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Coface analysiert das Risikopotenzial für 14 Branchen und drei Regionen  Seite 28

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Synchron Stage Vienna Aus der denkmalgeschützten Synchronhalle wird eine moderne Aufnahmebühne

Hollywood-Sound aus den Rosenhügelstudios

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Soundtrack à la carte 2015 will Herbert Tucmandl die beste Aufnahmebühne der Welt für hybride Orchesteraufnahmen in Betrieb nehmen. Seine Vienna Symphonic Library ist bereits Marktführer am Filmmusiksektor. Seite 2

inhalt

prime news & market watch > Wirtschaftsprognosen: Wetten, dass ...? 

© EPA/Sven Hoppe

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> Feature: Schreckgespenst „Huffington Post“  4/5 marketing & media > Der Verbund stellt seine Infotainment-Plattform vor 9 > Fonda und MediaCom werben für Lattella  10

business weekend > Internationales Kapital gut für Gewerbe-Immos  42 > Facebook und Co. erobern Spitalswelten  54 > Hersteller knabbern an ­neuen CO2-Grenzwerten  60

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retail > Romantisch Tee trinken und vom Winter träumen  19 > Tag der offenen Tür von GS1, Editel und ECR  20

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C OV E R

Freitag, 18. Oktober 2013

© Chris Haderer

2 – medianet

H erb er t T u cman dl

Synchron Stage Vienna In der Synchronhalle der Rosenhügelstudios soll in Zukunft Filmmusik produziert werden

„Wo sich Virtualität und Realität synchronisieren“

Tucmandls Vienna Symphonic Library ist weltweiter Marktführer, wenn es um Musik aus dem Computer geht. Angekurbelt werden soll das Business mit Hollywood über die bestehende Klientel. Zu der gehören Filmmusik-Granden wie Danny Elfmann (Oscar für die Film­ musik von „Good Will Hunting“) und Alan Silvestri (Oscar-Nominierung für „Forrest Gump“).

Als neue Besitzer wollen Herbert Tucmandl und VSL internationale Komponisten nach Wien holen. Wien. Von Orson Welles „Der dritte Mann“ über Clint Eastwoods „Firefox“ bis zum 007-Gastspiel am Riesenrad hat Wien zwar einen gewissen cineastischen Ruf – hat es mangels einer ernstzunehmenden österreichischen Filmindustrie aber nie zur Filmstadt geschafft. Wenn schon keine Karriere als Cinecittà am Donaukanal in Sicht ist, dann soll Wien zumindest zur Hochburg des Soundtracks werden. Nicht mit St. Marx als Epizentrum, wo es die Digital Natives der New Economy hinzieht, sondern mit der Synchronhalle am Areal der altgedienten Rosenhügelstudios. Der denkmalgeschützte Bau, der im Lauf seiner Geschichte von Leuten wie Herbert von Karajan und Wilhelm Backhaus beschallt wurde, befindet sich seit dem Sommer im Besitz von Herbert Tucmandl und der von ihm gegründeten „Vienna Symphonic Library“ (VSL). Bis zum Jahr 2015 soll eine

moderne Aufnahmebühne aus dem Gebäude werden, die Synchron Stage Vienna. Sie wird das virtuelle Musikportfolio von VSL um eine hochwertige Aufnahmeplattform

„Für die Stadt Wien ist die ‚Synchron Stage Vienna‘ ein Gewinn, weil wir etwas anbieten können, das weltweit einzigartig ist.“ Herbert Tucmandl, vsl

ein „schon länger angedachter Schritt“. In Zukunft sollen echtes und virtuelles Orchester ökonomisch zusammenspielen können – tontechnisch „auf höchstem Niveau und mit einer Qualität, die sonst nirgendwo realisierbar ist“. Das Budget für das Projekt steht noch nicht endgültig fest, weil Tucmandl noch am Evaluieren ist, „es wird aber schon in der Größenordnung von mehreren Millionen Euro liegen“. Tucmandl ist in der Branche kein Unbekannter: Seine Vienna Symphonic Library ist weltweiter Marktführer, wenn es um Musik aus dem Computer geht – virtuelle Orchesterproduktion, um genau zu sein (siehe unten). Weltweit arbeiten etwa 30.000 Komponisten mit VSL-Samples und Software.

Prominente Klientel ergänzen – mit dem Radio Symphonieorchester als prominenter Hausband. Die Symbiose mit einer realen Aufnahmebühne ist für Tucmandl

Angezettelt werden sollen die musikalischen Geschäfte mit Hollywood über die bestehende VSLKlientel. Zu der gehören immerhin

VSL Mit zwei Millionen Samples eine der größten Soundbibliotheken

Der virtuelle Komponist Wien. Was haben Herbie Hancock, Lenny Kravitz, Beyoncé, Céline Dion und Massive Attack außer einer beachtlichen Alben-Backlist gemeinsam? Alle arbeiten mit der „Vienna Symphonic Library“. Die Software aus Wien-Liesing ist eine Mischung aus Soundbibliotheken, in denen Instrumente abgespeichert sind, und einer speziellen Bedienersoftware. Für das Sampling der Instrumente wurden Aufnahmeverfahren entwickelt, mit dem nicht nur einzelne Töne gesampelt wurden, sondern auch die Übergänge zwischen den Tönen. Seit dem Jahr 2000 nimmt VSL-Gründer Herbert Tucmandl bereits Einzeltöne und Tonfolgen aller Orchesterinstrumente auf, von der Solo-Violine bis zum Kontrabass-Ensemble, vom Heckelphon bis zum Bösendorfer Imperial – weshalb die VSL-Bibliothek mittlerweile mehr als zwei Mio. Samples umfasst. Das und viele weitere Details unterscheiden VSL von Heim-Synthesizern à la „GarageBand“ von Apple. Die Pakete der Vienna Symphonic Library beginnen bei knapp über 300 € Anschaffungskosten für eine orchestrale Basisausstattung bis zur All-you-can-eat-Version im „fünfstelligen Euro-Bereich“, sagt Herbert Tucmandl. Letztere gehe vor allem im internationalen Bereich weg.

Die unter Denkmalschutz stehende Synchronhalle der ehemaligen Filmstadt am Rosenhügel: Bis zum Jahr 2015 soll sie modernisiert werden.

© Heinz Zeggl (2)

Chris haderer

Die akustischen Vorzüge des alten Bauwerks sollen erhalten bleiben und durch moderne Aufnahmeverfahren erweitert werden.

Filmmusik-Granden wie Danny Elfmann (Oscar für die Filmmusik von „Good Will Hunting“), Alan Silvestri (Oscar-Nominierung für „Forrest Gump“) oder David Newman (Oscar-Nominierung für „Anastasia“), die „Mockups“ für ihre Soundscores mit der Software aus Liesing erstellen. Oft bleiben Teile dieser mit virtuellen Instrumenten erstellten „Soundvorlagen“ im finalen Soundtrack erhalten und werden mit Orchesteraufnahmen gemischt. Tucmandl weiß „aus eigener Erfahrung, dass die Mischung von künstlichen und echten Orchesteraufnahmen ein messtechnisches Problem ist“ – und zwar eines, das er mit einer eigenen Stage in den Griff bekommen will. Die Bühne am Rosenhügel wird nach ihrer Fertigstellung als digitales Abbild mit allen ihren akus-

tischen Details auch im Computer vorliegen. Werden echte Orchesteraufnahmen eingespielt, kann die ebenfalls von VSL stammende „MIR“-Software-Technologie die realen Aufnahmen von der Synchron Stage Vienna mit den aus dem Computer stammenden Instrumenten nahtlos mischen. „Wenn man das in einem Paket anbieten kann, hat man perfekte Bedingungen, um sogenannte Hybrid-Scores zu produzieren“, sagt Tucmandl. Deshalb hat er auch das Wort „Synchron“ im Namen beibehalten, weil sich in der Halle „Realität und Virtualität synchronisieren“. Auch für den Schauplatz Wien sei die Synchron Stage Vienna ein Gewinn, weil „wir dank unserer Hybridtechnologie etwas weltweit Einzigartiges anbieten“.  www.vsl.co.at


prime news

Freitag, 18. Oktober 2013

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Wirtschaftsprognosen 2013/14 Wirtschaftsforscher hoffen auf ein Ende der Krise; festlegen will man sich nicht

short

Wirtschaft: Wetten, dass …

Global Competitiveness Report: neue Top 50 Genf. Im neuen Global Competitiveness Report (2013/14) des World Economic Forum präsentiert sich das Führungstrio in unveränderter Reihenfolge: Schweiz vor Singapur und Finnland. Österreich liegt unverändert auf Platz 16. Kasachstan schaffte heuer mit Rang 50 erstmals den Sprung in die Top 50 der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften (2012/13: 51). Auf ihre Wettbewerbsfähigkeit überprüft wurden 148 globale Volkswirtschaften. (red)

Die Lage im Euroraum sei immer noch „fragil“, lautete der Befund einer Gemeinschaftsprognose. Auf dieses Ungleichgewicht in Europa weist auch EY hin: Die heimische Wirtschaft werde 2013 um 0,4% wachsen, ehe sie 2014 mit plus 1,5% etwas mehr in Schwung kommen soll, womit Österreich zu den „Spitzenreitern in der Eurozone“ zählt. Nur in Deutschland (+0,6%), Luxemburg (+0,8%), der Slowakei

sabine bretschneider

„Nichts ausgeschlossen“ Gleichzeitig ließen am gestrigen Donnerstag führende europäische Wirtschaftsforschungsinstitute mit einer Warnung vor „einem

„Wir gehen davon

Christian Nowak neuer Leiter AMV/BFI Wien

aus, dass das ­nächste © Contrast Management Consulting

Jahrzehnt sehr ­turbulent wird.“ Martin Unger, Contrast Management Consulting

Strategieberater Martin Unger: Eventuell erst am Beginn der „Aufräumarbeiten“.

Wiederaufflammen der EuroStaatsschuldenkrise“ aufhorchen: Die Lage im Euroraum sei immer noch fragil, lautete der Befund der Gemeinschaftsprognose. Eine Wiederaufleben der Krise „könne nicht ausgeschlossen werden“. Dass Österreich die größte Wirtschafts- und Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg bisher relativ glimpflich überstanden hat, „bedeutet nicht, dass wir das Schlimmste bereits hinter uns haben“, warnte – ebenfalls am Donnerstag – Martin Unger, Partner der Contrast Ma-

.█

Mio 2 , 3 s l a █mehr lte█ █Hausha

nagement Consulting im Gespräch mit der APA. „Es gibt eine Reihe namhafter internationaler Wirtschaftsforscher, die wie wir die Meinung vertreten, dass wir erst am Beginn der Aufräumarbeiten der Krise stehen.“ Das nächste Jahrzehnt werde „sehr turbulent werden“. Zu den größten Herausforderungen zählten die hohe öffentliche und private Verschuldung, eine ungünstige demografische Entwicklung sowie eine seit Jahrzehnten zu beobachtende Deindustrialisierung in vielen Ländern.

(+0,9%) sowie in Malta und Estland (je +1,0%) soll die Wirtschaft in diesem Jahr noch stärker wachsen. „Seit Anfang der 2000er-Jahre waren die wirtschaftlichen Abweichungen zwischen den Länder der Eurozone nicht so groß wie jetzt; leider schaut es so aus, als würde sich das wohl auch nicht so schnell ändern“, sagt Helmut Maukner, Country Managing Partner von EY Österreich. „Die Politik ist gefordert, endlich an einem Strang zu ziehen und die gesamte Eurozone damit wieder zu stabilisieren.“

© Syngroup/Agentur Moodley

Wien. „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen“, soll der dänische Physiker Niels Bohr bei einem Seminar zum Thema Quantenphysik geäußert haben. Und während viele Forscher die Fähigkeit zur Prognose für das Merkmal einer guten Theorie halten, sind Vorhersagen dennoch oft nicht mehr als Wetten auf die Zukunft. Zum Thema: Auch die Wirtschaftsprognosen sind derzeit mit gewissen Unsicherheiten behaftet, weil sie sich seit Ausbruch der Finanzkrise auf Wachstumsraten berufen, die sich weitgehend im Bereich statistischer Unschärferelationen bewegen. „Mit einem BIP-Wachstum von 0,3 Prozent im zweiten Quartal 2013“, schreiben etwa die Experten von EY im aktuellen Eurozone Forecast, ließen „die Wirtschaftsindikatoren zum ersten Mal seit 18 Monaten wieder auf ein langsames, aber moderates Wirtschaftswachstum in der Eurozone hoffen“. Damit, so EY, scheine „das Ende der längsten Rezession in der Eurozone in den letzten 30 Jahren eingeläutet zu sein.“

Nowak: „Nachhaltige Organisationsstrukturen und Abläufe herstellen.“

Wien. Christian Nowak (38) leitet seit Mitte Oktober den Geschäftsbereich AMV (Arbeitsmarkt-Maßnahmen nach Vergabeverfahren) des BFI Wien. Zuletzt war der gebürtige Wiener für die Unternehmensberatung Syngroup im Bereich Prozessoptimierung und Change Management in der Industrie aktiv.  (red)

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feature@medianet.at

Š EPA/Sven Hoppe

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feature@medianet.at

Schreckgespenst E

ine grelle, an die 1990er-Jahre erinnernde AufmacherOptik, Blogger-Beiträge auf dem Niveau von Besinnungsaufsätzen, billige Eigenwerbung bei Boris Becker und Co, dazu PR-Beiträge aus der Referenten-Schubladen von René Obermann und Ursula von der Leyen”. So sieht Peter Turi, Branchenseiten-Betreiber für Medienmacher, die deutsche Ausgabe der Huffington Post (HuffPo), die am 10. Oktober Online ging. Die Qualitäten der HuffPo, meint Turi, müssten offenbar im Verborgenen blühen: „Vermutlich im billigen Einkauf und bei perfekter Google-Optimierung.“ Allein ist er nicht mit seiner Kritik. Um nur ein paar Stimmen zu nennen: Die taz bezeichnet die HuffPo angesichts der Themen-Kategorien Politik, Wirtschaft, Good (Promis und Ratgeber), Entertainment (Promis und Gedöns), Lifestyle (Promis und Mode), Tech und Video als „hässliche Konkurrenz“ für Bild.de und Gala.de. Christian Stocker vom Spiegel Online kritisiert die „Nähe zu den Unionsparteien“, Blogger Christian Jakubetz spricht von „platt und belanglos“ und Rainer Stadler schiebt in seinem „In medias Res“-Blog in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) gar „Huffington-Frust“. Doch was genau will das im deutschsprachigen Bereich neue Medium und warum reagiert das Netz mit so übermäßig viel Spott und Skepsis?

Die Hintergründe The Huffington Post ist eine USamerikanische Onlinezeitung, die 2005 von Arianna Huffington, Kenneth Lerer und Jonah Peretti gegründet wurde und sich als Nachrichten- und Nachrichtenkommentarplattform versteht – gespeist zum Großteil von unbezahlten freiwilligen Autoren. Dabei setzt sie einerseits auf Internetlinks zu verschiedensten Nachrichtenquellen und -kolumnisten, andererseits auf eigene Berichte und Kommentare. Im Mutterland gilt sie als linksliberal, als das einflussreichste Alternativmedium und erhielt für eine Artikelserie über Kriegsveteranen 2012 sogar als erste kommerzielle Online-Zeitung einen Pulitzer-Preis. Da war die Umstrukturierung allerdings auch schon so gut wie abgeschlossen – Huffington engagierte seit 2008 namhafte Journalisten von etablierten Medien und baute eine Redaktion auf, die eigenständigen Journalismus betreibt. Seit 2011 steht hinter der HuffPo der Konzern AOL, der sie für 315 Mio. USD übernahm. Die

Gründerin agiert als Präsidentin und Chefredakteurin der neu gegründeten Huffington Post Media Group. Im selben Jahr folgte dann auch der Startschuss der weltweiten Vermarktung des Konzepts, in der Regel in Kooperation mit nationalen Medienhäusern. Zwischenzeitlich mit an Bord: Kanada, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Japan, die Staaten im nordafrikanischen Maghreb und nun eben D-A-CH. Unter den Partnern finden sich Medien wie Le Monde (F) oder El Pais (Spanien). Die deutsche Version wurde mit der Burda-Tochter Tomorrow Focus gegründet. Als Chefredakteur fungiert Sebastian Matthes – der allerdings noch einige Wochen bei der Wirtschaftswoche als Leiter des Ressorts Technik & Wissen werkt. Als Interims-Chefredakteur agiert derweil Daniel Steil, im Hauptberuf Chefredakteur von Focus Online. Für Peter Turi ob der ohnehin engen Verbindung klar: „Beide Online-Titel sitzen bei der Burda-Tochter Tomorrow Focus, beide fröhnen der Leidenschaft für googleoptimierte Textgestaltung. Und auch Focus Online lädt Promis, Blogger oder PR-Leute ein, ohne Honorar Artikel zu schreiben.“ Ein weiteres prominentes Gesicht übernimmt die Herausgeberrolle: Der ehemalige „Verstehen Sie Spaß?“-Moderator Cherno Jobatey, der sich vorrangig um die politische Berichterstattung kümmern will.

sogar von „einem Schreckgespenst für die Arbeitnehmervertreter in der Medienbranche“ und stellt auch gleich die Frage, die viele Journalisten beschäftigt: „Wenn zahlreiche, frei flottierende Zeitgenossen bereit sind, ihre publizistischen Werke für Gotteslohn der HuffPo anzudienen, wie wollen die Gewerkschaften dann noch Mindestlöhne bei den Medienhäusern durchsetzen? Solche Ziele werden immer weiter in die Ferne rücken. Journalismus wird wirklich zum total freien Beruf.“ Tatsächlich lehnten aus genau diesem Grund offenbar einige hochkarätige Verlage eine Partnerschaft ab: Die Süddeutsche Zeitung, der Spiegel, Gruner + Jahr und Springer. Springer-Chef Mathias Döpfner spricht von einem „Anti-Geschäftsmodell für Journalismus“ und erklärt, die HuffPo widerspreche Springers „Ansichten von den Urheberrechten der Autoren und den Leistungsschutzrechten“.

Und der Inhalt? Einig sind die Experten auch, was die Qualität des Inhalts der deutschen Version der HuffPo betrifft. Demnach dürfte der PulitzerPreis auch mittelfristig wohl eher nicht drin sein. „Eine erste, relativ faire Bewertung fällt nicht leicht“, so Gillen. „Schließlich braucht eine neugestartete Seite auch erst einmal ein wenig Anlaufzeit, bis sie sich füllt“, meint er. Dennoch habe man nach all dem Trommelwirbel doch ein wenig mehr erwartet. Bislang fänden sich allem voran noch zu viele übersetzte und von Focus Online beigesteuerte Inhalte. Die Gastbeiträge von Ursula von der Leyen, René Obermann und Co. seien mittelschwer verunglückte PR-Schwurbelletten und Texte wie „Die neue Sprache ohne Worte“,

Unbezahlte Leistungen? Die Pläne sind nicht unambitioniert: Binnen einer Fünf-JahresFrist will das Medium zu den drei führenden Nachrichtenportalen in Deutschland gehören. Drei Millionen Euro Budget gibt es dafür nur, 15 fest angestellte Redakteure und entsprechend viele unbezahlte Mitarbeiter – allem voran Blogger und Gastautoren, die für die Befüllung der Seite sorgen sollen. „Zeitgeist“ nennt Arianna Huffington das Prinzip der unbezahlten Beiträge, wahlweise auch „Selbstdarstellung ist die neue Unterhaltung“. Herausgeber Jobatey gibt sich bunt, sagt „Medien haben sich verändert, die Medienökonomie hat sich verändert. Der Medien-Regenbogen hat mehr Farben bekommen, die Huffington Post lädt alle ein, kräftig mitzumalen“ und „wir sind die größte Talkshow der Welt, jede Meinung zählt“. Für Blogger Thomas Gillen dagegen ist die HuffPo „Ein Mix aus eigenen, beigesteuerten, geschenkten und übersetzten Inhalten”, mit dem man zum Erfolgsmodell für modernen Journalismus werden wolle. Und Rainer Stadler (NZZ) spricht

Wenn zahlreiche frei flottierende Zeitgenossen bereit sind, ihre publizistischen Werke für Gottes­lohn der HuffPo anzudienen, wie wollen die Gewerkschaften dann noch Mindestlöhne bei den Medienhäusern durchsetzen?“ „Die Smiley-Revolution” oder „Wie gut kennen Sie Ihr iPhone?” inhaltlich kaum wertvoller als das altbekannte Lorem Ipsum: „Was aber das Online-Magazin mit seiner Aufmachergeschichte als großen Wurf präsentiert hat, ist doch in Wahrheit ein großer Witz, bei dem sich selbst Bild-Redakteure zum Fremdschämen in die Kaffeeküche verziehen. ,Regiert endlich!‘ mit einem Foto aus den Vor-Photoshop-Zeiten? Bitte nicht mehr davon.“ Für Turi ist die Liste der Promi-Mitarbeiter ernüchternd: „Neben notorischen Burda-Babes wie Miriam Pielhau und Uschi Glas tauchen Funktionsträger wie Thi-

© obs/The Huffington Post/Sabine Brauer Photos für Tomorrow Focus AG

Alexandra Binder

rai ner stadler Journalist Neue Zürcher Zeitung http://medienblog.blog.nzz.ch

© NZZ

Niveau-Limbo? Am 10. Oktober ist im Internet die ­deutsche Aus­gabe der Internetzeitung „Huffington Post“ (HuffPo) gestartet. Ihr ­Modell mit Gratis-Autoren und ­Google-optimierter Textgestaltung ­gefällt ­bekanntermaßen nicht jedem. Doch ist „Selbstdarstellung“ nicht vielleicht tatsächlich „die neue Unterhaltung“, wie Gründerin Arianna Huffington (Bild li.) das ­dahinter stehende Prinzip erklärt? Ein Rückblick auf die fast ­ausschließlich kritischen Stimmen der ersten acht Tage.

Dt. Führungsteam: Cherno Jobatey (Edit. Director), Arianna Huffington (Präs. Huffington Post Media Group), Sebastian Matthes (Chefred.), Oliver Eckert (Geschäftsführer).

lo Bode, Robert Zollitsch oder Dorothee Bär auf. Als prominente Blogger grüßen Nico Lumma und Sascha Pallenberg.“ Für Stadler macht ein erster Blick auf das Huffington-Menue schnell klar, dass auch diese Köche den Brei mit Wasser anrichten: „Es handelt sich um eine mittlerweile einschlägige Mischung aus härteren und vielen weichen Informationen. Die Breite des Angebotsspektrums ist überblickbar. Bescheiden wird die Leistung dort, wo eine Schlagzeile im Hauptmenue direkt zu einer Dritt-Website führt, auf der die Nachricht geboren wurde. Das ist zwar eine ehrliche Art des Zitierens, aber solches kränkt den publizistischen Ehrgeiz. Ein Journalist will in erster Linie mit Eigenleistungen auffallen.“ Im Übrigen hätte sich die neue Huffington Post-Tochter als Angebot für Deutschland, Österreich und die Schweiz angekündigt. Allerdings lese man vor allem Deutschland, Deutschland, Deutschland: „Ziemlich provinziell“, urteilt Stadler: „Für den anspruchsvolleren Leser besteht die Welt aus mehr als aus Deutschland und ein bisschen USA.“

Anfangsfehler? Tatsächlich ging gleich zu Beginn auch einiges schief. Panne Nummer 1: 20 Minuten zu spät gestartet, war die Seite dennoch längst online, als Arianna Huffington und Jobatey symbolisch den Start-Knopf betätigten. Panne Nr. 2: Gleich darauf wurde per Eilmeldung verkündet, dass der Friedensnobelpreis an Alice Munro gehe – die ist aber die Literaturnobelpreis-Trägerin. Minutenlang fiel die Falschmeldung niemandem auf. Panne Nr. 3: Skurrilitäten inhaltlicher Art auf der gesamten Seite. So fand sich etwa die Info, dass die Unionsspitzen „heimlich an Schwarz-Grün werkeln“, dabei stehen beide Parteien klar zu ihren Sondierungsgesprächen. Und auch die Headline zu einem Interview mit dem CDUPolitiker Armin Laschet mutete einiger Maßen eigenwillig an: „Deutsche müssen ihre Körpersprache ändern“, hieß es da. Das Thema des Gesprächs war die Zuwanderungspolitik ... Wie der künftige Kurs der Huffington Post aussehen wird? „Ein bisschen wirtschaftsliberal, ein bisschen konservativ, ein bisschen Promis, ein bisschen Netzthemen“, mutmaßt die taz. Der meistgelesene Artikel am Starttag bestätigt das nicht unbedingt: ein „Exklusiv“-Interview mit Lothar Matthäus. Headline: „Ich habe sicher keine vier Scheidungen geplant.“


the opinion

6 – medianet

„Eat“ Start-up-Konferenzen, die der Verkupplung von ambitionierten Jungunternehmern mit deren Financiers dienen, sind derzeit eines der Trendthemen am Businesseventsektor. Zuletzt hatten wir uns an dieser Stelle mit einer privaten Schwarzfahrercommunity in Frankreich auseinandergesetzt; diesmal kommt die Idee aus New York: Das Restaurant „Eat“, war zu lesen, gehöre derzeit zu den angesagten Locations im Big Apple. Warum? Weil den Gästen beim Essen ein Schweigegelübde auferlegt wird. Wer tratscht, darf seinen Teller nehmen und vor dem Lokal zu Ende essen. Seitdem das Schweigegebot vor einem Monat in Kraft trat, könne sich Restaurantbesitzer Nicholas Nauman nach eigenen Angaben vor Buchungsanfragen kaum retten. Worin genau der Reiz des Dings liegt, geht aus den Kommentaren dazu nicht eindeutig hervor. Ist es die meditative Atmosphäre in der lauten Großstadt? Ist es die erzieherische Strenge der angedrohten Disziplinarmaßnahmen, die auf mannigfaltige Weise den Gusto der Gäste

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Diverse Aspekte des Essens Essen und dabei zu schweigen, ist an sich nichts ­Besonderes. Auf das Wie kommt es an. Ein GastroSzenetipp und eine kulturelle Empfehlung: „Eat“. sabine bretschneider

anspricht? Ist es die Möglichkeit, jegliche Kommunikation endlich auf deren Essenz zu reduzieren, nämlich Fotos der servierten vier Gänge in Echtzeit auf Facebook zu stellen, ohne durch Smalltalk der Mit-Esser andauernd im Zwie- oder Mehrparteiengespräch mit dem sozialen Freundeskreis belästigt

zu werden? Und: Was passiert, wenn im „Eat“ geschmatzt wird, geschlürft, mit dem Gebiss geklappert?

Freitag, 18. Oktober 2013

film des US-Pop Art-Gurus Andy Warhol, der in einer Länge von 39 Minuten Warhols Kollegen Robert Indiana beim Verspeisen eines Pilzes zeigt, während dessen Katze zusieht (www.youtube. com/watch?v=XoQcGAczNTE). Der Film kommt ebenfalls ohne Worte aus, was jetzt nahelegen könnte, dass der Schweigeschuppen dem Künstler damit eine Referenz erweist … Wer es derzeit nicht auf einen Sprung nach Übersee schafft, um sich die eigenartige gastronomische Innovation einmal selbst zu Gemüte zu führen, sei darauf verwiesen, dass das Kunstforum Wien Warhol eben eine Schau („Warhol – Basquiat“) widmet. Ob die berühmte Campbell‘s-Suppendose – um beim Thema Lukullik zu bleiben – dabei auch eine Rolle spielt, war auf die Schnelle nicht festzustellen.

Experimentell

mail to s.bretschneider @medianet.at

„Eat“ heißt übrigens auch ein Underground-Schwarzweiß-Experimental-

Gastkommentar Potenzial der Tradition in der Markenkommunikation

zitat des ta g es Alfred Polgar, österr. Schriftsteller, Autor der Wiener Moderne

Erfahrung verbessert unsere Einsicht, ohne unsere Absicht zu verändern. www.zitate . at

IMPRESSUM

Retro ist wieder in aller Munde …

Medieninhaber: „medianet“ Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at

Marken sind wichtiger Bestandteil unseres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Handelns. Effektives und effizientes Markenmanagement ist daher entscheidend für Erfolg. Dabei nimmt die Markengeschichte eine zentrale und identitätsstiftende Komponente ein. Die Stärke einer Marke ist wiederum ihre Identität. Und was prägt eine Identität stärker als ihre Geschichte? Sie ist einmalig, individuell und nicht kopierbar, daher bietet sie einen starken Differenzierungsvorteil im Wettbewerb. Geschichte stiftet Vertrauen, Verbundenheit und Glaubwürdigkeit. Menschen reagieren auf die steigende Komplexität und Dynamik von sozialen Strukturen, Informationsflut und zunehmende Technologisierung mit dem Bedürfnis nach Kontinuität, Orientierung, Vertrautem und Sicherheit. Diese Sehnsucht wird durch eine starke Marke erfüllt. Das haben viele erkannt: Daher kommt es derzeit zu einem fast inflationären Gebrauch von ‚Nostalgiewelten‘ – man kann hier von einer deutlichen Retro-Welle sprechen, sie umfasst Alltagsgegenstände, von Kleidung über Archi„Wie sonst ist es zu erklätektur bis zu Literatur und Musik; vor allem in der Produktpolitik setzt sich der Trend durch: Vor dem Hinterren, dass die ‚Bedrohung‘ grund zunehmenden Drucks durch Handelsmarken und ‚Me-toos‘ gewinnt die Markenhistorie als individuelles der Schwedenbomben Differenzierungsmerkmal besondere Relevanz.

in den Sozialen Medien

Abo, Zustellungs- und Adress­änderungswünsche:

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tel. 01/919 20-2100 medianet prime news (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Chef vom Dienst: Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/Medien) Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Daniela Prugger (dp – DW 2228) medianet specials (specials@medianet.at) Redaktionelle Leitung: Britta Biron (bb – 2226) medianet financenet, real:estate & advisory (financenet@medianet.at) Chefredakteur: Gerald Stefan (gst) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Chris Haderer (hc) medianet destination (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) medianet careernetwork (careernet@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm)

Evolution der Tradition

den größten Candy-Storm

„Europa ist natürliche Destination für Anleger, wenn es Vorteile der Transparenz, Liquidität bewahren kann.“

© Foto Wilke

A ndreas Ridder , CB RE Ös terreic h , s. 4 2

„Immer mehr Gesundheitsdienstleister nutzen Social Media wie Facebook, Twitter und Co (...). Doch das Internet ist eben kein rechtsfreier Raum.“ R e c ht sanwältin Katharina Braun , s. 5 4

Christoph Oberhauer, Vertriebs- und Marketingdirektor sowie Sprecher der Geschäftsleitung, Niemetz. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Lektorat: ­ Christoph Strolz Grafik/­Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­ Jonke Anzeigen­produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell­ service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­ center-wien@redmail.at“ Erscheinungs­weise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr) Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr); 229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­ zeitraums bei 6-wöchi­ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­gemeinen Geschäfts­bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 MedienG: http://www.medianet.at/footermenu/ mediadaten-impressum/

© Niemetz/MichaelGruber

© CBRE/Christian Husar

heute im business weekend

Besondere Aufmerksamkeit und Verbundenheit wird Marken zuteil, die der Konsument schon aus seiner im deutschsprachigen Kindheit kennt, denn diese lassen ihn in unbeschwerte Zeiten zurückreisen. In Österreich bildet sich der Raum auslöste?“ Wunsch nach Nostalgie besonders stark am Süßwarenmarkt ab, einige wenige Produkte gehören seit vielen christoph oberhauer, Niemetz Jahrzehnten quasi zur ‚österreichischkulinarischen Identität‘. Neben der Mozartkugel und den Manner-Schnitten sind die Niemetz Schwedenbomben fest im Bewusstsein der österreichischen Naschkatzen verankert und echte Stücke österreichischer Kindheit. Sie erfüllen die Konsumentenbedürfnisse nach dem Geschmack der Kindheit und einer langjährigen Tradition. Die Kunden fühlen sich verbunden, wollen darauf nicht verzichten und engagieren sich sogar mit Leidenschaft für den Fortbestand ‚ihres‘ Produkts. Wie sonst ist es zu erklären, dass die ‚Bedrohung‘ der Schwedenbomben in den Sozialen Medien den größten CandyStorm im deutschsprachigen Raum auslöste? Dieses Beispiel zeigt einmal mehr die Kraft der Markengeschichte. Mit solchen ‚Herzens‘-Produkten gilt es, höchst vorsichtig umzugehen. Die Original Schwedenbomben sind seit ihrer Erfindung 1930 unverändert – sowohl in Rezeptur als auch im Erscheinungsbild. Ihre Zusammensetzung ist – wie auch bei anderen großen Marken üblich – geheim und darf nicht verändert werden. Eine Erneuerung würde auf wenig Verständnis der Konsumenten stoßen. Gleichzeitig müssen sich Traditionsmarken weiterentwickeln, sonst geraten sie in Vergessenheit. Bei der hohen Kunst der Markenführung von Traditionsmarken gilt es also, Historisches zu bewahren und zu pflegen, aber dennoch die Zukunft der Marke im Blick zu haben.

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medianet

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freitag, 18. oktober 2013 – 7

umgestaltet

Diskutiert

Begleitend zur Kampagne launchen Verbund und TBWA\Wien neues Portal  Seite 9

Website-Redesign, neuer Newsletter und Facebook-Betreuung bei Lattella  Seite 10

Unique-Talk zum Thema ­Zukunft Energie  Seite 14

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Infotainment © Fonda

© Verbund/TBWA

marketing & media „So blöd brauchen wir uns auch nicht stellen“

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Christian Lengauer, WeekendVerlagschef, geht den nächsten Schritt in der Expansion des Hauses. So beteiligt man sich nach dem Einstieg bei wohnet. at nun auch beim Onlineportal gutekueche.at. Gründer Martin Hörmann bleibt als Geschäftsführer erhalten. Seite 10

© medianet/Szene1/Christian Mikes

© Weekend Verlag

Alexander Zelmanovics holte gemeinsam mit dem Team der Goldenen Hirschen rund um Stefan Pagitz und Gerhard Martinek den Etat des Versicherers Generali. Die heuer neu gegründete Kreativschmiede agiert künftig als Leadagentur. Seite 10

25 Jahre Standard Gründer Oscar Bronner zieht in medianet Bilanz über das erste Vierteljahrhundert Standard, ­erklärt, warum ihm der Rückzug aus dem Tagesgeschäft nicht schwer gefallen ist, und weshalb trotz gegenteiliger Meinung mancher Boulevardmacher sehr wohl definiert werden kann, was eine Qualitätszeitung ist.  Seite 8 Manfred Enzlmüller spricht mit Laurentius Mayrhofer, beide Initiatoren des Marken“Dialog, am 21.11. auf der Schallaburg über das Thema Markenführung und Marken-Burnout, die Kraft einer Marke sowie über den Zustand der hiesigen „Markenszene“. Seite 13

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8 – medianet

Freitag, 18. Oktober 2013

Interview Der Standard-Gründer blickt im medianet-Interview auf die letzten 25 Jahre, aber auch auf den aktuellen Zustand des (Medien-)Landes

„Erfolgreich überflüssig gemacht“ 1988 hat Oscar Bronner den Standard gegründet – längst hat er sich aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen. Ein Rückblick. dinko fejzuli Jürgen Hofer

medianet: Herr Bronner, im Grunde haben Sie eine Zeitung gegründet, die Sie selbst lesen wollen. Wenn Sie heute zurückblicken, ist es erlaubt zu fragen, ob der Standard so geworden ist, wie Sie ihn sich auch vorgestellt haben? Oscar Bronner: Ja und Nein. Die Zeitung ist geworden, wie ich sie haben wollte. In einigen mir wichtigen Kriterien war sie sofort dem Vorbild NYT ähnlich: Mit dem Leser auf Augenhöhe kommunizieren, ihm nichts vormachen, dass man Fairness walten lässt, unabhängig berichtet, qualitätsvoll berichtet – all das. Dann gibt’s andere Aspekte, die quantitativ zu messen sind: Je mehr Redakteure man hat, desto besser wird die Qualität. Die NYT hatte eine Zahl von 1.400 Redakteuren, da konnten wir natürlich nicht mithalten.

„Das Generalisieren ist generell etwas Unpraktisches und meist hat man damit nicht recht.“ OSCAR BRONNER „standard“-gründer, MALER …

medianet: Im Vergleich zu damals – was sind die Fragen, auf die der Standard heute Antworten geben muss? Stichwort Krise, aber auch Zustand der heimischen Politik, Regierungsinserate und anderes. Bronner: Eine Zeitung soll unabhängig sein, fair und auf Augenhöhe mit dem Leser berichten. Das gilt immer, unabhängig davon, ob wir uns in einer Krise befinden oder nicht. medianet: Gutes Stichwort. Hier hat der Standard den Vorteil, im Gegensatz zu fast allen anderen eine wirtschaftlich gut funktionierende Online-Plattform zu besitzen. Wäre es verkürzt, zu sagen, dass Sie das Glück des ‚first movers‘ hatten, oder haben Sie damals schon das Potenzial erkannt? Bronner: Das ist kein Entwederoder. Erstens war die Initiatorin des Ganzen nicht ich, sondern Gerlinde Hinterleitner, aber sobald ich das Ding am Bildschirm gesehen habe, war ich fasziniert und habe erkannt, dass da ein wesentlicher Teil der Zukunft vor mir liegt und dementsprechend haben wir auch dort investiert. Wir haben noch immer mit Abstand die größte Redak-

© medianet/Szene1/Christian Mikes

Wien. Oscar Bronner ging 1974 nach New York, um ein halbes Jahr zu bleiben. Nach 13 Jahren bemerkte er, dass dieses halbe Jahr vorbei war und ging nach Österreich zurück, vermisste dort aber eine echte Alternative zu seiner geliebten New York Times. Der logische Schluss: Bronner gründete mit dem Standard, der übrigens in einer ersten Idee „Wirtschaftsblatt“ oder sogar „Delphin“ heißen sollte, in Österreich eine eigene Zeitung. Morgen feiert die Qualitätszeitung nun 25. Jubiläum, und medianet bat Oscar Bronner zum Geburtstagsgespräch.

tion im Land und lassen uns das was kosten, einfach weil wir sehen, dass es die Zukunft ist. Zum Glück ist die Rechnung aufgegangen. medianet: Und was ist mit Print? Wird diese Gattung überleben? Bronner: Ich eigne mich nicht als Prophet, aber ich gehe davon aus, dass jene, die sich auf den Paradigmenwechsel einstellen, überleben werden. medianet: Und was müssen Zeitungen künftig mitbringen, um hier zu überleben und vor allem, damit die User bereit sind, online Geld dafür auszugeben? Bronner: Ich kann nur sagen, was ich beobachte: Während ein großer Teil der Bevölkerung bereit ist, für gedruckte Nachrichten Geld auszugeben, ist kaum jemand bereit, Online zu bezahlen. Es gibt weltweit nur wenige Unersetzbare: Wall Street Journal, New York Times und Financial Times, die eine Paywall einziehen können, und wo eine weltweite Bereitschaft zum Zahlen besteht. medianet: Das heißt der Standard wird in der Form, wie er ist, frei verfügbar sein und müssen? Bronner: Ja, das ist die Aussage für heute. Das faszinierende an Online ist, und wir betreiben das seit sehr vielen Jahren, dass es keine Gebrauchsanweisung gibt. Dieses Business wird derzeit definiert und wandelt sich ständig – und wir definieren mit und probieren Dinge aus. Übrigens: Wir haben in der ganz frühen Phase probiert, eine Paywall zu etablieren und für Wirtschaftsnachrichten Geld verlangt – das haben wir aber eingestellt, als sich unsere Userschaft auf einen User reduziert hatte. medianet: Manche meinen auch, die wahren Gegner im OnlineAnzeigengeschäft sind nicht die Medien untereinander, sondern die Googles und YouTubes dieser Welt. Wäre es nicht vernünftig, hier alle Inhalte hinter eine gemeinsame Paywall zu stellen?

Bronner: Die ganze Vergebührungsdiskussion ist müßig, solange der ORF als größte Site kostenlos ist. Und da ich hier keine Bewegung sehe, muss ich nicht darüber nachdenken, ob ich derstandard. at vergebühren will. Aus heutiger Warte wäre es aussichtslos, aber nichts ist in Stein gemeißelt. medianet: Kommen wir zurück zum Zeitungsgründer Oscar Bronner. Haben Sie das Gefühl, als Verleger auch eine andere Verpflichtung zu haben, als ein Hedgefond-Manager, in dessen Portfolio sich zufällig auch eine Zeitung befindet? Bronner: Ich habe die Zeitung gegründet, um einem gewissen Anspruch Genüge zu tun, der mein Anspruch ist. Mir ging es darum, eine von allem Machtblöcken und politischen Einflüsterern unabhängige Zeitung in diesem Land zu etablieren.

„So blöd brauchen wir uns auch nicht ­anstellen, um nicht bestimmen zu können, was Qualität ist.“ … und laut eigendifinition …

medianet: Und wenn Sie den Blick über den Standard hinaus wagen, wird Ihre Beurteilung wohl weniger freundlich ausfallen. Bronner: Das Generalisieren ist generell etwas Unpraktisches und meist hat man damit nicht recht – es gibt Medien, wo sich die Regierung freundliche Berichterstattung kaufen kann, und andere, wo das nicht geht, und bei uns geht es eben nicht, und das sieht man auch an den Zahlen. Da ist der Standard ganz hinten unter jenen, die von Regierungsstellen mit Inseraten bedacht werden, und dann gibt

es andere Zeitungen, die in diesen Rankings ganz oben sind, viel Geld bekommen und den Rest können Sie sich selbst denken. medianet: An einer anderen, völlig unverdächtigen Stelle versucht gerade der VÖZ für die Zeitungen etwas herauszuholen und kämpft für eine Erhöhung der Presseförderung. Bronner: Ja, und es ist bemerkenswert, dass sich jene Zeitungen, die mit den vorhin genannten Regierungsinseraten zugemüllt werden, über die Presseförderung aufregen. medianet: Wie sollte diese Ihrer Vorstellung nach künftig aufgestellt sein und vor allem wie hoch soll sie sein? Bronner: Als die Presseförderung installiert wurde, führte man gleichzeitig die Parteienförderung ein, wobei damals beide gleich hoch waren. Inzwischen gibt es hier eine Riesendiskrepanz. Das mal zur Summe. Auf der anderen Seite gibt es ein Gutachten von Prof. Hannes Haas, im Übrigen vom Bundeskanzleramt in Auftrag gegeben, in dem empfohlen wird, Qualität zu fördern. Ich rede pro domo, da der Standard als Qualitätszeitung natürlich dafür ist, denn was sonst als Qualität soll gefördert werden. Den Mist gibt es sowieso und Junk braucht man nicht zu fördern. Und zudem bin ich dafür, nicht nur von Zeitungsförderung, sondern von Journalismusförderung zu sprechen, unabhängig davon, auf welcher Plattform sie passiert – Print, Online oder Radio, denn warum soll es nicht auch einen Privatradiosender geben, der eine ähnlich gute Qualität hat wie Ö1. Nur, das geht eben nur mit einer Förderung. medianet: Qualität ist ja auch ein subjektiver Begriff – auch Eva Dichand sagt, sie macht qualitätsvolles Boulevard. Bronner: Es gibt schon Regeln, nach denen man das messen kann; die Mitgliedschaft im Presserat,

wobei nicht alle Mitglieder auch Qualitätszeitungen sind, aber es ist sicher kein Zufall, welche Zeitungen dort nicht Mitglied sind. Und so blöd brauchen wir uns auch nicht anstellen, um nicht bestimmen zu können, was Qualität ist, nur weil auch Boulevardmacher dieses Wort in den Mund nehmen. Es gibt hier schon harte Parameter. Eine Zeitung mit Schwerpunkt auf den Ressorts Außenpolitik, Kultur oder Wirtschaft verkauft sich nicht so leicht wie eine mit Schwerpunkt auf Sport und Chronik. medianet: Ein anders Thema: Frauen in Spitzenpositionen. Hier leuchtet der Standard als besonders positives Beispiel hervor. War es in Ihrem Mindset, Frauen besonders zu fördern? Bronner: Wir sind ein Privatunternehmen in einem sehr schwierigen Markt, und da kann ich mir politische Statements dieser Art nicht leisten. Es ging stets darum, die besten Köpfe in die Führungspositionen zu bringen. Das einzige, worin ich mich vielleicht von manch anderem unterscheide, ist, dass ich kein Problem darin sehe, wenn die besten Köpfe weiblich sind. Im Übrigen hat Alexandra FöderlSchmidt dann als Chefredakteurin für die Nachbesetzung ihres alten Postens als Ressortleiter Wirtschaft einen Mann vorgeschlagen. Glauben Sie mir, es ist auch so schon schwer genug, gute Leute für Führungspositionen zu finden. Und bei Gerlinde Hinterleitner hat es ja damit zu tun, dass sie das Ganze nicht nur erfunden, sondern auch hervorragend weiterentwickelt hat. medianet: Bei unserem damaligen Gespräch zu ‚20 Jahre Standard‘ haben Sie auf die Frage, was Sie noch im Verlag machen, scherzhaft gemeint, Sie kämen nur mehr ins Büro, um Zeitung zu lesen und Papier zu schlichten. Also, was macht Oscar Bronner 2013 im Standard? Bronner: Ich bin ein Auslaufmodell und habe in den letzten fünf Jahren versucht, mich konsequent


M ar k e ti n g

Freitag, 18. Oktober 2013

medianet: Stapeln Sie da nicht etwas tief? Bronner: Nein. Aber ich vermute, wenn ich massiv gegen etwas wäre, dass es mir durchaus gelingen würde, die anderen auch davon zu überzeugen. Ich habe mich wie gesagt erfolgreich überflüssig gemacht, denn was nicht geht, ist, Entscheidungen zu delegieren, dann aber jedes Mal zu sagen, ich hätte da eine andere Meinung. medianet: Fällt Loslassen schwer? Bronner: Nein, ich habe ja daneben noch ein anderes Leben.

Initiative Verbund stellt seine Infotainment-Plattform vor und klärt über Strompreise, saubere Energie und Co auf

Infotainment mit Showstar Im Rahmen der „Danke, Wasserkraft“-Kampagne dreht sich alles um die Themen Umwelt & Energie. Wien. Erneuerbare und umweltschonende Energien – Darauf machen Verbund und TBWA\ mit der „Salon Strom“-Kampagne aufmerksam. Die Kombination aus Wissen, Information, Service und Unterhaltung soll „über Themen wie Strompreise, saubere Energie, die Energiewende und E-Mobilität informieren“, so Beate McGinn, Kommunikationschefin von Verbund. Witzige Videoclips verraten alles über die Energiewende, das Stromsparen und den Wechsel des Stromanbieters für jedermann. Die beiden Protagonisten des Werbespots, Dirk Stermann und Christoph Grissemann, führen

als Showmaster durch die Internetseite und sorgen mit Maschinenimitationen, Gesprächen mit digitalen Gästen und Stromspartipps für Unterhaltung. Am 15.10. wurde die interaktive Plattform www.salonstrom.at gelauncht. Credits: Auftraggeber Verbund Kommunikationsleitung Beate McGinn Werbung Heinrich Schmid Agentur TBWA\ GF Irene Sag­ meister ECD Gerda Reichl-Schebesta ED Iliana Gehart CD Bernhard Grafl D Maik Woll­ rab Text Christina Niederdorfer Programmierung Screenagers, Stefan Rasch, Daniel Wolf Videos Deniz Arslan

© Verbund/TBWA

überflüssig zu machen und das ist mir hervorragend gelungen. Daneben bin ich einer von drei Vorständen, daher müssen gewisse Entscheidungen mit mir akkordiert werden. Da geht es um große Entscheidungen wie den Umzug oder die Zusammenlegung der Redaktionen, die jetzt gerade passiert, wo ich dann mitstimme, aber initiiert und durchgeführt wird das Ganze schon von anderen.

medianet – 9

Die beiden Komiker Dirk Stermann und Christoph Grissemann machen es sich in der neuen Verbund-Kampagne, kreiert von TBWA\, im „Salon Strom“ gemütlich.

medianet: Sie malen. Bronner: Ich male! medianet: Aktuell läuft die räumliche Zusammenlegung von Online- und Printredaktionen; die sitzen dann nicht nur im selben Haus, sondern wirklich nebeneinander. Wie ist die Resonanz dazu im Haus? Bronner: Wir erleben die ganze Bandbreite, von Ablehnung bis Begeisterung – das hängt aber auch mit dem Informationsstand der Kollegen zusammen. In der Führungsmannschaft war die Entscheidung dazu auf jeden Fall einstimmig.

„Einer der wenigen Vor­ teile des Faktums, dass man ein gewisses Alter erreicht hat, ist, dass man sehr viele Dinge kommen, aber auch wieder gehen sieht.“ … ein freiwilliges ­auslaufmodell

medianet: Inwiefern ändert sich dadurch auch das Berufsbild des Journalisten? Wird er zum Generalisten? Bronner: Der Beruf des Journalisten entwickelt sich ständig weiter, da haben Sie vollkommen recht. Ein Wissenschafts-Redakteur muss aber kein Außenpolitiker werden, es geht um die verschiedenen Kanäle, die er bedient: Der Journalist muss handwerklich mehr lernen, egal ob Generalist oder Spezialist. medianet: Apropos neue Dinge: Wie stehen Sie als Verleger zur neuen deutschen Huffington Post, die stark auf Einbindung von gratis schreibenden Usern setzt? Bronner: Wir werden schauen, wie das funktioniert – derzeit macht sie ja noch immer Verluste. Ob es funktionieren wird, wissen wir nicht. Es gibt das halt jetzt. Es haben aber schon so viele Leute Dinge angekündigt, also schauen wir mal. Einer der wenigen Vorteile des Faktums, dass man ein gewisses Alter erreicht hat, ist, dass man sehr viele Dinge kommen, aber auch wieder gehen sieht im Laufe der Jahre und Jahrzehnte.

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Marketing & Medien

10 – medianet

360°-Online-Kampagne Fonda und MediaCom für den Fruchtmolkedrink der Berglandmilch

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Vieles neu bei Lattella

Eurobest 2013 Seminarprogramm Wien. Die Eurobest 2013 findet vom 4. bis 6. Dezember in ­Lissabon statt. Das innovative, dreitägige Programm, das 30 Seminare und 12 Workshops bietet, wird das Thema „kreative Kühnheit“ in den Vordergrund stellen und Ideen erforschen, die die Grenzen der Kreativität ausdehnen. Das Seminarprogramm mit Einzelheiten über weitere Workshops und Seminare ist online:  www.eurobest.com

Website-Redesign, neuer Newsletter, neue Betreuung der Facebook-Seite und Gewinnspiel. als Hauptpreis und FrequencyFreikarten führten zu über 11.300 Jingle-Einreichungen. Dabei wurden als Kommunikationskanäle Website, Newsletter und Facebook genutzt, zusätzlich unterstützten Radiospots die Aktion. Durch die Begleitung des Gewinnspiels und eine ständige Betreuung der Lattella-Facebook-Seite konnte laut Aussage der Agenturen eine besonders zielgruppengerechte Kommunikation erreicht werden. Die neugestaltete Website unterstützt durch ihr Bildkonzept den Claim „Pfeif drauf! Lass die Sonne rein…“. „Unsere heurige Promotion zielte ganz stark auf die Markenbindung ab“, kommentiert Johann Hirsch von Berglandmilch die Kampagne. „Mit der Aufgabenstellung, einen eigenen Lattella Jingle zu kreiieren, beschäftigten sich die Lattella Fans mit dem eigentlichen Kern der Marke ‚Lattella macht glücklich‘“, so Hirsch.

Christine Götz

Wien. Fonda, die Wiener Full Service-Agentur für Digitale Medien, realisierte gemeinsam mit MediaCom eine 360°-Online-­Kampagne für die Marke Lattella. Lattella, der Fruchtmolke-Drink von Berglandmilch, hat nun mit einem Redesign der Website www.lattella.at, einem neuen Newsletter, einer neuen Betreuung der Facebook-Seite und mit einem Gewinnspiel einige Erfrischungen für die Konsumenten parat.

ATV2: Erfolg mit Brandner Kaspar

Kampagne „Pfeif dir was“

James Dyson Award: Österreicher im Finale

Kommunikationsagentur Zum goldenen Hirschen gewinnt neuen Etat

Als diesjährige Promotionaktion wurden Lattella-Fans mit dem adaptierten Claim „Pfeif dir was!“ aufgefordert, an einem Gewinnspiel teilzunehmen und ihre eigene Version des Lattella-Jingles zu texten. Die Radio-Ausstrahlung des Gewinner-Jingles, ein Roller

© Fonda

Wien. Das Joseph VilsmaierWerk „Die Geschichte vom Brandner Kaspar“ erreichte am Samstag bei ATV2 bis zu 66.000 Seher, im Schnitt waren 49.000 Österreicher dabei. Damit ließ ATV2 in der Primetime (20:15–22:00 Uhr) alle weiteren österreichischen Privatsender hinter sich – einzige Ausnahme: ATV.

Fonda und MediaCom mit „Pfeif dir was!“ für den Fruchtmolkedrink Latella.

Generali mit Wiener Hirschen Wien. Ab sofort gehen die Hirschen aus Wien und eines der großen Versicherungsunternehmen Österreichs gemeinsame Wege. Die Etatvergabe erfolgte nach einem Pitch und Durchführung eines von den Hirschen standardisierten, gemeinsamen WorkshopsProzesses, in denen die Markenkommunikation strategisch und kreativ weiterentwickelt wurde.

Zum goldenen Hirschen Wien ist künftig als Leadagentur der Generali für alle kommunikativen Maßnahmen rund um die Weiterentwicklung der Kampagne „Um zu verstehen, muss man zuhören“ zuständig.  (red)

Modell „sono“ (o.) und COMB ­Muldenkipper (u.)

Wien. Die österreichischen Studenten Rudolf Stefanich, mit dem Projekt „sono“, und Rostyslav Akselrud mit COMB sind noch im Rennen für den mit ca. 34.000 € dotierten, inter­nationalen James Dyson Award.  (red)  www.jamesdysonaward.org

© Dieter Steinbach

© Dyson (2)

„Um zu verstehen …“

Wiener „Hirschen“ Alexander Zelmanovics, Stefan Pagitz, Gerhard Martinek (v.l.n.r.).

Lehrgang Pressesprecher

Wifi Wien bietet neue Ausbildung Wien. Für Berufserfahrene aus Journalismus und PR startet ab 15. November der Lehrgang „Ausbildung zum/zur Pressesprecher/in“. Die Ausbildungsinhalte wurden vorab vom PRVA (Public Relations Verband Austria) geprüft und der Lehrgang noch rechtzeitig vor dem Start vom PRVA prädikatisiert. Lehrgangsleiterin ist Sabine Fichtinger. Fichtinger ist Trainerin und selbstständige PRBeraterin und unterrichtet u.a. an der Universität Wien. Für alle Interessenten bietet das Wifi Wien am 25. Oktober einen Infoabend mit der Lehrgangs­leiterin.  (red) Weitere Informationen und Anmeldung unter:  www.wifiwien.at/kontakt

Event Jüdisches Filmfestival Wien 2013 mit Stars

Print Weekend Verlag steigt bei gutekueche.at ein

Wien. Am 17. Oktober fand im Rahmen des Jüdischen Filmfestivals die Österreich-Premiere von Noseland im Wiener Votivkino statt. Dabei handelt es sich um das Filmregiedebut des multitalentierten Geigers, Komponisten und Komödianten Aleksey Igudesman. Der Film ist eine humorvolle Ode an die klassische Musik, verpackt in eine inszenierte Dokumentation über den weltbekannten Wiener Geiger Julian Rachlin und

Wien. Beim Weekend Verlag jagt eine Expansionsnachricht die andere: Unmittelbar nach dem Einstieg bei wohnnet.at landete die Online-Division des Medienhauses jetzt einen zweiten Coup und steigt bei gutekueche.at ein. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. „Unser Medienhaus beteiligt sich mit 49 Prozent an gutekueche.at. Dieses sehr ambitioniert und professionell gestaltete Spe-

Österreich-Premiere von Noseland Medienhaus expandiert weiter

ProSiebenSat.1 hebt seine Wachstumsziele

sein alljährliches Klassik-Kammermusikfestival in Dubrovnik, Kroatien. Der Regisseur von Noseland, Aleksey Igudesman – selbst Violinist und Komponist – ergreift – als Darsteller im eigenen Film – die Gelegenheit, gemeinsam mit dem jungen Wiener Filmemacher ­Sebastian Leitner eine Dokumentation über besagtes Festival zu drehen.

cial-Interest-Portal für Essen- und Trinken bereichert unser Themenspektrum immens und wird unsere inhaltliche Durchschlagskraft am Markt weiter erhöhen“, so WeekendVerlagschef Christian Lengauer.

Hörmann bleibt an Bord Martin Hörmann, der das erfolgreiche Portal 2000 gründete, bleibt auch zukünftig als Geschäftsführer erhalten.  (red)

Regisseur Aleksey Igudesman.

Noseland, eine unabhängige, österreichische Produktion, kann mit Filmstars wie John Malkovich und James Bond-Darsteller Sir Roger Moore sowie vielen weltbekannten Gesichtern aus der Welt der Klassik aufwarten. Bei der Premiere waren der Hauptdarsteller und weltberühmte Wiener Geigenvirtuose Julian Rachlin sowie der junge Wiener Filmemacher Sebastian Leitner vor Ort angekündigt. Gespräche über einen Filmstart im deutschsprachigen Raum für Mitte 2014 laufen derzeit.  (red)  www.noselandthemovie.com

© Weekend Verlag

Hochkarätige Filmstars

© Sergei Ilnitsky/EPA/picturedesk.com

München/Wien. ProSiebenSat.1 hebt seine mittelfristigen Wachstumsziele deutlich an. Bis zum Jahr 2015 solle der Umsatz im Vergleich zum Jahr 2010 um mindestens 800 Mio. Euro auf 2,85 Mrd. Euro steigen, teilte der Fernsehkonzern am Dienstag mit. Geplant war bisher lediglich ein Wachstum um 600 Mio. Euro, darüber ­hinaus hatte der Konzern ein zusätzliches Potenzial von lediglich 150 Mio. Euro aus­ gemacht. Bis 2018 will ProSiebenSat.1 seine Erlöse nun im Vergleich zum Jahr 2012 im fortgeführten Geschäft um eine Milliarde Euro steigern. Das Betriebsergebnis (recurring EBITDA) soll bis 2018 jährlich durchschnittlich im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Der ­bereinigte Jahresüberschuss soll überdurchschnittlich ­steigen.  (APA)

Freitag, 18. Oktober 2013

V.l.n.r. Christian Lengauer, Martin Hörmann, Martin Gaiger (GF Weekend Online).


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12 – medianet

Freitag, 18. Oktober 2013

Kampagne Demner, Merlicek & Bergmann realisieren neue (TV-)Kampagne

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Zurück im TV: Libro

Fuschler zooom erhält Verpackungspreis Salzburg. Das „Deutsche Verpackungsinstitut“ zeichnet zooom productions aus Fuschl am See mit dem Verpackungspreis aus. Geehrt wurde das Media Kit, welches speziell für den „Red Bull Illume“-Wettbewerb angefertigt wurde. Im Rahmen dieses Wettstreits werden die besten Fotografien im Bereich Actionsport gesucht.

Vier heimische Juroren bei der Eurobest 2013 Wien/Lissabon. Mit Alexander Rudan (Havas Worldwide), David Petermann (Wundermann PXP), Cordula Alessandri (Alessandridesign) und Alistair Thompson (Demner, Merlicek & Bergmann) vertreten vier Kreative heimischer Agenturen Österreich bei der Eurobest 2013. Die Auszeichnungen beim führenden europäischen Kreativwettbewerb werden am 6. Dezember im Rahmen der ­Eurobest Awards-Gala ver­geben.

Kampagne soll Inspiration für große Vorhaben sein, basierend auf Bunraku. Wien. Die Handelskette Libro kehrt – wie bereits vergangene Woche berichtet – im Rahmen ihrer neuen Kampagne mit Spots wieder auf die TV-Schirme zurück. Diese neuen Spots gehen am 20. Oktober ersmalig on air, die Umsetzung der Kampagne erfolgte durch Demner, Merlicek & Bergmann. Im Fokus des neuen Auftritts, welcher im Übrigen auch ein neues Logo, gestaltet von section.d,

Retrotainment – Hans Böck mit Storytelling

The Skills Group und Pro+Co für SanLucar

„Der Auftritt unter­ © Gregor Nesvadba

streicht das neue und frische Gesicht

Wien. Storytelling, also das Erzählen von Geschichten, ist eine wirkungsvolle Methode, um Inhalte nachhaltig zu vermitteln. Hans Böck bietet nun einen neuen Ansatz: den Blick zurück. Böcks Retrotainment präsentiert einen „pointierten, possenhaften oder burlesken Esprit der Werbung aus Jahrhunderten“. Böck bietet sein Know-how im Rahmen von Key­ notes, bei Kongressen, Firmenoder Markenjubiläen an.  (red)  www.böck.eu

Optisch gibt sich die neue Kampagne mit viel Schwarz nah am neuen Shopdesign.

beinhaltet, steht „die Überzeugung, dass sich bei Libro immer etwas findet, um damit Großes anzufangen“, so die Macher. Diese Aufbruchsstimmung soll in angesprochenen Spots für TV, aber auch Hörfunkspots, Flugblättern und am Point of Sale in den Libro-Filialen vermittelt werden. Die Kampagne will dabei den Konsumenten einladen, sich bei Libro Inspiration für große Vorhaben zu holen. Ein neuer Ansatz wurde dabei auch

von den Kreativen von Demner, Merlicek & Bergmann gewählt: Basierend auf den Wurzeln von Bunraku, einem japanischen Figurentheater, werden die Spots an Hand kleiner Schwarztheaterstücke inszeniert. Der Fokus auf die Farbe Schwarz geht dabei in Einklang mit dem neuen Shopdesign der Libro-Filialen, welche mit großem Schwarzanteil daherkommen. Kombiniert mit bunten Elementen, die jeweils

für eine Produktkategorie stehen, wird somit das Portfolio der Handelskette optisch untermauert. „Der Auftritt, den wir gemeinsam mit der Agentur angefangen haben, unterstreicht das neue und frische Gesicht von Libro“, so Martin Filzmair, Head of Marketing bei Libro. Auch Harry Bergmann, D,M&B zeigt sich erfreut: „Zum Start der Kampagne wünsche ich den Teams bei Libro und uns: Anfang gut, alles gut.”  (hof)

© Skills Group

Martin Filzmair, Libro

© DM&B

von Libro.“

Hans Böck, Herausgeber von adsandbrands sowie Zitate.eu.

Jörg Wollmann, Managing Partner von Skills, betreut den Neukunden.

Wien. Die Österreich-Tochter des Obst- und Gemüse-Spezialisten SanLucar ist seit Kurzem „offizieller Vitamin-Partner“ des Olympic Team Austria für Olympia 2014. Als strategischen Partner für die Öffentlichkeitsarbeit holte das Unternehmen die beiden Agenturen The Skills Group und Pro+Co an Bord.  (red)

Fixtermin in Villach Europas größter Innovationskongress bietet ein Top-Programm mit großen Namen, zahlreichen Neuheiten und spannenden Themen

Mit medianet von den Besten lernen!

Top-Angebot für Leser: Jetzt mitmachen und Besucherpässe für die fünfte Auflage des Innovationskongresses gewinnen! KONGRESSFAKTEN

© z.V.g. (4)

Der Innovationskongress 2013 ist der größte Innovationskongress Europas. Die Veranstaltung – am 14. und 15. November – geht heuer zum bereits fünften Mal in Kärnten über die Bühne; Station wird erneut im Congress Center Villach gemacht. Die Veranstalter vom Institut für Innovation in Klagenfurt erwarten auch für die 2013er-Auflage rund 1.200 Besucher. Als wissenschaftlicher Leiter fungiert Kongressgründer Peter Granig.

PROMOTION

Am Podium: Stefan Pierer, KTM.

Alberto Prado, Philips C. Lifestyle. Die Unternehmensberater Carsten K. Rath und Sabine Hübner.

