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14. JG. NO. 1744

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freitag/samstag/sonntag, 17. – 19. jänner 2014

TREVISION

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Rück- und Vorschau: medianet bat den Gewista-CEO zum Resümee über 2013 und Ausblick auf 2014

Wäre Stronach nur beim Plakat geblieben … inhalt

© British American Tobacco

prime news

> British American Tobacco: Kritik an neuen Richtlinien 3 > Feature: Die Tücken in Sachen Mobile Marketing 4/5 marketing & media > IP Österreich-Chef Walter Zinggl über die Trends  10 > Gewista Rolling Board Creative Trophy 2013  11

© Film&Co Classics

© medianet/Szene1/Christian Mikes

retail > Pfeiffer: Pläne bei C+C, Zielpunkt und Unimarkt  16

> Kelly verlängert Kooperation mit Schneckerl Prohaska  18 business weekend > Mobilität der Zukunft: Benzin statt Batterie  > Lasst doch die Kunden auch wirklich mitreden 

Treffsicher „Für Frank Stronach wäre es besser gewesen, den Wahlkampf ausschließlich am Medium Plakat zu führen, ein zweistelliges Ergebnis wäre ihm sicher gewesen“, so Gewista-CEO Karl Javurek im Gespräch über die Vorzüge der Gewista-Produkte – und im Rückblick auf das Jahr 2013.  Seite 2

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Milliardenplus Gründe: weniger Jobs, hohe Steuern

> ELGA: „Angst vor Missbrauch ist Angstmache“  48 > Werkzeuge zum Bau alternativer Realitäten  54

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© TÜV Trust IT TÜV Austria/APA-Fotoservice/Hinterramskogler

© Foto Wilke

Schattenwirtschaft legt wieder zu

Universitätsprofessor Friedrich Schneider: „Anreize, Arbeit offiziell zu leisten.“

Linz. Steigende Arbeitslosigkeit bei unverändert hoher Steuerlast dürfte heuer wieder für Hochkonjunktur beim Pfusch sorgen. Die Schattenwirtschaft werde wieder zulegen, erwartet Experte Friedrich Schneider, ein Linzer Universitätsprofessor. Der Anteil der Schattenwirtschaft am BIP werde von 7,52% 2013 auf 7,84% zulegen. In absoluten Beträgen entspricht das einem Plus von 1,1 Mrd. € auf 20,43 Mrd. € (+5,75%). Schneider fordert Anreize, Arbeit offiziell zu leisten. Pläne, die hohe Steuerbelastung in Österreich zu senken, sind in den derzeitige Regierungsplänen allerdings nicht enthalten.  (APA/red)

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c ov e r

2 – medianet

Freitag, 17. Jänner 2014

Neue Produkte als Wachstumstreiber Innovative Außenwerbung machte 2013 zu einem erfolgreichen Jahr für die Gewista

Javurek: „Wir werden hier eine neue Mediengattung kreieren“ Im März wird die Gewista neue digitalisierte Werbeflächen in der U-Bahn-Station Stephansplatz der Öffentlichkeit präsentieren. dinko fejzuli

Wien. Die Gewista blickt auf ein bewegtes und erfolgreiches 2013 zurück. Im Gespräch mit medianet schildert CEO Karl Javurek die aktuelle Lage der Außenwerbebranche und kündigt – ohne Details zu verraten – fürs Frühjahr 2014 einen „Paukenschlag“ an. „Für die Gewista war 2013 ein sehr gutes Jahr. Trotz der verhaltenen Grundstimmung in der Medienlandschaft gelang es, außergewöhnliche Umsatzzuwächse zu erzielen“, mein Javurek. Wobei sich die Nationalratswahlen 2013 nur mit einem Umsatzzuwachs von ein bis zwei Prozent bemerkbar mach-

„Für die Gewista war 2013 ein sehr gutes Jahr. Trotz der verhaltenen Grundstimmung in der Medienlandaußergewöhnliche Umsatzzuwächse zu erzielen.“ karl javurek, ceo gewista

© medianet/Szene1/Christian Mikes

schaft gelang es,

Karl Javurek, Geschäftsführer der Gewista, über die Präsenz der Außenwerbung im Public Space: „Das Raubrittertum des öffentlichen Raums ist absolut passé.“

mus können wir das

tiger erreicht werden können. Am 1. Jänner kam es bei einem Großteil des österreichischen Außenwerbemarkts zu einer Umstellung des Plakat-Anschlagrhythmus vom Halbmonats- auf einen 14-Tagerythmus: Nun wird fix an jedem zweiten Montag umgeschlagen. Dadurch wollte man gewährleisten, dass die Kundenplakate tatsächlich exakt 14 Tage und nicht einmal 13 oder einmal 15 Tage im Aushang sind.

Medium Papierplakat

Genaue Synchronisation

ten. Jedoch brachte die Wahl einen starken medialen Hype für das Medium Plakat, denn sämtliche politische Parteien setzten voll auf das Medium Außenwerbung. „Wir sind heute wieder weit weg von der vor Jahren einmal geführten Diskussion, dass man in einer Wahl auch ohne das Medium Plakat auskommen könnte. Heute benutzen wieder alle politischen Parteien erfolgreich das Medium Außenwerbung, weil nur Plakate in der Lage sind, die Idee eines ganzen Wahlkampfs auf ein Bild oder ein Wort zu verdichten.“ Auffällig beim Nationalratswahlkampf 2013 war, dass erstmals auch die Grünen professionelle Plakatwerbung betrieben haben, und ebenso das Team Stronach. „Für Frank Stronach wäre es allerdings besser gewesen, den Wahlkampf ausschließlich am Medium Plakat zu führen, ein zweistelliges Ergebnis wäre ihm sicher gewesen“, so Javurek.

äußerst komplex, aber die Resultate sind fantastisch.“ Als Beispiel für gelungene Ambient- und Innovate-Kampagnen nennt Javurek etwa den T-Mobile Flashmob, wo es Rosenblätter am Stephansplatz regnete und gleichzeitig in Hunder-

Echte Wachstumstreiber

ten Citylight-Vitrinen Wiens Rosenblätter durch ein Gebläse sehr effektvoll herumgewirbelt wurden. Was die generelle Frage der Standorte betrifft, haben die Qualitätsverbesserungen und Updates zu mehr Impact und Werbewirkung geführt. In den letzten zehn Jahren wurde die Anzahl der Plakate auf die Hälfte reduziert. Trotzdem hat niemand das Gefühl, dass es in Österreich keine Plakatflächen mehr gibt. Gleichzeitig wurde jedoch die Qualität der Standorte angehoben, sodass die gleichen Reichweiten mit weniger Stück Plakaten und daher auch immer güns-

Ein echter „Wachstumstreiber“ 2013 waren innovative und Ambient Media-Lösungen: „Inno­ vationen, Formatsprengungen, Ambient Media-Lösungen, Mobile Marketing-Aktivitäten haben der Außenwerbung einen Push gebracht. In der Gewista haben wir ein eigenes Department, das selbst Ideen entwickelt. Wir werden als fachkundige Partner von Agenturen und Kunden angesehen, wenn es um Dinge wie etwa Sondergenehmigungen, Sonderproduktionen, etc. geht. Dieser Bereich ist

„Mit dem neuen Rhyth-

genau mit den anderen Medien wie Rolling Board oder City Light synchronisieren.“ Karl javurek …

„Mit dem neuen Rhythmus können wir das Medium Papierplakat genau mit den anderen Medien wie Rolling Board oder City Light synchronisieren. Dies erhöht die Schlagkraft von Kampagnen ohne zusätzliche Kostenbelastung. Darüber hinaus können wir jetzt mithilfe der OSA (Outdoor Server Austria) ganz genau im Vorhinein definieren, welche Reichweiten der Kunde mit seiner Kampagne erreichen wird. Für unsere Kunden bringt dies absolute Transparenz und Planungssicherheit“, so Javurek. Der OSA selbst stellt Javurek ein gutes Zeugnis aus: „Es gibt kein moderneres Außenwerbebewertungs- und Optimierungsmodell als die OSA. Unser System ist internationaler Höchststandard und Benchmark für die Länder, die auf unser Bewertungssystem umstellen. Mit der OSA können wir unser Medium erstmals mit anderen Medien vergleichen, und ich bin sehr froh darüber, weil wir damit zeigen können, dass mit keinem anderen Medium so kostengünstig Reich-

täglich 250.000 Passa-

eine digitale Landschaft, die den Passanten vom Eingang bis zum Bahnsteig begleitet. „Wir werden damit eine neue Mediengattungen kreieren. Statische Elemente werden mit dynamischen kombiniert. Die Werbung im Internet hat nunmehr die Möglichkeiten, sich in den öffentlichen Raum auszubreiten und ihn in Anspruch zu nehmen.“ „Im nächsten Jahr werden sieben U-Bahn-Stationen ausgebaut, die nächsten Schritte werden dann an der Oberfläche im öffentlichen Raum stattfinden“, so Javurek über die weiteren Pläne.

giere – ganz Graz oder

Digitalisierung fortsetzen

Linz marschieren an

Bei der Entwicklung der digitalen Werbeformen geht es laut Javurek aber auch darum, in besonderem Ausmaß Rücksicht auf den öffentlichen Raum zu nehmen und das richtige Maß zu finden. Aufgrund der Technologiesprünge der letzten Jahre ist es jetzt auch vom Kommerziellen her gesehen der richtige Zeitpunkt, mit der Digitalisierung in größerem Maßstab zu beginnen. Für das Papierplakat sieht Javurek jedoch keineswegs schwarz: „Das Papierplakat wird es immer geben. Es bringt fantastische Leistungen für die Werbewirtschaft und hat daher auch in Zukunft eine absolute Berechtigung. Das Medium wird sich nur wandeln und zunehmend an die Peripherie gehen, während der Zentralraum der Städte durch neue urbane Medien wie City Light, Rolling Board und digitale Werbeflächen ersetzt wird.“

weiten aufgebaut werden können.“ Mit dem Launch der ersten Infoscreens vor genau 15 Jahren, von denen es inzwischen rund 1.500 gibt, wurde laut Javurek ein neues Medium geschaffen: Der Mix aus Information, Unterhaltung und Werbung hat sich absolut bewährt und durchgesetzt, 17% Reichweite

„Die U-Bahn-Station Stephansplatz hat

einem Tag durch.“ … über „sein“ medium

in Österreich und als 50% in Wien machen Infoscreen zu einem der reichweitenstärksten Medien des Landes. Die Gewista wird den Prozess der Digitalisierung weiter fortsetzen: Im März wird die U-Bahn-Station Stephansplatz voll digitalisiert sein und der Öffentlichkeit präsentiert werden. „Wir bringen digitale Werbeflächen an die Plätze, wo sie die höchste Effizienz haben. Zum Beispiel gehen in der U-Bahn-Station Stephansplatz täglich 250.000 Passagiere durch – ganz Graz an einem Tag in einer Station!“ Entstehen soll so im Herzen Wiens


pr i m e n e ws

Freitag, 17. Jänner 2014

medianet – 3

Tabakrichtlinie Die EU-Kommission ist dabei, die Vorschriften für Tabakwaren noch einmal gravierend zu verschärfen

short

Warnung statt Information

Neue Wirtschaftskanzlei: Vavrovsky Heine Marth Wien/Salzburg. Karl Ludwig, Nikolaus Vavrovsky, Dieter Heine, Christian Marth und Stefanie Werinos gaben am Donnerstag die Gründung der Sozietät Vavrovsky Heine Marth Rechtsanwälte mit Standorten in Wien und Salzburg bekannt. Schwerpunkte des Beratungsspektrums liegen auf Gesellschaftsrecht, Immobilien, Krisenmanagement, öffentlichem Wirtschaftsrecht, Prozessführung und Konfliktlösung.  www.vhm-law.at

Karin Holdhaus, BAT Austria: „Auch die Differenzierung vom Mitbewerb wird erheblich erschwert.“ Wien. Die Tabakbranche kämpft aktuell gegen eine weitere Einflussnahme des Gesetzgebers: Die EU ist dabei, die Vorschriften für Tabakwaren zu verschärfen – in bisher nie dagewesener regulativer Härte. Anfang Oktober hat das Europäische Parlament über den Vorschlag der Kommission zur neuen Tabakproduktrichtlinie abgestimmt. Nach langen und zähen Beratungen einigten sich Mitte Dezember Brüsseler Kommission, Europaparlament und die EU-Staaten auf die Neuregelung; die Richtlinie muss noch von Rat und Parlament formell verabschiedet werden.

demokratiepolitisch bedenklich.“ Ein Indiz für Überregulierung und Überbürokratisierung – so lautet die Kritik der Tabakbranche. Was die Einschränkung der Markenpräsenz auf der Packung betrifft, wird überdies eine „unzulässige Beschneidung der Markenrechte“ angeprangert.

Holdhaus: „Mehraufwand ohne erkennbaren gesundheitspolitischen Nutzen.“

gängigen textlichen Warnhinweise, geschweige denn Bildwarnhinweise vorgeschrieben sind. Weil ihre Wirksamkeit nicht erwiesen ist.“ Neben großflächigen Schockbildern inklusive textlicher Warnung vor den gesundheitlichen Folgen des Rauchens bleibt wenig Platz für die Zigarettenmarke (siehe Abb. ob.). „Dadurch wird eine Differenzierung vom Mitbewerb erheblich

„Schwer nachvollziehbar“

erschwert“, so Holdhaus, „und das ist wettbewerbsrechtlich höchst bedenklich. Einst gefeierte Ikonen der Markengeschichte wie Lucky Strike und Co. werden buchstäblich an den Rand gedrängt.“ Übrigens an den unteren – wenn es nach den Akteuren in Brüssel geht. Auch die heimischen Trafikanten bringt diese geplante Änderung in Bedrängnis, müssten sie doch ihre Trafiken umbauen, um zukünftig die Zigarettenmarken im Regal noch unterscheidbar präsentieren zu können. Holdhaus: „Das ist nur eines der zahlreichen Details, die ohne erkennbaren gesundheitspolitischen Nutzen enormen Mehraufwand für die Branche darstellen. Hinzu kommt, dass sich die EU-Kommission einen Blankoscheck für noch schärfere Regeln wünscht. Die nächsten Ge- und Verbote für Tabak würden dann per ‚delegiertem Rechtsakt‘ erfolgen. Das Europäische Parlament und die Gesundheitsministerien würden nicht länger aktiv einbezogen; das ist

Ein weiteres Brüsseler Gebot ist, dass der Weg jeder einzelnen Packung bis zur letzten Verkaufsstelle rückverfolgt werden soll. Das Argument: Schmuggelbekämpfung. „Auf den ersten Blick durchaus begrüßenswert“, relativiert Holdhaus; „die Krux dabei ist aber, dass Schmuggelzigaretten nicht in Trafiken verkauft werden. Hinzu kommt, dass Experten gerade durch die Tabakproduktrichtlinie einen weiteren Anstieg des Schmuggels sowie der Produktfälschungen erwarten – auch weil Produktkategorien wie Mentholzigaretten komplett verboten werden sollen.“ Ebenfalls schwer nachvollziehbar sei die Tatsache, dass die gelernte Verbraucherinformation (Teer, Nikotin, Kohlenmonoxid) künftig nicht mehr auf der Packung ersichtlich sein wird. „Konsumenteninformation weicht somit der reinen Konsumentenwarnung“, stellt Holdhaus fest – eine Entwicklung, die auch Konsumentenschützer kritisch sehen.  (red)

„Telekom V“: Drei Angeklagte gehen frei

© APA/Herbert Neubauer

„Fest steht, dass nach Inkrafttreten der neuen Richtlinie Zigarettenpackungen eher an Horrorfilme erinnern werden als an ein Genussmittel“, sagt Karin Holdhaus, Mitglied der Geschäftsführung und Head of Communications von British American Tobacco Austria. Zu erwarten ist, dass 65% der Vorder- und Rückseite von einer Kombination aus Text- und Bildwarnhinweis bedeckt sein werden. Holdhaus: „Das kannte man bis dato primär aus den meist autoritär geführten asiatischen Ländern oder zuletzt Australien. Während etwa in den USA, bekannt für ihre extrem strengen Raucherregulierungen, bis heute nicht einmal die hierzulande seit fast 20 Jahren

© British American Tobacco (2)

Wirkung „nicht erwiesen“

Neben großflächigen Schockbildern bleibt wenig Platz für die Marke.

Anklage gegen Ex-ÖBB-Chef Huber ausgeweitet – auf „schweren Betrug“.

Wien. Am Donnerstag wurden im „Telekom V-Prozess“ drei Angeklagte im Hauptverfahren freigesprochen, darunter die nunmehrige ÖBB-Personenverkehrs-Vorständin Birgit Wagner. Auf der Anklagebank im Landesgericht Wien bleiben Ex-TA-Chef Sundt, Ex-TA-CFO Colombo, Ex-ÖBB-Chef Huber und dessen Ehefrau Barbara Huber-Lipp.  (APA)


f e atu r e

4 – medianet

Freitag, 17. Jänner 2014

feature@medianet.at

Mobile W Mobile Marketing Die meisten kennen es, die wenigsten nutzen es effektiv – Mobile Marketingkampagnen werden immer wichtiger, doch oft scheitert es an der effektiven Umsetzung. medianet-Gast­ autor Thorsten Jekel über die Gefahren und T ­ ücken bei der mobilen Kunden­ ansprache.

thorsten jekel

M

obile Marketing ist für die meisten bereits ein alter Hut. Viele mobile Marketing Tools sind seit Jahren verfügbar und die Grundsystematiken gibt es zum Teil schon seit Jahrzehnten. Es ist jedoch immer wieder erschreckend, zu beobachten, wie wenige Unternehmen die bereits vorhandenen Technologien effektiv nutzen und wenn, dann oft auch nicht wirklich intelligent. Obwohl laut einer IDC-Studie mittlerweile über 1 Milliarde Mobiltelefone weltweit im Umlauf sind und der Anteil an Smartphones kontinuierlich steigt, nutzen die Kunden die neuen Technologien zum Teil sehr rudimentär. Dies liegt oft daran, dass viele Kunden nicht wissen, was und wie sie die Tools verwenden können. Die aktuelle Studie von Industrystock besagt, dass SmartphoneNutzer durchschnittlich 33 Apps auf ihren Telefon haben, von denen sie nur 18 regelmäßig nutzen. Die gute Nachricht ist jedoch, dass 75% aller Handybesitzer das Haus nicht ohne ihr Lieblingsgadget verlassen würden. Das heißt, mit relevanten Apps und Diensten für Smartphones ist auch der moderne Konsument immer besser mobil ansprechbar. Deshalb ist es wichtig, die Mobile Marketing-Tools zu nutzen, die Ihre Zielgruppe idealerweise schon

kennt und diese so einfach wie möglich zu gestalten. Der mobile Konsument möchte bereits heute Produkte und Services überall und auf allen Geräten vergleichen und kaufen können. Die Botschaften müssen für die Zielgruppe relevant, konsistent personalisiert und nutzenorientiert sein. Und letztlich müssen sie jederzeit einfach abrufbar und genauso leicht wieder abbestellbar sein.

Smartphone in abgeschirmten Gebäuden und Kellern nicht immer online. Kunden sind erfahrungsgemäß sehr ungeduldig und nutzen solche Web-Apps eher selten auf Smartphones. Im Tablet-Bereich ist der Einsatz von Web-Apps aber durchaus sinnvoll, da Tablets sehr häufig in Gebäuden mit WLAN-Verbindung, insbesondere im Büro oder zuhause, genutzt werden.

Web-App als Allheilmittel?

Quick Responsive-Codes

Häufig wird die Web-App als Allheilmittel aus dem GeräteDschungel gepriesen und die Idee dahinter ist wirklich verlockend. Statt für jedes Smartphone-Betriebssystem eine eigene App zu entwickeln, ist hier lediglich eine Smartphone-optimierte Webseite zu erstellen, die in der Theorie auf allen Smartphones für Ihre Kunden nutzbar ist. Das Ganze hat nur leider mehrere Haken. Die Browser zur Anzeige von Internetseiten auf Smartphones sind noch weniger standardisiert als auf dem PC, das heißt, die mobile Webseite wird doch wieder auf jedem Endgerät etwas anders dargestellt. Der größte Nachteil ist jedoch, dass die Web-App immer eine Internetverbindung voraussetzt. Das Handynetz ist heute noch immer nicht flächendeckend breitbandig verfügbar, und selbst in Gebieten mit Mobilfunkversorgung ist ein

Dagegen ist die Nutzung von QR-Codes mit einem Smartphone einfach und komfortabel. Ein QR-Code ist nichts anderes als verschlüsselte Online-Adressen (URLs), hinter denen sich Webseiten, aber auch Daten wie Texte und Visitenkarten verbergen können. Der QR-Code stellt sie grafisch so dar, dass sie mithilfe einer Smartphone-App abfotografiert und entschlüsselt werden können. Leider ist der QR-Code in den meisten Fällen jedoch sinnlos und überflüssig. Viele Unternehmen wollen mit einem QR-Code modern wirken, bieten aber keinen echten Kundennutzen damit an. Häufiger als man denkt, führen QR-Codes immer noch zu Landingpages, die nicht für Smartphones optimiert sind; im schlimmsten Fall noch mit Flash-Inhalten, die nicht auf allen Smartphones abspielbar sind. Häufig sind sie zu klein oder auf

beweglichen Werbemitteln oder Fahrzeugen aufgebracht und damit schwer zu scannen. Eine Ausnahme sei an dieser Stelle genannt. Zur Einführung des neuen Volkswagen „up!“-Viertürers hat VW QR-Codes auf Fahrzeugen sehr intelligent eingesetzt. Vier Tage vor der offiziellen Präsentation des Autos fuhren einige Exemplare durch deutsche Großstädte. Diese Fahrzeuge waren weiß und großflächig mit einem QR-Code bedruckt. Dieser konnte auch von fahrenden Fahrzeugen abgescannt werden. Smartphone-Nutzer, die den QR-Code eingelesen hatten, wurden auf eine Homepage mit weiteren Informationen und Videos zum neuen Volkswagen geleitet. QR-Codes können durchaus zu intelligenten Landingpages verweisen, wenn diese relevante Zusatzinformationen und damit einen Mehrwert für Kunden enthalten. Hofer hat dafür den „Fleisch Scout“ ins Leben gerufen. Auf den Paketen ausgewählter Frischfleischprodukte befindet sich jetzt ein QRCode; wer sein Smartphone zückt und den Code damit „knackt“, findet umfassende Informationen zu Herstellung und Herkunft sowie eine detaillierte Regionsbeschreibung, Rezepte und Tipps zur Zubereitung. Auch Bezahlen mit QR-Codes ist indirekt möglich. Starbucks in den USA hat über QR-Codes eine Bezahlfunkton in deren App mit eingebaut. Die Kunden benötigen


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Freitag, 17. Jänner 2014

medianet – 5

© Panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd.

feature@medianet.at

Werbung Vorbild Amazon Immer mehr Smartphone-Nutzer wollen sich nicht nur mobil über Produkte informieren, sondern diese auch gleich bestellen. Mobile Commerce steht kurz vor dem Durchbruch, obwohl es viele Unternehmen ihren Kunden schwer machen, bei ihnen zu bestellen. Das fängt an bei Shopseiten, die nicht für Mobilgeräte optimiert sind, und hört auf bei unverständlichen Checkout-Prozessen, bei denen es regelmäßig zu hohen Abbruchraten kommt. Amazon macht vor, wie es richtig geht. Der Kunde hat bei Amazon ein Kundenkonto, auf das er sowohl über seinen PC, sein Tablet, als auch über sein Smartphone zugreifen kann. Egal welches Device der Kunde gerade bedient, er hat immer Zugriff auf seine komplette

Bestellhistorie, seinen Merkzettel und die sehr intelligent gemachten Empfehlungen von Artikeln mit einfachstem Checkout. Amazon pflegt diese Informationen nur an einer Stelle in einer

th or ste n j e ke l Speaker und Buchautor www.jekelpartner.de

© Thorsten Jekel

lediglich die Starbucks-App auf ihrem Smartphone. Diese erzeugt beim Bestellen einen QR-Code, welcher für das persönliche Kundenkonto steht. Ein Scanner an der Kasse erfasst den Code und bucht den Betrag direkt von der Kreditkarte oder dem Paypal-Konto ab. An diesem Beispiel sieht man, dass QR-Codes auch andersherum funktionieren können, man lässt den Kunden einen QR-Code generieren und kann diesen dann mit den eigenen Systemen einlesen und weiterbearbeiten.

Viele Unter­ nehmen wollen mit einem QRCode modern wirken, bieten aber keinen echten Kundennutzen damit an.“

zentralen Datenbank; ein wichtiges Grundprinzip, das Sie von Amazon lernen können, ist datenbankgestützer Mobile Commerce mit endgeräteoptimierter Darstellung. Ein kleiner Hinweis am Rand: Circa 80% aller Kunden im Internet scrollen nicht. Daher sollten Sie auch bei einer normalen Webseite darauf achten, dass die wichtigsten Informationen bereits ohne Scrollen für Ihre Kunden erkennbar sind. Mobile Commerce-Apps können auch mit QR-Codes kombiniert werden. So kann durch das Scannen eines QR-Codes direkt in den Online-Shop Ihres Unternehmens verwiesen werden und zwar direkt auf das gewünschte Produkt. Das macht es Ihrem Kunden leicht, die für ihn in diesem Moment relevanten Produkte und Dienstleistungen zu finden. Auch innerhalb einer Mobile Commerce-Seite oder App ist die Qualität der Suchfunktion entscheidend für den ersten Eindruck Ihres Kunden. Wenn er nicht schnell und einfach findet, wonach er sucht, verlieren Sie ihn genauso schnell, wie Sie ihn gewonnen haben.

Schnäppchenjagd Die Grundidee von Mobile Couponing ist einfach, aber wirkungsvoll. Kunden wollen Schnäppchen machen und diese finden, wenn sie diese brauchen. Unternehmen wol-

len Neukunden gewinnen, die später wiederkommen und dann auch Umsätze zu normalen Konditionen tätigen. Studien aus den USA zeigen, dass ca. ein Fünftel der Kunden später zu regulären Preisen Umsätze bei den angeschlossenen Unternehmen tätigt. Diese Quote kann jedoch gesteigert werden, wenn die über die Gutscheine generierten Adressdaten im Nachgang wirklich effektiv für Direktmarketing genutzt werden. Die größte technische Hürde besteht auf Unternehmensseite darin, das Mobile Couponing in das bestehende Kassensystem einzugliedern; leider nutzen heute nicht alle Unternehmen diese Möglichkeit konsequent genug. Der größte Vorteil der elektronischen Rabattmarke für den Kunden ist, dass er sein Rabattmarkenheft bzw. seine Kundenkarte immer dabei hat. Mit der Passbook-App geht Apple sogar noch einen Schritt weiter: Statt für jeden Anbieter eine eigene Coupon-App zu benötigen, kann der Kunde seine Coupons in einer App ablegen. Immer mehr Anbieter stellen ihre Systeme auf Passbook um. Somit muss der Kunde keine Kundenkarten mehr mit sich herumschleppen und benötigt auch nicht mehr 20 Apps für seine Coupons, sondern hat diese in einer App im Überblick. Für Sie als Unternehmen hat das den Vorteil, dass Sie elektronische Coupons anbieten können, ohne dafür eine

eigene App programmieren zu müssen. Das gilt natürlich auch, wenn Sie Ihre Coupons bei einem der Schnäppchenanbieter wie Groupon oder Coupies einstellen. Besonders attraktiv werden elektronische Coupons, wenn sie zeitlich und örtlich fokussiert eingesetzt werden. So können Sie als Unternehmen morgens einen Frühstückscoupon und abends einen Abendessencoupon anbieten und das genau den Kunden, die auf dem Smartphone gerade in der Nähe etwas zu essen suchen. Kentucky Fried Chicken und McDonald’s sind hier Vorreiter; beide Unternehmen bieten ihre Coupons auf mehreren Kanälen parallel an. Wie beim Mobile Commerce gilt auch hier: Der Kunde möchte mobile Coupons auf all seinen Systeme bei Bedarf im Zugriff haben. McDonald’s bietet die Coupons beispielsweise in Papierform als Tablettunterlage oder Flyer an, auf der Internetseite des Unternehmens können sie heruntergeladen werden und last but not least gibts die Schnäppchen auch per Smartphone-App. Es braucht im Durchschnitt ungefähr sieben Impulse, bis ein Kunde bei Ihnen kauft. Daher macht es Sinn, Ihre Werbebotschaften auf verschiedene Kanäle zu verteilen, die Ihre Zielgruppe nutzt. Wichtig dabei ist jedoch ein komplett individualisierter und personalisierter Dialog entlang des gesamten Kundenlebenszyklus.


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6 – medianet

Freitag, 17. Jänner 2014

Telekom-Regulator Ende Jänner läuft die Funktionsperiode von RTR-Chef Georg Serentschy nach 12 Jahren aus – Johannes Gungl übernimmt

Serentschy wird jetzt Consulter

© Christof Wagner/RTR

„Serentschy Advisory Services GmbH“ seit Dienstag im Firmenbuch für Wien eingetragen.

Der langjährige RTR-Chef ist demnächst selbstständiger Unternehmensberater.

Wien. Georg Serentschy, Chef der Rundfunk-und Telekomregulierungsbehörde RTR, wird nach Ablauf seiner Funktionsperiode Ende Jänner im Feld der Unternehmensberatung tätig. „Ich werde Unternehmen im Ausland beraten, der Telekommunikationsbereich wird ein Teil davon sein, aber nicht nur“, sagte Serentschy bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Um über konkrete Pläne seiner beruflichen Zukunft zu sprechen, sei es noch zu früh. Serentschy hat am vergangenen Dienstag die „Serentschy Advisory Services GmbH“ ins Wiener Firmenbuch eintragen lassen. In Österreich

darf Serentschy innerhalb der nächsten sechs Monate keine Tätigkeit in der von ihm zuvor kontrollierten Branche übernehmen.

„Nicht zum Freunde machen“ Mit dem Job bei der RTR könne man sich keine Freunde machen. „Jedoch Respekt und Anerkennung erlangen, wenn man ihn gut macht“, resümierte Serentschy. Ob ihm das gelungen sei, müssten andere beurteilen. Als eine der wesentlichsten Entwicklungen der letzten Jahre sieht Serentschy die Verschiebung der Regulierung von einem nationalen Thema hin

unter anderem Telekom Austria, T-Mobile und IT-Unternehmen wie HP oder Microsoft gehören, stellte am Donnerstag in einer Aussendung „vier Erfolgkriterien“ vor: Kürzere Verfahren vor der Telekom-Control- Kommission, gemeinsamer Regulator für Energie, Medien, Telekomkommunikation und Bahn, Gewaltentrennung in der Regulierung und eine Stimulierung für Investitionen. Serentschy hatte zuletzt das Megaprojekt LTE-Frequenzauktion („Digitale Dividende“) betreut, die wegen immens hoher Kosten von den Mobilfunkanbietern kritisiert worden war. Er hatte eine Nachverhandlung der Auktion ausgeschlossen. Wenn sich Unternehmen einen Rabatt heraushandeln wollten, sollten sie sich an die Republik, die Regierung, wenden, aber nicht an die Telekom-Regulierungsbehörde RTR, wurde Serentschy zitiert. (APA/red)

zu einem europäischen. In diesem Zusammenhang müsste es gelingen, in den nächsten Jahren einen EU-Binnenmarkt für elektronische Kommunikationsdienste zu schaffen. Serentschy war zwölf Jahre lang bei der RTR tätig, sein Nachfolger mit 1. Februar wird Johannes Gungl, studierter Jurist und zuletzt selbstständiger Unternehmensberater. Davor leitete er fünf Jahre die Rechts- und Personalabteilung von Orange Österreich. Wünsche an den neuen RTRChef kommen bereits von der „Internetoffensive Österreich“. Die Interessensvertretung, zu der

Eurostat Teuerung

Inflation sinkt Brüssel/Luxemburg. Österreich hat im Dezember gemeinsam mit Estland und Großbritannien die höchste Teuerung in der EU verzeichnet. In allen drei Ländern lag die jährliche Teuerung bei 2,0%, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. In der Eurozone sank die Inflation im Dezember auf 0,8% gegenüber 0,9% im November. In der EU blieb die Rate unverändert bei 1,0%. Aus Österreich lagen nur vorläufige Daten vor. Einen Preisrückgang verzeichneten im Dezember Griechenland (-1,8%), Zypern (-1,3%), Bulgarien (-0,9%) und Lettland (-0,4%). Die niedrigsten Durchschnittswerte über zwölf Monate verzeichneten 2013 Griechenland (-0,9%), Lettland (0,0%) sowie Bulgarien, Zypern, Portugal und Schweden (jeweils 0,4%), die höchsten Durchschnittswerte hatten Estland und Rumänien (je 3,2%) sowie die Niederlande und Großbritannien (je 2,6%). Die Inflationsrate nach österreichischer Berechnung (VPI) lag 2013 mit 2,0% unter den Werten von 2012 (2,4%) und 2011 (3,3%) und genau im Schnitt der zehn Jahre davor (2001 bis 2010). Wichtigster Preistreiber waren die Ausgaben für Wohnung, Wasser und Energie, die um 2,3% zulegten; Nahrungsmittel verteuerten sich sogar um 3,9% und Auswärts essen wurde um 3,6% teurer. Preisdämpfend wirkten vor allem die Treibstoffe, die – bei starken Schwankungen – im Schnitt um 3,8% billiger ­wurden.  (APA/red)

ERFOLGREICHE B2BKOMMUNIKATION IST MANCHMAL EIN SCHMUTZIGES GESCHÄFT Geschäftsführender Gesellschafter

Wissen, Begeisterung und Komplettservice sind für uns die Basis herausragender B2B-Kommunikation. Um alles über Ihre Marke zu erfahren, gehen wir tief rein: in Ihre Produktion, in Ihre Reinräume und Labore oder auf Ihre Teststrecke und in Ihren Windkanal. So wird Komplexes einfach. So wird ein Versprechen für die Zielgruppe relevant. So wird B2B-Kommunikation überraschend und aufmerksamkeitsstark. Das alles macht uns zu dem, was wir für unsere Kunden sind: Die treibende Kra der B2B-Kommunikation. SPS MARKETI N G GmbH | B 2 Businessclass | Linz, Stuttgart | agency@sps-marketing.com | www.sps-marketing.com | www.e3network.com

© APA/Herbert Pfarrhofer

Gerhard Preslmayer

Statistik-Austria-General Konrad Pesendorfer beim gestrigen Pressegespräch.


„JEDER JUGENDLICHE HAT TALENTE, FÄHIGKEITEN UND STÄRKEN.“ Der Talente Check an der Schule umfasst sprachliche, rechnerische, räumliche, kreative, praktische und sozialemotionale Begabung. Die Potenzialanalyse am WIFI-BIZ umfasst Tests der Reaktion und Konzentration, des handwerklichen Geschicks, des technischen Verständnisses sowie Interessensund Neigungstests. Individuelle Beratung der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Eltern durch erfahrene Psychologinnen bzw. Psychologen an der Schule oder im WIFI-Berufsinformationszentrum.


th e opi n i on

8 – medianet

Trostlos 2013 brachte uns die zweithöchste Arbeitslosigkeit seit 1945: Das Arbeitsmarktservice geht davon aus, dass die Arbeitslosigkeit erst frühestens Ende 2015 aufhört zu steigen – und rechnet Ende Jänner mit 450.000 Arbeitslosen. Auch Österreichs Wirtschaft wächst: Wifo und IHS prognostizieren für 2014 immerhin 1,7 Prozent BIP-Plus, für 2015 hält das IHS eine Beschleunigung auf 2,0 Prozent für möglich. Unter einem Wachstum von etwa 2,5 bis drei Prozent jedoch – da sind sich die Experten weitgehend einig – wird sich an den Arbeitslosenzahlen trostloserweise nicht viel ändern. Und drei Prozent, ließ WifoChef Karl Aiginger kürzlich in der Pres­ se ausrichten, würden hochentwickelte Volkswirtschaften wie Österreich unter Umständen gar nicht mehr erreichen. Was tun? Eine Zeitlang versuchte man – siehe Deutschland in den 1970erJahren –, Arbeitslosigkeit dadurch zu bekämpfen, dass man das Potenzial an Arbeitskräften durch eine Verlängerung der Schulzeit verringerte ... Diesbezüglich könnte man die noch etwas unausgegorene Ausbildungsgarantie für jun-

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Ihr Rattenfänger, kommet Die Wirtschaft wächst wieder, das Heer der Arbeitslosen auch … Mangelt es der „industriellen Reservearmee“ an Flexibilität? Manche Nischen bieten noch Perspektiven. sabine bretschneider

ge Menschen bis 18 auch so verstehen, dass damit deren Eintritt auf den ohnehin überlasteten Arbeitsmarkt hinausgezögert wird. Die geplante Anhebung der Familienbeihilfe wird demzufolge den Eltern das weitere Verbleiben der derzeitigen Nesthockergeneration in den eigenen vier Wänden versüßen.

„Industrielle Reservearmee“ nannten die Marxisten die Arbeitslosen, eine dem Kapitalismus innewohnende, systemimmanente „Überschussbevölkerung“, die jederzeit in den Einsatz beordert werden könne – wobei diese Ideologie wohl in der Ursachenforschung brillierte, in Sachen Problemlösung-

kompetenz allerdings, dies ist bekannt, nichts Handfestes – und auch nichts Sinnstiftendes – anzubieten hatte. Einen Tipp haben wir nichtsdestotrotz noch im Angebot: Die Stadt Hameln, dies wurde gestern bekannt, sucht Rattenfänger. Von fünf Darstellern der Sagenfigur, die zusammen pro Jahr auf mehr als 600 Einsätze kommen, hätten zwei ihren Federhut an den Nagel gehängt, zitiert die APA Hamelns Tourismus-Chef Harald Wanger. Die Rattenfänger sollen Gäste begrüßen, Stadtführungen leiten oder bei Veranstaltungen „eine gute Figur machen“. Erfahrung in der Ungeziefervernichtung steht nicht im Anforderungsprofil, vielmehr brauche man „schauspielerisches Talent“ und Kenntnisse im Flötenspielen. Interesse? Zuschriften an touristinfo@hameln.de

Gastkommentar Inhalt oder Name? Produkt oder Marke?

Der Ruf des Kuckucks und der Ruf der Marke

zitat des ta ge s David Ogilvy britischer Werbetexter

Im April des Vorjahres erschien in England das Buch ‚The Cuckoo‘s Calling‘ (Der Ruf des Kuckucks) des Autors Robert Galbraith. Das Buch bekam durchwegs gute Kritiken und verkaufte in den ersten drei Monaten 1.500 gedruckte und 7.000 elektronische Exemplare. Gar nicht schlecht für ein Erstlingswerk.

„The best ideas come as ­jokes. Make your ­thinking as ­funny as ­possible.“ w w w.zitate . at

© K. Keinrath

An d reas Greilhu b e r , LT. Global Business Se r v i c e s , IB M Österreich. s . 4 2

Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at

Abo, Zustellungs- und Adress­änderungswünsche:

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hinterlassen will. Dies

Die Macht der Marke nie vergessen Es ist sicher wichtig und richtig, ein gutes Produkt zu haben. Nur: Es reicht heute nicht mehr. Wenn Sie wirklich erfolgreich werden wollen, sollten Sie vor allem zuerst an das Thema Marke denken. Speziell sollten Sie sich fragen, mit welcher ersten Idee sie welchen Markt erobern und dominieren wollen. Erst dann sollten Sie das dazu passende Produkt entwickeln. Also zuerst Marken-, erst dann Produktdenken. © Brandtner

© IBM/Mike Ranz

„Rund zwei Drittel der Unterneh­ men haben derzeit nur eine begrenzte oder über­ haupt noch keine digitale ­Strategie.“

Medieninhaber: „medianet“ Verlag AG 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at

Als aber am 14. Juli 2013 durchsickerte, dass sich hinter dem Autornamen Robert Galbraith Joanne K. Rowling – die mit ihren Harry Potter-Büchern reich und berühmt wurde – verberge, stieg das Buch bei Amazon bei den Romanen von Platz 4.709 direkt auf Platz 1 auf. In wenigen Monaten wurden dann über eine Million Exemplare verkauft. Allein die Erstauflage der deutschen Übersetzung soll 200.000 Stück betragen. Was ist also wichtiger? Der Inhalt des Buchs oder der Name des Autors? Das Produkt „Nur besser und oder die Marke? Während viele Unternehmen immer noch hauptsächlich damit beschäftigt sind, bessere Produkte schneller hilft weals der Mitbewerb herzustellen, konzentrieren sich die wirklich erfolgreichen Unternehmen auf den Aufbau nig, wenn man einen starker Marken. Aber wie? Dabei kann man jede Menge von Reinhold Messner lernen.

Sir Edmund Hillary war der erste Mensch, der 1953 erkannte auch Reinhold den Mount Everest bezwang. Seitdem haben viele Menschen den Gipfel dieses Berges erklommen. Die meisten Messner ganz klar.“ davon waren sicher besser ausgerüstet als Hillary und wahrscheinlich auch schneller am Gipfel. Nur besser und markenstratege schneller hilft wenig, wenn man einen bleibenden EinMichael Brandtner druck hinterlassen will. Dies erkannte auch Reinhold Messner ganz klar. So war er auch kein weiterer Bergsteiger, der schneller und besser den Mount Everest bezwang. Er war der Erste ohne künstlichen Sauerstoff. So schuf er sich eine eigene Original-Position in den Köpfen der Kunden und baute eine starke BergsteigerMarke.

Peter Brezinsch e k , Lt. Raiffeisen Res e a r c h , RB I, s. 30

IMPRESSUM

abo@medianet.at

bleibenden Eindruck

„2014 steht in Europa, aber auch global gese­ hen, ganz im Zeichen der Konjunktur­ erholung.“

mail to s.bretschneider @medianet.at

Produkt versus Marke

Hillary versus Messner heute im business weekend

Freitag, 17. Jänner 2014

Markenstratege Michael B ­ randtner ist Spezialist für strategische Marken- und Unternehmens­ positionierung, Associate of Ries & Ries und Autor des Buchs „Brandtner on Branding“; www.brandtneronbranding.com Die abgedruckten Gastkommen­ tare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

medianet prime news (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Chef vom Dienst: Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/ Medien) Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Daniela Prugger (dp – DW 2228) medianet specials (specials@medianet.at) Redaktionelle Leitung: Britta Biron (bb – 2226) medianet financenet & real:estate (financenet@medianet.at) Chefredakteur: Gerald Stefan (gst) medianet advisory (advisory@medianet.at) Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Chris Haderer (hc) medianet destination (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) medianet careernetwork (careernet@medianet.at) Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj) Lektorat: ­ Christoph Strolz Grafik/­Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate ­Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­Jonke Anzeigen­produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell­ service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­ center-wien@redmail.at“ E ­ rscheinungsweise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr) Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr); 229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­ zeitraums bei 6-wöchi­ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­ gemeinen Geschäftsbedingungen; Ge­ richts­stand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 MedienG: http://www.medianet.at/footermenu/ mediadaten-impressum/

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medianet

inside your business. today.

freitag, 17. jänner 2014 – 9

Out of home

Digital

PKP BBDO bei der Rolling Board Creative Trophy siegreich 

Seite 11

© ovos

© Gewista/PKP BBDO

marketing & media Agentur ovos entwickelte App für das Lebensministerium 

Austausch Seite 13

Kraftkinz lud zum geselligen Neujahrscocktail  Seite 14 © Kraftkinz/Pepo Schuster

„2014 wird Wendepunkt im nonlinearen TV sein“

© Fessler Werbeagentur

short

Jörg Fessler trennte sich von seinem langjährigen Partner Thomas Schmidbauer und startet nun mit Fessler Werbeagentur durch. medianet erzählt er seine Visionen zu einem sich verändernden Markt und fordert mehr Vernetzung von Markenführern und Onlinern.  Seite 12

© FHWien/Philipp Tomsich

Bewegtbild Einen Anstieg der Buchungen im zweistelligen Prozentbereich erwartet IP Österreich-GF Walter Zinggl für 2014 im nonlinearen TV. Zudem spricht er nach seinem ersten Jahr Privat-TV über erledigte Hausauf­gaben, erfüllte Budgets und kritisiert die heimische Medienpolitik scharf.  Seite 10

© IP Österreich

© Christian Bruna

Daniela Süssenbacher leitet künftig den Bachelor-Studiengang „Journalismus & Medienmanagement“ an der FH Wien. Die Bildungseinrichtung erhält auch an anderer Stelle eine neue Führung: Peter Dietrich leitet den Masterstudiengang „Kommunikationsmanagement“.  Seite 12

Oliver Voigt, ÖsterreichGeschäftsführer, nimmt die erstinstanzliche Niederlage gegen den Presserat gelassen hin. Man werde die Entscheidung des Gerichts überdenken und gegebenenfalls weitere Schritte setzen. Seine Kritik am Presserat bekräftigte der Verlagsmanager erneut.  Seite 13

Personalia Soll gemeinsame Frauentitel vorantreiben

Moser & Styria holen Uschi Fellner

DDB Tribal Wien mit Spot für TMobile Austria nun auch beim Mobius Award erfolgreich.

© APA/Georg Hochmuth

© DDB Tribal

medianet tv heute

Uschi Fellner ist künftig neue Heraus­ geberin der „Bundesländerinnen“.

Wien. Woman-Gründerin Uschi Fellner wird Herausgeberin der Frauenmagazine von Moser Holding und Styria. Die als „Bundesländerinnen“ zusammengefasste Magazinflotte wird künftig neben Titeln wie Oberösterreicherin oder Tirolerin auch Wien live sowie die ab Februar neu erscheinenden Magazine Die Niederösterreicherin und Die Burgenländerin umfassen. Moser Holding-Vorstandsvorsitzender Hermann Petz ortet bei den Frauenmagazinen „großes Potenzial“, weshalb man sich nun „das Know-how einer österreichischen Magazinpionierin und Insiderin“ gesichert habe.  (APA)

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10 – medianet

Freitag, 17. Jänner 2014

Im Interview IP Österreich-GF Walter Zinggl über Trends, Quoteneinbrüche, Hausaufgaben und die ORF-TVthek

Seiteneinwurf

„Die Welt ist nicht schöner, aber bewegter geworden“

Marken„Journalisten“

Reger Zuspruch in der Vermarktung bewegter Bilder; hohe Zuwächse im nonlinearen TV erwartet. Jürgen Hofer

S

o, so: Adidas vertraut den klassischen Kommunikationskanälen nicht mehr und scheint lieber auf ganz sicher gehen zu wollen, denn: „Bei Adidas wird es künftig Marken-Journalisten geben. Wir richten an verschiedenen Standorten in der Welt regelrechte Newsrooms ein“, so Noch-Markenvorstand Erich Stamminger in der aktuellen Wirtschaftswoche. Die Idee dahinter: Diese „Marken-Journalisten“ sollen Konsumenten mit aktuellen „Botschaften“ der eigenen Marke versorgen; News zu den eigenen Werbestars, Events oder Produkten inklusive. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Adidas baut über die bisherige Kommunikationspräsenz neue Kanäle (Medien?) auf, in der Hoffnung, Konsumenten dorthin locken zu können, oder sie versuchen, ihre „Botschaften“ in diversen Medien unterzubringen. Ersteres sei ihnen unbenommen; das Zweitere gäbe es eigentlich schon, nur heißt es „Werbung“ und sollte als solche auch sichtbar sein, denn es gibt nichts Aufdringlicheres und Kundenunfreundlicheres, als PR-Geschwafel, am besten geschrieben von eigenen „Marken-Journalisten“, getarnt als Produktinformation. Diese wird schnell enttarnt und von den Kunden hoffentlich als solche erkannt und auch nicht angenommen.

Wien. Seit Jänner 2013 führt Walter Zinggl, ehem. Maxus-GF und ORF Enterprise CEO, die IP Österreich – wo wie heute bekannt wurde Simone Ratasich, zuletzt ATV-Verkauf, Kundenberatung und Disposition, die Verkaufsleitung als Nachfolge von Florian Skala übernimmt. Mit medianet sprach er über sein erstes Jahr im Privat-TV. medianet: Wie gestaltete sich Ihr erstes Jahr in der Vermarktung der RTL-Gruppe in Österreich und mit welcher Prognose gehen Sie in das Jahr 2014? Walter Zinggl: Was wir am Markt erkennen: Es existiert kein Crashszenario. Die meisten unserer Kunden sprechen von gleichbleibenden bis tendenziell steigenden Budgets. Und: Wir sehen eine bedeutende Anzahl von Kunden, die die Unterscheidung von linearem und nonlinearem TV aufhebt. Hierbei merken wir eine Veränderung, nämlich dahingehend, dass im nonlinearen Bereich bewusst und bevorzugt im Umfeld von originärem Fernsehcontent gebucht wird. Das ist für uns angenehm, weil wir genau das bieten. Den Anstieg der Buchungen im nonlinearen Umfeld wollen wir 2014 auch weiter beleben. Die Welt der Vermarkter ist also insgesamt nicht wesentlich schöner, aber sie ist ein wenig bewegter geworden.

„Rückwirkend betrachtet, werden wir in fünf Jahren sagen, dass 2014 ein Wendepunkt für nonlineares TV gewesen sein wird.“

tipp des tages

© C.H. Beck

Walter Zinggl …

Dr. Oetker und der Nationalismus Eines der erfolgreichsten deutschen Unternehmen gewährte einer Gruppe von Forschern Zutritt zu den Archiven der NS-Zeit, um seine Geschichte aufzuarbeiten. Die Ergebnisse der Recherche zeigen auf, dass Dr. Oetker eine enge Beziehung zur NS-Bewegung wahrte und das Familienunternehmen zu einem der ersten „nationalsozialistischen Betriebe“ wurde. Das Unternehmen spielte eine tragende Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung und konnte sein Überleben, dank Arisierung jüdischen Besitzes und Rüstungsboom, sichern. 29,95 €, C.H.Beck Verlag, ISBN-13: 978-3406645457.

medianet: Wie hoch ist der Anteil nonlinearer Buchungen am Gesamtumsatz der IP Österreich? Zinggl: Derzeit liegen wir noch bei unter 10% am Gesamtumsatz. Rückwirkend betrachtet, werden wir in fünf Jahren aber sagen, dass 2014 ein Wendepunkt für nonlineares TV gewesen sein wird. Ich gehe davon aus, dass dieses Geschäftsfeld in diesem Jahr eine signifikante Steigerung mit zweistelligen Prozentsatz erfahren wird. medianet: Woher kommen die Budgets für diesen Zuwachs – werden diese zusätzlich freigegeben oder von anderen Kanälen abgezogen? Zinggl: Bewegtbild an sich ist der Motor der Steigerungsraten im Onlinebereich. Nicht nur, weil Bewegtbild in der Rezeption der Konsumenten besser ankommt, sondern auch, weil der Preisverfall im Displaybereich um sich greift und die Kunden zum Bewegtbild drängen. medianet: In den letzten Jahren war immer zu hören, dass Gelder

© Xxxxxx Xxxxxxxx

dinko fejzuli

IP Österreich-Geschäftsführer Walter Zinggl blickt auf das Jahr 2014, in dem er sich starke Zuwächse im nonlinearen TV erwartet.

von Print zu TV und Bewegtbild abwandern. Wie bewerten Sie diese Einschätzung? Zinggl: Ich verhandle ja nicht das komplette österreichische TV und schon gar nicht Print; aber aus der Gesamtbetrachtung mit einem Werbemarkt, der im internationalen Vergleich zu viel in Print und zu wenig in TV steckt, kann das ja künftig nur weniger werden. Und: Kunden schalten ja nicht weniger in Print, weil Print zu viel am Werbekuchen nascht, sondern weil sie den Konsumenten und sein Verhalten studieren und diesem folgen. Fakt ist: Die Nutzung von Printmedien steigt nicht, daher steigt auch das Werbevolumen nicht. medianet: In Deutschland erlebte die RTL-Gruppe quotentechnisch kein einfaches Jahr 2013 – inwiefern hat sich das auf Österreich ausgewirkt? Zinggl: Für die ersten vier bis fünf Monate stimmt das – speziell bei den großen Sendern RTL und VOX – so, aber dann passierte, was auch zu erwarten war: Die Hausaufgaben wurden gemacht, und seit den neuen großen Showformaten geht es ungebrochen aufwärts. In Summe sind wir bei den Zusehermarktanteilen natürlich nicht bei den Werten von 2012, aber die Tendenz ist die richtige und das verfolgt und goutiert die Werbebranche... medianet: ...und mit welchen Auswirkungen auf Österreich? Zinggl: Wir haben natürlich letztes Jahr auf die Performancesituation reagiert und die Preise angepasst. Für 2014 starten wir sehr moderat im Preis, aber mit Prognosen, dass die Performance in Wahrheit etwas höher liegen wird als das, was wir eingepreist haben. Wenn die Steigerungen kommen, werden wir ab April die Werbesekunde – eventuell sogar TKP-neutral – anheben, sodass wir ein wenig mehr Geld verdienen, und es für die Agenturen auf TKP-Basis ein competitives Pricing gibt. Nichtsdestotrotz: Wir haben 2013 schlussendlich mehr Umsatz gemacht als 2012 und damit die internen Benchmarks übererfüllt.

medianet: Sie sprachen vom Trend nonlinearer Bewegtbildvermarktung; seit Herbst darf auch der ORF seine TVthek vermarkten – welche Auswirkungen hat ein neuer Mitbewerber auf das Geschäft der IP? Zinggl: Grundsätzlich ist die Zeit seit dem Start zu kurz, um das vernünftig einschätzen zu können – erstens; und zweitens ruinieren die Videos, die der ORF auf seiner Videothek aktuell vermarkten darf, unser Geschäft sicherlich nicht. Medienpolitisch ist die Situation natürlich anders: Als gelernter Österreicher mit einer gewissen Erfahrung und Innensicht dieses Mitbewerbers ist es problematisch, denn es ist ein weiterer Schritt in einer ‚bisschen Schwanger‘Lösung. Das ist so nicht befriedigend, denn so wird das duale System niemals funktionieren. De facto wird uns die derzeitige Regelung keinen Euro Umsatz kosten, aber die Frage ist, wie viel an Mehrumsätzen wir hätten, gäbe es diese Möglichkeit der Vermarktung für den öffentlich-rechtlichen nicht. Und die noch wesentlichere Frage lautet: Wann wird auch diese Regelung aufgeweicht werden?

„Die Videos, die der ORF auf seiner Videothek aktuell vermarkten darf, ruinieren unser Geschäft sicherlich nicht.“ … IP Österreich-GF

medianet: Sehen Sie hier die Medienpolitik in der Pflicht? Zinggl: Würden wir in einem Land leben, in dem Medienpolitik tatsächlich existiert, würde ich eine kleine Träne runterdrücken und hätte keine weiteren Schmerzen. Aber funktionierende Medienpolitik sehe ich – wie schon die letz-

ten 32 Jahre, die ich in diesem Geschäft bin – nicht. medianet: Bei Ihrem damaligen Antrittsinterview in medianet haben Sie von neuen Werbefenstern in der IP gesprochen – was tut sich in diesem Bereich? Zinggl: (lacht) Grundsätzlich tut sich bei uns immer etwas. Es ist kein Geheimnis, dass wir versuchen, mehr Zuseher in unsere Vermarktungsleistung hineinzunehmen. Das Thema ist aber, dass, wenn wir in Österreich einen Sender in die Vermarktung nehmen, wir nicht mit überschaubaren Kosten ein Werbefenster über die Kabelbetreiber einführen können, sondern dass jeder Satellitenplatz extra zu kaufen ist. Damit ist die Eintrittshürde finanziell sehr groß, und man braucht einen Sender mit Minimum 1,5% Marktanteil, sodass solch ein Unterfangen auch finanziell Hoffnung gibt. medianet: Der TV-Markt an sich unterliegt ständiger Fragmentierung, diese Herausforderung nennt auch RTL-Chefin Anke Schäferkordt immer wieder. Was bedeutet das in der Vermarktung? Zinggl: Die Auswahl an Sendern ist größer als vor 15 Jahren, dennoch vertrauen TV-Seher auf ein Relevance Set von knapp acht Sendern – und die von uns vermarkteten Sender sind hier zum Großteil vertreten. Insofern sehe ich dieser Entwicklung gelassen entgegen. medianet: Ein Plus an Sendern bedeutet aber auch eine geringere Eintrittsschwelle für kleine Kunden und damit mehr werbetreibende Kunden gesamt im TV – also eigentlich ein Vorteil in der Vermarktung? Zinggl: Ja, das ist sicher richtig. TV-Werbung ist leistbarer geworden. Was man aber additiv erwähnen muss, ist die fortschreitende Sophistizierung in der TV- und Marketing-Planung. Zielgruppen sind in der Planung kleinteiliger, die Spezialisierung der Angebotswelt schreitet voran und so kann Fernsehen eben unterschiedliche Zielgruppen mit geringeren absoluten Budgets bedienen.


a g e n tu r e n

Freitag, 17. Jänner 2014

medianet – 11

Gewista Mit der Idee „Fieberthermometer“ für Bayer gab es den dritten Sieg in Folge

Sieger: PKP BBDO PKP BBDO gewinnt zum dritten Mal die Rolling Board Creative Trophy.

Sieger-Fieberthermometer Zum 3. Mal konnte sich die Agentur PKP BBDO mit der Idee „Fieberthermometer“ für Bayer durchsetzen. „Die Rolling Board Creative Trophy“, so Gewista-CEO Karl Javurek, „ist als beliebter Kreativwettbewerb fixer Bestandteil der österreichischen Werbelandschaft und bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit für Agenturen, ihr Kreativpotenzial voll auszuschöpfen. Dies ist PKP BBDO für seinen Kunden Bayer Austria auf eindrucksvolle Art und Weise gelungen! Wir

gratulieren herzlich und freuen uns über dieses außerordentlich kreative Sujet.“ Birgit Heindl von Bayer Austria ist begeistert von der kreativen Leistung: „Die Wirkung von Aspirin+C wird am Rolling Board perfekt inszeniert und das Medium bestens genutzt.“ Am Rolling Board ist ein Wasserglas mit zwei Aspirin+C Tabletten zu sehen, der Trägerbalken stellt das Thermometer dar. Durch den Roll-Effekt sinkt der Inhalt des Wasserglases, die Tabletten lösen sich auf, und der Fieberstand am Thermometer sinkt. Jana David-Wiedemann von PKP BBDO freut sich über den

Preis: „Bereits zum dritten Mal konnten wir die Rolling Board Creative Trophy für uns entscheiden – mit einer Idee, die nicht nur durch Kreativität, sondern auch durch Relevanz besticht.“ Das Sujet ist ab dem 20. Jänner an ausgewählten Standorten zu sehen.  www.pkp-bbdo.at

Ein formatsprengender Werbeträger und eine zündende Idee brachten PKP BBDO den Sieg bei der Gewista Rolling Board Creative Trophy.

Credits: Agentur PKP BBDO Kunde Bayer Austria GesmbH Creative Director Erich Enzenberger Art Director Marlene Bacher Kundenberatung Jana David-Wiedemann, Katharina Juschitz, Noémie Wolf Copywriter Magdalena Wiszniewska Grafik Verena Ernhard

Nespresso Am City Light

© Gewista/Andreas Buchberger

Überschäumend

Formatsprengend: kreative Lowe GGKIdee, umgesetzt am Gewista City Light.

Wien. „All U need is Milk“, um vor Glück „überzuschäumen“. Nespresso weiß das und auch, wie man seine formschönen Produkte wie die neue Kaffeemaschine UMilk mit dem Milchschäumer Aeroccino für feinsten Milch- und Kaffeegenuss, im Zuge der aktuellen Kampagne mit einer von der Werbeagentur Lowe GGK kreierten City LightSonderwerbeform liniengetreu und im wahrsten Sinne des Wortes geschmackvoll in Szene setzt. Denn außergewöhnlich wie das Produkt selbst ist die von Lowe GGK für Nespresso kreierte Out of Home-Sonderwerbeform an freistehenden City Lights in ganz Österreich. Das City Light ist zur Gänze mit einer Elon-Folie versehen, die animiert ist und selbst Licht generiert. Durch die Elektrolumineszenz-Technik erleuchtet das Sujet von oben nach unten und lässt aus dem formatsprengenden Aeroccino-Milchschäumer Milch in ein Latte Macchiato-Glas fließen, welches am unteren Ende des Sujets auch die UMilk-Kaffeemaschine hell erleuchten lässt. „Das City Light für unseren Kunden Nespresso ist ein perfektes kreatives Zusammenspiel von Produkt, Idee und Technologie“, so Rudi Kobza, Lowe GGK. „Nespresso“, so Andrea Groh, Director of Sales Gewista, „zeigt durch die Nutzung einer lumineszierenden Elon-Folie, welch vielfältige Möglichkeiten das Medium City Light bietet. Vor allem in der ‚dunklen‘ Jahreszeit kommt das Medium besonders lang und effektiv zur Geltung.“

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© Gewista/PKP BBDO

Wien. Im Zuge der Gewista Rolling Board Creative Trophy 2013 wurden zum 8. Mal die besten Rolling Board-Ideen gekürt. Es gab 78 Einreichungen, und der Sieger darf sich über ein Preisgeld im Wert von 70.000 € freuen, der Gewinn dient dabei der Realisierung und Montage des Sujets.


M a r k e ti n g & M e d i en

12 – medianet

Neue Wege Jörg Fessler künftig ohne alten Partner Schmidbauer, dafür mit klaren Visionen und neuem Standort

short

Fessler mit neuem Spirit & Freunden in die Zukunft

Reckitt Benckiser auch weiterhin mit Initiative Wien. Reckitt Benckiser, eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Gesundheit, Hygiene und Haushalt, wird auch in Zukunft in Deutschland, Österreich und Schweiz mit der Media-Agentur „Initiative“ zusammenarbeiten. Im Rahmen des Ende letzten Jahres ausgeschriebenen, weltweiten Media-Etats des Konsumgüter-Herstellers konnten diese Länder von dem Netzwerk erfolgreich verteidigt werden.

Klare Fokussierung auf Anforderungen des Markts; Vernetzung von Marken und Onlinern gefragt. strategische Markenentwicklung und Packagingdesign forcieren, da hier von der Agentur bzw. dem Designerteam in Summe in den letzten 20 Jahren eine umfassende Referenzliste an über 100 Top-Marken aufgebaut wurde – von A wie Alpquell bis Z wie Zwettler finden sich hier unter anderem über 1.500 umgesetzte Packungsdesigns. Dabei legt Fessler großen Wert darauf, eigentümergeführte Beratung anzubieten: „Ich bin bei jedem Kundenberatungstermin persönlich dabei.“ Und: Er möchte seine Kunden „in- und auswendig“ kennen; so sei Fessler zum Beispiel beim Kunden Hartl Haus, den er seit zwölf Jahren betreut, immer direkt involviert, wohnt internen Schulungen bei oder diskutiert eng mit allen Abteilungsleitern. „Nur so lebst du die Marke, nur so kannst du sie spüren – und schlussendlich auch gewinnbringend beraten.“

Wien. Seit Jahreswechsel ist die Agentur Fessler-Schmidbauer Geschichte: Nach sechs gemeinsamen Jahren trennten sich die Wege der gleichnamigen Agenturgeschäftsführer Jörg Fessler und Thomas Schmidbauer. Schmidbauer startet mit seiner neuen Agentur donnerwetterblitz durch, Fessler betreibt das Werbegeschäft mit seiner neuen Fessler Werbeagentur. Mit ihm sprach medianet nicht nur über die Gründe der separaten Wege, sondern vielmehr über Zukunftspläne der neuen Agentur, intensivierte Partnerschaften und Herausforderungen, die die Branche mit sich bringt. „Menschen entwickeln sich unterschiedlich, haben verschiedene Perspektiven. Wir gingen lieber in Freundschaft und jeder macht künftig sein Ding, bevor es nicht mehr funktioniert“, so Fessler, der das Kapitel damit sauber erledigt weiß und mit „voller Kraft, Dynamik und Visionen“ in die Zukunft startet. Mit ihm eigentümergeführt an der Spitze stehen ihm 3 Berater sowie 15 Kreative auf Freelancebasis zur Seite, zudem greift er auf eine von ihm aufgebaute Plattform an Partnern für sämtliche Spezialdisziplinen zu: Fessler & Freunde. „Mir war es wichtig, diesen Veränderungsprozess als Anlass zu nehmen, zu reflektieren, wo der Markt in diesem Umbruch der Kommunikationslandschaft steht und wie man sich als Agentur optimal aufstellt“, erläutert Fessler. In einer Zeit, in der Berater mit beinahe allumfassendem Know-how den Überblick bewahren müssten, sei es aber wichtig, auch die entsprechenden Spezialisten für Digital, Dialog, CRM und Design im

© RWB/DieFotografen

Das Team der RWB Austria mit der Trophäe für den Journalistenpreis.

Innsbruck. Erstmals wird in Österreich ein Journalistenpreis für die Berichterstattung zum Thema „Private Equity“ vergeben. Bis 28. Februar 2014 können journalistische Arbeiten eingereicht werden, die im Jahr 2013 in einem österreichischen Medium erschienen sind. Die Preisverleihung wird im Mai stattfinden. Vergeben wird der mit 5.000 € dotierte Award vom auf Private Equity spezialiserten Unternehmen RWB Austria. www.pe-journalistenpreis.com

DDB Tribal Wien siegt bei den Mobius Awards

© Fessler Werbeagentur

Jürgen Hofer

Journalistenpreis für Private Equity ausgelobt

Disziplinen vernetzen

Fessler-Schmidbauer ist Geschichte: Jörg Fessler nun mit gleichnamiger Agentur.

