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13. JG. NO. 1604

¤ 4,–

freitag/samstag/sonntag, 18.– 20. JÄNNER 2013

media.at mischt mit pilot@media.at   jetzt den digitalen Agenturmarkt auf  Seite 8

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27.10.2005

more momentum

With a little help ...

Niedrigzinsumfeld: Experten prognostizieren Renaissance der Investmentsfonds  Seite 36

E-Government: Bürgerplattform „help.gv.at“ feiert heuer ihren 15. Geburtstag  Seite 48

© BKA

access permitted

© Claudia Berg

© mn/Szene1/K. Schiffl

business weekend

12:07 U

Präsentation CSR-Jahrbuch 2013 Die Aktivitäten von Österreichs „Unternehmen mit Verantwortung“

„Klares Ja zu Energie aus Wind und Sonne!“

www.direkt.biz +43 (0) 1 / 66 177

tel.: +43-1-536 26-0 www.plakativ.at inhalt

prime news & market watch > Konsumentenbarometer: Wo das Geld locker sitzt  3 > Feature: Der Wettbewerb der Schlagfertigkeit  4/5

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marketing & media

> C&C Agency inszeniert „Outstanding“ Events  10 > Silberball frischt B2B-Look von Radio Arabella auf  11

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retail

© Paul Kolp

Umweltminister Nikolaus Berlakovich referierte über Energieeffizienz und legte ein klares Bekenntnis zum weiteren Ausbau von Wind- und Sonnenergie ab; Ulrike Baumgartner-Gabitzer (Verbund) sah das etwas differenzierter.  Seite 2

> Wiens neue Luxusshops beflügeln die Innenstadt  16 > Metro kickt seine sieben Media-Märkte in China  18 business weekend

Wiederbestellt Sechs weitere Jahre als Nationalbank-Chef

Lobbying Umfrage: Profiteure sind Großkonzerne und KMU

Wien. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny ist nun offiziell von Bundespräsident Heinz Fischer per 1. September 2013 für weitere sechs Jahre als NationalbankChef ernannt worden. Außerdem wurde Andreas Ittner mit Wirkung vom 11. Juli 2013 für sechs Jahre zum Vizegouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) bestellt, teilte die Österreichische Präsidentschaftskanzlei am Donnerstag in einer Aussendung mit. Der ehemalige Chef der inzwischen an Cerberus verkauften früheren Gewerkschaftsbank Bawag ist seit 2008 auch Mitglied des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB).

Wien. Lobbying bringt vor allem Großkonzernen und der Politik etwas, meinen 60% der Österreicher, geht aus einer aktuellen GallupUmfrage hervor. Zu den Hauptnutznießern gehöre zudem die internationale Finanzwirtschaft. Unternehmer und Führungskräfte sehen das noch krasser: 95% halten Konzerne für Lobbying-Nutznießer, 72% die Finanzwirtschaft, 64% die Regierung – und nur 26% die KMU. Begriffe, die man mit „Lobbying“ verbindet, sind (prozentuell absteigend): Interessenvertretung, Bestechung, Informationsaustausch, Intervention, Kontakte knüpfen und „Freunderlwirtschaft“.

P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien,  Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

Ewald Nowotny (Bild) trat 2008 die Nachfolge von Klaus Liebscher an.

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

> Ärztemangel: Spitäler buhlen um Nachwuchs  22 > Autohersteller stehen vor großer Kehrtwende  28 > Was die Förderung für die „Thermische“ bringt  42

© APA/Georg Hochmuth

© panthermedia.net/Andres Rodriguez

OeNB: Nowotnys Vertrag verlängert „Lobbying per se ist unschuldig …“

„... es kommt darauf an, was man daraus macht“, so Experte Wolfgang Lusak.


C OV E R

Freitag, 18. Jänner 2013

© medianet/Szene1/Katherina Schiffl

2 – medianet

Pr äsenti er te n da s neu e C SR-Jah rbu ch

CSR-Jahrbuch Am Donnerstag wurde das neue Nachschlagewerk für unternehmerische Verantwortung präsentiert

(v.li.): Herausgeber Michael Fembek, BM Nikolaus ­Berlakovich, Ulrike Baum­ gartner-Gabitzer (Verbund), Heinz Behacker (VBV).

Energiepolitik braucht europäische Lösungen

Diskussion: Minister Berlakovich, Verbund-Vorstandsdirektorin Baumgartner-Gabitzer und VBV-Chef Behacker. Wien. Gut besucht war die Präsentation des vierten CSR-Jahrbuchs, die am Donnerstag im Marmorsaal des Umweltministeriums in der Wiener Innenstadt stattfand. Am Podium diskutierte eine prominente Runde über eines der wichtigsten Themen, wenn es um gelebte unternehmerische Verantwortung geht: Energieeffizienz.

Berlakovich: Wind und Solar Ein klares Ja zur Förderung von Windenergie und Photovoltaik gab es von Bundesminister Nikolaus Berlakovich, der auch innerhalb der Bundesregierung beim Thema Nachhaltigkeit federführend ist: „Wir haben das Ökostromgesetz, das Erneuerbare Energie reguliert und fördert. Das hat sich bewährt. Wir müssen natürlich bei den Förderungen auf aktuelle Marktentwicklungen reagieren. Wenn etwa eine Anlage heute nur mehr 50 Prozent so viel kostet wie vor fünf Jahren, muss man auch die Förderung entsprechend anpassen.“ Dem Umweltminister ist auch wichtig, dass Österreich weiter „dran bleibt“: „Die Dynamik in der Forschung in diesem Bereich muss unbedingt erhalten bleiben.“ Immerhin war 2012 erstmals ein Jahr in der österreichischen Geschichte, wo die Wirtschaft gewachsen, aber gleichzeitig der Verbrauch von

Energie zurückgegangen ist. Die andauernde wirtschaftlich schwierige Situation dürfe aber nicht dazu führen, „dass man den Umweltschutz vernachlässigt“. Die thermische Sanierung werden das Umwelt- und Wirtschaftsministerium heuer gemeinsam mit rund 130 Mio. € unterstützen.

„Intelligent fördern“ Ulrike Baumgartner-Gabitzer, Vorstandsdirektorin im Verbundkonzern, stellte die Bedeutung des Stroms (im Unterschied zu anderen Energiequellen) zur Förderung der Energieeffizienz hervor. „Es greifen Maßnahmen rund um Wärme und Mobilität am besten“, und bei beiden spiele Strom als kommende Energiequelle eine wichtige Rolle. Baumgartner-Gabitzer räumte allerdings ein, dass die Pläne für die E-Mobilität in Österreich nicht so rasch vorankommen, wie noch vor zwei Jahren geplant. Etwas differenzierter sieht Baumgartner-Gabitzer die Förderung von Erneuerbaren Energien: „Wir müssen Förderungen intelligent weiterentwickeln, sonst entstehen noch mehr Ineffizienzen. Es kann ja nicht sein, wie derzeit in ganz Europa, dass in jenen Gegenden in Solar- und Windenergie investiert wird, wo es die besten Förderungen gibt, und nicht dort, wo es regional

die besten Voraussetzungen dafür gibt. Die Energiepolitik sollte längst ein Thema sein, für das es europaweite Lösungen gibt.“

Mehr Schwungmasse Heinz Behacker, Vorstandsvorsitzender der VBV Vorsorgekasse AG, beleuchtete das Thema Energieeffizienz aus der Sicht eines

„Der Markt für nachhaltige Investments braucht noch mehr Schwungmasse, etwa über Versicherungen und Pensionskassen.“ HEinz Behacker (VBV)

feste Möglichkeiten: „Hier werden Investoren immer empfänglicher für energieeffiziente Bauten. Die Weiterentwicklung von Zertifizierungen, von Energieklassen usw. ist hier sehr wichtig zur Weiterentwicklungen dieses Themas.“ Behacker sieht generell bei der Veranlagung von institutionellen Anlegern in nachhaltige Geldanlagen noch sehr viel Potenzial: „Es müsste gelingen, dass auch Pensionskassen und Versicherungen stärker nachhaltig investieren, das würde dem Markt die Schwungmasse geben, die er braucht.“ Die Veranlagungsregeln der Vorsorgekasse, die gleichzeitig sehr streng und ausschließlich an Nachhaltigkeitskriterien orientiert sind, gäben laut Behacker eine gute Basis für alle Überlegungen in diese Richtung ab: „Im Vorjahr haben wir immerhin ein Anlageergebnis von mehr als vier Prozent erwirtschaftet. Das kann sich wirklich sehen lassen.“

Bei KMU tut sich am meisten nachhaltigen Investors: Die VBV ist Marktführer im Bereich der Vorsorgekassen („Abfertigungskassen“) und veranlagt seine Gelder ausschließlich nach Nachhaltigkeitskriterien. Speziell bei der Assetklasse Immobilien sieht Behacker hand-

Rund 80 geladene Gästen folgten der angeregten Diskussion und anschließend der Präsentation des neuen CSR-Jahrbuchs durch Herausgeber Michael Fembek. Als Gesamtresümee stellte er fest, dass zwar „viele Unternehmen angesichts der Wirtschaftskrise und

anderer unternehmerischer Probleme sich wieder von der CSR verabschiedet haben, aber sich umgekehrt eine echte Führungsgruppe unter den österreichischen Unternehmen gebildet hat, die das Tempo vorgibt.“ Speziell unter den Klein- und Mittelbetrieben tut sich aber meisten, insbesondere bei Unternehmen, die CSR tatsächlich in den Kern ihrer Strategie geholt haben.  (red)

CSR-Jahrbuch 2013 Zum vierten Mal ist heuer das CSR-Jahrbuch erschienen. Es gibt einen umfassenden Überblick über alles, was österreichische Unternehmen rund um gelebte unternehmerische Verantwortung (CSR) tun. 35 Best Practices – von der Lieferkette über Antikorruption bis zur Integration auf dem Arbeitsmarkt –, die gemeinsam mit einem hochkarätigen Beirat ausgewählt wurden, sollen zur Nachahmung animieren. Umfassender Serviceteil Er macht das CSR-Jahrbuch zu einem Tool und Nachschlagewerk für alle, die am Thema interessiert sind. Von der systematischen Auflistung aller aktiven Unternehmen bis zu Beratern und Netzwerken sowie erstmals auch den kritischen Stakeholdern reicht das Serviceangebot. CSR-Jahrbuch 2013 Auflage: 35.000 Stück, Umfang: 228 Seiten, Preis: 27,50 €, ISBN 978-3-902843-23-4, „medianet“ Verlag AG, Bestell-Hotline: a.post@medianet.at, 43/1/919 20-2115


Prime News

Freitag, 18. Jänner 2013

Konsumentenbarometer Verbraucher mit eigener finanzieller Lage zufrieden, stabile Wirtschaftslage erwartet

SHORT

Wo das Geld locker sitzt

Flughafen Wien mit fünf Prozent Passagierplus

Pech für die Autobauer: Beim PKW-Kauf wird heuer der Sparstift angesetzt.

Wien. Die österreichischen Konsumenten blicken trotz anhaltender Schuldenkrise in Europa sowie einer schwachen Konjunkturprognose mehrheitlich optimistisch in die Zukunft. Knapp die Hälfte der Verbraucher zeigt sich mit ihrer derzeitigen finanziellen und wirtschaftlichen Situation zufrieden (46%). In Hinsicht auf die Entwicklung der österreichischen Wirtschaftslage ist Zurückhaltung angesagt: 63% rechnen mit einer unveränderten Situation. Das ergibt eine aktuelle Umfrage der Prüfungsund Beratungsgesellschaft Ernst & Young. „Sorgen bereiten den österreichischen Verbrauchern hinge-

gen hohe Energiepreise, steigende Lebenshaltungskosten und die Umweltverschmutzung“, so Markus Jandl, Leiter Retail und Consumer Products bei E&Y Österreich.

Sparen bei Großinvestitionen Für 2013 erwarten lediglich 16% der Befragten eine Verbesserung der heimischen Konjunktur, nur mehr jeder Fünfte rechnet mit einer Verschlechterung. „Um für negative Entwicklungen in diesen Bereichen gerüstet zu sein, ist für viele Österreicher Zurückhaltung bei größeren Investitionen angesagt. 44 Prozent wollen

weniger für große Einzelanschaffungen – wie etwa ein Auto – ausgeben als noch im letzten Jahr. Auch für Renovierungsarbeiten und Urlaub wollen die Österreicher heuer weniger ausgeben“, so Jandl. Auf den kleinen Luxus scheinen die Konsumenten aber auch im neuen Jahr nicht verzichten zu wollen: Bei Lebensmitteln planen 27% der Befragten Mehrausgaben, nur sechs Prozent wollen hier sparen. Interessantes Detail: 91% der berufstätigen Österreicher haben kaum Zweifel an der Sicherheit ihrer Jobs, 65% bezeichnen ihn als sehr sicher. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Befragung im Jahr 2008.  (red)

© EPA

Deutsche Telekom baut bis zu 1.200 Stellen ab

Zurückhaltung bei größeren Anschaffungen, aber kein Verzicht bei Lebensmitteln geplant.

© APA/Hans Klaus Techt

Wien/Schwechat. Der Flughafen Wien hat 2012 ein Rekordergebnis bei den Passagierzahlen erzielt und verzeichnete gleichzeitig einen Rückgang beim Frachtvolumen. Exakt 22.165.794 Passagiere hat der Flughafen Wien 2012 abgefertigt, um fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Der europäische Schnitt für die ersten elf Monate 2012 liege bei 1,9% Plus. Für heuer rechnet der Airport mit ein bis zwei Prozent mehr Passagieren. Der Gewinn werde sich auf Vorjahresniveau entwickeln, so der Vorstand.

medianet – 3

Die Deutsche Telekom-Tochter T-Mobile Austria ist nicht vom Jobabbau betroffen.

Bonn. Die Deutsche Telekom baut bis Jahresmitte rund 1.200 Jobs in Deutschland ab. Durch die Stellenstreichungen in ihrem Deutschland-Geschäft wolle die Telekom jährlich bis zu 100 Mio. € einsparen, bestätigte ein Telekom-Sprecher am Donnerstag einen Bericht des Handelsblatt. Kündigungen seien nicht vorgesehen. T-Mobile Austria ist von den Sparmaßnahmen laut APA nicht betroffen.

Lobbyistenregister: Bis dato kaum Eintragungen

STARKE SERVICES FÜR WIENER UNTERNEHMEN

Wien. Seit 1. Jänner müssen sich Lobbyisten im Lobbying- und Interessenvertretungsregister eintragen. Bisher hat sich allerdings erst eine einzige Firma registrieren lassen, die Agentur Kovar & Köppl mit Sitz in Wien und sieben registrierten Lobbyisten. Weitere Anmeldungen sind laut Justizministerium in der Pipeline. Die Übergangsfrist für bereits bestehende Firmen läuft bis 31. März. (APA)

„Wir unternehmen was für Wien.“

© TÜV Austria/Katharina Schiffl

Ötsch ist jetzt alleiniger TÜV-Geschäftsführer

Ötsch soll die Internationalisierung der TÜV Austria Gruppe vorantreiben.

Wien. Wolfgang Ötsch, der seit 1. September 2012 gemeinsam mit Günter Zowa die Geschäftsführung der TÜV Austria Consult GmbH. bildete, hat mit 15. Jänner 2013 die alleinige Geschäftsführung übernommen. Zowa widme sich nun „nun neuen beruflichen Herausforderungen“. Ötsch und sein Team sind für das österreichische Kerngeschäft und den Ausbau bestehender Kunden und Partner verantwortlich. Weitere Schwerpunkte stellen die Erweiterung des Auslandsgeschäfts des Unternehmens dar. Damit übernehme Ötsch „eine tragende Rolle bei der Internationalisierung der TÜV Austria Gruppe“.

Das „Kraftpaket 2013“ richtet sich an alle Unternehmerinnen und Unternehmer, die aktiv unternehmerischen Krisen vorbeugen wollen. Nutzen Sie die Services zu unseren Schwerpunktthemen 2013: Betriebswirtschaftliche Fakten Q Unternehmerische Kompetenz Q Exportchancen nutzen Q Fit durch Innovationen Q

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4 – medianet

f e at u r e

Freitag, 18. Jänner 2013

feature@medianet.at

© Panthermedia.net/ Daniel Täger

Schlagfertigkeit ist in aller Munde und in allen Köpfen In vielen Verhandlungen überbieten sich Menschen darin, schlagfertiger sein zu wollen als der andere und reden sich dabei um Kopf und Kragen. Viele gescheite Leute wiederum wagen es nicht, den Mund aufzumachen, weil sie fürchten, in puncto Schlagfertigkeit nicht mithalten zu können. Vergessen Sie, was man Ihnen in vielen Schlagfertigkeitsbüchern alles an scheinbar originellen Kontern einzutrichtern versucht. Sie schießen sich damit nur ins Knie. Behalten Sie lieber Ihre Ziele im Auge, verbessern Sie die Beziehung zu Ihrem Gegenüber und finden Sie ­Argumente, die überzeugen, statt zu überrumpeln.


f e at u r e

Freitag, 18. Jänner 2013

medianet – 5

feature@medianet.at

Originalitäts­ Wettbewerb

Welche Ziele verfolge ich? Es kommt darauf an, dass wir ein Ergebnis erzielen, mit dem wir zufrieden sind. Wenn unser Gesprächspartner damit ebenfalls zufrieden ist, wir also eine Win-Win Situation geschaffen haben, umso besser. Außerdem sollen wir bei jedem Gespräch darauf achten, dass wir die Beziehung zu allen Anwesenden zumindest gleich gut halten oder sogar verbessern. Jeder kennt den Spruch, wonach man sich im Leben immer zwei Mal sieht. Gute, auf gegenseitigen Respekt aufgebaute Beziehungen sind die Basis für nachhaltige Erfolge. Antworten des Jahrhunderts tragen selten dazu bei, die Beziehung zu verbessern. Wenn wir dann auch noch den roten Faden einhalten, unsere Alternativen kennen und uns nicht mit Attacken, Geschwafel oder Verlieren in unnötigen Details das Leben schwer machen, sind wir dabei, eine gute Verhandlung zu führen. Darum geht es. Es geht nicht darum, wer von uns beiden der schlagfertigere Gesprächspartner war. Eine Verhandlung ist kein Originalitätswettbewerb – auch

Beziehung stets wichtig Damit wir uns richtig verstehen: Natürlich ist Schlagfertigkeit nicht immer schlecht. Manchmal hilft sie, verfahrene Situationen zu entspannen oder für allgemeine Heiterkeit zu sorgen. Das ist aber nur dann gut, wenn die Heiterkeit allgemein ist und nicht einzelne dadurch vor den Kopf gestoßen werden. Wenn Sie also etwas Originelles sagen können, das Ihrer Zielerreichung dient, die Beziehung zumindest gleich gut hält und es Ihnen auch noch rechtzeitig einfällt, dann sagen Sie es. Freuen Sie sich darüber. Sollte Ihnen jedoch nichts Derartiges einfallen, ist es vollkommen egal. Hauptsache Sie bleiben auf Ihrem roten Faden zum Ziel und setzen die Beziehung nicht aufs Spiel. Verbale Schläge auszuteilen, andere durch Schlagfertigkeit klein zu machen oder „sprachmatt“ zu setzen, ist ein Zeichen von mangelndem Weitblick und entspringt oft der Intention von Siegen und Besiegen. So auch das Beispiel der deutschen Erfolgsautorin Anne M. Schüller: „Sagt der Gesprächspartner bei einer Telefonakquise, er hätte gerne Unterlagen, wird von Trainern, die manche für Gurus halten, folgende Antwort empfohlen: ‚Ich will doch mit Ihnen keine Brieffreundschaft.‘ Auf Papier oder im Seminar kommen derlei Sprüche vielleicht noch vermeintlich lustig an, doch

im wahren Leben kann als sicher gelten: Solche Siege rächen sich. Oder was täten Sie als potenzieller Kunde, wenn Sie am Telefon so angebellt werden?“

Nonverbale Reaktion hilft Stellen Sie sich vor, es ist 17 Uhr, Sie wollen das Büro verlassen und ein Kollege fragt: „Arbeitest du neuerdings Teilzeit?“ Wie verhalten wir uns am besten, wenn uns ein anderer mit Sticheleien oder dummen Sprüchen provozieren will? Sollen wir ihn ignorieren? Dann bestünde die Gefahr, dass er sich entweder bestätigt fühlt, oder dass er nicht locker lässt. Sollen wir uns also ärgern, uns provozieren lassen? Ganz sicher nicht. Und rechtfertigen brauchen wir uns schon gar nicht. Die Gefahr ist groß, dass uns der Kragen platzt und wir zum Gegenangriff übergehen. Da in dieser Situation kaum eine gute Verhandlung (mit Augenmerk auf Zielerreichung und Beziehungsebene) zu erreichen ist, empfiehlt sich die „bewusst nonverbale Reaktion“. Wie man ohne Worte reagiert? Durch Blicke oder Gesten. Unbewusst reagieren wir laufend nonverbal. Wir erröten, runzeln die Stirn, bekommen große Augen oder zucken mit den Schultern. Das können wir auch ganz bewusst einzusetzen. Einer meiner Lieblingsblicke? Den anderen anzusehen, als wäre er der Ritter auf dem weißen Pferd, also der Held, der die Prinzessin aus dem Turm rettet. Psychologen nennen solch ein Vorgehen paradoxe Intervention. Der andere rechnet mit Stirnrunzeln, Verunsicherung oder Ärger; wird er stattdessen wie ein Superheld angelächelt, so ist er verwirrt. Das gibt uns die Möglichkeit, ihn hoch erhobenen Hauptes stehen zu lassen oder, wenn es mitten im Gespräch geschieht, gekonnt den roten Faden wieder aufzunehmen. Weitere Beispiele: der strenge Scharfrichterblick – sehr gut über die Brillenränder, Augenbrauen heben oder beide Backen aufblasen; das Gesicht schmerzverzerrt verziehen und die Luft durch zusammengebissene Zähne einsaugen hilft bei Ihrer nächsten Preisverhandlung, sobald der andere sagt, das sei sein letztes Angebot.

Geheimnis der zwei Silben Als Österreich vor vielen Jahren einen neuen Bundeskanzler bekam, entließ der bald darauf einen Mini-

ster. Der ORF wartete vor der Bürotür: „Ihr Vorgänger sagte, der Minister sei der beste, den Österreich je hatte.“ Der Bundeskanzler schaute ernst, nickte und sagte bedeutungsschwer: „Ja.“ Der Reporter hatte mit Widerspruch gerechnet oder mit einer Rechtfertigung. Nach dem schlichten „ja“ starrte er ratlos in die Kamera, während der Bundeskanzler seines Weges ging. Als meine Kinder klein waren, habe ich immer wieder gehört: „Eine Mutter gehört nach Hause zu ihren Kindern.“ Einmal sagte das der Aushilfsbriefträger. Hätte ich mich rechtfertigen müssen? Wären wir dann beide mit dem Ergebnis zufrieden gewesen und hätten unsere Beziehung verbessert? Sicher nicht. Also machte ich es wie der Bundeskanzler, habe ernsthaft genickt, „ja“ gesagt und bin meines Weges gegangen. Ich rate Ihnen natürlich nicht, immer „ja“ zu antworten. Suchen Sie sich stattdessen zwei Silben: „Aha!“, „So so!“, „Ach was!“, „Interessant!“, „Sieh an!“ Sprechen Sie den Namen Ihres Gegenübers aus: „Herr Meier!“ oder „Marianne!“ Natürlich sind auch drei Silben möglich, wie „Na so was!“ oder mein Lieblingswort „Sapperlot!“ Jeden Sonntag hat Bettina denselben Streit mit ihrer Schwiegermutter: Als Vegetarierin kocht sie Gemüse-Getreidegerichte. Die Schwiegermutter will am Tag des Herrn Fleisch auf den Tisch. Geduldig erklärt Bettina ihre Einstellung. Besteht bei diesem Gespräch, das die beiden Frauen jeden Sonntag führen, irgendwann die Chance, dass sie sich einigen? Verbessert das die Beziehung zueinander? Ich habe Bettina geraten, sich zwei Silben auszusuchen. Seitdem hat sich das Verhältnis schon deutlich verbessert. Sie hätten an Bettinas Stelle lieber anders reagiert und gern ein Modell, das die Beziehung so wenig als möglich belastet und doch klarstellt, was Ihnen wichtig ist? Dann empfehle ich Ihnen die „3 R-Regel“! Das erste R steht für „Reagieren“. Darauf folgt mit einem Satz die Richtungsänderung (das zweite R) und schon können wir in Richtung Ziel weiterreden (drittes R). Bettina könnte also antworten: „Ich weiß, dass du das möchtest. Wir essen kein Fleisch. Möchtest du noch Rotkraut?“ oder „Darüber werden wir uns wohl nie einig werden. Unsere sonntäglichen Treffen sind mir wichtig. Kommst du nächstes Mal zu Kaffee und Kuchen?“

ingeb org rauchberger Trainerin und Autorin www.rauchberger.at

Es kommt darauf an, dass wir ein Ergebnis erzielen, mit dem wir zufrieden sind. Wenn unser Gesprächspartner damit ebenfalls zufrieden ist, wir also eine WinWin-Situation geschaffen haben, umso besser. “

© Books4Success

I

st Ihnen Folgendes auch schon einmal passiert? Sie saßen bei einem Gespräch oder einer Verhandlung und plötzlich sagte jemand etwas zu Ihnen und Sie wussten beim besten Willen nicht, was Sie darauf erwidern sollten. Aber dann, zwei Stunden später, ist sie plötzlich da: die Antwort des Jahrhunderts. Wenn Ihnen die bloß rechtzeitig eingefallen wäre, wenn Sie bloß ein bisschen schlagfertiger gewesen wären! Aber so: leider zu spät. Wirklich leider? Zeitschriften sind voll mit guten Tipps, wie man endlich schlagfertiger werden kann. Und dann erst all die Schlagfertigkeitsgurus, die jedes Jahr in einem neuen Buch verkünden: Schlagfertig! Noch schlagfertiger! Nonplusultraschlagfertig! Jetzt komme ich daher und sage: „Schlagfertig war gestern.“ Und ergänze: Seien Sie in den meisten Fällen froh, dass Ihnen die Antwort des Jahrhunderts nicht rechtzeitig eingefallen ist. Da werden Sie sich natürlich fragen: Warum tut sie das? Dafür habe ich mehrere gute Gründe, möchte jedoch zuerst folgende Frage beantworten: Worauf kommt es denn bei unseren Gesprächen und Verhandlungen wirklich an?

wenn sich das noch nicht zu allen herumgesprochen und manche Schlagfertigkeitsexperten etwas anderes empfehlen. Warum ich meine, dass schlagfertig gestern war? Weil ich den Druck von den Schultern derer nehmen möchte, die meinen, immer und überall und möglichst oft schlagfertig sein zu müssen und die sich ärgern, wenn ihnen das nicht gelingt. Außerdem möchte ich alle, die etwas Kluges zu sagen haben, aber sich nicht trauen, weil sie meinen, mit den Schlagfertigen nicht mithalten zu können, ermutigen. Ich denke, dass die Gescheiten gehört gehören und nicht nur die Lauten. Und zum Schluss rate ich all denen, die sich bisher, im steten Bemühen unbedingt schlagfertig sein zu müssen, um Kopf und Kragen geredet haben, nicht länger auf die knackigen Ratschläge mancher Schlagfertigkeitsexperten zu vertrauen. Es gibt elegantere und wirkungsvollere Möglichkeiten, auf Attacken, dummes Gerede oder blöde Schmähs zu reagieren.

© Christine Wurnig

ingeborg rauchberger

B uchtipp Ingeborg Rauchberger: Schlag­fertig war gestern! Books4Success, Börsenmedien, Oktober 2012, 300 Seiten,19,90 €, ISBN: 9783864700576


the opinion

6 – medianet

Eine Rundschau im Schneechaos: Weiterhin bewegt die Wehrpflichtdebatte die Nation. Auch gegen deren Willen übrigens. Es ist derzeit nahezu unmöglich, auf einem der heimischen bzw. rot-weiß-rot filialisierten Programme auch nur eine Informationssendung zu erwischen, die das Thema nicht aus irgendeinem anderen staubigen Eck heraus aufzieht. Hatte man sich kürzlich noch bitter beschwert, über ungenügend Informationen für eine so weitreichende Entscheidung zu verfügen, ist es jetzt vielmehr so, dass man in Detailinfos und Stimmungsbildern erstickt. Entscheidend ist unter Umständen die chronologische Abfolge der perspektivischen Abhandlungen. Ja zur Wehrpflicht, weil man eben den selbstlosen Einsatz eines jungen Zivildieners für in Apathie versinkende Altenheimbewohner mitverfolgt hat? Nein zur Zwangsverpflichtung, weil man zuletzt befürchten musste, seine Söhne zwar mit Fortgeschrittenenkenntnissen in Kartoffelschälen und Schuheputzen zurückzubekommen, aber auch mit einer Tendenz zu Alkoholismus und Kartenspiel?

zitat des ta g es Peter F. Drucker US-Ökonom österr. Herkunft

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Über allen Gipfeln ist Ruh … Im vom Schneetreiben verkehrsberuhigten Österreich schweigen nicht nur die Vögelein im Walde – auch die Meinungsbildung mündiger Bürger gerät ins Stocken. sabine bretschneider

Währenddessen meldete Salzburg die vermeintliche Wende im Finanzskandal: 74 Millionen Euro Habensaldo ergeben sich jetzt als Zwischenstatus anstatt der 340 Millionen Verlust, offenbar trotz bislang unbekannter Kredite und Geschäfte im Wert von mehr als 1,8 Milliarden Euro. Der Pferdefuß

der Frohbotschaft: Realisieren lassen sich die Gewinne jetzt erst einmal nicht; die Gründe dafür sind mannigfaltig. Rechnungshofpräsident Josef Moser kämpft derweilen mit der Fassung, wenn er auf das neue zwischen Bund, Ländern und Gemeinden vereinbarte verfassungsrechtliche Spekulations-

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Alle machen jetzt mal schnell in audio-visuell

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„Bei einer Plattform wie ‚help.gv.at‘ ist es wichtig, nicht wie eine Vorlesung daherzukommen, sondern wie ein Laden­geschäft.“ M anfred Matzka , Leiter der Sekti o n I i m Bunde s kanz lera m t, s. 4 8

„An der WU wollte ich eigentlich nicht ­bleiben ...“

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Cyros Zorriasatayni ist Gründer von steilBergauf, Exklusiv-Anbieter des All Inclusive-Trainingsfilms und Trainer/Berater im Bereich besser führen & verkaufen; www.steilbergauf.at © steilBergauf

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wie auditiv-visuelles

Beiden Beispielen gemeinsam ist, dass sie die MögLernen ­funktioniert.“ lichkeiten, die auditiv-visuelles Lernen bietet, nicht voll ausschöpfen. Bei den Baumarkt-Mitarbeitern ist ein Cyros Zorriasatayni Identifikationsproblem vorprogrammiert. Die LebensmitSteilbergauf.at telhandels-Mitarbeiter werden ihre Handlungsoptionen ohne positive Alternativszene nicht entscheidend erweitern können. Womit wir beim methodisch-didaktisch, handwerklich sauber aufgebauten „Trainingsfilm“ sind. Der kennt solche Schwachstellen nicht. Um den Sprung vom althergebrachten Schulungsfilm (in dem das negativ besetzte Wort Schule steckt) zum modernen Trainingsfilm zu schaffen, braucht es allerdings einen Trainer an der Spitze eines solchen Projekts. Einen, der mit dem Thema Lernpsychologie vertraut ist und weiß, wie auditiv-visuelles Lernen umgesetzt wird. Nur so erreichen Unternehmen mit diesem Medium das Optimum: Dass ihre Mitarbeiter durch Lernen aus Beobachtung 50% des Gesehenen und Gehörten behalten; eine Aufarbeitung durch Führungskräfte erhöht das sogar auf 80% (Quelle: American Audiovisual Society). Dazu gilt es, Lernende dort abzuholen, wo ihre realen, täglichen Herausgeforderungen liegen. Denn der Erfolg eines Trainingsfilms – eine gewünschte Verhaltensänderung in Gang zu bringen – hängt maßgeblich davon ab, wie stark sich Menschen durch die gezeigten Szenen angesprochen fühlen und welche Handlungsalternativen angeboten werden. Das ist natürlich eine Herausforderung. Aber schließlich sagte schon einer der Großen der Filmbranche: „Alles in allem wird deutlich, dass die Zukunft große Chancen bereithält – aber auch Fallstricke.“ (© Woody Allen)

heute im business weekend

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Gastkommentar Warum ein Trainer essenziell für Trainingsfilmprojekte ist

Chancen des Lern-Mediums voll ausschöpfen

Dieter Scharitz e r , ­A cademic Direct o r an der WU Execu t i v e ­Academy, s . 72

verbot angesprochen wird. Schon 1974 hätten sich, erzählte er in einem Interview, Finanzminister, Länder und Gemeinden mit der ‚Heiligenbluter Erklärung‘ zu einer Vereinheitlichung der Rechnungsabschlüsse bekannt. Das Komitee kann erst dann eine Empfehlung festlegen, wenn Bund, Länder und Gemeinden ihr Einverständnis geben. Seit 38 Jahren tagt es jährlich, das Einverständnis gibt es bis heute nicht. Der aktuellste Aufreger: Das Urteil gegen den Lobbyisten Alfons MensdorffPouilly ist am Donnerstag gefallen: Zwei Monate bedingt wegen Beweismittelfälschung. Keine Geldwäsche, keine Falschaussagen ... Die Urteile in den diversen Korruptionsskandalen werden die Republik wohl stärker prägen als die Entscheidung pro oder contra Wehrpflicht.

„Yippiejaja Yippie Yippie Yeah! Es gibt immer was zu tun“. Das gilt offenbar nicht nur für die Hornbach-Kunden, sondern auch für die Mitarbeiter der Baumarkt-Kette. Deshalb werden sie u.a. mit zweiminütigen Schulungsfilmen beglückt, bei denen die kreative Werbeagentur, mit der man verbandelt ist, ihre Hände im Spiel haben dürfte. Wer sonst käme auf die Idee, Verkäufern Fachwissen mit einem Puppenspiel zu vermitteln? Gut, sie sind zumindest originell, „Die Pinsels“, als Persiflage auf typische Kundendialoge konzipiert. Auch Billa geht kreativ an die Umsetzung von Schulungsfilmen heran; die Rewe-Tochter versucht sich beispielsweise mit dem Ansatz der versteckten Kamera. Echte FilialMitarbeiter werden dabei mit vermeintlich realen Kunden konfrontiert und in herausfordernde Situationen gebracht, die später aufgelöst werden. „Mit dem nötigen KleinBeides durchaus interessante Ansätze. Trotzdem müssen sich die „Macher“ dieser Schulungsfilme aus lernpsygeld können Sie Woody chologischer Sicht zwei Fragen gefallen lassen. Einerseits: Infantilisieren Puppenfiguren erwachsene Lerner nicht? Allen für Ihren TrainingsAndererseits: Erfolgt die Aufarbeitung der versteckten-Kamera-Situationen für die Handelsmitarbeiter effektiv? Bilfilm engagieren. Oder la versucht es mit Inserts, z.B. „Auf den Kunden eingehen“. Das Wie bleibt allerdings im Raum stehen. einen Trainer, der weiß,

Was alle Erfolg­ reichen mit­ einander ­verbindet, ist die Fähigkeit, den Graben ­zwischen Entschluss und Entscheidung ­äußerst schmal zu halten.

Freitag, 18. Jänner 2013

Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

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freitag, 18. jänner 2013 – 7

© Puls 4

Programm

Puls 4 startet tägliches Vorabendmagazin „Guten Abend Österreich“  Seite 10

© Radio Arabella

marketing & media Kampagne

Vollgas

Silberball verpasst Radio Arabella neuen B2B-Kommunikationsauftritt  Seite 11

Mediengruppe Österreich vergab Auto-Award  Seite 14 © Harald Artner/society24.at

„Unser Ziel ist klar die Innovationsführerschaft“

© H. Hochmuth

short

© C&C Agency/Silvia Schober

Fred Turnheim, ÖJC-Präsident, präsentierte mit Marktforscher OGM eine aktuelle Studie zum Berufsstand Journalismus: männerdominiert, überdurchschnittlich älter und großteils hauptberuflich angestellt. 60% haben keine spezifische Ausbildung.  Seite 8

© ATV

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Cornelia Pfeiffer-Janisch, Gründerin und Geschäftsführerin der EventkommunikationsAgentur C&C Agency, über die Bedeutung, in Zeiten der Informationsflut mit speziell auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnittenen Events positiv aufzufallen.  Seite 10

Martin Gastinger, Programmchef ATV, über die begehrten Eigenformate des Privatsenders, welche auch internationale Beachtung finden und bereits verkauft wurden. Frische Ideen sowie echte und ehrliche Inhalte stehen bei der Konzeption im Fokus.  Seite 12

Petra Hauser, Vorsitzende der Geschäftsführung media.at-Gruppe, und Andreas Martin, ab März operativer Geschäftsführer pilot@media.at

Neu gegründet pilot@media.at tritt als Fullservice-Agentur in den öster­ reichischen Digitalmarkt und positiontiert sich dabei mit breitem Know-how, ­technologischer Kompetenz und ambitionierter Zielsetzung.  Seite 8

medianet tv heute

Personalia Journalist erklärt 14-tägig die Männerwelt

© Kia

Hufnagl künftig „Woman“-Kolumnist

© Woman/Ernst Kainerstorfer

Kia zeigt im Spot erneut seine Blockbuster-Modelle. click+>www.medianet.at

In der Kolumne „Mannsbilder“ erklärt Hufnagl künftig Frauen die Männerwelt.

Wien. Michael Hufnagl ist ab sofort neuer Kolumnist des österreichischen Frauenmagazins Woman. Chefredakteurin Euke Frank: „Sein Auftrag ist, uns Frauen endlich die Männer zu erklären. Mal sehen, ob ihm das gelingt. Hufnagls Texte sind jedenfalls großartig und machen Spaß – willkommen in der Mädels-Redaktion.“ Die erste Kolumne „Mannsbilder“ erscheint in der heutigen Ausgabe des Printmagazins. Hufnagl wird neben seiner neuen Tätigkeit für Woman laut eigenen Angaben auch künftig zwei Kolumnen pro Woche für die Tageszeitung Kurier verfassen.  (red)

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c ov e r

8 – medianet

Freitag, 18. Jänner 2013

Neugründung „Massive Stärkung“ der digitalen Kompetenz als Reaktion auf Marktanforderung und Eigentümerwunsch

Seiteneinwurf

pilot@media.at betritt den heimischen Digitalmarkt

Sexy wie eine Zahnspange

Internationale Partnerschaft bringt umfangreiches Know-how, Technologie und fundierte Erfahrungswerte. Wien. Die österreichische Mediaagentur media.at setzt mit der – in Kooperation mit pilot Hamburg – soeben neu gegründeten Fullservice-Agentur pilot@media. at ein Ausrufezeichen im digitalen Agenturmarkt. medianet sprach mit zwei der künftigen Geschäftsführer, Petra Hauser und Andreas Martin, über Anforderungen und Zielsetzungen. „Es bestand die Anforderung am Markt wie auch der Wunsch der Eigentümer, die digitale Kompetenz massiv zu stärken“, so Hauser, Vorsitzende der Geschäftsführung der media.at-Gruppe, die diesen Schritt seit ihrem Amtsantritt im Februar 2012 als wichtiges Ziel ausgab. „Die Unzufriedenheit, lange nicht die gesamte Palette im Digital Business abbilden zu können, trieb uns zu diesem Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Agentur zu erhalten“, so Hauser weiter. Im Zuge des Entscheidungsprozesses wurden Alternativen abgewogen; die Kooperation mit pilot Hamburg sei die vorteilshafteste Variante gewesen. „Gegen den Selbstaufbau einer Agentur sprach der Faktor ‚Zeit‘, die wir nicht mehr gehabt hätten. Die Branche ist dermaßen technologisch geprägt, dass es jahrelanger Aufbauarbeit, Erfahrung und vor allem hoher Investitionen benötigt hätte. Akquisition, also der Zukauf anderer Agenturen, wäre wenig sinnvoll, da diese nie das gesamte Spektrum, insbesondere im Bereich agenturspezifischer Tools und Systeme, abgedeckt hätten“, so Hauser über die Beweggründe der Kooperation mit pilot. Mit der internationalen Partnerschaft könne man nun „die gesamte

dinko fejzuli

W

er kennt schon den Begriff ‚Traffic-Manager‘? Das klingt nicht besonders sexy, ist aber ein sehr interessanter Job“, beklagte kürzlich zu Recht Martina Zadina, adworx-Geschäftsführerin und IAB-Präsidentin, in medianet den Umstand, dass der Online-Markt noch immer händeringend nach guten Leuten sucht. Wobei der Mangel an guten Verkäufern laut Zadina nicht daran liegt, dass es auch keine Berufsbilder in diesem Segment gäbe. Das Problem, so die IAA-Präsidentin: „Es gibt Multimediaredakteure, Onlinejournalisten, Webmaster, dann noch SEO- oder SEM-Spezialisten. Das wars. Unsere Berufsbilder, die wir brauchen, werden zu wenig repräsentiert. Ein ‚Traffic-Manager‘, zwar ein wichtiger, aber ebe unexy kommt in der Wahrnehmung eben nicht vor? Vielleicht hängt es aber auch mit den neumodischen Bezeichnungen dieser Berufsbilder zusammen. Früher hieß es ‚Geschäftsführer‘, heute reicht die Palette vom CEO über den COO und den CTO hin zum CMO, PA to the CEO oder eben auch Traffic Manager für jemand, der nicht mehr, aber auch nicht weniger macht, als für die Planung und Umsetzung von Werbeaktivitäten in einer Agentur zuständig zu sein.  d.fejzuli@medianet.at

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Jürgen Hofer

Verantwortliche bei pilot@media.at: Petra Hauser und Andreas Martin, der ab März die operative Geschäftsführung übernimmt.

Klaviatur von A bis Z“ bedienen; das Angebot der pilot@media.at umfasst digitale Mediaplanung und -Einkauf, Kreation und Produktion über SEO, Social Media, Mobile Marketing, Performance Marketing, Marktforschung bis hin zu Online-Bewegtbild. Geführt wird die Agentur dabei von Wien aus mit einem Kernteam von ca. zehn Personen, an deren Spitze ab März Andreas Martin, langjähriger Hutchison-Manager, steht. „Wien fungiert als Schnittstelle in puncto Betreuung, Beratung und Planung – für die Umsetzung greifen wir sowohl auf Technik wie auch Know-how in Hamburg zurück“, erläutert Martin. Dabei will Martin anfangs vor allem in den Dialog mit bestehenden Kunden treten und deren Wünsche realisieren; danach sei

die Devise Wachstum mit Neukundenakquise. „Wir müssen der ‚pilot@media.at‘ eine zwar kurze, aber definierte Zeit geben, sich zu entwickeln“, bekräftigt Hauser. „Nach einer Sondierungsphase, welche Angebote hier vor Ort am erfolgversprechendsten sind, wollen wir natürlich sehr stark in den Markt gehen und uns positionieren. Da erwarte ich mir, dass auch bezüglich Neukunden einiges hängen bleibt.“

Ziel: Innovationsführerschaft Die Voraussetzungen dafür sieht Martin geschaffen: „Das Team in Wien mit zehn Experten aus dem Markt sowie dem Background von 150 Personen in Wien lässt uns mit der klaren Ansage antreten, als Fullservice-Agentur jedem Kunden

seine Bedürfnisse erfüllen zu können.“ Wesentlicher Punkt laut Martin: „Wir wollen Produkte und Kunden verstehen, um gemeinsam den Markt zu entwickeln. Dabei ist der lokale Bezug mit spezieller lokaler Umsetzung stets im Fokus.“ Zurückgreifen kann die Agentur auf einen breiten Fundus an von pilot Hamburg bereits realisierten Projekten: „Wir haben Erfahrungswerte – wenn auch aus einem anderen Markt –, welche Dinge funktionieren, bereits untermauert durch Daten und Fakten“, umreißt Martin einen weiteren Vorteil der internationalen Zusammenarbeit. „Unter diesen Bedingungen streben wir klar die Innovationsführerschaft am Markt an“, steckt sich Hauser ambitionierte Ziele für die neu gegründete Agentur pilot@media.at.

Befragung Marktforschung OGM und ÖJC präsentieren umfangreiche Studie zum Berufsstand Journalismus – überraschende Ergebnisse inklusive

Wien. OGM-Chef Wolfgang Bachmayer präsentierte am 15. Jänner die vom Österreichischen Journalisten Club ÖJC in Auftrag gegebene Journalistenstudie. Thema der Untersuchung ist die Arbeitssituation und -zufriedenheit, Ausbildung, soziale Lage und Struktur der Berufsjournalisten in Österreich. Insgesamt 718 Journalistinnen und Journalisten haben an dieser OGM-Befragung teilgenommen. Im Vorfeld wurde das Fremdund Selbstbild der Journalisten sowie der Vertrauensgrad im Vergleich zu Richtern, Polizisten und Politikern abgefragt. Dabei sieht die Bevölkerung Journalisten nur zu 26% als kompetent an, Journalisten sehen sich zu 53% als kompetent. Im Vertrauensgrad sind Journalisten an dritter Stelle. Polizisten stehen an erster Stelle, gefolgt von Richtern. Zu Politikern haben nur 4% der Bevölkerung und nur 2% der Journalisten Vertrauen. Der Beruf wird deutlich mehr von Männern (63%) als Frauen (37%) ausgeübt. Journalisten sind über-

© H. Hochmuth

Journalisten stellen sich selbst schlechtes Zeugnis aus

Christian Murhammer, Fred Turnheim (ÖJC), Wolfgang Bachmayer (OGM).

durchschnittlich älter, 57% der Befragten sind 30–50 Jahre und 37% über 50 Jahre alt. 83% der Befragten sind hauptberuflich journalistisch tätig. Die meisten Journalisten arbeiten in Printmedien (73%), 39% in Fach-/

Special Interest- Medien, 18% bei Rundfunk- und Fernsehen und 23% im Online-Bereich. Drei von vier Befragten haben ein Dienstverhältnis, prekäre Arbeitsverhältnisse kommen selten vor, jeder Vierte ist selbstständig.

Eine klare Mehrheit (60%) hat keine spezifische Journalistenausbildung und wurde „on the Job“ ausgebildet, der akademische Anteil in dem Berufszweig beträgt 22%. Das Interesse an Weiterbildung im online-Journalismus und Recherche ist sehr hoch. Das durchschnittliche monatliche Gesamteinkommen beträgt 2.600 €, davon 86% aus journalistischer Tätigkeit. Einkommensunterschiede sind teilweise beträchtlich, besonders bei jungen Journalisten und Frauen. Sehr selbstkritisch sehen die Befragten ihren Berufsstand, was die Objektivität der Berichterstattung und journalistische Ethik betrifft. OGM-Chef Bachmayer erklärt das überraschende Ergebnis unter anderem anhand des Nahverhältnisses zwischen Politik und Journalismus sowie der zunehmend hör- und lesbaren Auseinandersetzung zwischen Medien, die sich dem Qualitätssektor zuordnen und jenen des Boulevardsektors. „Im letzten Jahr haben wir eine zunehmende Diskussion und offene Kritik innerhalb der Bran-

che erlebt über große Themen wie Inseratenvergabe, nicht korrekt gekennzeichnete Werbung bis hin zur Beeinflussung der Redaktion und gekauften Artikeln“, so Bachmayer. Im Auftrag des ÖJC werden neue Strategien zur Sicherung des Journalistenberufs, unter der Leitung des Kommunikationsprofi Christian Murhammer, bis April 2012 erarbeitet. Denn „die Studie belegt, dass die vorherrschende Meinung und das Selbstverständnis der Medienmitarbeiter die Entwicklung von PR-Strategien für das Berufsbild Journalismus dringend notwendig erscheinen lassen“, so Murhammer. ÖJC-Präsident Fred Turnheim: „Es geht um das Überleben unseres Berufs in der größten Strukturkrise, die die Medien je erlebt haben. Es geht um neue Jobs und die Entwicklung neuer Medien und es geht um die Verbesserung des Ansehens des Journalisten-Berufs in der Bevölkerung.“  (ma) Alle Ergebnisse der Studie finden Sie auf  www.medianet.at


Nur zu – es ist offen! Ö1 SCHWERPUNK T 2013

OPEN INNOVATION WISSEN TEILEN. NEUES GESTALTEN.

20. JÄNNER, 22.30 UHR MATRIX 3D DRUCKER Aus dem Hobbyraum ins Wohnzimmer?

17. FEBRUAR, 22.30 UHR MATRIX REGIERUNG 2.0 Wie das Netz die Politik verändern könnte

DAS ENDE DER ZURÜCKHALTUNG. Die digitale Gesellschaft verfolgt mit „Open Innovation“ eine visionäre Idee: die systematische Öffnung von Innovation für möglichst viele Menschen. Wir machen mit. Machen Sie auch mit! Mehr in

oe1.ORF.at/openinnovation

18.-21. FEBRUAR, 9.05 UHR RADIOKOLLEG OPEN DATA Wenn Behörden ihre Daten teilen

7 TAGE Ö1: Ö1 SIEBEN TAGE NACHHÖREN IN OE1.ORF. AT


Marketing & Medien

10 – medianet

Event Fullservice-Betreuung im B2B- sowie B2C-Bereich; zielgruppengerecht geschnürte Eventpackages

short

„Outstanding“ Events

Jubiläumsjahr für Media Award 2013 Wien. Zum bereits zehnten Mal werden mit der heurigen Auflage des „Media Award 2013“ Media-Agenturen, Werbetreibende und Werbeagenturen für ihre hervorragenden Mediaplanungen in Österreich mit der dreiseitigen Pyramide ausgezeichnet. Gesucht sind auch in diesem Jahr wieder neue, innovative Ideen und Lösungen in den Kategorien „Kreative Media-Ideen“ und „Exzellente Media-Strategien“. Bis zum 22. Februar kann ab sofort eingereicht werden.  einreichung.mediaaward.at

C&C Agency: In Zeiten der Informationsüberschwemmung mit speziellen Events positiv auffallen. det und anschaulich macht. Die Teilnehmer erleben bei didaktisch klar aufgebauten Übungen ihr eigenes Führungsverhalten und die Auswirkungen auf ihre Mitarbeiter und sich selbst. In den Reflexionsübungen werden die Regeln sinnvollen Führungsverhaltens erarbeitet und sofort in „Action“ erlebt.

Michael Fiala

© Jürgen Hammerschmid

Regelmäßig neue Konzepte Sabine Hoffmann, Geschäftsführerin von ambuzzador.

Dabei sei es aktuell von enormer Bedeutung, mit „Outstanding“Events Aufmerksamkeit zu generieren. „Solche Events sind speziell und bieten immer etwas anders. In Zeiten der Informationsüberschwemmung ist es von Bedeutung, positiv und für den Kunden angenehm aufzufallen“, erläutert Pfeiffer-Janisch weiter. Für C&C Agency bedeute das,

Wien. Im Rahmen des umfassenden Ausbildungsengagements beginnt ambuzzador mit „blog n’Buzz“ ein neuartiges Blogger-Programm. Am dem 1. Februar findet der erste Workshop, „Rechtliche und ethische Grundlagen für BloggerInnen“, statt. In weiteren Workshops rund um Netzwerk & Support und Business Impact wird Teilnehmern erfolgreiches Bloggen vermittelt. Sabine Hoffmann, Geschäftsführerin von ambuzzador: „Mit ‚blog n’Buzz‘ bieten wir das erste deutschsprachige BloggerProgramm, das alle Aspekte des erfolgreichen Bloggens miteinander vereint und so die Grundlage für ein nachhaltiges Business-Model und Qualität in der demokratisierten Medienwelt schafft.“  www.blognbuzz.at

Expertise in B2B sowie B2C

© C&C Agency/Silvia Schober; C&C Agency (2)

Wien. Seit elf Jahren ist C&C Agency eine der führenden österreichischen Agenturen in den Bereichen Eventmarketing und Kommunikation. medianet bat Gründerin und Geschäftsführerin Cornelia Pfeiffer-Janisch zum Gespräch. „Wir schnüren regelmäßig neue und außergewöhnliche Packages für unsere Kunden“, betont Pfeiffer-Janisch den Wert von aktuellen und treffgenauen Dienstleistungen. „Für Weihnachten haben wir zum Beispiel außergewöhnliche Weihnachtsfeierideen geliefert, wie ‚Weihnachten unter Palmen‘ oder ‚Weihnachten feiern wie Al Capone‘. Durch diese nett gestalteten Angebote bleiben wir den Kunden in Erinnerung und machen regelmäßig auf uns aufmerksam“, so die Expertin.

Ausbildung: ambuzzador startet „blog n’Buzz“

Cornelia Pfeiffer-Janisch möchte ihre Kunden mit speziellen Events begeistern.

dass regelmäßig neue Konzepte für außergewöhnliche Events erstellt und diese neuen Angebote auch in regelmäßigen Abständen an die Zielgruppen kommuniziert werden. „‚Outstanding Events‘ werden immer beliebter, da man dies sehr gut mit Teambuilding und Workshops verbinden kann. Somit sitzt man bei unseren Events nicht nur passiv in Seminarräumen, sondern nimmt aktiv an diesen teil.“ Das zuletzt entwickelte Angebot

der kreativen Köpfe der Agentur ist ein Event mit aktiver Beteiligung, erläutert Pfeiffer-Janisch: „Wir bieten einen neuen, anderen und vor allem effektiven Workshop an: Management und Fechten.“

Management und Fechten Dieses Angebot sei ein einzigartiges Seminar, welches die Kunst des Fechtens mit den Grundsätzen optimaler Führungsarbeit verbin-

C&C Agency bietet Events und Incentives sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich an. PfeifferJanisch legt großen Wert auf eine gesonderte Betrachtung: „Bei B2Bsowie B2C-Events gibt es natürlich auch Gemeinsamkeiten, jedoch sind diese in der Konzeption klar zu trennen.“ So legt sie bei Corporate Events den Fokus vor allem auf Produkt-, Marken- oder Unternehmensinszenierungen mit dem Ziel der Informationsvermittlung und Imageverfestigung sowie Imageverbesserung. Diese seien klar zu unterscheiden von anderen B2BEvents wie beispielsweise Mitarbeiterevents, wo vor allem Motivation und Informationsvermittlung im Vordergrund stehen. „Bei B2C Events achten wir besonders darauf, dass wir erlebnisgestützte Inszenierungen anbieten, welche einzigartig sind“, so PfeifferJanisch abschließend.  www.cc-agency.com

Sondermodell TV, Radio, Print und Online österreichweit

TV „Guten Abend Österreich“ startet am 21. Jänner

Wien. Mit der „Vienna Autoshow“ startete Kia den Verkauf neuer Blockbuster-Sondermodelle. Zusätzlich zum Automobil erhalten Kunden ein kostenloses, zwölfmonatiges Sky-Starterpaket. Im Zuge der nationalen Bewerbung werden sowohl im TV, Radio, Print und Onlinebereich die Blockbuster-Sondermodelle beworben. Kias exklusive Inhouse Agentur Innocean Worldwide unter der

Wien. „Guten Abend Österreich“, das neue News-Format von Puls 4, geht am Montag, den 21. Jänner 2013, um 18:45 Uhr zum ersten Mal live on air. Mit einer vollen Stunde Information rund um die Themenblöcke „News“, „People, Lifestyle & Service“, „Sport“ und „Wetter“ startet das größte tägliche Programmprojekt der ProSiebenSat.1 Puls 4 Gruppe.

Kampagne: Sky und Kia kooperieren Magazin: Puls 4 setzt auf Vorabend

Partner: Rene Petzner, Kia Österreich, und Walter Fink, Sky Österreich.

sicherheit verpflichtet

Österreich braucht einen schnellen Katastrophenschutz. Österreich verpflichtet:

Am 20. Jänner für Wehrpflicht und Zivildienst stimmen!

kreativen Feder von Peter Greiner hat dazu neben dem Hero-Modell Kia Rio die restliche Modellpalette auffällig in Szene gesetzt. Dabei werden im Jänner der Kia Picanto und Kia Venga, im März dann der Kia Sportage als BlockbusterModelle mitkommuniziert; Follow up-Kampagnen folgen im Herbst.

Sky-Abo serienmäßig Rene Petzner, Marketing Manager Kia Österreich: „Mit den Blockbuster-Modellen bietet Kia erstmalig in Österreich exklusives TVProgramm in Kooperation mit Sky unter dem Markenmotto ‚Power to Surprise‘ seinen Kunden serienmäßig beim Fahrzeugkauf an.“ Walter Fink, Director Marketing Sky Österreich: „Ich freue mich auf die neue Partnerschaft. Sky und Kia sind seit Jahren Partner der UEFA Champions League, Europa League und Kia neuerdings auch von der Österreichischen Fußball Bundesliga; da liegt es auf der Hand, Synergien zu nutzen und neue Vertriebskooperationen zu schließen.“  (red)

Moderiert wird das neue Format vom Trio Corinna Milborn, Thomas Mohr und Norbert Oberhauser. „Guten Abend Österreich“ richtet sich an die Zielgruppe Erwachsene 12–59 Jahre. Im neuen Puls 4 Center fließen Relevanz und Kompetenz aller Redaktionen zusammen, international, national und regional. Online können begleitende Zusatzangebote zur Sendung abgerufen werden.  (red)

© Puls 4

© Katharina Schiffl

Medienwerk.at: LiveStreaming & Webvideos Wien. Mit „Medienwerk.at“ startet ein neuer Anbieter, der sich auf die Produktion von Live-Streams von Veranstaltungen sowie Videos fürs Web spezialisiert hat. So können zeitund ortsunabhängig mittels Live-Streaming oder produziertem Web-TV-Beitrag Pressekonferenzen, Podiumsdiskussionen, Veranstaltungen, Firmenevents und vieles mehr einerseits Live ins Internet übertragen oder in einem professionell produzierten Videobeitrag auf Abruf bereitgestellt werden.  (red)  www.medienwerk.at

Freitag, 18. Jänner 2013

Das Studio der künftig täglich um 18:45 ausgestrahlten, einstündigen News-Show „Guten Abend Österreich“ bringt die Nachrichten des Tages auf Puls 4.

solidarität verpflichtet

Österreich braucht den Dienst am Menschen. Österreich verpflichtet:

Am 20. Jänner für Wehrpflicht und Zivildienst stimmen!


Freitag, 18. Jänner 2013

a g e n t u r e n /soc i a l m e d i a

medianet – 11

Komplettpaket Das Strategie- und Kreativteam der Agentur Silberball Salzburg hat sich um das neue Erscheinungsbild des Senders gekümmert

Neu: B2B-Kommunikationsauftritt Imagefolder, Produktfolder oder Anzeigen – der österreichische Privatsender Radio Arabella hat einen neuen Werbeauftritt.

Leporello-Folder Der neue Werbeauftritt wird in Form eines Komplett-Pakets an neuen Verkaufsunterlagen kommuniziert – vom Imagefolder über Produktfolder bis hin zu Anzeigen. Die Hauptmedien für die zielgruppenspezifische Ansprache der Radio Arabella-Werbekunden sind kompakte Leporello-Folder (vom Imagefolder bis hin zu Produktfoldern zu verschiedenen Themen) sowie eine klar strukturierte Senderpräsentation, die den Regionalradio-Anbieter Radio Arabella mit all seinen Stärken und Alleinstellungsmerkmalen skizziert. Um den ansprechenden und

dynamischen Look von Radio Arabella perfekt darzustellen, wurde ein eigenes Master Design-Projekt initiiert, bevor die einzelnen Werbemittel umgesetzt wurden. „Die Entwicklung der neuen ‚Radio Arabella Design Identity‘ zeigt eindrucksvoll, wie der integrierte Ansatz von ‚Silberball‘ funktioniert. Die Zusammenarbeit von kommunikationsstrategischer Beratung des Kunden und erstklassiger Kreation lässt die Alleinstellungsmerkmale der Marke Radio Arabella glänzen“, so die Partner in einer Aussendung.  www.radioarabella.at  www.silberball.at Credits: Auftraggeber Radio Arabella GmbH Agentur Silberball Salzburg GmbH Beratung Gerhard Wallner Konzept Gerhard Wallner, Marion Bald AD Marion Bald Grafik Design Carsten Freisfeld Text Karin Wohlschlager, Gerhard Wallner

Um den ansprechenden und dynamischen Look von Radio Arabella perfekt darzustellen, wurde ein eigenes Master Design-Projekt initiiert.

© Radio Arabella

Wien. Der österreichische Privatsender Radio Arabella hat sich einen neuen B2B-Kommunikationsauftritt verpasst. Entwickelt wurde dieser vom Strategie- und Kreativteam der Agentur Silberball Salzburg.

Gastkommentar Am Markt der Meinungen entscheidet die richtige Online-Strategie über Wohl und Weh von Firmen und Produkten

Community-Management

Unternehmen, die User einladen, aktiv mitzugestalten, generien wichtigen Wettbewerbsvorteil.

Was ist Community-Building? Wien. Die letzten Gastkommentare befassten sich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten, die Social Media für Unternehmen heutzutage bieten. Neue Geschäftsideen werden per Kickstarter finanziert, Monitoring hilft, Übersicht über die User-Meinungen zu behalten und Reputationsmanagement stellt sicher, dass das Image des Unternehmens gewahrt bleibt. Das bedeutet, dass im Gegensatz zu früher Organisationen die Möglichkeit haben, in direktem Kontakt zum Kunden zu agieren. Das ergibt eine ganz neue Herangehensweise an Kommunikation, Produkterstellung und -launch. Entfernen sollte man sich daher von dem Gedanken, dass Social-Media-Aktivitäten kurzfristig einen schnellen Erfolg bringen und wenig ­kosten.

Das Internet ist nicht nur eine Präsentationsplattform, sondern dient zum Austausch von Informationen, Wissen und Meinungen. Menschen leben gern in Gemeinschaft und tauschen sich aus. Mithilfe der Pull- und PushMechanismen des Internets können sie sich ihre eigene, auf ihrer Geschäftsidee basierende, Community aufbauen und so einen Wettbewerbsvorteil generieren. Vertrieb und Umsatzgenerierung stehen im Vordergrund. Das heißt, jede (Marketing-)Aktivität sollte zu guter Letzt ihren Beitrag zum Umsatz liefern. Community-Building kann helfen, das Produktdesign zu verbessern, das Produkt zu erweitern (3rd Party add-ons/Mods), über das Produkt zu sprechen und dafür zu „werben“ sowie Ideen für weitere Produkte zu liefern. Die hier angeführte Grafik verdeutli-

Wie funktioniert Community-Building? User können demzufolge das Geschäftsmodell maßgeblich unterstützen. Unternehmen, die auf eine große Community bauen können, sind weniger anfällig für Krisen. Es sollte daher ein Anliegen aller Abteilungen sein, aktives Community-Management zu betreiben. Die Funktionsweise sei hier nur kurz angeschnitten, da die Art der Communities stark von der Unternehmensbranche abhängt und

daher die Beratung durch Experten empfohlen wird. • Austausch zwischen den Usern fördern: User brauchen einen Ort, an dem sie sich treffen können, egal ob das eine Webseite mit Kommentarfunktion, ein Blog, die Facebookseite, ein Forum oder ein Wiki ist. • User aktiv einladen: Sie auf die Community aufmerksam machen sowie ähnliche Communities suchen, um auch diese einzuladen. • User binden: Am besten durch „Privilegien“, das heißt die User von Anfang an einbinden, z.B. mit einer Mitgliedschaft auf Lebenszeit oder sie zu Moderatoren im Forum bzw. zu Mitautoren im Blog machen. • Belohnungen und Special Offers: Aktiven Benutzern Zugang zu Pre-

C O M MUNIT Y R OI

user support ideas for upgrades user training marketing third-party add-ons product design

© headrush.typepad.com Community the more your users participate, the less money you need

mium-Content bieten wie etwa Zugang zu Beta-Versionen, neue Produkte für Community-Members früher verfügbar machen. • Spaß muss sein: Aktivitäten nicht nur im Hinblick auf „Umsatz“ erstellen, sondern auch interessante und witzige Themen einbauen; aktueller Trend sind hier die „spotted-Seiten“. • Online- und Offline-Networking: Usern die Möglichkeit geben, sich on- und offline kennenzulernen. User-Profile, Usertreffen oder auch neue Trends aufgreifen und zum Mitmachen animieren. Nachberichterstattung der Events nicht vergessen und veröffentlichen (Stichwort „teilen“). Eine aktive Community kann die Unternehmensplattformen mit sehr viel Leben füllen und sie für neue User interessanter machen. So wird erreicht, dass immer mehr Menschen darüber sprechen, sich austauschen und im Endeffekt ein Wettbewerbsvorteil generiert wird, der zu höheren Umsätzen führt. Michael Fenböck ist Campaign Manager bei Modern Mind Marketing.  m.fenboeck@mhoch3.at  http://www.mhoch3.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

ührung eines eines Berufsheeres und ialjahres Soz n illige freiw en bezahlt

a) Sind Sie für die Einf Muster

Michael Fenböck

cht den Zusammenhang zwischen Budgeteinsatz und der Community – mit den Effekt, dass die Maßnahmen kostengünstiger werden, je mehr User mitmachen.

Budget

Um nachhaltigen Unternehmenserfolg sicherzustellen, ist bei Online-Maßnahmen, ebenso wie im Offline-Bereich, eine Strategie notwendig. In dieser sollte festgelegt werden, welche Kanäle und – davon abhängig –, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen; Teil der Strategie sollte aber in jedem Fall Community-Building und Community-Pflege sein.

oder

ehaltung LFKW GHUDOOJHPHLQHQ:HKUSÁ und des Zivildienstes?

b) sind Sie für die Beib

n Kreis ein X setzen. im dazu gehörende Lösungsvorschlag bitte Für den ausgewählten

am 20. Jänner: Machen Sie hier Ihr Kreuz für Wehrpflicht und Zivildienst! www.einsatz-für-österreich.at

Österreich verpflichtet


bUSINESS pROMOTION

Freitag, 18. Jänner 2013

© Holding Graz (8)

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So bunt und vielfältig wie die Stadt und ihre Bewohner: Grazer Kommunaldienstleister stellen Service-Angebot in die emotionale Auslage; primäres Ziel: Bewusstseinsbildung.

