, den sich die heimische Wirtschaft nicht entgehen lassen sollte, so der Experte, der auch sein erstes Werk „Ethnomarketing in Österreich“ präsentierte. Neben ihm nahmen drei weitere erfahrene Marketingverantwortliche im Bereich Ethnomarketing am Podium Platz: Werner Schediwy, Marketingleiter der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Orange Austria-Marketingleiterin Elisabeth Rettl und Darko Selenic, Leiter der internationalen Linien bei Blaguss Reisen. „It’s not Charity, it’s Business“, betonte etwa Schediwy. Unter den interessierten Gästen befanden sich u.a. Martina Frieser (Heute), Doris Ragetté und Michael Graf (RMS Radio „Does the internet kill journaMarketing Service), Manfred lism?“ Darüber wird am 24. Buchacher (Werbeagentur Jänner (18 Uhr) an der FH Wien Schilling) sowie Martin Mess(Währinger Gürtel 97) diskutiert. ner (kika/Leiner), Waltraud Anmeldung: US-Botschaft unter Groll (Groll PR) und Alfred programs@usembassy.at Lehner (vereinigten Fettwarenindustrie. (red)

Ralph Vallon, Club CuvéeInitiator und live relationsGF.

10. Jahr Club Cuvée-Initiator und live relations-Geschäftsführer Ralph Vallon startete im Rahmen eines Neujahrsempfangs im „König von Ungarn“ gemeinsam mit Mitgliedern ins neue und zugleich 10. Jahr des Club Cuvée. Brau Union-Generaldirektor Markus Liebl wartete dabei mit einer erfrischenden Bierverkostung auf; Eduard Kranebitter, Schlumberger-Vorstandsvorsitzender, verwöhnte die Gäste mit den besten Sekten seines Hauses. Lukullische Schmankerln von König von Ungarn-Chef Robert Letz rundeten das Angebot ab. Gesehen wurden u.a. Unternehmer Hans Jörg Tengg, UPC-Geschäftsführer Thomas Hintze, bauMax-Vorstand Werner Neuwirth-Riedl, Ex-Ministerin Maria Rauch-Kallat, ganznormal.at-Vorsitzender Christian Deutsch, Wiesenthal Wien-Geschäftsführer Otmar Nagelreiter, Postbus-Chef Heinz Stiastny, die Anwälte Mirjam Sorgo und Ernst Schillhammer, die Ärzte Michael Zimpfer und Andreas Walte, Medienmanager Oliver Voigt sowie Raphaela Vallon-Sattler, Executive Director des IAA. (red) Information & Invitations gerne an: biztalk@medianet.at

ANNO DAZUMAL

Gastkommentar Ein öffentlich-rechtlicher TV-Sender braucht echte Unabhängigkeit

ORF: Parteipolitik raus

Dieter Brosz, Die Grünen, Medien- und Sportsprecher, Abgeordneter zum Nationalrat. Diet Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

KARRIERE präsentiert von

Ingeborg Gratzer Österreichische Post

© adsandbrands

Drei Punkte Die Diskussion zum Dringlichen Antrag der Grünen zur ORF-Reform verlief ernüchternd. Im Kern ging es um drei Punkte: ein sich selbst erneuernder erne Stiftungsrat, der nicht mehr durch die Parteien beschickt wird, die Streic Streichung der Verpflichtung, die Länder vor der Bestellung der LandesdirektorInne direktorInnen anzuhören und ein vierjähriges Wechselverbot vom Stiftungsrat in das Unternehmen. Unterneh Alle anderen Fraktionen haben diesen Reformvorschlag abgelehnt. Die S SPÖ erklärte wiederholt: Wer die Parteien nicht mitreden lassen will, sei für eine Privatisierung. Kanzler Faymann konnte kein Land finden, in dem die Parteien keinen Einfluss auf die Beschickung der Aufsichtsratsgremien des öffentlich-r öffentlich-rechtlichen Rundfunks hätten. Es ist für die SPÖ also undenkbar, dass in Österreic Österreich die Zivilgesellschaft in der Lage wäre, in einem Gründungskonvent ORF-Stiftungsrat abseits der Parteipolitik zu wählen. Schade. ÖVP-Klubeinen ORF-St obmann Kopf kritisierte die Fälle Pelinka und Strobl und trauerte offenbar der Ära Lindner nach, in der Chefredakteur Mück jeden Bericht persönlich absegnen musste. In d der Ära Wrabetz ist die redaktionelle Vielfalt zurückgekehrt, das ist zu würdigen. Ko Kopf fand es nicht der Mühe wert, sich zu den Personaldeals der ÖVP zu äußern. Ein klares Wort: Der direkte Wechsel vom Stiftungsrat in den ORF war auch im Fall Strobl falsch. Damit Fehler nicht wiederholt werden, müssen prob problematische Strukturen verändert werden. Jetzt. Der Rückzug von Niko Peli Pelinka und die Erklärung von Alexander Wrabetz, auch andere Postenbese besetzungen nicht durchzuführen, öffnet die Chance für einen Neustart, für Glaubwürdigkeit statt Parteipolitik. © Die Grünen

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1. Manuel Bräuhofer (Brainworker), Elisabeth Rettl (Orange Austria), Darko Selenic (Blaguss Reisen), Werner Schediwy (Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien) und Judith Löffler (MCÖ); 2. Michael Graf und Doris Ragetté (beide RMS); 3. Bräuhofer mit seinem ersten Werk „Ethnomarketing in Österreich“.

Piratenradio... Dieses Sujet wurde am 2. Februar 1992, vier Jahre nach dem Abschalten des Privatradiosenders, von der Radio CD Memorial Page mit dem Slogan „Radio CD – Radio CD – Wir ticken nicht normal“ gesendet. Die Geschichte von Radio CD International begann im Jahr 1990. Gesendet wurde damals aus der Slowakei, um unter anderem dem öffentlich-rechtlichen Sender Ö3 die Stirn zu bieten. Im Jahr 1998 wurde der Sender abgedreht.

Karriere Ingeborg Gratzer übernimmt ab sofort die Leitung „Presse & Interne Kommunikation“ der Österreichischen Post, wo sie außerdem für Eventmanagement und Sponsoring ng ntverantwortlich hzeichnet.

© Österreische Post

© Club Cuvée

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retail INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

BEREINIGUNG

Carrefour verliert im vierten Quartal 2011 an Umsatz

Seite 16

© medianet

© Carrefour

FLAUTE

Schlecker schließt in Deutschland Filialen, Österreich ist nicht betroffen Seite 16

© Inst. of Brand Logic

FREITAG, 20. JÄNNER 2012 – 13

VORSICHT SCHARF! S © Maresi

medianet

Shan’shi Saucen, Saucen Zurück zum Ursprung Bio-Quargel Bi und Milka LilaStix. LilaS Seite 17

MARKEN-EVENT

Am 21. und 22. März findet das „Brand Logic Symposium“ in Salzburg statt Seite 16

Schirnhofer präsentiert die erste gesunde Wurst

© Kiennast/Reinhard Podolsky

SHORT

Kurswechsel Olaf Koch, der neue Mann an der Metro-Spitze, schlägt gleich mal einen ganz anderen Kurs ein als sein Vorgänger Eckhard Cordes – und legt die Verkaufsgespräche um Kaufhof erst Mal auf Eis. Sowohl für die deutsche Gewerkschaft ver.di als auch für die Aktionäre sind das gute Signale. Seite 16

© medianet

© Metro

Flagge zeigen Das Waldviertler Großhandelshaus Kiennast konnte in 2011 den Umsatz maßgeblich um 6,6 Prozent auf 75,6 Mio. € steigern. Besonders erfolgreich erwies sich Eurogast Kiennast, also die Belieferung von Gastronomie, Hotellerie und Großküchen: 29 Mio. € Umsatz stehen für ein Plus von 12 Prozent. Seite 15

Health Claims Neo-Unternehmenschef Christian Laschet lanciert eine Wurst- und Schinkenlinie mit Beigaben einer speziellen Ölsorte. Als erste ihrer Art darf sie gemäß den EU-Vorgaben mit gesundheitsbezogenen Angaben beworben werden. Seite 14 Online-Offensive Elektrohändler setzt auf Multichannel

Obst & Gemüse Smoothiehersteller verbreitert Sortiment

Media Markt-Boss Frank Kretzschmar springt jetzt doch auf Internetzug auf.

Salzburg. Smoothies erlebten in den vergangenen Jahren einen wahren Boom. Der Innocent Alps GmbH kam der Trend zugute: Das Unternehmen steigerte 2011 den Umsatz von 7,9 Mio. € auf 13,5 Mio. €. Für 2012 strebt Europa-Marketingchef Franz Bruckner weiteres Wachstum an. In den nächsten Wochen wird die Produktpalette im deutschsprachigen Raum erweitert, neben Smoothies will Innocent auch hochwertige gekühlte Fruchtsäfte verkaufen. Auch einen KinderSmoothie, der beim Mutterunternehmen in Großbritannien sehr erfolgreich läuft, wird lanciert. (red)

© Innocent (2)

LATEST NEWS Vier von fünf PET-Flaschen werden getrennt gesammelt und verwertet +++ Modekette Gerry Weber auf Rekordkurs +++ Wedl top bei Gastrozustellung +++ Tesco warnt nach schlechtem Weihnachtsgeschäft vor schwachem Jahr +++ Kastners bauen aus unter www.medianet.at/retail

Wien. Media Markt entdeckt für sich die Online-Zukunft und Chef Frank Kretzschmar legt die Latte gleich mal hoch: „In drei bis fünf Jahren wollen wir in Österreich zur Nummer 1 im Onlinehandel werden.“ Marktführer derzeit ist Amazon. Zur Kritik, dass die Kette zu spät auf den „Internetzug“ aufgesprungen ist, meint Kretzschmar: „Wir sind eine große Marke. Wir müssen ein perfektes System bieten, und das hat halt etwas länger gedauert.“ Media Markt setzt auf Multichannel (Mehrkanal), das bedeutet eine Verzahnung von Online und Offline. Wer im Internet bestellt, kann die Ware im Geschäft abholen. (APA)

© Media Markt

© EPA

Media Markt will im Netz reüssieren Innocent kommt mit Fruchtsäften

Zu den Smoothies von Innocent werden sich bald Edel-Fruchtsäfte gesellen.


TI TEL S TO R Y

14 – medianet retail

Freitag, 20. Jänner 2012

C HR I S TI A AN N L ASCHET A S C HET

© Schirnhofer/Postl Martin, Schirnhofer (2)

Geschäftsführer Schirnhofer GmbH Seit Oktober letzten Jahres leitet Christian Laschet die operativen Geschäfte des größten österreichischen Fleisch- und Wursterzeugers. Mit der ab kommender Woche erhältlichen gesunden Linie will der Neo-Boss an die Grundsätze des nunmehr im Aufsichtsrat tätigen Karl Schirnhofer anknüpfen: Ethische Lebensmittelerzeugung, die in ihrer Wertschöpfung nicht nur Heimat und Agrarwirtschaft miteinnimmt, sondern mit ihren Benefits auch für einen Wohlfühlfaktor bei den Konsumenten sorgt.

Wurst für alle Mit der gesunden Linie möchte Schirnhofer im Segment zwischen konventioneller und Bio-Ware punkten

„Wir können uns Ausbau auf 40 Produkte vorstellen“ Die ersten 13 Sorten ab kommender Woche bei Zielpunkt, Verhandlungen mit Handelsketten laufen. NATALIE OBERHOLLENZER

Kaindorf. Drei Jahre lang hat der oststeirische Fleisch- und Wurstproduzent Schirnhofer an einem neuen, großen Wurf in seiner Produktpalette getüftelt. Man habe es sich, so Unternehmenschef Christian Laschet, nicht leicht gemacht; habe tunlichst darauf geachtet, dass das neue die traditionelle Ware nicht verdränge, und dass man etwas mit einem wirklichen Mehrwert in die Regale bringt. Jetzt ist es so weit: Ab kommender Woche

wird die neue, gesunde und fettarme Wurst- und Schinkenlinie auf den Markt gebracht.

Käsekrainer mit guten Fetten Die 13 Neuen, allesamt Schnelldreher wie Extrawurst, Frankfurter, Wiener oder Käsekrainer, dürfen das Prädikat „gesund“ auf der Verpackung ausloben. Für den Health-Claim mussten die Steirer das aufwendige Prüfungsverfahren der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA durchlaufen, ein

Prozedere, zu dem in der Regel eher Lebensmittelriesen wie Danone imstande sind. Was genau es mit dem „Gesunden“ in Extrawurst und Co. auf sich hat, erklärt Babak Bahadori, Internist und Experte auf dem Gebiet der Stoffwechselwissenschaft: „Die Produkte enthalten Alpha-Linolensäure, die wiederum reich ist an Omega 3-Fettsäuren. Dieser Stoff hilft beim Regulieren des Cholesterin-Haushalts und leistet dadurch einen Beitrag zur Verhinderung von Volkskrankheiten wie Arteriosklerose und Herz-

kreislauferkrankungen.“ Lange habe in der Medizin das Dogma Fettreduktion gegolten; davon ist die Ärzteschaft nun abgekommen. Fettmodifikation ist nun die Devise, sprich mehr von den Omega 3und weniger von den ungesünderen Omega 6-Fettsäuren. Die neue Schirnhofer-Linie bedient diesen Gedanken: Mit rund 3 g von den wertvollen Fetten pro 100 g verknüpft sie das „Gesunde“ mit dem Genießerischen – ein Angebot, das das Herz der fleischliebenden und neuerdings immer ernährungsbewusster werdenden Österreicher höher schlagen lassen dürfte.

Die Schirnhofer-Philosophie

Statement Christian Laschet über seine Zukunftsvisionen bei Schirnhofer

Umfassender Relaunch, neue Markenprogramme „Die wirtschaftliche Herausforderung in der Fleischerbranche ist heute so groß und schwierig wie noch nie. Die massiv veränderten und teilweise sehr volatilen Beschaffungs- und Absatzmärkte verlangen nach Veränderungen. Vor dem Hintergrund unseres großen gemeinsamen Ziels, der erfolgreichen, generationenübergreifenden Entwicklung der Schirnhofer Familien Holding, haben wir gewissenhaft vorbereitete Strukturänderungen eingeleitet. Karl Schirnhofer ist im vergangenem Oktober aus der operativen Geschäftsführung ausgetreten und kümmert sich gemeinsam mit mir auf Ebene der Schirnhofer Familien Holding um die strategischen Bereiche. Zusätzlich wurde die operative Geschäftsführung mir übertragen. Dass Schirnhofer stets einen sehr erfolgreichen, visionären Weg gegangen ist, hängt unbestritten mit Karl Schirnhofer zusammen. Dies wird auch künftig so bleiben, allerdings mit dem Unterschied, dass er eben die strategische Verantwortung gemeinsam mit mir wahrnehmen wird. Für die operative Geschäftsführung der einzelnen Betriebe haben wir Geschäftsführerteams aus erfahrenen und jungen, motivierten Leuten aufgebaut, welche die Visionen und Ziele der Holding unter meiner Obhut umsetzen. Erste Ergebnisse dieser Umstrukturierungen sind einerseits ein umfassender Relaunch der Marke Schirnhofer sowie der Aufbau der regional-nachhaltigen Markenprogramme ‚Alpenlandrind Selektion‘ und ‚Bio-Weidelamm Krainer Steinschaf‘. Des Weiteren haben wir ein gezieltes Investitionsprogramm abgeschlossen, das sämtliche Holding-Betriebe betrifft.“

„Wir sind der erste der Branche, der ein Produkt als gesund bezeichnen kann“, so Laschet. „Dabei war uns wichtig, dass wir etwas für alle auf den Markt bringen, und nicht eine teure, nur für eine Nische gedachte Ware.“ Der Preis der neuen Linie liegt um 20 Cent pro 100 g höher als bei den konventionellen Produkten, gelistet ist die Range in den 208 heimischen Zielpunkt-Märkten, sowohl in SB als auch in der Feinkosttheke. Mit anderen Handelsketten ist man in Verhandlung. Auch in Deutschland soll es die gesunde Wurst bald geben. Reüssiert das Unternehmen mit der Innovation, dann kann sich Laschet einen Ausbau der Range auf 30 bis 40 Produkte vorstellen. Dass Laschet, der im Oktober ver-

gangenen Jahres in der operativen leitung der Holding Karl Schirnhofer nachgefolgt ist, im nachhaltigen Wirtschaften keine halben Sachen mag, zeigt sich auch beim Rohstoffeinkauf. Das Fleisch stammt zu 100% aus Österreich, vom Almo-Rind bzw. von einem im Schirnhofer-System genau überprüften Premium-Schwein. Was weitere Zugaben im Produkt betrifft, folgt der Fleischveredeler dem Motto „weniger ist mehr“. „Wir möchten die ethische Lebensmittelerzeugung als Firmenphilosophie fortführen und die Holding gesund in die Zukunft führen“, so Laschet. Der Neue an der Spitze ist seit 16 Jahren im Unternehmen tätig, davon seit drei Jahren in der Geschäftsführung. Er war schon dabei, als Karl Schirnhofer einst als erster der Branche auf gentechnikfreies Fleisch setzte und ganz Österreich mit dieser Werbebotschaft plakatieren ließ. Viele der Branche waren damals empört, manche regten sich lauthals auf. Heute zeigt sich, dass Karl Schirnhofer recht behalten hat mit seiner Strategie. Sein Unternehmen ist mit einem Umsatz von 198 Mio. € zum größten Fleischverkäufer Österreichs avanciert. Der ehemalige Unternehmenschef hat sich mittlerweile in den Aufsichtsrat zurückgezogen und widmet sich diversen Öko-Projekten. Es heißt, er sei in die LED-Branche eingestiegen, und mache aktuell Geschäfte in Brasilien.


Freitag, 20. Jänner 2012

R E TA I L & P R O D UC ER S

medianet retail – 15

Kräftig zugelegt Das Waldviertler Handelshaus Kiennast steigert den Gesamtumsatz mit 240 Mitarbeitern um 6,6 Prozent auf 75,6 Mio. ₏

Bald 30 Mio. â‚Ź in Gastronomie Gars. Das Handelshaus Kiennast mit Sitz in Gars am Kamp/NĂ– hat im abgelaufenen Jahr mit 240 Mitarbeitern einen Umsatz von 75,6 Mio. â‚Ź erreicht. Das sind um 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Besonders signifikant fiel das Plus bei Eurogast Kiennast, also in der Belieferung von Gastronomie, Hotellerie und GroĂ&#x;kĂźchen, aus: mit rund 12 Prozent auf nunmehr knapp 29 Mio. â‚Ź. Die Belieferung des Einzelhandels (Nah&Frisch und Shop Top Service) erreichte mit 36,12 Mio. â‚Ź ein Umsatzplus von knapp zwei Prozent. Der filialisierte Kiennast-Einzelhandel, bestehend aus Kaufhaus, Filialen und Tankstelle, erwirtschaftete mit 10,56 Mio. â‚Ź ein Plus von 16%. Bei Nah&Frisch haben eine Frischeoffensive, die EinfĂźhrung der Eigenmarken „Jeden Tag“ und „NatĂźrlich fĂźr uns“ sowie die neue Flugblattgestaltung zum Umsatzplus beigetragen. Kleiner Wermutstropfen: Trotz Wachstum in den Verkaufsflächen ist die Zahl der Kaufleute auf 70 leicht zurĂźckgegangen.

neue Eigenmarken wie die Eurogast-Marke und Top Seller sowie die Offensive „Wir lieben Fleisch“ haben zur Umsatzsteigerung beigetragen. „Einer der wesentlichen Vorteile von Eurogast Kiennast ist das gut eingespielte, langjährige Vertriebsteam, welches unseren Kunden eine hĂśchst professionelle Betreuung und Beratung anbietet“, konstatiert Frimenchef Julius Kiennast.

Starke Qualitätsoffensive In der Logistik wurde in eine neue Obst- und Gemßse-Klimazone investiert – dadurch wurde

eine verstärkte Qualitätsoffensive ermĂśglicht. „Die grĂśĂ&#x;ten Umsatzsteigerungen wurden in den Sortimentsbereichen Frischfleisch, Getränke und mit Wurstwaren erzielt“, sagt Kiennast. Sein Ausblick auf das Jahr 2012 ist dennoch vorsichtig: „Ich gehe davon aus, dass die Umsätze auf Vorjahresniveau verbleiben. Die Schwerpunkte liegen in der Optimierung von Sortiment und Spanne.“ Eine verstärkte Kostenanalyse in den Nah&FrischGeschäften soll die Ergebnisse der Nah&Frisch-Kaufleute nachhaltig absichern. Zwei neue Nah&FrischGeschäfte befinden sich bereits in Planung. (red)

Š Kiennast/Reinhard Podolsky

Schwerpunkt 2012: verstärkte Kostenanalyse in Nah&Frisch-Geschäften.

(v.li.): Die Kiennast-Family ist gewappnet fĂźr Expansionen in 2012: Julius Kiennast, Herbert Kiennast, Raimund Kiennast, KR Julius Kiennast und Alexander Kiennast.

Erfolgreich mit Eurogast Im Gastro-Vertrieb hat sich die Mitgliedschaft in der EurogastGruppe laut Julius Kiennast Ăźberaus positiv ausgewirkt, nämlich nicht nur anhand des Zugewinns von Kunden; auch in Marketing und Vertrieb punkteten Kiennast/ Eurogast mit stärkeren Serviceleistungen. Ein neuer Webshop, der „Best Friend“ von Eurogast, diverse

FACTS Kiennast-Umsätze

Wien. Der Üsterreichische Buchhandel hat 2011 laut Hauptverband des Österreichischen Buchhandels einen Umsatz-Rßckgang von drei Prozent hinnehmen mßssen. Einen noch stärkeren Rßckgang verhinderte das dreiprozentige Dezember-Plus, das dank des Weihnachtsgeschäfts erzielt werden konnte (Kinder- und Jugendbßcher erzielten sogar ein Plus von 12,8 Prozent). Insgesamt verzeichnete der deutschsprachige Buchhandel 2011 einen Umsatzverlust von 2,1 Prozent. (APA)

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Buch in der Krise

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10. – 14. 2. 2012

Österreichs Buchhandel spßrt das Onlinegeschäft und verliert 3% Umsatz.

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Buchhandel 3% im Minus

Das grĂśĂ&#x;te Angebot, die wichtigsten Trends, die besten Ideen fĂźr Ihr Sortiment – die weltweit bedeutendste KonsumgĂźtermesse bringt den Markt in Schwung. Im Bereich Dining finden Sie nicht nur die internationalen Innovationen rund um Tisch, KĂźche und Haushalt, Sie profitieren auch von einer einzigartigen Angebotsbreite und -tiefe. Hier wird Erfolg gemacht.

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Belieferung Einzelhandel (Nah&Frisch, Shop Top Service) 36,1 Mio. â‚Ź Eurogast (Belieferung von Gastronomie, Hotellerie und GroĂ&#x;kĂźchen) 28,9 Mio. â‚Ź Eigener Einzelhandel (Kaufhaus und Filialen) 10,6 Mio. â‚Ź


R ETA I L & P RO D UC ER S

16 – medianet retail

Metro Group Deutschlands größter Handelskonzern mit 66,7 Mrd. € Europa-Umsatz hat den Chefsessel neu besetzt

SHORT

Olaf Koch: Der klare Kurs des neuen Metro-Chefs

Kraft strukturiert um und killt 1.600 Jobs Northfield. Die Aufspaltung des US-Lebensmittelmultis Kraft in zwei eigenständige Firmen kostet rd. 1.600 Menschen den Job. Die Arbeitsplätze fielen in den Vereinigten Staaten weg, erklärte der Konzern mit Sitz in Northfield im US-Bundesstaat Illinois. Betroffen ist demnach der Vertrieb, aber auch das Management. Zu den bekanntesten Marken von Kraft Foods gehören u.a. Philadelphia-Frischkäse, Milka-Schokolade oder Jacobs-Kaffee. (APA)

Düsseldorf. Gerade mal in Amt und Würden und schon die erste Bombe: Olaf Koch, neuer Chef des Handelskonzerns Metro, versucht gleich mal, ein eher leidiges Thema zu beenden: jenes um den Verkauf der Metro-Tochter Kaufhof. Diese wurde erstmals 2008 von Olafs Vorgänger Eckhard Cordes (der das Unternehmen per Ende 2011 verließ) auf die Verkaufsliste gesetzt. Spätestens seit 2009, als Cordes von einer Verschmelzung der Kaufhausketten Kaufhof und Karstadt zu schwärmen begann, die er im fusionierten Zustand an die Börse zu bringen gedachte – spätestens ab diesem Zeitpunkt gediehen die Kaufhof-Verkaufsabsichten zur Götterdämmerungs-Geschichte. Die stetig be- und verhinderte Kaufhof-Verkaufsabsicht war es letztlich auch, die maßgeblich zu Cordes Metro-Abschied beigetragen hat. Zuletzt dünkten die Kaufhof-Verkausabsichten erneut gediegen: Das österreichische Immobilienunternehmen Signa mit Investor René Benko an der Spitze und der international vernetzte Investor Nikolas Berggruen gaben ernstgemeinte Kaufgelüste von sich. Den Ernst der Absichten illustriert, dass beide das Ende der Verkaufsgespräche nicht wahrhaben wollen: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, kommentiert Benko die Metro-Entscheidung, die laufenden Gespräche auf Eis zu legen. Laut Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX hatte Signa 2,1 Mrd. € für die Warenhauskette geboten. Signa war vom baldigen Abschluss des Deals ausgegangen – eigentlich wollte man diesen noch in 2011 in trockene Tücher zu bringen. Nun darf auch Karstadt-Eigner Nikolas Berggruen, der bereits aus dem Rennen schien, wieder

© Kurt Keinrath

Laut ARA-Chef Christoph Scharff sind Österreicher Recycling-Fans.

Wien. Etwas sauer stoßen die Altstoff Recycling Austria (ARA) derzeit kolportierte Sammelzahlen über Getränkeflaschen in Österreich auf. Experten behaupten nämlich, dass 4 von 5 Plastik-Getränkeflaschen im Müll landen würden. Wahr ist laut ARA aber vielmehr, dass 4 von 5 PET-Getränkeflaschen getrennt gesammelt und verwertet werden. Mehr als die Hälfte davon wird nach dem Recycling wieder für Getränkeflaschen oder Lebensmittelverpackungen eingesetzt. Falschaussagen, dass die Flaschen im Müll landen und Rohstoffe verschwendet werden, seien aus Sicht der ARA auch deshalb bedauerlich, weil dadurch die Bevölkerung verunsichert und die hohe Trennmoral in Österreich gefährdet wird. ARA-VD Christoph Scharff: „Glücklicherweise sind sich die Österreicher heute stärker denn je bewusst, dass Recycling das Klima schützt und dadurch wertvolle Rohstoffe wiedergewonnen werden.“ (red)

© Carrefour

Carrefour mit weniger Umsatz im 4. Quartal

Carrefour-Chef Lars Olofsson steht stärker unter Druck der Aktionäre.

© Metro

Metros neuer Boss stoppt den Kaufhof-Verkauf – der dürfte zumindest für zwei Jahre auf Eis gelegt sein.

Umstrittene Quoten bei PET-Flaschenrecycling

Der 41jährige Olaf Koch folgt Eckhard Cordes auf dem Metro-Chefsessel und legt die Kaufhof-Verkaufsgespräche vorerst auf Eis.

von der ganz großen WarenhausLösung träumen. Seitens MetroAufsichtsrat lautet nämlich die aktuelle Devise, einen „breiteren Blick“ auf mögliche Kaufhof-Investoren zu werfen.

Warten auf bessere Zeiten? In der Letztinstanz war es aber Kochs Entscheidung, die Verkaufsgespräche auszusetzen. Damit sammelte er sowohl Sympathie bei der Gewerkschaft ver.di, die naturgemäß befürchtet, dass beim Verkauf zahlreiche Arbeitsplätze verloren gehen – die Metro-Tochter mit 125 Filialen in Deutschland und 15 in Belgien beschäftigte Ende vergangenen Jahres 24.500 Menschen. Aber auch die Aktionärsvertreter

jedem Preis verschenkt“ wird. Auch wurden die vorgelegten Metro-Zahlen positiv aufgenommen. Nach anfänglichen Verlusten drehte die Metro-Aktie ins Plus. (APA/nov)

fanden Kochs Entscheidung smart: Es könne nämlich durchaus positiv interpretiert werden, dass Kaufhof im derzeit herrschenden, eher schlechten Marktumfeld „nicht zu

OLAF KOCH Cordes-Freund Mit dem Aufstieg zum Vorstandschef tritt Olaf Koch aus dem Schatten von Eckhard Cordes heraus, der ihn immer gefördert hat. Die Manager kannten sich aus der gemeinsamen Zeit beim Autohersteller Daimler. 2007 wechselte Koch von Daimler zum Finanzinvestor Permira, wo er u.a. das Modelabel Hugo Boss betreute. Als Koch schließlich 2009 zur Metro geholt wurde, strich er mittels Sparprogramm Shape weltweit etwa 19.000 Stellen – allerdings wurden ebenso viele an anderer Stelle aufgebaut.

Vom Saulus zum Paulus Vor zwei Wochen rückte der 41jährige Olaf Koch an die Spitze des größten Handelskonzerns Deutschlands. Bei der Suche nach einem Nachfolger von Eckhard Cordes, der sich per Ende 2011 verabschiedete, war er alles andere als ein Wunschkandidat der Arbeitnehmer: Als Finanzvorstand des Düsseldorfer Konzerns war er zuvor zwei Jahre lang mehr der natürliche Feind des Arbeiters. Der Stopp des Kaufhof-Verkaufs dürfte ihm nun entsprechende Sympathien einbringen.

Schließungswelle Innerhalb zweier Monate 600 Filialen

Zusammenführung Marke, Strategie & Geschäftsmodell

Schlecker in Österreich standhaft

Brand Logic-Symposium in Salzburg

Wien/Düsseldorf. Bei Schlecker Deutschland lauft die Schließungswelle der Filialen weiterhin auf Hochtouren. Österreich sei davon allerdings nicht betroffen; hier sei die Situation unverändert. Der Konzern hält an den rund 970 Standorten fest. „Innerhalb des Konzerns ist die Situation in Österreich vorbildlich“, meint demgemäß Schlecker-Sprecher Patrick Hacker. Schlecker-Geschäftsführer Lars Schlecker hatte das Geschäft

Salzburg. Das Brand Logic Symposium 2012 am 21. und 22. März im Salzburg Congress dürfte sich einmal mehr zum Pflichttermin für Führungskräfte mausern: Internationale Top-Speaker und Vertreter von führenden Marken werden auf der internationalen Konferenz zur Führung von Marken-Unternehmen Einblicke in ihre Erfolgsgeheimnisse gewähren. Diesmal steht das Thema „Marke, Strategie, Geschäftsmodell zusammenführen – Kräfte bündeln – Potenziale realisieren“ im Mittelpunkt.

in Österreich auch im medianetInterview per Jahresende als „absolut profitabel“ bezeichnet.

600 Filialen betroffen? In Deutschland sollen allein in diesem und im kommenden Monat rd. 600 Filialen schließen. „Das ist keine von Schlecker veröffentlichte Zahl“, schränkt Hacker ein. Es mehren sich aber Berichte, wonach Schlecker einen Investor sucht.

Webhofer. „Darüber hinaus ist die Veranstaltung eine attraktive Plattform, um spannende Kontakte zu knüpfen.“ Nur wer Marke, Strategie und Geschäftsmodell ganzheitlich betrachtet, könne seine Kräfte so bündeln, dass der Aufbau eines starken Markenprofils möglich ist. Webhofer: „Beispiele wie Ikea oder Nespresso zeigen eindrucksvoll, dass attraktive Markenprofile Waffen im Wettbewerb sind.“

Schlecker schließt Outlets in Deutschland, ist aber mit Österreich-Geschäft zufrieden.

In innovativen Learning Forums werden Vortragsinhalte reflektiert und Key Learnings entwickelt. „Unser Ziel ist es, allen Teilnehmern den State of the Art in puncto Markenführung zu vermitteln“, sagt Markus Webhofer, Gründer und Managing Partner des Institute of Brand Logic. Ein weiteres Highlight des Symposiums 2012 sind die Brand Research Insights: „Wir präsentieren den aktuellen Stand der Marktforschung auf außergewöhnliche Art und Weise“, verspricht

© Institute of Brand Logic/Felsch Fotodesign

Neue Ansätze gefordert

© medianet

Paris. Europas größter Einzelhandelskonzern Carrefour hat mit einem Umsatzrückgang Zweifel am Erreichen einer Trendwende geweckt. Die Erlöse fielen im vierten Quartal um 0,8 Prozent auf 24,15 Mio. €. Die Franzosen kündigten an, wegen des harten Wettbewerbs in Europa die geplante Eröffnung von Großfilialen Land für Land zu überprüfen. Carrefour ist mit mehr als 9.500 Läden in 32 Ländern vertreten. Die schlechten Nachrichten dürften den Druck auf Carrefour-Chef Lars Olofsson erhöhen. (APA)

Freitag, 20. Jänner 2012

Markus Webhofer, Gründer und Managing Partner des Institute of Brand Logic.


P R OD UC T NEW S

Freitag, 20. Jänner 2012

medianet retail – 17

Scharfe Saucen, heimischer Quargel und zarte Schokosticks Product News Shan’shi Hot India, Wasabi Senf Sauce und Piri Piri Sauce, Zurück zum Ursprung Bio-Quargel und Milka LilaStix

© Hofer KG, Kraft Foods, Maresi

Mit einer neuen, knusprig-zarten Sorte belebt Milka gleich zu Jahresbeginn das Kekssegment: Milka LilaStix bietet Knusperspaß für die ganze Familie. Die handlichen Keks-Sticks sind umhüllt von zarter Milka Alpenmilch-Schokolade und sorgen für abwechslungsreichen Genuss. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

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Als eine Komposition aus sechs Gewürzen präsentiert sich die Shan’shi Hot India Würz- und Dipsauce und vereint damit die Geschmacksvielfalt Indiens. Mit feiner Minze, würzigem Kardamon, exotischem Kreuzkümmel, aromatischen Koriander, bekanntem Knoblauch sowie scharfen Chilischoten bekommt jedes Currygericht eine authentisch indische Würze. Die Wasabi Senf Sauce von Shan’shi eignet sich mit ihrer leichten Schärfe als idealer Dip zu gegrilltem Fisch ebenso wie als Zutat zu vielen asiatischen Gewürzen. Die Shan’shi Piri Launch Piri Sauce garantiert Kategorie Shan’shi Hot India, mit ihrem 86%igen Produkt Wasabi Senf Sauce und Piri Piri Sauce Anteil an roten Maresi Austria GmbH Chilischoten jedem Vertrieb Distribution LEH Gericht die nötige Kontakt Maresi, Tel.: 01/53189-72 Schärfe.

Quargel ist ein traditionell österreichischer Sauermilchkäse. Ausgangsprodukt bei der Herstellung des Bio-Quargels von Zurück zum Ursprung ist Mager-Topfen, der aus Bio-Milch aus dem Mühlviertel hergestellt wird. Die Kräuter-Variante ist mit Petersilie, Schnittlauch, Liebstöckel, Zitronenmelisse und Brennnessel verfeinert. Kategorie Produkt Packung Distribution Kontakt

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Frisch

Heineken Facebook-Aktion

Fan auf Flasche

verliebt

© Super-Fi

Wien. Mit der limitierten „Fan Bottle“ präsentiert Heineken das österreichweit erste Produkt, von dem Fans ein Teil werden können. Insgesamt 580 Facebook-Fans werden Heinekens neue Limited Edition, die Heineken Fan Bottle, zieren. Seit Anfang des Jahres können User via Facebook-App ein Foto von sich hochladen, das in Folge auf der Flasche platziert wird. Die limitierte Flasche wird im heimischen Lebensmittelhandel erhältlich sein.

www.frisch-saftig-steirisch.at Das Bierlabel Heineken involviert seine Facebook-Fans ins Flaschendesign.


S HO P TA L K

18 – medianet retail

Freitag, 20. Jänner 2012

WINE & SNOW STERNSTUNDEN BEI WIESENTHAL

© Del Fabro /Kolarik (3)

1

© Wiesenthal/Katharina Schiffl

1

1. Matthias Ortner, Harald Lürzer, Silvia Grillitsch, Franz Pöllitzer, Josef Schuster; 2. Hannes Artner, Heidi Krings, Franjo Francem, Mathias Jalits; 3. Friedrich Rigele, Matthias Ortner, Silvia Grillitsch, Leo Bauernberger, Josef Schuster.

Teilnehmer aus Wien, Südtirol, Bordeaux und Kroatien 2

3

1. Alexander Martinowsky, Adi Hirschal, Karl Kolarik, Kurt Mann; 2. Gerhard Puttner, Raphaela Vallon-Sattler, Franz Sauerstingl; 3. Reinhard Jesionek, Miriam Sorgo, Manfred Ainedter.

Illustre Fan-Schar bei der „Vienna Autoshow“ gesichtet

Feine PS-Modelle Sterne schauen Wiesenthal-Chef Alexander Martinowsky lud auf der „Vienna Autoshow“ zum Sterne schauen auf den Mercedes-Stand. „Besonders der neue Conceptcar der neuen A-Klasse zeigt, wo Mercedes sich hinbewegt: in eine design- und qualitätsorientierte neue Produktoffensive“, zeigte sich Martinowsky überzeugt. Winzer Franz Sauerstingl aus Fels am Wagram hatte große Cuvées zu bieten und auch viele Club Cuvéeler waren bei den Sternstunden zu sehen, u.a. Schauspieler Adi Hirschal, „Schweizerhaus“-Chef Karl Kolarik, Winzer Richard Zahel, Bäcker Kurt Mann, Israels Botschafter Aviv Shir On, die Unternehmensberater Stefan Höffinger und Christian Wimmer, Verkehrsbüro-Produktionsleiter Reinhard Steiner, Wiesenthal Troststraße-GF Otmar Nagelreiter, Vize-Verfassungsgerichtshofpräsidentin Brigitte Bierlein, die Juweliere Sven und Irmina Boltenstern, Werber Gerhard Puttner, IAA Excecutive Director Raphaela Vallon-Sattler, Stadtwerke-Werbeleiterin Elenora Janotta, Sparkassen-Akademiechef Stefan Götz, IBM-Manager Franz Sterba und Wiesenthal-Kommunikationsleiter Markus Burscha. (red)

KOPF DES TAGES

Karl Kastner (1896-1982) hat eine eigene Straße bekommen. In der Folge einer teilweisen Neuorganisation von Straßennamen im Gewerbegebiet der Stadt Zwettl hat der Gemeinderat beschlossen, die bisherige Kremser Straße in die Karl Kastner-Straße umzubenennen. Karl Kastner hat das seit 1828 bestehende Unternehmen von einem Einzelhandels- zu einem Großhandelsbetrieb in der Region Waldviertel ausgebaut. Mit dem Beitritt zur Verbundgruppe A&O legte er 1956 den Grundstein für die heutige Firmengruppe Kastner, deren neue Anschrift somit lautet: Karl Kastner-Straße Nummer 1.

7

Botschafter Aviv Shir On

Mitten im Schnee: Gipfel der Genüsse Kaiserwetter Josef Schuster (Del Fabro) und Matthias Ortner (Kolarik & Leeb) luden in eine Winterpracht nach Obertauern. 23 Winzer aus Österreich und 12 internationale Winzer waren angereist, um je sechs ihrer aktuellen Weine den Fachbesuchern aus dem Westen zu präsentieren, darunter Namen wie Nikolaihof, Mayer am Pfarrplatz, Artner, Esterhazy, Ernst Triebaumer, Gerhard Pittnauer, Günter Schönberger. Es waren auch Newcomer dabei wie Matthias Jalits, Toni Schöfmann oder Holger Hagen. Dazu kamen fünf Thementische: Sütirol, Bordeaux, Kroatien, Wien und gereifte Weine aus Österreich – boten einen Querschnitt durch das größte Weinsortiment des Landes. Kommentierte Seminare rundeten das Programm ab und gaben Gelegenheit zur Vertiefung des Weinwissens. Mitveranstalterin Sylvia Grillitsch vom Hotel Alpina Obertauern zeigte sich begeistert: „Ohne die Profis von Del Fabro und Kolarik & Leeb Das Handelskolloquium findet hätten wir es nicht geschafft, am 15. März zum 22. Mal im so viele tolle Winzer und ProHaus der Industrie in Wien statt; duzenten nach Obertauern zu u.a. mit Alexandra Izdebska bringen. ‚Wine and Snow‘ wird (DiTech), Carolin Horn (kunuganz sicher in den nächsten nu); www.handelsverband.at Jahren zum fixen Highlight von Obertauern werden.“ (jm)

DIE FINSTERE BRILLE

PRODUKT DES S TA TAGE TAGES GES GE

Scanningdaten für Listungsgeld? © Klimesch for Moments

© Fotostudio Huger

3

2

Kreativ „Für den Valentinstag haben wir ganz besondere besond Blumensträuße entworfen“, freut sich Nora Klimesch, Creative Head von Klimesch for Moments, Exklusivmarke der Rewe Group. „Sie sollen den Beschenkten ein Lächeln ins Gesicht zaubern, ihnen den Tag versüßen und fröhliche Stimmung verbreiten.“ Der Valentinstag ist nicht nur für die Liebsten, sondern er bietet auch eine Gelegenheit, den wichtigen Menschen aus Familie und Bekanntenkreis eine Freude zu bereiten. Passend dafür ist ein bunt gemischter, fröhlicher und ansprechend zusammengestellter Strauß. Einige Preisbeispiele: Frühlingsstrauß mit Herz, Hyazinthen mit Gerbera und Nelken, 14,90 €; Herzrosenstrauß für die richtig „Schwerverliebten“, 9,90 €; Mini Herzrosenstrauß (der liebevoll gestaltete Strauß eignet sich gut für Kinder, die ihrer Oma oder Mama Blumen mitbringen wollen), 4,99 €.

CHRISTIAN NOVACEK

or gar nicht langer Zeit wurde die Abzocke des Handels gegenüber der Industrie mit dem Wort ‚Listungsgeld‘ brutal beim Namen genannt. In der Folge bewegte sich der Brutalslang in Richtung Kuschelkurs und wurde unter dem Titel ‚Werbekostenzuschuss‘ nahezu salonfähig. Dennoch gab es dann und wann ein Raunen von außerhalb, ein Mahnen seitens der Politik oder Öffentlichkeit. Der Werbekostenzuschuss war noch nicht der Weisheit letzter Schluss, das war klar. Günstigerweise gibt es positive Zusammenarbeitsbemühungen zwischen Handel und Industrie, etwa im Rahmen von ECR (Efficient Consumer Response)-Projekten. Ebenda wurde beispielsweise beschlossen, dass zum beiderseitigen Vorteil der Handel relevante Scanningdaten an die Industrie abdrückt. Das ist zum Beispiel eine Möglichkeit, out of stock-Situationen besser in den Griff zu bekommen. Leider: Was positiv im Ansatz ist, gedeiht in der Praxis mitunter zum tumben Usus. Nämlich, wenn das zur Verfügung stellen von Scanning-Daten dazu verwendet wird, dem alten Gaul ‚Listungsgeld‘ einen neuen Sattel aufzulegen. Irgendwie stimmt es einen bedenklich, dass der Handel auf solch leichtes Geld angewiesen ist. Als wäre er ohne nicht überlebensfähig. c.novacek@medianet.at

V

D I E ZA HL MI T D E M A HA - E F F EK T zum Weitererzählen

Immer ein hohes Niveau In Ozzy Osbournes Hochzeitstorte waren 7 Flaschen Hennessy-Whiskey verarbeitet.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, 20. JÄNNER 2012 – 19

© Foto Wilke

GESCHLOSSENE FONDS

Branche hielt sich 2011 stabil, heuer könnten neuartige Produkte kommen Seite 21

© Aviva Investors

financenet WANDELANLEIHEN MIT CHANCEN

Convertibles sind attraktiv bewertet, meinen die Experten von Aviva Investors Seite 22

BANK AUSTRIA IA FOKUS AUF TOPPEN FIRMENKUNDEN © Bank Austria

Schwarzes Gold: Auf höhere Ölpreise setzen

ATX 11. Jänner - 18. Jänner 2012

ATX (Schluss 18.1.) 1.960,64

3,52%

Wochentop Zumtobel 13,69% Wochenflop Century Cas. -3,66% Top 5 ATX Prime Zumtobel Palfinger Uniqa Erste Group RHI

13,69% 12,36% 11,67% 11,65% 8,54%

Flop 5 ATX Prime Century Casinos CA Immobilien Schoeller-Bleckmann s Immobilien Intercell

-3,66% -2,00% -1,95% -1,31% -1,00%

DAX

1,35%

Wochentop Commerzbank 8,70% Wochenflop E.On -1,35% Top 5 DAX Commerzbank Infineon Daimler MAN Dt. Bank Flop 5 DAX E.On Metro St Münchener Rück Fresenius KGAA Dt. Telekom

8,70% 8,42% 8,24% 7,20% 7,19%

Preisexplosion möglich Die politischen Unwägbarkeiten bezüglich Nahost/Iran könnten den Ölpreis nach oben treiben, meint Alexander Pögl von JBC Energy. Die Anlageexperten Hans Engel (Erste Bank) und Heike Arbter (RCB) zeigen auf, wie Anleger davon profitieren können. Seite 20

-1,35% -0,90% -0,88% -0,16% -0,09%

INHALT

Capital:Markets > RCB-Analystin Kuras ist neuer Börse-Vorstand

Investmentbank Auch Bonifikationen schrumpfen

Brasilien Zum 4. Mal in Folge – von 11 auf 10,5 Prozent

Goldman Sachs: Gewinneinbruch

Zentralbank senkt Leitzinsen

20

Fonds:Park > Restrukturierung bei Lloyd Fonds erfolgreich > Comeback der „Green Investments“

22

Banking > Oberbank 2011 mit guten Zuwächsen > CEE-Banken wachsen immer noch stark

24

Insurance:Watch > Visa Europe wuchs 2011 im zweistelligen Bereich

24

22

© EPA

23

Minus dank Eurokrise und Schuldenbegleichung bei Starinvestor Warren Buffet.

New York. Der Gewinn der legendären US-Investmentbank Goldman Sachs ist im vergangenen Jahr regelrecht eingebrochen: Der Jahresgewinn schrumpfte um 67% auf 2,5 Mrd. USD (umgerechnet 1,94 Mrd. €). Auch die Mitarbeiter müssen daher Federn lassen: Ein GoldmanBanker trägt für das vergangene Jahr im Schnitt 367.000 USD (286.026 €) nach Hause. Im Jahr zuvor waren es noch rund 431.000 USD. Doch selbst mit dem abgespeckten Gehalt gehören die Goldman-Beschäftigten zu den absoluten Spitzenverdienern an der Wall Street. (ag/lk)

© Banco Central do Brasil

DAX (Schluss 18.1.) 6.354,57

© Erste Bank; www.peterrigaud.com; dpa/Kay Nietfeld

11. Jänner - 18. Jänner 2012

Brasiliens Teuerungsrate erreichte 2011 mit 6,5% den höchsten Stand seit 2004.

Brasilia. Brasiliens Notenbank hat zum vierten Mal in Folge die Leitzinsen gesenkt. Der geldpolitische Ausschuss der Banco Central (BC) beschloss bei seiner ersten Sitzung des Jahres erwartungsgemäß, den „Selic“ von 11,0 auf 10,5% – der niedrigste Stand seit Juni 2010 – herabzusetzen. Wie dreimal zuvor reduzierte die Notenbank seit August 2011 den Leitzins um 50 Basispunkte. Damit reagierte die BC auf die sich weltweit eintrübenden Konjunkturaussichten. Das BIP in der sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt dürfte 2011 nur um etwa 3,0% gewachsen sein (2010: 7,5%). (ag/lk)


C A P I TA L : MA RK ETS

20 – financenet

Freitag, 20. Jänner 2012

Volatiler Ölpreis Einiges spricht dafür, dass der Ölpreis 2012 noch kräftig steigen wird; Anleger können profitieren

KOLUMNE

Rendite mit dem Ölpreis

KrisenVerdrossenheit

Zwischen Rezessionsangst und politischen Turbulenzen: das Gerangel um den Ölpreis. und Zertifikaten, die den Einstieg leicht machen. Engel empfiehlt etwa große Ölfirmen wie die russische Lukoil, Royal Dutch Shell oder Chevron. Auch Zulieferer der Ölindustrie wie die heimische SBO seien interessant.

KURT SATTLEGGER

Wien. In Zeiten niedriger Zinsen wird traditionell nicht nur Gold attraktiv, auch Öl wird dann gern zum Hedgen oder als reines Spekulationsobjekt ins Portfolio gelegt, weiß Ölpreisexperte Alexander Pögl von JBC Energy in Wien. Eine Reihe von Finanzprodukten ermöglicht es Anlegern, gezielt in die Spekulation mit dem Ölpreis einzusteigen. Trotz der Rezessionsgefahr und daher mittelfristig eher stagnierenden Ölpreisen könnte man 2012 noch kräftig mit steigenden Ölpreisen gewinnen.

LINDA KAPPEL

as denn nicht noch alles. Griechenland wird wohl demnächst wirklich Pleite gehen – am besten, die Zahlungsunfähigkeit wird gleich morgen bekannt gegeben, dann haben wir es hinter uns –, Italien schlittert wohl tatsächlich in die Rezession, weiteren Euro-Ländern werden von Rating-Agenturen irgendwelche Buchstaben und damit die Kreditwürdigkeit entzogen und der Euro-Krisen(oder Rettungs-)Schirm EFSF zerbröselt – übermorgen. Wer kann das alles noch fassen beziehungsweise überhaupt noch hören? Wichtige Warnungen werden in den Wind geschlagen, Maßnahmen nicht ergriffen, der Kopf in den Sand gesteckt. Wen wundert‘s? Es gehört zum Wesen des Menschen, Unangenehmes zu verdrängen. Die Medizin und Psychologie hat das schon längst mit funktioneller Magnetresonanz-Tomografie beobachtet. Politiker und Ökonomen sind Menschen. Okay. Anstatt also in das Geheul rund um den Verlust von TopBonitätsstufen mit einzustimmen, muss der Blick auf andere Themen gestattet sein. Es ist zwar für Autofahrer nicht besonders erfreulich, dass der Spritpreis demnächst massiv emporschnellen könnte. Auf der anderen Seite lässt sich mit höheren Ölpreisen auch Geld verdienen. Man wird doch wohl noch spekulieren dürfen.

W

Breite Anlagemöglichkeiten Und auch über Zertifikate ließe sich gut partizipieren. Heike Arbter, bei der Raiffeisen Centrobank verantwortlich für Strukturierte Produkte, kann drei Varianten empfehlen: • Für Anleger, die grundsätzlich an eine Steigerung des Ölpreises glauben, ein Indexzertifikat (z.B. AT0000A0CV71). Wer die gegen-

Arabischer Frühling hält an

Gewollter Preis-Anstieg Hans Engel, Analyst der Erste Group, sieht daher 2012 gute Chan-

„Es wird bewusst versucht, die politischen Turbulenzen aufrecht zu erhalten und damit ein Ansteigen des © EPA/Larry W. Smith

Zwei mächtige, gegensätzliche Kräfte zerren den Ölpreis momentan in die eine oder andere Richtung, erklärt Pögl. Auf der einen Seite spricht die Angst vor einer Rezession vor allem in Europa für einen Preisrückgang. Auch die Situation in den USA zeigt sich recht unsicher, und bei Asien „wo es immer gut geht“, stellt sich die Frage, ob es in diesem Jahr wieder so gut gehen wird wie in den vergangen Jahren. Auf der anderen Seite sprechen die Krisen im arabischen Raum und die Drohungen des Iran, die Meeresstraße von Hormus zu blockieren, eindeutig für eine mögliche Explosion des Ölpreises. „Der arabische Frühling ist noch nicht vorbei“, meint Pögl, Länder wie der Jemen, Syrien, Lybien und auch der Sudan sind politisch äußerst unsicher und tragen in Summe doch einige Million Fass Öl täglich zur Weltproduktion bei. Eine Blockade des Iran würde bedeuten, dass täglich an die 16 Mio. Fass Rohöl nicht zur Produktion geliefert werden können.

Ölpreises.“ HANS ENGEL, ERSTE BANK

Kurzfristig könnte der Ölpreis um 20 bis 50 Prozent steigen, meinen Analysten.

cen auf einen steigenden Ölpreis. Die politischen Turbulenzen rund um den Iran werden zumindest in diesem Jahr weitergehen, meint er. Sie seien von der Öl-Lobby durchaus gewollt: „Dadurch wird bewusst versucht, die fundamentalen Daten, die für einen stagnierenden Ölpreis sprechen, auszuhebeln.“ Eine Spekulation in diese Richtung könnte also gute Gewinne bringen. Mit einer militärischen Auseinandersetzung rechnet er im laufenden Jahr wegen der amerikanischen Präsidentenwahlen nicht, aber es werde weiter brodeln. Sollte

es doch zu einer Blockade kommen, wären die psychologischen Folgen massiv: Internationale Agenturen gehen von Preissteigerungen von 20 bis 50% aus. Mittelfristig sieht aber auch Engel den Ölpreis eher stagnieren, zum Teil auch, weil die Bemühungen um CO2-Reduktion und energieeffizientere Kraftfahrzeuge Wirkung zeigen werden: „In den USA ist schon ein Rückgang beim Benzinverbrauch spürbar.“ Wer das Gerangel um den Ölpreis nutzen möchte, findet jedenfalls ein breites Angebot an Aktien

wärtige Seitwärtsbewegung ausnützen möchte, ist mit „Öl Bonus 14“ (AT0000A0R2K0) gut bedient: Fällt der Ölpreis bis Ende September nicht um 32% (das wären dann 76,4 USD), erhält man eine Bonusrendite von 16%, an weiteren Steigerungen partizipiert man allerdings nicht. • Hat man eine eindeutige Meinung zur Ölpreisentwicklung, kann man zu einem gehebelten Produkt greifen – und zwar long oder short, wie es beliebt (z.B. AT0000A0RG08 long, AT0000A0RG32 short, beides mit einem Zweierhebel).