© DDB Tribal

Wohin sich die Beratung künftig hinentwickeln wird? Fessler sieht einen Trend im Bereich der Digitalisierung von CRM & Dialog: „Alles wendet sich hin zu Online, aber die Vernetzung zwischen Markenführern, Werbern und Onlinern passiert zu wenig stark.“ Maßnahmen im digitalen Bereich müssten insgesamt künftig noch viel stärker in ein stringentes Gesamtkommunikationskonzept eingebettet werden. „Onliner machen tolle Dinge, aber es gilt, öfters zu hinterfragen, inwiefern diese Aktivitäten relevant und nachhaltig in die Markenpositionierung einzahlen. Das ist eine Challenge, denn am Ende des Tages geht es immer noch um ein gemeinsames, stimmiges Markenbild.“

Kundenbetreuung Bezirksblätter Salzburg

Führung Kommunikationsstudien mit neuer Spitze

Salzburg. Die Bezirksblätter Salzburg setzen noch stärker auf intensive Kundenbetreuung. Für Gerald Reisecker, Key Account Manager und Prokurist, spielt der Kundenumgang eine wichtige Rolle: „Ich bin mit 95% meiner Kunden per Du, kenne die jeweiligen Problemstellungen, Besonderheiten und Sonderwünsche.“ Bei allen Kundenbelangen strategische Lösungen für beide Seiten im Auge zu behalten, ist für den Salzburger eine Selbstverständlichkeit. Seine Devi-

Wien. Studierende auf eine Branche vorzubereiten, die sich permanent neu erfindet – das wird künftig ihre Aufgabe sein: Daniela Süssenbacher wurde zur neuen Leiterin des Bachelor-Studiengangs „Journalismus & Medienmanagement“ an der FHWien ernannt, während Peter Dietrich nach langjähriger Lehrtätigkeit zum Master-Studiengangsleiter „Kommunikationsmanagement“ erkoren wurde. „Ich sehe die Weiterentwicklung als eine wichtige Aufgabe einer

se: „Respekt und Interesse am Kunden und am Kundenerfolg“. Michaela Stadler ist seit 2009 bei den Bezirksblättern Salzburg tätig und hat sich auf die Kundenbedürfnisse im Bereich Human Recources spezialisiert. Die direkten Gespräche mit dem Kunden würden dabei eine entscheidende Rolle spielen, „da wir die Herausforderungen unserer Kunden verstehen wollen und somit individuelle Lösungen anbieten können“, so die gebürtige Bayerin.  (dl)

FHWien: neue Studiengangsleiter Hochschule. Nur so ist es in der Zeit medialer Veränderung möglich, Studierende in ihren Kompetenzen zu stärken und sie fit für das Berufsleben zu machen“, ist die 40-jährige Süssenbacher überzeugt, die seit 2004 fester Bestandteil am Institut für Journalismus und Medienmanagement ist. Auch ihr Kollege Dietrich setzt auf Innovation: „Unser Studium soll Mut, Spaß, und Tatendrang im Umgang mit immer neuen Herausforderungen wecken.“  (dl)

© FHWien/Philipp Tomsich (2)

© Bezirksblätter/Ricardo Herrgott; Bezirksblätter

Überzeugte: Spot der DDB Tribal Wien für Kunden T-Mobile.

nen Kundenstamm, den er schon bei Fessler-Schmidbauer betreute und in die neue Agentur übernahm: Bäckerei Mann, Hartl Haus, Woerle, Benson&Hedges, Winston, Schär Glutenfrei, diverse Pharmakunden, die Wiener Wies´n und viele mehr. Das Angebot an die Kunden: strategische Markenführung und daraus abgeleitet relevante Maßnahmen auch abseits der „klassischen“ Kommunikationskanäle, um Marken optimal auszustatten, deren Zielgruppen zu erreichen und Kunden somit nachhaltig erfolgreicher zu machen. Weiters will Fessler den Bereich

engsten Umfeld zu haben. Seit der Neugründung sind diese nun gebündelt in Fessler & Freunde, manche von ihnen auch örtlich. „Ich hatte die Vision einer Bürogemeinschaft, um den Austausch anzuregen und sich inhaltlich gegenseitig zu befruchten.“ Zeitgleich wählte Fessler bewusst eine neue Location, platzierte sich mit Fessler Werbeagentur in der Zollergasse in Wien-Mariahilf: „Einer der pulsierendsten und anregendsten Gegenden Wiens, wo Kreativität an jeder Ecke sprießt und damit auch unserer Arbeit zuträglich ist.“ Diese fokussiert er nun auf je-

Nah dran in täglicher Betreuung

Wien. Die Agentur DDB Tribal Wien wurde bei den Mobius Awards für die Arbeit „Evolution“ für den Kunden T-Mobile mit Gold in der Kategorie „Television – Craft“ ausgezeichnet. Der TV-Spot lief 2013 auf allen relevanten Kanälen und wurde u.a. bereits bei den Epica Awards prämiert. Zusätzlich konnte die bereits in Cannes mit einem Silbernen Löwen ausgezeichnete McDonald’s-Kampagne „The Morning Is Hard Enough“ überzeugen. Für die Motive „Pullover“, „Tie“ und „Shoelaces“ gab es Silber in der Kategorie „Print – Food, Beverages“ und „Print – Craft“. Die Mobius Awards gelten als eine der ältesten und renommiertesten internationalen Werbepreise.  (red)

Freitag, 17. Jänner 2014

Michaela Stadler setzt sich für indi­ viduelle Lösungen ihrer Kunden ein.

Gerald Reisecker, Key Account und Prokurist der Bezirksblätter Salzburg.

Daniela Süssenbacher freut sich über ihren neuen Posten an der FHWien.

Peter Dietrich, neuer Leiter des MasterStudiengangs Kommunikation.


Freitag, 17. Jänner 2014

a ge n tu r e n & M e di en

medianet – 13

Nützliche Apps Im Web ist das Lernspiel playDanube rund ums Wasser schon längst etabliert – nun ist es auch mobil verfügbar

ovos mit Wasser-Handygame Wien. Im Web ist das Lernspiel playDanube schon seit einiger Zeit eine spannende Möglichkeit etabliert. Nun gibt es dieses Game zum Thema Wasser auch als kostenlose, mobile App für Apple und Android.

facts Die ovos GmbH entwickelt digitale Anwendungen für die spielerische Wissensvermittlung. Zu den Kunden zählen unter anderem das internationale Goethe Institut, Siemens, die Österreichische Nationalbank, die Westbahn und die Österreichische Post. Für das Physiklernspiel „Ludwig“, das es mittlerweile auch in einer chinesischen, japanischen und portugiesischen Version gibt, hat ovos zahlreiche Preise und Auszeichnungen bekommen – etwa den World Summit Award, den Award für das beste Serious Game 2012, den E-Virtuoses Award für das „Best Game in Training und Education“ oder den Gaming Award der futurezone.at. http://www.ovos.at

ovos, die Wiener Spezialisten für spielerische Wissensvermittlung, haben das „Wasser Quiz“ im Auftrag des Lebensministeriums entwickelt. Ab sofort ist die Erweiterung von playDanube als Wasser Quiz für Smartphones verfügbar. Das Wasser Quiz ist eine Kombination aus Wissensquiz und Geschicklichkeitsspiel. Die Spielerinnen und Spieler sammeln Punkte in drei Levels, indem sie einerseits Fragen zum Lebens- und Kulturraum Donau bzw. zum Wasser allgemein beantworten, andererseits Zusatzpunkte durch das Zerplatzen von Bubbles am Bildschirm sammeln. Am Spiel-

ende trägt man sich in eine Highscore-Liste ein. Damit kann man sich weltweit mit Mitspielerinnen und -spielern messen und wird dazu verleitet, immer wieder zu versuchen, der bzw. die Beste zu sein. Derzeit sind etwa 300 Fragen hinterlegt, die nach dem Zufallsprinzip angezeigt werden. In Zukunft werden die Apps auch verstärkt für die Aktivitäten genutzt, die das Lebensministerium im Rahmen der Plattform „Wasseraktiv“ setzt. Und es gibt auch die Möglichkeit, laufend neue Wasserthemen in den Fragenkatalog aufzunehmen. (cw) www.wasseraktiv.at

© ovos

Der Entwickler ovos kreierte eine nützliche App für das Lebensministerium.

Die gratis Wasser-App „Wasser Quiz“ gibt es im Apple iTunes- Store & bei Google Play.

Urteil Presserat-Debatte

Voigt gelassen

Wien. Österreich-Geschäftsführer Oliver Voigt hat die erstinstanzliche Niederlage des Mediums mit seiner Klage gegen den Presserat gelassen hingenommen. Man werde sich das Urteil genau ansehen und in Absprache mit den Anwälten die weitere Vorgehensweise bestimmen. „Wir wollen nicht unnötig Gerichtswege blockieren, aber jedenfalls unsere Meinung ans Licht bringen“, erklärte er der APA. Möglich sei demnach auch, dass man im weiteren Instanzenweg ein Rechtsgutachten des Rechtswissenschafters Friedrich Rüffler, das für ein zweites unabhängiges Verfahren gegen den Presserat vorgesehen ist, einbringen werde. Grundsätzlich gebe es aber „keine Eile“, man werde das Urteil „in Ruhe lesen und sinnstiftend darüber schlafen“. Zwar möchte man das Verfahren „natürlich gewinnen“, aber auch die Meinung „derer, die darüber entscheiden“, nach­ vollziehen. Nichtsdestotrotz bekräftigte Voigt seine Kritik am Presserat neuerlich, sowohl was die Freiwilligkeit hinsichtlich der Teilnahme am Rat betrifft, als auch dessen Beurteilungen, die „ummantelt als behördliche Anordnung“ daherkommen würden. „Wir werden, wenn wir der Meinung sind, dass wir überzeugende und gute Argumente haben, überlegen und abwägen, ob wir berufen oder nicht.“ Allein die Berichterstattung über die Causa habe jedenfalls einige Entscheidungsträger wachgerüttelt, wie er im Laufe der vergangenen Wochen aus persönlichen Gesprächen erfahren habe. „Das ist schon ein Erfolg“, so Voigt.  (APA)

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Oliver Voigt: „Wir werden erwägen, ob wir in Berufung gehen oder nicht.“

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Bi z-ta l k C LA S SI C

14 – medianet

Freitag, 17. Jänner 2014

eis-arbeiten!

© PID/Votava

meinungsträger

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Stadtrat Christian Oxonitsch und Michael Draxler (stadt wien marketing).

3

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1. Birgit Kraft-Kinz (Kraftkinz), Georg Kraft-Kinz (Raiffeisenbank NÖ-Wien); 2. Josef Scheidl (Goodmills Group), ­Martin Hammerschmid (EMC² Computer Systems Austria); 3. Sylvia Rotter (Wiener Kindertheater), Josef Mayerhofer (Mozart 100); 4. Michael Sauerzopf (Sauerzopf und Partner), Thomas Brey (Lustig & Brey GmbH).

ROC-Abend mit „Impulse für 2014“

Unter den Gästen: Ursula Puschmann (GL upconsult).

Cocktail 2014 Wirtschaftstalk Im Rahmen des ROC-Neujahrs Cocktails mit dem Thema „Impulse für 2014“ gab Georg Kraft-Kinz Gedanken und Erkenntnisse für das neue Jahr zum Besten. Die spannende Diskussion startete mit einem Impulsstatement von Georg Kraft-Kinz, dem Geschäftsführer Raiffeisenbank NÖ-Wien AG, während Krafkinz-GF Birgit Kraft-Kinz durch die folgende, gemeinschaftlich inspirierte Unterhaltung und den weiteren Abend führte. Gäste wie etwa Domenica Tscherne (CSRExpertin, Kraftkinz), Silvia Schöpf (UPC Customer Operations), Ursula Puschmann (GF, upconsult), Silvia Rotter (Gründerin, Wiener Kindertheater), Heinz Frühauf (GF AGES), Georg Semler (Vorstandsmitglied, Rudolfiner Verein) und andere diskutierten ausgelassen über Themen, die sie beschäftigen und die kommendes Jahr in Österreichs ­Wirtschaft eine wichtige Rolle spielen werden.  (cw)

Brücke über dem Traumpfad Verändert hat sich hingegen der Aufbau der Eislandschaft: Die beliebte Brücke über der Eisfläche führt heuer direkt über den Traumpfad und bietet Gelegenheit, dem bunten Treiben der Eisläufer von oben zuzusehen, entspannte Pausen einzulegen und das Ambiente zu genießen. „Der Eistraum verwandelt den Rathausplatz heuer in eine märchenhafte Eislandschaft von über 7.000 m�“, schildert Stadtrat Christian Oxonitsch. „Außerdem gibt es eine 450 m� große kostenlose AnfängerAm 23. Jänner 2014 wird im fläche, sechs Eisstockbahnen ­Fashion TV Café in der K ­ ärntner und einen 750 Laufmeter lanStraße 53 in 1010 Wien der gen Pfad quer durch den Südneue Shopping Guide – park des Wiener Rathauses“, ­inklusive Verleihung der Enjoy so Oxonitsch über das vielfälAwards 2014 – präsentiert. tige Angebot an die Eisläufer der Stadt. (dl)

medianet Branchenkalender Jänner 20.

21.

23.

23. 23.

Rutschfest 60 Firmen braucht es, um aus 600 m� Holz, 450 Tonnen Edelsplitt, an die 4.000 m� Holzpodest, 2 km Banden und 3,5 km Stromverkabelung den Wiener Eistraum am Rathausplatz aus dem Boden zu stampfen. Nach einer dreiwöchigen Aufbauphase wird die beliebte Eislandschaft kommende Woche, am 23. Jänner, um 19 Uhr bereits zum neunzehnten Mal eröffnet und lädt die Besucher anlässlich der Eröffnung bis 22 Uhr zum kostenlosen Eislaufen ein. Wie in den vergangenen Jahren können Gruppen aus allen Wiener Kindergärten, Horten und Schulen sogar bis zum Saisonende am 9. März an Schultagen ohne Voranmeldung gratis Schlittschuh laufen.

tipp des tages

präsentiert von

18 Uhr, Österreichisches Filminstitut (Wien); Anmeldung ­erforderlich unter  fritz.niemann@eu-xxl.at

„Medien und Veränderung – Wege aus dem Dilemma“ mit Hansjörg Schmid 18:30 Uhr, Presseclub Concordia (Wien)

29.

Ausstellungseröffnung: „Award for Creative Interior ­Design“ 19 Uhr, designforum Wien, quartier21/MQ

30.

Präsentation der „OMV-Studie: Monitor ­Wirtschaftsjournalismus“ 17:30 Uhr, Presseclub Concordia (Wien)

12.

„16. Radiopreis der Erwachsenenbildung“ 18:30 Uhr, RadioKulturhaus (Wien)

Ehrung „Journalist des Jahres“ 18:30 Uhr, Studio 44 (Wien); Einladung erforderlich

28.

Konferenz „Freedom of information under pressure“ (28.2.–1.3.) Wien

Februar

„Seien Sie nicht so negativ! Muss Journalismus ­konstruktiver werden?“ Diskussion u.a. mit dem ­dänischem Rundfunkchef Haagerup 19 Uhr, Presseclub Concordia (Wien)

Sabine Auer, Mindshare

IAA Neujahrscocktail 2014 19 Uhr, Novomatic Forum (Wien); Einladung erforderlich

Präsentation „Shopping Guide 2014“ und Verleihung des „Enjoy Award 2014“ 18 Uhr, Fashion TV Café Vienna

März

27.

6. Event#6 der Marketing Natives: Blog Marketing 18:30 Uhr, Julius-Raab-Saal, Wiedner Hauptstraße 63 (Wien); Anmeldung unter  www.facebook.com/marketingnatives/events

„BrandSpace 2014: Marke trifft Design Thinking“ 13 Uhr, Odeon (Wien); Informationen und Anmeldung unter  www.brandspace.at

27.

Diskussionsveranstaltung „Fußball-WM, Proteste und Wahlen: Brasilien, ein Land im Fokus“ 18:30 Uhr, C3 – Centrum für Int. Entwicklung (Wien)

12.

28.

„Demokratie live 2“ – die Kultursprecher der Parteien zu den Plänen für das Urheberrecht

Schicken Sie uns Ihren Branchen-Event an: kalender@medianet.at – die Veröffentlichung ist kostenlos.

20. qualityaustria Forum „Intelligente Unternehmen“ Congress Salzburg; Information und Anmeldung unter  www.qualityaustria.com

Karriere

Hirn in Hochform Können Sie sich Namen und Gesichter auf Anhieb merken? Wollen Sie sich Ihren einstündigen Vortrag in nur fünf Minuten einprägen? Mittels Keywords und bildhaften Vergleichen vermittelt der Gedächtnistrainer Markus Hofmann Methoden, die für jeden erlernbar sind. Er vermittelt Wissen in rasanter Geschwindigkeit – und lehrt Sie gleichzeitig, Wissen langfristig abzuspeichern. 19,95 €, Ueberreuter Verlag, ISBN: 978-3-8000-7563-8.

Leitung Seit 2010 Leiterin der Digital Marketing-Unit „Invention“ bei Mindshare Österreich, übernimmt Sabine Auer mit dem 1. Februar 2014 die Leitung der Werbeforschungs-Unit „Business Planning“.

© Karl Michalski

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Eröffnung des ­Wiener Eistraums

© Ueberreuter

© © Kraftkinz/Pepo Schuster

Aufbauarbeiten gehen in die letzte Runde


retail Michael Hürter über seine Pläne als Vorstand bei bauMax 

Seite 17

Rustikal

Pietro Pizzi Steinofenpizza Margherita Rusticana, Heinz Curry Gewürzketchup, Lattella light und Trünkel Würstel in luftigen Höhen. Seite 19

Wal-Bier

Karriere

Die isländischen Behörden stoppen die Produktion von Wal-Bier  Seite 18

Alexander Stelzer ist neuer Geschäftsführer bei Wedl 

© Wedl

© bauMax

Sanieren statt verkaufen

Freitag, 17. Jänner 2014 – 15

© Dr. Oetker

inside your business. today. 

© EPA/Morgunbladid

medianet

Seite 20

Pfeiffer: Pläne bei C+C, Zielpunkt und Unimarkt

© APA/Dagmar Beutelmeyer

short

Kastner-Bilanz Die Kastner Gruppe in Zwettl steht 2013 für 188,4 Mio. € Gesamtumsatz, 69,3 Mio. € entfielen auf den Großhandel. Für 2014 gibt es einen neuen Auftritt mit dem Motto: „Einer für Alles“. Derart wird die Multikompetenz des Großhändlers, der in Einzelhandel und Gastronomie erfolgreich ist, betont. Seite 18

© Pfeiffer/Michael Hügel

© Fotostudio Huger

Top-Marken Werner Beutelmeyer (Bild) vom Market-Institut startete wieder seine jährliche Umfrage zur Verbindung der Österreicher zu ihren Lebensmittelmarken. Ergebnis: Ohne Iglo können sich viele das Leben nicht vorstellen. Mit Felix und Kellys wandern weitere „heimische“ Marken auf die Plätze.  Seite 17

Am Puls der Zeit Die Holding-Geschäftsführer der Pfeiffer Handelsgruppe, Erich Schönleitner (li.), Markus Böhm (re.) und der Aufsichtsratsvorsitzender ­Georg Pfeiffer warten in diesem Jahr mit einigen Überraschungen auf.  Seite 16

LEH Noch im ersten Halbjahr 2014 werden auch ausgewählte österreichische Kassenbereiche im Zuge einer geplantn Testphase umgestaltet

© Lidl Österreich

Lidl UK verbannt Süßigkeiten aus den Kassenbereichen

Süßigkeiten werden in den Kassenbereichen der Lidl-Filialen in Großbritannien und Nordirland zukünftig durch getrocknete Früchte und Haferkekse ersetzt.

Wien. Der Diskonter Lidl entfernt Süßigkeiten aus den Kassenbereichen in knapp allen 600 Filialen in Großbritannien und Nordirland. Das Unternehmen reagiert damit auf die Wünsche von Kunden. Beim Warten an den Supermarktkassen kommen vor allem Eltern oft in Versuchung, dem Quengeln der Kinder nachzugeben. Denn: In den meisten Fällen sind es die für Kinder unwiderstehlichen Süßigkeiten, die in den Regalen vor den Kassen angeboten werden. In Großbritannien und Nordirland werden diese nun durch Snacks, wie getrocknete Früchte und Haferkekse ersetzt.

Lidl Österreich ist dem Thema gegenüber sehr offen. Alexander Deopito, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Lidl Österreich, hat sich das neue Konzept mit eigenen Augen angesehen und gibt sich dem Thema gegenüber aufgeschlossen: „Auch in Österreich werden wir eine Testphase starten, die noch im ersten Halbjahr 2014 in ausgewählten Filialen anlaufen wird.“ Gesunde Ernährung sei ein wichtiges Thema für Lidl Österreich. „Nach der Testphase werden wir uns weiter dafür einsetzen. Sollte das Modell von den Kunden angenommen werden, können wir

uns ein österreichweites Rollout der umgestalteten Kassenbereiche gut vorstellen“, so Deopito gegenüber medianet. Lidl Österreich feiert heuer sein 15. Jubiläum. Mittlerweile führt das Unternehmen bereits 202 Filialen und beschäftigt 4.000 Mitarbeiter. Den Fokus legt der Diskonter auf heimische Waren und Qualität. „Wir wollen das Ohr ganz nah am Kunden haben; unser Ziel ist es, die Wünsche unserer Kunden voll und ganz zu erfüllen“, führt Deopito aus. Es soll auch weiterhin in die Mitarbeiter investiert werden. (dp)


ti te l stor y

Freitag, 17. Jänner 2014

© Pfeiffer

16 – medianet retail

mäch t ig zugel egt

Nach vorn und zurückgeschaut Unimärkte und Zielpunkt-Filialen tauschen Gewand, C+C überholt Mitbewerber Metro

Umfirmieren, optimieren und Marktführer werden

Der Zielpunkt-Deal bescherte der regionalen Handelskette Unimarkt den größten expansiven Schwung seit der Firmen­ gründung vor 38 Jahren. 14 Zielpunkt-Filialen in Oberösterreich wurden umgeflaggt, zwei weitere Unimärkte neu eröffnet. Allein dieses Vorgehen hat sich Pfeiffer rund 15 Mio. € kosten lassen.

Kooperation mit der Post AG: Start mit neuartigem E-Commerce-Konzept im Frühjahr geplant. der ehemalige Softdiskonter drei Unimarkt-Standorte im östlichen Niederösterreich. Dazu sind heuer fünf neue Zielpunkt-Märkte im Großraum Wien geplant und noch einer, der im Franchise-Modell geführt werden wird. Bewährt sich

natalie oberhollenzer

Mitten im Turnaround Die Sanierung der Kette ist Schönleitner zufolge schon abgeschlossen, man sei bereits in der Turnaround-Phase, die Zahlen entwickelten sich planmäßig: Mit 508 Mio. € Umsatz liegt Zielpunkt flächenbereinigt um 0,3 Prozent über dem Vorjahresumsatz. Dabei vollzogen die Pfeiffer-Bosse einige Umfirmierungen. Während aus 20 Zielpunkten in der Steiermark Unimärkte wurden, übernimmt

„Wir sind bei Zielpunkt sukzessive alle Warengruppen durchgegangen, angefangen beim Obst und © medianet/Szene1/Christian Mikes

Traun. „Wir sind zufrieden mit dem Verlauf in 2013. Es war sehr viel los.“ Mit diesen Worten kommentiert Erich Schönleitner, HoldingGeschäftsführer der Handelsgruppe Pfeiffer, das abgelaufene Jahr. Summa summarum erwirtschaftete das Unternehmen 798 Mio. €, um 3,7 Prozent mehr als im Jahr davor. Für besonderen Wirbel sorgte der schrittweise erfolgende Kauf der Handelskette Zielpunkt. Seit April hält Pfeiffer 24,9%, am 1. März dieses Jahres ist die Vollübernahme anvisiert. Den Einkauf von Zielpunkt hat das Pfeiffer-Management bereits integriert. Die Logistik wird im Frühjahr komplett in der Holding aufgehen; damit gehört das Zielpunkt-Zentrallager im 23. Wiener Gemeindebezirk zur Pfeiffer-Gruppe.

wir die Zahl der O&G-Produkte verdoppelt.“ Sukzessive sind die Pfeiffer-Mannen die Warengruppen durchgegangen, beim Obst & Gemüse fings an. Dass das komplette Durchleuchten und Umkrempeln des Angebots bereits Früchte trägt,

Gemüse; dort haben wir das Angebot verdoppelt.“ erich schönleitner, pfeiffer

Letzteres, sollen weitere folgen. Die heurigen Investitionen für Zielpunkt taxiert Schönleitner mit zehn Mio. €. Bezüglich der Neupositionierung des orange-blauen Handelsformats ist man, wie Schönleitner sagt, „noch am Pilotieren“. Besonders beim Obst & Gemüse, ein Bereich, der einst als große Schwäche der Handelskette galt, hat man sich verbessert. „Heute führen die Zielpunkt-Märkte 95 bis 116 Artikel im Grünen Sortiment. Damit haben

lässt sich aus den Umsatzzahlen des Monats Dezember herauslesen: Im wichtigen Weihnachtsgeschäft stiegen die Erlöse auf vergleichbarer Fläche um 3,4 Prozent.

C+C-Sparte blüht auf Große Freude bereitete den Handelskapitänen die C+C-Sparte. Die Abholmärkte stellten mit 429 Mio. € den weitaus größten Anteil am Umsatzkuchen, die Steigerung von 4,2 Prozent kann sich sehen lassen.

„Wir haben einen Marktanteil von 20,1 Prozent erreicht und sind unseren Berechnungen zufolge jetzt Marktführer“, erklärt Schönleitner. Der einstige Branchenprimus Metro liege demnach „etwas dahinter“. Die Ursache für das schöne Wachstum sieht er im konsequenten Fokus auf die Frische, in der überragend delikaten Premiumrange von Cook 2.0 und im Umstand, dass man das Hauptaugenmerk intensiv auf die Gastronomie lege. „Wir haben einen Zustellanteil von über 50%.“ Unlängst wurde das Zustellservice auf Tirol ausgeweitet. Ein neuer Abholmarkt wird im Frühjahr im südburgenländischen Oberwart dazukommen. Weiters firmierte Pfeiffer die drei bestehenden Nussbaumer-Filialen in „mein C+C“ um. Dadurch sollte die Nähe zu C+C Pfeiffer noch einmal klar unterstrichen werden.

Schirnhofer umgeschult worden sind, rund 15 Mio. €. Aufhorchen lässt das Unternehmen mit seiner Ankündigung in Sachen E-Commerce. Gemeinsam mit dem Logistikum der Fachhochschule Steyr, der RISC Software GmbH aus dem Softwarepark Hagenberg und der Post hat Pfeiffer ein Forschungsprojekt laufen, das heuer in den Echtbetrieb starten soll. Dabei soll es sich nicht um einen bloßen Webshop handeln, darin hat Pfeiffer ohnehin schon langjährige Erfahrung. Es wird eine durch intelligente Verknüpfung aller durch WebTechnologien zur Verfügung stehenden Vertriebskanäle Multichannel-Innovation sein, heißt es in den Presseunterlagen. Durch die Kooperation mit der Post sollen in der Zustellung neue Wege beschritten werden. Genaueres war Schönleitner nicht zu entlocken.

Großer Wurf zu erwarten Bei der Regionalkette Unimarkt gab es 2013 die größte Expansionswelle seit Firmengründung vor 38 Jahren. Insgesamt 14 oberösterreichische Zielpunkt-Filialen wurden in Unimärkte umfirmiert, zwei weitere neu eröffnet. Damit steht das Vertriebsformat bei 131 Standorten und setzte mit 261 Mio. € um 7,7 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum. Gekostet hat das Vorhaben, bei dem auch über 300 Mitarbeiter von Zielpunkt und

facts Pfeiffer Handelsgruppe Mitarbeiter 3.226 Umsatz 2013 798 Mio. € (+3,7%) Erlöse im Detail C+C 429 Mio. € (+4,25%) Großhandel 108 Mio. € (-1,9%) Unimarkt 261 Mio. € (7,7%) Zielpunkt 508 Mio. € (+0,3% flächenbereinigt) Pfeiffer-Anteil derzeit 24,9% Trinkwerk 65 Mio. €


R e ta i l & Pr odu c e r s

Freitag, 17. Jänner 2014

medianet retail – 17

Market-Studie Die höchste Markenbindung findet zu Iglo-Tiefkühlprodukten statt

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Top in Rot-weiß-rot

bauMax: Sanieren statt Verkaufen

Mehr Shopping-Tempel in Planung & Ausbau Wien. Heuer werden österreichweit Einkaufszentren im Umfang von rund 132.000 m� eröffnet oder ausgebaut. Das geht aus einer aktuellen Studie von Standort + Markt hervor. An Großeröffnungen stehen etwa in Wien das „Citygate“ im 21. Bezirk an, ebenso wie die Geschäfte im Hauptbahnhof. Für die Zukunft erwarten die Experten weniger Einkaufsstraßen und dafür mehr Shopping-Zentren. „Der Handel verändert sich nur langsam; in drei bis fünf Jahren wird sich die Situation aber geändert haben“, sagte Hannes Lindner, der Geschäftsführer von Standort + Markt. Betreffend die Wiener Mariahilfer Straße, kann sich Lindner wegen der Umgestaltung Umsatzeinbußen bis zu zehn Prozent vorstellen. Für Kunden, die mit dem Auto kamen, sei die Straße weniger attraktiv. Diese würden zu den EKZ mit Gratisparkplätzen abwandern. (red)

Insgesamt vor allem „österreichische“ Produkte vorn im Ranking gelistet

Michael Hürters Konzept sieht so weit wie möglich Sanierung vor.

in der Folge einen Tiefkühlschrank ohne Produkte und Gerichte von Iglo kaum vorstellen. Darüber hinaus fährt die Marke mit einer 95%igen-Verankerung bundesweit auch die höchsten Bekanntheitswerte ein.“

Nur die Tradition zählt

© APA/Dagmar Beutelmeyer

Wien. Der designierte bauMaxChef Michael Hürter will das Unternehmen zunächst sanieren. Ein Verkauf stehe „sicher nicht jetzt mitten im Umbau“ an. „Allgemein gesprochen hat man nach einer Restrukturierung mehr Optionen“, so der künftige Vorstandsvorsitzende gegenüber News. Im Moment „steht das Unternehmen nicht gut da“, so Hürter. „Es performt nicht“, insbesondere nicht in den osteuropäischen Ländern. In Österreich, Tschechien und Slowakei sei die Situation „erfreulicher“. Kostensenkung und Strukturverbesserung funktioniere, der Umsatz steige aber nicht. „Bei 160 Standorten stehen fünf bis zehn Märkte immer am Prüfstand“, sagt Hürter, aber „wir wollen die Märkte, die Arbeitsplätze und den Umsatz halten“. bauMax hat mit Roland Berger ein Sanierungskonzept erstellt, die Banken haben die Frist vom 30.9.2015 bis zum 30.9.2016 gestreckt.

Werner Beutelmeyer vom Market-Institut führt regelmäßig Markenstudien durch.

Mit Felix und Kelly‘s auf den Plätzen zwei und drei schieben sich wiederum zwei heimische Traditionsmarken aufs Stockerl der beliebtesten und wichtigsten Marken der Österreicher. „Man kann damit auf jeweils 38 beziehungsweise 37 Prozent der Bevölkerung zurückgreifen, für die ein Verzicht auf Felix, etwa bei Ketchup bzw. auf Kelly‘s Chips, ein klares Bedauern auslösen würde“, so Beutelmeyer.

In etwa ein weiteres Drittel vergibt hinsichtlich Felix und Kelly‘s Note 2 bei der Markenbindung.“

Vielfältige Mischung Die Top 10 komplettieren in der Folge Anbieter aus den unterschiedlichsten Bereichen. So klettert die Toilettenpapiermarke Cosy auf Platz 4, Soletti verstärkt auf Platz 5 den Zuspruch der Liebhaber von sauren Knabbereien. Eine der weltweit stärksten Marken, Coca-Cola, erreicht immerhin in dieser Umfrage den 6. Platz. Während mit Römerquelle (Platz 7) und Vöslauer (Platz 8) auch zwei heimische Mineralwasser-Marken im Ranking vertreten sind. „Das ist unerwartet“ meint der Marktforscher. (red)

© medianet

© bauMax

Linz. Das Market-Institut hat die bindungsstärksten Marken der Österreicher erhoben. Dabei gibt es einen klaren Sieger: Iglo. Insgesamt wurden 500 Marken aus 19 Produktbereichen im Lebensmittel- bzw. Non-Food-Bereich befragt. Iglo liegt mit einer expliziten Markenbindung von 48% ganz klar vorn. „Zwar verfügt die Marke über einen deutsch-österreichischen Ursprung und liegt mittlerweile in britischen Händen, wird jedoch seit jeher – nicht zuletzt auch aufgrund der erhöhten Werbe- und Sponsoringpräsenz im Wintersport (‚Iss was Gscheit‘s!‘) als typisch österreichischer Anbieter verstanden“, so Studienleiter Werner Beutelmeyer, der weiter ausführt: „Jeder Zweite kann sich

Auslaufmodell Einkaufsstraße, wie etwa die Wiener Mariahilfer Straße.

meinkauf.at Aktuelle Kundenstudie bestätigt digitale Wende: Prospekt 2.0 ist im Aufwind, Käufer und Handel profitieren gleichermaßen

© shutterstock.com (2), meinKauf

Die neue Generation des Prospekts: Zielsicher werben – ohne Streuverluste

PROMOTION

meinKauf erreicht jene, die bewusst auf den Printprospekt verzichten.

Wien/Österreich. meinKauf bedient den Zeitgeist: Österreichs marktführende Web- und Mobile-Plattform für digitalisierte Prospekte und Angebote bietet Handel und Markenherstellern die optimale Lösung, um den altbewährten Prospekt in das digitale Zeitalter zu führen. „Rund 70% der Österreicherinnen und Österreicher recherchieren vor ihrem Einkauf im Internet, kaufen jedoch in weiterer Folge beim stationären Handel ein“, erzählt meinKaufCEO Markus Pichler. Dieses Konsumentenverhalten, genannt ROPO (Research Online, Purchase Offline), prägt sowohl die nationale als auch die internationale Handelsszene und wurde bereits in vielen Studien bestätigt.

Der Konsument surft bequem zuhause oder informiert sich unterwegs. Nach der Online-Recherche wird beim stationären Handel gekauft.

Auch meinKauf untersuchte Ende 2013 das Verhalten seiner Nutzer und fand heraus, dass über 50% der meinKauf-User sich ausschließlich über das digitale Flugblatt informieren. Weiter zeigt die Studie auf, dass die Informationssuche der meinKauf-User in drei Viertel aller Fälle zum Kauf beim stationären Handel führt. meinKauf erreicht demgemäß all jene Konsumenten, die ihre Recherche ins Web verlagert haben. Als moderner Partner des Handels ist man so optimal positioniert.

Top-Tool für Konsumenten und den klassischen Handel Für den User liegen die Vorteile von meinKauf klar auf der Hand,

heißt es aus der Trendschmiede. meinKauf punkte als Einkaufstool, das nicht nur die besten Angebote in der Nähe anzeigt, sondern auch wichtige Informationen wie Geschäftsöffnungszeiten, Bankomatstandorte, Parkgaragen-News immer und überall abrufbar macht. Auch der Handel profitiert, betonen die Experten. Der digitale Prospekt könne demnach nicht mehr als der kleine Bruder des Printprospekts gesehen werden; er hat die Mängel des klassischen Prospekts behoben und steht in Zeiten sich nachhaltig verändernden Informationsverhaltens nunmehr den Marketiers als innovativer, zusätzlicher Werbekanal in seiner ganzen Breite zur Verfügung.

TOP FÜR HANDEL & MARKENHERSTELLER • Keine Streuverluste • Berücksichtigung regionaler Präferenzen und Angebote • Es werden Werbeverweigerer sowie jene Konsumenten erreicht, die mit dem Printprospekt nicht adressiert werden können • Proaktive Konsumenten suchen selbst nach Angeboten und Informationen; und das jederzeit und an jedem Ort – wann und wo sie diese gerade brauchen • Shift von Push Marketing zu Pull Marketing • Keine Fixkosten • Kostentransparenz: Kosten hängen direkt von der Anzahl der ausgelieferten Prospekte ab

KONTAKT UND INFORMATION meinKauf GmbH Siebenbrunnengasse 17/7 1050 Wien Tel: 01/8907283 Mail: info@meinkauf.at www.meinkauf.at Auch als mobile Version im iOS sowie im Google Play Store erhältlich.


R e ta i l & Pr odu c e r s

18 – medianet retail

Zuwächse für LuxusLabel Burberry London. Der britische Luxusmode-Hersteller Burberry hatte dank guter Geschäfte im Online- und im Filial-Geschäft ein unerwartet starkes Weihnachtsquartal. Der Umsatz mit Trenchcoats, Taschen & Co legte zwischen Oktober und Dezember um 14% auf umgerechnet 634 Mio. € zu. Vor allem in Asien, Nordamerika und Europa gab es Zuwächse. Zu schaffen macht dem Unternehmen aber das starke Pfund.  (APA)

© Berglandmilch

Berglandmilch erhöhte den Milchpreis

Großhandel Die Kastner Gruppe in Zwettl profiliert sich als Multifachgroßhändler unter dem Motto „Einer für Alles“

Kastner, der Alleskönner

Der Großhandelsumsatz erreichte 69,3 Mio. €, insgesamt steht die Gruppe für 188,4 Mio. € Umsatz. Zwettl. Die Kastner Gruppe in Zwettl absolvierte ein einwandfreies Jahr 2013, das von einigen Übernahmen und Neueröffnungen geprägt war. Acht Neueröffnungen, acht Geschäftsübernahmen und 25 Kosmetisierungen gab es im Einzelhandel, dabei wurden bis dato auch zwei ehemalige dayli in die Waldviertler Nah&Frisch-Flotte eingegliedert; weitere dayli-Übernahmen sollen in 2014 folgen. In Umsätzen ausgedrückt, steht Kastner 2013 für 69,3 Mio. € Großhandelsumsatz, hinzu kommen 13,5 Mio. € mit den Kastner-Eigenfilialen. Die Kastner C&C-Märkte schaffen 40,5 und der Gastrodienst 65,1 Mio. € Umsatz – insgesamt stemmt das Waldviertler Unternehmen somit 188,4 Mio. € Umsatz (+5,7%). Ein wichtiger Schritt der Gruppe erfolgte im Burgenland, wo Kastner die Kunden des Obst & Gemüsegroßhändlers Fassl aus

Litzelsdorf übernommen hat. Somit wechselten 250 Gastronomiebetriebe, Hoteliers, Großverbraucher und Einzelhandelsgeschäfte im Raum südliches Burgenland, Oststeiermark (bis in die Region Wr. Neustadt) zu Kastner.

Neue Kompetenzen Weiters kam es 2013 zu einer Synergieschöpfung im Gastronomiebereich: Durch den Einstieg bei Knapp – ein Unternehmen, das seit Jahrzehnten im Tiefkühlbereich, Wildhandel und als Partner für Eskimo tätig ist –, erweiterte sich die Kompetenz des Multifachgroßhändlers Kastner einmal mehr um einen Fachgroßhandelsbereich. Um die vielen Kompetenzen nach außen hin zu transportieren, gönnt sich der Händler 2014 ein Facelifting. Mit neuen Logos soll sich auch der Auftritt am Markt ändern, Motto: Einer für alles. (red)

© Fotostudio Huger

short

Freitag, 17. Jänner 2014

Kastner-Führungstrio: Herwig Gruber, Christof Kastner, Andreas Blauensteiner.

Berglandmilch präsentiert Österreichs größte Milchpackung.

© Billa

Billa startet Wiens erste Pick-up-Services

Ab sofort können Kunden zwei BillaAbholservices in Wien nutzen.

Wiener Neudorf. Im neuen Jahr erweitert Billa nicht nur sein Onlineangebot, sondern bietet seinen Kunden auch zwei Pickup-Services an – die ersten dieser Art in ganz Wien. Für einen Euro Servicegebühr kann der Einkauf ab sofort im Billa Onlineshop bestellt und anschließend fertig verpackt in den Billa-Filialen in der Breitenleerstraße und Perfektastraße abgeholt werden. Bezahlt werden kann vor Ort – mit Bankomat und Kreditkarte. Die Lieferzone weitet Billa auf das Wiener Umland aus.  (red)

Wien. Der österreichische Knabbergebäck-Experte und Herbert Prohaska gehen ab sofort in die Verlängerung: Die heimische SportLegende präsentiert den Österreichern gemeinsam mit seinem jungen Ich – „Schneckerl“ Prohaska –, wie man heute Popcorn isst und sich idealerweise für die bevorstehende Fußball-WM vorbereitet.

Brüssel. In Zukunft dürfen Getränke nur dann unter der Bezeichnung „Sangria“ verkauft werden, wenn sie in Spanien oder Portugal hergestellt wurden. Diese neue EURegelung wurde nun vom EU-Parlament verabschiedet. In anderen EU-Ländern müssen die Hersteller künftig die Bezeichnung „aromatisiertes Wein-Mischgetränk“ verwenden. Nur als zusätzlicher Hinweis darf die Nennung „Sangria“ verwendet werden. Auf dem Etikett muss außerdem das Herstellungsland angegeben werden. Die Regelung tritt nach einer einjährigen Übergangszeit in Kraft. Mit dieser Neuregelung soll die traditionelle Branche rechtlichen Schutz erlangen.  (APA)

Brasilianische Lebensfreude Im Rahmen eines 25-sekündigen Spots präsentiert Österreichs bekanntester Fußball-Analytiker und sein Alter Ego, der junge „Schneckerl“ Prohaska, die neuen Kelly PopcornChips. So wird schon vor der WM reichlich brasilianische Lebensfreude versprüht. (red)

Herbert Prohaska und sein Alter Ego, der junge „Schneckerl“ Prohaska, im TV-Spot.

Bier Eine isländische Brauerei produzierte Bier mit Wal-Mehl

LEH In Deutschland werden die Preise 2014 steigen

Reykjavik. Die isländischen Gesundheitsbehörden haben beschlossen, den umstrittenen Verkauf von Bier mit Walmehl zu stoppen. Laut Helgi Helgason von der Gesundheitsbehörde habe die WalfangFirma „Hval hf“, die das Mehl herstellt, keine Lizenz dafür gehabt, Mehl für den Verzehr zu produzieren. Die kleine Brauerei „Stedji“ hatte das Bier in Zusammenarbeit mit der WalfangFirma für das isländische Winterfest gebraut. Angeboten wird das Wal-Bier nur zwischen dem 24. Jänner und dem 22. Februar.

Berlin. Die Lebensmittel haben sich in Deutschland im vergangenen Jahr stark verteuert. Die Preise zogen um 4,4% an und verteuerten sich damit fast dreimal so stark wie die Lebenshaltungskosten. Und auch in diesem Jahr erwarten der Deutsche Bauernverband und die Einzelhändler deutlich höhere Lebensmittelpreise. Besonders auffällig war der Preisaufschlag im vergangenen Jahr bei Kartoffeln (+28,7%), Äpfeln (+14,9%) und Butter (+16,1%). Die weltweit gestiegene Nachfrage, witterungsbedingte Ernteausfälle und der heiße Sommer waren dafür verantwortlich.

Verkauf von Wal-Bier wird gestoppt Lebensmittel werden immer teurer entstehe das im Bier verwendete Walmehl als Nebenprodukt beim Auskochen des Walfleischs zur Ölgewinnung. Dem Etikett zufolge enthält das Bier neben Wasser, Malz und Hopfen auch pasteurisiertes Walmehl von Hval hf. Erst im letzten Jahr machte Kristján Loftsson, Besitzer von Hval hf, mit Finnwalen als Treibstoff für seine Walfangschiffe und mit FinnwalLeckerchens für japanische Haushunde Schlagzeilen.  (dp)

„Für echte Wikinger“ Die Idee, Wal-Bier zu brauen, kam ihm im Herbst“, erklärt Dabjartur Arilíusson, Besitzer von Stedji. „Ein einzigartiges Bier, das wir in Zusammenarbeit mit der Firma Hval hf anbieten. Ein wichtiger Bestandteil des Biers ist Walmehl, proteinreich und kaum fetthaltig. Das und die Tatsache, dass dem Bier kein Zucker zugesetzt wird, machen es zu einem sehr gesunden Getränk für echte Wikinger“, so Arilíusson. Laut Tierschützern

Fleisch.“ Eine höhere Nachfrage auf den Weltmärkte treibt die Preise nach oben, erklärt Kai Falk vom Einzelhandelsverband. Dieser Trend sei nicht umkehrbar und eine Entspannung deshalb nicht in Aussicht. Wegen der anziehenden Konjunktur rechnen Experten 2014 mit stärker steigenden Preisen. Dank der besseren Wirtschaftslage dürfte es den Unternehmen leichter fallen, steigende Kosten durchzubringen.  (APA)

Entspannung nicht in Sicht

Die isländischen Behörden haben den Verkauf von Bier mit Walmehl gestoppt.

„Nahrungsmittel wirkten lange Zeit als Inflationsbremse – die Zeiten sind erst einmal vorbei“, sagte Michael Lohse vom Bauernverband. „Weltweit zieht die Konjunktur an, und in Ländern wie Russland und China wächst die Mittelschicht, die sich an westlichen Ernährungsgewohnheiten orientiert. Dadurch steigt die Nachfrage nach Milch, Käse und

© dpa/A3512 Roland Weihrauch

Stockholm. Das schwedische Modehaus H&M will einen Teil seiner Textilien künftig in Afrika nähen lassen. Die Länder südlich der Sahara hätten ein großes Potenzial. Auch für den Verkauf sieht H&M-Chef Karl-Johan Persson in Afrika „ein enormes Potenzial“. 2015 will H&M seine ersten Filialen in Südafrika eröffnen. Bis jetzt ließen die Schweden vor allem in Asien produzieren.  (APA)

Sangria nur noch aus Spanien

Kelly verlängert Zusammenarbeit

© Film&Co Classics

H&M will zukünftig auch in Afrika nähen lassen

EU schützt Bezeichnung

TV-Spot Herbert Prohaska zeigt, wie man sich mit Kelly auf die Fußball-WM vorbereitet

© EPA/Morgunbladid

Aschbach. Mit 1. Jänner 2014 erhöhte Berglandmilch den Milchpreis um brutto 1,57 ct/ kg. Der Biomilchzuschlag erhöht sich um brutto 0,62 ct/ kg. Außerdem präsentiert Berglandmilch die größte Milchpackung in ganz Österreich: 20 m hoch ragt die Packung auf einem zentralen Standort, zwischen der Donau und dem Mühlviertler Granitmassiv, in den Himmel.  (red)

Auffällig waren die Preisaufschläge v.a. bei Kartoffeln, Butter und Äpfeln.


pr odu c t n e ws

Freitag, 17. Jänner 2014

medianet retail – 19

Heinz Ketchup auf dem Kopf, Sacher-Würstel im Riesenrad Product News Pietro Pizzi Steinofenpizza Margherita Rusticana, Heinz Curry Gewürzketchup, Lattella light und Trünkel Würstel in luftigen Höhen. Mit 50% weniger Kalorien überzeugen die Lattella light-Sorten kalorienbewusste Kunden. Den vollen Geschmack ohne Zuckerzusatz mit neuer Rezeptur gibt es ab Ende Jänner. Lattella enthält alle Nährstoffe der Milch sowie Vitamine, Proteine und Mineralstoffe. Es wird aus hochwertigen Früchten und reiner Molke hergestellt – ohne Konservierungs- und Farbstoffe.

Kategorie Line Extension Produkt Pietro Pizzi Steinofenpizza Margherita Rustica Packung 540 g/2 Stück Vertrieb Dr. Oetker Österreich Distribution LEH Info www.oetker.at

Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Kategorie Relaunch Produkt Heinz Curry Gewürzketchup Packung 375/590 ml Vertrieb Winkelbauer Distribution LEH Info www.heinzketchup.com

Trünkel In luftiger Höhe

Würstel-Champ Wien. Der Wiener Traditionsfleischer Trünkel freut sich über zwei neue prominente GastronomieKunden: Ab sofort können die hochdotierten Trünkel’s Sacherwürstel mit Blick auf Wien sowohl im Wiener Riesenrad als auch im Kaffeehaus des Donauturms in 160 Metern Höhe genossen werden. Trünkel’s Sacherwürstel sind mehrfach ausgezeichnet – zuletzt beim 15. AMA Fleischforum mit dem „Produkt-Champion“ in der Kategorie „Klassiker“. (red)

Wirtschaftsmotor, Steuerzahler, Partner der mündigen Bürger und Trafiken. Die Tabakbranche ist eine der am härtesten regulierten – Tatsache: Kaum ein anderes legales Genussmittel der Moderne steht derart unter Beobachtung. Eine breite Öffentlichkeit fordert Transparenz und Aufklärung, weit über die üblichen Gesundheitsfragen hinaus. Internationale wie nationale Gesetzgeber, Profiteure der ständig sprudelnden Tabaksteuermilliarden, drehen munter weiter an der Informations- und Verordnungsschraube: ein breites Spannungsfeld und Herausforderung zugleich, für die dahinterstehende Industrie und ihre Partner. Japan Tobacco International, seit sechs Jahren in Österreich in führender Position am Markt präsent, sieht sich hier als Wahrer und Vermittler österreichischer Tabaktradition und transparenter Taktgeber von morgen. Aufklärung und Sicherung von Arbeitsplätzen spielen für den international erfolgreichen Produzenten eine besondere Rolle. Man sei sich der Verpflichtung gegenüber dem mündigen Konsumenten und den Vertriebspartnern, allen voran den Nahversorgern in den Tausenden Trafiken des Landes – nicht zuletzt aber auch gegenüber den eigenen Mitarbeitern bewusst, betont Ralf-Wolfgang Lothert, Head of Corporate Affairs & Communication bei JTI Austria. „Als Tabakhersteller sind wir stark reglementiert und eingeschränkt.

Transparenz statt verschlossener Türen: Der Tabakkonzern gewährt viele Einblicke.

Der intensive Dialog mit Öffentlichkeit und Politik ist deshalb eine zentrale Funktion und Teil un-

„JTI gehört zu den Marktführern bei Tabakprodukten. In dieser Position tragen wir große Verantwortung.“ RALF-WOLFGANG LOTHERT, HEAD OF CORPORATE AFFAIRS & COMMUNICATION, JTI AUSTRIA

„Wir bieten allen Stakeholdern valide Informationen. Wir sind präsent und stehen Rede und Antwort.“

© JTI

© Trünkel

IRIS PERZ, CORPORATE AFFAIRS & COMMUNICATIONS MANAGER, JTI AUSTRIA

Trünkels Sacherwürstel gehören mittlerweile zu Wien wie das Riesenrad.

serer Verantwortung.“ Dazu liefert man harte Zahlen und Soft-Facts; auch „grüne“ Fragen zur Tabakpro-

© JTI

Heinz startet das Jahr mit einem Top-Relaunch: Die Verpackung des Heinz Curry Gewürzketchup ist nun durchsichtig und lässt somit die appetitliche Farbe des Produkts sowie den Restinhalt der Verpackung erkennen. Der Flachdeckel ermöglicht das „Aufdenkopfstellen“, es gibt zwei Größen.

Dialog verstärken, Antworten liefern

© JTI

© Winkelbauer/Fotostudio van Wijk; Dr. Oetker; Berglandmilch

JTI Austria in der Vorreiterrolle Tabakproduzent nimmt seine Verantwortung wahr

duktion bleiben nicht ausgespart. Von der eigenen Nabelschau hält auch Iris Perz, Corporate Affairs & Communications Manager, wenig: „Wir bieten allen Stakeholdern valide Informationen als Arbeitsgrundlage“, sagt sie. „Wir sind präsent und stehen Rede und Antwort.“ JTI will diese Unternehmensphilosophie auf sämtlichen Kanälen weiter vorantreiben. Das ausgegebene Ziel des Tabakkonzerns ist ambitioniert: Neben dem reinen Informationstransport soll ein breiter gesellschaftspolitischer Diskurs angestoßen werden.

Launch Lattella light 0,5 l Berglandmilch LEH www.schärdinger.at

ÖSTERREICH-TRADITION/ INT. TABAK-MODERNE

Bis 2007 ... Der Tabakkonsum wird auf dem Boden des heutigen Österreich erstmals im 16. Jahrhundert dokumentiert. Im 17. Jahrhundert kommt das Pfeiferauchen in weiten Teilen der Bevölkerung in Mode – in der Folgezeit mutiert die Habsburgermonarchie zu einem der größten Tabaklieferanten Europas. Das Geschäft mit den Rauchwaren, dem neuen Trendgenussmittel, boomt. 1784 wurde durch das Tabakpatent von Joseph II. die Austria Tabak als Staatsund Monopolbetrieb unter der Bezeichnung „Österreichische Tabakregie“ gegründet – und dem Staat eine sprudelnde Steuerquelle erschlossen. Als staatlicher Monopolbetrieb oblag der Austria Tabak die Herstellung und der Verkauf von Tabakwaren – genau 213 Jahre lang. 1997 leitete die Regierung die Teilprivatisierung der Austria Tabak ein, die Vollprivatisierung folgte 2001. Nach einer öffentlichen Ausschreibung erwarb der britische Tabakkonzern Gallaher die Austria Tabak. Seit 2007... Seit sechs Jahren gehört Austria Tabak zu Japan Tobacco International (JTI). JTI ist eine Tochtergesellschaft von Japan Tobacco Inc., dem heute weltweit drittgrößten internationalen Hersteller von Tabakprodukten. Die Firmenzentrale befindet sich im schweizerischen Genf. JTI wurde 1999 gegründet; zu diesem Zeitpunkt erwarb der Mutterkonzern das amerikanische Tabakunternehmen R. J. Reynolds. 2007 wurde das Tabakunternehmen Gallaher übernommen, seit 2009 sind Rohtabakunternehmen wichtiger Teil der JT-Gruppe. Durch den direkten Kontakt zu den Tabakbauern will man die Belieferung mit qualitativ hochwertigem Rohtabak garantierten. JTI in Zahlen: • 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 69 Ländern • 95 Niederlassungen • 25 Zigarettenfabriken • 6 Forschungs- und Entwicklungszentren • 5 Tabakverarbeitungsanlagen Das umfassende Marken-Portfolio von JTI wird in 120 Ländern vertrieben. In Österreich sind rund 400 Angestellte im Central Office, im Großhandel und in der eigenen F&E-Abteilung beschäftigt. www.jti.com

PROMOTION

Den Vollkorn-Trend greift Dr. Oetker zu Beginn des Jahres mit einer neuen Sorte der Pietro Pizzi Steinofen-Range auf: Die Margherita Rustica ist die erste mit dunklem Pizzaboden. Der ist überdies knusprigdünn und enthält einen Anteil von 44% Vollkorn im Mehl. Belegt ist das mit fruchtiger Tomatensoße und Mozzarella, abgerundet mit Oregano.


sh op ta l k

20 – medianet retail

Freitag, 17. Jänner 2014

Gs1-Spende

© Österreichisches Rotes Kreuz/Lukas Knor

Neujahrsempfang

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© leadersnet.at/Husar

Scheckübergabe: Werner Kerschbaum (Österreichisches Rotes Kreuz) erhält von Gregor Herzog (GS1 Austria) den Scheck überreicht.

GS1 spendet an Rotes Kreuz für Betroffene 2

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1. Josef Reumann (Weingut Reumann), Andi Wotja, Peter Szigeti (Sektkellerei Szigeti), Alex Frankhauser, Bernhard Ceidl (Weingut Ceidl); 2. Bezirkshauptmann Heinz Zimper & Gattin; 3. Carmen Jetiler-Cincelli (Jeitler & Partner), Silvia Eitler; 4. Peter Brandl & Gattin (Denzel Wien).

Tradition, vereint mit Kulinarik und bestem Ambiente

Ins Jahr gestartet Promiversammlung Der schon zur Tradition gewordenen Einladung von Casinodirektor Edmund Gollubits zum Neujahrsempfang in das Casino B ­ aden folgten Bezirkshauptmann Heinz Zimper, Bürgermeister Kurt Staska, Tourismusdirektor Klaus Lorenz, Ex-Postbusgeneral Heinz Stiasny, Carmen Jeitler-Cincelli (Wirtschaftsbund Baden), Gerald Peter (HBI) sowie die aus dem Fernsehen bekannten Köche Andy & Alex und viele mehr. Gollubits gab einen kurzen Rückblick auf das erfolgreiche Geschäftsjahr 2013 und betonte, dass mit dem Wiedererlangen der Casinokonzession der Standort Baden für die nächsten 15 Jahre seinen erfolgreichen Weg „Spiel, Event & Kulinarik unter einem Dach“ weiterführen wird. Standortleiter und Gastgeber im Casinorestaurant, Harry Mittermaier, erklärte die zukünftige Philosophie, nach der er „Regionale und saisonale Produkte in Topqualität, gepaart mit toller Serviceleistung“, anbieten wird. Der Abend wurde begleitet mit Weinen vom Badener Weingut Ceidl und Reumann aus Deutschkreutz.  (red)

© Wedl

Kopf des Tages

Alexander Stelzer wurde per 1. Jänner 2014 zum neuen Geschäftsführer des Handelshaus Wedl ernannt. Seine Handelslaufbahn startete Stelzer bei der Spar Zentrale in Wörgl als Verantwortlicher der Bereiche Einkauf & Sortiment und führte ihn weiter nach Deutschland zu Alnatura, einer der größten Bio-Marken Europas. Dort leitete er die Bereiche Einkauf, Sortiment und Filialmarketing und war Mitglied des Leitungskreises. Der Oberösterreicher, der in Tirol wohnt, sieht seine Herausforderung darin, Wedl erfolgreich in die sich im Umbruch befindliche Handelslandschaft zu führen.

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Edmund Gollubits versammelte Freunde um sich

5.000 Euro an die Flutopfer gespendet Großzügig Aus aktuellem Anlass hat sich die Standardisierungsorganisation GS1 Austria dazu entschlossen, statt Weihnachtsgeschenken 5.000 € an das Österreichische Rote Kreuz zugunsten der Betroffenen auf den Philippinen zu spenden. Am 8. November 2013 ist der verheerende Wirbelsturm „Haiyan“ mit Windgeschwindigkeiten in Rekordhöhe und gewaltiger Zerstörungskraft über die Philippinen hereingebrochen. Nach aktuellen Schätzungen gehen die Hilfsorganisationen von 13 Millionen Betroffenen aus; über drei Millionen hat der Taifun obdachlos gemacht, 789.000 Kinder haben kein Zuhause mehr. Daher schlossen sich zwei Organisationen, die beide weltweit tätig sind und sich daher mit globalen Themen unterschiedlichster Art auseinandersetzen müssen, zusammen: GS1 Austria-Geschäftsführer Gregor Herzog übergab die Spende in Form eines Schecks an Werner ISM – Internationale Süß­ Kerschbaum, Generalsekretär waren­messe: 26. bis 29. des Österreichischen Roten ­Jänner 2014, Messe Köln. Kreuzes. Dieser zeigte unverRund 1.500 Aussteller aus hohlen seine Freude, denn dem Süßwarensortiment. „jeder Euro hilft, die Lebenswww.ism-cologne.de situation der Menschen in Not zu verbessern“. (red)

Produkt des tages

die finstere brille

Kleines, deppertes Arschloch Christian Novacek

Geschenkidee Kürbiskernöl ist eine beliebte Geschenkidee für alle Generationen und all jene, die guten Geschmack lieben. Seit Kurzem gibt es mit dem Kernölhut erstmals auch ein attraktives Accessoire. Dieser ist exakt der Form des klassischen Steirerhuts nachempfunden und macht jede © Ölbaron/Werner Krug Kernölflasche zum Star im Haushalt. Natürlich ist der Kernölhut auch praktisch und funktionell. Er erspart das lästige Auf- und Zuschrauben der Kernölflasche und vermeidet durch das hochwertige elastische Material ein Ausrinnen. Kühlschrank, Speis und auch die Hände bleiben ab sofort frei von Kernölrückständen. Und auch ungewollt hoher Verbrauch des Kernöls gehört mit dem Kernölhut der Vergangenheit an. Plus: Der Hut kann ohne Weiteres gemeinsam mit dem Geschirr in den Geschirrspüler gegeben werden. Preis: 12,90 € inkl. MwSt., erhältlich bei: www.oelbaron.at und in ausgewählten Geschäften.

L

aut Studie – ich weiß net von wem, aber es war gestern im Radio – geht es in 70 Prozent unserer Kommunikation darum, Kanten, Imponderabilitäten und Gemeinheiten zu umschippern oder zu entschärfen. Die verbleibenden 30 Prozent sind dann wohl die geäußerten Gemeinheiten. Die Natur hat es leider so angelegt, dass sich bei mir das Verhältnis mitunter zu den Gemeinheiten hin verlagert. Das ist einerseits gut, weil spannend. Andererseits anstrengend in der Wiedergutmachung. Sagt man beispielsweise jemanden, dass er seine Umwelt nur wahrnimmt, wenn er sich im Spiegel betrachtet, lässt sich das im Nachhinein net leicht verniedlichen. Dabei ist es bloß eine Frage der Sichtweise. Es gibt halt unterschiedliche Vorstellungen von gemein und in Zeiten, wo alles der Norm unterworfen wird, sind individuell geprägte Wahrnehmungen leider schon nahe dem No-Go. Für die Zukunft werd ich einfach behaupten, ich bin Isländer. Weil die haben ganz andere Normen. Laut Spiegel loben die ihre Kinder, indem sie ihnen nicht nur den Kopf tätscheln, sondern dabei Sachen sagen wie: „Na du kleines Arschloch!“ Derart könnte ich meinen sprachlichen Freiraum ggf. erweitern.  c.novacek@medianet.at

Di e z a h l m it d e m a ha -e f f e kt zum Weitererzählen

Mit dem Essen spielen Aus dem Wachs, das einen Babybel umgibt (ca. 1 cm�), kann man eine Kerze formen, die 15 Minuten lang brennt.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 17. Jänner 2014 – 21

© BMW

zukunft wird greifbarer

BMW konkretisiert seine Pläne zur Einführung selbstfahrender Autos Seite 23

© Mercedes-Benz

automotivebusiness hilfe wird einfacher

Mercedes erleichtert mit QR-Codes den Zugang zu seinen Rettungskarten Seite 27

Dacia logan mcv Kombi muss nicht teuer sein © Patrick Curtet/CG Eyedream

Mobilität der Zukunft: Benzin statt Batterie

© Panthermedia.net/Christian Tyler Olson

short

© EPA/Marius Becker

Wien. Das vergangene Jahr lief für den europäischen Pkw-Markt mehr schlecht als recht (in Österreich kam es laut Statistik Austria zu einem Zulassungsrückgang von 5,1 Prozent), 2014 soll es aber nun wieder aufwärts gehen. Der europäische Händler-Dachverband Cecra schätzt, dass bis Ende des Jahres europaweit 12,57 Mio. Pkw neu zum Verkehr zugelassen werden. Gegenüber 2013 würde das eine Steigerung von 1,9 Prozent bedeuten. www.cecra.eu www.statistik.at

© Panthermedia.net/Duncan Noakes

Rüsselsheim. Opel bleibt die zweitgrößte Pkw-Marke im General Motors-Konzern und hat seine Position als drittstärkste Pkw-Marke in Europa gestärkt. Nach vorläufigen Zahlen konnte der deutsche Autobauer 2013 mit 1,064 Mio. genauso viele Fahrzeuge verkaufen wie 2012, damit in einem rückläufigen Markt aber seinen Marktanteil von 5,59 Prozent in 2012 auf 5,61 Prozent ausbauen. Zugewinne gab es in elf Ländern, unter anderem in Deutschland, Großbritannien und Spanien.  www.opel.de

© EPA/Martial Trezzini

KPMG-Studie Die Beratungsgesellschaft hat die Zukunftspotenziale herkömmlicher und alternativer Antriebe unter die Lupe genommen. Das Fazit: Die meisten Her­steller in Europa, den USA und Japan setzen weiter auf Diesel und Benziner.  Seite 22 Volvo Der Autobauer bilanziert 2013 mit einem Plus

Porsche Auslieferungen liegen 2013 bei 162.145 Autos

Hakan Samuelsson zeigt sich mit der Entwicklung von Volvo „sehr zufrieden“.

Detroit. Nach 56 Mio. € Verlust im Jahr 2012 verdient Volvo wieder Geld. Vergangenes Jahr habe der Autobauer schwarze Zahlen geschrieben, sagte Unternehmenschef Hakan Samuelsson am Rande der Automesse in Detroit. Details nannte Samuelsson dabei nicht und verwies bei entsprechenden Fragen auf die Zahlenvorlage der Konzernmutter Geely im März. Das größte Plus konnte Volvo mit 45% in China einfahren, 2014 dürften die dortigen Verkaufszahlen auch den bisher größten Absatzmarkt USA übertreffen, wo Volvo 2013 61.000 Autos verkaufen konnte.   www.volvocars.com

2013 bringt neuen Absatzrekord

© EPA/Radek Pietruszka

Münster. Die Gläubiger des insolventen Sportwagenbauers Wiesmann haben in Münster das vorläufige Aus für den Betrieb beschlossen. Das für die Sanierung notwendige Geld sei nicht überwiesen worden, sagte Insolvenzverwalter Norbert Küpper der Deutschen Presse-Agentur nach der Entscheidung. Der Sanierungsplan sah vor, das bisher als GmbH geführte Unternehmen in eine AG umzuwandeln. Der Mehrheitsgesellschafter der GmbH wollte sich auch an der neuen Gesellschaft beteiligen.  www.wiesmann.com

© Jessica Gow/EPA/picturedesk.com

Zurück in den schwarzen Zahlen

Gegenüber 2012 konnte Porsche seinen Absatz 2013 um 15 Prozent steigern.

Stuttgart. Der deutsche Sport- und Geländewagenhersteller Porsche hat im vergangenen Jahr einen neuen Verkaufsrekord eingefahren. Das Unternehmen steigerte die weltweiten Auslieferungen um 15% auf 162.145 Fahrzeuge und konnte damit auf seinem „ehrgeizigen Wachstumsweg einen weiteren, wichtigen Schritt vorankommen“, wie Vorstandschef Matthias Müller sagte. Zugpferd war der Geländewagen Cayenne, von ihm wurden mehr als 84.000 Stück verkauft. Den stärksten Zuwachs verzeichnete Porsche in den USA, dicht gefolgt von China.  www.porsche.com


C ov e r

22 – automotivebusiness

Kommentar

Droht nun die große Marktbereinigung?

Freitag, 17. Jänner 2014

KPMG-Studie Laut einer aktuellen Untersuchung der Beratungsgesellschaft haben Verbrennungsmotoren weiter Zukunft

Autobauer setzen weiter auf Verbrennungsmotoren Alternative Antriebe spielen in der Entwicklung in Europa, USA & Japan noch eine untergeordnete Rolle. Jürgen Zacharias

Jürgen Zacharias

S

Wien. In der öffentlichen Wahrnehmung stehen Elektroautos, Plugin-Hybride und BrennstoffzellenAutos kurz vor dem endgültigen Durchbruch; betrachtet man die Entwicklungsbudgets der Hersteller, zeichnet sich aber ein gänzlich anderes Bild. Eines, in dem Verbrennungsmotoren nach wie vor eine ganz tragende Rolle spielen und auch weiter spielen werden. Wie aus einer aktuellen Studie der Beratungsgesellschaft KPMG hervorgeht, stecken die größten Autobauer in den kommenden Jahren nämlich weiterhin überdurchschnittlich viel Geld in die Verbesserung von Benzinern und Diesel statt in alternative Antriebe. Laut der Untersuchung, für die weltweit rund 200 Top-Manager befragt wurden, planen drei von vier Herstellern aus Europa, den USA und Japan bis 2019 die größten Investitionen für die Entwicklung von sparsameren Verbrennungsmotoren ein.

Das Wachstum bei alternativen Antriebstechnologien ist laut KPMG in Zukunft trotzdem „einer der Schlüsselfaktoren, der die Autobranche weltweit beeinflussen wird“. Das gelte aktuell aber auch schon für Konzerne aus der zweiten Reihe, etwa aus China, Indien oder Russland, die sich vermehrt auf Antriebsalternativen fokussieren – nur gut jeder dritte Hersteller konzentriert sich dort noch auf die Verbesserung von Verbrennungsmotoren. Die größten Chancen bei den alternativen Antrieben räumen die befragten Experten dabei den Plug-in-Hybridfahrzeugen ein.

Fiat & Chrysler Pläne

BMW, Daimler, Audi Die drei Premiumhersteller haben auch 2013 zugelegt und sehen weiteres Wachstumspotenzial

Fiat-Chef Sergio Marchionne bleibt auch nach der Fusion im Amt.

Detroit. Die Börsennotierung der nach der Fusion von Fiat und Chrysler entstandenen Gruppe soll noch bis Ende dieses Jahres erfolgen. Dies teilte FiatPräsident John Elkann bei einer Pressekonferenz am Rande des Autosalons in Detroit mit. Nach der Fusion der beiden Autogruppen soll eine Gesellschaft mit einem neuen Namen entstehen. Wie sie heißen und wo sie notiert werden soll, wird der Fiat-Aufsichtsrat am 29. Jänner beschließen. Fix ist derweilen, dass Fiats Geschäftsführer Sergio Marchionne während der nächsten drei Jahre im Sattel bleiben wird.  www.fiat.it

Benzin statt Batterie: Die meisten Hersteller fokussieren ihre Entwicklungsbudgets auf klassische Verbrennungsmotoren.