Villach . Treffpunkt für Innovatoren, Impulsgeber und solche, die beides noch werden wollen: Am 14. und 15. November 2013 findet der größte Innovationskongress Europas erneut in Villach statt. Unter dem Motto „Die Kunst der Innovation – vom Trend zum Geschäftsmodell“ werden in diesem Herbst Leitthemen auf internationaler Expertenebene diskutiert. Auf die rund 1.200 Teilnehmer warten wertvolle Inputs aus Wissenschaft und Praxis. Plus: Mit dem „InnovationCamp“ feiert im Rahmen der fünften Eventauflage ein neues nachhaltiges VeranstaltungsFeature seine Premiere! Am Kärntner Podium werden Vertreter verschiedenster Teildisziplinen aus Wissenschaft und Wirtschaft Platz nehmen.

2013 mit dabei sind u.a. Jørgen Randers (Club of Rome), Alternativ-Nobelpreisträger Huang Ming, KTM-Boss Stefan Pierer, Alberto Prado (Vice President of Digital Innovation, Philips Consumer Lifestyle), August Oetker, Venkat Ramaswamy (Experte im Bereich der Co-Creation) oder Michael Korbacher (Head of Google Enterprise D-A-CH). Für regen Meinungsaustausch ist somit gesorgt.

Chancen & Zukunft sichern Vor dem Hintergrund knapper werdender Ressourcen zeigt etwa der deutschen UnternehmensDoyen August Oetker das Spannungsfeld von Tradition und Innovation auf, in dem sich heute viele Betriebe bewegen – aber auch, wie man den Erfolg der nächsten Generation bestmöglich sichern kann.

Die Unternehmensberater Sabine Hübner und Carsten K. Rath spüren in ihrem Vortrag u.a. dem Faktor Relevanz als Landmark der Unternehmensführung nach.

„Teilnehmern Mut machen“ „Wir möchten mit dem Innovationskongress das Bewusstsein für Innovation in der D-A-CH-Region, aber auch im Alpen-Adria-Raum stärken. Wir verstehen den Kongress als Wissens- und Energietankstelle, die Anregungen bieten und Mut zur Umsetzung machen soll. Im Mittelpunkt steht der konkret verwertbare Nutzen für die Teilnehmer“, sagt Kongressgründer und Organisationschef Peter Granig. Mit dem InnovationCamp hat er nun ein weiteres Ass im Ärmel, das Firmen zu neuen Geschäfts-

Beirats-Chef August Oetker.

möglichkeiten verhelfen soll. Die Idee dahinter: Unternehmen haben erstmalig die Möglichkeit, eine Aufgabe zu stellen und diese von kreativen Impulsgebern bearbeiten zu lassen. Konkret werden vor Ort Aufgabenstellungen der AVL List oder der Vamed KMB bearbeitet. Die besten Ideen werden mit Preisen im Gesamtwert von über 10.000 € belohnt.

Letzte Tickets sichern! „Die Ticket-Nachfrage aus Österreich und den Nachbarländern ist groß wie nie zuvor, aber noch sind Karten für den Innovationskongress verfügbar“, heißt es aus dem Kongressbüro. Wer sich die letzten Tickets sichern will, sollte sich aber beeilen. Oder ganz einfach bei der medianet Ticket-Verlosung mitmachen (siehe Kasten rechts!).

Veranstaltungs-Highlights: Internationale Top-Referenten, Focus Sessions, Interactive Sessions, InnovationLounge – Erfolgsgeschichten und mehr, Night of Innovation, InnovationCamp Anmeldung/Infos: www.innovationskongress.at

GEWINNSPIEL Als medianet-Leser können Sie einen von fünf Besucherpässen – jeweils gültig für den 14. und 15. November – im Wert von 696 € für den Innovationskongress in Villach gewinnen. Senden Sie bis spätestens 25. Oktober 2013 unter dem Kennwort „Innovationskongress 2013“ eine Nachricht an kongress-gewinnspiel@medianet.at und erklären Sie, warum Sie am Innovationskongress teilnehmen möchten. Die besten Argumente werden belohnt! Keine Barablöse. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Marketing

Freitag, 18. Oktober 2013

medianet – 13

Fachveranstaltung 2. Österreichischer Marken�Dialog zu den Herausforderungen, vor denen Marken- und Marketingverantwortliche stehen

MarkenfĂźhrung statt -Burnout

Referate, Podiumsdiskussionen und Präsentation einer topaktuellen Studie am 21. November 2013 auf der Schallaburg (NĂ–). S c h a l l a b u r g . Die Fachtagung Marken“Dialog bietet Topreferenten und Podiumsdiskussionen zu relevanten Fragen rund um das Thema Marke. medianet sprach mit den Initiatoren Manfred EnzlmĂźller und Laurentius Mayrhofer.

Š www.diemarkenwertexperten.at

medianet: Sie sprechen von der Chance der Marke auch fĂźr kleinere Unternehmen – vor allem im Fokus der Krise. Welche Chancen bzw. Vorteile hat eine gute Marke in diesem Umfeld? Manfred EnzlmĂźller: Man kĂśnnte sagen, die Marke ist ein in sich geschlossenes Energiesystem, das seine Energie aus den eigenen Vorteilen bezieht. Dabei werden die Alleinstellungsmerkmale einer Marke konstant Ăźber die Kommunikation als Kundennutzen hervorgehoben. Dadurch wird jedes Unternehmen – egal, wie groĂ&#x; oder klein es ist – durch sein Handeln am Markt zu einer Marke. Denn dieses Handeln erzeugt ein bestimmtes Vorstellungsbild, das in der Psyche des Konsumenten fest verankert wird. Dieses Markenbild kann, wenn es glaubwĂźrdig und nachhaltig erlebbar vermittelt wird, Ăźber das Markenlogo sehr rasch im limbischen System – unserer emotionalen Steuerzentrale im Kopf – eine Entscheidung beeinflussen. Die Studie, die am Markendialog präsentiert wird, zeigt deutlich, welche Kraft Marken auch fĂźr kleine Unternehmen haben.

dass mehr als zwei Drittel der Befragten die Kernaufgaben der MarkenfĂźhrung darin sehen, einen einheitlichen Markenauftritt zu gewährleisten. Knapp die Hälfte der Marketingverantwortlichen hält die Verwaltung des Markenschutzes und der Lizenzrechte, zusammen mit der Planung von Markenaktivitäten, fĂźr sehr wichtig. FĂźr rund ein Drittel gehĂśrt die Erfolgskontrolle der Marke in Verbindung mit der Ăœberwachung der Markenbekanntheit zu den wesentlichen Aufgaben einer klassischen MarkenfĂźhrung. Das zeigt, dass sowohl Experten im Bereich Markenschutz, Markenstrategie und MarkenfĂźhrung gefragt sind; genauso wie kreative Agenturen, die ein professionelles Branddesign entwickeln und pflegen. Laden zum Marken“Dialog: Laurentius Mayrhofer (links) und Manfred EnzlmĂźller.

Laurentius Mayrhofer: Durch das Markenversprechen – verbunden mit positivem Markenerlebnis – wird dem Kunden eine gleichbleibende Qualität vermittelt. Dieses subjektiv erworbene Wissen ßber die Marke reduziert das Risiko fßr die Käufer. Je Üfter dieses Nutzenerlebnis stattfindet, um so stärker wird das Vertrauen und damit die Markenbindung. medianet: Von welcher Bedeutung ist professionelle Begleitung im Markenbildungs- und Markenfßhrungsprozess?

Enzlmßller: Dass die Entwicklung und die Fßhrung von Marken ein funktionsßbergreifender Bestandteil der Unternehmensfßhrung sind, ist ohnehin längst bekannt. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Suche im Internet nach einer Definition fßr diese Begriffe zu rund 31.000 mÜglichen Erklärungsversuchen fßhrt. Aufgund dieses enormen Definitionswirrwarrs ist es wichtig, herauszufinden, was Unternehmen und Agenturen darunter verstehen. Mayrhofer: Die neue Markenfßhrungsstudie macht deutlich,

medianet: KĂśnnen Sie einen Befund Ăźber die hiesige ‚Markenszene‘ abgeben? EnzlmĂźller: In Ă–sterreich gibt es ca. 111.000 registrierte nationale Marken. Eine nicht unerhebliche Anzahl von Marken mit internationaler Marktbeteiligung und ein nicht zu verachtender Bereich von mittleren und kleineren Marken. Interessanterweise sind sich laut nationalen und internationalen Studien die Unternehmen einig, dass Marken bis zu 89 Prozent zum Erfolg ihres Unternehmens beitragen. Wenn es jedoch um die MarkenfĂźhrung und -bewertung geht, stellt dies – so

die Studien – mittlere und kleinere Unternehmen vor groĂ&#x;e Herausforderungen. FĂźr mehr als ein Drittel stellt ein zu kleines Budget und fehlende einschlägige Fachkompetenz eine besondere HĂźrde dar. Daher liegt hier ein Potenzial fĂźr Markenstrategen, MarkenfĂźhrungsexperten und Agenturen mit speziellem Marken-Know-how brach. medianet: Die Teilnehmer des diesjährigen Markenâ€?Dialogs erhalten zusätzlich den 120-seitigen ‚Brandmanagement-Leitfaden‘ als e-Book. Was dĂźrfen sich die Besucher davon erwarten? EnzlmĂźller: In diesem Leitfaden werden verschieden MarkenfĂźhrungsmodelle sowie praxiserprobte Tools und Vorgehensweisen nach dem 4-Phasen-Modell vorgestellt, die sowohl Unternehmen als auch Marketingleute bei ihrer täglichen Arbeit unterstĂźtzen. Damit kann auf das erworbene Wissen und Kow-how auch nach der Veranstaltung jederzeit zurĂźckgegriffen werden.  (red)

Marken“Dialog Termin 21.11., 14–17 Uhr Ort Schallaburg, NĂ– Ticketpreis 96 â‚Ź; enthält: Besuch aller Fachvorträge & Podiumsdiskussionen, Brandmanagement-Leitfaden als E-Book, Welcome Drink, Pausengetränke & Snacks Programm & Anmeldung www.markendialog.at oder www.diemarkenwertexperten.at

3OGEHT-EDIAABWICKLUNGHEUTE !GENTURSOFTWAREEASY*/"MITINTEGRIERTEM "AUSTEINF~R-EDIAPLANUNG KALKULATIONUND -EDIAABWICKLUNG „ VOLLSTiNDIGWEBBASIERT „ CROSSMEDIALE-EDIAABWICKLUNG „ 4ARIFDATENBANK „ 3CHNITTSTELLEN%XCELUO0LANUNGSTOOL

-EHRALS!GENTURSOFTWARE *ETZTNEU)NTERAKTIVER-EDIA+ALENDER %INFACHES%RSTELLENVONINDIVIDUELLEN,AYOUTS F~R3TREU +OSTEN UND0RODUKTIONSPLiNE „ SOFORTIGE0REVIEW793)79' „ SCHNELLUNDPERFORMANT „ %XPORTNACH%XCEL „ %INBINDUNGVON&REMDDATEN „ VIELE!USWERTUNGSMyGLICHKEITEN

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B i z-ta l k C LAS S I C

14 – medianet

6:

Freitag, 18. Oktober 2013

Gut zu wissen: Bei Bösmüller gibt es kaum Sprachen, in denen noch nicht gedruckt wurde. Yuchi, auch bekannt unter Euchee, war noch nicht dabei. Andererseits: Die wird auch nur mehr von 5 Menschen gesprochen.

Bedingt nützliche Information: Das Wort Schilderwald kann man in keine Sprache übersetzen.

www.boesmueller.at www.boesmueller.at

Magazin-präsentation

3

Diskussionen zur „Energiewende“ bei Wein&Co

Josef Kalina begrüßte Gäste und Diskutanten zum unique.Talk.

Unique.Talk Wein&Co Am Donnerstag, dem 16. Oktober, lud Unique Relations-Geschäftsführer Josef Kalina bereits zum vierten Mal zum Unique. Talk ins „Wein&Co“ auf der Wiener Mariahilfer Straße, um über Chancen und Risiken der Energiewende und die neue Regierung zu diskutieren. Am Podium diskutierten Theresia Vogel (Klima- und Energiefonds), Michael Gerbavsits (Energie Burgenland), Martin Graf (E-Control) und Peter Koren (Industriellenvereinigung) und lieferten den Gästen interessante Einblicke in die Zukunft des österreichischen Energiemarkts. Zu den Gästen zählten unter anderem Herbert Greisberger (Leiter der Energie- und Umweltagentur NÖ), Klaus Maras (GF der Energie Burgenland Windkradft GmbH), Helmut Miksits (Aufsichtsrat der Energie Burgenland), Barbara Muhr (Vorstandsdirektorin Graz Holding), Doris Pulker-Rohrhofer (GF CAT), Walter Schneeberger (CR ORF Burgenland) und Wolfgang Trimmel (GF der Energie Burgenland Windkraft GmbH).  (red)

medianet Branchenkalender Oktober 17.–18. Österr. Rundfunkforum „Meinungsvielfalt im Rundfunk und in den Online-Medien“ Oesterreichische Kontrollbank 18. Programm-Präsentation IP Austria „Highlights 2013/2014 von RTL, VOX, Super RTL, RTL II und Sky Sport Austria“ 12:45 Uhr, Palais Ferstel (Wien) 18. Technolution-Herbstkongress im Technischen Museum Wien 18. Österreichisches Marketing Forum Linz 2013 8:30 Uhr, Desing Center (Linz) www.marketingclub-linz.at 23. ATV-Programmpräsentation 19 Uhr, Prater Dome (Wien); Anmeldung erforderlich 23 - 24. print fair 2013 Höhere Graphische Bundes-Lehr-und Versuchsanstalt (Wien 24. Vortrag Österreichischer Journalisten Club (ÖJC) „Medienpioniere zu Gast im ÖJC“ von Ari Rath 19 Uhr, ÖJC (Wien); Anmeldung erforderlich www.oejc.at 24. 10. Salzburger Medientag „Radikaler Umbruch oder Guru-Geschwätz?“ 13 Uhr, KunstQuartier (Salzburg) medientag-salzburg.at 25. Verleihung „Big Brother Awards“ 20 Uhr, Rabenhof-Theater 30. Arbeitsgemeinschaft Teletest (agtt) – Fernsehforum 2013 13:15 Uhr, MQ, Eingang Ovalhalle, Museumsplatz 1 (Wien)

Andreas Krištof (Projektleiter section.a), Juliane Feldhoffer (Projektleiterin ­section.a), Elfie Semotan, Chris Goennawein (Art Director), Max HauptStummer (Creative Partner section.d und Editor von Parabol).

Parabol Art Magazine auf Viennafair-Messe präsentiert

Neue Ausgabe Nr. 7 Lehargasse 7 Am 11. Oktober luden section.d und section.a im Rahmen der diesjährigen Viennafair zur Präsentation der neuen Ausgabe des Parabol Art Magazine, Nr. 7 „The Uncasual Issue“, welche von der auf internationalem Terrain bekannten Fotografin Elfie Semotan kuratiert wurde. Veranstaltungszentrum der österreichischen Messe für zeitgenössische Kunst waren die Räumlichkeiten der Lehargasse 7, die ehemalige Telefonzentrale der k. u. k. Post- und Telegraphenverwaltung. Neben der Präsentation des internationalen Magazins für zeitgenössische Kunst wurde auch das 15-jährige Firmenjubiläum von section.d, einer Wiener Agentur für Kommunikationsdesign, gefeiert. Unter den Gästen wurden neben Alfredo Barsuglia, Constantin Luser, Bettina Khano und Helga Ruthner auch Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Medien, wie Christoph Thun-Hohenstein Am Mittwoch, 23. Oktober, (Direktor MAK), Mariusz Jan präsentiert ATV im Wiener Demner (Werber), Thomas Prater Dome um 19 Uhr sein Kratky (Werber), Ernst Or„Programm 2014“. ­Einladung tenburger (Anwalt), Rudolf unbedingt erforderlich. Schmutz (Kunstsammler) und ­Riesenradplatz 7, 1020 Wien. Franz del Fabro (Unternehmer), gesichtet.  (red)

Karriere

tipp des tages

präsentiert von

November 5. 7.-17. 8. 11.

Verleihung Prälat-Leopold-Ungar-Journalistenpreis 19 Uhr, Brunnenpassage, Yppenplatz/Brunnengasse 71 „ALMA 2013“ Anmeldung erforderlich http://alternative-medien-akademie.at/ Finale ORF – „Die große Chance“ 20:15 Uhr, ORF-Zentrum (Wien) Vortrag Hedy Lamarr Lecture „Journalisten im TwitterGewitter: Der Bürger als neue ‚fünfte Gewalt‘“ 18:15 Uhr, ÖAW, Festsaal (Wien) www.oeaw.ac.at 14. 30 Jahre Österreichischer Zeitschriften-Preis 18 Uhr, novomatic forum (Wien) oezv.or.at 14.–15. Cable Days Konferenz für Kabel-TV & Breitband 20. Staatspreis PR  www.prva.at/veranstaltungen/events/pr-gala/

Dezember 2.

Festveranstaltung anl. 35 Jahre Kuratorium für Journalistenausbildung 11 Uhr, Parlament (Wien) www.parlinkom.gv.at

Schicken Sie uns Ihren Branchen-Event an: kalender@medianet.at – die Veröffentlichung ist kostenlos.

Günther Plank, Heute OÖ

© Fischer Verlag

2

1. Moderator Peter Pelinka mit Michael Gerbavsits, Theresia Vogel, Martin Graf und Peter Koren auf dem Podium; 2. Erich Rohrhofer (ÖBB Holding) und Gattin Doris Pulker-Rohrhofer (CAT), Christoph Humitsch (Unique Relations); 3. Werber Robert Judtmann (Unique) und Gattin Michaela, Alexandra Reimann (Energie Burgenland).

Die Familie Willy Brandt Anlässlich des 100. Geburtstags von Willy Brandt befragt Torsten Körner Weggefährten, Menschen aus dem Alltag sowie die Kinder des Politikers Brandt. Wie erlebte die Familie den Aufstieg und Fall Willy Brandts? Was sie zu erzählen haben, ergänzt auf spannende Weise die Erinnerungen der politischen Weggefährten wie Egon Bahr und Hans-Dietrich Genscher. 20,60 €, Fischer Verlage, ISBN: 978-3-10401415-9.

© Foto Strobl

© Unique Relations

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© loebell & nordberg

Diskussion

Verkauf Günther Plank, langjähriger Anzeigenleiter bei den OÖ Nachrichten, unterstützt ab sofort als Medienberater die oberösterreichische HeuteVerkaufsmannschaft rund um Teamleiter Gottfried Farthofer und Redaktionsleiter Armin Bach.


retail inside your business. today. 

Apfelernte

Das 29. Spielefest geht im Austria Center Vienna über die Bühne  Seite 17

Spitz beginnt mit der Apfelernte heuer etwas später als üblich 

Freitag, 18. Oktober 2013 – 15

© Landhof

vital im winter

Landhof Extra ohne Fleisch, Schärdinger Winterträume, Spar Vital Bio-Ingwer-Tee und Spar Herzkirschen Tee. Seite 19

abschied

Seite 18

© Haribo

Traditionell

© Spitz

© fotodienst

medianet

Hans Riegel ist im Alter von 90 Jahren verstorben 

Seite 20

Tedi-Chef Seebacher: „Es ist alles verkaufbar“

© Ketchum Publico/Aleksandra Pawloff

short

© medianet; Tedi/Chantal Weber

© EPA/Roland Weihrauch

Studie Internationale Studie belegt mangelndes Vertrauen in die Qualität von Nahrungsmitteln – insbesondere in Deutschland. Dazu kommen schlechte Noten für die Lebensmittelindustrie in Sachen Transparenz. Hersteller müssen in Zukunft mehr auf „Food e-Vangelists“ achten: diese verändern die Branche. Seite 17

Metro Dem Weihnachtsgeschäft geht der deutsche Handelskonzern Metro optimistisch entgegen. Vorstandsvorsitzender Olaf Koch zeigt sich zuversichtlich. Im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr 2013 muss der Konzern voraus­ sichtlich einen Umsatzrückgang von 1,1 Mrd. € hinnehmen.  Seite 18

Harte Währung Für Tedi Österreich-Chef Wolfgang Seebacher ist 1 € viel wert: Für rd. 60 Prozent des Sortiments ist dieser nämlich die vorgegebene Preislatte. Dennoch reüssiert der Discounter eindrucksvoll mit derzeit 63 Filialen. Seite 16

Nestlé-Umsätze wachsen leicht

Espresso in Kapseln

Vevey. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé kann an die Wachstumszahlen des Vorjahres heuer nicht mehr anschließen. Das selbstgesteckte Ziel dürfte das Unternehmen genauso wenig erreichen. Nur im dritten Quartal hat Nestlé wieder leicht Umsatz zulegen können. Die Wachstumsraten werden zwar nicht quartalsweise ausgewiesen. Aber da Nestlé nach sechs Monaten noch ein organisches Wachstum von 4,1% erzielt hatte und dieses nun über neun Monate betrachtet auf 4,4% angestiegen ist, zeigt sich eine Beschleunigung

Asien und Afrika haben an Geschwindigkeit zugenommen, so CEO Paul Bulcke.

des Wachstums von Juli bis September. 2012 hatte Nestlé das Ziel mit einer Wachstumsrate von 5,9% noch erreicht. Nestlés Umsatz von Jänner bis September beläuft sich auf 55,4 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von 4%. Im Laufe des vergangenen Jahres neu dazugekaufte Unternehmensteile steuerten 2,1% Wachstum bei. Vor allem die Nachfrage aus den Schwellenländern brachte den Umsatz in Schwung. „Asien und Afrika haben an Geschwindigkeit zugenommen“, so Konzernchef Paul Bulcke. Die Geschäfte in Europa hingegen stagnieren.  (APA)

© Mondelez International

Kaffee Mondelez Int. erweitert die Marke Jacobs Momente

© EPA/Gian Ehrenzeller

Bilanz Nur die Schwellenländer in Afrika und Asien lassen die Umsätze des Multis steigen

Ab Mitte Oktober sind die Momente Kapseln erhältlich.

Wien. Mondelez International, das weltweit zweitgrößte Kaffeeunternehmen, steigt nun mit der Marke Jacobs Momente ins Espressokapselsegment ein. Ab Mitte Oktober sind die neuen Espressokapseln erhältlich und geeignet für die meisten NespressoMaschinen. Die Nachfrage nach Pads oder Kapseln wächst im aktuellen Kaffeemarkt: Laut Nielsen konnte der österreichweite Gesamtumsatz um 6% auf 37 Mio. € gesteigert werden. Für Andreas Kutil von Mondelez Österreich ist es daher logisch, das Produktportfolio weiter auszubauen.  (APA)


ti tel sto r y

Freitag, 18. Oktober 2013

© medianet

16 – medianet retail

wolfgang see bach er

1 Euro-Discount Seit Ende 2011 macht in Österreich ein neues Discount-Format Furore: Tedi

Tedi macht Schnäppchen zum Einkaufserlebnis

Tedi Österreich-Geschäftsführer Tedi steht für Top Euro Discount und wendet sich im Einkaufserlebnis an den Schnäppchenjäger – rund 60% der ­Artikel gibt es um 1 €. Im Vorjahr reüssierte Tedi hierzulande mit 30 Mio. € Umsatz. Bis 2014 möchte das Format 100 Filialen eröffnet haben.

Mit 63 Filialen steht der Discounter für 30 Mio. Euro Umsatz, in 2014 kommt ein Expansionsschub. christian novacek

Wien. Ende 2011 erfolgte der Einstieg der deutschen Discountkette Tedi (Stichwort: 1 € Shop) in Österreich. Heute verfügt die Tedi Warenhandels GmbH bereits über 63 Filialen mit 350 Mitarbeitern. Der aktuelle Jahresumsatz beläuft sich auf 30 Mio. € und die Umsatzentwicklung 2013 entspricht punktgenau einem ambitionierten Plan. Tedi-Österreich-Chef Wolfgang Seebacher, der überdies für die Märkte in Slowenien, der Slowakei und Tschechien verantwortlich ist: „Wir expandieren zügig, wenn auch nicht ganz so rasch wie damals mit dem Textildiscounter KiK. Einfach deshalb, weil die für unsere Expansion tauglichen Fachmarktzentren heute vielfach schon besetzt sind.“ Seebacher war zuvor KiKÖsterreich-Chef; Tedi wurde von Tengelmann 2003 als Ableger von KiK gegründet, über KiK sind Tengelmann und KiK-Gründer Stefan Heinig beteiligt. Tedi verfügt heute in Deutschland über 1.381 Filialen (Plan: Dezember 2013). Was nun die Expansionsbestrebungen in Österreich betrifft, ist es mit Tedi hier tendenziell schwieriger, aber auf der anderen Seite reizvoller – warum? Zum einen ist Tedi aufgrund der Tatsache, dass das einzelne Geschäft 20 bis 30% weniger Umsatz macht als der vergleichbare KiK-Laden, für kleinere Orte kaum geeignet. Sprich: Die Standortplanung muss extrem

exakt sein, denn bei der geringeren Umsatz- und Spannenflexibilität kommt der Standort verhältnismäßig leichter unter Druck. Auf der anderen Seite aber tat sich eine Expansionsmöglichkeit auf, mit der in dieser Form vorher nicht zu rechnen war: „Die Einkaufszentren haben uns entdeckt“, ist Seebacher positiv überrascht; „im Wiener Columbus-Center, im

„Mittlerweile haben die Einkaufszentren Tedi entdeckt. Wir haben uns einen guten Ruf als Frequenzbringer

­erarbeitet.“ Wolfgang seebacher

Stadioncenter und in der Rosenarcade in Tulln sowie demnächst ECE Kapfenberg machen wir gute Umsätze. Und wir erarbeiten uns mittlerweile auch als Frequenzbringer einen guten Ruf.“ Dafür ausschlaggebend ist, dass hinter Tedi ein ausgefeiltes Konzept steckt. Dieses hat mit sonstigen, mitunter dubiosen, sich am Markt befindlichen „1 Euro-Buden“

de facto nichts gemein. Ein TediStore ist ordentlich. Mit einem ordentlichen Bodenbelag und einem aufgeräumten Sortiment inklusive Sortimentskompetenz, wo andere nur Restposten aufkaufen. Ergo ist Tedi in der Lage, Konsumenten in die oft leergefegten Obergeschosse von Einkaufszentren zu locken. Ergo ist Tedi mittlerweile am Markt so positioniert, dass mit Pagro und Libro plötzlich Mitbewerber erwachsen, die in der theoretischen Konzeption als solche ebenfalls nie aufgetaucht waren. Aber, so Seebacher: „Libro und Pagro haben auf uns reagiert.“ Mitunter übrigens harsch, etwa wenn die genannten Mitbewerber dem Vernehmen nach in ihren Mietverträgen plötzlich auf Exklusivitätsklauseln bestehen.

Gut für Schnäppchenjäger Zwar definiert sich ein Einkaufserlebnis bei Tedi stark über den Begriff „Schnäppchenjagd“ – darüber hinaus steht die Sortimentskompetenz aber bereits auf starken Pfeilern: Beispielsweise sind preisgünstige Putzmittel geeignet, eine Stammkundenschaft heranzuziehen. Weitere Säulen sind DekoArtikel (im Kommen sind etwa Applikationen für Fingernägel) und Schreibwaren. Unter Letzteren finden sich solide Marken wie Pelikan oder Herlitz, wo die große KaufMenge den besonders günstigen Preis möglich macht.

Wiewohl die Warengruppen somit in Richtung Preisgünstigkeit justiert sind und sich ein Durchschnittseinkauf bei Tedi auf 7,50 € beläuft, ist es nicht die Wirtschaftskrise, die Tedi auf die Beine hilft. Seebacher: „Wenn die wirtschaftliche Lage schlecht ist, geben die Leute weniger aus und geben damit auch weniger bei uns aus.“ Das unterscheidet einen Discounter wie Tedi maßgeblich vom nämlichen Format im Lebensmittelhandel: Ein Hofer oder Lidl profitiert stets vom Sparwillen der Konsumenten; ein Tedi kollidiert mit diesem Sparwillen, weil schlichtweg der Einkauf im 1 €-Shop gecancelt wird. Aber selbst wenn die Wirtschaft prosperiert und die Läden so richtig rund „laufen“, tun sie das, weil das Feintuning dahinter extrem ausgetüftelt ist. „Es ist alles verkaufbar, wenn die Qualität und der Preis stimmen“, ist Seebacher überzeugt. Aber: „Das Sortiment ist jeden Tag harte Arbeit.“

Schlanke Strukturen Lean und flexibel ist Tedi in der Organisation: Beispielsweise arbeiten in der Zentrale im 14. Wiener Bezirk lediglich neun Leute. Mietkosten werden ganz genau angeschaut, ebenso ist die Filialgröße mit 350 bis 400 m� Verkaufsfläche überschaubar, die Nebenflächen mit 30 m� gleichfalls schmal bemessen. Im Einkauf wird nichts

dem Zufall überlassen: Tedi kauft normalerweise keine Restposten auf, sondern lässt die gewünschten Artikel produzieren. Die Produzenten sitzen indes nicht irgendwo in Asien, sondern bevorzugt in Europa, einige in Deutschland. Das hat den evidenten Vorteil, dass man etwaigen moralischen Dilematta im derzeit recht angespannten Diskussionsfeld „fragwürdige Produktionsbedingungen“ entgeht. Trotz möglichst flexibler Rahmenbedingungen sind aber die Zielvorgaben bei Tedi klar umrissen: „In 2014 möchten wir in der Standortexpansion in Österreich auf 100 Läden kommen; in Slowenien sollten wir 2014 flächendeckend vertreten sein mit 40 statt bisher 20 Geschäften“, sagt Seebacher. Die dayli-Pleite ist übrigens für die Tedi-Expansion irrelevant, die frei gewordenen Standorte sind durchweg zu klein und, so Seebacher, „außerhalb jeder Frequenz“.

facts Tedi GmbH & Co.KG Sitz in Dortmund, Deutschland, Österreich-Zentrale in 1140 Wien, Albert Schweitzer Straße 5 Geschäftsführung Österreich Wolfgang Seebacher Umsatz & Filialen 30 Mio. € in 2012 mit rd. 60 Geschäften, die vorwiegend in Ostösterreich zu finden sind. In 2014 sollte sich die Filialzahl auf 100 erhöhen. Mitarbeiter 350, davon 9 in der Wiener Zentrale.


R e ta il & P r o d u c er s

Freitag, 18. Oktober 2013

medianet retail – 17

Food 2020 Zu wenig Transparenz, zu wenig Kommunikation: Händler und Hersteller entsprechen nicht den Vorstellungen der Verbraucher

Wenig Vertrauen in Lebensmittel Frankfurt. Dass es mit dem Vertrauen in die Politik nicht so gut bestellt ist, ist allgemein bekannt, aber in Sachen Vertrauen bei Lebensmitteln schaut es kaum besser aus. Nur ein Viertel aller Deutschen vertraut darauf, dass Lebensmittel sicher und gut für ihre Familien sind. Im internationalen Vergleich sind die Deutschen damit deutlich mehr verunsichert als Verbraucher in anderen Ländern, so das Ergebnis der internationalen Studie „Food 2020“ von Ketchum.

Transparenz gefordert Derzeit sind Verbraucherschutzorganisationen für fast 50% der deutschen Konsumenten die bevorzugte Quelle für Informationen zum Thema Lebensmittel. Vor allem Angaben zu Inhaltsstoffen und ihrer Herkunft sind für deutsche Verbraucher von großer Bedeutung: Fast zwei Drittel der Befragten machen hiervon die Weiterempfehlung eines Produkts abhängig, über die Hälfte ihre Kaufentscheidungen. Folgerichtig wünschen sich 56% der Verbraucher aussagekräftigere Produktetiketten, auf denen alle wichtigen Informationen zu finden sind. Und: „80 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass die Lebensmittelindustrie ihre Hausaufgaben in Sachen Transparenz nicht macht, obwohl dieser Faktor unmittelbaren Einfluss auf die Kaufentscheidung der Kunden hat. Die Unternehmen wären gut beraten, hier aktiver auf die Verbraucher zuzugehen“, so Pepita Adelmann, Senior Consultant und Food-Expertin bei Ketchum Publico in Wien.

Qualität statt Marke Dazu kommt: Die Strahlkraft einer Marke ist im Lebensmittelbereich für zwei Drittel der Verbraucher schon heute kein hinreichendes Kaufargument mehr. Vor allem Kriterien wie Geschmack,

Spielefest Altes und Neues

Komplexe Ideen

© fotodienst/Anna Rauchenberger

Wien. Das 29. Spielefest geht von 8. bis 10.11. über die Bühne. Aktuelle Spiele-Neuheiten, Spiele-Hits sowie bekannte Klassiker warten in Europas größter Spielothek darauf, ausgeborgt und auf über 1.500 Tischen getestet zu werden. Zudem sind im Rahmen der „AustriaCON“ über 150 Tische für die Fans komplexer Spieleabenteuer reserviert. „Beratung und Information sind uns ein besonderes Anliegen“, betont Ferdinand de Cassan, Obmann des Veranstalters IG Spiele.

Spielerische Vielfalt ist am Spielefest im Austria Center Vienna wieder gefragt.

Wert, Qualität und Preis beeinflussen das Kaufverhalten. Bis zum Jahr 2020 werden die Aspekte Herkunft, Sicherheit, Inhaltsstoffe und gesundheitliche Vorteile deutlich an Relevanz gewinnen.

Die Food e-Vangelisten International hat die KetchumStudie Food 2020 eine neue und sehr einflussreiche Konsumentengruppe identifiziert: die „Food e-Vangelists“. Während interessierte Verbraucher sich informieren, sehen Food e-Vangelists ihre Aufgabe darin, andere aktiv von ihrer Meinung über Marken

und Unternehmen zu überzeugen. In manchen Ländern gehört ein erheblicher Teil der Bevölkerung zu den e-Vangelists, beispielsweise in Italien (37%). In Deutschland sind es lediglich neun Prozent der Bevölkerung. Food e-Vangelists sind in der Regel jüngere Frauen, die Kinder haben, online aktiv und finanziell abgesichert sind. Sie definieren sich weniger über ihre demografischen Merkmale, sondern vielmehr über ihre kritische Einstellung zur Lebensmittelbranche. „Food e-Vangelists sind heute eine wichtige Gruppe für die Lebensmittelindustrie. Dennoch passen sie nicht in die typische Marketingzielgruppe;

klassische Marketingmaßnahmen sind bei ihnen unwirksam“, erläutert Linda Eatherton, Partner und Director Ketchum Global Food & Nutrition Practice. Food e-Vangelists kritisieren Lebensmittelmarken vor allem über Social-Media-Kanäle wie Foren, Blogs oder Facebook. Weltweit generieren sie bis zu 1,7 Mrd. Diskussionen über Lebensmittel pro Woche. „Die Lebensmittelindustrie sollte diese aktiven Konsumenten ernst nehmen und den Dialog mit ihnen suchen. Denn wir sind sicher, dass die Food e-Vangelists die Branche nachhaltig verändern werden“, so Adelmann. (red)

© Ketchum Publico/Aleksandra Pawloff

Diskussionen in Social Media-Kanälen entscheiden zunehmend über die Akzeptenz von Produkten.

Die Food-Expertin bei Ketchum Publico in Wien: Pepita Adelmann.


R e ta i l & Pr o d u c er s

18 – medianet retail

Handelskonzern freut sich aufs bevorstehende Weihnachtsgeschäft und prognostiziert ein Umsatzwachstum

short

Metro hofft aufs Christkind

Carrefour: Starker Euro schwächt den Umsatz Paris. Europas größter Einzelhändler, Carrefour, muss im dritten Quartal ein Umsatzminus von 1,3% verschmerzen. Der Erlös sank auf 21,1 Mrd. €. Ohne den Einfluss des starken Euro wären die Einnahmen allerdings höher. Der Konzern macht auf dem Heimatmarkt, der knapp die Hälfte des ­Gesamtumsatzes ausmacht, Fortschritte. Die Franzosen hatten zuletzt ihre Filialen modernisiert und die Preise ­gesenkt.  (APA)

Leichter Umsatzrückgang trotz Plus auf dem deutschen Heimatmarkt und im Online-Geschäft. Nataša Nikolić

Düsseldorf. Der deutsche Handelskonzern Metro sieht dem anstehenden Weihnachtsgeschäft optimistisch entgegen. Vorstandsvorsitzender Olaf Koch erklärt: ,,Wir gehen gestärkt und mit großer Zuversicht in das anstehende Weihnachtsgeschäft.“ Der Konzern musste vorläufigen Zahlen zufolge einen Umsatzrückgang von 1,1 Mrd. € im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr 2013 hinnehmen. Der Umsatz von Jänner bis September betrug 46,3 Mrd. €. Auch die Aktie des Unternehmens verlor im vorbörslichen Handel 2,5%. Gründe für den Rückgang sieht der Handelskonzern in der Krise in Südeuropa, da im dritten Quartal im deutschen Heimatmarkt zugelegt werden konnte. Dazu trugen unter anderem die Cash&CarryMärkte bei. Aber auch Europas

Mattel steigert Gewinn bei Puppenverkäufen

© EPA/Roland Weihrauch

© Courtesy of Indiana University

Freitag, 18. Oktober 2013

Olaf Koch zeigt sich zuversichtlich über das bevorstehende Weihnachtsgeschäft.

größte Elektrokette Media-Saturn verzeichnete flächenbereinigt einen Umsatzanstieg von 3,1% im Heimatmarkt.

Onlinekäufe stiegen um 70% Außerdem laufen die Online-Geschäfte besser, als noch vor einem Jahr. Die Umsätze schossen bei den bisher vernachlässigten Online-Verkäufen um satte 70% in die Höhe und lagen im Quartal bei 15,5 Mrd. €. Das bevorstehende Weihnachtsgeschäft soll den Erlös aber noch steigern, da dieses erfahrungsgemäß den größten Anteil der Metro-Gewinne einbringt. Der Metro-Chef zeigt sich zuversichtlich und prognostiziert einen leicht über dem Vorjahreswert von 706 Mio. € liegenden, operativen Gewinn (EBIT). Koch kündigt an, detailierte Zahlen am 12. Dezember bekannt geben zu wollen.

Bryan Stockton ist seit 2012 CEO von Mattel mit Sitz in Kalifornien.

Erntezeit Der Lebensmittelhändler Spitz beginnt mit der Apfelernte dieses Jahr zwei bis drei Wochen später als üblich

New York. Der Spielzeughersteller Mattel freut sich über mehr Gewinn im dritten Quartal. Bei den Produktgruppen American Girl, Monster High und der allseits bekannten Barbie, steigerte sich der Umsatz um sechs Prozent auf 1,6 Mrd. €. Der Gewinn verbesserte sich sogar um 22%. Konzernchef Bryan Stockton zeigt sich zuversichtlich für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft und erklärt, dass Mattel in allen Teilen der Welt zulegen konnte. Auch die Aktie des Unternehmens stieg an der New Yorker Börse. Während sich Spiele und sowohl klassische, als auch Vampir- und Monsterpuppen gut verkauften, sank der Verkauf von Spielzeugautos von Hot Wheels, Matchbox und Tyco. Der Absatz von Babyspielzeugen von Fisher Price blieb unterdessen gleich. Zum weltweit größten Spielwarenhändler gehören unter anderem Bob der Baumeister und Pinguin Pingu.  (APA)

Spitz erntet Äpfel von höchster Qualität Attnang-Puchheim. Zwei bis drei Wochen später als üblich beginnt der Lebensmittelhändler Spitz heuer mit der Apfelernte. Die Qualität des Obstes sei jedoch sehr gut. Die heimischen Bauern liefern momentan viele Tonnen Streuobst. Geschäftsführer Josef Mayer: „Die liebsten Äpfel sind uns Äpfel von Streuobstwiesen aus der Region; das ist das höchstwertigste Obst.“

Spitz legt viel Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit und will einen Beitrag zur Aufrechterhaltung der kleinstrukturierten Landwirtschaft liefern. Apfelsaft gehört zu den wichtigsten Produkten des Unternehmens.  (dp)

Harald Doppler (Getränke), Michael Fischer (GL Marke), Josef Mayer (GF), Franz Enengel (Rohstoffe), Karl Huemer (Landwirt).

Preisabsprache Rewe feiert einen kleinen Etappensieg

LEH Hauswurst, Selchbauch, Karreerenkerl in 250 Märkten

Wien. Vor eineinhalb Jahren führten Ermittler der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) eine Hausdurchsuchung bei der Rewe durch. Es wurde der Verdacht auf Preisabsprache geäußert. Die Anwälte des Konzerns reichten eine Beschwerde gegen die Durchsuchung ein – es habe sich um ein „exzessives Überschreiten“ gehandelt. Nun feiert Rewe einen kleinen Ettappensieg: Der Verwaltungs-

Graz. Spar bietet Konsumenten erstmals die Möglichkeit, fünf Frischfleischprodukte vom Steirischen Vulkanlandschwein zu kaufen. Die Kooperation von Spar mit dem Fleischhof Raabtal und 140 Landwirten aus der Region machte das Ganze erst möglich. „Mit dieser großartigen Kooperation kann Spar seinen Kundinnen und Kunden neue, hervorragende Produkte aus der Region anbieten; das macht uns sehr stolz“, so

Weitere Ermittlungen erforderlich

© Rewe

Verkauf von Smirnoff und Johnnie Walker legte lediglich um 0,6% zu.

Der Rewe-Konzern reichte Beschwerde gegen die BWB-Hausdurchsuchung ein.

Vulkanlandschwein neu bei Spar

gerichtshof (VwGH) hob die Entscheidung des Unabhängigen Verwaltungssenats Niederösterreich, für die Beschwerde nicht zuständig zu sein, auf.

Rewes kleiner Etappensieg „Die Entscheidung des Unabhängigen Verwaltungssenats wurde mit der Begründung aufgehoben, dass weitere Ermittlungen unterlassen wurden. Der UVS muss jetzt weitere Ermittlungen durchführen“, sagte VwGH-Sprecher Peter Doblinger. Ob im Zuge der Hausdurchsuchung eine Festplatte entfernt worden war, bleibt ungeprüft. Die BWB hat nur die Befugnis, geschäftliche Unterlagen einzusehen und zu prüfen sowie Abschriften und Auszüge der Unterlagen anzufertigen. Dem Wettbewerbsgesetz zufolge ist eine Beschlagnahme bei Hausdurchsuchungen, im Gegensatz zum Kopieren von Datenträgern, nicht erlaubt. Im Mai 2013 verurteilte das Kartellgericht Rewe wegen Preisabsprachen zu einem Bußgeld in der Höhe von 20,8 Mio. €.  (APA)

Christoph Holzer, Geschäftsführer Spar Steiermark und südliches Burgenland.

Hauswurst und Co. In rund 250 Spar-, Eurospar- und Interspar-Märkten gibt es fortan die vom Grazer Tann Wurst- und Fleischwerk verarbeiteten Produkte vom Vulkanlandschwein – Hauswurst, Selchbauch und Karreerenkerl.  (dp)

© Spar

© Diageo

Umsatzplus bei Diageo dank Amerika-Geschäft

London. Der Spirituosenkonzern Diageo konnte, trotz eines schwächelnden Europa-Geschäfts, ein Umsatzwachstum von 3,1% verzeichnen. Grund dafür sind neben den Preiserhöhungen die Zuwächse aus Amerika. Denn während die Erträge in Westeuropa um 1,1% zurückgingen, laufen die Geschäfte des weltgrößten Spitituosenherstellers in Lateinamerika und der Karabik besonders gut. Dort konnte ein organisches Wachstum von 10,9 % erzielt werden. Absolute Umsatzzahlen wurden nicht genannt.  (red)

© Spitz/Alfred Reiter

Regional und nachhaltig

GF Christoph Holzer, LR Johann Seitinger, Johann Kaufmann (Fleischhof Raabtal) und LAbg. Josef Ober präsentieren stolz die Vulkanlandschwein-Produkte.


pr o d u ct n ew s

Freitag, 18. Oktober 2013

medianet retail – 19

Romantisch Tee trinken und vom kalten Winter träumen Die unscheinbare Ingwer-Knolle ist eine Schatztruhe an wertvollen Inhaltsstoffen – von Vitaminen über wertvolle Mineralien bis hin zu ätherischen Ölen. Aufgrund der natürlichen Schärfe wärmt Ingwer den Körper und wird an kalten Wintertagen gern genossen – am besten als Spar Vital Bio-Ingwer-Tee.

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© Berglandmilch (3); Spar (2); Landhof

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20 – medianet retail

Freitag, 18. Oktober 2013

150 Jahre Hörtnagl GS1 – Tag der offenen Tür

© Hörtnagl/Egger

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© GS1 Austria/Katharina Schiffl

1. Hans Plattner, Doris Daum-Hörtnagl, Christine Oppitz-Plörer und Friedrich Auer (v.l.); 2. Oswald Daum, Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf; 3. Claudia Auer-Hörtnagl, Elisabeth Plattner.

Der Wurst- und Fleischspezialist feiert Firmenjubiläum 2

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1. Nikolaus Hartig (ECR), Christian Boser (Austria Pro), Hanspeter Madlberger, A.C. Steinbrecher (ECR), Erich Riegler (Rewe); 2. Johann Reisinger (Intersport) und Hausherr Peter Franzmair (Editel); 3. Erich Orlinsky (Nestlé), Klaus Schaffer (Editel); 4. Marlene Buchart und Manuela Hagenauer (Barcotec).

Top-Manager aus Handel & Industrie im Gespräch bei GS1

Friends of Supply Chain Veränderung Unter dem Motto „Dreieinhalb Jahrzehnte gelebte Supply Chain Partnerschaft“ folgten rund 100 Gäste aus Handel und Industrie sowie zahlreiche Solution Provider der Einladung zum Tag der offenen Tür von GS1, Editel und ECR. In den neuen Büroräumlichkeiten am Brahmsplatz 3, 1040 Wien, wurde die Gelegenheit zum Netzwerken und regen Austausch von Branchenneuigkeiten, Projekten und Entwicklungen in der Supply Chain genutzt. Begleitet wurde das Event von den brasilianischen Gitarrenklängen Angelo da Silvas sowie kulinarischen Köstlichkeiten aus Österreich und den Editel-Partnerländern Tschechien, Slowakei, Ungarn und der Türkei. Der Einladung von GS1-Austria-Geschäftsführer Gregor Herzog, Peter Franzmair (CEO Editel Austria), Nikolaus Hartig (ECR Austria Manager) waren unter anderem gefolgt: Barbara Tönz (Coca-Cola), Marc Groenewoud (Metro), Alfred Schrott (Manner), Erich Riegler und Sabine Thaler (beide Rewe), Heidrun Girz (Vivatis), Christina Holweg (WU Wien), Marlene Buchart und Manuela Hagenauer (beide Barcotec). (jm)

Tradition Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf wählt an der Hörtnagl-Theke vorwiegend den Beinschinken, Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer hat stets zwei Dinge im Kühlschrank – Hörtnagl Frankfurter und den italienischen Salat von Hörtnagl. Halls Bürgermeisterin Eva Posch gönnt sich „einmal im Jahr“ eine Fleischkäsesemmel beim Hörtnagl. Landesrat Johannes Tratter sündigt „öfter als einmal im Jahr“ und bezeichnete die HörtnaglFleischkäsesemmel als „eine Sünde, zu der man stehen kann“. Ihre Vorlieben für Hörtnagl-Produkte verrieten diese Ehrengäste im Rahmen der Jubiläumsfeier der Firma Andrä Hörtnagl. Die Führungsspitze mit Hauptgesellschafterin Doris Daum-Hörtnagl, dem geschäftsführenden Gesellschafter Hans Plattner und Geschäftsführer Friedrich Auer, dankte anlässlich 150 Jahre den Kunden und Mitarbeitern. „Wir sind ein Traditionsunternehmen; dieses Wort 22. Oktober: Tag des öster­ beginnt mit dem T, auch das reichischen Sekts, verschie­ Wort Treue beginnt mit einem dene Veranstaltungen. T – ohne die Treue der Kunden Z.B. lädt Schlumberger und Mitarbeiter stünden wir ab 16 Uhr in die Kellerwelten heute nicht hier. Dafür möchte in 1190 Wien ein. ich ein großes Danke sagen“, so die Chefin. (jm)

Kopf des Tages

Produkt des tages

die finstere brille

Hans Riegel (90), Haribo-Chef ist verstorben. Riegel war der Sohn des gleichnamigen Haribo-Gründers und hatte maßgeblichen Anteil am weltweiten wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Gemeinsam mit seinem 2009 gestorbenen Bruder Paul Riegel baute er die Familienfirma nach dem Zweiten Weltkrieg wieder auf. 1947 hat er an der Universität Bonn im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften promoviert. Er lenkte 67 Jahren die Geschicke des Unternehmens. Der weltbekannte Jingle „Haribo macht Kinder froh ...“ existiert seit Mitte der 1930er-Jahre bzw. in seiner erweiterten Form („und Erwachsene ebenso“) seit 1960.

Schenken hilft Mit den Sterntaler-Geschenkboxen bekommen diese zwei Worte eine ganz spezielle Bedeutung. Denn mit jeder Geschenkbox schenkt man Familien mit schwerkranken Kindern wertvolle Zeit in Österreichs erstem Kinderhospiz Sterntalerhof: Zeit, um Ruhe zu finden – Zeit, um Kraft zu schöpfen – Zeit, um Zuversicht zu gewinnen ... Nomen est omen, auch bei den Sterntaler-Geschenkboxen. „Kraft schöpfen – Ruhe finden – Danke sagen – Kind sein“. Unter diesen Namen präsentieren sich heuer die ersten vier SterntalerGeschenkboxen. Gefüllt mit Köstlichkeiten aus der Region, eignen sich ­diese Geschenkboxen ideal als kleine Aufmerksamkeit, als Weihnachtspräsent oder einfach als Dankeschön für Freunde, Geschäftspartner und die Familie. Erhältlich unter  www.Sterntalerhof.at/Schenken.

Falsche Freunde: Jack & Jim

500

© Sterntalerhof

© Haribo

Er lud ein und viele kamen: Gregor Herzog.

Frische & Qualität aus dem Westen

Christian Novacek

W

enns um die Schreibe der anderen geht, neige ich zur Akribie. Daher, leider, geht Jo Nesbo nimmer. War schon echt spannend, Harry Holes zweiter Fall, erschienen unter dem Titel „Kakerlaken“. Aber erstens mag ich besoffene Ermittler nicht, die ständig vom Freund Jim oder Jack reden, wo doch Lagavulin und Glenlivet aus meiner Sicht die bessere und gar nicht so viel teurere Wahl wären. Und gar nicht geht, wenn im abschließenden Showdown der Bösewicht den Polizisten deswegen nicht erschießen kann, weil die Pistole, die er sich grapscht, eine Ruger SP 101 ist – und die hat leider nur fünf Schuss. Der Böse hat aber geglaubt, jede Pistole habe sechs Schuss. Jo: die Ruger SP 101 hat tatsächlich nur fünf Schuss, ABER: Es handelt sich dabei nicht um eine Pistole, sondern um einen Revolver. Und Krimiautoren, die den Unterschied zwischen Pistole (Magazin) und Revolver (Trommel) nicht kennen, habens leider versemmelt. Das wär so, wie wenn ich Spar mit Billa verwechsle: Ist zwar oft das Gleiche drin, aber trotzdem nicht dasselbe. Sollte ich mich selbst anklagen wollen: Einmal hab ich gefährliche Süßstoffe erfunden; und den Kornspitz hab ich auch versemmelt. Im wörtlichen Sinn ;-)  c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Viel Lesestoff Wenn man das Internet ausdrucken würde, wäre der entstehende Stapel etwa 500 km hoch.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 18. Oktober 2013 – 21

Durch die Hintertür

Viele Anwender glauben an „Backdoors“ in ihrer IT-Hardware  Seite 23

© Chris Haderer

© Lancom/Rottenkolber

technology kommunikation total

Aastra erweitert seine UCC-Strategie um Videokonferenzmöglichkeiten  Seite 24

touch me Qosmio PX30t-A-112 im praxistest © Toshiba

Neues Leben für alte Laser-Toner-Cartridges

© origin.com

short

Wien. Drei bietet ab sofort sein TV-Angebot „3MobileTV“ für Android-Tablets, iPad und am PC/Mac in voller DVD-Qualität an. Verfügbar sind vorerst die 17 reichweitenstärksten Sender wie ORF, Puls 4, Pro7 und ATV, deren Programm nun in hoher Qualität auf Mobilgeräte gestreamt wird. Drei wird im Laufe der kommenden Wochen auch die restlichen der mittlerweile über 80 TV-Sender auf das gleiche Qualitätsniveau aufrüsten. In den ersten drei Quartalen 2013 haben über 300.000 Kunden 3MobileTV genutzt. Das entspricht über 204 Mio. Min. TV-Streaming via 3Netz.  www.drei.at/mobiletv

© Brother International

© Hutchison 3 Austria

Wien. Der Spielehersteller Electronic Arts versucht eine am Softwaremarkt für Endanwender neue Idee zu etablieren: Seit Kurzem bietet das Label auf seiner Downloadplattform Origin für österreichische Kunden eine Spiele-Zufriedenheitsgarantie: Downloads können innerhalb von 24 Stunden nach dem ersten Spielstart oder innerhalb von sieben Tagen nach Kaufdatum (bei Vorbestellungen innerhalb von sieben Tagen nach Veröffentlichungsdatum) gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben werden.  www.origin.com/  de-de/great-game-guarantee

Ein Recycling-Werk in der Slowakei Etwa 1,2 Millionen Laser-Kartuschen ­wurden vergangenes Jahr im Werk des Druckerherstellers Brother in Krupina recycled. Seit 2005 wurden insgesamt acht Millionen Cartridges eingesammelt.  Seite 22

Mehr als nur IT-Dienstleister … © Adobe

TOP CASHBACK AKTION A4-Multifunktionsdrucker Wien. Adobe setzt ab dem 29. Oktober die Veranstaltungsreihe „Adobe Create Now World Tour – Creative Days“ fort. Nach dem erfolgreichen Tourauftakt im Juni zeigen die Adobe-Experten weitere neue Features, Apps und Workflows der Adobe Creative Cloud. Vorgestellt werden Projekte und Trends aus den Bereichen Video, Fotografie, Design, Web und Digital Publishing sowie Print. Start der Tour ist in Wien.  www.adobe.com

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22 – medianet technology

Freitag, 18. Oktober 2013

Brother Der Druckerproduzent betreibt ein Werk in der Slowakei, in dem Laser-Toner recycled und hergestellt werden

Kommentar

Der lange Weg der TonerCartridges in die Slowakei

Blütezeit im ­Paranoia-Land

Pro Jahr landen in Europa etwa 150.000 Toner-Cartridges im Sammelsystem von Brother International.

Chris Haderer

Facility-Manager Phil Mack von Brother vor dem Reinraum im Werk in Krupina. Chris Haderer

Krupina (SK). Die Straße nach Krupina ist genau genommen ein Witz: ein mit Schlaglöchern übersäter Sanierungsfall, der sich quer durch die Slowakei zieht. Dennoch hat der Druckerhersteller Brother International im Jahr 2007 eine Fabrik dort eröffnet, nach England der zweite Standort in Europa. Die Slowakei sei ein idealer Platz, sagt Carl Bruce von Brother International: „Sie liegt mitten im Herz von Europa.“ Das etwas wirtschaftlichere Motiv: „Die Slowakei verzeichnet einen ständigen wirtschaftlichen Aufschwung.“ Außerdem sind eine Reihe von

Das 2007 eröffnete Werk in Krupina.

AVG Online-Störfaktoren

High-tech-Firmen dort ansässig. So lässt beispielsweise Sony in einer Niederlassung des umstrittenen Massenfertigers Foxcom seine Bravia-TV-Geräte dort produzieren. Außerdem schätzt Bruce die offenen Grenzen – von der zur Ukraine einmal abgesehen.

Totale Wiederverwertung Knapp vier Mio. € hat Brother in das Werk in Krupina investiert. Etwa 250 Menschen sind mit dem Recycling gebrauchter und der Herstellung neuer LasertonerKartuschen beschäftigt, bei einem Durchschnittsgehalt von etwa 450 € pro Monat. Etwa 2,8 Mio.

Kein Grundstein, sondern eine Plakette.

Im Reinraum werden die Cartridges überprüft, instandgesetzt und neu befüllt.

Kartuschen wurden von Brother im Vorjahr weltweit recycled, davon 1,2 Mio. in Krupina. Ein Teil der Kartuschen landet via Drittanbieter wieder bei Brother, derzeit etwa 150.000 Stück aus dem deutschsprachigen Raum, über das Brother-Sammelsystem. „Über acht Millionen Cartridges wurden seit dem Jahr 2005 in Europa recyceled“, sagt Werksmanager Phil Mack von Brother International. Das entspricht einem Gewicht von etwa 7.300 t. Allein im Jahr 2012 wurden 1,7 Mio. Toner-Kartuschen wiederverwertet. Der Wert ist nicht unbeträchtlich: Am Leergutmarkt kann eine Cartridge durchaus mit zehn bis 20 € zu Buche schlagen (Tintenpatronen werden aufgrund ihres geringen Materialwerts nicht gesammelt). In Krupina werden die Tonercassetten zunächst gereinigt und landen dann in einem Reinraum. Dort werden verschiedene mechanische Teile kontrolliert und gegebenenfalls ersetzt (Metallrollen, Führungen, etc.). Beschädigte Plastikteile werden zur Wiederverwertung in einem Werk mit Spritzgußanla-

ge aussortiert. Danach werden die Kassetten mit Toner wiederbefüllt und mit Labels versehen. Diese Labels kennzeichnen, dass es sich um ein originales Brother-Produkt handelt und nicht um eine Fälschung, wie sie am Markt immer häufiger in Umlauf sind.

Neues Hologramm-Siegel Um Produktfälschern das Leben zusätzlich schwer zu machen, hat Brother im September ein neues holografisches Sicherheitslabel eingeführt. Anhand dieses Labels können sich Kunden am Point of Sale noch vor dem Kauf vergewissern, dass sie Original-Verbrauchsmaterialien von Brother erwerben. „Neben fortgesetzten, offensiven rechtlichen Maßnahmen gegen Nachahmer ist das neue Sicherheitslabel ein entscheidender Schritt im aktiven Kampf der Brother-Gruppe gegen die Verfügbarkeit minderwertiger Nachahmungen von Brother-Verbrauchsmaterialien“, sagt Mack. Das neue Schutzlabel soll für mehr Klarheit und Transparenz sorgen.  www.brother.at

Internet Laut einem aktuellen ITU-Bericht liegt Österreich bei mobilem Breitband auf Platz 23 im Zugangsranking

Mobiler Ärger © panthermedia.net/Adam Radosavljevic

Mobiles Breitband setzt sich langsam durch Wien. Mobiles Breitband ist zwar in aller Munde – mehr als die Hälfte der Österreicher hat einen derartigen Internetzugang (siehe Infografik). Die Alpenrepublik liegt laut dem Report „State of the Broadband 2013” der Internationalen Fernmeldeunion ITU im Länderranking auf Platz 23. Weit abgeschlagen, auf Platz 40, kommt Deutschland mit 41,1 Zugängen pro 100 Einwohnern. Dagegen bringen es die Län-

© Ericsson

Langsame Internetverbindungen kosten Anwendern Zeit und Nerven.

Wien. Laut der aktuellen „Consumer Trust“-Studie des IT-Security-Software-Anbieters AVG sieht knapp die Hälfte (47%) der deutschen Endverbraucher in einer langsamen oder unzuverlässigen Internetverbindung die größte Zeitverschwendung, wenn es um die Arbeit mit PCs, Laptops, Smartphones oder Tablet-PCs geht. Ebenfalls zu den Top 3-Technologie-Zeitverschwendern gehören mehrere Benutzernamen und Passwörter auf unterschiedlichen Geräten (22%) sowie doppeltes E-MailManagement. Vor allem Letzteres ist ein Ärgernis, das durch inkompatible E-Mailsysteme entsteht.  www.avg.com

© Brother

© Chris Haderer (3)

U

nd wieder einmal blühen im Paranoia-Land die Bäume. Oder hat es gar andere Gründe, dass laut einer Lancom-Umfrage stolze 23 Prozent der beruflichen ITAnwender der Meinung sind, dass sich in ihrer Hardware sogenannte Backdoors befinden, und es immerhin 43 Prozent nicht ausschließen (wie Sie auf der Seite gegenüber nachlesen können)? Derartige Annahmen gehörten bis vor Edward Snowdens PRISM-Enthüllungen ins Reich der Verschwörungstheorie. Jahrelang wurden Überwachungsbedenken als paranoide Wahnvorstellungen disqualifiziert und öffentlich belächelt. Jetzt ist ein gequältes Grinsen daraus geworden, und die Hersteller werden wohl viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, um in der Wahrnehmung nicht als Handlanger von Geheimdiensten und Spionen dazustehen. Leicht abzuwaschen wird die Schandfarbe nicht sein. So ist beispielsweise schon vor einem Jahrzehnt ein Glaubensstreit darüber entbrannt, ob im Algorithmus der Verschlüsselungssoftware „PGP“ (für Pretty Good Privacy) der Internet-Legende Phil Zimmermann eine Hintertür für die NSA eingebaut ist oder nicht. Das ist das Problem bei Verschwörungstheorien: Wir leben in Zeiten, in denen selbst die paranoidesten Ängste Gestalt annehmen. Aber es wird immer schwerer, die Grenze zwischen Paranoia und Wahrheit zu ziehen.

Sebastian Tolstoy, Vice President ­Business Development bei Ericsson.

der auf den vorderen Plätzen des Rankings teilweise deutlich über 100 mobile Breitbandanschlüsse auf 100 Einwohner: Auf Platz eins rangiert Singapur mit rund 123 Anschlüssen, gefolgt von Japan mit 113 Anschlüssen. In Europa sind vor allem die skandinavischen Länder beim Thema schnelles mobiles Internet gut aufgestellt.

Steigendes Einkommen Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Statistik, die von Ericsson in Zusammenarbeit mit dem Analysten Arthur D. Little und der Chalmers University of Technology in Göteborg/Schweden durchgeführt wurde. Die mikroökonomische Studie zeigt die Schwellen bei der Geschwindigkeitssteigerung auf, die einen statistisch bedeutsamen Einfluss auf das Haushaltseinkommen besitzen. Diese Schwellenwerte unterscheiden sich in OECD-Staaten und den sogenannten BIC-Ländern (Brasilien, Indien und China). Danach wächst das Haushaltseinkommen in OECD-Staaten durch-

schnittlich bei einer Steigerung der Breitbandraten von vier auf acht Mbit/s um 120 USD (88,56 €) monatlich. In den BIC-Ländern steigt das Einkommen um monatlich 46 USD (33,95 €) bei einer Beschleunigung der verfügbaren Zugangsrate von 0,5 auf vier Mbit/ s. „Die Ergebnisse dieser mikroökonomischen Studie bestätigen

unsere frühere Untersuchung, die den positiven Einfluss der verfügbaren Breitbandgeschwindigkeiten auf das Bruttoinlandsprodukt in 33 Ländern aufgezeigt hat“, resümiert Sebastian Tolstoy, Vice President, Radio Business Development und Strategy bei Ericsson. www.broadbandcomission.org  www.ericsson.com


I d e e & st rat e gi e

Freitag, 18. Oktober 2013

medianet technology – 23

Lancom Systems Aufgrund des PRISM-Skandals wollen viele deutsche Unternehmen auch verstärkt auf die Herkunft der eingesetzten Hardware achten

Cyber-Angriff durch die Hintertür Wien. Dass der vom Whistleblower Edward Snowden ans Licht gebrachte PRISM-Datenschutzskandal langfristig Folgen für die US-Wirtschaft haben wird, steht mittlerweile außer Zweifel. Analysten sagen nordamerikanischen Cloud-Anbietern große Kundenverluste in Europa voraus – und orten gleichzeitig Kapitalisierungspotenzial für europäische Unternehmen. Deren Chancen sollen vor allem im Verschlüsselungsbereich liegen (der sich zurzeit mehr oder weniger fest in der Hand von USUnternehmen befindet, die dem Patriot Act unterstehen), sowie auf dem Cloud-Sektor. Wurde die Frage nach dem Standort der Server bis vor ein paar Monaten noch müde belächelt, so ist sie heute zum essenziellen Bestandteil geworden. Auch die aktuelle Umfrage „ITSicherheit – Zeit für einen Paradigmenwechsel?“ vom IT-Anbieter Lancom Systems kommt zum Schluss, dass deutsche Unternehmen das vielzitierte Qualitätsversprechen „Made in Germany“ zueinem Entscheidungskriterium bei Investitionen in die IT-Sicherheit machen (was sinngemäß auch für österreichische Unternehmen gilt). Interessanterweise ist damit nicht nur die Cloud gemeint, sondern auch Hardware: Insbesondere auf der Infrastrukturebene wollen Unternehmen künftig sehr viel stärker als bisher auf die Herkunft der eingesetzten Router achten (83% der Befragten).

einen gesteigerten Bedarf an IT-Sicherheitsprodukten „Made in Germany“ (71%).