Bonds 50-jährige geplant

Wiener Börse Nachfolgerin für Heinrich Schaller

Wienerberger 5% Kupon

Yuan-ETFs

Kuras zieht in Börsenvorstand ein

200 Mio. €-Bond Langläufer

Hongkong. An der Hongkonger Börse sollen in Bälde börsennotierte Indexfonds (ETFs) in der chinesischen Währung Yuan gehandelt werden, bestätigte Hongkongs Staatssekretär für Finanzangelegenheiten, KC Chan. Hongkong will seit Langem den Handel mit Aktien und anderen Wertpapieren in Yuan aufnehmen. Das soll dazu beitragen, den Währungsmarkt zu öffnen. (ag)

Wien. Die Nachfolge von Heinrich Schaller als Vorstand der Wiener Börse und der Osteuropa-Börse CEESEG ist geregelt. Die derzeitige RCB-Chefanalystin Birgit Kuras (54) zieht neu in den Vorstand der Wiener Börse ein, beschloss deren Aufsichtsrat am Mittwoch einstimmig. Ab 1. März 2012 führt sie damit die Wiener Börse AG gemeinsam mit Michael Buhl. Schaller wechselt als Generaldirektor in die Raiffeisenlandesbank OÖ.

Neben Singapur ist Hongkong der wichtigste asiatische Markt für ETFs.

Als Vorstand der Börsenholding CEE Stock Exchange Group AG (CEESEG AG), bestehend aus den Börsen Budapest, Laibach, Prag und Wien, folgt hingegen Petr Koblic (40) auf Schaller. Buhl bleibt im Vorstand dieser Börse. Kuras leitet derzeit die Bereiche CEE Equity Capital Markets und M&A Österreich bei der Raiffeisen Centro Bank. Sie ist seit 1987 Vorstands-Mitglied der ÖVFA (Österr. Vereinigung für Finanzanalyse).

Wien. Der Ziegelkonzern Wienerberger hat eine Anleihe über 200 Mio. € begeben. Der mit 5% verzinste Bond hat eine Laufzeit von dreieinhalb Jahren. Geplant war ein Mindestvolumen von 50 Mio. €. Der Emissionserlös werde in erster Linie zur Erhaltung und Absicherung der Kapitalstruktur verwendet. Das Interesse nationaler und internationaler Anleger sei stark gewesen, weshalb die Emission frühzeitig geschlossen worden sei.

Birgit Kuras wird ab 1. März gemeinsam mit Michael Buhl die Wiener Börse führen.

Wien. Die Republik Österreich plant laut Agentur Bloomberg angeblich erstmals die Ausgabe einer Staatsanleihe mit 50-jähriger Laufzeit. Das Volumen sollte zumindest 1 Mrd. € betragen. Die Anleihe dürfte 135 bis 140 Basispunkte über der Benchmark liegen. Verglichen mit der bereits am Markt befindlichen 30-jährigen Anleihe (Fälligkeit: 2037) würde dies einem Spread von 122 Basispunkten entsprechen. (ag)

© ÖBFA

© APA/Georg Hochmuth

© APA/RCB, Börse Wien

© EPA

Hongkong Marktöffnung

Konzernchef Heimo Scheuch: „Gute Zuwächse bei Umsatz und Gewinn 2011“.

ÖBFA-Chefin Martha Oberndorfer hält sich noch bedeckt.


F OND S : PA R K

Freitag, 20. Jänner 2012

financenet – 21

financenet@medianet.at

Unternehmerische Beteiligungen Der Markt für Geschlossene Fonds profitiert von der Finanzkrise und hielt sich in 2011 wacker

„Potenzial ist weiterhin groß“ Wien. Der Markt für Geschlossene Fonds in Österreich hielt sich nach Einschätzung von Peter Maierhofer, Vorstand der auf unternehmerische Beteiligungen spezialisierten WM Maierhofer AG, im abgelaufenen Jahr gegenüber 2010 stabil. „Das platzierte Eigenkapital dürfte in etwa dem Niveau von 2010 entsprechen.“ Maierhofer rechnet mit einem Volumen von 100 bis 110 Mio. €. Die Segmente Erneuerbare Energien und Immobilien waren 2011 Trumpf, alles andere war kaum gefragt bzw. waren keine Produkte dazu verfügbar. Für Schiffsfonds sei die Situation angesichts der Finanzkrise nicht ganz so einfach. Der Trend zu unternehmerischen Beteiligungen in den Bereichen Erneuerbare Energien und Immobilien werde auch im ersten Halbjahr 2012 anhalten, erwartet Maierhofer. Bei den Immobilien lag der Schwerpunkt auf Objekten mit

Standort in Deutschland und hierbei auf Wohnimmobilien, Büros und Einzelhandelsobjekten. Im ersten Halbjahr 2012 könnten auch Windkraft-Projekte ihren Weg auf den Retail-Markt finden, des Weiteren zögen die Emittenten Infrastruktur-Projekte in Betracht.

170 Mio. € Volumen möglich Das Potenzial für unternehmerische Beteiligungen sei weiterhin groß, vor allem auch angesichts der anhaltenden Verwerfungen an den klassischen Kapital- und Finanzmärkten. Maierhofer hält ein Volumen in Österreich von 150 bis

170 Mio. € für möglich. Die WM Maierhofer AG kooperiert nun mit Nova Invest, wobei die WM AG die Betreuung und Servicierung der Kooperationspartner von Nova Invest übernimmt. Herbert Wagner, Geschäftsführender Gesellschafter von Nova Invest, habe sich in den letzten Jahren vermehrt auf das Projektgeschäft/Private Placements fokussiert. Deshalb sei es immer schwieriger geworden, die bestehenden Kooperationspartner im Bereich Geschlossene Fonds zu betreuen. Mit der Kooperation gelinge es, die jeweiligen Interessen bestmöglich zu kombinieren. (lk)

© Foto Wilke

Windkraft-Projekte und Infrastruktur-Fonds sind 2012 im Kommen.

Maierhofer: „2012 könnten auch Windkraftprojekte für Kleinanleger verfügbar sein.“

Kepler Research-Haus

Wien-Filiale Wien. Kepler Capital Markets hat eine Wiener Niederlassung eröffnet, berichtet der Branchendienst www.fondsprofessionell.at. Künftig werde das unabhängige Research-Haus damit in sieben europäischen Ländern mit lokalen Analyseeinheiten tätig sein. Die Leitung in Wien übernimmt den Angaben zufolge Thomas Neuhold, der zuletzt bei UniCredit für das österreichische Aktienresearch zuständig gewesen war. Das Universum an betreuten Werten steige auf mehr als 500 Unternehmen und sei somit das umfassendste aller Researchhäuser in Kontinentaleuropa. Kepler Capital Markets verfüge über 55 Aktienanalysten in Europa; das erlaube eine führende Marktposition in Österreich, heißt es. (red)

Eine neue Marke im Private Banking

Lloyd Fonds Enthaftet

Restrukturiert Hamburg. Das Hamburger Emissionshaus Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die reduzierte Enthaftungssumme von 10 Mio. € – die Summe belief sich ursprünglich auf 13,65 Mio. – an seine Gläubigerbanken gezahlt wurde und schließt seine Restrukturierung damit ab. Die Zahlung wurde aus dem Emissionserlös einer Kapitalerhöhung, die sich auf knapp 15 Mio. € belief, beglichen. Möglich gemacht hatte dies der US-Investor AMA Capital, der rund 49% an Lloyd Fonds hält.

Besuchen Sie uns auf www.zkb-oe.at

© Lloyd Fonds

Wer Neuland betreten will, muss auch unruhige Gewässer durchqueren. Nichts gibt dabei so viel Sicherheit wie ein erfahrener Partner.

Lloyd Fonds unter Vorstand Torsten Teichert auf dem Weg zur Gesundung.


F OND S : PA R K

22 – financenet

Freitag, 20. Jänner 2012

financenet@medianet.at

Aviva Investors Wandelanleihen-Experte David Clott: „Durchschnittlich vier Prozent Abschlag auf den ,Fair Value‘“

SHORT

Wandelanleihen beachten

Volksbank Investments: Teilschutz-Zertifikat Wien. Volksbank Investments hat ein neues Teilschutz-Zertifikat auf den Markt gebracht. Mit dem „6,25% Europa Performer“ erhalten Investoren eine Fixverzinsung von 6,25% p.a. (vor Steuer). Zusätzlich sollen Anleger von einem 100%-Kapitalschutz am Laufzeitende profitieren, sofern der Basiswert „Euro Stoxx 50 Index“ während der Laufzeit stets über der Barriere von 40% liegt. Die Fixverzinsung von 6,25% werde auf jeden Fall ausbezahlt. (red)

Frankfurt. Die WandelanleihenExperten von Aviva Investors gehen davon aus, dass dem Aktienmarkt ein schwieriges erstes Halbjahr 2012 bevorsteht, sich der Markt zum Jahresende hin jedoch vergleichsweise stark entwickeln werde. Ähnlich soll auch die Entwicklung des Kreditmarkts verlaufen. Dort dürfte auf zunächst höhere Zinsaufschläge eine Annäherung in der zweiten Jahreshälfte folgen, heißt es. Für die ersten sechs Monate des Jahres erwarten sie eine verbesserte Marktentwicklung in Asien und den USA. Europa soll sich dann in der zweiten Jahreshälfte stärker zurückmelden – oder aber, sobald sich eine „dauerhaft tragfähige Lösung der aktuellen Probleme abzeichnet“.

© Volksbank Investments

Chance auf 24% Bonus plus Kapitalschutz

genwärtig attraktiv. Mit Ausnahme der ersten Monate des Jahres 2009 ist diese Wertpapierklasse so niedrig bewertet wie seit den frühen 1990er-Jahren nicht mehr. Bei einem derzeit durchschnittlich vierprozentigen Abschlag auf den Fair Value dürfte der Markt deutlichen Rückenwind bekommen“, erklärt David Clott, Senior Fund Manager von Aviva Investors. Dies könnte noch verstärkt werden, wenn Wandelanleihen im Jahresverlauf 2012 ihre Fälligkeit erreichen und abgelöst werden. Der Mangel an Neuemissionen in den vergangenen Jahren könnte zu einem echten Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage am Markt führen, meint Clott. So könnten beispielsweise bis zu 25% des Wandelanleihevolumens am asiatischen Markt in diesem Jahr fällig werden oder zum Nennwert an den Emittenten zurückgegeben werden. (red)

Angebot und Nachfrage „Das allgemeine Bewertungsniveau von Wandelanleihen ist ge-

© Aviva Investors

Nach einem schwierigen ersten Halbjahr 2012 könnte sich der Markt gut entwickeln, so der Experte.

David Clott, Aviva Investors: „Bewertungsniveaus wie um die frühen 1990er-Jahre“.

Friedrich Strobl, Volksbank Investments, lanciert Alpen Bonus Garant 2.

Long-Short-Strategie Schroder GAIA CQS Credit Fund – benchmarkunabhängiger Fonds nach UCITS-Regime

Wien. Volksbank Investments bringt mit dem „Alpen Bonus Garant 2“ ein neues Zertifikat auf den Markt. Unter der Voraussetzung, dass keiner der im Aktienkorb enthaltenen Titel (Swatch Group AG, voestalpine AG, Volkswagen AG und ThyssenKrupp AG ) während der dreijährigen Laufzeit die Barriere von 60% des Startwerts berührt oder durchbricht, erhalten die Investoren einen Bonus von 24% am Ende der Laufzeit. Der 100%-Kapitalschutz gelte auch ohne Bonus. (red)

Neuer Schroders-Fonds für Kleinanleger

Gute Bewertung für zwei PEH-Fonds Oberursel. Die Ratingagentur Scope Analysis hat zwei Fonds der deutschen PEH Wertpapier AG unlängst positiv bewertet. Die Fonds PEH Empire und PEH Strategie Flexibel hat Scope jeweils mit vier Sternen ausgezeichnet und ihnen somit „hohe Qualität“ bescheinigt. (red)

© Ignis Asset Management

Ignis-Fonds für AustroVertrieb zugelassen

André Haubensack, Regional Director bei Ignis Asset Management.

Von CQS verwaltet Das Fondsmanagement wird von demselben Team übernommen, das bereits den im April 2009 aufgelegten CQS Credit Long Short Fund verwaltet. Geleitet wird das Team von Simon Finch, Chief Investment Officer Credit bei CQS, der seit 17 Jahren den Bereich Unternehmensanleihen verantwortet. Das Portfolio des Schroder GAIA CQS Credit Fund umfasst in der Regel Engagements in 30 bis 50 Unternehmen. (ast)

Joachim Nareike, Leiter Publikumsfonds, Schroder Investment Management GmbH.

Jupiter Asset Management Erneuerbare Energien

VÖIG-Daten Österreichische Aktienfonds minus 32%

Green Investments: Trendwende

2011 Gesamtvolumsrückgang 7,3%

West Malling. Charlie Thomas, Fondsmanager des Jupiter Climate Change Solutions (SICAV) bei Jupiter Asset Management, sieht dem Jahr 2012 positiv entgegen. Seiner Ansicht nach könnten sich umweltbewusste Anlagestrategien nach „zwei enttäuschenden Jahren“ wieder lohnen. „2012 wird im Sektor der Erneuerbaren Energien erhebliche Änderungen bringen. Der Wettbewerb zwischen klassischen und Erneu-

Wien. Die österreichische Investmentfondsbranche verzeichnete 2011 einen Rückgang des Fondsvolumens um 7,34% oder 10,66 Mrd. € auf 134,59 Mrd. €. Davon entfielen 4,68 Mrd. € auf die Rücklösung von Anteilen, 2,2 Mrd. € auf Ausschüttungen an Anteilsscheininhaber sowie 3,79 Mrd. € auf Kursverluste, heißt es in der jüngsten Analyse der Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG).

erbaren Energieversorgern wird weltweit stark zunehmen”, meint Thomas.

Auge auf Solarbranche Speziell die Solarbranche werde bei der Asset Allocation genauer betrachtet. Auf die Hersteller von Solaranlagen in Deutschland wie Centrotherm, Manz und Meyer Burger sollte man „ein Auge werfen”, so Thomas. (red)

Das Gesamtfondsvolumen der fünf österreichischen Immobilien-Investmentfondsgesellschaften konnte sich per Jahresultimo 2011 um 478,42 Mio. auf 2.903,06 Mio. € erhöhen. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 20%. Die Ausschüttungen betrugen ca. 47 Mio. €, die Nettomittelzuflüsse beliefen sich auf rund 427 Mio. € und die Kursgewinne erreichten ca. 98 Mio. €. Die durchschnittliche 1 JahresPerformance betrug 3,1%. (red)

Fondsmanager Thomas: „Gebeutelter Solar-Sektor wird sich konsolidieren.“

Während im Rentenbereich die Euro-Rentenfonds (3,07%) und die Geldmarktfonds (1,20%) leicht positiv performten, war die Performance im Aktienbereich überwiegend negativ (österreichische Aktienfonds -32%, EurolandAktienfonds -19,52% und US-Aktienfonds -3%). Insgesamt verwalteten die 24 österreichischen Kapitalanlagegesellschaften per Ende Dezember 2011 2.159 Wertpapierfonds, davon 1.137 Publikumsfonds, 265 Großanlegerfonds und 757 Spezialfonds.

© Erste Sparinvest

US-Aktienfonds relativ gut

© Jupiter Asset Management

Frankfurt. Der „Ignis Absolute Return Government Bond Fund” ist ab sofort für den Vertrieb in Österreich und Deutschland zugelassen. Der Fonds mit einem aktuellen Volumen von 131 Mio. € hat seit seiner Auflage am 31.3.2011 bis zum 31.12.2011 eine Performance von 6,0% erzielt. Das Portfolio des Fonds besteht aus Staatsanleihen und weltweiten Währungen. Der Fonds wird von einem 14-köpfigen Team unter der Leitung von Russ Oxley gemanaged. (red)

Wertentwicklung von 7,73% freuen. Der Schroder GAIA CQS Credit Fund investiert hauptsächlich in europäische und amerikanische Unternehmensanleihen.

© Schroders

London/Frankfurt. Der Schroder GAIA CQS Credit Fund, ein auf der UCITS-Plattform GAIA (Global Alternative Investor Access) des britischen Vermögensverwalters Schroders aufgelegter Long-ShortFonds für Unternehmensanleihen, ist ab sofort zum öffentlichen Vertrieb in Österreich zugelassen. „Das Investoreninteresse an UCITS III-regulierten alternativen Investmentstrategien ist nach wie vor sehr groß; insbesondere erleben wir eine große Nachfrage nach benchmarkunabhängigen Fonds”, kommentiert Joachim Nareike, Leiter Publikumsfonds bei der Schroder Investment Management GmbH. Anleger können sich seit der Lancierung am 13. April 2011 über eine

Heinz Bednar, Präsident Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften.


BA NK I NG

Freitag, 20. Jänner 2012

financenet – 23

financenet@medianet.at

Firmenkundengeschäft Ab 50 Millionen Euro Umsatz schickt die Bank Austria heuer „Senior Banker“ und bietet „Strategische Bilanzberatung“

BA setzt bei Top-Kunden Hebel an Wien. Das zweite Halbjahr 2011 verlief konjunkturell schwierig. Doch die Bank Austria (BA) hat nach eigenen Angaben beim Firmenkundengeschäft (es betreut Unternehmen mit einem Jahresumsatz ab 50 Mio. €) den unruhigen Zeiten getrotzt. „Trotz der wirtschaftlichen Eintrübung konnten wir das Kreditgeschäft im Firmenkundenbereich um 1,5 Prozent auf insgesamt 39,5 Milliarden Euro steigern. Einlagenseitig konnten wir ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen“, so Dieter Hengl, Vorstand Corporate & Investment Banking der Bank Austria Dabei hat die BA u.a. acht Anleiheemissionen großer österreichischer Unternehmen begleitet und war stark bei Equity- und Exportfinanzierungen. Acht von zehn Unternehmen haben eine Bankverbindung zur Bank Austria, für sechs von zehn Unternehmen

Ausbau Wien bevorzugt

Oberbank: Plus Linz. Die Oberbank hat 2011 den Konzernjahresüberschuss vor Steuern um 5,5% auf 121 Mio. € erhöht. Wachstumstreiber waren erneut Kommerzfinanzierungen, so Generaldirektor Franz Gasselsberger. Die Bilanzsumme ist um 4,5% auf 17,5 Mrd. € gestiegen, das Betriebsergebnis um 6,5% auf 174 Mio. €. Das gesamte Kreditvolumen weitete sich um 4,1% auf 10,9 Mrd. € aus. Die Primäreinlagen wurden um 1,6% auf 11,3 Mrd. € erhöht.

ist sie die Hausbank, heißt es. Das Jahr 2012 werde nun allerdings ohne Zweifel neue Herausforderungen mit sich bringen.

„Offensiv bei Krediten“ Hengl meint, dass man dank guter Eigenkapitalausstattung auch weiterhin österreichische Unternehmen „offensiv mit Krediten“ versorgen könne. „Wir wollen 2012 auch Neukunden gewinnen, wobei wir uns ein Wachstum von zwei bis drei Prozent zum Ziel gesetzt haben.“ Dabei will man sich auf die Kernkompetenzen konzentrieren und die Top-Kunden verstärkt

betreuen. Die strategische Finanzberatung für Firmenkunden werde ausgebaut. „Unser Fokus liegt auf dem weiteren Ausbau der strategischen Finanzberatung, vor allem durch neu gestartete Initiativen wie den ‚Senior Banker‘ und die ‚Strategische Bilanzberatung‘.“ Der „Senior Banker“ werde gemeinsam mit dem Konzernkundenbetreuer die Top-Klientel betreuen und das Service durch sein fachliches Know-how im Investmentbereich abrunden. Bei der „Strategischen Bilanzberatung“ werde die Finanzierungsstruktur optimiert. Insgesamt erwartet die Bank Austria für das Jahr 2012 im Fir-

menkundenbereich ein „moderates Kreditwachstum” von rund zwei Prozent, nach dem Plus von 1,5 Prozent im abgelaufenen Jahr in Österreich. Das Problem sei nicht eine „Kreditklemme”, sondern die gesunkene Nachfrage der Unternehmen nach Krediten. Die Liquiditätskosten würden zwar steigen, aber nicht exorbitant. Die von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) angestrebte Regelung, wonach die Banken im künftigen CEE-Geschäft nicht mehr als 110 € Kredit auf 100 € lokale Einlagen vergeben sollen, werde in den meisten Ländern schon derzeit erfüllt. (gst/ag)

© Eric Krügl

Oberbank-Chef Franz Gasselsberger: 5,5% Ertragsplus im Jahr 2011.

BA-Firmenkundenvorstand Dieter Hengl: CEE-Kreditgrenzen meist bereits erfüllt.

FlexSolution – Vorsorgelösung für die Zukunft. Die Versicherung einer neuen Generation

„Keine Rezession” Für 2012 ist Gasselsberger optimistisch: „Die angesagte Rezession findet nicht statt.“ Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 60 auf 2.000, vor allem durch acht neue Filialen: vier in Wien, je zwei in Bayern und der Slowakei. Insgesamt hat die Oberbank nun 150 Filialen, davon wurden 50 in den vergangenen fünf Jahren gegründet. Zwar bringt das Kerngebiet rund um Oberösterreich immer noch 60% des Volumens und der Erträge. Aber Wien mit aktuell 16 Filialen sei der „dynamischste Markt”. Gasselsberger will dort „noch sichtbarer werden” mit später 25 bis 30 Filialen. Die Bundeshauptstadt und Bayern (22 Filialen) seien die wichtigsten „Kreditlieferanten”. In Tschechien mit 18 Filialen seien immer schwarze Zahlen geschrieben worden. Die Slowakei (fünf Filialen) entwickle sich gut. (red/ag)

© BA

Firmenkredite der Bank Austria wuchsen 2011 um 1,5 Prozent, für heuer werden 2 Prozent erwartet.

iblen rt der flex A e u e n Die Sie die stimmen e b – e g r Vorso lbst! arantie se G r e d t r A


BA NK I NG/ I NS UR A NC E: WATC H

24 – financenet

Freitag, 20. Jänner 2012

financenet@medianet.at

UniCredit-Studie Osten hielte Teil-Abzug von Westbankenkapital aus; Risiko für Kreditgeschäft auch in exponierten Staaten „überschaubar“

„CEE: Nicht im Auge des Orkans“ Papa und der Osteuropa-Chefstratege Fabio Mucci. Die größeren Märkte sollten fast ungebremst wachsen, während Länder mit größerer Abhängigkeit von der EuroPeripherie stärker leiden dürften. Dass eine Kreditklemme ausbleibt, ist freilich wichtig für die Stärkung der Wirtschaft.

„Deleveragingdruck” Das Ausmaß der jetzigen EuroKrise, Kapitalbedarf und Finanzierungsdruck schürten Ängste, der sogenannte Deleveragingdruck in Osteuropa würde dramatisch steigen. Von den 2,5 Bill. € Bilanzsumme der Banken in Zentral/Osteuropa waren zum Ende 2010 rund 46% (1,14 Bill. €) von ausländischen Eigentümern kontrolliert, davon 745 Mrd. von führenden westeuropäischen Kreditinstituten. In den Augen von UniCredit ist das kurzfristige Risiko durch die Reaktion

Ab Juli 2011 Zäsur im Zahlungsverhalten

© Coface

Kredit-Limits: Weltbank befürchtet Folgen

David: „Heute größere finanzielle Abhängigkeit zwischen den Akteuren“.

Uniqa in Bulgarien stärker als der Schnitt

© Uniqa

Paris/Wien. Anlässlich der 16. Country Risk Conference warnt der Kreditversicherer Coface vor der systemischen Natur der derzeitigen Krise, die von der Eurozone als Epizentrum ausgeht. 2012 werde die europäische Wirtschaft daher eine Rezession von Minus 0,1% verzeichnen, während sich das Wachstum in den USA bei Plus 1,6% und die Erholung des Marktes in Japan bei 1,8% stabilisieren werden. Dies sollte dazu beitragen, dass es nicht zu einer Wiederholung der Krise von 2008 bis 2009 komme, in der alle drei entwickelten Wirtschaftsräume eine synchronisierte Rezession erlebten. Europäische Schwellenländer werden durch Kredite sowohl bei inländischen als auch bei auslän-

bei es bei Unternehmen in der Euro-Zone eine besonders deutliche Steigerung (28%) gab.

dischen Banken von der Intensivierung der Euro-Krise am stärksten betroffen sein. Darüber hinaus muss auch das politische Risiko in Schwellenländern berücksichtigt werden, heißt es. Von der zweiten Jahreshälfte 2009 bis zur ersten Hälfte 2011 gab es eine kurze Erholungsphase für die Weltwirtschaft. Die Lage auf dem Weltmarkt hat sich seit Sommer 2011 mit der Intensivierung der Euro-Krise wieder verschlechtert. Coface bemerkte in der zweiten Hälfte 2011 eine klare Zäsur im Zahlungsverhalten der Unternehmen, wobei es einen starken Anstieg von Nichtzahlungen gab. Für das gesamte Jahr 2011 verzeichnete Coface weltweit einen 19%igen Anstieg bei Zahlungsausfällen, wo-

Krise geht in neue Richtung „Es werden die Unternehmen sein, die die Auswirkungen dieser Krise zu spüren bekommen werden, obwohl ihr Management so gut ist wie noch nie zuvor“, sagt Coface-Präsident François David. 2012 könnte die Kombination eines bedeutend schwächeren Wachstums in Europa mit dem Rückgang der verfügbaren Kreditfazilitäten bedeutende Auswirkungen auf das Kreditrisiko der Unternehmen haben. Coface setzt die Bewertung von Italien und Spanien um eine Stufe auf A4 herab. (red)

Ausgaben mit Visa legen weiter zu Jeder siebte Euro wird in Europa mit Visa bezahlt

Generali Mehr als 30.000

Visa Europe wächst zweistellig

ScheckkartenFormat gefragt

Wien. Die Ausgaben mit Visa-Karten sind 2011 in Europa um 14% auf 1,16 Bill. € gestiegen. Damit wird in Europa mittlerweile jeder siebte Euro mit einer Visa-Karte bezahlt – 2010 war es jeder achte Euro; im Jahr 2000 nur jeder achtzehnte Euro. Debitkarten setzen sich als Zahlungsmittel immer stärker durch. Transaktionswert und -volumen im Handel stiegen um 16%. Knapp

80% aller Verbraucherausgaben mit Visa in Europa entfallen derzeit auf Debitkarten. Peter Ayliffe, CEO von Visa Europe: „Wir erwarten 2012 einen weiteren Anstieg von elektronischen Transaktionen durch die Einführung des mobilen Bezahlens und der digitalen Geldbörse. Diese neuen Services sind Teil unserer Strategie ,Die Zukunft des Bezahlens‘. Damit werden wir das

© Visa

Wolfgang Kindl, Vorstandsvorsitzender der Uniqa International AG.

Sofia. In den ersten zehn Monaten 2011 schaffte Uniqa in Bulgarien ein ausgezeichnetes Wachstum von 20,7% und setzte damit ihre Erfolgsgeschichte fort. Der gesamte bulgarische Versicherungsmarkt konnte in der gleichen Zeit nur um 0,6% zulegen. Gemeinsam konnten Uniqa Insurance plc. und Uniqa Life Insurance plc. das Prämienvolumen um rund 7,4 Mio. € (rund 14,5 Mio. BGN) auf mehr als 43 Mio. € (über 84 Mio. BGN) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs verbessern und damit den 7. Marktrang festigen. In der Sparte Leben gab es ein überproportionales Wachstum von mehr als 32%, im Nicht-Lebensversicherungsgeschäft immerhin von 17%. (red)

Papa glaubt, dass kleine Player mit Heimmarktproblemen die Ostbereiche abstoßen.

Coface Starker Anstieg von Nichtzahlungen in zweiter Jahreshälfte 2011; „Italien steht vor der Rezession“

SHORT

Wien. Die Weltbank hat in ihrem aktuellen Konjunkturbericht die geplante Limitierung der Kreditvergabe für AustroBanken in CEE als „besorgniserregend“ bezeichnet. „Abhängig davon, wie verbindlich sich die Vorschriften nationaler Regulatoren erweisen wird, könnten sich die finanzielle Konditionen in Rumänien, Albanien und Bosnien-Herzegowina spürbar verschärfen.“ Im Gegensatz zur Eurozone werden die Volkswirtschaften Osteuropas heuer wachsen. Das Plus werde aber unterschiedlich ausfallen. (ag)

westlicher Banken auf die Kapitalvorschriften der Europäischen Bankenaufsicht auf Osteuropa eher gering, mittelfristig könnte der Druck aber steigen, vor allem in „exponierten“ Ländern und den dortigen Banken. Den großen Ländern der Region – allen voran Russland oder Kasachstan, aber auch Polen und der Türkei – schreibe man gute Wachstumsperspektiven zu; anfällig seien etwa Ungarn und Kroatien. Für Tschechien, Polen und Ungarn hat die UniCredit unter der Annahme eines Abzugs von 15% des „Funding“ durch westliche Konzernmütter bis 2015 Rückgänge im Kreditgeschäft zwischen 0,4 und 1,1% p.a. errechnet. Für Bulgarien, Kroatien, Rumänien und Serbien wurde unter der Annahme von einem Rückgang der Investments bis zu 30% ein Kreditrückgang um 1,2 bis 2,1% p.a. genannt. Das ist angesichts früherer Wachstumsraten um 40% aber doch beachtlich.

Modernisierung: 2012 wird mobiles Bezahlen, die digitale Geldbörse, eingeführt.

tägliche Einkaufserlebnis von Verbrauchern weiterentwickeln. Wir erwarten, dass 2020 mehr als die Hälfte aller Visa Transaktionen in Europa mit einem mobilen Endgerät erfolgen wird.“

Wien. Mehr als 30.000 Autobesitzer haben in 2011 bei der Generali einen Kfz-Zulassungsschein im Scheckkartenformat beantragt. Insgesamt wurden bis Ende des Jahres 139.809 neue Zulassungsscheine ausgestellt. Somit erfolgte die Antragstellung für 21,5% aller im Vorjahr in Österreich ausgestellten Scheckkarten-Scheine in einer der 150 Generali-Stellen. (lk)

Wachstumsmarkt Österreich In Österreich konnte Visa Europe im Jahr 2011 die Anzahl an Kreditkarten-Transaktionen am Point of Sale (PoS) um 16,8% steigern, die Verbraucherausgaben am PoS stiegen um 15,9%. 2011 entwickelte Visa gemeinsam mit den österreichischen Mitgliedsbanken eine Vielzahl an neuen Produkten. Im Geschäftsjahr 2011 erreichte Visa Europe die Gesamtumstellung aller österreichischen Akzeptanzstellen am PoS auf die EMV-Technologie, die insbesonders für die Akzeptanz der Debitkarte V Pay, einem Konkurrenzprodukt zur Bankomatkarte von Maestro, unabdingbar ist. Immer mehr österreichische Händler wie Hofer, Rewe, Lidl sowie OMV- und Shell-Tankstellen akzeptieren V Pay. (lk)

© Generali/Kucera

Wien. Die italienische Bank-Austria-Mutter UniCredit – selber mit dem größten Banknetz in ZentralOsteuropa (CEE) – sieht die Osteuropa-Banken 2012 „gefordert“. Osteuropa sei zwar nicht im Auge des Orkans, heißt es in einer Studie der Großbank, die Finanzprobleme im Westen erhöhten aber auch die Risikoprämien im Osten. Die Ostbanken müssen jetzt die unmittelbaren Folgen von Europas Staatsschuldenkrise verkraften, aber auch damit verbundene Effekte: Strengere Kapitalvorgaben und Probleme in den eigenen Ländern bringen westliche Banken dazu, ihre Bilanzsummen und Risiken vor Ort zu reduzieren. Die Folgen dieses Delevagering auf die Kreditvergabe sollten laut UniCredit-Studie trotzdem überschaubar bleiben. Insgesamt dürfte die Entwicklung in Osteuropa aber zweigeteilt verlaufen, meinten UniCredit-Ostchef Gianni Franco

© Bank Austria

„In großen Märkten wie Russland ist nichts zu befürchten.“ EBA-Kapitalvorgaben bringen Westbanken dazu, Risiken abzubauen.

Generali-Vorstand Walter Kupec: „Mehr Anträge als bei anderen Assekuranzen“.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, 20. JÄNNER NNER 2012 – 25

© Buwog/S. Huger

financenetreal:estate Buwog Facility Management hat in 2011 netto 110.000 m² Fläche gewonnen Seite 26

CEE-WETTBEWERB © CA IMMO

110.000 QUADRATMETER PLUS

Verstärktes Buhlen um Mieter und Investoren in CEE erwartet die CA Immo Seite 27

ROLLOUT LLOUT IMMOBILIENBILIENT24.AT SCOUT24.AT © Immobilienscout24

Konjunktur leidet unter knappem Angebot, MRG

Wohnung gesucht? 01 596 60 20 www.jpi.at JP IMMOBILIEN

IMMO-AGS 11. Jänner - 18. Jänner 2012

IATX (Schluss 18.1.) 133,22 Wochentop Wochenflop

0,10%

Warimpex 1,53% Atrium -2,36%

Warimpex conwert Immofinanz s Immobilien CA Immobilien Atrium

1,53% 1,43% 1,19% -1,31% -2,00% -2,36%

GLOB. IMMO-FONDS 1-Monats-Perform. (per 18.1.) Monatstop iShares FTSE 10,78% Monatsflop Salus Alpha R E -0,17%

10,78% 10,18% 9,56% 9,43% 9,37%

© ÖVI (2); Linda Kappel

Top 5 Immofonds iShares FTSE EPRA/Nareit BNPP L1 Real Estate Sec. First State Asian Properties AB Global Real Estate Sec. iShares Stoxx A / P 600 Re

Flop 5 Immofonds Salus Alpha Real Estate -0,17% DWS Immoflex Vermögensm. 1,02% Lupus Alpha Japanese REITS 1,42% Advanced Properties Alph. 1,50% Franklin Global Real Estate 1,56%

Total-Reform Vertreter der Immobilientreuhänder und Bauträger wie Udo Weinberger und Klaus Wolfinger sehen im veralteten Mietrechtsgesetz (sie fordern eine Total-Reform) sowie im nur geringen Mietwohnungs-Neubau massive Hemmnisse für die österreichische Konjunktur. Seite 26

11. Jänner - 18. Jänner 2012

Plus 6,1% Breiter Aktienindex verlor 2011 dagegen 7,7%

Eigentumswohnungen und unbebaute Grundstücke

CERX (Schluss 18.1.) 395,04

9,61%

INHALT

Immo:Markets > Neuer Immo-Terminkalender ist online > Kaufhof-Verkauf ist auf Eis gelegt

28

People&Dates > Betten im Büroturm

29

28

© Swiss Prime Site

Immo:Capital > China wendet ImmomarktErhitzung ab 26

Swiss Estates, Allreal, Swiss Prime, Züblin Immo Holding sind nur einige AGs.

Zürich. 2011 war für Schweizer Immobilienaktien erneut ein gutes Jahr, berichtet „NZZ online“. Die Titel schlossen mit einer positiven Rendite von 6,1%, während Schweizer Aktien generell – gemessen am Swiss Performance Index – 7,7% an Wert verloren. UBS ortet den Grund für die bessere Kursperformance u.a. in der Einführung des vieldiskutierten Kapitaleinlageprinzips per 1.1.2011. Dieses besagt, dass Dividenden auf Schweizer Aktien nicht mehr nur durch Reduktion des Nominalwerts steuerfrei an Kleinanleger ausgezahlt werden können, sondern auch durch eine Reduktion der Kapitalreserve. (red)

© Konwiki CC Lizenz

Gutes Jahr für Schweizer Immo-AGs St. Pölten, Krems: Gute Nachfrage

In Niederösterreich ist die Nachfrage vor allem in St. Pölten und Krems hoch.

Wien. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und Grundstücken sei in den letzten Jahren eklatant gestiegen; besonders hoch sei sie nach Eigentumswohnungen und unbebauten Grundstücken im Zentralraum St. Pölten/Krems sowie rund um Wien. Das Angebot könne da nicht immer mithalten. Spitzenobjekte in Toplagen seien um 5 bis 10% in den letzten zwei bis drei Jahren gestiegen, in Einzelfällen sogar um noch mehr, zitiert der ORF NÖ Immobilienmakler. Auffallend ist, dass vor allem ältere Personen Interesse an Immobilien haben. Meist möchte man 50.000 bis 100.000 € investieren.


I MMO : C OV E R

26 – financenetreal:estate

Freitag, 20. Jänner 2012

financenet@medianet.at

Konjunkturelle Impulse Mit gezielten Änderungen im Mietrecht und Schaffung adäquaten Wohnraums möglich

SHORT

Mietzins: Alles andere als marktüblicher Preis

Chinas ImmobilienMarkt kühlt sich ab

ÖVI: Veraltetes und „zerfurchtes“ Mietrecht verhindert Mobilität der Bevölkerung, mahnt auch OECD. © EPA

Wien. Ein adäquates Angebot an Wohnraum mit adäquaten Preisen kann die Mobilität der Bevölkerung signifikant steigern und damit massiv helfen, die in Folge der Krise gestiegene Arbeitslosigkeit in Kontinentaleuropa zu reduzieren. Dies ist nur eine der Schlussfolgerungen der in 2011 publizierten Studie der OECD „Housing and the Economy: Policies for Renovation“. Österreich gehört laut Österreichischem Verband der Immobilientreuhänder (ÖVI) zu jenen Ländern, in denen u.a. ein allzu rigides Mietrecht die Mobilität der Österreicher stark einschränkt. „Das heimische Mietrecht ist komplett zerfurcht und niemand kennt sich aus“, diese katastrophale Bilanz zieht ÖVI-Präsident Udo Weinberger. Jede Statistik zum Mietermarkt müsse hinterfragt werden, weil die Daten dermaßen intransparent seien. Der ÖVI fordert daher eine Total-Reform, das Mietrechtsgesetz (MRG) reicht historisch gesehen über 100 Jahre zurück. Die Österreicher seien aufgrund dessen inflexibel, sogar wenn sie ein Job-Angebot andernorts in der Tasche hätten.

Experten rechnen mit Preisrückgängen heuer zwischen 10 und 20%.

Peking. Der Kampf der chinesischen Regierung gegen eine Überhitzung des heimischen Immobilienmarktes zeichnet erste Erfolge. Die Preise für neue Wohnungen fielen im Dezember den dritten Monat in Folge. Sie kosteten 0,3% weniger als im Vormonat. Die Preise gingen demnach in 52 von 70 Städten zurück, in 16 weiteren stagnierten sie. Den stärksten Rückgang gab es mit 1,9% in Wenzhou an der Ostküste, das sich bei vermögenden Unternehmern großer Beliebtheit erfreut. Eine Rekordzahl unverkaufter Wohnungen und die vielen noch im Bau befindlichen Projekte dürften die Preise weiter drücken, erwarten Experten. Viele rechnen in diesem Jahr mit einem Minus zwischen 10 und 20%. (ag)

Goldman Sachs senkt Kursziele für Immo-AGs

messenheit überprüfbar sein solle. Abweichungen davon müssten begründet werden. Man könne analog wie in Deutschland GutachterAusschüsse einrichten, die auch im öffentlichen Auftrag tätig werden und den Gesamtmietzinsmarkt einer Region überwachen.

Vermieter sollen servicieren Der ÖVI setzt sich weiters für eine „umfassenden Erhaltungspflicht des Vermieters” ein sowie dafür, den Betriebskosten-Katalog auszumisten. Nur 7% des Mietwohnungsbestands in Wien entfallen auf Neubauwohnungen. Österreich im Allgemeinen und Wien im Speziellen habe in den vergangenen Jahren zu wenige Wohnungen gebaut und die knappen öffentlichen Kassen ließen auch in den nächsten Jahren keine Trendwende erkennen, sagt Klaus Wolfinger, Geschäftsführer der Kallco Bauträger GmbH.

Nur 7% Neubaumietobjekte Es gebe kaum MietwohnungsNeubau, vor allem der mehrgeschoßige Bereich sei rückläufig. Laut Berechnungen der Stadt Wien selbst bestehe jedoch in den kommenden Jahren Bedarf an 9.000 neuen Wohnungen. „Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage geht seit 2004 auf“, betont Wolfinger. Die Mittel für Immobilien-Investitionen seien zwar vorhanden, aber nur in beschränktem Umfang. Angesichts von Finanzkrise und Finanzierungsskepsis seitens der Banken bräuchte es mehr Anreize. In städtischen Zentren solle man über Raumordnung und Förderungen eine „Nachverdichtung“ und Sanierung der bestehenden Wohnungen erlauben. (lk/ag)

© Robert Polster

„Es soll einen fairen Ausgleich zwischen Leistung und Leistung sowie Gegenleistung und Gegenleistung geben – Rechtssicherheit auf beiden Seiten“, betont Weinberger, der auf eine Vereinheitlichung mit marktkonformem Mietzins pocht. Was Weinberger damit meint: Für den gleichen Mietzins bekommen Mieter heute unverständlich unterschiedliche Leistungen. Umgekehrt erbrächten vermietete Wohnungen oft ungerechtfertigt unterschiedliche Erlöse. Die in Österreich vermieteten rund

conwert-Boss Jürgen Kelber: weniger Gewinn je Aktie 2011 erwartet.

Wien. Die Analysten von Goldman Sachs haben in einer Studie zur europäischen Immobilien-Branche ihr Kursziel für die CA Immo- und die conwertAktie zurückgenommen. Das neue Kursziel der CA Immo-Aktie lautet 8,60 € nach 11,00 € . Die Empfehlung „Neutral“ blieb aber unverändert. Das Finanzierungsumfeld wird als potenzieller Risikofaktor genannt (s. dazu auch S. 27). Der Gewinn je Aktie wird für das Geschäftsjahr 2011 auf 0,36 €, für 2012 auf 0,37 € geschätzt. Das Kursziel für die conwert-Aktie von 11,50 auf 9,20 € reduziert, auch hier bleib das Votum bei „Neutral“. Die Aussichten für Berlin sind für die nächsten Jahre positiv, aber in Kontinentaleuropa könnten die Mieteinnahmen um 1% sinken. Für 2011 wird mit einem Gewinn von 0,32 € je Aktie gerechnet, für 2012 von 0,48. (ag)

© ÖVI

Fairer Ausgleich

Weinberger, ÖVI: „Verteilungsgerechtigkeit kann nur über Wohnungsangebot, nicht über Mietzinsregulierung hergestellt werden.“

1,45 Mio. Wohnungen unterliegen äußerst diversen Regelungen und Schutzvorschriften: Während einkommensschwache junge Familien in Neubauten heute oft gar nicht protegiert sind, soll es „alleinstehende Hofratswitwen“ geben, die zum „Friedenskronen-

Neue Rund Streit um Autobahnauftrag mit Serbien

Buwog Facility Management gewann 110.000 m² dazu

Porr/Alpine pochen auf 71 Mio. €

Größter Hausverwalter Österreichs

Belgrad. Ein gut dreijähriger Streit um die Auflösung des Autobahnauftrags zwischen dem österreichischen Konsortium Porr/Alpine und der serbischen Regierung steht nun vor einer neuen Runde. Vor dem Schiedsgericht in Paris soll laut der Belgrader Tageszeitung Vecernje novosti vom 7. bis 9. März eine erste Verhandlung stattfinden. Das österreichische Konsortium fordert 71 Mio. € als Schadenersatz wegen der Auflösung

Wien. Der größte Hausverwalter Österreichs, die Buwog, hat im vergangenen Jahr 110.000 m! Immobilienfläche gewinnen können, teilt das zur Immofinanz gehörende Unternehmen mit. Das Buwog Facility Management (Buwog FM) verwaltete Ende 2011 mehr als 1.600 Objekte mit 3,8 Mio. m!. Laut einem kürzlich erschienenen Bericht des Gewinn ist die Buwog damit die größte Immobilienverwaltung des Landes, vor der ÖRAG (2,5 Mio. m!), der IMV, (1,7 Mio. m!) und Rustler (1,5 Mio. m!). Das in der Buwog FM gebündelte Verwaltungsgeschäft wird für die eigenen Wohnungen (55%), für den Immofinanz-Konzern und für fremde Institutionelle und Private erbracht.

des Vertrags. Der Zeitung zufolge dürfte das Verfahren in einem Jahr abgeschlossen werden. Das österreichische Konsortium hatte 2007 den Auftrag für den Bau einer Autobahn von Horgos in der Vojvodina nach Pozega im Südwestserbien erhalten. Die Konzession für den Betrieb und die Erhaltung der 322 km langen Autobahn wurde für 25 Jahre vergeben. Das Bauvorhaben hatte einen Gesamtwert von ca. 1,1 Mrd. €.

IVG-Fonds kauft Mlodziejowski Palast

heuer wachsen, erklärte Fuchs. Die breite geografische Präsenz erweise sich ebenfalls als wichtiger Wettbewerbsvorteil. Mit Standorten in Wien, Linz, Salzburg, Graz, Innsbruck und Villach könne die Buwog FM flächendeckend umfassende Dienstleistungen anbieten. Auch aus diesem Grund konnte ein Großteil des Neugeschäfts im Süden, also in den Bundesländern Kärnten und Steiermark, gewonnen werden. (lk)

Das Austro-Konsortium fordert Schadenersatz für Investitionen und Gewinnentgang.

Laut Buwog FM-Chef Erich Fuchs hat sein Unternehmen vergangenes Jahr 117.000 m! gewonnen und 8.000 m! verwaltete Fläche verloren. Die Verhandlungen über eine Reihe von weiteren Mandaten seien fortgeschritten, das Buwog FM-Portfolio werde auch

© Buwog/Stephan Huger

Portfolio wächst weiter

© EPA

Wien/Warschau. Für rund 22,4 Mio. € übernimmt die IVG das Bürogebäude Mlodziejowski Palast von einem durch Mermaid Properties gemanagten Unternehmen. Die Immobilie wurde für den durch die IVG Institutional Funds GmbH verwalteten IVG Warschau Fonds erworben. (lk)

Zins“ auf 150 m! residieren. Der ÖVI schlägt vor, das Schutzniveau nicht mehr vom Baujahr des Gebäudes abhängig zu machen. Bei Neuabschlüssen solle ein „marktüblicher Preis“ verlangt werden dürfen, der per Expertenausschuss/Preisspiegel auf Ange-

Buwog FM-Chef Erich Fuchs: „Großteil des Neugeschäfts im Süden gewonnen“.


R EA L : C A P I TA L

Freitag, 20. Jännar 2012

financenetreal:estate – 27

financenet@medianet.at

CA Immo warnt Keine Neuanschaffungen fĂźr 2012 geplant. Investitionen fĂźr Bestandsobjekte werden speziell in den deutschen Markt flieĂ&#x;en

„CEE droht BankenrĂźckzug“ Vorstand warnt vor mĂśglichen Finanzierungsproblemen in Osteuropa. Wien. „FĂźr 2012 und die Folgejahre erwarten wir einen verstärkten Wettbewerb der zentraleuropäischen Standorte um Mieter und Investoren. Einflussfaktoren fĂźr die gewerbliche Immobilienwirtschaft werden die Stabilität des Bankensystems sowie die wirtschaftliche Entwicklung und Krisenresistenz der einzelnen Märkte sein“, sagt Bruno Ettenauer, Vorstandsvorsitzender der CA Immobilien Anlagen AG. Finanzierungsschwierigkeiten kĂśnnten sich 2012 auf osteuropäischen Immobilienmärkten auftun. „Der RĂźckzug von Banken aus osteuropäischen Märkten beziehungsweise der Zwang, Eigenkapital freizumachen, kĂśnnte Probleme fĂźr die Immobilienwirtschaft in diesen Ländern bedeuten“, so Ettenauer.

system und sollte somit auch 2012 sehr liquide bleiben“, so Ettenauer. Seiner Meinung nach wĂźrden Qualitätsimmobilien in osteuropäischen Metropolen weiterhin gefragt sein, da mit wenig Neuflächenproduktion zu rechnen sei. Ettenauer: „(Re-)Finanzierungen von hochwertigen Immobilien werden teurer, aber verfĂźgbar sein. Die reduzierte Kreditvergabe der Banken beziehungsweise die Verteuerung von Fremdkapital kĂśnnte 2012 zum limitierenden Faktor des Immobilien-Investmentmarkts werden. Aber wer wie wir in den kommenden zwei Jahren keine groĂ&#x;en Finanzierungsvolumina

benĂśtigt, ist auf eine etwaige Kreditverknappung gut vorbereitet.“

Zielsetzungen fĂźr 2012 Mit 300 Mio. â‚Ź wĂźrden Ăźber 80% des gesamten Investitionsvolumens in laufende Bauprojekte in Deutschland flieĂ&#x;en. Verkäufe seien im AusmaĂ&#x; von 300 bis 400 Mio. â‚Ź geplant. „Die durch VerkaufserlĂśse frei werdenden Mittel sind fĂźr die RĂźckfĂźhrung von Krediten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten sowie die Sicherstellung der Dividendenfähigkeit vorgesehen“, fĂźhrt Vorstandskollege Wolfhard Fromwald aus.

Š CA Immo (2)

FRITZ HASLINGER

Ettenauer (li.) und Fromwald: „Sind auf etwaige Kreditverknappung gut vorbereitet“.



Berlin und Frankfurt spitze

   

Ein vergleichsweise niedriges Lohn- und Mietniveau sowie ein breiter Branchenmix und wachsender Dienstleistungssektor wĂźrden Berlin besonders attraktiv fĂźr Betriebsansiedlungen machen. „Gepaart mit einem traditionell gemäĂ&#x;igten Neuflächenangebot, ergibt sich aus Sicht des Immobilieninvestors ein krisenresistenter Wachstumsmarkt, in dem auch die CA Immo in den kommenden Jahren verstärkte Aktivitäten setzen wird“, bestätigt Ettenauer. Und obwohl Frankfurt zu den Top-Standorten Deutschlands zähle, sei er aber durch die nach wie vor starke Orientierung auf den Bankensektor verwundbarer, meint der CA Immo Vorstand.

  www.alpine.at

Schwieriges Feld Osteuropa „Banken ohne Heimmarktinteresse werden vor allem in Osteuropa Druck auf Finanzierungen machen. Vor allem Polen verfßgt jedoch ßber ein stabiles Banken-

Immofinanz FTSE EPRA

Indexaufnahme Wien. Im März tagt das Index-Komitee der EPRA/Nareit Indizes, macht Martin Rupp, Manager 3Banken Immo-Strategie, auf der Plattform be24.at aufmerksam. Immofinanz kÜnnte (bei einer Marktkapitalisierung von ca. 2,6 Mrd. ₏) gute Chancen haben, wegen des hohen Streubesitzes gleich relativ hoch im FTSE EPRA/Nareit Emerging Index gewichtet zu werden. Auch die Aufnahme in den vielbeachteten EPRA Europe Index erscheine nicht mehr so unwahrscheinlich.

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-Magazin von

Konzern 2.2011 // Das

ALPINE

           Š APA/Helmut Fohringer

ILLING BRĂœCKENZW

Indexaufnahme wäre fßr Immofinanz unter Boss Eduard Zehetner vorteilhaft.

DOSSIER

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I MMO : MA R K E TS

28 – financenetreal:estate

Freitag, 20. Jänner 2012

financenet@medianet.at

Immo-Plattformen Die größte deutsche Plattform expandiert nach Österreich und will mittelfristig die Nummer eins werden

ImmobilienScout24 startet mit .at Bis Ende 2012 soll es 400 gewerbliche Kunden geben, 50 Prozent des Kundenpotenzials wären dann abgedeckt.

ImmobilienScout24 ist mit mehr als sechs Mio. Nutzern (Unique Visitors) pro Monat Deutschlands größter Immobilienmarkt. Monatlich werden nach Unternehmensangaben mehr als 180 Mio. virtuelle Immobilienbesichtigungen auf dem Portal durchgeführt. Das Unternehmen sitzt in Berlin und beschäftigt rund 500 Mitarbeiter. Die Immobilienplattform

Einfache Suche soll punkten „Faires Preismodell“

ImmobilienScout24.at will mit einer komfortablen und schnellen Suche nach Miet- und Kaufimmobilien punkten. Dabei wird eine Freitextsuche genutzt.

Vorerst können auf dem Portal nur Profikunden inserieren – bis Ende März gratis. Danach soll ein „faires Preismodell“ eingeführt

SHORT

Baukostenindex stieg 2011 um 2,3%

www.immobranche.at Alle relevanten Termine der Branche in einer Übersicht

Strabag 9,3 Mio. Euro

Immo-Terminkalender ist online

Erstmals Auftrag in Moldawien

Wien. Ein Terminkalender für die Immobilienbranche wird ab sofort unter www.immobranche.at angeboten. Darin werden alle wichtigen Branchenveranstaltungen von Pressekonferenzen über Abendevents bis zu börsenrelevanten Terminen bis hin zu Weiterbildungsangeboten dargestellt.