Jeder dritte erwartet für derartige Modelle die größte Nachfrage in den nächsten fünf Jahren. Bei den reinen Elektroautos glaubt nur jeder siebte Top-Manager an den großen Durchbruch. Immerhin ein Viertel der Befragten sieht beim Brennstoffzellen-Antrieb die größten Chancen.

rungen zu erfüllen.“ Die Industrie sieht sich darüber hinaus aber auch mit einer Reihe weiterer Veränderungen konfrontiert: Eine Verlagerung von Partnerschaften und Allianzen hin zu organischen Wachstumsstrategien sowie der Fokus auf Mobilitätslösungen und Technologien. Für das Überleben eines Unternehmens könnte gerade Letzteres entscheidend sein. „Das Interesse an autonomem Fahren zwingt Hersteller dazu, Anbieter für Mobilitätslösungen zu werden“, sagt Klaus Mittermair, Partner bei KPMG. Zudem hat sich aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung die Fahrzeugnutzung geändert. Mobilitätslösungen wie etwa Car Sharing erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die Möglichkeit, ein Auto zu „ordern“ und zu „fahren“, wann man will, und dort hinzukommen, wohin man will, könnte es also unwichtig ma-

Fokus-Wechsel in Zukunft „Die anhaltende Sorge der Kunden hinsichtlich Treibstoffeffizienz und Umweltverschmutzung zwingt die Hersteller also, sich in naher Zukunft auf Plug-in-Hybridund Brennstoffzellentechnologien zu fokussieren“, sagt Yann-Georg Hansa, KPMG Partner. „Gleichzeitig zur Entwicklung der Technologien für Elektrofahrzeuge setzt die Autoindustrie auf die Verkleinerung von Verbrennungsmotoren, um die aktuellen Marktanforde-

chen, ein Auto tatsächlich zu besitzen. Diese Entwicklung wird laut KPMG zum Wachstum der Modelle für Mobilitätslösungen beitragen.

Wachstum im Fokus Die Studie untersuchte unter anderem auch, welche Strategieansätze für Unternehmen des automotiven Bereichs von Bedeutung sind. Für etwa 84% der Originalhersteller aus Japan, Europa und den USA ist organisches Wachstum zur wichtigsten Geschäftsstrategie geworden. Diese Antwort könnte ein Ergebnis der Veränderungen bei derzeitigen Partnerschaften wie der effektiven Integration und dem Finden von Synergien sein. Im Vergleich gaben die Befragten in der Befragung ein Jahr zuvor Joint Ventures und Partnerschaften noch als wichtigsten Punkt an.  www.kpmg.de

Kauflust bei Premiumkunden ungebrochen München/Rüsselsheim/Ingolstadt. Dank der Kauflust der US-Amerikaner und Chinesen haben die deutschen Premium-Autobauer das beste Jahr ihrer Geschichte hinter sich. Anders als bei Massenherstellern wie Volkswagen, die um die Kunden kämpfen müssen, scheint das Geschäft mit gut ausgestatteten Autos ein Selbstläufer. Nicht einmal die Zurückhaltung im heimatlichen Europa konnte Mercedes, BMW und Audi ausbremsen, und zum Auftakt der Automesse in Detroit gaben die Oberklasse-Anbieter auch für 2014 günstige Prognosen ab.

BMW vor Audi und Daimler Das Rennen um den Spitzenplatz der Premiumhersteller entschied im Vorjahr erneut BMW für sich. Die Münchener haben 1,96 Mio. Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft, die VWTochter Audi wurde 1,58 Mio. Fahrzeuge los. Daimler landete knapp dahinter mit 1,56 Mio.Mercedes und smart. Trotz starker Konkurrenz japanischer Premiummarken

als der Gesamtmarkt zugelegt, der um rund 8 Prozent auf 15,6 Mio. Wagen wuchs. Allerdings rechnet der VDA für dieses Jahr nur mit bescheidenen 3 Prozent Gesamtwachstum, wie der Branchenverband in Detroit mitteilte. Der Analyst William Strauss von der US-Notenbank Fed sagte, 2013 sei absehbar das letzte Jahr mit spürbarem Wachstum gewesen. Ausgerechnet die teuren, gut ausgestatteten Autos gelten aller-

wie Lexus (Toyota) oder Infiniti (Nissan) rechnen die drei deutschen Premium-Schwergewichte auch für die nahe Zukunft mit einem guten Geschäft – vor allem in Übersee. Daimler-Chef Dieter Zetsche sprach in Detroit von guten Vorzeichen für ein weiteres starkes Autojahr in den USA. Die konjunkturelle Lage verspreche ein rundum positives Umfeld. Auch BMW-Vertriebschef Ian Robertson peilt in den Staaten dank neuer Modelle ein kräftiges Wachstum an.

dings als positive Ausnahme – und das auch in China. Während der Gesamtmarkt dort in diesem Jahr nur noch langsamer mit 9 bis 11 Prozent wachsen soll, dürfte das Geschäft mit Oberklassewagen weiter kräftig um 15 bis 20% zulegen, sagte der Generalsekretär der chinesischen Personenwagenvereinigung, Cui Dongshu, in Peking voraus.  www.audi.de  www.bmwgroup.com  www.daimler.com

Wachstum auch in China Anders als die Premiumhersteller hatte die Massenmarke VW im vergangenen Jahr einen Verkaufsrückgang in den USA hinnehmen müssen, weil neue Modelle fehlten. Die Wolfsburger wollen jetzt aufholen – auch, um ihr Ziel zu erreichen, bis 2018 die Nummer eins der Welt zu werden. Doch Konzernchef Martin Winterkorn räumte mit Blick auf den US-Markt ein: „Es wird kein Spaziergang.“ BMW, Audi, Mercedes und auch Porsche hatten in den USA stärker

© APA/EPA/Julien Warnand

© APA/EPA/Tannen Maury

Ab an die Börse

Plug-in-Hybride favorisiert

© Panthermedia.net/Péter Gudella

chon vor Jahren prognostizierte Renault-NissanChef Carlos Ghosn eine steigende Konzentration am Automobilmarkt. Um konkurrenzfähig zu bleiben, würden viele kleine Player zusammengehen oder von den großen aufgekauft werden – das Resultat wären eine Handvoll Hersteller mit hohen Stückzahlen, die in Kombination mit einigen wenigen Nischenanbietern den globalen Markt abdecken würden. Nun haben Fiat und Chrysler genau diesen Schritt gewagt und sich durch ihren Zusammenschluss von vergleichsweise kleinen Anbietern nicht nur zum gemeinsam sechstgrößten Autobauer der Welt gemausert, sondern auch eine Vorlage für andere Hersteller geliefert. Nach Einschätzung von Führungskräften (die von der Beratungsfirma KPMG befragt wurden) haben von derzeit weltweit 32 Herstellern mit BMW, VW, Toyota, Hyundai (inkl. Kia), Tata und Tesla nämlich nur sechs Firmen das Potenzial, dauerhaft unabhängig zu bleiben. Anderen wie Mazda, Isuzu oder Subaru drohe die völlige Übernahme, bei manchen Herstellern wie Daimler oder GM sei die Wahrscheinlichkeit laut den Experten hoch, mit vermehrten Kooperationen überleben zu können. Eine Zunahme der Kooperationen scheint also ebenso im Raum zu stehen wie eine weitere Konsolidierungswelle.

Größter Premiumhersteller der Welt wurde mit 1,96 Mio. verkauften Autos 2013 BMW.


Freitag, 17. Jänner 2014

H e r s te l l e r & Z u l i e f er e r

automotivebusiness – 23

BMW Der deutsche Hersteller will gemeinsam mit Continental mit autonom fahrenden Fahrzeugen ab 2015 europaweit Versuchsfahrten unternehmen

Autonom fahrende Zukunftsvision Anfang des kommenden Jahrzehnts soll die Technologie bereits serienreif sein. Las Vegas. Kaum ist die Diskussion rund um die Elektrifizierung des Verkehrs etwas abgeflaut, verliert sich die Automobilbranche in neuen Zukunftsvisionen rund um autonom fahrende Autos. Erste grobe Zeitpläne für die Einführung entsprechender Modelle wurden von diversen Herstellern bereits umrissen, konkreter wurde nun BMW, das bereits in weniger als zehn Jahren autonom fahrende Autos auf den Markt bringen möchte.

Kooperation mit Continental Rund um die Elektronikmesse CES in Las Vegas kündigte der deutsche Autobauer an, bis Anfang des kommenden Jahrzehnts Fahrzeuge, „die auch in komplexen Verkehrssituationen über weite Strecken ohne Zutun des Fahrers ihren Weg finden können“, an-

AutoScout 24 Umfrage

Gebrauchttrends Wien. Fast jeder zweite Gebrauchtwagenhändler geht von einem gleichbleibenden Geschäft im ersten Halbjahr 2014 aus. Ein knappes Drittel erwartet ein Anziehen des Absatzes, wie aus einer Umfrage des Onlineportals AutoScout 24 hervorgeht. Laut der Umfrage haben sich bei 35% der Händler zuletzt die Standzeiten reduziert. Gleichzeitig sei der Überbestand an Fahrzeugen seit der letzten Befragung vergangenes Jahr deutlich gesunken. Während Ende 2012 noch etwa jeder fünfte Händler (19 Prozent) einen Überbestand zu verzeichnen hätte, seien es mittlerweile nur noch sechs Prozent. Eine weitere Aussage der Umfrage: Jedes fünfte Fahrzeug verkaufen die Gebrauchtwagenhändler an Wiederverkäufer.  www.autoscout24.at

China Automarkt wächst

Deutliches Plus Peking. Nach einer Verschnaufpause legt der weltgrößte Automarkt China wieder mehr Tempo an den Tag. 2013 wurden dort fast 22 Mio. Fahrzeuge verkauft, wie der Branchenverband CAAM mitteilte. Das entspricht einem Plus von 13,9 Prozent – doppelt so viel wie von den Autoherstellern erwartet und deutlich mehr als in den beiden Jahren zuvor. Und der Trend könnte weiter anhalten: Innerhalb der Milliardenbevölkerung besitzen noch weitaus weniger Menschen einen eigenen Pkw als in Europa oder in den USA. Für 2014 rechnet der Verband der chinesischen Autobauer mit einem Plus von acht bis zehn Prozent.  www.caam.org.cn

bieten zu wollen. Um dieses Ziel zu erreichen, will BMW noch in diesem Jahr gemeinsam mit dem deutschen Zulieferer Continental eine Prototypen-Flotte aufbauen, die dann ab 2015 europaweit zum Einatz kommen soll. Durch die Versuchsfahrten erwartet man sich im Konzern nicht nur wichtige Rückschlüsse für die weitere Entwicklung entsprechender Fahrzeuge, sondern auch einen Schub für die Entwicklung der für die Technologie benötigten Assistenzsysteme. Dadurch soll auch eine schrittweise Einführung selbstfahrender Technologien ermöglicht werden, indem Autofahrer schon innerhalb

der kommenden zehn Jahre teiautonome Assistenzsysteme wie Ausweichassistenen für Notsituationen oder Abstandsregeltempomaten mit automatischer Überholfunktion nutzen können.

Gesetzliche Voraussetzungen Eine wichtige Voraussetzung für die Einführung selbstfahrender Fahrzeuge sind auch entsprechende gesetzliche Regelungen. Auch dahingehend erhofft sich BMW durch die Prototypen und deren Erprobung wichtige Entwicklungsschritte.  www.bmwgroup.com

© BMW

Moritz Kolar

In Zukunft sollen Autofahrer bei BMW nicht mehr selbst das Fahrzeug steuern müssen.

WENN

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GUIDE. Die guten GUIDES von

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Die besten Adressen, Termine und Tipps — für Liebhaber automobiler Tradition

© EPA/Diego Azubel

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2013 wurden in China knapp 22 Mio. Autos neu zum Verkehr zugelassen.


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AlS HybriD, bEnzin oDEr DiESEl Mehr Fahrspaß, weniger Emission

07.01.14 12:14


M ode l l & H a n de l

26 – automotivebusiness

Freitag, 17. Jänner 2014

Dacia Logan MCV Der Logan MCV wurde von der Großraumlimousine zum ausgewachsenen Kombi

short

Kombifahren muss nicht wirklich teuer sein

Sondermodell für die Großraumlimousine

© Volkswagen

Nicht nur preislich überzeugt der neue Dacia Logan MCV. Auch in Sachen Praktikabilität und Komfort. Gregor Josel

Neuer Multivan „Generation“ mit bis zu 3.300 Euro Preisvorteil.

Wien. Der Markenwandel den Dacia in den letzten Jahren vollzieht ist durchaus beeindruckend. Das komplette Modellportfolio der Marke überzeugt ebenso wie die jeweiligen Qualitäten der Fahrzeuge. Natürlich punktet die rumänische Renault-Tochter vor allem mit unverschämt günstigen Einstiegspreisen, doch speziell beim neuen Logan MCV zeigt sich abermals, dass günstig keineswegs billig sein muss. Denn der neu gestaltete und mehr auf Kombi getrimmte Logan leistet sich im ersten intensiven Test keinerlei Patzer.

Wien. Volkswagen Nutzfahrzeuge erweitert seine attraktive „Generation“-Sondermodellreihe um ein weiteres Modell. Nach dem California Generation ist ab sofort auch der Multivan in der Neuauflage der Generation-Modelle erhältlich. Der Multivan-Generation ersetzt den Multivan Life und zeichnet sich durch ein umfangreiches Ausstattungspaket aus. Die Serienausstattung wartet mit zahlreichen Highlights auf. So sind beim Multivan Generation u.a. neue 17 Zoll-Leichtmetall-Räder „Timaru“, 3-Zonen-Klimaanlage „Climatronic“, Sitzheizung für Fahrer- und Beifahrersitz, „Licht & Sicht“-Paket, ParkPilot vorn und hinten, Nebelscheinwerfer mit Chromeinfassung inkl. Abbiegelicht, Radio „RCD 310“ mit digitalem Radioempfang, Multimediabuchsen, Multifunktionsanzeige „Premium“, Multifunktionslederlenkrad und Schaltknauf mit farbigen Nähten sowie das Dämmglaspaket mit verbesserter Außengeräuschdämmung inkl. dunkel eingefärbte Scheiben im Fahrgastraum serienmäßig mit an Bord. Der Multivan Generation ist ab 51.320 € bestellbar und bietet im Vergleich zum gleich ausgestatteten Multivan Comfortline einen Preisvorteil von rund 3.300 €. www.volkswagen.at

Optisch wurde das neueste Modell der Dacia-Familie mehr in Richtung Kombi getrimmt. War der erste Logan MCV noch eher eine Art Großraumlimousine à la Renault Kangoo, ist der Neue mit einer Höhe von 1.550 mm und einer Länge von knapp 4,5 m ein waschechter Kombi geworden. Designseits fügt sich der neue Logan MCV bestens in das aktuelle DaciaPortfolio ein. Die kompakt gestaltete Front wirkt robust und bullig, die Seitenansicht durchaus elegant, und der Abschluss, in Form des gut gelungenen Hecks, sehr modern. Die Heckleuchten trägt der Dacia in einteiligem Stil, die Ladeluke öffnet somit komplett, der fesche Logan MCV ist eben zu beladen. Das Gepäckabteil des Kombis fasst nach VDA-Norm 573 l, bei umgeklappter Rückbanklehne steigt das Ladevolumen auf 1.518 l. Wird zusätzlich die Rückenlehne des Beifahrersitzes nach vorn geneigt, stehen 2,736 m Ladelänge zur Verfügung. Bei StandardBestuhlung ist der Sitzkomfort in

Anspruchsvolles ­Konzept-Coupé

© Peter Otto/CG Eyedream

Mehr Kombi als Van

Neue Designsprache: Die Front wirkt kompakt und robust, die Seitenansicht elegant und die Heckansicht überraschend modern.

zweiter Reihe zwar nicht übermäßig ausgeprägt, aber durchaus akzeptabel. Einziger kleiner Kritikpunkt: Großgewachsene Fahrer mögen sich ab und zu am Verbau der Mittelkonsole in Höhe des rechten Knies stören. Der Testwagen in der Ausstattungsvariante Lauréate verfügt im Cockpit über insgesamt 13 praktische Ablagen, die all in bis zu 16,7 l an Staumöglichkeiten bieten. Die Verarbeitung im Inneren ist auf hohem Niveau, die gewählten Materialien wirken keineswegs billig, selbst das verbaute Hartplastik zeigt sich robust und vergleichsweise geschmeidig. Besonders auffällig ist das niedrige Geräuschniveau im neuen Logan MCV: Selbst bei hohem Au-

tobahntempo bleibt es im Inneren angenehm ruhig. Der Testwagen ist mit verschiedenen Extras ausgestattet. Unter anderem ist das InfotainmentSystem „Media Nav“ mit an Bord, das um sensationelle 212,16 € auf der „Extras“-Preisliste steht. Das Gerät lässt sich per Lenkradfernbedienung oder sehr intuitiv per 7 Zoll (18 cm)-Touchscreen-Monitor bedienen. Neben der Audio-Funktion, Bluetooth-Schnittstelle sowie USB- und AUX-Anschluss ist in das Media-Nav eben auch ein Navigationssystem mit hohem Bedienkomfort integriert. Ebenfalls mit dabei im Testwagen sind folgende Extras: Das Komfortpaket mit Tempomat, Lederlenkrad und Schalthebel, eine

Klimaanlage, eine Einparkhilfe hinten, elektrische Fensterheber hinten und die 15 Zoll-Leichtmetallfelgen. Der Basispreis für den Logan MCV Lauréate dCi 90 liegt bei 12.590, mit allen beschriebenen Extras kommt der Logan MCVTestwagen auf rund 14.700 €, was angesichts der tollen Ausstattung noch immer als echtes Schnäppchen zu bezeichnen ist. Mit seinem 90 PS-Diesel ist der MCV durchaus adäquat motorisiert und mit einem Durchschnittsverbrauch von gerade mal 5,5 l vor allem sehr sparsam. Mit dem neuen Logan MCV hat Dacia tolle Arbeit geleistet und beweist, dass man auch auf niedrigem Preisniveau hohe Qualität bieten kann. www.renault.at

Mercedes-Benz A 45 AMG Die böseste Dose, die Mercedes je brachte, ist eine A-Klasse mit 360 PS und 4matic

© Volvo

Böser Baby-Benz mit Ecken und Kanten Wien. Mutti wird dich rechtzeitig hören, um die Suppe warmzustellen, wenn du in die heimische Nachbarschaft einbiegst, so viel steht fest. Es gab nie einen lauteren, brachialeren, auffälligeren, rüpelhafteren, so gar nicht zum restlichen Portfolio passenden Mercedes wie diesen. Wenn die sonst per AMG-Signet veredelten Baureihen auf kraftvolles Understatement machen und die bösen

Volvo zeigt ein anspruchsvolles neues Concept XC-Coupé.

Ghettostyle mit Hirn Ganz so einfach lässt sich ein Hochleistungssportwagen mit

dem Stern am Kühlergrill – und das ist der A 45 AMG zweifellos – dann aber auch wieder nicht abkanzeln. Schließlich ist hier nobelste Technik verbaut. Alles vom Feinsten, von Motor über Auspuff und Fahrwerk bis Getriebe, selbst ein Allradantrieb des bewährten 4matic-Systems wurde dem kleinen Schlimmen verpasst. Derlei braucht er auch, um seine Urgewalt effizient auf die Straße und um die Kurve zu werfen. Obwohl in letzterem Punkt der unvermeidlich kurze Radstand dem Wesen des benzschen Allradstrangs ein wenig widerspricht, wie sich in engen Kurven bald zeigt.

Engagierter Auftritt

© Stockwerk Racing Team

Schwechat. Inspiriert vom Design neuer Sportausrüstung, demonstriert das Volvo Concept XC Coupé, welche Möglichkeiten die neue Produktarchitektur SPA bietet. Das zweitürige und viersitzige Coupé greift das Design des Volvo Concept Coupé auf, das auf der IAA gezeigt wurde. Die Räder im 21 Zoll-Format, die stärker herausgearbeiteten Radhäuser und die höhere Dachlinie tragen allerdings zu einer robusteren Optik bei, die das Potenzial des Fahrzeugs betont. Auffällige Details wie die neue Motorhaube und die Gürtellinie, die das gesamte Fahrzeug in einem eleganten Schwung umspannt, unterstreichen diesen Eindruck. Dabei bildet auch beim neuen Konzeptfahrzeug der vergrößerte Abstand zwischen der Armaturentafel und der Vorderachse ein kraftvolles visuelles Element. www.volvocars.com

Audis, BMWs oder Jaguars wirklich erst wenns darauf ankommt furchtbar nassmachen, zeigt der AMG-A schon von Weitem, welchen Wesens er ist: Wäre er ein Ford, könnte man „Krocha“ zu ihm sagen …

Der Mercedes A 45 AMG leistet 360 PS und braucht auf 100 km/h bloß 4,6 Sekunden.

Aber rein optisch werden in Sachen Straßensport keine Gefangenen gemacht. Dieses Auto scheint schon jetzt auf eine fixe Teilnahme in der nächsten Folge von „The Fast and the Furious“ hingestylt, Heckflügel aufgesetzt inklusive. Ob man derlei wirklich braucht, wenn man an der angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 250

km/h kratzt, haben wir nicht ausprobiert, man bekommt schließlich schon bei 135 km/h eine Höllenangst. Wohlgemerkt nicht vorm Abfliegen, sondern davor, bereits viel zu teuer, weil illegal unterwegs zu sein. Für derlei Albträume sorgt ein Auspuffgeboller, das man sich einst nicht mal am guten, alten Zweier-GTI-16V zu inszenieren getraut hätte. Weiß der Himmel, wie es Mercedes damit durch ­Typisierungsstellen geschafft hat. Jedenfalls wirst du an der Kreuzung von Mitbewerbern juveniler Natur stets dazu aufgefordert, feste Gas zu geben, auf dass sie was zu hören kriegen (geht freilich nicht: Auch ein Rüpel-Benz leistet sich dieser Tage ein StartStopp). Fazit: Es ist eindeutig die junge Klientel, die Mercedes mit diesem Auto begeisterungsmäßig abgreift. Weil sich diese aber von einem Einstiegspreis von 55.060,61 € eher abgestoßen fühlen wird, fällt auch nicht mehr besonders ins Gewicht, dass unser schöner Testwagen, so wie er da stand, satte 88.000 € gekostet hätte. www.mercedes.at


I n n ovati on & U m w e lt

Freitag, 17. Jänner 2014

automotivebusiness – 27

Mercedes-Benz Der deutsche Hersteller erleichtert mit QR-Codes den Zugriff auf die Rettungskarten seiner Fahrzeuge

short

QR-Codes in Autos sollen Menschenleben retten

Neue Möglichkeiten dank virtual cockpit

© Audi

Seit Ende 2013 erfolgt der Abdruck serienmäßig in allen neuen Autos – alte können nachgerüstet werden. Moritz kolar

Alles im Blick: die digitale Anzeige am MMI-Monitor im neuen Audi TT.

Las Vegas. Audi zeigte auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas erstmals den Innenraum des neuen TT und geizt dabei nicht mit Innovationen. „Der neue Audi TT macht die Technik für den Fahrer noch besser erlebbar“, sagte Ulrich Hackenberg, Vorstand für Technische Entwicklung der Audi AG, bei der Präsentation. „Dazu startet mit ihm eine neue Generation von Elektronik- und connectivity-Features.“ Im Fokus steht dabei das Virtual Cockpit. Das volldigitale Kombiinstrument präsentiert alle Informationen direkt vor dem Fahrer, der zentrale MMIMonitor ist somit nicht mehr notwendig. Der Fahrer kann zwischen zwei Anzeigemodi umschalten. In der klassischen Ansicht stehen Tacho und Drehzahlmesser im Vordergrund, im „Infotainment“-Modus sind die virtuellen Instrumente kleiner. Auf der Fläche, die dadurch entsteht, erhalten Funktionen wie die Navigationskarte eine große Bühne. www.audi.de

© Mercedes-Benz

Serienmäßig

Damit der QR-Code leicht auffindbar ist, bringt ihn Mercedes als Aufkleber in der Tankklappe und gegenüber an der B-Säule an.

„Mit dem elektronischen Zugriff via QR-Code bietet Mercedes-Benz eine Lösung an, die bei einer Rettung von Unfallopfern unterstützen kann“, sagt Christian Treiber, Director Service & Teile Pkw bei Mercedes-Benz Global Service & Parts. „Die Rettungs-Sticker können für Gebrauchtfahrzeuge einfach nachgerüstet werden. Diesen Zugewinn an Sicherheit bieten wir damit nicht nur den Besitzern neuer Mercedes-Benz Fahrzeuge an.“ Denn der QR-Code ist seit Ende 2013 serienmäßig in jedem neuen Mercedes-Benz-Pkw integriert, bei smart seit Jänner dieses Jahres. Nun kann der QR-Code auch in allen Mercedes-Benz und smart-Pkw-Gebrauchtwagen ab dem Baujahr 1990 in autorisierten Mercedes-Benz- und smart-

Werkstätten angebracht werden. Treiber: „In vielen Ländern bieten wir unseren Kunden den QR-Code Nachrüst-Service kostenlos an.“

Rettungskarte rasch abrufbar Damit der Code leicht auffindbar ist, bringt ihn Mercedes-Benz als Aufkleber in der Tankklappe und auf der gegenüberliegenden B-Säule an. Diese zwei Bereiche sind gemäß der Unfallforschung von außen leicht erreichbar und nur in seltenen Fällen beide gleichzeitig schwer beschädigt. Das aus weißen und schwarzen Flächen bestehende Symbol zum Einscannen ist heute nahezu überall, auf Werbeplakaten, auf Verpackungen und sogar auf Visitenkarten zu finden. Es handelt sich um eine Zeichen-

kette, die als „Quick Response“ fungiert und den Nutzer auf hinterlegte Adressen im Internet leitet. Durch das Scannen des Codes mit einem Smartphone oder Tablet PC kann die Rettungskarte bei bestehender Internetverbindung schnell verfügbar sein und unterstützt mit sicherheitsrelevanten Fahrzeuginformationen. Die Rettungskarte ist ab sofort in sieben, ab Februar in 23 Sprachversionen verfügbar und wird gemäß der Spracheinstellung des mobilen Endgeräts angezeigt. Bei fehlender Landessprache wird auf eine englische Version zurückgegriffen. Bis voraussichtlich Ende Juni 2014 wird darüber hinaus eine speziell für Rettungskräfte entwickelte App zur Verfügung stehen, mit welcher die Rettungskarten auch bei fehlender mobiler

Internetverbindung angezeigt werden können.

Additives Info-System Mercedes-Benz hat auf eine Patentanmeldung verzichtet, um das System breit verfügbar zu machen. Der QR-Code ergänzt die schon bestehende, vom VDA/VDIK entwickelte, herstellerübergreifende Kennzeichenabfrage. Dabei fragen die Rettungskräfte Fahrzeugdaten an, die beim Kraftfahrbundesamt (KBA) über das Kennzeichen hinterlegt sind. Eine spezielle Software ermöglicht hier die Zuordnung der KBA-Fahrzeugdaten zu den Rettungsdatenblättern einer jeden Baureihe und ist in der Datenbank der Rettungsleitstelle hinterlegt. www.mercedes-benz.com

Anlaufzeiten sollen reduziert werden

© dpa/A3803 Jochen Lübke

Stuttgart. Bei einem Unfall mit stark beschädigtem Auto müssen die Rettungskräfte zunächst die Insassen aus dem Fahrzeug befreien. Die Rettung kann bei fehlenden Fahrzeuginformationen für alle Beteiligten gefährlich werden. Deshalb ist für die Unfallhelfer ein schneller Zugriff auf die Rettungskarte sehr wichtig. Sie enthält alle fahrzeugspezifischen Konstruktionsdetails, wie die Lage von Airbags, Batterie und Tanks, um beispielsweise eine Rettungsschere risikoarm einsetzen zu können. Rettungskarten werden bereits heute von allen Herstellern für jeden ihrer Fahrzeugtypen bereitgehalten. Daimler ist aber nun der weltweit erste Hersteller, der für seine Pkw einen Direktzugriff auf die fahrzeugspezifische Rettungskarte mittels QR-Code anbietet.

Mit dem neuen Try-out-Verfahren sollen Autos rascher in Serie gehen.

Test Eine Untersuchung der Zeitschrift Auto Bild zeigt für Elektroautos im Winter stark eingeschränkte Reichweiten

Der Winter engt den Spielraum deutlich ein raschend ist allerdings der Grad der Einschränkung, der sich aus Minusgraden ergibt und den die Zeitschrift Auto Bild nun in einem Kältetest bei fünf Elektromodellen untersucht hat. Bei winterlichen Bedingungen mussten sich der BMW i3, Tesla

Model S, Nissan Leaf, Renault Zoe und Mitsubishi i-MiEV in sieben Disziplinen beweisen: Bremsen, Traktion, Handling, Heizen, Reichweite, Sicherheitsausstattung und Preis. Besonders beim Reichweiten-Test zeigten sich teils dramatischen Einschränkungen. Bei vier

© Auto-Medienportal.Net/Manfred Zimmermann

Hamburg. Niedrige Temperaturen bringen Elektroautos an den Rand der Nutzbarkeit. Das ist keine überraschende Erkenntnis, weil deren Batterien im Winter mehr Verbraucher versorgen müssen, ihre Chemie wegen der Kälte aber weniger leistungsfähig ist. Über-

Die Reichweite von Teslas Elektrofahrzeug Model S verringert sich laut Auto Bild-Test im Winter von 502 auf 206 Kilometer.

von fünf Testkandidaten sackte die Reichweite auf unter 70 Kilometer ab. Nur der Tesla brachte es aufgrund seines gewaltigen 85-kWhAkkus auf mehr als 200 Kilometer, was aber trotzdem deutlich unter der offiziell angegebenen Reichweite von 502 Kilometer liegt. Beim Renault Zoe reichte der Akku sogar nur für 58,9 Kilometer anstelle der 100 bis 150 Kilometer im Sommerbetrieb, und beim Nissan Leaf für 69,1 Kilometer anstatt der üblichen 199 Kilometer. Der BMW i3 brachte es im Winter auf eine ähnlich geringe Reichweite von 61,4 Kilometer (normal 130 bis 160 Kilometer) und der Mitsubishi i-MiEV auf 61,3 Kilometer (normalerweise 150 Kilometer). Laut den Testern der Zeitschrift kann dadurch das Pendeln zur Arbeit an kalten Wintertagen zum riskanten Rechenexempel werden, vor allem, wenn Pendler-Staus oder Umleitungen drohen. Insgesamt brechen die Reichweiten bei Kälte, verglichen mit Angaben auf den Internetseiten der Hersteller, um rund 60 bis 70 Prozent ein.  www.autobild.de

Chemnitz. Die langwierigen Anlaufzeiten im Karosseriebau bereiten Autoherstellern zunehmend Probleme: Sie müssen die Fertigungsanlagen an die jeweils neuen Bauteile anpassen. Das ist sehr zeitaufwendig. Um einzelne Elemente zusammenzubauen, spannen die Hersteller diese in typspezifische Spannvorrichtungen und schweißen sie zusammen. Dabei kommt es auf Genauigkeit an. Bei jedem neuen Fahrzeugmodell kann es mehrere Monate dauern, bis die Anlage optimal eingestellt ist. Die Vorserie hilft dabei nur wenig, denn die dort verwendeten Spanner haben nichts mit den später eingesetzten gemein. Das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz hat nun aber eine Vorrichtung entwickelt, mit der sich bereits ermittelte Parameter direkt auf die Serienproduktion übertragen lassen. „Wir hoffen, die Anlaufzeiten damit um bis zu 50 Prozent reduzieren zu können“, so Marco Breitfeld vom IWU. Das verwendete Verfahren heißt Try-out und wird bereits im Presswerk angewendet. www.fraunhofer.de


r u n d u m s au to

28 – automotivebusiness

short

Nissan Qashqai ist „Car of the Year 2014“

Freitag, 17. Jänner 2014

Continental Eine Studie des Zulieferers zeigt: Akzeptanz autonom fahrender Autos unter Autofahrern ist schon jetzt hoch

Automatisiertes Fahren eröffnet sehr viele Vorteile

© Nissan

Entsprechend den Wünschen der Kunden sollen erste teilautonome Systeme ab 2016 eingeführt werden.

Sicherheit wird bei Volvo weiter groß geschrieben Washington. Im vergangenen Jahr haben zahlreiche Ergebnisse diverser SicherheitsOrganisationen aus aller Welt unterstrichen, dass Volvo beim Thema Automobilsicherheit weit vorn liegt. Jüngst erzielte der S80 in den USA die Bestwertung „Top Safety Pick+“ des Instituts für Verkehrssicherheit IIHS (Insurance Institute for Highway Safety). Bereits die Volvo-Modelle S60, XC60 und XC90 hatten im Jahr 2013 die „Top Safety Pick+“-Wertung vom IIHS erhalten, nachdem das Institut 2012 einen SmallOverlap-Crashtest in die Testbedingungen aufgenommen hatte. www.volvocars.com

© Honda

DCT-Technologie für neue Honda CTX 700 N

Die CTX 700 N wird von einem 35 kW/48 PS Zweizylinder angetrieben.

Wien. Honda wird die ab Februar erhältliche CTX 700 N serienmäßig mit dem Doppelkupplungsgetriebe ausliefern. Es handelt sich um die zweite Generation der DCT-Technologie (Dual Clutch Transmission) und das sechste Honda-Modell, das mit dem automatisierten Schaltgetriebe erhältlich ist. Die weiter verbesserte Steuerungssoftware erkennt in der zweiten Entwicklungsstufe den jeweiligen Fahrstil und wählt aus hinterlegten Programm-Algorithmen stets den am besten passenden Gangwechsel aus. www.honda.at

Hohe Akzeptanz 76 Prozent der Befragten in der von Continental publizierten Mobilitätsstudie 2013 sprechen sich für automatisiertes Fahren bei langen Fahrten aus, 70 Prozent für die Nutzung in Staus auf der Autobahn, 39 Prozent bei Stadtfahrten, 36 Prozent bei Überlandfahrten und 27 Prozent für alltägliche Wege. Nach der eigenen Nutzungsabsicht befragt, möchten sich deutsche Autofahrer vor allem durch Autobahnbaustellen (69 Prozent) und Staus (54 Prozent) chauffieren sowie ihr Fahrzeug automatisiert in Parkhäusern (46 Prozent) einparken lassen. „Diese Bedürfnisse passen bestens zu den Entwicklungsmöglichkeiten der kommenden Jahre. Denn teilautomatisierte Fahrzeuge werden im ersten Schritt Fahrten durch Baustellen und Staus auf der Autobahn bewältigen, gefolgt von der Möglichkeit,

Bequeme Zukunftsvision: Während der Autofahrt können in Zukunft alle Passagiere lesen, E-Mails schreiben oder telefonieren.

sein Fahrzeug in einem Parkhaus automatisiert einparken zu lassen“, sagt Continental-Vorstandsvorsitzender Elmar Degenhart.

den die Folge sein. Außerdem wird der Verkehr in Zukunft sicherer werden, wenn der Unsicherheitsfaktor Mensch wegfällt. Denn für über 90 Prozent aller Unfälle ist der Mensch verantwortlich“, betont Rößler, Leiter des Fraunhofer Anwendungszentrums für energetische und informationstechnische Schnittstellen von Mobilitätssystemen. Laut Continental-Studie waren mehr als die Hälfte der befragten deutschen Autofahrer (59 Prozent) schon einmal in einen Unfall involviert. Häufigste Unfallart sind dabei Auffahrunfälle (44 Prozent). „Notbremsassistenten sind für alle Fahrzeugklassen verfügbar. Auffahrunfälle können damit in vielen Fällen ganz vermieden werden. Durch erste Rabatte bei

Sicherer unterwegs sein Den Trend zum teil- und vollautomatisierten Fahren bestätigt auch Andreas Rößler von der Fakultät Informationstechnik der Hochschule Esslingen: „Der verstärkte Einsatz von elektronischen Fahrerassistenzsystemen wird die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. Ich bin überzeugt, dass sich der Trend zum vollautomatisierten Fahrzeug fortsetzen wird. Bei autonom fahrenden Autos wird sich der Verkehrsdurchfluss erhöhen, und weniger Staus wer-

Versicherern für mit Notbremsassistenten ausgestattete Fahrzeuge werden diese Systeme künftig Einzug in alle Fahrzeugklassen halten“, zeigt sich ContinentalVorstandsmitglied Frank Jourdan überzeugt.

Schrittweise Einführung Continental geht davon aus, dass die Opferzahlen im Straßenverkehr durch das automatisierte Fahren erheblich gesenkt werden können. Ziel ist die schrittweise Automatisierung bis 2025. Ab 2016 könnten bereits teilautomatisierte Systeme Fahrer in Stopp & Go-Situationen bis 30 Stundenkilometer auf der Autobahn entlasten. www.conti-online.com

AutoBank Der österreichische Kfz-Finanzierer bietet neuerdings auch Finanzdienstleistungen an

Neues Angebot rundet Kernbereich ab Wien. Die in Frankfurt börsenotierte Wiener AutoBank steigt ins Factoring-Geschäft ein und hat wie im Juli angekündigt zum 1. Jänner die 51%-Mehrheit an der deutschen Adesion Factoring GmbH erworben. Damit werden neben der Kfz-Finanzierung ab sofort auch Finanzdienstleistungen für andere Branchen angeboten, teilte das Unternehmen mit. Als Nächstes folgen Factoringdienstleistungen in Österreich.

Gesamtübernahme geplant Adesion mit Sitz in der Daimlerstadt Schorndorf, 25 km östlich von Stuttgart gelegen, werde unter der Leitung des Gründers und Geschäftsführers Alexander Dreher als eigenständige Gesellschaft in der AutoBank-Gruppe geführt. Ziel sei die Gesamtübernahme in den kommenden drei Jahren, hatte es bereits im Juli geheißen. Das Ankaufsvolumen lag 2013 bei rund 150 Mio. €. „Als etablierter Player mit langjähriger Factoringerfahrung in allen Branchen ist die Adesion Factoring GmbH für uns

der ideale Partner für den Einstieg in das Wachstumsfeld Factoring“, so AutoBank-Vorstand Markus Beuchert. Die Adesion Factoring werde sich weiter auf kleine und mittlere Unternehmen konzentrieren, das Branchenspektrum ab sofort durch die bisherigen Kunden der AutoBank, die Autohäuser, ergänzt, heißt es in einer Pressemitteilung. Entwickelt worden sei zudem ein spezielles Produkt für Autohäuser mit angeschlossenen Subhändlern für die Ersatzteilversorgung.

er Nachholbedarf, da es aufgrund der Notwendigkeit einer Vollbanklizenz nur eine extrem niedrige Anbieterzahl gibt“, so AutoBankVorstand Gerhard Dangel. In der kleinteiligen Unternehmensfinanzierung im Mittelstand sehe man für die nächsten Jahre

großes Wachstumspotenzial, das von vielen Großbanken vernachlässigt worden sein, so Aufsichtsrats-Chef Eduard Unzeitig. „Die AutoBank wird sich zum breiter aufgestellten Mittelstandsfinanzierer entwickeln.“  www.autobank.at

Strategische Stoßrichtung Die AutoBank bewege sich in Österreich und Deutschland mit dem Neuerwerb zum ersten Mal „ganz bewusst außerhalb ihres angestammten Finanzierungsobjekts – dem Auto“. Dies werde auch in den nächsten Jahren die strategische Stoßrichtung sein, ohne dabei den bisherigen Kernbereich zu verlassen. „Als Nächstes werden wir unsere Factoringleistungen in Österreich anbieten. Hier besteht auf der Marktseite ein groß-

© Panthermedia.net/Ralf Kalytta

London. Der in zweiter Generation komplett neu entwickelte Nissan Qashqai hat die Auszeichnung „Car of the Year 2014” des britischen Fachmagazins What Car? erhalten. Der Crossover holte sich neben dem Gesamtsieg auch die Trophäe in der Kategorie „KompaktSUV”. „Green Car of the Year 2014” wurde der BMW i3, der kürzlich bereits das gemeinsame Umweltranking vom Institut Ökotrend und der Zeitschrift Auto Test gewonnen hat. Chefredakteur Chas Hallett: „Der Qashqai bereichert das Segment um ein innovatives und hochwertiges Angebot; sein Interieur steht seinem stilvollen Äußeren in nichts nach und prädestiniert den Nissan zum idealen Familienfahrzeug.“  www.carmagazine.co.uk

Hannover. Staus, Berufsverkehr, Baustellen, Parkplatzmangel – immer mehr Menschen empfinden den alltäglichen Verkehr als Stress. Entsprechend aufgeschlossen stehen sie dem automatisierten Fahren gegenüber, wie eine aktuelle Umfrage des deutschen Automobilzulieferers Continental unter deutschen, amerikanischen, japanischen, chinesischen, französischen, indischen und brasilianischen Autofahren sowie Verkehrspsychologen, Juristen und Automobilexperten zeigt. SMS schreiben, telefonieren, E-Mails checken oder einfach den Gedanken freien Lauf lassen, während das Fahrzeug sicher dem Ziel entgegen fährt – das klingt für viele Autofahrer verlockend.

© Panthermedia.net/Arne Trautmann

Moritz kolar

Der Nissan Qashqai wurde vom What Car?-Magazin ausgezeichnet.

AutoBank: Der Kernbereich „Autofinanzierungen“ soll weiterhin im Fokus bleiben.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 17. jänner 2014 – 29

financenet Fristverlängerung kam auch für Jean-Yves Jacquelin (Erste) überraschend  Seite 33

onlineangebot erweitert © Foto Wilke

© Erste Group

sepa kommt im sommer

Erich Leiß baut den Service der Wiener Städtischen deutlich aus  Seite 34

neuer boss s versicherung in kärnten © s Versicherung

Nun kommt die große US-Konjunktur-Surprise

ATX 8.–15. Jänner 2014

ATX (15.1.)

2.729,07

Wochentop Wochenflop

WIE ANDR

2,24% 9,34% -9,25%

Top 5 ATX Prime Wienerberger 9,34% Telekom Austria 6,60% RHI 5,44% Zumtobel 5,43% Erste Group Bank 5,39% Flop 5 ATX Prime Andritz -9,25% Warimpex -3,82% Century Casinos -1,57% Flughafen Wien -1,50% AT&S -1,20%

DAX

9.733,81

Wochentop Wochenflop

LHA SAP

2,48% 16,09% -2,51%

Top 5 DAX Deutsche Lufthansa 16,09% Deutsche Bank 10,16% RWE 9,85% K+S 9,83% Commerzbank 7,16%

Heiter bis sonnig Gute Aussichten für 2014 – Analysten wie Peter Brezinschek von Raiffeisen, aber auch jene der Bank Austria erwarten Wachstum. Rund läufts auch über dem Atlantik: Die Zinsen könnten in den USA schon bald wieder steigen. Signale erwartet man von der neuen Fed-Chefin Janet Yellen.  Seite 30

Flop 5 DAX SAP -2,51% Linde -1,07% Lanxess -0,60% Infineon -0,10% Adidas 0,03%

Vorarlberger Regionalbanken Bankenabgabe höher?

inhalt

Im Ländle ist man nicht erfreut

Finance:Cover > Pensionskassen erwirt­ schaften 5,14 Prozent Plus30

© Raiffeisenbank

Fonds:Park > Erste Asset Management: Geänderte Anforderungen 31 > ING bringt neuen ­Hartwährungsfonds  31 > smart invest: Risiko­ management über alles  32 Banking/Insurance:Watch > 10-Euro-Banknote kommt 33 > Slowakei begibt 15jährige Staatsanleihe  33 > Spindelegger dreht der ÖVAG den Geldhahn zu  33 > „Gläserner Autofahrer”  34

Raiffeisen Leasing Leasing Life European Award 2013

Wilfried Hopfner, Obmann der Vor­ arlberger Banken: teurer für Kunden.

Bregenz/Feldkirch. Geht es nach der neuen Bundesregierung, sollen insbesondere die Regionalbanken wesentlich mehr zur Stabilitätsabgabe beitragen als bisher. Dagegen wehrt sich Wilfried Hopfner, Obmann der Vorarlberger Banken in der Wirtschaftskammer und Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg: „Wir verlangen eine Zweckwidmung der Bankenabgabe, sprich eine Anrechnung auf die Einlagensicherungsfonds, sowie eine geringere Belastung für Regionalbanken.“ Das Vorhaben der Regierung führe zur Verteuerung der Finanzierung der heimischen Wirtschaft.  (red)

Ein einziges aus Österreich gewann

© timetric London/Vicki Walker

DAX (15.1.)

© EPA/Michael Reynolds; K. Keinrath; EPA/Justin Lane

8.–15. Jänner 2014

Raiffeisen-Bereichsleiter Roland Maslo (li.) nahm den Preis in Berlin entgegen.

Berlin. Zum siebenten Mal in Folge wurden die „Oscars der LeasingBranche“, die Leasing Life European Awards, die renommierten Branchenpreise des britischen Fachmagazins Leasing Life, im Grand Hyatt-Hotel in Berlin vergeben. Raiffeisen-Leasing wurde als einziges österreichisches Unternehmen ausgezeichnet. Insgesamt waren 34 internationale Teilnehmer mit 45 Einreichungen in acht verschiedenen Kategorien angetreten. Raiffeisen-Leasing erhielt den Leasing Life European Award in der neu eingeführten Kategorie „Green Finance Transaction of the Year“. (ots)


f i n a n c e : c ov e r

30 – financenet

Freitag, 17. Jänner 2014

financenet@medianet.at

Konjunkturaussichten Börsen angesichts weiter niedriger Zinsen noch attraktiv, so Raiffeisen-Analyst Brezinschek

kolumne

Rückenwind für Börsen

Der lange Marsch der Optimisten

Zentraleuropa wird heuer besser abschneiden als Russland und die Ukraine, glauben Analysten. Wien. Endlich stehen die Signale auf Aufwind: Die Weltbank hat dank positiver Entwicklung in den Industriestaaten die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft 2014 von 2,4 auf 3,2 Prozent erhöht. 2015 werde das Plus 3,4 Prozent betragen, 2016 sollen es dann sogar 3,5 Prozent werden. „2014 steht in Europa, aber auch global gesehen, ganz im Zeichen der Konjunkturerholung“, glaubt auch Peter Brezinschek, Leiter von Raiffeisen Research der Raiffeisen Bank International (RBI). Für die Eurozone bringt das neue Jahr mit Basel III nicht nur eine Vielzahl von neuen Regelungen, sondern mit Lettland auch ein neues Mitglied. Auf den globalen Märkten kommt es durch den Rückzug des amerikanischen Anleihenkaufprogramms zu einem Ende der Liquiditätsschwemme. Die Emerging Markets außerhalb Europas dürften im ersten Quartal freilich tendenziell hinter den etablierten Märkten zurückbleiben. Allerdings werde die Entwicklung differenziert ausfallen, denn reformorientierte Länder werden weiterhin höhere Performancegewinne aufweisen

Reinhard krémer

A

USA und der Eurozone dürften wegen der Konjunkturbeschleunigung im Jahresverlauf weiter ansteigen. Das Chancen/Risiko-Verhältnis für globale Aktien scheint den RBI-Analysten freilich noch ausgewogen. Dabei beschränke die Ausreizung des Gewinnzyklus das

ls der chinesische Führer Mao Tse Tung seine Truppen zum sogenannten Langen Marsch vergatterte, wusste er, wie die Geschichtsschreibung heute weiß, eigentlich nicht so recht, wohin dieser führen würde. Die Situation ist nicht unähnlich jener von Wirtschaftsweisen und Analysten im Gefolge der Staatsführer im „Status post crisis“: Man weiß nicht, wo und wann der Zirkus enden wird – man ist sich nur sicher, dass man ans Ziel will. Zurück zur Ruhe nämlich. Die scheint man nun erreicht zu haben: Wie sich die Wellen in einem See, in den man einen Stein geworfen hat, nach einer Weile wieder glätten, so hat sich die Situation an der Finanzfront beruhigt – vordergründig zumindest. Denn unter der ruhigen Oberfläche lauert nicht Nessie, sondern die Gefahr einer Deflation, die Japan mehr als zwei Jahrzehnte lang plagte. Eine andere Gefahr ist ebenfalls nicht gleich sichtbar, nämlich die, dass sich die Staaten auf Kosten ihrer Bürger entschulden – in Diskussion sind hier eine deftige Zwangsabgabe auf alle Sparvermögen, niedrige Zinsen für die nächsten zehn Jahre ohne Inflationsausgleich und ähnliche Grausamkeiten. Doch zur Zeit schaut´s gut aus, und wir wollen uns die gute Stimmung durch diese Horrorszenarien nicht verderben lassen.

„Wir erwarten den Höhepunkt der globalen Wachstumsdynamik Anfang 2015“, so Brezinschek. Für Österreich rechnet er mit einer weiteren Belebung. „Für 2014 gehen wir von einer Wachstumsbeschleunigung auf 1,5 Prozent nach 0,3 Prozent in 2013 aus, gefolgt von 2,3 Prozent im Jahr 2015.“ Auch die Bank Austria glaubt, dass die österreichische Wirtschaft heuer zulegen wird: um 2 Prozent, so die Prognose laut jüngstem BA-Konjunkturindikator. Das Schlussquartal 2013 habe einen spürbaren Anstieg des Bruttoinlandsprodukts gebracht, der Schwung werde weitergehen. 2013 ist die Wirtschaftsleistung nur mo-

Vorjahr Pensionskassen

Banken-Rückzug Auch Investoren aus Realwirtschaft schauen jetzt mehr aufs Geld

Globale Dynamik

Performance 5,14 Prozent

Wiener Leitindex ATX bis Jahresende 2014 bei 2.800 Punkten.“

© K. Keinrath

Stefan maxian, rcb

Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek: Zinsen könnten in USA rascher steigen.

derat um 0,3 Prozent gewachsen. Gegenüber den letzten Jahren hat sich das Konjunkturbild international freilich verschoben. War seit dem letzten Aufschwung die CIS-Region mit den stärksten Wachstumszahlen unterwegs, verschiebt sich die Wachstumsdynamik seit Sommer 2013 in Richtung Zentraleuropa (CE). Hier nehmen vor allem Polen, Tschechien und die Slowakei eine führende Rolle ein. Brezinschek: „Während wir für CE von einem Wachstum von rund 2,3 Prozent in 2014 ausgehen, bleiben die Wachstumsaussichten in der CIS-Region weiter verhalten. Vor allem Russland mit nur 1,7 Prozent und die Ukraine mit einem Nullwachstum bleiben hinter den Erwartungen.“ Zentraleuropa profitiere dagegen von den wirtschaftlichen Verflech-

tungen zu Deutschland. Für Überraschungen gut sind die USA; hier sei die Entscheidung zum Rückzug aus dem US-Anleihenkaufprogramm nun definitiv gefallen. Geplant ist eine schrittweise Einschränkung des Anleihenkaufprogramms, sodass dieses im 4. Quartal 2014 abgeschlossen sein sollte. Jedoch: „Wir haben erhebliche Zweifel am Fahrplan. Grund ist, dass sich die US-Konjunktur 2014 deutlich besser entwickeln wird. Der vorab festgelegte Schwellenwert der Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent wird bereits für das vierte Quartal erwartet. Obwohl die Fed eine Zinsanhebung erst für das zweite Halbjahr 2015 signalisiert, rechnen wir mit einem ersten Zinsschritt Anfang 2015“, so Brezinschek. Die Staatsanleihenrenditen bei den langen Laufzeiten in den

Weniger Kapital für Osteuropa Wien. Westeuropäische Banken haben Mitte 2011 damit begonnen, ihre Finanzierung für Töchterinstitute in Osteuropa zurückzufahren. Im zweiten Halbjahr 2013 hat sich diese Tendenz nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Osteuropabank EBRD noch einmal beschleunigt, schreibt Der Standard. Für Asim Husain, Vizechef der Europaabteilung beim IWF, ist es

eine „signifikante und besorgniserregende Entwicklung”. Maßstab für den Abzug von Kapital ist der Rückgang von grenzüberschreitende Bankenforderungen. In Slowenien und Ungarn seien diese im Ausmaß von etwa 20% der Wirtschaftsleistung zurückgefahren worden. Aber auch in Kroatien, Rumänien und Serbien habe es einen massiven Kapitalabfluss gegeben.

© Panthermedia.net/Melinda Nagy

Wien. Die österreichischen Pensionskassen haben mit 31. Dezember 2013 ein Veranlagungsergebnis für das Vorjahr von durchschnittlich plus 5,14 Prozent für ihre Kunden erwirtschaftet. Im langjährigen Durchschnitt (seit 1991) liegt das Veranlagungsergebnis pro Jahr damit bei plus 5,63 Prozent. Im Durchschnitt der letzten 5 Jahre sind es plus 5,2 Prozent pro Jahr. Für diesen Erfolg waren in einem nach wie vor schwierigen und Schwankungen unterworfenen Konjunkturumfeld eine ausgeglichene Veranlagungsstruktur und ein aktives Veranlagungsmanagement ausschlaggebend, heißt es. „In der betrieblichen Altersvorsorge genießen die Pensionskassen klar das Vertrauen ihrer Kunden”, meint Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbands. Bezieher einer Firmenpension konnten bis 31.10.2013 in eine Betriebliche Kollektivversicherung (BKV) wechseln, doch nur 0,9 Prozent taten dies tatsächlich. (red)

„Wir erwarten den

Vor allem in Ungarn (Bild: Budapest) und Slowenien flüchtete ausländisches Geld.

Insgesamt haben westeuropäische Banken seit dem Höhepunkt des Booms 165 Mrd. USD (120 Mrd. €) aus der Region abgezogen – und in dieser Zahl ist die jüngste Welle der Kapitalflucht noch nicht eingerechnet, heißt es.

Kapital fließt ab Seit dem dritten Quartal 2013 gleichen andere Investoren auch nicht mehr den Rückzug der Banken aus. Damit gibt es einen Nettoabfluss von Kapital. Ein wichtiger Grund für die Zurückhaltung der Banken ist der anstehende Stresstest der EZB, vor dem die Finanzinstitute die Qualität ihrer Bilanzen aufpolieren. Der Rückzug von Unternehmen liege hingegen eher in der restriktiveren Geldpolitik der US-Notenbank FED. Dazu kommt, dass die Unternehmen in vielen dieser Länder überschuldet sind, und die Wirtschaft in Ländern wie Ungarn oder Rumänien stagniert. Die Nachfrage nach neuen Krediten ist dadurch stark eingeschränkt. (APA)

Kurspotenzial in den USA; eine Kaufempfehlung gibt es dagegen für die Börsen der Eurozone. Hier wirken sich die stabiler werdende Konjunktur, die Aussicht auf wieder steigende Gewinne und Margen, moderate Bewertungen wie auch der anhaltende Mangel an renditeträchtigen Veranlagungsalternativen positiv aus, so die RBI. Im CEE-Raum sehen die Analysten von Raiffeisen Research bei den Aktienindizes grundsätzlich Aufholpotenzial. Die Performanceschätzungen für 2014 sind jedoch mit 6 bis 13 Prozent sehr unterschiedlich. Vor allem Rumänien (mit einer Performance von 26% Spitzenreiter 2013) zeige ein gutes Fundament für eine weiter überdurchschnittliche Entwicklung. Österreichs Leitindex ATX hat 2013 rund 6% gemacht; sein KGV steht für heuer derzeit bei rund 11,4. Stefan Maxian, Chefanalyst der Raiffeisen Centrobank (RCB), erwartet ein Anstieg des ATX auf 2.800 Punkte bis zum Jahresende; das wären gegenüber dieser Woche immerhin noch rund 3 Prozent Zugewinn. (gst/APA/ag)

Inflation Rückgang

Zwei Prozent in Österreich 2013 Wien. Die Inflationsrate ist in Österreich im Gesamtjahr 2013 auf 2,0 Prozent zurückgegangen. 2012 hatte sie noch 2,4 Prozent betragen. Im laufenden Jahr soll die Teuerungsrate weiter sinken. Gegen Jahresende 2013 zog die Inflation noch einmal kräftig an. Im Dezember lag sie laut Statistik Austria bei 1,9 Prozent und damit um einen halben Prozentpunkt höher als im November. Für 2014 erwarten das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) und das Institut für Höhere Studien (IHS) einen weiteren Rückgang auf 1,8 bzw. 1,7 Prozent im Gesamtjahr. Die laut Statistik Austria wichtigsten Preistreiber waren im Vorjahr die Kosten für Wohnen, Wasser und Energie. Sie stiegen jeweils um durchschnittlich 2,3 Prozent - Mieten etwa um 3,2, Betriebskosten um mindestens 3,9, Stromkosten um 4,5 und Fernwärme um 4,2 Prozent. Auffälliges Detail: Treibstoffe, die noch 2012 einen wesentlichen Anteil an der Teuerung hatten, wirkten im Vorjahr sogar eher als Preisdämpfer. (APA)


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Erste Asset Management Die Bedürfnisse vor allem seitens institutioneller Investoren bei nachhaltigen Investments werden immer komplexer

„Die Anforderungen ändern sich“ Wien. Für institutionelle Investoren steigt die Bedeutung von nachhaltigen Investments, gleichzeitig verändern sich die Anforderungen, die Investoren an geeignete Anlagelösungen stellen. Auch gibt es europaweit Unterschiede in den Anforderungskatalogen. Christian Schön, Mitglied des Vorstands der Erste Asset Management (EAM) in Wien, zeigt auf, wie sich die Kriterien in den vergangenen zwölf Monaten verändert haben. „Eine steigende Zahl institutioneller Investoren, wie zum Beispiel Versicherer, Pensionskassen sowie kirchliche Einrichtungen und Stiftungen, fokussieren ihre internen Anlagerichtlinien auf ein nachhaltiges Anlageuniversum“, erklärt Schön. Die Institutionellen wünschten aber heute eine „größere Produkttiefe” als früher.

Aktienfonds allein zu wenig Viele hätten den Wunsch, ihr Sicherheitsbedürfnis mit ihrer eigenen Vorstellung von Nachhaltigkeit zu kombinieren. Entsprechend hoch sei die Nachfrage nach FixedIncome-Fonds, die nach ESG- und SRI-Grundsätzen verwaltet werden gewesen. Schön: „Asset Manager, die nur entsprechende Aktienfonds anbieten, werden es künftig schwer haben. ESG steht dabei für die Auswahl von Papieren anhand von Positiv-Kriterien, die sich an Umwelt (Environment), sozialen Maßstäben (Social) und guter Unternehmensführung (Governance) orientieren. SRI steht für Socially Responsible Investment, also gesellschaftlich verantwortliches Investieren anhand von NegativKriterien, wie zum Beispiel der Herstellung geächteter Waffen.“

managements mit der Unternehmensführung in Sachen Nachhaltigkeit. Auch bei der Zusammenstellung des Anlageuniversums habe sich eine Menge verändert: „Vielen Investoren reicht es nicht mehr, dass ein Asset Manager mit nur einer SRI-Research-Agentur zusammenarbeitet und dann entsprechende Produkte entwickelt“, erklärt Schön. Häufig würden diese Produkte den Bedürfnissen der Kunden nicht gerecht; besser sei es, sich auf den Multi-Researchansatz zu stützen. Dies ermögliche es einem Asset Manager, den Kunden individuelle Ratings zusammenzustellen. „So

lassen sich unserer Meinung nach maßgeschneiderte Lösungen für ganz unterschiedliche Sektoren entwickeln“, so Schön. Die Erfahrungen des Teams der EAM bei den ESG- und SRI-Investments in Zentral- und Osteuropa würden auch genutzt, um in den globalen Schwellenländern – wie sie im jüngst aufgelegten Erste Responsible Bond Emerging Corporate Berücksichtigung finden – ebenfalls entsprechende Anlagen vorzunehmen, wird betont. EAM verfüge seit vielen Jahren über ein eigenes Expertenteam für dieses Anlage-Thema, das sich auf den einzelnen Märkten auskenne. (lk)

© Erste Asset Management/Stephan Huger

Europaweit sind Unterschiede in den Anforderungskatalogen festzustellen.

Schön: „Kunden wollen ihr Sicherheitsbedürfnis mit dem Produkt fein abstimmen.“

Erfüllen Sie sich Ihre Träume: Mit easy kredit und Top-Zinsen!

Mehr Engagement gefragt Dabei legten institutionelle Investoren auf vielen Märkten größeren Wert auf Engagement, also den direkten Dialog des Portfolio-

ING Grenzmarkt-Bonds

Hartwährungen Wien. Mit dem ING Frontier Markets Debt Hard Currency Fund hat ING Investment Management International (ING IM) einen Fonds aufgelegt, der sich an den sogenannten Frontier-Märkten engagiert – sie stehen an der Schwelle, Emerging Market zu werden). Der JP Morgan Next Generation Markets (NEXGEM) Index dient als Messlatte. Der Fonds biete Kunden Renditevorteile, weil sich an weniger effizienten Kapitalmärkten interessante Anlagechancen auftun.

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smart-invest Experten sehen Absolute Return-Fonds in der Niedrigzinsphase als Beimischung in einem Portfolio als sinnvolles Investment

„Risikomanagement über alles“ Dividendenaktien erfreuen sich zwar auch jetzt wieder – oder immer noch – großer Beliebtheit, bergen aber auch ihre Risiken.

© smart-invest (2)

Stuttgart/Wien. Die auf Absolute Return-Strategien spezialisierte smart-invest GmbH zieht ein positives Resümee für 2013: Der Fonds smart-invest Helios AR beendete das Jahr mit einer Wertentwicklung von 11,8% auf einem historischen Höchststand und gehörte zu den besten vermögensverwaltenden Fonds, berichten die Fondsmanager Arne Sand und Max Schott. Dividendenaktien, gepaart mit Risikomanagement, brachten im smart-invest Dividendum AR ein Ergebnis von 12,7%, während der rentenorientierte Trendfolger smart-invest Proteus AR ein Plus von 2,9% bei einer im Vergleich zu anderen Rentenfonds niedrigen Volatilität von 1,9% erzielte. „Nach wie vor stehen viele Privatanleger als Zuschauer an der Seitenlinie“, so die Manager. Für sie stelle sich nicht die Frage nach 2013er-Renditen, sondern vielmehr nach der passenden Strategie für

Sand, Schott: „Nicht nur Rankings sondern auch den Maximum Draw Down ansehen.“

2014: Für die aktienorientierte Seite eines Depots sehen Sand und Schott den Helios seit über zehn Jahren ein sinnvolles Basisinvestment: „Zum einen, weil er seither noch nie mehr als 13,5 Prozent verloren hat, zum anderen, da er seit 2003 in jedem Jahr außer 2007/2008 mit jeweils weniger als minus ein Prozent und 2011 mit minus zwölf Prozent positive Erträge erzielen konnte.“

Long-Only-Ansätzen kombiniert werden. Auf der Rentenseite bieten echtes Realzinspotenzial nur noch die sogenannten High-BetaAnleihen, also Renten mit systematischem (Markt-)Risiko wie Wandel-, Hochzins- oder Schwellenländeranleihen. Auch hier appelieren Sand und Schott ans Risikomanagement. Denn 2007/2008 hätten die Sektorendurchschnitte dieser Kategorien über 30% nachgegeben; der smart-invest Proteus AR C aber bisher nie mehr als 6,4% verloren. Wichtiger Hinweis von Sand und Schott: 2014 bedeutet, dass mit dem Jahr 2008 das letzte richtig schlechte Börsenjahr aus den 5-Jahres-Ranglisten gefallen ist. D.h. sowohl in den klassischen Ranglisten als auch bei diversen Sterne-Ratings werden Fonds nach vorn gespült, die zwar „nach oben“ eine tolle 5-Jahres-Entwicklung hatten, 2008 teilweise aber 30%, 40% oder 50% verloren haben. (lk)

Bonds: Plus mit High-Beta Gerade im derzeitigen Niedrigzinsumfeld erfreuten sich Dividendentitel großer Beliebtheit. Doch habe 2008 gezeigt, dass auch sie weit über 40% verlieren können. Die Anleger seien mit dem smartinvest Dividendum AR mit dem Risikomanagement über Futureabsicherung vor „Großschäden“ bewahrt. Der Fonds könnte gut mit anderen Dividendenstrategien wie

Top-Flop-Ansatz Lohnt die Strategie, bei der die besonders miesen Titel des Vorjahres ins Depot gelegt werden?

short

Die Guten ins Töpfchen … oder umgekehrt? Hamburg. Die Anlagestrategie, bei der die schlechtesten Aktien des Vorjahres ins Portfolio gelegt werden, zeige teilweise eine bemerkenswerte Wertentwicklung, zitiert der Branchendienst fondsprofessionell.at die Privatbank M.M. Warburg. Die Risiken seien aber unangemessen hoch, heißt es gleichzeitig. Befürworter der unter dem Namen Top-Flop bekannten Strategie meinen, die besonders schlechte Performance der Flop-Werte sei auf Marktübertreibungen zurückzuführen. In einer verfeinerten Variante werden die schlechtesten Aktien des Vorjahres nur bis zur Jahreshälfte gehalten und dann gegen die Gewinner des ersten Halbjahres getauscht. Letztere sollen auch im zweiten Halb-

Wien. Trotz Abflüssen aus einigen Rentensegmenten gebe es keine große Rotation von Anleihen in Aktien, heißt es beim Fondsanbieter Franklin Templeton. Anleiheinvestoren gingen allerdings selektiver vor, als zuletzt. Solange die US-Notenbank Fed eine defensive Zinspolitik verfolge, sei es wahrscheinlich, dass Investoren weiter ausgewählte festverzinsliche Instrumente wählen, die sie für weniger zinssensibel und höher rentierlich halten.

Nachhaltige Fonds waren 2013 besser

jahr gut abschneiden, weil viele Investoren auf den Zug aufspringen. Für die DAX-Top-Flop-Strategie ergebe sich tatsächlich eine Wertentwicklung von kumuliert rund 340% über die letzten zwölf Jahre. Der gleichgewichtete Index, den M.M. Warburg als Maßstab für die Strategie angesetzt, brachte es auf 225%. In anderen Punkten reihe sich die verfeinerte Top-Flop-Strategie aber in die Ergebnisse ein, die die Bank bereits für die isolierte Flop- und die isolierte Top-Strategie vorgestellt hat: Das Plus werde von extremen Schwankungen und temporären Rückschlägen von mehr als 50% begleitet, die Strategie schaffe es nur in sechs von zwölf Jahren, den gleichgewichteten DAX zu schlagen. (red)

© APA/Herbert Pfarrhofer

Rotation von Anleihen in Aktien bleibt aus

Die Top-Flop-Strategie kann zwar aufgehen, ist aber keine Lizenz zum Gelddrucken.

Threadneedle Aktienfonds

Pimco und Source Besicherte Anleihen als Rendite-Alternative im Niedrigzinsumfeld

Eine Milliarde Dollar Vermögen

Frankfurt/London. Pimco, eine der führenden globalen InvestmentManagement-Gesellschaften, und Source, ein spezialisierter Anbieter von börsengehandelten Produkten (Exchange Traded Products, ETPs), lancieren den Pimco Covered Bond Source UCITS ETF. Es handelt sich dabei um einen börsengehandelten Fonds (Exchange Traded Fund), der Anlegern Zugang zu einer physischen Anlage am globalen Cove-

Wien. Fonds mit Nachhaltigkeitsfokus erzielten in 2013 bessere Ergebnisse als traditionelle Produkte, zeigt der Nachhaltigkeits-Report von Finance & Ethics Research (FER). Spitzenreiter seien Neue-EnergienFonds gewesen. Die Durchschnittsperformance der in Österreich, Deutschland und in der Schweiz zum Vertrieb zugelassenen und als nachhaltig definierten Aktienfonds betrug 2013 18%. Traditionelle Aktienfonds hätten im selben Zeitraum im Schnitt 13% gemacht, heißt es. Bei Mischfonds fiel die Differenz weniger groß aus. Die Neue-Energie-Fonds lieferten durchschnittlich 27% Plus, gefolgt von Klima- und Wasser-Fonds, während Ethik/ Ökologie-Fonds bei einjähriger Betrachtung 15% mehr Performance aufwiesen. (red)

© PIMCO/x-default

FER: Neue Energie-Fonds brachten im Raum D-A-Ch im Schnitt 27%.

red-Bond-Markt (gedeckte Schuldverschreibungen) verschafft. Er vereine die Vorteile von ETFs mit dem aktiven Management-Ansatz von Pimco, wie es heißt. Es ist dies der erste aktiv gemanagte CoveredBond-ETF weltweit. Manager ist Kristion Mierau, er leitet Pimcos Portfoliomanagement-Team für europäische Covered Bonds. Besicherte Anleihen waren ursprünglich eine auf Europa be-

Kristion Mierau ist der Manager der neuen Ko-Produktion von Pimco und Source.

grenzte Anlageklasse, die ihren Ursprung im deutschen Pfandbrief hat; inzwischen werden sie aber zunehmend auch außerhalb Europas emittiert.

