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Toyota gibt Gas

News-Verlagschef Axel Bogocz über „die schlausten verlegerischen Lösungen“ Seite 8

Der Weg vom Erfolgsbrand im LifestyleBereich zur Konzernbeute ist kurz  Seite 14

Der japanische Automobilhersteller scheint seine Krise überwunden zu haben  Seite 56

© Toyota

deutsche gründlichkeit © Bionade

© mn/Szene1/K. Schiffl

business weekend

Engagement Stronach, Glock, Mateschitz & Co. finanzieren Projekte im Gesundheitsbereich

Big Spender: Die soziale Ader der Unternehmer

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inhalt

> Stevia, die natürliche Süße: Ein Mythos bröckelt  4 marketing & media > UPC mit neuer Kampagne 10 > Talk: Standard-Online-Chefin Gerlinde Hinterleitner  11

15

© Lyoness Holding Europe

retail > News von der „Biofach“ 

> Next stop Hongkong: So expandiert Lyoness weiter 16

© APA/Markus Leodolter; APA; dpa/Jens Büttner/Montage: B. Schmid

© Panthermedia.net/Le Moal Olivier

prime news & market watch > medianet ab jetzt am iPad  3

Bill Gates als Vorbild? 20 Mrd. € hat die Gates-Foundation in die Bekämpfung von Krankheiten investiert: In Österreich geben Magna-Gründer Stronach, Waffenproduzent Glock und Red Bull-Chef Mateschitz Millionen für medizinische Forschung aus. Seite 2

business weekend > Bank-Aktien sind jetzt wieder stark nachgefragt  20 > Reisen sind nur mehr für Besserverdiener leistbar  56

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Freitag, 17. Februar 2012

© Paracelsus Medizinische Privatuniversität

2 – medianet

Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) in Salzburg: Mateschitz stellt für ein neues Querschnittslähmungs-Forschungszentrum satte 70 Mio. € zur Verfügung

Engagement Immer öfter spenden Unternehmer und Vermögende für soziale Initiativen, Forschung im Gesundheitsbereich und karitative Einrichtungen

Mateschitz, Stronach, Glock und Co: Spenden für die Gesundheit

Red Bull-Gründer lässt 70 Mio. € für Medizinforschung in Salzburg springen, Magna-Gründer fördert Akupunkturforschung in Graz. Martin Rümmele

Wien. Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, gab sich kürzlich in einer Aussendung begeistert und ernüchtert zugleich: „Das ist die größte je in Österreich getätigte Einzelnspende. Sie ist aber eher ein Einzelfall. Im internationalen Vergleich gibt es in Österreich kaum Großspenden.“ Anlass war die Spende von Red Bull-Gründer Dietrich Mateschitz an die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) in Salzburg. Mateschitz stellt für ein neues Querschnittslähmungs-Forschungszentrum satte 70 Mio. € zur Verfügung. Internationale Experten sollen hier in einem interdisziplinären Team Grundlagenforschung und kli-

nische Forschung betreiben. Neben der PMU sind auch das Land Salzburg, die Salzburger Universitätskliniken, Red Bull und die von Mateschitz mitinitiierte gemeinnützige Stiftung „Wings for Life“ an dem Großprojekt beteiligt. Die Großspende ist nach Ansicht des Fundraising Verbands eher eine Seltenheit, die Rahmenbedingungen für Großspenden seien in Österreich alles andere als attraktiv. Während in Deutschland und der Schweiz gemeinnützige Stiftungen boomen und über diese wichtige Forschungs-, Kulturoder Sozialeinrichtungen finanziert werden, spielen diese in Österreich kaum eine Rolle: „Gemeinnütziges Stiften wird nach wie vor steuerlich und rechtlich benachteiligt“, sagt Lutschinger. Während Spen-

den seit 2009 steuerlich begünstigt sind, unterliegt Stiften für gemeinnützige Zwecke nach wie vor der vollen Steuerpflicht.

Öffentlichkeitsscheu Dennoch scheint gerade der Gesundheitsbereich ein Sektor, der auch in Österreich Unternehmer zu Spenden animiert und meist scheint es hier weniger um steuerliche Vorteile als um persönliches Engagement zu handeln, das die Spender auch nicht groß an die Glocke hängen wollen – wie Mateschitz, der bei der Bekanntgabe seiner Spende nicht dabei war, wollen auch andere Mäzene nicht in die Öffentlichkeit. Einer, der ebenfalls erst kürzlich Geld für Gesundheit locker mach-

te, ist etwa der Wafffenproduzent Gaston Glock. Zu Weihnachten hatte er die Spendierhosen an und verschenkte allein in Kärnten 300.000 € an verschiedene Hilfsorganisationen und Vereine, wie etwa den Verein „Rettet das Kind“. Dessen Arbeit erstreckt sich von der Behindertenarbeit, der Betreuung sozial gefährdeter Kinder, der Vermittlung von Patenschaften, der Durchführung von Entwicklungsund Katastrophenhilfe-Projekten im Ausland bis zur Hilfe für Rand-

„Mir hört man zu und das nutze ich. Unser Engagement hilft den Menschen.“

Bill Gates Foundation Microsoft-Gründer sammelt Geld bei Superreichen

Milliarden für Gesundheit Eine Hilfsorganisation, die nicht nur andere Superreiche wie Warren Buffett dazu bringt, ihr ihr Vermögen zu vermachen, sondern auch Regierungen und Pharmakonzerne, sich für spezielle Erkrankungen einzusetzen: Die Bill & Melinda Gates-Foundation ist ein Global Player in Sachen Gesundheitsengagement und hat seit ihrer Gründung 1994 mehr als 20 Mrd. € für wohltätige Zwecke ausgegeben. Gates versucht seit Monaten, andere Milliardäre davon zu überzeugen, ebenfalls Teile ihres Vermögens zu spenden oder in ihrem Testament Hilfsprojekte zu berücksichtigen. Im letzten Rundbrief seiner Stiftung nennt er 69 Menschen, die seine Idee aufgegriffen haben; einer davon ist Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Warren Buffett spendete 9,5 Mrd. USD. Die Bandbreite reicht von Tuberkulose- und Malaria-Medikamenten bis hin zu Impfprogrammen. Zentral ist aber auch der Kampf gegen HIV-Aids. Als Mitbegründer der Stiftung reist der ehemalige Microsoft-Chef durch die Welt und überwacht die Umsetzung dieser Projekte persönlich. „Ich habe dort einen Platz in der ersten Reihe, wo wirklich Fortschritte erzielt werden“, sagte Gates zuletzt beim Weltwirtschaftsforum in Davos. „Ich sehe wahrscheinlich mehr als jeder Politiker und hoffe, sie zum Wohl der Ärmsten überzeugen zu können.“ Eine Erfolg, der Gates beeindruckt hat, ist der Kampf gegen Polio in Indien. Noch vor wenigen Jahren war das Land mit 1,2 Mrd. Einwohnern das Epizentrum der Kinderlähmung. Dank Impfprogrammen gab es in den vergangenen zwölf Monaten keinen einzigen neuen Fall. Seine Stiftung zahlt für etwa ein Fünftel der globalen Polioimpfungen.

Bill Gates über die Arbeit seiner Stiftung

gruppen und Einzelfallhilfe für Familien in Not. Außerdem finanziert Glock eine Großinvestition der Klagenfurter Privatklinik Maria Hilf mit mehreren 100.000 €. Auch das Wiener AKH durfte sich über 250.000 € freuen. Etwas unkonventioneller gab sich zuletzt Magna-Gründer Frank Stronach. Er wird die Forschungstätigkeiten des Grazer Universitätsprofessors Gerhard Litscher von der Medizinischen Universität Graz im Bereich der Laserakupunktur fördern – ähnlich dem Modell, das Magna International mit der TU Graz entwickelt hat, nämlich dem Frank Stronach Institut, das sowohl freie als auch angewandte Forschung unterstützt, will man in Zukunft zusammenarbeiten.

Bis zu einer möglichen Integrierung einer neuen Stronach-Forschungseinrichtung für komplementäre und integrative Lasermedizin in ein geplantes Diagnosezentrum, das als hochmoderne Einrichtung in Graz-Umgebung entstehen wird, erhält die Forschungsgruppe, die vom Biomediziner Gerhard Litscher geleitet wird, vorläufig Forschungsgelder in der Höhe von 200.000 € für die kommenden zwei Jahre. Zusätzlich stellt die Stronach Medical Group modernste Forschungsgeräte für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung.

Umdasch denkt breiter Ebenfalls im komplementären Sektor engagiert sich die Unternehmerin Hilde Umdasch (UmdaschGruppe, Doka, Bellaflora). Die Hilde Umdasch Privatstiftung hat im Oktober 2009 das Forum Integrativmedizin (FIM) gegründet, das verschiedene Projekte unterstützt – zuletzt etwa im Bereich der Palliativforschung und Hospizarbeit. „Für mich ist die unternehmerische Tätigkeit ein wichtiger gesellschaftspolitischer Beitrag. Dieses Selbstverständnis, Verantwortung für ein Größeres, Gemeinsames zu übernehmen, ist mein Beweggrund für den Aufbau des Forums Integrativmedizin“, schreibt Umdasch auf der Website des FIM. „Darüber hinaus wollte ich etwas tun, um nachhaltig das Bewusstsein der Menschen für die Bedeutung der Gesundheit im weitesten Sinn zu schärfen. Denn die Gesundheit von Körper, Geist und Seele ist die Grundlage für ein erfülltes Leben.“ Sie engagiere sich auch, weil sie nicht verstehen könne, dass man oft erfolgreich praktizierte komplementärmedizinische Möglichkeiten gar nicht oder zu wenig anwendet.


prime news

Freitag, 17. Februar 2012

medianet – 3

Digital Launch Wir erweitern unser Digitalangebot von Newslettern, E-Papers und PDF-Zeitungen und bringen medianet auch auf das iPad

medianet ab jetzt auch am iPad Das Look & Feel der Printzeitung – übertragen auf eine App; das Layout wurde an die Touch- und Scrollbenutzung angepasst. Wien. Die ganze Welt der österreichischen B2B-Nachrichten und Hintergrundinformationen gibt es ab sofort in einer einzigen Applikation: Die neue medianet-App ist ab sofort für das iPad – aktuellen Zahlen zufolge das schnellstverkaufte elektronische Gerät aller Zeiten – erhältlich und steht für unsere Leser im App-Store von Apple kostenlos zum Download bereit. Ent-

„Das iPad bietet neue Möglichkeiten für die Verzahnung multimedialer Darstellung mit dem Look & Feel einer Zeitung.“ „medianet“-herausgeber chris Radda

wickelt wurde die Applikation in Zusammenarbeit mit der Wiener Entwicklungsfirma Tailored Apps (www.tailored-apps.com). Wie von Marketagent.com im Herbst 2011 ermittelt wurde, sind in Österreich acht von zehn Tablet-Usern täglich online – und das teilweise exzessiv: Fast jeder 20. ist

damit zehn Stunden und mehr im Internet unterwegs.

74% nutzen E-Papers Keine andere Kategorie unter den Apps erhält so viel Zuspruch wie die der News und Zeitungen: 74% nutzen regelmäßig E-Paper-Angebote auf ihrem Tablet (in 64% der Fälle ist das ein Apple-iPad). Die medianet-App ermöglicht künftig das Lesen der vollständigen Zeitungsausgabe und verbindet das gelernte Zeitungsdesign mit den Vorteilen des App-Universums – sowohl die Nutzung der Apps als auch der Download der aktuellen medianetAusgaben ist zur Einführung kostenlos. Was heißt das für die Leser und Inserenten? medianet liegt jetzt als Printzeitung mit einer Auflage von 22.500 Stück (Dienstag) und 52.000 Stück (Freitag) auf. „Internen Analysen zufolge wird jedes unserer persönlich addressiert zugestellten Exemplare in den jeweiligen Unternehmen von zwei bis drei Personen konsumiert“, konkretisiert medianet-Herausge-

ber Chris Radda den hohen Mitlesefaktor des Mediums. „Darüber hinaus stellen wir täglich knapp 50.000 tägliche Newsletter zu und versorgen unsere Leser zusätzlich mit online distribuierten digitalen Zeitungsteilen in Form von E-Papers und PDF-Zeitungen“, so Radda weiter – „pro Monat verzeichnen

wir derzeit 400 bis 500 Neuanmeldungen für unsere Digitalangebote. Und jetzt kommt noch die GratisiPad-App dazu.“

Crossmediale Verzahnung „Mit der neuen App liefern wir allerdings nur einen Vorgeschmack auf weitere technologische Neuerungen wie etwa eine neue experimentelle medianetWebsite, über die wir uns schon jetzt die Köpfe zerbrechen“, verspricht Radda. „Sie wird uns in Zukunft Medieninhalte auf eine vollkommen neue Art genießen lassen und bislang ungeahnte Vermarktungsmöglichkeiten bieten.“ Aktuellster Content und die Verknüpfung von Apps mit Social Media werden in Zukunft einen noch höheren Personalisierungsgrad ermöglichen, eine noch umfangreichere crossmediale Verzahnung – sowie etliche neue Produkte und Kooperationen, sagt Radda abschließend.

Die neue medianet-App für das iPad ist ab sofort kostenlos im App-Store erhältlich.

„medianet“ medianet ist eine vollwertige B2B-Fachzeitung mit einem Umfang von 32 bis 112 Seiten (Freitag). medianet erscheint zwei Mal die Woche, dienstags (Auflage: 22.500 Stk) und freitags (Auflage: 52.000 Stk). medianet.at ist eines der größten OnlineWirtschaftsportale in Österreich. Entscheidungsträger informieren sich täglich in 13 aktuellen Themenchannels über die wichtigsten B2B-News. Zusätzlich wird täglich ein Newsletter mit den neuesten Schlagzeilen an knapp 50.000* registrierte User versendet (Stand 1.2.2012). Elf Digital Papers mit den Spezialthemen marketing & medien, automotive, destination, entertainmentbiz, finance & real estate, health:economy, career, retail, technology und industrial technology runden den breiten Informationsmix von medianet.at ab. medianet-App: Zweimal die Woche gibt es medianet jetzt auch als Digital Paper direkt aufs iPad; zu beziehen im Apple-App Store Bestellung: Sie möchten gern den täglichen HTML-Newsletter bestellen, einen Blattteil als E-Paper oder PDF-Zeitung abonnieren oder Sie brauchen Hilfe bei der Verwaltung Ihrer Abos? Hier können Sie Ihre Abos verwalten: www.medianet.at (Newsletter/Digital Paper). Bei Fragen dazu kontaktieren Sie uns bitte: abo@medianet.at

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f e at u r e

4 – medianet

Freitag, 17. Februar 2012

feature@medianet.at

Bitter-sweet © Panthermedia.net/Le Moal Olivier

Der Mythos bröckelt Stevia, die natürliche Süße, hat ein ­veritables Problem: Der Extrakt des südamerikanischen Krauts ist seit einigen Monaten nämlich nicht nur mit einer E-Nummer ­gestraft. Auch über seine Natürlichkeit lässt sich trefflich streiten.

E

in ganz normaler Zusatzstoff mit Namen E 960 also? Das soll Stevia jetzt sein? Der sagenumwobene natürliche Süßstoff, der in Europa erst im Dezember 2011 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen wurde, bereits Jahre davor aber in fast jedem Reformhaus in der Kosmetikabteilung als solcher zu bekommen war? „Nein, Stevia – und das ist im allgemeinen Sprachgebrauch alles, was irgendwie mit der süßenden Wirkung der SteviaPflanze zu tun hat – ist anders“, sagt die deutsche Lebensmittelchemikerin Christina Rempe. Vielleicht gerade deswegen, weil seine Verwendung über Jahre verboten war, meint sie. Vielleicht, weil die Süße südamerikanischer Herkunft ist und somit einen Hauch von Exotik in die triste Alltagskost bringt. Vielleicht aber auch, weil sich die Idee, Zucker und Süßstoffe seien der Ursprung allen Ernährungsübels, im Volksglauben so wacker hält.

zen aus dem Gemisch fischen, läuft da also gar nichts. So viel dürfte klar sein.“ Womit auch gleich die größte Herausforderung der Nahrungsmittelindustrie einhergeht, die Stevia nutzen möchte: der Geschmack. Denn wenn die Süßstoffe aus der Pflanze chemisch extrahiert werden, können sie durch die verwendeten Lösungsmittel einen Beigeschmack bekommen. Immerhin: Sicher soll das auf Stevia basierende Dolce Vita sein. Jedenfalls wenn man der europä-

C h r i s t i n a R e mp e Lebensmittelchemikerin, ­Fachautorin, www.aid.de

© B. Behr‘s Verlag

Alexandra Binder

Lösungsmittel & mehr? Tatsächlich scheint die Lösung allen süßen Übels mit Stevia nun greifbar nahe: rein natürlich, frei von Kalorien, keine Karies erzeugende Wirkung und dazu rund 300 Mal süßer als Zucker. „Doch wie natürlich ist ein Stoff noch, der aus den getrockneten Blättern einer Pflanze ziemlich chemisch erzeugt wird?“, fragt Rempe und verweist auf ein mehrstufiges Verfahren, über das der Deutsche Süßstoffverband auf seiner Internetseite berichtet. Zur Stevia-Gewinnung braucht es nämlich zuerst erst eine Trocknung, dann Mazeration (Einweichen), wiederum gefolgt von Fällung und Entfärbung, Ionenaustausch und mehrfacher Kristallisation. Für die Lebensmittelchemikerin ist klar: „Ohne Lösungsmittel und andere chemische Stoffe, die Farbstoffe und sonstige unerwünschte Substan-

Wenn das reine Kraut wegen Sicherheitsbedenken (noch?) verboten ist, ist es schon seltsam, dass eine einzelne Bio-Molkerei zwei Joghurts damit – auch, wenn es dann Stevia-Tee heißt – süßen darf.“

ischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) glauben darf. Die ist im Einklang mit dem Gemeinsamen Sachverständigenausschuss für Zusatzstoffe der WHO/ FAO namens JECFA zum Schluss gekommen, die isolierten Steviolglycoside seien sicher – die Einhaltung definierter Höchstmengen immer vorausgesetzt. Als Grundlage für diese Entscheidung dienen Studien aus dem Jahr 2004, die zu dem Schluss kamen, Steviosid bis zu einer Höchsteinnahmemenge von 2 mg pro Tag und kg Körpergewicht für den menschlichen Gebrauch vorläufig als unbedenklich zu bezeichnen. Das Problem, das die EFSA allerdings nach wie vor sieht: Konsumieren Erwachsene, insbesondere aber Kinder, große Mengen des süßenden Stoffs, kann dieser Wert leicht überschritten werden. Bei Erfrischungsgetränken gilt das etwa als gar nicht so unwahrscheinlich. Rempe: „Deshalb enthält die Zulassung Höchstmengen, die strikt eingehalten werden müssen.“ Die Europäische Kommission geht in den am 14. November 2011 beschlossenen beiden Zusatzstoffverordnungen sogar noch weiter: Darin kündigte sie an, dass sie von Herstellern und Verwendern der Steviolglycoside Angaben über die tatsächliche Verwendung des Süßstoffs einfordern und diese den Mitgliedsstaaten zugänglich machen wird.

Stevia-Blätter sind illegal Die reinen Stevia-Blätter zu verwenden, ist übrigens immer noch illegal. Womit wir wieder zurück in den Kosmetikabteilungen sind. Denn Illegalität bedeutet natürlich nicht, dass die Blätter nicht auf dem Markt zu haben sind: „Getarnt“ als Badezusatz oder für rein kosmetische Zwecke, bietet sie mancher Laden oder Internethändler an – direkt neben SteviaKochbüchern. Zum Teil steht auch

schlicht „Stevia“ auf der Packung. Was für eine Art von Produkt das eigentlich ist, mag dann der Käufer selbst entscheiden. Weiterhin offen bleibt auch, wie sich die Hersteller ökologischer Lebensmittel positionieren werden, wenn es darum geht, ob das neue E 960 in den Anhang der für BioProdukte erlaubten Zusatzstoffe aufgenommen wird. Rempe kennt den aktuellen Stand: „Die Branche fragt gerade ihre Mitglieder nach deren Einschätzung. Ob E 960 wirklich jemand braucht?“

Joghurt-Grenzgang Ein besonderer Dorn im Auge ist der Lebensmittelchemikerin in diesem Zusammenhang aktuell das von der deutschen Molkerei Scheitz auf den Markt gebrachte, von der Marke Andechser Natur vertriebene mit Stevia-Tee gesüßte Joghurt. „Was das ist oder soll?“, frage sie sich. „Wenn das reine Kraut wegen Sicherheitsbedenken (noch?) verboten ist, ist es schon seltsam, dass eine einzelne Bio-Molkerei zwei Joghurts damit – auch, wenn es dann Stevia-Tee heißt – süßen darf.“ Rempe spielt auf einen 2002 entbrannten Rechtsstreit zwischen der Mensch & Natur AG und dem Bundesland Bayern an, in dem das Verwaltungsgericht München 2004 entschied, dass die Firma ihr Sortiment von Kräuter-, Gewürz- und Früchteteemischungen mit der Zutat von getrockneten Blättern der Stevia rebaudiana aus ökologischem Anbau weiter vermarkten darf. Gegen dieses Urteil legte Bayern allerdings Berufung vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) ein, dessen abschließendes Urteil vom September 2011 der Firma den Verkauf von Teemischungen mit Stevia erlaubt. Und dieser gekochte Tee darf seither eben etwa als Süßungsmittel in Bio-Joghurts verwendet werden.

Für Scheitz-GF Barbara Scheitz ein Sieg auf ganzer Linie: „Der Freistaat darf uns an der Vermarktung nicht hindern und trägt die Kosten des Verfahrens.“

Drinks & Süßstoff-Spender Welche Produkte der Konsument in naher Zukunft erwarten darf, liegt auf der Hand: CocaCola hat bereits 24 Patente rund um Stevia angemeldet. Insofern dürfte es sich um Softdrinks handeln. Aufgesprungen auf diesen Zug ist auch bereits Radlberger, das die Verbraucher aktuell mit dem Produkt „Stevita“, das sich zwischen zuckersüßen Eistees in den Regalen findet, zu überzeugen sucht. Was nun aber ebenfalls beginnt, ist die europaweite Vermarktung von Stevia als Süßstoff. Wobei man sich, wie etwa Merisant, global Player in Sachen Tafelsüßstoffe, aufklärerisch gibt. Vor der EuropaMarkteinführung des auf Stevia basierenden Süßstoffs Canderel Green will man zusammen mit dem Global Stevia Institute (GSI) Bewusstsein und Verständnis über die Herkunft und die Gesundheitsvorteile der Stevia-Pflanze gefördert werden. Hugues Pitre, Vizepräsident von Merisant, jedenfalls sieht eine rosige Zukunft herankommen. Insbesondere, da man Frankreichs Vorreiterstellung genutzt habe (Anm: Die französischen Behörden hatten Rebaudiosid A, ein aus Stevia-Blättern extrahiertes Glycosid, bereits 2009 für zunächst zwei Jahre als Süßungsmittel für bestimmte Lebensmittel innerhalb Frankreichs zugelassen): „Unser steviabasierter Süßstoff ‚PureVia‘ wurde 2011 dort auf den französischen Markt gebracht und ist jetzt die Nummer eins. Mit dieser soliden Erfahrungsgeschichte und den eingehenden Kenntnissen dieser Produktart in ganz Europa ist Merisant jetzt hervorragend positioniert, ‚Canderel Green‘ erfolgreich auf den europäischen Markt zu bringen.“


m a r k e t watc h

Freitag, 17. Februar 2012

medianet – 5

Mobilfunk T-Mobile will seine Diskontmarke tele.ring am enger werdenden heimischen Mobilfunkmarkt neu positionieren

Mit der Einführung der neuen Tarife endet auch die Ära des Inders, Testimonial Ramesh Nair bleibt.

Mit seinem Angebot geht der Mobilfunker jedenfalls ganz neue Wege: Konsumenten erhalten derzeit hauptsächlich Angebote mit 1.000 inkludierten Minuten oder mehr. Bei einer Kundenbefragung habe sich aber gezeigt, dass der durchschnittliche tele.ring-Kunde nur 300 Minuten pro Monat telefoniere, erklärte T-Mobile-Marketingchefin Maria Zesch am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Bei den neuen Tarifen verfielen nicht konsumierte Minuten jetzt nicht mehr, sondern reduzieren den Betrag der nächsten Rechnung. Für je 100 nicht verbrauchte Minuten bekommen Kunden 20 Cent zurück. Die neuen Tarife sind ab 15. Februar erhältlich. Wer beispielsweise den Tarif „Masta Max“ um 8 € pro Monat hat und von den 1.000 inkludierten Minuten nur 364 verbraucht, bekommt 6 mal 20 Cent, also 1,20 € gutgeschrieben. Am meisten spart demnach, wer gar nicht telefoniert – nämlich bis zu 2 €. Wer

Wien. Politiker aller Couleurs werden in den Hochegger-Korruptionsskandal verwickelt. Derzeit steht die ÖVP im Fokus: Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner sagt, er könne die Existenz von E-Mails, die in diese Richtung deuteten, nicht bestätigen „und wenn es sie gibt, stellt sich die Frage, ob ihr Inhalt richtig ist“. Wirtschaftsbund-Chef Christoph Leitl sagt, er verwahre sich gegen Bezeichnungen wie „Bananenrepublik‘“. Solange Missstände durch demokratische Kontrollmechanismen beseitigt werden könnten, sei das nicht angebracht.

Cernko: Ein weiter Weg für Österreichs Rating „Der neue Held der Werbewelt symbolisiert Gerechtigkeit und tritt als Beschützer der Konsumenten auf“, beschreibt es tele.ring.

kein neues Handy braucht, kann sich bei tele.ring für die „Sim-only-Tariflinie“ entscheiden – ohne Aktivierungsgebühr und ohne zeitliche Bindung; allerdings wird

bei allen Tarifen eine jährliche „Servicegebühr“ von zehn Euro verrechnet. Mit der Einführung der neuen Tarife endet auch die Ära des

­Inders; er wird künftig als „Inder Hood“ verkleidet für „Gerechtigkeit“ am Mobilfunkmarkt sorgen. Testimonial Ramesh Nair behält den Job. „Der neue Held der Werbewelt symbolisiert Gerechtigkeit und tritt als Beschützer der Konsumenten auf“, formuliert es tele.ring in der Pressemitteilung.(red)

„Der durchschnittliche tele.ring-Kunde telefo-

infobox

niert nur 300 Minuten

Die neuen Tarife im Überblick Masta Mini (Sim-Only): 500 Min., 500 SMS um monatlich 5 €; Masta Max (Sim-Only): 1.000 Min., 1.000 SMS und unlimitiertes Surfvolumen um monatlich 15 €; Masta Mini+: 1.000 Min., 100 SMS und 100 MB um monatlich 10 € plus Handy; Masta Max+: 1.000 Min., 1.000 SMS und unlimitiertes Surfvolumen um monatlich 15 € plus Handy.

pro Monat.“ T-Mobile-Marketingleiterin Maria Zesch

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© APA/Hans Klaus Techt

Der Inder wird zu Inder Hood

„Keine Vorverurteilungen“: Christoph Leitl und Reinhold Mitterlehner.

© tele.ring/Wolfgang Vogelhuber (2)

Wien. Am Anfang teilten sich mobilkom austria, max.mobil, One, „3“, tele.ring und die spanische Telefonica den Markt auf. Letztere ging allerdings nie „on air“. Die mobilkom verschmolz mit der Telekom zu A1, max.mobil ging in T-Mobile auf, One wurde Orange, „3“ übernahm Orange und tele.ring ist längst eine weitere Marke der deutschen T-Mobile. Übrig bleiben – einmal abgesehen von der ausständigen kartellrechtlichen Genehmigung in Sachen Orange – drei Mitbewerber am österreichischen Markt. Die extraordinären Tiefstpreise am heimischen Mobilfunkmarkt würden sich nun ihrem Ende zuneigen, mutmaßten Experten. Aber nichts da: tele.ring stellte am Dienstag ein neues Tarifportfolio vor – und von ‚teurer‘ war keine Rede.

Leitl: „Sind keine Bananenrepublik“

© APA/Helmut Fohringer

Geld-zurück-Tarife und des Inders neue Kleider

short

Bank Austria-Chef Cernko: „Es fehlen die großen Wachstumsimpulse.“

Wien. Bank Austria-Chef Willibald Cernko geht davon aus, dass es ein weiter Weg sein wird, bis Österreich sein TripleA-Rating zurück hat. Das werde noch Jahre dauern, so Cernko am Donnerstag im Klub der Wirtschaftspublizisten. Vielleicht würden es drei bis sechs Jahre werden, bis die Republik das AAA-Rating wieder sicher in der Tasche hat. Generell vermisst Cernko im Sparpaket Strukturreformen. (APA)


the opinion

6 – medianet

Cui bono? Der Politikwissenschaftler Harold Dwight Lasswell definierte Korruption als die „Verletzung eines allgemeinen Interesses zugunsten eines speziellen Vorteils“. Zu platitüdenhaft? Gut. Korruption ist der Missbrauch einer Vertrauensstellung in einer Funktion in Wirtschaft, Justiz, Politik (oder auch in nichtwirtschaftlichen Organisationen), zum privaten Nutzen oder Vorteil, auf den kein rechtlich begründeter Anspruch besteht.

“Lieber Rudi ...“ Jetzt steigen wir ins Thema ein. News hat etliche Mails veröffentlicht, die belegen sollen, dass auch die ÖVP tief im Telekom-Korruptionssumpf watet. Ein kleiner Ausschnitt: Da schreibt Michael „Michi“ Fischer (er war in der Telekom für Public Affairs zuständig, davor ÖVP-Bundesorganisationsreferent) an den „lieben Rudi“ (den damaligen Telekom-Vorstand Rudolf Fischer), dass des ehemaligen Kanzlers Schüssel Tochter, Nina Blum, um das Sponsoring eines Theaterprojekts ange-

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Erst kommt das Fressen … Ein Nachrichtenmagazin erfreut uns mit einer breiten Palette an E-Mails, die belegen, mit welchen Kosenamen Politik und Wirtschaft einander in Österreich belegen. sabine bretschneider

sucht habe. Das sei abgelehnt worden. Aber vielleicht könne man ihr ja mit zwei-, dreitausend Euro unter die Arme greifen. Konnte man. Eine Kleinigkeit, oder – und nichts, das man nicht selbst auch tun würde. „Des Dirndl von an Bekannten sucht an Praktikumsplatz. Könnts ihr da nicht ...?“ Da ist nichts

Verwerfliches dabei, oder? Nachbarschaftshilfe, könnte man sagen. Eine alternative Variante: Der Chef eines befreundeten Unternehmens hätte gern einen bestimmten Regierungsauftrag, schließlich ist er auch nicht schlechter oder teurer als der Mitbewerb ... Am Ende der Gefälligkeitskette steht

Freitag, 17. Februar 2012

ein Hochegger, der – mit allem, was in der Republik Rang und Namen hat, auf Du – das Gefälligkeitsspielchen auf die Spitze treibt. Und das Schlimmste daran ist: Rauskommen wird nicht viel. Denn, so ein inzwischen oft gehörtes Argument: Man müsste da erst einmal nachweisen, dass da tatsächlich ein Zusammenhang besteht – zwischen der Geschenkannahme und einer bestimmten Handlung in der Zukunft. Wer sagt, dass man nicht ohnehin genau so entschieden hätte? Sich eine Woche Skiurlaub von einer befreundeten Firma schenken zu lassen, das ist ja kein Verbrechen ... Sponsoring, Marketing, Networking – wer nicht mitmacht, gehört auch nicht dazu. Auf der Strecke bleiben die Moral – und die mit den schlechten Connections. Aber erst kommt ja das Fressen, und dann die Moral.

mail to s.bretschneider @medianet.at

Gastkommentar Zusammenführung: Marke, Strategie, Geschäftsmodell

Beim modernen Ultimatum droht man nicht mit Krieg, sondern mit Hilfe. www.zitate . at

© Kerkhoff Consulting

heute im business weekend

„Trotz ihres großen Einflusses auf das Unternehmensergebnis werden Einkäufer deutlich schlechter entlohnt.“ gundula jäger , gf k e r kho ff con sulting , s. 4 4

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„Ich bin sicherlich ein Getriebener meines eigenen Perfektionismus.“ Gra sl FairP rint- G F Karl Gra sl , s . 68

Kräfte bündeln, Potenzial realisieren

Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 abo@medianet.at | Fax: DW 2231 Anzeigen-Hotline Tel.: DW 2203 office@medianet.at | Fax: DW 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at

Der Wettbewerbsdruck auf den gesättigten Märkten wird immer härter – ob im Handel, im Tourismus oder in der Industrie. Viele aufstrebende Unternehmen attackieren etablierte Branchenplayer mit neuen Geschäftsmodellen und punkten damit. Kein Wunder also, dass die Innovation von Geschäftsmodellen mittlerweile zu den obersten Prioritäten von internationalen Top-Führungskräften zählt. Erfolgreiche Geschäftsmodelle befassen sich im Kern mit der Frage, wie ein Mehr an Kundennutzen durch ein Weniger an Ressourcen erzielt werden kann. Um ein Geschäftsmodell nachhaltig innovieren zu können, müssen Unternehmer und Führungskräfte die Logik des gegenwärtigen und zukünftigen Geschäfts verstehen – das erfordert eine intensive Auseinandersetzung.

Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

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Geschäftsmodell und Markenprofil im Einklang Was besonders wichtig ist: Markenführung, Unternehmensstrategie und die Entwicklung des Geschäftsmodells dürfen nicht getrennt voneinander behandelt werden. Nur wer Marke, Strategie und Geschäftsmodell ganzheitlich das seine Funktionsbetrachtet, kann die Kräfte bündeln, um am Markt ein starkes und differenzierendes weise mit einem klar Markenprofil aufzubauen. Deshalb widmet sich das differenzierten Mar‚Brand Logic Symposium 2012‘ dem Thema ‚Marke, kenprofil verbindet, ist Strategie und Geschäftsmodell zusammenfühvom Wettbewerb nur ren – Kräfte bündeln, Potenziale realisieren‘. schwer zu imitieren.“ Beispiele wie Ikea oder Nespresso zeigen einmarkus Webhofer drucksvoll, dass attrakInstitute of brand logic tive Markenprofile und intelligente Geschäftsmodelle in Kombination Waffen im Wettbewerb sind. Beim schwedischen Möbelkonzern wird das Geschäftsmodell direkt im Markenprofil wirksam. Viele Elemente des Geschäftsmodells haben das Profil der Marke nachhaltig geprägt und sind das Betriebssystem, das der Marke zugrunde liegt – von self-assembling über self-service bis zu home-delivery. Ein auf der Marke basierendes Geschäftsmodell entsteht nicht von heute auf morgen, sondern ist das Ergebnis vieler evolutionärer Lernprozesse. Die Arbeit lohnt sich aber: Denn ein Geschäftsmodell, das seine Funktionsweise mit einem klar differenzierten Markenprofil verbindet, ist vom Wettbewerb nur schwer zu imitieren.

„Ein Geschäfts­modell,

Markus Webhofer ist Gründer und Managing Partner des Institute of Brand Logic. Das Brand Logic-Symposium findet am 21. und 22. März im Congress Salzburg statt. Infos dazu unter: www.brand-logic.com Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

© Institute of Brand Logic/Felsch Fotodesign

zitat des ta g es George Frost Kennan, US-Diplomat, Historiker und Schriftsteller

IMPRESSUM

medianet prime news & market watch (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Redaktion: Alexandra Binder (ab), Sylvia ­Tomek (st) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/Medien) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Natalie Ober­hollenzer (no – DW 2228) medianet specials & careernetwork (specials@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Jan Weinrich (jawe – DW 2163) Chef vom Dienst: ­Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet financenet & real:estate (financenet@medianet.at) Chefredakteure: Chris Radda, Gerald Stefan (gst) Chefin vom Dienst: Linda Kappel (lk) Ständige Mitarbeiter: Fritz Haslinger (fh), Kurt ­Sattlegger (ks), Thomas Hohenberger (th) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitende Redakteure: Chris Haderer (hc), Britta Biron (bb) medianet destination & destination austria (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Georg Biron (gb) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Jürgen Zacharias (jz) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) Foto­redakteur: Jürgen Kretten Lektorat: ­ Christoph Strolz ­ Grafisches Konzept: Verena Govoni Grafik/ Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­Jonke, Richard Mauerlechner Anzeigenproduktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­ druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post. at & „>redmail Logistik & Zustell­service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­center-wien@ redmail.at“ Erscheinungs­weise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 2,50 € (Di); 3,50 ¤ (Fr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Abo: 250,– € (Di & Fr); 150,– € (Fr) (Jahr) Auslands-Abo: 390,– € (Di & Fr); 199,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­zeitraums bei 6-wöchi­ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­gemeinen Geschäfts­bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. medianet special erscheint unter Verantwortung der Anzeigenredaktion; Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken.

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medianet

inside your business. today.

freitag, 17. februar 2012 – 7

© FAZ

serie

medianet wirft einen genaueren Blick auf das Publicitas-Portfolio  Seite 10

© Holzhuber Marketing

marketing & media etat

ausgezeichnet

holzhuber impaction entwirft neue OnlineWerbekampagne für den VW „up!“  Seite 10

Preisregen für die besten ­Journalisten des Landes Seite 12 © medianet/Szene1/Katharina Schiffl

„Beim Pricing gibt die Reichweite den Ton an“

© UPC

short

© Nadine Bargad

Gerald Schwanzer, CMO beim Multimedia-Provider UPC, zeigt sich mit der ersten Kampagne der neuen Agentur Fessler.Schmidbauer sehr zufrieden. Das Thema des ersten Spots mit Langzeittestimonial Robert Kratky: Multi-RoomLösungen.  Seite 10

© medianet/Szene1/Katharina/Schiffl

© medianet/Szene1/Katharina/Schiffl

Michael Straberger, Präsident des Österreichischen Werberats, zieht gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen eine mehr als positive Bilanz für das vergangene Jahr. Das heurige Jahr soll auch sehr ereignisreich werden, so die Werbewächter.  Seite 10

Gerlinde Hinterleitner, gemeinsam mit Alexander Mitteräcker Vorstand des Online-Standard, ist vom Österreichischen Journalist zur „Medienmanagerin des Jahres“ gewählt worden – als erste „Onlinerin“ überhaupt. medianet bat sie zum Gespräch.  Seite 11

Offensiv So mancher in der Branche hat sich gewundert, dass der News-Verlag von sich aus ÖAK-Mogeleien publik gemacht hat. Der seit fünf Monaten amtierende News Verlag-Chef Axel Bogocz erklärt im medianet-Talk das Warum. Und auch weshalb Content-Engines eine Quelle der Markenverwässerung sein können.  Seite 8

medianet tv heute

Aufstieg Auch für diverse Plattformen zuständig

Fessler.Schmidbauer und Robert Kratky „fibern“ für UPC. click+>www.medianet.at

© Die Presse/ Michaela Bruckberger

© Fessler.Schmidbauer/UPC

Leiter Anzeigenverkauf „Presse“

Peter Syrch, neuer Leiter Anzeigenverkauf, seit zwölf Jahren in der Presse.

Wien. Mit Februar 2012 hat Peter Syrch, Geschäftsführer der „Presse Media“, die Leitung des Anzeigenverkaufs der Presse inne. Gemeinsam mit Marion StelzerZöchbauer und Fritz Mühlbek wird er die Vernetzung der Bereiche Print und Digital weiter forcieren. Der Wechsel in der Anzeigenleitung bringt auch Änderungen in den Verantwortlichkeiten mit sich. So zeichnet Syrch einerseits für die Gesamtleitung des Anzeigenverkaufs der Presse verantwortlich und ist andererseits auch direkt für die Plattformen Tageszeitung von Montag bis Samstag sowie Magazine zuständig. (red)

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8 – medianet

Freitag, 17. Februar 2012

Erklärungsbedarf Seit fünf Monaten amtiert der von der Bauer Media Group kommende Axel Bogocz im 17. Stock in der Wiener Taborstraße 1, dem Sitz des

„Sie messen in Dekagramm und Neben der Causa prima beim News-Verlag – den manipulierten ÖAK-Zahlen und wie man damit umgeht – erklärt Verlagschef Axel Position von News in einem sich immer stärker segmentierenden Lesermarkt als general interest Titel sehr schwierig. Menschen haben viel weniger Zeit und zudem ist das Angebot am Markt viel größer geworden.

dinko fejzuli

Wien. Offensiv und ehrlich, so geht News Verlag-Boss Axel Bogocz mit den selbst aufgedeckten Manipulationen der verkauften Auflage um. Und anders als sonst, bat diesmal der Interviewte zum Gespräch.

medianet: Wie soll’s gehen? Bogocz: Indem Sie die Säulen Ihres Konzepts herausarbeiten: Was hat der Leser davon, wenn er mein Magazin kauft? Wird er schlauer, fühlt er sich besser oder hat es ihm um die Zeit leid getan?

medianet: Der News Verlag hat offensichtlich die letzten Jahre bei der verkauften Auflage bis zu 35% gemogelt. Wie sind Sie überhaupt auf die Lücke gestoßen? Axel Bogocz, Herausgeber und Vorsitzender der Geschäftsführung News Verlag: Wie Sie wissen, komme ich von Bauer Media, einem sehr lesermarktorientierten Haus. Von daher bringe ich eine solide Basis für alles mit, was mit Vertrieb zu tun hat. Zusätzlich kam es im September zu einem Wechsel in der Vertriebsleitung und als neuer Geschäftsführer schaut man sich halt alle Prozesse genau an. Und wie gesagt, Vertrieb ist mein Steckenpferd und dann kommt man auf Dinge, die andere vielleicht nicht gesehen hätten.

medianet: Ihre Auswahl eines bestimmten Chefredakteurs bedingt schon eine gewisse Richtung … Bogocz: Ich habe eine Mannschaft übernommen, mit der ich hochzufrieden bin. Da sind viele tolle Leute dabei. medianet: Und auch mit dem jetzigen News-Chef zufrieden? Bogocz: Absolut.

„Die Media-Analyse ist die preisbestim-

medianet: Manipulationen in dieser Höhe gehen nicht über Scheinkäufe am Kiosk. Da muss doch die Druckerei mitgemacht haben? Bogocz: Sie müssen mit Schlussfolgerungen warten, bis wir tatsächlich unsere Zahlen melden und sichtbar wird, wo es Veränderungen gibt. Heute nur so viel: Mit der Druckauflage hat das überhaupt nichts zu tun. Die wurde nie falsch gemeldet. Das ist wichtig für das Beilagen-Geschäft: Der einzige Bereich, in dem die Druckauflage die relevante Bezugsgröße ist.

mende Komponente, mit 17.000 Interviews, durchgeführt von drei Marktforschungs­ instituten, die nicht be­einflusst werden

medianet: Der eine oder andere mögliche Verantwortliche, wie etwa ein ehemaliger Vertriebsleiter, ist ja nicht mehr im Haus … Bobocz: Das ist Ihre Interpreta­ tion.

axel bogocz, Chef News ­verlag, über masseinheiten …

© medianet/Szene 1/Katharina Schiffl (4)

medianet: Welche Konsequenzen haben Sie intern gezogen? Bogocz: Also, vielleicht an dieser Stelle einen Schritt zurück. Erstens, wir haben zunächst bemerkt, dass jemand in der Vergangenheit in einem nicht unerheblichen Maße überhöhte Zahlen an die ÖAK gemeldet hat. Das haben wir abgestellt, sofort bei der ÖAK gemeldet und sind dann auch in eine breitere Öffentlichkeit gegangen. Jetzt eruieren wir den Zeitraum und die genaue Höhe der Manipulation. Für uns steht die Schadensbegrenzung im Vordergrund.

medianet: Kommen wir zum nächsten Sorgenkind. Das Format hat sich bei der Reichweite von 6,1% in 2001 auf gerade mal 2,2% in 2011 heruntergeschraubt. Da fehlt nicht mehr viel zum ehemaligen Supplement News Leben mit seinen 1,9%. Bogocz: Sie dürfen nicht vergessen, dass das Format ursprünglich als Nachrichtenmagazin gestartet ist und heute viel spitzer positioniert ist. Da können wir solche Reichweiten als Wirtschaftstitel gar nicht erreichen.

kann.“

medianet: Bei den Media-Agenturen nimmt man die Manipulation scheinbar recht gelassen und verweist auf die Media-Analyse als das wichtigere Instrument … Bogocz: Das habe ich auch mehrfach gesagt. Die Reichweite ist die preisbestimmende Komponente, die bei 17.000 Interviews, durchgeführt von drei Marktforschungsinstituten, sicherlich nicht beeinflusst werden kann. medianet: Wozu dann die ÖAK? Bogocz: Die ÖAK ist natürlich ein Gütesiegel für die Verlässlichkeit einer Auflagenhöhe und damit einer von vielen qualitativen Orientierungspunkten. Und es gibt ja auch Titel, die in der MA nicht ausgewiesen werden und deswegen auf die ÖAK-Zahlen verweisen.

medianet: Also, wo sehen Sie bei News Optimierungspotenzial? Bogocz: Es geht um die Frage, die ich schon einmal aufgeworfen habe, nämlich die Sichtweise, was ich als Chefredakteur mache. Ist das, was wir schreiben und abbilden, die Lebensrealität unserer Leser? Treffen wir zu 95% die Erwartungen und überraschen mit den restlichen 5% so nachdrücklich, dass wir bis zumindest bis zum nächsten Donnerstag in Erinnerung bleiben? Diese Frage muss geklärt werden.

medianet: In diesem Zusammenhang soll auch der Name Helmut Hanusch gefallen sein. Bogocz: Jetzt kommt meine Interpretation: Wer das erzählt, hat offensichtlich ein paar fundamentale Wahrnehmungsstörungen. Tatsache ist: Helmut Hanusch ist a) seit 2008 operativ nicht mehr in der Geschäftsführung, b) war er ohnehin nie für den Vertrieb zuständig und genießt c) das uneingeschränkte Vertrauen der Geschäftsführung und aller Gesellschafter. Prägnanter sagen es Menschen von Konkurrenzhäusern: Helmut Hanusch ist ein Ehrenmann.

medianet: Manche Kollegen aus der heimischen Medienbranche fragen sich, so nach dem Motto ‚Es lügen ja eh fast alle‘, warum Sie überhaupt den Kopf aus der vermeintlichen Masse gehoben haben? Bogocz: (lacht herzhaft). Das hat doch etwas mit Glaubwürdigkeit zu tun und gerade Journalisten betonen gerne ihre Glaubwürdigkeit, Unbestechlichkeit und Verlässlichkeit. Und mit diesem Hintergrund kann ich das nicht einfach ignorieren. Und dann kommt die wirtschaftsethische Dimension dazu. Da nehme ich sehr ernst.

medianet: Kommen wir zu den einzelnen Titeln. Bis auf Woman, TVmedia und profil, die stabil sind, haben die meisten Titel zum Teil deutlich verloren. News hat seit 2001 seine Reichweite halbiert und über eine halbe Million Leser verloren. Sind Sie der nächste, der sich nun an dessen Genesung versucht? Bogocz: Um Versuche geht es hier nicht, sondern ich habe sehr konkrete Vorstellungen, was zu tun ist. Erstens haben wir uns um die Optik des Heftes sehr energisch gekümmert und sehen dies als einen laufenden Prozess. Zweitens ist die

medianet: Gut 2% sind also die absolute Flughöhe? Bogocz: Das weiß ich nicht, dafür muss ich erst einmal ein Gefühl entwickeln. Ich bin erst seit fünf Monaten im österreichischen Markt tätig. Ist es das, was der Markt hergibt, oder kann man da mehr machen? Über den Printsektor hinausblickend, ins Digitale, ist es sicher nicht genug, was hier erreicht wird. Deswegen bauen wir eine eigene neue Wirtschaftsplattform auf. Sicherlich mit Unterstützung der Redaktionen von trend und Format, aber natürlich sind dort auch eigene und neuartige Ideen zu finden. medianet: Warum tun sich Magazine im Online-Geschäft schwer? Bogocz: Das hat mit der Philosophie und der tradierten Arbeitsweise zu tun. Printjournalisten haben eine gewisse Art zu arbeiten; wenn Sie aber in digitalen Dimension denken, dann ist das ein völlig anderer Zugang. Und die Nutzungssituation eines Print-Magazins ist eine völlig andere, als der Konsum von Magazininhalten online. Onlinenutzer erreichen Sie am Arbeitsplatz, an Ihrem Computer zuhause oder am


cover

Freitag, 17. Februar 2012

medianet – 9

News Verlags. Hier soll er die Magazingruppe auf Vordermann bringen; mit medianet sprach er über seine Vorhaben und wohin die Reise letztendlich geht

ihr ­Gemüse hat andere Namen“

Bogocz anhand eines Kochrezepts, warum Content-Engines nicht immer die schlauste verlegerische Lösung sein müssen. mobilen Device; ein Magazin können Sie auch mal gemütlich auf der Couch lesen. medianet: Tablets auch. Bogocz: Das stimmt. Und sie bieten zusätzlich viel mehr Möglichkeiten; sie haben Töne, ein hochauflösendes Display, Videos … All das, was Papier nicht kann. medianet: Trotzdem beschränken sich viele Verlage auf eine pdf-Version des Printmediums am Tablet. Bogocz: Ja, das ist aber zu wenig, insbesondere, wenn sie den Menschen dafür auch noch Geld abnehmen wollen. Und wir beim News Verlag nehmen für unsere TabletInhalte Geld. medianet: Wie geht man vor? Bogocz: Sie können die Printkollegen unterstützen, damit sie onlineaffiner arbeiten. Oder sie holen externe Kräfte, die zwar OnlineExperten sind, aber dafür nicht so nah an unseren Zielgruppen sind, im Unterschied zu den Printkollegen, die ihre Leser genau kennen. Wir forcieren ein hybrides Modell und installieren für unsere Kernmärkte ‚Frauen, Wirtschaft und Autos‘ sogenannte Digital Content Manager; ein sperriges Wort

auf Sturm Graz und weniger das Derby zwischen der Austria und Rapid. Sie merken schon, ich bin von diesem Modell nicht wirklich begeistert, auch wenn es Bereiche gibt, wo das möglich wäre wie zum Beispiel bei Kochzeitschriften. Aber selbst da hätten Sie als deutscher Verlag Probleme, weil Sie hier in Österreich zum Beispiel mit Maßeinheiten wie Deka arbeiten und dann haben Sie auch noch so schöne Bezeichnungen für Ihr Gemüse. Also: Basisinhalte erstellen und auf ganz vielen Plattformen ausspielen geht, aber eben in eng abgegrenzten Feldern. Ein Grundpfeiler eines verlegerischen Kon-

zepts ist der originäre Inhalt, den Sie anbieten müssen. Erst so werden und bleiben Sie relevant. medianet: In diesem Zusammenhang ist es aber eher betrüblich, dass der News Verlag seinen ‚Alfred Worm Preis‘ für investigativen Journalismus für heuer absagen musste, weil es offenbar nicht genug preiswürdige Artikel gegeben hat … Bogocz: Halt! Es gab nicht genug Einreichungen. Genug preiswürdigen Content gibt es sicher – erst gestern hat unser News-Reporter Kurt Kuch die Auszeichnung als „Aufdecker des Jahres“ erhalten.

Axel Bogocz im großen medianet-Interview mit Caroline Wirth und Dinko Fejzuli.

FOR PEOPLE IN PROGRESS

„Um Versuche geht es hier nicht, ich habe sehr konkrete Vorstellungen, was zu tun ist.“ … und konkrete ziele

für letztendlich ein Bindeglied zwischen Print und Online. Das sind Kollegen, die bei den jeweiligen Marken sitzen und die Verantwortung für das digitale Angebot haben – jeweils in Abstimmung mit der Print-Chefredaktion des betreffenden Titels. Als technische Dienstleister und Vermarkter fungiert die News Networld. medianet: Generell: Sollen Printund Onlineredaktionen getrennt arbeiten oder als eine Einheit? Bogocz: Ich kann beide Wege nachvollziehen, sehe aber bei der Einheitsredaktion die Gefahr, dass es am Ende zu einer Verwässerung der Marken kommen kann. Denn ein wesentlicher Vorteil von Printjournalisten ist, wie schon erwähnt, dass sie ein recht gutes Bild ihrer Leser haben. Wenn auf der anderen Seite aber Online-Experten den Traffic einer Webseite mit markenfernen Zusatzprodukten pushen, dann haben Sie online eine Zielgruppe, die nicht wirklich jene Leser sind, die Sie mit der Printmarke ansprechen möchten. Deswegen glaube ich an die enge Verzahnung von Print- und Onlineexperten. medianet: Bleiben wir bei den redaktionellen Überschneidungen. Die Presse überlegte kurz, die eigene Sportredaktion als Contentlieferant für auch andere Styria-Medien auszulagern … Bogocz: Für überregionalen Sport mag das funktionieren. Aber als Leser der Kleinen Zeitung interessiert mich der lokale Blickwinkel

MEDIAINPROGRESS.AT

DAS JUNGE MEDIENHAUS


marketing & agenturen

10 – medianet

Freitag, 17. Februar 2012

Neue Kampagne Der Multimedia-Provider UPC setzt auch weiterhin auf sein Testimonial Robert Kratky – bei der Agentur gab es aber einen Wechsel

Wenn Technik Emotionen freisetzt Neue UPC-Kampagne von Fessler.Schmidbauer. Wien. Seit wenigen Tage ist die neue UPC-Kampagne on air. Verantwortlich für die Kreation zeichnen als neue Agentur des MultimediaProviders, Fessler.Schmidbauer, die nach einem mehrstufigen Verfahren den Etat für sich erringen konnte.

konzept ausgearbeitet werden, das die kreative Entwicklung für die nächsten Jahre schon ein bisschen festschreibt“, so Schwanzer. Es sei kein Bruch, aber eine Evolution, so der UPC-CMO.

Eine runde Kampagne

Seiner Agentur Fessler.Schmidbauer streut Schwanzer für die aktuelle Umsetzung Rosen: „Wir sind sehr zufrieden, die Agentur ist sehr kreativ, und in der Beratung wirklich ausgezeichnet. Insgesamt ist es eine sehr runde Kampagne.“ Apropos: „Es ist eine ‚Triple Play Kampagne‘ mit einem starken Internetfokus. Generell geht es um das Thema ‚Geschwindigkeit‘ und darum, dass man die Services von UPC gleichzeitig in mehreren Räumen ohne Leistungsverluste nutzen kann“, so Thomas Schmidbauer gegenüber medianet. Zusätzlich soll UPC als Entertainment-Provider

© Fessler.Schmidbauer/UPC

positioniert werden. Das Thema Kabelnetze sei ja ein eher technisches, doch durch die hohe Geschwindikeit der UPC-Netze sei auch der Genuss von Multimedialen bzw. Fernsehprogrammen in höchster Qualität möglich; ein Genuss und daher ein hochemotional besetztes Thema, so Schmidbauer. (fej)

Rundumerneuerung des Werberats

Gallup Top Ten klopfen an die Tür

holzhuber impaction Online-VW-Kampagne

UPC-CMO Gerald Schwanzer zeigt sich zufrieden mit der neuen Kampagne von Fessler.Schmidbauer zum Thema Multiroomlösung ohne Leistungsverlust.

Rückblick Der Österreichische Werberat ist mit dem ereignisreichen Jahr 2012 und dem neuen Gremium zufrieden

short

Wien. Der Österreichische Werberat hat ein ereignisreiches Jahr mit vielen Erfolgen hinter sich: Neuer Vorstand, neues Entscheidungsgremium, Relaunch des Online-Entscheidungs-Tools als auch die Ausrichtung der Europäischen Jahreskonferenz stellten nur einige der Höhepunkte des Jahres 2011 dar.

Bundesländer gut vertreten

© Nadine Bargad

Wien. Am Donnerstag kommender Woche, dem 23. Februar, ab 18 Uhr, ist es wiede so weit: Da werden die impactstärksten TV-Spots und die drei impactstärksten Kampagnen des Jahres 2011 bekannt gegeben. Die gemeinsame Veranstaltung des Österreichischen Gallup Instituts mit der Österreichischen Werbewissenschaftlichen Gesellschaft (WWG) wird diesmal im Studio 44 der Österreichischen Lotterien ausgerichtet. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter www.wwgonline.at oder www.gallup.at

© UPC

Gerald Schwanzer zu den Gründen, die damals für das kreative Duo Fessler.Schmidbauer gesprochen hatten: „Es ging um die kreative Herangehensweise und um das Gesamtpaket. Da hat uns ‚Fessler. Schmidbauer‘ überzeugt. Von der Kreation über Beratungsleistungen bis hin zu sämtlichen anderen wichtigen Parametern.“ Die Vorgaben für die aktuelle Kampagne waren klar: „Auf Basis des bestehenden Testimonials – Kratky war für uns ein Fixstarter – sollte ein neues Kampagnen-

Rosen für die Agentur

Markus Deutsch, Kathi Förster, Michael Straberger und Angelika Sery-Froschauer.

Allen voran erregte das neu gewählte Entscheidungsgremium sowohl national als auch international großes Aufsehen. Nicht weniger als 160 Werberäte wurden Ende September präsentiert. „Besonders erfreulich ist die Zunahme an Agenturvertretern, auch

TV-Rechte Privat & ORF

Deutschland Hoher Einfluss verhindert „italienische Verhältnisse“

Für die Einführung des neuen „VW up!“ sucht man gleich 300 Testfahrer.

Wien. Zur Markteinführung des neuen „up!“ startete Volkswagen am 13. Februar auf www. vwup.at eine Online-Kampagne, die es in dieser Form noch nie zuvor gegeben hat. Gesucht werden 300 Testfahrer, die den neuen up! sechs Monate lang ­kostenlos nutzen. Gleichzeitig mit Kampagnenstart launcht man auch seine Facebookfanpage www.facebook.com/volkswagenAT, die die Promo mit allen up!dates redaktionell begleitet. Die Wiener Kreativagentur holzhuber impaction zeichnet für das Onlinekonzept – integriert in die internationale klassische Kampagne „klein ist groß“– für die Umsetzung der Microsite und für die ­Facebook-Betreuung von Volkswagen in Österreich verantwortlich.

Die FAZ verfolgt für Wilding seit der Gründung eine konsequente Linie, „die nicht nur einem Chefredakteur obliegt, sondern im Ausgleich zwischen den fünf Herausgebern täglich verfeinert wird.“ Der wichtigste Aspekt ist jedoch aus Sicht von Wilding, dass die FAZ regelmäßig Themen – oft für ganz Deutschland, manchmal sogar für den gesamten deutschen Sprachraum – aufwirft und vorgibt. „Sie beginnt und führt also ei-

ne Diskussion und beschränkt sich nicht darauf, in der Gesellschaft bereits vorhandene Themen mehr oder weniger intellektuell zu kommentieren.“ Dies hat immensen Einfluss auf das politische Leben in Deutschland, wie auch auf die dortige Zivilgesellschaft. „Nicht zuletzt leistet dieser Einfluss einen wichtigen Beitrag dazu, eine ‚Italienisierung‘ der deutschen politischen Landschaft hintanzuhalten“, meint Wilding abschließend.

Themenführerschaft Ein Blick nach Deutschland gibt Aufschluss: „Bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sprechen wir von einem Medium, das selbst innerhalb der engsten Definitionen von ‚Qualitätsmedium‘ ein internationales Leitbild darstellt – das als Stiftung etabliert wurde und nach wie vor eine ist und daher den kommerziellen Aspekt nicht immer im Vordergrund hat“, so Wilding weiter.

© FAZ

© Holzhuber Marketing

Leitbild & Leitmedium Frankfurt/Wien Hat Österreich ein Leitmedium, wie man es aus Deutschland oder Frankreich kennt? Oder anders gefragt: Weiß man in Österreich überhaupt, was ein Leitmedium ist? „Wenn man sich die Panels der Österreichischen Medientage zum Thema ‚Qualitätsjournalismus‘ in Erinnerung ruft, fürchte ich, dass die Antwort ‚Nein‘ sein muss“, sagt Publicitas-Managing-Director Marcus Wilding im medianet-Interview.

Die FAZ – auch nach internationalen Standards ein Leitmedium der Qualitätsmedien.

aus den Bundesländern“, erklärt Präsident Straberger; „abgesehen von einem breiten Spektrum seitens Auftraggeber und Medien begrüßen wir erstmals auch Vertreter der Kinder- und Jugendanwaltschaft, des Vereins Österreichischer Juristinnen, der Männerberatung oder auch die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte, um nur einige zu nennen.“ Im Zuge des Medientransparenzgesetzes hat der Verfassungsausschuss beschlossen, dass Bundes- und Landesregierung vor Erlassung der Richtlinien über die inhaltliche Gestaltung audiovisueller Kommunikation und entgeltlichen Veröffentlichungen der öffentlichen Hand den Werberat einzubeziehen haben. (cw)

Neue Regeln für ORF Sport+ Wien. Der Verfassungsausschuss des Nationalrats hat das ORF-Gesetz und das Audiovisuelle Mediendienste-Gesetz auf Schiene gebracht.

„Praxistest abwarten“ Beim ORF wird dabei jener Passus erneuert, der die Ausstrahlung von Sportarten auf dem Spartensender ORF Sport plus regelt. Schlagen die Privaten bei einem Bewerb nicht zu, darf ORF Sport plus ihn zeigen, so der neue Mechanismus. Beide Änderungen wurden von SPÖ, ÖVP und Grünen unterstützt. Um zu verhindern, dass es zu Scheinangeboten an die Privaten kommt, um diese von vornherein mit überhöhten Tarifen aus dem Rennen zu drängen, müssen die TV-Rechte diesen zu „marktüblichen Preisen“ angeboten werden. VÖP-GF Corinna Drumm gegenüber medianet: „Der jetzige Kompromiss ist aus meiner Sicht akzeptabel, allerdings muss er seine Tragfähigkeit in der Realität erst noch beweisen.“


Medien

Freitag, 17. Februar 2012

medianet – 11

Digitale Identität Mit Erfolg und Begeisterung führt Gerlinde Hinterleitner die Online-Nachrichtenplattform der Qualitätszeitung Der Standard

„Wir bleiben Online-Egoisten“ Dinko Fejzuli Caroline wirth

Wien. Dienstag dieser Woche war es so weit: Neben der Kür der besten Journalisten und Redaktionen des Jahres wurde mit Standard-Online Chefredakteurin und Geschäftsführerin Gerlinde Hinterleitner erstmals eine Vertreterin der digitalen Medienwelt zur Medien-Managerin des Jahres gekürt. Hinterleitner selbst gab sich bei der Preisverleihung bescheiden: „Dass ich hier auf dieser Bühne stehe, spricht mittlerweile für die gesamte Online-Branche, nicht nur für mich als Person. Vor allem danke ich der gesamten Redaktion, die zum Erfolg von derStandard.at beigetragen hat.“ Dass mittlerweile auch Online Platz bei Auszeichnungen gefunden hat, wertet sie als positives Zeichen: „Ich denke, wir sind in der Normalität angekommen“, lacht Hinterleitner. Im medianet-Gespräch erklärt Hinterleitner das Geheimnis des Erfolgs von derStandard.at: „Dieses lag von Beginn an beim redaktionellen Konzept. Die Idee für das Portal derStandard.at ist aus der Redaktion gekommen. Das ist eigentlich das Wichtigste. Es war für uns immer ein redaktionelles, ein journalistisches Projekt“, so die Pionierin der österreichischen Nachrichtenplattformen. Aber gerade da begingen die meisten Verlagshäuser den kapitalen

Fehler schlechthin: „Online darf kein Anhängsel der Printausgabe sein. Es muss ein eigenständiges, dem Medium angepasstes Produkt sein.“ Die Kunst im Online-Geschäft läge vor allem darin, die Aktualität der Berichterstattung zu gewährleisten. Gerade bei einem Qualitätsmedium wie bei derStandard. at stehe dabei die entsprechende Tiefe und Qualität an vorderster Stelle, so Hinterleitner.

