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14. JahrganG NO. 1761

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dienstag, 18. februar 2014

TREVISION

visual solutions

a Trevision Holding Company

„wie im richtigen Leben“

Das größte Soziale Netzwerk ist zehn: Wie wird Facebook 2019 aussehen?  Seite 8

ATV-Marketingdirektor Gregor Schütze und Senderchef Martin Gastinger im Talk  Seite 8

© medianet/C. Mikes

Happy Birthday, Facebook! © fej

© APA/EPA/H. H. Young

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UNV ORB EISC HAU BAR

metro hat oberwasser

Frische Fische fischt … Über die „Stars“ im Metro-Frischfischsortiment  Seite 14

Gesundheit Regierung schätzt Mehrkosten auf 80 Mio. €, Zahnärzte rechnen mit ganz anderen Beträgen

Zahnspangen: Jetzt gehts um 400 Mio. Euro inhalt

© Franz Pfluegl

prime news & market watch

> SVA-Umfrage: Wo zwickt es die heimischen EPU?  3 marketing & media > Bilanz: Sky Österreich wächst und wächst ...  > Gallup Top 10: Billas „Gerti“ an der Spitze 

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© EPA/Rolf Vennenbernd

© Stephen Morrison/EPA/picturedesk.com

retail

> Veränderungen und neue Wege im Rewe-Konzern  15 special alkoholfrei

Langzeitstreit Gesundheitsminister Alois Stöger will die Zahnmedizin für Kinder ausbauen. Allerdings müssen da die Zahnärzte mitspielen. Doch die kämpfen seit Jahren mit den Kassen um Honorare, Leistungen und Öffnungszeiten.  Seite 2

Das größte Außenwerbenetz Österreichs:

> Italien: Diskussion um den Fruchtanteil in Säften  20 > Scarlett Johansson macht sich die Getränke selber  22

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C OV E R

Dienstag, 18. Februar 2014

© Verband Österreichischer Kieferorthopäden; APA/Georg Hochmutha

2 – medianet

Der Verband der Öst. Kieferorthopäden (li: VÖK-Präsident Brock ) warnt vor einer „Husch-Pfusch-Lösung“: Minister Stögers (r.) Rechnung sehe ca. 1.000 € pro Behandlung vor – für „qualitätsvolle Behandlungen zuwe-

Hintergrund Krankenkassen und Zahnärzte kämpfen seit Jahren um Kassenverträge und Honorare. Nun sollen Zahnspangen auf Kassenkosten kommen

Verhärtete Fronten und ein verbissener Kampf ums Geld

Regierung will Versorgung für Kinder und Jugendliche verbessern, Zahnärzte sind dafür, verlangen aber mehr Geld. Martin Rümmele

Wien. Sie war eines der zentralen Wahlkampfthemen der SPÖ, galt nach den Regierungsgesprächen als in weite Ferne gerückt und kommt nun überraschend doch: die Gratis-Zahnspange für Kinder und Jugendliche. Ab Juli 2015 werden die Kosten für Zahnspangen von Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Geburtstag von der Krankenkasse übernommen.

Tiefe Gräben „Wir stellen sicher, dass alle Kinder und Jugendlichen, die aus medizinischen Gründen eine Zahnspange brauchen, auch eine bekommen. Damit beugen wir schweren medizinischen Folgeschäden vor und entlasten jährlich die Familien von 85.000 Kindern“, freute sich vergangene Woche Gesundheitsminister Alois Stöger.

Er schätzt den jährlichen Mehraufwand für Zahnspangen auf 80 Mio. €. Doch so einfach scheint die Sache nicht. Denn bei Zahngesundheit geht es vor allem um eines: um viel Geld. Und nicht zuletzt deshalb gibt es auch tiefe Gräben zwischen Krankenkassen und Zahnärzten. Die Liste der Konfliktpunkte ist lang. „Zuletzt habe ich von einem Arzt gehört, der für eine Anästhesie privat beim Patienten kassiert hat, obwohl das Kassenleistung ist. Das Argument: Das sei eine spezielle, schneller abklingende Betäubung, die aber von der Kasse nicht bezahlt wird“, schildert ein Kassenmanager und ärgert sich: „So geht das nicht. Man kann nicht Kassenverträge machen und dann doch privat kassieren, indem man sie mit Argumenten umgeht, die für die Patienten nicht nachvollziehbar sind.“

Bei Zahnspangen stehe man im Kassenvertrag auf dem Jahr 1973, sagte bereits im Vorjahr bei einer Pressekonferenz Claudius Ratschew, Pressereferent der Österreichischen Zahnärztekammer und selbst Zahnarzt. Damals gab es viele der heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Angebote noch nicht, und „daher ist die Kieferorthopädie bis heute ein Stiefkind im Kassenvertrag“. Kinderzahnheilkunde sei nicht geregelt. Zumindest das soll sich jetzt ändern, hofft der zuständige Minister und forderte am Donnerstag die Vertragspartner auf, einen „modernen Vertrag mit leistbaren Preisen“ auszuverhandeln. Die zuständige Zahnärztekammer zeigte umgehend die Zähne. Für sie ist die Regierungseinigung eine „unverbindliche und inhaltsleere Ankündigungspolitik“. Man sei aber jederzeit gern für diesbezügliche Verhandlungen gesprächsbereit.

Auch der Verband der Österreichischen Kieferorthopäden (VÖK) bremst und warnt vor einer „Husch-Pfusch-Lösung auf Kosten der Patienten“. Und dabei geht es auch ums Geld. Stögers Rechnung sehe etwa 1.000 € pro Behandlung vor, sagt VÖK-Präsident Martin Brock, und das sei für qualitätsvolle Behandlungen nicht ausreichend. Schon allein die Ambulatorien der Krankenkassen würden für Behandlungen zwischen 4.700 und 4.900 € verrechnen. Die Honorarrichtlinien der Zahnärztekammer für eine Gesamtbehandlung lägen bei 5.700 €. Wären also im Extremfall Gesamtkosten von mehr als 400 Mio. € pro Jahr und damit auch reichlich Konfliktpotenzial.

„Wir glauben schon, dass die Preise für Zahnspangen sinken

Honorarstreit Nicht einmal Öffnungszeiten sind geklärt

Ungelöste Konflikte Wien. Die Zahnärzte hätten gar kein Interesse daran, dass die Kassen die Leistungen zahlen, sagen Kassen-Funktionäre. Seit 2006 werde über den bestehenden Gesamtvertrag mit der Zahnärztekammer verhandelt – ohne Ergebnis. Dabei geht es nicht um mehr Geld oder zusätzliche Leistungen, sondern um eine kuriose Situation: Der seit 1957 bestehende Vertrag wurde zuletzt in den 90ern verändert, aber nie an aktuelle Gegebenheiten angepasst. „Da stehen also Leistungen drin, die es längst nicht mehr gibt, weil sie veraltet sind. Andere wurden nicht der zahntechnischen Entwicklung angepasst und wieder andere kommen nicht vor“, heißt es seitens der Ärzte. Doch seit sieben Jahren gibt es keine Einigung darüber, diese Leistungen zu evaluieren und zu interpretieren, damit klar ist, was was kostet. Gibt es die Einigung nicht, können die Ärzte vom Patienten eigene Honorare verlangen; die Kassen erstatten dann zurück, was sie für gerechtfertigt halten. Das sind bei einer Krone etwa rund 400 €, beim Stiftaufbau etwas mehr als 100 €. Umgekehrt verrechnen die Zahnärzte im Schnitt oft mehr als das Doppelte. „Manche Kassen zahlen mehr – etwa die Beamtenversicherung. Da ist der verbleibende Selbstbehalt dann zum Teil marginal. Gebietskrankenkassen zahlen das, was die Leistung auch in ihren eigenen Ambulatorien kostet. Eine detaillierte Aufschlüsselung, was Leistungen genau kosten oder kosten dürfen, sei schwer, weil die Kassen unterschiedlich zuschießen, und das Angebot extrem breit ist. Hier brauche es eben genaue Verträge. Doch die Verhandlungen stocken seit Jahren beim Thema Mindestöffnungszeiten. Die Forderung der Kassen: 20 Stunden, verteilt über fünf Tage.

müssen.“ Hans Jörg Schelling Hauptverbandspräsident

Angeheizt wird es durch eine Ankündigung von Hauptverbandspräsident Hans Jörg Schelling: Er will in den Honorarverhandlungen für die Gratis-Zahnregulierungen für Kinder und Jugendliche die Preise drücken. „Hier glauben wir schon, dass die Kosten für die Zahnspangen deutlich sinken müssen“, sagte Hauptverbands-Vorsitzender Hans Jörg Schelling gegenüber dem Ö1Radio. Er schätzt die Mehrkosten auf 114 Mio. €, die Zahnärzte auf rund 160 Mio. „Wir werden natürlich den Mengenaspekt in die Honorarverhandlungen einbringen“, sagt Schelling, der damit rechnet, dass die Kostenübernahme durch die Kassen den Zahnärzten auch

mehr Geschäft bringt. Doch Brock gibt sich vorsichtig: „Wir wollen nicht ein System schaffen, wo Behandlungen aus Preisgründen auf allerniedrigstem Niveau durchgeführt werden.“ Rechnet man die Zahlen um, zeigt sich, dass es in den Verhandlungen für den einzelnen Spezialisten um viel Geld geht. Etwa 260 Kieferorthopäden oder spezialisierte Zahnärzte gibt es in Österreich. Die Zahl kennt niemand so genau, weil es keinen eigenen Facharzt für das Gebiet gibt, und die Spezialisten alle von der Zahnärztekammer vertreten werden. Je nach Verhandlungsergebnis geht es im Durchschnitt aber pro Arzt um eine halbe Mio. € (Kassenvorstellungen) oder um eine Mio. (Zahnärztevorstellungen) pro Jahr an Umsatz.

Zahnärzte können bremsen Das Beispiel reiht sich ein in die Liste der langjährigen Konflikte; die Spanne reicht dabei von nicht verrechenbaren Gratisleistungen bis hin zu überhöhten Honorarforderungen, Zahnkronen, für die es nur Zuschüsse gibt, bis hin zu langen Wartezeiten. Die Versorgung der Zahnmedizin über die Krankenversicherungen in Österreich lässt seit Jahren zu wünschen übrig. Zwar versuchen die Gebietskrankenkassen – vor allem jene in Wien, Oberösterreich und Vorarlberg sowie jene in Niederösterreich und der Steiermark –, über eigene Zahnambulatorien, wo sie ihre Versicherten zu günstigeren Tarifen behandeln, gegenzusteuern. Doch das geht nicht so einfach. Denn die Zahnärztekammer kann bremsen. Ein Zahnambulatorium ist rein formal eine spezielle Form einer Krankenanstalt und braucht damit eine Betriebsbewilligung. Die Zahnärztekammer hat bei einem Bedarfsprüfungsverfahren, das bei Leistungsausweitungen nötig wird, Parteienstellung.


Pr i m e N e ws

Dienstag, 18. Februar 2014

SVA Neue Studie zeigt: Ein-Personen-Unternehmen arbeiten viel, sind aber zufrieden; größte Belastung: Stress

SHORT

Wo zwickt es die EPU?

Bank Austria erwartet heuer 2 Prozent BIP-Plus Wien. Die Ökonomen der Bank Austria rechnen für 2014 mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum von zwei Prozent für Österreich. 2015 soll sich das Bruttoinlandsprodukt laut Konjunkturindikator auf 2,1% etwas weiter erhöhen. Im Vorjahr waren es nur 0,3%. Auf dem Arbeitsmarkt seien erste Anzeichen einer Stabilisierung erkennbar. Dadurch soll sich auch die Stimmung der Verbraucher aufhellen und der Privatkonsum steigen. Auch die Investitionen dürften anziehen.  (APA/red) © Franz Pfluegl

Peter McDonald: „Die Selbstständigen erwarten von der SVA Beratung und Begleitung.“

Peter McDonald, SVA Obmann-Stv.: „Setzen auf Anreize und Freiwilligkeit“.

Wien. „Für die Sozialversicherung der Selbstständigen ist Prävention ein zentrales Thema“, sagt Peter McDonald, Obmann-Stellvertreter der SVA (Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft). Über Bedürfnisse und Lebensumstände der Versicherten Aufschluss geben sollen nun die Ergebnisse des Gesundheitsförderungsprojekts „Gesund und arbeitsfähig von Anfang an“. Dabei wurden Wiener Solo-Unternehmer zwei Jahre lang begleitet, um Erkenntnisse über deren Zugang zum Thema Gesundheit zu erlangen und eine Sensibilisierung für den Zusammenhang von Gesundheit und unternehme-

rischem Erfolg zu erwirken. Speziell Einzelunternehmer sind von der eigenen Leistungsfähigkeit abhängig; dementsprechend groß ist die Sorge um die finanzielle Absicherung im Krankheitsfall. 58% der Befragten gaben an, dass dies ein deutlich merkbarer bis starker beruflicher Belastungsfaktor sei. 86% nennen „Pflege und den Erhalt der eigenen Gesundheit und Leistungsfähigkeit“ als sehr wichtigen Faktor für den Geschäftserfolg. Das Gesundheitsförderungsprojekt brachte auch interessante Erkenntnisse über die Wahrnehmung von Solo-Selbstständigen und deren Umgang mit der eige-

nen Gesundheit zutage: Sage und schreibe 83% der Befragten sind „sehr zufrieden“ oder „ziemlich zufrieden“ mit ihrer Arbeit (35%/48%). „Ziemlich unzufrieden“ oder „sehr unzufrieden“ sind drei Prozent. Die „Identifikation mit der beruflichen Tätigkeit“ und die „selbstbestimmte Gestaltung der Arbeit“ werden mehrheitlich als „voll verwirklicht“ eingestuft. Die Gesamtarbeitszeiten der Befragten liegen im Schnitt bei 42 Stunden pro Woche (Männer 46,6 Stunden, Frauen 39,2 Stunden). 20% arbeiten mehr als 50 Stunden pro Woche. Der am häufigsten genannte gesundheitliche Risikofaktor ist „Stress und Hektik“.  (red)

© APA/Hans Klaus Techt

Ex-Orange-Chef Michael Krammer startet neu

medianet – 3

Michael Krammer, Ex-Chef von Orange und tele.ring, „funkt“ bald wieder.

Wien/Paris. Der Mobilfunkprofi und Rapid Wien-Präsident Michael Krammer kann es nicht lassen. Der ehemalige Chef von tele.ring, e-Plus und Orange Austria geht in der zweiten Jahreshälfte mit einem eigenen Mobilfunkangebot on air. Er wird virtueller Netzbetreiber, sprich er tritt nach außen als vollwertiger Anbieter auf, nutzt aber das Funknetz eines bestehenden Anbieters; dem Vernehmen nach soll dies T-Mobile sein. „Ja, wir starten in der zweiten Jahreshälfte“, bestätigt Krammer der APA einen Bericht von „derstandard.at“. Für Details sei es noch zu früh, die fünf Eigentümer der Firma Ventocom GmbH, an der Krammer 33% hält, seien bereits operativ tätig, es gebe auch schon ein paar Mitarbeiter. Neben Mehrheitseigentümer Krammer sind auch noch Sabine Bauer, Christian Fuchs, Margot Hafner-Berchtold und Thomas Weber an Bord. Sitz des künftigen Mobilfunkers ist Wien, einen Marken­namen gibt es noch nicht. (APA)

© APA/Hans Klaus Techt

UCI Kinowelt feiert ihr „erfolgreichstes Jahr“

Feierlaune bei UCI: „deutlich positives“ Ergebnis, über zehn Prozent Marktanteil.

Wien. Der Kinobetreiber UCI Kinowelt blickt laut Aussendung des Unternehmens „auf das bisher finanziell erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte in Österreich“ zurück. Im Jahr 2013 habe ein „deutlich positives Ergebnis“ erzielt werden können, und der Marktanteil am österreichischen Kinomarkt habe sich wieder über der Zehn-Prozent-Marke eingependelt. „UCI Kinowelt konnte sich damit im vergangenen Jahr positiv von der Entwicklung im Gesamtmarkt absetzen“, heißt es. Das sei auch auf die Akzeptanz des Premiumsaalkonzepts „iSens“ zurückzuführen“ sowie auf Investitionen in den Standort in der SCS.  (red)

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f e atu r e

4 – medianet

Dienstag, 18. Februar 2014

feature@medianet.at

© Björn Tantau

b j ö r n ta n tau Online Marketing-Experte http: / /bjoerntantau.com

Björn Tantau

I

m Internet-Zeitalter kommt es häufiger vor, dass simple Ideen innerhalb sehr kurzer Zeit zu echten Erfolgsgeschichte avancieren, doch was mit Facebook passiert ist, sucht bis heute seinesgleichen. Dabei war die Idee an sich gar nicht so neu, und es gab schon vorher ähnliche Modelle. Friendster ist ein Beispiel dafür und auch MySpace. Aber: Facebook hatte die clevere Idee, ganz zu Anfang auf Exklusivität zu setzen, so dass zunächst nur bestimmte Personen beitreten konnten. Solche künstlichen Verknappungen funktionieren immer und lassen ein Produkt wertiger erscheinen, als es das eigentlich ist. Bei Facebook war diese Vorgehensweise vermutlich gar nicht nötig, denn das Verlangen, genau zu wissen, was andere im Freundkreis tun und wo sie sich aufhalten, führte schnell zur Ausbildung eines extremen Suchtfaktors.

Hollywoodtauglich verfilmt All das zeigt auch der 2010 erschiene Hollywood-Film „The Social Network“. Und auch wenn sich nicht alles genau so zugetragen hat wie im Film – der Streifen veranschaulicht doch, wie aus der Verkettung von guten Ideen und glücklichen Zufällen etwas sehr Großes entstehen kann. Schon im Dezember 2005 hatte Facebook sechs Mio. Nutzer und im April 2006 ging Facebook für mobile Endgeräte an den Start – bevor es das iPhone gab. Man kann dem Gründerteam um Mark Zuckerberg keinen Mangel an Ideen und Innovationen vorwerfen. Wie wir alle wissen, ist das mobile Internet mittlerweile der wichtigste Geschäftsbereich für Facebook und in den kommenden Jahren wird sich daran auch nichts ändern: Bis zu seinem 15. Geburtstag wird Facebook weiter alles daran gesetzt haben, das Thema „Mobile“ noch mehr zu priorisieren.

Stichwort Aufmerksamkeit Kleine Kinder brauchen Aufmerksamkeit. Jetzt ist Facebook zehn Jahre alt geworden und befindet sich auf der Schwelle von der Kindheit zur Pubertät. In fünf Jahren wird es mittendrin sein – und es ist spannend, sich zu überlegen, wie sich die digitale Pubertät auswirken wird. Der Weg in den letzten

Will man 2019 immer noch ein Big Player sein, gibt es zwei Optionen: Aus sich selbst heraus die Entwicklung neuer Ideen voran­ treiben oder aber in fremden Bereichen ­wildern.“ zehn Jahren war von jeder Menge Aufmerksamkeit begleitet. Kinder brauchen Aufmerksamkeit, keine Frage. Man muss sich intensiv um sie kümmern. All das hat man bei Facebook in den letzten Jahren mehr als erfolgreich getan und das Baby ist trotz Rückschlägenzu einem kräftigen Kind herangewachsen. Heranwachsende Kinder brauchen aber auch immer mehr zu essen, und irgendwann reichte es nicht mehr, einfach nur ein Soziales Netzwerk zu sein, Facebook brauchte mehr „Futter“. Dieses wird bei Internet-Firmen in der Regel mit neuem Kapital herangeschafft und so wagte sich Facebook vor knapp zwei Jahren an die Börse. Beim Börsegang ging viel schief, doch mittlerweile ist man erfolgreich – eben mit diesem Konzept, das vor zwei Jahren entworfen wurde. Schon damals hatte Zuckerberg das mobile Internet nach wie vor auf dem Schirm und erkannte, dass es die Zukunft ist. Dieser Weitblick wurde belohnt.