Wien. Der Threadneedle Global Equity Income Fonds hat Ende 2013 die magische Grenze von einer Milliarde USD verwalteten Vermögens geknackt; Ende 2012 ware es noch 218 Millionen. Laut Morningstar sammelten global investierende Dividendenfonds in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres europaweit 12,5 Milliarden € ein.  (red)

Expandierende Assetklasse „Dieses expandierende Investment-Universum schafft neue Chancen für Anleger und trägt ihrer wachsenden Nachfrage nach ‚sicherheitsorientierten Anlageformen‘ Rechnung“, sagt Mierau. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld wiesen Covered Bonds attraktive, risikobereinigte Renditen auf und dienten als interessante Alternative zu europäischen Staatsanleihen. Die Vermögensklasse habe in der Vergangenheit höhere Erträge erbracht – bei einer geringeren Volatilität und Anfälligkeit für Veränderungen des allgemeinen Renditeniveaus, wird erklärt. Der Pimco Covered Bond Source UCITS ETF wird an der Deutschen Börse gehandelt; die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 0,38% im ersten Jahr. Die Ausschüttung erfolgt monatlich.  (lk)

© Threadneedle

© dpa/Oliver Berg

Mix aus Covered Bonds und ETF

Werner Kolitsch, Head of Germany and Austria von Threadneedle.


Ban k i n g

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Zahlungssystem EU-Kommission hat die Frist um sechs Monate verlängert – Umstellung auf SEPA soll am 1. August diesen Jahres fertig sein

SEPA kommt nun im Sommer Wien/Brüssel. Der Plan der EUKommission, die SEPA-Umstellung um ein halbes Jahr zu verschieben, stößt auf wenig Gegenliebe – Experten der Erste Bank befürchten, dass eine gewisse „laissezfaire“-Mentalität Platz greifen könnte. Jean Yves Jacquelin, Spezialist für den SEPA-Zahlungsverkehr in der Erste Bank, zeigt sich zwar überrascht von der verkündeten Verlängerung der SEPA-Fristen auf den 1. August 2014, kann aber die Entscheidung der EU-Kommission nachvollziehen.

land und Frankreich lief die Umstellung bisher sehr schleppend“, meint Jacquelin. In Österreich haben hingegen viele Betriebe über Weihnachten an der Umstellung gearbeitet, um den (alten) Termin einhalten zu können. Der SEPASpezialist warnt eindringlich davor, die SEPA-Umstellung – von der Kundenseite – auf die lange Bank zu schieben. „Alle Unternehmen, die noch nicht mit der Umstellung begonnen haben, sollten diese schnell vorantreiben. Wir hoffen zudem, dass die EU-Kommission die Frist nicht noch einmal verschiebt. Glaubwürdige Fristen sind dringend notwendig, um ein so umfangreiches Projekt europaweit durchzusetzen“, so Jacquelin.

Umstellung schleppend „Meine Befürchtung ist, dass wir in einem halben Jahr genau dort stehen, wo wir heute sind. Aktuell sind nur etwa 50 Prozent der Betriebe innerhalb der Europäischen Union SEPA-fit. Gerade in großen Zahlungssystemen wie in Deutsch-

monatige Verlängerung der SEPAUmstellung – sie hätten höchstens einen um drei Monate verschobenen Startbeginn für SEPA akzeptieren wollen. Bei einem Treffen der Notenbank-Vorstände mit der EU-Kommission Ende Dezember 2013 soll es starken Widerstand gegen den sechs-Monate-Fristverlängerungsvorschlag der Kommission gegeben haben. Denn die Notenbank-Vorstände wollten den Druck auf Unternehmen und Vereine aufrechterhalten, ihre Überweisungen und Lastschriftverfahren möglichst schnell auf die IBAN-Nummern umzustellen. Einige Vorstände hätten angekündigt, bei den Regierungen gegen den EU-Vorschlag Widerstand zu leisten. In der Europäischen Zentralbank werde nicht ausgeschlossen, dass der Kommissionsvorschlag vom EU-Ministerrat noch geändert wird.  (APA/hk)

Notenbanken waren dagegen Einem Bericht der FAZ zufolge waren die europäischen Notenbanken strikt gegen eine sechs-

© dpa/Uwe Anspach

Experten der Erste Bank, aber auch der Notenbanken, appellieren an Unternehmen, die Umstellung zügig voranzutreiben.

Der Spaß mit den 20stelligen Codes kommt erst im Sommer auf uns zu.

Sicherer Wasserzeichen der mythologischen Gestalt „Europa“, tastbare Linien an den Rändern und Silberstreifen

short

Zehn-Euro-Banknote im modernen Design der Banknote. Damit soll er fälschungssicherer werden. Ebenso wie die 5-Euro-Banknote bleibt die 10-Euro-Banknote der ersten Serie bis auf Weiteres gesetzliches Zahlungsmittel und kann bei der OeNB unbefristet umgetauscht werden.

Wien. Die Analysten der britischen Großbank Barclays stehen der „endlich“ angegangenen Kapitalerhöhung positiv gegenüber und stuften die Aktie der Raiffeisen International Bank (RBI) infolge dessen von 26,60 Euro auf 28 Euro hoch – die Anlageempfehlung bleibt mit „Equal Weight“ (neutral gewichten, Anm.) gleich. Beim Gewinn je Aktie erwarten die Barclays-Analysten 1,55 Euro für 2013 sowie 2,56 Euro für 2014 und 3,99 Euro für 2015. Die Dividendenschätzungen belaufen sich auf 0,75 Euro für die Jahre 2013 und 2014 sowie auf einen Euro für 2015. (APA)

Fälschungen gestiegen

© APA/Arne Dedert

Wien. Nach dem 5er ist jetzt der 10er dran – gemeint sind EuroBanknoten. Die Ausgabe der neuen Geldscheine wird ab 23. September 2014 erfolgen. Bis dahin informiert die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) vorab verstärkt Hersteller von Banknotenbearbeitungsgeräten sowie Partner aus dem Bankensektor, der Automatenbranche und dem Handel über die notwendigen Änderungen. Die Optik des 10ers wurde moderner und er bekam eine spezielle Beschichtung, um seine Lebensdauer zu erhöhen. Die Sicherheitsmerkmale sind bereits vom fünf Euro-Schein bekannt: PortraitHologramm, Portrait-Wasserzeichen und Smaragd-Zahl mit Farbwechsel auf der Vorderseite

RBI-Aktie wurde von Barclays hochgestuft

Der neue Zehner aus der Europa-Serie kommt heuer, Ende September, in Umlauf.

Bundesweit wurden im Vorjahr nur 8.193 (2012: 6.327) Fälschungen aus dem Umlauf sichergestellt. Dies bedeute zwar eine Steigerung, bei einem Banknotenumlauf von etwa 500 Millionen Stück in Österreich sei dies allerdings eine verschwindend geringe Zahl, heißt es bei der OeNB. Der durch Falschgeld verursachte Gesamtschaden betrug 582.350 Euro. (red)

Neuemission Slowakei begibt 15-jährige Staatsanleihe

ÖVAG Weiteren Staatshilfen wurde Absage erteilt

Wien/Bratislava.Die Erste Group Bank AG agierte durch ihre Tochter Slovenská sporitelna als JointLead-Manager bei der erfolgreichen Neuemission einer slowakischen Staatsanleihe. Ihr Volumen beträgt 1,5 Mrd. Euro bei einer Laufzeit von 15 Jahren, begeben von der Slowakischen Republik, deren Bonität derzeit von Moody‘s mit A2, von Standard & Poor‘s mit A und von Fitch mit A+ bewertet wird – das bedeutet bei allen drei

Wien. In einem Interview mit dem WirtschaftsBlatt gab Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) der angeschlagenen ÖVAG einen Korb. Nur wird in eben diesem kein Geld sein, denn „Was gerade aufpoppt, muss die Bank selber tragen, da gibt es keinen Spielraum des öffentlichen Zuschusses“, sagte Spindelegger. Im letzten Dezember konnte vonseiten der Volksbank nicht ausgeschlossen werden, dass möglicher-

JPMorgan Chase zahlt Milliarden für Vergleich

Franz Hochstrasser, Erste Group, erwartet weitere „CEE-Langläufer“.

weise weitere Staatshilfen benötigt würden, um eine Kapitallücke zu schließen. Im Zuge ihrer Sanierung bildet die ÖVAG einen Verbund mit ihrem Haupteigentümern, den 48 regionalen Volksbanken. Der Staat hält 43,3% an der Gruppe und musste bereits mehrmals für die kriselnde Bank einspringen. Bisher haben die Volksbanken 1,35 Milliarden Euro an Hilfen (inklusive Garantien) erhalten. (red)

Finanzminister Michael Spindelegger: Kein Spielraum für öffentlichen Zuschuss.

© EPA/Justin Lane

Ratingagenturen „Outlook stabil“. Mehr als 80 Prozent der Emission wurden außerhalb der Slowakei bei Investoren aus mehr als 20 europäischen Ländern platziert. Die Zuteilung erfolgte vorwiegend an „Real Money Accounts“, wobei 44 Prozent der Orders bei Fondsmanagern, 36 Prozent bei Versicherungen und Pensionsfonds und 17 Prozent bei Banken platziert wurden. „Der europäische Anleihemarkt hat sich in den letzten drei Jahren grundlegend gewandelt. Für Investoren rangieren zentraleuropäische Anleihen heute auf gleichem Niveau wie französische oder belgische Papiere. Die Fundamentaldaten der Slowakei halten einem Vergleich mit Ländern innerhalb und außerhalb der Eurozone sehr gut stand, was sich auch im äußerst attraktiven Pricing dieser 15-jährigen Anleihe bei Mid-Swaps + 105 Basispunkte widerspiegelt“, so Franz Hochstrasser, Stellvertretender CEO der Erste Group. Hochstrasser erwartet, „dass angesichts ihrer positiven Fundamentaldaten auch andere CEEStaaten Anleihen mit langen Laufzeiten begeben werden“. (red)

© APA/Herbert Pfarrhofer

© Erste Group/Andi Bruckner

Erste Group als Joint-Lead-Manager Spindelegger dreht Geldhahn zu

Die Entschädigung der Madoff-Opfer kostet JPMorgan Chase Milliarden.

New York. Um sich langwierige Gerichtsverfahren buchstäblich zu ersparen, nimmt JPMorgan Chase, die Hausbank des Milliardenbetrügers Bernie Madoff, fast 2,6 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) in die Hand. Der Großteil des Geldes geht an die US-Behörden, die damit Opfer des größten Börsenbetrugs der Geschichte entschädigen, hieß es bei der New Yorker Staatsanwaltschaft. Außerdem verpflichtete sich JPMorgan Chase zur Verschärfung ihrer Regeln gegen die Geldwäsche. Die Bank war wegen Beihilfe zum Betrug angeklagt, weil sie wissentlich Alarmzeichen missachtete, die auf Madoffs illegales System hingewiesen hatten. (red)


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Wiener Städtische Erweiterte Funktionen und bessere Usability bei der Online-Schadenmeldung

short

Onlineangebot ausgebaut

ARS-Seminar über Haftungsfragen

Service wird nun um Visa- und Mastercard-Schadenmeldungen direkt auf der Website erweitert.

Haftung von Versicherungsmaklern: ARS-Seminar am 26.2.2014.

Wien. Im Bereich der Versicherungsvermittlung spielen Haftungsfragen eine immer größere Rolle. Die Umsetzung der Versicherungsvermittlungsrichtlinie brachte neben anderen Änderungen vor allem eine Ausweitung der Informationspflicht einerseits und strengere Haftungsbedingungen andererseits mit sich. Das ARS-Seminar „Die Haftung des Versicherungsvermittlers“ analysiert am 26. Februar 2014 die neue Rechtslage. Themen sind u.a.: „Verfehlte Risikoeinschätzung und Schadenersatz“, „Makler als Bundesgenosse des Versicherungsnehmers, als Agent, Scheinmakler und Gelegenheitsvermittler“, „Kündigung des Versicherungsvertrages“, „Falschberatung bei fondsgebundenen Lebensversicherungen“ und „Prozesskostenersatz bei Beitritt des Maklers als Nebenintervenient“. Es referiert Ekkehard Schalich, langjähriger Mitarbeiter des OGH und ehemaliger Vorsitzender des versicherungsrechtlichen Senats.  (red)

reits bestehenden Online-Schadenmeldungen für Kfz, Haushalt, Eigenheim, Rechtsschutz, Allgemeine Haftpflicht, Business Class und Unfallversicherung ein weiterer Kundenservice geschaffen. „Unseren Kunden steht somit eine optimierte Benutzeroberfläche zur Verfügung, die dem neuesten Stand der Technik und weiterhin allen Security-Anforderungen entspricht”, so Leiß.

Technische Verbesserungen Weiters erhalten Kunden durch technische Verbesserungen sofort ihre Schadennummer und den Namen ihres Sachbearbeiters und können zudem die abgegebene Schadenmeldung als PDF speichern. Unverändert können auch Leistungsmeldungen zu Lebensund Pensionsversicherungen bzw. Krankenversicherung abgegeben werden. (red)

Sofortige Online-Meldung Mit der Implementierung der VISA- und Mastercard-Schadenmeldungen können Reiseversicherungsfälle, die im Rahmen einer VISA- oder Master-Karte gedeckt sind, ab sofort online gemeldet werden. Damit wurde zu den be-

© Foto Wilke

© Panthermedia.net/Nils Wey

Wien. Die Wiener Städtische baut ihren Kundenservice weiter aus: Nach einer umfassenden Optimierung ist ab sofort die neue OnlineSchadenmeldung auf der Website abrufbar. Erstmals können nun auch VISA- und Mastercard-Schadenmeldungen abgegeben werden. „Sicherheit und Service für unsere Kunden stehen im Zentrum unserer Bemühungen. Mit der Verbesserung der Usability können wir unser Service im Schadenfall weiter steigern”, erklärt Erich Leiß, Vorstandsdirektor der Wiener Städtischen Versicherung.

Vorstandsdirektor Erich Leiß: „Sicherheit und Service stehen im Zentrum.“

Hightech Neues Gerät liefert den Versicherungsunternehmen Daten über das Fahrverhalten der Kunden

Blackbox für Kfz: der gläserne Autofahrer Düsseldorf. Ein neues Gerät könnte die Art, wie Versicherungen im Kfz-Bereich agieren, verändern: Die „Blackbox“ oder „TelematikBox“ wird in Autos eingebaut und kann Versicherungen zahlreiche Daten über den Fahrstil des Autofahrers liefern.

Allianz: Versicherung per App abschließen

behalber im Einsatz: Die Deutsche Sparkassen-Direktversicherung in Düsseldorf bietet in einem ersten Testlauf seit dem 1. Jänner 2014 eine Kfz-Versicherung an, bei der es bei der Prämie einen Rabatt von fünf Prozent gibt, wenn bei dem Kunden eine Blackbox ins Auto eingebaut wird und die ausgewerteten Daten zeigen, dass der Fahrer vorsichtig fährt. Zumindest im Probebetrieb scheinen das neue Konzept und die lockenden Rabatte bei den Versicherungskunden zu ziehen: Allein in den ersten Tagen des zeitlich limitierten Tests sollen Hunderte neue Verträge abgeschlossen worden sein, heißt es von der Deutschen Sparkassen-Direktversicherung.  (red)

© Allianz/Ingo Folie

Die von dem neuen Gerät gesammelten Daten umfassen diverse Aspekte wie Bremsverhalten, Beschleunigung, etc. Diese können von den Versicherungen ausgewertet werden und für die Tarife der Versicherungsprodukte herangezogen werden. In Deutschland hat bereits die erste Versicherung das Gerät pro-

© Panthermedia.net/Mikhail Dudarev

Angepasste Tarife

Neues Gerät macht es möglich: Jeder Fehltritt des Autofahrers wird protokolliert.

Xaver Wölfl, Leiter Market ­Management bei der Allianz.

s Versicherung Herbert Printschitz neuer Landesdirektor

Lloyd’s of London Traditionsversicherer setzt auf virtuell

Klagenfurt. Seit 1. Jänner 2014 verantwortet Herbert Printschitz (53) die Landesdirektion Kärnten der s Versicherung. Er löst damit den bisherigen Landesdirektor Josef Hammer ab, der nach insgesamt 30-jähriger Tätigkeit in den Ruhestand tritt. „Unser Ziel ist es, in Kärnten und Osttirol, gemeinsam mit den Sparkassen, als kompetente Partner unsere Stärke als Nummer 1Lebensversicherer in Österreich zu

London. Bitcoin ist eine recht umstrittene virtuelle Währung. So hat die Europäische Bankenaufsicht EBA erst unlängst aus mehreren Gründen vor deren Verwendung gewarnt. Anders als bei normalem Geld, das in einer Bank verwahrt werden kann, werden Bitcoins lokal am Computer des Besitzers gespeichert und sind bei einem Hackerangriff auf immer verloren. Nun scheint aber der Traditionsversicherer Lloyd’s of London mehr Sicherheit in die virtuelle Währung einbringen zu wollen, berichtet die BBC. Demnach soll am Marktplatz London über Partner von Lloyd’s of London die erste Versicherung für die Internetwährung unter dem Namen „Elliptic Vault” an den Start gebracht worden sein.

zeigen und auszubauen“, erklärt Herbert Printschitz im Bezug auf seine künftigen Pläne als neuer Landesdirektor der s Versicherung in Kärnten.

15 Jahre Salesmanager Herbert Printschitz ist seit 1989 in der Sparkassengruppe tätig und war die letzten 15 Jahre Salesmanager der s Versicherung in Kärnten.  (red)

Neue Versicherung für Bitcoins

Coins offline gespeichert

Herbert Printschitz, neuer Landesdirektor der s Versicherung in Kärnten.

Laut BBC werden dabei die privaten Schlüssel der Bitcoins auf Offline-Servern gespeichert. Damit sei Elliptic Vault das erste Angebot, das Bitcoin-Besitzern eine Versicherung bietet. „Es war naheliegend, Leuten eine Versicherung für die digitale Währung anzubieten“,

sagte Tom Robinson, der Gründer von Elliptic Vault zur BBC. Eine Versicherung zu finden, die mit dem Dienst zusammenarbeiten wollte, sei jedoch schwierig gewesen. Schließlich konnte Robinson Lloyd’s of London als Partner gewinnen. In Schadensfällen soll der Bitcoin-Dollar-Wechselkurs des Zeitpunkts, an dem der Anspruch gestellt wird, zur Berechnung der Schadenssumme herangezogen werden.  (red)

© APA/dpa-Zentralbild/Jens Kalaene

Neuer Landesdirektor in Kärnten

© s Versicherung

Wien. Mehr als 50.000 Menschen verletzen sich jährlich beim Skifahren und Snowboarden auf Österreichs Pisten so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Gleichzeitig hat mehr als die Hälfte der Österreicher aber keine private Unfallversicherung. Nun hat die Allianz Versicherung mit der „Allianz App“ eine Versicherungslösung auf den Markt gebracht, die sich im Bereich der privaten Unfallversicherung an den Bedürfnissen der „Generation Smartphone“ orientieren und im Bereich Winterurlaub und ähnlichem Lücken schließen will. Mit der neue App können Kunden via Smartphone jederzeit eine neue Versicherung abschließen. Der Versicherungsschutz beginnt eine Stunde nach dem Abschluss. „Wird beispielsweise im Vorfeld des Skiurlaubs auf eine entsprechende Versicherung vergessen, kann diese auf dem Weg vom Hotel zur Skipiste noch rasch abgeschlossen werden“, erklärt Xaver Wölfl, Leiter des Market Managements bei der Allianz Gruppe in Österreich.  (red)

Heiß umstritten, aber jetzt auch versicherbar: Bitcoins.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 17. JÄNNER 2014 – 35

© CA Immo

2013 im zeichen der straffung

CA Immo nützt Verkaufserlöse zur Tilgung teurer Verbindlichkeiten, erhöht Eigenkapitalquote  Seite 38

© Infina/Fotografen

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien www.ehl.at

wohnkredite kosten mehr

Dem Kreditmakler Infina zufolge werden die ­Wohn-kredite heuer wie schon in 2013 teurer  Seite 39

Wir leben Immobilien.

Sekundärmärkte im Fokus globaler Anleger IMMO-AGS 8. –15. Jänner 2014

3,05%

© Panthermedia.net/Henryk Sadura; Panthermedia.net/Ralf Wittstock; Panthermedia.net/Javarman Javarman; Panthermedia.net/Ron Chapple

IATX (Schluss 15.1.) 2 01,64

Wochentop CA Immo 4,52% Wochenflop Warimpex -3,82% CA Immobilien Anlagen AG4,52% S Immobilien AG 3,02% conwert SE 2,52% Immofinanz 2,28% Atrium Europ. Real Estate 0,00% Warimpex -3,82%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 15.1.) Monatstop CS EF Eur. Prop 6,50% Monatsflop DBXT CSI300 -14,99% Top 5 Immofonds CS EF (Lux) Eur. Property B Henderson Pan Eur. Pr. Eq. I2 iShares UK Prop. UCITS ETF SemperProperty Europe A ESPA Stock Europe-Prop. T

6,50% 6,11% 6,09% 6,05% 6,04%

Flop 5 Immofonds CBXT CSI300 R.E. 1C -14,99% FF-Asia Pac. Prop. A Acc EUR -9,00% DWS Immoflex Vermögensm. -1,22% LGT Select REITS USD I1 -0,76% AXA Aedificandi D Dis 0,04%

Colliers International KC Conway, Chefökonom des Immobilien-Research-­ Unternehmens, sieht einen globalen Run auf Investitionsmöglichkeiten in ­aufstrebende Märkte. Europäer suchen in Deutschland, Polen, Spanien und Irland; Chinesen suchen solche in Europa, aber auch in Amerika.  Seite 36

8. –15. Jänner 2014

Erste ÖSW Wohnbauträger Spatenstich in Floridsdorf

Kostengünstige Mietwohnungen

1,38%

inhalt

Immo:Markets > Park Hyatt Wien öffnet im Juni die Pforten > Radisson Blu wird Ultra-Luxus-Hotel > Schweizer stehen auf Austro-Immobilien

39 39 39

People&Dates > Zumtobel mit neuem CFO 40 > Hausbau-Messe in Tulln 40

© Erste ÖSW Wohnbauträger GmbH

Immo:Capital > Chaos bei Elbphilharmonie 37

Bessemerstraße Wien Floridsdorf: 40 freifinanzierte Mietwohnungen bis 2015.

Wien. Spatenstich für leistbares, freifinanziertes Wohnen – unter diesem Motto nahm die Geschäftsleitung der Erste ÖSW Wohnbauträger GmbH (ein gemeinsames Unternehmen des Erste Bank Konzerns und der ÖSW-Gruppe) zusammen mit den Architekten des Büros Synn den Spatenstich für ihr erstes Projekt vor: Bis Herbst 2015 entstehen in der Bessemerstraße 30-34 in Wien Floridsdorf 40 freifinanzierte Mietwohnungen. Ziel ist es, leistbaren Wohnraum mit hoher Lebensqualität zu bieten. Die Geschäftsleitung war ebenso vor Ort wie die Gesellschaftervertreter.  (red)

Nachhaltigkeitstour rollt mit mia

© mia Österreich

CERX (Schluss 15.1.) 467,38

Lukas Lang Building Technologies Bis Juni 2014

v.l. Richard Schmied, Josef Ederl (mia), Renate Jauk, Phillip Kaufmann, ÖGNI.

Wien. Das französische Elektroauto namens mia macht Halt bei Gemeinden, Unternehmen, Messen, Kongressen, B2B- und Wohltätigkeits-Veranstaltungen. mia informiert branchenübergreifend über Nachhaltigkeit. Initiiert ist die Tour von Lukas Lang Building Technologies (LLBT), das nachhaltige Bürogebäude und Wohnsiedlungen plant und errichtet: „Elektromobilität und nachhaltiges Bauen sind Themen, welche die Zukunft bewegen. Wir freuen uns auf die vielen Facetten und Stationen der mia Nachhaltigkeits-Tour“, erklärt Renate Jauk, LLBT Geschäftsführerin.  (red)


i m m o: c ov e r

36 – financenetreal:estate

Freitag, 17. Jänner 2014

financenet@medianet.at

Colliers International Globale Anleger suchen in ausländischen Sekundärmärkten nach neuen Möglichkeiten

short

Expansion in 2014 in den Zweitmärkten erwartet

Multiversum & Darabos unter Beschuss

Wien. Laut Colliers International wird die Weltwirtschaft im Jahr 2014 nur langsam wachsen, mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von nicht einmal 5% in den meisten Ländern. Diese und andere weltweite Erkenntnisse sind in dem Bericht – 25 Prognosen für 2014 – zusammengefasst, welcher auch die zu erwartende Expansion globaler Investoren in Sekundärmärkte umfasst. „Überall auf der Welt sehen wir Investoren, die nach einer Investitionsmöglichkeit in aufstrebenden ausländischen Märkten suchen. Europäische Investoren konzentrieren sich hierbei auf Deutschland, Polen, Spanien und Irland. Chinesische Anleger zieht es nach Europa und Amerika“, sagt KC Conway, Chefökonom bei Colliers International in Atlanta. „In den USA können steigende Zinsen die Kapitalkosten nach oben treiben und Investitionswillige dazu veranlassen, sich in Sekundärmärkten wie Charlotte, Tampa, Indianapolis oder Memphis umzusehen.“

Finanzdebakel um die Veranstaltungshalle Multiversum in Schwechat.

Wien/Schwechat. Herbe Kritik gab es seitens des Rechnungshofs für die Veranstaltungshalle Multiversum: Schwechat soll sich Geschäftsrisiken bis hin zur Zahlungsunfähigkeit aufgebürdet haben, zitieren Medien aus dem Bericht. Die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Projekts sei aber „von Beginn an zweifelhaft“ gewesen. Ex-Bürgermeister Hannes Fazekas (SPÖ) und weitere Personen hätten Haftungen ohne Gemeinderatsbeschluss oder Genehmigung der Gemeindeaufsicht beschlossen, um das Projekt durchzubringen. Auch für Ex-Sportminister und heute SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos könnte es Folgen geben: Die Grünen brachten eine Anzeige wegen des Verdachts der Untreue im Bezug auf die Vergabe von Sportfördermitteln für die Halle aus dem Jahr 2010 bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft ein. (red)

Mittlerer Osten: Aufwärts Mit dem Schwinden der Schuldenkrise in Europa komme es zu einer stärkeren Nachfrage in UK, Italien, Deutschland und Spanien, was zu einer Erholung dieser Märkte beiträgt. Die Wirtschaft im Mittleren Osten dagegen werde einen Aufschwung auch abseits der Ölindustrie erfahren. Die Urbanisierung schreite voran, was Infrastrukturverbesserungen und erhebliche Ausgaben in dem Bereich zur Folge habe. Der Trend in Asien: Der Büromarkt wächst in den wichtigsten dortigen Finanzzentren, die Mieten hätten sich stabilisiert. Das Wachstum für die fünf wichtigsten

© dpa-Zentralbild/Jens Kalaene

D: weniger Häuser als Etagenwohnungen

Der Geschosswohnungsbau feiert in Deutschland fröhliche Urständ.

Berlin. Heuer werden in Deutschland laut Schätzung des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung voraussichtlich mehr Etagenwohnungen als Ein- oder Zweifamilienhäuser gebaut. Die Bauwirtschaft wird demnach rund 115.000 Wohnungen in Mehrfamiliengebäuden fertigstellen, etwa doppelt so viele wie im Jahr 2010. Auf Ein- und Zweifamilienhäuser entfallen dagegen rund 110.000 fertiggestellte Wohnungen. Das „bemerkenswerte Comeback” des Geschosswohnungsbaus wird mit den niedrigen Zinsen begründet, die Anleger ins „Betongold“ flüchten lässt.

„Die Erweiterung des Panama-Kanals könnte die Versorgungskette in den USA stark verändern“, blickt Conway bereits auf 2015.

Finanzzentren (Hong Kong, Shanghai, Singapur, Seoul und Tokio) prognostizieren die Experten von Colliers International mit rund 5%. Chinesische Investoren schielten vor allem nach Investitionsmöglichkeiten in Metropolen wie London, New York und Sydney.

Hand: Die australischen Investoren stellen 70% des Umsatzes. Beim kleinen Bruder Neuseeland konzentriert sich die Entwicklung vor allem auf Büroflächen und Einkaufszentren, um einerseits den zu geringen Platz in Kernmärkten und andererseits den Auswirkungen von Erdbeben durch alternde Bausubstanz entgegenzuwirken.

Umwälzungen in Indien Im Megamarkt Indien bringt die neue Regierungspolitik mehr Transparenz am Immobilienmarkt, was möglicherweise drastische Änderungen mit sich führe. „Die Nachfragen am Büromarkt werden steigen und auch die Mietpreise werden um zehn bis 16 Prozent im nächsten Jahr steigen“, heißt es. Down Under ist – anders als früher – derzeit fest in inländischer

Träges US-BIP Wachstum Investoren auf der ganzen Welt warten auf Nachricht seitens der US-Notenbank Federal Reserve bezüglich einer Änderung der Zinsen. Während die Maßnahme globale Auswirkungen habe, werde das Wirtschaftswachstum der USA nur langsam steigen, mit einem durchschnittlich erwarteten BIP-Plus

von etwa 2%. Der Wohnungsmarkt wird sich weiterhin erholen, hier könnte es Immobilienpreissteigerungen von bis zu 9% geben. Der Industriesektor wird die Immobilienbranche aber anführen, da Fabriken planen, nach der Erweiterung des PanamaKanals im nächsten Jahr ihre Lieferketten anzupassen. „Im kommenden Jahr werden vor allem die USA einigen Änderungen gegenüberstehen. Je näher die Fertigstellung des Panama-Kanals im Jahr 2015 rückt, wird sich die Versorgungskette drastisch ändern“, sagt Conway. „Die amerikanischen Häfen werden von dem erhöhten Verkehr profitieren, sobald der Kanal geöffnet ist und somit das Wachstum des Industriesektors bestimmen.“ (lk)

EY Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2014

Christie+Co Austria Transaktionsvolumen von 330 Mio.

Wien. Der österreichische Immobilienmarkt wird 2014 für in- und ausländische Investoren attraktiver. Vor allem Green Buildings und Wohnimmobilien sind gefragt. Die deutliche Mehrheit der Befragten (94%) sieht demnach Österreich im Jahr 2014 als attraktiven bis sehr attraktiven Standort für Immobilieninvestments. 2013 hatte die Quote noch bei 81% gelegen. Auch im internationalen Kontext zeigt sich ein verbessertes Bild: Im

Wien. Österreichs Hotelinvestmentmarkt gilt nach wie vor als sicherer Hafen für viele Anleger. Das Transaktionsvolumen bei Hotels lag mit 330 Mio. € für das Gesamtjahr 2013 aufgrund fehlender Portfoliodeals oder „Trophy-Verkäufen” im Luxussegment zwar unter den Vorjahreswerten, Christie+Co Austria stuft dies aber dennoch als beachtliches Ergebnis ein. „2014 könnte wegen der großen Nachfrage ein ähnliches Er-

Spitzenreiter Wien

Hochedlinger von Christie+Co erwartet, dass auch 2014 ein starkes Jahr wird.

Besonders stark wurde, wie schon in den Vorjahren, in der Donaumetropole Wien, ge- und verkauft. Bereits im Jänner wurde dort das MGallery Hotel am Konzerthaus (211 Zimmer) an einen österreichischen Developer und das Austria Trend Hotel beim Theresianum (116 Zimmer) an einen russischen Investor veräußert. Weiters trennte sich die Immofinanz vom erst kürzlich renovierten Hilton Danube (367 Zimmer; größte Einzeltransaktion). Besonders viel Bewegung gab es bei Budget-Hotels. Regional gesehen gab es außerdem Deals in Linz, Salzburg und in St. Pölten. (lk)

© Panthermedia.net/Natalia Bratslavsky

Wien, Graz und Salzburg sind die bevorzugten Regionen für Wohn-Immos.

Vergleich zu anderen europäischen Ländern bewerten fast alle Befragten (97%) Österreich als attraktiv (Vorjahr: 86%). Dies sind Ergebnisse des dritten Trendbarometers Immobilien-Investmentmarkt von EY. Für die Untersuchung wurden 32 Marktteilnehmer befragt, die in den vergangenen Jahren am österreichischen Immobilienmarkt aktiv waren. „Investoren sichern sich weiterhin mit Immobilien gegen Inflation und Euro-Krise ab, besonders in etablierten und stabilen Märkten wie Österreich“, fasst Alexander Wlasto, Partner bei EY Österreich, das Ergebnis zusammen. Ein besonderer Fokus liege auf Green Buildings. „Green BuildingStandards zählen weiterhin zu den wichtigsten Investmentkriterien“, so Wlasto. Nachhaltigkeit manifestiere sich dabei nicht nur in ökologischer Hinsicht, auch soziale Aspekte wie ein hohes Maß an Behaglichkeit spielten eine Rolle. Mit Blick auf die unterschiedlichen Nutzungsarten schneidet die Wohnimmobilie am besten ab. Jeder zweite Befragte plant, 2014 einen starken Investmentfokus auf das Wohnungssegment zu legen.

Sicherer Hafen Hotelinvestments

© Christie+Co

„Österreich wird attraktiver“

Burgenland: Zentrale für Krankenkasse Wien/Eisenstadt. Die Burgenländische Gebietskrankenkasse (BGKK) bekommt wegen des Sanierungsbedarfs der alten Zentrale eine neue. Das neue Hauptgebäude soll bis Herbst 2014 im Süden von Eisenstadt entstehen. Den Zuschlag für den Neubau hat die Strabag erhalten. Die Kosten werden auf 29,3 Mio. € geschätzt. Einen Teil des Gebäudes werde auch die Sozialversicherungsanstalt der Bauern nutzen. (red)

© APA/EPA/Alejandro Bolivar

© MVSW

Weitere Erholung bei US-Immos – asiatischer Büromarkt wächst – mehr Transparenz in Indien.

gebnis erzielt werden“, sagt Lukas Hochedlinger, Geschäftsführer des Spezialisten für Hotelimmobilien. Während in der ersten Jahreshälfte 2013 Hotelimmobilien mit einem Gesamtwert von knapp über 130 Mio. € den Eigentümer wechselten, zog der Markt wie im Vorjahr in der zweiten Jahreshälfte und vor allem gegen Jahresende stark an.


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Freitag, 17. Jänner 2014

financenetreal:estate – 37

financenet@medianet.at

Elbphilharmonie Hamburg Ein neuer vertraulicher Untersuchungsbericht zeigt interessante Ergebnisse bei der Suche nach den Schuldigen

Wo noch immer keine Musi spielt Hamburg. Einen schier undurchdringlichen Filz aus Freunderlwirtschaft, Inkompetenz, gepaart mit Unfähigkeit und mangelnder Entscheidungsfreude, deckt ein neuer Untersuchungsbericht zum Desaster des Baus der Hamburger Elbphilharmonie auf. Das vertrauliche Dokument, das das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel veröffentlichte, schont niemanden: Der Bericht nennt erstmals sechs Personen und zwei Unternehmen, die Verantwortung für das Chaos am Hamburger Hafenrand tragen sollen. So geraten nicht nur der damals regierende Oberbürgermeister Ole von Beust (er hätte sich viel zu spät um die Details gekümmert), der Projektleiter des Baus selbst und der Chef der städtischen Realisierungsgesellschaft ins Kreuzfeuer; auch die generalplanenden Archi-

dass es in deren Angebot durch unfertige Baupläne ein erhebliches Kostenrisiko gegeben hätte. Der Bericht stellt aber auch klar, dass ein Bauunternehmen nicht verpflichtet sei, darauf hinzuweisen. Wettbewerber Strabag hatte jedoch mit einem Risikoaufschlag von 100 Mio. € kalkuliert. Ein geplantes Luxushotel sowie Parkhaus und Gewerbeflächen, die eigentlich Einnahmen zum Betrieb der Elbphilharmonie beisteuern hätten sollen, wurden vom Gewinn- zum Verlustbringer. Aktuelle Baukostenschätzung: 800 Mio. € – das Eröffnungsdatum ist ungewiss.

tekten Herzog und De Meuron bekommen ihr Fett im Bericht weg. Zu diesem Architekturbüro merkt der Bericht an, dass die Architekten um ein paar Monate Aufschub gebeten hätten, aber auch zwei Jahre später noch immer kein belastbares Bausoll liefern könnten. Das Projekt wäre 2006 überhastet ausgeschrieben worden, obwohl die Bauplanung noch nicht fertig war. Das führte dazu, dass es mit dem Konsortium um Hochtief nur ein einziges Angebot gab, das dann logischerweise auch den Zuschlag erhielt, so der Bericht laut Spiegel. Dem Baukonsortium um die Hochtief wirft der Bericht vor,

© EPA

Reinhard Krémer

© Falkensteiner Michaeler Tourism Group

Baukonsortium Hochtief hatte nicht auf Kostenrisiko hingewiesen, Konkurrent Strabag aber Risikoaufschlag einkalkuliert.

In der Hamburger Elbphilharmonie ertönt bloß das Getöse der Baumaschinen.

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Flughafen BER Nix fliegt

Keine Eröffnung

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

© Flughafen Berlin Brandenburg/Günter Wicker

Berlin. Beim Berliner Großflughafen Willy Brandt mit zwei parallelen Start- und Landebahnen zeichnet sich offenbar auch heuer kein Eröffnungsdatum ab. Zu Mängeln wie fehlendem Brandschutz, zu kurzen Rolltreppen, disfunktionaler Elektrik oder falsch gepflanzten Bäume kommen nun auch noch Probleme bei der Versorgung von Kranken dazu: Die reibungslose Versorgung von Notfallpatienten sei „nicht gewährleistet“, sagte Günther Jonitz, Präsident der Berliner Landesärztekammer, zum Nachrichtenmagazin Focus. Inzwischen zeigt sich immer deutlicher, dass Flughafenboss (und Ex-Bahn- und Air BerlinChef) Hartmuth Mehdorn in einem heftigen Clinch mit dem Berliner Bürgermeister Wowereit liegt: Während Mehdorn vehement auf eine schrittweise Öffnung drängt – er will am 1. Juli den geplanten Testbetrieb des Airports am sogenannten Nordpier starten und noch heuer in Vollbetrieb gehen –, lässt Wowereit verlauten, dass die hauptstädtische Flugverkehrsanlage, für die ursprünglich der Juni 2012 als Eröffnungstermin vorgesehen war, auch in diesem Jahr nicht in Betrieb gehen wird. Die geplanten Kosten des Projekts stiegen von ursprünglich 1,7 Mrd. € auf nun geschätzte 5,1 Mrd. €. Skurill: Inzwischen findet sich Mehdorn mit einer 48-MillionenKlage gegen den Flughafen, die er noch als Air Berlin-Boß eingebracht hatte, konfrontiert. (rk)

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien Der Großflughafen Berlin-Brandenburg Willy Brandt will nicht abheben. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

17.03.2010 16:20:14 Uhr


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38 – financenetreal:estate

Freitag, 17. Jänner 2014

financenet@medianet.at

Starke Leistungsbilanz 2013 Profitabilität und Kursperformance gepusht; 25% des Portfolios über Buchwert verkauft

K

eine Energiewende

ohne Immobiliensektor Die neue Bundesregierung ist nun genau einen Monat im Amt. Es ist noch zu früh, um ein Resümee zu ziehen, aber gerade der Start in ein neues Jahr bietet die Gelegenheit, einen Appell für neue Rahmenbedingungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft an das Kabinett Faymann II zu richten. Besonders die Energiewende wird die neue Bundesregierung vor große Herausforderungen stellen. Allein im Gebäudebereich sollen bis 2050 rund 80 Prozent des Primärenergiebedarfs eingespart werden, womit dem Bestand eine besondere Rolle zukommt. Ohne den Immobiliensektor ist die Energiewende undenkbar. Wir stehen zu unserer Verantwortung, dass das mögliche Energieeinsparpotential besser und effizienter genutzt werden muss. Damit dies aber gelingt, muss die Politik unter Berücksichtigung des Wirtschaftlichkeitsgrundsatzes handeln. Die aktuellen Rahmenbedingungen verhindern neue, innovative Überlegungen und machen es der Immobilienwirtschaft unmöglich, neue Geschäftsmodelle bzw. neue Ansätze umzusetzen. Energieautarkie und dezentrale Erzeugung bzw. smarte Stadtentwicklung bleiben damit oft auf der Strecke. Niemand kann sich den anstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen verschließen. Unsere Branche spielt dabei eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung der Probleme. Wir brauchen einen Schulterschluss mit der Bundesregierung, um verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, welche es Unternehmen sowie der öffentlichen Hand ermöglichen, Immobilien nachhaltig zu bauen und zu bewirtschaften. Ich appelliere daher an die Bundesregierung, die Grundlagen für den Paradigmenwechsel hin zur Nachhaltigkeit rasch zu legen.

ÖGNI lädt ein zum

Bauherrenkongress 2014 28.Jänner | 08.30 Uhr | Linz Weitere Infos und Anmeldung auf: www.bauherrenkongress.at

www.ogni.at

CA Immo mit geballter Kraft in das neue Jahr

Verkaufserlöse werden zur Rückführung von teuren Finanzverbindlichkeiten optimal eingesetzt. Fritz Haslinger

Wien. „CA Immo hat im Zuge ihrer Portfoliostraffung 2013 rund 25% ihres Immobilienvermögens über Buchwert verkauft. Das strategische Ziel der Erhöhung der Eigenkapitalquote von 31% auf rund 40% erreicht sie damit – früher als geplant – schon Anfang 2014. Das strategische Programm bis 2015 sieht eine Fortführung der Portfoliofokussierung, die Nutzung der noch vorhandenen Grundstücksreserven für rentable Projektentwicklungen beziehungsweise Verkäufe sowie eine Senkung der Finanzierungkosten vor“, erklärt Bruno Ettenauer, CEO von CA Immo.

Versprechen gehalten „Wir haben für 2013 eine starke Erfolgsbilanz vorzuweisen und alle unsere zu Jahresbeginn gegebenen Versprechen gehalten. Diese operative Leistung wurde mit einem 23%igen Kursanstieg und viel positivem Feedback seitens des Kapitalmarkts honoriert. Die Basis für kommendes Ertragswachstum und langfristige Sicherung der Dividendenfähigkeit ist nun gelegt, die weitere gute Performance unseres Unternehmens als auch der Aktie ist durch starke fundamentale Daten gut gestützt“, bestätigt Ettenauer. Und Florian Nowotny, Finanzvorstand der CA Immo, ergänzt: „Die durch Verkaufserlöse frei werdenden Mittel im Ausmaß von rund 1,5 Mrd. Euro sind für die gezielte Rückführung von Krediten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten sowie den Buy-out von Minderheitseigentümern im Rahmen von CEE-Joint Ventures vorgesehen. Durch die Rückführung teurer Kredite werden signifikante

Ettenauer: „Programm bis 2015 sieht eine Fortführung der Portfoliofokussierung und Senkung von Finanzierungskosten vor.“

Kosteneinsparungen erreicht und durch den Buy-out von Joint Venture-Partnern in Osteuropa – wie den kürzlich fixierten Erwerb der AXA-Anteile unseres Warschauer P1-Portfolios – erhöhen wir unsere operative Effizienz und Transparenz.“

Portfolio-Bereinigung Zum Verkauf stehen 2014 und in den Folgejahren vor allem Immobilien, die nicht den Kernmärkten des Unternehmens und der Kernkompetenz Büro zuzuordnen sind. Diese Fokussierung soll die Auslastung des Bestandsportfolios und dadurch die wiederkehrenden Mieterträge erhöhen. Über zyklusoptimierte Verkäufe „reifer“ Immo-

Finanzierungen zu attraktiven Konditionen – ein Umstand, von dem wir stark profitieren und der unsere Entwicklungstätigkeit in Deutschland zusätzlich attraktiviert“, ist Nowotny überzeugt.

bilien sollen zusätzliche Erträge, die wieder in die Projektpipeline investiert werden können, erwirtschaftet werden. Außerdem strebt man durch Verkäufe in CEE und deutsche Projektentwicklungen eine in den nächsten zwei Jahren ausbalancierte regionale Portfolioverteilung und eine gleichwertige Gewichtung des Osteuropa- und Deutschland-Anteils an. Die reduzierte Kreditvergabe war in den vergangenen Jahren ein limitierender und somit marktregulierender Faktor. 2013 konnte das Unternehmen ein Volumen von über 800 Mio. € (re-)finanzieren. „Nach den auf Finanzierungsseite schwierigen vergangenen Jahren sehen wir in Deutschland derzeit eine sehr gute Verfügbarkeit von

Profitabilität im Fokus „Nach dem positiven Ergebnis für 2013 und der Zielsetzung einer Dividende in Höhe von zwei Prozent des NAV richtet sich unser strategischer Fokus für das Jahr 2014 gezielt auf die Steigerung der Profitabilität sowie ein weiteres NAV-Wachstum und dadurch eine kontinuierliche Sicherung der Dividendenfähigkeit“, meint ein für die Zukunft positiv gestimmter CAChef Ettenauer.

Wiener Städtische Großteil an Porr-Beteiligung verkauft

Media Quarter Stadt und Frau von Rachat Alijew out

Wien. Die zur börsenotierten Vienna Insurance Group (VIG) gehörende Wiener Städtische Versicherung verkauft den Großteil ihrer 6,72 Prozent-Beteiligung an Porr an den Chef des börsenotierten Baukonzerns, Karl-Heinz Strauss. Im Detail wurde mit einer PorrChef Strauss zuzurechnenden Gesellschaft ein gegenseitiger Optionenvertrag zum Kauf beziehungsweise Verkauf von bis zu 4,59% abgeschlossen.

Wien. Laut ORF verzichtet VBM, Partner der Stadt Wien beim Wiener Media Quarter (MQM 3), auf die Übernahme der restlichen Anteile am MQM 3. Dazu Gerhard Hirczi, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur: „Das Unternehmen hat die bis Ende 2013 eingeräumte Option verstreichen lassen.“ „Wir wurden am 31. Dezember 2013 mündlich informiert, dass die Option nicht gezogen wurde“, so Hirczi. Dem MQM-Mehrheitseigentümer VBM war das Vorkaufsrecht 2010 eingeräumt worden und die Firma hätte jene 40%, die derzeit die städtische Technologieagentur ZIT, eine Tochtergesellschaft der Wirtschaftsagentur, hält, übernehmen können. Das „Abtretungsentgelt“ war mit 5,21 Mio. € vereinbart worden, wobei der Betrag nach dem Verbraucherpreisindex wertgesichert war.

Optionen-Vertrag mit SuP GmbH

Prozent) der stimmberechtigten 11,9 Mio. Porr-Stammaktien. Für 4,59% dieser Aktien hat die Wiener Städtische mit der Strauss zuzurechnenden SuP Beteiligungs GmbH einen Optionenvertrag über eine Put-Option und eine CallOption geschlossen. Diese Aktien können in den Jahren 2014 bis 2016 in jährlich gleichen Tranchen von 1,53 Prozent von SuP erworben oder von der Wiener Städtischen verkauft werden.  (APA

Kerngeschäft forcieren „Wir wollen uns auf das Kerngeschäft konzentrieren, und dazu kommen aktuell auch noch die geplanten neuen Eigenkapitalregeln für Versicherungen, Solvency II“, erklärt Robert Lasshofer, Generaldirektor der Wiener Städtischen. Die verbleibenden 2,13 Prozent werde man aus heutiger Sicht behalten, wenn es aber Opportunitäten gebe, werde man diese überlegen. Beim Verkehrsbüro, an dem die Wiener Städtische mehr als 35% hält, gebe es aktuell keine Verkaufspläne. Derzeit besitzt die Wiener Städtische 800.000 (6,72

VBM verzichtet auf 40% an MQM 3

Käufer für Anteile gesucht

Robert Lasshofer: „Solvency II-Regel war Teil dieser Verkaufsüberlegung.“

Wie Hirczi betont, werde nun ein Käufer für die städtischen Anteile an der Medien-Immobilie gesucht. Dazu wolle man sich zunächst mit der VBM zusammensetzen. „Wir

wollen einen Investor, bei dem wir das Gefühl haben, dass er sich zum Standort bekennt“, sagt Hirczi und verspricht, dass der Verkauf transparent und nachvollziehbar ablaufen wird. Der Verwertungsprozess soll von einer großen Rechtsanwaltskanzlei begleitet werden. Über den möglichen Erlös will der Wirtschaftsagentur-Chef nicht spekulieren. Der Kaufpreis sei dabei jedoch ein wichtiger Parameter. (fh)

© APA/Herbert Pfarrhofer

3P.zum.Glück

© CA Immo

von Philipp Kaufmann

© Wiener Städtische

ImmoNomade

Nach VBM-Verzicht auf restliche MQMAnteile werden neue Käufer gesucht.


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Freitag, 17. Jänner 2014

financenetreal:estate – 39

financenet@medianet.at

Wohnen Experten des Kreditmaklers Infina sehen für 2014 eine Teuerung bei den Konditionen für Wohnkredite

short

Wohnkredite jetzt teurer

Prime Office stockt seine Kapitaldecke auf Frankfurt/Main. Das deutsche Gewerbeimmobilienunternehmen Prime Office will seine Kapitaldecke nach der Fusion mit ­German Acorn um bis zu 130 Mio. € aufstocken. Der US-Finanzinvestor Oaktree, dem das Acorn-Portfolio bisher gehörte, werde die Hälfte – mindestens 65 Mio. € – beisteuern, heißt es bei Prime Office. „Oaktree kommt damit dann auf rund 60 Prozent an der neuen Prime Office AG“, sagte deren InterimsVorstand Richard Berg. Formal wird die Prime Office REIT-AG am 21. Jänner auf das Investmentvehikel von Oaktree, OCM German Real Estate Holding, verschmolzen. OCM wird dann in Prime Office AG umbenannt. Die „neue” Prime-Office-Aktie soll vom 22. Jänner an der Börse gehandelt werden. Das Unternehmen hält Büroimmobilien im Wert von 1,9 Mrd. €. Den steuergünstigen Status als Real Estate Investment Trust (REIT) gibt das Unternehmen mit der Fusion auf. Alexander von Cramm (Prime Office) und Jürgen Overath (Acorn) sollen die neuen Vorstände der Prime Office AG werden. (APA/red)

Innsbruck. Vor einem Jahr wurde vom österreichischen Kreditmakler Infina der Kreditindikator IKI entwickelt – als allgemeine Orientierungshilfe für die Kosten besicherter Wohnkredite. Aus diesem lässt sich nun ablesen, dass Wohnkredite teurer werden.

Allerdings bestehen große Unterschiede bei den Wohnkredit-Konditionen der einzelnen Banken. Im 4. Quartal 2013 drehten acht Institute an der Zinsschraube: Sechs Margen-Anhebungen standen zwei Senkungen gegenüber und die Nominalzinsdifferenz zwischen der günstigsten und teuersten Bank weitete sich gegenüber Oktober von 1,125 auf 1,375 Prozentpunkte aus. Bei einem Pauschalraten-Kredit in Höhe von 100.000 € bedeutet diese Differenz bei 25 Jahren in Höhe von 20.208 €. „Kreditnehmer sollen ein Gefühl dafür bekommen, was es aktuell monatlich kostet, wenn man sich verschuldet, um Eigentum zu begründen“, so Infina-GeschäftsführerKirchmair. Für das Jahr 2014 rechnen die Infina-Experten mit einer zunehmend angespannten Situation an den Kreditmärkten sowie mit weiteren Verteuerungen der Konditionen. (ag/hk)

Monatsraten steigen an Eine Marktstichprobe signalisiert aktuell eine deutliche Verschlechterung der Wohnkredit-Konditionen gegenüber den Vorquartalen. Die durchschnittliche Monatsrate für einen voll besicherten, variabel verzinsten Wohnkredit in Höhe von 100.000 € (Laufzeit 25 Jahre) verteuerte sich in den vergangenen zwölf Monaten bis 2. Jänner 2014 um 13,25 auf 428,50 €, nachdem der durchschnittliche Aufschlag (Marge) auf den 3-Monats-Euribor von 1,444 auf 1,594 Prozentpunkte anstieg.

© Infina/Die Fotografen

Bei Pauschalraten-Kredit von 100.000 Euro beträgt Differenz bei 25 Jahren Laufzeit 20.208 Euro.

Christoph Kirchmair, Geschäftsführer der Infina, wünscht sich transparenteren Markt.

Vermittler Immobilienbranche bekommt mit der schweizerischen ImmoSky einen internationalen Player ins Land

Schweizer schielen auf Österreichs Immos Dübendorf. Der Immobilienvermittler ImmoSky AG mit Hauptsitz im schweizerischen Dübendorf weitet seine Dienste aus und baut einen neuen Standort in Wien auf.

Österreich auf der Hand und war nur eine Frage der Zeit.

ImmoSky-CEO Nucera expandiert – Wiener Standort soll Ende 2014 eröffnet werden.

Hotel Ehemalige Länderbankzentrale ist Hyatt geworden

Aus Radisson Blu wird Luxushotel

Wien. Jetzt ist es fix – die FünfSterne-Herberge „Park Hyatt Wien” wird im Juni ihre Pforten öffnen – als erstes Hyatt in Österreich.

Wien. Das Rätselraten um die Zukunft des einstigen Radisson Blu Palais Hotel am Wiener Parkring ist gelüftet: Das derzeit geschlossene Haus wird zu einem „absoluten Top-Luxushotel”, wie ein Sprecher des Eigentümers, der WSFGruppe, angekündigt hat.

Eigentlich hätte das Hotel schon voriges Jahr eröffnet werden sollen, doch ein Großbrand beschädigte das Gebäude 2011 schwer. Die durch den Brand in Mitleidenschaft gezogenen Teile wurden

New York-Immo-Deal: 28,5 Millionen Dollar New York. Das frühere Wohnhaus der Star-Fotografin Annie Leibovitz in New York ist für umgerechnet etwa 21 Mio. € verkauft worden. Das rund 1.000 m� große Anwesen, bestehend aus drei separaten Häusern, sei mit seinen 28,5 Mio. USD der teuerste ImmobilienDeal der letzten Woche in der Metropole gewesen, so die New York Times.  (ots/red)

Hotel II Altes Hotel-Inventar soll versteigert werden

5-Sterne-Herberge ab Juni offen

Brand verzögerte Eröffnung

Richard Berg, Interimsvorstand der Prime Office AG.

laut dem Eigentümer Signa Holding originalgetreu restauriert. Derzeit laufen laut Signa Holding die Arbeiten auf Hochtouren: Die Fassade ist bereits fertig, im ehemaligen Tresorraum der Bank wurde ein Pool eingebaut. Auch der Ballsaal ist nahezu fertig. Betrieben wird die Unterkunft, die über 143 Zimmer, darunter 35 Suiten verfügen wird, von der internationalen Gruppe Hyatt, die dort mit ihrer Luxusmarke einzieht. (APA)

Betreiber noch ungewiss Trotz des jüngsten Booms bei Nobelherbergen ist die WSF-Grup-

pe überzeugt, dass noch genug Platz für neue Anbieter ist. In der „höchsten Luxuskategorie” gebe es noch sehr viel Spielraum, heißt es aus dem Unternehmen. Konkrete Auskünfte zu den Kosten der Sanierung gibt es noch nicht, das neue Luxushotel soll aber schon in 18 Monaten eröffnet werden. Das Inventar des alten Hotels, das in zwei aneinandergrenzenden Ringstraßenpalais untergebracht war, soll versteigert werden. (APA)

Stadthallenbad dicht, Eröffnung nicht fix

© APA/Eva Kelety

„Die Immobilienbranche wird weiterhin attraktiv bleiben, auch wenn die Zinsen steigen sollten”, so Francesco Nucera, CEO und Gründer von ImmoSky AG. Nucera schätzt die Zukunft des Immobilienmarkts als durchwegs positiv ein. Im Vergleich zur Schweiz sei der Anteil an Hausbesitzern in Österreich zudem höher und dementsprechend auch die Nachfrage größer, heißt es aus dem Unternehmen. So lag die Expansion nach

© ImmoSky

Attraktive Immo-Branche

Der Immobilienvermittler hat eigene Zweigstellen und Franchisepartner an verschiedenen Standorten in der Schweiz, Deutschland und Frankreich. ImmoSky beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter und erreichte im Jahr 2013 ein Verkaufsvolumen von 750 Mio. €. Die Immo-Spezialisten arbeiten mit einem hauseigenem Vermittlungssystem aber auch mit regionalen und nationalen Immobilienplattformen für zusätzliche OnlinePräsenz – diese Arbeitsweise wird jezt auch in Österreich angestrebt.  (ots/hk)

© Prime Office

Wer oder was ist ImmoSky?

© Park Hyatt Wien

© APA/Georg Hochmuth

Die Becken sind dicht, die Adaptierungsarbeiten laufen auf Touren.

Früher gingen hier Banker aus und ein – ab Juni die Hotelgäste des „Park Hyatt Wien“.

Ein „absolutes Top-Luxushotel“ soll im geschlossenem Radisson Blu entstehen.

Wien. Zwar sind die Schwimmbecken im Stadthallenbad nun endlich dicht – wann das Bad wieder aufgesperrt werden kann, ist aber noch immer nicht fixiert. Denn jetzt wird noch an der Bäderhygiene gearbeitet. Das werde einige Wochen dauern und verzögere die Wiedereröffnung, heißt es bei der Wien Holding. Dann folgt die Behebung der verbleibenden Mängel – etwa im Bereich der Bodenverfliesung. (red)


pe opl e &date s

40 – financenetreal:estate

Freitag, 17. Jänner 2014

financenet@medianet.at

Alles rund ums Bauen Messe Tulln veranstaltet von 24. bis 26. Jänner 2014 wieder die „HausBau + EnergieSparen“

short

Baumesse Ende Jänner

S Immo verlängert Caritas-Kooperation Wien/Bukarest/Budapest. Die S Immo AG unterstützt seit 2008 Projekte der Caritas, in denen benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Rumänien und Ungarn sowie älteren Menschen in Bulgarien geholfen wird. Das Unternehmen teilte nun mit, dass diese Kooperation auch 2014 fortgesetzt wird. Im Rahmen ihrer „Weihnachtsaktion 2013“ unterstützte die S Immo darüber hinaus die Caritas-Aktion „Schenken mit Sinn”. (red)

291 Fachaussteller informieren dieses Jahr über ihre Angebote rund um Bauen und Energie. Tulln. Nach der Premiere 2013 veranstaltet die Messe Tulln auch dieses Jahr wieder die Fachmesse rund um Bauen und Energie, „HausBau + EnergieSparen” von 24. bis 26. Jänner 2014. 291 Fachaussteller informieren heuer auf insgesamt 16.000 m� in vier Messehallen über ihre Angebote rund um die Themen Bauen, Renovieren, Sanieren, Energie und Einrichten.

Photovoltaik, Warmwasser und Bad, Inneneinrichtung und Küchen sowie Sicherheit. Die Halle 5 fokussiert während der ganzen Messe das Thema Passivhäuser: Täglich stehen Architekten, Baumeister, Holzbaufachleute, Fensterhersteller, Bauphysiker, Energieplaner und Lüftungsspezialisten den Messebesuchern von 10 bis 17 Uhr für Fragen rund um Passivhäuser zur Verfügung.

Umfassende Fachberatung

Zahlreiche Vorträge

© Prime Office

Neben den Fachausstellern stehen auch zahlreiche unabhängige Fachberater dem Publikum für Fragen zur Verfügung: Experten der IG Passivhaus Ost sowie der Passivhausparcours von ECO Plus, der Niederösterreichischen Wirtschaftsagentur und dem Photovoltaik Verband Austria stehen für Gespräche zur Verfügung. Kompentenzzentren gibt es zu den Themen Bauen, Energie & Heizen,

Weiters gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen unter anderem zu den Themen „Photovoltaik für jedes Haus”, „Vom Althaus zum Traumhaus” oder „Das optimale Heizsystem” und „Energiesparen im Haushalt”. „Feng Shui für Haus und Garten” oder „Frische Luft im ganzen Haus” runden das umfangreiche Programm ab.  (red)

© Messe Tulln/APA/Thomas Preiss

Neue Diskussionsreihe der WU Wien

Von 24.–26. Jänner 2014: Die „HausBau + EnergieSparen 2014” in der Messe Tulln.

WU Wien bringt Reihe „Wirtschaft Wissenschaft Unplugged“.

Wechsel Risikovorstand Wolfgang Edelmüller verlässt nach vier „herausfordernden“ Jahren die Hypo Alpe-Adria

Wien. Am Montag, den 13. Jänner, lud die Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien) gemeinsam mit der Tageszeitung Die Presse und der Erste Group zu einer neuen Veranstaltung im Rahmen der Diskussionsreihe „Wirtschaft Wissenschaft Unplugged“ ein. Welche Besonderheiten österreichisches Unternehmertum im internationalen Vergleich aufweist und wie der Gründergeist in Österreich gefördert werden kann, erörterte WU-Professor Nikolaus Franke, Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation, in einer Kurzvorlesung. Das hohe Potenzial an Kreativität, Erfindungen, Entdeckungen und Entwicklungen sei zwar vorhanden, werde in Österreich aber noch nicht ausreichend genutzt, so Franke. Stefan Pierer, Eigentümer der KTM AG, referierte in seinem Vortrag über die Praxis und skizzierte den Unternehmer der Zukunft. Moderiert wurde die Veranstaltung von Presse-Chefredakteur Rainer Nowak. (red)

Hypo Alpe-Adria: Suche nach CRO beginnt

Ausschreibung in Kürze Der 62-jährige Risikovorstand hatte sein Amt nach der Notverstaatlichung im April 2010 angetreten und bekleidete bis zur Bestellung des neuen CEO Alexander Picker zu Jahresanfang interimistisch auch die Funktion des Vorstandsvorsitzenden. Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Liebscher kündigte eine Ausschreibung der vakant werdenden Position des CRO in Kürze an.  (red)

Legt Vorstandsmandat bei der Hypo Alpe-Adria zurück: CRO Wolfgang Edelmüller.

Neuer Finanzvorstand Von Volkswagen zu Zumtobel

Aus nach 10 Jahren Strumpfhersteller verliert den CEO

Dornbirn. Karin Sonnenmoser (44) wird neuer Finanzvorstand der Zumtobel AG. Sie wurde für drei Jahre bestellt und wird ihre Tätigkeit zum 1. Mai 2014 aufnehmen.

Bregenz/Wien. Der langjährige Vorstandsvorsitzende der Wolford AG, Holger Dahmen, nimmt seinen Hut: Er wird das Unternehmen auf ­eigenen Wunsch zum 31. Jänner 2014 verlassen und nach mehr als zehnjähriger Tätigkeit an der Spitze der Wolford Gruppe eine neue externe Herausforderung wahrnehmen, heißt es seitens des Unternehmens. „Holger Dahmen hat das Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren mit viel Geschick geführt und durch die Unbilden der Wirtschafts- und Währungskrisen geleitet. Wir bedauern sein Ausscheiden sehr und wünschen ihm für seinen zukünftigen Werdegang weiterhin viel Erfolg”, so Emil Flückiger, Aufsichtsratsvorsitzender der Wolford AG.

Zumtobel AG bekommt neuen CFO Wolford-Chef Holger Dahmen geht

Serbische TA-Tochter bekommt neuen CEO

Seit 1996 bei Volkswagen © Vip Mobile

Von 1996 bis heute bekleidete Sonnenmoser zahlreiche Positionen im Finanzwesen der Volkswagen Gruppe. Von 2007 bis 2010 war sie zuerst als kaufmännische

Dejan Turk, neuer CEO und CMO der Telekom-Tochter Vip mobile.

Geschäftsführerin und dann als Vorsitzende der Geschäftsführung der AutoVision GmbH tätig. Seit 2010 zeichnet sie als Geschäftsführerin Controlling und Finanzen der Volkswagen Sachsen GmbH und als kaufmännische Geschäftsführerin der Volkswagen Bildungsinstitut GmbH verantwortlich. 2011 übernahm sie zusätzlich die Geschäftsführung Finanzen und Controlling der Gläsernen Manufaktur in Dresden. (red)

Vorstände Axel Dreher und Thomas Melzer ist die nahtlose und effiziente Umsetzung der kürzlich beschlossenen strategischen Refokussierung gewährleistet. Beide Herren haben umfangreiche Erfahrungen in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen sowie in der Umsetzung strategischer Weichenstellungen und werden von einem starken Team in der nächsten Führungsebene unterstützt“, so Flückiger.  (red)

Karin Sonnenmoser (44), neuer Finanzvorstand der Zumtobel AG.

Die Geschäfte werden bis auf weiteres durch die Vorstände Axel Dreher und Thomas Melzer geführt, wobei Dreher als Sprecher des Vorstands der Wolford AG fungiert. „Durch die interimistische Ressortverteilung auf die

© APA/Roland Schlager

Vorstände übernehmen

© Zumtobel

Belgrad. Die serbische Tochter der Telekom Austria Group, Vip mobile, bekommt einen neuen Chef: Dejan Turk wird neuer CEO und CMO. Turk steht derzeit als Generaldirektor der slowenischen Si.mobil, ebenfalls einer Tochtergesellschaft der Telekom Austria Group, vor. Turk startete seine Karriere bei der Telekom Austria Group im Jahr 2004 als Leiter des Bereichs Marketing & Sales des slowenischen Betreibers; zwei Jahre später übernahm er die Position des Chief Commercial Officers.  (red)

Einsatz und sehr wesentlichen Beitrag zu stabilen Verhältnissen gerade in der Übergangsphase gebührt ihm unser besonderer Dank“, so der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Klaus Liebscher.

© Hypo Alpe Adria

Klagenfurt. In Abstimmung mit dem Aufsichtsratspräsidium und den übrigen Mitgliedern des Vorstands der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG hat CRO Wolfgang Edelmüller angekündigt, am 28. Februar 2014 sein Mandat im Konzernvorstand zu beenden. Mit den Entscheidungen der letzten Wochen seien die Weichen für den nächsten Abschnitt der Umstrukturierung und Abwicklung der Hypo Alpe Adria nachhaltig gestellt, so Edelmüller. Nach vier „intensiven und herausfordernden“ Jahren ziehe er sich „guten Gewissens“ zurück und freue sich erst einmal auf die Familie, erklärte der gebürtige Waldviertler seine Entscheidung nach fast 38 Berufsjahren im Bankensektor. „Für seinen großen

Geht nach mehr als 10 Jahren: WolfordVorstandsvorsitzender Holger Dahmen.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 17. JÄNNer 2014 – 41

CASH-TIPP: INDIREKTE STEUERN

STEUERTIPP: DIENSTWOHNUNG

Cashflow verbessern und Kosten senken, rät KPMG-Partnerin Barbara Polster Seite 43

Aus steuerlicher Sicht ist es unbeachtlich, wenn die Wohnung möbliert ist  Seite 44

© Staudigl

© KPMG

advisory DAS DUELL STIFTEN GEHEN: LIECHTENSTEIN? © Libertas Intercount/Robert Herbs

Lasst doch die Kunden auch wirklich mitreden

short

© CMS/David Sailer

CMS expandiert 2014 mit zwei Fusionen

Internationale Expansion: CMS Managing Partner Peter Huber.

