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13. JAHRGANG NO. 1723

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freitag/samstag/sonntag, 15.– 17. November 2013

P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien,  Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

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TREVISION

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bluforce group-Chef Bernd Löschenbrand über die Kooperation mit Lidl  Seite 9

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27.10.2005

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BWB-kodex lähmt den handel

Eine Expertenrunde thematisiert die Angst der Branche, Fehler zu machen  Seite 18

© EPA/Daniel Reinhardt

mehr als „Two Hypes“

© Spar/Michael Gruber

© Andreas Hechenberger

www.trevision.at zu tief gesunken?

Zinssenkungen lösen meist Freude aus – nicht  so bei der letzten Aktion der EZB …  Seite 34

Partnerschaft Coca-Cola Österreich und Fußballstar David Alaba gehen gemeinsame Wege

Alaba wird das neue Coca-Cola-Testimonial

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Volltreffer Bayern ­München-Legionär und ÖFB-Team­spieler David Alaba, eben zu Öster­reichs Sportler des Jahres 2013 gekürt, wird neues Aushängeschild von Coca-Cola. Er ­möchte Jugendlichen Freude an Sport und ­Bewegung vermitteln. Seite 4

inhalt

© panthermedia.net/Auremar

prime news & market watch > Marketagent.com über „das nächste große Ding“  5

> Feature: Lebensmittel für jede Lebensphase? 

6/7

marketing & media > APA-IT: Medienkonsum auf mobilen Endgeräten  11 > Außenwerbung mit neuem Affiche-Rhythmus  12

40 46

© panthermedia.net/Cathy Yeulet

business weekend > Steuern: Jetzt an den Stellschrauben drehen  > Business Intelligence: Die nächste Generation 

> Krankenhaus: Wartezeiten extrem unterschiedlich  58 > Neue Plattform vertritt Autofahrer-Interessen  64

medianet erscheint vier Mal/Woche.Print­ ausgabe: Dienstag und Freitag; Mittwoch und ­Donnerstag erhalten Sie unsere Digitalausgabe.

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© Coca-Cola/Andi Bruckner

retail > Ringstrassen-Galerien: Alles fürs Business-Outfit 19 > Handels-Kollektivvertrag mit Doppelabschluss  20

Talk Gate

Wie viel Technologie verträgt unser Bauch? Dienstag, 3. 12. 2013 18:30 Uhr, Tech Gate Vienna Podiumsdiskussion u. a. mit Dr. Franz Fischler und Dr. Hans-Ulrich Grimm Anmeldung: www.techgate.at/tgmedianet

David Alaba und Philipp Bodzenta, Unternehmenssprecher von Coca-Cola Österreich.


C OV E R

Freitag, 15. November 2013

© Coca-Cola/andibruckner.com

4 – medianet

Partnerschaft David Alaba, Sportler des Jahres 2013, wird das neue Testimonial für Coca-Cola Österreich

„Überall, wo ich Fußball spiele, ist Coca-Cola“

Sportreporter-Legende Michael Kuhn, Präsident von Sports Media Austria, überreicht David Alaba die Trophäe für seinen Sieg bei der Sportlerwahl 2013 im Rahmen eines PR-Termins mit dessen neuen Partner Coca-Cola.

Für Coca-Cola ist Alaba ein „authentisches Vorbild für junge Sportfans“, das viel bewegen kann. mathieu völker

Wien. David Alaba, Österreichs Sportler des Jahres 2013 und international hochbegehrter Fußballspieler, wird das neue Testimonial für Coca-Cola Österreich. Laut Coca-Cola unterstreiche diese Zusammenarbeit das Bekenntnis des Unternehmens, „einen aktiven Lebensstil zu fördern und Menschen für Sport und Bewegung zu begeistern“. Ein Schwerpunkt der neuen Kooperation wird auch der Coca-Cola Cup sein. Man betont außerdem, dass die Familie Alaba für „gelungene Integration“ stehe

– ein wichtiger Wert, für den man sich auch in Zukunft gemeinsam einsetzen will.

Lange Fußball-Tradition Der Getränkekonzern kann auf eine lange Tradition in Sachen Fußball verweisen: Neben der Partnerschaft mit FIFA und UEFA ist Coca-Cola auch langjähriger Partner des ÖFB, mit dem seit fast zehn Jahren der Coca-Cola Cup ausgerichtet wird, der drittgrößte CupBewerb Österreichs. Im Rahmen der neu ins Leben gerufenen Kooperation wird David Alaba auch

Botschafter für den Coca-Cola Cup werden. „Die Familie Alaba und CocaCola sind seit geraumer Zeit freundschaftlich miteinander verbunden, wir teilen Werte wie Sport, Musik, Integration und Familie. Gemeinsam möchten wir diese Werte in Zukunft in enger Kooperation fördern“, beschreibt Philipp Bodzenta, Unternehmenssprecher von Coca-Cola Österreich, die Motive für die Zusammenarbeit. „Wir freuen uns sehr, David dabei zu unterstützen, als Vorbild viel zu bewegen und diese Werte verstärkt zu transportieren.“ „Coca-

Cola ist eine Weltmarke“, ergänzt David Alaba. „Überall, wo ich Fußball spiele, ist Coca-Cola. Eigentlich ist überall, wo Fußball ist, Coca-Cola. Es macht mich stolz. Coke ist eine Weltmarke, die mir viele Möglichkeiten eröffnet.“ Ge-

„Ich möchte den ­Jugendlichen die ­Freude und Begeisterung für den Sport und die Bewegung an sich vermitteln.“

Förderung Coca-Cola unterstützt den „Integrationspreis Sport“

Sport und Integration Wien. Philipp Bodzenta, Unternehmenssprecher von Coca-Cola Österreich, betonte während der Präsentation der Kooperation mit David Alaba die gegenseitige Bereicherung von Sport und Integration. Dies zeige auch der Integrationspreis Sport, der vom Österreichischen Integrationsfonds verliehen und von Coca-Cola unterstützt wird: „Es ist beeindruckend, welche Projekte jährlich beim Integrationspreis Sport eingereicht werden“, so Bodzenta. „Die Familie Alaba steht wie kaum eine andere für gelungene Integration und nimmt auch in diesem Bereich eine Vorbildfunktion ein.“ Ein weiteres Projekt, das Coca-Cola in diesem Zusammenhang unterstützt hat, war die Competition „Sag‘s multi“, die vom Verein „Wirtschaft für Integration“ getragen wird. Dabei handelt es sich um „den mehrsprachigen Redewettbewerb in Österreich, bei dem die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen zwölf und zwanzig Jahren in ihrer Rede zwischen Deutsch und ihrer Muttersprache wechseln“, erklärt Ali Rahimi, stellvertretender Obmann des Vereins. Für dieses Projekt entwarf der Künstler Ludwig Attersee im Vorjahr drei Motive für die Coca-Cola-Weihnachtsdosen; Coca-Cola spendete dem Verein für den Redewettbewerb insgesamt 30.000 €.

David Alaba

meinsam mit Coca-Cola will er „viel Positives bewirken. Meine Rolle als Botschafter des Coca-Cola Cups ist einfach: Ich möchte den Jugendlichen die Freude und Begeisterung für den Sport und Bewegung an sich vermitteln.“

Vorbild für die Jugend Einer der Gründe, warum sich der Softdrink-Hersteller für eine Zusammenarbeit mit Alaba engagiert hat, seien seine sportlichen

Attribute, die ihn „zu einem authentischen Vorbild für junge Sportfans machen“: „Coca-Cola möchte Menschen zusammenbringen – egal, welcher Nation, Religion und Kultur. Davids Familie ist ein gelungenes Beispiel für diesen Gedanken und wir möchten mit dieser Partnerschaft auch in diesem Zusammenhang Zeichen setzen“, so Angela Moser, Senior Marketing Activation Manager bei Coca-Cola.

„Coole Sache“ Alaba reiht sich in eine lange Liste von internationalen TopSportlern ein, die mit Coca-Cola zusammengearbeitet haben. Alaba dazu: „Luis Figo, Ruud van Nistelrooy waren mit dabei – und aktuell arbeiten auch meine Teamkollegen bei Bayern, Manuel Neuer und Xherdan Shaqiri, eng mit Coca-Cola zusammen. Ich habe schon mit Shaqiri und Neuer geredet, dass ich jetzt auch im Team von CocaCola bin. Coole Sache!“ Als Markenrepräsentant wird Alaba in Zukunft bei verschiedenen Anlässen für Coca-Cola auftreten und auch in der klassischen Unternehmenskommunikation in Erscheinung treten. Angela Moser erläutert dazu: „Gemeinsam mit David Alaba werden wir die FIFA WM 2014 in Österreich würdigen und den heimischen Fans unvergessliche Fußballmomente ermöglichen.“


p r im e n e w s

Freitag, 15. November 2013

medianet – 5

MaFo Marketagent.com-Gründer Thomas Schwabl präsentierte die weltweiten Trends und Entwicklungen in der Markt- und Meinungsforschung

Mobile: „Das nächste große Ding“ Wien. Für die Online-Marktforscher von Marketagent.com ist die Zukunft der Marktforschung klar digital ausgerichtet: Mobile Umfragen auf Smartphones und Tablets werden zur „fixen Größe“, prophezeite Marketagent-Gründer Thomas Schwabl. Ergänzend will Schwabl auch auf „Social Media Monitoring“ setzen. „‚Pencil-andpaper-Umfragen‘ sterben aus“, sagte er bei einem Pressegespräch am Mittwoch. Vorgestellt wurden die aktuellen Entwicklungen am weltweiten Markt für Markt- und Meinungsforschung und die Ergebnisse der aktuellen Studie „Digital Research-Barometer 2013“, einer Befragung von Marktforschungsauftraggebern aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zum Status quo und zum Potenzial der digitalen Forschung.

Interviews 12% des Branchenumsatzes erwirtschaftet. Innerhalb der letzten fünf Jahre sind somit die Ausgaben für die „Marktforschung per Mausklick“ von knapp 6,5 Mrd. USD (4,8 Mrd. €) im Jahr 2008 auf 11,3 Mrd. USD (8,4 Mrd. €) im Jahr 2012 gestiegen.

Thema „Social Media“ Das Digital Research-Barometer bescheinigt der webbasierten sowie der mobilen Markt- und Meinungsforschung das größte Zukunftspotenzial unter den quantitativen Methoden. Konkret gehen 36% der Branchenkenner davon

aus, dass sich der Bedeutungszuwachs von Online-Research als quantitative Erhebungsmethode fortsetzt; aber auch im qualitativen Bereich wird die Relevanz der Online-Methodik laut jeder fünften Expertenmeinung stark zunehmen (18,5%). Mobile Research – laut Schwabl „das nächste große Ding“ – wird mit 35% ein ebenso großes Potenzial wie der Online-Marktforschung zugeschrieben. Ebenfalls an Relevanz wird nach Meinung der Branchenkenner Social Media Monitoring gewinnen – vor allem für Stimmungsanalysen (78,8%), Trendanalysen (67,1%) und als Frühwarnindikator (56,5%). (sb)

© ps

Umfragen auf Smartphones und Tablets werden an Bedeutung zulegen.

Thomas Schwabl: „‚Pencil-and-paper-Umfragen‘ sterben langsam aus.“

Umsätze stagnieren Insgesamt wurden 2012 weltweit 39,1 Mrd. USD (29,1 Mrd. €) in der Marktforschungsbranche erwirtschaftet. Die Umsätze stagnieren: Gegenüber 2011 verzeichnete man ein Netto-Wachstum von 0,7% (inflationsbereinigt). Mit 40% entfällt der größte Anteil des weltweiten MaFo-Umsatzes auf Europa (15,6 Mrd. USD; 11,6 Mrd. €), das gegenüber 2011 einen leichten Netto-Umsatzrückgang von 1,2% verzeichnete. In Österreich betrug der Marktund Meinungsforschungsumsatz 2012 175 Mio. USD (136 Mio. €), ein Minus von 1,6% im Vergleich zum Vorjahr. 77% des weltweiten MaFoUmsatzes wurden im Vorjahr über quantitative Methoden generiert, 17% über qualitative Ansätze und sechs Prozent über sonstige Methoden. Der weltweit wichtigste Umsatzbringer ist Online-Research, die im Jahr 2012 27% des weltweiten MaFo-Umsatzes ausgemacht hat. Mit telefonischen Befragungen wurde im Vorjahr dagegen nur mehr 13% und mit Face-to-face-

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Wo kann ich meine Kreativität ausleben?

Was kann ich zur globalen Nachhaltigkeit beitragen?

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Mega-Jobabbau Wien/Lenzing. Der Personalabbau beim Faserhersteller Lenzing ist noch größer als angenommen. Auch die meisten der rund 300 TechnikLeiharbeiter am Standort Lenzing, Oberösterreich, müssen gehen, gab Unternehmenschef Peter Untersperger am Donnerstag bekannt: „Wir werden die Zahl massiv zurückfahren.“ Am Mittwoch hatte das Unternehmen mitgeteilt, in Oberösterreich 390 Jobs abzubauen. Darüber hinaus fallen 210 Stellen in China und Indonesien weg.  (APA)

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Lenzing-Chef Untersperger: Kosten bis 2015 jährlich um 120 Mio. € reduzieren.


f eat u re

6 – medianet

Freitag, 15. November 2013

feature@medianet.at

Perfekte Anpassung? Geldanlagen für jede Lebensphase, Absicherung für jede Lebens­ phase, Verhütung für jede Lebensphase ... Aber gibt es auch das passende Lebensmittel für jede Lebens­phase? Und ist das überhaupt gewünscht? Das deutsche rheingold Institut hat eine tiefen­ psychologische Studie durchgeführt, um diese Frage zu klären. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

Alterslose Essgelüste Alexandra Binder

E

s ist ein Faktum: Auf die Bedürfnisse der Konsumenten zugeschnittene Produkte haben unbestritten das größte Marktpotenzial. Lebensmittel sind da keine Ausnahme. Aber wie weit ist das Zuschneiden uns angenehm? Wie wäre es zum Beispiel mit Produkten, die einer bestimmten Lebensphase angepasst sind? Hält die Zukunft Best-Ager-Teller und Co. für uns bereit? Und wer will das überhaupt? Genau diesen Fragen stellte sich jetzt das rheingold Institut im Auftrag der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft im Rahmen einer Studie. 50 Verbraucherinnen erklärten sich zu zweistündigen ,Face-toface-Interviews‘ zu ihrer aktuellen Ernährungswirklichkeit bereit, gaben willig psychologisch vertiefende Auskunft über ihre Ernährungsbiografie und führten über eine Woche ein sogenanntes Consumption Diary. In Letzterem hielten sie fest, in welchen Situationen und unter welchen Rahmenbedingungen sie welche Lebensmittel konsumierten. In der Stichprobe wurden zudem relativ pragmatisch gefasste ,Lebensphasen‘ berücksichtigt: Phase 1 – Versorgt werden durch die Eltern, Phase 2 – Loslösung aus der elterlichen Versorgung, Phase 3 – Partnerschaft in gemeinsamer Wohnung (DINKs – Double Income, No Kids), Phase 4 – Elternschaft, kleine Kinder, Phase 5 – Elternschaft, ältere Kinder, Phase 6 – Empty Nester.

Es menschelt im Kühlschrank Was zeigte sich beim Blick in die Kühlschränke bzw. die detaillierten ,Consumption Diaries‘? Allem voran Menschliches. Da fand sich neben fettarmem Hedl-Aufschnitt vollfette Mousse au Chocolat. Da kochten wochenends die selben Menschen mit Bio-Zutaten, die sich unter der Woche schon mal eine TiefkühlPizza in den Ofen schoben. Ob man es mit einem 20-jährigen Single oder einem 60-jährigen Best Ager zu tun hatte – das konnte man an

den konsumierten Produkten allerdings kaum ablesen. Lediglich Familien mit kleinen Kindern ließen sich einigermaßen sicher anhand ihres – durchwegs größeren und volleren – Kühlschranks identifizieren, der spezielle Produkte (Paula-Pudding, Kinder Pingui, etc.) enthielt.