Kommunale Kampagne Dienstleistungstochter der Landeshauptstadt Graz rückt Kompetenz und Know-how mit einem Augenzwinkern ins rechte Licht

„Service zum Angreifen“

Unkonventioneller Themenaufbau, starke Bewusstseinsbildung und breite Verankerung in der Bevölkerung: Die aktuelle Kampagne der Stadt Graz und Holding Graz zeichnet ein bewegtes, unterhaltsames und sympathisches Bild des städtischen Leistungsportfolios. Für Street Credibility sorgen u.a. Testimonials aus dem Grazer Unternehmen. Graz. Jeder nutzt sie, alle brauchen sie, für viele sind sie selbstverständlich: Die Leistungen in der kommunalen Daseinsvorsorge sind zwar jederzeit und allerorten sichtbar, werden von der breiten ­Öffentlichkeit aber oft nicht wahrgenommen. Der regelmäßige Hinweis urbaner Dienstleister – die mit viel Einsatz ans Werk gehen, um die Stadt am Laufen zu halten –, ist daher nicht von der Hand zu weisen. Es gilt dabei, alle Facetten der Servicequalität und Dienstleistungshoheit ins Licht zu rücken. Damit nicht schon ein einziger überbordender Papierkorb die Bevölkerung von chaotischen Zuständen in ihrer Kommune sprechen lässt ... Auch die Stadt Graz und ihre Tochter Holding Graz setzen auf eine frische Awareness-Offensive. Den knapp 300.000 KundInnen wurde jüngst das umfassende Dienstleistungsangebot neu präsentiert.

Schon die erste Plakatreihe sorgte mit ihrem unkonventionellen Themen-Zugang für Aufsehen und reichlich Gesprächsstoff:

„Service zum Angreifen: Die echten ‚Holding‘-Mitarbeiter als Teil der Kampagne liefern wertvolle Sympathiepunkte.“ Holding Graz

Da fahren Goldfische Straßenbahn, legt ein Straßenreiniger eine

Kaffeepause ein, strahlt ein Bub mit seinen Tennisbällen um die Wette oder erfolgt die Übersiedelung über den Radweg. Die Darstellung menschlicher Stärken und Schwächen ziele auf die Emotionen des Betrachters ab, zwinge diesen zum gedanklichen Kombinieren und setze damit die Absicht der Kampagne, die täglichen Leistungen bewusst zu machen, ungleich stärker um, als es der bloße Hinweis darauf mit Anführung noch so imponierender Zahlen und Fakten je könnte, heißt es seitens der Auftraggeber. Mit einem Medienmix aus Außenwerbung, Print-, Online- und Fernsehwerbung setzt man auf eine breite Öffentlichkeit. Damit aus den Plakaten, Inseraten, redaktionellen Fernsehbeiträgen und Social Media-Postings ein glaubwürdiges „Service zum Angreifen“ spricht, sind in Graz echte Holding-Mit-

arbeiter im Kampagnen-Einsatz, die parallel zur Werbebotschaft wertvolle Sympathiepunkte liefern. „Niemand kann von ‚Service‘ ­authentischer sprechen als die Menschen, die tagtäglich im Dienst der Stadt und ihrer Menschen stehen“, so die Initiatoren, die bereits auf erste Erfolge verweisen. Die positive Akzeptanz der Leistungsdarstellungs-Offensive könne durch mündliches Feedback und zahlreiche Likes auf Facebook belegt werden.

Bewusstseins-Kampagne „achtzigzehn“ Agentur für Marketing und Vertrieb hat die Kampagne als Living Project konzipiert und entwickelt sie laufend weiter. Fakt ist: „Die Bewusstmachung der erbrachten Leistung ist fast so wichtig wie die Leistung selbst“, heißt es in einem Statement der Kreativschmiede.

Info Mit knapp 3.000 MitarbeiterInnen in den Verkehrs- und Versorgungsbetrieben zählt die Holding Graz zu den größten Dienstleistungsunternehmen im Südosten Österreichs. Kerngeschäftsfelder sind: Öffentlicher Nahverkehr mit den Holding Graz-Linien, Services mit den Sparten Wasserwirtschaft (Trinkwasser und Abwasser) und Abfallwirtschaft, Stadtraum (Straßendienst & Grünraumpflege), Freizeit (Bäder, Schöckl, Schlossberg, Hilmteich, Rosenhain) und Bestattung. Das Geschäftsfeld ‚Verkehr‘ findet mit dem Flughafen Graz eine sinnvolle Ergänzung, die 49%ige Beteiligung an der Energie Graz lässt die Holding auch als Energieversorger tätig werden.  www.holding-graz.at


medien

Freitag, 18. Jänner 2013

medianet – 13

Internationale Vermarktung Bereits etliche Formate konnte der heimische Privatsender bei deutschen und Schweizer Sendern unterbringen

Heiß begehrt: ATV-Eigenformate Für den heimischen Zusehermarkt produziert, schafft es ATV, seine Eigenformate immer öfter auch international zu verkaufen. Wien. Die Liste der von ATV entwickelten und ins Ausland verkauften Formate wächst: Am 18.2.2013 startet etwa die deutsche Version von „Saturday Night Fever“ auf RTL2 unter dem Titel „Saturday Night Fever – so feiert Deutschlands Jugend“. Ebenso wird demnächst auch die Ausstrahlung einer adaptierten Version von „Pfusch am Bau“ auf RTL2 unter dem Titel „Bauexperten im Einsatz“ zu sehen sein. Weiters auf der Liste der verkauften Formate: „Schwer verliebt“, „SNF – Beachparty, Oida“, „Teenager werden Mütter“ und „Das Geschäft mit der Liebe“.

ATV international gefragt Für Martin Gastinger, Programmchef ATV, sind die Weiterverkäufe von Eigenproduktionen an ausländische Sender eine Bestätigung der guten Arbeit von ATV. „Mir ist kein österreichischer Sender bekannt, dessen Formate in diesem Umfang international gefragt sind. Das spricht schon für sich“, so Gastinger. Ein Patentrezept für Formate, die besonders gut zu verkaufen sind, gibt es

© ATV (3); ATV/Ernst Kainerstorfer

Maria Althajm

ATV-Programmchef Martin ­Gastinger: „Verkauf der Eigenformate ist eine ­schöne Bestätigung der guten Arbeit.“ Im Bild: „Pfusch am Bau“ und „­Teenager werden Mütter“.

nicht. Der Markt ist offen und interessiert an allem, was neu und erfolgreich ist. Frische Ideen, die sich durchsetzen, sind gefragt. Mit Eigenentwicklungen möchte sich ATV von der Konkurrenz abheben, den Sehern ein unverwechselbares Programm liefern und den internationalen EinkäuErfolgreiche Eigenformate, ins Ausland verkauft: u.a „Teenager werden Mütter“ & „Pfusch am Bau“ – auch als Buch zur Sendung sehr erfolgreich.

fern neue Brands bieten. Der große Vorteil an der Entwicklung von Eigenformaten ist die Ersparnis der Formatlizenzgebühren und der überaus wichtige Punkt, dass man sich alle Rechte an den ausgestrahlten Sendungen damit sichert.

Heimischer Markt als Ziel Bei der Entwicklung von Eigenformaten spielt für Programmdirektor Martin Gastinger das Potenzial, diese dann auch international weiterverkaufen zu können, nicht vorrangig eine Rolle: „Die Formate werden in erster Linie für den österreichischen Seher konzipiert. Erst wenn ein Format

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hier erfolgreich ist, dann denken wir an die Vermarktung. Mittlerweile beobachten uns aber viele ausländische Produktionsfirmen und Sender. Die Kollegen schauen regelmäßig vorbei und fragen, ob wir Neues planen.“ Neben Reality-Formaten mit zwischenmenschlicher Beziehung im Fokus gewinnen Formate mit Servicegedanken wie bei „Pfusch am Bau“ immer mehr an Bedeutung. Im Hinblick auf den zukünftigen Trend gibt es für Gastinger jedoch kein Ablösen des inhaltlichen Aspekts. Es wird beides funktionieren – sowohl Sendungen mit ServiceCharakter, als auch solche, die Liebe und Dating zum Inhalt haben.

Scripted Reality-Formate mit gecasteten Laiendarstellern und Aktionen nach Drehbuchangaben spielen keine große Rolle bei der Planung neuer Eigenproduktionen. In diesen Formaten sieht Gastinger nicht die Zukunft von ATV. Ehrliche Inhalte und Menschen werden weiterhin im Vordergrund stehen; die Quoten und Rückmeldungen der Zuseher über Facebook und Co bestätigten Gastinger in dieser Entscheidung. Auf der diesjährig 50sten Programmmesse MIPTV im April in Cannes ist ATV über die Tele München-Gruppe vertreten und bietet seine Formate und Produktionen dem internationalen Markt an.

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B i z-ta l k C LA S S IC

14 – medianet

Freitag, 18. Jänner 2013

Meet & greet alles auto

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1. Die Preisträger des Auto-Awards; 2. Wolfgang Fellner (Herausgeber Österreich), Richard Mieling (PR-Leiter Porsche Holding Salzburg), Oliver Voigt (CEO Österreich); 3. Jürgen Keusch (Firma Keusch) und Manuela Hofbauer-Paganotta (Verlagsdirektorin Österreich); 4. Gewinnerin Rita Räuschl und Christian Spreitzhofer (Marketingleiter Renault Wien).

Mediengruppe Österreich verleiht den „Auto-Award“

Hofburg Seit November wurden in der Tageszeitung Österreich 53 Auto-Modelle in acht Kategorien vorgestellt und parallel auf ‚oe24.at‘ zum Voting gestellt. Die Sieger des AutoAwards der Mediengruppe Österreich wurden vergangene Woche in der Wiener Hofburg gekürt. Darüber hinaus wählte eine Expertenjury den „VW Golf VII“ zum Sieger der Neuerscheinungen. Richard Mieling (Porsche Holding Salzburg) nahm den Preis entgegen. Besonders freuten sich Alexander Struckl (GF Opel Österreich) und Wolfgang Grob (Marketingleiter Opel Österreich). Neben den Vertretern der Automobilindustrie waren unter den Gästen auch Jean Todt (Präsident Welt-Automobilverband), Ex-Formel-1-Pilot Karl Wendlinger, Rennfahrer Albert von Thurn und Taxis sowie Burkhard Ernst (Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel der WKO). „Mit dem neuen AutomobilPreis ‚Das Goldene Auto‘ manifestiert die ‚Mediengruppe Österreich‘ den Stellenwert der Automobilindustrie in der Tageszeitung Österreich und dem Online-Portal oe24.at“, so Oliver Voigt (CEO Österreich).  (jg)

1. Ingrid Vogl (PRVA-Präsidentin); 2. Harald Dirnbacher (bettertogether) und Peter Köppl (Kovar & Köppl Public Affairs Consulting); 3. Alexander Kleedorfer (A1 Telekom Konzernkommunikation) und Sabine Pöhacker (GF comm:unications).

Der PRVA-Neujahrstreffen 2013

Start ins PR-Jahr Ringturm Über 80 Personen folgten der Einladung des Public Relations Verband Austria (PRVA) in den Ringturm der Vienna Insurance Group am Dienstagabend. PRVA-Präsidentin Ingrid Vogl begrüßte die Mitglieder des Berufsverbands, ließ das Jahr 2012 Revue passieren und gab einen kurzen Ausblick auf die Vorhaben des neuen Jahres. Bei reichhaltigem Buffet und köstlichen Sweeties stärkten sich die PR-Fachleute und talkten über das noch junge Kommunikationsjahr. Pläne wurden geschmiedet, Strategien entwickelt und Branchennews ausgetauscht. Unter dem Motto „mit vollem Elan ins neue Jahr“ netzwerkten die PRVA-Mitglieder und Gäste. Unter ihnen waren PR-Fachleute aus diversen Kommunikationsdisziplinen, Agenturen und Unternhemen wie comm: unications-Geschäftsführerin und PRVA-Generalsekretärin Sabine Pöhacker, Alexander Kleedorfer (A1 Telekom Konzernkommunikation), Karin Die WKW veranstaltet im Haus Golliasch (Golliasch Commuder Industrie (Schwarzenbergpl. nications Management), Kom4) am 24.1. ab 17:30 eine Dismunikationswissenschaftler kussion zum Thema „Wie KomWolfgang Langenbucher, munikation und Marketing den Peter Köppl (Kovar & Köppl Unternehmenserfolg steigern“. Public Affairs Consulting) und viele mehr.  (jg)

Information & Invitations gerne an: biztalk@medianet.at

Gastkommentar Was Werbeexperten zum Thema Nachhaltigkeit beitragen können

Umweltfreundlich verpacken Verpackungszukunft Werbeexperten wissen: Die Verpackung ist einer der entscheidenden Faktoren beim Kauf. Wenn etwa im Supermarkt Dutzende Produkte nebeneinanderstehen, wer entscheidet da nicht auch nach der Optik? Form, Haptik, Funktionalität und Farbe sind daher im Packaging-Design die ausschlaggebenden Kriterien. Doch auch die Zahl der Konsumenten wächst rasant, die bei der Verpackung neben dem Design auch auf dessen ökologische Nachhaltigkeit achten. Für umweltbewusst lebende Menschen wird es immer wichtiger, dass nicht nur die Ware selbst, sondern eben auch deren Verpackung umweltschonend produziert wird. Dieser große gesellschaftliche Trend hat allerdings noch nicht zu neuen Mehrwegsystemen geführt. Wünschenswert wäre – im Gegenteil – vielmehr eine ‚Rückentwicklung‘ am Getränkemarkt, wo Mehrwegsysteme leider immer weiter eingeschränkt statt vermehrt angeboten werden. Und: Wann haben Sie das letzte Mal eine PET-Mehrwegflasche gesehen? Laut Greenpeace sind in Österreich seit dem Jahr 2009 keine PET-Mehrwegflaschen mehr im Handel erhältlich. In Sachen Verpackungspolitik ist aber momentan vieles im Fluss. Um auf diese Veränderungen und Innovationen gut eingehen zu können, braucht es Know-how und Weitblick. Deshalb werden genau die Agenturen erfolgreich sein, die sinnvolle Entwicklungen an ihre Kunden weiterempfehlen und dazu gehören auch ökologische nachhaltige Verpackungen. © co2/Foto Wilke

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Norbert Kraus ist Geschäftsführer der Werbe- und Designagentur co2. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Karriere

tipp des tages

präsentiert von

Elena Kralovenska Epamedia © Ueberreuter Verlag

1000 PS-Nacht

Martin Porsch und Franz Bascha im noblen ­Ambiente.

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Trotzdem. Die Oscar Bronner Story Die unzensierte Lebensgeschichte des österreichischen Mediengründers beschreibt seine familiären Verhältnisse, den Umbau Anfang der 1970er-Jahre von profil und trend zu den führenden Printmedien des Landes, sein Leben als Künstler in New York und seine spätere Rückkehr nach Wien, wo er schließlich den Standard gründete. ISBN: 978-3800038886; 200 Seiten; 21,95 €. Ueberreuter Verlag.

© Bill Lorenz/Epamedia

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© PRVA/Jana Madzigon

© Harald Artnter/society24.at

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Wechsel Die langjährige Geschäftsführerin der slowakischen Epamedia-Tochter Akzent Media übernimmt ab sofort die alleinige Verantwortung für das Österreich-Geschäft. In dieser Funktion folgt sie Monika Linder nach.


Beiersdorf setzt beim Label Nivea auf Althergebrachtes 

Seite 18

Freitag, 18. Jänner 2013 – 15

süsse message

Milka à la Vanille-Pudding, Milchcreme mit Haselnusskrokant und Bunte Kakaolinsen, Choco Twist und Cake&Choc, Vodka Trojka und Dreh und Trink Erdbeere. Seite 19

Preise steigen

fritten-business

In Deutschland kommt eine zweite Teuerungswelle bei Lebensmitteln  Seite 18

Gabriele Pichler-Hammerschmidt neu im Key Account bei McCain 

© McCain

© Beiersdorf

zurück zum ursprung

© LBV/Niedermüller

inside your business. today. 

© Kraft Foods

retail medianet

Seite 20

Wie viel Luxus verträgt die Wiener Innnenstadt?

© BackWerk

short

Trouble in China 2010 war Metros Elektronikhändler MediaMarkt hoffnungsvoll in China gestartet – nun kommt wohl das Aus für sieben Märkte in und um Shanghai. Metros Großmärkte reüssieren allerdings weiter im Land des Lächelns. Seite 18

© WKO

© EPA

Mit Siegel versehen BackWerk Österreich-Chefin Ingrid Dubowy (Bild) hat die Selbstbedienungsbäckerei dem SystemCheck des Österreichischen Franchise-Verbands unterzogen. Warum die Zertifizierung für die künftigen Expansionsvorhaben des Unternehmens wichtig ist, auf Seite 17

Feiner Zwirn Immer mehr teure Labels kommen in die Bundeshauptstadt. Im Gespräch erläutert Bettina Lorentschitsch, Obfrau der Sparte Handel der WKO, wie Wien davon profitiert und welche Chancen die Entwicklung bietet.  Seite 16

Wehrpflicht: Wirtschaft profitiert Österreich. Seriöse Berechnungen und viele Beispiele aus dem europäischen Ausland zeigen, dass eine Berufsarmee im Vergleich zur bewährten – und von der ÖVP verteidigten – allgemeinen Wehrpflicht wesentlich teurer käme und Umstellungskosten in Milliardenhöhe verursachen würde. Die Rechnung müsste der Steuerzahler begleichen. Gleichzeitig wären durch den Wegfall von 22.000 Grundwehrdienern, die jedes Jahr ihren Dienst am Vaterland leisten, zahlreiche Kasernenstandorte von der

Schließung bedroht – mit den bekannten Auswirkungen. Derzeit gibt es rund 100 Kasernenstandorte in Österreich, die einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellen und deren Wegfall dramatische Auswirkungen hätte. Vor allem die Zulieferer in den betroffenen Landstrichen würden einen starken Großabnehmer verlieren.

Regionale Wertschöpfung durch Kasernenstandorte Laut internen Berechnungen des Österreichischen Bundesheers

liegt die regionale Wertschöpfung derzeit bei rund 348 Mio. € (Sachausgaben: ca. 56 Mio. €; Konsumausgaben: ca. 292 Mio. €). Durch die drohende Schließungswelle würde ein Gros dieses Volumens – vor allem für den wirtschaftlich benachteiligten ländlichen Raum – verloren gehen. Die Leidtragenden: regionale Hersteller von Trockenwaren und Haltbarprodukten, Suppen und Trockenwaren, Molkereiprodukten, Tiefkühlprodukten, Fleisch- und Wurstwaren sowie Back- und Konditorwaren.

© ÖVP/Jakob Glaser

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Bewährtes Modell sichert und schafft Wertschöpfung in den Regionen.

Wehrpflichtbefürworter: Vizekanzler und ÖVP-Parteiobmann Michael Spindelegger.


ti t el s t o r y

Freitag, 18. Jänner 2013

©Paul Kolp

16 – medianet retail

Fra nz Sto c her Un d T oni Pf eff er

Überdurchschnittlich Zahlreiche Neueröffnungen verpassen der Inneren Stadt ein internationales, mondänes Flair

Wiens neue Luxusshops beflügeln die Innenstadt

bei der Eröffnung von „Paul“ im Dezember 2012 Auf zwei Ebenen mit mehr als 450 Quadratmetern finden mode­ bewusste Männer hochwertige Designer-­Kollektionen. Der Multibrand-Store „Paul“ in der Kärntner Straße bringt 45 Marken von A bis Z unter einen Hut.

Für Bettina Lorentschitsch, Obfrau der WKO Bundessparte Handel, ist kein Ende dieses Trends in Sicht. Mathieu Völker

Wien. Wien entwickelt sich immer mehr zu einer mitteleuropäischen Luxusshopping-Metropole. Neben großen Superlabels wie Louis Vuitton, Breitling oder Diesel sind auch Multibrand-Shops wie „Paul“ in der Inneren Stadt vertreten. Im Gespräch mit medianet erläutert Bettina Lorentschitsch, Obfrau der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich, die aktuelle Entwicklung der Branche und die Gelegenheiten, die sich für Wien bieten. „Die Entwicklung im Luxussegment ist für Wien sehr positiv. Man darf nicht übersehen, dass

Wien eine Tourismusstadt ist, die aufgrund ihres historischen und kulturellen Erbes sehr viele Menschen anzieht. Wien wird auch von zahlungskräftigen Touristen sehr gern besucht. Es genießt auch ein internationales Flair. Die Ansiedelung oder Expansion großer Markennamen ist sicherlich positiv, da viele Menschen, die hier auf Urlaub sind, gern solche ‚Souvenirs‘ mitnehmen“, erklärt Lorentschitsch. Dass gerade in Zeiten schwieriger wirtschaftlicher Verhältnisse der Luxussektor boomt, hat für Lorentschitsch auch mit den inhärenten Eigenschaften der Produkte zu tun: „Der Wunsch der Menschen nach Luxus, gerade in

wirtschaftlich schwierigen Zeiten, der Wunsch nach beständigen Dingen, die gewisse Werthaltigkeit haben, ist größer als in sorgloseren Zeiten.“ In Deutschland hat das Luxussegment in den letzten Jahren um zwölf Prozent zugenommen, ein analoges Verhältnis für Österreich sei realistisch. Die Kundenstruktur dieser Geschäfte sei dabei keineswegs so homogen, wie Vorurteile es manchmal suggerieren: „Wir stellen eine sehr heterogene Kundenstruktur fest. Man sucht nach beständigen Dingen, vor allem bei Uhren oder Schmuck. Die gegenwärtigen niedrigen Zinssätze geben einen weiteren Anreiz, sich heute etwas

Noble Einkaufstätten in der City Von Breitling bis Vuitton und Chanel

Das Wiener Karussell der Luxusmarken

Wien. Vuitton zieht um, Paul und Breitling ziehen ein, Diesel feiert Wiedereröffnung – die Gegend zwischen dem Kohlmarkt und der Kärntner Straße ist ein Spiegel der internationalen Luxusmarken geworden. Neben Flapship-Stores finden auch Multibrand-Stores wie Paul ihren Platz. Die Eröffnungen der neuen Geschäfte warten mit standesmäßiger Prominenz auf: Diesel ließ etwa für die Reopening Night Hollywoodstar Adrien Brody einfliegen und bei der Eröffnung des Louis Vuitton Shops waren unter anderem Opernstar Anna Netrebko, Francesca von HabsburgLothringen und René Benko anwesend. Von der kleinen Edel-Boutique von Breitling am Kohlmarkt, die in einer zweiten Stufe einen Ausbau plant, bis zu den 450 m�, auf denen Paul den feinen Männergarn präsentiert – hier werden Luxusträume wahr. Auf das Interieur der neuen Luxusshops wurde viel Wert gelegt. So hüllte etwa Diesel seinen Shop in ein Industrial Chic-Design, das „eine neue Interpretation von Luxus für eine moderne Generation“ repräsentieren soll.

Luxus zu leisten. Der gutbetuchte Tourist aus dem Osten ist ein Klischee, das der sehr variierten Kundenstruktur nicht gerecht wird.“

Prag Konkurrenz machen Für den Standort Wien bedeuten die Luxusshops eine beträchtliche Attraktivitätssteigerung, da die Bundeshauptstadt nicht nur mit den neuen Shopping Malls in Wien-Umgebung konkurriert, sondern auch mit dem Angebot von Großstädten aus angrenzenden Nachbarstaaten wie Bratislava oder Prag mithalten muss. „Die Luxusprodukte sind nicht überall erhältlich; Wien gewinnt dadurch“, so Lorentschitsch. Die Zentralisierung der Luxusshops in der Inneren Stadt generiere eine Konzentration der Nachfrage, von der auch andere Handelsbetriebe profitieren: „Das Konsumverhalten der Leute ist sehr vielfältig. Auch alteingesessene Wiener Traditionshäuser werden von in- und ausländischen Touristen und höherer Kundenfrequenz profitieren.“

mische Entwicklung genommen. Auch aufgrund der internationalen Organisationen, die in Wien angesiedelt sind, hat Wien eine gewisse Multikulturalität und ein Flair, das die Stadt in den nächsten Jahren sicher noch attraktiver machen wird.“

Ganze Stadt profitiert Wien profitiert auch von seiner Topografie und seiner zentralisierten Stadtstruktur: „Die ‚Kärntner Straße‘ ist für viele das Zugangsgebiet zu den Luxusmeilen Wiens. Auch dort ergeben sich zusätzlich generierte Käuferströme, die es zu nutzen gilt.

„Vor allem in schwierigeren Zeiten sucht man nach beständigen Werten.“ Bettina Lorentschitsch

„Sehr viel Potenzial“ Lorentschitsch sieht für Wien den Höhepunkt im Bereich der Luxusshops noch nicht erreicht: „Wien ist eine Stadt mit sehr viel Potenzial. In den letzten Jahren hat Wien eine sehr positive, dyna-

Die Kärntner Straße bietet inzwischen ein sehr abwechslungsreiches Angebot. Durch den Produktmix im ersten Bezirk wird eine sehr breite Kundenschicht angesprochen.“


Freitag, 18. Jänner 2013

r e ta i l & p r od u c e r s

medianet retail – 17

Brot und Backwaren Die Selbstbedienungs-Bäckerei mit Sitz in Deutschland will hierzulande in sämtlichen Bundesländern vertreten sein

BackWerk: Mittelfristig 50 Filialen Systemcheck des Österreichischen Franchiseverbands ist bestanden.

Deutschland Neuer Coup

Benko shoppt

Wien/Berlin. Der Tiroler Immobilieninvestor Rene Benko überrascht erneut mit einem Coup in der Handelsszene: Er gründete ein Joint Venture mit dem israelischen Milliardär Beny Steinmetz. Ihr Gemeinschaftsunternehmen erwirbt 17 Karstadt-Kaufhäuser inklusive dem Berliner Luxusaufhaus des Westens (KaDeWe) um mehr als 1,1 Mrd. €. Das am Mittwoch bekannt gegebene Joint Venture zwischen BSGRE und der Signa Prime Selection AG hat bereits am 9. Jänner grünes Licht vom deutschen Bundeskartellamt bekommen. Die nächsten Geschäfte in Deutschland sind schon in Planung: Schon im Frühjahr könnten Benko & Co den Kauf des Alsterhauses in Frankfurt abschließen, spekulierte die Süddeutsche Zeitung.

dayli testet neues Konzept

Zwei Pilotmärkte

© APA/Herbert Neubauer

Wien. Die Handelskette dayli machte gestern, Donnerstag, in Pöggstall (NÖ) und Linz-Ebelsberg die ersten Filialen mit dem neuen Nahversorgerkonzept auf. Neben Drogeriewaren werden in den Pilotmärkten Lebensmittel, Aufbackstuben, Textilien, Haushalts- & Elektrogeräte, Dienstleistungen wie ein Office-Center zum Faxen und Scannen und ein Bistro angeboten. Nach einer Testphase von vier Wochen sollen 100 Standorte entsprechend umgebaut werden.

dayli-Chef Rudolf Haberleitner will pro Standort bis zu 30.000 € investieren.

Filialeröffnung erfüllen muss, sind relativ hoch. Dubowy: „Wir suchen uns die Orte genau aus.“ Es müsse sich um eine hochfrequente Lage handeln, bevorzugt Einkaufszentren, Stadtzentren oder Verkehrsmittelschnittstellen. Die Lokalgröße müsse bei 100 bis 200 m� liegen, die Geschäftsbreite mindestens sechs Meter betragen. Ende Jänner eröffnet ein weiteres Geschäft im Zentrum von Wien, jenes in Meidling wird Mitte des Monats einem Facelifting unterzogen. Der Jahresumsatz in der Alpenrepublik beträgt elf Mio. €, in den Filialen werden um die 100 verschiedene Produkte angeboten, ein

großer Schwerpunkt liegt bei den Snacks. „Die werden laufend frisch zubereitet und liegen maximal eine halbe bis Dreiviertel-Stunde in der Vitrine“, so Dubowy.

Zuerst in den Hauptstädten Mittelfristig soll die Filialzahl in Österreich auf rund 50 anwachsen: „Wir möchten in allen Bundesländern vertreten sein, zuerst in den jeweiligen Bundeshauptstädten.“ Die aus Deutschland stammende Kette wirbt damit, dass sie ihre Ware dank des SB-Konzepts um bis zu 50% billiger anbieten könne als konventionelle Bäckereien. (no)

© BackWerk

Wien. Die Selbstbedienungs-Kette BackWerk hat den System-Check des Österreichischen FranchiseVerbandes (ÖFV) absolviert und erhält den Status eines geprüften Mitglieds. Damit ließ das Unternehmen seinen Franchise-Vertrag, sein Handbuch, Gesamtkonzept, Strategie und Management sowie Produkte und Leistungen genau beurteilen. „Das ist ein renommiertes Qualitätssiegel für Franchise-Systeme in Österreich. Der Test stärkt das Vertrauen aller unserer Partner und potenzieller Franchise-Nehmer“, erklärt BackWerk ÖsterreichChefin Ingrid Dubowy. Derzeit hält die Bäckereikette hierzulande bei 19 Standorten. Im vergangenen Jahr habe man weniger auf Expansion und mehr auf den Umbau bestehender Filialen gesetzt, so Dubowy gegenüber medianet. Der Grund für die eher verhaltene Expansion: Die Kriterien, die ein Standort für eine

ÖFV-Generalsekretärin Susanne Seifert und BackWerk Austro-Chefin Ingrid Dubowy.


r e ta i l & p r o d u c e r s

18 – medianet retail

Zwischenbilanz 66,7 Mrd. € Jahresumsatz sind eine Steigerung um 1,2%, Gewinne könnten aber gesunken sein

short

Metro kickt seine sieben Media-Märkte in China

Bei Carrefour erholen sich die Umsätze Düsseldorf. Geschäftserholung bei Europas größtem Einzelhandelskonzern Carrefour: Für das vierte Quartal 2012 wies das französische Unternehmen einen im Rahmen der Markterwartungen liegenden Umsatz von 22,85 Mrd. € aus; auf vergleichbarer Basis war dies ein Plus von 0,4%. Eine Entspannung verzeichnete das Unternehmen insbesondere im französischen Markt, der mehr als 40% zu den Konzernerlösen beiträgt. (red)

Düsseldorf/Peking. Der Handelsriese Metro zieht einen Schlussstrich unter das verlustreiche Engagement seiner Tochter Media-Saturn in China. Metro-Chef Olaf Koch kündigte diese Woche den Rückzug der Elektronikhandelskette ebenda an. „Nach sorgfältiger Abwägung aller Alternativen haben wir uns entschieden, unser Engagement nicht fortzusetzen“, sagte Koch. Betroffen sind sieben MediaMärkte im Großraum Shanghai. Dort hatte Metro zusammen mit dem asiatischen Partner Foxconn zwei Jahre lang getestet, ob die Verbraucher in China in die Media-Märkte strömen – und ob diese profitabel arbeiten können. Mit Foxconn will Koch nun beraten, wie die Zukunft der Märkte aussieht; gegebenenfalls könnte der Partner die Läden künftig allein betreiben. Somit ist noch offen, wie teuer das China-Abenteuer für Metro tatsächlich wird. Jedenfalls: Koch kündigte „bilanzielle Vorsorge“ an. Experten rechnen mit Rückstellungen für das China-Abenteuer von mehr als 100 Mio. €.

© Lidl Österreich/Andreas Kolarik

Samstags geht’s in 34 von 200 Filialen um das Thema „Lehre bei Lidl“.

Salzburg. Lidl Österreich hält am 19. Jänner 2013 den „LehrlingsInfotag“ ab. Zu diesem Anlass können sich Interessierte in 34 Lidl-Filialen in ganz Österreich von 10 bis 12 Uhr direkt bei Lehrlingen und Verkaufsleitern informieren. Derzeit werden bei Lidl 86 Mitarbeiter ausgebildet. „Mit dem ‚Lehrlings-Infotag‘ wollen wir es Jugendlichen leichter machen, sich über ‚Lidl Österreich‘ zu informieren. Wir bekommen vor allem auf unserer Facebook-Seite immer wieder Anfragen zum Thema, das Interesse der Jugendlichen ist hoch. Gerade das Gespräch mit Gleichaltrigen nimmt dann oft die Scheu vor dem Bewerben und zeigt, wie überraschend abwechslungsreich und spannend eine Lehre bei Lidl sein kann“, so Lydia Kaltenbrunner, Geschäftsbereichsleitung Personal bei Lidl Österreich. Besonders Ambitionierte können zum Lehrlings-Infotag natürlich Bewerbungsunterlagen mitbringen. (red)

Großes Ziel verfehlt Metro hatte mit Media Markt in China ursprünglich große Ziele. Kochs Vorgänger Eckhard Cordes hatte ein Potenzial für mehr als 100 Media-Märkte ausgemacht. Im November 2010 eröffnete die erste Filiale in China, derzeit sind es sieben Märkte im Großraum Shanghai. Mit der erhofften Offensive von Europas größtem Elektronikhändler in China wird es nun nichts – dafür waren die Zahlen der Tochter zuletzt schlichtweg in der falschen, nämlich roten, Farbe: In den ersten neun Monaten 2012 wurden rund 100 Mio. € umgesetzt, für das Gesamtjahr zeichnete sich

© EPA

Nach hoffnungsfrohem Start zuletzt Millionenverluste; Partner Foxconn könnte Märkte weiterführen.

Lidl lädt künftige Lehrlinge zum Infotag

Exotischer Anblick: Das Kapitel ‚Media-Markt in China‘ wird geschlossen, Metro trennt sich von den Märkten in und um Shanghai.

aber ein Verlust in der Höhe von rund 40 Mio. € ab. Anders ist die Situation bei den Großmärkten: Die sollen fixer Bestandteil der chinesischen Handelslandschaft bleiben, allein 2012 wurden zwölf Märkte eröffnet.

Umsatzsteigerung moderat Der Metro-Konzern steigerte seinen Umsatz von Oktober bis Dezember mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft trotz Schuldenkrise in Europa leicht um 0,5% auf 19,4 Mrd. € (Analysten hatten im Mittel mit Erlösen von rund 19,62 Mrd. € gerechnet). Im Gesamtjahr stand ein Umsatz von 66,7 Mrd. € in den Büchern, 1,2% mehr als 2011. Koch hatte angekündigt, den Umsatz in

seinem ersten Amtsjahr steigern zu wollen – und dieses Ziel, anders als seine Gewinnprognose für 2012, nicht im Jahresverlauf revidieren müssen. Offen ist weiterhin, wie stark der Konzern sein Umsatzwachstum mit sinkenden Gewinnen erkaufen musste. Die Gewinnzahlen für 2012 legt Metro im März vor. Im vergangenen Herbst hatte Koch das Ziel eines operativen Gewinns (EBIT) vor Sonderfaktoren von etwa 2,3 Mrd. €, die der Konzern noch 2011 eingefahren hatte, auf rund 2 Mrd. € gesenkt. Im Weihnachtsgeschäft konnte zuletzt vor allem Media-Saturn zulegen. Der Umsatz stieg im vierten Quartal um 1,3% auf 6,6 Mrd. €. Erstmals seit 2009 sei MediaSaturn wieder flächenbereinigt im

deutschen Heimatmarkt gewachsen, teilte Metro mit. Die Preis-Offensive der Elektroniktochter und ihr Engagement im Online-Handel zahle sich offenbar aus. (APA/red)

facts Umsatzentwicklung In 2012 legte der Metro-Konzern um 1,2% auf 66,7 Mrd. € zu. Im Weihnachtsgeschäft bewährte sich Media-Saturn mit einem Wachstum von 1,3% auf 6,6 Mrd. € – erstmals seit 2009 gab es wieder flächenbereinigtes Wachstum in Deutschland. Metro in China Während die Großmärkte reüssieren (12 Neueröffnungen in 2012) schrieben 7 Media-Märkte in Shanghai und Umgebung 2012 herbe Verluste – somit wurde jetzt der Rückzug aus China beschlossen.

Relaunch In mehr als 200 Ländern kommt das Redesign

Preissteigerung Nach 2012 auch heuer 3% Plus erwartet

Hamburg/Wien. Nivea kehrt zur alten Dose zurück: Die deutsche Firma Beiersdorf startet ein neues Design für seine Pflegemarke Nivea, das sich bewusst an der 1925 geschaffenen blauen Creme-Dose mit weißer Schrift orientiert. In mehr als 200 Ländern ist der neu gestaltete Auftritt im Jänner gestartet. Auch Österreich ist im Relaunch-Länderpaket mit dabei. Das ursprüngliche Dosen-Design bestimmt dabei die gesamte Pro-

Berlin. Für Lebensmittel werden deutsche Verbraucher tiefer in die Tasche greifen müssen. Bauernpräsident Joachim Rukwied rechnet damit, dass der Preisauftrieb bei den Agrarrohstoffen 2013 zu einem Anstieg bei den Lebensmittelpreisen von etwa drei Prozent führen könnte. Die deutsche Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) appellierte an Verbraucher, für Fleisch aus tiergerechter Haltung mehr zu berappen. Selbst wenn der Anstieg der Lebensmittelpreise leicht über der allgemeinen Inflationsrate liegen sollte, sei das aber „nichts Beunruhigendes“, kommentierte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Lebensmittel seien in Deutschland vergleichsweise günstig. Stabile Preise für Nahrungsmittel seien jahrzehntelang eine „Inflationsbremse“ gewesen. Der deutsche Durchschnittshaushalt gebe gerade einmal elf Prozent seines Einkommens für Essen und Trinken aus. Dafür bekomme er „Produkte höchster Qualität frisch auf den Tisch“. Ministerin Aigner stößt ins selbe Horn: Selbst wenn die Lebens-

Niveas Rückkehr zum Altbewährten Deutsche Lebensmittel bald teurer

© Beiersdorf

Der Handel in den USA steigerte seine Umsätze stärker als erwartet.

duktpalette: Ein blauer Kreis mit weißen Buchstaben soll zum Beispiel auf Körpermilch-Flaschen gedruckt werden und damit Erinnerungen an die traditionsreiche Nivea-Dose wecken. Es entstehe „ein vertrautes Gefühl am Regal“, heißt es seitens Beiersdorf. Mit verantwortlich für die Neugestaltung ist der Schweizer Industrie-Designer Yves Behar. Nivea zählt nach Angaben von Beiersdorf zu den bekanntesten Marken der Welt.

Nivea, eine der bekanntesten Marken der Welt, setzt jetzt auf traditionelles Design.

mittelpreise im vergangenen Jahr stärker gestiegen seien als die Inflationsrate, seien Lebensmittel in Deutschland „immer noch deutlich preisgünstiger als in den meisten Nachbarländern“. Laut Statistischem Bundesamt gab es 2012 „überdurchschnittliche Preiserhöhungen“ um 3,2%, wobei die Preise für Fleisch und Fleischwaren um 5,4% anstiegen, bei Fisch und Fischwaren waren es 4,9%, bei Obst 4,4% und bei Süßwaren 4%.

© LBV/Niedermüller

© EPA

USA-Handel legt im Dezember deutlich zu

Washington. Die US-Einzelhändler haben ihren Umsatz im Dezember unerwartet kräftig gesteigert. Der Handel hatte 0,5% mehr in den Kassen als im Vormonat, teilte das Handelsministerium in Washington mit. Klammert man den Autobereich, Tankstellen und Baumaterialien aus, ergab sich im Dezember für den sogenannten Kernumsatz ein Plus von 0,6%. Die zweite Steigerung im Kernumsatz in Folge deutet darauf hin, dass die privaten Konsumausgaben im vierten Quartal zugelegt haben. (APA)

Freitag, 18. Jänner 2013

Für den deutschen Bauernpräsidenten Joachim Rukwied ist die Teuerung fix.


Freitag, 18. Jänner 2013

product news

medianet retail – 19

Schokolade mit Botschaft, Vodka in der knalligen Flasche Product News Milka à la Vanille-Pudding, Milchcreme mit Haselnusskrokant und Bunte Kakaolinsen, Choco Twist und Cake&Choc, Vodka Trojka und Dreh und Trink Erdbeere.

Mit der neuen, limitierten Tafel-Edition greift Milka den Markenslogan „Trau dich zart zu sein“ auf. Die drei Tafeln verbinden Genuss mit den Botschaften auf der Verpackung „Schöner Tag“, „Kleine Auszeit“ sowie „Be happy“. Speziell die Sorte Bunte Kakaolinsen verspricht einen hohen Umsatz – sie war die beliebteste Tafel der 111 Jahre-Geburtstagsedition. Vervollständigt wird das Trio durch die Sorten Milka Milchcreme mit Haselnusskrokant sowie Milka à la Vanille-Pudding. Ins Kategorie Launch Standardsortiment Produkt Milka à la Vanille-Pudding, Milka Milchcreme mit Haselnusskrokant aufgenommen werden indes die und Milka Bunte Kakaolinsen, Milka bis dato limitierten Choco Twist und Milka Cake&Choc Kuchen-Kompositi- Packung 100 g, 140 g, 175 g onen Milka Choco Vertrieb Mondelez Twist und Milka Distribution LEH Cake&Choc. Kontakt Mondelez, Tel.: 01/60511-172

© Kraft Foods; Kattus

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Bereits seit Ende 2011 führt Kattus die Schweizer Vodka-Marke Trojka im Vertriebsportfolio. Vom Start weg ein Erfolg in der Gastronomie, ist Trojka nun auch im Handel erhältlich. Mit Displays in rund 70 Merkur-Filialen zeigen die Sorten Trojka Pink, Green, Yellow und Pure Grain 2013 auch im Handel ihre Farbenpracht und werden damit dem Claim „The Star of Colours“ gerecht. Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Vodka Trojka Kattus Vertriebs GmbH Merkur, Gastronomie Kattus, Tel.: 01/3684350-0

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

Stille Limos Dreh und Trink

Neu in Erdbeere

Wien. Dreh und Trink hat sich für seine kleinen (und auch großen) Fans noch schöner gemacht und erstrahlt, etwa in der Geschmacksrichtung Orange, ab sofort in einer orangenfarbigen Flasche. Damit nicht genug – es gibt auch etwas Neues: Dreh und Trink, „das“ Erfrischungsgetränk mit Erdbeergeschmack. Die Neuheit ist ab Februar bei Eurospar und bei Inter­spar zu haben. Dreh und Trink ist wertmäßiger Marktführer bei stillen Limonaden bis 0,33 l.

© Dreh & Drink

www.wien-event.at Dreh und Trink hat sich fein gemacht und die neue Sorte Erdbeer lanciert.

stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien

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17.03.2010 16:20:14 Uhr


s h o p ta l k

20 – medianet retail

Freitag, 18. Jänner 2013

Spar Markt in Langen philipps Neujahrscocktail

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl (4)

© Spar

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Dir. Gerhard Ritter (Spar Vorarlberg), Alt-Bgm. Hans Kogler (Gemeinde Langen bei Bregenz), Spar-Kauffrau Heike Hiller und Bgm. Josef Kirchmann (Gemeinde Langen bei Bregenz).

Generationswechsel bei Spar in Langen bei Bregenz 2

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1. J. Robert Pfarrwaller, Claus J. Raidl, Christoph Leitl, Günter Stummvoll; 2. Christoph Leitl, Michaela Pfarrwaller, Andrea Raffaseder (Vorstand Vamed AG); 3. Kabarettisten Niko Fomanek und Jürgen Vogl.

Energieeffizienz und Ressourcenschutz bestimmen 2013

Nachhaltige Party

Generaldirektor J. Robert Pfarrwaller bittet zum Cocktail.

Gemeinsam feien Beim traditionellen Philips Neujahrscocktail begrüßte Generaldirektor J. Robert Pfarrwaller zahlreiche hochrangige Prominenz aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Gesundheitswesen. „Innovativen Lösungen für Gesundheit und Wohlbefinden sowie ein starker Fokus auf Energieeffizienz und Ressourcenschutz werden für ‚Philips Österreich‘ das Jahr 2013 bestimmen“, so Pfarrwaller. Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, gab in seiner Neujahrsansprache einen Ausblick auf die Wirtschaftsperspektiven im kommenden Jahr. Den humorvollen Blick in die Zukunft machten die beiden Kabarettisten Niko Formanek und Jürgen Vogl in ihrer charmanten Doppelconférence. Unter den Gästen: Doris Bock, (Geschäftsführerin Neudörfler Office Systems), Sonja Jöchtl (Caritas Österreich), Werner Kuhn (SK Rapid Wirtschaftsbetriebe), Walter Mösenbacher (Raiffeisen Zentralbank Österreich), Claus J. Raidl (Österreichische Nationalbank), Nigel Storn (LeasePlan Österreich Fuhrparkmanagement) und viele mehr. (red) Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

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die finstere brille

Und wieder würg ich einen raus Christian Novacek

W © Innocent

© McCain

Jungunternehmerin Heike Hiller ist erst 29 Jahre alt und seit Anfang Jänner neue Chefin des Spar-Markts in Langen bei Bregenz und damit auch Herrin über fünf Mitarbeiter. Die Kauffrau hat den Markt von Alois Plant übernommen, der ihn zuvor neun Jahre lang geführt hat. Die neue Chefin kennt Spar wie ihre Westentasche: Sie absolvierte ihre Einzelhandelslehre im Spar-Markt Bregenz am Kornmarktplatz. In ihrem eigenen Markt wird sie künftig noch mehr Wert auf regionale und frische Produkte legen: Brot von der Bäckerei Alber aus Sulzberg, Käse direkt von Bauern aus Langen, Blumen von der Gärtnerei Haller – Heike Hiller und ihr Team setzen auf den direkten Kontakt zu den Produzenten im Ort und der ganzen Region. „Ich freue mich sehr über die neue Herausforderung. Der unmittelbare und regelmäßige Kontakt zu unseren Kunden liegt mir am Herzen“, so Hiller. Die Eröffnung ließ sich auch der Direktor der Spar VorarlFrivissa „Schnitzlgaudi“ mit berg, Gerhard Ritter, nicht Stadlwirt Walter Lutz: 22. Jänner nehmen, er kam persönlich vor2013 ab 18:30, „Zum Andreas bei. Ebenso anwesend waren Hofer“, 1060 Wien, BrückenAlt-Bürgermeister Hans Koggasse 1. Anmeldung unter: ler und Bürgermeister Josef pr-groll@pr-groll.at Kirchmann (beide Gemeinde Langen bei Bregenz).  (jm)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Gabriele PichlerHammerschmidt (37) verstärkt seit Anfang Jänner 2013 als Key Account Managerin Retail das Team von McCain Österreich. In dieser Funktion verantwortet sie die österreichischen LEH-Kunden. Sie berichtet an McCain Österreich Marketing- und Vertriebsleiterin Alexandra Matousek. Die gebürtige Waldviertlerin bringt für diese Position langjährige Erfahrung in Sales und Marketing der Markenartikelindustrie sowie umfangreiche Kenntnisse des österreichischen Tiefkühlmarkts mit. Zuvor war sie u.a. bei Cernys Fisch & Feinkost, Pago und Frisch & Frost (Bauernland, Toni Kaiser) tätig.

Ein Prosit auf die neue Sparianerin

Wohlige Wärme Sie sind gestreift, gepunktet, mit Rastazöpfchen versehen, tragen Baströckchen oder glitzern im Lametta-Silber: die Mützchen auf den innocent-Flaschen. Und es sind ganz viele, denn „das große Stricken“ hat 2012 wieder alle Rekorde gebrochen: In Österreich wurden 2012 197.487 kleine Mützchen gestrickt, die derzeit auf den Smoothies in den Kühlregalen zu finden sind. Jede verkaufte Flasche mit Mütze bringt der Caritas 30 ct, sobald diese verkauft ist. Damit unterstützt die Hilfsorganisation ältere Menschen in Österreich dabei, warm durch den Winter zu kommen.  www.innocentdrinks.at

as ich an der Diskussion bezüglich Bundesheer oder Berufsheer faszinierend finde, ist die Willkürlichkeit der Argumente. Wenn wir kein Bundesheer mehr haben, ist das schlecht für die Wirtschaft, sagt die ÖVP. Hingegen meint die SPÖ: Wenn wir kein Berufsheer bekommen, ist das schlecht für die Wirtschaft. Was soll ich daraus folgern? Dass es für die Wirtschaft grundlegend dieser Tage schlecht läuft, weil: Egal wie die Abstimmung ausgeht, für sie ist leider keine Verbesserung in Sicht. Dass man ein und dasselbe Argument beliebig in dieses oder ins andere Eck schieben kann, ist heute fast schon Managerroutine geworden. Beispielsweise heißt es seitens der auf Nachhaltigkeit setzenden Wirtschaftsbosse gern: Wir sind ein liebes Familienunternehmen, wir müssen nicht jedes Quartal zweistellige Gewinne rausschmeißen, daher können wir auf langfristige, solide Qualitätsarbeit setzen. Im Smart-Sprech der nächsten Generation heißt es aber vielleicht ähnlich: Wir sind ein heuschreckengeführtes Unternehmen, daher müssen wir alle drei Monate einen fetten Gewinn rauswürgen, und so etwas ist natürlich nur möglich, wenn dahinter die allerbeste Qualitätsarbeit steht! c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

International Bei der aktuell stattfindenden „Grünen Woche“ in Berlin sind 1.630 Aussteller aus 67 Ländern aller Kontinente vertreten.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 18. Jänner 2013 – 21

Solidarität I

Solidarität II

Beschäftigte des Pharmaunternehmens MSD halfen bei Caritas und Rotem Kreuz Seite 26

Der Vorstand des PR-Verbandes PRVA spendete zum Jahreswechsel Blut  Seite 26

© ÖRK

© MSD

healtheconomy Kongress Neue Führung Für Forum Gastein © privat

Ärztemangel: Spitäler buhlen um Nachwuchs

© APA/Herbert Neubauer

short

Forschungsserie Nicht alle Arzneimittel für Kinder sind ausreichend getestet. Oft werden einfach Erwachsenenprodukte geringer dosiert. Denn Forschung bei Kindern ist heikel. Ein Forschungsnetzwerk für Kinderarzneimittel wurde 2012 vom Gesundheitsministerium, der Pharmig und der Öster. Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde vorgestellt und nimmt heuer seine Tätigkeit auf. Es dient zur Schaffung einer Organisationsstruktur für Kinderarzneimittelentwicklung und Studien. Ministerium und Industrie geben eine Anschubfinanzierung bis zum Jahr 2018.  Seite 24

© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd.

© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd.

Interview healtheconomy bittet zum Jahresanfang die Stakeholder im Gesundheitswesen zum Interview. Den Auftakt macht Apothekerpräsident Max Wellan (Bild). Er lobt die Einführung der Elektronischen Gesundheitsakte und will das Service und die Dienstleistungen der Apotheken verbessern. Sorge vor dem Internetversandhandel hat er nicht, er will aber neue Leistungen bieten. Parallel soll auch die Zusammenarbeit mit den Ärzten vor allem in ländlichen Gebieten verbessert werden, sagt der Apothekerpräsident.  Seite 23

Reformangst Die Ärztekammer warnt: In vielen Bundesländern bleiben offene Stellen in Krankenhäusern unbesetzt. Jungmediziner gehen lieber ins Ausland. Denn dort ist die Praxisausbildung besser und das Gehalt höher.  Seite 22

inhalt

Mehr Kompetenz für Diabetespatienten in Österreich

Healthcare > Kommentar: Wer von der Grippewelle profitiert  22 > SVA zieht positive Bilanz über Vorsorgeprojekt  22

SANOFI schreibt auch heuer wieder den Gerti Reiss Schulungsfonds aus. Der Betrag von Euro 5.000 wird jährlich an eine Organisation vergeben, die die Schulung von Diabetespatienten als Vereinszweck gewählt hat.

Pharmareport und Lifescience > Merck & Co nimmt Medikament vom Markt  24 > Impfstoff: Novartis kämpft mit Lieferproblemen  24 Medizintechnik und eHealth > Brustkrebs: Heuer starten neue Screeningprogramme25 > MedAustron: CERN liefert Strahlenkanone für Pröll  25 > E-Card wird ausgebaut, Serviceentgelt steigt  25

Bewerben Sie sich bis 30. März 2013 VFKULIWOLFKEHL6DQR¿DOOH,QIRUPDWLRQHQ ¿QGHQ6LHXQWHUZZZVDQR¿DW Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft ist die Sozialversicherung für Unternehmerinnen und Unternehmer in Österreich. www.sva-gesundheitsversicherung.at


c ov e r

22 – healtheconomy

Kommentar

Hurra, die ­Grippewelle ist da!

Freitag, 18. Jänner 2013

Reform I Immer weniger Jungärzte sind bereit, in Bundesländer-Kliniken Dienst zu tun; dort sind sogar Stellen unbesetzt

Spitäler sind im Wettkampf um ärztliches Personal Ärztekammer fürchtet Sparbemühungen und fordert Änderungen in der Turnusärzteausbildung.

D

as kam ja wirklich so überraschend, dass sich nahezu alle Medien derzeit mit Rekordmeldungen überschlagen: Die Grippewelle ist wieder da. Nein, keine Massenerkrankungen von Vögeln, Schweinen oder diesmal Haustieren wie Hunden, Katzen oder Meerschweinchen, sondern die ganz normale Influenza, die uns jedes Jahr um diese Zeit trifft. Manchmal mehr, manchmal weniger – das hängt vor allem von den jeweiligen Temperaturen ab. Die Grippewelle und Erkältungszeit ist aber nicht nur für ein gewinnbringendes Rauschen im Blätterwald verantwortlich, sondern auch für satte Umsätze bei Ärzten, Apothekern und natürlich der Pharmaindustrie; Impfungen und Impfstoffe bringen genauso Zusatzeinnahmen wie der Verkauf von rezeptfreien Erkältungsmitteln. Letztere sind überhaupt im Bereich der rezeptfreien Medikamente das mit Abstand stärkste Segment. Angesichts der aktuellen Wirtschaftsentwicklung sollten wir also vielleicht darüber nachdenken, die Grippewelle auszudehnen; Vorschläge dafür: spezielle Einspeisung von Viren in Klimaanlagen, überheizte Räume bei kalten Außentemperaturen oder umgekehrt. Passiert eh schon? Na wunderbar. Nur daran, dass die Kranken nicht dem Arbeitsplatz fernbleiben, müssen wir noch arbeiten....

Management Kabeg

Auszeichnung für Spitäler Klagenfurt. Mehr als die Hälfte aller Berufstätigen leidet unter chronischen Rücken- oder Kopfschmerzen. Die Folge sind meist lange Krankenstände und immer wieder- kehrende Beschwerden. Um diese chronischen Schmerzen zu lindern, wurde im Klinikum Klagenfurt eine Multimodale Schmerztherapie ins Leben gerufen - „ein maßgeschneidertes interdisziplinäres Therapiekonzept“, erklärt Projektinitiator Rudolf Likar. Im Rahmen der gerade tagenden österreichischen Gesundheitsberufe-Konferenz wurde das Projekt am Donnerstag mit einem „Förderpreis für innovative Projekte für die Gesundheit“ ausgezeichnet. Der Preis wird einmal jährlich für Projekte vergeben, die sich mit der Gesundheitskompetenz des Einzelnen oder der betrieblichen Gesundheitsförderung befassen. Eine interdisziplinäre Jury aus Vertretern der Gesundheitsberufe-Konferenz hat die Preisträger ermittelt.

Wien. Österreichs Krankenhäuser kämpfen um Ärzte und ärztlichen Nachwuchs. Vor allem in den Bundesländern und abgelegeneren Kliniken sind Jobs kaum nachzubesetzen. Jüngste Meldungen über offene Stellen kommen aus Tirol und Niederösterreich. Alarmiert reagierte etwa diese Woche die Ärztekammer auf einen Bericht in den Niederösterreichischen Nachrichten, wonach allein im Landesklinikum Waldviertel acht von 17 Turnusarztstellen nicht mehr nachbesetzt werden können. „Das ist erschreckend“, sagte Karlheinz Kornhäusl, stellvertretender Obmann der Bundeskurie Angestellte Ärzte. Unter solchen Bedingungen breche der Spitalsbetrieb über kurz oder lang zusammen.

Miese Arbeitsbedingungen Kornhäusl: „Das Beispiel Niederösterreich ist ja kein Einzelfall; ähnliche Situationen gibt es auch in anderen Bundesländern.“ Unattraktive Arbeitsbedingungen würden vermehrt dazu führen, dass junge Ärztinnen und Ärzte nach dem Medizinstudium entweder in anderen Berufen tätig würden „oder sie wandern aus, weil die Bedingungen im Ausland besser sind“, so Kornhäusl. Ähnliche Meldungen kommen auch aus Tirol: Konnten bis vor wenigen Jahren die Krankenhäuser Jungärzte noch aus langen Wartelisten auswählen, seien diese mittlerweile nicht mehr in der Lage, alle Ausbildungsstellen zu besetzen, heißt es. Inzwischen gebe es an der Innsbrucker Klinik Fachrichtungen, die über mangelnden Medizinernachwuchs klagten, betonte der Obmann der Kurie der angestellten

Jungärzte zieht es eher ins Ausland als in Krankenhäuser in den Bundesländern; dort orten sie viel Arbeit für wenig Geld.

Ärzte, Ludwig Gruber, in Tirol. Die Landesspitalsgesellschaft Tilak dementierte umgehend. Derzeit seien fünf Stellen für Ärzte ausgeschrieben, drei davon fielen in den Bereich der Kinderund Jugendpsychiatrie. In diesem Gebiet gebe es aber nicht nur österreichweit, sondern auch europaweit zu wenige Fachkräfte am Arbeitsmarkt. „Von einem generellen ‚Ärztemangel‘ oder einer ‚prekären Personalsituation‘ könne aber nicht gesprochen werden.

Attraktive Arbeitgeber In Kärnten und Vorarlberg haben die Spitalsgesellschaften Initiativen gestartet, um neues Personal zu finden und sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren.

Die Kabeg meldete etwa diese Woche freudestrahlend einen „Rekordtiefstand bei der Fluktuation“ von Fach- und Primarärzten. In Vorarlberg haben Dienstgeber und Dienstnehmer ein Jahr lang in intensiven Verhandlungen an der Gehaltsreform für die Vorarlberger Landeskrankenhäuser gearbeitet. Ergebnis unter anderem: Junge Spitalsärzte im ersten Ausbildungsjahr werden demnach künftig mit 46.700 € brutto pro Jahr entlohnt werden – das bedeutet eine Steigerung von über 20% gegenüber dem bisherigen Einstiegsgehalt. Damit soll eine Abwanderung in die benachbarte Schweiz und nach Deutschland verhindert werden. Parallel dazu versuchen derzeit auch Oberösterreich und Kärnten,

die Medizinerausbildung mit eignen Privatunis ins Land zu holen. Der Hintergedanke: Studieren die Ärzte im Land, könnten sie später auch bleiben. Der Ärztekammer ist das zu wenig, sie fordert, endlich Maßnahmen zu ergreifen und den Turnus zu reformieren. Ansonsten sei mit einem Ärztemangel zu rechnen, der nicht mehr bewältigt werden könne, warnte der Obmann der Bundeskurie Angestellte Ärzte, Harald Mayer. Unabdingbar seien neben einer verbesserten Ausbildung auch die Installation von Administrationsassistenten, um die Turnusärzte von bürokratischen Aufgaben zu entlasten, sowie die Umsetzung des Turnusärzte-Tätigkeitsprofils, forderten Mayer und Kornhäusl.

Reform II Selbstständige, die mit dem Arzt definierte Gesundheitsziele erreichen, können Selbsthalte halbieren

SVA zieht eine positive Vorsorgebilanz Wien. Die Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft (SVA) präsentierte eine erste Bilanz ihres Präventionsprogramms „Selbständig Gesund“. Die Initiative hat, wie berichtet, das Ziel, die Vorsorge bei den Versicherten in den Vordergrund zu rücken. Finanzieller Anreiz ist eine Halbierung des Selbstbehalts bei SVA-Versicherten, wenn sie die mit dem Vertrauensarzt individuell abgestimmten Gesundheitsziele erreichen. Die fünf Gesundheitsparameter sind dabei Blutdruck, Gewicht, Bewegung, Tabak- und Alkoholkonsum. Es gilt der Grundsatz „Gesundheit fördern, erhalten oder verbessern“. 2012 verzeichnete die SVA eine Steigerung der Vorsorgeuntersuchungen um knapp 40% im Vergleich zu 2011. Zwölf Prozent von den rund 550 000 SVA-Versicherten haben Vorsorgeuntersuchungen absolviert. Von den rund 35.000 Untersuchungen im ersten Halbjahr 2012 haben 16.013 ihre individuell vereinbarten Gesundheitsziele erreicht und konnten so ihren Selbstbehalt reduzieren – das

entspricht etwa 45%. Die höchste Quote der Zielerreichung verzeichneten Wien mit 64% und Niederösterreich mit 62%. Die durchschnittliche Ersparnis eines Versicherten bei Zielerreichung beträgt rund 60 € jährlich. Ausganglage für die Initiative war die Tatsache, dass SVA-Versicherte weniger Präventionsleistungen in Anspruch nehmen als ASVG-Versicherte. Ziele des Pro-

jekts sind eine Steigerung der Vorsorgeuntersuchungen, eine Sensibilisierung für gesundheitsrelevante Themen wie Ernährung oder Bewegung sowie Anreize für einen gesünderen Lebensstil zu schaffen und die Teilnehmer zu animieren, sich mit der eigenen Gesundheit zu beschäftigen. Für SVA-Obmann Christoph Leitl geht „Selbständig Gesund“ mit der aktuellen Gesundheitsreform der

© SVA

Martin Rümmele

© panthermedia.net/Franck Boston

Ina Schriebl

SVA-Vizeobmann Peter McDonald beziffert die Kosten für Prävention auf 5 Mio. Euro.

Regierung konform: Man ziele auf 30% weniger Krankheitstage und eventuelle Krankenhausaufenthalte ab sowie auf einen durch den gesünderen Lebenswandel verursachten, verringerten Medikamentenbedarf. Ins Zentrum rücken drei Faktoren: „Eigeninitiative, Vorsorge und ein gesunder Lebensstil“. Laut Peter McDonald, SVA-Obmann-Stellvertreter, stößt das Präventionsprogramm auf großes internationales Echo in Gesundheitspolitik und Wissenschaft. „Selbständig Gesund“ wird von der Johannes Kepler Universität in Linz wissenschaftlich begleitet. Besonders betont McDonald das Ziel, die Lebensqualität der Versicherten durch Eigeninitiative zu verbessern. Trotz der hohen Lebenserwartung in Österreich von etwa 80 Jahren sind ungefähr 20 Jahre mit reduzierter Lebensqualität verbunden. Die Vorsorgeinitiative der SVA will dem entgegenwirken. Für die SVA bedeutet „Selbständig Gesund“ auch eine ordentliche Investition: Die Reduktion des Selbstbehalts wird die SVA 2013 rund fünf Mio. € kosten. (mv)


H E A LT H : C A R E

Freitag, 18. Jänner 2013

healtheconomy â&#x20AC;&#x201C; 23

Interview healtheconomy bittet zum Jahresanfang die Stakeholder im Gesundheitswesen zum Interview â&#x20AC;&#x201C; Teil 1: Apothekerpräsident Max Wellan

â&#x20AC;&#x17E;Elga ist zukunftsweisendâ&#x20AC;&#x153; Apotheken wollen Service und Dienstleistungen verbessern und enger mit Ă&#x201E;rzten kooperieren. healtheconomy: Ende 2012 hat die Regierung das Elga-Gesetz beschlossen und nun die Spitalsreform fixiert. Zufrieden? Max Wellan: Wir unterstĂźtzen Elga. NatĂźrlich ist noch viel in der Umsetzung zu regeln, sodass in den Apotheken das Medikationsmanagement angeboten werden kann. Aber es ist ein wichtiger Schritt. healtheconomy: Eine Ă&#x153;berlegung war, dass die eMedikation Ăźber die Gehaltskasse der Apotheker laufen soll â&#x20AC;&#x201C; ist das noch Thema? Wellan: Die Ausgestaltung der Server wird in diesem Jahr kommen, die â&#x20AC;&#x161;Pharmazeutische Gehaltskasseâ&#x20AC;&#x2DC; ist hier ein hervorragender Partner. Die Apotheken sind es gewohnt, ja auch die Abrechnung mit den Kassen zu machen. Das wäre also ein vernĂźnftiger Weg. Es ist auch ein Beispiel, wie viel Erfahrung die Gehaltskasse, die Apothekerkammer und die Apotheken im Datenschutz und der Datensicherheit haben. healtheconomy: Bei der eMedikation waren die Apotheker Vorreiter, die Kammer hat viel in Pilotprojekte investiert in der Hoffnung, dass diese Ăźbernommen werden. MĂźssen Sie das jetzt abschreiben? Wellan: Das ist teilweise Lehrgeld, das wir bezahlt haben, die Erfahrungen werden aber sicher in die eMedikation einflieĂ&#x;en. Wir werden jedenfalls alles tun, dass der Start der eMedikation Mitte 2016 von unserer Seite gelingt. Idealerweise sollte es so ausgestaltet sein, dass auch die Umsetzung der Fälschungsrichtlinie in einem erfolgt.

dem Versandhandel. Wie geht die Entwicklung hier weiter? Wellan: Es gibt jetzt Ă&#x201E;nderungen im Fernabsatz: FĂźr Ăśsterreichische Apotheken wird es ab 2014 mĂśglich sein, rezeptfreie Arzneimittel zu versenden. Jede Apotheke kann, wenn sie will, also eine Versandapotheke werden, wenn Auflagen erfĂźllt werden. Unsere Position war immer, dass Arzneimittel, Beratung und Fernabsatz immer Probleme machen. Wir wollen eher die Zustellung und das Service forcieren. healtheconomy: Wie geht das? Wellan: Wir hoffen, dass die EU in Sachen Fernabsatz umdenkt.