Glasgow/Zürich. Zwei Fusionen erweitern 2014 die Kompetenzen des CMS-Verbunds. Der englische Standort geht zum 1.5. mit der schottischen Kanzlei Dundas & Wilson zusammen. Peter Huber, Managing Partner CMS ReichRohrwig Hainz: „Wir freuen uns, dass wir mit der führenden Kanzlei Schottlands eine hervorragende Erweiterung unserer Dienstleistungen dazugewinnen.“ In der Schweiz kündigt CMS die Fusion von CMS von Erlach Henrici Ltd, Zürich, und ZPG Avocats SA, Genf, zu CMS von Erlach Poncet an.  (red)

Ein Weltrekordprojekt kommt ins Kino

© CMS/David Sailer

’Wien. Dank Rotary Club Wien Oper und Constantinfilm kann man am Mo., 20.1., ab 19:30, den Dokumentarfilm über das Weltrekordprojekt „Race across Russia 2013“ erstmals im Kino sehen: Village Cinemas Wien 3 Center, Landstraßer Hauptstraße 2a.  (pj)

Andreas Greilhuber, Leiter Global Business Services IBM Österreich: „Noch nie wurde der Einfluss der Kunden so hoch eingeschätzt.“

Mehr Mitspracherecht Laut der aktuellen IBM-C-Suite-Studie hat niemand – außer der obersten Führungsebene selbst – mehr Einfluss auf die strategische Ausrichung ihres Unternehmens als Kunden. Ein weiterer Top-Trend ist die stetig zunehmende Bedeutung, die Führungskräfte Technologie beimessen.  Seite 42

Die Einreichphase für den UBIT-IT- und Beratungspreis hat begonnen.

Consultingbedarf Viele neue Systeme im Markt

Gegen Korruption Wird die Kontaktpflege behindert?

Franchise-Beratung im Aufwind

W. Martius berät u.a. EFM, Palmers, VBC und Sonnentor in Franchisebelangen.

Salzburg. Der Consulting-Bedarf in Sachen Franchise wird immer größer, erklärt Waltraud Martius, geschäftsführende Gesellschafterin der internationalen Franchise-Beratung Syncon. 2013 wurden rund 50 Projekte betreut, u.a. für Mrs. Sporty, Loacker oder für Re/Max. „2014 werden weitere Systeme neu auf den Franchisemarkt kommen, darunter die Restaurantkette Nordsee, das medizinische Untersuchungsprojekt discovering hands, das Beautykonzept Luxus Lashes oder Der Energiedetektiv”, freut sich Martius, die auch ein neues Netzwerk aus Top-Franchiseexperten initiiert hat.  Seite 42

Die große Compliance-Diskussion

© Foto Wilke

Wien. Der Constantinus Award wird heuer in den fünf Hauptkategorien „Informationstechnologie“, „Kommunikation & Netzwerke“, „Management Consulting“, „Personal & Training“ und „Standardsoftware & Cloud Services“ vergeben. Dazu kommen die drei Sonderpreise „Internationale Projekte“, „Open Source“ sowie – heuer neu – „Mobile Apps“. UBIT-Obmann Alfred Harl: „Eine Einreichung ist (bis zum 24.3.) ausschließlich online möglich, denn als IT-Preis hat der Constantinus Award eine Vorreiterfunktion zu erfüllen.“ Die Preisverleihung wird am 5. Juni in der Burg Perchtoldsdorf stattfinden.  (pj) www.constantinus.net

© Syncon

© GPK

Startschuss für den 12. Constantinus Award

Geiblinger (oben) plädiert für Prävention, Magda Bleckmann für gutes Netzwerken.

Linz/Salzburg. Die TI-AC-Vorstandsvorsitzende Eva Geiblinger ortet Nachholbedarf in Sachen Korruptionsprävention. „Noch vor wenigen Jahren waren Compliance-Management-Systeme in Österreich kaum bekannt, geschweige umgesetzt.“ Sie verlangt eine Kultur der freiwilligen Befolgung von Gesetzen. „Compliance-Regeln killen den persönlichenAustausch“, warnt dagegen Karriereberaterin Magda Bleckmann. „Im vorauseilenden Gehorsam und aus Angst vor Kriminalisierung oder gesellschaftlichen Neiddebatten wird reguliert, was das Zeug hält – auch wenn der Preis hoch ist.“  Seite 44


A DV I SOR Y: TOPTR E N D S

42 – advisory

Freitag, 17. Jänner 2014

advisory@medianet.at

Globale Taktiken Top-Manager geben Kunden mehr Mitspracherecht, Top-Firmen müssen noch „offener“ werden

short

Unternehmensstrategien? Nur noch gemeinsam!

© Business Network International

Business Network erwirtschaftet 56 Mio.

Starke Kunden-Interaktion, eingespielte Teams und forcierte Digitalisierung machen erfolgreich. Wien. Warum sind manche Unternehmen erfolgreicher als andere? Und wie bereiten sich Führungskräfte auf die Zukunft vor? Das wichtigste Ergebnis der aktuellen C-Suite-Studie von IBM bringt es auf den Punkt: Rund 60% der CxOs – also CEOs, CFOs, CIOs, CMOs und Personalchefs –, wollen ihre Kunden mittelfristig direkt in die Gestaltung ihrer Geschäftsstrategie einbeziehen. Noch nie wurde der Einfluss der Kunden so hoch eingeschätzt!

BNI wurde 1985 vom Unternehmensberater Ivan Misner begründet.

Wien. Mehr als 44.000 Empfehlungen wurden 2013 innerhalb des Business Network International (BNI) in Österreich ausgesprochen und haben zu 55,8 Mio. € Umsatz geführt – am meisten Umsatz in Wien vor NÖ (www.bni-noe.at) und OÖ. Business Network International ist ein Firmennetzwerk für Geschäftsempfehlungen mit derzeit 6.500 Unternehmerteams in 55 Ländern. „Mehr Umsatz durch neue Kontakte bringt uns zusammen“, erläutert Michael Mayer, Geschäftsführer von BNI DeutschlandÖsterreich das NetzwerkPrinzip. Bei BNI schließen sich Unternehmer zusammen, wobei jedes dieser Teams aus etwa 20 bis 45 Vertretern unterschiedlicher Fachgebiete besteht – vom Architekten über den Rechtsanwalt, den Dachdecker und den Fotografen bis zum IT-Fachmann. (pj)

55% der befragten CxOs bestätigen, dass ihre Kunden den größten Einfluss auf die Unternehmensstrategie haben. Vor allem nach Angaben der CEOs hat niemand – außer der obersten Führungsebene selbst – mehr Einfluss auf die strategische Ausrichtung. Oder, anders formuliert: Geht es um die Firmenstrategie, haben Kunden mehr mitzureden als z.B. der Aufsichtsrat, Muttergesellschaften, andere ranghohe Führungskräfte oder auch wichtige externe Geschäftspartner. „Unsere Studien unter den TopFührungskräften in den letzten zehn Jahren zeigen, dass sich Unternehmen immer stärker öffnen“, kommentiert Andreas Greilhuber, Leiter Global Business Services IBM Österreich. „CEOs beseitigen systematisch existierende Barrieren und beteiligen Kunden aktiv an der Gestaltung ihrer Geschäftsmodelle und Strategien.“ Getrieben werde dies durch die voranschreitende Digitalisierung der Geschäftsprozesse an der Schnittstelle zum Kunden. Die stärkere Einbindung der Kunden zeigt sich auch darin, dass 89% aller Führungskräfte in den nächsten Jahren intensiver mit ihren

© Raimo Rudi Rumpler

Harald Kuchelbacher: „Wachstumspotenzial noch lange nicht erschöpft“.

© IBM/Mike Ranz

Wie der Kunde König wird

Ingenieurdienstleister in Österreich im Aufwind

Andreas Greilhuber: „Die Digitalisierung der Backoffice-Prozesse ist weitgehend abgeschlossen, jetzt geht es an die Kundenfront, also an die Front-Office-Prozesse.“

Kunden zusammenarbeiten wollen. Dass Vernetzung, digitale Technologien und Soziale Netzwerke zu dieser Entwicklung beitragen und ihr Einsatz immer beliebter werden, belegen die Zahlen: 56% der befragten CxOs wollen ihr Unternehmen stärker nach außen öffnen – im Vergleich zu 44% im letzten

Jahr ist das ein enormer Anstieg innerhalb von zwölf Monaten. Eine Korrelation zwischen hohem Umsatzwachstum und hoher Rentabilität und dem Einfluss der Kunden ist offensichtlich: In zwei Dritteln der besonders erfolgreichen Unternehmen richten die Führungskräfte ihre Strategien

Globale Hochzeit Wenn internationale Größe zu einer Strategie wird

Die Franchise-Beratung boomt Salzburg. Die internationale Franchise-Beratung Syncon mit Sitz in der Mozartstadt und in München zieht eine positive Bilanz über das abgelaufene Jahr 2013. Das Team um Waltraud Martius betreute mehr als 50 FranchiseProjekte und gewann mehrere Neukunden aus dem In- und Ausland dazu. Syncon zeigt sich auch für das laufende Jahr optimistisch, die Auftragslage ist sehr gut.

In Deutschland und Österreich erwirtschaften derzeit rund 1.000 Franchise-Systeme einen Jahresumsatz von knapp 70 Mrd. €. „Franchising wird immer bekannter und ist für viele Menschen längst eine sehr gute Alternative, sich selbstständig zu machen”, erklärt Waltraud Martius, Geschäftsführende Gesellschafterin von Syncon. „Auch Unternehmen setzen zunehmend auf die Ex-

© Syncon

Wien. Harald Kuchelbacher, der Geschäftsbereichsleiter des Ingenieurdienstleisters Brunel Austria GmbH, zieht eine positive Bilanz für das Vorjahr: Die Novelle des Arbeitskräfteüberlassungsgesetzes (AÜG) hat Österreichs Unternehmen flexibilisiert und stabilisiert außerdem die Arbeitssituation von Arbeitnehmern, die über einen Ingenieurdienstleister ins Unternehmen kommen. „Unternehmen, die mit einem Ingenieurdienstleister arbeiten, schätzen den schnellen Zugriff auf ein großes Netz von Experten und die Projektrealisierung nach zertifizierten Prozessen, Standards und Normen“, sagt Kuchelbacher. „Das Leistungsspektrum entlang der gesamten Prozesskette reicht von Entwicklung über Konstruktion bis hin zu Management-Support und Beratung.“ Gleichzeitig schrumpft der RekrutierungsAufwand für Firmen, weil durch den Ingenieurdienstleister eine Vorselektion stattfindet – ganz zu schweigen von der Kostenersparnis einer Stellenausschreibung. „Vor allem klein- und mittelständische Unternehmen streben hier verstärkt eine Zusammenarbeit an“, sagt Kuchelbacher. (pj)

und Investitionen neu aus, um sich noch stärker an den Kundenbedürfnissen auszurichten. Sie legen außerdem vermehrt Wert auf eine eindeutig nach außen gerichtete Agenda. Dies erfordert Transparenz und Zusammenarbeit sowie Dialog und Interaktion mit den jeweiligen Kundenzielgruppen und den Individuen innerhalb dieser Gruppen. Einige der fortschrittlichsten Unternehmen richten Kundengremien – sogenannte Customer Advisory Boards – ein, in denen sich Kunden direkt zu strategischen Fragen äußern können. Eine logische Konsequenz daraus: Es wird immer wichtiger, digitale und physische Welten zu vereinen. Bereits 83% der Befragten beabsichtigen deshalb, auch ihr Front-Office moderner und effektiver zu gestalten, soll heißen zu digitalisieren. „Die Prioritäten verschieben sich von nach innen gerichteten Effizienz- und Produktivitätsverbesserungen zu einer nach außen auf den Kunden gerichteten Agenda. Vor allem CMOs wollen alle Elemente einer tragfähigen Digitalisierungsstrategie einführen“, erklärt Greilhuber. „Allerdings zeigt die Studie hier auch einen Widerspruch bei den Firmen auf, denn rund zwei Drittel der Unternehmen haben derzeit nur eine begrenzte oder überhaupt noch keine digitale Strategie.“ (pj)

W. Martius: „Beratungsbedarf gibt‘s bei Qualitätssicherung und Know-how-Transfer.“

pansion mittels Franchising statt Filialisierung.“

Neue Systeme kommen Der Beratungsbedarf der Unternehmen ist entsprechend hoch. „Im Moment sind insbesondere Themen wie Qualitätssicherung im System, Partizipation von Franchisenehmern, Know-how-Transfer und die Etablierung von Innovationsprozessen in den Systemen relevant”, sagt Martius. Beratungsprojekte im letzten Jahr realisierte Syncon u.a. für den Immobilienmakler Re/Max, den Waffelhersteller Loacker oder die Frauen-Fitnesskette Mrs.Sporty. „2014 werden weitere interessante Systeme neu auf den Franchisemarkt kommen, darunter die Restaurantkette Nordsee, das medizinische Untersuchungsprojekt discovering hands, das Beautykonzept LuxusLashes oder Der Energiedetektiv“, hofft Martius. Syncon berät außerdem u.a. EFM, eyes+more, Palmers, Sonnentor, Treppenmeister, VBC, Vergölst und Yves Rocher.  (pj)

DIE IBM-STUDIE Mehr als 4.000 Top-Manager der ­obersten Führungsebene (CxOs) in 70 Ländern und 20 Industrien wurden für die neueste IBMManagement-Studie befragt, mehr als 300 in Österreich, BRD und Schweiz. Erstmals kam auch kognitive Watson-Technologie zum Einsatz, um zusätzliche Zusammenhänge innerhalb der Studiendaten zu ermitteln.

Strategisch Synergien

Die TEC-Gruppe baut weiter aus Wien. Die TEC-Gruppe erweitert ihr Firmennetzwerk und hat vor Kurzem mit schoeller network control einen weiteren IT-Spezialisten in den Unternehmensverband eingegliedert. Die österreichische TEC-Gruppe, der auch die Firmen OnTec, CoreTEC, iTEC und Bingenium angehören, verfolgt damit ihre Strategie weiter, innovative Unternehmen mit Fokus auf den IT-Sektor unter einem Dach zu vereinen – unabhängig und erfolgsorientiert. Damit können alle Bereiche der IT, von Beratung, Entwicklung, Serviceleistungen bis zu Personal und Sicherheit, abgedeckt und Synergien zum Vorteil der Kunden wirksam werden. schoeller network bringt seine über Jahrzehnte aufgebaute Expertise in den Kernbereichen Analyse, Optimierung und Sicherheit von IT-Ressourcen in die Unternehmensgruppe ein und verfügt somit zusätzlich zur bisherigen bewährten Qualität über eine neue optimale Basis mit erweiterter Kompetenz. (pj)


A dv i sor y: Ta xe s

Freitag, 17. Jänner 2014

advisory – 43

advisory@medianet.at

Österreich vs. Liechtenstein Per 1. Jänner ist das Steuerabkommen zwischen Alpenrepublik und dem benachbarten Fürstentum in Kraft getreten

Das große Privatstiftungsduell

Indirekte Steuern Wien. So manches Unternehmen könnte den Cashflow verbessern und Kosten senken, wenn es die Belastungen durch indirekte Steuern professioneller managen würde. Laut einer KPMG-Studie wird in knapp zwei Drittel der Unternehmen niemand beschäftigt, der auf globaler, regionaler bzw. lokaler Ebene für das Thema der indirekten Steuern im jeweiligen Konzern verantwortlich ist. Indirekte Steuern werden normalerweise überwälzt, sind aber vom Unternehmen zu tragen, wenn sie durch Fehler erst später hervorkommen. Barbara Polster, Tax-Partnerin KPMG: „Die Mehrheit denkt zumeist immer noch an die Körperschaftssteuer. Die indirekten Steuern werden zum überwiegenden Teil unterschätzt. Dabei stellen die entsprechenden Einnahmen und Ausgaben oft einen der größten Posten überhaupt dar. Unternehmen, die dieses Working Capital professionell handhaben, können enorme Kosten sparen und ihren Cashflow deutlich verbessern.“ In der KPMG-Umfrage geben 58% der Befragten an, dass sich indirekte Steuern negativ auf ihr Geschäft auswirken (2012: 51%). Nur in jedem fünften Unternehmen werden positive Auswirkungen verzeichnet (2012: 19 %). Zwei von drei Befragten innerhalb der EMARegion rechnen mit einem weiteren Anstieg der Steuersätze innerhalb der nächsten drei Jahre. (pj)

Liechtensteiner Vorteile Bei insgesamt geringeren Strukturkosten (nur zwei Stiftungsräte nötig) und vielleicht auch dem einen oder anderen zivilrechtlichen Vorteil kann eine mit geringem Vermögen errichtete liechtenstei-

nische Stiftung für Österreicher durchaus interessant sein. Gründet oder erwirbt diese Stiftung beispielsweise für neue Projekte eine Kapitalgesellschaft mit hohem Entwicklungspotenzial, sind spätere Veräußerungserlöse in der Liechtensteinischen Stiftung bis zur Zuwendung steuerfrei. „Bleibende Vorteile“ bietet die Besteuerung von gewissen Einkünften aus Immaterialgüterrechten. Diese unterliegen in Österreich der (auf Zuwendungen nicht anrechenbaren) 25%igen Körperschaftsteuer, in Liechtenstein dagegen einer (auf Zuwendungen anrechenbaren), de facto 2,5%igen laufenden Steuer.

Noch einen Vorteil bietet Liechtenstein seit Kurzem: Wer die Stiftungsurkunden nicht offenlegen möchte, zahlt in Österreich 25% Stiftungseingangssteuer, die Stiftung unterliegt in diesem Fall dem normalen KöSt-Regime (d.h. keine anrechenbare Zwischensteuer) und wird zudem der Geldwäschemeldestelle gemeldet. In Liechtenstein fallen dank des neuen Abkommens jedoch nur 7,5 bzw. 10% (PVS) Eingangssteuer an, und es bleibt bei der günstigen und auf Zuwendungen anrechenbaren laufenden Besteuerung von 12,5%. In diesem Fall ist Liechtenstein daher klar zu bevorzugen.  (pj)

Christina Pichler weist auf Vorteile der liechtensteinischen Privatstiftung hin.

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Finanztipp Stiefkind

Liechtenstein wettgemacht werden kann.“ Ab diesem Break-even beginnt der Thesaurierungsvorteil der Liechtensteinischen Privatstiftung, die sich daher bei rein steuerlicher Betrachtung eher für den Vermögensaufbau als für die Bewahrung und Verwaltung bestehender großer Vermögen anbietet.

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Wien. Per Jahresbeginn wurde Rechtssicherheit bezüglich der Besteuerung liechtensteinischer Privatstiftungen mit Österreichbezug geschaffen. Bisher hatte die heimische Finanzverwaltung liechtensteinische Stiftungen meist als transparent und damit steuerlich nicht existent behandelt. Die Besteuerung der Erträge der Stiftung erfolgte direkt beim Stifter. „Das neue Abkommen enthält nun erstmals eine Richtschnur, unter welchen Kriterien eine Stiftung in Liechtenstein von Österreich als eigenes Steuersubjekt und damit als intransparent anerkannt wird“, sagt Wirtschafts- und Steuerberaterin Christina Pichler, Expertin für Internationales Steuerrecht bei der Libertas Intercount/SOT – SüdOst-Treuhand. „Ein Belastungsvergleich der beiden Stiftungssysteme zeigt, dass dieser Eingangsnachteil in wenigen Jahren durch die günstigere laufende Besteuerung in

© Libertas Intercount/Robert Herbst

Unternehmen müssen nach einem Jahrzehnt nach dem Rotationsprinzip den Anbieter wechseln.

KommunalGuide Ihr persönlicher Ratgeber zu kommunalen Projekten in Österreich

2014

Erscheinungstermin: Juni 2014 Zielgruppe: alle 2.354 Kommunen (Bürgermeister, Amtsleiter)

© KPMG

Projektleitung: Bernhard Ehrlich Tel.: 0664/181 21 29 oder b.ehrlich@medianet.at KPMG-Tax-Partnerin Barbara Polster rät zur Optimierung der indirekten Steuern.


A dv i sor y: M A R K E T S

44 – advisory

Freitag, 17. Jänner 2014

advisory@medianet.at

Kommunalguide Regionalentwicklung – Regionalmarketing – Regionalconsulting – Regionale Trends

short

Consulting für Tourismus

3s ist im Pflegebereich europaweit tätig Wien. Die 3s Unternehmensberatung GmbH ist derzeit Partner in zwei europäischen Projekten, die Pflege-Kompetenzmatrizen entwickeln. Das Carer+ Projekt soll im Pflegebereich tätige Personen innerhalb der EU mit der notwendigen digitalen Kompetenz ausstatten, die es ihnen ermöglicht, ältere Menschen bei der Nutzung von IT- und AALTechnologien zu unterstützen. Beim NoBoMa-Projekt wurde u.a. eine Zukunftskompetenzmatrix für den Altenpflegebereich realisiert.  (pj) www.3s.co.at

Neue Denkwerkstatt sucht innovative Konzepte für Themen wie Raumordnung und Arbeitsmarkt.

© Schnitzer Law

Compliance für die Vereinten Nationen

Brücke und Medizinfakultät Themen der Denkwerkstatt sind zudem touristische Jahreszeitenverschiebungen, der vernichtende Preiskampf der Betriebe, die Möglichkeiten einer Renaissance der Sommerfrische und auch der Arbeitsmarkt. „Jahr für Jahr gibt es weniger Lehrlinge. Wenn es so weitergeht, werden gut funktionierende Leitbetriebe zusperren müssen, weil es zu wenig gut ausgebildetes, motiviertes Personal gibt.“ Der neue, ausschließlich von Schellhorn selbst finanzierte Denk-Verein will auch langfristige Studien in Auftrag geben. „Die Ergebnisse werden wir nicht nur ins Internet stellen, sondern mit lästiger Penetranz veröffentlichen“, so Kerbler, „und wenn es nach mir geht, auch verkaufen.“ (apa/pj)

Die Denkwerkstatt „Kritischer Tourismus 2030“ will Ideen für die Regionen liefern.

Service Gewinnermittlung für Selbstständige, Frei- und Absetzbeträge, Einkommen- und Umsatzsteuer u.v.m.

Johannes S. Schnitzer hat im Vorjahr Schnitzer Law in Wien gegründet.

Steuertipp: schön möblierte Dienstwohnung

© Linde Verlag

Wien. Das United Nations Office on Drugs and Crime hat erstmals einen Leitfaden zum Thema „Antikorruption bei öffentlichen Auftragsvergaben und der Verwaltung öffentlicher Finanzen“ herausgegeben. Hauptautor des „Guidebook on anti-corruption in public procurement and the management of public finances“ ist der Wiener Johannes Schnitzer. „Die Bekämpfung von Korruption bei öffentlichen Auftragsvergaben steht gegenwärtig international im Fokus.“  (pj) www.schnitzer-law.com

Eduard Müller: SteuerSparBuch 2013/2014 ISBN 978-3-7093-0546-1, 24,90 €

© Staudigl

© Austria Glas Recycling

Nachhaltige Wirtschaft wird ausgezeichnet

zepte und Alternativen für die Zukunft überlegen.“

© APA/Barbara Gindl

Salzburg/Goldegg. Die Suche nach einer österreichischen Identität in einer nachhaltigen, „enkeltauglichen“ Fremdenverkehrswirtschaft – das sind die Ziele des neu gegründeten Vereins „Kritischer Tourismus 2030“. Viermal im Jahr möchten Ex-Ö1Redakteur Michael Kerbler und Ex-Neos-Politiker Sepp Schellhorn (2003–2013 Präsident der Österreichischen Hoteliersvereinigung) Experten verschiedener Branchen einladen, um „ein Feedback von außen zu bekommen“. „Es geht um schleichende Entwicklungen im Bereich Klima, Raumordnung und Arbeitsmarkt“, verweist Kerbler darauf, dass die Akademie der Wissenschaften bereits 1993 auf die Folgen des Klimawandels hingewiesen habe. „Ein Grad plus bedeutet ein Steigen der Schneefallgrenze um rund 100 Meter. Da müssen wir einen schneelosen Winter durchdenken und uns Kon-

Wien. Im Vorjahr gab es zahlreiche Neuregelungen in der Gesetzgebung, die alle im aktuellen „SteuerSparBuch 2013/2014“ von Eduard Müller (Linde Verlag) nachzulesen sind. Dazu gehören die Änderungen bei der Immobilienertragssteuer, das Rechtsmittelverfahren, die geänderten Zuständigkeiten bei der Finanz und einiges mehr. Das SteuerSparBuch informiert über den Umgang mit dem Finanzamt, zeigt, wie man Finanz-Online für sich nutzt und enthält eine Steuerspar-Checklist. Im Buchpreis inbegriffen ist weiters eine SteuerSparApp; zusätzlich kann man mithilfe eines Links das SteuerSparProgramm herunterladen. Es enthält zahlreiche Berechnungen, Formulare und Musterbriefe, die elektro-

nische Erstellung und Übermittlung der Steuererklärung mit Formularassistenten sowie eine professionelle Einnahmen-Ausgaben-Rechnung.

Der konkrete Steuertipp „Aus steuerlicher Sicht ist es unbeachtlich, ob eine Dienstwohnung mit oder ohne Möbel dasteht. Selbst wenn die Wohnung erlesen möbliert ist – egal, ob Barock oder vom Designer –, ändert sich am Zurechnungsfaktor nichts. Eine exzellente Lage der Firmenwohnung oder ein inkludierter großer Garten bzw. sogar Park erhöhen den Sachbezugswert nur bei extremer Abweichung von den Richtwerten.“ (S. 198) (pj)

Eva Geiblinger Ein TI-AC-Plädoyer für Prävention

Magda Bleckmann Plädoyer gegen Generalverdacht

Wien. „Ein Unternehmen oder eine Institution kann seiner gesellschaftlichen Verantwortung nicht gerecht werden, wenn es nicht aktiv Korruptionsprävention betreibt“, warnt Eva Geiblinger, Vorstandsvorsitzende des Austrian Chapters von Transparency International (TI-AC). Voraussetzung für wirkungsvolle Compliance-Systeme ist die grundlegende Entscheidung und Überzeugung der Organisations-

Graz. „Compliance-Regeln killen den persönlichen Austausch“, mahnt die Grazer Karriereberaterin und Buchautorin Magda Bleckmann. Schließlich seien Kontakte, Beziehungen, menschlicher Umgang mit Kollegen und das Gewinnen von Informationen immens wichtig für Unternehmen. Jahrelang haben Firmen ihre Mitarbeiter in Kommunikationstrainings in die „hohe Schule des Netzwerkens“ eingeführt und sie fit gemacht, um sympathisch im Dialog mit Lieferanten, Partnern, Kunden und Dienstleistern positiv zu wirken und für sich und das Unternehmen zu werben. Nun könnte ihnen deswegen Ungemach drohen.

Pro Compliance: „Nachholbedarf“ Contra Compliance: „Misstrauen“

Verpflichtender Standard

© Foto Wilke

Wien. Mit einem ASRA (Austrian Sustainability Reporting Award) wurden zuletzt zehn heimische Unternehmen ausgezeichnet. Sie hatten im Geschäftsjahr 2012 die Forderung nach ausgewogener und angemessener Darstellung ihrer Nachhaltigkeitsleistungen vorbildlich umgesetzt. Drei weitere Firmen erhielten den ASRA in der erstmals ausgeschrieben Kategorie „GRI-Erstbericht“. Die meisten Auszeichnungen gab es in der Kategorie Große Unternehmen, wo die Telekom Austria Group vor der Kontrollbank und der Zumtobel AG siegte. Zwei weitere Auszeichnungen gingen an die RZBGruppe und die OMV AG. Bei den Klein- und Mittelbetrieben gewann wie im Vorjahr Austria Glas Recycling vor Vöslauer Mineralwasser AG, bei den öffentlichen Unternehmen die Vereinigung der österreichischen Zementindustrie.  (pj)

leitung, rechtskonformes Verhalten im Unternehmen durchzusetzen. Geiblinger: „Noch vor wenigen Jahren waren Compliance-Management-Systeme in Österreich kaum bekannt, geschweige denn umgesetzt. Erst Korruptionsskandale in Großunternehmen führten zu steigender öffentlicher Aufmerksamkeit.“ Man brauche eine Kultur der freiwilligen Befolgung von Gesetzen.

TI-AC-Vorstandsvorsitzende Geiblinger: „Aktiv Korruptionsprävention betreiben.“

Die Anforderungen an aktives Compliance-Management haben sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. „Die erfolgreiche Meisterung beginnt bei der Geschäftsleitung des Unternehmens“, sagt Oliver Schütz, Head of Compliance bei der Bank Austria. Bettina Knötzl, Partner bei Wolf Theiss und Mitglied der TI-ACArbeitsgruppe Compliance: „Wenn dennoch etwas schiefgeht, sollte das betroffene Unternehmen aktiv dazu beitragen, den Sachverhalt zu klären. Dazu müssen die Behörden solche Beiträge dann auch entsprechend würdigen.“ (pj)

werker und aktive Werber befinde sich nunmehr unter Generalverdacht, es drohe gesellschaftliche Ächtung und innerbetriebliche Bestrafung wegen eines persönlichen Dialogs oder einem kleinem Geschenk. Bleckmann wertet die Regelungswut als „Hysterie, die dem Unternehmertum schadet und Kontaktpflege behindert“. Das Pendel schlage fast nur in eine Richtung aus. „Compliance-Regeln killen den persönlichen Austausch!“ (pj)

Hysterische Regelungswut „Erst geben, dann nehmen“, lautet eine noch immer aktuelle Regel des strategischen Networkings, der Kunst, lose Kontakte und belastbare Beziehungen umzuwandeln. Und gegeben wurden eben oft auch gemeinsame Abendessen oder kleine Aufmerksamkeiten. „Nun stehen Regelungen dem im Wege“, so Bleckmann. Der erfolgreiche Netz-

© Spreeforum/Foto Studio Ehrlich

GF Harald Hauke: Wieder ein ASRA für Austria Glas Recyling.

Magda Bleckmann: „Das Misstrauen leitet die Compliance-Abteilungen.“


a dv i sor y: I N TE R N ATIO NA L

Freitag, 17. Jänner 2014

advisory – 45

advisory@medianet.at

Internationales Branchenporträt Für die Automobilhersteller empfehlen die Berater eine klare Ausrichtung

Auch für die Automobilindustrie wird zur Finanzierung die Kapitalmarktperformance immer wichtiger.

go international ist eine Offensive von Wirtschaftskammer und -ministerium.

Laut McKinsey sollten sich Automobilproduzenten als effektive Volumenhersteller oder als Premiumanbieter positionieren.

• Eine für Investoren attraktive Aktienrendite von 22% pro Jahr erwirtschafteten die effektiven Volumenhersteller. Das sind Unternehmen, die ihre Größe in handfeste Effizienzvorteile umsetzen konnten – z.B. mit einheitlichen Plattformen für verschiedene Fahrzeugmodelle; starkes Volumenwachstum von jährlich 8% und eine Kapitalproduktivität (Faktor 8) über

Eine neue Multikanal-Plattform New York. Auf der Messe des USamerikanischen Handelsverbands National Retail Federation (NRF) hat Fujitsu erstmals „Retail Solution Market Place“ vorgestellt. Die Europapremiere findet vom 16. bis 20.2. auf der EuroShop in Düsseldorf statt, ab 30.4. soll Market Place weltweit verfügbar sein.

raten während des Kaufvorgangs und ein Plus an Profitabilität. Durch das modulare Design verringert Fujitsu Market Place das Investitionsrisiko und senkt die Gesamtbetriebskosten. Die Einzelhändler können Funktionalitäten wie die Unterstützung neuer mobiler Endgeräte hinzufügen und gewohnte Standardfunktionen weiterhin verwenden, ohne die PoSGeschäftslogik neu programmieren zu müssen.www.fujitsu-com

© Fujitsu/argum/Falk Heller

Geringeres Investitionsrisiko

Rod Vawdrey (Fujitsu): „Market Place ist ein Meilenstein für den Einzelhandel.“

advisory-Treffpunkt: Natural Colour Summit

© Panthermedia.net/Nataliya Hora

Die wichtigsten Trends

marktperformance nieder (minus 1% pro Jahr). • Auch Unternehmen, die zwar ein hohes Produktionsvolumen haben, dies aber nicht in entsprechende Skalen- und Produktivitätsvorteile umsetzen können, weisen mit einer Aktienrendite von 5% pro Jahr eine unterdurchschnittliche Performance auf. Diese „schlafenden Giganten“ unterscheiden sich von erfolgreichen Volumenherstellern durch eine schwächere Marge (durchschnittlich 5%) und unterdurchschnittliche Kapitalproduktivität (Faktor 5). Tschiesner: „Der Schlüssel zum Kapitalmarkterfolg liegt darin, die Größenvorteile in entsprechende operative Skaleneffekte bei Personalproduktivität, Einkauf und Auslastung der Fabriken umzumünzen.“ (pj)

dem Durchschnitt zeichnen sie aus. • Premiumhersteller erreichten eine Aktienrendite von 12% pro Jahr. Ihre starken Marken, technologischen Innovationen und ihr Service erlauben diesen Unternehmen höhere Margen: Mit 8,5% operativer Rendite liegen sie klar vor den Wettbewerbern. Der Schlüssel für ihren künftigen Erfolg ist, die Kapitalproduktivität (Faktor 5) z.B. durch Kooperation mit anderen Herstellern zu verbessern. • Mischhersteller zwischen effektiven Volumen- und Premiumanbietern fallen hingegen deutlich zurück. Sowohl die durchschnittliche operative Marge von nur 0,2% als auch die schwächere Kapitalproduktivität (Faktor 5) schlägt sich in einer negativen Kapital-

TÜV Austria Sicherheitsberatung für Austrian Airlines

Lebensmittelzusatz- und Farbstoffe sind ein globaler Wachstumsmarkt.

Wien. Im öffentlichen Bewusstsein weniger tief verankert als die Flugsicherheit, aber für die Austrian Airlines AG beinahe ebenso wichtig ist das Thema Rechtssicherheit. Deren Bestätigung durch eine offizielle und akkreditierte Stelle ist bei schweren Unfällen, Betriebsstörungen und anderen gefährlichen Vorfällen eine wichtige rechtliche Absicherung und kann zum Überlebensfaktor werden. Ende 2012 betraute die Austrian Airlines AG die TÜV Austria Cert GmbH mit der §82b GewOÜberprüfung der Betriebsanlage, die vor Kurzem erfolgreich und sogar „mit Auszeichnung“ abgeschlossen wurde. Gegenstand der Kontrolle waren u.a. drei Hangars, Werkstätten-, Betriebs- und Materialgebäude, Außenstation, Abwasserreinigung, Abstellhalle und das Maintenance Practical Training. Die mit der Überprüfung betrauten Experten der TÜV Austria Cert GmbH, Dominik Goban und Josef Rutter, waren rund 460 Stunden im Einsatz, bei denen sie mehrere Tausend Verpflichtungen, Verordnungen und behördliche Auflagen auf ihre Einhaltung hin

München. Der von Food Ingredients veranstaltete Natural Colour Summit 2014 findet vom 25. bis 27. März in der bayerischen Hauptstadt statt und betrifft die heißesten Verbrauchervorlieben in den Bereichen Gesundheit und Wellness. Da viele Menschen „natürlich“ mit „gesund“ gleichsetzen, erfreuen sich natürliche Farbstoffe und Lebensmittelfarben zunehmender Beliebtheit. Laut eines neuen Berichts von Packaged Facts wird z.B. der US-Markt für Lebensmittelzusatzstoffe bis 2018 einen Wert von 5,8 Mrd. USD haben. Als Hauptgrund werden beschleunigtes Wachstum und vor allem Innovationen im Bereich der natürlichen Farbzusätze genannt. Topmanager von Branchenführern wie PepsiCo, Wrigley, Freedrinks Ltd (ZEO) und FDAVertreter referieren über die größten Herausforderungen für verschiedenste Branchen wie Lebensmittel- und Getränke-, Kosmetik-, Pharma- und Textilindustrie, die ein gemeinsames Interesse an natürlichen Farbstoffe verbindet. (red)  www.fi-colour-com

AUA auf Herz und Nieren überprüft überprüften. „Medien sind angriffslustiger und die Gerichte verurteilungsfreudiger geworden“, warnt TÜV-GF Stefan Wallner. „Deshalb wird es immer wichtiger, dass sich der Betriebsanlageninhaber durch eine kompetente Überprüfung in regelmäßigen Abständen Rechtssicherheit verschafft und den konsensgemäßen Zustand der Anlage durch eine anerkannte Prüfbescheinigung jederzeit nachweisen kann.“(red)

© Andreas Amsüss/TÜV Austria

sey, die Ergebnisse. Die Märkte honorieren demnach besonders effektive Volumenhersteller und Premiumanbieter: Diese beiden Gruppen werden sich den Großteil des erwarteten Gesamtgewinns der Branche von 79 Mrd. € im Jahr 2020 sichern können.

Omni-Channel Fujitsu präsentiert „Market Place“

Market Place beseitigt die Barrieren zwischen stationärem und Online-Handel, indem Einkäufe in der Filiale sowie Bestellungen über andere Kanäle in einer Transaktion zusammengeführt werden. Ob im Geschäft, online oder über mobile Endgeräte – der Kunde erlebt von der Preisgestaltung über Werbeaktionen bis zum Kundenservice eine einheitliche Einkaufswelt. Die neue Fujitsu-Anwendung beschleunigt die Abläufe und senkt die Fehlerquote: Das Verkaufspersonal kann kundenbezogene Prozesse über eine Anwendung abwickeln und muss nicht mehr zwischen mehreren Anwendungen wechseln. Für den Händler bedeutet die bessere Integration geringere Abbruch-

Wien. Aufgrund des großen Erfolgs in den vergangenen Jahren wird die Technologieinitiative „Go Silicon Valley“ der Außenwirtschaft Austria auch heuer fortgesetzt. Das Programm ermöglicht KMU der IT-Branche den Einstieg in den US-Markt und den begehrten Zugang zu Risikokapital. Heuer bietet die AWA bis zu 16 ausgewählten österreichischen Unternehmen die Chance, ein dreimonatiges Geschäftsanbahnungsprogramm bei einem Business Accelerator im Silicon Valley (entweder Plug & Play Tech Center in Sunnyvale oder nestGSV in Redwood City) zu absolvieren. Darunter fallen etwa die Nutzung eines Kleinbüros (Cubicle), die Einführung in die US-Geschäftsgepflogenheiten, die Vernetzung mit Partnerfirmen und Mentoren, finanzielle Unterstützung bei Mentor-Programmen sowie die Präsentation des Business Plans vor Venture Capital-Firmen und Business Angels.  (pj) http://wko.at/ aussenwirtschaft/GoSV

© Continental

Düsseldorf. Um mit den rasanten Entwicklungen in der Automobilindustrie Schritt zu halten, müssen die führenden Hersteller in den kommenden zehn Jahren 1,5 bis 2 Billion € investieren. Die Entwicklung neuer Modelle und alternativer Antriebe (45 bis 50% der Investitionen) sowie zusätzliche Produktionskapazitäten in aufstrebenden Märkten (35 bis 45%) sind die beiden wesentlichen Treiber. Der Zugang zu externer Finanzierung und die Einschätzung von Investoren haben für Autohersteller vor dem Hintergrund des enormen Kapitalbedarfs große Bedeutung. Nur Unternehmen, die entweder ihre globalen Skalenvorteile konsequent ausspielen oder auf Premiumfahrzeuge setzen, erwirtschafteten in den vergangenen Jahren attraktive Renditen – Hersteller mit Mischstrategien oder mit einem reinen Volumenfokus brachten deutlich geringere Erträge. In einer aktuellen Branchenstudie hat McKinsey & Company die Kapitalmarktperformance der weltweit größten Automobilhersteller anhand des TRS-Modells („Total Return to Shareholder“) untersucht. Dafür wurde die Aktienrendite als Summe aus Kursentwicklung und Dividende von 2005 bis 2013 ermittelt. Durch die Aufspaltung des TRS-Werts in vier zentrale Finanzkennzahlen analysierten die Berater, welcher Anteil des Ertrags für den Investor aus Wachstum, Profitabilität, Kapitalproduktivität oder der Veränderung der Kapitalmarkterwartungen stammt. „Unsere Studie zeigt, dass es insgesamt vier Gruppen von Herstellern gibt – doch nur zwei davon sind aus Kapitalmarktsicht überzeugend“, erläutert Andreas Tschiesner, Leiter der deutschen Automobilberatung von McKin-

AWA: Initiative „Silicon Valley“ wird fortgesetzt © About the tahoe guy/Michael/CC Lizenz

Bei den Autos soll bitte nicht gemischt werden

short

Stefan Wallner, Geschäftsführer der TÜV Austria CERT GmbH.


A dv i sor y: ta l k

46 – advisory

Freitag, 17. Jänner 2014

advisory@medianet.at

short

Neue Verwaltungsgerichtsbarkeit im Fokus

Große Geschäfte Erste Finanzierungsrunde ermöglicht den Sprung über den Großen Teich

Der RapidMiner-Deal

Ein Wolf Theiss-Team unter der Leitung von Partner Clemens Philipp Schindler (Corporate/M&A, Tax) hat RapidMiner bei der Transaktion begleitet. „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es für Unternehmen unerlässlich, eigene Daten zu evaluieren und zu nützen“, kommentiert Schindler den Deal. „Aufgrund immer größerer Datenmengen wird die Nachfrage nach Produkten wie RapidMiner in Zukunft steigen. Der Sprung über den Großen Teich war der logische Schritt, um vom Potenzial dieses Markts zu profitieren.“ (red)

Zivilrecht Sieg bei der Vorrunde des Moot Court

Top-Termin Privacy Day 2014 der ARGE Daten

Wien. Am 7.1. fand der Abschluss der Vorrunden zum bundesweiten Zivilrechts-Moot Court statt, den das Team der Kanzlei Prochaska Heine Havranek Vavrovsky (PHHV) für sich entschied. Beim Franz Zeiller Moot Court Zivilrecht wird ein realer Fall vor einem hochkarätig besetzten Richtersenat, bestehend aus einem Hofrat des OGH, einem Universitätsprofessor und einem Rechtsanwalt, verhandelt. Prämisse ist ein (freilich fiktiver, wenn auch realistisch geführter) Zivilprozess in dritter Instanz. Die Teilnehmer arbeiten in Dreierteams und werden dabei von zehn der führenden österreichischen Wirtschaftskanzleien betreut. Der behandelte Fall bestand aus einem Querschnitt aus öffentlichem und Zivilrecht im

Wien. Privatsphäre versus Korruptionsbekämpfung, Anonymität versus Transparenz sind aktuelle advisory-Grundkonflikte. „Big Data, EU-Datenschutz-Verordnung und neue Technologien lauten die zentralen Themen“, sagt ARGE Daten-Obmann Hans Zeger. Beim Privacy Day 2014 berichten Top-Experten über den letzten Stand der Entwicklungen im Datenschutz. Z.B. referiert der europaweit anerkannte Anti-Korruptionsexperte Wolfgang Hetzer als Keynote-Speaker zum Spannungsfeld Datenschutz und Transparenz. In der Abschlussdiskussion „Big Data. Big Money. Big Crime. Quo vadis Europa“ wird die Zukunft der Informationsgesellschaft analysiert. Unter anderem wird auch ein

Wien. Noch vor dem Beginn der Gültigkeit der Standes- und Ausübungsregeln für die Gewerbliche Vermögensberatung und die Wertpapiervermittler hat der FV Finanzdienstleister in der WKO dazu mehr als 140 Ameldungen registriert. Auf der neuen Website www.wko.at/pro-kunden findet man ab nun alle Infos über die neuen Regeln, das Ehrenschiedsgericht des Fachverbands und das Gütesiegel. (pj)

Bereich der Autobahn- und Bundesstraßenverwaltung. Das Team um PHHV wird Wien nun im bundesweiten Finale vertreten. (red)

Beim Franz Zeiller Moot Court ging es diesmal um die Autobahnverwaltung.

© KPMG

WIRTSCHAFTSTREUHÄNDER: STEUERWESEN

Vertreter von Bitcoin Austria über die sagenumwobene Internetwährung berichten. Infos dazu finden sich unter www.privacy-day.at(pj)

Heuer soll die EU-Datenschutz-Grundverordnung tatsächlich in Kraft treten.

Menschen, über die man spricht

© Godany

Sabine Bradac Risk Experts hat umgebaut

© Thomas M. Laimgruber

Verena Trenkwalder heißt die neue Vorsitzende des Fachsenats für Steuerrecht in der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. Sie folgt Thomas Keppert nach, der das Amt aus gesundheitlichen Gründen zurückgelegt hat. Trenkwalder war bisher Kepperts Stellvertreterin. „Hauptberuflich“ ist sie geschäftsführende Gesellschafterin und Partnerin von KPMG in Linz. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte sind Konzernbesteuerung, Unternehmenssteuerrecht, Internationales Steuerrecht, Umgründungen, M&A, Finanzstrafrecht und Körperschaften öffentlichen Rechts. In der Kammer der Wirtschafts-treuhänder ist Trenkwalder seit 2005 Landespräsidentin in Oberösterreich, war von 2007 bis 2010 Vizepräsidentin auf Bundesebene, ist Vorstandsmitglied und gehört dem Fachsenat für Steuerrecht seit dem Jahr 2000 an. Im November des Vorjahres hat der Fachsenat den „Steuerreformplan für Österreich 2014 bis 2018“ publiziert.

25.2.: Jahrestagung Datenschutz

© Asfinag

© FV Finanzdienstleister/Niko Formanek

Beachtlicher Erfolg für PHHV

Wolfgang K. Göltl, Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister (WKO).

Clemens Schindler: „Der Sprung in die USA ist der nächste Schritt für RapidMiner.“

© Panthermedia.net/Maksim Kabakou

Ehrenschiedsgericht der Finanzdienstleister

Finanzierung und Steuern

Wien. Die Chemikerin Sabine Bradac (46) verstärkt bei Risk Experts in der Bundeshauptstadt den Bereich Surveying als Senior Consultant. Sie war zuletzt als Leiterin Qualität und Logistik bei der Georg Fischer Druckguss und Kokillenguss GmbH beschäftigt. Weiters kann sie auf Erfahrung als Projektingenieurin und Unternehmensberaterin sowie einschlägige Zusatzausbildungen (Sicherheitsfachkraft, Qualitätsmanagement, etc.) verweisen. Risk Experts hat vor Kurzem das neue Headquarter am Schottenring 35 in der Wiener Innenstadt bezogen. Als Risk Engineering Service Provider für integrierte Sicherheits- und Risikomanagement-Lösungen ist das Unternehmen auch in Polen, Slowakei, Rumänien, Bulgarien und in der Türkei präsent.  (pj)

NEUER VI Z E P R Ä SID E N T

Der 52-jährige Oberösterreicher Harald Plöckinger wurde einstimmig zum neuen Vizepräsidenten von Austrian Standards gewählt und tritt damit die Nachfolge von Bernd Vogl an. Plöckinger ist Vorstandsmitglied der KTM Sportmotorcycle AG sowie der KTM AG und verantwortlich u.a. für Logistik, Business Development, Produktion, Einkauf und die Kooperation mit dem indischen Fahrzeughersteller Bajaj Auto Ltd. Frühere Karrierestationen waren u. a. BMW sowie Bombardier-Rotax.

NEW MANAGING DIRECTOR

Jürgen Gruber hat die Position des Managing Director bei Tech Data Mobile Österreich übernommen und folgt damit Kurt Dojaczek nach. Der 39-jährige Nachrichtentechniker hat seit 1997 seine Management- und Führungsqualitäten bei T -Mobile Austria, Orange und in weiterer Folge bei Hutchison Drei Austria unter Beweis gestellt. So war er in seiner letzten Position bei T-Mobile als „Vice President Business Marketing“ und bei Hutchinson im Vertrieb als „Head of Business Sales“ tätig.

GOLD ENES EH RENZEICH EN © KSV 1870

Wien. Erstmals in der heimischen Verfassungsgeschichte geht nicht mehr alle Gerichtsbarkeit vom Bund aus. Auch die Berufung und die VwGHBeschwerde werden durch neue Rechtsinstitute ersetzt. Zu diesen Neuerungen findet am 30.1. ab 18 Uhr bei PHHV (1010 Wien, Franz-Josefs-Kai 1) eine Podiumsdiskussion u.a. mit den Präsidenten des Verfassungs- (Prof. Holzinger) und des Verwaltungsgerichtshofs (Prof. Kolonovits) statt. (red)

gestiegen. Um nun auch den USamerikanischen Markt erobern zu können, hat RapidMiner in einer ersten Finanzierungsrunde fünf Mio. USD neues Kapital von den Investoren Earlybird und Open Ocean eingesammelt.

© Wolf Theiss

Anmeldungen für die Podiumsdiskussion bis 23.1. an events@phhv.at

Wien. Das 2007 gegründete ITUnternehmen RapidMiner bietet Software und Services im Bereich „Predictive Analytics - Data- und Textmining“. Die von den Gründern Ingo Mierswa und Ralf Klinkenberg entwickelten Lösungen erlauben es Unternehmen, Trends aus ihren Daten abzulesen und damit neue Chancen zu identifizieren; mit einem Wort, die Zukunft vorherzusagen. Global Player wie Cisco, EADS, eBay, Intel, Lufthansa, PayPal, PepsiCo, Siemens und Volkswagen zählen bereits zu den Nutzern der von RapidMiner entwickelten Software. In den vergangenen Jahren ist durch die Entwicklung des Internets und cloudbasierter Services die Nachfrage nach Business Intelligence-Lösungen und Applikationen, die mit enormen Datenmengen umgehen und Zukunftsprognosen generieren können, schlagartig

© Tech Data

© Panthermedia.net/Thomas Uhlenberg

Venture Capital: Wolf Theiss berät das IT-Unternehmen beim Einstieg von Earlybird und Open Ocean.

Für seine Verdienste um die Republik Österreich wurde Johannes Nejedlik von Minister Reinhold Mitterlehner das Goldene Ehrenzeichen zuerkannt. Mit dieser Ehrung wurde der Geschäftsführer des Kreditschutzverband von 1870 für sein jahrelanges Engagement zur Durchsetzung der Interessen der Wirtschaftstreibenden im Allgemeinen und der Gläubigerinteressen im Speziellen gewürdigt. Seit 2001 Sprecher der Geschäftsführung, gehört Nejedlik bereits nicht weniger als 42 Jahre dem Kreditschutzverband an.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 17. Jänner 2014 – 47

Ballsaison

Ärzte und Apotheker rüsten für die medizinischen Höhepunkte der Ballsaison Seite 52

© AGES/P. Nemenz

© Apothekerkammer

healtheconomy TEchnologiesprung

Im AKh Linz wurde Patienten der kleinste Herzschrittmacher der Welt eingesetzt Seite 51

Ernährung Neue Expertin bei der AGES © AGES/Peter Nemenz

„Angst vor Missbrauch ist reine Angstmache“

© APA/Barbara Gindl

short

© CompuGroup Medical

© medianent; APA/Barbara Gindl / Montage: B. Schmid

Intransparenz Eine Studie von Wiener Wissenschaftern belegt neuerlich, was die gesundheitspolitischen Diskussionen und OECD-Daten für Österreich seit Langem zeigen: Der Zugang der Patienten zu Allgemeinmedizinern, Fachärzten und Spitalsambulanzen bis hin zu stationären Aufnahmen erfolgt unkoordiniert; die Spitalsrate ist hoch. Seite 48

Übernahme Die CompuGroup Medical AG, eines der führenden eHealth-Unternehmen weltweit, hat das Unternehmen „vision4health Laufenberg & Co.“ übernommen. Die Firma ist laut CompuGroup ein führender Innovator im Bereich Softwarelösungen für Labor und Diagnostik in Europa. Seite 51

Interview Elga-Geschäftsführerin Susanne Herbek räumt im healtheconomyGespräch mit Mythen und Ängsten rund um die elektronische Gesundheitsakte auf. Sie sieht in Elga ein System zur Verbesserung von Behandlungen. Seite 48 Vorsorge Ministerium will stärker vor Masern schützen

inhalt

© dpa/Roland Weihrauch

Medizintechnik und eHealth >C  omputerspiele sollen bei Rehabilitation helfen  51 >S  teirische Spitalsgesellschaft investiert heuer kräftig  51

Weil Krankheiten verschwinden, nimmt auch die Impfbereitschaft ab.

Wien. Trotz der Einführung des kostenlosen Kinderimpfprogramms, das die Dreifachimpfung MMR (Masern, Mumps und Röteln) umfasst, werden wiederholt Masernerkrankungen verzeichnet: 1.000 in Österreich gemeldete Fälle seit 2002 und 16 Todesfälle durch Spätfolgen. „Die Gefahr ist, dass man die Krankheit unterschätzt und als Kinderkrankheit abtut“, sagt Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ). Er startet nun die Impfkampagne „Masern sind kein Kinderspiel“, mit der sich das Gesundheitsministerium der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anschließt. Seite 49

Hilfe für Innovationen gefordert

© Peter Rigaud

Neue Kampagne für Impfungen

Healthcare > Kommenatar: Warum das Weltwirtschaftsforum über Gesundheit diskutiert  48 > Rechnungshof kritisiert ­Liegenschaftsverkäufe der Sozialversicherungen  48 Pharmareport und Lifescience > Verkauf von Großhändler Celesio ist geplatzt  49 >N  ovartis plant angeblich Verkauf von Sparten  50

Interview Pharmaindustrie wünscht sich klare Rahmen

MSD-Managerin Gabriele Grom pocht auf Früherkennung und Prävention.

Wien. Bis zu 650.000 Menschen sind an Diabetes erkrankt, aber viele wissen es nicht. Das Beispiel zeigt für MSD Österreich-Managerin Gabriele Grom, wie wichtig Prävention, aber auch Früherkennung, ist – und nicht zuletzt auch der richtige Einsatz von Arzneimitteln. „Hier braucht es Reformen, um die Dunkelziffer zu senken, die betroffenen Patienten zu finden und sie dann auch richtig zu therapieren“, sagt Grom im Hinblick auf die Pläne der Gesundheitsreformer. Insgesamt wünscht sich die Pharmamanagerin weniger bürokratische Hürden und mehr Innovationsfreundlichkeit. Seite 50


c ov e r

48 – healtheconomy

Kommentar

Wirtschaftselite und Gesundheit

Freitag, 17. Jänner 2014

Interview Susanne Herbek (Elga GmbH) ortet in der Angst vor Datenmissbrauch eine Angstmache von Kritikern

Elga-Chefin: „Alte Daten werden nicht vernetzt“

Elektronische Gesundheitsakte soll Behandlungsqualität verbessern und Ärzten bei der Arbeit helfen.

Martin Rümmele

D

as Weltwirtschaftsforum (WEF) hat für das Jahrestreffen 2014 Gesundheit und Umwelt als Schwerpunktthemen gesetzt. Das Motto des WEF von übernächster Woche in Davos lautet „Neugestaltung der Welt: Konsequenzen für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft“. Rund 25 WEF-Veranstaltungen drehen sich um Gesundheitsfragen. Die Eliten aus Politik, Wirtschaft und Forschung sollen unter anderem über die Umgestaltung der Gesundheitsvorsorge, gesunde Lebensweisen und medizinische Durchbrüche diskutieren. Das diesjährige WEF findet vom 22. bis 25. Jänner statt. Erwartet werden 2.500 Teilnehmer aus über 100 Ländern – darunter Staats- und Regierungschefs und Konzernbosse. Das Beispiel zeigt einmal mehr die wirtschaftliche Relevanz des Gesundheitswesens. Einerseits geht es natürlich um Kosten und auch solche, die von den Beschäftigten und Unternehmen über Steuern und Sozialabgaben getragen werden. Andererseits stellen die Gesundheitssysteme aber auch gigantische Absatzmärkte und damit Wirtschaftsfaktoren dar. Einfache Antworten, wie der Ruf nach Kostensenkungen, greifen deshalb auch zu kurz. Wichtig ist vor allem, mehr Transparenz zu schaffen und die vorhandenen Mittel möglichst sinnvoll einzusetzen.

Wien. Der Start der Elektronischen Gesundheitsakte – vorerst nur mit der Möglichkeit, sich zu entscheiden, ob man teilnimmt oder nicht – hat zu Jahresbeginn einigen Staub aufgewirbelt und für Diskussionen gesorgt. Die Hausärzte wollen nicht teilnehmen und fürchten Kontrolle und Mehraufwand, die Ärztekammer hält sich zurück. Datenschützer wiederum zweifeln an der Datensicherheit, wenn ab Jahresmitte die ersten Daten nutzbar sind und Patientenvertreter, Patientenanwälte und Minister Alois Stöger (SPÖ) sprechen von einem Mehr an Qualität in der Behandlung und Medikamentenverschreibung. Die Gesundheitsredaktion der medianet sprach mit der Geschäftsführerin der zuständigen Elga GmbH, Susanne Herbek, über Mythen und Fakten.

© Foto Wilke

Martin Rümmele

healtheconomy: Elga hat einigen Staub aufgewirbelt. Was ist der Grund für die Debatten und die Verunsicherung? Wurde falsch informiert? Susanne Herbek: Die Debatte entsteht aus der Verunsicherung, die von Teilen der Ärzteschaft auch geschürt wird. Das ist natürlich eine komplexe Materie, aber es gibt auch viel Informationen und es ist auch alles klar geregelt; man muss die Dinge nur lesen. Eines der Missverständnisse betrifft bestehende Daten. Um es klar zu sagen: Alte Daten werden nicht rückwirkend aufgenommen und auch nicht in System nachgeladen. Das ist gesetzlich so festgelegt. Ein Krankenhaus beginnt in dem Moment, wo es an Elga teilnimmt, mit den ab dann erstellten Daten.

Susanne Herbek sieht keinen Mehraufwand für Ärzte durch Elga: „Befunde von Patienten müssen sie jetzt auch schon lesen.“

healtheconomy: Es gibt aber alte Daten von jedem von uns im Gesundheitswesen. Was ist damit? Herbek: Natürlich, das gab es immer und war auch so geregelt. Niedergelassene Ärzte müssen immer schon Daten über zehn Jahre speichern, Krankenhäuser 30 Jahre. Das ist schon allen für die Qualitätssicherung nötig, oder wenn nachträglich ein Problem auftaucht. Diese Daten sind aber nur dort gespeichert, wo sie erstellt wurden, und das wird auch bei Elga so sein. healtheconomy: Also kein Superrechner, in dem alle Daten liegen und der Ziel von Hackern ist? Herbek: Nein. Es gibt keine zentrale Datenerfassung. Die Daten

Rechnungshof Diskussion über Immobilienverkäufe

können bei Bedarf über ein Portal dort abgerufen werden, wo sie liegen. Krankenkassen, Behörden usw dürfen nicht zugreifen. Nur Gesundheitsdienste, die jeweils den Patienten betreuen, die E-Card als Schlüssel haben und auch das nur zeitlich begrenzt. Missbräuchliches Verlangen oder Verwenden ist strafbar und sogar mit Haftstrafe bedroht. healtheconomy: Ärzte fürchten Mehraufwand. Herbek: Es geht um Befunde von Krankenhäusern. Die müssen jetzt auch schon erstellt werden und auch von Ärzten gelesen werden. Die jetzige Zurverfügungstellung ist ein technischer Prozess, aber kein Mehraufwand. Und wenn Ärzte sich

fürchten, Befunde lesen zu müssen, dann entbehrt das eh jedes weiteren Arguments. Zum Thema besser Nutzbarkeit wird es Lösungen geben – etwa eine Suchfunktion. healtheconomy: Ärzte sorgen sich auch um Transparenz. Herbek: Die Angst vor dem gläsernen Arzt kann ich nachvollziehen. Da sehen ja dann auch Ärztekollegen, was man macht ... Patienten wiederum können jederzeit selbst das Elgaprotokoll ihrer Daten lesen und somit nachvollziehen, wer was gemacht und vor allem wer was angeschaut hat. Man kann auch selbst Befunde über das Portal sperren und wieder entsperren. Die Angst vor Missbrauch ist reine Angstmache.

Gesundheitsreform Zugang zu Krankenhäusern und Fachärzten erfolgt willkürlich

Prüferkritik an Kassen Studie: System ist unkoordiniert Wien. Der Rechnungshof (RH) kritisiert in einem Bericht Liegenschaftsverkäufe mehrerer Sozialversicherungsträger. So habe die Sozialversicherungsanstalt der Bauern etwa ein „unzweckmäßiges Bewertungssystem“ angewandt, das der Anstalt Mehrkosten über 30 Mio. € bringen könnte. Kritik übt der RH auch an der Anmietung der Roßauer Lände 3 durch die Universität Wien.

Wien. Eine Studie von Wiener Wissenschaftern belegt neuerlich, was die gesundheitspolitischen Diskussionen und OECD-Daten für Österreich seit Langem zeigen: Der Zugang der Patienten zu Allgemeinmedizinern, Fachärzten und Spitalsambulanzen bis hin zu stationären Aufnahmen erfolgt unkoordiniert. Die Spitalsrate ist hoch. Kathryn Hoffmann und die CoAutoren vom Zentrum für Öffent-

Zwischen 2007 und 2011 führten 14 der 22 Sozialversicherungsträger 70 Liegenschaftsverkäufe um insgesamt rund 101,77 Mio. € durch. Erst ab einer Wertgrenze von 420.000 € war eine Genehmigung des Sozial- bzw. Gesundheitsministeriums nötig. Dies hatte zur Folge, dass bei 40 der 70 Verkäufe nur eine Anzeigepflicht gegenüber den Ministerien bestand.

liche Gesundheit der Medizin-Uni Wien haben Daten analysiert. In den der Befragung vorangegangenen zwölf Monaten hatten 78,8% der Menschen einen Allgemeinmediziner besucht, 67,4% einen Facharzt konsultiert, 18,6% waren in eine Ambulanz gegangen und 22,8% ins Spital aufgenommen worden. Zumindest die Daten über die Spitalsaufnahmen überraschen: Laut OECD kommen von 1.000

Die Prüfer des Rechnungshofs sind mit den Kassen nicht zufrieden.

Der RH moniert unter anderem, dass bei 43 der 70 Liegenschaftsverkäufe (rund 61%) mit einem Gesamterlös von rund 35,12 Mio. € entweder kein Bieterverfahren stattfand oder nicht nachvollziehbar war, ob und in welcher Form es eines gab. Weitere 13 Verkäufe um rund 8,75 Mio. € basierten auf veralteten Gutachten. Sowohl das Sozialministerium als auch das Gesundheitsministerium erklärten in ihren Stellungnahmen, die Empfehlung des RH zur Evaluierung der Wertgrenzen aufzugreifen und einer legistischen Prüfung zu unterziehen. (red)

© APA/Barbara Gindl

© APA/Harald Schneider

Kritik an Bewertungen

Krankenhäuser müssten nicht voll sein, sagt eine Studie. Das System fördert es aber.

Österreichern 265 zumindest einmal jährlich ins Spital. Im OECDSchnitt sind es nur 158 je 1.000 Einwohner. Die in der Umfrage genannten stationären Aufnahmen sind also deutlich unter jenen der OECD-Daten für Österreich.

Hausarzt-Modell fehlt Da es in Österreich kein Hausarztmodell gibt, bei dem Fachärzte und Krankenhäuser primär erst auf Zuweisung durch den Allgemeinmediziner aufgesucht werden, ist das kein Wunder, wie die Autoren schreiben. Studien in Vorarlberg haben ergeben, dass 65 Prozent der Patienten, die ohne Zuweisung in eine Spitalsambulanz kommen, auch in der niedergelassenen Praxis betreut werden können. In der Diskussion zu ihrer Studie stellen die Wiener Experten fest, dass fast jede sechste Person, die in Öster-reich zum Facharzt kommt, fast jeder elfte Ambulanzpatient und jeder zwölfte Patient mit stationärer Aufnahme vorher nicht beim Allgemeinmediziner war. (APA/iks)


H E A LTH : C A R E

Freitag, 17. Jänner 2014

healtheconomy – 49

Vorsorge Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) sagt Masern den Kampf an und warnt vor einem Unterschätzen der Krankheit

Stöger spielt den Schafhüter Sogenannter Herdenschutz soll durch Durchimpfungsrate von 95 Prozent erreicht werden. Wien. Haben Sie sich zufällig über das rot gepunktete Titelblatt der letzten Wochenendausgabe der Zeitung Der Standard gewundert? Es war eine der zahlreichen Werbemaßnahmen der Impfkampagne „Masern sind kein Kinderspiel“, mit der sich das Gesundheitsministerium der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anschließt. Trotz der Einführung des kostenlosen Kinderimpfprogramms, das die Dreifachimpfung MMR (Masern, Mumps und Röteln) umfasst, werden wiederholt Masernerkrankungen verzeichnet: 1.000 in Österreich gemeldete Fälle seit 2002 und 16 Todesfälle durch Spätfolgen. „Die Gefahr ist, dass man die Krankheit unterschätzt und als Kinderkrankheit abtut“, sagt Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ). Ziel des Ministeriums ist, den sogenannten Her-

Handel Celesio-Verkauf

Deal geplatzt

© Celesio

Frankfurt. Der Verkauf des Pharmahändlers Celesio ist geplatzt. Nach dem überraschenden Scheitern herrscht beim erfolglosen Bieter McKesson Ernüchterung – aber kein Katzenjammer. Investoren setzen darauf, dass der US-Branchengigant früher oder später einen zweiten Anlauf wagt. McKessonChef John Hammergren wollte sich auf einer Investoren-Konferenz wenige Stunden nach der gescheiterten Offerte zwar nicht in die Karten schauen lassen. „Falls wir es nicht schaffen, dass die Transaktion wieder auf den Tisch kommt, dann gibt es Alternativen für uns“, sagte Hammergren. Eine Möglichkeit sei ein Gemeinschaftsunternehmen und ein gemeinsamer Einkauf mit Celesio. Hammergren will auf jeden Fall verhindern, dass auch ein zweiter Anlauf scheitert. „Es ist unwahrscheinlich, dass sich das Unternehmen noch einmal in die gleiche Lage begibt, wo wir abwarten, dass dies noch einmal passiert“, sagte er. Mit dem Kauf von Celesio wäre McKesson mit einem Schlag einer der führenden Pharmagroßhändler in Europa geworden. McKesson hatte mit seinem 6,2 Mrd. € schweren Offert für Celesio nicht die geforderte Anteilsschwelle von 75% der Aktien erreicht. Damit ist die größte Übernahme im deutschen Gesundheitssektor seit 2006 erst einmal geplatzt. An der Börse büßte die Celesio-Aktie zwar sechs Prozent ein. Bei einem Kurs von 22,80 € lag sie aber nicht weit entfernt vom Übernahmeangebot.

Der Verkauf des deutschen Groß­ händlers Celesio ist vorerst geplatzt.

denschutz zu erreichen: Ab einer Durchimpfungsrate von 95% wird das Zirkulieren der Viren unterbrochen, wodurch auch Personen, welche die Impfung nicht bekommen können – Säuglinge unter elf Monaten, Schwangere und Immunsupprimierte –, geschützt sind.