„Online ist kein Anhängsel einer Printaus-

© medianet/Szene1/Katharina/Schiffl

Mit Gerlinde Hinterleitner wurde erstmals eine „Onlinerin“ zur „Medienmanagerin des Jahres“ gekürt.

Alexander Mitteräcker, Mathias Stöcher, Gerlinde Hinterleitner, Stefan Schlögl, Sabine Bürger und Rainer Schüller bei der Preisverleihung im Studio 44.

gabe, sondern muss ein eigenständiges,

derStandard.at nicht nur mit der nationalen Konkurrenz, sondern vor allem mit internationalen Playern wie dem Online-Portal der New York Times. Bei der Frage ‚wer mit wem‘ zeigt sich Hinterleitner redaktionell puristisch. Weil: Eine intensive crossmediale Zusammenarbeit der Online- und Printredaktionen im Haus sei nicht geplant. „Wir sind grundsätzlich in beiden Häusern sehr erfolgreich. Warum sollte man eine gut funktionierende Strategie ändern?“, so Hinterleitner. Und so will man zwar nach dem für Ende 2012 geplanten Umzug der jetzt zum Teil räumlich getrennten

dem Medium angepasstes Produkt sein.“ gerlinde hinterleitner

„Dafür nehmen wir gerne Geld in die Hand“, so die Geschäftsführerin; „wir wollen das führende Online-Qualitätsmedium im Netz sein.“ Dabei kennt die „Medienmanagerin des Jahres“ keineswegs geografische Grenzen. So misst sich

Print- und Onlineredaktion Synergien suchen, aber nicht in der Redaktion: „Wir werden hier weiterhin egoistisch bleiben“, so Hinterleitner augenzwinkernd, „und trotzdem zusammenarbeiten.“

Blick in die Zukunft Über Themen wie Paid Content wird im Hause nicht nachgedacht. „Ich sehe keine Möglichkeit, hier etwas zu vergebühren und das wollen wir auch nicht. Uns geht es primär um die Reichweite“, so Hinterleitner. In der ÖWA Analyse erreichte derStandard.at im zweiten Quartal 2011 rund 18,1%

Reichweite. Auch sonst freut sich die Geschäftsführerin über 2011, die Erwartungen an 2012 scheinen auch sehr rosig zu sein: „Wir sehen keinerlei Anzeichen, dass es hinunter geht. Wir sehen das heurige Jahr sehr optimistisch.“ Die Zukunft der Printzeitung wird von Hinterleitner allgemein nicht sehr schwarz gesehen. „So schnell stirbt man nicht“, so die begeisterte Zeitungsleserin. Nichtsdestotrotz gäbe es eine Umwälzung in der gesamten Branche, die nicht nur die Rolle der Journalisten verändere. Vor allem dem Leseverhalten der Rezipienten müsse mehr Rechnung getragen werden. Die Chance für Tablets sieht Hinterleitner so wie bei Onlinemedien in der Möglichkeit, Nachrichten in Echtzeit zu konsumieren. „Warum sollte man eine Zeitung noch lesen, die bereits vor zwölf Stunden Redaktionsschluss gehabt hat?“ Weiterhin eine echte Chance für das gedruckte Medium sieht die Onlinerin in der Aufbereitung von Hintergrundinformationen, denn: „Die Entwicklung schreitet immer weiter voran und es gilt nach wie vor, auf den technischen Fortschritt zu reagieren.“ Übrigens: Trotz ihrer Pionierarbeit spricht sich Gerlinde Hinterleitner für das Lesevergnügen der Printzeitung aus: „Wenn ich die Wahl habe, eine Zeitung am Papier oder am Tablet zu lesen, dann lese ich sie lieber am Papier.“

Multitalent am Merchandising-Markt Kleine Kappe – große Wirkung: das für Sportfreunde entwickelte funktionsintensive Funtool für den Sommer 2012

Flütze: Kultkapperl für die Fanzone Wien. Die Werbeindustrie zeigt im Sportjahr 2012 Flagge – und zwar buchstäblich. Für die kommenden Megaevents, darunter die Fußball Europameisterschaft in Polen und der Ukraine und die Olympischen Spiele in London, liefert die Branche den Sponsoren und Fans kreatives Zubehör. Mit Flütze® bringt die IP – Industriewerbung Promotia ein neues Stadion-Must-have an ihre rot-weiß-rote Klientel.

Michael Grunner, Geschäftsleiter der IP – Industriewerbung Promotia, hat sich bereits die Rechte für den Österreich-Vertrieb gesichert. „Die ‚Flütze‘ ist eine völlige neue, patentiere Erfindung, die die Werbewirkung einer Flagge und einer Mütze in sich vereint.“ Als Fanartikel für die Fußball-Arena konzipiert, entfalte das Merchandising-Highlight auch beim Tennis oder Beachvolleyball am Center Court seine volle Wirkung.

Klein, handlich, vielseitig

„Wir liefern den Merchandising-Hit für diesen Sommer. Mit ‚Flütze‘ werden Sportfans fürs Stadion ausgerüstet.“

PROMOTION

MICHAEL GRUNNER

Originell, multifunktional und stark in der Außenwirkung, als patriotischer Kopfschmuck oder als kühlender Fächer und lautstarkes Klatschutensil: So präsentiert sich das in den Varianten Cappy oder Schirmmütze aufgelegte Werbeaccessoire der kommenden Saison.

Für den Werbefachmann ist der Merchandising-Artikel ein Mehrwertbringer. Zum einen diene das Fan-Kapperl als praktischer und sicherer Sonnen- und Regenschutz im Stadion und Outdoor-Bereich. Zum anderen würden Sportfreunde eindrucksvoll zeigen, für welche Teams und Talente ihr Herz schlägt. Einmal ausgepackt und entfaltet, sorgt Flütze in der Visor-Variante für unterstützenden Wind und Wirbel. „Auf das lästige Herumschleppen von Klatschhänden, Stangen oder Fahnen kann so getrost ver-

© IP – Industriewerbung Promotia (5)

Goodie fürs Stadion: Michael Grunner von der IP – Industriewerbung Promotia präsentiert praktisches Allround-Accessoire.

Kopfschmuck der besonderen Art: Das Fan-Fahne-Kapperl sorgt für Stimmung im Stadion – und das nicht nur in Deutschland.

zichtet werden“, sieht Grunner die Fans entlastet. Weiterer Pluspunkt: Flagge und Co sind einfach und schnell verstaut, die Sportmaniacs müssen nur ihr Kapperl mit nach Hause nehmen. Die neue Grundausstattung für Fans steht aktuell in zwei Standardausführungen zur Verfügung: Das Schirmmützenmodell (aus

100% Baumwolle, flexibel verstellbare Einheitsgröße) zeichnet sich durch den integrierten und abnehmbaren Papierfächer (laminiert, foliert) aus, der für eine frische Brise sorgt und als Klatschund Einpeitschinstrument auf den Tribünen wertvolle Dienste leistet. Die Cappy-Version ist als klassische Mütze mit fest integrierter Fahne aus Polyester in zwei Größen im Handel.

Fan-Fun beim Firmenevent

Neu: multifunktionales Merchandising-Highlight für den Sport-Sommer 2012.

Die Flütze, so Grunner, ist ab sofort auch mit individuell gestaltbarem Druck oder Stickereien erhältlich. „Ein unentbehrlicher Trendartikel für Firmen- und

Kundenevents und ein perfektes Goodie für die Freizeitwirtschaft“.

INFO/KONTAKT IP – Industriewerbung Promotia Agentur für Verkaufsförderung und innovative Produkte Kontakt: Geschäftsleitung: Michael Grunner Büro Österreich: Wurmbstraße 42/4, A-1120 Wien Tel.: 43/1/406 88 51 Fax: 43/1/408 31 13 E-Mail: info@promotia.at Web: www.promotia.at


B i z-ta l k C LA S S IC

12 – medianet

Freitag, 17. Februar 2012

„journalist des jahres“

Karin Strobl (CR Regionalmedieni), Ö1 Wirtschaftsressorts, Michael Csoklic.

Beste Kulturjournalistin Barbara Rett und Österreich-GF Oliver Voigt.

Karl Stoss (Casinos Austria), ORF-General Alexander Wrabetz, ÖFB-Boss Hubert Stickler, & Styria-Boss Klaus Schweighofer.

Dinko Fejzuli (CR medianet) & Paul Leitenmüller (Hrsg. medianet).

Der Österreichische Journalist lud zur Preisverleihung ins Studio 44

Unter Top-Journalisten

VÖZ-GF Gerald Grünberger und News Verlag-Boss Axel Bogocz.

Wenn einmal im Jahr die „Creme de la Creme“ der heimischen Medienlandschaft zusammenkommt, geht es meist darum, die Besten der Branche zu küren: Am Dienstagabend war es so weit, und die von der Branchenzeitschrift Der Österreichische Journalist initiierten Preise an jene Journalisten, die im vergangenen Jahr Namhaftes geleistet haben, wurden vergeben. Hubert Patterer, Chefredakteur der Kleinen Zeitung, konnte als Erster aus der Kategorie „Chefredaktion“ die begehrte Auszeichnung als „Journalist des Jahres“ entgegennehmen. „Medienmanagerin des Jahres“ darf sich Gerlinde Hinterleitner, Online-Geschäftsführerin des Standard, nennen. Die beste Redaktion des Landes hat der ORF.

Ist Social Media für alle da?

Barbara Coudenhove-Kalergi, Andreas Koller (Sbg. Nachrichten).

Martin Biedermann (ORF) und Martin Himmelbauer (Casinos Austria).

Während in den Vorjahren immer wieder Geehrte oder Laudatoren die Chance nutzten, um Missstände in der Branche anzuprangern, blieb harsche Kritik an der Medienszene heuer weitgehend aus. Die Journalistin und Publizistin Barbara Coudenhove-Kalergi forderte die ORF-Mitarbeiter auf, den Kampf um die Unabhängigkeit des ORF weiterzuführen; dies sei „ein Kampf, den jede Generation ausfechten muss“. Es gehe dabei nicht um die Besetzung eines Büroleiter-Jobs, sagte sie in Anspielung auf die Causa Pelinka, sondern vielmehr um die notwendige Reform des Stiftungsrats – „ich hoffe, dass ihr dranbleibt“, so Coudenhove-Kalergi zu den anwesenden ORFJournalisten. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz nutzte die Gelegenheit, guten Wind für sein Anliegen zu machen, der ORF müsse auch im Bereich Social Media vertreten sein. Da im Rahmen der Auszeichnung, bei der sowohl Journalisten von ORF, Print und Privat-TV geehrt werden, solche Eintracht zwischen den unterschiedlichen Medien herrsche, könne man doch auch einen Preis für ORF und Social Media ins Leben rufen, witzelte Wrabetz: „Das würde niemandem schaden.“ Unter den Geehrten fanden sich wie üblich einige bekannte Gesichter, die die Preise zum wiederholten Mal entgegennehmen durften. So wurde Patterer, wie schon im Vorjahr, „Chefredakteur des Jahres“, zur „Besten Redaktion“ wurde erneut der ORF gekürt. Einen Sonderpreis gab es für Anneliese Rohrer in der Kategorie „Lebenswerk“.  (fej) Bester Chefredakteur des Landes ist Hubert Patterer von der Kleinen Zeitung (li.). Die Laudation auf die Medienmanagerin des Jahres, Standard Online Vorstand ­Gerlinde Hinterleitner hielt Wolfgang Blau, Chefredakteur „Zeit Online“.

Preisträger des Abends: auch Kurt Kuch (profil) und Rainer Fleckl vom Kurier.

ORF-Moderatorin Claudia Reiterer und Stadtrat Christian Oxonitsch.

© medianet/Szene1/Katharina/Schiffl

Die Hausherren des Abends, Johann Oberauer und Kollege Georg Taitl.

Die beste Redaktion des Landes hat der ORF: Eugen Freund & A. Wrabetz.

Für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde die Doyenne des österreichischen Journalismus, Anneliese Rohrer; den Preis übergab ihr Die Presse-CR Michael Fleischhacker.

Auf die Bühne gebeten wurden auch die besten Lokaljournalisten der Bundesländer.

ÖBB-Postbus-Chef Heinz Stiastny und ORF-Anchorman Armin Wolf.


retail Lesemuffel

Stramm

Die Douglas Holding sondiert einen möglichen Thalia-Verkauf  Seite 16

Nestlé wächst organisch, wird aber faktisch vom starken Franken gebremst  Seite 16

© Wedl/Nah & Frisch

FREItag, 17. Februar 2012 – 13

© Kraft Foods

inside your business. today.

© EPA

© Thalia

medianet

frühlingsboten

Osterneuheiten von Milka, Stiegl Fastenbier und Almdudler im neuen Look Seite 17

Vertriebschef

Ludwig Schlechter leitet die Geschicke der Wedl Nah&Frisch-Kaufleute  Seite 18

Kult-Marken: Zwischen Abheben und Ableben

© NuernbergMesse/Frank Boxler

short

© Lyoness Holding Europe

Biofach 2012 Auf der aktuell in Nürnberg stattfindenden Weltleitmesse für Öko-Produkte kann Indien als Gastland punkten. Vor allem im Textil-Segment tut sich der Subkontinent hervor, schon jetzt stammen 80% der zertifizierten Baumwolle aus dem Land; nun will man weiter durchstarten.  Seite 15

© Bionade

Unbeirrt Das Cashback-Unternehmen Lyoness lässt sich vom Prozess gegen die ehemaligen Italien-Chefs nicht beeindrucken und expandiert flott weiter: Ende März eröffnet Lyoness-Boss Hubert Freidl (Bild) die erste asiatische Dependance in Hongkong. Aber auch in Übersee ist mit Lyoness zu rechnen. Seite 16

Indie Brands „Lieber einen Kunden zufriedenstellen als 99“. Diese Prämisse   von Kult-Marken hat für Bionade-Macher Peter Kowalsky (Bild), Fritz Kola oder  Ben & Jerry’s zu gänzlich unterschiedlichen Ergebnissen geführt.  Seite 14

Übernahme Die Cerealienfirma kauft Procter & Gamble die bekannte Chipsmarke ab

Jahresbilanz Franzosen steigern Umsatz auf 91,32 Mrd. €

Konsumgüterriese Procter & Gamble hat seine Chipsmarke Pringles verkauft.

und sich parallel an dem Unternehmen beteiligen. Doch nachdem bei Diamond Foods vor wenigen Tagen ein Bilanzskandal aufgeflogen war, platzte das Geschäft in letzter Minute. Stattdessen schlug Kellogg‘s zu. „Wir sind überzeugt davon, dass Pringles unter der Führung von Kellogg‘s gedeihen wird“, kommentierte der Chef von Procter & Gamble, Bob McDonald, den Deal. Pringles wird in mehr als 140 Ländern verkauft. Die Stangenchips in der markanten runden Verpackung gibt es seit über 40 Jahren. (APA)

Paris. Der französische Nahrungsmittelmulti Danone hat im vergangenen Jahr dank hoher Nachfrage für Babynahrung und Wasser mehr verdient. Der bereinigte Überschuss erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von 1,67 auf 1,75 Mrd. €. Der Umsatz verbesserte sich von 17,01 auf 19,32 Mrd. €. Besonders in der Babynahrungssparte, die schneller wächst als das Stammgeschäft mit Molkereiprodukten, lief das Geschäft gut. Bezüglich der Märkte gab es in Asien schöne Zuwächse, laut dem Vorstandsvorsitzenden Franck Riboud sind die Erlöse dort um 20% gestiegen.

© Danone (2)

B a t t l e C r e e k . Cerealienkönig Kellogg‘s macht jetzt auf salzig: Das für seine Cornflakes bekannte US-Unternehmen schluckt für umgerechnet knapp 2,05 Mrd. € die Chipsmarke Pringles. Die Übernahme katapultiere Kellogg‘s mit einem Schlag auf die zweite Position bei den herzhaften Snacks weltweit, frohlockte Firmenchef John Bryant am Mittwoch. Bisher gehörte Pringles zum US-Konsumgüterriesen Procter & Gamble. Der wollte Pringles eigentlich an den amerikanischen Popcorn- und Kartoffelchips-Hersteller Diamond Foods verkaufen

© EPA

Kellogg’s schnappt sich Pringles Danone legte 2011 zu

Danone verbuchte in 2011 vor allem in der Babysparte schöne Zuwächse.


ti t e l s t o r y

14 – medianet retail

Freitag, 17. Februar 2012

D I e Bi o n ad e- s t o r y

© Acidem, Bionade, Ben & Jerry´s

Vom Ökomanager zum Verkäufer Peter Kowalsky stand bis vor Kurzem noch für die Erfolgsgeschichte schlechthin: Die kleine Privatbrauerei Peter in Ostheim an der Rhön stand kurz vor der Insolvenz, bevor eine geniale Erfindung das Unternehmen rettete. Mit der Bionade hat Gründer Dieter Leipold Kowalsky eine Marke übergeben, die der Geschäftsführer innerhalb kurzer Zeit zu einer Revolution auf dem Getränkemarkt führte. Der Slogan „Trink was Gutes“ und das Engagement für die Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft führten das Brausegetränk nicht nur zu ungeahnten Umsatzhöhen, sondern Kowalsky auch zu Auszeichnungen wie „Ökomanager des Jahres“ und „Mittelständler des Jahres“. Nur weniger Jahre später ist es jedoch vorbei mit der unabhängigen Herrlichkeit: Bionade wurde an die OetkerTochter Radeberger verkauft.

Ikonen Kult-Marken werden aus Notwendigkeit, aus einer gloriosen Idee oder aus lebenslanger Freundschaft geboren

Von der Gefahr, dass aus ­Indie eine Industrie wird Der Grat von einem erfolgreichen Namen im Lifestyle-Bereich zur Konzernbeute ist schmal. Christian horvath

Wien. Wenn eine unabhängige Marke zum Brand werden soll, muss vor allem eines passen: die Geschichte dahinter. Das kann etwa, wie bei Oats Shoes, der Umstand sein, dass man den Schuh – da kompostierbar – nach seinem Lebenszyklus einfach in der Erde verbuddeln kann und dann wächst ein Baum daraus. Das kann aber auch mal eine Firmenpleite sein, aus der man gestärkt hervorgeht – siehe Apple. Die Ursprünge der Ideen für Independent Brands scheinen sich jedoch zu gleichen: Alternativen zu

den industrialisierten Marktführern anbieten zu können. Das Credo unter den Independent Brands: „Wir würden lieber einen Kunden zufriedenstellen als 99.“ Kunden, die politisch interessiert sind, im schicken Altbau leben, Biogemüse essen und ein soziales Gewissen haben – eine anspruchsvolle Klientel. Eine Klientel, die aber auch schnell mal verprellt ist.

Flasche leer Letztlich gibt es für solche Marken drei Möglichkeiten: man bleibt bei seinen Leisten, man begründet mit seiner Idee quasi eine eigene

Industrie oder der Esprit der Innovation verpufft und ein größerer Mitbewerber übernimmt. Letzeres ist kürzlich Bionade passiert. Die Geschichte des deutschen Brauseherstellers: Dieter Leipold hat zehn Jahre in einem Labor neben seinem eigenen Schlafzimmer an einer Konkurrenz zu Coca-Cola und Fanta getüftelt. Seine Stiefsöhne, die Kowalskys, haben die Bionade zum Kultgetränk mit politisch korrekter Positionierung und – 2005 – zu einem Absatz von 20 Mio. Flaschen hochgeschaukelt. Nach diversen, teils selbst gemachten Problemen in den folgenden Jahren brach der Umsatz

Verkauf Die Oetker-Tochter Radeberger übernimmt den Hersteller komplett

Bionade: Politisch korrekte Kult-Limo

Frankfurt. Der deutsche Brausehersteller Bionade wird vom Bier-Riesen Radeberger komplett geschluckt. Die Gründerfamilie Kowalsky verkauft ihren Anteil von 30% an dem bisherigen Gemeinschaftsunternehmen, wie die Radeberger-Gruppe am 1. Februar in Frankfurt mitteilte. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, zudem fehle noch die Zustimmung der Kartellbehörde. Die Brüder Stephan und Peter Kowalsky teilten mit, sie wüssten Firma und Mitarbeiter bei Radeberger in soliden Händen. Fast 150 Menschen arbeiten bei dem Unternehmen in der Rhön. Sie müssten nicht um ihren Arbeitsplatz fürchten, sagte eine Radeberger-Sprecherin. Auch für die Lieferanten ändere sich nichts. „Ostheim ist der einzige Standort, an dem Bionade hergestellt wird. Das wird auch in Zukunft so bleiben“, sagte sie weiter. Die Belegschaft bleibe in alter Stärke bestehen. Auch an Produkt und Marke bleibe alles beim Alten. „Bionade ist und bleibt Bionade – das ändert sich auch nicht durch diesen Verkauf.“ Der zur Oetker-Gruppe zählende Braukonzern Radeberger war 2009 bei der kleinen Brauerei aus der fränkischen Rhön eingestiegen, die das Getränk als politisch korrekte Kult-Limo zuvor zu einem beachtlichen Markterfolg geführt hatte.  (APA)

ein, Teile des Unternehmens wurden verkauft (spätestens da fühlte sich die Käufer-Szene verraten) und Anfang Februar 2012 hat Radeberger Bionade komplett übernommen. Wie es mit dem Sprudel weitergeht, steht in den Sternen: „Jetzt stellt sich vor allem die Frage, ob das Management ohne die Gründer das nötige Gespür für diese Marke entwickeln wird“, meint dazu Markenfachmann Henning Meyer in der Zeit.

Die gefrorene Philosophie Eine Gefahr, der auch Ben & Jerry´s ausgesetzt war. Die US-Eismarke, 1978 in einer umgebauten Tankstelle in Vermont von den beiden Hippies Ben Cohen und Jerry Greenfield gegründet, wurde 2001 von Unilever übernommen. Daniel Krusche, in Österreich verantwortlich für den Aufbau der Marke, meint: „Ben & Jerry´s ist kein Eis im herkömmlichen Sinn, es ist gefrorene Philosophie.“ Unilever spricht damit Konsumenten an, „die bewusst einkaufen“, meint Krusche. Das Eis wird klimaneutral produziert, es werden nur Eier aus biologischem Anbau verwendet und seit 2011 ist auf allen Packungen der US-Marke in Österreich das Fairtrade-Siegel angebracht. Die Zielgruppe ist ähnlich jener von Bionade: aufgeschlossene, urbane, weltoffene Menschen, aber auch solche, die empfänglich sind für neue Produkte. Dementspre-

chend sieht auch der Vertrieb aus: Ben & Jerry´s gibt es an den Unis, in Kinos, in Videotheken und bei städtischen Hotspots wie der Strandbar Herrmann und am Tel Aviv-Beach. Heute treten Shops an Unilever heran, die das Eis vertreiben wollen, wo vorher noch niemals Gefrorenes verkauft wurde. Zur Gefahr, dass aus einer Kultmarke dereinst eine Industrie werden könnte, meint Krusche: „Natürlich besteht die Gefahr immer. Wir wollen mit Ben & Jerry´s deshalb auch die Gründerzeit weiter bewahren. Aus diesem Grund sind auch die Gründer Ben Cohen und Jerry Greenfield immer noch als Berater für die Marke tätig.“

Von Putz-Brigade bis Cola Auf eine ähnliche Marken-Genese kann die Hamburger Marke Fritz Cola verweisen. Die beiden Gründer Lorenz Hampl und Mirco Wolf Wiegert hätten immer gewusst, dass sie eines Tages gemeinsam ein Business gründen werden. „Wir hatten immer eine Menge Ideen“, sagt Hampl, „von einer eigenen Putzbrigade bis zu einem Restaurant. Eines Tages, als wir in einer Studenten-Cafeteria eine Pizza gegessen und ein Cola getrunken haben, wollten wir unser eigenes Cola machen. Nur sollte unseres total anders sein als diejenigen, die man in den Supermarkt-Regalen findet. Und, natürlich, mit viel mehr Koffein, um die Leute aufzuwecken.“


Freitag, 17. Februar 2012

Biogas vs. Lebensmittel

Verdrängung

T h e ma : B i o u n d W e l ln e s s

medianet retail – 15

Biofach 2012 Das heurige Gastland Indien verzaubert die Messebesucher mit edlen Stoffen und Spezereien

Bollywood in Nürnberg

Der für die Biogasanlagen benötigte Mais verdrängt andere Bio-Lebensmittel.

Nürnberg. Der Öko-Landbau in Deutschland kommt der steigenden Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln nicht mehr hinterher. Vor allem die Energiewende bremse die Produktion von Bio-Lebensmitteln aus, beklagte der Bund der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft vor Beginn der „Biofach“ in Nürnberg. Denn der Betrieb von Biogasanlagen sei für die Landwirte äußerst lukrativ, erklärte Geschäftsführer Alexander Gerber. Für die Anlagen werden aber große Mengen Mais benötigt – die Pachtpreise für Ackerland seien dadurch sehr stark gestiegen. „Öko-Landbau ist immer weniger konkurrenzfähig“, resümierte Gerber.

Nürnberg. Duftende Tees, feiner Basmati-Reis, Gewürze und Textilien in Bioqualität – das sind die Stars auf der „Biofach“, der aktuell stattfindenden Weltleitmesse für ökologische Produkte. Das heurige Gastland Indien hat sich mächtig ins Zeug gelegt: Tänzerinnen in seidenen, leuchtenden Saris verströmten am Eröffnungstag einen Hauch von Bollywood. Besonders die Textilen wollten die Aussteller vom asiatischen Subkontinent im Vordergrund verstanden wissen; immerhin ist Indien mit einem Marktanteil von 80% der weltgrößte Lieferant von zertifizierter Bio-Baumwolle.

Doch auch abseits der indischen Belange gibt es viel zu gustieren und bestaunen: Erstmals wird ein Fish Market mit 34 Ausstellern präsentiert und ein dazupassendes Fisch Forum abgehalten.

Frankreich & Italien stark Auf der zeitgleich stattfindenden „Vivaness“, der Messe für Naturkosmetik und Wellness, sind besonders Frankreich und Italien stark vertreten. Der Höhepunkt findet am morgigen Samstag statt; dann werden die Gewinner der Best New Product Awards an ihren Messeständen beglückwünscht.  (no)

© NuernbergMesse/Frank Boxler

© Panthermedia.net/Inacio Pires

Premiere für den Fish Market mit 34 Ausstellern.

EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos und Kathleen Merrigan, stellvertretende US-Landwirtschaftsministerin, wagen ein Tänzchen am Indien-Gemeinschaftsstand.

Übereinkunft Bio-Exporte

Deal mit USA

Nürnberg. Biolebensmittel aus der Europäischen Union und den USA dürfen künftig auf beiden Seiten des Atlantiks als Ökoerzeugnisse verkauft werden; die EU und die USA unterzeichneten am Mittwoch einen entsprechenden Vertrag. Mit der Übereinkunft erkennen beide Seiten ihre Biostandards erstmals gegenseitig an. Produkte, die in der EU ein Ökosiegel tragen, können künftig auch ohne größeren Aufwand den „Organic“-Schriftzug des US-Landwirtschaftsministeriums erhalten. Die Vereinbarung gilt ab dem 1. Juni. Zwischen den Biostandards der EU und den USA bestehen zwar Unterschiede, dennoch sind lediglich solche Lebensmittel ausgenommen, die unter Verwendung von Antibiotika hergestellt werden.  (APA)

Alnatura mit Migros

Bauer, aus unseren Gell kung en w ir d Ve r p a c w ie d er a B au m ! Naturlich.

Bio-Expansion Zürich. In die Schweizer Bio-Branche kommt Bewegung: Die größte deutsche Bio-Supermarktkette Alnatura expandiert ins Land der Eidgenossen. Gemeinsam mit dem Handelsunternehmen Migros lanciert das Unternehmen ein neues Konzept für Bio-Märkte. Im Herbst sollen die ersten Läden eröffnen, losgehen wird es mit einem Pilotmarkt in Zürich-Höngg. Handelsexperten deuten die „Alnatura-Migros“-Biomärkte in erster Linie als Kampfansage an Coop.

© Marc Doradzillo

Gefällt der Umwelt und lässt die Abfallberge schrumpfen: Unsere Bio-Äpfel sind ab sofort in einer abbaubaren und kompostierbaren Zellulosefolie verpackt. Mehr Informationen über die ersten Bio-Äpfel in 100% kompostierbarer Verpackung unter www.janatuerlich.at Die deutsche Biokette Alnatura macht jetzt mit Migros gemeinsame Sache.

GIBT’S BEI:


r e ta i l & p r o d u c e r s

16 – medianet retail

© dpa/Armin Weigel

Factory Outlets boomen: 100 Projekte in Europa

Der Boom der Factory Outlets ist vor allem in Deutschland ungebrochen.

Wien. In Europa sind derzeit rund 100 neue Factory Outlet Center-Projekte im Gespräch; 170 befinden sich im Betrieb. Vor allem Deutschland ist ein heißes Pflaster: Von den rund 100 geplanten Projekten fallen nahezu 30 auf Deutschland. „Das Land ist allgemein für Investitionen im Einzelhandel spannender denn je“, betont Wolfgang Richter, CEO bei RegioPlan Consulting. (red)

Internorm setzt sich in Deutschland durch Linz. Der Fensterhersteller Internorm mit Sitz in Traun (Bezirk Linz-Land) hat seinen Umsatz 2011 um zwei Prozent auf 311 Mio. € (2010: 305 Mio. €) gesteigert. Besonders gut sei es in Deutschland gelaufen, schlecht in Italien. In Österreich sei die Entwicklung im ersten Halbjahr schleppend gewesen, was sich mit einem Umsatzrückgang von einem Prozent zu Buche geschlagen habe. (APA)

© Hink

Hink kooperiert mit Starkoch Bernie Rieder

(v.li.) Peter Spak, Bernie Rieder, Yvonne Rueff, Thomas Rueff-Zlabinger.

Wien. Die Wiener Pasteten-Profis von Hink kreieren gemeinsam mit Haubenkoch Bernie Rieder feine Spezialitäten im Glas – zugunsten der Österreichischen Krebshilfe. Vom Erlös der verkauften Gläser „Rillettes von der Lachsforelle mit Kürbis“ geht je 1 €/Glas gemeinsam mit „myAid“ an Projekte der Österreichischen Krebshilfe. Die von Starkoch Bernie Rieder mitgestaltete Spezialität ist bereits vor dem Ball, welcher am 14. April in der Wiener Hofburg stattfindet, im ausgewählten Einzelhandel erhältlich. (red)

Von Graz aus in die ganze Welt: Nach Nord- und Südamerika erfolgt der Eintritt in den asiatischen Markt. christian novacek

Wien. Um das Cashback-Unternehmen Lyoness schlugen zuletzt die medialen Wellen richtig hoch: Zwei ehemaligen (Italien)-Managern der Einkaufsgemeinschaft mit Sitz in Graz wird vorgeworfen, dass sie sich unberechtigt rund 1,5 Mio. € auszahlen ließen. Im Zuge der noch offenen Verhandlung kam zur Sprache, dass sich die international agierende Firma mit den Rabattspannen durch Handelsumsätze niemals selbst finanzieren könne – vielmehr basiere das Geschäft der Firma auf der Anzahlung auf zukünftige Einkünfte. Dies wäre einem sogenannten Pyramidenspiel gleichzusetzen. Lyoness-Chef Hubert Freidl dazu: „Die Anzeige ist ein kompletter Blödsinn, unser System ist klar nachvollziehbar.“

„Wir konzentrieren

Lyoness-Boss Hubert Freidl stellt sich international auf stärkere Beine und expandiert im Frühjahr 2012 nach Hongkong.

uns vorrangig auf die

weise durch die Vorfälle einen Imageverlust. Aber abgesehen davon werden wir gerade in 2012 ganz stark expandieren.“

Expansion. Derzeit sind wir dabei, Lyoness von Hongkong aus in

Zielpunkt baut auf Lyoness

Asien zu verankern.“

Beschleunigend für die Expansionsbestrebungen wirkt sich der Faktor aus, dass die Einkaufsgemeinschaft bereits über zwei Mio. Mitglieder verfügt. Die legen als Argument für potenzielle Neukunden im Handel ordentlich Gewicht in die Waagschale. So sagt etwa Zielpunkt-Chef Jan Satek auf die Frage, warum er Lyoness-Partner wurde: „Einer der überzeugenden Aspekte war unter anderem, auf eine bestehende Kundenbasis zugreifen zu können und damit die

silvia weihs, Head of public relations bei lyoness

medianet fragte bei LyonessKommunikationschefin Silvia Weihs nach, inwieweit die aktuelle Situation eine Delle in der zügigen Expansion des Unternehmens mit 450 Mitarbeitern darstellt. Weihs: „In Südtirol haben wir möglicher-

Zahl unserer Stammkunden zu erhöhen.“ Im Lyoness-Expansions-Fokus steht derzeit einerseits der deutsche und der europäische Markt, wo man hauptsächlich gegen den Mitbewerber Payback antritt. Andererseits wird per Ende März 2012 die Internationalität (derzeit ist Lyoness in 36 Ländern auf drei Kontinenten vertreten) einmal mehr verstärkt: „In Hongkong sind jetzt schon dreißig Leute unterwegs, um Lyoness dort auf Schiene zu bringen“, sagt Weihs unter Verweis darauf, dass sich das Team vor Ort zu zwei Drittel aus österreichischem Stammpersonal rekrutiert. Weitere, derzeit „heiße“ Gefilde sind Saudi-Arabien und die USA.

Der Konkurrenzdruck bei Cashback-Card-Unternehmen ist im Vergleich zu Kreditkartenfirmen groß, zumal sich sinnvollerweise ein Händler für eine CashbackCard entscheidet. Die Exklusivität ist gleichzeitig ein Kundenbindungsinstrument; somit ist es beispielsweise für Zielpunkt kein Nachteil, wenn die direkten Mitbewerber über dieses Kundenbindungsinstrument nicht verfügen. Zielpunkt-Chef Satek reflektiert seine mittlerweile seit 2007 währende Lyoness-Partnerschaft übrigens sehr positiv und hat jüngst vom Gutscheinsystem auf die Cashbackcard umgestellt: „Unser Ziel ist es, damit die Kundenbasis pro Jahr um zehn Prozent zu steigern.“

Restrukturierung Laut Brancheninsidern ist Verkauf möglich

Neue Märkte Zweistelliges Umsatzplus in Lateinamerika

Hagen. Der Handelskonzern Douglas will den möglichen Verkauf seiner Buchhandelstochter Thalia nicht kommentieren. Thalia arbeite, wie bereits bekannt, mit Hochdruck an einem Restrukturierungsprogramm. „Ziel ist es, nachhaltig wieder die Kapitalkosten zu verdienen“, erklärte das Unternehmen. Die Buchkette ist in Österreich mit 36 Filialen vertreten und beschäftigt 820 Mitarbeiter. Einem Bericht des deutschen Manager Magazins zufolge prüft das MDax-Unternehmen den Verkauf seiner schwächelnden Buchsparte Thalia. Es gebe bereits Sondierungsgespräche mit potenziellen Investoren. Thalia hatte zuletzt knapp eine Mrd. € Umsatz erreicht und steht vor der Umstrukturierung. Die Filialen der Buchsparte laufen nicht wie gewünscht, weil immer mehr Kunden lieber im Internet einkaufen. Hierzulande hat Thalia den Umsatz im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 um 5,6% auf 148,5 Mio. € gesteigert. Zu den Kaufinteressenten zählt angeblich die US-Beteiligungsgesellschaft Najafi, die auch die

Zürich. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé verlegt sein Umsatzwachstum zusehends in Schwellenländer: 2011 verbuchte der größte Lebensmittelhersteller der Welt in Lateinamerika und Asien zweistellige Wachstumsraten. In Europa hingegen stieg der (um Wechselkurseffekte bereinigte) Umsatz „nur“ um vier Prozent. Die Euro-Schuldenkrise und höhere Rohstoffkosten konnten den Hersteller von Maggi-Suppen, Nespresso Kaffeekapseln und KitKat-Schokoriegeln nicht bremsen. Das organische Umsatzwachstum erhöhte sich 2011 auf 7,5%, im Jahr davor waren es 6,2%. Trotz konjunktureller Unsicherheiten in vielen Ländern schaffte es der Konzern, seine Preise um 3,6% zu erhöhen; 3,9% des organischen Zuwachses basierten auf Mengenwachstum.

Douglas sucht Investor für Thalia

Buchclubs des Bertelsmann-Konzerns in den USA und Frankreich erworben hat. Ein verbindliches Kaufangebot soll Douglas Holding noch nicht vorliegen. Die Buchsparte verliert derzeit Kunden an Internetgrößen wie Amazon. Die Umsätze stimmen ingesamt zwar noch, aber auf vergleichbarer Fläche gehen sie teilweise zurück. Douglas Holding hat eine Verkleinerung der bestehenden Filialen angekündigt. (APA)

Nestlé setzt auf Schwellenländer

Kostensenkungen konnte Nestlé den Reingewinn um 8,1% auf 9,5 Mrd. CHF (7,9 Mio. €) nach oben schrauben. Nestlé gehe nicht davon aus, „dass 2012 einfacher als frühere Jahre wird“, sagte Chef Paul Bulcke. Seine Erwartungen bleiben aber konstant: Der Konzern sei für 2012 gut positioniert, „um das Nestlé-Modell zu erfüllen“ – was einem jährlichen Wachstum von fünf bis sechs Prozent entspricht. (APA)

Harte Währung bremst

Thalia wird restrukturiert und streckt die Fühler nach potenziellen Investoren aus.

Der starke Franken hinterließ in der Schlussbilanz allerdings doch markante Spuren. Der Umsatz sank um 4,8% auf 83,6 Mrd. CHF (69,2 Mrd. €). Mithilfe von

© EPA

Wien. Ein Einkaufskorb mit Gütern des täglichen Bedarfs ist im Jahresvergleich um vier Prozent teurer geworden. Darauf verweist das aktuelle AK Preismonitoring vom Jänner bei 41 preiswertesten Lebensund Reinigungsmitteln in acht Wiener Supermärkten und bei Diskontern. Allerdings: Die Teuerung fand bereits in den ersten drei Quartalen 2011 statt. In den letzten vier Monaten ist der Einkaufskorb um 0,4 Prozent billiger geworden.

Next stop Hongkong: So expandiert Lyoness weiter

© Lyoness Holding Europe

AK-Einkauskorb wurde um vier Prozent teurer

Cashback-Vormarsch Lyoness verfügt bereits über zwei Millionen Verwender in 36 Ländern auf drei Kontinenten

© Thalia

short

Freitag, 17. Februar 2012

Nestlé-Konzernchef Paul Bulcke will in 2012 fünf bis sechs Prozent Umsatzplus.


Freitag, 17. Februar 2012

product news

medianet retail – 17

Schmunzelhasen, SchokoladeHaus und Bier für die Fastenzeit Product News Neues für Ostern von Milka, Stiegl Fasten Bier und Almdudler in neuem Outfit.

Milka lässt den saisonalen Umsatz heuer wieder mit zahlreichen neuen Osterprodukten sprießen: Köstliche Pralinen in Schmunzelhasenform in drei Geschmacksrichtungen, Feine Eier gibts nun auch mit weißer Schokolade und ein Schmunzelhasen-Häuschen mit köstlichem Inhalt lässt Kinderaugen leuchten. Die Oster-Minis, kleine Säckchen, gefüllt mit lila und weißen Linsen, passen zu jeder Gelegenheit.

© Stiegl, Kraft Foods

Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Jeden Monat bietet Stiegl ein besonderes Schmankerl für alle Biergenießer. Nach den Faschingsfeierlichkeiten kredenzt Stiegl sein beliebtes „Fasten Bier“. Das leuchtend-bernsteinfarbene Gebräu präsentiert sich kräftig und gehaltvoll; der Hauch von Karamell harmoniert hervorragend mit dem feinen Hopfenaroma im Abgang. Kategorie Produkt Vertrieb Kontakt

Launch Stiegl Fasten Bier Stieglbrauerei zu Salzburg GmbH Stiegl, Tel.: 0662/8387-0

Almdudler Relaunch

In neuem Look

© Almdudler

Wien. Almdudler sorgt für Aufmerksamkeit in den Verkaufsregalen: Mit den neuen Etiketten von Almdudler Traditionell, G`spritzt, Zuckerfrei und Still trifft das Kultgetränk – mit viel Gefühl – mitten ins Herz der Konsumenten. Die vier Sorten mit neuem Etiketten-Design sind ab sofort in allen österreichischen Getränkeregalen zu bewundern. „Die neuen Etiketten sind viel emotionaler und auffälliger“, sagt Claus Hofmann-Credner, Almdudler Marketingleiter.

Mit viel Gefühl: Die neuen Almdudler-Etiketten sind emotionaler und auffälliger.

Launch Milka Schmunzelhasen-Häuschen, Oster-Minis, Oster-Tasse, Frohe Ostern, Feine Eier Weisse 2,99 €, 2,79 €, 4,79 €, 3,99 €, 1,99 € 114 g, 120 g, 130 g, 173 g, 112 g Kraft Foods Österreich LEH Kraft Foods, Tel.: 01/60544179


s h o p ta l k

18 – medianet retail

Freitag, 17. Februar 2012

WIrtschaftskammer Niederösterreich

© WKNÖ/Andreas Kraus

Mann’s Krapfen backen

1

Matthias Horx, Waltraud Rigler (Frau in der Wirtschaft Vorsitzende NÖ), WKNÖ- Präsidentin Sonja Zwazl, Spartenobmann Handel Franz Kirnbauer.

© Pro Juventute (4)

Vortrag Matthias Horx in der Wirtschaftskammer NÖ 2

Die Handelswelt der nahen Zukunft

3

1. Pro Juventute-Präsident Fritz Peham, Hans Enn, Senator Kurt Mann und Kinder von Pro Juventute; 2. Gerhard Zadrobilek und Peter Moizi; 3. Sarah-Stephanie und Kinder von Pro Juventute beim Charity-Krapfen-Backen.

Gemeinsames Backen von Kindern und Promis am „Brotway“

Gebacken mit Nächstenliebe

Kunst des Lebens Die Wirtschaftskammer Niederösterreich lud den Zukunftsforscher Matthias Horx ein zum Thema „Future Living – wie wir und unsere Kunden leben werden“. Mehr als 400 Unternehmer folgten gespannt dem Vortrag des führenden Zukunftsforschers im deutschsprachigen Raum. Mit einer beeindruckenden Rundschau über gesellschaftliche, kulturelle, technische und demografische (Mega)-Trends fesselte Horx das Publikum. Horx betonte besonders Megatrends wie Feminisierung und Downaging: „ Das auf der industriellen Kultur fußende dreigliedrige Biografie-Modell hat ausgedient. Die steigende Lebenserwartung führt zur Entstehung neuer Lebensabschnitte und neuer Lebensstilgruppen.“ Und: „Der Gesundheitssektor entwickelt sich so zu einem ökonomischen Kernsektor.“ Unter den lauschenden Zuschauern wurden unter anderem gesichtet: Franz Wiedersich (Kammerdirektor WKNÖ), Ja! Natürlich Gartenworkshops Waltraud Rigler (Frau in der gemeinsam mit Bio-Gärtnerin Wirtschaft Vorsitzende NÖ), Daniela Auer. 1. Termin: JourSonja Zwazl (Präsidentin der nalistenworkshop am 1. März. Wirtschaftskammer NiederAnmeldung und Infos auf: österreich), Franz Kirnbauer www.janatuerlich.at (Spartenobmann Handel in der WKNÖ).  (red)

Mat Schuh versuchte sich als Bäcker.

Charity Pro Juventute hat zahlreiche Prominente zum gemeinsamen Krapfenbacken am Brotway für den guten Zweck geladen. Die Charity-Backaktion war der Anfang einer längerfristig geplanten Unterstützung der Bäckerei „Der Mann“ für Pro Juventute. „Es freut uns sehr, dass zahlreiche Prominente gemeinsam mit Kindern unserer Organisation an der Backaktion teilgenommen haben. Wir bedanken uns für ihr Engagement. Denn es zeigt, dass die Liebe zu Kindern in Österreich eine große Rolle spielt“, so Fritz Peham, Präsident von Pro Juventute. Promis in der Backstube: Der ehemalige Skirennläufer Hans Enn, „Mr. Ferrari“, Heribert Kaspar, Comedy-Hirte Peter Moizi, Schlagersängerin SarahStephanie, Sänger und Entertainer Mat Schuh, Ex-Radprofi, Trainer & Wirtschaftscoach Gerhard Zadrobilek, „Hausherr“ Senator Kurt Mann. (jm)

Ludwig Schlechter (49) aus Kitzbühel leitet seit diesem Jänner die Geschicke der Nah&FrischKaufleute im Vertriebsgebiet von Wedl. Schlechter kennt die österreichische Handelslandschaft aus zahlreichen Führungspositionen in den Bereichen Disposition, Verkauf, Marketing und den Stationen als Leiter einer Filialorganisation & des Shopaufbaus. Zu den wesentlichen Faktoren gehören seine Jahre als selbstständiger Einzelhändler in der Nahversorgung und als Systempartner. Dadurch kennt er nicht nur die Kundenbedürfnisse sehr genau, sondern auch die Ansprüche der selbstständigen Kaufleute an ihre Großhändler.

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Produkt des tages

die finstere brille

Nur wer wächst, gedeiht! Christian Novacek

© Lego

© Wedl/Nah & Frisch

Kopf des Tages

Nicht nur für Mädchen Bauen und Rollenspiel, liebevolle Details und Accessoires, aber vor allem eines machen das neue Lego-Konzept aus: Freundschaft. Die Freundinnen Mia, Stephanie, Emma, Olivia und Andrea sind die Protagonistinnen der ersten Lego-Produktlinie, die sich besonders an Mädchen wendet. Fünf Mädchen erleben in „Heartlake City“ jede Menge Abenteuer. Sie gehen auf Tour durch das Stadtzentrum, pflegen niedliche Tiere in der Tierklinik, treffen sich im Traumhaus auf Partys oder im Café. „Lego Friends“-Produkte sind ab März 2012 erhältlich, z.B. Traumhaus, ca. 70 € EVP, Tierklinik, ca. 40 € EVP, Cafe, ca. 30 € EVP; Schönheitssalon, ca. 25 €.

D

iese Woche war sie mal wieder on parole (‚Club 2‘) und auch sonst poltert sie laut herum: die Wutbürgerdiskussion. Auffällig ist, dass der durchschnittliche Wutbürger nicht so sehr auf den Staat angefressen ist, sondern viel mehr auf die Wirtschaft. Kritisiert wird zusehends der Wachstumsgedanke, bis dato das oberste Gebot aller vernunftgetriebenen Wirtschaftsformen. Zu Zeiten, als der Kapitalismus höchstens neckisch angegriffen wurde, hieß es: Wer nicht wächst, der kann nicht gedeihen. Vor zehn Jahren zirka verstieg ich mich gegenüber einer Vorgesetzten zur Frage: Aber warum braucht es eigentlich dauernd Wachstum? Kann man nicht mal gepflegt stagnieren? Ich erhielt auf meine Frage keine Antwort beziehungsweise vernahm ich diese nicht mehr: Die Augen der Verlagsleiterin wurden nämlich doppelt so groß als sie es vorher waren und die Gesichtsfarbe war von weiß auf rot gewechselt. Eine Entschuldigung murmelnd, huschte ich schnellstmöglich aus dem Büro. Ehrlich gesagt, trotz aller neuen Denke und Wutbürgerschaft: Ich würd‘s mich bis heute nicht anzweifeln trauen, die Wachstumsmähr, so sehr ist mir der ungläubige, nahezu wütende Gesichtsausdruck von damals im Gedächntis verhaftet. c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Rechenleistung Elektronischer Datenaustausch, von der Bestellung bis zur Rechnung durchgezogen, bringt jedes Mal 51 €.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 17. FEBRUAR 2012 – 19

© Xxxxx Xxxxxxx

ubs tanzt samba

Bei UBS Asset Management setzt man stark auf Schwellenländer wie Brasilien  Seite 21

© Xxxxx Xxxxxxx

financenet AAA-schuldfrage

Moody’s gibt den Banken Schuld – OeNBGouverneur Novotny sagt: „Nein!“  Seite 23

armutsfalle allianz warnt vor scheidung © Allianz

Bank-Aktien sind jetzt wieder stark nachgefragt

ATX 8. Februar - 15. Februar 2012

ATX (15.2.)

2.185,18

Wochentop Wochenflop

-2,39%

HTI ICLL

11,60% -6,89%

Top 5 ATX Prime HTI High Tech Industries Bene Century Casinos Lenzing Do & Co

11,60% 8,94% 6,84% 2,62% 2,43%

Flop 5 ATX Prime Intercell voestalpine BWT Raiffeisen Bank International conwert

-6,89% -6,08% -5,42% -5,16% -4,62%

DAX 8. Februar - 15. Februar 2012

Wochentop Wochenflop

0,14%

FME TKA

5,12% -9,98%

Top 5 DAX Fresenius Medical Care Adidas Daimler Beiersdorf Fresenius SE

5,12% 4,50% 4,44% 3,52% 3,48%

Flop 5 DAX ThyssenKrupp Deutsche Lufthansa E.ON Metro Deutsche Bank

Aussichtsreich Sie werfen wieder schöne Gewinne ab und rücken so in den ­Fokus: Die Aktien von Bank-Unternehmen wie die Erste Bank unter Andreas Treichl oder Raiffeisen International mit Herbert Stepic (re.) haben heuer schon schöne Gewinne erzielt. Doch da ist noch mehr drin, meinen Analysten. Seite 20

-9,98% -5,00% -4,47% -4,30% -3,87%

Volksbank International Closing mit der Sberbank

inhalt

Fonds:Park > Threadneedle bleibt die Nummer eins > Ex-Kanzler Gusenbauer mit neuem Fonds > Neues Steuer-Reporting für Investment-Fonds Banking/Insurance:Watch >FMA veröffentlicht marktübliche Gebühren >Allianz-Studie warnt vor Armutsfalle >ÖVAG tilgt Anleihen

Siegi Wolf hat jetzt das Kommando Österreich-Initiative mit Reformen 20 20

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© APA/Georg Hochmuth

Finance:Cover > voestalpine präsentiert tolle Quartalszahlen > Teak Holz wächst

management club Starsich zum Präsidenten gewählt

Siegfried Wolf: vom Auto-Zampano zum Bank-Aufsichtsrats-Chef.

Wien. Bei der Volksbank International (VBI), der Ostbankentochter österreichischen Volksbanken AG, spricht man jetzt auch russisch. Das Closing des 505 Mio. €-Deals – um 80 Mio. € weniger als noch 2011 – mit der mehrheitlich dem russischen Staat gehörenden Sberbank war in Wien, wo die Konzernzentrale bleiben soll. Weitere Übernahmen sind geplant. Ohne Rumänien-Bank (sie ist nicht Teil des Deals) hat die VBI 295 Filialen und 600.000 Kunden. AufsichtsratBoss ist Ex-Magna-Manager Siegfried Wolf, Vorstandschef bleibt weiter Friedhelm Boschert  (APA/rk)

© APA/Georg Hochmuth

6.757,94

© RBI/K. Vyhnalek; Erste Bank/Andi Bruckner

DAX (15.2.)

Gerhard Starsich, Generaldirektor der Münze-Österreich wurde mc- Präsident.

Wien. Der management club hat ein neues Führungsteam: Zum mc-Präsident wurde der Generaldirektor der Münze Österreich, Gerhard Starsich, gewählt; neuer Geschäftsführer ist Martin Etlinger. Das neue Führungsteam des management club will in den kommenden zwei Jahren gemeinsam mit den mc-Mitgliedern die Initiative für Österreich ergreifen und an den Themenschwerpunkten in den Bereichen Ökologie, Bildung, Gesundheit, Pension und Strukturreform arbeiten. Eine Vorstellung der Mannschaft erfolgte vor wenigen Tagen im Rahmen einer Open House-Veranstaltung. (rk).


f i n a n c e : c ov e r

20 – financenet

Freitag, 17. Februar 2012

financenet@medianet.at

Analyse Nur wenige geben einen Pfifferling auf Finanzunternehmen – doch genau darin könnten Chancen liegen

kolumne

Totgesagte leben länger

Fällt jetzt eine österreichische Ikone?

Trotz der Krise sprudeln bei vielen schon jetzt die Gewinne und es wird wohl noch mehr kommen. verdoppelt. Mit einem KGV von 8,5 für 2013 ist sie noch immer sehr billig. Man muss aber nicht einmal über den Zaun schauen, um Schätze zu finden, denn gerade die negative Bewertung von Moody´s für den heimischen Bankensektor lockt antizyklische Anleger.

Reinhard Krémer

Wien. Eines der Hauptargumente der Ratingagentur Moody’s, den Ausblick für die Bonität der Republik Österreich von „stabil” auf „negativ” zu senken, war das starke Exposure im Bankenbereich und dessen starkes Engagement in den als sehr unsicher eingestuften zentral- und osteuropäischen Ländern. Generell wird der europäische Bankenbereich von vielen Investoren gemieden wie der Teufel das Weihwasser. Doch das könnte sich bald als eklatanter Fehler erweisen.

reinhard Krémer

W

ohl kaum ein AnlageInstrument ist hierzulande so beliebt wie der Bausparvertrag: Fast jeder hat einen, oft sogar gleich mehrere und Eltern schließen ihn auch schon gern für ihre Sprösslinge ab, um ihnen ein Stück finanzielle Unabhängigkeit in der Zukunft zu geben. Jetzt sieht es aber so aus, als würde diese Ikone der österreichischen Finanzwirtschaft in ernste Schwierigkeiten geraten: Das von der Regierung vorgestellte Sparpaket sieht nämlich eine Kürzung der staatlichen Prämie, die für viele ein Anreiz zum Abschluss des Vertrags war, um die Hälfte vor, nämlich von derzeit bis zu 36 auf 18 Euro im Jahr. Damit sendet man nicht unbedingt ein erwünschtes Signal aus, denn allerorten wird nicht nur heftig diskutiert, ob man denn jetzt überhaupt einen neuen Vertrag abschließen solle – manche überlegen sogar eine Kündigung des bestehenden Bausparers. Davon raten Experten allerdings dringend ab. Die Frage ist, wie´s jetzt weitergeht: Kommt eine ganze Branche ins Straucheln? Werden Wohnbau- und Baukonjunktur massiv geschädigt? Wenn es weniger Einlagen gibt, verlautet aus der BausparkassenBranche, könne man ja auch weniger Kredite vergeben. Die Diskussion ist jedenfalls unerfreulich – vielleicht noch mal darüber nachdenken, liebe Politiker?

Und so ist es kein Wunder, dass die Erste Bank (ISIN: AT0000652011) heuer eine saftige Performance aufs Parkett legte. Nach der jüngsten Kursrallye nahm die RCB die Aktie der Erste Group zwar von der Liste der Kaufempfehlungen und setzte sie auf

Milliardengewinne sprudeln

„Unsere Gewinn­ prognose für die Erste Bank für das Jahr 2012 beläuft sich nach 809 Millionen jetzt auf 843 Millionen Euro.“ © EPA

So hat auch das US-Investmenthaus Black Rock, das mehr als zwei Billionen € an Kundengeldern verwaltet – das ist ungefähr so viel wie das Jahres-Bruttonationalprodukt Deutschlands – in einer aktuellen Studie von Investments in europäische Banken abgeraten. Quintessenz des Berichts: „Besonders europäische Banken stehen unter heftigem Druck, Aktiva loszuwerden, die entweder zu riskant, schwer zu bewerten sind oder nicht zu den Kernkompetenzen des traditionellen Bankgeschäfts gehören. Sie sind zu Finanzierungszwecken viel mehr auf die Geldmärkte angewiesen als ihre US-amerikanischen Pendants und müssen in der ersten Jahreshälfte einen riesigen Schuldenberg verlängern.“ Das mag zwar alles wohl richtig sein – doch haben ausgewählte Institute wie die Deutsche Bank (ISIN: DE0005140008) schon jetzt gezeigt, was sie können: Noch-CEO Josef Ackermann (der 63-Jährige wird im Mai nach zehn Jahren an der Spitze der größten deutschen Bank das Institut verlassen) wollte eigentlich seine Amtszeit mit einem Rekordgewinn für 2011 von zehn Mrd. € beenden. Nun, das ist sich unter anderem wegen der Griechenland-Abschreibungen nicht ganz ausgegangen

Teak Holz wächst weiter

Stefan Maxian, rcb

Deutsche-Bank-Chef Ackermann macht’s vor: 4 Milliarden Euro Gewinn in der Krise.

und so sind es ‚nur‘ vier Mrd. € geworden. Und es ist nicht anzunehmen, dass das Institut weniger Gewinn in die Scheune bringen wird, wenn die Krise vorüber ist. Zwar wird der Markt sehr volatil bleiben, doch wer die Aktie zum Kurs um die 30 € jetzt nicht kauft, könnte sich bald grün und blau ärgern, denn ohne Krise notiert sie um die 70 €. Schon 1998 war sie fast doppelt so teuer wie heute. Ähnliches gilt auch für die Allianz (ISIN:DE0008404005); sie kostet jetzt nur um die 85 €, war

aber auch schon mal knapp 300 € teuer. Die Aktie der Bank-AustriaMutter UniCredit (ISIN: IT0004781412) hat gezeigt, wie viel Kraft in den Finanzpapieren steckt: Unmittelbar nach der Abstrafung der Bank durch die Anleger wegen der Spaghetti-Krise griffen alle zu, die sich an die Lehren von Warren Buffett halten – nämlich gierig sein, wenn alle freigiebig sind. Die Folge: Das Papier schoss in wenigen Wochen um knapp 80% in die Höhe und hat sich nach einer kleinen Korrektur noch immer

voestalpine Ergebnissteigerung nach neun Monaten trotz schwierigen Umfelds

Gutes Ergebnis zum Quartal

Erfolgreich durch klare Strategie Linz. Trotz einer Konjunkturdelle konnte sich die heimische voestalpine am Weltmarkt bestens behaupten: Der Konzern hat die von der Staatsschuldendiskussion und den Finanzmärkten ausgehenden Turbulenzen vergleichsweise gut gemeistert. „Das ist die Folge der klaren strategischen Ausrichtung auf modernste Technologie und qualitativ anspruchsvollste Produkte sowie hin zu einer Wert-

schöpfungskette, die sich länger und umfassender darstellt als bei allen Mitbewerbern“, so Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG. Die Kosten wurden weiter reduziert, Strukturen gestrafft, ­Effizienz und Produktivität erhöht und die Wettbewerbsfähigkeit vor allem durch forcierte Globalisierung verbessert. „Die vier Verarbeitungsdivisionen

blieben trotz schwierigem Umfeld im dritten Geschäftsquartal in ihrer Entwicklung weitgehend stabil“, so Eder. Die Stammbelegschaft (ohne Leihpersonal und Lehrlinge) hat sich seit Beginn des Geschäftsjahres per 31. Dezember 2011 um 1.138 Mitarbeiter auf 41.216 Beschäftigte erhöht. Die Gesamtmitarbeiterzahl (inklusive Leihpersonal und Lehrlingen) stieg im gleichen Zeitraum von 44.963 auf 46.468 Mitarbeiter an.

Starker Umsatzanstieg

© APA/Herbert Pfarrhofer

Linz. Die auf nachhaltige TeakInvestments spezialisierte, an der Wiener Börse notierte Teak Holz International (THI) mit Sitz in Linz hat im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2011/12 (1. Oktober bis 31. Dezember) mehr Gewinn ausgewiesen. Das Betriebsergebnis stieg um 130 von 0,75 Mio im Vorjahr auf 1,74 Mio. Euro. Auch das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) aus fortgeführten Geschäftsbereichen (Ende 2010 war der Geschäftsbereich „Teak Production” aus dem Konzern ausgegliedert worden) konnte gegenüber dem Vorjahr von 0,83 Mio. um ca. 60% auf 1,34 Mio. Euro verbessert werden. Der Umsatz im Holzhandel blieb mit 90.000 Euro niedrig; Grund sei der starke Angebotsrückgang bei fremdem Teakrundholz, speziell bei zertifiziertem Holz, ließ das Unternehmen verlauten. Die THI musste ihren Handel mit fremdem Teakrundholz daher auf „projektorientierte Basis” umstellen, heißt es. (rk)

Die Schätze vor der Tür

Mitarbeiterstand erhöht: Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine.

Der Konzern hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahrs 2011/12 die Vergleichswerte des Vorjahrs sowohl beim Umsatz als auch in allen Ergebniskategorien übertroffen. Die Umsatzerlöse legten, getragen von Zuwächsen in allen Divisionen, von 7.936 Mio. um 11,9% auf 8.877 Mio. Euro zu. Der Vergleich beim EBITDA zeigt eine Ergebnisverbesserung von 1.107 Mio. auf 1.118 Mio. Euro (plus 1,0%), das EBIT erhöht sich um 2,8% von 658 Mio. auf 676 Mio. Euro. (red)

„Hold“. Doch gleichzeitig wurde das Kursziel von 16 auf 22 € angehoben. Man geht von einer Erholung der CEE-Währungen aus, meint Analyst Stefan Maxian. Und so geht’s fröhlich weiter: Goldman Sachs hat nicht nur das Kursziel der Erste Bank auf 30 € erhöht und die Aktie unter den Top Picks bestätigt, sondern auch die Kursaussichten für Raiffeisen International (ISIN: AT0000606306) von 26 auf 32 € angehoben. Im geschmähten Immobilien-Bereich bestätigte SRC Research das Buy für CA Immo; Kursziel 12,5 €.

arithmetica Risiko

Vorbereiten auf das Unerwartete Wien. Wenn ein Unternehmen in Schieflage gerät, dann meist, weil etwas Unerwartetes eintritt, meint das Beratungsunternehmen arithmetica. Großkunden fallen aus, Lieferanten haben Engpässe, Schlüsselpersonal verlässt das Unternehmen oder der Mitbewerb punktet mit sensationellen Innovationen. „All diese Themen sind zwar selten vorhersehbar, aber man kann sich darauf vorbereiten“, erklärt Chris-toph Krischanitz, Chef der Beratungsfirma arithmetica. „Das Zauberwort lautet ‚Risikomanagement‘, und dazu gehört ein ordentlicher Risikoidentifikationsprozess.“ Ideal zur Risiko-Identifikation sei der Top-Down-Zugang. „Die Bilanz des Unternehmens dient als Basis; von ihr aus beginnt man zu analysieren, welche Kennzahlen besonderen Einfluss auf das Ergebnis haben, dann erarbeitet man die Faktoren dieser Kennzahlen bis zu einer beliebigen Tiefe“, erläutert der Risikoberater diesen Ansatz. Der Nachteil sei, dass sie sich nicht zur Etablierung einer Risikokultur im Unternehmen eigne. (rk)


f o n d s : pa r k

Freitag, 17. Februar 2012

financenet – 21

financenet@medianet.at

Feri KAG-Ranking Österreich Threadneedle bleibt Österreichs beste große Fondsgesellschaft in der Auswertung des Fondsanalysehauses

Threadneedle weiterhin die Nr. 1 Bad Homburg/Wien. Die Bad Homburger Feri EuroRating Services AG hat zum Stichtag 31. Dezember 2011 das quartalsweise erscheinende KAG-Ranking veröffentlicht: Beste große Fondsgesellschaft in Österreich (25 oder mehr von Feri geratete Fonds) bleibt der angelsächsische Asset Manager Threadneedle. Feri hat 46 seiner Fonds bewertet, von denen 27 Produkte ein Top-Rating erhalten haben. Damit liegt die Quote der mit A und B bewerteten Fonds der Gesellschaft bei 58,7%. Vor einem Jahr belegte die Gesellschaft noch den 4. Platz.