Die Börse bringt Geld Mit dem 2012 eingesammelten Geld konnte Facebook weiter wachsen, Innovationen vorantreiben und Firmen aufkaufen. Einer der bisher sinnvollsten Coups war die Übernahme von Instagram. Instagram erweist sich als Zugpferd im mobilen Internet. Face-

book wird sich darüber freuen, gleichzeitig muss man sich aber überlegen, was man den Usern in Zukunft bietet. Denn Konkurrenz ist da, auch wenn das heute noch niemand glauben will. Google+, das eigentlich nicht wirklich als reines Soziales Netzwerk gestartet ist, kann Facebook in den kommenden fünf Jahren durchaus gefährlich werden. Gleiches gilt für neue Soziale Netzwerke, die vielleicht aktuell noch gar nicht gestartet sind, aber aufgrund veränderter Altersstrukturen vielleicht dafür sorgen, dass Facebook überaltert – mangels Nachwuchs. Auch wenn es derzeit weiter wächst, was vor allem dem Zustrom neuer User aus der Altersgruppe der über 50-Jährigen zu verdanken ist, gibt es beim Nachwuchs ein Problem. Insgesamt gesehen ist das aktuell nicht bedrohlich, aber die Teenager von heute sind die Erwachsenen von morgen.

Von der Vision zur Realität Zuckerberg wollte ursprünglich „das gesamte soziale Leben an der Uni“ abbilden. Mittlerweile bildet er das soziale Leben auf einem Großteil des Planeten ab. Ob er sich das so vorgestellt hatte? Vermutlich nicht, doch aus der Idee, den eigenen Campus zu revolutionieren, entstand die Idee, „die Welt besser zu machen“ und sie „mehr zu vernetzen“. All das sind hehre Ziele und Facebook ist aktuell auf einem guten Weg, das zu erreichen. „Besser“ ist natürlich immer relativ, denn Kritiker sehen in Facebook nur eine weitere Datenkrake, die mit den Infos über die eigenen User viel Geld verdienen will. Und der Vorwurf ist berechtigt, denn genau das macht es. Einzig in welchem Umfang, ist offen. Andererseits muss sich ein Unternehmen wie Facebook finanzieren, weil es sonst nicht existieren könnte. Es ist nur deswegen gratis nutzbar, weil die Finanzierung über Werbung geht. Sie das wichtigste Instrument, um Ideen wie Facebook realisieren zu können. Und da ist es aus dessen Sicht legitim, diese Werbung verbessern zu wollen, wofür man möglichst viele Daten braucht.

Vormachtstellung Heute hat Facebook auf jeden Fall die Vormachtstellung im Internet, wenn es um Soziale Netzwerke geht. Das allein wird in den kommenden fünf Jahren aber nicht

ausreichen, um weiter auf Wachstumskurs zu bleiben. Und so hat Facebook im Kern zwei Optionen, wenn man auch 2019 immer noch ein „Big Player“ sein will. Am besten wäre es, wenn Facebook selbst auch sich heraus die Entwicklung neuer Ideen vorantreibt und dann letztendlich durch neue Produkte innerhalb oder außerhalb des bisherigen eigenen Mikrokosmos überzeugt. Neue Innovationen also, die von den Usern genau so heiß begehrt werden, wie das bei Facebook als neues, frisches und reines Social Network 2004 der Fall war. Die andere Option ist das „Wildern“ in fremden Bereichen. Facebook könnte sich weiterhin neue und erfolgreiche Geschäftskonzepte unter den Nagel reißen (siehe Instagram), sie sich einverleiben und damit neue Märkte erobern. Der Fall „SnapChat“ hat aber gezeigt, dass das nicht so einfach ist, denn die „SnapChat“-Gründer wollten einfach nicht verkaufen – auch nicht für drei Mrd. USD. Das war ein schwerer Schlag für Mark Zuckerberg, zudem seine eigene Kopie nicht überzeugen konnte. Mit Geld lässt sich also nicht alles lösen, und so scheint es dann doch sinnvoller, mit neuen Innovationen zu punkten.

Big Data allein reicht nicht Die Entwicklung macht auch deutlich, dass es nicht reicht, einfach nur viele Daten zu haben. Ohne sinnvolle Verknüpfungen der Daten, und ohne zu wissen, was genau man mit diesen Daten anstellen will, sind sie wertlos. Ich persönlich frage mich schon seit Jahren, warum Facebook seine Daten nicht nutzt, um eine wirklich „soziale Suchmaschine“ zu starten. Die Suchfunktionen innerhalb von Facebook überzeugen (mich) bis heute nicht und wenn Facebook das Leben der Menschen wirklich verbessern will, dass muss angefangen werden, echte Antworten auf die Fragen der User zu geben. Konkurrent Google will genau da hin, und auch Facebook wäre gut beraten, die Masse an Daten nicht nur für Werbeanzeigen zu verbraten. Wichtiger wird es in den kommenden fünf Jahren sein, den Nutzern wirklich zu helfen und ihnen somit das Leben zu erleichtern, ob nun mobil oder nicht – denn Antworten auf wichtige Themen braucht man immer, egal wo man

sich befindet. Funktionen, die diese Antworten liefern, werden Facebook immun machen gegen Mitbewerber, und im gleichen Atemzug wird es auch möglich sein, sich weiterhin neben Google als eine der wichtigsten Websites weltweit zu behaupten – oder Google sogar endgültig zu beerben.

Expandierende Konzepte 2004 war Facebook ein „expandierendes Konzept“. Es war neu, es war spannend, es war sexy – und alle wollten dabei sein. Solche Konzepte werden wieder gefragt sein, Facebook muss sich in den kommenden fünf Jahren ständig und immer wieder neu erfinden. Ob man das nun aus eigener Kraft tut und selbst entwickelte Ideen verwirklicht, oder ob man die eigene finanzielle Macht so einsetzt, dass spannende Konzepte von Dritten übernommen und weiterentwickelt oder einverleibt werden? Die kommenden Jahre werden die Antwort auf diese Frage bringen – oder auch nicht. Fakt ist, dass ein evolutionärer Stillstand Facebook an den Rand des Abgrunds bringen kann. Gefährlich kann das vor allem dann werden, wenn sich andere Unternehmen schneller als Facebook entwickeln und Funktionen anbieten, die Facebook einzuführen versäumt hat. Und mag der Wille zu Innovation und Evolution auch noch so stark sein – auch die Bedürfnisse der User müssen befriedigt werden, sodass Facebook sich auf gar keinen Fall zu sehr von seiner eigentlichen Kernkompetenz, nämlich der Vernetzung von Freunden untereinander, entfernen darf. Sofern Facebook diese Herausforderungen in den kommenden fünf Jahren meistern kann, wird man sich behaupten können und vermutlich noch mächtiger werden. Dabei sollte allerdings nicht ausschließlich auf den Aktienkurs und das Wohl der Aktionäre und Teilhaber geschaut werden. Facebook funktioniert nur deswegen, weil sich die User nach wie vor für die Plattform begeistern. Aus diesem Grund kann Facebook nur Bestand haben und wachsen, wenn die User Experience immer der wichtigste Kern der Weiterentwicklung bleibt. Und sofern das der Fall sein wird, freue ich mich schon heute auf ein weiteres, aufregendes halbes Jahrzehnt mit Facebook, tief, sinnvoll und nützlich verankert im digitalen Alltag der Menschen.

Happy Birthday, Ausblick Am 4. Februar 2014 wurde Facebook zehn Jahre alt. Schaut man sich die Geschichte des größten Sozialen Netzwerks an, dann wird klar: Hier ist etwas ganz Großes entstanden, das das Leben von Millionen von Menschen weltweit täglich beeinflusst. Allerdings wäre es langweilig, einfach nur in die Lobeshymnen einzustimmen. Viel spannender ist ein Ausblick auf die kommenden fünf Jahre. Wie wird Facebook 2019 aussehen, wenn es zum Teenager herangewachsen ist und sich mitten in der Pubertät befindet? Online Marketing-Experte Björn Tantau hat sich genau diese Frage gestellt.


Dienstag, 18. Februar 2014

f e atu r e feature@medianet.at

© APA/EPA/How Hwee Young

Facebook!

medianet – 5


th e opi n i on

6 – medianet

Kauderwelsch „M.I.T. has a reputation for turning out Dilberts. They may be brilliant in what they do, but no one can understand what they say“, schrieb Steven Pinker. Er muss es wissen, hat er doch 20 Jahre lang dort als Kognitionswissenschafter gelehrt. Sollten Sie weder Dilbert noch Pinker kennen, dann seien Ihnen beide ans Herz gelegt. Dies aber nur als Überleitung zu Dingen, die nicht nur semantisch, sondern auch faktisch völlig unverständlich scheinen. Interessanterweise auch aus der aufgeklärten Perspektive der Rückschau – wobei Brillanz natürlich keine Bedingung für Kauderwelsch ist. (Der Literaturhinweis musste einfach sein ...) „Ich habe keine Absicht, in den Vorstand zurückzukehren, ich habe keine Absicht und auch keine Fragestellung bisher bekommen, in einer anderen Eigentümergesellschaft, etwa der Landesholding, eine Funktion zu übernehmen. Das wäre nicht das, was ich will und ich glaube, das ist auch rein eine persönliche Entscheidung meinerseits“ (so der zu diesem Zeitpunkt bisherige Generaldirektor und neue Aufsichtsrats-

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Die unendliche ­Geschichte Wer die Schuld am Hypo-Desaster nur Haider und seiner zweifelhaften Entourage zuweist, hat sich zehn Lahre lang Augen und Ohren zugehalten. sabine bretschneider

chef Wolfgang Kulterer). Der Standard hatte sich im August 2006 die Mühe gemacht, Zitate aus der Pressekonferenz zum Vorstandswechsel bei der Hypo Alpe-Adria im O-Ton festzuhalten. Weiter im Text: „Wissen Sie, den Ausdruck ‚Rücktritt vom Rücktritt‘ den gibt es in der Politik. Bei mir gibt es den nicht. Ich

trage daher die volle Verantwortung. Stehe zu dem, was passiert ist. Trete hier zurück aus dem Vorstand und werde (...) in einer Aufsichtsratsfunktion hier weiterhin die Bank betreuen.“ So, und jetzt ist guter Rat teuer. Was wollte der gute Mann den Aufsichtsratkollegen zu diesem Zeitpunkt eigentlich

Dienstag, 18. Februar 2014

mitteilen? Dass er bereit ist, bei vollen Bezügen „die Verantwortung zu tragen“? Oder trotz voller Bezüge? Und: Darf man hiezu noch Kauderwelsch sagen – oder handelt es sich bereits um eine Finanzdienstleistungsvariante des Rotwelsch? Die Hypo hatte im Herbst 2004 mit Währungsswaps 328 Mio. Euro in den Sand gesetzt und die FMA warf Kulterer in diesem Zusammenhang Bilanzfälschung vor. Der Aufsichtsrat der Kärntner Landesholding ebnete als Reaktion darauf den Weg für die geplante Rochade vom Vorstand in den Aufsichtsrat. Im Dezember 2006 stieg Tilo Berlin ein, im Jahr darauf die Bayern LB, wieder ein Jahr später erhielt die Hypo fast eine Milliarde Euro aus dem Bankenhilfspaket. Das mit der „Verantwortung“ wollte Kulterer dann doch nicht so ernst gemeint haben.

mail to s.bretschneider @medianet.at

Gastkommentar Was CIOs über CMOs wissen sollten …

zitat des ta g e s Sigmund Freud

Gegen Angriffe kann man sich wehren. Gegen Lob ist man machtlos. w w w.zitate . at

IMPRESSUM

Botschaften des Marketings an die IT

Medieninhaber: „medianet“ Verlag AG 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at

Drei Dinge Erstens, wir sind ein Team: Von uns Marketing-Verantwortlichen oder CMOs wird vieles erwartet: Wir sollen für überragende Kundenzufriedenheit sorgen, schnell auf neue Entwicklungen reagieren und immer auf dem Laufenden hinsichtlich neuer Kommunikationskanäle und Technologien sein. Zudem sind wir in der Pflicht, das Kundenbeziehungsmanagement und Vertriebszyklen zu automatisieren und immer genau zu wissen, welche Maßnahmen am besten funktionieren – und welche nicht. CIOs und CMOs sprechen unterschiedliche Sprachen und arbeiten nach einer unterschiedlichen Agenda. Wir haben beide die grundsätzliche Aufgabe, das Wachstum und die Innovationsfähigkeit des Unternehmens voranzutreiben – und dabei für eine hohe Kundenzufriedenheit zu sorgen. Wenn es irgendetwas gibt, was ihr CIOs über uns CMOs wissen „Wenn zwei Meister solltet, ist es, dass auch wir immer versuchen, die bestmögliche technische Lösung einzusetzen und Innovatiihres Fachs mit­ onen zu fördern, die eine Automatisierung, Analyse und effiziente Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens einander sprechen ermöglichen.

(...), kommt es dabei

Abo, Zustellungs- und Adress­änderungswünsche:

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tel. 01/919 20-2100 medianet prime news (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Chef vom Dienst: Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/ Medien) Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Daniela Prugger (dp – DW 2228) medianet specials (specials@medianet.at) Redaktionelle Leitung: Britta Biron (bb – 2226) medianet financenet & real:estate (financenet@medianet.at) Chefredakteur: Gerald Stefan (gst) medianet advisory (advisory@medianet.at) Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Chris Haderer (hc) medianet destination (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) medianet careernetwork (careernet@medianet.at) Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj)

Gemeinsames Know-how entwickeln

© Sky

heute in medianet

„Serien werden das neue Kino sein.“

© Marie Jecel

Ka i Mit terlechne r , ­M anaging Direc tor Sky ­Ö sterreich, s. 9

„Das Wichtigste beim Gestalten eines Glases ist die Form, denn die Funktion ist recht schnell erfüllt.“ Marie Rahm ( Des i g n - D u o Po lka , „ Vöslaue r “), s . 2 4

Zweitens, wir wollen unsere technischen Fähigkeiten verbessern: Wir in der Marketingabteilung schätzen es, Erlebnissen.“ etwas von der IT zu lernen. Denn ein großer Teil unserer Arbeit hängt von technischen Hilfsmitteln ab. Wenn zwei kevin cochrane, Opentext Meister ihres Fachs miteinander sprechen – wobei ich als Marketingleiter mein Wissen über den Markt und neue Geschäftsmöglichkeiten einbringe, du als IT-Leiter hingegen deine technische Expertise –, kommt es dabei nicht selten zu Aha-Erlebnissen. Und das ist der Moment, aus dem sich für das Unternehmen Wachstumschancen ergeben. Aufgrund der heute so hohen Technologieabhängigkeit der Marketingabteilung müssen unsere beiden Disziplinen dazu in der Lage sein, sich zu verstehen und aus dem gemeinsamen Know-how den maximalen Nutzen für das Unternehmen zu ziehen. Drittens, stimmen wir unsere Ziele miteinander ab: Um das Marketing besser zu verstehen, sollte die IT im ersten Schritt unsere Ziele besser begreifen. Dafür bieten sich Arbeitsgruppen an, die bereits in einer sehr frühen Phase gemeinsame Erwartungen an ein Projekt abstimmen. Solange ihr CIOs euch nur um realisierte Projekte und Systemverfügbarkeit kümmert, wir CMOs dagegen nur um Kundenkontakte und Verkaufsmöglichkeiten, werden wir es schwer haben, gut zusammenzuarbeiten. Es ist daher notwendig, dass wir unsere Zeitplanung abstimmen und Investitionen in ein gemeinsames Projekt nicht nur als Kosten, sondern vielmehr als Gewinn für das Unternehmen sehen. Am schlagkräftigsten ist es, wenn wir – Marketing und IT – gemeinsam Projekte initiieren und diese auch gemeinsam auf Ebene der Geschäftsführung vortragen und verantworten. Auf diese Weise erhalten wir die bestmögliche Unterstützung für das Vorhaben von unseren Kollegen im Management.

© OpenText

nicht selten zu Aha-

Lektorat: ­ Christoph Strolz Grafik/­Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate ­Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­Jonke Anzeigen­produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell­ service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­ center-wien@redmail.at“ E ­ rscheinungsweise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr) Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr); 229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­ zeitraums bei 6-wöchi­ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­ gemeinen Geschäftsbedingungen; Ge­ richts­stand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 MedienG: http://www.medianet.at/footermenu/ mediadaten-impressum/

Kevin Cochrane, Chief Marketing Officer von OpenText; www.opentext.de Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

inside your business. today.

dienstag, 18. februar 2014 – 7

Verlagsgruppe News launcht Anfang April neuen Printtitel Woman Viva  Seite 10

Jubiläum

Gallup top Ten

Krennzgenial feiert 10-jähriges Bestehen mit einigen Neuerungen  Seite 10

Die Marketingbranche feiert im Studio 44 der Lotterien Seite 12

© leadersnet/K. Schiffl

Print

© Brigitte Gradwohl

© medianet/K. Schiffl

marketing & media „Wien Tag & Nacht“: So wie im richtigen Leben

© Sky

short

© leadersnet/Katharina Schiffl

Kai Mitterlechner, Sky Österreich-GF, präsentiert aktuelle Zahlen des Pay TV-Anbieters: So wuchs die Abonennten-Zahl hierzulande auf 319.400, der Umsatz steigerte sich auf 137,7 Mio. Euro. Sky ist das „mit Abstand dynamischste Medienunternehmen Österreichs“, so Mitterlechner. Seite 9

© Universal

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Dieter Scharitzer, neuer GallupGeschäftsführer, präsentierte gemeinsam mit der Österreichischen Werbewissenschaftlichen Gesellschaft die impactstärksten TV-Spots des Jahres 2013. An der Spitze setzte sich Billa vor Sky und Oreo durch. Zwei Agenturen zeigten dabei besonders auf. Seite 10

Hannes Eder, Präsident IFPI Austria, zieht Bilanz über die Musikbranche 2013: „Die Talsohle ist erreicht. Das Licht am Ende des Tunnels war kein Zug, sondern das StreamingService.“ 150 Mio. € sind am heimischen Musikmarkt umgesetzt worden, Musik-Streaming mit 330% Plus. Seite 11

© Bramac Dachsysteme International

medianet tv heute

Daily Soap Der österreichiche Sender ATV nimmt viel Geld in die Hand und ­startete gestern Abend mit „Wien Tag & Nacht“ Österreichs erste echte ­Daily Soap. medianet bat Marketingdirektor Gregor Schütze und Sender- & ­Programmchef Martin Gastinger zum Interview. Seite 8 Cannes Lions-Juroren Österreich sitzt heuer in drei Jurys beim wichtigsten Werbefestival der Welt: Direct, Media & Cyber

Thompson, Schwaighofer & Novidi in Cannes Wien/Cannes. Nun ist es fix: Zum wohl wichtigsten Werbefestival der Welt, den Cannes Lions, entsendet Österreich heuer gleich drei Juroren.

seso media group konzipiert neue 360-Grad-Kampagne von Bramac.  Seite 10

In der Kategorie Direct juriert Alistair Thompson (Demner, Merlicek & Bergmann), bei Cyber ist Simon Schwaighofer dabei (Red Bull Creative) und in der Kategorie Media sitzt Omid Novidi (MediaCom) in der Jury. Die Cannes Lions finden heuer zwischen 15. und 22. Juni statt.