Es gab in der Geschichte Üfters Versuche pro Fernabsatz, diese wurden immer zurßckgenommen, weil es nicht funktioniert hat. Natßrlich ändern sich aber die Lebenswelten: Die Menschen sind es immer mehr gewohnt, dass sie Produkte im Internet bestellen. Wir lehnen den Fernabsatz nach wie vor ab, mÜchten aber den Lebensumständen Rechnung tragen und beschäftigen uns mit neuen Modellen, etwa dass man Produkte vorbestellen oder von der Apotheke zustellen lassen kann. Oder eben auch der Einsatz von Apps fßr Handys. Man kann bei den Dienstleistungen und der Logistik viel tun. Wir sind fßr

Nachhaltigkeit und eine persĂśnliche Haftung der freien Berufe. healtheconomy: Wie läuft das Streitthema â&#x20AC;&#x161;Hausapothekenâ&#x20AC;&#x2DC;? Wellan: Ich freue mich Ăźber die gute Zusammenarbeit mit der Ă&#x201E;rztekammer. Es gibt oft gleiche Interessen und vielleicht kann man ja Aufgaben gemeinsam lĂśsen. Es geht mir um die Frage, wie wir die Versorgung am Land gemeinsam verbessern kĂśnnen. Neue Kooperationen entstehen, zum Beispiel haben die NĂ&#x2013; Ă&#x201E;rztekammer und die NĂ&#x2013; Apothekerkammer gemeinsam die jeweiligen Apps zur Erreichbarkeit und Dienstbereitschaft präsentiert.

Š APA/Herbert Neubauer

Martin RĂźmmele

Max Wellan will den Lebensumständen der Menschen Rechnung tragen.

ELGA: Sicher vernetzt

Š Marco2811, Fotolia.com

Die elektronische Gesundheitsakte ELGA ist ein Informationssystem, das BĂźrgern und Gesundheitsdiensteanbietern

(z.B.

Spital,

Hausarzt) einen orts- und zeitunabhängigen Zugang zu Gesundheitsdaten bietet. ELGA soll den behandelnden Gesundheitseinrichtungen notwendige Vorinformationen bereitstellen und diesen Zugriff auch den Patienten

t i e h r e Sich

selbst ermĂśglichen. Somit stehen Vorbefunde, Entlassungsberichte und die aktuelle Medikation der Patienten als unterstĂźtzende Entscheidungsgrundlage fĂźr die weitere Diagnostik und Therapie zur VerfĂźgung.

Ĺś Wie wird sichergestellt, dass nur berechtigte Zugriffe

Gesundheitsnetzen wie dem e-card-Netz. FĂźr den BĂźrger wird fĂźr

â&#x20AC;&#x17E;Es gibt oft gleiche Interessen mit der Ă&#x201E;rztekammer.â&#x20AC;&#x153;

An ELGA kÜnnen nur Personen teilnehmen, deren Identität nach-

eine sichere Verbindung (â&#x20AC;&#x17E;httpsâ&#x20AC;&#x153;) aufgebaut. Alle ELGA-Daten

gewiesen und technisch bestätigt ist. FĂźr den Einstieg â&#x20AC;&#x201C; das

werden ausschlieĂ&#x;lich verschlĂźsselt Ăźbertragen.

â&#x20AC;&#x17E;Log-Inâ&#x20AC;&#x153; - am ELGA-BĂźrger-Portal dient die BĂźrgerkarte bzw. ein

Die Protokollierung aller Zugriffe ermĂśglicht den BĂźrgerinnen und

Max wellan apothekerpräsident

BĂźrgerkartenhandy, eines der sichersten Verfahren (www.buer-

BĂźrgern, selbst am ELGA-BĂźrger-Portal bzw. Ăźber die Ombuds-

gerkarte.at).

stellen nachzuschauen, wer sich wann welche Dokumente oder

Ein Gesundheitsdiensteanbieter hat nur dann Zugriff auf die

die Medikationsliste angesehen hat. Bei Missbrauch drohen ent-

ELGA eines Patienten, wenn er ihn tatsächlich behandelt. Dieser

sprechend dem ELGA-Gesetz strenge Strafen.

healtheconomy: Inwiefern? Wellan: KĂźnftig muss die Herkunft jeder Packung, die verkauft wird, nachvollziehbar sein. Dazu wird es einen 2D-Strichcode und zusätzliche Infos auf Packungen geben. Wir mĂźssen also Scanner und Software umrĂźsten. Die Kosten werden teilweise von der Industrie getragen; was uns betrifft, mĂźssen wir selbst zahlen. FĂźr den Start der eMedikation soll es eine Anschubfinanzierung geben, die Kosten sind aber noch nicht verhandelt, weil vieles noch unklar ist. SchulungsmaĂ&#x;nahmen fĂźr das System wird die Kammer Ăźbernehmen. Ein gemeinsamer Start der Projekte hätte Vorteile. Gleichzeitig mĂśchten wir den Start so gestalten, dass wir unser Service verbessern kĂśnnen. healtheconomy: Wohin soll sich das Service der Apotheken Ihrer Meinung nach entwickeln? Wellan: Ich halte die Serviceleistungen fĂźr das Wesentlichste. Bei der eMedikation wird es drauf ankommen, was wir fĂźr die Patienten machen. Wir werden das Medikationsmanagement ausbauen und Serviceleistungen verstärken. healtheconomy: Kommen wir noch zu einem Dauerbrenner,

DXIGLHSHUV|QOLFKHQ(/*$'DWHQVWDWWÂżQGHQ"

den Zugriff auf das ELGA-BĂźrger-Portal wie beim Online-Banking

â&#x20AC;&#x17E;Behandlungszusammenhangâ&#x20AC;&#x153; wird â&#x20AC;&#x201C; wenn sich der Patient nicht dagegen ausspricht - technisch durch das Stecken der e-card

Ĺś :DQQNRPPW(/*$"

beim Hausarzt oder durch die (elektronische) Aufnahme des Pati-

Das ELGA-BĂźrger-Portal, die Widerspruchsstelle(n) und die

enten in ein Spital nachgewiesen.

Ombudsstelle(n)

Die Aufgabe eines Gesundheitsdiensteanbieters bestimmt seine

2015 werden dann die Gesundheitsdiensteanbieter - begin-

Zugriffsberechtigung. So haben Apotheker nur fĂźr zwei Stun-

QHQG PLW GHQ |IIHQWOLFKHQ .UDQNHQDQVWDOWHQ  YHUSĂ&#x20AC;LFKWHQG PLW

den Zugriff auf die Medikation eines Patienten. Ă&#x153;ber das ELGA-

ELGA arbeiten.

BĂźrger-Portal bzw. die Ombudsstelle(n) kann der BĂźrger weitere

Die Teilnahme der BĂźrgerInnen an ELGA ist mit der MĂśglichkeit

Einstellungen tätigen - z.B. bestimmte Befunde ausblenden oder

eines â&#x20AC;&#x17E;Opt outâ&#x20AC;&#x153; geregelt, d.h. man kann bestimmen, ob man Ăźber-

die Zugriffsberechtigung eines Arztes von Ăźblicherweise 28 Tagen

haupt oder teilweise, z.B. nur fĂźr e-Medikation, an ELGA teilneh-

ändern.

men mĂśchte. Den BĂźrgern wird mit den genannten Fristen aus-

werden

bis

31.12.2013

eingerichtet. Ab

reichend Zeit fĂźr die Entscheidung gegeben, ob bzw. in welchem

Ĺś :LHLVWGDV(/*$6\VWHPLQVJHVDPWDEJHVLFKHUW"

Umfang sie an ELGA teilnehmen mĂśchten.

Ă&#x153;ber ein Informationssicherheits-Managementsystem auf Basis der einschlägigen ISO-Normen und ergänzender Sicherheitsregelungen wird der Betrieb von ELGA abgesichert. Der Betrieb von ELGA erfolgt in sicheren Rechenzentren, wobei die Einhaltung GHUGHÂżQLHUWHQ6LFKHUKHLWVVWDQGDUGV EHU$XGLWV EHUSU IWZLUG Die Kommunikation der Ă&#x201E;rzte und Spitäler untereinander darf QLFKWLP|IIHQWOLFKHQ,QWHUQHWVWDWWÂżQGHQVRQGHUQQXULQVLFKHUHQ

Erfahren Sie mehr Ăźber ELGA unter: www.elga.gv.at


24 – healtheconomy

P h a r m a r epo r t: l i f e s c i e n c e

Freitag, 18. Jänner 2013

Serie Pharmaforschung – Teil 5 Studien an Kindern gesetzlich streng geregelt

short

Mehr klinische Studien an Kindern

AbbVie startet in Österreich durch

© AbbVie

EU-Verordnung und neues Netzwerk begünstigen Zunahme an pädiatrischen Studien auch in Österreich.

Wien/North Chicago. Bis Ende 2012 hat Abbott sich in zwei börsennotierte globale Gesundheitsunternehmen aufgeteilt; das neue, unabhängige Pharmaunternehmen mit Schwerpunkt auf Forschung trägt den Namen AbbVie, welches mit Anfang Jänner 2013 auch in Österreich startete. Die Unternehmensmission des neuen Pharmaunternehmens mit Firmensitz in North Chicago (USA) ist es, fortschrittliche Therapien zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, mit denen einige der komplexesten und schwersten Erkrankungen behandelt werden können. AbbVie beschäftigt weltweit aktuell rund 21.000 Mitarbeiter und vermarktet in mehr als 170 Ländern Arzneimittel. Das Produktportfolio umfasst etablierte Arzneimittel in Bereichen wie Immunologie, Neurologie oder Nierenerkrankungen. In der Pipline befinden sich über 20 klinische Programme im Mittel- bzw. Endstadium der Entwicklung, darunter vielversprechende Substanzen für die Behandlung von Hepatitis C, Multiple Sklerose, Alzheimer und Parkinson.

© IMBA

Genetische Landkarte für Blutkörperforschung

Wien. In den vergangenen Jahren wurden laut AGES Medizinmarktaufsicht jährlich an die 30 Studien mit Kindern durchgeführt. Von insgesamt 134 Studien in den Jahren 2007 bis 2011 waren nach Daten des Branchenverbands Pharmig 72% industriegesponsert. Hauptbereiche waren Hämatologie/ Onkologie, Pulmonologie/Allergologie sowie die Neurologie. „Viele Arzneimittel sind für Kinder zwar zugelassen, jedoch nicht in der pädiatrischen Gruppe geprüft, oder sie sind für Kinder und Jugendliche gar nicht zugelassen, da sie ursprünglich nur an Erwachsenen getestet wurden“, erklärt Ilona Reischl von der AGES Medizinmarktaufsicht. Häufige Konsequenz sei ein sogenannter offlabel use, d.h. eine Behandlung mit anderen als den zugelassenen Dosierungen – je nach Körpergewicht bzw. -oberfläche des Kindes. „Daraus resultiert die Gefahr einer Über- bzw. Unterdosierung, zumal sich die Pharmakokinetik von Kindern von der Erwachsenen in einigen Fällen stark unterscheidet.“

© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd.

Erik Bauer

Erfahrung und Struktur eines ­etablierten Pharmaunternehmens.

Arzneimittel für Kinder sind oft nicht ausreichend geprüft, weil klinische Studien bei Kindern bisher verpönt waren.

liche Regelungen finden sich im österreichischen Arzneimittelgesetz. Demnach ist eine klinische Prüfung an Minderjährigen zulässig, wenn die Studie entweder dem Patienten oder der Patientengruppe, der der Minderjährige angehört, nützen kann. „Ein Individualnutzen muss somit nicht immer gegeben sein.“ Die fachliche Begutachtung klinischer Prüfungen mit Kindern berücksichtige sowohl bei der Behörde, als auch bei der Ethikkommission, dass es sich bei den Teilnehmern um eine besonders schützenswerte Gruppe handelt. „Der formale Prozessablauf ist bei allen klinischen Prüfungen der gleiche und beruht auf den Vorgaben des Arzneimittelgesetzes.“ Eine Verordnung des EU-Parlaments und des Rats über Kinderarzneimittel soll die Entwicklung und die Zugänglichkeit von Arzneimit-

Schützenswerte Gruppe Welche Bedingungen und Voraussetzungen gelten eigentlich für Kinderarzneimittelstudien? Reischl: „Entsprechend der Richtlinie ‚2001/20 EG vom 04.04.2001‘ darf eine klinische Prüfung an Minderjährigen nur durchgeführt werden, wenn eine Aufklärung erteilt wurde, keine (finanziellen) Anreize gewährt werden, die klinische Prüfung für den Patienten bzw. die Patientengruppe mit einem Nutzen verbunden ist und wenn derartige Forschungen unbedingt erforderlich sind.“ Entsprechende gesetz-

teln für Kinder erleichtern und gewährleisten, dass die verwendeten Arzneimittel im Rahmen ethisch vertretbarer Forschungsarbeiten entwickelt und schließlich genehmigt werden. Daran anknüpfend, wurde in Österreich nun ein Forschungsnetzwerk für Kinderarzneimittel gegründet (siehe Glossar). Ruth Ladenstein, Onkologin am St. Anna Kinderspital und Koordinatorin des neugeschaffene Netzwerks: „Im ersten Entwicklungsplan geht es um eine Vernetzung universitärer Standorte: In Wien die Med–Uni gemeinsam mit dem St. Anna Kinderspital als onkologischem Schwerpunkt, weiters die Salzburger Privatuni sowie die Med-Unis Graz und Innsbruck. Erst in einer Nachfolgestufe kann man daran denken, weitere Spitäler mit an Bord zu holen. Wir haben derzeit eine Steigerung um 20% vereinbart,

und sind zuversichtlich, dass wir mit dem Aufbau hier die Ziele gut erreichen können.“

Glossar Das Forschungsnetzwerk für Kinderarzneimittel wurde 2012 vom Gesundheitsministerium, der Pharmig und der Öster. Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde vorgestellt und nimmt heuer seine operative Tätigkeit auf. Es dient zur Schaffung einer Organisationsstruktur für Kinderarzneimittelentwicklung und Kinderstudien und versteht sich als „Public-Private-Partnership-Projekt von zuständigen Ministerien, der pharmazeutischen Industrie und der Academia“. Eine gemeinsame Anschubfinanzierung durch Gesundheitsministerium und die pharmazeutische Industrie – je 150.000 € pro Jahr über fünf Jahre – will das Netzwerk ins Rollen bringen. Ab 2018 soll die finanzielle Selbsterhaltungsfähigkeit erreicht sein.

Forschung Cholesterinsenker wird vom Markt genommen Die Fruchtfliege Drosophila Melanogaster lieferte die Daten.

Rückschlag für Merck & Co.

Impfstoff Verzögerung bei FSME-Impfstoff

Wien. In einer großangelegten Studie ist es Wissenschaftern am Wiener Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) gelungen, diejenigen Genregionen zu identifizieren, die bei der Entstehung und Funktion von roten Blutkörperchen eine Rolle spielen. Die gewonnenen Erkenntnisse sind der Grundstein zur Entschlüsselung der Mechanismen, die zu Erkrankungen wie Blutarmut führen, welche eine der häufigsten Ursachen für Störungen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit ist. Denn Mangelt es an roten Blutkörperchen, fehlt dem Körper der Sauerstoff. Mithilfe moderner Bioinformatik identifizierte die Forschungsgruppe um Josef Penninger und Ulrich Elling 121 Kandidatengene, die in unmittelbarer Nähe von 75 GenRegionen liegen, welche direkt mit verschiedenen Merkmalen der Blutzellentwicklung in Verbindung stehen.

Wien/New York. Rückschlag für den US-Pharmakonzern Merck & Co.: Der Arzneimittelhersteller nimmt sein umstrittenes Cholesterinpräparat „Tredaptive“ weltweit vom Markt. Die europäische Medikamentenaufsicht hatte Merck & Co dazu aufgefordert, nachdem das Mittel in einem großangelegten Test auf Wirksamkeit und Sicherheit durchgefallen war. Der Pharmakonzern riet behandelnden Ärzten, das Medikament nun nicht mehr zu verschreiben. Zudem sollten sie die Behandlungspläne der Patienten überprüfen, die das Präparat erhielten. Vom möglichen Imageschaden abgesehen, dürften die Umsatzeinbußen durch den Marktrückzug für Merck & Co. eher glimpflich ausfallen. Der Konzern hatte nach eigenen Angaben in den ersten drei Quartalen 2012 mit dem Medikament in den rund 40 Ländern, in denen es auf dem Markt ist, rund 13 Mio. USD erwirtschaftet; Analysten hatten den jährlichen Spitzenumsatz des Präparats bis 2016 bei einem Erfolg der Studie auf rund 300 Mio. USD taxiert. Für Merck sind das kleine Zahlen: Der Kon-

Wien/Basel. Die Auslieferung des von Novartis hergestellten FSMEImpfstoffs „Encepur“ wird heuer später als gewohnt erfolgen. Aufgrund eines produktionsbedingten Ausfalls bei der Herstellung wird der Impfstoff voraussichtlich erst wieder in der zweiten Jahreshälfte 2013 lieferbar sein, teilt das Unternehmen mit. Im Gegensatz zur Produktion vieler Medikamente ist die Herstellung von Impfstoffen ein komplexer biologischer Prozess. „Dabei kann es immer wieder zu nicht vorhersehbaren Schwankungen bei der Produktionsmenge kommen, bis hin zum Ausfall oder der Unwirksamkeit kompletter Chargen“, schreibt Novartis. Man sei mit den österreichischen Gesundheitsbehörden in engem Kontakt. „Nach unserer Information werden bereits Gespräche mit dem zweiten Impfstoffhersteller geführt, damit durch eine Produktionssteigerung die Versorgung des österreichischen Markts sichergestellt werden kann.“ Dazu Johannes Ulleram, stv. Medical Director bei Novartis: „Da die Menge der bestellten FSME-Impf-

Merck & Co. dürfte der Stopp nicht allzu teuer kommen, meinen Experten.

dosen jedoch jährlich stark variiert, könnte es bei Großbestellungen dennoch zwischenzeitlich zu Wartezeiten kommen. Ob solche Verzögerungen aber überhaupt eintreten, ist unter anderem davon abhängig, wie viel Impfstoff 2013 von österreichischen Großhändlern in andere Länder exportiert wird.“ Die zuständigen Behörden und auch Novartis sind daher bereits in Kontakt mit Großhändlern und Großabnehmern. (iks/rüm)

© EPA

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zern kommt derzeit auf einen Jahresumsatz von 47 Mrd. USD. Das 2008 in Europa noch nicht in den USA zugelassene Medikament soll die Blutfettwerte von Patienten verbessern, in dem es das sogenannte gute HDL-Cholesterin im Blut erhöht. Im Dezember hatte Merck aber nach Ergebnissen einer großangelegten Studie mit rund 25.000 Patienten einräumen müssen, das Tredaptive schwere Nebenwirkungen hat. (iks/apa)

Novartis mit Lieferproblemen

Novartis steht in engem Kontakt mit den Gesundheitsbehörden.


M e d i z i n t e c h n i k : E- H e a lt h

Freitag, 18. Jänner 2013

healtheconomy – 25

Brustkrebsscreening Vorsorge wird verbessert: Kassen laden Frauen schriftlich ein, Ärzte werden besser geschult

short

Bessere Früherkennung

ELGA-Gutachten soll über Klage entscheiden Wien. Der Kampf gegen die vom Parlament schon beschlossene Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) geht weiter. Zwei renommierte Verfassungsrechtler erstellen im Auftrag der Wiener Ärztekammer eine Gutachten, welches, „frühestens im Februar“ Ergebnisse liefern und über das Einbringen einer Verfassungsklage entscheiden soll. Artur Wechselberger, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, fordert, dass durch die Elektronische Gesundheitsakte kein Zeitverlust für die Ärzte entstehen darf und das System weder in der Errichtung noch im Betrieb eine finanzielle Belastung für die Ärzte mit sich bringt.

Jede Mammografie wird künftig von zwei Ärzten begutachtet, um Fehldiagnosen zu verhindern. nern möglich – und das werde voraussichtlich eben erst im Herbst 2013 stehen. So soll das Programm in Österreich ablaufen: Alle in Österreich gemeldeten Frauen im Alter zwischen 45 und 69 Jahren werden alle zwei Jahre schriftlich zu einer kostenlosen Früherkennungsmammografie eingeladen. Auch jüngere Frauen ab 40 und ältere Frauen bis 75 können auf eigenen Wunsch am Programm teilnehmen. Jede Mammografie wird von zwei Radiologen unabhängig voneinander begutachtet. Außerdem müssen alle am Programm teilnehmenden Ärzte und Ärztinnen bestimmte Qualitätskriterien erfüllen und eine Schulung absolvieren. Derzeit, so die Berechnungen, gehen in Österreich nur 40 bis 50% jener Frauen, denen ihr Arzt unbedingt zur Brustuntersuchung geraten hat, auch wirklich zur Mammografie.

Bisher gingen nur 40 bis 50% der Frauen zu einem Brustkrebsscreening.

Wien. Was Brustkrebsexperten in Österreich seit Jahren fordern und bereits die damalige Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat im Jahr 2003 ankündigte, dürfte nach derzeitigem Stand mit Oktober 2013 starten: das geplante Mammografie-Screening-Programm mit der aktiven Einladung der Frauen. „Der derzeitige Zeitplan lautet auf 1. Oktober 2013“, erklärte der Radiologen-Bundesfachgruppenobmann in der Österreichischen Ärztekammer, Franz Frühwald. Der offenbare Grund, so Frühwald: „Bund, Länder und Sozialversicherungsträger konnten sich zunächst nicht auf die Finanzierung der Overhead-Kosten für Verwaltung, Einladungen etc. einigen.“ Es ginge dabei um rund 4,5 Mio. €. Langfristig sei die Finanzierung nur im Rahmen einer neuen 15aVereinbarung zwischen den Part-

Investition Krebsforschungszentrum MedAustron wird 200 Mio. Euro kosten und geht ab 2015 in Betrieb

CERN liefert Ionenkanone für Erwin Pröll lenstein in der Entwicklung des Gesundheits- und Forschungsstandorts Niederösterreichs. Bis zu 1.400 Patientinnen und Patienten werden hier neue Hoffnung in ihrem Kampf gegen den Krebs finden. Das Projekt MedAustron wird wesentlich dazu beitragen, Nieder-österreich auf die internationale Landkarte der Spitzenmedizin und Spitzenforschung zu bringen“, hob Pröll hervor. Nach Ansicht von Kritikern muss es das auch, denn für die geplante Therapie gibt es in Österreich bei Weitem nicht genügend Patienten. MedAustron brauche also Patienten aus dem Ausland, argumentierten Experten schon vor Jahren. CERN-Generaldirektor Heuer: „Das Projekt MedAustron ist ein

Vodafone und GSK starten in Mosambik ein Pilotprojekt mit Handys.

hervorragendes Beispiel dafür, wie die Grundlagenforschung am CERN in einem Mitgliedsstaat vor Ort direkt sichtbar wird und wesentlichen Nutzen für die Gesellschaft stiften kann.“

Vollbetrieb ab 2020 Kosten wird das Projekt MedAustron 200 Mio. €. 75% der Gesamtkosten sind laut Aufsichtsrat bereits fix vergeben, was helfen soll, die Kosten im geplanten Rahmen zu halten. 2015 soll die erste Patientenbehandlungen starten, und dann das Zentrum bis zum geplanten Vollbetrieb im Jahr 2020 sukzessive ausgebaut werden. Parallel dazu soll auch die Krebsforschung forciert werden. (iks)

© MedAustron

Wiener Neustadt. Im Zuge eines feierlichen Festakts wurde die Ionenquelle für MedAustron im Beisein Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle vom Generaldirektor der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN, Rolf-Dieter Heuer, an Landeshauptmann Erwin Pröll übergeben. Diese Ionenquelle stellt das erste Glied in der MedAustron-Beschleunigerkette dar und erzeugt jene Teilchen, die zur medizinischen Behandlung von Krebspatienten und für die Forschung verwendet werden. Damit konnte ein weiterer wesentlicher Schritt zur Realisierung des Krebsbehandlungs- und Forschungszentrums MedAustron in Niederösterreich gesetzt werden. „‚MedAustron‘ bedeutet einen Mei-

Vodafone für besseres Impfservice in Afrika

© GlaxoSmithKline

© panthermedia.net/Monkeybusiness Images

Ina Karin sChriebl

CERN-Manager Heuer lieferte ­Ionenquelle für Erwin Pröll.

E-Health Künftig erfolgt auch Bewilligung von Untersuchungen per E-Card

Pemba. GSK und Vodafone wollen die hohe Handydichte in Afrika dazu nutzen, um mehr Kinder mit lebensrettenden Impfstoffen zu erreichen. Mütter im Mosambik werden per SMS über Impfungen informiert, Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen werden mit Smartphones ausgestattet, um etwa die Verfügbarkeit von Impfstoffen besser koordinieren zu können. In Rwanda nutzen Krankenschwestern internetfähige Mobiltelefone zur Einsicht in Patientenakten und zur Überwachung des Medikamentenbestands in Echtzeit.

Diagnostik Erweiterung des Vertriebsportfolios

Erweiterung und Rückerstattung Vertrieb Anagnostics

E-Card-Beitrag Das Serviceentgelt für die E-Card macht 10 € aus – die Krankenscheingebühr ist ja Geschichte –

Die AKNÖ will die Rückerstattung doppelt eingehobener E-Card-Gebühr erleichtern.

und diese werden vom Dienstgeber eingehoben. Wer in zwei Jobs sozialversichert ist, dem werden die 10 € zwei mal abgezogen. Allerdings kann bei der Gebietskrankenkasse ein Antrag auf Rückerstattung gestellt werden. „Es ist immer empfehlenswert, den Lohnzettel genau anzusehen“, empfiehlt AKNÖ-Sozialrechtsexperte Josef Fraunbaum. „Bei der November- beziehungsweise der Dezember-Abrechnung kann diese Kontrolle bares Geld wert sein, wenn man dann noch einen Antrag auf Rückerstattung der doppelt bezahlten Gebühr stellt.“ Das Formular für den Antrag auf Rückerstattung beim Krankenversicherungsträger findet man auf der Homepage der AKNÖ (Arbeiterkammer Niderösterreich). Seit der Einführung des E-CardSystems in Jahr 2005 existiert eine flächendeckende elektronische Plattform für zahlreiche E-HalthDienste, etwa die Bewilligung chefarztpflichter Medikamente über die E-Card. Die Bewilligung von Untersuchungen ist die jüngste.  (um)

St.Valentin/Brüssel. Das auf klinische Diagnostik spezialisierte belgische Unternehmen Analis S.A. vertreibt und betreut seit Sommer letzten Jahres die Labortests des Oö-Unternehmes Anagnostics Bioanalysis im Bereich des Drogenscreenings, der personalisierten Medizin, der Onkologie und der Sepsisdiagnostik. In den nächsten Monaten wird das Vertriebsportfolio um Labortests zur Diagnose und Therapi-

eunterstützung schwerer Infektionen, im Besonderen der Sepsis, hinzukommen. Die beiden Kooperationspartner visieren als Zielgruppe vor allem Krankenhäuser in den Beneluxländern an, denen sie eine innovative Multiplexdiagnostik anbieten wollen. Multiplexdiagnostik, die Kombination von DNA- und Proteintests auf dem Laborgerät Hyborg, ermöglicht effiziente und übergreifende diagnostische Lösungen.

Gezielt und schnell

© Anagnostics

untersuchungen und physikalische Therapien, im weiteren Verlauf vielleicht sogar Kuren. Vorteil: Nach der Genehmigung könnten Patienten Untersuchungen gleich vornehmen lassen.

© APA/Harlad Schneider

Wien. Die Funktion des Schlüssels für die ELGA (Elektronische Gesundheitsakte), nämlich die E-Card, soll erweitert werden. Zwar kann man noch auf keine Befunde zugreifen, allerdings soll der behandelnde Arzt in Zukunft über die Karte bei der Gebietskrankenkasse bestimmte Untersuchungen bewilligen lassen können, etwa Magnetresonanz-Untersuchungen, Computertomografien, Labor-

Christoph Reschreiter, CEO von ­Anagnostics Bioanalysis, kooperiert.

„Wir sehen klar den Trend zu einer spezifischeren, sowohl gezielten als auch schnellen Diagnostik, wie sie die MultiplexTechnologie anbieten kann“, sagt Guy Stukkens, Geschäftsführer der Analis S.A. „‚Anagnostics‘ hat sehr gut auf diesen Bedarf reagiert und bietet mit dem Laborgerät ‚Hyborg‘ und seinem Testmenü gute Marktchancen.“ Analis S.A. wurde 1927 gegründet und beschäftigt heute 140 Mitarbeiter im Bereich Verkauf, Service und Support. (um)


M E N S C H E N & KA R R I E R E N

26 – healtheconomy

Freitag, 18. Jänner 2013

Engagement Österreichische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pharmafirma helfen bei Caritas und Rotem Kreuz

short

MSD zeigt Solidarität

Wiener Billroth-Preis ging an Peter Birner

andreas feiertag

NÖ-Pflegepreis 2012 geht an Anna Frank

Spendenfroh Aktion für sanguin-gemeinnützigen Zweck

Muse küsst Spital Mitarbeiter treten vor den Vorhang

Wien. Angelehnt an das PR-Leitmotto „Tue Gutes und sprich darüber“ ist es für einige eine Selbstverständlichkeit, mit gutem Beispiel

Wien. Seit Dezember haben Mitarbeiter des Herz-Jesu-Krankenhauses die einmalige Gelegenheit, ihre künstlerischen Talente zu präsentieren. Unter dem Titel „Kunst im Herz-Jesu“ stellen Hobbykünstler ihre Bilder und Fotos aus. Die Kunstwerke sind noch bis Ende Jänner im Spital zu besichtigen. Die Ausstellung ist ein besonderes Mitarbeiterangebot, das versteckte künstlerische Talente unterstützt und einem großen Publikum bekannt macht. Ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie des Hauses ist die Förderung der Mitarbeiter. Dazu gehört, neben der beruflichen Weiterbildung und Gesundheitsangeboten, auch die Möglichkeit der Entfaltung von persönlichen Talenten. Und es haben nicht nur

© NLK J.Burchhart

PRVA-Vorstand spendet Blut

© ÖRK/Kellner Thomas Holly

Pflegt ihren Mann seit acht Jahren: Anna Frank (mitte).

St. Pölten. Für die seit 2004 andauernde Pflege von Wolfgang Frank durch seine Frau Anna wurde ihr als Dank und Anerkennung der „AUVA-Pflegepreis 2012 für Niederösterreich“ zuerkannt. Soziallandesrätin Barbara Schwarz und Friederike Lackenbauer, Direktorin der AUVA-Landesstelle Wien, bedankten sich und gratulierten, Christian Haberle (AKNÖ) und Franz Wiedersich (WKNÖ) übergaben die Sachpreise.

Gab ihr eigenes Blut für Menschen, die es brauchen: Ingrid Vogl, PRVA-Chefin.

Reinhard Busse/Jonas Schreyögg/Tom Stargardt (Hg): Management im Gesundheitswesen – das Lehrbuch für Studium und Praxis. 480 Seiten, 59,95 €, ISBN: 3642347940

die Mitarbeiter etwas davon; auch Patienten und Besucher profitieren von der Kunst, erklärt Projektleiterin Alexandra Kristl. (fei)

Alexandra Kristl, künstlerische Leiterin des Projekts, mit einem ihrer Bilder.

Menschen, über die man spricht

© privat

Dorli Kahr-Gottlieb Gesundheitskongress-Generalsekretärin Gastein. Dorli Kahr-Gottlieb ist neue Generalsekretärin des European Health Forum Gastein (EHFG). In dieser Funktion ist die Grazer Expertin für das Team und die gesamte Verwaltung des EHFG verantwortlich; zu ihren Aufgaben gehört auch die Weiterentwicklung des Trägervereins und seiner Aktivitäten in Kooperation mit dem Vorstand und den Partnern des Forums. Kahr-Gottlieb war zuletzt mehr als zehn Jahre im Public HealthBereich tätig, unter anderem als Mitglied des Teams, das in Graz das erste Master of Public Health-Programm etabliert hat. Ab 2006 betreute sie als Koordinatorin die European Public Health Conference, die gemeinsame Jahrestagung der European Public Health Association und der Association of Schools of Public Health in the European Region. (fei)

C hrist o ph ­ usch, chir u r A g ie-chef s te y r u n d K irchd o r f © privat

Klassiker in der Neuauflage Im Gesundheitswesens besteht noch immer Bedarf an Fach- und Führungskräften im Managementbereich, die über interdisziplinäre Ausrichtung verfügen und mit speziellen Gegebenheiten der unterschiedlichen Bereichen im Gesundheitswesens vertraut sind. So hat sich dieses Lehrbuch in seiner 3. Auflage etabliert: Alle wichtigen Aspekte des Managements von Einrichtungen im Gesundheitswesen werden umfassend dargestellt. Didaktisch aufbereitet folgen alle Themen einer einheitlichen Struktur mit einer Einführung zu den gesetzlichen, strukturellen und methodischen Grundlagen. Anschließend wird auf spezielle Anforderungen und ihre praktische Umsetzung in vielen Sektoren eingegangen: gesetzliche und private Krankenversicherungen, Krankenhäuser, Arztpraxen und Ärztenetzwerke, Arzneimittelindustrie und Netzwerke der integrierten Versorgung. (fei)

Kunst im Herz-Jesu-Krankenhaus

voranzugehen: Nach den Feiertagen nahmen die Krankenhäuser wieder ihren vollen Betrieb auf und brauchten deswegen mehr Blutkonserven. „Gleichzeitig sind die Lagerstände gesunken, weil viele Spender krank waren oder wegen der Weihnachtshektik keine Zeit zum Spenden hatten“, so Andrea Winter, Marketingleiterin des Österreichischen Roten Kreuzes. In einer gemeinsamen Aktion ließen sich PRVA-Präsidentin Ingrid Vogl, Peter Thier, Kommunikationschef von Austrian Airlines, Sigrid Krupica, Geschäftsführerin von Grayling Austria, Susanne Senft, Agenturchefin von senft & partner, sowie Andrea Winter, Marketingleiterin des Roten Kreuzes, und Petra Schwiglhofer vom PRVABüro Blut abnehmen. (fei)

buch-tipp

© Springer

Beschäftigte des Pharmaunternehmens MSD bei der freiwilligen Sozialarbeit.

© Herz-Jesu Krankenhaus, Wien

Wien. Peter Birner vom Klinischen Institut für Pathologie der Medizinischen Universität Wien wurde mit dem „TheodorBillroth-Preis der Ärztekammer für Wien 2012“ ausgezeichnet. Der „Forschungsförderungspreis 2012 der Erste Bank“ ging an Monika Ferlitsch von der Klinischen Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie der Wiener Uniklink für Innere Medizin III. Birner befasst sich mit seltenen Erkrankungen des Verdauungstrakts.

An den Landes-Krankenhäusern Steyr und Kirchdorf wird die Leitung der Abteilung für Chirurgie mit Christoph Ausch neu besetzt. Er folgt damit jeweils per 1. Februar und März Fred Pressl am LKH Steyr und Gertraut Grenzfurtner am LKH Kirchdorf, die beide in den Ruhestand treten. Ausch ist derzeit stellvertretender Abteilungsvorstand Chirurgie am Donauspital SMZ Ost in Wien und hat dort das interdisziplinäre Tumorboard für den Magen-Darm-Trakt mit aufgebaut.

Su sanne Pren­ t er-Vi tek , Per so na lche fin La T ou r w ien

Mit über 1.000 Mitarbeitern zählt die Diakonie de La Tour zu den größten Sozialdienstleistern Österreichs. Bisher wurde das Unternehmen von Rektor Hubert Stotter und Wirtschaftsdirektor Walter Pansi geleitet, seit Jahresanfang verstärkt Betriebswirtin und Psychologin Susanne Prentner-Vitek als Personaldirektorin die Geschäftsführung: „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Fachbereichsleitern die Bereiche organisatorisch und qualitativ weiterzuentwickeln.“

© gespag

Förderpreis für Monika Ferlitsch, im Bild mit Herbert Bielesz (Erste Bank).

© Diakonie de La Tour

© Doris Kucera

Wien. Zwei Mal im Jahr treffen einander die etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem österreichischen Innen- und Außendienst des Pharmaunternehmens MSD im Rahmen einer mehrtägigen Tagung, um aktuelle Projekte zu besprechen. Dabei bleibt jenseits des persönlichen Einsatzes für die Gesundheit der Österreicher und den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens auch Platz für soziales Engagement. Vergangene Woche haben Beschäftigte einen Nachmittag Projekte der Caritas Wien und des Wiener Roten Kreuzes unterstützt. Im Caritas-Haus Noah, einem Sozial betreuten Wohnhaus der Wiener Wohnungslosenhilfe mit 112 Einzelappartements, haben MSD-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Fenster im Rahmen ihres freiwilligen Engagements geputzt. In der

Zentrale des Wiener Roten Kreuzes war ihr Einsatz beim Heraustrennen von Wäschemarken und Markennamen aus Kleidungsstücken gefragt, um diese Wäschespenden von Modeunternehmen für soziale Projekte zugänglich zu machen. Die MSD-Mitarbeiter waren sich einig: „Bei den beiden Projekten konnten wir Einsicht in das Leben anderer Menschen gewinnen und Solidarität zeigen.“ MSD-Geschäftsführerin Gabriele Grom stellt fest: „Für uns als globales Gesundheitsunternehmen ist das Bekenntnis zu Diversität und Vielfalt – und somit die Unterstützung sozialer Projekte – selbstverständlich. Es macht mich stolz, dass wir mit gutem Beispiel vorangehen.“ „Freiwilliges Engagement ist einer der wichtigsten Grundpfeiler der Gesellschaft und kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“, betonte Karl Skyba, Präsident des Wiener Roten Kreuzes.

© MSD

Geschäftsführerin Gabriele Grom: „Bekenntnis zu Diversität und Vielfallt ist selbstverständlich.“

Pet er Opp elt, che f d er ­ne uen Gy näko log ie in lin z

Mit der Zusammenführung der Abteilungen „Geburtshilfe und Gynäkologie“ wurde ein Kernstück der öberösterreichischen Spitalsreform II umgesetzt. Das Team der Gynäkologie des AKH der Stadt Linz übersiedelte mit 17 Betten in die Landes Frauen- und Kinderklinik Linz (LFKK). Die Leitung übernahm Peter Oppelt, der zuvor die Gynäkologie im AKH als einzige österreichische Abteilung nach den Kriterien der deutschen Krebsgesellschaft zertifizieren lassen konnte.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 18. Jänner 2013 – 27

Die heimische Autobranche blickt durchaus zuversichtlich in die Zukunft  Seite 29

pessimistisches fazit

Studie zeigt: Autokäufer sind mit Herstellern & Händlern nur bedingt zufrieden  Seite 33

73od xDrive bmw verpasst auch dem 730d allrad

© BMW

optimistischer AUSblick

© Andres Rodriguez

© Lukas Beck

automotivebusiness Autohersteller stehen vor großer Kehrtwende

© Volkswagen

short

Detroit. Daimler-Chef Dieter Zetsche (Bild) hat Berichte über eine mögliche Beteiligung bei seinem chinesischen Partner BAIC indirekt bestätigt. BAIC plane einen Börsengang, und Daimler unterstütze diesen Plan, sagte Zetsche am Rande der Automesse in Detroit. In diesem Zusammenhang müsse verhandelt werden, welche Rolle Daimler spielen könne. In der vergangenen Woche hatte es Berichte gegeben, wonach Daimler sich mit zehn Prozent an BAIC beteiligen wolle.  www.daimler.com

© Panthermedia.net/Arnel Manalang

© EPA

Silao/Mexiko. Auf dem Weg an die Weltspitze eröffnete VW diese Woche sein 100stes Werk. Vorstandschef Martin Winterkorn gab den Startschuss für die Motorenfabrik im mexikanischen Silao, wo in Zukunft 700 Mitarbeiter pro Jahr 330.000 Aggregate fertigen werden. Die Motoren sind für den mexikanischen Traditionsstandort Puebla, wo etwa der „Jetta“ vom Band läuft, sowie die junge Passat-Fabrik im US-amerikanischen Chattanooga bestimmt.  www.volkswagen.com

KPMG-Studie Laut einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung sind Her­ steller & Zulieferer alles andere als überzeugt vom Zukunftspotenzial von Elektro­ fahrzeugen und investieren wieder verstärkt in Verbrennungsmotoren.  Seite 28

Moskau. Während sich der Automarkt in West- und Zentraleuropa weiter im Sinkflug befindet, feierte der russische Markt 2012 ein Rekordjahr. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Russland 2,935 Mio. Fahrzeuge verkauft und damit um 10,6 Prozent mehr als noch 2011, sagte Autoexperte Jörg Schreiber von der Vereinigung Europäischer Unternehmen (AEB). Für 2013 wollen die Hersteller zumindest das Niveau von 2012 halten; läuft alles gut, ist auch ein kleines Plus denkbar.  www.gov.ru

Porsche und Lamborghini legen weiter zu Wolfsburg/Stuttgart/Sant‘Agata Bolognese. Mehr Verkäufe als je zuvor – diese fünf Wörter konnten sowohl die VW-Tochter Lamborghini als auch deren Konzernschwester Porsche dieser Tage fett in ihren Presseaussendungen markieren. Beide Sportwagenhersteller steigerten im vergangenen Jahr ihre Verkaufszahlen deutlich und durften sich über neue Absatzrekorde freuen.

Erfolge in Asien-Pazifik So legte Lamborghini um 30% auf 2.083 verkaufte Einheiten zu und konnte damit um 480 Autos

mehr verkaufen als im Jahr davor. Dazu beigetragen haben praktisch alle Länder und Regionen, in denen Lamborghini vertreten ist; der Absatz verteilt sich zu je einem Drittel auf Europa, Amerika und den asiatisch-pazifischen Raum. Ebenfalls weltweit erfolgreich war die Porsche-Gruppe, deren größte Wachstumsregion mit einem Plus von 23,6% die Region Asien-Pazifik war. Insgesamt konnte der Sportwagenbauer ein Plus von 18,7% gegenüber 2011 erzielen und 141.075 Fahrzeuge verkaufen.  www.porsche.de  www.lamborghini.com

© EPA

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VW-Gruppe Die Sportwagensparten des deutschen Automobilherstellers feierten 2012 neue Rekordverkaufszahlen

Lamborghini konnte im vergangenen Jahr insgesamt 2.083 Fahrzeuge verkaufen.


C ov e r

28 – automotivebusiness

Kommentar

Für was braucht es Messe-Girls?

Freitag, 18. Jänner 2013

KPMG Die Unternehmensberatung zeigt in ihrem „Global Automotive Executive Survey“ aktuelle Trends der Autoindustrie

Autoindustrie vollzieht einen Richtungswechsel

Demnach setzen Hersteller ihre Investitionsschwerpunkte wieder verstärkt auf kraftstoffbetriebene Autos. acht Prozent, dass sie in reine Batterietechnologien investieren. Die sich ändernden Meinungen zu reinen Hybriden, Plug-ins, mit Kraftstoffzellen betriebenen und batteriebetriebenen Fahrzeugen sind ein Beleg für die Unsicherheit darüber, welche Technologie bestimmend sein wird. „Eine weitere kritische Überlegung, die von der Industrie und dem öffentlichen Sektor beim Plan zur Zukunft der Elektromobilität angestellt werden muss, ist, wann und in welchem Umfang eine finanziell tragbare Infrastruktur vorhanden sein wird, die das Aufladen einer großen Anzahl von Elektrofahrzeugen ermöglicht“, gibt Hansa zu bedenken.

A

uf einer Automobilmesse wie zuletzt der ‚Vienna Autoshow‘ oder aktuell in Detroit gibt es ganz viele Autos und ganz viele Männer. Nicht wegzudenken aus dem Rampenlicht sind auch Frauen, die mit kurzen Kleidern, noch kürzeren Röcken, tiefen Ausschnitten und schwindelig langen Absätzen versuchen die Präsentationen der Hersteller optisch zu unterstreichen. Dann und wann geht das auch gravierend nach hinten los, wenn die Messe-Hostessen ihre schnöden automobilen Konkurrenten in der Wahrnehmung der Messebesucher weit hintanstellen. Nehmen wir einmal an, dass dem nicht so ist, dann stellt sich doch die Frage, warum Frau auf Automobilmessen derart im Rampenlicht steht und kaum ein Hersteller auf ihre lächelnden Gesichter verzichten möchte? Nicht um über die Modelle zu informieren und auch nicht, um über das neue Sicherheitssystem des Boliden Auskunft zu geben, sondern ausschließlich, um an die Instinkte der vornehmlich männlichen Kundschaft zu appellieren, sagen Marketingstrategen und haben damit absolut recht. Die Hersteller wollen mit dem weiblichen Joker ihre hübschen Modelle und potenten Motoren zusätzlich aufwerten, was vielfach auch gelingt, so archaisch das auch klingen mag.

Toyota Absatzrekord 2012

© EPA/Kimimasa Mayama

Neue alte Nr. 1

Toyota hat im vergangenen Jahr insgesamt 9,7 Mio. Autos verkauft.

Detroit. Toyota ist wieder der größte Autohersteller der Welt. Der Rivale General Motors (GM) teilte am Rande der Automesse in Detroit mit, er habe im vergangenen Jahr 9,2 Mio. Autos verkauft – Toyota dagegen kommt eigenen Schätzungen zufolge auf rund 9,7 Mio. Fahrzeuge. GM hatte 2011 vorn gelegen, weil das verheerende Erdbeben und der Tsunami in Japan auch die Produktion von Toyota schwer getroffen hatten. Im vergangenen Jahr musste der US-Hersteller die Spitzenposition aber schon wieder abgeben. Auf Platz drei landete VW mit 9,07 Mio. verkauften Autos 2012.  www.toyota.com  www.gm.com

Wien. Das Elektroauto gilt seit Jahren als das zukünftige Nonplusultra in der Automobilindustrie. Sauber, leise und nachhaltig, so die positiven Schlagworte, die für die Stromer sprechen. Zu teuer, nicht alltagstauglich und zu kompliziert im Handling lautet die Argumentation der Kritiker, und dass diese Argumente schwerer zu wiegen scheinen, zeigen stagnierende und teils rückläufige Verkaufszahlen, die der glänzenden Zukunftsperspektive der Technologie immer mehr Dellen und Schrammen versetzen. Längst zweifeln auch die Hersteller an den Perspektiven der immer noch viel zu teuren ElektroFahrzeuge und investieren wieder verstärkt in kraftstoffbetriebene Fahrzeuge. Diese Tendenz unterstreicht auch der aktuelle „Global Automotive Executive Survey“ der internationalen Unternehmensberatung KPMG, die dafür 200 Autohersteller, -zulieferer, Händler und Finanzdienstleistungsunternehmen in 31 Ländern befragt hat und auch zahlreiche andere aktuelle Trends der Automobilindustrie zutage förderte.

Wachstumsperspektiven

Automobilhersteller sehen in Verbrennungsmotoren noch viel Optimierungspotenzial.

modellen der Hersteller und ihrer Zulieferer erfordern werden. „Alle diese Faktoren zusammen erhöhen die Komplexität des Geschäftsmodells für die Automobilbranche beträchtlich“, erklärt YannGeorg Hansa, Partner bei KPMG. „Haben sich die Automobilhersteller in der Vergangenheit darauf konzentriert, nur Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu produzieren, so müssen sie heutzutage einer breiten Palette von Antriebstechnologien, neuen Trends wie Carsharing und Internetkonnektivität sowie der zunehmenden Bedeutung der Emerging Markets gewachsen sein. Die globale Automobilindus-trie erlebt im Augenblick eine Zeit massiver Umgestaltungen.“ Ein knappes Drittel der Führungskräfte gab dabei an, dass

Tiefgreifende Veränderungen Demnach führen die anhaltende Unsicherheit bei den Technologien im Bereich Elektromobilität sowie neue Globalisierungstrends, die rasche Verstädterung und das sich ändernde Käuferverhalten in den kommenden Jahren zu einer deutlichen Veränderung der Automobillandschaft. Die Branchenvertreter erwarten, das sich die kollektiven Auswirkungen über die gesamte Wertkette im Automobilbereich bemerkbar machen und tiefgreifende Veränderungen bei den Geschäfts-

sie in kleinere Fahrzeugmodelle und die Optimierung der Verbrennungstechnologie investieren wollen, da dies über die nächsten zehn Jahre das größte Potenzial für saubere, effiziente Motoren bietet. „Es wächst die Erkenntnis, dass bei den Verbrennungsmotoren noch Spielräume für Optimierung bestehen“, erläutert KPMG-Partner Klaus Mittermair. „Dies ist ein deutlicher Richtungswechsel und ein Zeichen dafür, dass die Entwicklung bei einigen der neueren Technologien länger als erwartet dauert.“

Infrastruktur-Frage ungelöst Trotzdem sind bei 24% der Befragten Investitionen in die Plugin-Hybrid-Technik geplant. Dagegen sagen nur durchschnittlich

Auch das beträchtliche Marktwachstum der BRIC-Staaten und anderer Schwellenländer war bei der diesjährigen Umfrage ein vorherrschendes Thema, wie nahezu 86% der Befragten belegen. Sechs von zehn Führungskräften wollen ihre Investitionen in den BRICStaaten erhöhen, wobei hier China an erster Stelle steht, gefolgt von Indien, Russland und Brasilien. Weitere Wachstumschancen sieht die Automobilbranche bei den Exporten – vor allem aus Osteuropa und Südostasien. Zusätzlich wird die Errichtung von großen Produktionszentren, ähnlich wie in den westlichen Märkten, erwartet. Gleichzeitig bleibt die Besorgnis über die Verkaufs- und Produktionsrückgänge speziell in Westeuropa bestehen. Hier erwartet eine beträchtliche Anzahl der Befragten rückläufige Verkaufs- und Produktionszahlen für Spanien, Italien, Frankreich und Großbritannien.  www.kpmg.at

Audi Bis 2016 will der deutsche Automobilhersteller 13 Mrd. Euro in neue Autos und Technologien investieren

Investitionen sollen goldene Zukunft sichern Ingolstadt. Der bayerische Autobauer Audi fährt ganz wie Konzernmutter Volkswagen ein gewaltiges Investitionsprogramm. In den kommenden drei Jahren will der Hersteller insgesamt 13 Mrd. € in seine Modellpalette und moderne Fabriken stecken. Bis 2016 liege der Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer Produkte und Technologien sowie dem Bau neuer Werke, teilte die Volkswagen-Tochter dieser Tage mit.

ausliefern und den Münchner Rivalen BMW vom Thron der Nobelanbieter stoßen. Im vergangenen Jahr konnte Audi weltweit 1,46 Mio. Fahrzeuge an den Mann oder die Frau bringen, das

„Wir haben nicht vor, vom Gaspedal zu gehen, denn nach der

Investitionen in die Zukunft Technologisch stünden Leichtbau und Elektromobilität im Fokus. Außerdem sollen herkömmliche Verbrennungsmotoren effizienter werden. Die wachsenden Sorgen um die Autokonjunktur schrecken Audi-Chef Rupert Stadler nicht: „Wir haben nicht vor, vom Gaspedal zu gehen, denn nach der Krise gibt es auch wieder einen Aufschwung. Das war auch 2008 und 2009 so. Deshalb tätigen wir jetzt Investitionen in Produkte, Innovationen und Anlagen, die sich 2014, 2015, 2016 auszahlen“, sagte er.

Krise gibt es auch wieder einen Aufschwung.“

© dpa/Uli Deck

Jürgen Zacharias

© Panthermedia.net/Tyler Olson

Jürgen Zacharias

Rupert Stadler, Audi-chef

2012 konnte Audi seine Verkäufe um 11,7 Prozent auf 1,46 Mio. Fahrzeuge steigern.

Von der Gesamtsumme entfielen acht Mrd. € auf die beiden deutschen Werke Ingolstadt und Neckarsulm. Zudem wollen die Oberbayern neue Fabriken in Ungarn, China und Mexiko errichten. „Mit dem Ausbau

unserer Fertigungsstrukturen bereiten wir uns auf weiteres Wachstum vor“, erklärte Finanzvorstand Axel Strotbek. Bis 2020 will Audi jährlich mehr als zwei Mio. Autos an Kunden

sind 11,7 Prozent mehr als im Jahr davor. Damit lag Audi hinter dem Rivalen BMW, aber vor Mercedes, die ebenfalls mit Bestwerten bei den Verkaufszahlen glänzten.  www.audi.de


Freitag, 18. Jänner 2013

Hersteller & Zulieferer

automotivebusiness – 29

Zufriedenstellende Bilanz Trotz eines Neuzulassungsminus von 5,7% zeigt sich die heimische Automobilbranche mit dem vergangenen Jahr zufrieden

Optimistischer Ausblick für 2013 Moritz Kolar

Wien. Die heimische Autobranche hat sich von der Wirtschaftskrise zwar bremsen, aber nicht ausbremsen lassen. Obwohl die Neuzulassungen 2012 um 5,7 Prozent zurückgingen, zeigten sich die Branchenvertreter im Rahmen der „7. Vienna Autoshow“ im Wiener Messegelände mit dem Vorjahr zufrieden – und auch für 2013 gaben sie sich (verhalten) optimistisch.

Rendite unbefriedigend Dabei hatte erst kürzlich der deutsche „Autopapst“ Ferdinand Dudenhöffer der Branche für 2013 das härteste Jahr seit Jahrzehnten vorausgesagt. Er schätzt, dass in Europa um 3,5 Mio. weniger Pkw verkauft werden – was der Jahresproduktion von zwölf Werken entspreche. In Österreich sind im November 2012 die Neuzulassungen um ein Fünftel eingebrochen. Felix Clary und Aldringen, Vorsitzender des Verbands der Automobilimporteure, räumte daher auch ein, dass die Situation des Handels nicht ganz so rosig ist wie oft vermittelt. Zwar konnte die Umsatzrendite von 1 auf 1,5 Prozent gesteigert werden, für eine „nachhaltige Arbeitsplatzsicherung“ seien aber zwei bis drei Prozent notwendig.

Auffällig ist, dass trotz hoher er eine Absage: „Es ist kein Recht Minister. Magna beschäftigt rund Ölpreise nach wie vor Stadt-Gelänvorhanden, auf die Branche loszu16.000 Mitarbeiter in Österreich. dewagen – sogenannte SUVs – und gehen.“ Einen Bedarf für die nochmalige PS-starke Fahrzeuge die Renner bei Auflage der „Verschrottungspräden Neuzulassungen sind. Dieser mie“ sieht der Minister „derzeit“ Mitterlehner zufrieden Trend werde sich fortsetzen, glaubt nicht. Wenn überhaupt, dann müsdie Branche. Starke Zuwächse verWirtschaftsminister Reinhold se man dies in enger Abstimmung zeichnete im Vorjahr die VW-TochMitterlehner lobte die Bedeutung mit Deutschland machen. Dass die ter Skoda, Verlierer war die krisender Automobilbranche für den Fahrzeugimporteure einen Umstieg geschüttelte Marke Opel. Wirtschaftsstandort Österreich, von einer „Besitzsteuer“ auf eine Kritik gab es von Burkhard Ernst, wobei das Land vor allem als Zu„Nutzungssteuer“ verlangen, sieht Obmann des Fahrzeughandels in lieferer glänze; als direktes Lob für Mitterlehner nicht als Anstoß, über der WKO, an der Ausweitung der Magna-Gründer und Parteichef eine Ablöse der Autobahnvignette Parkpickerlzonen in Wien und den Frank Stronach wollte der Minister durch eine fahrleistungsabhängige „Fahrradsportplätzen“, wobei einidas aber nicht verstanden wissen. Pkw-Maut nachzudenken, wie sie ge Fahrzeughersteller auch Räder „Ich sehe Magna sehr sehr positiv; zum Beispiel die Industriellenverin ihrem Angebot haben. Kritik ich habe den Dank gegenüber dem einigung fordert. 12_Anz_AT_medianet:Anzeige Messekatalog 28.09.2012 09:20 Seite 1 an der Fahrzeugindustrie erteilte Unternehmen ausgedrückt“, so der  www.viennaautoshow.at

© Lukas Beck

Auch für 2013 sind die heimischen Branchenvertreter zuversichtlicher als internationale Experten.

Bundesgreminalobmann Burkhard Ernst wies Kritik an der Autobranche zurück.

www.eberspaecher-standheizung.at

„In Österreich arbeiten 370.000 Menschen im automotiven Sektor. Jeder neunte Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt vom Auto ab.“ Reinhold mitterlehner

Außerdem relativierte er die noch halbwegs gute Zulassungsstatistik. Alleine 20.000 bis 30.000 Autos würden nach der TagesErstzulassung im Ausland landen und nicht in der heimischen Wertschöpfungskette. Außerdem würden immer weniger Autos von Privatpersonen zugelassen, während der Anteil an Firmenautos steigt. Die Zahl der umstrittenen Kurzzulassungen lag bei 89.000 Stück, was 27% aller Neuzulassungen im Jahr 2012 entspricht. Kritiker sehen darin allerdings „frisierte“ Zulassungszahlen, um für eine positivere Verkaufsstimmung zu sorgen.

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© BMWFJ/Ernst Kainerstorfer

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A WORLD OF COMFORT

Wirtschaftsminister Mitterlehner sieht das Investment von Magna „sehr positiv“.


Modell & Handel

32 – automotivebusiness

short

Neues Crossover-SUV aus Frankreich

Freitag, 18. Jänner 2013

BMW 730d xDrive Nach dem 740d und dem 750d ist nun auch für den Basisdiesel der 7er-Reihe Allrad verfügbar

Der „Basisdiesel“ packt nun auf allen Vieren zu

© Renault

Der ‚schwächste‘ Allrad im 7er-Verbund punktet mit staatsmännischem Komfort und geringem Durst. Gregor Josel

Wien. Renault präsentiert mit dem Captur das erste urbane Crossover-Modell der Marke. Der vielseitige Fronttriebler vereint ausdrucksstarkes SUVDesign, die praktischen Vorzüge moderner Vans und den Fahrkomfort eines Kompaktwagens zu einer vollkommen neuen Fahrzeuggattung, die allen Ansprüchen an hohe Alltagstauglichkeit gerecht wird. Nach dem Clio und dem Zoe ist der Captur das dritte völlig neu konzipierte Modell, das nach der Formensprache des Renault Designchefs Laurens van den Acker gestaltet ist. Der Captur bietet trotz seiner kompakten Länge von 4,12 m großzügige Platzverhältnisse für Passagiere und Gepäck. Im einladend und offen gestalteten Interieur setzen sich die individuellen Ausstattungsmöglichkeiten mit zahlreichen Farb- und Motivkombinationen nahtlos fort. Die hohe, SUV-ähnliche Sitzposition, der große Kofferraum und vielseitige Ablagefächer sorgen für maximalen Komfort. Moderne, besonders effiziente Benzin- und Dieselmotoren und die fortschrittliche B-Plattform, auf der auch der aktuelle Clio basiert, garantieren ein ausgezeichnetes Fahrerlebnis. Der Captur steht ab Mai 2013 bei den österreichischen Renault-Händlern.  www.renault.at

Individualität für den kompakten Crossover

Wien. Das Wort „Basisdiesel“ wirkt im Bezug auf einen 7er-BMW irgendwie etwas plump und unpassend. Denn „Basis“ ist an diesem Auto höchstens die Tatsache, dass es sich ebenfalls auf vier Rädern und von A nach B bewegt und Sprit benötigt. Wobei das 7erErlebnis durch den äußerst moderaten Durchschnittsverbrauch von nur 7,1 l krönend abgerundet wird. Alles andere ist purer Luxus, hoher Fahrspaß und, wie könnte es in dieser Fahrzeugklasse auch anders sein, höchstmöglicher Komfort. Nachdem BMW schon die beiden stärkeren 7er-Diesel (740d und 750d) mit dem Allradsystem xDrive anbietet, zieht nun auch eben dieser „Basisdiesel“ nach und ist jetzt ebenfalls mit xDrive erhältlich.

Staatskarosse mit Pfeffer Im vergangenen Jahr spendierte BMW der 7er-Reihe ein umfangreiches Facelift. Äußerlich wurde an verschiedenen Details gearbeitet, ohne jedoch das würdige, aber dennoch sportliche Gesamterscheinungsbild dieser potenziellen Staatskarosse zu sehr zu verändern. Augenfälligstes Merkmal des neuen BMW 7er sind die neuen LED-Hauptscheinwerfer mit markentypischen Coronaringen und eleganter Akzentleiste. Sie sorgen jetzt auch nachts für das unverwechselbare Erscheinungsbild der neuen 7er-Reihe. Auch die modifizierte BMW-Niere mit neun statt vormals zwölf Streben und die überarbeitete Frontschürze weisen das neue Modell aus. In der Seitenansicht zählt der im unteren Teil des Außenspiegels integrierte Blinker zu den neuen Ausstattungsmerkmalen. Das kraftvoll gezeich-

© BMW

Der Renault „Captur“ kommt bereits im März in Österreich auf den Markt.

BMW 730d xDrive: Staatskarosse zum Selberfahren mit Allrad und wenig Durst. In der Basisvariante ab 88.600 Euro zu haben.

nete Heck profitiert schließlich von einem filigranen Chromband, das die beiden flachen Rückstrahler in der Heckschürze miteinander verbindet.

Komfortabel und sportlich Der Innenraum des neuen 7er ist, wie zu erwarten, schlichtweg perfekt. Das Kombiinstrument ist einem riesigen Display gewichen, das analoge Instrumente imitiert, diese jedoch sehr gelungen und herrlich detailverliebt darstellt. So werden die Ziffern von Tacho und Drehzahlmesser beim Tangieren des virtuellen Zeigers größer und heller. Bewegt man das Fahrzeug im Eco-Promodus, wird das Display in blau getaucht und

der Drehzahlmesser durch eine Eco-Anzeige ersetzt. Der Komfort der Sitze und deren Einstellbarkeit ist hervorragend, die Sitze lassen sich bei Bedarf auch auf sportlich trimmen und geben dann viel Seitenhalt, ohne unbequem zu werden. Besonders nett ist das neue BMW Connected Drive-System in Verbindung mit der BMW App für iPhone und Co.: Damit kann man bequem Facebook und TwitterInhalte auf den großen Infodisplay laden, Web-Radio hören oder sich, hat man das Fahrzeug abgestellt, wieder dorthin navigieren lassen und sich Eco-Analyse, Tankinhalt oder Reichweite am Smartphone ansehen, ohne dabei im Fahrzeug sein zu müssen. Perfekt und derzeit noch immer over the Top ist

das BMW Head-up-Display, das Informationen wie Geschwindigkeit und Navigation auf die Windschutzscheibe direkt ins Blickfeld projiziert und nun auch Überholverbote und weitere Verkehrszeichen anzeigen kann – in Farbe, versteht sich.

Potentes Antriebskonzept Die Kombination aus dem Reihensechszylinder – genau so muss ein BMW-Diesel klingen – mit 258 PS und 560Nm Drehmoment, dem hervorragenden Achtgang-Automatikgetriebe und dem Allradsystem xDrive ist schlicht und ergreifend perfekt und reicht in Sachen Leistung eigentlich vollkommen.  www.bmw.at

Mazda CX-5 Ein Jahr mit dem Mazda CX-5 im Dauertest lehrt uns: Mehr muss ein SUV nicht können

Mehr Individualität für den „Juke“ zu Aufpreisen von 192 bis 420 Euro.

Wien. Mit dem neuen Individualisierungsprogramm kann man dem Nissan Juke eine noch persönlichere Note verleihen. Aufgrund einer Vielzahl möglicher Farb- und Ausstattungskombinationen sind der individuellen Gestaltung kaum Grenzen gesetzt. Es werden drei auffallend unterschiedliche Designpakete angeboten: Style, Premium und Exclusive. Einmal ausgewählt, lässt sich der Juke mit sechs verschiedenen Verkleidungsteilen in fünf Farbthemen noch weiter personalisieren. So können unter anderem Leichtmetallfelgen, Spiegelkappen, Seitenschweller, die Ringe der Nebelscheinwerfer und der Dachspoiler jeweils in den Farben Force Red, Glossy White, Orange Racing, Piano Black oder Silver Grey hervorgehoben werden.  www.nissan.at

Wien. Ein komplettes Dauertestjahr bringt oft mehr Kilometer auf einen digitalen Anzeiger, als man es für möglich gehalten hätte. Wir sind mit dem Mazda CX-5 jedenfalls hübsch über 40.000 km gefahren. Und das im guten Drittelmix: viel Autobahn, viel Überland, viel Stadt. Man muss nun ehrlicherweise feststellen: Man kann dem schicken Mazda-SUV, der zwar von Nomenklatur und Preisgefüge her das Kompaktmodell gibt, realiter aber kaum wie ein „kleinerer“ von irgendetwas anderem daherkommt, in keiner der Kategorien auch nur ansatzweise am Zeug flicken.