Wien. Der Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau stieg 2011 nach Berechnungen von Statistik Austria um 2,3%; 2010 betrug die Jahresveränderungsrate 3,2%. Im Tiefbau stiegen die Kosten stärker als der Hochbau. Für den Straßenbau ergibt sich ein Plus von 5,7%, beim Brückenbau 4,2%. Preissteigerungen gab es besonders bei Bitumen, Betonfertigteilen und „Energie und Treibstoffe“. (red)

© Union Investment Real Estate

Aberdeen verkauft „Sophienhof“ an Union

Der Sophienhof gehört nunmehr den Offenen Fonds der Union Investment.

Kiel. Die Aberdeen Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbH hat das Einkaufszentrum „Sophienhof“ in Kiel an die Union Investment und deren Offenen Immobilienfonds UniImmo Deutschland verkauft. Der Verkaufspreis liege über dem zuvor ermittelten Verkehrswert, heißt es. Der Sophienhof ist mit rund 120 Shops nahezu voll vermietet. (red)

Wien. Der börsenotierte Baukonzern Strabag hat erstmals einen Bauauftrag in Moldawien erhalten. Dabei soll ein 21 km langer Abschnitt der Straße M2 um 9,3 Mio. € saniert werden, der die Hauptstadt Chisinau mit der ukrainischen Grenze verbindet.

Redaktionell betreut

Straßennetzausbau

Die Infos werden von einer Redaktion recherchiert oder vom jeweiligen Veranstalter vorgeschlagen und nach einer Überprüfung im Kalender kostenlos publiziert. Das Betrachten des Onlinetools ist gratis. Zudem können die Daten z.B. über Outlook in persönliche Kalender geladen werden. (red)

In Moldawien mit rund 3,5 Mio. Einwohnern bestehe ein großer Bedarf, das Straßennetz auszubauen bzw. zu sanieren, heißt es beim Baukonzern. Man plane daher einen dauerhaften Standort in Moldawien, wobei auch Synergien aus dem Rumänien-Engagement erwartet werden. (APA/lk)

Alle wichtigen Termine der Immobranche ab sofort auf www.immobranche.at.

Immo-Beteiligungen Besonders günstig einkaufen

Metro-Konzern „Ungünstige Kapitalmarktsituation“

fairvesta mit plus 70% Umsatz

Kaufhof-Verkauf auf Eis gelegt

Tübingen. Das Immobilienunternehmen fairvesta mit Sitz in Tübingen meldet für 2011 einen Umsatz von 171,3 Mio. € und somit ein Umsatzplus von 70% gegenüber 2010.

Düsseldorf. Der Handelskonzern Metro hat die Gespräche zum Verkauf der Tochter Kaufhof „bis auf Weiteres“ eingestellt. „Die aktuelle Lage am Kapitalmarkt bietet keine geeigneten Rahmenbedingungen für eine so wichtige Transaktion“, so der neue Metro-Vorstandschef Olaf Koch. „Aus heutiger Sicht können wir das Ertragspotenzial besser selbst heben als durch einen Verkauf.“ Metro hatte zuletzt mit Austro-Immobilien-Investor René Benko und dem Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen über einen Verkauf der Warenhauskette verhandelt. Der Handelsriese musste im vierten Quartal Abstriche beim Umsatz hinnehmen. Der Konzern mit Töchtern wie Media-Saturn, Real und Kaufhof verbuchte von Oktober bis Dezember beim Umsatz ein Minus von 1,3% auf 19,5 Mrd. €. Analysten hatten im Mittel mit Erlösen von rund 19,3 Mrd. € gerechnet. Im Gesamtjahr stand ein Umsatz von 66,7 Mrd. € in den Büchern – 0,8 Prozent weniger als 2010. Kochs Vorgänger Eckhard Cordes, der zum Jahreswechsel seinen Posten geräumt hatte, hatte

Sondersituationen nutzen Das Erfolgskonzept: fairvesta nutzt Sondersituationen, wie Bankenverwertungen oder Zwangsversteigerungen, um Immobilien besonders günstig zu erwerben und

wieder zum Marktwert zu verkaufen. Die Fonds werden ausschließlich mit Eigenkapital finanziert. Die „fairvesta zweite Immobilienbeteiligungsgesellschaft mbH“ konnte so laut Unternehmensangaben eine durchschnittliche Rendite von 12,37% p.a. erzielen. Die durchschnittliche Beteiligungssumme liegt bei über 55.000 € pro Kunde und sei damit fast doppelt so hoch wie der Branchendurchschnitt, heißt es. (ks)

© mediendienst.com/Foto Wilke

Hochtief setzt die Flughäfenverkäufe aus Düsseldorf. Der deutsche Baukonzern Hochtief legt den Verkauf seiner sechs Flughafen-Beteiligungen auf Eis. „Das Marktumfeld ist schwieriger als erwartet“, begründet das ein Unternehmenssprecher. Es bleibe aber strategisches Ziel, die Hochtief Airports zu verkaufen. (red)

Marc Stilke, Chef von ImmobilienScout24, erwartet sich viel von Österreich.

fairvesta-Chef Otmar Knoll: „Kaufen in Sondersituationen günstig ein“.

nach einem schwachen Start in das für Handelsunternehmen entscheidende vierte Quartal bereits die Jahresprognose der Metro zusammengestrichen: Der Konzern gehe für 2011 von einem Umsatz leicht unter dem Vorjahreswert von 67,3 Mrd. € aus, beim operativen Gewinn (EBIT) vor Sonderfaktoren erwarte Metro ein Ergebnis leicht unter dem Wert von 2010 in einer Höhe von 2,4 Mrd. €. Dieses Ziel dürfte Metro erreicht haben. (ag)

© dpa/Oliver Berg

Marktführer in Deutschland

© Immobilienscout24

Wien. Die heimischen Online-Immobilienplattformen bekommen einen starken Konkurrenten: Die deutsche Plattform ImmobilienScout24 expandiert nach Österreich und ist ab sofort online. Als CountryManager wurde Patrick Schenner gewonnen, der zuvor Marketingleiter des heimischen Marktführers Immobilien.Net war.

werden. In den nächsten Monaten sollen die Kundenbasis erweitert und die Plattform mit weiteren Features ausgebaut werden. Man sei nicht gekommen, um Zweiter zu werden, meint Schenner: „Unser Anspruch ist es, mittelfristig auch in Österreich die Marktführerschaft zu übernehmen.“ Schon jetzt seien 28 der 30 wichtigsten Makler und Maklervereinigungen als Kooperationspartner an Bord. Ende 2012 rechne man damit, 400 gewerblichen Kunden in Österreich zu haben. Das entspreche in etwa 50% des gesamten relevanten Kundenpotenzials.

ist Teil der Scout24-Gruppe, die unter anderem Plattformen zu den Themen Autos, Finanzen und Jobs anbietet. Sie gehört zum Deutschen Telekom-Konzern. Der Markteintritt in Österreich wird mit mehr als 30 Mitarbeitern durchgeführt und ist Teil einer größeren Wachstumsstrategie. „Durch die Nähe zu Deutschland bietet das Nachbarland für uns ein großes Potenzial, da schon heute viele Anbieter grenzübergreifend inserieren und unsere Marke auch im Ausland eine sehr hohe Bekanntheit aufweist“, erklärt Marc Stilke, Geschäftsführer von ImmobilienScout24, die besondere Attraktivität des heimischen Marktes.

© immobranche.at

KURT SATTLEGGER

René Benko wird beim Kaufhof vorerst nicht zum Zuge kommen können.


L AW & OR DE R / P EO P LE & DATES

Freitag, 20. Jänner 2012

financenetreal:estate – 29

financenet@medianet.at

Millennium Tower Ab September auf fünf Etagen Hotel „Harry‘s Home“ geplant; Nächtigungen ab 69 Euro

SHORT

Studios im Büroturm

Kunde verklagt HVB auf 124 Mio. Euro

Wien. Künftig wird man in Österreichs höchstem Büroturm nicht nur arbeiten, sondern auch urlauben können: Im Millennium Tower am Wiener Handelskai hält ein Hotel Einzug. Im September soll „Harry‘s Home“ eröffnen. Das Economy Hotel wird über 97 Studios und Appartements verfügen. Die Preise beginnen bei 69 € pro Nacht und werden mit der Dauer des Aufenthalts günstiger. Zusatzangebote wie Frühstücksbuffet oder tägliche Reinigung gibt es gegen Aufpreis.

Für moderne Reisende

© Wikimedia

„Die perfekte Infrastruktur und die ideale Verkehrsanbindung mit eigenem Bahnhof und kurzen Wegen zum Flughafen sind die ideale Umgebung für unser Haus, das sich auf die Bedürfnisse des modernen Reisenden konzentriert“, sagt „Harry‘s Home“-Gründer und -Geschäftsführer Harald Ultsch.

Millennium-Tower ist der vierte Standort der mit fünf Jahren jungen Hotelkette.

Er geht von einem steigenden Zimmerbedarf im mittleren Preissegment in der Bundeshauptstadt aus. Die Wiener Herberge ist nach den Standorten in Linz, Graz und Dornbirn das vierte Haus der Innsbrucker Hotelkette. Das „Harry‘s Home“ in Wien wird eine Gesamtfläche von rund 4.200 m! mit fünf Etagen haben. Künftig wird auf den Stockwerken vier bis acht Hotelbetrieb herrschen. „Die Etablierung eines modernen Hotelkonzepts rundet das Angebot der Millennium City ab und stellt eine Bereicherung für den Standort dar“, so Millennium CityGeschäftsführer Gerald Liebscher. Die Millennium City wurde 1999 von den Architekten Gustav Peichl, Boris Podrecca und Rudolf F. Weber als „erstes Town-in-TownKonzept Österreichs“ errichtet; es kombiniert Büro- und Wohnflächen mit Shopping- und Entertainmentbereich (ag/lk)

© dpa/A3817 Tobias Hase

97 Studios und Appartments. Gründer Harald Ultsch: „Perfekte Infrastruktur und Verkehrsanbindung“.

Der HVB, dem Schwesterinstitut der Bank Austria, droht eine Klage.

München. Der HypoVereinsbank (HVB) droht ein millionenschwerer Schadenersatzprozess. Ein HVB-Kunde hat die Münchner Tochter der italienischen UniCredit auf Zahlung von 124 Mio. € verklagt. Der Kläger wirft der Bank fehlerhafte Beratung und Pflichtverletzungen bei Aktiengeschäften vor. Laut FTD sei der Kläger ein vermögender Privatkunde, der wegen angeblicher Falschberatung mit seinen Aktiengeschäften gegen deutsches Steuerrecht verstoßen habe. (ag)

Ex-Aktionärsvertreter gestand Insiderhandel

Wohnungsinserate Laut Energieausweis-Vorlagegesetz müssen die Heizkosten künftig ausgewiesen werden

Inserate künftig mit Energiekennzahlen Wien. Wohnungsinserate werden künftig kostentransparenter: Der Ministerrat hat am Dienstag ein Energieausweis-Vorlagegesetz (EAVG) beschlossen, wodurch in Zukunft die wichtigsten Energiekennzahlen des Objekts angegeben werden müssen; somit wisse man im Vorhinein relativ genau, womit man bei den Heizkosten rechnen müsse, so Justizministerin Beatrix Karl. „Weiters erleichtern wir Käufern und Mietern die Durchsetzung ihres Rechts auf einen Energieausweis“, so Karl. Notfalls können auch gerichtliche Schritte gesetzt und eine Verwaltungsstrafe verhängt werden. Mit dem EAVG wird der zivilrechtliche Teil einer EU-Richtlinie

München. Ein ehemaliger Sprecher der deutschen Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) hat am Dienstag vor dem Landgericht München Insiderhandel in 92 Fällen gestanden. Damit räumte er die Vorwürfe der Anklage in vollem Umfang ein. Der Diplomvolkswirt hatte demnach im Jahr 2006 zusammen mit zwei weiteren früheren SdK-Mitarbeitern eine Mehrheit an dem Pharmaunternehmen NascaCell gekauft und vor dem IPO mit falschen Informationen in Börsenbriefen den Kurs in die Höhe getrieben. „Ohne diese Veröffentlichungen wären Einstandskurse von bis zu 11,50 Euro nicht zustande gekommen“, hieß es in der Anklage. Ihre Aktienpakete verkauften die Männer den Ermittlungen zufolge für rund 12,5 Mio. €. (ag)

umgesetzt, die durch Senkung des Verbrauchs und stärkere Nutzung Erneuerbarer Energien für mehr Energieunabhängigkeit der Europäischen Union sorgen soll.

Das neue Gesetz soll mit 1. Dezember in Kraft treten. Damit werde den betroffenen Gruppen genug Zeit eingeräumt, die Vorgaben umzusetzen, so die Justizministerin. Die Pflicht zur Anzeige der Zahlen in Druckwerken und elektronischen Medien gilt für den Verkäufer oder Bestandgeber als auch für den von diesem beauftragten Immobilienmakler (siehe: http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/ME/ ME_00303/imfname_227982.pdf).

© BMWF/Christian Jungwirth

Genug Zeit für Umsetzung

Karl: „Wohnungsinserate sollen künftig für den Verbraucher transparenter werden.”

Um ein Drittel weniger Blüten in Österreich

Haftung Österreichischer Geschäftsführer haftet für Verzug bei der Konkursanmeldung der slowakischen Gesellschaft

kurses bei Überschuldung seiner slowakischen Gesellschaft stellen muss, während seine Pflicht, den Konkursantrag erst bei Zahlungsunfähigkeit zu stellen, aufgehoben wird.

Gutachten empfohlen Bei der Feststellung des Vermögens geht man grundsätzlich

© enwc RechtsanwŠlte

Der Großteil einer umfassenden Novelle des slowakischen Konkursgesetzes ist am 1.1.2012 in Kraft getreten. Aufgrund eines längeren Vorbereitungsbedarfs treten jedoch einige Änderungen erst ab 1.1.2013 in Kraft. Für österreichische Investoren sind insbesondere die neue Definition der Überschuldung und die damit zusammenhängende Haftung der Geschäftsführung von großer Bedeutung. Da die neue Haftung 4 Jahre „rückwirkend“ greift, können von ihr auch „ehemalige“ österreichische Geschäftsführer betroffen sein. Derzeit gilt ein slowakisches Unternehmen erst dann als überschuldet, wenn der Wert seiner fälligen Verbindlichkeiten die Höhe seines Vermögens übersteigt. Ab 2013 ist ein Unternehmen überschuldet, wenn der Gesamtbetrag seiner Verbindlichkeiten (ohne Rücksicht auf Fälligkeit) die Höhe seines Vermögens übersteigt. Für einen österreichischen Geschäftsführer einer slowakischen Gesellschaft bedeutet diese Änderung, dass er in jedem Fall einen Antrag auf Einleitung des Kon-

Andrej Leontiev, e|n|w|c.

von den Buchwerten aus. Dem Geschäftsführer ist jedoch zu empfehlen, ein Gutachten erstellen zu lassen, das auch die erwarteten Ergebnisse des Betriebs (Wert des Betriebs) berücksichtigt. Ein solches Gutachten wird in der Regel einen höheren Wert des Betriebs im Vergleich zum Buchwert aufweisen. Ein weiterer Vorteil des Gutachtens ist, dass dieses bei Bedarf als Beweis für die „ordentliche Sorgfalt“ des Geschäftsführers gilt und er sich dadurch einer möglichen Haftung entziehen kann.

rechtzeitig zu stellen, verletzt hat, muss einen Betrag in der Höhe des Stammkapitals der Gesellschaft, höchstens jedoch das Zweifache des Mindeststammkapitals (d.h. bei der GmbH 2 x 5.000 €) zahlen. Einer Strafzahlung, die der Masseverwalter einzutreiben hat, entgeht der Geschäftsführer nur dann, wenn er beweist, dass er mit „ordentlicher Sorgfalt“ gehandelt hat. Dieser Beweis würde durch das empfohlene Gutachten erbracht.

Neue Sanktion

Im Bezug auf eine Konkursantragstellung durch den Geschäftsführer ist dennoch in jedem Fall anzuraten, einen Experten hinzuzuziehen, der die Novelle des Konkursgesetzes in seiner Ganzheit kennt und auf allfällige weitere Besonderheiten aufmerksam machen kann.

Im Falle eines verspäteten Konkursantrags hebt die Novelle die bisher geltende unbeschränkte persönliche Haftung des Geschäftsführers gegenüber den Gläubigern auf. Ab 2013 wird eine neue Sanktion eingeführt: Jeder Geschäftsführer, der seine Funktion innerhalb von 4 Jahren vor Einleitung des Konkurses ausgeübt hat und seine Pflicht, den Konkursantrag

Experten beiziehen

JUDr. Andrej Leontiev, e|n|w|c Rechtsanwälte Bratislava a.leontiev@enwc.com www.enwc.com

© APA/Georg Hochmuth

Neues Konkursgesetz in der Slowakei

Taucht am häufigsten als Falschgeld hierzulande auf: 50-Euro-Banknote.

Wien. Die Zahl der Fälschungen von Euro-Banknoten ist 2011 in Österreich stark rückläufig gewesen: Bundesweit wurden im Vorjahr 5.583 Stück falsche Banknoten aus dem Umlauf sichergestellt (-36,6% gegenüber 2010), berichtet die Österreichische Nationalbank (OeNB). Dies sei das zweitbeste Ergebnis seit Einführung des Euro. Europaweit waren es insgesamt 606.000 Stück „Blüten“ (-19,3%). Die starke Abnahme der Fälschungen führt laut OeNB in Österreich zu einem Rückgang des Schadens auf 454.050 € (-26,4%). Der heimische Anteil an den gesamteuropäischen Fälschungen liegt bei 0,92%. (ag)


P EO P L E& DATES

30 – financenetreal:estate

Freitag, 20. Jänner 2012

financenet@medianet.at

Bankhaus Spängler Auf Einladung der Bank Spängler skizzierte der Zukunftsforscher Matthias Horx die Gründe, doch optimistisch zu sein

„Kein Grund zum Pessimismus“

Oft seien negative Meinungen und Stimmungsbilder bei vielen Menschen ganz einfach festgefahren – aber dennoch falsch, meint Horx: „Mit Fakten lassen sich zahlreiche Krisen- und Katastrophenszenarien schnell widerlegen. Weltweit gesehen nimmt beispielsweise die Armut gar nicht zu, insgesamt leben die Menschen in immer mehr Wohlstand.“ Das betreffe laut Horx

SHORT

Verlag Linde Der Weg zum Businessplan

Österreichisches Siedlungswerk Networken bei Punsch, Glühwein und Maroni

Überraschend Kursplus

ÖSW lud zum Neujahrspunsch

Yahoo-Gründer Yang tritt ab

Wien. Am 11. Jänner luden die Vorstände des Österreichischen Siedlungswerks (ÖSW), Michael Pech und Wolfgang Wahlmüller, zum traditionellen Neujahrspunsch in den Innenhof des ÖSW-Firmensitzes im 8. Wiener Gemeindebezirk.

Wien. Im Verlag Linde ist das Werk „Businessplan professionell – von der Vision zur Operationalisierung“ von den Autoren Martin Heger, Michael P. Schermann und Klaus Volcic neu erschienen. Von der Idee bis zur Umsetzung werden sämtliche Aspekte bei der Erstellung eines Businessplans für die professionelle Präsentation bei Entscheidungsträgern, Investoren und Förderstellen auf 240 Seiten dargestellt. 48 €, ISBN: 9783714301854 (red)

Bangalore/Washington. Der Mitbegründer und frühere Chef von Yahoo, Jerry Yang, zieht sich komplett aus dem angeschlagenen Internetkonzern zurück. Yang sei „aus dem Vorstand sowie von allen anderen Posten zurückgetreten“, teilte das Unternehmen mit. Anleger reagierten positiv: Die Aktie kletterte nachbörslich 4,6%. Der Anbieter von Maildiensten, Suchfunktionen und Nachrichten im Netz hat zuletzt an Relevanz verloren und befindet sich wegen stagnierender Umsätze im Umbruch; jüngst gab es sogar Verkaufsgerüchte. Auf dem Höhepunkt des Booms war die Aktie mehr als 125 USD wert, heute notiert sie um die 12 USD. (ag)

Rund 400 Gäste Rund 400 Gäste aus Bauwirtschaft, Finanz, Architektur und Politik folgten der Einladung des ÖSW und nahmen bei Punsch und Glühwein sowie „Maronibräter“Delikatessen und anderen Snacks die Gelegenheit zum Kennenlernen, zum gegenseitigen Austausch sowie zum Networken schon zum Jahresanfang wahr. (red)

© APA/Hans Klaus Techt

Galerie artziwna lädt in neue Räumlichkeiten

Gerald & Monika Ziwna (Galerie artziwna) laden am 27.1. zur Eröffnung.

H. Fichta, G. Winkler, W. Wahlmüller, I. Meier, M. Pech (alle ÖSW) und E. Hackl (ABV).

Außenwirtschaft der WKO Ganztägige Veranstaltung

Bank Austria Mit K-sure

Mobil Versicherer am iPad

Islamic Investment & Banking

Korea-Achse

VIG launcht App

Wien. Schariakonforme Finanzierungen zählen zu den am schnellsten wachsenden Märkten. Die Außenwirtschaft Österreich (AWO) der Wirtschaftskammer lädt deshalb am 31. Jänner zu einer internationalen Konferenz zu dem Thema in die Wiedner Hauptstraße in Wien. Das Islamische Bankensystem biete alternative Instrumente und verfüge auch in den aktuell schwierigen Zeiten über die nötige Liquidität. Das Interesse

Wien. Die Bank Austria hat kürzlich eine Absichtserklärung über eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem südkoreanischen Exportversicherer Korea Trade Insurance Corporation (K-sure) unterfertigt. Ausschlaggebend für diese Absichtserklärung soll das Netzwerk der Bank Austria in der Region Zentral- und Osteuropa gewesen sein, das Tochterbanken in 18 verschiedenen Ländern und rund 3.800 Filialen umfasst. Die Bank Austria wolle künftig südkoreanische Exporteure mit Finanzierungen und Know-how im länderübergreifenden Geschäft unterstützen, heißt es.

Wien. Die Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherung Gruppe (VIG) launcht eine eigene App für das iPad. Mit der kostenlosen App sollen Investoren und Analysten jederzeit auf dem neuesten Stand sein können, wenn es um die Daten wie Aktienkurs, Ad hoc- und Pressemitteilungen sowie Geschäftsbericht und Unternehmens-Factsheet geht. Die heruntergeladenen Inhalte der App sollen auch im Offline-Modus verfügbar sein. (red)

von islamischen Investoren erstrecke sich dabei über viele Sektoren: Von Kommunen über Energie bis zu Immobilien und Finanzinstituten.

Westeuropa bevorzugt Gesucht werden von den potenziellen Investoren Projekte bevorzugt in Westeuropa. Im Rahmen des Forums stehen Experten auch für individuelle Gespräche zur Verfügung. (red)

Netzwerk ausschlaggebend

© WKO

Wien. Im historischen Gebäude in der Herrengasse 17 im ersten Bezirk in Wien wurde im Jahre 1816 die Oesterreichische Nationalbank gegründet. Nun öffnet an der dortigen Adresse die größte Kunstgalerie der Wiener Innenstadt mit 60 Exponaten international bekannter Künstler ihre Tore. Monika und Gerald Ziwna von der Galerie „artziwna” laden am 27. Jänner unter dem Titel „Von Brueghel bis Mack” zur feierlichen Eröffnung der neuen Räumlichkeiten der Galerie in die Herrengasse 17 im ersten Wiener Bezirk. Der Abend wird begleitet durch Eröffnungsreden von Elisabeth Olivares Diaz, Leiterin der Kunstsammlung der Oesterreichischen Nationalbank, Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Wiener Albertina, und den Gastgebern Monika und Gerald Ziwna. (ast)

Spängler Bank-Vorstand Werner G. Zenz (li.), Zukunftsforscher Matthias Horx.

Gerd Dückelmann-Dublany, AWO, lädt zur Veranstaltung am 31. Jänner in die WKO.

„Die Bank Austria als strategischer Partner kann aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung und starken Präsenz in der Region exportorientierte Unternehmen optimal auf ihrem Weg nach CEE begleiten und mit maßgeschneiderten Finanzierungslösungen unterstützen“, erklärt Angelo Rizzuti, Head of Structured Trade and Export Finance der UniCredit. (red)

© Petra Spiola

Fakten sprechen für sich

bildet als Männer und spätestens bis zum Jahr 2050 werden sie wohl auch deren Einkommensniveau erreichen. In den Vereinigten Staaten von Amerika bestimmen Frauen heute über 70 Prozent der Haushaltsausgaben”, betont Horx. Helmut Gerlich, Vorstandssprecher im Bankhaus Spängler, warnt ebenfalls vor einer allzu negativen Sicht: „Es ist wichtig, auch in einem solchen Umfeld an Lösungen zu arbeiten, Chancen zu ergreifen und Neues zu entwickeln.“ Und Gerlich sieht auch für Anleger trotz Finanzkrise Anlass für Optimismus: „Hochwertige Anleihen von gut aufgestellten Unternehmen sind derzeit besonders interessant. Bei einzelnen Anlagenklassen lassen sich durchaus gute Renditechancen nutzen. Insgesamt raten wir aber zu einer breiten Diversifizierung des Vermögens und einer konservativen Anlagestrategie.“ (red)

durchaus auch ehemalige Armenregionen. So würden in Afrika aktuell täglich 40.000 neue Handys verkauft – für Horx ein Zeichen, dass sich auch dort immer mehr Menschen „etwas leisten können”. Auch der Klimawandel sei laut Horx keine neue Entwicklung, sondern eine historische Konstante. Überschwemmungen, Dürren, Stürme, Erdbeben würden zur Menschheitsgeschichte gehören, sie könnten Kooperation und Innovation fördern, so Horx. „Ein Energiewechsel in Richtung auf postfossile Energien wird und kann dann auch den nächsten Aufschwung bringen”, so der Zukunftsforscher. Der Prozess des sich verändernden Klimas weise „eine langfristige Stabilität auf“, Horx bezeichnete dies als einen „Megatrend”. Ein weiterer derartiger Megatrend sei auch der Aufstieg der Frauen in unserer Gesellschaft. „Sie sind heute schon besser ge-

© ÖSW

Wien. „Die Welt wird nicht schlechter, sondern besser.” Der Zukunftsforscher Matthias Horx sieht keinen Anlass für den sich derzeit scheinbar global ausbreitenden Pessimismus. Auf Einladung des Bankhaus Spängler gab der Wissenschaftler den rund 200 anwesenden Gästen im Wiener Curhaus St. Stephan unlängst eine ausführliche „Anleitung zum ZukunftsOptimismus”.

© Bankhaus SpŠngler

„Megatrends“ wie der Klimawandel und der stetige Aufstieg der Frauen in der Berufswelt seien Innovationstreiber.

Peter Hagen, GD-Stellvertreter der VIG: „Apps notwendig für Stakeholder“.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, 20. JÄNNER 2012 – 31

healtheconomy WETTBEWERB

Die Ärztekammer sammelt bei ihrem Ball Geld für ihren Fürsorgefonds Seite 36

© life-science

© ballguide

CHARITY-TANZ

Forschungsbewerb „science2business“ startet in die nächste Runde Seite 36

FÖRDERUNG PÄDAGOGE ERHÄLT GELD FÜR PRÄVENTION © Ashoka

Umfrage: 82% fordern Gesundheitsreformen

© sxc

SHORT

© Rudolfiner-Verein–Rotes Kreuz/APA-Fotoservice/Schedl; sxc; Montgae: B. Schmid

© Johnson & Johnson

Megatrend Ein neuer Trend zeichnet sich in medizinischer Wissenschaft und zunehmend auch in der klinischen Heilkunde ab: die „personalisierte“ oder „individualisierte“ Medizin. Erstmals setzte sich damit ein hochkarätig besetztes Symposium in Wien auseinander. Die personalisierte Medizin soll mithilfe vor allem molekularbiologischer Methoden die individuellen Charakteristika einer Erkrankung bei einem bestimmten Patienten berücksichtigen. Das soll die Wirkung der Therapie steigern und Nebenwirkungen vermeiden helfen. Seite 33

Interview Die Österreich-Geschäftsführerin von Johnson & Johnson Medical, Doris Winkler (Bild), ortet einen wachsenden Spardruck auch im Medizinproduktebereich. „Auch wir spüren den Preisdruck stark. Es ist leider üblich, bei Preisvergleichen alleine den Preis eines Produkts heranzuziehen und nicht das Gesamtpaket. Damit meine ich die verbundenen Serviceleistungen“, sagt sie im healtheconomy-Interview. Ihre Reaktion: „Wir bieten zu unseren Produkten Serviceleistungen an, wie etwa Aus- und Weiterbildung für medizinisches Personal und Klinikmanagement.“ Seite 35

Sparpläne Kassenchef Hans Jörg Schelling erhält Rückendeckung für seine Forderung nach Reformen im teuren Spitalssektor: Der überwiegende Teil der Bevölkerung will endlich Änderungen im Gesundheitswesen sehen. Seite 32 Serie Burn-out Klinik Pirawarth bietet Hilfe zur Selbsthilfe

INHALT

Heilungsprozess dauert oft zu lang

Healthcare > Kommentar: Reformen sind wichtiger als Sparen 32 > Streit um Kollektivvertrag und höhere Löhne 32 > Neuer Konflikt in Tirol um umstrittenen Urologen 34 > Zahl der Fettsüchtigen nimmt stark zu 34

Medizintechnik und eHealth > Aus für geplante Magna-Klinik in Wien > Ärzte wollen Neustart für E-Medikation

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35 35

© Klinik Pirawarth

Pharmareport und Lifescience > Neuer Meilenstein für Biotech-Firma Apeiron

In Pirawarth sollen Burn-out-Patienten lernen, ihr Leben umzustellen.

Wien. Nach einer Schrecksekunde sind viele Patienten erleichtert. Es fehlt ihnen körperlich nichts, trotz der Symptome, die einen Herzinfarkt oder ähnlich dramatische Krankheitsbilder vermuten ließen. Auf die Diagnose Burn-out folgt oft die Erkenntnis, dass sich etwas ändern muss. Doch so eine Änderung dauert oft lange – vor allem, wenn die Kraft dazu fehlt. Experten suchen nun nach Lösungen, wie mit kurzen Auszeiten ein Umkehrprozess eingeleitet werden kann und so eine Rückkehr in den Alltag und damit in den alten Job möglich ist, sagt Hans-Günther Loher, Chef des Kurhotels Pirawarth. Seite 34


C OV ER

32 – healtheconomy

Freitag, 20. Jänner 2012

Gesundheitsreform Ärztekammer fürchtet Rationierung durch Sparmaßnahmen und warnt vor Eingriffen der Kassen

KOMMENTAR

Kassen: Länder sollen bei Spitälern Kosten senken

Sparen allein bringt wenig

Umfrage zeigt Zufriedenheit der Bevölkerung mit System und Reformnotwendigkeiten auf. Wien. Die Österreicher sehen im Gesundheitsbereich die größte Reformnotwendigkeit. In einer GfK-Umfrage für den Hauptverband der Sozialversicherungsträger meinten 82%, dass Reformen in der Gesundheit notwendig seien. Dahinter folgen die Schule und die Pensionen. Der Wunsch nach einer Gesundheitsreform entspringt aber keinesfalls einer Unzufriedenheit mit dem System. Nicht weniger als 85% halten das Gesundheitssystem für eines der besten in Europa. Trotzdem wird aber auch Kritik daran geübt. Eine satte Mehrheit von 86% stuft Doppeluntersuchungen in die Kategorie „Kostentreiber“ und nicht unter „mehr Sicherheit für den Patienten“ ein. Und mehr als drei Viertel kritisieren fehlende interne Abstimmungen: 78% haben das Gefühl, dass die linke Hand nicht weiß, was die rechte im Gesundheitssystem tut. Trotz der hohen Zufriedenheit mit ihren Ärzten plädiert eine überwältigende Mehrheit von 89% für eine regelmäßige Qualitätskontrolle. Jeweils rund ein Drittel wünscht sich dafür ein unabhängiges Institut, die Ärztekammer oder das Gesundheitsministerium.

MARTIN RÜMMELE

etzt sagen es uns schon die Finanzspezialisten: Sparen allein ist kein Zukunftskonzept. Es zerstört Strukturen, die dann für künftiges Wachstum und damit für künftige Steuereinnahmen fehlen. Sehr deutlich wird das im Gesundheitswesen. Rund elf Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung werden derzeit für Gesundheit ausgegeben. Verdammt viel Geld, könnte man glauben. Aber dieses Geld wird nicht einfach durch den Schornstein geblasen. Es sichert hunderttausende Arbeitsplätze und die Einnahmen von unzähligen Unternehmen in der Medizinproduktebranche, der Medizintechnik, dem Spitalsbau, der Arzneimittelindustrie in Spitälern und so weiter. Und all diese werden auch die Politiker benötigen, wenn sie in 20 bis 30 Jahren so alt sind, dass sie pflegebedürftig sein werden. Sind die Strukturen aber einmal zerstört, lassen sie sich nicht wieder aufbauen. Natürlich gibt es Reformbedarf im Gesundheitswesen. Das ist nun schon seit Jahrzehnten bekannt. Aber die Probleme sind komplexer, als dass sie sich mit einfachen Stammtischrechnungen lösen lassen. Die Formel: ‚Knüpfen wir das Ausgabenwachstum ans Wirtschaftswachstum und sparen so 1,8 Milliarden‘ klingt simpel. Genau das sollte uns aber angesichts des komplexen Systems zu denken geben.

J

Kassen sind zuversichtlich Der Vorstandsvorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, hält das von ÖVP-Seite genannte Einsparungsziel von 1,8 Mrd. € in den nächsten fünf Jahren im Gesundheitsbereich für realistisch. Der Schwerpunkt müsse dabei im Spitalsbereich liegen und Schelling pocht darauf, gemeinsam mit den Ländern eingebunden zu werden.

Wien. Die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 90.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich sind laut Gewerkschaft am Wochenende nach zwölf Stunden Verhandlung ergebnislos unterbrochen worden. Das Angebot einer Lohn-und Gehaltserhöhung zwischen 2,95 und 3,05% liege unter der Inflationsrate von 3,2 Prozent, weshalb es „völlig inakzeptabel“ sei, meint die Ge-

Anteil an der Gesamtbevölkerung in Prozent 2009 23 34 14

Großbritannien

23 9

OECD-Schnitt

17

16 9

Österreich

12 6

Frankreich

11 6

Schweden

11

8 2 4

Quelle: APA/OECD; Grafik: Raimund Appl

© APA/Barbara Gindl

5

Schweiz

Japan

werkschaft und kündigt Betriebsversammlungen an. Die Arbeitgeber halten hingegen die Forderung der Gewerkschaft für „völlig unrealistisch“. Die Betriebsräte planten bereits jetzt betriebliche und überbetriebliche Aktionen in allen österreichischen Regionen, um die Beschäftigten und die Öffentlichkeit über den Verhandlungsstand zu informieren, erklärten Michaela

7

Spanien

ale wie bei den Kassen zu heben. Vorgesehen ist dabei, die Auszahlung von Mitteln an die Erreichung von Finanzzielen zu binden, wie bei den Kassen mit dem Strukturfonds. Eine Einigung dazu gibt es aber noch nicht, es spieße sich derzeit vor allem an der Frage der Abgangsdeckung, meinte Schelling. Der Hauptverbands-Chef hält Reformen im Spitalsbereich, wie sie vor allem die Steiermark und Oberösterreich schon eingeleitet haben, für den richtigen Weg. Es gehe darum, Kleinspitäler zu spezialisieren und Akutbetten in Rehab und Geriatrie umzuwandeln. Die Planung und Steuerung müsse sektorenübergreifend auf Bundesebene erfolgen und es müsse in Regionen und nicht nach Bundes-

ländern gedacht werden. Deshalb kann für Schelling die Forderung der Länder nach neun Landestöpfen zur Finanzierung „nicht die Zukunft“ sein. Österreichische Medizinethiker und die Ärztekammer sehen dadurch am Horizont die Gefahr einer zunehmenden „kalten“ Rationierung der Leistungen im österreichischen Gesundheitswesen. Dies könnte vor allem durch die verordnete Diagnose- und Behandlungsrichtlinien geschehen, hieß es bei einem Hintergrundgespräch der Wiener Ärztekammer. Der Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer, Günther Wawrowsky: „Ich mache mir keine Sorgen um die Ärzte, ich mache mir nur Sorgen um die Patienten.“

Streit um Kollektivvertrag und höhere Löhne

FETTLEIBIGKEIT BEI ERWACHSENEN IM VORMARSCH

Vereinigte Staaten

Ärztekammer-Präsident Walter Dorner fürchtet, dass es bei Sparpaket auch zu Rationierung von Gesundheitsleistungen kommt.

Mit der Einwicklung der Krankenkassen zeigte sich der Hauptverbands-Chef zufrieden; sie werden seinen Angaben zufolge für das vergangene Jahr alle positiv bilanzieren und vermutlich Ende 2013 schuldenfrei sein. Für Schelling ist klar, dass die Gesundheitsreform heuer kommen muss: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ In der politischen Steuerungsgruppe für die Spitalsreform laufen die Gespräche nach Angaben des Hauptverbands-Chefs zwar konstruktiv, aber von einer Lösung sei man noch weit entfernt. „Alle müssen über ihren Schatten springen, aber derzeit sind die Schatten länger als gedacht.“ Im März ist die nächste Runde geplant. Ziel sei es, die Effizienzsteigerungspotenzi-

Gehaltsverhandlungen Mehr als 105.000 Beschäftigte in privaten und konfessionellen Einrichtungen betroffen

GRAFIK DER WOCHE

1990

© Österreichische Ärztekammer

MARTIN RÜMMELE

Die Gewerkschaft ist mit den Angeboten der Arbeitgeber unzufrieden.

Guglberger (vida) und Reinhard Bödenauer (GPA-djp) in einer Aussendung. Noch im Jänner sollen in den Betrieben Betriebsversammlungen stattfinden.

Nächste Runde im Februar Der Abschluss müsse für die Organisationen in der Sozialwirtschaft finanzierbar sein, betonte Wolfgang Gruber, Vorstandsvorsitzender der Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheitsund Sozialberufe (BAGS), nach der dritten Verhandlungsrunde. „Vor dem Hintergrund der Einsparungsmaßnahmen bei den öffentlichen Haushalten ist die Forderung der Gewerkschaft nach einer Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,1 Prozent daher völlig unrealistisch.“ Von den Arbeitgebern sei u.a. eine Verbesserung bei der Anrechnung der Elternkarenz zugesagt worden. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Februar geplant. Mit einem Eklat endete sogar die dritte Runde der KV-Verhandlungen für die rund 15.000 Beschäftigten in den Privatkran-

kenanstalten und konfessionellen Einrichtungen. „Nachdem sich die Arbeitgeber bislang geweigert hatten, überhaupt ein Angebot für die Gehaltserhöhung vorzulegen, warteten sie heute mit einem Angebot von lächerlichen 2,5% auf die Gehaltsstufe 7 auf. Das ist weit unter der Teuerung und eine Zumutung, angesichts der Tatsache, dass die Beschäftigten in den Privatkrankenanstalten ohnedies nur moderat entlohnt sind“, sagt der stellvertretende vida-Vorsitzende Willibald Steinkellner. Die Gewerkschaft brach die Verhandlung nach diesem „Schandangebot“ ab und fordert für den nächsten Termin am 24. Jänner ein seriöses Angebot ein. Umgelegt auf die oberen Gehaltsstufen, bedeute das Angebot der Arbeitgeberseite eine Einkommenserhöhung von 1,89%. Befremdlich sei das Verhalten der Arbeitgeber auch deshalb, weil sie selbst erst vor wenigen Wochen in einer Pressekonferenz auf die hohe Produktivitätssteigerung, den hohen Druck, der auf den Beschäftigten lastet, und ihre große Leistung hingewiesen hätten.


L I F E: S C I ENC E

Freitag, 20. Jänner 2012

healtheconomy – 33

Kongress Akademie der Wissenschaften diskutierte molekularbiologische Methoden in der Krebstherapie und zeigte neue Trends

Trend: Personalisierte Medizin

Forschung Apeiron

Meilensteine Wien. Erfolg für das Wiener Biotechunternehmen Apeiron: GlaxoSmithKline (GSK), der Lizenznehmer des rekombinanten humanen Angiotensin Converting Enzyme 2 (rhACE2) der Apeiron Biologics AG (Apeiron), hat kürzlich eine klinische Phase II-Studie für Patienten mit akutem Lungenversagen initiiert. Die Studie wird in Intensivstationen einer Reihe von klinischen Zentren in USA und Kanada durchgeführt. GSK hatte im Jänner 2010 eine exklusive weltweite Lizenz für die Entwicklung und Vermarktung des Medikaments erworben. Der finanzielle Umfang des Abkommens beruht auf zukünftigen Entwicklungserfolgen in mehreren Indikationen und beträgt insgesamt 230 Mio. €.

Noch keine Therapien

© Apeiron

Das akute Lungenversagen ist eine schwere Lungenerkrankung und kann durch verschiedene zugrundeliegende Indikationen hervorgerufen werden, wie etwa postoperative Komplikationen, akute Pankreatitis oder Lungenentzündung. Jährlich erkranken rund einige Hunderttausend Patienten daran. Zurzeit gibt es keine pharmazeutischen Therapien zur Behandlung des lebensbedrohlichen Syndroms. „Der Beginn der Studie ist für uns ein wichtiger Meilenstei in der klinischen Entwicklung neuer Therapien für schwere Erkrankungen mit unbefriedigenden Therapieoptionen“, sagt Apeiron-Vorstandsvorsitzender Hans Loibner. (um)

Die Studie soll Informationen über die Verträglichkeit und Wirksamkeit liefern.

Molekulare Medizin (CeMM) und der Klinischen Abteilung für Onkologie der Universitätsklinik am AKH präsentiert. Dort soll personalisierte Krebsmedizin (personalisierte oder individualisierte Therapie) vorangetrieben werden. So erklärte der Onkologe Gerald Prager bei der Präsentation des Projekts: „Wenn wir heute eine Gruppe von Patienten mit einem histopathologisch klassifizierten Tumor haben, geben wir die Standard-Ersttherapie. Bei einem Drittel der Patienten wird beispielsweise der Tumor kleiner und sie haben keine Nebenwirkungen. Das zweite Drittel hat keine Wirkung und nur Neben-

wirkungen – und die dritte Gruppe keine Wirkung und auch keine Nebenwirkung.“

Zellen bestimmen Therapie Die personalisierte Krebsmedizin soll hingegen die Auswahl der Therapie ganz genau auf die Charakteristika des einzelnen Patienten ausrichten und gleichzeitig Nebenwirkungen verhindern. Gleichzeitig soll der Kosteneinsatz verbessert werden. Prager: „Die Tumorzellen eines Mammakarzinoms können dieselben Charakteristika aufweisen wie die eines Prostatakarzinoms.“ Das dürfte in der Zukunft

zu einem Sprengen der Organgrenzen in der Onkologie führen: Nicht mehr „das Prostatakarzinom“ wird per Therapie anvisiert, sondern ein ganz bestimmter Untertyp von Karzinomzellen, die auch die Ursache von Karzinomen in anderen Organen sein kann. International ist ein enormer Bedarf für diese neue Entwicklung gegeben. Das liegt vor allem daran, dass die Medizin mit herkömmlichen medikamentösen Therapien in vielen Fällen einen Plafond erreicht hat, bei dem die Wirksamkeit kaum mehr erhöht werden kann. Das gilt auch speziell für die Onkologie. (iks/APA)

Gewöhnliche medikamentöse Therapien haben zunehmend ihre Grenzen erreicht.

www.waldquelle.at

Wien. Ein neuer Megatrend zeichnet sich in der medizinischen Wissenschaft und zunehmend auch in der klinischen Heilkunde ab: die „personalisierte“ oder „individualisierte“ Medizin. Erstmals setzte sich in diesen Tagen ein hochkarätig besetztes Symposium in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien mit diesem Thema auseinander. Die personalisierte Medizin soll unter Zuhilfenahme vor allem molekularbiologischer Methoden die individuellen Charakteristika einer Erkrankung bei einem bestimmten Patienten berücksichtigen. Das soll die Wirkung der Therapie steigern und Nebenwirkungen vermeiden helfen, bedeutet aber gleichzeitig einen Umbruch in der herkömmlichen Betrachtungsweise von Gesundheit und Krankheit. An der Medizinuniversität Wien wurde bereits das Projekt „Exact“ des Forschungszentrums für

© sxc

Spezielle Therapie soll weniger Nebenwirkungen und mehr Erfolge bringen, sagten Experten.


P HA R MA R E P O R T: L I F ES C I E NC E

34 – healtheconomy

Freitag, 20. Jän Jänner ner 2012

Serie Burn-out Teil 4 Therapie dauert oft lang, stationäre Behandlung soll Reha erleichtern

SHORT

Der Weg zurück

Novartis in den USA unter Kostendruck

Im Rahmen der Körperverhaltenstherapie, die das Kurhotel Pirawarth als eines der wenigen Institute in Österreich anbietet, lernt der Gast sich selbst und seine Bedürfnisse besser kennen. So legt zum Beispiel eine funktionale Analyse offen, wie Charakter, persönliche Einstellungen und Körperverhalten zusammenwirken. Loher: „Die Kuren sind für Menschen konzipiert, die einen besseren Umgang mit Stress erlernen wollen.“ Entwickelt wurde das Angebot bereits vor fünf Jahren, als das Thema Burn-out noch nicht so aktuell war. „Wir wurden damals noch belächelt“, sagt der Spezialist. Die Auseinandersetzung mit dem Thema helfe heute, ein offeneres Bewusstsein bei den Menschen zu schaffen. „Früher wurde das Eingeständnis, dass man vielleicht ein Burn-out hat, mit Schwäche gleichgesetzt, dass jemand die Jobanforderungen nicht schafft.“

MARTIN RÜMMELE

© EPA

Pirawarth. Diagnose: Burn-out. Nach einer Schrecksekunde sind viele Patienten erleichtert. Es fehlt ihnen körperlich nichts, trotz der Symptome, die einen Herzinfarkt, ein Blutgerinnsel im Gehirn oder ähnlich dramatische Krankheitsbilder vermuten ließen. Auf die Erleichterung folgt oft die Erkenntnis, dass sich etwas ändern muss. Denn die Attacke war „ein Schuss vor den Bug“. Doch so eine Änderung dauert oft lang – vor allem, wenn die Kraft dazu fehlt. „Wir versuchen, Menschen zu bestärken und Möglichkeiten zu schaffen, dass sie ihren Arbeitsplatz behalten können. Dazu wollen wir helfen, in ein bis zwei Wochen einen Impuls zu geben, der eine Umkehr einleitet“, sagt Hans-Günther Loher, Geschäftsführer des Kurhotels Pirawarth. Eine normale Reha dauert sonst sechs Wochen.

Der Pharmakonzern Novartis will jährlich 450 Mio. Dollar einsparen.

Basel. Durch den Ablauf des Patents für das Bluthochdruckmittel Dovian und eine erwartete geringere Nachfrage nach dem Blutdrucksenker Rasilez beziehungsweise Tekturna kommt Novartis in den USA unter Kostendruck. Als Konsequenz streicht das Pharmaunternehmen 1.960 Stellen.

Gewinnrückgang wegen Patent-Aus New York. Mit Oktober 2011 ist der Patentschutz von Eli Lillys bisher umsatzstärkstem Medikament Zyprexa zur Behandlung von Schizophrenie ausgelaufen. Die Gewinne des US-Konzerns gehen durch den Wettbewerb mit billigeren Kopien von Generika-Herstellern stärker zurück als erwartet worden ist.

Zahl der Fettsüchtigen nimmt stark zu

© dpa-Zentralbild/Ralf Hirschberger

Veröffentlichungspanne bei AstraZeneca

Pirawarth-Geschäftsführer Hans-Günther Loher sieht Bewusstseinsbildung positiv.

Untersuchung Vor allem Personen über 55 Jahre und mit niedrigem Bildungsniveau sind stark gefährdet

Wettlauf bei Hepatitis C Medikamenten New York. Der US-Konzern Bristol-Myers Squibb übernimmt das Pharmaunternehmen Inhibitex, dessen Hoffnungsträger, das Medikament INX-189 gegen Hepatitis C, gerade die Phase II der klinischen Erprobung durchläuft. Das Geschäft mit Hepatitis C Medikamenten hat enormes Wachstumspotenzial.

© Klinik Pirawarth

Klinik Pirawarth hat Kurzzeittherapie entwickelt, die rasche Hilfe ermöglicht.

Ältere Menschen mit schlechter Bildung leiden immer öfter an Adipositas.

Graz. Einen signifikanten Zuwachs der Adipositasrate bei Männern und Frauen zeigt eine Langzeituntersuchung zur Fettsucht in Österreich, die an der Med-Uni Graz durchgeführt wurde. Die Fettleibigkeit ist seit 1983 – abhängig von den jeweiligen Bevölkerungsgruppen – unterschiedlich angestiegen: Vor allem Personen ab dem 55. Lebensjahr mit niedrigem Bildungsniveau sind gefährdet, an Adipositas zu erkranken. Die Wissenschafter am Grazer Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie untersuchten die Entwicklung in der Erwachsenenpopulation zwischen 1983 und 2007, um betroffene Gruppen zu identifizieren und entsprechende präventive Maßnahmen zielgrup-

penspezifisch planen zu können. Dabei verwendeten sie Daten von rund 123.000 Personen aus vier nationalen, repräsentativen Erhebungen aus Interviews in Privathaushalten. Grundsätzlich zeigte sich, dass die allgemeine Prävalenz für Fettleibigkeit signifikant angestiegen ist. Insgesamt waren 1983 noch 10% aller befragter Frauen bzw. 8,5% (Männer) adipös. Im Jahr 2007 waren es bereits 15% der Frauen bzw. 13,8% der befragten Männer. „Die Dynamik der Zuwächse innerhalb der Bevölkerungsschichten ist unterschiedlich“, so die Studienautoren. „Die Personengruppe 55 plus mit niedrigem Bildungslevel verzeichnet den höchsten Anstieg an Adipositaserkrankten.“ (iks)

Gericht Spitalsgesellschaft Tilak und Staatsanwaltschaft orten Verleumdung, Datendiebstahl und Dokumentenfälschung

AstraZeneca bekräftigt Ausblick für 2011 sowie die mittelfristigen Ziele.

London. Nach der versehentlichen Veröffentlichung vertraulicher Daten bestätigt der britische Pharmakonzern AstraZeneca seine bisherigen Ziele. Die ungeplant veröffentlichten Daten seien veraltet. Für 2011 rechnet AstraZeneca mit einem Gewinn je Aktie zwischen 7,20 USD und 7,40 USD.

Plus für Aktionäre trotz Ablauf von Patenten San Francisco. Merck, der nach Pfizer zweitgrößte Arzneimittelhersteller der USA, will seine Aktionäre mit dem Rückkauf eigener Aktien bei Laune halten. Bis Ende des letzten Jahres hatte das Unternehmen bereits eigene Aktien im Wert von umgerechnet 2,34 Mrd. € zurückgekauft.

Innsbruck. Der wegen einer umstrittenen Zelltherapie gegen Harninkontinenz in die Kritik geratene und in einem Gerichtsprozess freigesprochene Tiroler Urologe Hannes Strasser ist wieder im Visier der Staatsanwaltschaft. Nun wurde eine Hausdurchsuchung bei Strasser durchgeführt, bei der mehrere Computer beschlagnahmt wurden. Der Tiroler Landeskrankenhauserhalter Tilak berichtete in einer Pressekonferenz, man habe Strasser von einem Privatdetektiv beschatten lassen und ihn bereits im November 2011 wegen des Verdachts auf strafbare Handlungen angezeigt. Strasser selbst sprach von einer „überzogenen Maßnahme“ und wies die Vorwürfe zurück. Der Privatdetektiv habe einen umfangreichen Akt mit vielen Bildern angefertigt. „Wir sind seit mehr als zwei Jahren mit anonymen Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft, Postings, E-Mails und vielem mehr durch Strasser konfrontiert“, begründete Tilak-Vorstandsdirektor Stefan Deflorian diesen Schritt. Strasser habe unter anderem führende Mitarbeiter

verleumdet, Ärzten kriminelle Machenschaften unterstellt sowie Dokumente widerrechtlich verwendet und manipuliert. Der Urologe habe sogar behauptet, er sei von der Tilak-Führung mit Mord bedroht worden. Sämtliche durch Strasser angestoßene Ermittlungen hätten zu keinem Ergebnis geführt, meinte Deflorian. „Der Schaden für die Tilak und für die Betroffenen ist enorm.

Zusätzlich wurden die Patienten verunsichert. Das ist niederträchtig“, sagte der Vorstandsdirektor. Für die Tilak seien damit die Tatbestände der Verleumdung, der Kreditschädigung, des Datendiebstahls, der Dokumentenfälschung, der beharrlichen Verfolgung sowie der Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung erfüllt. Staatsanwalt Hansjörg Mayr hatte erklärt, dass die Hausdurch-

© Universitätsklinik Innsbruck

© EPA

Streit um Tiroler Urologen geht weiter

Die Tiroler Landeskrankenanstaltengesellschaft kommt nicht zur Ruhe.

suchung wegen angeblich verfälschter Anzeigen erfolgt sei. Strasser werde verdächtigt, der Verfasser dieser Anzeigen zu sein und diese unter falschem Namen gezeichnet zu haben. Die Anzeigen sollen laut Mayr zudem „verleumderisch“ sein. Strasser dazu: „Offensichtlich will man meine gesamte Familie hineinziehen.“ Im Hinblick auf die von ihm gegen die Tilak eingebrachte Schadenersatzklage versuchten Verantwortliche des Landeskrankenhauserhalters offenbar „ihren Kopf zu retten“. Gegen Strasser laufen auch Ermittlungen wegen des Verdachts auf Körperverletzung rund um die Zelltherapie. Anfang August 2011 war er am Landesgericht Innsbruck von den Hauptvorwürfen des Betruges und der Untreue freigesprochen worden. Wegen Falschaussage und Fälschung von Beweismitteln erhielt er jedoch eine unbedingte Geldstrafe in der Höhe von 4.500 €. Dem Urologen war damals laut Gericht kein Schädigungsvorsatz nachweisbar.