Stichwort Alterslosigkeit Woher kommt diese relative Alterslosigkeit bei den Ess-Gewohnheiten?, fragten sich die reingold-Marktforscher daraufhin. Und: Wie kann es sein, dass sehr unterschiedliche Menschen, die in sehr unterschiedlichen Lebensphasen stecken, auf der Ebene der gekauften Lebensmittel-Produkte anscheinend so viele Gemeinsamkeiten haben? Liegt es an fehlenden Ausdrucksmöglichkeiten, also an einem Mangel an phasendifferenzierend und phasenspezifisch positionierten Produkten? Oder fehlt es einem solchen Ansatz einfach an Relevanz, weil das Thema Ernährung und die tagtäglichen Kaufentscheidungen von ganz anderen, weitgehend „alterslosen“ und phasenunabhängigen Faktoren beeinflusst werden?“

Das Akzeptanzproblem Die Antwort auf die Frage nach der Alterslosigkeit: Es gibt ein Relevanzproblem, ja sogar ein Akzeptanzproblem. Oder um in den Worten der Forscher zu sprechen: „Ein expliziter Bezug auf spezifische Lebensabschnitts-Themen ist für die Verbraucher kein kaufrelevantes Kriterium, wenn es um den Lebensmittelkauf geht.“ Will heißen: Es ist kein Bedürfnis nach „Lebensabschnitts-Produkten“ in der Studie zu erkennen. Biografische ‚Phasenwechsel‘ (z.B. von ‚Eltern‘ zu ‚Empty Nester‘) seien, so die Autoren der Studie, zwar mit Umstellungen auch der Ernährungsgewohnheiten verbunden, aber dazu brauche es aus Verbrauchersicht keine ‚phasenspezifischen Spezialprodukte‘. „Die Konsumenten haben Probleme,

sich vorzustellen, über welche konkreten Produkteigenschaften eine glaubhafte, nachvollziehbare Differenzierung nach Lebensphasen bei Lebensmitteln erfolgen könnte.“ Sie stellen sich Fragen wie: Was soll eine TK-Pizza für Best Ager sinnvollerweise von einer TK-Pizza für Singles, DINKs oder Familien unterscheiden? Zwar kennt man Vorbilder aus anderen Produktsegmenten – z.B. der Hautpflege („Für

die Vorstellung, auf die Zugehörigkeit zu einer Lebensphase reduziert und auf ein statisches und als eher ‚äußerlich‘ empfundenes Datum festgenagelt zu werden. Als Beispiel dient der ‚Familienvater‘, der in früheren Zeiten noch eine gewisse normative Kraft hatte: War es doch nicht ungewöhnlich, wenn Eltern sich gegenseitig mit ,Mutti‘ und ,Vati‘ ansprachen. Heute aber will ein Vater nicht mehr nur ,Vati‘, eine Mutter nicht mehr nur ,Mutti‘ sein. Der moderne Konsument wolle zumindest optional alles sein können, sich jederzeit verändern und verwandeln können: „Die Abneigung gegen eine Festlegung auf ‚alte‘ Rollenmodelle zeigt sich auch und gerade bei der älteren Generation.“

Rückschlüsse? No way

Die Vision, sich zukünftig im Supermarkt dazu genötigt zu fühlen, seinen Einkaufswagen lebensphasen­ gerecht zu befüllen, ist den Konsumenten unangenehm, ja sie ver­weigern sich diesem ­Gedanken ­regelrecht.“ G u i d o O p pe n h ä u se r DLG-Presereferent www.dlg.de

die Haut ab 40“), die mit physiologischen, altersbezogenen Argumenten arbeiten: „Aber ein Food Produkt, das so argumentiert, positioniert sich als ‚Functional Food‘, als Spezialfall mit spezifischer Indikation.“ Der moderne Verbraucher, bringen es die Marktforscher auf den Punkt, sträube sich gegen

Letztlich, sagen Marktforscher, zeige sich in der Studie die grundlegende Problematik eines klassischen Zielgruppendenkes, bei der Zielgruppen anhand soziodemografischer Merkmale definiert werden: „Derart definierte Zielgruppen erlauben kaum noch sichere Rückschlüsse auf das tatsächliche Kauf- und Entscheidungsverhalten der Konsumenten.“ Der Inhalt des Kühlschranks verrate im Normalfall eben nicht, ob er zu einem 30-jährigen Single oder einem 57-jährigen Empty Nester zu gehört. Der Grund dafür: Quasi alterslose, psychologische Wirkversprechen von Produkten und Marken bestimmten Kauf- und Entscheidungsverhalte, ebenso wie (unbewusste) Wünsche nach einem bestimmten Lebensgefühl. Statt mit Soziodemografie hat der Kauf eines Produkts viel mit kontextabhängigen, psychischen Verfassungen und Gestimmtheiten, mit übergreifenden (Selbst-)Bildern und Verwandlungswünschen zu tun, denen das Produkt entgegenkommen muss. Ein Beispiel bringen die Forscher auch: „Die quadratisch-praktisch-gute Ritter Sport-Schokolade befriedigt eine andere, ,bissigere‘ und aktivere Verfassung als eine zart-schmel-

zende, sanft verwöhnende MilkaSchokolade. Beide Verfassungen kennt jeder. Und sie sind eben nicht exklusiv an soziodemografische Merkmale oder an das Alter und die Lebensphase des Konsumenten gebunden, sondern stehen quasi ‚jedem offen‘.“

Was die Verbraucher bewegt Lebensphasengerechte Produkte sind es also nicht, die Konsumenten bewegen. Aber was tut es? Nun, die großen Themen sind offenbar Convenience, der Wunsch nach Dosierbarkeit, Verpackungen, Schriftgrößen und Vertrauen. Alters- und Zielgruppenübergreifend das größte Thema ist die Convenience. Denn die Zeit, als die Mahlzeiten den Tag strukturierten und eine Art Grundtakt vorgaben, ist definitiv vorbei. Heute isst man, wenn sich quasi spontan ein Zeitfenster im straff durchgetakteten, prall gefüllten Multitasking-Alltag auftut. Das hat Folgen: „Was zu sperrig ist, in der Zubereitung zu komplex oder zeitaufwendig, um sich in solche Lücken einfügen zu lassen, hat es heutzutage ausgesprochen schwer“, sagen die Forscher. Schnell allein ist aber nicht genug. Gesund müssen die Lösungen gleichzeitig auch noch sein. ‚Fertiggerichte aus der Dose‘ haben dabei offenbar ausgedient, sie entsprechen den Ansprüchen heutiger Convenience-Käufer nicht mehr ausreichend.” In Sachen Dosierbarkeit will es der Konsument künftig punktgenau – Stichwort kleine Packungsgrößen, Wiederverschließbarkeit, „Kammersysteme“ und die Möglichkeit einer portionsweisen Entnahme. Nicht nur Singeles haben dabei diesen Wunsch, auch Mehrpersonenhaushalte. Denn auch dort wird heute den individuellen Vorlieben mehr Raum gegeben. Was sonst noch bewegt? Verpackung – eine Größe, die massiv beeinflusst, der Ärger über zu kleine Schriftgrößen und das Vertrauens-dilemma; Letzteres äußert sich etwa im Trend „Regionalität“.


Freitag, 15. November 2013

f eat u re

Š Panthermedia.net/Auremar

feature@medianet.at

medianet – 7


the opinion

8 – medianet

Seit die EZB den Leitzins auf kaum mehr wahrnehmbare 0,25 Prozent gesenkt hat, ist auch dem konservativsten An­ leger klar, dass das Sparbuch im Ver­ gleich zum Matratzen-Depot nur mehr den Vorteil einer gewissen Absicherung im Einbruchsfall bietet. Wer nicht be­ reit oder imstande ist, eine zweistellige Millionensumme mit 30 Jahren Bin­ dung am Sparbüchl zu parken, sieht dabei zu, wie selbst die niedrige Infla­ tion das Guthaben auffrisst. Was tun? Aktien gelten wieder als Tipp. Und: Man werde halt ein bissl Ri­ siko in Kauf nehmen müssen, wenn man seinem Geld auf der hohen Kante nicht beim Schrumpfen zusehen will. Aller­ dings haben Aktien mit Realwirtschaft seit Langem nicht mehr viel zu tun – und der Handel mit den Wertpapieren streift die Realität auch nur mehr als Quer­ schläger. „Der computergestützte Hoch­ frequenzhandel dominiert inzwischen auch in Europa, bis zu drei Viertel der Orders gehen auf das Konto von HFT (High-frequency Trading, Anm.)-Soft­ ware, die mit Millisekunden-, teilweise mit Nanosekundenvorsprung operiert“,

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Sollen sie doch Goldbarren kaufen Von den Vorteilen des High-frequency Trading, den Gefahren der Deflation – und den sicheren Häfen für Containerschiffe voller Geld. sabine bretschneider

berichtet pressetext von einem Vortrag des Experten Michael Grote von der Frankfurt School of Finance & Manage­ ment. Da gehe es nicht mehr um Unter­ nehmensnachrichten, Performance oder Produkte, „sondern um Bits & Bytes, die Geschwindigkeit von Börsensoftware, Glasfasernetzen oder lasergestützten

Verbindungen über Land und Wasser“, wird Grote zitiert. Und, ganz im Ernst, möchten Sie, bewaffnet mit den aktu­ ellsten Kursnachrichten und Geschäfts­ berichten, gegen eine Software antreten, die Deep Blue performancemäßig wie einen Abakus aussehen lässt, dem ein paar Holzkugeln fehlen?

In die Hände klatschen jetzt a) die Wertpapierservicespezialisten in den Banken, die ihre misstrauischen Kunden wieder reuig an die Beratungsschalter pilgern sehen – und b) die Immobilien­ besitzer, deren Gottseibeiuns, die De­ flation, durch die radikale Zinssenkung verhindert werden soll. Im Falle einer andauernden Deflation wäre nicht aus­ geschlossen, dass bei einem hohen Grad an Fremdfinanzierung am Schluss die bei der Bank aufgenommenen Schul­ den mehr wert sind als die Immobilie. Sollten Sie jetzt Tipps erwarten, bitte: Falls Sie relevante Summen herumlie­ gen haben, kaufen Sie Goldbarren und nicht-kreditfinanzierte Villen in guter Lage. Falls nicht, nehmen Sie die paar Netsch und gönnen sich eine Woche im Thermenhotel. Den Entspannungsvor­ rat werden Sie noch brauchen können.

Gastkommentar Kleinstunternehmer brauchen neuartige Angebote

Eine unterschätzte Zielgruppe

zitat des ta g es Charles Golvin, Forrester Research Inc. (Jänner 2007)

Neues Arbeiten Europa erlebt einen enormen Wirtschaftswandel hin zur Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft. Mehr denn je sind heute Individualität, Kreativität und Unternehmergeist gefragt. Das verändert die beruflichen Tätigkeiten genauso wie die Organisation von Arbeit an sich. Die Statistik zeigt, dass in Österreich immer mehr Menschen auf selbstständiger Basis arbeiten. Heute ist bereits jeder zweite Betrieb in unserem Land ein Ein-Per­ sonen-Unternehmen, kurz EPU. Allein in Wien gibt es laut „EPU werden von Wirtschaftskammer fast 60.000 EPU und jährlich kommen über 8.000 Unternehmen in diesem Bereich dazu. B2B-Anbietern gern Diese Kleinstunternehmer bringen neue Ideen und neu­ en Schwung in die Wirtschaft. Umso erstaunlicher ist es, vernachlässigt, weil es dass viele B2B-Dienstleister und Produktehersteller kaum oder überhaupt nicht auf die spezifischen Erfordernisse schlicht einfacher ist, dieser Zielgruppe reagiert haben. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass viele Unternehmen den Entwick­ weniger, aber dafür gut lungsaufwand für neue Angebote scheuen. Die meisten derzeit erhältlichen Angebote trennen nämlich scharf zahlende große Kunden zwischen B2B- und B2C-Produkten und sind damit für EPU wenig brauchbar. Denn Kleinstunternehmer arbeiten zu servicieren.“ häufig im Home Office und dementsprechend wollen sie hybride Produkte, die berufliche wie private Bedürfnisse Olivier Martens, UPC Austria gleichermaßen befriedigen. Dazu ein Beispiel: Gerade bei Computerhardware oder Telekommunikationsleistungen reicht den EPU oft ein ähnliches Leistungsspektrum wie im B2C-Segment, doch zugleich benötigen sie Service der Business Class. Denn Selbst­ ständige müssen sich hundertprozentig darauf verlassen können, dass die Technik funk­ tioniert, und sie Abgabetermine einhalten können. Bei Ausfällen muss rund um die Uhr ein Service-Mitarbeiter erreichbar sein, der Probleme schnell löst.

Das ­iPhone wird die Mobil­funk­ industrie nicht substanziell ­verändern. www.zitate . at

© Forum M.F.U/APA-Fotoservice

heute im business weekend

EPU als heißbegehrte Multiplikatoren

„Autofahrer sollen nicht länger als ‚Buhmenschen‘ der Nation hingestellt werden.“

„Wir haben hier eine unglaublich geile Arbeitsatmosphäre.“ Gerhard Koller , Geschä f ts­führe r W24 ­Produktion G mbH, s. 76

© UPC/keinrath.com

© Georg Biron

Burkhard Ernst, ­Ob mann der heim i sc h e n ­F ahrzeughändle r , s. 6 4

EPU werden aber von B2B-Anbietern auch deshalb gern vernachlässigt, weil es schlicht einfacher ist, weniger, aber dafür gut zahlende große Kunden zu servicieren. Trotzdem könnte sich diese Strategie langfristig rächen, denn Kleinstunternehmer sind eine stark wachsende und damit immer wichtiger werdende Zielgruppe. Abgesehen davon wissen EPU heute, dass sie nur dann eine professionelle Arbeit leisten können, wenn sie am Anfang gewisse Anschaffungen tätigen. Ein wichtiger Punkt ist auch, dass sich Kleinstunternehmer viel stärker mit einem Business-Produkt identifizieren, denn sie nutzen es eben auch privat. Sie sind dann oft heißbegehrte Multipli­ katoren, die gern ein gut funktionierendes Produkt weiter­ empfehlen. Es gibt also durchaus gute Gründe, warum sich B2BDienstleister mehr mit den Bedürfnissen und Anforde­ rungen von EPU beschäftigen sollten. Dabei reichen aber keine einmaligen Sonderaktionen, sondern vielmehr braucht es klare Strategien und eigens entwickelte und maßgeschnei­ derte Angebote. Kleinstunternehmer belohnen dieses Engage­ ment dafür oft mit langjähriger Kundentreue.

Freitag, 15. November 2013

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM Medieninhaber: „medianet“ Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at

Abo, Zustellungs- und Adress­änderungswünsche:

abo@medianet.at oder

tel. 01/919 20-2100 medianet prime news (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Chef vom Dienst: Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/Medien) Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Daniela Prugger (dp – DW 2228) medianet specials (specials@medianet.at) Redaktionelle Leitung: Britta Biron (bb – 2226) medianet financenet, real:estate & advisory (financenet@medianet.at) Chefredakteur: Gerald Stefan (gst) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Chris Haderer (hc) medianet destination (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) medianet careernetwork (careernet@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Lektorat: ­ Christoph Strolz Grafik/­Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­ Jonke Anzeigen­produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell­ service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­ center-wien@redmail.at“ Erscheinungs­weise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr) Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr); 229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­ zeitraums bei 6-wöchi­ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­gemeinen Geschäfts­bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 MedienG: http://www.medianet.at/footermenu/ mediadaten-impressum/

Olivier Martens ist Leiter des B2B­Geschäftsbereichs von UPC Austria; www.upc.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

inside your business. today.

freitag, 15. November 2013 – 9

Kongress

2014 findet die bereits dritte Auflage des Campaign Summit in Wien statt  Seite 14

© P. Schuster/Red Bulletin

© Jakob Glaser

marketing & media Kooperation

Diskussion

ÖBB schickt eine von The Red Bulletin gebrandete Lok durch Österreich  Seite 14

Grayling Speaker’s Lounge zu neuem Kärnten  Seite 16 © Grayling/Katharina Schiffl

„Two Hypes per Year reicht nicht mehr aus“

www.mhoch3.at

© APA

short

Karl Javurek, CEO Gewista, kündigt für 2014 eine Neuerung in der Außenwerbung an. So wird statt wie bisher im Halbmonatsrhythmus alle 14 Tage affichiert. Fixe Intervalle sollen die Kombination mit anderen Medien erleichtern und Kampagnen optimieren.  Seite 12

© blueforce group/Andreas Hechenberger

© Gewista

Alexander Falchetto, Geschäftsführer der APA-IT, serviciert als Technologiedienstleister im Bereich Mobile Publishing zahlreiche Verlagshäuser in der Ausspielung von Inhalten auf mobilen Plattformen. Dazu ist für 2014 der Launch eines eigenen CMS geplant.  Seite 11

© druck.at

Lidl Österreich & bluforce group Die Salzburger bluforce group konnte sich mit einer Kampagne für Lidl Österreich beim Effie 2013 durchsetzen und Bronze in der Kategorie Handel gewinnen. Agenturchef Bernd Löschenbrand erzählt in medianet über die partnerschaftliche Kooperation. Seite 10 Peter Kolb, Geschäftsführer druck.at, verkündet die Zusammenarbeit zwischen seinem Unternehmen und der DPI Holding, welche sich mit 30% am österreichischen Onlinedruck-Spezialisten beteiligt. Kolb erwartet sich signifikante Umsatzzuwächse.  Seite 14

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10 – medianet

Freitag, 15. November 2013

Erfolgsmodell Lidl Österreich Der bluforce group-GF erzählt über eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Lidl

Seiteneinwurf

Kontinuierliche Leistung

ArgumentationsLoch

Anlässlich des diesjährigen Effie-Erfolgs bat medianet bluforce group-GF Bernd Löschenbrand zum Talk.

dinko fejzuli

E

s gibt kein Budgetloch, sondern nur eine öffentliche Diskussion darüber, und jeder, der das Gegenteil behauptet, ist ein Trottel. So kommt mir im Moment die Argumentationslinie der Regierung im Bezug auf das drohende Budgetdesaster vor, dessen Bekanntwerden rot und schwarz durch reichlich Trixerei gerade noch über die Wahlen hinwegretten konnten. Als Journalist fragt man sich manchmal wirklich, welches Bild Politiker von unserem Berufsstand beziehungsweise von den Menschen, die in diesem arbeiten, haben. Passend dazu ein internes Schreiben der SPÖ an die Funktionäre, hier im Wortlaut: „Entgegen Medienberichten der letzen Tage gibt es KEIN ‚Budgetloch‘. Im Gegenteil: Das Budget 2013 liegt besser als geplant – und das ist das einzig gültige und beschlossene Budget. Das heißt: Es geht nicht um das laufende Budget, sondern um die BudgetPLANUNG für die Jahre 2014-2018.“ Blöd nur, dass niemand vom 2013er-Budget gesprochen hat, sondern es eben genau um die Zeit ab dem 1.1.2014 geht. Ich vertraue aber – Achtung Ironie – ob solcher Argumente voll und ganz unserer Regierung, denn wer so fachkundig Dinge analysieren kann, der wird schon kein 40 Milliarden Euro großes Loch übersehen, in welches wir alle dann hineinfallen.  d.fejzuli@medianet.at

medianet: Herr Löschenbrand, was heißt kreativer Umgang mit neuen und klassischen Medien für bluforce und für Sie? Löschenbrand: Also erstmal, wir haben uns wirklich über diese Auszeichnung gefreut, weil das ganze Team Tag und Nacht an dieser Kampagne gearbeitet hat und ihnen allen gebührt heute diese Anerkennung. Das sind die Leute, die Social Media Content liefern, Fotos machen, Filme schneiden, Posts basteln, Seeding-Strategien diskutieren, Facebook-Ads buchen und jedenfalls

Regionalität und Authentizität stand im Mittelpunkt der Lidl-Kampagne.

ununterbrochen für die Marken unserer Kunden kommunizieren. medianet: Wie? Löschenbrand: Fast 300.000 Fans auf den Lidl Österreich-Seiten und Blogs zeugen davon, was wir in den letzten zwölf Monaten erreicht haben. Von irgendwo auf die Nummer eins-Position in Social Media beim Lebensmitteleinzelhandel zu hupfen, ist ein Stück Erfolg, das uns schon sehr stolz macht – wir können damit dokumentieren, wie viel Kraft bluforce in der Zwischenzeit im Führen integrierter Marken aufgebaut hat. medianet: Sie propagieren den Brand Buzz auf Ihrer Site. Warum das? Löschenbrand: Das ist einfach die neue Art, zu kommunizieren. Nicht mehr ‚Two Hypes per Year‘, sondern ständig, stetig, mediengerecht, unterhaltsam und informativ. Das ist zwar aufwendig, aber es schafft Platz für positive Markenerlebnisse in den Köpfen der Konsumenten. Da können wir mehr bewegen als mit zwei Werbedurchgängen pro Jahr allein.