Punch moderner Dieselaggregate beim Zweiliter-Vierzylinder des CX-5 niemals abging. Bloß auf der Autobahnsteigung, die man ohne Tempoverlust und Runterschalten schön mit Durchzug bewältigen möchte, ist bisweilen Mühe zu verspüren. Aber selbst vollbeladen auf der Landstraße lädt das fein abgestufte Sechsganggetriebe gern zu risikofreien Überholmanövern ein; einzig das etwas klein bemessene

Tankvolumen (56 l) lädt einen Tick zu oft zu unfreiwilligen Boxenstopps an der Tanke. Und das war‘s auch schon mit den Mankos – verblüffend, finden wir. Selbst die am größeren CX-7 bekrittelten Mätzchen wie ‚Design-frisst-Kofferraum‘ oder ‚Schaltung-hakelt‘ sind dem kleineren Bruder nicht anzukreiden. Im Gegenteil: Es scheint, als hätte man am 5er ausgebessert, was am 7er nicht so ganz gepasst hat, ob-

Allroundtalent Es war der 160 PS-Benziner mit Allradantrieb in ziemlich üppiger Ausstattung, der uns ein Jahr lang begleitete. Stets einstellige Verbrauchswerte (vor dem Komma) herauszufahren, war niemals ein Problem, so was freut einen in verbrauchsoptimierten Zeiten wie den unseren auch gar nicht mehr besonders. Anzumerken ist aber auch sonst, dass uns der beliebte

© Mazda

© Nissan

Ein Kompakt-SUV, der nur beim Preis geizt

Mazda CX-5: Ein Jahr Dauertest geht zu Ende und wir sind begeistert!

wohl auch hier nur von marginalen Verfehlungen die Rede sein kann.

Kompakt und komfortabel Von Marketingseite her wird der CX-5 gern als Angreifer des (zu Recht) weithin beliebten VW Tiguan präsentiert – wir möchten hier energisch widersprechen und den Mazda CX-5 (besonderts nach einem Jahr intensiver Beschäftigung mit ihm) als Herausforderer eines BMW X3 betrachten (ja, richtig gelesen: X3; für ein Match gegen den X1 ist der CX-5 zu groß und geräumig). Sowohl Anmutung und Haptik von Cockpit und Wohnlandschaft sind mehr BMW denn VW, die Heizungseinheit und deren Bediehnung hat man sich sogar ein wenig am aktuellen Style der Bayern abgeschaut. In Sachen Preisgestaltung haben die Mazda-Leute sich jedenfalls nicht an BMW orientiert: Mit 30.090 € Einstiegspreis für den Basis-Allradler ist der Mazda CX-5 nicht nur vergleichsweise ein Angebot, das man nicht ablehnen soll.  (fjs)  www.mazda.at


R u n d u m s au t o

Freitag, 18. Jänner 2013

automotivebusiness – 33

Arthur D. Little Die Strategieberatung hat 1.500 Autokäufer zu ihren Erfahrungen mit Herstellern & Händler befragt

short

Studie zeigt: Autokäufer alles andere als zufrieden

Focus meistverkauftes Fahrzeug der Welt

Demnach lassen Händler gegenüber potenziellen Neukunden häufig Höflichkeit und Respekt vermissen.

Detroit. Im vergangenen Jahr war der Ford Focus (C-Segment) das meistverkaufte Modell der Welt. Diese Einschätzungen beruhen auf dem Werten per Ende September aus den Polk Global Industry Data. Die weltweiten Zulassungen für den Ford Focus beliefen sich per Ende September auf 737. 856 Fahrzeuge und werden sich über das Jahr auf knapp eine Mio. Autos summiert haben.  www.polk.com

Wertschätzung wird vermisst Beim Blick auf die Kundenansprache bei Händlern fällt auf, dass sie es an Wertschätzung für ihre Kunden mangeln lassen. Hier gaben 44,2% der Befragten an, dass sie sich von ihrem Händler nicht oder nur teilweise wertgeschätzt fühlen. „Dieser hohe Wert zeigt, wie viel Arbeit gerade an den weichen Faktoren noch bei den Händlern nötig ist“, sagt Alexios Seibt, Experte der Automotive-Practice in Österreich, und führt weiter aus: „Nicht wenige potenzielle Kunden dürften zu einem anderen Premiumanbieter abwandern, wenn sie sich im Autohaus nicht respektvoll und zuvorkommend behandelt ­fühlen.“ Beim länderübergreifenden Vergleich der Kundenzufriedenheit stellte sich überraschend heraus, dass im internationalen Vergleich die Deutschen und Chinesen zufriedener mit ihren Händlern sind als US-Amerikaner, Franzosen und Italiener. Einer der Gründe hierfür ist, dass sich Deutsche und Chinesen überdurchschnittlich von ihren Händlern wertgeschätzt fühlen.  www.adlittle.at

Begeisterte Kunden sind laut der Studie in der Automobilbranche selten.

übrig lässt. Die Zahlen zeigen auch: Kunden von Neuwagen sind deutlich zufriedener und auch begeisterter von „ihrem“ Hersteller als Kunden älterer Fahrzeuge.

Ältere Kunden zufriedener „Einer der wesentlichen Gründe dafür ist unserer Ansicht nach die Tatsache, dass die Kunden älterer Fahrzeuge weniger profitabel sind und die Hersteller dazu neigen, sie zu vernachlässigen. Dies ist aber ein Fehler, denn irgendwann sind sie auch wieder Neukunden“, sagt Simon Goetz, Manager bei Arthur D. Little Österreich. Zudem korrelieren Zufriedenheit mit und Begeisterungsfähigkeit für die Marke mit dem Alter der Kunden: Je älter die Kunden, desto zufriedener sind sie. Auf einer Skala von 1 (Minimalwert) bis 5 (Maximal-

wert) zeigten sich die 18- bis 24Jährigen mit einem Mittelwert von 3,78 als moderat zufrieden. Die 35- bis 44-Jährigen waren mit 3,84 Punkten bereits zufriedener. Dieser Wert steigt graduell mit zunehmendem Alter an, sodass die über 65-Jährigen mit 4,03 Punkten am zufriedensten mit dem Hersteller waren. Gleichwohl: 5 Punkte (und damit Ausdruck von Begeisterung) geben die Kunden in keiner Altersgruppe „ihren“ Autoherstellern.

Jüngere Zielgruppe im Fokus Die Servicequalität im AfterSales wird von den Kunden in den meisten Fällen als gut oder sehr gut bewertet (>75%). Auch hier bewerten jüngere Kunden Serviceund Produktqualität schlechter als ältere. „Dies liegt allem Anschein nach daran, dass die jüngeren

Mercedes-Benz Museum zählte 2012 722.000 Besucher

AutoScout24 Studie zeigt Europas Gebrauchtwagenpreise

Stuttgart. Das Jahr 2012 ging für das Mercedes-Benz Museum erfolgreich zu Ende: Im vergangenen Jahr haben 722.000 Gäste das Automobilmuseum besucht. Damit konnte die Besucherzahl erneut gesteigert werden. Mehr als ein Drittel der Besucher kam aus dem Ausland. Als Besucherhighlights erwiesen sich die Sonderausstellung „Zeitlos – 60 Jahre Mercedes-Benz SL“ und die zahlreichen Veranstaltungen im Museumssommer. Das Jahr

Wien. Zum bereits fünften Mal hat die Autobörse „AutoScout24“ dieser Tage ihr Städte-Ranking veröffentlicht und erlaubt damit auch Rückschlüsse auf die Entwicklung der Gebrauchtwagenmärkte in ausgewählten europäischen Großstädten. Im Fokus stehen dabei die Durchschnittspreise in den einzelnen Metropolen, Basis für die Berechnung sind rund 140.000 Gebrauchtwagen aus der europaweiten AutoScout24-Datenbank.

Besucherrekord im Benz-Museum

2013 steht im Zeichen der S-Klasse. „Dass wir nach einem starken Jubiläumsjahr 2011 auch in 2012 ein so gutes Besucherergebnis erzielt haben, macht uns sehr stolz“, sagt Michael Bock, Geschäftsführer des Mercedes-Benz Museums und Leiter von Mercedes-Benz Classic. In den sechseinhalb Jahren seit der Eröffnung haben mittlerweile rund 4,9 Mio. Menschen das Museum besucht.  www.mercedes-benz-classic.com

tropole mit dem höchsten Durchschnittspreis ist. Die niedrigsten Durchschnittspreise wurden laut AutoScout24 in Brüssel erzielt, wo 12.085 € für ein Fahrzeug zu bezahlen waren; die südfranzösische Hafenstadt Marseille liegt mit 12.504 € nur knapp dahinter, in Rom waren für einen Gebrauchten durchschnittlich 14.084 € zu bezahlen und in Madrid 15.170 €.  www.autoscout24.at

Laut der Studie kostete ein ‚Gebrauchter‘ in Wien im zweiten Halbjahr 2012 durchschnittlich 12.883 € und damit zwar 120 € mehr als noch im ersten Halbjahr, aber deutlich weniger als etwa in München (19.087 €) oder Frankfurt (18.422 €). In Hamburg kostete ein Gebrauchter in den vergangenen sechs Monaten durchschnittlich 17.566 € und in Berlin 13.686 €. Die teuersten Gebrauchtwagenpreise musste man mit 28.068 € in Paris bezahlen, das damit seit Beginn der Berechnungen 2010 die Me-

© APA/Harald Schneider

© Mercedes-Benz

Heiko Haasler (Bild) wird bei Eurotax Nachfolger von Max A. Weißensteiner.

Wien. Der Eurotax Neujahrsempfang fand diesmal in einer neuen Location, der „Metahall“, statt. Der noch bis Ende April amtierende Generaldirektor Max. A. Weißensteiner begrüßte die Gäste, um dann seinen Nachfolger Heiko ­Haasler vorzustellen. Zudem wurde ein Ausblick auf die Produkt­ innovationen des Hauses geboten.  www.eurotax.at

Pappas relauncht seinen Web-Auftritt

Pariser Autos die teuersten Europas

Wien gibt sich günstig

Das Mercedes-Museum gehört zu den Top-Touristenattraktionen in Deutschland.

Eurotax startet traditionell ins Jahr

© Eurotax/Gerry Rohrmoser

Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit der European Business School (EBS) durchgeführt. Hintergrund der Untersuchung sind die in westlichen Ländern vielfach gesättigten Automärkte. Entsprechend sind die Absatzzahlen vor allem der Volumenhersteller in diesen Ländern rückläufig. Als eine der Gegenmaßnahmen bietet sich an, Kunden nicht nur „zufriedenzustellen“, sondern darüber hinaus zu „Fans“ der Marke zu machen, die begeistert sind von den Erlebnissen rund um das Produkt. Herausragende Kundenerlebnisse zeichnen sich dadurch aus, dass sie über den traditionellen Ansatz des physischen Erlebnisses z.B. im Autohaus mit Produkt, Preis und Verkaufskanal hinausgehen und ihn so zum „Fan“ machen. Die Umfrage zeigte zudem, dass die Mehrheit der Kunden zwar mit dem Kontakt zum Autohersteller zufrieden ist, diese allerdings keinen konsistenten Eindruck über sämtliche Kontaktkanäle hinweg erzielen – die Konsistenz des Markenerlebnisses also zu wünschen

Im Vorjahr wurde weltweit eine ­knappe Million Ford Focus verkauft.

Lediglich 12.883 Euro kostet ein durchschnittlicher Gebrauchtwagen in Wien.

© Pappas

Kunden zu Fans machen

© Panthermedia.net/Andres Rodriguez

Wien. In einer aktuellen Umfrage unter 1.500 Endkunden weltweit hat die Strategieberatung Arthur D. Little die Kundenzufriedenheit mit Autoherstellern, deren Händlern und dem After-Sales-Service untersucht. Befragt wurden Kunden der Premiumhersteller MercedesBenz, BMW und Audi sowie den Massenherstellern Ford, Renault und Toyota. Das Ergebnis: Von begeisterten Kunden kann selbst bei den Premiumherstellern keine Rede sein. Viele Kunden vermissen zudem respektvolle Behandlung.

© Ford

Kunden bereits sehr früh herausragenden Service kennengelernt haben, wodurch die Erwartungen sehr hoch sind. Gezielte Serviceinitiativen für die Kundengruppe bis 34 Jahre könnte die Wahrnehmung des Servicelevels verbessern. Dies ist vor allem zunehmend relevant, da die Hersteller mehr Fahrzeugtypen für jüngere Kunden anbieten“, sagt Simon Goetz. Grundsätzlich gilt aber auch im After-Sales-Bereich: Kunden von Premiumherstellern sind zufriedener und auch begeisterter als Kunden von Massenherstellern.

Moritz Kolar

Die Automobilhandelsgruppe präsentiert sich im Web runderneuert.

Salzburg. Neues, emotionales Design mit großflächiger Präsentation der Inhalte, vielen Bildern und Videos – so präsentiert sich seit Kurzem die Unternehmens-Website der Pappas Gruppe. Im Fokus des Relaunchs stand ein Mehr an Benutzerfreundlichkeit, was durch eine neue Menüführung und weniger Ebenen erreicht wurde. Interessenten finden so sehr schnell die gewünschten Informationen. Umgesetzt wurde der Relaunch wie auch schon 2008 von der Salzburger InternetAgentur „elements.at“. Die Websites für Pappas ­Ungarn und Pappas & Werlin in Deutschland wurden ­ebenfalls relauncht.  www.pappas.at


I n n ovat i o n & U m w e lt

34 – automotivebusiness

Freitag, 18. Jänner 2013

Google Der Online-Riese glaubt nach Testfahrten mit autonom fahrenden Autos an deren zukünftige Alltagstauglichkeit

short

Autonom fahrende Autos bald fit für die Straße?

Navi-Spezialist gibt Ausblick in die Zukunft

© Garmin

Auch Automobilhersteller wie Audi, BMW, Volvo und Daimler verfolgen seit Jahren ähnliche Strategien. den Kurs des Autos. Falls sich der Wagen einer Linie annähert, ohne zu blinken, hilft das System dem Fahrer mit dezenten Lenkeingriffen, in die Spur zurückzusteuern. Andere Systeme überwachen den Verkehr vor dem Auto und warnen den Fahrer mit akustischen und optischen Signalen vor einem Auffahrunfall. Wenn der Fahrer nicht reagiert, bremst der Wagen. Und falls eine Kollision nicht mehr zu vermeiden sein sollte, versucht das System zumindest die Aufprallgeschwindigkeit zu verringern, um mit der Straffung der Gurte die Folgen des Unfalls zu mindern.

Moritz Kolar

Las Vegas Auf der diesjährigen Elektronikmesse CES in Las Vegas gab Navi-Spezialist Garmin einen kleinen Vorgeschmack auf seine Navi-Neuheiten 2013. Die wohl wichtigste Innovation sind die unter dem Terminus „Garmin Real Directons“ publizierten, natürlichen Richtungsangaben, die in Zukunft den Weg zum Ziel weisen sollen. Die innovative Technologie leitet den Fahrer mit freundlicher Stimme durch den Verkehr statt nur Straßennamen zu verwenden und Abbiegevorgänge werden anhand von markanten Objekten, Gebäuden, Verkehrsschildern und Ampeln beschrieben.  www.garmin.com

Kult-Marke Lincoln definiert sich neu Detroit. Lincoln zeigt derzeit auf der „North American Auto Show (NAIAS,“ noch bis 27. Jänner 2013 in Detroit) das Konzept eines luxuriösen Sports Utility Vehicle. Die Ford-Marke für die edleren Modelle des Konzerns will damit zeigen, wie sie das in den USA am stärksten wachsende Marktsegment angehen will. Lincoln sieht das sogenannte MKC-Konzept als ein Ergebnis eines Prozesses, den das Unternehmen „Neuerfindung der Marke“ nennt. Ein neues Außenund Innendesign soll Lincoln einen dringend benötigen neuen Erfolg im Markt bringen.  www.lincoln.com

Serienreife in weiter Ferne Nach Schätzungen von Experten stecken in einem so aufgerüsteten Google-Toyota Sensoren im Wert von über 80.000 €. Der Kofferraum und Teile des Innenraums sind mit Computern vollgepackt, welche die Signale der Sensoren auswerten und in Steuerungskommandos für den Wagen umwandeln. Mit dieser wuchtigen Fracht ist der Autoroboter von Google noch weit von einer Serienreife entfernt – auch wenn die beiden Google-Gründer

Kleinstes Tankfahrzeug der Welt präsentiert

Viele Einsatzmöglichkeiten

© EPA

Las Vegas. Die 1970er-Jahre waren die Hochblüte cineastischer Zukunftsabenteuer, und selbstfahrende Autos mit allerhand optischem Schnickschnack gehörten dabei zum wichtigsten Inventar. Während Anbauten, Heckspoiler und Co dem Zeitgeist zum Opfer fielen, wird der Traum von autonom fahrenden Fahrzeugen auch 40 Jahre später noch geträumt – mit dem Unterschied, dass nun eine Umsetzung der Kopffantasien durchaus realistisch scheint. Mehr noch, ist seit Kurzem auf dem Highway 1 von San Francisco nach Los Angeles doch bereits ein selbstfahrendes Auto unterwegs. Mit seinem markanten Aufbau wird man es häufig mit einem StreetviewAuto verwechseln, das Fotos für den Straßenpanorama-Dienst von Google aufnimmt. Der umgebaute Toyota Prius gehört zwar dem Internet-Konzern, doch bei den Geräten auf dem Dach handelt es sich um Radargeräte für den Nahbereich und um Umgebungssensoren. Sie machen es dem Fahrzeug möglich, ohne den steuernden Eingriff eines Fahrers die Strecke entlang der Westküste der USA zu bewältigen.

Das neue Spitzenmodell nüvi 3597 LMT leitet intuitiver als bisher ans Ziel.

Google testet zwischen San Francisco und Los Angeles selbstfahrende Autos.

Larry Page und Sergej Brin manchmal den Eindruck erwecken, als habe das Zeitalter der autonom fahrenden Autos bereits begonnen. Google dominiert mit seinen Aktivitäten jedoch die Schlagzeilen. Klassische Hersteller wie VW, BMW, Daimler, Volvo und Toyota sowie Zulieferer wie Bosch und Continental haben das Thema jedoch auch schon seit Jahren auf dem Radar – und können mittlerweile erste Forschungsergebnisse selbst in Kompakt-und Mittelklasse-Fahrzeugen anbieten. Audi bekam nun als erster Automobilhersteller der Welt (nach Google und Continental) die Lizenz, im US-Bundesstaat Nevada auf öffentlichen Straßen mit computergesteuerten Fahrzeugen unterwegs zu sein.

Dabei geht es Audi und den anderen Herstellern nicht in erster Linie um die Umsetzung der Vision eines selbstfahrenden Wagens, sondern darum, das Autofahren sicherer und bequemer zu machen. „In den USA sterben jedes Jahr 28.000 Menschen bei einem Unfall auf einem Highway“, sagte ToyotaManager Mark Templin, General Manger der Lexus Division, auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas. „Und bei den Teenagern sind AutoUnfälle die Todesursache Nummer eins. Das müssen wir ändern.“ Auf der CES zeigten unter anderen Audi und Toyota ihre Systeme, mit denen Autos gefährliche Situationen computergestützt erkennen können. Bei Audi erkennt beispielsweise eine Software die Begrenzungslinien der Fahrspuren und

In einem Stau können die computergestützten Autos komplett die Kontrolle über Lenkrad, Gaspedal und Bremse übernehmen. Bei Audi wertet die „Adaptive Cruise Control mit Stopp & Go-Funktion“ die Daten von beinahe 30 Steuergeräten aus, um das gesamte Umfeld des Fahrzeugs zu analysieren. Diese Sensoren kommen auch bei den Park-Hilfe-Systemen zum Einsatz, bei denen das Auto selbst das Kurbeln am Lenkrad übernimmt. Die Ingolstädter sprechen bewusst nicht von „selbstfahrenden Autos“ oder „autonomem Fahren“, sondern wählen mit dem Begriff des „pilotierten Fahrens“ eine Metapher aus der Luftfahrt. In bestimmten Fahrsituationen, in Staus oder beim Einfahren, könne die Maschine das Steuer übernehmen. „Die Verantwortung bleibt aber beim Piloten“, sagte Audi-Entwicklungschef Wolfgang Dürheimer auf der CES. „Und wenn ich Spaß haben will, fahre ich selbst“ – ganz so, wie in den cineastischen Zukunftsvisionen der 1970er-Jahre ...  www.google.com

Verband der Automobilindustrie Der Branchenverband unterstreicht die F&E-Leistungen der deutschen Hersteller

Hersteller sind „treibende Forschungskräfte“ © Ziegler

Berlin. Die deutsche Automobilindustrie hat laut Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) im Jahr 2011 ihre Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen erneut erhöht. Die F&EAusgaben der Branche betrugen in Deutschland – einschließlich der externen Aufwendungen – knapp 22 Mrd. €. Das entspricht einem Anstieg um rund elf Prozent gegenüber dem Jahr 2010. „Die Automobilindustrie ist die Branche mit der

Giengen. Die Feuerwehrgerätefabrik Ziegler aus dem schwäbischen Giengen hat das kleinste, dreiachsige Tanklöschfahrzeug der Welt entwickelt. Das Modell „Fire Ant“ (FeuerAmeise) basiert auf einem Fahrgestell von Multicar. Das Fahrzeug ist nur 1,70 m breit, 2,50 m hoch und 5,97 m lang, führt aber dennoch die komplette geforderte Ausrüstung mit und hat rund 2.500 l Wasser an Bord. Das Kleinlöschfahrzeug eignet sich besonders für enge Straßen und Gassen, aber auch für andere Bereiche, die für ein normales Fahrzeug schwer erreichbar sind. Ziegler denkt beispielsweise an den Bergbau oder den Einsatz bei WerkFeuerwehren.  www.ziegler.de

© BMW

Das Kleinlöschfahrzeug soll weltweit Feuerwehrfuhrparks ergänzen.

höchsten Innovationsgeschwindigkeit. Nahezu ein Drittel aller Forschungs- und Entwicklungsausgaben in Deutschland entfällt auf sie. Die deutschen Hersteller und Zulieferer sind damit weiterhin die treibende Kraft für Forschung und Entwicklung in Europa“, betonte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Auch für 2011 sowie für das laufende Jahr sei mit einem Anstieg der F&E-Aufwendungen der Autoindustrie zu rechnen. Mit

Die deutschen Automobilhersteller legen großen Wert auf Produktinnovationen.

F&E-Investitionen von insgesamt gut 50 Mrd. € im Jahr 2011 hat sich Deutschland im europäischen Vergleich an die Spitze setzen können.

350.000 Mitarbeiter in F&E Nach Angaben des Stifterverbands der Deutschen Wissenschaft waren im Jahr 2011 in deutschen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen insgesamt rund 350.000 Mitarbeiter beschäftigt – jeder vierte (88.500) davon in der Automobilindustrie „Die hohen Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen unserer Hersteller und Zulieferer kommen vor allem dem Kunden zugute: Unsere neuen Modelle benötigen immer weniger Kraftstoff, sie sind zudem Maßstab bei Qualität, Sicherheit, Komfort und Design. Ein erheblicher Anteil der F&E-Aufwendungen wird für alternative Antriebe verwendet: für Hybride, Elektrofahrzeuge, Brennstoffzelle und Erdgasautos“, betonte Wissmann. Ein erheblicher Anteil der F&EAnstrengungen entfällt auf die deutschen Zulieferer, deren Anteil

an der automobilen Wertschöpfung gut 70 Prozent ausmacht. „Je mehr innovationsstarke Automobilzulieferer wir haben, desto höher sind die F&E-Leistungen“, so Wissmann. Deutschland habe aufgrund dieser Stärken in F&E auch eine gute Ausgangsposition für das „Langstreckenrennen“ des Zukunftsmarkts Elektromobilität.

Neue Innovationen geplant „Die deutschen Konzernmarken bieten inzwischen 500 Modelle mit einem CO2-Ausstoß von weniger als 130 Gramm pro Kilometer an. Das entspricht einem Verbrauch von fünf Liter. Wir arbeiten mit Nachdruck daran, den Verbrennungsmotor immer effizienter zu machen. Und es kommen zunehmend alternative Antriebe wie Erdgas-, Hybrid- sowie Elektroautos auf den Markt. Intelligente Assistenzsysteme machen das Autofahren noch sicherer. Neue Batteriekonzepte werden ebenso erforscht wie die zunehmende Verwendung von Leichtbaumaterialien“, unterstrich Wissmann.  www.vda.de


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 18. Jänner 2013 – 35

ungenutztes potenzial

trendwende erhofft

Laut Schroders sind heimische Anleger bei Beratung vielfach unterversorgt  Seite 37

Managed Futures profitieren von weniger politischen Finanz-Interventionen  Seite 38

© WKGB

© Schroders

financenet europa „Aktien günstig bewertet“ © Allianz

Investmentfonds werden 2013 im Aufwind sein

ATX 9. Jänner 2013–16. Jänner 2013

ATX (16.1.)

2447,15

Wochentop Wochenflop

-1,91%

Do&Co 4,29% Verbund -5,23%

Top 5 ATX Prime Do&Co Kapsch TrafficCom Amag Uniqa OMV

4,29% 2,33% 2,00% 1,38% 1,25%

Flop 5 ATX Prime Verbund Strabag SE Frauenthal Holding Erste Group Polytec

-5,23% -4,88% -4,48% -4,19% -4,12%

DAX

DAX (16.1.)

© Stephan Huger; RCM; panthermedia.net/nakit jaroonsrirak

9. Jänner 2013–16. Jänner 2013

7691,13 -0,38%

Wochentop Wochenflop

Adidas RWE

4,06% -7,60%

Top 5 DAX Adidas Volkswagen Deutsche Post Daimler Lanxess

4,06% 3,12% 2,58% 2,37% 2,29%

Flop 5 DAX RWE HeidelbergCement E.On K+S SAP

-7,60% -3,96% -3,89% -3,34% -3,28%

Niedrigzinsumfeld hilft Vertreter der Fondsbranche wie Heinz Bednar (Erste Sparinvest) und Mathias Bauer (Raiffeisen Capital Management) sehen eine Renaissance der Fonds voraus. Das Umfeld sei besonders für Aktienfonds günstig, Richard Lernbass von software-systems ortet bereits einen Trend.  Seite 36 Ziel: 15 Millionen Kunden bis 2020 Neue Uniqa Österreich Versicherungen AG“ offiziell gegründet und gefeiert

inhalt

Uniqa Österreich wird vom Stapel gelassen

Capital:Markets > Bankomatkarten können bald kontaktlos bezahlen  36 Fonds:Park > C-Quadrat wächst um 45,6 Prozent  > China will Bondmärkte ­ankurbeln 

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Banking > WKBG mit mehr Bürgschaften, Eigenkapital  > RBI will in Osteuropa ­selektiv wachsen 

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Wien. Mit einem großen Fest ist am Dienstag im Uniqa Tower das jüngste Kind der Uniqa Group gefeiert worden. „Uniqa Österreich Versicherungen AG” wurde der Öffentlichkeit, Partnern, Freunden und auch Mitbewerbern vorgestellt.

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„Mit kräftiger Stimme“

Insurance:Watch > Generali mit neuer Strategie und Sparprogramm  40

© Uniqa

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Hartwig Löger, Johann Marihart, Walter Rothensteiner, Andreas Brandstetter

„Das Baby ist kerngesund und versteht es, sich mit einer kräftigen Stimme Gehör zu verschaffen”, so beschreibt CEO Andreas Brandstetter den Gästen aus Wirtschaft, Politik, Kunst und Kirche die

neu gegründete Uniqa Österreich Versicherungen AG. Die Uniqa Group hat im vergangenen Herbst ihre Konzernstruktur gestrafft und das Österreich-Geschäft in einer einzigen Gesellschaft gebündelt. „Damit tragen wir der großen Bedeutung des Österreich-Geschäfts für den Konzern Rechnung”, so Brandstetter. „Unser Kernziel ist es, die Kundenanzahl bis 2020 auf 15 Millionen zu verdoppeln.“ Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und zahlreiche weitere prominente Gäste aus Politik und Wirtschaft zeigten beim Fest Flagge. (red)


f i n a n c e : c ov e r

36 – financenet

Freitag, 18. Jänner 2013

financenet@medianet.at

kolumne

Neue Welt bei der Energie?

Globale Zuwächse bei Nettomitteln Niedrigzinsumfeld sollte helfen, der Fondsbranche mehr Auftrieb zu verleihen

Rückenwind für Fonds

Aktien werden von den heimischen Finanzexperten als die attraktivste Anlage-Klasse gesehen.

Mehr Anleihen im Ratingvisier New York. Staats- und Unternehmensanleihen im Wert von fast einer Billion USD droht eine Herabstufung der Bonitätsnote auf Ramschniveau. 52 verschiedene Schuldner mit einem Bondwert von 984,8 Mrd. USD (741,7 Mrd. €) seien nur noch eine Stufe davon entfernt, teilte die Ratingagentur Standard & Poor‘s (S&P) in New York mit. Ende 2011 waren es 38 Emittenten mit einem Volumen von 227,4 Mrd. USD. „Der Abwärtsdruck kommt in erster Linie von der europäischen Schuldenkrise“, sagte S&P-Analystin Diane Vazza der Nachrichtenagentur Reuters. Knapp die Hälfte der Ramsch-Kandidaten sind Banken, von denen wiederum allein acht aus Indien kommen. Aus den USA und Europa kommen jeweils 15, aus dem asiatischpazifischen Raum elf. Sie haben alle ein „BBB-“-Rating und einen negativen Ausblick, was eine drohende Herabstufung auf Ramsch-Niveau („Junk“) signalisiert. (APA)

Für Fondsanleger und Anbieter herausfordernd bleibt, nach Abzug der Inflation Geld zu verdienen, so RCM-Chef Bauer. Nur über den Kapitalmarkt seien reale

Austro-Markt wuchs stärker Die österreichische Fondsbranche hat 2012 sogar einen stärkeren Akzent gesetzt: Das von allen österreichischen Fondsgesellschaften verwaltete Kapitalvermögen ist um 7,2% auf 144,4 Mrd. € gestiegen. „Vonseiten österreichischer Privatanleger gab es erstmals seit 2006 wieder Netto-Zuflüsse in die Fonds”, konstatiert Mathias Bauer, Vorstand der Raiffeisen Kapitalanlagegesellschaft (Raiffeisen Capital Management/RCM). Die größte Tochter der Erste Asset Management, die Erste-Sparinvest, konnte ihr Volumen sogar um 11,9% auf 26,4 Mrd. € steigern und damit nach eigener Berechnung die Marktstellung als Nummer 1 im Publikumsfondsbereich und Nummer 2 bei den Großanlegern erfolgreich behaupten, wie es heißt.

„Nur über den Kapitalmarkt sind reale Erträge machbar; diese braucht man, um Anlageziele zu erreichen.“ mathias bauer, rcm

Richard Lernbass, software-systems: „Billionengrenze überschritten.“

der Euro-Schuldenstaaten – noch Zurückhaltung spürbar gewesen“, sagt Heinz Bednar, Vorsitzender der Geschäftsführung der ErsteSparinvest und Präsident der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG). Durch die niedrigen Geldmarktzinsen seien Investoren weltweit auf der Suche nach Rendite und würden nun höher rentierenden Anlageklassen den Vorzug geben. Schon gegen Ende des Vorjahrs zeigte sich ein interessanter Trend: jener zu Aktienfonds. Denn ein

Aktienfonds im Kommen „Während Großinvestoren die Marktopportunitäten wahrgenommen haben, ist bei den Privatinvestoren aufgrund der Nachrichtenlage – Stichwort finanzielle Lage

Erträge machbar, diese brauche man, um Anlageziele zu erzielen. Für Fonds spreche zudem auch die Risikostreuung. RCM sieht eine Renaissance vor der Tür, Aktien böten jetzt gute Einstiegskurse. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis globaler Aktien betrage derzeit 14,8 und liegt damit im historischen Vergleich auf einem attraktiven Niveau. Die Dividendenrendite macht derzeit 2,8% aus – deutlich mehr, als der Geldmarkt abwirft, präzisiert Harald Egger von der Erste Sparinvst.  (lk)

besonders starker Monat für die in der von ‚software-systems.at‘ servicierten Fondsdatenbank (FIAP) befindlichen Aktienfonds war der Dezember mit 18 Mrd. € Mittelzuflüssen. In der Datenbank enthalten sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz registrierte Fonds, wird erklärt.

Noch Potenzial nach oben Insgesamt gab es bei den in FIAP enthaltenen Aktienfonds im Jahr 2012 Zuflüsse von mehr als

NFC-Technologie Neue Karten ab März zahlen per Funk

Ausbau geplant Kaufvertrag für Spezialhersteller

Wien. D i e E n t w i c k l u n g d e s Bankomatkartenmarkts zeigt: Die Österreicher zahlen immer öfter bargeldlos. Nun wird es ab März mit neuen Karten möglich, Beträge bis 25 € „kontaktlos” mit der Bankomatkarte zu zahlen – es wird keine PIN-Eingabe mehr notwendig sein. „Es muss lediglich die Bankomatkarte nah an das Lesemodul einer entsprechend ausgerüsteten Bankomatkassa gehalten werden”, so der Geschäftsführer von Payment Servicees Austria (PSA), Rainer Schamberger. Höhere Kosten für den Kunden bei der Kartenausgabe durch die Banken seien nicht ausgeschlossen, aber eine Frage der Kreditinstitute.

Wien/Neu-Delhi. Der börsennotierte Rohstoffkonzern RHI beteiligt sich an einem indischen Hersteller von Feuerfest-Spezialprodukten und Feuerfestmassen. Das österreichische Unternehmen hat einen Kaufvertrag über den Anteilserwerb von 43,6% an der Orient Refractories Ltd. (ORL) mit Sitz in Neu-Delhi unterzeichnet. Kostenpunkt: 31 Mio. € (2,3 Mrd. Rupien). Eine mehrheitliche Übernahme wird angestrebt. Die Transaktion sei vorbehaltlich verschiedener Bedingungen, wie regulatorischer Zustimmungen, gültig. Verkäufer des Aktienpakets, das nun die RHI übernimmt, sei eine indische Familie namens Rajgarhia. Mit weniger als fünf Prozent werde Herr S.G. Rajgarhia weiterhin an ORL beteiligt bleiben.

Bankomatkarten zahlen kontaktlos RHI steigt bei indischer ORL ein mer hätten die einwandfreie Kontaktlosfunktion bestätigt. Die PINfreie Bezahlweise basiert auf der „Near Field Communication”-Technologie (NFC). Die PSA ist Tochter heimischer Banken und für die Abwicklung des Bankomatenund Bankomatkartengeschäfts zuständig. Laut ihren Angaben ist die Zahl der ausgegebenen Bankomatkarten im Vorjahr um 3,1 Prozent auf 8,6 Mio. Stück gestiegen. (red/APA)

Mittels NFC-Technologie Wie bei den bekannten Karten werden ausschließlich die von großen Kartenunternehmen wie MasterCard und Visa für mehrere Jahre zertifizierten und für den Einsatz freigegebenen Chipplattformen verwendet, hieß es. Ein entsprechendes Pilotprojekt wurde bereits durchgeführt: Die Rückmeldungen der 500 Pilotierungsteilneh-

kann bis zu 18,5 Mio. € zusätzlich kosten. ORL notiert den Angaben zufolge an der National Stock Exchange of India und an der Bombay Stock Exchange und produziert für die indische und die internationale Eisen- und Stahlindustrie. Im Geschäftsjahr 2011/12 (per Ende März) konnte ORL einen Umsatz von rund 44 Mio. € und einen operativen Gewinn in Höhe von etwa sieben Mio. € erwirtschaften. (red/ag)

Mehr Anteile geplant

Bankomatkarte: Bis 25 Euro können damit künftig kontaktlos bezahlt werden.

Die RHI will das indische Unternehmen in weiterer Folge mehrheitlich übernehmen. Der Konzern ziehe ein öffentliches Angebot für bis zu weitere 26% durch. Der Angebotspreis liege bei 43 Rupien (60 ct) je Aktie. Die Aufstockung

© RHI

S&P Ramsch-Status

Attraktives KGV

© Claudia Berg

D

ie Energiebranche steht bis 2020 vor dem Umbruch – das steht in einer geheimen Studie des deutschen Bundesnachrichtendiensts (BND), aus der die Nachrichtenagentur Reuters zitiert. Der Wandel sei nicht den Erneuerbaren Energien zuzuschreiben, sondern der von Umweltschützern geschmähten Technologie des „Fracking”, die den Abbau der bisher nicht erschließbaren, riesigen Schiefergas- und Ölfunde der USA ermöglicht. Laut BND würden die USA dadurch bis 2020 vom weltgrößten Energieimporteur zu einem Netto-Exporteur von Öl und Gas. Dadurch ändere sich das Machtgefüge zwischen der Supermacht und dem aufstrebenden China, vor allem in Nahost. Während die USA vom Nahen Osten weniger abhängig sein werden, müsse China weiter voll dort einkaufen. Mögliches Ergebnis sei die brisante Situation, dass Amerika seine Militärpräsenz reduziert und künftig China – mit geringeren Militärressourcen – Tanker und Ölfirmen vor Angriffen schützen muss. Obwohl die neue Ölschwemme der USA für Entspannung an der Ölpreis-Front sorgen sollte, ist die hier skizzierte politische Unberechenbarkeit also auch Nährboden für ganz neue (wenn auch hoffentlich kurzfristige) Öl-Preisspitzen: Der Ölpreis ist politisch, und nichts treibt ihn so stark in die Höhe wie Konflikte.

24 Mrd. €. „Somit kann das Jahr 2012 als jenes bezeichnet werden, in welchem wir im Rahmen unserer Finance- and EthicsResearch-Reportings bei Aktienfonds die Billionen-Grenze überschritten haben“, erklärt Richard Lernbass, geschäftsführender Gesellschafter von software-systems. Rückenwind für den Fondsabsatz in 2013 erwartet Erste-Sparinvest-Chef Bednar v.a. von den gut laufenden Aktienmärkten. Für Aktienfonds sei das Potenzial nach oben noch nicht ausgeschöpft.

© Paylife

gerald stefan

Wien. Das weltweite Investmentfondsvermögen ist im dritten Quartal des Jahres 2012 um 2,5% auf 21,95 Billionen € gestiegen. Dies geht aus den Statistiken des europäischen Fondsverbands EFAMA (European Fund and Asset Management Association) hervor. Die globalen Nettozuflüsse in Investmentfonds beliefen sich laut EFAMA auf 167 Mrd. € im dritten Quartal. Im Vorquartal waren es nur 99 Mrd. € gewesen. Der stärkere Zuwachs im dritten Quartal sei vor allem durch stärkere Nettomittelzuflüsse in Misch- und Rentenfonds zustandegekommen. Aktienfonds dagegen sahen das fünfte Quartal in Folge Nettoabflüsse: Im dritten Quartal 2012 um 43 Mrd. €, also um 14 Mrd. mehr als im Vorquartal.

RHI-Chef Franz Struzl baut in Indien aus, erwirbt 43,6 Prozent an ORL.


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GfK-Umfrage Im Auftrag von Schroders wurden 500 Haushalte mit Kapitalmarkterfahrung befragt; der heimische Kapitalmarkt wird favorisiert

Viel ungenutztes Potenzial Wien. Die von GfK Marktforschung im Auftrag der Fondsgesellschaft Schroders Ende 2012 durchgeführte Umfrage „Investmentbarometer“ zeigt – trotz Kaufzurückhaltung der Anleger – viel Potenzial für Berater und Vermittler auf. Das derzeit größte Risiko für internationale Investitionen sehen die befragten heimischen Kapitalanleger in Lateimamerika (42%), gefolgt von Russland (36%) und den USA (33%). Europa wird immerhin von 32% der Austro-Befragten als Anlageregion mit dem höchsten Risiko gesehen – eine knappe Verdreifachung in zwei Jahren. Österreich dagegen scheint „harmlos“ zu sein (6%). Europa wird aber weiterhin als sicherer Anlagehafen gesehen, interessanterweise vor allem bei Staatsanleihen. Für 45% sind europäische Staatsanleihen sicher, gefolgt von Skandinavien (38%). Daneben gelten skandinavische Aktien als sehr sicher (45%), gefolgt von europäischen Aktien (43%). Das Gefühl, die Unternehmen zu kennen, scheint die EurozonenProblematik vom Tisch zu wischen. USA-Titel bringen es nur auf 14% (Stand: vor den Präsidentschaftswahlen 2012).

Diversifikationschancen blieben dennoch ungenutzt: „Obwohl die Anleger erkennen, dass die Chancen außerhalb Europas und Österreichs liegen, passen sie ihr Investmentverhalten nicht an“, so Nareike. Die Gründe, warum internationale Anlagen nicht eingegangen werden: „Weil sie mir zu risikoreich sind” (80%), „... ich mich zu wenig auskenne” (71%), „... ich Angst vor einer Rezession im jeweiligen Land habe“ (47%).

Anpassungen viel zu selten Und bei diesem Grund muss sich die Berater- und Vermittlergilde

an die eigene Nase fassen: „Mir hat noch niemand solche Produkte angeboten”, sagen immerhin 29% der Befragten. Weiteres Potenzial liegt im trägen Anlageverhalten: Obwohl die ökonomische Supermacht der Zukunft für 67% der Befragten in China liegt, gefolgt von Indien (23%) und Deutschland (22%), setzen die Anleger bei der Investitionsplanung für die kommenden 24 Monate vorrangig auf den Heimatmarkt (76%); Kapitalanlagen in den Schwellenländern sind auch künftig nur in geringem Maß geplant. Japan, Russland oder Lateinamerika werden kaum in Betracht ge-

zogen. Rund 27% der Österreicher realisieren aber, dass es sinnvoll ist, noch in diesem Jahr in die Supermacht von morgen zu investieren. Aber 56% der Befragten schichten ihr Portfolio seltener als ein Mal im Jahr um. „Anlegergeld ist vorhanden, Aktien sind günstig bewertet, das Umfeld ist günstig, das Zinsniveau weiterhin tief, die Altersvorsorgeproblematik ungelöst, der Anleger hat drei eigentlich gute Aktienjahre verpasst ...“ – Nareike sieht darin nahezu Idealbedingungen, um bei den Kunden zu punkten. Im Trend würden künftig Fondspolizzen liegen, ist Nareike überzeugt.  (lk)

© Schroders

29% der Befragten sagen, ihnen wurden noch nie Anlagen mit internationalem Fokus angeboten.

„Der Großteil behält sein Anlageverhalten einfach bei“, wundert sich Nareike.

Was der Bauer nicht kennt ... Die Unsicherheit an den globalen Aktienmärkten dürfte die Österreicher dazu verleiten, noch mehr im Heimatland zu investieren. Derzeitige Kapitalanlagen sind auf Länderebene zu 75% in Österreich (ein leichter Anstieg zum Vorjahr) investiert. Europa ist aufgrund der anhaltenden Probleme in der Eurozone der deutliche Verlierer; dort haben Österreicher nur mehr 39% geparkt. „Anlagen in den USA werden von österreichischen Anlegern aufgrund der Situation in Europa verstärkt eingesetzt“, sagt Joachim Nareike, Leiter Publikumsfondsvertrieb für Deutschland, Österreich und Luxemburg bei Schroders.

C-Quadrat Volumen

Plus von 45,6% Wien/Frankfurt. 2012 konnte das Fondshaus C-Quadrat das direkt und indirekt über Managementund Advisory-Mandate verwaltete Volumen von 2,92 Mrd. € Ende 2011 um 45,6% auf 4,26 Mrd. € steigern. Dies resultiert maßgeblich aus zwei 2012 getätigten Akquisitionen: die britische BCM-Gruppe sowie die österreichische Absolute Portfolio Management GmbH. Damit wurde auch die Produktpalette um wachstumsstarke Segmente erweitert, heißt es.  (lk)

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apano Geschäftsführer Markus Sievers sieht für Managed Futures heuer die Chance, dass sie zu ihrer eigentlichen Stärke zurückkehren

Managed Futures vor der Wende? Trendfolgende Produkte hatten es im Vorjahr durch abrupte Richtungswechsel infolge politischer Interventionen schwer. Wien/Dortmund. Nach Einschätzung des Finanzunternehmens „apano“ sind die größten zu erwartenden politischen Eingriffe in die Finanzmärkte getätigt. Für Managed Futures könnte dies die Trendwende bedeuten.

dass sich die Trendfolger auf der falschen Seite der Preisbewegungen befanden“, so Sievers. Er geht aber davon aus, dass sich die Politik heuer deutlich weniger auf die Entwicklung der Märkte auswirken wird. Managed Futures hätten nun die Chance, 2013 zu ihrer eigentlichen Stärke zurückzufinden.

© apano

„Gedrehte Markttrends“

Sievers ist für trendfolgende Kapitalmarktprodukte für das laufende Jahr optimistisch.

Risiken 2013 geringer Zwar seien nach Ansicht des Experten Sievers politisch noch viele kleine Schritte erforderlich, damit die Euro-Krise nicht wieder aufflammt. Das Schlimmste sei jedoch überwunden. Die Ratingagentur Standard & Poors kommt in einer aktuellen Studie ebenfalls zu dem Schluss, dass die Krise 2013 einen Wendepunkt nehmen könnte. Andere Stimmen, wie die von José Manuel Barroso, Chef der EUKommission, oder die von Wolf-

Grünes Licht Bondmarkt soll weiter angekurbelt werden, z.B. mit Einführung von zwei börsennotierten Indexfonds

short

Peking/Shanghai. China will seinen rasant wachsenden Bondmarkt weiter ankurbeln und dazu in Kürze einen Terminkontrakt auf Staatsanleihen auflegen. Diesen seit Längerem erwarteten Schritt kündigte der Vorsitzende der chinesischen Wertpapieraufsichtsbehörde (CSRC), Guo Shuqing, an. Die Einführung eines solchen Future und anderer Derivate zur Absicherung von Termingeschäften dürfte die Entwicklung des Bondmarkts in der Volksrepublik stützen. China hat bis Ende 2012 nach Daten des größten Clearinghauses des Landes Staatsanleihen im Wert von 8,07 Billionen Yuan (973 Mrd. €) ausgegeben. Auch der Markt für Unternehmensanleihen boomt: 2012 stieg die Ausgabe sol-

Wien. HSBC Global Asset Management hat einen neuen Emerging-Markets-Anleihefonds im Angebot: Mit dem HSBC GIF India Fixed Income (ISIN: LU0780248950) können österreichische Anleger in den für Ausländer schwer zugänglichen indischen Anleihemarkt investieren. Für 2013 wird ein BIP-Wachstum von 7,3% erwartet. „Die Zinsstrukturkurve in Indien ist recht flach, die Zinsen sind auch bei kurzlaufenden Papieren hoch. Gegenüber der Peer-Group der Emerging Markets sowie im Vergleich zu den Industrienationen ist die Zinsstrukturkurve attraktiv“, meint Fondsmanager Gordon Rodrigues. (lk)

Volksbank lanciert „Alpen Bonus Garant 4“

cher Bonds nach Angaben der Zentralbank um 65% auf umgerechnet rund 272 Mrd. €. „Bond-Futures werden den Markt effektiver und die Preise genauer machen“, sagen die Experten des Hedgefonds Ucom Investment. „Anleger haben damit ein wichtiges Instrument zur Absicherung gegen Risiken.“ In Deutschland vollzieht der Bund-Future als Terminkontrakt die Entwicklung der zehnjährigen Bundesanleihen nach. Da ein Future meistens einfacher handelbar ist als der zugrundeliegende Basiswert, fließt gewöhnlich mehr Liquidität in den Markt. Zugleich rechnen Marktteilnehmer damit, dass die Regulierungsbehörden ihre bisher rigiden Zinsvorgaben mit dem Schritt lockern. (ag)

© EPA

China führt Bond-Terminkontrakte ein

Neuer Fonds für indische Anleihen

Anleger können sich laut Experten mit neuen Kontrakten gegen Risiken absichern.

Allianz Invest Die Experten der Allianz Gruppe erwarten heuer eine Rückkehr der Investoren an die Märkte

„Europäische Aktien attraktiv bewertet“

© EPA

Wien. Mit 2,3% verzeichnete die Weltwirtschaft 2012 die drittniedrigste Wachstumsrate der letzten zehn Jahre, an den Finanzmärkten bietet sich hingegen ein erfreulicheres Bild als in der Realwirtschaft – dies stellen die Investmentstrategen der Allianz Invest klar. Im kommenden Jahr sollte sich die Staatsschuldenkrise in der Eurozone weiter beruhigen; für 2013 bieten Aktien weiteres

OMV ist eines der Unternehmen im Aktienkorb des „Alpen Garant“.

Aufwärtspotenzial. „Die aktuelle Aktienbewertung ist vergleichbar mit jener zu Beginn 2012: Trotz der Kursgewinne im letzten Jahr sind Aktien nach wie vor sehr attraktiv“, erklärt Martin Bruckner, Vorstand der Allianz Investmentbank und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich. Wirft man einen Blick auf die volkswirtschaftlichen Prognosen, so sollte das globale Wachstum

im kommenden Jahr – angetrieben von den Emerging Markets – leicht über jenem des Jahres 2012 liegen. In den USA allerdings stehe eine nachhaltige Einigung zur Fiskalklippe noch aus und berge die Gefahr einer Wachstumsbremse: „Auch die USA werden sich 2013 mit dem Thema der Schuldenreduktion verstärkt auseinandersetzen müssen“, sagt Christian Ramberger, Geschäftsführer der Allianz Invest KAG. Die Allianz geht davon aus, dass Notenbanken ihre expansive Politik beibehalten und die Inflation auch 2013 unter Kontrolle bleiben wird.

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© Allianz

Wien. Volksbank Investments bringt mit dem „Alpen Bonus Garant 4“ ein Zertifikat auf den Markt, bei dem Anleger sowohl von steigenden, seitwärts laufenden und fallenden Kursen der Aktien (bis 39,99%) profitieren können. Bei fünfjähriger Laufzeit ergibt sich damit die Chance auf einen attraktiven Bonus von 25% (vor Steuer). Abhängig ist dieser Bonus von der Entwicklung des Aktienkorbs, bestehend aus börsennotierten Unternehmen aus Österreich und Deutschland (Deutsche Telekom AG, OMV AG, ThyssenKrupp AG, voestalpine AG, EON AG).  (lk)

„Managed Futures haben in den vergangenen zwei Jahren darunter gelitten, dass politische Interventionen zu gedrehten Markttrends geführt haben“, meint Markus Sievers, geschäftsführender Gesellschafter von apano. Laut Branchenindex Barclay Hedge machte die Branche 2012 insgesamt 1,8% Verlust, 2011 waren es 4,2% (Barclays BTOP50 Index, abgesichert in USD, Stand: 30.12.2012). „Abrupte Richtungswechsel an den Märkten, die durch politische Großentscheidungen hervorgerufen wurden, haben dazu geführt,

gang Schäuble, deutscher Bundesfinanzminister, erklärten kürzlich diese gar schon für beendet. „Die volkswirtschaftlichen Risiken, die sich noch 2012 abzeichneten, sind 2013 bei Weitem nicht mehr so hoch“, äußert Sievers. In den wichtigsten asiatischen Märkten China und Japan seien neue Regierungen im Amt, die in erster Linie auf Wachstum bedacht seien. In den USA laufen die Binnenkonjunktur und der Export einigermaßen stabil und rund. In Europa lasse ebenfalls der Druck nach. Die grundsätzlichen Probleme, wie etwa die massive Schuldenproblematik einiger europäischer Länder, seien zwar laut Sievers noch vorhanden. „Niedrigere Zinsen und eine etwas höhere Inflation werden jedoch dazu beitragen, dass wir in ein paar Jahren auf ein akzeptables Niveau zurückkehren können“, so apano-Geschäftsführer Sievers.  (lk)

Allianz-CIO Bruckner: „Notenbanken werden expansive Politik beibehalten.“

Die Rahmenbedingungen scheinen ähnlich wie Anfang 2012: Nach den massiven Eingriffen der Notenbanken und der Flucht der Investoren in sichere Anlagen bietet der Großteil an Staatsanleihen bereits negative reale Renditen. Innerhalb der Eurozone sind mittlerweile auch Anleihen der CoreLänder teuer. „Trotz der negativen

Gewinnrevisionen und der Kursgewinne in 2012 sind die Bewertungen der Aktienmärkte im längerfristigen Vergleich attraktiv“, so Ramberger. Investoren sind 2012 noch nicht im großen Stil an die Aktienmärkte zurückgekehrt, die Kursgewinne waren nicht von Zuflüssen begleitet. „Wir erwarten in diesem Jahr eine Rückkehr der Investoren an die Märkte, zumal die Dividendenrendite Aktien im Vergleich zu Bonds als Rendite-Asset interessant macht“, so Ramberger. „Im derzeitigen Umfeld raten wir den Anlegern, Aktien gegenüber Anleihen überzugewichten“, so Bruckner. Auf der Aktienseite empfiehlt die Allianz, USA und Japan unter- und Europa sowie Emerging Markets überzugewichten. In Europa habe der massive Eingriff der EZB die Finanzmärkte stabilisiert, fallende Zinsspreads sprechen für höhere Risikobereitschaft der Investoren. Die Unternehmen verfügen über solide Bilanzen. In den Emerging Markets werden osteuropäische Märkte und Emerging Asia“, so Bruckner.  (lk)


banking

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financenet@medianet.at

Spezialbank WKBG Für Wiener Unternehmen werden Haftungen und Eigenkapital bis 500.000 Euro angeboten

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Neue WKBG: Mehr Kapital, Bürgschaften für Firmen Wien. Christopher Schneider, Vorstandsvorsitzender der WKBG, der Wiener Kreditbürgschafts- und Beteiligungsbank AG, hat sowohl Bürgschaften wie auch Eigenkapitalfinanzierungen für die Wiener Wirtschaft im Angebot – und er sieht die Bedeutung seiner Produktpalette in der Zukunft weiter steigen. „Im Zeitalter von ‚Basel II’ und knapper Liquidität sehe ich die Nachfrage weiter zunehmen”, sagt Schneider. Derzeit ist die WKBG als Stiller Gesellschafter an nahezu 40 Wiener Unternehmen beteiligt und finanziert mit den Bürgschaften über 420 Unternehmen in Wien. So wurden im Bürgschaftsgeschäft auch 2012 an die 11,5 Mio. Euro Kredite behaftet. Die Eigentümer der Spezialbank – neben der Stadt Wien sind das die meisten der großen österreichischen Banken und Versicherungen (s. Kasten) – haben dem Geldhaus Ende 2012 eine neue Struktur und einen neuen, großzügigen Kapitalrahmen verpasst, sodass Schneider derzeit keinerlei Finanzierungsbeschränkungen im eigenen Haus sieht, die Nachfrage der Kunden – typischerweise kleine und mittlere Untenrehmen – zu erfüllen. Der größte WKBG-Kunde hat einen Jahresumsatz von 100 Mio. €; Untergrenzen gibt es bei Haftungen nicht, bloß bei Eigen-kapitalfinanzierungen wird eine Mio. € Mindestumsatz vorausgesetzt.

kapital. Die WKBG ist als Spezialbank ausschließlich in Wien tätig. Die Kunden kommen in der Regel über die Hausbank zur WKBG. „Wir helfen den Banken, das Syndizierungsrisiko einer Finanzierung auf mehr Schultern zu heben.” Also z.B. den klassischen Bankkredit für eine geplante Investition durch eine Bürgschaft machbarer zu machen und eventuell durch eine Eigenkapitalfinanzierung – in Form einer Stillen Gesellschaft – zu ergänzen.

© dpa/Arne Dedert

Neuer WKBG-Chef Christopher Schneider: In Zeiten knapperer Liquidität steigt Nachfrage weiter.

Deutschland: Banken retournieren Hilfsgeld

Commerzbank will mit Rückzahlung von 16 Mrd. Euro beginnen.

Frankfurt. Ein Jahr nach den Milliardenspritzen der EZB wollen die deutschen Banken nun mit der Rückzahlung beginnen. Anfang 2012 besorgten sich Europas Finanzinstitute eine Billion € bei der EZB, allein an deutsche Häuser flossen laut Analysten 69 Mrd. €. EZB-Präsident Mario Draghi wollte so verhindern, dass die Banken wegen der Schuldenkrise nicht mehr an Geld kommen. Vom 30. Jänner an haben die Banken nun wöchentlich die Möglichkeit, das Geld aus der ersten Tranche von 489 Mrd. € zurückzugeben. Analysten schätzen, dass die deutschen Banken bei erster Gelegenheit 25 Mrd. € zurückzahlen. Die Commerzbank, die sich 16 Mrd. € bei der EZB besorgte, hat angekündigt, im 1. Quartal mit der Rückzahlung zu beginnen. (APA)

Gerade Letzteres ist ein wichtiges Merkmal, heißt es: Mittelständische Betriebe klagen immer wieder über die fehlenden Möglichkeiten, ihre Eigenkapitalbasis zu erweitern. Schneider: „Wir stellen zusätzliche Finanzierungsmittel ohne Substanzbeteiligung zur Verfügung. Dadurch ist garantiert, dass der Unternehmer auch Chef seines Unternehmens mit seinen Kernkompetenzen bleibt.” Im Zuge der Neustrukturierung der WKBG wurde das maximale Haftungsobligo von 280.000 auf 500.000 € erhöht (für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 5 Mio. €). Beteiligungen werden ebenfalls bis 500.000 € abgeschlossen. Die Kombination beider Instrumente ist für alle Branchen möglich. Laut Schneider sind ein Drittel seiner Kunden jüngere Unternehmen, die ihr Wachstum finanzieren wollen; ein weiteres Drittel ist bereits größer und hat nun ein umfangreiches Investitionsvorhaben zu finanzieren, und das letzte Drittel will die Eigenkapitalstruktur verbessern. Finanziert werden die meisten Unternehmensziele und -projekte;

Zweistelliges Wachstum „Wir haben in den letzten drei Jahren das Volumen der Bürgschaften um 120 Prozent gesteigert”, sagt Schneider. Auch 2012 gab es zweistellige Zuwächse bei den eingegangenen Bürgschaften und beim vergebenen Eigen-

© WKGB

Verbesserte Liquidität

WKBG-Chef Christopher Schneider: Zusammenlegung Ende 2012 durchgezogen.

nur zu Sanierungszwecken steht die WKBG nicht zur Verfügung. „Unsere Stärke sind rasche Entscheidungen”, betont Schneider. Im

Beteiligungsgeschäft werde demnach bei Vollständigkeit aller Unterlagen längstens in vier Wochen entschieden. (gst)

Morgan Stanley will Zurückhaltung bei Boni Washington. Die US-Bank Morgan Stanley plant, die Auszahlung der Boni für viele ihrer Spitzenverdiener über fast drei Jahre zu strecken. Das betreffe mit Ausnahme der Finanzberater alle Mitarbeiter, die 2012 mehr als 350.000 USD (262.000 €) verdienten und deren Bonus oberhalb von 50.000 USD liege, meldet Reuters. Den letzten Teil erhalten sie erst Ende 2015. Morgan Stanley wolle damit Aktionäre und Aufsichtsbehörden besänftigen, heißt es.  (APA)

FACTS Die großen Finanzkonzerne Die Gesellschafter der WKBG sind Stadt Wien, Wirtschaftskammer Wien, Unicredit Bank Austria, Erste Bank, Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Bawag PSK, Volksbank, Hypo NÖ sowie die Versicherer Wiener Städtische und Uniqa. Die früher drei Gesellschaften der WKBG-Gruppe, die Wiener Kreditbürgschaftsgesellschaft m.b.H., die Wiener Risikokapitalfonds Ges. m.b.H. und die Kapital-Beteiligungs AG, wurden gegen Ende 2012 mit der Eintragung im Firmenbuch zur WKBG verschmolzen und

im Zuge dessen eine Kapitalerhöhung um mehr als 15 Mio. € auf 27 Mio. € Eigenkapital durchgeführt. Die Instrumente Die WKBG bietet Unternehmen zwei Kerninstrumente als Finanzierungsbank: die Bürgschaft und die Beteiligung. Derzeit ist man an knapp 40 Wiener Unternehmen beteiligt; rund 420 werden durch Bürgschaften finanziert. Der größte Kunden hat einen Jahresumsatz von 100 Mio. €; die meisten Klienten sind aber weit kleiner.

Neues Regelwerk Zweite Stufe der Bankenunion geplant

Mittel- und Osteuropa Ökonomisch nicht einheitlich

Brüssel. Die EU-Kommission will bis Mitte des Jahres die zweite Stufe der geplanten Europäischen Bankenunion zünden. Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso kündigte vor dem EU-Parlament in Straßburg einen Gesetzesvorschlag vor der Sommerpause an, der eine ordnungsgemäße Abwicklung von Banken in der Eurozone mithilfe eines gemeinsamen Fonds erlaubt. „Ich halte das für eine Angelegenheit höchster Priorität”, sagte Barroso vor den Abgeordneten.

Wien. Mittel- und Osteuropa ist noch immer die Wachstumsregion in Europa mit einem Vorsprung von zwei Prozentpunkten auf Westeuropa, dennoch werde 2013 ein herausforderndes Jahr, erklärte Herbert Stepic, Chef der börsennotierten Raiffeisen Bank International (RBI), bei einer Pressekonferenz anlässlich der EuromoneyKonferenz in Wien. Der CEE-Raum sei zwar eine geografische, aber keine einheitliche ökonomische Region mehr. Die Entwicklung in den einzelnen Länder differiere viel stärker als noch vor der Krise.

Viele stoppen Prägung der kleinen Münzen

europäischen Banken beaufsichtigen, doch erst mit der zweiten Stufe erhält sie eine Handhabe, um vor der Pleite stehende Institute ohne Schaden für Finanzwelt und Sparer zu beerdigen. Grundsätzlich soll das Geld dafür von den Banken selbst kommen, doch dürfte das mehr als ein Jahrzehnt dauern. Zunächst gibt der Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) dafür Kredite.  (APA)

Streitigkeiten erwartet

EU-Kommissionspräsident Barroso: „Genauso wichtig wie die Aufsicht“.

Raiffeisen werde kein Land verlassen, aber nur mehr selektiv in der Region wachsen, so der RBIChef. So reduziere die RBI ihre Engagement in Slowenien, dort will man auf rund ein Drittel der Größe schrumpfen. In Ungarn könne es nur besser werden. In der Vergangenheit habe die Regierung mit den Banken gar nicht gesprochen, nun sei man offenbar zur Einsicht gekommen, dass man die Banken für die Finanzierung der Wirtschaft

© APA/Herbert Pfarrhofer

Nirgends Rückzug

© EPA

Dieser Vorschlag sei auf keinen Fall weniger wichtig als die gemeinsame Bankenaufsicht durch die EZB, und werde juristisch, technisch und politisch nicht weniger komplex umzusetzen sein. EU-Vertreter rechnen im Vergleich zum Tauziehen um die Aufsicht mit noch schwierigeren Verhandlungen über den Abwicklungsmechanismus. Aufseher und Politiker dringen auf den Abwicklungsfonds, da ohne ihn die Bankenunion unvollständig sei. Die Europäische Zentralbank (EZB) soll die größten

brauche. Einen Abschreibungsbedarf vom Firmenwert in Rumänien wie die Erste Group im Ausmaß von 300 Mio. € bekannt gegeben hatte, sieht Stepic bei sich nicht. Er zählt Rumänien wie Russland, Polen, Österreich und Tschechien zu den Märkten mit den besten Perspektiven für die RBI. Einen generellen Kapitalrückzug aus CEE („Deleveraging“) sieht Stepic nicht; nur manche Häuser hätten Positionen reduziert. (red/APA)

RBI-Chef Herbert Stepic: „Rumänien bleibt für uns ein guter Markt.“

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EU bereitet Banken-Abwicklung vor RBI plant „Selektives Wachstum“

Kleine Münzen wie z.B. 1 und 2 Cent kommen Zentralbanken oft zu teuer.

Warschau. In den vergangenen Jahren haben laut polnischer Zentralbank zahlreiche Länder die Herstellung kleiner Münzen eingeschränkt, darunter Tschechien, Ungarn, Russland, Schweden, Dänemark und Israel. In Finnland ist die kleinste Euro-Centmünze jene mit 5 ct. Nun will Polens Zentralbank die Prägung ihrer beiden Münzen mit dem niedrigsten Wert beenden: Die Herstellung der Geldstücke von ein und zwei Grosz (0,24 und 0,48 EuroCent) koste jährlich 40 Mio. Zloty (9,71 Mio. €). Das seien 40% der Herstellungskosten sämtlicher Münzen. (APA)


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40 – financenet

Freitag, 18. Jänner 2013

financenet@medianet.at

Einsparungen und Fokus auf entwickelte Märkte Strategieplan listet auch Österreich bei wichtigen Ländern auf

short

Generali setzt auf Sparen

EU-Finanzminister: Druck auf Zypern

Triest. Europas drittgrößter Versicherungskonzern Generali will sich künftig stärker auf das Geschäft mit Schaden- und Unfallversicherungen konzentrieren. 2015 soll dieses Segment rund die Hälfte des operativen Gewinns im Versicherungsgeschäft beisteuern, wie der neue Konzernchef Mario Greco ankündigte (uletzt waren es lediglich 35%). Für den Konzern insgesamt hat Greco im mehrjährigen Mittel einen operativen Gewinn von fünf Mrd. € und eine Eigenkapitalrendite (RoE) von 13 Prozent im Auge. Dabei sollen die Gewinne in den entwickelten Märkten wie Italien, Deutschland, Österreich, der Schweiz, der Tschechischen Republik, Spanien und Frankreich maximiert werden. In den Schwellenländern soll vor allem das Unfall- und Gesundheitssegment wachsen. Damit will der Manager die Abhängigkeit

EU-Vorwürfe: Hilfen für Zypern nützen russischen Oligarchen.