Gefahr: Backdoor In der Frage nach der Herkunft von Hardwareprodukten spiegelt sich die Angst vor sogenannten Backdoors wider, die in Firmware und Treibern versteckt sein und Unbefugten den unerkannten Zutritt ins Firmennetz ermöglichen könnten. Immerhin 95% der Befragten kennen die Bedeutung des Begriffs Backdoor. Stolze 32% der Teilnehmer gehen davon aus, dass Backdoors in

ihren IT-Komponenten vorhanden sind, 42% schließen es nicht aus und nur 20% glauben nicht, dass IT-Komponenten solche Schwachstellen aufweisen. „Auffällig ist, dass die Anwender bei Investitionen in neue sicherheitsrelevante Infrastruktur noch zurückhaltend und dass ITSicherheitszertifizierungen noch weitgehend unbekannt sind“, sagt Ralf Koenzen, CEO von Lancom Systems. „Hier sind Hersteller, Verbände und die Politik klar gefordert, Zertifizierungen bekannter zu machen und ihre Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu steigern.”  www.lancom.de

Sicherheitszertifizierungen könnten das Vertrauen in die Hersteller wieder stärken.

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Chris haderer

© panthermedia.net/aNdreas Schindl

32 Prozent der Unternehmen glauben an Backdoors in ihren IT-Komponenten.

Unterwegs in Die ZUkUnft.

Deine Stadt nimmt dich mit.

Virtuelles Gleiten Generell haben laut der LancomUmfrage derzeit etwa 76% der befragten Unternehmen überhaupt eine IT-Sicherheitsarchitektur. Weit über die Hälfte geht davon aus, dass diese sehr gut oder gut ist, etwa ein Viertel geht davon aus, dass sie befriedigend ist. Vor allem die Administration und der Schutz vor Hackerangriffen sowie Schadsoftware werden etwas problematischer beurteilt, wohingegen Qualität und Zuverlässigkeit der Sicherheitsarchitektur von den Befragten besonders gut bewertet werden. 17% der Befragten planen, die Investitionen in die IT-Sicherheit generell zu erhöhen. Unmittelbare Konsequenzen aus dem PRISM-Skandal, der offenbar immer noch nicht seinen Höhepunkt erreicht hat, zog jedoch nur jedes fünfte Unternehmen. Allerdings: Wie die Umfrage zeigt, hat sich die allgemeine Einstellung gegenüber der Herkunft von IT-Produkten stark verändert: Ein Großteil der Teilnehmer sieht

www.smartcity.wien.at

© Lancom Systems/Martin Rottenkolber

Wien. Die Stadt fürs Leben.

Informieren, Buchen und Bezahlen aus einer Hand: für alle Verkehrsmittel und jede Route. Ein persönlicher Mobilitäts-Assistent, an dem heute noch geforscht wird, soll uns schon morgen noch rascher und umweltfreundlicher ans Ziel bringen. Das macht das Leben leichter – und unsere Stadt fit für die Zukunft. Daran arbeiten wir alle gemeinsam. Das ist Smart City Wien. facebook.com/SmartCityWien twitter.com/SmartCityWien

Ralf Koenzen, Gründer und CEO des IT-Anbieters Lancom Systems. PR_33_SCmobil_216x288_JP.indd 1

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Fa c t s & f i g u r e s

24 – medianet technology

short

Neue Roadmap für die QlikTech BI-Produkte

Freitag, 18. Oktober 2013

Aastra Der Anbieter von UCC-Lösungen erweitert sein Portfolio um Konferenzraum- und Android-Tablet-Lösungen

„Video ist Bestandteil der Geschäftskommunikation“

Wien. Mit „QlikView.Next”, der nächsten Generation der Business-Discovery-Plattform, hat der BI-Anbieter QlikTech seine strategische Roadmap vorgestellt. QlikView.Next setzt auf Business Discovery auf, das sich im Markt als alternativer BI-Ansatz etabliert hat: Die Plattform liefert Anwendern sofort für sie relevante Einblicke und bietet der IT-Abteilung zugleich die Administrations- und Governance-Funktionalitäten für den Einsatz von QlikView bei kleinen bis hin zu global agierenden Unternehmen. „Kunden möchten sich aktiv in Datenanalysen einbringen, statt einfach nur fertige Reports vorgelegt zu bekommen“, sagt Anthony Deighton, CTO und Senior Vice President, Products bei QlikTech. „Deswegen ersetzen sie zunehmend ihre traditionellen BI-Lösungen durch QlikView.”  www.qliktech.com

Doublejack gehört zu A1 Top-Jungunternehmern Wien. Gemeinsam mit futurezone.at hat A1 nach Austria’s Next Top Start-up gesucht. Über 40 Jungunternehmer haben sich auf den futurezone.at-Aufruf hin beworben. „Mit Doublejack haben wir uns für eine herausragende Geschäftsidee entschieden, die Konsumenten unterstützt, Rechnungen zu archivieren und so nie wieder Garantieansprüche zu verpassen“, sagt Marcus Grausam, A1-Technikvorstand, über den Gewinner. „Im nächsten Jahr werden wir Doublejack mit Büroräumlichkeiten, Ausstattung, und Know-how unterstützen.“  www.futurezone.at

© ELO

ECM-Fachkongress zu neuen Branchentrends

165 Besucher kamen zum letzten ELO-Fachkongress nach Wien.

Wien. Um aktuelle Trends im Bereich Enterprise-ContentManagement (ECM)-Software ging es im Vienna Marriott Hotel beim 9. ELO ECM-Fachkongress, der kürzlich in Wien stattfand. 165 Besucher folgten der Einladung. Sie erfuhren in Vorträgen, wie man Geschäftsprozesse effizienter gestaltet und konnten sich mit Experten und Gleichgesinnten austauschen. ELO-Geschäftsführer Karl Heinz Mosbach erläuterte, welche Chancen und Risiken sich aus den aktuellen Trends für die Unternehmen ergeben.  www.elo.com

chris haderer

Wien. „Stabil.“ Es ist „das beste Wort“, das Frederic Boone, Leiter von Aastra Zentral- und Osteuropa, einfällt, um die ersten fünf Jahre des Unternehmens am österreichischen Markt zu umschreiben. „Stabil in jeder Hinsicht“, sagt Boone: „Aus der Sicht des Unternehmens, hinsichtlich der Produkte und auch der Partner.“ Etwa die Hälfte des Umsatzes werden mit dem Kommunikationsserver Aastra 400 erzielt, der Klein- und Mittelbetrieben mit bis zu 600 Nutzern Unified-Communications-Dienste bietet. Mehr als 500 Systeme sollen heuer insgesamt in Österreich ausgerollt werden. „Ein starkes Ergebnis“, kommentiert Boone: Weltweit erzielte Aastra im Vorjahr einen Umsatz von 606 Mio. kanadischen Dollar (ca. 431,75 Mio. €). Jetzt soll das „BluStar“-Ökosystem, in dem die UCC-Produkte des Unternehmens eingebettet sind, vor einem Evolutionssprung stehen. „Es gibt ein Thema, das uns ständig einholt“, sagt Martin Schmiedt-Siebenhaar, Marketing Director, Aastra Austria GmbH: „Und das ist Video.“

© Chris Haderer

Anthony Deighton, CTO QlikTech.

Martin Schmiedt-Siebenhaar (li.), Marketing Director Österreich, und Frederic Boone, Leiter Aastra Zentral- und Osteuropa.

Alle Plattformen abdecken Das Marktforschungsunternehmen Frost & Sullivan sagt für das Jahr 2016 ein Marktvolumen für Videoanwendungen im Businessumfeld von 956 Mio. USD (705,54 Mio. €) in Europa voraus. Für Schmiedt-Siebenhaar steht damit fest, dass „Video zu einem zentralen Element in der Unternehmenskommunikation wird“. Dementsprechend will Aastra Videokommunikation als integralen Bestandteil seines BluStar-Ökosystems auf allen Endgeräten

© Aastra/Digital Vision

© QlikTech

Laut Martin Schmiedt-Siebenhaar ist die Zeit reif für Videokommunikationslösungen im KMU-Bereich.

„BluStar for Conference Room“: neue Aastra-Lösung, die zur Infrastruktur passt.

verfügbar machen – vom „BluStar 8000i Desktop Media Phone“ und dem neuen „BluStar for Conference Room“ über den PC bis hin zu Smartphones und Tablets.

Weil Aastra ein kanadisches Unternehmen ist, wurden mobilseitig bislang vorwiegend die marodierende Blackberry-Plattform und seit dem Vorjahr auch Apples iOS

unterstützt. Angesichts des rasant gestiegenen Marktanteils von Android soll heuer auch das Google-Betriebssystem zum Bewohner der BluStar-Welt werden. Grundlage der Aastra-Systeme sind drei Kommunikationsserver, nämlich der Aastra 400 für KMUs, der MX-One für Großbetriebe und der irgendwo in der Mitte liegende Aastra 5000. „Wir bieten eine gemeinsame Videolösung für alle Endgeräte“, sagt Schmiedt-Siebenhaar. Die Standards SIP und H.264 sorgen für maximale Kompatibilität mit dem Rest der Welt. Anschaffungspreise seien laut Schmiedt-Siebenhaar nur schwer zu nennen, weil das Geschäft über Partner gemacht werde, und deren Offerte kenne man nicht. Mit „ein paar tausend Euro“ sei man mit von der Partie.  www.aastra.com

Telefit Roadshow IT-Sicherheit und E-Rechnung sind die Themenschwerpunkte der österreichweiten Roadshow

Bewährte Lösungen für das KMU-Segment Wien. Aktuelle Abhör- und Spionage-Skandale in aller Welt zeigen die Bedeutung von IT-Sicherheit und Datenschutz auch für Klein- und Mittelbetriebe in Österreich. Doch täglich neue Formen der Bedrohung verunsichern viele Unternehmer. Was können kleine Betriebe tun, um sich vor Cyberkriminalität zu schützen? Ist E-Business nicht mehr sicher? Was passiert mit Unternehmensdaten in der Cloud? Hier setzt Telefit, die EBusiness-Roadshow der Wirtschaftskammern Österreichs, an und zeigt mit anschaulichen Beispielen sowie praktischen und zum Großteil kostenlosen Lösungen, wie jedes Unternehmen unabhängig von der Größe durch den Einsatz von E-Business- und Kommunikationslösungen profitieren kann.

E-Rechnung und Sicherheit Weiterer Themenschwerpunkt der Telefit Roadshow ist die elektronische Rechnung: Ab 1. Jänner 2014 müssen nämlich alle Rech-

telefit 2013 tour-stopps

Die Telefit Tour-Stopps im Überblick. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung via Homepage notwendig. © WKO

nungen an den Bund elektronisch übermittelt werden – eine Papierrechnung wird dann nicht mehr akzeptiert. Bei der aktuellen Telefit Roadshow erfahren Betroffene, wie sie ihre Rechnungen künftig an den Bund stellen können und wie Unternehmen selbst am besten von der E-Rechnung im Geschäftsverkehr profitieren. Die Premiere des aktuellen Pro-

gramms war Mitte September im Tullner Rathaus. Bis November ist die Telefit Roadshow, die vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend unterstützt wird, an weiteren 30 Orten in allen neun österreichischen Bundesländern zu sehen (siehe Übersichts-

karte oben). Telefit ist keine IT-Schulung, sondern präsentiert Lösungen für kleine Unternehmen, die Zeit und Geld sparen. Neben den aktuellen Themen Sicherheit im Internet, Social-Media und Online-Werbung bringt Telefit das jährliche E-Business-Update für KMU.  www.telefit.at


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 18. Oktober 2013

medianet technology – 25

Barracuda Networks Einfache Administration und Wartung ist eine Grundvoraussetzung für moderne Security-Lösungen

short

„Netzwerk und Security wachsen zusammen“ chris haderer

© ePages

Laut Klaus Gheri von Barracuda Networks wird der Unterschied zwischen „Drinnen und Draußen“ fallen.

ePages-Onlineshops mit rasanten Zuwächsen

ePages-CEO Wilfried Beeck.

Wien. IT-Sicherheit bedeutet, ein Unternehmen vor Schaden zu schützen, der durch den Ausfall der IT-Infrastruktur entsteht. Es ist also ein recht umfassender Anspruch, der hinter einer geeigneten IT-Strategie steht. Der „simple“ Ausfall von Hardware ist ebenso ein Detail wie der Schutz vor Angriffen aus dem Cyberspace oder der illegalen Datenweitergabe durch Mitarbeiter. Security-Experten müssen einen recht umfangreichen Problemkatalog aufarbeiten, den Klaus Gheri, Vice President Network Security bei Barracuda Networks, im medianet-Gespräch beschreibt.

medianet: Wie kann die IT-Abteilung mit der schnellen technischen Entwicklung Schritt halten? Klaus Gheri: Das vielleicht am häufigsten übersehene Element der Security ist die unkomplizierte Verwaltung. Wenn ein IT-Team administrative Aufgaben nicht mehr bewältigen kann, wird die beste Firewall anfällig – sogar in besonderem Maße: 80 Prozent der Unternehmen in unserer ‚2013 Firewall Configuration Study‘ kannten nicht alle Optionen ihres Produkts, 55 Prozent hatten deswegen in der Vergangenheit Sicherheitslücken. Je leistungsfähiger ein Produkt ist, desto mehr Optionen bietet es, die intelligent genutzt werden wollen. Optionen, die verstanden und konfiguriert werden müssen – mehr Arbeit für den Admin also. Der Trend zu effektiven Security-Produkten muss also von einem Trend zu leichter administrierbaren Security-Produkten begleitet werden. Sonst bringt die fortschritt-

© Chris Haderer

Veränderungen in Sicht

Hamburg/Wien. Der E-Commerce in Europa ist im Steigflug – und auch das „ePages“ OnlineshopSystem verzeichnet Zuwachsraten. „Für die stationären Händler birgt das Online-Geschäft die Chance auf zusätzliche Umsätze. Viele haben das bereits erkannt und sind auch im Internet aktiv“, sagt ePagesCEO Wilfried Beeck. Deutsche ePages-Nutzer steigerten die Zahl der Bestellungen im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 13%. Von einer niedrigeren Ausgangsbasis aus steigerten Schweizer ePagesHändler die Zahl der Bestellungen im Schnitt um 26%. In Spanien wuchs die Anzahl um fünf Prozent. Bei der Größe des durchschnittlichen Warenkorbs sind schwedische Händler am besten platziert (120 €), dicht gefolgt von ihren Kollegen aus Italien (119 €) und Spanien (113 €). Das größte Wachstum erzielten Franzosen mit einem Plus von 11% auf 94 €.  www.epages.com

Klaus Gheri, Vice President Network Security bei Barracuda Networks, beschreibt die aktuellen Trends in Sachen IT-Sicherheit.

liche Sicherheitslösung mehr Gefahr als Schutz für die Unternehmen. medianet: Firewalls und Webfilter gehören quasi zur Grundausstattung eines Unternehmens. Sind die derzeitigen Lösungen noch zeitgemäß? Gheri: Die Grenze zwischen Next Generation Firewalls und Webfiltern beginnt zu verschwimmen. Die kompaktere, performantere Variante stellt heute die Firewall dar. Dagegen ist der Webfilter aufgrund seiner Spezialisierung hinsichtlich der gebotenen Granularität reichhaltiger und verfügt über extensiveres Reporting. Die Auslagerung von erheblicher Systemlast von der Firewall spricht häufig noch für den Betrieb dedizierter Webfilter-Geräte. Doch das ändert

sich: Die Zukunft gehört der Next Generation Firewall in Verbindung mit intelligenten Cloud-Lösungen, an die lastintensive Analysen delegiert werden können. Für die Sicherheit und die intelligente Verwaltung der IT-Ressourcen müssen folgende Inhalte bekannt sein: der gesamte Datenverkehrs innerhalb des Unternehmens, zwischen den Standorten, in die unternehmenseigene Cloud-Umgebung und ins Internet. medianet: Die IT-Security steht also vor großen Veränderungen? Gheri: Ein Merkmal der neuen Security ist: Sie unterscheidet nicht mehr streng zwischen dem Drinnen und Draußen der Unternehmens-IT. Die Cloud macht diese Unterscheidung hinfällig und Security im Zeitalter der Cloud muss

das berücksichtigen. Die Unterscheidung zwischen Network und Security entfällt endgültig: Wenn Elemente des Firmennetzwerks virtualisiert werden und lokal nicht mehr zugeordnet werden können, muss die Kontrolle der Kanäle ihrer Sicherheit genauso wie ihrer Verfügbarkeit dienen. Dieses Zusammenwachsen von Netzwerk und Sicherheit ist seit langer Zeit Teil unserer Vision von der Zukunft der Security und des Portfolios von Barracuda Networks. Wir sind einer der besten Anbieter von Lösungen, der diesen Trend unterstützt und Anwendern die Möglichkeit gibt, den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen. Nicht zuletzt machen wir auch den IT-Admins das Leben ein bisschen einfacher.  www.barracuda.com

Innovationsmanagement auf höchster Ebene Wien. Die Innovationsmanagement-Plattform Spigit und der Softwarehersteller Mindjet fusionieren. Mit der Fusion entsteht die erste Unternehmensplattform, die Unternehmensergebnisse durch reproduzierbare Innovationsprozesse erzielt. Nach der Fusion ist eine umfassende Integration von Mindjet und Spigit geplant. Die Führungsebene von Spigit wird innerhalb der erweiterten Organisation unter der Leitung von Mindjet-CEO Scott Raskin weiter im Dienst bleiben.  www.mindjet.com/spigit

Intel Der Chiphersteller will künftig verstärkt energieeffizente Mikroprozessoren und Gateway-Lösungen anbieten

Chips & Gateways für das Internet der Dinge

Laut einer aktuellen Studie des McKinsey Global Institute ist die Zahl der über das Internet vernetzten Maschinen in den vergangenen fünf Jahren um 300% gestiegen – ein Trend, der sich weiterhin fortsetzen wird. Ein Hauptgrund für dieses enorme Wachstum ist die hohe Effizienz intelligenter Technologien, die zur Rationalisierung von Arbeitsabläufen und Effizienz- beziehungsweise Produktivitätssteigerung beitragen können. In den betroffenen Branchen werden laut Schätzungen des

Xing ist bei Personalern die beliebteste Plattform

Beliebtes Karrierenetzwerk Xing.

Sicherheit in der Cloud

© panthermedia.net/Péter Gudella

Maschinen im Netz

für die nahtlose Kommunikation zwischen Geräten und der Cloud liefern. Mit Fokus auf Industrie, Energiewirtschaft und Transportwesen gewährleistet diese Lösung, dass die Daten der bestehenden Geräte und Infrastruktur sicher zwischen der Cloud und intelligenten Geräten übertragen werden und sich zur Analyse nutzen lassen.

© Xing

Feldkirchen/Wien. Intel will sich in Zukunft verstärkt auf die Entwicklung und den Vertrieb von Produkten und Technologien für das Internet der Dinge konzentrieren. Dazu hat Intel unter anderem neue Produkte wie die Intel Atom E3800 Prozessorfamilie (Codename „Bay Trail – I“) sowie eine neue Reihe Intel-basierter, intelligenter Gateway-Lösungen mit integrierter Software von McAfee und Wind River vorgestellt.

Neue Mikroprozessorarchitekturen sind die Grundlage für neue Anwendungen.

McKinsey Global Institute rund 36 Billionen USD (ca. 26,6 Billionen €) für Betriebskosten ausgegeben.

Bestehende Strukturen Mehr als 85% der Geräte, die derzeit im Einsatz sind, basieren auf bereits vorhandenen Systemen.

Da diese existierende Infrastruktur nicht komplett ersetzt werden kann, bedarf es einer Zwischenlösung, um Interoperabilität zu ermöglichen. Intel bietet gemeinsam mit McAfee und Wind River neue intelligente Gateway-Lösungen, die vorhandene Systeme verbinden und gemeinsame Schnittstellen

Die neuen Gateway-Lösungen von Intel enthalten integrierte und vorvalidierte Hard- und Software, darunter McAfee Embedded Control und die Wind River Intelligent Device-Plattform zur schnellen Entwicklung und Bereitstellung von Anwendungen und Services. Mit diesen Lösungen lassen sich Daten aus der Cloud sicher sammeln, filtern und austauschen. Einsatzfelder sind etwa die Kontrolle wertvoller industrieller Anlagen, die Automatisierung der Fertigung oder des Energienetzes oder das Management von Fahrzeugflotten.  www.intel.com

Wien. Laut einer aktuellen Forsa-Studie ist die Karriereplattform Xing die bevorzugte Stelle, an der 62% der befragten Personaler nach neuen Mitarbeitern fahnden. Klassische Jobbörsen bringen es auf knapp 15%. „Wir sehen einen ganz starken Trend hin zum Active Sourcing“, sagt Thomas Vollmoeller, CEO der Xing AG. „Die direkte Kandidatenansprache durch Personaler ist nicht nur persönlicher, sondern vor allem schneller und deutlich kostengünstiger als die ­traditionellen Wege.“  www.xing.at


to o ls & se r v i c es

26 – medianet technology

Freitag, 18. Oktober 2013

Test Der Qosmio PX30t-A-112 von Toshiba präsentiert sich als solider All-in-One-Rechner mit Touch-Steuerung

short

Schreibtisch-Schönling

Kostenlose Tools für den Datenaustausch Wien. Die Paragon Software Group hat ein Portal mit Tools zur Lösung von Kompatibilitätsproblemen gestartet. Sieben Treiber und ein Konverter sollen einen vollständigen Hochleistungs- Lese-/Schreibezugriff für die verbreitetsten Dateisysteme gewährleisten (NTFS, HFS+, Ext2/Ext3/Ext4, etc.) und dies auf unterschiedlichen Plattformen, bei denen diese Dateisysteme in der Regel nicht unterstützt werden.  www.paragon-drivers.com

Gute Performance und Ausstattung machen den Rechner zur Alternative für klassische Desktops.

© Nativy

Windows-App für einfache Übersetzungen

Arbeitet mit Office 365 zusammen: neue Übersetzungsapp von Nativy.

Wien. Das Wiener Start-up Nativy hat eine App entwickelt, mit der Übersetzungen direkt aus Office 365 gemanagt werden können. Ihre Datenbank umfasst über 1.300 Übersetzer aus 61 Ländern für 320 Sprachkombinationen. Beauftragung und Abwicklung erfolgen direkt in Office 365.  www.nativy.com

Gute Performance All-in-One-Rechner haben Vorund Nachteile: Einerseits bringen sie wie der Qosmio PX30t-A-112 solide Technik ein einem einzigen platzsparenden Gehäuse unter, andererseits sind sie dadurch auch nicht mit zusätzlichen Einschub-

Der Qosmio PX30t-A-112: ansprechendes Design und Intel Core i7-Power.

© Toshiba

Wien. Das Datenblatt des Qosmio PX30t-A-112 von Toshiba liest sich recht spannend: Intel Core i74700MQ-CPU mit 2,4 GHz, NVIDIA GeForce GT 740M-Grafikkarte mit 2 GB VRAM und Optimus-Technologie, eine 3 TB HDD (7.200 U/Min) sowie 16 GB DDR3 RAM. Insgesamt bringt der gutaussehende Allin-One-Rechner mehr Leistung mit, als man im Büro für gewöhnlich braucht. Das macht das Gerät über den Office-Bereich hinaus auch für den Multimedia-Einsatz interessant. Das 23“-Full-HD-TouchDisplay mit LED-Hintergrundbeleuchtung und vier Harman Kardon Stereo-Lautsprechern mit DTS Studio Sound (20W Output) legt davon Zeugnis ab. Komplettiert wird die Geschichte von Gigabit LAN, WLAN, 2x USB 2.0, 4x USB 3.0 und HDMI. Eine drahtlose Tastatur und eine Wireless-Mouse im etwas gewöhnungsbedürftigen Design sind ebenfalls mit an Bord. Ein Gesamtpaket also, das seinen Preis von 1.640 € durchaus wert ist.

karten oder Festplatten erweiterbar. Das ist beim Qosimo aber auch nicht wirklich nötig, denn das Gerät bringt alles mit, was man braucht – sowohl für den beruflichen als auch den privaten Einsatz. Das Gerät ist mit Windows 8 in der 64-Bit-Version ausgestattet und bringt noch einige Erweiterungen von Toshiba mit, die den Umgang mit dem PC vereinfachen sollen. Ein „Eco“-Modul will beispielsweise für einen bewussten Umgang mit den Eneregieverbrauchseinstellungen sorgen. Interessant ist eine von Toshiba mitgelieferte Gestensteuerung, die über die eingebaute Webcam funktioniert. Sechs verschiedene Gesten sollen die kontaktlose Steuerung des Geräts ermöglichen – was im Praxistest zwar zu interessanten Figuren, aber zu wenig Erfolgen führte; die Touch-Steuerung von Windows 8 reicht vollständig aus. Insgesamt erhält man mit dem Qosmio PX30t-A-112 ein solides und optisch gut gestaltetes Gerät, das auf dem Schreibtisch Platz spart und dank seiner Ausstattung auch nicht so schnell veraltet sein wird. Von der Performance her liegt der Qosmio PX30t-A-112 laut dem PCMark7 und dem CinebenchTestmark im guten Mittelfeld: auch Spieler werden ihre Freude haben, Filmfans sind mit dem eingebauten BluRay-Player und der HDMI-Anbindung ohnehin gut bedient.  www.toshiba.at

© Chris Haderer

Chris haderer

Im Eco-Modul von Toshiba werden Energiepläne und Stromverbrauch verwaltet.

Elektronische Rechnung für Unternehmen Mehr Sicherheit, weniger Kosten durch BMD Business Software auf eb-Interface-Standard

E-Rechnung an den Bund wird Realität Steyr. Mit 1. Jänner 2014 werden nur mehr elektronische Rechnungen an den Bund akzeptiert. Ab diesem Stichtag können Rechnungen über Waren und Dienstleistungen ausschließlich in elektronischer Form eingebracht werden. Der Bund – darunter fallen beispielsweise auch die von ihm verwalteten Schulen – akzeptiert dann weder Papierrechnungen noch Rechnungen im PDF-Format, sondern schreibt ein strukturiertes, digitales Format vor. Das bedeutet laut einer Schätzung der Wirtschaftskammer Österreich eine dramatische Umstellung für rund 77.000 Unternehmen quer durch alle Branchen – vom Bäcker, Rauchfangkehrer bis hin zum Autohändler.

PROMOTION

Lösungen für Lieferanten Bei der elektronischen Rechnung handelt es sich in der Regel um ein eb-Interface. Dieses verlangt nach einer Anpassung des jeweiligen Fakturierungsprogramms. Betriebe, die mit ihren Programmen noch keine Rechnung in diesem Format erzeugen können, sollten sich also rasch nach entsprechenden Lösungen umsehen. Denn laut Gesetz sind die Lieferanten verpflichtet, die Rechnungen digital einzubringen, andernfalls muss der Bund der Zahlungsaufforderung nicht nachkommen. Mit einer

© BMD Systemhaus GmbH (2)

Spätestens zu Jahresbeginn 2014 muss umgestellt sein: Österreichweit sind 77.000 österreichische Unternehmen betroffen.

Die elektronische Rechnung wird zum Standard. BMD bietet eine perfekte Lösung.

Verschiebung des Stichtags zur verpflichtenden Verwendung der E-Rechnung ist vom heutigen Informationstand aus nicht zu rechnen.

E-Rechnung bringt hohes Nutzenpotenzial Die Umstellung soll dem Bund helfen, Kosten in der Höhe von 30 Mio. € zu sparen. Für die österreichische Wirtschaft birgt die E-Rechnung ein Nutzenpotenzial von 600 Mio. €. Dabei beschränkt sich die Ersparnis nicht nur auf offensichtliche Kosten – wie Porto, Papier, Kuvertierung, etc. –, sondern ergibt sich auch aus dem automatisierten Arbeitsablauf.

Langfristig ist davon auszugehen, dass die elektronische Rechnung österreichweit verstärkt zum Einsatz kommen wird. Darauf vorbereitet ist man mit der Lösung aus der Softwareschmiede BMD, die auf diesem Gebiet seit jeher eine Pionierrolle einnimmt. So war BMD von Anfang an im Normierungsgremium des österreichischen E-RechungsStandards eb-Interface vertreten, das nun auch bei der E-Rechnung an den Bund zum Einsatz kommt.

für das Unternehmen, sondern hat auch viele Vorteile für den Rechnungsempfänger. Kommt die E-Rechnung in einem XML-Format (eb-Interface), so kann diese mit der BMD Software automatisch importiert werden. Die Folge: Ein langes Auslesen von Zahlungs- und Kontodaten bei Buchungen kann vermieden werden – eine klare Arbeits- und Zeitersparnis für jeden Anwender. Auch im Bereich der Fehlervermeidung ist man vorn dabei. Da im Format auch Positionsdaten vorhanden sind, kann ein automatischer Abgleich mit der Bestellung bzw. Lieferung durchgeführt werden. Wird mehr verrechnet, als bestellt wurde, ist dies per Knopfdruck feststellbar. Für Mahnungen und Reklamationen sind die elektronischen Rechnungen im BMD-Archiv jederzeit griffbereit, wodurch wiederum viel Zeit gespart werden kann.

Doppelauslösung der Umsatzsteuer? – BMD Software bietet Sicherheit: Auch beim elektronischen Zahlungsverkehr kann es, wie bei der Papierrechnung, nur ein Original geben. Vorsicht ist daher bei einer mehrfach versendeten elektronischen Rechnung geboten, da es aufgrund der Auslegung des Originalbegriffs seitens der Finanz zu einer mehrmaligen Auslesung der Umsatzsteuer kommen kann. Das bedeutet: Wird eine Rechnung beispielsweise sowohl auf Papier als auch elektronisch gesendet, und keine der Rechnungen ist als Kopie gekennzeichnet, so wird die Umsatzsteuer doppelt fällig. Auch hier wird der Anwender der BMD Software unterstützt, indem einerseits archivierte Rechnungen als Kopie gekennzeichnet werden können und andererseits bei der Rechnung, die aus dem Archiv versendet wird, ebenfalls ein Kopie-Stempel angebracht werden kann.

SERVICE Umfassendes Service bei E-Rechnungen: Die BMD Business Software unterstützt Unternehmen in allen Bereichen der E-Rechnung: Beginnend mit der Erstellung einer Rechnung in PDF oder dem für den Bund optimalen eb-Interface-Format, dem Versand per Mail (inkl. automatischer Archivierung) bis hin zum Import in die ER-Kontrolle mit Vergleich der Bestelldaten.

Mit BMD Kosten und vor allem Zeit sparen Die elektronische Rechnung birgt jedoch nicht nur Kostenersparnis

SICHERHEIT

Dr. Markus Knasmüller. Leiter BMDSW-Entwicklung, zert. e-Billing-Berater.

BMD-Kontakt: Tel.: +43 50 883-0 bmd@bmd.com; www.bmd.com


medianet

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freitag, 18. oktober 2013 – 27

© medianet

wenig lust zum wechsel

Der Liberalisierung des Energiemarkts fehlt es noch deutlich an Dynamik  Seite 30

© Deutsche Bahn

industrialtechnology für mehr effizienz

Quintiq optimiert europaweite Supply Chains von DB Schenker  Seite 32

jungheinrich neuer auto pallet mover

© Jungheinrich

Risikopotenzial der Unternehmen steigt

© FH Salzburg

short

Wien/München/Salzburg. Für eine grundlegende Studie zur Optimierung der OrganosolvFraktion, einem industriellen Verfahren zur Gewinnung von Lignin aus Biomasse, wurde der Salzburger Forscher Anton Astner (Bildmitte) beim 16. Münchener Holzkolloquium mit dem Leo-SchörghuberPreis zur Förderung der Holzforschung ausgezeichnet. Astner konnte in seiner Arbeit jene Prozessbedingungen bestimmen, unter denen bei dem aufwendigen und teuren verfahren die höchste LigninAusbeute erzielt werden kann  www.fh-salzburg.ac.at

Coface-Branchen­ radar Auf Basis der Zahlungserfahrungen mit Unternehmen hat der Kreditversicherer das Risikopotenzial für 14 Branchen und drei Regionen analysiert. Für Chemie, Pharma und Automobil steigt es deutlich. Seite 28

© MARK/EPA/picturedesk.com

© EPA/Jeff Kowalsky

Linz. Im Rahmen der Fachmesse K organisiert der Mechatronik Cluster am 22. Oktober erstmals B2B-Meetings, um die Kontakte zwischen seinen Mitgliedsunternehmen und den Betrieben der österreichischen Smart Textiles-Plattform zu intensivieren. Diese Meetings sind Teil des im September gestarteten Projekts PlasTexTron, dessen primäres Ziel die Zusammenführung von Unternehmen zu einem Netzwerk der Kompetenzen ist. So sollen Kooperationen über Branchen- aber auch über die Landesgrenzen hinweg möglich gemacht und Raum für Innovationen geschaffen werden.  www.mechatronik-cluster.at

Austria & Australia Produktionsbeginn 2016 geplant

Start für Lithium-Abbau in Kärnten

© Hubert Isopp/CC Lizenz

Peking. Stand in China jahrelang die Befeuerung des Wachstums an erster Stelle, soll nun eine Art „geordneter Rückzug“ aus Branchen mit chronisch hohen Überkapazitäten gefördert werden, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Strategiepapier der Regierung hervorgeht. Das bereits seit Langem erwartete Konzept sieht Eingriffe in fünf Industrie-Sektoren vor. So sollen etwa neue Projekte in der Stahl-, Aluminium-, Schiffsbau-, Zement- und GlasBranche nicht mehr genehmigt und dem Markt freierer Lauf gelassen werden.  (APA/red)

Das Lithium-Vorkommen auf der Kor­alm ist eines der größten in Europa.

Wien/Wolfsberg. Im Auftrag der australischen Global Strategic Metals NL, Haupteigentümer der Lithium-Mine bei Wolfsberg, startet die steirische Grafitbergbau Kaisersberg mit dem SammelprobenBetrieb. Das Vorkommen auf der Koralm gilt als eines der größten in ganz Europa und umfasst rund 28 Mio. t Erz mit einem Durchschnittsgehalt von 1,6% Lithiumoxid. Nach diversen Tests und Erhalt der Genehmigungen soll 2016 mit der Produktion und dem Bau einer Lithium-Carbonat-Umwandlungsfabrik begonnen werden. www.globalstrategicmetalsnl.com

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c ov e r

28 – industrialtechnology

kommentar

Vom Unkraut zum Rohstoff

Freitag, 18. Oktober 2013

Coface Branchenpanorama Die Unternehmen kämpfen mit zum Teil stark sinkenden Gewinnen

Risiko in vielen IndustrieBereichen steigt deutlich In Europa sind vor allem Chemie, Pharma, Metall, Holz & Papier sowie Automobil betroffen.

britta biron

F

ür Gartenbesitzer ist er ein ständiger Quell des Ärgers, allerdings könnte der Löwenzahn künftig auch ein wichtiger Rohstofflieferant sein und so vom verhassten Unkraut zur begehrten Ressource mutieren. Denn aus seinem klebrigen Saft lässt sich Kautschuk herstellen, wie Forscher des Fraunhofer Instituts in Zusammenarbeit mit dem Reifenhersteller Continental herausgefunden haben. Nach den erfolgreichen  Laborversuchen ist jetzt der Bau einer Pilotanlage im industriellen Maßstab geplant. Hinsichtlich der KautschukQualität steht der Löwenzahn dem Gummibaum in nichts nach. Ganz im Gegenteil hat er einige deutliche Vorteile zu bieten: Löwenzahn ist äußerst robust gegenüber Schädlingen und Witterung, stellt keine großen Ansprüche an die Bodenqualität und wächst sprichwörtlich wie Unkraut eigentlich überall in Europa. Dadurch ist der LöwenzahnKautschuk auch deutlich umweltfreundlicher, da der Anbau in viel kürzerer Entfernung zu den europäischen Produktionsstandorten der Reifenhersteller erfolgen kann und damit auch die Transportwege und Kosten deutlich gesenkt werden können. Die ersten Testreifen mit Gummi-Mischungen aus  Löwenzahn sollen bereits in den kommenden Jahren  erprobt werden.

Sigmatek 25 Jahre

© Sigmatek

Jubiläum

Sigmatek-GF Marianne Kusejko zieht eine positive Bilanz zum Jubiläum.

Lamprechtshausen. 1988 von Andreas Melkus, Theodor Kusejko und Marianne Kusejko gegründet, ist Sigmatek heute ein erfolgreiches mittelständisches Unternehmen mit weltweit 400 Mitarbeitern und international führend bei innovativen Automatisierungssystemlösungen. „Wir haben unser Unternehmen zielstrebig vorangetrieben und sind erfolgreich unterwegs. Ein partnerschaftliches Miteinander und langfristiger Erfolg sind uns wichtiger als kurzfris-tige Erfolgsoptimierung”, ziehen die drei Geschäftsführer zum 25-Jahres-Jubiläum eine ­erfolgreiche Bilanz.  www.sigmatek.at

Wien. Eine restriktive Kreditpolitik der Banken, Fachkräftemangel, Rohstoffknappheit, volatile Märkte, wachsender Investitionsbedarf in neue Technologien, zurückhaltende Kunden, steigender Wettbewerb, zum Teil unsichere positische Verhältnisse in Lieferund Absatzländer – die Liste der Herausforderungen, vor denen Industrieunternehmen heute stehen, ist lang. Ob, wann und für welche Branchen der Kojunkturmotor wieder rund läuft, steht derzeit noch in den Sternen.

Negativtrend Betrachtet man die Umsätze der Top 500-Unternehmen in Zentralund Osteuropa, könnte man meinen, dass die Krise schon längst überwunden ist. Immerhin konnten sie einer Untersuchung des Kreditversicherers Coface 2012 ihre Umsätze um 5% auf 628 Mrd. € steigern. Allerdings konzentriert sich dieses Wachstum auf wenige Sektoren wie etwa Autohandel, Nahrungsmittelindustrie, Energie, oder Großhandel. Bauindustrie, Elektronik, Metallindustrie oder Bergbau sind dagegen mit zum Teil stark sinkenden Umsätzen konfrontiert.

Umsätze noch stabil Dieser Negativtrend zeigt sich, einer aktuellen Meldung des VDMA zufolge, auch bei den deutschen Herstellern von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik, deren Umsatz sich im ersten Halbjahr 2013 gegenüber der Vorjahresperiode fast halbiert hat. „Nachdem die Europäische Union und China ihren Konflikt über

Importzölle auf Solarmodule und ihrer Kernkomponenten Ende Juli beigelegt haben, spüren wir aber wieder erste positive Signale. Es wird allerdings noch ein wenig Geduld brauchen, bis sich diese in Auftragseingang und Umsatz ummünzen lassen“, sieht Peter Fath, GF der RCT Solutions GmbH und Vorsitzender des Vorstands von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel, ein kleines Licht am Ende des Tunnels.

Gewinne sinken Keine Unterschiede zwischen den Branchen gibt es bei der Gewinnentwicklung der Top 500. Die ist generell negativ und den Unternehmen blieb 2012 im Schnitt um 32% weniger Profit als im Jahr davor. Entsprechend steigen auch die Risken, wie der aktuelle RisikoIndikator von Coface, der auf den Zahlungserfahrungen mit Unternehmen basiert, zeigt. Das Risiko im Sektor Chemie bewegt sich in Europa und den asiatischen Schwellenländern von „mittel” auf „hoch”. „In Europa sank die Profitabilität der ChemieUnternehmen aufgrund schleppender Nachfrage und steigender Konkurrenz durch US-Exporteure um 19%. In den asiatischen Schwellenländern, besonders in China, bekamen die KMU bereits die versiegende Kreditversorgung zu spüren“, so Coface Chefökonom Grzegorz Sielewicz.

Kränkelnder Pharmasektor Auch für die Pharmaunternehmen steigt das Risiko in Europa auf „hoch”. In den Apotheken gehen die Umsätze und Gewinne zurück und auch Zwischenhändler sind von den Reduzierungsmaßnahmen

© Tomasz Ras/Coface

britta biron

Grzegorz Sielewicz, Chefökonom Central Europe bei Coface.

im Gesundheitssektor betroffen. In den asiatischen Schwellenländern und in Nordamerika ist eine relative Stabilisierung bemerkbar, hier wird das Risiko wird als „moderat“ eingestuft. Besonders hart trifft es die Automobilhersteller, hier stieg das Risiko in Europa auf „sehr hoch“. Das gleiche Bild zeigt sich auch für die Metallindustrie, wobei deren Bewertung auch in den USA und den asiatischen Schwellenländern ein hohes Risiko ausweist, während es für die Autohersteller in diesen Regionen – noch – mittel bzw. moderat ist. Hoch ist das Risiko in Europa auch für den Holz- und Papiersektor sowie für Elektronik und

IT. Einzig für die Sektoren Nahrungsmittel, Bekleidung, Transport und Service liegt das Risiko in allen drei Regionen im mittleren Bereich.

Mehr Insolvenzen Seit 2011 hat sich die Insolvenzrate in Zentral- und Osteuropa verdreifacht. Allein zwischen August 2012 und Juli 2013 stieg die Zahl der Firmenpleiten im Automobilsektor um 11% und die Insolvenzkosten für Lieferanten um 35%, was wiederum zu einer steigenden Anzahl an Folgeinsolvenzen führt. Betroffen davon sind vor allem Händler (58%) und Subunternehmer (24%).  www.coface.com

Quest-Studie Gummi- und Kunststoff-Maschinen entwickeln sich besser als gesamter deutscher Maschinenbausektor

Eine Branche gibt ordentlich Gummi Bochum/London. Zwar traf die Krise der Jahre 2008/2009 die deutschen Hersteller von Gummi- und Kunststoffmaschinen besonders hart, allerdings konnte sich die Branche auch deutlich schneller als andere Maschinenbausparten wieder erholen. 2012 übertraf die Produktion von Gummi- und Kunststoffmaschinen mit 123,3 Indexpunkten das Vorkrisenniveau von 114,2 im Jahre 2008 deutlich. Und auch hinsichtlich der weiteren Entwicklung stehen die Vorzeichen günstig.

hen Erwartungen kommen allerdings nicht von ungefähr. „Die Exportmärkte der Branche Gummi- und Kunststoffmaschinen sind stärker auf Wachstum getrimmt als diejenige des Maschinenbaus insgesamt”, erläutert Quest die Gründe. „Die Hersteller von Gummi- und Kunststoffmaschinen exportieren in die stagnierenden Länder der EU mit 31% weniger als

der Maschinenbau insgesamt. Statt dessen konzentriert man sich auf die zur Zeit starken Märkte.”

„Die Exportmärkte für

Fokus auf Boom-Märkte

Gummi- und Kunst-

Laut den Daten der Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamts liegt die Exportquote der Gummi- und Kunststoffmaschinen-Hersteller in die wachs-

stärker auf Wachstum getrimmt als jene der anderen Sektoren.“ thomas quest quest technomarketing

Schneller aus der Krise „Die Wachstumserwartungen der Hersteller von Gummi- und Kunststoffmaschinen für den Zeitraum bis 2016 sind mit 6,3% mehr als doppelt so hoch wie im gesamten Maschinenbau, wo die Unternehmen nur mit einem Plus von 2,7% jährlich ausgehen”, so Thomas Quest, Gründer und Inhaber von Quest Technologiemarketing, der im Vorfeld der Fachmesse K die Branche analysiert hat. Diese überdurchschnittlich ho-

stoffmaschinen sind

Mit 6,3% Plus jährlich liegen die Erwartungen deutlich über dem Branchenschnitt.

tumsstärkeren BRIC-Länder mit 26% deutlich über dem Durchschnitt des Maschinenbaus mit 19%. Und auch die Chancen in den dynamisch wachsenden Märkte Mexiko, Indonesien, Südkorea und Türkei konnte man deutlich besser nutzen als andere Sparten. Hier liegt die Exportquote bei 11% im Vergleich zu nur 6% im gesamten Maschinenbau.  www.quest-technomarketing.de


i n n ovat i o n & u n t e r n e h me n

Freitag, 18. Oktober 2013

industrialtechnology – 29

Frost & Sullivan-Studie Europäischer Markt für sicherheitstechnische Systeme wächst bis 2017 von 378 auf über 493 Mio. Euro

Sicherheit stärker im Fokus Frankfurt. Die sich verbessernden Marktaussichten ermutigen viele Unternehmen jetzt, in neue Automatisierungstechnologien und innovative Produktionsverfahren zu investieren. Dies betrifft auch sicherheitstechnische Systeme (Safety Instrumented Systems: SISs). Denn eine höhere Produktionskapazität macht die intensivere Kontrolle des Prozesses erforderlich, insbesondere in Bezug auf Effizienz und Sicherheit.

Lohnende Investitionen Hier hat bereits ein deutlicher Bewusstseinswandel eingesetzt, da die Unternehmen erkannt haben, dass es wirtschaftlicher ist, in Sicherheitslösungen und die Prävention zu investieren, als die etwa durch rechtliche Schritte bedingten Kosten zu tragen. „Moderne SISs sind zuverlässig, aufgrund ihrer modularen Bauwei-

se leicht zu erweitern und können problemlos in andere Steuerungssysteme integriert werden“, sagt Frost & Sullivan Industrial Automation & Process Control Research Manager Sivakumar Narayanaswamy. „Aufgrund ihrer technologischen Ausgereiftheit wird die Nachfrage nicht nur bei den bisher zurückhaltend agierenden Endnutzern steigen, sondern auch bei denjenigen, die mit ihren installierten SISs unzufrieden sind.“ Eine Ausnahme stellt Südeuropa dar, wo industrielle Automatisierungstechnik und SISs von den Unternehmen als eher unwichtig betrachtet wird. In einer

Zeit, in der die Anwender die Betriebs- und Wartungskosten reduzieren wollen, investieren sie nur widerstrebend in neue Technologien, die zusätzlichen Service und Support von den Anbietern erfordern. „Die SISs-Anbieter müssen sich daher auf Regionen konzentrieren, die von der wirtschaftlichen Krise der Eurozone weniger betroffen sind“, so Narayanaswamy weiter. „Aufgrund deren hohen Wachstumspotenziale tun sie gut daran, die Beneluxländer, Mittel- und Osteuropa und Skandinavien zum Ziel ihrer Aktivitäten zu machen.“  www.frost.com

© Panthermedia.net/pixpack

Nachfrage steigt in Benelux, Skandinavien und Mittel- & Osteuropa

Moderne Sicherheitssysteme reduzieren teure Produktionsausfälle.

3M Klebetechnik

Innovation

Eine Besonderheit des zähelastischen Hybrid-Konstruktionsklebstoffs ist der Farb-Indikator. Dieser zeigt erstmals den Aushärtungsverlauf eines Klebvorgangs mithilfe der Ampelfarben Rot, Gelb und Grün eindeutig an. Diese Visualisierung macht den chemischen Prozess beim Fügen von Werkstoffen deutlich und verhindert somit auf sehr praktische und einfach Weise, dass verklebte Bauteile einer verfrühten Belastung ausgesetzt werden.  http://solutions.3maustria.at

> Zielgruppe: Hohes Einkommen oder hohe Bildung > Minimale Streuverluste

EINKOMM ES

R

VIP

NG

EN

Erstmals mit Ampelsystem

> 110.000 Haushalte in Wien und Umgebung

ODE

Die neueste Innovationen ist der 2-Komponenten-Konstruktionsklebstoff Scotch-Weld 7271 B/A für das hochfeste Kleben von Faserverbundwerkstoffen und Metallen. Er wird aus einer Kartusche mit dem EPX Handauftragsgerät oder einer EPX Druckluftpistole aufgetragen. Die an der Kartusche befestigte Düse mischt die beiden Komponenten des Klebstoffs im richtigen Verhältnis, ohne dass der Anwender mit dem Klebstoff in Berührung kommt. Dank seines kontrollierten Fließverhaltens kann der Klebstoff sowohl für horizontale Verklebungen als auch über Kopf eingesetzt werden.

> Unadressierte Zustellung

DU

Kontaktloses Mischen

HOH

Perchtoldsdorf. Klebstoffe haben als Fügetechnik die klassischen Methoden, wie Schweißen oder Nieten, in vielen Bereichen bereits abgelöst. 3M gilt als einer der führenden Player im Klebstoffbereich und deckt mit über 400 verschiedenen Produkten das komplette Spektrum an Klebstofftechnik ab.

HOHE BIL

© 3M

www.redmail.at Die Ampelfarben visualisieren den ­Aushärteprozess des Klebstoffs.


energie & ressourcen

30 – industrialtechnology

Freitag, 18. Oktober 2013

Energie Laut den Geschäftsführern von enelteco herrscht immer noch Angst vor dem Energielieferantenwechsel

short

Die Liberalisierung des Energiemarkts dauert an

NÖ unterstützt grüne Initiativen

© NLK/Burchhart

Für den heimischen Strommarkt prognostizieren sie eine ähnliche Entwicklung wie in Deutschland. mathieu völker

Wien. „Der Energiebereich ist sehr jungfräulich. Es gibt wenige Private und veraltete Strukturen. Seit der Liberalisierung vor elf Jahren hat sich nicht viel getan“, so lautet die Analyse von Martin Platzer, Geschäftsführer des Energiemanagement und -beratungsunternehmens enelteco. Er und Paul Durstmüller,

LR Petra Bohuslav will für mehr Nachhaltigkeit sorgen.

St. Pölten. Bereits zum zweiten Mal führt das Land Niederösterreich die Förderaktion „Nachhaltigkeit als unternehmerischer Erfolgsfaktor“ durch. Noch bis 31. Oktober sind interessierte Unternehmen, die mit ihrem Kerngeschäft einen ökologisch, sozial und wirtschaftlich vorbildhaften Weg einschlagen möchten, eingeladen, ihre Projekt einzureichen. Der Schwerpunkt des heurigen Calls liegt auf Ökoinnovationen, vor allem auf der Verringerung der Ressourcenintensität, etwa durch eine bessere Materialausnutzung, die Verwendung wenig ressourcenintensiver Materialien oder die Bereitstellung qualitätsgesicherter Rohstoffe aus Abfällen, Reststoffen oder Altstoffen. „Dazu zählt etwa die gezielte Nutzung von Partnern und Lieferanten in der Wertschöpfungskette“, so LR Petra Bohuslav. Insgesamt stehen für das Projekt 300.000 € zur Verfügung.  www.noe.gv.at

„Es gibt wenige Private und veraltete Strukturen. Seit der Liberalisierung vor elf Jahren hat sich nicht m. platzer, GF enelteco

Paul Durstmüller und Martin Platzer, beide Geschäftsführer des Energiemanagement- und Beratungsunternehmens enelteco.

Geschäftsführer, sprachen mit medianet über Energielieferantenwechsel und die Entwicklung der Energiepreise. „Der Markt ist noch lange nicht liberalisiert. Die E-Control hat es bisher nicht geschafft, den Kunden die Angst vor dem Wechsel zu nehmen“, meint Platzer. Die Trennung vom bisherigen Energielieferanten könne aufgrund mangelnder Kooperation aufwendig sein: „Wenn wir bei einem Netzbetreiber Netznutzungsverträge für Neuanmeldungen anfragen, kriegen wir immer Energielieferverträge dazu. Der Kunde weiß meistens aber nicht genau, was er unterschreiben soll.“ Bei Privatkunden sei die Situation ähnlich: „Jemand, der in

© dpa/Caroline Seidel

Task-Force gegen Metalldiebstähle

Künstliche DNA erschwert die Diebstähle von Buntmetall.

Wien die Wohnung wechselt, wird wieder beim örtlichen Netzbetreiber und Energielieferanten bleiben, weil beide Verträge vorgelegt werden“, so Durstmüller. Dabei sind Netz- und Energienutzung zu trennen: „Der Kunde zahlt für den Netzgebrauch und für das Service des Netzhalters. Er muss serviciert werden, egal von wem der Strom kommt“, erklärt Durstmüller. Den Energielieferantenwechsel übernimmt enelteco für seine Kunden und federt so die möglichen Schwierigkeiten ab: „Der Netzbetreiber muss von Gesetzes wegen die Daten des Verbrauchers kommunizieren. In Österreich wird soviel wie möglich dagegen gearbeitet“, meint Durstmüller. Ein Wech-

sel würde in der Regel in sechs bis acht Wochen für Betriebe mit einem Verbrauch bis zu 100.000 kWh realisierbar sein. Mit seinem Angebot richtet sich enelteco an Unternehmen mit einem Energieverbrauch ab 50.000 kWh pro Jahr.

Angst vor dem Wechsel Die oft geäußerte Sorge um Strom- oder Gasausfälle zerstreut Durstmüller: „Zählerablesung, Abrechnung und Versorsorgungssicherheit sind Thema des Netzbetreibers.“ Die Ersparnis, die ein Kunde bei einem Wechsel erwartet, liege zwischen 20 und 30% der Energiekosten: „Das kann mitunter einige Tausend Euro ausmachen.

Wir haben auch Kunden, wo die Ersparnis über 100.000 Euro geht.“ Sie erwarten für den österreichischen Strommarkt eine ähnliche Entwicklung wie in Deutschland, wo durch die EEG-Umlage die Preise gestiegen seien: „Die Kosten des Umbaus werden auf die Konsumenten abgewälzt – anders bringt man solche Volumina nicht zusammen.“ enelteco vermittelt seinen Kunden nur atomfreien Strom, auf Wunsch auch Ökostrom. Zwar komme aus der Steckdose immer auch ein bestimmter Anteil Graustrom, aber „man kann bestimmen, wessen Rechnung man bezahlt und wen man fördert“.  www.enelteco.at

Kooperation Solarthermische Systeme können durch den Einsatz von Kunststoffen deutlich günstiger werden

Weniger Kosten, mehr Designmöglichkeiten Perg. Seit vier Jahren beschäftigt sich ein Projektkonsortium aus neun wissenschaftlichen Partnern und zehn Unternehmen im Projekt „SolPol” mit der Entwicklung neuartiger Solar-Kollektorsysteme aus Kunststoff. Diese sollten funktionsfähiger und wirtschaftlicher als bisherige Modelle sein. „In der Vernetzung der Kunststoff- und Solarenergieforschung

liegt ein hohes Potenzial für innovative Weiterentwicklungen von Solarthermie-Technologien“, ist Sunlumo-GF Robert Buchinger überzeugt. Dem Team ist es gelungen, auf Basis polymerwissenschaftlicher Untersuchungen neue Werkstoffe für die Solartechnik sowie neue Prüfmethoden für Fügeprozesse zu entwickeln. Kollektorkonzepte,

© Sunlomo

Berlin. Im Vorjahr haben sich Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, RWE sowie der Verband Deutscher Metallhändler zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen Metalldiebe vorzugehen. Kernstück der Sicherheitspartnerschaft bildet ein elektronisches Frühwarnsystem. Die Mitglieder sammeln gemeinsam Informationen aus Metalldiebstählen und tauschen diese untereinander aus. Zusätzlich werden die Metallhändler informiert und so der Absatz des gestohlenen Materials erschwert. Zum Einsatz kommt weiter künstliche DNA-Kennzeichnung der Produkte. 2012 konnte man schon einen Rückgang der Diebstähle um 10% verzeichnen, im ersten Halbjahr 2013 wurden 40% weniger Fälle registriert. „Im nächsten Schritt geht es um die Entwicklung und Umsetzung von neuen Sicherheitsmaßnahmen. Wir sind auf der Suche nach Partnern in der Wissenschaft. Mit innovativen Forschungsprojekten können wir unsere sensible Infrastruktur noch besser schützen“, so Michael Schoofs, Leiter Forensik RWE.  www.deutschebahn.com

© medianet

viel getan.“

Solarsysteme aus Kunststoff ermöglichen neue Designs und ästhetische Lösungen.

Modellkollektoren sowie Simulationen rundeten die Arbeit der Projektgruppe ab. Als einer der Industriepartner wird Sunlumo die Forschungsergebnisse in seine nächsten Projekte übernehmen und weiterentwickeln.

„Die Vernetzung von Kunststoff- und ­Solarenergieforschung

Weitere Projekte geplant

eröffnet neue

„Kunststoff ist das Material der Zukunft und wird in der nachhaltigen Nutzung Erneuerbarer Energien eine bedeutende Rolle spielen“, sagt Buchinger. Die Gründe dafür sieht er darin, dass Polymere Stoffe leichter und kostengünstiger als Kupfer oder Aluminium sind. Ein Kunststoffkollektor ist daher auch einfacher und kostengünstiger zu montieren. Zudem böte die leichte Formbarkeit von Kunststoffen neue Designmöglichkeiten, wodurch die Verbreitung vo Solaranlagen noch weiter forciert werde. Ende des Jahres wird das Projekt, das vom Vorstand des Instituts für Polymeric Materials and Testing der Johannes Kepler Universität Linz, Reinhold W. Lang, koordiniert und von der

­Möglichkeiten bei Technik und Design.“ robert buchinger gf sunlomo

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und dem Forschungs- und Technologieprogramm Neue Energien 2020 des Klima- und Energiefonds gefördert wurde, abgeschlossen. „Folgeprojekte sind von der Forschungsgruppe schon geplant“, freut sich Buchinger auf eine Fortführung der Zusammenarbeit zwischen Forchung und Wirtschaft.  www.sunlomo.at


e n e r g i e & r e s s o ur ce n

Freitag, 18. Oktober 2013

industrialtechnology – 31

Hochschule Pforzheim & Fraunhofer Erstes internationales Symposiums zum Thema Flugzeug-Recycling

Recycling Forschung

Phoenix aus der Asche

Sackerl wird Hightech-Stoff

Pfinztal. In einem Verkehrsflugzeug befinden sich etwa 70 t Aluminiumlegierungen, Magnesium, Titan und hochwertige Stahlsorten. Dazu kommen noch keramikbeschichtete Hochleistungswerkstoffe wie Nickel oder Titan in den Turbinen und auch das Fahrwerk enthält erhebliche Mengen Titan. Daneben werden Kunststoffe und in zunehmendem Maße Hochleistungsverbundwerkstoffe auf Basis von Kohlenstofffasern verwendet. Derzeit befinden sich etwa 25.000 Verkehrsflugzeuge weltweit in Betrieb. Bis zum Jahr 2050 wird mit einer deutlichen Zunahme des Luftverkehrs gerechnet. Dieses Anwachsen wird auch eine Verdopplung der Flugzeuge mit sich bringen. Doch was passiert, wenn diese ihre Aufgabe erfüllt haben?

© Fraunhofer Institut für Chemische Technologie ICT

herbert strasser

Neue Rohstoffquelle

Jörg Woidasky ist Vorsitzender des ersten Aircraft Recycling-Symposiums.

Die Nutzungszeit eines Flugzeuge liegt bei etwa 30 Jahren. Jährlich werden daher rund 400 Flugzeuge aus Altersgründen aus dem Verkehr gezogen, innerhalb der nächsten 15 Jahre fallen Schätzungen zufolge allein bei der Verschrottung von Verkehrsflugzeugen fast 500.000 t Werkstoffe an. Dabei ist die Stilllegung militärischer Luftfahrzeuge noch gar nicht nicht berücksichtigt. Den Umsatz des Geschäftsfeldes Flugzeugrecyclings

schätzen Fachleute auf mehrere Hundert Mio. €. Trotzdem ist die hochwertige Verwertung von Flugzeugen ein bisher ein von Unternehmen kaum bearbeitetes Feld. Der Grund dafür ist, dass für ein Recycling derzeit weltweit sowohl darauf spezialisierte Unternehmen als auch effiziente Strukturen fehlen. Auch verbindliche Standards oder einheitliche Techniken und Verfahren müssen von der weltweit agie-

Stahlbau

renden Luftfahrtindustrie noch entwickelt werden. Daher werden die ausrangierten Flugzeuge meist in abgelegenen Gebieten, wie etwa in der Wüste von Arizona „geparkt“ oder weiterverkauft, bis ein Start aus Sicherheitsgründen nicht mehr infrage kam. Allein in Brasilien stehen derzeit etwa 150 ausgemusterte Flugzeuge, die entsorgt werden müssen. Seit 2005 gibt es erste Ansätze zur Demontage und Verwertung dieser ausgemu-

sterten Großgeräte. Für eine geregelte Flugzeug-Verwertung fehlen jedoch derzeit weltweit sowohl Unternehmen als auch effiziente Strukturen. Hier setzt nun ein Symposium der Hochschule Pforzheim an und veranstaltet am 12. und 13. Dezember am Stuttgarter Flughafen erstmals ein technisch-wissenschaftliches Forum für Flugzeughersteller, -zulieferer und Entsorgungsunternehmen. Neben Vertretern von Herstellern wie Boeing oder Dassault Aviation haben auch Entsorgungsunternehmen und Forschungspartner ihre Teilnahme bereits zugesagt. Als Mitveranstalter unterstützt die Fraunhofer-Gesellschaft diese Veranstaltung. Den Vorsitz des ersten Aircraft Recycling-Symposiums hat Jörg Woidasky inne. Er ist seit 2012 Professor im Bereich der nachhaltigen Produktentwicklung an der Hochschule Pforzheim und leitete davor das europäische Forschungs- und Entwicklungsvorhaben „Clean Sky – Eco Design“ mit über 20 Industriepartnern und einem Forschungs-und Entwicklungsbudget von über 80 Mio. €. Im Rahmen diees Projekts konnten umweltfreundliche Herstellungsund Entsorgungsverfahren für die Luftfahrtindustrie entwickelt werden.  www.hs-pforzheim.de  www.ict.fraunhofer.de

Maschinenbau

© Panthermedia.net/Aleksey Poprugin

Flugzeughersteller, -zulieferer und Recyclingunternehmen wollen an einem Strang ziehen.

Wissenschafter sehen im Plastilmüll eine interessante Rohstoffquelle.

Adelaide. Forscher an der University of Adelaide haben ein Verfahren entwickelt, das alte Plastiksackerl in Hightech-Material „verwandelt“. Der Ansatz nutzt insbesondere nicht biologisch abbaubare und somit besonders umweltschädigende Plastikabfälle, um daraus Kohlenstoff-Nanoröhren, einen besonders wertvollen Rohstoff, zu gewinnen. „Dieses nanotechnologische Recycling stellt eine mögliche Lösung zur Minimierung der Umweltverschmutzung dar und liefert zugleich Produkte mit hohem Mehrwert“, sagt Dusan Losic, Nanotechnologie-Professor an der University of Adelaide. Der neue Fertigungsprozess ist Losic zufolge zudem einfacher als bisher gängige Methoden und erlaubt außerdem, die Ausmaße und Form der Nanoröhren-Schicht gut zu kontrollieren. Weiterer Pluspunkt ist, dass keine Katalysatoren und Lösungsmittel eingesetzt werden müssen.  www.adelaide.edu.au

Engineering

GEWINNER DES EUROPÄISCHEN STAHLBAUPREISES 2013 MIT DEM SALZBURGER HAUPTBAHNOF Jahrzehntelange Erfahrung im Stahlbau machen Zeman Stahl zum verlässlichen Partner – von komplexen Stahlkonstruktionen über Hallen für Fertigung, Logistik und Shoppingcentern bis zu Sportstätten, Architekturstahlbau sowie Maschinen- und Anlagenbau. Neben Beratung, Planung und Konstruktion realisiert Zeman die Bauabwicklung, Herstellung und Montage – nicht nur für Stahlkonstruktionen, sondern auch als Generalunternehmer.  Und über allem steht der ständige Wille, durch Neues noch besser zu werden. Für perfekte Lösungen aus einer Hand. Competence in Steel eben.

www.zeman-stahl.com

Competence in Steel


t r a n s p o r t & lo g i s t i k

32 – industrialtechnology

Freitag, 18. Oktober 2013

Jungheinrich Das Sortiment der Auto Pallet Mover wird um einen Elektro-Niederhubwagen erweitert

short

Selbstständiger Routinier für die Arbeit im Lager

© Linde Hydraulics/Hufgard

Neues Werk schafft mehr Kapazitäten

Konzipiert wurden die neuen Fahrzeuge speziell für regelmäßig wiederkehrende Standardaufgaben. trieb ein­gesetzt werden. Gesteuert wird das Fahrzeug über eine ­Lasernavigation.

britta bruckner

Hamburg. Nach dem EKS 210a (Kommissionierer) und dem ERC 215a (Hochhubwagen), die seit dem Frühling am Markt sind, erweitert Jungheinrich sein Sortiment an Auto Pallet Movern jetzt um den Elektro-Niederhubwagen vom Typ ERE 225a. Wie alle anderen APM basiert das Gerät auf einem Jungheinrich-Serienfahrzeug. Die neuen Fahrzeuge sind speziell für den Einsatz von immer wiederkehrenden innerbetrieblichen Transporten konzipiert.