BlackRock vor Fidelity Vom dritten auf den zweiten Rang verbessert hat sich BlackRock mit einem Anteil von rund 49% topbewerteter Fonds. Die Fondsgesellschaft überzeugt insbesondere bei den Aktienfonds: Sie machen 30 der 41 Top-Produkte der Gesell-

AXA SolEx-Anteilsscheine

Vola-Begrenzung

© AXA Investment Managers

Wien. AXA Investment Managers (AXA IM) hat in Österreich eine neue Anteilscheinklasse lanciert. Die SolEx-Anteilsklasse begrenzt die Volatilität einer klassischen Aktienanlage und ermöglicht Anlegern Zugang zu Aktien von Unternehmen der Eurozone. Durch die fortwährende Anlage in Out-ofthe-Money Put-Optionen sichert das Fondsmanagement das Portfolio gegen heftige Kursstürze ab. „Die SolEx-Anteilscheinklasse wird Anlegern zunächst beim ‚AXA World Funds Framlington Eurozone‘ zur Verfügung stehen und später auch über andere Aktienfonds der AXA Worlds Fund Palette angeboten werden“, erklärt Gilles Dauphiné, Head of Insurance Solution Management in AXA IMs Investment Solutions Team. Das Kursverlust-Risiko wird durch eine Overlay-Strategie begrenzt, bei der eine Reihe einfacher Derivate zum Einsatz kommen, wird präzisiert. Der AXA WF Framlington Eurozone wird von Gilles Guibout verwaltet und investiert in dynamische Unternehmen, die in der Eurozone ansässig sind oder dort einen großen Teil ihrer Geschäftstätigkeit abwickeln. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Unternehmen aller Marktkapitalisierungen mit dem Potenzial, überdurchschnittliche Gewinne und Cashflows zu erzielen, die zudem mit einer attraktiven Bewertung gehandelt werden. Je nach Anlageziel und -strategie können Anleger von der Normal-Klasse zur SolEx-Klasse wechseln.

Dauphiné, AXA Insurance Solution: „Vorerst für institutionelle Investoren“.

schaft aus. Auf den dritten Platz folgt mit einer Top-Rating-Quote von 42,9% der amerikanische Asset Manager Fidelity, der ebenfalls mit überzeugenden Ergebnissen bei Aktienfonds aufwartet. Die Top-5 komplettieren Franklin Templeton und Allianz Global Investors (TopRating-Quoten von 50 bzw. 45,2%).

Top-Rating von 80% Bei den kleineren Fondsgesellschaften verteidigt Banque de Luxembourg den Spitzenplatz des Rankings. 12 von 15 bewerteten Fonds erhielten ein Top-Rating von Feri. Damit ergibt sich eine Top-Rating-

Quote von 80%. Den zweiten Platz erreicht der niederländische Asset Manager Robeco mit einer Top-Rating-Quote von 69,2%, dicht gefolgt vom amerikanischen Vermögensverwalter MFS auf dem dritten Rang (Top-Rating-Quote: 68,4%). Für alle Gesellschaften, die in Österreich mindestens acht von Feri geratete Fonds zum Vertrieb zugelassen haben, wurde das Verhältnis der mit A oder B gerateten Fonds zur Gesamtheit aller jeweils gerateten Fonds ermittelt. Je höher der Anteil der Fonds mit TopRatings ausgefallen ist, desto besser sind die Fondsgesellschaften eingestuft worden.  (lk)

© Panthermedia.net/Roland Nagy

27 von 46 Fonds des angelsächsischen Fondshauses mit Top-Bewertung.

Vor einem Jahr belegte Threadneedle erst noch den 4. Platz im Feri-KAG-Ranking.


f o n d s : pa r k

22 – financenet

Freitag, 17. Februar 2012

financenet@medianet.at

Nebenwerte Kleinkapitalisierte Unternehmen profitieren stärker von der Binnennachfrage in den Emerging Markets

short

Neuer Small Cap Fonds

Ethenea ernennt neuen Leiter globaler Vertrieb

Wien. UBS Global Asset Management erweitert die Palette der erfolgreichen Schwellenländerfonds um den UBS (Lux) Equity SICAV – Emerging Markets Small Caps Fund. Der neue Fonds investiert gezielt in niedrig kapitalisierte Unternehmen aus den Schwellenländern. Das Fondsportfolio ist breit über Länder und Sektoren diversifiziert und kann 100 bis 200 verschiedene Aktien enthalten. Bei der Auswahl konzentriert sich Fondsmanager Joseph Devine auf Unternehmen, die über Potenzial beim Gewinnwachstum verfügen. „Small Caps in den Emerging Markets profitieren stärker vom lokalen Wirtschaftswachstum als andere Werte“, sagt Devine. Dies zeige ein Vergleich der entsprechenden Indizes: Im Schnitt generierten die zehn Top-Unternehmen des MSCI EM Small Cap Index 91% ihres Umsatzes auf dem Binnenmarkt, während es bei der Ver-

Thomas Langer ist neuer Leiter globaler Vertrieb bei Ethenea.

Luxemburg. Thomas Langer wurde von der Investmentgesellschaft Ethenea Independent Investors zum neuen Head of Sales International ernannt. Vom Hauptstandort Luxemburg übernimmt er die Steuerung der strategischen und operativen internationalen Vertriebsaktivitäten. Unterstützt wird Langer, der weiter Senior Sales Manager für die Benelux-Staaten bleibt, durch Dominic Nys (Sales Benelux), Markus Scherrer und Yann Croset (Sales Schweiz), Alexander Koschar (Sales Österreich) sowie dem Kooperationspartner Capital Strategies Partners für Spanien und Italien.  (red)

Mittelklasse entscheidet „Durch das Wirtschaftswachstum nimmt auch die Zahl jener Menschen in den Schwellenländern zu, die in die Mittelklasse aufsteigen“, sagt Devine. Als Beispiel nennt der Fondsmanager Brasilien, dort seien zwischen 2003 und 2009 rund 30 Mio. Menschen in die Mittelklasse aufgestiegen.  (lk)

Heute zählen 50% der brasilianischen Bevölkerung bereits zur Mittelschicht.

Cudos Capital AG Vier Gesellschaften sind zu gleichen Teilen daran beteiligt; Private-Equity-Fondsgesellschaft

Gusenbauer gründet Fondsgesellschaft

Kopfgeld für HedgeFonds-Manager New York. Eine Gruppe von Anlegern, die von Hedgefondsmanager Florian Homm über seine Firma Absolute Management Capital (AMC) um in Summe an die 200 Mio. USD geprellt worden ist – Homm befindet sich seit viereinhalb Jahren auf der Flucht – hat nun einen PrivatErmittler eingeschaltet. Um die Chancen auf Hinweise zu erhöhen, haben die Investoren ein Kopfgeld in Höhe von 1,1 Mio. € auf den Flüchtigen ausgesetzt, berichtet Capital. In der Spitze verwalteten die ACM-Hedgefonds mehr als 3 Mrd. USD (ca. 2,1 Mrd. Euro). Homm war auf Tauchstation gegangen, nachdem er Aktienkurse gepusht hatte.  (red)

Wien. Der frühere Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hat gemeinsam mit dem Unternehmensberater Andreas Frech, dem Investor Alon Shklarek und dem Anwalt Leopold Specht eine Fondsgesellschaft namens Cudos Capital AG gegründet. Der Eintrag ins Firmenbuch sei Ende vergangener Woche erfolgt, berichtete die Wiener Zeitung am Dienstag.

„Unser Schwerpunkt ist Industrie und Realwirtschaft im deutschsprachigen Raum und im Osten. Was wir ausschließen, sind Immobilien und Tourismus“, wird Frech zitiert. „Cudos Capital wird eine Private-Equity-Fondsgesellschaft.

© EPA

Fokus Industrie

Vom Fondsanalysten zum Profi-Pferdewetter

Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer: „Schließen Immobilien und Tourismus aus“.

Es ist noch zu früh, um über einzelne Projekte zu reden. Wir sind aber an ein paar Projekten dran“, so Gusenbauer. Seit Mai 2011 gebe es bereits das Beratungsunternehmen Cudos Advisors. Das Stammkapital von 100.000 € komme zu gleichen Teilen von vier Gesellschaften. Für die Gusenbauer Projektentwicklung & Beteiligung GmbH gebe es laut Medien einen Bilanzauszug für das Geschäftsjahr 2010. Der Jahresgewinn habe sich auf 1,642 Mio. € nahezu verdoppelt. Der Gewinnvortrag aus dem Jahr 2009 wird mit rund 845.000 € beziffert. Das Anlagevermögen setze sich nahezu vollständig aus Wertpapieren im Volumen von 678.500 € zusammen.  (ag/red)

Erleichterung Finanzministerium präsentierte Entwurf zur Fonds-Melde-Verordnung

© Panthermedia.net/Rüdiger Rebmann

Neues Steuerreporting für Investmentfonds Wien. Zeitgleich mit der Einführung der neuen Wertpapier-KESt gelten ab diesen April für weiße und blütenweiße ausländische Investmentfonds (Meldefonds) neue Vorschriften zum Steuerreporting, berichtet der Brancheninformationsdienst fondsprofessionell. Die Modalitäten wurden nunmehr in einem Entwurf der Fonds-MeldeVerordnung vom Bundesministerium für Finanzen (BMF) präzisiert.

Neu sei, dass KESt-Meldungen nicht mehr täglich, sondern nur mehr am Ende eines Fondsgeschäftsjahrs an die Österreichische Kontrollbank (OeKB) erfolgen müssen. „Der Entfall der unterjährigen Meldungspflicht stellt eine organisatorische und auf lange Sicht finanzielle Erleichterung für die Fondsbranche dar“, äußerte sich Steuerexperte Dieter Habersack von PricewaterhouseCoopers

© PwC

Profi-Gambler Moulton bleibt lieber in der Welt der Pferderennen.

London. Paul Moulton, der Gründer von Fitzrovia International, einer Fondsinformationsplattform, die er in der Folge an Reuters verkaufte, hat sich vor fünf Jahren entschieden, der Finanzbranche den Rücken zu kehren und dafür das Leben eines professionellen Gamblers für Pferderennen zu führen. Nichts in der Welt könnte ihn heute dazu bewegen, in die Finanzbranche zurückzukehren, meint er dazu in einem Reuters-Blog. Bei seiner Strategie, die ihm gutes Geld zu bringen scheint, nimmt der Anleihen bei Investment-Strategien – vereinfacht gesagt muss der „innere Wert eines Pferdes quasi höher sein als der aktuelle Marktwert“. Weiterer Tipp: Nicht auf Siegerpferde wetten.

gleichsgruppe des MSCI EM Standard-Index nur 58% der Umsätze waren. „Die positiven Aussichten für die Wachstumsrate der lokalen Nachfrage in den Schwellenländern bleiben intakt“, sagt Devine. In den Jahren von 2010 bis 2013 dürfte die Binnennachfrage in den Schwellenländern durchschnittlich um 7,8% steigen, während sie in den Industrieländern nur um 2,7% ansteigen dürfte.

© EPA

© Ethenea Independent Investors

UBS Global Asset Management erweitert seine Palette der Schwellenländerfonds.

D. Habersack, PwC, sieht in der Verordnung Erleichterungen für die Fondsbranche.

(PwC). Ebenfalls entfalle die Meldung auf vereinnahmte Zinserträge an das BMF.

Begutachtungsphase Der Entwurf der Fonds-MeldeVerordnung ist bis voraussichtlich Ende Februar in Begutachtung, mögliche Änderungen bleiben daher vorbehalten. Sind dem Anteilsinhaber nach dem 30. November ausschüttungsgleiche Erträge – realisierte Erträge, die im Investmentfonds thesauriert werden, gelten vier Monate nach Ende des Geschäftsjahrs als ausgeschüttet – zugeflossen, sind diese nicht mehr an das BMF, sondern durch einen Steuervertreter an die OeKB zu melden. Die Frist für diese Meldungen endet sechs Monate nach Ende des jeweiligen Fondsgeschäftsjahrs. Zu melden sind laut Ausschüttungsfiktion nicht aus Österreich stammende Dividendenerträge, realisierte Gewinne aus Veräußerungen (steuerpflichtig sind 60% der Substanzgewinne), die darauf entfallende KESt sowie ein Korrekturbetrag für die

steuerlichen Anschaffungskosten zwecks Vermeidung einer Doppelbesteuerung bei einem zukünftigen Verkauf durch den Investor. Ausschüttungsmeldungen sind bis zum letzten Handelstag vor dem Tag, an dem der Ausschüttungsbetrag der Fondsvermögen entnommen wird (Ex-Tag), vorzunehmen.

Nun transparente Fonds Blütenweiße Fonds, für die zum 31.3.2012 eine korrekte laufende KESt-Meldung bei der OeKB erfolgt ist, und weiße Fonds, die die ausschüttungsgleichen Erträge fristgerecht an das BMF gemeldet haben, werden am 1.4.2012 von der OeKB als zu diesem Stichtag transparente Fonds (Meldefonds) veröffentlicht werden. Fonds, die nach dem 31.12.2011 erstmals zum öffentlichen Vertrieb in Österreich zugelassen wurden und den Vertrieb auch tatsächlich binnen eines Monats aufgenommen haben, sowie noch nicht registrierte Fonds müssen bis zwei Wochen vor Abgabe der ersten Meldung eine Registrierung der Stammdaten vornehmen.  (lk)


b a n k i n g & i n s u r a n c e : watc h

Freitag, 17. Februar 2012

financenet – 23

financenet@medianet.at

Ratingagentur Moody’s Neubewertung der Bonität Österreichs bestätigt Triple-A-Rating, aber Ausblick „negativ“

short

Moody’s gibt Banken die Schuld an Ausblick

EZB kauft weniger Staatsanleihen Frankfurt am Main. Die Europäische Zentralbank (EZB) soll in der vergangenen Woche wieder weniger Staatsanleihen gekauft haben, heißt es in Medienberichten. Sie soll Papiere im Wert von 59 Mio. € auf dem Markt erworben haben, in der Woche zuvor seien es 124 Mio. € gewesen, so ein Bericht auf orf.at. (red)

Unverständnis bei Experten über das schlechte Abschneiden trotz des akkordierten Sparpakets.

© APA/Hans Klaus Techt

Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär des VVO.

Nationalbank-Chef Ewald Nowotny: „Das Sparpaket der Regierung ist wichtiger Beitrag zum geplanten Schuldenabbau.“

Für Gudrun Egger, Analystin der Erste Group, ist der auf „negativ” gesenkte Ausblick für die Bonität Österreichs durch die Ratingagentur Moody’s „nicht ganz nachvollziehbar – inhaltlich hat sich nichts geändert”, sagte sie. Das Eurozonen-Systemrisiko, die steigende heimische Staatsverschuldung und das OsteuropaExposure der österreichischen Banken sei „seit Langem bekannt”. Anscheinend habe die Ratingagentur die Haltung zu bestehenden Fakten geändert. Möglicherweise sei Moody’s aus Angst, „behind the curve” zu fallen, mit dem Mitbewerber S&P nachgezogen, meint sie. Im vergangenen Dezember hatte die Moody’s das Triple-A und den Ausblick für Österreich noch bestätigt. „Inner-

halb von zwei Monaten zu einer anderen Einschätzung zu kommen, geht zulasten der Glaubwürdigkeit”, betont Egger. Die Fundamentallage in Österreich sei weiterhin gut. Die Analystin rechnet mit einem „stabilen Renditenniveau” für österreichische Staatsanleihen.

Kein Druck auf Bonität N a t i o n a l b ank-Chef Ewald Nowotny geht nicht davon aus, dass sich aus dem Engagement der österreichischen Banken in Osteuropa zusätzlicher Druck auf die Bonität der Republik ergeben werde, wie dies Moody’s in ihrer aktuellen Einschätzung unter anderem in den Raum gestellt hat. Das Sparpaket der Regierung sei ein

Erhebung Marktübliche Entgelte offengelegt

„wichtiger und richtiger Beitrag” zum geplanten Schuldenabbau, so Nowotny. Das starke Engagement der heimischen Banken in Zentral- und Osteuropa „ist und war eine Erfolgsstory”, sagte der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) unlängst in einem „Ö1-Morgenjournal“-Interview. Er glaube nicht, dass sich daraus „irgendetwas” ergeben werde. Zur Entscheidung Moody’s, den Ausblick für Österreich auf „negativ” zu senken, meinte Nowotny, die Begründung der Ratingagentur dafür beziehe sich nicht nur auf Österreich, sondern zu einem erheblichen Teil auf die gesamteuropäische Entwicklung. Das von der Regierung vorgelegte Sparpaket

zum geplanten Schuldenabbau sei ein wichtiger und richtiger Beitrag dazu und gehe in die richtige Richtung. Über Umfang und Struktur des „im Rahmen des politisch Möglichen” erreichten Pakets sei er positiv überrascht, es bringe eine „vernünftige Balance zwischen Konsolidierung und Wachstumsstärkung”, so Nowotny weiter. Große Themen wie Verwaltungs-oder Föderalismusreform seien nicht mit einem Schlag zu lösen. Indirekt sei allerdings schon einiges geschehen, der vorgesehene Aufnahmestopp auf Bundesebene etwa erzwinge praktisch eine Verwaltungsreform. Als „heikel” stuft Nowotny Bereiche des Sparpakets ein, die derzeit „quasi noch nicht voll ausformuliert sind.“ (APA/red)

Allianz Vorsorgen ist für Frauen besonders wichtig

FMA veröffentlicht Gebühren

Scheidung und Altersvorsorge

Wien. Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA hat die neue Erhebung der marktüblichen Entgelte und Gebühren von Wertpapierunternehmen, Emittenten sowie Depotbanken auf ihrer Website veröffentlicht.

Wien. Während EU-weit seit den 1970er-Jahren die Zahl der Eheschließungen um 43 Prozent abgenommen hat, hat sich die Anzahl der Scheidungen verdoppelt. Eine bittere Folge: Insbesondere Frauen seien im Alter von tendenziell niedrigerem Lebensstandard betroffen, zeigt die Allianz auf. „Im Schnitt werden in Österreich jeden Tag nahezu fünfzig Ehen geschieden. Die Auflösung der Lebensgemeinschaft tangiert auch speziell die Altersvorsorge. Frauen sind hier im Schnitt schlechter gestellt“, erklärt Xaver Wölfl, Service-Experte der Allianz Gruppe in Österreich.

mit hohem, mittlerem und niedrigem Risiko, Bonusleistungen, sonstige verrechnete Entgelte und Innenspesen. Außerdem werden marktübliche Gebühren der Depotbanken, wie etwa Depotgebühren, Spesen und Transaktionsgebühren, dargestellt. Anbieter müssen ihre Kunden auf die Veröffentlichung der FMA hinweisen, können jedoch auch davon abweichende Entgelte verrechnen, heißt es in einer Aussendung.(red)

Kaum Veränderungen

Durchschnitt in der EU (44 Prozent). „Grundsätzlich gilt: Unabhängig vom anderen sollte jeder Ehepartner seine ganz persönliche eigene Altersvorsorge aufbauen“, meint Wölfl. Ganz besonders gelte dies für Frauen, erklärt er. Schon heute ist eine von fünf Frauen in Österreich über 64 Jahre alt. Bis zum Jahr 2050 soll die Zahl der über 64-jährigen Frauen um 617.000 auf 1,5 Mio. zunehmen. (red)

FMA-Vorstandsmitglieder Helmut Ettl und Kurt Pribil.

Die höchste Scheidungsrate hat Belgien (71 Prozent), gefolgt von Portugal (68 Prozent) und Ungarn (67 Prozent). Österreich liegt im oberen Mittelfeld: Im Jahre 2010 gab es in Österreich rund 38.000 Eheschließungen; dem standen im gleichen Jahr über 17.000 Scheidungen gegenüber. Damit lag die Scheidungsrate in Österreich bei 47 Prozent und somit über dem

© Allianz

Österreich im Mittelfeld

© FMA

Im Vergleich zur ersten Erhebung im Jahr 2010 zeigen sich dabei kaum Veränderungen; einzig bei den Bandbreiten der Beratungshonorare (0,5 bis 1,5% des veranlagten Vermögens per anno) und der erfolgsabhängigen Vergütungen (10 bis 25% des Erfolgs per anno) kam es zu einer leichten Erweiterung. Veröffentlicht werden die von Wertpapierunternehmen üblicherweise verrechneten Entgelte, wie Beratungshonorare, Managementgebühren, erfolgsabhängige Vergütungen, produktunabhängige Vermittlungsgebühren und sonstige direkt dem Kunden verrechnete Entgelte, weiters die von Emittenten von Wertpapieren üblicherweise in Rechnung gestellten Ausgabeaufschläge bei Produkten

Wien. Lebensversicherungen gegen Einmalerlag sollen aufgrund der legislativen Änderung der Mindestlaufzeit von 10 auf 15 Jahre speziell für Menschen in fortgeschrittenem Alter unattraktiv geworden sein, erklärt Louis NormanAudenhove, Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbands VVO. Auch heuer sei die Fortsetzung dieses Negativtrends feststellbar; ältere Personen würden dieses Produkt nicht mehr wählen. Der Gesetzgeber habe durch diesen Eingriff eine „auch für ältere Kunden attraktive Veranlagungsform de facto vom Markt genommen“, da mit fortgeschrittenen Lebensjahren 15-jährige Vertragsbindungen nicht mehr eingegangen würden. „Diese Entwicklung nimmt nicht nur einem wichtigen Teil unserer Gesellschaft, nämlich älteren Menschen, eine attraktive Möglichkeit der Vorsorge, sondern hiermit entgehen nicht zuletzt dem österreichischen Staat jährlich hohe Steuereinnahmen”, meint VVO-Generalsekretär Norman-Audenhove. (red)

Xaver Wölfl, Allianz Österreich: „Scheidungen tangieren auch Altersvorsorge“.

34 italienische Banken herabgestuft

© EPA

Nicht ganz nachvollziehbar

VVO ortet Negativtrend bei LVs mit Einmalerlag

© APA/Roland Schlager

Wien. Die Ratingagentur Moody’s hat in einer Neubewertung der Bonität Österreichs das Triple-ARating bestätigt, gleichzeitig aber den Ausblick auf „negativ” gesenkt. Das Finanzministerium begrüßt in einer Aussendung die Aufrechterhaltung der Spitzenbonität für Österreich, bedauert aber gleichzeitig, dass der Ausblick von „stabil” auf „negativ” gesetzt wurde. Dafür waren laut Finanzministerium einerseits externe Faktoren wie die internationale Schuldenkrise ausschlaggebend, auf der anderen Seite das Exposure der heimischen Banken in Osteuropa. Nicht ausreichend berücksichtigt sei, wie es in der Aussendung heißt, auch das eben beschlossene Sparpaket worden: Moody’s gehe von einer steigenden Verschuldungsquote aus, während der neue Defizitpfad ab 2012 deutlich sinkende Schuldenquoten vorsehe.

Standard & Poor’s stuft insgesamt 34 italienische Banken herab.

Mailand. Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat insgesamt 34 italienische Geldinstitute in ihrer Kreditwürdigkeit herabgestuft. Betroffen seien auch die Bank-Austria-Mutter UniCredit sowie die Banco Popolare und die Intesa Sanpaolo. Als Begründung soll Standard & Poor´s genannt haben, dass die Ratingagentur in den kommenden fünf Jahren mit einer schwachen Profitabilität der Geldhäuser rechne, heißt es in einem Artikel in News. Nur drei Banken behielten ihr Rating. (red)


b a n k i n g / I n s u r a n c e : watc h

24 – financenet

Freitag, 17. Februar 2012

financenet@medianet.at

Bankhaus Spängler Ausweg aus Krise möglich, Auftragsbücher sind voll, meinen Unternehmenschefs

short

Optimismus gegen Krise

Direktanlage.at mit neuem Sparprodukt Salzburg. Die heimische Vermögensanlagebank direktanlage.at bietet ab sofort ein neues Sparprodukt an: Neukunden erhalten am „Online TopZins Konto“ – und ebenso auf neu eröffneten Sparbüchern – einen Zinssatz von 2,85% p.a. für sechs Monate, täglich verfügbar. Das freibleibende Angebot gilt für Einlagen zwischen 5.000 und 200.000 € und läuft bis zum 31. Mai. Auch Wertpapier-Anlegern werden aktuell günstigere Konditionen geboten. (red)

Nowotny sieht kein Ansteigen der Inflation, jetzt müsse Stagnation abgewendet werden. Linz. „Die Billigung des Sparpakets durch das griechische Parlament ist ein Meilenstein in der Beruhigung der aktuellen Euro-Krise.“ Das sagte Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny im Rahmen der Jahresauftaktveranstaltung 2012 des Bankhaus Spängler in Linz. Nowotny betonte, dass die Abwehr einer langen Phase der wirtschaftlichen Stagnation nun die Hauptaufgabe für die nächste Zukunft sei.

Auch Gerhard Falch, Vorstandsvorsitzender der AMAG, plädierte für eine gehörige Portion Optimismus und nahm auch die Politiker der EU mit in die Pflicht: „Es ist wichtig, dass beispielsweise Madame Lagarde, die Vorsitzende des Internationalen Währungsfonds IWF, aufpasst, mit ihren Aussagen die Rezession der Realwirtschaft nicht geradezu herbeizureden.“ Wie auch Untersberger wies Falch auf volle Auftragsbücher hin. Das Motto müsse also lauten: „Kopf hoch und weiterkämpfen“. (red)

© Bankhaus Spängler

Der Ökonom warnte eindringlich vor der Gefahr einer ähnlichen Situation wie in Japan während der letzten Jahrzehnte. Ein Ansteigen der Inflation sieht Nowotny jedoch nicht: „Dieses Thema haben wir seitens der Europäischen Zentralbank im Griff.“ „Liquidität ist das Gebot der Stunde“, meinte der Gastredner

Mercedes Geländetraining mit der Gräfin in „SOKO Kitz“.

© Bankhaus Spängler

„Es braucht Optimismus“

„Krise beginnt im Kopf“

Offroad-Pflügen mit der Gräfin in Kitz

Experten bei der Diskussionsveranstaltung der Spängler Bank in Linz.

Direktbanken Zuwachs

UniCredit Heimische Tochter behält Namen, ebenso die Münchner HypoVereinsbank

ING-DiBa Austria mit 10% Plus

„Bank Austria“ bleibt erhalten

Kitzbühel. Viel Spaß trotz klirrender Kälte hatten die 60 Teilnehmer des Mercedes Geländetrainings im Hartsteinwerk Kitzbühel. Das Bankhaus Spängler lud über zwei Tage zum Test der neuesten Offroad-Modelle der deutschen Topmarke. Auch Schauspielerin Andrea L‘Arronge Reichenwallner – bekannt aus der TV-Serie „SOKO Kitz“ – pflügte rasante Kurven in den Schnee. (red)

Rom. Die Marke „Bank Austria“ ist nicht gefährdet. Dies verlautet aus italienischen UniCredit-Kreisen. Auch Bank-Austria-Chef Willibald Cernko meinte vor Kurzem, dass die Bank Austria selbstverständlich weiterhin unter dieser Marke am Markt auftrete.

Wien. Die ING-DiBa Direktbank Austria hat ihre Kundenzahl 2011 um 12% auf mehr als 490.000 gesteigert und ihren Geschäftsumfang um ein Zehntel erhöht. Die Retail Balances (Summe aus Einlagen, Krediten und verwaltetem Depotvolumen) erhöhte sich von 6,3 Mrd. € auf 6,9 Mrd. €., wie die Bank am Montag mitteilte.

Auch Münchner Hypo bleibt

© O. Rayermann/CC-by-sa 2.0

Günstige Privatkredite verspricht die deutsche SWK Bank.

Nächste Tilgung im April Das Institut verbesserte im Vorjahr sein Ergebnis vor Steuern um 34% auf 660 Mio. €. Die Kundenzahl stieg um 300.000 auf 7,4 Mio. Die verwalteten Spargelder erreichten zum Jahresende einen Höchststand mit 85,9 Mrd. € (+7%). (red)

© Bank Austria

Die Zugehörigkeit zur UniCreditGruppe bringe die Bank Austria durch die Verwendung der „Sphere“ (Kugel) im Logo sowie des Firmennamens zum Ausdruck. UniCredit-Chef Federico Ghizzoni versicherte auch, dass die Münchner Tochter weiter unter dem Markennamen „HypoVereinsbank“ firmieren wird. (APA)

SWK Bank startet mit Angebot in Österreich

Die Bank Austria behält ihren Namen, heißt es vonseiten der UniCredit.

Volksbanken Die Republik haftete, jetzt zurückgezahlt

Neue Leitung Aktuariat und Versicherungstechnik

Wien. Die Österreichische Volksbanken-AG (ÖVAG) hat am 9. Februar eine von der Republik Österreich garantierte Anleihe aus dem Jahr 2009 getilgt. Das Volumen der dreijährigen Anleihe betrug 1 Mrd. €.

Wien. René Knapp hat mit 1. Februar in der Uniqua Gruppe die Leitung des Konzern-Aktuariats auf Holdingebene im Ressort von Risikomanagement-Vorstand Kurt Svoboda übernommen. In seiner bisherigen Funktion als Leiter der Versicherungstechnik Lebensversicherung für die operativen Uniqua-Gesellschaften in Österreich folgt ihm Thomas Jaklin nach. Er wird Peter Eichler, Vorstand bei „ Uniqua Österreich“ und der Raiffeisen Versicherung, berichten.

ÖVAG tilgt garantierte Anleihen

29 Mio. € Entgelt für Staat Insgesamt hat die Republik Österreich für diese Garantie bisher von der ÖVAG ein Entgelt in Höhe

von 29,1 Mio. € erhalten, teilte die Bank mit. Eine noch fällige Entgelt-Restzahlung für 2012 über 1,1 Mio. € werde im April erfolgen. Insgesamt hat die ÖVAG 2009 in drei Tranchen staatsgarantierte Anleihen von 3 Mrd. € platziert. Die Republik haftete für Tilgung und Zinsen. Die beiden weiteren staatlich garantierten Anleihen laufen im September 2012 bzw. im März 2013 aus. Beide haben ebenfalls ein Volumen von 1 Mrd. €. (APA)

Personalrochaden bei der Uniqa 20 europäischen Ländern. Jaklin bringt sieben Jahre Erfahrung in der Versicherungsmathematik aus einem anderen Unternehmen in seine neue Position mit. Er ist für die versicherungstechnischen Agenden aller operativen Lebensversicherungsgesellschaften der Uniqua-Gruppe in Österreich zuständig. Gemeinsam mit seinen 50 Mitarbeitern wird er sich um Aufgaben wie Versicherungsmathematik kümmern. (red)

ÖVAG-Chef Gerald Wenzel: Eine von drei Anleihen wurde zurückgezahlt.

In seiner neuen Position gehören zu Knapps Aufgaben neben klassischen Konzernagenden – wie der Entwicklung von Standards und der Vorgabe von Richtlinien für alle Konzerntöchter im In- und Ausland – auch die Bewertung und das Monitoring von Versicherungsbeständen sowie der Support der lokalen Gesellschaften. Mit seinen Mitarbeitern bildet René Knapp auch eine Kommunikationsdrehscheibe für die Aktuare der Uniqua-Gruppe in

© Uniqa

Nächste Tilgung im April

© APA/Roland Schlager

Wien. Die deutsche Süd-WestKreditbank (SWK Bank) startet mit einem Angebot in Österreich. Ab sofort können Verbraucher das Kreditangebot der SWK Bank über deren Webseite swkbank.at online nutzen. In Deutschland ist die SWK Bank schon seit 1959 am Markt und hat sich einen Namen mit günstigen Krediten für Privatkunden gemacht. Dieses Angebot können nun auch Kunden aus Österreich nutzen. Versprochen werden einfach verständliche und transparente Kredite zu guten Konditionen. Zudem wird auch auf die Schnelligkeit der Kreditentscheidung großer Wert gelegt. Zunächst wird in Österreich nur ein Produkt angeboten. Bei den Kreditlaufzeiten kann aus dem Bereich von 24 bis zu 84 Monaten gewählt werden, die Kredithöhen bewegen sich zwischen 2.500 und 50.000 €. Je nach Laufzeit gibt es den SWK Bank Direktkredit zum Start in Österreich ab einem effektiven Jahreszinssatz von 3,95%, heißt es aus dem Unternehmen. (red)

Peter Unterberger, Vorstandsvorsitzende der Lenzing AG. „Die Krise beginnt vor allem im Kopf – und sie endet auch dort. Deshalb ist es für Unternehmer gerade jetzt besonders wichtig, ihren Mitarbeitern einen positiven Spirit zu vermitteln“, so Unterberger.

René Knapp ist ab sofort Leiter des Konzern-Aktuariats der Uniqa.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 17. FEBRUAR 2012 – 25

financenetreal:estate © APA/H.P.

Die neuen Steuerpläne von Finanzministerin Maria Fekter stoßen sauer auf  Seite 27

M & A-umfrage © DLA Piper

immo-branche in aufruhr

Wolfgang Freund von DLA Piper erwartet ein gutes Jahr bei Buy-outs  Seite 30

kpmg-survey chancen bei infrastruktur © KPMG

Enormer Rückenwind lässt Preise hoch fliegen

Wohnung gesucht? 01 596 60 20 www.jpi.at JP ImmobIlIen

IMMO-AGS 8. Februar - 15. Februar 2012

-3,45%

Warimpex -1,30% conwert -4,62%

Warimpex CA Immobilien Anlagen Atrium s Immo Immofinanz CA Immobilien Anlagen 

-1,30% -1,42% -1,68% -3,60% -4,13% -4,62%

glob. IMMO-FONDS

Wohnbau Die privaten Bauträger erleben einen Boom, aber Preisschübe bei Baugrundstücken bremsen neue Projekte, meint Süba-Chef Heinz ­Fletzberger, der sich traditionell auf gehobene Wohnbauobjekte in den besten Wiener ­Wohnbezirken konzentriert. Er ortet aktuell eine Wohnungsknappheit. Seite 26

1-Monats-Performance per 15.2. Monatstop Amadeus Asian  13,89% Monatsflop Lupus Alpha Jap. -8,26% Top 5 Immofonds Amadeus Asian Real Est.Sec.A13,89% CS SICAV One (Lux) Equ.Glob.13,19% Morgan Stanley Asian Prop. A 12,37% Aberdeen Global Asian Prop. 11,92% Morgan Stanley Global Prop. 10,88% Flop 5 Immofonds Lupus Alpha Japanese REITs Real Estate MK amandea DEGI Global Business Morgan Stanley P2 Value TMW Immobilien Weltfonds

Übernahme Wienerberger holt sich Pipelife ganz

Rohre von Schweiz nach Österreich CA Immo vermietet mehr Fläche

-8,26% -3,82% -3,54% -2,55% -1,87%

© APA/Georg Hochmuth

8. Februar - 15. Februar 2012

CERX (15.2.)

481,25

-4,10%

Tower 185 PwC erweitert Frankfurter Niederlassung

Wienerberger-CEO Heimo Scheuch holte sich Pipelife von Solvay.

Wien. Die Wienerberger AG hat jetzt die restlichen 50% am Kunststoffrohrunternehmen Pipelife von ihrem Joint-Venture-Partner, dem Schweizer Chemiekonzern Solvay, gekauft. Der Preis des Deals erreichte 162 Mio. €. Pipelife ist ein großer europäischer Hersteller von Kunststoffrohren und Rohrsystemen mit 27 Werken in Europa sowie den USA und beschäftigt rund 2.650 Mitarbeiter in 27 Ländern. Mit der Übernahme verfolge man das Ziel, das Kerngeschäft der Wienerberger Gruppe auszuweiten, so Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender von Wienerberger. (APA/rk)

© APA/Georg Hochmuth

Wochentop Wochenflop

143,56

© gst

IATX (15.2.)

Der Tower 185 der CA Immo ist Deutschlands vierthöchstes Bürohaus.

Frankfurt. PwC, die führende Prüfungs- und Beratungsgesellschaft in Deutschland, hat mit dem nun abgeschlossenen Mietvertrag insgesamt rund 71.000 m2 Bürofläche im Tower 185 gemietet und wird in dem Gebäude alle Unternehmensbereiche des Standortes Frankfurt zusammenführen. Bereits im Dezember 2010 sind rund 1300 PwC-Mitarbeiter in das Sockelgebäude des Tower 185, der von der CA Immo entwickelt wurde, übersiedelt. Die Vermietungsquote des erst zum Jahreswechsel 2011/2012 fertiggestellten Hochhauses steigt damit auf rund 75 Prozent. (ag)


i m m o : c ov e r

26 – financenetreal:estate

Freitag, 17. Februar 2012

financenet@medianet.at

www.schnellinger.at

short

Immofinanz: Silesia City Center prämiert Kattowitz. Die Immofinanz Group erhielt für die zweite Phase des Silesia City Center den von EuropaProperty verliehenen Award „Extended/Refurbished Project of the Year“. Die als Eigendevelopment der Immofinanz realisierte Erweiterung wurde im Oktober 2011 eröffnet und erfreute sich von Anfang an großer Beliebtheit: Schon in der ersten Woche wurden 300.000 Besucher gezählt. Mittlerweile zählt das Silesia City Center mit 86.000 m2 Verkaufsfläche und 310 Shops zu den Top-5-Einkaufszentren in Polen. Das Portal EuropaProperty hat die CEE Retail Real Estate Awards heuer bereits zum vierten Mal vergeben.  (ag)

Grundsteuer II: Neu­ bewertung von Äckern Wien. Bei der Neubewertung der Grundsteuer-Einheitswerte geht es, so das Finanzministerium, lediglich um die landwirtschaftlich genutzten Flächen, nicht aber um sonstige Immobilien. Hintergrund: Weil die letzte Neubewertung der Agrarflächen vor dem EUBeitritt erfolgte, wurden neue Ertragsquellen wie die EUFörderungen hier noch nicht berücksichtigt.  (APA)

Süba-Chef Heinz Fletzberger: Banken finanzieren und Kunden bezahlen für neue Wohnimmobilien. Wien. Für private Bauträger hat die aktuelle Marktsituation Vor- und Nachteile, sagt Heinz Fletzberger, Vorstand der Süba. Sein Unternehmen, ein langjähriger Player auf dem Wiener Markt, hat derzeit so wie meistens in den vergangenen Jahren sechs Baustellen am Laufen: Pro Jahr werden etwa 150 Wohnungen fertiggestellt, der Umsatz beträgt rund 40 Mio. €, so Fletzberger. Dabei konzentriert man sich traditionell auf gehobene Wohnbauobjekte in den besten Wiener Wohnbezirken, doch hat die derzeitige Flaute bei Neubauten dafür gesorgt, dass sich Luxus-Developer wie Süba „auch in der EconomyKlasse bewegen können“. Denn die Kürzung der Wohnbauförderung hat dafür gesorgt, dass gemeinnützige Wohnbauträger weniger bauen können. Die Privaten springen ein – wenn auch nur teilweise, so Fletzberger: „Eine Wohnungsknappheit besteht derzeit zweifellos.“

Süba-Vorstand Heinz Fletzberger: Stadt Wien könnte durch raschere Baugenehmigungen für mehr Wohnungs-Neubau sorgen.

nau, seien dann aber durchaus finanzierungsfreudig, auch wenn die Geldhäuser ihre eigenen gestiegenen Refinanzierungskosten weitergeben müssen. Doch könne sich die Süba, die gerade ihr 30jähriges Firmenjubiläum gefeiert hat, auf gute Bankverbindungen verlassen. „Wichtig ist für uns als Entwickler, dass kein zu hoher Eigenkapitalanteil bei neuen Projekten verlangt wird.“ Die Banken blicken wohlwollend auf Wohnimmobilien-Projekte, während etwa Gewerbeimmobilien derzeit zu kämpfen haben, weiß Fletzberger. Sorgen macht Fletzberger gleichzeitig jedoch die starke Verteuerung der Grundstückspreise in Wien: „Geeignete Baugrundstücke werden immer knapper und teurer.“ Bei verfügbaren Baugrundstücken in Wien habe er in den letz-

Grundbuch statt Sparbuch Rückenwind bringt die enorme Nachfrage nach Wohnimmobilien – für Eigenbedarf und Investitionszwecke. „Man kennt die Schlagworte wie ‚Grundbuch statt Sparbuch‘“, sagt Fletzberger. Dabei geht es bei Investitionen weniger um die Rendite als um die hoffentlich risikolose Investition ins Grundbuch. „Die Finanzkrise hat uns Wohnbauträgern insofern in die Karten gespielt. Allerdings befürchte ich negative Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Anleger durch die Streichung der zehnjährigen Spekulationsfrist im Zuge des Sparpakets.” Was den Wohnbau betrifft, kann Fletzberger auch „nicht von einer Kreditklemme sprechen“. Natürlich prüfen die Banken jedes Projekt ge-

ten zwei bis drei Jahren Preissteigerungen von bis zu 50% erlebt. „Das stellt natürlich die Wohnbauträger vor Probleme, denn am Ende muss es ja der Wohnungskäufer bezahlen. Wenn das so weitergeht, müssten die Wohnungspreise jedes Jahr um zehn Prozent steigen.“ Und das sei nicht realistisch.

bei Genehmigungen. Wenn sie die Verfahren einfach ein wenig beschleunigen würden, dann könnte die Stadt Wien sofort und ohne zusätzliche Fördermittel dafür sorgen, dass in Wien mehr Wohnungen gebaut werden.“ Auch die Anrainer sind gefragt: Einsprüche – auch aus völlig abwegigen Gründen – seien mittlerweile so üblich, dass fast jedes Bauprojekt in die zweite Instanz gehen müsse. Fletzberger geht daher dazu über, die Anrainer frühzeitig zu kontaktieren, um schon vorweg möglichst ihr Einverständnis zum konkreten Projekt einzuholen. Dies wurde etwa bei seinem aktuellen Projekt in der Neuwaldegger Straße im 17. Wiener Gemeindebezirk erfolgreich gemacht (43 Wohnungen für Vorsorge/Eigenbedarf). (gst)

Abwegige Einsprüche Seit 2011 wird es daher immer schwieriger, an Baugrundstücke zu kommen, was zur Wohnungsknappheit beitrage. Daher appelliert Fletzberger an die übrigen Involvierten eines Bauprojekts, Vernunft an den Tag zu legen – vor allem an die Baubehörden und die Anrainer. „Die Behörden bewegen sich derzeit im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraums

World University Ranking „Wien schwer zu toppen“

Immobilienring IR Neues Mitglied im größten Netzwerk

Wien. Die Bundeshauptstadt ist die fünftbeste Stadt für Studenten weltweit: Das hat ein neues, von der britischen Gesellschaft QS erstelltes Ranking ergeben, das der österreichischen Hauptstadt „mehr als nur Fugen und Psychoanalyse” zuschreibt. Die im „World University Ranking 2011” auf Rang 155 platzierte Universität Wien mag zwar mit den Eliteunis andernorts nicht mithalten können, so QS, „aber für Studenten, die nach hoher Lebensqualität, verbunden mit Kultur und Leistbarkeit, suchen, ist Wien schwer zu toppen”. Eine guter Studentenmix, der Status als lebenswerteste Stadt der Welt, niedrige Studiengebühren für internationale Studenten sowie mit der Uni Wien und der Technischen Universität die „zwei am besten bewerteten Universitäten des Landes” beheimatend, ist Wien in dem Ranking als beste Studentenstadt im deutschsprachigen Raum gelistet. Für die Bewertung hat QS, basierend auf zwölf Kriterien, die Qualität und Anzahl international gereihter Hochschulen ebenso

Wien. Dem größten österreichischen Immobiliennetzwerk ist eine weitere wichtige Erweiterung gelungen: Die Colliers Columbus Immobilien Vermittlungs GmbH&Co KG gehört zu den führenden Unternehmen der Vermittlung privater Immobilien im gehobenen Segment und ist seit Jänner 2012 jüngstes Mitglied des Immobilienring IR. Horst Schwarzenberg, verantwortlich für die Abteilung Privatimmobilien bei Colliers Columbus, dazu: „Durch die stringenten Aufnahmekriterien des ‚Immobilienring IR‘ ist ein Netzwerk besonderer Qualität entstanden. Wir sind stolz darauf, dass wir dazu gehören. Die Mitgliedschaft im Immobilienring IR ist ein Gütesiegel.”

Sieger im deutschen Sprachraum berücksichtigt wie die Faktoren Leistbarkeit, Lebensqualität und den Ruf lokaler Unis unter Arbeitgebern. Die vergleichsweise erschwinglichen Studiengebühren in Europa verweisen amerikanische oder asiatische Städte – anders als bei üblichen Uni-Rankings – auf die hinteren Plätze. Angeführt wird die Liste von Paris vor London, Boston und Melbourne.  (APA)

Colliers Columbus steigt jetzt ein

ein Unternehmen aus”, meint Andreas G. Gressenbauer, Präsident des Immobilienring IR. Das vor über 50 Jahren gegründete Maklerunternehmen ist unter Führung von Georg B. Muzicant im Familienbesitz. Seit 1994 werden Kunden weltweit über Colliers International betreut. Colliers konzentriert sich bei Wohnimmobilien vor allem auf den Osten Österreichs und hat sich mit nur 20 Mitarbeitern etabliert.  (ots)

Wertehaltung ist wichtig

QS-Uni-Ranking konzediert hohe Lebensqualität für Studenten in Wien.

Äußerste Diskretion, seriöse Betreuung und eine realistisch umsetzbare Preisgestaltung zeichnen das Unternehmen aus, das durch zahlreiche Transaktionen innerhalb der Wiener City bekannt ist. „Nicht nur gute Bilanzzahlen, sondern vor allem die Wertehaltung der verantwortlichen Personen machen erst

© Immobilienring Österreich

Promotion

Weitere Infos finden Sie über die Firma auch unter: www.schnellinger.at

Süba: Viel Nachfrage, aber Immo-Preisauftrieb drückt

© gst

Christian Schnellinger wurde im Jahr 2001 von Dr. Herbert Köstler gekauft, bei dem er als Leiter der Maklerabteilung seit 1991 beschäftigt war. Das Unternehmen beschäftigt 11 Mitarbeiter und deckt Bereiche Rund um die Immobilie ab, nämlich das Gebäudemanagement, Gerichtsgutachten und die Immobilienvermittlung, wobei sie sich bei Letzterer auf den privaten Bereich spezialisiert haben. Dennoch betreut das Unternehmen langjährige gewerbliche Großkunden unter Zuhilfenahme der Angebote des Salzburger Immobilienrings und einen in Salzburg namhaften spezialisierten Gewerbemakler. Außerdem ist die Kanzlei der Salzburger Treuhandrevision in der Verwaltung unterstellt, leitet die Landesstelle des ÖVI und Herr Schnellinger ist außerdem als geschäftsführender Alleingesellschafter des Unternehmens auch Fachgruppenobmannstellvertreter in der WKO/ Salzburg. Das Motto der Kanzlei: Hohe fachliche Kompetenz und die Erfüllung der Kundenwünsche ist das einziges Ziel !

Wohnbau Private Bauträger erleben Boom, aber Preisschübe bei Baugrundstücken bremsen neue Projekte, so Süba

© APA/Georg Hochmuth

Makler der Woche: Schnellinger Immobilien

Andreas G. Gressenbauer, Präsident des IR, freut sich über das neue Mitglied.


I m m o :M a r k e t s

Freitag, 17. Februar 2012

financenetreal:estate – 27

financenet@medianet.at

Wie viel Rendite ersetzt Sicherheit? Neue Immobilien-Gewinnsteuer ist speziell für kleine Privatinvestoren relevant

short

Steuer auf Immo-Gewinne lässt die Branche grübeln

Waldviertler Start-up setzt auf Bio-Baustoff Kautzen. Ein Start-up-Unternehmen aus dem Waldviertel setzt auf Öko-Baumaterial: Auf der „Bauen & Energie Messe Wien“ präsentiert der Erfinder und Bauunternehmer Hansdieter Polsterer mit dem „Öko Inside“Stein einen Baustoff, der auf eine ökologische und energiesparende Bauweise zugeschnitten ist. Das neuartige Konzept für nachhaltiges Bauen eigne sich vom Niedrigenergiehaus bis zum Passivhaus, heißt es. Der Stein verfügt über ein Kammersystem, in das sich Dämmmaterialien wie Holzfaser, Zellulose, Hanf, usw. einblasen lassen. Zusätzliche Wärmedämmung werde damit überflüssig. Auch der Einbau von Leitungen erfolge ohne aufwendige Bohr- und Stemmarbeiten; die Vorfertigung ganzer Wände ist möglich. (red)

25%ige Besteuerung trifft vor allem die kleinen Investoren, für Spekulanten ist sie sogar günstiger.

Union Real Estate: Neuer Europachef © APA/Herbert Pfarrhofer

Hamburg. Volker Noack hat mit Wirkung zum 1. Februar in der Geschäftsführung der Union Investment Real Estate GmbH, Hamburg, die Verantwortung für die Asset ManagementBereiche Europe, France, America und Asia/Pacific übernommen. In diesen Investmentregionen ist Noack für den An- und Verkauf sowie das Management der Immobilienbestände mit einem Immobilienvermögen von derzeit 8,4 Mrd. € verantwortlich. Noack war zuvor für das Fondsmanagement bei dem Hamburger Immobilieninvestmentmanager zuständig. (red)

Finanzministerin Maria Fekter sorgt mit der neuen Steuer auf Immobiliengewinne für Aufruhr in der Immo-Branche.

steuersatz des Verkäufers. Nach zehn Jahren war der Verkauf dafür steuerfrei. Für spekulative Käufer und Verkäufer, die eine Immobilie meist keine zehn Jahre lang behalten, halbiert sich die Besteuerung somit von 50 auf 25 Prozent. „Ich glaube, dass man das nicht bedacht hat”, so Noszek. Bei der Besteuerung des Veräußerungsgewinns müsse in jedem Fall auch die Inflation in der Zeit zwischen Anschaffung und Weiterverkauf der Immobilie berücksichtigt werden. „Da gibt es sicher noch eine Diskussion.“ Wenig besorgt ist man dagegen bei der Wiener Privatbank, die auf Investments in Vorsorgewohnungen spezialisiert ist: „Bei Immobilien überwiegt der Sicher-

Gut für Spekulanten Dass die neue Regelung Spekulanten de facto steuerlich begünstigt, erachtet Noszek als „originell”: Mit der Aufhebung der Spekulationsfrist sind die Veräußerungsgewinne für eine Wohnung auch in den ersten zehn Jahren nur noch mit einem einheitlichen Steuersatz von 25% zu versteuern. Bisher galt hier der jeweilige Einkommens-

heitsgedanke”, so Asset-Management-Leiter Alfred Reisenberger. Die Attraktivität liege in der Ersparnis der Umsatzsteuer und im Anstieg des Werts. Spekulative Immobilienverkäufe würden durch den neuen Einheitssteuersatz von 25% begünstigt, räumte Reisenberger ein.

senberger. „Für Privatanleger, die häufig Anlegerwohnungen kaufen und verkaufen, dürften ebenfalls von der künftig 25%igen Steuer profitieren“, meint Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer des Makler-Netzwerks Re/Max. Bisher hätten solche privaten Investoren, die innerhalb der Spekulationsfrist (zehn Jahre) verkauft haben, den Gewinn aus ihrem Immobilienverkauf in ihrer Einkommenssteuer angeben müssen – was einen Steuersatz von bis zu 50% bedeute. Da aber Hauptwohnsitze und selbst errichtete Häuser ohnedies von der neuen Immobiliengewinnbesteuerung ausgenommen werden, glaubt Reikersdorfer nicht an hohe Steuererträge. (red/ag)

Die Wertvernichtungsfalle Immobilieninvestments hält der Asset Manager immer noch für attraktiver als das herkömmliche Sparbuch, wo die Anleger „aktiv in die Falle der Wertvernichtung laufen”. „Jede Art von Steuer ist negativ für die Stimmung, aber ich glaube nicht, dass das eine große Auswirkung hat”, bekräftigte Rei-

© Union Investment Real Estate

Wien. Das Sparpaket der Regierung ändert die Spielregeln bei der Besteuerung von Immobiliengewinnen. Waren solche bisher nach einer Frist von zehn Jahren steuerfrei, so fällt künftig immer eine Steuer in Höhe von 25% an. Damit drohen Vorsorgewohnungen als Pensionsabsicherung an Attraktivität zu verlieren, befürchtet die Immobilienbranche. „Für Vorsorgewohnungen ist der Wegfall der zehnjährigen Spekulationsfrist sicher negativ”, so der Präsident des Österreichischen Haus- und Grundbesitzerbundes (ÖHGB), Friedrich Noszek. Die Regelung, die für Anschaffungen ab dem 1. April 2002 gilt, sei „sehr ungünstig, wenn ein Verkauf erfolgt”. „Wenn eine Vorsorgewohnung nicht den gewünschten Ertrag hatte, was oft der Fall war, dann konnte man das Objekt mit Gewinn verkaufen und die Wertsteigerung lukrieren”, so Noszek. Denn die Mieterlöse allein waren in der Praxis oft nicht einträglich genug. Die Banken und Bauträger, die diese frei finanzierten Wohnungen anboten, bewarben ihre Vorsorgeobjekte oft mit Ertragschancen im Bereich von sieben Prozent jährlich. „Das ist in vielen Fällen nicht aufgegangen”, betonte der ÖHGB-Präsident. Und nun solle auch die Wertsteigerung angeknabbert werden.

Volker Noack ist für 8,4 Mrd. EuroPortfolio in Europa u.a. zuständig.

Bis zu 1 Mrd. Dollar 381 Meter hoch, 102 Stockwerke

2011 Verdoppelung Auch heuer „spannende Deals“

Empire State Building an der Börse CBRE: Hotelmarkt in Bewegung

Deutschland: Deal über 21.000 Wohnungen

New York. Die Besitzer des berühmten Empire State Buildings in New York wollen an die Börse gehen. Damit erhalten Aktionäre künftig die Möglichkeit, Anteile an dem einst höchsten Gebäude der Welt mit der einzigartigen Aussicht über New York zu kaufen. Die Familie Malkin, der das Hochhaus im Art-Deco-Stil gehört, füllte gestern die notwendigen Dokumente für den Börsengang aus.

Wien. Einige Luxushotels in der Wiener Innenstadt haben voriges Jahr den Besitzer gewechselt. Dies brachte Bewegung in den Hotelimmobilienmarkt. Laut einer CBRE-Studie ist das Investitionsvolumen von 240 Mio. auf 420 Mio. € angestiegen (davon 330 Mio. € in Wien). Das Gros der Investoren (77%) kam aus dem Ausland.

Stuttgart. Gut drei Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise sind in Deutschland wieder milliardenschwere Immobilienverkäufe möglich. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verkauft ihre 21.000 Wohnungen im Südwesten der Republik an den Wohnimmobilienkonzern Patrizia. Das Augsburger Unternehmen entschied den sechs Monate währenden Bieterwettkampf mit einem Offert über 1,4 Mrd. € auf der Zielgeraden überraschend für sich, nachdem lange wegen der strengen Mieterschutzklauseln ein kommunales Bieterkonsortium um die Stadt Stuttgart als Favorit gegolten hatte. Für Patrizia ist die Übernahme noch nicht das Ende der Fahnenstange: Das Unternehmen will seinen Wohnungsbestand in den nächsten Jahren kräftig ausbauen. Die nächste Gelegenheit steht schon vor der Tür: Die BayernLB läutet den Verkauf ihrer Immobilientochter ein. Der Bestand ist ähnlich groß. Der LBBW-Deal könnte die Blaupause sein. (APA)

© Daniel Schwen/Wikimedia

Empire State Building: Altstar der ­Wolkenkratzer und bald börsenotiert.

Zu den größten Hotelinvestments zählte das Ritz-Carlton am Wiener Schubertring, das im zweiten Quartal 2012 eröffnet werden soll: Im Dezember blätterte der kasachische Investor Verny Capital dafür über 120 Mio. € hin. An einen libanesischen Geschäftsmann ging das InterContinental Vienna mit 458 Zimmern, als Teil eines europäischen Morgan-Stanley-Portfolios von sieben Hotels. Die NH Hotels am Flughafen Wien sowie in der Salzburger Innenstadt wurden gemeinsam mit drei deutschen NH Hotels für 170 Mio. € an die Luxemburger Invesco Real Estate verkauft. Imperial Hotels Austria trennte sich von ihren drei Luxushotels

© Hotel Imperial Wien/luxurycollection.com/imperial

120 Mio. aus Kasachstan

Neuer Immobilienfonds Das Empire State Building soll Teil eines neuen Immobilienfonds werden, die Besitzer erhoffen sich von dem Börsengang einen Erlös von bis zu einer Mrd. USD (etwa 750 Mio. €). Mit einer Höhe von 381 m und insgesamt 102 Stockwerken war das Empire State Building vom Zeitpunkt seiner Vollendung 1931 bis 1974 das höchste Gebäude der Welt. Damals wurde es vom 442 m hohen Sears Tower in Chicago abgelöst. Heute ist das Burdsch Chalifa in Dubai mit 828 m das höchste Bauwerk der Welt. (red/APA)

Bristol und Imperial in Wien sowie Goldener Hirsch (Sbg.). Während das Bristol an Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler ging, wurde der Rest von Starwood Hotels & Resorts, früher Großaktionär der Imperial Hotels Austria, übernommen. In Kärnten verkaufte die Hypo Alpe Adria das Schlosshotel Velden an die Amisola von Billa-Gründer und Milliardär Karl Wlaschek. CBRE rechnet auch 2012 mit „einigen spannenden Deals”. (red/ag)

Der Verkauf des Hotels Imperial war einer der größten Deals 2011.


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28 – financenetreal:estate

Freitag, 17. Februar 2012

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short

© Wikimedia/Muhammad Mahdi Karim

Strabag holt sich 134 Millionen-Auftrag

KPMG-Studie Internationales Survey ortet für Bauunternehmen besonders im Energiesektor Potenzial für Wachstum

Chancen für Bauindustrie in Infrastrukturprojekten Nachfrage auf diesem Gebiet ist Hoffnungsschimmer und Wachstumstreiber für Bauunternehmen.

der Unternehmen mit einem Rückgang der Aufträge rechnen. „Dieser Optimismus in der internationalen Befragung ist natürlich stark vom anhaltenden Bauboom in Asien – wie etwa China oder Hongkong – geprägt. In Europa betrachten die Unternehmen die Eurokrise mit wachsender Besorgnis. Die politischen Diskussionen werden aufmerksam verfolgt. In Österreich rechnet man insgesamt mit einer etwa gleichbleibenden Auftragslage“, erklärt KPMG-Geschäftsführer Ernst Pichler.

Fritz Haslinger

Dar Es Salaam/Wien. Der börsenotierte Baukonzern Strabag zog einen Auftrag in Höhe von 134 Mio. € in der tansanischen Hauptstadt Dar Es Salaam an Land. Das Unternehmen wird ein oberirdisches Bustransportsystem mit separaten Busspuren und Vorrangschaltung (Bus Rapid Transit Infrastructure) bauen, wobei der Auftrag die Rehabilitierung und Erweiterung von insgesamt drei Hauptverkehrsadern mit einer Gesamtlänge von 21,1 km umfasse. „Die an unsere Tochter Strabag International GmbH vergebenen Arbeiten sind Teil des ‚Second Central Transport Corridor Project‘. Dieses Projekt soll das wirtschaftliche Wachstum Tansanias durch ein effizientes Transportsystem unterstützen. Die wichtigsten Komponenten sind das innerstädtische Transportsystem in Dar Es Salaam, die Fernverkehrsstraßen sowie der Flughafen Sansibar“, umreißt Hans Peter Haselsteiner, ­Vorstandsvorsitzender der ­Strabag SE, das Bauvorhaben. Der Baubeginn sei für Februar 2012 festgelegt worden und die maximale Bauzeit betrage 36 Monate. (fh)

© Wikimedia/ Erich Schmid

Immofinanz verkauft Palais Batthyány

Linz/Wien. Die vergangenen drei Jahre waren für viele Unternehmen in der Bauindustrie von Unsicherheit geprägt. Eine Konstante bleibt jedoch: die Nachfrage nach Infrastruktur in allen Varianten. Dies ist wenigstens die Kernaussage der internationalen Studie „KPMG Global Construction Survey 2012“, zu der auch österreichische Unternehmen befragt wurden. Daraus ergebe sich ein deutlicher Schwenk im Fokus der Bauunternehmen. Habe man sich bisher vor allem auf Geschäfts-, Wohn- und Industriebauprojekte konzentriert,

Kostenoptimierung gefragt Um den künftigen Herausforderungen gut gerüstet begegnen zu können, würden die Unternehmen vor allem in der Beschaffungs- und Zulieferkette (59%) sowie in verbesserten Geschäftsprozessen (53%) Potenzial zur Kostenoptimierung sehen. „Gerade in den Emerging Markets sind jene Unternehmen mit den effizientesten Strukturen und Beschaffungswegen am erfolgreichsten“, meint Wilhelm Kovsca, Co-Geschäftsführer bei KPMG. Eine deutliche Reduktion der Kosten werde vor allem von US-Unternehmen angestrebt. Kostenbewussteres Denken werde direkt in der Unternehmensstruktur verankert. In Österreich würden die Baufirmen zwar auf weitere Optimierungen setzen, eine deutliche Reduzierung der Kosten (insbesondere bei Overheads und Löhnen) sei laut den Experten aber nicht zu erwarten. „Wir sehen nach wie vor Handlungsbedarf bei der Implementierung standardisierter Tools zur Steuerung des Risikos. Die befragten Unternehmen in Österreich sehen vor allem politische Risiken in den Emerging Markets, die es zu bewerten gilt“, sagt Pichler.

Der Optimismus in der internationalen Befragung ist stark vom Bauboom in Asien geprägt. ernst pichler, kpmg

© KPMG

Die Strabag wird Hauptverkehrsadern in Dar Es Salaam verbessern.