Schulimpfprogramm Alois Stöger und Pamela Rendi-Wagner, Sektionsleiterin für Öffentliche Gesundheit im Ministerium, weisen darauf hin, dass die Masern-Impfung deshalb auch ein Akt der Solidarität sei. Auch den

Human Papilloma Viren (HPV), die unter anderem Gebärmutterhalskrebs auslösen können, will das Ministerium den Kampf ansagen. Die HPV-Impfung wird mit 2014 in das kostenfreie Schulimpfprogramm für Buben und Mädchen der vierten Schulklasse aufgenommen. Laut Schätzung der Österreichischen Krebshilfe könnten durch die HPV-Impfung 700 Krebsfälle jährlich vermieden werden. HP-Viren werden vorwiegend bei Sexualkontakten über die Schleimhäute übertragen. 70% aller Menschen infizieren sich im Laufe des Lebens mit dem Virus, meist ohne Krankheitssymptome.

Darüber hinaus will Rendi-Wagner die Empfehlung für die Influenza-Impfung auf alle Menschen ausdehnen. Zudem wird Menschen über 50, die eine frühere Varizellenerkrankung hatten, die Impfung gegen Herpes Zoster nahegelegt, um der schmerzhaften Gürtelrose vorzubeugen. Auch die Keuchhusten-Impfung soll forciert werden.

Gepunktetes Museum Impfskeptikern will man mit Maßnahmen wie dem Maser-rotgetupften Slogan „Wir schielen auf Dich“ auf dem Leopold Museum beikommen.

© dpa/Roland Weihrauch

ulli moschen

Erwachsenen empfiehlt das Ministerium eine Masern-Nachhol-Immunisierung.


short

Neue Ansätze in der Krebsmedizin

© EPA

London. Eine Tochter des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca Medimmune erwarb für zunächst 20 Mio. USD die Rechte der Oxforder Biotechfirma Immunocore für ein Verfahren für immuntherapeutische Krebsmedikamente. Weitere erfolgsabhängige Zahlungen pro Programm sollen folgen. AstraZeneca ist auf der Suche nach neuen Ansätzen in der Krebsmedizin, zu denen auch die Immuntherapie zählt. Diese habe das Potenzial, das Leben der Patienten deutlich zu verlängern und Jahresumsätze in zweistelliger Milliardenhöhe zu generieren.

Tumore sollen über das körpereigene Abwehrsystem bekämpft werden.

Bayer kauft Osloer Krebsspezialisten Frankfurt. Der deutsche Pharmaund Chemiekonzern Bayer will den norwegischen Krebsspezialisten Algeta für rund 1,9 Mrd. € übernehmen. Das deutsche Kartellamt genehmigt die Pläne ohne Auflagen, die Börse in Oslo muss dem Pros-pekt noch zustimmen. Bayer und Algeta kooperieren unter anderem seit 2009 beim Prostatakrebsmittel Xofigo. Dieses gibt radioaktive Alphastrahlung ab und soll so gezielt gegen Krebszellen in den Knochen wirken. Xofigo könnte mehr als 1 Mrd. € Umsatz im Jahr bringen. Klappt die Übernahme, würde Bayer die volle Kontrolle über das Medikament und weitere Produkte in der Pipeline erhalten.

Ph a r m a r e p or t: L i f e- sc ie n c e

Freitag, 17. Jänner 2014

Interviwew MSD Österreich-Managerin Gabriele Grom ortet bei Diabetes Bedarf an Forschung, Therapie und Prävention

MSD setzt auf Prävention und hofft auf Reformen

„Innovationen im Pharmabereich müssen honoriert werden, Österreich verliert sonst den Anschluss.“ Martin Rümmele

Wien. Bis zu 650.000 Menschen sind an Diabetes erkrankt, aber viele wissen es nicht. Das Beispiel zeigt für MSD Österreich-Managerin Gabriele Grom, wie wichtig Prävention, aber auch Früherkennung, sind – und nicht zuletzt auch der richtige Einsatz von Arzneimitteln. „Hier braucht es Reformen, um die Dunkelziffer zu senken, die betroffenen Patienten zu finden und sie dann auch richtig zu therapieren“, sagt Grom im Hinblick auf die Pläne der Gesundheitsreformer. Das Pharmaunternehmen engagiert sich im Bereich Diabetes auf vielfache Weise. „Zum einen sind wir mit pharmazeutischen Innovationen und auch Forschung in Österreich tätig. Zum anderen engagieren wir uns auch in der Prävention.“ Etwa mit Aufklärungsaktionen bei den Mitarbeitern im eigenen Unternehmen, aber auch mit Vorträgen in anderen Betrieben und Organisationen. Grom: „Wir hoffen hier auch auf eine Zusammenarbeit aller Akteure. Es müssen alle an einem Strang ziehen und es braucht Aktivitäten, von Schulen bis hin zur Förderung der Gesundheitskompetenz der Menschen.“

Kooperation für Innovationen Eine bessere Kooperation zwischen allen Spielern im Gesundheitswesen wünscht die Managerin auch generell im Arzneimittelbereich. Nicht zuletzt bei der Förderung, Finanzierung und zur Verfügungstellung von Innovationen. Österreich liege hier im internationalen Vergleich zurück, sagt sie im healtheconomy-Interview. Für internationale Konzerne seien aber solche Vergleiche zentral. „Wir in-

Pharmadeal Tiermedizin und Impfstoffe stehen zum Verkauf

© Peter Rigaud

50 – healtheconomy

MSD-Managerin Gabriele Grom will Geld für Innovationen: „Wenn der Markt rückläufig ist, wird keiner mehr hier investieren.“

Dazu kommen die Rahmenbedingungen. Gerade im Bereich der Krebsmedizin gibt es vielen Menschen Hoffnung, wenn neue Produkte rasch verfügbar sind.“ Hier gebe es etwa in anderen Ländern Modelle, um solche Produkte Patienten rasch zur Verfügung stellen zu können.

vestieren in Österreich etwa jährlich rund neun Millionen Euro in klinische Studien. Wenn dann die Stukturen sehr komplex sind und der Aufwand groß, ist es schwierig, solche Investitionen auf Dauer innerhalb des Konzerns auch zu rechtfertigen.“ Vor allem im Hinblick auf die anstehende Gesundheitsreform und die Neuausrichtung der Medikamentenkommission wünscht sich Grom Bedingungen, die den enormen administrativen Aufwand für die Einführung neuer Produkte reduzieren. Es gebe schon jetzt Marktzugangsbedingungen, die für die Patienten schlecht und limitierend seien. „Die Frage wird sein, wie sich die Preissituation für innovative Medikamente entwickelt.

Hilfe für die Wirtschaft All diese Rahmenbedingungen seien für Pharmaunternehmen auch im Hinblick auf die Planbarkeit wichtig. „Und hier ist Österreich noch weit entfernt von Planbarkeit. In großen Konzernen ist es schwer zu erklären, warum und wie sich in einem so kleinen Land die Situation gestaltet“, sagt Grom

und fordert, das sich Österreich im Zuge der Reformen als stabiler Standort positioniere, um Investitionen im Bereich der Forschung an Land ziehen zu können. Österreich müsse sich fragen, ob man in Gesundheit investieren oder sparen will. Diese Entscheidung bestimme ja auch über die wirtschaftliche Zukunft des Landes. „Wenn der Markt rückläufig ist, wird keiner mehr investieren“, betont die MSDManagerin. Für die kommenden Jahre kündigt sie im Bereich ihres Unternehmens weitere Innovationen in der Onkologie an und bei Melanomen auch neue Wirkmechanismen. „Dazu laufen derzeit auch an gleich drei Zentren Studien in Österreich; das ist für ein kleines Land erstaunlich.“

Patienteninformation Internationale Verbände versprechen ethisches Handeln

Novartis sucht Braut Verhaltenskodex für Akteure

Novartis prüft laut Bankenkreisen Deal mit Merck über Tausch von Sparten.

mit Merck, sagten mehrere auf den Gesundheitssektor spezialisierte Banker. Aber auch ein Verkauf der Tiermedizin-Sparte oder ein Tausch mit einem anderen Unternehmen sei für Novartis noch denkbar. Interesse wird auch dem Leverkusener Pharmakonzern Bayer nachgesagt. Novartis Animal Health setzte 2012 rund 800 Mio. € um. Das Geschäft mit Präparaten für Hausund Nutztiere ist global aufgestellt und mehr als 70% der Verkaufserlöse kommen von außerhalb Europas. Weltweit werden mit Tierarzneien und -impfstoffen deutlich mehr als 15 Mrd. € im Jahr umgesetzt. Experten gehen davon aus, dass der Weltmarkt im Schnitt um etwa 6% pro Jahr wächst. Indes ist Novartis in den USA mit einer Klage konfrontiert. Die Behörden werfen dem Unternehmen vor, Schmiergelder bezahlt zu haben, um den Absatz seines Medikaments „Exjade“ anzukurbeln. Dieses senkt den Eisengehalt im Blut. In Japan wiederum wird wegen des Verdachts von Manipulationen bei Stiden ermittelt.(APA/iks)

Wien. Fünf internationale Organisationen aus dem Gesundheitswesen bieten mit einem neuen, gemeinsam erarbeiteten, offenen Handlungsrahmen einen Leitfaden für ethisches Handeln. Die Partner sind die „International Alliance of Patients Organizations“ (IAPO), das „International Council of Nurses“ (ICN), die „International Federation of Pharmaceutical Manufacturers and Associations“ (IFPMA), die „International Pharmaceutical Federation“ (FIP) sowie die „World Medical Association“ (WMA).

mit dem Pharmig-Verhaltenscodex ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein in ihrer Rolle als Partnerin im Gesundheitswesen. „Gesundheit ist ein individuelles Gut. Jeder ist zu einem guten Teil selbst dafür verantwortlich, mit seiner Gesundheit achtsam zu sein. Um diese Eigenverantwortung wahrzunehmen, müssen Patienten aber darauf vertrauen können, richtige und fundierte Informatio-

nen für ihre Entscheidungsfindung zur Verfügung zu haben“, kommentiert Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig, die internationalen ethischen Handlungsrahmens. Eine verantwortungsvolle und transparente Zusammenarbeit aller Systempartner, wie pharmazeutische Industrie, Ärzte und Pflegepersonal, unterstütze dabei die Patientenversorgung auf höchstem Niveau.  (red)

Pharmig als Vorreiter Der Leitfaden integriert die individuellen Verhaltenscodizes und Grundsätze der Organisationen und soll Vereinen, Organisationen und Gruppen, die im Gesundheitswesen tätig sind, als Vorlage für die Erarbeitung eigener Vorgaben dienen. Die pharmazeutische Industrie in Österreich sieht sich dabei laut eigenen Angaben als Vorreiterin bei der freiwilligen Selbstbeschränkung und beweist

© sticklerfotografie

© APA/Keystone/Gaetan Bally

Basel. Die Pharmakonzerne Novartis und Merck sprechen Finanzkreisen zufolge über einen milliardenschweren Tausch von Geschäftssparten. Die Schweizer erwägen, ihre Bereiche Tierarznei und Humanimpfstoffe abzugeben. Im Gegenzug würden sie das Geschäft mit rezeptfreien Präparaten des US-Rivalen erhalten. Das Hauptaugenmerk von Novartis gelte einem Spartentausch

Pharmig-General Huber: „Patienten müssen auf Informationen vertrauen können.“


M e d i z i n te c h n i k : E- H e a lt h

Freitag, 17. Jänner 2014

healtheconomy – 51

E-Health Software-Riese übernimmt mit „vision4health“ einen Spezialisten für Labor und Diagnostik

short

CompuGroup kauft ein

Steirische Kliniken investieren kräftig Graz. Die steirische Krankenanstalten Gesellschaft Kages investiert heuer 150 Mio. € und ist damit größter Bauherr im Bundesland. Außerdem sieht man sich mit Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die 17.000 Beschäftigten auf dem Weg zum modernsten Spitalsträger, wie Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP) und die KAGes-Vorstände Karlheinz Tscheliessningg und Ernst Fartek sagten. In Umsetzung befinden sich derzeit Projekte mit einem Gesamtvolumen von 702 Mio. €, mit 150 Mio. € wird heuer baulich und in Medizintechnik so viel wie noch nie investiert, sagte Fartek.

Unternehmen setzte mit Kunden in Deutschland, der Schweiz, Belgien und Frankreich rund 13 Mio. € um.

Breites Portfolio Das Produkt-Portfolio von vision4health besteht aus dem am Markt etablierten ‚molis‘ Laborinformationssystem, welches alle relevanten Labor-Disziplinen wie Biochemie und Hämatologie sowie Mikrobiologie, Histopathologie,

Neue Möglichkeit für Strahlentherapie

CompuGroup-Chef Frank Gotthardt hat auch wichtige Tochterfirmen in Österreich.

Forschung Österreichische Partner suchen mit internationalem Netzwerk nach Verbesserungen in der Nachsorge

Computerspiele als Rehabilitationshilfen

© Netural

Linz. „Serious Games“ sind Computerspiele mit ernstem Bildungsoder Motivationshintergrund. Im Rahmen eines EU-Projekts loten Experten aus vier Nationen das Potenzial solcher Computerspiele nun in der Rehabilitation von Schlaganfallpatienten aus. Der Erfolg einer Rehabilitation hängt von Disziplin und Ausdauer des Patienten ab. Die besten Fortschritte werden nach wie vor unter Aufsicht und Anleitung von qualifizierten Fachkräften in spezialisierten Reha-Einrichtungen erzielt. Sobald Patienten nach Hause entlassen werden, hängen Genesungsfortschritte stark von der Motivation für das tägliche Training ab. Viel zu oft stagniert von diesem Zeitpunkt an die Entwicklung.

Wenn Patienten nach der Rehab heimkommen, stagniert meist das Training.

An „Rehab@home“, so der Projekttitel, arbeiten acht Unternehmen und akademische Partner aus Deutschland, Israel, Italien und Österreich. Die Gesamtkoordination liegt beim Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik der Universität Bremen.

Die Frage ist also nun, ob man digitale Systeme und speziell Serious Games erfolgreich einsetzen kann, um rekonvaleszente Schlaganfallopfer zum konsequenten, selbstständigen RehabilitationsTraining zu motivieren. Die Idee dahinter: Wenn es gelingt, zumindest die Spätphase der Rehabilitationsbegleitung zu automatisieren, ist der volkswirtschaftliche Effekt enorm. Bessere Chancen auf erfolgreiche Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess oder zumindest erhöhte Selbstständigkeit und verringerter Pflegebedarf sind ein Gewinn – sowohl für Patienten als auch für die Allgemeinheit. Deshalb hat die EU ein entsprechendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit 3,2 Mio. € dotiert.

Oberösterreichische Partner Mit dem Neurologischen Therapiezentrum Gmundnerberg bringt eine österreichische Reha-Einrichtung ihr Know-how zu langfristigen körperlichen und kognitiven Rehabilitations-Prozessen ein. Ein weiterer Projektpartner ist das Entwicklungslabor der international ausgezeichneten Linzer Digitalagentur Netural. (iks)

© Werner Harrer

Blutbankverwaltung und Transfusion/Transplantationsmedizin unterstützt. Bedeutende Investitionen wurden in den vergangenen Jahren gemacht, um eine neue Produktgeneration namens ‚molis vt‘ auf Basis neuester Technologien und innovativer Arbeitsprozessmodelle zu entwickeln. Darüber hinaus unterstützt das Diagnoseportal ‚molis vt channel‘ elektronische Order-Entry-Verfahren und Ergebnisberichte, papierlose Anfragen und Befunde sowie andere Mehrwertdienste zwischen Leistungserbringern und Labordienstleistern. molis vt channel ist damit ein wichtiger IT-Baustein für diagnostische Netzwerke, welche Arztpraxen, Kliniken, medizinische Zentren und Labore miteinander verbinden. Der Gesamtumsatz der vision4health-Gruppe betrug 2013 rund 13 Mio. €; über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

© CompuGroup Medical

Koblenz/Steyr/Wien. Die CompuGroup Medical AG (CGM), eines der führenden eHealth-Unternehmen weltweit, hat das Unternehmen vision4health Laufenberg & Co. übernommen. Die Firma ist laut CompuGroup ein führender Innovator im Bereich Softwarelösungen für Labor und Diagnostik in Europa. Mit dieser Akquisition stärkt CompuGroup Medical seine Marktposition im Segment Laborinformationssysteme und eröffnet dadurch neue strategische Optionen in der Vernetzung der Beteiligten im Gesundheitswesen.

Durch neue Methode in Linz soll die Behandlungsdauer kürzer werden.

Linz. Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz setzt als Onkologisches Leitspital erstmals in Oberösterreich eine spezielle Form der Krebstherapie ein, die Intraoperative Radiotherapie (IORT). Diese Bestrahlungseinheit steht im Rahmen einer trägerübergreifenden Kooperationsvereinbarung allen onkologisch tätigen Krankenhäusern in Oberösterreich zur Verfügung und kommt vorrangig bei der Behandlung von Brustkrebs zum Einsatz. Bei der IORT erfolgt die Bestrahlung während der Operation noch direkt am OP-Tisch. Die Vorteile sind eine kürzere Behandlungsdauer und eine bessere Zielgenauigkeit.

Innovation Kleinster Herzschrittmacher verkürzt Therapie

Forschung Grazer Unternehmen liefert Basis für die Entwicklung neuer Arzneien

Mini-Schrittmacher

Hilfe für die Protein-Kühlung

Linz. Der nach Spitalsangaben bisher kleinste Herzschrittmacher ist im AKh Linz weltweit erstmals transplantiert worden. Vier Patienten wurde das sondenlose Gerät „Micra“ des US-Entwicklers Medtronic, das kaum größer als eine Ein-Euro-Münze ist, eingesetzt. Primar Clemens Steinwender sprach danach von einem „ersten Schritt einer Revolution in der Schrittmachertechnologie“. Herkömmliche Geräte seien relativ groß und mit mindestens einer Sonde ausgestattet, so Steinwender. Sie müssen in einem chirurgischen Eingriff implantiert werden und können sich theoretisch entzünden oder von Keimen befallen werden. Für das Einsetzen des neuen Schrittmachers benötigt man keinen Schnitt mehr und viel weniger Zeit. „Der Patient kann rasch mobilisiert werden.“ Im Idealfall dürfe man am Tag danach das Spital verlassen. Im Jänner erhält das AKh drei bis vier weitere Micra-Geräte, auch in Amsterdam soll es dann erstmals eingesetzt werden. Steinwender geht davon aus, dass in

Graz. Proteine werden immer wichtiger in der Produktion biopharmazeutischer Medikamente, die vor allem bei schweren Krankheiten wie Krebs oder chronischen Krankheiten wie Diabetes, Arthritis oder Psoriasis zu den Hoffnungsträgern zählen. Schon 2018 werden rund 80% der neu zugelassenen Medikamente auf biotechnologisch hergestellten großen Molekülen, den Proteinen, basieren. Diese Proteine wiederum müssen gelagert und transportiert werden. Dabei werden die Proteine in einer Pufferlösung in speziellen „CryoBehältern“ bei bis zu -70 Grad Celsius tiefgekühlt, haltbar und transportabel gemacht. Das Problem dabei: Wie sich die Flüssigkeit mit den Proteinen bei jedem Einfrierund Auftau-Prozess verhält, war bisher kaum vorauszuberechnen, und die wertvollen Proteine wurden beim Einfrieren und Auftauen beschädigt. „Wir haben nun skalierbare Testanlagen zur Optimierung dieser Einfrier- und Auftauprozesse entwickelt. Damit lassen sich für jede Substanz die optimalen Einfrier-, Auftau- und Lagerbe-

Clemens Steinwender (AKh Linz) und Team sind begeistert vom Produkt.

dingungen bestimmen“, berichtet Andreas Marchler, Geschäftsführer des Grazer Unternehmens Zeta Biopharma. Für die Medikamentenhersteller bedeutet das einen Zeit-, Kosten- und Qualitätsvorteil in der Produktion.

Investition von 2 Mio. € Die wissenschaftliche Begleitung einer insgesamt drei Jahre dau-

ernden Testanlagen- und Prozessentwicklung wurde vom Grazer K1-Forschungszentrum Research Center Pharmaceutical Engineering (RCPE) geleistet. „Gemeinsam mit dem RCPE haben wir die Anlagen und Prozesse QbD-konform entwickelt“, berichtet Marchler. Insgesamt hat das steirische Unternehmen gemeinsam mit dem RCPE rund 2 Mio. € in diese Neuentwicklungen investiert. (iks)

© Zeta

© AKh Linz

ein bis zwei Jahren 20% aller herkömmlichen Schrittmacher – also jene, die mit einer Sonde auskommen – durch die Innovation ersetzt werden. „Wir haben weltweit ganz ordentlich Wellen geschlagen“, freut er sich, dass Medtronic das Linzer Spital aus mehreren Hundert Zentren ausgewählt hat. Jeder zweite Schrittmacher, Defibrillator und Stent stamme von dem Unternehmen. (iks)

Zeta Biopharma will der Pharmaindustrie bei der Forschung helfen.


M E N SC H E N & KA R R I ER E N

52 – healtheconomy

Freitag, 17. Jänner 2014

Bälle Ärzteball findet am 25. Jänner und Ball der Pharmazie am 1. Februar statt, beide sind in der Wiener Hofburg

short

Tanzen bis zum Abwinken

Hofer unterstützt die Caritas mit Stiften

Wiener Ballsaison. Er ist längst zu einem internationalen Ereignis geworden, kommen doch bereits mehr als 800 Ballgäste aus dem nahen und ferner Ausland. Und schon am 1. Februar gibt es für Ballbegeisterte eine weitere, raffinierte Rezeptur, die grenzenloses Tanzvergnügen garantiert: Am Ball der Pharmacie werden ebenfalls in den prunkvollen Ballsälen der Wiener Hofburg zahlreiche hochkarätige Orchester und Bands aufspielen. Am Parkett schwingen Gesundheitspolitiker und Studenten, Apotheker und Ärzte, Forscher und Pharmaexperten und viele andere bis in die Morgenstunden das Tanzbein. Als Höhepunkt im vielseitigen Programm gilt die aufwendige Mitternachtseinlage: Unter dem Titel „Magic of Queen“ wird mit einer großen Show und den Welthits der britischen Kultband Queen der Festsaal zum Beben gebracht.

Zertifikat für zwei neue Lehrkrankenhäuser

In der Wiener Hofburg wird wieder getanzt – Ärzte und Apotheker laden ein.

Symposium Ergebnisse von Kongressen präsentiert

Trainingslager Merck sucht Ideen für Medikamente

Wien. Wien rückte am 11. Jänner anlässlich des 6. Astellas Oncoforums erneut ins Zentrum der internationalen Onkologieforschung. Bei dem österreichweit einzigartigen Symposium unter Leitung von Stephan Madersbacher präsentierte der japanische Konzern Astellas Pharma die Ergebnisse der vier wichtigsten onkologischen Kongresse der Welt vor 200 Urologen, Onkologen und Radiologen. Das Oncoforum ist ein multinationales Programm, das auf den Review-Tätigkeiten von sogenannten Oncoforum-Reportern basiert. Insgesamt 17 internationale Experten besuchen die weltweit wichtigsten uro-onkologischen Kongresse, identifizieren die jeweils relevanten Abstracts und verfassen zusammen mit vor Ort anwe-

Wien. Merck Serono, die biopharmazeutische Sparte von Merck, hat den Start des Merck Serono Innovation Cup 2014 bekannt gegeben. Diese Initiative richtet sich an graduierte Studenten und Postdocs aus den Bereichen Medizin, Biotechnologie, Bioinformatik, Biochemie und Pharmazie, die sich für die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente interessieren. Auch MBA-Absolventen mit einem Life-Science-Hintergrund können teilnehmen. Bewerben können sich Nachwuchswissenschafter von Universitäten weltweit; die Bewerbungsphase läuft von bis 15. März unter innovationcup.merckserono.com. Das einwöchige Sommer-Trainingscamp findet vom 13. bis 18. Juli 2014 in Darmstadt statt.

Zuerkennung der Bezeichnung „Lehrkrankenhaus“ der PMU.

Linz/Salzburg. Der LandesNervenklinik Wagner-Jauregg sowie dem Landeskrankenhaus Steyr wurde die Bezeichnung „Lehrkrankenhaus der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU)“ zuerkannt. Dies auch aufgrund der Tatsache, dass die Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege an den beiden Kliniken die Krankenpflege-Ausbildung samt Studienabschluss in Pflegewissenschaften anbieten.

senden Medizinjournalisten einen Diasatz mit etwa 400 Dias, die in Wien präsentiert wurden. Mehr Infos unter www.oncoforum.org

Stephan Madersbacher lud alle Urologen Österreichs zum Oncoforum ein.

buch-tipp

Brigitte Holzinger und Gerhard Klösch: ­Schlafcoaching. Verlag Godegg, 330 Seiten, 19,95 €, ISBN: 3902903481

Das Team, das den überzeugendsten Plan präsentiert, erhält den mit 10.000 € dotierten Innovation Cup. (fei)

Neue Ideen für die Pharmazie gesucht: der Merck Serono Innovation Cup 2014.

Menschen, über die man spricht

© AGES/Peter Nemenz

Charlotte Leonhardt leitet Ernährungssicherung bei AGES Wien. Charlotte Leonhardt (55) hat die Leitung des Geschäftsfelds Ernährungssicherung (LWT) der AGES, der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, übernommen. Leonhardt ist eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet Saatgut, mit 30 Jahren Erfahrung als Labor- und Projektmanagerin. Die Pflanzenbauexpertin ist Absolventin der Universität für Bodenkultur (BOKU) und führt seit 2006 das Institut für Saatgut in der AGES. Im Zuge einer Reorganisation wurden ab 2012 die Abteilungen für Pflanzengenetische Ressourcen, Registerprüfung und Sortenschutz, Pflanzenschutzdienst, Saat- und Pflanzgutzertifizierung, Samenprüfung sowie Bienenkunde und Bienenschutz in einem Institut zusammengeführt, dessen Leitung sie jetzt übernahm.

Hermann Kö h l er , p f l e g eche f im e van g . kh w ien © privat

Die Batterien wieder aufladen Wir schlafen etwa ein Drittel unseres Lebens. Diesem wohlverdienten Schlaf verdanken wir innere Fitness, Leistungsbereitschaft und Lebensenergie. Er hält uns gesund und munter in Zeiten der Aktivität. Doch nicht für jeden ist das Schlafen ein erholsamer Genuss. Zahlreiche Menschen leiden unter Einschlafproblemen und Schlafmangel. Schlafstörungen sind Phänomene, die oft psychisch bedingt und auch behandelbar sind. Schlafcoaching ist eine neue Methode, die sich aus verhaltenstherapeutischen Elementen, Hypnosetechniken und gestaltischen Gedanken zusammensetzt und zu einer nachhaltigen Verbesserung von Schlafstörungen verhilft. In diesem Buch von Brigitte ­Holzinger und Gerhard Klösch erfahren Interessierte von führenden Expertinnen und Experten im Bereich Traum- und ­Schlafforschung, wie sie wieder zu genussvollem Schlaf finden und Ihre Batterien für das Alltagsleben aufladen können. (fei)

Pharmaforschung als Wettbewerb

© Astellas

© gespag

Oncoforum: einzigartiges Meeting

© Merck Serono

Wien. Hofer fördert bereits zum zweiten Mal die Caritas-Einrichtung St. Pius in Oberösterreich: Durch den Verkauf von Stiften in Kooperation mit St. Pius schafft Hofer zum einen eine finanzielle Stütze für die Caritas-Einrichtung, und zum anderen wird Menschen mit besonderen Bedürfnissen eine Chance auf Arbeit gegeben, welche auf deren Ansprüche abgestimmt ist. Pro verkaufter Packung Stifte spendet der Diskonter 20 ct.

Hermann Köhler, langjähriger Spezialist für Intensivpflege, ist neuer Pflegedirektor und somit Ansprechpartner für 270 Mitarbeiter des Evangelischen Krankenhauses Wien. Köhlers Berufslaufbahn führte ihn zunächst ins AKH und ins Wiener Hanusch-Krankenhaus, wo er sich als Dipl. Krankenpfleger zehn Jahre lang auf mehreren Intensiv-Pflegestationen profilierte. Daneben schloss er eine Sonderausbildung zum Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin ab.

Katharina Poslussny, neue chefin im kh speisin g

Katharina Poslussny ist neue Ärztliche Direktorin im Orthopädischen Spital Speising. Poslussny war zuvor Leiterin des Qualitätsmanagements im Orthopädischen Spital Speising sowie Assistentin der Ärztlichen Direktion. In diesen Positionen hat sie erfolgreich Projekte geleitet, die zur strategischen und organisatorischen Entwicklung des Orthopädischen Spitals Speising beigetragen haben. Als Stellvertreter wurde Martin Dominkus ernannt.

© BHS Wien/Herbst

Stifte, die Menschen helfen: Diskonter Hofer unterstützt die Caritas.

Wien. Gleich zwei Bälle stehen allen Tanzbegeisterten, die eine Verbindung mit dem Gesundheitssystem haben (und auch allen anderen), in den nächsten Tagen zur Verfügung – sowohl Ärzte- als auch Apothekerschaft laden ein. Jeweils der letzte Samstag im Jänner gehört traditionell den tanzenden Ärztinnen und Ärzten sowie allen, die mit ihnen gemeinsam das Tanzbein schwingen wollen. Diesmal ist es der 25. Jänner, an dem der 64. Wiener Ärzteball in der Wiener Hofburg stattfindet. Die Mitternachtseinlage bestreiten heuer „The Ambassador of Rock‘n Roll Andy Lee Lang & Band“, auch gibt es wieder ein Casino, wobei der Reinerlös dieses Jahr den „Herzkindern“, einem Verein für herzkranke Kinder, zugutekommt. Der Ball zählt mit seinen knapp 4.000 Besuchern zum Fixstern der

© Orth. Spital Speising

© Hofer

andreas feiertag

© Österreichische Apothekerkammer/Foto Fayer

Zwei gesellschaftliche Höhepunkte zum Auftakt des neuen Jahres versprechen rauschende Nächte.

J ohannes Grisar , oberar zt, KH barmher z . schw estern

Mit Johannes Grisar als neuem Oberarzt bekommt die II. Medizinische Abteilung des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Wien, einem Unternehmen der Vinzenz Gruppe, einen international erfahrenen Experten für chronisch entzündliche rheumatische Erkrankungen. Für ihn sind frühe Diagnose, richtige Therapie und regelmäßige Nachuntersuchungen in der effizienten Behandlung von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen entscheidend.


inside your business. today.

Freitag, 17. jänner 2014 – 53

mobile trends

Wearables, Windows 8 und Indoor-Navi­ gation: sieben Trends im Überblick  Seite 56

© panthermedia/A. Kirch

© all about apps

technology Spracherkennung

Nuance setzt auf hochwertige und ­treffsichere Spracherkennungen 

Seite 57

Der hybride microsoft ­surface pro 2 im praxisTest

Werkzeuge zum Bau alternativer Realitäten

© Chris Haderer

short

© orange-business.com

Wien. 175.261 Besucher waren im vergangenen Jahr im Linzer Ars Electronica Center. „Im Vergleich zu 2012 haben wir uns nochmal um 2,4 Prozent gesteigert“, freuen sich die Geschäftsführer Diethard Schwarzmair und Gerfried Stocker über die erfolgreiche Bilanz des Museums der Zukunft, eines der insgesamt vier Geschäftsfelder der Ars Electronica Linz GmbH. Maßgeblichen Anteil daran haben das breite Führungs- und Vermittlungsangebot, das 4.946 mal gebucht und von 62.876 Personen in Anspruch genommen wurde. www.aec.at

© panthermedia.net/Igor Zhuravlov

Wien. Mit der Übernahme des französischen IT-Dienstleisters Atheos stärkt Orange Business Services seine Position als weltweit führender Anbieter von IT-Sicherheitslösungen und wird zum europaweit größten Anbieter im Bereich Cyberdefense. 2002 gegründet, versteht sich Atheos als ein Pionier für ITIdentitäts- und Sicherheitsmanagement-Lösungen. Die 130 Sicherheitsexperten von Atheos unterstützen bisher insbesondere führende französische Unternehmen bei der Ausarbeitung, Implementierung und Überwachung ihrer Sicherheitsstrategien. www.orange-business.com

Das Zauberwort heißt „Augmented Reality“ Um die Entwicklung von Apps voranzutreiben, die reale Bilder mit Computerdaten auffetten, haben Intel und der AR-Experte Metaio einen Pakt geschlossen und bieten neue Tools an.  Seite 54 Absolute Software Auszeichnung für „Content-Aware-DLP“

UPC Der Anbieter übernimmt Vorarlberger Kabelbetreiber

Reading/Wien. Absolute Software, ein Anbieter von Lösungen zur Verwaltung und zum Schutz von Computern und mobilen Geräten, ist von Gartner in den Magic Quadrant „Content-Aware DLP“ aufgenommen worden. „Die Aufnahme zeigt, dass wir mit unserem erweiterten Lösungsangebot den richtigen Weg eingeschlagen haben“, sagt Margreet Fortuné, Regional Manager D-A-CH, Benelux & Eastern Europe bei Absolute Software. Absolute Software ist auch in den Magic Quadrants „Client Management Tools“ sowie „Mobile Device Management Software“ vertreten.  www.absolute.com/de

Wien. UPC übernimmt das Kabelnetz des Vorarlberger Traditionsunternehmens Josef Pircher BetriebsGmbH. Derzeit beziehen mehr als 10.000 Vorarlberger Haushalte in die Dienste von Pircher Media. „Nach erfolgreichen Jahren des Ausbaus unserer Dienste bin ich sicher, mit der Übergabe unseres Kabelnetzes in die Hände des wohl kompetentesten Partners in Österreich die Grundlage für eine langfristige Weiterentwicklung des Breitbandangebots gelegt zu haben“, sagt Karl Schwärzler, Geschäftsführer der Josef Pircher BetriebsGmbH. www.upc.at www.upcbusiness.at

Margreet Fortuné, Regional Manager beim Anbieter Absolute Software.

© Pircher Media

Wien. Die Interessenvertretung der IT-Dienstleister (Fachgruppe UBIT Wien) schätzt, dass immer noch rund 30% aller österreichischen KMU die mittlerweile 13 Jahre alte Windows XP-Software nutzen. Mit 8. April stellt Microsoft aber den Support für Windows XP ein. Für jene Unternehmen, die nicht auf ein anderes Betriebssystem umstellen, bedeutet das ab diesem Zeitpunkt unter anderem ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. www.ubit.or.at

© Absolute Software

© Microsoft

Zuwachs im magischen Quadranten Netzerweiterung in Vorarlberg

Karl Schwärzler, Geschäftsführer der Josef Pircher BetriebsGmbH.

© Microsoft

medianet


C ov e r

54 – medianet technology

Freitag, 17. Jänner 2014

Metaio Der Augmented Reality-Hersteller will gemeinsam mit Intel umfangreiche Hilfsmittel für AR-Entwickler anbieten

Kommentar

Experten-Partnerschaft für Augmented Reality-Tools

Technik im Orwell-Jahr 1984

Metaios Augmented Reality-Tracking-Technologie wird in den RealSense-Developerkit von Intel integriert. Platzierung einzelner Möbelstücke direkt auf dem Computer oder einem mobilen Gerät vorzunehmen.

Chris Haderer

San Francisco/Wien. Schon seit einigen Jahren geistert der Begriff „Augmented Reality“ durch die Smartphone-Szene. Im Wesentlichen geht es dabei darum, dass mit Augmented Reality beispielsweise echte Videoaufnahmen der Umgebung mit Zusatzinformationen aus dem Cyberspace angereichert werden. In der praktischen Umsetzung des Gedankens gibt es bereits eine Reihe von Apps, die beispielsweise Informationen über Lokale in die Smartphone-Aufnahme der Umgebung einblenden. Das Potenzial von Augmented RealityAnwendungen ist groß, nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit Wearables, wie der Google GlassBrille. Nun ist auch der Prozessorhersteller Intel auf den Zug aufgesprungen, gemeinsam mit dem nordamerikanischen Augmented Reality-Experten Metaio. Auf der Consumer Electronics Show, die Anfang Jänner in Las Vegas stattfand, haben die beiden Unternehmen die geplante Integration der patentierten 3-D Augmented Reality Tracking Software (SDK) von Metaio mit dem Intel RealSense Software Development Kit (SDK) bekannt gegeben.

Chris Haderer

M

Umfangreiche Features

„Es ist unsere Vision, natürlichere und immersivere Interaktionen mit unseren Geräten zu ermöglichen“, sagt Mark Yahiro, Managing Director, New Business, Perceptual Computing, Intel Corporation. „Mit Nutzung der Intel RealSense 3D-Kamera-Technologie in Kombination mit Metaios Augmented Reality-Tools freuen wir uns darauf, die virtuelle mit der realen Welt noch weiter verschmel-

30 Jahre Macintosh-PCs

E-Government Monitor Die Zufriedenheit der österreichischen E-Government-Anwender liegt bei stolzen 59 Prozent

Virtuelle Informationen

Apple-Jubiläum

Der Macintosh aus dem Jahr 1984.

Peter Meier, CTO beim Augmented Reality-Anbieter Metaio, bietet gemeinsam mit Intel eine Reihe neuer Tools für Augmented Reality-Entwickler an.

zen zu lassen. Kinder, zum Beispiel, werden in der Lage sein, ihre Lieblingsspielzeuge durch digitale Interaktion so weit zu verändern, dass sie auf sie selbst abgestimmt sind und sich ihnen auf kreative Art und Weise neue Möglichkeiten ergeben.“ Die mehrfach ausgezeichnete Augmented Reality-Tracking-Technologie (ISMAR Tracking Competition sowie Volkswagen Tracking Challenge 2013) von Metaio erkennt reale Bilder, Objekte und Umgebungen, um relevante digi-

tale oder virtuelle Informationen in Echtzeit integrieren zu können. Das sogenannte Tracking ist die wichtigste Komponente jeder Augmented Reality-Entwicklung. Mit der Integration der Intel RealSense 3DKamera in PCs, Ultrabooks, Notebooks und AIO-Geräte können reale und virtuelle Objektumgebungen in praktischen Anwendungen und Unterhaltungsapplikationen miteinander interagieren. Damit wird es beispielsweise möglich, Aufzeichnungen eines Raums in der eigenen Wohnung zu erstellen und die

Das Intel RealSense Software Development Kit (SDK) wird in der ersten Jahreshälfte 2014 erwartet und wird eine Weiterentwicklung des Intel Perceptual Computing SDK sein, das bereits 2012 auf den Markt kam und weltweit mehr als 25.000 Mal von Entwicklern heruntergeladen wurde. Das Intel RealSense SDK bietet dann Spracherkennung in neun Sprachen, Hintergrund-Substraktion (eine Möglichkeit für Entwickler, die Green Screen Funktionalität in ihren Applikationen anzuwenden), detailliertes Fingerund Hand-Tracking, mit dem die Nutzer ihre Geräte via Hand-und Finger-Gesten steuern können, sowie Gesichtsanalyse, die den Nutzer sofort erkennt und dessen Gesichtszüge direkt im KameraSichtfeld verfolgt. Sobald die Integration der Recognition Engine sowie der 3D-Tracking-Technologie von Metaio komplett abgeschlossen ist, wird das Intel RealSense Computing SDK Entwicklern weitere Augmented Reality-Funktionen inklusive Tiefendaten der integrierten Intel RealSense 3DKamera in Computern bieten. „Entwickler brauchen die besten Software-Tools“, sagt Peter Meier, CTO von Metaio. „Die Zusammenarbeit zwischen Intel und Metaio für das Intel RealSense Software Development Kit (SDK) mit der Integration der 3D-Tiefenkamera lässt Entwickler die Grenzen der Kreativität und Technologienutzung mit einer völlig neuen Art der Interaktion neu definieren.“ www.metaio.com www.intel.com

Österreich führt bei E-Government-Nutzung Wien. Im Sechs-Länder-Vergleich liegt Österreich mit 65 Prozent E-Government-Nutzung im Jahr 2013 auf dem ersten Rang, gefolgt von Schweden (53 Prozent), Schweiz (50 Prozent), Deutschland (36 Prozent), Großbritannien (34 Prozent) und USA (24 Prozent). Die Zufriedenheit mit den Services liegt in Österreich bei 59 Prozent und ist nur in der Schweiz (75 Prozent) höher, obwohl der allgemeine Trend negativ ist. Zu diesem Ergebnis kommt die „E-Government Monitor Studie 2013“ der deutschen D21 Initiative gemeinsam mit ipima.

Sicherheit und Komfort

© Apple

Wien. Es war der 26. Jänner 1984, als ein relativ unbekanntes Unternehmen namens Apple Computer den „Macintosh“ vorstellte. Geworben wurde für das Gerät mit einem von Regisseur Ridley Scott hergestellten Videoclip, der zur teuersten US-Werbezeit des Jahres ein einziges Mal ausgestrahlt wurde, nämlich während des Superbowl. Für Apple war der Macintosh die Fahrkarte in den Massenmarkt – obwohl Firmengründer Steve Jobs das Unternehmen ein Jahr später verlassen musste. 1998 kehrte er mit dem iMac im Gepäck wieder zurück und machte die Firma mit dem iPhone zum wertvollsten Hersteller der Welt. www.apple.at

© Metaio

an kann über Apple und seinen verstorbenen Firmengründer, den charismatischen Steve Jobs, durchaus geteilter Meinung sein: schlechte Arbeitsbedingungen in den Foxcom-Fabriken, mäßig nachhaltig entworfene Geräte und ein extrem hohes Preisniveau stehen Produkten wie dem iPhone, dem iPad oder den Macintosh-Rechnern gegenüber. Kaum einen Zweifel gibt es allerdings an der Rolle, die Apple (damals noch Apple Computer Inc.) für die Entwicklung der Computerindustrie gespielt hat. Als der „Macintosh“ im Orwell-Jahr 1984 vorgestellt wurde, war vom Internet noch keine Spur, und wenn man von Computern redete, dann von Heimgeräten wie dem legendären „C64“ oder dem „Amiga“ von Commodore. Mit dem Macintosh wurde dann alles anders, und auch Konzerne wie IBM oder Atari mussten einsehen, dass sie die Geburt des PC-Markts praktisch verschlafen hatten. Es folgten wilde Jahre – und mittlerweile kennt die Öffentlichkeit Apple hauptsächlich wegen iPhone und iPad. Als Erfinder des Personal Computing ist Apple hingegen ein wenig in Vergessenheit geraten. Das ist ein bisschen schade, denn das Unternehmen hat die Welt mehr als einmal verändert. Es bleibt zu hoffen, dass die Cupertiner ohne Jobs ihre innovative Kraft nicht verlieren und eine Firma unter vielen werden.

Generell sind die „Zuverlässigkeit der Systeme“, „Datenschutz/sicherheit“, „Einfache Bedienung“ und „Vollständige Information“ die wichtigsten persönlichen Anforderungen an die Services. Gerade hier ist das österreichische E-Government-Modell und -Services, wie „HELP.gv.at“ ein weltweites Vorzeigebeispiel. Sicherheit – vor allem bei der Datenübertragung – hat in Österreich

mit 60 Prozent oberste Priorität. Hier setzt die Handy-Signatur und Bürgerkarte auf der e-card (www. buergerkarte.at) auf. Der elektronische Ausweis und die persönliche Unterschrift im Internet werden durch die Bürgerkarte bzw. die Handy-Signatur mit einem hohen Grad an Sicherheit und Komfort umgesetzt. So können sichere Anwendungen wie die elektronische Zustellung (www.zustellung.gv.at), personalisiertes HELP.gv.at, Pensionskonto-Abfrage, Sozialversicherungs-Services, FinanzOnline sowie w ­ eitere 200 Services genutzt werden.

Hohe Ansprüche Der Wunsch nach vollständig durchgängigen Prozessen (43 Prozent in Österreich) oder Anwendungen wie „Wohnsitz an/ab-/ ummelden“ bzw. „KFZ an/ab-/ ummelden“ sind für die regelmäßige Nutzung am bedeutendsten. Die Ansprüche an E-GovernmentServices werden immer höher, da ein vergleichbares Niveau an Nutzerfreundlichkeit, Sicherheit

und Gestaltung wie bei kommerziellen Produkten erwartet wird. Generell geht der Trend in Richtung Services auf mobilen Endgeräten, wobei deren Bedeutung mit 70 Prozent gerade in Österreich am höchsten ausgeprägt ist und die Nutzung von „Mobile Government“ bereits bei fast 50 Prozent

liegt. Hier setzen innovative Apps (www.bundeskanzleramt.at/apps) und die Open Government Initiative (www.data.gv.at) des „Digitalen Österreich“ an. Eine wesentliche Komponente in der österreichischen eGovernment-Landschaft ist das relativ junge Unternehmens­ serviceportal.  help.gv.at


I d e e & st r at e gi e

Freitag, 17. Jänner 2014

medianet technology – 55

Sage Der Softwarehersteller hat eine umfangreiche Studie zu den künftigen Prioriäten und Anforderungen am internationalen Arbeitsmarkt veröffentlicht

Der Kampf um die besten Talente christoph fellmer

Wien. Die richtigen Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden, hat für heimische KMU in den kommenden Monaten Top-Priorität. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Software-Hersteller Sage vor Kurzem in 17 Ländern der Erde unter mehr als 11.000 kleinen und mittleren Unternehmen durchführte, wobei in Österreich 240 Unternehmen an der Studie teilgenommen haben. „Seitdem sich die weltweite Wirtschaft erholt und Unternehmen wieder anfangen, Vertrauen in die eigene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu haben, ist auch der Kampf um die besten Talente unter den Unternehmen neu entbrannt“, sagt Benigna Prochaska, Geschäftsführerin von Sage in Österreich. „Denn wer als Unternehmen wachsen will, braucht begabte und qualifizierte Mitarbeiter – und diese sind gerade für kleine-

Ricoh Moderne Hilfsmittel

Info-Werkzeuge

© Ricoh

Tokio/Wien. Veraltete Technologien sind für Kundendienstmitarbeiter besonders nachteilig. Dies zeigt eine von Ricoh in Auftrag gegebene und von Forrester Consulting durchgeführte Studie. 89% der Mitarbeiter mit Kundenkontakt geben an, es bestehe eine Kluft zwischen dem Service, den sie im Rahmen ihrer technischen Möglichkeiten bieten könnten, und den Erwartungen ihrer Kunden. „Probleme im Kundendienst entstehen häufig durch mangelhafte Informationsworkflows“, sagt Yoshi Sasaki, General Manager, Business Services Center, Business Solutions Group bei Ricoh Company, Ltd. „Mitarbeiter mit Kundenkontakt verbringen oft zu viel Zeit damit, nach den richtigen Informationen zu suchen. Die Arbeit mit veralteten Systemen hindert sie so auch daran, einen personalisierten Kontakt von Mensch zu Mensch zu bieten. Diesem Problem gehen wir nach, um Unternehmen zu helfen, ihre Kundendienststrategien zu definieren und zu verbessern.“ Der Studie zufolge steigt die Effizienz der Mitarbeiter mit Kundenkontakt, wenn Unternehmen in Collaboration, Instant Messaging, mobile Lösungen und flexible Arbeitsplätze investieren. Dadurch haben sie mehr Zeit, ihren Kunden einen personalisierten Service zu bieten. Hierbei wird angenommen, dass die Unternehmen diese Investitionen mit entsprechenden Dokumentenprozessen und Systemen unterstützen, die nötig sind, um den Nutzen dieser Technologien zu maximieren. Das Geheimnis, so Sasaki, läge in einer besseren Dokumenten- und Prozessschnittstelle.  www.ricoh.de

Yoshi Sasaki, General Manager ­Business Solutions Group bei Ricoh.

re und mittelständische Unternehmen häufig nicht leicht zu finden.“

Neueste Werkzeuge Laut der Studie werden Rekrutierung und Mitarbeiterbindung die größten Herausforderungen für europäische Unternehmen im mittelständischen Markt darstellen. Mehr als ein Drittel der Firmen erwartet von ihren Regierungsverantwortlichen, dass sie mehr für Qualifizierung und Ausbildung unternehmen. Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften ist eine der größten Wachstumsbremsen. „KMU sind die heimlichen Hel-

den der europäischen Wirtschaft“, sagt Prochaska. „Und die Basis für ihren Erfolg sind die Menschen in den Unternehmen. Nur wenn Unternehmen alles tun, um ihre Attraktivität für die richtigen Talente zu steigern, können sie wachsen. Da potenzielle Bewerberinnen und Bewerber darauf achten, welche Tools und Prozesse ein Unternehmen nutzt, ist eine Differenzierung vom Wettbewerb von Bedeutung. Deshalb sollten Unternehmen sicherstellen, dass Mitarbeiter Zugang zur neuesten, intelligentesten und effizientesten Technologie und zu den entsprechenden Werkzeugen haben.“  www.sage.at

© Sage

Vor allem die Haftungsfrage bei den Einträgen ist noch weitgehend ungeklärt.

Arbeits-Studie: Benigna Prochaska, Geschäftsführerin von Sage in Österreich.


Fa c ts & f i gu r e s

56 – medianet technology

short

Marketing und der Unternehmenserfolg

Freitag, 17. Jänner 2014

all about apps Die App-Agentur hat sieben Trends ausfindig gemacht, die bis Jahresende Furore machen sollen

Wearables, Windows 8 und Indoor Navigation

Wien. Geschäftsführung, Vertrieb, IT und das Marketing sind sich zu rund 80 Prozent einig: Der Beitrag des Marketings zum Unternehmenserfolg lässt sich messen. Das ergab die Studie „Image des Marketings“, die das Marktforschungsinstitut forsa im Auftrag von Adobe Systems durchgeführt hat. Gut bewertet (77 bis 94 Prozent) werden die Kompetenzen der Marketer, deren Qualifikation in den letzten Jahren immer mehr zugenommen habe (52 Prozent der Geschäftsführer, 53 Prozent der Vertriebsmitarbeiter, 45 Prozent der Marketer und 43 Prozent der Befragten aus der IT). Lediglich 3 bis 5 Prozent der Befragten geben an, dass die Qualifikation der Marketer schlechter geworden sei. Auch ist die Marketingabteilung nach Meinung ihrer Kollegen aus anderen Abteilungen gut integriert, befindet sich in engem Austausch mit den anderen Abteilungen im Unternehmen, verfolgt gemeinsame Ziele und orientiert sich an den Geschäftszielen und Kundenwünschen. Lediglich die Kollegen aus der IT fallen etwas von den hohen Werten ab, bleiben jedoch im positiven Bereich. „Insgesamt ist das Image der Marketingabteilung heute schon sehr gut“, sagt Andreas Helios, Senior Group Manager Digital Marketing Solutions bei Adobe Systems „Damit Marketing jedoch keine Wissenschaft für sich bleibt, müssen die Ergebnisse nicht nur messbar, sondern auch so darstellbar gemacht werden, dass sie im gesamten Unternehmen verstanden und eingeordnet werden können.“ www.adobe.at

© Matrix42

Mit neuem Branding ins neue Geschäftsjahr

Jochen Jaser, CEO von Matrix42.

Wien. Matrix42, ein Anbieter von Software für das Arbeitsplatzmanagement, bringt sich mit fokussierter Strategie und dazu passendem Branding in Position für das Geschäftsjahr 2014. Der neue Slogan des Unternehmens, „Smarter Workspace – Better Life“, beschreibt die Entwicklung des Unternehmens hin zum Workspace-Aggregator. „Wir sprechen auch nicht mehr vom Arbeitsplatz, sondern von der Arbeitsumgebung – nicht mehr vom Workplace, sondern vom Workspace“, erklärt Jochen Jaser, CEO von Matrix42, die neue Strategie. www.matrix42.de

eine spannende Herausforderung; Nutzer können zum Beispiel beim Betreten eines Shops Gutscheine oder Informationen direkt aufs Smartphone erhalten.

Alfred unegg

Wien. Was erwartet die Nutzer von Smartphones und Apps im kommenden Jahr? Eine Prognose wagt Michael Steiner, Geschäftsführer der Full-Service-App-Agentur all about apps. Er identifiziert sieben Mobile Trends, die 2014 dominieren werden. Ganz oben auf seiner Liste finden sich die Themen „Wearable Technology“, „Indoor Navigation“ und „Mobile Banking“. 2013 bereits Thema in der Community, werden diese Segmente laut Steiner im kommenden Jahr richtig durchstarten und Smartphones und Tablets erobern. Bei den Apps geht der Trend weg von „Paid“ hin zu „Freemium“-Zahlungsmodellen. Fochten heuer iOS und Android noch den Kampf um die meisten Nutzer untereinander aus, wird Windows Phone 8 in diesem Jahr weiter wachsen. „Keine Branche ist so dynamisch wie der Markt für Apps und das Mobile Internet“, sagt Steiner. „Trends wechseln schnell und stellen Unternehmen und Entwickler vor immer neue Herausforderungen. Die ständige Weiterentwicklung der Smartphones lässt Apps zukünftig auf bessere Technologien zurückgreifen. Quantified Self, Indoor Navigation oder Wearable Technology sind heiße Themen am mobilen Sektor und werden die Branche 2014 noch mehr aufmischen.“

Windows 8 wird aufholen

© all about apps

Andreas Helios, Adobe Systems.

Michael Steiner, Geschäftsführer von all about apps, hat sieben Trends notiert, die das heurige Geschäftsjahr bestimmen sollen.

und setzen darüber hinaus auf den Style-Faktor. Der zweite Trend nennt sich laut Michael Steiner „Quantified Self“: Das Aufzeichnen von personenbezogenen Daten ist ein Megaboom im Sport-, Health- und Fitness-Bereich. Runtastic gilt als einer der Vorreiter des Self-Trackings. Ob man seine Laufstrecke oder seinen Blutdruck trackt, wichtig für die App-Entwicklung ist der Gamification- und Social-Faktor der Anwendung. Seit dem iPhone 5S

Tragbare Technik „Wearable Technology“ wird 2014 zu den Top-Themen zählen. Tragbare Computertechnologien à la Google Glass oder Smartwatches von Herstellern wie Samsung werden den Alltag von Nutzern erleichtern. Armbänder – am Beispiel von FitBit – tracken jeden Schritt

fließt „Motion Activity“ als Feature zudem direkt ins App Development ein und stellt eine starke Konkurrenz zur Wearable Tech dar. Trend Nummer drei ist Indoor Navigation. Umgesetzt wird dies mit WLAN Triangulation und/ oder iBeacons. Die Anwendungsbereiche umfassen das Navigieren in Gebäuden und das Erfassen von Daten in Form von Heatmaps, in denen Bewegungsströme aufgezeichnet werden. Indoor Navigation wird für Mobile Marketing

Mobile Banking ist Trend Nummer vier: „Banken kämpfen stark um ihre Kunden“, sagt Steiner. Innovationen sind vor allem noch im Online- und Mobile-Sektor möglich und werden für Kunden immer mehr zu einem entscheidenden Faktor in der Auswahl der Bank. Banken sollten laut Steiner 2014 deshalb „auf ein optimiertes mobiles Angebot setzen“. Trend Nummer fünf: Apps werden „Freemium“. Die Verkaufsmodelle gehen 2014 noch stärker in Richtung Freemium. Apps werden kostenlos im App Store angeboten, für zusätzliche Inhalte muss der Nutzer aber zahlen. „2014 wird Windows Phone 8 eine große Aufholjagd am Mobile Markt starten“, sagt Michael Steiner und erwartet deutliche Zuwächse. Vor allem im BusinessSektor hat Microsoft gute Karten, da in vielen Unternehmen Windows als Standard-Betriebssystem geführt wird. Trotzdem hat Windows Phone 8 aber noch großen Nachholbedarf hinter den Marktführern, so Steiner. Als siebenten und letzten Trend bezeichnet Steiner den Siegeszug der „Love“-Apps. „Love-Apps werden weiter boomen; in Liebesangelegenheiten werden immer mehr Applikationen angeboten und immer mehr User nutzen diverse Apps. 2014 wird mehr mobil geflirtet, gedatet oder der passende Partner gefunden, als je zuvor“, ist Michael Steiner überzeugt.  www.allaboutapps.at

Comparex Austria GmbH Das Unternehmen unterstützt IT-Abteilungen auch beim Ankauf von Adobe Cloud-Lizenzen

Professionelles Management von Lizenzen Wien. Aufgrund des zunehmenden Einsatzes mobiler Endgeräte, spezieller Applikationen und Lösungen wird es für IT-Abteilungen immer schwieriger, den Überblick über den aktuellen Software- bzw. Lizenzbestand zu behalten. So entfällt mittlerweile ein Großteil des IT-Budgets von Unternehmen auf Software und deren Wartung. Deshalb nimmt Software Asset Management (SAM) bereits seit mehreren Jahren einen wichtigen Stellenwert im Comparex-Portfolio ein. Nun hat das Unternehmen seine Services hinsichtlich der Lizensierung von Adobe-Softwareprodukten erweitert.

Umfassende Beratung „Adobe ermöglicht es Kunden, Lizenzen aus der Cloud zu erwerben”, sagt Franz Schildberger, Head of Competence Center for Licensing, SAM & Compliance, Comparex Austria. „Gerade hierbei ist es notwendig, dass Kunden umfassend über die damit einhergehenden Lizenzbestimmungen informiert sind. Denn der bloße

der fünf IBM Specialty-Kategorien qualifizieren zu können, müssen Unternehmen einschlägige Zertifizierungen, technisches Know-how, Kundenreferenzen und eine solide Vertriebsstruktur vorweisen können. Zudem muss ein bestimmter Umsatz mit den Produkten dieser Specialty erzielt werden.

Verbesserter Support © mediendienst.com/Foto Wilke

© Adobe

Tragbare Computertechnologien wie etwa die Google-Brille sollen heuer ihre Marktreife erleben.

Peter Kampf, Geschäftsführer der Comparex Austria GmbH.

Besitz einer Lizenz berechtigt nicht zum uneingeschränkten Gebrauch der Software. Die meisten Software-Lizenzen lassen nämlich oft nur eine eingeschränkte Nutzung, wie z.B. die Anzahl der erlaubten Installationen, zu. Um solchen Fehllizenzierungen vorbeugen zu können, unterstützt Comparex Aus-

tria seine Kunden bei sämtlichen geschäftlichen und rechtlichen Anforderungen im Bereich SAM und trägt somit zu einem nachhaltigen Lizenzmanagement bei.“ Gegen Ende des vergangenen Jahres wurde Comparex außerdem zum IBM Storage Specialty ernannt. Um sich als Partner in einer

„Die Zertifizierung ermöglicht uns exklusiven Zugriff auf Informationen zu neuen IBM-Produkten und -Lösungen sowie einen priorisierten Zugang zum IBMSupport“, sagt Peter Kampf, Geschäftsführer Comparex Austria GmbH. „Dank dieser Auszeichnung sind wir in der Lage, bestehenden und künftigen Kunden noch umfassendere Serviceleistungen und Unterstützung im Storage-Umfeld bieten zu können. Vor allem aber honoriert diese Qualifikation die hohe Fachkompetenz unserer Mitarbeiter und unterstreicht unsere langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit mit IBM.“ www.comparex.at


Fa c ts & f i gu r e s

Freitag, 17. Jänner 2014

medianet technology – 57

Nuance Der Softwarehersteller will fünf „Mythen“ entkräften, die dem Einsatz von Spracherkennungssoftware im Weg stehen

short

Spracherkennungen werden alltagstauglich chris haderer

Die Mythen im Detail Mythos 1: „Ich spreche ungern mit mir selbst.“ Die erste Reaktion der Anwender auf die TelefonMailbox war meist negativ. Nachdem sie sich jedoch länger damit beschäftigten, wurden sie mit der Technik vertraut und akzeptierten diese schließlich. Heute gehören Mobiltelefone mit einer Mailbox zum Standard. Ähnlich kann das Diktat am PC angesehen werden: Der Anwender spricht nicht mit sich selbst, sondern erstellt eine Hausarbeit, eine Rechnung oder einen Geschäftsbrief. Kurz gesagt: Er setzt auf die natürlichste Schnittstelle, die Menschen haben, nämlich die Stimme. Mythos 2: „Spracherkennungssoftware erkennt meinen Dialekt

Atos arbeitet am Projekt „Alfred“.

Madrid/Paris/Wien. Der internationale IT-Dienstleister Atos und Worldline, Tochtergesellschaft für elektronische Bezahllösungen und Transaktionsdienste, nehmen an dem EU-geförderten Projekt „Alfred“ teil. Hierbei handelt es sich um einen persönlichen, interaktiven Assistenten, der Senioren ein eigenständiges Leben sowie aktives Altern ermöglichen soll. Ziel von „Alfred“ ist es, einen mobilen, individuellen Assistenten für ältere Menschen zu entwickeln, der in erster Linie ihre Unabhängigkeit fördern soll. Gleichzeitig soll der interaktive Butler die Angehörigen und Bezugspersonen einfacher in das Leben und den Pflegeprozess integrieren sowie eine stärkere soziale Einbindung in die Gesellschaft unterstützen. Mit dem Forschungsprojekt „Alfred“ fördern die beteiligten Unternehmen und Institutionen eine Gesellschaft, in der ältere Menschen möglichst lang in ihrem gewohnten Umfeld leben, eigenständig handeln und sich aktiv am sozialen Leben beteiligen können. „Mit ‚Alfred‘ werden Senioren in der Lage sein, noch länger eigenständig zu leben“, sagt José Cavanillas, Leiter des Geschäftsbereichs Forschung und Innovation bei Atos. „Dabei können sie nicht nur altersgerechte Aktivitäten wahrnehmen; die Anwendung zeigt auch Freizeitangebote auf, die speziell auf die Interessen und die Umgebung der Senioren abgestimmt sind.“  www.atos.net

© panthermedia.net/Alexander Kirch

Wien. Sprache erobert immer mehr elektronische Geräte und ist auch bei der täglichen Arbeit mit dem PC nicht mehr wegzudenken. Gab es vor einigen Jahren noch Skeptiker, gehört Spracherkennung mittlerweile zu unserem Alltag – wie nicht zuletzt an verschiedenen Sprachsteuersystemen zu erkennen ist, die in Smartphones eingebaut werden (beispielsweise die Siri-Steuerung in den Apple iPhones). Nuance Communications, Inc., Hersteller der Spracherkennungspakete „Dragon NaturallySpeaking“ (aktuell in Version 12) für den PC und „Dragon Dictate“ für Mac (Version 3.0) will nun die fünf größten „Mythen“ entkräften, die rund um Spracherkennungssysteme existieren. Das Unternehmen vertritt die Ansicht, dass die Produkte bereits so weit ausgereift sind, dass sie im Arbeitsalltag problemlos eingesetzt werden können.

© atos.net

Spracherkennungssysteme sparen Zeit und können älteren Menschen den Zugang zur IT vereinfachen.

Individueller und mobiler Assistent für Senioren

Spracherkennungssysteme können den Alltag erleichtern, beispielsweise durch die automatische Niederschrift von Diktaten.

nicht.“ Spracherkennungssoftware ist darauf ausgelegt, die unterschiedlichen Sprachfärbungen zu erkennen. Gerade durch die Trainings beim Installationsvorgang stellt sich die Software auf die individuelle Aussprache und den Dialekt des Sprechers ein und erhöht damit die Erkennungsgenauigkeit. Die Dragon-Software ist darauf ausgelegt, dass sie eine Vielzahl von Aussprachen für ein Wort zulässt und entsprechend erkennt. Mythos 3: „Ich fühle mich unwohl mit einem Headset.“ Weder im Büro noch zuhause fühlen wir uns wohl, wenn wir am durch ein Kabel am Kopfhörer eingeschränkt sind. Daher bietet Nuance Dragon NaturallySpeaking (außer Dragon NaturallySpeaking Home) auch eine Version mit einem kabellosen Headset an, mit dem der Spre-

cher seinen Gedanken freien Lauf lassen und sich selbst dabei frei bewegen kann. Dadurch können Schreibarbeiten von überall bequem erledigt werden. Zudem kann der Anwender mit der Dragon Remote Microphone App sein iPhone oder Android-Smartphone als Eingabegerät für die Dragon-Lösung verwenden.

Einfache Korrekturen Mythos 4: „Es dauert zu lang, Korrekturen durchzuführen.“ Dragon hat eine Erkennungsgenauigkeit von bis zu 99%, die sich durch Trainings und die regelmäßige Anwendung ständig verbessern lässt. Anwender müssen so weniger Fehler korrigieren als beim Tippen von Texten. Zudem sorgen Sprachbefehle wie „Lösche das“

oder „Unterstreich das“ dafür, dass ganze Passagen bearbeitet werden. Mythos 5: „Ich habe es vor langer Zeit mal ausprobiert und glaube nicht, dass ich es heute brauche.“ Die Dragon-Spracherkennungssoftware hilft Anwendern dabei, Texte in deutlich kürzerer Zeit fertigzustellen als durch Tippen. Dadurch gewinnt man Zeit für andere Dinge. Studenten können sich zum Beispiel intensiver dem Lesen oder der Recherche widmen. Der älteren Generation kann die Software den Zugang zu PC und Internet erleichtern, da sie sich nicht zuerst an eine Tastatur gewöhnen müssen. Vor allem das Einstiegstraining bei der Installation erleichtert ungeübten Anwendern den Start und macht sie mit den gängigsten Funktionen vertraut. www.nuance.de

IP-Video-Anbieter kommt in D-A-CH-Region

Dell Das IT-Unternehmen will im heurigen Geschäftsjahr sein regionales Channel-Netzwerk weiterhin ausbauen

Wien. „Österreich ist ein Land der Klein- und Mittelunternehmen“, sagt Stephan M. Muehlemann, Regionalmanager, Dell Österreich. „Um sich hier als internationales Unternehmen behaupten zu können, ist ein Know-how der lokalen Strukturen und Gepflogenheiten

von großem Vorteil. Dell hat dieses Potenzial erkannt und den Vertrieb durch österreichische ChannelPartner forciert und ausgeweitet.“ Wurde 2011 mit dieser Vertriebsstrategie begonnen, konnten im vergangenen Jahr bereits 38% des österreichischen Gesamtumsatzes

durch die rund 1.400 lokalen Partner erwirtschaftet werden. 2014 soll der Anteil weiter ausgebaut und bereits bei 50% liegen. „Dass Dell mit dieser Strategie auf das richtige Pferd gesetzt hat, belegen auch die Quartalszahlen. So konnten die festgelegten Ziele für 2013 nicht nur erreicht, sondern größtenteils sogar übertroffen werden.“

© Dell

Besserer Händlerkontakt

Stephan M. Muehlemann, Regionalmanager von Dell Österreich.

„Die Technologien, mit denen wir uns umgeben, werden nicht nur immer mehr, sondern ändern sich auch kontinuierlich“, sagt Stephan M. Muehlemann. „Durch unsere End-to-End-Lösungen tragen wir dieser Entwicklung Rechnung und können optimal auf die Bedürfnisse der User eingehen. Diese verlangen nun einmal nach unkomplizierten Lösungen, die einfach miteinander zu verbinden und leicht handzuhaben sind sowie die komplette Bandbreite ihrer Anforderungen abdecken. Durch unser umfassendes Channel-Netzwerk können wir diese Lösungen auch optimal an den Mann bzw.

an die Frau bringen.“ Neben dem kontinuierlichen Ausbau des regionalen Channel-Netzwerks steht 2014 auch die Erweiterung des Portfolios im Fokus des IT-Anbieters. In diesem Sinne forciert Dell über seine Channel-Partner Gesamtlösungen, um sich am österreichischen Markt ein qualitatives Alleinstellungsmerkmal aufbauen zu können. „Ziel ist es, die Endto-End-Lösungen des Unternehmens verstärkt voranzutreiben und somit auch immer mehr im Dienstleistungssektor Fuß zu fassen“, sagt Muehlemann. „Denn die End-to-End-Lösungen beinhalten nicht nur mehr die Hardware, sondern sämtliche anderen Dienstleistungen und Software, die damit im Zusammenhang stehen. Interoperabilität sowie Software-Hardware Interface können somit optimiert und wesentlich vereinfacht werden.“ Seit dem Vorjahr führt etwa der IT-Großhändler Omega ein Vollsortiment über die gesamte Dell-Produktpalette und beliefert österreichweit mehr als 1.000 DellPartner. www.dell.at

© vbrick.com

Rückblick auf ein sehr erfolgreiches Jahr Neuer Streaming-Lösungsanbieter.