Jörg Ulrich, Sprecher der Geschäfts­ leitung von Linde Hydraulics.

Aschaffenburg. Derzeit errichtet die Linde Hydraulics auf einem insgesamt 70.700 m� großen Areal einen neuen Gebäudekomplex, in dem sowohl Produktions- und Montagehalle als auch Verwaltung, Forschung & Entwicklung und Vertrieb untergebracht werden. „Mit dem neuen Werk werden wir Kapazitäten, Innovationskraft und Effizienz deutlich vergrößern und unsere Marktposition international weiter ausbauen“, ist Jörg Ulrich, Sprecher der Geschäftsführung von Linde Hydraulics, überzeugt. Die Fertigstellung des neuen Hauptwerks, in das insgesamt rund 70 Mio. € investiert werden, erfolgt schrittweise. Ende 2015 ist der Umzug der Produktion geplant, ein Jahr später folgt laut Plan dann der Umzug der Unternehmenszentrale.  www.linde-hydraulics.com

Sehr flexibel einsetzbar Schwaiger zur Besonderheit dieses Konzepts: „Für das Navigationssystem sind keine Bodenarbeiten notwendig.“ Sie erfolgt ausschließlich über Reflektorpaneele, die beispielsweise an Regalen, Wänden oder Säulen in der Lagerhalle angebracht werden. „Dadurch ist nicht nur eine millimetergenaue Positionierung des Fahrzeugs an definierten Auf- und Abnahmestationen möglich, sondern auch eine hohe Flexibilität hinsichtlich neuer Transportwege im Lager.“

Zielsichere Navigation „So ist eine jederzeit pünktliche und damit genau planbare Erledigung von sich regelmäßig wiederholenden Transportaufgaben realisierbar“, erläutert Martin Schwaiger, Leiter APM bei Jungheinrich. Die automatisierte Erledigung von Standardtransporten gebe den Mitarbeitern zudem mehr Zeit für Spezialtransporte sowie andere organisatorische und logistische Aufgaben. Der ERE 225a kann sowohl in Automatiklagern als auch im Mischbe-

Infrastruktur-Güter weltweit gefragt London/Berlin. Der weltweite Handel mit Gütern zum Straßen-, Schienen- und StromNetzausbau wird sich einer Studie britischen Großbank HSBC zufolge in den nächsten 20 Jahren verdreifachen. Vor allem die asiatischen Länder werden viel Geld in den Ausbau ihrer Infrastruktur stecken und die Nachfrage etwa nach Gleisen und Stromkabeln ankurbeln. Dies biete interessante Chancen für die europäischen Hersteller. Allerdings würde sich der Wettbewerb auch verschärfen, da das entsprechende Know-how auch in den Schwellenländern steigt.  www.hsbc.com

„Die Lasernavigation erfolgt ohne Bodenarbeiten über Reflektorpaneele, die an Wänden oder Regalen angebracht werden.“ martin schwaiger leiter apm bei jungheinrich

Einfache Integration Der ERE 225a, der mit der neuesten Generation der Jungheinrich-Drehstromtechnik ausgestattet ist, kann Las-ten von bis zu 2.500 kg transportieren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das Fahrzeug mit extra langen Gabeln auszurüsten. Hierdurch ist ein Mehrpalettentransport möglich. Optional in-

Der neue, selbst­ fahrende ElektroNieder­hub­wagen vom Typ ERE 225a kommt schon in diesem Herbst auf den Markt.

Der Auto Pallet Mover kann in die vorhandene IT-Infrastruktur integriert werden, unabhängig davon, ob es sich um das Jungheinrich WMS (Warehouse Management System) oder ein anderes Lagerverwaltungssystem handelt. Das Logistik-Interface von Jungheinrich übernimmt dabei die Schnittstellenkommunikation mit den verschiedenen An-

lageteilen, wie beispielsweise Förder­ technik oder Toren. Der APM ist darüber hinaus unter Benutzung von Drucktastern beziehungsweise Sensoren auch als Stand-AloneLösung, also ohne Anbindung an ein Lagerverwaltungssystem, einsetzbar.  www.jungheinrich.de

© Jungheinrich

Supply Chain-Planung Quintiq-Software optimiert künftig die europaweiten Aktivitäten von DB Schenker Rail

Für erhöhte Effizienz auf der Schiene Berlin. DB Schenker Rail verfügt über einen der größten Güterwagen- und Lokomotiven-Fuhrparks in Europa und fährt täglich 5.300 Güterzüge. Die Verkehrsleistung liegt bei 100 Mrd. Tonnenkilometern pro Jahr. Um die groß angelegte Maßnahme zur Steigerung der Effizienz realisieren zu können, wird die Quintiq-Software unternehmens-

© Sputnik/Maik Porsch

Laderaum einfach online buchen

weit zur Lösung der komplexen Planungsherausforderungen des Schienengüterverkehrs eingesetzt werden, unter anderem auch für die Verwaltung der Lokführerqualifikationen, für die Aufbereitung von Fahrzeugkenntnissen und für die zuverlässige Berücksichtigung der lokomotiven- und streckenspezifischen Einschränkungen. „Unsere Wahl fiel auf Quintiq,

© Deutsche Bahn

Mathias Volk, Division Manager Full Load bei der Elvis AG.

Alzenau. Seit Kurzem ist in Deutschland das neue Frachtportal freightweb.de online. Direkt auf der Startseite können alle wichtigen Daten zu Frachten, Ladungen, Abgangund Empfangsort der Lieferung, spezielle Lkw-Konfigurationen oder Gefahrgutanforderungen eingegeben werden. Der jeweilige Frachtpreis und die Laufzeit werden nach jedem Eingabeschritt automatisch angezeigt.  www.elvis-ag.com

tegrierbare Gabelspitzensensoren können beim Einfahren in die Palette Palettenbruch oder Hindernisse erkennen, was wiederum zur Sicherheit beim Transport von Waren beiträgt.

5.300 Güterzüge täglich stellen große Anforderungen an die Planung.

weil die Lösung all unseren Anforderungen gerecht wird und uns die Schaffung eines europaweit integrierten Servicenetzwerks bei gleichzeitiger Senkung der Kosten und Verbesserung des Kundenservice ermöglicht“, erklärt Oliver Barthel, Chief Information Officer der DB Schenker Rail GmbH. „Wir setzen Quintiq bereits seit Jahren in den Niederlanden, in Deutschland und Dänemark ein; die Erfahrungen sind dabei positiv.“

Arjen Heeres, Chief Operations Officer bei Quintiq: „Die Entscheidung von DB Schenker Rail, weiterhin auf Quintiq zu setzen, ist eine Bestätigung unserer Kompe-

„Diese Software ermöglicht die Erhöhung der Rentabilität sowie

Support-Center

eine Verringerung der

Implementieren wird Quintiq die Plattform in Zusammenarbeit mit dem IT-Spezialisten Ab Ovo und der internen IT-Abteilung von DB Schenker Rail. Bestandteil der Zusammenarbeit ist auch die Schaffung eines Support-Zentrums für die Quintiq-Lösung bei DB Schenker. Es wird von DB Systel eingerichtet und mit Mitarbeitern von DB Systel, Ab Ovo und Quintiq besetzt, wobei Quintiq sich bereit erklärt hat, seine zertifizieren Consultants für das gemeinsame Vorhaben zur Verfügung zu stellen.

Kosten und des Verbrauchs.“ oliver barthel cio, db schenker rail gmbH

tenz und Fähigkeit, eine integrierte Planungsplattform anbieten zu können, die zur Lösung der umfassendsten und komplexesten Planungsprobleme der Welt beiträgt.“  www.quintiq.de


t r a nspo r t & lo g i st i k

Freitag, 18. Oktober 2013

industrialtechnology – 33

Universal Design Studierende der TU München entwickeln mit Linde Material Handling zukunftsweisenden Staplerarbeitsplatz

Ein Stapler, der für alle passt

DPD Öko-Wettbewerb

Grüne Ideen

Leopoldsdorf. „Als eines der führenden internationalen Unternehmen der Transport- und Logistikbranche sind wir uns unserer Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft bewusst“, sagt DPD Austria-GF Rainer Schwarz. „Besonders wichtig ist für uns die Reduktion von Emissionen. Das schaffen wir unter anderem durch die Vermeidung von Lufttransport, die Integration der Schiene, intelligente Routenplanung und Spritspar-Trainings. Aber auch in den Depots können wir viel bewegen. Häufig sind es dabei die Mitarbeiter vor Ort, die gute Ideen haben, wie zum Beispiel Energie gespart oder Abfall vermieden werden kann.“ “ Um dieses Potenzial künftig noch besser nutzen zu können und die Mitarbeiter noch stärker zu motivieren, hat DPD jetzt einen internen Wettbewerb ausgerichtet: Gesucht werden Ideen und Vorschläge, wie an den einzelnen Arbeitsplätzen oder im gesamten Unternehmen noch grüner agiert werden könnte. Informiert wurde die Belegschaft per Mail, zusätzlich wurden auch Antwortkarten gedruckt – natürlich auf FSC-zertifiziertem Papier und mit umweltfreundlichen, pflanzenölbasierenden Farben. Jeder Mitarbeiter, der sich an der Aktion beteiligt, erhält ein kleines Dankeschön. Die drei besten Projektvorschläge werden statt Gold einen nachhaltigen Urlaub, ein nachhaltiges Smartphone und ein Solarladegerät gewinnen.  www.dpd.at

mit einem Handgriff auch in einen Steharbeitsplatz verwandeln. So kann der Fahrer unterschiedliche Körperhaltungen einnehmen, wodurch einseitige Belastungen vermieden werden. „Für den Rücken ist das deutlich günstiger“, sagt Fritz Frenkler, Universitätsprofessor und Inhaber des Lehrstuhls für Industrial Design an der TU München.

– sind auf dem persönlichen elektronischen Schlüssel gespeichert. Da die Schlüssel miteinander in Kontakt stehen, gibt es eine frühzeitige Warnung, wenn sich ein anderer Stapler nähert. Das neue Konzept ist zwar noch nicht der Weisheit letzter Schluss, weitere Untersuchungen, Tests und Entwicklungen sind nötig; das Fazit der Linde-Verantwortlichen ist trotzdem sehr positiv. „Wir haben wertvolle Hinweise erhalten, in welche Richtung die Staplerentwicklung zukünftig gehen könnte“, sagt Manfred Höhn, Leiter Communication and Branding bei Linde.  www.linde-mh.de

Individualisierung Die jeweiligen Einstellungen für jeden Fahrer – darunter etwa die bevorzugte Sitzposition oder die Schriftgröße der Displayanzeige

Der Fahrer kann den Stapler sowohl im Sitzen als auch im Stehen steuern.

Klassik und Klassiker bei der Ehrung von Österreichs Sportlern des Jahres

Weltstars José Carreras, Opus und Aloe Blacc in Wien Hochkarätiger Rahmen bei der LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“ am 31. Oktober, live ab 20:15 im ORF eins. Wien. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – in zwei Wochen geht im Austria Center Vienna die LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“ 2013 über die Bühne. Jetzt hat die Österreichische Sporthilfe, die für die gesamte Organisation verantwortlich ist, das Geheimnis um die Showacts gelüftet: „Wir sind sehr stolz darauf, dass es uns gelungen ist, Startenor José Carreras nach Wien zu holen, er wird für einen besonders stimmungsvollen Rahmen sorgen“, so Geschäftsführer Anton Schutti, „wir tragen damit auch der erstmaligen Live-Übertragung im ORF Hauptabend Rechnung, denn die LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“ soll eine ehrwürdige Plattform für die Ehrung unserer besten Sportler des Landes sein.“

den und bewundere die Leistungen der Athleten. Ich freue mich schon darauf, Österreichs Sportler des Jahres zu treffen und ihnen zu gratulieren.“

„Wake me up“ Neben Carreras sorgen noch zwei weitere Weltstars für ein kontrastreiches Rahmenprogramm: Eröffnet wird die ORF-Liveübertragung mit einer Performance des amerikanischen Soul-Stars Aloe Blacc, der heuer bereits gemeinsam mit Avicii den Welt-Hit „Wake me up“ landete. Als Solokünstler stürmte er mit seinem Hit „I need a Dollar“ international die Hitparaden. Im Anschluss an die offiziellen Ehrungen heizen die Chartstürmer der 1980er OPUS den Dancefloor an. Ihr „Live is Life“ war 1985 in vielen europäischen Ländern und den USA wochenlang die Nummer eins und ist auch heute noch Stimmungs-Garant.

„Ich freue mich schon, Österreichs

Gala restlos ausverkauft

Sportler des Jahres

D a s s die LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“ DIE Sportgala Österreichs ist, zeigt auch der Run auf die Plätze im Saal: „Die

zu treffen und ihnen zu gratulieren.“

Die LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“ ist das Sport-Highlight des Jahres. D ie ehrungen im üB erBli CK :

Kategorie Sportlerin des Jahres Sportler des Jahres Mannschaft des Jahres Behindertensportlerin des Jahres Behindertensportler des Jahres Special Olympics Aufsteiger des Jahres Sportler mit Herz Special Award

STArTeNOr JOSÉ CArrerAS

Auch der Startenor freut sich: „Ich bin sehr gerne in Wien und liebe diese Stadt. Mit dem Sport fühle ich mich sehr verbun-

© DPD

Österreichische Sporthilfe Marxergasse 25 1030 Wien Tel.: +43 1 799 4080 Fax: +43 1 799 4099 Mail: gala@sporthilfe.at Web: www.sporthilfe.at DPD-GF Rainer Schwarz will die ­Nachhaltigkeit noch stärker forcieren.

© GEPA / Sporthilfe (2)

KONTAKT

Startenor José Carreras kommt zur LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“ nach Wien.

gewählt von Sieger 2012 Sports Media Austria Marlies Schild Sports Media Austria Marcel Hirscher Sports Media Austria Skisprung-Team Sports Media Austria Heidi Mackowitz Sports Media Austria Günther Matzinger Special Olympics Anna-Maria Manolakas Sportfans auf insider.orf.at Beate Schrott und krone.at/ sport Sportfans auf www.sporthilfe.at erstmals verliehen Sports Media Austria 2012 nicht verliehen LOTTERIEN-GALA ‚Nacht des Sports‘ ist bereits ausverkauft, wir haben eine Warteliste angelegt“, so Anton Schutti. „Der wirtschaftliche Erfolg ist für die Sporthilfe von enormer Bedeutung, bringen wir doch als gemeinnütziger Verein ohne staatliche Mittel pro Jahr Förderleistungen im Wert von mehr als zwei Millionen Euro auf. Unser Dank gilt allen Partnern und Sponsoren, allen voran den Österreichischen Lotterien“, so Schutti weiter. Der Reinerlös der LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“ kommt über die Österreichische Sporthilfe den aktuell 417 geförderten heimischen Nachwuchs- und Spitzensportlern mit und ohne Behinderung zugute.

PROMOTION

Aschaffenburg/München. Unsere Gesellschaft altert und damit auch die Arbeitswelt. Mehr ältere Mitarbeiter bedeutet für die Unternehmen aber auch neue Herausforderungen hinsichtlich der Gestaltung und Ergonomie der Arbeitsplätze. Wie dieser für Staplerfahrer aussehen könnte, damit haben sich sieben Studierende des Masterstudiengangs Industrial Design an der TU München beschäftigt und auf Basis des Linde-Elektrostapler E20 ein Konzept nach den Prinzipien des Universal Design entwickelt. Für größeren Freiraum sorgt ein Lithium-Ionen-Akku, wodurch neue konstruktive Möglichkeiten geschaffen wurden, wie etwa ein sehr niedriger Einstieg. Durch den Verzicht auf die A-Säulen vergrößert sich zudem das Blickfeld des Fahrers. Der drehbare Sitzarbeitsplatz sorgt nicht nur für gute Rundumsicht, er lässt sich je nach Bedarf

© TU München, Lehrstuhl für Industrial Design

Mehr Komfort, mehr Sicherheit und verbesserte Ergonomie.


Die Energiewende ist oma-leicht. Danke, Wasserkraft!

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Energiewende heißt, dass wir der nächsten Generation nicht nur ausreichend sauberen Strom, sondern auch eine lebenswerte Umwelt sichern. Mehr auf www.verbund.at

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03.10.13 12:39


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 18. oktober 2013 – 35

euro-blue-chips bringens © Fidelity

Alexandra Hartmann, Fidelity: Europäische Konzerne sind Weltmeister  Seite 37

© Uniqa Group

financenet führungswechsel mal zwei

Alfred Vlcek und Markus Stadelmann sind neue Uniqa-Landeschefs Seite 40

bawag PSk marktanteile kräftig erhöht © gst

Schwellenländer bleiben langfristig interessant

ATX 9.–16. Oktober 2013

ATX (16.10.) Wochentop Wochenflop

2.546,06

3,35%

Voestalpine 8,33% Valneva -4,53%

Top 5 ATX Prime Voestalpine Uniqa Insurance Group Flughafen Wien Zumtobel Erste Group Bank

8,33% 7,48% 6,56% 6,53% 5,09%

Flop 5 ATX Prime Valneva AMAG Austria Metall Warimpex EVN Mayr-Melnhof Karton

-4,53% -2,91% -2,33% -1,01% -0,92%

DAX 9.–16. Oktober 2013

Wochentop Wochenflop

8.846,00 CBK FME

3,87% 10,25% -0,28%

Top 5 DAX Commerzbank Deutsche Bank Deutsche Telekom Lanxess Bayer

10,25% 7,56% 7,28% 6,62% 6,37%

Flop 5 DAX Fresenius Medical Care Deutsche Lufthansa Infineon Linde RWE

-0,28% 0,14% 0,26% 0,64% 0,66%

© Allianz/Ingo Folie(2); EPA/Alex Hofford

DAX (16.10.)

Emerging Markets Die aufstrebenden Märkte mussten zuletzt einiges ein­ stecken. Doch sie sind wichtig für die europäische Wirtschaft, wie ein aktueller Report der HSBC zeigt. Und sie stehen langfristig solide da, meinen die Allianz-Anlage-Experten Christian Ramberger (li.) und Martin Bruckner.  Seite 36

inhalt

Finance:Cover > US-Budgetgerangel  36 > Ergo mit neuer Gewerbe­ versicherung für KMUs  36 Fonds:Park > Dieter Sutterlütti wechselt zu BlackRock  37 > Markus Fila soll Dexia in Wien ausbauen 37 > Comgest hält wenige Titel, dafür aber sehr lang  38 Banking/Insurance:Watch > Martin Schaller neu im RZB-Aufsichtsrat  39 > Spängler: „forum familien­ unternehmen 2013”  39 > Pensionskassen legen zu  39

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f i n a n c e : c ov e r

36 – financenet

Freitag, 18. Oktober 2013

financenet@medianet.at

Emerging Markets Allianz-Invest-Experten sehen in den nächsten Jahren mehr Wachstum in den Schwellenländern

kolumne

Langfristig gute Aussicht

Wo tumbe Einfalt mitregiert …

Starke Exporte in die Emerging Markets werden die Wirtschaft antreiben, zeigt ein HSBC-Bericht. reinhard krémer

Wien. Der Aufschwung der Emerging Markets im Zuge der weltweiten Krise war enorm – plötzlich galten sie als der „Sichere Hafen“, wo Milliardensummen geparkt wurden. Doch im Zuge der Erholung und mit Hinblick auf ein Ende des billigen Geldes kehrte sich der Trend um: Die Märkte der aufstrebenden Länder brachen ein und von Brasilien über die Türkei bis nach Indien hatte und hat man noch Probleme, die Lage zu stabilisieren.

reinhard krémer

D

ie Anhebung der USSchuldenobergrenze war nie ein echtes Problem – allein unter Dabbeljuh wurde sie viermal erhöht. Doch wehe, wenn ein Demokrat Präsident ist und nicht die Mehrheit in beiden gesetzgebenden Kammern hat wie dies zum Beispiel unter Bill Clinton der Fall war: Dann versuchen die Ultrakonservativen alles, um dem „Chef“ Prügel vor die Beine zu werfen. Zuletzt scheiterte ein gewisser Newt Gingrich grandios damit – er versank für lange Zeit in der Bedeutungslosigkeit. Diesmal ist die Lage prekärer – der Präsident ist schwarz, die Ideen sind für die USA revolutionär und eine Handvoll geistiger Grenzgänger aus der Tea-Party-Bewegung treibt sogar besonnene Republikaner vor sich her. Sie benutzten die Gesundheitsreform, um dem Präsidenten das Messer anzusetzen. Viele ungebildete Amerikaner denken sich nichts dabei, wenn in den ultrakonservativen Nachrichten erzählt wird, nichts habe so viele Arbeitsplätze gekillt wie die „Obamacare“ genannte Reform. Die ist aber erst seit 1. Oktober in Kraft und kann noch gar keine Jobs gekillt haben. Spielt keine Rolle. Denn richtig ist, was man glaubt, und nicht, was Fakt ist. Dass aber eine neue weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes drohte, ist diesen Leuten egal. Sie begreifen es ohnehin nicht.

Welche Bedeutung die Emerging Markets für die europäische Wirtschaft haben, zeigt der aktuelle HSBC Global Connections-Bericht, der im Auftrag der HSBC die bilateralen Handelsbeziehungen von über 180 Länderpaaren analysiert. Langfristig liegt nämlich das größte Exportpotenzial für deutsche Unternehmen in der steigenden Nachfrage asiatischer Staaten nach deutschen Maschinenbauund Technologielösungen für das schnell wachsende produzierende Gewerbe. Für Deutschland als Exportnation ist der Handel ein wichtiger Indikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Landes, so der Report. Und die österreichische Wirtschaft hängt noch immer zu einem Drittel vom deutschen Nachbarn ab. Zuletzt litt Deutschland unter dem nachlassenden Welthandel; dies wird sich jedoch ändern, meinen die Autoren des Reports, denn der Absatz in Asien steigt und die europäischen Partner erholen sich allmählich. Sie rechnen mit einem Anstieg der deutschen Exporte nach Vietnam und Indien um durchschnittlich 8% jährlich von 2016 bis 2030. Bis 2015 soll die relative Bedeutung Indonesiens als Abnehmer deutscher Waren am stärksten, mit durchschnittlich 15% jährlich,

Ergo Verbesserungen

Martin Bruckner, Allianz Investmentbank: Schwellenländer langfristig solide.

steigen. Indien und Vietnam werden bis 2030 auch als Bezugsländer stärker auf den Plan treten, so die HSBC-Experten.

Afrika im Fokus Zudem werden Emerging Markets außerhalb des asiatischen Raums wichtiger: In den kommenden zwei Jahren werden jährlich voraussichtlich 7% mehr Waren nach Subsahara-Afrika verschifft. Auf der Importseite verstärkt sich die Beziehung zu Ägypten nach HSBC-Erwartungen mit einem Handelswachstum um 18% jährlich bis 2015. Acht von zehn deutschen Handelspartnern, die bis 2030 relativ betrachtet am meisten an Bedeutung gewinnen, sind Schwellenländer wie Bangladesch, Malaysia, Saudi Arabien oder Mexiko. „Um langfristig erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen global und jenseits der Grenzen Europas denken. Das gilt heute mehr denn je. Der Erfolg von deutschen Unternehmen wird also maßgeblich

davon abhängen, ob sie auch die nötigen Anstrengungen unternehmen, sich den neuen Wachstumsmärkten zu öffnen und sie für ihre Produkte und Dienstleistungen zu erschließen. Dabei können mögliche Berührungsängste durch bessere Kenntnisse der Märkte überwunden werden“, erklärt Martin Vetter-Diez von HSBC.

Schwellenländer wachsen weiterhin deutlich stärker absolut, das relative Momentum liegt jedoch bei den Industrienationen. „Die jüngsten Kursrückgänge bei Emerging Markets-Assets sind vor allem durch die massiven Kapitalabflüsse bedingt, strukturelle Faktoren spielen aber auch eine Rolle“, erklärt dazu Christian Ramberger, Geschäftsführer der Allianz Invest KAG. Im Vergleich zum Jahr 1997, als die Asien-Krise losbrach, seien beispielsweise die asiatischen Länder deutlich stabiler finanziert, sie verfügen auch über höhere Währungsreserven und bessere Leistungsbilanzen, sagt Ramberger. Kurzfristig sei aber durchaus mit weiteren Turbulenzen zu rechnen, doch: „Die Wachstumsdifferentiale zwischen Industrie- und Schwellenländern gehen zurück – wir gehen aber weiterhin langfristig von einer Wachstumsprämie der Emerging Markets gegenüber den Industrieländern aus“, so Ramberger.

Impuls regional verschoben „Langfristig stehen Schwellenländer solide da, auch wenn der Impuls für das globale Wachstum für 2013 von den Industrieländern kommt“, erklärt Martin Bruckner, Vorstandsmitglied der Allianz Investmentbank AG und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich. Wirft man einen Blick auf die volkswirtschaftlichen Prognosen, so scheint die erwartete Verbesserung der Weltwirtschaftslage im zweiten Halbjahr gesichert, allerdings hat sich der Impuls regional verschoben, meint Bruckner. Die

Ungarn Risken drohen

US-Budgetkrach Einigung in letzter Minute - neue Querelen drohen schon ab Jänner

KMU-Gewerbe­ versicherung

Mario Draghi macht Druck

Die ganze Welt in Geiselhaft Washington. Der Streit um die Erstellung eines tragfähigen Budgets der USA wurde nur wenige Stunden vor dem Statsbankrott gelöst. Ultrakonservative Abgeordnete des Repräsentantenhauses verlangten ein Außerkraftsetzen der Gesundheitsreform, die sie als verfassungswidrig bezeichnen. Dass die Verfassungsmäßigkeit vom Obersten Bundesgericht bestätigt worden ist, spielt keine Rolle. Prin-

zipiell wäre das Ganze nur ein „inneramerikanisches“ Problem. Doch sämtliche Kreditlinien der USA wären ab gestern, dem dem 17. Oktober ausgeschöpft gewesen, wenn nicht die Verschuldungsgrenze von derzeit 16,7 Billionen Dollar (12,3 Billionen Euro) angehoben worden wäre. Danach hätten die Vereinigten Staaten ihre Verbindlichkeiten nicht mehr bezahlen können. Finanzexperten wie Warren Buf-

fett, Goldman Sachs-Boss Lloyd Blankfein und der IWF hatten vor einer „nuklearen Bombe“ gewarnt. China, das ein Viertel der US-Auslandsschulden in Höhe von 1,2 Billionen US-Dollar (ca. 950 Milliarden Euro) hält, hatte Besorgnis verlauten lassen. Nach einem schier endlosen Hin- und Her einigten sich Demokraten und Republikaner, die von einer Gruppe ultrakonservativer Tea-party-Anhänger vor sich hergetrieben wurden, auf einen Deal, der die Zahlungsfähigkeit bis Februar garantiert. Ab Jänner wird dann neu verhandelt - neue Querelen werden erwartet.

Frankfurt. EZB-Chef Mario Draghi warnt Ungarn in seiner Funktion als Vorsitzender des Ausschusses für Systemrisiken (ERSB) vor einseitigen Aktionen bei Franken-Krediten. Das Land hatte mit Zwangskonvertierungen in den Forint zu Einstiegskursen gedroht, was vor allem österreichische Banken mit mehreren Milliarden € unter Druck bringen würde.  (APA/red)

Anhänger der Tea-Party-Bewegung demonstrieren gegen die Gesundheitsreform.

Der republikanische Ex-Präsidentschaftskandidat John McCain meinte resignierend: „Das ist eines der peinlichsten Kapitel, die ich in meinen Jahren im Senat miterlebt habe.“ Der Streit hat der US-Wirtschaft nach einer Berechnung von Standard & Poors 24 Milliarden Dollar (ca. 17,7 Mrd. Euro) gekostet. Der US-Dollar gab gestern wieder deutlich nach. (rk)

© EPA/Chris Kleponis

Schaden ist gewaltig

© Michael Reynolds/EPA/picturedesk.com

Wien. Ab sofort bietet die Ergo Versicherung eine verbesserte Gewerbeversicherung speziell für die Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen an. Es wurden zusätzliche Bereiche bei der Absicherung mit eingeschlossen und die Versicherungssummen erhöht. Im optional wählbaren Baustein „Erweiterte Gefahren“ kann beispielsweise der Versicherungsschutz für Naturkatastrophen auf bis zu 200.000 € angehoben werden. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen bieten sich einfache Paketlösungen an, bei denen die relevantesten Gefahren abgedeckt sind, so das Unternehmen. „Die Ergo Versicherung möchte künftig stärker den Schwerpunkt auf kleine und mittelständische Unternehmen legen, da dort großes Wachstumspotenzial vorhanden ist“, erklärt Johannes Hajek, Vorstandsmitglied der Ergo Versicherung AG, den neuen Kurs. (ag/red)

© Allianz/Ingo Folie

Wichtig für den Export

Mario Draghi klopft Viktor Orban wegen Zwangskonvertierungen auf die Finger.


f o n d s : pa r k

Freitag, 18. Oktober 2013

financenet – 37

financenet@medianet.at

Fidelity Worldwide Investments Europäische Konzerne bei Gewinnmargen aufgrund forgeschrittener Globalisierung immer noch Weltmeister

Euro-Blue-Chips mit Vorsprung Wien. Die Wirtschaftslage der Eurozone stabilisiert sich langsam. Das freut auch die Eurogruppe, die sich vor Kurzem in Luxemburg getroffen hat. Zwar können auch die Euro-Finanzminister ein erneutes Aufflammen der Staatsschuldenkrise nicht ausschließen, dennoch ist eine optimistische Haltung hinsichtlich des europäischen Aktienmarkts gerechtfertigt. Das gilt besonders für Aktien solcher Unternehmen, die unabhängig vom Marktumfeld eine gute Gewinnentwicklung vorweisen werden. Dies meint Alexandra Hartmann, Managerin des Fidelity Euro Blue Chip Fund: „Bereits im zweiten Quartal dieses Jahres scheint die Rezession im Euroraum ihren Boden erreicht zu haben. In den vergangenen Monaten konnte sich die Wirtschaft weiter stabilisieren und ein leicht gestiegenes Wachstum im dritten Quartal ist anhand der jüngsten Umfragen und Statis-

tiken wahrscheinlich. Mögliche Stressfaktoren wie politische oder wirtschaftliche Spannungen in den Euro-Peripherieländern oder Konflikte mit den Geberländern und der Troika könnten zwar erneut zu negativen Marktreaktionen führen, sie bieten aber gute Einstiegschancen in aktiv verwaltete Aktienfonds“, so die InvestmentStrategin. Wichtig sei: Anleger dürften nicht die Verschuldung der Länder mit den guten Bilanzen vieler Unternehmen durcheinanderbringen, ebenso sei das verhaltene Wachstum der europäischen Wirtschaft nicht mit tatsächlichen Wachs-

tumschancen ausgewählter Unternehmen zu verwechseln.

Noch weit weg vom Hoch Die europäischen Aktienmärkte seien in den vergangenen zwölf Monaten bereits an die 17% gestiegen. Hartmann: „Der europäische Markt wird aber derzeit gerade einmal auf einem Preisniveau von 56 Prozent seines Hochs im Jahr 2007 gehandelt. Die erwarteten positiven wirtschaftlichen Entwicklungen in Amerika sind dagegen bereits zu 107 Prozent des Kurshochs von 2007 eingepreist.” International sei die Anlagequote

in europäische Aktien noch äußerst gering, ändere sich aber jetzt zunehmend. Europäische Unternehmen liegen zudem im Schnitt bei der Entwicklung ihrer Gewinnmargen deutlich vor dem Rest der Welt, selbst wenn das Wachstum in ihren Heimatmärkten hinter dem globalen Durchschnitt zurückbleibe; ein Hauptgrund dafür sei ihre konsequente Globalisierung. Von zentraler Bedeutung bei der Titelauswahl sei die Identifizierung interner Wachstumstreiber, die es Unternehmen erlauben, relativ unabhängig vom gesamtwirtschaftlichen Umfeld zu wachsen.

© Fidelity

International gesehen sind die Investoren in europäischen Titeln noch „unterengagiert”.

Hartmann (Fidelity) gefallen Werte wie ElringKlinger, Ryanair und Clariant.

Von Deka Wechselspiel

Zu BlackRock

Frankfurt/Wien. Ab Anfang kommenden Jahres wird Dieter Sutterlüti, langjähriger Mitarbeiter bei der Deka Bank, das Team für den Vertrieb der BlackRock-Publikumsfonds an Fondsgesellschaften und Kreditinstitute verstärken. Dies berichtete fondsprofessionell.at. Sutterlüti wird an Christian Machts, Leiter des Retail-Geschäfts in Deutschland, Österreich und Osteuropa berichten. Sutterlüti verfüge über gut 25 Jahre Erfahrung innerhalb der Sparkassenorganisation und kenne daher diese für BlackRock wichtige Kundengruppe sehr gut. Von 2000 an habe er zudem bei der DekaBank Investmentfonds analysiert und diesen Bereich schließlich als stellvertretender Leiter mitverantwortet.  (red)

Neuer CRM Markus Fila

Dexia baut aus

Frankfurt/Wien. Dexia Asset Management (Dexia AM) verstärkt das deutschsprachige Team und besetzt die neu geschaffene Stelle des Senior Client Relationship Managers (CRM) mit dem Wiener Markus Fila (37). Damit reagiere man auf die aufstrebende Entwicklung des Austro-Fondsmarkts und plant, die positive Geschäftsentwicklung in Deutschland auch auf das Nachbarland zu übertragen. Fila verfügt über zehnjährige Branchenvertriebserfahrung u.a. bei Invesco.

Wachstum braucht rasche Liquidität. Das Raiffeisen Factoring.

© Dexia AM/Ingrid Jost-Freie

Forderungen wenige Stunden nach Rechnungslegung auf dem Firmenkonto haben – Raiffeisen Factoring sichert die Liquidität für Ihren laufenden Geschäftsbetrieb sowie die Finanzierung bei Umsatzsprüngen oder Saisonspitzen. Nutzen auch Sie diese flexible und moderne Form der Wachstumsfinanzierung. Infos bei Ihrem Firmenkundenbetreuer und auf www.raiffeisen-factorbank.at

Markus Fila soll den „aufstrebenden österreichischen Fondsmarkt“ pushen. ZRW_Factoring_AZ_216x288abf_4c_abfall.indd 1

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38 – financenet

Freitag, 18. Oktober 2013

financenet@medianet.at

Comgest Die Investmentfonds-Boutique hält vergleichsweise nur wenige Titel in ihren Produkten und diese sehr lang

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Stark konzentrierte Portfolios tun es auch

Finanzvertrieb DVAG an DWS beteiligt

Wien/Bad Gastein. Die unabhängige internationale Fondsverwaltungsgesellschaft Comgest setzt auf Wachstum auf lange Sicht. „Wir haben nur wenige Unternehmen unter Beobachtung und fahren nur ganz normale ,plain vanilla‘-Strategien in unseren Fonds“, erklärt Dieter Wimmer, Österreich-Chef beim Aktienfonds-Spezialisten. Dies bedeutet, dass beispielsweise keine Derivate zum Einsatz gelangen, es werden keine Short-Positionen eingegangen, etc. „Wir vertrauen auf konzentrierte Portfolios mit einer langen Haltedauer der einzelnen Titel“, präzisierte Wimmer bei einem Investment-Seminar in Bad Gastein. Besonders interessant seien für Comgest seit jeher Qualitätsunternehmen, die ein stetiges Wachstum aufweisen, wie etwa die Modeketten Zara und H&M oder das Pharmaunternehmen Roche. „Schnäppchen sind nicht unser Geschäft. Die Titel, auf die wir setzen, dürfen auch gern etwas teurer sein und zeichnen sich meist auf lange Sicht durch ihre Qualität aus; das merkt man dann auch im Portfolio“, so Wimmer. Anders gesagt: Die von Comgest herausgefilterten Unternehmen sollen überdurchschnittliche Renditen und überdurchschnittliches Gewinnwachstum (EPS) über längere Zeit zeigen.

DVAG hält nun wegen des guten Fondsabsatzes 0,55 Prozent an DWS.

Frankfurt. Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) hat sich an einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bank beteiligt. Der Frankfurter Finanzvertrieb übernahm zum 11. Oktober 0,55 Prozent der Anteile an der DWS Holding & Service GmbH, berichtet der Branchendienst fondsprofessionell.at. Die Beteiligung sei „Resultat und Ausdruck der jahrelang guten Zusammenarbeit“, wird eine DVAG-Sprecherin zitiert. Geld floss für die Beteiligung nicht. Das Geschäft sei Teil eines seit 2002 bestehenden Kooperationsvertrags mit der Deutschen Bank, wonach man DVAG zugesagt habe, bei Erreichen bestimmter Absatzzahlen an DWS beteiligt zu werden.

Rosigere Aussichten für Hedgefonds Wien. Die globale HedgefondsBranche steuert im laufenden Jahr 2013 auf ein gegenüber 2012 leicht verbessertes Anlageergebnis zu. In den ersten neun Monaten bis Ende September betrug die Performance 5,7 Prozent, zitiert Hedgeweek einen Performance-Report. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr, befindet sich die Branche damit auf dem Weg zu einer mittleren Performance von 7,7 Prozent nach 7,2 in 2012. Während die „Long/ShortEquity“-Strategien vor dem besten Jahr seit 2009 und dem zweitbesten nach 2006 stehen, wurde die Performance erneut von den Managed Futures-, Währungs- und Rohstoff-Hedgefonds gedrückt. (ag)

Automatisch nachhaltig Damit einher gehe der Fokus von Comgest auf nachhaltiges Investieren. Wimmer: „Ein Unternehmen, das in eines unserer Portfolios kommt, muss eine Kombination aus Qualität und Wachstum in sich vereinen. Stark verschuldete Unternehmen finden sich ebenso wenig darin, wie Banken oder Brokerfirmen.“

Geringe Volatilität

Franz Weis betreut u.a. den Spängler Quality Growth Europe Fonds, der seit Jahresbeginn an die 12 Prozent Performance zeigt.

Ebenfalls halte man sich von Rohstoffen, großen Konglomeraten, etc. fern. „Wir bevorzugen Geschäftsmodelle, wo leicht erkennbar ist, was das Unternehmen tut“, so Wimmer weiter. Diese Anlagephilosophie werde im Sektor

‚Europäische Aktien‘ bereits seit 25 Jahren befolgt. Sieben bis acht Research-Spezialisten schauen sich bei Comgest „nur“ rund 40 Unternehmen genauer an, mit dem Ziel, jene zu identifizieren, die wiederkehrende Umsätze zustande-

Comgest-Starmanager Franz Weis betreut u.a. den Comgest Europe Fonds, den Spängler Quality Growth Europe für die Kapitalanlagegesellschaft des Bankhaus Spängler & Co. und den Comgest Greater Europe Opportunities. Die Rechnung des konsequenten Stock-Pickings scheint dabei aufzugehen: Der Spängler-Fonds hat seit Jahresbeginn ein Plus von mehr als zwölf Prozent gemacht, auf Ein-Jahressicht sind es mehr als 17%. Die Fonds zeichneten sich dank der „hohen Treffsicherheit“ einerseits durch eine geringe Turnover Rate (getätigte Transaktionen im Fonds) als auch durch eine geringe Volatilität aus, betont Wimmer. So seien in der Zeit von 1994 bis 2013 in den fünf Europa-Aktienfonds nur 115 Aktien ins Portfolio aufgenommen worden. Comgest wurde 1985 in Paris gegründet. Von Düsseldorf aus werden Kunden in Deutschland und Österreich betreut, Ende 2012 verwaltete man rund 15,5 Mrd. €.

Causa Madoff Demnächst Urteil gegen Bankerin Kohn

Studie Der Deutschen beliebteste Anlage sind Immos

Wien. In der Causa um den US-Milliardenbetrüger Bernard Madoff erwartet dessen wichtigste österreichische Geschäftspartnerin Sonja Kohn demnächst ein Urteil aus London. Die britische MadoffInsolvenzgesellschaft, die dem USMasseverwalter Irving Picard untersteht, hat 60 Mio. USD (44,34 €) eingeklagt, die Kohn bzw. Firmen aus ihrem Umfeld von Madoff erhielten. Mittlerweile hat das Gericht die Forderungen auf 27 Mio.

Bonn. Angesichts anhaltend niedriger Sparzinsen sinkt einer Studie zufolge die Bereitschaft der Deutschen, mehr in die eigene Altersvorsorge zu investieren. Knapp die Hälfte aller Berufstätigen will ihre diesbezüglichen Anstrengungen aktuell nicht weiter erhöhen, wie aus einer repräsentativen Untersuchung hervorgeht, die die deutsche Postbank vorstellte. Seit 2003 sei der Kreis derjenigen, die nicht mehr vermehrt vorsorgen wollten,

Millionen für Geschäftsanbahnung Altersvorsorge: weniger Zuspruch

© APA/Helmut Fohringer

Internationale Handelbarkeit des Yuan (= Renminbi) soll so steigen.

reduziert, sagt Kohns Wiener Anwalt Clemens Trauttenberg. Es handle sich dabei um Gebühren für Geschäftsanbahnungen, die Kohns Firmen Madoff verrechnet hätten. Mit den Fonds „Primeo“ und „Herald“, dessen Gelder bei Madoff versickerten, habe die Zivilklage nichts zu tun. Die Klägerin habe nicht behauptet, dass seine Mandatin Kohn Teil des Madoff‘ schen Ponzi-Schemas war oder davon gewusst habe, so der Anwalt.

damit um 60% gestiegen. Als beliebteste Geldanlage für den Lebensabend hat sich nach Angaben des Instituts inzwischen klar der Immobilienerwerb für den Eigenbedarf etabliert. Ein Drittel der Berufstätigen mit eigenen Vorsorgeplänen setze nun auf Wohnungen oder Häuser für den Selbstbezug. Hoch im Kurs stehe zudem die betriebliche Vorsorge. Gewünscht wird von vielen eine gesetzliche Pflicht für Arbeitgeber.

© Panthermedia.net/Randolf Berold

© Mark/EPA/picturedesk.com

London als HandelsPlatz für den Yuan

Peking/London. London wird nach Hongkong der zweite globale Handelsplatz für Chinas Landeswährung Yuan. Im Gegenzug dürfen chinesische Banken Filialen in UK eröffnen, wie die Regierungen in Peking und London mitteilten. Frankfurt und andere wichtige Börsenplätze haben damit zumindest vorerst das Nachsehen. „Der Renminbi wird damit fester Fuß auf dem europäischen Markt fassen“, meinen Analysten. Anleger hätten nun größere Möglichkeiten, in die Währung, die auch als Renminbi bekannt ist, anzulegen.  (ag)

bringen. Dies führe dazu, dass sich in den Fonds relativ hohe Einzelpositionen befinden. Als Beispiel führt Wimmer Louis Vuitton an: Etwa 30% der Kunden seien Wiederkäufer, dies bedeutet, das Unternehmen muss für diese Klientel keinen zusätzlichen Cent in die Hand nehmen. Gut gefalle den Fondsmanagern auch Gemalto, eine niederländische Aktiengesellschaft, die sich mit der Herstellung von Chipkarten wie SIM-Karten für Handys, Kreditkarten, elektronische Pässe, Gesundheitskarten, Unternehmensausweise, EC-Karten, etc. beschäftigt.

© Antoine Doyen

© DVAG

Extrem-Stockpicking: Die Comgest-Analysten schauen sich wenige Unternehmen ganz genau an.

An Kohns Bank Medici hielt Bank Austria, die den Fonds Primeo vertrieb, ein Viertel.

Sparbuch, Fonds, Versicherungen sinken bei den Deutschen in der Gunst.


banking

Freitag, 18. Oktober 2013

financenet – 39

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Neue Retail-Strategie erhöht die Marktanteile Zu den Ingredienzien gehören rund 500 aufgerüstete Filialen, die neue Boxen-Strategie u.a.

Bawag PSK punktet am Markt Wien. Die Bawag PSK sieht sich bei ihrer neuen Retailstrategie erfolgreich: Es wurden bereits kräftige Marktanteilsgewinne erzielt, sagen Bawag PSK-Marketingchef Peter Karst und Privatkunden-Vertriebsleiter Arno Wohlfahrter. Die neue Retailstrategie begann 2010: Damals wurde gemeinsam mit dem Partner Post die Umrüstung von 500 Standorten zu attraktiven Multikanaltauglichen Outlets angegangen. Dazu kommen über 1.400 Postpartner, die in unterschiedlichem Ausmaß auch Finanzprodukte vertreiben. Weiterer Meilenstein war die Einführung der Bawag PSK Kontobox, die seither noch zahlreiche Geschwister bekommen hat: Sie macht Bankprodukte für die Kunden angreifbar. Seit 2011 habe man nun deutlich sichtbare Wachstumsraten erzielt, so die Bank: Die Anzahl der Privatkonten erhöhte sich jährlich um zwei Prozent, die der Konsum- bzw. Hypokredite sogar um 32% bzw. 24%.

den Kontoboxen, so kam im September 2012 die KreditBox (in den Varianten Schnell, Wohnen und Energie) und im Dezember 2012 die SparBox (in einer variabel und einer fix verzinsten Variante) hinzu; damit waren typische Bedürfnisse (Giro- bzw. Gehaltskonto, Sparbuch, Kredit) abgedeckt. Seit letzter Woche hat man auch zwei neue „VeranlagungsBoxen“, die sich vom Typ her allerdings deutlich unterscheiden: Während die VorsorgeBox vor allem der möglichst sicheren Pensionsvorsorge dienen soll, ist die ErtragsBox auf mehr Ertrag mit mehr Risiko ausgerichtet und enthält auch

Aktieninvestmentfonds u.a. Bei den Kunden kommt das an: Von den KontoBoxen wurden allein heuer bisher 33.210 abgesetzt; ihr Anteil an den Neueröffnungen beträgt 57%. Die Kreditboxen haben sich von 309.000 Stück 2012 auf heuer bereits 706.000 Stück mehr als verdoppelt; dazu trug eine aufsehenerregende Variante eines Autokredits, bei dem das Fahrzeug das Banklogo trägt, kräftig bei (diese Aktion dürfte übrigens wohl bald wiederholt werden). Und bei den SparBoxen habe sich die Anzahl von 81.355 im Jahr 2012 auf heuer bisher 513.001 vervielfacht. (gst)

© gst

Neugeschäft bei Konsumentenkrediten ist heuer um 61 Prozent gestiegen.

Bawag PSK-Marketingchef Peter Karst, Privatkundenvertriebschef Arno Wohlfahrter.

Stoßrichtung Kreditgeschäft Letzteres, also das Kreditgeschäft, ist auch eine der wesentlichen Stoßrichtungen der neuen Retailstrategie: Bawag bzw. PSK sind alteingeführte Marken in der österreichischen Bankbranche, was Girokonten und Zahlungsverkehr betrifft (die Marke PSK ist über 130 Jahre alt), doch der Marktanteil der Bankengruppe im wichtigen Kreditgeschäft hinkt dieser starken Stellung traditionell hinterher. Nun hat ein rasanter Aufholprozess begonnen, so die Bawag PSK. Auch beim Verkauf von Versicherungen und im Bausparkgeschäft gab es Zuwächse von 8% bzw. 5% pro Jahr. Um die Retailoffensive anzukurbeln, bringt man rechtzeitig zur Weltspartagswoche (23. bis 31. Oktober) zwei neue Boxenvarianten, die die Angebotspalette laut Karst komplettieren: Begann man mit

Harald Krassnitzer

RZB Neu im Aufsichtsrat

Martin Schaller Wien. Martin Schaller, der neue Generaldirektor der RLB Steiermark, folgt im Aufsichtsrat der Raiffeisen Zentralbank (RZB) auf Markus Mair nach, der infolge seines Wechsels an die Spitze der Styria Media Group aus diesem Gremium ausgeschieden ist. Die Bestellung hat eine außerordentliche Hauptversammlung der RZB vorgenommen. Die Bestellung Schallers war der einzige Tagesordnungspunkt bei dieser HV, erklärte das Institut. (red/ag)

Weil mir meine Pension nicht wurscht ist.

Die Pension kann wie ein dünn belegtes Weckerl schmecken. Ich will’s gern mit ein bisschen mehr Wurst drin. Darum sag ich: Gut, dass es die ERGO Pensionsvorsorge mit Garantie gibt! Damit es einem später einmal besser geht.

© RLB Steiermark/Hermann Burgstaller

www.ergo-austria.at

RLB Steiermark-General Schaller folgt auf neuen Styria-Chef Markus Mair.


b a n k i n g / i n s u r a n c e : watc h

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financenet@medianet.at

Familienunternehmen im Fokus Spängler Family Management lud zum „forum familienunternehmen 2013”

short

Wichtig: Familienleitbild

Coface ortet erhöhtes Risiko in drei Branchen Wien. Für drei Branchen ortet der Kreditversicherer Coface ein erhöhtes Risiko: Das Risiko bewege sich in der ChemieBranche von „mittel” bis „hoch”; das Risiko in der Pharma-Branche stuft Coface als „hoch” und das Risiko in der Automobilbranche sogar als „sehr hoch” ein. Die Bewertung wird auf Basis der Zahlungserfahrungen mit Unternehmen, die in der Risikoprüfung des Kreditversicherers beobachtet werden, erstellt.  (red)

Familienunternehmer diskutierten in Salzburg über Erfolgsfaktoren, Strategien und Leitbilder. Salzburg. „Sicher zu neuen Häfen” – unter diesem Motto diskutierten Familienunternehmer im Salzburger Gwandhaus. Dort fand die vom Spängler Family Management organisierte Veranstaltung „forum familienunternehmen 2013” statt. Es referierten zunächst der Münchner Berater Norbert Wieselhuber sowie Rudolf Wimmer, Professor am Institut für Familienunternehmen an der Universität Witten. Nach einem Impulsreferat von Franz Markus Haniel moderierte Walter Schnitzhofer vom Bankhaus Spängler Family Management eine Podiumsdiskussion mit Franz Markus Haniel (Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Familiengesellschaft Franz Haniel & Cie. sowie der Metro Gruppe), Waltraud Schinko-Neuroth (bis vor zwei Jahren Chefin der steirischen Neuroth AG), Peter Unterkofler (Geschäftsführer der Jacoby GM Pharma GmbH) und Heinrich Spängler.

„Gemischte“ Führung „Stimmen Firmen- und Familienleitbild gut überein, können Familienmitglieder im eigenen Unternehmen eine positive Firmenkultur besonders glaubwürdig vorleben“, so Spängler. Sehr bewährt habe sich in diesem Zusammenhang eine „gemischte“ Zusammensetzung der Unternehmensführung von Familien- und Nichtfamilienmitgliedern, erklärte Spängler.  (ast)

© Bankhaus Spängler/Kolarik

© Jim Lo Scalzo/EPA/picturedesk.com

Ex-Weltbank-Chef bei Goldman Sachs

Heinrich Spängler betonte dabei, wie wichtig die Zusammenarbeit und gegenseitige Identifikation zwischen Vorstand und Aktionärsfamilie sei. So wie es ein alle fünf Jahre überarbeitetes Firmenleitbild gebe, so gebe es auch ein Familienleitbild, das an den Berührungspunkten mit der Bank die klaren Regeln und Strukturen schafft, so Spängler.

Haniel, Macheiner, Schinko-Neuroth, Spängler, Unterkofler, Gerlich und Schnitzhofer.

Ex-Weltbank-Chef Robert Zoellick geht zu Goldman Sachs zurück.

Uniqa Österreich Doppelter Führungswechsel in zwei Uniqa-Landesdirektionen wegen Pensionierungen

New York. Der ehemalige Weltbank-Chef Robert Zoellick heuert wieder bei Goldman Sachs an. Zoellick wird Vorsitzender des internationalen Beraterdirektoriums. Das Gremium sondiert Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten. Bevor Zoellick 2007 die Führung der Weltbank übernahm, war er bei Goldman als stellvertretender Chef für den internationalen Bereich tätig.  (APA/red)

Erneuerung im Burgenland und in Vorarlberg

Wien. Bis zum 8. November dieses Jahres bietet die Bank Austria das diesjährige KünstlerSparbuch. Mit einer Einlage ab 500 € erhalten Kunden garantierte ein Prozent p.a. Fixzinsen bei 24 Monaten Laufzeit. Für Kinder und Jugendliche von 6 bis 14 gibt es die KidsCard-Aktion: Die Karte bietet 3,125 Prozent Fixzinsen p.a. bis 31. Dezember 2014 für Guthaben bis zu 1.000 €.  (red)

© ING-DiBa/Andi Bruckner

Pensionskassen „Aktive Veranlagungsstrategie“

SEPA-Umstellung Hälfte aller Firmen nicht vorbereitet

Wien. Die österreichischen Pensionskassen haben mit Ende September 2013 ein Veranlagungsergebnis von durchschnittlich plus 3,23 Prozent für ihre Kunden erwirtschaftet. „Die österreichischen Pensionskassen nützen mit ihrer aktiven Veranlagungsstrategie auch in schwierigen KonjunkturPhasen die Chance, um mit einschätzbarem Risiko gute Zusatzerträge für ihre Kunden zu erwirtschaften“, so Andreas Zakostelsky,

Wien. Mit 1. Februar 2014 ist die letzte Phase der Euro-Umstellung abgeschlossen. Wer ab diesem Datum nicht alle Kontodaten von Kunden, Lieferanten usw. auf die internationale Kontonummer IBAN und die dazugehörige BIC umgestellt hat, kann keine Banktransaktionen mehr vornehmen. Besonders für österreichische Klein- und Mittelbetriebe heißt das, jetzt aktiv zu werden und die interne Umstellung dafür rasch vorzunehmen. „Sonst könnte es im Februar zu Liquiditätsengpässen, offenen Rechnungen oder Verzögerungen bei Gehaltszahlungen kommen”, erklärt Jean-Yves Jacquelin, Spezialist für den europäischen SEPA-Zahlungsverkehr in der Erste Bank.

Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen.

„Anlass zum Optimismus” Der Trend werde von kurzfristigen Schwankungen auf den Finanzmärkten nicht nachhaltig verändert, so Zakostelsky: „In einer Phase, wo in Europa eine Wirtschaftserholung noch nicht eingetreten ist, gibt die Performance Anlass zum Optimismus.“  (red)

Erste Bank bietet SEPA-Service

wie vor unterschätzt”, so Jacquelin. Alle Zahlungsaufträge, die dann noch in diesem Format verschickt werden, können bei den Banken nicht mehr gebucht werden. Die Erste Bank bietet ihren Firmenkunden bei dem Umstellungsprozess ein IBAN-Konvertierungsservice an: Unternehmer können eine Liste mit den Bankdaten ihrer Geschäftspartner abgeben und bekommen eine auf IBAN umgerechnete Liste zurück. (ast)

„Aufwand unterschätzt”

© Fachverbandes der Pensionskassen

Roel Huisman, CEO der ING-DiBa Direktbank: Wille zum Spenden.

Nach knapp 40 Jahren bei Uniqa, davon fünf Jahre als Landesdirektor Vorarlberg, geht Bruno Hutter (62) in die Pension. Neuer Landesdirektor wird Markus Stadelmann (42), der seit 2002 für Uniqa Österreich als Regionalleiter Maklerservice in Bregenz im Einsatz war. Seit 2009 fungierte er als Landesdirektor Stellvertreter in Vorarlberg. „Das Ziel der Landesdirektion Vorarlberg ist es, bis 2020 den Marktanteil von derzeit 24 weiter zu erhöhen“, erklärt Stadelmann.  (red)

Neue Landesdirektoren: Alfred Vlcek (Burgenland), Markus Stadelmann (Vorarlberg).

3,2% Plus bei Pensionskassen

ING-DiBa: Geld für Weiterempfehlungen

Wien. ING-DiBa-Kunden erhalten aktuell für jede Weiterempfehlung eine Gutschrift von 50 € auf ihr Direkt-Sparkonto. Alternativ spendet die Direktbank 100 € an den Verein CliniClowns Austria. Die Weiterempfehlung erhält im Gegenzug ein Prozent Zinsen variabel p.a. bei kostenloser Kontoführung und täglicher Verfügbarkeit. Außerdem erhält der neue Kunde nach einer Einlage ab 5.000 € innerhalb von vier Wochen nach Kontofreischaltung einen Reisegutschein von Connex über 100 €. (red)

Wechsel in Vorarlberg

Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbands der Pensionskassen.

Aktuell ist nur jedes zweite Unternehmen in Österreich bereit für den Einsatz der europaweiten, einheitlichen SEPA-Überweisung und den SEPA-Lastschriftverfahren. „Die interne Umstellung bei den Unternehmen dauert rund drei Monate. Der Aufwand dafür wird nach

© Erste Bank

Bank Austria: Aktionen zum Weltspartag

40 Jahre lang für Uniqa tätig, seit 2009 als Landesdirektor Burgenland.

© UNIQA Group/Paul Buciuta/Artista, UNIQA Group/FotoProfi Digital

Eisenstadt/Bregenz. Doppelter Führungswechsel in den Uniqa Landesdirektionen Burgenland und Vorarlberg: Alfred Vlcek (50) folgt Herbert Vostriz als Uniqa Landesdirektor im Burgenland. Er wird ab 1. Jänner 2014 als neuer Landesdirektor für rund 155 Mitarbeiter, die in der Landesdirektion Burgenland im Innen- und Außendienst beschäftigt sind, zuständig sein. Vlcek arbeitet seit 1999 für Uniqa. Zuletzt war er für Uniqa International als Verkaufsmanager tätig. Davor fungierte er bis 2012 als Vorstand der Uniqa Versicherung in Rumänien und war Areamanager für Kroatien, Bosnien und die Region Steiermark. Herbert Vostriz (62) wird 2014 seinen Ruhestand antreten. Er war

Jean-Yves Jacquelin, SEPA-Experte der Erste Bank: „Konvertierungsservice“.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 18. oktober 2013 – 41

angelo in münchen verkauft

Die UBM unter CEO Karl Bier verkaufte jetzt das ­angeloHotel Westpark an die Union Investment  Seite 43

© S. J. Steindl

© Vienna Int. Hotels

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien www.ehl.at

elk baut um

Elk Holding-CEO Erich Weichselbaum lässt Töchter selbstständig auftreten, erwartet Umsatzplus  Seite 45

Wir leben Immobilien.

Internationales Kapital gut für Gewerbe-Immos IMMO-AGS 9.–16. Oktober 2013

IATX (16.10.) 173,48 Wochentop IIA Wochenflop WXF Immofinanz Atrium conwert S Immo CA Immobilien Anlagen Warimpex

1,75% 4,89% -2,33% 4,89% 2,36% 1,78% 0,65% -0,78% -2,33%

IMMO-FONDS

© CBRE/Christian Husar; Panthermedia.net/Jeremy Reddington

1-Monats-Performance (per 16.10.) Monatstop iShares FTSE E/N 4,15% Monatsflop DBXT CSI300 RE -5,20% Top 5 Immofonds iShares FTSE EPRA/NAREIT Asia 4,15% AXA WF Framlington Eur. RE Sec.I3,77% 3 Banken Immo Strategie 3,72% EASYETF EPRA Eurozone 3,69% Nordea 1 Glob. Re. Est. BI-NOK3,55% Flop 5 Immofonds DBXT CSI300 R.E.1C -5,20% Dexia Equ.B Europ. Property D -1,58% DWS Immoflex Vermögensm. -1,38% iShares STOXX N.Am.600 R E -0,74% PARVEST Re. Est. Sec.Pac. D -0,23%

Trendwende Crossborder-Transaktionen erreichen bereits einen Anteil von fast einem Viertel an den großen Immobilien-Investitionen, wie eine CBRE-Analyse zeigt, Europa ist natürliche Destination für Anleger, meint Andreas Ridder. Die Top-10 der Standorte wie London und Großobjekte sind wieder beliebt. Seite 42

9.–16. Oktober 2013

CERX (16.10.) 497,85

Hier wohnt Ihr Geld in guter Lage.

3,64%

Nähe Brunnenmarkt/Yppenplatz, Grundsteingasse 60-62, 16. Bezirk

Immo:Capital > Milliardenfusion bei GSW und Deutsches Wohnen  42 > Buwog startet Haupt­ bahnhof-Vermarktung 42 Immo:Markets/People &Dates > Österreichische Architekten gewinnen US-Solarbewerb 43 > Immo-Vermittler Engel & Völkers auf Erfolgskurs 45 > CA Immo: Galleria in Wien neu gestaltet  45

© HH-Vision

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i m m o : c ov e r

42 – financenetreal:estate

Freitag, 18. Oktober 2013

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short

© EPA/Carsten Rehder

HSH Nordbank trennt sich von Immofonds

Trendwende Crossborder-Transaktionen erreichen bereits 22,4% Anteil an den großen Imobilien-Investitionen

Internationale küssen die Gewerbeimmobilien wach Top-10 der Standorte und Großobjekte sind wieder beliebt; Wohnhäuser in der EU zuletzt unter Druck.

Bau von Wohnimmos um 1,6 Prozent teurer Wien. Die Baukosten für den Wohnhaus- und Siedlungsbau haben sich im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 Prozent verteuert. Im Vergleich zu August blieben sie unverändert, teilte die Statistik Austria mit. Im Tiefbau stiegen sowohl der Index für den ­Straßenbau als auch jener für den Brückenbau um 0,3 Prozent.  (APA)

S Immo unterstützt den Kunstsupermarkt Wien

Wohnimmobilien günstiger

„Europa ist natürliche Destination für Anleger, wenn es Vorteile der Transparenz, Liquidität bewahren kann.“ A. Ridder, CBRE Österreich

London, Paris und deutsche Großstädte ziehen am meisten Großanlegerkapital an.

‚natürlichen‘ Destination, solange die europäischen Märkte sich Transparenz und Liquidität sowie die Vorteile der Diversifizierung gegenüber den auf US Dollar lautenden Assets bewahren können.” Demnach verzeichnet Europa auf dem weltweiten Immobilienmarkt die höchsten Investitionen aus dem nicht-europäischen Ausland. Seit 2007 machten diese Kapitalzuflüsse 18% der gesamten Investmenttätigkeit aus. Der Anteil der grenzüberschreitenden Transaktionen aus dem nicht-europäischen Ausland ist mit einem Anteil von 22,4% bis zum ersten Halbjahr 2013 deutlich gestiegen, wobei das auf dem europäischen Markt von asiatischen Investoren (7,8 Mrd. Euro) und seit Kurzem nordamerikanischen Inves-

toren (18,9 Mrd. Euro) investierte Kapital beträchtlich gestiegen sei, so CBRE.

Wählerische Anleger Überregionale Transaktionen, die aus nicht-europäischen Ländern auf dem europäischen Markt getätigt werden, sowie grenzüberschreitende aus europäischen Ländern halten sich beim Anteil der Transaktionen die Waage und machen etwas mehr als 20% der gesamten Investitionstätigkeit in Europa aus. Allerdings investieren die Investorentypen in sehr unterschiedliche Asset-Klassen und an unterschiedlichen Standorten. Konkret haben sich im ersten Halbjahr 2013 nationale Investo-

Hauptbahnhof Wien Die ersten 85 Wohnungen

Frankfurt. Die Milliardenfusion der Immobilienkonzerne Deutsche Wohnen und GSW rückt in greifbare Nähe. Nach wochenlangen Verhandlungen einigten sich die Manager beider Firmen auf einen einvernehmlichen Zusammenschluss zum zweitgrößten börsenotierten Wohnungskonzern hierzulande nach der Deutschen Annington. Jetzt hängt das Projekt nur noch am Votum der GSW-Aktionäre, die bis Ende Oktober abstimmen müssen. Viele dürften sich erfahrungsgemäß erst am Ende der Frist entscheiden. „Wir empfehlen, die Offerte anzunehmen”, sagte GSW-Co-Vorstandschef Andreas Segal.