KPMG-Geschäftsführer Ernst Pichler: Bauunternehmen rechnen mit gleich­ bleibender Infrastruktur-Auftragslage in Österreich.

seien diese in vielen Regionen auf den zweiten Platz gerückt. Ganz vorn stünden nun Infrastrukturprojekte im Bereich Energie und Naturressourcen, Transport, Kommunikation und Technologie.

sehen. 41% der Befragten würden mit Aufträgen bei Erdöl-, Erdgasprojekten und Erneuerbarer Energie rechnen. Aber große Infrastrukturprojekte befänden sich auch im Spannungsfeld zwischen der öffentlichen Hand und privaten Unternehmen: Während Regierungen sich auf eine wachsende Bevölkerung und somit große Anforderungen an die Infrastruktur einstellen müssen, ist gleichzeitig Kostenreduktion deren oberste Maxime, heißt es seitens KPMG. 80% der Studien-

Wachstum im Energiesektor Die von KPMG Services GmbH Steuerberatungsgesellschaft durchgeführte Befragung habe ergeben, dass die Bauunternehmen besonders im Energiesektor ein großes Potenzial für Umsatzwachstum

teilnehmer würden den Regierungen mangelnde Führungs- und Entscheidungskompetenz im Hinblick auf Infrastrukturmaßnahmen bescheinigen, die beispielsweise Public-Private-Partnerships erleichtern würden.

Sorgenkind Wirtschaftslage Vor allem würde die instabile Wirtschaftslage den Bauunternehmen Sorge bereiten (weltweit 71%, Europa 82%). Andererseits zeige die Studie jedoch, dass nur elf Prozent

Arealentwicklung Franz-Josefs-Bahnhof-Gelände neu

Joint Venture Know-how für große Immo-Projekte

Wien. Durch die Übersiedlung der Wirtschaftsuniversität (WU) in die Leopoldstadt werden am „Althangrund“ große Flächen frei. Eigentümer des Geländes am Franz-Josefs-Bahnhof sind die Bundesimmobiliengesellschaft, die ÖBB, die Wirtschaftsuniversität und weitere kleinere Anrainer. Sie alle müssen an einen Tisch gebracht werden, um gemeinsam mit den Anrainern ein Konzept für das Areal zu entwickeln. Bereits im Vorfeld hätten die Bewohner des Bezirks den Wunsch geäußert, dass sie einen leichteren Zugang zum Naherholungsgebiet entlang des Donaukanals haben möchten. Deshalb soll eine Querung des Gebäudeblocks ermöglicht werden.

Frankfurt/Wien. LaSalle Investment Management (LaSalle) und Quantum Global Real Estate (Quantum Global) werden ihr InvestmentManagement-Know-how in einem Joint Venture nutzen und weltweit gemeinsam in große ImmobilienAnlageobjekte investieren. Inklusive Fremdkapital verfüge das Joint Venture über eine anfängliche Kaufkraft von 1 Mrd. USDollar (rund 700 Mio Euro).

Start für „Althangrund“-Planungen LaSalle gemeinsam mit Quantum

Fokus auf Core-Immobilien

Verlegung des Bahnhofs Studierende der Technischen Universität Wien, der Akademie der bildenden Künste und der Ecole Nationale Supérieure d‘Architecture de Paris – La Villette haben sich bereits mit möglichen Zukunftsvarianten auseinandergesetzt. Bei einer Präsentation der

ten geleitet: dem Eigentümer von Quantum Global, Jean-Claude Bastos de Morais, und LaSalle GlobalCEO Jeff Jacobson. Diese werden mit leitenden Mitarbeitern des Quantum Global Teams und Simon Marrison, Leiter und Chief Investment Officer des Private Equity Geschäfts von LaSalle in Europa, eng zusammenarbeiten, der die Initiative von LaSalle bei dem Joint Venture ­leiten soll. (fh)

„Althangrund“: Anrainer bekommen leichteren Zugang zum Donaukanal.

Im Fokus des Investment-Interesses sollen vornehmlich Core-Immobilien stehen: Qualitativ hochwertige, langfristige Investments in Größenordnungen von mehr als 100 Mio. US-Dollar (rund 70 Mio. Euro). Zielmärkte werden anfangs Australien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und die USA sein. Sowohl eigenständige Investitionen als auch Investments in Form von Club-Deals zusammen mit gleichgesinnten institutionellen Investoren werden ab sofort ins Auge gefasst. Das multidisziplinäre Team wird von erfahrenen Branchen-Exper-

© Quantum Global

Wien. Die Immofinanz hat das Palais Batthyány in der Bankgasse in der Wiener Innenstadt, bisher Sitz der Semper Constantia Privatbank, um 22 Mio. € verkauft. „Für uns sehr erfreulich war, dass der Verkaufspreis mehr als 30 Prozent über dem Buchwert gelegen ist“, bestätigt Immofinanz-Chef Eduard Zehetner. „Zudem sei diese Transaktion ein weiteres, positives Resultat aus der ‚Vergangenheitsbewältigung‘ der Immofinanz, war doch die Immobilie Bestandteil der Vereinbarungen rund um den sogenannten IBAG-Bond“, so Zehetner. Laut dem Wirtschaftsmagazin Gewinn sei der Käufer des Palais die Christian Knobloch Vermögensverwaltung, Eigentümer der österreichischen CKV Gruppe. Die Semper Constantia Privatbank werde im Frühjahr von der Bankgasse 2 in die Heßgasse 1, mit einer Bürofläche von 3.500 m�, übersiedeln. (APA/fh)

Arbeiten bezeichnete die Wiener Planungsstadträtin Maria Vassilakou das Gebiet als „Barriere im Herzen der Stadt“. „Wir haben in den kommenden Jahren die Chance, das Areal städtebaulich neu auszurichten und mit dem Erholungsgebiet entlang des Donaukanals zu vernetzen und Querungen zu schaffen.“ Eine UmgestaltungsVariante könnte die Verlegung des Bahnhofs in Richtung Spittelau sein, meinte Vassilakou. (fh)

© MA21A/Emrich

Das Palais Batthyány im Zentrum Wiens wechselte jetzt den Besitzer.

Jean-Claude Bastos de Morais, ­Quantum (li.); Jeff Jacobson, La Salle.


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Freitag, 17. Februar 2012

financenetreal:estate– 29

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Häuselbauer Die Kürzungen bei Förderungen und Einspeistarifen machen alternative Energieversorgungen immer unlukrativer

Ende des „Goldenen Zeitalters“ Wien. Wer sein Haus am Höhepunkt der Finanzkrise auf Solarenergie oder Windkraft zur Stromeinspeisung ins Netz umrüstete oder gleich neu baute, konnte mit großzügigen Förderungen rechnen. Die Anlagen rechneten sich in wenigen Jahren. Doch damit scheint vorerst Schluss zu sein: Das Diktat der leeren Kassen kappt auch Förderungen und Einspeistarife.

Gewartet wird nicht Wegen der bisher lukrativen Zuschüsse und der hohen Zahl der Anmeldungen (die Förderungen waren innerhalb weniger Stunden vergriffen) haben sich sowohl die Konditionen für die Förderung als auch der Einspeisetarif deutlich verschlechtert: So werden statt 45,98 im Jahr 2009 heuer im schlechtesten Fall nur noch 18 Cent/kWh vergütet.

WKO Bauspar-Kürzungen

Pichler warnt

© Mediendienst.com/Foto Wilke

Wien. Das Sparpaket der Bundesregierung sieht auch Einschnitte beim Bausparen und der privaten Altersvorsorge vor. Nicht nur Sparer sind nicht wirklich erfreut, auch Lebensversicherer und Bausparkassen zeigen sich davon wenig begeistert. „So sehr anzuerkennen ist, dass notwendige Schritte zur Sanierung des Staatshaushalts endlich gesetzt werden, stellt sich die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, gerade beim Bausparen und bei der Zukunftsvorsorge zu kürzen”, sagt Herbert Pichler, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). „Bausparen ist durch das unmittelbare Zurverfügungstellen von Mitteln für den Wohnbau ein wichtiger Beitrag zur Stimulierung der Wirtschaft und hat sich gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bewährt. Eine Verringerung des Mittelaufkommens würde zu nachhaltigen Auswirkungen auf die Wohnbaufinanzierung führen, damit eine Vielzahl ein Wirtschaftszweigen treffen und dort Arbeitsplätze in Gefahr bringen”, unterstreicht Pichler. Auch der durch geringere Investitionen zu befürchtende Ausfall von Umsatzsteueraufkommen könnte größer sein als geplante Einsparung. Als „falsches Signal, insbesondere an junge Menschen” bezeichnet Pichler auch die FörderSenkung zur privaten Zukunftsvorsorge: Sie senke die Bereitschaft zur Altersvorsorge. (ots/hk)

Herbert Pichler: Senkung der Förderung ist ein falsches Signal für Junge.

Dabei wird eben mit Kürzungen nicht erst auf das Sparpaket gewartet – Einschnitte gibt’s schon heuer: „Bereits im März 2011 wurde die Erstfassung der Ökostromgesetznovelle 2012 präsentiert. Diese Fassung war zwar eine Verbesserung gegenüber dem bestehenden, aber durchwachsen mit Hinterhältigkeiten und Verhinderungsmechanismen, die oft auf den ersten Blick gar nicht durchschaubar und erkennbar waren“, wettert der Bundesverband Photovoltaic Austria, dessen Präsident Hans Kronberger ist. Wer sich zum Beispiel für das innovative Windrad von FuSys-

tems (http://www.fusystems.de; das Unternehmen hat der damals erst 19jährige Fritz Unger 2010 gegründet) entscheidet, muss mit der Amortisierung lange warten: Pro Windrad werden 800 Watt Spitzenleistungs-Strom bei nur 1,30 m Rotor-Durchmesser erzeugt, die man ins Netz einspeisen kann. Bei einem Stückpreis von rund 1.300 € und einem Einspeisetarif für aus Windkraft erzeugtem Strom von aktuell nur 9,5 Cent pro Kilowattstunde rechnet sich der „BreezeBreaker“, der von jedem Heimwerker selbst montiert werden kann, allerdings erst in rund zehn Jahren. (hk)

© Panthermedia.net/Smileus

Amortisierungszeiträume für Solar und Wind werden deutlich länger.

Sonnenenergie glänzt durch gekappte Einspeistarife deutlich matter im Börsel.


l aw & o r d e r / p e o p l e & dat e s

30 – financenetreal:estate

Freitag, 17. Februar 2012

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Mergers & Acquisitions Umfrage der Anwaltssozietät DLA Piper ortet grundsätzlich Optimismus für das Jahr 2012

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M&A-Umfrage DLA Piper

DWS: Staatsfonds­ Manager aus Abu Dhabi Frankfurt am Main. DWS Investments baut die Expertise in den Emerging Markets weiter aus. Luiz Ribeiro war zuletzt Leiter für lateinamerikanische Aktien bei ADIA, dem weltgrößten Staatsfonds Abu Dhabi Investment Authority. Als Leiter lateinamerikanische Aktien wird er die Anlagestrategie der DWS für diese Region verantworten. Ribeiro wird seinen Hauptsitz in São Paolo haben und an Andreas Römer, Leiter Emerging Markets, berichten. (red)

Wien/London. Die Stimmung auf dem europäischen Markt für kreditbasierte Übernahmefinanzierungen sei im zweiten Halbjahr 2011 von Vorsicht geprägt gewesen, aber grundsätzlich optimistisch für das laufende Jahr 2012. Dies ergibt eine aktuelle Umfrage der internationalen Rechtsanwaltskanzlei DLA Piper unter 100 Marktteilnehmern. Die dritte Auflage des jährlichen „European Acquisition Finance Debt Report” zeige, dass die Marktliquidität wegen der Schuldenkrise im Euroraum sowie der daraus folgenden gestiegenen aufsichtsrechtlichen Auflagen und dem höheren Risikobewusstsein eingeschränkt bleibt.

Kenneth Clarke wirbt für EGMR-Reform

beherrschen werden, da in den kommenden zwei Jahren hohe Fälligkeiten zu restrukturieren seien. Mit einem Anteil von 26% folgen an zweiter Stelle Secondary und Tertiary Buyouts, bei denen Private Equity-Unternehmen Beteiligungen an ihre Wettbewerber weiterverkaufen. An dritter Stelle folgen Unternehmensverkäufe mit einem Anteil von 14,3%. Wolfgang Freund, Partner von DLA Piper: „Die Kredit‑ und Kapitalmärkte litten 2011 unter der Euro-Krise. Die Ergebnisse unserer Umfrage deuten darauf hin, dass sich daran auch 2012 nicht viel ändern wird. Wir gehen davon aus, dass Funding durchaus vorhanden ist, allerdings die Zahl der nach den strengen Kriterien der Investoren und Kreditgeber ‚richtigen‘ Transaktionen beschränkt ist. Insgesamt erwarten wir, dass es auch 2012 entsprechende Wachstumschancen geben wird.“ (red)

Die Erwartungen

© EPA

Knapp ein Drittel der Befragten (29%) geht davon aus, dass Refinanzierungsgeschäfte den Markt

© DLA Piper

Refinanzierungsgeschäfte und Buyouts sollen in den Augen der Befragten den Markt dominieren.

Wolfgang Freund, Partner bei DLA Piper: „2012 entsprechende Wachstumschancen“.

Der britische Justizminister Kenneth Clarke wirbt für EGMR-Reform.

Messe: Bauen & Energie in Wien

Wolf Theiss berät Lumar-Erwerb

Salzburg. Das Internationale Rechtsinformatik Symposion IRIS findet von 23. bis 25. Februar zum 15. mal in der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg statt. Abgehalten werden u.a. Workshops zu Suchtechnologien für Juristen, Juristische Informatiksysteme und Anwendungen, E-Government, E-Demokratie, E-Justiz, E-Taxation und FinanzOnline. (red)

Clemens Philipp Schindler, Markus Bruckmüller, Partner bei Wolf Theiss.

Ehrenbeleidigung Klage gegen Lansky abgewiesen

Sozietät Hengeler Mueller

Maba Hochbau

Salzburg. In der Causa rund um einen verlorenen Ring haben Bianca Jagger und ihr Anwalt Gabriel Lansky einen Etappensieg errungen. Ein Salzburger hatte von Jagger 10.500 € Finderlohn gefordert, nachdem er 2008 einen 200.000 € teuren Ring der Ex-Frau von Rolling Stone Mick Jagger gefunden hatte. Jedoch hatte er den Fund erst zwei Wochen später gemeldet, weil er den Ring laut eigener Aussage für wertlos gehalten

Frankfurt. Hengeler Mueller berät Siemens bei deren Begebung von US-Dollar denominierten Optionsschuldverschreibungen. Den von der Siemens Financieringsmaatschappij N.V. auszugebenden und von der Siemens AG garantierten Schuldverschreibungen werden von der Siemens AG zu emittierende Optionsscheine angefügt. Die Optionsscheine berechtigen zum Bezug mehrerer SiemensAktien gegen Zahlung eines Ausübungspreises in Euro. Die Optionsschuldverschreibungen wurden in zwei Tranchen mit Laufzeiten von fünfeinhalb und siebeneinhalb Jahren platziert. Es handelt sich um eine der größten in den letzten Jahren in Deutschland emittierten Equity-linked-Anleihen.

Wöllersdorf. Die Maba Fertigteilindustrie, ein Unternehmen der Kirchdorfer Grupe, hat Dieter Uhrig (49) zum neuen Vertriebsleiter für den Bereich Hochbau ernannt. Uhrig hat die Uni Karlsruhe mit Schwerpunkt Wohnbau und Stadtplanung absolviert. Zuletzt arbeitete er an Retail-Projekten in Tschechien und Kroatien, davor war er einige Jahre in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Kirchdorfer Gruppe tätig. (red)

OGH-Urteil rund um Jagger-Ring

© HVK

Investition in NanoTechnologie: HVK berät

Philipp Kinsky von der Wirtschaftskanzlei Herbst Vavrovsky Kinsky.

Wien. Rund 570 Aussteller aus dem In- und Ausland sind noch bis 19. Februar bei der „Bauen & Energie Wien“ in der Messe Wien zu Gast. Rechtzeitig vor dem Beginn des Frühlings und der kommenden Bausaison zeigt die „Bauen & Energie Wien“ einen detaillierten und branchenumfassenden Überblick über die Themen gesundes Bauen, Renovieren, Sicherheit, Wellness, Finanzieren und Energiesparen. Zusätzlich widmet sich eine Reihe von Ausstellern den Trends im Außenbereich (Garten, Terrasse oder Balkon). Dementsprechend bietet die Messe eine eigene, speziell auf das Thema Außenraum zugeschnittene Veranstaltung: das „aussenRaum Symposium“.  (red)

© Wolf Theiss (2)

Ljubljana/Wien. Die internationale Anwaltssozietät Wolf Theiss hat den Private Equity-Fonds H.I.G. Europe Capital Partners und die Green Building Group GmbH bei deren Einstieg beim slowenischen Marktführer im Fertigteilhausmarkt, Lumar IG d.o.o., beraten. Bis zum Verkauf an H.I.G. und Green Building Group wurde Lumar von den Unternehmensgründern, der Familie Lukic, gehalten. Über die Höhe des Transaktionsvolumens wurde Stillschweigen vereinbart. Wolf Theiss beriet H.I.G. und Green Building Group unter der Leitung der Partner und Private Equity-Spezialisten Markus Bruckmüller und Clemens Philipp Schindler.  (red)

RechtsinformatikSymposium Salzburg

hatte. Anwalt Lansky hatte dies als „Unfug” und „lächerlich” bezeichnet. Die darauffolgende Kreditschädigungsklage (Ehrenbeleidigung) wurde vom Richter Walter Dalus abgewiesen, das Oberlandesgericht Linz gab dem Kläger aber Recht. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat das erstinstanzliche Urteil wiederhergestellt. Per Gesetz müssen Funde „unverzüglich“ gemeldet werden, da sonst Ansprüche auf Finderlohn verfallen.  (APA/red)

Klient Siemens

Vertriebsleiter

Bianca Jagger-Anwalt Gabriel Lansky: OGH weist Vorwurf der Ehrenbeleidigung ab.

Tätig sind Partner Torsten Busch (Leitung) und Ralph Defren sowie Counsel Martin Peters und Associate Andreas Stoll. Hengeler Mueller arbeitet in diesem Mandat im Bezug auf Themen des niederländischen Rechts mit De Brauw Blackstone Westbroek zusammen.  (red)

© Maba

Das Beratungsteam

© Wildbild

Wien. Die Wirtschaftskanzlei Herbst Vavrovsky Kinsky hat Intel Capital bei ihrem Equity Investment in IMS Nanofabrication rechtlich beraten. Intel ist Teil eines Konsortiums, dem neben Photronics auch private Investoren angehören. IMS entwickelte eine Technologie, mit welcher Strukturen von 20nm und darunter generiert werden können. Das Team von Herbst Vavrovsky Kinsky wurde bei dieser Transaktion von den PE/VC-Spezialisten Philipp Kinsky und Christof Strasser geleitet. (red)

Aviso 16.–19. 2.

Fertighausmarkt H.I.G. und Green Building kaufen slowenischen Marktführer Lumar

Wien. Der britische Justizminister Kenneth Clarke hat in Wien für eine Reform des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) geworben. „Das Gericht soll sich auf ernste Fälle konzentrieren; derzeit werden 150.000 Klagen im Jahr in Straßburg eingebracht”, erklärte der Politiker der britischen Konservativen im Gespräch mit der APA. (APA/red)

Dieter Uhrig ist neuer Vertriebsleiter für den Bereich Hochbau bei der Maba.


inside your business. today.

Freitag, 17. Februar 2012 – 31

Leitbetrieb

Information

Boehringer Ingelheim wurde als führendes Unternehmen ausgezeichnet  Seite 36

Pharmaunternehmen Ferring startet neue Kampagne gegen Prostatakrebs  Seite 36

© Ferring

© Boehringer

healtheconomy Wechsel Mediziner suchen neuen Chef

Die unendliche Reform: Ziel ist fix, Weg unklar

© EPA

short

© APA/Hans Klaus Techt; APA/Barbara Gindl; Montage: B.Schmid

© Public Health PR/ Christian Saupper

Engagement 1,4 Mrd. Gratis-Be­ handlungen für neun vernach­ lässigte tropische Krankheiten (NTD), die wiederum für 90% aller NTD-Erkrankungen weltweit verantwortlich sind – damit und durch die Bereit­ stellung von Millionenbeträ­ gen für die Forschung will die Pharmaindustrie den Kampf gegen Krankheiten unterstüt­ zen, denen jährlich Millionen Menschen zum Opfer fallen. Mitgliedsunternehmen der In­ ternational Federation of Phar­ maceutical Manufacturers & Associations haben sich in der bisher größten Aktion zusam­ mengetan. Seite 33

Kommunikation Ärzte, Pfleger, Patienten – der Kommunika­ tions-Experte August Neuba­ cher und die Agentur Public Health PR bringen alle Sta­ keholder an einen Tisch. Mit der Expertise des akademisch geprüften Trainers, NLP-Masters und Coaches für executive Management kann die Agen­ tur um Michael Leitner ihre Kompetenzen erweitern – und Kommunikationstraining am Puls der Zeit anbieten, vom Einzelcoaching über Klein­ gruppen-Trainings und Profes­ sionalisierungs-Workshops für Fachgruppen bis zu Unterstüt­ zung beim Aufbau von Patien­ tenorganisationen. Seite 34

Umstrittene Reform Jetzt ist es fix: Kassen, Bund und Länder wollen bis 2016 ­satte 3,5 Mrd. € Kostenanstieg im Gesundheitswesen dämpfen. Über das Wie streiten Kassenpräsident Schelling und Länder-Verhandler Pühringer noch.  Seite 32 Ergebnis Pharmakonzern hat Patentabläufe verdaut

inhalt

© Sanofi

Pharmareport > Biotech: Vela und Anagnostics kooperieren  34 > Bilanz I: Umsatzrückgang bei GlaxoSmithKline  35 > Bilanz II: AstraZeneca streicht weitere Stellen  35

Österreich-Chef Gamerith sieht Sanofi für die Zukunft gut gerüstet.

Wien. Der Pharmakonzern Sanofi hat nach eigenen Angaben schon hinter sich, was andere Pharmariesen noch vor sich haben: Den Ablauf von Patenten bei umsatz­ starken Medikamenten. 2011 sei mit etlichen Patentabläufen ein Jahr des Übergangs gewesen, sagte Österreich-Geschäftsführer Roman Gamerith. Dank Einsparungen und geringerer Steuern wies Sanofi ei­ nen Gewinn von 5,6 Mrd. € nach 5,4 Mrd. € im Vorjahr aus. Der Konzernumsatz legte um 3,2% auf 33,4 Mrd. € zu. Die Aktionäre kön­ nen sich mit 2,65 € pro Aktie auf eine höhere Dividende (2010: 2,50) einstellen. Seite 32

Astellas holt Onkologie-Experten

© Astellas

Sanofi legt positive Bilanz vor

Healthcare > Kommentar: Was wir vom neuen Ärztepräsidenten er­ warten dürfen und sollen  32

Lifescience > Apomedica entwickelt neue Pille aus Wüsten­ pflanzen  35 > Biocrates expandiert in die Türkei und nach Spanien  35

Forum Forschungsergebnisse wurden präsentiert

165 Onkologen, Radiologen und Urologen diskutierten Forschungsergebnisse.

Wien. Die Bundeshauptstadt rückte vor Kurzem anlässlich des „4. Astel­ las Oncoforum“ ins Zentrum der in­ ternationalen Onkologieforschung. Bei diesem österreichweit einzigar­ tigen Symposium präsentierte der japanische Konzern Astellas Phar­ ma die Ergebnisse der vier wich­ tigsten onkologischen Kongresse der Welt vor 165 Onkologen, Radio­ logen und Urologen. Das Forum ist ein multinationales Programm, das auf den Review-Tätigkeiten von sogenannten Oncoforum-Reportern basiert. Insgesamt 17 internationa­ le Experten besuchen die weltweit wichtigsten Kongresse und zogen nun Bilanz. Seite 35

© Ärztekammer für Wien/G. Zeitler

medianet


c ov e r

32 – healtheconomy

Freitag, 17. Februar 2012

Bilanz Pharmakonzern steigert Umsatz trotz Patentabläufen um 3,2% und Gewinn von 5,4 auf 5,6 Mrd. €

Kommentar

Sanofi sieht sich für die Zukunft gut gerüstet

Ein Kapitän geht von Bord

Österreich-Geschäftsführer Gamerith: „Wir haben hinter uns, was viele andere noch vor sich haben.“ nicht mehr aus, Sanofi sieht sich als Partner in Healthcare. „Sanofi arbeitet an der Einführung einer ganzen Handvoll neuer Produkte – vor allem in unseren Kernbereichen Diabetes, Onkologie aber auch Kardiologie. Mit ‚Genzyme‘ haben wir nun auch einen Spezialisten auf dem Gebiet der seltenen Krankheiten an Bord.“ Sanofi Österreich bemühe sich besonders auf den Kerntherapiegebieten Onkologie und Diabetes um eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen und den Playern in Gesundheitswirtschaft und -politik. So habe man etwa den „Wiener Krebstag“

Martin Rümmele Michael Strausz Martin Rümmele

Wien. Der französische Pharmakonzern Sanofi – Nummer vier am Weltmarkt – hat nach eigenen Angaben schon hinter sich, was andere Pharmariesen noch vor sich haben: den Ablauf von Patenten bei umsatzstarken Medikamenten. 2011 sei mit etlichen Patentabläufen ein Jahr des Übergangs gewesen, sagte Konzernchef Christopher Viehbacher bei der Bilanzpräsentation in Paris. Dank Einsparungen und geringerer Steuern wies Sanofi einen Gewinn von 5,6 Mrd. € nach 5,4 Mrd. € im Vorjahr aus. Der Konzernumsatz legte um 3,2% auf 33,4 Mrd. € zu. Die Aktionäre können sich mit 2,65 € pro Aktie auf eine höhere Dividende (2010: 2,50) einstellen.

W

ie wichtig ist der Einfluss der Ärzte bei Reformen im Gesundheitswesen wirklich? Und wie wichtig nehmen sie sich? Klar ist, die Berufsgruppe spielt gern mit den Muskeln und sich gern als Anwalt der Patienten auf. Und die stehen ja bekanntlich, wenn man allen Stakeholdern im Gesundheitswesen glauben mag, im Mittelpunkt. Klar ist auch, dass ohne die Ärzte wenig geht. Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky haben sie zu Fall gebracht, E-Card und Elektronische Gesundheitsakte lange verzögert. Ob alle diese Positionen sinnvoll für die Patienten und das Gesundheitssystem sind und waren, sei dahingestellt, fix ist, dass sie meist den Ärzten selbst geholfen haben. Einer, der eine große Mitverantwortung für das Gesundheitssystem in seiner aktuelle Form trägt, nimmt nun den Hut: Ärztekammerpräsident Walter Dorner (69) hat sich sein Image als polternder, aber pragmatischer Standesvertreter lange erarbeitet. Jahrelang – seit 1999 in Wien, seit 2007 österreichweit – hat er sich für die Ärzte in die Bresche geworfen und versucht, die heterogenen Interessen der 40.000 Mitglieder unter einen Hut zu bringen. Jetzt soll im sein Vize Johannes Steinhart folgen. Er gilt als Hardliner und war zuletzt für die Elga-Kritik der Ärzte zuständig. Ob das für das System gut ist, wird sich zeigen.

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Quelle: APA/MA15; Grafik: Raimund Appl

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Roman Gamerith gf Sanofi österreich

Sanofi-Österreich-Geschäftsführer Roman Gamerith ortet Wachstumspotenzial bei Diabetes, in der Onkologie und in der Kardiologie.

rige Jahre bevor“, sagt Gamerith im Hinblick auf Änderungen im Pharmamarkt, aber auch die aktuell diskutierte Gesundheitsreform. Die Rahmenbedingungen für die Markteinführung neuer Produkte werde schwieriger, die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft müssten sich auf neue Gegebenheiten einstellen. „Das passiert bei manchen früher, so wie bei uns, bei anderen später.“ Deshalb freue es ihn, dass Sanofi als eines der ersten Unternehmen aus dem sogenannten Patent Cliff 2012 herauskommen wird. „Viele Firmen

mit Patentausläufen werden noch schwierige Jahre durchleben, die wir großteils schon hinter uns haben.“ Die Zeit der Blockbuster sei vorbei, ein Umdenken schon länger im Gange. Es würden individuelle neue Wirkmechanismen und Moleküle auf den Markt kommen, die derzeit noch in Forschung sind und wirklich added value bringen, ist der Sanofi-Manager überzeugt. Wie erfolgreich ein Unternehmen ist, stehe und falle mit innovativen Produkten und innovativen Ideen. Produkte alleine reichen heute

im Rathaus gesponsert und sei – wie jedes Jahr – auch heuer wieder einer der drei Hauptsponsoren der „Pink Ribbon Tour“ der Österreichischen Krebshilfe, um das Thema Brustkrebs, Vorsorge und Behandlung zu transportieren. Zudem sei man sehr engagiert, die Thematik Diabetes in Österreich nicht einschlafen zu lassen und suche intensiv das Gespräch mit Experten aus verschiedenen Richtungen, um vor allem den Punkt „Prävention“ voranzutreiben und geeignete Maßnahmen aufzuzeigen und umzusetzen.

Gesundheitsreform Länder und Kassen streiten weiter über wichtige Eckpunkte

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Sparziel ist fixiert – Weg nicht Wien. Entgegen den Erwartungen und den Erfahrungen langer Diskussionen in der Vergangenheit sind die Bemühungen um eine Gesundheitsreform diese Woche einen Schritt weitergekommen. Bei einem Treffen der sechsköpfigen Steuerungsgruppe im Gesundheitsministerium einigten sich Vertreter von Bund, Ländern und Sozialversicherung zumindest in Grundzügen auf eine gemeinsame Planung, Steuerung und Finanzverantwortung des Gesundheitssystems. Auch die Sparvorgaben für Sozialversicherung und Länder bis 2016 wurden festgelegt. Die gute Nachricht verkündeten nach der Sitzung Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ), Hauptverbands-Chef Hans Jörg Schelling und die Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ). Seitens der ÖVP stellte sich niemand den Medien. Finanzministerin Maria Fekter verließ die Sitzung kommentarlos, und Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer verließ das Ministerium über einen anderen Ausgang. Zuvor – lange vor Sitzungsende – hatte er via

Medien wissen lassen, dass es „keine Einigung“ gebe. „Ich kann nicht abschließen, ohne zuvor die Landeshauptleute-Konferenz damit zu befassen.“ Später relativierte er seine Aussage und merkte im Radio an, dass man auf einen gute Weg sei, aber eben der Durchbruch noch fehle, weil noch nicht klar sei, wie gespart werden soll. Klar ist aber, in welchem Ausmaß im Gesundheitswesen bis 2016 ge-

© APA/Georg Hochmuth

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Umdenken ist schon © Sanofi

2011 sei für Sanofi ein sehr intensives Jahr in einem weiter schwierigen Marktumfeld gewesen, sagt auch Österreich-Geschäftsführer Roman Gamerith. Mit der Integration der Biotech-Firma „Genzyme“ habe man einen weiteren Schritt in Richtung Diversifizierung gemacht. Er sieht sich deshalb für heuer gut gerüstet: „Wir rechnen in diesem Jahr mit einer stabilen Umsatzentwicklung, wobei die Wachstumsplattformen Diabetes und Onkologie dank innovativer Produkte zum positiven Trend beitragen und so den Impact der Patentverluste abfedern.“ Auch Neuzugänge aus dem Genzyme-Portfolio würden die Onkologie wie auch das Ethische Geschäft (Base Portfolio) aufwerten. Der österreichische Pharmamarkt habe bereits herausfordernde Jahre hinter sich, „es stehen uns jedoch noch weitere schwie-

UNBERECHENBARE INFLUENZA – GRIPPEERKRANKUNGEN IN WIEN NACH KALENDERWOCHEN 2009/10

buster ist vorbei. Ein

2011 war intensives Jahr

GRAFIK DER WOCHE

2008/09

Die Zeit der Block-

Gesundheitsminister Alois Stöger will Kosten um 3,5 Mrd. € dämpfen.

spart werden muss: Rund 3,5 Mrd. € hat die Kostendämpfung zu betragen, damit die Ausgaben nicht stärker steigen als das BIP-Wachstum, sagten Hauptverbands-Chef Hans Jörg Schelling und Gesundheitsminister Alois Stöger. Abzüglich der im Sparpaket bei den Sozialversicherungen veranschlagten minus 1,37 Mrd. € bleiben den Ländern damit rund 2,1 Mrd. € an Einsparungsvolumen. Stöger zeigte sich optimistisch, gestand aber ein, dass bis zum Beschluss der gewünschten BundLänder-Vereinbarung noch ein weiter Weg zurückzulegen sei. Mit der Verständigung auf das Zielsteuerungsmodell sei „sehr, sehr viel“ erreicht worden, vor allem, weil es auch Ausgabenobergrenzen beim Nichteinhalten der Vorgaben geben soll. Offen ist, wie auch schon in den Jahren zuvor, wie eine gemeinsame Steuerung von Kassenbereich und Spitalsbereich, für den die Länder zuständig sind, aussehen soll. Nach wie vor will keine Seite Einfluss und vor allem Geldmittel abgeben. (iks)


H E A LT H : C A R E

Freitag, 17. Februar 2012

Therapie I Beispiel Leistenbruch zeigt, dass Operation allein noch nicht ausreicht

Gesamtkonzept Wien. Leistenbruchoperationen bedeuteten in der Vergangenheit bis zu sechswöchige körperliche Schonung mit den damit verbundenen nachteiligen Folgen wie Muskelabbau, Konditionsverlust und Einschränkung der Lebensqualität. Unter Anwendung eines neuen Behandlungskonzepts lässt sich die Phase der Rekonvaleszenz deutlich verkürzen und den Patienten schneller wieder zu seinem gewohnten Lebensstil, wie Sport, körperliche Aktivität, Beruf, etc., zurückkehren, sagt der Wiener Chirurg Sebastian Sporn. Zu dem neuen Konzept gehöre neben der üblichen Diagnosestellung die genaue Erhebung der Patientenerwartung an die Behandlung. Daran angepasst werde über die Art des operativen Eingriffs und die Nachbehandlung entschieden. Die Operation selbst kann offen (Hautschnitt in der Leiste) mit oder ohne Implantation eines Kunst-

stoffnetzes durchgeführt werden. „Eine etablierte Alternative dazu ist die laparoskopische Leistenbruchoperation, also eine minimalinvasive Methode mit Einbringen eines Kunststoffnetzes (TAPP) von innen“, sagt der Arzt. Nach der Operation stellt die frühe postoperative Physiotherapie eine wichtige Säule des Programms dar. Dabei wird der Patient mithilfe einer erfahrenen Physiotherapeutin gezielt an die Verfassung vor der Operation herangeführt. Dies ermöglicht eine Reduktion der Schmerzen, verhindert Muskelabbau und verkürzt die Krankenstandsdauer. (red)

© privat

Chirurg empfiehlt Vorgespräch und Physiotherapie.

Chirurg Sebastian Sporn: „Nachbehandlung nach Operation ist wichtig.“

healtheconomy – 33

Therapie II Pharmaindustrie hilft armen Ländern

Geld und Arzneimittel für Tropen Wien. Rund 1,4 Mrd. Gratis-Behandlungen für neun bisher vernachlässigte tropische Krankheiten (NTD), die wiederum für 90% aller NTD-Erkrankungen weltweit verantwortlich sind – dies und die Bereitstellung von Millionenbeträgen für Forschung und Entwicklung ist der Beitrag der Pharmaindustrie im Kampf gegen Krankheiten, denen jährlich Millionen Menschen zum Opfer fallen. Mitgliedsunternehmen der IFPMA, der International Federation of Pharmaceutical Manufacturers & Associations mit Sitz in Genf, haben sich in der bisher größten weltweiten Aktion gegen NTD mit Regierungen, der WHO, internationalen Gesundheitsorganisationen und der Linda & Bill Gates Stiftung zusammengeschlossen, um bis zum Jahr 2020

neun Tropenkrankheiten zu eliminieren oder zumindest unter Kontrolle zu bringen. Hierfür stellt die Pharmaindustrie 1,4 Mrd. Behandlungen pro Jahr gratis zur Verfügung, wie etwa Arzneimittel gegen Schlafkrankheit, Lepra, Wurmerkrankungen oder Elephantiasis. Neben der Bereitstellung dieser großen Zahl an Behandlungen verpflichten sich die Pharmaunternehmen, ihre Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung zu erhöhen, um die besagten NTD, die jährlich Millionen Todesopfer fordern, besser bekämpfen zu können. Die IFPMA hat eine Broschüre erstellt, in der diese Aktion sowie das Engagement der Pharmaindustrie ausführlich beschrieben werden. Die Broschüre steht auf der Webseite der Pharmig unter www.pharmig.at zum Download bereit.

Investition Obersteiermark

Day Spa Neosino

Neumarkt. Neosino, ein steirisches Unternehmen, welches bereits seit acht Jahren hochwertige kosmetische Pflegeprodukte sowie Nahrungsergänzungsmittel entwickelt, erzeugt und vertreibt, nimmt sich des freistehenden Vivariums in Mariahof bei Neumarkt in der Obersteiermark an. Zusammen mit Investoren, die teilweise noch gesucht werden, soll ein spezielles Wellnesszenrum für kosmetische Ganzheitsbehandlungen entstehen, in dem sich Besucherinnen einen ganzen Tag verwöhnen lassen können, sagt Neosino-Geschäftsführer Gerhard Möser. „Wir beliefern auch viele Kosmetikinstitute und auch Spabereiche. In einem Zeitraum der vergangenen drei Jahre wurde uns durch Kosmetikinstitute und auch Spas bekannt, dass Kunden Probleme mit den Mehrterminen haben und oft auch diese nicht einhalten können und letztendlich auch noch insgesamt für diverse Behandlungen meist bis zu über 250 Euro bezahlen“, schildert Möser. Die Kunden würden von einem Termin zum anderen hetzen und dabei sei keine Chance auf Entspannung möglich. Das neue Projekt soll das ändern und alles in einem Wellness-Objekt bündeln. Möser: „Das Vivarium ist aufgrund seiner fantastisch in die Natur eingebetteten Lage sowie auch durch die exakt passende Architektur für diese Projekt wie geschaffen“, sagt der Unternehmer, der auch von der Gemeinde unterstützt wird.  (rüm)

Mehr Infos:

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© Neosino

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In der Obersteiermark entsteht ein neues Tages-Wellness-Zentrum. ET12_Medianet_216x288.indd 1

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P h a r m a : r ep o r t

34 – healtheconomy

Freitag, 17. Februar 2012

Hintergrund Coaching- und Trainingsexperte-Experte August Neubacher: „Es geht um eine Effizienzsteigerung“

short

Durchs Reden kommen die Leute zusammen

© Medizinische Universität Graz/M. Wiesner

„Maßgeschneiderte Medizin“ in Graz

Agentur Public Health PR setzt auf Coaching im Bereich professionelle Kommunikation. sen. Die Agentur denkt immer alle Bereiche mit. Dass sich das auszahlt, zeigen Erfolgsgeschichten: „In der Pflege kristallisieren sich etwa spezielle Methoden heraus“, erläutert der gebürtige Oberösterreicher – so spezielle, dass oft gar nicht genug Schulungen angeboten werden. Mit der Unterstützung vom Public Health-Coach wurden deswegen ganz einfach selbst Schulungsprogramme auf die Beine gestellt. Neubacher und Public HealthChef Michael Leitner, der in dem Bereich vor allem Medientrainings übernimmt, begleiten zudem auch mehrere Gesundheits-Selbsthilfe-

Richard Solder

Wien. Ärzte, Pfleger, Patienten – und mitten drin August Neubacher. Der Kommunikations-Experte von der Agentur Public Health PR bringt alle Stakeholder an einen Tisch. Mit der Expertise des akademisch geprüften Trainers, NLP-Masters und Coach für executive Managements kann die Agentur rund um Michael Leitner und Thomas Braunstorfer ihre Kompetenzen erweitern – und Kommunikationstraining am Puls der Zeit anbieten. Vom Einzelcoaching für einen Oberarzt über Kleingruppen-Trainings und ProfessionalisierungsWorkshops für Fachgruppen im Pflegebereich bis hin zu Unterstützung beim Aufbau von Patientenorganisationen – verschiedenste Akteure im Gesundheitsbereich wenden sich an Neubacher und die Agentur. Die Vernetzung ist denn auch ein Erfolgsgeheimnis der CoachingMethoden: „Wir haben etwa Ärzte zu Pflege- und Patienten-Workshops eingeladen. Sie erlebten die neue Perspektive als Bereicherung für Ihre tägliche Arbeit.“, berichtet Neubacher. Dadurch entstand eine eigene Ärzte-Schiene: Dabei geht es vor allem darum, die Mediziner in ihrer Kommunikation mit Patienten zu schulen. „Gerade Fachärzte führen oft täglich unzählige Gespräche, die sich ähneln. Da besteht die Gefahr, dass die Ärzte immer wieder leicht ins Fachvokabular zurückfallen“, sagt Coach Neubacher. Zurück bleiben eingeschüchterte, ratlose Patienten. Die Barrieren zwischen Ärzten, Pflegern und Patienten müssten abgebaut werden, zum Nutzen aller Beteiligten: „Teilweise bestehen immer noch unglaubliche Hierarchien. Aber der Arzt ist

Graz. „Da Menschen auf Behandlungen unterschiedlich ansprechen, kann in manchen Fällen eine Therapie wirkungslos bleiben“, erklärt Barbara Obermayer-Pietsch, Leiterin des Großprojekts „BioPersMed“ (Biomarkers for Personalized Medicine in Common Metabolic Disorders). Im Kompetenzzentrum-Projekt BioPersMed an der Medizinischen Universität Graz suchen Experten nach Biomarkern, biologisch messbaren Anzeigern, um in Zukunft die Diagnostik und damit auch die Therapie von Krankheiten individueller zu gestalten und damit auch zu verbessern. Für die Forschungsvorhaben stehen bis 2015 rund 6,9 Mio. € zur Verfügung.

Grußkarten von Nö-Landeskliniken St. Pölten. Die NÖ-Landeskliniken-Holding stellt ein neues Service zur Verfügung: Über die Website www.lknoe.at lassen sich ab sofort digitale Grußkarten an Patienten der NÖ Landeskliniken versenden. „Ein Besuch oder eine Nachricht von Verwandten und Freunden bringt Abwechslung und kann den Genesungsprozess positiv beeinflussen“, erklärt der Kaufmännische Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding, Helmut Krenn. Die Zufriedenheit der Patienten spiele für die Holding neben der besten medizinischen und pflegerischen Versorgung eine wesentliche Rolle.

Patienten stehen in engem Kontakt. Da ist Kommunikation sehr wichtig.“ August Neubacher Public Health PR

August Neubacher (Public Health PR) berät unter anderem Selbsthilfegruppen: „Selbsthilfe fängt dort an, wo das Gesundheitssystem aufhört.“

selber daran interessiert, dass die Patienten die Medikamente so wie verordnet nehmen und die Therapie ein Erfolg wird“, analysiert der gebürtige Oberösterreicher.

Wissen hilft Kommunikation Im Zentrum seiner Arbeit stehe daher die Optimierung der Zusammenarbeit: „Klar, es geht um eine Effizienzsteigerung“, unterstreicht der Kommunikationsexperte. Das gelte auch für den Pflegebe-

reich: „Pfleger und Patienten stehen zwangsläufig in engem Kontakt.“ Das könne man ausnutzen und durch verstärktes Zusammenspiel den Therapieerfolg steigern. „Beide Seiten müssen sich nur über die Situation im Klaren sein“, weiß Neubacher. Je mehr man über den anderen weiß, umso leichter fällt eine Kooperation, und umso besser ist das Ergebnis. Die Ärzte, die den Rahmen für eine Pflegetherapie vorgeben, will Public Health PR dabei hier nicht außen vor las-

gruppen. Derartige Patienten-Organisationen sind heute oft aktive, engagierte Vereinigungen, die den Kontakt mit der Öffentlichkeit suchen und international vernetzt sind. Zu einem gewissen Grad müssen sie das sein: „Nachdem die Selbsthilfegruppen erleben, wie sich das staatliche Gesundheitssystem zunehmend zurückzieht, ist ihnen ein höherer Grad an Professionalisierung besonders wichtig.“ Neubacher und Leitner unterstützen sie dabei auf ihrem Weg.

Marketing Strategische Partnerschaft soll „hybcell“-Technologie den Pharma- und Biotech-Kunden anbieten

Biotech: Vela und Anagnostics kooperieren

Wiedervereinigung von Med-Uni und Uni

© APA/Robert Parigger

Wien/St. Valentin. Vela Laboratories aus Wien, ein führendes Unternehmen im Bereich Wirksamkeits- und Freigabetestung von Biopharmazeutika, und Anagnostics Bioanalysis mit Sitz in St. Valentin beschließen eine strategische Partnerschaft in den Bereichen Auftragsanalytik sowie Marketing und Vertrieb im Bereich der Medikamentenentwick-

Der Wegfall der Synergien hatte zu einer Kostensteigerung geführt.

lung. „Der stark wachsende Bedarf im Bereich „Biosimilars-Comparability Testing“ macht kreative und nachhaltige Geschäftsmodelle notwendig“, kommentiert Markus Fido, Geschäftsführer von Vela Laboratories, den Schritt seines Unternehmens. Vela Laboratories hat sich im Bereich der umfassenden Charak-

terisierung von Biopharmaceuticals, Biologics und Biosimilars international im Markt etabliert und gehört zu den führenden Anbietern von ICH Q6B-konformer Proteinanalytik. „Anagnostics bietet mit der „hybcell“-Technologie völlig neue analytische Lösungen, die wir unseren Kunden nicht vorenthalten wollen. Zusammen können wir unsere Kunden effizienter und umfangreicher bedienen“, sagt Fido.

Schnellere Reaktion

© Anagnostics Bioanalysis

Innsbruck. Um einen „Beitrag zum Sparen zu leisten“, sollen die Medizin-Uni und die Universität Innsbruck zusammengelegt werden. Mit dem kürzlich gefassten Regierungsbeschluss wollen Landeshauptmann Günther Platter und Stellvertreter Hannes Gschwentner Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle unterstützen. Die aktuellen finanziellen Probleme der Medizin-Uni – das 5,4 Mio. €-Finanzloch – dürften den ­Entschluss beschleunigt ­haben. Hauptgesprächsthema ist der „klinische Mehraufwand“.

„Pfleger, Ärzte und

© Public Health PR/Christian Saupper

Feierliche Eröffnung des Großprojekts BioPersMed in Graz.

Christoph Reschreiter, CEO der Anagnostics Bioanalysis, ortet Synergien.

Die Synergien aus der Analytik im Umfeld der Medikamentenentwicklung von Anagnostics und die Expertise und der Zugang zu relevanten Kunden der Vela Laboratories „erlauben uns, schneller und breiter im Umfeld der Big Pharma und Biotech Firmen Fuß zu fassen“, unterstreicht Christoph Reschreiter, CEO der Anagnostics Bioanalysis GmbH, die Bedeutung der Kooperation zwischen den beiden Unternehmen. Zur Anwendung kommt als erster Schritt die von Anagnostics

entwickelte „Compact Sequencing“Technologie, die die Patientenstratifizierung im Rahmen klinischer Studien erleichtert – zum Beispiel als Test zur Lokalisation von auftretenden Mutationen im K-RASund B-RAF-Gen.

Analysen geplant In weiterer Folge sind Affinitätsund Immunogenizitäts-Analysen geplant, die bei der Charakterisierung von Biopharmaceuticals zum Einsatz kommen. Im Vergleich zum herkömmlichen SPR-Ansatz (Surface Plasmon Resonance) ermöglicht die „hybcell“-Technologie einen höhere Probendurchsatz. „Durch die spezifische Fluoreszenzmarkierung sind die detektierten Bindungen hochspezifisch. Die auf der hybcell-Technologie immobilisierten Proben sind über lange Zeiträume lagerfähig, was besonders bei langfristigen Projekten von Vorteil sein kann, da auf Proben aus einer früheren Projektphase in der gleichen Weise wieder zugegriffen werden kann“, sagen die beiden Firmenchefs. (iks)


Life:science

Freitag, 17. Februar 2012

healtheconomy – 35

Forschung Österreich-Tochter von japanischer Nummer 2 zeigte beim „Oncoforum“ neue Trends

short

Astellas präsentiert Neues in der Onkologieforschung

AstraZeneca streicht weitere Stellen London. Großbritanniens zweitgrößter Arzneimittelhersteller reagiert mit weiteren Stellenstreichungen auf den zunehmenden Preisdruck für Medikamente in den USA und Europa: 7.300 der rund 61.000 Stellen sollen gestrichen werden. Konzernchef David Brennan bezifferte die Kosten des neuen Sparpakets auf 2,1 Mrd. USD. In den nächsten fünf Jahren werden fünf wichtige Kassenschlager ihren Patentschutz verlieren, ein rettender Nachschub an Neuentwicklungen aus den eigenen Labors von AstraZeneca fehlt.

Neues Medikament gegen Prostatakrebs zeigt in klinischer Phase III gute Ergebnisse. Michael Strausz

Online-Plattform Dieser Diasatz wird in weiterer Folge von allen 17 Experten unabhängig voneinander hinsichtlich ihrer klinischen Relevanz und Innovation bewertet und gereiht. Vor Ort werden die wichtigsten Statements der ausgewählten Themenschwerpunkte herausgearbeitet und zwei Monate nach Kongressende auf der Plattform www.oncoforum.org. zur Verfügung gestellt. Das bedeutet, dass es für jeden therapierenden wissenschaftlich tätigen oder vortragenden Facharzt möglich ist, per

© GlaxoSmithKline

Umsatzrückgang bei GlaxoSmithKline

© Astellas

Wien. Die Bundeshauptstadt rückte vor Kurzem anlässlich des 4. Astellas Oncoforums ins Zentrum der internationalen Onkologieforschung. Bei diesem österreichweit einzigartigen Symposium präsentierte der japanische Konzern Astellas Pharma die Ergebnisse der vier wichtigsten onkologischen Kongresse der Welt vor 165 Onkologen, Radiologen und Urologen. Das Oncoforum ist ein multinationales Programm, das auf den Review-Tätigkeiten von sogenannten Oncoforum-Reportern basiert. Insgesamt 17 internationale Urologie-, Onkologie- und Radiologieexperten besuchen die weltweit vier wichtigsten uroonkologischen Kongresse der EAU (European Association of Urology), AUA (American Urological Association), ASCO (American Society of Clinical Oncology) und ASTRO (American Society for Radiation Oncology), identifizieren die jeweils relevantesten Abstracts und verfassen zusammen mit vor Ort anwesenden Medizinjournalisten einen Diasatz mit etwa 400 Dias.

165 Experten aus den Bereichen Radiologie, Urologie und Onkologie diskutierten in Wien Neues aus der Krebsforschung.

Die GlaxoSmithKline-Aktien rutschten kürzlich auf –2,08%.

Knopfdruck die neuesten therapeutischen Resultate abzurufen. So kann das Oncoforum als eine Art Gütesiegel für die Fortbildung in den oben erwähnten Fachgebieten angesehen werden. Im Rahmen des Symposiums bestätigte Astellas positive Interimsresultate einer Phase IIIStudie über MDV 3100. Sie geben Hoffnung für viele Patienten, die an Prostatakrebs erkrankt sind. Die Studie bestätigt, dass Patienten um fast fünf Monate länger leben, wenn bei Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium die angewandten Therapien nicht greifen und MDV 3100 eingesetzt wird. Bisher gibt es wenige andere therapeutischen Optionen. MDV 3100 ist ein neuer oraler Androgen Rezeptor Signal Inhibi-

London. Der Umsatz des größten britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK) sank im vergangenen Quartal um zwei Prozent auf umgerechnet 8,43 Mrd. €. Der Umsatzrückgang ist auf ein schwächeres Pharma- und Impfstoffgeschäft zurückzuführen. Der Gewinn je Aktie (EPS) vor Restrukturierungsbelastungen für Sparprogramme und durch Zukäufe erreichte 28,4 Pence nach einem Verlust von 7,5 Pence im Vorjahreszeitraum; Analysten hatten mit deutlich mehr Umsatz gerechnet, während sie beim EPS mit geringfügig weniger kalkuliert hatten. GSK will im laufenden Jahr ein bis zwei Mrd. £ für Aktienrückkäufe aufwenden.

tor, der in dreifacher Wirkweise den Androgen Signal-Wirkmechanismus blockiert und damit die Aktivitäten des Testosterons behindert und den Tod der Krebszelle induziert. Durchgeführt wurde die randomisierte Doppelblind-Studie an 1.199 Männern in Kliniken in den USA, Kanada, Europa, Australien, Südamerika und Südafrika sowie an zwei Krankenhäusern in Österreich.

In manchen Fällen kann weder durch chirurgische Maßnahmen, Bestrahlung oder Hormontherapie und Chemotherapie das Wachstum der Krebszelle aufgehalten werden. Wenn das fortgeschrittene Prostatakarzinom trotz kompletten Androgenentzugs fortschreitet, bezeichnet man das als kastrationsresistent. Bisher hatten diese Patienten weniger therapeutische Optionen offen. Daher gibt es in diesem Bereich einen deutlichen Bedarf für neue Therapien. Der Astellas-Konzern ist 2005 aus einer Fusion von Fujisawa und Yamanouchi entstanden. Heute liegt die an der Börse in Tokio notierte Astellas hinter Takeda an zweiter Stelle in Japan und unter den Top-20 der globalen PharmaRangliste.

Erfolgreiche Krebsstudie Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart beim Männern in entwickelten Gesellschaften und der dritthäufigste Krebs weltweit. Das Wachstum des Prostatakarzinoms wird durch das Androgensignal innerhalb der Krebszelle gefördert.

Pharma I Apomedica entwickelt Tablette aus Teufelskrallenextrakt gegen Rückenschmerz

Pharma II Vertrieb in Türkei und Spanien erweitert

Heilkraft aus der Kalahari-Wüste Biocrates expandiert

Mehrere internationale Studien belegen die positive Wirkung der Teufelskralle.

Innsbruck. Das Diagnostika-Unternehmen Biocrates Life Sciences mit Sitz in Innsbruck erweitert seine Präsenz auf dem spanischen und türkischen Markt. Das Unternehmen hat vor Kurzem Co-Marketing-Abkommen mit der Firma „Materlab“ in Spanien und mit „Onkogen Diagnostik Sistemler Ltd. Sti.“ in der Türkei abgeschlossen.. Biocrates hat sich auf die Erforschung neuer Biomarker und

der Teufelskralle anbieten zu können“, erklärt Albert Kompek, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung beim steirischen Phytopharmaka-Hersteller.

Gute Verträglichkeit Zur Wirkungsweise meint der Experte: „Für Beschwerden im Nacken- und Rückenbereich hat sich die Teufelskralle durch ihre schonende Wirkung und gute Verträglichkeit bewährt.“ Die Heilpflanze zeigt kaum Nebenwirkungen und ist bei Bedarf über einen längeren Zeitraum einnehmbar; daher ist das Medikament auch für Menschen mit chronischen Rückenschmerzen geeigent. Die Einnahme von pflanzlichen Extrakten zusätzlich zu künstlichen Schmerzmitteln schont vor allem den Magen. Die Teufelskralle hat helle trompetenartige Blätter, die in der Regenzeit nur einen Tag blühen. Ihren Namen verdankt die Teufelskralle den holzähnlichen Früchten, die sich mit kleinen Widerhaken an vorbeistreifenden Gegenständen oder Lebewesen krallen. (um)

© Biocrates

der Teufelskralle verwendet, die in rund anderthalb Metern Tiefe gedeihen. Dr. Böhm hat als erstes österreichisches Unternehmen eine spezielle Darreichungsform als Tablette entwickelt, um eine optimale, hohe Wirkstoffzufuhr des TeufelskrallenExtrakts zu erreichen. „Wir als innovatives Unternehmen sind stolz, in Österreich das erste Produkt in Tablettenform mit dem Wirkstoff

© Apomedica

Graz. Das steirische Pharmaunternehmen Apomedica hat unter der Dachmarke „Dr. Böhm“ ein Schmerzmittel bei Muskel- und Gelenksbeschwerden auf pflanzlicher Basis entwickelt: Die Teufelskralle wächst in der Steppenregion der südafrikanischen Wüste Kalahari und wird traditionell als Heilpflanze eingesetzt. Für die Arzneimittel-Herstellung werden ausschließlich die Speicherwurzeln

Co-Marketing-Abkommen zwischen Biocrates, Onkogen und Materlab.

die Entwicklung von In-vitroDiagnostika zur Krankheitsfrüherkennung und -überwachung in den Bereichen Endokrinologie, Diabetes, Nephrologie und Onkologie spezialisiert. Die Vertriebsrechte für die Metabolomics-basiertern Forschungs-Kits hat Biocrates den beiden Firmen „Materlab“ und „Onkogen Diagnostik“ übergeben.

Landesweites Vertriebsnetz Beide neu gewonnenen Partner verfügen über ein landesweites Vertriebsnetz in ihrer Heimat und sind Anbieter hochtechnologischer Diagnostika-Produkte, hieß es in einer Aussendung des Innsbrucker Unternehmens. Biocrates wurde 2002 von drei Professoren der Universität München und Innsbruck gegründet. Im Unternehmenssitz in Innsbruck beschäftigt das Unternehmen 50 Mitarbeiter, Dreiviertel davon arbeiten in der Forschung. Der jährliche Umsatz der Firma bewegt sich nach Angaben der Standortagentur Tirol knapp unter einer Mio. €. (um)


M E N S C H E N & KA R R I E R E N

36 – healtheconomy

Freitag, 17. Februar 2012

Informationskampagne Ferring Arzneimittel startete breit angelegte Aufklärungsoffensive zum Thema Prostatakrebs

short

„Ich bin ein Spritzer“

Brustpolster für Linzer Brustkrebszentrum

Prostatakrebs betrifft jeden sechsten Mann.

„Neben Entfernung und Bestrahlung der Prostata stellt die Hormontherapie eine wichtige Säule in der Behandlung des Prostatakarzinoms dar“, erklärt Max Klitsch, Urologe am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien. „Es ist von großer Bedeutung, dass Aufklärung nicht beim Aufruf zur Vorsorgeuntersuchung endet. Denn auch nach der Diagnose können Informationen darüber, was auf einen zukommt, die Verunsicherung nehmen.“ (fei)

Aktion IMSB startete Bewegungsförderung für Kinder

Auszeichnung Der „Leitbetrieb Austria“ wurde gekürt

Wien. IMSB-Austria, das Institut für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung, veranstaltet im Sommer 2012 erstmals

Wien. Das internationale Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim wurde von der Organisation Leitbetriebe Austria als „Leitbetrieb Austria“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Unternehmen mit besonders starker und nachhaltiger Innovations- und Wirtschaftskraft. Das Zertifikat wurde im Rahmen einer Abendgala von Paulus Stuller, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien, sowie dem Geschäftsführer der Organisation Leitbetriebe Austria, Heinz Hoffer, überreicht. „Es ist nicht der kurzfristige Gewinn, der zählt, sondern die nachhaltige Unternehmensentwicklung und das Mitgestalten der regionalen Struktur“, betonte Stuller. „Die heutige Auszeichnung als Leitbetrieb zeigt, dass unsere Vision

© Foto Feyer

Erstmals „Bewegte Kids Wochen“

© IMSB

Ärztekammerpräsident Walter Dorner lud ein, 4.000 kamen zum Tanz.

Wien. Zu einer glanzvollen Ballnacht wurde die 62. Auflage des Wiener Ärzteballs am 28. Jänner in der Hofburg. Viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur war der Einladung von Ärztekammerpräsident Walter Dorner gefolgt – knapp 4.000 Besucher kamen. Diesjähriger Höhepunkt war die Mitternachtseinlage mit dem bekannten Entertainer Michael Seida und seinen RatPack-Songs auf Wienerisch.

Kinder beim Spielen im Sommer: Gezielte Bewegungsförderung von IMSB.

Eva Derndorfer: Genuss – über Epikur, Erdmandeln und Experimente beim Essen. 250 Seiten Maudrich Verlag; 23,40 €, ISBN 3851759397

‚Werte schaffen durch Innovation‘ nicht nur Slogan, sondern gelebte Realität ist“, erklärte BoehringerLandesleiter Christian Schilling.

Boehringer-Österreich-Chef Christian Schilling wurde ausgezeichnet.

Menschen, über die man spricht

© Ärztekammer für Wien-Gregor Zeitler

Johannes Steinhart tritt nun fix als Dorner-Nachfolger an Wien. Der vom scheidenden Ärztekammer-Präsident Walter Dorner als sein zumindest für Wien auserkorene Nachfolger Johannes Steinhart hat nun bestätigt, dass er bei der Wiener Ärztekammerwahl als Spitzenkandidat der „Vereinigung Österreichischer Ärzte“ antreten wird. Er zeigte sich optimistisch, dann auch zum Wiener Präsidenten gewählt zu werden. Ob er danach auch Präsident der Österreichischen Ärztekammer werden könne, ist für ihn derzeit lediglich eine „hypothetische“ Frage. Die Funktion des Präsidenten sieht Steinhart als „Anwalt der Ärzte“. Es sei eine „dienende Funktion gegenüber den Kollegen“, bei der es um die Vertretung der Ärzte in allen ihren Anliegen gehe. Diese Vertretung wolle er mit Konsequenz und mit Augenmaß vollziehen. (fei)

Monica Culen, CEO Rote Nasen International ©Rote Nasen

Ein Genuss, aber diesmal ganz anders Die Trampelpfade des gewohnten Genießens verlassen und sich in eine Welt von neuen, ungeahnten Sinneseindrücken entführen lassen: Eva Derndorfer widmet sich in ihrem Buch „Genuss“ einem komplexen Thema. Sie beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Lust, Appetit, Hunger, Sättigung und Genuss, stellt alte Getreidesorten, bunte Erdäpfel und Gemüseraritäten vor und lässt Koch-Legenden wie Eckart Witzigmann zu Wort kommen. Obendrein widmet sie sich der Frage, wie jeder Einzelne seine Sinneswahrnehmung selbst schulen kann. Aber was ist Genuss eigentlich? Wann ist ein Lebensmittel Genussmittel? Welche Speisekombinationen passen warum zusammen? Dieses Buch stellt neue Zusammenhänge rund um den kulinarischen Genuss her: philosophisch, psychologisch, naturwissenschaftlich – ein Buch für alle, denen es wichtig ist, was sie warum essen und genießen. (iks)

Boehringer steht auf dem Podest

„Bewegte Kids Wochen“ für Kinder von vier bis zehn Jahren. Auf den Sportplätzen des Bundesportzentrums Südstadt stehen während der Ferienwochen dem Alter entsprechende Bewegungsförderung, spielerischer Sport und gesunde Ernährung im Mittelpunkt. Das IMSB-Austria beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Kind und Bewegung. Mit dem Modell „Bewegte Kids” entwickelte es ein neues Modell für Kindergärten, das nicht nur in Österreich, sondern auch im Ausland erfolgreich umgesetzt wird. Die Organisation der Wochen in den Ferien ist die logische Fortsetzung der Bemühungen, eine gesunde und altersadäquate Entwicklung der Kinder zu unterstützen. Anmeldung und Infos: bewegtekids@imsb.at

buch-tipp

© Maudrich

Mit „Ich bin ein Spritzer“ sollen Männer über Prostatakrebs aufgeklärt werden.