© ORF-Enterprise (3)

Kreatives Dreiergespann

Direct: Alistair Thompson (D,M&B); Cyber: Simon Schwaighofer (Red Bull Creative) und Media: Omid Novidi (MediaCom).


c ov e r stor y

8 – medianet

Dienstag, 18. Februar 2014

„Wien Tag & Nacht“ Die Macher glauben fest an den Erfolg des Formats – die ersten 100 Folgen sind fix bestellt

seiteneinwurf

„Es gibt nix Fataleres, als plumpe Produktwerbung“

Freunderlgewirtschaftet

ATV startet mit „Wien Tag & Nacht“ die erste heimische Daily-Soap; die Vermarktung geht man umsichtig an.

Dinko Fejzuli

A

ngeblich ist das Archiv die Rache der Journalisten an vor allem Politikern, wenn es darum geht, quasi ex post deren Aussagen zu verifizieren oder als falsch zu entlarven. Was die Rache der Wähler an der Politikern ist, darüber bin ich mir nicht ganz im Klaren; das eigene Gedächtnis kann es nicht sein, denn: Tatsache ist, dass hier eine Partei, nämlich der Kärntner FPÖ-Ableger FPK bzw. BZÖ, ein ganzes Bundesland ins finanzielle Desaster (Freunderl)gewirtschaftet hat und als Ergebnis dieses ­Handelns nun in der bundesweiten Wählergunst ganz oben steht. Jene, die den finanziellen Scherbenhaufen aufräumen müssen, nämlich SPÖ & ÖVP, werden vom Wähler für die Misere abgestraft. Aber nicht, wie Kanzler und Vizekanzler wehleidig behaupten, für das Milliardenloch selbst, sondern: Der wütende Wähler straft sie für trotz Kenntnis der Lage jahrelange Unfähigkeit und Untätigkeit in der Sache selbst. Und es rächt sich dann eben im medialen Zeitalter, dass der Wähler scheinbar wirklich ein kurzes Gedächtnis hat und offensichtlich tatsächlich schon etwa vergessen hat, wer die Milliarden verludert hat. Anders sind die aktuellen politischen Wahlumfragen wirklich nicht zu erklären. d.fejzulimedianet.at

Wien. ATV schlägt mit „Wien Tag & Nacht“ ein neues Kapitel österreichischer Fernsehgeschichte auf, denn erstmals produziert ein Privatsender eine Daily Soap. Darin steht eine Wohngemeinschaft samt Freundeskreis im Mittelpunkt, die ihr aufregendes Leben in der Großstadt präsentiert. „Wien Tag & Nacht“ läuft ab Montag, dem 17. Februar 2014, immer wochentags im Vorabendprogramm um 18:15 Uhr. ATV glaubt an den Erfolg des Formats und hat fix bereits 100 Folgen bestellt. Der Plot ist schnell erzählt: Coole junge Leute, die noch Träume haben, mal verrückt sind und das Leben in vollen Zügen auskosten wollen, stehen bei „Wien Tag & Nacht“ im Mittelpunkt. Bei ATV kann man dabei sein, wenn sie die wahre Liebe finden, ihren Zielen nachjagen und sich ins pralle Leben stürzen. Oder aber Eifersucht und Missgunst erleben, Tiefschläge erleiden und auch mal ihrem Frust freien Lauf lassen. „Wien Tag & Nacht“ zeigt alle Facetten des Lebens. Dass das Konzept funktionieren kann, hat das Vorbild „Berlin Tag & Nacht“ auf RTL II gezeigt. medianet bat Sender- und Programmchef Martin Gastinger & Finanz- und Marketingdirektor Gregor Schütze zum Interview.

„Bei Wien Tag & Nacht zeigen wir das erste mal wirklich, wie g­ elebte Cross­ medialität erfolgreich

tipp des tages

funktionieren kann.“

© Orell Füssli Verlag

gregor schütze, Director of Finance & Marketing ATV

Hoppla, ich habe ihre Firma versenkt! Strategieentwicklung, Prozessoptimie­ rung, Talentmanagement: Die „verbale Trickkiste“ von Unternehmensberatern kann beeindruckend sein – wer wüsste das besser als Unternehmensberaterin Karen Phelan, die von sich selbst angibt, Firmen „kaputtberaten“ zu haben. Heute hat sie mit über 30 Jahren Berufserfah­ rung ihre eigene Beratungsphilosophie entwickelt und ist überzeugt: „Ein guter Manager zu sein, ist nicht viel anders als ein guter Mensch zu sein.“ Von unter­ nehmerischen Desastern und Ansätzen diese zu vermeiden. 21,95 €, Orell Füssli Verlag, ISBN: 978-3-280-05512-0

medianet: Gestern Abend um 18:15 startete nach eineinhalb Jahren Vorbereitung ATV sein Scripted-Format Wien Tag & Nacht. Wie kam es zum Entschluss, sich in das aufwendige Wagnis Scripted Daily Soap zu wagen? Martin Gastinger, ATV-Geschäftsführer & Programmchef: Ich kenne das Konzept von Anfang an und bin schon sehr beeindruckt, welchen Hype das Format schon in Deutschland ausgelöst hat, und irgendwann hab ich mir gedacht, wir müssen das auch haben. medianet: Wien Tag & Nacht ist ein TV-Format, doch das junge TV-Publikum bewegt sich auch auf anderen Kanälen. Wie wollen Sie das auflösen? Gregor Schütze (Director of Finance & Marketing): Crossmedial und zwar in der Tiefe seiner Bedeutung. Alle, Kunden, Medien und Auftraggeber, reden davon, und wir zeigen hier das erste Mal vor, wie es wirklich gelebt werden kann. Ein Beispiel: Noch bevor

© fej

dinko fejzuli

„Mussten es haben“: Gregor Schütze (ATV Director of Finance & Marketing) und ATV-Sender- & Programmchef Martin Gastinger.

auch nur eine Minute von Wien Tag und Nacht gesendet wurde, haben wir auf der WTN-FacebookFanpage, die Anfang Jänner gestartet wurde, bereits über 13.400 Fans – ein unglaublicher Erfolg noch vor dem echten Sendstart. Gastinger: Wir schreiben mit Wien Tag & Nacht Fernsehgeschichte, egal wie es ausgeht, denn es ist das erste Mal, dass sich die Kanäle in dieser Art vermischen und gegenseitig beeinflussen – in dieser Art Fernsehen zu machen, hat sich nicht einmal der ORF getraut. Das Schöne an ATV ist, dass wir mit Herbert Kloiber einen Eigentümer haben, der nicht nur Kaufmann ist, sondern auch ein echtes Herz für das Programm hat. medianet: Wie viel kostet Sie Wien Tag & Nacht? Gastinger: Das ist kein Geheimnis. Insgesamt rund fünf Millionen Euro, also pro Folge 50.000 Euro. medianet: Und wie sieht es mit Marketingaktivitäten für das neue Format aus? Schütze: Wir betreiben hier ein Marketing, wie es das schon lang nicht mehr gab. Wir setzten breit gefächerte Aktivitäten von Citylight, Infoscreen über Print, Online bis hin zu Radiospots. Das Schöne an Wien Tag & Nacht ist, dass auch die Presse bei einem täglichen Format täglich darüber schreiben kann, und das hat uns bisher gefehlt. medianet: Wenn man sich in der WG umsieht, fällt auf, dass relativ wenig Markenartikel herumliegen. Wie sieht es mit Product Placement aus? Schütze: Wir gehen hier sehr vorsichtig an die Sache heran. Nichts, was zu den Charakteren passt, wird in der WG zu finden sein. Am Anfang wird es auch nur einen Werbebreak geben, um den Fluss der Story nicht zu stören. Es gäbe nichts Fataleres, als wenn die Darsteller plötzlich plump für bestimmte Produkte mehr oder weniger subtil Werbung betreiben. Das ist auch eines der Learnings aus Deutschland. Man muss immer

glaubwürdig bleiben in der gesamten Darstellung, sonst funktioniert es nicht. medianet: Sie nennen Wien Tag & Nacht ein Scripted Entertainment. Was genau meinen Sie damit? Gastinger: Im Gegensatz zu anderen Sendungen, wo es zunächst ein Drehbuch gibt und dann erst die Darsteller gesucht werden, haben wir es umgekehrt gemacht: Wir haben zunächst die Darsteller gesucht, uns ihr Leben angesehen und dann ein Drehbuch rund um diese Charaktere gebaut. Es gibt keinen fertigen Text, sondern eine Story mit einem Beginn und einem Ende, und dazwischen heißt es viel improvisieren. Und das funktioniert nur, wenn die Darsteller, die diese Figuren verkörpern, auch in ihrem wirklichen Leben nicht weit weg von der dargestellten Figur sind. Generell funktioniert der Verkauf sehr gut, wir könnten sogar deutlich mehr Werbung unterbringen, aber das wollen wir gerade am Anfang zum Schutz des Formats nicht tun. medianet: Und wie sieht es mit den Vorgaben bei den Quoten aus? Schütze: Das derzeitige Format kommt aktuell auf gut 4% Marktanteil; mittelfristig erwarten wir uns hier schon eine Verdoppelung. In Deutschland brauchte das Ding gut acht Wochen, bis es so richtig abhob. In Österreich könnte es durchaus schneller gehen; bis dahin heißt es Augen zu und durch. medianet: Apropos Quoten: ATV hat als erster europäischer Privat-Sender überhaupt eine Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele übertragen. Was auffällt, ist aber, dass der ORF selbst ohne die Eröffnung mehr Zuseher hatte als Sie mit dem Spektakel. Gastinger: Dazu kann ich nur eines sagen, und das haben wir auch dem ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz persönlich gesagt: Das war ein extrem unfreundlicher Akt und war schäbig, dass der österreichische Ex-Monopolist sich so verhalten muss; mit einem Etikettenschwindel, wo er sagt ‚jetzt

melden wir uns live aus Sotschi‘ und unsere Sendung mit vier Stunden Live-Programm überdeckt und damit all jene Zuseher, die dort auf die Eröffnungsfeier gewartet hatten, bewusst in die Irre geführt haben. Es ist schade, dass der ORF nicht mehr Größe hat, und ich hoffe, dass sie das bei der Schlussfeier, die ja auch auf ATV übertragen wird, nicht nochmals machen werden. Ich habe wirklich nicht verstanden, warum es der ORF es nötig hatte, uns, aber vor allem den Zusehern, hier eine so reinzuhauen.

„Ich habe wirklich nicht verstanden, warum es der ORF nötig hatte, uns, aber vor allem den Zusehern, hier eine so reinzuhauen.“ martin Gastinger, ATVSender- & Programmchef, über die Olympia-Eröffnungssendung des ORF

medianet: Und zu den Quoten selbst? Gastinger: Wir sind zufrieden, denn wir hatten an diesem Sendeplatz noch nie 230.000 beziehungsweise in der Spitze 350.000 Zuseher. medianet: Aber zu welchem Preis? Gastinger: Allein darum geht es nicht, denn die Tatsache allein, dass wir die Übertragung hatten, hat uns viel positives Image gebracht, und die Übertragung eines solchen Großereignisses muss man als ganzheitliches Marketingtool sehen. Und dazu passt auch – und dafür möchten wir uns bei den österreichischen Kollegen auch sehr bedanken –, dass die Presse die Aktion des ORF während der Eröffnung nicht gutgeheißen hat, und dies auch in den jeweiligen Medien kundgetan wurde.


Medien

Dienstag, 18. Februar 2014

medianet – 9

Sky Der österreichische Pay-TV-Sender verzeichnete „exakt die gleiche Story“ wie der gesamte Konzern und freut sich über Steigerungen

Sky Österreich wächst weiterhin Für Österreich-Geschäftsführer Kai Mitterlechner ist Sky das „mit Abstand“ dynamischste Medienunternehmen in Österreich. Wien/Unterföhring. Für Sky war das Jahr 2013 ein Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens. Erstmals konnte der Pay-TVSender ein konzernweites EBITDA von 35 Mio. € verbuchen. Dies entspricht einer Verbesserung von

„Im Q1 2013 hatten wir 300.000 Abonnenten. Jetzt stehen wir bei 319.400.“ Kai Mitterlechner, Managing Director Sky Österreich

86 Mio. € im Jahresvergleich. Das anhaltende Kundenwachstum und der Anstieg des durchschnittlichen Umsatzes pro Kunde (ARPU) führten zu dieser starken Finanzperformance.

Österreich die gleiche Story „Es ist exakt die gleiche Story in Österreich“, wie Kai Mitterlechner, Managing Director Sky Österreich, im Gespräch mit medianet erklärt. „Sky Österreich wächst und wächst. Letztes Jahr hatten

wir im ersten Quartal 2013 rund 300.000 Abonnenten, jetzt stehen wir bei 319.400. Auch beim Umsatz konnten wir uns deutlich steigern und liegen bei 137,7 Mio. Euro Ende 2013. Wir sind mit Abstand das dynamischste Medienunternehmen in Österreich; wir haben zu den ganz Großen aufgeschlossen und kommen nach dem ORF und den zwei großen Verlagshäusern“, so Mitterlechner.

Facts Positives EBITDA Konzernweit (Österreich + Deutschland) erreichte Sky im Geschäftsjahr 2013 erstmals ein positives EBITDA von 35 Millionen €. Der Umsatz konnte um 16% bzw. 213 Millionen € auf 1.546 Millionen € gesteigert werden. Mehr ARPU, mehr Kunden Die Gründe für den wirtschaftlichen Erfolg liegen in der Steigerung der Abonnenten auf insgesamt 3,67 Millionen sowie einem durchschnittlichen Umsatz pro Kunde von 34,56 €, was eine Steigerung von 5,5% im Jahresvergleich bedeutet.

Sport, Fiction und Serien Als wichtigste Content-Treiber in Österreich identifiziert Mitterlechner weiterhin den Live-Sport, speziell Fußball, wie die deutsche, aber auch die österreichische Bundesliga, sowie die Rechte an der Champions League. „Außerdem haben wir im vergangenen Jahr in unserer Kommunikation stark auf die österreichischen Legionäre in der deutschen Bundesliga gesetzt.“ Weiters ist Fiction ein großer Schwerpunkt. „Wir erhalten immer größeren Kundenzuspruch über fiktionale Inhalte. Da sind natürlich die Hollywood-Blockbuster ein Schwerpunkt, aber auch das Thema Serie wird hier immer wichtiger; gerade hier haben wir mit HBO den besten Partner exklusiv an Bord, der die besten Serien zeitgleich zum US-Start garantiert.“ Ein weiterer Wachstumstreiber sind die Innovationen wie Sky Go, Sky Anytime oder die neue Online-

© Sky

Michael Fiala

Kai Mitterlechner: „Sky ist in die Mitte der Gesellschaft zugegangen.“

Videothek Snap by Sky mit Tausenden Filmen, Serien auf Abruf. „Fernsehen, wann man will und über alle Devices. Damit unterscheiden wir uns deutlich von den klassischen TV-Anbietern“, so Mitterlechner. Die typischen Sky-Kunden sind laut Mitterlechner über 35 Jahre und aufwärts und beziehen ein überdurchschnittliches Haushaltsnettoeinkommen. „Sky ist ein Familienprodukt geworden und damit auch ein Stück in die Mitte der Gesellschaft zu-

gegangen. Jahrelang wurde eine Randlage bei Sky kolportiert, mittlerweile ist unser Produkt in über 319.000 TV-Haushalten ein fixer Bestandteil der Unterhaltung“, führt Mitterlechner im medianetGespräch aus.

Serien sind das neue Kino Die Innovationen werden auch 2014 fortgeführt; verraten will Mitterlechner noch nicht allzu viel, „wir wollen den Überraschungs-

Sky Österreich im Trend Für Sky Österreich lief das Geschäftsjahr „exakt gleich“ (siehe Interview Kai Mitterlechner): 319.400 Abonnenten zum Jahresende 2013 (Nettozuwachs von 23.900 Neukunden, ein Plus von 8,1%) sowie eine Umsatzsteigerung um 10,9 Millionen auf 137,7 Millionen € (+ 9%) moment nützen.“ Inhaltlich wird sich Sky verstärkt den Serien widmen. So wird derzeit bereits die erste eigene Serie produziert, der Start wird für 2015 anvisiert. „Überhaupt wird das Thema in den kommenden Jahren noch wichtiger werden; Serien werden das neue Kino sein“, so der Österreich-Chef, der sich schon auf die Geschäftszahlen des kommenden Jahres freut: „Wir werden hart daran arbeiten, damit wir unser Wachstum weiter fortsetzen.“

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10 – medianet

Wien. Die Verlagsgruppe News VGN launcht, wie bereits avisiert – medianet hat berichtet –, einen weiteren Titel: Woman Viva soll mit erstmaliger Erscheinung am 3. April „gründlich recherchierte Storys für die beste Zeit im Leben der Frau“ bieten, so die VGN in einer Aussendung. „Wer Wert legt auf Texte mit Tiefgang, berührende und sinnstiftende Reportagen und journalistische Themenschwerpunkte, ist bei Woman Viva richtig aufgehoben“, erklärt Euke Frank, Chefredakteurin des VGN-Titels Woman und auch des neuen Frauenmagazins. Auf mindestens 130 Seiten zu einem Preis von 3,90 € spreche man „starke, anspruchsvolle Leserinnen an, die bereits ihre Erfahrungen im Leben gemacht haben“. Anett Hanck, CSO der Verlagsgruppe News: „Für unsere Partner in der Werbewirtschaft öffnet Woman Viva eine Chance, neue Zielgruppen zu erschließen: Leserinnen und Leser, die Ansprüche haben und diese verwirklichen wollen und können.“

© Bramac Dachsysteme International

seso media group für neue Bramac-Spots

Die Marke „Bramac“ soll mit den Spots emotional aufgeladen werden.

Wien. Die Bramac Dachsysteme International GmbH launcht einen neuen Werbeauftritt und lässt dafür österreichische Kabarettisten als Spatzen auf ihren Dächern „tanzen“. Als Darsteller konnten Angelika Niedetzky, Tobias Ofenbauer und Martin Schima gewonnen werden. Die Kreation und das 360-Grad-Konzept erfolgte durch die Wiener Agentur seso media group.

Lowe GGK für neuen Steirereck-Hauswein

© Lowe GGK

Wien. Das Haubenrestaurant Steirereck beauftragte die Lowe GGK, sowohl den Namen als auch das Design für den diesjährigen Hauswein, einen grünen Veltliner, zu kreieren. Die Herausforderung für Lowe GGK war, den Zusammenhang zwischen dem Gourmetrestaurant und dem edlen Wein bei der Gestaltung des Etiketts widerzuspiegeln.  (red) Weltliner als Anspielung für das „Restaurant von Welt“, so die Macher.

Gallup Top 10: Billas Gerti eroberte die Erinnerungen Billa an der Spitze vor Sky und Oreo; Demner, Merlicek & Bergmann dreifach, DDFG doppelt erfolgreich. Wien. Zum 29. Mal wurden am Donnerstag im Studio 44 der Österreichischen Lotterien die Gallup Top Ten prämiert. Präsentiert in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Werbewissenschaftlichen Gesellschaft WWG, reihte das Gallup Institut die impactstärksten TV-Spots des vergangenen Jahres. Den Platz an der Spitze als impcatstärkster TV-Spot 2013 sicherte sich Billa mit seinem Spot zur „Stickerpromotion – Wunder der Erde“, realisiert von der Kreativagentur Dirnberger de Felice Grüber mit dem Filmstudio Gebhard Productions und der Mediaagentur OMD. Der einprägsame Spot mit den Flamingos, die lauthals Gerti suchen und rufen, blieb auch bei den Konsumenten vor den TV-Bildschirmen am besten im Gedächtnis hängen. Silber sicherte sich Pay TVSender Sky mit dem Testimonial Hans Krankl, realisiert von move121, MediaCom und Lala. Das Treppchen komplettiert der Spot „Vater und Tochter“ von Oreo, als einziger der Top 10 nicht von einer heimischen Agentur umgesetzt. (Sämtliche Gewinner des Abends siehe Tabelle rechts.)