ME D IZ I NTE CHNI K : E- H EA LT H

Freitag, 20. Jänner 2012

healtheconomy – 35

Interview Johnson & Johnson Medical-Geschäftsführerin Doris Winkler bietet Gesamtlösungen an und will sparen helfen

SHORT

„Oft zählt nur noch der Preis eines Produktes“

Studien über Wirkung von y-doc Infotainment Wien. Zwei neue Studien bestätigen die Wirksamkeit von Werbespots bei y-doc Infotainment. Schütz Marketing Services befragte Allgemeinmediziner und Gynäkologen mit und ohne WartezimmerTV. Der Bekanntheitsgrad des beworbenen Produkts liegt bei den Ärzten bei 42%, bei der Kontrollgruppe ohne y-doc Screens bei 10%. Laut einer weiteren Studie, die für MAM Baby durchgeführt wurde, gaben 75% von 45 Kinderärzten an, dass sie vermehrt von den Patienten auf das beworbene Produkt angesprochen werden; 75% führten dies auf den Werbespot im Wartezimmer-TV zurück.

Medizinproduktehersteller bietet eigene Schulungen für medizinisches Personal an. healtheconomy: Wie beurteilen Sie die Sparbemühungen im Gesundheitswesen? Betrifft das auch die Medizintechnik? Doris Winkler: Die Sparbemühungen betreffen auch Medizinprodukteunternehmen und auch wir spüren den Preisdruck stark. Es ist leider üblich, bei Preisvergleichen alleine den Preis eines Produkts heranzuziehen und nicht das Gesamtpaket. Damit meine ich damit verbundene Serviceleistungen.

healtheconomy: Sie bieten Produkte und Dienstleistungen an? Winkler: Ärzte und Pflegepersonal sehen sich mit rasantem medizinischen Fortschritt konfrontiert, der den Bedarf an Aus- und Weiterbildung erhöht. Diesem begegnen wir mit einem breiten Spektrum an ‚Professional Education‘-Angeboten, die u.a. Produktschulungen, Schulungen von Chirurgen durch Chirurgen sowie Trainings für Nachwuchschirurgen und OP-Personal beinhalten. Johnson & Johnson hat mehr als 25 solcher Center. healtheconomy: Wo liegen generell die Schwerpunkte Ihres Unternehmens und greifen die Bereiche ineinander? Johnson & Johnson

Das iPhone als Gesundheitscoach

© iJoule

© Johnson & Johnson

healtheconomy: Und die sind? Winkler: Wir bieten zu unseren Produkten Serviceleistungen an, wie etwa Aus- und Weiterbildung für medizinisches Personal und Klinikmanagement. Wichtig sind auch Strategien, mit denen man Kosten im System generell reduzieren kann. Wir entwickeln hochwertige Produkte, die helfen, diese Kosten zu verringern. Ein Beispiel ist unser antibakteriell beschichtetes Nahtmaterial, mit dem sich postoperative Wundinfektionen reduzieren und so Kosten sparen lassen.

Österreich-Geschäftsführerin Doris Winkler: „Unternehmen fühlt sich auch Mitarbeitern und dem Gemeinwesen verpflichtet.“

Chirurgie und Hernienchirurgie bis hin zu Gynäkologie, Urologie und Wundversorgung.

Medical ist ja sehr breit aufgestellt. Winkler: Das Unternehmen setzt sich aus verschiedenen Unternehmensbereichen zusammen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Ärzten, Pflegepersonal und Krankenhäusern jene Produkte zur Verfügung stellen, die zur Versorgung von Patienten erforderlich sind, die an gravierenden Erkrankungen leiden. Jeder Bereich hat Zugriff auf das Know-how und die Ressourcen der anderen Unternehmensbereiche.Abgedeckt wird ein breites Spektrum an therapeutischen Bereichen, von Kardiologie und Elektrophysiologie, Orthopädie, Neurochirurgie, Sportmedizin und Traumatologie über offene und minimal-invasive Chirurgie, bariatrische Chirurgie, plastische

healtheconomy: Das betrifft dann konkret welche Produkte? Winkler: Die Produktpalette umfasst unter anderem Stents und Katheter, Endoprothesen, chirurgisches Nahtmaterial, Nadeln und Implantate, Produkte für Wundverschluss, Hämostase und Versiegelung, Instrumente für die offene und minimal-invasive Chirurgie, Magenbänder und Magenbypass, bis hin zu Blutzuckermesssystemen und Kontaktlinsen. healtheconomy: Ihr Credo ist Verantwortung gegenüber Kunden, Mitarbeitern, dem Gemeinwesen

Investition Projekt mit Siemens kommt offenbar nicht

und Aktionären. Wie geht das? Winkler: Unser Credo ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Ein Beispiel ist das ‚KiBiS Work Life Management Project‘, das wir gerade durchführen. Ziel ist es, durch die Entwicklung und Umsetzung von ‚Work-Life Management‘-Maßnahmen eine Balance zwischen Unternehmens-interessen und den Bedürfnissen der Mitarbeiter zu erreichen. Die Verantwortung gegenüber dem Gemeinwesen wird in unseren CSR-Initiativen sichtbar. Beispiele sind die Unterstützung von Initiativen wie ‚Große schützen Kleine‘ mit dem Ziel der Unfallverhütung im Kindesalter, Selbsthilfeorganisationen wie den ‚Schmetterlingskindern‘ oder sozialen Initiativen.

Die neue iPhone App „iJoule“ soll in ein gesünderes Leben begleiten.

Wien. iJoule, eine neue App für das iPhone, soll Menschen darin unterstützen, ein gesünderes und bewussteres Leben zu führen. Basis des iJoule-Prinzips sind kurze, einfache, tägliche Übungen und Expertentipps. Die iJoule-App erklärt genau Ursache und Wirkung jeder einzelnen Regel. Mit positiven Botschaften sollen die psychischen Kräfte ohne schlechtes Gewissen oder Verbote mobilisiert werden. Durch Wiederholungen soll das gesunde Verhalten dauerhaft automatisiert werden, wie zum Beispiel das tägliche Glas Wasser am Morgen.

E-Health Nach Kritik an Pilotversuch zeigen sich Ärzte von geringen Zahlen betroffen

Aus für Magna-Klinik Ärzte wollen E-Medikation-Neu

Frank Stronach interessiert sich für Gesundheit – Projekte stocken aber.

übernommen, um ein Ordinationshaus für ambulante Leistungen zu errichten“, erklärte PrivatklinikGeschäftsführer Walter Ebm in der entsprechenden Meldung. Der Rest des Areals solle zum GerdaMatejka-Felden-Park umgestaltet werden.

Wien. „Das Pilotprojekt E-Medikation ist aus Sicht der Wiener Ärztekammer ein einziges Desaster“, resümiert Johannes Steinhart, Vizepräsident der Wiener Kammer. Vor allem im Hinblick auf die „bescheidenen Zahlen“ der Teilnehmenden zeigt sich Steinhart von der „Selbstbeweihräucherung des Hauptverbands“, wie er es in einer Aussendung nennt, anlässlich des Endes der Pilotphase irritiert.

Geht Stronach nach Graz? „2014 soll alles fertig sein“, wird Ebm zitiert. Die Initiatoren des Projekts, Magna und Siemens, wollten dazu keinen Kommentar abgeben. Magna International und der Technologiekonzern Siemens wollten ursprünglich um 100 Mio. € das „International Healthcare Center Vienna“ errichten. Später wurde die Dimension des Bauvorhabens auf 30 Mio. € nach unten geschraubt, auch die Eröffnung verschoben. Statt 2009 hätte das Forschungszentrum frühestens 2012 die Arbeit aufnehmen sollen. Nun ist das Projekt offensichtlich geplatzt. Zuletzt hat Stronach wie berichtet angekündigt, ein Medizinisches Forschungszentrum im Raum Graz errichten zu wollen. (iks)

„Denn von den angestrebten 50.000 Patientinnen und Patienten haben in den Pilotregionen gerade einmal 8.000 die Einverständniserklärung zur Teilnahme unterschrieben; nur 3.000 davon haben auch tatsächlich Medikamente in den teilnehmenden Apotheken bezogen.“ Ebenso weit hinter den ursprünglichen Vorgaben sei die Beteiligung der Ärztinnen und Ärzte geblieben: Nur 83 Mediziner

© panthermedia/Arne Trautmann

© APA/Herbert Neubauer

Wien/Graz. Das vom Autozulieferkonzern Magna im Jahr 2006 angekündigte medizinische Forschungs- und Diagnosezentrum in Wien dürfte nun doch nicht kommen: Laut einem Vorab-Bericht der Wiener Zeitung wurde das dafür vorgesehene Grundstück neben dem AKH von der „Wiener Privatklinik“ zurückgekauft. „Nach dem Ausscheiden von Stronach bei Magna haben wir die Fläche wieder

E-Medikation soll Wechselwirkungen zwischen Verordnungen vermeiden.

konnten für eine Beteiligung am Pilotprojekt gewonnen werden, geplant waren 250. Weder die Ärzte noch die Patienten konnten in der Pilotphase von der E-Medikation überzeugt werden. Allerdings hat die Ärztekammer mit ihrer Kritik die Ärzteschaft auch nicht dazu ermuntert, teilzunehmen.

Praxistaugliche Lösungen Erfreut zeigt sich der Ärztekammervize über die Aussage des Vorsitzenden des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, dass die Akzeptanz bei Ärzten, Apothekern und Patienten davon abhänge, dass gesetzliche Rahmenbedingungen praxistaugliche Lösungen erlauben. „Wenn der Hauptverbandvorsitzende diese Aussage ernst meint, gehört die gesamte E-Medikation, wie sie in der Pilotphase erprobt wurde, in den Müll. Das Projekt gehört von Grund auf neu durchdacht beziehungsweise mangels Erfolgsaussicht gar nicht realisiert“, fordert Steinhart. (iks)


ME NS C HE N & KA R R I ER E N

36 – healtheconomy

Freitag, 20. Jänner 2012

Wettbewerb science2business: Award für Forschungskooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

SHORT

Kluge Ideen – angewendet

Wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet

Wien. Bereits zum 6. Mal wird im Rahmen der life-science-success 2012 der „science2business Award“ für die besten Forschungskooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft vergeben. Insgesamt 12.000 €, bereitgestellt vom Wirtschaftsministerium, erwarten die Gewinner. Zusätzlich wird heuer zum ersten Mal der Janssen Special Award in der Höhe von 4.000 € vergeben.

Gezielte Förderprogramme Durchgeführt wird der science2business Award von life-science Karriere Services in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Wien und dem Wirtschaftsministerium. „Wir unterstützen die Angewandte Forschung durch gute Rahmenbedingungen und gezielte Förderprogramme. Gleichzeitig wollen

© Sophie Kirchner

Gesundheitswirtschaft: Kongress in Wien

Seltene Erkrankungen Anlaufstelle ist Pro Rare Austria

Ärzteball Gesellschaftliches Highlight am 28. Jänner

Neuer Dachverband gegründet

Tanzen für den Fürsorgefonds

Wien. Im Rahmen der jährlichen Konferenz für seltene Erkrankungen wurde mit dem Verein Pro Rare Austria nun auch in Öster-

Wien. Alles Walzer im Festsaal, heiße Latino-Rhythmen in den Radetzky-Appartments: Die Wiener Ärzteschaft lädt am 28. Jänner ab 20 Uhr zu ihrem bereits 62. Ärzteball in die Hofburg – einem der traditionellen gesellschaftlichen Höhepunkte des Faschings in der Bundeshauptstadt. Immer am letzten Samstag im Jänner sind die prunkvollen Räumlichkeiten der Wiener Hofburg für den seit sechs Jahrzehnten stattfindenden Ärzteball reserviert. Der Wiener Ärzteball in seiner spezifischen Tradition, was das Protokoll des Ablaufs mit Eröffnung, Mitternachtseinlage und Ballausklang, Damenspende und Dresscode betrifft, zählt mit seinen knapp 4.000 Besuchern zu den Glanzlichtern der Wiener Ballsai-

© Pro Rare Austria

Im März diskutieren wie 2011 Experten über die Gesundheitsbranche.

Wien. Der 4. Österreichische Gesundheitswirtschaftskongress am 7. März in Wien diskutiert unter anderem das Thema „Zusammenarbeit von Ärzten und Managern“. „In Zeiten knapper Mittel werden alte Feindbilder wieder aktiv“, konstatiert Konrad Rippmann, Referent, Chirurg und Unternehmensberater: „Zu Beginn des Jahres 2012 verschärft sich die Diskussion zwischen Ärzten und Geschäftsführern der Spitäler.“

Teilnehmer der Gründungsversammlung von Pro Rare im Wiener AKH.

reich ein Dachverband der Selbsthilfegruppen für Menschen mit seltenen Erkrankungen gegründet. Hauptziel der neuen Allianz: Verbesserung der Rechte und Lebensbedingungen von Betroffenen. Diese Erkrankungen zeichnen sich dadurch aus, dass nur wenige Menschen betroffen sind, genaugenommen nur 5 von 10.000. Allerdings werden im sogenannten Orphanet (www.orpha.net) mittlerweile bis zu 8.000 offiziell anerkannte „Rare Diseases“ geführt. Auf die Bevölkerung von Österreich umgelegt, bedeutet das, dass etwa 400.000 Menschen hierzulande von einer seltenen Erkrankung betroffen sind. In Österreich existieren etwa 60 Selbsthilfegruppen und Patientenorganisationen, die sich um Betroffene kümmern. (fei)

BUCH-TIPP

A. Venn/H. Schmitmeier/J. Venn-Rosky: Farben der Gesundheit, Callwey Verlag, 2011, 384 Seiten, 70 €, ISBN 978-3-7667-1850-1

Alles Walzer heißt es für die Ärzteschaft am 28. Jänner in der Hofburg.

Gerald K Koller erhält Unterstützung für seine Risikopädagogik

© Ashoka

Farb Farbenpracht Dass Farb Farben einen Einfluss auf unse Gemütsverfassung unsere habe ist bereits seit haben, Langem Lang bekannt. Dieses Wiss ist vor allem für die Wissen Baut des GesundheitsBauten wese – wie Arztpraxen, wesens Krankenhäuser Kran oder RehaKlin Kliniken – wichtig, da die dort eingesetzten Farben das Wohl der Patienten ents entscheidend beeinflussen. Ähnlich dem bereits bei Callwey erschienenen erfo erfolgreichen Titel „Das Farb Farbwörterbuch“ ist der Nach Nachfolger ein umfassend Nachschlagesendes werk werk, das sich nun den Farb Farben der Gesundheit vo Probanden farblich widmet. 120 thematisch relevante Adjektive wurden von dargestellt und anschließend dem RAL Design System zugeordnet. Jede so entstandene Farbskala zeigt, dass nicht eine Farbe allein einen Begriff beschreiben kann, sondern erst die richtige Komposition der Farben den gewünschten Effekt erzielt. Ausgewählte Praxisbeispiele veranschaulichen die Farbwirkung in der Anwendung. Das Planungshandbuch dient als Instrument für alle Gestalter im Gesundheitswesen, die Emotionen in Farben umsetzen möchten – es wird seinen Nutzer in der Wahl der Farben unterstützen und bestätigen. (iks)

son. Der Reinerlös des Ärzteballs kommt dem Fürsorgefonds der Ärztekammer für Wien zu. Infos und Karten: www.aerzteball.at

MENSCHEN, ÜBER DIE MAN SPRICHT

© Land OÖ/Kauder

© Callwey

Preisträger aus dem Vorjahr - auch heuer wird Forschung ausgezeichnet.

© ballguide Fotoservice

Wien. Sechs medizinische Forschergruppen wurden mit dem Theodor-Billroth-Preise der Ärztekammer für Wien sowie mit dem Forschungsförderungspreis der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG für ihre Arbeiten der letzten Jahre belohnt. Alle Wissenschafter-Teams kommen von der Medizinuni Wien. Die Arbeiten reichten von Transplantationen über Intensivmedizin, Diabetes und Herz-KreislaufErkrankungen bis zu Krebs.

Wien. Risikop Risikopädagoge Gerald Koller widmet sich als Berater, Referent und Autor der Schnittstell zwischen Gesundheit und Kommunikation und schuf dabei BaupläSchnittstelle f die präventive Arbeit mit Jugendlichen. Im Umgang von jungen ne für Mens Menschen mit Rausch und Risiko erkannte Koller großes Verbesserungspote potenzial – und entwickelte den „Risflecting“-Ansatz, der im deutschsprachig Raum bereits in verschiedenen Organisationen und Einrichtungen chigen erfo erfolgreich angewendet wird. Der Sozialunternehmer wurde nun von Asho Ashoka als erster österreichischer Fellow im Gesundheitsbereich ausgewählt und wird über die „Making More Health“-Initiative von Boehringer Ingelheim gefördert. Ziel der Initiative: die Gesundheit von Menschen, ihren Familien und ihrem sozialen Umfeld zu verbessern. (fei)

M I C HA EL FA R TH OF E R , GC -B E I R ATS S PR E C HER IN OÖ

Michael Farthofer, Geschäftsführer der AKAtech Produktions- und Handels GmbH aus Frankenmarkt, hat das Amt des Beiratssprechers im GesundheitsCluster (GC) der Clusterland Oberösterreich GmbH übernommen. Seit der Gründung des Clusters ist Farthofer im Gremium des GCBeirats tätig und übernimmt nun die Agenden von Franz Konrad, der sich mit Beendigung seiner Tätigkeit als CEO der Greiner Bio-One GmbH nach acht Jahren zurückgezogen hat.

W OL F GA NG S META NI G , CHI R UR GI E-CHE F, E KH K LA GE NF U RT

Nach der im September 2011 übernommenen interimistischen Leitung der Abteilung für Chirurgie am ElisabethinenKrankenhaus Klagenfurt ist Primarius Wolfgang Smetanig ab sofort in seiner Funktion als Leiter tätig. Sein Ziel: die lange Tradition der Chirurgie des EKH in den Bereichen Varizenund Schilddrüsenchirurgie weiter auszubauen und die bereits bestehende minimal-invasive Chirurgie inklusive der Bauchoperationen nach dem fast-track-Konzept weiter zu forcieren.

© Weleda

Preisverleihung für medizinische Forschergruppen aus Wien.

wir auch die Management-Qualität von Forschungskooperationen kontinuierlich weiterentwickeln. Der ‚science2business Award‘ lenkt die Aufmerksamkeit auf die wirtschaftlich erfolgreiche praktische Umsetzung“, sagt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Und Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, ergänzt: „Mit der Initiative science2business Award holen wir innovative Wissenschaft, die dem Menschen dient, vor den Vorhang und ermutigen weitere Wissenschafter, mit ihren Ideen an die Wirtschaft heranzutreten.“ Alle Forschungskooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft mit naturwissenschaftlichem Bezug sind zur Teilnahme eingeladen. Ende der Einreichfrist ist der 10. Februar. Nähere Infos zur Veranstaltung, Durchführung und Einreichformulare unter: www.life-science-success.com

© life-science

ANDREAS FEIERTAG

© EKH

© Ärztekammer für Wien/Doris Kucera

Initiative will Aufmerksamkeit auf die praktische Umsetzung von Innovationen aus den Labors lenken.

PAT R I C K SI RDE Y, GEN ER ALDI R E KTOR D ER WELEDA-GRUPPE

Die auf Naturkosmetik und anthroposophische Heilmittel spezialisierte Weleda-Gruppe mit Sitz in Basel muss einen neuen Konzernchef suchen. Der bisherige CEO Patrick Sirdey tritt in den vorzeitigen Ruhestand. Der 63-jährige Franzose tritt auf eigenen Wunsch als Konzernchef zurück, bleibt aber bis Ende Mai in der Geschäftsleitung. Bis zur definitiven Nachfolgeregelung voraussichtlich im Mai übernimmt Peter Braun interimistisch die Geschäftsleitung.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, 20. JÄNNER 2012 – 37

Vorige Woche hat iCANN das Rennen um neue Top Level Domains eröffnet Seite 39

GEFAHR: MITARBEITER

Viele Unternehmen sehen in ihren Mitarbeitern ein Datensicherheits-Risiko Seite 40

iPHONE-ALTERNATIVE E DAS SAMSUNG G US GALAXY NEXUS

Mit dem Notebook auf dem Führerstand

© FWI

SHORT

© Xerox Austria

Steyr. Der FWI Information Technology ist ein erster Schritt in die USA gelungen. FWI wird beim weltweit führenden Dienstleister in der Stahlindustrie, Tube City International, ein internationales ERP-Projekt realisieren. „Wir sind stolz, dass unsere ausgezeichneten ERP-Branchenlösungen nicht nur in Österreich, sondern auch international so gefragt sind“, sagt Manuel Möser, Geschäftsführer der FWI Information Technology (Bild). „Wir haben eine Lösung, die Anforderungen wie sonst kein Anbieter erfüllen kann.“ www.fwi.at

© Chris Haderer

Wien. Das Analystenhaus IDC hat Xerox im IDC MarketScape Report 2011 zum Managed Print Services-Markt (MPS) als führendes Unternehmen positioniert. Laut der Studie hilft Xerox dank der Expertise von ACS, A Xerox Company, Kunden dabei, nicht nur die Druckkosten zu reduzieren, sondern wichtige Geschäftsanforderungen zu bewältigen. „Es gibt viele Möglichkeiten, MPS umzusetzen. Xerox gelingt es, sich durch seinen bewährten Ansatz und die guten Ergebnisse dauerhaft als führendes Unternehmen zu positionieren“, sagt Sandra Kolleth, stv. General Manager Xerox Austria (Bild). www.xerox.at

Der Computer und die Schiene Der Softwarekonzern Microsoft und die ÖBB haben gemeinsam das Lokführer-Informationssystem TIM entwickelt. Es soll demnächst auf allen österreichischen ÖBB-Strecken zum Einsatz kommen. Seite 38 Fujitsu Finanzthemen stehen unter neuem Management

Sony Ericsson Vice President, Head of Central Europe

Christian Stöger, der neue Leiter des Finanzbereichs von Fujitsu Österreich.

Wien. Seit Kurzem ist Christian Stöger neuer Leiter des Finanzbereichs von Fujitsu Österreich. Dies umfasst alle Finanzthemen sowie Einkauf, Informationstechnik und Facility Management der österreichischen Niederlassung. Zuvor war Stöger über vier Jahre bei Atos Origin als CFO tätig. „Fujitsu ist ein innovatives und leistungsstarkes Unternehmen, das bereits bestens in Österreich etabliert ist und mit einem ausgezeichneten Produktund Service-Portfolio weiteres hervorragendes Zukunftspotenzial hat. Ich sehe daher den Aufgaben bei Fujitsu mit Spannung entgegen.“ www.fujitsu.at

© Sony Ericsson

Wien Als Sponsor des europäWien. opä ischen Fußballturniers UEFA Euro 2012 stellt Canon seine Euro 2012 Taschenrechnerserie vor. Der schlanke MiniTaschenrechner „KC-30 Euro 2012“ mit stabilem Schlüsselanhänger aus Metall passt bequem in oder an kleinste Taschen oder Mappen. Er hat rutschfeste Gummitasten sowie ein achtstelliges LC-Display mit überzeugender Lesbarkeit (3,49 €). www.canon.at

© Fujitsu

© Canon

Neuer Leiter für den Finanzbereich Neues Zentraleuropa-Management

Zuständig für insgesamt 19 Länder: Gerhard Sturm von Sony Ericsson.

Wien. Gerhard Sturm verantwortet ab sofort Sony Ericsson Central Europe (Sony Ericsson CU CE, „Customer Unit Central Europe“) mit Hauptsitz in Düsseldorf, das sich aus insgesamt 19 Ländern zusammensetzt. Der 38-jährige Oberösterreicher, der sich sehr auf seine neue Position freut, hat einen MBA der IESE Business School, Spanien, und absolvierte weiterführende Studien an der Kellogg’s School of Management in den USA und der CEIBS in China. Zuvor studierte er Betriebswirtschaft an der Universität Innsbruck und der Paris Dauphine in Frankreich. www.sonyericsson.at

© A1 Telekom Austria

NEUE TOP LEVEL DOMAINS

© Iron Mountain

© Chris Haderer

technology


COVER

38 – medianet technology

Freitag, 20. Jänner 2012

ÖBB Gemeinsam mit Microsoft hat die Bundesbahn ein europaweit einzigartiges Informationssystem für Lokführer entwickelt

KOMMENTAR

Wenn die Schiene auf den Datenhighway trifft …

Nerven sparen, Bahn fahren?

Mittelfristig soll die Optimierung der Konzern-IT Einsparungen in der Höhe von acht Mio. € einbringen.

CHRIS HADERER

icht immer fällt einem ausschließlich Gutes ein, wenn man von der Eisenbahn spricht. Manche Reisende haben Bilder von überfüllten Zügen vor sich, wie sie früher nur von der italienischen Bahn zwischen Rom und Neapel gemalt wurden – bloß dass die Wagons in Meidling stehen. Verschiedene Querulanten mokieren sich ständig über verdreckte Toiletten oder Bordrestaurants mit ausgefallener Kühlung. Sogar Verspätungen sollen schon reklamiert worden sein. Dass es außerdem Leute gibt, die sich über die Beschwerdestelle der ÖBB beschweren, geht schon fast ins Unglaubliche. Aber das wird jetzt anders: Die ÖBB rüstet ihre IT auf und will sich als modernes Unternehmen präsentieren. Die Optimierung der internen Prozesse wird der Fahrgast nur peripher bemerken, aber es gäbe auch Details, die gleich für gute Stimmung sorgen würden. Die sauteuren Business-Abteile, die in vollbesetzten Wochenendzügen meist leer stehen, könnte man durch WLAN-Zugänge aufwerten. Die „Scotty“-Fahrplan-App könnte nach dem Beispiel der App der deutschen Bahn modernisiert werden. Und dank moderner IT sollte es auch möglich sein, eine Fahrt von Wien nach Klagenfurt nicht wie eine Weltreise vorplanen und durchreservieren zu müssen, sondern sie einfach nach Lust und Laune anzutreten. Das wäre fein.

© Chris Haderer (4)

N

ÖBB-Lokführer (li.) und Christoph Kränkl, verantwortlich für die Bereiche Enterprise & Partner Group bei Microsoft Österreich, mit neuem TIM-Notebook.

duzieren, sondern auch die Qualität der IKT-Dienste zu steigern“, sagt Seiser. Das Projekt ‚Neuordnung der IKT‘ wurde bereits vor 1! Jahren gestartet und soll bis 2013 messbare Früchte tragen. Bis 2016 soll die IKT „einen Beitrag von 50 Millionen Euro zum Konzernergebnis leisten“.

CHRIS HADERER

Wien. Die ÖBB muss sparen. Das tut sie bisweilen nicht nur beim Service und beim Sitzplatzangebot, sondern auch bei ihrer IT-Infrastruktur. Letzteres bedeutet laut Franz Seiser, Vorstandsdirektor ÖBB-Holding AG, vor allem eine Optimierung bei den Zulieferern von Services und Hardware sowie die Umsetzung neuer Konzepte. Im Rahmen eines Kooperationsvertrags setzt die ÖBB bei rund 25.000 Arbeitsplätzen auf den Softwareriesen Microsoft. Dadurch soll eine Optimierung der internen IT-Support-Prozesse bei der ÖBB mittelfristig deutliche Einsparungen von mehr als acht Mio. € ermöglichen. Gleichzeitig setzt die ÖBB bei der Entwicklung neuer IT-Lösungen ebenfalls auf Microsoft-Technologie. Eines der ersten Projekte ist das neue ÖBB Triebfahrzeugführer Informationssystem TIM, durch das die OnlineWelt Einzug in die Lokomotive hält. Es soll die Arbeit und Kommunikation der Lokführer in Zukunft nahezu papierlos gestalten. „Es geht uns nicht nur darum, die Kosten zu re-

Die papierlose Lok Ein Innovationsprojekt, das diesen Namen tatsächlich verdient, ist das im europäischen Bahnwesen bislang einzigartige TIM-Projekt. Unter dem Schlagwort „papierloser Triebfahrzeugführer“ werden zukünftig dem Triebfahrzeug-

Franz Seiser, Vorstandsdirektor ÖBB-Holding AG, und Petra Jenner, Geschäftsführerin Microsoft Österreich, bei der TIM-Präsentation.

führer nahezu alle erforderlichen Unterlagen in elektronischer Form bereitgestellt. Ein elektronisches Datensystem ersetzt die derzeitigen Unterlagen. Konkret verwendet jeder Lokführer ein Convertible Notebook mit der auf Basis von Microsoft.NET erstellten TIMAnwendung. In Zukunft werden Buchfahrpläne, Beschreibungen der Fahrzeuge, Regelwerke und Dienstpläne dem Triebfahrzeugführer auf einem Notebook zur Verfügung stehen. Außerdem haben die Mitarbeiter Zugriff auf Unternehmens-News, E-Mails und das ÖBB-Intranet. Auch die Übermittlung von Meldungen durch den Triebfahr-

Computergestützte TIM-Testfahrt im Railjet von Wien-Meidling nach Leobersdorf.

zeugführer wird erleichtert und beschleunigt. Die TIM-Software stellt dazu ein Meldebuchformular bereit, das die Meldung direkt in die Serversysteme zur Weiterverarbeitung übermittelt. Der Datenabgleich zwischen den Notebooks und den ÖBB-Serversystemen erfolgt via Mobilfunkverbindung über eine im Gerät verbaute A1-SIM-Karte. Mit einem erfolgreichen Datenabgleich ist gewährleistet, dass der Triebfahrzeugführer alle gültigen Fahrpläne sowie die laut Sicherheitsmanagement derzeit gültigen Regelwerke jederzeit auf seinem Notebook zur Verfügung hat. Die abgerufenen Daten werden lokal auf dem Gerät gespeichert und können jederzeit (auch ohne Onlineverbindung, die entlang der heimischen Bahnstrecken recht löchrig ist) aufgerufen werden. An die Partnerschaft mit Microsoft ist die ÖBB für die nächsten vier Jahre gebunden; in diesem Zeitraum soll nicht zuletzt auch die Officelandschaft ausgebaut werden. www.oebb.at www.microsoft.at

Semantic Web Company Das IT-Unternehmen erwartet sich 2012 große Nachfrage aus dem öffentlichen Bereich

Neuübernahme

Viele Linked Open Data-Projekte im Kommen

Alfred Pufitsch, CEO des Providers Tele2 in Österreich.

Wien. Die Übernahme des auf Firmenkunden spezialisierten Wiener Internet Service Provider Silver Server durch Tele2 ist abgeschlossen. „Sowohl Tele2 als auch Silver Server verfügen über umfassendes Know-how in der Betreuung von BusinessKunden und können auf eine moderne Infrastruktur zurückgreifen“, sagt Alfred Pufitsch, CEO von Tele2 in Österreich. „Durch den Zusammenschluss eröffnen wir noch mehr österreichischen Unternehmen den Zugang zu internationaler Netzinfrastruktur und können sie mit unseren Kommunikationslösungen versorgen.” www.tele2.at

Wien. Die Semantic Web Company gehört seit geraumer Zeit zu den heimischen Pionieren auf dem Open Data-Sektor. Die Standards für Semantic Web, und damit auch für Linked Open Data (LOD), werden in technischen Entwicklungen vieler bekannter Produkte und Services „unter der Motorhaube“ bereits eingesetzt. Mit der Zusammenführung der Unternehmen „punkt. netServices“ und „www. semantic-web.at“ entstand ein geschärfteres Profil mit klarerem Fokus sowie ein Ausbau von Dienstleistungen der „Neuen SWC“: Consulting, PoolParty (Metadaten und Datenmanagement) und Confluence (Content- und Social Collaboration Platform).

kontextbezogenes Informieren und Strukturieren sind die Stärken eines Internets bzw. Intranets, das seine Entwicklung von Hypertext zu Hyperdata vollzogen hat. Semantic Web ist 2012 nicht mehr die Orchideendisziplin unter den Webtechnologien, sondern im Zentrum eines Web of Data der wichtigste Baustein für zukunftssichere und smarte Lösungen. Unser Hin-

tergrundwissen, unsere Partnerschaften und unsere Kunden sind 2012 Teile dieses Zukunftsweb“, sagt Blumauer.

Wachsende Datennachfrage Dem Trend Rechnung tragend, veröffentlicht die SWC diesen Jänner die Publikation „Linked Open Data: The Essentials; A Quick

Kommende Trends Für 2012 sieht CEO Andreas Blumauer einige Trends voraus: „Wenn 2012 von ‚smarten‘ WebTechnologien, Enterprise Intelligence oder Big Data gesprochen wird, wird Linked Open Data in der einen oder anderen Form mit dabei sein. Finden, Navigieren,

© Semantic Web Company

© Tele2/Foto Wilke

Silver Server bei Tele2

Martin Kaltenböck, SWC Managing Partner und Projektleiter der OGD-Konferenz.

Start Guide for Decision makers“. Weitere Schritte in Richtung Linked Open Data sind von Unternehmen und Organisationen aus dem Energiebereich für dieses Jahr zu erwarten. „Unser Fokus zum Thema wird 2012 bei (Linked) Open Data (und) Business in Wien liegen; dazu gibt es im März eine Veranstaltung in Wien, die nächste Konferenz dazu, die OGD 2012, wird in Linz stattfinden“, sagt Martin Kaltenböck, SWC Managing Partner und Projektleiter der ersten OGD-Konferenz. In Sachen OGD zählen die Stadt Wien und Linz sowie das Österreichische Bundeskanzleramt zu den Referenzkunden der SWC. Die Städte Graz und Salzburg bereiten Initiativen für offene Daten vor, der Bund plant für das kommende Jahr ebenfalls ein Open-Data-Portal. Auch die EU-Kommission will die Transparenz in der Verwaltung forcieren. „Eine ebenso zentrale Inititative in Sachen LOD ist u.a. die im September zum 8. Mal im Rahmen der I-Know 2012 stattfindende I-Semantics in Graz“, sagt Kaltenböck. www.semantic-web.at


Freitag, 20. Jänner 2012

ID EE & S TR ATE GI E

medianet technology – 39

nic.at Die österreichische Domain-Registry ist mit im Rennen um neue Top Level Domains, die spätestens im Jahr 2013 in Betrieb genommen werden sollen

Neue Adressen für das Internet CHRIS HADERER

Wien. Vergangene Woche gab der oberste Internet-Verwalter iCANN den Startschuss für die Erweiterung der klassischen Top Level Domains. In Zukunft sollen auch Domainnamen, die aus Brands, Branchenbezeichnungen oder anderen „Wunschnamen“ bestehen, möglich sein. Mit im Rennen um neue Top Level Domains ist auch die österreichische Registry nic.at. „2011 haben wir die Weichen gestellt und namhafte Projekte für uns gewonnen“, sagt nic.atGeschäftsführer Richard Wein. „Jetzt geht es an die Umsetzung, und wenn der iCANN-Zeitplan hält, können 2013 die ersten unserer Kunden starten.“ Zu diesen zählen fix die Top Level Domains .reise, .versicherung und .immobilie. Auch bei den Geo-Domains .berlin, .hamburg und .koeln ist nic. at in Bieter-Konsortien, aber noch nicht offiziell bestätigt. „Hier sind noch Entscheidungen der Städte ausständig, welchen Bewerber sie unterstützen“, sagt Wein. „Wir rechnen jedoch in den nächsten Tagen damit, denn der Countdown läuft.“ Bis 12. April können Anträge für neue Top Level Domains bei ICANN eingereicht werden.

Bewerbung läuft Top Level Domains sind die oberste Hierarchieebene im Domain Name-System, das die Erreichbarkeit aller Adressen im Internet sicherstellt. Derzeit sind 270 Top Level Domains in Betrieb, erkennbar an Namensendungen wie „.com“, „.at“, „.net“ und ähnlichen. Wie viele neue Top Level Domains im Jahr 2013 nach Ende des Bewerbungsverfahrens dazukommen werden, ist vorerst noch ungewiss.

Apps statt Domains? Ungewiss ist mehr oder weniger auch, wie der Wissensstand über die Bedeutung von Top Level Domains bei den heimischen Betrieben ist und ob es bereits dementsprechende Strategien gibt. Das versucht nic.at in einer großen „Domainstrategie-Studie“ im Frühjahr 2012 herauszufinden. Darauf aufbauend entwickeln die Experten von nic.at einen Domain-Leitfaden für Unternehmen, um für die künftigen Herausforderungen im Web gerüstet zu sein. „Als Kompetenzzentrum für Domains ist es unsere Aufgabe, Orientierung und Hilfestellung in dieser Umbruchphase zu bieten“, sagt Wein. Auf das Wachstum von .at erwartet er durch branchenorientierte neue Top Level Domains keine negativen Auswirkungen. „Wenn über Domains gesprochen wird, belebt das den gesamten Markt. Und bei einem Bekanntheitsgrad von 93 Prozent wird auch in Zukunft auf etablierte Endungen wie .at gesetzt werden.“

Viele Bewerber für die neuen Domains.

Es gibt allerdings auch Zweifel am Bedarf an neuen Top Level Domains. Diese werden vor allem durch den Apps-Markt geschürt. Während beim Zugang mittels Webbrowser die Eingabe einer Adresse notwendig ist, entfällt dieser Schritt bei Apps. Die Nutzer einer Shopping-App müssen die Webadresse des Online-Stores gar nicht kennen. Selbiges gilt für jede Art von Information, die via Apps beschafft wird. Allerdings: „Nicht für jede Webpräsenz gibt es eine App“, stellt Richard Wein fest. „Ich denke daher nicht, dass Apps die Notwendigkeit von Top Level Domains einschränken.“

Der Einreichprozess bei iCANN ist relativ aufwendig. Da ein Kandidat für eine neue Top Level Domain diese auch als Registry betreiben und ihre weltweite Verfügbarkeit garantieren muss, fordert iCANN die Beantwortung eines umfangreichen Fragenkatalogs sowie auch finanzielle Garantien. Wünscht sich beispielsweise eine Stadt eine neue Top Level Domain, so kann diese auch von einer bereits bestehenden Registry – wie etwa nic.at – betrieben werden. Ob und wann das Domain Name-System in Zukunft nochmals erweitert wird, ist derzeit noch unklar. www.nic.at

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Derzeit werden vom Domain Name-System 270 Top Level Domains verwaltet.

Richard Wein, Geschäftsführer der österreichischen Domain-Registry nic.at


FA CTS & F IGUR ES

40 – medianet technology

SHORT

Erfolgreich unter harten Wirtschaftsbedingungen

Freitag, 20. Jänner 2012

Iron Mountain Laut aktueller Studie sind fahrlässiger Datenverlust und Datendiebstahl ein neues Bedrohungsszenario

Fahrlässiger Datenverlust durch eigene Mitarbeiter

© DiTech

20 Prozent der Unternehmen sehen in Mitarbeitern eine größere Gefahr als in Hackerangriffen von außen.

Wien. Die Rahmenbedingungen waren nicht einfach; dennoch gelang es dem österreichischen Computerfachhändler DiTech, im Jahr 2011 den Umsatz um 9% auf 105 Mio. € zu steigern und damit erstmals die Umsatzgrenze von 100 Mio. € zu durchbrechen. 20 neue Arbeitsplätze konnten 2011 geschaffen werden. „Wir haben letztes Jahr große Anstrengungen unternommen, um dieses gute Ergebnis trotz der erschwerten Rahmenbedingungen zu erreichen“, sagt Aleksandra Izdebska, DiTechGründerin. „Wir konnten 2,11 Mio. Produkte verkaufen. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber 2010 um 6,1%. Bei den Computern verzeichnen wir sogar einen Zuwachs von 8,1%, fast die Hälfte davon mit unserer Eigenmarke ‚dimotion‘.“ Außerdem gingen 2011 bei DiTech fast 17.000 vertragsfreie Smartphones und rund 8.000 Tablets über den Ladentisch. Die Einführung von Apple ins Sortiment trug mit 3,5 Mio. € und fast 10.000 verkauften Apple-Produkten zum Gesamtergebnis bei. „Erfreulich ist weiters, dass immer mehr Businesskunden, mit denen wir schon jetzt knapp die Hälfte unseres Umsatzes erwirtschaften, zu uns kommen. Darum haben wir in den letzten Monaten massiv in den Ausbau unserer Business-Abteilung investiert“, sagt DiTech-Geschäftsführer Damian Izdebski. Für heuer ist ein Umsatzvolumen von etwa 120 Mio. € angepeilt. www.ditech.at

Neuer Präsident für den Druckerbauer Oki

Wien. Hacker-Angriffe aus dem Cyberspace sind nicht das einzige Bedrohungsszenario, mit dem ITVerantwortliche konfrontiert werden. Laut einer Studie des Informationsmanagement-Lösungsanbieters Iron Mountain sehen 20% der europäischen Unternehmen in fahrlässigen Datenverlusten oder Datendiebstählen durch eigene Mitarbeiter eine der größten Gefahren für die Sicherheit ihrer Informationen. Sie stufen dieses Risiko damit vergleichbar oder sogar höher ein als die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlusts durch IT-Ausfälle, Cyberkriminalität oder Naturkatastrophen. Die Studienergebnisse decken sich grundsätzlich mit denen einer Untersuchung des Netzwerkanbieters Verizon. Diese führt aus, dass bei 17% der Datenschutzverletzungen eigene Mitarbeiter eines Unternehmens beteiligt waren. Damit ist die Gefahr von Datenverlusten durch das eigene Personal sogar größer als durch außen stehende Personen.

© Iron Mountain

CHRISTOPH FELLMER

Die DiTech-Gründer Aleksandra Izdebska und Damian Izdebski.

Florian Kastl, International Director of Security, Safety and Business Continuity bei Iron Mountain, gibt praktische Sicherheitstipps.

tenverlusten zu senken, empfiehlt Kastl vier grundlegende Schritte: „Unternehmen sollten alle ihre Informationen und Daten identifizieren und priorisieren. Und zwar von den Gründungs- und Rechtsdokumenten über geistiges Eigentum, Finanzdaten, Absatzprognosen und Strategie-Roadmaps bis hin zu Kunden- und Personaldaten.“ Zweiter wichtiger Punkt sind verbindliche interne Prozesse: „Mit Kontrollmechanismen für die wichtigsten bzw. sensibelsten Informationen lässt sich die Gefahr von fahrlässigen Datenverlusten oder Datendiebstählen deutlich reduzieren. Unternehmen sollten darüber hinaus im Blick haben, wann, wo

Vier sichere Schritte „Beim Informationsmanagement sind Menschen häufig das schwächste Glied in der Kette“, sagt Florian Kastl, International Director of Security, Safety and Business Continuity bei Iron Mountain. „Informationen stellen das Herzstück jedes Unternehmens dar. Deshalb sind strenge Kontrollen unabdingbar, um das Risiko von Datenverlusten durch das Personal zu senken oder gar zu vermeiden. Dadurch können Unternehmen ihre Mitarbeiter, ihr Geschäft, ihre Kunden und ihre Reputation schützen.“ Um das Risiko von internen Da-

und wie Mitarbeiter mit welchen Informationen arbeiten. So lassen sich potenzielle Schwachstellen identifizieren, an denen der Zugriff gegebenenfalls für nicht berechtigte Personen eingeschränkt werden sollte. Der Einsatz spezieller Technologien sowie sichere Speichermethoden im Unternehmen oder außerhalb können außerdem dabei helfen, Informationen über entsprechende Rechte nur denjenigen Mitarbeitern zugänglich zu machen, die in ihrer Arbeit auf diese angewiesen sind.“ Auch im Personalbereich seien klare Prozesse wichtig: „Insbesondere Unternehmen, deren geschäftskritische Informationen

ITSV Die IT-Services der österreichischen Sozialversicherung entsprechen seit Kurzem der internationalen ISO 27001-Norm

Mehr Sicherheit durch ISO-Zertifizierung Öffentlichkeit gelangen, ist es für die Versicherten sehr wichtig, ihre persönlichen Gesundheitsdaten sicher verwahrt zu wissen.“

Wien. Die IT der österreichischen Sozialversicherung soll sicherer werden, weshalb sich der ITDienstleister ITSV GmbH einem Zertifizierungsaudit unterzogen hat. Das Ergebnis: Die ITSV GmbH ist das erste Unternehmen der österreichischen Sozialversicherung, das nach ISO 27001 zertifiziert wurde. Oki-Präsident Takao Hiramoto.

Internationaler Standard

Tokyo/Brunn am Gebirge. Die Oki Data Corporation, der internationale Mutterkonzern des Druckerspezialisten Oki, hat Takao Hiramoto, bislang stellv. Präsident, zum Präsidenten ernannt. Hiramoto hat seine neue Funktion Anfang Jänner aufgenommen. Sein Vorgänger Harushige Sugimoto wechselt in den Vorstand und übernimmt die Position des Direktors.“ Er baue vor allem auf den ursprünglichen Unternehmensgeist, der Oki nicht zuletzt zum weltweit führenden Hersteller von LEDDrucklösungen gemacht hat. www.oki.at

Die internationale Norm ISO 27001, die weltweit über 7.300 Mal im Einsatz ist, spezifiziert die Anforderungen für Einführung, Betrieb, Überwachung, Wartung und Verbesserung eines Informationssicherheits-Managementsystems unter Berücksichtigung der ITRisiken innerhalb der gesamten Organisation. Sie wurde entworfen, um die Auswahl geeigneter Sicherheitsmechanismen zum Schutz sämtlicher Werte in den Wertschöpfungsketten sicherzustellen. Die ISO 27001-Norm verlangt außerdem die Implementierung von Kontrollkreisen, in der die Aufgaben der Informationssicher-

Mitarbeiter-Verhalten

© ITSV

© Oki

einen hohen Wert haben, sollten die Vertrauenswürdigkeit potenzieller neuer Mitarbeiter umfassend überprüfen. Daneben sollte es aber auch eine feste Strategie beim Ausscheiden von Personal geben. Mitarbeiter, die ein Unternehmen verlassen, nehmen häufig – in den meisten Fällen unbeabsichtigt – Informationen mit.“ Auch bei Jobwechslern sei Gefahr im Verzug. Zu guter Letzt sollten Unternehmen auch noch sicherstellen, dass „ihre Richtlinien auch geschäftlichen Veränderungen wie Übernahmen oder Fusionen standhalten und die immer strengeren gesetzlichen Anforderungen erfüllen.“ www.ironmountain.de

Hubert Wackerle (li.) und Erwin Fleischhacker, beide Geschäftsführer der ITSV GmbH.

heit kontinuierlich überprüft und nachhaltig verbessert werden.

Langfristige Verbesserung „Wir sind besonders stolz, als erster IT-Dienstleister der österreichischen Sozialversicherung dieses anspruchsvolle Zertifikat erhalten zu haben. Dennoch ruhen

wir uns nicht auf unseren Lorbeeren aus, sondern werden darüber hinaus zusätzliche Maßnahmen zur Erhaltung bzw. Verbesserung des bereits hohen Sicherheitsniveaus setzen“, sagt Erwin Fleischhacker, Geschäftsführer der ITSV GmbH. „Denn gerade in Zeiten, in denen immer wieder sensible Daten ungewollt an die

„Das Thema Informationssicherheit nimmt in Unternehmen eine immer bedeutendere Rolle ein. Gerade bei der ITSV GmbH, die höchst sensible, personenbezogene Daten aller österreichischen Sozialversicherten betreut, ist Datenschutz und Datensicherheit von zentraler Bedeutung“, sagt Hubert Wackerle, Geschäftsführer der ITSV GmbH. Daher legt der IT-Dienstleister Wert auf klare Richtlinien und Prozessabläufe. „Vor allem das Verhalten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist maßgebend für die Sicherheit der uns anvertrauten Informationen. Deshalb sorgen wir durch Schulungen und gezielte Awareness-Maßnahmen dafür, dass jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter den Schutz der Versichertendaten als wichtigen Unternehmenswert versteht.“ www.itsv.at


FACTS & F I GU R E S

Freitag, 20. Jänner 2012

medianet technology – 41

Brocade Der Netzwerke-Lösungsanbieter stattet das Teilchenforschungszentrum in der Schweiz umfassend mit 100 Gigabit Ethernet-Technologie aus

Einhundert Blades für das CERN

Langfristige Entscheidung „Wir entschieden uns vor zirka einem Jahr für die MLXe Router von Brocade, da sie mittel- und langfristig alle Kriterien für die wachsenden Anforderungen unserer Netzwerke erfüllen“, sagt Jean-Michel Jouanigot, Communication Systems Group Leader

Brocade Störungs-Studie

System-Ausfall Wien. Die EMC-Studie „European Disaster Recovery Survey 2011: Data Today Gone Tomorrow: How Well Companies Are Poised For IT Recovery“ stellt Unternehmen hinsichtlich Datensicherheit kein besonders gutes Zeugnis aus. In der Studie wurden 1.750 Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, den Benelux-Ländern sowie Russland zu ihren Datensicherungs- und Wiederherstellungsstrategien befragt. Wie die Studie zeigt, waren im vergangenen Jahr 54% der Unternehmen in diesen Ländern von Datenverlust oder einem Systemausfall betroffen. 74% der befragten IT-Manager sind sich nicht vollkommen sicher, ob sie ihre Daten nach einem Systemausfall vollständig wiederherstellen können.

Wirtschaftliche Folgen Auch die Konsequenzen einer Störung der IT werden in der Studie aufgezeigt: Demnach zählen für die befragten Firmen der Rückgang der Mitarbeiterproduktivität mit 33% und Einbußen bei den Einnahmen mit 29% zu den wahrscheinlichsten Folgen eines Datenverlusts oder Systemausfalls. Nahezu die Hälfte der Unternehmen ist aufgrund versicherungsrechtlicher oder gesetzlicher Grundlagen dazu verpflichtet, einen Sicherungsoder Notfallplan zu erstellen; 18% der Befragten hatten allerdings keine Kenntnisse über die Konditionen ihrer Versicherungspolicen. Dabei lassen sich mit der richtigen Backup- und RecoveryStrategie Einsparungen bei den Versicherungsbeiträgen erzielen. www.emc.com

© EMC

Am Teilchenforschungsinstitut CERN wird Brocade-Netzwerktechnologie eingesetzt.

Kick-off Mit dem „S&T Brunch“ lanciert der IT-Prozess- und Beratungsspezialist neue Kontakt- und Serviceplattform

Orientierungshilfe und Infovorsprung für 2012 Vier Städte – ein Thema: Premiere für die Service-Tour mit dem Schwerpunktthema Lizenzberatung. Wien. Ungebrochen lastet auch 2012 der Kostendruck auf den IT-Verantwortlichen. Die an sie gestellte Forderung: noch mehr Systemeffizienz bei gleichzeitig sinkendem monetären Einsatz. Gefragt sind hochperformante, schlanke und smarte IT-Infrastrukturen. Einsparungspotenziale ohne Performanceverlust liefert auch ein intelligentes, an Anforderungsprofil und Nutzungsaktivitäten punktgenau angepasstes Software-Lizenzmanagement. Die hochkomplexe (Rechts-)Materie wird auch im neuen Jahr wieder um viele Facetten reicher. Neue Lizenzierungsmodelle – wie u.a. ein in den Startlöchern stehender Relaunch aus dem Hause Microsoft – liefern Raum für weitere Optimierungsprozesse.

Forum für Entscheider

License Consulting-Duo auf Tour: Peter Werluschnig, Teamlead Licensing bei S&T, und Christian Wolf stehen Rede und Antwort.

Im Rahmen einer neu konzipierten Roadshow greifen die Experten des IT-Beratungs-, Lösungs- und Service-Spezialisten S&T die wichtigen Fragen zum Top-Thema auf und skizzieren Lizenz-Updates und strategische Weichenstellungen. „Wir offerieren Orientierung und Sicherheit. Letztendlich sollen unsere Kunden und Neuinteressierte Bescheid wissen, was sie definitiv brauchen. Der Brunch soll die Entscheidungsträger mit den relevanten News füttern und innerbetriebliche Denkanstöße liefern“, wie Peter Werluschnig, Teamlead Licensing bei S&T, der gemeinsam mit Christian Wolf für die Expertise sorgt, im medianet-Talk kurz vor Tourstart verraten hat.

nern. Zunehmend komplex werdende Lizenzumgebungen infolge auch der weiter voranschreitenden Virtualisierung, neuer Cloud-Architekturen und des Einsatzes mobiler Devices erhöhen die Unüber-

medianet: Neues Jahr, neue Veranstaltungsreihe. Womit dürfen die Teilnehmer des ersten ‚S&T Brunch‘ zum Thema ‚License Consulting‘ rechnen?