medianet: Und worum genau geht es dabei? Löschenbrand: Wir transportieren vertiefende Inhalte – gute Marken Contents, verpackt in guten Geschichten im sogenannten Narrative Marketing. Das sind neue Wege, die die klassische Werbung perfekt ergänzen können. Wir kommunizieren für unsere Kunden am Puls der Zeit und damit eben auch mit den Medien unserer Zeit. Und die dafür notwendigen Arbeiten wie Microsites, Websites, Blogs, usw. bauen wir mit unseren Leuten auch selber – da brauchen wir niemanden von extern –, das ist das neue bluforceModell: One Face to the Client, aber alle Medien, ob klassisch oder digital, direkt im Griff. medianet: Und wie sehen Sie die Entwicklung in den Medien für die nächste Zeit? Löschenbrand: Das wird recht spannend, weil wir uns derzeit in einem Glaubenskrieg in der Kommunikationsstrategie befinden: Viele Unternehmen haben für sich eine Facebook-Site, einen TwitterKanal und was auch immer eröffnet und wundern sich, dass dort

Jobmesse Wien Energie und DMS sorgen mit Multitouch-Table für Aufsehen

tipp des tages

Mehr als nur ein Riesen-Tablet Wien. Im Rahmen der Jobmesse „tuDay13“ hat Wien Energie in Zusammenarbeit mit Digitale Mediensysteme (DMS) eine digitale Präsentationsplattform kreiert. Im Vordergrund hat ein Multitouch-table gestanden. „Am umkämpften Energiemarkt in Österreich positiv herauszustechen, ist eine der zentralen Herausforderungen für unsere Marktkommunikation. Umso wichtiger

© Verlag Österreich

ist für uns das Thema ,Employer Branding‘ und die Positionierung als moderner und innovativer Arbeitgeber, der die Menschen in den Mittelpunkt des Handels stellt“, so Alexandra Radl, Marketingleiterin bei Wien Energie. Dementsprechend sollte der MultitouchTable auf der Jobmesse an der Technischen Universität Aufmerksamkeit erregen. „Vorgefertigte Präsentationen auf Flatscreens in

Dauerschleife ablaufen zu lassen, generiert im Messetrubel weder große Aufmerksamkeit, noch unterstreicht dies eine moderne Unternehmenspositionierung. Wer innovativ wahrgenommen werden will, muss auch innovativ kommunizieren“, so Christoph Jung, Geschäftsführer und Projektverantwortlicher bei DMS. Hauptaugenmerk soll auf die inhaltliche Konzeption gelegt worden sein, so die Macher.

medianet: Und wie geht’s der bluforce group in Salzburg? Löschenbrand: Saugut. Erstens der Preis und zweitens stellen wir derzeit pro Monat zwei bis vier neue Mitarbeiter ein. Das ist ein gutes Gefühl in dieser Zeit. Wir haben einfach unsere Strategie lange

„Dieser Effie ist ein wunderbarer Beweis, dass wir nicht ganz falsch liegen.“ bernd löschenbrand GF bluforce group

überlegt und dann drauf gesetzt: Dieser Effie ist ein wunderbarer Beweis, dass wir nicht ganz falsch liegen. Wir können Marken führen und wir verstehen, das digitale Geschäft für Marken zu nützen. Das macht wirklich Spaß. An dieser Stelle möchte ich mich bei meinem Partner Axel Clodi und bei unserem gesamten Team bedanken, für Einsatz, Talent und besonders für den Spirit, der bei bluforce herrscht.  www.bluforce.at

TV Rekordwerte für Staffel

Erfolg für ATVSerienlaunch

Österreich. Die Sendung „24 Stunden – Raser und Polizisten“ konnte mit dem Auftakt der siebenten Staffel einen Rekordwert verzeichnen. Mit sechs Folgen fokussiert die Serie das Thema „Raser und Polizisten“ und hat mit der ersten Folge 178.000 Zuseher erreicht. Bei der jungen Zielgruppe waren die Marktanteile am höchsten. Bei den 12- bis 29jährigen Sehern konnte ein durchschnittlicher Marktanteil von 10,2 Prozent verzeichnet werden.

Erfolgsträchtigste Staffel

© DMS/Christina Anzenberger-Fink; Wien Energie

International Journal of Marketing Das IJM, bisher bekannt als der markt, hat sich als eine der führenden wissenschaftlichen Marketingzeitschriften in Europa etabliert. Seit seiner Gründung 1962 verpflichtet sich das IJM zur wissenschaftlichen Exzellenz und der Weiterentwicklung von Marketing für Wissenschaft und Praxis. Es behandelt traditionelle und moderne Problemfelder, wie z.B. Social Media, Emerging Markets, Marketing in the Crises u.a. Dabei beschränkt es sich nicht auf etablierte Zugänge und Forschungsmethoden, sondern fördert auch alternative, unkonventionelle und innovative Ansätze. 20 €, Verlag Österreich, ISSN: 23067217.

dann nichts weitergeht: Keine Frequenz, kein Interesse, keine Interaktionen. Dabei ist das gar kein Wunder, weil es hier quasi um eine falsche Sicht der Medien geht: Die Marken stellen sich ins Zentrum des Interesses und vergessen völlig auf den User. Der sucht aber etwas anders als die Marke, der sucht seine Lösung. Es geht wie Ptolemäus mit Kopernikus: Wer steht im Zentrum? Die Erde oder die Sonne? Die Marke oder der User? Das bluforceModell stellt den User ins Zentrum und richtet damit die Kommunikationslinien völlig neu aus. © Rainer Mirau

Salzburg/Wien. Wie sehr die Integration digitaler und klassischer Medien das Ergebnis von Kampagnen für Marken beeinflussen kann, hat die erfolgreiche Neupositionierung von Lidl Österreich eindrucksvoll bewiesen. Dieser Erfolg wurde beim diesjährigen Effie-Award mit einem Effie in Bronze prämiert und war damit die einzige Auszeichnung in der Kategorie „Handel“ überhaupt. Der Kampagnenerfolg für Lidl Österreich liegt in der Überraschung und Konsequenz der eingesetzten Kommunikationsmaßnahmen. Durch die Zuordnung eines heimatverbundenen, regionalen Images, welches vorab in der Sortimentspolitik längst vollzogen war, konnten bestehende Vorurteile abgebaut und eine neue, glaubwürdige Positionierung erreicht werden. Von der Kommunikationsstrategie zur Neupositionierung bis hin zu den Aktivitäten in neuen Medienkanälen kamen die erfolgreichen Kommunikationsleistungen von der Salzburger bluforce group unter der Leitung von Neo-Geschäftsführer Bernd Löschenbrand und seinem jungen Team. Damit verzeichnet die neu formierte Agentur bereits nach zwei Jahren ihrer Existenz in dieser Form einen Prestige-Erfolg. medianet bat Bernd Löschenbrand zum Gespräch.

DMS-Geschäftsführer Christoph Jung und der Multitouch-Table, der 3.500 Besucher interaktiv über Jobmöglichkeiten informierte.

Vor allem die männlichen Rezipienten zeigen großes Interesse mit einem Marktanteil von 11,2 Prozent. Das Hauptaugenmerk der Serie wird auf den Kampf der Polizei gegen Geschwindigkeitsverbrecher sowie illegale Straßenrennen gelegt. Ein weiteres Thema, das beleuchtet wird, ist die Tuner-Szene. Menschen, die viel Zeit und Geld in ihr Automobil investieren, werden interviewt und begleitet.


Medien

Freitag, 15. November 2013

medianet – 11

Technologie APA-IT im Bereich Mobile Publishing als Technologiedienstleister für die Ausspielung von Inhalten auf allen medialen Plattformen

Ausgespielt auf allen Plattformen Launch eines eigenen CMS für mobile Devices 2014 geplant; Content Hub als Datenmanagement-Archiv im Redaktionsalltag. zu speichern. Natürlich kann auf diese News-Items dann wiederum von allen Redaktionen im Haus zugegriffen und in sämtliche Kanäle eingespeist werden. „Meist gibt es unterschiedliche Redaktionssysteme für unterschiedliche Kanäle, da nur spezialisierte Tools die verschiedenen Channels optimal bedienen können; der Content Hub bietet da die perfekte Schnittstelle“, so Falchetto.

Jürgen Hofer

90 Titel allein in Deutschland Derzeit bedient die APA-IT mit diesem Produkt sechs Verlagshäuser in Österreich und sieben in Deutschland, wobei dabei allein im Nachbarland über 90 Medientitel serviciert werden. „Print und Digital im Zusammenspiel werden im Konsum für Leser und damit auch für Medienhäuser immer wichtiger. Wir liefern die Technologie, um die Auslieferung der Print-Inhalte auf allen digitalen Kanälen möglichst einfach realisieren zu können“, erläutert Falchetto. Um hierbei auch Gestaltungsfreiheit in der Aufbereitung bieten zu können, plant die APA-Tochter den Launch eines eigenen ContentManagement-Systems im kommenden Jahr, das auf dem Produkt der jüngsten APA-Tochter, Gentics

Suchen & Finden per Click © APA (2); Martin Sterba/CTK/picturedesk.com

Wien. Medienkonsum auf mobilen Endgeräten – nicht mehr nur ein Trend, sondern Medienrealität. Als unterstützender Full Service-Anbieter im Aufbereiten von Inhalten positioniert sich die APA-IT, ein Tochterunternehmen der Austria Presse Agentur. Aktuelles Produkt aus der Schmiede des Teams rund um Geschäftsführer Alexander Falchetto: Die Mobile Publishing Suite, mithilfe derer Medien ihre Inhalte auf allen digitalen Kanälen ausspielen können.

Technische Lösungen für die Aufbereitung von Inhalten auf mobilen Endgeräten bietet die APA-IT unter GF Alexander Falchetto.

Content.Node, basieren wird. Dann sollen neben Tageszeitungen auch Wochenzeitungen, Magazine und Corporate Publishing-Produkte noch besser bedient werden können. „In der Tageszeitungsproduktion dreht sich alles darum, tagesaktuelle Inhalte möglichst rasch auf digitale Geräte zu bekommen. Bei anderen Printprodukten besteht aufgrund der zeitlichen Möglichkeiten die Chance, diese Inhalte für digitale Channels auch um zusätzliche Hintergrundinformati-

onen anzureichern. Dafür bietet unser CMS die perfekte Arbeitsgrundlage“, so Falchetto. Denn: Die Branche habe realisiert, dass Digital wesentlich mehr könne als derzeit angeboten werde. „Das pdf einer fertigen Zeitungsausgabe muss nicht mehr zwingend die Basis für das digitale Produkt sein.“ Wert legt Falchetto dabei auf die Ausspielbarkeit auf allen gängigen Endgeräten und das Faktum, auch bei Geräteneuheiten für seine Kunden aus Medienhäusern zeitnah

technische Lösungen parat zu haben – so investiert man einen nicht unerheblichen Teil in Marktanalyse und Forschung. Ein weiteres Angebot der APA-IT zum vereinfachten Datenmanagement für Kunden ist der sogenannte Content Hub, ein Archiv für Medienunternehmen. Dieses Tool ermöglicht es publizierenden Unternehmen, sämtliche fertigen und noch in Arbeit befindlichen Inhalte, egal aus welchem Redaktionssystem, in den Content Hub einzuspielen und

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Ein weiterer Vorteil: Da der APAOnlineManager (AOM), der die Basis für den Content Hub bildet, relevante Artikel und Informationen ohnedies speichert, erübrigt sich für Kunden das Anlegen eines eigenen Archivs. „Wir ersparen unseren Kunden somit das Erstellen redundanter Systeme und bieten damit Kostenersparnis“, skizziert der APA-IT-Geschäftsführer. Mehr als 200 Mio. Meldungen, Artikel, Bilder und Faksimiles beheimatet das Archiv der APA; über den Content Hub kann sowohl darauf als auch auf die eigenen Inhalte simpel zurückgegriffen werden. Um in dieser Menge an Dokumenten die Übersicht zu gewährleisten, bietet das System eine semantische Annotierung: Der Content Hub erkennt thematische Zuordnungen. So lässt sich beispielsweise klar erkennen, ob Java als Insel oder als Programmiersprache gemeint ist.


Marketing & Agenturen

12 – medianet

Award Effizienz

Platin-Effie für Manner & DMB

Freitag, 15. November 2013

Außenwerbung Ab Jahreswechsel ersetzt 14-tägiger Aushang-Rhythmus den bisherigen Halbmonatsrhythmus

Neuer Affiche-Rhythmus

© medianet/Szene1/Christian Mikes

Fixe Intervalle sollen Kombi mit anderen Out of Home-Medien erleichtern; zudem Vorteile in der Messung. Wien. Neuerung in der österreichischen Plakatlandschaft: Künftig ersetzt ein neuer, 14-tägiger Aushang-Rhythmus für Plakate mit fixem Starttag den bisherigen

Wien. Als effizienteste österreichische Werbekampagne des Jahres 2012 wurde die Kampagne „Manner Vollkornschnitten“ gewählt – realisiert von Demner, Merlicek & Bergmann im Auftrag von Josef Manner & Comp AG. Die höchste Auszeichnung in Platin als einziger Preisträger sicherte man sich in der Kategorie Konsumgüter Food.

Transparenter & effektiver „Für die Gewista als Innovationstreiber am österreichischen Out of Home-Markt ist die Einführung des 14-tägigen Affiche-Rhythmus beim Großplakat ein zentraler Bestandteil zur weiteren Optimierung von Out of Home-Kampagnen“, erläutert Gewista-CEO Karl Javurek. „Wir erfüllen damit einen lange gehegten Wunsch des Marktes. Der Start von Out of Home-Kampagnen wird – vor allem, was den Einsatz mehrerer Außenwerbemedien anbelangt – leicht planbar und erhöht die Durchschlagskraft der ­Kampagne.“  (red)

„Für die Gewista ist die Einführung des 14-tägigen AfficheRhythmus zentraler Bestandteil zur weiteren Optimierung von Out of Home-Kampagnen.“ Karl Javurek, CEO GEwista

© Gewista

v.l.n.r.: Juliane Bumke(OMD), Martina Ecker (Manner), Franz Merlicek (D,M&B), Mariusz Jan Demner (D,M&B), Alfred Schrott (Manner), Barbara Schmoll (D,M&B).

ximale Datenvalidität und Transparenz in den Out of Home-Markt.

Der neue Klebekalender ist online unter www.gewista.at abrufbar. „Wir erfüllen damit einen Wunsch des Marktes“, so Gewista-CEO Karl Javurek.

Wachstum der Marke Mit der Manner Vollkornschnitte konnte Manner ein Umsatzplus von 9,9% erwirtschaften. Damit wuchs die Marke zehnmal so stark wie der übrige Süßwarenmarkt, so die Macher. Ausschlaggebend für die Jury war die finanzielle Effizienz: Für jeden investierten WerbeEuro wurde ein Dreiviertelkilo der neuen Vollkornschnitten verkauft – und verbuchte dabei eine Wiederkaufsrate von 63,6%.  (red)

Halbmonatsrhythmus. Dadurch soll die Plakat-Affichierung transparenter und effektiver werden und dabei verkürzte Anschlagzeit, bessere Planungs- und Analysesicherheit sowie erhöhte Schlagkraft bieten. Dies gab Außenwerber Gewista in einer Aussendung bekannt. Dabei starten die Gewista selbst und der überwiegende Teil aller namhaften österreichischen Außenwerbeunternehmen zum Jahreswechsel mit dem neuen 14-tägigen Aus-

hang-Rhythmus für Plakate. Fixer Affichierungstag ist ab 2014 jeder zweite Montag, wobei teilweise bereits am Tag davor begonnen und teilweise am darauffolgenden Tag finalisiert wird. Diese Neuerung ersetzt den bisher gültigen Affichierungsmodus von jeweils einer Monatshälfte, was bisher dazu geführt habe, dass in Einzelfällen – wenn zum Beispiel der Ultimo an ein Wochenende gefallen ist – die Anbringung der Plakate mehrere Tage in Anspruch

genommen hat. Darüber hinaus sei die Kombination einer Plakatkampagne mit den an einem fixen wöchentlichen Aushangtag affichierten Medien wie City Light und Rolling Board in manchen Fällen nur schwer möglich gewesen. Aufgrund der Tatsache, dass nunmehr alle Plakatkampagnen einen fixen 14-Tage-Rhythmus ausweisen, ist auch die exakte Erfassung mit dem Planungs- und Analysetool Outdoor Server Austria (OSA) möglich und bringe laut den Machern ma-

Info Die Vorteile des 14-tägigen ­Affichierungs-Rhythmus • Verkürzung der Anschlagzeit • Jeder zweite Montag ist fixer Starttag (mit Sonntag und Dienstag als Ergänzungstag) • Zeitgleicher Aushang von Plakat und Rolling Board • Erleichterte intramediale Synchronisierung für Kunden und Agenturen • Steigerung der Durchschlagskraft • Maximale Planungsund Analysesicherheit durch konkrete OSA Auswertung • Vereinfachung der Handhabung.

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Freitag, 15. November 2013

medianet – 13

Stern am Unterhaltungshimmel Sender erhöht den Spaßfaktor. Mutige Neo-Formate haben Kultpotenzial

Bei RTL II geht die Reality-Show weiter ...

Crossmediale Soaps, Serien-Dauerbrenner und frische Eigenformate – ganz nah am Leben. Auch die rot-weiß-rote FernsehCommunity ist begeistert. Speziell mit dem Vorabend ist der Sender hierzulande im Quotenhoch. Ein Zuschauerplus gibt es auch abseits der Pre-Primetime.

Werbewirtschaft im Boot Kein Wunder also, dass die österreichische Werbewirtschaft längst auf den Unterhaltungszug aufgesprungen ist, wie der Vermarkter meldet. „RTL II findet ein immer

KOMMENTAR

breiteres Publikum – und damit noch mehr Resonanz bei unseren Partnern“, so Walter Zinggl, Geschäftsführer der IP Österreich. Mit neuen Serien, frischen Staffelstarts, Realtainment mit Starpotenzial und ps-starken MotorNews ist RTL II in die ProgrammPeriode 2013/2014 gestartet. Als Glücksgriff erweist sich einmal mehr die starke Integration von Social Media: Mitreden, mitmachen, Meinungen teilen, lautet die Devise. Der große Erfolg

von Berlin – Tag & Nacht geht bei RTL II daher auch im dritten Jahr in die Verlängerung. Ebenfalls top: die im Jänner gestartete und in den Sozialen Netzwerken fest verankerte Kult-Soap Köln 50667.