© DDFG/Gebhard Prod.; move121/LaLa; Draftfcb Paris/Quad

VGN launcht neuen Titel „Woman Viva“

Die Stärksten Rangliste der impactstärksten TV-Spots des vergangenen Jahres von Gallup mit der WWG

In Relation gesetzt

Die Top 3 der Gallup Top Ten 2013 von oben nach unten: Billa, Sky und Oreo als impactstärkste TV-Spots des letzten Jahres.

Neo-Gallup-Geschäftsführer Dieter Scharitzer betonte im Rahmen der Präsentation die Wichtigkeit der harten Währung Gallup Top 10. Diese testet die Erinnerung von TV-Spots beim Rezipienten am Tag nach Sichtung und stellt diese in Relation zum aufgebrachten Werbewert. Spots, die weniger oft geschalten wurden, aber dennoch hohe Erinnerungswerte hervorrufen, werden also höher gereiht. Die Gallup Top 10 messen seit knapp 30 Jahren und nahmen bereits 13.690 Spots unter die Lupe.  (hof)

G a l lu p T o p t e n 2 0 1 3

Marke/Produkt Sujet-Impactwert* Index** 1. Billa „Stickerpromotion – Wunder der Erde“ 53% 89 2. Sky „Erster“ 42% 85 3. Oreo „Vater und Tochter“ 37% 83 4. Spar „Stickermania – Abenteuer Berge“ 43% 78 5. Clever „Entscheidungen“ 40% 77 6. Wr. Städtische „Matratze“ 41% 76 6. Billa „60 Jahre Billa – Lose“ 40% 76 7. mömax „Kaktus“ 34% 75 8. Ja! Natürlich „Exkursion“ 31% 69 9. Lagerhaus „Genol Pellets“ 33% 68 10. Ölz „Butterzopf“ 32% 67

Kreativ Dirnberger De Felice Grüber move121 Draftfcb Paris Wirz Wien Nord Demner, Merlicek & Bergmann Dirnberger deFelice Grüber Demner, Merlicek & Bergmann Demner, Merlicek & Bergmann Ogilvy & Mather Draftfcb Partners

Media OMD MediaCom Carat Deutschland Wirz Omnicom MEC OMD Media1 OMD Mindshare PHD

Film Gebhard Prod. LaLa Quad Film+Co Filmhaus Wien PPM Filmhaus Wien Pingpong Close Up Sabotage Tausend Rosen

Quelle: Gallup; * Der Impactwert ist der %-Anteil der penetrierten Blockseher; ** Ranking aus Impactwert, GRPs zum Testzeitpunkt und Gefälligkeit; Pro Test 300 „TV-Seher gestern“, persönliche Interviews, 13.690 getestete Sujets, Testreihendurchschnitt: 20,7%.

Verlag Über die Entstehung der Werbeagentur, Status quo, Umzug, Special-Interest-Magazine, Ehrlichkeit & Fairness

Krennzgenial feiert 10-jähriges Jubiläum Fürstenfeld. Der KrennzgenialVerlag feiert sein 10-jähriges Bestehen und freut sich, dass sein all4familiy-Magazin als Österreichs erstes ÖAK-geprüftes Familienblatt erscheint.

hoteliers haben in ganz Europa die Hotelstandards, mittels hoher Sicherheitsniveaus selbst eintwickelten Smiley-Bewertungs-Systems und strengen Qualitätanforderungen, nach oben geschraubt. Ihr Augenmerk auf das Wohlbefinden der Eltern und Kinder zu legen, ist gut angekommen, denn heute können sie 4.100 Betten und über 3.000 Mitarbeiter für sich verbuchen.

Neuer Standort Ein weiterer Grund zur Freude ist der Umzug in die Steiermark: Fürstenfeld ist seit Beginn 2014 das Basislager des KrennzgenialVerlags mit seinem all4familyBlatt sowie den beiden weiteren Special-Interest-Magazinen all4pets und crazy4dogs. „Die neue Umgebung mitten im Grünen inspiriert uns und unser Team zu neuen kreativen Höhenflügen und ist ein wunderbarer Energieplatz zum Arbeiten und Leben“, so Martina Krenn, Chefredakteurin der drei Print-Medien. Rückblende: 2004 haben es sich Gerhard Stroitz und Siggi Neuschitzer, Geschäftsführer der Original Kinderhotels Europa, zur Aufgabe gemacht, ein FamilienLifestyle-Magazin auf den Markt zu bringen. Die beiden Kinder-

2005 wurde das all4familyMagazin von Martina Krenn und Martin Lagler in die Krennzgenial Werbeagentur + Verlag GmbH integriert. „Von Beginn an war Ehrlichkeit und Fairness gegenüber unseren Anzeigenkunden unser höchstes Gut“, so Geschäftsführer Lagler. Man konnte die Zielgruppen der mordernen Frauen und deren Familien für sich gewinnen. Diese

© Brigitte Gradwohl

short

Dienstag, 18. Februar 2014

Martin Lagler, Geschäftsführer, und Martina Krenn, Chefredakteurin von Krennzgenial.

Beliebtheit des Blatts ist an den bisher 4,92 Mio. gedruckten Ausgaben zu erkennen.

Treue Mitspieler „Die hochkarätigen Vertriebsund Kooperationspartner, wie z.B. Betriebe der Kinderhotels Europa, ÖBB, McDonald’s, XXX-Lutz und Ernsting’s family sowie unsere zahlreichen Kunden, wissen das seit Jahren sehr zu schätzen und sind zu treuen Mitspielern geworden“, meinen Martina Krenn und Martin Lagler. Dank vieler Partner, die das Magazin kostenlos an Kunden, Gäste und Besucher weitergeben, wurden kaum Streuverluste vermerkt und eine große Reichweite verbuchen. all4family lockt das ganze Jahr mit Jubiläumsangeboten. Doch auch all4pets und crazy4dogs sind in Partylaune und versehen jede der heurigen 14 Ausgaben mit Specials und Preisen. Bei Anruf werden Ihnen Mediadaten, Themenlisten und Vertriebswege zugesandt.  http://www. krennzgenial.at/index.htm


Fa c ts & Ba c k gr ou n d s

Dienstag, 18. Februar 2014

medianet – 11

Jahresbilanz 2013 Streaming-Services wie Spotify konnten im Jahr 2013 um 330% zulegen und geben der Branche Hoffnung auf Turnaround

Streaming als Musik-Heilsbringer Michael Fiala

Wien. „Die Talsohle ist erreicht; das Licht am Ende des Tunnels war kein Zug, sondern das StreamingService“ – mit diesen Worten bilanzierte Hannes Eder, Präsident IFPI Austria, das Musikjahr 2013. In Zahlen ausgedrückt, heißt das: 150 Mio. € wurden 2013 am österreichischen Musikmarkt mit physischen Tonträgern, OnlineVerkäufen, aus Lizenzerträgen und neuen Geschäftsfeldern erwirtschaftet. Das entspricht einem Rückgang von zwei Prozent gegenüber 2012, ein Jahr zuvor waren es noch acht Prozent. Dass der Rückgang dieses Jahr eben „nur“ zwei Prozent ausmacht, liegt am Boom der Streaming-Dienste wie Spotify & Co. Eder: „Streaming schlägt bei den Konsumenten ein wie selten ein Musikservice zuvor. Grenzenlos Musik hören, wann und wo ich will, ist offenbar ein Angebot am Puls der Zeit. Streaming entwickelt sich neben den Downloads zum zweiten digitalen Standbein am Musikmarkt und hat das Potenzial, die gesamte Branche wieder in Schwung zu bringen.“ Österreich sei – so Eder – im internationalen Markt weder besonders gut noch schlecht entwickelt. „Wir finden eine ziemlich inhomogenen Markt vor“, so Eder. Während Streaming-Dienste in nordischen Staaten wie Schweden oder Norwegen bereits 70% des Markts ausmachen, ist zum Beispiel in den USA der DownloadMarkt dominierend.

Musik-Streaming plus 330% Und wie sieht es in Österreich konkret aus? Mit einem Umsatzplus von 17% wächst der heimische Online-Musikmarkt zum neunten Mal in Folge und erreicht 2013 bereits 31 Mio. €. Damit stammt schon jeder vierte in Österreich mit Musik erwirtschaftete Euro aus den verschiedenen Musik-Angeboten im Internet. Hauptverantwortlich dafür sind die enormen Umsatz-Steigerungen mit Streaming-Abos: 6,5 Mio. € bedeuten eine Vervierfachung dieser Umsätze (+ 330%). Die physischen Tonträger CD, Musik-DVD und Vinyl erreichten 2013 einen Umsatz von 88 Mio. €, was einem Rückgang von acht Prozent bei einem nach wie vor hohen Umsatzniveau (Vergleichswert 2012: 96 Mio. €) entspricht. Die Lizenzeinnahmen über die Verwertungsgesellschaft LSG sind von 22,5 auf 23 Mio. € angestiegen und die Umsätze aus sonstigen Geschäftsfeldern – vor allem Merchandising und Synchrights – steuerten weitere rund acht Mio. € zum Gesamtumsatz von 150 Mio. € bei.

Alben nachgefragt Trotz steigender Beliebtheit von gestreamten Einzelsongs wird das Album als künstlerisches Konzept vermehrt nachgefragt – vor allem auch in digitaler Form als Download aus den zahlreichen OnlineShops. Der Umsatz mit dem Download ganzer Alben hat um vier Prozent auf 13 Mio. € zugelegt und ist damit das größte Einzelsegment am Online-Musikmarkt. Downloads von Einzelsongs gingen hingegen bei einem Umsatz von 10,5 Mio. € um acht Prozent zurück.

Der Konsum von Einzeltitel verlagert sich offenbar teilweise auf das stark wachsende StreamingSegment. Knapp eine Mio. € steuern Handy-Klingeltöne bei – ein konstanter Wert.

Nische „Vinyl“ boomt Interessant: Auch wenn immer mehr Musikfans die vielfältigen Online-Musikangebote nutzen, wurden 2013 auch mit physischen Tonträgern Umsatzzuwächse erzielt. Wie schon in den vergangenen Jahren hält der positive Trend beim Verkauf von VinylSchallplatten an. 2013 sind die Vi-

nyl-Umsätze wieder um satte 25% auf 2,5 Mio. € gestiegen. Der besondere Klang und das haptische Erlebnis machen Vinyl zu einem Kult-Produkt in einer florierenden Nische. Auch die Musik-DVD entwickelt sich positiv und konnte im vergangenen Jahr sogar ein Plus von 5% auf acht Mio. € Umsatz erzielen. Der Löwenanteil des Umsatzes mit physischen Tonträgerprodukten entfällt mit 77,5 Mio. € Umsatz nach wie vor auf die CD, ein Minus von 10% bei einem nach wie vor hohen Umsatzvolumen. Der Verlust von Präsentationsflächen im Handel macht es zunehmend schwierig, die vorhandene

Nachfrage nach CDs zu bedienen. Insgesamt wurde mit physischen Tonträgern ein Umsatz von 88 Mio. € erzielt (2012: 96 Mio. €, gemessen nach media control GfK Kassendaten). Neues Einnahmen-Potzenzial ortet die IFPI auch bei der Festplattenabgabe. Eine aktuelle OGHEntscheidung, wonach auch auf Festplatten eine Urheberrechtsabgabe anfällt, „könnte nun endlich dazu führen, dass österreichischen Künstlern und Produzenten diese Vergütung nicht mehr ungerechtfertigt vorenthalten wird“, so IFPI-Geschäftsführer Franz Medwenitsch.

© Universal

Lang diskutierte Festplattenabgabe könnte nach OGH-Entscheidung 2014 eingeführt werden.

Hannes Eder sieht die Trendwende: „Die Talsohle ist erreicht.“


Bi z-ta l k C LA S SI C

12 – medianet

Dienstag, 18. Februar 2014

Unique Talk Studio 44

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1. Günter Schweiger (WWG), Cathryn Binder, Stephanie Schubert, Kerstin Neu­mayer (alle Billa), Andreas Eisenwagen (DDFG), Patricia Gnauer, Bianca Beyer (OMD), ­Marion Janda, Tina Schildknecht, Raffaele Arturo (alle DDFG), Verena Soltitz, Florian Gebhardt, (Gebhardt Prod.), Dieter Scharitzer (Gallup); 2. Michael Wimmer-Lamquet (move121), Martina Flock (MediaCom), Walter Fink (Sky); 3. Heidi Hauer, Karina Küster, Lisa Panhuber (alle Mondelez International); 4. Helene Karmasin und Frank Wagenbauer (beide Gallup).

3

1. Josef Kalina (Unique Relations), Eugen Freund (Spitzenkandidat SPÖ), Matthias Strolz (Vorsitzender Neos), Margaretha Kopeinig (Kurier EU-Expertin), Gerald Groß (Moderator); 2. Rüdiger Wanzenböck (Austrian Standards), Michael Kofler (W24), Marcin Kotlowski (W24); 3. Andreas Ecker (RZB), Markus Leeb (News).

Diskussion über bevorstehende EU-Wahl

Österreich & die EU

Gallup Top Ten – impactstärkste TV-Spots

Die besten Spots Gekürt Zum bereits 29. Mal wurden letzte Woche die Gallup Top Ten der Österreichischen Werbewissenschaftlichen Gesellschaft WWG und Gallup, welche die impactstärksten TV-Spots ermittelt, des Jahres 2013 prämiert. An die Spitze setzte sich mit Respektabstand Billa mit dem Flamingo-Spot und Gerti, dahinter folgen Sky mit Testimonial Hans Krankl und Oreo mit der Anleitung zum richtigen Keks-Essen (die impactstärksten TV-Spots des vergangenen Jahres finden sich auf Seite 10).

Prämierung & Networking Im Vergleich zu den Vorjahren erstmals mit Krawatte bekleidet – was WWG-Präsident und Gastgeber Günter Schweiger mit einem Schmunzeln anordnete und die Anwesenden durchaus amüsierte –, führte TV-Anchor Volker Piesczek durch das Programm. Mit ihm gemeinsam auf der Bühne analysierte Werbeprofi Dieter Scharitzer, neuer Gallup-Geschäftsführer, die Eigenschaften und Kernmerkmale impactstarker Spots. Im Anschluss wechselte ein gut gefüllter Saal im Studio 44 der Österreichischen Lotterien zum gemeinsamen Networking. (red)

Günter Schweiger, Präsident der Österreichischen Werbewissenschaftlichen Gesellschaft.

medianet fundstück des tages

anno dazumal

© FM4

Kellerei Berlin In den Anfängen des vergangenen Jahrhunderts setzte man noch auf „alternative“ Heilmittel – so auch die Kellerei Berlin mit ihrem Santa Lucia Stärkungs-Rotwein. Sujettext: „Kellerei Berlin – Santa Lucia Stärkungs-Rotwein · Blutarme und Kranke trinken während der Rekonvaleszenz feurig süßen Santa Lucia Stärkungs-Rotwein. Nachahmungen bitte zurückweisen! Käuflich in Apotheken, Drogerien und Delikateß-Geschäften“. Anzeige vom 22. Dezember 1912.

© adsandbrands

On Demand 7 Tage FM4 Alles verfügbar Im Zuge der Digitalisierung und On Demand-Verfügbarkeit der ORF-Inhalte ist seit Mitte Februar nun auch das Programm des Radiosenders FM4 verfügbar. Der Öffentlich-rechtliche Sender stellt ein umfangreiches Service für seine Hörer zur Verfügung – auch abseits der klassisch linearen Radionutzung. So ist über das FM4 Trackservice jederzeit einsehbar, welcher Song aktuell gespielt wird. Wer eine Sendung verpasst oder nochmals hören möchte, konnte bis dato ausgewählte Sendungen und Kolumnen auch nach der Ausstrahlung anhören. Und die neueste Servicierung: Das komplette FM4-Programm kann zeitversetzt angehört werden – die kompletten 24 Stunden für jeweils sieben Tage. Der Player funktioniert auch auf Smartphones und Tablets, sowohl mit iOS wie auch mit Android. Mehr Informationen und Abruf:  http://fm4.orf.at/7tage

2

Unter die Lupe genommen Der aktuelle unique.Talk der PR-Agentur Unique Relations widmete sich diesmal ganz dem Thema der bevorstehenden EU-Wahl. Das „Wein & Co“ war einmal mehr Schauplatz, Agenturgründer Josef Kalina lud zum aktuellen Diskurs über die Rolle Österreichs in der EU und die bevorstehende Europa-Wahl. Unter der Leitung von Ex-„ZiB“-Anchorman Gerald Groß diskutierten Neos-Vorsitzender Matthias Strolz, der EU-Spitzenkandidat der SPÖ, Eugen Freund, sowie die Europa-Ressortleiterin Margaretha Kopeinig (Kurier) mit dem Ergebnis: „Eine höhere Wahlbeteiligung ist ein Erfolg für alle.“ Unter den Gästen der Diskussion gesehen wurden unter anderem Michael Gerbavsits (Vorstandsdirektor Energie Burgenland AG), Florian Größwang (GF Wein & Co), Fritz Klocker (GF Wien Süd Wohnungsgenossenschaft), Kurt Mann (Bäckermeister), Franz „Personal Branding – wie Sauseng (GF Interseroh), Wolfwerde ich zur Marke“, Event gang Schoiswohl (GF CAT), der ­Digitalista am Mittwoch, Elisabeth Stampfl-Blaha (GF 19. Februar, um 18:30 Uhr im Austrian Standards Institute), Stockwerk Coworking. InformaMonika Unterholzner (GF tionen unter  www.digitalista.at Wipark), Karin Zipperer (GF Hafen Wien).  (red)

Karriere

tipp des tages

präsentiert von

Rudi Bauer StepStone Österreich

Jenny Marx – die Biographie Die Frau an der Seite von Karl Marx war viel mehr als die Ehefrau von einem der bekanntesten Vertreter der Weltgeschichte: Jenny Marx begnügte sich nicht mit einem Schattendasein hinter dem „großen Karl Marx“, sondern beteiligte sich aktiv an der sozialistischen Bewegung. Eine Bestandsaufnahme über das Leben einer der geistig eigenständigen, starken Frauen des 19. Jahrhunderts. 24,90 €, Karl Dietz Verlag, ISBN: 978-3-320-02296-9

Neuzugang Rudi Bauer hat mit Anfang Jänner die Marketingleitung von StepStone Österreich übernommen. Er bringt langjährige Berufserfahrung als Geschäftsführer der CoolCar Service GmbH mit.