Microsite: emea.emc.com/microsites/2011/emc-brs-survey/index.htm

Thema in Enterprise-LANs“, sagt Zeus Kerravala, Principal bei ZK Research. „In performanceintensiven Umgebungen sinkt jedoch die Wachstumsrate. Während es manchen Unternehmen genügt, ihre 10 GbE-Ports nach und nach durch Link-Aggregation zu erweitern, ist es für immer mehr Forschungsinstitute und Service Provider mit hochperformanten Netzwerkumgebungen unabdingbar, gleich den Sprung zu den 100 GbE zu machen. 100 GbE Terabit Trunk-Router liefern die notwendige Skalierbarkeit für den künftigen Bandbreitenbedarf dieser Kunden.“ www.brocade.com

Peter Werluschnig (Teamlead Licensing, S&T): Wir gehen mit neuen, spannenden Themen hinaus zu unseren Ansprechpart-

„Sowohl Unter- als auch Überlizenzierung kann Unternehmen teuer zu stehen kommen.“ PETER WERLUSCHNIG TEAMLEAD LICENSING BEI S&T

sichtlichkeit. Wir helfen bei einer kritischen Bewertung: Wo kann ich den Sparstift ansetzen? Wo muss ich nachbessern? Um ja alle Vorschriften einzuhalten, haben viele Unternehmen Lizenzlasten angehäuft. Wir sehen hier brachliegendes Einsparungspotenzial,

das es zu nutzen gilt. Viele fahren, bildlich gesprochen, mit Tanklastwagen, dabei braucht es nur den viel günstigeren Stopp an der nächsten Tankstelle. medianet: Welche News stehen im Februar auf der Agenda? Werluschnig: Zum einen präsentieren wir Microsofts neuen SQL Server, zum anderen greifen wir stark das Virtualisierungsthema auf und stellen die Kosten-/Nutzen-Frage und vieles mehr. Im Vordergrund steht der Informationsgedanke, der Brunch ist keine Verkaufsshow. medianet: Also ein Info-Talk des Large Account Resellers, Diskussionsforum, Kontaktbörse und Anlaufstelle für Spezialfragen? Werluschnig: Genau. Wir halten draußen in den Regionen Kontakt zu unseren Partnern und laden alle anderen ein, sich mit unserem Leistungsportfolio vertraut zu machen. Zudem präsentieren wir schon heute, was in den nächsten Monaten marktrelevant ist. Die neue Plattform soll helfen, weitere konkrete Unternehmensgespräche einzuleiten.

S&T BRUNCH: LICENSE CONSULTING Mit Anfang Februar startet S&T die neue Informations- und Networking-Reihe. Die Premiere-Tour zum Top-Thema „License Consulting“ macht in vier Städten halt. •Salzburg, Mittwoch, 08.02.2012 S&T Salzburg, Plainbachstraße 5, 5101 Bergheim •Linz, Dienstag, 14.02.2012 Caseli-Gästehaus voestalpine, voestalpine-Straße 4/(BG 44) 2. Stock, Saal I, 4020 Linz •Graz, Donnerstag, 16.02.2012 Hotel Courtyard by Marriott, Seering 10, 8141 Unterpremstätten •Wien, Donnerstag, 23.02.2012 S&T Wien, Geiselbergstraße 19, 1110 Wien Die Veranstaltungen sind kostenfrei und finden jeweils zwischen 9:00 Uhr und 12:30 Uhr statt. Um Voranmeldung (begrenzte Teilnehmerzahl) via Mail unter events@snt.at wird gebeten!

PROMOTION

Garching/Wien. Brocade hat seinen 100sten 2-Port-Blade am CERN, der Forschungseinrichtung für Teilchenphysik, installiert. Mit hoher Portdichte und Skalierbarkeit adressiert die Brocade-Lösung die Anforderungen der datenintensiven Netzwerkumgebung im 10und 100-GbE-Bereich. Der Netzwerkverkehr im CERN beläuft sich auf über 15 Petabyte, was etwa 200 Jahren Videomaterial in HD-Qualität entspricht.

des IT-Departments am CERN. „Jetzt, da wir für 100GbE gerüstet sind, ist es nur eine logische Folge, die Netzwerkperformance zu erhöhen. Die Datenmengen werden weiter steigen. Mit den Brocade MLXe Router und 100 GbE steht unserem Erfolg nichts im Weg.“ Abgesehen vom CERN wird die Brocade 100 GbE-Technologie bereits in den Netzwerken der Amsterdam Internet Exchange (AMSIX), bei Limelight Networks und im Howard Hughes Medical Institute (HMMI) erfolgreich angewendet. „Gigabit Ethernet-Konnektivität ist immer noch ein wichtiges

© S&T (2)

CHRISTOPH FELLMER

© CERN

Der Netzwerkverkehr im CERN beläuft sich derzeit auf mehr als 15 Petabyte.


TO O L S & S E RV ICES

42 – medianet technology

Freitag, 20. Jänner 2012

Test Das neue Galaxy Nexus von Samsung ist zwar teuer, überzeugt aber durch ein Super AMOLED-Display und viel Power

SHORT

Verspielt, formschön und auch extrem leistungsfähig

Social-Media-Tool für SugarCRM-Anwendung Wien. Von Facebook inspiriert, hat die Kinamu Business Solutions AG das SugarCRM-AddOn „Straight Talk“ entwickelt. In den Funktionalitäten an bewährte Instant Messenger angelehnt, erleichtert Straight Talk die interne Zusammenarbeit via Live-Chat. User können unterschiedlichste Informationen zu Geschäftsprozessen im Social Media-Style rasch erfassen, mit Hyperlinks und Attachments versehen und unstrukturiert ablegen. Neben der Chat-Funktion bietet „Straight Talk“ auch die Möglichkeit, anderen Nutzern zu folgen sowie Gruppen zu bestimmten Interessensgebieten zu bilden. www.kinamu.com

Das Android 4.0-Betriebssystem erlaubt komfortable und fast laiengerechte Bedienung des Geräts.

© Samsung

Modem-Zertifizierung für Netgear-Gateways

Das erste Android 4.0-Smartphone von Samsung: Galaxy Nexus. CHRIS HADERER

Wien. Über schöne Dinge darf man sich ruhig ein bisschen freuen. Und das neue Samsung-Smartphone „Galaxy Nexus“ ist ein solches Spielzeug, das man mit einer gewissen Freude in die Hand nimmt: das 4.65‘‘ HD Super AMOLED-Display mit 720p Auflösung ist absolut überzeugend (auch bei hellem Sonnenlicht), der 1,2 GHz DualCore Prozessor verleiht dem Gerät ein zügiges Arbeitstempo. HD-Videos wurden im Test ruckelfrei und mit bester Farbqualität wiedergegeben. Das Nexus ist zwar immer noch rechteckig und mit abgerundeten Kanten, allerdings sieht es dem iPhone nicht mehr besonders ähnlich – das Design macht sogar einen zeitgemäßeren und griffigeren Eindruck als das des Apple-Produkts. Das Samsung Galaxy Nexus ist eines der ersten Smartphones, die

© Canon

Neues VideobeamerFlaggschiff von Canon

Wird ohne Objektive geliefert: der neue Canon Xeed WUX5000.

Wien. Mit dem Xeed WUX5000 erweitert Canon sein Portfolio bei den leistungsstarken XeedProjektoren. Eine Helligkeit von 5.000 Lumen, LCOS-Technologie für eine exzellente Bildqualität, drei optional erhältliche Wechsel-Objektive und Funktionen für eine denkbar einfache Installation prädestinieren das neue Spitzenmodell für den Einsatz in Unternehmen, Bildungseinrichtungen und bei Veranstaltungen. Der Xeed WUX5000 wird ohne Objektiv geliefert und ist voraussichtlich ab März 2012 im Handel erhältlich. Er bringt es auf eine native WUXGA-Auflösung (1.920 x 1.200 Pixel) und ist mit dem Canon System AISYS (Aspectual Illumination System) ausgestattet, das mit optimierten LCOS-Panels arbeitet. Die Canon Colour Matching-Technologie sorgt dabei für eine Bildqualität, die der eines professionell kalibrierten sRGBMonitors nahezu gleichkommt. www.canon.at

Die neu überarbeitete und einfache Oberfläche von Android 4.0.

mit Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) ausgeliefert werden. Als erstes Android-Gerät ist es außerdem mit drei Software-Navigationsbuttons ausgestattet. Physikalisch sind nur noch ein Ein-/Aus-Schalter und ein Lautstärkenregler vorhanden. Für Android 3-User stellt das eine Umstellung dar – allerdings arbeitet man sich sehr leicht in die neue Bedienerweise ein, sodass die bisherige Home-Taste nicht fehlt.

Praxisnahe Funktionen Im Gegensatz zum Galaxy S ist die Hauptkamera in der Mitte des oberen Drittels auf der Geräterückseite verbaut, wodurch die Linse beim Fotografieren oder Filmen nicht so einfach mit den Fingern verdeckt wird. Das Nexus scheint auch über einen besseren GPS-Sensor als das Ur-Galaxy zu verfügen,

Die Telefonie-Oberfläche des Galaxy Nexus: große Softkeys zum Wählen.

Der aktuelle Energieverbrauch kann detailliert angezeigt werden.

da die Positionsangaben im Test schneller und mit größerer Genauigkeit erfolgten. Beim USB-Stecker auf der Geräteunterseite handelt es sich um die flachste Variante, sodass ältere Ladegeräte möglicherweise nicht passen.

Kamera mit Spezialeffekten Neu überarbeitet wurde auch die Kamera-App, die neben Spezialeffekten und einem (fast) verzögerungsfreien Auslöser auch einen Panoramamodus bietet. Bei Letzterem wird ein Schwenk über eine Szene „gefilmt“ und in der Kamera zu einem Panoramabild zusammengerechnet. Im Praxistest entspricht die Qualität der Aufnahmen im Großen und Ganzen denen des „Ur-Modells“ Galaxy S, ersetzt also einen „echten“ Fotoaparat trotz 5-Megapixel-Auflösung nicht wirklich. Hier empfiehlt sich der

Einsatz von Kamera-Apps von Drittherstellern wie „Camera Zoom FX“ oder „HDR Camera+“ aus dem Android Market. Der Look & Feel des Galaxy Nexus wird, abseits der Haptik, vorwiegend von Android 4.0 bestimmt, das den Vergleich mit iOS5 von Apple nicht scheuen muss. So können beispielsweise Apps in Ordnern „gelagert“ werden, was die Übersichtlichkeit auf den Homescreens erhöht. Neben Apps-Symbolen und Ordnern können auch Widgets direkt am Home-Screen platziert werden. Obwohl vom Funktionsumfang iOS5 in verschiedenen Punkten überlegen, ist Android 4.0 auch für Fast-Laien recht einfach bedienbar – was das Nexus (749 € Richtpreis) damit zu einer überlegenswerten Alternative für das iPhone von Apple macht. www.samsung.at

Sony Ericsson Der Smartphonebauer hat sein erstes Xperia-Gerät unter dem Dach des Sony-Konzerns vorgestellt

Interessantes Smartphone mit Fun-Faktor Wien. Bereits unter dem Dach des Sony-Konzerns logierend, hat Sony Ericsson das „Xperia S“ als erster Vertreter der nächsten Xperia-Generation vorgestellt. Das Smartphone ist mit einem 1,5 GHz Dual-Core-Prozessor ausgestattet. Dadurch können HD-Filme flüssig und in gestochen scharfer Qualität auf dem ebenfalls HD-fähigen 4,3“ Reality Display mit Mobile Bravia Engine abgespielt werden. Die eingebaute 12 Megapixel-Kamera mit Sony Exmor R Sensor ermöglicht darüber hinaus, Videos in Eigenregie in bester HD-Qualität zu drehen. Die Kamera ist innerhalb von nur 1,5 Sek. aus dem StandbyModus einsatzbereit. Durch einen NFC-Chip (Near Field Communication) ist das Smartphone zusätzlich für die Zukunft und die wachsende Anzahl an NFC-Anwendungen und -Services gewappnet.

Dienste und Tools „Das Xperia S ist das erste Smartphone aus der neuen XperiaGeneration und der Auftakt für die Xperia NXT-Reihe“, sagt Gerhard

Sturm, Vice President und d Head ope. of Sony Ericsson Central Europe. „Mit dem 1,5 GHz Dual-Core-Prorozessor gibt es den Takt vor und erNetzschließt das komplette Sony-Netzifend d werk, in dem Dienste übergreifend von unterschiedlicher Hardware rdware re genutzt und ganz einfach vernetzt netztt werden können.“ Das Gerätt wird rd dadurch (in eingeschränktem RahRahmen) zum Teil eines vorhandenen nen Heim-Netzwerks. So lassen sich Inhalte aus dem em eSony-Netzwerk auf dem Xperia S, dem Fernseher, auf Tablet blet oder Notebook betrachten.. Perr HDMI-Kabel oder kabellos über WLAN können eigene Videos, s, e-Fotos oder Musik von einem Gerät ganz einfach auf ein anderes eres übertragen und abgespielt werrng den. Dank der Auszeichnung „PlayStation Certified“ steht uch für das HD-Flaggschiff auch en eine breite Auswahl an Spielen bereit. Interessant sind auch diee ise Add-Ons, wie beispielsweise SmartTags. Das sind münz-FC große Objekte, die via NFC bestimmte Profile im Handy dy

Das neue Sony Ericsson Xperia S, der erste Vertreter der NXT-Smartphone-Reihe.

aktivieren. Neu ist auch das akti Mikr Mikrodisplay „SmartWatch“ (119 €), das via Bluetooth verbunden wird. So lassen sich bund unauffällig und diskret SMS unau und Social Media Updates lesen, eingehende Anrufe erkennen eing oder Musik steuern, ohne das Telefon aus der Tasche nehmen Tele müssen. zu m Das Touch-Display kann außerdem als Armbanduhr getraßerd gen und mit verschiedenen Apps aus dem Android Market erweitert werden. wer

Update auf 4.0 im 2. Quartal Upd

© Sony Ericsson

München/Wien. Die neuen DOCSIS 3.0 und EuroDOCSIS 3.0 N750 Voice/Data Gateways von Netgear, die einen simultanen Wireless Dualband-Betrieb unterstützen, sind die ersten Geräte, die von CableLabs und Cable Europe Labs die Zertifizierung für die in den Gateways eingebundenen Modems erhalten haben. Mit diesen Produkten können Service Provider nun auch das 5 GHz-Frequenzband für Dienste wie IP Video, Telefonkonferenzen und andere Echtzeit-Applikationen für Heimanwender und kleine Unternehmen anbieten. Daneben können weitere Dienste parallel über das 2,4 GHz Band für 802.11b/g/n Geräte zur Verfügung gestellt werden. www.netgear.com

Das Xperia S wird voraussichtlich im Laufe des ersten Quartals 2012 in den Farben Schwarz und Weiß für 499 € mit Android 2.3 (Gingerbread) erhältlich sein. Ein (Gingerb (Gin Upgrade auf Android 4.0 (Ice Cream Upgr Sandwich) Sandwich wird im Laufe des zweiten Quar Quartals bereitgestellt. www.sonyericsson.com www


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, 20. JÄNNER 2012 – 43

ÖKOLOGIE AM VORMARSCH

Österreichischer Lichtspezialist bringt erste klare LED-Birne auf den Markt Seite 45

Die Region CEE/SEE ist ein attraktiver Markt für Erneuerbare Energien Seite 46

© Fraunhofer ISE

ERHELLENDE INNOVATION © TJP

© 16east

industrialtechnology PV-MODULE

Neue Produktionsmethode des Fraunhofer-Instituts

Seite 48

Brauchen wir neue Energie in der Zukunft?

© sxc

SHORT

Graz. Die Eco World Styria, der FA 19D – Land Steiermark und das Unternehmen Saubermacher wollen sich heuer verstärkt dem Thema „Landfill Mining“, dem energetischen Rückbau von Deponien, widmen. Gestartet wurde das Projekt mit einem Technologie-Round-Table, in dem die Inhalte des Vorprojekts mit steirischen Technologieunternehmen und Deponiebetreibern diskutiert wurden. In weiterer Folge wird die Gründung eines Projektkonsortiums erfolgen und die Themenschwerpunkte festgelegt werden. www.eco.at

© medianet/Szene1/Günther Langegger

Düsseldorf. „Energie- und ressourceneffiziente Technologien im Glasmaschinenbau“ und „Innovative Produktionstechnologien für solare Produkte und Anwendungen“ sind die Titel der beiden Symposien, die das Forum Glastechnik auf der diesjährigen Fachmesse „glasstec“ in Düsseldorf veranstaltet. Beteiligen können sich alle Aussteller. Gefragt sind Vorträge, die in rund 20 Minuten (plus fünf Minuten für die Beantwortung von Fragen) über innovative Lösungen informieren. Ko-Vorträge in der Kombination Maschinenbau und Anwender sind ausdrücklich erwünscht. Vorschläge müssen dem VDMA bis zum 17. Februar 2012 vorliegen. www.vdma.org

v.li.n.re.: Peter Traupmann (Energieagentur), Brigitte Bach (AIT), Thiemo Gropp (Desertec-Foundation), Gi-Eun Kim (Rat FTE), Ingolf Schädler (BMVIT).

Energiecomfort Sonnenenergie wird ausgebaut

175.000 Tonnen CO2 gespart

Biomasse meets Fotovoltaik

ÖkoFEN-GF Herbert Ortner: Analyse betätigt das große Sparpotenzial.

Wien. In einer unternehmensinternen Analyse hat ÖkoFEN die aktuellen Einsparungen durch den Einsatz von Pelletsheizungen ermittelt. Insgesamt konnten durch circa 20.000 Heizkessel, die ÖkoFEN allein in den vergangenen vier Jahren in Betrieb genommen hat, jährlich 175.000 t CO2 eingespart werden. „Dieses Ergebnis zeigt, welchen wichtigen Beitrag Pelletsheizungen für den Umweltschutz leisten und was für ein enormes Einsparpotenzial durch den Einsatz von Pelletsheizungen gegeben ist“, betont ÖkoFEN-Geschäftsführer Herbert Ortner. www.oekofen.com

© Wiener Stadtwerke

Enns. Seit Jänner 2012 bezieht Enns als erste österreichische Stadt für ihre kommunalen Einrichtungen ausschließlich Ökostrom. Geliefert wird die saubere Energie von Naturkraft, der Ökostromtochter der EAA-EnergieAllianz Austria. EAA-GF Christian Wojta (Foto): „Wir registrieren eine stark steigende Nachfrage von Privaten, Unternehmen und Kommunen nach grünem Strom.“ Das Vorbild Enns zeige, dass nicht nur Unternehmen und Haushalte das Thema CO2-Ersparnis ernst nehmen, sondern auch Gemeinden als gutes Vorbild vorangehen können. www.energieallianz.at

ÖkoFEN Pelletskessel schonen Umwelt und Budget

© ÖkoFEN

© EAA Austria

Energie-Talk Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Österreich 2050“ lud der Rat für Forschung und Energieentwicklung zur Expertendiskussion über die verschiedenen Möglichkeiten, den wachsenden Energiebedarf zu decken. Seite 44

Martina Jochmann, GF Energiecomfort Energie- und Gebäudemanagement.

Wien. Der Energiedienstleister Energiecomfort, eine 100%-Tochter von Wien Energie, hat das Biomasse-Heizwerk in der bayrischen Gemeinde Oberstaufen in der dritten Ausbauphase um eine FotovoltaikAnlage erweitert. Die am Dach der Hackschnitzel-Lagerhalle installierte Anlage wurde im Jänner in Betrieb genommen und wird jährlich 140.000 kWh umweltfreundlichen Sonnenstrom erzeugen. Eine weitere Fotovoltaikanlage hat Energiecomfort am Firmensitz seines slowakischen Tochterunternehmens TT-Komfort in Trnava installiert. www.energiecomfort.at


C OV ER

44 – industrialtechnology

© Pflügl/Quality Austria

Umweltbewusstsein wird immer stärker

KONRAD SCHEIBER

mweltzertifizierungen haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Das Wachstum der zertifizierten Unternehmen nach den Umweltstandards ISO 14001 und FSC CoC lag in den letzten Jahren auf internationaler Ebene im zweistelligen Bereich. Mittlerweile sind weltweit über 250.000 Organisationen nach der Umweltnorm ISO 14001 zertifiziert. In Österreich gibt es rund 1.200 umweltzertifizierte Unternehmen, darunter die OMV, die als erstes Unternehmen nun auch nach der seit Herbst geltenden ISO 50001-Norm zertifiziert ist. Verantwortlich für das wachsende grüne Gewissen der Unternehmen sind vor allem handfeste wirtschaftliche Gründe. Einerseits ist Umweltmanagement auch aktives Rechtsmanagement und gewinnt hinsichtlich möglicher Haftungsfragen eine wachsende Bedeutung, andererseits fordern die Kunden heute zunehmend nachhaltige Leistungen und Produkte. Und last but not least rechnet sich ökologisches Agieren. Viele Umwelt- und vor allem Energieprojekte amortisieren sich in ein bis zwei Jahren. Das durchschnittliche Energieeinsparungspotenzial liegt Studien zufolge bei 10 bis 20%.

U

Konrad Scheiber ist CEO der Quality Austria Trainings-, Zertifizierungsund Begutachtungs GmbH

Unter Strom Nicht allein die technische Machbarkeit ist entscheidend bei der Lösung zukünftiger Energiefragen

Sind Wüsten die EnergieOasen der Zukunft? Energieexperten sind sich einig: Desertec ist ein interessantes Projekt, aber kein Allheilmittel. BRITTA BIRON

Wien. „Die Bedrohung durch den Klimawandel und die Verknappung der fossilen Ressourcen verlangen nachhaltige Veränderungen in unserem Energiesystem. Die hohe Erwartung an die Entwicklung neuer Technologien und der damit verbundene Einfluss auf unsere Gesellschaft verlangt daher keine halbherzigen Lösungen, sondern eine Jahrhundertanstrengung”, heißt es im Strategiepapier des Rats für Forschungs und Technologieentwicklung (Rat FTE).

„Schon mit den heute zur Verfügung stehenden Möglichkeiten wäre die Energiewende

© Siemens

GASTKOMMENTAR

Freitag, 20. Jänner 2012

machbar – und sogar

Theoretisch bieten die Wüsten ein fast unbegrenztes Energie-Potenzial – die Projekte sind aber nicht unumstritten.

relativ günstig.“

neuen Techniken: Sowohl die notwendigen Systeme für die Stromerzeugung als auch die Übertragung sind bereits vorhanden.

JOHANNES GABNER, RAT FTE

Ambitionierte Pläne

In die Rubrik „Jahrhundertanstrengung” fällt zweifellos das Projekt Desertec, das Thiemo Gropp, Vorstand der Desertec Foundation, den Gästen des hochkarätig besetzen, vom RFT organisierten Experten-Talks am Mittwoch präsentierte. Das Konzept klingt bestechend einfach: Solarkraftwerke in dünn bis kaum besiedelten Wüstenregionen errichten und den Strom anschließend über HGÜ-Leitungen zu den Verbrauchern bringen. Und dazu braucht es keine revolutionären

„Desertec ist eine interessante und von der Industrie breit unterstützte Idee zur Nutzung der Sonnenkraft in Wüstenregionen. Das Potenzial ist erheblich, theoretisch könnte man den Strombedarf der ganzen Welt mit Anlagen in der Größe eines Bruchteils der Wüstenfläche decken”, so Peter Traupmann, GF der Österreichischen Energieagentur. Es seien aber noch wesentliche Details zu klären, etwa Anlagengenehmigungen und Grundstücksfragen für die

Leitungen durch ganz Europa, und die Netze müssten hinsichtlich Kapazität, Intelligenz und Steuerbarkeit entsprechend ausgebaut werden. Auch an der effizienten Speicherung der Energie müsse noch gearbeitet werden. Theoretisch hält er, ebenso wie die anderen österreichischen Referenten, das Projekt für interessant, weist aber darauf hin, dass es sicher kein Allheilmittel ist, um die kommende Energieproblematik in den Griff zu bekommen. „Die noch mangelnde politische Stabilität der Länder in den Wüstenregionen ist der wichtigste Unsicherheitsfaktor in diesem Projekt”, fasst Johannes Gabner, Projektkoordinator beim Rat FTE, die am häufigsten geäußerten

Einwände aus dem Publikum zusammen. Inwieweit sich die Hoffnungen von Desertec, dass der mit dem Projekt verbundene wirtschaftliche Aufschwung der Regionen auch möglichst rasch demokratische Verhältnisse hervorbringt, bewahrheitet, sei nicht abzusehen. Nach Einschätzung der Experten sei die Energiewende – ob mit oder ohne Desertec – technisch machbar. „Über kurz oder lang führt ohnehin kein Weg daran vorbei”, gibt Gabner dabei zu bedenken. „Derzeit kostet Europa die Versorgung mit Energie 10,5% vom BIP, durch den Umbau steigen die Kosten bis 2050 auf knapp unter 15%”, so Traupmann. www.rat-fte.at www.desertec.org

Seitz Smart Technologies Erste lichtstarke LED-Birne mit hellen Lampenglas

e-Lade-Netz

Helle Köpfe entwickeln helle Birne

ABB liefert 200 SchnellladeStationen nach Estland.

Zürich. ABB hat in Estland eine Ausschreibung über die Installation von 200 Schnellladestationen für Elektroautos – das erste landesweite Netz in Europa – gewonnen. Die ersten Lieferungen werden bereits Mitte 2012 erfolgen, bis zum Ende des Jahres sollen dann alle Gleichstrom-Ladestationen des TerraSystems in Betrieb sein. Im Rahmen des Fünfjahresvertrags wird der Schweizer Energie- und Automatisierungskonzern auch vor Ort Supportleistungen für den Netzbetrieb der Ladestationen erbringen und die grundlegende IT-Architektur zur Verfügung stellen. www.abb.com

Wien. „Dank unserer kontinuierlichen Entwicklungsarbeit bringen wir als erster Anbieter eine lichtstarke LED-Lampe mit klarem Glas und dem angenehmen Licht einer Glühbirne auf den Markt“, so Stephan Seitz, Gründer und GF der Seitz Smart Technologies, Hersteller der Beleuchtungsmarke 16east LED Light.

eine Ausleuchtung, wie sie von der Glühbirne bekannt ist. „Die Entwicklung der Optik war die größte Herausforderung für uns. Dadurch können wir leuchtstarke LED-Kerzen und -Birnen mit angenehmer Lichtfarbe und Rundumabstrahlung anbieten“, so Stephan Seitz. Das Licht der Glühbirne ist für die Entwicklung von LED-Leucht-

mitteln das Maß der Dinge. Die angenehme warme Lichtfarbe und ein natürlich wirkender Farbverlauf beim Dimmen sind wichtige Merkmale, die die 16east LED-Birnen erfüllen. Im Gegensatz zur Glühbirne ermöglichen sie allerdings eine Energieersparnis von 85%. Innovativ zeigt sich 16east LED Light auch in Sachen Preispolitik.

Patentierte Optik Die neue LED-Birne mit einem Verbrauch von 7 Watt/450 Lumen, die einer 40 Watt-Glühbirne entspricht, ist das neueste Produkt aus der 16east LED Light-Forschung. Die klare 16east LED-Birne, als Äquivalent für 60 WattBirnen, soll im ersten Quartal 2012 folgen, an der Entwicklung eines 100 Watt-Äquivalents wird bereits gearbeitet. Die 16east Retrofit LEDLampen stammen aus eigener Entwicklung, die von der FFG (österr. Forschungsförderungsgesellschaft) gefördert wird. Die 16east LED-Birne bietet durch die patentierte Lichtkugel ein angenehmes, warmes Licht und

„Ich freue mich, dass wir ab 2012 eine qualitativ hochwertige matte LED-Birne mit angenehm warmem Licht zu einem sehr günstigen Preis anbieten können. Diese Zukunfts-

„Die patentierte Lichtkugel bietet ein warmes Licht und eine Ausleuchtung, wie sie von der Glühbirne bekannt ist.“ STEPHAN SEITZ

© 16east (2)

© ABB/Gianni Canali

ABB Großer Auftrag

Stephan Seitz, Gründer und GF der Seitz Smart Technologies, mit der Neuheit.

technologie wird dadurch für jedermann erschwinglich“, so Seitz. Beim neuen 60 Watt-Äquivalent ist man dem Preis einer vergleichbaren Energiesparlampe ebenfalls schon sehr nahe gekommen. www.16east.com


Freitag, 20. Jänner 2012

E N ERGI E & UMW ELT S P EC I AL

industrialtechnology – 45

Roto Frank Der Dach- und Solarspezialist präsentiert auf der Häuslbauermesse in Graz Neuheiten des erweiterten Roto Designo-Sortiments

Alles unter Dach und Fach

Flexibel und effizient Optisch folgt die Generation dem ansprechenden Design des „Designo R8 NE“ mit fließender Linienführung, eleganten Übergängen ohne außenliegende Schrauben und hochwertiger Lackierung in Anthrazit-Metallic. Durch den nur bei Roto serienmäßig eingebauten, zweiteiligen Wärmedämmblock sowie die durchdachte Rahmenkonstruktion kann der deutsche

Hersteller seinem Ruf als Innovationsführer in Sachen Energieeffizienz erneut gerecht werden. Dies belegen die beachtlichen Wärmedurchgangswerte von Uw 1,2 W/m2K des Designo R8 schon bei der Standardverglasung sowie Uw 0,84 W /m2K mit 3fach Isolierverglasung (blueLine NE). Roto Designo ist in vielen Größen erhältlich – das Größenraster wurde nochmals erweitert – und ermöglicht damit nahezu unbegrenzte Kombinationsmöglichkeiten. Die hocheffiziente Roto blueLine Verglasungstechnologie bürgt für vorbildliche Wärmedurchgangswerte. Weiterer Pluspunkt ist das breite

Angebot an intelligenten Steuerungen und Sonnenschutzzubehör für innen und außen. Was die Designo Maß-Renovierungsfenster zusätzlich von Produkten des Wettbewerbs unterscheidet, ist der unkomplizierte Austausch: Dank millimetergenauer und individueller Fertigung nach Maß können die Fenster innerhalb weniger Stunden durch einfaches Aufsetzen auf die vorhandene Dachöffnung von innen montiert werden – ein Umstand, der sowohl Hausbesitzer als auch die Professionisten gleichermaßen freut. www.roto-frank.at

Renovieren am neuesten Stand – die Roto Renovierungsfenster nach Maß.

Die kreativste Ausstellung Österreichs Einzigartige Bäderlandschaften, Energiewelten und Fliesenträume

ODÖRFER macht die Trends

NÖ EVN & Wien Energie

Frischer Wind Wien. Wien Energie und EVN werden nach umfangreichen Studien eine aus neun Windrädern bestehende Anlage im Gemeindegebiet von Glinzendorf (NÖ) errichten. Die Gesamtleistung des neuen Windparks, in den die beiden Unternehmen insgesamt rund 27 Mio. € investieren, wird rund 18 MW betragen. Mit den Bauarbeiten wurde bereits Ende 2011 begonnen, die Fertigstellung ist für Herbst 2012 geplant. Durch den Windpark werden jährlich rund 28.000 t CO2 eingespart – ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Wien Energie-GF Susanna Zapreva: „In den nächsten Jahren bauen wir unsere Energieerzeugung aus Sonne, Wind, Wasser und Geothermie intensiv aus. Mit der Errichtung des Windparks Glinzendorf setzen wir einen weiteren wichtigen Meilenstein. Bis 2030 planen wir einen Anteil von 50 Prozent an erneuerbarer Quellen in unserer Energieerzeugung.” Ein Ziel, das die EVN bereits 2020 erreicht haben will. 2011 wurden wichtige Schritte dafür gesetzt, etwa der Erwerb von 13% an den Innkraftwerken, die Inbetriebnahme des Windparks Tattendorf oder die Errichtung einer großen PV-Anlage in Bulgarien. „Wir werden alleine in Niederösterreich bis zu 800 Mio. Euro investieren und damit rund 20.000 Arbeitsplätze absichern beziehungsweise neu schaffen”, so EVN-Vorstandssprecher Peter Layr. www.evn.at www.wienenergie.at

Brunn am Gebirge. Schon beim Betreten des Ausstellungsgebäudes wird dem Besucher klar, dass bei ODÖRFER die Trends zu Hause sind. Nahe der Shopping City Süd eröffnen sich dem Besucher nicht nur einzigartige Bäderlandschaften, sondern auch Energiewelten und Fliesenträume. Das steirische Familienunternehmen ist seit über 200 Jahren nicht nur Trendsetter im Bad, sondern auch Experte, wenn es um Heizung, Energie & Umwelttechnik geht. ODÖRFER präsentiert auf über 3.000 m2 die kreativste Ausstellung Österreichs. Als Orientie-

Neuartige Akzente ODÖRFER SETZT AUF ÖKOKRAFT

Wie individuelle Raumkonzepte umgesetzt werden können, wird in der Ausstellung in Brunn am Gebirge eindrucksvoll gezeigt. „Unsere Ausstellung soll für die Besucher ein Ort der inneren Ruhe und Inspiration sein“, betont Schneider-Assion. Die wachsende Bedeutung

Windturbinen liefern grüne Energie.

des Bades und die Entwicklung hin zur Wohlfühl-Oase in den eigenen vier Wänden spiegelt sich natürlich in der Ausstellung wider, indem es als Ort der Entspannung, des Ausgleichs und Wohlbefindens erlebbar gemacht wird. Schneider-Assion: „Die Kooperation mit C.Bergmann, dem Marktführer im Fliesengroßhandel, macht die Ausstellung auch zum Kompetenzzentrum für Fliesen und Naturstein.“

Moderne Energielösungen Und in der Energie & Klimawelt wird die Technik sichtbar und nachvollziehbar sowie die angenehme Wirkung von Flächenheizungen bzw. -kühlungen erlebbar gemacht. ODÖRFER zeigt aber nicht nur die modernsten Energie- und Klimalösungen, sondern nutzt diese auch selbst. So wird Strom aus Windund Sonnenkraft mittels der neuen PlusLine Windtronics Windturbine sowie der PlusLine PhotovoltaikAnlage erzeugt. Die daraus gewonnene Energie wird u.a. zum

Susanne Schneider-Assion: „Odörfer setzt seit 200 Jahren Trends im Bad.“

Betrieb der Innenraumbeleuchtung verwendet. „Das versteht Odörfer unter gelebtem Klimaschutz“, so Schneider-Assion.

Beste Beratung Neben all den Besonderheiten der Ausstellung stehen bei ODÖRFER immer die kompetente Beratung und das „Denken in Lösungen“ im Vordergrund. Mit jahrzehntelanger Erfahrung begleitet ODÖRFER seine Kunden mit perfekter Beratung und Planung Schritt für Schritt zum Traumbad und berät objektiv und unabhängig bei der Entwicklung der maßgeschneiderten Energie& Klimalösung.

INFO/KONTAKT

© Odörfer (4)

© Wien Energie/Paul Plutsch

Mit den Windturbinen von PlusLine Windtronics bietet ODÖRFER exklusiv eine effiziente und umweltschonende Energiequelle. Die PlusLine Windtronics Windturbine ist eine getriebelose, geräuschlose Windturbine mit einem Durchmesser von nur 1,8 m und in der Lage, bis zu 3.000 kWh/Jahr (je nach geografischer Lage) zu erzeugen. Das entspricht bis zu 50% des Jahresenergiebedarfs eines Haushalts. Mit innovativen Lösungen begleitet ODÖRFER jeden Kunden Schritt für Schritt zur optimalen individuellen Energielösung. Susanne Zapreva (GF Wien-Energie) und Peter Layr (Vorstand EVN).

rung dienen dem Kunden die vier Stilwelten Purismus, Landhaus, Klassik und Youngline sowie die drei Budgetkategorien Basis-, Medium- und Premiumbäder. In der Wasser- bzw. Lichtwelt können Besucher Produkte nicht nur ansehen, sondern diese in voller Funktion erleben. „Der Besucher bekommt bei uns nicht nur einen Überblick über die gesamte Produktwelt im Sanitärbereich, sondern auch für jedes Budget das beste Angebot. Und das alles in einer Ausstellung“, erklärt Susanne Schneider-Assion, Geschäftsführende Gesellschafterin ODÖRFER.

ODÖRFER Ausstellung Wiener Straße 131–133 2345 Brunn/Gebirge Tel: 02622/87900-5310, Fax: DW 5300 Mail: ausstellung-brunn@odoerfer.com www.odoerfer.at

PROMOTION

Loosdorf. Die Roto Wohndachfenster sind seit vielen Jahren Synonym für Komfort, Premiumqualität und zeitloses Design. Mit der aktuellen Generation „Designo“ ist es der Entwicklungsabteilung des deutschen Traditionsunternehmens gelungen, diese Attribute weiter zu perfektionieren und sie darüber hinaus auch mit einem Höchstmaß an Wärmedämmung zu kombinieren.

© Roto Dach- und Solartechnologie

Schneller und unkomplizierter Einbau durch umfassende Vormontage.


E NE R GI E & UMW ELT S P E CIA L

46 – industrialtechnology

SHORT

Salzburg AG senkt die Strompreise

Freitag, 20. Jänner 2012

Energiestudie TJP Advisory & Management Services hat die Energiezukunft Europas unter die Lupe genommen

Erneuerbare Energie in CEE/SEE boomt

© Salzburg AG

Bis zum Jahr 2020 werden sich die Investitionen verdoppeln oder sogar verdreifachen. BRITTA BRUCKNER

Salzburg. Aufgrund eines geringeren Mehraufwands für Ökoenergie wird die Salzburg AG mit 1. Februar die Preise ihrer Standardprodukte für Privat- und Gewerbekunden um 0,2 ct/kWh netto senken. Zudem werden auch die Systemnutzungstarife günstiger. Dadurch ergibt sich gegenüber Dezember 2011 eine monatliche Ersparnis von 2,6%. Vorstandssprecher August Hirschbichler: „Die Salzburg AG liegt im HaushaltskundenVergleich der österreichischen Landesversorger somit bei Strom auch weiterhin unter den drei günstigsten Anbietern.“ www.salzburg-ag.at

Kelag investiert weiter in Erneuerbare Energie Klagenfurt. „Mit unserer eigenen Stromerzeugung können wir den gesamten Bedarf unserer Kunden in den Bereichen Haushalte, Gewerbe und Landwirtschaft aus erneuerbarer Energie decken; dies weisen wir auch in den Rechnungen und gegenüber der Behörde aus”, betont Kelag-Vorstandssprecher Hermann Egger. Allein heuer wird das Unternehmen rund 105 Mio. € in den Ausbau und in die Instandhaltung seiner Erzeugungskapazitäten für Erneuerbare Energien investieren. Diese Strategie hält Egger für langfristig zielführender als den Kauf von Zertifikaten, der an der Struktur der Stromerzeugung in Europa substanziell nichts ändert. www.kelag.at

© IG Windkraft

Windkraft wird heuer weiter ausgebaut

Auch 2012 weht am heimischen Energiemarkt eine kräftige Brise.

Wien. 2011 war mit 31 neu errichteten Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 73 MW ein erfolgreiches Jahr für die heimische Windbranche und auch heuer setzt man auf Expansion. „Wir rechnen mit der Errichtung von rund 140 Windkraftanlagen mit insgesamt 376 MW Leistung; das entspricht einer Steigerung der bestehende Leistung um gut ein Drittel”, freut sich Stefan Moidl, GF der IG Windkraft. Das Investitionsvolumen dafür liegt bei rund 620 Mio. €. www.igwindkraft.at

Wien. Im Rahmen der Studie wurden die regulatorischen Rahmenbedingungen und natürlichen Ressourcen in über 30 Ländern Europas analysiert und ca. 70 Unternehmen der D-A-CH-Region befragt. Das Ergebnis: CEE/SEE-Länder sind eine attraktive Region für Firmen, knapp 70% der befragten Unternehmen wollen sich in den nächsten Jahren verstärkt auf diesen Markt konzentrieren. Bis 2020 ist daher von einer Verdoppelung bis zu einer Verdreifachung der Investitionen österreichischer und westeuropäischer Unternehmen auszugehen.

„Spezialfonds und Zweckgesellschaften sind am Energiesektor

© TJP Advisory & Management Services (2)

Salzburg AG-Vorstandssprecher August Hischbichler.

am Vormarsch, prüfen

Alexander Schwartz und Thomas Regitschnig-Kumpan von TJP erwarten eine zunehmend saubere Zukunft in Sachen Energie.

aber deutlich strenger

beteiligen oder Produzenten zu werden. „Aufgrund knapper Ressourcen, regulatorischer Auflagen und verstärktem Umdenken bei den Konsumenten ist eine Änderung des Verhaltens und Wirtschaftens notwendig geworden. Das bedeutet neue Geschäftsfelder für innovative Unternehmen“, kommentiert Alexander Schwartz die Studienergebnisse.

andererseits bereits westeuropäische Unternehmen tätig sind. Politische und rechtliche Stabilität, günstige Förderbedingungen und vorhandene Ressourcenpotenziale sind ebenfalls wichtige Faktoren. Zielmärkte sind vor allem Rumänien (58%), Bulgarien (45%), die Slowakei (32%), Ungarn (30%) und Tschechien (27%).

Attraktive Investments

Grundsätzlich ist in der CEE/SEE Region eine klare Dominanz fixer Einspeisetarife, verbunden mit einer Preisgarantieperiode, erkennbar. Lediglich in Rumänien und Polen gibt es Systeme mit Quotenregelungen und Grünen Zertifikaten.

als früher.” THOMAS REGITSCHNIG-KUMPAN

Im Durchschnitt lag in der CEE/SEE-Region der Anteil Erneuerbarer Energiequellen (inkl. Strom aus Wasserkraft) am Brutto-Energieverbrauch bei etwa 10,5%; für 2020 ist ein Anteil von durchschnittlich 21% avisiert. Dazu muss sich die Kapazität an Erneuerbarer Energie innerhalb der nächsten Jahre mehr als verdoppeln. Unternehmen haben somit Chancen, sich am Ausbau zu

Investitionen werden vor allem in jenen Ländern stattfinden, die einerseits über günstige Förderbedingungen und Ressourcenpotenziale verfügen und in denen

Ressourcen & Recht

„Geografisch gibt es aber eine höchst unterschiedliche Schwerpunktsetzung bezüglich Fotovoltaik, Wasserkraft, Biomasse oder Wind“, so Thomas RegitschnigKumpan zu den energetischen Länderprofilen, die erarbeitet wurden. Demnach kann etwa Solarenergie vor allem in Tschechien, Rumänien, Bulgarien und Kroatien punkten. Polen ist für Wind-, Wasserkraft- und Biomasse ein interessanter Markt. Die Praxis zeigt, dass Investoren und Banken zunehmend selektiv vorgehen und Investitionsprojekte genauer prüfen als in der Vergangenheit. Das ist gleichzeitig ein deutliches Zeichen der Professionalisierung des Sektors. www.tjp.at

Innovationsindex European School of Management and Technology untersucht die Energiewirtschaft

Mit neuer Energie die Zukunft meistern Berlin. Vor Kurzem veröffentlichte die European School of Management and Technology (ESMT) erstmals einen Innovationsindex für die Energiebranche. Untersucht wurde dabei die Innovationskraft von 15 führenden europäischen Unternehmen der Energiewirtschaft. Der Index setzt sich aus den drei unterschiedlich gewichteten Teilindizes Forschung, Nachhaltigkeit

und Produktivität zusammen. Die Spitzenplätze konnten sich RWE und Electricité de France (EDF) sichern, vor allem durch ihre hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung. RWE platziert sich dank seiner hohen Werte im Bereich Forschung mit 70,6 von 100 Punkten auf dem ersten Platz des Index. EDF folgt mit 57,7 Punkten und kann Defizite im Bereich Pro-

duktivität durch eine gute Leistung im Forschungs-Subindex ausgleichen. Durch hohe Werte auch im Bereich Nachhaltigkeit zeichnen sich die nächstplatzierten Unternehmen Iberdrola, GDF Suez und Energias de Portugal (EDP) aus. Die Autoren Christoph Burger und Jens Weinmann ziehen insgesamt eine positive Bilanz des Innovationsprozesses in der Energiewirtschaft von 2007 bis 2010: „Im untersuchten Zeitraum hat sich der Forschungsetat der Unternehmen um 40% auf mehr als 1,5 Mrd. Euro erhöht“, kommentiert Christoph Burger, Energieexperte und Managing Director von ESMT Customized Solutions. Außerdem hätte sich die alternative Energiegewinnung durch erneuerbare Energien wie Solarkraft, Wind und Biomasse mehr als verdoppelt.

Einfache Komponenten Als wichtigster Baustein für eine erfolgreiche Innovationsstrategie fließt in den Index mit 50% der Forschungs-Subindex ein. Dieser weist neben der relativen und ab-

soluten Wichtigkeit von Forschung im Unternehmen auch die Diversität der Forschung und die Anzahl der neu angemeldeten Patente aus. Produktivität (Verdienst je Strom-

„Im untersuchten Zeitraum haben die Unternehmen ihre Forschungsetats um rund 40% auf rund 1,5 Mrd. Euro erhöht.“ CHRISTOPH BURGER ENERGIEEXPERTE ESMT

erzeugung und Angestellten) und Nachhaltigkeit (hier konnte der Verbund mit 86,3% einen Spitzenplatz erreichen) bestimmen jeweils 25% des ESMT Innovationsindex. www.esmt.org


ENER GI E & UMW ELT S P EC I A L

Jetzt einreichen Clean Technology Austria

Staatspreis gestartet Spezielle Auszeichnung fĂźr Jungunternehmer.

industrialtechnology – 47

  

Freitag, 20. Jänner 2012

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Š Katharina StÜgmßller

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   Clean Technology Austria – erstmals mit Fachkongress Ressourceneffizienz. HERBERT STRASSER

Wien. Im Rahmen des „Staatspreises 2012 Umwelt- und Energietechnologie (Clean Technology Austria)“ haben Unternehmen aus der Ăśsterreichischen Umwelt- und Energietechnologie die Chance, ihre Innovationskraft unter Beweis zu stellen. Auch Kommunen, Universitäten, auĂ&#x;eruniversitäre Einrichtungen oder Vereine kĂśnnen noch bis 3. Februar (24 Uhr) ihre Projekte einreichen.

Ideen fĂźr die Zukunft Erstmals wird auch der Sonderpreis 2012, „Start Up Ressourceneffizienz“, vergeben. Der Sonderpreis fĂźr Jungunternehmer ist mit 10.000 â‚Ź dotiert, die von Wien

Energie GmbH, Kommunalkredit Public Consulting GmbH, Alpine Energie GmbH und Klima- und Energiefonds zur Verfßgung gestellt werden. Anlässlich der Preisverleihung am 22. Mai findet erstmals der Fachkongress „Ressourceneffizienz und Umwelttechnologien� statt. Dabei stehen unter anderem Rohstoffknappheit und kritische Rohstoffe, Ressourceneffizienz, Best Practice und Innovationen, die Unterstßtzung und FÜrderung von Jungunternehmern sowie grundsätzliche Fragen, Chancen, Herausforderung und LÜsungsansätze zu einer nachhaltigen und ressourceneffizienten Wirtschaftsentwicklung im Vordergrund des Kongresses. www.ecolinx.com

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Illwerke Partnerschaft mit EnBW wurde verlängert

Ambitionierte Zukunftspläne Bregenz. Die Vorarlberger Illwerke AG ist durch langfristige Verträge mit der Energie Baden-Wßrttemberg AG (EnBW) verbunden. Der baden-wßrttembergische Energieversorger sichert sich dadurch 50% der Speicher- und Regelenergie aus den Kraftwerken der Illwerke, beteiligt sich dafßr aber auch in diesem Umfang an den Jahreskosten des Vorarlberger Stromproduzenten. Nun haben der Vorstand der Illwerke und die Verantwortlichen

der EnBW eine Vertragsverlängerung um zehneinhalb Jahre bis 2041 unterzeichnet. EigentĂźmervertreter Landeshauptmann Markus Wallner dazu: „Die EnBW ist bereit, mit uns das Obervermuntwerk II und das Rellswerk zu errichten sowie Erweiterungen der Umspannanlage BĂźrs mitzufinanzieren. Insgesamt handelt es sich dabei um ein Investitionsvolumen von rund 600 Mio. Euro, was eine beachtliche WertschĂśpfung fĂźr das Land Vorarlberg bedeutet und die Versorgungssicherheit erhĂśht.“

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Š www.studio22.at/Marcel Hagen

600 Mio Euro Investment

Ludwig Summer, Vorstandsvorsitzender der Illwerke AG.

„Die Illwerke sind damit fĂźr die Zukunft sehr gut abgesichert“, ergänzt Vorstandsvorsitzender Ludwig Summer. FĂźr heuer wird das Unternehmen insgesamt 164 Mio. â‚Ź in die Instandhaltung sowie den Ausbau der Kraftwerksanlagen und der Netzinfrastruktur investieren. Der grĂśĂ&#x;te Teil davon wird in den Bau des neuen Illwerke Zentrums Montafon (IZM) und die turnusmäĂ&#x;ige GeneralĂźberholung des LĂźnerseewerks flieĂ&#x;en. www.illwerke.at

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48 – industrialtechnology

SHORT

Siemens wird künftig mehr Wind machen

E NE R GI E & UMW ELT S P EC I A L

Freitag, 20. Jänner 2012

Fraunhofer Institut Neues TPedge-Modul hat mechanische Lastprüfung und Hagelprüfung erfolgreich durchlaufen

Neues Verfahren zur PV-Modulproduktion

© Siemens

Einfacher Modulaufbau und neue Produktionsmethode bringen Zeit- und Kostenvorteile. BRITTA BRUCKNER

Wien. Mehr Geschäft will Siemens künftig aus China, dem größten Markt für Windenergie, lukrieren: Mit Shanghai Electric sollen zwei Joint Ventures gegründet werden, die sowohl bestehende Technik und Knowhow anbieten als auch speziell für die Kunden in China maßgefertigte Produkte entwickeln werden. Siemens und Shanghai Electric arbeiten bereits seit 15 Jahren und in mittlerweile sechs Gemeinschaftsunternehmen erfolgreich auf den Gebieten Stromerzeugung und -übertragung zusammen. Siemens Energy hat zudem einen weiteren Auftrag zur Errichtung eines OffshoreWindkraftwerks in Deutschland erhalten. Für das Projekt „Amrumbank West“ in der Nordsee liefert das Unternehmen 80 Windenergieanlagen mit einer Leistung von je 3,6 Megawatt (MW) und einem Rotordurchmesser von 120 m. Mit einer installierten Leistung von 288 MW soll das Kraftwerk nach seiner Inbetriebnahme 2015 sauberen Strom für rund 300.000 Haushalte liefern. Das Offshore-Projekt Amrumbank West soll rund 35 km nördlich von Helgoland und rund 37 km westlich der nordfriesischen Insel Amrum entstehen. Siemens wird die Windturbinen liefern, installieren, in Betrieb nehmen und für zunächst fünf Jahren ihre Wartung übernehmen. Für Siemens ist dies bereits der siebte Auftrag für eine deutsche Offshore-Anlage. www.siemens.at

Neuer Kessel von Solarfocus

Freiburg i.Br. Das TPedge-Modul ist eine gemeinsame Entwicklung des Fraunhofer ISE in Freiburg und der Bystronic glass-Gruppe auf der Basis eines FraunhoferPatents. Das waferbasierte Solarmodul kann deutlich schneller und kostengünstiger produziert werden als herkömmliche WaferModule. Die Zeit- und Kostenersparnis sind Folge eines einfacheren Modulaufbaus und einer völlig neuartigen Produktionstechnologie.

„Mit der neu entwickelten Technologie können die Produktionskosten von PV-Modulen um

© Fraunhofer ISE

Verträge für zwei Joint Ventures in China Ende 2011 unterzeichnet.

30 bis 40 Prozent

Deutliche Zeitersparnis: Weniger als eine Minute dauert die Produktion eines PV-Moduls mit dem neuen Verfahren.

gesenkt werden.“

Die Produktionslinien für TPedge-Module lassen sich in verschiedenen Ausbaustufen auslegen. In der seriellen Fertigungslinie ist die Produktion eines Moduls in weniger als einer Minute möglich – im Vergleich zu 16 Min., die mit dem Standardverfahren nötig sind. Das neue Fertigungsprinzip ist an die in der Isolierglasproduktion verwendete Dichtungstechnologie angelehnt. Die Entwicklung des TPedge-Verfahrens zur Produktion von Modulen mit thermoplastischer Abdichtung an der Glaskante stellt einen großen Innovationssprung in der Modulproduktion dar. Tobias Neff, Productmanager Solar bei Bystronic glass, erklärt: „Mit der TPedge-Technologie lassen sich die Kosten der Modulpro-

TOBIAS NEFF, PRODUCT MANAGER SOLAR, BYSTRONIC GLASS

„Die Zellmatrix wird punktuell zwischen zwei Glasscheiben fixiert“, so Harry Wirth, Bereichsleiter Fotovoltaische Module, Systeme und Zuverlässigkeit am Fraunhofer ISE. „Der Einsatz von Folien und das dazugehörige Laminieren sind nicht nötig.“ Die Randabdichtung des TPedgeModuls erfolgt über die Applikation des thermoplastischen Materials TPS bei 130°C; auch ein zusätzlicher Aluminiumrahmen ist nicht notwendig.

duktion ohne Solarzellen um 30 bis 40 Prozent senken – bei einer angestrebten Taktzeit von 45 Sekunden pro Modullinie. Die Gesamtkosten eines PV-Moduls können somit – je nach Kostenanteil der Solarzellen – um etwa 14 Prozent reduziert werden.“

Keine Leistungsverluste Die TPedge-Module im Vollformat von 1.636 mm x 985 mm wurden jetzt erfolgreich der mechanischen Lastprüfung bis 2400 N/m und der Hagelprüfung mit Kugelgeschwindigkeiten von 23 m/s unterzogen. Die Prüfungen orientierten sich an den Anforderungen der Norm IEC 61215. Nach einer Statistik des TestLab PV Mo-

dules gehen etwa zehn Prozent der Modulausfälle in Zertifizierungsprüfungen auf das Konto der mechanischen Last- und Hagelprüfung. Dabei war kein Leistungsverlust feststellbar. Nach der Prüfung im akkreditierten TestLab PV Modules des Fraunhofer ISE war kein Leistungsverlust an den neuen Modulen feststellbar. Fraunhofer ISE und Bystronic glass werden heuer rund 200 TPedge-Module für den Einsatz an der Fassade eines institutseigenen Laborneubaus produzieren. Das Projekt zielt auf die Weiterentwicklung und Erprobung der TPedgeTechnologie ab und wird aus Mitteln des deutschen Bundesumweltministeriums gefördert. www.ise.fraunhofer.de

e-Control Neues Tool hilft Industrie- und Gewerbekunden bei der Suche nach den günstigsten Tarifen

© Solarfocus

Punktet mit ausgereifter Technik und einfacher Bedienbarkeit.