Newcomer & Evergreens Mit dem diesen Mittwoch on air gegangenen Reality-Format Extrem schwer – Mein Weg in ein neues Leben holt man ein echtes Schwergewicht in die Primetime:

Köln 50667

© RTL II

„RTL II hat den Ruf, etwas zu wagen, immer wieder Impulse zu setzen. Wir eröffnen der TV-Branche und auch unseren Werbekunden neue kreative Wege. Die Zuschauerinnen und Zuschauer in Österreich danken es uns mit steigenden Quoten. Aktuelle Trendsetter sind unsere crossmedialen Soaps „Berlin – Tag & Nacht“ und „Köln 50667“. Aber auch bewährte Formatmarken wie „Die Geissens“, „Die Kochprofis“ und „Zuhause im Glück“ haben über Jahre hinweg zahlreiche Fans. Für sie und für unsere Kunden in Österreich wollen wir weiter Taktgeber sein. Freuen Sie sich auf die kommende RTL II-Saison.“ RTL II Geschäftsführer Jochen Starke

© RTL II

© RTL II/Markus Nass

Berlin – Tag & Nacht

RTL II begleitet sieben Männer und Frauen bei ihrem Kampf gegen die Fettleibigkeit. Hilfe gibts auch in der Schmiede 21 – der neuen coolen Polizeieinheit des Senders. Kulinarische Katastrophen werden von den Kochprofis bewältigt. Am Seriensektor geht man mit etablierten US-Produktionen in die neue Saison. Das Qualitäts-Fantasy-Epos Game Of Thrones und die Erfolgsserie Walking Dead begeistern ihr Publikum in der jeweils dritten Staffel.

Außergewöhnliche Menschen, deren Träume und Hoffnungen – das ist Berlin – Tag & Nacht. Das Realtainment-Format – mit Top-Quoten im TV und in den Sozialen Medien – zeigt die spannenden Geschichten rund um eine Wohngemeinschaft im szenigen Berlin. Gestartet im September 2011, hat RTL II bereits über 545 Folgen ausgestrahlt – und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Zusammen gehen die WG-Bewohner weiter durch dick und dünn. Freud und Leid sind und bleiben an der Tagesordnung. Während WG-Papa Joe sich wie gewohnt Ruhe und Ordnung wünscht, sorgt der Rest der Hauptstadt-Gang für jede Menge Wirbel. Irgendwas ist immer los, irgendwer ist immer in Nöten. Fans dürfen sich auch in der aktuellen Saison auf einiges gefasst machen.

Weltoffenheit, Toleranz, Humor, Szene, Clubs, Musik und Events – aber auch Stress, Intrige, Liebe und Eifersucht: Köln 50667 bringt die kultige, facettenreiche Rhein-Metropole und ihre Menschen groß ins Bild. Hauptlocation der Vorabend-Soap, die auf den TV-Schirmen und in den Online-Communities für Furore sorgt, ist die „Kunstbar“. Ihr Chef Alex und die Crew sind zu einer typischen Familie zusammengewachsen. Doch ihr Zusammenhalt wird, wie es sich gehört, immer wieder auf die Probe gestellt. Top: Die Soap-Story rund um den coolen Womanizer Diego, die attraktive Kellnerin Joleen und den vermeintlich harten Barbesitzer mit dem umso weicheren Kern wird vorab auf dem FacebookProfil des Formats erzählt. Ein Must für jeden Köln 50667-Maniac!

In der neuen Sendung Extrem schwer – Mein Weg in ein neues Leben wollen sieben übergewichtige Menschen ihr Leben verändern. Vorlage ist das international erfolgreiche Format Obese, das bereits in über 125 Länder verkauft wurde. Die gewichtige Produktion zeigt nicht nur, wie sich die Menschen äußerlich verändern, sondern beschreibt auch ihren inneren Wandel. Dabei geht es nicht um eine schnelle Gewichtsreduktion, sondern um eine nachhaltige Änderung der Lebenseinstellung und Lebensweise, heißt es aus dem Sender. Begleitet werden die Betroffenen von Felix Klemme – DiplomSportwissenschaftler, Personal Trainer und Lifecoach – und einem Team von Ärzten und Trainern, die sie während des 365 Tage dauernden Zeitraums unterstützen und die Kandidaten alle drei Monate einem Check unterziehen.

„Moin, ihr Spacken!“: Auswanderer Konny Reimann ist mittlerweile TV-Legende, seine norddeutsche Schnauze Fernseh-Kult schlechthin. Vor neun Jahren ist der Hamburger, der sein Herz auf der Zunge trägt, gemeinsam mit seiner Frau Manu, Tochter Janina und Sohn Jason nach Gainesville, Texas, ausgewandert. Heute leben die Reimanns im amerikanischen Süden ihren ganz persönlichen Traum: Auf „Konny“ Island betreibt die Familie vier Gästehäuser. Nebenbei entwickelt der German Cowboy unermüdlich neue Geschäftsideen. Denn für ihn ist klar: Die Reimanns sind noch lange nicht am Ende ihrer Reise angelangt. RTL II zeigt das Leben der sympathischen Macher und begleitet die Auswanderer bei ihren Abenteuern im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Coole Cops auf RTL II: Mit Schmiede 21 startet am 25. November eine neue Vorabendserie. Darin will eine junge Sondereinheit aus fünf Männern und zwei Frauen straffällig gewordene Jugendliche wieder auf den Pfad des Gesetzes zurückführen – und das reichlich unkonventionell. Denn die Schmiede 21 ist keine typische Polizei-Einheit: Die Ermittler sind selbst noch jung, tragen keine Uniformen und bewegen sich ganz selbstverständlich in den Jugendcliquen und Communities. Polizeihauptkommissar Pino Rossi (Chef und Papa der Truppe), Lou (Typ: freiheitsliebende Herzensbrecherin), Sonia (ehrliche Kumpelin), Jay (charmanter Checker), Deniz (gutmütiges Alphatier), Maik (Rebell und Frauenheld) und Mario (Partyclown mit Herz) schwören auf Präventionsarbeit. Stark: Knackis verdienen bei ihnen eine zweite Chance.

© RTL II

SCHMIEDE 21

© RTL II

Die REIMANNS

© RTL II

EXTREM SCHWER

Game of Thrones

Es geht drunter und drüben? Es sieht aus wie Kraut und Rüben? Es schmeckt nach eingeschlafenen Füßen? Ein klarer Fall für Die Kochprofis – Einsatz am Herd. Die vier Spitzenköche Frank Oehler, Mike Süsser, Ole Plogstedt und Andreas Schweiger treten an, um in kulinarischen Krisengebieten aufzuräumen. Sie geben Gastronomen und ihren Küchen eine neue Perspektive. Ihre Mission: die Rettung des guten Geschmacks. Ihr Auftreten: cool, fair und energisch. Sie rücken in Wirtshäusern und Restaurants an, wenn das Schnitzel ein Graus, die Bedienung zu langsam oder die Küche ein Chaos ist. Sie sind das Rettungskommando für verzweifelte Küchenchefs. Mit Power und Leidenschaft bringen sie Lokale und ihre Besitzer zurück auf die Straße des Erfolgs – und sorgen dabei für maximale Unterhaltung.

Luxus, Lifestyle, Lebensfreude: Selfmademillionär „Rooobert“, Ehefrau Carmen und die Töchter Davina Shakira und Shania Tyra leben auf der Sonnenseite und im Scheinwerferlicht. Bereits über 75 Episoden begleitet RTL II die schrecklich glamouröse (TV-)Familie auf ihren Reisen um die Welt und gewährt illustre Einblicke in die Domizile des Quartetts. Egal ob in Monaco, St. Tropez, Kitzbühel oder Miami – die TV-Fans sind (fast) immer dabei, wenn sich Die Geissens den Herausforderungen ihres Jetset-Alltags stellen und mit viel Humor und Herz das eine oder andere Luxus-Problemchen wälzen: Ihr Leben bleibt auch in der neuen Staffel exklusiv, ihre Hobbys und Marotten außergewöhnlich und teuer, ihre ausgedehnten Shopping-Touren und Sonderwünsche legendär. Ihr Motto: Klotzen statt kleckern!

Game of Thrones – Das Lied von Eis und Feuer erzählt auch in der dritten Staffel eine Geschichte von Doppelzüngigkeit und Verrat, von Adel und Ehre, von Eroberung und Triumph: Auf dem mysteriösen Kontinent, wo Sommer Jahrzehnte währen und Winter ein Leben lang dauern können, geht der Kampf um die eiserne Krone weiter. Die Lennisters haben zwar den Angriff von Stannis Baratheon, dem Bruder des verstorbenen Königs Robert, abwehren können. Doch sie müssen weiter um ihre schwindende Vorherrschaft kämpfen. Und Westeros drohen aus dem Norden jenseits der Mauer noch größere Gefahren. Eine riesige Armee von Wildlingen ist aufgebrochen, um den zivilisierten Teil des Kontinents mit Krieg zu überziehen. In ihrem Gefolge drohen auch die gefürchteten weißen Wanderer den uralten Schutzwall zu überwinden. ...

© RTL II

Die Geissens

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Die Kochprofis

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München. Jung, frech – und voller Überraschungen: RTL II wird der ultimativen Königsdisziplin des Fernsehens, der Unterhaltung schlechthin, mehr als gerecht. Fun, Entertainment und Leidenschaft ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Genres. Die zeitgeistigen Doku-Soaps zeigen hautnah das echte Leben. Hochwertige Reportagen, Dokumentationen und Magazine bieten eine spannende Vielfalt. Mystery-Serien treffen den Nerv der Trend-Zielgruppe.


A g e n t u r e n & M e d ie n

14 – medianet

Freitag, 15. November 2013

Teamwork Die DPI Holding beteiligt sich mit 30 Prozent an Österreichs größter Onlinedruckerei druck.at

short

„Mit der DPI Holding macht das mehr Spaß“

Schartner Bombe: Challenge 2013

© Michael Pyerin

druck.at-Geschäftsführer Peter Kolb lehnte ein um 70% höheres Angebot aus Deutschland ab. Michael Fiala

Michael Pyerin gewann mit seiner Arschbombe die Karibik-Reise.

Wien/Leobersdorf. „Zwei Unternehmen finden zusammen, die in einem schwer umkämpften Markt erfolgreich sind“, sagte Peter Kolb, Geschäftsführer von druck.at, zur neuen Zusammenarbeit zwischen druck.at und der DPI Holding. In Zahlen heißt dies: Die DPI Holding beteiligt sich ab sofort mit 30% an Österreichs größter Onlinedruckerei druck.at. Die ersten Gespräche haben bebereits vor über einem Jahr stattgefunden, schlussendlich warteten die beiden Player noch auf das „Go“ der Wettbewerbsbehörde. Am Mittwoch wurde die Zusammenarbeit der beiden bekannt gegeben.

Österreich. Aufgrund des Vorjahreserfolgs wurde die Promotionaktion „Schartner Bombe Arschbomben Challenge“ im Sommer 2013 wiederholt. Mittels Publikumsvoting wurden die besten 30 Arschbomben ausgewählt, Michael Pyerin gewann durch Abstimmung einer Jury den zweiwöchigen, 5 Sterne Ruefa Karibik-Urlaub. Zudem wurde unter allen Votern eine KTM 125 Duke, welche an Michael Zeppezauer überreicht wurde, verlost. TV- und Hörfunk-Kampagne, diverse Printpublikationen, Promotion-Etiketten und PoSMaßnahmen standen hinter der Aktion, begleitet von diversen Social Media-Aktivitäten. (red)

Ausschlaggebend für die Gespräche und Verhandlungen waren die wechselseitigen Synergien im Produktionsbereich und die mögliche Erweiterung des Produktspektrums. Durch die Beteiligung kann einerseits die DPI Holding ihre Onlineaktivitäten verstärken. Andererseits erhält druck.at durch die DPI einen Zugang zu Märkten und Kunden, die bisher verschlossen waren. Das beinhaltet z.B. die 8.000 kaufenden Kunden der DPIGruppe und auch die Möglichkeit, aufgrund der Digitaldrucktechnik der DPI größere Auflagen zu produzieren. Durch die Erweiterung der Produktpaletten und des Absatzmarkts sollen beide Firmen gestärkt werden, so die Vorstellungen der beiden Unternehmen. Für Kolb heißt das konkret in den kommenden Jahren: „Wir streben in den kommenden fünf Jahren ein jährliches Umsatzwachstum von 15-20% an.“ Parallel dazu soll die Produktivität der Mitarbeiter

Kooperation von ÖBB und „The Red Bulletin“ Wien. Ab sofort fährt die neue The Red Bulletin-Taurus-Lok auf Schienen durch Österreich. Mit ihrem auffälligen Design soll sie die Gemeinsamkeiten einer Taurus-Lok der ÖBB und The Red Bulletin hervorheben. Ein Jahr lang wird die 10.000 PS starke Taurus-Lokomotive vor einen ÖBB-railjet gespannt und vorwiegend auf der „Weststrecke“ im Einsatz sein. Die offizielle Taufe mit Champagnerdusche fand im Beisein von Franz Renkin, Verlagsleiter der Red Bull Media House Publishing GmbH, und Manfred Oschounig, Geschäftsführer ÖBB-Werbung GmbH, statt. Mit einem sogenannten Wallride verlieh der BMX-Pro Senad Grosic der neuen Lok ein invidiuelles Gütesiegel. (red)

© druck.at

Wechselseitige Synergien

Peter Kolb und Arnold Tautermann-Bichler präsentieren die neue Zusammenarbeit zwischen druck.at und der DPI Holding.

gesteigert werden. Kolb rechnet daher mit einem entkoppelten Mitarbeiterzuwachs von 10 bis 15%. Der Geschäftsführer von druck.at kündigte zudem an, die Expansionspläne voranzutreiben. „Wohin die Reise geht, kann ich heute jedoch noch nicht verraten.“

der DPI, ansetzen: „Rein technologisch gesehen, ist das Ganze keine Hexerei mehr. Wichtig ist der gesamte Prozess, die Firmen gut zu betreuen. Es geht um schlanke Prozesse, um Effizienz.“

Interessant ist auch die Tatsache, dass druck.at ein Angebot eines deutschen Online-Druckunternehmens, das laut Kolb um 70% höher gelegen ist, abgelehnt hat. „Wir wollen ein österreichisches Unternehmen bleiben. So macht das mehr Spaß.“ Kolb will Anfang des kommenden Jahres die

durch die neue Zusammenarbeit ermöglichten neuen Produktgruppen für seine Kunden verfügbar machen. Insgesamt rechnet er mit rund 5.000 neuen Produkten, die auf druck.at angeboten werden können. Auch für die DPI Holding ergeben sich durch diese Zusammenarbeit neue Perspektiven. Die Wurzeln der DPI-Gruppe liegen in der Produktion von Geschäftsdrucksorten. Darauf aufbauend, hat das Unternehmen zu Beginn der 1990er-Jahre den Pfad des reinen Produzenten verlassen und die Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette „Druck und Kommunikation“ entwickelt. Genau hier will Arnold Tautermann-Bichler, CEO

Event Maderthaner will vermehrt europaweit expandieren

Angebot ORF-Vorteilskarte

Innovation Online-Magazin

Höheres Angebot abgelehnt

Facts druck.at Im September 2013 wurde der Firmenname von digitaldruck.at auf druck.at geändert. Das Unternehmen beschäftigt 220 Mitarbeiter und setzte 2012 25 Mio. € um. druckt.at bietet derzeit 25.000 Produkte an. Die DPI Holding ist Druck- und Kommunikationsdienstleister und Marktführer in Österreich. Die Gruppe erzielt mit ihren 710 Mit­arbeitern derzeit einen Umsatz von 85 Mio. €.

Wien. Am 31. Jänner 2014 findet bereits die dritte Auflage des Campaigning Summit Vienna im Wiener „Studio44“ statt. Fünf nationale und internationale Speaker aus den USA, Großbritannien, der Schweiz und Österreich werden erwartet, um über 300 Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft, NGOs und der Kommunikationsbranche zu unterhalten und informieren. „Diese Mischung ist Teil der DNA des Campaigning Summit. Menschen, die Menschen bewegen, kommen einen Tag lang zusammen und tauschen sich branchenübergreifend aus“, so Philipp

Senad Grosic, Manfred Oschounig und Franz Renkin bei der Taufe.

St. Florian. Das österreichische Fußballportal Ligapsortal.at hat in der Reichweiten-Messung der Österreichischen Web-Analyse (ÖWA) einen neuen Rekord geschafft mit monatlichen 393.110 Unique Clients, 1.707.206 Visits und 9.830.031 Page Impressions. Die dazugehörige Ligaportal-App für iPhone und Android wurde mehr als 150.000 Mal heruntergeladen, pro Wochenende überträgt Ligaportal.at knapp 700 Spiele im Live-Ticker. Geschäftsführer Thomas Arnitz freute sich über die Zugriffe, welche in den letzten zweieinhalb Jahren verzehnfacht wurden.  (red)

© Jakob Glaser

Ligaportal.at erlangte Reichweitenrekord

Philipp Maderthaner, Summit-Initiator, setzt auf Campaigning made in Europe.

Maderthaner, Summit-Initiator und Gründer des Campaigning Bureaus. Bereits beim letzten Mal wurden Teilnehmer aus elf Ländern beim Campaigning Summit willkommen geheißen. In diesem Jahr soll Schätzungen zufolge etwa ein Fünftel der Gäste außerhalb von Österreich kommen. In vergangenen Jahren gelang es Maderthaner unter anderem, Speaker wie Thomas Gensemer, der Kopf der Internetkampagne von US-Präsident Barack Obama im Jahr 2008, für den Event zu gewinnnen. Ein weiterer Teilnehmer war Matt Harding, der zahlreiche Menschen mit seinen InternetVideos erreicht hatte. „Wir verhandeln derzeit intensiv mit Partnern in Dänemark und Deutschland. Kopenhagen wäre ein tolles Tor in die nordischen Länder und Berlin ein logischer, nächster Schritt, vor dem wir aber durchaus Respekt haben“, so Maderthaner über künftige Pläne. Ziel sei es, europaweit zu expandieren und dem Thema Campaigning, das US-amerikanisch geprägt ist, einen europäischen Ansatz zu geben, so die Macher.  (red)

Die neue „ORF RadioKulturhauskarte“ soll Besuchern Vorzüge bringen.