© Margit Hubner

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© Karl Dietz Verlag

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© Unique Public Relations/APA-Fotoservice/Rastegar

© leadersnet/Katharina Schiffl

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retail Rechtsstreit

Amazon verliert in Sachen Gutschrift für antiquarische Bücher  Seite 15

Karstadt

Miteigentümer Rene Benko erhöht die Karstadt-Mieten  Seite 16

© Brau Union

© Tchibo Eduscho

inside your business. today. Dienstag, 18. FebRuar 2014 – 13

© APA/H. K. Techt

© APA/EPA/O. Mehlis

medianet

Starke bohne

Ipanema Amarelo von ­Cafissimo, Rama mit Butter, Spar Veggie Feine Extra und Palatschinkenkochen mit Knorr Sweety. Seite 17

Tradition

Falkensteiner Braumeister Heinrich Green übergibt Funktion an seinen Sohn  Seite 18

Oberwasser für Metro beim Frischfischhandel

© EPA/Rolf Vennenbernd

short

© medianet/Christian Mikes

© dpa-Zentralbild/Hendrik Schmidt

Neue Struktur Rewe gründet unter Vorstandsvorsitzendem Alain Caparros (Bild) eine Einkaufsallianz mit der Schweizer Coop-Gruppe, dem belgischen Handelsunternehmen Colruyt und der italienischen Einzelhandelsgenossenschaft Conad. Zur weiteren Optimierung sind deutschlandweit weitere Logistiklager in Planung. Seite 15

Preisabsprachen Wegen vertikaler Preisabsprachen müssen die Privatbrauerei Zwettl und die Mohrenbrauerei je 82.500 € an Bußgeldern zahlen. Die Entscheidungen des Kartellgerichts sind rechtskräftig. Heinz Huber von der Mohrenbrauerei kritisiert jedoch die Vorgehensweise bei der Hausdurchsuchung.  Seite 16

Frisches Fischlein Ein Star im Metro-Frischfischsortiment: Den Steinbutt halten (v.li.) Mert Kececi (Einkauf Frischfisch), Helmut Schuster (Bereichsleiter Ultra­ frische) und Marc Groenewoud, GD bei Metro Cash & Carry Österreich. Seite 14

Umsatzziel verfehlt Wegen flauer Konjunktur in Europa und den Schwellenländern

Vevey. Die flaue Konjunktur in Europa und den Schwellenländern hat den Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé im vergangenen Jahr gebremst. Der Gewinn sank um rund 600 Mio. auf 10,0 Mrd. CHF (8,2 Mrd. €). Der Umsatz wuchs um 2,7 Prozent auf 92,2 Mrd. CHF (75,5 Mio. €). Beim organischen Wachstum blieb Nestlé mit 4,6 Prozent zum ersten Mal seit 2009 unter dem langfristigen Ziel von fünf bis sechs Prozent. Das laufende Jahr dürfte ähnlich ausfallen. „Das vergangene Jahr war herausfordernd, und 2014 wird voraussichtlich

© APA/EPA/Maxime Schmid

Nestlé im Wachstum bescheiden

Nestlé-Chef Paul Bulcke erwartet für 2014 ein Wachstum von fünf Prozent.

ebenso ausfallen“, sagte Konzernchef Paul Bulcke. Er erwarte ein Wachstum um fünf Prozent. Dass das Wachstumsziel verfehlt werden könnte, hatte Bulcke bereits im Herbst angedeutet. Er wies im Rahmen einer Medienkonferenz darauf hin, dass die Vorjahreszahlen sehr stark gewesen seien. Im vergangenen Jahr hätten sich zudem die Währungsturbulenzen in manchen Schwellenländern negativ ausgewirkt – das Wachstum ebenda betrug dennoch passable 9,3 Prozent; bereits 45% des Umsatzes stammen aus den Schwellenländern. (red)

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ti te l s tor y

Dienstag, 18. Februar 2014

© medianet/Christian Mikes

14 – medianet retail

frisch e exot en

Sortiment Mit dem vor Kurzem erfolgten EU-Beitritt Kroatiens hat sich die Versorgungslage weiter verbessert

Großhändler Metro C&C fischt frische Fische Logistik-Verteilzentrum in Frankfurt sorgt für rasche Auslieferung von frischem Fisch in ganz Europa. Christian Horvath

Wien. Rund 7,7 Kilo Fisch werden in Österreich pro Kopf und Jahr verspeist. Zum Vergleich: Beim Fleisch liegt der Verbrauch von Herrn und Frau Österreicher derzeit bei rund 67 Kilo. Dass die Lücke zumindest nicht größer wird, dafür sorgt etwa Metro als, so die Auskunft von Marc Groenewoud, Generaldirektor Metro Cash & Carry Österreich, größter Frischfischhändler in Österreich. In den zwölf österreichischen Märkten des deutschen Großhändlers werden 1.800 t frischer Fisch pro Jahr verkauft. „Für die hei-

mische Gastronomie ist Metro die wichtigste Bezugsquelle für frischen Fisch“, sagt Helmut Schuster, Bereichsleiter Ultrafrisch bei Metro Cash & Carry Österreich, anlässlich eines Pressegesprächs Ende vergangener Woche.

Dauerbrenner Lachs Das Gesamtsortiment an Fischen und Meeresfrüchten bei Metro beträgt etwa 150 Produkte: 30 verschiedene Süßwasser- und 70 Meeresfischarten sowie 50 verschiedene Sorten von Schalen- und Krustentieren. Der am häufigsten nachgefragte Wasserbewohner ist

der Lachs aus Norwegen; Schuster zufolge sind vor allem die großen Exemplare mit bis zu sechs Kilo Gewicht immer stärker gefragt: rund 500 t Lachs gingen 2013 über die Metro-Ladentische. Während der Lachs auch 2014 voraussichtlich der bestverkaufte Fisch bleibt, zählt Mert Kececi, Fischexperte bei Metro, den Wolfsbarsch und den Adlerfisch zu den potenziellen Newcomern 2014. Die Rolle des Adlerfischs würde hierzulande vor allem durch den EU-Beitritt Kroatiens untermauert. Durch die Kooperation mit lokalen Zuchtbetrieben kann das Produkt innerhalb von 24 Stunden in einem

österreichischen Metro-Großmarkt aufliegen. „Wolfsbarsch und Adlerfisch werden den Markt in Österreich 2014 beleben“, zeigt sich Kececi überzeugt. Die Schnelle der Lieferung ist naturgemäß bei frischem Fisch eine der wichtigsten Verkaufsargumente. Metro selbst verfügt – als Europas größter Frischfischvermarkter, wie Groenewoud betont – über ein eigenes Fisch-Logistikzentrum in der Nähe des Frankfurter Flughafens. Von dort werden die Großmärkte in Österreich täglich mit frischer Ware beliefert. Und wenn in Österreich jemand einen Red Snapper bestellt, dann, so die Metro-Manager, könne dieser etwa 48 Stunden nach einem Fang verfügbar sein.

Fisch aus Österreich

Quartalszahlen Gewinnrückgang zwischen Oktober und Dezember 2013

Metro kassiert seine Jahresprognose

Düsseldorf. Der Handelsriese Metro, zu dem neben der Eigenmarke Metro auch die Ketten Media Markt und Saturn gehören, hat nach einem durchwachsenen Weihnachtsgeschäft seine Jahresprognose gekürzt. Metro-Vorstandsvorsitzender Olaf Koch stellte seinen Aktionären für das Geschäftsjahr 2013/14 einen operativen Gewinn (EBIT) vor Sonderfaktoren von „etwa 1,75 Milliarden Euro“ in Aussicht. Noch im vergangenen Dezember hatte Koch angekündigt, den Wert von 1,7 Milliarden Euro „spürbar übertreffen“ zu wollen. Die Aktionäre können sich dennoch für das Geschäftsjahr 2013/14 wieder auf eine Dividende freuen; Metro habe im ersten Quartal „die Basis gelegt“, um die „Dividendenfähigkeit abzusichern“, sagte Koch. Über die konkrete Höhe der Ausschüttung wollte er sich noch nicht äußern. Die Metro-Aktionäre hatten für das vergangene Rumpfgeschäftsjahr 2013 keine Dividende erhalten. Metro verzeichnete von Oktober bis Dezember einen Rückgang des operativen Gewinns vor Sonderfaktoren auf 1,073 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern noch von Immobilienverkäufen profitiert – diesen fielen nun weg.

Nicht ganz so weit ist der Weg naturgemäß für Fische aus österreichischen Gewässern: „Bei Süßwasserfischen wie Forelle, Saibling oder Wels setzen wir auf regionale Lieferanten aus Österreich, mit denen uns langjährige Partnerschaften verbinden“, betont Kececi. „Damit können wir die größtmögliche Frische bei heimischen Spezialitäten garantieren.“ In Kooperation mit zwei regionalen Bodenseefischern bietet Metro seinen Kunden nachhaltige Wildfang-Fische aus dem Bodensee an. Kececi dazu: „Die Themen Nachhaltigkeit, Arterhalt und Vielfalt bei Frischfischen werden bei

Rund 150 Produkte Vom Red Snapper bis zum Thunfisch, vom Wolfsbarsch zum Adlerfisch: Die Fischtheke bei Metro bietet rund 150 Fische sowie Schalen- und Krustentiere von den Klassikern wie Lachs aus Norwegen über die Newcomer des Jahres, die laut Metro der Wolfsbarsch und der Adlerfisch sein werden. Neben den verschiedenen Exoten spielen aber auch Fische aus heimischer Zucht eine große Rolle beim deutschen Händler – der Selbstversorgungsgrad soll weiter gesteigert werden.

uns großgeschrieben. Wir fördern etwa die Wiedereinführung der Zucht von heimischen, urtypischen und seltenen Spezialitäten wie Äsche, Huchen, Schleie oder Seeforelle.“ Der Selbstversorgungsgrad Österreichs mit Fisch liegt ingesamt bei rund fünf Prozent.

AMA-Zertifizierung Metro beteiligt sich auch an Plänen, die heimische Produktion zu steigern; ein Selbstversorgungsgrad von 10% sei realistischerweise zu erreichen, so Kececi, sogar 15% seien maximal möglich, erklärt der Metro-Fischexperte, der für österreichischen Fisch auch eine Zertifizierung anstrebt. Metro engagiert sich deshalb als aktiver Partner der AMA für den ehestmöglichen Start mit AMA-zertifizierten Fischen und möchte in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnehmen. Die ersten zertifizierten Fische sollen noch 2014 in den Handel kommen. Wie überhaupt die Nachhaltigkeit beim deutschen Händler eine große Rolle spielt. So tragen etwa 50 frische und tiefgekühlte Produkte bei Metro das MSC-Gütesiegel. Im vergangenen Jahr hat der Großhändler die Zertifizierung nach dem neuen ASC-Standard durchlaufen – ein Standard, der etwa die Einhaltung von geringen Besatzdichten, keinen Einsatz von Antibiotika und die Verwendung von Futtermitteln mit wenig tierischen Bestandteilen garantiert.


r e ta i l & Pr odu c e r s

Dienstag, 18. Februar 2014

medianet retail – 15

Veränderungen Rewe-Vorstandsvorsitzender Alain Caparros wird Präsident der neuen europäischen, strategischen Handelsallianz CORE

Neue Wege im Rewe-Konzern Köln. Der Rewe-Konzern baut Einkauf und Logistik auf mehreren Ebenen um. Kosteneinsparungen und höhere Autarkie sind dem Vernehmen nach die Ursachen für diese Strategie.

88 Milliarden Euro Umsatz Erst kürzlich wurde bekannt, dass sich die vier europäischen Handelsunternehmen Colruyt (Belgien), Conad (Italien), die CoopGruppe (Schweiz) und Rewe Group (Deutschland) zur strategischen Allianz CORE mit Sitz in Brüssel zusammengeschlossen haben. Der zusammengerechnete Umsatz der vier unabhängigen Handelsunternehmen betrug im Geschäftsjahr 2013 rund 88 Mrd. €. Das entspricht einem Marktanteil in Europa von rund 6,7 Prozent. Die Allianz ist in 18 Ländern Europas präsent, in denen insgesamt rund 20.000 Märkte betrieben werden.

Zalando Umsatzsteigerung

Online-Trends

Frankfurt. Zalando hat 2013 trotz des späten Sommers und des milden Winters mehr Kleider und Schuhe verkauft. Der Nettoumsatz stieg im vergangenen Jahr um mehr als 50% auf knapp 1,8 Mrd. €. Ganz spurlos gingen die Wetterkapriolen an Zalando aber nicht vorbei: „2013 war ein schwieriges Jahr für Modehändler in Kontinentaleuropa. Die ungünstigen Wetterbedingungen haben insgesamt zu hohen Preisnachlässen im Modebereich geführt“, sagte David Schneider, Mitglied des Vorstands. Dies schlug sich im Gewinn nieder: Die Ebit-Marge lag weiterhin im negativen Bereich. Sie habe sich aber um rund einen halben Prozentpunkt verbessert von 7,2 Prozent im Jahr 2012, erklärte die Firma. (APA)

Entscheidung Amazon

Buchpreisstreit Frankfurt. Amazon verstößt mit der Einlösung von Gutscheinen für den Ankauf gebrauchter Bücher beim Kauf neuer Bücher gegen die gesetzliche Buchpreisbindung. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt entschieden und damit der Klage des Börsenvereins des deutschen Buchhandels recht gegeben. Letztlich bezahle Amazon den Preisnachlass aus dem eigenen Rabatt und erhalte damit nicht den gebundenen Preis, so die gerichtliche Entscheidung.

Zum Präsidenten der Allianz haben die Unternehmen Alain Caparros, Vorstandsvorsitzender Rewe Group, ernannt. „Mit CORE haben die Partner eine Allianz geformt, die eine Antwort auf die wachsenden Herausforderungen des Wettbewerbs in Europa und der zunehmenden Internationalisierung des Lebensmitteleinzelhandels gibt“, erklärt Caparros. „Durch gemeinsamen Einkauf wollen wir allen unseren Kunden noch bessere Preise bieten“, so Caparros und weiter: „Zugleich werden wir weiterhin internationale Partnerschaften insbesondere mit den Unternehmen der Lebensmittelindustrie aufbau-

en. Mit einem konsolidierten und erfolgsorientierten Management bietet CORE seinen Lieferanten attraktive Wachstumsperspektiven.“

Frisches O+G aus dem Lager Die Preisoptimierung dürfte auch eine der wesentlichen Ursachen dafür sein, dass Rewe das Obst- und Gemüsegeschäft in der Logistikabwicklung verändert. Dafür werden aktuell die notwendigen Strukturen geschaffen. Unter dem Dach der Rewe Group Fruchtlogistik GmbH, die nach drei Jahren der Vorbereitung Mitte vergangenen Jahres gegründet wurde,

sollen künftig vier bis fünf sogenannte Kopflager geführt werden, die als Zwischenebene den knapp 20 regionalen Lagern vorgeschaltet werden. In diesen neuen Lagern werden komplette Lkw-Ladungen mit Waren, also Obst und Gemüse, vom Ursprung oder von den Häfen von den Mitarbeitern filialgerecht vorkommissioniert und an die angeschlossenen vier bis fünf Regionallager weitergeleitet. Dort könnte es ohne weitere Ein- und Auslagerung und gebündelt mit anderen Frischeprodukten an die Filialen geliefert werden – das soll auch der Frische dienen.  (jm)

© EPA/Rolf Vennenbernd

Mehr Frische und Autarkie bei Obst und Gemüse durch deutschlandweite „Kopflager“ geplant.

Alain Caparros will durch gemeinsamen Einkauf bessere Preise erzielen.

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R e ta i l & Pr odu c e r s

16 – medianet retail

Dienstag, 18. Februar 2014

Preisabsprachen Heinz Huber von der Mohrenbrauerei kritisiert Vorgehensweise der BWB bei Hausdurchsuchungen

short

Kritik an BWB-Methoden

Brau Union fordert nachhaltiges Brauen Linz. Die Brau Union Österreich setzt sich für die Zukunft drei strategische Schwerpunkte: Das Brauunternehmen will die Umweltauswirkungen seiner Produkte verbessern, Mitarbeiter und die Gemeinschaften stärken und die Rolle von Bier in der Gesellschaft positiv beeinflussen, denn: Die österreichische Bierkultur soll in Einklang mit den modernen sozialen und ökologischen Herausforderungen gebracht werden.  (red)

Die Privatbrauerei Zwettl und die Mohrenbrauerei müssen Bußgelder in der Höhe von 82.500 € zahlen. Weg zu gehen. Seit Jahrzehnten führe die gesamte Industrie Verkaufsgespräche mit dem Handel, für die Konsumenten habe es dadurch keinerlei Nachteile gegeben. Die 82.500 €-Strafe nannte Huber „ärgerlich, denn die müssen erst einmal wieder verdient werden“. Bei der Hausdurchsuchung sei er sich „wie ein Schwerverbrecher“ vorgekommen.

Daniela Prugger

Dornbirn. Ende Jänner setzte es die nächsten Strafen für Preisabsprachen im Supermarkthandel. Jeweils 82.500 € müssen die Privatbrauerei Zwettl und die Mohrenbrauerei zahlen, teilte die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) mit. Zwar sind die Entscheidungen des Kartellgerichts rechtskräftig, und die Strafen wurden von den Brauereien akzeptiert. Die Vorarlberger Mohrenbrauerei äußert jedoch harsche Kritik an den Vorgehensweisen der BWB. „Ich weiß noch immer nicht, was wir falsch gemacht haben“, erklärte Heinz Huber als geschäftsführender Gesellschafter der Mohrenbrauerei Heinz Huber KG. Überhaupt habe man die Strafe des Kartellgerichts nur deshalb anerkannt, um einem langwierigen und kostenintensiven Rechtsstreit mit unsicherem Ausgang aus dem

Die ermittelnden BWB-Mitarbeiter hätten, so Huber, „nicht die geringsten Manieren“ gezeigt. Naturgemäß sei eine Hausdurchsuchung nichts Erfreuliches, aber ein solches Verhalten von Behördenseite habe er bisher noch nie erlebt. Die Strafen gegen Brauereien wurden wegen vertikaler Preisabsprachen mit den Supermarktketten verhängt, die Endverkaufspreise wurden abgestimmt.

© dpa-Zentralbild/Hendrik Schmidt

© dpa/Victoria Bonn-Meuser

Absatz der Kaffeekapsel boomt in Deutschland

Vertikale Preisabsprachen

Wegen vertikaler Preisabsprachen müssen die beiden Brauerein Strafe zahlen.

Im Gegensatz zu den Kapseln ging der Absatz bei Röstkaffee zurück.

Lenta mit fünf Mrd. $ bewertet

Besuch bei der Schwedenbombe Wien. Der Fortbestand der österreichischen Traditionsfirma Niemetz ist gesichert. Die Heidi Chocolat AG führt den Betrieb fort, 20 neue Arbeitsplätze werden geschaffen. Einen wichtigen Beitrag zur Rettung der Schwedenbomben leistete die Social Media-Plattform „Rettet die Niemetz Schwedenbombe“.

Social Media-Aktionismus Die von Petra Baumgartner initiierte Gruppe erreichte binnen kurzer Zeit über 40.000 Mitglieder. Dieses Engagement wurde mit einer exklusiven Führung durch die Produktion, einem 10-Jahresvorrat an Schwedenbomben und dem Titel „Niemetz Schwedenbomben Ehrenbotschafter“ belohnt.  (red)

Die Niemetz-Ehrenbotschafter Gerald Kitzmüller, Petra Baumgartner und Oskar Philip.

Karstadt Laut Insidern ergibt sich für Benko fast 1 Mrd. €

Kosmetik Douglas will in Frankreich Nummer 1 werden

Wien/Essen. Erst vor wenigen Monaten erwarb der Tiroler Immobilieninvestor Rene Benko die Luxus- und Sport-Sparte der deutschen Kaufhauskette Karstadt. Nun macht Benko wieder von sich reden, indem er die Mieten in den Karstadt-Häusern erhöht; das berichtet die Süddeutsche Zeitung. In den Premium-Häusern Oberpollinger in München, dem Alsterhaus in Hamburg und dem KaDeWe in Berlin steigen die Mieten auf ins-

Hagen. Der deutsche Drogeriefachhändler Douglas teilte die Übernahme der drittgrößten französischen Parfümeriekette Nocibé mit. Der Kaufvertrag sei bereits am Freitag unterzeichnet worden, hieß es vonseiten der DouglasGesellschafter in Hagen. Durch die Übernahme wird die Handelsgruppe nach eigenen Angaben, gemessen an der Zahl der Filialen, zur neuen Nummer eins auf dem hart umkämpften französischen Parfümeriemarkt. Die Kartellbehörden müssen der Übernahme noch zustimmen.