Wien. Die Buwog startet mit der Vermarktung des Projekts „sky9” im Stadtentwicklungsgebiet rund um den Wiener Hauptbahnhof. Laut Aussendung handelt es sich um das erste Wohnprojekt auf dem Areal. In dem als Niedrigenergiehaus konzipierten Gebäude in der Gombrichgasse entstehen 85 freifinanzierte Eigentums- und Vorsorgewohnungen. 82 Einheiten haben kompakte Grundrisse zwischen 48 und 59 m�, drei weitere sind 83 bis 107 m� groß. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2014 geplant.

Aktien 51 neue Deutsche-WohnenPapiere, Bares fließt nicht. Geht alles glatt, wäre die Übernahme im ersten Halbjahr 2014 abgeschlossen. Dafür müssen aber 75 Prozent der GSW-Eigner zustimmen. Die „neue” Deutsche Wohnen käme auf eine Marktkapitalisierung von rund 4 Mrd. Euro, würde im europäischen Vergleich ein großes Stück zu den Top-5 aufschließen und damit leichter an Kapital kommen. (APA/Reuters)

Neues Schwergewicht Ein Großteil der zusammen 150.000 Wohnungen liegt in Berlin, entsprechend groß ist das Synergiepotenzial. Im August kündigte Deutsche Wohnen das damals 1,8 Mrd. Euro schwere Übernahmeangebot für die GSW an. Inzwischen ist der Deal noch rund 1,7 Milliarden Euro schwer: Die GSWAktionäre erhalten für 20 ihrer

Buwog startet HBF-Vermarktung so wie S-Bahn-Linien, Bus- und Straßenbahnlinien. Mit dem Pkw gelangt man rasch auf Gürtel oder Tangente, auch das Radwegenetz ist gut ausgebaut. „Einerseits lebt man in einem pulsierenden neuen Stadtquartier und andererseits ist man nur wenige Minuten vom Innenstadtflair des Zentrums entfernt“, sagt Buwog-Geschäftsführer Gerhard Schuster. Er sieht neben Nutzern auch VorsorgewohnungsAnleger angesprochen. (red/APA)

„Gut ausgestattet“

© dpa/Arne Dedert

© Christina Häusler

Wien. Der Wiener Kunstsupermarkt hat zum 7. Mal in der Mariahilfer Straße 103, einem Gebäude der S Immo AG, seine Pforten geöffnet. Unter dem Motto „Kunst erschwinglich machen” bietet der Kunstsupermarkt Originalkunstwerke zu günstigen Preisen – diesmal zum Thema junge Künstler, „Emerging Artists”. Die S Immo stellt dem Kunstsupermarkt die Räumlichkeiten im 6. Bezirk zur Verfügung. Vorstand Friedrich Wachernig, Mitglied des Vorstands: „Langfristige Kooperationen sind für uns nicht nur in unserem täglichen Geschäft wichtig, sondern auch in der Zusammenarbeit mit den von uns unterstützten Organisationen.“ Letztes Jahr besuchten über 30.000 Kunst-Interessierte die Räume in der Mariahilfer Straße.  (red)

ren auf ihren Märkten mit einem durchschnittlichen Transaktionsvolumen von 21 Mio. Euro in hohem Umfang auf kleinere Transaktionen konzentriert. Europäische Crossborder-Investoren haben mit einem Transaktionsvolumen von etwa 42 Mio. Euro pro Investmentdeal größere Assets anvisiert. Investoren aus dem nicht-europäischen Ausland schließlich liegen mit einem durchschnittlichen Transaktionsvolumen von 94 Mio. Euro deutlich darüber. Auffallend sei die geringe Streuung des internationalen Kapitals: Von 2012 bis zum ersten Halbjahr 2013 entfielen 60% der weltweiten Investitionen in europäische Gewerbeimmobilien auf die Städte, die unter den Top 10 rangieren.

Neue Deutsche Wohnen 4 Milliarden Euro schwer

Anlauf zur Immo-Milliardenfusion

S Immo-Vorstand Friedrich Wachernig: Emerging Artists im Fokus.

Ein weiterer Unterschied: Aus Nordamerika wird vor allem institutionelles Kapital in Europa investiert. Die Investmentvehikel setzen dabei eher Fremdkapital ein und konzentrieren sich mehr auf die Rendite als auf die Streuung. Investoren aus Nahost streuen dagegen ihr Investment, das sich aus einer breiten Palette an institutionellem Kapital (meistens Staatsfonds) und privatem Kapital zusammensetzt. Eine überverhältnismäßige Investmentsumme aus dem Nahen Osten werde in alternative Assets, besonders Hotels, investiert. Die Bedeutung asiatischer Anleger werde noch zunehmen, erwartet CBRE. Die größere Kauflust der Institutionellen bei den Gewerbeimmobilien steht in gewissem Gegensatz zu den Entwicklungen am Markt für Wohnimmobilien: Zuletzt war wie berichtet auch in den „Betongold“-Märkten wie Österreich eine gewisse Ermattung beim Preisauftrieb zumindest bestimmter, teurer Lagen festzustellen. Laut neuester Markterhebung des EU-Statistikamts sind in der gesamten Europäischen Union die Häuserpreise im 2. Quartal 2013 um 1,3% gesunken, in der Eurozone waren es sogar 2,2%. Zu den Spitzenreitern in negativer Hinsicht gehört Kroatien mit einem Rückgang um 19,7%; in Lettland dagegen gab es ein Plus von 8,8%. (gst)

Börse Frankfurt: Gemeinsam ist man zweitgrößter börsenotierter Immoriese.

Mit der BahnhofCity entstehe zwischen Wiedner Gürtel, Sonnwendgasse, Gudrunstraße und Arsenalgasse ein aufstrebendes neues Stadtquartier mit exzellenter Infrastruktur. Neben Wohnanlagen gibt es Bürogebäude, einen Bildungscampus sowie großzügige Grünflächen, u.a. einen acht Hektar großen Park, außerdem Nahversorgungseinrichtungen. Die U-Bahn-Stationen Keplerplatz und Südtiroler Platz/Hauptbahnhof befinden sich in der Nähe, eben-

© Buwog

Hamburg. Die deutsche HSH Nordbank hat einen Käufer für das verbliebene Geschäft mit Immobilienfonds gefunden. Die Tochter HSH Real Estate mit einem Fondsvermögen von etwa 2 Mrd. Euro und Immobilienbeständen im Wert von 320 Mio. Euro werde vom Management übernommen, so die Bank. Zum Preis wurden keine Angaben gemacht. Die EU hatte der HSH im Gegenzug für staatliche Milliardenhilfen zur Auflage gemacht, sich von Beteiligungen zu trennen und Geschäftsfelder zu verkleinern. Vor allem die Immobiliensparte wurde daraufhin zerlegt. Das Fondsgeschäft geht an Geschäftsführer Lutz von Stryk, das verkleinerte deutsche Immobilienfinanzierungsgeschäft betreibt die HSH weiter. (APA)

London, Paris und die wichtigsten deutschen Städte tragen aufgrund der für diese Märkte charakteristischen Transparenz, Gesamtliquidität und dem stetigen Fluss an günstigen Transaktionsmöglichkeiten einen sehr hohen Anteil daran, so CBRE.

© Panthermedia.net/Elena Elisseeva

Hamburg: HSH musste nach EU­Hilfen Immobiliensparte verkleinern.

Wien. Der Anstieg von CrossborderTransaktionen hat in den letzten Jahren das starke Wachstum auf dem europäischen Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien angekurbelt – das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des Beratungsunternehmens CBRE, die auf der Expo Real präsentiert wurde. Andreas Ridder, Geschäftsführer CBRE Österreich: „Europa entwickelt sich für Immobilien zu einer

Buwog-Geschäftsführer Gerhard ­Schuster: „Wohnsituation einzigartig“.


I m m o :Ma r k e t s

Freitag, 18. Oktober 2013

financenetreal:estate – 43

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UBM Die Realitätenentwicklungs AG verkauft das Vier-Sterne-Hotel angelo München Westpark an Union Investment

short

angelo hat neuen Besitzer

Österreicher gewinnen Solar-Zehnkampf Los Angeles. Das „Team Austria: Vienna University of Technology“ hat den „Solar Decathlon“, einen der bedeutendsten universitären Wettbewerbe für solares und nachhaltiges Bauen von Häusern, mit dem Projekt „LISI“ gewonnen. Zweiter im Bewerb wurde Las Vegas, Dritter das Team der Tschechischen Republik.  (red)

Das 207 Zimmer umfassende Haus im Bezirk Sendling wurde erst im Februar 2013 eröffnet. Wien/München. Wer die Adresse des angelo Hotels in der Münchner Albert Roßhaupterstraße 45 googelt, landet mit Streetview in einem verwilderten Gelände: So sah das Gebiet 2008 aus, als es von der UBM erworben wurde. Inzwischen prangt dort das 207 Zimmer-Vier-Sterne-Hotel angelo Westpark; mit bester Infrastruktur an einer gut frequentierten Straße und gleich zwei U-Bahn-Stationen in Gehweite, Geschäften um die Ecke und einer formidablen Auslastung.

„Wir bringen es seit der Eröffnung im Februar 2013 bei der Belegung auf einen Durchschnitt von 80 Prozent“, freut sich HotelDirektor Marcel Koburger, der das Haus unter den Fittichen der Vienna International Hotels & Resorts betreut. Zu hochfrequenten Zeiten wie der Immobilienmesse Expo Real, die vorige Woche in München über die Bühne ging, werden die Preise von rund 160 € pro Doppelzimmer auf 322 € verdoppelt. Die Auslastung steigt dann trotzdem auf an die 90%. Das freut natürlich auch UBMCEO Karl Bier: „Kein anderes Hotel außer diesem brachte so schnell eine derart hohe Auslastung.“ Und Bier weiß, wovon er spricht: Denn

Win-Win-Geschäft. UBM bekommt ­Liquidität für neue Projekte und bleibt

© Vienna International Hotels

Hohe Auslastung …

„Ein klassisches

am Erfolg beteiligt.“ Karl Bier, CEO UBM

50 Millionen investiert: das Vier-Sterne-Hotel angelo Westpark in München.

UBM realisierte in ganz Europa in den letzten 20 Jahren insgesamt bereits 34 Hotels mit über 7.000 Zimmern.

… erfreut auch den Käufer Jetzt wurde das Hotel angelo Westpark in München samt 3.370 m� Büro- und Handelsflächen an den UniInstitutional German Real Estate Fonds von Union Investment verkauft.

Der Fonds richtet sich an Großanleger, Kirchen und Stiftungen sowie Institutionelle, berichtet Christoph Schumacher von Union Investment: „Der Pachtvertrag läuft bis 2033 – in Niedrigzinsphasen ist das ein sehr gutes Investment. Da können wir vor allem einen ordentlichen Cashflow generieren.“ UBM wird das angelo Westpark aber bis 2033 führen, denn Hotels bringen höheren Ertrag und sind inflationssicherer als herkömm-

und 28 Serviced Apartments errichtet werden. Über den Kaufpreis des angelo wurde übrigens Stillschweigen vereinbart. Wenn man aber weiß, dass UBM 50 Mio. € investiert hat und München inzwischen zum teuersten Pflaster Deutschlands zählt (allein im letzten Jahr stiegen die Wohnungspreise in besten Lagen um 20%, Anm.), lässt sich die gute Laune von UBM-Vorstand Karl Bier leicht erklären.

© LISI Solar Decatholon Team Austria

liche Immobilien. Allerdings erfordern sie auch mehr Know-how und intensivere Betreuung, heißt es vonseiten der UBM. Das Schwesterhotel angelo Leuchtenbergring läuft übrigens so erfolgreich, dass UBM sogar eine Erweiterung plant: 2014 sollen zusätzliche 52 Zimmer

reinhard krémer

Das Solarhaus „LISI“ erzeugt mehr Strom, als es verbraucht.

ÖBB setzen auf Wiener Wohnungsnachfrage Wien. Die ÖBB Immobilienmanagement nutzt die Standortkonzentration und Modernisierung bei der Bundesbahn zur Verwertung der frei werdenden Häuser und Grundstücke. Besonders in Wien ergeben sich viele Möglichkeiten, da gemäß der Konzernstrategie bis 2017 nur mehr drei zentrale Bürostandorte die bisher verstreuten Büros ersetzen sollen. Bei den Projekten setzt die ÖBB Immo vor allem auf den Wohnungsmarkt, heißt es.  (APA)

Total im Grünen ... und doch mitten in der Stadt Wien. Natur und Urbanisierung müssen nicht immer im Gegensatz zueinander stehen, sondern können auch miteinander harmonieren, wie der Standort in der Dadlergasse zeigt. Der moderne Wohnkomplex befindet sich inmitten des florierenden 15. Wiener Gemeindebezirks: In unmittelbarem Gehabstand, einerseits zum Westbahnhof und der Mariahilferstraße und andererseits zu den beliebten Naherholungsgebieten Dadlerpark, Schönbrunn und Auer Welsbach Park. Dank der ausgezeichneten Lage genießen Sie in der Dadlergasse besonders kurze Wege, eine optimale Verkehrsanbindung und eine ausgezeichnete Infrastruktur. Die Nahversorgung wird durch die nahe gelegene Einkaufsstraße Mariahilf, in der sich ein Geschäft an das andere reiht, sichergestellt. Der 15. Bezirk hat sich seit den Neunzigerjahren stark verändert, so ist der Anteil an Bewohnern zwischen 20 und 35 heute überdurchschnittlich hoch. Verstärkt wird der Zuzug junger Familien, Künstler und Akademiker unter anderem aufgrund der rasant steigenden Preise für Eigentumswohnungen in den Nachbarbezirken Mariahilf (6) und Neubau (7).

DIE DADLERGASSE AUF EINEN BLICK Bauherr: Vertrieb:

26 Wohneinheiten: 40m² - 95m² 26 Garagenstellplätze 54 Fahrradabstellplätze

© Visualisierungen, Änderungen vorbehalten © crevo.net

promotion

Architektur: Grundsteinlegung: Fertigstellung:

HW Projekt Dadlergasse GmbH SEG Stadterneuerungs- und Eigentumswohnugsges. m.b.H. Nairz Architekten, Wien Frühjahr 2013 Sommer 2014

Im Sommer 2014 bezugsfertig: 26 Wohnungen (zwischen 40 m2 und 95 m2) für Singles und Familien im 15. Wiener Gemeindebezirk.

Kontakt: SEG Stadterneuerungs- und Eigentumswohnungsges. m.b.H. Spittelauer Lände 10 1090 Wien Telefon: 01/544 07 71 Mail: vertrieb@seg.at Web: www.seg.at Facebook: https://www.facebook.com/SEG.Stadterneuerung


i m m o : c a p i ta l / i m m o : m a r k e t s

44 – financenetreal:estate

Freitag, 18. Oktober 2013

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ifa AG Umbaustart für „Das Hamerling“ soll im Februar 2014 erfolgen – Fertigstellung ist für Dezember 2015 geplant

Anlage: „Das Hamerling“

ImmoNomade von Philipp Kaufmann 3P.zum.Glück

A

n Rot-Schwarz: Mit Eurer Hilfe wird der Immobilienbestand saniert Die aktuell begonnenen Koalitionsgespräche im neuen Stil haben noch keine Aufbruchsstimmung in Österreich ausgelöst. Rot und Schwarz hätten jedoch die Chance dazu, die großen Herausforderungen, vor denen wir zweifelsohne stehen, zu lösen. Eine dieser Baustellen ist das Wohnrecht und hier das MRG in Verbindung mit WEG und WGG.

Linz/Wien. „Das Hamerling“ in der Wiener Josefstadt ist derzeit nicht nur eines der größten, sondern auch eines der innovativsten Wohnprojekte innerhalb des Wiener Gürtels. Auf einer innerstädtischen Liegenschaft mit 5.000 m� Grundfläche entsteht aus dem früheren Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen ein hochwertiges Objekt mit 16.000 m� Nutzfläche, das Eigentumswohnungen und eine betreute Seniorenresidenz beherbergen wird. Ebenso werden ein Veranstaltungsbereich, ein Restaurant, Fitness- und Gymnastikräume sowie Pflegeeinrichtungen zur Verfügung stehen.

Die politische Herkulesaufgabe ist es, den Immobilienbestand nachhaltiger zu machen. Nur mit einer Steigerung der Sanierung auf drei Prozent schaffen wir einen wesentlichen Beitrag zur Energieautarkie, bringen gleichzeitig neue Qualitäten in unsere Gebäude und ermöglichen vor allem leistbares Wohnen, da die Betriebskosten immer mehr zur Kostenfalle werden. Die heutigen Technologien erlauben es, den Bestand umfassend zu modernisieren und damit sicherzustellen, dass %NERGIEEFlZIENZÏ IMÏ 3INNEÏ DERÏ Ökobilanz eines Gebäudes um 50-60 % und mehr verbessert wird und keine „Belastung“ des Menschen mit schädlichen Stoffen notwendig ist. Im Sinne der Nachhaltigkeit gilt es aber den Eingriff in die Natur zu minimieren und gleichzeitig die ökonomischen und sozio-kulturellen Qualitäten zu maximieren.

Bauherrenmodell als Anlage An diesem Baujuwel in bester innerstädtischer Lage können sich Privatanleger über ein Bauherren-

„Das Hamerling“: eine Immobilie inmitten eines der begehrtesten Bezirke Wiens.

ÖSW Zusammenleben von Menschen verschiedenster Altersgruppen und kultureller Hintergründe als Wohnmaxime

„Join in“ – Projekt interkulturelles Wohnen

„Join in“: ein Drittel der Mietwohnungen für Bewohner mit Migrationshintergrund.

Strauss & Partner Neuer Bürokomplex entwickelt

ibet 2013 Kongress beleuchtet fünf Themenbereiche

Wien. Der Immobilienentwickler Strauss & Partner realisiert auf dem Anschutz Areal in Berlin Friedrichshain den Bürokomplex Arena Boulevard an der O2-World. Unweit des derzeit im Bau befindlichen Hotel + Office Campus Berlin hat das Unternehmen ein weiteres Grundstück von der Anschutz Entertaiment Group erworben. Auf dem rund 1.700 m� großen Grundstück werden rund 10.000 m� moderne und effiziente Büro-

Wien/Innsbruck. Am 31. Oktober werden sich Experten im Congress Innsbruck mit der Frage, wie sich Projektwerber und Naturschützer annähern können, beschäftigen. Neben Praxisbeispielen steht auch die Kommunikation bei Umweltverträglichkeitsprüfungen und die Öffentlichkeitsbeteiligung bei Großprojekten auf der Agenda.

Projekt Arena Boulevard in Berlin

© J.S.K. Architekten

und Gewerbeflächen entwickelt. Für das Gebäude wird eine Zertifizierung gemäß DGNB in Silber und zusätzlich eine LEED-Zertifizierung in Gold angestrebt. „Es freut mich sehr, dass wir neben dem erfolgreichen Projekt ‚Hotel + Office Campus Berlin‘ ein weiteres attraktives Projekt auf dem Areal realisieren“, erklärt Christian Berger, Geschäftsführer der Strauss & Co. Development GmbH. (fh)

Arena Boulevard: Büroprojekt an der O2-World in Berlin mit Baubeginn 2. Q. 2014.

Großprojekte und Umweltschutz

menspektrum erstreckt sich vom Regionalkraftwerk Mittlerer Inn über die Tiwag-Projekte Kühtai II und Kaunertal bis zum Potenzial Erneuerbarer Energien in Tirol. Weitere Themen sind die strategische Kommunikation bei der UVP und die Öffentlichkeitsbeteiligung bei Großprojekten. Konzipiert und organisiert wird die ibet von wiko wirtschaftskommunikation, einem Beratungsunternehmen für strategische Kommunikation.  (fh)

Neue Ära des Miteinanders Ob bei geplanten Kraftwerksprojekten, neuen Seilbahnen oder Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur: Bei zahlreichen großen Vorhaben ist der Umweltschutz mittlerweile das zentrale Thema. „Oft scheinen die Gegensätze zwischen Projektwerbern und Gegnern unüberbrückbar“, sagt Ulrich Müller, Geschäftsführer von wiko wirtschaftskommunikation. „Mit der ‚ibet‘ wollen wir aufzeigen, wie sich Projektwerber und Naturschützer annähern und eine neue Ära des Miteinanders in die Wege leiten können.“ An fünf Thementischen sind vertiefende Gespräche mit den Vortragenden möglich. Das The-

© Wiko/Norbert Freudenthaler

tümer den Gebäudebestand durch Sanierungsmaßnahmen von sich aus auf aktuelle Standards bringen und somit investieren. Hinderlich dabei ist die ewige (!) Anwendbarkeit des MRG im Bereich der Mietzinsbildung, da das Gesetz auf die ursprüngliche „Baubewilligung“ abstellt. Somit wird im §1 (4) Z1 der Neubau im Zusammenhang mit der Baubewilligung nach 30. Juni 1953 für die Eigentümer besser gestellt. Diese Regelung führt zu Marktversagen und könnte dahingehend gelöst werden, indem auf das tatsächliche (technische) Lebensalter abgestellt wird. So wie es in der Immobilienbewertung in Theorie und Praxis (bei Gericht) üblich ist, führt eine umfassende Sanierung zu einer Verjüngung des Objekts und schafft damit Potential in den Bestand zu investieren. Daher meine Forderung: Bitte entfesselt die Immobilienwirtschaft und schafft Rahmenbedingungen, bei denen sich Nachhaltigkeit rechnet!

tonte ÖSW-Vorstand Michael Pech. Leitidee des interkulturellen Wohnens ist das Zusammenleben von Menschen verschiedenster Altersgruppen und kultureller Hintergründe. Dabei wird ein Anteil von rund einem Drittel Bewohnern mit Migrationshintergrund angestrebt. Die Zusammensetzung des kulturellen Hintergrunds soll vielfältig und unterschiedlich sein und die Dominanz einer Ethnie vermieden werden. „Wichtig ist, dass die Bewohner Interesse an gemeinschaftlichem Leben haben, Toleranz für andere Lebensstile und Werthaltungen mitbringen und das Zusammenleben verschiedener Kulturen als Bereicherung sehen“, so Vorstand Pech.  (fh)

© Architekturbüro Tillner & Willinger ZT GmbH

Wien. Unter dem Motto „Join in – Vielfalt gemeinsam leben“ entsteht bis Sommer 2014 im 11. Wiener Gemeindebezirk ein von ÖSW (Österreichische Siedlungswerk) geplantes interkulturelles Wohnprojekt. Insgesamt 90 Wohneinheiten werden dort gebaut, bestehend aus geförderten Mietwohnungen, supergeförderten Mietwohnungen und einer Senioren-Wohngemeinschaft. „Wir freuen uns nicht nur, dass wir mit unserem Projekt im Jahr 2010 den Bauträgerwettbewerb gewinnen konnten, sondern auch darüber, dass wir mit der Betreuung durch das Wiener Hilfswerk zusätzlich unserem sozialen Auftrag nachkommen können“, be-

Intention ist es, dass die Eigen-

www.ogni.at

modell beteiligen. Die zur Soravia Group gehörige ifa AG (Institut für Anlageberatung Aktiengesellschaft) legt jetzt das Bauherrenmodell Nr. 407 für die geplante Seniorenresidenz mit einer Nutzfläche von 6.000 m� im westlichen Gebäudeflügel auf. Die vorliegenden Mietangebote der potenziellen Betreiber enthalten einen Kündigungsverzicht von 20 Jahren; dadurch ist ein langfristiger Ertrag von rund 4% gesichert. Nach den ersten 20 Jahren gilt eine fünfjährige Kündigungsfrist. Die Mietzahlungen an die Bauherren sind während der ersten sieben Jahre durch eine Garantie abgesichert. Die Mindestbeteiligung beträgt 0,5% des Gesamtinvestitionsvolumens in Höhe von 32,9 Mio. €. Ab Jänner 2016 können die Bewohner in einem Ambiente mit hochwertiger Ausstattung residieren, heißt es seitens der ifa AG.

Fritz Haslinger

© Residenz am Hamerlingpark GmbH

Private Investoren können sich per Bauherrenmodell an großer Gründerzeit-Immobilie beteiligen.

Experten präsentieren Themenbereiche.


Pe op l e & Dat e s

Freitag, 18. Oktober 2013

financenetreal:estate – 45

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Fertigteilhaus Elk baute im englischen Oxford zwei Studentenwohnheime für 190 Bewohner – und sich selber organisatorisch um

Elk wandelt Konzernstruktur um Töchter treten selbstständig auf, Elk Fertighaus GmbH agiert im B2C-Bereich, Elk-Building Systems GmbH im B2B-Bereich. Wien/Schrems. Das Fertighausunternehmen Elk krempelt seine Konzernstruktur um. Aus der Elk Fertighaus AG wird – bei gleichbleibendem Grundkapital – die Elk Fertighaus GmbH. Außerdem wird aus dem Mehrheitseigentümer von Elk, der D.E.I.N. Haus Holding GmbH, die Elk Holding AG.

Vorstand wird erweitert

© Stefanie J. Steindl

Der bisherige Vorstand der Elk Fertighaus AG – CEO Erich Weichselbaum, CFO Gerhard Schuller und COO Walter Fischl – wechselt mit gleicher Position in die Elk Holding AG. Neu im Team ist Isabella Weichselbaum-Kiskanoglou, die als CCO die Kommunikation des gesamten Konzerns verantwortet und den Vorstand komplettiert. Die strategische Neuausrichtung von Elk sei eine logische Konsequenz der Reorganisation des Konzerns, die seit 2009 mit der Übernahme

Elk Holding-CEO Erich Weichselbaum rechnet im Projektbau mit Umsatzplus.

durch den aktuellen Holding-Vorstand mit großem Erfolg durchgeführt wird, heißt es bei Elk. Die Tochterunternehmen sollen selbstständig auftreten, jedes ist verantwortlich für seine einzelne Marke und Geschäftsbereiche. So ist die Elk Fertighaus GmbH für den Geschäftsbereich B2C/Privatkunden zuständig, die Elk Building Systems GmbH für den Geschäftsbereich B2B/Mehrgeschossiger Wohnbau, Objektbau, Motels oder Hotels.

Wohnraum für Studenten Ungeachtet dessen wurde in der englischen Universitätsstadt Oxford eine von Elk errichtete Studentenwohnanlage eröffnet. Das Projekt „Chapel Street“ besteht aus zwei vierstöckigen Gebäuden und bietet Platz für 190 Bewohner. Die beiden Häuser, bestehend aus vorgefertigten Wand- und Decken-

elementen, wurden vollständig im Elk-Stammwerk im niederösterreichischen Schrems konzipiert, geplant und schließlich produziert. Die Einzelteile wurden nach Oxford transportiert und innerhalb acht Wochen montiert. „Neben unserer führenden Marktstellung bei Einfamilienhäusern baut Elk den Projektbau aus: Wir rechnen für das Jahr 2014 mit Umsatzsteigerungen von über 50 Prozent“, so Erich Weichselbaum, CEO der Elk Holding AG. Neben den D-A-CH-Märkten ist England ein wichtiges Exportland für Elk. In den letzten drei Jahren wurden in GB mehr als 300 Einheiten geschaffen und für Elk eine Betriebsleistung von 7 Mio. € generiert. Bereits weitere 350 Einheiten – wobei eine Einheit einer Nutzfläche von rund 130 m� entspricht – sind für die kommenden zwölf Monate in der Planungsphase.  (ots/hk)

Immobilienvermittler Engel & Völkers wächst kräftig und geht mit eigenem Immobilien- und Lifestylemagazin online

short

Die bessere Positionierung zahlt sich aus „Wir wachsen kräftig in unseren ausländischen Kernmärkten, da wir in den gesuchten Regionen der Welt immer besser positioniert sind“, so Christian Völkers, Vorstandsvorsitzender der Engel & Völkers AG.

Miami. Als erster industrieller europäischer Fenstererzeuger überhaupt hat das Übelbacher Unternehmen Gaulhofer den Hurrikan-Test bestanden. Der Test wurde unter realitätsnahen Bedingungen in einem Labor in Florida durchgeführt. 20 verschiedene GaulhoferFenstermodelle wurden dabei erst schwerstem Winddruck und dann massiver Beregnung ausgesetzt, wobei mit großem Druck Wasser aufgesprüht wurde. Schließlich wurden Fensterrahmen und Verglasung mit Holzmasten beschossen und die Fenster in wenigen Minuten Tausende Male starkem Sog und Druck ausgesetzt. Gaulhofer will seinen Exportanteil in die USA auf deutlich über zehn Prozent steigern.  (ag/hk)

Neues Online-Magazin

Christian Völkers, Vorstandsvorsitzender bei Engel & Völkers, stellt Magazin online.

Eröffnung Steyrsche Architekten bauen Logistikgebäude

Shopping-Center Modernisierung war notwendig

Linz. In Linz-Hörsching wurde das Logistikgebäude „Leuchtturm1“ der Firma Schachinger als Zentrallager für Metro Österreich eröffnet. Das Projekt brachte den Angaben zufolge Logistik und Ökologie auf einen Nenner; geplant und umgesetzt wurde LT1 von Poppe*Prehal Architekten aus Steyr. Holz ist in jeder Dimension zu finden, von der Konstruktion bis hin zur Fassade; darüber hinaus wurde auf die Verwendung weitge-

Wien. Das Wiener Einkaufszentrum Galleria in der Landstraßer Hauptstraße feierte den dritten Jahrestag seiner Modernisierung. Die Galleria wurde 1990 eröffnet, 19 Jahre später wurde sie von der CA Immo übernommen. Von 2009–2010 wurde das Einkaufszentrum nach Plänen der A&GP International Architekt Brunner ZT Ges.m.b.H. umgebaut und modernisiert. „Wir haben uns 2009 für eine umfassende Revitalisierung der

Ökologischer Leuchtturm in Linz

CA Immo: Galleria ist neu gestaltet

hend ökologischer Baumaterialien geachtet.

Blue&Green Building Award

© Walter Ebenhofer

© CA Immo/Gregor Ecker

Die Energieversorgung des LT1 basiert auf einer Wärmepumpe, gepaart mit Grundwassernutzung. LED-Technologie wird bei der Beleuchtung genutzt. Das Projekt LT1 wurde Ende September mit dem Confare Blue & Green Building Award ausgezeichnet. (ots/hk)

Galleria entschieden, um den Bewohnern des dritten Bezirks ein modernes Nahversorgungszentrum zu bieten. Umso mehr freut uns, dass die Geschäftsflächen seit dem Umbau mit über 40 Shops konstant zu fast 100% ausgelastet sind“, so Bruno Ettenauer, Vorstandsvorsitzender der CA Immo. Die Galleria verfügt über insgesamt rund 14.500 Quadratmeter vermietbare Center-Fläche auf drei Ebenen. (ots/hk)

Das vorherrschende Baumaterial beim Logistikgebäude Leuchtturm1 ist Holz.

Bruno Ettenauer, CA Immo-Vorstandsvorsitzender, freut sich über Besucherfrequenz.

Hapimag-Residenz: renoviert und erweitert © Hapimag/Nikolaus Faistauer Photography

Das Immobilien- und Lifestylemagazin der Engel & Völkers Gruppe, GG, ist nun auch online lesbar. Auf der Webseite werden nach und nach alle Artikel der Printausgabe auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch veröffentlicht. Jeweils zum Erscheinungstermin des neuen Hefts wird der Inhalt der vorangehenden Ausgabe online gestellt. (ag/hk)

© Engel&Völkers/Schneider

Hamburg. Der deutscher Vermittlungsspezialist von hochwertigen und hochpreisigen Immobilien, die Engel & Völkers Gruppe, legt im Segment „International“ und bei den vermittelten Gewerbeimmobilien ein Wachstum im zweistelligen Breich hin. Der Gesamt-Markencourtageumsatz der Gruppe stieg in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres auf 192,5 Mio. €, plus 18,5%. Die Markencourtageumsätze in der Vermittlung von Gewerbeimmobilien steigerten sich um 27,3% auf 42,6 Mio. €. Das Wohnimmobiliengeschäft im Ausland brachte das größte Plus von 32,2% und liegt bei 74,3 Mio. €. Wachstumstreiber waren hier das spanische Festland, die Balearen und Übersee.

Erfolg bei Hurrikan-Test: Gaulhofer goes USA

André Raeber und Hassan Kadbi: die Konzernleitung bei Eröffnung.

Baar/Zell am See. Hapimag, Wohnrechtsanbieter in Europa, feierte jetzt die Wiedereröffnung der Residenz Zell am See im Salzburger Land. Die 65 Apartments sowie die Gänge wurden komplett renoviert, der Eingangsbereich und die Rezeption wurden umgebaut und neu gestaltet, das Hallenbad saniert und das Sauna- und Wellnessangebot erweitert. Der Jugendraum wurde neu errichtet, ebenso der Fitness- und der Kinderraum. Die Investitionssumme liegt bei zirka neun Mio. €, die Bauzeit betrug rund elf Monate. (ots/red)


Business Promotion

46 – financenetreal:estate

Freitag, 18. Oktober 2013

Wohn-Projekt Sternbrauerei Riedenburg Wohnquartier hoch über Salzburg – der zweite Bauteil steht vor seiner Fertigstellung

Sternstunden am Wohnungsmarkt UBM realisiert in der Mozartstadt hochwertige internationale Architektur für ein anspruchsvolles, gehobenes Publikum.

Luxus-Quartier mit Flair Bereits 2012 wurde auf dem ehemaligen Brauereigelände der Bauteil Ost (30 Wohnungen) – der historische Bauformen und zeitgenössisch-anspruchsvolles Wohndesign neu verbindet – fertiggestellt. Im nächsten Jahr soll die zweite Ausbaustufe mit weiteren 67 Wohnungen und Penthouses finalisiert sein. Flair verspricht das Luxus-Quartier, das nach den Entwürfen des in New York beheimateten Architektur-Duos Hariri & Hariri buchstäblich Berg und Fels entspringt, schon jetzt. „Mit der Sternbrauerei Riedenburg wird ein einzigartiges innerstädtisches Quartier erschaffen“, sagt Martin Löcker, UBM-CTO. Der technische Vorstand lenkt den

Sternbrauerei Bauteil West Eigentümer: UBM Realitätenentwicklung AG Floridsdorfer Hauptstraße 1, A- 1210 Wien Tel: +43/(0)50626-0 Fax: +43/(0)50626-1472 ubm@ubm.at www.sternbrauerei.at Fertigstellung: Voraussichtlich Mitte 2014 Preise: Stadtwohnungen zwischen 60 und 120 m² Wohnnutzfläche – mit großzügigen Balkonen oder Terrassen; Kaufpreise ab 288.000 € High-End-Penthouses zwischen 133 und 249 m² Wohnnutzfläche – mit XL-Panoramaterrassen; Kaufpreise ab 1.250.000 €

© www.finest-homes.com, UBM

Salzburg. Die einmalige Lage lockte schon die keltischen Alaunen, später folgten die Römer. Bis heute gilt die Stadt an der Salzach – rund um Festungsberg, Rainberg und Kapuzinerberg – als Wohnidyll. Verantwortlich dafür: die Zweiklänge aus Kultur und Natur, Hochgebirge und Alpenvorland, Seenlandschaft und Sehnsuchtsraum. Den Traum von den eigenen vier Wänden, hoch über den Dächern der Mozartstadt, macht UBM Realitätenentwicklung AG mit dem Immobilienprojekt „Sternbrauerei Ost und West“ im Salzburger Stadtteil Riedenburg wahr. Die Luxus-Wohnungen und Penthouses für eine finanzkräftige Klientel zeigen auf: Aussicht, architektonische Alleinstellung und ökologische Ausrichtung sind wesentlicher Teil des Gesamtkonzepts.

Detaillierte Informationen zu den exklusiven Stadtwohnungen: www.team-rauscher.at, www.finest-homes.com Architekturkunst, unverwechselbare Formen, höchste Wohnqualität über den Dächern der Salzburger Innenstadt.

Blick auf die „ruhige und außergewöhnliche Bestlage.“

Stilvolle Verbindung Mit den exklusiven Stadtwohnungen und ihren stylishen Verbindungen von drinnen nach draußen – über Gärten, Loggien, Balkone und Terrassen – richtet man sich an ein betuchtes Publikum, das Wohnen auch als Kunstform begreift. Dementsprechend die Nachfrage: Im östlichen Bauabschnitt warten nur noch drei Tops auf neue Besitzer. Wird die Sternbrau-

erei-Außenansicht von Jura-Kalksteinfassaden beherrscht, punktet das Innenleben mit hochwertiger Designerausstattung. Die Wohnungen in der 2-, 3- oder 4-Zimmerausgabe sind u.a. mit feinstem Parkett und modernen Bädern in Philip Starck-Design ausgestattet. Raumhohe Verglasungen verbinden die Wohn- mit der Stadtlandschaft. Highlights sind die Penthouse-Ateliers zwischen 133 m2 und 249 m2. Im zweiten Abschnitt, dem Bauteil West, werden in Summe rund 6.000 m2 Wohnnutzfläche geschaffen. Das Projektvolumen hier beträgt

34 Mio. €. Die hochwertigen, neuen Wohnungen werden vom Markt ebenso gut aufgenommen, wie die Einheiten im Ostteil. Bis dato sind von 67 Eigentumswohnungen bereits 47 verkauft. Auch für die gehobene Penthouse-Kategorie ist bereits reges Interesse der in- und ausländischen Klientel feststellbar. „Die Penthouses im ersten Bauabschnitt sind bereits vollständig abverkauft. Mit Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts werden wir die sieben Penthouses den potenziellen Neoeigentümern präsentieren“, erklärt UBM-CTO Martin

Löcker. „Wer viel investiert, möchte sich einen authentischen Eindruck verschaffen.“ Musterwohnungen, wie sonst üblich, helfen in diesem Segment nicht weiter, denn in der Sternbrauerei Riedenburg gleicht kein Wohntraum dem anderen.

Exklusive Urbanität Mit dem kurz vor Fertigstellung stehenden Projekt wird von UBM ein neues urbanens Kapitel aufgeschlagen: ein Edelquartier für eine entsprechende Zielgruppe, die Wohnen und Wohlfühlen neu definiert.

Experten-Talk Maklerin Elisabeth Rauscher über das Immo-Highlight

Exklusives Wohnensemble Salzburg. Stadt, Kultur und Natur vereint: Elisabeth Rauscher, Inhaberin von Team Rauscher und Finest Homes Immobilien Salzburg, im Gespräch mit medianet über die neue Luxus-Wohn-Landmark hoch über den Dächern der Mozartstadt. medianet: Frau Rauscher, was ist für Sie als Salzburgerin das Besondere am Projekt ‚Sternbrauerei‘? Elisabeth Rauscher: Neben der hochwertigen Architektur und Bauweise punktet dieses spannende WohnEnsemble durch die absolute Toplage – in nächster Nähe zum historischen Stadtkern. Sowohl das Festspielhaus als auch die Getreidegasse sind in wenigen Gehminuten bequem erreichbar. Hier leben Sie im Herzen der Festspielstadt und genießen zugleich Ruhe und Idylle pur. Durch das angrenzende Naturschutzgebiet, den Rainberg, ist man sofort im Grünen. medianet: Gibt es den ‚typischen‘ Wohnungskäufer für das Sternbrauerei-Quartier? Und wie sieht dieser aus? Rauscher: So unterschiedlich sich die Wohnungstypen in puncto Größe und Grundrissgestaltung präsentieren, so unterschiedlich sind auch die Wohnungskäufer; darunter finden sich Familien, Paare und Singles. Auffallend ist, dass der überwiegende Teil der Käufer Österreicher ist; die meisten

FASCINATING LIVING CULTURE at the gates of the historic centre of Salzburg

kommen sogar aus dem Großraum Salzburg. Das Verhältnis zwischen Eigennutzer und Anleger hält sich dabei in etwa die Waage. Sehr viele Anleger wollen die Wohnung vorerst vermieten. Diese wollen die Sternbrauerei später als Alterswohnsitz nutzen. Als lokales, in Salzburg gewachsenes Maklerunternehmen freut es uns sehr, dass dieses einzigartige Wohnprojekt in Salzburg so gut ankommt. medianet: Ist die Nähe zum Festspielhaus ein Vermarktungsvorteil? Rauscher: Natürlich! Salzburg und die Festspiele gehören einfach zusammen. Eine Immobilie in nächster Nähe zum Festspielhaus ist verständlicherweise sehr begehrt. Besonders während der Festspielzeit im Sommer haben wir eine sehr große Nachfrage für die Wohnungen und Penthouses in der Riedenburg bemerkt. Denn man flaniert ja wirklich in nur wenigen Minuten zum Festspielhaus – ein Traum für jeden Kulturinteressierten. Auch bei unserem Sommerfest, das wir gemeinsam mit der Privatbank UBS und der Kunstgalerie Frey im Penthouse ‚La Boheme‘ im Bauteil Ost der Sternbrauerei veranstaltet haben, bekamen wir ausschließlich positive Rückmeldungen zu diesem außergewöhnlichen Wohnprojekt. Mittlerweile ist dieses Penthouse bereits verkauft.

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medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 18. oktober 2013 – 47

übermittlungspflicht

EY Österreich setzte im vergangenen Geschäftsjahr 14 Prozent mehr um  Seite 50

VwGH: Energieunternehmen müssen E-Control mit Daten versorgen  Seite 50

manz die nacht der autoren

© Manz/Mike Ranz

kräftiges wachstum © dpa

© Ernst & Young

advisory IT-Arbeitsplätze müssen modernisiert werden

short

© Panthermedia.net/David Wetzel

D: Streikaufruf per Dienst-Mail verboten

Gericht: Betriebsrat darf nicht vom Firmen-Mail aus zum Streik aufrufen.

Erfurt. Deutsche Betriebsräte dürfen mit ihrem vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten elektronischen Postfach nicht zu Streiks aufrufen. Das entschieden die höchsten deutschen Arbeitsrichter in Erfurt. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) gab einem Klinik-Konzern Recht, der einem freigestellten Betriebsrat das Versenden eines Gewerkschaftsaufrufs zu Warnstreiks von seinem betrieblichen E-Mail-Account untersagt hatte. Die Richter schlossen sich damit im Ergebnis der Entscheidung der Vorinstanzen an.  (ag.)

© Matrix42; Forrester; Panthermedia.net/Sergey Gavrilichev

© Marjian Murat/EPA/picturedesk.com

Daimler: Zivilklage in den USA abwendbar?

Daimler-Tochter Mercedes soll mit Argentiniens Junta kooperiert haben.

Experten warnen Arbeitgeber müssen angesichts neuer Entwicklungen und Tendenzen ihre IT modernisieren, sonst droht ein Brain Drain, meinen David K. Johnson, Principal Analyst bei Forrester Research, und Oliver Bendig, Vizechef für Produktmanagement beim Beratungsunternehmen Matrix42.  Seite 48 Bain & Comp. Firmen in Eurokrisenstaaten benachteiligt

Lage bestimmt Kredit-Konditionen

© dpa/Arne Dedert

Stuttgart/Buenos Aires. Der deutsche Autokonzern Daimler könnte einer kostspieligen Zivilklage in den USA wegen der mutmaßlichen Zusammenarbeit eines Tochterunternehmens mit der argentinischen Militärdiktatur in den 1970erJahren entgehen. Der Oberste Gerichtshof in Washington zeigte sich skeptisch, dass die US-Justiz für den Fall zuständig sei. Mehrere Richter sowohl aus dem konservativen als auch dem liberalen Lager des Supreme Court zweifelten die Entscheidung eines kalifornischen Berufungsgerichts an, dass die Klage von 21 Argentiniern und einem Chilenen für zulässig erklärt hatte. Daimler mache nur 2,5 Prozent seines Umsatzes in Kalifornien. Die 22 Kläger – allesamt frühere Mitarbeiter der Daimler-Tochter Mercedes oder Hinterbliebene von Arbeitern – führen an, Mercedes habe in Argentinien während der Militärdiktatur von 1976 bis 1983 eng mit der Junta zusammengearbeitet und Angestellte bei den Sicherheitsbehörden denunziert bzw. gewaltsame Übergriffe toleriert, etc.  (ag.)

EZB hat konzertierte Initiativen angekündigt, geschehen ist aber erst wenig.

Frankfurt. „Die tiefen Zinsen im Euroraum erreichen KMUs in den Krisenländern weiterhin nicht wie erhofft“, sagt die Beratungsfirma Bain & Company: Diese Firmen zahlen demnach bis zu drei mal mehr Zinsen für frisches Geld als ihre Mitbewerber in Deutschland. „Kleine und mittlere Unternehmen stehen für zwei von drei Jobs und 58 Prozent des Wirtschaftswachstums in Europa“, sagt Studienautor John Ott von Bain. Die gesunden, wachsenden Firmen erhielten jedoch nicht die nötigen Mittel zur Finanzierung, um Stellen und Wachstum zu schaffen.  Seite 49

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48 – advisory

Freitag, 18. Oktober 2013

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Matrix42 und Forrester Research Arbeitgeber müssen ihre IT für den Arbeitsplatz der Zukunft aufrüsten

kolumne

IT-Workplace aufmotzen, sonst droht Abwanderung

Vorsicht beim Personalberater

?

Experten: Aktuelle IT-Trends erfordern eine nutzerbasierte Analyse, Neuausrichtung und Investitionen. Neu-Isenburg/Wien. Matrix42 appelliert an Unternehmen und Organisationen, rechtzeitig Vorkehrungen für die zukünftigen Veränderungen im Arbeitsplatz-Management für IT (Informationstechnologie) zu treffen. Analysten von Forrester Research verzeichnen demnach bereits jetzt starke Veränderungen in der IT-Landschaft: Mit einer ganzheitlichen Strategie für ein ITArbeitsplatz-Management, welche die Nutzer als Kunden sieht, könne die Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeiter signifikant verbessert und damit die Profitabilität des Unternehmens gesteigert werden.

ano nyma

I

n den letzten Jahren steigt der Druck auf Personalberatungsfirmen. Viele Auftraggeber lassen sich durch das schnelle Präsentieren von Lebensläufen ohne klare Auftragserteilung (und auf reiner Erfolgsbasis) beeindrucken, bzw. erwarten Unternehmen oft eine Suche auf dieser Basis – mit einer Reihe negativer Konsequenzen sowohl für die Auftraggeber als auch für die Kandidaten. Erstens: Personalberater versuchen mit allen Mitteln, ihre Datenbank zu füllen, um möglichst rasch irgendwelche Profile übersenden zu können. Daher werden manchmal ‚Fake‘-Inserate geschalten – erkennbar an den allgemeinen Formulierungen, mit scheinbar attraktivem Arbeitgeber: ‚Für renommierten Konzern in Wien 1010 suchen wir...‘ Zweitens: Personalberater kopieren die Inserate von Unternehmen und stellen sie in eigenem Namen ins Netz. Wegen der späteren Schaltung sind sie höher gereiht. Etwaige Bewerbungen werden dann an die Unternehmen weitergeleitet. Auftraggeber wenden sich daher oft an mehrere Berater gleichzeitig (‚kost ja nix‘). Das erhöht wiederum den Zeitdruck bei den Personalberatern. Ein regulärer, ordentlicher Suchprozess entfällt. Tipp: Ein guter Indikator für die Qualität des Personalberaters ist seine eigene Mitarbeiterfluktuation ...

Die neuesten Forschungsergebnisse erläuterte David K. Johnson, Principal Analyst bei Forrester Research für Workforce Computing. Demnach gibt es fünf Schlüsseltrends, die den Arbeitsplatz der Zukunft umgestalten. Zum einen habe sich die Anzahl der Mitarbeiter, die außerhalb des Büros arbeiten, in den letzten drei Jahren verdoppelt. Zweitens wachse die Vielfalt an Gerätetypen, Applikationen und Betriebssystemen exponentiell. Des Weiteren geben Mitarbeiter zunehmend und in beträchtlichem Maße eigenes Geld für Hardware, Software und Apps aus. 65% davon geben dabei die Verbesserungen bei Effizienz und Produktivität als größte Vorteile an.

Windows im Hintertreffen Viertens wachse die Einführung von Tablets für verschiedenste Applikationen, während die Nutzung von Windows-basierten Geräten stagniere. Und last but not least

© EPA/Christoph Dernbach

Immer mehr Externe

Man muss die Nutzer als Kunden sehen. So lassen sich Produktivität der Mitarbeiter und die Profitabilität des Betriebs erhöhen.

seien die Nutzer technisch immer gewandter und entwickelten zunehmend die Fähigkeit, sich bei IT-Problemen selbst zu helfen. Oliver Bendig, VP Produktmanagement bei Matrix42: „Diese Trends verändern das IT Management grundlegend.“ Unternehmen sollten ganzheitliche Strategien entwickeln, bei den das Management von physischen, virtuellen und mobilen Geräten vereint werde. Zudem sollten sie den Endanwendern die Möglichkeit geben, eigenständig mit der IT zu interagieren, um das Potenzial der Nutzer zu heben. Auch Compliance und Kostenkontrolle sollten auf diese Weise intelligent berücksichtigt werden können. „Ohne die dafür nötigen Investments riskieren Unternehmen den

Verlust von Leistungsträgern, die sich Organisationen suchen werden, die ihren Arbeitsstil aktiv unterstützen“, betont Bendig.

Nutzerzentrierte Sicht Die Ausrichtung der IT-Abteilungen werde sich verschieben: von einem Geräte-basierten Ansatz hin zu einer Nutzer-zentrierten Sicht mit dem nahtlosen Management verschiedenster Geräte. Der Arbeitsplatz der Zukunft sollte vermehrt auch Self-Service- und SelfSupport-Angebote bereithalten. Wichtige Eckpunkte seien daneben die Einführung einer BYOD-Strategie (Bring your own device), die Verfügbarkeit von Software über interne und externe App-Stores sowie die Nutzung der Cloud.

Neue Geräte wie Google Glass und das Verschmelzen von privater und geschäftlicher Nutzung der Arbeitsumgebung würden zum zentralen Faktor für die Anwenderproduktivität. „IT-Abteilungen brauchen jetzt einen klar strukturierten Plan, um diesen Wandel umzusetzen; am Anfang sollte deshalb eine genaue Analyse stehen, die ermittelt, was die jeweilige Belegschaft braucht und wie die aktuellen IT-Kapazitäten diesen Anforderungen gerecht werden können. Integraler Bestandteil des Plans müssen zudem gesetzliche Richtlinien und Compliance-Vorschriften sein“, erklärt Bendig. Matrix42 und Forrester haben vor Kurzem ein Webinar zum „Arbeitsplatz der Zukunft“ abgehalten. (Details auf www.matrix42.com )  (lk)

Spanien Delogierungen

OECD-Abkommen Verpflichtung zu Datenaustausch

Spekulationsverluste Laut Standard droht Verfahren

Madrid. Im südspanischen Andalusien ist erstmals eine verschuldete Familie durch eine neue Verordnung vor der Zwangsräumung bewahrt worden. Weil sie ihre Kreditraten nicht mehr zahlen konnten, sollten die Eltern mit ihren beiden Kindern ihre Wohnung in der Stadt Huelva verlassen. Dies sei auf Grundlage des Dekrets verhindert worden, gegen das sowohl Ministerpräsident Mariano Rajoy als auch die EUKommission Bedenken hegen. Zudem sind Banken und Immobilienkonzerne unter Androhung einer Geldstrafe verpflichtet, leer stehende Wohnungen zu vermieten. In Andalusien liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 35,8%, 700.000 Objekte stehen leer. Die Familie profitierte vom Beschluss der Regionalparlaments im April, wonach den Banken für eine Höchstdauer von drei Jahren das Nutzungsrecht für bestimmte Immobilien verweigert werden kann, was besonders bei bedürftigen Familien angewandt werden soll.

Paris/Bern. Die Schweiz verpflichtet sich zu einer engeren Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden im Kampf gegen den Steuerbetrug. Der Alpenstaat unterzeichnete am Dienstag ein Abkommen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zum Austausch von Steuerdaten. Der Schweiz wird immer wieder vorgeworfen, mit ihrem strikten Bankgeheimnis ausländische Steuerbetrüger anzuziehen.

Frankfurt/Wien. Die Spekulationsverluste der ÖBB im Jahr 2005 bei einem Kreditversicherungsgeschäft mit der Deutschen Bank könnten vor Gericht landen, berichtete der Standard. Das Gesamtvolumen des Deals umfasste 613 Mio. €, nach einem längeren Rechtsstreit zahlte die Staatsbahn 295 Mio. €, um einen noch größeren Verlust abzuwenden. Konzernchef damals war Martin Huber, auf den bereits ein Gerichtsverfahren wegen eines

Familie bleibt

Schweiz kämpft gegen Steuerbetrug Ermittlungen gegen ÖBB-Manager Immodeals mit der Telekom Austria wartet. Huber hat stets Unregelmäßigkeiten zurückgewiesen und seine Unschuld betont. Laut Standard sollen neben dem misslungenen Kreditgeschäft auch weitere Immobiliengeschäfte im Visier der Justiz sein. Insgesamt zwölf ÖBB-Manager seien von den Ermittlungen betroffen. Am Zug ist nun Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP), sie entscheidet über eine Anklage.  (ag)

© dpa/Oliver Berg

© APA/Helmut Fohringer

Der Schweizer OECD-Botschafter Stefan Flückiger betont, „die Unbescholtenheit und der Ruf des Finanzzentrums des Landes“ sollen bewahrt bleiben. Für den bei der OECD für Steuerfragen zuständigen Pascal Saint-Amans bedeutet die Unterzeichnung „das Ende des Bankgeheimnisses“ in der Schweiz. Mit der Schweiz haben nun 58 Staaten das Übereinkommen über die gegenseitige Amtshilfe in Steuersachen unterzeichnet. (ag)

Abkommen sieht stärkeren Informationsaustausch nationaler Steuerbehörden vor.

Huber: bereits ein Verfahren, beim Spekulationsgeschäft bleibt er wohl außen vor.


a dv i s o r y: p r a c t i c e

Freitag, 18. Oktober 2013

advisory – 49

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Bain & Company Analyse der Beratungsfirma besagt, dass Klein- und Mittelbetriebe in den Euro-Krisenländern stärker zur Kasse gebeten werden

Standort entscheidet über Kredit Washington/Frankfurt. „Die rekordniedrigen Leitzinsen im Euroraum erreichen kleine und mittlere Unternehmen in den Krisenländern weiterhin nicht wie erhofft. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Beratungsfirma Bain & Company und des Großbankenverbands IIF (Institute of International Finance). Firmen in Euro-Krisenstaaten zahlen demnach bis zu drei mal mehr Zinsen für frisches Geld als ihre Wettbewerber in Deutschland. „Kleine und mittlere Unternehmen stehen für zwei von drei Jobs und 58 Prozent des Wirtschaftswachstums in Europa“, sagt Studienautor John Ott von Bain. Die gesunden, wachsenden Firmen erhielten jedoch nicht die nötigen Mittel zur Finanzierung, um Stellen und Wachstum zu schaffen. Seit Ausbruch der Krise seien die Bankkredite im Volumen von bis zu einer Mio. € in den Krisenländern in diesem Sektor massiv eingebro-

chen. Am heftigsten fiel der Rückgang laut der auf 140 Interviews basierenden Analyse in Spanien und Irland mit 66 beziehungsweise 82% aus.

Regierungen Taskforces mit der EU-Kommission, der EZB sowie der Europäischen Investitionsbank (EIB) und dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) bilden, so das Fazit von Bain & Company. Die Europäische Zentralbank hatte konzertierte Initiativen zur Ankurbelung der Kreditvergabe an Kleinfirmen vor einigen Monaten bereits angekündigt. Daten der EZB bestätigen nämlich, dass viele Betriebe auf dem Trockenen sitzen. Im August vergaben die Geschäftsbanken zwei Prozent weniger Kredite an Firmen und Verbraucher als im August 2012. Im Juli betrug die Jahresrate -1,9 Prozent. (ag/lk)

Halb so viel Volumen In den sechs untersuchten Ländern – Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Portugal und Irland – liege das Volumen neuer Bankkredite an kleine und mittlere Firmen demnach im Schnitt um 47% unter dem Höchstwert vor Beginn der Finanzkrise 2008. Um die angespannte Lage zu verbessern, sollten die nationalen

© dpa/Arne Dedert

Bis zu drei mal mehr Zinsen für frisches Geld zu bezahlen als Mitbewerber.

Die EZB hatte konzertierte Initiativen angekündigt, geschehen ist bis dato aber wenig.

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

UVS Deutschkenntnisse

Diskriminierend Graz/Wien. Der Umstand, dass eine Tankstellenbetreiberin in einem Stelleninserat von sich bewerbenden Personen „ausgezeichnete“ Deutschkenntnisse gefordert hat, ist nach dem Gleichbehandlungsgesetz diskriminierend. Zu diesem Schluss kam der UVS Steiermark, der eine Berufung gegen eine Ermahnung abgewiesen hat. Das Gleichbehandlungsgesetz sieht vor, dass ein Job nicht in diskriminierender Weise ausgeschrieben werden darf. Eine Quasi-Ausnahme gibt es nur, wenn das „betreffende Merkmal“ wegen der beruflichen Tätigkeit wesentlich und eine entsprechende berufliche Anforderung ist. Im verhandelten Fall von 2012 wären „gute“ Deutschkenntnisse genug gewesen, so die aktuellen Rechtssätze.  (ag)

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

Frankreich Frackingverbot

Klage gescheitert Paris. Das französische FrackingVerbot ist rechtmäßig. Der Verfassungsrat in Paris stuft den Umweltschutz höher ein als die unternehmerische Freiheit. Nun drohen Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe. Das US-Energieunternehmen Schuepbach ist mit einer Klage gegen das französische Förderverbot für Schiefergas durch Fracking gescheitert. Der Verfassungsrat sieht keinerlei Anlass, ein entsprechendes Gesetz aus dem Jahr 2011 zu kippen.  (ag)

© EPA/Gerry Penny

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien Schadensersatzforderungen, weil Explorationsgenehmigungen bereits erfolgten. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

17.03.2010 16:20:14 Uhr


50 – advisory

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Freitag, 18. Oktober 2013

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KPMG-Studie Die USA, Slowenien und auch Ägypten haben ihre Einkommenssteuersätze angehoben, in Griechenland gab es eine Senkung

Spitzensteuersätze im Aufwind

Mit einem Spitzensteuersatz von 50 Prozent liegt Österreich europaweit ganz vorn, das europäische Mittel liegt bei 34,28 Prozent. Wien. Keine guten Nachrichten von der Steuerfront – Einkommen wird nach wie vor hoch besteuert und der Trend aus 2012 setzt sich fort. Im internationalem Durchschnitt steigen heuer die Spitzensteuersätze auf Einkommen um 0,3 Prozent. So die Ergebnisse der jährlich erscheinenden Studie „Individual Income Tax Survey” der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft KPMG.

In den USA, Slowenien aber auch Ägypten sind die Anhebungen der Spitzensteuersätze hoch ausgefallen. In den USA wurde heuer, nach dem Ablauf der in der Bush-Ära festgelegten Steuersätze, eine Anhebung 35 auf 39,6 Prozent vorgenommen. In Slowenien stiegen sie gar um neun Prozentpunkte – von 41 auf 50 Prozent, in Ägypten von 20 auf 25 Prozent. Es gibt aber auch Länder, in denen der durchschnittlichen Spitzensatz gesunken ist. In Großbritannien etwa wurde dieser von 50 auf 45 Prozent gesenkt. Griechenland verzeichnet ebenfalls eine Senkung des Spitzensteuersatzes – von 45 auf 42 Prozent. Bei den Hellenen trügt jedoch der Schein der Steuersenkung – die effektiven Steuersätze auf Einkommen unter 220.000 € sind dafür gestiegen. „Österreich liegt mit einem nominellen Spitzensteuersatz von 50 Prozent im europäischen Spit-

Budgetlöcher stopfen

© KPMG

„Der Aufwärtstrend ist das Ergebnis einer mangelnden wirtschaftlichen Erholung und steigender Schulden“, meint KPMGPartner Thomas Walter. „Die Studie zeigt deutlich, dass viele Länder noch immer hart daran arbeiten, Budgetlöcher zu stopfen. Das resultiert häufig in einer Anhebung der Steuersätze auf hohe Einkommen oder in temporären Steuern.“

KPMG-Partner Hans Zöchling: „Österreich liegt im europäischen Spitzenfeld.“

SAP Business Objects für VIG-Berichtswesen Wien. Beim Reporting der Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherung Gruppe (VIG) kommt ab sofort SAP Business Objects zum Einsatz. Dieses System integriert sich in die SAP Business Ware House-Lösung, die in der VIG und zahlreichen Konzerngesellschaften im Rahmen des VIG SAP Smile Programms verwendet wird. Im Endausbau wird eine zentrale Datenbank alle relevanten Daten der rund 50 Konzerngesellschaften in den 24 Ländern, in denen die VIG tätig ist, umfassen. (ag/red)

Unternehmenssteuer in Portugal soll sinken

Dringender Reformbedarf Einen wesentlichen Reformbedarf sehen die KPMG-Experten beim sehr hohen Eingangsteuersatz von 36,5 Prozent für Einkommen von über 11.000 € bis 25.000 € pro Jahr und den hohen Lohnnebenkosten. (ag/hk)

E&Y Beratungsunternehmen Geschäftsjahr erfolgreich beendet – neuer Markenname, neues Logo und neues Leitbild

Umsatzwachstum von knapp 14 Prozent Wien. Das Prüfungs- und Beratungsunternehmen EY Österreich erzielte im vergangenen Geschäftsjahr, das mit 30. Juni 2013 endete, einen Umsatz von rund 82 Mio. €. Verglichen mit dem Vorjahresumsatz, konnte das Unternehmen damit ein Umsatzwachstum von knapp 14 Prozent verzeichnen. „In einem gesamtwirtschaftlich herausfordernden Jahr und einem unverändert kompetitiven Umfeld konnte EY ein Umsatzwachstum von 13,9 Prozent erzielen und ist damit in unserer Branche Wachstumsführer”, so Helmut Maukner, Country Managing Partner von EY Österreich. „Das Ergebnis bestärkt uns in unserem Engagement und bestätigt uns darin, dass unsere Dienstleistungen – Wirtschafts-

prüfung, Steuerberatung, Transaktions- und Managementberatung – die Ansprüche unserer Kunden zu ihrer Zufriedenheit erfüllen”, meint Maukner zu dem Ergebnis.

Allerhand Neuerungen Das vergangene Geschäftsjahr sei für das Unternehmen ein besonderes gewesen – so kam der neue Markenname EY, das neue Leitbild „Building a better working world“, sowie ein neues Logo. EY bietet jetzt übrigens auch eine Rechtsberatung über das internationale EY Law-Netzwerk an – diesem Netzwerk gehören in über 20 Ländern in Europa bereits mehr als 800 Rechtsanwälte an.  (ag/red)

© Ernst & Young/Andi Bruckner

short

zenfeld“, so KPMG-Partner Hans Zöchling. Durch die begünstigte Besteuerung des 13. und 14. Gehalts mit sechs Prozent und den Gewinnfreibetrag beträgt die höchste effektive Steuerbelastung für Lohnsteuerpflichtige grundsätzlich maximal 43,7 Prozent. Bei höheren Einkommen wird es in den nächsten Jahren allerdings zu einer zusätzlichen Einkommenssteuerbelastung kommen, denn die begünstigte Besteuerung von Sonderzahlungen und der Gewinnfreibetrag werden für die Jahre 2013 bis 2016 schrittweise reduziert.

Helmut Maukner, Country Managing Partner von EY, konnte Wachstum erzielen.