© Radiokulturhaus/ORF

© Philipp Schuster/The Red Bulletin

Campaigning Summit 2014 in Wien RadioKulturhaus Zauberfuchs.com

Wien. Ab sofort bietet das RadioKulturhaus die ORF RadioKulturhaus-Karte im Onlineshop unter radiokulturhaus.ORF.at/karte, per E-Mail an radiokulturhauskarte@ orf.at oder im ORF Shop für 25 € pro Person, 42 € für zwei Personen, zum Verkauf an. Die Vorteilskarte verspricht 50% Ermäßigungen auf Eintrittskarten zu diversen Events, bis zu 10% Nachlass im ORF Shop, freien Eintritt bei Ö1 Live-Sendungsveranstaltungen im ORF RadioKulturhaus und Vergüngstigungen in der Parkgarage Argentinierstraße 29. Die Karte ist mit Erhalt gültig. Schnellentschlossene erhalten die Karte bis zum 31. Jänner 2014 um 10% ermäßigt, Ö1 Club-Mitglieder auch danach.  (red)

Innsbruck. Der frühere Tiroler Tageszeitung-Redakteur Manfred Schiechtl gründete zusammen mit Irene Heisz, ebenfalls ehemalige TT-Journalistin, Christian Knapp, Inhaber Appollomedia, Julia Hitthaler und Mirko Blatancic (Video/Film-Produktion) das Online-Magazin „Zauberfuchs. com“. Den Journalisten zufolge solle es als „Medium der nächsten Generation“ einen „qualitätsvollen Journalismus, dargeboten mit den vielfältigen Möglichkeiten des interaktiven Internet“, offerieren. Zu den Gastkolumnisten zählen neben dem früheren TT-Chefredakteur Frank Staud auch der ehemalige Landesabgeordnete Fritz Grugiser. Die Innsbrucker Agentur Appollomedia ist für Marketing und Verkauf zuständig. „Natürlich sind wir nicht die Einzigen auf der Welt, die diesen Ansatz verfolgen; in den USA wurde für Vertreter dieser Gattung kürzlich sogar schon ein eigener Begriff kreiert: „Next Generation Media“, die Medien der nächsten Generation“, so Schiechtl.  (APA)  www.zauberfuchs.com


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16 – medianet

13:

Freitag, 15. November 2013

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Charity-Gala

Grayling Speaker’s lounge

© Helga Nessler

Scheckübergabe bei der Ronald McDonald Kinderhilfe-Gala mit Alfons Haider.

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Kinderhilfswerk erhält Spende in Höhe von 460.000 Euro

1. Landeshauptmann Peter Kaiser und Sepp Tschernutter; 2. Stefan Reichelt (Neumann&Partners), Hermann Egger; 3. Gerhard Krassnig, Alexander Loisel (LSZ Consulting), Georg Rebernig; 4. Peter Felsbach, Christine Oberdorfer (Bohmann Verlag), Harald Sigl (Lebensministerium).

Ein Abend mit LH Peter Kaiser über die Zukunft Kärntens

Neues Kärnten

Peter Kaiser will Innovation, Investition und Internatio­na­ lisierung.

Wiener Palais Coburg Im Rahmen der Grayling Speaker‘s Lounge diskutierte der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser mit geladenen Gästen über die aktuelle Lage und künftigen Reformvorhaben für das „Neue Kärnten“. Kaiser wünscht sich Innovation, Investition und Internationalisierung für sein Heimatland. Gastgeber Grayling-CEO Sepp Tschernutter begrüßte unter anderem Alexander Hoehdanner (Deloitte), Leopold Brunner (TPA Horwath), Gerhard Christiner (Austrian Power Grid), Hermann Egger (Kelag), Peter Felsbach (voestalpine), Peter Gauper (Raiffeisen Landesbank Kärnten), Rudolf Gollia (Parlamentsdirektion), Jan Oliver Huber (Pharmig), Johannes Kasal (Außenministerium), Gerhard Krassnig (Spencer Stuart), Christoph Kulterer (IV Kärnten), Werner Lanzrath (PwC), Erich Pichorner (ManpowerGroup), Georg Rebernig (Umweltbundesamt), Alois Schedl (Asfinag), Erlfried Taurer (Constantia), Alexander Walcher (Asfinag Baumanagement), Manfred Weiss (Strabag) und Alexander Wrabetz (ORF).  (mw)

medianet Branchenkalender November 18. 19. 19. 20. 20. 20. 20. 26.

Buchpräsentation Edition Lammerhuber „Matthias Cremer – 25 Jahre Fotografie für Der Standard“ 18:00 Uhr, Parlament (Wien)  www.parlinkom.gv.at 4. Tiroler Integrationsenquete Tiroler Landesregierung „wer MACHT meinung – Medien und Integration“ 9:30 Uhr, Landhaus 3 (Innsbruck) Preisverleihung APA „Writing for CEE 2013“ 18:30 Uhr, Bank Austria, Oktogon (Wien), nur mit Einladung, Anmeldung erforderlich unter cee-event@apa.at VÖZ-Enquete „Mangelnde Lesefähigkeit als Gefahr für die Demokratie“ 10:00 Uhr, Presseclub Concordia (Wien)  www.concordia.at Medientag 2013 Universität Innsbruck „Anker, Schleusen, Netze – Medien in der Datenflut“ 14:00 Uhr, Universität Innsbruck (Tirol)  www.uibk.ac.at Staatspreis PR „KommunikatorIn des Jahres und PR-Gala 2013“ 18:30 Uhr, Studio 44 (Wien)  p.schwiglhofer@prva.at Podiumsdiskussion „MedienmanagerInnen in Österreich – was sie von Medienpolitik erwarten“ 18:00 Uhr, Presseclub Concordia (Wien)  www.concordia.at Veranstaltung Life Long Learning Academy Technikum Wien (LLL Academy) „3x60‘ Social Media-Talk“ 14:00 Uhr, FH Technikum (Wien)  www.lllacademy.at

28. 29.

Ronald McDonald Kinderhilfe-Gala Wiener Arsenal Für die diesjährige Charity-Gala der Ronald McDonald Kinderhilfe wählte Präsidentin Sonja Klima das Thema „Cinderella“. Realisiert wurde das Projekt von der Kommunikationsagentur currycom. In den Wiener Malersälen wurden über 550 Gäste aus Wirtschaft, Gesellschaft und Medien begrüßt. Die Säle wurden mit der Art for Art Theaterservice GmbH unter der Leitung von Stefan Liewehr gestaltet. Für Unterhaltung sorgten Sängerin Sandra Pires, Schauspieler Michael Maertens, das Kult-Ensemble „The Philharmonics“, die Tänzerinnen und Tänzer der Ballettschule der Wiener Staatsoper sowie Roger Cicero. Auktionator Philipp Hutterer leitete die Versteigerung. „Die heuer im Zuge des Charity-Abends lukrierte Spendensumme von über 460.000 Euro spornt uns an, uns hier auch weiterhin kreativ und mit vollem Einsatz zu engagieren“, so Christian Krpoun, Managing Partner currycom. Damit ermöglicht die Kinderhilfe Am 26. November um 12 Uhr Familien mit schwer kranken trägt Jasper Sharp im Rahmen Kindern eine Bleibe nahe des des IAA Business Communiörtlichen Krankenhauses, wocation Lunch im Restaurant mit es Familienmitgliedern ­Vestibül vor. Anmeldungen möglich ist, ihre Kinder zu beunter praesentation@orf.at suchen und somit eine rasche Genesung zu fördern. (mw)

Karriere

tipp des tages

präsentiert von

Medien-Event Austrian-Chinese Business Assocation (ACBA) „Medien in China – Vielfalt & Freiheit?“ 17:00 Uhr, Hilton Vienna Danube (Wien), Anmeldung unter ­office@acba.at ÖJC Adventfest: Verleihung New Media Journalism Award 2013, Nachwuchspreis und Ehrende Anerkennung 19:00 Uhr, Mozarthaus (Wien), Anmeldung unter office@oejc.at

Karin Strobl Frauennetzwerk Medien

Dezember 2.

Festveranstaltung anl. 35 Jahre Kuratorium für Journalistenausbildung 11:00 Uhr, Parlament (Wien)  www.parlinkom.gv.at Eröffnung 7. Mediengipfel: Podiumsdiskussion „Das europäische Maß zwischen Markt und Moral“ 16:00 Uhr, Hotel Post, Dorf 6, 6764 Lech (Vorarlberg) 7. Mediengipfel in Lech am Arlberg mit u.a. EU-Kommissar Hahn Verleihung Österreichischer Journalisten Club (ÖJC) „Dr. Karl Renner-Publizistikpreis 2013“ 18:30 Uhr, Rathaus Wien

23.

16. Radiopreis der Erwachsenenbildung 18:30 Uhr, RadioKulturhaus (Wien)  http://radiokulturhaus.orf.at

5. 5.–7. 12.

Jänner

Schicken Sie uns Ihren Branchen-Event an: kalender@medianet.at – die Veröffentlichung ist kostenlos.

Web Attack Laut Roman Maria Koidl sind wir als „Digitale Naive“ dem Staat hilflos ausgeliefert. Er weiß alles: Was wir essen, wen wir lieben, wohin wir reisen werden. Jeder Einkauf, Zeitungsartikel, jede E-Mail, jeder Eintrag bei Facebook füttert den großen Hirnscanner, der mit diesen Informationen in Zukunft über den Erhalt eines Kredits oder unsere Visa-Genehmigungen entscheiden wird. 9,30 €, Goldmann Verlag, ISBN: 978-3-442-17473-7.

Wiederwahl Karin Strobl (Regionalmedien Austria) wurde am 13. November bei der Generalversammlung des überparteilichen Vereins Frauennetzwerk Medien einstimmig erneut als Präsidentin gewählt. © RMA

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© Goldmann

© Grayling/Katharina Schiffl

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Beim AK-Test in Linz sind alle Maroni-Stichproben durchgefallen  Seite 20

Textilbranche

Freitag, 15. November 2013 – 17

Aus der kälte

Magnum Mini Baileys, Iglo à la Carte Sortiment, Lelisa Hara-Kaffee und das kompostierbare Zitronennetz von Ja! Natürlich. Seite 21

Karriere

Die Arbeiter in Bangladesch sollen einen Mindestlohn von 51 € erhalten  Seite 20

© Intersport

Maroni

© dpa/B. Kubisch

© Rainer Jensen

inside your business. today. 

© Unilever Austria

retail medianet

Karl Ibscher erweitert die Geschäftsführung bei Intersport Austria  Seite 22

BWB-Verhaltenskodex paralysiert Wirtschaft

© Panthermedia.net/Ari Wasabi

short

Handels-KV Nach drei Verhandlungsrunden konnten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber auf einen Handels-KV einigen: Mit 1. Jänner 2014 bekommen Handelsangestellte ein Mindestgrundgehalt von 1.450 €, das 2015 auf 1.500 € steigt. Ein solcher Doppelabschluss war nötig, so Arbeitgeber-Verhandler-Rene Tritscher. Seite 20

© Spar/Michael Gruber

© APA/Helmut Fohringer

Investionen Business-Ladies lieben Shopping, sie betrachten es häufig als „Vergnügen“. Das ist eines der Ergebnisse einer von den Ringstrassen-Galerien durchgeführten Untersuchung. Noch eines: Am meisten Geld wird für das Business-Outfit ausgegeben. Shopping-Aficionados lassen rund 500 € pro Monat im EKZ Seite 19

Powerplay Rechtsanwalt Bernhard Kofler-Senoner, Spar-Präsident Gerhard ­Drexel und Universitätsprofessor (WU) Peter Schnedlitz legten dar, dass der   Verhaltenskodex der Bundeswettbewerbsbehörde die Wirtschaft lähmt.  Seite 18

Handel Knapp 2 Mio. Euro investierte Lidl in den komplett umgebauten Standort

© Lidl Österreich/photonews.at/Georges Schneider

Lidl-Filiale in Felixdorf eröffnet

Kurt Lax, Günther Straub, Ilse Horejs, BL Jörg Tschurlovitsch, Claudia Schörner, ­Christine Kastler, Richard Buchberger, VL Andreas Baumann und BM Walter Kahrer.

conversations bringt Frequenz und Kunden!

Felixdorf. Ab sofort hat die LidlFiliale im niederösterreichischen Felixdorf wieder geöffnet, die Baumaßnahmen wurden abgeschlossen. Der komplette Umbau der Filiale kostete knapp 2 Mio. €. Ein innovatives Heiz- und Kühlsystem soll im Inneren für optimierte Energieeffizienz sorgen, Kosten sparen und die Umwelt schonen. Eine neue Backnische bietet mehrmals täglich frisch gebackene Backwaren. Im Rahmen der Eröffnung übergab Lidl einen Warengutschein im Wert von 1.000 € an den Sozialmarkt NÖ und zeigt damit: Wir sind sozial.  (red)

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„Durch das neue Dialogsystem haben wir seit März eine Frequenzsteigerung bei den Bestandskunden von 50 % und einen Neukundenzuwachs im Kartenprogramm von 70 % geschafft!„ Mag. Brigitte Brabec Marketingleitung, Rudolf Leiner Ges.m.b.H.

Noch Fragen?

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t i t e l st o r y

Freitag, 15. November 2013

© Spar/Michael Gruber

18 – medianet retail

Drei- Einig keit

Konflikt Zwischen der Spar und der Bundeswettbewerbsbehörde sind die Fronten zusehends verhärtet

„Wir von Spar sind die einzigen ohne Angst“

Bernhard Kofler-Senoner, Gerhard Drexel, Peter Schnedlitz Der Rechtsexperte, der Handelsboss und der Marketing- und Wirtschaftsexperte sind sich einig darin, dass der sogenannte Verhaltenskodex der Bundeswettbewerbsbehörde letztlich die Wirtschaft schädigt.

Spar-Präsident Gerhard Drexel will sich das Instrument der Preispolitik keinesfalls nehmen lassen. christian novacek

Wien. „Wir haben derzeit ein großes Problem in der Branche“, stellt Spar-Präsident Gerhard Drexel klar, dass es im Konflikt des Händlers mit der Bundeswettbewerbsbehörde nicht um Bagatellen geht. „Es geht nämlich die Angst um in der Branche, etwas falsch zu machen.“ Falsch machen heißt: Das Falsche darüber auszuverhandeln, zu welchen Preisen die Produkte der Hersteller in den Supermärkten stehen, beziehungsweise in diesen Verhandlungen das Thema Preis überhaupt zu thematisieren. Denn: Wenn der Spar-Einkäufer mit dem

Produzenten über Einstandspreis/ Endverbraucherpreis oder Aktionspreis spricht, müsste dem Disput laut Drexel eigentlich ein Rechtsanwalt beistehen – was natürlich eine absurde Situation darstellt. Absurd nicht nur im Bezug auf die von der BWB ausgegebenen Verhaltensleitlinien, die als solche wenig praxistauglich dünken. Sondern absurd bereits in der Grundannahme, die darauf lautet, dass der Händler über seine Preise nur mehr eingeschränkt verhanden soll. Drexel: „Die BWB entzieht uns Händlern das Instrument der Preispolitik.“ Genau diesen Punkt bestreitet indes die Bundeswettbewerbsbehör-

de. In einer noch am Tag der SparPressekonferenz (Dienstag 12.11.) lancierten Aussendung der BWB heißt es (siehe unten): „Übliche Preisverhandlungen, die selbstverständlich in jeder Branche nötig sind, sind nicht Gegenstand der Ermittlungen gegen Spar.“

Verunsicherung der Branche Diese Klarheit der Darstellung seitens BWB kommt dem Vernehmen nach relativ spät. Denn, so sieht es auch Univ.Prof. Peter Schnedlitz: „Ich habe eine große Verunsicherung in der Branche festgestellt.“ Schnedlitz erwar-

Stellungnahme Die BWB reagiert auf das Spar-Pressegespräch

Das sagt die Bundeswettbewerbsbehörde Wien. „Die BWB ermittelt wegen Verdachtes rechtswidriger Preisabsprachen, nicht wegen branchenüblicher Preisverhandlungen. Im Gegensatz zur gesamten Branche verweigert sich Spar zudem dem Verhaltenskodex, der auf Wunsch des Handels erarbeitet wurde. Zur heutigen Kritik von Spar-Generaldirektor Drexel stellt die Bundeswettbewerbsbehörde klar: Die BWB (Bundeswettbewerbsbehörde) ermittelt gegen diverse Unternehmen des Spar-Konzerns wegen des Verdachtes rechtswidriger Preisabsprachen. Übliche Preisverhandlungen, die selbstverständlich in jeder Branche nötig sind, sind nicht Gegenstand der Ermittlungen gegen Spar. Im Übrigen erlaubt sich die BWB festzuhalten, dass nahezu sämtliche Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels und deren Lieferanten positive Stellungnahmen zum Verhaltenskodex, den die BWB vorgeschlagen hat, abgegeben und nur geringfügige Änderungswünsche geäußert haben. Der Leitfaden (Verhaltenskodex) wurde im Übrigen auf ausdrücklichen Wunsch der Branche erstellt. Er soll Handelsunternehmen und Lieferanten in der Praxis helfen, sich kartellrechtskonform zu verhalten. Lediglich die Spar-Gruppe verweigert sich diesen Verhaltensregeln, die künftige kartellrechtliche Probleme vermeiden helfen sollen, völlig.“

tet sich für den Mailverkehr der Produzenten einen Autoreply des Wortlauts: „Sprechen Sie mit uns bitte nicht über Preise“ und bezüglich der BWB-Leitlinien moniert er: „Hätte sich ein Didi Mateschitz von Red Bull an diese in der derzeitigen Form gehalten, dann wäre Red Bull heute keine Weltmarke, sondern eine Brauselimonade, die um 29 Cent verramscht wird.“ Als unübersehbarer Stein des Anstoßes bleibt bestehen, dass Händler und Hersteller keine Aktionspreise ausbaldovern dürfen. Während die Behörde zugesteht, dass man über den Einstandspreis reden muss, fällt der Aktionspreis in die Kategorie Endverbraucherpreis. Und dazu heißt es: „Ein Hersteller darf mit einem Händler selbstverständlich keine Absprache über den Verkaufspreis halten, sonder nur über den Einstandspreis. So steht es im Gesetz“, stellt BWBSprecher Stefan Keznickl klar. Auch entspräche der Verhaltensleitfaden für Einkäufer bzw. für Verkäufer einem Branchenwunsch – und nur die Spar verweigere sich diesen Verhaltensregeln völlig. Laut Drexel in Sachen Aktionspreise aus durchwegs gutem Grund: „Eine Abstimmung der Aktionen mit den Produzenten ist zwingend nötig“, sagt der Spar-Chef, „es ist auch gut, wenn der Hersteller den geplanten Aktionspreis kennt, zumal das eine direkte Mengenauswirkung hat.“ Drexel nennt Beispiele: Ein Wein, der in Aktion statt um 3.99

um 2.99 € verkauft wird, erfordert den sechsfachen Warenbestand. Geht der Wein indes um 1.99 € über den Ladentisch, müsse bereits die 40fache Menge produziert werden. Verweigert man nun dem Weinlieferanten die Aktionspreis-Info, käme es zu Chaos bzw. rascher Ausverkaufssituation. Und eine Aktion mit Artikeln, die nicht verfügbar sind, sei erst recht nicht rechtens, folgert Drexel.