Benko hebt Karstadt-Mieten an

© Julien Warnand/EPA/picturedesk.com

Kraft Foods machte im 4. Quartal mehr Gewinn

© APA/Hans Klaus Techt

Kraft Foods verdiente dank der Kostensenkung deutlich mehr.

Immobilieninvestor Rene Benko hat die Mieten in den Karstadthäusern erhöht.

gesamt mehr als 20 Mio. € in den ersten fünf Jahren. Auch Warenhäuser, die nicht zur Luxussparte zählen, seien von den Mieterhöhungen betroffen. In Dortmund und Dresden sollen die Mieten im ersten Jahr jeweils um mehrere Hunderttausend Euro steigen, im zweiten Jahr um das Doppelte.

Zugesagte Investitionen In Dortmund und Dresden sollen die Mieten im ersten Jahr jeweils um mehrere Hunderttausend Euro steigen, im zweiten Jahr um das Doppelte. Das Sporthaus an der Hamburger Mönckebergstraße soll im ersten Jahr bereits über eine Mio. € mehr Miete zahlen. Nur wenige Häuser seien von den Erhöhungen ausgenommen. Addiert man die Mieten und rechnet sie auf die Laufzeit hoch, ergibt sich für Benko, so Insider, fast 1 Mrd. €. Die Verträge seien auf 30 Jahre verlängert worden. Dem stehen zugesagte Investitionen von rund 300 Mio. € gegenüber, davon sollen 275 Mio. € von Benkos Immobilienfirma Signa kommen.  (red)

Douglas kauft die Kette Nocibé

Einkaufsmacht von Douglas könne durch die Übernahme gesteigert werden. Douglas ist zwar Deutschlands größte Parfümeriekette, musste sich aber bisher in Frankreich mit einem abgeschlagenen vierten Platz unter den Anbietern zufriedengeben. Am Umsatz gemessen, dürfte aber weiterhin der Rivale Sephora die Nase vorn haben. Der in Frankreich schleppende Online-Handel könnte noch zum Thema werden.  (red)

Mehr Marktpräsenz Das Unternehmen verfügte gerade einmal über 170 Filialen. Die Übernahme des rund dreimal so großen Rivalen bedeutet deshalb einen großen Sprung nach vorn. Früheren Angaben zufolge kämen Douglas und Nocibé mit ihren rund 625 Filialen zusammen auf einen Umsatz von rund 600 Mio. €. Über den Kaufpreis machten die Douglas-Gesellschafter keine näheren Angaben. Nicht nur die Marktpräsenz, sondern auch die

© dpa/Rolf Vennenbernd

Köln/Düsseldorf. In Düsseldorf wurden wieder die EuroShop RetailDesign Awards vergeben. In diesem Jahr wurden 84 Projekte aus 31 Ländern eingereicht. Entscheidend für die Prämierung war ein ganzheitliches Storekonzept mit klarer Sortimentsbotschaft. Prämiert wurden das Coop.fi Novoli in Florenz, der Puma Brand Store in Osaka und das Simons West in Edmonton.  (red)

Moskau. Die Emission des russischen Handelskonzerns und Metro-Mitbewerbers Lenta stößt laut den beratenden Banken auf reges Interesse. Es seien bereits alle Papiere inklusive der Mehrzuteilungsoption gezeichnet. Mit einem erfolgreichen Börsengang von Lenta steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch Metro nachzieht. Der deutsche Handelsriese plant ebenfalls, einen Teil seines russischen Großmarktgeschäfts in London an die Börse zu bringen. Am Freitag teilte Lenta mit, dass die Papiere zwischen 9,50 und 11,50 USD kosten sollen. Damit würde der Konzern mit bis zu 5 Mrd. USD (3,65 Mrd. €) bewertet. 19 Mio. Aktien sollen an die Börse gebracht werden.  (APA)

© Heidi Chocolat/APA-Fotoservice/Hinterramskogler

Prämierung der besten Store-Konzepte

Northfield. Der US-Lebensmittelkonzern Kraft Foods hat im vierten Quartal dank Kostensenkungen deutlich mehr verdient als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn kletterte auf 931 Mio. USD (685,92 Mio. €) von 90 Mio. USD. Der NettoUmsatz erhöhte sich um 2,3% auf 4,6 Mrd. USD. 2012 hatte Kraft die Snacksparte unter dem Namen Mondelez ausgegliedert. Unter diesem Namen sind nun Marken wie Milka oder Jacobs gebündelt. Kraft selbst ist vor allem mit Getränken und Käseprodukten im Geschäft.  (APA)

IPO Zieht Metro nach?

Niemetz Heidi Chocolat AG bedankte sich bei „Rettet die Niemetz Schwedenbombe“

München. Die Kaffeekapsel erlebt einen Boom in Deutschland. Das Nachrichtenmagazins Focus berichtet, dass der Absatz 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 27,5% gestiegen ist. Hingegen sei der Absatz von traditionellem Röstkaffee um 10% zurückgegangen. Demnach haben 5,8 Mio. Verbraucher in Deutschland 2013 Kaffeekapseln gekauft, 20% mehr als im Jahr davor.  (APA)

Douglas will mit der Übernahme von Nocibé seine Marktpräsenz ausbauen.


pr odu c t n e ws

Dienstag, 18. Februar 2014

medianet retail – 17

Rama holt sich Butter, die Feine Extra sagt sich vom Fleisch los Product News Ipanema Amarelo von Cafissimo, Rama mit Butter, Spar Veggie Feine Extra und Palatschinkenkochen mit Knorr Sweety. Spar Veggie Vegetarische Feine Extra basiert auf reinem Pflanzen- und Milch-Eiweiß, ist glutenfrei und liefert aufgrund des intensiven Geschmacks eine Alternative für echte Fleischtiger. Auch die Vegetarische Gurkerl Extra ist fleischlos und gilt als kulinarischer Fixstarter für die Fastenzeit – oder eben für jene 9% der veganen oder vegetarischen Österreicher.

Ein neuer Brotaufstrich verschreibt sich dem Genuss: Rama ist auf die Butter gekommen und die neue Rama mit Butter soll nun das Beste von Rama mit dem Besten der Butter kongenial verbinden. Der Butteranteil beläuft sich auf exakt 21% – wodurch auch die berühmte RamaStreichfähigkeit gewährleistet ist.

© Tchibo Eduscho; Spar; Rama

Kategorie Lauch Produkt Spar Veggie Extrawurst, Extrawurst mit Gurkerl Preis 1,69 € Packung 80 g Vertrieb Spar Distribution Spar Info www.spar.at

Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info

Launch Rama mit Butter UVP 1,79 € 225 g-Becher Unilever LEH www.rama.at

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Der neue Grand Classé Ipanema Amarelo ist etwas Besonderes: Er ist der erste Caffè Crema unter den Grand Classés. Die Tchibo KaffeeExperten haben im brasilianischen Hochland auf den sonnenverwöhnten Berghängen der Serra da Mantiqueira diesen speziellen Hochland-Arabica entdeckt. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Info

Line Extension Cafissimo Caffé Crema Ipanema Amarelo 3,99 € 10 Kapseln Tchibo Eduscho www.eduscho.at

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

Knorr Sweety Palatschinke

Hohe Beliebtheit

Wien. Alljährlich starten in Österreich Tausende Hobbyköche Suchanfragen für Palatschinken-Rezepte, die mit rd. 323.000 Suchmaschinen-Ergebnissen beantwortet werden. Jenes aus Unilever-Sicht optimale Ergebnis lautet auf Knorr Sweety. Knorr Sweety-Produkte erfreuen sich hoher Beliebtheit: Sie decken rd. 15% der gesamten Trockenfertiggerichte ab, was auch daran liegen mag, dass Palatschinken zu den Top 3 Lieblingsnachspeisen der Österreicher gehören. (red)

© Unilever

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien Womit Kochen noch so richtig Spaß macht: Palatschinken mit Knorr Sweety. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

17.03.2010 16:20:14 Uhr


sh op ta l k

18 – medianet retail

Dienstag, 18. Februar 2014

Mondelez & Make A Wish Foundation

© Mondelez Österreich/APA-Fotoservice/Schedl

© leadersnet/Monika Fellner (3); Roman Zach-Kiesling (2)

Ströck Feierabend

1

Erfüllen Wünsche: Doris Regele (Präsidentin der Make-A-Wish Foundation in Österreich) und Andreas Kutil (Managing Director Mondelez Österreich).

Kooperation bringt 35.959 Euro für kranke Kinder 2

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Gutes Produkt für guten Zweck

4

1. Gerhard & Gabriele Ströck und ihre drei Söhne Michael, Christoph und Philipp Ströck; 2. Martina Hörmer und Gerhard Ströck; 3. Toni Polster und Christoph Ströck; 4. Stefanie & Doris Schwaiger

Gemeinsam mit Brot und Wein den Abend verbringen

Coming together

Erfüllt Im Rahmen einer Kooperation erhielt die Make-A-Wish Foundation Österreich von Mondelez Österreich einen Spendenscheck in der Höhe von 35.959 € überreicht. Ermöglicht wurde diese Aktion durch das Neuprodukt Milka Wunsch Stern, der von Oktober bis Dezember erhältlich war. Milka spendet pro Wunsch Stern 5 Cent an jene Organisation, die Herzenswünsche von schwer kranken Kindern im Alter zwischen 3 und 18 Jahren erfüllt. „Kinder haben viele Wünsche. Wenn sich ein Wunsch erfüllt, den man für unerfüllbar gehalten hat, dann rückt der Traum vom Gesundwerden etwas näher“, so Doris Regele, Präsidentin der Make-A-Wish Foundation Österreich. „Wir freuen uns sehr, dass unser Milka Wunsch Stern sowohl von den Konsumenten als auch vom Handel so positiv aufgenommen wurde und wir dadurch nun Herzenswünsche zahlreicher Kinder erfüllen können. Da die Aktion 2013 so erfolgreich war, werden wir Charity Dinner für die Wiener sie auch dieses Jahr wieder Gruft am 26. April. fortsetzen; Milka gibt damit Interessierte Gastronomen Konsumenten die Möglichkeit, können sich online unter http:// mit dem Kauf des Produkts www.essenfuerdiegruft.at Gutes zu tun“, so Andreas anmelden. Kutil, Managing Director Mondelez Österreich. (red)

Ebenfalls ­begeistert: OttakringerChefin Christiane ­Wenckheim.

Fixpunkt Vor Kurzem öffnete das Ströck-Feierabend seine Pforten. Das Lokal präsentiert sich nun harmonisch in warmen Farben und zeitlos-urbanem Design. Die ursprüngliche Bäckerei-Filiale Landstraße ist mittlerweile fixer Bestandteil im Tagesablauf der Stammkunden und Anrainer; „deshalb war es für uns ganz klar, dass wir in den Erhalt und die Neugestaltung der bestehenden Filiale investieren müssen“, so Geschäftsführer Gerhard Ströck. Bei der Durchführung des Projekts u.a. beteiligt: Pierre Reboul (Meister-Patissier), Christopher Schramek (Koch und Genusswirt), Oliver Götz (Kaffeeröster bei Alt Wien und verantwortlich für das Kaffee-Sortiment), die Brüder Christoph Ströck (Projektinitiator, Sommelier und Gastronom) sowie Philipp Ströck (Bäckermeister). Bei der Eröffnung waren u.a. anwesend: Martina Hörmer (Geschäftsführerin von Ja! Natürlich), Toni Polster, Christiane Wenckheim (Vorstandsvorsitzende der Ottakringer Brauerei), die Sportlerinnen Stefanie & Doris Schwaiger, Fabienne Nadarajah und Mirna Jukic. (red)

Produkt des tages

Heinrich Green übergibt die Funktion des Braumeisters an seinen Sohn Harald Green, der mit langjähriger Erfahrung die regionale Spezialitätenbrauerei erfolgreich weiterführen wird. Seit mehr als 100 Jahren steht die Brauerei Falkenstein in Lienz für höchste Brauqualität. Heinrich Green war zwölf Jahre lang für den reibungslosen Betrieb verantwortlich. Insgesamt war er 45 Jahre lang in der Brauerei Falkenstein beschäftigt, die letzten zwölf davon als verantwortlicher Braumeister. Unter seiner Mitwirkung entstanden neue, erfolgreiche Produkte wie Gösser Zwickl hell und dunkel oder das Gösser WM Bier.

LADEN-HÜTERIN

Definitiv unwählbar Alexandra binder

© Anker

© Brau Union

Kopf des Tages

Vollwertig Ankerbrot erweitert sein Ostersortiment mit der Vollkornpinze. Neben dem bewährten Ostersortiment rund um Goldpinze, Dinkelpinze mit Rosinen, Nusskranz und Osterlaib mit Rosinen geht das Wiener Traditionsunternehmen damit ganz auf die Kundenwünsche nach vollwertiger Ernährung ein. Die Vollkornpinze ist etwas herzhafter im Geschmack, sonst klassisch umgesetzt mit dem Vierer-Pinzenschnitt. Bereits die Dinkelpinze, seit 2012 im Sortiment, wurde bestens angenommen. Das gesamte Anker-Ostersortiment rund um die Vollkornpinze ist ab Anfang März in allen Anker-Filialen und im LEH erhältlich.

42.000

D

er Morgen und ich: Wir werden in diesem Leben keine dicken Freunde mehr werden, fürchte ich. Nachdem mein Gegensteuern in den letzten 20 Jahren nur recht vertrocknete Früchte trug, freunde ich mich jetzt damit an, in der Früh knapp dran zu sein. Das bringt Vor- und Nachteile. Einerseits ist ein Adrenalinstoß bei einer frühen Anreise der beste Wachmacher, andererseits geht sich kein Abstecher mehr in Richtung Backstube aus. Bleibt nur Selecta. Selecta, das sind Automaten, die Zeug mit viel Fett und Zucker auf den letzten Drücker verklopfen. Meine Erfahrungen damit sind so lang wie schlecht. Jetzt eskaliert die Sache aber langsam. Denn während vor Jahren noch dann und wann das rauskam, was man drückte, gab es die letzten fünf Mal bei mir drei mal das große Nichts und zwei mal einen sicher nicht selektierten Marsriegel. Diesen eher miesen Schnitt wollte ich den Selectianern nicht vorenthalten. Die haben aber, gar nicht dumm, nur eine einzige Nummer auf ihrer Website und den Automaten. Wählt man die, kommt auch nicht das Gewünschte raus, sondern ein Callcenter. Dort weiß man nichts, eines aber sicher: „Es gibt eine Geschäftsführung, aber die ist nicht erreichbar.“ a.binder@medianet.at

D i e z a hl m it d e m a ha -e f f e kt zum Weitererzählen

Großer Andrang Rund 42.000 Fachbesucher aus 134 Ländern sind zur 25. „Biofach“ nach Nürnberg gekommen.


medianet

inside your business. today.

Dienstag, 18. februar 2014 – 19

Die Hollywoodbeauty sorgt für gehörigen Sturm im SodaStream-Glas  Seite 22

Das Auge trinkt mit

© Marie Jecel

Scarlett Johansson

Design-Duo Polka bringt Vöslauer GastroCollection in eine neue Form  Seite 24

coca-cola Investiert in Kultur & Neuheit

© Coca-Cola Company

Durstlöscher Erfrischend Italiener wollen mehr Frucht im Saft, Vöslauer setzt auf glasklares Design, Coca-Cola auf Kultursponsoring und ein neues Mixsystem, Schweppes gönnt sich Hochprozentiges, Starzinger seinen Marken neue Werbekonzepte und Eckes Granini produziert jetzt in Klagenfurt. Noch mehr News auf den  Seiten 19 –24 Pure Bio Energy Drink Auszeichnung für Geschmack und Inhaltsstoffe

Geschmackssache Männer mögen’s süß

Wr. Neustadt. „If you can make it there you can make it everywhere” – durchaus berechtigte Erfolgschancen in den USA darf sich auch die junge österreichische Energydrink-Marke „Pure Bio” machen. Denn der ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen bestehende Durstlöscher wurde jetzt von der Special Food Association unter die zehn innovativsten Produkte der diesjährigen „Fancy Food Show” in New York gereiht. Gelobt hat die Jury neben dem frischen Zitronengeschmack vor allem seine Inhaltsstoffe: Natürliches Mineralwasser, natürliches

Frucht, Wasser und sonst nix – das ist auch nach dem US-Geschmack.

Koffein, biologischer Zucker kombiniert mit Orangen, Karotten und Pfirsichen. „Wir liegen mit unserer Produktphilosophie, die sich ohne Wenn und Aber am Bedürfnis der Konsumenten nach natürlich und nachhaltig erzeugten Lebensmitteln orientiert, auch in den USA goldrichtig”, freut sich Pure-BioGeschäftsführer Udo Wagner und rechnet damit, dass sich die Auszeichnung positiv auf die Eroberung des stark wachsenden Bio-Markts in den USA (+22% zwischen 2011 und 2013) auswirken wird. (red)

© panthermedia.net/Dusan Zidar

Frischer Bio-Kick für US-Bürger Limo vs. Wasser

© Pure Bio

© panthermedia.net/JCB Prod

© SodaStream

alkoholfrei

Erwachsene Männer sind für Limonade­ hersteller eine wichtige Zielgruppe.

Bonn. Dass auch beim Thema Trinken ein recht großer Unterschied zwischen den Geschlechtern besteht, zeigt jetzt eine aktuelle Untersuchung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Zwar konsumieren beide Geschlechter die wissenschaftlich empfohlene Flüssigkeitsmenge von mindestens 1,5 l pro Tag, doch während Frauen bevorzugt mit (figurfreundlichem) Wasser oder Kräuter- und Früchtetees ihren Durst stillen, greifen die Herren der Schöpfung in erster Linie nicht zum Bier, sondern zu süßen Limonaden.  www.dge.de


A l koh ol f r e i e Ge tr ä n ke

20 – medianet special

Dienstag, 18. Februar 2014

Antrag Die römische Abgeordnetenkammer will Orangensaft-Produzenten zu einem Fruchtanteil von 20% zwingen

Römerquelle emotion Ananas-Zitrone

© Römerquelle

Ab Mitte März im Handel: die neue Römerquelle AnanasZitrone.

Wien. Das Sortiment der Römerquelle emotion wird um die Geschmacksrichtung AnanasZitrone erweitert. Römerquelle emotion setzt im sogenannten Near Water-Segment seit Jahren bedeutende Akzente und bietet mit der neuen Geschmacksrichtung ein weiteres Genusserlebnis. Römerquelle bringt mit Ananas und Zitrone zwei der beliebtesten Geschmäcker zusammen. Die Ananas gilt als wohlschmeckende Tropenfrucht, die mit ihrer Süße Körper und Geist gut tut. Die Zitrone sorgt mit ihrer Säure für das gewisse Prickeln am Gaumen. Im Handel ist die neue Römerquelle emotion-Kreation ab Kalenderwoche 10. Erhältlich ist die neue Kreation in der praktischen 0,5 l-PET-Flasche für unterwegs, aber auch in der 1 l-PET-Flasche für das Büro oder zuhause. „Marktforschungsdaten haben gezeigt, dass Römerquelle emotion besonders für unterwegs sehr beliebt ist“, so Jakob Taferner, Senior Brand Manager von Römerquelle; „die Konsumenten lieben die fruchtige Erfrischung zwischen zwei Terminen oder auf dem Weg von oder zur Arbeit.“  (red)

© Samuel Truempy Photography

Pepsi-Cola trennt sich von Berentzen-Gruppe

Italien: Diskussion um den Fruchtanteil in Säften Italiens Verbände warnen vor volkswirtschaftlichen Folgen, Österreichs Produzenten unbeeindruckt. Rom. Italiens Landwirte haben einen wichtigen Erfolg zu feiern. Die Agrarkommission der Abgeordnetenkammer hat Mitte Jänner einen Antrag verabschiedet, demnach in Italien produzierte und vertriebene Orangengetränke mindestens 20% an echtem gepressten Orangensaft enthalten müssen; bisher genügten dafür zwölf Prozent. Die Maßnahme wurde vom italienischen Landwirtschaftsverband Coldiretti begrüßt. „Davon werden nicht nur die Landwirte, sondern auch die Verbraucher profitieren. Die Nachfrage nach Orangen wird um 200 Millionen Kilo steigen“, sagte ein Verbandssprecher. „Italien will in ganz Europa eine Vorreiterrolle in puncto Gesundheit und Qualität spielen“, sagte dazu die Verfasserin des Antrags, die Parlamentarierin Colomba Mongiello.