Energie Unternehmen müssen Daten an E-Control liefern

Auto Pkws aus dem Land der Mitte wollen global rollen

Wien. Die Vorgeschichte: Vor zwei Jahren ersuchte die E-Control Energieunternehmen zur Angabe von Daten über die Erlös‑ und Kostenstruktur im Stromvertrieb nach Produkt‑ bzw. Kundengruppen, um Untersuchungen über die Markt‑ und Wettbewerbsverhältnisse im Elektrizitätsbereich anstellen zu können. Für die Abgabe dieses Erhebungsformulars, bestehend aus zehn betitelten Tabellenblättern, wurde eine Frist gesetzt. Als die Frist verstrich und ein Energieunternehmen die Daten von drei von der zehn Blätter nicht übermitteln wollte, trug ihm die E-Control per Bescheid auf, die definierten Daten in elektronischer Form bis 20.1.2012 zu übermitteln. Gegen diesen Bescheid erhob das Unternehmen zunächst Beschwerde an den Verfassungsgerichtshof, der sie jedoch abwies und an den Verwaltungsgerichtshof abtrat. Der Verwaltungsgerichtshof hielt fest, dass die E-Control zur bescheidförmigen Anordnung der Übermittlung derartiger Daten ermächtigt ist und dass die E‑Control Untersuchungen über die Markt‑

Frankfurt. Laut der neuen Studie „Erobern Chinas Autobauer den Weltmarkt?“ des Beratungsunternehmens EY werde die chinesische Autoindustrie immer mehr in alle relevanten Märkte der Welt vordringen. Immer mehr Hersteller und Zulieferer aus dem Reich der Mitte planen Kooperationen oder Übernahmen im Ausland. 78 Prozent der befragten 150 Führungskräfte chinesischer Autohersteller und Zulieferer erwarten, dass chinesische Automarken bald auch in Europa und Amerika in größerem Umfang Fahrzeuge verkaufen werden – jeder vierte rechnet damit schon in den kommenden fünf Jahren.

Lissabon. Portugal will seiner angeschlagenen Wirtschaft mit Steuersenkungen unter die Arme greifen. Geplant sei, die Unternehmenssteuer im kommenden Jahr um zwei Prozentpunkte auf 23 Prozent zu reduzieren, kündigte der für Steuerfragen zuständige Staatssekretär Paulo Nuncio an. In den darauffolgenden Jahren seien weitere Kürzungen vorgesehen. 2016 solle die Abgabe dann zwischen 17 und 19 Prozent liegen. Durch diverse regionale und staatliche Steuern leisten Firmen im Schnitt 31,5 Prozent an Abgaben, und nicht „nur“ 25 Prozent Unternehmenssteuer. Nuncio zufolge will Portugal künftig diese regionalen Sonderheiten abschaffen. Auch die Erweiterung der Steuerbasis soll kommen. (APA/red)

in den kommenden drei Jahren 47 Prozent der Zulieferer und 31 Prozent der Hersteller, im Ausland zuzukaufen, Kooperationen einzugehen oder auf eigene Faust den Markteintritt zu wagen. Dass Qualität und chinesisches Auto kein Widerspruch mehr ist, hat der Autobauer Qoros mit der Höchstnote beim europäischen Crashtest bewiesen. Dem Vernehmen nach will Qoros bis 2015 den deutschen Markt aufrollen. (red)

Autobranche im Aufbruch

Die E-Control darf Daten einheben, aber sie muss nach den richtigen fragen.

„Die chinesische Autoindustrie wird sich in den kommenden Jahren zunehmend zu einem führenden Player entwickeln“, meint EYPartnerin Yi Sun. Denn die Branche scharre in den Startlöchern: In den letzten drei Jahren investierte nur jeder sechste chinesische Hersteller oder Zulieferer außerhalb seines eigenen Landes, nun planen

© fotodienst/Andrea Ganshorn

Paulo Nuncio, Portugals Staats­ sekretär kündigte Steuersenkung an.

und Wettbewerbsverhältnisse am Elektrizitätsmarkt durchzuführen hat. Das Gesetz verpflichtet die Elektrizitätsunternehmen, alle Informationen zur Verfügung zu stellen, die der Behörde eine Beurteilung ermöglichen. Hinsichtlich der Anhangblätter war die Beschwerde jedoch berechtigt und die E-Control musste sich eine Verfahrensrüge gefallen lassen; der Bescheid wurde aufgehoben. (red)

© dpa/Julian Stratenschulte

© Governo De Portugal

Energiedaten beschäftigen Gerichte Chinesische automobile Zukunft

Yi Sun, Partnerin und Autoexpertin bei EY, glaubt an chinesische Autoindustrie.


a dv is o r y: l aw

Freitag, 18. Oktober 2013

advisory – 51

financenet@medianet.at

Anwaltskanzleien Baker & McKenzie berät Bankenkonsortium bei Kapitalerhöhung des Leiterplattenherstellers AT&S

short

Pre-Placement im Vorfeld

Erratum: Wolf Theiss Senior Associates Wien. Im medianet der Vorwoche wurde irrtümlich berichtet, Mills Kirin, Robert Wag­ner und Sasa Jovicic seien neue Senior Partner bei der Anwaltssozietät Wolf Theiss geworden. Richtig ist vielmehr, dass sie Senior Associates wurden. Mills Kirin und Robert Wagner sind Senior Associates im Wiener Büro von Wolf Theiss. Und in Zagreb wurde Sasa Jovicic beför­dert, der als Infra­struk­tur­ex­perte unter anderem schon die Regie­ rung Kroa­ti­ens bera­ten hat.

Erstmals in Österreich wurde eine Kapitalerhöhung in zwei Tranchen in das Firmenbuch eingetragen.

100 Mio. Euro Volumen Die Transaktion mit einem Gesamtvolumen von über 100 Mio. € konnte mit Erfolg abgeschlossen werden. Sämtliche 15.527.412 angebotenen, neuen und eigenen Aktien der AT&S wurden bei Anlegern im Rahmen eines öffentlichen Angebots in Österreich sowie einer internationalen Privatplatzierung platziert. „Die Beson­der­heit der Trans­ak­

Taylor Wessing: neues Büro in Indonesien

Phil­ipp Spatz, Partner bei der Anwaltssozietät Baker & McKenzie in Wien.

© Taylor Wessing enwc/David Sailer

tion lag darin, dass dem öffent­li­ chen Bezugs­an­ge­bot ein Pre-Placement bei institutionellen Inves­to­ren vor­anging. Erst­mals in Österreich wurde in die­sem Zusam­menhang eine Kapitalerhöhung in zwei Tranchen in das Firmen­buch einge­tra­ gen. Damit konn­ten einer­seits die im Rah­men des Pre-Placements verkauften Aktien zeit­nah den Inves­to­ren geliefert wer­den und es konnte gleich­zei­tig die Höhe des rest­li­chen Ange­bots­vo­lu­mens bis zum Ende der Bezugsfrist fle­xi­bel gehal­ten wer­den“, erklärt Baker & McKen­zie-Partner Phil­ipp Spatz. Das Bera­tungs­team bei Baker & McKen­zie unter der Lei­tung von Part­ner Phil­ipp Spatz, Part­ne­rin Eva-Maria Ségur-Cabanac und Asso­ciate Chris­toph Moser (alle Wien) bestand aus den Part­nern Mark Dev­lin, Chris­toph Wolf, Manuel Lorenz, Coun­sel Til­man Wink (alle Frank­furt) und Asso­ciate Ste­ fan Arnold (Wien).  (red)

© Baker Mckenzie

Wien. Die internationale Anwaltssozietät Baker & McKenzie hat als österreichischer und internationaler Rechtsberater die Emissionsbanken bei der Kapitalerhöhung des österreichischen Leiterplattenherstellers AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG beraten. Dem Bankenkonsortium gehörten Erste Group Bank AG und Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG als Joint Lead Manager an.

Raimund Cancola, Managing Partner von Taylor Wessing e|n|w|c.

M&A Volvo Construction Equipment verkauft Central Europe Group an den langjährigen Vertriebspartner Ascendum

Wien/Jakarta. Taylor Wessing expandiert weiter: Vor wenigen Tagen wurde eine Kooperations-Vereinbarung mit der Kanzlei Hanafiah Ponggawa & Partners (HPRP) in Jakarta, Indonesien, unterzeichnet. Mit der Partnerschaft will man die Position in Südostasien weiter stärken, so Raimund Cancola, Managing Partner von Taylor Wessing e|n|w|c und Mitglied des International Management Boards.  (red)

Eversheds beriet die Volvo CE bei Verkauf „Diese Trans­ak­tion ist ein wei­ te­res Bei­spiel, dass bei grenz­über­ schrei­ten­den Deals immer öfter ein zen­tra­li­siert geführ­tes Team mit dem Pro­jektmanage­ment betraut wird. Eines der wesent­li­chen Erfolgs­kri­te­rien für inter­na­tio­nale Deals ist der frü­hest­mög­li­che Ein­ satz von kon­stant besetz­ten Kern­ teams“, so Partnerin Silva Palzer.

In Öster­reich wurde die Trans­ ak­tion von den Part­nern Aure­lius Frey­tag (Kar­tell­recht) und Silva Pal­ zer (M&A/Corporate) bera­ten. Invol­ viert waren Eversheds-Büros in Schwe­den, Deutsch­land, UK, Tsche­ chien und Ungarn sowie Part­ner in der Slo­wa­kei und Kroatien.  (red)

Silva Pal­zer und Aure­lius Frey­tag, Partner im Wiener Büro von Eversheds.

Wirtschaftsprüfer Verschärfung des Wettbewerbs

Außergerichtliche Streitbeilegung

Britische Aufsicht vs. „Big Four“

Wien. Das KonsumentenschutzMinisterium (BMASK) wid­met einem aktu­el­len kon­su­men­ten­po­ li­ti­schen Thema eine Fach­ta­gung am 28. Novem­ber: der außer­ge­richt­ li­chen Streit­bei­le­gung zwi­schen Unter­neh­men und Kon­su­men­ten.

London. Die britische Aufsicht will den Wettbewerb unter den Wirtschaftsprüfern anheizen. Künftig sollen daher die 350 größten Unternehmen des Landes mindestens einmal innerhalb von zehn Jahren den Auftrag zur Prüfung ihrer Bücher neu ausschreiben, teilte die Wettbewerbskommission am Dienstag mit. „Unsere Maßnahmen werden den Markt nachhaltig verändern, in dem es schon eine Nachricht ist, wenn ein großes Unternehmen den Auftrag zur Prüfung seiner Bücher neu ausschreibt”, sagte Laura Carstensen, die eine Untersuchung der Kommission geleitet hatte. Allerdings sind die Vorschriften nicht so streng wie ursprünglich geplant: In einem ersten Vorstoß sollten die Aufträge noch alle fünf Jahre ausgeschrieben werden.

© APA/Roland Schlager

Kritik von Unternehmen

Irmgard Griss, ehemalige OGH-Präsidentin und Leiterin des Pilotprojekts.

Die Aufsichtsbehörde traf mit ihren neuen Regelungen auf Kritik bei Unternehmen und der für die Wirtschaftsprüfer zuständigen Regulierungsbehörde FRC. Derzeit teilen sich die vier großen

Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG, PricewaterhouseCoopers, Ernst and Young (EY) und Deloitte den Markt weltweit weitgehend unter sich auf. Die Reformen in UK sollen im vierten Quartal 2014 in Kraft treten. Der Branche drohen auf europäischer Ebene noch schärfere Vorschriften. So könnte die EU die Unternehmen dazu anhalten, ihre Wirtschaftsprüfer regelmäßig zu wechseln.  (ag/ast)

© panthermedia.net/Dietmar Stübing

Die EU-Mitgliedsstaaten sind näm­lich ver­pflich­tet, flä­chen­de­ ckend für nahezu alle Ver­brau­cher­

ge­schäfte unab­hän­gige Schlich­ tungs­stel­len einzurichten. Das schreibt die ADR-Richtlinie (Alter­ na­tive Dis­pute Reso­lu­tion) der EU vor, die bis 9. Juli 2015 umzu­set­ zen ist. In Öster­reich läuft bereits eine Test­ver­sion einer sol­chen Ein­rich­tung auf Probe. Bei der Tagung wird Irm­gard Griss, ehe­ma­ lige Präsi­den­tin des OGH und nun­ meh­rige Lei­te­rin des Pilot­pro­jekts, einen Über­blick über ihre bis­he­ri­ gen Erfah­run­gen geben.  (red)

Wien. Österreichs Fachhochschulen könnten in Zukunft auch Jus-Studien anbieten, erklärte der Präsident der Fachhochschulkonferenz, Helmut Holzinger, im „Ö1-Morgenjournal“. Eine Ausbildung zum Anwalt oder Richter sei aber nicht geplant. Vorreiter sind hier die Fachhochschulen in Deutschland, die bereits juristische Studiengänge anbieten. (red)

London: Britische Aufsicht heizt Wettbewerb unter Wirtschaftsprüfern an.

Roland Berger holt Bankenexperten

© Roland Berger

BMASK Fachtagung am 28. November in Wien

EU-Staaten verpflichtet

FHs liebäugeln mit eigenem Jus-Studium

Das Beratungsteam

© Eversheds (2)

Wien. Evers­heds hat Volvo Con­struc­tion Equip­ment (Volvo CE) beim Ver­kauf sei­ner Cen­tral Europe Group an sei­nen lang­jäh­ri­gen Ver­triebs­part­ner, die Ascen­dum Group, bera­ten. Der Deal umfasste die in Salz­burg ansäs­sige Volvo Bau­ma­schi­nen Aus­tria GmbH und die Volvo CE-Unter­neh­men in Rumä­nien und Moldawien. Die Händ­ler­nie­der­las­sun­gen der öster­rei­chi­schen Gesell­schaft in Bosnien-Herzegowina, Kroa­tien, Tsche­chien, Ungarn, Slo­wa­kei und Slo­we­nien waren eben­falls Teil der Transaktion. Der Ver­kauf umfasste die Über­ tra­gung aller Ver­mö­gens­werte, Mit­ar­bei­ter und Ver­triebs­re­gio­nen. Die bis­he­rige Manage­ment­struk­tur wurde beibehalten.

Rainer Hauser ist neuer Senior Advisor bei Roland Berger.

Wien. Roland Berger Strategy Consultants hat den 46-jährigen Rainer Hauser als neuen Senior Advisor geholt. Er bringt seit Oktober seine Expertise im Banken- und Finanzdienstleistungsbereich ein, wo er sich u.a. Branchenthemen wie Digitalisierung, Wachstum und Innovation widmet. Hauser stieß im Jahr 2000 zur UniCredit-Gruppe. Nach diversen Management-Positionen war er zuletzt als Vorstand für den Bereich Privatkunden, Klein- und Mittelbetriebe zuständig.  (red)


a dv i s o r y: ta l k

52 – advisory

Freitag, 18. Oktober 2013

financenet@medianet.at

Fachpublikationen Neue Publikationsprojekte wurden vorgestellt, besonders gelungene ausgezeichnet

short

Nacht der Manz-Autoren mit Preisverleihung

WU 1: Diskussion über Demografie Wien. Bei einer weiteren Ausgabe der Diskussionsreihe Open Minds der WU Wien wurde über das Thema: „Population Boom? Demographie, Bildung und Nachhaltigkeit im Kontext der Globalisierung“ gesprochen. Am Podium diskutierten Werner Boote, Dokumentarfilmer („Population Boom“), WUProfessor und Demografie-Experte Wolfgang Lutz und Ulrike Schelander-Sertic, Gründerin von „diewertstaette“ (Verein für Menschen in Not). (red)

Wien. Erstmals fand die „Nacht der Manz-AutorInnen“ in der Aula der Wissenschaften in der Wiener Wollzeile statt. Rund 300 Gäste aus den Höchstgerichten, der Forschung und Lehre und den rechtsberatenden Berufen nahmen daran teil. Manz-Geschäftsführerin Susanne Stein stellte neue Projekte des größten Fachinformationsanbieter für Recht, Wirtschaft und Steuern vor. Die Publikationen des Jahres wurden prämiert und ein Blick in die Zukunft der Arbeitswelt des Rechts geworfen. Insgesamt wolle man mit vielen neuen Projekten die Marktführerschaft weiter ausbauen, so Stein. Sie verwies u.a. auf den neuen Kommentar zum Bundesvergabegesetz und die zahlreichen Neuerscheinungen und Neuauflagen in Vorbereitung der für 2014 in Kraft tretenden neuen Verwaltungsgerichtsbarkeit.

© Manz/Mike Ranz

Neuer, unge­wöhn­ licher Reiseführer über Wien.

Wien. Der neue Manz-Reiseführer „Habsburg, Hofrat, Heuriger“ gibt Einblick in ein Wien von Geschichten, Anekdoten und Schauplätzen insbesondere mit Bezug zu Juristischem. So berichtet die Autorin Barbara Sternthal etwa von einem Markgrafen, der sich als Erpresser betätigte, und einem Erzherzog, der sich um die Einrichtung einer Juristenschule kümmerte. (red)

Digitale Vernetzung Natürlich war auch die gerade erst bekannt gegebene Kooperation mit dem Linde Verlag ein Thema: Die Rechtsdatenbank (RDB) und Lindeonline verlinken nun direkt auf die Volltexte des jeweils anderen Verlags. Benützer von RDB und Lindeonline können sich somit über eine wesentliche Arbeitsvereinfachung freuen. Für 2014 sei eine Vertiefung der Kooperation geplant, so Verlagsleiter Wolfgang Pichler. Man sei überzeugt, so Stein, dass die Arbeitswelten der Kunden immer mehr zusammenwachsen, Recherche und die Erstellung eines Schriftsatzes sowie die Übermittlung an ein Gericht tendenziell immer mehr auf einem Arbeitsplatz passieren wird. Aus diesem Grund habe Manz von A1 Telekom

WU 2: Zwei Vorträge von Nobelpreisträgern Wien. Die Wirtschaftsuniversität Wien konnte die beiden Wirtschaftsnobelpreisträger Finn E. Kydland und James J. Heckman zu öffentlichen Vorträgen willkommen heißen. Kydland sprach über „Policy Consistency and the Growth of Nations“. Heckmans Vortrag hatte den Titel „The Economics and Econometrics of Human Development“.  (red)

die Dienste „Dataweb“ und „ERV Übermittlungsstelle“ samt den dazugehörigen Kunden übernommen und zum neuen Produkt Manz infoDienste gemacht.

Autorenpreise vergeben Im Anschluss an das Galadiner folgte die Verleihung der ManzAutorenpreise, die heuer in vier Kategorien vergeben wurden: Sachbuch, Fachbuch, Zeitschrift und Handbuch. Der Preis für die „Produktinnovation Sachbuch“ ging an Martin Vergeiner von der Bezirkshauptmannschaft Bregenz für seinen Ratgeber „Recht für Radfahrer“. Programmbereichsleiter Markus Schrom lobte die benutzerfreund-

© Sissi Furgler Fotografie

mit der Redaktion, bestehend aus Peter Kolba, Petra Leupold, Raimund Bollenberger, Wilma Dehn, Alexander Klauser, Christian Rabl und Paul Oberhammer, entstanden und sehe einer erfolgreichen Zukunft entgegen, meinte Verlagsleiter Heinz Korntner. Der letzte Autorenpreis des Jahres 2013 ging in der Kategorie „Fachbuch/Handbuch“ schließlich an Wilhelm Bergthaler und Christoph Grabenwarter und ihr Team; ihr „Musterhandbuch Öffentliches Recht“ habe eine echte Marktlücke geschlossen, so Programmbereichsleiterin Hemma Korinek, ja im Umfang und in der Anlage des Werks handle es sich sogar um ein Novum in der öffentlich-rechtlichen Landschaft. (red)

Neue Zeitschrift Die Zeitschrift für Verbraucherrecht sei in bester Zusammenarbeit

Gallup-Umfrage Über 50% haben zu wenig Techniker

Wien. Zum zweiten Mal fand auf dem Campus der neu eröffneten Wirtschaftsuniversität (WU) Wien der „Wiener Unternehmensrechtstag“ statt. Die Tagung geht auf eine Initiative der B&C Privatstiftung zurück und soll den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis zu aktuellen Fragen des Gesellschaftsund Unternehmensrechts fördern. Dieses Jahr widmete sich die Veranstaltung unter der fachlichen Leitung von Univ.-Prof. Su-

Wien. Laut einer Gallup-Umfrage unter österreichischen Industrieunternehmen sehen rund die Hälfte (54%) der befragten Industrievertreter den Technikermangel in ihrem Unternehmen als ein Problem. Über drei Viertel (77%) der befragten Unternehmen mit Technikermangel setzen dabei auf Eigeninitiative. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber 2011: Damals gaben das 67% der befragten Unternehmen an. Die Umfrage wurde vom Marktführer im Bereich der technischen Aus- und Weiterbildung, Festo, in Auftrag gegeben.

© Boanet.at

Richard Lernbass, Chef von soft­ ware-systems, lädt zu Kongress.

liche Umsetzung, die es jedem Radfahrer ermögliche, aus dem Buch Gewinn zu ziehen. Beim prämierten Fachbuch handelte es sich um eine Weiterentwicklung des bekannten „Stohanzl“ – das jahrzehntelang von Rudolf Stohanzl herausgegebene „JN – ZPO, Österreichisches und Europäisches Zivilprozessrecht“. Dies sei vor bereits zehn Jahren den beiden neuen Autoren Alexander Klauser und Georg E. Kodek, bestens gelungen, sodass man heute bereits vom „Klauser/Kodek“ sprechen könne, hieß es.

Unternehmensrechtstag Kapitalgesellschaftsrecht

WU-Tagung: Einlagenrückgewähr

Kongress: Nach­haltiges Investment in Kärnten

St. Georgen. Am 22. und 23. Oktober findet der 4. Finance & Science Congress im Stift St. Georgen am Längsee statt. Veranstalter sind die Kärntner Ratingagentur software-systems. at, spezialisiert auf nachhaltiges Investment, und das Sustainability Economic Forum (SEFO). Das Thema: Compliance Monitoring für nachhaltige Veranlagungen als immanenter Bestandteil einer Unternehmensstrategie. Konkrete Tools zur Umsetzung einer nachhaltigen Veranlagungsstrategie werden vorgestellt. (red)

Die Preisträger der Kategorie „Fachzeitschrift“ mit Heinz Korntner, Verlagsleiter von Manz (links).

Am neuen Campus der WU fand eine Tagung zum Unternehmensrecht statt.

sanne Kalss und Univ.-Prof. Ulrich Torggler dem komplexen Thema Einlagenrückgewähr. Zahlreiche Experten analysierten die Grundsätze, die das österreichische Kapitalgesellschaftsrecht diesbezüglich prägen.

Zentrales Rechtsprinzip „Das Thema ist für die universitäre Forschung und für die Praxis besonders relevant, weil das Gebot der Kapitalerhaltung das zentrale Prinzip des österreichischen Kapitalgesellschaftsrechts, das für Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung gilt, darstellt“, meint Kalss. Das Verbot der Einlagenrückgewähr in Unternehmen bedeutet, dass nur der in der Bilanz ausgewiesene Gewinn an die Gesellschafter ausgeschüttet werden darf und alle anderen Vermögenszuwendungen unzulässig sind. Der Grundsatz der Kapitalerhaltung ist eine Schutzmaßnahme zugunsten der Gläubiger und Minderheitsgesellschafter eines Unternehmens, die auf das gesamte Vermögen der Gesellschaft abzielt. (red)

Firmen gegen Technikermangel

die individuellen Bedürfnisse abgestimmten Qualifizierungsmaßnahmen hervor. Seit über 40 Jahren biete Festo mit einer eigenen Unit „Training und Consulting“ umfassenden Service im Bereich Aus- und Weiterbildung für Techniker an. 2012 wurden rund 1.200 Seminarteilnehmer geschult. Der Seminarkatalog 2014 ist soeben erschienen und kann unter tac@at.festo. com angefordert werden. (red)

Schnelle Technik Die Unternehmen wirken dem Technikerdefizit durch die Qualifizierung und Umschulung bestehender Mitarbeiter entgegen. „Nachhaltige Aus- und Weiterbildung ist heutzutage unerlässlich, insbesondere in einem Umfeld sich schnell entwickelnder Technologien“, meint dazu Hermann Studnitzka, Leitung Didactic Concepts bei Festo. Der Bildungsexperte streicht dabei die Bedeutung der optimal auf

© Panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd.

Manz-Reiseführer: Wien, juristisch

© Manz/Mike Ranz

Vernetzung und Zusammenwachsen verschiedener Arbeitsbereiche über Dataweb als neuer Trend.

In 54% der heimischen Industrieunter­ nehmen herrscht Technikermangel.


medianet

inside your business. today.Freitag, 18. Oktober 2013 – 53

© Diagnosia

Mehr Marktanteile

Das Wiener IT-Start-up Diagnosia will mit eHealth-Apps auf den EU-Markt  Seite 54

© Gerhard Fally

healtheconomy Mehr Transparenz

Gesundheitsexperten diskutierten die Arzneimittelversorgung von morgen Seite 58

Wechsel Neuer obmann für SGKK © flausen.at

Facebook und Co. erobern Spitalswelten

© Österreichischer Apothekerverband

short

© Pfizer

Kampagne Mit einer bundesweiten Plakat- und Werbekampagne macht der Österreichische Apothekerverband – die Vereinigung der selbstständigen Apotheker – auf die Leistungen der Apotheken aufmerksam. Bis Anfang November sind auf über 3.200 Plakaten, Citylights und Rolling Boards in ganz Österreich Apotheker als vertrauensvolle Gesundheits-Nahversorger zu sehen. Parallel dazu läuft in den Online-Tageszeitungen das Gewinnspiel: „Die Wahl meiner Lieblingsapotheke“, bei dem es Apotheken-Gutscheine zu gewinnen gibt.  Seite 55

© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd.

Impfstoffe Mit zahlreichen innovativen Arzneien, die derzeit in der Forschungspipeline von Pfizer geprüft werden, will der US-Pharmakonzern noch stärker auf Präventionsmedizin setzen, seine weltweite Vorreiterrolle in der Bekämpfung von Pneumokokken ausbauen. „Unser Ziel ist es“, erklärte Emilio Emini, Senior Vice President Vaccine Research & Development bei Pfizer, „mit innovativen Impfstoffen tödlichen Krankheiten vorzubeugen und chronische Erkrankungen zu behandeln.“ Insgesamt 76 Präparate befinden sich derzeit in klinischen Studien. Seite 56

Kongress Mit der Tumorbehandlung ist es nicht getan

inhalt

Rehabilitation nach Krebs effizient

Pharmareport und Lifescience > Neuer Investmentfonds pusht medizinische Innovationen in armen Ländern  56 > Deutscher Pharmahändler Celesio plant ApothekenNetzwerk „Lloyds“ in EU  56 > Anfang November geht in Wien die Biotechmesse BioEurope über die Bühne. Das Biotech-Standort Wien sieht die Branche dynamisch wachsen  57

© Welldone Werbung und PR/APA

Healthcare > Die Wiener Städtische und Partner wie Erste Bank und Sozialministerium wollen Pflege bewusst machen  55

Onkologe Alexander Gaiger präsentierte Studien zur Krebs-Rehabilitation.

Kaprun. Die Rehabilitation von Patientinnen und Patienten nach erfolgter Krebstherapie ist äußerst erfolgreich, wie aktuelle Studienergebnisse aus Österreich zeigen. Allein – sie werde noch zu selten angeboten, kritisierten Experten auf der Jahrestagung der Österreichischen Akademie für Onkologische Rehabilitation und Psychoonkologie in Kaprun. Nicht zuletzt aus ökonomischen Gründen würden entsprechende Rehab-Programme nicht oder nur teilweise umgesetzt. Dabei amortisierten sich die Investitionskosten durch längere Berufsfähigkeit der Betroffenen sehr rasch. Seite 56

vertraut auf

Mit Qualität ans Ziel.

ww w.ph ar m a -l o gi st ik. at

Gesundheitsmarketing Diese Woche fand in Wien das erste Forum für Gesundheitsmarketing statt. Tenor: Immer mehr Marketer setzen zwar auf Social Media, doch würde das Internet noch viel zu oft als „rechtsfreier Raum“ gesehen. Seite 54


c ov e r

54 – healtheconomy

Kommentar

Gesundheit im Betrieb

Freitag, 18. Oktober 2013

Neues Forum Experten diskutierten Möglichkeiten, um das Gesundheitswesen künftig effizienter zu vermarkten

Gesundheitsmarketing braucht ganz neue Kanäle Juristin: Immer mehr Marketingspezialisten setzen aufs Internet – doch das ist „kein rechtsfreier Raum“.

Martin Rümmele

I

n den laufenden Kollektiv­ vertragsverhandlungen wollen die Arbeitgeber unter anderem Rauchpausen kür­ zen. Das ist im Hinblick auf die Gesundheit der Beschäftigten löblich, hat aber eher den Hintergrund der Produktivi­ tät und Arbeitszeit. Es geht also weniger darum, die Mit­ arbeiter gesund zu machen, sondern sie am Arbeitsplatz zu halten und Pausen nicht ab­ rechnen zu müssen. Das wiederum ist schade. Denn gerade die KV-Ge­ spräche böten die Möglichkeit, in Sachen betrieblicher Ge­ sundheitsförderung einiges weiterzubringen. Im Sinne der Arbeitgeber – die ihre Be­ schäftigten länger gesund im Betrieb haben – und im Sinne der Dienstnehmer. Das Bewusstsein ist in den Betrieben längst da: 54 Prozent der Führungskräfte haben etwa bereits Erfahrungen mit von einem Burn-out heimge­ suchten Mitarbeitern gemacht – zumindest wenn man einer nicht-repräsentativen Studie für Österreich, Deutschland und der Schweiz unter 300 Führungskräften des Hernstein Instituts für Management und Leadership glaubt. Maßnah­ men zur Burn-out-Prävention gibt es demnach in Österreich aber nur bei 46 Prozent der Un­ ternehmen ab 100 Mitarbeitern. Arbeitsbedinge Erkran­ kungen verursachen insgesamt Millionen an Folgekosten. Es wird Zeit, das anzugehen.

Wien. Marketing im Gesundheitswesen – was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch wirkt, birgt bei näherem Hinsehen ein Potenzial an zukunftsweisenden Themen. Vieles davon haben andere Branchen wie der Tourismus oder der Lebensmittelhandel schon längst für sich entdeckt und besetzt. Die Gesundheitsbranche hinkt hinterher – schließlich passiert „Kranksein“ ohnehin von selbst und übervolle Ambulanzen und Wartezimmer legen den Schluss nahe, dass hier kein Marketing zur Steigerung der Kundenattraktivität nötig ist. Doch mitnichten! Ob es kaufkräftige Senioren sind, die ihren Lebensabend gesund und vital verbringen wollen, oder Privatpatienten, die für ein Plus an Versorgung durchaus bereit sind, tiefer in die Tasche zu greifen – das Feld ist weit und liegt in vielerlei Hinsicht auch noch brach.

© Foto Wilke

andreas feiertag

Juristin Katharina Braun nahm sich beim ersten Österreichischen Forum für Gesundheitsmarketing der Neuen Medien an.

Boom der Social Media

ihre Kundenbindung zu intensivieren und damit an einem positiven Image zu arbeiten. Diese Medien bieten viele und unkomplizierte Möglichkeiten, mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben und auf ihre Leistungen aufmerksam zu machen. Doch das Internet ist eben kein rechtsfreier Raum“, betonte Braun. Hier könne einiges schieflaufen und bei Zuwiderhandeln neben Imageschaden auch mit Unterlassungs- und Wettbewerbsklagen zu rechnen sein, so Braun: „So kann der Kauf von sogenannten Followers, also Fans, eine irreführende Werbung und damit einen Wettbewerbsverstoß darstellen, der vom Mitbewerb geahndet wird.“ Auch Mitarbeiter haben sich, wenn sie eine Meinung über das

So wie es in der Medizin üblich ist, mithilfe von Leitlinien bei der Behandlung Sicherheit für Patienten und medizinisches Personal zu schaffen, so müssen auch die Marketingmaßnahmen einer Gesundheitseinrichtung genau auf ihre juristische Haltbarkeit geprüft werden. Einen Überblick, welche rechtlichen Stolpersteine im Zusammenhang mit Social MediaAktivitäten zu beachten sind, gab Rechtsanwältin Katharina Braun am Donnerstag im Rahmen des Österreichischen Forums für Gesundheitsmarketing in Wien. „Immer mehr Gesundheitsdienstleister nutzen Social Media wie Facebook, Twitter und Co, um ihre Popularität zu steigern sowie

Unternehmen abgeben, als Mitarbeiter desselben zu deklarieren, ansonsten liege ein Fall von Schleichwerbung vor. Dennoch seien Social Media für Unternehmen in ihrem Gesamtauftritt fast nicht mehr wegdenkbar. Braun: „Ich finde den Social Media-Bereich deshalb so spannend, da dieses Gebiet noch überwiegend rechtliches Neuland ist. Es gibt noch nicht viele Entscheidungen und vieles ist Auslegungssache, daher besonderer Ansporn für juristische Denkarbeit.“

zahlreiche weitere erfahrene Wissensträger und gaben einen guten Einblick und Überblick über europäische Gesundheitskonzepte und deren Übertragbarkeit auf das heimische Gesundheitswesen. Die Teilnehmer des Forums bekamen durch kompakte Vorträge die Möglichkeit, einen Blick über den Tellerrand in „marketingerprobte Branchen“ zu werfen und Anregungen für die Praxis zu gewinnen. Moderierte Diskussionen mit Führungskräften aus dem Gesundheitswesen mündeten am Ende des eintägigen Forums in ein Expertenstatement, das zukunftsweisenden Charakter hat. Zielgruppen des Events waren Entscheidungsträger in Medizin, Spitälern sowie Werbeund PR-Agenturen.

Übertragbare Konzepte Im Rahmen des ersten Österreichischen Forums für Gesundheitsmarketing referierten neben der Rechtsanwältin auch noch

E-Health Familie

Pilotprojekt Dolmetschen per Videozuschaltung

Forschung IT-Start-up will auf den europäischen Markt

Wien. Seit Kurzem können Mütter und Väter sich von einer kostenlosen App für Smartphones in Sachen Familiengesundheit unterstützen lassen. Die App wurde von der MedizinMediathek „vielgesundheit.at“ initiiert und in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde, der Elternwerkstatt, der Wiener Ärztekammer, der Wiener MA 15 mit dem Programm Frauengesundheit und vielen anderen Partnern umgesetzt. Die App umfasst einen Kalender mit Erinnerungsfunktion, ein Tagebuch, in dem gemeinsame Erinnerungen der Familie in Wort und Bild aufgezeichnet und mit anderen geteilt werden können, ebenso wie wertvolle Tipps für Eltern und werdende Eltern für körperliche Gesundheit, Ernährung, für Erziehung und psychische Gesundheit bis hin zur Freizeit. Gerald Bachinger, NÖ Patienten- und Pflegeanwalt, ist überzeugt, dass Eltern durch die App entspannter ins neue Familienleben einsteigen. (fei)

Wien. Sprachliche Barrieren sind in vielen Bereichen unangenehm, problematisch werden sie unter anderem im Gesundheitsbereich. Sprachliche Barrieren betreffen aber nicht nur nicht-deutschsprachige Menschen, sondern auch Gehörlose. Für etwa 10.000 Menschen in Österreich ist die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) ihre Mutter- bzw. Erstsprache. Nicht selten werden in Gesundheitseinrichtungen Angehörige für die Übersetzung herangezogen, aber damit ist die Qualität der Kommunikation nicht unbedingt garantiert.

Wien. In den vergangenen zwei Jahren seit seiner Gründung hat das österreichische IT-Start-up Diagnosia zwei innovative e-HealthApplikationen am heimischen Markt etabliert: Diagnosia Index, ein Arzneimittelverzeichnis für PC und Smartphones (iOS+Android), und Diagnosia Check, ein innovatives Wechselwirkungstool, sollen den medizinische Alltag von Ärzten und medizinischen Fachgruppen erleichtern und eine schnelle und wissenschaftlich fundierte Grundlage für Entscheidungsprozesse im klinischen Alltag liefern.

Barrierefreie Arztgespräche

kisch und BSK (bosnisch, serbisch, kroatisch) aber auch für ÖGS zu jedem Arzt-Patientengespräch zugeschaltet werden. Helene Jarmer vom ServiceCenter ÖGS.barrierefrei begrüßt die Möglichkeit des barrierefreien Arztgesprächs und der bestmöglichen Behandlung und spricht sich darüber hinaus für eine verpflichtende Ausbildung für den richtigen Umgang mit gehörlosen Menschen aus. (iks)

einer fortführenden Internationalisierung der Marke Diagnosia“, sagt Geschäftsführer Marco Vitula. „Bis Mitte 2014 ist es unser erklärtes Ziel, mit unseren Produkten in weiteren europäischen Ländern präsent zu sein sowie unsere Produktvielfalt und -funktionalität weiter zu erhöhen.“ Diagnosia beschäftigt mehr als 20 Mitarbeiter aus den Bereichen Betriebswirtschaft, Medizin, Software-Development, Recht und Design.  (iks)

Eine Förderung von entsprechenden Fächern an der Med-Uni sei notwendig.

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) wird die Förderung von Diagnosia auch in nächster Zukunft fortsetzen. Mit seiner stetig wachsenden Produktpalette will Diagnosia nun auch den europäischen Markt erobern. „Dank der überaus positiven Aufnahme unserer beiden Kernprodukte, Diagnosia Index und Diagnosia Check, in Österreich liegt unser Fokus jetzt klar auf weiterführender Produktinnovation und

© Diagnosia Internetservices GmbH

Für die Verbesserung der Arztund Patienten-Kommunikation im Gesundheitswesen haben die Österreichische Plattform für Patientensicherheit, das Institut für Ethik und Recht in der Medizin, das Bundesministerium für Gesundheit, das Zentrum für Translationswissenschaften und das ServiceCenter ÖGS.barrierefrei ein Pilotprojekt ins Leben gerufen. Per Video können Dolmetscher für Tür-

Finanzspritze für Diagnosia

Produktinnovation

Bestmögliche Behandlung

© ServiceCenter ÖGS.barrierefrei

App für Eltern

Das moderne e-Health-Unternehmen mit Sitz in Wien ist auf Erfolgskurs.


H E A LT H : C A R E

Freitag, 18. Oktober 2013

healtheconomy – 55

Arzneimittelhandel Apothekerverband positioniert sich als Nahversorger und will zeigen, wo der Best Point of Service im Sinn der Gesundheitsreform ist

Apotheker starten Kampagne Wien. Mit einer bundesweiten Plakat- und Werbekampagne macht der Österreichische Apothekerverband – die Vereinigung der selbstständigen Apotheker – auf die Leistungen der Apotheken aufmerksam. Bis Anfang November sind auf über 3.200 Plakaten, Citylights und Rolling Boards in ganz Österreich Apotheker als vertrauensvolle Gesundheits-Nahversorger zu sehen, die Tag und Nacht für die Bevölkerung im Einsatz sind. Die Kampagne wird auch durch Inserate in Tageszeitungen und durch Hörfunkspots verstärkt. Parallel dazu läuft in den OnlineTageszeitungen das Gewinnspiel: „Die Wahl meiner Lieblingsapotheke“, bei dem es Apotheken-Gutscheine zu gewinnen gibt. Angelehnt an das bekannte Sprichwort „Sieh, das Gute liegt so nah“ von Johann Wolfgang von Goethe, setzte die Werbeagentur Dr.Puttner&Steyrer die Vorteile der

Vorsorge „Pflege mit Herz“

Pflegekampagne

© Wiener Städtische Versicherungsverein/APA-Fotoservice/Preiss

Wien. 440.000 Menschen werden in Österreich von Pflegekräften betreut, im Jahr 2050 sollen bereits doppelt so viele Österreicher pflegebedürftig sein. Um ein Bewusstsein für diese Problematik zu schaffen und die Pflegekräfte vor den Vorhang zu holen, haben die Wiener Städtische Versicherung, das Sozialministerium, das Wirtschaftsministerium sowie die Erste Bank bereits zum zweiten Mal die Kampagne „PflegerIn mit Herz“ gestartet. „Das Thema Pflege ist an sich ein schönes Problem, weil es ein Luxusproblem ist“, sagte Thomas Uher, Vorstandssprecher der Erste Bank. Die Menschen würden in einer gesünderen Gesellschaft aufwachsen, deshalb müssten sie auch länger gepflegt werden. Betreuungskräfte trügen zu einem altersgerechten und würdevollen Leben bei. Hierzulande übernehmen 100.000 professionelle Pfleger diese Aufgabe, der größte Teil wird aber von Angehörigen betreut. „Bei der Initiative geht es darum, die Tätigkeit der Pfleger in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu stellen und diesen Personen Respekt und Anerkennung zu zollen“, konkretisierte Günter Geyer, Präsident des Vereins „PflegerIn mit Herz“. Er ortet aber ein fehlendes Bewusstsein in der Bevölkerung für das Thema: „Man glaubt, es wird einen selbst nicht betreffen und wenn, dann sorgt sich eh der Staat.“ Geyer wünscht sich von der kommenden Regierung ein symbolisches Begrüßen der Pflegeversicherung. (red)

Günter Geyer (Wr. Städtische) will ­Bewusstsein für Pflege schaffen.

Apotheke als Nahversorger mit vier Motiven in Szene. Dabei stehen die Apotheker im Mittelpunkt, die Nähe zu den Kunden ist deutlich spürbar. Die vier Plakat-Sujets werden von den Slogans „Persönliche Beratung liegt so nah“, „Schnelle Hilfe liegt so nah“, „24 Stunden Versorgung liegt so nah“ und „Geprüfte Qualität liegt so nah“ getragen. Die Werbeslogans weisen auf die persönliche Beratung, das schnelle Arzneimittelservice, die 24-Stunden-Bereitschaft sowie auf die Fälschungssicherheit der Medikamente in Apotheken hin. Die Botschaften richten sich sowohl an die Bevölkerung, als auch an

die Politik, die darauf hingewiesen wird, dass Apotheken starke lokale Stützen im Gesundheitssystem sind.

Sechsstelliger Betrag „Wir wollen den Politikern die Wichtigkeit unserer Apotheken als Nahversorger vor Augen führen und der Bevölkerung in Erinnerung rufen, dass es bei uns die beste Arzneimittelberatung rund um die Uhr gibt“, erläutert Verbandspräsident Christian Müller-Uri. Die Kosten will er nicht nennen, bestätigt aber, dass es sich um „ein paar Hunderttausend Euro“ handelt. (rüm)

© Österreichischer Apothekerverband/APA-Fotoservice/Rossboth

Agentur Dr. Puttner&Steyrer setzte großflächige Image-Kampagne um.

Apothekerverbandspräsident Müller-Uri (mitte) will die Leistungen propagieren.


P h a r m a : r ep o r t

56 – healtheconomy

Jahrestagung Österreichische Akademie für Onkologische Rehabilitation und Psychoonkologie tagte in Kaprun

short

Mehr Krebs-Rehabilitation

Bayer entwickelt fünf neue Medikamente

Erfolge wurden in Studien bereits nachgewiesen – Kosten für die Intervention amortisieren sich. andreas feiertag

Kaprun. Mehr als 300.000 Menschen leben in Österreich derzeit mit der Diagnose Krebs. Die moderne Medizin führt in einigen Fällen zur Ausheilung und immer längeren Überlebenszeiten der Betroffenen. Eine entsprechende Rehabilitation nach der eigentlichen onkologischen Therapie reduziert die Häufigkeit von Schmerzen, Schlafstörungen und psychischen Problemen um die Hälfte, hieß es kürzlich bei einer Podiumsdiskussion in Kaprun in Salzburg. Die Diskussion fand im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Akademie für Onkologische Rehabilitation und Psychoonkologie (ÖARP) statt. Führende Expertinnen und Experten der onkologischen Rehabilitation, der Salzburger Landespolitik, der Sozialversicherung und Vertreter der Vamed AG diskutierten dabei über

© Welldone Werbung und PR GmbH/APA

Frankfurt/Leverkusen. Anders als bei vielen Konkurrenten steht die Arzneimittelforschung bei Bayer zurzeit unter einem guten Stern. Der Konzern steht kurz davor, mehrere umsatzstarke neue Präparate auf den Markt zu bringen. Bayer hofft, dass bis zum Jahre 2015 fünf neue Wirkstoffe die zulassungsrelevante klinische Testphase positiv abschließen und daraus neue Medikamente in den Therapiefeldern Krebsmedizin, Herzkrankheiten und Frauengesundheit entspringen.In den vergangenen Jahren musste Bayer kaum Studienrückschläge verkraften. Vom 2011 zugelassenen Schlaganfallmittel Xarelto etwa werden Spitzenumsätze von mehr als 5,5 Mrd. € erwartet.

Freitag, 18. Oktober 2013

Onkologe Alexander Gaiger stellte ­interessante Studienergebnisse vor.

die Situation in Österreich und die Entwicklungsmöglichkeiten. Der Wiener Onkologe Alexander Gaiger von der Uniklinik für Innere Medizin am AKH präsentierte dabei eine Begleitstudie zur onkologischen Rehabilitation.

duzierte Angst-, Depressions- und Distress-Werte. Im Vergleich ‚vor‘ und ‚nach‘ onkologischer Rehabilitation ergibt sich eine deutliche Reduktion von tumor- und therapieassoziierten Symptomen, besonders in den Bereichen Schmerzen, Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche, um 50 Prozent.“ Gleichzeitig habe die Lebensqualität zugenommen. PVA-Generaldirektor-Stellvertreterin Gabriele Eichhorn unterstrich sowohl die ethische als auch die ökonomische Begründung für vermehrte Rehab-Angebote für Krebspatienten. Ein stationärer RehaAufenthalt koste durchschnittlich 6.900 €. Eine Monatspension aufgrund geminderter Arbeitsfähigkeit koste durchschnittlich 980 €. Wenn der Pensionsbeginn krankheitshalber nur ein halbes Jahr verzögert werden könne, hätte sich die Rehab-Maßnahme bereits amortisiert.

Hoffnungsvolle Ergebnisse Nach der Bestimmung der psychoonkologischen Situation von 4.280 Krebspatienten wurde untersucht, ob die onkologische Rehabilitation einen Effekt auf psychosoziale Faktoren und die Reintegration in Beruf und Alltag hat, dann wurde die Nachhaltigkeit des Effekts gemessen. Abschließend wurden 538 Patienten vor und nach ihrer onkologischen Rehabilitation befragt. Gaiger: „Gegenüber der Vergleichsgruppe, also Krebspatienten, die keine onkologische Rehabilitation erhielten, zeigen die Onko-Rehab-Patienten deutlich re-

Aussichtsreiche Wirkstoffkandidaten in der Entwicklungspipeline.

Boehringer Ingelheim steht unter Druck Ingelheim/Paris. In zahlreichen Klagen aus Frankreich und den USA wird der Gerinnungshemmer Pradaxa des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim für gefährliche, zum Teil tödliche Blutungen verantwortlich gemacht. Das Mittel ist seit 2010 zur Schlaganfallprophylaxe zugelassen. Das Unternehmen gibt sich gelassen: Die Zulassungsbehörden hätten Pradaxa ein positives Nutzen-RisikoVerhältnis bestätigt. Alle Gerinnungshemmer gingen mit einem Risiko für Blutungen einher.

76 Arzneien befinden sich in der Pipeline Wien. Eine schwache Nachfrage nach Impfstoffen hat den amerikanische Pharmakonzern Pfizer zum Jahresstart deutlich gebremst. Der größte Arzneimittel-Hersteller der USA enttäuschte mit seiner Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Quartal und stutzte zudem seine Gewinnprognose für das laufende Jahr zurecht. Dennoch ist Pfizer zuversichtlich: Immerhin 76 neue Präparate respektive verbesserte oder für andere Indikationen vorgesehene Präparate befinden sich derzeit in der Pipeline des Konzerns – Schwerpunkt sind Impfstoffe, wie Emilio Emini, Senior Vice President der Pfizer-Sektion Vaccine Research & Development, in einer virtuellen Pressekonferez vergangenen Dienstag vor österrei-

chischen Journalisten bestätigte. Insbesondere auf dem Gebiet der Pneumokokken-Prävention wolle Pfizer seine Vorreiterrolle weiter ausbauen, erklärte Emini.

Großes Portfolio Neben Pneumokokken – Pfizer verlängerte erst Ende Juli einen bestehenden Vertrag über die Lieferung seines Pneumokokken-Impfstoffs für Kinder in die ärmsten Länder der Welt – und anderen Impfstoffen befinden sich Präparate für die Bereiche Onkologie, Schmerz und Nervensystem, HerzKreislauf, Entzündungen, Immunsystem und Seltene Erkrankungen in der Pfizer-Pipeline; 29 in der anfänglichen Phase 1, 24 in Phase

Networking Deutsche Celesio will mit „Lloyds“ punkten

2, 17 bereits in Phase 3 und schon 6 Präparate durchlaufen nach positivem Abschluss aller Studienphasen derzeit bereits die Zulassungsprozedur. Im Bereich Impfstoffe seien laut Emini hoffnungsvolle Vakzin-Kandidaten gegen Krebs, allergisches Asthma, Meningokokken B, Staphylococcus aureus (löst Haut- und Muskelerkrankungen sowie Lungenentzündungen aus), Clostridium difficile (einer der häufigsten Krankenhauskeime, verursacht schweren Durchfall) und natürlich Pneumokokken derzeit in verschiedenen Studienphasen. „Ziel ist es“, erklärte Emini, „mit innovativen Impfstoffen tödlichen Krankheiten vorzubeugen und chronische Erkrankungen zu behandeln.“ (red)

© Pfizer

© Bayer

Impfstoff-Forschung Pfizer wird in unmittelbarer Zukunft zahlreiche neue Vakzine auf den Gesundheitsmarkt bringen

Emilio Emini: hoffnungsvolle Impfstoffkandidaten in der Pfizer-Pipeline.

Investmentfonds JPMorgan, Gates, Children’s Investment, Weltbank, GSK zusammen

Apotheken-Netzwerk Investoren für Studien gesucht

Pharmahändler Celesio will ein neues Apotheken-Netzwerk etablieren.

deutschen Pharmagroßhandel seine Ziele für dieses Jahr gekippt und geht mittlerweile nur noch von einem bereinigten Betriebsgewinn (EBIT) von 405 bis 425 Mio. € aus. Zuvor hatte der Konzern 445 bis 475 Mio. € in Aussicht gestellt. Die aktuelle Ertragprognose für das laufende Jahr bekräftigte die Firmenchefin: „Ja, das werden wir aus heutiger Sicht schaffen.“ Celesio ist momentan dabei, ein europäisches Apotheken-Netzwerk unter der Dachmarke „Lloyds“ aufzubauen. Bereits bis Ende dieses Jahres sollen in Europa 100 Pilotapotheken unter der Marke Lloyds firmieren. Der Name „Lloyds“ ist bei Celesio bereits seit Langem etabliert: Der Konzern betreibt unter dem Namen „Lloydspharmacy“ rund 1.600 Apotheken in Großbritannien. Das neue Konzept zielt vor allem auf Beratung ab. So sollen sich Lloyds-Kunden an einer „Health Bar“ über Gesundheitsthemen informieren können; auch sollen sie in den Apotheken ihren Hauttyp bestimmen und sich die richtige Verwendung von Schmerzmitteln informieren können.  (iks)

New York. Im neuen Investmentfond von JPMorgan Chase & Co. und der Bill & Melinda Gates Foundation haben erstmals Einzelpersonen und institutionelle Investoren die Möglichkeit, globale Gesundheitstechnologien in der finalen Studienphase zu finanzieren, die das Potenzial haben, Millionen von Leben in einkommensschwächeren Ländern zu retten. Daran beteiligt sind auch die Children’s Invest-

ment Fund Foundation, Weltbank sowie GlaxoSmithKline. Im Rahmen des Global Health Investment Fonds (www.ghif.com) wird in Medikamente und Impfstoffe, neu entstehende Diagnosewerkzeuge und kindergerechte Rezepturen von bereits vorhandenen Medikamenten investiert. Zudem soll damit der Ausbau von Fertigungskapazitäten und anderen Einsatzgebieten gefördert werden,

um Bedürftigen einen Zugang zu erschwinglichen Technologien zu ermöglichen. Erstinvestoren haben bereits 94 Mio. USD aufgebracht für den Kampf gegen Malaria, Tuberkulose, HIV sowie Mütter- und Kindersterblichkeit in Entwicklungsländern. Bill Gates, Co-Vorsitzender der Bill & Melinda Gates Foundation: „Wir investieren in die globale Gesundheit, weil wir uns der positiven Auswirkungen von Gesundheit auf das restliche Leben bewusst sind.“

Interessant für die Masse

© GlaxoSmithKline

© ERND Weissbrod/EPA/picturedesk.com

Frankfurt. Der deutsche Pharmahändler Celesio will seine Gewinne im kommenden Jahr mit der Einführung eines neuen europäischen Apotheken-Netzwerks kräftig ankurbeln. „Es ist unser Anspruch, im nächsten Jahr deutliche Ergebnisverbesserungen zu erreichen“, sagte Firmenchefin Marion Helmes. Celesio hatte im August wegen des scharfen Wettbewerbs im

Moncef Slaoui, GlaxoSmithKline, ist vom neuen Investmentfonds überzeugt.

Moncef Slaoui, Vorsitzender für Impfstoffe und F&E bei GSK: „Ich bin davon überzeugt, dass der GHIF eine entscheidende Hilfe sein wird für zukunftsweisende Innovationen und Lösungen für Krankheiten in Entwicklungsländern. Dies ist einer der Gründe, warum wir uns daran beteiligen. Die Zusammenarbeit beweist , dass durch eine innovative Struktur auch ein Fond mit humanitärem Fokus eine breite Masse an Investoren begeistern kann.“ (red)


Life:Science

Freitag, 18. Oktober 2013

Forschung Neuer Wirkstoff steht vor dem Durchbruch

Analyse Studie belegt kräftiges Wachstum der Life Science-Branche in Wien

Biotech boomt

GSK entwickelt Malaria-Impfung

Wien. Die Life Sciences schaffen in Wien noch mehr hochqualifizierte Arbeitsplätze als bisher bekannt. Das zeigt der nun publizierte „Vienna Life Science Report 2013/2014“ der Wiener Life Science-Clusterorganisation LISAvienna. In dieser detaillierten Analyse wurde auch die Anzahl der im Stadtgebiet aktiven Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen aus den Bereichen Biotechnologie, Pharma und Medizintechnik erhoben.

Gute Entwicklung Das Ergebnis belegt, dass sich der Life Sciences-Standort Wien im internationalen Vergleich sehr gut entwickelt hat. Dass dies auch international wahrgenommen wird, belegen Kooperationsvereinbarungen von jungen Biotechnologieunternehmen mit internationalen Pharmakonzernen. Auch die wiederholte Entscheidung der international größten Biotechnologie Partnering-Konferenz, der BIOEurope, für Wien als Standort im November diesen Jahres bestätigt diese internationale Bedeutung. 378 Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Pharma und Medizintechnik beschäftigten 21.031 Mitarbeiter und erzielten im Jahr 2012 einen Umsatz von 9,1 Mrd. €. Weitere 25 Forschungseinrichtungen beschäftigten zusätzlich 14.289 Mitarbeiter, welche 5.733 wissenschaftliche Publikationen veröffentlichten. Renate Brauner, Wiener Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin, zeigt sich erfreut: „Die Zahlen zeigen eindeutig, dass der Boom der Life Sciences in Wien anhält und die Branche damit auch weiter eine zentrale Rolle als Arbeitgeber qualitativ hochwertiger Jobs am Standort spielt. Mittlerweile sind mehr als 60 Prozent aller bundesweit tätigen Biotech- und Pharmaunternehmen in

Wien angesiedelt und als Innovationsmotoren sind diese während der leider immer noch anhaltenden Wirtschaftskrise ein starker Impuls für künftiges Wachstum.“ Dazu einer der beiden Geschäftsführer von LISAvienna, Johannes Sarx: „In Wien ist die enge Vernetzung grundlegender Forschungseinrichtungen mit Life SciencesUnternehmen hervorragend gelungen. Motiviert durch die Erfolge, sind zudem immer mehr Personen bereit, unternehmerisch tätig zu werden. In translationalen Projekten werden so bahnbrechende Innovationen aus der Grundlagenforschung marktreif gemacht.“

© LISAvienna

378 Unternehmen setzten 9,1 Mrd. Euro um. Ina Karin Schriebl

healtheconomy – 57

Lisa-Vienna-Co-Geschäftsführer Johan­ nes Sarx freut sich über Entwicklung.

London/Wien. Es ist ein Hoffnungsschimmer im Kampf gegen die Tropenkrankheit Malaria: Nach jahrzehntelanger Forschung ist der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline mit dem weltweit ersten Impfstoff auf der Zielgeraden. Im kommenden Jahr solle bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung für das Präparat „RTS,S“ beantragt werden. Erhält der Pharmakonzern grünes Licht, stünde womöglich schon 2015 eine weitere Waffe gegen die gefährliche Krankheit zur Verfügung, an der weltweit jedes Jahr noch immer mehr als 650.000 Menschen sterben. Vor allem für die weltweit ärmsten Länder bedeutet ein Impfstoff neue Hoffnung. Denn nach wie vor fordert die Krankheit die meisten Toten bei Kindern unter fünf Jahren in den afrikanischen Ländern süd-

lich der Sahara. GSK berief sich auf Ergebnisse der bisher größten klinischen Studie in Afrika, die rund 15.000 Kinder in sieben Ländern umfasste. Demnach sorgte der Glaxo-Impfstoff für eine Verringerung der durch Stechmücken übertragenen Malaria. Als Allheilmittel für die Ausrottung der in weiten Teilen Afrikas grassierenden Krankheit gilt das Präparat jedoch nicht. Aktuell werden zur Eindämmung neben Medikamenten (vor allem auf der Basis von Artemisinin-Substanzen) vor allem Insektizide sowie damit imprägnierte Moskitonetze eingesetzt. Glaxo arbeitete mehr als 30 Jahre an der Entwicklung der Impfung; der Konzern wurde von der gemeinnützigen Path Malaria Impfstoff Initiative (MVI) unterstützt, die von der Bill & Melinda Gates Stiftung finanziert wird.(iks)

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Technik CD-Labor in Graz

Neue Forschung Graz. Mithilfe sogenannter Durchfluss-Reaktoren können in der industriellen chemischen Produktion Reaktionen nicht mehr nur in einem Rührkessel stattfinden, sondern während des Durchfließens von Mikrokanälen miteinander reagieren. Das ermöglicht wiederum einen schnelleren Prozessablauf und damit Energie- und Lösungsmitteleinsparungen. Ein nun in Graz eröffnetes ChristianDoppler-Labor für Durchfluss-Chemie will diese Entwicklung weiter vorantreiben. Das mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums am Institut für Chemie der Uni Graz eingerichtete CD-Labor will sich in erster Linie auf Anwendungen unter hohen Temperaturen und hohem Druck, insbesondere bei eher langsam ablaufenden Reaktionen, konzentrieren. Dabei gehe es v.a. um die Synthese von Stoffen, die für die Pharma-, Agro- und Feinchemieindustrie – wie z.B. zur Herstellung von Pestiziden und Fungiziden – interessant sind. Wirtschaftspartner sind die steirischen Unternehmen Anton Paar und der Grazer Prozessoptimierer MicroInnova.

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58 – healtheconomy

short

Herz Jesu Spital erhält bauliche Erweiterung

Freitag, 18. Oktober 2013

Apotheken Gesellschaft der österreichischen Apotheker lud zu einem informellen Diskussionsaustausch im „Salon A“

Mehr Transparenz gefragt wachung bereits am Markt befindlicher Arzneimittel. Müllner stellte sich diesbezüglich dem Thema Versorgungssicherheit und erklärte: „Die Gründe für Lieferengpässe können vielschichtig sein: Qualitätsmangel, verzerrter Wettbewerb, internationaler Handel. Das wichtigste Instrument bei der Sicherstellung der Versorgung ist sicherlich Transparenz, also die Sichtbarmachung; nur so können allfällige Probleme erkannt und behandelt werden. Jetzt muss überlegt werden, ob diese Sichtbarmachung gewünscht ist und wenn ja, wie man dazu kommen könnte.“ In Hinblick auf ein Ansteigen des länderübergreifenden Arzneimittelhandels und das Aufkommen neuer Berufsgruppen, wie etwa den Arzneimittelbrokern, stellte sich für Mursch-Edlmayr die Frage, ob und wie die Versorgung der Bevölkerung weiterhin auf hohem Niveau gewährleistet werden kann.

andreas feiertag

Wien. Vergangene Woche wurde im feierlichen Rahmen der Zu- und Ausbau des Herz-Jesu Krankenhauses Wien-Landstraße in der Rabengasse „angestochen“. Geschickt mit dem Spaten in der Hand dabei waren Bezirksvorsteher Erich Hohenberger, Vertreter der baubeteiligten Firmen sowie der Vorstand, Mitarbeiter und Freunde des Krankenhauses. Bis zum Jahreswechsel 2014/2015 entsteht auf dem Gelände ein neuer Gebäudeteil.

© privat; www.mediendienst.com/Foto Wilke

Neue Therapie gegen Stuhlinkontinenz

Benefiz Kunstaktion brachte 3.000 € an Spendengeldern

Therme Wien Neue Einheiten speziell für Jugendliche

Wien. Mit der Veranstaltungsreihe „Medizin & Kunst“ verbindet die Wiener Ärztekammer Kunst mit Charity. Die letzte Ausstellung zeigte Werke von Herwig Zens. Nun konnte Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres einen Spendenscheck in Höhe von 3.000 € an Ärzte ohne Grenzen für deren medizinische Hilfsprojekte in Syrien übergeben. Die finanzielle Unterstützung nahm Thomas Dörflinger, Präsident von Ärzte ohne Grenzen Österreich, entgegen. Bei Medizin & Kunst werden in den Räumen der Ärztekammer regelmäßig Ausstellungen präsentiert. 30% des Verkaufserlöses gehen direkt an den guten Zweck. Die nächste Ausstellung mit Arbeiten von Franz Josef Schwelle ist ab Donnerstag, 7. November, zu be-

Wien. Die Therme Wien – einer der Leitbetriebe der Vamed Vitality World – will einen positiven Beitrag zur Gesundheit der österreichischen Schüler leisten und entwickelte das Programm „Therme Wien macht Schule“. Das Projekt kombiniert altersgerechte Trainingseinheiten, Gesundheitsinformationen und den Thermenaufenthalt für Schüler und Lehrer zu stark reduzierten Preisen. Nun wurden für das neue Schuljahr mit der Therme Wien Fitness vier Aktiveinheiten entwickelt, in denen Schüler die Freude an der Bewegung entdecken können. „Die Bewegung soll auch außerhalb des Wassers Spaß machen. Die Therme Wien sorgt mit dem neuen Aktivprogramm für abwechslungsreiche Rahmenbedingungen

Ärzte helfen Ärzte ohne Grenzen

Innsbruck. Keiner spricht gern darüber und doch betrifft es bis zu drei Prozent der Bevölkerung: Stuhlinkontinenz. Genauer lässt es sich nicht sagen, da die Dunkelziffer sehr hoch ist. Auf einem Symposium in Tirol stellt Felix Aigner von der Uniklinik für Visceral-, Transplantations- und Thoraxchirurgie der Medizinuni Innsbruck nun eine neue Therapie vor­: die Implantation eines sogenannten Gatekeepers.

sichtigen. Szekeres: „Ich hoffe, dass wir auch mit dieser Werkschau eine schöne Summe zusammenbekommen.“ (fei)

© Ärztekammer Wien/Stefan Seelig

Felix Aigner und Thomas Filipitsch stellen eine neue Therapien vor.

Marcus Müllner (2.v.li.): Sicherstellung der Arznei-Versorgung durch Transparenz.

Scheckübergabe: Thomas Dörflinger und Thomas Szekeres.

Habilitationen Universitärer Karrieresprung für Ärzte

Mehr Angebote für Schulklassen

und für Angebote, die optimal auf die Bedürfnisse jeder Schulklasse zugeschnitten sind“, sagt Geschäftsführer Edmund Friedl. (fei)

© Gerry Rohrmoser/Therme Wien

Viel Prominenz beim Spatenstich für Ordens-Krankenhaus in Wien.