Berlin. Das vor dem finanziellen Abgrund stehende Zypern bestreitet die Vorwürfe des deutschen Bundesnachrichtendiensts, es fördere Geldwäsche russischer Oligarchen. Finanzminister Vassos Shiarly sprach von Gerüchten, für die es keine Belege gebe. In der Euro-Zone dringt er mit seinen Beteuerungen bisher nicht durch. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte, das Land müsse zeigen, dass es sich auch an die EU-Geldwäscheregeln halte. Die Euro-Länder und die EU-Kommission setzen Zypern seit Monaten wegen der Geldwäschevorwürfe massiv unter Druck. Außerdem stoßen sie sich an dem vergleichsweise niedrigen Steuersatz von zehn Prozent, was dem Land den Vorwurf des Steuerdumpings eingebracht hat. (APA)

Mehr Profit angestrebt Für 2012 beträgt die Schätzung für das operative Ergebnis der Generali über vier Mrd. €. „Ziel unserer Strategie ist es, ‚Generali‘ in eine globale Gruppe umzuwandeln, die auf den internationalen Märkten konkurriert und den Kunden die besten Produkte und Dienstleistungen anbietet”, erklärte Generali-Geschäftsführer Greco. Generali zählt 65 Mio. Kunden in 60 Ländern. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 82.000 Mitarbeiter. In Österreich ist die Generali derzeit in allen wichtigen Versicherungssparten unter den Top Drei bis Top Fünf (gemessen am Marktanteil) anzutreffen. (red/APA)

Generali-Chef Mario Greco setzt in Schwellenländern auf Unfall-, Gesundheitssparte.

Land am Bosporus attraktiv Größter europäischer Versicherer Allianz rittert gegen Japaner, Schweizer, Italiener u.a.

Versicherer: Bieterwettstreit um Türkei-Deal München. Die Versicherer Allianz, Zurich sowie zwei japanische Konkurrenten buhlen um den türkischen Versicherer Yapi Kredi Sigorta. Die japanischen Versicherer Sompo Japan Insurance und Dai-Ichi Life Insurance seien beim Preis sehr aggressiv, hieß es in Finanzkreisen. Yapi Kredi Sigorta gehört zur Bank Yapi Kredi, einer gemeinsamen Tochter der italienischen UniCredit und der türkischen Koc Holding.

Frankfurt. Die deutsche Tochter des spanischen Bankkonzerns Santander bleibt trotz der Defizite beim übernommenen deutschen Privatkundengeschäft der SEB auf Wachstumskurs. Das Jahresergebnis dürfte bei 335 Mio. € liegen, also rund 100 Mio. € höher als 2011, so Santander-Deutschland-Chef Ulrich Leuschner. Ergebnistreiber seien Autofinanzierung und Warenfinanzierung für Möbelhäuser und Elektronikmärkte.  (APA)

Attraktives Zielobjekt Yapi Kredi spreche über den Verkauf des gesamten Versicherungsgeschäfts und einen Mehrheitsanteil an der Pensionsfonds-Tochter, so die Nachrichtenagentur Reu-

Chinesische Bank tritt ins Fettnäpfchen

ters. Auch die Münchener Rück soll interessiert sein. Die Bieter wollten sich zu dem Verfahren nicht äußern. Banker sagten, drei der vier Bieter interessierten sich nicht für die Pensionsfonds-Aktivitäten; deshalb werde es voraussichtlich eine dritte Bieterrunde geben.

Türkei lockt Investoren

Istanbul: Im Jahr 2012 hatte die Türkei das größte Wachstum Europas aufzuweisen.

Neu besetzt Wolf-Rüdiger Knocke rückt bei Mutter auf

Direktbank Volle Palette

Skandia Zarycka ist Leiter

Salzburg. Im Vorstand der Nürnberger Versicherung Österreich hat es mit Jahresanfang einen personellen Umbau gegeben: Vertriebsvorstand Helmut Horeth (63) wechselte in den Ruhestand. Ihm rückte Philip Steiner (40) nach, der dem Vorstand der Versicherung bereits seit einem halben Jahr angehörte. Auch Wolf-Rüdiger Knocke (56) verließ den Vorstand. Er ist nun stv. Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Beteiligungs AG in

Frankfurt am Main. Die deutsche Direktbank DAB will nicht mehr nur ein Online-Broker sein. „Unser Ziel ist es, dass wir in den nächsten Jahren für mehr Kunden zur Erstbank werden”, so Vorstandschef Ernst Huber. Dazu werde die HypoVereinsbank-Tochter im Februar eine Werbeoffensive starten, in deren Zentrum ein Girokonto mit „attraktiven Einlagen- und Dispozinsen” stehe.

Wien. Mit Jänner 2013 hat Richard Zarycka (36) die Leitung des neuen Skandia Kunden- und Vertriebsservice übernommen. Er verantwortet mit einer 25-köpfigen Abteilung in Österreich die aktive Betreuung der Vertriebspartner und der Bestandskunden. Konzentration auf exzellente Bestandsverwaltung und Servicierung der Vertriebspartner seien obersten Prioritäten, so Zarycka. Ziel sei stabile Bestandsstärke. (red)

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Nürnberger: Zwei neue Vorstände

China: Rolle der Frauen als FinanzVerwalter infrage gestellt.

Der Versicherer gilt als attraktiv, weil die Türkei im vergangenen Jahr das stärkste Wachstum in ganz Europa aufwies. Sompo hat dort bereits 2010 den Versicherer Fiba Sigorta gekauft, Allianz und Zurich sind ebenfalls mit Töchtern in der Türkei vertreten. (APA/Reuters)

© Panthermedia.net/Guven Polat

Santander wächst in Deutschland weiter

Deutschland; der Versicherung in Österreich bleibt er aber verbunden, und zwar als Aufsichtsrat.

Die Neuen Im Vorstand folgt ihm Jürgen Voß (42) nach, der bei der NVÖ u.a. für die Bereiche Versicherungsmathematik, Rückversicherung und Kapitalanlagen verantwortlich ist. Vorstandsvorsitzender bleibt Kurt Molterer. (red)

DAB: Neuer Kurs Vertriebsservice

Philip Steiner und Jürgen Voß sind neu im Vorstand der Nürnberger Versicherung.

Ob die angestrebte Steigerung des Unternehmensgewinns 2012 um zehn bis 15% erreicht wurde, ließ Huber offen; Übernahmen schließt er aus. „Zukäufe bringen uns nicht weiter.” Um die bisher große Abhängigkeit der Direktbank vom Wertpapierhandel zu reduzieren, schloss Huber auch einen Einstieg ins Kreditgeschäft nicht aus. Er strebe durch die breitere Aufstellung eine „klare Steigerung” der Kundenzahl an. In den vergangenen Jahren hatte die DAB Bank den Anschluss an andere Direktbanken wie Comdirect verpasst. (APA)

© Skandia

Die Aufholjagd läuft

© Nürnberger/Hubert Auer; Nürnberger

Peking. Die China Merchants Bank (CMB) hat mit ihrem Angebot, das Einkommen eines Mannes direkt auf das Konto seiner Ehefrau weiterzuleiten, einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Das Kreditinstitut verdeutlicht sein Angebot am Beispiel des fiktiven Pärchens Xinyan und Wenhao, das auf ein Haus spart: Die Bank prüfe täglich das Konto von Ehemann Wenhao und Guthaben über 1.000 Yuan (119 €) werden das automatisch auf Xinyans Konto gebucht. In China kümmern sich häufig die Frauen um die Finanzen. Mit der Modernisierung des Landes ändert sich das allerdings, vor allem bei jungen Chinesen. (APA)

vom Lebensversicherungsgeschäft senken. Bis Ende 2015 sollen außerdem durch einen deutlichen Sparkurs die jährlichen Kosten um 600 Mio. € gesenkt werden.

© Generali

© Panthermedia.net/Oleksandr Prykhodko

Der 82.000 Mitarbeiter große Konzern kürzt die Ausgaben bis 2015 um 600 Millionen Euro.

Richard Zaryckas Fokus liegt u.a. auf Bestandsverwaltung, Storno-Prävention.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 18. Jänner 2013 – 41

real:estate London als Nr. 2 von Chinesen umzingelt, Wien rangiert erst auf Platz 88 

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www.ehl.at

wu setzt stärker auf jus Seite 43

© WU Wien

die teuersten büros

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien

Zahl der WU-Rechtsabsolventen steigt rasant; WU-Master zielt auf Anwälte  Seite 45

Wir leben Immobilien.

Was die Förderung für die „Thermische“ bringt IMMO-AGS 9. Jänner 2013–16. Jänner 2013

IATX (16.1.)

178,24

Wochentop Wochenflop

-1,80%

Warimpex 14,71% conwert -3,43%

Warimpex Atrium CA Immobilien Anlagen Immofinanz S Immo conwert

14,71% 1,27% -1,09% -1,62% -2,63% -3,43%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 16.1.)

Top 5 Immofonds Henderson Asia-Pacific Morgan Stanley Asian Pro UBS(Lux)KS Global R.E. CS Sicav One(Lux)Equ. Gl. SISF Asia Pacific Prop.

6,13% 5,54% 5,07% 4,91% 4,75%

Flop 5 Immofonds CS EF (Lux) European Pr. RP Global R.E. ComStage ETF Stoxx Eur. iShares Stoxx EU 600 R.E. Henderson Pan European

-1,15% -1,02% -0,99% -0,99% -0,93%

9. Jänner 2013–16. Jänner 2013

CERX (16.1.)

489,4

3,16%

inhalt Immo:Capital > Österreichs Immobilienmärkte werden gelobt

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Immo:Markets > Buwog macht sich auf Berliner Markt breit

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Law&Order/People&Dates > Neues bei CHSH 46 > Raiffeisen-Leasing unterstützt Hilfsorganisationen46

© Panthermedia.net/Jörg Mikus

Monatstop Henderson A. 6,13% Monatsflop CS EF (Lux) E. -1,15%

Tempo bringt mehr Geld für Immobilienbesitzer Der auf 123 Millionen Euro erhöhte Fördertopf soll nicht nur die thermische Immo-Sanierung ankurbeln, sondern auch die von Schwächezeichen geplagte Baubranche unterstützen. Der Anteil mehrgeschossiger Objekte am Förderkuchen steigt rasant.  Seite 42

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42 – financenetreal:estate

Freitag, 18. Jänner 2013

financenet@medianet.at

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© Christian Ladewig/pixelio.de

Deutsche Immobilien auch 2013 begehrt

Unterstützung für Baugewerbe, Energieausweis Kritik vor allem an fehlenden Förderangeboten für die Mieter

Üppigere Förderrunde für die thermische Sanierung

Frankfurt. Trotz steigender Preise bleiben Immobilien in Deutschland eine wichtige Geldanlage – auch für ausländische Investoren. Der Immobilienmarkt habe eine „große internationale Anziehungskraft”, ergab eine Umfrage von Ernst & Young unter 120 Banken, Versicherungen, Immobilienfonds und börsennotierten Immobiliengesellschaften. Ausländische Investoren spielten auch 2013 eine „größere Rolle”. Trotz der insgesamt hohen Zahl an Interessenten werde das Preisniveau insgesamt weitgehend stabil bleiben, heißt es in der Studie. Auf Teilmärkten wie Wohnimmobilien seien allerdings Anstiege möglich. 2012 wurde auf dem deutschen Immobilienmarkt ein Transaktionsvolumen von etwa 36 Mrd. € erreicht. (APA)

Auffanggesellschaft für Griffnerhaus gegründet Klagenfurt. Am Mittwoch ist eine Auffanggesellschaft für den pleite gegangenen Kärntner Fertighaushersteller Griffnerhaus gegründet worden. Sie soll dem Masseverwalter ein Angebot zur Übernahme der Aktivitäten unterbreiten, das auch die Verträge mit Hauskäufern beinhaltet. Federführend an der Gewerke Errichtungs GmbH ist der bisherige Minderheitseigentümer Günter Kerbler. Auch das Land Kärnten hat bereits seine Bereitschaft zur Hilfe signalisiert. (APA)

© Panthermedia.net/Wolfgang Filser

Baukosten stiegen 2012 langsamer an

Baukosten stiegen in Österreich laut Statistik Austria um 2,1 Prozent.

Wien. Die Baukosten in Österreich sind 2012 langsamer gestiegen als 2011. Der Baukostenindex für den Wohnhausund Siedlungsbau legte 2012 im Schnitt um 2,1 Prozent auf 104,4 Punkte zu. 2011 hatte es einen Anstieg um 2,3 Prozent gegeben. Die Kosten für den Brückenbau legten 2012 im Jahresschnitt um 2,4 Prozent auf 106,7 Punkte zu, nach einem Zuwachs von 4,2 Prozent im Jahr davor; vor allem gesunkene Stahlkosten dämpften hier den Preisauftrieb. Am stärksten legten die Kosten für den Straßenbau zu: Im Jahresschnitt gab es ein Plus von 4,5% auf 110,3 Punkte. (red/ag)

Wirtschaftsminister Mitterlehner, Bau-Innungsmeister Frömmel: Förderungen werden zunehmend für größere Objekte eingesetzt.

erzeugt. Weiters konnten damit bereits 3,3 Mio. t CO2 eingespart werden. Frömmel: „Mit der Einführung des befristeten Konjunkturbonus und der Entbürokratisierung bei der Abwicklung hoffen wir auf einen neuen Schwung bei der Ausschöpfung der Fördermittel.“ Wichtig sei allerdings noch, dass „auch die Länder ihre Sanierungsförderungen entsprechend bereitstellen, um insgesamt möglichst attraktive Förderpakete für sanierungswillige Bürger zu schaffen“. Kritik am Fördermodell kommt von der Arbeiterkammer (AK): Auch heuer sei dabei auf Angebote für Wohnungsmieter vergessen worden, obwohl über 40% der Wohnungen in Österreich vermietet sind. Mitterlehner verweist im Gegenzug darauf, dass im Vorjahr bereits 46% der ausbezahl-

Lob und Kritik Im Vergleich zu 2011 waren die Privaten und Betriebe zurückhaltend bei den Investitionen in die Sanierung, daher sei weniger auf die Förderungen zurückgegriffen worden, so Mitterlehner. Ein weiterer Grund sei gewesen, dass die Baukonjunktur bis September 2012 gut lief und Baufirmen erst ab Herbst mit einer größeren Bewerbung der thermischen Sanierung begonnen hätten. Die neue Förderrunde soll nun im auftragsschwächeren Frühjahr helfen und auch neue Bau-Investitionen rascher in Gang setzen. Die Baubranche ist über die aufgestockte Förderrunde 2013 erfreut. Wie Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel vorrechnet, habe in der Vergangenheit jeder Förder-Euro 10 € an Investitionen

ten Förderungen für den (oft für Mietwohnungen bestimmten) mehrgeschoßigen Wohnbau ver-

Wie viel Geld wofür? Förderungen für die thermische Gebäudesanierung sind derzeit bis 2016 vorgesehen. Die 2012 vergebenen 77 Mio. € an Förderung haben laut Wirtschaftsministerium Investitionen von 655 Mio. € hervorgerufen und halfen 10.000 Arbeitsplätze zu schaffen oder zu erhalten. Saniert wurden 15.500 Privat- und 600 Betriebsgebäude. Österreichs Betriebe holten sich im Vorjahr 24 der für sie vorgesehenen 30 Mio. € (80%), die Privaten nützen 53,2 der für sie geplanten 70 Mio. € aus (76%). Das übriggebliebene Fördergeld aus 2012 wird heuer befristet als „Konjunkturbonus“ ausgezahlt: Dieser fließt nur, wenn das Sanierungsprojekt bis zum 30. Juni 2013 einreicht und bis 31. März 2014 abgeschlossen wird. Dafür gibt

Ernst & Young Mehr als zwei Drittel der Befragten erwarten mehr Transaktionsvolumen

Zuversicht am Immobilienmarkt Wien. Der österreichische Immobilienmarkt wird im europäischen Vergleich voraussichtlich an Attraktivität gewinnen. In der Folge könnte Österreich heuer wieder mehr größere Deals und auch insgesamt mehr Transaktionen sehen. Auch die Preise in guten Lagen dürften steigen, und zwar sowohl für Büro-, Wohn- und Einzelhandelsimmobilien. Dies sind Ergebnisse des „Trendbarometers Immobilien-Investmentmarkt 2013“ von Ernst & Young.

geworden sind“, so Alexander Wlasto, Partner bei Ernst & Young in Wien. Doch dem Markt werde im internationalen Vergleich die nötige Robustheit zugetraut. Die Banken werden sich freilich aufgrund der zunehmenden Regulierung weiterhin zurückhalten, so 85% der Studienteilnehmer. Andererseits: Während 2012 nur 36% der Befragten Versicherungen als neue Fremdkapitalgeber gesehen

haben, sind es heuer fast neun von zehn. Die wichtigsten Käufer- und Verkäufer dürften Wohnungs- und Immo-AGs auf Anbieterseite sowie Opportunity/Private-Equity-Fonds und vermögende Private auf der Nachfrageseite sein. Rund zwei Drittel der Befragten erwarten mehr Cross-Border-Transaktionen. Immer wichtiger auf der Liste der Investitionskriterien sind GreenBuilding-Standards. (red)

Große Player befragt Befragt wurden u.a. Banken, Geschlossene Fonds sowie börsennotierte und auch staatliche Gesellschaften, die am österreichischen Immobilienmarkt aktiv sind (21 Marktteilnehmer in Summe). Mehr als sieben von zehn Befragten erwarten ein insgesamt steigendes Transaktionsvolumen, und knapp neun von zehn sehen den heimischen Markt im internationalen Vergleich als attraktiv. „Der Zuwachs an Vertrauen heißt nicht, dass die Zeiten weniger stürmisch

wendet wurden – dieser Wert sei immerhin eine Verdoppelung zu 2011. (gst/ag)

facts es einen Bonus von 2.000 € bei umfassenden Sanierungen oder 1.000 € bei einer Teilsanierung. In Summe sind so bis zu 9.300 € Förderung für ein Projekt möglich. Anlaufstellen für Private Einreichungen für die Förderrunde 2013 sind bereits möglich; für private Immobilienbesitzer sind die Banken und Bausparkassen die Anlaufstelle (siehe auch: www.sanierung2013.at). Weg zur Förderung für Betriebe Informationen für Förderungen gewerblich genutzter Gebäude und (ausschließlich elektronische) Einreichungen gibt es auf der Online-Plattform von Kommunalkredit Public Consulting (KPC): www.publicconsulting.at

Im Meer „Unklare Regeln“

Strabag bremst bei Windparks

Wien. Der Baukonzern Strabag verschiebt die für die kommenden Jahre geplanten Investitionen in Höhe von mehreren Mio. € für Windkraftanlagen im Meer. Der Bauriese will „bis auf Weiteres” keine Gelder in die Errichtung einer Fabrik und Spezialschiffe zum Transport der selbst entwickelten Beton-Schwerkraftfundamente für Offshore-Windkraftanlagen aufwenden. „Es sprechen noch zu viele Gründe dagegen”, so Konzernchef Hans Peter Haselsteiner.

Vorsicht in Deutschland © Ernst & Young; Panthermedia.net/Digitalpress/Josef Muellek

2012 wurden in Deutschland Immobilien um 36 Mrd. Euro gehandelt.

Wien. Neue Runde für die Förderung der Thermischen Sanierung in Österreich – und zwar mit einem höheren Gesamtbetrag: Private und betriebliche Immobilienbesitzer haben 2012 fast ein Viertel der möglichen Fördersumme von 100 Mio. € für thermische Sanierungen liegen lassen und sich nur 77 Mio. € abgeholt. Die restlichen 23 Mio. € aus 2012 werden daher heuer zusätzlich zu den vorgesehenen 100 Mio. € heuer als zeitlich begrenzter „Konjunkturbonus” ausgeschüttet, so Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Die Höchstfördersumme steigt samt neuer 300 €Förderung für den „Energieausweis” auf 9.300 €; die Förderung darf dabei höchstens 30% der Sanierungskosten ausmachen. Damit wird der seit November des Vorjahrs vorgeschriebene Energieausweis heuer mehr Bedeutung bekommen, wird erwartet.

© BMWFJ/Ernst Kainerstorfer; WKO/Michael Hetzmannseder

Baubranche setzt seit Herbst 2012 verstärkt auf Förderung, Summe heuer auf 123 Mio. Euro erhöht.

Alexander Wlasto, Ernst & Young Wien: „Markt wird nötige Robustheit zugetraut.“

Er verwies etwa auf die „unklare rechtlichen Situation”, die „unklare Zukunft der Energiepolitik am deutschen Markt”, die „fehlende Speichertechnologie für Strom aus erneuerbaren Quellen” und die „fehlende Transportmöglichkeit der Energie vom Erzeuger zum Verbraucher”. Die Strabag ist zu 51% an 15 Projektgesellschaften zur Entwicklung von OffshoreWindparks beteiligt – daran ändere sich nichts. (red)


i m m o :Ma r k e t s

Freitag, 18. Jänner 2013

financenetreal:estate – 43

financenet@medianet.at

Hongkong vor London und Peking In Kontinentaleuropa teilweise Druck auf Märkte durch Schuldenkrise, Österreich aber stabil, so CBRE

Teuerste Büros stehen in Asien Vor allem die großen griechischen Städte, Portugal und Irland spüren „verhaltene Nachfrage“.

Schulden-Staaten schwierig In Hongkongs Zentrum erreichten die jährlichen Raumnutzungskosten rund 2.651 USD (1.997,1 €) pro m�, gefolgt vom Londoner West End mit 2.366 €. Die zehn international kostspieligsten Büroimmobilienmärkte habe im Vorjahr erneut der asiatischpazifisiche Raum dominiert. CBRE untersuchte dabei die Kosten für

Top-Büroflächen in 133 Märkten weltweit. Die Preisentwicklung bei günstigeren Lagen ist damit oft nicht vergleichbar. Neben London West End als zweitteuerster Markt weltweit stehen andere Märkte aus der Region EMEA, wie z.B. Moskau (1.860,23 USD/m�) und die City von London mit 1.418,26 USD/m� ganz oben auf der Rangliste von CBRE. Anderswo in Europa sieht es trüber aus: Da die Stimmung von Unternehmen leidet und Nutzer weiterhin zurückhaltend sind, habe der sich fortsetzende wirtschaftliche Abschwung in der Eurozone zu zweistelligen oder nahezu

zweistelligen Rückgängen bei den Nutzungskosten für Prime-Immobilien in den griechischen Städten Thessaloniki und Athen sowie im spanischen Malaga geführt, heißt es weiter. Die verhaltene Nachfrage führte auch zu einem Rückgang der Nutzungskosten in Portugal und Irland.

Stabilität als Kennzeichen Wesentlich besser sieht es dagegen in Österreich aus, dessen Büromarkt traditionell als relativ günstig, aber dabei preisstabil gilt. „Wien konnte sich auch 2012 wieder als stabiler Büromarkt

behaupten”, so der Geschäftsführer von CBRE Österreich, Andreas Ridder. Die Spitzenmonatsmieten seien nur leicht auf rund 24,75 € pro m� gestiegen. (red/APA) t euerste büro -standorte

Hongkong (Central) London – Central (West End) Tokyo (Marunouchi Otemachi) Beijing (CBD) New Delhi (Connaught Place) Beijing (Finance Street) Hongkong (West Kowloon) Moskau London – Central (City) Sao Paulo In USD pro sq. ft; Quelle: CBRE

246,30 $ 219,81 $ 197,27 $ 184,95 $ 183,30 $ 179,57 $ 174,13 $ 172,82 $ 131,76 $ 130,07 $

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Wien. Die drei teuersten Pflaster für Büroimmobilien sind in Hongkong, London und Tokio zu finden – noch vor Peking, Neu-Delhi und Indien. Die Innenstadt Hongkongs stehe bei dem Ranking 2012 weltweit ganz oben, teilte der internationale Immobiliendienstleister CBRE unter Verweis auf die Studie „Prime Office Occupancy Costs” mit (s. Tabelle). Österreich rangierte in der Gesamtauswertung auf Platz 88.

Altbekanntes Bild: Im Zentrum von Hongkong ist es superteuer.

Immofinanz 6,12% Anteil

JP Morgan kauft Wien. Österreich größte börsennotierte Immobilien-AG, die Immofinanz Group, hat mit JPMorgan einen weiteren Großaktionär. Im Zuge eines Finanzierungsgeschäfts der Immofinanz mit eigenen Aktien hat die US-Bank am 10. Jänner 2013 eine meldepflichtige Anteilsschwelle überschritten und hält nun rund 69,1 Mio. Immofinanz-Aktien; das ist ein Anteil von 6,12 Prozent. Die Immofinanz hatte am 17. Dezember 2012 die Absicht bekannt gegeben, 101.605.741 Stück eigene Aktien für Finanzierungszwecke an finanzierende Kreditinstitute zu veräußern und dabei vorab den Rückkauf derselben Anzahl an Aktien bei Rückführung der Finanzierungen vereinbart.

Aktienpaket verkauft

© Immofinanz Group

Zur Erlangung der Finanzierung hat die Immofinanz nun diese 101,605.741 Stück eigene Aktien verkauft und hält jetzt noch 3,753.874 Stück eigene Aktien (rund 0,33 Prozent). Von den veräußerten 101,605.741 Stück eigenen Aktien gingen rund 67,7 Mio. Stück an JPMorgan Chase. Der oder die weiteren Finanzierungspartner wurden in der Ad-hoc-Mitteilung nicht erwähnt. Die 67,7 Mio. Aktien repräsentieren, gemessen am BörseSchlusskurs von Freitagabend von 3,31 €, einen Wert von 224 Mio. €. Die gesamten im JP-Morgen-Besitz stehenden 69,1 Mio. Stück Immofinanz-Aktien wären daran gemessen knapp 229 Mio. € wert. (red/APA)

Immofinanz-Chef Eduard Zehetner: JP Morgan als neuer Großaktionär.

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immo:markets

44 – financenetreal:estate

Freitag, 18. Jänner 2013

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Naturdämme statt Beton für riesiges Speicherkraftwerk mit zwei Staustufen und Leistungsfähigkeit bis 1.000 MW

short

Pumpspeicherkraftwerk in Koralmgebiet geplant

© Panthermedia.net/Victor Pelaez Torres

Union Investment kauft Immobilien von TAG

Die Grünen kontern: „Absurde und sinnlose Naturzerstörungsprojekte im Naturparadies des Landes“. Fritz Haslinger

Graz/Wien. Laut Kleine Zeitung planen private Betreiber die Errichtung eines rund 1.000 MWleistungsstarken Pumpspeicherkraftwerks im weststeirischen Koralmgebiet. Das Vorhaben befinde sich seit 31. Juli 2012 beim Land Steiermark im UVP-Feststellungsverfahren und die geplanten Projektkosten belaufen sich auf 800 bis 1.000 Mio. €. Ob ein UVP benötigt werde, soll bis Ende Februar 2013 entschieden sein.

Union hat in Berlin zugeschlagen: 1.384 Wohneinheiten erworben.

Hamburg/Wien. Die Union Investment Institutional Property GmbH hat von der TAG Immobilien AG drei in Berlin gelegene Wohnanlagen mit 1.384 Wohneinheiten zu einem Gesamtkaufpreis von 87 Mio. € erworben. „Damit setzen wir die Strategie auf Erwerb von Wohnimmobilien in Berlin konsequent um“, bestätigt UnternehmensChef Christoph Schumacher. Für weitere Investitionen stünden derzeit rund 120 Mio. € an Eigenkapital zur Verfügung.  (fh)

Im Wassereinzugsbereich der Koralm (Bezirk Deutschlandsberg) sollen zwei Speicherseen auf je 20 ha Fläche mit mehrereren Mio. m� Fassungsvermögen entstehen und die Höhendifferenz zwischen beiden Seen betrage rund 600 m.

2012 bestes Ergebnis für Engel & Völkers Hamburg/Wien. Die Engel & Völkers Gruppe konnte im zurückliegenden Jahr ihr bestes Ergebnis in der Unternehmensgeschichte einfahren. Der Markencourtageumsatz erhöhte sich um 11,8% auf 230,8 Mio. €, wobei die Wohnimmobilien-Shops in Deutschland den größten Anteil am Gesamtumsatz generierten. Im Ausland sei der Umsatz um 25,2% auf 81,0 Mio. € angewachsen. „Insbesondere in Deutschland hätte das Wachstum noch kräftiger ausfallen können, wenn nur das Angebot an Immobilien, vor allem an Wohn- und Geschäftshäusern ausreichend gewesen wäre“, sagt Christian Völkers, Vorstandsvorsitzender der Engel & Völkers AG. (red)

Das geplante Pumpspeicherprojekt (Bild: Koralpe) soll als Zwischenspeicher für Strom aus Windkraft u.Ä. dienen.

Naturwände statt Beton Die rund 800 m langen und etwa 90 m hohen Staumauern sollen als bepflanzte Naturdämme gestaltet werden und somit keine Betonwände das Panorama verunstalten. Das Krafthaus mit den Turbinen werde in das Berginnere verlagert und die Einspeisung könnte in die nahe verlaufende 380-kV-Leitung erfolgen. Projektwerber seien laut Kleine Zeitung die Weststeirer Peter Masser und Alfred Liechtenstein, welche auch im Besitz der notwendigen Liegenschaften sein sollen. Zuletzt wurden beide durch ihre Pläne für ein Kleinwasserkraftwerk an der weststeirischen Schwarzen Sulm bekannt. Das Gewässer liegt in einem „Natura-2000“ Eu-

CEE Investmentmarkt verspürt Aufwind

ropaschutzgebiet und stößt damit auf heftige Kritik und Opposition seitens der Grünen.

Idealer Zwischenspeicher Der Bau der Pumpspeicherkraftwerksanlage sei laut Projektinitiator Masser ideal als Zwischenspeicher für die Energie aus Windkraft, die in Österreich um das Dreifache ausgebaut werden soll. „Wer die Energiewende will, braucht solche Lösungen.“ Als Bauzeit werden circa fünf Jahre veranschlagt, ohne Berücksichtigung der für das Genehmigungsverfahren nötigen Zeit. Die Fertigstellung der baulichen Maßnahmen könnte laut den Projektwerbern bis 2019/2020 erfol-

gen. Andererseits liege der obere der beiden Speicherseen im Landschaftsschutzgebiet der Koralm, was für die Projektwerber Probleme verursachen könnte.

räte Hans Seitinger (V) und Gerhard Kurzmann (F) gestellt. Eine endgültige Beurteilung des Projekts seitens der Grünen liege noch nicht vor, heißt es hierzu: „Dazu fehlen uns noch Informationen“, wird Klubobfrau Sabine Jungwirth seitens der APA zitiert. Es spiele aber eine besonders große Rolle, welche Auswirkungen dieses Speicherkraftwerk auf die Wassergüte der nahe gelegenen Schwarzen Sulm haben werde. „Denn dort wollen die gleichen Betreiber bereits seit zehn Jahren ein Kraftwerk errichten“, bestätigt Jungwirth. Und genauso leisten die Grünen seit zehn Jahren erbitterten Widerstand gegen dieses „absurde und sinnlose Naturzerstörungsprojekt des Landes“. (APA)

Bau nicht ausgeschlossen Ute Pöllinger, steirische Umweltanwältin, lehne laut Kleine Zeitung das Projekt nicht grundsätzlich ab, wenngleich sie sich nur schwer vorstellen könne, dass der Schutzzweck des Gebiets durch das Kraftwerk nicht berührt werde. Dies müsse jedoch noch kein Grund sein, der das Projekt völlig ausschließen würde. Am 9. August 2012 hatten Die Grünen eine entsprechende Landtagsanfrage zum geplanten Projekt an die Landes-

Milliarden-Paket Um Wirtschaftsmotor anzukurbeln

Projektpipeline Wachstum auf 1.200 Wohneinheiten

Wien. Mit umgerechnet 175 Mrd. € will Japans neue Regierung die stagnierende Wirtschaft antreiben. Damit sollen vor allem große öffentliche Bauprojekte zur Beschleunigung des Wiederaufbaus der Tsunami-Region im Nordosten des Landes finanziert werden.

Berlin/Wien. Buwog Meermann, eine Tochter der vollständig zur Immofinanz Group gehörenden Buwog, hat in Berlin drei Grundstücke mit rund 34.000 m2 Gesamtfläche erworben und darauf sollen 520 Wohnungen, davon 320 im Stadtteil Treptow-Köpenick und 200 in Berlin-Mitte, errichtet werden.

Start aus Deflation

© EPA

Das jetzt beschlossene Paket soll das BIP um zwei Prozentpunkte anheben und 600 neue Arbeits-

plätze schaffen. „Wir müssen dem Schrumpfen der Wirtschaft ein Ende bereiten“, so Regierungschef Shinzo Abe. „Es ist wichtig, die andauernde Deflation und den starken Yen hinter uns zu lassen.“ Manche Ökonomen bezweifeln jedoch, dass das Paket eine nachhaltige Wirkung haben werde. Ihrer Meinung nach seien speziell Strukturreformen und Deregulierungen im Gesundheitswesen sowie im Energiebereich gefragt, um die Stagnation zu beenden. (APA)

Japans Regierungschef Shinzo Abe setzt auf Bauinvestitionen für mehr Wachstum.

wir nach nur sechs Monaten Präsenz in Berlin unsere Position in diesem stark wachsenden Markt festlegen und mit dem Aufbau einer umfangreichen Pipeline beginnen.“ Die erworbenen Grundstücke sind: Ein Erweiterungsgrundstück zum Quartier Regattastraße für 80 Wohnungen, ein Grundstück in Treptow-Köpenick mit Neubaupotenzial von 240 Wohneinheiten und ein Grundstück in Berlin-Mitte für 200 Neubauwohnungen. (fh)

Weiterer Expansionsschritt Nach dem Markteintritt im Mai 2012 mit der Übernahme des Immobilienentwicklers CMI AG (jetzt Buwog Meermann) sei dies ein weiterer Schritt zur Expansion am Berliner Wohnungsmarkt. Mit den aktuellen Grundstückskäufen verfügt Buwog Meermann in Berlin über eine Projektpipeline von rund 1.200 Neubauwohnungen und konzentriert sich damit auf die Entwicklung neuer Wohnstandorte und auf die Übernahme großer Wohnportfolios. „Deutschland ist unser wichtigster Wachstumsmotor, besonders im Bereich Immobilienentwicklung“, erklärt Buwog-Geschäftsführer Alexander Hoff. „Mit diesen Ankäufen können

© Buwog/Kurt Keinrath

© Panthermedia.net/Jakub Jirsák

Japan mit neuer Konjunkturspritze Buwog macht sich in Berlin breit

Prag: VIG Fund kaufte ein, EHL vermittelte BB Centrum Building C.

Wien. Ende 2012 erwarb der VIG Fund von der Immofinanz Group das von EHL Immobilien vermittelte Prager „BB Centrum Building C“. „Das mit circa 13.000 m2 Mietfläche gut vermietete Objekt ‚BB Centrum‘ zeichnet sich neben einem attraktiven Büroflächenangebot durch eine ausgezeichnete Infrastruktur aus“, erklärt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. „Nach drei Jahren der Stagnation zieht seit Frühjahr 2012 der CEE-Immobilieninvestmentmarkt wieder spürbar an; wir erwarten, dass sich dieser Trend 2013 weiter fortsetzen wird“, so der Experte. (fh)

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Zwei Speicherseen

Buwog-Chef Alexander Hoff: „Unser wichtigster Wachstumsmotor“.


L AW & O R D E R

Freitag, 18. Jänner 2013

financenetreal:estate – 45

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WU-Studiengänge „Wirtschaftsrecht“ Erste Trends beim Einstieg der Absolventen ins Berufsleben ablesbar

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Rechtsstudien an der WU Wien im Aufwärtstrend

DLA Piper eröffnet Büro in Südkorea Seoul. Die internationale Anwalts­sozietät DLA Piper hat in der süd­ko­rea­ni­schen Haupt­ stadt Seoul ihren 78. Stand­ort eröff­net. Der Antrag, eine Reprä­ sen­tanz in Süd­ko­rea zu grün­ den, war Anfang Jän­ner vom dor­ti­gen Jus­tiz­mi­nis­te­rium geneh­migt wor­den. „Wir freuen uns sehr, nun auch in der viert­ größ­ten Volks­wirt­schaft Asi­ens prä­sent zu sein“, erklärt Clau­ dine Var­tian, Coun­try Mana­ ging Part­ne­rin von DLA Piper Weiss-Tessbach in Wien. (red)

Absolventen finden schnell einen Job, aber Arbeitgeber oft mangelhaft informiert über Qualifikationen. axel stefan

© CHSH

Wechsel der Managing Partner bei CHSH

Cle­mens Hase­nauer und Albert Birk­ ner, Managing Partner bei CHSH.

Univ.-Prof. Michael Potacs, Programmdirektor des Bachelorstudiums: „Oft noch Aufklärungsarbeit bei Anwaltskanzleien nötig“.

Mit dem Bachelor Wirtschafts­ recht allein kann man die „klas­ sischen“ Rechtsberufe – Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt, No­ tar – nicht ergreifen. Wer sich aber

Banken GoldenTree steigt bei der Bawag PSK ein

Die 2006 bzw. 2007 eingeführ­ ten Studiengänge wurden in der Zwischenzeit mehrmals inhaltlich überarbeitet. Am wichtigsten sei die Anpassung des Bachelorstudi­ enplans im Jahr 2009 gewesen, um die „Tauglichkeit der Absolventen für die klassischen Rechtsberufe gänzlich außer Frage zu stellen“, so Programmdirektor Potacs. Alle Änderungen seien aber mehr oder weniger technischer Natur gewesen, mit leichten Ver­ schiebungen in den Schwerpunkt­ setzungen: „Das Grundprinzip der Kombination eines juristischen Studiums mit wirtschaftsrecht­ lichem Schwerpunkt und solider Ausbildung in wirtschaftlichen Fächern ist aber unverändert“, so Potacs.

weiterführende Masterstudium an.

Berufseinstieg meist früh Viele Studenten der Studien­ richtung Wirtschaftsrecht fangen schon während ihres Studiums an zu arbeiten, oft bereits einschlä­ gig. Ein Großteil der Studierenden arbeitet bereits gegen Ende des Bachelorstudiums nebenbei. „Noch größer ist der Anteil der Berufstä­ tigen beim Masterstudium. Ein harter Übergang von Studienzeit ohne Berufstätigkeit einerseits zu einer Vollzeit-Berufstätigkeit nach dem Studium andererseits scheint zunehmend die Ausnahme zu werden“, so Programmdirektor Michael Potacs.

Schönherr berät France Telecom

Wien. Die Anwaltskanzlei Dorda Brug­ger Jor­dis hat die ame­ri­ka­ ni­sche Gol­den­Tree Asset Manage­ ment LP (Gol­den­Tree), mit Haupt­ sitz in New York, bei ihrem Ein­ stieg in die österreichische Bawag PSK bera­ten. Gol­den­Tree ist einer der größ­ten unab­hän­gi­gen Ver­mö­ gens­ver­wal­ter mit einem ver­wal­ te­ten Ver­mö­gen von cirka 17 Mrd. USD. Gol­den­Tree hält nach Abschluss des Erwerbs nun 39% an der Ba­ wag PSK, Cerberus Capital Ma­ nagement, L.P. und ihre Beteili­ gungsgesellschaften bleiben kon­ trollierende Eigentümer mit einer Beteiligung von rund 52%. Das Clo­ sing der Trans­ak­tion erfolgte am 28. Dezem­ber 2012.

Wien. Die Anwaltssozietät Schön­ herr hat France Telecom-Orange beim kürz­lich abge­schlos­se­nen Ver­kauf ihrer Betei­li­gung an der Orange Aus­tria GmbH bera­ten. Käu­fer ist die Hut­chi­son 3G Aus­ tria Hol­dings GmbH, eine Toch­ter der Hong­kon­ger Hut­chi­son Wham­ poa Limited.

Dorda Brugger Jordis-Partner Andreas Zahradnik leitete das Beratungsteam.

kom Aus­tria AG, eine Toch­ter­ge­ sell­schaft der Tele­kom Aus­tria AG, wei­ter­ver­kauft wer­den. Das Beratungsteam bei Schön­ herr wurde von Part­ner Flo­rian Cvak (Corporate/M&A) geleitet. Mid Europa Part­ners wurde von Allen & Overy, Kir­k­land & Ellis sowie Dorda, Brug­ger Jor­dis be­ raten. Für die Bera­tung von Hut­ chi­son 3G Aus­tria zeich­ne­te Fresh­ fields Bruck­haus Derin­ger verant­ wortlich. (red)

Unterzeichnung vor 1 Jahr In Über­ein­stim­mung mit den Ver­ein­ba­run­gen vom Februar 2012 und nach Zustim­mung der zustän­di­gen Regu­lie­rungs- und Kar­tell­be­hör­den schlos­sen France Telecom-Orange und Mid Europa Part­ners (MEP) nun den Ver­kauf ihres gemein­sa­men 100%-Anteils an Orange Aus­tria an die Hut­chi­ son 3G Aus­tria Hol­ding ab. Als Min­ der­heits­ge­sell­schaf­ter hielt France Telecom-Orange 35% an Orange Aus­tria, MEP 65%. Die Trans­ak­tion umfasste außer­ dem bestimmte Assets der Orange Aus­tria GmbH, wel­che ein­schließ­ lich der Toch­ter­ge­sell­schaft Yesss! Tele­kom­mu­ni­ka­tion GmbH sowie Basis­sta­tio­nen, Fre­quen­zen, Mar­ ken und Mar­ken­na­men an A1 Tele­

© Schönherr

© Dorda Brugger Jordis

Das Beratungsteam

Wien. Die D.A.S. Rechtsschutz­ versicherung verlieh heuer zum sechsten Mal den Förderpreis für Jungakademiker. Die Jury entschied sich für eine Arbeit mit dem Thema „Die schuld­ hafte Herbeiführung des Versi­ cherungsfalles“. Gewinner Ste­ fan Lahnsteiner nahm in den Räumlichkeiten der D.A.S. den mit 3.000 € dotierten Preis von den beiden Vorständen Johannes Loinger und Ingo Kaufmann entgegen. (red)

Telekommunikation Verkauf von Orange an Hutchison

Dorda Brugger Jordis: GoldenTree ter (Wettbewerbsrecht). „Wir sind stolz, dass wir ‚Gol­den­Tree‘ in al­ len öster­reichbezo­ge­nen Aspek­ten der Trans­ak­tion bera­ten und diese län­der­über­grei­fende und kom­plexe Trans­ak­tion erfolg­reich zum Ab­ schluss brin­gen konn­ten. Dieses Mandat unterstreicht einmal mehr unsere Spitzenstellung bei interna­ tionalen bankenrechtlichen- und kapitalmarkrechtlichen Transakti­ onen mit Österreichbezug“, erklärt Andreas Zahr­ad­nik. (red)

D.A.S. verleiht Preis an Nachwuchsjuristen

Part­ner Flo­rian Cvak leitete das Beratungsteam bei Schönherr.

Vergaberechts-Experte gründet eigene Kanzlei

© Schnitzer Law

für die Bereiche Wirtschaftsprü­ fung/Steuerprüfung interessiert, oder Jurist in einer Rechtsabtei­ lung eines Unternehmens werden möchte, kann auch ohne den Mas­ terabschluss in diesen Arbeits­ markt einsteigen. Wer Interesse an einer „klas­ sischen“ juristischen Karriere als Rechtsanwalt oder Richter hat, dem steht mit dem ‚Master Wirt­ schaftsrecht‘ der Zugang zu den weiteren Ausbildungen für diese Berufe offen. Dass die Mehrzahl der Studierenden durchaus Inter­ esse an einem derartigen Karrie­ reweg hat, verdeutlichen auch die Belegungszahlen des Master-Studi­ ums Wirtschaftsrecht: Rund zwei Drittel aller Bachelor-Absolventen hängen an den Bachelor noch das

Mit dem Master zum Anwalt

Das von Par t­ner Andreas Zahr­ad­nik (Bank- und Kapi­tal­markt­ recht) gelei­tete Beratungsteam bei Dorda Brugger Jordis umfasste weiters die Part­ner Tibor Varga (Finan­zie­run­gen und Restruk­tu­ rie­run­gen), Chris­toph Bro­gyányi (Gesell­schafts­recht und Kapi­tal­ markt­recht) sowie Ste­phan Pols­

Wien. Die Anwaltssozietät CHSH Cerha Hem­pel Spie­gel­ feld Hla­wati hat neue Mana­ ging Part­ner ernannt: Ab sofort füh­ren die Partner Albert Birk­ner (43) und Cle­mens Hase­ nauer (42) die Geschäfte der Kanzlei. Sie fol­gen Edith Hla­ wati und Irene Wel­ser, die wie geplant nach drei Jah­ren ihre Funk­tio­nen als Mana­ging Part­ ner abge­ben. (red)

© WU Wien

Wien. Im Jahr 2006 wurde das ­Bachelorstudium Wirtschaftsrecht an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien) eingerichtet und bis heute von insgesamt rund 520 Studenten erfolgreich abgeschlos­ sen. Das Masterstudium Wirt­ schaftsrecht folgte im Jahr 2007 und kommt bis dato auf rund 80 Absolventen – Tendenz stark stei­ gend. So hat sich die Zahl der Ab­ solventen von 2011 (15) aufs Jahr 2012 fast verdreifacht (43). Zwar gibt es noch keine syste­ matischen Untersuchungen über den weiteren Karriereweg der Bachelor- und Master-Absolventen der Studienrichtung Wirtschafts­ recht, doch erste Trends kann man aus den bisherigen Erfahrungen ableiten: „Soweit wir beobachten, bekommen unsere Masterabsol­ venten relativ rasch einen Job. Leider kommt es immer noch vor, dass zum Beispiel einzelne An­ waltskanzleien noch keine Erfah­ rung mit WU Wirtschaftsrechts­ absolventen haben und noch nicht wissen, dass ein Masterstudium Wirtschaftsrecht zum Zugang zu den klassischen Rechtsberufen be­ rechtigt. Die Bewerber müssen da teilweise noch Aufklärungsarbeit leisten, dass sie richtige Juristen sind“, erklärt Univ.-Prof. Micha­ el Potacs, Professor für Österei­ chisches und Europäisches Öffent­ liches Recht an der WU Wien und Programmdirektor für das Bache­ lorstudium Wirtschaftsrecht.

Johan­nes S. Schnit­zer, Gründer der Anwaltskanzlei „Schnitzer Law“.

Wien. Der auf Ver­ga­be­recht spe­ zia­li­sierte Rechts­an­walt Johan­ nes S. Schnit­zer hat eine eigene Kanz­lei in Wien gegründet. Die neu­ge­grün­dete Kanz­lei „Schnit­ zer Law“ wird sich auf natio­na­ les und inter­na­tio­na­les Ver­ga­be­ recht sowie Com­pli­ance & Risi­ ko­ma­nage­ment bei öffent­li­chen Auf­trags­ver­ga­ben spe­zia­li­sie­ ren. Schnitzer war sechs Jahre im Vergaberechtsteam von Wolf Theiss und 2011 in der „Govern­ment Contract“-Pra­ xisgruppe der ame­ri­ka­ni­schen An­walts­kanz­lei Arnold & Por­ter in Washington. (red)


p e o p l e & dat e s

46 – financenetreal:estate

Freitag, 18. Jänner 2013

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Soziale Verantwortung Auch 2012 unterstützte Raiffeisen-Leasing und ihre Mitarbeiter wieder Hilfsorganisationen

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Raiffeisen-Leasing hilft

Schönherr vorn bei M&A-Transaktionen Wien. Die Anwaltssozietät Schönherr hat im Jahr 2012 die meisten M&A-Transaktionen in Österreich rechtlich begleitet. Laut dem aktuellen Ranking von Mergermarket, dem Wirtschaftsdaten-Dienstleister der Financial Times Gruppe, hat Schönherr im vergangenen Jahr in Österreich insgesamt 14 M&A-Transaktionen abgewickelt und erreicht damit nach 2011 bereits zum zweiten Mal in Folge den ersten Platz im Ranking. (red)

Wien. Raiffeisen-Leasing griff auch im Jahr 2012 mit der Unterstützung von zahlreichen RaiffeisenLeasing-Mitarbeitern mehrere Hilfsorganisationen unter die Arme: Vor Weihnachten waren es drei Aktionen, deren Erlöse dem Malteserorden, dem Hospiz der Caritas Socialis am Rennweg und den Gästen der „Gruft“, einer Einrichtung der Caritas Wien für obdachlose Menschen, zugutekamen.

ter, alter und kranker Menschen annimmt. Für das Hospiz der Caritas Socialis am Rennweg haben Raiffeisen-Leasing-Mitarbeiter einen Teil ihrer Warengutscheine, die sie von der Firmenleitung als Weihnachtsgeschenk erhalten hatten, gespendet. Die Geschäftsführung der Raiffeisen-Leasing verdoppelte und rundete den Betrag auf. So konnten Anfang Jänner Gutscheine im Wert von insgesamt 3.000 € von Raiffeisen-LeasingGeschäftsführer Christoph Hayden an die Caritas Socialis Privatstiftung übergeben werden. Einige Mitarbeiter spendeten ihre Gutscheine für den Wareneinsatz der Initiative „Kochen für die Gruft“, einer Einrichtung der Caritas Wien für obdachlose Menschen. Auch hier verdoppelte die Geschäftsführung der RaiffeisenLeasing den Betrag. Somit gingen insgesamt 2.000 € auf das entsprechende Projektkonto. (ast)

Punschen für guten Zweck

Siedlungswerk lud zum Neujahrspunsch

© ÖSW

Bereits zum dritten Mal wurde die Aktion „Jeder Punsch hilft!“ gemeinsam mit dem Malteserorden veranstaltet. Im Rahmen des Krampuspunschs am 5. Dezember 2012 haben Mitarbeiter der Raiffeisen-Leasing insgesamt mehr als 1.100 € gespendet. Dieser Betrag kam dem Malteser Hospitaldienst zugute, der sich sozial bedürftiger, behinder-

© Raiffeisen Leasing

Drei Hilfsprojekte in Wien erhielten in der Zeit vor Weihnachten wieder tatkräftige Unterstützung.

Christine Schäfer (Caritas Socialis) und Christoph Hayden (GF Raiffeisen-Leasing).

Wolfgang Wahlmüller, Margret Funk, Helga Mayer und Michael Pech.

Zusatzkurse für die Studenten

voestalpine: Eyecatcher für WM Linz/Schladming. Der Stahl-, Verarbeitungs- und Technologiekonzern voestalpine und der ÖSV haben anlässlich der Alpinen Skiweltmeisterschaft 2013 in Schladming in der Zielarena der Planai den sogenannten voestalpine skygate errichtet: Ein Bogen aus Stahl, durch den die Rennläufer in den Zielbereich eintauchen, ehe sie über die Ziellinie fahren. Für das 35 m hohe Wahrzeichen wurden 130 t Stahl verarbeitet.

Konferenz über Steuern und ihre Auswirkungen Wien. Die Association Internationale de Droit Économique und das Institut für Österreichisches und Internationales Steuerrecht der Wirtschaftsuni veranstalten heute und morgen die Steuer-Konferenz „Developing a Tax Environment for Growth and Competitiveness“ in Wien. Experten analysieren dabei die Auswirkungen diverser Steuermodelle auf das Wirtschaftswachstum. (red)

Wien. Die Wirtschaftsuniversität Wien (WU) bietet ihren Studierenden auch heuer während der Semesterferien wieder in der vorlesungsfreien Zeit als Studienbeschleunigungsprogramm ein breites Spektrum an Zusatzkursen an. Mit Unterstützung der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien stehen im Rahmen der „Raiffeisen-Winteruniversität“ 24 Lehrveranstaltungen mit rund 3.250 Plätzen zur Verfügung. Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG sponsert seit dem Jahr 2005 das Studienbeschleunigungsprogramm an der Wirtschaftsuniversität Wien. Der Startschuss für die „Winteruniversität“ ist am 28. Jänner. (red)

Die Ausmaße der Konstruktion sind beeindruckend: Sogar ein Flugzeug von dem Typ Airbus A340 hätte unter dem „voestalpine skygate“ Platz. (red)

© Voestalpine

Airbus hätte darunter Platz

Schwebt 35 Meter über den Rennläufern der Ski-WM: Das „voestalpine skygate“.

Ehrung RICS nimmt Eduard Zehetner als „Eminent“ auf

Baubeginn Start beim Großprojekt „Citygate” in Wien

Wien. Das Austrian Chapter der „Royal Institution of Chartered Surveyors“ (RICS), Berufsvereinigung von Immobilienprofis, hat ImmofinanzCEO Eduard Zehetner als „Eminent“ aufgenommen und die Mitgliedschaft im Rahmen des RICS-Neujahrsempfangs verliehen.

Wien. Am 7. Jänner erfolgte der Baubeginn des neuen Wiener Stadtteils „Citygate” im 21. Bezirk. Das von der Stumpf Gruppe entwickelte Projekt wird ein Einkaufszentrum mit cirka 50 Shops auf 20.000 m� Verkaufsfläche und rund 1.000 Wohnungen umfassen. Der Standort Wagramer Straße/ Ecke Julius Ficker Straße liegt in unmittelbarer Nähe der U1-Station Aderklaaer Straße, die laut Prognosen der Projektentwickler nach Eröffnung des Einkaufszentrums und Einzug der neuen Wohnungseigentümer voraussichtlich etwa 25.000–30.000 Fahrgästen zum Ein- und Aussteigen dienen wird.

Auszeichnung für Immofinanz-CEO „Citygate“ wird bereits 2014 fertig

© KWR/Daniel Gebhart

Neuer Rechtsanwalt im Team von KWR

Zweites Mal in fünf Jahren Zehetners Beitrag bei der Sanierung der Immofinanz Group

war ausschlaggebend für die Entscheidung des Austrian Chapter, Zehetner den Eminent-Status zuzuerkennen, heißt es. Weiters habe er in seiner langjährigen Karriere die hohen ethischen Standards, die RICS für die berufliche Tätigkeit ihrer Mitglieder voraussetze, in hervorragender Weise erfüllt. Die seltene Auszeichnung wurde in den vergangenen fünf Jahren außer an Zehetner nur an Porr-CEO KarlHeinz Strauss vergeben. (red)

Wolfgang Brenner verstärkt als neuer Anwalt das Team von KWR.

nanzierte Eigentumswohnungen, als auch geförderte Mietwohnungen. Die geplante Tiefgarage ist für 780 Stellplätze konzipiert, direkt neben dem Projekt befindet sich zudem eine Park- & Ride-Anlage, die rund 1.470 Stellplätze umfasst. Das Projektvolumen beträgt rund 250 Mio. €; die Baufertigstellung des Gesamtprojekts und die Eröffnung des Einkaufszentrums sind für das Jahr 2014 vorgesehen.  (red)

Immofinanz-Generaldirektor Eduard Zehetner mit Laudatorin Sandra Bauernfeind.

Dem Projekt gegenüber ist der neue Schulcampus Donaustadt geplant, in dem rund 830 Volksschüler und Gymnasiasten die Schule besuchen werden; ein Kindergarten wird am Projektareal als Ergänzung dazu errichtet. Der gesamte Wohnbau, der über dem Einkaufszentrum liegt, bietet Raum für rund 2.500 Personen. Angeboten werden sowohl freifi-

© Citygate

Gute Infrastruktur

© RICS

Wien. Wolfgang Brenner verstärkt als neuer Rechtsanwalt das Team Öffentliches Recht bei der Wiener Anwaltssozietät Karasek Wietrzyk Rechtsanwälte (KWR). Sein fachlicher Schwerpunkt liegt im öffentlichen Wirtschaftsrecht, insbesondere im Energie-, Umweltund Beihilferecht. Brenner war vor KWR unter anderem bereits als Jurist in der Verbund-Gruppe und als Referent für Umwelt- und Energiepolitik in der Wirtschaftskammer Österreich tätig. (red)

Winteruni Mit Raiffeisen

Alpine Ski-WM voestalpine baut gigantische Stahlkonstruktion für den Zieleinlauf

Wien. Die Vorstände des Österreichischen Siedlungswerks (ÖSW), Michael Pech und Wolfgang Wahlmüller, luden auch dieses Jahr wieder zum traditionellen Neujahrspunsch in den Innenhof des ÖSW-Firmensitzes im 8. Bezirk: Gut 450 Gäste aus Bauwirtschaft, Finanzwesen, Architektur und Politik folgten der Einladung und nahmen die Gelegenheit zum Networken und Feiern wahr. (red)

2014 soll es fertig sein: Visualisierung des neuen Wiener Stadtteils „Citygate“.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 18. Jänner 2013 – 47

hypes und trends

Steve Pao von Barracuda Networks über die Sicherheitstrends des Jahres  Seite 49

© IT-Experts Austria

© Chris Haderer

technology regionale evolution

Langfristig soll Steyr zu einer führenden IT-Region ausgebaut werden  Seite 51

schnell virtuell vmware workstation 9 im praxistest

© VMWare

Bürgerplattform feiert den 15. Geburtstag

© doodle.com

short

© Bang & Olufsen

Wien. Es muss nicht immer Google sein. Der Online-Terminplaner Doodle hat aktuelle Zahlen veröffentlicht. Demnach nützen 15 Mio. Menschen den Service – das entspricht einem erneuten Wachstum von 50% seit Ende 2011. Außerdem wurde der Buchungsdienst BookMe lanciert, mit dem auch kleinere Dienstleister ihren Kunden die schnelle und komfortable Termin­vereinbarung im Web anbieten können. Erstmals sind außerdem auch Apps für das iPhone und das iPad von Apple verfügbar.  www.doodle.com

© medianet/Szene1/Christian Mikes

Wien. Auf der „CES 2013“ feierte „B&O Play“ von Bang & Olufsen vergangene Woche in Las Vegas ihr einjähriges Bestehen. Die junge Zweitmarke von Bang & Olufsen wurde vor einem Jahr lanciert. Zum Portfolio gehören u.a. folgende Plug-and-Play-Produkte: Der BeoPlay V1-Fernseher mit Apple-TV, das Lautsprecherdock BeoPlay A3 für iPad, das kompakte Audiosystem Beolit 12 zum Abspielen und Streamen von digitaler Musik, die Dockingstation BeoPlay A8 mit Apple AirPlay StreamingFunktion sowie der erst kürzlich vorgestellte extravagante Lautsprecher BeoPlay A9.  www.bang-olufsen.com

Manfred Matzka, Leiter der Sektion I im Bundeskanzleramt, beim Anschneiden der Geburtstagstorte für help.gv.at und das Rechtsinformationssystem RIS.

Neun Millionen Abfragen pro Jahr So oft wird die Bürgerplattform „help.gv.at“ in Anspruch genommen. Der Service ist nur einer von vielen Diensten, die das ­österreichische E-Government-Angebot erweitern sollen.  Seite 48 Microsoft Smarter Business-CEO läuft nach Kopenhagen

Telekom Austria Group Yesss! stärkt die Marktposition

­ ill 1.300 Kilometer ohne System­ W absturz laufen: Florian Grasel.

Wien. Seit vergangenen Dienstag ist Florian Grasel unterwegs – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Geschäftsführer der Smarter Business Solutions GmbH will mit seinem Laufprojekt „RunningSharepoint.com“ zeigen, wie mobiles Arbeiten heute wirklich funktioniert. Täglich will der Sportliche 50 bis 80 km ohne Systemabsturz hinter sich bringen und am 5. Februar in Kopenhagen ankommen. Sein Ziel: 1.300 Kilometer Arbeiten im Laufschritt. Seine Ausstattung: „Laufschuhe, viel Ehrgeiz und die neuesten Windows 8 und Windows Phone 8 Geräte“, sagt Florian Grasl.  www.microsoft.com

Neuverteilung im Prepaid-Bereich

© A1 Telekom Austria

Wien. Nachdem der Computerspezialist DiTech im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 105 Mio. € eingefahren hatte, konnte dieses Ergebnis im schwierigen Geschäftsjahr 2012 um 14,3% auf 120 Mio. € netto gesteigert werden. 28% dieses Umsatzes konnte DiTech online erwirtschaften. Insgesamt zählt DiTech 550.000 registrierte Kunden, 104.000 sind allein im abgelaufenen Jahr dazugekommen.  www.ditech.at

© Microsoft

© DiTech

Mobiles Arbeiten im Laufschritt

Hannes Ametsreiter, CEO ­ der Telekom Austria Group.

Wien. Mit dem Erwerb von Yesss! aus dem Orange-Schatzkästchen hat A1 seinen Marktanteil auf 45% ausbauen können. „Mit der Möglichkeit, Yesss! ohne Auflagen seitens der Behörden übernehmen zu können, stärken wir die Position von A1 und haben nun die Möglichkeit, wirklich jedem Kunden das passende Mobilfunkangebot machen zu können“, sagt A1-CEO Hannes Ametsreiter. „Ab Sommer werden Yesss! Kunden dann das A1-Netz nutzen können. Durch diese Migration profitiert Yesss! von unserer flächendeckenden Top-Netzqualität.“  www.telekomaustria.com


C ov e r

48 – medianet technology

Freitag, 18. Jänner 2013

help.gv.at Das Bürgerportal feiert seinen 15. Geburtstag mit mehr als neun Millionen Zugriffen im vergangenen Jahr

Kommentar

Das Online-Amt mit dem besten Image Österreichs

Apple, vor etwa zwanzig Jahren

Das Rechtsinformationssystem RIS bringt es derzeit auf rund 100 Millionen Dokumentenzugriffe pro Monat. Chris Haderer

Chris Haderer

Iron Mountain Überdosis

© panthermedia.net/Mark Oleksiy

Zu viele Daten

Das Verarbeiten großer Daten­ mengen wird zur Herausforderung.

Wien. Iron Mountain, Dienstleister für Informationsmanagement und Datenschutz, hat in einer aktuellen Studie herausgefunden, dass mittelständische Unternehmen mit Big Data überfordert sind und nicht wissen, wie sie diese enormen Datenmengen nutzbar machen können. Etwa jedes sechste Unternehmen (17,25%) will deshalb Big Data überhaupt nicht für sich nutzen, europaweit sind es sogar 21%. Oft liegt auch hier der Grund im Nichtwissen, wie die Daten zu verwerten sind. 7% der Befragten gaben sogar an, ihre Führungskräfte sähen in Big Data kein wichtiges Thema.  www.ironmountain.co.uk

© BKA

G

Manfred Matzka, Leiter der Sektion I im Bundeskanzleramt: „‚help.gv.at‘ und RIS werden von den Bürgern sehr gut aufgenommen.“

Amt mit gutem Image

© ris.bka.gv.at

eschichte hat gelegentlich den Hang, sich zu wiederholen. Im Jahr 1991 erfand beispielsweise Apple mit dem „PowerBook“ den Notebook-Markt. 1992/93 verkaufte Apple mehr Notebooks als jeder andere Hersteller, was den Cupertinern im Geschäftsjahr 1992 einen Gewinn von über 500 Millionen Dollar einbrachte. Aber schon im Geschäftsjahr 1996 war es mit dem Geldregen vorbei: Apple machte ein Minus von 816 Millionen Dollar, gefolgt von einem weiteren Tiefpunkt mit -1.045 Millionen Dollar im Jahr 1997. Richtig aufwärts ging es erst wieder ab dem Jahr 2005 mit iPhone und Konsorten. Jetzt, nachdem Apple ganz oben auf der Liste der erfolgreichsten IT-Firmen steht, sagen viele Analysen dem Konzern Schwierigkeiten voraus, seine Position zu halten. Wie schon 1991 hat Apple zwar den Smartphone- und Tablet-Markt quasi erfunden, wird nun aber vom Mitbewerb langsam überrundet. Android hält mittlerweile fast 72 Prozent des weltweiten SmartphoneMarkts, während Apple bei knapp 14 Prozent rangiert. „Ist die Innovationsmaschine von Apple ins Stocken geraten“, fragt sich etwa USA Today. Wie viele neue Märkte kann ein einzelnes Unternehmen nicht nur öffnen, sondern auch am Leben erhalten? Diese Frage – und noch ein paar weitere – wird Apple heuer wohl oder übel  beantworten müssen.

Wien. „Danke an alle, die damals die Idee hatten“, sagt Manfred Matzka, Leiter der Sektion I im Bundeskanzleramt. Gemeint sind jene Personen, die vor 15 Jahren die Idee zum Rechtsinformationssystem RIS und zum Bürgerportal ‚help.gv.at‘ hatten. Die „Geburtstagsfeier“ fand vorige Woche im Bundeskanzleramt statt. 1997, im Gründungsjahr der Dienste, „haben viele Österreicher noch nicht gewusst, was das Internet ist und was sie damit machen können“, sagt auch Christian Rupp, Sprecher der Plattform Digitales Österreich im Bundeskanzleramt. Waren es zu Beginn lediglich elektronische Formulare, stehen mittlerweile etwa 1.000 verschiedene Anträge und Dokumente zur Verfügung, die von zu Hause aus gestellt und ausgefüllt werden können, wobei die Verständlichkeit im Vordergrund steht. Bei einer Plattform wie help.gv.at sei es wichtig, „nicht wie eine Vorlesung daherzukommen, sondern wie ein Ladengeschäft“, sagt Matzka und betont die Ausrichtung der Informationen „nach Lebenslagen, mit denen die Anwender auch etwas anfangen können“. Dementsprechend war das abgefragte Highlight des letzten Sommers das Thema „Wann darf ich Rasenmähen?“ Übers Jahr gerechnet gehören Geburt, Führerschein, Kfz und Erben zu den beliebtesten help. gv.at-Themen.

Das Rechtsinformationssystem RIS ist auch via App (hier für iOS) leicht abrufbar.

576 Datenbestände sind laut Roland Ledinger, Bereichsleiter IKT Strategie des Bundes im Bundeskanzleramt, derzeit via help.gv.at abrufbar: „Dass diese Services von der Bevölkerung sehr gut angenom-

men werden, zeigen die über neun Millionen Anwendersitzungen im Jahr 2012“, meint Ledinger. Auf ein Amtsgebäude umgerechnet, entspräche das 300 Menschen, die den „ganzen Tag Auskünfte erteilen“. Dementsprechend sei help.gv.at auch das „bestfrequentierte Amt Österreichs und zugleich auch das mit dem besten Image.“ Auch das Rechtsinformationssystem RIS erfreut sich großer Beliebtheit und bringt es derzeit auf rund 100 Mio. Dokumentenzugriffe pro Monat.