Verband warnt

© topfoodfacts

short

20 statt 12% Fruchtanteil: Italiens Softdrink-Verband fürchtet Wettbewerbsnachteile für die ansässigen Unternehmen.

Der Verband der Softdrink-Produzenten, Assobibe, geht hingegen auf die Barrikaden. „Dieses Gesetz verhindert nicht den Import von Getränken aus dem Ausland, die lediglich einen Anteil von zwölf Prozent an gepresstem Orangensaft enthalten. Dies benachteiligt Unternehmen, die in Italien produzieren, was sich verzerrend auf den Wettbewerb auswirkt“, kommentierte der Verband. Das Gesetz muss jetzt von der Europakommission des italienischen Parlaments überprüft werden. Sie muss feststellen, ob es mit den EU-Gesetzen konform ist. Assobibe-Präsident Aurelio Ceresoli erklärte in einer Aussendung sein „Erstaunen“ und seine „Bestürzung“ über die Entscheidung des Landwirtschaftsaus-

schusses. Diese Regel würde auf unangemessene Weise einzelne Produkte benachteiligen, so Ceresoli, zudem werde der Vorstoß keinerlei gesundheitliche Wirkung zeigen.

Wettbewerb leidet Die Regel, klagt Assobibe, sei zudem „ein Angriff auf die Wettbewerbsfähigkeit der Branche und fördert den Import von entsprechenden Produkten aus anderen Ländern“. Auch die volkswirtschaftliche Seite spricht Ceresoli in seinem Statement an. Die neuen Regeln würden „jene Unternehmen benachteiligen, die in Italien produzieren und investieren und sicherstellen, dass Umsatz und Be-

schäftigung in Italien verbleibt“. Eine Warnung vor der geänderten Produktionsweise kommt auch von der italienischen Zitrusfrüchte-Industrie. Demnach müssten die nationalen Unternehmen mit der Erhöhung des Fruchtanteils ihre Produktion aufgrund der höher werdenden Präsenz von importierten Getränken beschränken und schließlich selbst im Ausland produzieren, heißt es.

Rauch „nicht betroffen“ Aus Österreich blieben die Reaktionen auf den Vorstoß des italienischen Parlaments bislang überschaubar. Und wenn sie gezeigt wird, dann ist sie gelassen. So meint etwa Daniel Wüstner, Ge-

schäftsführer Marketing & Vertrieb bei Rauch, dass das Unternehmen selbst von einer Diskussion über 12 oder 20% Fruchtgehalt in Italien „nicht betroffen“ sei, „weil unsere Säfte und Nektare viel mehr Fruchtsaft enthalten. Dieses neue Gesetz betrifft in erster Linie Limonaden“, so Wüstner, der abschließend noch die Position des Unternehmens im südlichen Nachbarland erklärt: „Rauch ist sehr stolz, seit Jahren einer der führenden und erfolgreichsten Fruchtsaft-Anbieter in Italien zu sein. Gerade in diesem Land, das höchsten Wert auf die Qualität und Geschmack seiner Lebensmittel legt, ist das eine ganz besondere Auszeichnung für einen österreichischen Hersteller.“  (APA/red)

Übernahme Für 16 Mrd. USD erwirbt der japanische Konzern das US-amerikanische Traditionsunternehmen

Schweppes-Hersteller Suntory kauft Beam Haselünne. Die Berentzen-Gruppe wird nur noch bis Ende des Jahres Pepsi-Cola produzieren. Zum 31. Dezember und damit früher als geplant endet der seit 1958 bestehende Konzessionsvertrag. Ursprünglich sollte das Geschäft 2016 auslaufen, hatte Berentzen im Sommer vergangenen Jahres angekündigt. „Für die vorzeitige Beendigung und den damit verbundenen Wegfall von Umsätzen erhält Vivaris eine einmalige Ausgleichszahlung in mittlerer siebenstelliger Höhe“, hieß es. Pepsi-Cola hat bislang für das Deutschland-Geschäft mehrere Hersteller, will das Geschäft aber bündeln. Ab 2016 soll es nur noch einen Konzessionär geben. Außerdem hat die zum Berentzen-Gruppe gehörende Vivaris zum 1. Jänner 2015 mit Sinalco einen neuen Konzessionsvertrag über den Vertrieb von Sinalco-Produkten im Stammgebiet von Vivaris abgeschlossen.  (red)

Osaka. Der Hersteller des weltberühmten Jim Beam Whiskey wird vom japanischen Getränkeproduzenten und Schweppes-Hersteller Suntory übernommen. Für das amerikanische Unternehmen Beam Inc. gibt das in Osaka angesiedelte Unternehmen 13,6 Mrd. USD in bar aus, inklusive Schulden hat der Deal sogar einen Wert von rund 16 Mrd. USD, wie beide Konzerne Anfang Februar mitteilten. Je Aktie zahlt Suntory 83,50 USD – das entsprach zum Zeitpunkt des Abschlusses einem Aufschlag von 25%. Suntory steigt mit der Übernahme zum weltweit drittgrößten Spirituosenkonzern auf.

Von Japan in die Welt

Der traditionelle Jim Beam-Produzent wird nach Japan verkauft.

Suntory ist mit einem Marktanteil von rund 70% mit Whiskymarken wie Yamazaki oder Hakushu Japans größter Whiskyhersteller. Das Unternehmen war erst im vergangenen Sommer an die Börse gegangen. 2009 hatte Suntory den europäischen Limonadenhersteller Orangina Schweppes übernommen. Da die Verbrauchernachfrage in Japan schwächelt, ist der Konzern aus Osaka im Ausland auf Einkaufstour. Im September übernahm Suntory für 1,6 Mrd. € die Softdrink-Geschäfte des britischen Pharmaherstellers GlaxoSmithKline. Dazu gehören Sportund Energydrinks sowie Ribena

Hochprozentiger Zuwachs Die Vorstände von Suntory und Beam befürworteten die Übernahme einstimmig, allerdings müssen die Regulierungsbehörden ebenso noch zustimmen wie die Anteilseigner des in Kentucky beheimateten Jim Beam-Herstellers. Der jetzige Beam-Vorstandsvorsitzende Matt Shattock und das aktuelle Management sollen auch nach dem

Nobutada Saji teilte mit, der Kauf werde das weltweite Wachstum des Unternehmens voranbringen. Die neue Firma dürfte pro Jahr Spirituosen und andere Produkte im Wert von geschätzt 4,3 Mrd. USD verkaufen. Nach der Übernahme dürfte das Unternehmen einen Jahresumsatz von mehr als 4,3 Mrd. USD erzielen.

Merger weiterhin in der Unternehmensführung bleiben. „Gemeinsam werden wir ein weltweiter Führer bei Spirituosen sein“, erklärte Shattock. Am Aktienmarkt wurden die Pläne bejubelt, die Beam-Aktie schoss vorbörslich rund 25% in die Höhe. Der Deal soll im zweiten Quartal des laufenden Jahres abgeschlossen werden, allerdings müssen die Behörden noch zustimmen. Der Suntory-Vorsitzende

© Beam

Pepsi-Cola will das DeutschlandGeschäft bündeln.

Fruchtsäfte. Im Spirituosenmarkt konkurrieren die Japaner nun mit Branchengrößen wie Diageo, Pernod Ricard oder Rémy Cointreau. Beam stellt neben dem bekannten Jim Beam Bourbon unter anderem noch Pinnacle Wodka und diverse weitere Whisky-Sorten wie Canadian Club her. Die Jim-Beam-Geschichte begann im Jahr 1795 in Kentucky. Suntory wiederum hat sich mehr als 100 Jahre lang auf den Heimatmarkt konzentriert. Vier Generationen der Gründerfamilie haben sich Wein, Bier und Whiskey verschrieben. Und auch 2013 machte der Getränkehersteller noch fast 80% des Umsatzes in Japan. Die erweiterte globale Präsenz könnte sich da als schwierig erweisen, sagen Experten. „Die größte Herausforderung liegt im Management eines globalen Geschäftsund Markenportfolios, das es in dieser Form in der Vergangenheit nicht gab“, sagt Takaaki Umezawa, der für die Konsumbranche und den Einzelhandel bei der Unternehmensberatung A.T. Kearney zuständig ist.  (red)


Dienstag, 18. Februar 2014

A l koh ol f r e i e ge tr ä n ke

medianet special – 21

Neupositionierung Mit dem Überarbeiten der Markenauftritte und neuen Werbekonzepten will das Unternehmen 2014 am Markt weiter punkten

Umsatzwachstum bei Starzinger Frankenmarkt. Die Starzinger Unternehmensgruppe, die neben einer Vielzahl weiterer Produkte und Marken auch die Mineralwasserbrunnen Frankenmarkter, Juvina und Long Life unter einem Dach vereint, blickt auf ein Mengenwachstum von 4% im Mineralwassersegment 2013 zurück. Vor allem die Marke Frankenmarkter trug überproportional mit +6% zum Wachstum bei. Prokurist Moser: „Wir blicken überaus positiv in die weitere Zukunft, denn wir haben 2013 intensiv in die Entwicklung neuer Positionierungsstrategien investiert, die sich im Jahr 2014 in überarbeiteten Marktauftritten und neuen Werbesujets widerspiegeln werden. Der Benefit unserer Mineralwässer wird noch deutlicher herausgestrichen.“ So positioniert sich die Marke Frankenmarkter im Bereich der Familie.

Juvina bespielt aufgrund der Mineralisierung das Thema „Beauty“, wie gegenwärtig nach dem „Girlfriends Contest 2013“ im derzeit laufenden Contest „My Mom and Me“ zu sehen ist. Long Life bleibt wie bisher auch aufgrund seines Magnesium-Calcium-Anteils im Gesundheits-/Wellness-Bereich angesiedelt. Moser dazu: „Long Life stellt im Betrachtungszeitraum der letzten vier Jahre eindeutig unseren Wachstumsmotor im Mineralwassersegment dar: Jedes Jahr erreichten wir schöne Steigerungen – 2014 legen wir mit innovativen Werbeformen noch einen drauf. Insgesamt sehen wir

uns für die Zukunft bestens gerüstet: 2013 wurden alle Etiketten relauncht und an die aktuelle Designansprüche angepasst.“

Schartner Bomben-Umsatz Gepusht durch die Arschbombenchallenge samt Hörfunk und TV-Bewerbungen und getragen von mittlerweile mehr als 40.000 Facebook-Fans, konnte das Markenbild von Schartner Bombe weiter geschärft werden, wie die aktuelle market-Studie belegt. „Wir halten an der Taktfrequenz unserer Markenaktivitäten fest, legen in 2014 erneut die Arschbombenchallenge

auf und nur so viel sei verraten: Wir werden mit innovativen Werbeformen überraschen!“ freut sich GF Ludmilla Starzinger. 2013 konnte die Unternehmensgruppe Starzinger durch organisches Wachstum einen Gesamtumsatz von 64 Mio. € erzielen und so ist Starzinger auch für 2014 zuversichtlich: „Wir sehen uns mit unserem breiten Markenportfolio und unserer Kompetenz im Private Labelling bestens gerüstet für 2014. Unsere umfangreichen technischen Investitionen und zielgruppengerechten Werbeformen werden unsere Marktpräsenz auch 2014 weiter stärken.“ (red)

© Frankenmarkter

Unternehmensgruppe verzeichnet 2013 ein Mengenwachstum von 4% im Mineralwassersegment.

Die neue Werbelinie besticht mit fröh­ lichem Charme und Natürlichkeit.

mach dir Freude auf

Spitz Top-Lieferanten

Ausgezeichnet

Schafft Jobs, kurbelt die Wirtschaft an

und erfrischt ganz Coca-Cola und Österreich: Gemeinsam stehen wir gut da! 1 Milliarde des österreichischen BIP ist mit Coca-Cola verbunden, 556 Millionen Steueraufkommen werden entlang der Wertschöpfungskette generiert, 13.700 attraktive Jobs sind österreichweit mit Coca-Cola verbunden. Alles Fakten, die Coca-Cola Österreich zu einer Erfolgsgeschichte machen, der wir gemeinsam mit allen Österreicherinnen und Österreichern in Zukunft noch viele erfrischende Kapitel hinzufügen möchten.

© Spitz

corporate.coke.at

Neben Qualität zählten auch Innova­ tions­geist, Flexibilität und Engagement.

Coca-Cola und die Dynamische Welle sind eingetragene Schutzmarken der The Coca-Cola Company.

Attnang-Puchheim. Aufgrund des großen Erfolgs des im Vorjahr eingeführten Spitz Hugo Sirups und der großen Nachfrage ist das Produkt ab April 2014 auch in der handlichen 0,7 l-Flasche erhältlich. Der Hugo Sirup vereint Holunder, Minze und Limette und ist die ideale Basis für jeden Hugo. Einfach mit drei Teilen Prosecco und drei Teilen Mineral mischen und so das sommerliche Erfrischungsgetränk in wenigen Sekunden selber zaubern. Die Qualität der Rohstoffe ist für die Spitz-Produkte von entscheidender Bedeutung; um den besten Herstellern zu danken, kürte der oberösterreichische Lebensmittelproduzent auch dieses Jahr wieder seine Top-Lieferanten im Rahmen einer Feier in Attnang-Puchheim. Schwerpunktmäßig werden dabei auch Innovationskompetenz, Nachhaltigkeit, Liefertreue sowie globale Wettbewerbsfähigkeit bewertet. „Die Produkte von Spitz sind von höchster Qualität. Daher legen wir auch bei der Auswahl unserer Lieferanten großen Wert darauf sowie die strikte Einhaltung aller Qualitätssicherungsnormen“, so Josef Mayer, Geschäftsführer von Spitz. Aus rund den insgesamt rund 1.800 Lieferanten wurde die Raiffeisen Ware Austria (Division Getränke), Amering (Divison Süßwaren/Backwaren) und Tubex (Division Süß & Sauer) als Jahressieger ermittelt und im Rahmen einer kleinen Feier ausgezeichnet.


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22 – medianet special

Dienstag, 18. Februar 2014

SodaStream International Gesicht für die Marketingkampagne des führenden Sprudelwassersystems für zu Hause

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© dpa-Zentralbild/Jochen Eckel

Wien-Projekt motiviert zum Wasser trinken

Scarlett Johansson macht sich die Getränke selber Die über mehrere Jahre laufende Partnerschaft startete mit einem Werbespot beim Super Bowl XLVIII. erika wagner

PepsiCo führt neue SuperSours-Sorte ein Offenbach am Main. Die Sorte Green Apple wurde 2013 zur erfolgreichsten Geschmacks-Innovation in der deutschen Energy-Kategorie. Nun erweitert PepsiCo die SuperSours-Reihe seines Energy-Drinks. „Blue Raspberry“ biete einen prickelnd-sauren Himbeergeschmack und damit für den Konsumenten wieder besonderes Geschmacks­erlebnis für den Konsumenten, verspricht der Hersteller.  (red)

© Carpe Diem

Carpe Diem-Umsatz halbierte sich seit 2006

Mateschitz tritt nach Millionen­ verlusten Kombucha an Rauch ab.

Wien/Fuschl. Red-Bull-Miteigentümer Dietrich Mateschitz gab die Lizenz an seinem Kombucha-Getränk „Carpe Diem“ und dem Mineralwasser „Botanic Water“ an seinen Abfüller Rauch ab. „Die Firma Rauch wird in Lizenz die Produkte der Marke Carpe Diem vertreiben“, so Red Bull gegenüber den Salzburger Nachrichten. Zur Carpe Diem Co. KG gehören auch die Carpe-Diem-Restaurants in der Salzburger Getreidegasse und im Hangar-7 am Flughafen Salzburg, bei diesen ändert sich nichts. Das Geschäft mit Getränken und Gastronomie hat Mateschitz in den vergangenen Jahren insgesamt hohe zweistellige Millionenverluste beschert. Laut FirmenCompass belief sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) im Jahr 2012 auf minus 6,31 Mio. € bei einem Umsatz von 12,10 Mio. €. Ab sofort liegt „das operative Marketing“ von Carpe Diem und Botanic Water bei Rauch.  (red)

Persönlich überzeugt Johansson, die mit dem TonyAward ausgezeichnet und vier Mal für den Golden Globe nominiert wurde, glaubt, dass es bei einer gesunden Lebensweise um Motivation, Beharrlichkeit und Selbstbestimmung gehe. Diese zentralen Werte finden sich in SodaStreams Mission wieder, eine Revolution in der Getränkeindustrie herbeizuführen, indem den Menschen einfach zu verwendende Methoden bereitgestellt werden, um kohlensäurehaltige Getränke zu genießen, die besser für jeden einzelnen und besser für die Umwelt sind. Die Schauspielerin liebt seit ihrer Kindheit Sprudelwasser und hat infolgedessen SodaStream entdeckt; mittlerweile ist sie seit Jahren eine Verwenderin, hat selber einen Wassersprudler zu Hause und ist ein begeisterter Fan der Marke. „Ich benutze die SodaStreamProdukte und verschenke sie auch seit sehr vielen Jahren“, so

© SodaStream

Wien. Auf Initiative von SP-Gemeinderätin Claudia Laschan und Rudolfsheim-Fünfhaus-Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal sowie des Wiener Stadtschulrats sind alle elf Volksschulen im 15. Bezirk jetzt auch „Wasserschulen“. Mittels einer Informationskampagne – durchgeführt von den Ernährungsexpertinnen Karin Kaiblinger und Rosemarie Zehetgruber von „gutessen consulting“ – wurden Kinder als auch Eltern hinsichtlich der Wichtigkeit des Wassertrinkens sensibilisiert.  (red)

New Jersey. „Wir sind begeistert, die außergewöhnlich begabte Scarlett Johansson in der SodaStreamFamilie zu begrüßen“, erklärte Daniel Birnbaum, CEO von SodaStream. „Scarlett ist eine langjährige Nutzerin und ein echter Fan unserer Produkte; sie ist eine Identifikationsfigur für ein gesundes Körperbild und eine Verfechterin der ökologischen Verantwortung, womit sie die ideale Wahl als unsere globale Markenbotschafterin ist. Sie verkörpert wirklich unsere Markenwerte, und wir fühlen uns geehrt, sie in unserem Team zu haben“, so Birnbaum weiter.

SodaStream präsentiert die Schauspielerin Scarlett Johansson als seine allererste weltweite Markenbotschafterin.