Wien. In der Vorwoche ging der interdisziplinäre Meinungsaustausch im Salon A in Wien nach einer kurzen Sommerpause unter dem Motto „Feindbild Wettbewerb?! Mythos oder Wahrheit“, in die mittlerweile achte Runde. In gewohnter Besetzung luden die Vertreter der Gesellschaft der österreichischen Apotheker den ehemaligen Bereichsleiter der Medizinmarktaufsicht AGES PharmMed, Marcus Müllner, zum Get-together. Neben Vertretern der Apothekerschaft, dem Großhandel und der pharmazeutischen Industrie begrüßte Salon-A-Obfrau Ulrike MurschEdlmayr unter anderen auch Bundesminister Rudolf Hundstorfer im informellen Ambiente in der Servitengasse. Die Medizinmarktaufsicht ist verantwortlich für die Zulassung von Arzneimitteln und die Über-

© Gerhard Fally

© Herz-Jesu Krankenhaus, Wien

Experten aus dem Gesundheitswesen diskutierten Fragen der Arzneimittelversorgung.

Therme Wien bringt neues ­Angebot für Schüler ab 14 Jahren.

Menschen, über die man spricht

Beste Köpfe an Linzer Kinderklinik Andreas Huss ist neuer Obmann der Salzburger GKK

© gespag

Wurden erfolgreich habilitiert: Omar Shebl, Evelyn Lechner sowie Wolfgang Arzt.

K lau s Kr ö l l , a b fahrt s - star , erne u t in W ien o p eriert

Klaus Kröll wurde vergangene Woche im Krankenhaus Göttlicher Heiland in Wien erneut am linken Oberarm operiert. In einem dreistündigen Eingriff wurden Vernarbungen und zwei Knochenstücke, die den Nerv einquetschten, entfernt. Der Abfahrtsweltcupsieger der Saison 2011/12 stürzte am 14. März diesen Jahres beim Weltcupfinale in der Lenzerheide im Super-G Rennen schwer und zog sich dabei einen Bruch des linken Oberarms zu.

Ku rt Beck , b erat er von ­b o ehrin ger in in gelheim

Der frühere rheinlandpfälzische Regierungschef Kurt Beck ist nun auch als Berater in der Wirtschaft aktiv. Der im Jänner aus Gesundheitsgründen zurückgetretene Sozialdemokrat berät den Pharmariesen Boehringer Ingelheim. Der 64-jährige Beck ist Mitglied eines fünfköpfigen Beraterkreises. Dieser begleitet nach Angaben des Konzerns die Arbeit der Unternehmensleitung und des Gesellschafterausschusses vor allem bei strategischen Fragen.

© BMASK/HBF R. Aigner

Salzburg. Der 49-jährige Salzburger Andreas Huss wurde am 8. Oktober zum neuen Obmann der Salzburger Gebietskrankenkasse gewählt. Er löst Siegfried Schluckner nach knapp zehn Jahren Obmannschaft an der Spitze der SGKK ab. „Ich habe einen guten Start, weil ich von Obmann Schluckner eine finanziell und organisatorisch hervorragend aufgestellte Salzburger Gebietskrankenkasse übernehme“, streut Huss seinem Vorgänger Rosen. Die SGKK ist ein schuldenfreier Krankenversicherungsträger: Auch im vergangenen Jahr wurde ein Plus von rund 16 Mio. € erwirtschaftet. Die zentralen Vorhaben des neuen Obmanns für die nächsten Jahre sind Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung, in den Bereichen Psychische Erkrankungen, Zahngesundheit und Kindergesundheit. (fei)

© T. Silz/EPA/picturedesk

© flausen.at

arzt der Bereiche Gynäkologische Endokrinologie und Kinderwunschzentrum Linz. Evelyn Lechner wurde ebenfalls in Innsbruck habilitiert und ist als Oberärztin der Abteilung Neonatologie mit der Diagnostik und Therapie von angeborenen Herzfehlern beschäftigt. Und Wolfgang Arzt, der an der Medizinischen Universität Wien habilitiert wurde, ist Leiter der größten Abteilung für Pränatalmedizin in Österreich und gilt als Pionier seines Fachs. (fei)

© APA/Hans Punz

Linz. Dass an der Landesfrauenund Kinderklinik in Linz Pionierarbeit geleistet wird, zeigt sich auch anhand der jüngsten drei Habilitationen: Die wissenschaftlichen Schwerpunkte der drei Arbeiten betreffen Reproduktionsmedizin, Interventionen am fetalen Herzen sowie Verlaufsbeobachtung angeborener Herzfehler mittels Laborparameter. Omar Shebl wurde an der Medizinischen Universität Innsbruck habilitiert und ist leitender Ober-

Beat e Har tin ger -kl ein, geehr t e b erat erin in wien

Beate Hartinger-Klein, ehemalige Generaldirektor-Stellvertreterin im Hauptverband der Sozialversicherungträger, wurde kürzlich der Ehrenring der SV überreicht. Als eine besondere Leistung würdigte der Verband die Senkung der Mehrwertsteuer bei Medikamenten. Heute ist Hartinger-Klein als unabhängige Unternehmensberaterin im Gesundheitswesen tätig; sie berät bei allen Fragen zur Unternehmensstrategie, Marktanalyse, Vertriebsaufbau, Marketing und Ethik.


medianet

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Freitag, 18. Oktober 2013 – 59

voll im plan

pneus unter der Lupe

Deutschlands Automobilindustrie brummt weiter auf hohem Niveau  Seite 61

Vier Reifen beim ÖAMTC-Winterreifentest „nicht empfehlenswert“  Seite 63

© ÖAMTC

© dpa/Daniel Maurer

automotivebusiness skoda rapid Spaceback als neue mischform © Skoda/Uli Sonntag

Hersteller knabbern an neuen CO²-Grenzwerten

© Panthermedia.net/Dan Lavric

short

Wien. Der heimische Zweiradmarkt hat sich nach Angaben der Arge2Rad nach einem – aufgrund des schlechten Wetters – verspäteten Verkaufsstart im Jahresverlauf gut erholt. Ausgehend von einer erfolgreichen „bike-austria“ im April, wurde das Minus des ersten Quartals fast wettgemacht, der Gesamtmarkt ohne Moped liegt sogar mit 5,3 Prozent im Plus. Inklusive Moped ergibt sich ein Minus von 5,7 Prozent und im Segment der 125 cm� ein Plus von 1,7 Prozent.  www.arge2rad.at

© panthermedia.net/Daniel Petzold

© Panthermedia.net/Andreas Karelias

Brüssel. Ein Lichtblick für den krisengeschüttelten europäischen Automarkt: Im September stiegen die Neuzulassungen um 5,4 Prozent, wie der europäische Herstellerverband ACEA mitteilte. Grund zum Jubeln haben die Autobauer aber nicht: Zum einen gab es in diesem Jahr einen Verkaufstag mehr als 2012, zum anderen war der vergangene Monat trotz der gestiegenen Autoverkäufe der zweitschlechteste September in der EU-27 seit Beginn der Aufzeichnungen 2003.  www.acea.be

PA Consulting Group Laut einer aktuellen Untersuchung der Unternehmens­ beratung dürften 2020 zahlreiche Hersteller – darunter u.a. Daimler, BMW, VW und Hyundai – die neuen CO2-Grenzwerte der EU nicht erreichen.  Seite 60

Wels. Von 25. bis 27. Oktober findet in der Messe Wels mit der „PS Show“ die laut eigenen Angaben „attraktivste Oldtimer-Schau“ Österreichs statt. Insgesamt werden rund 120 Oldtimer in den verschiedensten Kategorien zu sehen sein, neu ist in diesem Jahr eine private Oldtimer-Fahrzeugverkaufsbörse. Übrigens: Alle Besucher, die mit einem Oldtimer bis Baujahr 1973 zur PS Show anreisen, parken am Oldtimer VIP-Parkplatz und erhalten freien Eintritt zur Messe (gilt für Fahrer und einen Beifahrer).  www.ps-show.at

Alle Nothilfe-Leistungen unter einem Dach Wien. Pichler & Traupmann Architekten ZT GmbH zeichnet für die neue Zentrale des ÖAMTC verantwortlich, die bis 2016 in WienLandstraße entstehen soll. Wie es vor wenigen Tagen in einer Aussendung heißt, soll „ein technischer Stützpunkt auf modernstem Standard und ein großer Servicebereich mit allen Clubdienstleistungen“ entstehen. Die bisher vier Bürostandorte in Wien werden ebenso wie die Notrufzentrale im neuen Mobilitätszentrum zusammengeführt, das Gebäude wird auch die neue Heimat des Flugrettungsstützpunktes von Christophorus 9.

„Damit bündeln wir erstmals in der Clubgeschichte alle Nothilfe-Leistungen unter einem Dach“, freut sich ÖAMTC-Verbandsdirektor Oliver Schmerold auf den geplanten Neubau. „In dem Entwurf ist es gelungen, das komplexe Raumprogramm und die anspruchsvolle städtebauliche Situation scheinbar mühelos und souverän zu bewältigen. Entstanden ist ein betont eigenständiges Bauwerk, das die spezifischen Eigenschaften des ÖAMTC eindrucksvoll verkörpert“, so die Jurybewertung für das einstimmig gewählte Siegerprojekt.  www.oeamtc.at

© ÖAMTC/Pichler&Traupmann/Tomaselli

© PS-Show

ÖAMTC Der heimische Autofahrerclub bekommt bis 2016 in Wien-Landstraße eine neue Zentrale

In der neuen Zentrale sollen insgesamt 800 ÖAMTC-Mitarbeiter beschäftigt sein.


C ov e r

60 – automotivebusiness

Kommentar

Schulungen zahlen sich aus

Freitag, 18. Oktober 2013

PA Consulting Group Die Unternehmensberatung hat die Umweltbemühungen der Hersteller unter die Lupe genommen

Strengere CO²-Zielwerte als Hürde für Hersteller

Nach aktuellen Prognosen verfehlen viele Marken die strengeren CO²-Grenzwerte der EU ab 2020.

U

m hier mit offenen Karten zu spielen: Ich selbst fahre nicht Motorrad. Ich habe keinen Schein und auch keine Absicht, diesen irgendwann nachzuholen. Zu meinem Glück, denn einer aktuellen Studie von ÖAMTC und HDI Versicherungen zufolge sind im Straßenverkehr insbesondere jene Zweiradfahrer gefährdet, die ihren Schein irgendwann gemacht haben, dann jahrelang auf keinen Bock gestiegen sind und nun ohne Fahrpraxis glauben Verpasstes nachholen zu müssen. Laut der Studie wurden auf heimischen Straßen von 1. Jänner bis 6. Oktober 84 Motorradfahrer bei Unfällen in Österreich getötet, ein Großteil davon seien laut ÖAMTC sogenannte Wiedereinsteiger. Aus der Statistik geht auch ein anderes – wenig erfreuliches – Detail hervor: Während die Gesamtunfallzahlen nämlich weiter rückläufig sind, ist die Zahl der verunglückten Motorradfahrer jetzt schon um 17 höher als im gesamten vergangenen Jahr. Der Club schlägt deshalb mehr Investitionen in die Fahrer-Weiterbildung vor und das völlig zu Recht, wenn man der Statistik glauben darf: Während die Unfallzahlen mit Motorrad-Beteiligung österreichweit steigen, sind sie nämlich in Oberösterreich – wo zuletzt entsprechende Förderungen ins Leben gerufen wurden – signifikant zurückgegangen.

Porsche September-Plus

© Porsche

Auf Rekordkurs

Porsche konnte seinen Absatz 2013 bislang um 14,7 Prozent steigern.

Stuttgart. Nach einer kleinen Wachstumsdelle im Sommer hat der Sportwagenbauer Porsche im September seinen Absatz wieder deutlicher gesteigert. Die Zahl der Auslieferungen weltweit stieg um 9,1 Prozent auf 12.970, wie die VW-Tochter in Stuttgart mitteilte. In Europa schaffte Porsche die Wende: Der Absatz legte um 11,3 Prozent auf 4.464 Fahrzeuge zu, in China stagnierte die Nachfrage dagegen bei 2.820 Fahrzeugen. Nichtsdestotrotz sieht sich Porsche auf Kurs zu einem neuen Rekordabsatz. Seit Jahresbeginn stieg die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge um 14,7 Prozent auf 119.747.  www.porsche.com

Brüssel. Die Europäische Union hat in den vergangenen Jahren die Schrauben bei den CO2-Grenzwerten kontinuierlich angezogen. Galten 2010 noch Grenzwerte von 142 g CO 2 pro Kilometer, wird dieses Limit bis 2015 auf 130 g gesenkt und darf ab 2020 der gesamte Flottenausstoß dann nicht mehr höher als durchschnittlich 95 g pro Kilometer betragen. Um diese gesetzlichen Vorgaben zu erreichen, unternehmen die Automobilhersteller derzeit große Anstrengungen, die sich durchaus auch bezahlt machen. So werden neue Fahrzeuge – trotz größerer Leis-tungsstärke – immer sparsamer und schaffen daher in zwei Jahren auch die Hersteller vornehmlich großer und leistungsstarker Fahrzeuge die neuen Grenzwerte – ab 2020 sieht es dann einer aktuellen Untersuchung der PA Consulting Group zufolge allerdings weniger positiv für viele Hersteller aus.

Laut einer aktuellen Studie der PA Consulting Group erreicht Renault die CO2-Emissionsvorgaben der EU ab 2020 deutlich.

von 104 Gramm CO2 pro Kilometer im Jahr 2020 – auf Basis des aktuell diskutierten Kompromisses auf EU-Ebene – rund eine halbe Milliarde Euro pro Jahr bezahlen“, erklärt Thomas Göttle, Automobilexperte bei PA Consulting Group. Allerdings ist derzeit noch nicht aller Tage abend, noch sind immerhin sieben Jahre Zeit, um mit effizienteren Triebwerken, alternativen Motoren oder anderen Verbesserungen wie beispielsweise leichteren Baustoffen die Emissionen der Flotte zu reduzieren. Zudem sind die anvisierten Grenzwerte noch nicht in Stein gemeißelt und können nachverhandelt werden; in Diskussion sind dabei etwa sogenannte Supercredits, also die Mehrfachanrechnung besonders sparsamer Fahrzeuge für die Gesamtberechnung. Auch eine weitere Abstufung ist denkbar, etwa, dass 2020 nur ein Bruchteil der Flotte – beispielsweise 70 Prozent

Hohe Strafzahlungen drohen Während laut der Prognose Renault, Toyota, PSA und Fiat mit 88 beziehungsweise 90, 91 und ebenfalls 91 g CO2 pro Kilometer im Jahr 2020 den Zielwert locker erreichen (siehe auch Tabelle rechts), verfehlen BMW und Daimler die Vorgaben mit 103 beziehungsweise 104 g CO2 pro Kilometer deutlich. Ebenfalls über dem Planziel liegen Volkswagen mit 100, General Motors mit 99, Honda, Hyundai und Nissan mit 98 sowie Ford, Suzuki und Mazda mit 97 Gramm CO2 pro Kilometer. Als Konsequenz drohen den Herstellern hohe Strafzahlungen. „Daimler müsste bei einem prognostizierten Flottenausstoß

– die Vorgaben erreichen muss und dieser Prozentsatz schrittweise erhöht wird; Argument dabei sind für die Hersteller die ohnehin strengen

Grenzwerte der EU, die als Wettbewerbsnachteil ausgelegt werden.  www.paconsulting.com

Toyota, Nissan & Honda Die japanischen Autobauer konnten im September in China um bis zu 120 Prozent zulegen

Japaner überwinden Absatzboykott in China Peking. Der weltgrößte Automarkt China hat im September weiter kräftig zugelegt. Vergangenen Monat wurden rund 1,59 Mio. Wagen verkauft und damit über 20 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie der Branchenverband CAAM vor wenigen Tagen in Peking mitteilte. Der große prozentuale Zuwachs liege laut Angaben des Verbandes und der Hersteller allerdings auch an einem schwächeren Vorjahresmonat. Im September 2012 hatte ein Territorialstreit mit Japan zum Boykott japanischer Produkte und damit auch von Autos geführt.

und bei den betroffenen Herstellern für einen deftigen Geschäftsausfall gesorgt. Das ist nun aber alles Schnee von gestern: Toyota verkaufte zusammen mit zwei chinesischen JointVenture-Partnern vergangenen

Monat 72.100 Autos in China und damit fast zwei Drittel mehr als im September 2012. Insgesamt sei der Absatz in den ersten neun Monaten aber leicht auf 636.700 Fahrzeuge zurückgegangen. Mit einem Plus von knapp 120

Prozent auf fast 74.000 Autos verbuchte der Konkurrent Honda im Vormonat das größte Plus in China. Der andere Rivale Nissan konnte sogar 117.100 Fahrzeuge in der Volksrepublik absetzen.  www.caam.org.cn

Japaner profitieren Dementsprechend entfällt ein Großteil der Zuwächse auch auf die japanischen Hersteller: Die drei Branchenriesen Toyota, Nissan und Honda meldeten für September in der Volksrepublik Verkaufszuwächse von mehr als 60 bis fast 120 Prozent. Der Streit um eine Inselgruppe hatte 2012 in China bei vielen Verbrauchern zu einem Boykott japanischer Marken geführt

© Honda/Paul Harmer Photography

Jürgen Zacharias

© Renault

Jürgen Zacharias

Honda konnte im September seine Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahresmonat um knapp 120 Prozent steigern.


Freitag, 18. Oktober 2013

H e r st e l l e r & Z u l i e f er e r

automotivebusiness – 61

VDA Laut dem Branchenverband bewegen sich Produktion und Export der deutschen Autohersteller im laufenden Jahr auf dem hohen Niveau von 2012

Deutsche Hersteller mit Schwung Moritz Kolar

Berlin. Gute Nachrichten für die deutsche Autoindustrie: Nachdem die vergangenen Monate eher durchwachsen verlaufen waren, zogen der Export und die Inlandsproduktion im September wieder kräftig an. Dadurch konnte das gute Ergebnis der ersten neun Monate aus dem Vorjahr wieder erreicht werden, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) vor wenigen Tagen mitteilte. Demnach wurden im laufenden Jahr bislang 3,14 Mio. Pkw exportiert und 4,09 Mio. hergestellt.

1,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. „Es ist erkennbar, dass sich der deutsche Markt fängt“, bemerkte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Von Jänner bis September wurden 2,22 Mio. Neufahrzeuge für das deutsche Straßennetz angemeldet. Dies entspricht einem Minus von 6,0 Prozent verglichen mit den ersten neun Monaten des Jahres 2012. Europas Branchenprimus Volkswagen ist auf dem wichtigen USAutomarkt unterdessen zurückgefallen. Der Verkauf der Marke schrumpfte im September um zwölf Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Es ist der kräftigste

Rückgang des Autobauers in diesem Jahr. Seit Jänner summierte sich das Minus auf drei Prozent. In Deutschland sank die Zahl der VW-Neuzulassungen in den ersten neun Monaten sogar um 8,6 Prozent auf 471.000. Mit einem Anteil von 21,2% blieb VW die mit Abstand beliebteste Automarke. Daimler will mit einem neuen Werk bei Sao Paulo (siehe unten) in Brasilien angreifen, wie es Produktionsvorstand Andreas Renschler formulierte. In einem ersten Schritt investieren die Schwaben 170 Mio. €, ab 2016 sollen dort jährlich 20.000 Fahrzeuge vom Band laufen.  www.vda.de

© dpa/Daniel Maurer

Die Neuzulassungen in Deutschland liegen aber nach wie vor im Minus.

Bislang wurden 2012 in deutschen Autowerken 4,09 Mio. Fahrzeuge produziert.

VW mit Minus in den USA Auch beim Absatz deutet sich in Deutschland eine Erholung an. Im September wurden rund 247.000 Personenwagen neu zugelassen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg berichtete. Das waren

Daimler Brasilien im Fokus

Neue Produktion

Brasilia. Für Daimler wird der lateinamerikanische und dabei vor allem der brasilianische Markt immer wichtiger. Kürzlich erhielt der deutsche Konzern einen Großauftrag für Bus-Fahrgestelle, bei dem es um die Lieferung von insgesamt 2.100 Mercedes-Benz-Fahrgestellen zur Erneuerung der Flotten im öffentlichen Nahverkehr von Brasilia geht. Der Leiter der Bussparte, Hartmut Schick, sagte, Großbestellungen wie diese seien ein Wachstumstreiber für das Busgeschäft. Mit dem Absatz im Jahresverlauf sei Daimler zufrieden. Im ersten Halbjahr seien rund 8.700 Busse in Lateinamerika verkauft worden – das entspricht einem Plus von aktuell 16%, in Brasilien hält man aktuell einen Marktanteil von 50%.

Umkämpfter Premium-Markt Darauf aufbauend, hat Daimler dieser Tage bekannt gegeben, in Zukunft auch wieder Autos in Brasilien herstellen zu wollen. Bis zum Jahr 2005 hatte das Unternehmen im Werk Juiz de Fora (Bundesstaat Minas Gerais) die erste Generation der A-Klasse und für kurze Zeit auch den CLC gebaut, durch die Wiederaufnahme der Pkw-Produktion sollen die hohen Zölle von 30% auf Importautos umgangen werden. Auch Audi hatte deshalb vor zwei Wochen die Wiederaufnahme der Produktion ab September 2015 in Brasilien verkündet und BMW baut derzeit in Südbrasilien ein Werk, das 2014 in Betrieb gehen soll. Alle drei deutschen Autobauer haben den Premium-Markt im Visier, der bis 2020 um bis zu 170% wachsen soll.  www.daimler.com

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Modell & Handel

62 – automotivebusiness

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Kleiner City-­Transporter als Fiskal-Lkw

Freitag, 18. Oktober 2013

Skoda Rapid Spaceback Skoda macht’s Audi nach und bringt eine Mischform aus Kombi und Fließheck

Chassis-Hybrid aus Kombi und Limousine macht Sinn

© Volkswagen

Skoda erweitert das Produktportfolio des neuen Rapid um eine geräumige und komfortable Variante.

Salzburg. Volkswagen Nutzfahrzeuge bringt einen neuen Kleinen auf den Markt, der auch für große Aufgaben bestens gerüstet ist: den up! CityVan. Volkswagen Nutzfahrzeuge erweitert damit das Angebotsprogramm um einen sehr kompakten Stadtlieferwagen, der mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Mit einer Länge von 3,54 m und einer Breite von rund 1,64 m ist der up! CityVan der ideale Begleiter vor allem in der Stadt und mit einem Ladevolumen von rund einem Kubikmeter für verschiedenste Transportaufgaben prädestiniert. Darüber hinaus überzeugt das jüngste Mitglied von Volkswagen Nutzfahrzeuge mit seinem PkwCharakter sowie agilem und sicherem Handling. Selbstverständlich verfügt auch der neue up! CityVan über alle nutzfahrzeugspezifischen Komponenten wie Trenngitter zwischen Fahrerhaus und Laderaum, Verblechung der hinteren Seitenscheiben sowie durchgehenden, ebenen Laderaumboden. Damit wird der up! CityVan, wie auch der Polo CityVan als Fiskal-lkw eingestuft und bringt Unternehmern viele wirtschaftliche Vorteile. Der neue up! CityVan (44 kW/60 PS Benziner) ist ab sofort ab 10.133,33 € exkl. MwSt. bzw. 12.160 € inkl. MwSt. zu haben.  www.vw-nutzfahrzeuge.at

Neue Ära bei den ­Bayern-Cabriolets

Wien. Erfolgreich abgelegt hat Skoda den Geruch des ehemaligen Ostblocks ja schon längst. Unter dem Schirm des Volkswagen-Konzerns haben sich die Modelle der tschechischen Autoschmiede fast durchwegs zu Bestsellern entwickelt. Der Octavia ist in allen Varianten nach wie vor eine der Hauptsäulen. Der Fabia hat sich, mit und ohne Rucksack, als fixe kleine Größe etabliert. Der Superb manifestiert sich als Limo- & vor allem als CombiFlaggschiff. Der offroadtalentierte Yeti behauptet sich souverän. Der geräumige Roomster steht vor einem Modellwechsel. Der Winzling Citigo rundet das Modell-Portfolio nach unten ab. Und seit dem Vorjahr gibt es mit dem Rapid auch einen echten C-Segmentler.

Platz en masse Nachdem aber eine der SkodaDomänen ein großzügiges und praktisch nutzbares Platzangebot ist, ist auch der um 18 cm auf 4,304 m gekürzte neue Rapid-Ableger ein Geräumiger. Das stellt die Typenbezeichnung schon klar: Spaceback. Wobei die Namens-Ähnlichkeit mit einem anderen Volkswagen-Konzernprodukt sicher nicht unbeabsichtigt ist. Von diesem hebt sich der Tscheche dank nicht zu schrägem Heck und nicht zu tief gezogener Seitenlinie ab, womit es bei beachtlichem Kofferraumvolumen bleibt: Bei aufrecht stehenden Rücksitzen kann man 415 l Ladegut einladen; legt man die Fond-Lehnen um, passen bis zu 1.380 l hinein. Die Durchreiche im breiteren Teil der im Verhältnis 40 zu 60 teilbaren Rückenstützen ist ein weiteres Praxisdetail, das man als Option

© Skoda/Uli Sonntag

Beatrix Keckeis Hiller

VW bringt den up! jetzt auch als Transporter-Variante auf den Markt.

Der Skoda Rapid Spaceback kommt am heutigen 18. Oktober mit massig Platz und viel Komfort ab 16.330 Euro auf den Markt.

in Verbindung mit einer Mittelarmlehne inklusive Getränkehalter für die zweite Reihe ordern kann.

„Einfach Clever“ Etliche Praxis-Features, zusammengefasst unter dem bekannten „Simply Clever“-Slogan, sind auch im Rapid Spaceback Serien-Zugaben: unter anderem das Warnwesten-Fach unterm Fahrersitz und der Eiskratzer im Tankdeckel. Nicht allein damit punktet Skoda in allen Modellen, ebenso mit vernünftigen und sparsamen Antrieben. So auch im Spaceback: Zur Wahl stehen zum Marktstart drei vierzylindrige und turboaufgeladene Benzin- und zwei Diesel-

Versionen. Der 1,2 l-TSI mit 86 oder 85 PS sowie der 1,4 l-TSI mit 122 PS. Auf der Selbstzünderseite steht der 1,6 l TDI, entweder mit 90 oder mit 105 PS. Der kleinste Benziner und der 90 PS-Selbstzünder sind mit manuellem Fünfgang-Getriebe kombiniert. Für den stärkeren 1.2 TSI gibt’s sechs händisch sortierte Gangstufen. Der 1.4 TSI ist mit Sieben-Stufen-DSG zusammengespannt. Für den 1.6 TDI besteht eine Option auf Doppelkupplungsgetriebe. Nachfolgen wird eine besonders verbrauchs- und emissionsbescheidene Version des 90 PS-1.6 TDI mit einem CO2-Ausstoß von 99 g/km. Die derzeitigen Antriebe konsumieren laut Werksangabe im Norm-Mix zwischen 4,0 und 5,5 l

Treibstoff pro 100 km, bei CO2Emissionen zwischen 106 und 127 g pro km.

Launige Features Laune macht ein Feature aus dem recht reichhaltig bestückten Optionen-Katalog: das große Panorama-Dach aus getöntem Glas. Es kann mit einer verlängerten Heckscheibe garniert werden, was dem Spaceback einen verschärft sportlichen Auftritt beschert. Weiters sind doppelter Ladeboden, Klimaautomatik, HiFi- und Navigationssystem, Parksensoren, Xenonlicht, Alu-Räder und mehr zu haben, die teils auch in verschiedenen Vorteils-Paketen zusammengefasst sind.  www.skoda.at

Renault Clio Grandtour GT Spaß-Alternative zum R.S. mit großer Alltagstauglichkeit und jeder Menge Fahrspaß

BMW erweitert das Produktportfolio nun auch um ein 4er Cabrio.

Salzburg. Das neue BMW 4er Cabrio markiert eine neue Ära bei den BMW Cabrios der Mittelklasse. Die mit dem BMW 4er Coupé eingeführte neue Formensprache demonstriert auch beim zweiten Modell der Baureihe, dem BMW 4er Cabrio, deutlich mehr Präsenz und steht für neue Maßstäbe im Bezug auf Dynamik, Eleganz und außergewöhnliches Fahrvergnügen – bei geschlossenem und geöffnetem Dach. Neben dem eigenständigen Design setzt sich das BMW 4er Cabrio durch eine Reihe technischer Differenzierungen von der BMW 3er Reihe ab. Das neue BMW 4er Cabrio ist gegenüber dem BMW 3er Cabrio vor allem in Breite, Radstand und Spurbreite sichtbar gewachsen. Die Markteinführung in Österreich erfolgt im März.  www.bmw.at

Wien. Kurz auf den neuen Clio folgte auch die Kombiversion Grandtour des französischen Kompakt-Topsellers im neuen Design, neuen Ausstattungen und allerlei neuer Technik. Neben den drei Standard-Ausstattungsvarianten Tonic, Expression und Dynamique ist der Clio Grandtour auch in einer angeschärften GT-Variante zu haben. Als GT nimmt der kleine Große Anleihen am Sportmodell Clio R.S. und verfügt über 120 PS und das 6-Gang-EDC-Doppelkupplungsgetriebe.

sportlich-komfortablem Ambiente wieder. Die Sportsitze schaffen eine gute Grätsche zwischen gutem Seitenhalt und tollem Sitzkomfort. Der Testwagen ist auch mit dem Renault R-Link Infotainment-System ausgestattet, das via Internetverbindung zum Beispiel das Wetter abrufen, Nachrichten verschicken oder auch verschiedene Apps downloaden kann. Coole und wirklich unterhaltsame Spielereien bieten die beiden Sound-Apps; hier

kann für den Innenraum ein Motorsound generiert werden, den man mittels Touchsrceen aus verschiedenen Sportwagenmodellen wählen kann – genial! Für den Antrieb sorgt ein innovativer DownsizingMotor: der 88 kW (120 PS) starke 1,2 l-Turbobenziner TCe 120. Der Vierzylinder mit Direkteinspritzung mobilisiert ein Maximaldrehmoment von 190 Nm und kombiniert dynamische Fahrleistungen mit effizientem Verbrauch. Das neue

Viel Spaß in jeder Hinsicht Der Spaß beginnt schon bei der Optik. Äußerlich am auffälligsten sind die modifizierten Front- und Heckstoßfänger des nachgeschärften Clio-Kombi. Um den sportlichen Charakter noch weiter zu unterstreichen, verfügt der Clio Grandtour GT auch über fesche 17 Zoll-Alufelgen und eine sportliche Doppelrohr-Auspuffanlage. GT- und Renault Sport-Logo finden sich außen wie auch innen. Im Innenraum findet man sich in

© Renault

© BMW/MM!

Angeschärfter Kompakt-Kombi mit Pepp

Sportlich, aber trotzdem komfortabel: der Renault Clio Grandtour GT. Ab 20.450 Euro.

EDC-Getriebe spricht stets unmittelbar an und glänzt mit besonders kurzen Schaltzeiten sowie hohem Fahrkomfort; da es wegen der Doppelkupplungstechnologie zu keiner Zugkraftunterbrechung kommt, ermöglicht es ruckfreie Beschleunigung. Mit dem R.S. Drive-Schalter in der Mittelkonsole kann der Pilot zwischen den beiden Fahrprogrammen „Normal“ und „Sport“ wählen. Je nachdem, welcher Modus eingeschaltet ist, werden die Kennfelder der Motorsteuerung ebenso angepasst wie die Regelschwelle des ESP, das Ansprechverhalten des Gaspedals, der Motorsound und das Ansprechverhalten der Lenkung. Und dann wären da ja auch noch die vollumfänglichen KombiAssets des neuen Clio Grandtour GT. Denn mit einem Kofferraumvolumen von bis zu 1.380 l im Heck und tiefer Ladekante hat der neue sportliche Clio-Kombi auch in Sachen Ladekompetenz einiges zu bieten. Der sportlich ambitionierte Familen-Ausflug oder die dynamische Geschäftsreise machen mit dem neuen Clio Grandtour GT jeden­ falls viel Spaß.  www.renault.at


R u n d ums au t o

Freitag, 18. Oktober 2013

automotivebusiness – 63

ÖAMTC Der Autofahrerclub hat in seinem aktuellen Winterreifen-Test insgesamt 32 Reifen in zwei Dimensionen auf ihre Wintertauglichkeit getestet

Vier Reifen nicht empfehlenswert Elf Pneus „sehr empfehlenswert“, 16 „empfehlenswert“, einer „bedingt empfehlenswert“ – und vier sind durchgefallen. erklärt Eppel. „Dementsprechend wichtig sind gute Nassgriffeigenschaften.“ Die übrigen Reifenmodelle im ÖAMTC-Test sind großteils sehr ausgewogen. Sieben der 17 in der Dimension 185/60 R15 getesteten Reifen wur-

Moritz Kolar

weisen praktisch keine Schwächen auf“, hält der ÖAMTC-Experte fest. Mit ‚Nicht empfehlenswert‘ beurteilt wurden in dieser Dimension der Kormoran Snowpro b2 und der Marangoni 4 Winter E+. Der Nexen Eurowin 600 ist hingegen „bedingt empfehlenswert“, laut Hersteller aber nur noch in Restbeständen vorhanden und wird durch den Nexen Winguard Snow G abgelöst.

Preis nicht entscheidend © ÖAMTC

Wien. Wie jedes Jahr hat der ÖAMTC auch heuer wieder aktuelle Winterreifen auf Herz und Nieren getestet. Diesmal hat der Club 17 Modelle der Dimension 185/60 R15 T und 15 Reifen der Dimension 225/45 R17 H einer umfassenden und unabhängigen Prüfung unterzogen. „Insgesamt schnitten elf der 32 getesteten Produkte mit ‚Sehr empfehlenswert‘ ab, 16 wurden mit ‚Empfehlenswert‘ beurteilt, ein Modell war ‚Bedingt empfehlenswert‘“, fasst ÖAMTC-Reifenexperte Fritz Eppel das Ergebnis zusammen. „Vier Reifen liegen mit ‚Nicht empfehlenswert‘ am unteren Ende der Skala.“ Der Grund für das schlechte Abschneiden der vier schwächsten Modelle liegt – einmal mehr – in den Eigenschaften auf nasser Straße. „Gerade dieser Fahrbahnzustand ist in Österreich im Winter aber am häufigsten anzutreffen“,

den mit „Sehr empfehlenswert“ beurteilt. „Am besten schneidet der Continental ContiWinterContact TS850 ab, der sich hauchdünn vor seinen Konkurrenten durchsetzen konnte. Aber auch alle anderen ‚sehr empfehlenswerten‘ Modelle

Der ÖAMTC zog ein durchaus zufriedenstellendes Fazit seines Winterreifentests.

Bei den 17-Zollern erreichten vier der 15 getesteten Modelle ein „Sehr empfehlenswert“, auch hier sicherte sich der Continental Conti-

WinterContact TS850 den Spitzenplatz. Neun Winterreifen schnitten mit „Empfehlenswert“ ab, zwei (Interstate Winter IWT-2 und Sailun Ice Blazer WSL2) kamen über ein „Nicht empfehlenswert“ nicht hinaus. „Wie auch bei anderen sicherheitsrelevanten Produkten sollte der Preis nicht das alleinige Kriterium für eine Kaufentscheidung sein“, hält der ÖAMTC-Reifenexperte abschließend fest. „In beiden getesteten Dimensionen finden sich Reifen aus verschiedenen Preiskategorien unter den ‚sehr empfehlenswerten‘ oder zumindest ‚empfehlenswerten‘ Modellen“.  www.oeamtc.at

medianet Inside Your Business. Today.

Frost & Sullivan Studie

Telematik-Boom Frankfurt. Der Europamarkt für Telematik in leichten Nutzfahrzeugen (sogenannte LCVs) ist laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan noch weitgehend unerschlossen. Die Durchdringungsrate liegt bei den 29 Mio. in Europa bertriebenen, leichten Nutzfahrzeugen demnach erst bei 6,2 Prozent, was laut Frost & Sullivan enorme Marktchancen für Telematik-Anbieter und Original Equipment Manufacturers (OEMs) darstellt. Vor allem maßgeschneiderte Lösungen hätten große Potenziale, laut Studie soll der Marktumsatz von 1,10 Mrd. € im Jahr 2012 voraussichtlich auf 3,10 Mrd. € im Jahr 2019 ansteigen.

medianet rankingweek 2013

Nur noch wenige Wochen! Die neue medianet rankingweek Das Branchenranking von Medien, Agenturen, Handel, Marken und Dienstleistern.

Markteintritt von OEMs

© Panthermedia.net/Wojciech Kaczkowski

Da die Hardwarekosten stetig sinken, bieten mehrere Aftermarket-Anbieter Finanzierungsmodelle ohne Einstiegskosten an, um den Einsatz von Telematik in LCVs anzukurbeln. Dabei verteilen sie die Kosten für Hardware und Dienstleistungen über die vereinbarten Vertragslaufzeiten. „Der Markt, der hauptsächlich von diesen unabhängigen Anbietern von Telematik-Lösungen im AftermarketBereich beherrscht ist, erlebt derzeit den Markteintritt von OEMs, die Lösungen bieten, die durch Garantieleistungen abgedeckt und durch Händlernetze unterstützt werden“, sagt Frost & Sullivan Automotive and Transportation Industry-Analyst Niranjan Manohar. „Diese Systeme sind auf Basis modularer Finanzierungsmodelle verfügbar und ermöglichen den Kunden, die Modelle per Up- oder Downgrade an ihre Qualitätsanforderungen anzupassen.“    www.frost.com

Erscheinungstermin: 13. Dezember 2013 Format: Ganze Seite (210 mm breit x 280 mm hoch, 3 mm Überfüller) Druckunterlagenschluss: 18.11.2013 vertriebene Auflage: 126.000 Stück (Print & Digital) Wir freuen uns auf Ihre Anfrage! per mail: office@medianet.at telfonisch: +43 1 919 20 - 2225

Telematik-Dienste in leichten Nutzfahrzeugen werden immer beliebter.


I n n ovat i o n & U m w e lt

64 – automotivebusiness

Freitag, 18. Oktober 2013

eCarTec Drei Tage lang (15. bis 17. Oktober) stand die Messe München ganz im Zeichen der Elektromobilität

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Viele Produktneuheiten auf Elektro-Branchentreff

© Panthermedia.net/Andrea Lehmkuhl

RWE steigt auf die E-Tankstellen-Bremse

Veranstalter zeigten sich mit Zahl der Besucher, aber auch Qualität & Quantität der Aussteller, zufrieden. München. Unter dem Motto „Connecting Mobility Markets“ fand von 15. bis 17. Oktober die eCarTec Munich wieder auf dem Gelände der Messe München statt. Mit ihren Themenschwerpunkten „Electric Vehicles“, „Powertrain & Electronics“, „Energy Storage“, „Energy & Infrastructure“, „Maintenance & Spareparts“, „Mobility Concepts & Finance“, „CarIT – sMove360°“ sowie „Materialica – Leichtbau“ war auf dem Branchentreff die komplette Bandbreite der Elektro- und Hybridmobilität von einzelnen Materialkomponenten über Batterien und Ladesysteme bis hin zu Mobilitätskonzepten und Elektrofahrzeugen aller Art vertreten. Dementsprechend rege war auch das Zuschauerinteresse, bei den Messeveranstaltern zeigte man sich auch mit Quantität und Qualität der Aussteller zufrieden.

Die Einführung von E-Autos hinkt laut RWE den Erwartungen hinterher.

Düsseldorf/Essen. Angesichts des schleppenden Umstiegs der Autofahrer auf Elektro-Fahrzeuge drückt der deutsche Energiekonzern RWE beim Ausbau seines Strom-Zapfsäulen-Netzes auf die Bremse. „Wir haben das Tempo etwas gedrosselt, weil sich der Markt langsamer entwickelt hat“, sagte der Leiter des Bereichs Vertrieb Elektromobilität bei RWE, Marcus Groll. RWE habe weniger öffentliche Ladepunkte gebaut, als ursprünglich geplant.  www.rwe.com

Tedrive Steering für iHSA ausgezeichnet Heerlen. Für seine intelligente hydraulische Lenkunterstützung iHSA zeichnet Frost & Sullivan Tedrive Steering Systems mit dem Preis „Europe Frost & Sullivan Award for Product Leadership 2013“ aus. Das iHSA-Modul ermöglicht die Anbindung von Fahrerassistenzsystemen an das Lenkgetriebe einer hydraulischen Lenkung. Funktionen wie Spurhalteassistent, Seitenwindkompensation, Anhängerstabilisierung und Rangierhilfe via Joystick können so auch in Fahr­zeugen sowohl mit hydraulischer Kugelumlauf- also auch mit Zahnstangenlenkung angeboten werden. Das Modul kombiniert damit die Vorteile elektrischer Lenkungen mit denen konventioneller hydraulischer ­Lenksysteme.  www.td-steering.com

Anschauen und ausprobieren „Es freut uns sehr, dass wir in diesem Jahr im Bereich der Automobilhersteller die führenden Global Player gewinnen konnten“, sagte Robert Metzger, Geschäftsführer der MunichExpo Veranstaltungs GmbH und Organisator der eCarTec Munich 2013. „Das Besondere für unsere Besucher ist dabei, dass die Fahrzeuge auf der eCarTec nicht nur auf den Ausstellungsständen bestaunt werden können, sondern auf unserer messeeigenen Teststrecke – der eCarLiveDrive – auch gleich selbst getestet und gefahren werden können.“ Und davon wurde reichlich Gebrauch gemacht. So präsentierte sich etwa Toyota mit seinen aktuellen Hybrid-Modellen im Rahmen seiner Roadshow „I

Fiat 500L jetzt auch mit Erdgas-Antrieb

© MunichExpo

Moritz Kolar

Bei der eCarTec in München drehte sich Mitte Oktober alles rund um Elektroautos, E-Fahrzeugkomponenten und Leichtbau.

like hybrid“ auf der eCarTec Munich. Neben einer umfangreichen Testflotte zeigte Toyota auf seiner 1.000 m� großen Ausstellungsfläche im Freigelände verschiedene Infocounter, die die Besucher über zentrale Themen rund um die umweltschonende und energiesparende Antriebstechnik von Toyota informierten. Weitere Aussteller auf der eCarTec Munich 2013 im Bereich „Electric Vehicles“ waren unter anderem Nissan, Mitsubishi und Tesla.

Innovative Ladestation Als führender Hersteller für Ladestationen präsentierte ABB auf der eCarTec seine CCS-DC-Schnellladestation Terra 53 C. Das System ist die erste Gleichstrom-Schnellladestation mit 50 kW gemäß dem

Leichtbau macht Fortschritte Die „Materialica 2013 – Lightweight Design for New Mobility“ war als Parallelmesse der eCarTec Munich das Top-Event für materialgetriebene und zulieferorien-

tierte Produktinnovationen und widmete sich dem Innovationsfeld des Leichtbaus. Als langjähriger Aussteller präsentierte hier auch in diesem Jahr wieder Röchling Automotive seine zukunftsweisenden Leichtbaulösungen für Elektrofahrzeuge. Das von Röchling Automotive entwickelte Materialkonzept stratura vereinigt in einem einzigen Bauteil Funktionen, die bislang dem Teppichboden, der Blechkarosse oder der Unterbodenverkleidung zukamen, und ermöglicht so nicht nur ein geringeres Gewicht, sondern auch mehr Komfort, mehr Sicherheit und weniger Kosten. Daneben stellten unter anderem auch Unternehmen wie Plasmatreat, Secar Technologie, CeramTec und ThyssenKrupp zu diesem Themenbereich aus.  www.ecartec.de

Volkswagen Neue Blue Motion Check-App ermittelt umweltschonendste und kostengünstigste Antriebsalternative

App hilft bei der Wahl des richtigen Antriebs

© Fiat

Wolfsburg. Mit der neuen Volkswagen Blue Motion Check-App können sich Fuhrparknutzer und Privatpersonen via Smartphone informieren, mit welchem Antrieb sie ihr künftiges Fahrzeug am umweltschonendsten und kostengünstigsten

ausrüsten. Die App ermittelt ein persönliches Fahrerprofil und vergleicht den Verbrauch sowie den CO2-Ausstoß des aktuellen Fahrzeugs mit den Werten nachhaltiger Antriebsformen. Zudem berechnet die App, wie viel CO2 durch den

Der CO2-Ausstoß des neuen Fiat 500L liegt bei 105 Gramm/Kilometer.

Einsatz nachhaltiger Antriebe eingespart werden kann, wie groß die max. Reichweite ist und wie hoch die jeweiligen Kosten sind. Eine weitergehende Analyse und Beratung erfolgt auf Wunsch beim Volkswagen-Partner vor Ort. Die kostenlose App ist ab sofort für Smartphones mit den Betriebssystemen iOS und Android verfügbar.

Neue Vergleichsmöglichkeit

© Volkswagen

Turin. Der Fiat 500L ist ab sofort auch mit einem Motor zu haben, der wahlweise mit Erdgas oder Benzin fährt. Damit ist der Fiat 500L Natural Power eines der schadstoffärmsten Fahrzeuge im Segment. Im Erdgasbetrieb beträgt der Ausstoß an Kohlendioxid (CO2) nur 105 g pro km. Das Zweizylinder-Turbotriebwerk leistet im Erdgas-Betrieb 59 kW/80 PS beziehungsweise 62 kW/85 PS, wenn der Fahrer auf BenzinVersorgung umgeschaltet hat. Die beiden Tanks fassen insgesamt 14 kg Erdgas, die Reichweite im reinen Erdgas-Betrieb liegt damit bei mehr als 300 km.  www.fiat.it

Combined Charging System (CCS), die mit allen derzeit erhältlichen und zukünftigen Modellen europäischer Elektrofahrzeuge kompatibel ist. Aufgrund der schnellen Ladezeit von 15 bis 30 Min. eignet sich Terra 53 C sehr gut zum Beispiel für Autobahnraststätten, Knotenpunkte in städtischen Gebieten und Parkplätze gewerblicher Fuhrparkbetreiber. Weiters waren unter dem Themenschwerpunkt auch Produkte von Qualcomm, Mennekes, RWE und Vattenfall zu sehen.

Die App vergleicht das Fahrverhalten mit den Verbrauchswerten anderer Fahrzeuge.

Mit Start der App auf dem Smartphone werden via GPSSignal automatisch die Fahrdaten erfasst. Diese kombiniert die App mit Informationen zu Kraftstoffkosten und Emissionen des aktuellen Fahrzeugs, die über den deutschen Autofahrerclub ADAC bereitgestellt werden. Außerdem ermittelt sie die verbleibende Reichweite des Wagens. Die mobile Anwendung analysiert alle Daten und vergleicht sie anschließend mit den Profilen von nachhaltigen Elektro-, Plug-in Hybrid- und Erdgasfahrzeugen sowie dem TDI BlueMotion von Volkswagen. So können Nutzer vergleichen, wel-

cher Antrieb ihnen das größte Einsparpotenzial bietet. Eine weitere Funktion zeigt den Fahrradius des persönlichen Ausgangspunkts an. Da die maximalen Reichweiten der verschiedenen Antriebsformen variieren, informiert die App außerdem in Echtzeit darüber, wie groß die verbleibende Reichweite eines nachhaltigen Antriebs nach der zurückgelegten Strecke noch wäre.

Weiterer Rollout geplant Ist die mobile Anwendung aktiviert, läuft sie ständig im Hintergrund auf dem Smartphone weiter. Eine aussagekräftige Analyse der eigenen Fahrgewohnheiten kann nach einem Zeitraum von zwei bis vier Wochen erstellt werden. Detaillierte Auswertungen beim Volkswagen-Vertragshändler sind in Deutschland ab November möglich. Sämtliche Daten werden anonymisiert und lassen keine Rückschlüsse auf den einzelnen Fahrer zu. Ein Rollout in europäische Märkte ist geplant.  www.volkswagen.com


medianet

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Freitag, 18. OKTOBER 2013 – 65

Tourismusstudie weltbank

Tourismus produziert bis 2021 in Afrika mehr als 3,8 Mio. Arbeitsplätze  Seite 66

club magic life jacaranda © Magic Life

© panthermedia.net

destination Neues Resort in der Türkei punktet 2014 mit vielen starken Kids-Angeboten  Seite 67

icon hill leo hillinger mit neuem rotwein © Leo Hillinger GmbH

AIDA definieren ab 2015 Kreuzfahrten völlig neu

© Lotus Travel Service

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München. Pünktlich zum Saisonstart bietet Lotus Travel Service attraktive Konditionen: Auf alle Rundreisen und Reisebausteine sowie ausgewählte Strandhotels (exklusive Flugpreis) aus dem Katalog „Indien & Indischer Ozean 2013/14“ gibt‘s bei Buchung zwischen 1. Oktober und 30. November 2013 zehn Prozent Nachlass (ausgenommen sind Zugreisen und Flusskreuzfahrten). Indien bezaubert nicht nur durch kulturelle Reize, sondern auch mit Sonne, Strand und Meer. So laden die Küstenparadiese zu Nichtstun ein.  www.lotus-travel.com

Einstweilen nur als Modell: Michael Ungerer, President AIDA Cruises, mit AIDAprima.

© LifeClass Hotels & Spa

Salzburg. Dertour, der Marktführer für Städtereisen, bietet im Winterprogramm 2013/2014 attraktive Silvesterpackages in die schönsten deutschen und europäischen Städte (Hotels der Vier SterneKategorie und höher) an. Zum Beispiel: „Silvester-Arrangement Paris“, drei Nächte/DZ im Hotel Mercure Paris Centre Tour Eiffel mit Frühstück, Silvester-Gala-Dinner im Cabaret „Paradis Latin“ mit 4-Gänge-Menü, Silvester-Show „Paradis à la Folie“, diverse Zusatzleistungen, ab 774 € pro Person. Reisetermin 29.12.2013 bis 1.1.2014.  dertour.at/staedtereisen

© Aida Cruises

© dpa-Zentralbild/Britta Pedersen

Kreuzfahrten 2015 An Bord von AIDAprima sind Gäste von schlechtem Wetter völlig unabhängig. Das Schiff wird mit seinen vielseitigen Erlebniswelten 365 Tage im Jahr selbst zur Urlaubsdestination – neue Technologien ­inklusive. Seite 66

Portoroz. Das Ayurveda Shakti Center im LifeClass Hotels & Spa Portoroz an der slowenischen Adriaküste ist das erste derartige Haus in der Region, das eng mit der Gesundheitsbehörde von Kerala zusammenarbeitet und indische Therapeuten und Spezialisten beschäftigt. Die siebentägige Ayurveda Detox-Woche gibt es ab 1.075 € p.P. im DZ.  www.lifeclass.net

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66 – medianet destination

Freitag, 18. Oktober 2013

AIDA Kreuzfahrten Als erste Reederei bietet das Unternehmen in 2014 ganzjährig Kreuzfahrten ab Deutschland an

Kommentar

AIDAprima: ein neues Zeitalter der Kreuzfahrt

China beeindruckt mit Wachstum

Hamburg ist ab 2015 Hafen für siebentägige AIDA-Kreuzfahrten zu den Metropolen Westeuropas. alice hefner

Rostock. „Die AIDAprima wird ein neues Zeitalter der Kreuzfahrt einleiten“, so Michael Ungerer, President AIDA Cruises, anlässlich der Präsentation der neuen Schiffsgeneration in Hamburg. „Angespornt von den Wünschen unserer Gäste, denken wir stets über den Horizont hinaus. Unser neues Flaggschiff bietet mehr Raum, mehr Vielfalt, mehr Individualität als je zuvor.“ 2011 hat das Rostocker Kreuzfahrtunternehmen nach einer weltweiten Ausschreibung Mitsubishi Heavy Industries Ltd. mit dem Bau von zwei Schiffen der nächsten AIDA-Generation beauftragt.

georg biron

A

uch touristisch legt China eine beeindruckende Per formance hin und lockt internationale Investoren an: Fosun International Limited, das führende nichtstaatliche Unternehmen Chinas, und Kerzner International Holdings Limited, führender Entwickler und Betreiber von Urlaubsresorts, Kasinos und Luxushotels weltweit, haben ein Abkommen unterzeichnet zur Errichtung eines mit modernsten Features ausgestatteten Atlantis Resorts an der Haitang Bay – das erste Haus der Marke in China. Die Fertigstellung der rund 1.300 Zimmer und über 62 ha umfassenden Anlage ist für 2016 geplant. Mehr als 3.500 Mitarbeiter, vom Meeresbiologen über Top-Köche bis hin zu Event-Planern, werden dort beschäftigt sein, mehr als 10.000 qualifizierte Arbeiter werden an der Errichtung des neuen Resorts beteiligt sein. Das Atlantis Sanya Hainan besticht nicht nur durch seine Lage mit Blick über das Südchinesische Meer, es bietet auch Erlebnisse der besonderen Art, darunter einen Wasser-Funpark, exotische Aquarienwelten und außergewöhnliche Restaurants. Nach dem Atlantis Paradise Island auf den Bahamas und dem Atlantis The Palm in Dubai entsteht nun in China das dritte Haus der Gruppe. In dem neuen Haus sollen v.a. (chinesische) Familienurlauber verwöhnt werden.

Die baugleichen Neubauten bieten Platz für rund 3.300 Passagiere und werden im März 2015 beziehungsweise im März 2016 geliefert. An Bord von AIDAprima ist man vom schlechten Wetter völlig unabhängig. Das Schiff wird mit seinen vielseitigen Erlebniswelten zur Destination – 365 Tage im Jahr. Bei der Gestaltung der neuen Activity-Decks standen die Elemente Wasser, Luft, Erde und Feuer Pate: Rasanter Spaß auf den zwei Wasserrutschen des AIDA Racers oder sich treiben lassen auf dem Lazy River, ein Klettergarten in luftiger Höhe, ein großzügiges Sportdeck, auf dem man ebenerdig trendigen Sportarten nachgehen oder beim Public Viewing auf einer riesigen LED-Wand mitfiebern kann – alles steht im Zeichen von Action, Sport & Fun für die ganze Familie. Damit man sich jeden Tag und zu jeder Jahreszeit nach Herzenslust vergnügen kann, gibt es ein

Wachstum 80 Mio. Pax

Die AIDAprima-Jungfernfahrt führt vom 22. März bis 16. Juni 2015 von Yokohama zum zukünftigen Heimathafen Hamburg.

auffahrbares Foliendach und man ist damit wetterunabhängig. Erstmals gibt es neben dem Kids- und Teens Club auch einen AIDA Mini Club für die Betreuung von Kleinkindern ab sechs Monaten.

rung, wird ebenfalls erweitert. Im „French Kiss“ servieren die Köche Spezialitäten der französischen Küche. Das „Casa Nova“ bietet feinste mediterrane Küche im Ambiente einer venezianischen Villa.

Neues Gastro-Konzept

Currywurst-Spezialitäten

Das Restaurantkonzept auf der AIDAprima wurde maßgeblich weiterentwickelt. 13 Restaurants laden zu einer kulinarischen Weltreise ein. Neben den Klassikern wie dem „Markt Restaurant“, „Bella Donna“ oder dem „East“ wird es mit dem „Fuego“ ein weiteres Buffetrestaurant für die ganze Familie geben. Das Angebot an Servicerestaurants, erstmals mit Platzreservie-

Eine Premiere feiert die AIDAKochschule: Nach dem gemeinsamen Einkauf exquisiter Zutaten auf den lokalen Märkten lüften die AIDA-Köche während der gemeinsamen Zubereitung erlesener Menüs ihre Geheimnisse. Für den kleinen Hunger zwischendurch ist die „Scharfe Ecke“ mit verschiedensten CurrywurstSpezialitäten genau das richtige. In Sachen Umweltschutz setzt

die neue AIDA-Schiffsgeneration Maßstäbe. Die Neubauten erhalten ein umfassendes Filtersystem zur Reduzierung der Abgase. Mit dieser bislang einzigartigen Technologie zur Abgasnachbehandlung können erstmals alle drei Emissionsarten (Rußpartikel, Stickoxide und Schwefeloxide) gefiltert und die Emissionen zwischen 90 und 99% reduziert werden.

Mehr Treibstoff sparen Ein völlig neuartiges Rumpfdesign führt zu einer erheblichen Steigerung der Energieeffizienz. Moderne Technologie lässt die Schiffe auf einem Teppich aus Luftbläschen gleiten.  www.aida.de

Tourismus-Studie Schwarzer Kontinent bietet eine Vielzahl an Sensationen, Experten warnen vor einem Ausverkauf

Lufthansa mit Passagierplus

Weltbank: Afrika ist ein Tourismusmagnet Washington DC/Wien. Afrika hat großes touristisches Potenzial, das zu einem Wirtschafts- und Jobmotor für den ganzen Kontinent werden könnte – zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Weltbank, die in Washington D.C. veröffentlicht wurde. Demnach können Afrikas Sehenswürdigkeiten leicht mit anderen sehr beliebten Reisezielen mithalten. Die Studie zeigt, dass weltweit

8,7% aller Jobs auf den Fremdenverkehr entfallen. Der weltweite Anteil am Bruttosozialprodukt betrug 2012 mehr als 9%. Im Vorjahr entfielen 4,7% aller weltweit getätigten Investitionen auf diesen Sektor. Hochgerechnet könnte der Tourismus in Afrikas-Sub-SaharaStaaten (SSA) bis 2021 weitere 3,8 Mio. Jobs schaffen – dann wären 16 Mio. Menschen im Tourismus tätig.

„Afrikas Berge, Savannen, Flüsse und das reiche kulturelle Leben mit Musik, Tanz und anderen KulturFestivals sind Gegebenheiten, die viele andere Länder nicht haben“, meint Studien-Autor Iain Christie. Und weiter: „Mit diesen Features könnte Fremdenverkehr eine gewaltige Rolle für die Entwicklung der Region spielen.“ Doch die Studienautoren räumen auch ein, dass der Tourismus in die lokale Wirtschaft und in die regionale politische Struktur eines jeden Landes eingeknüpft sein muss, sodass „jeder, vom Präsidenten über die Minister bis hin zur Allgemeinheit, davon profitiert“.

Für eine bessere Wirtschaft © Panthermedia.net/Johan Swanepoel

Frankfurt/M. Die Lufthansa Group ist bei den Passagierzahlen weiter im Steigflug: Insgesamt entschieden sich von Jänner bis September rund 80 Mio. Fluggäste für einen Flug mit Lufthansa, Germanwings, Swiss oder Austrian Airlines, ein Plus von 0,6% gegenüber dem Vorjahr. Das Passagierwachstum in den ersten neun Monaten verzeichnete die Lufthansa Group dabei in den Verkehrsgebieten Amerika und Europa. Swiss verbesserte den Sitzladefaktor im Zeitraum Jänner bis September um 1,1 Prozentpunkte auf 84,0%. Austrian steigerte die Auslastung um 1,1 Prozentpunkte auf 78,8% und beförderte 8,6 Mio. Fluggäste, 1,8% weniger als im Vorjahr. Nach der Bestellung von 167 neuen Flugzeugen allein in diesem Jahr stehen aktuell insgesamt 295 Flugzeuge zur Auslieferung zwischen 2013 und 2025 auf der Bestellliste des Konzerns.  www.lufthansagroup.com

© Aida Cruises

Unabhängig vom Wetter

Veranstalter beeindrucken mit klugen Afrika-Programmen, die Regionen beleben.

Der Afrika-Tourismus-Report ist der erste seiner Art, der von der Weltbank in Auftrag gegeben wurde; Beobachter attestieren schon seit Längerem, dass es seitens der Weltbank „wachsendes Interesse am Kontinent Afrika gebe“. So hat der seit einem Jahr amtierende Weltbank-Präsident Jim Yong Kim im Vorjahr seine aller-

erste Reise in die Elfenbeinküste und nach Südafrika unternommen und unterstrichen, dass Afrika zu den „Top-Prioritäten“ seiner Agenda gehöre, und er „tief vom Wachstum und Erfolg Afrikas überzeugt“ sei. Der Tourismus ist einer der am schnellsten wachsenden Sektor, so wird im Report betont. Seit 1990 ist die Zahl der Gäste um mehr als 300% auf 39 Mio. Besucher in 2012 gestiegen. Damit sorgt dieser Wirtschaftszweig für mehr als 2,8% des BIP. Afrikas Wirtschaft hat in den vergangenen fünf Jahren ein jährliches Wachstum von fünf Prozent verzeichnet, während der globale Durchschnitt bei nur drei Prozent liegt. Dass die Tourismusindustrie Afrikas Schätze längst entdeckt hat, ist offensichtlich, wenn man den Worten von Hassan Ahdab, Starwood Hotels & Resorts VicePresident, folgt: „Die Starwood Gruppe wird das Portfolio in Afrika um nahezu 30 Prozent erhöhen und in den kommenden drei Jahren zwölf neue Hotels mit nahezu 3.000 Hotelzimmern errichten.“  www.worldbank.org


au f & dav o n

Freitag, 18. Oktober 2013

medianet destination – 67

Club Magic Life Neuer Club Jacaranda Imperial in Side, zwölf Clubs sind ab sofort für Sommersaison 2014 buchbar

Marriott Portfolio

Neuer Club in der Türkei

Neues Hotel in der Türkei

im Sommer einige Neuigkeiten. Im Club Belek Imperial in der Türkei wurde mit der „Magic Mini Lounge“ ein neuer Rückzugsort für Eltern und ihre kleinen Helden geschaffen. Mit einem eigenen „Kids-Checkin“ begrüßt Club Magic Life künftig seine jungen Gäste bis zwölf Jahre. Kleine Geschenke stimmen gleich zu Beginn auf den Urlaub ein. Auch die Mahlzeiten sind auf Kids und Teens zugeschnitten.

alice hefer

Boni für die Frühbucher

© Magic Life

Wien. Cluburlauber haben ab sofort einen Grund mehr, sich auf den nächsten Sommer zu freuen: In Side in der Türkei öffnet der Club Magic Life Jacaranda Imperial seine Pforten. Darüber hinaus punktet der Sommer 2014 mit vielen Neuheiten im Kinderbereich, im Sport- und Eventprogramm und beim kulinarischen Angebot. Die zwölf Clubs in der Türkei, in Griechenland (Kos und Kreta), Ägypten, Tunesien und Fuerteventura sind ab sofort für die Sommersaison 2014 buchbar.

Der neue Club Jacaranda Imperial befindet sich direkt am Sandstrand in Side.

Individuelle Menüs Cluburlauber mögen Abwechslung – das gilt natürlich auch beim Essen. Club Magic Life hat daher das kulinarische Angebot erweitert: In ausgewählten Clubs eröffnet im Sommer das „4 Seasons À-la-carte Restaurant“, das die Gäste auf kulinarische Themenreisen mitnimmt und jeden Tag mit anderen Gerichten aufwartet. Damit auch jeder Gast die verschiedenen Restaurants ausprobieren kann, ist pro Zimmer und Woche für jedes À-la-carte-Restaurant jeweils ein Besuch inkludiert (nach Verfügbarkeit und gegen Voranmeldung). Wer Wert auf gesunde und leichte Küche legt, ist im „Green Fit Corner“ im Hauptrestaurant gut

aufgehoben, vegetarische und kalorienarme Kost steht hier im Mittelpunkt. Am „Magic Potato“-Stand dreht sich alles um Erdäpfel: ob gebacken, gebraten, gefüllt oder in Form von Pommes Frites.

Wassersport-Angebote Herzstück bleibt natürlich das Sport- und Entertainmentprogramm. Ab Sommer gibt es Zumba und Yoga für Anfänger in allen Clubs. Speedminton wird in den tunesischen Anlagen Africana Imperial und Penelope Beach Imperial erstmals angeboten. Ein Highlight ist natürlich auch diesen Sommer das umfangreiche Angebot für die Wassersportler. Von Windsurfen über Kanu, Segeln

und Stand-up-Paddeling ist alles inklusive. Damit auch jeder drankommt, sind Wasserski, Banana und Wakeboard auf je zwei Mal pro Tag und Person limitiert.