Die Energiekosten einfach online checken und Gaspreise mit den Energielieferanten. Da es für diese Kundengruppen keine standardisierten Preise gibt, fällt es diesen natürlich zum Teil schwer, die verschiedenen Anbieter zu vergleichen. Damit die Unternehmen ein Gefühl dafür bekommen, in welcher Bandbreite sich die Energiepreise in ihrer Branche bewegen, haben wir den KMU-Energiepreis-Check entwi-

Wien. Seit 4. Jänner gibt es auf der Homepage der e-Control ein neues Online-Tool speziell für kleine und mittlere Unternehmen. Mit dem „KMU-EnergiepreisCheck“ will man seinen Industrie-

„Preisvergleiche waren bisher kompliziert,

Einfache Bedienung Der KMU-Energiepreis-Check funktioniert nach dem Prinzip „Kunden informieren Kunden”. Jeder Nutzer gibt für eine Abfrage

da es für diese Kundengruppen keine standardisierten Energietarife gibt.“ MARTIN GRAF VORSTAND E-CONTROL AUSTRIA

und Gewerbekunden das Vergleichen der Strom- und Gaspreise erleichtern. „Sondervertragskunden verhandeln im Normalfall ihre Strom-

© E-Control/Anna Rauchenberger

Steyr. Der „pellet top”, einer der kleinsten Pelletskessel der Welt, hat jetzt einen ‚großen Bruder‘ bekommen: Anfang 2012 brachte Solarfocus ein Modell mit 70 kW auf den Markt, in Kürze folgen dann noch zwei weitere Modelle mit 35 bzw. 49 kW. Der „pellet top 70” verfügt über moderne TouchscreenRegelung, innenliegenden Vorratsbehälter, automatische Wärmetauschreinigung und eignet sich durch die Möglichkeit zur Kasadenregelung bis 420 kW sowohl für den mehrgeschossigen Wohnbau als auch für gewerbliche Immobilien. www.solarfocus.at

ckelt”, erläutert Martin Graf, Vorstand der Energie-Control Austria, die Motivation für die Entwicklung dieses neuen Online-Tools.

Walter Boltz und Martin Graf: Tool bringt mehr Transparenz.

seine Branche und den Energiepreis ein, den das Unternehmen derzeit bezahlt. Mit jeder Abfrage wird damit auch die Datenbasis für den Preisvergleich erweitert, den der Nutzer als Ergebnis erhält”, erklärt Vorstand Walter Boltz die Funktionsweise der neuen Applikation. In den letzten Monaten wurde der KMU-Energiepreis-Check in einer Beta-Phase intensiv getes-tet. An diesen Tests haben sich bereits Betriebe verschiedenster Branchen und Größen beteiligt. „Sie haben uns nicht nur wertvolle Rückmeldungen zur Optimierung der Usability gegeben, sondern mit ihren Verbrauchsdaten und Preis-informationen auch den Grundstock der Datenbank angefüllt, sodass die Vergleichs- und Optimierungsmöglichkeiten jetzt für alle Unternehmen vorhanden sind. Wir hoffen, dass wir damit ein Service zur Verfügung gestellt haben, das ein Vergleichen der Energiepreise erleichtert und so mehr Transparenz in den Energiemarkt gebracht wird”, so die beiden Vorstände abschließend. www.e-control.at


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, 20. JÄNNER 2012 – 49

© VDA

AUF DER ÜBERHOLSPUR

Deutsche Autobauer stecken ihre Ziele am US-Markt nochmals höher Seite 51

© Mercedes-Benz

automotivebusiness GUTE UNTERHALTUNG

Automobile Lösungen im Rampenlicht der Consumer Electronics Show Seite 54

SPORT TDV6 V6 RANGE ROVER R CH GAS GIBT ORDENTLICH

© Land Rover Austria

Die automobile Welt rückt näher zusammen

© EPA

SHORT

© K/pixelio.de

Berlin. Der Weltmarkt für Neuwagen ist im vergangenen Jahr nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) um 6% auf 65,4 Mio. Einheiten gestiegen. Während die USA, China, Indien und Russland zum Teil zweistellige Zuwachsraten verzeichnen konnten, ging der westeuropäische Pkw-Markt leicht um 1,4% (siehe auch nachfolgende Meldung) auf 12,8 Mio. Einheiten zurück. Der japanische Markt erholte sich nach der Naturkatastrophe schneller als erwartet. www.vda.de

© Porsche Medienservice (5); Volkswagen (3); Suzuki

Brüssel. Der Automarkt in Europa ist zum Jahresende eingebrochen. Vom Negativtrend abkoppeln konnten sich unter anderem Österreich und – als einziges unter den größeren Ländern – Deutschland. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in den 27 EU-Staaten und drei EFTA-Ländern schrumpfte im Dezember um 5,8% auf 995.404 Fahrzeuge, wie der europäische Herstellerverband ACEA mitteilte. Im Gesamtjahr 2011 gab es gegenüber 2010 ein Minus von 1,4% auf 13,574 Mio. Fahrzeuge. www.acea.be

© Fulda Reifen/Martin Haeusserman

Trend zur Größe Die Mehrmarkenstrategie des VW-Konzerns als Erfolgsmodell? Um konkurrenzfähig zu bleiben, kooperieren Automobilhersteller weltweit immer häufiger und enger und gehen Allianzen mit anderen Herstellern ein. Seite 50 Honda Meilenstein von 100 Millionen Motorgeräten erreicht

Vienna Autoshow Mehr als 150.000 Besucher in vier Tagen

Gründer Soichiro Honda präsentierte 1953 den ersten Motor seines Konzerns.

Tokio. „Das reicht mir nicht. Es muss doch eine Möglichkeit geben, die Arbeitsbelastung der Menschen durch Mechanisierung zu reduzieren.“ Mit diesen Worten stellte Soichiro Honda, Gründer der Honda Corporation, im Jahr 1953 den ersten Allzweckmotor seines Unternehmens vor, „um die Menschen in Bauern- und Fischerdörfern durch den Einsatz von Technologie glücklicher zu machen“. Knapp 60 Jahre später gab das Unternehmen nun bekannt, dass man bereits im vergangenen Jahr die Produktionsmarke von 100 Mio. Motorgeräten überschritten habe. www.honda.com

© Reed Exhibitions Wien/Andreas Kolarik

Yukon/Kanada. Sieben internationale Teams, zehn harte Wettkämpfe, 1.500 km über Eis und Schnee und das Alles bei Temperaturen um minus 40 ºC – die „Fulda Challenge“ gilt wohl zu Recht als eines der härtesten Winterabenteuer der Welt und fand von 12. bis zum 18. Jänner zum bereits zwölften Mal im Norden Kanadas statt. In Yukon kämpften Prominente wie die Kickboxweltmeisterin Christine Theiss gemeinsam mit Athleten, die sich über Vorausscheidungen qualifiziert hatten, um den Gesamtsieg. www.fulda-challenge.de

© Honda

Japaner feiern Produktionsjubiläum Guter Start in das Messejahr 2012

Erfolgreiche Vienna Autoshow: übervolle Hallen in der Messe Wien.

Wien. Mehr als 400 Neuvorstellungen von 40 Ausstellern: Die Veranstalter der Messe Wien zeigen sich mit der „Vienna Autoshow“ zufrieden: Mit mehr als 150.000 Besuchern war die größte heimische Fahrzeugschau – parallel fand auch die Ferien-Messe statt – ein voller Erfolg. „Das war ein sensationeller Auftakt zu einer starken Messesaison 2012 und ein eindrucksvoller Beweis für die enorme Bedeutung und Attraktivität der Bereiche Automobil und Tourismus für die Wirtschaft Österreichs“, sagt Matthias Limbeck, GF von Veranstalter Reed Messe Wien. www.viennaautoshow.at


C OV ER

50 – automotivebusiness

KOMMENTAR

Ist die Zukunft selbstheilend?

Freitag, 20. Jänner 2012

Zukunft Um konkurrenzfähig zu bleiben, streben Automobilhersteller vermehrt Kooperationen und Allianzen an

Allianzen & Kooperationen sind Schlüssel zum Erfolg Dadurch verteilen sich Entwicklungskosten auf größere Stückzahlen und Risiken auf mehrere Schultern. JÜRGEN ZACHARIAS

JÜRGEN ZACHARIAS

Wien. „Bald wird es im Massensegment weltweit nur noch sechs Autohersteller geben. Der einzige Weg für Unternehmen, sich zu behaupten, ist, mehr als 5,5 Millionen Fahrzeuge pro Jahr zu bauen.“ Vor drei Jahren erntete Fiat-Chef Sergio Marchionne für diese Aussage vielerorts noch Kopfschütteln, nun scheint sich das früher Undenkbare aber Schritt für Schritt zu bestätigen. Während VW zuletzt eine – derzeit heftig umstrittene – Beziehung mit Suzuki eingegangen ist und Porsche geschluckt hat, BMW mit dem PSA-Konzern an gemeinsamen Triebwerken arbeitet, an Toyota-Dieselmotoren liefert und mit den Japanern in der Grundlagenforschung für Elektro-Batterien kooperiert und Fiat selbst mit Chrysler eine enge Partnerschaft pflegt, mussten kleinere Hersteller wie Saab die Segel streichen. Der Trend zur Größe ist also unübersehbar und wird durch Fusion und Kooperation umzusetzen versucht.

Wie ein derartiges Modell erfolgreich funktionieren kann, zeigen seit geraumer Zeit Renault und Nissan, die sich unter einem Dach zu einem Vorzeigemodell für die gesamte Branche entwickelt haben. Die beiden Konzerne sind nicht nur wechselseitig aneinander beteiligt, sondern kooperieren auch eng bei einzelnen Modellen, nutzen teilweise die gleichen Grundgerüste für komplette Fahrzeuge und haben ihren Einkauf gebündelt. Das bringt erhebliche Vorteile mit sich, wie der deutsche Autoexperte Willi Diez vom Insitut für Automobilwirtschaft in Geislingen sagt: „Geld verdienen kann man nur,

Opel Optimistisch ins Jahr

China Das Reich der Mitte fährt in Zukunft seine Unterstützung ausländischer Automobilhersteller deutlich zurück

Aufwärtstrend

Der Wind bläst in China nun deutlich schärfer

Opel will 2012 trotz einer sich abkühlenden Konjunktur weiter wachsen.

Rüsselsheim. Der defizitäre deutsche Autobauer Opel sieht sich trotz der schweren Marktsituation weiter im Aufwärtstrend. „2012 wird wirtschaftlich schwierig werden, aber wir blicken optimistisch ins neue Jahr, in dem wir unsere Fahrzeugpalette nochmals erweitern“, sagte Opel-Vertriebsdirektorin Imelda Labbe vor wenigen Tagen. Hoffnung setzt der Hersteller etwa auf den Astra GTC, den Zafira Tourer und das Elektroauto Ampera, deren Marktstart Mitte Jänner bevorsteht. www.opel.de

Renault und Nissan leben schon jetzt Zukunft: Im Nissan-Werk Barcelona laufen beispielsweise auch Renault-Autos vom Band.

wenn man mit den Kosten absolut wettbewerbsfähig ist. Und das ist man nur, wenn man große Stückzahlen macht.“ Der Trend zur Größe kommt also nicht von ungefähr – mehr noch, wenn man auch die gestiegenen Ansprüche an die Hersteller betrachtet: Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen sie im Unterschied zu früher nicht nur deutlich größere Stückzahlen produzieren, sondern ihre Produktion auch flexibler aufstellen, auf Schwankungen rascher reagieren und parallel den Wechsel der Antriebstechnik vom Verbrennungs- zu alternativen Motoren bewältigen. Zudem werden Autos technisch laufend komplexer, Kooperationen und Allianzen verteilen die Risiken also auf mehrere und vor allem breitere Schultern und die Entwicklungs-

Renault-Nissan funktioniert

Peking will mit seiner Strategiekorrektur heimische Autobauer besser in Schutz nehmen. Sie haben mit ihren oft billigen und technologisch weniger fortschrittlichen Modellen besonders unter dem Abschwung zu leiden. Es sei auch eine Reaktion auf den exzessiven Ausbau von Kapazitäten und die große Zahl der Autounternehmen, erläuterte ein NDRC-Vertreter der Nachrichtenagentur Xinhua. Er sprach von einer „normalen An-

Peking. Nach dem Boom der vergangenen Jahre müssen sich Autohersteller in China auf härtere Zeiten einstellen. Im vergangenen Jahr hat der Autoverkauf im Reich der Mitte deutlich langsamer zugelegt als noch im Jahr zuvor; laut dem chinesischen Automobilherstellerverband (CAAM) wurden 2011 rund 18,5 Mio. Wagen verkauft, das entsprach einem Wachstum von 2,5% im Vergleich zum Vorjahr. 2010 hatte das Wachstum noch mehr als 32% betragen, zudem verschlechtere sich laut Experten nun das Investitionsumfeld zusehends.

„Geld verdienen kann man nur, wenn man mit den Kosten absolut wettbewerbsfähig ist. Und das ist man nur, wenn man große Stückzahlen macht.“ WILLI DIEZ, AUTOMOBILEXPERTE

kosten auf größere Stückzahlen und erlauben zudem Einsparungen und bessere Strukturen im Vertrieb.

passung, die den Betrieb bestehender Gemeinschaftsunternehmen nicht beeinträchtigen wird“. Unbeirrt setzt deshalb vor allem Volkswagen seine Investitionen in China fort. Vergangene Woche verkündete der Hersteller den Bau eines weiteren Autowerks in Ningbo in Ostchina, bis 2016 will VW 14 Mrd. € in China investieren. Volkswagen kann mit seinen beiden Gemeinschaftsunternehmen in Shanghai und Changchun bisher

Investitionen nur gebilligt So wollen die obersten Wirtschaftslenker in Peking internationale Autohersteller künftig nicht mehr so fördern wie in der Vergangenheit. Die mächtige Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) strich den Autosektor von der Liste der Industrien, in denen solche Investitionen „ermutigt“ werden, auch wenn sie künftig weiter „gebilligt“ werden sollen.

© EPA

© EPA

A

© Nissan

ch, wäre das praktisch: Das Auto lässt sich nicht mehr starten, gibt keinen Mucks von sich, doch nach einem Drücker auf die Fehlerbehebungstaste und einer kurzen Diagnose- und Reparaturphase ist alles wieder im Lot: Der Motor schnurrt wie eh und je und der Ausfahrt steht nichts mehr im Wege. So weit ist die Welt der Automobiltechnik zwar noch nicht, erste Schritte in diese Zukunft hat aber beispielsweise der japanische Hersteller Nissan bereits unternommen: Vor wenigen Tagen präsentierte der Autobauer ein iPhone in einem selbstheilenden Gehäuse. Das sogenannte Scratch Shield iPhone Case verfügt über eine innovative Lackoberfläche, die feine Kratzer nicht sich selbst überlässt, sondern repariert. Wie das genau funktioniert, wollte der Autoriese naturgemäß nicht verraten, nur so viel: Sogenannte Poly-Rotaxane würden mit ihrer chemischen Struktur die entstandenen Schäden bis zu einem gewissen Grad ausgleichen. Das Smartphone sehe damit länger wie neu aus und genau denselben Vorteil erhoffe sich Nissan auch bei seinen Modellen Murano, 370Z und X-Trail sowie bei den Fahrzeugen seiner Luxusmarke Infiniti, bei denen die Lacktechnologie schon zum Einsatz kommt. Stellt sich die Frage: Wie lange dauert es noch bis zur Realisierung unserer eingangs beschriebenen, selbstheilenden Vollautomatik?

Chinas Wirtschaftslenker wollen heimische Hersteller besser in Schutz nehmen.

Neben Chancen bergen enge Verflechtungen aber auch Gefahren. So laufen die Hersteller durch vermehrte gemeinsame Forschung und Entwicklung Gefahr, ihre Unverwechselbarkeit zu verlieren. Schon jetzt verschwinden zwischen einzelnen Modellen mancher Marken (man denke beispielsweise nur an VW Sharan und Seat Alhambra) die Grenzen, mehr Kooperationen könnten die Unterschiede weiter verwässern.

Ausgeklügelte Strategie Es ist also eine ausgeklügelte Strategie gefragt, um einerseits von der Größe zu profitieren, sich andererseits dadurch aber auch langfristig nicht selbst das Wasser abzugraben.

gar nicht so schnell Autos bauen wie verkaufen. Während ausländische Hersteller wie Volkswagen und besonders Oberklasse-Marken wie Audi, BMW oder Mercedes weiter gute Geschäfte in China machen, müssen chinesische Hersteller aber schon kämpfen.

Technologietransfer im Fokus „Weil heimische Marken in den Kerntechnologien wie Motoren, Getriebe und Karosserien weit hinter den Automächten herhinken, ist es schwer für sie, das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen“, sagte laut Xinhua der chinesische Experte Cheng Zhao. Das schnelle Wachstum 2009 und 2010 – angefacht durch staatliche Kaufanreize – habe die tiefer liegenden Probleme verdeckt. Damit seine Autoindustrie aufholen kann, suche die Regierung in Peking nun mehr Technologietransfer. Vor allem bei der Entwicklung der Elektroautos versuchen die chinesischen Aufsichtsbehörden, verstärkt wichtige Technologien nach China zu holen. www.caam.org.cn


Freitag, 20. Jänner 2012

HER S TEL L ER & ZUL I EF ER E R

automotivebusiness – 51

Wachstum Die deutschen Autohersteller haben sich nach einem Ăźberdurchschnittlichen Wachstum 2011 in den USA hohe Ziele gesteckt

Deutsche blasen zur Offensive MORITZ KOLAR

Detroit. Die deutschen Autobauer gehen in den USA zum Angriff Ăźber. Nach den Verkaufserfolgen des vergangenen Jahres trauen sich BMW, Daimler & Co zu, ihre Stellung auf dem weltweit zweitgrĂśĂ&#x;ten Automarkt auf Kosten der Konkurrenz weiter auszubauen. „Wir erweitern unsere Kapazitäten, bringen neue Modelle auf den Markt und haben das Ziel, unseren Marktanteil auch in diesem Jahr zu erhĂśhen“, kĂźndigte Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), an.

schen wegen der Schuldenkrise keinen Neuwagen leisten kĂśnnen. Die „Drehzahl“ in den USA werde zwar etwas zurĂźckgehen, erläuterte der VDA-Chef. Er prognostizierte ein Wachstum des US-Marktes fĂźr Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge um fĂźnf Prozent auf 13,4 Mio. Einheiten. 2011 hatte der Branchenabsatz um zehn Prozent zugelegt. Die deutschen Marken waren dabei Ăźberdurchschnittlich gewachsen und legten um 13% zu.

Fokus auf Hybrid und Diesel Chancen sehen die deutschen Hersteller vor allem bei Hybrid-

antrieben, wo sie Boden zu den japanischen Herstellern gutmachen wollen, die bei alternativen Antrieben bisher die Nase vorn haben. Daneben setzen sie auf Dieselantriebe, die in Nordamerika bisher eine Nischenrolle haben. Wissmann kĂźndigte in diesem Zusammenhang eine gemeinsame Werbeoffensive der deutschen Autobauer fĂźr Diesel in den USA an. Aufgrund der guten Auftragslage denkt Audi immer konkreter Ăźber eine Fertigung in der Region nach. VW hat bereits ein neues Werk in den USA erĂśffnet und will den Absatz im laufenden Jahr deutlich steigern. www.vda.de

Š VDA

Ziel ist es, Marktanteile zu gewinnen; die Voraussetzungen dafĂźr sind gut.

VDA-Chef Wissmann sieht in den USA gute Chancen fĂźr deutsche Automobilhersteller.

Wachstum prognostiziert







„Die Voraussetzungen fĂźr weiteres Wachstum sind gegeben“, sagte Wissmann. Die deutschen Autobauer hoffen, in den USA den AbsatzrĂźckgang in Westeuropa wettzumachen, wo sich viele Men-

!

BMW Ziele 2011 Ăźbertroffen

Mehr Wachstum MĂźnchen. BMW hat 2011 so viele Autos verkauft wie noch nie. Insgesamt setzte die MĂźnchner Nobelmarke im vergangenen Jahr 1,67 Mio. Fahrzeuge der drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ab – ein Plus von 14,2%. „2011 war ein hervorragendes Jahr fĂźr die BMW Group. Unser Absatzziel von mehr als 1,6 Millionen verkauften Fahrzeugen haben wir deutlich Ăźbertroffen“, sagte BMWVertriebsvorstand Ian Robertson. Bereits im November hatten die Bayern den bisherigen Absatzrekord aus dem Jahr 2007 eingestellt.

Ausgewogenes Wachstum Damit hält BMW im Ringen um die Spitze im Oberklasse-Segment die Rivalen Audi und Daimler weiter auf Distanz und will diese Position auch kĂźnftig verteidigen. „Wir wollen auf allen Kontinenten ausgewogen wachsen und auch in 2012 der erfolgreichste PremiumAutomobilhersteller bleiben“, sagte Robertson. GroĂ&#x;e Hoffnung setzt BMW dabei auf die neue Generation des 3er, der im Februar zu den Händlern kommt. 2011 legte BMW vor allem in Asien zu. Dort verkauften die MĂźnchner mit 373.613 Autos rund 31% mehr als 2010. In Europa – der nach wie vor absatzstärksten Region – wuchsen die Verkäufe um 8,5 Prozent auf 857.792 Fahrzeuge. Dabei erreichten alle drei Konzernmarken Verkaufsrekorde. www.bmwgroup.com

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Š BMW

 BMW will auch 2012 erfolgreichster Premium-Automobilhersteller werden.

     

 


MO D EL L & HA ND EL

52 – automotivebusiness

Freitag, 20. Jänner 2012

Range Rover Sport TDV6 Der mittlere der drei Range Rover-Brüder gibt sich auch 2012 die Ehre. Very British!

Neuer Stromer

Rundum optimiert geht der Lord ins neue Jahr

© Nissan Austria

Nissan Elektro-NV200

Optisch ist beim „Sport“ alles beim Alten geblieben, technisch wurde jedoch ordentlich gefeilt. Auf der Detroit-Autoshow zeigte Nissan eine E-Variante des NV200.

GREGOR JOSEL

Wien. Ganz klar, wer einen Range Rover fährt, gehört zu den Querdenkern unter den SUV-Fahrern. Die Briten bieten dazu die perfekte Plattform mit dem Range Rover, dem kleineren Range Rover Sport und dem brandneuen Range Rover Evoque. Die unangefochtene Allradkompetenz der Marke bieten alle drei Modelle. Daran wird auch zukünftig nicht gerüttelt. Wer sich für einen Range Rover entscheidet, der möchte einen Edel-SUV geliefert bekommen, das weder Highspeed auf der Autobahn, noch wirklich schweres Offroad-Terrain scheut. Und auch im Modelljahr 2012 wird diesen Ansprüchen Genüge getan, wie der neue Range Rover Sport wieder einmal eindrucksvoll beweist – allerdings mit deutlich weniger Verbrauch und mehr Leistung als bisher.

Der Range Rover Sport wird schon mal optisch seinem Namens-Zusatz sehr gerecht. Im Vergleich zum deutlich wuchtigeren und größeren Range Rover bietet der „Sport“ ein agileres, sportlicheres Aussehen, das jedoch ebenfalls durch viel Selbstbewusstsein und kantige Linien überzeugt. Vor allem die Frontansicht unterstreicht den sportlichen Charakter des Fahrzeugs. Als optischer Blickfang fungieren dabei die markanten LED-Scheinwerfer, die auf der klassischen Range Rover-Form basieren. Die Leuchten flankieren einen Zwei-Lamellen-Grill, der im Verbund mit dem großen Lufteinlass die Front schlank, athletisch und kraftvoll erscheinen lässt. Daneben bilden der vordere Stoßfänger und die Kotflügel eher schlichte,

Dacia Lodgy kommt

Astra Sports Tourer Sportlich-elegantes Design macht den Kombi zur optisch attraktivsten Opel Astra-Modellversion

Günstig-Van

Schickes Lifestyle-Gefährt mit Laderaum

Mit dem Lodgy bringt Dacia einen Low-Budget-Van auf den Markt.

Wien. Mit dem komplett neu entwickelten Lodgy bringt die rumänische Renault-Tochter Dacia 2012 ihren ersten Familienvan auf den Markt. Die vierte Dacia-Modellreihe vereint auf 4,5 m Länge hohe Funktionalität mit dem markentypisch exzellenten Preis-LeistungsVerhältnis. Dacia wendet sich mit dem neuen Lodgy – der wahlweise als Fünf- oder Siebensitzer zu haben ist – hauptsächlich an Familien, die ein vielseitiges und geräumiges Fahrzeug zu einem moderaten Preis suchen. Der Verkaufsstart des Lodgy in Österreich ist für Mitte Juni 2012 geplant. Der Einstiegspreis soll bei rund € 10.000,– liegen. www.dacia.at

Range Rover Sport 3,0 TDV6: weniger Verbrauch, effiziente neue Automatik und gewohnt perfekte Ausstattung. Ab 66.400 Euro.

aber wohlproportionierte Flächen, die nicht nur sportlich aussehen, sondern auch die Aerodynamik optimieren. An den Fahrzeugseiten fallen zweistreifige LED-Blinkleuchten, zweiteilige Lufteinlässe im Kotflügel und in Wagenfarbe lackierte Außenspiegel ins Auge. Das Heck zeigt sich vom Design des großen Markenbruders Range Rover inspiriert. Im Gegensatz zum größeren Bruder (hier öffnet das Heck zweiteilig) verfügt der „Sport“ über eine klassische Heckklappe, die natürlich elektrisch zu bewegen ist.

Überarbeiteter Innenraum Der Innenraum des Range Rover Sport genügt allerhöchsten Ansprüchen. Die Sitze schaffen den Spagat

Wien. Einen Kombi fährt man nur dann, wenn man regelmäßig viel Gepäck mitzunehmen hat. Und beim „Astra Sports Tourer“ hat sich Opel für diesen Fall einiges einfallen lassen – nicht nur einen neuen Namen, der weniger bieder klingt als die Bezeichnung „Caravan“. Per Tastendruck im Kofferraum fallen die Rücksitzlehnen von allein nach vorn, und es entsteht in Nullkommanix ein Laderaum mit fast ebenem Boden. Das Kofferraumvolumen fasst mindestens 500 l und kann bis zu 1.550 l erweitert werden.

Der Astra Sports Tourer ist also einerseits ein durchdachtes Lasttier, kommt aber ansonsten gar nicht behäbig daher und präsentiert sich in frischem Design als Lifestyle-Gefährt, das den Insassen vor allem hinten aufgrund der Karosserieform zwar nicht gerade ein Übermaß an Platz bietet, aber doch eine Menge Komfort zu einem sehr attraktiven Preis – und das

zwischen ordentlichem Seitenhalt und hohem Komfort problemlos. Die Soft-Touch-Oberflächen des Cockpits sind ein haptisches Erlebnis, die Verarbeitung ist perfekt. Als Neuerung zum Modelljahrgang 2012 wurden die Innenraum-Farbkonzepte für die Modellversionen „Autobiography Sport“ und „Limited Edition“ aufgefrischt und um einen Dachhimmel in „Ebony Morzine“ erweitert.

Sparsam und kräftig Am ausgiebigsten wurde bei der Motor- und Antriebstechnik des 2012er-Jahrgangs des schnittigen Briten-SUV gefeilt. Der TDV6-Motor ist in zwei Leistungsstufen, mit 256 PS oder mit 211 PS, zu haben.

auch auf langen Strecken. Das von uns gefahrene Modell mit dem 1,4 Turbo Ecotec-Motor (88 kW/120 PS) hat ein 6-Gang-Getriebe und bietet ein flottes Xenon-Licht-Paket und einen Tempomat; innen findet man Bordcomputer, Komfortsitze vorn, eine verstellbare Mittelarmlehne sowie eine Klimaautomatik. Das alles ist im Basismodell inklusive Ust. und NoVA ab 24.290 €

Cleveres Logistiksystem Dienlich dabei sind auch die niedrige Ladekante, die hoch aufschwenkende Heckklappe und ein logistisches Ladesystem, das aus Netzen, Schienen und Befestigungshaken gebildet werden kann und gegen einen Aufpreis von nicht einmal 150 € zu haben ist. Z.B. 180 cm lange Skier oder ein zerlegtes Ikea-Regal lassen sich problemlos im Inneren des schicken Kombi unterbringen.

© Opel

© Dacia Austria

Kleider machen Leute

© Land Rover Austria

Detroit. Auf Basis des erfolgreichen Nutzfahrzeugs NV200 gibt das Konzeptfahrzeug „e-NV200 Concept“ einen Ausblick auf ein rein elektrisch betriebenes Serienmodell, das einen flexiblen und großzügig bemessenen Innenraum mit kompakten äußeren Abmessungen kombiniert und dabei keinerlei CO2Emissionen aufweist. Der Nissan e-NV200 Concept kombiniert Designelemente des NV200 mit Anklängen an das Nissan Elektroauto „Leaf“. Die breite Front wird geprägt von einer großen zentralen Klappe, hinter der sich das Ladekabel verbirgt. Der Innenraum ist nach klaren und modernen Maßstäben im Stile der Nissan-Elektrofahrzeuge gestaltet. Spezielle Instrumente, blaue Farbtöne und eine helle Farbpalette setzen besondere Akzente, bewahren aber auch den funktionalen Charakter des NV200. Die wichtigsten Antriebskomponenten teilt sich der Nissan e-NV200 Concept mit dem Nissan Leaf. Die Energie für den 80 kW starken Wechselstrom-Motor wird in der aus 48 kompakten Modulen bestehenden LithiumIonen-Batterie gespeichert. Im Unterschied zu konventionellen Verbrennungsmotoren stellt der Elektromotor sein maximales Drehmoment von 280 Nm direkt ab Leerlaufdrehzahl zur Verfügung und garantiert damit eine verzögerungsfreie Beschleunigung und ein komfortables Fahrgefühl. Die zu erwartenden niedrigen Energiekosten sind zudem ein wichtiges Argument für Gewerbekunden. www.nissan.at

Limousine mit großer Heckklappe: Für den Opel Astra Sports Tourer sprechen das hohe Sicherheitsniveau, ein großer flexibler Gepäckraum und ein frisches Design.

Im Test erfreute der 256 PS starke Motor – der Vorgänger leistete 245 PS – durch einen sehr überzeugenden Durchzug. Mit 600 Nm Drehmoment ist der Motor in jeder Lebenslage Herr über das Gewicht des Range Rover. Der Verbrauch liegt nun bei rund 10,2 l, ein deutlich verbesserter Wert im Vergleich zum Vorgängermodell. Beide Diesel-Modelle sind 2012 mit einem neuen, hochentwickelten Achtstufen-Automatikgetriebe kombiniert. Mit seinen acht Stufen bietet das Getriebe eine enge Abstufung und weite Gangspreizung, während die lange Overdrive-Übersetzung perfekt mit dem üppigen Drehmoment des 3,0 l-Twinturbodiesels korrespondiert und den Verbrauch deutlich senkt. www.landrover.at

zu haben. Laut Hersteller kommt der Wagen mit 6,2 l auf 100 km aus und emittiert 145 g CO2 pro km.

Günstig im Unterhalt Bei unserem Astra Sports Tourer ist noch ein Sonderausstattungspaket um rund 9.200 € draufgepackt worden, das u.a. Radio-DVD-Navi, Diebstahlsicherung, Glasschiebedach und Sportfahrwerk mit tiefer gelegter Karosserie enthält. Der Astra ist die Weiterentwicklung des „Insignia“ und kommt im Unterhalt günstiger als der Mitbewerber „Golf Variant“; darüber hinaus schleicht sich der Opel schicker an als der Golf. Das Fahrwerk überzeugt auch in engen Kurven, und der Innenraum bietet jede Menge Ablageflächen. Verbesserungswürdig sind die Übersichtlichkeit und der Platz für die erwachsenen Passagiere im Fond, die sich schon beim Einsteigen ein bissel schwer tun, weil sich die optisch hübsche Dachlinie nach hinten sehr stark absenkt. (gb) www.opel.at


R UND U MS AU TO

Freitag, 20. Jänner 2012

automotivebusiness – 53

EurotaxGlass’s Das heimische Marktbeobachtungs-Unternehmen lud zum 42. Neujahrsempfang ins Wiener Marriott Hotel

Guter Start ins neue Autojahr Wien. Längst zum jährlichen Fixtermin Hunderter Branchenvertreter avanciert, fand Mitte Jänner erneut der EurotaxGlass’s Neujahrsempfang statt. Insgesamt rund 800 wichtige Persönlichkeiten der Automobil-, Versicherungsund Leasingbranche suchten den traditionellen Event im Wiener Marriott Hotel auf. Damit ist der EurotaxGlass’s Neujahrsempfang der größte Empfang der österreichischen Automobilbranche.

Tradition trifft Innovation Was sich dort bot, war allerdings alles andere als traditionell. Modernes Bühnendesign und ein anregendes Abendprogramm brachten Spannung in die gemütliche Atmosphäre. Ein besonderes Highlight bildete der renommierte Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx

mit seinem Vortrag zur „Zukunft der Mobilität“. Branchenkenner und Moderator Ronny Rockenbauer befragte Burkhard Ernst (Bundesgreminalobmann der Wirtschaftskammer Österreich) und Gerhard Pils (Sprecher der Automobilimporteure) zum Ausblick auf das Autojahr 2012. Eröffnet wurden die Festlichkeiten durch eine Begrüßungsrede des neuen EurotaxGlass’s-Generaldirektors Max A. Weißensteiner.

Zahlreiche Ehrengäste Im Rahmen der Jubiläumsfeier durfte EurotaxGlass’s unter anderem folgende Ehrengäste begrüßen:

Bernhard Denk (GD Mercedes-Benz Österreich), Pierre Groll (Managing Director Eurotax Europe), Steffen Knapp (GD Ford Österreich), Werner Kraus (Präsident ÖAMTC), Helmuth H. Lederer (Unternehmensgründer Eurotax Österreich), Laurent Pernet (GD Peugeot & Citroen Österreich), Christian Pesau (GF Arbeitskreis Automobilimporteure), Lydia Ninz (Generalsekretärin ARBÖ), Oliver Schmerold (Generalsekretär ÖAMTC), Alfred Stadler (Sprecher des Vorstands der Wolfgang Denzel Auto AG) und Alexander Struckl (GD GM Austria GmbH) und Guillaume de Vulpian (GD Renault Österreich). www.eurotax.at

EurotaxGlass’s-Generaldirektor Max A. Weißensteiner hielt die Eröffnungsrede.

FACT | factnet.de

MORITZ KOLAR

© Gerry Rohrmoser

Unter den rund 800 Teilnehmern waren auch zahlreiche Ehrengäste.

ÖAMTC Kosten steigen an

Autofahren teuer Berlin/Wien. Autofahren wird immer teurer. Laut einer aktuellen Studie des Auto Club Europa (ACE) sind die Kosten für den Unterhalt eines Pkw in Deutschland von 2005 bis 2010 um 41% stärker gestiegen als die Kosten der allgemeinen Lebenserhaltung. Ähnliches lässt sich auch in Österreich feststellen, wo laut Berechnungen des ÖAMTC 2011 die Kosten für Superbenzin um 13,2 Prozent und jene für Diesel sogar um 18,6% gestiegen sind. Ohne die Mineralölsteuer-Erhöhung Anfang des Jahres wären die Preise immer noch um satte 9,3 beziehungsweise 13,3 Prozent gestiegen. „Das Spritjahr 2011 ist damit nach unseren Aufzeichnungen das teuerste aller Zeiten“, sagte ÖAMTC-Experte Martin Grasslober. www.oeamtc.at

bestautopreis.at Plattform

Zum besten Preis Wien. Über 400 neue Kfz-Modelle jährlich und je nach Verhandlungsgeschick abhängige Rabatte machen den österreichischen Neuwagenmarkt extrem veränderbar und unübersichtlich. Die von den Jungunternehmern Mathias Gartner, Markus Filip und Florian Wieshofer gegründete OnlinePlattform www.bestautopreis.at will deshalb für mehr Orientierung sorgen und filtert aus nahezu allen Angeboten den Bestbieter am heimischen Markt. Nutznießer sind Kaufinteressenten, die mithilfe dieses Services Geld, Zeit und Aufwand sparen können. Das Angebot ist kostenfrei. www.bestautopreis.at

STANDHEIZUNGEN | PKW

I H R N ACHB AR FRI E R T, SIE LÄCH E LN Statt morgens Eis kratzen heißt jetzt die Devise: Einsteigen und sich wohlfühlen! Perfekte Rundumsicht genießen. Sicher ankommen. Und dabei noch die Umwelt und den Wagen durch den vorgeheizten Motor schonen. Denn eine Standheizung ist die perfekte Kombination aus Luxus, Komfort und Sicherheit. Und das Schönste sind natürlich die morgendlichen Blicke der Nachbarn, die mühsam ihre Autoscheiben freiräumen – während Sie Ihren Eiskratzer längst in den Ruhestand geschickt haben. Jetzt Eberspächer nachrüsten!

© www.bestautopreis.at

A WORLD OF COMFORT www.eberspaecher.at

bestautopreis.at macht Autopreise österreichweit auf Knopfdruck vergleichbar.


I NNOVAT IO N & UMW ELT

54 – automotivebusiness

SHORT

NoVA-Ausrichtung ein „voller Erfolg“

Freitag, 20. Jänner 2012

CES 2012 Auf der weltgrößten Messe für Unterhaltungselektronik spielten auch Automobilhersteller in der ersten Liga

Autohersteller zeigen ihr Entertainment-Potenzial Im Fokus der Messe standen vor allem Sprachsteuerungs-Lösungen und neue Entertainment-Systeme.

Heimische Neuwagen verbrauchen im Schnitt 5,6 Liter Sprit pro 100 km.

Wien. Das seit 2008 geltende Bonus-Malus-System bei der Normverbrauchsabgabe (NoVA) für neue Autos hat sich laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) bewährt, sollte aber ausgebaut werden. Seit dem Jahr 2007 ist der CO2-Ausstoß der Neuwagenflotte demnach um 23 g gesunken. Die im Jahr 2011 in Österreich verkauften Neuwagen verursachen im Schnitt rund 139 g CO2 pro km und verbrauchen 5,6 l Sprit pro 100 km, rechnete der Club vor wenigen Tagen in einer Aussendung vor. Den höchsten Verbrauch bei den im Jahr 2011 verkauften Neuwagen hat Bentley mit 16,7 l pro 100 km. Der VCÖ forderte deshalb eine niedrigere Malusgrenze bei der NoVA und eine Spritverbrauchs-Obergrenze für Neuwagen. „Spritfresser sind die Dinosaurier unter den Autos. Aber im Unterschied zu den Dinosauriern sind die Spritfresser noch nicht ausgestorben“, gibt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen zu bedenken. www.vcoe.at

TomTom integriert in Apps soziale Netzwerke

Las Vegas. Glitzer, Glanz und Glamour – die US-Wüstenmetropole Las Vegas steht gemeinhin für Unterhaltung rund um die Uhr und stellte das dieser Tage auch auf der Consumer Electronics Show (CES) unter Beweis. Bei der weltgrößten Elektronikmesse standen neben vernetzten Fernsehgeräten, Smartphones und Tablets dieses Jahr verstärkt auch Automobilhersteller im Fokus, die den Beweis dafür antraten, dass sich Autos immer mehr zu rollenden Multimedia-Tempeln entwickeln. Die von Automobilherstellern belegte Ausstellungsfläche wuchs dieses Jahr gegenüber 2011 um zehn Prozent auf knapp 9.000 m!.

Autos werden intelligent Einen visionären Ausblick in die Zukunft gab dabei Mercedes-Benz mit der Skulptur DICE (Dynamic & Intuitive Control Experience). Dabei wird die komplette Windschutzscheibe zu einem Head-upDisplay und das Armaturenbrett zu einem Displayband. Dort werden digitale Informationen zur realen Fahrzeugumgebung, Points of Interest, Freunden, Fußgängern sowie zu anderen Fahrzeugen präsentiert und eine natürliche Interaktion über Gesten ermöglicht. Dabei nutzt Mercedes-Benz die Kombination von Augmented Reality und natürlicher Gestensteuerung, um eine völlig neuartige Form der Kommunikation zwischen Mensch und Umwelt zu verwirklichen. Heranfahrende Fahrzeuge an Kreuzungen werden virtuell in die Windschutzscheibe eingeblendet, um mögliche Gefahrensituationen zu vermeiden. Um die Parkplatzsuche zu vereinfachen, werden

© Mercedes-Benz

© APA/Roland Schlager

MORITZ KOLAR

Mercedes auf der CES 2012 in Las Vegas: innovative Telematik- und Infotainmentsysteme im Fahrzeug mit der Skulptur DICE.

beispielsweise frei werdende Parkplätze über Mobilitätskonzepte wie car2go oder Netzwerk-Informationen proaktiv in der realen Umgebung virtuell eingeblendet. „Das intelligente Auto kommuniziert nicht nur mit dem Fahrer, sondern auch mit anderen Verkehrsträgern und seinem gesamten Umfeld, um alle relevanten Informationen augenblicklich für die Fahrt auswerten und umsetzen zu können“, sagte Daimler Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche.

Ablenkungen gering halten Ähnlich das Denken am Stand des US-Herstellers Ford: Die Amerikaner stellten mit „Roximity“ ein System vor, das Fahrer unterwegs

in Echtzeit mit Infos über spezielle Angebote in der Umgebung versorgt. Zudem zeigte Ford fünf Smartphone-Apps vor, welche die Sprachsteuerung der Sync-Plattform des Unternehmens nutzen. „Es geht darum, dass wir jede Ablenkung für den Fahrer so gering wie möglich halten“, erklärte FordSprecher Alan Hall.

Connected Car als Zielsetzung Deshalb integrierte auch Edelmarke Cadillac eine Spracheingabe in sein gemeinsam mit Partner OnStar entwickeltes Entertainment-System CUE. Konzernmutter General Motors zeigte einen Chevrolet Volt mit Cloud-Streaming und WLAN-Entertainmentsystem

und am Stand des deutschen Premiumherstellers Audi war ein ausgeschnittenes Cockpit des neuen A3 zu sehen. Dessen InfotainmentSystem soll per Sprachsteuerung oder auf die Anweisungen des MMI-Terminals auf der Mittelkonsole reagieren. Zudem zeigte Audi ein Connected Car, das die Kommunikation des Fahrzeugs mit Verkehrs-Infrastruktur, anderen Fahrzeugen und dem Internet ermöglicht und mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) daher- kommt. Mithilfe neuer Kameras und der Car-to-XKommunikation könnte sich ein Audi der Zukunft selbsttätig bewegen, wenn es der Fahrer wünscht, etwa im Stopp-and-go-Verkehr. www.cesweb.org

Mit den neuen Funktionen soll Navigieren mit den Apps einfach werden.

Amsterdam. Der niederländische Navi-Spezialist TomTom hat einen Ausblick auf die für das erste Quartal dieses Jahres angekündigte neue Version v1.10 seiner App für iPhone und iPad gegeben. Die neue Version integriert erstmals soziale Netzwerke als Quelle von Turnby-Turn-Navigation. Veranstaltungen, Orte und Freunde auf Facebook nutzt die App, um automatisch Routen dorthin zu berechnen. Autofahrer können die App außerdem dazu nutzen, um ihr Ziel und ihre Ankunftszeit auf Twitter und Facebook oder per E-Mail und SMS zu teilen. „Neuesten Studien zufolge nutzt der Großteil der iPhone Besitzer auch Facebook auf seinem Gerät“, sagt Corinne Vigreux, Managing Director Consumer bei TomTom. „Mit der Integration von Funktionen aus Facebook in unsere App machen wir das Navigieren an Orte oder zu Veranstaltungen und Freunden noch einfacher.“ www.tomtom.com

Leichtbau steht vor Milliardenwachstum markt rechnen dürfen. Laut Berechnungen von McKinsey wird der Jahresumsatz mit Leichtbauteilen aus hochfestem Stahl, Aluminium und karbonfaserverstärktem Kunststoff je nach Rohstoffpreisentwicklung bis 2030 von ca. 70 Mrd. auf mehr als 300 Mrd. € wachsen. Danach wird hochfester Stahl künftig herkömmliche Stähle in vielen Bereichen ablösen und seinen Marktanteil in der Au-

Düsseldorf. Bis 2020 müssen Autohersteller in Europa die durchschnittlichen CO 2 -Emissionen ihrer Fahrzeugflotten unter 95 g pro km senken, sonst drohen heftige Strafzahlungen. Durch Optimierung konventioneller Motoren und Leichtbaumaßnahmen lässt sich dieses Ziel erreichen, bei einer weiteren Verschärfung der Grenzwerte sowie einem hohen Anteil deutlich schwererer Oberund Luxusklasse-Autos stoßen diese Maßnahmen aber an ihre Grenzen. Deshalb müssen Automobilhersteller laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company den Anteil von Leichtbauteilen im Fahrzeug bis 2030 von 30 auf 70% steigern.

tomobilindustrie von 15 auf 40% steigern. Damit bleibt er der wichtigste Leichtbauwerkstoff, während Karbonfaser-Verbundstoffe mit 20% pro Jahr am schnellsten wachsen.

Deutliche Gewichtszunahme Seine eigentliche Bedeutung für die Hersteller erlangt der Leichtbau daher als Gegenmittel, um die Ge-

Großes Wachstumspotenzial Dadurch soll die Zunahme des Fahrzeuggewichts durch Elektroantrieb und kraftstoffeffiziente Motorentechnik kompensiert werden – sehr zur Freude der Zulieferindustrie und Anlagenbauer, die mit einem großen Wachstums-

wichtszunahme durch veränderte Antriebe auszugleichen. Schon die kraftstoffeffiziente Optimierung von Verbrennungsmotoren, etwa durch Start-Stopp-Automatik oder den Einsatz von Turboladern, macht das Fahrzeug um durchschnittlich 50 kg schwerer. Mit bis zu 150 kg Zusatzgewicht schlägt die Batterie in Hybridfahrzeugen und „Range-Extender“-Fahrzeugen zu Buche. Rein batteriebetriebene Autos bringen sogar 250 kg mehr auf die Waage als vergleichbare konventionelle Fahrzeuge.

Höhere Gesamtkosten

© EPA

© TomTom

McKinsey & Company Die Unternehmensberatung prophezeit Boom von Leichtbauteilen im Fahrzeugbau

Immer mehr Leichtbauteile: In der Autofertigung zeichnet sich eine Trendwende ab.

Neben den negativen Auswirkungen auf die Fahrdynamik verursacht das Zusatzgewicht höhere Gesamtkosten, da beispielsweise größere Bremsen zur Gewährleistung der einzuhaltenden Bremswege benötigt werden. „In Leichtbaukonzepte zu investieren, ist besonders sinnvoll, wenn dadurch die Batteriegröße von Elektrofahrzeugen reduziert werden kann“, resümiert McKinsey-Partner Nicolai Müller. www.mckinsey.de


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, 20. JÄNNER 2012 – 55

TOURISMUS-BOOM 2012

PULLMAN MUNICH ERÖFFNET

Gute Wirtschaftsdaten in manchen Ländern Südamerikas sorgen für Zuwächse Seite 56

Accor Gruppe eröffnet achtes Haus ihrer Premium-Marke in Deutschland Seite 60

© Accor

© EPA

destinationworld SPRACHREISEN KINDER LERNEN IM AUSLAND VOKABELN © EF Education First

Globale Branchenstudie zeigt „das neue Reisen“

© Air Baltic

SHORT

© Toga Hospitality Group

Riga. Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat im vergangenen Jahr 2011 ihre Zielmarke der 15-MinutenPünktlichkeit weiter verbessert. Gewürdigt wird dieses Ergebnis auch von FlightStatsAnalysten, die Air Baltic als eine der pünktlichsten Airlines in Europa nominiert haben. 88,6% aller Flüge der Fluggesellschaft landen zur geplanten Uhrzeit mit einer Toleranz von 15 Min. Air Baltic konnte die Pünktlichkeit gegenüber 2010 um 5,2% steigern. Außerdem starten 9 von 10 Flügen zur geplanten Zeit. www.airbaltic.com

Wien. Stolichnaya Premium Vodka hebt ab sofort mit 91 AUA-Flugzeugen ab, die 11 Mio. Passagiere pro Jahr befördern. Dass beide Partner eine Klasse für sich sind, beweisen die Auszeichnungen der AUA mit dem „Best Business Class Catering Award 2011“ und „Staff Service Excellence Europe 2011“ sowie die Goldmedaillen von Stolichnaya Spirits Awards. www.stoli.com

© panthermedia.net/Jörg Hackemann

Zukunft des Reisens Amadeus-Studie „From Chaos to Collaboration“ fordert die Reisebranche dazu auf, durch neue Technologien und Innovationen die Unsicherheiten und den Stress des modernen Reisens zu überwinden. Seite 56 Jahn Reisen 8-tägige Geländewagen-Safari führt Gäste in den Serengeti-Nationalpark und zum Ngorongoro-Krater

Starke Rundreise „Tansania Highlights“

© Jahn Reisen Austria

© Schlumberger

Berlin. Im Zentrum von Berlin-Mitte erwartet das Adina Apartment Hotel Berlin Hackescher Markt, das vor Kurzem eröffnet wurde, seine Gäste mit farbenfroher Ausstattung und typischer Gemütlichkeit. Eine Reihe attraktiver Urlaubspakete bestimmt das Jahr 2012. Vom „Film und Minibar Arrangement“ über „Shop Until You Drop“ bis hin zum romantischen „Picknick Arrangement 2012“ ist garantiert für jeden Urlaubsgeschmack etwas dabei. Kunst- und Kulturliebhaber lockt das Hotel mit seinem Museums-Arrangement. www.adina.eu

Mit Jahn Reisen den Serengeti-Nationalpark in einer Gelände-Safari erkunden.

Wien. Die achttägige Geländewagen-Safari „Tansania Highlights“ ist im Winter 2011/12 neu im Programm von Jahn Reisen und führt Gäste in die tierreiche Weite des Serengeti-Nationalparks und zum Ngorongoro-Krater, der 1979 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt worden ist. Der Ngorongoro-Krater hat einen Durchmesser von 20 km und ist über das Landschaftsbild hinaus für sein außerordentlich großes Tiervorkommen bekannt: Hier leben über 25.000 Tiere wie schwarze Nashörner, Löwen, Elefanten, Büffel, Zebras und Leoparden.

Jahn Reisen-Gäste fahren für ausgiebige Tierbeobachtungen in den 600 m tief liegenden Kraterboden und genießen die Landschaft beim Picknick. Auf dem Weg in den SerengetiNationalpark machen Jahn Reisen-Gäste einen Abstecher zur Olduvai-Schlucht, die wegen vieler bedeutender Skelettfunde als die „Wiege der Menschheit“ gilt. Die Savannenlandschaft der Serengeti bietet bei der Pirsch beste Chancen darauf, die „Big Five“ fotografieren zu können: Löwe, Elefant, Leopard, Büffel und Nashorn. www.jahn-reisen.at


C OV ER

56 – destinationworld

Freitag, 20. Jänner 2012

Amadeus-Studie Im Zentrum neuer Entwicklungen wird eine Reihe von unterschiedlichen Technologien stehen

KOMMENTAR

Starke Reiseerlebnisse der nächsten Generation

Schluss mit dem Koma-Saufen!

Studie basiert auf umfangreichen Untersuchungen und den Aussagen wichtiger Branchenexperten. ALICE HEFNER

Wien. „In den kommenden zehn Jahren gibt es die große Chance, ganz neu zu definieren, wie die Branche ihre Dienste bündelt und zur Verfügung stellt und damit den sich verändernden Bedürfnissen der Reisenden entgegenkommt“, sagt Eberhard Haag, Executive Vice President Global Operations bei Amadeus. „Die wichtigste Voraussetzung dafür sind der intelligente Informationsaustausch, die Bereitschaft, die Herausforderung anzunehmen, und eine stärkere Zwei-Wege-Partnerschaft zwischen Reisenden

GEORG BIRON

und Reiseanbietern. Wir sehen es als unsere Aufgabe, in der Reisebranche Diskussionen darüber anzuregen, wie die Welt sich verändert, was Reisende zunehmend erwarten werden und wie sich die Branche in einer Weise entwickeln kann, die für den künftigen Erfolg unserer Kunden Wachstum und Profitabilität sichert.“ Neue, transformative Technologien und die Entwicklung sozialer

Spanien ab 69 Euro p.P.

Überraschende Trends Der wirtschaftliche Aufschwung Lateinamerikas erfasst auch die Tourismusbranche

TUI bietet Unlimited Golf

Südamerika boomt, die USA schwächeln

D

über die Auswirkungen von Technologie im Tourismus eine intelli-

Andrew Curry und Eberhard Haag (re.), die Autoren der Amadeus-Zukunftsstudie zur Zunkunft des Reisens.

gente oder realistische

Werte und Trends werden in den nächsten zehn Jahren eine neue Ära des gemeinschaftlichen Reisens einläuten. Das zeigt die Studie „From Chaos to Collaboration“ („Vom Durcheinander zum Miteinander“). Die Studie ruft die Reisebranche zu verstärkter Partnerschaft auf, um den Stress, die Unsicherheit und das Chaos zu überwinden, die üblicherweise mit dem Reisen im 21. Jh. in Verbindung gebracht werden. Gleichzeitig sind reichhaltigere, tiefer gehende und persönlichere Reiseerlebnisse nötig. Im Auftrag von Amadeus wurde die Studie von The Futures Company verfasst, einer weltweit führenden Beratung für Zukunftsprognosen. Sie zeigt eine klare Verschie-

Prognose zu machen.“ ANDREW CURRY, DIRECTOR THE FUTURES COMPANY

München. Südamerikas Tourismusbranche profitiert vom stabilen Wirtschaftswachstum in der Region. Die Wirtschaftskrise in den USA dämpft dagegen die Reiselust der US-Amerikaner.