Johansson. „Das Engagement des Unternehmens für einen gesünderen Körper und einen gesünderen Planeten passt perfekt zu mir. Mir gefällt, dass das Produkt jedem Lebensstil und jedem Geschmack angepasst werden kann. Die Partnerschaft zwischen SodaStream und mir ergibt sich wie von selbst. Ich freue mich riesig, dass ich meine Begeisterung für SodaStream mit der Welt teilen kann!“ SodaStream ermöglicht Verbrauchern, ihre eigenen, mit Kohlensäure versetzten Getränke zu Hause herzustellen – genau wie sie sie haben möchten. SodaStreamSprudelgetränke sind in über 100 Geschmacksrichtungen erhältlich, enthalten 2/3 weniger Zucker, 2/3 weniger Kalorien, keinen Mais-

sirup mit hohem Fruchtzuckergehalt und auch kein Aspartam. Mit der innovativen, wiederverwendbaren Flasche reduziert sich den Abfall drastisch, der durch Plastikflaschen und Dosen verursacht wird.

Sehr umweltfreundlich „Darüber hinaus bieten unsere Produkte Komfort, da es nicht mehr notwendig ist, Flaschen von zu Hause in den Supermarkt zu bringen, Flaschen zu Hause zu lagern oder regelmäßig leere Flaschen zu entsorgen“, so Birnbaum. „Unsere Produkte sind in mehr als 60.000 Einzelhandelsgeschäften in 45 Ländern auf der ganzen Welt erhältlich.“

Die Partnerschaft gerät, kaum verkündet, bereits in die Schlagzeilen – im Nahen Osten. Dort wird Johansson wegen der Zusammenarbeit mit der israelischen Mineralwasser-Firma heftig kritisiert. Es gab eine Rüge wegen der SodaStream-Werbung, weil diese Firma auch eine Produktionsstätte im palästinensischen Westjordanland betreibt. Daraufhin beendete Johansson sofort ihre Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Oxfam, die für ihre kritische Haltung gegenüber der israelischen Besatzungspolitik bekannt ist. Internationale Rufe nach einem Boykott des isrealischen Wasser wegen dieser Siedlungspolitik wurden schon laut.  (red)

Alt & Neu Coca-Cola finanziert Renovierung der Kaiserforen und arbeitet an einem Kapsel-System für Kaltgetränke

Historische Bauten & Produktinnovationen Rom/Atlanta. Coca-Cola will die Kaiserforen in Rom mitfinanzieren. Der CEO des US-Unternehmens, Muhtar Kent, hat dem römischen Bürgermeister Ignazio Marino seine Unterstützung für die Umsetzung des Projekts zur Eröffnung eines großen archäologischen Parks – mit 2.500 ha dem weltweit größten seiner Art – rund um die historische Anlage zugesagt.

Tageszeitung La Repubblica am Donnerstag.

Historische Bedeutung Marino hatte bereits im vergangenen Sommer das Gelände rund um das Kolosseum vom Auto-verkehr befreit. Etwa die halbe Strecke der Straße der Kaiserforen vom Kolosseum zur Piazza Venezia wurde für den Privatverkehr gesperrt;

nurmehr städtische Busse und Taxen dürfen dort verkehren. Roms Stadtplaner und Touristiker träumen davon, dass sich ein riesengroßer Grünstreifen quer durch die Stadt zieht. Vom Kapitol und dem Forum Romanum vorbei am Circus Maximus könnten Spaziergänger so bis vor die Stadtmauern zur Via Appia Antica und den Castelli Romani im Umland flanieren, und Archäologen hätten

World Economic Forum Das erste Treffen zwischen Marino und Kent, der einige Jahre in Rom gelebt hat, erfolgte beim World Economic Forum in Davos, berichteten italienische Medien. Mehrere Millionen Euro will Coca-Cola für das Projekt zur Verfügung stellen. „Dieser archäologische Raum ist nicht nur ein Erbe der Römer, sondern der ganzen Menschheit“, kommentierte der Bürgermeister. Er soll demnächst auch die Spitze der Beratungsgesellschaft McKinsey treffen, die bei der Umsetzung des Sponsorabkommens mitwirken soll, berichtete die römische

© wikimedia commons

In der Schule soll ausschließlich Leitungswasser getrunken werden.

Unglaublich, aber wahr: Der US-Getränkehersteller betreibt Sponsoring in Rom.

die Möglichkeit, mehr von der 2000 Jahre alten Ruine freizulegen.

Cola zum Selbermischen Neben den Aktivitäten im Kultursponsoring konzentriert sich der Getränke-Multi aber auch auf die Erweiterung seines Sortiments und den Ausbau seiner Marktposition. Derzeit arbeitet der Konzern an der Entwicklung eines Mischsystem für Kaltgetränke mit, das auf der bei Kaffee bereits bekannten Kapseltechnik basiert. Coca-Cola hat sich dafür um umgerechnet 925 Mio. € (das entspricht einem Zehntel der Anteile) an der US-Kaffeefirma Green Mountain Coffee beteiligt, die das System namens „Keurig Cold“ derzeit entwickelt. Coca-Cola wird seine diversen Geschmacksrichtungen in das Projekt einfließen lassen und die Markteinführung kräftig unterstütze. Frühestens Ende des Jahres soll das erste Coca-Cola zum Selbermischen dann auf den Markt kommen.  (red)


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Dienstag, 18. Februar 2014

medianet special – 23

Eckes-Granini Neu gegründete „Kärntnerfrucht“ produziert in Klagenfurt Pago-Produkte für heimischen Markt

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Saftiges aus Klagenfurt

Deutsche entdecken das alkoholfreie Bier

Wien. „Wir sind sehr stolz, dass wir Eckes-Granini mit unserem Angebot überzeugen konnten“, so Christian Fruhwirth, einer der Gründer und Geschäftsführer von Kärntnerfrucht, dem Spezialisten für die Abfüllung von alkoholfreien Getränken. Das Unternehmen produziert jetzt in Klagenfurt die Pago-Produkte für den österreichischen Markt. „Unser Ziel ist es, weitere Kunden zu gewinnen und als Unternehmen kontinuierlich zu wachsen. Wir wollen erfolgreiche Unternehmer in Kärnten sein und Kärntnerfrucht als geschätzten Arbeitgeber in der Region etablieren”, so die beiden anderen Geschäftsführer Erich und Franz Salcher.

Die drei Herren verfügen über jahrzehntelange Erfahrung im Fruchtsaft-Bereich und sind als ehemalige Pago-Mitarbeiter mit der Herstellung von PagoProdukten bestens vertraut. Die Kärntnerfrucht GmbH übernimmt als Co-Packer die Produktion von Pago für Österreich auf einem Teil des Areals des Klagenfurter Werks. Ein anderer Teil des Areals soll von der Brauerei Murau genutzt werden. „Das Team hat uns mit Leidenschaft für Fruchtsaft, Liebe zu Qualität sowie Engagement und Unternehmergeist überzeugt. Und

„Gutes mit Beeren“

© Eckes/Granini

Ehemalige Pago-Mitarbeiter

ke von Eckes-Granini – die neuen Frühjahrs- und Sommersorten der 2013 erfolgreich eingeführten Subrange „Früchte der Saison“ auf den Markt. Mit den Saisonsorten „Marille“ und „Ribisel-Himbeere“ setzt man dabei auf österreichische Klassiker; sie sind ganz auf die Früchte und Geschmacksvorlieben der jeweiligen Jahreszeiten abgestimmt und bis August im Handel verfügbar. Pünktlich zur Herbst/WinterSaison machen sie dann im September Platz für zwei neue YO Saison-Fruchtsirupe.

Ab März im Regal: die „YO Fruchtsirup“-Sorten „Marille“ und „Ribisel-Himbeere“.

nicht zuletzt gewährleistet das Geschäftsmodell finanzielle Stabilität und hat Zukunft“, so Ulrich Bunk, Geschäftsführer Produktion und Supply Chain der Eckes-Granini Gruppe. „Dass sich nun mit Kärntnerfrucht ein neues Unternehmen aus Klagenfurt mit starkem Fruchtsaft-Know-how als Co-Packer qualifiziert hat, freut mich besonders“, so Thomas Hinderer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Eckes-Granini Gruppe. Die

Produktion der Pago-Fruchtsäfte für die Auslandsmärkte wird, wie geplant und angekündigt, zu den bestehenden Produktionsmöglichkeiten der Eckes-Granini Gruppe in Frankreich verlegt.

News auch aus dem Regal Neuigkeiten von Eckes-Granini gibt es aber auch aus dem Regal: Im kommenden März bringt YO Fruchtsirup – wie Pago eine Mar-

Nachdem „hohes C“ bereits 2013 mit Designrelaunch, neuer Sorte („hohes C Plus Ballaststoffe ApfelMango-Marille“) und neuer Kampagne durchgestartet hat, setzt Eckes-Granini diesen Kurs auch heuer fort. Auf den Markt gekommen ist kürzlich die neue Produktlinie „Gutes mit Beeren“. Sie steht – wie der Name vermuten lässt – für natürlichen Beerengeschmack und vereint Beerensäfte und Beerenpürees, sanft abgerundet mit Apfel. Erhältlich ist sie in drei Sorten – Himbeere-Boysenbeere-Apfel, Brombeere-Aroniabeere-Apfel und eine dritte Variante mit einer Kombination aus Holunderbeere, Johannisbeere und Apfel.  (red)

© dpa/Andreas Gebert

News aus dem Regal: Die Marken „YO Fruchtsirup“ und „hohes C“ bekamen Sortimentszuwachs.

Der Trend hin zum Bier ohne Alkohol geht in Deutschland munter weiter.

Berlin. Die Deutschen entdecken zunehmend ihre Liebe zu alkoholfreiem Bier. So dürfte im vergangenen Jahr der Verkauf von alkoholfreiem Bier und Malzbier weiter gestiegen sein, meinte kürzlich ein Sprecher des Deutschen Brauer-Bundes. Der Absatz habe in den letzten Jahren regelmäßig zugelegt, „und wir gehen davon aus, dass der Trend weiter anhält“. Laut Brauer-Bund hatte alkoholfreies Bier 2012 einen Marktanteil von 4,29% am gesamten Bierausstoß. Alkoholhältiges Bier verkauften die deutschen Brauereien im vergangenen Jahr hingen aber so wenig wie schon seit der Wiedervereinigung nicht mehr; laut Statistischem Bundesamt in Wiesbaden setzten die deutschen Brauereien 2013 „nur noch“ rund 94,6 Mio. hl um, was gegenüber dem Vorjahr einem Minus von 2% entspricht.

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A l koh ol f r e i e Ge tr ä n ke

24 – medianet special

Vöslauer Die niederösterreichische Mineralwassermarke präsentierte neue Gläser aus der Vöslauer Gastro Collection

short

Wassergenuss aus Glas, Porzellan oder Kunststoff

Erfrischender Reisdrink nicht nur für Vegetarier Der neue Reisdrink erfrischt mit leichter Süße und ist laktosefrei.

Bei den Linien „High“ und „Low“ setzt man auf unterschiedliche Formen, Farben und Materialien.

Aufmerksamkeitsstark Wie die Namen der neuen Gläser schon vermuten lassen, bieten sie zwei unterschiedliche Gefäßformen. Daneben sorgen sie vor allem durch die Verwendung von Porzellan und Kunststoff für Aufmerksamkeit. „Ab sofort kann man sich neben der Form auch Farbe und Material aussuchen und die Gläser so seinem eigenen gastronomischen Konzept anpassen“, freut sich Birgit Aichinger, Leitung Mar-

© Marie Jecel

© Alpro

Bad Vöslau. Getreu dem Motto „Das Auge trinkt mit“ präsentierte die österreichische Mineralwassermarke Vöslauer in Zusammenarbeit mit dem Design-Duo Polka die neuen Gläserserien „Low“ & „High“. Diese sind seit Jänner auf dem Markt und erweitern damit die Vöslauer Gastro Collection. Für Konsumenten sind sie seit erstem Februar im MAK Shop erhältlich. Die beiden Designerinnen Marie Rahm und Monika Singer gelten als Expertinnen auf dem Gebiet des Produktdesigns, ihre Kreationen überraschen dabei im ersten Moment durch die ausgefallene Materialwahl.

Steyr. Alpro setzt als Spezialist für pflanzliche Nahrungsmittel auf Produkte auf Soja-, Mandel-, Haselnuss- und jetzt auch Reisbasis. Mit dem neuen Reisdrink Original sorgt man für noch mehr Abwechslung auf dem vegetarischen Speiseplan. Sein erfrischender, leicht-süßlicher Geschmack macht den Reisdrink laut Hersteller zu einer wohlschmeckenden, vielseitig einsetzbaren Milchalternative, die hervorragend in eine ausgewogene Ernährung passt. dabei wird gänzlich auf Zuckerzusatz verzichtet, da Reis von Natur aus Zucker enthält. Er ist frei von tierischem Fett, arm an gesättigten Fettsäuren und eine gute Quelle für Calcium und die Vitamine B12 und D2. Zudem ist der Reisdrink leicht bekömmlich, da er laktose-, kuhmilcheiweiß- und glutenfrei ist. Gut gekühlt ist er ein hervorragendes Erfrischungsgetränk, lässt sich aber auch optimal zum Müsli, zum Verfeinern von Desserts oder zum Kochen und Backen verwenden.  (red)

Monica Singer und Marie Rahm gestalteten die Gläserserien „High“ und „Low“ sowie deren Verpackung und den Folder.

keting und PR von Vöslauer Mineralwasser. „Wellnesshotels können sich in Zukunft für Trinkbecher aus Kunststoff entscheiden, während trendige Restaurants vermehrt auf das stilvolle Glas und Porzellan setzen werden“, so Aichinger. „Das Wichtigste beim Gestalten

eines Glases ist die Form, denn die Funktion ist recht schnell erfüllt. Es muss gut in der Hand liegen und sich an den Lippen angenehm anfühlen. Bei den neuen Gläsern war es spannend, auf bereits bekannte Formen einzugehen und trotzdem eine neue, moderne Formensprache zu entwickeln“, erklärt die aus München stammende De­ signerin Marie Rahm.

Funktion und Form

© Emmi

Nüziders. Exotisch-würzig im Geschmack, bietet Emmi Chai Latte ab Februar nach Herstellerangaben inspirierenden Genuss. Das eisgekühlte LifestyleGetränk (ready-to-drink) ist in Österreich in den Sorten Classic und Vanilla erhältlich. Dank praktischem To-Go-Becher ist es ein erfrischender Wegbegleiter, zum Beispiel für lange Shoppingtouren oder Bürotage. Die Kombination aus feinstem Ceylon-Schwarztee, frischer Schweizer Milch und exotischen Gewürzen wie Kardamon, Nelke und Zimtrinde verspricht anregende Wirkung. Der Emmi Chai Latte trägt das „Ohne Gentechnik“-Siegel: Es werden ausschließlich Milch aus gentechnikfreier Fütterung und Rohstoffe aus gentechnikfreier Herstellung verwendet. Auffällige Farben und Ornamente machen den ToGo-Becher nicht nur zu einem Blickfang, sondern sollen auch vermitteln, was in ihm steckt: „Eisgekühltes Teevergnügen für aktive und trendbewusste Menschen, die ihr Leben genießen und die Welt entdecken möchten“, so Emmi.  (red)

© Vöslauer

Lifestyle-Getränk für lange Shoppingtouren Gentechnikfreie Anregung verspricht der neue Emmi Chai Latte To-Go.

Dienstag, 18. Februar 2014

Neue Vöslauer Wassergläser gibt es in vielen Formen, Farben und Materialien.

Die für Vöslauer typische konische Glasform wurde für „High“ und „Low“ neu interpretiert. Als besonderes Detail sticht hervor, dass trotz unterschiedlicher Höhe und Breite die beiden Gläser die gleiche Füllmenge fassen. Vöslauer „Low“ aus klassischem Porzellan oder modernem Kunststoff zeigt, dass Trinkbecher nicht immer zwingend aus Glas sein müssen. Beide

Varianten passen sich an die Sortenfarben von prickelnd, mild und ohne an. „Es ist ein ganz anderes Gefühl, Wasser aus Porzellan oder Kunststoff zu trinken. Durch die violette, blaue oder grüne Farbe auf der Innenseite der Porzellanbecher bekommt das Wasser eine außergewöhnliche Optik“, erläutert Rahm.

Begeisterte Partner Von der Zusammenarbeit mit Vöslauer zeigt sich das Polka-Duo, das nicht nur bei der Formensprache, sondern auch bei der Verpackung und Präsentation sowie dem Entwurf des Folders mitwirken konnte, begeistert. Auch der Auftraggeber zeigt sich mit der Wahl des Kreativpartners zufrieden. „Mit Polka haben wir den ideenreichen Partner gefunden, um wieder zu überraschen“, meint Birgit Aichinger.  (red)

illycaffè Der Kaffeeproduzent bietet eine Ausbildung in den Bereichen Ökonomie, Technologie und Landwirtschaft

Ein Kaffeestudium als Schritt in die Zukunft Triest. Viele Menschen trinken gern Kaffee, einige lieben ihn sogar. Aber nur wenige studieren ihn. Dies kann man in der oberitalienischen Hafenstadt, wo Mitte Jänner dieses Jahres der dritte Jahrgang der universitären Ausbildung zum Master of Coffee Economics and Science startete. Angeboten wird diese Ausbildung am Heimatort von illycaffè in Kooperation unter anderem mit den Universitäten von Triest und Udine. Mit dieser Initiative soll die gesamte Angebotskette aufgewertet und der Professionalisierungsgrad der Branche gesteigert werden, wie illycaffè-CEO Andrea Illy erklärt. Für Studenten aus kaffeeproduzierenden Staaten bietet die Ernesto Illy Foundation spezielle Stipendien an. „Mit dieser innovativen und Die Iperespresso X7.1 White Limited Edition ist im neuen Webshop erhältlich.

weltweit einzigartigen Ausbildung setzt Illy einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft und beweist einmal mehr, dass Nachhaltig-

keit, Qualität und Genuss kein Widerspruch sind“, ergänzt illy Marketingleiter Karl-Heinz Kreuzsaler.

Limited Edition

© illy

Für Kaffeeliebhaber, die sich auch ohne einschlägiges Studium daheim eine belebende Tasse gönnen möchten, bietet man auch dafür auch die passende Hardware an. Mit der X7.1 White Limited Edition wird die beliebteste Iperespresso-Modellreihe um eine neue elegante Version reicher: Gehäuse, Milchschaumdüse, Wassertank und Netzkabel sind vollständig in Weiß gehalten. Der Siebträgergriff ist in den Farben Pink, Hellblau und Orange erhältlich und individuell wählbar. Die Espressomaschine im unverwechselbaren Kult-Design sorgt auch daheim für Barista-Feeling. Die klassische Form erinnert an die Espressomaschinen traditionellitalienischer Kaffeebars, und auch der Geschmack

­offenbart Profi-Qualitäten. Gleichzeitig bietet die X7.1 White Limited Edition modernste, funktionale Technik. Nach dem Einlegen der Kapsel in den Filterträger wird die Kaffeezubereitung durch eine sanfte Berührung des Soft-Touch-Knopfs gestartet. Der Funktionsstatus wird durch entsprechende Signale angezeigt, bei Nichtverwendung schaltet sich die Maschine nach 30 Min. automatisch ab.

Neuer Webshop Die X7.1 ist ideal für Espressoliebhaber; dank der integrierten Milchschaumdüse verwöhnt sie aber auch all jene, die nicht auf einen köstlichen Cappuccino verzichten möchten. Für Designbegeisterte ist die IperespressoModellreihe X7, entwickelt vom italienischen Architekten Luca Trazzi, eine exqisite Bereicherung ihrer Küche. Zu beziehen ist sie über illys neu gelauchten Webshop http://shop. illy.com, wo man auch viele andere illy-Produkte findet.  (red)

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