Volles Programm inklusive Bei den beliebten Events mit bekannten Sportlern oder Coaches gibt es ebenfalls Neuheiten – z.B. eine Singlewoche mit coolen Partys mit Live-Musik und verschiedenen Dating-Aktionen, einen Foto-Workshop für Teens, eine Beauty- und Stylingwoche oder Beachvolleyball-Events mit erfahrenen Profis. Die Teilnahme ist wie gewohnt im Reisepreis inkludiert. Familien spielen eine große Rolle. Auch für die Kleinsten gibt es

Wer seinen Sommerurlaub bei Club Magic Life bis zum 28. Februar 2014 bucht, profitiert von besonders günstigen XXS Kinderfestpreisen ab 199 € für Kinder bis fünf und ab 299 € für Kinder bis 15 Jahren. Im Club Penelope Beach Imperial in Tunesien gelten die ganze Saison über die Magic Kinderfestpreise von 299 € (zwei bis fünf Jahre) bzw. 349 € (sechs bis 15 Jahre). In allen Clubs erhalten Jugendliche von 16 bis 21 Jahre 50% Prozent Ermäßigung auf den Clubpreis. Erwachsene sparen bei Buchung bis 31. Jänner 2014 6 € pro Person und Nacht (gültig bei Aufenthalt bis 27 Nächte). In ausgewählten Clubs erhalten Frühbucher zudem Zusatzleistungen wie Ermäßigung im Spa oder bei der Autovermietung.  www.magiclife.com

© Marriott International

Kids-Check-in, erweitertes kulinarisches Angebot und besondere Frühbucher-Aktionen für Familien.

Renaissance, die Lifestyle-Marke von Marriott, ist ab sofort mit einem weiteren Haus in der Türkei vertreten.

London. Renaissance Hotels & Resorts erweitert mit dem Renaissance Izmir Hotel sein Türkei-Angebot. Das neue 110 Zimmer-Hotel Renaissance Izmir liegt an der Seepromenade, nur wenige Minuten vom Stadtzentrum der türkischen Hafenstadt entfernt. Das mittlerweile zehnte Renaissance in der Türkei zeichnet sich durch moderne Architektur und Design aus und umfasst neben zwei Restaurants auch ein Spa mit dem größten Türkischen Bad im Zentrum Izmirs. Zielgruppe sind sowohl Urlaubsals auch Geschäftsreisende. „Wir freuen uns sehr, auch in Izmir vertreten zu sein“, so Amy McPherson, Präsidentin und Managing Director von Marriott International in Europa. „Mit seinem modernen Ambiente und den Renaissance-eigenen Features wird das Hotel sowohl bei Gästen als auch bei Einheimischen punkten.“  www.RenHotels.com

CHAMPIONS SPORTS BAR IM VIENNA MARRIOTT HOTEL

Ideal für n Pressekonferenze

Good Food

Herzhafte Burger, gesunde Salate, köstliche Quesadillas, scharfes Chili, saftige Steaks und viele weitere Spezialitäten der amerikanischen Küche auf höchstem Niveau.

Good Times

Wir servieren Ihnen täglich unsere Early Birds. Von 17 bis 18 Uhr erhalten Sie ausgewählte Speisen zum halben Preis.

Good Sports

Auf zahlreichen Flat Screens und einer Großbildleinwand werden täglich die aktuellsten Sportevents LIVE und in HD übertragen. Parkring 12a · 1010 Wien · im Vienna Marriott Hotel Mo - Do 17:00 - 0:00 Uhr, Fr 17:00 - 01:00 Uhr, Sa 13:00 - 01:00 Uhr, So 13:00 - 0:00 Uhr champions.vienna@marriotthotels.com, www.champions.at Tischreservierungen werden unter Tel: 0043 1 515 18 - 6800 oder 8900 erbeten.

www.facebook.com/ViennaMarriottHotel


ko m m & b l e i b

68 – medianet destination

short

MCI Tourismus erzielt globalen Spitzenplatz

Freitag, 18. Oktober 2013

Hotellerie FH Kärnten veröffentlicht interessante Studie zur Internetnutzung von Kärntner Beherbergungsbetrieben

Zeitgemäßer Vertrieb und Social Media für Hotels

© MCI

Social Media-Kanäle sind wichtiger Draht zum Kunden, die Bewertungen spielen bedeutende Rolle.

Neues Leitsystem in den NÖ Donau-Auen St. Pölten. Ein neues Informations- und Leitsystem wurde seit Frühling auf den Flächen des Nationalpark Donau-Auen installiert. Umgesetzt wurde dieses mehrere Jahre dauernde Großprojekt in Zusammenarbeit der Nationalpark Donau-Auen GmbH, der MA 49 – Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien sowie den Österreichischen Bundesforsten. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere Besucher für die Nationalpark-Themen zu sensibilisieren“, so Nationalparkdirektor Carl Manzano.  www.donauauen.at

© Martin Spannring

Steyr ist Österreichs Christkindlstadt Nr. 1

Traditionen werden während der Adventsaison in Steyr gefeiert.

Steyr. Zwei Oldtimer-Postbusse aus den 1950er-Jahren bringen seit 20 Jahren Gäste zum Wallfahrtsort Christkindl. Die Krippen sind ein technisches Meisterwerk und einzigartig in Österreich. Im heuer nostalgisch neu gestalteten Weihnachtspostamt (Eröffnung 29. November) werden zwei Mio. Weihnachtswünsche für den Versand erwartet. „Advent in der Christkindlstadt“ mit zwei Übernachtungen sind ab 142 € buchbar – tägliche Anreise möglich!  www.steyr.info

(von li.): Stefan Nungesser, Tobias Görgen, Elisabeth Uhl-Ritzberger, Wolfgang Eixelsberger, Eva Hoffmann, Bernhard Winkler, Christian Kresse, Dietmar Brodel.

Onlinebuchungen günstiger „Bewertungen auf Bewertungsplattformen werden von den Betrieben sehr ernst genommen, sie werden gesammelt, analysiert und neue Ideen umgesetzt“, so Eixelsberger, Leiter des Studienzweigs Digital Business Management. Rund 80% der befragten Betriebe reagieren auf die Bewertungen ihrer Kunden und entwickeln gemeinsam mit ihren Mitarbeitern Vorschläge, um die Qualität im Betrieb zu steigern. Nahezu jeder der befragten Betriebe verfügt über eine eigene Website, knapp 50% davon aktualisieren diese auch mehrmals pro Monat. Die Webseite ist nach wie vor der zentrale Kontaktpunkt zwi-

schen potenziellen Gästen und den Beherbergungsbetrieben. In vielen Fällen möchten die Gäste auch gleich direkt auf der Homepage eine Buchung vornehmen. Allerdings ist nur bei 58% der Webseiten der Beherbergungsbetriebe eine Echtzeitbuchung mit Verfügbarkeitsprüfung möglich.

Social Media integrieren Viele Gäste weichen zur Buchung auf Buchungsplattformen aus; den Unternehmen entstehen dadurch hohe Provisionszahlungen.

Auch Social Media wird von den Betrieben viel Aufmerksamkeit zugemessen. 87% haben Facebook und Co in ihre Webseite integriert. „Social Media Plattformen zählen für viele Betriebe zu den wichtigsten Kanälen, um mit den Gästen in Kontakt zu kommen und sie ständig am Laufenden zu halten“, so Eixelsberger.

Eigene Website ist wichtig „Die eigene Website und die damit individuelle Webpräsenz ist ein bedeutender Bereich im eTourismus“, betont auch Kärnten Werbung-Chef Christian Kresse, der den Trend zum Onlinebooking unterstreicht und daher auf eine Professionalisierung der OnlinePräsentation setzt.

Suchmaschinen- und Verkaufsprozessoptimierungen sind wesentliche Schritte in diese Richtung und wurden von Elisabeth UhlRitzberger von easybooking und Bernhard Winkler von pixelpoint genau unter die Lupe genommen.

Betreuung der Hotelgäste „Die Betreuung der Gäste von der Suche über die Online-Buchung bis hin zur Bewertung der Unterkunft nach dem Aufenthalt muss bestmöglich sichergestellt werden; das ist die Chance für Beherbergungsbetriebe und hier gibt es noch viel zu tun“, fasst Stefan Nungesser, Programmleiter des Studienzweigs Hotel Management an der FH Kärnten, zusammen.  www.fh-kaernten.at

Bad Ischl Hier wird von ausgesuchten Hotels ein ganz besonderes Urlaubserlebnis auf des Kaisers Spuren geboten

„Winterwärme“ in Salzkammergut-Therme Bad Ischl. Den Zauber von Bad Ischl im Herzen des Salzkammerguts erlebt jeder Gast schon beim Eintreffen an einem Ort, an dem über Jahrzehnte europäische Geschichte geschrieben wurde. Bad Ischl stellt eine einzigartige Verbindung aus Erholung auf höchstem Niveau, Entspannung in der Salzkammergut-Therme, kaiserlichen Gaumenfreuden und dem Wandern auf den Spuren von Sisi und Franz dar. Unter der geschützten Dachmarke „Winterwärme“ haben sich die sieben Top Hotels von Bad Ischl, die Salzkammergut-Therme und der Tourismusverband Bad Ischl zusammengeschlossen, um gemeinsam von November bis April Urlaubstage der besonderen Art zu bieten. Erholung, Romantik, Geschichte, Naturerlebnis und Kulinarik stehen im Mittelpunkt.

tel Goldenes Schiff, Hotel Goldener Ochs, Landhotel Hubertushof, Hotel Stadt Salzburg sowie das Hotel Garni Oase. Die individuell geführten Häuser bieten gemeinsam einzigartige Packages an: die Thermen Tage (25. Oktober 2013 bis 27. April 2014), den Romantikurlaub auf den Spuren von Sisi und Franz (25. Oktober 2013 bis 27. April 2014), den Kaiser Advent (1. bis 22. Dezember 2013),

die Family Days und Specials für Single mit Kind (6. Jänner bis 30. März 2014) sowie das Frühlingserwachen unter dem verspielten Motto „Sisi, der Franz ist da!“ (2. März bis 27. April 2014). Bad Ischl lädt im Herbst, Winter und Frühling zum sanften Tourismus-Erlebnis in die nebelfreie, zauberhafte Landschaft des inneren Salzkammerguts ein. Geboten wird, zusätzlich zur Erholung

Die gute Kraft des Salzes Die Winterwärme-Hotels, das sind sieben beste Adressen im Zentrum von Bad Isch: Villa Seilern Vital Resort, Hotel Royal, Ho-

© Eurotherme

Innsbruck. Einmal jährlich erfolgt eine Befragung von mehr als 6.000 Tourismusstudenten aus dem Mitgliedernetzwerk des International Centre of Excellence in Tourism and Hospitality Education (THE ICE) aus Top-Tourismushochschulen aus aller Welt. Das MCI Tourismus erhielt dabei zahlreiche Spitzenwerte und zeichnet sich als international führend in der Qualität der Lehre, dem Praxisbezug sowie in der Vernetzung mit der Wirtschaft aus. „Dass wir in allen Themenfeldern ganz vorn liegen, ist ein sehr schöne Auszeichnung für das MCI“, freut sich Hubert Siller über das tolle Ergebnis. Den Standort des MCI in Innsbruck samt einheimischer Kultur bewerteten die befragten Studenten zudem als weltweit den besten – noch vor Australien oder der Schweiz.  www.mci.edu

Villach. Im Zuge der Veranstaltung „Forum eTourismus 2013“ präsentierte FH-Professor Wolfgang Eixelsberger die Ergebnisse seiner Studie über die Internetnutzung der Beherbergungsbetriebe in Kärnten. Online-Buchungen sind im Trend, doch der Weg ist oft unübersichtlich. Ein Suchbegriff bringt meist sehr viele Ergebnisse. Für welches entscheidet sich ein Kunde, der Urlaub in Kärnten machen will? Mit dieser und anderen ähnlich gelagerten Fragen setzten sich Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Tourismus beim „Forum eTourismus 2013“ an der FH Kärnten, Standort Villach, auseinander. Eixelsberger machte im Sommer dieses Jahres eine Bestandsaufnahme und befragte rund 160 Beherbergungsbetriebe zu ihrem Onlineverhalten.

© FH Kärnten

michael bär

Hubert Siller, Leiter MCI-Department und Studiengänge Tourismus.

Erholung findet man in der Salzkammergut-Therme im Zentrum von Bad Ischl.

in der Salzkammergut-Therme, in der sich alles um die Kraft des Salzes und der Sole dreht, ein romantisches und genussvolles Programm. So kann man eintauchen in das Brauchtum des Salzkammerguts – Glöcklerlauf, Perchten, Kripperlroas & Co sind hautnah zu erleben. Die Winterwärme-Hotels bieten auch Kulinarik; hier vereinen sich die Rezepturen der einstigen Donaumonarchie mit der innovativ-leichten Küche einer jungen, bodenständigen Köche-Generation. Die Geschichte Bad Ischls als Kur- und Erholungsort begann 1821, als sich der Wiener Arzt Franz Wirer vor Ort über die Kurerfolge des Salinen-Physikus Josef Götz informierte, der Arbeiter der Saline mit Solebädern behandelte. 1822 reisten die ersten Kurgäste an. Kaiser Franz Joseph, den es Zeit seines Lebens nach Bad Ischl zog, wählte den Ort von 1849 bis 1914 zu seiner Sommerresidenz – mit ihm folgten die Künstler und die Wiener Society des 19. Jh. ins Salzkammergut.  www.winterwaermebadischl.at


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Freitag, 18. Oktober 2013

medianet destination – 69

Hochsteiermark Die steirische Winterwunderwelt lässt nicht nur das Herz romantischer Skisportler höher schlagen

Novwember Reisen

Traumhaft auch im Winter

Messe Photo + Adventure Wien. Am 16. und 17. November findet in der Messe Wien mit der Photo+Adventure wieder die größte Fotomesse und gleichzeitig einzige Spezialmesse für Erlebnisreisen statt. Die Ausstellerfläche wandert 2013 erstmals vom Congress Center in die Halle B. Der Congress wird weiterhin für das Rahmenprogramm genutzt. Die Photo+Adventure wird mit rund 250 Ausstellern, zehn Fotoausstellungen und ca. 150 Rahmenprogrammpunkten auf rund 13.000 m� Fläche die größte Photo+Adventure bisher sein. Erwartet werden an die 20.000 Besucher. Die Partnerregion „Nationalpark Gesäuse“ präsentiert als Aussteller und im Vortragsprogramm atemberaubend schöne Natur direkt vor der Haustür. Naturnahe Vereine eröffnen einen kompetenten Zugang für bewusstes und individuelles Naturerlebnis. Gemäß des Schwerpunktthemas „Wasser“ wird es spezielle Angebote geben.  www.photoadventure.at

Abseits der Pisten gibt es Eisstockschießen, Schneeschuhwanderungen oder auch den Loipensport. titel kämpfen. Und da heißt es – gemäß dem olympischen Gedanken – dabei sein ist alles. Gelegenheit dazu haben Gäste schon bei den Eröffnungsfeierlichkeiten mit dem Einmarsch der Nationen, einem Fackelzug vom Spitaler Rathaus bis zum Dorfplatz und der Eröffnungszeremonie.

georg biron

Krieglach. Die Hochsteiermark erstreckt sich vom Steirischen Semmering zum Hochschwab und bis über die Eisenerzer Alpen hinaus – die gebirgige Landschaft ist geprägt von Wasser und Wäldern. Sportlich-gemütliche Aktivitäten mit oder ohne Adrenalinkick versprechen die Angebote in romantischer Naturidylle. Eigentlich gilt die Hochsteiermark noch als Geheimtipp, doch mit ihrer einzigartigen Montantechnologie liegt die Region voll im Trend.

Der Tourismusregionalverband Hochsteiermark wurde 2007 gegründet und betreut die nordöstlichsten Regionen der Steiermark: Steirischer Semmering – Waldheimat – Veitsch, Kindberg – Mürztaler Streuobstregion, Pogusch – Steirische Romantik, Bruck – Kapfenberg, Leoben – Steirische Eisenstraße, die Palten – Liesing Erlebnistäler, Rund um den Hochschwab, das Mariazeller Land und der Naturpark Mürzer Oberland. 2012 konnte die Region rund 848.000 Nächtigungen und rund 328.000 Ankünfte verzeichnen. Ein Großteil der Urlauber kommt aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Slowakei, Tschechien und Italien. In der nordoststeirischen Region

© Plohe Lienhard Iris

848.000 Nächtigungen

Hochsteiermark: „Trau di wieda“ heißt heuer im Winter die Devise in den stark nachgefragten Skigebieten vom Steirischen Semmering bis zum Hochschwab.

feiern alle, die nach langer Abstinenz wieder einmal den „g’führigen Schnee“ erleben wollen, ihr großes Comeback. Daran ist natürlich der Privatskilehrer, der mit individuellen Tipps zum perfekten Schwung verhilft, nicht ganz unbeteiligt. Die „echt gamsigen Wiedereinsteiger-Packages“ beinhalten neben dem persönlichen Instruktor auch Leihausrüstung, Skipass,

Nächtigung und Verpflegung. Am Präbichl sorgt sich der Skibutler um alle organisatorischen Belange der Wintersportler – vom Skipass, Skiverleih über den Transfer und sogar bis zum Alternativprogramm für Nichtskifahrer. WM-Feeling gibt es am Stuhleck, wenn 120 Athleten aus 14 Nationen am Stuhleck in Spital am Semmering vom 26. Februar bis 2. März 2014 um den Skibob-Weltmeister-

Und in den darauffolgenden Tagen sammeln sich die Zaungäste am Pistenrand, um die Spitzensportler, darunter auch Markus Moser, den 37-fachen Weltmeister aus Österreich, nach Kräften im Super-G, Riesentorlauf und Slalom anzufeuern. Wen bei den weltmeisterlichen Sportbewerben das Skibob-Fieber gepackt hat, der bucht einfach ein Skibob-Schnuppertage-Package mit ein paar Unterrichtsstunden. Sehr willkommen ist auch der beste Freund des Menschen, der sich gemeinsam mit Herrl oder Frauerl auf den Langlaufpisten austobt, die weiße Welt beim Rodeln entdeckt oder einfach im Garten der Gastgeber die kalte Schnauze in den Schnee steckt. Danach gibt es Entspannung vor dem Kamin. Hundedecke, Fressnapf am Zimmer und Kauknochen gibt’s obendrauf (Package „Vier Pfoten im Schnee“,buchbar im Hotel Stiftshof).  www.hochsteiermark.at

© Martina Draper

Hunde sind willkommen

Photo+Adventure: im November 2013 so groß und vielfältig wie nie.

access 2013 – der österreichische Veranstaltungs- und Kongresstourismus

Domenik Pirstinger (Gölles), Andrea Sajben (Steiermark Convention).

Gerda Niederhofer (Business Touristik Wels), Eva Pöll (OÖ Convention Bureau).

Gabriela Steffl, Lisa Reisenzan (Salzburg Convention Bureau).

Isabella Tastel, Edith Mader (Convention Bureau NÖ).

Andrea Leitner, Patricia Flatschacher (Kärnten Convention).

Georg Hechenblaikner (Congress Centrum Alpbach), Birgit Ducke (Kitzkongress), Christine Stelzer (Convention Bureau Tirol).

© Peter Müller (7)

PROMOTION

Am Montag, den 7., und Dienstag, den 8. Oktober, präsentierten sich knapp 200 Aussteller der Seminar-, Event- und Kongressbranche aus allen Bundesländern in den prunkvollen Räumlichkeiten der Hofburg Vienna. 1.800 nationale und internationale Fachbesucher sowie Hosted Buyer aus 15 Märkten besuchten in der vergangenen Woche die „access 2013“ in der Hofburg Vienna. Im heurigen Jahr gab es gleich mehrere Jubiläen: Die access selbst feierte ihr 10-jähriges Bestehen, die beiden Trägerorganisationen ACB – Austrian Convention Bureau und RTK Round Table Konferenzhotels ihr 20-jähriges bzw. bereits 40-jäh-

riges Jubiläum und das Salzburg Convention Bureau das 10-jährige Bestehen. Österreich liegt in der Kongress- und Incentivebranche im internationalen Spitzenfeld. Im ICCA-Ranking nimmt Österreich den 11. Platz unter den Kongressdestinationen ein, Wien belegt im Städteranking bereits seit vielen Jahren den 1. Platz. Die nächste access findet voraussichtlich im Frühjahr 2015 statt. (pmü)

Vorstand von RTK Round Table Konferenzhotels Ulli Retter (Retter Hotel & Restaurant), Damir Mulaomerovic (RTK), Uschi Winter (Congress Casino Baden), Harald Kreidl (Kramsacher Hof), Sascha Dietrich (List Group).


gast & wirt

70 – medianet destination

Mostviertel Die Wilde Wunder Card hat sich in den vergangenen fünf Jahren zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt

Aufgetischt

Das Mostviertel überrascht mit vielen wilden Wundern

© Andreas Balon

Erdäpfel-Hochamt im Mühlviertel

Zu den 67 Betrieben, in denen Gäste die Karte kostenlos erhalten, gehört auch das Hotel Fahrnberger.

Helmut und Schwester Johanna Rachinger setzen auf Regionales.

Wunder Card bringt Gäste „Für uns ist das eine echte Erfolgsgeschichte“, sagt Dagmar Nahringbauer, Chefin des Hotel Fahrnberger in Lassing am Hochkar. „Wir haben viele Gäste, die nur wegen der Karte zu uns kommen oder sie als ‚Wiederholungstäter‘ in den vergangenen Jahren kennengelernt haben und nun wieder nutzen möchten.“ Nahringbauers 4-Stern-Haus ist eines von 67 Wilde Wunder-Gastgebern in der Mostviertler Bergwelt und in Mariazell, in denen Gäste die Karte

www.muehltalhof.at Eingeschenkt

Gans Blaufränkisch Deutschkreutz. „Wir sind wirklich begnadet mit unserem Klima, denn wir bekommen die positiven Einflüsse vom See, sprich im Winter Wärme und im Sommer Kühle. Dazu kommen die tiefgründigen Böden – Braunerde, gemischt mit Lehm –, die als guter Wasserspeicher dienen“, schwärmt Josef Reumann vom Blaufränkischland. Das deklarierte Rotweingut in Deutschkreutz produziert fast 100% Rotwein, überwiegend Blaufränkisch, in allen Facetten seiner Bandbreite meisterhaft von Josef Reumann ausgebaut. Der Klassiker glänzt im Glas mit strahlendem Rubinrot und mit saftiger Ribisel- und Weichselfrucht in der Nase wie am Gaumen. So ein Duck-Anterl oder Gansl passt einfach perfekt zu einem solchen süffigen, fruchtbetonten Blaufränkisch. Eine Landpartie ins Mittelburgenland ist empfehlenswert!

Qualität in allen Bereichen

© weinfranz.at

Lassing. Seit einigen Jahren versucht sich das Mostviertel touristisch neu zu positionieren. Im unmittelbaren Wettbewerb mit anderen Top-Regionen im In- und benachbarten Ausland ist das nicht immer leicht, aber durchaus erfolgreich, wie die steigenden Nächtigungs- und Besucherzahlen beweisen. So sind die Nächtigungen im Mostviertel im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf knapp eine Mio. geklettert und scheint sich dieser Aufschwung auch im laufenden Jahr fortzusetzen. Vor allem bei Gästen aus Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark sowie aus Deutschland und Osteuropa – und da vor allem aus Ungarn, der Slowakei und Tschechien – wird das südwestlichste der niederösterreichischen Viertel immer beliebter. Um diesen Aufschwung auch in Zukunft nicht abreißen zu lassen, haben die Mostviertler Touristiker im Jahr 2009 die „Wilde Wunder Card“ ins Leben gerufen, mit der Urlaubsgäste von Anfang Mai bis Ende Oktober kos-tenlos 45 Ausflugsziele in der Region besuchen können.

Genießerhotel Mühltalhof, Unternberg 6, A-4120 Neufelden, Tel.: 07282/62 58

Das Hotel Fahrnberger gehört zu den anspruchsvollsten Häusern des Mostviertels.

gratis erhalten – zu kaufen gibt es sie nirgendwo. „Das soll schließlich eine attraktive Zusatzleistung für unsere Nächtigungsgäste sein und Urlauber motivieren, länger als einen Tag zu bleiben.“ Ob das eine Gästekarte wirklich bewirken kann? „Wir machen diese Erfahrung jedenfalls“, sagt Dagmar Nahringbauer; „manche Urlauber sind regelrecht überrascht davon, wie viel sie sich mit der Karte sparen können.“ Mehr als 70 € kann das etwa bei einer vierköpfigen Familie sein, wenn sie den Waldkletterpark Buchenberg in Waidhofen an der Ybbs besuchen möchte; der gleich nebenan liegende Na-

tur- und Erlebnispark Buchenberg ist ebenfalls kostenlos nutzbar. Zu den Attraktionen und Programmen, die Urlaubsgäste mit der Wilde Wunder Card bei freiem oder stark vergünstigtem Zutritt nutzen können, gehören auch die Wasserlochklamm in der Palfau, die Bergbahnen auf Hochkar, Gemeindealpe und Ötscher, der Naturpark Ötscher-Tormäuer, die Ötscher Tropfsteinhöhle, das Ybbstaler Solebad in Göstling oder das Seebad Lunz am See, aber auch das nur wenige Meter vom Hotel Fahrnberger entfernt liegende Mendlingtal mit seiner schönen Holztriftanlage und vielen Infos rund um die ein-

Um den Tourismus im Mostviertel langfristig florieren zu lassen, kann die Card freilich nur ein erster Schritt sein. Das ist aber auch den Touristikern vor Ort klar, die sich daher seit Jahren verstärkt um qualitativ hochwertige Bettenkapazitäten bemühen, wie sie das Hotel Fahrenberger bereits anbietet. „Auf lange Sicht geht es nur so“, sagt Nahringbauer, „der Gast erwartet Qualität sowohl im Freizeitangebot als auch im Nächtigungsangebot und da wollen wir unseren Teil dazu beitragen.“ Und das gelingt der Hotelbetreiberein hervorragend, wovon wir uns bei einem Kurzbesuch vor Ort überzeugen konnten: Die Küche ist mehr als gehoben, die Zimmer sind geräumig und geschmackvoll eingerichtet und die freundliche und zuvorkommende Bedienung komplettiert den anspruchsvollen, aber trotzdem bodenständigen Gesamteindruck. Erwähnenswert sei an dieser Stelle noch der ausgedehnte Wellness-Bereich, der mit finnischer Zirbensauna, Aromadampfbad, Infrarotsauna, Außenbereich und Ruheraum mit Panoramablick für ein Haus dieser Größe ein beinahe atemberaubendes Asset darstellt. Aber wie hat Dagmar Nahringbauer schließlich zuvor gesagt? Der Gast erwartet Qualität sowohl im Freizeit- wie auch im Nächtigungsangebot – im Mostviertel ist mit der Wilde Wunder Card und Häusern wie dem Hotel Fahrnberger beides garantiert.  www.wildewunder.at  www.hotel-fahrnberger.at

Rotwein-Cuvée Nur 999 Flaschen abgefüllt, außergewöhnliches Flaschen-Design von Star-Architektin Zaha Hadid

Leo Hillinger präsentiert Ikone des Weins Jois/Wien. „Ein Wein, für den Worte nicht reichen!“ – das war die Vision von Winzer Leo Hillinger zu Beginn des Projekts „Icon Hill“. In dieser außergewöhnlichen Rotwein-Cuvée wirkt die maximale Konzentration der Traube. Dafür bedarf es eines großen Jahrgangs – 2009 war es dann so weit und Hillinger begann, seinen Traum zu realisieren. Die rigorose Selektion und die Prämisse, nur eine Traube pro

Stock bei besten Bedingungen reifen zu lassen, garantiert einen intensiven, komplexen Wein, der die schöpferische Ausdrucksweise der Weingärten um Jois perfekt widerspiegelt. Die Zusammensetzung der WeinIkone lässt das Terroir und die Herkunft erahnen, die Rebsorten sind streng unter Verschluss, sind sie doch das Geheimnis dieses einzigartigen Weins.

© Leo Hillinger GmbH/APA-Fotoservice/Schedl

DAC Blaufränkisch Classic 2012, Weingut Reumann, Gastropreis: 5,80. Erhältlich bei ­Kolarik & Leeb

stigen Hammerherren, die Arbeit der Holzknechte und die Weiterverarbeitung des Holzes in Sägen oder zu Kohle.

Jürgen Zacharias

Neufelden. Der aufgestaute Fluss lässt den Mühltalhof mit der markanten Rost-Fassade wie ein Seehotel wirken. Neben den von Johanna Eckl mit Augenzwinkern eingerichteten 22 Zimmern ist die Küche ihres Bruders die Attraktion: Ein Zwei-Hauben-Lokal, wie es Gourmettempel-Skeptiker lieben. Lange bevor eine Adressliste der Produzenten Speisekarten-Standard war, führte Senior Helmut Rachinger schon seine Lieferanten an. Inspiration geben auch die Pariser Lehrjahre des Sohns: „Das Erbsen-Eis zum Schokokuchen hab‘ ich von ihm“, gibt Rachinger bescheiden zu. Diese Kombination bringt dann etwa die Forellensuppe mit Ingwer, Safran und Chili (ein „Signature-Dish“ des Hauses) hervor. Für Erdäpfel-„Tiger“ serviert Rachinger auf Bestellung ein Acht-GangKartoffelmenü aus Sorten wie Husar oder Tosca – von Mühlviertler Bauern geliefert.

© Del Fabro/H. Lehmann

Freitag, 18. Oktober 2013

Winzer Leo Hillinger und die Architektin Zaha Hadid präsentieren Icon Hill-Tröpferl.

Die 36 Monate lange Reifung sorgt für die perfekte Ausbalancierung des edlen Tropfens. Eine Traube pro Stock – das bedeutet eine limitierte Anzahl von Abfüllungen: Nur 999 Flaschen des Icon Hill werden exklusiv verkauft.

Kraftvolles Design Moderne Architektur fasziniert und schafft Denkmäler. Hillinger war für seinen neuen Wein auf der Suche nach einer ebenbürtigen Hülle – mit Weltstar Zaha Hadid hat sich der Spitzen-Winzer aus dem Burgenland mit der Designerin zusammengetan. Edel, elegant, voll feiner Formen und mit Rundungen, ebenso wie mit Kanten – das ist das Design by Zaha Hadid. Damit ist es – wie der Wein selbst – komplex und faszinierend. Erstmals hat die vielfach Ausgezeichnete eine Flasche entworfen, und Hillinger zeigt sich von dem Werk begeistert: „Mit und in dem einzigartigen Design wird der Icon Hill optimal präsentiert. Kraftvoll und intensiv wird man von der

Kreation in seinen Bann gezogen; Zaha hat den Wein perfekt in Flaschenform verkörpert.“ Falstaff-Chefredakteur Peter Moser hat den Wein vorab verkostet und bewertet: „Kräftiges Rubingranat mit violetten Reflexen, dezente Randaufhellung. In der Nase mit feiner Kräuterwürze unterlegte reife Herzkirschenfrucht, ein Hauch von dunklen Beeren, im Hintergrund Gewürze und Nuancen von Edelholz, ein zarter Hauch von Nougat, facettenreiches Bukett, das sich mit Luft gut entwickelt. Am Gaumen komplex, extraktsüße dunkle Frucht, präsente, gut integrierte Tannine, die dem Wein Länge verleihen, Nuancen von Brombeeren und reifen Zwetschken, angenehme Säurestruktur, die für Lebendigkeit sorgt, salzige Mineralik im Abgang, hält gut an, verfügt über sicheres Reifepotenzial, feine Kirschenfrucht im Rückgeschmack.“ Der Icon Hill ist in allen LeoHillinger-Stores um 99 € im Einzelkarton erhältlich – übrigens auch online unter:  www.leo-hillinger.at


medianet

inside your business. today.

Freitag, 18. oktober 2013 – 71

ich-marke als bestseller

Diversity-Preis meritus

PR-Profi Manfred Greisinger ist mit Buch und Seminaren sehr gefragt  Seite 73

Award fßr schwule und lesbische Unter­ nehmer, Fach- und Fßhrungskräfte  Seite 74

Š agpro

Š Stoareich/Schewig

careernetwork NEU BEI LENZE Nicole Mantzos: KOMMUNIKATION Š Foto Cisar

Sozialengagement Vor fßnf Jahren erÜffnete der IT-Experte ­Alexander Schiel den ersten Sozial­ markt in Wien.  IT Experts ­Bildungsgipfel zeigt: Steyr ­mÜchte die fßhrende IT­Region Öster­reichs werden. 

Seite 72

Š Wier PR/www.brigittecorn.at

„In Ă–sterreich sollten wir so etwas eigentlich nicht brauchen!“

coaching

Richard Gappmayer vom Zentrum fßr PersÜnlichkeits- & Organisations­ entwicklung bietet optimales Training fßr Unternehmer.  Seite 75

Seite 74

Š leisuregroup.at/Oreste Schaller

BEI DIESER KURSVIELFALT BILDEN SICH AUCH NEUE INTERESSEN 8FJUFSCJMEVOHBN#'*8JFOVNGBTTU XFJUNFISBMTEJF#JMEVOHWPO8JTTFO Neue Ideen, neue Leidenschaften, neue Inspiration – all das bildet sich am BFI Wien ganz von selbst: in spannenden Kursen fßr alle Altersgruppen und Berufssparten. Da erweist sich manches Klischee als ßberholt – nicht nur im Bereich der -FISMJOHTBVTCJMEVOH

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17.10.2013 11:59:03


Career portrait

Freitag, 18. Oktober 2013

2008 eröffnete ­Alexander Schiel, ein IT-Experte der Wiener Börse, den ersten Sozialmarkt. Heute gibt es in Wien drei Filialen, in denen 33.000 Menschen regelmäßig einkaufen können.

„Schuld daran ist meine Mutter!“ georg biron

Wien. In Wien müssen rund 200.000 Menschen mit einem monatlichen Einkommen von weniger als 900 Euro leben. Für diese Zielgruppe hat Alexander Schiel vor fünf Jahren den ersten Sozialmarkt der österreichischen Bundeshauptstadt eröffnet. Der damals 29-Jährige hat als IT-Experte bei der Wiener Börse gearbeitet: „Mit ist es gut gegangen, ich habe Glück im Leben gehabt und wollte etwas machen, das mir Spaß macht. Und ehrlich gesagt: Jeder von uns hat als Kind gern Kaufmannsladen gespielt, und da habe ich mir gedacht, das ist meine Chance, und dann hab ich es durchgezogen.“ Aber eigentlich ist ein Unfall seiner Mutter daran schuld, dass Schiel das Projekt, über das er mehr als zwei Jahre nachgedacht hat, schlussendlich realisiert hat. „Meine Mutter lag im Koma“, so Schiel, „und in solchen Situationen trifft man halt, auch wenn man nicht sehr religiös ist, Abmachungen mit dem Schicksal. Und da habe ich zu mir gesagt: Wenn sie wieder gesund wird, gehe ich den Jakobsweg und mache den Sozialmarkt auf. Die Hälfte davon habe ich erfüllt. Den Jakobsweg bin ich bis heute noch nicht gegangen, weil ich jetzt keine Zeit mehr dafür habe.“

Soziales Engagement Für den GF der drei Wiener Sozialmarkt-Filialen ist das Engagement für die Armen mittlerweile ein Fulltime-Job. Schiel hat eine

Woche Urlaub pro Jahr, hin und wieder nimmt er sich ein Wochenende frei. Unter der Woche wird er um 6:30 Uhr in der Früh abgeholt – von einem Fahrer, der auch das Brot in die Märkte liefert. Ein eigenes Auto hat er nicht. Dann arbeitet er in einer der Familien, meistens an der Kassa. Um 16 Uhr kommt er nach Hause und muss die Mails und Bestellungen bearbeiten. Am Sonntag ist er meistens am Nachmittag zum Nachschlichten in den Märkten.

„Ich habe mit privatem Geld den Sozialmarkt gegründet. Ich habe ja bei der Wiener Börse als IT-Techniker ganz gut verdient.“ ALEXANDER SCHIEL GF SOZIALMARKT WIEN

Circa 15 bis 20 ehrenamtliche Mitarbeiter helfen ihm in den Geschäften, wobei ein paar von ihnen jeden Tag kommen und andere nur einmal in der Woche. „Jeder darf sich pro Tag Waren um insgesamt zehn Euro nach Hause mitnehmen – als Dankeschön“, erzählt Schiel. „Ich bin der einzige, der beim Markt angestellt ist. Als Geschäfts-

führer verdiene ich 1.500 Euro netto. Das ist nicht die Lawine. Aber ich darf natürlich auch, wie die anderen Mitarbeiter, Ware aus dem Markt nach Hause mitnehmen. Schließlich muss ich die Sachen ja auch für die Kunden testen. Dadurch hab ich in fünf Jahren 15 kg zugenommen – leider!“ Wer im Sozialmarkt einkaufen will, muss Mitglied werden. Dazu braucht es eine Lohnbestätigung, einen Nachweis vom AMS oder einen Pensionsbescheid, dann bekommt man die Karte, die zum Einkauf berechtigt. Die Karte ist zwei Jahre gültig. „Man muss natürlich sofort bei uns melden, wenn sich etwas an der finanziellen Situation ändert“, so Schiel. Anfangs wollte er – wie die Sozialmärkte in den anderen Bundesländern – nur geschenkte Waren nehmen, dann hat er aber schnell gesehen, dass das nicht reichte. „Wien ist groß“, so Schiel. „Eine Palette Manner-Schnitten, die in anderen Märkten für drei Wochen gereicht hätte, war bei mir sofort weg. Wenn ich keine Ware gehabt habe, bin ich selber zum Hofer gefahren und habe z.B. Mehl eingekauft oder Zucker, weil die Regale bei mir leer waren. Ich darf ja ohnehin keinen Gewinn machen, also habe ich bei verschiedenen Firmen auch nachgefragt, ob sie für uns auch günstige Waren zu kaufen haben. Und eines muss ich unbedingt anmerken: Die Waren sind nicht verdorben und haben auch kein abgelaufenes Datum. Die sind alle in Ordnung. Ich könnte jeden Tag sieben Bananenschachteln voller Brot vom Vortag haben. Ich brau-

che das aber nicht, ich bekomme jeden Tag frisches.“ Dass es in einem verhältnismäßig reichen Land wie Österreich überhaupt Sozialmärkte für die Armen geben muss, hält Schiel für eine Schande. Doch er weiß, dass sich in jüngster Zeit gerade für diese Menschen die Verhältnisse verschlechtert haben – weil die Preise und Mieten gestiegen sind. Die Leute haben zu wenig Geld.

Keine Party zum Jubiläum „Eigentlich ist das ganze System falsch“, kritisiert Schiel. „Wenn man bedenkt, dass man 700 oder 800 Euro Arbeitslosengeld bekommt, dann könnte man noch zehn Stunden pro Woche geringfügig dazuverdienen und käme auf 1.000 oder 1.100 Euro netto. Das verdient ein Angestellter mit einer 40-Stunden-Woche auch. Man müsste den Leuten, die arbeiten, mehr bezahlen. Das gäbe den Arbeitslosen wieder mehr Antrieb, arbeiten zu gehen. Viele denken sich ja: Warum soll ich arbeiten gehen, wenn ich weniger verdiene, als ich in der Arbeitlosen bekomme? Da werden sich viele überlegen, ob sie sich das antun sollen. Außer diejenigen, die wirklich arbeiten wollen und denen es auch Spaß macht.“ Das Jubiläum „Fünf Jahre Sozialmarkt“ wurde in aller Stille begangen. „Ich wollte keine Party mit Politikern und Sekt feiern“, so Schiel. „Bei mir gibt’s erst dann eine Party, wenn ich die Märkte zusperren muss, weil sie nicht mehr gebraucht werden.“  www.sozialmarkt.com

© leisuregroup.at/Rudolph

© leisuregroup.at/Oreste Schaller

72 – careernetwork

10 Fragen An alexander s chiel

Warum brauchen wir in Österreich Sozialmärkte? Eigentlich sollte es Sozialmärkte in einem Land wie Österreich nicht geben müssen. Was war für Sie der Grund, den ersten Markt zu eröffnen? Ich wollte etwas Sinnvolles machen. Haben Sie noch einen anderen Job? Nein. Das ist ein Fulltime-Job! Haben Sie überhaupt noch Zeit für eine Partnerschaft? Mein Partner ist verständnisvoll. Er hat früher auch im Sozialmarkt gearbeitet. Wie kommen Sie zu den Waren? Manches wird uns geschenkt, manches kaufe ich verbilligt ein. Sind alle Ihre Kunden hilfsbedürftig? Bei manchen meiner Kunden denke ich mir: Die sollten eigentlich arbeiten gehen. Stichwort: Sozialmissbrauch … Na ja, es gibt überall schwarze Schafe. Was würden Sie ändern, wenn Sie politischen Einfluss hätten? Unnötige Ausgaben stoppen. Wem haben Sie bei den Nationalratswahlen Ihre Stimme gegeben? Ich gehe schon seit fünf Jahren nicht mehr wählen. Was sind Ihre Zukunftspläne für den Sozialmarkt? Ich will die drei Märkte noch weiter ausbauen und das Sortiment erweitern, aber keinen neuen Markt eröffnen. Drei Märkte reichen für Wien.


p e r s o n a l & m a n a g e me n t

Freitag, 18. Oktober 2013

careernetwork – 73

Literatur & Seminar Manfred Greisinger ist mit seinem Bestseller und mit Seminaren und Fachtagungen sehr gefragt

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Ich-Marke bringt Erfolge

Greisinger: „41% der Österreicher haben den falschen Job, 17% sind über-, 24% unterqualifiziert.“ Autor Inspirationen und Umsetzungstipps. Dazu gibt es ausnahmslos positive Teilnehmer-Feedbacks. Egal ob für 12 bis 25 Teilnehmer im Kleingruppen-Seminar (u.a. für Raiffeisen, Mobilkom, Die Erste, Uniqa oder Kommunalpolitik) oder für 100 bis 1.000 Zuhörer bei Symposien und Fachtagungen – auf der Bühne ist Greisinger in seinem Element und versteht es, seine Leibund Seelenthemen, „Die Ich-Marke und den Eros of Business“ sowie „Wirksame Öffentlichkeitsarbeit“ packend zu transportieren.

Lärm macht Arbeitnehmer krank

Waldviertler Markenschule Greisinger ist selbstständiger PR-Berater mit dem Angebot von Broschüren, Aussendungen bis zu Jingles und Videos. Er ist Absolvent der „Waldviertler Markenschule“, in der man lernt, schlechte Startbedingungen durch umso bessere Ideen und noch mehr Einsatz wettzumachen. Erfolgreich ist er auch als Autor und Verleger von 20 Büchern, erschienen in dem von Greisinger 1991 gegründeten BestSEELer-Verlag Edition Stoareich in Allentsteig im Waldviertel. Dazu „Medienabenteurer“ Greisinger: „Es ist ein besonderes Glück, schreibend sich selbst und die Welt zu entdecken. Ich bin glücklich, wenn Herzblut und Tinte in Worten zusammenfließen; mein Schreiben ist Ausdruck meiner Sehnsucht, meiner Suche, meines Unterwegs-Seins. Schreiben ist Balsam und Würze des Lebens.“  www.stoareich.at

© Stoareich/Schewig

Wien. „Gäbe es eigentlich Originale ohne Kopien?“, fragt der Philosoph Konrad Paul Liessmann und meint, etwas werde erst dadurch zum Original, dass es wiederholt, reproduziert, nachgeahmt, gefälscht wird. „Gäbe es diese Versuche der Imitation nicht, das Original wäre kein Original, sondern bliebe irgendein Ding, eine Einzelheit, für sich und ganz allein, und niemand würde sich darum kümmern. Erst wenn wir den Verdacht hegen, etwas könnte eine Kopie sein, suchen wir nach dem Original.“ Manfred Greisinger, Universitätslektor, Seminartrainer, Vortragender, Buchautor und Berater für Personal Branding, sieht in der Ich-Marke den Stoff, aus dem die Karrieren sind: „Denn in der Befassung mit dem aus dem Marketing entlehnten Thema werden die Grundfragen unseres Menschseinsberührt. Ich – das ist das größte Abenteuer, das wir erleben können, wenn wir ein eigenes, selbstgesteuertes, markantes Leben führen, geprägt von Individualität, Unterscheidbarkeit, Einzigartigkeit, Unverwechselbarkeit.“ Greisingers Buch „Ich-Marke Leben“ (erschienen in der Edition Stoareich) ist bisher mehr als 40.000 Mal verkauft worden.“

Manfred Greisinger: „Die Ich-Marke sorgt für die bestmögliche Bündelung der Talente und die optimale Verwirklichung der Möglichkeiten.“

Im Sommersemester 2011 kam als weitere Lehrveranstaltung „Strategische Kommunikation für Personen“ dazu. Hunderte begeisterte Studenten haben diese absolviert und sich in Diplomarbeiten und Dissertationen rund um das Thema „Personal Public Relations“ weiter vertieft. Seit dem Wintersemester 2011 gestaltet Greisinger zudem an der FH-Wien – Masterstudium Kommunikationsmanagement die

Persönliche Entwicklung Seit über zehn Jahren lehrt Greisinger als Univ.-Lektor am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft Klagenfurt sein Thema „Personal Branding“.

Lehrveranstaltung „Impression Management“. Greisinger folgt einer klaren Strategie: „Unser Lebensglück findet sich jenseits von Fremderwartungen und Karrierestrategien. Jeder von uns ist selbst der Regisseur seines (Berufs-)Lebens. Man muss sich die Macht zurückholen und Mut zum eigenen (Herzens-) Weg und zur Abgrenzung haben.“ An einzelnen Seminar-Tagen – zum neuen Buch – liefert der

Robert Half Der führende, spezialisierte Personaldienstleister präsentiert sich mit einem frischen Corporate Design

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Leonid Weinberger

Albrecht Neumann

Albrecht Neumann (51) wird mit Wirkung zum 1. November 2013 CEO der sektorgeführten Business Unit Metals Technologies. Er kam 1988 als Inbetriebnahme-Ingenieur für die Zellstoff- und Papierindustrie zu Siemens.

Nicole Mantzos Lenze Österreich

© Foto Cisar

Der 27jährige Leonid Weinberger ist neuer Portfoliomanager bei der IVG Austria AG. Die IVG zählt zu den großen Immobilien- und Infrastrukturgesellschaften in Europa und verwaltet an 18 Standorten Assets in Höhe von 21,1 Mrd. Euro.

Siemens

© Siemens

IVG Austria AG © IVG Austria

job

nationalen Kernmarke Robert Half zusammengefasst. Das Wort „International“ zählt ab sofort nicht mehr zum Firmennamen – auch das ist Teil der neuen Corporate Identity. Das Markendesign aller Geschäftsbereiche wurde überarbeitet. Hierzu zählen: Robert Half Finance & Accounting für Fach- und Führungskräfte im Finanz- und Rechnungswesen in Festanstellung und auf Zeit; Robert Half Management Resources für Fach- und Führungskräfte im Finanz- und Rechnungswesen auf Projektbasis; OfficeTeam für qualifizierte Fachkräfte aus dem Assistenz- und kaufmännischen Bereich auf Zeit; Robert Half Technology für ITSpezialisten.  www.roberthalf.at

Promotion

Ein einheitlicher Auftritt des Dienstleisters Robert Half sorgt für Unverwechselbarkeit.

München. „Ich freue mich sehr, dass wir nun alle Geschäftsbereiche von Robert Half unter einer Dachmarke präsentieren können“, so Sven Hennige, Managing Director, Robert Half Central Europe & Germany. „Wir unterstreichen ab sofort mit unserem neuen Außenauftritt, dass unsere Kunden und Kandidaten von allen Geschäftsbereichen eine gleichermaßen hohe Servicequalität erwarten können, die seit über sechs Jahrzehnten eng mit dem Namen Robert Half verknüpft ist. Zudem ermöglicht uns die Positionierung mit einer Dachmarke eine stärkere Marktpräsenz“, so Hennige. Um einen konsistenten Auftritt zu gewährleisten, sind nun alle Marken unter dem Dach der inter-

Nicole Mantzos (37) ist nun beim heimischen Antriebstechnik- und Automatisierungsspezialisten Lenze Österreich für Kommunikation und Marketing zuständig. Ziel ist die Absicherung der Marktposition.

Thomas Jost Waagner-Biro

© Waagner-Biro

© www.roberthalf.com

Personaldienstleister ändert Auftritt & Logo

Was ist das wertvollste Gut des Arbeitnehmers: Zeit? Geld? Erfolg? Angesichts der jüngsten Umfrageergebnisse von karriere.at ist man versucht zu sagen: Es ist die Konzentration. 568 User stimmten per Online-Voting ab, mit der eindeutigen Tendenz, dass es im Job oft sehr schwer fällt, klare Gedanken zu fassen. Insgesamt acht von zehn Arbeitnehmern berichten über klassische Probleme von Großraumbüros, die sie in ihrer Produktivität hemmen: 60 Prozent sagen nämlich, dass sie ständig von Kollegen oder dem Telefon unterbrochen würden. Jeder Fünfte (19 Prozent) fühlt sich durch Lärm gestört. Elf Prozent haben das Gefühl, zu viele Tasks auf einmal bewältigen zu müssen. Und lediglich zehn Prozent sehen die „Hauptverdächtigen“ in Sachen Konzentrationsräuber als Gründe für ihre Unkonzentriertheit – nämlich Facebook & Co. Das Ergebnis zeigt, dass in puncto Arbeitsplatzgestaltung noch großer Handlungsbedarf in heimischen Büros gegeben ist. Gerade wenn sich mehrere Mitarbeiter einen Raum teilen, ist es nicht egal, wenn diese unterschiedliche Anforderungen an ihrem Arbeitsplatz benötigen, um produktiv sein zu können. Dies lässt sich durch kluge Nutzung räumlicher Ressourcen entschärfen. So muss nicht zwangsläufig ein Mitarbeiter mit erhöhtem Ruhe- und Konzentrationsbedarf neben einem per definitionem dauertelefonierenden Kollegen sitzen. Kleine Maßnahmen haben große Auswirkungen auf die Produktivität, die auf Dauer die psychische und physische Gesundheit der Arbeitnehmer gewährleisten.

Thomas Jost (42), gemeinsam mit Alexander Liaunig Vorstand der Liaunig Industrieholding AG, erwarb 25% der Anteile an der Waagner-Biro AG. Neben der Liaunig Industrieholding, die 36% hält, ist Jost der zweite Hauptaktionär der Biro AG.


personal & management

74 – careernetwork

short

Soziale Netzwerke sind Quelle für Recherchen

Freitag, 18. Oktober 2013

Bildungsgipfel Schulen und Wirtschaft arbeiten künftig unter dem Dach der IT-Experts Austria intensiv zusammen

Steyr möchte Österreichs führende IT-Region sein

© Xing

Erfolgreicher Bildungsgipfel in Steyr mit Vertretern der Wirtschaft und der Schulen stärkt den Standort. alice hefner

© Lukas Beck

Warum die Weicheier Karriere machen

Gerald Hörhan studierte in Harvard Mathematik und Betriebswirtschaft.

Wien. Weicheier machen Karriere, Fleißige werden gemobbt. Das ist für Gerald Hörhan mehr als ein von vielen Menschen subjektiv empfundenes Phänomen. Es ist ein Trend, den er in seinem Edition-A Buch „Null Bock Komplott – warum immer die Weicheier Karriere machen und wie ihr es trotzdem schafft“, analysiert. „Mit Gesetzen, Benimm-Terror und Überwachung nimmt unser System Menschen mit eigenen Visionen Raum und Motivation“, so der Autor. „Es spült Systemerhalter, Bürokraten und Ja-Sager nach oben, die nichts mehr riskieren und verwalten statt gestalten.“  www.edition-a.at

„Alle Teilnehmer bekannten sich zur Zusammenarbeit und betonten die wichtige Arbeit der Initiative IT-Experts Austria.“

© IT-Experts Austria

Hamburg/Wien. Wenn PersonalManager auf Internetplattformen nach geeigneten Kandidaten suchen, dann nutzen sie mit Abstand am häufigsten Xing. Dies ergibt eine aktuelle, repräsentative Forsa-Umfrage, die unter 101 deutschen Personalern durchgeführt wurde. Demnach greifen 62% der Befragten auf Xing zurück, während der Zweitgenannte – eine klassische Jobbörse – nur von 15% genannt wurde. Das nächste berufliche Online-Netzwerk erzielte nur 3% der Stimmen. Xing kommt somit viermal häufiger zum Einsatz als das nächstgereihte Tool und 20 Mal häufiger als das nächste berufliche Netzwerk. Thomas Vollmoeller, CEO der Xing AG: „Die Ergebnisse der Forsa-Umfrage zeigen, dass die Pflege des eigenen Xing-Profils für Fachkräfte von zentraler Wichtigkeit ist, um von neuen Karrierechancen zu profitieren.“ Die Umfrage bestätigt den Trend zum sogenannten Active Sourcing, also der aktiven Ansprache von Kandidaten durch die Personaler der rekrutierenden Firma. So bestätigen 77% der Experten, dass Fachkräfte vermehrt vom Unternehmen angesprochen werden, als dass sie sich selbst bewerben. Soziale Netzwerke sind dabei die am häufigsten eingesetzten Instrumente und rangieren mit einem Ergebnis von 39% noch vor der eigenen Datenbank des Personalers (28%).  www.xing.com

Steyr. IT-Experts Austria ist eine Standort- und Interessenvertretung zur Stärkung und zum Ausbau des Standorts Steyr am Nationalpark zur bevorzugten Region für die IT-Branche in Österreich. Wer in Österreich Ausbildung, Arbeitsplatz oder Mitarbeiter für IT sucht, kommt in die Region Steyr am Nationalpark, lautet die Vision der Initiative.

Die IT-Experts Austria veranstalteten am 3. Oktober einen Bildungsgipfel mit Vertretern der Wirtschaft und der Schulen.

Wolfgang Bräu Sprecher IT-Experts Austria

Dach der IT-Experts Austria noch intensiver zusammen. Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen wird künftig weiter forciert. „Besonders erfreulich war der Besuch von Vertretern der HTL Perg und der HTL Leonding; das zeigt uns, dass Steyr als IT-Metropole im gesamten oberösterreichischen Raum als Zukunftsraum gesehen wird“, freute sich Wolfgang Bräu, GF der Auris IT Consult und Sprecher von IT-Experts Austria. Weitere Meetings zur Abstimmung der Bildungsinhalte sowie die verstärkte Kooperation bei zukünftigen Diplomarbeiten wurden beschlossen. Gemeinsam wollen die IT-Experts Austria ihre Branche noch

Ausbildung und Wirtschaft in der Informationstechnologie werden vernetzt. Laufende Projekte und Maßnahmen schaffen Bewusstsein und Raum, um Steyr am Nationalpark zu Österreichs führender IT-Region zu machen. Gemeinsam mit der WKO Steyr luden die IT-Experts Austria zu einem Bildungsgipfel in Steyr. In den Seminarräumen des Unternehmens BMD trafen sich Vertreter der Schulen und Unternehmer aus ganz Oberösterreich. Wichtigste Erkenntnis aus dem Bildungsgipfel: Schulen und Wirtschaft arbeiten künftig unter dem

attraktiver für Frauen machen und somit den gesamten Arbeitsmarkt vollständig erschließen.

Weibliches Know-how „Die Veranstaltung war ein großer Erfolg; alle Teilnehmer bekannten sich zur Zusammenarbeit und betonten die wichtige Arbeit der Initiative IT-Experts Austria“, so Bräu. „IT-Bildung ist aktiv, IT-Bildung ist weiblich, IT-Bildung ist erwachsen, IT-Bildung ist kooperativ, IT-Bildung ist stark“, sind die fünf Thesen, die die Ergebnisse des Treffens zusammenfassen. Die IT-Experts garantieren den gemeinsamen Wissenstransfer zwischen Ausbildung und Wirt-

schaft und stellen damit sicher, dass eine ausreichende Zahl an Auszubildenden in Schulen und Unternehmen den künftigen Bedarf der Wirtschaft deckt. Durch den Rückgang des Mitarbeiterbedarfs in „klassischen“ Branchen wird auch die Chance ergriffen, durch die Förderung der Erwachsenenbildung erwachsene Menschen und ihr Wissen aus anderen Berufsfeldern für die ITBranche zu gewinnen. Dadurch können sich neue Synergien ergeben und ein viel größeres Zielpublikum erreicht werden. Gleichzeitig werden Frauen die selben Jobchancen wie Männer haben und somit weibliches Know-how für die Unternehmen gesichert.  www.steyr.it

Diversity-Preis meritus Jury hat sechs Organisationen für den „meritus – lesbisch schwul ausgezeichnet“ nominiert

Die Nominierungen für 2013 stehen fest Wien. „Mit den Nominierungen stehen 2013 wieder besonders engagierte Organisationen im Rampenlicht. Ihrem Engagement in der Diversity-Dimension ‚sexuelle Orientierung‘ und auch dem aller anderen Einreicher gebührt Respekt und Dank“, so Markus Knopp, Präsident der austrian gay professionals (agpro), einer Vereinigung schwuler und bisexueller Unternehmer, Fach- und Führungskräfte in Österreich. Der Verein ist ein berufliches und gesellschaftliches Netzwerk in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Kultur, besteht seit 1998 und ist überparteilich, aber politisch engagiert.

dem beruflichen, wirtschaftlichen und fachlichen Austausch und arbeitet daran, die Sichtbarkeit lesbischer Frauen im Erwerbsleben zu verbessern. Die siebenköpfige Jury, bestehend aus Vertretern der Wirtschaftskammer, des BM für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, der Arbeiterkammer Wien, der Wirtschaftsagentur und der Privatwirtschaft sowie Diversity-Ex-

perten, hat in der Kategorie bis 250 Mitarbeiter die Boston Consulting Group, Brainworker und den International Bookstore auf der Shortlist und in der Kategorie mit mehr als 250 Mitarbeitern Baxter, das BFI Wien und die MedUni Wien. Am 24. Oktober werden BM Gabriele Heinisch-Hosek und BM Rudolf Hundstorfer die Trophäen im Rahmen eines Gala-Abends in der WKO Sky Lounge überreichen.

Lesbisches Biz-Netzwerk „Mit den Nominierungen und der Verleihung Ende des Monats möchten wir zeigen, dass ein wertschätzender Umgang mit den Mitarbeiterinnen in jedem Fall lohnend ist“, ergänzt Eva Götz, Präsidentin der Queer Business Women. Das unabhängige Netzwerk lesbischer Führungskräfte, Unternehmerinnen und Expertinnen dient

„Mit den sechs ­Nominierten stehen besonders engagierte Organisationen mit Diversity-Dimension im Rampenlicht.“ Markus Knopp Präsident der austrian gay professionals agpro

© agpro

GF Thomas Vollmoeller freut sich über die große Xing-Beliebtheit.

agpro-Präsident Markus Knopp: „Engagement in der sexuellen Orientierung“.

Der Preis „meritus – lesbisch schwul ausgezeichnet“ wird seit 2009 von der agpro und den QBW vergeben. Die bisherigen Preisträger waren TNT Express Austria (2011), Bank Austria (2011), der Verein Eltern für Kinder (2011), IBM Austria (2009) und equalizent Qualifikationszentrum (2009).  www.meritus.or.at  www.agpro.at  www.queer-business-women.at


au s - & w e i t e r b i l d u n g

Freitag, 18. Oktober 2013

careernetwork – 75

Zentrum für Persönlichkeits- & Organisationsentwicklung GF Richard Gappmayer bietet optimales Training für europäische Unternehmer an

Neues Führungskräfte-Coaching michael bär

Kirchdorf an der Krems. Seit 2007 ist Richard Gappmayer GF des Zentrums für Persönlichkeits- & Organisationsentwicklung in Oberösterreich. Der ehemalige Topmanager aus der Wirtschaft war selbst mehr als 20 Jahre lang sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene erfolgreich tätig.

Mut für Entscheidungen Sehr viele Unternehmen, Manager und Primarärzte setzen heute auf seine Erfahrung. Gappmayers Können ist sowohl in Österreich und Deutschland, aber auch in der Schweiz sehr gefragt. Das belegt auch, dass seinen Newsletter mittlerweile mehr als 40.000 Menschen aus ganz Europa lesen und nutzen. Der Neoautor setzt in seinen Coachings und Trainings genau dort

an, wo andere Führungsmodelle aufhören zu wirken. Laut Gappmayer mangelt es den Führungskräften an Mut für Entscheidungen, die mit einem gesunden Risiko einhergehen. Führung ist kein intellektueller Akt, sondern ein emotionaler. Wird das außer Acht gelassen, verlieren sich menschliche Bedürfnisse aus den Augen – mit schwerwiegenden Konsequenzen für das Unternehmen und das Wirtschaftssystem. „Die Wirtschaft braucht Führungskräfte, die sich eines zutrauen: aus der eigenen Komfortzone herauszutreten und einen ganzheitlichen Führungsansatz leben

zu lernen“, erklärt Gappmayer. Ein Manager ist nicht allein „nur“ Manager, sondern lebt beständig im Spagat zwischen verantwortungsvoller Führungsaufgabe, dem eigenem Selbst und der Familie.

Hamsterrad führt ins Out Manager erhalten so wieder Lust an Führung und entkommen dem typischen Manager-Hamsterrad. Denn eigentlich ist es nicht der Arbeitsalltag, der energieraubend und mühsam ist und zu den klassischen Führungserkrankungen wie Burn-out führt. „Es ist einzig und allein das

Hamsterrad, das von innen jedoch aussieht wie die Karriereleiter, auf der man fortlaufend emporklettern soll. Laufen, laufen, laufen, um ja nicht aus dem Hamsterrad herauszufallen. Ein Versuch, der dauerhaft zum Scheitern verurteilt ist“, so Gappmayer. Zahlreiche Aufträge der letzten Jahre in Österreich, der Schweiz und in Deutschland geben Gappmayers Ansatz Recht. Inzwischen nutzen länderübergreifend Unternehmen die Kompetenz Richard Gappmayers, der im Übrigen auch als Kolumnist für renommierte Medien zu diesem Thema tätig ist.  www.gappmayer-trainings.at

© Wier PR/www.brigittecorn.at

Unternehmen, Manager, Primarärzte setzen auf neuen, modernen und ganzheitlichen Coaching-Ansatz.

Richard Gappmayer: Persönlichkeitsund Organisationsentwicklung.

Nordsee Fischexperten

Lehrlingswoche Wien. Nordsee legt bei den Lehrlingen großen Wert auf Eigenverantwortung. Das Unternehmen übergab den Lehrlingen eine Woche lang das komplette Management einer stark frequentierten und neu ausgestatteten Filiale in Linz. „Hohe internationale Standards in der Ausbildung stellen einerseits eine Lehre auf höchstem Niveau und damit hervorragende Karrierechancen für unsere Lehrlinge, andererseits Kundenzufriedenheit und Unternehmenserfolg für uns als Arbeitgeber sicher“, so Robert Jung, GF Nordsee Österreich.

Learning by Doing Im Zuge der Lehrlingswoche oblagen den Nachwuchs-Experten die typischen Aufgaben eines Store-Managers von der Warenbestellung und -kontrolle über die Personaleinteilung bis zur Kassaabrechnung, u.v.m. Aber auch Kreativität war gefordert: Bereits im Vorfeld haben die Lehrlinge einen speziellen Snack konzipiert, den sie bei der Lehrlingswoche präsentierten. Zusätzlich haben sie Promotion-Aktivitäten geplant, Flyer und T-Shirts entwickelt sowie ein Gewinnspiel organisiert, um die Lehrlingswoche bei Kunden und Passanten publik zu machen. Ergänzend zu Beratung, Verkauf an der Theke und Service im Restaurant standen auch umfangreiche praktische kaufmännische Aufgaben auf dem Lehrplan.  www.nordsee.at

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Universitätslehrgang Werbung & Verkauf Unsere absolventen sind aufsteiger

© Nordsee/Christina Anzenberger-Fink

Harald J. Mayer von Tchibo/Eduscho ist erfolgreicher Absolvent unseres Universitätslehrganges. Nach Beendigung seines Studiums startete er seine Karriere bei american express und war anschließend als Verkaufsdirektor bei Black & Decker tätig. als region Manager bei Duracell, mit Hauptverantwortung für Österreich, Zentraleuropa und die Türkei, sammelte er internationale erfahrung. Heute ist Harald J. Mayer Geschäftsführer von Tchibo/eduscho Österreich mit zusätzlicher Länderverantwortung für Südosteuropa.

werbung.verkauf@wu.ac.at, +43-1-313 36-4612, werbelehrgang.at Berufsbegleitende Universitätslehrgänge der WU executive academy. Mit Teamgeist zum Erfolg: Lehrlings­ ausbildung beim Systemgastronomen. 216x288 WU-Sujet Mayer 13-040_UL-WV_Medianet-216x288_Mayer_KW37.indd 1

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