Preis ist Top 5-Motivator Mittlerweile hat sich auch die Wirtschaftskammer in den Konflikt eingeschaltet. Sie stößt sich vor allem an der Aussage der BWB, dass deren Verhaltenskodex für die Branche auf Wunsch ebendieser erstellt werde. „Das ist nicht zutreffend“, sagt dazu Sparten-Geschäftsführer Rene Titscher. In Reaktion darauf hat die BWB diesen ihren Leitfaden auf ein niedrigeres Level gehievt, sprich: Keznickl verwies darauf, dass Leitlinien rechtlich nicht verbindlich seien. Das Ansinnen, Preisdiskussion zwischen Herstellern und Händlern einer Norm zu unterwerfen, gab es übrigens bereits vor einigen Jahren in Deutschland; bis dato gibt es ebenda keine rechtlich eindeutige Handhabung, also keinen Verhaltenskodex. Für Schnedlitz ist der Preis ein Top 5-Motivator zum Produktkauf – sein Herausbrechen aus der Händler/Hersteller-Gesprächsliste somit ein Unding.


R e ta i l & Pr o d u c er s

Freitag, 15. November 2013

medianet retail – 19

Umfrage Ringstrassen-Galerien wollten wissen, wie Karrierefrauen einkaufen gehen, was sie brauchen und wünschen

short

Alles fürs Business-Outfit

Douglas neu inszeniert mit 500 Mio. Euro Hagen. Douglas präsentiert sich mit einem neuen Markenauftritt mit dem Ziel, mittelfristig in allen europäischen Kernländern die Marktführerschaft zu erringen. Dafür hat der US-Investor Advent frisches Geld zur Verfügung gestellt. In den kommenden fünf bis sieben Jahren sollen bis zu 500 Mio. € in das Wachstum der wichtigsten Douglas-Sparte investiert werden. Die Kunden sollen die Marke Douglas künftig „noch emotionaler“ erleben.

75 Prozent der Business-Ladies investieren zumindest die Hälfte der Shopping-Ausgaben ins Outfit.

„Die Zusammenarbeit mit dem Club alpha und dem Mentory Club war schon bei der Planung unserer Jubiläumstage, die wir speziell für unsere weibliche Klientel umgesetzt haben, erfolgsversprechend. Die Chance, auch eine Umfrage innerhalb unserer Kernzielgruppe, den Businessfrauen, durchführen zu können, packten wir sofort beim Schopf. Allein 58,77% der retournierten Fragebögen stammen von weiblichen Führungspersonen in mittlerer oder höchster Organisationsebene, eine für unsere Shops besonders wichtige Käuferschicht“, definiert Centermanager Rudolf Richter den hohen Stellenwert,

Merkur-App wurde rundum erneuert

100 bis 300 Euro

Entspannt shoppen, heißt allein shoppen und dafür bis zu 300 Euro auszugeben.

welcher der Umfrage bei zukünftigen Planungstätigkeiten in den Bereichen Marketing, Architektur und Mitarbeiterausbildung in den Ringstrassen-Galerien beizumessen ist.

Shopping als Vergnügen Für 76% der Befragten fällt Shopping in die Kategorie „Vergnügen“, während 24% den Einkauf des nicht-täglichen Bedarfs, eben Wa-

rengruppen wie Schuhe, Kleidung, Schmuck, etc. eher als Pflicht wahrnehmen. Dementsprechend finden 63% beim Shoppen Entspannung, hingegen überwiegen bei 37% eher die Stressfaktoren. Dabei shoppen 60% der Befragten am liebsten ungestört allein. Nur 40% holen sich ab und zu Unterstützung von Freunden oder dem Partner. Ebenfalls 40% verlegen ihre Einkäufe in die Freizeit, wobei die Mehrheit diese eher spontan zu

Fast 60% der befragten Karrierefrauen geben für klassisches Shopping, eben für den Einkauf von Kleidung, Schuhen, Kosmetika, Accessoires, 100-300 € pro Monat aus, d.h. bis zu 3.588 € pro Jahr. Ein Fünftel (21%) der Frauen bleibt minimal, aber doch unter der 100 €-Marke. Zirka 20% der BusinessLadies geben dagegen mehr als 300 € pro Monat für Shopping aus – in Zahlen ausgedrückt: 16,5% geben zwischen 300 und 500 € monatlich für Shopping-Aktivitäten aus, während nur etwas mehr als 3% zu den wahren Shopaholics zählen: Sie investieren monatlich 500 € in den Shoppingcentern und hier vor allem bei den Textilhändlern.  (red)

© Merkur

Kriterien für Marketing

ganz unterschiedlichen Zeiten erledigt. Lediglich 12% shoppen nach der Arbeit; fast nie wird die Mittagspause für Shopping geopfert. Und noch etwas: Die BusinessFrau möchte entspannt shoppen, sie wünscht sich die Möglichkeit abzuschalten sowie Gelegenheiten, verwöhnt zu werden. In Zahlen ausgedrückt: 38% schätzen insbesondere eine ruhige, entspannte Atmosphäre („Anti-Stress-Feeling“) im Einkaufszentrum. Am zweitwichtigsten ist die ansprechende, moderne Architektur (28%) und immerhin fast 20% legen Wert auf ein abwechslungsreiches, gastronomisches Angebot. © Panthermedia.net/Ari Wasabi

Wien. Ganz aktuell präsentieren die Ringstrassen-Galerien die Umfrage zum Thema: „Karriere-Frauen und ihre Shopping-Gewohnheiten“. Im Auftrag der Ringstrassen-Galerien führte die mrk diversity management gmbh eine Umfrage innerhalb der Frauennetzwerke alpha – Frauen für die Zukunft und Mentory Club durch. Das wohl interessanteste Ergebnis: 75% der Befragten investieren zumindest die Hälfte ihrer gesamten Shoppingausgaben in Businessoutfits; bei mehr als 25% dieser Gruppe fließen sogar bis zu drei Viertel des gesamten Shopping-Budgets in ein vorteilhaftes Erscheinungsbild im Job.

Einkaufen wird immer einfacher mit den entsprechenden Apps.

Wien. Merkur veränderte seine App mit intelligenten Features, neuem Design und einfacherer Bedienung. Außerdem wurde die elektronische Form der Kundenkarte erweitert: Friends-Treuepunkte können direkt auf dem Smartphone eingelöst werden. In Verbindung mit der App VeroPay ist auch mobiles Bezahlen möglich.

SHOPPING

WENN DEINE WELT IST, IST DAS DEIN Die guten GUIDES von 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2012 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013

GUIDE.

Irmie Schüch-Schamburek

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r e ta i l & P r o d u c e r s

20 – medianet retail

Freitag, 15. November 2013

Handels-KV Mindestgehalt für Handelsangestellte wird 2014 auf 1.450 € und im Folgejahr auf 1.500 € steigen

short

KV mit Doppelabschluss

Verdi kritisiert Amazon: ,,Gerecht geht anders“ Koblenz. Der Versandhändler Amazon will erstmals in seiner Geschichte Weihnachtsgeld in Höhe von 400 und 600 € an die Beschäftigten zahlen. Dieses sollen allerdings nur Versandmitarbeiter und Gruppenleiter erhalten. Angela Bankert von Verdi kritisiert diese Regelung und fordert einen Kollektivvertrag, wonach das Weihnachtsgeld entsprechend dem Gehalt ausfallen würde. ,,Gerecht geht anders“, so die Verdi-Vertreterin. (APA)

Handel will sein Niedriglohn-Image ablegen, ab Jänner steigen die Gehälter um 2,55% bzw. 2,5%. Grenze von 1.850 € ab Jänner um 2,55% und jene, die darüber liegen, um 2,5%. Mit diesen Maßnahmen will der Handel sein NiedriglohnImage abstreifen. „Dieser innovative Doppelabschluss bringt uns dem Ziel einer faireren Verteilung des Lebenseinkommens für Handelsangestellte erheblich näher“, stellt Handelsobfrau Bettina Lorentschitsch fest.

Daniela Prugger

Wien. Drei Verhandlungsrunden waren nötig, bis sich Gewerkschaft und Arbeitgeber auf einen neuen Handels-Kollektivvertrag einigten. Nun steht fest: Mit 1. Jänner 2014 bekommen (Vollzeit-)Angestellte im Handel ein garantiertes Mindestgrundgehalt von 1.450 €, das am 1. Jänner 2015 auf 1.500 € angehoben wird. Das Gehaltsplus für 2015 wird aus der Inflation (von Oktober 2013 bis September 2014) und einem Aufschlag von 0,4% errechnet (Siehe Grafik). Seit 1988/89 gab es keinen Doppelabschluss mehr. Da die Sozialpartner das Gehaltsschema im Handel aber komplett erneuern wollen, war ein Abschluss für zwei Jahre erforderlich: „Wir wollen uns nicht von KV-Verhandlungen stören lassen“, erklärt Arbeitgeber-Verhandler Rene Tritscher. Außerdem steigen Gehälter bis zur

© Mercator-Gruppe

Mercator weiterhin in den roten Zahlen

Moderne Berufsdefinitionen Derzeit gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Gehälter. So kommt es, dass eine Billa-Verkäuferin mit den gleichen Voraussetzungen in Salzburg ein anderes Gehalt bekommt als in Kärnten. Dieses komplexe Thema und ob gewisse Berufsbilder noch zeitgemäß sind, sollen 2015 behandelt werden. „Wir wollen moderne Definitionen von sich verändernden Berufen“, so Tritscher.

KV-Abschlüsse 2007 bis 2014/15 im Vergleich zur Inflation. Das Gehaltsplus für 2015 wird aus der durchschnittlichen Inflation und einem Aufschlag von 0,4% errechnet.

Schlechte Wirtschaftslage und erhöhte MwSt. drückten den Umsatz.

Auszeichnung Messino Dark Temptation wurde in der Kategorie Konsumgüter Food/Beverages ausgezeichnet

Ljubljana. Sloweniens größte Handelskette Mercator schreibt seit Monaten rote Zahlen. Der Nettoverlust ist mit 17,6 Mio. € um ein Fünftel niedriger als im Vorjahr. Das operative Ergebnis ist mit knapp 20 Mio. € zwar positiv, allerdings liegt es um 41% unter dem Vorjahreswert. Während der Absatz in den meisten Märkten rückläufig ist, konnte in Serbien ein Plus von 3,2% verzeichnet werden. (APA)

Gold-Effie für Messino Dark Temptation Wien. Die zum 29. Mal in Österreich verliehenen Effie-Awards brachten Bahlsen dieses Jahr eine goldene Auszeichnung in der Kategorie Konsumgüter Food/Beverages. Grund dafür war ein reichweitenstarker TV-Spot und eine gelungene Consumer Promotion für Messino Dark Temptation. Eine 24-köpfige Jury wählte unter den 67 eingereichten Kampagnen die effizientesten des vergangenen Jahres.

Prominententreffen bei der Eurospar-Neueröffnung in Straßwalchen.

Straßwalchen. Die Bewohner der Salzburger Gemeinde Straßwalchen sind seit gestern um einen Nahversorger reicher. Die neueröffnete Eurospar-Filiale befindet sich auf rund 1.200 m� in der Andreas-Thalhammer-Straße. Regionale Lebensmittel, wie Brot, Gebäck und Wurstspezialitäten lokaler Hersteller stehen im Vordergrund. Die 41 Mitarbeiter stehen den Kunden während der Weihnachtszeit sogar für einen Geschenkedienst zur Verfügung und erfüllen auch individuelle Verpackungswünsche. (nn)

16 wurden mit einem IAA EffieAward, 7 weitere mit einer Anerkennung ausgezeichnet. Die Manner Vollkornschnitte bekam als effizientesten Kampagne 2012 einen Platin-Effie. (nn)

Bahlsen, pjure isobar und Vizeum Austria Media Service freuen sich über den IAA Gold-Effie für Messino Dark Temptation.

Textilarbeit Die Proteste in Bangladesch zeigen Wirkung

LEH Beim AK-Test sind alle Maroni-Proben durchgefallen

Dhaka. Die heftigen Proteste und Demonstrationen der Textilarbeiter, die Bangladesch in den letzten Monaten erlebte, zeigen erstmals Wirkung: Die Arbeitgeber haben am Mittwoch einem monatlichen Mindestlohn von 68 USD, also knapp 51 €, zugestimmt. Noch vor wenigen Tagen wiesen die Exporteure und Hersteller diesen Betrag als zu hoch zurück. Eine von der Regierung eingesetzte Kommission hatte das Gehalt vorgeschlagen. Die Textilarbeiter selber fordern einen Anhebung des Mindestlohns von derzeit 28 € auf 75 €.

Linz. Für Maroni-Liebhaber in Linz hat die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich schlechte Nachrichten: Bei einem Test sind alle MaroniProben durchgefallen. „Bei mehr als 50% der Anbieter war weniger als die Hälfte der Kastanien einwandfrei“, fasste Georg Rathwallner, Leiter der Konsumenteninformation, zusammen.

Hersteller akzeptieren Mindestlohn Schlechte Maroni-Qualität in Linz viele der Überlebenden erlitten schwerste Verletzungen und sind für den Rest ihres Lebens ein Pflegefall. Wegen der extrem niedrigen Löhne und der günstigen Zollbestimmungen für Lieferungen in westliche Industrieländer lassen viele große Modefirmen und Bekleidungsmarken in Bangladesch produzieren, darunter zahlreiche Textilketten wie Primark, H&M, Mango, C&A oder Benetton.  (dp)

Der Preis für die Billigmode In den vergangenen Monaten gab es in Bangladesch bei Bränden und Unglücken in Textilfabriken wiederholt Todesopfer. Erst im Oktober starben mehrere Menschen bei einem Fabriksbrand in einem Werk in Sripur am Rande Dhakas. Internationales Aufsehen erregte der Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza im April 2013, dem schwersten Industrieunglück in der Geschichte des Landes: Mehr als 1.000 Menschen starben,

Von nun an sollen die Textilarbeiter einen Mindestlohn von 51 € erhalten.

schlecht sein dürfen. Dieses Kriterium wurde von keiner einzigen der elf Proben erfüllt. Jene Proben, die den Qualitätstest bestanden, schnitten aber immerhin beim Geschmack gut ab. Die Preise für die Maroni schwankten um mehr als 200%, sie lagen zwischen 4,99 und 15,60 € pro Kilo. Auch in Tirol testete die AK die Maroni; dort reduzierte sich der Schlechtanteil jedoch von 33% im Vorjahr auf nunmehr 20%.  (dp)

Tirol schneidet besser ab Die Konsumentenschützer kauften in neun Linzer Supermärkten und bei zwei Anbietern am Südbahnhofmarkt jeweils 2 kg Maroni mit Schale. Zuerst wurde der sogenannte Schwimmtest durchgeführt. Dabei fielen 30% der Stichproben durch, denn Kastanien, die nicht untergehen, sind nicht zum Verzehr geeignet. Anschließend wurden die Maroni geröstet und die wurmigen, schimmeligen, fauligen oder schwer schälbaren aussortiert. Übrig blieb eine wahrlich magere Ausbeute: Der Anteil der einwandfreien Kastanien lag zwischen 79% und 34%. Das „Österreichische Lebensmittelbuch“ sieht für Maroni vor, dass maximal 20%

© Rainer Jensen/EPA/picturedesk.com

© Spar/Photo-Graphics/Hillinger-Perfahl

Straßwalchen bekommt neue Eurospar-Filiale

Platin-Effie für Manner

© dpa/Bernd Kubisch

Rom. Die schlechte Wirtschaftslage führt in Italien zu einem Anstieg der Kriminalität. Laut einer Studie des Kaufleuteverbands Confesercenti ist die Zahl der Ladendiebstähle um 15% gestiegen. Der dadurch entstandene Schaden beträgt 3,5 Mrd. € pro Jahr. Bis Jahresende werden 550.000 Geschäftslokale leer stehen, was die Situation für die verbliebenen Kaufleute noch unsicherer macht. (red)

© medianet/Szene1/Christian Mikes

Italien: Ladendiebstähle um satte 15% gestiegen

Der Anteil der einwandfreien Maroni lag beim Test in Linz zwischen 79 und 34%.


product news

Freitag, 15. November 2013

medianet retail – 21

Genussmomente aus der Kälte mit Magnum und Iglo Product News Magnum Mini Baileys, Activia Crunchy, Lelisa Hara-Kaffee und das kompostierbare Zitronennetz von Ja! Natürlich. Die neuen Magnum Mini Baileys beweisen, dass ein Eis nicht nur den Genussmoment im Sommer versüßt, sondern genauso gut in der kälteren Jahreszeit für sinnliche Augenblicke sorgt. Die Mini-Sorten der Eisikone von Eskimo sind von einer Sauce mit dem Aroma des irischen Whiskey-Cream-Likörs Baileys durchzogen und somit optimal für Herbst und Winter gerüstet. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info

Iglo bietet mit der Erweiterung des „à la Carte“-Sortiments neue vielfältige Gemüse-Ideen für jeden Tag. Von Röstgemüse über Reispfannen bis hin zu Gemüsesuppen und Risotto sind alle Gerichte so konzipiert, dass sie als schnelle, raffinierte Begleitung zum Hauptgang passen. Neu im Tiefkühlregal sind „Ofen-Gratin Nizza“, „Pestogemüse Liguria“ sowie „Steakgemüse Texas“. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info

Line Extension Magnum Mini Baileys UVP 4,69 € 60 ml Unilever Austria LEH www.mymagnum.at

Line Extension Ofen Gratin Nizza, Pestogemüse Liguria, Steakgemüse Texas UVP 3,99 € 550 g Iglo Austria GmbH LEH www.iglo.at

Äpfel © Coffee Circle; Unilever Austria; Iglo Austria (3)

von

Coffee Circle bringt den äthiopischen Spezialitäten-Kaffee Lelisa Hara erstmals nach Österreich. Er zeichnet sich durch nougatschokoladene und lebendige florale Aromen aus. Die sortenreinen Arabica-Bohnen werden in äthiopischen Waldgärten angebaut und von Hand gepflückt – ohne den Einsatz von Pestiziden. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info

Launch Lelisa Hara-Kaffee 12 € 350 g Coffee Circle Gastronomie, Online www.coffeecircle.com

Ja! Natürlich Verpackung

Kompostierbar

© Ja! Natürlich/Marian

Wr. Neudorf. Ja! Natürlich hat mit der schrittweisen Umstellung auf umweltschonende Verpackungen bei Obst und Gemüse seit 2011 nach eigenen Angaben 110 t Plastik eingespart – und sieht sich als Vorreiter, wenn es um verantwortungsvolles Verpacken von Lebensmitteln geht. Nach Zwiebeln, Salaterdäpfeln und Roten Rüben werden nun die Zitrusfrüchte sukzessive in kompostierbare Netze aus 100% nachwachsendem, biologisch abbaubaren Material „gehüllt“. (red)

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s h o p ta l k

22 – medianet retail

Freitag, 15. November 2013

115 Jahre Manner Schnitte

© Josef Manner & Comp. AG/APA-Fotoservice/Schedl

ECR-InfoTag 2013

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© GS1/Johannes Brunnbauer

1. Toni Faber, Reinhold Mitterlehner, Carl Manner, Michael Häupl, Bundes­ minister Rudolf Hundstorfer; 2. Martin Koch, Andi Kofler, Manuel Fettner; 3. Christoph Kastner, Erwin Bundschuh...