Ziele für die Zukunft Wesentliche Ziele von help.gv.at in den nächsten Jahren sind die weitere Erhöhung des Bekanntheitsgrads und, damit einhergehend, die Steigerung der Zugriffszahlen und die Ausweitung des userfreundlichen Serviceangebots. Hier liegt der Fokus auf der Forcierung von mobilen Lösungen. Mit der ‚Amtsfinder:App‘ und der ‚Handy-Signatur:App‘ konnten bereits im vergangenen Jahr wesentliche Schritte für eine verstärkte mobile Nutzung gesetzt werden. Derzeit arbeitet help.gv.at an der ‚Help4Baby:App‘, die heuer eingeführt wird. Mit dieser App, die quasi als Mutter-Kind-Pass fungieren soll, werden die Amtswege den werdenden Müttern vor und nach der Geburt „baby-leicht“ gemacht. Weitere Apps, wie eine Web-App für Studenten und eine Information über die aktuellen Angebote der staatlichen Kultureinrichtungen, befinden sich in Planung. Mit dem Service „Was ist neu im Jahr 2013?“ wird außerdem ein Überblick über die für das kommende Jahr bereits im Nationalrat beschlossenen Änderungen geboten. www.bka.gv.at  help.gv.at  www.ris.bka.gv.at

App Stores Apple hat im Jänner mehr als 40 Milliarden kumulierte Downloads in seinem Store für iOS-Systeme erzielt

Downloadzahlen: Der Himmel ist die Grenze Wien. Eine der vielen kleinen Fronten, an denen sich Google, Apple und Microsoft gegenüberstehen, sind ihre App Stores. Seit Apple im Jahr 2008 das Geschäft mit den Mini-Programmen eröffnete, wurden laut Apple-Zahlen mittlerweile mehr als 40 Mrd. Apps aus dem App Store der Cupertiner geladen, davon allein 20 Mrd. im Jahr 2012 (siehe Infografik rechts). Der Elektronikhersteller bietet derzeit laut eigenen Angaben 775.000 verschiedene ­Apps für iOSSysteme an, wobei allerdings nicht alle Apps mit allen verbreiteten iOS-Plattformen kompatibel sind. Immer mehr Mini-Programme setzen iOS 6.0 voraus, welches aber z.B. vom ersten iPad-Modell nicht mehr unterstützt wird.

Die Systeme Wie Google kürzlich verlautbarte, sind im Play Store des Unternehmens nunmehr 800.000 Apps für Android-Systeme im Angebot. Microsoft bot im Windows Phone Store vergangenen

Dezember knapp 150.000 Apps und liegt damit an dritter Stelle im Ranking. Für die tatsächliche Marktpräsenz sind Angebots- und Downloadzahlen allerdings eher mit Vorsicht zu genießen. Hohe Downloadzahlen sagen nicht viel über die Verwendung der Apps aus, ebenso reflektieren Angaben über die Anzahl der zur Verfügung stehenden Apps kaum Informationen über die Qualität der Software. Während im Play Store von Google verstärkt auch Apps mit Malware-Charakter zu finden sind, prüft hingegen Apple die Anwendungen vergleichsweise streng, bevor sie im Online-Store einziehen dürfen. Das schließt zwar fehlerhafte Software nicht aus, sorgt aber generell für eine höhere Softwarequalität, als sie beispielsweise für Android vorherrscht. Für den Erfolg einer kommerziellen App sind hingegen ausschließlich die Downloadzahlen relevant; hier haben die Publisher mit dem Problem zu kämpfen, dass Apps in der Regel nur dann ein Geschäft sind, wenn sie in den Top-

Rankings der jeweiligen Stores zu finden sind oder als Tipps gelistet werden.

App-Rankings Um in den USA im App Store von Apple ins Top Ten-Ranking zu gelangen, sind laut Zahlen der deutschen Agentur AppAdvisors rund 80.000 Downloads notwendig

(Top 25: 45.000 Downloads, Top 50: 25.000 Downloads). In China reichen 30.000 Downloads für einen Platz unter den besten 10, in Kanada sind es gar nur 9.000. In Deutschland ist man ab 12.000 Downloads mit von der Partie.  www.apple.at  www.google.at  www.microsoft.at  www.appadvisors.de


Freitag, 18. Jänner 2013

i d e e & Str at e gi e

medianet technology – 49

Barracuda Networks Inc. Der Netzwerke-Sicherheitslösungs-Anbieter versucht, die Trends des kommenden IT-Jahres auf den Punkt zu bringen

Neue Themen jenseits von Hypes chris haderer

Wien. Neu sind die Themen, die in den kommenden zwölf Monaten die IT-Agenda bestimmen sollen, nicht. Es sind Schwerpunkte, die schon im Vorjahr gesetzt wurden, Cloud Computing und Social Media beispielsweise – aber man wird sich heuer intensiver mit ihnen beschäftigen müssen, meint Steve Pao, ­Vice President, Product Management beim Hersteller Barracuda Networks. Barracuda Networks Inc. kombiniert lokal installierte Gateways und Software, virtuelle Appliances, Cloud Services sowie Remote Support zu Lösungen für ITSicherheit, Netzwerkoptimierung und Data Protection. Zu den mehr als 150.000 Kunden jeder Größenordnung gehören Coca-Cola, EADS, Europcar, FedEx, Harvard University, IBM, Konica Minolta, L’Oréal und die Postbank. Der internationale Hauptsitz liegt in Campbell, Kalifornien, der Hauptsitz für Kontinentaleuropa in Innsbruck.

die Sichtweise der IT-Verantwortlichen ein wenig? Pao: Jenseits des Hypes werden sich Firmen mit der praktischen Umsetzung der Cloud beschäftigen. 2013 wird ein Jahr des Cloud System Managements, der Erweiterung der flexiblen Compute Cloud hin zur Security und des effektiven Einsatzes von Cloudapplikationen wie ‚salesforce.com‘. medianet: Wird sich ‚Bring your own Device‘ Ihrer Meinung nach als Lösung durchsetzen? Viele IT-Experten sehen darin ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Unternehmen.

Pao: Android und iOS werden weiterhin Einfluss auf Unternehmensapplikationen haben. Die meisten unserer Kunden schätzen die größere Mobilität von BYOD und die Tatsache, dass so die Produktivzeit und Leistung ihrer Mitarbeiter zu relativ überschaubaren Kosten erhöht wird. Der Einsatz mobiler Plattformen setzt aber voraus, dass sie sicher auf das Unternehmensnetzwerk zugreifen können, Daten abrufen und im Internet surfen können. Wie andere Anbieter auch unterstützen wir mobiles Arbeiten mit unseren Security- und Datensicherheitsprodukten.  www.barracudanetworks.com

© Chris Haderer

Sicherheit bleibt im Cloud- und BYOD-Umfeld weiterhin ein IT-Kernthema.

Steve Pao, Vice President, Product Management bei Barracuda Networks Inc.

Veränderungen und Trends medianet: Wird Virtualisierung von Ressourcen weiter an Bedeutung gewinnen? Steve Pao: Die Veränderungen durch die Virtualisierung haben sich schon bei Computing und Storage ausgewirkt und sie werden sich in Folge auch beim Netzwerk bemerkbar machen. ‚Softwaredefiniertes Netzwerken‘ mag ein Hype sein, gleichwohl sehen wir zahlreiche praktische Anwendungen, wie etwa die Verortung der Security nah an den zu schützenden Ressourcen. Zum Beispiel verkaufen wir heute über die Hälfte unserer SSL VPN Einheiten als virtuelle Appliance. Den Großteil unseres netzwerkfokussierten Portfolios haben wir virtualisiert, darunter die Next Generation Firewalls, Web Application Firewalls, Serverlastregler, Spamfilter und Webfilter.

„2013 wird das Jahr des Cloud Systemmanagements hin zur System-Security.“ Steve Pao

medianet: Ist es sinnvoll, den Einsatz von Social Media am Arbeitsplatz zu verhindern? Pao: Unternehmen müssen die Verwendung von Sozialen Netzwerken am Arbeitsplatz intelligent lösen. Eine Studie von ‚Barracuda Labs‘ zeigt, dass 86% aller Befragten der Ansicht sind, dass ihre Mitarbeiter die Sicherheit des Unternehmens durch ihre Aktivitäten in Sozialen Netzwerken gefährden können. Dennoch war an 75% der Arbeitsplätze der Befragten die Verwendung von Twitter und an 69% die von Facebook gestattet. 2013 wird die Web Security ihr Wachstum fortsetzen und viele Firmen werden Technologien zur Archivierung von Social Media-Inhalten als Teil ihrer Datenvorhalts- und Compliancestrategien nutzen. medianet: Ist die Cloud immer noch ein Hype oder verändert sich

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Fa c t s & f i g u r e s

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© panthermedia.net/rangizzz

Gezielte Angriffe auf Smartphones steigen

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SBIC Der aktuelle Report des Security for Business Information Council widmet sich den kommenden Sicherheitstrends

Vier Trends, die heuer die IT beschäftigen werden

Cloud Computing und Big Data gehören zu den großen Herausforderungen der kommenden 12 Monate.

Wien. Die Jahresanalyse für 2012 des Security-SoftwareHerstellers Kaspersky Lab zeigt, dass sich in jüngster Zeit die Top-Drei Gattungen mobiler Schadprogramme herauskristallisiert haben: SMS-Trojaner, Backdoor-Programme und Spyware. Die SMS-Trojaner versenden unbemerkt vom Nutzer Textnachrichten an PremiumNummern und ziehen so Geld vom betroffenen Konto ab. Backdoor-Schädlinge bieten Cyberkriminellen illegalen Zugang zu einem Smartphone, um weitere Schädlinge nachzuladen oder persönliche Daten zu stehlen. Und mit mobiler Spyware können unerlaubt private Daten, zum Beispiel aus dem Adressbuch, auf dem Gerät gespeicherte Dokumente und Passwörter gesammelt werden. SMS-Trojaner, Backdoors und Spyware machten in der ersten Jahreshälfte 2012 mehr als die Hälfte (51%) aller neuen Android-Schädlinge aus. Unter den Top Ten der von Kaspersky Mobile Security und Kaspersky Tablet Security blockierten Android-Schädlinge finden sich hauptsächlich SMS-Trojaner. An zweiter Stelle liegen Apps, die dem Anwender unerwünschte Werbeanzeigen darstellen. Aktuell weniger verbreitet, aber sehr gefährlich sind mobile Banking-Trojaner, die oft in Verbindung mit einem Desktop-Rechner arbeiten  www.kaspersky.de

Webshop setzt auf hybris zur Online-Expansion

Wien. Cloud Computing, SocialMedia, mobile Geräte und Big Data sind vier Themen, die die IT-Landschaft bereits seit dem Vorjahr intensiv durchsetzen. Jetzt hat RSA, die Sicherheitssparte von EMC, die aktuelle Studie „Information Security Shake-up: Disruptive Innovations to Test Security’s Mettle in 2013” des Security for Business Innovation Council (SBIC) veröffentlicht, in der Strategien vorgeschlagen werden, mit denen Unternehmen den aktuellen ITTrends begegnen sollen. Der neue Report fasst die Meinungen und Erfahrungen von 19 führenden Sicherheitsverantwortlichen von Konzernen wie eBay, FedEx, Intel, JPMorgan Chase, Nokia oder die SAP AG zusammen. „Informationssicherheit dreht sich nicht länger nur um IT“, versucht Martijn Dekker, Senior Vice President, Chief Information Security Officer von ABN Amro, die Ergebnisse der Studie auf den Punkt zu bringen: „Trends wie Cloud Computing und Consumerization verbreitern die Rolle der Informationssicherheit rasch. Es geht ums Geschäft. Es geht um Menschen. Es geht um Risikomanagement.“

© EMC Austria

chris haderer

Smartphones rücken immer stärker ins Visier von Cyberkriminellen.

Martin Hammerschmid, Country Manager EMC Österreich, präsentiert den Report des Security for Business Information Council.

Hammerschmid, Country Manager EMC Österreich. „Dazu gehört auch, dass sie ein fortlaufendes Monitoring implementieren.“ 2.) Social Media: Laut den RSAVorschlägen werden Sicherheitsteams umfassende Richtlinien und Kontrollmechanismen etablieren müssen, um den Risiken von Social Media zu begegnen. „Eine gute Risikomanagementstrategie für Social Media wird hierzu ein interdisziplinäres Team benötigen“, sagt Hammerschmid. 3.) Mobilkommunikation: Die zunehmende Verbreitung der Mobilkommunikation zwingt Sicherheitsverantwortliche dazu, mit den damit verbundenen Risiken umsichtig umzugehen. „Sie müssen sich bei der Konzeption neuer

Methoden und Strategien Das SBIC empfiehlt vier Strategien, mit denen Unternehmen ihre Informationssicherheitsprogramme anpassen können. 1.) Cloud Computing: Mit der wachsenden Bedeutung des Cloud Computing werden auch dessen Sicherheitsaspekte wichtiger. „Unternehmen müssen Wege finden, wie sie die Sicherheitsmechanismen ihrer Cloud-Provider zuverlässig kontrollieren können“, sagt Martin

Strategien immer der Tatsache bewusst sein, dass das mobile Endgerät nicht als sicher betrachtet werden kann.“ 4.) Big Data: Aufgrund des geschäftlichen Mehrwerts von Big Data müssen Sicherheitsteams Mehrjahres-Pläne ausarbeiten, wie sie ihre Schutzkonzepte für Big-Data-Bestände im Laufe der Zeit angemessen weiterentwickeln werden. „Diese Pläne sollten auch aufzeigen, wie die Teams BigData-Analysen nutzen können, um Sicherheitsbedrohungen rechtzeitig zu erkennen und effektiver zu bekämpfen“, erklärt Martin Hammerschmid. Die Sicherheitsteams müssen zudem von Anfang an in alle neuen Big-Data-Projekte mit einbezogen werden. Nur so können

sie die damit verbundenen Risiken verstehen und passende Gegenstrategien entwickeln. „Die Informationssicherheit wird sich 2013 weiterentwickeln müssen“, sagt Hammerschmid. „Konventionelle Herangehensweisen wie die Absicherung der IT-Infrastruktur nach außen oder signaturbasierte AntivirenLösungen reichen nicht länger aus. Stattdessen benötigen wir risikobasierte Programme, die wichtige Geschäftsdaten in jedem Umfeld schützen können. Um erfolgreich zu sein, müssen Sicherheitsverantwortliche auf Strategien setzen, die die Möglichkeiten der Big-DataAnalyse ausschöpfen und schnelle Entscheidungen ermöglichen.”  www.emc2.at

Ars Electronica Im Vorjahr konnten die Linzer mit ihren Kunstprojekten insgesamt 13,7 Mio. € an Umsätzen einfahren

Der Webshop von „21Diamonds“ mit Technologie von hybris.

Wien. Der Omni Channel Commerce Software-Anbieter hybris stellt die Grundlage für den ersten Webstore von „21Diamonds“. Der auf den Verkauf von handgefertigtem Schmuck spezialisierte OnlineHändler setzt auf den hybris Commerce Accelerator, um online in über 18 Länder zu expandieren. Dazu gehören zwölf Länder in Europa (Österreich, Dänemark, Finnland, Frankreich, Italien, Norwegen, Polen, Spanien, Schweden, Schweiz, Niederlande und Großbritannien) sowie die USA, Brasilien, Russland, Indien und Australien. Durch die integrierte Unterstützung mehrerer Währungen und Sprachen ermöglicht der hybris Commerce Accelerator einen schnellen Einstieg in internationale Märkte, die separate Lösungen überflüssig machen soll.  www.hybris.com

Linz. Für das um das Ars Electronica Center am Urfahrer Donauufer zentrierte „Ars Electronica“-Festival war 2012 das Jahr der Großprojekte und Umsatzrekorde. Beliefen sich die Gesamterträge der Ars Electronica Linz GmbH im Jahr 2011 auf 12,5 Mio. €, konnten gemäß des vorläufigen Jahresergebnisses 2012 insgesamt 13,7 Mio. € erwirtschaftet werden – ein Plus von 1,2 Mio. € oder 9,6 Prozent. Motor dieses Zuwachses war das „Futurelab“, das allein mehr als 4,5 Mio. € Umsatzerlöse erzielte. Die noch sehr junge „AE Solutions“ konnte ihrerseits rund 500.000 € Umsatz beisteuern. Der gesteigerte Leistungsumfang schlug sich auch in einem gegenüber 2011 um rund fünf Prozent höherem Beschäftigungsstand nieder: Im Jahresschnitt waren 2012 etwa 197 Mitarbeiter bei der Ars Electronica beschäftigt.

Kunst-Rekorde 3.674 Projekte aus 72 Ländern wurden beim „Prix Ars Electronica 2011/2012“ eingereicht. Knapp drei Tage brauchte die internationale

© Chris Haderer

© hybris

Elektronische Kunst und Umsatzrekorde

Das Ars Electronica Center: Kunst und Technologie am Donauufer in Linz-Urfahr.

Jury, um die in sieben Kategorien eingereichten Arbeiten zu sichten und die besten daraus auszuwählen. Die „Goldenen Nicas“ gingen dabei an Künstler aus Luxemburg, Estland, Großbritannien, den USA, Syrien, der Schweiz und Österreich. Parallel dazu wurde gemeinsam mit dem Forschungszentrum

CERN der „Prix Ars Electronica Collide@CERN Residency Award“ an den US-Amerikaner Bill Fontana vergeben, dessen Arbeiten im Bereich der Sound Art bereits in weltbekannten Institutionen wie der Tate Modern oder dem Whitney Museum of American Art zu sehen bzw. zu hören waren. „Die ersten

künstlerischen Ergebnisse seiner Aufenthalte am CERN sowie dem Ars Electronica Futurelab wird Bill Fontana im September 2013 beim nächsten ‚Ars Electronica Festival‘ in Linz präsentieren“, sagt Gerfried Stocker, künstlerischer Direktor der Ars Electronica. Neben einem Großauftrag für den Flughafen Wien (der interaktiven Kunstinstallation „ZeitRaum“) und der künstlerischen Leitung der „voestalpine Klangwolke“ wickelte das Ars Electronica Futurelab im vergangenen Jahr eine ganze Reihe weiterer Projekte ab. Dazu zählten ein immersives Präsentationssetup für Swarovski Wattens, der „Inspiration Pavillon“ für die SAP Deutschland-Zentrale in Walldorf, das 3D-Lab für die Firma Schattdecor, die „Mobile Terminals“ für die Firma Kaindl sowie weitere Auftragsarbeiten für MED-EL, die Wirtschaftskammer OÖ, die Volkswagen AG und das Toshiba Corporation Design Center. Insgesamt erwirtschaftete das Future­ lab mehr als 4,5 Mio. € – um 99% mehr als im Jahr 2011.  www.aec.at


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 18. Jänner 2013

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IT-Experts Austria Die Standort- und Interessensvertretung hat ihr erstes Jahr mit erfolgreichen Projekten absolviert

Langfristig soll Steyr am Nationalpark zu einer der führenden IT-Regionen Österreichs gemacht werden. tungen und Projekten; dem Ziel, die Region Steyr am Nationalpark zur führenden IT-Region Österreichs zu machen, sind wir damit einen großen Schritt näher gekommen.“

Alfred Unegg

Steyr. „Die Region Steyr am Nationalpark ist dank ihrer starken ITUnternehmen eine österreichweite Modellregion im IT-Sektor“, sagt Wolfgang Bräu, Sprecher der ITExperts Austria. Um den Standort Steyr am Nationalpark noch interessanter für Unternehmer und optimal ausgebildete Fachkräfte zu gestalten, wurde die Initiative „IT-Experts Austria“ unter der Schirmherrschaft der WKO Steyr am Nationalpark gegründet und

Die Fähigkeiten der Mitarbeiter erkennen © panthermedia.net/Werner Heiber

Ein erfolgreiches Jahr im Zeichen der Vernetzung

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Software-Lösungen zur Unter­ stützung der Personalentwicklung.

Reading/Wien. Eine von Oracle vorgestellte Studie zeigt, dass Unternehmen in England, Frankreich und Deutschland das Engagement ihrer Mitarbeiter und damit die Profitabilität und die Prozesse verbessern könnten, wenn sie Software-Lösungen zur Unterstützung der Personalentwicklung einsetzen würden. 95% aller befragten Unternehmen bestätigten, dass entsprechende Systeme ihre Leistungsfähigkeit und ihren finanziellen Erfolg verbessern würden. Dennoch war nur knapp ein Viertel der Befragten (24%) sehr zufrieden mit dem Einblick, den sie in die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter haben.  www.oracle.at

Geplanter Bildungsweg Zu Beginn des Jahres 2012 bekräftigte eine Studie der IT-Experts das Potenzial der regionalen Unternehmen. Die Erhebung zeigte einen Bedarf von etwa 280 Fachkräften allein in den nächsten beiden Jahren. Basierend auf dieser Erkenntnis, starteten die Organisatoren mehrere Projekte. Den Beginn machte das Thema „Die Zukunft der IT-Branche ist weiblich“. Mit dieser Botschaft sollten auch Frauen auf diese, immer noch männerdominierte, Branche aufmerksam gemacht werden. „Ein zentrales Projekt war auch der Entwurf einer Ausbildungslandkarte. Dieser Folder mit integrierter Landkarte gibt einen Überblick über die vielfältigen Ausbildungs-möglichkeiten im Großraum Steyr.“ Angehende Schüler, Lehrlinge und Studenten können anhand dieser Karte ihre Interessen definieren und ihren weiteren Bildungsweg danach ausrichten.

von Ausbildung und ­Unternehmen ist generell der zentrale Kern aller Bemühungen der ‚IT-Experts Austria‘.“ Wolfgang bräu it-experts austria

im November 2011 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Jetzt blickt die Standort- und Interessensvertretung „auf das erste volle Kalenderjahr ihres Bestehens mit Stolz zurück“, sagt Bräu. „Nach der Leistungsbeschreibung des Standorts startete eine Reihe vielversprechender Projekte. Neben der erfolgreichen Vernetzung von Ausbildung und Unternehmen führte die Initiative interessante Erhebungen durch. Die IT-Experts organisierten auch eine Fülle von spannenden Veranstal-

Ausbildung und Vernetzung „Die Verknüpfung von Ausbildung und Unternehmen ist generell der zentrale Kern der ‚IT-Experts Austria‘“, sagt Wolfgang Bräu. „Zu diesem Zweck wurde im Oktober 2012 eine Job Rallye organisiert, bei der Hauptschüler aus Steyr auch IT-Unternehmen besuchten.“ Im November 2012 stand das erste IT-Speed Dating am Programm. Dabei bekamen Interessenten die Möglichkeit, jeweils fünf Minuten unverbindlich und unbürokratisch

Veraltete Techniken senken die Effizienz London/Wien. Einer von Ricoh Europe veröffentlichten Studie zufolge fällt es europäischen Unternehmen schwer, mit dem Tempo des technologiebestimmten Wandels Schritt zu halten. Beachtliche 82% der Mitarbeiter europäischer Unternehmen halten ihre Arbeitsweisen für veraltet; sie haben das Gefühl, dadurch nicht so wirksam und effizient arbeiten zu können, wie es ihrem Potenzial entsprechen würde. Dies wirkt sich auch auf ihre Fähigkeiten aus, neue Einnahmequellen zu erschließen, ihre Gewinne zu steigern und den künftigen Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht zu werden.  www.ricoh.at

© IT-Experts Austria

„Die Verknüpfung

Der Start ist gelungen: Wolfgang Bräu, Sprecher der „IT-Experts Austria“, blickt auf ein erfolg- und ereignisreiches Premierenjahr 2012 zurück.

mit den Entscheidungsträgern der Unternehmen zu sprechen und sich über Jobmöglichkeiten zu informieren. „Der große Erfolg dieser innovativen Veranstaltung überraschte sowohl die Organisatoren als auch die teilnehmenden Manager. Abseits der Verbindung von Ausbildung und Branche initiierten die

IT-Experts Austria auch Informationsveranstaltungen für Unternehmer, wie den Schwerpunktabend „IT-Sicherheit“. Die „Energie der letzten Erfolge werden die IT-Experts Austria auch ins Jahr 2013 mitnehmen und weiterhin aktiv den IT-Standort Steyr unterstützen“, sagt Wolfgang Bräu. www.steyr.it

TU verarbeitet Daten der Pyramiden von Gizeh

T-Systems Die Tochter der Deutschen Telekom will bis zum Jahr 2015 eine Milliarde € allein an Cloud-Umsätzen erzielen

Neue US-Verträge „Jüngster Meilenstein ist der Start in den US-Gesundheitsmarkt mit dem Großauftrag von ‚Presby-

Telekom-Vorstand und T-Systems-Chef Reinhard Clemens: mehr Cloud-Geschäfte.

terian‘“, sagt Clemens. Der Träger und Betreiber von acht Krankenhäusern und 36 ambulanten Kliniken in Neumexiko bezieht künftig IT-Leistungen aus der Cloud aus dem T-Systems-Rechenzentrum in Houston, Texas. Die Laufzeit des Vertrags beträgt insgesamt zehn Jahre.

Auch der Energiekonzern BP hat sich bei seiner Mitarbeiterkommunikation für Cloud-Dienste von T-Systems entschieden. Die Telekom-Tochter wird BP mit Microsoft Exchange 2010 ausstatten. Damit können über 83.000 BPMitarbeiter rund um den Globus mit mobilen Endgeräten oder per

Festnetz jederzeit und überall auf ihre gewohnten Kommunikationsdienste zugreifen. Darüber hinaus wird die Deutsche Telekom für den Schweizer Konzern Georg Fischer eines „ihrer weltweit vielschichtigsten Integrationsprojekte umsetzen“, sagt Clemens. Der Großauftrag mit einer Laufzeit von fünfeinhalb Jahren sieht vor, dass T-Systems für Georg Fischer das globale Datennetz erweitert und die IT-Infrastruktur von drei eigenständigen Konzerntöchtern in der beim Kunden neu geschaffenen Corporate IT bündelt. Um seine Geschäftsprozesse weltweit zu steuern, nutzt der Industriekonzern Georg Fischer künftig SAP aus der Wolke. Gute Nachrichten auch für Raucher: T-Systems hat mit British American Tobacco (BAT) einen der größten Cloud-Aufträge seiner Unternehmensgeschichte geschlossen; der Vertrag hat eine Laufzeit von sieben Jahren. Mit dem dynamischen Bezug von IT-Dienstleistungen will BAT an Flexibilität gewinnen und seine Kosten reduzieren.  www.t-systems.at

© khm.at

Wien. T-Systems, eine Tochter der Deutschen Telekom, setzt verstärkt auf das Cloud-Geschäft. Das Unternehmen will bis zum Jahr 2015 rund eine Mrd. € allein mit Cloud-Geschäften erzielen, was einem Siebtel ihres Gesamtumsatzes entspricht. Im Vergleich zu Cloud-Umsätzen von 400 Millionen € in diesem Jahr entspricht dies einem Anstieg um das Zweieinhalbfache. „Der Trend hin zu CloudLösungen lässt sich bereits heute an den Großaufträgen mit Konzernen ablesen“, sagt TelekomVorstand und T-Systems-Chef Reinhard Clemens. „Immer mehr Unternehmen im In- und Ausland nutzten Anwendungen, Rechenund Speicherleistung ihrem Bedarf entsprechend über das Netz und zahlten dafür nach Verbrauch.“ Allein 2012 summieren sich die Auftragseingänge cloudbasierter Abschlüsse auf ca. zwei Mrd. €.

© T-Systems

Ausweitung des Cloud-Business angestrebt

Die TU Wien lieferte die Rechenarbeit für das Kunsthistorische Museum.

Wien. Pyramiden und Gräberfelder, Computer und Laserstrahlen: Jahrtausendealte Architektur und modernste digitale Methoden treffen sich nun gemeinsam in einer Ausstellung „Im Schatten der Pyramiden” (ab 22. Jänner 2013). Vor genau 100 Jahren erforschte ein österreichisches Ausgrabungsteam die Pyramiden von Gizeh, nun wurden dazu an der TU Wien gewaltige Datenmengen aufbereitet – vom Ausgrabungstagebuch bis zum 3D-Laserscan. Daraus ­entstanden Filme und inter­aktive Präsentationen, die einen Einblick in das Alte ­Ägypten ermöglichen.  www.tuwien.ac.at


T o o ls & se rv ic e s

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Test Die Version 9 des VMware-Produkts bietet optimierte Installationsfeatures für virtuelle Maschinen unter Windows 8

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VMware Workstation: der Computer im Computer

© Epson

Neuer 3D-Projektor für den Bildungsbereich

Epson EB-W16: bis zu 3.000 Lumen hell und 1:5000 Kontrast.

Virtuelle Maschinen können verschlüsselt und mit fixierten Voreinstellungen versehen ausgeliefert werden.

VMware Workstation 9: aufgeräumte Menüs sorgen für übersichtliche Steuerung. Chris haderer

Wien. Bis zu 70 Prozent der laufenden Kosten in einem Rechenzentrum entfallen auf die Wartung von Hardwarekomponenten. Zur Konsolidierung werden daher verstärkt Virtualisierungslösungen eingesetzt, in denen ein kompletter PC „virtuell“ auf einem Server läuft. Eine sogenannte virtuelle Maschine ist ein isolierter Softwarecontainer, der sein eigenes Betriebssystem und seine eigenen Anwendungen so ausführen kann. Er verhält sich

Wien. Mcor Technologies Ltd, ein Hersteller von 3D-Druckern, wird den Mcor Iris 3D-Farbdrucker auf der SolidWorks World (20.–23.1.2013) erstmals vor Publikum präsentieren. Der kostengünstige und umweltfreundliche Mcor IRIS druckt zeitgleich mehr als eine Mio. Farbnuancen und kreiert langlebige und fotorealistische physische Objekte aus 3D-Daten. Neben einer True Color-Funktion bietet Iris laut Eigenangabe auch die niedrigsten Betriebskosten aller 3D-Drucker im kommerziellen Bereich.  www.mcortechnologies.com  www.solidworks.com

© Belkin

IP-Webcams mit Full HD und Nachtsichtfunktion

Belkin bietet zwei neue WebCams auf Basis von IP-Netzen.

Wien. Auf der Elektronifachmesse „CES 2013“ hat Belkin zwei neue IP WebCams vorgestellt. Die NetCam WLAN (129 €) verfügt über einen InfrarotNachtsichtmodus und liefert auch bei wenig oder gar keinem Licht klare Bilder. Zusätzlich hat Belkin ein Weitwinkelobjektiv eingebaut, das einen erweiterten Bildausschnitt erfassen kann. Belkins NetCam HD (149 €) präsentiert sich als High Definition WLAN-Netzwerkkamera, die Bildübertragungen mit einer Qualität von bis zu 720p möglich macht. Darüber hinaus bietet die NetCam HD die Integration in das WeMo Smart-Ökosysten  www.belkin.com

© Chris Haderer (3)

Neuer 3D-Drucker mit geringen Betriebskosten

Für Windows 8 optimiert: Installationsroutine von VMware Workstation 9.

genauso wie ein physischer Computer und besitzt eigene virtuelle Ressourcen wie CPU, RAM, Festplatte und Netzwerkkarte; eine Lösung, mit der sich virtuelle Maschinen erzeugen und betreiben lassen, ist „VMware Workstation“, das im Vorjahr in der Version 9 erschienen ist (249 USD, ca 187 €).

Leistungsfähige Features VMware Workstation ist eine Lösung, mit der ein kompletter x86-PC bzw. x86-64-PC virtualisiert werden kann. In dieser virtuellen Maschine (die beispielsweise in einem Fenster unter Windows läuft) kann ein anderes Betriebssystem aufgesetzt werden. Dadurch ist es möglich, unter Windows 8 etwa Linux virtuell auszuführen und Software auszutesten. In der Regel wird VMware Workstation dazu eingesetzt, um ältere Betriebssysteme, für die der Betrieb einer eigenen Hardware nicht lohnt, zu virtualisieren oder auch, um neue

Die Grundeinstellungen von VMware Workstation 9 sind auch für Laien zugänglich.

Betriebssysteme auszutesten ohne sein Gesamtsystem eventuellen Bedrohungen auszusetzen. Im Detail bietet VMware Workstation gegenüber der Vorversion eine Reihe von Verbesserungen. So erleichtert die einfache Installation das Erstellen von virtuellen Maschinen für Windows 8, die gleichzeitig mit einer Vielzahl von Legacy-Betriebssystemen ausgeführt werden können. Der Unity-Modus arbeitet intelligent mit Windows 8-Applikationen; MultiTouch-Unterstützung bietet eine Windows 8-Nutzungserfahrung. Eine neue Web-Schnittstelle ermöglicht den Zugriff auf virtuelle Maschinen in Workstation oder VMware vSphere von Tablet-PCs, Smartphones, Laptops oder Desktop-PCs. Diese leistungsstarke, webbasierte Benutzeroberfläche bietet eine native Desktop-Erfahrung und erfordert keine flashoder browserbasierten Plug-Ins. IT-Administratoren und Trainer können virtuelle Maschinen erstel-

len und so konfigurieren, dass Drag und Drop von Dateien zwischen virtuellen und physikalischen Desktops, die Anbindung an Endgeräte oder die Manipulation von Einstellungen der virtuellen Maschine durch Mitarbeiter oder Studenten nicht möglich sind. Sobald die Einstellungen konfiguriert sind, können die virtuellen Maschinen verschlüsselt und ausgeliefert werden. Sie laufen dann auf Mac, Windows oder Linux-PCs mit VMware Fusion 5 Professional, Workstation 9 oder VMware Player 5.

Ähnliche Produkte VMware Workstation 9 ist eine umfassende Lösung, die in einigen Fällen sogar einen VMware Server ersetzen kann. Produkte, die ähnlich wie VMware Workstation zur Virtualisierung verwendet werden können, sind etwa der Parallels Desktop für Mac-Systeme oder die VirtualBox von Oracle.  www.vmware.com

Gigabyte Der deutsche Hardware-Hersteller hat einen interessanten Slate PC mit vielen Anschlussmöglichkeiten vorgestellt

Rasanter Slate PC im Windows 8-Röckchen München/Wien. Gigabyte, ein Hersteller von Hardware-Komponenten, mobilen Endgeräten, PCs, Servern und Netzwerkprodukten, hat mit dem „Gigabyte S1082“ (Richtpreis: 649 €) einen Slate-PC vorgestellt, der sich vor allem durch zahlreiche Anschlussmöglichkeiten auszeichnet. Der Intel Dual-CoreProzessor gewährleistet gute Performance und geringen Energiebedarf. Dank der Storage-Kapazitäten von bis zu 500 GB, der zahlreichen I/O-Ports und des Zubehörs wie beispielsweise der Docking-Station D1080 kann der Gigabyte S1082 als klassischer Slate-PC, als Notebook oder auch als Entertainment Center genutzt werden (alle unter Windows 8 bzw. Windows 8 Pro). Mit einer Festplatte von 320 GB bis zu 500 GB ist ausreichend Speicherkapazität vorhanden.

Interessante Ausstattung

ausgestattet; das Display garantiert somit scharfe Bilder in klaren Farben. Das kapazitative MultiTouch-Display eignet sich sowohl für Entertainment und Gaming als auch für geschäftliche Aufgabenstellungen wie beispielsweise Präsentationen. Der Slate-PC Gigabyte S1082 ist mit einem optischen Navigationsbutton sowie zwei Maustasten ausgestattet. Dies gibt Nutzern die Möglichkeit, den Slate S1082 wie jeden gängigen PC zu nutzen und beispielsweise Dokumente sehr effizient und präzise zu bearbeiten. Der optische Navigationsbutton erlaubt es unter anderem auch, zu klicken oder zu blättern.

Der Gigabyte Slate S1082 ist mit einem 10,1”-LED-Display mit kapazitativer Multi-Touch-Technologie sowie Hintergrundbeleuchtung

Der Slate-PC Gigabyte S1082 verspricht viel Leistung und Speicher sowie interessante Ausstattung.

Der Slate-PC S1082 ist mit zahlreichen I/O-Ports ausgestattet und bietet damit umfassende Anschluss- und Vernetzungsoptionen. Dank der USB-Anschlüsse können Anwender eine Vielzahl an Peripheriegeräten anschließen. Der SD-Kartenleser eignet sich auch, um Multimedia-Inhalte von Digitalkameras oder Videorecor-

dern abzuspielen. Der HDMI-Anschluss oder der D-Sub-Steckverbinder können dazu genutzt werden, um einen zweiten Monitor an den Slate-PC anzuschließen. Anwender, die ihren Slate-PC beispielsweise während eines Langstreckenflugs oder auch eines ganztätigen Meetings nutzen möchten, sind mit dem Hauptakku und dem Zusatzakku gut gerüstet. Die beiden Akkus bieten insgesamt bis zu zwölf Stunden Betriebsdauer. Dieses Ergebnis beruht auf dem Benchmark-Test „MobileMark 2007“, wobei die Testergebnisse je nach Konfiguration des Slates, der Software, der Nutzungsintensität sowie der Energiemanagement-Einstellungen variieren. Der kleine Zusatzakku wiegt 100 g.  www.gigabyte.de © Gigabyte

Wien. Epson hat mit dem EBW16 seinen ersten aktiven 3LCD-3D-Projektor für den Einsatz in Unternehmen auf den Markt gebracht (Zu Preisen ab 708 €). Der Epson EBW16 liefert eine Farb- und Weißhelligkeit von bis zu 3.000 Lumen und einen Kontrast von bis zu 1:5.000. Wie alle Epson-Projektoren nutzt auch der EB-W16 die Epsoneigene 3LCD-Technologie und bietet somit helle, augenfreundliche 3D-Darstellungen für Unternehmen, Schulen und andere Bildungseinrichtungen. Der EB-W16 ist mit Epsons leichten, per USB-aufladbaren, aktiven 3D-Shutter-Brillen kompatibel, die in einer Entfernung von bis zu zehn Metern vom Projektor genutzt werden können.  www.epson.at


medianet

inside your business. today.

freitag, 18. Jänner 2013 – 53

Innovation aus OÖ

Betriebe wünschen sich mehr Info über sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten  Seite 55

Rundstrickmaschine für die Fertigung von Leichtbauteilen aus Composites  Seite 56

bärig software für haribo

© Benjamin Mussler/ gemeinfrei

Big Data-Studie © TCKT

© IAIS

industrialtechnology Rot-weiß-roter Oscar für Industriebetriebe

© BASF

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Ludwigshafen. BASF hat vor Kurzem angekündigt, seine globale Kapazität zur Produktion des chemischen Zwischenprodukts 1,6-Hexandiol (HDO) in den Werken Ludwigsburg und Freeport/Texas bis 2014 um mehr als 20% auf über 50.000 Jahrestonnen zu erhöhen. Das Unternehmen entwickelt dazu seine Produktionsprozesse weiter, führt verschiedene Maßnahmen zur Optimierung der Infrastrukturdurch und verbessert seine Logistikprozesse. Dafür investiert die BASF nach eigenen Angaben mehr als 30 Mio. €.  www.basf.com

© Techno Alpin; Eckelt Glas; GreenoneTec/Estif; voestalpine

Potsdam-Golm. Organische Leuchtdioden (OLEDs) und organische Solarzellen werden künftig am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm auch im industrienahen Maßstab entwickelt. Die neue Pilotanlage wurde vom Fraunhofer IAP und dem Anlagenbauer MBraun konzipiert und realisiert und vor wenigen Tagen in Betrieb genommen. Damit will man die Voraussetzungen schaffen, um künftig mit amerikanischen und asiatischen Forschungseinrichtungen konkurrieren zu können sowie den Forschungsstandort Deutschland zu ­stärken.  www.iap.fraunhofer.de

Ausgezeichnet Viele österreichische Industrieunternehmen sind am US-Markt erfolgreich. Parallel zur Verleihung der Film-Oscars werden heuer auch wieder die US-Biz-Awards vom AußenwirtschaftsCenter der WKO vergeben.  Seite 54 © Leica

RHI Weiteres Wachstum in den Emerging Markets

RHI will seine Position auf dem ­indischen Markt weiter ausbauen.

Wien. Kürzlich unterzeichnete eine 100%-Konzerngesellschaft der RHI AG einen Kaufvertrag für den Erwerb von 43,6% der Orient Refractories Ltd. (ORL). Der Angebotspreis beläuft sich auf 0,6 € pro Aktie, das bedeutet einen Betrag bis zu 18,5 Mio. €. Für den österreichischen Feuerfestspezialist ist die Akquisition ein wichtiger Bestandteil der auf den Emerging Markets fokussierten Wachstumsstrategie. Das ORLGeschäftsmodell ergänzt die bestehende Marktposition in Indien, da sich ORL vor allem auf kleinere Stahlwerke konzentriert.  www.rhi-ag.at

Innovation ist auf Schiene

© Getzner Werkstoffe

Feuerfeste Akquisition geplant

© RHI

Heerbrugg. Mit der „Digicat xf“Serie präsentiert Leica Geosystems eine neue Serie von Leitungsortungssystemen, die ein stärkeres Signal als frühere Modelle erzeugen und zusätzlich über besonders niedrige Signalfrequenzen verfügen. Dies erlaubt das Verfolgen von Leitungen über größere Entfernungen, die präzisere Ortung in Gebieten mit starken Signalstörungen und die genauere Tiefenmessung. 600i xf und 650i xf verfügen darüber hinaus über 32 MB Speicherkapazität und Bluetooth-Funktionalität für die kabellose Verbindung zu anderen Geräten.  www.leica-geosystems.com

Großauftrag Getzner dämpft Highspeed-Bahnstrecke

Getzner entwickelte spezielles Dämpfsystem für die neue Strecke der SNCF.

Bürs. Mit einem wichtigen Großauftrag hat Getzner, Spezialist für Schwingungsdämpfungen, das Jahr 2012 beendet. Bis 2014 wird das Unternehmen für den Abschnitt Baudrecourt–Vendenheim der neuen HochgeschwindigkeitsBahntrasse der französischen Staatsbahn eine speziell entwickelte Besohlung für die Bahnschwellen liefern. Ende 2015 wird voraussichtlich der erste reguläre Zug die neue Strecke befahren; Getzner ist zuversichtlich, im Zuge dieses Großprojekts noch weitere Aufträge aus Frankreich zu erhalten..  www.getzner.com


c ov e r

54 – industrialtechnology

kommentar

Neues Jahr startet mit Altbekanntem

Freitag, 18. Jänner 2013

US-Biz-Awards 2013 Das Außenwirtschaftscenter der WKO verleiht die Auszeichnung heuer zum dritten Mal

Diese Unternehmen sind „Big in the USA“

Neben Großbetrieben behaupten sich auch zahlreiche KMUs in ihren speziellen Nischen. britta biron

B&R User-Meeting

© B&R

Fachinfos

Produktinformationen, Fachdiskus­ sionen und Werksführung bei B&R.

Eggelsberg. Mit einem User Meeting am 12. und 13. März in Salzburg bietet B&R umfassende Informationen aus dem Maschinen- und Anlagenbau. Die Themen reichen von Optimierung des Engineering Workflow, Effizienzsteigerung durch Simulation und Vorteile integrierter Sicherheitstechnik bis zu modernen Kommunikationsstandards in der Automatisierungsbranche und Energy Monitoring. Ergänzend zum Hauptprogramm werden Expertengespräche für Gruppen sowie Werksführung in Eggelsberg angeboten.  www.br-automation.com

„Österreichische Unternehmen behaupten sich am US-Markt in verschiedenen

© WKO

D

er wachsende Fachkräftemangel war 2012 eines der Top-Themen und wird es – wie es aussieht – auch noch weiter bleiben. Vor wenigen Tagen hat der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie FEEI eine diesbezügliche Studie präsentiert. Der zufolge fehlen zurzeit 600 bis 800 Techniker und die große Mehrheit der befragten Unternehmen – nämlich satte 90% – hat Schwierigkeiten, offene Positionen zu besetzen. Und die Situation wird sich in den nächsten ein bis zwei Jahren noch weiter verschärfen, davon sind immerhin ein Drittel der Betriebe überzeugt. Besonders eng ist es bereits in den Bereichen R&D, Elektrotechnik, Mikroelektronik,  Technische Physik und Leistungselektronik. Ursache für den Fachkräftemangel sei, dass trotz nach wie vor guter Karrieremöglichkeiten zu wenig junge Menschen eine technische Ausbildung beginnen. Vor allem mehr Frauen würden sich 87% der Unternehmen wünschen, so die Studie. Über das ‚Warum‘ gibt die Befragung allerdings keine Auskunft. Vielleicht sind´s ja tatsächlich die sogenannten weiblichen Stärken wie Teamfähigkeit oder Empathie. Vielleicht aber auch wirtschaftliche Gründe – Stichwort Gehaltsschere. Ein weiteres Thema, das auch heuer sicher nicht vom Tisch ist.

Wien/Los Angeles. Im amerikanischen Filmbusiness ist Österreich im Moment auf der Siegerstraße, in anderen Bereichen spielen heimische Unternehmen in den USA aber schon länger eine tragende Rolle. Das AußenwirtschaftsCenter Los Angeles der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) verleiht heuer bereits zum dritten Mal den „US-Biz-Award“, den Wirtschafts-Oskar für herausragende Leistungen heimischer Unternehmen am US-Markt.

Bereichen höchst

Rudolf Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter der WKO in Los Angeles, freut sich über die heimischen Erfolge.

­erfolgreich.“

neue Produktionsstätten in den USA errichtet und Ende 2012 mit der Übernahme des kanadischen Stahlherstellers Sturdell Industries ihre Position in den USA und Kanada weiter verstärkt hat, oder Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment, die mit ihren Hochleistungsbohrmotoren und Zirkulationstools Marktführer in den USA ist. „Auch heimische KMUs sind in ihren jeweiligen Markt- und Technologienischen erfolgreich”, so Thaler weiter.

rudolf thaler, wko-wirtschaftsdelegierter in den usa

„Damit soll das Besondere, Innovative auf den roten Teppich und in das mediale Rampenlicht geholt werden. In den USA, dem größten und wettbewerbsintensivsten Markt der Welt, sind Innovation, Marketing, Strategie, Networking und Speed entscheidend“, weiß Rudolf Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Los Angeles. Diese Herausforderung meistern nicht nur Großunternehmen, wie etwa die voestalpine, die derzeit

Hohe Anforderungen Anger Machining liefert an das größte Getriebewerk Nordamerikas modernste Bearbeitungsmaschinen für die neueste Generation von

9-Gang-Automatikgetrieben. Eine Multi-Channel-Lösung von Knapp sorgt beim US-Schuhhersteller Clarks dafür, dass die Logistik von 50 Mio. Paar Schuhen jährlich nicht aus dem Tritt kommt.

Gewinn für Österreich GE Jenbacher leistet mit dem ersten Kraft-Wärme-Kopplungsprojekt für ein Gewächshaus einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der kalifornischen Umweltziele und GreenoneTec Solarindustrie realisierte Kaliforniens größte Solarthermie-Applikation für einen Appartmentkomplex mit 2.800 Wohnungen. Eckelt Glas, ein Unternehmen der Saint Gobain-Gruppe, erhielt

einen Auftrag im Zusammenhang mit einem der wichtigsten Bauprojekte Amerikas und lieferte die Isolierverglasung für die Metrostation unter dem ‚Ground Zero‘ in Manhattan. TechnoAlpin Austria ist ebenfalls für die diesjährigen US-Biz-Awards nominiert; auf der Kundenliste des Herstellers von Beschneiungsanlagen stehen zahlreiche US-amerikanische Skigebiete, wie etwa der Nobelwintersportort Aspen. Chancen auf eine der Auszeichnungen, die 24. Februar verliehen werden, haben weiters noch pewag Austria, Camcat Systems, AVL List, Frequentis, Pankl Aerospace Systems Europe, Blue Monkeys und Getzner Werkstoffe.  www.wko.at

Knapp AG Der steirische Spezialist für Intralogistik profitiert vom Konsum-Boom in China

Logistisches Fach-Chinesisch Hart bei Graz. Die wachsende Konsumlust der Chinesen führt zu einer steigenden Nachfrage nach modernen und automatisierte Logistiklösungen im Reich der Mitte. „Wir profitieren vom wachsenden Konsum in China”, so Philipp Schitter, Regional Sales Manager bei der Knapp AG. Nachdem das China-Geschäft über Jahre vom Grazer Headquarter aus betreut wurde, entschied sich die Knapp-Geschäftsführung 2008 für die Gründung einer chinesischen Tochterfirma.

Besondere Anforderungen „Die Nähe zum Kunden ist am chinesischen Markt ein entscheidender Erfolgsfaktor”, ergänzt Zhentian Chen, der als General Manager der Knapp Logistics Automation in Beijing für das ChinaGeschäft der Gruppe verantwortlich ist. Zwar sei es für europäische Unternehmen nach wie vor nicht leicht, sich am chinesischen Markt zu behaupten, Chen ist für die zukünftige Entwicklung aber zuver-

Dimensionen besondere Herausforderungen. „Im E-Commerce-Bereich müssen zum Beispiel einige Hunderttausend einzelne Bestellungen pro Tag bearbeitet werden.

„Wir sind bereit, uns den Herausforderungen zu stellen und am chinesischen Markt © Knapp

britta biron

weitere Schritte Die Nachfrage nach modernen Logistiklösungen in China steigt stetig.

sichtlich. „Wir haben bereits ein Distributionszentrum für Kosmetik in Kanton realisiert. Ein weiteres Lager für den Einzelversand von Bekleidung soll in Kürze in der südchinesischen Provinz Fujian in Betrieb gehen. Diese beiden Projekte sind für uns besonders wichtig, denn es ist einfacher, Kunden zu überzeugen, wenn sie im eigenen Land entsprechende

Referenzen besichtigen können.” Wichtig sei, auch nach Abschluss eines Projekts Kontakt zu halten: „Das bietet die Möglichkeit, mit den Kunden zu wachsen. Wir hören daher genau hin, was die chinesischen Kunden wünschen und bieten entsprechende technologische Lösungen an.” Der chinesische Markt stellt vor allem auch hinsichtlich seiner

zu setzen.“ Zhentian Chen, KNAPP Logistics Automation, Beijing

Dabei handelt es sich um kleine Losgrößen, die in kürzester Zeit aus dem Lager an die Kunden ausgeliefert werden müssen, und das so kostengünstig wie möglich“, erklärt Schitter.  www.knapp.com


Freitag, 18. Jänner 2013

I n n ovat io n & u n t e r n e h m e n

industrialtechnology – 55

Fraunhofer-Studie Die befragten Unternehmen wünschen sich mehr Information und eine Anpassung der Datenschutzbestimmungen

Ungenutztes Big-Data-Potenzial Experimentierplattform wird auf der diesjährigen „CeBit“ vorgestellt. besserungswürdig.Obwohl alle Teilnehmer konkrete Ziele angegeben hatten, verfügt ein Drittel der befragten Firmen aktuell über kein Budget für Big-Data-Zwecke und plant dies auch noch nicht. Zu den Fördermaßnahmen, die sich die Unternehmen wünschen, gehören vor allem eine bessere Vernetzung und Best Practices, Trainings und Schulungen sowie überarbeitete Datenschutzvorgaben. „Unsere Wissenschaftler haben speziell für Zielgruppe der KMUs die Experimentierplattform ‚Living Lab‘ entwickelt. Anhand verschiedener Technologien können Unternehmen zunächst an

einem Beispieldatensatz ausprobieren, was in Sachen Datenauswertung möglich ist”, so Stefan Wrobel, Institutsleiter des IAIS. Langfristig ist geplant, dass Firmen auch ihre eigenen Daten einbringen und diese analysieren können. Präsentiert wird die Plattform erstmals vom 5. bis 9. März auf der „CeBit“ in Hannover in Halle 9, Stand E08. Ergänzend dazu hält das IAIS seit Anfang des Jahres Schulungen für Unternehmen an, in denen spezifische Anforderungen und Lösungen für Big Data Analytics diskutiert werden.  www.iais.fraunhofer.de

Demner, Merlicek & Bergmann

München. 1,8 Zettabyte an Daten wurden im letzten Jahr weltweit produziert – und Prognosen zufolge wird sich das Volumen alle zwei Jahre weiter verdoppeln. Stellt sich nur die Frage, wie Unternehmen diese Datenmengen sinnvoll nutzen können. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie BMWi hat Fraunhofer IAIS in den letzten Monaten eine weitreichende Untersuchung zu Nutzung und Potenzial von Big Data durchgeführt. Damit will man das zurzeit noch sehr US-dominierte Thema stärker in der deutschen Wirtschaft etablieren. Das Projekt umfasste eine internationale Recherche zum Umgang mit Big Data, zu Forschungsaktivitäten und konkreten Anwendungen, eine Onlinebefragung von Unternehmen sowie Workshops mit Vertretern unterschiedlicher Branchen.

„Zukünftig könnten Maschinen mit Big Data-Intelligenz ausgestattet werden, um Sensordaten direkt zu verarbeiten.“ Stefan Wrobel, Leiter IAIS

Nun liegen die Ergebnisse vor und sie zeigen vor allem drei große zentrale Chancen für den Einsatz von Big Data in Unternehmen: Effizientere Unternehmensführung, Massenindividualisierung und intelligentere Produkte. Gefragt nach den primären Zielen, die sie mit Big Data verfolgen, nannten 69% der teilnehmenden Unternehmen strategische Wettbewerbsvorteile, 61% erwarten eine Steigerung der Umsätze und jeweils 55% höhere Produktivität und geringere Kosten.

Fehlende Ressourcen

© IAIS

Umsetzen würden die befragten Unternehmen Big-Data-Anwendungen konkret vor allem, um Prognosen zur Werbewirksamkeit zu treffen (55%), die Markenwahrnehmung zu beobachten (53%) und Preise genauer festzusetzen (45%). Die größten Hürden sieht knapp die Hälfte jedoch in den geltenden Datenschutz- und Sicherheitsbestimmungen sowie 43% im fehlenden Budget und dringenderen Prioritäten. 78% halten zudem die personellen Ressourcen für ver-

Stefan Wrobel, Institutsleiter IAIS: noch viel Aufklärung und Info notwendig.

Wien Ene quelle rgie setzt s ich na und B uf 50 Proze als Ziel, de ioma s n Ante n t zu ste se il a stein für de er zeugen w igern. Mit d n Energie aus n Aus e i r rK u eröf f n eten W bau von e mwelt f reun raf t von W erneuerbar in d en r d n i n l euerb ve r s o r g e n k dp ar k s Gl i arer E ichen Strom , Wasser, S Energienzend nergie a nn . M onne und W or f is e hr a u ä f wien , der rund 1 t die Erricht rme. Ein M ei u e ne r g 2. 5 0 0 ie . a t Haush ng des kürz lenlich alte m it Öko s t rom

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56 – industrialtechnology

Freitag, 18. Jänner 2013

Innovations-Projekt OÖ Unternehmen entwickeln neues Herstellungsverfahren für faserverstärkte Kunststoffe

short

Leichtbauteile in neuem Hightech-Strickverfahren

© Wolf32at/CC Lizenz/by-sa/3.0

Drei Neueröffnungen bei Anton Paar

In vielen Industriebereichen steigt der Bedarf an vollautomatisch gefertigen Composite-Bauteilen. britta biron

Das Grazer Headquarter des Messund Laborgeräteherstellers.

Linz. Der Wunsch nach mehr Ressourcen- und Energieeffizienz macht Leichtbau immer interessanter. Im Flugzeugbau stieg etwa der Anteil der Composite-Teile von 23% im Airbus A380 auf über 50% in der Boeing B787 und im Airbus A350. Im Automobilbau werden Karosserieteile und ganze Baugruppen in dieser Bauweise entwickelt und viele Hersteller investieren derzeit massiv in Composite-Technologien. Selbst im Maschinenbau, in dem derzeit noch klassische Metallkonstruktionen vorherrschen, sehen Composite-Experten großes

Graz. Die Anton Paar GmbH, österreichischer Hersteller hochwertiger Mess- und Laborgeräte für Industrie und Forschung, treibt ihre Expansion voran. Anfang des Jahres haben gleich drei neue Tochterunternehmen ihren Betrieb aufgenommen. Die Anton Paar Brasil Ltda. hat ihren Sitz in Sao Paulo und wird die Sales- und Servicetätigkeiten für alle Produktlinien in Brasilien koordinieren. In Polen übernimmt Anton Paar Poland sp. z.o.o. die Aufgaben des früheren Vertriebspartners EKMA. Anton Paar Southern Africa (Pty) Ltd ist ein Joint Venture mit Swiss Lab, dem langjährigen Vertriebspartner von Anton Paar in Südafrika und zuständig für Vertrieb und Service in vielen Ländern südlich der Sahara.  www.anton-paar.com

Gemeinsames Know-how Gemeinsam mit Maschinenbauer Stranzinger konstruierte der Strickwarenhersteller Kobleder, der bereits 2003 mit dem FACC und der TU Dresden ein Flachstrickverfahren für Composites entwickelt hatte, eine Rundstrickmaschine, auf der die von ASA.TEC speziell entwickelten Basaltfasern zu mehrlagigen Rundgestricken ver-

„Der Vorteil des neuen Verfahrens ist die besonders gute Drapierbarkeit, die auch komplexere

© Land OÖ

Franz stollberger, gf kobleder

Der neu entwickelte Strickprozess kommt den Anforderungen der Industrie nach hohem Automatisierungsgrad sehr nah.

Potenzial für diesen Werkstoff. Gute Voraussetzungen also, um neue Techniken für die Fertigung von Preforms zu entwickeln. Dabei geht eine Gruppe von sieben OÖ Unternehmen – ASA.TEC, Stranzinger, Kobleder, Technikbüro Billinger, Transfercenter für Kunststofftechnik (TCKT), FH OÖ in Wels sowie der OÖ Kunststoff-Cluster – einen neuen Weg. Ziel des im Dezember 2012 abgeschlossenen Projekts war es, ein Verfahren zu

Engel stellt auf der „Interplastica“ aus

© TCKT

­Geometrien ermöglicht.“

Mehr Sicherheit bei Elektroinstallation Wien. Eine neue Broschüre der Bundesinnung der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker informiert jetzt kompakt über alles rund um das Thema Elektroinstallationen – von Pfusch bis zu den Gefahren, die bei der Verwendung von steckerfertigen Geräten auftreten können.  www.elektrotechniker.at

entwickeln, das gegenüber dem herkömmlichen Prepreg-Prozess weniger Verschnitt erzeugt und einen höheren Automatisierungsgrad ermöglicht.

arbeitet werden. „Diese zeichnen sich durch ihre gute Drapierbarkeit aus und ermöglichen die Darstellung komplexer Geometrien in besonders sparsamer Weise, ohne Verschnitt“, so Franz Stollberger, Kobleder-GF. Daraus wurden vom TCKT Probenkörper im VARI- bzw. RTMVerfahren hergestellt. Der Herstellprozess mit den eingesetzten Rundgestricken wurde dazu angepasst und optimiert. Parallel stell-

te das TCKT auch Proben mit dem klassischen Prepreg-Prozess bzw. mit Geweben und Gelegen her und verglich diese. Im Prüflabor wurden die Proben sowohl mechanisch als auch permeativ charakterisiert. Auf Basis dieser Daten führte das Technische Büro Billinger die Berechnung und Bauteilauslegung für ein Demonstrator-Bauteil durch, das einem Flugzeugspant nachempfunden wurde.

Neben der traditionellen mechanischen Charakterisierung wurde bei der Materialprüfung auch die Röntgen-Computertomografie eingesetzt, um zerstörungsfrei Informationen aus dem Inneren des Werkstoffs zu erhalten. „Dieses Projekt stellt sicher, dass oberösterreichische Unternehmen künftig am Composite-Boom teilhaben werden”, sagt Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl.  www.kunststoff-cluster.at

Innovation Neue Circular Pelletizing Technology reduziert Platzbedarf sowie Errichtungskosten

© Engel

Kompakte Pelletieranlage für Stahlwerke Wien. Aufgrund des stetig steigenden Anteils an feinen und ultrafeinen Fraktionen gewinnt der Pelletierprozess zum Agglomerieren von Eisenerzen immer mehr an Bedeutung. Auch für Stahlwerksbetreiber wird es daher attraktiver, in die Errichtung eigener Pelletieranlagen zu investieren, um von den steigenden Weltmarktpreisen für

Kompakte Bauweise der Engel-Maschinen kommt in Russland gut an.

Das Anlagenkonzept basiert auf dem bewährten Wanderrostverfahren, verfügt durch die kreisförmig ausgeführte Brennmaschine über einen sehr kompakten Grundriss und kann in Leichtbauweise realisiert werden. Das alles erlaubt eine schnelle, kostengünstige Errichtung der Pelettieranlage – sowohl auf dem Gelände eines Bergbaubetriebs als auch in einem bestehenden Hüttenwerk. Je nach Ausführung liegt die Produktionskapazität dieser Anlage zwischen 800.000 und 3 Mio. t Pellets pro Jahr. Die Beschaffenheit der Pellets kann flexibel an die jeweiligen Anforderungen des Betreibers angepasst werden.

Erste Anlage schon 2013

© Siemens

Schwertberg. Effiziente Gesamtlösungen stehen im Mittelpunkt des Messeauftritts von Engel auf der diesjährigen „Interplastica“ (29. Jänner bis 1. Februar in Moskau). Gezeigt wird unter anderem die Herstellung von Regenwassergittern auf einer „Engel duo 2550/350 pico“. Als besonders platzsparend erweist sich die zweite Fertigungszelle, die der Spritzgussexperte in Moskau präsentiert. Auf einer „Engel victory 200/50 spex“ mit integriertem viper 6-Roboter werden in einem 4-fach-Werkzeug Grundplatten für Wasserzähler gespritzt. „In vielen Spritzgießbetrieben ist die Platzsituation kritisch. Unsere ‚victory‘-Maschinen erfahren in Russland daher eine besonders starke Nachfrage“, erklärt Olaf Kassek, GF von OOO Engel in Moskau.  www.engelglobal.com

Pellets unabhängig zu werden. Bislang konnten konventionelle Pelletieranlagen aufgrund des großen Platzbedarfs und der hohen Investitionskosten nur schwer in ein bestehendes Stahlwerk integriert werden. Anders dagegen die von Siemens neu entwickelte Circular Pelletizing Technology (CPT).

Die weltweit erste CPT-Anlage wird bereits in diesem Jahr in Betrieb gehen.

Die Anlage ist dabei so konzipiert, dass die entstehenden heißen Gase rückgeführt und ihr Energiegehalt im Prozess weitestgehend ausgenutzt werden kann. Dies minimiert den Gesamtenergiebedarf für das Pelletieren. In Kombination mit den Kreisläufen für die vollständige Rückführung von Abfall-

stoffen und der Nutzung von Stahlwerksreststoffen lässt sich so die Umweltbelastung deutlich reduzieren. Die Errichtung einer CPTAnlage innerhalb eines Stahlwerks garantiert nicht nur die Unabhängigkeit von schwankenden Preisen auf dem Pelletsmarkt, sondern ermöglicht es auch, die chemischen Eigenschaften und die Qualität der Pellets flexibel an die speziellen Anforderungen von Hochöfen oder Direktreduktionsanlagen anzupassen. Die weltweit erste CPT-Anlage wird derzeit im indischen Bundesstaat Orissa errichtet. Der Platzbedarf für die gesamte Anlage – von der Rohmaterialdosierung über die eigentliche Pelletierung bis zur Prozessgasreinigung – beträgt weniger als zwei Hektar. Darin enthalten ist auch eine Anlage zur Kohlevergasung für die Erzeugung vom Brenngas. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2013 geplant. Dann sollen jährlich 1,2 Mio. t Pellets für die indische Eisen- und Stahlindustrie Indiens erzeugt werden.  www.siemens.at


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

Austrotherm 40 Mio. für neues Werk in Deutschland

Ausbau der Produktion Unger Steel Group als Generalunternehmer.

industrialtechnology – 57

| BS12-02G |

Freitag, 18. Jänner 2013

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology.

© Austrotherm

Motion v.li.: Josef Unger (GF Unger Steel), Helmuth Astl (Austrotherm Projektleiter), Henning Heidemanns (Staatssekretär, MWE Brandenburg), Gerald Prinzhorn (­Austrotherm GF), Oliver Hermann (Bürgermeister von Wittenberge) herbert strasser

Wopfing/Oberwart. Die Austrotherm GmbH, einer der führenden Hersteller von qualitativer Wärmedämmung in Mittel- und Osteuropa, verstärkt ihr Engagement in Deutschland und errichtet zur Zeit ein topmodernes Dämmstoffwerk im Brandenburgischen Wittenberge. Insgesamt werden rund 40 Mio. € in dieses Projekt investiert. Die erste Baustufe, ein Produktionswerk für die XPS-DämmstoffPlatten, wird bereits Ende 2013 in Betrieb gehen und vor allem Nord-, Ost- und Mitteldeutschland versorgen. Als Generalunternehmer zeichnet bei diesem Bauvorhaben die Unger Steel Group verantwortlich, die für Austrotherm bereits

mehrere Projekte realisiert hat. „Wir schätzen die ‚Unger Steel Group‘ als verlässlichen und fairen Partner europaweit. Durch das ‚Unger‘-Team vor Ort, die hohe Qualität, das Vertrauen in die Leistungen als Generalunternehmer und die Termintreue ist Unger stets in der Lage, hohe Standards zu liefern, was uns in unseren expansiven Vorhaben bestens unterstützt“, so Peter Schmid, GF der Austrotherm, über die langjährige Partnerschaft. „Unsere große Stärke ist es, eine maßgeschneiderte und individuelle Lösung in kurzer Zeit zu erarbeiten und zu realisieren“, ergänzt Horst Ache, Geschäftsbereichsleiter Generalunternehmung der Unger Steel Group. www.ungersteel.com  www.austrotherm.at

Servoverstärker Servomotoren

IPC Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Lenzing AG Kooperation mit Nanocarbons LLC

Projekt für Materialforschung

© Lenzing

Lenzing/Deerfield (Florida). Beim Internationalen Seminar für Doppelschichtkondensatoren kündigten Lenzing AG und Nanocarbons LLC eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Erforschung eines neuen aktivierten Carbonpulvers für die Elektrodentechnologie an, das die Entwicklung der bereits heute stark steigenden Anwendung bei elektrischen Geräten noch weiter beschleunigen wird. Diese Hochleistungskondensatoren wer-

Wolfgang Plasser, Vice President und GM Nonwoven Fibers bei Lenzing AG.

den zunehmend in Elektrik- und Hybridfahrzeugen eingesetzt sowie bei Start-Stopp-Systemen, unterbrechungsfreier Stromversorgung und der Ausrichtung von Windturbinen. Wolfgang Plasser, Vice President und General Manager Business Unit Nonwoven Fibers, erklärt: „Zwar sind nachhaltige Fasern unser Hauptgeschäft, doch starke Innovationsprojekte diversifizieren dieses Feld immer mehr. Wir investieren daher auch weiterhin in neue Forschungsgebiete sowohl innerhalb unseres Unternehmens als auch in Kooperationen mit externen Partnern, um die Palette und Reichweite unserer Produkte noch weiter zu verbessern. Diese Entwicklung ergänzt unser Geschäft am Technikmarkt, das auch die Trennmaterialien für die gleichen Geräte beinhaltet, in optimaler Weise. Wir sind vom zukünftigen Wachstum dieses Markts überzeugt und glauben, dass wir ein nachhaltiges Produkt mit konstanter Qualität bieten, das die Weiterentwicklung der Industrie erlaubt.“  www.lenzing.com

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

IPC I/O Motion Automation


I n n ovat i o n & U n t e r n e h m e n

58 – industrialtechnology

Freitag, 18. Jänner 2013

Effizientere Instandhaltung ISPRO-NG organisiert im österreichischen Haribo-Werk alle Instandhaltungsprozesse

short

Bärige Softwarelösung von H&H Systems

© TGW Logistics Group

TGW sorgt bei Böllhoff für flüssige Abläufe

Die Systemumstellung inklusive der Datenübernahme erfolgte in nur zwei Monaten. britta biron

TGW-Steuerung „Commander“ regelt die Abläufe im Logistikzentrum.