Eschborn/Wien. VBrick Systems, ein Hersteller von Enterprise IP Video-Lösungen, bietet seine Streaming-Lösungen nun auch auf dem europäischen Markt an. Besonderer Fokus liegt auf der Region Deutschland, Österreich und Schweiz (D-A-CH). Unterstützt wird der Markteintritt in den deutschsprachigen Ländern durch die neue Partnerschaft mit dem herstellerübergreifenden Unified Communications-Dienstleister GMS – Global Media Services. Mit der Erschließung neuer Märkte sollen die Markenbekanntheit und der Absatz der bisher 60.000-mal installiertenVideostreaming-Technologien international ausgeweitet werden. Die Erwartungen, die VBrick an den Markt stellt, sind relativ hoch. www.vbrick.com


Tools & ser v i c es

58 – medianet technology

Test Der „Surface Pro 2“ von Microsoft kombiniert Windows 8-Touchbedienung mit klassischer Desktop-Funktionalität

short

Tablet/Notebook-Hybrid mit interessanten Features

Business-Notebook mit guter Ausstattung Gute Performance im tragbaren ­Gehäuse: ­Toshiba Portégé R30-A-11J.

© Toshiba

Der Nachfolger von Microsofts Referenz-Tablet kommt mit leichten Design-Verbesserungen auf den Markt. Chris haderer

Wien. Der „Surface Pro 2“ ist die zweite Ausgabe des von Microsoft vorgestellten Windows 8-Referenztablets. Ausgestattet ist das Gerät wie sein Vorgänger mit einem HDTouchscreen-Display, einem Stift und zwei optionalen Keyboards für Vielschreiber. Surface Pro 2 kommt mit der vierten Version des leistungsstarken und energieeffizienten Intel Core i5-Prozessors, einer um bis zu 60% längeren Akkulaufzeit sowie einem zweistufigen Kickstand. Anders als beim kleineren Surface 2 (oder dem Vorgänger Surface RT) läuft Windows 8 in einer kompletten Version, was die Verwendung konventioneller Windows-Programme ermöglicht (beim kleinen Bruder kann nur Software aus dem App Store von Microsoft installiert werden).

Wien. Der neue Toshiba Portégé R30-A-11J (1.449 €) präsentiert sich mit einer maximalen Höhe von nur knapp 27 mm. In dem schmalen Gehäuse beherbergt der jüngste Vertreter der 13,3 Zoll-Notebookserie eine leistungsstarke CPU, eine Festplatte sowie ein Slim DVDSupermulti-Laufwerk und ist konsequent auf die Ansprüche von professionellen Anwendern abgestimmt. Angetrieben wird das neue Portégé-Modell vom Intel Core i5-4300M vPro-Prozessor der aktuellen vierten Generation. Die Chips zeichnen sich gleichermaßen durch Leistungsstärke und Energieeffizienz aus und bieten somit ein ausgewogenes Verhältnis aus Power und Akkulaufzeit. Neben dem Touchpad findet sich zwischen den Tasten noch ein Accu Point zur bequemen Kontrolle des Mauszeigers. www.toshiba.at

Windows vs. Windows Der Umgang mit dem Surface Pro 2 ist komfortabel, weist aber auch auf die Probleme hin, die Windows 8 im Alltag verursacht. Auf der einen Seite hat man die Kacheloberfläche, mit der man recht einfach Anwendungen aufrufen kann. Das ist aber auch schon alles, denn die

Fujitsu hat vielen Scannermodellen eine neue Software spendiert.

Wien. Die Fujitsu fi SeriesDokumentenscanner sind ab sofort mit der neuen FujitsuSoftware PaperStream ausgestattet. Diese besteht aus zwei Komponenten: der Treiber- und Bildverarbeitungssoftware „PaperStream IP“ und der Software „PaperStream Capture“ für eine optimierte Stapelverarbeitung. PaperStream IP bereitet die digitalisierten Daten optimal für eine nachgelagerte Bearbeitung vor, etwa für die OCR-Texterkennung. Die Erfassungssoftware PaperStream Capture optimiert den DokumentenWorkflow auf allen Stufen weiter.  www.fujitsu.com

meisten Anwendungen, für die man ein knapp 1.000 € teures Gerät einsetzt, laufen unter der klassischen Win­dowsober­flä­che. Man wechselt also permanent vom Kachel- in den Desktopmodus – zudem gibt es derzeit kaum nennenswerte Produktivitäts-Anwendungen für die neue Oberfläche. Die Eingabe mit dem zum Gerät gehörenden Stift erfordert zudem einen ruhigen Untergrund: Im fahrenden Auto oder Zug wird die Positionierung des Stifts zur Zielübung mit unbekanntem Ausgang. Allerdings werden viele Anwender ohnehin nicht lang Freude mit dem Stift haben: Er wird nämlich magnetisch an der Ladeleiste des Surface aufgesteckt und ist, da die Verbindung nicht sehr stabil ist, ein potenzieller Verlustkandidat. Da das Gerät aber ohnehin mit ei-

ner USB-Schnittstelle ausgestattet ist, empfiehlt sich für den produktiven Einsatz der Anschluss einer kleinen Maus. Die meisten Desktop-Anwendungen können so effektiver bedient werden als mit dem Cursortasten am Keyboard, dem Stift oder den Fingern.

Kleine Fehler Der Surface Pro 2 zeigte sich im Test ausgesprochen pflegeleicht. Als vollwertiger PC bietet er eine recht ausgeglichene Leis-tung im handlichen Format – allerdings werden konventionelle WindowsAnwendungen aufgrund des Dis-

plays recht klein dargestellt. Wer Probleme beim Lesen kleiner Schriftgrößen hat, wird zur Brille greifen müssen. Im Test liefen verschiedenste Softwareprodukte von Microsoft und anderen Herstellern einwandfrei – lediglich beim Photoshop von Adobe kam es immer wieder zu Fehlermeldungen hinsichtlich des Bildschirmtreibers (siehe Screenshot). Ansonsten bietet der Surface Pro 2 tatsächlich Features, die man sich von einem Notebook erwartet – und kombiniert diese mit der neuen Windows-Oberfläche. Dank USB können auch externe Geräte wie Festplatten angeschlossen werden (der Surface Pro 2 ist in der 512 GB-Version mit einem Preis von 1.779 € doch ein wenig teuer). Allerdings bietet das Gerät auch noch jede Menge Potenzial für zukünftige Weiterentwicklungen.  www.microsoft.com

Die Windows 8-Kacheloberfläche am Surface Pro 2: einfache Touch-Bedienung.

Der Start von Adobe Photoshop CC führte am Surface Pro 2 zu Treiberfehlern.

Kurztest Der „3WebCube 3“ bietet schnelles Internet und einen WLAN-Hotspot, der bis zu 16 Geräte gleichzeitig versorgt

Schneller Webzugang mit LTE und WLAN Wien. Internet ohne Festnetz, dazu WLAN mit bis zu 16 gleichzeitigen Teilnehmern: das verspricht der „3WebCube 3“ des Providers Hutchison Drei Austria. Dabei handelt es sich um einen handlichen Würfel, der nur an eine Stromsteckdose angeschlossen wird und ab diesem Moment als Hotspot fungiert. Die Brücke zum Internet schlägt der WebCube drahtlos, und zwar auf Basis von LTE/DC-HSPA+/HSPA+/ HSPA und WCDMA PS. Die Datenübertragung erfolgt über UMTS, die Verfahren GPRS und EDGE werden nicht unterstützt. Die WLAN-Verbindung, die vom WebCube aufgebaut wird, entspricht dem WLAN 802.11 b/g/n-Standard. Den passenden Tarif vorausgesetzt (Drei bietet vier „Hui Flat“-Tarife zwischen 15 € und 45 € an, die sich durch die Up- und DownloadGeschwindigkeiten unterscheiden), kann man ohne weitere Vorbereitungen sofort ins Web einsteigen.

Einfache Handhabung Im Kurztest zeigte sich der 3WebCube 3 von seiner besten Seite.

Sowohl in Wien als auch in Klagenfurt kamen problemlos LTEVerbindungen zustande, mit denen via WLAN vier Testgeräte versorgt wurden (zwei Smartphones, ein Tablet und ein Notebook). Die Handhabung des WebCube gestaltet sich extrem laienfreundlich: Das Gerät muss nur mit der Steckdose verbunden werden, und nach weniger als einer Minute ist die Verbindung zum Internet hergestellt. Beim Test in Klagenfurt zeigte sich, dass LTE-Verbindungen in Gebäuden nicht sehr stabil waren, und das Gerät bei großem Abstand von Fenstern von LTE auf 3G wechselte. Bei aufrechter LTE-Verbindung kam es zu keinerlei Wartezeiten, auch Skype-Videotelefonate funktionierten einwandfrei. Lediglich bei längerer Inaktivität kam es gelegentlich vor, dass der WebCube neu gestartet werden musste, um eine schnelle Verbindung zu erhalten. Fazit: Der 3WebCube 3 präsentierte sich als schnelle und stabile Alternative zum Internet-Festnetz – und er kann auch mitgenommen werden.  www.drei.at

Der 3WebCube 3 im Speed-Test: per LTE kam es zu keinerlei Wartenzeiten im Web.

© Chris Haderer (2)

© Fujitsu

Dokumentenscanner mit optimierter Software

Der Microsoft Surface Pro 2: kleine Design­ änderungen gegenüber dem Vorgänger.

© Microsoft; Chris Haderer (2)

Canon bringt zwei neue Low-cost Camcorder Wien. Mit der LEGRIA HF R56 (369 €) und LEGRIA HF R506 (269 €) hat Canon zwei neue Camcorder für das Videohobby vorgestellt: Sie sind ideal für alle, die gern die schönen Momente des Lebens in feinen Videos festhalten und mit anderen teilen möchten. Die neuen, kompakten Modelle kombinieren das Canon Full HD Video-System und einen optischen Bildstabilisator mit Funktionen für eine intuitive Audiosteuerung.  www.canon.at

Freitag, 17. Jänner 2014

Die Administration des WebCube erfolgt über ein per Browser aufrufbares Menü.


medianet

inside your business. today.

freitag, 17. Jänner 2014 – 59

Mit 130 neuen Windrädern wurde im Vorjahr ein Rekord erreicht 

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Turbulente Logistikmärkte

Die korrekte Planung wird für Spediteure und Verlader immer schwieriger  Seite 62

lenzing neuer stoff für die ­modebranche

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Viel frischer Wind

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© IG Windkraft

industrialtechnology Energieeffizienz setzt Industrie unter Strom

© APA/Gert Eggenberger

short

Wien. Als wichtigen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit begrüßt die Asfinag das vor Kurzem im Ministerrat beschlossene Fahrverbot für Lkw über 7,5 t auf dem ganz linken Fahrstreifen von drei- oder vierspurigen Autobahnen, auf denen überproportional viele Lkws in Unfälle verwickelt sind. Ein weiterer wesentlicher Vorteil sind weniger Behinderungen im Winter. Situationen, in denen hängen gebliebene Lkw nebeneinander alle Spuren der Autobahn blockieren, gehören dann der Vergangenheit an.  www.asfinag.at

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Attnang-Puchheim. Dank der vom Linzer TIM (Technologie und Innovationsmanagement) vermittelten Kontakte zu Forschungs- und Fördereinrichtungen konnte die Inocon Technologie GmbH völlig neue Anwendungsoptionen für ihre Plasmatron-Technologie, die bisher erfolgreich in der Autoindustrie eingesetzt wurde, finden. Wird dem Plasmastrahl feinstes Metallpulver beigemengt, lassen sich bisher nicht existierende Beschichtungsvarianten sowie neue Lösungen in der Fügetechnik realisieren. Laut Inocon-GF Fritz Pesendorfer ergeben sich daraus für das Unternehmen äußerst interssante Zukunftsperspektiven. www.inocon.at

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Hidden Treasure Die Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz ­reichen von der technischen Optimierung der Produktionsprozesse bis zur ­Mobilisierung der Mitarbeiter und dem engeren Kundenkontakt.  Seite 60 Viel Energie Turbinenmontage für Siemens-Kraftwerk

Die SGS-Techniker beginnen bereits im Februar mit den Montagearbeiten.

Pram. Die SGS Industrial Services hat von Siemens Energy den Montageauftrag für einen neuen Turbinentyp im Rahmen des Neubaus eines Gas- und Dampfkombikraftwerks (GuD) in Düsseldorf erhalten. Der Auftrag umfasst die mechanische und elektrische Komplettmontage der Gas- und Dampfturbine, des Generatorsystems, der Kondensatoren sowie des Luftein- und Abluftsystems. SGS konnte sich vor allem mit seinem Know-how und der langjährigen Erfahrung (es ist bereits die fünfte Zusammenarbeit mit Siemens) gegen die Konkurrenz durchsetzen. sgs-industrial.com

Neue App für Energieversorger

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Weiterer Großauftrag für SGS

© Siemens

Straßburg. Nach den Pkw sind jetzt auch Reduktionen der CO2-Emissionen von Kleinlastwagen in der EU geplant. Die EU-Abgeordneten stimmten kürzlich in Straßburg für einen entsprechenden Gesetzesentwurf, der vorsieht, dass ab dem Jahr 2020 der Ausstoß des Treibhausgases bei neuen leichten Nutzfahrzeugen maximal 147 Gramm pro Kilometer (g/km) betragen darf. Derzeit liegt der Grenzwert noch bei 203 g/km. Vom Tisch ist (zumindest vorerst) die umstrittene elektronische Geschwindigkeitsbegrenzung. www.europarl.europa.eu

brandseven Innovation auf der E-world energy & water

Neue Version der energy.calc 3.0 bietet jetzt noch mehr Funktionen.

Düsseldorf. Gleich drei Produktinnovationen präsentiert die auf die Energiebranche spezialisierte Agentur brandseven bei der E-world energy & water vom 11. bis 13. Februar in Essen. Darunter das mit dem Zielgruppenexperten Digitalraum entwickelte, crossmediale Kundenrückgewinnungssystem customer.comeback sowie die neue Version von energy.calc. Highlight ist aber, laut GF Heiko Alexander Bartels, eine neue App, mit der Energieversorgern die Möglichkeit geboten wird, ihre Kunden besser zu binden und gleichzeitig auch die Prozesskosten zu senken. www.brandseven.com


c ov e r

60 – industrialtechnology

kommentar

Mehr Überblick bei Energiepreisen

Freitag, 17. Jänner 2014

Bain-Studie Senkung des Energieverbrauchs wird mittelfristig zum wichtigen Standortfaktor in Europa

Energieeffizienz bringt nicht nur Kostenvorteile Plus zwei Prozent Rohmarge sowie zahlreiche weitere positive Begleiterscheinungen. Ein gutes Risikomanagement ist ein weiterer wichtiger Punkt. Denn wer den Energieverbrauch seines Unternehmens genau kennt, kann die hohe Volatilität der Energiepreise besser absichern und mit sogenannten Demand-Response-Programmen sogar davon profitieren.

britta biron

CSR Auszeichnung

© Trigos/Tanzer

Trigos 2014

Kategorie „Beste Partnerschaft“ fokussiert heuer auf Internationalität.

Wien. Die Einreichfrist für den Trigos, Österreichs renommierteste Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften (Corporate Social Responsibility, CSR), läuft noch bis zum 5. März. In der Kategorie „Beste Partnerschaft“ stehen dieses Jahr vor allem internationale Projekte im Mittelpunkt. Generell liegt der Focus in allen neun Kategorien auf der Verantwortung im Kerngeschäft und der Lieferkette. Zusätzlich zum nationalen Trigos werden 2014 wieder Auszeichnungen auf regionaler Ebene in Oberösterreich, Tirol und Kärnten vergeben. www.trigos.at

Höherer Profit „Im Schnitt können produzierende Unternehmen durch ein Energieeffizienzprogramm bis zu zwei Prozent Profitabilitätssteigerung erzielen, energieintensive Unternehmen sogar noch mehr“, erläutert Kim Petrick, Co-Autor der Studie und Energieexperte bei Bain & Company. „Das ist eine so signifikante Größenordnung, dass Energieeffizienz mittelfristig über die Zukunft des Produktionsstandorts Europa mitentscheiden wird.“ Diese Einschätzung teilen auch Vorreiter wie GE, Dow oder BASF. Der Chemiekonzern Dow hat nach eigenen Angaben seit Beginn seines Effizienzprogramms 1995 insgesamt 24 Mrd. USD (rund 17,6 Mrd. €) eingespart. GE und BASF verweisen auf zahlreiche weitere Vorteile: Sie sind attraktiver für Investoren, Kunden und Bewerber und haben engagiertere Mitarbeiter sowie eine geringere Personalfluktuation.

„Energieeffizienz steigert Umsatz und Gewinn, die Attraktivität als Arbeitgeber und ist Teil der gesellschaftlichen Veantwortung.“ Oliver Strähle Leiter der Industrie-Praxisgruppe von Bain & Company

rausforderung umzugehen“, sagt Bain-Partner Oliver Strähle. „Aber die Vorreiter, die sich bereits auf den Weg gemacht haben, können schon sehr beeindruckende Erfolge vorweisen.“ So hat die Studie ermittelt, dass in der Bilanz eines durchschnittlichen Produktionsunternehmens rund fünf Prozent direkte Energiekosten stehen. Davon können in der Regel bis zu 30% binnen drei Jahren eingespart werden. Hinzu kommen weitere Einsparungen bei den indirekten Energiekosten, die sich auf noch einmal 50% der direkten Kostensenkungen addieren – aufgrund reduzierter Wartung, geringeren Materialeinsatzes und weniger Abfallstoffen.

© Panthermedia.net/Frank Zapf

B

isher konnten Gewerbekunden verhältnismäßig wenig vom freien Strommarkt profitieren. Ganz im Gegenteil, laut e-Control liegen die Energiepreise dieser Gruppe deutlich über jenen der Industrie oder auch von Privatkunden. Dieser Ungerechtigkeit hat die Energieregulierungsbehörde Anfang des Jahres ein Ende gesetzt und nach dem Tarifkalkulator für die Haushalte, dem KMU-Energiepreis-Check und der Industriepreiserhebung auch für die Gruppe der Gewerbekunden einen Tarif­ kalkulator gestartet. Damit stehen jetzt für alle Kundengruppen praktische Informationstools zur Verfügung, mit denen zu hohen Energiekosten der Kampf angesagt werden kann. Der neue Tarifkalkulator ermöglicht Betrieben bis zu einem Jahresverbrauch von 100.000 Kilowattstunden bei Strom bzw. 400.000 Kilowattstunden bei Gas den Vergleich aller Strom- und Gastarife und bietet zudem einige neue ­Funktionen (die als Update auch für den HaushaltstarifKalkulator zur Verfügung stehen), darunter etwa die gezielte Suche nach Produkten mit bestimmten Eigenschaften, etwa jene von Ökostromlieferanten. Recherchieren muss man zwar weiter selbst, der Aufwand wird aber deutlich reduziert. Bravo!

Wien. Energieeffizienz wird als Erfolgsfaktor für Industrieunternehmen eine immer größere Rolle spielen. „Das Thema ist noch jung, die gesetzlichen Rahmenbedingungen dazu entstehen gerade erst und die Unternehmen lernen noch, strukturiert mit dieser He-

Eine Senkung der direkten Energie­ kosten um bis zu 30% ist möglich.

Klare Chefsache: Energiesparen wird zum wichtigen Strategiefaktor.

Darüber hinaus habe sich die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten verbessert. Zudem habe die höhere Sensibilität im Unternehmen gegenüber dem Thema Energieeffizienz zu Produktverbesserungen und neuen Geschäftsideen rund um Produkte und Services geführt, die den Kunden helfen, ihre eigen Energieeffizienz zu steigern.

Bessere Produkte Technische Veränderungen in der Produktion sind zwar oft die Basis aller Energieeffizienzmaßnahmen, in Summe machen sie aber nur einen vergleichsweise Teil der gesamten Maßnahmen aus. Bain hat in den drei Bereichen Kernproduktionsprozesse, Infrastruktur und Wertschöpfungskette insgesamt neun Hebel für eine erfolgreiche und dauerhafte Umsetzung eines Energieeffizienzprogramms identifiziert, darnter etwa Neugestaltung des Arbeitsumfelds

oder die Optimierung der LIeferantenbeziehungen. Ein zentraler Erfolgsfaktor für ein energieeffizientes Unternehmen ist der Kulturwandel im eigenen Haus – und der funktioniert nur, wenn das Thema dauerhaft und sichtbar vom Topmanagement unterstützt und getragen wird. Klar definierte und von Anfang an ambitionierte Energiesparziele sind ebenso wichtig wie ein engagiertes Management und eine intensive Kommunikation. Um alle theoretisch möglichen Einsparungen in der Praxis zu realisieren, muss die Bedeutung von Energieeffizienz von allen Mitarbeitern im Unternehmen verinnerlicht werden. Last but not least fördern aber auch verschiedene staatliche Regulatorien – wie etwa die europäischen Energieeffizienzrichtlinie 2012/27 –, dass in den Unternehmen das Thema Energieeffizienz auch in Zukunft oben auf der Prioritätenliste stehen wird. www.bain.de

Viel Wind 2013 brachte einen Ausbaurekord bei Windenergie, Niederösterreich tritt aber heuer auf die Bremse

Neue Regelung könnte Boom bremsen Wien. 2013 wurde in Österreich so viel Windkraftleistung neu installiert wie nie zuvor. „Mit 113 Windrädern und einer Gesamtleistung von über 300 MW konnte sogar der Ausbaurekord vom letzten Jahr eingestellt werden“, freut sich Stefan Moidl, GF der IG Windkraft. Dieser Boom ist nicht nur für die Umwelt gut, sondern auch die Wirtschaft.

werden, und ein Antransport wird damit auch bei starken Steigungen noch möglich.” Heuer wird sich der Windradausbau noch einmal steigern. Rund 170 Windräder mit einer Gesamtleistung von 483 MW sollen errichtet werden, 130 davon werden noch bis Ende des Jahres in Vollbetrieb gehen und in Summe Investitionen

von etwa 630 Mio. € auslösen. Positiv aus Sicht der WindenergieBranche ist, dass die Einspeistarife für die nächsten zwei Jahre 2014 und 2015 im Vorhinein feststehen. „Die Verordnung trägt zusätzlich zur Stabilität der Rahmenbedingungen bei“, erklärt Moidl. Unzufrieden ist die Branche allerdings mit dem Zonierungsplan

„Wir haben für den wieder begonnenen Windkraftausbau in Österreich einige Investitionen getätigt“, so Christian Prangl, GF von Prangl, Vermieter von Arbeitsund Hebebühnen und Anbieter von Spezialtransporten „In der Steiermark konnten wir ein von uns mitentwickeltes, selbstfahrendes Schwerlastmodul einsetzen. Das Besondere daran ist eine Flügelkippvorrichtung, die es erlaubt, bis zu 22 Tonnen schwere und von der Länge her unbegrenzte Rotorblätter bis zu einem Winkel von 60 Grad anzuheben. Damit müssen die Forstwege weniger ausgebaut

in Niederösterreich, nach dem die Errichtung von Windkraftanlagen nur noch auf 2% der Landesfläche möglich sein soll. „Die Entscheidungen der Raumordner sind in vielen Fällen schwer nachvollzieh-

„Der NÖ Zonierungsplan für die Windener-

Bessere Produkte

gienutzung ist leider ein Dämpfer in diesem Erfolgsjahr 2013.“ stefan moidl gf ig windkraft

© IG Windkraft

britta biron

Im Vorjahr wurden in ganz Österreich insgesamt 113 neue Windräder errichtet.

bar. Teilweise sind die angesetzten Kriterien extrem streng ausgelegt, obwohl verfügbare Studien ganz andere Schlüsse zuließen”, kritisiert etwa Martin Steininger, Vorstand der Windkraft Simonsfeld AG. www.ig-windkraft.at


Freitag, 17. Jänner 2014

e n e r gi e & r e s sou r ce n

industrialtechnology – 61

PV-Industrie Weltweit wird heuer mit einem Plus beim Ausbau gerechnet, die stärksten Impulse kommen aus Asien und Nord- und Südamerika

Aussichten werden sonniger Wien. Nach einer Konsolidierungsphase der Photovoltaikindustrie in den letzten beiden Jahren stehen die Zeichen im weltweiten Markt jetzt wieder auf Wachstum, wobei die aktuellen Prognosen doch recht unterschiedlich ausfallen. So rechnet NPD Solarbuzz für heuer mit einer weltweiten Photovoltaik-Nachfrage von 45–55 Gigawatt (GW). Das würde einem Wachstum von mindestens 29% entsprechen. Aber auch konservativere Prognosen, wie die von IHS Inc. entsprechen mit 41 GW immer noch einem Wachstum von 18% gegenüber 2013.

Zukunft mit einer dynamischen Entwicklung. Damit erscheinen zukünftig neben den etablierten Märkten neue Regionen auf der PV-Landkarte.

Europäisches Know-how Die Newcomer profitieren vom Know-how und den Erfahrungen der europäischen Vorreiter. Das gilt sowohl für die intelligente Netzintegration, die Überwachung und Wartung der installierten Leistung als auch für die zunehmende Speicherung von SolarstromÜberschüssen. Auch der europäische Markt

festigt sich nach Ansicht der Experten wieder, was vor allem auf die gesunkenen Anlagenpreise zurückzuführen ist. Deshalb bleibt Europa auch in Zukunft einer der PV-Schwerpunkte. Der Zubau von 10 GW im Jahr 2013 entspricht einem Anteil von 25% am gesamten Weltmarkt. Solarbuzz geht davon aus, dass sich der europäische Photovoltaik-Markt im ersten Halbjahr 2014 bei etwa 2,5 GW Zubau pro Quartal einpendeln wird, und erwartet im zweiten Halbjahr ein leichtes Wachstum, das vor allem von Deutschland, Großbritannien, Italien und Frankreich getragen wird. www.intersolar.de

© Panthermedia.net/Franz Metelec

Auch die europäischen Märkte werden sich 2014 wieder erholen.

Für heuer wird weltweit mit einem kräftigen Ausbau der Photovoltaik gerechnet.

Neue Märkte entstehen Die stärksten Wachstumsimpulse werden dabei aus Asien sowie Nord- und Südamerika kommen. Aber auch im Mittleren Osten, in Südafrika sowie in der Türkei rechnet die Branche in

Kosten Transparenz

EnergyMonitor Wien. Die CISMO Clearing Integrated Services and Market Operations GmbH, führende Servicestelle für Energy Clearing und den liberalisierten Energiemarkt in Österreich, ist für ihre auf der BusinessDiscovery-Lösung von QlikTech basierende Transparenzplattform EnergyMonitor mit dem „Energy Transparency Award 2013“ ausgezeichnet worden. QlikView verknüpft im EnergyMonitor verschiedene Datenquellen im Energie-Geschäft und sorgt für eine schnelle Auswertung von Massendaten (Big Data) sowie mehr Transparenz: Zusammenhänge der Bereiche Gas, Strom, Börsen und Regelzonen können so rasch analysiert und über QlikView ansprechend und übersichtlich visualisiert werden.

Praktisches Tool

© QlikView

Über den speziellen Self-ServiceBI-Ansatz von QlikView wird dem Anwender des EnergyMonitor die Möglichkeit geboten, die für ihn jeweils relevanten Daten einfach selbst zu analysieren und damit verschiedene wichtige Fragen zu beantworten: Wie beeinflusst die Photovoltaik die Preisspitzen bei Strom? Wie beeinflusst ein negativer EEX Intraday-Preis unsere Regelzone? Wie beeinflusst die Grenzkapazität die Marktpreise? Wie entwickeln sich die Preisdifferentials EEX und EXAA? Wie verändern sich die Regelenergiekosten?  www.energymonitor.at

UNSER ZIEL IST IHR ZIEL: DER WEG DORTHIN IST UNSERE MISSION Transportieren auf intelligentem Weg. Unit Cargo – der Spezialist für LKW-Komplett- und -Teilladungen. Sie haben individuelle Wünsche und Anforderungen? Das ist für uns selbstverständlich. Wir bieten: ■ ein flächendeckendes Netzwerk in Europa ■ höchstqualifizierte Mitarbeiter ■ erfahrene und verlässliche Partner vor Ort ■ auf Respekt, Fairness und offene Kommunikation basierendes Management Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte unser Headquarter unter +43 1 577 25 03-0.

Wien · Slowakei · Türkei · Bulgarien · Schweden Monitoring-Plattform wurde mit Energy Transparency Award ausgezeichnet.

www.unitcargo.at


tr a n spor t & logi s t i k

62 – industrialtechnology

Aktuelle Studie Wachsende Volatilität macht Spediteuren und Verladern die Planung immer schwieriger

short

Prognosen werden zum unsicheren Ratespiel

Materialfluss wird völlig neu aufgestellt

Als beste Gegenstrategie wird die engere Kooperation mit Kunden und Lieferanten gesehen.

SSI Schäfer errichtet ein neues Distributionslager für CapriSonne.

britta biron

Frankfurt. Die zunehmende Marktvolatilität erschwert es Verladern und Spediteuren, ihre Lager- und Fuhrpark-Kapazitäten exakt zu planen. Auf die Unternehmen kommen dadurch heuer höhere Kosten zu: entweder für die Abdeckung von Spitzen oder für nicht ausgelastete Kapazitäten. Zudem führen die wachsenden Mengenschwankungen zu höheren Preisen. Das sind die zentrale Ergebnisse der

Neunkirchen. Die Deutschen SiSiWerke (Erfinder der beliebten Capri-Sonne) haben SSI Schäfer mit der Konzeption, Planung und Erstellung eines modernen Distributionslagers mit SAP EWM-Materialflusssteuerung für den Produktionsstandort in Heidelberg-Eppelheim beauftragt. Das Distributionszentrum wird ein dreigassiges Hochregallager für Fertigwaren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit einer Kapazität von 48.000 Euro- und Industrie-Paletten beherbergen, wobei jede Gasse über fünf vertikal angeordnete Regalbediengeräte Ebenen verfügen wird. In dem Großprojekt werden auch die bestehenden Produktionsanlagen sowie sämtliche Neben- und Hauptprozesse auf einem neuen Werksgeländeteil in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Werksgelände neu geordnet und errichtet. www.ssi-schaefer.at

„Unerwartete Mengen und Preisschwankungen lassen sich durch enge Zusammenarbeit schon frühzeitig vermeiden.“ Gunnar Gburek, BME-Fach­ bereichsleiter Logistik

hier gehen knapp zwei Drittel von wachsender Volatilität aus. „Die Unternehmen wenden bereits eine Vielzahl von Strategien an, um dies in den Griff zu bekommen“, sagt BME-Hauptgeschäftsführer Christoph Feldmann. Ganz oben auf der Agenda stehen Kooperationen mit Kunden, um die eigenen Geschäftsprognosen zu verbessern. Diesen Ansatz halten 94% der Dienstleister und knapp 60% der Verlader für vielversprechend. „Die engere Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten ermöglicht auch bessere Planungen und beugt somit wachsender Volatilität vor. Gleichzeitig lassen sich damit unerwartete Mengen und Preisschwankungen schon frühzeitig vermeiden“, erläutert BME-Fachbereichsleiter Logistik, Gunnar Gburek. Als probate Mittel werden auch die Verkürzung der eigenen Planungszyklen angesehen (55% der Verlader, 78% der TuL-Dienstleister) sowie die Intensivierung der Marktforschung und die Verbesserung der Prognoseinstrumente (63% bzw. 79%).

Mehr Subunternehmer aktuellen Umfrage „Marktvolatilität in Transport und Logistik“, die der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) in Zusammenarbeit mit Paul Wittenbrink von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Lörrach durchgeführt hat. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen (171 Verlader und 58 TuL-Dienstleister) rechnen bei nationalen Verkehren mit weiter zunehmenden Mengenschwankungen. Noch stärker ist dieser Trend im internationalen Bereich;

© Miele

Miele baut seine Logistik kräftig aus

Das Warenverteilzentrum in ­Gütersloh ist seit 1994 in Betrieb.

Gütersloh. Mehr als 12.000 Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler und Herde schlägt der Hausgerätekonzern in seinem Gütersloher Warenverteilzentrum (WVZ) täglich um. Doch während sich die 1994 installierte Technik bis heute bewährt, stößt die räumliche Kapazität trotz durchgängigem 3-Schicht-Betrieb jetzt an ihre Grenzen. Daher wird das WVZ bis 2015 von 108.000 auf 188.000 Stellplätze ausgebaut, eine Option, die beim usprünglichen Bau bereits eingeplant wurde. Insgesamt investiert Miele 23 Mio. € in das Ausbauprojekt. www.miele.de

Die Kapazitäten für Fuhrpark und Lager auf die Grundlast auszurichten und damit eine bessere Auslastung zu erreichen, halten 48% der Verlader und 67% der Befragten für einen guten Weg. Dazu gehört auch, sich auf die Kernkompetenzen zu konzentrieren und Fahrzeuge zu mieten anstatt zu kaufen. Gburek dazu: „Ein Trend, der im Markt seit Langem zu beobachten ist.“ Immer häufiger werden auch Subunternehmer eingesetzt; um dabei nicht in zu große Abhängigkeiten zu geraten, beschäftigen

Die Planung von Lager- und Fuhrparkkapazitäten ist ein wachsendes Problem.

rund 73% der befragten Verlader und 64% der Spediteure mehrere Subunternehmer für strategisch wichtige Dienstleistungen. Nur ein relativ kleiner Teil der Firmen bevorzugt den Einsatz größerer Frachtführer bzw. Spediteure, weil diese besser mit Mengenschwankungen umgehen können. Für 69% der Verlader und 63% der Logistikdienstleister ist es wichtig, durch langfristige Verträge mit Subunternehmern Kapazitäten und Preise zu sichern. Dies widerspricht zwar der eigentlichen Tendenz, die Planungszyklen insgesamt zu verkürzen und möglichst wenig Mengenverpflichtungen einzugehen, soll aber augenscheinlich ein wenig Sicherheit in volatilen Zeiten bringen.

Aufgrund der etwas besseren Konjunkturprognosen erwartet die große Mehrheit der Unternehmen, dass die Transportmengen zumindest gleich bleiben. Viele rechnen heuer sogar – vor allem beim Stückgut – mit einer Steigerung. Interessant ist die unterschiedliche Einschätzung von Verladern und TuL-Dienstleistern. Spediteure gehen sehr viel mehr von Mengensteigerungen aus als die Verlader. Noch größer ist die unterschiedliche Einschätzung bei den Preisen: Während die Spediteure bei Ladungs- und Stückgutverkehren mehrheitlich mit Preissteigerungen rechnen, sieht das auf der Verlader­seite ein weitaus geringerer Teil der Unternehmen so. www.bme.de

Akquisition Knapp AG übernimmt Ylog – Fortführung als eigenständiges Unternehmen geplant

Neustart für Ylog auf der LogiMat 2014 Hart bei Graz. Der steirische Intralogistiker Knapp hat die im Sommer 2013 im Zuge einer Insolvenz geschlossene Ylog Industry Solutions übernommen und wird sie als eigenständiges Unternehmen weiterführen. „In den kommenden Jahren möchte wir Ylog zu einem nachhaltig erfolgreichen Unternehmen aufbauen“, kommentiert der neue

Ylog-GF Wolfgang Skrabitz die Pläne für die Zukunft, zu denen auch eine Weiterentwicklung des Ylog-Shuttle-Systems gehört.

Eine zweite Chance Dieses eignet sich besonders für produktionsnahe Anwendungen oder Assembling-Unternehmen, zum Beispiel als Produktionspuffer

Straßentransporte 2013 angestiegen

oder zur vollautomatischen Versorgung von Arbeitsplätzen. Auch für Distributionsläger ist das System äußerst flexibel einsetzbar. Das Regalsystem passt sich einfach an bestehende Gebäudestrukturen an. Durch seine Skalierbarkeit können Shuttles und Regale je nach Bedarf und Unternehmenswachstum schnell und unkompliziert nachgerüstet werden. Die Technologie basiert auf einzelnen, frei fahrenden Shuttles. Ylog-Shuttles sind in drei Standardgrößen erhältlich und mit schwenkbaren Rädern ausgestattet. Sie bewegen sich mittels eines neuartigen Energieversorgungssystems über Ebenen und Gassengrenzen hinweg selbstständig im Regal. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis und Energieverbrauch ergeben sich dadurch große Vorteile gegenüber herkömmlichen Regalbediengeräten oder Paternostern.

Kostengünstige Lösungen © Knapp

Genf. In der EU ist das Plus bei Straßentransporten mit 0,4% auf 3,5 Mrd. t klein ausgefallen, deutlich höher waren die Zuwächse in den BRIC-Staaten (14,8 Mio. t , +5,1%) und am Balkan sowie in Zentralasien (2,2 Mrd. t, +3,4%). Für heuer rechnet die International Road Transport Union (IRU) mit einer weiteren Zunahme (EU +1,3%, BRIC-Staaten + 5%, Balkan und Zentralasien +3,7%). www.iru.org

© Panthermedia.net/Dmitry Kalinovsky

© Capri-Sonne

Freitag,17. Jänner 2014

Das Ylog-Shuttlesystem zeichnet sich durch seine hohe Flexibilität aus.

„Wir möchten vor allem mittelständische Unternehmen als Partner gewinnen und clevere, kosten-

günstige Lösungen umsetzen. Mit der Knapp-Gruppe im Hintergrund sind wir in der Lage, unseren Kunden eine einzigartige Kombination aus Technologiekompetenz und

„In den kommenden Jahren möchten wir Ylog Industry Solutions zu einem ­erfolgreichen Unternehmen ­aufbauen.“ Wolfgang Skrabitz, GF ylog

Investitionssicherheit zu bieten“, so Skrabitz. Präsentiert wird das ShuttleSystem auf der LogiMat in Stuttgart, der wichtigsten Fachmesse für die Intralogistik. www.knapp.com


tr a n spor t & logi st i k

Gebrüder Weiss & Röhling Neuorganisation

Eine neue Ordnung Joint Ventures wurden neu strukturiert.

industrialtechnology – 63

| BS12-02G |

Freitag, 17. Jänner 2014

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology.

© Gebrüder Weiss

Motion Servoverstärker Servomotoren

IPC Die gemeinsamen Aktivitäten konzentrieren sich auf Asien und Nordamerika. norbert berger

Lauterach. Die Logistikunternehmen Röhlig und Gebrüder Weiss haben innerhalb ihrer Partnerschaft die Beteiligungsquoten der gemeinsamen Gesellschaften verändert. Röhlig hat die Joint Ventures in Singapur, Hongkong, Thailand und Indien vollständig übernommen. Gleichzeitig hat Gebrüder Weiss seine Anteile an den Joint Ventures in China, Taiwan, Japan, Vietnam, Kanada und den Vereinigten Arabischen Emiraten auf 100% erhöht. Weiss-Röhlig USA wird weiterhin zu je 50% von beiden Unternehmen gehalten. Sämtliche Gesellschaften werden auch in Zukunft in unveränderter Form unter dem Namen Weiss-Röhlig in den jeweiligen Märkten aktiv sein.

„Wir haben unsere Allianz neu strukturiert und gleichzeitig die weltweite Kooperation zwischen Gebrüder Weiss und Röhlig gefestigt. Jeder Partner hat jetzt vollen Durchgriff auf die von ihm geführten Gesellschaften. So entspricht die Organisation den aktuellen Marktgegebenheiten und den Bedürfnissen beider Unternehmen“, so Thomas W. Herwig, geschäftsführender Gesellschafter von Röhlig. Heinz Senger-Weiss, Mitglied des Vorstands von Gebrüder Weiss: „Für unsere Kunden, Partner und Mitarbeiter ergeben sich keinerlei Veränderungen, wir führen die erfolgreiche Partnerschaft wie bisher weiter und bieten das volle Portfolio der bewährten Weiss-Röhlig-Dienstleistungen an.“ www.gw-world.com

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Quehenberger Logwin-Übernahme erweitert Netzwerk

Massiver Ausbau in Osteuropa Strasswalchen/Grevenmacher. Durch die Übernahme von fünf Landesgesellschaften der luxemburgischen Logwin AG wächst das Netzwerk der Salzburger Quehenberger Logistics um 13 neue Niederlassungen und umfasst damit 79 Standorte in Zentral- und Osteuropa. In Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Rumänien und Serbien werden 200 Mitarbeiter der Logwin AG in die Quehenberger-Organisation integriert.

Quehenberger-CEO Christian Fürstaller dazu: „Wir sehen nach wie vor große Chancen im Osten und verbessern unsere Marktstellung dort konsequent.“ Mit zusätzlichen sieben Standorten wurde etwa die Präsenz in Kroatien massiv erweitert. Der Markteintritt dort erfolgte erst vergangenes Jahr, nach der Übernahme betreibt man nun ein flächendeckendes Netz von Standorten. www.quehenberger.com

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

IPC I/O Motion

© Quehenberger

Automation

Quehenberger-CEO Christian Fürstaller sieht weiter große Chancen im Osten.


i n n ovati on & u n te r n e hm e n

64 – industrialtechnology

Freitag, 17. Jänner 2014

Kundenbindung Mehr als 300 Teilnehmer nahmen an den LSR-Seminaren von Engel in China teil

short

Erfolgreiche Info-Events

Mehr Förderung für den Wissenstransfer Wien. Im Rahmen des neuen WissenstransferzentrenProgramms ist vor Kurzem die Entscheidung über die besten Projekte des ersten Calls der Prototypenförderung PRIZE 2013 gefallen. 15 Projekte erhielten den Zuschlag und damit jeweils eine Förderung von bis zu 150.000 €, darunter die Montan-Universität Leoben, die eine Simulationsmethode zur umweltfreundlicheren und effizienteren Nutzung von Lagerstätten im Bereich der Erdöl- und Erdgasgewinnung erforscht, sowie die TU Wien, die mittels einer neuen chemischen Methode Gasgemische und Biogase für neue Anwendungsbereiche wie z.B. als Biosprit besser und effizienter aufbereitet will. www.bmwfj.gv.at

schine demonstriert. Die Fertigungszelle war ausgestattet mit einem Werkzeug von Elmet sowie speziell für die Flüssigsilikonverarbeitung entwickelten Zuführeinrichtungen, Dosierpumpen und einem Spritzaggregat. Auf dem Programm der Veranstaltung standen weiters verschiedene Fachvorträge zu Anforderungen, Potenzialen und Trends der LSR-Verarbeitung. „Mehrkomponentenanwendungen, wie Hart/ Weich-Kombinationen für Babyartikel, werden in China deutlich zunehmen“, betont Hans-Peter Wolf, Global Research and Development Manager für Silikonkautschuke bei Dow Corning; er präsentierte innovative Rohmaterialien aus dem Xiameter-Sortiment. Zum Abschluss des Seminars in Shanghai hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, das Produktionswerk von Engel zu besichtigen. www.engelglobal.com

herbert strasser

Schwertberg. Mit insgesamt mehr als 300 Teilnehmern waren die LSR-Seminare, zu denen der OÖ Spritzgussexperte Engel gemeinsam mit Dow Corning und Elmet Mitte Ende 2013 nach Shanghai und Dongguan eingeladen hatte, ein sehr großer Erfolg. „Die Nachfrage nach High-EndLösungen zur Verarbeitung von LSR steigt in China rapide an“, so Gero Willmeroth, Vertriebsgeschäftsführer von Engel Machinery Shanghai. „Auch für Massenprodukte gilt es, die Fertigungsanlagen individuell an die Produkte, die Stückzahlen und die Materialien anzupassen. Nur so lässt sich langfristig wettbewerbsfähig produzieren.“ Wie dies in der Praxis aussehen kann, wurde mit der Herstellung von Dichtungsringen auf einer Engel victory 110 Spritzgießma-

Festo Österreich ist unter neuer Leitung

© Engel

Neben Vorführungen und Fachreferaten stand auch eine Werksbesichtigung auf dem Programm.

Das Interesse der chinesischen Kunden an der Engel-Technik ist sehr hoch.

voestalpine Weitere Internationalisierung durch die Übernahme eines indischen Herstellers von Schweißelektroden © Festo/Martina Draper

Ausbau des Sektors Schweißtechnik Wien. Nachdem Wolfgang Keiner Anfang des Jahres in den Ruhestand getreten ist, hat Festo die Leitung der Niederlassung in Österreich neu geregelt: Herbert Pfeiffer, Mitglied der Geschäftsleitung des Automatisierungsspezialisten und als Regional Manager für Mittel- und Osteuropa, hat nun auch die Funktion des handels- und gewerberechtlichen Geschäftsführers der Festo Gesellschaft m.b.H. in Österreich übernommen. Die operative Leitung hat Rainer Ostermann übernommen. Das neue Geschäftsleitungsteam hat es sich zum Ziel gesetzt, das erfolgreiche Wachstum in Österreich und den mittel- und osteuropäischen Staaten fortzusetzen. www.festo.at

© WEG Germany

Neue Führungsposition für Watt Drive-Vertrieb

© voestalpine

v.l. Wolfgang Keiner, Herbert Pfeiffer und Rainer Ostermann.

v.l.: Abby Joseph (GF Böhler Welding India und neuer GF Maruti Weld), Sanjay Kapoor (bisheriger Maruti-GF), Thomas Platzer (GF Böhler Welding Group Asia Pacific).

Linz/Neu-Delhi. Die Böhler Welding Group GmbH, ein Unternehmen der Metal Engineering Division des voestalpine-Konzerns, wird den indischen Schweißtechnikhersteller Maruti Weld Pvt. Ltd. mit Sitz in Neu-Delhi übernehmen. Das Unternehmen ist auf die Fertigung von Elektroden spezialisiert, die jährliche Produktionskapazität liegt bei rund 20.000 t Stabelektroden und etwa der gleichen Menge an Fülldrähten. Damit zählt Maruti zu den Top-10-Unternehmen am indischen Schweißtechnik-Markt. „Unserer langfristigen Wachstumsstrategie entsprechend, forcieren wir mit dieser Akquisition und der damit verbundenen lokalen Fertigung die Durchdringung des Wachstumsmarkts Indien,

Mit dem Zukauf in Indien verlängert der Konzern einmal mehr seine Wertschöpfungskette hin zum Kunden. „Um sich zum Komplettanbieter am Schweißzusatzmarkt entwickeln zu können, ist eine lokale Produktion zur Abdeckung eines konkurrenzfähigen Produktportfolios unbedingt notwendig“, so Kainersdorfer weiter.. www.voestalpine.com

Innovativer Jeans-Stoff auf Holzbasis Lenzing. Bei den Innovationen in der Modeindustrie denkt man in erster Linie an Farben und Schnittführung, doch mindestens ebenso wichtig sind neue Materialien, die etwa den Tragekomfort verbessern, neue Funktionen ermöglichen oder auch die Produktionsprozesse umweltfreundlicher gestalten.

mit verbesserter Optik entwickelt. Michael Kininmonth, Senior Project Manager für Denim bei der Lenzing Gruppe: „Hoher Komfort, gepaart mit Elastizität und nachhaltiger Rücksprungkraft, zählen zu den Schlüsselkriterien in der Damenmode. Diese Kooperation zeigt, dass zwei innovative Faserunternehmen ihre Kompetenz

bündeln können, um Stoffe zu bieten, die den Ansprüchen moderner Konsumenten gerecht werden.“

Neue Möglichkeiten „Angesichts der zunehmenden Popularität von Lycra und Tencel im Jeansbereich war es logisch, über eine Kombination dieser Fa-

So haben Jeanshersteller die von Lenzing entwickelte Faser Tencel als ideale Basis für die aktuellen Modetrends wiederentdeckt. Denimgewebe aus der Tencel-Faser sind attraktiv, robust und überzeugen darüber hinaus durch Geschmeidkeit und optimalen Feuchtigkeitstransfer. Auch ökologische Aspekte sprechen für die LenzingFaser, die aus Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern hergestellt wird. Jetzt haben Lenzing und Invista, Hersteller von Fasern und Textilien für unterschiedlichste Anwendungen (darunter etwas Lycra), in einem Forschungsprojekt ein neuartiges, elastisches Denimgewebe

sern nachzudenken, um wirklich tolle Stoffe zu kreieren”, ergänzt Federica Albiero, Denim Account Manager für den südeuropäischen Markt bei Invista.

„Damit können wir dem Denim-Markt Stoffe anbieten, die den Ansprüchen moderner Konsumenten gerecht werden.“ Michael Kininmonth, lenzing

© Lenzing

Piesting. Die WEG hat Markus Weber zum gesamtverantwortlichen Vertriebsleiter für seine Österreich-Tochter Watt Drive ernannt. „Wir treten im Markt als global agierender Komplettanbieter in der Antriebstechnik auf. Daher wollen wir die Vertriebsorganisationen von Watt Drive und WEG weltweit noch stärker verzahnen“, erläutert Watt Drive-GF Wolfgang Meyer die strategische Entscheidung. www.wattdrive.com

Lokale Produktion

Kooperation Lenzing und Invista kombinieren die Fasern Tencel und Lycra zu einem neuartigen Denimgewebe

Modische Neuheit Markus Weber verantwortet die ­weltweiten Vertriebskaktivitäten.

wobei der Schwerpunkt auf dem Energiebereich liegen wird“, so Franz Kainersdorfer, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division.

Innovative Faserkombination ermöglicht neuartigen Stoff für Jeanshersteller.

Anwendung soll das neue Gewebe vor allem bei SuperstretchQualitäten finden, bei denen die Verarbeitung von Standard-Corespun-Garnen schwierig ist. www.lenzing.com www.invista.com


medianet

inside your business. today.

Freitag, 17. Jänner 2014 – 65

„winterwärme“ in Bad ischl

Kooperation von TVB, Hotels und Therme soll die Auslastung optimieren  Seite 66

© Marriott Int.

© www.badischl.at

destination tagungsplanungskonzept

Marriott Hotels tritt mit neuen Services auf dem Eventveranstaltermarkt auf  Seite 68

imperial neuer stil in der hotelküche © picturesborn/ Nessler

VI Hotels haben viele gute Gründe zum Feiern

© Hauser Kaibling

short

© Fraport

Graz. Ein Webcam-Service von Steiermark Tourismus zeigt: Die Pistenbedingungen in vielen steirischen Skigebieten sind erstklassig, sodass kein Skifahrer warten muss, bis der nächste Schnee kommt. Unter dem Motto „Machen Sie sich selbst ein Bild“ werden auf der Homepage alle Webcams in den steirischen Skigebieten gezeigt, damit sich jeder selbst von den Pistenverhältnissen überzeugen kann. Hauser Kaibling, Hebalm, Planai, Präbichl oder Kreischberg – in vielen Regionen sind die Pisten bis ins Tal befahrbar.  www.steiermark.com

© Vienna International

Frankfurt/M. Das Fluggastaufkommen auf dem Airport Frankfurt ist erneut gestiegen: Die Fraport AG zieht an ihrem Heimatstandort mit rund 58,0 Mio. Fluggästen (+ 0,9%) und 2,1 Mio. t Cargo (+ 1,3%) eine positive Gesamtjahresbilanz für 2013. Das Jahres-Passagieraufkommen war so hoch wie nie zuvor in Frankfurt. Im internationalen Geschäft kann die Fraport AG ebenfalls auf eine erfreuliche Entwicklung blicken: Insgesamt 103,5 Mio. Passagiere nutzten 2013 die Flughäfen mit FraportMehrheitsbeteiligung, was ein Plus von 4,1% ist.  www.fraport.de

Bilanz Für 2013 vermeldet die Vienna International Hotelmanagement AG erneut ein gesteigertes Jahresergebnis. Ausschlaggebend dafür sind Hotelkäufe und das damit verbundene Wachstum auf dem deutschen Markt.  Seite 66 Fairmont Hotel in Kuala Lumpur wird demnächst eröffnet

Ausflugsziele Mit der Bahn zu Events in ganz Österreich

Toronto. „Mit unserem ersten Haus in Malaysia wagen wir uns in einen Markt, der von großer strategischer Bedeutung ist. Kuala Lumpur ist eine wichtige Metropole, und die Zahl der Besucher wächst konstant. Dies ist ein weiterer Schritt in Südostasien“, so Jennifer Fox, President FRHI International und der Marke Fairmont. Das Hotel wird über 750 komfortable Gästezimmer, eine Fairmont Gold Executive Lounge, sechs Restaurants und Bars, circa 2.800 m� Bankettfläche sowie über ein Spa mit Swimming-Pool und Fitness Center verfügen. www.fairmont.com

Wien. Mit den Kombitickets „Kulturgenuss“ und „Familienspaß“ bietet ÖBB Rail Tours eine Vielfalt an Tagesausflügen. Auf dem Programm stehen Kunst und Kultur sowie Spaß und Action. „Die Angebote sind ideal für einen Tagesausflug; man reist entspannt im bequemen Zugabteil und kann gut ausgeruht sein Wunschprogramm genießen“, so Eva Buzzi, GF ÖBB Rail Tours. In den günstigen Kombitickets enthalten sind jeweils die Bahnfahrt sowie die Eintrittskarte für eine Sehenswürdigkeit oder einen ausgewählten Event. railtours.oebb.at

Jennifer Fox, Präsidentin der FRHI International sowie der Marke Fairmont.

ÖBB-Rail Tours mit Kombitickets

© APA/Herbert Neubauer

Salzburg. Dertour live läutet das Sportjahr 2014 ein. Der aktuelle Sommerkatalog „Sport live erleben“ bietet auf 84 Seiten die größten und spannendsten Sport-Ereignisse des Jahres an. Neben komplett geschnürten Reisearrangements mit fachkundiger Dertour-Reiseleitung sind für viele Veranstaltungen auch wieder „Tickets only“ buchbar.  www.dertour.at

© FRHI/Kevin J. Miyazaki

© EPA/Hannibal Hanschke

Erstes Fairmont Hotel in Malaysia

Museen, Zoos und Action-Events sind Schwerpunkte im Rail Tours-Angebot.


c ov e r

66 – medianet destination

Kommentar

Wohnungen für die Touristen

Freitag, 17. Jänner 2014

Vienna International Hotels & Resorts CEO Andreas Karsten ist mit seiner Wachstumsstrategie weiterhin erfolgreich

VI Hotelgruppe aus Wien international erfolgreich

Für das Geschäftsjahr 2013 vermeldet die VI Hotelmanagement AG ein gesteigertes Jahresergebnis. georg biron

georg biron

E

Wien. „Es war unser Ziel, unsere starke wirtschaftliche Basis in Deutschland strategisch im Bereich eigener Hotels auszubauen und in diesem Markt weiter zu wachsen. Das ist uns gelungen. Wir haben innerhalb des letzten Jahres unsere Präsenz von zwei Betrieben in München und Berlin auf neun Hotels gesteigert. Die Gesamtzahl der gemanagten Hotels stieg auf 35 Betriebe“, sagt Vienna International Hotels & Resorts CEO Andreas Karsten.

s steht meiner Meinung nach außer Frage, dass die Vermietung von privaten Wohnungen via WebPlattformen an in- und ausländische Touristen einer gesetzlichen Regelung bedarf. Es steht meiner Meinung nach aber ebenso außer Frage, dass die Vermietung von privaten Wohnungen via WebPlattformen an in- und ausländische Touristen in Zeiten von Car-Sharing, etc. ein Trend der Zeit ist, der weltweit immer mehr Zuspruch findet. Vor allem Menschen, die an der Begegnung mit „Einheimischen“ in einer fremden Stadt interessiert sind, nehmen gern die Angebote der entsprechenden Plattformen im Internet an und finden so einen passenden Vermieter mit einem günstigen Angebot. Eher unpassend finde ich in diesem Zusammenhang, dass sich die Österreichische Hoteliervereinigung nun mittels einer Presseaussendung an die Öffentlichkeit wendet, um mittels strengerer Gesetze der Sharing-Bewegung und mit Drohungen der Vermieter Herr werden zu können, wobei man gleich merkt, dass es ihnen dabei nur ums Geld geht: „Vermietung von Wohnungen an Touristen ist ein Kündigungsgrund: Damit riskieren Mieter den Rauswurf. Wer sich mit Online-Vermietern einlässt, riskiert seinen Mietvertrag. Das Geschäft mit Touristen sollte man den Profis überlassen.“

Mit seiner Wachstumsstrategie scheint Karsten alles richtig zu machen: Vor allem auch durch den Erwerb eigener Hotels liegt das erwartete Ergebnis der Vienna International Hotelmanagement AG für 2013 wieder über dem des Vorjahres. Die aktuell von VI geführten Hotels erwirtschaften 2013 auf Jahresbasis voraussichtlich 174 Mio. € Umsatz bei 2,3 Mio. Bettennächten. Die Zahl der Hotels stieg von 29 auf 35 gemanagte Betriebe. Die österreichische Hotelgruppe mit Sitz in Wien erwarb 2013 sechs Arcadia-Hotels in Deutschland. Diese Hotelkäufe im günstigen Zinsumfeld waren Mitgründe, die das Jahresergebnis positiv beeinflussten. Karsten rechnet mit einem Ergebnis vor Abzug der Steuern von 3,7 Mio. €, was einer Steigerung von etwa 26% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ebenfalls in Deutschland hat die VI Hotelmanagement AG in Koop mit der UBM Realitätenentwicklung AG im Jänner 2013 das angelo Hotel München Westpark eröffnet. Aufgrund der guten wirtschaft-

Service-Reisen B2B-Biz

Kooperation Sieben Top-Hotels in Bad Ischl bieten Gaumenfreuden und Relaxen in der Therme auf höchstem Niveau

Gießen. Service-Reisen Giessen hat das vergangene 40. Jubiläumsjahr mit einer erfreulichen Bilanz abgeschlossen. Der Spezialist für weltweite Gruppenreisen im B2B-Geschäft verzeichnet einen Umsatzzuwachs von drei Prozent und kann somit seine Position als Marktführer in Deutschland ausbauen. Besonders stark trug im vergangenen Jahr Nordeuropa zur Gesamtbilanz bei: Die nordischen Länder machten rund 18,5 % der Einnahmen aus. Auch Europa-Rundreisen und die Mittelmeerländer – insbesondere Italien – können starke Zuwächse verzeichnen. Die Gruppengröße stieg auf durchschnittlich 32,5 Personen an. Zu den Trenddestinationen 2014 zählen die V.A.E; hier konnte das Unternehmen eine starke Nachfrage verzeichnen. Weiters zählen Schottland sowie die italienischen Inseln Sizilien und Sardinien zu den erwarteten Erfolgsdestinationen. www.servicereisen.de

© Vienna International

Am 4. März 2014 wird in Berlin gefeiert: 5 Jahre andel’s Hotel, die 5. legendäre ITB-Party und 25 Jahre VI Hotels & Resorts.

lichen Entwicklung der beiden angelo Hotels in München ist ein Ausbau des ersten angelo Hotels am Leuchtenbergring in Planung. Nach den erfolgreichen Übernahmen von fünf Arcadia-Hotels in Coburg, Amberg, Wuppertal, Limburg und Günzburg erwarb der österreichische Hotelbetreiber mit 14. Dezemberr 2013 das sechste Hotel der Marke Arcadia – in der knapp 30.000 Einwohner starken Stadt Neckarsulm im Bundesland Baden-Württemberg. Dazu Karsten: „Durch die Finanzkraft der Stadt sowie starke Firmen im unmittelbaren Einzugsgebiet des Hotels sind wir vom Potenzial des Hauses überzeugt.“ Das Drei Sterne Arcadia Hotel Neckarsulm verfügt über 96 Zim-

mer, ein eigenes Hotelrestaurant sowie Konferenzmöglichkeiten mit sechs Tagungsräumen und Kapazitäten für bis zu 100 Personen. Die Mitarbeiter werden bei laufendem Betrieb übernommen.

Neue Projekte für 2014 Karsten: „Durch das Wachstum in Deutschland ist es uns gelungen, die Präsenz auf diesem Markt innerhalb eines Jahres zu vervierfachen. Wir sehen aber nach wie vor unausgeschöpftes Potenzial im Bereich City- und Konferenzhotellerie.“ Im kommenden Jahr will die Gruppe weitere Hotels in ihr Portfolio aufnehmen. Karsten treibt die Entwicklung

voran und bleibt seinen Ankündigungen treu: „Ebenso ist der mittel- bis langfristig geplante Börsegang weiterhin ein fixer Bestandteil der Wachstumsstragie der Vienna International Hotelmanagement AG.“ In Shelkovo/Moskau soll im Sommer 2014 in Zusammenarbeit mit der Shelkowskij Holding das Fünf Sterne-Luxushotel Astrum Spa & Conference eröffnet werden. Das Hotel mit 184 Zimmern und Suiten ist eine Verschmelzung aus Kunst, Geschichte und Astrologie – mit einem außergewöhnlichen Designkonzept zum Thema „Kosmos der Zeit“. Ein Sonnenuhr-Park umrahmt das einzigartige Konzept des neuen russischen Hotels. www.vi-hotels.com

Aktion „Winterwärme“ im Salzkammergut Bad Ischl. Die neue Kooperation „Winterwärme Bad Ischl – Salzkammergut-Therme“ sowie der Tourismusverband Bad Ischl laden zu einzigartigen Winterurlaubstagen: Sieben Hotels bieten Specials, und in der Therme dreht sich alles um die gesundheitsfördernde Kraft des Salzes. In der nebelfreien, unvergleichlichen Landschaft rund um Bad Ischl kann man entspannt kuren und wandern, und in der Kaiserstadt selbst spürt man auch heute noch den Zauber der Lovestory von Sisi und Franz.

machte den Müttern einen Strich durch die Rechnung und verliebte sich auf den ersten Blick in die erst 15jährige Sisi, die als Begleitung mit Mutter und Schwester von Bayern ins Salzkammergut gekommen war. Franz Joseph verlobte sich mit Elisabeth Amalie Eugenie, Herzogin in Bayern, genannt Sisi, im Seeauerhaus, in welchem heute das Museum der Stadt

Bad Ischl untergebracht ist. Im April 1854 fand die prunkvolle Hochzeit in Wien statt.

Hotels mit Winter-Specials Die Winterwärme-Hotels, das sind sieben der besten Adressen im Zentrum von Bad Ischl: Villa Seilern Vital Resort****S, Hotel Royal****, Hotel Goldener Ochs****, Hotel Goldenes Schiff****, Land-

Der Zauber des Kaisers Die Liebesgeschichte zwischen Sisi und Franz begann sehr romantisch: Sisis Mutter Ludovika (die Ehefrau des bayerischen Herzogs Max) und ihre Schwester Sophie, die Mutter von Kaiser Franz Joseph, hatten Sisis älteste Schwester Helene zur Braut des jungen Monarchen bestimmt. Im Sommer 1853 sollten sich die beiden in Bad Ischl verloben. Doch der 23jährige Franz Joseph

hotel Hubertushof****, Hotel Stadt Salzburg*** und Hotel Oase***. Sie bieten bis April 2014 erstmals „Winterwärme Urlaubstage“ voller Erholung, Romantik, Naturerlebnis und Gaumenfreuden. Vom Opening-Package „Auf den Spuren von Sisi und Franz“ über Entspannung unter dem Motto „Auf leisen Sohlen durch den Winter“ bis zum „Frühlingserwachen im Salzkammergut“ reicht das Angebot, mit dem Bad Ischl zum sanften Tourismuserlebnis bittet.

Starke Tourismusoffensive

© www.badischl.at

Erfolgreiches Jubiläumsjahr

Derzeit 35 gemanagte Hotels

Bei Kaiserwetter präsentierte Tourismusdirektor Robert Herzog (li.) „sein“ Bad Ischl am Dreikönigstag mit kräftiger Unterstützung von Stadtführerin Helga Peer (re.).

Ein vielfältiges, einzigartiges Programm wird geboten. So können z.B. Sisy-Filme aus der berühmten Trilogie mit Romy Schneider und Karl Heinz Böhm angesehen werden, man kann eintauchen in das Brauchtum des Salzkammerguts und hautnah erleben, wie sich in den Winterwärme-Hotels die Rezepturen der Donaumonarchie mit der innovativ-leichten Küche natürlich vereinen. www.badischl.at www.winterwaermebadischl.at


komm & ble i b

Freitag, 17. Jänner 2014

medianet destination – 67

Reed Exhibitions Von 23. bis 25. Jänner 2014 verwandelt sich das Design Center Linz in einen Marktplatz für Urlaub, Reisen und gesundes Leben

Ferien-Messe 2014 in Linz startet Kulinarische Genüsse und Wohlfühlangebote und viele Gewinnchancen. Linz. Die Ferien-Messe 2014 im Design Center Linz zeigt sich von Donnerstag, 23., bis Samstag, 25. Jänner 2014 als Hotspot für Urlaub, Reisen, Freizeit, Genuss und gesundes Leben. Der von Reed Exhibitions veranstaltete Event bietet für unterschiedliche Zielgruppen die besten Reisen – von der Donau über die attraktivsten Regionen Österreichs bis hinaus in die ganze Welt.

Alle namhaften Reedereien Der Donnerstag wendet sich speziell an Senioren und Pensionisten sowie an Vereine und Gruppenreisende, das Verkehrsmittel des Tages ist der Reisebus. Ganz im Zeichen der Flugreisen ab Linz steht der Freitag. Mit dem After-Work-Ticket ab 13 Uhr um 3 € spricht die Ferien-Messe Linz

Veranstaltungen 2014

Treffpunkt NÖ

© VPNÖ

St. Pölten. „2014 ist ein geschichtsträchtiges Jahr“, so Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav. „100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs widmen sich Ausstellungen in der Schallaburg und im Schloss Artstetten diesem Thema. Das Karikaturmuseum Krems präsentiert zudem die Friedenstaube in Zeichnungen und Karikaturen.“ Viel weiter zurück in die Geschichte gehen „Giganten der Eiszeit – auf den Spuren der Mammutjäger“ und „Schatz-Reich“. 40.000 Jahre Evolution werden in den neuen MAMUZ-Museen Mistelbach und Asparn an der Zaya beleuchtet. Das Viertelfestival zieht heuer ins Waldviertel, die Sommernachtsgala und das Festival Grafenegg bieten Musikgenuss auf höchstem Niveau. Von Mitte April bis Anfang Mai finden beim Weinfrühling die Frühjahrsverkostungen statt. Im Sommer ist wieder große (Theater-) Bühne beim Theaterfest Niederösterreich angesagt. Die Gärten Niederösterreichs laden an drei Terminen zur Gartensommer-Vollmondnacht. „An dieser Aufzählung sieht man, dass Niederösterreich in Bewegung ist. Eine Bewegung die man spürt, eine Bewegung, die auch in den kommenden Monaten mit einem dichten und abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm rund um Kultur, Genuss und Kulinarik eine Fortsetzung finden wird“, sagt Christoph Madl, Geschäftsführer der Niederösterreich-Werbung. www.niederoesterreich.at

NÖ Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav: „Heuer viele neue Ausstellungen“.

v.a. Besucher an, die sich nach der Arbeit noch die besten Tipps für den nächsten Urlaub holen wollen. Am Samstag werden die Segel gehisst und die Anker geworfen. Kurz: Alles rund ums Schiff steht auf dem Tagesprogramm. Das Highlight für Kreuzfahrt-Fans: Alle namhaften Reedereien sind vor Ort. Man kann sich bei den Spezialisten für Schiffreisen aus erster Hand über die Angebote informieren und bei Bedarf auch buchen. MSC Kreuzfahrten, FTI Cruises, Costa Kreuzfahrten, TUI Criuses, Aida Cruises, Carnival Cruise, Princess, Norwegian Cruise Line,

Hurtigruten, Riva Tours, Royal Caribbean und die Reederei Peter Dellmann laden zum Boarding und zeigen ihre schönsten Routen.