© Boehringer Ingelheim/Wilke

62. Ärzteball war eine rauschende Ballnacht

Weiterführende Aufklärung

Führungswechsel bei den „Rote Nasen“ Österreich: Gründerin und Geschäftsführerin Monica Culen richtet ihre Aufmerksamkeit auf die von ihr 2003 gegründete Dachorganisation „Rote Nasen Clowndoctors International“. Die Führung des österreichischen gemeinnützigen Vereins übernimmt nun die langjährige Mitarbeiterin Edith Heller. „Es gibt eine Reihe von Ländern, die sich ‚Rote Nasen International‘ anschließen wollen“, so Culen; „für diese Aufgaben brauche ich meine ganze Kraft.“

Alo is Stög er , Minis ter fü r Ges un dhei t

„Vorsorgeuntersuchungen spielen bei Krebsfrüherkennung eine wichtige Rolle. Ein gesunder Lebensstil mit bewusster Ernährung und regelmäßiger Bewegung kann ein Leben bei guter Gesundheit verlängern“, sagte Gesundheitsminister Alois Stöger anlässlich des Weltkrebstages 2012. In Österreich gäbe es eine jährliche Rate von rund 40.000 Menschen, die an Krebs erkranken. Er appelliert vor allem an die männliche Bevölkerung, das Angebot des kostenlosen Gesundheitschecks zu nutzen.

Chris t ian ­ ul er , ÖHVE Präsident © ÖHV

Linz. Maltherapeutin Ulrike Hinterkörner hat ein Herz für Brustkrebspatientinnen. Dem Brust-Kompetenz-Zentrum (BKZ) am AKH Linz übergab sie über 100 selbstgenähte Polster in Herzform, die – unter den Arm geklemmt – die Wunde nach einer Brustkrebsoperation entlasten. Für diese private Initiative bedankten sich Dozent Peter Schrenk, Direktor Heinz Brock, BKZ-Radiologin Elisabeth Grafinger-Witt und Diplomschwester Monika Weiss.

© IMSB

Übergabe (v.li.): Brock, GrafingerWitt, Hinterkörner, Weiss, Schrenk.

(www.ichbineinspritzer.at) und Facebook. Alle sieben Stunden stirbt ein Mann an Prostatakrebs. Damit ist er die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei Männern. Erkennt man den Krebs rechtzeitig, ist er gut therapierbar und die Chancen auf Heilung stehen gut.

© APA/Helmut Fohringer

© AKH Linz

Wien. „Ich bin ein Spritzer“ ist eine neue Initiative, die auf das Thema Prostatakrebs aufmerksam macht. Die Kampagne von Ferring Arzneimittel irritiert, überrascht, bewegt und bringt die Dinge auf den Punkt. Gemeinsam mit betroffenen Männern, die als Testimonials zur Verfügung stehen, und Urologen sollen dabei Männer ab 40 zur Vorsorgeuntersuchung motiviert werden und erhalten Informationen rund um Diagnose, Behandlung und Leben mit dem Krebs. Konzipiert und umgesetzt wird die Kampagne von der Agentur „vorauerfriends“ mit Sitz in Thalheim bei Wels (Oö), die unter anderem auch für Hartlauer, eweKüchen und viele andere arbeitet. Die Kampagne startete anlässlich des Welt-Krebs-Tages am 4. Februar und informiert via Ärztemailings, Inserate in medizinischen Fachmedien, Wartezimmerposter, Patientenbroschüren, Internet

Es gibt eine Alternative zur umstrittenen elektronische Gesundheitsakte (ELGA): Der in Deutschland entwickelte „maxiDoc“ ist ein einfacher USBStick mit riesiger Kapazität für alle wichtigen Gesundheitsdaten, der im Besitz des Patienten verbleibt und von diesem mit Passwort geschützt wird. „Damit könnten Millionen an Steuergeldern gespart und der Datenschutz bestmöglich gewährleistet werden“, ist Christian Euler, Präsident des Österreichischen Hausärzteverbands (ÖHV), überzeugt.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 17. Februar 2012 – 37

trendige technologien

Greenpeace hat die fünfte Ausgabe des ITUmweltschutzrankings veröffentlicht Seite 39

Unisys hat die Top-IT-Trends des heurigen Jahres zusammengefasst Seite 40

bild-bank adobe light­room 4 im praxistest

Neu gemischte Karten am Mobilfunk-Markt

© Sony

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© EPA

München. Im Rahmen der Gala der International Forum (iF) Design Awards konnte Sony vorige Woche sechs „Gold Awards“ in Empfang nehmen. Der Gold Award für außergewöhnliches Design wurde an lediglich 60 der mehr als 4.000 eingereichten Produkte vergeben. Sony erhielt Gold Awards für den Bravia TV NX725, das Sony Tablet S (Bild), die Cybershot Digitalkamera DSC-TX55, die Systemkameras NEX-C3 und NEX-7 sowie die Profi-Kamera NXCAM NEX-FS100EK. Es ist das beste Ergebnis, das Sony jemals erzielte.  www.sony.at

© Panthermedia/Diana Kosaric

Wien. Apple hat bekannt gegeben, dass die Fair Labor Association auf Bitten von Apple spezielle, freiwillige Untersuchungen von Apples Endmontage-Zulieferern, inklusive den Fabriken von Foxconn in Shenzhen (bekannt als Foxconn City) und Chengdu in China durchführen wird. „Wir sind überzeugt, dass Arbeiter überall das Recht auf eine sichere und faire Arbeitsumgebung haben und aus diesem Grund haben wir die FLA gebeten, unabhängig die Bedingungen bei unseren größten Zulieferern zu beurteilen”, sagt Tim Cook, CEO von Apple (Bild).   www.apple.at

Resteverwertung Nach dem abgeschlossenen Kauf von Orange Österreich durch Hutchinson werden nun die Sachwerte des Mobilfunkers veräußert. Die Telekom Austria wird neben Yesss! und Frequenzen einiges an Hardware erwerben. Seite 38

© Helge Kirchberger Photography

Samsung Der Koreaner präsentiert seine Technik-Visionen

Wien. Bei der at-Registry nic.at herrscht Freude: Vergangenen Dienstag wurde die 1.111.111. .at-Domain registriert. „Wir freuen uns über das rasante Wachstum der .at-Zone“, sagt Richard Wein (Bild), Geschäftsführer von nic.at. „Die .at-Zone wächst seit Jahren kontinuierlich weiter. Mit .at-Domains ist man in bester Gesellschaft.“ Erst vor knapp einem Jahr konnte die einmillionste .at-Domain vergeben werden.  www.nic.at

© Samsung

Trends für den europäischen Markt

Alltag mit Lifestyle: Samsung etabliert sich am Smartphone-Markt.

Prag/Wien. Im Kongresszentrum in Prag stellt Samsung Electronics seine neuen Visionen für den europäischen Markt vor. Smart TV mit Gesten und Worten steuern, WiFi Camcorder und Kameras sowie ultraschlanke und ultrastarke Ultrabooks der Serie 5 sind die Schlagworte, mit denen Samsung am Markt punkten will. Alle Technologien werden im Rahmen des Samsung European Forum 2012 unter dem Motto „Pushing Boundaries“ vorgestellt, das heute in Prag eröffnet wird. Das Unternehmen steht derzeit unter starkem Beschuss von Apple wegen Patentstreitigkeiten.  www.samsung.at

© Adobe

grüner als grün © Unisys

© dpa/Christof Kerkmann

technology


C ov e r

38 – medianet technology

Kommentar

Mit Kanonen auf Spatzenjagd

Freitag, 17. Februar 2012

Hutchinson 3G Austria Das Unternehmen hat konkrete Zahlen zur geplanten Übernahme von Orange Austria veröffentlicht

Orange-Verkauf: Telekom will die Wertkarten-Kunden Die Telekom Austria Group übernimmt Frequenzen, Basisstationen und den Billiganbieter Yesss!

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as vergangene Wochenende stand europaweit unter dem Zeichen der Proteste gegen die umstrittene Copyright-Verordnung ACTA (Anti-Counterfeiting Trade  Agreement, zu Deutsch Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen). Obwohl sich in Österreich ein paar Tausend Leute gegen ACTA versammelten, die es bei ausgeprägten Minusgraden ziemlich ernst gemeint haben müssen, gilt Österreichs Zustimmung für die Verordnung als so gut wie fix. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass Internetprovider die IP-Adressen von Copyright-Sündern herausrücken müssen – bei nicht wirklich ausreichenden Kontrollfunktionen. Viele Kritiker befürchten nun, das Abkommen könne zur Überwachung von Internetnutzern und zur Zensur im Netz missbraucht werden. Mehrere EU-Staaten, darunter Polen, Tschechien und Lettland, haben die Ratifizierung des Abkommens vorerst ausgesetzt, während die EU auf Beschwichtigungspolitik setzt. ACTA werde keine Änderung der lokalen Gesetzeslage nach sich ziehen, heißt es aus Brüssel und auch Internet-User, die ein urheberrechtlich geschütztes File geladen haben, nicht gleich vor den Kadi zerren. Dennoch bleibt die Befürchtung, ACTA könne zu einer Kriminalisierung von Bagatelldelikten führen – und mit Kanonen Spatzen vom Himmel holen.

T-Systems Auszeichnung

© BMWF/L. Hilzensauer

Top-Recruiter

Bundesminister Karlheinz Töchterle.

Wien. Karlheiz Töchterle, Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, hat T-Systems mit dem 1. Platz als Best Recruiter in der österreichischen IT- und Softwarebranche ausgezeichnet. Bereits zum zweiten Mal wurden Rekrutierungsmaßnahmen von heimischen Top-Unternehmen in der groß angelegten Studie „Career’s Best Recruiters“ untersucht, bewertet und prämiert. T-Systems erhielt den Preis für seine überzeugenden Initiativen zur gezielten Ansprache von Bewerbern in 2011, die die Attraktivität des ICT-Berufs verdeutlichen, wie etwa die Aktion „ICT für Sie“ für weibliche Bewerber.  www.t-systems.at

Wien. Die noch im Vorjahr angekündigte Übernahme des österreichischen Mobilfunkers Orange durch Hutchinson 3G Austria (medianettechnology berichtete) ist so gut wie fix. Wie das Unternehmen verlautbarte, liegt ein verbindlicher Kaufvertrag vor; was noch fehlt, ist die Zustimmung der Wettbewerbsbehörde (wobei es eher unwahrscheinlich ist, dass diese nicht stattfindet). Die österreichische Tochtergesellschaft von Hutchison Whampoa Limited wird 100% von Orange Austria von Mid Europa Partners (MEP) und France Telecom erwerben. Im Zuge des Deals werden bestimmte Frequenzen, Sendestandorte und geistige Schutz- und Urheberrechte, ebenso wie der Mobil-Discounter Yesss! Telekommunikation GmbH, umgehend nach Verkaufsabschluss an die Telekom Austria Group weiterverkauft.

3CEO Jan Trionow will durch den Orange-Kauf langfristig Kosten- und Investitionssynergien im Wert von 500 Mio. Euro erzielen.

Telekom kauft Hardware

Basisstationen, wobei die endgültige Anzahl der Basisstationen noch festgelegt wird. Diese Basisstationen werden die derzeitige geografische Netzabdeckung in Österreich verbessern und diese vor allem in ländlichen Gebieten Österreichs steigern.

H3G Austria investiert insgesamt 900 Mio. € in den Kauf. 3CEO Jan Trionow ist davon überzeugt, dass durch den Zusammenschluss „langfristig Kosten- und Investitionssynergien im Wert von mindestens 500 Millionen Euro zu erzielen sind“. Abhängig vom Erfolg des Integrationsprozesses, muss H3G Austria allerdings bis zu 70 Mio. € zwei Jahre nach Abschluss der Transaktion an die MEP überweisen. Die Telekom Austria ist an verschiedenen Orange-Vermögenswerten interessiert und will dafür bis zu 390 Mio. € auf den Tisch blättern. Dazu gehören nicht nur eine Reihe von gepaarten Frequenzen, sondern auch bis zu 634

Neue Konstellation Damit ergibt sich eine interessante Konstellation für den österreichischen Mobilfunkmarkt. Die beiden kleinsten Unternehmen, Hutchinson 3G Austria und Orange, wachsen zusammen und erhöhen damit die Kundenbasis. Mit rund 2,8 Mio. Kunden, einem Marktanteil von 22%, und gemeinsamen Erlösen von über 700 Mio.

€ im Jahr 2011 schafft der Zusammenschluss der beiden Unternehmen einen starken Player am österreichischen Markt. Die Kunden von Orange Austria genießen in Zukunft das schnelle 3MegaNetz sowie hohe Netzabdeckung und Netzqualität. Im Test der Fachzeitschrift connect! Ende vergangenen Jahres entpuppte sich Hutchinson 3G als Bestplazierter in Sachen Netzqualität, vor der Telekom, T-Mobile und Orange.

Wertkartenschicksal Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der 100%ige Kauf der Orange-Billigmarke Yesss!, die Sprachtelefonie, SMS und Datendienste auf Wertkarten- und

Vertragsbasis anbietet. Derzeit hat Yesss! mehr als 740.000 Kunden und einen Umsatz von 56,4 Mio. € im Jahr 2010. Mit dem Kauf will die Telekom ihr bestehendes Kundenportfolio ergänzen, auch wenn noch nicht ganz klar ist, was mit den BilligWertkarten geschehen wird. Die Telekom Austria unterhält mit „bob“ immerhin eine eigene Billiglinie, die vom Preisniveau her etwa dem Yesss!-Angebot entspricht. (Yesss! wird übrigens ohne Schulden aquiriert). Bis zur Genehmigung der Übernahme durch die Wettbewerbsbehörden agieren H3G Austria und Orange Austria unabhängig voneinander auf dem heimischen Markt.  www.drei.at

Semantic Web Company Das Unternehmen hat ein Tool zur (fast) vollautomatischen Erstellung von Thesauren entwickelt

Wissensmodelle im semantischen Internet Wien. Organisationen und ihre Mitarbeiter quer durch alle Branchen und Wissensgebiete verbringen oft Monate oder Jahre damit, Tausende von Dokumenten mit Metadaten zu versehen, sie zu kategorisieren und zu verlinken. Das gilt nicht nur für Großkonzerne, sondern zusehends auch für kleinere Unternehmen. Ob in einer Bibliothek, einer Werbeagentur oder einer Versicherung – zeitintensive Recherchearbeiten spielen im Zusammenhang mit Daten eine immer größere Rolle – vor allem, wenn es um interne Kategorisierungssysteme geht. Den Anfang dieser kostspieligen Arbeit kann nun ein Tool machen, das sich „SKOSsy“ nennt (SKOS steht für Simple Knowledge Organization System und bezeichnet eine Formalsprache) und von der Semantic Web Company (Wien) entwickelt wurde.

Kommende Trends „Entwickelt wurde das Tool im Zuge eines von der Technologieagentur der Stadt Wien (ZIT) geförderten Projekts, bei dem es unter

© CC by Paul Pölleritzer/SWC

Chris Haderer

© Chris Haderer

Chris Haderer

Semantic Web Company-Geschäftsführer Andreas Blumauer entwirft Wissenstools.

anderem darum ging, Österreichs Kulturlandschaft mithilfe eines Thesaurus zu beschreiben, um auf Basis dessen personalisierte Ratgebersysteme entwickeln zu können“, erinnert sich Semantic Web

Company-Geschäftsführer Andreas Blumauer. „Nachdem wir begonnen haben, das Wissensmodell manuell zu erstellen, schnell aber von der Komplexität überfordert waren, haben wir uns Automatis-

men überlegt. Als Semantic-WebPioniere haben wir die Möglichkeit untersucht, aus der DBpedia Thesauri zu extrahieren, was uns nach mehreren Iterationen gelungen ist. Die resultierende Software kann nun englisch- und deutschsprachige Modelle automatisch generieren; derzeit wird in Kooperation mit der Universität Madrid an einer spanischsprachigen Version gearbeitet, die im Laufe des März verfügbar sein wird.“ SKOSsy extrahiert Daten, die in der semantischen Version der Wikipedia, der DBpedia1, abgebildet sind, und greift so auf Wissen zurück, das im Netz schon vorhanden ist. „Wer Daten aus dem Semantic Web heute schon nutzt, kommt als erster mit intelligenten, smarten Informationssystemen auf den Markt, wie z.B. semantische Suchmaschinen“, sagt Blumauer. „Die Nutzung derselben Technologien im Intranet ist ebenso möglich, bedarf aber oft einiger manueller Nachjustierungen, um den individuellen Anforderungen einzelner Unternehmen zu entsprechen.“  www.semantic-web.at


Freitag, 17. Februar 2012

ide e & strat e gi e

medianet technology – 39

Greenpeace Cool IT Ranking Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die fünfte Ausgabe ihres weltweiten IT-Umweltschutzrankings veröffentlicht

Die „grünsten“ IT-Firmen der Welt Google hält einen neuen Spitzenplatz bei nachhaltiger Energieerzeugung. chris haderer

Wien. Green IT ist ein Begriff, der in den letzten fünf Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat – nicht zuletzt, weil Nachhaltigkeit für viele Unternehmen auch finanzielle Einsparungen bedeutet. Nun hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace die fünfte Fassung ihres Cool IT-Rankings veröffentlicht. Dieses Ranking bewertet die weltweit 21 größten IT- und Telekommunikations-Unternehmen hinsichtlich der Entwicklung von IT-Lösungen für andere Wirtschaftszweige, der Senkung der eigenen Treibhausgasemissionen sowie vermehrten Nutzung Erneuerbarer Energieträger sowie des Engagements für Klimaschutz und Energieeffizient in Politik und Öffentlichkeit. „Seit der letzten Version vom Dezember 2010 wurden sechs Telekommunikationsunternehmen sowie wichtige IT-Hard- und Software-Marken aus Indien und Japan hinzugefügt“, sagt Greenpeace-Sprecherin Claudia Sprinz. „Google hat die bisherige Nummer 1, Cisco, auf Platz 2 verdrängt, Ericsson folgt auf dem dritten Platz. Beim Engagement für den Klimaschutz und der vermehrten Nutzung Erneuerbarer Energieträger für die betriebliche Infrastruktur hat Google besonders gut abgeschnitten.“ Das Suchmaschinenunternehmen gewinnt Teile seines Energiebedarfs aus sogenannten Bloombox-Brennstoffzellen, die seit geraumer Zeit als Geheimtipp gehandelt werden. Was die Energiegewinnung angeht, ist der Software-Riese Oracle derzeit letzter im Greenpeace-Ranking, weil Oracle verabsäumt hat, den Energieverbrauch hinsichtlich erneuerbarer als auch fossiler und nuklearer Energieträger offenzulegen.

Politische Verantwortung

giekonzerne, die mit nuklearen und fossilen Energieträgern Geschäfte machen, übermäßigen Einfluss auf politische Prozesse und Finanzmärkte nehmen, befinden sich viele IT-Konzerne nach wie vor im Winterschlaf“, kritisiert Sprinz. „Aber genau jene Unternehmen haben die Macht, zu beeinflussen, wie Energie erzeugt und wie sie eingesetzt wird, und müssen diese auch einsetzen.“ Detail am Rande: Der Lifestyle-Hersteller Apple, der in der Vergangenheit mehrmals von Greenpeace gerügt wurde, scheint im aktuellen Ranking aufgrund mangelnden Datenmaterials nicht auf.    www.greenpeace.com

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© www.google.at

Während Unternehmen wie Cisco, IBM, Ericsson und Fujitsu verstärkt Lösungen hinsichtlich Erneuerbarer Energieträger anbieten, mangelt es bei vielen Unternehmen laut Greenpeace an Verantwortung zu politischer Führung. „IT-Unternehmen müssen ihren Einfluss und ihre Innovationskraft dazu nutzen, um den Widerstand konventioneller Energiekonzerne zu überwinden, die den Status quo mit Kohlekraft, Öl und Atomenergie beibehalten wollen und den Wandel in Richtung Erneuerbarer Energie blockieren”, fasst Sprinz die Auswertungsergebnisse des Rankings zusammen.

Das bisher beste Ergebnis im Bereich Engagement für Klimaschutz in Politik und Öffentlichkeit erzielt das japanische Telekommunikations-Unternehmen Softbank, das sich in Japan für einen raschen Wechsel von nuklearen zu Erneuerbaren Energieträgern einsetzt. Softbank bekommt dafür 33 von maximal 35 Punkten, das bislang höchste Ergebnis in der Kategorie „Engagement“ für Klimaschutz in Politik und Öffentlichkeit. „Die schnelle Entwicklung der Informationstechnologie- und Telekommunikations-Branche führt zu einem beträchtlichen Energiebedarf in vielen Bereichen. Während Ener-

© www.cisco.com

Google ist nachhaltiger Spitzenreiter.

www.medianet.at Spitzenplatz an Google verloren: Cisco.


Fa c t s & F i g ure s

40 – medianet technology

short

Ricoh gehört zu den 100 nachhaltigsten Firmen

Freitag, 17. Februar 2012

Unisys Der IT-Konzern sieht vor allem in der Verarbeitung massiver Unternehmensdaten eine Herausforderung

Von Cloud- und Mobile Computing zu Big Data

© Ricoh

„Randtechnologien“ werden heuer verstärkt Einzug in die geschäftskritischen IT-Kernbereiche halten. Fred Dillman, Chief Technology Officer bei Unisys, sieht Innovation und Integration als treibende Kräfte für das heurige IT-Jahr.

Christoph fellmer

© Xerox Austria

Xerox ist Marktführer bei Managed Print Services

Sandra Kolleth von Xerox Austria.

Wien. Laut Analysten Gartner ist Xerox weiter Weltmarktführer bei Managed Print Services, ein Marktsegment, das im Jahr 2010 zweistellig gewachsen, ist. Wobei Xerox laut Gartner eine Vorreiterrolle spielte. „Große Organisationen wie British Airways, Cisco, Kelly Services, Cuyahoga Community College, University College London Hospital NHS Foundation Trust oder in Österreich die Wiener Stadtwerke oder OMV setzen Enterprise Print Services von Xerox ein“, sagt Sandra Kolleth, stv. General Manager Xerox Austria. „Xerox bleibt aufgrund seiner Fähigkeit, sich an die Bedürfnisse seiner Kunden anzupassen, an der Spitze des MPS-Markts.“  www.xerox.at

Fokus auf die Beantwortung der Frage, welche Daten bei der Entscheidungsfindung in Echtzeit den größten Nutzen bringen. „Unisys erwartet zudem, dass sich in Unternehmen der Fokus beim Thema ‚Big Data‘ mehr von den technischen Merkmalen hin zur Beantwortung der Frage verschiebt, wie Unternehmen diese Informationen besser nutzen können, um ihre Kunden besser zu betreuen, neue Märkte zu öffnen und Kosten zu reduzieren“, sagt Dillman.

„Die Möglichkeit,

Sicherheitsaspekte

Einblick in Daten zu erhalten und daraus Wettbewerbsvorteile zu ziehen, birgt Chancen und Risiken.“ Fred Dillman, Unisys

© Unisys

Wien. Ricoh Europe gehört im achten Jahr in Folge zu den „Global 100“, den 100 nachhaltigsten Unternehmen weltweit. Die Liste der Global 100 wurde auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) bekannt gegeben. „Zum achten Mal in Folge als eines der hundert nachhaltigsten Unternehmen weltweit anerkannt zu werden, ist eine großartige Würdigung unserer Bemühungen im Bereich Nachhaltigkeit“, sagt Tom Wagland, Environmental Manager bei Ricoh Europe. „Es zeigt, dass Nachhaltigkeit bei Ricoh seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur ist. 2005 haben wir uns ambitionierte Ziele hinsichtlich der Verbesserung unserer CO2-Bilanz gesetzt. Aktuell befinden wir uns auf dem besten Weg, unsere CO2-Emissionen bis 2050 um 87,5 Prozent zu senken. Wir beraten und unterstützen aber auch unsere Kunden bei der Verbesserung ihrer eigenen CO2-Bilanz. Ziel ist es, die Kosten für das Dokumentenmanagement zu senken und gleichzeitig die damit verbundenen Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren.“ Hinter den Global 100 steht das umfangreichste Bewertungssystem für die Nachhaltigkeit von Unternehmen. Von den 4.000 geprüften Unternehmen wird nur eine kleine Gruppe ausgewählt. Die Global 100 wurden am Ende Jänner beim alljährlichen „Corporate Knights Dinner“ in Davos (Schweiz) bekannt gegeben.  www.ricoh.at

Wien. Passend zum gerade noch jungen Jahr hat der IT-Konzern Unisys seine Technologie-Visionen für die kommenden Monate in diversen Blogs und Unternehmenspublikationen veröffentlicht. Demnach werde das heurige Jahr im Zeichen sogenannter disruptiver Technologien stehen. Hinter diesem Begriff verstecken sich alte Bekannte, nämlich Cloud und Mobile Computing, Soziale Medien, Big Data und Smart Analytics, IT-Komplettlösungen (Appliances) und Cyber-Security.

„Innovation und Integration werden auch für 2012 zentrale Schlagworte für IT-Investitionen sein“, sagt Fred Dillman, Chief Technology Officer bei Unisys. „Im vergangenen Jahr haben viele Unternehmen begonnen, die neuen disruptiven Technologien einzuführen, bisher jedoch fast ausschließlich in begrenzten und geschützten IT-Umgebungen. Nun erkennen die Unternehmen, dass es nicht ausreicht, diese Technologien als Randtechnologien zu betrachten. Disruptive Technologien müssen

in alle kundenorientierte Kernprozesse und -anwendungen integriert werden. Damit entstehen neue Wege, um innovativ, bequem und gleichzeitig kosteneffizient mit immer mobiler werdenden Kunden zu interagieren.“

Große Datenmengen Eines der von Dillman angesprochenen Kernthemen ist die Verarbeitung der enormen Datenmengen, die heutzutage in Unternehmen anfallen. „Unternehmen

kämpfen oftmals damit, die große Menge an Daten, die gespeichert werden muss, zu bewältigen“, sagt Dillman. „Die Möglichkeit, Einblick in diese Daten zu erhalten und daraus Wettbewerbsvorteile zu ziehen, birgt gleichermaßen Chancen und Risiken. Unternehmen und Behörden nutzen daher fortgeschrittene Analysetechnologien, um innovative, neue Services zu entwickeln, Service Levels zu verbessern und Effizienz voranzutreiben.“ Für die nächsten zwölf Monate erwartet Unisys einen verstärkten

Auch der Bereich „Sicherheit“ wird laut Unisys-Prognose heuer weiter an Bedeutung gewinnen. Unternehmen, so Dillman, „werden durch dediziertes Fachpersonal und leistungsfähige Analyse-Software mehr proaktive Sicherheitsvorkehrungen treffen. So sollen mögliche Bedrohungen schon im Vorhinein identifiziert werden. Unisys erwartet, dass Unternehmen durch den Aufbau geschützter Bereiche innerhalb ihrer IT-Infrastruktur zu verhindern suchen, dass sensible Daten auch dann nicht kompromittiert werden, wenn das Unternehmensnetzwerk angegriffen wird.“ Unternehmen werden zudem an der Integration von Sicherheitstechnologien arbeiten, etwa Intrusion Detection, Malware/Antivirus-Erkennung und Data-Loss-Prävention, um ihren Sicherheitsstandard insgesamt zu verbessern und um damit noch besser auf die steigende Zahl von Bedrohungen reagieren zu können.  www.unisys.com

FWI Der ERP-Anbieter realisiert gemeinsam mit Microsoft ein Projekt für den amerikanischen Stahldienstleister Tube City

Umfassendes ERP-Projekt in Nordamerika Wien. „Sind Sie schon jemals in ein Flugzeug gestiegen, ohne zu wissen, wohin die Reise geht?“, stellt Manuel Möser, Geschäftsführer der FWI Information Technology, die Gretchenfrage. „Eben. Einer der wichtigsten Punkte unserer Projekte ist immer die Festlegung des Zieles.“ Und das aktuelle Ziel des 110 Mitarbeiter starken Unternehmens ist Amerika. FWI wird nämlich beim weltweit führenden Dienstleister in der Stahlindustrie, Tube City International, ein internationales ERP-Projekt realisieren. „Wir sind stolz, dass unsere ausgezeichneten ERP-Branchenlösungen nicht nur in Österreich, sondern auch international so gefragt sind“, sagt Möser.

wie SAP und Oracle durchzusetzen. „Das entscheidende Auswahlkriterium für ‚Tube City‘ war jedoch FWI“, sagt Manuel Möser. „Denn FWI bringt umfassendes Branchenverständnis und ihre von Microsoft CfMD-zertifizierte ERP-Branchenlösung ‚FWI Environmental‘ in das Projekt ein – eine Lösung, die An-

forderungen wie sonst kein Anbieter erfüllen kann“, sagt Möser.

Internationale Aktivitäten „Parallel dazu betreibt FWI auch andere internationale Aktivitäten, wie zahlreiche Verkaufschancen in Europa (Deutschland, Dänemark,

In Allianz mit Microsoft Das Tube City-Projekt wird gemeinsam mit Microsoft Consulting Services (MCS) und dem lokalen Implementierungspartner mca Connect durchgeführt. Durch die erstmalige, direkte Beteiligung von Microsoft als General Contractor gelang es, sich gegen Mitbewerber

© FWI

Tom Wagland, Environmental ­Manager bei Ricoh Europe.

Manuel Möser, Geschäftsführer des ERP-Experten FWI Information Technology.

Schweden, Frankreich) und Asien belegen. Wesentlich für die internationalen Erfolge von FWI ist das ausgezeichnete und wachsende Netzwerk an Partnerunternehmen – zum einen für den Vertrieb der Branchenlösungen als Independent Software Vendor in den Niederlanden, in Belgien, Dänemark, Deutschland und den USA, zum anderen spielt FWI eine führende Rolle im Management Committee der axPact World Alliance, dem Netzwerk der leistungsfähigsten Microsoft Dynamics AX Partner der Welt“, erklärt Möser. Auch im internationalen Microsoft-artnernetzwerk hat FWI einen erheblichen Stellenwert und hält bereits vier Gold-Kompetenzen. Auf der „Microsoft Worldwide Partner Conference 2012“ in Toronto wird FWI mit einem eigenen Stand vertreten sein, um die Bekanntheit ihrer CfMD-zertifizierten ERP-Branchenlösungen unter den MicrosoftPartnern zu erhöhen und weitere Partner für den internationalen Vertrieb zu gewinnen. Das Ziel der Reise scheint also klar zu sein.  www.fwi.at


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 17. Februar 2012

medianet technology – 41

Cisco In seinem Annual Security Report 2011 beschreibt der IT-Anbieter die zu erwartenden Cybercrime-Bedrohungen

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Neue Sicherheitskonzepte gegen Internet-Angriffe

Ein Schreibtisch-Platz in der Microsoft-Wolke Wien. Mit Microsoft Office 365 hat der Softwarekonzern im Vorjahr seine Cloud-Lösung für den Office-Bereich vorgestellt – und mit über 800 migrierten Office-Arbeitsplätzen (sogenannten Cloud Seats) ist der Lösungsanbieter „mii“ der erste „Activated Partner“ für Microsoft Office 365. Zu den ersten Office 365Kunden gehören: Frauscher Bootswerft, aeon, Prinzhorn, ARGO und Thalia mit einem der ersten Hybridszenarien in Österreich. Thalia hat mit der kürzlich eröffneten Filiale am Westbahnhof 36 Standorte mit 820 Mitarbeitern, die Hälfte davon arbeiten bereits aktiv in der Cloud. „Die IT-Infrastruktur eines Unternehmens zu verwalten, effizient zu halten und gleichzeitig an neue Prozesse, Strukturen und Herausforderungen anzupassen, ist eine der Kernaufgaben einer modernen IT. ‚mii‘ sieht sich nicht nur als IT-Berater, sondern auch als Sparringspartner“, sagt Marcus Izmir, CEO der mii.  www.mii.at

Die Einbindung von mobilen Endgeräten in geschützte IT-Strukturen erfordert neue Schutzmaßnahmen.

Bessere Schulung

Achim Kaspar, General Manager von Cisco Austria, weist auf die Cybercrime-Gefahren hin, die Unternehmen heuer drohen.

„Wir befinden uns gerade im Trend, dass Unternehmen immer mehr dem Wunsch von Mitarbeitern entsprechen, ihre Arbeit mit beliebigen privaten Endgeräten zu erledigen“, sagt Achim Kaspar, General Manager Cisco Austria. „Um Mitarbeitern den Zugriff per Smartphone und Tablet zu ermöglichen, muss das geschützte Firmennetz ein Stück weit geöffnet werden. Auch Cloud Computing und Soziale Netzwerke erhöhen das Risiko, Angriffsziel einer Cyberattacke zu werden. Daher ist es wichtig, das Sicherheitskonzept des eigenen Firmennetzwerks zu überdenken und neuen Herausforderungen anzupassen.” Der aktuellen Sicherheitslage, so Kaspar, solle man differenziert begegnen und Überreaktionen vermeiden. „Studien der vergangenen

Jahre kommen schnell zu dem Punkt, dass Soziale Netzwerke gefährlich für Unternehmen sind und daher besser verboten werden sollten, weil sonst die Gefahr des unbemerkten Datenabflusses besteht. Diese Gefahr besteht zweifelsohne, doch die Angst vor Bedrohungen durch Soziale Netzwerke scheint deutlich übertrieben, da E-Mails nach wie vor die Hauptquelle für eingeschleppte Malware in Unternehmen ist. Der Nutzen Sozialer Netze übersteigt deutlich die Risiken und wird vielfach unterschätzt. Mitarbeiter sind produktiver und können einfacher und schneller zusammenarbeiten und mit Kunden in Kontakt treten.“ Der Gefahr könne man durch Mitarbeiterschulung, unterstützt durch technische Maßnahmen wie Acceptable-Use-Policies (AUP),

begegnen. „Gut strukturierte AUPs sind für Mitarbeiter leichter verständlich als lange, komplizierte Verbotslisten und lassen sich auch technisch einfacher im Netzwerk durchsetzen.“

Neue Angriffsszenarien Cybercrime ist so etwas wie ein florierender Wirtschaftszweig der dunklen Seite des Internet. Finanziell motivierte Hacker organisieren sich ähnlich wie komplexe, gut geführte Unternehmen. „Die Daten von 2011 lassen die Schlussfolgerung zu, dass Cyberkriminelle sich 2012 verstärkt auf mobile Geräte sowie die Cloud-Infrastruktur konzentrieren und die Geldwäsche (Money Muling) weiter ausbauen werden“, sagt Achim Kaspar. Mobile Endgeräte sind besonders

durch manipulierte Mobile-Apps bedroht. „Angreifer werden ihre Bemühungen verstärken, mithilfe von Advanced-Persistent-Threats (APT) die Authentisierungsverfahren für den Zugang zu Unternehmensnetzwerken oder Cloud-Diensten zu unterwandern.“ Zudem verändern sich laut Kaspar die Angriffsszenarien: „Kleine, gezielte Angriffe, wie Spear-Phishing, versprechen eine höhere Erfolgsquote. Hier beschafft sich ein Angreifer über eine Anfrage an eine offizielle Stelle oder ein Unternehmen bestimmte Mail-Adressen, um an die Besitzer gezielt PhishingMails zu senden. Die Anzahl breit gestreuter Spam-Mails ist dagegen deutlich gesunken: von täglich 300 Milliarden im Juni 2010 auf 40 Milliarden im September 2011.“  www.cisco.at

Infor Der Business-Softwareanbieter hat gemeinsam mit IDC die Trends am internationalen ERP-Markt ins Visier genommen

Innovation ist wichtiger als Kostensenkung senkt. Die Hersteller versuchen nun, mit Produkt- und Prozessinnovation ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern”, sagt Andrew Kinder, Director Product Marketing bei Infor. „Mit diesem neuen Fokus sind sie aber auch gezwungen, ihre bisherige Arbeitsweise zu ändern: Innovationen müssen bereits in der Prozess- und Technologieebene eingeführt werden, damit Mitarbeiter schnell auf gemeinsame Daten zugreifen und flexibel arbeiten können, um dann die richtigen Produkte und Dienst­ leistungen zeitgerecht zu liefern.”

Schnellere Systeme © infor

München/Wien. „Fertiger investieren momentan verstärkt in Produktinnovationen und Dienstleistungen mit hoher Wertschöpfung, um wettbewerbsfähig zu bleiben und ihr Wachstum voranzutreiben.“ Das ist die Kernaussage des neuen Whitepaper „In Pursuit of Operational Excellence: Accelerating Business Change Through Next Generation ERP” von IDC Manufacturing Insights und Infor. Kostensenkungen bleiben aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage zwar weiterhin wichtig, gleichzeitig stehen für Hersteller aber inzwischen innovative Initiativen im Vordergrund, die ihnen dabei helfen, sich am Markt zu differenzieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Andrew Kinder, Director Produkt Marketing beim Business-Software-Anbieter Infor.

Differenzierung am Markt „Die aktuelle wirtschaftliche Lage hat zu sinkendem Wachstum geführt und globale Hersteller vor neue Herausforderungen gestellt”, sagt Pierfrancesco Manenti, Head of IDC Manufacturing Insights, Europe, Middle East & Africa. „Während aktives Kostenmanage-

ment weiterhin von entscheidender Bedeutung bleibt, können sich Unternehmen nur mit innovativen Produkten und Dienstleistungen weiter am Markt differenzieren. Intelligente Prozesse und IT-Systeme spielen daher eine wesentliche Rolle, wenn es um Einsparungen, Differenzierung und Flexibilität

geht; sie sind nötig, um informierte und innovative Entscheidungen treffen zu können.”

Langfristige Kostensenkung „Ein großer Teil der Herstellungskosten wurde in den vergangenen drei Jahren bereits ge-

Um Innovationen einführen zu können, benötigen die Befragten schnellere Geschäftsprozesse (85%), den Zugang zu Echtzeitinformationen (60%) sowie eine verbesserte Zusammenarbeit (60%). Allerdings gaben gleichzeitig 60% der Befragten an, dass ihre Systeme oft nicht in der Lage sind, schnelle und fundierte Entscheidungen zu unterstützen.  www.infor.com

Erfolgreicher Start für Telekom M2M-Tochter © Telekom Austria Group/Susanne Spiel

Wien. Mobile Geräte, neue CloudDienste und Soziale Medien halten Einzug in den Arbeitsalltag – und mit steigendem Durchsatz verändern sie auch die Sicherheitsanforderungen, die von der IT-Infrastruktur erfüllt werden müssen. Diese Tatsache ist auch im aktuellen „Cisco Annual Security Report 2011“ festgehalten. Mithilfe der Cisco CRIO (Cybercrime Return on Investment) Matrix wurden die Angriffsszenarien des letzten Jahres bezüglich der „Profitabilität” bewertet. Der Report gibt damit einen Ausblick, welche Angriffsszenarien in den kommenden Monaten zu erwarten sind. Entsprechend sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter nur auf diejenigen Web-Anwendungen zugreifen lassen, die für ihre Arbeit wichtig sind.

© Chris Haderer

christoph fellmer

Bernd Liebscher, Geschäftsführer der Telekom Austria Group M2M.

Wien. Seit September 2011 ist die auf Machine-to-MachineKommunikation spezialisierte Telekom Austria Group M2M GmbH am Markt aktiv. Mit insgesamt 19 gewonnenen Großprojekten in den Bereichen Transport & Logistik, Industrieautomation und Zahlungssysteme und einem Auftragsvolumen von fünf Mio. € zieht die jüngste Tochter der Telekom Austria Group eine erfreuliche Bilanz und schließt das erste Quartal erfolgreich ab. Die Telekom Austria Group M2M formiert sich aus M2MExperten der acht Tochtergesellschaften in den Ländern Österreich, Slowenien, Kroatien, Bulgarien, Weißrussland, der Republik Serbien, der Republik Mazedonien und Liechtenstein sowie aus eigens rekrutierten Branchenexperten und dient als Kompetenzzentrum für alle Konzerngesellschaften sowie als zentraler Ansprechpartner für geplante internationale Großprojekte. „M2M Kommunikation erfüllt keinen Selbstzweck, sondern ist immer Bestandteil von intelligenten IKT-Anwendungen“, sagt Bernd Liebscher, CEO der Telekom Austria Group M2M. „Dabei sind die Lösungen beinahe so vielfältig wie das Geschäftsleben selbst und die Anforderungen sehr branchenspezifisch. Wir arbeiten daher mit führenden Lösungspartnern in den jeweiligen Branchen, um unseren Kunden integrierte Gesamtlösungen aus einer Hand anbieten zu können.“  m2m.telekomaustria.com


T o o ls & ser v i ces

42 – medianet technology

Freitag, 17. Februar 2012

Test Adobe hat die Betaversion seines Fotografen-Workflow-Pakets, „Photoshop Lightroom“, als Public-Beta freigegeben

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Effektives und intuitives Kraftpaket für Fotografen

© Google

Google veröffentlicht Chrome für Android 4.0

Neue Funktionen erlauben die Bearbeitung von Videos sowie bessere Dynamik-Steuerung von Bildern.

© www.vmware.com

VMware erweitert sein Cloud-Softwareportfolio

Mit VM-Ware flexibler in der Wolke.

Wien. Der Virtualisierungsexperte VMware hat sein Cloud-Portfolio um den „vCloud Integration Manager“ erweitert. Damit steht Service Providern, die auf VMware vCloudDirector-basierende Leistungen anbieten, eine Lösung zur automatisierten Bereitstellung und Durchführung von Cloud-Angeboten zur Verfügung. Diese können nun skalierbare, dynamische Ressourcen und Services schneller aufsetzen, effizienter betreiben und den Kundenwünschen entsprechend flexibler ausliefern.  www.vmware.com

© Fujitsu

Thin Client bringt bis zu 60% Energieersparnis

Thin Clients sind preiswerter als PCs.

Wien. Fujitsu hat den neuen Thin Client Futro A300 für den schnellen und kostengünstigen Einstieg ins Server Based Computing vorgestellt. Im Vergleich zu herkömmlichen DesktopLösungen lassen sich mit den Futro A300 laut Fujitsu bis zu 80% der Betriebskosten einsparen. Er verbraucht außerdem 60% weniger Strom als ein herkömmlicher PC, spart damit Energiekosten und sorgt für eine umweltfreundlichere Betriebsumgebung. Zudem ist er sehr leise im Betrieb und trägt damit zu einem angenehmen Arbeitsumfeld bei. Unterstützt werden alle modernen Thin­Client-Betriebssysteme.  www.fujitsu.at

Adobe Photoshop Lightroom 4 (Beta) erlaubt das einfache Katalogisieren und Bearbeiten auch von größeren Bildmengen im „Batch-Betrieb“.

mit einem umfangreichen FeatureKatalog – Lightroom bietet hingegen auf den Alltagsbedarf von Fotografen ausgelegte Funktionen.

Chris haderer

Wien. Per Eigendefinition richtet sich „Adobe Photoshop Lightroom“ an „die Bedürfnisse von Amateuren und professionellen Fotografen und ermöglicht es ihnen, ihre Bilder effizient zu erstellen, zu verwalten und zu präsentieren“. An diesem Ansatz hat sich auch in der Version 4 von Lightroom, die noch bis etwa Mitte März im Rahmen einer Public Beta besichtigt werden kann, nichts geändert. Auch wenn die Kompetenzverteilung in Adobes PhotoShop-Familie auf den ersten Blick etwas undurchschaubar ist: Lightroom ist ein Tool, mit dem sich Bilder verwalten, verschicken, in verschiedenen Punkten korrigieren und ausgeben lassen (auch zu Webseiten oder Fotobüchern). Der echte, klassische Photoshop (momentan in der Version CS 5.5) hingegen ist ein beinhartes Bildbearbeitungswerkzeug

Interessante Funktionen Zu den neuen Funktionen in Adobe Lightroom 4 (Beta) gehören unter anderem neue Steuerelemente für die Tonwertkorrektur, die den gesamten Dynamikumfang des von der Kamera gelieferten Materials extrahieren können. Die Software beinhaltet zudem weitere Steuerelemente für Rauschreduzierung, Moiré-Effekte und Weißabgleich. Im „Entwickeln“-Modus hilft das neue Soft Proofing-System dabei, Bilder im gewünschten Farbraum schnell und effektiv zu bearbeiten, um sicherzugehen, dass diese für Print und online ideal dargestellt werden. Der neue native Video Support gibt Fotografen die Möglichkeit,

Der in Adobe Photoshop Lightroom 4 (Beta) integrierte Videoeditor reicht für simple Schnittaufgaben, ersetzt aber keine spezielle Videosoftware.

Video-Clips, die mit einer DSLR-, Digital-Kamera oder dem Smartphone aufgenommen wurden, abzuspielen, zu schneiden und Frames zu extrahieren. Zahlreiche der Standardfunktionen für die Bildbearbeitung in Lightroom können nun auch auf Videomaterial angewandt werden. Zudem können Videos als H.264-Datei exportiert oder direkt auf Flickr und Facebook veröffentlicht werden. Allerdings: ein „echtes“ Videobearbeitungsprogramm (wie etwa Adobe Premiere CS 5.5 oder Final Cut Pro X für Apple-Systeme) kann Lightroom nicht ansatzweise ersetzen; wer komplexere Manipulationen an Videos vorhat, wird um ein Komplettpaket wohl nicht herumkommen.

Stilvolles Design Was die grundsätzliche Bedienung angeht, ist Lightroom 4 (Beta) der Vorversion überaus ähn-

lich. An der logischen Menüstruktur wurden abgesehen vom Design kaum Veränderungen vorgenommen.

Guter Gesamteindruck Kleine Nachteile sind auch in der aktuellen Version noch enthalten – wie beispielsweise das Manko, dass Lightroom-Kataloge (in denen die importierten Bilder bzw. Metainformationen abgelegt werden) nicht auf Netzlaufwerken untergebracht sein dürfen. Auch die Automatisierung der Importvorgänge könnte noch ein kleines Update vertragen. Allerdings muss gesagt werden, dass es sich bei Lightroom 4 (Beta) um eine Vorschau handelt und sich noch Dinge ändern können. Der Gesamteindruck ist jedoch ausgesprochen positiv.  www.adobe.de

Toshiba Das Unternehmen hat sein Business-Portfolio um drei Geräte erweitert, die sich durch Robustheit auszeichnen

Neue Business-Notebooks mit Schutzpaket Wien. Toshiba hat sein BusinessPortfolio mit drei neuen Notebooks in den Tecra- und Satellite-Serien erweitert. Das „Tecra R850-1HG“ (1.210 €) kommt im 15,6“-Format (39,6 cm) mit einem entspiegelten HD Hochhelligkeitsdisplay und einem recht umfassenden Schnittstellenangebot. Ein integriertes High Speed UMTS HSDPA-Modul ermöglicht auch unterwegs den Zugang ins Internet. Über USB 3.0 und Bluetooth 3.0 + HS können Daten zwischen Notebook und Peripheriegeräten transferiert werden. Außerdem bietet das neue Modell dank zahlreicher Toshiba EasyGuard Features ein hohes Maß an Datensicherheit sowie die Toshiba Doppelgarantie.

17,3 Zöller „Satellite Pro L770-144“ (850 €). Neben einem schnellen Intel Core i5-2450M-Prozessor der 2. Generation und 8 GB DDR3 RAM verfügt das Gerät über eine NVIDIA GeForceGT 525M mit Cuda Technologie und 1 GB VRAM und eine 750 GB-Festplatte für die mobile Datenspeicherung auf Reisen.

Business-Einsteiger

© Toshiba

Wien. Im Jahr 2008 veröffentlichte Google erstmals eine Version seines Chrome-Browsers, der nun auch in einer Version für Android 4 erschienen ist. Laut Google wurde der Browser, der am Desktop-Sektor als recht sicher gilt, für die Mobilgeräte (Smartphones und Tablets) von Grund auf neu entwickelt. Tabs wurden beispielsweise an die spezifischen Bildschirmbedürftnisse angepasst. Auch die Synchronisation von Lesezeichen zwischen verschiedenen Chrome-Installationen wurde über die Einbindung eines Google-Accounts vereinfacht. Chrome for Android ist zurzeit im Android-Market als Beta-Version kostenlos erhältlich – leider aber nur für Android 4.0 Ice Cream Sandwich.  market.android.com

© Chris Haderer

Der Chrome-Browser läuft jetzt auch auf Android 4.0-Geräten.

Modellerweiterung für die Tecra- und Satellite-Notebook-Linien von Toshiba.

Umfassendes Schutzpaket Im Rahmen dieser Doppelgarantie werden nicht nur Mängel, die innerhalb des ersten Jahres auftreten (und die unter die Herstellergarantie fallen), kostenlos behoben, der Kunde erhält darüber hinaus auch den Kaufpreis des Geräts zurückerstattet.

Der Tecra verfügt außerdem über ein robustes Gehäuse- und Systemdesign sowie einen 3D-Sensor, der im Fall eines Sturzes den Schreib-/Lesekopf der Festplatte arretiert, sodass die Daten auf der Festplatte nicht beschädigt werden. Ein weiteres Feature des Toshiba EasyGuard Pakets ist ei-

ne spritzwassergeschützte Tastatur; falls Flüssigkeiten verschüttet werden, kann das Gerät problemlos heruntergefahren werden.

Desktop-Ersatz Desktop Replacement mit hoher -Performance verspricht der

Auch der etwas kleinere und daher tragbarere „Satellite Pro C6602KM“ (670 €) arbeitet mit dem neuen Intel Core i5-2450M-Prozessor und einer für einen Business-Einsteiger passablen Ausstattung; eine Speicherkapazität von 640 GB lässt viel Raum für Datenbanken. Zugang zum Internet finden Anwender bei beiden Modellen über WLAN (802.11 b/g/n). Dank integrierter Webkamera steht auch Videokonferenzen nichts im Weg. Mithilfe von Bluetooth 3.0 + HS können Unternehmensvideos und Fotos schnell von Camcorder oder Kamera auf die Notebooks geladen werden.  www.toshiba.at


medianet

inside your business. today.

freitag, 17. februar 2012 – 43

Rohstoffsicherheit 2020

kräne kommen hoch hinaus

Die österreichische Industrie fordert bessere Rohstoffpolitik in der EU  Seite 45

Palfinger verbucht 2011 ein Rekordjahr, hohe Erwartungen auch für 2012  Seite 46

© Palfinger

© FCIO

industrialtechnology erhellend lichtgitter von wenglor

© Wenglor

Die Industrie spart zu viel beim Einkauf

© APA/Barbara Gindl

short

Linz. Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds konnte die voestalpine in den ersten drei Quartalen des 2011/12 in allen Ergebniskategorien zulegen. Die Umsatz­ erlöse stiegen von 7.936 Mio. € um 11,9% auf 8.877 Mio. €, der Jahresüberschuss um 2,8% von 400 Mio. € auf 411 Mio. €. Für das vierte Quartal werden keine großen Steigerungen erwartet. Dies bedeutet, dass für das Gesamtjahr 2011/12 mit einem gegenüber dem Vorjahr etwas schwächeren operativen Ergebnis zu ­rechnen ist.  www.voestalpine.com

© Panthermedia.net/Vladyslav Starozhylov

Linz. Maschinensicherheit gewinnt immer mehr Bedeutung. Die Vielzahl an Normen und Auflagen sowie die rasche technische Weiterentwicklung machen es aber schwer, immer up-to-date zu bleiben. Der Mechatronik-Cluster veranstaltet daher in Zusammenarbeit mit der Pilz GmbH und dem TÜV Nord vom 21.– 25. Mai im TechCenter Linz den Lehrgang „Zertifizierter Maschinensicherheitsexperte“. Vermittelt wird dabei in fünf Modulen umfassendes Wissen – von Konstruktion und Umbau, Gefahrenanalyse über die Erstellung von Sicherheitskonzepten bis hin zum korrekten „Inverkehrbringen“ von Maschinen und Anlagen.  www.mechatronik-cluster.at

© Lanxess

Gehaltsstudie Einkäufer in der Industrie werden mit durchschnittlich 82.000 € Jahres­gehalt deutlich schlechter entlohnt als ihre Kollegen in anderen Abteilun­ gen, so das Ergebnis der ersten Benchmark-Studie für Österreich.  Seite 44 Phoenix Contact Änderung in der Geschäftsführung

Neuer Chef in Österreich

© Phoenix Contact

Leverkusen. Der Spezialchemie-Konzern Lanxess AG baut seine Kresol-Produktion in ­Leverkusen weiter aus. Bereits Mitte 2013 sollen rund 20% zusätzliche Kapazität des Zwischenprodukts für den weltweiten Markt zur Verfügung stehen. Vorstand Werner Breuers (Bild) zum 20 Mio. €-Projekt: „Wir erwarten bei Kresolen ein nachhaltiges Marktwachstum und haben unsere langfristige Planung darauf ausgerichtet.“ In naher Zukunft will man auch die Produktionskapazitäten anderer Zwischen­ produkte ausbauen.   www.lanxess.de

Thomas Lutzky hat die GF von Phoenix Contact in Österreich übernommen.

Wien. Thomas Lutzky hat vor Kurzem die Geschäftsleitung der österreichischen Vertriebsniederlassung der Phoenix Contact-Gruppe übernommen. Er hat nach der HTL in Wels zunächst Betriebswirtschaft an der WU Wien studiert und später noch ein Executive MBA-Programm absolviert. Zuletzt war er für die englische Renold Gruppe als Geschäftsführer der Vertriebsgesellschaften in Österreich und in der Schweiz tätig sowie als Sales Director Central Europe auch für die Märkte in Deutschland und Osteuropa ­zuständig.  www.phoenixcontact.com

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c ov e r

44 – industrialtechnology

kommentar

Talente dringend gesucht

Freitag, 17. Februar 2012

Kerkhoff-Studie Die Einkaufsabteilungen werden in der Industrie noch immer stiefmütterlich behandelt

Die Industrie spart beim Einkauf an falscher Stelle Die Durchschnittsgehälter liegen deutlich unter denen anderer Abteilungen. plin betrachtet wurde“, erläutert Gundula Jäger, GF von Kerckhoff Consulting in Wien. „Aktuell findet aber ein Paradigmenwechsel statt. Man erkennt zunehmend, wie wichtig ein optimal geführter Einkauf für den Ertrag ihrer Firmen ist. Das hat sich nicht zuletzt in der Wirtschaftskrise 2009 gezeigt, als plötzlich die Umsätze wegbrachen und händeringend nach Einsparlösungen gesucht worden ist.“

britta biron

Philip Morris Austria

© Philip Morris

Rauchzeichen

Österreich ist ein attraktiver Markt für den Tabak-Konzern.

Wien. Die Philip Morris GmbH gab vor Kurzem die Gründung eines neuen Tochterunternehmens in Wien bekannt: Die Philip Morris Austria GmbH wird voraussichtlich ab Jänner 2013 ihre Geschäftstätigkeit aufnehmen. „Mit dem Ziel, die Marktführerschaft zu behaupten und auszubauen, werden wir unsere Präsenz vor Ort stärken und noch enger als bisher mit den Trafikanten zusammenarbeiten”, so Alexander Ott, GF der neuen Philip Morris Austria GmbH. Ott ist bereits seit 1995 im Konzern, zuletzt als Area Director Austria.  www.pmi.com

82.000 Euro im Schnitt Einkäufer in der Energiebranche in Österreich verdienen im Durchschnitt 106.00 € im Jahr – und lassen damit andere Branchen weit hinter sich. In der Holz- und Papierindustrie liegt das Gehalt im Durchschnitt bei 76.500 €. In der Autobranche (65.573 €), dem Maschinenbau (62.475 €) und der Chemieindustrie (61.247 €) liegen die Gehälter im Schnitt noch niedriger.

„Trotz ihres großen Einflusses auf das Unternehmensergebnis werden Einkäufer deutlich schlechter entlohnt.“

Nur ein Drittel der österreichischen Einkäufer erhält neben dem Grundgehalt eine variable Vergütung. Auch bei den Einkaufsleitern hat nur jeder Zweite eine Bonusvereinbarung. Bei Einkaufsleitern kleiner Unternehmen sind

gundula jäger, gf kerkhoff consulting wien

„Einkäufer verdienen, auch unter Berücksichtigung des Gesamtpaktes mit Boni und Zusatzleistungen, im Vergleich häufig immer noch signifikant schlechter als Mitarbeiter in anderen betriebswirtschaftlichen Disziplinen“, sagt Personalberater Stephan Penning, der gemeinsam mit Kerkhoff Consulting und ÖPWZ die erste österreichische Einkäufergehaltsstudie durchgeführt hat. „Dies ist dadurch zu erklären, dass der Einkauf trotz seines enor-men Einflusses auf das Unternehmensergebnis viele Jahre nicht als ernsthafte Management-Diszi-

© Kerkhoff Consulting

D

as Leben ist ungerecht. Auf der einen Seite gibt es Branchen, die sich um Nachwuchsmangel keine Sorgen machen müssen. Ambitionierte Talente und solche, die sich dafür halten, drängen auf die Catwalks und Bühnen der Welt. Unterstützt wird das Ganze noch von einer gut geölten Medienmaschinerie, die nicht müde wird, ständig neue Formate zu entwickeln. Vom Supermodel über das Supertalent bis zur Superstimme – gutes Aussehen und eine nette Stimme scheinen die wichtigsten Faktoren für eine steile Karriere zu sein. Auf der anderen Seite gibt es Branchen, die händeringend Nachwuchs suchen – und weit und breit kein Fernsehsender, der sie unterstützt. ‚Österreich sucht den Super-Mechatroniker‘ oder ‚Dem Ingenieur ist nix zu schwer‘ – wo bleiben solche Shows? Man kann da vielleicht einwenden, dass die Materie erklärungsbedürftiger als das Stöckeln über den Laufsteg, das Posieren vor der Kamera oder das Trällern von Hits ist und zudem weniger fürs Auge der Zuseher bietet. Aber mit ein bisschen Kreativität sollte es doch machbar sein, auch technische Berufe dem p.t. Publikum spannend und attraktiv rüberzubringen. Gut, man kann als Techniker vielleicht kein Superstar werden, aber dafür sind auch keine großen Abstürze in die Versenkung zu erwarten ...

Wien/Düsseldorf. Steigende Rohstoff- und Energiepreise, immer höherer Kostendruck, Sparpakete, notwendige Investitionen, um im globen Wettbewerb bestehen zu können und der wachsende Fachkräftemangel – ruhiges Fahrwasser sieht anders aus. Kein Wunder, dass in vielen Unternehmen der Sparstift regiert. Oft allerdings am falschen Platz.

Gundula Jäger, GF der Wiener Niederlassung von Kerkhoff Consulting.

es sogar nur 41%. Ihr durchschnittlicher Bonus liegt bei rund 4.000 €. „Einkäufer werden nicht ausreichend motiviert, einen exzellenten Job zu machen. High Potentials können so nur schwer für eine Karriere im Einkauf begeistert werden. Schon heute tun sich Unternehmen schwer, Nachwuchs zu rekrutieren. Die Besetzung von Vakanzen dauert im Schnitt acht Monate und länger“, so Penning weiter. „In österreichischen Einkaufsabteilungen gibt es aktuell kaum differenzierte Vergütungssysteme auf Basis spezifischer Steuerungsund Messgrößen“, sagt Jäger. „Vor allem, da die Unternehmen noch immer nicht über ausreichende kennzahlengestützte Systeme für die Erfolgsmessung von Einkaufsabteilungen verfügen. Hier haben die Unternehmen dringenden Nachholbedarf.“ Die Studienautoren gehen aber davon aus, dass aufgrund der steigenden strategische Bedeutung die Gehälter im Einkauf in Zukunft steigen werden.  www.kerkhoff-consulting.de

Ausgezeichnete Nachwuchsarbeit „Borealis Student Innovation Award 2011“

Forschung der nächsten Generation Wien. Mit dem „Borealis Student Innovation Award“ prämiert der Chemiekonzern Borealis die innovativsten Forschungsarbeiten von Master- und Doktoratsstudierenden zum Thema Polyolefine und Olefine. Die diesjährigen Preisträger sind Rana Quadaih und Said Mehdiabadi. Die aus unabhängigen Akademikern und Borealis-Vertretern zusammengesetzte Jury lobte die hervorragende Qualität aller eingereichten Arbeiten sowie das hohe Maß an Innovation und Fachwissen, das der Branche maßgeblichen Nutzen für die Zukunft bringen wird. Alfred Stern, Borealis Senior Vice President Innovation & Technology: „Die Arbeit von Rana Qudaih stellt die Recycling-Möglichkeiten vernetzter Polyethylenkabelmaterialien auf außergewöhnlich umfassende Art und Weise dar: Umfang und Anwendbarkeit ihrer Arbeit waren beeindruckend.“ Der Borealis Student Innovation Award ist eine wichtige Maßnahme zur Förderung neuer Talente und Forschungsansätze in den Bereichen Basischemikalien und Polymere. Ende des vergan-

genen Jahres verstärkte Borealis auch sein Engagement für externe Studierende und Forschung mit der Gründung des „Borealis Social Scholarship“-Programms, das erstmalig die Förderung von Schülern, Studierenden und internationalen Forschungsprogrammen in Europa zum Ziel hat. In einem ersten Schritt wurden im Dezember

2011 langfristige Verträge mit der Johannes Kepler Universität Linz und dem TGM Wien (Schule der Technik) abgeschlossen. „Als führendes Unternehmen der Kunststoffindustrie sehen wir es als Teil unserer Pflicht, Schüler und Studierenden, die es benötigen, finanziell zu unterstützen“, so Borealis-CEO Mark Garrett.

Anfang April startet die Einreichfrist für den diesjährigen Award. Zu den zugelassenen Themenfeldern zählen Olefin- und Polyolefinproduktionsprozesse, -analyse und

„Die Arbeiten zeigen ein hohes Maß an Innovation und Fachwissen, das für die Branche in Zukunft von Nutzen sein wird.“ alfred stern, vice president innovation & technolgy

© Borealis/Martin Eder

britta biron

Rana Quadaih, die Gewinnerin des „Borealis Student Innovation Award“ (für Master­ arbeit), und Alfred Stern, Borealis Senior Vice President Innovation & Technology.