Linz/Schleißheim. Haribo stellt ­hohe Anforderungen an die Grundbestandteile seiner Produkte. Nur absolut einwandfreie Rohstoffe werden verwendet. Alle ­ HariboBetriebe in Deutschland und Öster­ reich sind nach dem IFS (International Food Standard), einer vom TÜV vorgenommenen Bewertung von Sicherheit und Qualität der Produkte, im „Higher Level“ zertifiziert. Dieser von Haribo erreichte Qualitätsstandard stellt natürlich auch hohe Ansprüche an die Produktion und die Instandhaltung der technischen Produktionseinrichtungen.

Wels. Der österreichische Intralogistik-Spezialist TGW hat für die deutsche Böllhoff-Gruppe, Hersteller von Verbindungselementen, ein modernes Auftragspuffersystem realisiert. Das System wurde in die bestehende Fördertechnik integriert und wickelt täglich Tausende von Behälterbewegungen ab. „Heute arbeiten Wareneingang, Kommissionierung und Warenausgang voneinander entkoppelt”, erklärt Sebastian Rose, Leiter Technik bei Böllhoff. Zudem wurde die Produktivität in allen Logistikbereichen gesteigert und die Gewichtsbelas-tung für die Mitarbeiter deutlich reduziert. Ausschlaggebend für den Zuschlag an TGW war das Gesamtpaket der Lösung – die Einbindung in das bestehende Lagerverwaltungssystem von Böllhoff, das Steuerungskonzept, der modulare Aufbau der Technik, die Leistung und die Zuverlässigkeit der Geräte sowie die Energieeffizienz mit Rückspeiseelementen in den Lagerautomaten anforderungsspezifischer Auslegung aller Antriebe.  www.tgw-group.com

„ISPRO-NG deckt alle der Instandhaltung und der Ersatzteilbewirtschaftung in einem System ab.“ Franz Wolfinger, Instand­ haltungsl. Haribo Österreich

© Festo

Festo macht „plug and work“ ganz einfach

Beim neuen Elektrozylinder heißt es einfach „anstecken und loslegen“.

Wien. Ein Elektrozylinder, der in der Handhabung so einfach ist, wie ein Pneumatikzylinder – diesen Wunsch von Maschinenbauern und Konstrukteuren erfüllt Festo jetzt mit dem Elektrozylinder EPCO. Der Elektrozylinder mit Kugelgewindeantrieb und verdrehgesicherter, gleitgeführter Kolbenstange verfügt über einen integrierten Motor, die Montage ist Dank vorkonfektionierter, schleppkettentauglicher Kabel in verschiedenen Baugrößen einfach und rasch möglich. Optional bietet Festo eine Haltebremse bzw. einen Encoder am Motor (ServoLiteBetrieb) und die Möglichkeit einer Positionsabfrage mittels Sensor. EPCO und der Motion-Controller CMMO lassen sich über einen herkömmlichen EthernetAnschluss an den Computer anschließen; über den Browser gelangt man in die Festo Cloud, in der alle Parametersätze sowie die beiden Software-Tools WebConfig und WebDiag kostenfrei bereitstehen.  www.festo.at

„Ansprüche, die nur mit einem ganzheitlichen Ansatz in der betrieblichen Instandhaltung erfüllt werden können, was den Einsatz eines modernen Instandhaltungsmanagementsystems erforderlich machte“, sagt Walter Wittibschlager, Technischer Leiter des Linzer Haribo-Werks. Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren unter verschiedenen Anbietern entschied sich der

© Haribo

unsere Ansprüche in

Neues System liefert sekundenschnellen Zugriff auf alle relevanten Daten in der Produktion sowie auch in der Verwaltung.

Süßwarenhersteller schließlich für die ISPRO-NG Instandhaltungssoftware von H&H Systems Software GmbH. Dieses System hat sich mittlerweile bei zahlreichen nahmhaften Kunden aus verschiedenen Branchen bewährt, etwa bei Ikea, Trumpf Maschinen Austria oder Spitz Fruchtsäfte. H&H Software entwickelt seit 15 Jahren Instandhaltungsmanagementsysteme für die Produktion, aber auch im Bereich Facility Management und Fuhrparkverwaltung. Die Produktfamilie ISPRONG bietet neben dem Hauptsystem verschiedene Webportale für die Erfassung von Störungen, Bestellanforderungen oder Instandhaltungsarbeiten sowie mobile

Lösungen im Bereich der Inventur und der Ersatzteilentnahme. In nur zwei Monaten wurde ISPRO-NG bei Haribo in Linz eingeführt und in Betrieb genommen. „Wir haben sämtliche Daten aus den Vorgängersystemen übernommen, um den Mitarbeitern einen unnötigen Aufwand bei der Datenerfassung zu ersparen und eine schnelle Inbetriebnahme zu gewährleisten“, erklärt Oliver Hofbauer, GF der H&H Systems Software GmbH.

Bewährtes System „Wir haben in Sekundenschnelle einen Zugriff auf alle relevanten Daten, sowohl in der Produktion,

als auch in der Verwaltung, was ein enormes Einsparungspotenzial in sich birgt. Unnötige Maschinenstillstände werden vermieden, die Lagerhaltungskosten reduziert und das Wissen der Mitarbeiter wird im System dokumentiert und ist für jeden Mitarbeiter nutzbar“, weist Franz Wolfinger, Instandhaltungsleiter bei Haribo, auf die Vorteile des neuen Systems hin und erklärt weiter: „Der manuelle Aufwand geht durch die webbasierte Erfassung von Störungen gegen Null. Fehler bei der Ersatzteilbuchung wurden durch die PDALösung ISPRO-mobile komplett ausgeschaltet, was uns eine straffere und effizientere Lagerhaltung ermöglicht.“  www.ispro-ng.at

Indoor-Positionsbestimmung IPCS Zero kann zehn Jahre wartungsfrei und ohne externe Energiequelle arbeiten

Sonnenenergie verkürzt die Einbauzeiten Oulu (Finnland). Technisch stellt die Indoor-Positionsbestimmung in Echtzeit keine Probleme dar und ist ein nützliches Tool, um bei Bedarf Menschen oder Produkte rasch orten zu können oder um für eine effiziente Wegplanung zu sorgen. Zum Einsatz kommen solche Systeme in Produktionshallen oder

Durch den raschen Einbau werden interne Abläufe kaum gestört .

© 9Solutions

„Der Einbau des neuen

auch in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Schulen. Der Aufwand für ihre Installation und Wartung war bisher allerding hoch, sodass solche Systeme noch vergleichsweise selten eingesetzt werden.

‚IPCS Zero‘ dauert

Kabelloser Betrieb

statt Stunden nur noch Minuten und reduziert den Installations­ aufwand deutlich.“ Sami Herrala, 9solutions

Dieses Hindernis hat das finnische Unternehmen „9Solutions“, ein Spezialist für Echtzeit-Lokalisierungsprodukte mit Bluetooth(R) und Cloud-Technologien, nun mit einer auf Technologie von Texas Instruments basierenden Neuentwicklung, dem IPCS Zero, aus dem Weg geräumt. „Unser neues IPCS Echtzeit­ lokalisierungssystem kann in 50

bis 100 Räume pro Tag eingebaut werden. Die Installation der einzelnen Geräte dauert statt Stunden nur noch wenige Minuten, da unsere Lösung, erstmals in der Geschichte von Lokalisierungsprodukten, für Räumlichkeiten wirklich kabellos ist”, weist der CEO von 9Solutions, Sami Herrala, auf den Vorteil hin. „Durch die neue Technologie wird die unternehmensweite Einführungszeit des Produkts von Monaten auf Tage verkürzt. Zudem werden während der Installation die normalen Ab-

läufe so gut wie nicht behindert. Investitionen in Echtzeitlokalisierungen amortisieren sich in der Mehrzahl der Fälle in weniger als einem Jahr.“ Durch die kurzen Einbauzeiten reduzieren sich natürlich auch

die Kosten. „Investitionen in Echtzeitlokalisierungen amortisieren sich damit meist in weniger als einem Jahr“, so Herrala weiter.

Rasche Amortisation Ein weiterer Vorteil ist, dass IPCS Zero auch im Betrieb äußerst unkompliziert und kostengünstig ist. Es kann bis zu zehn Jahre wartungsfrei und ohne externe Energiequelle betrieben werden.  www.9solutions.com


medianet

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Freitag, 18. jänner 2013 – 59

neues vi-hotel bei moskau

Kompetenzzentrum für Networking von BizReise- & Event-Managern in Berlin  Seite 61

Österreichische Hotelgruppe eröffnet noch heuer Leading Hotel in Russland  Seite 64

air berlin radikales sparen  ist angesagt

© Air Berlin

itb business travel days © VI

© Edgar Delmont

destinationworld Die Österreicher planen heuer sinnlichen Urlaub

© GTA-SKY-WAYS

short

Dinkelsbühl. Kurz nach der Gründung der „Romantischen Straße“ Anfang Jänner 1950 in der BRD startete im Juni des gleichen Jahres der erste Fernbus zur Fahrt zwischen Würzburg und Füssen. Heute können Teilnehmer eine Art Zeitreise machen und wechselnde Landschaften und idyllische Orte mit historischen Fahrzeugen genießen. Die Sommer-Fahrt findet vom 17. bis 20. Juni 2013 mit drei Übernachtungen statt, Preis auf Anfrage. Die Zahl der Sitzplätze ist begrenzt. Infos telefonisch unter +49 (0) 9851 551387. www.romantischestrasse.de

© panthermedia.net/Olga Miltsova; EPA; panthermedia.net/Mauricio Jordan de Souza Coelho; panthermedia.net/Marion Sitter

© Romantische Straße Touristik-Abg GbR

Wien. Ab Wien führt ein Sonderflug im Sommer nach Helsinki, der Hauptstadt Finnlands. Bei einer Stadtrundfahrt können die Reisenden den Senatsplatz und die UspenskiKathedrale mit ihren vergoldeten Zwiebelkuppeln sehen. Im Anschluss geht es nach Porvoo, eine der schönsten Städte Finnlands. Das Arrangement kostet ab 1.149 € inklusive Reiseprogramm, bei dem unter anderem die „Sporthauptstadt“ Lahti, das „Tor zum Norden“, Rovaniemi, und das Nordkap besichtigt werden.  www.gta-sky-ways.at

Reisekompass 2013 Der Österreicher ist im Sommerurlaub in erster Linie ein anspruchsvoller Genießer, der Urlaub am Meer, aber auch Städte- und Kulturtrips schätzt. Auf gutes Essen möchte man aber da wie dort nicht verzichten. Seite 60 Weiss Touristik Fanreisen zu internationalen Sport-, Kultur- und Musikveranstaltungen sind auch 2013 gut gebucht

Wien. Wann ist im Verkaufsgespräch der ideale Zeitpunkt für den Zusatzverkauf? Zu solchen Themen bot die Europäische Reiseversicherung interessierten Mitarbeitern von Partner-Unternehmen die „ Kleine Frage-Große Wirkung“-Seminare an. Die Veranstaltungen fanden an 13 österreichweiten Terminen statt, 221 ReisebüroAgents optimierten ihr Wissen.  www.europaeische.at

Fürstenfeld. So richtig spannend ist es für den Reiseanbieter Ferdinand Weiss von „Fanreisen powered by Weiss Touristik“ besonders dann, wenn die Events normalerweise ausverkauft sind. Die Kassenschlager im Fußballbereich liegen auf der Hand: Am häufigsten werden Spiele des FC Barcelona nachgefragt. „Hier wollen sich unsere Kunden einmal den Traum erfüllen, ein Spiel mit Lionel Messi und dem FC Barcelona zu sehen“, so Weiss. Ebenfalls eine starke Nachfrage gibt es nach Spielen des FC Bayern München und anderer deutscher

Bundesligisten, wo immer mehr österreichische Fußballer aktiv sind. Über ‚fanreisen.at‘ können nur Reisepakete gekauft werden. „Einzelne Tickets verkaufen wir nicht. Natürlich will der Kunde das Match sehen; bei uns steht jedoch das Reiseerlebnis als Ganzes im Vordergrund“, so Weiss. Ein Rahmenprogramm mit Stadtführungen und anderen Aktivitäten rundet das Programm ab. Um sich von unseriösen Ticketschwarzhändlern abzugrenzen, hat sich der Spezialveranstalter durch jahrelange Partnerschaften einen guten Ruf erarbeitet.

„Wir sind ein Reisebüro mit Konzession – und wenn es einmal der Fall sein sollte, dass ein Ticket nicht geliefert werden kann, dann gibt es natürlich das Geld zurück“, erklärt Weiss abschließend. Das nächste Highlight ist das Match FC Barcelona vs. FC Sevilla, das mit einem Gruppenflug vom 22. bis 25. Februar 2013 ab/bis Wien besucht werden kann. Der Basispreis für diesen Trip inklusive Flug, drei Übernachtungen mit Buffetfrühstück und Sitzplatzkarte zum Meisterschaftsspiel des FC Barcelona liegt bei 759 € p.P. P.  www.fanreisen.at

© EPA

© Europäische Reiseversicherung

Reisen zum FC Barcelona am beliebtesten

Echte Fußballfans reisen für ein gutes Spiel kreuz und quer durch Europa.


c ov e r

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Freitag, 18. Jänner 2013

Statistik Österreich Österreicher machten 6,6 Mio. Reisen in 2012; Kurzreisen im Trend, Italien ist das Top-Reiseziel

Kommentar

Auslands-Urlaubsreisen auch 2013 sehr gefragt

Simulanten machen sehr gerne Urlaub

„Ruefa Reisekompass“ zeigt: 77% der Österreicher wollen 2013 verreisen, 22% öfter als im Vorjahr. Alice Hefner

Wien. Laut Statistik Austria unternahm die österreichische Bevölkerung im Alter von über 15 Jahren 6,56 Mio. Urlaubsreisen im Sommer 2012; das bedeutet gegenüber dem Sommer 2011 eine Zunahme von einem Prozent.

georg biron

D

ie Deutschen machen nachweislich gern Ferien – weit weg vom Arbeitsplatz und fern von den Kollegen ausspannen und die Füße hochlegen. Auch wenn das Thema als Tabu gilt und keiner gern darüber redet, sehen einige Arbeitnehmer vorgetäuschte Krankheiten als die beste Möglichkeit an, zusätzlich noch freie Tage zu bekommen. Besonders beliebt ist der Winter. Das Onlinereiseportal ‚www.ab-in-den-urlaub.de‘ wollte es genau wissen und beauftragte das Marktforschungsunternehmen UMA, das 6.504 Berufstätige befragte. Hochgerechnet haben 1,5 Mio. Arbeitnehmer in Deutschland das Vortäuschen einer Krankheit für diesen Winter fest eingeplant. Fast 2,1 Mio. Arbeitnehmer ‚überlegen noch‘. Die Studie errechnete einen volkswirtschaftlichen Schaden durch das ‚Blaumachen‘ von rund 2,4 Mrd. Euro. Beliebteste Ziele: die Skigebiete Deutschlands, Österreichs und der Schweiz sowie Paris oder London. Auffällig: Schaut man sich die Blaumachergruppe der Berufstätigen mit Matura oder Studienabschluss an, so planen 45,7% eine ungerechtfertigte Auszeit. Bei den Arbeitnehmern mit Realschulabschluss sind es immerhin noch 38,3%, bei denen mit Volksschulabschluss bei 37,6%. Das wirft kein gutes Licht auf die ‚Geisteselite‘ in Deutschland.

„Knapp 70% haben ein ähnlich großes Urlaubsbudget wie im und wollen auch 2013 wieder verreisen.“ Helene Karmasin Managing Director Karmasin Motivforschung

Der österreichische Urlauber liebt auch im Sommer 2013 mehrheitlich in erster Linie einen Badeurlaub in Italien.

57% der Österreicher über 15 machten mindestens eine Urlaubsreise. Insgesamt wurden 4,18 Mio. Haupturlaubsreisen mit vier oder auch mehr Nächtigungen und 2,38 Mio. Kurzurlaubsreisen mit ein bis drei Nächtigungen durchgeführt. Wie bereits im Vorjahr stieg auch die Anzahl der Kurzurlaubsreisen (+1,7%) deutlicher als jene der Haupturlaubsreisen (+0,7%). Urlaubsreisen ins Ausland legten um 2,5% auf 3,68 Mio. zu (Sommer 2011: +2,8%), wobei Italien (Anteil an den Auslandsreisen: 24,7%; 2011: 23,8%), Kroatien (16,8%; 2011: 17,5%), Deutschland (12,4%; 2011: 13,2%), Spanien (6,1%; 2011: 6,7%) und Griechenland (4,5%; 2011: 5,2%) die stärksten Reiseziele waren. Der Anteil der Fernreisen (Urlaubs-

Südtirol Bauernhofferien

reisen außerhalb Europas und der Türkei) lag 2012 bei ungefähr 4,6%, im Vorjahressommer noch bei rund 5,2%.

Gute Prognosen für 2013 Pünktlich zum Auftakt des Reisejahrs wurde der „Ruefa-Reisekompass 2013“, eine repräsentative Umfrage zu Urlaubsplänen der Österreicher, präsentiert. „Unsere Umfrage zeigt deutlich, dass die Lust am Reisen ungebrochen ist. Die schönsten Tage des Jahres sind wichtiger Teil des Lebens und der Wunsch nach Erholung und Sonne fest im Jahresplan verankert“, ist Harald Nograsek, Generaldirektor der Verkehrsbüro Group, überzeugt.

Martin Bachlechner, Vorstandsdirektor der Verkehrsbüro Group: „Auffallend ist die Tendenz, dass die Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebenurlauben verschwindet. Die Hälfte der Befragten trifft diese Unterscheidung nicht mehr. Auch werden Urlaube zunehmend individuell zusammengestellt: 65% (speziell Personen mit hohem Bildungsniveau) wollen einen maßgeschneiderten Urlaub, 27% buchen eine Pauschalreise.“ Für den „Reisekompass“ befragte Karmasin Motivforschung die Österreicher nach ihren Reiseplänen und Vorlieben im Urlaub. Helene Karmasin, Managing Director, Karmasin Motivforschung: „Urlaub ist eine Gegen-

welt. Im Urlaub will man das erleben, was in der Realität schwer möglich ist. Man möchte dem Leistungsdruck entfliehen, nichts tun und mit allen Sinnen genießen: die Natur, das Hotel, das Essen.“

Mittelmeer ist 2013 gefragt Der Zeiger am „Ruefa Reisekompass“ zeigt auch heuer wieder Richtung Süden: Führt der geplante Urlaub ins Ausland, kann kein anderes Land Italien das Wasser reichen. Für 19% ist ein Italien-Urlaub geplant, danach folgen Kroatien (12%), Griechenland und Spanien mit jeweils 9%. Noch unentschlossen sind 12%, wohin die Reise gehen soll.  www.statistik.at  www.verkehrsbuero.com

Reed Exhibitions Messe 750 Aussteller aus 70 Ländern auf Österreichs größter und bedeutendster Ferien-Messe

Neuer Katalog macht Lust

Fast 150.000 Besucher kamen zur Messe Wien. Hochbetrieb herrschte von Donnerstag (10. Jänner) bis Sonntag (13. Jänner) vergangener Woche in den vier Hallen der Messe Wien, als gleich drei Messen parallel stattfanden: die „FerienMesse Wien“ (Hallen A, B), die „Vienna Autoshow“ (Hallen C, D), beide von Reed Exhibitions Messe Wien organisiert, sowie die Gastveranstaltung „Cook & Look“, Österreichs größte Koch- und Genussmesse.

Zum Messeschluss Sonntagabend konnten Aussteller und Veranstalter eine überaus erfreuliche Bilanz ziehen: Insgesamt 147.759 Besucher frequentierten die drei Veranstaltungen. (Anm.: Alle drei Messen konnten mit einem gemeinsamen Ticket besucht werden.) „Die ‚Ferien-Messe Wien‘ ist eine Messe mit sehr hohem Niveau“, bekräftigt auch Simion Giurca, Präsident des Corps Touristique.

© Reed Exhibitions Messe Wien / Christian Husar

Bozen. Einen kleinen Vorgeschmack auf die nächsten Ferien in Südtirols beeindruckender Natur liefert der neue Katalog „Urlaub auf dem Bauernhof 2013“ der Marke „Roter Hahn“. Die druckfrische Broschüre beschreibt detailreich rund 650 ländliche Domizile mit Angaben zu Lage, Preis und Angeboten. Als neues Angebot präsentiert sich heuer der Urlaub auf dem Klimabauernhof: Da freut sich die „grüne Seele“, denn Gäste haben die Gewissheit, dass auf dem Hof der Umweltschutz gelebt wird. Vom Abfallmanagement über den Wasserkreislauf bis hin zur Mobilität – in allen Bereichen schonen die Gastgeber die Ressourcen, und das nachweislich, denn Mitglieder dieser Angebotsgruppe müssen sich auch von unabhängiger Stelle zertifizieren lassen. Der 140 Seiten starke Katalog kann gratis unter Tel.: +39 0471 99 93 08 oder über die Website angefordert werden.  www.roterhahn.it

© Panthermedia.net/Karin Wabro

Vorjahr zur Verfügung

Die „Ferien-Messe Wien“ ist für die Branche auch ein verlässlicher Trendbarometer.

„Als größte Urlaubs- und Reisemesse ist sie nicht nur ein erster Barometer für die kommende Saison, sondern auch eine Orientierungshilfe für die Branche: Die Entscheidung zur Buchung wird entweder hier getroffen oder hat hier ihren Ursprung“, so Giurca.

Ferien-Messe-Linz kommt Neben der „Ferien-Messe Wien“ ist die in wenigen Tagen stattfindende „Ferien-Messe Linz“ (von 25. bis 27. Jänner 2013 im Design Center Linz) für Giurca eine ebenso wichtige Messeplattform: „Die Abfolge von ‚Ferien-Messe Wien‘ und ‚Ferien-Messe Linz‘ zu Beginn des Jahres ist wichtig für die Tourismusbranche. Für 2013 unterstützen wir die ‚Ferien-Messe Linz‘ daher mit einem Auftritt von acht Ländern. Das ist ein wichtiger Schritt und ein starkes Signal in einer der wichtigsten Herkunftsregionen in Österreich. Denn die Oberösterreicher sind nach den Wienern die zweitreisefreudigsten.“ Die Bedeutung der „Ferien-Messe Wien“ ist in den letzten Jahren

„Die Themenkombination ‚Reisen und Auto‘ hat einmal mehr ihre enorme Attraktivität als Impulsgeber der Branchen bewiesen.“ Matthias Limbeck, GF von Reed Exhibitions Messe wien

trotz Internet und Online-Angeboten weiter hoch geblieben. „Diese Messe ist mit allen Stärken des Live-Mediums ein unerlässlicher Marktplatz für Reiseveranstalter, Destinationen und Reisedienstleister, da hier naturgemäß der unmittelbare Kontakt zwischen Anbietern und Kunden im Vordergrund steht“, erklärt Messeleiter Stefan Wisiak.  www.messe.at


Freitag, 18. Jänner 2013

b u s i n e s s & m a r k e ts

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ITB Business Travel Days Bewährtes Kompetenzzentrum für Geschäftsreise- und Event-Manager findet vom 6. bis 8. März in Berlin statt

Geschäftsreisende unter Druck Dino silvestre

Berlin. Travel und Event Manager müssen ihre Entscheidungen zukunftsorientiert fällen. Deshalb gilt es für sie, ihre Kernkompetenzen weiterzuentwickeln und Veränderungen von Rahmenbedingungen frühzeitig zu erkennen. Der klassische Branchentreffpunkt hierfür sind in Kürze wieder die „ITB Business Travel Days“ in Berlin. Vom 6. bis 8. März 2013 gibt es drei Tage Weiterbildung über grundlegenden Methoden, Strategien und Werkzeuge des Business Travel und Event Managements. Die Belastung von Geschäftsreisenden steigt. Was muss im Travel Management getan werden, damit Unternehmen ihrer CSR besser nachkommen? Antworten auf diese Frage liefern Experten auf dem Business Travel Strategietag: „Burn-out oder Balance – CSR und Gesundheit auf Geschäftsreisen“

lautet das Schwerpunktthema. Außerdem geht es um die Forderungen von Travel Managern an Airlines, die Einführung eines Travel Management-Systems im Öffentlichen Sektor und Tipps, wie Unternehmen mobil bleiben. Auf dem „ITB Mice Day“ am 6. März kommen Event Manager zu ihrem Recht. Bei Events und Incentives gilt immer mehr der Grundsatz von „Law & Order“. Doch Forderungen nach Compliance, Veranstaltungssicherheit und Datenschutz verunsichern Veranstaltungsplaner. Für beste Vortragsqualität sorgen Referenten und Panel-Teilneh-

mer von bekannten Fachverbänden wie der Association of Corporate Travel Executives (ACTE), dem Bundesverband Fuhrparkmanagement, dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME), dem Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) und der Vereinigung Deutscher Veranstaltungsorganisatoren. Dem Networking von Entscheidern und Führungskräften sind zwei neue Treffpunkte gewidmet: das „Home of Business Travel by ITB & VDR” in Halle 7.1a und die „ITB Corporate MICE Lounge powered by HSMA“ in Halle 8.1.  www.itb-berlin.de

© Edgar Delmont

Für das Networking von Führungskräften gibt es zwei neue Meeting Points.

„ITB Business Travel Days 2013“ in Berlin geben Zukunftsorientierung für die Profis.

DLR Gewittervorhersage

Neues System

Mein Urlaub beginnt mit Austrian myHoliday. The Austrian way to holidays: Heben Sie zum perfekten Urlaub ab! Mit der kompetenten Beratung bei Ihrem Austrian myHoliday Reisebüropartner beginnt die Entspannung schon beim Buchen.

© panthermedia.net/Lorenzo Rossi

Köln. Extreme Wetter-und Klimabedingungen stellen eine große Gefahr dar, schwere Überflutungen infolge sintflutartiger Regenfälle gefährden Menschen, Gebäude und Infrastruktur. Gewitter bringen den Flugverkehr in Gefahr: Sie zwingen Piloten zu Ausweichmanövern, beeinträchtigen An- und Abflugkapazität an Flughäfen und führen zu einem Abfertigungsstopp auf dem Flugvorfeld durch die Gefahr des Blitzeinschlags. Am Deutschen Zentrum für Luftund Raumfahrt (DLR) wurden neue Verfahren zur Vorhersage von Gewittern speziell für den Flugverkehr entwickelt: WxFUSION. Die Gewitterinformation soll in Zukunft den Nutzern – im Falle des Flugverkehrs der Flugsicherung, dem Flughafenbetrieb, den Flugverkehrsgesellschaften und den Piloten – zur Verfügung gestellt werden. Dazu wurde die Firma WxFUSION GmbH – „Weather Fusion of User Specific Information for Operational Nowcasting“ – gegründet, mit den Gesellschaftern Arnold Tafferner und Caroline Forster, Wissenschaftler des DLR-Instituts für Physik der Atmosphäre. Die Systeme nutzen Satellitenund Radardaten, um Gewitter zu identifizieren, zu verfolgen und bis zu einer Stunde vorherzusagen. Wo Turbulenzen, Blitzschlag, Vereisung und Hagel auftreten können, lässt sich mit den neuen wissenschaftlichen Tools sehr präzise darstellen.  www.dlr.de

austrian.com/myHoliday Gewitter haben starke Auswirkungen auf die Sicherheit im Flugverkehr. 001304T3_aua_MyHoliday_Medianet_216x288_MN.indd 1

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© Gregor Schlaeger/Lufthansa Technik

Die 4-Liter-Flieger: Effizient unterwegs

Freitag, 18. Jänner 2013

Luftfahrt Deutscher Low Cost Carrier hat jetzt mit der Umsetzung des Turnaround-Programms „Turbine“ begonnen

Turnaround: Air Berlin will „Lean & Smart“ werden Ausbau der Wettbewerbsposition: Initiativen in der Größe von 400 Mio. € bis Ende 2014 definiert.

© Interhome

Interhome startet in die Sommersaison 2013

Interhome bietet Ferienhäuser und Ferienwohnungen in ganz Europa.

Innsbruck. Die Wintersaison ist zwar noch in vollem Gange, viele Ferienhaus-Liebhaber sind aber bereits jetzt auf der Suche nach dem perfekten Urlaubs-Zuhause für den Sommer 2013 – nicht zu unrecht, denn noch sind die besten Ferienobjekte zu buchen, noch ist die Auswahl groß. Interhome bietet Urlaub in den schönsten Sommerdestinationen Europas – für vier bis 20 Personen, in 2 bis 5 SterneQualität. Für alle, die in den schönsten Wochen des Jahres lieber direkt ans Meer möchten, hat Interhome ebenfalls eine große Auswahl an Ferienwohnungen und Häusern. Ob Italien, Kroatien, Spanien oder Frankreich – auf der Website sind alle Objekte am Strand und mit Blick aufs Meer gelistet. Interhome bietet derzeit über 10.500 Objekte zum Thema „Strandferien“ und über 10.000 Objekte mit der Auswahl „Swimmingpool“ an. Dabei können Interhome-Gäste von einer Ferienwohnung** für zwei in Portugal/Algarve ab 116 € pro Woche (Ref.Nr. PT6650.305.6) bis zu einem *****Ferienhaus für zehn Personen in Spanien/ Costa Blanca um 16.971 € pro Woche wählen (ES9710.323.1).  www.interhome.at

Veränderungsprozess Ziel ist, Air Berlin durch einen effizienten Betrieb, höhere Kosteneffizienz und ein attraktives, intelligentes Produktangebot profitabel und somit nachhaltig zukunftsfähig zu machen. Dafür wird das Unternehmen sein integriertes Geschäftsmodell, mit dem die Gesellschaft touristische und Geschäftskunden bedient, forcieren. Der mit „Turbine“ eingeleitete ganzheitliche Veränderungsprozess richtet das gesamte Unternehmen nach den Gesichtspunkten von „Lean & Smart“ aus; „Lean“ steht dabei für eine möglichst einfache und kosteneffiziente Organisation und schlanke Prozesse, „Smart“ richtet den Fokus auf Kernmärkte und Partnerschaften sowie auf integrierte, intelligente und innovative Kundenorientierung mit „dem gewissen Extra“.

Air Berlin ist trotz Krise eines der führenden Luftfahrtunternehmen in Europa und fliegt zu 170 Destinationen in 40 Ländern.

Die Gespräche zum Umbauprogramm und den geplanten Personalmaßnahmen mit den Personalvertretungen sind eingeleitet. Das Management von Air Berlin wird „Turbine“ mit den Mitarbeitern sowie im Dialog mit den Arbeitnehmervertretern umsetzen und diesen Gesprächen höchste Priorität geben Das Programm bezieht alle Geschäftsbereiche und somit auch die Beziehungen zu den Geschäftspartnern ein. Dabei ist auch ein Abbau von rund 900 Arbeitsplätzen vorgesehen, wobei betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden, da fast jede Firmensanierung ihr Heil in der Entlassung von Mitarbeitern sieht.

Zu den Bausteinen von „Turbine“ gehören die bereits eingeleitete Optimierung von Netzwerk und Flotte, die Konzentration auf rentable Strecken und der Frequenzaufbau in Schlüsselmärkten.

Abbau von 900 Menschen Der Fokus liegt auf einer Stärkung von Air Berlin im Kernmarkt, der D-A-CH Region. Die Zahl der Flüge nach Palma de Mallorca soll erhöht werden. Die Drehkreuze Berlin und Düsseldorf mit ihren Langstreckenverbindungen sollen weiter ausgebaut werden. Die Flughäfen Wien, Hamburg, München, Zürich und Stuttgart behalten ihre Funktion als Kernstationen innerhalb des Air Berlin Streckennetzes.

Die Flottenreduzierung auf 142 Flugzeuge im laufenden Jahr, davon sechs in der operativen Reserve, und die Netzwerkoptimierung gehen mit einer weiteren Harmonisierung der Flotte, einer Konzentration in der Stationierung und mit einfacherer Rotation einher. Air Berlin verfügt über ein Produkt mit hoher Kundenakzeptanz und wird diese Position mit maßgeschneiderten Dienstleistungen entlang der Reisekette ausbauen, um ihre Gäste zu begeistern. Geplant sind die Bündelung der Kundenkontakte in einem Customer Care-Bereich, mehr technische Möglichkeiten für Self-Service und eine aufgewertete Business Class auf der Langstrecke.  www.airberlin.com

Tourismus-Boom Neue Flugverbindungen und ein kombiniertes Visum mit Thailand eröffnen weitere Möglichkeiten

Kambodscha verzeichnet Besucher-Rekord München/Phnom Penh. Das Königreich Kambodscha befindet sich laut Fremdenverkehrsamt Kambodscha ICS Travel Group auf dem touristischen Vormarsch. 2012 wurde das Land von 3,5 Mio. internationalen Touristen besucht, das sind immerhin 20% mehr als im Vorjahr.

Mit Condor und Qatar Airways erweitern gleich zwei internationale Fluglinien ihren Flugplan um Siem Reap. Condor fliegt nun jeden Freitag mit einer Boeing 767-300 und bis zu 270 Passagieren nonstop von Frankfurt nach Siem Reap. Damit ist Condor die erste und einzige europäische Fluggesellschaft, die diesen Dienst anbietet. Qatar Airways bedient ab Februar

Neue Flüge ab/an Europa Der Hauptstadtflughafen Phnom Penh International Airport fertigte indes erstmals mehr als zwei Mio. Passagiere in einem Jahr ab. Neue Flugverbindungen, wie ein wöchentlicher Direktflug mit der deutschen Condor und ein kombiniertes Visum mit Thailand lassen zukünftig noch höhere Besucherzahlen erwarten. Der kambodschanische Tourismusminister Thong Khon begründet den Erfolg „mit politischer Stabilität und Sicherheit, der Austragung wichtiger ASEAN Gipfeltagungen, der Etablierung neuer touristischer Produkte in der Küstenregion und im Inland sowie mit einem verbesserten Service“.

2013 mit einer A330-200 täglich die Strecke von Doha nach Phnom Penh, mit einem Zwischenstopp in Ho Chi Minh Stadt.

Wichtige Tourismus-Hubs Ab 2013 müssen Besucher der Länder Thailand und Kambodscha nur noch ein Visum in der Botschaft oder im Konsulat einer der beiden Länder beantragen.

Die Gebühr muss allerdings noch an der jeweiligen Grenze entrichtet werden. Thailand ist für das Königreich Kambodscha der wichtigste touristische Hub. Wenn das Pilotprojekt erfolgreich ist, werden auch die Länder Laos, Myanmar und Vietnam eingeschlossen, die Länder erhoffen sich dadurch steigende Besucherzahlen. Den Touristen erleichtert es das Reisen zwischen den Ländern und spart Zeit.

„Kingdom of Wonders“

© EPA

Frankfurt/M. Die Flugzeuge der Lufthansa Group verbrauchen durchschnittlich rund vier Liter Kerosin, um einen Fluggast 100 km weit zu befördern. Moderne Flugzeuge wie der A380 oder die Boeing 747-8 unterschreiten die 4 l-Marke deutlich. Wer glaubt, auf das Gewicht von Taschenlampen, Kleiderbügeln, Magazinen, Trolleys, Decken und Kissen zu achten sei übertrieben, der irrt. Bereits 100 kg weniger auf jedem Flugzeug der Lufthansa Passage senkt die Spritkosten um 2,6 Mio. € pro Jahr – und vermeidet CO2-Emissionen. Apropos Treibstoffeffizienz: Viele Menschen in Deutschland schätzen den durchschnittlichen Verbrauch von Flug­ zeugen fälschlicherweise um ein 10-Faches höher ein, als es tatsächlich der Fall ist. Das ­ergab eine Meinungs­ umfrage der Forschungsgruppe Wahlen.  www.lufthansa.com

Berlin. Das Turnaround-Programm „Turbine“ ist ein umfassendes Programm zur Fokussierung von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft auf die Kernmärkte, die mit einem stringenten Geschäftsmodell bearbeitet werden. Das auf zwei Jahre angelegte Programm geht über alle Unternehmensbereiche hinweg. Es wird die bereits eingeleitete Optimierung von Netzwerk, Flotte und Flugplan weiter vorantreiben, Produktangebot, Vertrieb und Kundenorientierung verbessern sowie Verwaltung und Arbeitsprozesse verschlanken. Bis Ende 2014 sind im Rahmen von „Turbine“ Initiativen in der Größenordnung von 400 Mio. € definiert, um eine wettbewerbsfähige Ergebnissituation zu erreichen.

© dpa/Soeren Stache

michael Bär

Modernste Flugzeuge transportieren mehr Pax mit weniger Treibstoff.

Kambodscha öffnet sich jetzt noch mehr dem internationalen Tourismus.

Kambodscha, das „Kingdom of Wonders“, bietet seinen Besuchern viel mehr als das Kulturwunder Angkor Wat: faszinierende Strände zwischen Kep und Sihanoukville, beeindruckende Paläste und Tempel in der Hauptstadt Phnom Penh, spannende Mekong-Touren sowie nahezu unberührte Wälder in Rattanakiri und Mondolkiri an der Grenze zu Vietnam. Hinzu kommt der neueste Trend des Ökotourismus.  www.tourismcambodia.com  www.icstravelgroup.com


T r av e l & V oya g e

Freitag, 18. Jänner 2013

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Club Stumböck Reisen Privater Koch, Kino & Helikopter für ein funkelndes Vergnügen

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Luxusurlaub auf die kanadische Art

Neun Tage Glamour-Feeling in den Rocky Mountains gibt‘s ab 2102 € pro Person im Doppelzimmer. caroline nussdorfer

© abu-dhabi.de

Wasserspaß in Abu Dhabi ab Ende Jänner

Kultur und Erbe der Perlentaucherei sind die Themen des Wasserparks.

München. Eine Szenerie, wie sie Hollywood nicht hätte besser schreiben können: Eine imposante Holzvilla, umgeben von feinstem Pulverschnee, Wäldern und Bergen. Im Inneren großzügige, edel und zugleich warm anmutende Räume, meterhohe Fenster, die den Blick auf die umliegende Winterwunderlandschaft freigeben, ein eigener Saunabereich, ein privates Kino und ein Hallenbad. Nicht zu vergessen der Helikopter, der auf dem Landeplatz direkt vor der Haustür darauf wartet, die Bewohner zu einem Heliskitrip zu bringen.

Abu Dhabi. Nach einer Bauphase von fünf Jahren eröffnet am 24. Jänner 2013 die „Yas Waterworld“ auf Yas Island in Abu Dhabi. Er gilt als einer der größten Wasserparks der Welt und bietet auf einer Fläche von 15 Fußballfeldern bis zu 6.000 Wasserratten Platz. Unter den 43 verschiedenen Rutschen sowie Fahrgeschäften befindet sich u.a. auch die weltweit größte Tornado-Wasserrutsche. Der Park ist im Winter täglich von 10 bis 18 Uhr und im Sommer von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Die Tickets kosten rd. 46 € für Erwachsene und 38 € für Kinder.  www.yaswaterworld.com

Ein rustikaler Kamin sorgt für mollige Wärme und verbreitet romantische Stimmung für gemeinsame Stunden.

Mit Helikopter zur Piste Selbstverständlich sind sämtliche Häuser mit Wireless Internet ausgestattet. Im Haupthaus befinden sich ein elegantes Restaurant, eine Bar und eine Lounge, sowie ein Shop und ein Spieleraum. Zudem besitzt die Tweedsmuir Lodge in einem weiteren Haus einen großen Massage- und Fitnessbereich und einen Outdoor Whirlpool. Vier Nächte mit Vollpension in der Tweedsmuir Lodge, inklusive Heli-Skiing mit 17 500 Höhenmetern, Heliguiding, Powder-Ski

und dem Transfer von/bis Vancouver sind ab 5 024 € pro Person im Doppelzimmer buchbar. Nur wenige Minuten vom blau funkelnden Lake Louise entfernt, liegt, eingebettet zwischen majestätischen Bergen und sanften Tälern, das Post Hotel & Spa Lake Louise. Mit nur fünf Fahrminuten zum größten Skigebiet der Rocky Mountains ist das Fünf-Sterne Hotel idealer Ausganspunkt für ausgedehnte Skisafaris. Nach einem anstrengenden Tag im Champagne Powder verwöhnt das Gourmetrestaurant mit ausgewählten Köstlichkeiten, die von der Condé Nast Traveler’s Gold List mit dem Titel „Bestes Essen Amerikas“ ausgezeichnet wurden. Passend werden aus dem Wein-

Traumhafte Ski-Region Außerdem verfügt das luxuriöse Hotel neben einem umfangreichen Spa- und Wellnessbereich mit Hallenbad, Hot-Tub, Dampfbad und Fitnesscenter über eine Lounge, eine Bibliothek und einen AprésSki-Pub. Bei Club Stumböck kostet eine neuntägige Skireise nach Lake Louise pro Person ab 2 102 €, Frühstück inklusive.  www.stumboeck.com

Ägypten Meier’s Weltreisen verbindet Kairo & Nilkreuzfahrt

München. Der Reiseveranstalter FTI und der Freizeitpark PortAventura machen gemeinsame Sache: Zum Sommer 2013 bringen beide zusammen eine 32 Seiten umfassende Broschüre heraus, die alle Informationen zum Themenpark an der Costa Dorada enthält. Damit setzt FTI einen Akzent auf Katalonien. PortAventura liegt etwa eine Stunde südlich von Barcelona entfernt und bietet u.a. die mit 76 m höchste Achterbahn Europas, diverse Themenwelten mit zahlreichen Shows, Restaurants verschiedenster Nationalitäten sowie Special Effects für Groß und Klein; für Abkühlung zwischendurch sorgt der integriertere PortAventura Aquatic Park.

Frankfurt. „Cheops: Von den Pyramiden bis zum Nil Katarakt“ lautet der Titel der elftägigen Rundreise von Meier’s Weltreisen, welche die Metropole Kairo mit einer Nilkreuzfahrt verbindet. Dank deutschsprachiger Reiseleitung erfahren die Teilnehmer viel Wissenswertes über Ägyptens Vergangenheit sowie Gegenwart. Aber es gilt auch Einiges zu entdecken: Die Pyramiden von Gizeh, die sagenumwobene Sphinx und der Luxor-Tempel sind ebenso Bestandteil des Programms wie das Tal der Könige mit seinen Grabkammern, der Hatshepsut-Tempel, der Tempel von Medinet Habu und die Memnon-Kolosse.

FTI und PortAventura kooperieren

zum Park. Wer eines dieser VierSterne-Hotels bucht, profitiert vom unbegrenztem freien Parkeintritt. Bei Aufenthalt im Mai sowie September ist zudem der Eintritt in den Wasserpark im Reisepreis enthalten. Eine Woche im Hotel PortAventura im Doppelzimmer mit Halbpension, Flug und Transfer ist z.B. ab 522 € pro Person zu haben.  www.fti.de  www.portaventura.de

Rundreise ins Land der Pharaonen

tungen und Eintrittsgelder. Der Preis beinhaltet zudem drei Übernachtungen im Doppelzimmer mit Frühstück im 4,5-Sterne-Hotel „Le Meridien Pyramids“ in Kairo sowie sieben Nächte in der Doppelkabine an Bord der MS Nile Style mit All Inclusive-Verpflegung. Bei Buchung bis 30. April 2013 gibt es einen Frühbucherbonus von 70 € pro Person. Weitere Informationen unter:  www.meiers-weltreisen.at

© FTI

Die Broschüre enthält alle Informationen zum Themenpark im Süden Barcelonas.

Entspannen ist dagegen während der Kreuzfahrt angesagt, bei der die Gäste die fruchtbare Landschaft rund um den Nil genießen und sich auf dem Sonnendeck der „MS Nile Style“ erholen können. Die Rundreise mit Nilkreuzfahrt ab Kairo/bis Luxor kostet ab 949 € pro Person inklusive innerägyptische Flüge, Transfers, Besich-

© Meier´s Weltreisen

Frühbucher sparen 70 € p.P.

Kostenlos und unbegrenzt

Düsseldorf. Hotels und Appartementanlagen an der portugiesischen Algarveküste sind ab sofort im Programm von ibero tours zu finden. Der Spanienund Portugal-Spezialist hat 28 Häuser, vorwiegend in der 4und 5-Sterne-Kategorie, neu aufgenommen. So ist beispielsweise eine Woche im Hotel Vila Gale Lagos ab 161 € pro Person inklusive Frühstück buchbar. Weitere Informationen, auch zu Spartipps, Frühbucherbonus sowie Kinderermäßigungen ­unter: www.ibero.com

keller 25 500 Flaschen der edelsten Tropfen aus aller Welt kredenzt. Gepflegte Gespräche bei einem Glas Brandy und einer Zigarre können die Gäste anschließend im Cigar-Room genießen.

Neu Reiseveranstalter & Themenpark legen Broschüre auf

Die Besucher können aus vier verschiedenen Themenhotels auswählen, von denen das PortAventura Hotel und das Gold River über einen direkten Zugang zum Park verfügen. Die Hotels Caribe sowie El Paso befinden sich hingegen in unmittelbarer Nähe und bieten im 20 Min.-Takt einen Gratis-Transfer

Algarveküste: ibero tours erweitert Angebot

Wie mit Zucker überzogen stehen die Chalets in der Bighorn Lodge vor der traumhaften Kulisse der kanadischen Berge.

Pyramiden, Tempel & Co.: Die Reise bietet zahlreiche kulturelle Höhepunkte.

In der Mini-Gruppe durch Nordindien reisen

© Marco Polo Reisen

Nach einem anstrengenden Tag in unberührtem Terrain stehen in der Luxus-Lodge acht Schlafzimmer zur Verfügung, um neue Kräfte zu tanken und stilvoll zu nächtigen. Ein diskretes Küchenteam kümmert sich um das leibliche Wohl der Gäste und überlässt nichts dem Zufall. Wer dieses Märchen Realität lassen werden möchte, kann die Bighorn Lodge im kanadischen Revelstoke, das als Heli- und Catski-Mekka Kanadas gilt, für sich und weitere 15 Gäste komplett buchen. Nur zu wenigen Terminen werden die Zimmer auch einzeln vergeben. Hoch im Norden von British Columbia im Herzen der Region Bella Coola gelegen, nur eine Flugstunde von Vancouver entfernt, liegt die bezaubernde Tweedsmuir Lodge. Auf 6 000 qkm Heliskigebiet erwartet die Gäste atemberaubende Panoramablicke auf den Pazifik und einsame Fjorde. Jedes der Chalets ist im typisch kanadischen Blockhausstil gehalten und verfügt über Schlafzimmer, Badezimmer und einen Loftbereich.

© Club Reisen Stumböck

Typisch British Columbia

Die Gruppen mit zwölf Teilnehmern nächtigen an kleinen Locations.

München. Wer Land und Leute hautnah erleben will, der ist mit den neuen Mini-GruppenReisen von Marco Polo gut beraten. Die Auswahl an Entdeckerreisen, die mit maximal zwölf Teilnehmern durchgeführt werden, reicht von Afrika über Asien bis Lateinamerika. Die 17-tägige Tour ab 2.779 € pro Person durch Nordindien führt z.B. von der Provinz Gujarat im Westen bis nach Delhi. Ein verstecktes Pilgerdorf und ein Heritage Walk durch ­Ahmedabad ermöglichen Einblicke ins Alltagsleben der Inder. Während die Teilnehmer u.a. in einer kleinen, familiären Safari-Lodge übernachten, sind sie so oft wie möglich wie die Inder „öffentlich” unterwegs: mit dem Fahrrad, Tuk-Tuk, Ambassador-Taxi oder Expresszug. www.marco-polo-reisen.com


guest & service

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Finnair hat neue Ziele und noch mehr Flüge

Freitag, 18. Jänner 2013

Wellness & Kongress Ende 2013 wird das Astrum Spa & Conference Hotel in Shelkovo erste Gäste begrüßen

VI eröffnen Fünf-SterneLeading-Hotel bei Moskau

© Finnair

Das Projekt soll internationale Bekanntheit bringen und die Infrastruktur der Region verbessern.

Helsinki. Finnair stockt in der Sommersaison vom 31. März bis 26. Oktober 2013 sein Angebot auf. So werden Antalya, Tel Aviv und Palma de Mallorca als neue Zielorte in das Programm aufgenommen und jeweils zweimal wöchentlich angeflogen. Zusätzlich wird die Anzahl der Flüge nach Malaga, Barcelona sowie Madrid erhöht. Das Unternehmen hat vor Kurzem ebenso zwei neue Verbindungen für den Sommer nach Asien angekündigt und fliegt ab dem 15. Juni dreimal wöchentlich nach Hanoi sowie ab dem 14. Juni ebenfalls dreimal wöchentlich nach Xi‘an.  www.finnair.com

Austrian Airlines launcht Marke für Privatreisen Wien. Unter der Marke „myHoliday“ bietet Austrian Airlines individuelle Angebote für Privatreisende, wie z.B. City Breaks für Singles oder Luxury Holidays für Junggebliebene an. Aber auch Golf- und Skireisen, Romantic Breaks, Adventure Holidays u.v.m. sind geplant. Die Packages werden in Zusammenarbeit mit diversen Veranstaltern laufend bis zum Sommer auf den Markt kommen. Die neue Marke wird für den Sommerflugplan, gültig ab 1. Mai 2013, beworben und soll bereits im ersten Jahr 150.000 zusätzliche Passagiere bringen.  www.austrian.com

A-Rosa Travemünde feiert 100. Geburtstag

Wien/Shelkovo. Rund 20 km von Moskau entfernt entsteht auf 27 Stockwerken das neue „Astrum Spa & Conference Hotel“ in Shelkovo, das Ende 2013 seine ersten Gäste begrüßen wird. Mit einem 3.400 m� großen Spa und einem Konferenzbereich von 1.900 m2 liegt der Schwerpunkt auf den Segmenten Wellnessurlaub und Kongresstourismus. Während die Shelkowskij Holding Eigentümer der Immobilie ist, wird das Astrum von der Vienna International Hotelmanagement AG (VI) geführt, die für Produktentwicklung und Konzeption des FünfSterne-Hotels verantwortlich ist. „Ich bin froh, dass wir mit unserem Ausbau am russischen Markt gut vorankommen. Das ‚Astrum Hotel‘ stellt für den Großraum Moskau etwas Neuartiges im Sinne eines City-Ressorts dar“, erklärt Andreas Karsten, CEO der Vienna International Hotelmanagement AG. „Wir gehen davon aus, dass es ein neues Landmark mit entsprechender Anziehungskraft im Großraum Moskau werden wird“, so Karsten weiter.

© Vienna International

caroline nussdorfer

Nach Antalya, Tel Aviv und Palma de Mallorca geht’s zwei Mal pro Woche.

Die Zimmer im „Astrum Hotel“ gleichen mit ihren Schnitzverzierungen und Gemälden einem Salon aus dem 19. Jahrhundert.

Shelkovo mit sich bringen wird.“ Bereits ein Jahr vor seiner Eröffnung wurde das Astrum in die Gruppe „The Leading Hotels of the World“ aufgenommen, worüber sich vor allem Martin Lachout, Vorstand für Projektentwicklung der VI, freut: „Das ist ein Zeichen dafür, dass wir unsere Arbeit gut gemacht haben und die Qualität der Ausstattung und der geplanten Services so hochwertig sind, um dafür dieses renommierte Gütesiegel zu erhalten.”

Aufwertung der Region Auch Dmitry Barchenkov, CEO der Shelkowskij Holding, betont die Wichtigkeit für das Gebiet: „Wir verstehen uns mit dem Hotelprojekt neben unseren sonstigen Aktivitäten innerhalb der Holding als Entwickler, der Verantwortung für die Region übernimmt. Das Hotel stellt für die Region um Moskau ein wichtiges Prestigeobjekt dar, das neben einer internationalen Bekanntheit vor allem eine Verbesserung der Infrastruktur sowie der Beschäftigung in der Region

Wellness & Medical Spa Die 184 Zimmer und Suiten werden vom italienischen Stardesigner Francesco Molon ausgestattet, der sich u.a. schon im „The Ritz-Carl-

ton“ und „The Waldorf Astoria“ in New York sowie im Präsidentenamt in Moskau verwirklichen durfte. Aufwendige Schnitzverzierungen, tapezierte Fußschemel sowie gerahmte Gemälde in den Zimmern erinnern an einen Salon aus dem 19. Jahrhundert. Kulinarisch wird den Gästen das Hauptrestaurant des Hotels, ein japanisches Restaurant mit einer Showküche sowie ein französisches à la Carte-Restaurant samt Panoramablick von der 23. Etage, auf der sich auch Sky Bar, Lobby-Bar, Fitness-Lounge und ein VIP-Club befinden, zur Auswahl stehen. Der 3.400 m� große Wellness-bereich umfasst private Spa-Suiten und Saunen sowie ein Medical Spa mit einem vielfältigen Angebot von

kleinen medizinischen Behandlungen, alternativen Heilmethoden, Burn-out-Prävention und -therapie bis hin zu zwei- bis dreitägigen Vorsorgeuntersuchungen. Ein Ayurvedazentrum ist ebenso geplant. Ausreichend Platz für Tagungen und Events bieten sieben Veranstaltungsräume auf einer Fläche von 1.900 m�. Ein Konferenzsaal mit Amphitheater-Bestuhlung auf 335 m�, ein Veranstaltungsbereich mit 600 m� und fünf großflächige Meetingräume lassen Events für bis zu 1.000 Personen zu. Dank separatem Eingang zum Konferenzbereich ist ungestörtes Tagen abseits des Hotelbetriebs möglich. Weitere Informationen unter: www.vi-hotels.com/de/astrum/

Ausbau Das Deluxe-Hotel mit 135 Zimmern & Suiten stärkt Präsenz in Indien, drei weitere Projekte befinden sich im Bau

Das Kurhaus-Hotel liegt zwischen Kurpark und Strandpromenade.

Travemünde. Das Grand Spa Resort „A-Rosa Travemünde“ feiert am 26. April 2013 den 100sten Geburtstag des traditionsreichen Kurhauses, das als Wahrzeichen des gleichnamigen Badeorts gilt. Das Luxusresort lockt aus diesem Anlass mit Sonderkonditionen: Noch bis zum 27. April sind Zimmer zum Preis von 100 € pro Person und Nacht inklusive Halbpension buchbar. Als Extra gibt es ein Glas Champagner umsonst. Das Kurhaus-Hotel wurde vor seiner Wiedereröffnung im Jahr 2005 umfassend renoviert und um einen Neubau erweitert. Ob Hotel- oder Tagesgast, das luxuriöse „Spa-Rosa” des Resorts lädt auf rund 4.500 m2 zum Erholen ein.  www.a-rosa.de

Zürich. Die Hotelgruppe Swissôtel Hotels & Resorts eröffnet ein neues Ferienhotel im indischen Küstenstaat Goa und erweitert somit ihr Portfolio um ein weiteres DeluxeHotel. Die ersten Gäste will man schon in naher Zukunft willkommen heißen. „Das neue, attraktive Ferienhotel in Goa ist eine perfekte Ergänzung in unserem Indien-Portfolio. Mit dem bereits eröffneten ‚Swissôtel Kolkata‘ und drei weiteren, im Bau befindlichen Hotels in Mumbai, Noida und Bangalore wächst unsere Präsenz auf dem indischen Subkontinent kontinuierlich“, erklärt Meinhard Huck, President Swissôtel Hotels & Resorts. „Wir freuen uns, zusammen mit der ‚Convention Hotels India Pvt. Ltd.‘ in diesem Projekt zu kooperieren und schon bald die ersten Gäste im Swissôtel Goa begrüßen zu dürfen“, so Huck weiter. Auch Priyakant Amin, Director of Convention Hotels India Pvt. Ltd. (CHI), ist über die Zusammenarbeit erfreut: „Mit Sicherheit ist das neue ‚Swissôtel‘ ein wichtiger Meilenstein für eine enge Partner-

schaft mit Swissôtel Hotels & Resorts. Swissôtels hat einen ausgezeichneten Ruf für zeitgenössische, luxuriöse Hotellerie und passt bestens zu unserem hochwertigen Hotelprodukt.“

Beliebte Feriendestination CHI ist ein Unternehmen für Hotelentwicklungen und Investments in Indien, dessen Hauptaugenmer-

kauf Luxushotels in Schlüsseldestinationen und wichtigen Städten im ganzen Land liegt. Das künftige Swissôtel Goa befindet sich in der Kleinstadt Calangute im Norden des Küstenstaats, rund 16 km von der Hauptstadt Panaji entfernt. Der internationale Flughafen ist in etwa einer Stunde, die wichtigsten Angebote sowie Restaurants im Nachtleben von Calangute in nur weni-

© Swissôtel Hotels & Resorts

© Grant Spa Resort A-Rosa Travemünde

Swissôtel Goa startet im ersten Quartal 2013

Der Küstenstaat Goa erfreut sich bei Touristen ganzjährig großer Beliebtheit.

gen Gehminuten erreichbar. Insgesamt 135 Zimmer und Suiten in unterschiedlichen Kategorien verteilen sich auf acht Häuser, die in einen tropischen Garten mit kleinen Lilienteichen sowie dem Poolbereich eingebettet sind. Ein Ganztagesrestaurant, verschiedene Bars und Cafés, ein Fitnesscenter, Swimming- sowie ein Kinderpool, der Kid’s Club und mehrere Meetingräumlichkeiten stehen den Gästen ebenso zur Verfügung wie der Beach Club am Calangute Beach. Verantwortlich für die Architektur der Anlage sind die malayischen Architekten Chong Chee Ching und Greg Dall. Kunstwerke des indischen Künstlers Krishna Mehta setzen dabei nicht nur zeitgenössische, sondern auch farbliche Design-Highlights. Die ehemalige portugiesische Kolonie Goa ist Indiens kleinster Staat und dank seiner Strände ein ganzjährig beliebtes Reiseziel. Von Mumbai und Bangalore liegt Goa eine Flugstunde, von Delhi zwei Flugstunden entfernt.  www.swissotel.com


medianet

inside your business. today.

Freitag, 18. jänner 2013 – 65

klima:aktiv mobil-Partner auf Ferien-Messe vom Ministerium ausgezeichnet  Seite 67

mühlviertler kernland

In Freistadt entsteht ein „Haus der Region“ als Leader-Management-Center  Seite 68

gastlichkeit umweltzeichen tourismus

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mobilität & umweltschutz

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© BMLFUW/M. Rief

destinationaustria Mit Aqua Dome setzt Vamed neue Standards

© Sabine Klimpt

short

Wien. Martin Sturzlbaum, Vorstandsvorsitzender der Europäischen Reiseversicherung (Bild), informiert über die möglichen Kosten eines Hubschraubereinsatzes nach einem Unfall auf der Piste: „Bis zu 7.000 Euro kostet das. Liegt die Verletzung unter einem von der Sozialversicherung definierten Index, muss der Patient für diese Kosten selbst aufkommen.“ Durch das bewährte Produkt „Hotelstorno Plus“ der Europäischen Reiseversicherung können im Fall der Fälle die finanziellen Probleme bei Schadensfällen im Winterurlaub abgefedert werden.  www.europaeische.at

© Aqua Dome

© Europäische Reiseversicherung

Wien. Direkt an der U3-Station Zippererstraße warten 90 Zimmer mit bestem Standard (gratis-WLAN, Loewe-Fernseher, Klimaanlage in allen Zimmern) auf Wien-Reisende. Das DZ ist ab 79 € zu haben, im Café gibt es außer dem Frühstück Spezialitäten aus der Konditorei Gerstner. Das Simm’s Hotel wird von der Design Hotel Management GmbH, einer Gesellschaft der List Group, betrieben, die auch für das Management des Hotels „Das Triest“ auf der Wiedner Hauptstraße verantwortlich zeichnet.  www.list.co.at

Tirol Therme Längenfeld Mit Superior-Zimmern, Premium-Spa-Bereich nur für Hotelgäste, Seminarfläche mit State-of-the-art-Technik und einem Rundum-Facelift ist der neue Aqua Dome hervorragend am Markt positioniert.  Seite 66 Donau Niederösterreich Tourismus GmbH Die Betriebe sollen in qualitätsverbessernde Maßnahmen investieren

Wien. Erstmals lädt die „Therme Wien Med“ am 13. Februar 2013 ab 15:30 Uhr zur Atemschule mit Ralf-Harun Zwick und Dejan Kovacevic ein. Asthma- und COPD-Patienten (Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung) erhalten bei dieser Veranstaltung Hilfestellung und Informationen, um ihre Lungenerkrankung und ihre Therapien zu verstehen.  www.thermewien.at

St. Pölten. Der GF der Donau Niederösterreich Tourismus GmbH, Bernhard Schröder, betont: „Wir haben gemerkt, dass bei den Tourismusbetrieben in der Region ein erheblicher Investitionsbedarf besteht, um die Angebotsqualität nachhaltig zu verbessern.“ Im Zuge der Niederösterreichischen Landesausstellung wurde auf Initiative der Donau Niederösterreich Tourismus GmbH und des regionalen Entwicklungsvereins Römerland Carnuntum ein Qualitätspartnerprojekt gestartet, um eine nachhaltige Qualitätsverbesserung bei Betrieben zu errei-

chen. Auf Basis dieser Initiative wurde vom Land Niederösterreich gemeinsam mit der Österreichischen Hotel und Tourismusbank (ÖHT) eine Förderoffensive ins Leben gerufen – gewerbliche Betriebe sollen dabei unterstützt werden, in qualitätsverbessernde, modernisierende oder erweiternde Maßnahmen zu investieren. „Qualitätsinitiativen sind im Tourismus in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden. Die Qualitätsvereinigung ‚Top-Ausflugsziele‘ oder die ‚Niederösterreichische Wirtshauskultur‘ sind nur zwei von zahlreichen erfolgreichen

Initiativen der jüngeren Vergangenheit, die qualitätsorientierte Betriebe im Tourismus oder der Gastronomie unterstützen. Ein besonderes Anliegen war es uns, mit dieser neuen Förderoffensive Impulse für eine nachhaltige Qualitätsverbesserung auf betrieblicher Ebene zu setzen“, so TourismusLandesrätin Petra Bohuslav. Von dieser Förderoffensive profitiert z.B. der Hotelier Jakob Muhr aus Gallbrunn. Im Rahmen der Qualitätsoffensive wird eine Solaranlage installiert und gleichzeitig das Dach des „Muhr“ erneuert.  www.donau.com

© VPNÖ

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Förderoffensive für die Region Römerland

Petra Bohuslav: „Nachhaltige Qualitätsverbesserung auf betrieblicher Ebene“.


c ov e r

66 – destinationaustria

Freitag, 18. Jänner 2013

Tirol Therme Längenfeld Position als Tirols Thermenresort Nummer 1 durch stylishe Modernisierungen gesichert

Kommentar

20 Mio. € Investition für Aqua Dome-Erneuerung

Schere zwischen Stadt und Land

„Austria’s Leading Spa Resort“ beeindruckt mit viel Neuem und bietet Wellness auf höchstem Niveau. dino silvestre

Wien/Längenfeld. Fast 20 Mio. € hat das Investorenkonsortium rund um die Raiffeisenlandesbank Tirol, die Bergbahnen Sölden, die Vamed, die Raiffeisenlandesbank OÖ, die Firma Ortner, Raiffeisenbanken im Bezirk Imst und die Gemeinde Längenfeld für die Erweiterung und den Ausbau des Aqua Dome in die Hand genommen. Der weltweit führende Gesundheitsdienstleister Vamed hat die Erweiterung geplant und in nur 15 Monaten Bauzeit umgesetzt. Das

georg biron

D

ie nackten Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Nächtigungszuwächse der vergangenen Jahre konzentrieren sich auf die Städte. Das zeigt ein aktueller Vergleich der Österreichischen Hoteliervereinigung und ist auch ein Thema beim größten Tourismuskongress des Jahres, dem ÖHV-Hotelierkongress, von 21. bis 23. Jänner in der Wiener Hofburg. Zukunftskonzepte für die Ferienhotellerie und eine Werbeoffensive sind  dringend notwendig. Die Nächtigungen in Österreichs Stadthotellerie stiegen von 2002 bis 2011 um 43%,  in den ländlichen Regionen  gerade einmal um 6,4%. Der Bettenzuwachs nimmt so exzessive Züge an, dass von einer Blase der touristischen Infrastruktur gesprochen werden kann. Dadurch geraten die Betriebe unter Preisdruck, durch ‚Basel III‘ unter Kostendruck. 60,5% der Stadthotels geben an, dass der Sommer 2012 besser lief als erwartet, von den ländlichen Ferienhotels (das ist der Großteil der heimischen Hotellerie) können das von sich nur 35,3% behaupten. Präsident Sepp Schellhorn von der ÖHV ortet einen Innovationsbedarf im Produktbereich und flächendeckenden Verbesserungsbedarf bei der Bewerbung des Sommers: Bei zunehmendem Wettbewerb die Abgaben zu erhöhen und die Werbemittel zu kürzen – das kann sich nicht ausgehen!