100 Jahre Manner AG, 115 Jahre Manner Schnitte 2

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1. ECR Austria Co-Chairmann Erich Riegler (Rewe) und Alfred Schrott (Manner); 2. Simon Pierro (ipaddler); 3. Gregor Herzog (GS1) und Josef Siess (Billa); 4. Elgar Fleisch (ETH Zürich).

Vom „Internet der Dinge“ bis „Smart Things“

Neue Pioniere

Ein „ganz ­normaler Jugendlicher“: Philipp Riederle.

Veränderung Dass es für Neues höchste Zeit ist, machte einmal mehr der ECR Austria-Infotag in Wien deutlich: Etwa wenn der 19-jährige Philipp Riederle – per Selbstdefinition ein „ganz normaler Jugendlicher“ – von seinem Alltag zwischen Facebook, Podcasts und Co erzählt, oder wenn Elgar Fleisch von der ETH Zürich über das „Internet der Dinge“ philosophiert, wo sich handfeste reale Dinge wie Wasserzähler oder Transportkisten mit virtuellen Welten verbinden und neue Anwendungsbereiche schaffen. Den rund 450 Teilnehmern wurde eindrucksvoll klar, dass die Zukunft bereits begonnen hat: „Smart Things“ – das sind Shampooflaschen, die dem Supermarkt melden, wenn sich der Inhalt dem Ende zuneigt. Der ECR-Tag brachte klar zum Ausdruck: Wer jetzt nicht dabei ist, darf sich nicht wundern, wenn morgen der Mitbewerb das Ruder übernommen hat. Teilnehmer der Podiumsdiskussion mit Armin Wolf (ORF) waren: Alfred Berger (NÖM), Alois Huber (Spar), Alexander Oswald (Futura), Gerald Reischl (futurezone. at), Daniel Röthlin (Ex Libris AG), Josef Siess (Billa). (red)

die finstere brille

In der Branche rauchen die Colts Christian Novacek

R © Spitz

© Intersport

Altbewährt Gründe zum Feiern hatte Manner genug: 115 Jahre Manner Schnitte und 100 Jahre Manner AG. Außerdem wurde das neue Bürogebäude in der Geblergasse 117 gleich nebenan eingeweiht. Stolz zeigte sich auch der Aufsichtsratsvorsitzende und Enkel des Firmengründers, Carl Manner: „Vor 115 Jahren startete mein Großvater Josef Manner mit den beliebten Haselnuss Schnitten. Bis heute ist die Rezeptur gleich geblieben. Das schätzen die Manner-Fans.“ Und Finanzvorstand Albin Hahn weist in die Zukunft: „Manner setzt mit dem neuen Bürogebäude einen zukunftsweisenden Trend in der Stadtentwicklung.“ Unter anderem beim Rosa-Fest gesichtet: die Bundesminister ­Rudolf Hundstorfer und Reinhold Mitterlehner, Wiens Bürgermeister Michael Häupl, Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Präsidentin der Wirtschafskammer Wien, Brigitte Jank, die Skispringer Tagung Logistik für den E-ComAndi Kofler, Martin Koch und merce: Dienstag, 19. NovemManuel Fettner. Auch Domber, 13:30 bis 18:00 Uhr. Ort: pfarrer Toni Faber war dabei: Handelsverband, Alser Straße Immerhin ist Manner das ein45 (Mezzanin), 1080 Wien; zige österreichische Produkt,  www.handelsverband.at das den Stephansdom als Logo verwenden darf. (red)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Karl Ibscher (43) ist neu in der Geschäftsführung bei Intersport Austria. Ibscher soll den organisatorischen Zusammenschluss der österreichischen Ländergesellschaft mit Intersport Deutschland leiten und koordinieren. Dazu wird er die Geschäfte bis auf Weiteres zusammen mit Gabriele Fenninger und Alois Grüblinger führen. Ibscher verfügt über eine mehr als zehnjährige Erfahrung bei der Begleitung von Restrukturierungsmaßnahmen und ist seit 2008 Certified Turnaround Expert (CTE). Von 2009 bis September 2013 hat er als Aufsichtsrat die Gremienarbeit der österreichischen Intersport-Mitglieder mitgestaltet.

Feierlichkeiten rund um die rosa Schnitte

Vorweihnachtliche Küche Im November und Dezember fangen sowohl Hobbyköche als auch Professionisten an, sich über das ideale Weihnachtsmenü Gedanken zu machen. Eine gustatorische Hilfe bei der Ideenfindung liefert dieses Jahr Starkoch Rudi Grabner. Er setzt auf zeitgemäße Küche und erklärt, warum gerade in der (Vor-)Weihnachtszeit Klassiker wie der Spitz Inländerrum oder der Spitz Eierweinbrand aus der Haubenküche nicht wegzudenken sind. Daher liegt diesen beiden Produkten aktuell ein Gourmet-Booklet mit neun winterlichen Rezepten von Rudi Grabner bei. Der Spitz Inländerrum wird zu 100% in Österreich hergestellt und passt damit perfekt zum Gourmet-Trend.

50.000

auchende Colts oder Smoking Guns haben Einzug gehalten im Branchen-Sprech. Und zwar wurden die Guns beim Rauchen erwischt, als die BWB bei Spar offensichtlich heißes ­Material sichtete. Aber auch die Spar zieht gut vom Leder, wenn Chef ­Gerhard Drexel moniert, dass man die neue Wirtschaftsuni gleich wieder schließen kann, wenn doch die BWB die Marktprinzipien ohnehin außer Kraft setzt, sodass daraus eine wirtschaftsfeindliche Stimmung resultiert, die ein Verharren in Stillstand zeitigt. Ja, und wie es halt so üblich ist, wenn sich zwei streiten, fallen Späne. In dem Fall einige nette Infos zu den Umsatzrenditen der Konzerne. Alsdann: Die Umsatzrendite bei Johnson & Johnson beläuft sich auf unglaubliche 30%, bei Procter & Gamble sind es ebenso unglaubliche 24%, Colgate bringt es auf 22%, Danone auf 18%. Fast schon bescheiden dünkt Unilever mit 17% und Kraft Foods bzw. Mondelez mit 14%. Demgegenüber gewichtet Drexel die Rendite der Händler, die sich in der Bandbreite von 1 bis 3% abspielt. Man könnte nun weiter folgern, dass unter diesem Licht die Eigenmarkenstrategie der Händler Selbstverteidigungscharakter hat. Aber ich will hier mal nicht übertreiben. c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Wie viel mehr darf es sein? Im Durchschnitt nimmt ein Mensch in seinem Leben 50.000 Liter Flüssigkeit zu sich.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 15. november 2013 – 23

uniqa holt it-profis

Willibald Cernko freut sich über mehr als eine Milliarde nach neun Monaten  Seite 24

COO Thomas Münkel heuert Alexander Bockelmann und Roland Grimm an  Seite 30

EZB-Streicheleinheiten diesmal wenig geliebt

ATX 6.–13. November 2013

Wochentop Wochenflop

2.617,98 DOC VER

Top 5 ATX Prime Do & Co Century Casinos Semperit Strabag Mayr-Melnhof Karton Flop 5 ATX Prime Verbund Vienna Insurance Group Erste Group Bank Warimpex S Immo

-1,79% 6,59% -8,25% 6,59% 4,83% 3,62% 3,17% 2,33% -8,25% -7,38% -5,04% -4,62% -3,35%

DAX 6.–13. November 2013

DAX (13.11.) Wochentop Wochenflop

9.054,83 CBK LXS

0,15% 8,21% -6,15%

Top 5 DAX Commerzbank Continental Adidas Siemens Deutsche Lufthansa

8,21% 7,58% 3,47% 2,89% 2,48%

Flop 5 DAX Lanxess Infineon HeidelbergCement Deutsche Telekom Daimler

-6,15% -4,67% -4,33% -4,13% -2,44%

© Erste Asset Management/Daniel Hinterramskogler; EPA/Ian Langsdon, Kurt Keinrath; Panthermedia.net/Robert Neumann

ATX (13.11.)

wegweiser tarif-fallen Vermeiden

© Foto Weinwurm

bank austria erntet © Uniqa

© APA/Fohringer

financenet

Kontrovers Üblicherweise lösen Zinssenkungen Freude aus – nicht so diesmal bei der letzten Aktion von EZB-Boss Mario Draghi (li.). Zwar sei sie positiv für den Kapitalmarkt, meint Erste Sparinvest-Chefvolkswirt Gerhard Winzer, doch Peter Brezinschek (RZB; re.) ortet eine Vermögensumverteilung. Seite 24

inhalt

Finance:Cover > Aareal Bank will heuer Rekordgewinn holen

24

Fonds:Park > Finanzdienstleister installieren Ehrengericht 25 > Anlegerchancen mit Bio-Nahrungsmitteln 26 > Nestlé zum Konzern des Monats gekürt 26 Banking/Insurance:Watch > Bankenabwicklung: Schäuble will weniger Tempo 27 > Großbritannien ist Steuerparadies Nummer eins  28 > Frost: Swiss Life-Boss  29 > Allianz verdient weniger 30

他們說中國話 Sprechen Sie fachchinesisch? Die Wiener Versicherungsmakler beraten Sie gerne! www.wiener-versicherungsmakler.at

ab sofort vor ORF „Wien heute“ und auf W24


f i n a n c e : c ov e r

24 – financenet

Freitag, 15. November 2013

financenet@medianet.at

EZB Die jüngste Aktion sorgt für ordentlichen Zündstoff – soll der Süden mit Geld des Nordens entschuldet werden?

kolumne

Frankfurter Zinsspitzen

Wenn das Blut in den Adern gefriert

Niedrige Zinsen sind gut für die Wirtschaft, aber Gift für Sparer und Lebensversicherungen. Auch die Lebensversicherer kommen durch die erneute Zinssenkung noch tiefer in die Bredouille: Schon mit den bisherigen tiefen Zinsen stellten Zinsgarantien, die vor zehn oder mehr Jahren gegeben worden waren, ein kaum lösbares Problem dar. Denn Lebensversicherungen funktionieren am besten in einem stabilen Zinsumfeld von drei bis vier Prozent – davon ist schon lang keine Rede mehr und viele Versicherer fragen sich, woher sie jetzt die Rendite nehmen sollen.

reinhard krémer

Frankfurt. Egal, wer nun mit wem in Frankfurt gegen die letzte Zinssenkung auf das tiefste Niveau seit Menschengedenken gestimmt hat – es bleibt die Frage, wie es nun weitergeht und welche Folgen diese Entscheidung hat. Für den Kapitalmarkt sei die Leitzinssenkung jedenfalls positiv, meint Erste Sparinvest-Chefvolkswirt Gerhard Winzer. Tiefe Zinsen für eine lange Zeit seien vorteilhaft für eine Positionierung in Unternehmensanleihen mit einer niedrigen Kreditwürdigkeit (High Yield-Segment) und in Aktien, so Winzer. Die unmittelbaren realwirtschaftlichen Auswirkungen der Zinssenkung seien „bescheiden“, weil der Leitzinssatz ohnehin schon sehr gering gewesen sei, ist der Erste Sparinvest-Chefvolkswirt überzeugt.

reinhard krémer

D

as Verbrauchervertrauen der Österreicher ist stabil und hat sich auch durch die Unebenheiten in der europäischen Wirtschaft nicht aus der Spur bringen lassen, meldet das Marktforschungsunternehmen Nielsen. Das ist das schon die zweite gute Nachricht in dieser Woche. Die andere: Sowohl der Wifo-Konjunkturtest als auch der Wifo-Frühindikator deuten auf eine langsame Aufwärtsentwicklung hin. Diese aufmunternden Neuigkeiten brauchen wir - ganz nüchtern betrachtet - gerade jetzt so dringend. Denn rundherum tun sich Abgründe auf, die man wohl vor wenigen Jahren noch für schier unmöglich gehalten hätte. Denn egal, ob im Budget der Republik nun 20 oder 40 Milliarden Euro fehlen (rechnet das eigentlich jemand auf Schilling um? Das sind 275,2 bis 550,4 Milliarden ehemalige Alpendollar) - die Summe läßt einem das Blut gefrieren. Denn wenn man in Betracht zieht, dass alle Steuereinnahmen der Republik im Vorjahr bei rund 86,7 Milliarden Euro lagen, kann man ahnen, was uns blüht, wenn fast ein Viertel bis zur Hälfte dieses Betrages im Budget fehlen. Als Steuerzahler fühlt man sich aber echt verhöhnt, wenn der höchst antike Beamtengewerkschafter Fritz Neugebauer mit „Wir gewinnen immer“ im Zuge der Gehaltsverhandlungen frech in die Kamera blafft.

Doch die Wellen, die die Entscheidung aufwirbelten, gingen hoch. So ortet der Chefanalyst der Raiffeisen Bank International (RBI), Peter Brezinschek, gegenüber dem ORF indirekt eine „Umverteilung“ von den kleineren Vermögen zu den größeren, „die in höherwertigen und riskanteren Anlagen tätig sind“. Und die bringen deutlich höhere Erträge, wie ein Blick auf die wichtigsten Aktienindizes zeigt. Sie stiegen in den letzten Jahren um durchschnittlich rund 30 Prozent an – Werte, von denen Sparer nur träumen können. Grundsätzlich ist für Brezinschek klar, dass eine Zinspolitik, die unter der Inflationsrate liegt, den verschuldeten Staaten, Unternehmen oder auch Privatpersonen entgegenkommen soll. „Den Preis dafür zahlen die Sparer. Das ist wie eine sehr effektive Vermögenssteuer“, so Brezinschek. Damit

© EPA/Daniel Reinhardt

Vermögensumverteilung

Bawag Staatshilfen

EZB-Chef Mario Draghi kam mit der letzten Zinssenkung ins Feuer der Kritik.

werde den Verschuldeten Zeit verschafft, bis ihnen ein Konjunkturaufschwung die Schuldenrückzahlung erleichtert.

Behübschung? Dies deckt sich auch mit der Meinung zahlreicher deutscher Banker: Die EZB will das allgemeine Zinsniveau niedrig halten, weil dadurch die höher verzinsten Staatsanleihen von Ländern der Euro-Peripherie wie Griechenland, Italien oder Spanien vergleichsweise attraktiv bleiben, heißt es.

Deutlich höher als hierzulande gehen die Wogen in Deutschland: Zwar ist der Zinsschritt, der den Euro gegenüber dem Dollar schwächte, positiv für Deutschlands Wirtschaft, weil dadurch Exporte erleichtert werden. Doch wird auch offen von einer Enteignung der Sparer gesprochen. Der deutsche Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon meinte: „Niedrigzinsen führen zu dauerhaften Verlusten der Sparer, die quasi einer Enteignung gleichkommen, weil sie bei ihren Anlagen negative Realzinsen hinnehmen müssen.“

Zwischenbilanz Über eine Milliarde Euro Gewinn in den ersten neun Monaten 2013

Heuer weitere Rückzahlungen

Bank Austria bringt Ernte ein Wien. Die UniCredit-Tochter Bank Austria hat gute Zahlen für die ersten neun Monate 2013 vorgelegt. So konnte das Betriebsergebnis dank leichten Zuwachses im Kundengeschäft und trotz hoher Belas-tungen durch Bankenabgaben gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert werden. In Summe stiegen die Betriebserträge aus dem operativen Geschäft in den ersten neun Monaten um 1,6 Prozent auf 5.294

Mio. Euro (Vergleichszeitraum 2012: 5.211 Mio. Euro). Das Kreditvolumen stieg gegenüber dem Vorjahresultimo um knapp ein Prozent auf 134 Mrd. Euro. Der Nettozinsertrag, der mit einem Anteil von rund 62 Prozent aller Erträge weiterhin die wichtigste Ertragskomponente darstellt, wie das unternehmen feststellt, lag trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfelds mit 3,273 Mrd.

© APA/Helmut Fohringer

Wien. Die Bawag PSK, mehrheitlich im Besitz der USFonds Cerberus und Golden Tree, will noch im Dezember eine weitere Tranche der 2009 eingeschossenen österreichischen Staatshilfe zurückzahlen. Das kündigte Bankchef Byron Haynes an. Bereits im Juni hatte die Bank die ersten 50 von insgesamt 550 Millionen Euro an staatlichem Partizipationskapital getilgt. Möglich werde das, indem intern Kapital freigeschaufelt werde, heißt es. Im Oktober sei der letzte Rest des einst mehr als drei Mrd. Euro schweren, riskanten und strukturierten Kreditportfolios verkauft worden. Damit seien risikogewichtete Aktiva im „Kapital-Gegenwert“ von 175 Mio. Euro abgebaut worden. Ebenfalls im Oktober hat sich die Bank außerdem über eine 300-Millionen-Anleihe sogenanntes Basel-III-konformes Tier-2Kapital besorgt. (APA/red)

Folgen weitere Senkungen?

Willibald Cernko, CEO Bank Austria: Kostenrucksack drückt auf Profitabilität.