-charakterisierung, Polyolefineigenschaften, Anwendungen, Nachhaltigkeit sowie Entdeckungen im Polyolefinbereich, die von praktischer Relevanz sind.  www.borealisgroup.com


Freitag, 17. Februar 2012

i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

industrialtechnology – 45

Industriellenvereinigung Die österreichische Industrie fordert eine offensive Rohstoffdiplomatie auf österreichischer und EU-Ebene

Projekt Rohstoffsicherheit 2020 Mehr Fairness, Forcierung vorhandener Ressourcen und Recycling. norbert berger

Wien. Auf der einen Seite bereiten steigende Rohstoffpreise der Industrie Sorge. Der Monatswert des auf US-Dollar-Basis berechneten Rohstoffpreisindex des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) war im Jänner 2,6% höher als im Dezember 2011. Der Preis für Zinn stieg um 9,9% (in Euro: 12,2%), für Nickel um 8,7% (in Euro: 10,9%) und für Kupfer um 6% (in Euro: 8,2%). Insgesamt machen die Rohstoffpreise – obwohl die heimische Industrie eine der ressourceneffizientesten der Welt ist – durchschnittlich bereits 40% der Gesamtkosten aus, in manchen Sektoren sogar bis zu 60%. Dem nicht genug, wird auch die Versorgungslage immer unsicherer. So erwarten Barclays-Experten für 2012 zum dritten Mal in Folge ein Angebotsdefizit auf dem Kup-

Veränderungen in der globalen Wirtschaft. China verbraucht bereits knapp die Hälfte der globalen Eisenerzproduktion und über 40% der weltweiten Kohle-, Blei-, Zink-, Aluminium-, Kupfer- und Nickelproduktion. „Zudem ist China mittlerweile führend bei der Sicherung neuer Rohstoffvorkommen. Es ist hoch an der Zeit, dass sich auch in der EU die Spitzenpolitik mit diesem fundamentalen Standortthema ernsthaft auseinandersetzt”, fasst er den Wunsch der Industrie nach einer offensiven Rohstoffdiplomatie zusammen. „Wir benötigen die Unterstützung der Politik für bessere Rah-

menbedingungen wie zum Beispiel Handelsabkommen zwischen rohstoffreichen und rohstoffimportierenden Ländern”, ergänzt Hödl, der bei der RHI vermehrt auf Eigenversorgung setzt. „Durch den kontinuierlichen Ausbau der bestehenden Bergbau-Kapazitäten in Europa sowie die verstärkten Nutzung von Sekundärrohstoffen wollen wir mittelfristig von außereuropäischen Rohstoffquellen weitgehend unabhängig werden.” Das Rezept ‚Rohstoff aus Altstoff‘ ist auch für Hans Roth, CEO der Saubermacher AG, ein wichtiger Faktor bei der Lösung des Rohstoffproblems.  www.iv-net.at

„Es ist hoch an der Zeit, dass sich auch in der EU die Spitzen­ politik diesem fun­ damentalen Standort­ thema annimmt.“ peter untersperger vorstandsvors. lenzing AG

fermarkt. Nach Angaben der London Metal Exchange sanken die Lagerbestände seit Oktober um 34% auf 312.750 t und ausreichend Nachschub ist durch eine um 200.000 t geringere Fördermenge nicht in Sicht. „Viele Rohstoffe sind nur zu einem geringen Anteil oder gar nicht in Europa verfügbar und liegen oft in den Händen einiger weniger Staaten, die damit eine protektionistische Rohstoffpolitik betreiben. Das hat einen enormen Wettbewerbsnachteil für uns und viele europäische Unternehmen zur Folge”, erläutert Manfred Hödl, Vorstandsmitglied der RHI AG.

Wettbewerbsnachteile

ADV 010/2012 AT

Peter Untersperger, Vorstandsvorsitzender der Lenzing AG und Leiter der von der Industriellenvereinigung (IV) gestarteten Initiative „Rohstoffsicherung 2020+”, sieht die aktuelle und künftige Situation auf den Rohstoffmärkten unmittelbar verknüpft mit den großen

Europas Märkte. Ganz nah.

© FCIO

Viel Bewegung im Angebot von GW: Die neue Produktlinie GW pro.line steht für tägliche Abfahrten, definierte Laufzeiten, fixe Qualitätsstandards und exklusive Premiumservices. Auf diese Weise bewegen wir Ihre Sendungen von Norwegen bis Griechenland, von Russland bis Portugal. In 47 Ländern Europas. Auf 10,5 Millionen Quadratkilometern. Erleben Sie selbst wie GW bewegt. Servicetelefon 0800.201.666 www.gw-world.com

Lenzing-Vorstand Peter Untersperger leitet die Rohstoff-Initiative der IV.


46 – industrialtechnology

short

© Schneider Electric

Schneider Electric kauft DCIM-Portal

i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

Freitag, 17. Februar 2012

Höhenflug Der österreichische Kranhersteller Palfinger konnte 2011 ein Rekordjahr verbuchen

Mit Kränen kommt man hoch hinaus

Trotz unsicherer Wirtschaftsentwicklung rechnet das Management auch heuer mit einem Plus. britta bruckner

Ratingen. Mit dem Zukauf der Plattform „Viridity EnergyCenter 2.0” hat Schneider Electric sein Know-how im Bereich DCIM (Data Center Infrastructure Management) um das Wissen eines amerikanischen Start-ups erweitert. Durch die Akquisition wird die eigene Lösung „StruxureWare for Datacenters“ um die automatische Erkennung von IT-Komponenten sowie die Möglichkeit zur Messung des Stromverbrauchs auf Geräteebene ergänzt. Die SoftwareSuite bietet einen zentralen Blick auf alle wichtigen physischen Systeme und erlaubt den Zugriff auf alle Daten, die für den Betrieb von verlässlichen, produktiven und sicheren IT-Räumen nötig sind.  www.schneider-electric.com

Kleinarl. „Wir haben ein hervorragendes Jahr hinter uns: Nach einem Umsatzwachstum von rund 30% im Vergleich 2009/10 haben wir 2011 erneut ein Plus von 30% erreicht. Damit haben wir unsere Industrie deutlich outperformt und den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte verbuchen können“, sagt Herbert

„2011 haben wir erneut ein Plus von 30% erreicht. Damit haben wir unsere Industrie deutlich outperformt.“ herbert ortner, vorstandsvors. der palfinger AG

© Palfinger (2)

Andreas Gebhard, Software Sales Director D-A-CH Schneider Electric

Herbert Ortner, Vorstandsvorsitzender der Palfinger AG, blickt auf ein höchst erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

Neuer Antrieb: mehr Power, weniger Strom Kfar Saba. Die InnoSave – ein israelisches Unternehmen für Innovationen im Clean-TechBereich – hat einen neuen, zum Patent angemeldeten, energiesparenden Antrieb für Elektromotoren im industriellen Einsatz entwickelt. Energy Saving Motor Drive (ESMD) kann – wie die praktischen Erfahrungen bei einigen israelischen Industriebetrieben gezeigt haben – den Energieverbrauch um gut ein Drittel reduzieren. Dem internationalen Fachpublikum präsentiert wird ESMD auf der Hannover Messe (Halle 14, Stand L19/1).  www.innosave-energy.com

Innovation kann man jetzt studieren

Ortner, Vor­standsvorsitzender der Palfinger AG. Der Umsatz stieg von 651,8 Mio. € auf 845,7 Mio. €. Grund dafür war neben der allgemeinen Markterholung der weitere Ausbau der Märkte sowie des Vertriebsnetzes. Das EBIT (inkl. assoziierte Unternehmen) stieg um 82,8% auf 67,9 Mio. €, die EBIT-Marge erhöhte sich dadurch von 5,7% im Jahr 2010 auf nunmehr 8%. Die gute Entwicklung wurde vor allem durch die deutlich erhöhte Nachfrage in fast allen Produktbereichen über alle Areas, eine erhöhte Produktivität und Auslastung in den Werken sowie die Erhöhung der Flexibilität in allen Bereichen erreicht. Positiv wirkte

© LIMAK Austrian Business School

Linz. Das Entwickeln neuer Produkte ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren von Unternehmen. „Um erfolgreiche und kundenzentrierte Produkte hervorzubringen, braucht es aber eine strukturierte und systematische Vorgehensweise“, sagt Johann Füller MIB, neuer Modulleiter im Masterprogramm „Innovationsmanagement“ an der LIMAK Austrian Business School. Das dreisemestrige, berufsbegleitende Masterprogramm startet am 14. März. Zusätzlich zum Titel MSc erhalten die Absolventen auch ein Zeugnis der Johannes Kepler Universität.  www.limak.at

Umsatz + 30 Prozent Ortner dazu: „Die Internationalisierung der vergangenen Jahre hat zu diesem Wachstum nicht nur beigetragen, sondern es überhaupt möglich gemacht.” In Europa verzeichnete man in zahlreichen Kernmärkten und in nahezu allen Produktbereichen gutes Wachstum, vor allem der Kranbereich erholte sich spür-

bar. Weiterhin schwach blieben lediglich die Krisenländer Spanien, Griechenland und Portugal. „Wir haben im 2. Halbjahr, das aufgrund der weltweiten finanzpolitischen Diskussion unter schlechten Vorzeichen stand, in Europa stärkere Zurückhaltung gespürt, während sich die Regionen außerhalb Europas weiterhin positiv entwickelt haben“, so Ortner weiter.

Weitere Expansion Vor allem in Nordamerika konnten Zuwächse erzielt werden, wobei die im 2. Quartal erfolgte Akquisition von ETI rund ein Viertel des Wachstums hier ausmacht. In Asien sowie Indien (hier wurde

2010 ein neuer Montagestandort eröffnet) konnte der Umsatz – wenn auch auf niedrigem Niveau – ebenfalls deutlich gesteigert werden. In der GUS-Region hat Palfinger mit der Übernahme des führenden russischen Kranherstellers Inman sowie der Anteilserhöhung an der Palfinger Crane Rus auf 80% sowohl wesentliche strategische Internationalisierungsschritt gesetzt als auch auf diesem wichtigen Wachstumsmarkt stärker Fuß gefasst. Auch wenn die wirtschaftliche Lage in vielen Märkten deutlich angespannter wird, ist man bei Palfinger zuversichtlich, den Wachstumskurs fortsetzen zu können und rechnet mit einem leichten Plus.  www.palfinger.com

Roland Berger-Analyse Prognosen der großen Ölexporteure sind präziser als die der Marktakteure

Preissteigerung von 15% wahrscheinlich München/Amsterdam. Auch wenn die Forschungen nach Alternativen zum Öl auf Hochtouren laufen, bleibt der fossile Rohstoff zumindest vorerst das Schmiermittel der weltweiten Industrie. Dafür werden – so die Analyse „What best perfor-

Johann Füller, Leiter LIMAK-Masterprogramm Innovationsmanagement.

sich auch die deutliche Verbesserung im Produktbereich Hubarbeitsbühnen aus. Die europäische Business Unit Hakengeräte schaffte 2011 den Turnaround. Das Konzernergebnis stieg von 24,2 Mio. € im Vorjahr auf 42,0 Mio. €.

der Ölexporteure sind

öl etwa 100 USD (ca. 75 €). Doch die drei wichtigsten Exportländer Saudi-Arabien, Russland und Mexiko erwarten für 2012 eine starke Preissteigerung: Ihre Prognosen liegen zwischen 97 und 120 USD (73 bzw. 90 €). Daraus ergibt sich ein Durchschnittspreis für 2012 von 111 USD (83 €) pro Barrel Rohöl. Anders als in den Vorjahren klaffen die Preisprognosen der drei Länder in diesem Jahr allerdings weit auseinander.

seit 1999 die zuver-

Mehrkosten für Wirtschaft

lässigsten Prognosen

„Weltweite wirtschaftliche Unsicherheit und politische Unruhen in einigen wichtigen Ölstaaten spielen dabei sicherlich eine große Rolle”, so Roland Berger-Partner Arnoud van der Slot. Bezogen auf den gesamten Betrachtungszeitraum 1999 bis 2011, erwiesen sich die Prognosen von Mexiko, Saudi-Arabien und Russland aber als die zuverlässigsten Gradmesser für den Rohölpreis. Denn sie wichen im Schnitt nur um 9,3% vom tatsächlichen Preis ab. Die Schätzungen der Warentermin-

„Die Schätzungen

für die tatsächliche ­Ölpreisentwicklung.“ arnoud van der slot

ming forecasters think” von Roland Berger Strategy Consultants – die Unternehmen heuer aber noch tiefer in die Tasche greifen müssen. Aktuell kostet ein Barrel Roh-

börse NYMEX und renommierter Institute wie der EIA und der IEA waren mit einer Abweichung von 23% wesentlich ungenauer.

Treffsichere Prognosen „Dieser Umstand zeigt eindeutig, dass die wichtigsten Marktakteure schon seit Jahren den Ölpreis zu

niedrig einschätzen”, sagt van der Slot. „Die Ölexporteure hingegen schätzen den Preis für ihren nationalen Haushalt, um künftige Ausgaben und erwartete Einnahmen gegenüberzustellen. Dabei berücksichtigen sie eine Sicherheitsmarge, um das Risiko von Haushaltsdefiziten zu minimieren.”  www.rolandberger.com


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

Metav 2012 Großer Branchentreff der Metallbearbeiter

Gestählt & optimistisch Von 28. Februar bis 3. März in Düsseldorf.

industrialtechnology – 47

| BS12-02G |

Freitag, 17. Februar 2012

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology.

© Liba Maschinenfabrik, Naila

Motion Servoverstärker Servomotoren

IPC Die Metallbearbeitungs-Branche erwartet auch für heuer gute Geschäfte. herbert strasser

Frankfurt/Main. „Der lebhafte Zuspruch zur internationalen Messe in der Metallbearbeitung zeigt, dass die Firmen nach einem erfolgreichen Jahr 2011 auch 2012 noch gute Geschäfte erwarten“, so Wilfried Schäfer, GF beim Metav-Organisator VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken). Insgesamt 620 Unternehmen aus 26 Ländern werden ihre Produktneuheiten hier präsentieren. 12% der Aussteller kommen aus Übersee, vor allem aus Japan und den USA, rd. 20% aus Europa. Starke Präsenz zeigen vor allem die Hersteller von Präzisionswerkzeugen. Sie belegen rund ein Fünftel der gesamten Ausstellungsfläche

(das ist ein Plus von 50% gegenüber der letzten „Metav“).

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

Umfassende Information Neben den Produktneuheiten wird den Besuchern auch ein breites Rahmenprogramm zu den Themen Medizintechnik, Compositebearbeitung, effiziente Produktion, Ressourceneffizienz und Neuheiten in der Zerspanung geboten. Ein weiterer Schwerpunkt bezieht sich auf den Fachkräftemangel. Unter dem Motto „Maschinenbauer – Job mit Power“ will man rund 3 000 Jugendlichen und ihren Lehrern aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen die Möglichkeiten in der modernen Fertigungstechnik näher bringen.  www.metav.de

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Siemens Elektrolichtbogenofen für Tyasa in Mexiko

Weniger Kosten, mehr Stahl Wien. Der mexikanische Stahlproduzent Talleres y Aceros S.A. de C.V. (Tyasa) hat Siemens VAI Metals Technologies beauftragt, ein neues Kompaktstahlwerk mit einer Kapazität von 1,2 Mio. t Stahl pro Jahr für den Standort Ixtaczoquitlan zu liefern. Herzstück des Werks ist ein Elektrolichtbogenofen vom Typ Simetal EAF Quantum. Dieses neue Ofenkonzept senkt die spezi-

fischen Umwandlungskosten der Elektrostahlerzeugung um rund 20%. Zum Projekt gehört auch eine Zweikreiswasserkühlung für den Elektrolichtbogenofen, die sekundärmetallurgischen Anlagen und die Gießanlage. Zusätzlich werden Kreisläufe für Trink-, Brauchund Löschwasser installiert. Die ­ Fertigstellung ist für Mitte 2013 geplant.  www.siemens.at

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

IPC I/O Motion

© Siemens

Automation

Das Tysa-Werk hat eine jährliche Kapazität von rund 1,2 Mio. Tonnen Stahl.


p r o d u k t i o n & au t o m at i s i e r u n g

48 – industrialtechnology

Promot Automation Modulares Baukastensystem bringt flexible Produktionsabläufe und steigert die Produktivität

short

Neue Standards bei der integrierten Handhabung

Power-Management mit mehr Effizienz München. Analog Devices, ein führender Hersteller von Halbleiterbausteinen für Signalverarbeitungs-Applikationen, stellte vor Kurzem den DC/DC-Wandler ADP2164 für 4 A Ausgangsstrom vor, der einen hohen UmwandlungsWirkungsgrad von mehr als 96% erzielt. Der hochintegrierte Reglerbaustein eignet sich für Eingangsspannungen von 2,7 V bis 6,5 V und bietet einen bei 0,6 V beginnenden Ausgangsspannungsbereich. Er enthält integrierte Schalt-FETs mit niedrigem On-Widerstand, um einen maximalen Wirkungsgrad zu erreichen und die Leiterplattenfläche zu verringern ist für einen Temperaturbereich von minus 40 ºC bis +125 ºC geeignet.  www.analog.com

Toolmaster eignet sich als zentrales Magazin oder zur Erweiterung der Maschinenmagazine. Roitham. Für Promot-GF Hubert Pesendorfer ist die Aufgabenstellung seitens der Industrie klar: „Die Fertigung stellt bei jedem Produktionsbetrieb das Herzstück dar. Die Lieferzeiten werden immer kürzer, langfristige Aufträge seltener. Deshalb müssen die Durchlaufzeiten minimiert werden, die Produktion flexibel und wirtschaftlich sein.“ Die neueste Innovation der OÖ Ideenschmide ist „Toolmaster“, ein universell einsetzbares Werkzeugmagazin im Baukastensystem. Durch das intelligente Werkzeugmanagement werden flexible Fertigungssysteme maßgeblich unterstützt. Der „Toolmaster“ bietet zwei Möglichkeiten des Werkzeugmanagements: Einerseits als zentrales Werkzeugmagazin, bei dem die Verteilung der Werkzeuge in die Maschinen über einen Portalroboter erfolgt; alternativ können die Werkzeuge auch im Fahrkanal des Portalroboters oder in einem Rundmagazin magaziniert werden. Zentrale Werkzeugmagazine kommen meist im Verbund mit flexiblen Fertigungssystemen (Palettenhand-

© Testo

Verschiedene Signalausgänge ­bieten ein hohes Maß an Flexibilität.

Lenzkirchen. Die Testo AG bietet mit dem neuen mobilen Druckluftzähler „testo 6448“ präzise Messungen für ein breites Anwendungsspektrum. Im Mittelpunkt der Innovation steht ein weltweit einzigartiges, patentiertes Rückschlagschutzsystem, das sichere Messungen bei laufendem Betrieb ermöglicht. Das Gerät lässt sich äußerst flexibel für unterschiedlichste Aufgaben einsetzen. Generell können mit dem Gerät definierte Grenzwerte zuverlässig überwacht werden. Zudem spürt der Druckluftzähler selbst kleinste Leckagen auf, zum Beispiel in Schläuchen oder ­Kupplungen.  www.testo.de

© Promot Automation (2)

herbert strasser

Druckluftmessungen ganz ohne Risiko

Die Verwaltung der Werkzeuge erfolgt über die Softwaremodule aus der Produktreihe „Promot Prosys“.

habung Palmaster) zur Anwendung. „Toolmaster” kann andererseits auch als Erweiterung eines bestehenden Werkzeugmagazins mittels Knickarmroboter und Rundmagazin eignesetzt werden; die Beladung erfolgt über einen Drehtisch.

Zusätzlich können auch RFID- oder DMC-Lesestationen sowie Reinigungsstationen integriert werden.

Flexibel & modular

jeweiligen Bedürfnisse

Ein zentrales Werkzeugmagazin überzeugt durch mehrere Vorteile. So können Investitionskosten eingespart werden, etwa durch den Ersatz mehrerer dezentraler Magazine. Damit ist es nicht mehr nötig, sämtliche Werkzeuge für jede Maschine anzuschaffen. Es genügt, wenn ein Sonderwerkzeug einmal für alle Maschinen im beschafft und über das zentrale Werkzeugmagazin verteilt wird.

angepasst werden kann.“

Automatisch bestückt

„Das Baukasten­prinzip bietet den großen Vorteil, dass es individuell an die

hubert pesendorfer gf promot automation

Auch eine längere mannlose Produktion (beispielsweise über das Wochenende) wird erst durch ein leistungsstarkes und zentrales

Werkzeugmagazin möglich. „Das Baukastenprinzip bietet den großen Vorteil, modular an die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden angepasst werden zu können. Daraus ergibt sich ein entscheidender Mehrwert“, erklärt Pesendorfer. Dem Leitrechner kommt bei zentralen Werkzeugmagazinen eine große Bedeutung zu. Bei Promot Automation wurde dazu die modulare Leitrechnersoftware „Prosys“ um ein entsprechendes Modul ergänzt. Die Software entscheidet, welche Werkzeuge zum jeweiligen Zeitpunkt aus der Maschine entnommen und welche Tools in die Maschine beladen werden. Basis dafür ist eine Werkzeugbedarfsliste, die unter Berücksichtigung der Werkzeugstandzeiten erstellt wird. Dadurch wird eine Maximierung der Produktivität erreicht.  www.promot.at

Wenglor Von der Höhen- und Positionskontrolle bis zum Erfassen und Vermessen von Objekten und Konturen

Lichtgitter für vielfältige Messaufgaben

Online zu 15.000 3D-FCI-Anschlüssen

Scheffau. Der Sensorhersteller Wenglor hat sein Produktspektrum an optoelektronischen Sensoren um Lichtgitter für Messaufgaben erweitert, die für verschiedenste Anwendungen u.a. in der Logistik-, Holz- und Automobilindustrie bestimmt sind. Die Lichtgitter arbeiten nach dem Schrankenprinzip. Dabei sind Sender und Empfänger in ge-

trennten Gehäusen untergebracht. Diese werden so montiert, dass die vom Sender ausgesendeten Lichtstrahlen auf die Empfängeroptik treffen. Je nachdem, welche und wie viele Strahlen von einem Objekt unterbrochen werden, schaltet der Schaltausgang. Die neuen Lichtgitter für Messaufgaben können unter anderem zur Bahnkantensteuerung, zur

Höhen- und Positionskontrolle sowie zum Erfassen und Vermessen von Objekten und Konturen eingesetzt werden. Sie lassen sich über ein menügesteuertes OLED-Display direkt am Gehäuse intuitiv und schnell einstellen – ohne zusätzliche Software oder externe Programmiereinheiten. Unterbrochene Strahlen werden als Balkendiagramm am Display angezeigt, was die Inbetriebnahme und das Ausrichten sowie die schnelle Fehlerdiagnose erleichtert.

Im richtigen Licht

© Wenglor

Etters. FCI, ein führender Anbieter von Anschlüssen und Schaltungssystemen, stellt ab sofort über die Website www.fciconnect.com 3D-Modelle zum Download und einen 3D-Viewer zur Produktvisualisierung zur Verfügung. Über einen Link im Produktdatenblatt gelangt der Anwender schnell und bequem zur 3D-Ansicht und zum CAD-Download. Mit einem Klick liefert die Website eine 3D-Ansicht des Produkts mit einer Reihe unterschiedlichen Optionen, darunter Rotation, Farbe und Oberflächenbeschaffenheit. Der Nutzer wählt je nach verwendetem CAD-System eines der 25 wählbaren CADFormate aus und startet dann den kostenfreien Download. Im Gegensatz zu anderen 5V-Reglern reicht der Eingangsspannungsbereich des ADP2164 bis 6,5 V, was für zusätzlichen Spielraum sorgt.  www.traceparts.com

Freitag, 17. Februar 2012

Für Höhen- und Positionskontrolle und zum Erfassen und Vermessen von Objekten.

Die messenden Lichtgitter von wenglor sind in zwei Bauformen erhältlich: „Allround Lichtgitter“ verfügen über eine leuchtende Endkappe zur Anzeige des Schaltzustands, die rundum gut sichtbar ist; der Status ist sofort ersichtlich und eine Diagnose unmittelbar möglich. Mit einem Strahlabstand von 30 mm und Messfeldhöhen von 150 bis 1800 mm gewährleisten sie eine Reichweite von 3.000 mm. „Hochauflösende Lichtgitter“ in

Messfeldhöhen von 50 bis 200 mm können mit einem präzisen Strahlabstand von 2 mm selbst kleinste und flache Objekte bis zu einer Reichweite von 2.000 mm erfassen. Mit zwei digitalen Schaltausgängen und einem integrierten Analogausgang werden Objekte dabei nicht nur auf Anwesenheit überprüft, sondern gleichzeitig auch deren Abmessungen ermittelt. Eine weitere Neuheit bei den Lichtgittern ist „Pick to Light” für die Teileentnahme aus Regalen und Lagerplätzen bei Montage und Kommissionierung. Damit werden Suchzeiten verkürzt, Fehler reduziert und die Produktivität gesteigert. Die Lichtgitter arbeiten nach dem Spiegelreflexprinzip, d.h. Sender und Empfänger sind in einem Gehäuse untergebracht und benötigen zur Funktion einen Reflektor. Dieser ist in Form einer Reflexfolie bereits auf der Gehäuserückseite des Sensors angebracht und dient als Reflektor für das benachbarte Lichtgitter. Dies verringert den Montage- und Verkabelungsaufwand und spart Kosten bei der Inbetriebnahme. www.wenglor.com


medianet

inside your business. today.

Freitag, 17. Februar 2012 – 49

© EPA

Neue Ziele

Daimler will nach dem Rekordjahr 2011 auch 2012 weiter wachsen  Seite 50

© dpa/Jan Woitas

automotivebusiness Neue Studie

Erneuerbare Energien sind im Verkehr kein Allheilmittel  Seite 54

neuer pajero einstiegsmodell für die Allradikone

© Mitsubishi Austria

Nach der Krise ist vor dem Aufschwung

© Jaguar

short

© EPA

Mumbai. Der indische Autobauer Tata Motors hat dank der hohen Nachfrage nach seinen Luxusautos der Marken Jaguar und Land Rover in China einen deutlichen Gewinnanstieg eingefahren. Wie der Autohersteller diese Woche mitteilte, stieg der Gewinn in den letzten drei Monaten des Jahres 2011 um mehr als 40% auf umgerechnet 525 Mio. €. Der Umsatz kletterte in diesem Zeitraum sogar um 44% auf 6,97 Mrd. €.  www.tatamotors.com

© Toyota

Akron/Okio. Goodyear hat sich mit Preisanhebungen wieder in die Gewinnzone befördert. Im Schlussquartal 2011 erzielte der amerikanische Reifenhersteller nach eigenen Angaben einen Gewinn von 18 Mio. USD (13,58 Mio. €). Vor Jahresfrist stand noch ein Verlust von 177 Mio. USD (134,68 Mio. €) in den Büchern. Der Umsatz legte um zwölf Prozent auf 5,7 Mrd. USD (4,34 Mrd. €) zu. Die Erlöse je Reifen kletterten um 19%.  www.goodyear.com

Toyota Der japanische Automobilhersteller scheint seine Krise überwunden zu haben: Die Ziele für das laufende Geschäftsjahr wurden ange­hoben und im ­kommenden Jahr will man wieder kräftig wachsen.  Seite 50 Statistik Austria Neuzulassungen steigen im Jänner an

TomTom Navi-Spezialist erschließt neues Geschäftsfeld

Der heimische Neufahrzeugmarkt konnte im Jänner um sechs Prozent zulegen.

Wien. Im Jänner wurden laut Statistik Austria in Österreich um sechs Prozent mehr Kfz zuge-lassen als im gleichen Monat des Vorjahres. Dazu trugen Pkw mit einem Anstieg von 4,9 Prozent bei, die Zulassungen leichter Nutzfahrzeuge stiegen um 8,8 Prozent, jene von Lkw über 3,5 t gingen um 6,3 Prozent zurück. Von den 31.455 Neuzulassungen entfielen 26.826 (85%) auf Pkw, 2.352 auf leichte Lkw (7,5%) und nur 207 (0,7 Prozent) auf schwere Lkw, der Rest auf sonstige Fahrzeuge. Bei Pkw überwiegen Diesel-Fahrzeuge mit 57,6% der Neuzulassungen.  www.statistik.at

Eintritt in Versicherungsbranche

© TomTom/Chris Hutter

Hannover. Die VW-Nutzfahrzeugsparte ist mit einem Verkaufsplus von 10,5% ins Jahr gestartet und hat die Erfolgsserie des Vorjahres damit fortgesetzt. Die Marke habe im Jänner weltweit 39.500 leichte Nutzfahrzeuge an Kunden ausgeliefert, teilte VW mit. „Wir sind gut ins neue Jahr gestartet und haben gleichzeitig einen Rekord erreicht – noch nie haben wir in einem Jänner so viele Fahrzeuge verkauft“, sagte der Vertriebsvorstand der Marke, Harald Schomburg.  www.vw-nutzfahrzeuge.at

© Panthermedia.net/Totalpics

© Volkswagen

Autobranche nimmt Schwung mit

TomTom stellt sich breiter auf und kooperiert mit einem Versicherungsanbieter.

Amsterdam. TomTom erschließt neue Geschäftsfelder. Der niederländische Navi-Spazialiest liefert ab sofort ein speziell entwickeltes Navigationsgerät, mit dem das Fahrverhalten aufgezeichnet werden kann, an einen britischen Versicherungsanbieter. Auf Basis der Daten wird die Kfz-Versicherungsprämie errechnet. „Dieser Schritt mit unserer etablierten Flottenmanagment-Technologie bringt uns an die Spitze einer Entwicklung, die dazu beitragen könnte, die KfzVersicherungsbranche zu revolutionieren“, sagt Thomas Müller, Chef der Sparte Business Solutions bei TomTom.  www.tomtom.com


C ov e r

50 – automotivebusiness

Kommentar

Blender, lasst das Blenden sein!

Freitag, 17. Februar 2012

Toyota Der japanische Autobauer hat seine Prognose nach oben revidiert und will 2011/12 rund 2 Mrd. € Gewinn einfahren

Mehr Absatz, mehr Gewinn und positivere Aussichten Im kommenden Jahr soll es weiter nach oben gehen – die Zielsetzung: 9,58 Mio. verkaufte Fahrzeuge. holt, schlug die Flutkatastrophe in Thailand zu. Dazu kletterte der Yen auf Rekordhöhen und machte die Exporte teurer.

Jürgen Zacharias

Porsche Erfolg im Jänner

© EPA

Aufwärtstrend

Porsche ist mit einem Verkaufsplus von 5% ins neue Jahr gestartet.

Stuttgart. Porsche hat zum Jahresbeginn den Aufwärtstrend aus dem vergangenen Jahr fortgesetzt. Im Jänner lieferten die Stuttgarter 9.613 Sport- und Geländewagen aus, wie das Unternehmen mitteilte. Dies entspricht einem Plus von knapp fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Eine besonders dickes Plus von 16% gab es auf dem Heimatmarkt Deutschland; aber auch im gesamten europäischen Raum sowie in den USA zogen die Verkäufe an. Nach wie vor ist der Geländewagen Cayenne das beliebteste Modell von ­Porsche.  www.porsche.de

Hinter Vorjahreswerten

© EPA

G

rundsätzlich mag ich Autofahren in der Nacht sehr gern. Es bremsen keine Fußgänger und Radfahrer den Verkehrsfluss, meist ist deutlich weniger los als untertags und die wenigen anderen Fahrzeuge sind dank ihrer Beleuchtung einfacher auszumachen. In letzter Zeit mischen sich aber – zumindest meinem Empfinden nach – immer mehr Blender unter die Nachfahrer, die nichts von Abblendlicht wissen wollen oder erst sehr spät von Fernlicht auf selbiges umschalten. Dies kann vor allem auf Autobahnen sehr störend, bisweilen sogar gefährlich werden, liegt aber nicht nur an rücksichtslosen Verkehrsteilnehmern, sondern auch an der diffusen Gesetzeslage: Demnach dürfen wir das Fernlicht nämlich dann verwenden, wenn wir Fahrzeuge vor uns oder den Gegenverkehr nicht blenden. Da es auf der Autobahn keinen Gegenverkehr gibt, ist die Einschaltung des Lichts demzufolge also rechtens. Andere argumentieren damit, dass man grundsätzlich nicht blenden darf; schließlich leuchten die Scheinwerfer in Kurven auch auf die andere Fahrbahn. Wie dem auch sei, wenn der Gesetzgeber hier schon nicht eindeutig für Recht und Ordnung sorgt, wär es zumindest begrüßenswert, wenn Autofahrer in Eigenregie ihr Licht den Verhältnissen anpassen und Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen würden.

Tokio. Und plötzlich ist da wieder Licht am Ende des Tunnels. Nachdem der japanische Automobilhersteller Toyota in den vergangenen Jahren mit einer gigantischen Rückrufaktion, Naturkatastrophen in Thailand und Japan sowie dem starken Yen schwer zu kämpfen hatte, stehen nun wieder alle Zeichen auf Grün: Im am 31. März endenden Geschäftsjahr 2011/2012 wird Asiens größter Autobauer höhere Erträge als erwartet präsentieren. So dürfte sich der Nettogewinn aller Voraussicht nach dank steigender Verkaufszahlen auf den beiden wichtigsten Märkten in Nordamerika und Japan auf 200 Mrd. Yen (2 Mrd. €) belaufen. Das ist zwar nur rund die Hälfte des Vorjahresgewinns, aber immerhin elf Prozent mehr, als noch im Dezember prognostiziert. An Umsatz werden nun 18,3 statt 18,2 Bill. Yen (178,13 statt 175,23 Mrd. €) angepeilt.

Im Geschäftsjahr 2012/13 will Toyota wieder den Kampf mit Volkswagen und General Motors um Platz 1 der größten Autohersteller der Welt aufnehmen.

absatzstärksten Autobauers zurückzuerobern. Von 2008 bis 2010 führte Toyota die Liste der größten Autohersteller der Welt an, im vergangenen Jahr waren aber nicht nur der größte Rivale General Motors, sondern auch Volkswagen und Renault-Nissan an den Japanern vorbeigezogen.

Zurück auf die Erfolgsspur Parallel dazu hob Toyota auch das Absatzziel für seine Hausmarke um 30.000 Fahrzeuge auf weltweit 7,41 Mio. Autos. 2012 will die gesamte Toyota-Gruppe, zu der auch Hino Motors und Daihatsu gehören, nochmals deutlich zulegen: Mit einer Reihe neuer Modelle will der Konzern wieder auf die Rekordspur einschwenken und 9,58 Mio. Autos weltweit verkaufen; das würde einem Anstieg von 21% gegenüber dem laufenden Geschäftsjahr entsprechen. Mit diesem ambitionierten Rekordziel schickt sich Toyota an, die im vergangenen Jahr an den US-Rivalen General Motors verloren gegangene Krone des weltweit

schläge: Toyota litt 2011 wie auch andere japanische Unternehmen erst unter den Produktionsausfällen durch das Erdbeben und den Tsunami vom 11. März. Kaum er-

In den ersten neun Monaten war der Nettoertrag von 382,7 Mrd. Yen (3,73 Mrd. €) im Vorjahr auf 162,5 Mrd. Yen (1,58 Mrd. €) eingebrochen. Der Umsatz ging um 10,2 Prozent auf 12,88 Bill. Yen (125,45 Mrd. €) zurück, der globale Absatz schrumpfte um neun Prozent auf 4,99 Mio. Autos. Im dritten Quartal gelang zumindest beim Umsatz die Kehrtwende: Er stieg um 4,1 Prozent, während der Gewinn allerdings um 14% sank. Trotz des weiter festen Yens rechnet Toyota jedoch damit, dass die Erträge am Ende des Gesamtgeschäftsjahrs auch dank Kostensenkungen und einer Erholung der Produktion höher ausfallen als erwartet, auch wenn die Ergebnisse noch deutlich unter den Vorjahreswerten liegen.  www.toyota.com

Chancen in den USA & Japan Laut Branchenbeobachtern könnte Toyota in diesem Jahr vor allem in den USA Marktanteile zurückgewinnen, wo die Japaner unter anderem mit dem Hybrid-Erfolgsmodell „Prius“ und dem „Camry“ zuletzt deutliche Absatzzuwächse erzielten. Auch in Japan, Toyotas zweitgrößtem Markt, steigen die Absatzzahlen dank staatlicher Steuervergünstigen für umweltfreundliche Autos wieder kräftig. Das neu erwachte Vertrauen folgt nach einem Jahr voller Rück-

Daimler Der deutsche Automobilhersteller will im laufenden Jahr erneut seinen Umsatz steigern und den Gewinn halten

Nach der Rekordjagd ist vor der Rekordjagd Stuttgart. Daimler nimmt nach der Rekordfahrt im Jubiläumsjahr das Tempo raus. Den 2011 um ein Viertel auf neun Mrd. € nach oben geschraubten Betriebsgewinn will der Stuttgarter Konzern in diesem Jahr halten. Gleichwohl soll der Umsatz 2012 erneut gesteigert und der jüngste Bestwert beim Fahrzeugverkauf noch einmal deutlich getoppt werden. „Nie zuvor waren wir besser als 2011“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche vor wenigen Tagen auf der Jahrespressekonferenz selbstbewusst.

reihe wirft weniger Gewinn als die Luxuslimousine S-Klasse ab, die allmählich in die Jahre kommt.

Zurück zu alter Stärke Weitere Zuwächse beim Betriebsgewinn wird es 2012 daher wohl nicht geben. Denn Daimler muss nochmals Milliardensummen in die notwendige Erweite-

rung der Pkw-Modellpalette und sparsamere Antriebe stecken, die die Konkurrenten BMW und Audi größtenteils schon hinter sich haben. Der inzwischen nur noch drittgrößte deutsche PremiumAutobauer will sich damit fit machen, um den Daimler-Stern ab 2013 wieder zum Glänzen zu bringen. Dann sollen die Kernsparten Pkw und Lkw bisher ungeahnte Margen

Potenzial bei Kompaktwagen Das Jubiläumsjahr 2011 – vor 125 Jahren wurde das Automobil durch die Firmengründer Gottlieb Daimler und Carl Benz erfunden – „war ein weiteres Erfolgsjahr für Daimler“, sagte Zetsche, eingerahmt von einem roten Sportwagen und einer neuen Mercedes-Benz B-Klasse, mit denen Daimler den Absatz weiter ankurbeln will. Vor allem bei Kompaktwagen muss der Konzern verlorenes Terrain gutmachen. Doch die neue kompakte Bau-

© EPA

Jürgen Zacharias

Daimler-Chef Dieter Zetsche will seinen Konzern zurück an die Premium-Spitze führen.

abwerfen und die Wettbewerber in den Schatten stellen, woran Investoren aber Zweifel hegen.

Rekordabsatz 2011 2011 sorgte der Nachfrageboom nach Neuwagen in den USA und China für einen Rekordabsatz von 2,1 Mio. Pkw und Lkw. Der Umsatz kletterte um knapp neun Prozent auf 106,5 Mrd. € – seit der Trennung von der verlustreichen USTochter Chrysler erlöste Daimler noch nie soviel. Der Nettogewinn schoss um 29% auf sechs Mrd. € hoch, da viele neue Autos mit luxuriöser Ausstattung an chinesische Kunden satte Margen einbrachten. Analysten schätzen, dass allein die China-Geschäfte gut ein Drittel des Spartengewinns von Mercedes-Benz Pkw ausmachen, der 2011 mit 5,1 Mrd. € mehr als die Hälfte zum Betriebsergebnis beisteuerte. Die Marge bei Pkw kletterte leicht um 0,3 Prozentpunkte auf neun Prozent, ab 2013 sollen dauerhaft zehn Prozent erwirtschaftet werden.  www.daimler.com


H e r s t e l l e r & Z u li e f e r e r

Freitag, 17. Februar 2012

automotivebusiness – 51

Fiat Der italienische Automobilhersteller konnte im vergangenen Jahr seine Umsatz-, Absatz- und Gewinnzahlen kräftig anheben

Italiener auf der Überholspur US-Tochter Chrysler schrieb erstmals seit 1997 wieder schwarze Zahlen. Turin. Fiat hat reichlich Grund zum Feiern. Der italienische Automobilhersteller konnte im vergangenen Jahr insgesamt 2,032 Mio. Fahrzeuge verkaufen und mit einem Nettogewinn von 1,65 Mrd. € abschließen (Ende 2010 lag der Gewinn noch bei 222 Mio. €). Der Umsatz betrug 60 Mrd. €, was einem Plus von 66% entspricht, teilte der Konzern vor wenigen Tagen mit. Der Umsatzbeitrag des Partners Chrysler für die Zeitspanne Juni– Dezember 2011 lag bei 23,6 Mrd. €. Die Nettoverschuldung des Konzerns betrug zum Jahresende 5,5 Mrd. €, 0,5 Mrd. € mehr als Ende 2010.

€) abschließen. In seinem zweiten Jahr unter Fiats Führung schrieb der Detroiter Konzern erstmals seit 1997 wieder schwarze Zahlen, nachdem er 2010 noch Verluste von 652 Mio. USD verzeichnet hatte. Der Umsatz kletterte um 31% auf 55 Mrd. USD und die Zahl der abgesetzten Autos um 22% auf 1,85 Mio. Fahrzeuge. Fiat-Chef Sergio Marchionne begrüßte die positiven Ergebnisse Chryslers, an dem die Italiener einen 58,5%igen Anteil halten. „Wir sind über die geleistete Arbeit stolz. Wir blicken dem neuen Jahr mit großen Erwartungen entgegen und arbeiten weiterhin hart daran,

um die Ziele zu erreichen, die wir uns gesetzt haben“, sagte Marchionne.

Optimistische Prognosen Auch Fiats Sportwagenhersteller Ferrari verzeichnete im vergangenen Jahr ein kräftiges Umsatzwachstum von 17,3% auf 2,3 Mrd. €. Maseratis Umsatz blieb mit 588 Mio. € gegenüber 2010 weitgehend stabil. Im Jahr 2012 rechnet Fiat mit einem Umsatz von über 77 Mrd. €. Der Nettogewinn dürfte zwischen 1,2 Mrd. und 1,5 Mrd. € betragen.  www.fiat.com

© EPA

Moritz Kolar

Fiat-Chef Sergio Marchionne ist mit der Entwicklungs seines Konzerns „zufrieden“.

Aufschwung in Detroit Chrysler selbst konnte das Gesamtjahr 2011 mit einem Nettogewinn von 183 Mio. USD (138,9 Mio.

Hyundai i20 - Der Sicherste mit Komplettausstattung!

BMW Positive Bilanz 2011

Gute Aussichten Steyr. BMW-Österreich rechnet damit, auch 2012 an den Spitzenabsatz des vergangenen Jahres anschließen zu können und kann noch keine Krisensymptome ausmachen. „Natürlich sind wir von makroökonomischen Rahmenbedingungen nicht unabhängig und fahren auf Sicht“, sagte BMWÖsterreich-Geschäftsführer Gerhard Pils, „aber wir glauben, dass heuer günstige Faktoren aus dem vergangenen Jahr weiterwirken werden: neue Produkte, niedrige Sparzinsen und ein noch nicht ganz aufgelöster Investitionsrückstau bei den Firmenwägen. Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, werden wir daher wieder an die 15.536 verkauften Stück von 2011 herankommen.“ Hilfreich sei, dass es seit Herbst 2011 einen neuen 1er gebe und dass der neue 3er in diesem Februar auf den Markt komme.

Marktanteil 2011 gewachsen Die bayerische Automarke hat 2011 in Österreich um 16,5% mehr verkauft als im Jahr davor. Der ebenfalls zum Konzern gehörende Mini legte sogar um ein Drittel auf 2.544 Stück zu. Der Anteil beider Brands am Gesamtmarkt liegt aktuell bei 5,1%. BMW Austria, die 400 Mitarbeiter beschäftigt, hat im vergangenen Jahr 716 Mio. € Umsatz gemacht (+21%). Deutlich besser als erwartet hat sich im vergangenen Jahr auch das Motorenwerk in Steyr entwickelt. Dort wurden 1,2 Mio. Dieselund Benzinantriebe produziert, der Umsatz erreichte fast 3,6 Mrd. €, sagte Steyr-Geschäftsführer Gerhard Wölfel.  www.bmwgroup.com

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modell & handel

52 – automotivebusiness

Chevrolet Cruze-Kombi

© GM Austria

Chevy Wagon

Freitag, 17. Februar 2012

Mitsubishi Pajero 3,2 DI-D Inform Die neue Einstiegsversion in die Welt des legendären Gelände-Klassikers

In der Ruhe liegt die Kraft und Erfahrung macht klug Der perfekte Einstieg in die echte Allradwelt und ein potenter Begleiter für alle Gelegenheiten.

Der Chevrolet „Cruze Wagon“ feiert auf dem Genfer Salon Premiere.

Mitsubishi Pajero „Inform“: Eine Allradikone ist nun als Einsteigermodell verfügbar. Basispreis für den Fünftürer: 41.290 Euro.

Gregor Josel

Wien. Der Chevrolet „Cruze Wagon“ feiert seine Weltpremiere auf dem 82. Internationalen Auto-Salon in Genf Anfang März. Mit einer Gesamtlänge von 4.675 mm zeigt sich der Kombi etwas größer als das Fließheck (4.510 mm) und die Limousine (4.597 mm). Das Ladevolumen beträgt 500 l, bei umgeklappter Rückbank vergrößert sich der zur Verfügung stehende Stauraum bis zur Wagendecke auf knapp 1.500 l. Das Karosseriedesign weist eine zum Heck hin abgeschrägte, gewölbte Dachlinie sowie eine serienmäßig integrierte Dachreling auf. Für alle Cruze-Modelle wird es während des Jahres 2012 auch einige Modifikationen im Innenraum und beim Außendesign geben. Alle neuen Cruze-Modelle verfügen bei höheren Ausstattungsgraden über eine „Keyless Entry“-Funktion. Nutzer können so ihren Schlüssel sicher in einer Tasche verstaut lassen, während sie ihr Fahrzeug öffnen. Dieses System ermöglicht es außerdem, den Motor durch Drücken eines Knopfes zu starten und abzustellen, ohne den Schlüssel ins Zündschloss stecken zu müssen. Ab Sommer 2012 sind für alle Cruze-Modelle neue und verbesserte Motoren erhältlich. Die bekannten 1,6 l- und 1,8 lBenzinmotoren werden durch einen neuen 1,4 l-Turbo-Motor ergänzt, die Dieselpalette wird durch einen neuen 1,7 l-Motor sowie durch Modifikationen beim bestehenden 2,0 l-Dieselmotor aufgewertet.  www.chevrolet.at

Wien. 1983 sah die Autowelt noch etwas anders aus als heute. Die Klassen waren klar voneinander getrennt, kaum ein geländegängiger Wagen wilderte mit angepasster Optik im Kompaktrevier oder umgekehrt. Offroad war noch wirklich offroad und elektronische Helferlein à la adaptiver Tempomat und Spurhalteassistent höchstens in den Köpfen der Fahrzeugentwickler zu finden. 1983 brachte Mitsubishi die erste Generation des Pajero auf den Markt: brachial, kantig, riesig. Der Ur-Pajero schlug ein wie eine Bombe und wurde zum Verkaufsschlager. Knapp 30 Jahre später ist der Markt voll von schnittigen Pseudo-Offroadern und kompakten SUVs, die Konkurrenz für den Pajero ist in den letzten Jahren überdimensional angewachsen. Mitsubishi hielt allerdings bis heute am erfolgreichen Konzept des großen Offroaders fest. Die wachsende Konkurrenz ist allerdings auch an den schwächer werdenden Verkaufszahlen merkbar und so bietet Mitsubishi mit dem Pajero „Inform“ nun eine günstige Einstiegsvariante in die Welt eines legendären Allrad-Klassikers.

smart Neuer fortwo

Renault Scénic und Grand Scénic Der Kompakt-Van von Renault geht aufgefrischt ins Modelljahr 2012

Vor allem das Exterieur des „smart fortwo“ wurde deutlich überarbeitet.

Wien. Der überarbeitete „smart fortwo“ zeigt sich mit größerem Kühlergrill mit integriertem Logo, prägnanten und neu gestalteten Frontschürzen, waagrecht angeordnetem LED-Tagfahrlicht, ausgeprägten Seitenschwellern und modifizierten Heckschürzen deutlich dynamischer. Auch das Interieur wurde durch ein neues Innenraum-Paket in Kristallgrau aufgewertet, das eine frische Leder/StoffKombination für die Sitze, einen Kunstleder/Stoff-Mix für die Türverkleidungen sowie schwarzes Kunstleder für die Instrumententafel umfasst.  www.smart.at

„Pajero“ und nicht einen Mitsubishi. Diese Tugend mag mit seinem brachialen Erscheinungsbild zu tun haben, das Mitsubishi im Großen und Ganzen auch im Modelljahr 2012 beibehält. Der Pajero „Inform“ ist äußerlich nur durch seine Stahlfelgen zu erkennen, die ihn von den höherwertigen Modellvarianten unterscheiden. Im Innenraum bietet der Einsteiger-Pajero eine vollständige Ausstattung mit elektrischen Fensterhebern vorn und hinten, einer Klimaautomatik, elektrisch verstell- und einklappbaren Außenspiegeln, Radio mit CDPlayer und sechs Lautsprechern sowie eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung und sieben Sitze. Der Bordcomputer informiert über alles Wissenswerte, von Höhenlage bis Durchschnittsverbrauch und Fahrtrichtung. Nicht enden wollend ist das Platzangebot im Pajero

Pajero ohne Zweifel Dem Pajero wurde schon kurz nach Beginn seiner Karriere eine Eigenschaft zuteil, die er sich mit nur einer Handvoll automobiler Ikonen teilt. So fuhr man von Anbeginn seiner Laufbahn einen

„Inform“. Je nach Sitzkonfiguration lädt man zwischen 215 und 1.790 l, die hohe und quadratische Aufbauform des Pajero macht sich hier bezahlt. Bei eingeklappten Sitzen der letzten Reihe verfügt der Pajero über eine ebene Ladefläche.

Klotzen, nicht kleckern Die größten Stärken zeigt der Pajero Inform allerdings in seinen Paradedisziplinen. Er verträgt bis zu 750 kg Zuladung und schleppt locker bis zu 3,3 t schwere Anhänger. Der Super Select 4WD-Antrieb lässt sich in vier verschiedenen Modi fahren. Im 2WD-Modus wird nur die Hinterachse angetrieben, im 4H-Modus werden alle vier Räder angetrieben; das bringt Grip und Sicherheit vor allem auf befestigten Straßen und bei winterlichen

Verhältnissen. Alle Trümpfe spielt der große Japaner aber im Gelände aus. Der 4HLC- (Allradantrieb mit normaler Übersetzung und gesperrtem Mitteldifferenzial) und 4 LLC-Modus (Allradantrieb mit kurzer Übersetzung und gesperrtem Mitteldifferenzial) machen im Gelände keine Kompromisse und sind selbst in schwierigen Passagen souverän.

Gut befeuert Der 3,2 l Dieselmotor verfügt über 200 PS und ein überragendes Drehmoment, das den schweren Geländewagen hervorragend beschleunigt. Der Verbrauch liegt bei rund 9,8 l. Einzig einen sechsten Gang für die Autobahn schreiben wir auf den Wunschzettel.  www.mitsubishi.at

Update für den charmanten Kompakt-Van Illmitz. Mit frischen Akzenten in Sachen Optik und Ausstattung und einem neuen, effizienten Diesel-Motor geht der Renault Scénic ins neue Modelljahr. Kennzeichen der neuen Generation des „Scénic“ und „Grand Scénic“ ist die modifizierte Frontpartie. Merkmal sind die tropfenförmigen Scheinwerfer in neuer Optik, deren glasklare Abdeckscheiben weit in die Fahrzeugflanken reichen. Die Lichtquellen mit den markanten „Augenbrauen“ schließen bündig mit den ebenfalls neugestalteten großflächigen Stoßfängern ab.

die hochauflösende TFT-Instrumententafel und das schlüssellose Start- und Zugangssystem. Das Ausstattungsniveau TomTom Edition umfasst zusätzlich unter anderem das Carminat TomTomNavigationssystem mit EuropaKarte, eine verschiebbare Ablagekonsole mit Mittelarmlehne, eine automatische Parkbremse und 16“ Designfelgen. Das Sondermodell „Bose Edition“ verfügt über das hochwertige

Bose Soundsystem. Die Topausstattung „Privilège“ bietet darüber hinaus ab Werk das VisioSystem, das Navigationssystem Carminat TomTom 2.0 Live und ein 3D-Soundsystem. Optional ist für beide Fahrzeuge auch eine Alcantara-Leder-Ausstattung und eine Sitzheizung für die Frontsitze verfügbar. Ebenfalls serienmäßig mit an Bord ist die Berganfahrhilfe, die sich automatisch einschaltet, so-

Vier Ausstattungslinien Renault bietet den Scénic und Grand Scénic in den Ausstattungsniveaus Tonic, TomTom Edition, Bose Edition und Privilège an. Der Kompaktvan enthält bereits in der Grundausstattung Tonic hochwertige Elemente wie einen Tempopilot mit Geschwindigkeitsbegrenzer, die Klimaanlage, das 4x15-WattCD-Radio mit MP3-Funktion, USBAnschluss und Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Hinzu kommen

© Renault Austria

© Daimler Austria

Smarte Sache

© Mitsubishi Austria

Scénic und Grand Scénic: als Aktionsmodell derzeit ab 17.620 bzw. 18.700 Euro.

bald das Fahrzeug an einer Steigung hält und selbiges für zwei Sekunden hält, sobald der Fahrer von der Bremse geht.

Neuer Antrieb Als erste Renault-Modelle erhalten Grand Scénic und Scénic im Rahmen der Modellpflege das neue Dieselaggregat Energy dCi 110 und sollen damit lediglich 4,1 l Kraftstoff für 100 km Fahrstrecke verbrauchen. Das entspricht einer Verbrauchsreduzierung von 16% im Vergleich zum Vorgängermodell mit dCi 110Aggregat und macht die Dieselvariante zum sparsamsten Kompaktvan der Welt. Die CO2-Emissionen sind mit 105 g pro km ebenfalls Klassenbestwert. Alternativ sind die beiden Renault-Modelle mit zwei weiteren Dieselmotoren mit 130 oder 150 PS oder wahlweise auch mit zwei Benzinern mit 110 oder 130 PS verfügbar. Alternativ zur SechsgangSchaltung ist auch ein Doppelkupplungsgetriebe verfügbar.  www.mazda.at


I n n ovat i o n & U m w e lt

54 – automotivebusiness

short

© Mercedes-Benz

Verbesserter Schutz für Fondspassagiere

Freitag, 17. Februar 2012

Action Aid & Friends of the Earth Umweltschutzorganisationen sehen EU-Ziel für Erneuerbare Energien kritisch

Erneuerbare Energien im Verkehr kein Allheilmittel

Demnach entstünden dadurch europaweit für Autofahrer Mehrkosten zwischen 10 und 18 Mrd. Euro. Moritz Kolar

© Kia

Kia erlaubt Blick in seine Modellzukunft

Konzept Track’ster: auf Basis des Soul, nur mit deutlich mehr Power.

Chicago. Kia stellt aktuell auf der Chicago Auto Show das neue Konzeptfahrzeug „Track’ster“ vor, das auf dem Crossover-Modell Soul basiert. Die zweitürige Studie Track’ster ist konzipiert als betont leistungsorientierte Variante des B-Segment-Modells Kia Soul. Als Motorisierung ist ein 184 kW/250 PS starker Benziner vorgesehen.  www.kia.com

© Nissan

Invitation feiert in Genf seine Weltpremiere

Kompakt & sparsam: Der Nissan „Invitation“ soll 2013 in Serie gehen.

Genf. Nissan wird auf dem Genfer Automobilsalon (8. bis 18. März) erstmals seine Konzeptstudie „Invitation“ präsentieren. Das Modell wird optisch von einer charakteristischen Seitenlinie – der sogenannten Squash Line – dominiert, soll vordergründig das europäische B-Segment beleben und wird voraussichtlich ab 2013 zusätzlich zum Cityspezialisten Micra und zum Crossover Juke angeboten. Der CO2-Wert soll dank einer konsequent auf Leichtbau getrimmten Architektur und sparsamer Motoren unter 100 g/km liegen.  www.nissan-europe.com

Mehrkosten pro Autofahrer Auf Autofahrer in Deutschland kämen entsprechend pro Jahr Mehrkosten von rund 34 bis 54 € zu – also bis zu etwa einer Tankfüllung pro Jahr. Dabei werde angenommen, dass der Anteil der Biokraftstoffe von den heutigen 4,7 Prozent auf dann 8,8 Prozent steige, erklärten die Organisationen. EU-weit werde der Liter Bioethanol 2020 voraussichtlich um 19 bis 41 Cent teurer als herkömmliches Benzin und der Liter Biodiesel voraussichtlich 35 bis 50 Cent teurer als normaler Diesel sein, hieß es in der Mitteilung. Diese Zahlen berücksichtigen noch keine möglichen Kostensteigerungen, die durch die Entwicklung neuer Motoren oder die Infrastruktur für die Versorgung mit Biokraftstoff entstehen.

© dpa/Jan Woitas

Stuttgart. Mercedes-Benz entwickelt derzeit ein aktives Gurtschloss für den Fonds, das schon bald in einem Oberklasse-Modell des Stuttgarter Herstellers in Serie gehen soll. Das Gurtschloss fährt beim Öffnen der Fondtüren aus der Polsterung nach oben und ist mit einem beleuchteten Einsteckschacht ausgerüstet. Durch das vereinfachte Anlegen des Gurts können die ­Anschnallraten im Fond steigen; auch wird es einfacher, Kinder oder bedürftige Personen beim Anlegen des Gurts zu unterstützen.  www.daimler.com

Wien. Das EU-Ziel, bis 2020 mindestens zehn Prozent des Verkehrs mit Erneuerbaren Energien anzutreiben, könnte Autofahrer sowie die Fahrer von Motorrädern und Lastwagen einer neuen Studie zufolge sehr teuer kommen. Laut der Untersuchung der Umweltund Entwicklungsorganisationen Action Aid gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation Friends of the Earth würden allein auf deutsche Autofahrer Mehrkosten zwischen 1,37 und 2,15 Mrd. € pro Jahr zukommen. Europaweit würden sich demnach sogar Belastungen in Höhe von 10 bis 18 Mrd. € ergeben.

Biokraftstoffe als Lösung aller Probleme? Die beiden Umweltschutzorganisationen Action Aid und Friends of the Earth sagen Nein.

fentlichung der Studie auch darauf hin, dass der Anbau der Pflanzen für die Kraftstoffe besonders in Entwicklungsländern wertvolle Anbauflächen für Nahrungsmittel belege; dadurch würden Millionen Menschen in den Hunger getrieben, zudem würden sich dadurch die Lebensmittelpreise erhöhen. Außerdem würden die CO2-Emission unter dem Strich nicht unbedingt gesenkt, wenn der gesamte

Tatsächlich Einsparungen? Action Aid und Friends of the Earth wiesen im Zuge der Veröf-

Produktionsprozess der Kraftstoffe berücksichtigt werde, etwa die bei der Fermentierung der Pflanzen entstehenden Gase.

Politik kritisiert Studie Auf Kritik stieß die Studie naturgemäß auf politischer Ebene, vor allem in der EU-Kommission. So seien derzeit laut einer Sprecherin von Energiekommissar Gün-

ther Oettinger die meisten Arten Erneuerbarer Energie teurer als herkömmliche Energien. Es sei daher entscheidend, die Finanzierung des Sektors als Ausgabe anzusehen, „die sich künftig auszahlt“. Investitionen in Erneuerbare Energien würden sich erst in Jahren rechnen, aber schon jetzt – teils erhebliche – Kosten verursachen.  www.foeeurope.org  www.actionaid.org

FAMOS Das Konsortium „Galileo for Future AutoMotive Systems“ entwickelt innovative Fahrassistenzsysteme

Intelligente Mobilität wird immer greifbarer Wolfsburg. Die begrenzte Sichtweite der Fahrzeugsensorik bedeutet eine wesentliche Einschränkung heutiger Fahrerassistenzsysteme. Geht es jedoch nach den Forschern des von der Volkswagen Konzernforschung koordinierten Konsortiums FAMOS (Galileo for Future AutoMotive Systems), wird sich das bald ändern: Zukünftige Systeme sollen eine sehr präzise Vorausschau über die Verkehrslage, den genauen Straßenverlauf und die Streckentopografie verschaffen. Damit soll einerseits der Fahrer entlastet, und andererseits frühzeitig über potenzielle Risiken auf der vorausliegenden Strecke informiert, die Verkehrseffizienz gesteigert und der CO2-Ausstoß reduziert werden.

Geschwindigkeit sind Kraftstoffeinsparungen von über 10% möglich. Der sogenannte Ein- und Ausfädelassistent unterstützt und entlastet den Fahrer hingegen an Auf- und Abfahrten der Autobahn. Möglich wurde die neue Art des vorausschauenden Fahrens durch eine intelligente Vernetzung von

Fahrzeug- und Umfeldsensoren mit einer erweiterten Ortungsfusion: Durch neu entwickelte Galileo/ GPS-Mehrfrequenz-Empfänger, in Kombination mit der gemessenen Absolutposition des Fahrzeugs, wird zunächst ein genauer und verlässlicher Standort des Fahrzeugs errechnet. Kartenbasierte

Intelligente Vernetzung So erweitert etwa das Fahrassistenzsystem „Green Driving“ das ACC (Geschwindigkeitsregelanlage mit „automatischer Distanzregelung) zu einer intelligenten Fahrzeuglängsführung. Durch die vorausschauende Anpassung der

© Volkswagen

Das aktive Gurtschloss soll die Sicherheit im Verkehr weiter steigern.

Green Driving mit vorausschauendem ACC ermöglicht ca. 10% Kraftstoffeinsparung.

Informationen wie beispielsweise Verkehrszeichen, Kreuzungen, die Topografie oder vorhandene Kurven entlang der Route werden anschließend genutzt, um situativ notwendige, vorausschauende Fahrmanöver einzuleiten.