„Mit dem ‚Aqua Dome‘ zeigt ‚Vamed Vitality World‘, wie man dank höchster QualitätsMarktposition hat.“ Gerhard Gucher, Direktor der VAMED Vitality World

Ergebnis: Ein neuer Hotelbereich mit 54 Doppelzimmern und sechs Familiensuiten, ein neu errichteter, 2.000 m� großer Spa-Bereich exklusiv für Hotelgäste und rund 20 Tagesgäste und ein um 500 m� erweiterter und mit State-of-the-art technischen Möglichkeiten ausgestatteter Tagungsbereich mit nunmehr 900 m� Fläche. Ein Teil der Gesamtinvestition wurde für ein Facelift der bestehenden Zimmer, die Neugestaltung der Hotellobby, die Schaffung eines Kinderbereichs im Hotel und

Naturidyll Hotelgruppe

Entspanntes Stelldichein für die Pressefotografen im neuen „Spa 3000“ des Tiroler Wellnesstempels Aqua Dome (von li.): Gerhard Gucher (Direktor Vamed Vitality World), Reinhard Mayr (Vorstandsdirektor RLB Tirol), Jakob Falkner (GF Bergbahnen Sölden), Bärbel Frey (GF Aqua Dome), Ralf Schonger (Bürgermeister von Längenfeld) und Helmut Dödlinger (GF Aqua Dome).

einer Erweiterung des Hotelrestaurants aufgewendet, sodass sich das vor acht Jahren eröffnete Haus ab sofort nicht nur mit zusätzlichen Features präsentiert; insgesamt erstrahlt es in neuem Glanz.

Hervorragend positioniert Die Tirol Therme Längenfeld, die sich 2012 bereits zum zweiten Mal in Folge über den Titel „Austria’s Leading Spa Resort“ freuen durfte und sowohl national wie international hervorragend am Markt

positioniert ist, festigt damit ihren Status als eines der führenden Thermen- und Gesundheitsresorts Österreichs und ist nun das größte 4-Sterne-Superior Hotel Tirols. Bürgermeister Ralf Schonger bezeichnet den Aqua Dome als wichtigen Impulsgeber mit der höchsten Zahl von Mitarbeitern in der Gemeinde: „Die Investition in die Qualität dieses regionalen Leitbetriebs ist ein Impuls für ganz Längenfeld und das gesamte Ötztal.“ Jakob Falkner, GF der Bergbahnen Sölden: „Mit dem ‚Aqua

Dome‘ wurde ein sehr attraktives touristisches Ganzjahres-Angebot für Tirol geschaffen.“

Einmalige Kombination „Die einmalige Kombination aus erstklassiger Infrastruktur, höchster Servicequalität und regional geprägten Angebotselementen verschafft uns einen Spitzenrang unter Österreichs Thermen- und Gesundheitsresorts“, so Aqua Dome GF Bärbel Frey.  www.aqua-dome.at

Convention Bureau Niederösterreich Mit 50 Top-Partnern verfügt man über so viele Koop-Partner wie nie zuvor

Marketing ist erfolgreich

Neuer Convention Bureau NÖ-Katalog Sankt Pölten. Der neue Convention Bureau Niederösterreich-Katalog beinhaltet vier neue PremiumLocations. Damit arbeiten nun 50 Top-Partner eng mit Niederösterreichs Drehscheibe für den Wirtschaftstourismus zusammen. Darüber freut sich auch Niederösterreichs Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav, die auf die Bedeutung der zahlreichen BusinessEvents für den heimischen Tourismus hinweist.

„Der Wirtschaftstourismus ist eine wichtige Säule in der niederösterreichischen Tourismusbranche – immerhin sind rund ein Drittel der Gesamtnächtigungen diesem Sektor zuzuordnen“, so Bohuslav. „Das liegt nicht zuletzt am umfangreichen, vielfältigen und qualitativ hochwertigen Angebot an touristischen Leistungsträgern. Das hohe Niveau der Infrastrukturen wirkt sich positiv auf den Tourismus aus.“

© Sportwelt Niederösterreich

Perchtoldsdorf. Die Naturidyll Hotels, die sich der Nachhaltigkeit und der Regionalität verschrieben haben, konnten sich im Jahr 2012 mit dem AMA Gastrosiegel „Kulinarisches Erbe“ zertifizieren lassen – zusätzlich zum Österreichischen Umweltzeichen. Mit der Mitgliedschaft bei den „Pleasant Hotels Europe“ – einer internationalen Hotelkooperation, bestehend aus privat geführten Hotels in Österreich, Deutschland, Schweiz, Schweden, Dänemark und Finnland – „trauen“ sich die Naturidyll Hotels 2013 erstmals auf internationales Parkett. Die Hotelkooperation ist offenbar am Puls der Zeit. Der Rückzug ins Grüne sowie das Authentische und das Naturerlebnis werden für den Gast immer wichtiger; ob mit den Themen Familie, Zeit zu Zweit, Natururlaub oder Urlaub mit dem Hund – die österreichischen Naturidyll Hotels stehen für „von Natur aus Urlaub“. www.naturidyll.com

© Aqua Dome

standards die führende

Touristische Infrastrukturen wie die Sportwelt St. Pölten wirken positiv auf alle Bereiche.

Vier neue starke Partner kann das Convention Bureau Niederösterreich im neuen Jahr begrüßen.

Attraktive Koop-Partner Die NV Arena, die neue, im Juli 2012 eröffnete Heimstätte des Bundesliga-Klubs SK Niederösterreich St. Pölten, ist das modernste Kleinstadion in Österreich. Gleich neben der NV Arena liegt die Sportwelt Niederösterreich, eine der größten, flexibelsten und multifunktionellsten Sportanlagen Europas. Das hochwertige Trainingszentrum für den Breiten- und Spitzensport ist auch eine ideale Bühne für Business-Veranstaltungen. Das Hotel Sacher in Baden bei Wien punktet durch Lage, Ambiente und moderne Ausstattung. Um Seminarteilnehmern im VierSterne-Hotel ein ablenkungsfreies Arbeiten zu ermöglichen, steht den Gästen mit Zimmerbuchung das ganze Haus exklusiv mit individueller Betreuung zur Verfügung. Reichenau an der Rax, das Sommerfrische-Refugium der Wiener

Gesellschaft im Fin de Siècle, macht heute auch als Veranstaltungsort für Business-Events eine gute Figur. Neben der guten Erreichbarkeit (nur eine Autostunde von Wien entfernt, Südbahn bis Payerbach-Reichenau) besitzt der Kurort noch weitere Vorteile für Meetings, Incentives, Events und Seminare. Dazu zählen eine gute Infrastruktur, ein Angebot an Betrieben und die professionelle Unterstützung durch das Bürgerservicebüro.

Der neue 2013er-Katalog Auch heuer gibt es vom Convention Bureau Niederösterreich wieder einen aktuellen Katalog, in dem alle 50 Top-Partner übersichtlich vorgestellt werden. Bei der Ermittlung der optimalen Location helfen neben Fotos, der Präsentation von Angeboten und einer Auflistung der USP auch relevante Eckdaten. Bestellungen für den Katalog sind kostenlos per E-Mail (convention@noe.co.at) oder über die Homepage möglich.  www.convention-bureau.at


i d e e & s t r at e g i e

Freitag, 18. Jänner 2013

destinationaustria – 67

Lebensministerium Erfolgreiche klima:aktiv mobil-Partner und Umweltzeichenbetriebe sind auf der Wiener Ferien-Messe ausgezeichnet worden

Mit Mobilität und Umweltschutz

Minister Niki Berlakovich: „Sanfte Mobilität und Umweltschutz bringen neue Chancen für Tourismus und Wirtschaft in Österreich.“ linie unterworfen und leisten einen Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen. Der umweltbewusste Gast verlangt Qualität, nicht nur bei Service und Unterkunft, sondern auch bei der Kulinarik. Jene Tourismusbetriebe, die Träger des Österreichischen Umweltzeichens sind, stellen sich dieser Verantwortung.

dino silvestre

Wien. „Der Tourismus ist einerseits Verursacher und andererseits Betroffener des Klimawandels. Weltweit verursacht der Tourismus rund fünf Prozent der gesamten CO2-Emissionen, und das nicht nur aufgrund der Flugreisen, sondern weil wir vor allem mit dem eigenen Auto zum und im Urlaubsort unterwegs sind“, so Umweltminister Niki Berlakovich anlässlich der Auszeichnung von ‚klima:aktiv mobil‘-Partnern und Umweltzeichenbetrieben im Rahmen der Wiener Ferien-Messe.

Umweltbewusste Gastro

Mit der Klimaschutzinitiative klima:aktiv mobil und mit dem Österreichischen Umweltzeichen unterstützt das Lebensministerium Tourismusbetriebe und -gebiete, Städte und Gemeinden, aber auch Unternehmen bei der Planung und Realisierung umweltfreundlicher Projekte. „Wir fördern im Mobilitätsbereich vor allem den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, den Einsatz von Shuttle- und Wanderbussen, die Weiterentwicklung von Rad- und E-Bike-Verleih-Services oder die Errichtung von Mobilitätszentralen. Immer mehr österreichische Tourismusgebiete werden so zur sanft mobilen Urlaubsregion und tragen wesentlich zur Sen-

© BMLFUW/Markus Rief

Sanft mobile Regionen

Umweltminister Niki Berlakovich (Bildmitte) zeichnet „klima:aktiv mobil“ Projektpartner und Umweltzeichenbetriebe aus.

kung der Treibhausgase und zum Umweltschutz bei. Für die österreichische Tourismuswirtschaft ergeben sich dabei enorme Chancen, sich als klimafreundliches Ökotourismusland zu entwickeln und zu etablieren“, so Berlakovich.“

Positive Bilanz erfreulich Die bisherige Bilanz des klima: aktiv mobil Förderungs- und Be-

ratungsprogramms fällt sehr positiv aus: Österreichweit sparen mehr als 3.000 Projektpartner mit ihren Verkehrsmaßnahmen jährlich 530.000 t CO2 ein. Mit einer Fördersumme von 51 Mio. € wurden durch klima:aktiv mobil Investitionen in Höhe von 383 Mio. € ausgelöst und 4.300 ‚green jobs‘ geschaffen bzw. gesichert. „Mit dem ‚klima:aktiv mobil‘ Förderprogramm haben wir bereits eine Marktdurchdringung im Tou-

rismus von über 50 %, und das soll in den kommenden Jahren noch gesteigert werden”, so Berlakovich.

Schonung von Ressourcen Das Österreichische Umweltzeichen ist die höchste staatliche Umwelt-Auszeichnung für Tourismus und Bildung. 240 ‚Green Hotels‘ mit rund 24.550 Betten haben sich bisher den strengen ökologischen Kriterien der Umweltzeichen-Richt-

Sie achten darauf, saisonale Produkte von regionalen Anbietern zu kaufen und verwenden vorrangig Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft. Sie bieten umweltfreundliche An- und Abreisemöglichkeiten, achten auf Mülltrennung und Abfallvermeidung. „Das Österreichische Umweltzeichen ist ein Garant für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen”, so Berlakovich. Im Bereich Umweltzeichen für ‚Green Meetings‘ haben bisher 28 Unternehmen aus der Veranstalterbranche eine Lizenz erlangt. Mit diesem Umweltsiegel wurde ein neuer Standard in der Veranstaltungsbranche geschaffen, wodurch Events effizient und umweltfreundlich gestaltet werden können. Den Leitfaden „Mobilitäts­ management für Tourismus” findet man unter:  www.klimaaktiv.at/  article/archive/17170  www.lebensministerium.at

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WEINE DEINE WELT SIND,

SIND DAS DEINE Die guten GUIDES von Walter Tucek

2012

2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012

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68 – destinationaustria

short

Eine Branchengröße hat sich verabschiedet

Freitag, 18. Jänner 2013

Verwaltungsaufwand reduzieren Tourismusregion und Regionalverein ziehen heuer in Freistadt unter ein Dach

Mühlviertler Kernland hat bald ein Haus der Region

© Peter Hörhager

Leader-Managerin Conny Wernitznig: „Menschen wünschen sich ein Büro für gemeinsamen Auftritt.“

NÖ Landesausstellung 2015 sucht noch Ideen St. Pölten. Gemeindevertreter, Unternehmer und Bürger, die eine Projektidee rund um die „Niederösterreichische Landesausstellung 2015“ einbringen wollen, haben noch bis Ende Jänner Zeit, ihre Pläne und Vorhaben in den Büros der Leader-Regionen und der Regionalmanagements einzureichen, auch das Büro des Kulturparks Eisenstraße-Ötscherland in Ybbsitz steht zur Verfügung. Zu beachten ist bei der Projekteinreichung, dass die Idee thematisch zum Leitsatz der Landesschau „Nachhaltiges Leben rund um den Ötscher – Aufbruch in einen neuen Mostviertler Bergsommer“ passen sollte. Nähere Informationen beim Kulturpark Eisenstraße-Ötscherland unter Tel. 07743/866 00, service@eisenstrasse.info; den Projektleitsatz und das Datenblatt zur Projekteinreichung gibt es zum Download unter:  www.eisenstrasse.info/  landesausstellung

© Panthermedia.net/Javier Brosch

Urlaub mit Hund liegt immer mehr im Trend

Der Hund soll nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht sein.

Bad Gastein. In Österreich leben rund 600.000 Hunde, in Deutschland sind es 5,4 Mio – und die Zahlen sind steigend. Grubers Residenz in Bad Gastein hat diese Zielgruppe erkannt und kümmert sich um die Urlaubsbedürfnisse der vierbeinigen Gäste. Auch Doggy-Wellness gibt es im Kursangebot: Basics in Erziehung, ein Kurs für Problemhunde, Obedience oder Dogdance. Das Kursangebot wird in Zusammenarbeit mit Hundeschulen durchgeführt.  www.hundeurlaub.at

Die Vorfreude ist groß

Tourismusverband und Regionalverein haben Koopvertrag unterzeichnet: Tourismusobfrau Gerlinde Schimpl (2.von li.) mit GF Karl Steinbeiß (1.von li.) sowie Leader-Obmann Bürgermeister Stefan Wiesinger und Geschäftsführerin Conny Wernitznig.

Auch Leader-Obmann Stefan Wiesinger ist mehr als zufrieden, nicht zuletzt deshalb, weil durch den Umbau auch die Möglichkeit besteht, die Räumlichkeiten den Bedürfnissen der zwei Organisationen anzupassen. Derzeit arbeitet Architekt Christian Hackl im Eilzugstempo an den Planungen, denn am liebsten würden sowohl Tourismusverband als auch Regionalverein Mühlviertler Kernland so schnell wie möglich ins neue Büro umziehen. Ob das realistisch ist, lässt sich derzeit noch nicht genau sagen, sicher scheint aber ein Umzugstermin im Frühsommer zu sein. Auf jeden Fall ist die Vorfreude auf den Einzug in ein gemeinsames „Haus der Region“ in Freistadt auf beiden Seiten sehr groß.

„Für mich geht mit dem ‚Haus der Region‘ ein langgehegter Wunsch in Erfüllung“, freut sich LeaderManagerin Conny Wernitznig. „Wir haben in vielen anderen Regionen gesehen, wie positiv sich die enge Zusammenarbeit von Regionalentwicklungsvereinen und Tourismusverbänden auf die Region auswirkt. Die Menschen im Kernland wünschen sich einfache Strukturen und ein Büro für eine Region und einen gemeinsamen Auftritt.“

Verwaltung reduzieren Der GF des Tourismusverbands, Karl Steinbeiß, sieht es ähnlich: „Im Sinne einer zukunftsorientierten Arbeit in und für die Region

ist es unsere Pflicht, Synergien zu nutzen und den Verwaltungsaufwand zu reduzieren, um möglichst viel Zeit zu haben für die Menschen, die Projekte und die strategische Arbeit der Region. Und das lässt sich unter einem Dach besser bewerkstelligen als bisher in zwei getrennten Büros.“

bands ist und bleibt Ansprechpartner für alle touristischen Angelegenheiten der Region, das Team der Leader-Region für alle Anfragen und Projekte. „Gemeinsam wollen und werden wir das Haus der Region in der Waaggasse-Rathausgasse beleben und es zu einer Servicedrehscheibe für die Region entwickeln“, darüber sind sich alle Beteiligten bei Unterzeichnung des Kooperationsvertrags einig. Neben allen bisherigen Infound Serviceeinrichtungen wird es im Haus der Region übrigens auch einen kleinen Regionalshop geben und andere kreative Impulse aus und für die Region. www.muehlviertler-kernland.at

Für Regionalentwicklungen Ziel beider Organisationen ist es, so bald als möglich eine effiziente Arbeitsstruktur zu schaffen und dabei zu berücksichtigen, dass es auch künftig für verschiedene fachliche Erfordernisse die entsprechenden Experten geben wird. Das Team des Tourismusver-

„10 hottest destinations“ Innsbruck Tourismus ist stolz

Bregenzerwald Präventionsprojekt für mehr Sicherheit

I n n s b r u c k . CNN-Redakteurin Natasha Dragun ist begeistert von Innsbrucks einzigartigen Skibergen, die direkt von der Stadt aus mit der Seilbahn erreichbar sind, von der atemberaubenden Architektur der Seilbahnstationen, die die Handschrift der weltbekannten Architektin Zaha Hadid tragen. Das Billabong Air & Style Snowboardfestival lobt sie ebenso wie die Aktivitäten abseits von Schnee und Winter. Dann schwingen sich Einheimische und Besucher etwa auf Fahrräder und erkunden die historischen Feriendörfer rund um Innsbruck.

Egg. „Ready2go“ heißt ein neues Präventionsprojekt, das im Skigebiet Damüls im Bregenzerwald gestartet wurde. Ein spezielles Einführungsprogramm der Skischule soll dazu beitragen, Unfälle vor allem am Beginn des Skiurlaubs zu vermeiden. Auf sicheres Vergnügen setzen auch weitere Bregenzerwälder Skischulen.

CNN.com empfiehlt Innsbruck-Trip Sicheres Vergnügen im Schnee betreibt. Aber auch die Leuchtturmevents, zu denen ‚Air & Style‘ sowie viele andere sportliche und kulturelle Veranstaltungen zählen, entfalten eine große Strahlkraft.“ Nicht zuletzt die YOG 2012, die 1. Olympischen Jugendwinterspiele, hätten den Ruf Innsbrucks als „Hotspot“ gefestigt. Und Fritz Kraft, GF von Innsbruck Tourismus: „Unser Markenkonzept ist erfolgreich.“  www.innsbruck.info

Gutes Markenkonzept Zwischen Liverpool, Istanbul, Kreta, Helsinki, Belfast, Amsterdam, Berlin, Korsika und Reykjavik hat sich Innsbrucks alpinurbanes Flair also einen Platz an der Sonne der europäischen Reiseziele gesichert, was Karl Gostner, den Obmann von Innsbruck Tourismus, freut, „bestätigt dieser Artikel doch die Arbeit unseres Teams, das ein ausgesprochen professionelles Tourismusmarketing

Eine der futuristisch anmutenden Seilbahnstationen von Zaha Hadid.

Darüber hinaus bietet die Skischule Damüls ein Kursprogramm für Kinder und Erwachsene an. Wer mit professioneller Begleitung im freien Gelände unterwegs sein oder etwas Neues wie eine Freeride-Tour ausprobieren möchte, ist bei den Bregenzerwälder Skischulen an der besten Adresse. Zweimal in der Woche begleiten die Profis eine Freeride-Tour nach Lech Zürs und zurück.  www.bregenzerwald.at

Umfrage in Spitälern Die Vorarlberger Seilbahnen befragten in Vorarlberger Spitälern 2.000 Patienten, die sich beim Wintersport verletzt hatten. Das Ergebnis: Am Anfang des Urlaubs ist die Verletzungsgefahr besonders hoch. Dieser Tatsache wollen die Seilbahnen und die Initiative „Sichere Gemeinde“ entgegenwirken. Jeden Sonntag um 10 Uhr startet das zweistündige Einführungsprogramm der Skischule Damüls. Dabei wird die Ausrüstung geprüft, die Teilnehmer lernen das Skigebiet in Begleitung eines Skilehrers kennen und bekommen nützliche Fahrtipps. Die Teilnahme kostet 10 € (exkl. Skipass).

© Adolf Bereuter/Bregenzerwald Tourismus

Innsbruck. Der Direktor von Congress- und Messe Innsbruck, Georg Lamp, feierte seinen Abschied. Ein besonderes Highlight war die Überreichung des „Austrian Congress Awards“. Seit 1984 war Lamp in Innsbruck tätig, 1998 wurde er zum Präsidenten des Austrian Convention Bureaus gewählt, 1999 war er „Touristiker des Jahres“. Es folgten das Ehrenzeichen der Uni Innsbruck und das Verdienstkreuz des Landes Tirol.  www.acb.at

Freistadt. „Der Geschäftsmann Bernhard Kittel hat im Vorjahr das alte Bad in der Waaggasse-Rathausgasse gekauft, um es in Wohnungen und Geschäftsflächen umzubauen; für uns war das die einmalige Chance, aus den beengten Räumlichkeiten des Tourismusbüros am Hauptplatz auszuziehen und endlich unser Ziel, gemeinsam mit dem Regionalverein Mühlviertler Kernland unter ein Dach zu kommen, umzusetzen“, freut sich TourismusObfrau Gerlinde Schimpl. Seit Jahren bemühen sich der Leader-Regionalverein und der Tourismusverband Mühlviertler Kernland darum, Synergien zu nutzen und Verwaltungsabläufe zu vereinfachen; mit der Möglichkeit, die zwei Organisationen unter ein Dach zu bringen, sind diese Ziele nun zum Greifen nah.

© Innsbruck Tourismus

Christine Stelzer, Convention Bureau Tirol, mit Georg Lamp, vormals Congress- und Messe Innsbruck.

© Touristik Mühlviertler Kernland

alice Hefner

Ready2go: Mit fachkundiger Begleitung sicher unterwegs im Bregenzerwald.


gast & wirt

Freitag, 18. Jänner 2013

destinationaustria – 69

Gratis Service Top-Angebote in 85 Wiener Betrieben mit „Umweltzeichen Tourismus“ sind als Broschüre erhältlich

Vom 5-Sterne-Hotel bis zur gemütlichen Pension bieten Wiener Unterkünfte nachhaltige Lösungen. georg biron

Klausnerhof bei HotelGästen überaus beliebt

© Gletscherhotel Klausnerhof

Die umweltfreundliche Wiener Gastlichkeit 2013

short

Die Hoteliers-Familie Klausner (v.li.) Frieda, Stefan, Magdalena und Martin dürfen sich freuen.

Wien. „Wien hat die meisten ‚Umweltzeichen-Betriebe‘ österreichweit; das beweist einmal mehr, dass ökologisches Handeln in immer mehr Wiener Betrieben eine Selbstverständlichkeit ist“, so Umweltstadträtin Ulli Sima anlässlich der Präsentation der Broschüre

Hintertux. Mehr als 600.000 Nutzer des Reiseportals „HolidayCheck.de“ haben weltweit über die besten Hotels abgestimmt: Das „Gletscherhotel Klausnerhof“ in Hintertux gehört auch dieses Jahr zu den beliebtesten Hotels in Österreich. Bereits im Vorjahr zeigten sich die Urlauber von dem Hintertuxer Haus begeistert und belohnten das Gletscherhotel mit dem „HolidayCheck Award 2012“. Diesen begehrten Publikumspreis erhalten nur die 99 beliebtesten Hotels weltweit.  www.klausnerhof.at

„Wien hat die meisten Umweltzeichen-Betriebe, ökologisches Handeln ist in vielen verständlichkeit.“ Ulli Sima, Umweltstadträtin

© Stephan Huger

Betrieben eine Selbst-

Prickelnde Premieren auf dem Opernball Wien. Der Opernball wird 2013 von Schlumberger als offiziellem Sekt-Partner unterstützt. „Es ist uns eine besondere Ehre, den Opernball als offizieller Partner zu unterstützen und mit unseren Sektkreationen dem Ball ein besonderes Flair verleihen zu dürfen. Wir hoffen, dass der Abend ähnlich unvergesslich und prickelnd wie unser Sekt wird“, so Schlumberger-Vorstandsvorsitzender Eduard Kranebitter. Genießer können sich heuer erstmals in der neu eingerichteten Spirituosen-Lounge über ausgewählte Spirituosen (Underberg, Stolichnaya, Stoli Elit, Hendrick‘s Gin, Rémy Martin und Glenfiddich) freuen; dort und in allen anderen Ballsälen kann auch der eigens kreierte Schlumberger-Opernball-Drink – die Rezeptur ist derzeit noch ein gut gehütetes Geheimnis – genossen werden.  www.schlumberger.at

Im Jahr 2012 konnten neue, renommierte Hotelbetriebe wie z.B. auch das „Schick Hotel Stefanie“ dazugewonnen werden.

„Umweltfreundliche Wiener Gastlichkeit 2013“. Darin finden sich alle 85 Wiener Caféhäuser, Heurigen, Restaurants, Hotels, Cateringbetriebe und ein Campingplatz, die mit dem Umweltzeichen Tourismus ausgezeichnet sind.

Die 85 Wiener TourismusBetriebe tragen mit ihren freiwilligen Umweltmaßnahmen dazu bei, weniger Energie zu verbrauchen, Abfall zu reduzieren und zugleich Betriebskosten einzusparen. Beim Speisenangebot wird auf Bio-Produkte und Lebensmittel, die aus der Region stammen, geachtet. Umweltzeichen Tourismus-Betriebe sind somit für den

umweltbewussten Gast auch ein Garant für hohe Qualität bei den angebotenen Produkten. Im Jahr 2012 konnten neue, darunter auch sehr renommierte, Hotelbetriebe dazugewonnen werden. So haben erstmals auch das „Hotel Intercontinental“ und das „Schick Hotel Stefanie“ das Umweltprogramm des Umweltzeichen Tourismus erfolgreich durchlaufen. Dazu Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung: „Einfache, aber gemütliche Pensionen oder das Wirtshaus um die Ecke finden sich ebenso unter den UmweltzeichenBetrieben wie 5-Sterne-Hotels oder First-Class-Restaurants. Auch für kleinere Betriebe lohnt es sich, am Umweltprogramm teilzunehmen.“

Falstaff Relais & Chateaux

Waldheimathof & Skiparadies Alpl-Spa Kleines Almdörfl mit kreativen Packages

Umweltbewusste Gäste

Mörwald gibt Kloster Und auf

70 Kriterien sind nötig Der „ÖkoBusinessPlan Wien“ ist das Umwelt-Service-Paket der Stadt Wien für Wiener Unternehmen. 1998 von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 ins Leben gerufen, unterstützt der ÖkoBusinessPlan Unternehmen bei der Umsetzung von umweltrelevanten Maßnahmen und trägt dazu bei, ihre Betriebskosten zu senken. Die mit dem Umweltzeichen Tourismus ausgezeichneten Be-

triebe erfüllen weit über 70 MussAnforderungen in den Bereichen Abfall- und Abwasservermeidung, effizienter Energieeinsatz, umweltfreundlicher Einkauf und ökologische Reinigung. Ob alle Kriterien für die Vergabe des bewährten Gütesiegels erfüllt sind, wird vom Verein für Konsumenteninformation regelmäßig überprüft. Die kostenlose Broschüre „Umweltfreundliche Wiener Gastlichkeit 2013“ kann bei der Wiener Umweltschutzabteilung telefonisch unter 01/4000-73420 oder per E-Mail an uk@m22.magwien. gv.at bestellt werden und steht über www.umweltschutz.wien.at als Download zur Verfügung.  www.umweltzeichen.at

Special für Ski-Wiedereinsteiger rund 40 € muss man rechnen. „Wer entspannt das NostalskiWinterfeeling genießen möchte, sichere, nicht überfüllte Pisten und Hütten voll Gemütlichkeit und Familienfreundlichkeit erleben will und das zu einem idealen PreisLeistungsverhältnis, der ist bei uns richtig“, so Hans Bruggraber, Seniorwirt des Waldheimathofs. „Während die Preise für Skifahren überall ansteigen und es

Das Familien-Skiparadies bietet das ideale Ambiente für einen Kurzurlaub.

vor allem für Familien immer unerschwinglicher wird, gehen wir konsequent den Weg, die Kosten für das Skivergnügen niedrig zu halten und kreative Kombiangebote zu machen. Dadurch bleiben unsere Gäste länger, kommen wieder und konsumieren immer häufiger unseren Hotel-Piste-Vorteil, den sie nicht überall finden.“

Von der Piste ins Hotel Nach dem Skivergnügen geht es für Hotelgäste und auf Wunsch auch für Tagesausflügler ab in den Waldheimathof zum Après-Ski der besonderen Art; Entspannung findet man in der Familienwasserwelt mit Indoorpool, Rutschen und Babybecken, Wellness und Beauty im Spa mit Behandlungen jeder Art. Das „Kurz mal Weg“-Special von Donnerstag bis Sonntag ist ab 194 €, das „Nostalski – Revival-Special für Wiedereinsteiger“ mit Skiverleih und 2 Skilehrer-Privatstunden ab 332 € und das „Winterzauber“Special ab 221 € erhältlich.  www.ski-alpl.at  www.waldheimathof.at

Entspannter Urlaub für Singles mit Kind © Zell am See-Kaprun Tourismus/M. Steinthaler

Alpl. Eine europaweite Erhebung des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ) und des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) zeigt aktuell, dass das Skivergnügen immer teurer wird. Die durchschnittliche Teuerung zum Vorjahr beträgt 3,9%, im Vergleich zum Jahr 2003 sogar 30%. Eine 6-Tageskarte für Familien kann bis zu 700 € und mehr ausmachen, und mit Kosten für Tagesskipässe von

© Waldheimathof

Wien. Genussreisende müssen auf eine Topadresse in der Wachau in Zukunft verzichten: Wie Kochlegende Toni Mörwald dem Fachmagazin Falstaff gegenüber bestätigte, wird der Pachtvertrag für das Kloster Und in Krems nicht verlängert. Wer jedoch die Küche des großen Talents Roland Huber noch einmal im eleganten Ambiente des ehemaligen Klosters probieren möchte, der hat noch bis 30. Juni 2013 Zeit. „Der Vertrag wird bis zum letzten Tag erfüllt“, bestätigt Multigastronom Mörwald. Rückblickend betont Mörwald, dass sein Relais & ChateauxRestaurant viel für die Region gebracht hat. Es war für ihn so etwas wie eine Forschungs- und EntwicklungsAbteilung, die auf Dauer aber viele Ressourcen gebunden hat. Einer der Chefköche war Leonard Cernko, der mittlerweile international Karriere gemacht hat und F&BDirektor der Berliner Hotellegende Adlon geworden ist. www.falstaff.at

Das „Umweltzeichen für Tourismusbetriebe“ ist ein österreichisches Zertifikat. Wiener Betriebe, die es erlangen möchten, werden vom ÖkoBusinessPlan Wien beraten und gefördert.

Patchwork-Familien: „Mutter-VaterKind“ ist nicht mehr der Standard.

Zell am See. Unter dem Motto „Single“ und „Single mit Kind“ heißt die Hoteliersfamilie Holleis alle willkommen, die sich ein paar Tage Alleinsein gönnen oder dazu ihren Nachwuchs mitnehmen. Im luxuriösen Rahmen des Grand Hotels wohnen Singles ohne Aufpreis im DZ zur Alleinbenutzung. Und wer sich mit seinem Sprössling ein Zimmer teilt, erhält für das Kind die selbe Ermäßigung, die sonst im DZ mit zwei Erwachsenen gewährt wird.  www.grandhotel-zellamsee.at


70 – destinationaustria

FERIEN-MESSE WIEN

Freitag, 18. Jänner 2013

Alle Top-Touristiker aus dem Incoming- und Outgoingbereich trafen sich am vergangenen Wochenende am Messegelände Wien zur Ferien-Messe

Das war die Ferien-Messe Wien ’13 Die Ferien-Messe Wien von 10. bis 13. Jänner 2013 auf dem Gelände der Reed Messe Wien als Branchenevent zum Jahresauftakt.

Jacqueline Zettl, Sabine Knöpfler (H2O Hoteltherme). ClaudiaStaindel,RobertUhl(Dertour,MeiersWeltreisen).

Thomas Böhm, Ingrid Sojak (MSC Kreuzfahrten).

Ursula David, Ulrike Soukop (Costa Kreuzfahrten).

Martina Spinka (TVB Baden bei Wien), Ursula Bauer (Wienerwald Tourismus).

Silvia Moser, Gürkan Taskiran (FTI Touristik), Beatrice Reinhard Pelikan, Felix Eichhorn, Nicole Glöckl, Chicanaux (Tunesisches Fremdenverkehrsamt). Uwe Mohr (AIDA Cruises).

Wien. Das Messejahr 2013 startete mit der Ferien-Messe Wien in Kombination mit der Vienna Autoshow sowie der Koch- und Genussmesse „Cook & Look“ vom 10. bis 13. Jänner auf dem Wiener Messegelände. Alle drei Messen konnten mit einem einzigen Ticket besucht werden. Insgesamt präsentierten sich bei der Ferien-Messe an den vier Messetagen 750 Aussteller aus 70 Ländern den rund 147.000 Besuchern.

Bernd Scharfegger (Raxalpen Touristik), Brigitte Kufner (Landgasthof Kaiserbrunn).

ristique. „Als größte Urlaubs- und Reisemesse ist sie nicht nur ein erstes Barometer für die kommende Saison, sondern auch eine Orientierungshilfe für die Branche: Die Entscheidung zur Buchung wird entweder hier getroffen oder hat hier ihren Ursprung.“ Im nächsten Jahr findet die FerienMesse Wien vom 16. bis 19. Jänner statt, und zwar wieder zeitgleich mit Vienna Autoshow und Cook & Look. (pmü)

Ferien-Messe Wien 2014 „Die ‚Ferien-Messe Wien‘ ist eine Messe mit sehr hohem Niveau“, bekräftigt auch Dr. Simion Giurca, Präsident des Corps Tou-

Julia Strempfl, Stephan Pflanzl (Heiltherme Bad Waltersdorf).

Claudia Unzeitig, Anita Fischer (ETI Express Travel International).

Grazyna Siedlar (Amt für Tourismus Krakau), Wlodzimierz Szelag (Polnische Zentrale für Tourismus).

Kathrin Reithofer, Bernhard Schlögel (Thermenregion Bad Waltersdorf).

Christian Meuter (Jamaica Tourist Board), Klaus Holzmann, Helmut Kutzner (Star Clippers).

Ivona Meissner (Best Western Hotels) Michala Sivekova (Czech Tourism).

Ranko Vlatkovic (Kroatische Zentrale für Tourismus), Renata Vincek (Kvarner County Tourismus).

Gerhard Kösslbacher, Claudia Lackner-Heschl (Vom Feinsten).

Frank Hoffmann, Astrid Wurglics (Güssinger Kultursommer), Harald Popofsits (Südburgenland Tourismus).

Dietmar Keller (Neusiedler See Tourismus), Dagmar Schellenberger (Seefestspiele Mörbisch), Wolfgang Werner (Opernfestspiele St. Margarethen).

Christian Rechberger, Monika Aufhammer (TVB Kaiserwinkl), Frenkie Schinkels, Serge Falck, Gerd Erharter (TVB Kaiserwinkl).

Martin Bachlechner (Verkehrsbüro), Helene Karmasin (Karmasin Motivforschung), Christian Bruckmüller (Jumbo Touristik).

© Peter Müller (22)

Elisabeth Maierhofer, Sieglinde Raser (Thermenhof Paierl).

PROMOTION

Zsuzsanna Toth, Agnes Stumpf, Balázs Kovács, Judit Polgar, Eva Oszter (Ungarisches Tourismusamt).


medianet

inside your business. today.

Freitag, 18. Jänner 2013 – 71

Reden wir darüber!

Nicht der Rede wert?

Unvergessliche Vorträge zu halten, kann man lernen, ist Felix Kurmayer überzeugt  Seite 74

Fehler in der Personalrekrutierung multiplizieren sich über Facebook und Co.  Seite 75

© ePunkt

© Felix Kurmayer

careernetwork Aufsteigerin Anna Maria Nusko, Bfi Wien © Foto Weinwurm

Vielseitig Dieter ­Scharitzer wollte eigentlich nicht an der Uni bleiben, die akademische Mus­ terlaufbahn wurde es trotzdem.  Vielfältig Beim Wifi ist man überzeugt, dass alle von Weiter­ bildung profi­ tieren. 

Seite 72

© Marketagent

Meistens kommt es anders, als man denkt

Schlechte Laune

Die Lebenszufriedenheit ist in Europa laut Thomas Schwabl, Marketagent. com, am leisen Rückmarsch  Seite 73

Seite 73

© medianet/Szene1/Philipp Hutter

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Career portrait

72 – careernetwork

Freitag, 18. Jänner 2013

Brückenschlag zwischen Universität und Praxis Warum „g’scheit reden“ allein zu wenig sei, er sich manchmal als Vermittler sieht und er überlegt, eine Taxikonzession zu lösen, verrät Dieter Scharitzer, ­Academic Director an der WU Executive Academy, im Gespräch.

Wien. „An der WU wollte ich eigentlich nicht bleiben“, erinnert sich Dieter Scharitzer noch gut an den zweiten Abschnitt seines Studiums der Handelswissenschaften und den weitgehend zufälligen Start in eine akademische Musterlaufbahn: „Damals habe ich als Studienassistent am Institut für Marketing-Management eine der ersten Lehrveranstaltungen zum Thema ‚PC-Einsatz im Marketing‘ als Freifach angeboten. Eine Universitätslaufbahn ist mir damals aber nicht in den Sinn gekommen.“ Meistens kommt es aber anders, als man denkt. Und so sollte Scharitzer – obwohl er bereits die ersten Schritte in die Handelslandschaft fix geplant hatte – an der Wirtschaftsuniversität „hängenbleiben“: „Es ist alles sehr schnell gegangen. Kurz nach meiner Sponsion ist eine Stelle als Universitätsassistent frei geworden. Sie ist mir von Professor Scheuch angeboten worden – und ich habe mich dafür beworben.“ Eine spontane Entscheidung mit weitreichenden Folgen. Denn knapp 23 Jahre später sollte er „immer noch“ an der WU sein – und mittlerweile in der Funktion des Assistenzprofessors und Academic Directors zahlreicher Universitätslehrgänge medianet Rede und Antwort stehen: „Rückblickend betrachtet würde ich mich auch heute wieder für dieses Studium und den Beruf entscheiden“, stellt Scharitzer klar.

können; meine Eltern haben mich aber meine Faszination für Wien ausleben lassen.“ Und diese Faszination für die Bundeshauptstadt, und vor allem für ihre kulturellen Facetten („wir haben unter anderem zwei Abos im Musikverein, gehen leidenschaftlich gern ins Musical, und zeitgenössische Kunst hat mich schon zu Studentenzeiten interessiert“) hat ihn genauso wenig losgelassen wie seine Liebe zum Sport: „Im Winter dominiert Skifahren, im Sommer der Wassersport mit Segeln am Attersee. Tennis spiele ich seit 25 Jahren im Doppel. Und mit Golf haben meine Familie und ich vor zwei Jahren angefangen“, so Scharitzer. Sein „Lieblingszeitvertreib“ sind aber seine Kinder: „Bei drei Kids weiß man, wo die Zeit bleibt. Dabei übernimmt das Gros des Familienbusinessmanagements meine Frau“, erklärt er augenzwinkernd: „Allein wegen der zahlreichen Aktivitäten der Kinder könnte man schon einen Gewerbeschein für Hol- und Bringdienste lösen“, sagt Scharitzer abschließend. (jawe)

„Allerdings haben sich die Bedingungen für junge Assistenten so gravierend geändert, dass ich mir heute eine universitäre Karriere unter solchen Voraussetzungen nicht vorstellen könnte.“ Früher sei eine Universitätslaufbahn noch planbar gewesen; heute müssten aber selbst Top-Leute nach Vertragsablauf die WU wieder verlassen, „obwohl wir gute Leute sowohl in Forschung als auch Lehre eigentlich an die Uni binden sollten“. Scharitzer selbst bezeichnet sich trotz seiner langen Karriere an der WU weder als akademisch entrückten Forscher noch als „Mensch der harten Zahlen“: „Meine Leidenschaft gehört dem Marketing, dem Verkauf und dem Umgang mit Menschen. Ich habe mich schon

1966–1989

© WU Executive Academy (2)

„Kein reiner Forscher“

10 Fragen An Dieter S ch aritzer

früh auf Dienstleistungsmarketing spezialisiert und bspw. auch meine Dissertation zum Thema ‚Messen und Managen von Dienstleistungsqualität‘ geschrieben und auch heute liegt mein Interesse noch in diesem Bereich, erweitert um die Aspekte der Mitarbeiterzufriedenheit und der Führungskultur. Besonders aktuell sind gerade die Themen ‚Interne Kommunikation‘ und ‚Employer Branding‘“. Dass er heute zahlreiche Lehrgänge an

der WU Executive Academy leitet, sei jedenfalls die logische Konsequenz: „Der Transfer von der Theorie in die Praxis ist das, was mir Spaß macht. Nicht nur g‘scheit reden, sondern auch machen, das ist meine Maxime“, beschreibt er sich selbst als Verfechter der Verflechtung von theoretischem und praktischem Wissen. Das Interesse am Handel und am Verkauf sei ihm jedenfalls in die Wiege gelegt worden: „Meine

1989–2007

Eltern sind Teil der ‚Intersport‘Genossenschaft gewesen und haben ein Geschäft in Linz geführt.“ Naheliegenderweise habe er dadurch auch seine ersten Ferialpraktika im Sporthandel absolviert. Das Unternehmen der Eltern fortzuführen, sei aber nie Thema gewesen: „Dass meine Eltern diesbezüglich nie Druck auf mich und meine Brüder ausgeübt haben, rechne ich ihnen heute noch hoch an. Ich hätte auch in Linz BWL studieren

2008–Heute

Als Kind wollte ich immer … alle Sportarten ausprobieren, für die wir in unserem Intersport-Geschäft Artikel hatten. Mein Lebensmotto ist … unter ein einziges Motto habe ich mein Leben bisher nicht gestellt. Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … einen Urlaub mit der Familie. Darüber kann ich lachen … gute Kabarettprogramme. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … ein Buch über Hundetraining, da wir seit einem halben Jahr einen Hund haben. In 20 Jahren werde ich … hoffentlich ein besseres Golf-Handicap haben. Davor habe ich Angst … ein Schicksalsschlag in der Familie. Das ist meine größte Stärke … meine Konsensbereitschaft.

Am 20. April 1966 in Linz geboren, studiert Dieter Scharitzer nach der Matura am 2. BG Linz Handelswissenschaften an der WU Wien und schließt das Studium 1989 erfolgreich ab.

Nach der Sponsion arbeitet er als Studienassistent und in weiterer Folge als Universitätsassistent an der WU. 1994 folgt die Promotion zum Thema „Messen und Managen von Dienstleistungsqualität“. Im Oktober 2000 nimmt Scharitzer eine Stelle als Assistenzprofessor für Marketing am Institut für Marketing-Management an.

2008 übernimmt er zusätzlich die Position als Academic Director für den Universitätslehrgang Tourismus und Eventmanagement an der WU Executive Academy und seit 2011 bzw. 2012 fungiert er auch als Lehrgangsleiter der Universitätslehrgänge Werbung & Verkauf, Markt- und Meinungsforschung und Diplom-Betriebswirt WU. Dieter Scharitzer ist verheiratet und hat drei Kinder.

Das ist meine größte Schwäche … meine Konsensbereitschaft. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … ich bin gerne ich selbst.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 18. Jänner 2013

careernetwork – 73

Vielfältig Beim Wifi ist man überzeugt, dass Arbeitnehmer wie -geber von Weiterbildungsmaßnahmen profitieren

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Was bringt Weiterbildung? Neben Jobsicherung und persönlichem Weiterkommen winken demnach auch wirtschaftliche Vorteile. schnittlich motiviert und fleißig sind. Diese Eigenschaften können unabhängig vom Kursbesuch Gehaltserhöhungen bewirken.“ Wichtig sei sowohl für Arbeitnehmer wie Arbeitgeberseite, dass die eingeschlagene Ausbildung am neuesten Stand und sofort praktisch einsetzbar sei – und darauf könnten sich Wifi-Absolventen verlassen, ist Pisec überzeugt: „In der Wirtschaft sind unsere Abschlüsse dafür bekannt und genießen europaweite Anerkennung.“ Kooperationen mit den Universitäten Cambridge und Perugia bei den Wifi-Sprachkursen würden das u.a. gewährleisten. Das Thema Fremsprachenkompetenz und Internationalität habe laut Pisec generell hohe Relevanz: „Die ELAN-Studie der EU-Kommission rechnet vor, dass Unternehmen, die in Mehrsprachigkeit investieren, ein um 44,5 Prozent höheres Exportvolumen erzielen als jene, die dies nicht tun.“ Internationaler Bildungsexport mit interkulturellem Know-how werde daher immer wichtiger. Das Wifi gehe diesen Weg mit elf Partner-Wifis im CEE/SEE-Raum: „Unsere Kunden schätzen es, dass wir sie begleiten“, verweist Pisec darauf, dass bereits 80% der Unternehmen, die im Ausland aktiv sind, auf Weiterbildung setzen.

Höheres Einkommen Viele Fachleute werden nicht müde zu betonen, dass frisches Know-how für Aufschwung sorgen, Jobs sichern und auftragsärmere Zeiten sinnvoll überbrücken helfen kann, wenn der Wirtschaftsmotor stottert: „Weiterbildungsmaßnahmen tragen nachweislich zur Jobsicherheit bei“, beruft sich Pisec auf eine Studie des ibw (Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft) zum konkreten Nutzen der Weiterbildung: Demnach könne die Hälfte der Wifi-Kursteilnehmer, deren Motiv für Weiterbildung die Absicherung ihres Jobs bzw. das „auf dem Laufenden bleiben“ ist, dieses Ziel auch umsetzen. Für über 40% ergäbe sich wie gewünscht eine interessantere berufliche Tätigkeit und für ein Drittel verbessere sich die berufliche Position. Im Schnitt hätten die Teilnehmer auch ein um elf Prozent höheres Einkommen als vor der Kursteilnahme. „Mehr Einkommen ist allerdings nicht allein auf den Kurs zurückzuführen“, relativiert Pisec. „Wir wissen, dass jene, die Weiterbildungen absolvieren, überdurch-

Der erste Eindruck zählt Bewerbungsgespräche sind für die wenigsten eine entspannte Sache. Man soll sich selbst bestmöglich präsentieren, Fehlern ausweichen und dabei noch spontan und schlagfertig sein. Allein schon der Stress, den man sich deshalb selbst macht, sollte ausreichen – möchte man meinen. Denn, dass es in Vorstellungsgesprächen auch ruppig zugehen kann, belegt eine aktuelle Online-Befragung von karriere.at unter 620 Usern: Jeder Vierte (28 Prozent) Arbeitnehmer berichtet dabei sogar von persönlichen Untergriffen während des Jobinterviews. Exakt die Hälfte der Befragten hatte bereits negative Bewerbungserlebnisse, allerdings bildeten diese die Ausnahme. Zehn Prozent berichten ausschließlich von persönlichem Stress. Nur zwölf Prozent der Umfrageteilnehmer sagen: „Bisher lief alles sehr korrekt ab.“ Schade, denn ein korrekter Ablauf des Bewerbungsgesprächs sollte für Personalverantwortliche, aber auch Kandidaten, höchste Priorität haben. So sollten in einem solchen Termin nicht nur alle wesentlichen Punkte behandelt werden, sondern auch beide Seiten (also auch der Bewerber!) ausreichend Gelegenheit haben, Fragen zu stellen. „Gerade aus Unternehmenssicht sollte bedacht werden, dass sich bei Bewerbungsgesprächen nicht nur Kandidaten erstmals präsentieren. Auch der potenzielle Mitarbeiter bildet sich hier einen ersten Eindruck vom Unternehmen. Fällt dieser schlecht oder unprofessionell aus, kann sich das massiv auf das Image als Arbeitgeber auswirken“, kommentiert karriere.at-Geschäftsführer Jürgen Smid die Umfrageergebnisse.

© Wifi/Formanek

Wien. Während viele der Neujahrsvorsätze der Österreicher bereits wieder ad acta gelegt worden sind, zeichnet sich ab, dass immer mehr Arbeitnehmer wie -geber Zeit und Geld in Weiterbildung investieren. „Das ist gerade jetzt, wo die Wirtschaft wieder turbulente Zeiten durchmacht, höchst verständlich“, bestätigt Wifi-Kurator Karl Pisec.

Wifi-Kurator Karl Pisec: „Weiterbildung trägt nachweislich zur Jobsicherheit bei.“

gramme ab, verweist Pisec auf die langjährige Kooperation seines Hauses mit zahlreichen Universitäten und streicht das MBA-Programm mit der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt und den „Professional MSc Management & IT“ mit der Donau-Universität Krems besonders hervor: „Wir bieten damit vor allem NachwuchsFührungskräften in KMU eine generalistische Qualifizierung in Management und Unternehmensführung“, so der Wifi-Kurator. „Wie bei all unseren Ausbildungen sind die Inhalte der Universitätslehrgänge auf den aktuellen Bedarf der heimischen Wirtschaft abgestimmt – wir legen auch hier Wert auf eine hohe Praxisorientierung!“

Postgraduate im Trend In Österreich zeichne sich vor allem eine gewisse Wichtigkeit postgradualer Ausbildungspro-

Jedes Jahr besuchen rund 350.000 Teilnehmer rund 31.000 Wifi-Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Tourismus, Handel, Gewerbe, Technik, Sprachen, Betriebswirtschaft, EDV/IT, Persönlichkeit und Management/ Unternehmensführung. „Insgesamt bieten wir österreichweit und mit unserem ‚Wifi International‘ auch über die Grenzen hinaus ein sehr großes Spektrum an Weiterbildungsangeboten, die helfen, im Beruf auf dem Laufenden zu bleiben und den Job zu sichern: vom eintägigen Auffrischungskurs bis hin zu Führungs-Know-how auf akademischem Niveau“, ist Pisec überzeugt: „Da ist sicher für jeden etwas dabei.“  (red)

Studie Die klaffende Einkommensschere und schwierige Jobaussichten drücken auf die Laune der Europäer

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Land der Seligen?

Anna Maria Nusko

Alcatel-Lucent Austria © Foto Wilke

Anna Maria Nusko (33) hat im Bereich Privatund Firmenkunden des BFI Wien die Leitung der Abteilung Gesundheit & Technik übernommen. Zuvor war sie ProgrammManagerin für MBA-Programme an der WU Executive Academy.

Thomas Arnoldner

Thomas Arnoldner (35) ist seit 1. Jänner 2013 neuer Vorstandsvorsitzender bei Alcatel-Lucent Austria. Arnoldner ist seit 2003 bei Alcatel-Lucent Austria, vormals Alcatel Austria, beschäftigt und war zuletzt als Account Director tätig.

Promotion

In Österreich scheint die Welt im europäischen Vergleich noch in Ordnung zu sein – zumindest, wenn es um die soziale Lage geht. Die Stimmung hinsichtlich Bildungsund Jobchancen ist im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern sehr gut. Jeder fünfte Österreicher empfindet es laut Studie einfach, hierzulande einen Job zu finden (20,6%) und mehr als drei Viertel beschreiben die Ausbildungsmöglichkeiten in Österreich als eher bis sehr gut (76,7%).

Auch bei der Einkommensschere, also der Kluft zwischen Arm und Reich, liegt Österreich deutlich unter dem europäischen Schnitt, wobei die Stimmung mit 82,6% empfundener Ungleichverteilung dennoch Signalwirkung habe, wie Schwabl betont. Europaweit drückt das Auseinanderklaffen der Einkommen auf die Laune der Bürger. Überdurchschnittlich stark gesunken ist die Lebenszufriedenheit etwa in Italien, nämlich um fast 20% im Laufe eines Jahres – von 64,9% auf 53,3%. Österreich weist derzeit zwar nach den Niederlanden die zweithöchste Lebenszufriedenheit auf, hat seit Anfang 2012 jedoch den vorläufigen Tiefstwert erreicht (Q3 2012: 84,9%; Q4 2012: 80,5%).  (red)

BFI Wien © Foto Weinwurm

job

tionen in Europa verlässt der Optimismus; sie spüren die Einkommensschere besonders stark“, erklärt Schwabl.

Otmar Wohlgemuth ManpowerGroup Österreich

Otmar Wohlgemuth (39) verstärkt ab sofort als Finance Director das Management-Team der ManpowerGroup Österreich. Bevor er bei ManpowerGroup startete, war er Finance Director Europe & CIS bei Western Union.

© Mercedes-Benz Österreich

Thomas Schwabl, Marketagent.com: „Besonders Ältere verlässt Optimismus.“

Wien. „Nicht nur Wirtschaft und Politik stimmen die Europäer zunehmend missmutig, auch der Arbeitsmarkt und die Einkommensschere werden europaweit kontinuierlich angespannter wahrgenommen“, resümiert Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com, die Ergebnisse der Europa-Trendstudie „Eyeson-Europe“, die quartalsweise in 15 Ländern der D-A-CH- und CEERegion mit knapp 7.000 OnlineInterviews durchgeführt wird. So beschreiben acht von zehn Europäern die derzeitige Jobsituation im eigenen Land als schwierig (80,2%). Neun von zehn empfinden große Einkommensunterschiede zwischen Arm und Reich (90,1%). „Besonders die älteren Genera-

© Manpower

© Marketagent

Lebenszufriedenheit am leisen Rückmarsch

Corinna Widenmeyer Mercedes-Benz Österreich

Corinna Widenmeyer (42) wird mit Wirkung zum 1. Februar 2013 die Geschäftsführung der Mercedes-Benz Österreich Vertriebsges. m.b.H. übernehmen. Sie tritt damit die Nachfolge von Bernhard Denk an.


Weiterbildung

74 – careernetwork

Freitag, 18. Jänner 2013

Meine Rede Unvergessliche Vorträge zu halten, kann man lernen, ist der Schauspieler und Präsentationstrainer Felix Kurmayer überzeugt

Richtig reden will gelernt sein

© Felix Kurmayer

Kurmayer: „Es geht um Verständlichkeit, Klarheit und die Reduktion auf wesentliche Inhalte.“

Felix Kurmayer unterrichtet Führungskräfte und Politiker in Sachen Rhetorik.

Wien. Die Stimmen im Auditorium verstummen allmählich, die Gesichter richten sich gen Bühne und die Hände werden in Applausstellung manövriert: Die Traumsituation für den geborenen Entertainer – die Horrorvision für jeden, der am Pult gern einen unvergesslichen Vortrag halten will, aber nicht kann: „Viele meiner Kunden beklagen sich darüber, dass sie ‚den roten Faden‘ während ihres Vortrags verlieren. Andere ärgern sich, dass sie gerade die wichtigsten Inhalte zu klein gestalten oder sogar vergessen. Und manchmal klagen Führungskräfte, dass sie schlecht artikulieren können

und dadurch akustisch nicht verstanden werden“, beschreibt Felix Kurmayer die häufigsten Probleme bei Präsentationen. „Die Angst vor dem Auftritt selbst ist natürlich ebenfalls oft ein Thema“, ergänzt der Schauspieler, Sprecher und Präsentationstrainer.

„Alle möchten lernen, sich bei Präsentationen wohlzufühlen; ihr Ziel ist ein dramaturgisch durchdachter, übersichtlicher und unvergesslicher Vortrag. Es geht um Verständlichkeit, Klarheit und die Reduktion auf wesentliche Inhalte“, so Kurmayer.

Daher weiß ich auch, welche Techniken tatsächlich funktionieren und welche nicht.“ Europäische und amerikanische Schauspiel-, Rhetorik- und Präsentationstechniken flössen dabei gleichermaßen ins Trainingsprogramm ein wie Personal Image Design und strategische Kommunikation. „In den USA habe ich mich sehr intensiv mit Selbstmarketing und dem Aufbau von fesselnden Drehbüchern auseinandergesetzt“, so Kurmayer weiter. „Die bildhafte Sprache und Geschichten sind daher ebenfalls wichtige Säulen meines Trainings. Meine Werkzeuge sind also eine ideale Mischung aus all diesen Techniken.“ Für jeden Kunden schneidere er einen „Trainingsmaßanzug“. Der bestimme dann die Trainingsintensität, die Unterrichtshäufigkeit und den Zeithorizont, so Kur­ mayer abschließend. Weitere Infos: www-felix-kurmayer.at

Keine Lehrbuch-Methode

„Wohlfühlen“ Seit Jahren unterrichtet der – unter anderem aus der PearlWerbung und zahlreichen Filmund Theaterproduktionen bekannte – Kurmayer Führungskräfte und Politiker.

Von einer Wissensvermittlung nach Schema-F hält er dabei denkbar wenig: „Ich habe über 25 Jahre als Schauspieler gearbeitet und kenne den Auftritt und die Bühne. Mein Wissen stammt nicht aus Büchern, sondern aus der Praxis.

LinkedIn 200 Mio. User

Meilenstein

San Francisco. Die Internet-Karriereplattform „LinkedIn“ zählt ein Jahrzehnt nach ihrer Gründung mehr als 200 Mio. Mitglieder. Damit sei ein „Meilenstein“ erreicht, der zeige, welche Bedeutung dem Sozialen Netzwerk zukomme, schrieb LinkedIn-Manager Deep Nishar in einem Blog-Eintrag. „Es ist faszinierend, zu sehen, wie unsere Mitglieder über ‚LinkedIn‘ ihr berufliches Leben wandeln konnten“, fügte er hinzu. Die Karriere-Plattform ist in mehr als 200 Ländern und Regionen der Welt aufrufbar. Die meisten Mitglieder leben in den USA, dort nutzen rund 74 Mio. Menschen das Netzwerk, um berufliche Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Am stärksten steigen die Mitgliederzahlen derzeit in der Türkei, in Kolumbien und in Indonesien.  (APA)

Social Recruiting

HB Employer Branding

Erschließen Sie sich auf Facebook den größten Talente-Pool der Welt

Neue Kampagne

BeKnownTM ist die neue Facebook-Anwendung von Monster für berufliche Kontakte. Knüpfen Sie Ihr persönliches Netzwerk mit aktiven und passiven Jobsuchenden weltweit auf Facebook und mehr als 25 Mio. deutschsprachigen Facebook-Nutzern: von Studenten über gelernte Arbeiter bis hin zu qualifizierten Angestellten. Veröffentlichen Sie Ihre Jobs kostenfrei in Ihrem beruflichen Netzwerk. Außerdem können Ihnen BeKnown-Nutzer über Ihr Unternehmensprofil folgen. Mehr über BeKnown erfahren Sie bei monster.at oder Ihrem Kundenberater.

Wien. Fachkräfte im Pflege- und Betreuungsbereich sind gefragt. Damit diese das Haus der Barmherzigkeit stärker als attraktiven Arbeitergeber wahrnehmen, setzt man auf Employer Branding. Gemeinsam mit der Agentur „Ehrlich aber Stekl“ wurden unter dem Titel „Alles in einem Haus“ Sujets entwickelt, die potenzielle Kandidaten ansprechen und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter stärken sollen.

von

© Cathrine Stuckhardt

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„Alles in einem Haus“, Titel der Kampagne des Haus der Barmherzigkeit.


P erso n a lm a n a g em e n t

Freitag, 18. Jänner 2013

careernetwork – 75

Falle Social Media Fehler in der Personalrekrutierung multiplizieren sich über Facebook, Twitter und Co. um das bis zu Hundertfache

Fatale Sünden im Recruiting Linz. Ein positiver Eindruck wird an drei Menschen weitererzählt; negative Erfahrungen teilen Menschen mit rund zehn ihrer Freunde und Bekannten. Denkt man diese Faustregel mit, so wird schnell klar, welche fatalen Folgen ein NegativImage in Social Media haben kann. Der Personalberater „ePunkt“ hat in einem Whitepaper veröffentlicht, wie sich Fehler im Recruiting schlechtestenfalls auswirken können, wenn sich die „Sünden“ des Unternehmens auf Facebook, Twitter und Co. verbreiten. Denn anders als im persönlichen Kontakt mit anderen lassen sich Meinungen und Eindrücke mit nur einem Mausklick an Tausende Menschen verteilen. Dieses Schneeball-System kann dem Ruf eines Unternehmens nachhaltig schaden. Welche No-gos im Recruiting lassen sich also vermeiden, damit Negativ-Botschaften erst gar nicht verteilt werden können?

Daniel Marwan, Geschäftsführer ePunkt, kennt die größten Sünden im Recruiting: „Unsere Studie hat gezeigt, dass viele Fehler schon vor der Phase der Bewerbungsgespräche passieren. Überraschend viele Top-Unternehmen vertreiben ihre Bewerber bereits mit umständlichen oder nicht funktionierenden Bewerbungstools auf der Website. Zudem sind die Kontaktdaten zum Unternehmen oft nicht personalisiert, sodass der Bewerber eine große Hemmschwelle hat, persönliche Daten anzugeben. Die größte Sünde im Recruiting ist aber, wenn Bewerbungen gänzlich unbeantwortet bleiben“, warnt

Marwan vor einem unprofessionellen Verhalten. Fast die Hälfte der Unternehmen beantworten laut ePunkt Bewerbungen gar nicht und nur 31% der Unternehmen reagierten innerhalb einer Woche auf Bewerbungsschreiben.

Imageschaden hoch zehn „Unternehmen können sich solche Fauxpas gar nicht leisten, wenn sie die Besten der Besten rekrutieren wollen. Angenommen, man verärgert im Jahr auch nur fünf Bewerber, diese erzählen zehn weiteren von ihren schlechten Erlebnissen. Social Media

kann den Verteilungsprozess um den Faktor ‚zehn‘ verstärken. Im schlechtesten Fall wird die Negativbotschaft also um das Hundertfache multipliziert: Schon sind 500 potenzielle Bewerber verloren gegangen“, zeigt Marwan den Worst-Case eines unsauberen Recruiting-Prozesses auf. ePunkt hat auch untersucht, wie sehr Unternehmen Soziale Netzwerke selbst zum Recruiting verwenden. Social Media im Personalbereich sei „gerade erst den Kinderschuhen entwachsen, das Laufen mit ihnen fällt den Unternehmen aber nach wie vor schwer“, so die Experten. (lw)

© ePunkt

Umständliche Tools, fehlende Kontaktdaten und Nicht-Antworten auf Bewerbungen sind No-gos.

Daniel Marwan, ePunkt, warnt vor leichtsinnigen Recruiting-Fehlern.

Karriere Kulturelle Vielfalt

Diversity-Messe Wien. „Fairversity Austria“ ist die erste Karrieremesse mit Schwerpunkt „Diversity“ in Österreich. Am 27. September 2013 steht vor allem die kulturelle Vielfalt im Mittelpunkt, erklären die Initiatoren. Unternehmen, die besonders diversitätsoffen sind, präsentieren sich bei der Messe und stellen Karriemöglichkeiten vor. Auch Organisationen, die Beratungen und Trainings im Bereich Diversity Management anbieten, zeigen bei „Fairversity“, was sie zu bieten haben. Menschen unterschiedlichen kulturellen Hintergrunds sind eingeladen, sich über ihre Jobchancen zu informieren. Aber auch für HR-Experten und Diversity-Beauftragte ist die Messe eine Gelegenheit, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Mehr Infos: www.fairversity.at

Social Media Akademie

Doktor Twitter

Wien. Erstmals in Österreich kann man sein Können in Sozialen Netzwerken auch akademisch beglaubigen lassen. Die „Life Long Learning Academy Technikum Wien“ bietet die erste akademische Ausbildung zum „Social Media Manager“ an. Der Lehrgang ist berufsbegleitend, Teilnehmer können von TopTrainern aus der Praxis lernen. Gelehrt wird etwa, wie Facebook in die Gesamtstrategie eingebaut werden kann, kreative Inhalte sowie Erfolgsmessung.

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Universitätslehrgang Werbung & Verkauf Unsere absolventinnen sind aufsteigerinnen

© Gerd Altmann Shapes mosh/pixelio.de

Heidi Nather-Eggeling von C&A Mode ist erfolgreiche Absolventin unseres Universitätslehrganges. Nach Stationen in den Werbeagenturen Young & rubicam und JWt wechselte sie als Werbeleiterin und Mode Pr-Sprecherin zu C&a Mode Österreich. Zu Beginn für Österreich und tschechien verantwortlich, begleitete sie die starke expansion des Modehauses. heute liegt die Werbeleitung für acht Cee-länder in ihrem Verantwortungsbereich. aufbauend auf den Universitätslehrgang Werbung & Verkauf absolvierte sie parallel zu ihrer beruflichen Karriere den Professional MBA Marketing & Sales an der WU executive academy.

werbung.verkauf@wu.ac.at, +43-1-31336-4612, www.werbelehrgang.at Berufsbegleitende Universitätslehrgänge der WU executive academy. Ausbildung für alle, die ihr Social MediaWissen professionalisieren wollen. 216x288 WU-Sujet Nather eggeliNg 12-042_UL-WV_Medianet-216x288_Nather_KW36.indd 1

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