Wachstumsraten steigen zwar langsamer als in den vorhergehenden Jahren. Die Zahl der Auslandsreisen von Südamerikanern ist 2011 um 15% gestiegen.

Die Brasilianer reisen gern Auslandsreisen im Plus Fazit: Über einen anhaltenden Reiseboom können sich viele Staaten in Südamerika freuen. Die

Als besonders reisefreudig präsentieren sich die Brasilianer: Unterstützt von dem starken Inlands-Wirtschaftswachstum und

© EPA

Wien. Golfen, so oft es geht. Und eine möglichst große Auswahl abwechslungsreicher Golfplätze – TUI bietet mit dem Golfpaket „Unlimited Golf“ an der spanischen Costa de la Luz genau diesen Golferurlaubstraum: Unbegrenzte Spielmöglichkeiten auf vier Golfplätzen ab 69 € pro Person und Woche. Das Paket ist noch bis 28. Februar 2012 in Verbindung mit einem Aufenthalt im Vier-Sterne-Hotel Hipotels Barrosa Park, dem Fünf-Sterne-Hotel Hipotels Barrosa Palace Spa & Wellness oder dem Vier-Sterne-Suitehotel Vincci Costa Golf in Novo Sancti Petri ab 69 € pro Person und Woche buchbar. Im Sommer 2012 stehen zusätzlich drei weitere Hipotels zur Auswahl. Ab April bis zum 15. Juli 2012 ist das Paket ab 129 € p.P. und Woche zubuchbar. Das Paket beinhaltet täglich unbegrenztes Golfspielen auf vier ausgezeichneten Golfplätzen in Hotelnähe. www.tui.at

„Es ist nicht möglich,

© The Futures Company, Amadeus/Naglik

ie Maturanten werden sich weiterhin allerlei hinter die Binde gießen, aber dafür geworben werden wird hinkünftig nicht mehr. Zumindest bei DocLX, Österreichs größter Eventmarketing-Agentur und Veranstalter der Maturareise X-Jam. In der Diskussion um aggressive Alkoholwerbung für Maturareisen preschte DocLX-Geschäftsführer Alexander Knechtsberger vor und einigte sich mit dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) darauf, den Genuss von Alkohol nicht mehr als Reisezuckerl anzubieten. Der VKI hatte beide führende Veranstalter wegen unlauteren Wettbewerbs und auf Unterlassung aggressiver Alkoholwerbung geklagt. Knechtsberger dazu: „Wir sehen uns als Anwalt der Jugend und haben uns freiwillig dazu bereit erklärt, auf aggressive Alkoholwerbung in Zukunft zu verzichten. Obwohl wir auch in der Vergangenheit mit unserer Werbung keinerlei Rechtsverletzung begangen haben, nehmen wir die diesbezüglichen Sorgen von Eltern und Angehörigen ernst und möchten auch in diesem Bereich unsere Vorreiterrolle im Bereich Maturareisen erneut unterstreichen. Wir wollen nicht, dass der Eindruck entsteht, dass aggressive Alkoholwerbung notwendig ist. Darum verzichten wir ab nun freiwillig darauf!” Und wir können zu dieser Vorreiterrolle nur gratulieren.

Südamerika weist sowohl im In- als auch Auslandsreisemarkt ein starkes zweistelliges Wachstum auf und wird 2012 zur international gefragten Topdestination.

bung: Aus Kunden werden Partner, und der Kontakt wird genauso wichtig wie eine Buchung. Im Zentrum dieser neuen Ära der Kooperation wird eine Reihe unterschiedlicher „befähigender“ Technologien und Innovationen stehen.

Neues Denken ist gefragt „Wir wollten keine technikzentrierten Annahmen über die Zukunft machen – und also kein Bild entwerfen, das fliegende Autos und intelligente Roboter in einer Welt zeigt, die sich ansonsten nicht von der heutigen unterscheidet“, sagt Andrew Curry, Director von The Futures Company und Koautor der Studie. „Es ist nicht möglich, über die Auswirkungen von Technologie

eine intelligente oder realistische Prognose zu machen, ohne Infrastruktur, Systeme und Geschäftsmodelle zu berücksichtigen, genauso wie soziale Werte und Trends. Wir hoffen, dass diese Studie das Denken darüber, wie wir alle zukünftig reisen werden, anregt.“ Die wachsende Bedeutung von Wohlergehen und Wohlfühlen und der demografische Wandel machen es wichtig, den Reisestress zu verringern. Intelligente Produkte tragen zur Beruhigung bei, und über mobile Gesundheitsanwendungen können Reisende ihr Wohlbefinden genau so im Auge behalten, als wären sie zu Hause. Die Studie kann ab sofort heruntergeladen werden: www.amadeus.com/blog

der starken Währung, gaben sie 45% mehr Geld für internationale Reisen aus als in 2010. Brasilien, Argentinien und Mexiko zeichnen sich vor allem durch ihre relativ jungen, gut ausgebildeten und wohlhabenden Reisenden aus. Mit dem Ausbau der Billigfluggesellschaften in Südamerika wird sich die Zahl der Langstrecken-Trips weiter erhöhen, schätzen Experten.

ren im eigenen Land in nahegelegene Regionen. Auch auf dem Inbound-Markt konnten die USA nur schwache Erfolge verbuchen. Die Zahl der internationalen Gäste war in den ersten acht Monaten des Jahres 2011 nur drei Prozent höher, im Vergleich zu einem Anstieg von sieben Prozent im vergangenen Jahr.

Ungefähr 13% Wachstum

„Im Jahr 2007 hatten wir 64,1 Mio. US-Amerikaner, die ins Ausland gereist sind. Mit dem USamerikanischen Wirtschaftscrash ist die Zahl um etwa vier Millionen gesunken und stagniert seither“, sagt Barbara Postel, Beraterin beim für den World Travel Monitor zuständigen Researcher IPK International. Auch der prognostizierte Weltuntergang, der laut Maya-Kalender im Dezember 2012 über uns hereinbrechen soll, sorgt für Impulse im Lateinamerikageschäft der Touristiker, weil heuer viele Urlauber die Maya-Gedenkstatten in Mittelamerika besuchen.

Reisen nach Südamerika stehen bei vielen internationalen Urlaubern auf dem Wunschzettel ganz oben. Aus der ganzen Welt kamen um 13% mehr Reisende in die Region als im Vorjahr. Aus den USA wollen nur 23% der Befragen einen Auslandsurlaub unternehmen. Die US-Amerikaner reisen vor allem dann gern, wenn sie ein Schnäppchen ergattern können. Die US-Bürger sind seit der Krise viel preissensibler geworden. Viele Menschen aus den USA bleiben lieber zu Hause oder fah-

Mayas sorgen für Boom


Freitag, 20. Jänner 2012

BUS I NES S & MA R K ETS

destinationworld – 57

Baltische Staaten Litauen, Lettland, Estland und früheres Ostpreußen möchte Pkw-Rundreisen anbieten und dadurch mehr Touristen gewinnen

Die Kurische Nehrung entdecken DINO SILVESTRE

Hamburg. In der Vorsaison lässt sich die Kurische Nehrung mit ihren weiten Dünenlandschaften besonders preiswert entdecken. Schon die Schriftstellerfamilie rund um Thomas Mann besaß in Nidden ein Ferienhaus, das heute ein Kulturzentrum ist. Der Hamburger Baltikum-Spezialist Schnieder Reisen bietet bis zum 30. April 2012 eine jeweils 4-tägige Hotelunterkunft im litauischen Nida/Nidden bereits ab 265 € pro Person an. Im Reisepreis enthalten sind die Fährpassage mit der DFDS Seaways ab/bis Kiel nach Klaipeda (Memel) in einer 2-Bettkabine innen, die Hafengebühren, die Transfers von Klaipeda nach Nidden und zurück, zwei Übernachtungen mit Frühstück im Hotel Nidos Smilte sowie ein Reisebuch über „die Sahara Litauens“.

Die Reise auf die Kurische Nehrung kann in Nidden mit einem Aufpreis von 70 € p.P. auf vier Übernachtungen mit Frühstück verlängert werden. Pkw-Rundreisen durch die Baltischen Staaten sollen neue Touristen bringen. Vor allem bei unseren deutschen Nachbarn ist ein deutlicher Trend zur individuellen Rundreise zu verzeichnen. Nicht umsonst hat der Hamburger Reisespezialist Schnieder für dieses Jahr neue Entdeckungstouren im Reise-Angebot. 15-tägige Mietwagenrundreisen durch Litauen, Lettland und Estland stehen ebenso auf dem Programm wie jeweils

achttägige Reisen im Mietwagen, die z.B. im estnischen Tallinn (ab 789 € mit Fluganreise), im lettischen Riga oder im litauischen Vilnius ihren Anfang nehmen. Im Reisepreis enthalten sind der Mietwagen und die vorgebuchten Hotels für sieben Übernachtungen mit Frühstück und Fluganreise von deutschen Flughäfen. Außerdem im Katalog: Eine 14tägige Pkw Rundreise durch Polen, ab/bis Warschau. Im Reiseablauf dabei: die Masurische Seenplatte, die Kopernikus Stadt Thorn und Krakau. Die Reise ist ab 1.296 € mit Fluganreise zu buchen. www.baltikum24.de

© Riga

Hamburger Baltikum-Spezialist Schnieder Reisen sieht Wachstumschance.

Pkw-Rundreisen durch die Baltischen Staaten werden immer beliebter.

Erfolgsstory Großes Plus

Istrien im Trend Porec. Die kroatische Adria-Halbinsel Istrien verzeichnete 2011 ein beeindruckendes Plus auf insgesamt 20.514.064 Nächtigungen. Mit einem Plus von beinahe 250.000 auf 2,2 Mio. Nächtigungen im Jahr 2011 alleine aus Österreich zählt die Istrien zu den beliebtesten Ferien-Hotspots der Österreicher. Mit 2.280,198 stellt Österreich 11,12% aller Nächtigungen und ist damit einer der wichtigsten Herkunftsmärkte für Istrien. Die Adria-Halbinsel punktet nicht nur als leicht erreichbare, klassische Sport- und Badedestination mit mildem, sonnenreichen Klima und sauberem Wasser, wie internationale Tests (Blaue Flagge) immer wieder beweisen. Istrien konnte in den letzten Jahren zunehmend auch mit Kultur und Kulinarik punkten, wobei sich das hügelige Hinterland mit Weinund Olivenölstraßen als GourmetGeheimtipp etablieren konnte. Zahlreiche Auszeichnungen wie Awards von ADAC, National Geographic, Travel & Leisure oder die Aufnahme unter die weltweiten Top-Ten-Reiseziele von Lonely Planet unterstreichen die qualitative Neupositionierung Istriens. Ziel für 2012 ist es, so Tourismusdirektor Denis Ivo!evic, die Zahlen von 2011 zu halten: „Eine große Unbekannte ist die weitere Entwicklung der Wirtschaftskrise, zum anderen könnten Fußball Europameisterschaft und Olympische Spiele Einfluss auf das Reiseverhalten haben.“ www.istra.com

Mehr Infos:

scooga

20.01. - 04.03.2012

© Mijosek

www.wienereistraum.com

Denis Ivoševic, Tourismusdirektor der Region Istrien, ist optimistisch für 2012.


BUS I NES S & MA R K E TS

58 – destinationworld

Freitag, 20. Jänner 2012

EF Sprachreisen Auslandssprachkurse erfreuen sich bei Österreichs Jugendlichen ungebrochen hoher Beliebtheit

SHORT

Juniorensprachreisen für 10 bis 14-Jährige im Trend

16.–20.Mai: Spring Jam 2012 in Istrien Wien. DocLX, Veranstalter von Europas größter Studentenreise, Spring Jam, erwartet heuer mehr als 30.000 Nächtigungen. Gefeiert wird wie die letzten Jahre im Valamar Ressort Lanterna in Porec, Istrien. Alexander Knechtsberger: „Durch die gute und jahrelange Partnerschaft mit der österreichischen Hotelgruppe Valamar konnten wir mit der Integration aller Unterbringungsmöglichkeiten die Kapazitäten der Teilnehmer an nur einem Wochenende fast verdoppeln.“ www.doclx.com

Statt nur Vokabeln und Grammatik stur auswendig zu lernen, wird die Sprache im Alltag angewendet. DINO SILVESTRE

Wien. Der Sprachreise-Experte EF, der fast 50 Jahre internationale Erfahrung vorweisen kann, bietet, abgestimmt auf die Wünsche und Bedürfnisse der jüngeren Reiseteilnehmer, ideale Möglichkeiten. Dabei stehen ausgesuchte Kursorte in Großbritannien und Malta zur Auswahl – ob man nun das Flair englischer Privatschulen wie beispielsweise Dauntsey’s genießen, Sandstrände und Naturparks auf der idyllischen Insel Isle of Wight besuchen oder in Bugibba in Malta jede Menge Sonne tanken möchte.

TUI ReiseCenter mit Besucherandrang

© TUI

Durch organisierte Freizeitaktivitäten wie Strandbarbecues, Sportturniere, Besichtigung spannender Sehenswürdigkeiten, Tagesausflüge in nahegelegene Städte oder Shopping wird Langeweile zum Fremdwort. Die deutschsprachigen Kursleiter sind während des gesamten Aufenthalts für das Wohlergehen der Reiseteilnehmer verantwortlich. Sie werden von EF sorgfältig ausgesucht und auf ihre Reife als auch Erfahrung in der Arbeit mit Kindern geprüft. Die Kursleiter treffen die Gruppe auf dem Flughafen und begleiten sie während des gesamten Kurses sowie auch bei allen Ausflügen. In jedem Kursort steht darüber hinaus ein erfahrenes EF-Team rund um die Uhr auf Abruf bereit. In puncto Unterbringung bietet EF verschiedene Möglichkeiten je nach Alter des Schülers und dessen Ansprüchen an Unabhängigkeit, Komfort und Sicherheit. So eignet sich die Privatunterkunft bei einer lokalen Gastfamilie

TUI startete auf der Ferien-Messe erfolgreich in Buchungssaison.

Wien. Die Ferien-Messe Wien hat TUI Österreich ein äußerst zufriedenstellendes Ergebnis beschert. „Die Nachfrage hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, sagt Josef Peterleithner, Konzernsprecher TUI Austria Holding. „Dazu beigetragen haben das umfangreiche Reiseangebot, die Beratungsleistung der TUI Mitarbeiter und Attraktionen wie TUI TV und die Club Magic Life Bühne.“ www.tui.at

© GTA-Sky-Ways

Rundreisen über TraviAustria CETS buchen

© EF Education First

Juniorensprachreisen

Auch wenn Kinder das erste Mal allein auf Urlaub sind, finden sie meist sehr schnell Freunde, mit denen sie Spaß haben.

für Sprachreisen-Neulinge und gewährt im sicheren familiären Umfeld Einblick in das Leben vor Ort. Das britische Campus-Leben lässt sich hingegen in den EF Junior Residenzen erlebe; hierbei handelt es sich um komfortable Unterkünfte in renommierten Internaten, wo man Sport- und Freizeitangebote direkt auf dem Gelände nutzen kann. Die Kursleiter wohnen ebenso im Internat und sind Tag und Nacht erreichbar. Sprachreisen kombinieren Spaß mit Sprachenlernen und erfreuen sich bei Österreichs Jugendlichen dank dieser Kombination ungebrochen hoher Beliebtheit. Nicht nur für Teenager sind diese Auslandsaufenthalte jedoch eine wertvolle Erfahrung; auch jüngere

Reiseteilnehmer ab 10 Jahren profitieren sehr davon – schließlich lernt man in diesem Lebensalter besonders schnell. Eltern, die die Mehrsprachigkeit ihrer Kinder fördern möchten, bietet der Sprachreise-Experte EF ein besonderes Programm: Juniorensprachreisen für 10 bis 14-Jährige, die auf deren Bedürfnisse abgestimmt sind.

Erfahrene Kursleiter Neben spielerischen Lernmethoden und altersgerechten Freizeitaktivitäten steht die Sicherheit während der Reise an erster Stelle. Schließlich ist sie in diesem Alter ein großes Abenteuer und erfordert viel Mut – sowohl von den Kindern als auch von den Eltern.

„Mit dem Fremdsprachen lernen kann man nicht früh genug anfangen“, so Elisabeth Sekulin-Kosmath, Country Manager von EF Österreich. „So wären etwa mehr zweioder mehrsprachige Kindergärten und ein Fremdsprachenerwerb in der Volksschule wünschenswert. Sprachen im Ausland zu lernen, ist erst ab einem gewissen Alter möglich. Ab 10 Jahren können Kinder in Begleitung durchaus allein auf Reisen gehen und erleben dabei eine einzigartige Zeit.“ EF bietet bei den begleiteten Juniorensprachreisen stets ein Gesamtpaket an, in dem sowohl Unterricht, Unterkunft, Verpflegung aber auch Flug und Freizeitaktivitäten enthalten sind. www.ef.com/junior

Kreuzfahrten Auch die vom Unglück betroffene Reederei Costa Crociere S.p.A. hat weiterhin solide Buchungen

Trotz Kreuzfahrtunglück keine Stornowelle

Die neu gestaltete Website von GTASky-Ways bietet mehr Übersichtlichkeit und zahlreiche Reise-Infos.

Leipzig. Gute Nachrichten für die Kreuzfahrtbranche: Über das deutsche Webportal ab-in-den-urlaub. de werden neben Millionen Pauschalreisen von 75 Reiseveranstaltern auch Tausende Kreuzfahrten weltweit vermittelt. Zwar sind Kreuzfahrten ein touristisches Nischenprodukt für die Deutschen, dennoch werden zwischen 0,7 und 1% der online verkauften Reisen auf Kreuzfahrtschiffen gebucht.

Die vom Unglück betroffene Reederei Costa Crociere S.p.A. ist zumindest, wie andere Reedereien auch, von umfangreichen Stornierungen nicht betroffen.

Deutsches Nischenprodukt „Da die Reisen, mit Ausnahme auf der ‚Costa Concordia‘, geplant stattfinden, ist von einer vorschnellen Stornierung abzuraten“,

so Ralph Michaelsen, Director der Unister Holding GmbH, die „ab-inden-urlaub.de“ betreibt. Wer dennoch storniert, muss mit Kosten in Höhe von 20 bis 95 % des Reisepreises rechnen. Die Höhe des Stornobetrags steigt mit zunehmender Kurzfristigkeit vor Reiseantritt und liegt bei Kreuzfahrten im Regelfall zudem über den Stornosätzen klassischer Pauschalreisen. Wer derzeit Sorge hat, seine Kreuzfahrt anzutreten, dem ist vor einer Stornierung auf jeden Fall zu raten, mit der Kreuzfahrt-Reederei direkt Kontakt aufzunehmen.

8,5 Tage auf hoher See

© EPA

Wien. Die neu gestaltete Website des österreichischen Reiseveranstalters GTA-Sky-Ways, www.gta-sky-ways.at, bietet mehr Aktualität, Übersichtlichkeit und Insider-Infos für Reiseprofis. Ab sofort sind alle Rundreisen über CETS, das Reservierungssystem von TraviAustria, buchbar. Anton Aigner, GF von GTA-Sky-Ways: „Wir bekennen uns 100%ig zum Reisebürovertrieb. Die neue Website soll vor allem Reisebüro-Mitarbeitern einen echten Mehrwert bieten. Und über CETS sind unsere Rundreisen in Echtzeit buchbar.“ Reisebüros, die CETS nicht nutzen, können die Buchungen per E-Mail (office@ gta-sky-ways.at) vornehmen. Die neue Website punktet mit Übersichtlichkeit und Aktualität: Angebote werden sofort online gestellt. Durch die übersichtlichere Menüführung wird es dem User leichter gemacht, alle Informationen zu erkennen. www.gta-sky-ways.at

Der Kreuzfahrtboom hält trotz des tragischen Unglücks vor der Insel Giglio weiter an.

Hier sollten dann mögliche Lösungswege besprochen werden. Grundsätzlich sind Urlaube auf Kreuzfahrtschiffen nach wie vor sehr sicher, Unfälle ereignen sich extrem selten. Eine aktuelle Erhebung von abin-den-urlaub.de ergibt zudem: Durchschnittlich geben die Deutschen 1.745 € für ihren Kreuzfahrturlaub pro Buchung aus – im Schnitt für zwei Personen.

Etwa 8,5 Tage befinden sie sich auf hoher See. In dieser Auflistung noch nicht enthalten sind die zum Teil recht teuren Landausflüge. Durchschnittlich kosten Ausflüge, die vom Schiff oder auch von der Reederei organisiert werden, zwischen 60 und 100 € pro Person und Tag.

3,56 Mio. Nutzer im Monat ab-in-den-urlaub.de gehört zu den bekanntesten Reiseportalen in Deutschland. So sagten in einer bevölkerungsrepräsentativen TNS Emnid-Studie vom April 2011 77% der 14- bis über 60-Jährigen Befragten, sie würden das Portal kennen. Das Reisebuchungsportal betreibt umfangreich in der ProSiebenSat.1-Gruppe und RTL-Gruppe mit dem Fußballstar Michael Ballack TV-Werbung. Das Portal gehört mit 3,56 Mio. Nutzern im Monat zu den meistbesuchten Online-Reisebüros Deutschlands (AGOF internet facts September 2011). www.ab-in-den-urlaub.de


TR AVEL & V OYA GE

Freitag, 20. Jänner 2012

destinationaustria – 59

SHORT

Special Package Lotus Travel Service: 13-tägige Rundreise „Heritage of the North“

Landschaftszauber im Norden Indiens Flug ab/bis München oder Frankfurt und elf Nächte in ausgewählten Heritage Hotels. ALICE HEFNER

Hohe Düne ist das einzige Yachting und Spa Resort an der Ostseeküste.

Warnemünde. Mit dem Angebot „Sonntagsanreise“ verkürzt die Yachthafenresidenz Hohe Düne die Wartezeit bis zum Frühling. Bei der Anreise an einem Sonntag und drei Übernachtungen erhalten sie 25% Nachlass auf die gewählte Zimmerkategorie. Das Angebot gilt ab sofort bis zum 4. April 2012. Vom 9. April bis zum 31. Mai 2012 können die Gäste den Frühling genießen. Fünf Nächte zum Preis von vier bietet das „Frühjahrsspezial“ bei Anreise von montags bis sonntags. www.hohe-duene.de © Lotus Travel Service

Starköche zeigen ihre kulinarischen Künste

Volksfest erinnert. Eindrucksvoll erhebt sich vor dem Globetrotter der prunkvolle Goldene Tempel in Amritsar, dem kulturellen Zentrum und dem größten Heiligtum der Sikh. Anschließend erkundet der Lotus-Reisende zu Fuß oder mit dem Fahrrad ein Dorf in der Nähe von Amritsar und lernt dort dessen liebenswerte Bewohner und die Kultur des Punjabs kennen. Am Fuße des Himalaya-Gebirges liegen die geschichtsträchtigen Orte Dharamsala und McLeodGanj inmitten von Wäldern und Hügeln und laden zum Verweilen ein. In den einstigen Kolonialsiedlungen gründete anno 1959 der 14. Dalai Lama seine Exilregierung. Es entstand eine Enklave mit tibe-

Im Exil des Dalai Lama Der neue Reisebaustein von Lotus Travel Service führt in Delhi in das Basarviertel „Chandi Chowk“, zur Freitagsmoschee und zum Raj Ghat, einer Gedenkstätte für Mahatma Gandhi, in das Mausoleum Humayuns, einem UNESCO-Kulturdenkmal, und zu den Ruinen der Quwat-ul-Islam Moschee. Bei einem Ausflug an die pakistanische Grenze erlebt der LotusReisende die Zeremonie des Wachwechsels, die an ein freudiges

tischem Staatswesen sowie einer Ausbildungsstätte für Traditionelle Tibetische Medizin. Das dortige Norbulinka-Institut widmet sich der tibetischen Religion, Philosophie und dem Kunsthandwerk.

vollen Gemächern und Thronsälen, gelegen inmitten verträumter Gärten und Parks. Die unter dem Namen „Heritage Hotels“ firmierenden Häuser wie das Oberoi Maidens in Delhi oder das Taragarh Palace in Palampur verstehen sich nicht als klassische Luxusherbergen, doch sie bieten professionellen, in der Regel standardisierten Service mit passender Ausstattung. Die Rundreise ist ab 2.341 € pro Person buchbar. Im Reisepreis enthalten sind der Flug ab/bis München oder Frankfurt, elf Übernachtungen im Doppelzimmer in ausgewählten Heritage Hotels, Halbpension bzw. Frühstück und Englisch sprechende Reiseführer. www.lotus-travel.com

Maharadscha-Palast-Hotel In Palampur steht die Besichtigung des Shiva-Tempels „Bajnath“ auf dem Programm. Die Hauptstadt Himachal Pradeshs, Shimla, war der Sommerregierungssitz des British Empire und besticht durch mildes Klima und viktorianische Architektur. Übernachtet wird wahrhaft königlich – in zu Hotels umgebauten Maharadscha-Palästen mit repräsentativen Salons, prunk-

Club Magic Life Trendsportart Zumba im Programm

Geschenk zum Valentinstag Urlaub in Romantikvilla

Popowackeln und Spaß haben

Feines Himmelbett an der Adria

© Magic Life

Shakira macht es ebenfalls

Club Magic Life erweitert jetzt das Sportangebot: die Gäste tanzen Zumba.

von Abazzia (Opatija): Die luxuriöse Herberge im venezianischgotischen Blumenstil mit beheiztem Pool im Palmengarten direkt am Meer bietet maximal zwölf Gästen stilvoll Quartier – eine fürstliche Zeitreise für Romantiker. Im Fischerdorf Fazana vereint die Villetta Phasiana Nostalgie und Komfort und empfiehlt sich als Ausgangspunkt für den Besuch des Nationalparks Brijuni-Inseln. www.schlosshotels.co.at

Rovinj. Ob Hochzeitsreise oder romantische Auszeit zu zweit: Individual-Urlauber mit einem Faible für historische Gemäuer finden bei der Hotelkooperation „Schlosshotels & Herrenhäuser/Historic Hotels of Europe“ nun auch in Istrien exquisite Feriendomizile mit reichlich Geschichte.

Besuch im Nationalpark In den malerischen Gassen der Altstadt-Halbinsel von Rovinj verbergen sich gleich zwei Kleinode: Das Heritage Angelo d’Oro, ein ehemaliger Bischofspalast mit Innenhofgarten, und die Villa Tuttorotto, die nach ihrer liebevollen Restaurierung längst nicht mehr „tutto rotto“ („alles kaputt“) ist. Ganz im Gegenteil: Antiquitäten bis hin zum romantischen Himmelbett prägen das Ambiente und vom kleinen Balkon des Salons blickt man über die alten Schindeldächer zum quirligen Fischerhafen. Mit der Villa Astra findet sich ein ganz besonderes Juwel in Istriens Nachbarregion Kvarner, genau genommen in Lovran an der legendären altösterreichischen Riviera

© Villa Tuttorotto

Hier die Termine im Überblick: 22.5. bis 26.5.2012 im Club Magic Life Belek Imperial (Türkei), 22.5. bis 26.5.2012 im Club Magic Life Waterworld Imperial (Türkei), 3.7. bis 7.7.2012 im Club Magic Life Kalawy Imperial (Ägypten). Preisbeispiel: Eine Woche pro Person All-inclusive im DZ in der Club Magic Life Anlage Belek Imperial gibt es ab 709 € ab Wien am 22.5.2012. www.magiclife.com

Wien. Bei Club Magic Life geht es im Sommer 2012 sportlich zur Sache. Neben den Trendsportarten Spinning und Kangoo Jumps scheinen heuer erstmals Zumba Workshops im Portfolio auf. „Wir erleben derzeit in Österreich einen wahren Zumba-Hype. Das lateinamerikanische Workout-Programm ist bei uns im All-inclusive-Konzept enthalten“, sagt Claudia Wildeis, TUI Österreich Marketing Verantwortliche.

Popowackeln, Spaß haben und Kalorien verbrennen: So einfach ist die Zumba-Formel. Und so erfolgreich scheint sie auch zu sein. Muskelpaket Madonna schwört darauf, die rassige Kolumbianerin Shakira ebenso; aber auch die First Lady der USA, Michelle Obama, hält sich mit Zumba fit. Die Club Magic LifeGäste können sich in ausgewählten Anlagen auf feurige Tänze wie Salsa, Samba und Merengue mit heißen Tanzschritten freuen. Die Workshops werden in Kooperation mit Bodydays von lizenzierten Zumba-Trainern durchgeführt.

München. Ob Malediven, Mexico oder Kapstadt, Küchenchefs öffnen ihre Rezeptbücher und zeigen begeisterten Hobbyköchen die kulinarische Kunst. Unter fachkundige Anleitung lernen Gäste die Techniken, die Abstimmung auf feinste Nuancen sowie die richtige Präsentation des Essens der internationalen Küche. So wird der Urlaub in einem One&Only Resort ein Urlaub für alle Sinne. Mit den neuen Kochkursen ermöglicht One&Only den Gästen, die Welt durch verschiedenste Geschmacksknospen zu erleben. Das besondere Kocherlebnis startet häufig mit einer geführten Tour durch den hoteleigenen Küchengarten. Während die Gäste ihre Biozutaten selbst pflücken dürfen, veranschaulicht das kulinarische Team, wie man am Besten die feinsten und frischesten Produkte auswählt. www.oneandonlyresorts.com

The Judge’s Court Hotel ist eines der faszinierenden Hotels, in denen man während der Lotus Travel Indien-Reise wohnt.

Hier erinnert man sich an die Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie.

© One and Only Resorts

Delhi. Märchenhaft schöne Stätten wie der Goldene Tempel von Amritsar, das Bild Tausender betender Pilger an den Ghats des Sees und quirlige Basare mit Waren in den buntesten Farben sind nur ein kleiner Teil der Fülle unvergesslicher Erlebnisse, die den Lotus Traveller während der neuen 13tägigen Rundreise „Heritage of the North“ durch Nordindien erwarten. Die von jahrtausendealter Kulturgeschichte geprägte Region mit ihren Provinzen Punjab und Himachal Pradesh und den Orten Delhi und „Little Lhasa“ beeindruckt mit kaum in Worte zu fassendem mystischem und religiösem Zauber, der sich nur verstehen lässt, wenn man die Schönheit am Fuße des imposanten Himalayas selbst erfahren hat. Als besonderes Highlight logieren die Teilnehmer in Maharadscha-Palästen, sogenannten Heritage Hotels, die sich nicht nur durch eine eindrucksvolle Mischung aus indischer und royaler Grandeur auszeichnen, sondern auch durch den besonders herzlichen Empfang, der Gästen dort bereitet wird.

© Yachthafen Residenz Hohe Düne

Frühlingserwachen an der deutschen Ostsee

Auf den Malediven laden Meisterköche zur kulinarischen Weltreise ein.

Sonderausstellung „Europa trifft die Welt“ Kopenhagen. Unter dem Titel „Europa trifft die Welt“ (dän. Europa møder Verden) unternimmt das dänische Nationalmuseum einen Parforceritt durch die europäische Geschichte – und die Geschichte der Beziehung Europas zur nicht-europäischen Welt. Die neue Ausstellung zeigt aber auch die andere Seite der europäischen Globalisierung – beispielsweise den regen Handel mit zuvor unbekannten Kontinenten, bis dato unbekannte Kostbarkeiten wie Gewürze, Seide und vieles andere. www.visitdenmark.com


GUES T & S ER V I C E

60 – destinationworld

SHORT

Topwertung für The Peninsula Beverly Hills Los Angeles. Bereits zum achten Mal durften ausgewählte Leser des Global Traveler Magazine ihre Favoriten in 66 Kategorien bestimmen. 2011 wurde The Peninsula Beverly Hills zum besten US-Hotel sowie besten Hotel im Westen der USA gekürt. Das 1991 eröffnete Hotel liegt unweit vom Rodeo Drive, bietet ein 24-Stunden-Hausservice und ist besonders bei Filmund Musikstars beliebt. www.peninsula.com

Luxus-Villa auf den Malediven ab 225 Euro

Freitag, 20. Jänner 2012

Zuwachs Die Accor Hotelgruppe baut ihre Premium-Marke in Deutschland mit einem achten Standort weiter aus

Pullman Munich eröffnet Ab Herbst 2012 sollen 331 Zimmer und fünf modernste Veranstaltungsräume zur Verfügung stehen. CAROLINE NUSSDORFER

München. Pullman, die PremiumMarke der Accor Hotelgruppe, freut sich über Zuwachs. Bereits am 9. Jänner 2012 wurde das Pullman Munich, das vormals als Renaissance Hotel firmierte, im Münchner Stadtteil Schwabing unter der Leitung des neuen Hoteldirektors Ronald Nilsson eröffnet. Damit ist die Accor-Marke, die mittlerweile insgesamt acht Mitglieder in Deutschland zählt, neben Berlin, Köln und Stuttgart nun auch in Bayern vertreten.

Die Premium Pool Villa besticht mit Pool, Sonnendeck & Regendusche.

Malé. Private Villen, drei Gourmetrestaurants sowie ein eigenes Hausriff u.v.m. finden Ruhesuchende wie auch Wassersportfans im Baros Maldives. Das Luxusresort befindet sich auf einer privaten Insel im Nord Male Atoll. Eine Deluxe Villa ist ab 225 € pro Person und Nacht buchbar. www.designreisen.de

Geräumige, lichtdurchflutete Zimmer und Suiten, letztere mit gratis WLAN und kostenfreier Minibar, sollen sowohl Geschäfts- als auch Freizeitreisende in die bayrische Metropole locken. Ein Großteil der Zimmer verfügt zudem über einen eigenen Balkon oder eine Loggia. Bis Herbst 2012 wird bei laufendem Hotelbetrieb im Rahmen einer Komplettrenovierung die Zahl der Zimmer von 261 auf 331 erweitert werden. Nach Abschluss der Umbauarbeiten sollen den Gästen 244 Superior-Zimmer, 63 Executive-Zimmer, zehn JuniorSuiten sowie 14 Superior-Suiten mit einer Größe von 62 m! zur Verfügung stehen. Daneben wird sich das Pullmann Munich in neuem,

© Accor

© Baros Maldives

331 Zimmer ab Herbst 2012

Zentrale Lage: Das Pullman Munich soll nicht nur Tagungsgäste, sondern auch Freizeitreisende anlocken.

elegantem Design und auf VierSterne-Superior-Niveau präsentieren.

Moderne Tagungsräume Auch der Tagungsbereich wird im Zuge der Renovierungsarbeiten umgestaltet und ab Herbst nächsten Jahres über fünf nach neuesten technischen Standards ausgestattete Veranstaltungsräume verfügen.

Ganz nach dem Pullmanschen Co-Meeting-Konzept, das sich mit maßgeschneiderten Dienstleistungen und Services vor allem an Geschäftsreisende und Tagungsgäste richtet, werden Veranstalter von Meetings, Seminaren & Co. umfassend betreut und beraten.

Biergarten & Lounge-Bar Kulinarisch werden die Gäste im hauseigenen Restaurant versorgt.

Neben einem abwechslungsreichen Frühstücksbuffet werden mittags und abends sowohl internationale als auch bayerische Spezialitäten serviert – bei Schönwetter auch im Freien, denn das Hotel verfügt zudem über eine Biergarten-Terrasse im grünen Innenhof. Ausspannen heißt das Motto in der Lounge-Bar sowie im modernen Fitness- und Wellnessbereich. Zimmer sind ab 79 € pro Nacht buchbar. www.pullmanhotels.com


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, 20. JÄNNER NER 2012 – 61

Tiscover.com darf sich freuen: Der Schnee sorgt für neue Buchungsrekorde Seite 63

THERME WIEN IM AUFWIND

Seit Eröffnung im Herbst 2010 zählt man jetzt mehr als eine Million Gäste Seite 64

WANDERN GÜTESIEGEL SIEGEL FÜR REGIONEN WANDERREGIONEN

© Panthermedia.net

© Tiscover

WINTERWETTER BRINGT PLUS

© Therme Wien

destinationaustria Hoteliers kämpfen mit Buchungsplattformen

© TVB Paznaun – Ischgl

SHORT

© Schloss Fuschl Resort & Spa

Ischgl. Beim 19. Schneeskulpturen-Wettbewerb „Formen in Weiß“ verwandelten zehn internationale Künstlerpaare die Silvretta-Arena in eine feurige Drachenwelt aus Schnee. Vier Tage schnitzten und feilten professionelle Bildhauer an ihren Fabelwesen. Im chinesischen „Jahr des Drachens“ bevölkern die Glücksbringer bis Anfang Mai 2012 – so lange ist der Schnee auf Ischgls Pisten gesichert – das Panorama. Bevor sich die Drachen im Schnee zeigen konnten, schickten Bildhauer aus der ganzen Welt ihre Entwürfe. www.ischgl.com

© Panthermedia.net/Stefano Lunardi

Hof bei Salzburg. Jeder Dritte leidet an Schlafstörungen – das dreitägige „Life-Battery Programm“ der Salzburger SportLounge hilft Gästen des Schloss Fuschl Resort & Spa, wieder mehr Schlaf- und damit Lebensqualität zu gewinnen. Ein hochkarätiges Team aus den Bereichen Sportmedizin, Neurologie, Psychologie sowie Mentaltrainer, Sporttrainer und Ernährungscoaches hilft den Teilnehmern (auch in der Christian-Doppler-Klinik in Salzburg) mit maßgeschneiderten Programmen, wieder Erholung und Ausgleich zu erlangen – durch Schlaf. schlossfuschlsalzburg.com

ÖHV Hotelierkongress e-Tourismus ist rentabel für die Buchungsplattformen: Immer mehr Geld fließt von den Hotels an ihre ausländischen e-Vertriebspartner. Eine nationale Lösung würde die Wertschöpfung in Österreich halten. Seite 62 InterContinental Wien Chefetage-Führungswechsel

Europäische Reiseversicherung Touristik.Treff.Wien

Thomas Legner folgte Rolf Hübner als Generaldirektor im Interconti nach.

Wien. Mit 1.1.2012 übernahm Thomas Legner (48) als Generaldirektor die GF des InterContinental Wien. Der gebürtige Österreicher war bereits seit Jänner 2011 als Hotel Manager für die operative Leitung des Hotels verantwortlich. Legner, der die Modul Hotelfachschule in Wien und Weiterbildungen an der Cornell University absolvierte, startete seine Karriere im Kreuzfahrt-Bereich und wechselte anschließend zur Hotelkette Four Seasons, wo er von 2002 bis 2010 in mehreren Destinationen in Toronto/Kanada, der Karibik und Washington D.C./USA tätig war. vienna.intercontinental.com

© Europäische Reiseversicherung

Bad Waltersdorf. Umweltbewusstsein wird in der Heiltherme größte Bedeutung beigemessen. So wird das Thermalwasser nicht nur für Badefreuden, sondern auch wärmetechnisch bestens verwertet. Eigene Räumlichkeiten, umliegende Hotels und Gebäude der Gemeinde werden damit beheizt. So half man, tonnenweise CO2 einzusparen. www.heiltherme.at

© InterContinental

© Heiltherme Bad Waltersdorf

Thomas Legner ist Generaldirektor Das erste Meeting im neuen Jahr

Touristik.Treff.Wien mit Franz Tesar von der Europäischen Reiseversicherung.

Wien. Am 1. Februar laden Franz Tesar und Robert Bunzl von der Europäischen Reiseversicherung zur ersten Veranstaltung unter dem Namen „Touristik.Treff.Wien“ ein. Ab 18 Uhr wird im altbewährten Niners Bar:bup bei entspannter Atmosphäre geplaudert. Ab sofort finden die Abende mit ReisebüroAgents, Kolleginnen und Kollegen im Wiener Bezirk Alsergrund im zweimonatigen Rhythmus statt. Dieses Mal freuen sich folgende Experten auf entspannte Fachgespräche: Anke Bernhart, Andrea Kautz, Stefan Stagl, Robert Bunzl und Franz Tesar. www.europaeische.at


C OV ER

62 – destinationaustria

KOMMENTAR

Gourmets finden 2012 spektakulär

Freitag, 20. Jänner 2012

ÖHV-Kongress Hoteliervereinigung lud von 16. bis zum 18. Jänner nach Schladming zum jährlichen Branchen-Treff

Immer mehr Geld fließt an die e-Vertriebspartner ÖHV fordert eine koordinierte Vorgangsweise gegen die zunehmende Macht der Buchungsportale. ALICE HEFNER

pektakuläre GourmetErlebnisse in nicht weniger als 19 führenden Hotels und Restaurants, ein ganzes Jahr der ungewöhnlichen kulinarischen Genüsse – das verspricht das ‚Relais & Châteaux Gourmetfestival 2012‘. Die Mitglieder in Österreich, Nord- und Osteuropa laden erstmals zu einer Eventreihe, an der Relais & Châteaux-Häuser quer durch Europa teilnehmen. Die Auftaktveranstaltung zu der fulminanten kulinarischen Reise der Genüsse fand am Dienstag, 17. Jänner, im Relais & Châteaux Restaurant Steirereck im Stadtpark in Wien statt. Der gefeierte Küchenchef Simon Taxacher vom Relais & Châteaux Hotel Restaurant Spa Rosengarten in Kirchberg reiste eigens dafür an, um gemeinsam mit Küchenchef Heinz Reitbauer einen genussvollen Lunch zu kreieren. Mit einer einzigartigen Menüfolge, die die Handschrift beider Grand Chefs trägt, wurde das Relais & Châteaux Gourmetfestival 2012 feierlich eröffnet. So wird schon die erste Station des Festivals zum Gipfeltreffen der Genüsse: Südliches Flair trifft dabei auf Tiroler Alpen, Sommer auf Winter. Und das auf ganz wunderbare Art und Weise im Relais & Châteaux Singer Sporthotel & Spa auf 1.300 m Seehöhe. Richard Hessl, Küchenchef vom Hotel Schloss Seefels, kocht zusammen mit Thomas Kunath und der Brigade vom Singer Sporthotel & Spa eine Komposition nach dem Motto „AlpeAdria-Kulinarium“. Irgendwie ist dieses Land ja doch eine Insel der Seligen ...

S

Schladming. Nirgends haben Usability und Kundenfreundlichkeit so zugenommen wie im Tourismus: Recherchiert und gebucht wird online, ohne Kosten und Aufwand. „Gäste suchen sich aus einer Vielzahl von Verkaufskanälen den besten aus. Optimales Service für den Gast, für das der Hotelier sehr großen Aufwand treibt“, halten Peter Peer und Sepp Schellhorn, die Präsidenten der Österrei-

„Der immer schärfere Wettbewerb der Hotels um den Gast spielt den Plattformen in die Hände. Die Buchungsplattformen profitieren.“ SEPP SCHELLHORN ÖHV-PRÄSIDENT

© ÖHV/Helge Kirchberger

GEORG BIRON

Peter Peer und Sepp Schellhorn, die Präsidenten der Hoteliervereinigung ÖHV, kritisieren, dass viel zu viel Geld an ausländische Buchungsplattformen fließt.

liegt sogar unter 20%. Dieser Wert sollte angehoben und damit unnötige Kosten vermieden werden. Die Marketingausgaben der Hotels sind jedoch seit dem Jahr 2000 um 18% stärker gestiegen als die Inflation. „Auf dieser Kostensteigerung sind die Hoteliers sitzen geblieben. Wir brauchen eine innovative Lösung“, erklärt ÖHV Präsident Peer. Umso mehr, als die Konzentration im Online-Vertrieb die Position der Hotellerie erschwert. „Der immer schärfere Wettbewerb der Hotels um den Gast spielt den Plattformen in die Hände. Die Zahlungen an die Buchungsplattformen steigen enorm“, so Schellhorn. Das Beratungsunternehmen Toedt, Dr. Sell und Coll. errechnet für den Zeitraum 2008

chischen Hoteliervereinigung (ÖHV), bei der Präsentation einer Untersuchung zum e-Tourismus beim ÖHV-Hotelierkongress in Schladming fest. Christian Maurer, Professor für Tourism and Leisure Management an der IMC Fachhochschule Krems, hat für eine Status quo-Erhebung zum e-Tourismus in Österreich 522 Betriebe befragt: 91% der 4- und 5-Sterne-Betriebe gaben an, Buchungsanfragen über die eigene Website bearbeiten zu können, 68% sind direkt über die Website buchbar – eine rasche und günstige Option für beide Seiten, finden dort die Gäste doch in den meisten Fällen exklusive Angebote. Doch die Zahl der direkten Buchungen über die eigene Website

bis 2013 eine Erhöhung der Online-Vertriebskosten um 290%. Und: Wie vor Kurzem in einem Inserat zu erfahren war, haben sich die größten Online-Plattformen zu einem Vertriebs-Syndikat zusammengeschlossen. Dass es den Wettbewerb nicht fördert, wenn große Wettbewerber zusammenrücken, liegt auf der Hand.

Alternativen sind nötig „In anderen Branchen wurde schon gegen weniger offensichtliche Praktiken vorgegangen“, erinnert Peer an die ÖHV-Beschwerde vor der EU-Kommission gegen Kostensteigerungen im bargeldlosen Zahlungsverkehr. „Seither sind die Disagios stark gesunken“, stellt

Peer den Vertriebspartnern die Rute ins Fenster. Gefragt sei daher eine Alternative, so Schellhorn. Nach dem Vorbild der Schweiz sollen regionale Tourismusorganisationen deutlich stärker in den Vertrieb eingebunden werden. „Wir können uns Parallelstrukturen nicht leisten. Wo Gäste von öffentlichen Institutionen angesprochen werden, sollen sie buchen können, ohne dass Gelder an Dritte fließen – bei der Österreich Werbung, bei der Landestourismusorganisation und auch bei der Destination selbst.“ Von rund 46 Mio. €, die von 4- und 5-Stern-Betrieben als Kommission an Plattformen gehen, fließen etwa 37 Mio. € ins Ausland. Fast alle großen e-Vertriebsunternehmen stehen in ausländischem Eigentum. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist das nicht optimal. Damit ließe sich eine nationale Vertriebslösung finanzieren. Darüber hinaus sollten die Tourismusorganisationen die ContentQualität erhöhen und ihre Leistungen besser darstellen. „Wir sind davon überzeugt, dass die Tourismusorganisationen gute Arbeit leisten. Sie können diese Leistungen ruhig den Betrieben präsentieren und stolz darauf sein“, so der Vorschlag der beiden ÖHV-Präsidenten. www.oehv.at

DER ÖHV KONGRESS Der ÖHV-Hotelierkongress bringt der Hotellerie und dem gesamten Tourismus einen Wissensvorsprung. Journalisten & Gäste Rund 600 Teilnehmer, darunter 40 Journalisten, 450 Entscheider von Top-Tourismusbetrieben, 23 Referenten sowie 85 Politiker und andere Gäste nehmen daran teil. Die Wertschöpfung Die Region Schladming erzielt rund 1.550 Nächtigungen und eine Wertschöpfung von rund 400.000 €.

Hotels Geldbeschaffung

Burgenland 2012 Riesiger Andrang herrschte bei den 28 burgenländischen Ausstellern bei der Ferien-Messe Wien

ÖHV geht bis zum VfGH

Fulminanter Start für das Burgenland Wien. Der traditionelle VIP-Empfang am Nachmittag des ersten Tages lockte zahlreiche Besucher an den Burgenlandstand. Die Spitzen aus der burgenländischen Politik, aus Kultur, Tourismus und Wirtschaft ließen es sich nicht nehmen, beim ersten großen touristischen Auftritt des Burgenlands im Tourismusjahr dabei zu sein.

Kulinarisches auf der Messe „Burgenland schmeckt“ ist das Motto auf der diesjährigen Messe, und das wird auch, neben dem Naturerleben, bestimmendes Jahresthema sein. Wein und Kulinarik spielen eine Hauptrolle im heimischen Tourismusangebot und finden auch bei den Gästen immer mehr Zuspruch, wie das enorme Besucherinteresse bei den „kulinarischen“ Partnern, insbesondere bei den Winzern, am Messestand zeigte. Nicht nur auf

der Ferien-Messe dabei, die sich im Vorjahr zusammengetan und buchbare Angebote geschnürt haben.

55 Naturerlebniswelten

© Burgenland Tourismus

Wien. Die Österreichische Hotelvereinigung redet Klartext: Der Rechnungshof hat 599 vernünftige Sparvorschläge ausgearbeitet. Anstatt aber nur einen davon umzusetzen, soll noch einmal der Tourismus die Staatskassen füllen. Der Versuch, dem Tourismus die Energieabgabenvergütung zu streichen, der Industrie aber nicht, ist schon einmal gescheitert. „Das ist Diskriminierung. Wir wollten allen Beteiligten einen aufwendigen Prozess ersparen, aber die Regierung pokert lieber. Wir sehen uns vor Gericht“, so Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). „Die Bankenkrise war teuer, die Politik braucht Geld. Aus Angst vor den Großen holt man es sich von den Kleinen.“ www.oehv.at

Mario Baier, Direktor Burgenland Tourismus, Kulturlandesrat Helmut Bieler, Agrarlandesrat Andreas Liegenfeld, Michaela Resetar, Präsidentin Burgenland Tourismus, haben Rückendeckung von Künstlern wie Harald Serafin oder Wolfgang Böck.

der Ferien-Messe, sondern auch auf der Genussplattform www.burgenland-schmeckt.at finden Gäste viele Informationen und Wissenswertes rund um das erstklassige weinkulinarische Angebot des gastfreundlichen Burgenlands.

28 Aussteller decken auf der Ferien-Messe das gesamte touristische Spektrum rund um die Themensäulen Natur, Wein & Kulinarik, Kultur, Gesundheit & Wellness und Sport ab. Erstmals waren auch die „KreativReisenBurgenland“ auf

Neben dem Genuss wird auch 2012 das Naturerleben eine Hauptrolle spielen. Die vom 19. bis 22. April stattfindenden landesweiten „Pannonischen Natur.Erlebnis.Tage“ mit der zeitgleich abgehaltenen „Bird Experience“ im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel geben Einblicke in die faszinierenden Naturerlebniswelten des Burgenlands, wie man sie in dieser Intensität sonst nicht erleben kann. 55 Naturerlebnisangebote und drei Tagestouren gibt es – von Kanufahrten auf Raab und Lafnitz durchs Schilf auf dem Neusiedler See über Birdwatching-Touren bis zur Moor-Erlebnisfahrt. Selbstverständlich inklusive Übernachtung. www.burgenland.info


GUES T & S ER V I C E

Freitag, 20. Jänner 2012

destinationaustria – 63

Tiscover.com Der größte Anbieter für Urlaub in den Alpen verzeichnet bereits zu Jahresbeginn 2012 um 51% mehr Online-Buchungen als im Vorjahr

Schneefall im Jänner bringt Plus Auf den Spitzenplätzen der Buchungsstatistik für Winter 2011/2012 rangieren derzeit das Zillertal, das Salzkammergut und das Ötztal. GEORG BIRON

„Unsere Investitionen

Innsbruck. Tiscover mit Hauptsitz in Innsbruck, Tirol, wurde 1991 gegründet und entwickelte das erste elektronische Tourismus Informations-System Österreichs. 1995 wurde Tis@web, eine der ersten Reisewebsites weltweit, freigeschaltet. Heute ist die Tiscover GmbH Teil der in Köln ansässigen HRS – Hotel Reservation Service Robert Ragge GmbH. Tiscover.com, das Urlaubsportal für den Alpenraum, bietet über 25.000 buchbare Unterkünfte und zählt zu den weltweit erfolgreichsten Reisewebsites.

machen sich bezahlt. Wir haben heuer bereits mehr Buchungen aus Tschechien und Ungarn als aus Italien.“ MATTHIAS GRUNDBÖCK

„Unsere Marketinginvestitionen in diese Märkte machen sich bezahlt. Wir haben bereits mehr Buchungen aus Tschechien und Ungarn als aus Italien“, erklärt Grundböck. Der größte Anteil der Gäste kam freilich auch 2011 aus Deutschland (58%) und Österreich (22%).

„Wir verkaufen die Minutentakt. In manchen Regionen haben wir weit mehr Nachfrage als Angebot.“ MATTHIAS GRUNDBÖCK GF TISCOVER.COM

© Tiscover

Betten derzeit fast im

Die starken Schneefälle der letzten Wochen machen Lust auf Winterurlaub in Österreich – und der wird auch online gebucht.

Buchungsrekord auf Tiscover.com. Bereits in den ersten beiden Jännerwochen 2012 verzeichnet man deutlich mehr Online-Buchungen als im Vorjahr.

Verkäufe im Minutentakt Das prächtige Wintersportwetter zu Jahresanfang bringt mit einer Steigerung von 51% einen neuen

Besonders gefragt sind auch in dieser Saison die großen Wintersportzentren. Auf den Spitzenplät-

zen der Tiscover-Buchungsstatik für den Winter 2011/2012 rangieren derzeit das Zillertal, das Salzkammergut und das Ötztal. „Wir verkaufen die Betten derzeit fast im Minutentakt. In manchen Regionen haben wir weit mehr Nachfrage als Angebot“, so Tiscover-GF Matthias Grundböck. Erfreulich ist laut Grundböck auch, dass die Umsätze pro Bu-

chung um 8% gestiegen sind. Sehr positiv ist auch die Bilanz für 2011: Mit einem sensationellen Plus von 45% feiert der Alpenspezialist das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte.