Weitere Projektpartner Neben der Volkswagen AG als Projektkoordinator beteiligen sich folgende Partner an dem innovativen Fahrassistenzsystemprojekt FAMOS: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Institut für Flugführung (IFF) der TU Braunschweig, Abteilung für Psychologie, Methodenlehre und Biopsychologie (IPMB) der TU Braunschweig, Institut für Verkehrssicherheit und Automatisierungstechnik (IVA) der TU Braunschweig, IMST GmbH, NavCert GmbH und OECON Products & Services GmbH. Das Projekt wird durch das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.  www.volkswagen.com


medianet

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Freitag, 17. Februar 2012 – 55

Hole-in-one für Abu Dhabi

Das Emirat wurde als Golf-Destination des Jahres 2012 ausgezeichnet  Seite 57

© Villa Castagnola

© Abu Dhabi Tourism

destinationworld vill castagnola lugano

„Small Luxury Hotel of the World“ besticht mit Kunst, Kulinarik und Wellness  Seite 60

sol kerzner hotelprojekt in china © One&Only Resorts

Nur für Besserverdiener sind Reisen leistbar

© Luzern Tourismus

short

Kiew. Europäische Fußballfans werden keinerlei Schwierigkeiten haben, während der Europameisterschaft 2012 eine Unterkunft zu finden. Dies erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Infrastruktur der Ukraine, Boris Kolesnikow. Kürzlich war vermeldet worden, dass über 60.000 Betten in den Städten der EM 2012 zur Verfügung stünden und nur 20% der Unterkünfte bereits gebucht worden seien. Die Reisebüros passen ihre Angebote den Bedürfnissen der Fußballfans an und erhöhen die Anzahl von Billig-Paketen.  www.nu-ukraine.com

© Panthermedia.net/Ingeborg Knol

© EPA

Luzern. Die Region um den Vierwaldstättersee ist eine der vielfältigsten Urlaubs- und Ausflugsregionen der Schweiz. Über die spektakuläre Bergwelt legt sich im Winter eine märchenhaft flauschige und einladende Schneedecke. Zahlreiche Schneesportgebiete, alle per Bahn, Bergbahn, Postauto oder gar Schiff von Luzern erreichbar, laden zu traumhaftem Winterspaß ein. Ausgewählte Hotels bieten Pauschalen an, um das Wintersportangebot in elf ausgewählten Schneesportgebieten genießen zu können.  www.luzern.com

Urlaub 2012 Eine Studie der Fachhochschule (FH) Salzburg präsentiert aktuelle Zahlen über das soziale Gefälle bei den österreichischen Urlaubern. Kostspielige Ferien im Ausland sind für immer weniger Menschen leistbar.  Seite 56 Leitbetriebe Österreich Business-Exzellenz-Netzwerk zertifizierte starke Premium-Tourismus-Marke in Österreich

Budapest. Laut den neuesten Meldungen des Ungarischen Statistischen Zentralamts wurden 2011 in den Unterkünften in Ungarn mehr als 764.000 Nächtigungen von Österreichern registriert. Das ist das beste Ergebnis aller Zeiten beim Incoming aus Österreich. Der kauffreudige österreichische Tourist gilt in Ungarn als willkommener Gast.  www.ungarn-tourismus.at

Wien. Gullivers Reisebüro ist wegen seiner herausragenden Leistungen und seiner touristischen Qualität zertifiziert und in das BusinessExzellenz-Netzwerk „Leitbetriebe Austria“ aufgenommen worden. „Gullivers setzt Trends, anstatt ihnen hinterherzulaufen“, begründet Peter Haric vom Leitbetriebe Institut die Zertifikat-Vergabe an den Reiseveranstalter und sein Reisebüro. „Damit ist Gullivers jetzt einer der stärksten Premium-Tourismus-Marken Österreichs“, erklärt Monica Rintersbacher von Leitbetriebe Austria.

Das Business-Exzellenz-Netzwerk Leitbetriebe Austria und das Leitbetriebe Institut trafen in Wien zum Know-how-Transfer zusammen und begrüßten die neuen Wiener Leitbetriebe. Acht Podiumsgäste und rund 220 Teilnehmer diskutierten über die Herausforderungen für erfolgreiche Unternehmen in Management und Marketing. Bei der anschließenden Zertifikate-Verleihung für zukunftsfähige Spitzenleistung wurden Gullivers Reisebüro sowie 34 weitere Unternehmen ausgezeichnet.Im Anschluss an die Talk­

runde überreichte Paulus Stuller, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien, 22 Wiener Betrieben das Zertifikat „Leitbetriebe Austria“. Mit dabei waren bekannte Champions wie Donau Chemie, Philips und Microsoft und heimliche Gewinner wie GNC und Unit Cargo. Stuller betonte: „Die zertifizierten Betriebe zeichnen sich durch verantwortungsbewusstes Handeln aus. Die ausgezeichneten Betriebe denken nicht in kurzfristigen Gewinnen, sondern an nachhaltige Unternehmensentwicklung.“  www.gullivers.at

© Gullivers Reisebüro

© Panthermedia.net/Willy Brüchle

Gullivers Reisebüro ist jetzt Leitbetrieb

Der Reiseveranstalter Gulliver wurde vom Helmut Maurerbauer gegründet.


c ov e r

56 – destinationworld

Freitag, 17. Februar 2012

Studie der FH Salzburg Nur 46% der Österreicher haben 2011 mehr als fünf Tage hintereinander Urlaub gemacht

Kommentar

Österreicher halten sich beim Verreisen zurück

Ruefa bietet jetzt Marathon-Reisen

„Zu wenig Geld“ ist der Hauptgrund, warum mehr als ein Viertel der Österreicher heuer nicht verreist. her sind lediglich zwei von fünf Österreichern fest entschlossen, zu verreisen. Weitere 30% üben sich noch in Zurückhaltung und wollen Angebote und Möglichkeiten zunächst noch abwägen, bevor sie sich endgültig entscheiden. Mehr als jeder zehnte Österreicher mit festen Reiseabsichten kann oder will sich derzeit noch nicht festlegen, wo er in diesem Jahr seinen Urlaub verbringen wird. Dies bietet großes Potenzial für alle Anbieter – von Salzburg bis in die Südsee.  www.fh-salzburg.ac.at

Georg Biron

Wien. Das Verreisen in den Ferien wird zum Vergnügen für Besserverdiener. Während die Zahl der gut verdienenden Urlauber (Haushaltseinkommen über 3.600 € monatlich) im Jahresvergleich 2011 um zwei Prozent auf 63% zulegte, sank die Zahl der reisenden Personen mit einem Haushaltsverdienst von unter 1.500 € von 34 auf 23%. Fernreisen sind primär ein Minderheitenprogramm für Wohl-

georg biron

D

as ist eine goldrichtige Entscheidung gewesen: Ruefa hat den österreichischen Spezialveranstalter Runners Unlimited von Geo Reisen übernommen. Runners Unlimited ist unter Laufbegeisterten die erste Anlaufstelle, um bei Großevents, wie dem New York City Marathon, teilzunehmen. Das Unternehmen trägt dem Trend von Fitnessund Laufevents Rechnung und passt ausgezeichnet in das sportliche Veranstalterprogramm von Ruefa. So bietet Eybl Reisen by Ruefa Sport- und Erlebnisreisen mit erfahrenen und prominenten Spitzensportlern aus den Disziplinen Running, Trekking, Segeln und Skifahren an. Runners Unlimited bringt Aktivurlauber auf die Starterlisten der größten Laufspektakel der Welt. Die Abholung der Startkarten wird ebenso organisiert wie ein Sondertransfer zum Marathonstart. Die Reisen werden von erfahrenen Coaches begleitet. Unbestrittenes Highlight der Marathon-Werteskala ist der New York City Marathon, mit knapp 40.000 Startern einer der weltweit teilnehmerstärks- ten Läufe. Mehr als eine Million Zuschauer entlang der Strecke über fünf Brücken und durch alle fünf Stadtteile der Metropole bringen Läuferherzen zum Rasen. Abseits des Sportabenteuers steht bei allen Marathon-Reisen Sightseeing auf dem Programm.

„Eine überdurch­ schnittlich hohe Reise­ tätigkeit zeigen fast zwei Drittel der Wiener, höher Gebildete und Selbstständige.“ Reinhold Popp wissenschaftlicher Leiter an der FH Salzburg

habende, geht aus einer Studie der Fachhochschule Salzburg (Sample in Österreich: 1.000 Befragte) hervor. Insgesamt haben gerade einmal 46% der Österreicher im Vorjahr mehr als fünf Tage am Stück geurlaubt; das ist ein Rückgang von zwei Prozentpunkten gegenüber 2010. „Der Anteil von Arbeitern, Pensionisten oder formal niedriger Gebildeten bei Reisen liegt deutlich unterhalb des österreichischen Gesamtdurchschnitts“, sagt Reinhold Popp, wissenschaftlicher Leiter an der FH Salzburg. „Eine überdurch-

Kochkurs Kalender

Heuer will ein Viertel der Österreicher im Inland verreisen, knapp 14% zieht es nach Italien und neun Prozent nach Kroatien; Fernreisen sind ein Minderheiten-Thema.

schnittlich hohe Reisetätigkeit zeigten dagegen fast zwei Drittel der Wiener, höher Gebildete und Selbstständige.“ Das fehlende Urlaubsbudget ist laut Umfrage auch der Hauptgrund, warum heuer mehr als ein Viertel der Österreicher nicht einmal für ein paar Tage verreist. Immerhin 16% gehen grundsätzlich nicht auf Reisen. Lediglich zwei Prozent der Österreicher nutzen ihren Urlaub für Fortbildung.

Städter verreisen öfter Außerdem sind Urlaubsreisen eine Domäne der Städter: Im Vorjahr gingen 62% der Stadtbewohner mindestens fünf Tage auf Urlaub, während dies nur 39% der ländlichen Bevölkerung taten, wie aus der Umfrage der Fachhochschule Salzburg hervorgeht. Für einen Inlandsurlaub haben die Österreicher im Vorjahr im

Schnitt 698 € ausgegeben, für eine Reise in das „Billigland“ Türkei hingegen fast das Doppelte. Eine Fernreise ließen sie sich rund 2.500 € kosten. Heuer will rund ein Viertel der Urlaub machenden Österreicher im Inland verreisen, knapp 14% davon zieht es nach Italien und neun Prozent nach Kroatien; Fernreisen haben elf Prozent im Visier. Während die Österreicher trotz Milliardenhaftungen für Griechenland und ständiger Unruhen und Streiks den Hellenen weiterhin die Treue halten, haben die deutschen Urlauber das marode Land nahezu boykottiert. Im Jahresvergleich zeigt sich die deutliche Verunsicherung vieler Österreicher darüber, ob sie in diesem Jahr verreisen können oder nicht. Der Wunsch, die Ferien fernab der Heimat zu verbringen, bleibt bestehen, aber die Realisierung muss man sich auch leisten können. Bis-

Deutsche in Österreich Eine Studie der FH Salzburg beweist: Auch in Deutschland än­ dert sich derzeit das Urlaubsverhalten – und davon ist auch Österreich betroffen. Von den deutschen Urlaubern wollen 2012 nur mehr 3,8% nach Österreich fahren, im Jahr 2010 waren es noch 4,4%. Die heimischen Hote­ liers sind aufgefordert, die Kaufkraft der Gäste nicht aus den Augen zu verlieren. Deutsche Frauen Vor allem die deutschen Frauen finden Österreich als Urlaubsdestina­ tion zusehends unattraktiv und fahren lieber nach Kroatien. Und Frauen sind es, die – laut FH Salzburg – in erster Linie bestimmen, wo­ hin die Reise geht. Österreich-Urlaub Bedenklich für hei­ mische Touristiker ist es auch, dass sich höher Gebildete und Junge aus Deutschland vor allem im Sommer immer weniger von der Alpenrepublik angezogen fühlen. Ans Mittelmeer Zwei Prozent der Deutschen wollen heuer im Sommer nach Griechenland, im Vorjahr waren das noch drei Prozent. Dar­ über darf sich das ebenfalls finanziell schwer angeschlagene Italien freuen, das bei den Urlaubern aus Deutschland einen Zuwachs von 6,7 auf 8,3% erwarten darf.

AIDA Cruises Das Kreuzfahrtunternehmen gibt am 22. Februar den Katalog mit Reisen von 2013 bis 2014 heraus

Service für Gourmets

Größeres AIDA-Angebot ab Deutschland Rostock/Wien. Der Katalog 2013/2014 enthält neben ausführlichen Beschreibungen zu den Reisezielen viele Informationen zum Bordangebot. Im Katalog finden sich auch zahlreiche Fotos von Gästen wieder, die einem Aufruf von AIDA gefolgt sind und ihre schönsten Urlaubsfotos eingesendet haben. Spannende Extras bieten die QRCodes, mit denen die Leser schnell Zugriff auf Videos und weiter-

führende Internetseiten erhalten. Wer nicht auf das Druckexemplar des Katalogs warten mag, findet den Online-Katalog im Web unter www.aida.de oder stellt sich dort seinen ganz eigenen Katalog zusammen. Mit wenigen Klicks lassen sich Ziele und Themen auswählen und anschließend als PDF herunterladen. AIDAstella heißt das Schiff, das am 17. März 2013 nach der Taufe

© AIDA Cruises

Frankfurt. Spaß beim Kochen und Essen mit Genuss – dazu lädt der „Kochkurskalender 2012“ ein, den die Mitglieder der exklusiven Hotel- und Restaurantvereinigung Relais & Châteaux nach dem großen Erfolg im Vorjahr auch heuer wieder herausgegeben haben. 18 prominente Küchenchefs und Grands Chefs Relais & Châteaux öffnen ihre Küchen, damit Interessierte gemeinsam mit Freunden, Familie, Kollegen oder Geschäftspartnern in ihre Töpfe schauen und selbst kreativ am Herd mitwirken können. „Die unterschiedlichen Konzepte der Kochkurse in den einzelnen Häusern werden selbst ambitionierten Ansprüchen gerecht“, urteilt Johann Lafer, Chef vom Table d’Or, Guldental im Nahetal. Der „Kochkurskalender 2012“ von Relais & Châteaux steht im Internet als e-Broschüre zur Verfügung und kann auch als PDF heruntergeladen werden.  www.relaischateaux.com

die deutschen

Stolze Flotte: AIDA Cruises präsentiert Kreuzfahrtenprogramm für 2013/2014.

von Warnemünde aus auf Jungfernfahrt durch Nordeuropa geht. Seine Premierensaison verbringt das Schiff ebenfalls im Norden und startet ab Mai 2013 von Hamburg aus zu zweiwöchigen Kreuzfahrten. Im Winter besucht AIDAstella die kanarische Inselwelt.

AIDAbella nach New York In der Saison 2013/2014 baut AIDA Cruises sein NordeuropaProgramm weiter aus. Mit AIDAsol wird die Rostocker Reederei erstmals von Mai bis Dezember Kreuzfahrten von Hamburg aus anbieten. Neu ist auch die viertägige Städtereise mit AIDAstella von Hamburg nach Amsterdam und London, die im März und April aufgelegt wird. Die beliebte Ostseekreuzfahrt wird neben der 10-tägigen Variante nun auch als einwöchige Reise angeboten. Weltenbummler starten künftig von der Haustür zum großen Abenteuer, zum Beispiel mit AIDAbella von Warnemünde nach New York oder mit AIDAcara von Hamburg

bis nach Buenos Aires. Insgesamt sind sechs AIDA Schiffe von Hamburg, Kiel und Warnemünde aus auf 34 verschiedenen Routen unterwegs. Neuland entdecken AIDA-Reisende in Nordeuropa im isländischen Ísafjördur und in Klaksvik auf den Färöer-Inseln. An der südenglischen Küste empfängt Portland das erste Mal ein AIDA-Schiff. Von Le Verdon und Brest an Frankreichs Atlantikküste führen Ausflüge in die Bretagne oder die Bordeaux-Region. Das niederländische IJmuiden, Langkawi in Malaysia und die Karibikinsel St. Kitts sind ebenfalls neu im Programm. Schnell buchen lohnt sich: Bis zu 450 € Frühbucher-Plus-Ermäßigung gibt es für die 1. und 2. Person in der Kabine; das Kontingent ist limitiert. Startschuss für die Buchung aller Reisen aus dem Katalog 2013/2014 ist am 22. Februar im Reisebüro, im Internet sowie im AIDA Kundencenter unter der Telefonnummer +43 (0) 1/22 709 950.  www.aida-cruises.at


b u s i n e s s & mar k e ts

Freitag, 17. Februar 2012

destinationworld – 57

JW Marriott Marquis Dubai Das neue pompöse Luxushotel soll das Wahrzeichen für das internationale Handelszentrum am Golf werden

Marriott: Höchstes Hotel der Welt alice hefner

London/Dubai. Mit seinen 355 m Höhe wird das JW Marriott Marquis Dubai ab Ende 2012 das höchste Hotelgebäude der Welt sein. Es ist damit nur 26 m niedriger als das Empire State Building in New York.

24 Tagungsräume im Haus Neben anspruchsvollen Geschäftsreisenden wird das Hotel den lukrativen und wachsenden MICE-Markt bedienen, dem derzeit kein Hotel für Gruppen dieser Größenordnung zur Verfügung steht. Neben all seinen Restaurants und Unterhaltungsmöglichkeiten wird das JW Marriott Marquis Dubai zwei Ballsäle, 24 Tagungsräume und insgesamt 5.100 m� Veranstaltungsfläche bieten. „Das Potenzial, den wachsenden Anforderungen der globalen Ge-

schäftswelt gerecht zu werden, ist immens. Wir sind davon überzeugt, dass das JW Marriott Marquis Dubai in dieser Hinsicht einzigartig sein wird“, sagt GM Rupprecht Queitsch. „Das Hotel füllt eine seit Langem bekannte Marktlücke: Gruppen, Tagungen und Kongresse von bis zu 1.000 Personen unter einem Dach zu beherbergen. Es gibt Unternehmen dieser Größenordnung, die weltweit Städte für ihre Meetings wählen. Bisher bot Dubai keine Möglichkeit, diese Gruppengrößen unterzubringen. Kurz gesagt, wir werden Dubai auf dem Kongressmarkt etablieren.“

Dubais exzellente Fluganbindungen insbesondere zu den aufstrebenden Wirtschaftsmächten Brasilien, Russland, Indien und China schaffen weitere Möglichkeiten.

Wachstumsmärkte nebenan „Dubai verfügt über die ideale geografische Lage für globale Geschäftsbeziehungen durch seine Nähe zu den großen Wachstumsmärkten wie Indien und die Tatsache, buchstäblich Milliarden von Menschen innerhalb eines FünfStunden-Flugs zu erreichen“, erklärt Queitsch.

„Was diese Geschäftsreisenden suchen, ist ein Hotel, das alles, was sie möglicherweise benötigen könnten, unter einem Dach bietet. Wir sind überzeugt, dass dieses einmalige Haus neue Standards im Bereich der Businesshotellerie setzen wird.“ Das neue JW Marriott Marquis in Dubai wird nach dem JW Marriott Marquis Miami das erste Hotel der Marke JW außerhalb von Nordamerika sein und ist somit ein Symbol dafür, wie hoch Marriott International die wachsende Bedeutung Dubais und seinen globalen Einfluss einschätzt.  www.marriott.com

© Marriott

Marriott International will sich mit dem neuen Hotel Dubai auf dem weltweiten Kongressmarkt etablieren.

Verlockende Türme: Außenansicht des JW Marriott Marquis Hotels in Dubai.

Traumurlaub!

Abu Dhabi Award 2012

Golf-Destination Abu Dhabi. Abu Dhabi wurde von der International Association of Golf Tour Operators (IAGTO) zur „Golf-Destination des Jahres, Afrika & Golfstaaten 2012“ gekürt und hat Mitbewerber wie Dubai, ­Kenia, Marrakesch, Mauritius und das Westkap ausgestochen. Das Emirat hat sich unter anderem mit Kundenzufriedenheit, der Qualität von Golfkursen und Hotels sowie seinem beeindruckenden PreisLeistungs-Verhältnis gegen die hochkarätige Konkurrenz durchgesetzt. Der Gesamtwert des weltweiten Golf-Tourismus-Sektors beträgt laut IAGTO knapp 13 Mrd. € jährlich. Diese Tatsache stellt für die etablierte Golfdestination Abu Dhabi einen großen Anreiz dar, die vorhandenen Wachstumspotenziale auszuschöpfen und so einen noch größeren Teil dieses lukrativen Marktes zu erschließen. Das soll mittels einer neuen „Golf in Abu Dhabi“-Initiative geschehen, die das Angebot des Emirats auf lokaler und internationaler Ebene optimieren und fördern soll. „Golf in Abu Dhabi“ zielt vor allem auf die Positionierung in den Schlüsselmärkten Großbritannien, Irland, Frankreich, Italien, Deutschland, Skandinavien, China, Korea und Japan ab und involviert Reiseveranstalter und Leistungsträger gleichermaßen, um attraktive all-inclusive Pakete mit Zusatzleistungen wie Flüge, Hotels und Transport kostengündtig anbieten zu können.  www.golfinabudhabi.com

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b u s i n e s s & m a r k et s

58 – destinationworld

short

© Mövenpick Hotels & Resorts

Mövenpick Hotels auf Wachstumskurs

Freitag, 17. Februar 2012

Kerzner auf Expansionskurs One&Only Sanya an der Tufu Bay hat 180 Zimmer und einen traumhaften Privatstrand

Die Eröffnung des ersten One&Only Hotels in China Die chinesische Tropeninsel Hainan lockt das ganze Jahr mit Temperaturen zwischen 20 und 35 °C. Unternehmen, dem unter anderem Wasserkraftwerke und Immobilien gehören. Kerzner International Holdings Limited ist durch seine Tochtergesellschaften ein führender internationaler Entwickler und Betreiber von Resorts, Kasinos und Luxushotels. Zu Kerzners Flaggschiffen gehört die Marke Atlantis – darunter die Resorts auf den Bahamas, wie Paradise Island mit seinen 2.317 Zimmern, The Cove Atlantis und das The Reef Atlantis. Das Atlantis The Palm in Dubai verfügt über 1.500 Zimmer und begeistert als Wasser-Themen-Resort – mit Blick auf das Arabische Meer und die Kulisse von Dubai.

dino silvestre

Wien. Kurz nach Gründung starten die PrivateCityHotels mit eigener Buchungsplattform in die erste gemeinsame Saison. Für die 37 Hotels in drei Städten ist sie ein Vertriebskanal ohne hohe Provisionen und soll ein Buchungsplus bringen. Neu ist die Rolle der Gäste: Statt der Sterne entscheiden sie mit Online-Bewertungen über die Hotels und damit über die Mitgliedschaft. Die Expansion in drei weitere Städte bis Ende 2012 soll die Privathotels neu positionieren. Bis Jahresende möchten die PrivateCityHotels drei weitere Städte in ihren Qualitätsverbund aufnehmen; langfristiges Ziel sind auch Tourismusdestinationen außerhalb des deutschsprachigen Raums. Denn ausschlaggebend für den Erfolg auf dem Markt wird auch die Größe der PrivateCityHotels sein. www.private-city-hotels.com

© Intersky

InterSky erweitert den Gesellschafterkreis

(v.li.) Peter Oncken und Hans R. Wöhrl (Intro Aviation), Renate Moser und Rolf Seewald (InterSky).

Bregenz. InterSky-GF Renate Moser war aus mehreren Gründen seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem geeigneten Partner für die Bodensee-Airline, die regelmäßig die Insel Elba von Friedrichshafen, München und Zürich bedient. Die Wahl fiel auf die Intro Aviation GmbH, ein Unternehmen, das zur Firmengruppe von Hans R. Wöhrl gehört, der ein Vorkämpfer für die Liberalisierung im Europäischen Luftverkehr war und ist.  www.intersky.biz

Sol Kerzner, Chairman von Kerzner International, ist von der neuen Location begeistert: „Tufu Bay, die atemberaubend schöne Bucht, ist wie geschaffen für das erste One&Only Resort in China. Dieses Projekt fühlt sich fantastisch an, und ich freue mich, dass wir ein weiteres Mal das tun können, was wir am Besten können – Luxusresorts designen und managen.” Das Design-Team des Projekts arbeitet derzeit an den Plänen mit den örtlichen Behörden. Die Kultur der Insel Hainan spiegelt sich wider im Mobiliar, in den Stoffen und in den von Nachfahren örtlicher Volksstämme angefertigten Kunstgegenständen, die das Resort zieren. Zu den weiteren Annehmlichkeiten wird neben einem großzügigen Spa eine Auswahl an exklusiven Restaurants zählen, die unter der Leitung international renommierter Küchenchefs kulinarische Top-Qualität garantieren. Räumlichkeiten für Tagungen und Konferenzen runden das Angebot ab. „Angesichts der zahlreichen chinesischen Gäste, die weltweit unsere Häuser der Marken ‚One&Only‘ und ‚Atlantis‘ zu schätzen wissen,

One&Only Resorts mit Stil Das Mazagan Beach Resort, ein Casino-Resort mit 500 Zimmern in Marokko, lockt mit einem der schönsten Strände Marokkos, südwestlich von Casablanca. Kerzner verwaltet auch die One&Only Resorts, sieben der renommiertesten Luxusresorts der Welt, an den schönsten Plätzen der Erde – wie z.B. auf den Bahamas, in Mexiko, auf Mauritius, den Malediven, in Südafrika und in Dubai. Die Resorts stehen mit ihren ausgezeichneten Gourmetrestaurants und Spa-Bereichen für absolute Exklusivität, Qualität und Stil. Jedes der preisgekrönten Häuser bietet einen einzigartigen Lifestyle – kombiniert aus kulturellen Einflüssen, Mode, Design und Kunst. Weitere Infos über Kerzner und seine operativen Tochtergesellschaften sowie zu den renommierten One&Only Resorts findet man im Web unter:  www.kerzner.com  www.oneandonlyresorts.com

Sol Kerzner hat für das China-Projekt die Hainan Gezhouba Industrial Company Limited sowie Greentown Hotel Management Co., Ltd. als Partner mit an Bord geholt.

macht die Eröffnung eines Resorts in China mehr als Sinn. Ich freue mich, ein One&Only Resort auf dem chinesischen Markt zu eröffnen – es ist der perfekte Platz, um mit der Marke zu expandieren“, so Alan Leibman, CEO Kerzner International. Die beliebte Insel wurde wegen ihres weißen Sandstrands und dem dichten Wald im Inselinneren lange Zeit auch als Perlen- bzw. Jadeinsel bezeichnet: Türkisfarbenes Meer, palmengesäumte Strände und stilvolle Resorts machen Hainan zu einer Traumdestination. Direktflüge in die Inselhauptstadt Haikou gibt es von vielen chinesischen Städten. Linien-Fähren

verbinden die Insel regelmäßig mit den südchinesischen Hafenstädten Guangzhou, Hongkong, Shantou und Zhanjiang. Der Flug von Hongkong nach Haikou dauert weniger als eine Stunde. Für das Neubauprojekt hat Kerzner International Holdings Limited die Hainan Gezhouba Industrial Company Limited sowie Greentown Hotel Management Co., Ltd. als Partner mit an Bord geholt.

Internationale Kooperation Die Hainan Gezhouba Industrial Company Ltd. ist ein national wie international tätiger Ableger der China Gezhouba Group Company Limited, ein großes staatliches

Hapimag Erfolgreiches Programm für junge Touristiker

Amadeus „Master Pricer Expert“ spart Zeit bei der Suche

Baar/Schweiz. Nach dem Erfolg der Initiative „Next Generation“ 2010/2011 geht Europas führendes Unternehmen für Wohnrechte mit seinem Nachwuchsförderprogramm in die zweite Runde. Für den Sommer 2012 bietet Hapimag österreichischen Tourismusschülern erneut attraktive Praktikumsplätze in europäischen Resorts und damit hochqualitative Ausbildungsmöglichkeiten an. Die Ausschreibung startet in diesem Frühjahr.

Wien. Amadeus hat den neuen „Master Pricer Expert“ eingeführt. Als zuverlässiges, flexibles und besonders übersichtlich gestaltetes Low Fare Search-Produkt ersetzt der Master Pricer Expert den bereits bekannten „Amadeus Value Pricer“. Der Master Pricer Expert wird zum neuen Bestandteil aller Amadeus Selling Platform-Produkte.

„Next Generation“ für die Jungen

im Herbst 2011 als Vollzeitkraft am Front Office in der Hapimag Residenz in Wien angestellt. Die Ausschreibung für die Zweitauflage von „Next Generation“ läuft von Mai bis Dezember per Online-Fragebogen; eine hochkarätige Jury wird die Bewerber prüfen und die Finalisten auswählen. Die gute Kenntnis von mindestens einer Fremdsprache ist Voraussetzung.   www.hapimag.com

Touristische Fachkenntnis Insgesamt 18 Schüler von österreichischen Tourismusausbildungsstätten konnten im Sommer 2011 erfolgreich ihr Praktikum in einem internationalen Hapimag Resort absolvieren. Nicht nur die Schüler waren davon begeistert, auch die Resort Manager freuten sich über die touristischen Fachkenntnisse und die Motivation und Lernfähigkeit der einzelnen Praktikanten. Alessandro DiCosta, Praktikant im Hapimag Resort Pentolina, wurde aufgrund seiner Qualifikationen und Vorkenntnisse von Hapimag

Horst Schröcker, Hapimag (li.), und Allesandro DiCosta, „Next Generation“.

Flexibles Low Fare Search-Produkt

beratung angezeigt. Da die gesamte Flug- und Tarifsuche für die besten verfügbaren Angebote in einer einzigen Abfragetransaktion automatisiert ist, spart der Amadeus Master Pricer Expert den Reisebüromitarbeitern wertvolle Zeit. Amadeus arbeitet auf Grundlage eines transaktionsbasierten Geschäftsmodells, das IT-Lösungen für nahezu alle Unternehmer der Reisebranche bereitstellt.  www.amadeus.com

Tickets direkt ausstellen Die Empfehlungen werden in Echtzeit direkt bei den Fluggesellschaften auf Vakanz geprüft, wobei Published und UniFares (inkl. Corporate Fares) bereits berücksichtigt sind. Die automatisierte Tarifsuche und die Überprüfung der Verfügbarkeit ist durch eine modernere technische Anbindung und die Integration aktueller Pricing- und Ticket-Ability-Checks optimiert worden. Die Tickets können direkt ausgestellt werden. Verfügbarkeit und Tarife werden in einem Display dargestellt. Mit differenzierten Suchoptionen werden Zusatzinformationen für eine qualifizierte Kunden-

© Amadeus

PrivateCityHotels mit Buchungsplattform

Hotel für reiche Chinesen

© One&Only Resorts

Zürich. Mövenpick Hotels & Resorts kündigt elf neue Hotelprojekte in neun Ländern an und erweitert damit das weltweite Portfolio an derzeit betriebenen und geplanten Hotels auf 100 Häuser. Die Projekte befinden sich in Frankreich, Ägypten, Tunesien, Marokko, China, Indonesien, Malaysia, Bangladesch und Thailand. Die Hotelgruppe betreibt derzeit 69 Hotels und Resorts und hat weitere 31 in Planung, wovon neun in diesem Jahr eröffnet werden.  www.moevenpick-hotels.com

Hongkong. Mit dem One&Only Sanya an der Tufu Bay auf der Insel Hainan eröffnet Anfang 2014 das erste One&Only Resort in China. Die Anlage mit ihren 180 luxuriösen Zimmern und Villen entsteht auf einem 16 ha großen Grundstück, unter schattigen Kokospalmen und alten Palisanderbäumen, und bietet einen herrlichen Blick über den Privatstrand.

© Hapimag/RGE-Photo

Neues Mövenpick Resort in Samoeng Chiang Mai mit Villen und tropischen Gärten in Thailand.

Der neue Tarif-Experte liefert in wenigen Sekunden bis zu 20 Flugangebote.


t r av e l & v oya ge

Freitag, 17. Februar 2012

destinationworld – 59

Special Package Forte Village Resort auf Sardinien präsentiert zu Ostern die neue Cricket Academy

Die Ostereier sind rund Vom 7. bis 14. April geben sich Englands Cricket-Größen die Ehre an Sardiniens Südküste. Cagliari. Nach dem großen Erfolg der Forte Village Rugby Academy im letzten Jahr mit ehemaligen Pros wie Austin Healey und Will Greenwood steht nun 2012 ein anderer Gentlemen-Sport im Mittelpunkt eines der führenden Urlaubresorts der Welt: Forte Village und Super Skills Travel präsentieren die Cricket Academy.

Eleganter Fair Play-Sport Cricket wird nicht ohne Grund als eine der elegantesten Sportarten bezeichnet. Fair Play und absoluter Respekt gegenüber dem Gegner haben Vorrang auf dem Spielfeld. In England ist Cricket eine der beliebtesten Sportarten, und legendäre Ex-Spieler wie Michael Vaughan, Alec Stewart und Paul Nixon werden noch heute wie Superstars gefeiert.

Umso größer ist die Ehre, dass diese drei VIPs des Sports im April die Kids und Jugendlichen im sardischen Forte Village Resort in die Geheimnisse des Cricket einführen werden. Vom 7. bis 14. April stehen die Cricket-Legenden als Trainer für die 5- bis 16-jährigen Resortgäste bereit. Jeden Vormittag steht ein Trainingsplan auf dem Programm, der auch ohne jegliche Vorkenntnisse absolviert werden kann, während die Eltern die traumhafte Anlage, den Privatstrand oder das Spa genießen. Die Einheiten sind je nach Alter und Kenntnissen gestaffelt.

Am Ende der Academy erhalten die Kids ein „Super Skills Star“Zertifikat und eine Medaille beim feierlichen Abschieds-Barbeque.

Ostern-Familien-Package Zu Ostern hat das Forte Village Resort ein attraktives Package für die ganze Familie aufgelegt. Eine Woche im Hotel Royal Pineta, inmitten eines idyllischen Pinienwalds gelegen, kostet für zwei Erwachsene und zwei Kinder unter 12 Jahren 4.500 €. Inkludiert sind drei Tage Vollpension und vier Tage Halbpension.  www.superskillstravel.com

© Forte Village Resort

Michael Bär

Das Forte Village Resort wurde zum 14. Mal in Folge ein „World’s Leading Resort“.

DERTOUR Urlaubsideen

für Italien, Kroatien & Spanien

Gulet Frühbucher-Bonus

Tunesien-Urlaub Wien. Gulet Touristik bietet ab sofort für die RIU Hotels in Tunesien einen Turbo-Frühbucherbonus bis 15. März an. Damit spart man bis zu 70 € p.P. und Aufenthalt. Einen Rabatt von 20% auf den Hotelanteil gibt es obendrein – gültig bei Buchung bis 30. April. Gulet setzt mit dem Produktangebot für Tunesien ein deutliches Zeichen. Das Angebot wurde mit neuen Anlagen und Familienangeboten (aber auch mit Erwachsenenhotels) erweitert, zudem wurden die Preise gegenüber dem Vorjahr leicht gesenkt. „Tunesien ist auf einem sehr guten Weg und wird wieder zu alter Stärke finden“, sagt Josef Peterleithner, TUI Austria Holding Konzernsprecher, über die Destination.  www.gulet.at

Südtirol Winterwanderlust

Naturerlebnisse

Mit DERTOUR bestimmen Sie selbst, wie Sie die schönste Zeit des Jahres verbringen. Sie haben die freie Wahl bei der

Sexten. Winterzeit ist Wanderzeit in den Dolomiten – mit idealen Bedingungen für Schneeschuhgänger. Das Hochpustertal stellt sich auf die neue, „alte“ Fortbewegung ein und bietet Schneeschuhwanderungen für Winterwanderer an. Vor der Kulisse der „Drei Zinnen“ eröffnet sich dem Schneeschuhgänger (in Begleitung erfahrener Bergführer) ein Naturerlebnis abseits der Skigebiete inmitten des UNESCO Weltnaturerbes der Dolomiten.  www.hochpustertal.info

Gestaltung Ihrer An- und Abreise, Ihres Hotelaufenthaltes und auch Ihrer Vor-Ort-Aktivitäten. Bei DERTOUR kann Ihr Traumurlaub für den Sommer 2012 ganz individuell nach Ihren eigenen Wünschen zusammengestellt werden.

Italien l Gardasee, Portese di San Felice del Benaco

Kroatien l Istrien, Ripenda/Rabac

Spanien l Rundreise

Landpension Calussovo XXX

Den Reiz Andalusiens entdecken

Hotel Villa Luisa Resort

An der Ostküste Istriens auf einer Anhöhe mit traumhaftem Blick über die grüne Hügellandschaft und die Altstadt von Labin gelegen. 5 Nächte im DZ/ÜF, Anreise z.B. täglich, 05.05. - 11.06.2012

8-tägige Mietwagenrundreise von Granada nach Málaga, 7 Nächte im DZ/ÜF, inkl. Mietwagen Kat. Chevrolet Spark o.ä., Verlauf lt. Programm, Anreise z.B. täglich, 17.06. 06.07.2012

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Ruhig, eingebettet in einer schönen Hügellandschaft umgeben von Wein- u. Olivenhainen. 5 Nächte im DZ-Seeblick Standard/ÜF, Anreise z.B. taglich, 20.04. - 08.05.2012 Preis pro Person, eigene Anreise º

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Im Kurzurlaub bergauf, bergab durchs verschneite Südtiroler Hochpustertal.

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© Tourismusverband Hochpustertal

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Ihr Urlaub kann mehr ... Bei DERTOUR finden Sie alles, was Ihren Urlaub zu einem Traumurlaub macht: eine große Vielfalt an attraktiven Urlaubsideen, immer in der bekannt hohen DERTOUR-Qualität. Flüge zu tagesaktuellen Preisen sowie weitere Informationen und Buchung unter Tel. 0043-662-21 50 60, in Ihrem Reisebüro oder unter www.dertour.at

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g u es t & se r v i ce

60 – destinationaustria

Henne. Der „Henne Kirkeby Kro“ in Westjütland wurde vom Nordic Prize, der seit 2009 das beste Restaurant der fünf Nordischen Länder prämiert, zu Skandinaviens Restaurant des Jahres 2011 gekürt. Neben Essen und Service wurde dabei auch das Gesamterscheinungsbild bewertet. Henne Kirkeby Kro hat derzeit Winterpause und öffnet wieder am 1. April.  www.hennekirkebykro.dk  www.nordicprize.org

© Niederl. Büro für Tourismus & Convention

Holland Ferienhäuser sind online buchbar

Villa Castagnola: Stil und Kunst sind hier angesagt

83 Zimmer & Suiten beherbergt das „Small Luxury Hotel of the World“, Doppelzimmer gibt es ab 320 €. caroline nussdorfer

Lugano. Bereits seit drei Jahrzehnten begeistert das Grand Hotel Villa Castagnola au Lac seine Gäste sowohl mit Stil als auch mit Kunst und blickt zugleich auf eine lange Geschichte zurück. Im Jahre 1880 von einer russischen Adelsfamilie erbaut, wurde die Villa Castagnola nur fünf Jahre später in ein Hotel umgewandelt. Heute ist das einzige Fünf-Sterne-Resort am Ufer des Luganersee Mitglied der Vereinigung der „Small Luxury Hotels of the World“, zu der mehr als 520 Hotels in über 70 Ländern weltweit gehören.

Individuelles Zimmer-Design Auf der Website www.holland.com sind Hotels & Ferienhäuser buchbar.

Köln. Das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) bietet auf seiner Website www.holland.com eine neue Buchungsoption: Nicht nur Hotels verschiedener Anbieter können verglichen und gebucht werden, sondern es sind ab sofort auch Ferienhäuser in ganz Holland verfügbar. Das Portal wird vom Tou­ rismusbüro gemeinsam mit dem Ferienhausanbieter „@Leisure“ betrieben.  www.holland.com

Das Grand Hotel liegt ruhig und diskret inmitten einer großräumigen Parklandschaft, die in einen Privatstrand am Seeufer übergeht und Skulpturen zeitgenössischer Künstler zwischen tropischen Pflanzen beheimatet. Auch dem Hotel selbst geben Werke international anerkannter Künstler eine unverwechselbare Note. Die insgesamt 83 Zimmer, darunter 23 Suiten sowie Junior-Suiten, sind elegant und modern sowie in unterschiedlichem Design eingerichtet. Zudem dürfen sich die Gäste am Ausblick auf den See und den Berg San Salvatore erfreuen.

Das luxuriöse Fünf-Sterne-Resort ist in einen weitläufigen Park eingebettet, der in einen Privatstrand am Seeufer übergeht.

denen Werke aller bisher gezeigten Künstler zu sehen sein werden. Im Restaurant „Relais“ sorgt Chefkoch Christian Bertogna für das leibliche Wohl der Gäste; auch er darf sich über eine Auszeichnung freuen, denn seine Interpretation der mediterranen Küche wurde vom Gault Millau mit 14 Punkten bewertet. In der warmen Jahreszeit werden die Speisen auf der Terrasse mit Sicht auf Park und See serviert.

Kunstausstellungen im Arté

Rostock. Der Kreuzfahrtanbieter Aida hat ab April 2012 wieder drei- bis viertägige Nord- und Ostseekurzreisen von Hamburg, Kiel und Warnemünde nach Kopenhagen, Oslo und Göteborg im Programm. Ab Hamburg bzw. Warnemünde starten z.B. AIDAblu und AIDAsol für vier Tage ab 449 € p.P.  www.aida.de

© sxc

Wales launcht neue Tourismus-App

„Show Me Wales“ bringt alle wichtigen Infos auf das Smartphone.

Machynlleth. Bevor vom 27.2. bis 3.3. die „Wales Tourismus Woche 2012“ stattfindet, launcht Mid Wales Tourism die erste panwalisische Tourismus-App, in der Restaurants, Bars und Cafés aufgelistet sind. Zudem bietet „Show Me Wales“ für iPhone und iPad einen umfassenden Führer für Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen im Land. Die mobile Website, die ab der Wales Tourismus Woche online sein wird, komplettiert das Informationsangebot: www.m.showmewales.co.uk

Kunst ist auch im Restaurant „Galerie Arté al Lago“ angesagt, dem Reich von Sternekoch Frank Oerthle, der 2010 gemeinsam mit seinem Team einen Stern im Guide Michelin erkochte. Seit zehn Jahren werden im Arté Kunstausstellungen präsentiert, für 2012 sind drei Retrospektiven geplant, in

Wellness für Sie & Ihn Als „State of the Art“ gelten auch die Wellness- und Beauty-Angebote wie Schwimmbad, Fitnessraum, Bio-Sauna, Calidarium, Dampfbad und Solarium. Sowohl Damen als

Organisation des Hauses, sondern auch vom stilvollen Rahmen der Räumlichkeiten profitieren.

Abwechslungsreiche Region Wer außerdem Stadt und Region erkunden will, dem präsentiert Lugano mit seinem südlichen Flair ein vielseitiges kulturelles Angebot. Sportbegeisterte kommen zudem in der umliegenden Berg- und Seelandschaft auf ihre Kosten. Verwöhnten Liebhabern des Golfsports bieten sich im Umkreis von 70 km hervorragend angelegte Golf-Greens. Doppelzimmer sind ab 320 € und Einzelzimmer ab 264 € buchbar. Informationen sowie Buchung unter:  www.villacastagnola.com

Stilvoller Tagungsort Dank zehn Konferenzräumen unterschiedlicher Größe, die für bis zu 120 Personen Platz bieten und mit modernster Technik ausgestattet sind, ist das Grand Hotel Villa Castagnola au Lac auch für die Veranstaltung von Seminaren und Konferenzen geeignet. Geschäftsreisende können dabei nicht nur von der professionellen

Kurztrip „WellNest“ im Dorint Resort & Spa Bad Brückenau

Zuwachs Die Accor-Marke begrüßt ein weiteres Mitglied

Bad Brückenau/Köln. Wer zu Ostern einen Kurzurlaub plant, der ist mit dem Package „WellNest“ im Dorint Resort & Spa Bad Brückenau in Franken gut beraten. Das Arrangement beinhaltet drei Übernachtungen mit Frühstücksbuffet und einem fünfgängigen Menü. Außerdem im Paketpreis ab 324 € pro Person enthalten ist u.a. eine 50-minütige Ganzkörpermassage sowie die freie Nutzung des 2.800 m� großen Vital Spa & Garden. Die Anreise ist in der Zeit von 5. bis 8. April möglich.

Schwieberdingen. 114 Zimmer, ein Restaurant, eine Sauna sowie ein großer Tagungsbereich gehören zur Ausstattung des neuen Mercure Hotel Stuttgart Schwieberdingen. Mit diesem Neuzugang ist die führende Marke der Accor Hotelgruppe im Mittelklasse-Segment in Stuttgart nun mit insgesamt neun Mercure-Häusern vertreten. Für den operativen Betrieb des Hauses ist die HR Management & Consulting GmbH verantwortlich. Der Franchisenehmer führt bereits das Mercure Hotel Garmisch-Partenkirchen und das Mercure Hotel Bad Homburg Friedrichsdorf.

Viertägiges Osterpaket ab 324 €

eigenen Quellen beherbergt neben Innen- und Außenpools auch eine Solegrotte, Saunen, Dampf- sowie Kräuterbäder, eine Privat Spa Suite und 15 Behandlungsräume. Weitere Osterangebote der ­Dorint Hotels & Resorts, die über 35 Häuser in Europa verfügen, sind auf der Website www.dorint.com zu finden. Das „WellNest“-Package ist buchbar unter:  www.dorint.com/  bad-brueckenau

156 Zimmer in vier Gebäuden Das Vier-Sterne Superior Hotel liegt inmitten einer Grünanlage und verfügt über 156 Zimmer und Suiten in vier verschiedenen Gebäuden: Das Parkhotel in der Mitte des Resorts bietet Zimmer und Suiten im Jugendstilambiente. Der Spa-Flügel zeichnet sich u.a. durch seine Nähe zum Wellnessbereich aus, der benachbarte Fürstenhof ist eine Oase der Ruhe mit Kaminzimmer und weitläufigem Blick über den Schloßpark. Der Vital Spa & Garden mit seinen haus-

Neues Mercure Hotel bei Stuttgart

Die Privilege-Zimmer bieten eine gehobene Ausstattung mit vielen Extras inklusive 24-StundenWLAN. Ein Kind bis zwölf Jahre nächtigt im Zimmer der Eltern kostenlos. Die Zimmerpreise starten ab 54,00 € pro Nacht. Kulinarisch werden die Gäste im Restaurant „Olive“ mit internationalen und regionalen Speisen sowie einer großen Auswahl an Weinen verwöhnt.  www.mercure.com

Reines Nichtraucherhotel

© Soenne, Aachen/Dorint Hotels & Resorts

Aida Kreuzfahrten zum Schnuppern ab April

auch Herren werden in „Clarins Beauty Corner“ von qualifizierten Fachkräften verwöhnt, wo Gesichts- und Körperbehandlungen, Peelings, Packungen sowie Massagen auf dem Programm stehen. Ein Friseur befindet sich ebenfalls im Resort.

Das 4-Sterne-Resort & Spa gliedert sich in vier Gebäude im Schlosspark.

In ruhiger Lage am Standrand befindet sich das Mercure Hotel Stuttgart-Schwieberdingen unweit von Ludwigsburg und rund 15 km vom Zentrum Stuttgarts entfernt. Alle Bereiche des reinen Nichtraucher-Hotels sowie die Zimmer verfügen über WLAN bzw. High Speed Internet-Zugang, die in den Standard-Zimmern kostenpflichtig, im Business Corner jedoch gratis verwendbar sind.

© Accor

Restaurant des Jahres 2011 in Nordeuropa

Vielseitig Das Grand Hotel Villa Castagnola au Lac am Luganer See besticht mit Kunst, Gourmetküche & Wellness

© Grand Hotel Villa Castagnola/Lugano

short

Freitag, 17. Februar 2012

Das neue Mercure Hotel ist für Freizeitund Geschäftsreisende attraktiv.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 17. Februar 2012 – 61

tourismuswirtschaft

firnzauber im alpendorf

Bessere Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter in der Branche dringend gefragt  Seite 64

Hotel AlpenSchlössl in der Skiwelt amadé bietet günstige Packages im März  Seite 65

© Oczlon

© Paul Sturm

destinationaustria touris tourismusforum in zell am see © Zell am See-Kaprun

„Letztendlich sind die Betriebe entscheidend“

© Tourismus Salzburg

short

Mariazell. Die „Mariazeller Bergwelle“, die Konzertreihe auf der höchstgelegenen Seebühne Österreichs auf der Bürgeralpe, hat für 2012 wieder eine ganze Reihe musikalischer Highlights im Programm. Heuer wird dem Publikum noch mehr Vielfalt geboten. Am 29. Juni wird Rainhard Fendrich mit Band das Publikum mit seinen größten Hits begeistern. Der Auftritt der „Seer“ am 6. Juli ist ein weiterer Höhepunkt, die LiveShow der Band wird vor der beeindruckenden Bergkulisse in 1.300 m Seehöhe ihre mitreißende Wirkung voll entfalten.  mariazeller-bergwelle.at

© Herbert Lehmann

© www.mariazellerland-blog.at

Salzburg. Kurzurlaub in Salzburg: Tanzfestivals, Gaumenfreuden und eine Sonderschau auf den Spuren der Familie Trapp sind die ersten Frühlingsboten in der UNESCOWeltkulturerbestadt Salzburg. Die Pfingstfestspiele stehen unter der musikalischen Leitung von Cecilia Bartoli, die das Programm der ägyptischen Königin Kleopatra widmet. Das Kunstprojekt der Salzburg Foundation lädt ein, sich auf dem „Walk of Modern Art“ auf die Spurensuche moderner Kunst, neuer und divergierender Sichtweisen zu begeben. www.salzburg.info

Gastrounternehmer und Präsident des Bundes Österreichscher Gastlichkeit (BÖG) Toni Mörwald will, dass das Bewusstsein für heimische Küche geschärft wird.

BÖG Der Verein „Beste Österreichische Gastlichkeit“ will das Bewusstsein für die heimische Küche weiter stärken. Mit welchen Maßnahmen das gelingen soll, verrät Geschäftsführer Harald E. Meyer im Gespräch mit medianet destination. Seite 62 Steirisches Thermenland Ab der ersten Übernachtung erhält der Gast ohne Aufpreis „GenussCard“ für Ausflugsziele

Eisenstadt. Mit der Eröffnung der ersten von insgesamt drei spannenden Sonderausstellungen feiert das Landesmuseum Burgenland den Saisonauftakt 2012. „Tabula Burgenlandensis“ zeigt das Burgenland und seine Geschichte in Kartenbildern. Auch über das Gebiet des heutigen Burgenlandes gibt interessante Kartenwerke.  www.kultur-burgenland.at

Graz. Ab 1. März 2012 setzen das Steirische Thermenland und der Tourismusregionalverband Oststeiermark alles auf eine Karte: Mit der „GenussCard“ schaffen sie ein Format in Scheckkartenoptik, das es in dieser Form in den beiden Regionen noch nicht gegeben hat – eine Inklusiv- und Club-Karte in einem. Die Regionen Steirisches Thermenland und Oststeiermark machen ein Drittel der Steiermark aus. Im Jahr 2010 verzeichneten sie gemeinsam 2.977.342 Nächtigungen, das macht 28% der gesamten Nächtigungen in der

Steiermark aus. Gebucht werden konnten die Übernachtungen in 1.056 Beherbergungsunternehmen, die über insgesamt 27.990 Betten verfügen. Der Großteil der Nächtigungen entfällt mit 2.676.865 auf die Österreicher, die zweitgrößte Urlaubernation sind mit 166.723 Übernachtungen die Deutschen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 3,4 Tage. Durch die GenussCard sollen vor allem Nächtigungsgäste aus größerer Entfernung angesprochen werden. Ziel ist es, Touristen ein möglichst vielfältiges regio-

nales Angebot zu bieten und durch zahlreiche positive Erlebnisse die Aufenthaltsdauer in der Region zu verlängern. Das steigert nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandorts, sondern auch die regionale Wertschöpfung. Der hohe Zuspruch der teilnehmenden Betriebe bestätigt dem Steirischen Thermenland und dem Tourismusregionalverband Oststeiermark das enorme Potenzial der GenussCard. Damit können Geheimtipps ausprobiert werden, die vielen Gästen bis dato noch nicht bekannt sind.  www.genusscard.at

© Steirisches Thermenland/Bernhard Loder

© KSB

Weitgereiste genießen das Inklusiv-Paket

Christian Glanz (Steirisches Thermenland) sieht GenussCard als Impulsgeber.


c ove r

62 – destinationaustria

Kommentar

„Sex sells!“ – auch im Wellness-Hotel

Freitag, 17. Februar 2012

BÖG Der Verein „Beste Österreichische Gastlichkeit“ bemüht sich seit 56 Jahren um die heimische Esskultur

„Es gibt genügend Ideen, die wir umsetzen wollen“ Trotz aller Erfolge ist die Bekanntheit unter den Gästen ausbaufähig – und das soll nun geschehen. reservierungen möglich sein, gemeinsame BÖG-Aktionen wie Spargelwochen sind in Planung und langfristig könnte auch die Zahl der Mitgliedsbetriebe leicht angehoben werden. „Es gibt genügend Ideen, die wir umsetzen wollen“, sagt Meyer. „Entscheidend, um unsere Botschaft erfolgreich zu transportieren, sind aber letztendlich die Betriebe und Wirte. Sie sind direkt in Kontakt mit dem Gast und müssen ihm das Gefühl geben, dass er gut aufgehoben ist und dabei auch noch gute österreichische Küche bekommt. Wenn das passiert, wird der Gast auch wiederkommen.“

Jürgen Zacharias

Wirecard Abrechnung

Daten-Tresor für Sicherheit

München. Die Wirecard AG, ein weltweit führendes Unternehmen für die Zahlungsabwicklung, stellt ihre neue Lösung für die Touristikbranche vor. „Tokenization“ ist ein Verfahren, bei dem sensible Daten wie Kreditkartennummern durch Referenzwerte („Token“) ersetzt werden. Ein Token kann uneingeschränkt von Systemen genutzt werden, während die ursprünglichen Daten im sicheren, PCIkonformen Datentresor gespeichert sind. Die Vorteile für Unternehmen in der Touristikbranche liegen auf der Hand: Kosten und Aufwand für die datenkonformen Audits gemäß der PCI DSS-Anforderungen werden deutlich gesenkt. Die vollständige Integration in die Unternehmenssoftware stellt sicher, dass lokal gespeicherte Daten lediglich als Token verfügbar sind, ein unerlaubter Zugriff auf sensible Kartendaten ist also unmöglich.  www.wirecard.de

„Entscheidend, um unsere Botschaft

Österreichische Gastlichkeit

erfolgreich zum Gast zu transportieren, sind letztendlich die Betriebe und Wirte.“ Harald E. Meyer, GF BÖG

sich die Initiative zur größten privaten Gastronomievereinigung Österreichs entwickelt, auch „wenn die Bekanntheit noch ausbaufähig ist“, wie Geschäftsführer Harald E. Meyer im Gespräch mit medianet betont. Einige Schritte, um dies zu ändern, hat der seit 2009 im Amt befindliche Manager bereits gesetzt, weitere sollen folgen.

© BÖG

E

ine aktuelle Studie der Universität Göttingen hat ergeben, dass 65% aller Paare mit ihrem Beziehungsleben und der Erotik unzufrieden sind. Das Motto des Falkensteiner Hotel & Spa Royal Seefeld lautet daher „Liebe, Lust und Lebenskompass“ und soll von Paaren und Einzelpersonen als Impuls verstanden werden, sich lustvoll mit der eigenen und partnerschaftlichen Beziehung, vor allem aber auch mit Erotik und Sexualität, auseinanderzusetzen. Das Ambiente des Falkensteiner Hotel & Spa Royal Seefeld bietet Raum, Zeit und Muse, sich und den Partner neu zu entdecken. Die professionelle Begleitung durch den Sexualtherapeuten Bernhard Moritz hilft Paaren und Einzelpersonen, wieder einen Zugang zur Sinnlichkeit und zu Eros zu finden sowie Impulse in den Alltag zwischen Job, Familie und Karriere mitzunehmen. Therapeut Moritz und das Hotelteam navigieren interessierte Paare in eine neu belebte Liebesbeziehung, ein erotisches Abenteuer oder in einen neuen beruflichen sowie privaten Lebensabschnitt. Auch für Singles oder Alleinreisende gibt es passende Programme in Beziehungs-, Partnerschafts- und Lebensfragen. So einen Programmschwerpunkt in einem Wellnesshotel anzubieten, trifft natürlich nicht jedermanns Geschmack. Ich finde es sehr mutig ...

Wien. Es war im Jahr 1955, als sich einige österreichische Gastronomen Gedanken über die heimische Küche und regionale Lebensmittel machten. Sie wollten den Österreichern die Schätze des Heimatlandes stärker bewusst machen und gründeten deshalb den Verein „Beste Österreichische Gastlichkeit“ (BÖG). Seitdem hat

Hochwertig, regional und saisonal: BÖG-GF Harald E. Meyer fokusiert auf Breite und will mehr Bewusstsein für die heimische Küche schaffen.

büros und Reiseveranstaltern, bietet zudem Gutscheine, die bei allen Mitgliedern akzeptiert werden, und tritt immer wieder im Rahmen gemeinsamer Veranstaltungen, etwa mit der Genuss Region Österreich, ins Rampenlicht. „Das notwendige Budget, um den Markt vollständig

Neue Aktionen in Planung Ein ausführlicher BÖG-Guide informiert beispielsweise in einer Auflage von 120.000 Stück über die Vorzüge der rund 300 Mitglieds-betriebe, die Vereinigung unterhält Kooperationen mit Reise-

zu durchdringen, haben wir nicht“, sagt Meyer; „also versuchen wir mit derartigen Aktionen auf uns aufmerksam zu machen und das gelingt uns auch ganz gut.“ In Zukunft sollen über die erst kürzlich gelaunchten Apps für iPhone und Android auch Tisch-

Große Bedeutung für die positive Außendarstellung der Vereinigung hat auch Starkoch Toni Mörwald, der seit 1999 als Präsident dem BÖG vorsteht. „Seine Rolle ist für uns von unschätzbarem Wert“, sagt Meyer. „Mörwald bemüht sich nicht nur immens um den Verein, sondern verfügt auch über ein ausgezeichnetes Netzwerk, das er immer wieder für unsere Vereinigung einsetzt und nutzt.“ In Kombination mit den zuvor erwähnten Angeboten ist es Ziel, langfristig das Bewusstsein für die heimische Küche weiter zu stärken und die österreichische Gastfreundschaft weiter hervorzustreichen. „In unserer Betrieben bekommt der Gast beste österreichische Gastlichkeit; dafür stehen wir und das soll der Gast auch wissen“, sagt Meyer. „Wir haben deshalb die BÖG-Mitgliedsbetriebe sehr sorgfältig ausgewählt und geprüft und scheuen uns im Fall der Fälle auch nicht, Betriebe, die unsere hohen Qualitätsanforderungen nicht mehr erfüllen, zu verabschieden.“  www.boeg.at

Agentur Brennwerk GF Elisabeth Brenner bietet mit ihrem Beratungsunternehmen praktische Arbeit in der Hotellerie

Sofort-Maßnahmen für heimische Hoteliers Grieß im Pinzga. Elisabeth Brenner war mehr als 15 Jahre in der internationalen Hotellerie tätig. Sie hat viel gesehen und gehört; seit Jänner stellt sie ihr Wissen und ihre Erfahrung Hoteliers im Rahmen ihres Beratungsunternehmens Brennwerk zur Verfügung. Ihr Ansatz unterscheidet sich erheblich von herkömmlicher Beratung: Die Erleichterung im Arbeitsalltag steht bei ihr im Vordergrund. Als Troubleshooterin bietet sie Führungsunterstützung auf Zeit an und begleitet Auftraggeber dabei, das Unternehmen von innen heraus zu optimieren.

ner aus langjähriger Erfahrung als Hoteldirektorin. „Ich unterstütze meine Kunden in brenzligen Situationen im Back-Office, an der Rezeption und wo immer ich am dringendsten benötigt werde als flexibel einsetzbare Vollzeit- oder Teilzeitkraft. Wenn sich die Situation wieder entspannt, kann man gemeinsam analysieren, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Hier setze ich mit meiner Beratung

an: Nicht mit Handbüchern für die Schublade, sondern mit SofortMaßnahmen, die mit meiner Mithilfe umgesetzt werden. So stellen wir etwa das Delegationspotenzial fest oder implementieren Kontrollsysteme. Ich bin vor Ort, um zu entlasten. Beratung sollte nicht noch einen zusätzlichen Zeit- und Arbeitsaufwand darstellen.“ Manchmal ermöglicht Elisabeth Brenner ihren Auftraggebern

Kunden in brenzligen Situationen als Teilzeitkraft – wo immer ich am dringendsten

Elisabeth Brenner GF agentur brennwerk

Kleinigkeiten stören oft Hoteliers kennen die kleinen und großen Probleme des Alltags. Die Ablage stapelt sich am Schreibtisch, die Adress-Datenbank sollte längst gewartet werden – und dann liegt noch eine Kündigung auf dem Tisch. „Auch wenn es Kleinigkeiten sind, können diese Probleme zu echten Stolpersteinen im operativen Ablauf werden“, weiß Elisabeth Bren-

„Ich unterstütze die

benötigt werde.“

© Elisabeth Brenner

georg biron

Karin Schmidt, GF Dorfvilla in Maishofen (re.), freut sich über die professionelle Unterstützung im Hotelalltag durch Elisabeth Brenner von der Agentur Brennwerk.

aber auch einfach den ersehnten Urlaub. Karin Schmidt, GF der Dorfvilla in Maishofen: „Ohne die Unterstützung von Elisabeth Brenner hätten wir unser Haus für die Zeit des Urlaubs schließen müssen. So wussten wir aber die ‚Dorfvilla‘ in besten Händen. Frau Brenner hat Einblicke in interne Abläufe erhalten, und wir konnten diese hinterher analysieren und optimieren.“  www.brennwerk.at


i d e e & s t r at e g i e

destinationaustria – 63

Analyse Vom 26. bis 28. März liegt der Themenfokus auf „Destinationen und Skigebieten in intelligentem Design“

ITB 2012 „Badehaus“

TourismusForum im März

Leitprodukte für Kärnten

Führungskräfte von Destinationen, Bergbahnen, Hotels sowie aus der Wirtschafts- und Finanzwelt. alice hefner

Zell am See. Das Ensemble aus sorgfältig ausgewählten TopReferenten, Führungskräften von Destinationen, Bergbahnen, Hotels sowie aus der Wirtschafts- und Finanzwelt sind das unverwechselbare Markenzeichen des TourismusForum Alpenregionen (TFA) vom 26. bis 28. März in Zell am See-Kaprun. Auch in diesem Jahr wird es wieder Beiträge geben, die man auf anderen Kongressen und Veranstaltungen nicht hören und sehen kann.

Die Region Zell am See-Kaprun ist Austragungsort des TourismusForums und präsentiert sich sehr bunt und kontrastreich.

rungsgrade unter den österreichischen Feriendestinationen. Das Abendprogramm und die spannenden Themen beim TourismusForum Alpenregionen bieten Kontraste, bleibende Momente und dauerhafte Eindrücke.

Neue Quellmärkte Mit Führungskräften wie Stefan Otz, Direktor von Interlaken Tourismus, oder Emanuel Lehner,

Regionalmanager der Österreich Werbung für Zentral- und Osteuropa, schwenkt das TFA den Blick von Westen nach Osten. Was versprechen diese neuen Märkte für die Zukunft? Welches Wertschöpfungspotenzial verbirgt sich hinter diesen neuen Zielgruppen? Wie agieren Österreichs Destinationsbewerber in diesen Märkten, um potenzielle Gäste für Österreichs Regionen zu gewinnen?

370.000 BEWERBER FÜR IHRE JOBS. Ihr Stelleninserat auf karriere.at erreicht in nur einem Monat mehr als 370.000 Stellensuchende*. * März 2011

Wie müssen die Touristiker vor Ort die Infrastruktur, die Ansprache und Betreuung dieser Gäste ausrichten?