Günstiges Familienticket Besonders attraktiv ist am Samstag der Eintritt für Familien: Mit dem Familienticket um 8 € kommen alle Familienmitglieder auf die Messe – und genießen viele Aktionen bei den regionalen und nationalen Anbietern oder den Gewinnspiel-Challenges, bei denen auf die Besucher attraktive Gewinne warten. www.ferien-linz.at

© Reed Exhibitions Salzburg/Andreas Kolarik

alice hefner

Die schönsten Regionen Österreichs und der ganzen Welt zeigen sich in Linz.


au f & dav on

68 – medianet destination

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© Österreichischer ReiseVerband

Sommerbuchungen beginnen erfreulich

Freitag, 17. Jänner 2014

Marriott Hotels „Meetings Imagined“ heißt das neue Konzept in Sachen Veranstaltungsplanung und -organisation

Tagungsplanungskonzept der Zukunft von Marriott Aktuell ist der neue Service für vier europäische Häuser sowie für fünf Häuser in den USA verfügbar. Weitere Hotels mit diesem Service sollen noch heuer folgen. Mit Meetings Imagined zeigt sich Marriott einmal mehr von seiner innovativen Seite. Bereits jetzt im Angebot sind die hilfreiche Meeting-App Red Coat Direct, neuartige Tagungsräume sowie ein mobiler Check-in über die Marriott Mobile App, die in 350 Marriott Hotels in 19 Ländern weltweit funktioniert und noch im ersten Halbjahr 2014 erweitert werden wird. Bis Ende 2015 sollen zudem sämtliche Marriott Hotels über eine „Greatroom“-Lobby verfügen. Diese zeichnet sich durch großzügiges Ambiente und flexible Nutzungsmöglichkeiten mit HighTech-Ausstattung aus.

georg biron

Malta-MICE-Programm für Verbände & Vereine Wien. Das im vergangenen Jahr von der Malta Tourism Authority (MTA) ins Leben gerufene MICE-Pilotprojekt für europäische und internationale Verbände und Vereine hat sich als erfolgreich erwiesen und geht nun in die zweite Runde. Erneut wird dafür ein Jahres-Gesamtbudget von 100.000 € bereitgestellt. Das MTA MICE-Programm ermutigt Verbände und Vereine, Veranstaltungen in Malta abzuhalten. www.meet-malta.com

© panthermedia.net/Horst Hellwig

Liechtenstein punktet als Top-Reiseziel 2014

Liechtenstein: im National Geographic Traveler Magazine empfohlen.

Vaduz. Das Fürstentum Liechtenstein ist in diesem Jahr erstmals an der CMT am Gemeinschaftsstand der IBT Internationaler Bodensee Tourismus in Halle 6, Stand 6E40, vertreten. Auf der Publikumsmesse (noch bis 19. Jämmer 2014) in Stuttgart präsentiert der Kleinstaat zwischen der Schweiz und Österreich seine neuen Winter- und Sommerangebote 2014. Das National Geographic Traveler Magazine hat Liechtenstein soeben auf die „Best of the World List 2014“ gesetzt. www.tourismus.li

Motto: „Travel Brilliantly“

© Marriott International

Wien. „Die Nachfrage der Österreicher nach Urlaub in der Sonne ist ungebrochen und liegt deutlich über dem Vorjahr“, so Josef Peterleithner, Präsident des Österreichischen ReiseVerbands (ÖRV). „Viele Frühbucher- und Familienangebote tragen jetzt zum Buchen bei – auch, weil die Produktauswahl noch am größten ist.“ Als Lieblingsdestinationen der Österreicher zeichnen sich für den Sommer 2014 vor allem Griechenland, Türkei, Spanien und Tunesien ab. Auch Ägypten wird wieder eine der Top-Destinationen für 2014 sein. Im Fernreisebereich geht der Trend Richtung Dominikanische Republik, Malediven, Thailand, Amerika und die Vereinigten Arabische Emirate. Die Preise für den Sommer 2014 sind weitgehend stabil. Ägypten und Tunesien sind billiger. Bei Spanien oder der Türkei liegen die Preis­ erhöhungen deutlich unter der Inflationsrate. www.oerv.at

London. „Meetings Imagined“ – laut Marriott Hotels ein Tagungsplanungskonzept der Zukunft – dreht sich nicht ausschließlich um Fakten, Preise und Grundrisse. Vielmehr wird das Thema Veranstaltungsplanung und -organisation ganzheitlich angegangen: Das spezielle Ziel des Events steht im Mittelpunkt, und dem Event-Planer wird ein modernes, zeitgemäßes Erlebnis geboten. Der Grundgedanke, auf dem das Konzept fußt, ist, dass ein Event die Teilnehmer durch seinen einzigartigen Charakter dazu inspirieren soll, ein ganz bestimmtes Ziel, das während des Meetings definiert wird, zu erreichen. Gepaart mit Marktforschungsergebnissen, wonach die Art und Weise, wie die neue Generation von Kunden miteinander arbeitet, sich wesentlich verändert und moderne Technologie dabei eine tragende Rolle spielt, entstand das neue Tool von Marriott Hotels.

Gute Gründe für Tagungen

Dreh- und Angelpunkt für das neue Service von Marriott International Hotels ist die Online-Plattform http://meetingsimagined.com mit unzähligen Event-Features.

Das Unternehmen hat mit zahlreichen Kunden der neuen Generation gesprochen und mehr als 40.000 Tagungen aus einem zwölfmonatigen Zeitraum in MarriottHäusern in den USA ausgewertet. Heraus kamen sieben Hauptmotive für Veranstaltungen: feiern, Entscheidungen treffen, Fortbildung/Information, Ideen entwickeln, Networking, Dinge anstoßen und bewerben. Über die extra gebaute Website MeetingsImagined.com lassen sich kreative Events ganz individuell planen. Eventplaner erhalten neben Profitipps auch Informationen über Trends aus dem Tagungsbe-

reich sowie Hunderte von Beispielbildern als Anregungen für das eigene Event. Der User kann über die Website seine individuellen Veranstaltungen bis ins letzte Detail fixieren sowie eigene Lieblingsbilder via Social Media posten.

Mit Catering und Musik Der Nutzer erhält zudem Tipps und Anregungen für erfolgreiche Meetings – von der gelungenen Eröffnung über passendes Catering und Musik bis hin zum übergeordneten Rahmen, der bis ins Detail geplant werden kann.

In Europa sind neben dem London Marriott Grosvenor Square das Paris Marriott Rive Gauche, das München Marriott Hotel und das Amsterdam Marriott Hotel involviert.

Marriott Meeting App Derzeit sind auch fünf US-Hotels an die Plattform angeschlossen: das Chicago Marriott O’Hare, das Tysons Corner Marriott, das Gaithersburg Marriott Washingtonian Center, das Orlando World Center Marriott und das Atlanta Marriott Marquis.

Mit 500 Hotels und Resorts in knapp 60 Ländern ist die Marke Marriott Hotels rund um den Globus vertreten und präsentiert sich als Branchenführer in puncto Innovationsfreudigkeit. Unter dem Motto „Travel Brilliantly“ bieten immer mehr Häuser der neuen Generation von Reisenden - das sind mobile Weltenbummler, bei denen Job und Freizeit fließend ineinander übergehen - ein zielgruppengerechtes Erlebnis mit Features wie dem „Greatroom“-Konzept, der Initiative „Future of Meetings“ und mobilen Gästeservices. Im Mittelpunkt stehen dabei Stil, Design und Technologie. Sämtliche Marriott Hotels nehmen am preisgekrönten Bonusprogramm „Marriott Rewards“ teil, bei dem Mitglieder wahlweise Hotelpunkte oder Flugmeilen sammeln können..  www.marriott.com www.meetingsimagined.com

Indien Internationales Planungsbüro Skidmore, Owings & Merrill hat indischen Airport im Finanzzentrum entworfen

Neuer Mumbai Airport feierlich eröffnet Mumbai. Indiens Premierminister, Manmohan Singh, eröffnete am vergangenen Samstag, 11. Jänner 2014, im Beisein zahlreicher Würdenträger und Vertreter des privaten Bauunternehmers GVK den Chhatrapati Shivaji International Airport Terminal 2, ein von Skidmore, Owings & Merrill (SOM) entworfenes Luftverkehrsdrehkreuz. Nach Meinung von Sanjay Reddy, Managing Director von GVK Mumbai International Airport Pvt. Ltd. (MIAL), ist „der neue Terminal ein Denkmal für den einzigartigen Geist Mumbais und seiner Einwohner. Mit dem neuen Terminal wird der Airport für internationale und lokale Passagiere ein Tor zur Stadt Mumbai und zu Indien. Wir sind über die Zusammenarbeit mit SOM sehr froh, da sie uns die Verwirklichung unseres Traums und unserer Vision ermöglichte.“

Intelligente Lösungen Im neuen Terminal werden internationale und lokale Passagiere unter einem Dach abgefertigt, wodurch der Terminalbetrieb opti-

miert und die Gehdistanzen für Passagiere reduziert werden. Der vierstöckige Terminal wurde von der Form traditioneller indischer Pavillons inspiriert. Statt die einzelnen Terminalfunktionen abzuschotten, laufen hier drei Hallen symmetrisch von einem zentralen Abfertigungskern nach außen, und der „Wechsel“ zwischen nationalen und internationalen Flügen ist problemlos möglich.

Sowohl die internationalen als auch die lokalen Passagiere erreichen den Hauptblock des Terminals im vierten Stock über eine großzügig angelegte Hochstraße. Am Eingang teilen sich die Spuren in breite Aussteigbereiche, die mit dem traditionellen indischen Verhalten bei Verabschiedungen vor Augen konzipiert wurden. Der Terminal umgibt die Reisenden, sobald sie ankommen.

© PRNewsFoto/Skidmore, Owings & Merrill LLP

Josef Peterleithner, Präsident Österreichischer ReiseVerband (ÖRV).

Im Airport werden 40 Mio. Passagiere pro Jahr im 24-Stundenbetrieb abgefertigt.

Über ihnen erstreckt sich das Dach des Hauptblocks und überdeckt den gesamten Aussteigebereich, sodass die Passagiere und ihre Begleiter vor der Hitze und dem Monsunregen Mumbais geschützt werden. Eine von Seilen getragene Glaswand – die längste der Welt – öffnet den Blick auf die weitläufige Check-in-Halle. Die transparente Fassade erlaubt es den Begleitpersonen, die aufgrund der indischen Flugsicherheitsvorschriften keinen Zugang zum Terminal haben, die Abreise ihrer Freunde und Familien zu beobachten. Trotz der modernster Strategien, die neue Standards bei nachhaltigem, modernem Flughafendesign setzen, ist der Terminal ein Vorzeigeobjekt für die Geschichte und Tradition Indiens und Mumbais, gleichzeitig aber auch eine bisher beispiellose strukturelle und technologische Errungenschaft. Der sich aus der Stadtlandschaft Mumbais erhebende Chhatrapati Shivaji International Airport ist ein Denkmal für das reiche Indien. www.csia.in


AU F & DAV ON

Freitag, 17. Jänner 2014

medianet destination – 69

Singita Lodges Der südafrikanische Betreiber von zwölf Luxuslodges bietet auch in seinen Spa-Bereichen Exklusives

short

Safari & Spa deluxe in der Buschlandschaft Afrikas michael Bär

© Eva Airways

Singita bietet Safari-Erlebnisse in Afrika und wurde dafür mit internationalen Awards ausgezeichnet.

Die zehn sichersten Airlines der Welt

Die taiwanesische Eva Air stockt ihre Flotte mit neuen Flugzeugen auf.

Johannesburg. Der Name Singita bedeutet „Ort der Wunder“ und vereint in sich zwölf einzigartige Luxus-Lodges in drei Ländern Afrikas: Südafrika (Sabi Sand und Krüger National Park), Tansania und Simbabwe. Singita gilt international als Anbieter für die unvergesslichsten Safari-Erlebnisse in Afrika, die immer wieder mit nationalen und internationalen Awards ausgezeichnet werden.

Taipeh. Die private taiwanesische Fluggesellschaft Eva Air ist einmal mehr eine der zehn sichersten Airlines der Welt. In den neuesten Ergebnissen der Branchen-Website AirlineRatings.com ist Eva Air gemeinsam mit Air New Zealand, All Nippon Airways, Cathay Pacific Airways, Emirates, Etihad Airways, Royal Jordanian, Singapore Airlines, Qantas und Virgin Atlantic in den „Top 10“ vertreten. Auch im Sicherheitsranking des Aero International-Magazin der Zivilluftfahrt in Deutschland, Österreich und der Schweiz erzielte Eva Air eine Top-Platzierung: Platz 5 hinter Air New Zealand, Cathay Pacific Airways, Finnair und Emirates. Darüber hinaus wird die Fluggesellschaft seit 2005 alle zwei Jahre mit dem von der IATA (International Air Transport Association) im Jahr 2003 eingeführten Sicherheitsprogramm, dem IATA Operational Safety Audit (IOSA), für ihre Leistungen in den Bereichen Flugsicherheit und Wartung ausgezeichnet. www.evaair.com

Herzstück der Philosophie ist die Absicht, exklusiven Luxus, Naturschutz und sozialverträgliches Handeln in Einklang zu bringen. So bieten die zwölf Lodges ihren Gästen nicht nur exklusive Ausflüge in unberührter afrikanischer Wildnis, feinste Gourmetküche, beste Weine und exklusives Design – die Lodges stehen auch für eine kompromisslose Verpflichtung gegenüber Nachhaltigkeit, Natur- und Artenschutz sowie für zahlreiche soziale Projekte zur Förderung und Unterstützung der lokalen Gemeinden. Hohe qualitative Ansprüche werden bei Singita auch in den SpaBereichen auf exklusive Art und Weise umgesetzt: Fernab der Hektik des Alltags genießen Gäste die Stille der afrikanischen Wildnis und entspannen Körper und Geist bei maßgeschneiderten Treatments mit afrikanisch inspirierten, hochwertigen Produkten. Gäste können sämtliche Anwendungen auf Wunsch in ihrer eigenen Suite bzw. auch auf ihrer Terrasse oder in den exquisiten SpaBereichen der Lodges genießen. Die Wellness-Bereiche von Sin-

© Singita

Wertvolle Sozialprojekte

Spa-Behandlung mit hochwertigen Bio-Produkten wie Mongongo-Nüssen, Kalahari-Melone oder straffender Ingwerwurzel.

gita in Südafrika, Tansania und Simbabwe liegen eingebettet inmitten beeindruckender Buschlandschaft. Auf markante Weise spiegeln sie die Einzigartigkeit und das „Anders sein“ Afrikas wider. Gäste tauchen in absoluter Abgeschiedenheit in eine Welt des Wohlbefindens ein. Ob Beauty-Anwendung, Massage, Körperpeeling oder feuchtigkeitsspendende Anti-AgingBehandlung: Für ein vollendet authentisches Erlebnis im Einklang mit der Natur kommen bei den Anwendungen Methoden und hochwertige Produkte aus der jeweiligen Region zum Einsatz, etwa von der Marke Healing Earth. Healing Earth ist bekannt für BioSpa-Produkte mit Wirkstoffen aus

Pflanzen und Kräutern, frei von künstlichen Farb-, Duft-, Konservierungs- oder anderen wohltuenden Zusatzstoffen.

„Inkaba Body Balance“ Zu Singitas einzigartigen „Signature Treatments“ gehört beispielsweise die Behandlung mit getrockneten Affenorangen, die als Massage-Utensil zum Lösen von Verspannungen genutzt werden. Die 90-minütige Anwendung mit Orangenblüten- und Marulaöl ist um rund 90 € buchbar. Eine weitere Spa-Anwendung ist die Ganzkörpermassage „N’weti Touch“. Bei dieser Alternative zur traditionellen Aromatherapie werden Kerzen aus Soja als

Massagefluid genutzt; je nach gewünschtem Effekt wählt man aus verschiedenen Düften, von entspannend bis belebend. Die Behandlung beruhigt trockene, gereizte oder entzündete Haut, zum Beispiel bei Ekzemen oder Insektenstichen; sogar Gelenkschmerzen werden gelindert. Eine 60- oder 90-minütige Anwendung kostet ab 60 €. „Inkaba Body Balance“ lautet der Name einer weiteren Singita-eigenen Ganzkörpermassage. Der Xhosa-Begriff „inkaba“ bedeutet so viel wie „miteinander Verbundenes“. Entsprechend vereint die Behandlung Massagetechniken aus aller Welt. Die 60- oder 90-minütige Massage ist ab 54 € buchbar. www.singita.com

Air Berlin: heuer mehr Sommer-Destinationen Berlin. Deutschlands zweitgrößte Airline baut den touristischen Reiseverkehr im kommenden Sommer aus und nimmt weitere Destinationen in den Flugplan auf. „Wir haben vor allem Richtung Griechenland die Frequenzen erhöht“, so Detlef Altmann, Senior Vice President Sales Touristic Services. www.airberlin.com

detur Austria Neuer Veranstalter geht mit Hotels in Griechenland, Tunesien, Ägypten und der Türkei an den Start

Speziell für den österreichischen Urlauber auf den österreichischen Markt zugeschnittenen Mix und ist durch eigenen Einkauf entstanden. Angeboten werden: 77 Anlagen in der Türkei, 46 in Griechenland (21 auf Kreta, 13 auf Rhodos, zwölf auf Santorin), 21 in Tunesien und 17 in Ägypten. 60% der Hotels sind im Fünf Sterne-Segment, 80% der Anlagen werden mit All Inklusive-Service angeboten.

„Auch zur Preisdarstellung hat sich detur Austria etwas einfallen lassen“, sagt Ursula Wejrowsky, bei detur Austria verantworlich für Marketing und Vertrieb. „Schluss mit den verwirrenden, komplizierten und oft auch unverständlichen Preistabellen in den Katalogen. detur Austria führt die Wochenpreise wieder ein, damit man auf einen Blick sehen kann, wie viel die Reise für eine oder

Nach dem Einstieg als Reiseveranstalter in Finnland, Norwegen und Schweden ab 1998 erfolgte 2011 der Markteintritt in Dänemark. Jetzt geht detur Austria unter der Geschäftsleitung von Affan Kay und Philipp Schauer mit einem kleinen, kundenorientierten Team von hoher Kompetenz und großer Flexibilität an den Start. Und auf der Startbahn befinden sich renommierte Fluglinien als starke Partner: niki, Austrian, Tunisair, Turkish Airlines und deren Tochterunternehmen AnadoluJet. Der letzte Woche präsentierte Katalog beinhaltet einen speziell

© detur Austria/ATR Productions Werbeagentur

Markteintritt in Österreich

detur Austria-Führung (von li.): Philipp Schauer, Ursula Wejrowsky und Affan Kay.

Adria-Hafenstadt als Faschingsmetropole

zwei Wochen kostet. Bei Saisonübergängen wird die Differenz der Verlängerungsnächte zu- oder abgerechnet.“

Gutes Content-Management Für ein stabiles Reservierungsund Content-Management-System hat sich detur Partner wie TraviAustria, Peakwork, Amadeus, Traveltainment und GIATA ins Boot geholt und ist somit ab sofort über CETS und PowerSearch buchbar – Amadeus und BistroPortal folgen in Kürze. Die Offline-Daten kommen mit der Player&Hub-Technologie in die Vergleichssysteme. Die Reisebüros profitieren nicht nur von einem fairen, sondern auch transparenten und einfachen Provisionsmodell, das alle Umsätze zur Berechnung ihrer Staffel heranzieht. „Egal was man bucht, ob Katalog- oder Sonderangebot, Flug-only oder Versicherung, etc. – Umsatz ist Umsatz“, so Wejrowsky. Das Motto des Veranstalters: „Raus aus dem Hamsterrad, rein in den Urlaub!“www.detur.at

© TVB Kvarner

Wien. Nein: detur Austria ist nicht dertour Austria. Angst vor einer Namensverwechslung mit der zum Rewe-Konzern gehörenden Marke scheint der neue Reiseveranstalter detur Austria nicht zu haben. Der Werdegang von detur mit Firuz Baglikaya, heute CEO der detur Gruppe, begann vor 20 Jahren als kleines, ambitioniertes Reisebüro in der Türkei.

Karnevalsumzug in Rijeka: buntes Maskentreiben am 2. März 2014.

Rijeka. Seit mehr als 30 Jahren lassen die Bewohner der Stadt Rijeka ihre uralten Fastnachtstraditionen wieder aufleben. Seither steht in den Wintertagen vor dem Aschermittwoch alles im Zeichen des bunten Maskentreibens. Der Höhepunkt findet am Faschingssonntag, dem 2. März, statt. Rund 10.000 Menschen aus ganz Europa nehmen an dem großen Karnevalsumzug teil. Der fünf Kilometer lange Zug wird mittlerweile sogar im Internet live übertragen. www.visitRijeka.eu


ga st & wi r t

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Thermenhotel PuchasPlus Mit 50 Hotelzimmern bietet das Haus einen unvergesslichen Aufenthalt auf Topniveau

Aufgetischt

Thermenhotel gewinnt Holiday Check Award

© Bredl

Oase am Mühlwasser

Nach diversen Auszeichnungen wurde das Hotel heuer mit dem Holiday Check Award 2014 belohnt.

Domizil am Mühlwasserstrand: ein Gastronomisches Highlight.

alice hefner

Stegersbach. Der Hotelier Josef Puchas darf sich freuen: Nach den Auszeichnungen der letzten beiden Jahre (Holiday Check Top Hotel 2012 und 2013) wurde das Thermenhotel PuchasPlus heuer mit dem begehrten „Holiday Check Award 2014“ für Service und Engagement belohnt.

Wien. Aus der ehemaligen Kantine des Stadlauer Strandbades machte die Familie Bredl einen Vorzeigebetrieb, täglich von 7 bis 23 Uhr mit durchgehender Küche geöffnet. „Nachdem wir zehn Jahre das Strandbad betreuten, haben wir uns entschlossen, etwas Schönes und Originelles für die kulinarische Nahversorgung und kulturelle Unterhaltung zu schaffen und haben ein fantastisches neues Bauwerk in nur acht Monaten errichtet.“ Da kann Herr Bredl aber auch wirklich stolz sein auf seine 2008 noch visionären Pläne, und der Erfolg gibt ihm Recht. Denn auch Küche und Service können sich sehen lassen: Klassiker wie geröstete Leber, Tafelspitz oder Zwiebelrostbraten werden in Top-Qualität serviert, Rindsuppe oder Fritatten sind immer hausgemacht. Dazu kommen einige Gerichte mit mediterranem Touch und eine gute Auswahl heimischer Weine.

Das „Plus“, das für die persönliche, liebenswerte, urige und sympathische Atmosphäre steht, wird vom professionellen Team rund um Eigentümer Puchas tagtäglich mit Herzlichkeit und Charme gelebt. Die extra großen AntiallergieNichtraucherzimmer mit 36 m�, ausgestattet mit komfortablen Zirbenvollholzbetten, garantieren für einen tiefen und gesunden Schlaf. Einen genussreichen Start in den Tag verspricht das reichhaltige Schmankerl-Frühstücksbuffet mit regionalen Spezialitäten im Panorama-Wintergarten. In die Thermenwelt Stegersbach im Südburgenland gelangen

„Die Auszeichnung ist deshalb so wertvoll,

www.strand-domizil.at

weil sie aufgrund der vielen positiven Gäste-

Eingeschenkt

bewertungen zustande-

Wein und Geologie

gekommen ist.“

Jois. Neben Rebsorte, Mikroklima, Exposition und Winzer ist es vor allem die Geologie, welche einen Top-Wein prägt. Westlich von Jois Richtung Purbach und Eisenstadt erstreckt sich das Weinbaugebiet Leithaberg mit hohen Anteilen von Kalk und Schiefer, östlich über Neusiedl bis in den Seewinkel liegt das Weinbaugebiet Neusiedlersee mit lehmigen, schottrigen und tiefgründigen Böden. Die Leitsorten passen perfekt zu den Gebieten: Leithaberg ist Blaufränkisch, Neusiedlersee ist Zweigelt. Bei allen großen Herkunftsweinen der Welt wird das Gebiet zum Synonym für eine Sorte, in einem bestimmten Weinstil vinifiziert. Markus Altenburger erhielt für seinen Leithaberg DAC rot 2011 (als einer von 33 Weinen aus 800 Proben) die höchste Auszeichnung des „Wein Guide“: 5 Gläser.

Josef Puchas, hotelier

© Thermenhotel PuchasPLUS Stegersbach

Panorama-Wintergarten

Strand Domizil, Am Mühlwasser 31, 1220 Wien, Tel.: 01/282 32 11

Persönlich, individuell und familiär – das Thermenhotel PuchasPlus im Südburgenland zählt jetzt zu den weltweit besten Hotels.

Gäste, ausgestattet mit einer persönlichen Badetasche (Bademantel und Saunatuch inklusive) durch den farbenfrohen RegenbogenErlebnisgang. 14 Thermalbecken, eine großzügige Saunalandschaft, Luxus-Komfortruheräume sowie ein Dampfbad und Infrarotkabinen laden zum einem Wellnessgenuss ein.

Heilmassage und Therapie Für sportlich aktive Gäste steht die größte Golfschaukel Österreichs (50 Loch) in unmittelbarer Nähe des Wellness- und Thermenhotels PuchasPlus zur Verfügung. Die sanfte, hügelige Landschaft erkunden Aktive am besten bei einer Fahrradtour, auf den gut

beschilderten Fahrradwegen des Südburgenlands. Top ausgestattete Fahrräder und E-Bikes stehen im Hotel zur Verfügung. Das hoteleigene Heilmassage-Therapiezentrum überzeugt mit Naturprodukten und einem hochqualifiziertem Therapeutenteam.

Gegen Rückenschmerzen Besonderes Augenmerk wird auf die Behandlung von Rückenbeschwerden gelegt. Im Rahmen einer privaten Kur, die über den Hausarzt angefordert werden kann, wird dort fachkundig die optimalste Betreuung gewährleistet. Auch verschiedenste Kosmetikbehandlungen, wie die sehr be-

liebte Hot-Chocolate-Massage oder eine Heupackung, verwöhnen Körper, Geist und Seele.

Noch mehr Betreuung „In dieser Kategorie sind wir die Nummer eins in Österreich“, so Josef Puchas, Inhaber und GF des Thermenhotels. „Ich danke den Mitarbeitern und Gästen und verspreche, dass wir uns im kommenden Jahr noch mehr bemühen und anstrengen, damit wir unsere Service-Leistungen weiter ausbauen und optimieren können. Noch mehr Qualität, noch mehr individuelle, persönliche und familiäre Betreuung in allen Belangen des Aufenthalts.“ www.puchasplus.at

Hotel Imperial Das Hotel der Marke The Luxury Collection bietet jetzt leichte Küche auf höchstem Niveau im „Opus“

Exquisiter Relaunch im Traditionshotel Wen. „Unser Haus ist eines der geschichtsträchtigsten in Wien und Teil der ‚Luxury Collection‘-Marke der Starwood Gruppe. Das birgt auch die Verantwortung, unseren oft weitgereisten Gästen, modernen Luxus unter gleichzeitiger Wahrung unserer großen Tradition zu bieten“, erklärt GM Klaus Christandl. „Das Imperial zu revitalisieren, hat für uns bedeutet, dieser Tradition einen Weg in die Zukunft

zu weisen und ein Haus zu sein, in dem sich jeder – vom Staatsgast bis zum Städte- und Kulturtourist – willkommen fühlt.“ Seit 140 Jahren ist das Hotel Imperial ein exquisites Ziel für anspruchsvolle Gäste. Um seinem Ruf gerecht zu bleiben, hat das Haus am Kärntner Ring Restaurant, Café und Hotelhalle umgestaltet und dabei auch ein neues Küchenkonzept erarbeitet.

© picturesborn/Nessler

Leithaberg DAC rot 2011, Markus Altenburger, Ab Hof-Preis: 17 €. www.markusaltenburger.com

© Altenburger

Freitag, 17. Jänner 2014

Team (von li.): Köche Stefan Speiser, Rupert Schnait und GM Klaus Christandl.

Das Ziel: Modernes, luxuriöses Flair mit der einzigartigen Tradition des Hotels zu verbinden und so ein wahrhaft „imperiales“ Erlebnis für alle Gäste zu schaffen.

Britischer Star-Architekt Für Umgestaltung und behutsame Revitalisierung des unter Denkmalschutz stehenden Hotels zeichnete der renommierte britische Architekt Alex Kravetz verantwortlich. Inspiration war auch für ihn der Schlüssel zum „neuen“ Imperial: „Für mich hat jeder neu gestaltete Raum eine eigene ‚Tonlage‘. Ich habe als Designer oftmals zuerst eine bestimmte Musik im Kopf, die mich dann beim Entwerfen begleitet und eine ganz bestimmte Atmosphäre hervorruft. Wenn ein Gast beim Betreten eines Raums diese Schwingungen empfindet, ist meine Arbeit erfolgreich.“ Dieses Gesamterlebnis wird im völlig umgestylten Gastronomiebereich durch die Verbundenheit aller Räume zusätzlich unterstützt. Das Restaurant „Opus“, der „1873

Hallensalon“ und das „Café Imperial Wien“ gehen jetzt barrierefrei ineinander über.

Neuer junger Sous-Chef GM Christandl ist vom neuen Konzept überzeugt: „Wir haben im Imperial viele Stammgäste, und für manche mag eine Veränderung unnötig erscheinen. Aber wir bleiben trotz aller Tradition am Puls der Zeit. Daher haben wir uns für eine Öffnung und die Möglichkeit zur Zirkulation in den einzelnen Bereichen entschieden. Die meis-ten der Gäste mögen das Sehen und Gesehen-Werden sehr gern; diesen Wunsch haben wir erfüllt.“ Auch die Küche präsentiert sich neu: Koch-Legende Rupert Schnait behält die Führung, erhält aber bei der Gestaltung der neuen Kulinarik-Linie im „Opus“ Unterstützung durch den jungen Sous-Chef Stefan Speiser, dessen bisherige berufliche Stationen u.a. das Fünf Sterne Superior Hotel Kulm in St. Moritz und das Landhaus Bacher von Lisl Wagner-Bacher umfassen. www.imperialvienna.com


medianet

inside your business. today.

freitag, 17. JÄNNer 2014 – 71

LINZER KNOW-HOW-EXPORT

ZU WENIG PERSPEKTIVEN

F&B Academy wurde von DeuZert anerkannt und expandiert nach München  Seite 73

Berufseinsteiger: unzufrieden mit Gehaltsentwicklung und Karrierechancen  Seite 74

© Allianz

© Netzwerk Gruppe, Linz

careernetwork NEUE FIRMEN START-UP-­PUSHER B. AICHINGER © WK OÖ/Lisi Specht

„Ohne gute Mitarbeiter geht gar nichts“ Profil Nicole Wegscheider führt die Firmen­gruppe ihrer ­Familie in ­sechster ­Generation. Arbeits­plätze Emotionale Anerkennung als Motivationsfaktor vs. Burnouts und ­Depressionen.

Seite 72 © willhaben.at



WAS BOOMT

Markus Zink von willhaben.at definiert die wichtigsten Entwicklungen für Jobsuchende und Arbeitgeber.  Seite 75

© Robert Deopito

Seiten 73/74

Premiere Heuer erstmals 17 Studiengänge für Management und Kommunikation

Leitbetrieb online Mitarbeiterschwerpunkt 2014

Bewerbungsstart an der FHWien Novomatic-Portal Produktion & Digitales Medienmanagement bewerben.

Die Bewerbungsfrist für die 9 Bachelorund 8 Master-Studien endet am 14. Mai.

Interessierte registrieren sich online und füllen einen Bewerbungsbogen aus. Der ausgedruckte Bogen samt Unterlagen (Infos dazu unter www.fh-wien.ac.at/bewerben) wird ans Studienzentrum, Kennwort: Bewerbung, Währinger Gürtel 97, 1180 Wien, geschickt. Nach Prüfung der Unterlagen werden die Bewerber eingeladen, einen Termin für den EDV-Test auszuwählen.www.fh-wien.ac.at

© Novomatic

So wird‘s gemacht

© FHWien der WKW/Andreas Balon

Wien. Vor wenigen Tagen ist der Startschuss für das Rennen um einen der 1.000 Studienplätze an den sieben Instituten der Fachhochschule Wien der WKW gefallen: Financial Management, Immobilienwirtschaft, Journalismus & Medienmanagement, Kommunikation, Marketing & Sales, Personal & Organisation, Tourismus-Management und Unternehmensführung, dazu International MBA für Management & Communications. Zum ersten Mal können sich Interessierte auch für den ab Wintersemester 2014 neu angebotenen Bachelor-Studiengang Content-

Novomatic-Karriereportal: Ausbildungsund Karrierechancen, Jobangebote.

Gumpoldskirchen. Die neue Karriereplattform von Novomatic rückt jene Menschen in den Vordergrund, die maßgeblich am internationalen Erfolg des Unternehmens beteiligt sind – nämlich die Mitarbeiter. In kurzen Videos erzählen sie von ihrem Einstieg und ihrem Tätigkeitsbereich. Das Portal besticht durch aufgeräumtes, klares Design mit realistischen Bildern ausschließlich von Mitarbeitern des Konzerns in ihrem realen Arbeitsumfeld (wie links im Bild), was die Aufnahmen authentisch macht. careers.novomatic.com


C a r e e r por tr a i t

Nicole Wegscheider führt das Firmenimperium Mayr-Wegscheider in sechster Generation. Die siebente meldet sich seit einigen Wochen ziemlich lautstark zu Wort.

Freitag, 17. Jänner 2014

© Ricardo Herrgott (3)

72 – careernetwork

Junge Frau vom Bau mit Unternehmer-Gen 10 Fragen An NICOL E W EGSCH EIDER

PAUL CHRISTIAN JEZEK

Wörgl. Mit Nicole Wegscheider hatte das Firmenbuch im Jahr 2012 einiges zu tun: Die 32-Jährige wurde – zu verschiedenen Daten – als Geschäftsführerin der Alois Mayr Bauwaren GmbH, der Holzhof Tinzl Nfg GmbH, der Target Beteiligungs GmbH (hier auch als Gesellschafterin) sowie als Prokuristin der Arnold Bauwaren GmbH und der Betonwerk Arnold GmbH & Co KG eingetragen. Vereinfacht formuliert: Nicole hat – mehr oder weniger – die Wegscheider Unternehmensgruppe übernommen. „Mehr“, weil obige Firmennamen noch immer nicht die komplette Aktivitätenpalette umfassen, „weniger“, weil Vater Alois Wegscheider wohl doch noch die eine oder andere Entscheidung mittragen wird. „Er war und ist ein strenger, jedoch sehr fairer Vater“, beschreibt Nicole aus Sicht der Young Generation die „tollen Diskussionen“, die sie geführt habe und die immer noch auf der Tagesordnung stehen. Im Hinblick auf die geschäftlichen Ziele bleibt Nicole realistisch und wünscht sich fürs erste „Stagnation auf hohem Niveau“. 2011 nämlich war das Jahr der Jahre für die Wegscheider Unternehmensgruppe. „Es ist so viel gebaut worden und alle anderen Faktoren waren auch absolut positiv

ZUR Wegscheider-­ gruppe 1862 begründete Josef Mayr den Handel mit Baustoffen. Heute zählen zur Unternehmensgruppe Wegscheider u.a. die AMB Invest und die AMB Agro GmbH, die WBG Bauträger und die WOB Immobilien GmbH und, wie es fast verschämt verbalisiert wird, „noch weitere Firmen im In- und Ausland“ (Deutschland, Italien und Ungarn). Früher ausschließlich Baustoffhändler, agiert die Gruppe heute als Wohnbauträger, Immobilienentwickler und -verwalter und in etlichen weiteren Funktionen.

– 2012 und 2013 konnten wir daran anknüpfen, und auch für heuer bin ich verhalten optimistisch.“ Für das Bau-Haupt- und Nebengewerbe, Bauträger und Heimwerker liefert die Alois Mayr Bauwaren GmbH Baustoffe für große Objekte des sozialen Wohn- und

„nur“ drei bis vier Tage pro Woche im Unternehmen anwesend, bin in den wichtigen Meetings und koordiniere wesentliche Agenden. Dank moderner Kommunikation bin ich laufend informiert und kann auch spontan reagieren und Entscheidungen treffen.“

und vor allem Loyalität

Mitarbeiter, die uns vom Wettbewerb abhebt. Jedoch nicht nur Produktschulungen liegen mir am Herzen, sondern auch die persönliche Entwicklung wird in persönlichkeitsbildenden Seminaren auf den jeweiligen Typ angepasst und gefördert.“ In der WegscheiderGruppe wird man als Mensch geschätzt. „Das hat bereits eine über Generationen dauernde Tradition in unserem Haus und ist sicherlich ein Baustein unseres Erfolgs und unserer Stärke.“

gegenüber der Firma

„Fleiß, Motivation

stehen für mich bei der Beurteilung von Mitarbeitern an oberster Stelle.“ NICOLE WEGSCHEIDER

Siedlungsbaus, für Straßenbau und Kanalisierungen, Wildbachverbauungen, große Kraftwerksbauten und Tunnelbau. Die Baustoffe des Unternehmens – ob aus eigener Produktion oder aus internationalen Handelsbeziehungen – fanden z.B. Verwendung in der Inntalautobahn, Felbertauernstraße und -tunnel oder beim Arlbergtunnel.

Nicoles Leadership „In meiner Funktion als GF sehe ich Leadership als Sammelbegriff aller Maßnahmen hinsichtlich Koordination, Zusammenarbeit und Kommunikation in unserem Unternehmen. Es geht um das Führen eines Teams, also um eine sehr große Verantwortung, die ich unseren Mitarbeitern und andererseits der Alois Mayr Bauwaren gegenüber trage.“ Aus- und Weiterbildung ist „ein großes Thema in unserem Haus. Es ist auch die Kompetenz unserer

Als Kind wollte ich immer schon … in die Fußstapfen meines Vaters treten. Erfolg ist … ein Geschenk, eingepackt in harte Arbeit. Für die Karriere ist wichtig … Zielstrebig sein, Ideen haben und diese erfolgreich umsetzen.

„In einem Tag ­stecken

Mein Lebensmotto: Probleme gibt es nicht – sie sind alles nur Herausforderungen.

im Härtefall zwei

Jungen Menschen würde ich raten … Eine fundierte Ausbildung zu absolvieren.

Entspannung in der Familie

Arbeitstage und immer

„Stress macht man sich in erster Linie selbst und so hat man es selbst in der Hand, ob man diesen verspürt oder nicht. Professionalität und professionelles Zeitmanagement beugen dem Stress vor. Natürlich gibt es Zeiten, in denen man besonders unter Druck steht, aber das sehe ich als positive Herausforderung.“ Natürlich wirke sich beruflicher Erfolg auch auf das Privatleben aus, jedoch sollte er nicht im Vordergrund stehen. „Wichtig sind für mich auch Ruhephasen, die ich stets im Kreise der Familie genieße. In diesem Umfeld kann ich mich am besten entspannen. Der Austausch unter den Generationen gibt mir immer wieder gute Anregungen, Altbewährtes mit Neuem zu vereinen. Die Kraft, die ich daraus schöpfe, nutze ich, um neue Ideen zu entwickeln und Dinge aus anderen Perspektiven zu sehen.“

noch acht Stunden

Die Bedeutung von Geld ist: ein Sicherheitsfaktor, jedoch zählt am Ende nur Gesundheit und Zufriedenheit.

zur Erholung.“

Ein Buch, das mich berührt hat, ist … „Die Päpstin“ von Donna Woolfolk Cross.

Natürlich kennen die Mitarbeiter das Baby schon. „Schließlich saß ich hochschwanger im Unternehmen, ein Umstand, den man kaum verbergen kann. Oder will. Die Freude und Aufmerksamkeit haben mich gerührt. Die männlichen Mitarbeiter haben besonders auf mich geachtet. Als man mir sogar die Handtasche tragen wollte, habe ich mich dann aber doch gewehrt!“ Der kleine Luis Wegscheider hat auch schon eine Runde durchs Unternehmen gemacht und im jährlichen Weihnachtsfilm wurde er allen Mitarbeitern in einem Beitrag vorgestellt.

Die siebte Generation

Wie wird 2014?

Die Geburt von Baby Luis vor Kurzem hat Nicoles Zeitmanagement deutlich verändert. „Mein Sohn erhält Zeit und Aufmerksamkeit, wann immer er sie braucht. Im Vorfeld habe mich gut vorbereitet und organisiert. Das Geschäftsführer-Team um mich ist aufgrund der aktuellen Situation noch enger zusammengewachsen. Ich bin nun statt fünf bis sechs

Heuer wird ein spannendes und aufregendes Jahr für Alois Mayr Bauwaren, sagt Nicole Wegscheider. „Wir bauen z.B. derzeit die Ausstellungsflächen um, und bis Ende März werden die Bereiche Sanitär, Fliesen, Holz und Element in neuem Glanz erstrahlen!“ So wie die sechste und die siebente Generation … www.mayr-baustoffe.com

NICOLE WEGSCHEIDER

Wohin ich unbedingt reisen möchte … Nach Indien. Woran ich glaube … An das Gute im Menschen. In 20 Jahren werde ich … … meinem Sohn in seinem privaten wie im beruflichen Lebensweg unterstützend zur Seite stehen.

zur person Zum 150-jährigen Firmenjubiläum 2012 übergab KR Alois Wegscheider seiner ältesten Tochter Nicole die Geschäftsführung der Alois Mayr Bauwaren GmbH. Das Tiroler Unternehmen zählt zu den Flaggschiffen der Unternehmensgruppe. Nicole Wegscheider wurde bereits früh mit dem Baustoff-Imperium und den dazugehörenden Geschäftsbereichen vertraut gemacht. Durch ihre eigene, 2006 gegründete Firma WEGA Immobilien konnte sie mit Luxusbauprojekten in 1A-Lagen ihr Können und ihre Branchenkompetenz erfolgreich unter Beweis stellen. Nun steuert die junge Tiroler Unternehmerin den 150 Mitarbeiter starken Familienbetrieb und steht dabei – ganz im Stile ihrer Vorfahren – ihren Mann respektive ihre Frau an der Spitze des Traditionsunternehmens.


pe r son a l & m a n a ge me n t

Freitag, 17. Jänner 2014

careernetwork – 73

Psycho-Trend Emotionales Gehalt wiegt schwerer als Geld – Vorsicht: Lob ist nicht Anerkennung

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

„Bezahlt mich emotional!“ Anerkennung ist der mit Abstand wichtigste Faktor für das Engagement von Mitarbeitern. kennung) können Menschen Anerkennung austauschen – im persönlichen- und Unternehmensumfeld. Firmen können so eine nachhaltige Wertschätzungs- und Anerkennungskultur aufbauen. Das fördert nicht nur das Betriebsklima, sondern zeigt sich auch in Mitarbeiterengagement und Produktivität. In Schriftform wird die Anerkennung individuell formuliert und kann vom Empfänger immer wieder aufgerufen werden. Killmeyer: „Es braucht ein Instrument, das es ermöglicht, die eigene, aber auch die unternehmensweite Fähigkeit ‚Anerkennung geben’ zu entwickeln und am Leben zu halten.“ Als Führungskraft in international tätigen Firmen hatte Killmeyer schon vor Jahren bemerkt, wie sehr Anerkennung die Unternehmenskultur positiv beeinflussen kann. Diese Erfahrung speist seine Vision einer nachhaltigen Anerkennungskultur. Ende 2011 gründete er mit der Marketing-Managerin Anne Killmeyer das gemeinsame Unternehmen und baute den Online-Dienst auf. Philipp Sackl folgte 2013 als dritter Geschäftsführender Gesellschafter. Das Wiener Start-up hat rund eineinhalb Jahre in die Entwicklung des Online-Dienstes plus Umfeld investiert, seit dem Vorjahr ist die Plattform online. Im beruflichen Kontext kann der Dienst ab 10 €/Monat je Teilnehmer genutzt werden, für Privatpersonen ist der Dienst kostenlos. www.kw-a.com

© Daniel Auer/Kraftwerk Anerkennung

Wien. Heutzutage will man im Beruf nicht als ausführende Nummer gesehen, sondern als Person mit individuellen Bedürfnissen wertgeschätzt werden. Das stellt Unternehmen und Projektteams vor neue Herausforderungen. Sicher ist das Gehalt ein wesentlicher Faktor für einen attraktiven Arbeitsplatz – doch gerade bei höherqualifizierten Mitarbeitern und Führungskräften sind die Wertschätzung der eigenen Person und Arbeit deutlich wichtiger. So hat die amerikanische Gesellschaft für Human Ressource Management in einer Studie Anerkennung als den mit Abstand wichtigsten Faktor für das Engagement der Mitarbeiter identifiziert – doppelt so einflussreich wie Gehalt und Bonifikationen. Dieses „emotionale Gehalt“ ist Fundament einer funktionierenden, positiven Unternehmenskultur. Wohl auch deswegen, weil Erhalt und Höhe des „emotionalen Gehalts“ nicht vom Goodwill des Unternehmens abhängig ist. Das Unternehmen muss lediglich die Rahmenbedingungen schaffen. Es sind die Mitarbeiter selbst und zwar über alle Hierarchieebenen hinweg, die sich gegenseitig emotionales Gehalt in Form von Anerkennung „auszahlen“.

Philipp Sackl, Anne und Patrick Killmeyer setzen auf das „Kraftwerk Anerkennung“.

winnen, mehr qualitätsvolle, ehrliche Anerkennung auszudrücken.“

konkrete Stärken bei anderen Menschen zu erkennen und diese auch anzusprechen“, sagt Patrick Killmeyer, Gründer und Ideengeber der Online-Plattform „Kraftwerk Anerkennung“. „Statt Menschen aufzubauen, sind wir Weltmeister im Kritisieren.“ Jedoch: „Man darf aber nicht den Fehler machen, Anerkennung mit Lob zu verwechseln.“ Lob sei eine Leistungsbeurteilung, sie wirkt von oben herab – Anerkennung hingegen hebt die Stärken hervor. Vom emotionalen Gehalt – das noch dazu zeitnah in Form von Anerkennung „ausbezahlt“ wird –, profitieren Unternehmen mehrfach: Anerkennung führt zu mehr Loyalität, Zufriedenheit, Vertrauen und letztendlich zu mehr Erfolg. Killmeyer: „Unsere Mission ist es, einzelne Menschen, Gruppen, Organisationen und letztendlich die gesamte Gesellschaft dafür zu ge-

Weltmeister im Kritisieren Wenn alle danach lechzen, warum erkennen und vor allem anerkennen wir die Stärken anderer nicht? „Die Schwierigkeit liegt darin, dass wir nicht gewohnt sind,

Wirtschaftlicher Erfolg Engagement lässt sich nicht kaufen. Für Gehalt und Bonifikationen erhalten Arbeitgeber von ihren Mitarbeitern Arbeitszeit und Zielerreichung, doch selten Einsatzfreude und Herzblut. Mitarbeiter, deren Stärken regelmäßig anerkannt werden, sind dafür engagierter und produktiver. Sie fühlen sich im Unternehmen wohl und bleiben auch an ihrem Arbeitsplatz. Der Austausch von Anerkennung trägt somit zu einem positiven Betriebsklima bei, verringert Fehlzeiten und reduziert ungewollte Fluktuation. Killmeyer hat sich diesbezüglich etwas einfallen lassen: Über die webbasierte Plattform kW-A (www.kw-a.com, Kraftwerk Aner-

Safety first!

Know-how-Export Die Food & Beverage-Lehrgänge werden mittlerweile an mehreren Standorten offeriert

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Bernhard Aichinger

Der Geschäftsführer der E-Conomix GmbH und Bezirksvorsitzender der JW Wels, Bernhard Aichinger, ist neu im Bundesvorstand der Jungen Wirtschaft Österreich. Dem 25-Jährigen ist die Start-up-Szene ein besonderes Anliegen.

Oliver Knop

Oliver Knop (49) ist neuer Geschäftsführer des italienischen Kaffeerösters Lavazza in Österreich und Deutschland. Knop war zuvor mehr als ein Dutzend Jahre in verschiedenen Positionen bei Colgate ­Palmolive tätig.

Promotion

Lavazza Österreich/BRD

© Lavazza

Junge Wirtschaft © WK OÖ/Lisi Specht

job

Hierzulande wurde die Academy vom österreichischen Zertifizierungsinstitut für Erwachsenenbildung, ÖCERT, offiziell akkreditiert. Der F&B Management Lehrgang ist eine sechs Monate dauernde, berufsbegleitende Ausbildung für engagierte Gastronomie- und Hotellerie-Mitarbeiter. Die Studierenden erwerben fachspezifisches Wissen im Bereich Controlling, Finanzen sowie Marketing und verbessern ihre Sozial- und Selbstkompetenz als Führungskräfte. In Wien beginnt die nächste Ausbildung am 10.3., für Oberösterreich und Salzburg starten die Lehrgänge am 28.4. und in München und Tirol gibt‘s weitere F&B Management-Ausbildungen ab dem 5.5. www.fbacademy.at

Priska Koiner Press’n’Relations

Priska Koiner (45) verstärkt als PR-Beraterin das Wiener Team von Press’n’Relations. Die Kommunikations­ expertin startete als Online-Redakteurin bei wienweb und wechselte dann in den Fach­ magazin-Journalismus.

Dejan Turk VIP mobile

© Telekom Austria

Corinna Gronewaldt (DeuZert), F&B Academy-Gründer Eduard Altendorfer.

Linz. Als erstes österreichisches Bildungsinstitut wurde die F&B Academy von DeuZert offiziell als Bildungseinrichtung in Deutschland anerkannt. Die akkreditierte Zertifizierungsstelle für die Bundesrepublik bestätigte, dass die „Food & Beverage Academy“ nun „ein zugelassener Träger nach dem Recht der Arbeitsförderung ist“. „Das zeigt, wie international anerkannt die Ausbildung zum Food & Beverage Manager über unsere Academy mittlerweile ist“, sagt Lehrgangsleiter Eduard Altendorfer, der die F&B Academy 2009 in Linz gegründet hat. „Wir expandieren jetzt zu den Nachbarn – am kommenden Montag, 20.1., startet der ausgebuchte erste F&B Management-Lehrgang in München.“

© R. v. Bakel/Press’n’Relations

© Netzwerk Gruppe, Linz

Linzer F&B Academy expandiert in die BRD

Die Meldungen vom Arbeitsmarkt sind derzeit wenig erbaulich: Allzu viele sind ohne Job, Wirtschaftsforscher geben nur vorsichtige Wachstumsprognosen ab. Dass die vergangenen „Krisenjahre“ mit all den dazugehörigen Berichten über Entlassungswellen und Personaleinsparungen bei den Arbeitnehmern Spuren hinterlassen haben, belegt eine aktuelle IMAS-Studie unter 1.000 Österreichern. Befragt, was ihnen im Berufsleben sehr wichtig sei, reihten 72 Prozent aller Befragten den Faktor Arbeitsplatzsicherheit an erste Stelle. Den zweiten Platz belegt mit 67 Prozent Zustimmung das Betriebsklima unter Kollegen. Erst dann folgt ein guter Verdienst (64 Prozent). Gleich danach spielen persönliche Wohlfühlfaktoren wie die Anerkennung der eigenen Leistung, selbstständiges Arbeiten sowie Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten eine Rolle. Mehr als die Hälfte hält es außerdem für wichtig oder sehr wichtig, dass der Job mit der Familie vereinbar ist und sich Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung bieten. Ein weiteres großes Thema: Die Möglichkeit zur freien Zeiteinteilung. Selbst wenn die Ergebnisse wenig überraschen, sind sie doch für Unternehmen von großer Relevanz: All diese Faktoren werden von möglichen Kandidaten bei ihrer Jobsuche gecheckt – und von bestehenden Mitarbeitern geschätzt oder vermisst. Denn letztlich läuft alles darauf hinaus, dass sich Arbeitnehmer im Job wohlfühlen wollen. Und dazu gehört Sicherheit. Sowohl die wirtschaftliche als auch jene, die sich einstellt, wenn der Job zur eigenen Persönlichkeit mit ihren Bedürfnissen passt.

Die serbische Tochter der Telekom Austria Group, Vip mobile, hat Dejan Turk zum neuen CEO und CMO ernannt. Turk hatte seine TA-Karriere 2004 als Leiter des Bereichs Marketing & Sales des slowenischen Betreibers Si.mobil begonnen.


74 – careernetwork

short

© Panthermedia.net/Rhonda Ramadge

Unternehmens-Doping in Linz am 12. Februar

pe r son a l & m a n a ge m e n t

Freitag, 17. Jänner 2014

Monster-Studie 2014 Job-Belastungen werden immer stärker – Frauen leiden darunter besonders stark

Für fast alle ist der Druck am Arbeitsplatz gestiegen Meinungsklima in Österreich: „Mit Burnout ist man kein Tachinierer – die Krankheit ist ernst zu nehmen.“

Profit-Recruiting: Erfolgreiche Integra­ tion von Menschen mit Behinderung.

Linz. Die Veranstaltungsreihe „Profit-Recruiting“ macht nach dem erfolgreichen Start in Wien am 12.2. erstmals auch Station in der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Die Organisatoren Career Moves, CM Creative und die WKOÖ zeigen, wie man bei der Einstellung neuer Mitarbeiter gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends erfolgreich umsetzen kann. Das vierstündige Zukunftsseminar ist für Unternehmer kostenlos. Profit-Recruiting bietet kompakte Wissensvermittlung mit Top-Referenten zum Zukunftsmarkt „Disability“ und PowerNetworking mit relevanten Akteuren in jedem Bundesland. Profit-Recruiting wird vom Bundessozialamt gefördert.  www.profit-recruiting.com

Aktuelle Gehälter im Austro-Finanzwesen Wien. Laut Personaldienstleister Robert Half kann ein Controller mit mehr als sechs Jahren Erfahrung derzeit mit einem Jahresbruttogehalt ohne Boni und Zusatzleistungen zwischen 64.000 und 80.000 € rechnen. Einen Bilanzbuchhalter mit gleicher Berufserfahrung erwartet ein Jahresbruttoverdienst zwischen 50.000 und 65.000 €, den BuchhaltungsChef zwischen 72.000 und 97.000 €. www.roberthalf.at

Ausbildung in der Beauty- & Stylingwelt

Wien. Rund 48% der unselbstständigen Erwerbstätigen werten Burnout als eine „ernst zu nehmende Krankheit durch Überlastung im Beruf, für die auch private Ursachen verantwortlich sind“, so eine Kernaussage der vierten repräsentativen „Monster Jobwechsler Studie“. Für 33% ist Burnout „eine schwerwiegende Krankheit, die sich durch steigenden Druck und Geschwindigkeit am Arbeitsplatz in Zukunft häufen wird“. Nur 12% finden, dass „Burnout eine Modeerscheinung ist und von den betroffenen Arbeitnehmern oft vorgeschoben wird“. „Unsere Studie zeigt, dass die Bevölkerung weiter ist, als so manche politische Gruppe, die den Grund für Burnout nur in der Arbeitswelt ortet“, kommentiert Barbara RiedlWiesinger, Country Manager & Sales Director Monster Worldwide Austria GmbH. „Das Thema Burnout ist in der Bevölkerung angekommen“, ergänzt Paul Eiselsberg, Senior Research Director IMAS International. „Das zeigt sich auch darin, dass sich berufsorientierte Menschen rund um das Thema Burnout nicht anders äußern als Personen, die sich selbst als freizeitorientiert einstufen.“

© Monster

PAUL CHRISTIAN JEZEK

Barbara Riedl-Wiesinger: „Eine deutliche Mehrheit in der Bevölkerung sagt, dass von Burnout Betroffene keine Tachinierer sind.“

(11) sowie „Leistungs- und Termindruck“ oder „Müdigkeit“ (9%).

Deutlich mehr Belastungen 41% der unselbstständig Erwerbstätigen vertreten „voll und ganz“ die Ansicht, „dass die Belastungen am Arbeitsplatz in den letzten Jahren stark zugenommen haben, 46% stimmen dieser Aussage einigermaßen zu. 9% haben nicht den Eindruck, dass der Druck am Arbeitsplatz gestiegen ist. „Es gibt also nur wenige unselbstständige Arbeitnehmer, die nicht den Eindruck haben, dass der Druck am Arbeitsplatz gestiegen ist (9%)“, folgert Riedl-Wiesinger. „Ein Grund dürfte sein, dass immer mehr finden, dass

Psychophysische Prozesse Mit Burnout assoziieren die Österreicher primär zwei psychophysische Prozesse: „Überlastung bzw. Überforderung allgemein“ (28%) und „Stress allgemein“ (25%). Relativ häufig nennen sie auch „zu hohes Arbeitspensum“ (14), Energieund Antriebslosigkeit (13), einen „ausgebrannten Zustand“ (13) oder sogar „totale Erschöpfung, Zusammenbruch“ (12) und „Depressionen“

alles schneller geworden ist, wobei auch die elektronischen Medien einen wesentlichen Teil zu dieser Beschleunigung beitragen.“ Frauen sind merklich häufiger als Männer vorbehaltlos der Meinung, dass die Belastungen am Arbeitsplatz stark gestiegen sind.

auf die Wichtigkeit der „Anerkennung der Arbeitsleistung“ (51%). 49% setzen auf „viel Bewegung und Sport“ und 48% auf eine „sinnvolle Freizeitgestaltung mit genügend Erholungsphasen“ zur BurnoutPrävention. Frauen messen den „privaten“ Aspekten zur Vermeidung von Burnout teilweise deutlich mehr Gewicht bei als Männer. „In Österreich wird das Thema Burnout von Interessengruppen vereinnahmt“, kritisiert Kurosch Yazdi von der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg in Linz. „Je nach Interessenlage wird für die Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerseite argumentiert. Letztlich liegt aber die Verantwortung für Burnout bei beiden Gruppen.“ www.monster.at www.jobpilot.at

Präventionsmaßnahmen „Wenig Stress im Büro, also ein gut zu bewältigendes Arbeitspensum“, wird an vorderer Stelle als „besonders wichtige“ Präventivmaßnahme zur Vermeidung von Burnout gesehen, ebenso die persönliche „Fähigkeit, sich selbst gut entspannen zu können“ (je 55%), 53% verweisen auf die hohe Bedeutung „geringen Termindrucks“ und

Karriere-Erwartungen Allianz Arbeitsmarktbarometer

Personalberater Neuer Eigentümer setzt auf Wachstum

Wien. Die ersten Berufsjahre verlaufen für die Mehrheit der Menschen in unserem Land erfreulich: 55% geben für das Allianz Arbeitsmarktbarometer an, dass ihre Erwartungen zumindest großteils erfüllt wurden. Nette Arbeitskollegen, gute Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes und flexible Arbeitszeitgestaltung stehen hier oft auf der Habenseite. Mehr als 70% der 16- bis 30-jährigen Berufstätigen streben daher in absehbarer Zeit keinen Jobwechsel an. „Während der berufliche Alltag insgesamt meist positiv erlebt wird, können Gehaltsentwicklung und Karriereperspektiven für junge Menschen aber mit den Erwartungen häufig nicht Schritt halten“, warnt Inge Schulz, Leiterin des Bereichs Human Resources der Allianz Gruppe in Österreich. Nur 46% der jungen Österreicher seien mit ihrem Gehalt einverstanden, gar nur 39% mit ihren beruflichen Aufstiegschancen. Auch bei den Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung hapere es: Nur rund die Hälfte sei damit zufrieden. Die Allianz-Studie kommt zu ähnlichen Resultaten wie Markus

Wien. Talentor International, ein europaweit auf Executive Search spezialisiertes Unternehmen, hat mit Herbert Ecker (50) einen Fachmann für die Personalsuche im Top-Management an Bord geholt, der die Marke hierzulande etablieren soll. Talentor ist bereits in 17 Ländern in West-, Nord- und Osteuropa fest verankert und soll weiter ausgebaut werden. Ecker war viele Jahre Geschäftsführer eines globalen Executive Search-Unternehmens in Wien und leitete zuletzt, ebenfalls als Geschäftsführer, die österreichische Niederlassung einer deutschen Personalberatung. Die Talentor Gruppe wurde 2003 in Helsinki gegründet. Im Jänner 2013 hat ePunkt, einer der größten Personalberater in Österreich, das Unternehmen übernommen. Der neue Eigentümer will das internationale Netzwerk weiter ausbauen. „Wir wollen mit der Marke Talentor den Bereich Executive Search in Österreich abdecken und uns auf die länderübergreifende Personalsuche fokussieren. Mit Herbert Ecker haben wir einen erfahrenen Branchenkenner für den Auf- und

Wien. Das Familienunternehmen Bundy Bundy offeriert u.a. „Lehre mit Matura“. Spezielle Schulungen finden in den firmeneigenen Trainingszentren „H Studio“ und in der „­training Academy“ statt, die über die gesamte Infrastruktur und Ausstattung eines regulären Salons verfügen. Nach der Lehrzeit warten diverse Karrieremöglichkeiten: Top-Stylist, Team Manager, Führungskraft, Fachtrainer oder Mitglied im Bundy Bundy artistic team, das bei internationalen Trend-Shows auf der Bühne steht. Mehr als die Hälfte der Stylisten bei Bundy Bundy sind Mitarbeiter, die schon ihre Lehre im Unternehmen absolvierten.  www.bundy.at

Inge Schulz, Human ResourcesChefin bei Allianz Österreich.

Ausbau in Österreich gewonnen“, erklärt ePunkt Talentor International-Geschäftsführer Michael Sarsteiner. Ein wesentliches Qualitäts- und Erfolgskriterium ist die länderübergreifende Verwendung des eRecruiters, einer standardisierten Bewerbermanagement-Software. Damit können die Klienten von Talentor den gesamten Suchprozess in übersichtlicher Form verfolgen. www.talentor.at

© ePunkt/Christian Huber

Friseurunternehmen Bundy Bundy sucht 45 Lehrlinge an 18 Standorten.

Zink von willhaben.at (siehe S. 75): Etwa 2/3 der Unter-30-Jährigen suchen ihre Stelle vorzugsweise auf Internet-Plattformen, etwas mehr als die Hälfte in Zeitungen (53,8%). Initiativbewerbungen sind eher selten, und nur wenige schreiben mehr als fünf Bewerbungen, ehe sie den passenden Job gefunden haben. Interessant: Der erfolgreichste Weg zu einer Anstellung führt immer noch über die Vermittlung durch Freunde und Bekannte.

© Allianz

© Bundy Bundy

Berufseinsteiger ohne Perspektiven Talentor jetzt auch in Österreich

Executive Search-Experte Herbert Ecker wird seit Kurzem bei Talentor fündig.


au s - & we i t e r b i l dun g

Freitag, 17. Jänner 2014

careernetwork – 75

Aktuelle Analyse Der Arbeitsmarkt verlangt mehr Flexibilität und Teilzeitjobs, die Wechselbereitschaft erreicht einen neuen Rekordstand

Die 7 wichtigsten Job-Trends 2014 PAUL CHRISTIAN JEZEK

Wien. Markus Zink vom Kleinanzeigenportal willhaben.at definiert die aus seiner Sicht wichtigsten Entwicklungen für Jobsuchende und Arbeitgeber: 1. Die Wechselbereitschaft erreicht einen neuen Rekordstand: 41% aller Arbeitnehmer informieren sich regelmäßig über die aktuelle Jobsituation. Nur 48% sind mit ihrer beruflichen Tätigkeit zufrieden und streben keine berufliche Veränderung an. Je höher der Bildungsgrad, desto höher ist die Wechselbereitschaft, bestätigt eine aktuelle GfK-Studie 2. Der Arbeitsmarkt verlangt mehr Flexibilität und Teilzeitjobs: Das Angebot an Teilzeitjobs steigt und die Firmen wünschen sich mehr Flexibilität der Arbeitnehmer im Bezug auf Überstunden und Verfügbarkeit am Tagesrand bzw. Wochenende.

3. Mobile und Online sind bei der Jobsuche im Vormarsch: willhaben.at hat eine Steigerung von 148% bei den mobilen Zugriffen (428% inkl. App) im Vergleich zum Vorjahr registriert – ein Trend, der sich 2014 nochmals verstärken wird. Online-Jobbörsen haben sich endgültig als beliebtester Kanal für die Jobsuche etabliert.

Zu wenig echte Fachleute 4. Der Fachkräftemangel verschärft sich: Wenn qualifizierte Fachkräfte gesucht werden, bekommen die Firmen auf ausgeschriebene Stellen weniger Bewer-

bungen als früher und deren Qualität verschlechtert sich spürbar. Dafür wächst das Gehaltsniveau für diese Personengruppe überdurchschnittlich. 5. Zauberwort Recrutainment: Schlaue Firmen versuchen, gutes Personal über diese Mischform aus Recruiting und Entertainment zu gewinnen. Dabei führen OnlineSpiele zum Bewerbungsformular, und interaktive Tools fungieren als Teil digitaler Employer BrandingStrategien. 6. Mehr Druck auf Jobsuchende: Obwohl die Beschäftigung hierzulande neue Höchststände erreicht, stieg die Arbeitslosigkeit zuletzt auf

mehr als 380.000 Menschen. Den Prognosen zufolge wird die Arbeitslosigkeit heuer auf 7,9% klettern – seit dem Zweiten Weltkrieg war die Quote mit 8,7% nur 1953 höher. Dieses makroökonomische Umfeld belastet Arbeitssuchende, da sie sich im Normalfall gegen mehr Mitbewerber durchsetzen müssen. 7. EPUs boomen: Trendstudien zeigen, dass Ein-Personen-Unternehmen besonders stark boomen. Laut Experten machen EPUs die Wirtschaft widerstandsfähiger – der Schritt in die Selbstständigkeit ist also Überlebensstrategie und Karrierechance zugleich. www.willhaben.at

© willhaben.at

Jobsuche: Mobile und Online im Vormarsch, der Druck auf Arbeitssuchende steigt weiter.

willhaben.at Job & Karriere-Chef Markus Zink erklärt die aktuellen Jobtrends.

JKU Medizinische Fakultät

Med kommt bald Linz. Mit dem Ministerratsbeschluss vom 15.1. zur 15a-Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Oberösterreich wurde ein weiterer entscheidender Schritt zur Realisierung der Medizinischen Fakultät an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz gesetzt. Ausstehend ist „nur“ mehr der Beschluss im Nationalrat. Mit dem Wintersemester 2014/15 sollen an der JKU die ersten Studierenden der Humanmedizin ihr Studium beginnen – zunächst in Kooperation mit der Medizinischen Universität Graz, wo der vorklinische Teil des Bachelorstudiums abgehalten wird. Das aufbauende Masterstudium, das im Wintersemester 2017/18 starten soll, wird dann gänzlich an der JKU durchgeführt. www.jku.at/humanmedizin

Business Administration

Neuer Lehrgang Krems. Der neue Bachelorstudiengang „Business Administration“ entstand in enger Zusammenarbeit zwischen führenden Wirtschaftsunternehmen und der Kremser Fachhochschule. Mit den Schwerpunkten Corporate Communications und International Project Management ist der englischsprachige Studiengang perfekt auf eine Karriere in der internationalen Unternehmenswelt zugeschnitten. Im Herbst geht‘s los. www.fh-krems.ac.at

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Universitätslehrgang Werbung & Verkauf Unsere Absolventen sind Aufsteiger Niklas Duffek vom Wiener Burgtheater ist erfolgreicher Absolvent unseres Universitätslehrganges. Er startete seine Karriere in der Marktforschung bei Fessel-Gfk und wechselte danach zur mobilkom austria. Dort begleitete er den Aufbau des Unternehmens und leitete zuletzt den Bereich Marketing Communications mit 18 Mitarbeitern. Heute ist er als stellvertretender kaufmännischer Geschäftsführer am Wiener Burgtheater für die Vermarktung einer der renommiertesten deutschsprachigen Bühnen verantwortlich.

© IMC FH Krems

werbung.verkauf@wu.ac.at, +43-1-313 36-4612, werbelehrgang.at Berufsbegleitende Universitätslehrgänge der WU Executive Academy.

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