Hohe Zuwächse in CEE Die relativ höchsten Zuwächse erzielte Tiscover in Zentraleuropa.

Kurzfristige Buchungen Eindeutig verstärkt hat sich der Trend zur kurzfristigen Buchung: Waren es 2010 noch rund die Hälfte der Tiscover-Gäste, die bis zu einen Monat vor Reiseantritt buchten, so sind es 2011 bereits 64%. Ein Viertel der Gäste buchte sogar nur bis zu drei Tage vor der Anreise. www.tiscover.com


I D EE & S TR ATEGI E

64 – destinationaustria

Wien. Zum Tanken nach Österreich – und ist man schon da, wird auch gleich eingekauft. Hohe Spritpreise in Italien oder Deutschland bringen Millionen und fördern den Handel. Dazu Christian Pesau vom Arbeitskreis der Automobilimporteure: „Österreich ist nicht nur ein Tourismus-, sondern auch ein Autoland, und der Tanktourismus ein Produkt dieser beiden Wirtschaftszweige, das es zu erhalten gilt.“ www.iv-net.at

© Andreas Kranzmayr

Gut geprüfte WanderQualität für Österreich

Alle Zertifizierten trafen sich auf der Ferien-Messe 2012 in Wien.

Villach/Wien. Das „Österreichische Wandergütesiegel“ garantiert mit klaren Qualitätskriterien seit 5 Jahren verlässliche Wanderqualität in allen Teilbereichen des Wanderns in Österreich. Der Qualifizierungsprozess umfasst eine genaue Stärkenund Schwächenanalyse des Wanderangebots mit einer konkreten Handlungsanleitung zur Verbesserung der Wanderinfrastruktur und des Wanderprogramms. Bei Erfüllung der strengen wanderqualitätsrelevanten Standards wird das Österreichische Wandergütesiegel an Regionen, Wanderdörfer, Wanderwege und Wanderbetriebe verliehen. Auf der größten Österreichischen Ferien-Messe in Wien wurde das Österreichische Wandergütesiegel für das Jahr 2011 durch GF Sieghard Preis an die namhaften Wanderregionen Hochkönig und Großarltal verliehen. www.wanderguetesiegel.at

© Gletscherhotel Klausnerhof

Eines der 99 besten Winter-Hotels der Welt

Das Hotel Klausnerhof in Hintertux wurde zum beliebtesten Wintersport Hotel in Österreich gewählt.

Tux-Finkenberg. Auch heuer wurden wieder die 99 beliebtesten Hotels weltweit mit dem begehrten Publikumspreis „HolidayCheck Award“ ausgezeichnet. In diesem Jahr wurde das Hotel Klausnerhof im Ganzjahresskigebiet Hintertux zum beliebtesten Wintersporthotel in Österreich gewählt. 530.000 Urlauber haben entschieden und können nicht irren. Als Basis für den Award dienten die HolidayCheck Hotelbewertungen von 2011. www.klausnerhof.at

Therme Wien begrüßte ihren millionsten Gast Vielfältige Angebote und ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis locken die Besucher nach Oberlaa. MICHAEL BÄR

Wien. Mit einer Überraschung begann der Besuch von Michelle Zorko aus Tulln (NÖ) in der Therme Wien: Unter großem Beifall wurde sie als einmillionster Gast der Therme begrüßt. Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Therme Wien-Geschäftsführer Edmund Friedl, Wien HoldingGeschäftsführerin Sigrid Oblak und Vamed Vitality World-Direktor Gerhard Gucher bildeten das Empfangskomitee, das einen Gutschein überreichte, mit dem Michelle ein Jahr lang gratis die Therme Wien besuchen kann. Mit einem derartigen Empfang hatte die Tullnerin nicht gerechnet: „Ich bin sehr aufgeregt und ganz begeistert. Für mich ist die Therme Wien Erholung pur und daher der Gratis-Eintritt für ein Jahr ein besonders wertvolles Geschenk.“ Überhaupt wird die neue Therme Wien vom Publikum gestürmt. Erst vor 16 Monaten – am 27. September 2010 – eröffnet, liegt die Besucherzahl von einer Mio. Gästen weit über den Erwartungen.

© Therme Wien/APA-Fotoservice/Preiss

Der Tanktourismus bringt viele Millionen

Therme Wien Eine Million Thermengäste seit Eröffnung im Herbst 2010: Die Erwartungen wurden weit übertroffen

Feierstunde in der Therme Wien (v.li.n.re.): Edmund Friedl (GF Therme Wien), Michele Zorko (1-millionster Thermengast), Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Sigrid Oblak (GF Wien Holding) und Gerhard Gucher (Marketingdirektor Vamed Vitality World).

angebot der Stadt Wien. Seit der Eröffnung Ende September 2010 haben nun eine Million Menschen die neue Therme Wien besucht. Das ist der Beweis für den großen Zuspruch, den die Therme genießt. Zusätzlich profitiert die Wirtschaft davon, denn die Therme ist Motor für das Wirtschaftswachstum, sichert langfristig Arbeitsplätze und ist damit Teil der Wiener Wachstumsoffensive: Durch das Projekt konnten wir 300 Arbeitsplätze nachhaltig sichern, etwa 100 davon wurden neu geschaffen.“ Auf Schiene gebracht wurde das gesamte Therme Wien-Projekt von der Wien Oberlaa Projektentwicklung GmbH, einer Tochter der Wien Holding. GF Sigrid Oblak: „Die Investition von insgesamt rund 115 Mio. Euro hat sich mehr als gelohnt. Ziel war es, einen Mehrwert für die Menschen zu schaffen. Der Ansturm der Besucher bestätigt, dass dies gelungen ist.“ Nicht nur in der Herbst- und Wintersaison – den klassischen Thermenmonaten – waren die Thermeneintritte rekordverdächtig; auch im Sommer, nach der Eröffnung der weitläufigen Außenanlage Anfang Juli 2011, war die Therme Wien sehr gut besucht.

Therme Wien: Erholung pur Dass die Stadttherme die Herzen der Wiener erobert hat, beweist eine Kundenzufriedenheitsumfrage unter den Gästen, die Ende 2011 durchgeführt wurde. Die Therme Wien konnte vor allem mit den weitläufigen Thermenlandschaften, dem Kinderangebot, dem Erlebnisstein für Kinder und Familien und dem Saunastein punkten. Auch der Liege- und Ruhebereich, die Aquagymnastik, zwei im Thermeneintritt inkludierte Laconien und das Kino sowie das Angebot der Thermenmassage finden großen Zuspruch. Besonders erfreulich fiel das Ergebnis im Liegen-Bereich aus: Im Vergleich zu anderen Thermen in Österreich sind die Therme Wien-Gäste mit dem Platzangebot und der Anzahl der Liegen sehr zufrieden. Für die sehr große Zufriedenheit der Gäste spricht, dass 91% der Gäste die Therme Wien weiterempfehlen würden. Dazu Gerhard Gucher, Direktor der Vamed Vitality World: „Das umfassende Angebot und die klare Positionierung der Therme Wien sind – wie auch bei allen anderen Thermen der Vamed Vitality World – entscheidende Erfolgsfaktoren. Zusätzlich steigen die Ansprüche der Thermenbesucher. Gerade bei der Therme Wien beobachten wir, dass die Gäste das Angebot der verschiedenen Beckentypen, der großzügigen Thermenlandschaften, der vielfältigen Saunalandschaften sowie die moderne Architektur extrem gut aufnehmen.“

Health & Spa Award 2011 Edmund Friedl, GF der Therme Wien, zieht eine erfolgreiche Bilanz: „An Rekordtagen konnten wir

über 5.300 Besucher verzeichnen. Auch in der generell weniger besuchten Thermensaison im Sommer kamen trotz sommerlicher Temperaturen bis zu 3.500 Gäste täglich. Dass wir die magische Grenze von einer Million Gästen in so kurzer Zeit erreicht haben, beweist, dass die Therme Wien und das Gesamtangebot sowie die vielen kleinen und größeren Events, die wir abhängig von den Saisonen anbieten, mit großer Akzeptanz angenommen werden.“ Kritikpunkte, die von den Thermenbesuchern an die Betriebsleitung herangetragen wurden, werden sehr ernst genommen und im Sinne der Gäste konsequent und konstruktiv abgearbeitet. GF Edmund Friedl: „Unsere Gäste haben die Therme sehr gut bewertet. Darauf können wir sehr stolz sein. Trotzdem arbeiten wir weiter daran, unser Angebot und unsere Leistungen zu verbessern.“ Nicht nur die Thermengäste belohnten die Geschäftsführung und alle Mitarbeiter der Therme Wien mit Bestnoten. Bereits im Frühjahr 2011 – kurz nach der Eröffnung – erzielte die Therme Wien beim „European Health & Spa Award 2011“ den 1. Platz in der Kategorie „Beste Therme“ und den 3. Platz in der Kategorie „Beste Kuranstalt“. Im November 2011 sicherte sich die Therme Wien dann noch eine weitere, renommierte europäische Auszeichnung: den „EWA Marke-

Manchmal über 5.000 Gäste Für Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Renate Brauner ist die Therme Wien nicht nur eine Erfolgsgeschichte der Freizeiteinrichtungen der Stadt Wien, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht: „Die Therme Wien ist definitiv ein Highlight im großen Freizeit-

© Cathrine Stukhard/Therme Wien

SHORT

Freitag, 20. Jänner 2012

Auf einer Fläche von über 75.000 m² bietet die Therme Wien nicht nur hochkarätige Architektur und ansprechendes Design, sondern auch zahlreiche Attraktionen.

ting Award 2011“ der European Waterpark Association für das beste Marketing im Jahr 2011. Dieser Preis gilt als „Europäischer BäderOscar“. Dazu GF Friedl: „Diese Auszeichnungen bestätigen die klare Positionierung der Therme Wien, die umfassende Marketingstrategie und die konsequente Umsetzung der Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen, die wir von Beginn an verfolgt haben. Sie gebühren aber vor allem allen Mitarbeitern der Therme Wien, die sich tagtäglich um das Wohlbefinden unserer Gäste bemühen.“

Erfolgsprojekt der Vamed Die Therme Wien ist von Montag bis Samstag von 9 bis 22 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 22 Uhr geöffnet. Zusätzlich zu den bereits vorhandenen kostenlosen Parkplätzen entlang der Kurbadstraße und der Fontanastraße stehen 600 Parkplätze in der hauseigenen Tiefgarage (für Thermengäste um 2 € bis max. 4 €) zur Verfügung. Die Tageseintrittspreise für Erwachsene beginnen bei 15,50 € (Kind 9,50 €) für einen 3-StundenThermeneintritt und liegen bei einer Tageskarte bei 22,70 € (Kind 13,10 €). Am „Kindermontag“ ist der Eintritt für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr in Begleitung eines Erwachsenen frei (ausgenommen an Feiertagen). Für Senioren, Schulklassen und Menschen mit Behinderungen werden Ermäßigungen angeboten. Mit der „Vamed Vitality Clubcard“ stehen den Mitgliedern zahlreiche Vorteile und Zusatzleistungen in allen Resorts der Vamed Vitality World zur Verfügung. Eigentümer der Therme Wien sind die Wien Holding GmbH, die Vamed AG, die Vienna Insurance Group Wiener Städtische Versicherung AG, die Unicredit Bank Austria AG, die Erste Group Bank AG und die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien. www.thermewienmed.at


S TA DT & L A N D

Freitag, 20. Jänner 2012

destinationaustria – 65

SHORT

Niederösterreich Eine Reihe von Festen und Leckerbissen lohnt auch 2012 eine Erkundung des Mostviertels

Das ganze Jahr lockt das Mostviertel mit Festen, Veranstaltungen und Erlebnissen in der Natur. MICHAEL BÄR

Eröffnungsfeier in Kärnten: Sonnenalpe

© FMTG/APA-Fotoservice/Raunig

Auf ins sinnliche Viertel kultureller Verführungen!

Hoteldirektorin Sandra Gneist und ihr Team haben ein Hotel „bekommen“, das die Bedürfnisse von Familien perfekt abdecken kann.

Wieselburg. eine Reihe von genussvollen Festen und kulturellen Leckerbissen lohnt auch 2012 eine Erkundung des Mostviertels, Niederösterreichs Viertel der Verführungen. Wir haben die wichtigsten Veranstaltungen dieses Jahres für Sie ausgewählt.

Nassfeld. Die Falkensteiner Hotels & Residences konnten mit dem Management des neuen Falkensteiner Hotel Sonnenalpe ihre Hotelanzahl auf sieben Häuser in Kärnten ausbauen. Neben einem Wellnessprodukt, dem Viersterne Hotel & Spa Carinzia, können Falkensteiner-Gäste am Nassfeld nun auf 1.500 m Seehöhe auch ihren Familienurlaub verbringen. Die Hoteleigentümer-Familie Michael Pucher zeigte sich glücklich, „dass das Bauvorhaben in einer doch schwierigen wirtschaftlichen Zeit so umgesetzt werden konnte. Für unsere Gäste haben wir viele einzigartige Bereiche, vom Falky-Almland für Kinder, den Baumhaus-Suiten bis hin zum Acquapura Spa, geschaffen. Diese Vergrößerung und Erweiterung war nötig, um hier in der Destination Nassfeld weiter voranzukommen sowie auch in den kommenden Jahren die Gäste des Hauses zufriedenstellen zu können.“ www.falkensteiner.com

Kulinarik, Brauchtum und Kultur - der Veranstaltungskalender des Mostviertels bietet heuer sehr viel Abwechslung.

sich vom 12. Mai bis 12. August 2012 mit Kunst und Kultur auseinanderzusetzen. Die 16-köpfige Jury hat aus 152 Einreichungen 69 Projekte (davon 14 Schulprojekte) ausgewählt, die sich künstlerisch mit den Besonderheiten der Region befassen.

Byzanz auf der Schallaburg „Das goldene Byzanz und der Orient“ lautet der Titel der diesjährigen Ausstellung in der Schallaburg. Sie läuft vom 31. März bis 4. November und hat täglich geöffnet. Den Höhepunkt der alljährlichen Feierlichkeiten zur Birnbaumblüte im Mostfrühling bildet der „Tag des Mostes“ am Sonntag, 29. April. An diesem Tag laden die Dörfer und Städte, Wirtshäuser, Heurigen und

Bauern entlang der 200 km langen Moststraße zur Verkostung der vielen verschiedenen und sortenreinen sowie prämierten Birnen- und Apfelmoste und -säfte ein. Außerdem finden Baumblütenwanderungen und Feste mit Musik und Tanz und einer Oldtimerrallye rund um Amstetten statt. Am letzten Wochenende im April trifft man sich von Herzogenburg bis Traismauer zum traditionellen Weinverkosten in den Weinkellern der Vereinigung Traisentaler Weingärtner – Regio Tragisana. Zum Auftakt der Wandersaison veranstaltet Mostviertel Tourismus gemeinsam mit dem „wellenklaenge“-Festival in Lunz am See auch heuer wieder kulturelle Programmpunkte an ungewöhnlichen Plätzen im Naturpark ÖtscherTormäuer.

Wie bei der „gipfelklaenge“Premiere im Vorjahr reicht das Spektrum von modern interpretierter Volksmusik bis hin zu Jazz und Chansons. Headliner ist heuer das Oberösterreichische Duo Attwenger. Das Barockfestival St. Pölten findet heuer von 9. bis 23. Juni 2012 statt und steht unter dem Motto „Dialog der Welten“.

Wie in den Vorjahren wird St. Pölten wieder zum Mittelpunkt barocker Musik sowie Bearbeitungen von historischen Größen, aber auch zeitgenössischen Künstlern, internationalen wie regionalen Solisten. Alle Informationen zu den verschiedenen Events unter: www.mostviertel.info

Tirol Berg- & Gletscher-Erlebnis, Lebenskraft & Tradition

Alpenregion Bludenz Skikurs mit Erfolgsgarantie

Pitztal mit Markenpositionierung

Familienurlaub im Brandnertal

Wenns. Es hat viel zu bieten, das unscheinbare Tal im Tiroler Oberland. Doch wofür ist es bekannt? Die meist gegebene Antwort darauf: „Da wohnt doch der Benni Raich!“ Richtig, aber auch Benni hat erkannt, wofür es sich zu leben lohnt im Pitztal. Darüber und wofür das Pitztal steht hat sich nahezu ein dreiviertel Jahr lang ein Gremium, bestehend aus Touristikern und Bürgermeistern des Tales, Gedanken gemacht. Als Leiterin des Markenbildungsprozesses fungierte die ehemalige TVB-GF Karin Seiler, die

Bludenz. Selten hat ein Jahr in der Alpenregion Bludenz mit so viel Schnee begonnen wie 2012. Die beiden Familien-Skigebiete Brandnertal und Sonnenkopf/Klostertal bieten Eltern und Kindern zusätzlich zum Schnee-Vergnügen auch in diesem Jahr wieder besondere Erlebnisse: Vom 1. bis 8. April kommt der „Leserabe“ für eine ganze Woche ins Brandnertal. Nach dem Skifahren führt der freundliche, lustige Vogel die Kinder mit viel Fantasie an das Lesen heran. Gemeinsam werden Geschichten erfunden, und am Ostersonntag macht sich der Leserabe mit den Kindern auf die Suche nach den Ostereiern.

seit Beginn des Jahres für die Tirol Werbung als neue Marketingleiterin tätig ist. Die Tradition, ein Begriff, der immer mehr ins falsche Licht gerückt wird, kann nur durch das Wirken der Bevölkerung vermittelt werden. Das Pitztal lebt die authentische Tradition mit ursprünglichem Brauchtum. So lautet auch die Mission: „Wir begeistern unsere Gäste täglich für das Pitztal!“ Diese Botschaft gilt als Leitbild für alle im Tourismus Beschäftigten. www.pitztal.com

Anlage mit Schwierigkeitsgraden von leicht bis mittel liegt in der Nähe eines Lifts – dadurch sind für die Freestyle-Einsteiger täglich viele Fahrten möglich. Für Skizwerge gibt es am Sonnenkopf das „Sagenhafte Eisbärenland“. Dort lernen Kinder ab etwa 3 Jahren spielerisch, was im Schnee alles möglich ist: Rutschen, Rodeln oder Schneemänner bauen. www.alpenregion.at

Neue Marke: die kraftvollen Pitztaler Alpen in ihrer Vielfalt aktiv genießen.

© Alpenregion Bludenz Tourismus

© TVB Pitztal /Christian Forcher

Für Freestyle-Einsteiger Für Boarder und andere Freestyler hat im Brandnertal außerdem der neue Snowpark mit dem Namen „Backyards“ geöffnet. Wer ein „Freestyler“ werden will, aber für gekonnte Sprünge noch üben muss, ist im BeginnerFunpark Sonnenkopf im Klostertal richtig. Anfänger und Fortgeschrittene können hier in Ruhe ihre Erfahrungen sammeln. Die nagelneue

Sonnenpark unter den 99 beliebtesten Hotels

Barockmusik in St. Pölten

Skikurs mit Erfolgsgarantie für Kinder ab 5 Jahre in der Skischule Klostertal.

Lutzmannsburg. Hunderttausende Urlauber haben sich entschieden: Das Hotel Sonnenpark wurde mit dem „HolidayCheck Award 2012“ in der Kategorie Badeurlaub ausgezeichnet. „Unsere Bemühungen wurden durch diesen Award bestätigt. Er dient als Ansporn und Motivation, das Niveau beizubehalten“, so Wolfgang Stündl, GF des Hotels Sonnenpark. www.sonnentherme.com

Neue Wanderwege im südlichen Waldviertel © Niederösterreich-Werbung/K.M. Westermann

Stift Herzogenburg begeht sein beachtliches Jubiläum mit der Ausstellung „900 Jahre Stift Herzogenburg – Zeitzeuge der Ewigkeit“, die vom 22. April bis 28. Oktober 2012 zu sehen sein wird. Gezeigt werden die Stiftsgebäude und die wertvollen Kunstsammlungen, die das Stift beherbergt. Die bedeutenden gotischen Tafelbilder und zahlreiche andere Kostbarkeiten werden auf zeitgemäße Weise präsentiert. Die Jubiläumsausstellung ist täglich geöffnet und nur im Rahmen von organisierten Führungen zu besichtigen. Stift Seitenstetten präsentiert anlässlich seines 900-jährigen Bestehens vom 27. April bis 4. November 2012 die Ausstellung „Leben im Vierkanthof – wo Bauern und Mönche beten und arbeiten“. Vermittelt wird das breite Spektrum aller Aktivitäten der Benediktinermönche und deren spirituelles Anliegen. Im Rahmen der bundesländerübergreifenden Ausstellungsreihe und organisierter Führungen kann mit einer gemeinsamen Eintrittskarte auch der Sumerauerhof, ein imposanter Vierkant-Gutshof in St. Florian/OÖ, besucht werden. Unter dem Festivalmotto „… In Fluss – analysieren, bewegen, verändern“ lädt das Viertelfestival NÖ heuer ins Mostviertel ein, um

© Mostviertel Tourismus/weinfranz.at

Kultur- und Genusstermine

Ganzjahres-Wanderangebote sorgen für eine langfristige Gästebindung.

St. Pölten. Bis Jahresende 2013 setzt sich die Donau Niederösterreich GmbH das Ziel, den Nibelungengau durch Wanderwege umfassend zu erschließen und eine Anbindung zum Donau-Steig und WelterbeSteig zu realisieren. Insgesamt 33 Gemeinden in den Bezirken Krems, Zwettl und Melk haben eine ARGE gegründet, um die Entwicklung der Region voranzutreiben. Als Basis der Neupositionierung dient die im Jahr 2008 erstellte Studie zum Thema „Bewegung“. www.noe.gv.at/nlk


66 – businesspromotion

F ER I EN-MES S E W I EN

Freitag, 20. Jänner 2012

Alle Top-Touristiker aus dem Incoming- und Outgoingbereich trafen sich am vergangenen Wochenende am Messegelände Wien zur Ferien-Messe

Das war die Ferien-Messe Wien ’12 Die Ferien-Messe Wien von 12. bis 15. Januar 2012 auf dem Gelände der Reed Messe Wien als Branchenevent zum Jahresauftakt.

Ursula David, Ulrike Soukop (Costa Kreuzfahrten)

Thomas Böhm, Ingrid Sojak (MSC Kreuzfahrten)

Helmut Kutzner, Klaus Holzmann (Star Clippers)

Gerhard Begher, Robert Uhl (DERTOUR Austria)

Reinhard B. Pelikan, Nicole Glöckl, Felix Eichhorn (AIDA Cruises)

Linda Huber, Gert-Jan Russchen, Heike C. Maul (Aldiana)

Kathrin Reithofer (TVB Bad Waltersdorf) Manuela Weissenberger (Heiltherme Bad Waltersdorf)

Marion Griessler (DDSG Blue Danube Schiffahrt), Astrid Schaffer (Central Danube – Twin City Liner)

Béatrice Chicanaux, Dir. Mohamed Boujdaria, Yasmin Planicka (FVA Tunesien)

Wien. Das Messejahr 2012 startete mit der Ferien-Messe Wien in Kombination mit der Genussmesse „Cook & Look“ vom 12. bis 15. Jänner zusammen mit der Vienna Autoshow auf dem Wiener Messegelände. Beide Messen konnten mit einem Ticket besucht werden. Insgesamt präsentierten sich bei der Ferien-Messe an den 4 Messetagen über 800 Aussteller aus über 70 Ländern den rund 150.000 interessierten Besuchern. Die Ferien-Messe Wien bietet das repräsentativste Angebot von Urlaub in Österreich bis zu internationalen Destinationen, sowie die volle Bandbreite von Thermenurlaub bis hin zu Exklusiv- und Individualreisen.

Toller Start ins Messejahr

Sieglinde Raser, Elisabeth Maierhofer (Thermenhof Paierl)

Für den Geschäftsführer von Reed Exhibitions Messe Wien DI Matthias Limbeck „ein sensationeller Auftakt zu einer starken Messesaison 2012.“ Man musste kein großer Prophet sein, um nach dem Publikumsansturm des ersten Tages auf einen sehr erfolgreichen Verlauf der Ferien-Messe Wien und der Vienna Autoshow zu tippen. Die Kombination der beiden Publikumsmessen gilt seit Jahren als wahrer Publikumsmagnet. Am Nachmittag des vierten und letzten Messetages stand fest, dass die Erwartungen von Veranstalter, Kooperationspartnern und Ausstellern vollauf erfüllt wurden.

Slowenien als Partnerland Jan Ciglenecki, als Direktor des slowenischen Tourismusamtes in Wien der Verantwortliche des diesjährigen Partnerlandes Slowenien, zeigte sich mehr als zufrieden: „Es war eine Punktlandung! Die Ferien-Messe Wien 2012 war eine ganz positive Botschaft und Ansage für dieses Jahr. Mit der diesjährigen Europäischen Kulturhauptstadt Maribor war 2012 der optimale Zeitpunkt, Partnerland der Ferien-Messe Wien zu sein.“

Monika Aufhammer, Christian Rechberger (TVB Kaiserwinkl)

Die nächsten Termine: Die Ferien-Messe Linz findet von 27. bis 29. Januar im Design Center Linz statt, die Salzburger Ferien-Messe findet auch 2012 wieder zum neuen Termin Ende November (23. - 25.11.) im Messezentrum Salzburg statt.

Alexander Hegedüs (TVB Bad Tatzmannsdorf), Nina Gruber (AVITA Resort Bad Tatzmannsdorf), Bernhard J. Kager (Gesundheitsressort Bad Tatzmannsdorf)

Erwin Huber, Anita Fischer (ETI Express Travel International)

Rohan Abeywickrema, Petra Koehsl, Nawodh Hennayake (Sri Lanka Tourism)

© Peter Müller (20)

PROMOTION

Nora Dolanska (Prag Tourismus), Michala Siveková Cecilia Liswardi, Rahmawati Wulandari (Indonesia (Tschechische Zentrale für Tourismus) Tourism)

„Die Ferien-Messe Wien gilt mit Fug und Recht als mit Abstand bedeutendste und größte publikumsoffene Touristikmesse Österreichs“, unterstreicht Matthias Limbeck.

Sejlia Ljubuskic, Dieter Buschek (L’TUR Tourismus)

Funny, Ulrike Feiertag (H2O Hotel-Therme-Resort)

Zsuzsanna Toth, Balázs Kovács (Ungar. Tourismusamt) Silvia Moser, Gürkan Taskiran (FTI Touristik)


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, 20. JÄNNER 2012 – 67

KICK-OFF

Der „Staatspreis Knewledge 2012“ geht in die nächste Runde Seite 69

© Lidl/Kolarik/Repolusk

KICK-START

Lehrlingscoaches sollen Drop-out-Quote bei der Berufsausbildung mindern Seite 71

AUFSTEIGERIN RIN ULRIKE KE ANDRES, TAL © Miriam Raneburger

„Ich hatte das Glück, immer gefördert worden zu sein“ Teamplayer hybris-Chef Gerald Lanzerits schwört auf lebenslanges Lernen und das Aufbauen des eigenen Nachfolgers. Seite 68 Alterspyramide Der Anteil älterer Arbeitnehmer nimmt zu – wenngleich nicht rasch genug. Seite 69

© Stoareich/Schewig

© Plumbe/pixelio.de

careernetwork

GASTKOMMENTAR

Autor, Referent und Univ. Lektor Manfred Greisinger zum Thema: Führungskraft und die unverwechselbare Ich-Marke. Seite 70

© hybris software

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C A R EER P OR TR A I T

68 – careernetwork

Freitag, 20. Jänner 2012

PE DA L R I T TE R In jungen Jahren ist Gerald Lanzerits Radrennfahrer gewesen und hat unter anderem den Ötztaler Radmarathon absolviert. Heute absolviert er zwar keine Radmarathons mehr, jedoch fasziniert ihn die mechanische Komponente und so hat er sein altes Rennrad durch Renovierung in quasi fabriksneuen Zustand gebracht.

© hybris software/Keinrath

„Man muss sich ständig neu erfinden“ Warum er sich in der Zukunft im humanitären Bereich sieht, man seinen Nachfolger selbst aufbauen muss und lebenslanges Lernen keine Floskel ist, verrät hybris ÖsterreichChef Gerald Lanzerits.

10 Fragen A N GER A L D LA NZER I TS

Als Kind wollte ich immer … Manager werden. Mein Lebensmotto ist … Anderen nicht weh zu tun. Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … meine beiden Söhne. Darüber kann ich lachen … wenn mir selbst Fehler passieren. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „Was jetzt?“ von Hugo Portisch. In 20 Jahren werde ich … hoffentlich eine bessere Balance zwischen Geben und Erleben haben. Davor habe ich Angst … Krankheit. Das ist meine größte Stärke … Ausdauer. Das ist meine größte Schwäche … Ungeduld. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … Barack Obama. Er hat ein starkes Statement gesetzt und sich gegen massiven Widerstand durchgesetzt.

Wien. „Umgib dich mit gescheiten Menschen, dann wirst du auch selbst gescheiter“ – diese Philosophie verfolgt Gerald Lanzerits bei der Wahl seiner Mitarbeiter seit geraumer Zeit. „Wenn man aufsteigen will, muss man jemanden aufbauen, der einem in der aktuellen Position folgen kann. Erst dann kann man sich auch selbst entwickeln“, konkretisiert der Regional Manager Austria & CEE des auf Vertriebssoftware spezialisierten multinationalen Unternehmens hybris gegenüber medianet. Und dieses Konzept scheint in Lanzerits Fall von Erfolg gekrönt zu sein: Bereits kurz nach dem Betriebswirtschaftsstudium übernimmt er bei Hewlett-Packard die Leitung eines Großkundensegmentes; bei seiner nächsten Station, Oracle, koordiniert er sowohl die nationalen als auch die internationalen Vertriebsaktivitäten; und im Anschluss erhält er das Angebot, das Softwareunternehmen BroadVision nach Österreich zu bringen – ein Angebot, das er nicht ausschlagen konnte: „Ich hatte plötzlich mit 38 die Riesenchance, ein Software-

unternehmen von Null weg in Österreich aufzubauen, eine großartige Herausforderung. Ich musste mir den richtigen Bürostandort suchen, Mitarbeiter einstellen, Partner akquirieren.“ Die Ressourcen in der Branche seien „quasi unendlich“ und die Aufbruchsstimmung absolut mitreißend gewesen. „Eine irrsinnig lässige und intensive Zeit, die ich nicht missen möchte.“ Auch die nächsten Sprossen auf der Karriereleiter – als Regional Director bei salesforce.com und als Mitglied des lokalen Großkunden Managementteams bei Microsoft – seien nicht minder interessant und lehrreich gewesen: „Ich habe das Glück gehabt, dass ich bei fast allen Stationen meiner beruflichen Karriere sehr gefördert worden bin und immer etwas dazulernern konnte.“

Briefe werden aufgegeben Dass dieser Dazulernprozess nicht immer leicht gewesen sei, verstehe sich von selbst: „Ich erinnere mich noch sehr gut: Einmal bin ich vor dem Problem gestanden, dass es eine Zielvorgabe von 120 Mio.

Schilling zu erfüllen galt, ich aber gerade einmal 15.000 Schilling Umsatz auf der Habenseite hatte und mein Chef schon unruhig wurde“, so Lanzerits. „Der nächste Kunde, den ich ansprechen sollte, musste mich rausreißen. Durch Zufall sind wir aber über gemeinsame Interessen auf einen grünen Zweig gekommen und daraus ist innerhalb von vier Monaten das größte Projekt der Firmengeschichte entstanden. Es ist sehr viel Glück dabei gewesen. Was ich daraus aber gelernt habe, ist, dass man nur einen Brief aufgibt.“ Generell sei Aufgeben ein Vokabel, das er nicht wirklich in Betracht zieht. So habe er zwar die Mittelschule abgebrochen – über den Umweg der Abendmatura und des berufsbegleitenden Studiums diese Scharte aber erfolgreich ausgemerzt: „Ich habe damals zwar nicht viel Zeit für mich gehabt. Am Ende hat mich das Ganze aber wieder in die richtige Richtung gebracht und eine großartige Basis für mein späteres Leben gelegt.“ In die IT sei er durch Zufall gerutscht: „In den 80er-Jahren hat es nur

Großrechner gegeben. Man ist mit weißen Mänteln in den verschlossenen Raum gegangenen und hat sich dem Ganzen sehr wissenschaftlich genähert“, schildert er seine ehemalige Skepsis der Materie gegenüber. „Freunde haben mir aber empfohlen, eine Karriere in dieser Branche einzuschlagen. Und ich bereue nicht, auf sie gehört zu haben. Es gibt nur wenige Disziplinen, die sich so rasant entwickelt haben und die so viele spannende Herausforderungen bieten. Man muss sich ständig weiterentwickeln und immer wieder neu erfinden.“ Quasi neu erfinden würde sich Lanzerits, wenn er nicht bei hybris seinen Lebensunterhalt verdienen würde: „Ich kann zwar nicht mehr Arzt werden, wie ich in Jugendjahren vielleicht wollte: Ich würde mich aber gern im humanitären Bereich betätigen und hier mein Know-how einbringen. Das wird sicher noch kommen, und dann kann ich auch endlich einen Teil von dem an die Gesellschaft zurückgeben, was ich von ihr erhalten habe“, so Lanzerits abschließend. (jawe)

1 9 6 2–1 9 88

1 9 8 9 –2 0 0 3

2 00 4– HEUTE

1962 in Linz geboren, holt Gerald Lanzerits seine Matura an der Abendschule nach, bevor er in Linz berufsbegleitend das Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Fokus auf Informatik absolviert.

Nach seinem Studium startet Lanzerits seine Laufbahn in der Softwareentwicklung bei der Chemie Linz AG, bevor er 1991 zur Hewlett-Packard GmbH Austria wechselt. Im Anschluss übernimmt er die Vertriebsleitung Banken und Versicherungen bei der Oracle GmbH. 2000 gründet Lanzerits die österreichische Niederlassung von BroadVision und avanciert rasch zum Vice President CEE.

Nach seiner Tätigkeit bei salesforce.com als Regional Director D-A-CH und CEE wird er Mitglied des lokalen GroßkundenManagementteams bei Microsoft Österreich. 2008 wechselt Lanzerits als Regional Manager Austria & CEE zu hybris.


P ER S ONA L MA NA GE ME NT

Freitag, 20. Jänner 2012

careernetwork – 69

Ältere Erwerbstätige Die Erwerbsquote der 60- bis 64-Jährigen ist zwischen 2000 und 2010 deutlich gestiegen

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Eine Frage der Strukturen Österreich konnte sich zwar deutlich steigern, liegt in der EU aber lediglich auf Rang 17. Brüssel/Salzburg/Wien. Die Berufstätigkeit älterer Menschen nimmt weiter zu: Zwischen den Jahren 2000 und 2010 stieg die Erwerbsquote der 60- bis 64-Jährigen im Durchschnitt der 27 EU-Staaten von 23,0 auf 30,5% an, wie die vergangene Woche von der EU-Kommission präsentierten Zahlen von Eurostat verdeutlichen. Österreich verzeichnete im selben Zeitraum ein noch deutlicheres Wachstum – wenngleich von einem deutlich niedrigeren Niveau ausgehend: Die Erwerbsquote in der untersuchten Altersgruppe verdoppelte sich in Österreich fast – von 12,1 auf 22,3%. Österreich ist damit vom 21. Platz 2000 auf den 17. Rang 2010 vorgerückt.

werden wollen, will auch Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, sanktionieren, wie er in einer Aussendung bekräftigt: „Zwangspensionierende und hinausmobbende Unternehmer müssen an den Kosten ihrer Vorgangsweise beteiligt werden! Wer ältere Arbeitnehmer kündigt, wer nicht in der Lage ist, zu verstehen, dass das Arbeitskräftepotenzial ohne Ältere schon bald nicht ausreicht, der muss halt zahlen! Und zwar in spürbarer Höhe, sonst hilft‘s ja wieder nicht.“

Sozialer, als dem Chef gefällt Was sagt die Facebook-Timeline? Zumindest so viel: Dass ein großer Teil meiner Kontakte gerade gleichzeitig in der Arbeit und auf Facebook präsent ist. Irgendwie müssen sie also einen Kompromiss zwischen (privater) Social-Web-Nutzung und Job gefunden haben. Glaubt man einer Studie der Kreativagentur youCom, verbringt der deutsche Durchschnitts-Arbeitnehmer rund zweieinhalb Stunden pro Woche auf Facebook. Hochgerechnet auf Gesamtzahl der Erwerbstätigen und Durchschnittslohn, verliert die deutsche Wirtschaft jährlich demnach knapp 27 Milliarden Euro. Nun kann man durchaus annehmen, dass die österreichischen Arbeitnehmer nicht weniger aktiv sind, was die private FacebookNutzung im Job betrifft. Was können Unternehmen aber dagegen tun? Verbieten, Seiten sperren, Mitarbeiter kontrollieren? In Zeiten, in denen jeder Teenager ein Smartphone in der Tasche hat, wohl eher sinnlos. Das dürfte auch der Großteil der heimischen Führungskräfte verstanden haben, wie eine karriere.at-Onlineumfrage aus dem Vorjahr aufzeigt: Jeder zweite Befragte gab an, den Mitarbeitern Facebook & Co. während der Arbeitszeit zu erlauben, solange diese ihr Arbeitspensum schaffen. Dass bei verfacebookten Milliardenbeträgen bei der U nt er ne hm ersc ha f t die Alarmglocken schrillen, ist klar. Auf der Strecke bleibt allerdings die Frage, ob die sozial netzwerkenden Arbeitnehmer vor ihrer FacebookZeit produktiver waren, oder sich damals einfach anders ablenken ließen. Der Effekt ist derselbe. Die Kosten auch.

Viele Lösungen nötig Sozialminister Rudolf Hundsdorfer betont wiederum, dass man bei der Diskussion über das Anheben des tatsächlichen Pensionsantrittsalters nur mit vielen branchenspezifischen Lösungen zum Ziel kommen wird. So sei ein 62-jähriger Bauarbeiter nicht mit einem gleichaltrigen Bediensteten, der am PC arbeitet, vergleichbar, so Hundsdorfer. Der Minister wies auch darauf hin, dass in Skandinavien deshalb noch so viele über 60-Jährige im Erwerbsleben stehen, weil es dort eine ganze Fülle an unterschiedlichen Modellen gebe. In Betriebsvereinbarungen könnten aber auch heimische Unternehmen schon jetzt ohne Gesetzesänderungen viele Modelle anbieten, etwa dass ältere Mitarbeiter noch 70% der Arbeitszeit leisten, dafür 80% des Einkommens erhalten, aber zu 100 % sozialversichert seien. (red/APA)

Im EU-Vergleich hinkt Österreich beim Anteil älterer Erwerbstätiger deutlich hinterher. An der Spitze das gewohnte Bild: Schweden vor Großbritannien und Deutschland.

Musterschüler Schweden Schlusslicht ist nunmehr Ungarn, wo diese Quote von 7,6 auf 13,0% gestiegen ist. Die höchste Erwerbsquote bei den 60- bis 64-Jährigen weist innerhalb der Europäischen Union Schweden auf – dort stieg der Anteil der Arbeitnehmer in der untersuchten Altersgruppe von 46,0 auf 61,0%. Bei der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen gab es ebenfalls eine deutliche Zunahme der Beschäftigungsquote. Diese stieg im EU-Durchschnitt von 50,3 im Zehnjahresvergleich auf 60,9%. In Österreich war der Anstieg noch deutlicher – von 42,4 auf 61,0%. Die rote Laterne in dieser Altersgruppe hat Polen mit nur 45,8%,

am besten liegt wie im anderen Ranking Schweden mit 80,7%. Auch wenn der Trend für die älteren Arbeitnehmer eindeutig positiv ist, kann man in Österreich mit dem Ergebnis der Erhebung – 17. im EU-Vergleich – nicht zufrieden sein. Vor allem Antworten auf die Frage, wie man älteren Arbeitnehmern künftig unter die Arme greifen könnte, werden derzeit von den heimischen Politikern nur vage beantwortet. Die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller könnte sich etwa

ein Kündigungsverbot ab einem Alter von 55 Jahren vorstellen, wie sie bei einem Pressegespräch in Salzburg ankündigte. Natürlich müssten etwaige Sanktionen bei Missachtung des Verbots aber mit Anreizen zur Förderung des Einhaltens gekoppelt werden, so Burgstaller.

Kündigungsverbot Unternehmen, die ältere Arbeitnehmer nur als Kostenfaktor sehen und möglichst rasch los-

Knewledge 2012 Auszeichnung für Personalentwicklungsmaßnahmen, die lebensbegleitendes Lernen unterstützen

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Johannes Dotter

Isabella Kochmann

Seit 1. Jänner ist Isabella Kochmann die neue ÖBV Landesdirektorin im Burgenland. Seit 2004 im Unternehmen, war sie zuletzt stellvertretende Geschäftsführerin und Prokuristin der ÖBV-Tochter Finanzierungsges.m.b.H.

Ulrike Andres TAL

© Miriam Raneburger

Johannes Dotter (50) wurde zum Geschäftsführer der weltweit tätigen Alpine Holding bestellt. Bis zum Vorjahr war der Absolvent der TU Wien und Vater zweier Kinder Vorstandsmitglied der Porr AG.

ÖBV © Österr. Beamtenvers.

Alpine

© Alpine

job

dere Leistungen in diesem Bereich vor den Vorhang holen und andere Unternehmen zur Nachahmung anspornen“, so Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Für Knewledge – kurz für „knowledge“ und „new“ – können alle Personalentwicklungs- bzw. Organisationsentwicklungsaktivitäten sowie gezielte Trainings eingereicht werden. Der Staatspreis wird in drei Kategorien analog zur Unternehmensgröße vergeben. Der Sonderpreis „Employer Branding“ zeichnet Unternehmen aus, die sich als glaubwürdige und attraktive Arbeitgeber positionieren konnten. Die Einreichfrist läuft noch bis 2. März 2012, die Verleihung ist für den Mai des Jahres angesetzt. Weitere Infos: www.knewledge.at

PROMOTION

Bis 2. März können Personalentwicklungs- bzw. Organisationsentwicklungsaktivitäten sowie gezielte Trainings für den „Staatspreis Knewledge“ eingereicht werden.

Wien. Der vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) ausgeschriebene „Staatspreis Knewledge“ geht 2012 in eine Neuauflage: Wie das Ministerium in einer Aussendung mitteilte, werden wieder Personalentwicklungsmaßnahmen gesucht, die im weitesten Sinne lebensbegleitendes Lernen im beruflichen Kontext unterstützen. „Lebenslanges Lernen ist in der heutigen Wissensgesellschaft ein essenzieller Wettbewerbsfaktor. Die gezielte Unterstützung von ‚Lernsituationen‘ in Unternehmensprozessen ist daher eine der erfolgversprechendsten Maßnahmen, um eine nachhaltig höhere Produktivität zu erzielen. Mit diesem Staatspreis wollen wir beson-

Ulrike Andres fungiert seit Anfang Jänner als neue General Managerin der TAL-Gruppe. Die Wienerin folgt auf Sanders Schier, der die Geschäfte der Transalpinen Ölleitung seit 2001 leitete und in den Ruhestand tritt.

Horst Pirker Saubermacher

© Erwin Scheriau

© Plumbe/pixelio.de

Kick-off zum Staatspreis „Knewledge 2012“

Horst Pirker verstärkt ab 1. Februar 2012 als Vorsitzender des Vorstandes das auf Entsorgung und Verwertung spezialisierte Unternehmen Saubermacher. Zuletzt war der frühere Vorstandschef der Mediengruppe Styria bei Red Bull Media tätig.


JOBWATC H

70 – careernetwork

Freitag, 20. Jänner 2012

Gastkommentar Autor, Referent, Trainer und Univ.Lektor Manfred Greisinger zum Thema „Führungskraft und die unverwechselbare Ich-Marke“

„Nur Nullen haben keine Kanten“

© Stoareich/Schewig

Manfred Greisinger: „Wer erfolgreich sein will, braucht Feuer.“

„Ich-Marke“-Pionier Manfred Greisinger hat mit „Führungskraft – mit Eros zur unverwechselbaren Ich-Marke“ sein mittlerweile 20. Buch auf den Markt gebracht.

Wien. Matthias Hartmann hat in einem Kurier-Interview als „Kernsatz“ seiner Arbeit bezeichnet: „Stell dir vor, man gäbe dir das Burgtheater, und du könntest machen, was du willst…“ Die feine Ironie besteht darin: Hartmann ist Chef des Burgtheaters… Und er kann machen, was er will. Er sagt sich den Satz also wie ein Mantra vor – als Credo und Mahnung, sich des eigenen Handlungsspielraums stets klar zu sein. Stell dir vor, es ist dein Leben, deine Karriere – und du könntest damit machen, was du willst… Aber nein, so einfach ist das nicht;

kompetenz als Karriere-Motor immer wichtiger; nur Nullen haben keine Ecken und Kanten!

man muss doch erst diese und jene Weiterbildung absolvieren, in den Club der Biz-Ladies und Lions eintreten; und dann noch … Und irgendwann ist das pflichttreue Dasein, das der Fremdbestimmung unterworfen wurde, vorbei; es war voll, aber nie erfüllt.

Das Feuer als Quelle Die „Ich-Marke“ ist in aller Munde, denn Individualität, Selbstvertrauen und Enthusiasmus sind gefragter denn je. Wer erfolgreich sein will, braucht Feuer! „Eros“ führt Sie zu Ihrem Quell der Kreativität, der Lebensfreude. Von hier soll ausströmen, was Sie zu einem markanten Fokus bündeln. Eros schafft das Fundament für Ihre wertorientierte Ich-Marken-Entwicklung; für ein kraftvolles und selbstbestimmtes (Berufs-)Leben.

Innere Führungskraft Wer soll die wesentlichen Markierungen Ihres Seins bestimmen, wenn nicht Sie selbst? Es gilt, die „innere Führungskraft“ zu entwickeln und zu stärken. Der Mensch in seiner Eigenheit, die Persönlichkeit, wird gegenüber reiner Fach-

Manfred Greisinger ist Referent, Trainer sowie „Ich-Marke“-Pionier, Universitätslektor an der Alpen-Adria Uni Klagenfurt und FHWien und Autor von zahlreichen Büchern. www.stoareich.at

bfi Produktmanagement

Neuer Lehrgang Wien. Die bfi Wien Akademie erweitert ihr Angebot und startet den neuen Lehrgang Produkt- und Innovationsmanagement: „Die Angebote der Akademie bilden die wichtigsten Querschnittsmaterien in einem Unternehmen ab. Dazu zählt eben auch das Produktmanagement“, erklärt Valerie Höllinger, kaufm. Geschäftsführerin des bfi Wien. „Neue Produkte sind der Motor, der ein Unternehmen vorwärtsbringt und für Wachstum sorgt. Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen braucht es starke Innovationen und gut durchdachte Marketingprogramme, um am Markt erfolgreich zu sein“, betont Lehrgangsleiterin Ursula HaasKotzegger die Bedeutung des berufsbegleitenden Kurses. Weitere Infos: www.bfi-wienakademie.at

Social Recruiting

FH OÖ Karrieremesse

Erschließen Sie sich auf Facebook den größten Talente-Pool der Welt

Letzte Chance Steyr. Am 9. März positioniert sich die Steyrer Fakultät für Management der FH OÖ wieder als Jobplattform für Studierende und Absolventen: Unternehmen wie Bene, BMW, Bosch, Hofer, KTM, Rewe, Siemens VAI oder voestalpine Stahl präsentieren sich den FH-Absolventen mit Jobangeboten und Ideen für Praktika, Diplomarbeiten oder Projekte. Interessierte Firmen können sich noch bis 31. Jänner anmelden. Infos unter: events@fh-steyr.at

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© FH OÖ

von

Am 9. März können die Studenten wieder Kontakte zur Wirtschaft knüpfen.


THE MA : L EHR LI NGS O F F ENS I VE

Freitag, 20. Jänner 2012

careernetwork – 71

LehrlingsfĂśrderung Begleitung von Jugendlichen soll Drop-out-Quote bei der Berufsausbildung vermindern

SHORT

Coaching in der Lehrzeit

Rewe International sucht 800 Lehrlinge Wiener Neudorf. 1.700 Mitarbeiter und FĂźhrungskräfte von morgen bildet derzeit die Rewe-Gruppe in Ă–sterreich aus. Ab Herbst werden 800 neue Lehrlinge in 16 verschiedenen Lehrberufen aufgenommen. „Auf unsere jĂźngsten Mitarbeiter warten attraktive Aufstiegschancen: Zahlreiche Lehrlinge Ăźbernehmen bereits nach Abschluss ihrer Lehrzeit FĂźhrungsaufgaben“, erklärt Frank Hensel, Rewe-Vorstandsvorsitzender.

Österreich rangiert bei der Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit im europäischen Spitzenfeld. Wien/Salzburg. Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Österreich rßckläufig: 2011 waren 3,1% weniger Jugendliche ohne Beschäftigung als im Jahr 2010. Auch die Anzahl der offenen Lehrstellen ist gestiegen, gleichzeitig ist die Zahl der Lehrstellensuchenden gesunken. Obwohl Österreich mit diesen Zahlen im EU-Vergleich weit oben liegt, gibt es auch 2012 bei der heimischen Lehrlingsausbildung viel zu tun.

bereits das Angebot. 2012 sind dafĂźr vom Unterrichtsministerium wieder 12,4 Mio. â‚Ź budgetiert.

Mobilität im Tourismus

Karriere mit Lehre: Verschiedene MaĂ&#x;nahmen unterstĂźtzen LehrlingsfĂśrderung.

lichen bessere Karrierechancen zu ermĂśglichen“, unterstreicht Hundstorfer. Ein weiterer Eckpunkt des FĂśrderungsprogramms betrifft verstärkt Fachkräfte mit Migrationshintergrund. Denn ab sofort sind auch facheinschlägige Vorkenntnisse, die ohne formale Lehrausbildung erworben wurden, fĂźr die Lehre anrechenbar. Dazu gehĂśren auch im Ausland erworbene Qualifikationen. Damit soll das Nach-

holen eines formalen Bildungsabschlusses erleichtert werden, so Hundstorfer.

Betriebe ziehen mit Lehre mit Matura Weitere, bereits laufende Projekte zur LehrlingsfĂśrderung werden 2012 ebenfalls weitergefĂźhrt, wie etwa „Lehre mit Matura“. 10.000 Jugendliche bereiten sich derzeit auf ihre Lehrlingsmatura vor, rund 300 Absolventen nutzten

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Zusätzlich zu politischen MaĂ&#x;nahmen versuchen die ausbildenden Betriebe selbst, ihre Mitarbeiter von morgen anzuwerben. Die Diskonterkette Lidl lädt etwa am 21. Jänner in ganz Ă–sterreich zum Lehrlingsinfotag, 40 Lehrstellen hat das Unternehmen zu vergeben. (lw)

Lehrlings-Castings in ganz Ă–sterreich

Š Hervis

Um AusbildungsabbrĂźche zu vermindern und die Treffsicherheit bei der Berufswahl zu steigern, haben Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Sozialminister Rudolf Hundstorfer neue MaĂ&#x;nahmen zur LehrlingsfĂśrderung verabschiedet. Lehrlingscoaches sollen Jugendliche während ihrer Lehrzeit unterstĂźtzen und im Bedarfsfall zwischen Betrieb, Lehrstelle, Eltern und Lehrling vermitteln. Um die richtige Berufswahl zu treffen, stehen SchĂźlern der 8. und 9. Schulstufe auch Jugendcoaches zur VerfĂźgung. „Der demografische Wandel und der steigende Fachkräftebedarf der Betriebe machen es umso wichtiger, die Treffsicherheit bei der Lehrberufswahl zu erhĂśhen“, erklärt Mitterlehner. „Ziel der Lehrlingscoaching-Offensive ist es, die Drop-out-Quote in der Ausbildung zu verringern, und den Jugend-

Š Lidl Austria/Kolarik/Repolusk

Hilfe durch die Lehrzeit

Vorschläge fĂźr die Lehrlingsausbildung in der Tourismusbranche kommen von der Bundessparte Tourismus der Wirtschaftskammer. Obmann Hans Schenner fordert einen Mobilitätsbonus fĂźr Lehrlinge, die ihre Ausbildung in einem anderem Bundesland absolvieren. So gäbe es in der Tourismusbranche derzeit nur 75 offene Stellen in Wien, dafĂźr 500 in Salzburg. Mit einem Mobilitätsbonus kĂśnne man dieses Ungleichgewicht ausgleichen. Konkret solle das AMS dafĂźr 100 â‚Ź pro Monat zahlen. Die Gewerkschaft kontert: „Solange der Tourismus keine konkurrenzfähigen LĂśhne zahlt und die Arbeitsbedingungen nicht zu den besten zählen, wird ein Mobilitätsbonus nicht die Personalprobleme in der Tourismusbranche lĂśsen“, so Vida-Vorsitzender Rudolf Kaske.

Staatsmeister bei Lehrlingsbewerb: Daniel Schmid und Chiara Vogt.

Wals. Die Sportmarktkette Hervis lädt zu Lehrlingscastings in ganz Österreich und bietet 80 Jugendlichen eine Karriere im Sportfachhandel. Details: www. hervis.at/lehre. Wie erfolgreich eine Hervis-Lehre sein kann, zeigten etwa Chiara Vogt und Daniel Schmid beim WKO-Lehrlingsbewerb: Sie holten sich Vize- und Staatsmeistertitel.


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