„Business with India“ „Doing business with India“ ist der Titel des Referats von Waseem Hussain, der Unternehmen bei der Geschäftstätigkeit auf dem indischen Subkontinent berät.  www.tourismusforum.ch

Legendäres Etablissement als zeitgemäße Kulturbühne „Das Gschwandner“ feiert seine Renaissance, Buch zum Auftakt. Wien. Im späten 19. Jahrhundert galt das „Grand Etablissement Gschwandner“ als lebendiger Prototyp des Wiener Vorstadtvergnügens. Konzerte, Fiakerbälle, Varieté-Kunst, kinematografische Vorführungen bis hin zu Gartenschauen und Boxkämpfen lockten alle Bevölkerungsschichten. Mit Beginn des TV-Zeitalters gingen in dieser Hernalser Institution, die bis zu 1.500 Personen Platz bieten konnte, die Lichter aus. Jetzt wird eine neue Kunst-Ära am Traditionsstandort eingeläutet. Schon Ende 2013 soll die architektonisch, städtebaulich und konzeptionell aufgewertete Bühne – getreu dem alten Motto – mit einem spartenübergreifenden Programm eröffnen. Die Renaissance startet mit einer Rückschau: Die eben im Metroverlag erschienene Publikation ‚Das Gschwandner – ein legendäres Wiener Etablissement‘, herausgegeben von Astrid Göttche und Erich Bernard, wurde diesen Dienstag präsentiert. Gleichzeitig stellten Betreiber und Investoren die künftige Programm- und Projektplattform der Öffentlichkeit vor.

Neues Programm am Traditionsort

Interesse geweckt? Melden Sie sich bei uns unter 0732/908200-0 oder per E-Mail an sales@karriere.at.

Für das architektonische Konzept der historischen Spielstätte zeichnen BWM Architekten und Partner verantwortlich; der Umbau soll noch heuer in Angriff genommen werden. Für das Projekt ist eine Investitionssumme von 11 Mio. € veranschlagt. Bereits davor wird das neue Kulturkapitel, das Altes und Neues verbinden soll, aufgeschlagen. Erste temporäre Bespielungen sind fixiert, so Betriebsgeschäftsführer Oliver Jauk. „Wir freuen uns besonders, dass die beiden Kulturinitiativen aus der Nachbarschaft, Kulturnetz Hernals

© Metroverlag

Zell am See-Kaprun als Austragungsort unterstreicht das diesjährige Thema des Forums auf vielfältige Weise. Mit dem Ferry Porsche Congress Center (FPCC) in Zell am See erwartet die Teilnehmer ein modernes, hervorragendes Kongresszentrum, das die Bilder und Worte der Referenten und Experten auf ganz besondere Weise lebendig werden lassen wird. Die Destination Zell am SeeKaprun ist mit ihren Kontrasten zwischen See- und Bergwelt als erfolgreiche Ganzjahres-Destination ein spannender Austragungsort. Mit zahlungskräftigen Gästen aus zahlreichen Herkunftsländern erzielt Zell am See-Kaprun einen der höchsten Internationalisie-

© Zell am See-Kaprun

Porsche Congress Center

Millstatt. Die Millstätter See Tourismus GmbH (MTG) schreibt Kärntner Tourismusgeschichte und präsentiert neue Leitprodukte auf der ITB. Für Fragen zu diesen Themen des Kärntner Tourismus in der Destination Millstätter See steht am Österreich-Stand (Halle 17, Standnummer 104) auf der ITB auch Maria Wilhelm, GF Millstätter See Tourismus GmbH, zur Verfügung. Im Frühling erfolgt der Spatenstich zum ersten „Badehaus“ Kärntens (und Österreichs) in Millstatt am gleichnamigen See. Diese Wellness-Oase innovativen Zuschnitts punktet mit ihrer Lage direkt am Seeufer und mit Anwendungen, die aus der Kraft regionaler Ressourcen schöpfen. Das neue „Badehaus“ wird Teil der Promenaden und Logenplätze rund um den Millstätter See, die in den Seeorten Döbriach, Millstatt und Seeboden in Planung sind und eine neue Lebenswelt am Millstätter See entstehen lassen. Vom Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs, bis nach Muggia in der Triestiner Bucht führt der neue „Alpen Adria Trail“. Der Weitwanderweg erschließt den alten, historisch verbundenen Kulturraum zwischen den Gipfeln der Dreitausender und dem Mittelmeer. Einige Etappen durch diesen „Garten Eden“ leiten die Wanderer über den Höhensteig am Millstätter See. www.millstaettersee.com

Druckfrische Publikation, erschienen im Metroverlag, beleuchtet die glorreiche Vergangenheit.

und SohoinOttakring, bereits im Mai Projekte im Gschwandner umsetzen werden und im September die renommierte Vienna Design Week folgt.“ Sein Ziel: Die Schaffung einer Plattform für die freie Szene, ein Miteinander der Kunstformen – wie in der Vergangenheit sollen Musik, Literatur, Tanz, Theater und Film, aber auch bildenden Kunst und Neue Medien Raum finden – sowie ein Kontaktforum für ein breites Publikum, eingebettet in den öffentlichen Raum.

INFO/KONTAKT Oliver Jauk, GF Betriebsgesellschaft Gschwandner; Immobilienentwickler: Reza Akhavan und Daniel Jelitzka; Architektonisches Konzept: BWM Architekten und Partner, Bernard Walten Moser Ziviltechniker GmbH. www.gschwandner.at

PROMOTION

Freitag, 17. Februar 2012


i d e e & s t r at e g i e

64 – destinationaustria

Fachverband Hotellerie HRS-Aktionen zeigen mehrere Schwachstellen rund um das Hotellerieangebot im Internet

short

Auch bei Online-Vertrieb langfristig agieren wichtig

ÖHV: Schulung für den Führungsnachwuchs Wien. Die ÖHV-AbteilungsleiterAkademie (AKA) bietet von 27. bis 30. März allen Interessierten einen berufsbegleitenden Intensivlehrgang für Menschen in der Hotellerie, die in führenden Positionen tätig sind oder auf dem Weg dorthin Unterstützung brauchen. Dort finden sie alles zum Thema Mitarbeiterorganisation und -führung, Dienstplanoptimierung, Produktivitätssteigerung, Budgetierung, etc.  www.oehv.at/aka

WKO-Obmann Klaus Ennemoser: „Nicht in die Dienstleistungshoheit des Unternehmers eingreifen“.

© Wels Marketing & Touristik

„Das Internet ist schnelllebig. Wertschöpfungsketten können sich innerhalb einer kurzen Zeitspanne zur Gänze wieder drehen. Dieser Dynamik darf sich die Hotellerie mit ihrer Standortgebundenheit und Infrastrukturabhängigkeit nicht unterwerfen. Hier sind mittel- und langfristige Strategien gefragt“, so Ennemoser. Der Widerstand gegen die Provisi-

„Familien-Erlebnis“ ist neue Strategie in Wels für die nächsten Jahre.

Salzburg. Im Katalog „Urlaub am Baby- und Kinderbauernhof“ zeigen sich 143 zertifizierte Baby- und Kinderbauernhöfe von ihren buntesten Seiten. Ebenso in neuem Kleid präsentieren sich die „gebundenen“ Ferienspezialisten „Urlaub am barrierefreien Bauernhof“ und „Urlaub am Reiterbauernhof“. Neben diesen neu aufgelegten Nachschlagewerken findet man infos in den Katalogen „Urlaub am Bio-, Gesundheitsund Kräuterbauernhof“ oder „Urlaub am Winzerhof“, etc.  www.UrlaubamBauernhof.at

Blick nach Deutschland

Die Gäste können einfacher buchen als je zuvor, die Hoteliers sind oft überfordert.

onserhöhungen und Änderungen der „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ seitens der HRS-Gruppe zeige gleich mehrere aktuelle Schwachstellen rund um das Hotellerieangebot im Internet.

zerstörerische Kraft.

Erstens wird die Marktstellung gegenwärtig starker Buchungsplattformen sowohl bei den Preisen als auch Geschäftsbedingungen auf Kosten der Beherbergungsbetriebe ausgereizt, zweitens bestehen in der Branche nach wie vor Missverständnisse und Unklarheiten über das Potenzial der Neuen Medien, und drittens schlägt sich die Hotellerie bei Marketing und Verkauf weit unter ihrem Wert.

Für Hoteliers ist es

Großer Image-Schaden

wichtig, Auswirkungen

Auch seitens des Fachverbands gibt es Kritik an der HRS-Vorgangsweise. Viel mehr als die Provisionsanhebung von 12 auf 15% irritieren neben substanziellen Neuerungen und Änderungen bei den „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ die Best-Preis-Garantie und Garantie auf Verfügbarkeit.

© Ennemoser Wirtschaftsberatung/Foto Wilke

„Wettbewerb hat eine

von Entscheidungen zu bedenken.“ klaus ennemoser, wko

In den USA und Deutschland gibt es bereits Internettools, die die Produkt- und Preishoheit des Hoteliers im Internet stärken und damit den Spieß wieder umdrehen.Der Fachverband Hotellerie führt mit solchen Anbietern Kooperationsgespräche. Ennemoser: „Wettbewerb hat immer auch eine zerstörerische Kraft. Für den einzelnen Hotelier ist wichtig, dass er stets die mittel- und langfristigen Auswirkungen seiner Entscheidungen vor Augen hat.“ Hier wird der Fachverband verstärkt Lösungen anbieten.

Umgang mit Neuen Medien Auch der Ruf nach einer nationalen Buchungsplattform wird zu keiner Besserung führen, solange diese nicht den Fokus auf eine Stärkung der Vertriebs- und Marketingkanäle für Hotels legt. In erster Linie müsse das Bewusstsein und das Know-how jedes einzelnen Beherbergers im Umgang mit den Neuen Medien unterstützt werden.  www.wko.at

vida Gewerkschaft fordert: Tourismuswirtschaft muss schnell für bessere Arbeitsbedingungen im Tourismus sorgen

Aussichten trotz Rekordbeschäftigung trist Wien. Auch wenn die Beschäftigung im Tourismus 2011 wieder einen Rekordwert erreicht hat, bleibt die Branche ein Sorgenkind“, sagt vida-Vorsitzender Rudolf Kaske. „184.550 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt bedeuten ein Plus von fast 3.600 Beschäftigten bzw. zwei Prozent, aber von ihnen arbeiten viele nur Teilzeit. Dazu kommen noch Zehntausende geringfügig Beschäftigte.“

vida-Vorsitzende. Hochwertige Dienstleistungen erfordern eben qualifiziertes Personal. Seit Jahren klagt die Tourismusbranche über Lehrlings- und Facharbeitermangel, schafft aber keine attraktiven Rahmenbedingungen, kritisiert Kaske: „Wenn ein Handelsdiskonter im letzten Lehrjahr mit Lehrlingsentschädigungen wirbt, die höher sind als der Lohn eines Arbeitnehmers mit Lehrab-

Die Qualität leidet sehr Außerdem werden immer mehr Dienstleistungen ausgelagert, vor allem in den Städten, etwa Housekeeping oder Service. Leiharbeit in 4- und 5-Stern-Betrieben nimmt zu, so Kaske: „Die Unternehmer führen ins Treffen, dass dadurch jederzeit das benötigte Personal in voller Zahl zur Verfügung steht, die Kollegen aus den Betrieben berichten jedoch, dass durch den ständigen Wechsel die Qualität leidet. Wenn die Qualität der Dienstleistungen nicht mehr stimmt, sparen die Betriebe jedoch an ihrer Lebensgrundlage“, warnt der streitbare

© Paul Sturm

© Urlaub am Bauernhof Österreich

Viel Neues in den Spezialkatalogen „Urlaub am Bauernhof Österreich“.

© Panthermedia.net/Stefano Lunardi

Wien. „Der Hotelier hat die Dienstleistungshoheit über sein Produkt. Setzt er diese – vor allem auch im Internet – intelligent ein, dann geht alles Hand in Hand mit der Preishoheit. Das Problem der Marktmacht einzelner Buchungsplattformen ist entstanden, weil Hoteliers, vor allem im Mittelstand, die Möglichkeiten eines eigenen Internetauftrittes, kombiniert mit einer eigenen Buchungsseite, verkannt haben“, sagt Klaus Ennemoser, Obmann des Fachverbands Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO).

Hotellerie unter Druck

„Urlaub am Bauernhof“ mit neuem Katalog

„Hier greift HRS in die unternehmerische Entscheidung jedes einzelnen Hoteliers ein. Autofahren mit mehr als einem Chauffeur am Steuer funktioniert nicht.“ Ennemoser sieht aktuell unternehmerische Fehlentscheidungen bei HRS: Der Imageschaden in der Branche ist mit der nunmehrigen Provisionserhöhung von 25% nicht mehr wettzumachen. Außerdem seien die geplanten Änderungen der „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ ein klarer Verstoß gegen die HOTREC-Richtlinie über „Eckpunkte fairen Verhaltens von Hotel- und Buchungsportalen“.

dino silvestre

Tourismusverband Wels: neue Strategie

Wels. Im Rahmen der Vollversammlung des Tourismusverbandes Wels wurde die Strategieausrichtung für Wels für die nächsten Jahre verabschiedet. In einem umfangreichen Strategieprozess mit Tourismusund Marketingexperten, Vertretern aus Handel, Gastronomie und Freizeitbetrieben haben sich die Schwerpunktthemen „Historische Innenstadt“, „Familien-Erlebnis“, „Weihnachten“ und „Business Touristik“ herauskristallisiert. 92.688 Ankünfte konnten im vergangenen Jahr in Wels verzeichnet werden. Somit konnte das Ergebnis aus 2010 (92.768 Ankünfte) in etwa gehalten werden. Zurückgegangen ist allerdings die Zahl der Nächtigungen; von 165.541 im Jahr 2010 sind die Nächtigungszahlen im Jahr 2011 auf 161.812 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von immerhin 2,3%.  www.wels-info.at

Freitag, 17. Februar 2012

Alfred Gajdosik, stellvertretender ­Vorsitzender der Gewerkschaft vida.

schlussprüfung im Tourismus, braucht sich niemand zu wundern, dass die Branche weiterhin kaum konkurrenzfähig ist.“ Einige Betriebe hätten das bereits erkannt, sagt Rudolf Komaromy, Vorsitzender der vida-Bundesfachgruppe Tourismus: „Es gibt Unternehmer, die bessere Rahmenbedingungen bieten. Weil der geltende Kollektivvertrag für das Hotel- und Gastgewerbe nur einen Mindestlohn von 1.205 Euro vorsieht, schließen sie Betriebskollektivverträge und Betriebsvereinbarungen ab. Diese Vereinbarungen beinhalten faire Arbeitsbedingungen und Löhne, die sich durchschnittlich zwischen 30 und 40 Prozent über den kollektivvertraglichen Mindestlöhnen bewegen. Damit sichern sich diese Betriebe die so dringend benötigten Fachkräfte.“ Bei Lehrlingen soll nicht vergessen werden, dass es sich nicht um billige Arbeitskräfte, sondern um Auszubildende handelt, fordert der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft vida, Alfred Gajdosik: „Wer Lehrlingen wenig bezahlt

und sie über Gebühr arbeiten lässt, wird sie nach der Lehre nicht in der Branche halten können. Auch die Ausbildner sind zu unterstützen und laufend zu schulen“, so Gaj-

„Bei der Wirtschaftskammer heißt es: Gute Leistung hat ihren Preis. Dasselbe gilt für Mitarbeiter, die diese Leistung bringen.“ Alfred Gajdosik STV. Vorsitzender vida

dosik: „Vonseiten der Wirtschaftskammer heißt es immer, gute Leistung hat ihren Preis. Dasselbe gilt auch für die Mitarbeiter, die diese Leistungen bringen.“  www.vida.at


s ta d t & l a n d

Freitag, 17. Februar 2012

destinationaustria – 65

Skiwelt amadé Alpendorf bietet Skisafaris, Fackelwanderungen, Eisstockschießen, Aqua Fitness, Yoga und Relaxen

Hotel AlpenSchlössl ist Leitbetrieb der Region und überrascht bis März mit günstigen Angeboten. alice hefner

Vom 9. bis 11. März trifft sich die Freeheeler-Elite zur Party.

Das Wochen- und Vitalprogramm in St. Johann im Pongau im Salzburgerland macht den Winterurlaub zum Aktiv-Erlebnis.

Das Package „Ski- und Wellnesshit“ (buchbar von 7. bis 14. April) ist ideal für einen erholsamen Kurzurlaub in den Bergen. Zwei Übernachtungen im Hotel AlpenSchlössl mit erweiterter Halbpension, einem Tages-Skipass und einem entspannenden Wellnesspaket gibt es ab 316,50 € pro Person. Betreutes Sport- und Bewegungsprogramm, 270 Lifte und wunderbare Pisten liefern den per-

Therme Wien Preis-Aktion anlässlich des Schaltjahrs

nen komfortablen Transport zu den schönsten Berggipfeln: Ob rasante Carver, schwungvolle Snowboarder oder genussvolle Spurenzieher – in der Skiwelt amadé findet jeder Schneeliebhaber seine Route.

Sterne-Haus lernt man die typische Salzburger Gastfreundschaft auf eine ganz persönliche Art und Weise kennen: Ob bei der Fackelwanderung oder im Skikurs mit Hausskilehrer Hansi Viehhauser, bei der kulturellen Entdeckungsreise nach Salzburg mit Elfi, bei der Winterwanderung zur Oberhofalm mit Anni oder beim Eisstockschießen mit Herbert und Hansi. Auch die großzügige Badelandschaft und Saunawelt, der exquisite Beauty & Spa-Bereich und das hauseigene Fitnesscenter mit topmodernsten Hightech Cardio- und Kraftgeräten sind jederzeit einen Besuch wert. Panoramarestaurant und gemütliche Hotelbar bieten sich aber ebenfalls an.  www.hotel-alpenschloessl.at

Hinauf zu den Gipfeln Das Hotel AlpenSchlössl macht seinem Namen alle Ehre: Hoch oben im Alpendorf in faszinierender Panoramalage und nur wenige Gehminuten zur Gondelstation entfernt, thront das bezaubernde Schlösschen. Ein Ort, an dem man sich geborgen und wie zuhause fühlt: Die Gastgeberfamilie Viehhauser ist rund um die Uhr für ihre Gäste im Einsatz. In dem gemütlichen Vier

Nichts für kleine Winterschläfer

Wien. Anlässlich des Schaltjahrs 2012 überrascht die Therme Wien am 29. Februar alle Thermenfreunde mit einem besonderen Angebot. Die Therme Wien schaltet die Uhr ab und schenkt den Gästen Zeit: Für den Grundtarif, den man normalerweise für einen Aufenthalt von drei Stunden bezahlt, kann jeder Thermenbesucher die Thermenlandschaften und die zahlreichen Attraktionen der modernsten Stadttherme Europas so lang genießen, wie er möchte.

Villach. Es braucht keinen langen Flug ans Ende der Welt, um mit den Lastentieren aus den Anden einmal durch den Schnee zu stapfen. Ranger Johann Kanzian führt beim Lamatrekking durch die Karnischen Alpen sowie das Gailtal und beschert besonders den kleinen Gästen ein unvergessliches Erlebnis, wenn sie mit den braven Vierbeinern durch die stille Winternatur wandern (www.lamatrekking.at).

holen oder sich im Schnee wie Tarzan über Hängebrücken und Seilrutschen hangeln – Langeweile kommt in Heidis Snow Park und Peters Schneeland sicherlich nicht auf. Und wer abends immer noch nicht müde ist, schließt sich einfach der Fackelwanderung zu einer versteckten Hütte an, wo warmer Tee und der Motorschlitten für die Heimfahrt warten ...  www.heidi-hotel.at

© Cathrine Stukhard/Therme Wien

Thermenfreunde können sich auf den 29. Februar und auf Geschenke freuen.

In Bad Kleinkirchheim bereiten Huskys bei einer Schnee-Safari ein besonderes Wintererlebnis. In Begleitung von fachkundigen Hundeführern/Mushern setzt sich der Schlitten durch die Kraft der Huskys in Bewegung, und schon bald saust die Winterlandschaft vorbei. Buchbar sind Touren am 9., 10., und 11. März (www.badkleinkirchheim.at/schlittenhunde-safari). Am Falkertsee landen kleine und große Gäste direkt in Heidis Winterabenteuerland. Ein Iglu bauen, ohne dass es einstürzt, auch aus dem gefrorenen See einen Fisch

© Kärnten Werbung/Franz Gerdl

Fackelwanderungen

Geburtstagskinder gratis

Linz. Die Tage werden länger. Höchste Zeit, die Lebensgeister zu wecken, Körper und Geist zum Start in den Frühling einen Frischekick zu verpassen. Bad Zell im oberösterreichischen Mühlviertel hat für den dynamischen Start in wärmere Jahreszeiten das Paket „Frühlingserwachen“ geschnürt. Zwei ÜF mit Genuss-Dinner, Sport- und Freizeitaktivitäten kosten ab 219 € pro Person.  www.oberoesterreich.at

Kärnten Einzigartige Familienerlebnisse im Schnee

Geschenkte Zeit für alle Gäste

gleichgeschaltet. Damit nicht irgendwann der Frühling im Dezember beginnt, wird der Februar alle vier Jahre um einen Tag – den 29. – verlängert. Schon den alten Ägyptern war diese Tatsache bekannt: Bereits 238 v.Chr. ordneten sie für jedes vierte Jahr einen Schalttag an. Julius Cäsar führte schließlich im Jahr 45 v.Chr. einen Sonnenkalender mit Schaltjahr-Regel ein.  www.thermewien.at

OÖ: Frischekick zum Frühlingserwachen

Kärnten bietet eine riesige Auswahl an spannenden Abenteuern für Kinder.

Sportberg Goldeck für die Freerider-Szene

© Bergbahnen Goldec

fekten Ausgleich zum Büroalltag. Ausgepowert und ausgeglichen ist man dann bereit für das Verwöhnprogramm des Hauses: Das Schlemmerbuffet, die Bade- und Saunalandschaft und die inkludierte Gesichtsbehandlung nach QMS Oxygen Energie Short (45 Min.) und eine Aromaölmassage mit warmen Ölen (25 Min.) sind Streicheleinheiten für die Seele jeden Gasts. Näher könnte das größte Skigebiet Österreichs nicht liegen: Nur wenige Schritte vom Hotel entfernt können Wintersportler mit der Seilbahn direkt in die „Skiwelt amadé“ eintauchen. Mit nur einem Skipass liegen einem im wahrsten Sinn des Wortes 860 Pistenkilometer zu Füßen. Die Liftanlagen sorgen für ei-

Skiregion mit viel Service

Zusätzlich wartet auf alle, die an einem 29. Februar geboren worden sind, ein besonderes Geburtstagsgeschenk: Gegen Vorlage eines Lichtbildausweises ist für die Geburtstagskinder der Eintritt in die Therme Wien an diesem Tag gratis. Ohne Schaltjahre würden sich die Jahreszeiten in einem Kalender immer weiter verschieben, da sich der Frühlingsanfang faktisch alle 365,24 Tage wiederholt. Mit dem Schaltjahr wird unser Kalender mit dem Sonnenkalender

Galtür. „In die Knie“ heißt es vom 9. bis 11. März in Galtür. Hier messen sich die besten Telemarker der Alpen auf den Pisten und küren ihren Finalisten. Bei den „Freeheel World Masters“ können aber nicht nur die Sieger von sieben internationalen Ausscheidungsrennen teilnehmen. Wie in den Vorjahren kann sich bei der Last-Minute-Qualifikation jeder für das Finale sprichwörtlich in letzter Minute qualifizieren. Während sich die Profis der Szene spannende Rennen liefern, heißt es für alle anderen „selbst aktiv werden“ und erste Schwünge mit freier Ferse in den Schnee zu ziehen, denn das „Spring Break“-Rahmenprogramm beinhaltet Testivals mit dem neuesten Material der nächsten Saison sowie Freeride Workshops. Im „Freeheeler Tipi Village“ sorgen neben der Spring Break Party und dem Meet & Greet auch das Slacklining und das Spring Break Barbecue für die passende Stimmung.  www.galtuer.com

© Oczlon

St. Johann im Pongau. Vom 25. Februar bis 17. März wird für viele Skifahrer ein Wintertraum wahr: Ab 416 € pro Person sind 3, 4 oder 7 Übernachtungen mit erweiterter Halbpension und einem Tages-Skipass für zwei, drei oder sechs Tage inkludiert. „Wintertraum“ heißt das Angebot, das seinem Namen alle Ehre macht: Schlemmerfrühstück, Skijause, Vitalbar, Salatbuffet, feine Käseecke, Themenbuffets und ein abendliches Feinschmeckermenü – für das leibliche Wohl ist rundum gesorgt. Salzburger Schmankerl, leckere Palatschinken oder süße Desserts lassen auch Kinderherzen jubeln. Ob professionelle Kinderbetreuung oder die Benützung der Bade- und Saunalandschaft des Hauses – die Gäste im Hotel AlpenSchlössl müssen sich um nichts kümmern und können ihren Urlaub sorgenfrei genießen. Für den Zeitraum von 3. bis 17. März bietet die Hoteliersfamilie Viehhauser mit dem Angebot „Firnzauber“ ein Package mit gleichen Konditionen wie oben, aber mit einem Nachsaison-Preis ab 381,50 €.

Freeheeler Cross World Masters in Galtür

© TVB Paznaun – Ischgl

Firnzauber im Alpendorf: Frau Holle lässt grüßen

short

Einen kleinen Adrenalinkick holt man sich auf der langen Talabfahrt.

Millstatt. Er gilt als Geheimtipp für Freerider: der Sportberg Goldeck in der Destination Millstätter See. Auf Freunde des Powderns wartet eine Area von 50 ha, an der heuer erstmals die „Freeride World Qualifier-Tour“ Station macht. Am ersten Märzwochenende (2.–4.3.) geben sich 120 Freerider ein Stelldichein, um sich in der Kunst der Cliffjumps und anderer Tricks zu messen. Das Publikum auf den Hängen darf sich auf eine atemberaubende Show freuen.  www.millstaettersee.com


gast & wirt

66 – destinationaustria

short

© Palais Coburg /Herbert Lehmann

WeltWeinFestival 2012 im Palais Coburg

Freitag, 17. Februar 2012

Hilton Hotels Wien & Innsbruck Neben klassischem Heringsschmaus gibt es unterschiedliche Fischspezialitäten

Hilton verabschiedet den Fasching mit Fisch-Fest

Highlights sind Bouillabaisse, Lobster mit klassischen Beilagen und Riesengarnelen aus dem Wok. dino silvestre

Noch mehr Komfort und Premium-Extras Kufstein. Nach vielen erfolgreichen Jahren als Best Western Hotel wartet das neu renovierte, exklusive und familiäre Tiroler Hotel Alpenrose nun mit einem überkompletten Katalog der Plus-Extras auf. Das Kulinarik-Team rund um Küchenchef Günther Kandlhofer und Sous-Chef Peter Mayr legt seinen Schwerpunkt auf neue, leichte Interpretationen typisch österreichischer und Tiroler Küche.  www.bestwestern-ce.com

© Hotel Modul

Die Hochzeit im Wiener Hotel Modul feiern

Als Rahmen für Traumhochzeiten bietet sich das Hotel Modul an.

Wien. Hat sich das glückliche Brautpaar erst einmal mit dem „Ja-Wort“ die ewige Treue geschworen, kann die Feier in dem außergewöhnlichen Wiener Eventhotel Modul beginnen. Alle Räume haben Tageslicht und bieten einen ganz persönlichen Rahmen für jede Hochzeitsgesellschaft. Die kulinarischen Leitthemen variieren je nach Saison von Spargel über Pilze und Wild bis hin zu Fisch und Meerestieren. Dazu kredenzt das freundliche Serviceteam beste Getränke.  www.hotelmodul.at

Surf & Turf in den Alpen Im neuen Hilton Vienna Danube an der Waterfront (1020 Wien, Handelskai 269) tischt Küchenchef Hendrick Becker am 22. Februar ab 18 Uhr gleich elf verschiedene Heringssalate auf. Sie werden von Austern, Edelfischen aus den internationalen Meeren und heimischen Gewässern sowie österreichischen RauchfischSpezialitäten begleitet. Zum Abschluss gibt es ein reichhaltiges Dessert-Buffet als „letzte Sünde“ vor der Fastenzeit. Das Fischbuffet kostet p.P. 39,50 €. Im neuen Restaurant „Konrads Austrian Steaks“ im Hilton Innsbruck (6010 Innsbruck, Salurner Straße 15) geht Küchenchef Konrad Zellner etwas weniger klassische Wege und serviert um 77 € ein Degustationsmenü mit internationalen Köstlichkeiten. Austern, Lachs, Bouillabaisse, Muscheln, Hummer und Steaks aus den Tiroler Alpen werden von Weinen aus Österreich und internationalen Tropfen sowie Piper-Heidsieck Rosé Champagne r begleitet. Im „Nasch Austrian Tapas & Wein“ im Hilton Vienna Plaza

© Panthermedia.net/Olena Mykhaylova

Wien. Vom 14. bis 17. März wird das Palais Coburg in Wien wieder zum Zentrum der internationalen Weinkultur. Topwinzer aus aller Welt und Spitzenköche bieten den Gästen ein exquisites, vinophiles und kulinarisches Programm. Es ist das Fest der großen Weine, der Treffpunkt von Weingenießern, Weinexperten und Winzern aus aller Welt – mit Degustationen von Weinraritäten, exklusiven Soirées, Gala-Abenden, hochkarätigen Rahmenveranstaltungen, dem exklusiven Weinforum sowie attraktiven Rahmenveranstaltungen (Masterclasses) mit Spezialisten auf ihrem Gebiet. Fast 60 Weinproduzenten aus aller Welt haben ihr Kommen zum „WeltWeinFestival“ zugesagt, 20 Veranstaltungen bieten den Rahmen, um sich über Wein in all seiner Vielfalt auszutauschen und versprechen vinophilen Genuss auf höchstem Niveau.  www.weltweinfestival.at

Wien. Wer sagt, dass es am Aschermittwoch immer nur Heringsschmaus sein darf? Wenngleich der Klassiker natürlich auf keiner Karte fehlen darf, so servieren die österreichischen Hilton Hotels am 22. Februar zu Faschingsende ein „Best of“ aus heimischen und internationalen Gewässern. Zum Beginn der Fastenzeit gibt es in mehreren Hotels außergewöhnliche Fisch-Buffets, bei denen Seafood-Liebhaber voll auf ihre Kosten kommen.

Zur Einstimmung auf die Fastenzeit 2012 gibt es gleich in mehreren Hilton-Hotels abwechslungsreiche Fisch-Buffets.

(1010 Wien, Schottenring 11) setzt Küchenchef Oliver Sattler auf seine bewährten Austrian Tapas und serviert Fisch-Köstlichkeiten in Portionen, die zum Durchkosten einladen.

Filet von der Bachforelle Unter anderem stehen am Aschermittwoch Tartar vom Matjes-Hering mit Apfel und Roter Bete auf geröstetem Kürbiskernbrot (4,30 €), Velouté vom geräucherten Saibling mit knusprigem Krenstangerl (3,80 €), pochiertes Filet von der Bachforelle mit schwarzem Senf auf Kürbis-Mangold (6,40 €) und gebackenes Filet vom Donau-Wildkarpfen mit Wiener Remoulade und Klostersalat

(5,20 €) auf der Speisekarte. Dazu gibt es ein reichhaltiges Angebot österreichischer Weine und viele andere saisonale Spezialitäten wie beispielsweise den viel zu wenig bekannten steirischen VulcanoSchinken.

Ein Fischmarkt im Hotel Im Hilton Vienna (1030 Wien, Am Stadtpark 1) tischt Küchenchef André Tokev ein reichhaltiges Fischbuffet bei seinem Fischmarkt im trendigen Restaurant „S‘Parks“ auf. Um 49 € pro Person schwelgen Fischliebhaber in marktfrischen Austern, Heringen in allen Variationen und Wildlachs. Aus den heimischen Gewässern kommen frische Zander, Forellen

und Saiblinge. Highlights sind die Bouillabaisse, der Atlantik-Lobster mit klassischen Beilagen und die Riesengarnelen aus dem Wok, die in der Showküche live zubereitet werden. Dazu gibt es knackige Salate, Gemüse, Rosmarinkartoffeln und Pasta.

Stilvolle Gastlichkeit Hilton Hotels & Resorts haben sich in der Hotellerie einen Namen für stilvolle Gastlichkeit erworben, der zukunftsorientiert und weltweit führend ist: Bälle, HollywoodAward-Galas bis hin zu Business Events und unvergesslichen Erlebnissen werden in Hilton Hotels veranstaltet.  www.hiltonaustria.at

Vienna Marriott Hotel Bereits zum achten Mal fand jetzt die Verleihung der „Club 2000 Awards“ in Wien statt

Eine glanzvolle Gala der Marriott Gruppe Wien. Das Motto der Gala, bei der die Top-Kunden und Partner der sieben Hotels der österreichischen Marriott Gruppe (Vienna Marriott Hotel, Renaissance Wien, The Imperial Riding School Vienna, A Renaissance Hotel, Courtyard by Marriott in Graz und Linz, Wien Messe und Wien Schönbrunn) mit dem „Club 2000 Award“ ausgezeichnet wurden, lautete heuer erstmalig „Rock me Amadeus“.

„Joe Hofbauer Quintett“ sorgte, gemäß dem Motto des Abends, FalcoImitator Michael Patrick Simoner für das Show-Programm.

The Ritz Carlton in Wien

Award als Dankeschön „Die ‚Club 2000 Gala‘ ist zu einem Fixpunkt in unseren Kalendern avanciert und ein schöner Rahmen, um unseren loyalsten Gästen und Partnern für ihre Treue zu danken. Der Award ist Ausdruck unserer Wertschätzung und ein Bekenntnis zu unserer täglichen Aufgabe, die Erwartungen unserer Kunden zu übertreffen“, sagt Dieter Fenz, GM des Vienna Marriott Hotel und Gastgeber der Gala. Neben Moderator Alfons Haider und den Preisträgern befanden sich unter anderem ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel, das Vol-

© Strob

Bereits zum vierten Mal wird das Wiener Palais Coburg zum Anziehungspunkt für Weinliebhaber.

VMH Club 2000: GM Dieter Fenz und Moderator Alfons Haider mit Begleitung.

leyball-Duo Clemens Doppler und Alexander Horst mit Manager Nik Berger und s Immo-Vorstand Ernst Vejdovsky unter den geladenen Gästen. Preisträger der Awards waren jene Unternehmen, die im vergangenen Jahr insgesamt 2.000 oder mehr Übernachtungen in den Häusern der Marriott Gruppe Österreich gebucht hatten. Durch den stimmungsvollen Abend führte wie

im Jahr zuvor ORF-Moderator und Entertainer Alfons Haider. Auf der Bühne durfte er Gitta Brückmann (Area Vice President Central Europe) begrüßen und gemeinsam mit den General Managern der Marriott Gruppe Österreich die feierliche Überreichung der Preise an die prämierten Kunden vornehmen. Neben dem Ensemble „Barbara Ortner“ und der Jazz-Formation

Trotz der allgemein angespannten wirtschaftlichen Lage war 2011 nicht nur für die Marriott Gruppe Österreich, sondern auch für Marriott International ein erfolgreiches Jahr – ein zufriedenstellendes Ergebnis, zu dem die Stammgäste einen wesentlichen Teil beigetragen haben. Auch dem europaweiten Ziel, bis 2015 die Bettenanzahl zu verdoppeln, ist man wieder einen Schritt näher gekommen. Zuwachs auf europäischer Ebene gibt es mit der Akquisition der Kette AC Hotels by Marriott und der Einführung der neuen Marke Residence Inn; mit der im Sommer geplanten Eröffnung der Top-Luxusmarke The Ritz-Carlton in Wien wird das Portfolio des Konzerns auch am österreichischen Markt um ein weiteres Haus erweitert.  www.ViennaMarriott.at


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Freitag, 17. Februar 2012 – 67

careernetwork Ausweitung

Die WU Executive Academy wird mit drei FIBAA-Akkreditierungen bedacht  Seite 69

© LP Experts

© medianet

Auszeichnung

Lindlpower steigt jetzt auch in den Zeitarbeitsmarkt ein 

Seite 69

Aufsteigerin Petra stangl, Telekom Austria © Telekom Austria Group

Zuversicht Karl Grasl wähnte sich nie in der falschen ­Branche und zeigt sich im Bezug auf die ­Druckerzunft ­optimistisch.  ­Zahlenakrobatik Green Jobs schonen das Budget der EU, ist der WWF überzeugt. 

Seite 68

© z.V.g.

„Das Gedruckte wird weiter ­seine Daseinsberechtigung haben“

Gastkommentar

Die Coach-Ausbildnerin Sabine Prohaska erklärt, was einen guten Coach ausmacht, und wie man ihn auch wirklich findet.  Seite 70

© FairPrint

Seite 71

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Career portrait

68 – careernetwork

Freitag, 17. Februar 2012

© privat

„Ich bin ein Getriebener meines Perfektionismus“

© FairPrint

Warum er auch in schwierigen Zeiten Optimist bleibt, Papier immer einen großen Stellenwert haben wird, und er sich nie in der falschen Branche wähnte, verrät Grasl FairPrint-Geschäftsführer Karl Grasl im Gespräch.

9 Fragen An Karl Grasl

Als Kind wollte ich immer … Sportler werden. Mein Lebensmotto ist … „Für andere da zu sein.“ Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … ein neues Surfbrett. Darüber kann ich lachen … über künstliche Aufregung in der Weltpolitik. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „Die Liste“ von John Grisham. In 20 Jahren werde ich … hoffentlich noch immer meine Sportarten ausüben können. Davor habe ich Angst … Ansprüche, die an mich gestellt werden, nicht erfüllen zu können. Das ist meine größte Stärke … gut auf Menschen eingehen zu können.

Bad Vöslau. Wenn Karl Grasl frühmorgens sein Büro in Bad Vöslau betritt, verspürt er nicht nur den sich selbst auferlegten Druck („ich bin sicherlich ein Getriebener meines eigenen Perfektionismus“), sondern auch die Verantwortung, die er als Unternehmer für seine Mitarbeiter, zu denen er ein fast „familiäres Verhältnis“ hat, trägt: „Ich bin als Arbeitgeber für meine Mannschaft und deren Familien mitverantwortlich. Da geht es um Existenzen und um Emotionen, die ich nicht ausschalten, nicht wegdenken kann“, offenbart der Geschäftsführer von Grasl FairPrint seine ureigensten Ängste im Gespräch mit medianet. „Vor knapp zehn Jahren habe ich einen Unfall gehabt, den ich nur knapp überlebt habe. Es hat sich tatsächlich nur um wenige Minuten gehandelt“, so Grasl weiter. „Und mein erster Gedanke, nachdem ich wieder aus dem künstlichen Tiefschlaf aufgewacht bin, ist gewesen: ‚Ich muss das irgendwie überleben. Ich kann meine Familie und meine Mitarbeiter nicht alleine lassen.‘“ Und Grasl hat überlebt und mit seinem Kampfgeist das Unternehmen selbst durch unwegsame Zeiten ins mittlerweile 107. Bestandsjahr geführt: „Es hat in der Druckbranche immer gute und

schlechte Zeiten gegeben. Es hat Jahrzehnte gegeben, wo Kunden von sich aus angeklopft haben, und man ‚nur‘ gute Arbeit leisten musste“, so der Vater zweier Kinder. „Aber auch wenn es schwierig aussieht, gibt es dennoch einen Weg, um auch wirtschaftlich zu überleben. Ich bin überzeugt, dass sich die Wogen immer wieder glätten. Mein Großvater hat das Unternehmen nach dem Ersten Weltkrieg wieder von null aufgebaut und mein Vater nach dem Zweiten. Aufgrund der geschichtlichen Entwicklung unseres Hauses bleibe ich daher immer Optimist.“

Hoher Stellenwert Optimistisch zeigt er sich auch für die Zukunft des Druck- und Papiergewerbes: „Ich habe seit mehr als 40 Jahren mit Papier zu tun. Und ich bin überzeugt, dass der Werkstoff optisch wie haptisch weiterhin einen hohen Stellenwert als Informations- und Erlebnisquelle haben wird“, fürchtet er sich nicht vor der voranschreitenden Digitalisierung: „Natürlich werden gewisse Randbereiche substituiert, einige Medien auf Papier und einige Marktteilnehmer verschwinden. Das liegt in der Natur der Sache. Das Gedruckte wird aber weiter-

hin seine absolute Daseinsberechtigung haben.“ Diese „Zuneigung zum Gedruckten auf Papier“, wie Grasl es formuliert, wurde ihm quasi in die Wiege gelegt: „Meine berufliche Entwicklung ist durch den elterlichen Betrieb vorgezeichnet und für mich selbstverständlich gewesen“, schildert er, wie es dazu kam, dass er nach dem Gymnasium direkt in die Schriftsetzerlehre ging. Auch der Eintritt in den Familienbetrieb kam für ihn daher wenig überraschend. Vom gemachten Nest, in dem sich so manche Unternehmerkinder wähnen, kann aus Grasls Sicht aber keine Rede sein: „Vermutlich setzt man in der Familie noch höhere Ansprüche an die ‚Erben‘, als man sie an extern hereingeholte Geschäftsführer stellt.“ Ganz wichtig ist Grasl die „perfekte Zusammenarbeit und Harmonie“ mit seinem Bruder Walter – er leitet die Bereiche Technik und Produktion, während Karl die Bereiche Verkauf und Kundenberatung über hat – in der Geschäftsführung des Unternehmens. „Das ist sicherlich die größte Hilfe und wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Unternehmnsführung.“ Ob sich Karl Grasl überhaupt eine andere als die Druckbranche als Betätigungsfeld vorstel-

len könnte? „Das Tischlergewerbe würde mich faszinieren. Das ist ein fantastisches Gewerbe mit einem fantastischen Werkstoff“, so Grasl begeistert. Mit Begeisterung geht er auch seinen sportlichen Hobbies nach: „Ich brauche diesen Ausgleich, um die großen Belastungen des Berufs erfolgreich bewältigen zu können“, so Grasl über seine Passionen Windsurfen – „aber nur im Meer“ –, Skitourengehen – „Ich liebe die Ruhe und Abgeschiedenheit“ –, Klettern, Mountainbiken und Tennisspielen. Zudem sieht er seine beiden „Nebenjobs“ – als Herausgeber und Verleger der Badener Zeitung und als Co-Geschäftsführer des Christian Brandstätter Verlags – als Hobbies und Leidenschaft. „Ich werde nie vergessen, als wir mit einem saudischen Prinzen eine große Buchproduktion abgewickelt haben. Da sind unterschiedlichste Kulturen aufeinandergetroffen und es war für eine österreichische Druckerei sicher nicht alltäglich.“ Wie sich dieses intensive Programm mit einer Familie und zwei Kindern unter einen Hut bringen lässt? „Man muss Kompromisse finden. Wir sind aber seit 25 Jahren glücklich verheiratet. Also dürften wir den Kompromiss gut gefunden zu haben“, so Grasl abschließend. (jawe)

1955–1983

1983–2006

2006–heute

1955 in Bad Vöslau geboren, absolviert Karl Grasl nach dem Gymnasium eine Lehre als Schriftsetzer und steigt in das von seinem Vater Gottfried Grasl geführte Unternehmen ein.

1983 übernimmt Karl Grasl die Leitung der Druckerei gemeinsam mit seinen Brüdern Hannes, Gottfried, Andreas, Karl, Walter und Martin. 1993 errichten sie das neue Druckhaus im Betriebsgebiet von Bad ­Vöslau auf einem 30.000 m² großem Grundstück.

2006 übernehmen Karl und Walter Grasl die Geschäftsführung des Druckhauses Grasl, das 2011 in Grasl FairPrint umbenannt wird.

Das ist meine größte Schwäche … nicht wirklich „Nein“ sagen zu können.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 17. Februar 2012

careernetwork – 69

WU Executive Academy FIBAA-Akkreditierung für drei Professional MBA-Spezialisierungen der WU-Tochter

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Hohe Auszeichnung

Bodo B. Schlegelmilch, Dean WU Exec. Academy: „Sind Vorreiter in Österreich für Akkreditierungen“. Wien. Nach der erfolgreichen ReAkkreditierung des Executive MBA (PGM) im Herbst 2011 erhält die WU Executive Academy nun auch das internationale Qualitätsgütesiegel FIBAA (Foundation for International Business Administration Accreditation) für die deutschsprachigen Spezialisierungen des Professional MBA Banking & Management, Health Care Management und Public Auditing. Damit reiht man sich unter die wenigen MBAProgramme in Europa, die den Qualitätsanforderungen von drei der führenden Akkreditierungsagenturen (EQUIS, AMBA und FIBAA) gerecht werden. „Als Teil der WU ist die ‚WU Executive Academy‘ Vorreiter in Öster-

reich für international renommierte Akkreditierungen. Wir freuen uns sehr über diese weitere Auszeichnung, weil dieses Ergebnis alle unsere Bemühungen der letzten Jahre widerspiegelt, die Qualität unserer MBA Programme kontinuierlich zu verbessern und das Angebot für unsere Studierenden noch attraktiver zu gestalten“, kommentieren Bodo B. Schlegelmilch, Dean der WU Executive Academy, und Astrid Kleinhanns-Rollé, Managing Director, diese Auszeichnung.

Kein Kavaliersdelikt Mobbing – ein Begriff, der mittlerweile die Mitte der Gesellschaft erreicht hat. Nahezu jeder kennt jemanden, der von Mobbingattacken in seinem Umfeld zu berichten weiß. karriere.at ist der Thematik mit einer Online-Umfrage nachgegangen. Ergebnis: Insgesamt zwei von drei Arbeitnehmern gaben an, dass pro Jahr mehrere Mobbingfälle in ihrer Job-Umgebung vorkämen. Der relativ größte Teil (43 Prozent) glaubt sogar: „Mobbing hat System bei uns in der Firma.“ Auch die Arbeitgeberseite dürfte sich des Problems zunehmend bewusst sein: Jede zweite befragte Führungskraft (48 Prozent) gab an, mit einer offenen Gesprächskultur Mobbing entgegenzuwirken. Allerdings zieht nur jedes zwanzigste Unternehmen deshalb professionelle Hilfe in Betracht. Nun ist Mobbing – ähnlich dem Burnout – ein relativ diffuser Begriff. Wo beginnt es? Ab welchem Zeitpunkt werden „normale“ Konflikte zu Mobbing-Attacken? Wie kann man dem Phänomen als Führungskraft entgegentreten? Und: Kann man überhaupt selbst mit Sicherheit ausschließen, jemals an Angriffen auf andere beteiligt gewesen zu sein? Schwierige Fragen, mit denen sich Unternehmen auseinandersetzen sollten. Denn Mobbing ist kein Kavaliersdelikt: Im Vorjahr wurde einem Opfer deshalb erstmals von einem Gericht Schmerzensgeld zugesprochen. Kleinkriege unter Kollegen und Vorgesetzten vermindern Produktivität, Kreativität und Arbeitsklima. Mobbing als „Modewort“ abzutun, würde einfach nur bedeuten, als Unternehmen eine wesentliche Herausforderung der Arbeitswelt zu ignorieren.

Die FIBAA-Akkreditierung sei demnach das Ergebnis eines umfangreichen Qualitätsprüfungsprozesses, in dem u.a. die Institution, die Qualität und der Praxisbezug der Inhalte und das Qualifikationsprofil der Vortragenden und Studierenden genau beleuchtet werden. „Besonders erfreulich ist, dass unsere drei Spezialisierungen bei einer Reihe von Kriterien sogar die von den FIBAA-Gutachtern angewandten Qualitätsanforderungen übertrafen. Es handelt sich hier um Bereiche wie etwa fachliche Angebote in den Kernfächern und

Akkreditierung FIBAA gehört neben AACSB, AMBA und EQUIS zu den wichtigsten Akkreditierungseinrichtungen und hat sich besonders im deutschsprachigen Raum bei der Akkreditierung von MBA-Programmen durchgesetzt. Der Schwerpunkt liegt auf wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen und legt besonderes Augenmerk auf die internationale Ausrichtung der einzelnen Programme.

© medianet

Qualitätsprüfungsprozess

Bodo B. Schlegelmilch: „Die Auszeichnung erfüllt uns mit besonderem Stolz.“

Integration von Theorie und Praxis, Fallstudien/Praxisprojekte und Gastreferenten oder wissenschaftliche und praktische Qualifikation des Lehrpersonals. Diese Tatsache erfüllt uns mit besonderem Stolz“, ergänzt Schlegelmilch. Mit der Zertifizierung der drei Professional MBA-Spezialisierungen verfüge die WU Executive Academy nun über insgeamt acht

FIBAA-akkredierte Lehrgänge: Executive MBA Global, Executive MBA Postgraduate Management (PGM), Professional MBA Banking & Management, Professional MBA Finance & Controlling, Professional MBA Entrepreneurship & Innovation, Professional MBA Health Care Management, Professional MBA Public Auditing und den Universitätslehrgang PGM.  (red)

Schmetterlingskinder Feierliche Übergabe des Schecks

LP Experts Manuela Lindlbauer gründet Zeitarbeitsfirma

Wien. „Soziale Verantwortung zählt zu einem der Grundsätze von Monster Worldwide. Daher unterstützen wir, gemeinsam mit unseren Kunden und Usern, auch heuer wieder gerne Debra Austria“, begründet Barbara Riedl-Wiesinger, Country Manager & Sales Director von Monster Worldwide Austria, die bereits dritte Spendensammelaktion des Online-Jobportals zugunsten der Schmetterlingskinder.

Wien/Linz. Manuela Lindlbauer, Gründerin und Geschäftsführerin von Lindlpower Personalmanagement, wagt gemeinsam mit Alexandra Eperjesi-Hefner den Schritt in den Zeitarbeitsmarkt und gründet „LP Experts“ mit Büros in Wien und Linz: „Je unsicherer die wirtschaftliche Lage, desto präziser und differenzierter müssen wir auf die Personalbedürfnisse von Unternehmen eingehen können“, begründet Lindl-bauer den Start-

Monster spendet 4.400 € an Debra „Der Markt verlangt Flexibilität“

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Leading Search Partners

Irmgard Barosch (42) hat mit fünf anderen Personalberatern die Marke „Leading Search Partners“ gegründet. Gemeinsam will man die Suche und Auswahl von Führungskräften und Spezialisten in der Region D-ACH, CEE/SEE forcieren.

Jürgen Müller Citrix

Jürgen ­Müller führt ab sofort als neuer Area Vice President die Geschäfte von Citrix in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zuletzt war er bei Novell als Vice President & General Manager Central Europe tätig.

Promotion ▲

Inge G. Thulin 3M Company

Inge G. Thulin (58) wurde mit Wirkung zum 24. Februar zum Präsidenten und CEO der 3M Company, ernannt. Er wird damit Nach­ folger von Sir George W. Buckley, der am 1. Juni in den Ruhestand geht.

© Telekom Austria Group

Irmgard Barosch

© Citrix Systems

© Leading Search Partners

job

Manuela Lindlbauer und Alexandra Eperjesi-Hefner gründen gemeinsam LP Experts.

© 3M

Ulla Eppler, Debra Austria, Barbara Riedl-Wiesinger, Country Manager & Sales ­Director von Monster Worldwide Austria, Patricia Santo-Passo, Debra Austria.

schuss für das neue Zeitarbeitsunternehmen, das in erster Linie Zeitarbeit und Payrolling-Services anbietet. Den Fokus will das Team dabei auf die Vermittlung und Überlassung von kaufmännischen und technischen Fach- und Führungskräften sowie IT-Spezialisten legen – da es auch „abseits des gewerblichen Bereichs großen Bedarf an flexiblen Personallösungen“ gäbe, wie Lindlbauer mitteilt.  (red)

© LP Experts

© Monster Worldwide Austria

Insgesamt konnte das Jobportal 4.400 € lukrieren, indem Stellensuchende ihren Lebenslauf auf www. monster.at/schmetterlingskinder hinterlegten und Unternehmen Anzeigenpakete im Rahmen der Charity-Aktion schalteten. Rainer Riedl, Obmann von Debra Austria: „Durch die Kooperation mit Monster wird unsere Arbeit nicht nur finanziell unterstützt, sondern wir erreichen auch sehr viel Aufmerksamkeit für diese Krankheit.“

Petra Stangl Telekom Austria

Petra ­Stangl hat mit 1.1. 2012 die Funktion als Director International Marketing in der Telekom Austria Group übernommen. Damit kehrt sie nach einem fast zweijährigen Auslandseinsatz als CMO bei Vip mobile nach Österreich zurück.


C o ac h i n g

70 – careernetwork

Freitag, 17. Februar 2012

Gastkommentar Die Coach-Ausbildnerin Sabine Prohaska erklärt, was einen guten Coach ausmacht, und wie man ihn auch wirklich findet

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

© z.V.g.

Sabine Prohaska: „‚Coach‘ ist kein geschützter Beruf; jeder kann sich so nennen.“

Sabine Prohaska führt das Trainings- und Beratungsunternehmen seminar consult.

Wien. Der Coachingmarkt boomt. Und die Zahl der Anbieter von Coachingleistungen? Sie steigt und steigt. Deshalb fällt es vielen Männern und Frauen, die einen entsprechenden Bedarf haben, schwer, sich für einen Coach zu entscheiden. Hier einige Tipps, wie Sie den passenden Coach finden. Fragen Sie sich zunächst: Auf welche Art von Fragen suche ich eine Antwort? Persönliche? Familiäre? Berufliche? Unternehmerische? Und: Warum brauche ich Unterstützung? Aus den Antworten können Sie ableiten, welche Kenntnisse und Erfahrungen ‚Ihr Coach‘ haben sollte.

Zweitens: Coach ist kein geschützter Beruf. Jeder kann sich so nennen. Lassen Sie sich deshalb von den Coachs, die Sie in Betracht ziehen, einen Lebenslauf zeigen. Aus ihm sollte hervorgehen, welche Ausbildungen die Person absolviert und welche Lebens/Berufserfahrung sie gesammelt hat.

Entscheidungshilfe Drittens: Ein guter Coach hilft Ihnen, sich zu entscheiden. Er begleitet Sie außerdem beim Umsetzen der Entscheidung. Deshalb sind gute Coachs spezialisiert

– zum Beispiel auf die Beratung bei persönlichen, beruflichen oder unternehmerischen Fragen. Ein Coach, der behauptet, er sei bei allen Problemlagen gleich fit, ist kein guter Coach. Viertens: Bestehen Sie auf ein Vorgespräch, bei dem Ihnen der Coach sein Vorgehen erklärt. Seriöse Coachs arbeiten transparent und können Ihnen ihre Arbeitsweise erläutern. Fünftens: Fragen Sie den Coach, wo für ihn die Unterschiede zwischen Beratung, Therapie und Coaching liegen. Ein professioneller Coach hat hierzu einen klaren Standpunkt.

Sechstens: Vertrauen Sie Ihrem Gefühl. Wenn Sie beim Vorgespräch das Gefühl haben, ‚die Chemie stimmt nicht‘ oder ‚der Coach kann mir nicht helfen‘, sollten Sie sich einen anderen suchen.

Zeitlich begrenzt Siebtens: Schließen Sie mit Ihrem Coach eine schriftliche Vereinbarung ab, wie oft, wie lange und in welchem zeitlichen Abstand Sie sich treffen. Klären Sie zudem, inwieweit er Ihnen auch zwischen den Sitzungen als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Achtens: Vereinbaren Sie auch, bis wann Ihr ‚Problem‘ gelöst sein sollte, denn ein Coaching ist stets zeitlich begrenzt.

JOBTICKER

Sabine Prohaska ist Inhaberin des Trainings- und Beratungsunternehmens seminar consult prohaska in Wien.  www.seminarconsult.at

IFWK Diskussionsreihe

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Suchtprobleme Wien. Zwölf Prozent der heimischen Führungskräfte kämpfen mit Suchtproblemen – so die Conclusio einer Diskussionsrunde des Internationalen Forum für Wirtschaftskommunikation mit Primarius Roland Mader vom Anton Proksch Institut. Die Flucht in die Sucht sei oftmals nicht verwunderlich, denn die Erwartungshaltung an Führungskräfte stieg in den letzten Jahren dramatisch an: Wie der Präsident des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation (IFWK), Rudolf J. Melzer, einleitend betonte, stehen die Leute an der Spitze heute massiver unter Druck denn je: „Unabhängig von den diversen Herausforderungen müssen wir täglich Energie, Vitalität, Kraft und Ausdauer vermitteln.“

Online Marketing Spezialisten (m/w) JAF International Services GesmbH Dienstsitz: Stockerau, NÖ 1lKHUH-RELQIRVÀQGHQ6LHXQWHUIROJHQGHU5HIHUHQ]QXPPHU

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Project Manager (m/w) update software AG Dienstsitz: Wien 1lKHUH-RELQIRVÀQGHQ6LHXQWHUIROJHQGHU5HIHUHQ]QXPPHU

Tüchtig und süchtig

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Neben den klassischen stoffgebundenen Süchten wie Alkohol, Medikamente und Drogen, steige der Anteil der sogenannten nicht stoffgebundenen Süchte, wie Arbeits-, Internet-, Kauf-, Sex- und Spielsucht signifikant, so Mader. „Vielarbeit ist oft die Voraussetzung für beruflichen Erfolg, der Vielarbeiter ist der Wunschmitarbeiter vieler Arbeitgeber“, skizziert Mader das durchaus realistische Alltagsbild unserer Leistungsgesellschaft. Um einer drohenden Arbeitssucht vorzubeugen, rät der Psychiater, sich Überstunden und Urlaubstage nicht ausbezahlen zu lassen, sondern sie durch echte Freizeit abzubauen. (red)

Produktentwickler (m/w) Salinen Austria AG Dienstsitz: Ebensee, OÖ 1lKHUH-RELQIRVÀQGHQ6LHXQWHUIROJHQGHU5HIHUHQ]QXPPHU

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Detailinfos zu den Jobs: Einfach Referenznummer in das Suchfeld von

© IFWK

www.monster.at eingeben und auf SUCHEN klicken.

Roland Mader, Anton Proksch Institut, und Rudolf J. Melzer, IFWK-Präsident.


G ree n J o b s

Freitag, 17. Februar 2012

careernetwork – 71

Grüne Arbeitsplätze Einer Studie des WWF zufolge ist die Schaffung von Jobs im Naturschutzbereich in Europa auch wirtschaftlich sinnvoll

Green Jobs schonen EU-Budget Investitionen im Umweltbereich sind fünfmal effektiver als in Landwirtschaft oder Regionalpolitik. tionen im kommenden EU-Budget mehr neue Jobs schaffen und wir gleichzeitig unsere strategischen Ziele erreichen können“, lautet die Aufforderung an das Europäische Parlament, dem die Studie im Hinblick auf das EU-Budget von 2014 bis 2020 präsentiert wurde.

Goldgrube Energiesektor Die imaginäre MilliardenInvestition resultiere aber nicht in jedem Umweltsektor in gleich vielen Jobs, so die Studienautoren. Eine Milliarde Euro Investition in nachhaltige Transportsysteme, wie dem Ausbau der Eisenbahn, kann

21.500 neue Jobs schaffen, thermische Sanierung und nachhaltiges Bauen schafft 25.900 Jobs. Die Milliarde, die in NaturschutzProjekte investiert wird, produziert sogar 29.000 Jobs. Den höchsten Effekt bei der Schaffung von neuen Stellen hat die Investition in Erneuerbare Energien: 52.700 neue Jobs pro Milliarde Euro. „Gerade in Zeiten der Krise und der Sparmaßnahmen haben die EU-Bürger ein Recht darauf, dass jeder Eurocent besser für Europa eingesetzt wird. Das gegenwärtige EU-Budget behindert die Umweltschutzziele“, kritisiert der WWF. Unter „Green Jobs“ versteht man

jene Arbeitsplätze in der Herstellung von Produkten, Technologien und Dienstleistungen, die Umweltschäden vermeiden und natürliche Ressourcen erhalten.

Grüne Jobs in Österreich In Österreich gibt es derzeit nach Auskunft des Lebensministeriums 200.000 grüne Arbeitsplätze. Dem „Masterplan Green Jobs“ zufolge sollen bis zum Jahr 2020 weitere 100.000 Green Jobs entstehen. Langfristiges Ziel soll es sein, Österreich bis 2050 energieautark zu machen, so Umweltminister Berlakovich.  (lw)

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Wien/Brüssel. Dass wirtschaftliche Effizienz und Umweltbewusstsein keine gegensätzlichen Ziele sein müssen, das will eine aktuelle Studie des World Wildlife Fund (WWF) zeigen. Die Ergebnisse legen nahe, dass Investitionen in „Green Jobs“ wesentlich günstiger sind als in andere Sparten. Konkret präsentierte der Umweltverband folgende Rechnung: Eine Milliarde Euro Investition in den Naturschutzbereich könne 29.000 neue Arbeitsplätze schaffen; dieselbe Milliarde, die in Landwirtschaft oder Regionalpolitik investiert wird, schaffe hingegen nur 6.200 Stellen. „Investitionen in Umwelt und Nachhaltigkeit sind fast fünfmal so effektiv als in Landwirtschaft oder Regionalpolitik“, schlussfolgert Sébastien Godinot, Chefökonom des Europäischen WWF-Büros in Brüssel. „Die politischen Entscheidungsträger in der EU müssen einsehen, dass grüne Investi-

WWF: Investitionen in Erneuerbare Energien schaffen die meisten Arbeitsplätze.

Wifi Umweltausbildung

Green Skills

Wien. Das Wirtschaftsförderungsinstitut Wifi bietet viele Weiterbildungsmöglichkeiten für Jobs, in denen umweltfreundlich und ressourcenschonend gearbeitet wird. Green-Skills-Ausbildungen werden etwa am Wifi Steiermark, Salzburg, Oberösterreich und Tirol angeboten. Neben der Grundausbildung für Abfallwirtschaft oder einer E-Bike-Ausbildung können Interessierte etwa ein „Klima aktiv“-Zertifikat für energieeffizientes Bauen erwerben. Besonders zukunftsträchtig ist auch die Ausbildung zum Green-IT-Manager, bei der es um ressourcensparende betriebliche IT geht. Die Weiterbildung zum Öko-Energiemanager für Heizungs-, Installations- und Gebäudetechniker gehört ebenfalls zum Green-Skills-Angebot.

Arbeitssuche green-jobs.at

Karriereportal

Wien. Wer nach Jobs in einer stark wachsenden Branche sucht, der findet im Karriereportal www. green-jobs.at Stellenangebote im Umwelt- und Energiesektor. Zu den ausgeschrieben Jobs gehören beispielsweise Stellen im Bereich Erneuerbare Energien, in der nachhaltigen Landwirtschaft, im öffentlichen Verkehr, in der Abfallwirtschaft oder im Ökotourismus. Monatlich wird auch der „Green Job des Monats“ sowie die „Technologie des Monats“ präsentiert.

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Universitätslehrgang Werbung & Verkauf Unsere Absolventen sind Aufsteiger Josef Koinig von JUNG v. MATT ist erfolgreicher Absolvent unseres Universitätslehrganges. Nach einigen beruflichen Stationen in der Werbung, gründet er 2001 gemeinsam mit seinem Partner Andreas Putz die Werbeagentur Jung von Matt/Donau in Wien.

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werbung.verkauf@wu.ac.at, +43-1-31336-4612, www.werbelehrgang.at Berufsbegleitende Universitätslehrgänge der WU Executive Academy.

Arbeitsplätze im Umwelt- und Nach­ haltigkeitsbereich sind sehr gefragt. 216x288 WU-Sujet Koinig 11-025_UL-WV_Medianet-216x288_Koinig_KW43.indd

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