Euro in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf dem Niveau des Vorjahres; im Vergleichszeitraum 2012 waren es 3,288 Mio. Euro. Aber es gibt einen Wermutstropfen in der Neun-Monats-Bilanz der Bank Austria: Die Kostenbelastung durch Bankensteuern (Österreich und CEE) und Finanztransaktionssteuer in Ungarn drücken mit rund 148 Millionen Euro auf das Ergebnis. Die Risikokosten erhöhten sich leicht auf 98 Basispunkte bzw. 999 Mio. Euro. Das Konzernergebnis nach Steuern liegt mit rund 1,1 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau. „Man muss schon auch sehen, dass ein Großteil unseres Gewinns aus CEE kommt, während in Österreich ein immer schwerer werdender Kostenrucksack unsere Profitabilität drückt“, stellte Bank Austria-Vorstandsvorsitzender Willibald Cernko fest. „So beläuft sich die gesamte Kostenbelastung durch Bankenabgaben und die ungarische Finanztransaktionssteuer auf 148 Millionen Euro, wovon fast die Hälfte alleine in Österreich anfällt.“ (red)

Die heftigste Kritik kam erneut vom Euro-kritischen Präsidenten des Münchener Ifo-Instituts, HansWerner Sinn, der EZB-Boss Mario Draghi ins Visier nahm: „Draghi missbraucht das Euro-System, indem er den Südländern Billigkredite gibt, die sie auf dem Kapitalmarkt so nicht bekommen würden“, wetterte Sinn. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) warnte vor großen Risiken durch die Geldpolitik der Zentralbank: Durch sie wachse die Gefahr von spekulativen Preisblasen. Die Sorge wurde vor allem offenbar auch darum getrieben, weil EZB-Direktor Benoit Coeuré offen über weitere Zinsschritte nachdachte: „Wenn nötig, können wir die Zinsen noch weiter senken“, sagte er dem Sender France Inter.

Japanische Verhältnisse Europäische Top-Banker wiesen erneut auf mögliche Ähnlichkeiten zur Lage in Japan hin, das seit vielen Jahren – bisher noch erfolglos – mit einer Deflation kämpft: „Wenngleich Mario Draghi bei der Pressekonferenz keine Parallelen zur japanischen Entwicklung sieht, dürften in den Gängen des EuroTowers deflationäre Sorgen hinter vorgehaltener Hand die Runde machen“, wurde verlautet.

Hypo NOE Jubiläumsfeier

125 Jahre Zufriedenheit

St. Pölten. Hypo NOE Generaldirektor Peter Harold eröffnete gemeinsam mit LandeshauptmannStellvertreter Wolfgang Sobotka den traditionellen „Blau-Gelben Landesabend“, der heuer ganz im Zeichen des 125 Jahre-Jubiläums der Hypo NOE-Gruppe stand. Im Hypo Panoramasaal der neuen Konzernzentrale in St. Pölten bedankte sich Harold in Anwesenheit von rund 200 hochrangigen Gästen aus Wirtschaft und Politik bei Kunden und Mitarbeitern, „die uns über viele Jahre die Treue gehalten haben“. Oberste Prämisse sei deren Zufriedenheit – „und das seit 125 Jahren“, wie Jarold betonte. Zum feierlichen Anlass führte die österreichische Schauspielerin Brigitte Kren als Erzählerin durch den eigens produzierten Jubiläumsfilm der Bank sowie durch den Abend. Vorgestellt wurde auch das druckfrische Buch „125 Jahre Hypo Niederösterreich“ mit zwei Historiker-Autoren von Rubicom, untermalt von einer Balletteinlage des internationalen Europaballetts St. Pölten.  (APA/red)


Freitag, 15. November 2013

finanzdienstleister

financenet – 25

financenet@medianet.at

Finanzdienstleister Fachverband nominierte Mitglieder des neuen Ehrenschiedsgerichts; Berufsangehörige können den Standesregeln beitreten

Ehrenschiedsgericht installiert Wien. Im Juni 2013 wurden im Fachverbandsausschuss der Finanzdienstleister (FDL) Standesund Ausübungsregeln für die Gewerbliche Vermögensberatung und die Wertpapiervermittler beschlossen. Nun wurde auch das Ehrenschiedsgericht nominiert, das deren Einhaltung garantiert. Wolfgang K. Göltl, Obmann des Fachverbands FDL in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO): „Für die Mitwirkung im Ehrenschiedsgericht konnten wir anerkannte Juristen und kompetente Finanzfachleute gewinnen. Jetzt ist gewährleistet, dass die Standesund Ausübungsregeln für die Gewerbliche Vermögensberatung und die Wertpapiervermittler durchgesetzt werden können.“ Den Vorsitz des Ehrenschiedsgerichts führt der erfahrene Richter Wolfgang Pöschl. Er war bis 2012 Vizepräsident des Oberlandesgerichts Wien, außerdem auch Vor-

Forschung Finanzmärkte

Twitter & Co.

sitzender des Dienstrechtssenates der Stadt Wien. Als Ehrenschiedsrichter wurden ernannt: Johann Massenbauer, Gewerblicher Vermögensberater und Versicherungsmakler, außerdem Präsident des Österreichischer Interessenverband zum Schutz in Geldangelegenheiten (ÖISG); Alfred Salzmann, Gewerblicher Vermögensberater und Wertpapierdienstleister; Hanspeter Schmalzl, Unternehmensund Gewerblicher Vermögensberater; Helmut Zeglovits, Bundesspartenobmann-Stellvertreter der Sparte Information und Consulting in der WKO, Unternehmensberater, Gewerblicher Vermögensberater,

Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten.

Neuer Fachverbandsanwalt Zudem wurde der ehemalige Ombudsmann der Finanzdienstleister in Niederösterreich, Friedrich Potolzky, Unternehmensberater, Gewerblicher Vermögensberater, Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten, zum Fachverbandsanwalt ernannt. Eva Gatschelhofer, Gewerbliche Vermögensberaterin und in der Ausbildung für Finanzdienstleister Trainerin, ist nun stellvertretende Fachverbandsanwältin.

Ab sofort können Berufsangehörige der Gewerblichen Vermögensberatung und Wertpapiervermittler den Standes- und Ausübungsregeln beitreten; ein Ansuchen per Post oder E-Mail an die jeweilige Landes-Fachgruppe reicht. Als äußeres Zeichen erhält das beigetretene Unternehmen eine Urkunde sowie Sticker und Anstecknadeln. Die Standesregeln enthalten neben einer Ethik- und Kollegialitätsklausel konkrete Regeln zur redlichen Berufsausübung in den Bereichen Investition, Finanzierung und Risikoabsicherung sowie zum standesgemäßen Verhalten im Interesse der Kunden. (lk)

Indikator Stimmungsbild

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Mitten im Leben. www.bawagpsk.com EU-Forschungsprojekt FIRST: Software zur Manipulationsermittlung.

Göltl: „Mit dem Beitritt verpflichtet sich der Finanzdienstleister zur Einhaltung.“

MIT STARKEM RÜCKHALT SCHAFFT MAN EIN GUTES ERGEBNIS.

Stuttgart. Stimmungen und Meinungen in Sozialen Netzwerken, Online-Foren und Blogs werden tagtäglich für unzählige Investitionsentscheidungen herangezogen. Denn auf Basis dieses sogenannten Sentiments lassen sich finanzmarktrelevante Ereignisse frühzeitig erkennen und beurteilen. Allein: Die unstrukturierten Inhalte aus dem Internet zu erfassen, zu bündeln und schnell zu analysieren, ist ohne geeignete Software unmöglich. Die Entwicklung solcher Lösungen stand im Mittelpunkt des EU-Forschungsprojekts FIRST, das nun nach drei Jahren erfolgreich abgeschlossen wurde.

Die Ergebnisse von FIRST zeigen für die englische Sprache, wie das Stimmungsbild einzelner OnlineBeiträge automatisch ausgewertet und zu einem Indikator verdichtet werden kann. So können Tendenzen an den Finanzmärkten richtig antizipiert werden. Auch Privatanleger könnten derartige Infos effizienter in ihre Investmententscheidungen einbeziehen, meint Christoph Lammersdorf, Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart: „Als Privatanlegerbörse sehen wir es als unsere Aufgabe, solche Forschungsprojekte zu unterstützen.“ Projektleiter Ulli Spankowski hebt einen weiteren Anwendungsbereich hervor: „Die Software erlaubt es auch, manipulatives Verhalten einzelner Marktteilnehmer frühzeitig zu erkennen; dies könnte Handelsüberwachungsstellen und andere regulatorische Instanzen unterstützen.“ (lk)

© Niko Formanek

Obmann in der WKO, Wolfgang K. Göltl: „Standes- und Ausübungsregeln werden so durchsetzbar.“

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26 – financenet

Freitag, 15. November 2013

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Zürcher Kantonalbank Die Bank sieht im Themenfeld „Biologische Lebensmittel“ Renditechancen der Zukunft

short

Anlegerchancen mit Bio-Nahrungsmitteln

Henderson ernennt Head of Fixed Income

© Henderson

Zahlreiche Gründe für ein Investment; immer mehr Anhänger sowohl in Europa als auch den USA. Wien. Von 1999 bis 2011 hat sich der weltweite Umsatz mit Bionahrungsmitteln von USD 15,2 Milliarden US-Dollar auf 62,9 Milliarden (47 Mrd. Euro) mehr als vervierfacht. Im Durchschnitt ist der Markt jährlich um mehr als 12% gewachsen, was im Nahrungsmittelbereich sehr viel ist. Die jährlich höchsten Pro-KopfAusgaben für Bioprodukte verbucht die Schweiz für sich: 2011 wurden für 1,4 Mrd. Schweizer Franken (1,13 Mrd. Euro) Bioprodukte konsumiert. Das Land ist weltweit der siebentgrößte Markt für Bioprodukte, wobei die jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben mit 177 Franken die höchsten sind. Es gibt viele Argumente, die aus Nachhaltigkeitssicht für den Biolandbau sprechen, meint die Zürcher Kantonalbank Österreich (ZKB) in einer aktuellen Analyse: „Wir konzentrieren uns auf die vier wichtigsten“, wobei die ZKB als erstes Argument den Verzicht auf Einsatz von chemisch-sythetischen Pflanzenschutz- und Düngemitteln im Biolandbau anführt, weil diese problematisch für Gesundheit und Umwelt (insbesondere Gewässer) seien und die Bodenfruchtbarkeit langfristig beeinträchtigten.

Phil Apel kam 2005 als Leiter der Zinsabteilung zu Henderson.

London. Henderson Global Investors hat Phil Apel zum Leiter des Fixed-Income-Bereichs ernannt. Er wird für ein weltweit in Festzinsanlagen verwaltetes Vermögen von 18,3 Mrd. Pfund (21,75 Mrd. Euro) verantwortlich zeichnen. Unterstützt wird er von einem Team von rund 60 Mitarbeitern in UK und den USA. Apel wird direkt an CIO Rob Gambi berichten, der Anfang 2014 zu Henderson wechselt, um die Investmentkapazitäten im Bereich Fixed Income international weiter auszubauen. Mit diesen Ernennungen schließe man die heuer begonnene Neuausrichtung des leitenden Managements und Vorstands ab, wie es heißt. (lk)

Neu: AXA KurzläuferFonds US-Corporates Wien. AXA Investment Managers (AXA IM) hat die Zulassung für den AXA WF US Credit Short Duration IG zum öffentlichen Vertrieb in Österreich erhalten. Der Fonds bietet Anlegern die Möglichkeit, an der sich erholenden US-Wirtschaft teilzuhaben. Er investiert in den amerikanischen Unternehmensanleihemarkt, den größten und vielfältigsten der Welt. Beim Fonds handle es sich um ein aktiv gemanagtes Portfolio, das überwiegend in amerikanische InvestmentgradeAnleihen mit einer durchschnittlichen Duration von etwa zwei Jahren investiert. Dadurch sei der Fonds wenig zinssensitiv und von tiefer Volatilität gekennzeichnet. Zurzeit managt AXA IM 20,2 Milliarden Euro in Kurzläuferstrategien.  (lk)

Bessere Energiebilanz Zweites Argument: Der Biolandbau ist energieeffizienter. Biobetriebe benötigen zwischen 30 und 50% weniger Energie pro Hektar und 15 bis 20% weniger Energie pro produziertes Kilogramm Nahrung. Der Biolandbau habe die bessere Energiebilanz und leiste so einen substanziellen Beitrag zum Klimaschutz. Das dritte Argument sei, dass

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linda kappel

USA sind naturgemäß der weltweit größte Bionahrungsmittelmarkt, aber die Schweiz hat die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben dafür.

Biobetriebe eine wesentlich höhere Artenvielfalt aufweisen, als konventionelle. Die intensive, oft auf Monokulturen ausgerichtete industrielle Landwirtschaft verursache das weltweite Artensterben. Als viertes Argument kommt noch dazu, dass der Biolandbau auf den Einsatz von Gentechnologie verzichte und das Ziel verfolge, möglichst natürlich zu produzieren. Die Risiken der Gentechnologie in der Landwirtschaft, insbesondere durch den Einsatz entsprechend modifizierten Saatguts, sind schwer abschätzbar. „Die Freisetzung von modifizierten Genen ist irreversibel“, mahnt die ZKB. Der Trend zu gentechfreier Ernährung finde sowohl in Europa als auch in den USA immer mehr Anhänger.

Schwerpunkt USA „Darum konzentrieren sich entsprechende Investments auch stark auf die USA“, so die ZKB-Experten. Der größte Hersteller für naturbelassene (von künstlichen Zusatzstoffen freie) und biologisch hergestellte Lebensmittel ist die seit 2013 börsenotierte White Wave Foods, gefolgt von der Hain Celestial Group und von Sunopta. United Natural Foods ist im Großhandel von Bionahrungsmitteln und von naturbelassenen Produkten tätig, und Whole Foods Market ist die weltweit bedeutendste Einzel-

händlerin für diese Produkte. Seit diesem Jahr sind zwei weitere größere US-Retailer mit ähnlicher Ausrichtung kotiert: Natural Grocers und Sprouts Farmer Markets.

Index und Zertifikat Das Thema Bionahrungsmittel ist auch Bestandteil des ZKB MeinIndex „Nachhaltigkeit Ressourcen“. Der Ende 2009 lancierte Index konzentriert sich auf Unternehmen, die auf eine nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung setzen. Infos zu entsprechenden Tracker-Zertifikaten finden sich auf: http://www.zkb.ch/de/startseite/ privatkunden/anlagen_und_boerse/nachhaltige_anlagen/strukturierte_produkte.html.

Erste Asset Management Das Nachhaltigkeits-Analyseteam stellt dem Nahrungsmittelriesen ein gutes Zeugnis aus

Nestlé zum Konzern des Monats gekürt

Henderson: starkes Retail-Geschäft

© Justin Lane/EPA/picturedesk.com

Vevey/Wien. Die Erste Asset Management (EAM) hat den Schweizer Nahrungsmittel-Riesen Nestlé zum Unternehmen des Monats gekürt. Das Nachhaltigkeits-Team unter CIO Gerold Permoster wählte Nestlé aufgrund aktueller Entwicklungen beim Unternehmen und in Zusammenhang mit dem Thema „Bekämpfung der Fettleibigkeit“ nach ESG-Gesichtspunkten (Environmental Social Governance) aus.

Der Weltkonzern aus Vevey am Genfer See ist bekannt für seine Marken wie Nespresso, Perrier und Maggi. Nestlé wurde zwar in der Vergangenheit immer wieder von Skandalen erschüttert (Babymilch in Entwicklungsländern, die Rolle bei der Privatisierung von Trinkwasser, Verwendung von Palmöl und gentechnisch veränderten Rohstoffen für die Nahrungsmittelproduktion), jedoch habe

Henderson: Stärkste Anlageklasse im dritten Quartal waren Aktien.

Nestlé u.a. den sogenannten Nestlé Supplier Code aufgesetzt – einen Lieferantenkodex, um Nachhaltigkeit in der Beschaffung und in den Lieferantenbeziehungen sicherzustellen. Dieser Code behandle arbeitsrechtliche Themen wie Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Arbeitszeit, Entlohnung, Diskriminierungsverbot und Vereinigungsfreiheit. Zudem würden Standards für Arbeitsplätze, Produktqualität und -sicherheit, Umweltbelastung und die Unterstützung von Bauern festgelegt, betont das EAM-Analyseteam: „Mit seinen Initiativen liegt Nestlé, was nachhaltige Rohstoffe betrifft, unter den Topunternehmen der Branche.“

Qualität und Sicherheit

© Nestlé

London. Henderson Global Investors steigerte das gesamte verwaltete Vermögen im 3. Quartal 2013 gegenüber der Vorjahresperiode um 4,3% auf 70,8 Mrd. Pfund. Dabei habe man einen starken Nettozufluss im Retail-Geschäft in UK, Europa, den USA und Asien von 1,3 Mrd. Pfund verzeichnet. Aktienprodukten flossen mit 889 Mio. Pfund die höchsten NettoMittel zu. Im Geschäftsbereich Institutional dagegen gabe es einen leichten Kapitalabfluss.

Die USA sind mit mehr als 21 Mrd. Dollar übrigens der größte Bionahrungsmittelmarkt.

Nestlé besitzt das größte private Forschungsnetzwerk der Welt.

Auch definiere Nestlé die Entwicklung von qualitativ hochwertigen und sicheren Produkten als Zielsetzung seiner F&E-Tätigkeit. Der Konzern beschäftige rund 5.000 Mitarbeiter in weltweit 32 Forschungs-, Entwicklungsund Technologiezentren und besitze damit das größte private

Forschungsnetzwerk der Welt. Im Jahr 2006 hat Nestlé den so- genannten Nestlé Nutritional Compass eingeführt, der auf allen Produkten des Konzerns angeführt ist. Im Mittelpunkt des neuen Standards stehe eine Nährwerttabelle mit Informationen zum Energiegehalt und den wichtigsten Nährstoffen. Auch Kontaktdaten für eine weitergehende Beratung, Tipps für eine ausgewogene Ernährung oder Details zu Inhaltsstoffen werden inkludiert. Im März 2013 wurde der „Access to Nutrition Index“, der die Ernährungsstandards der größten Nahrungsmittelkonzerne weltweit vergleicht, erstmals berechnet. Die europäischen Konzerne Danone, Unilever und Nestlé erreichten die ersten drei Plätze. In den Index fließen Daten zu Über- und Unterernährung ein. EAM hat alle drei mit konkreten Fragen zum Thema Adipositas konfrontiert. Unilever habe sich aber als nicht kooperativ erwiesen, weshalb das Team den Konzern auf die Watch-List setzte. Mit Danone und Nestlé dagegen gab es keine Problem.  (lk)


Banking

Freitag, 15. November 2013

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Messe card complete

Europa Die Europäische Zentralbank will eine starke, zentrale Abwicklungsbehörde

Konto BIC und IBAN

EZB vs. Schäuble

Auf Tourismus voll eingestellt Wien. card complete präsentierte auf der „Alles für den Gast“-Messe in Salzburg neben den neuesten, NFC-fähigen Terminals umfassende Serviceleistungen speziell für den Tourismusbereich. „Ob Berghütte oder CityHotel, Taxiunternehmen oder Vergnügungspark, praktisch für jedes Unternehmen und jeden Ort – wir haben ein passendes Terminal im Angebot“, so Heimo Hackel, Vorstandsvorsitzender der card complete Service Bank AG, über das Terminal-­Portfolio und den aktuellen Trend von card complete. Der Möglichkeiten gibt es viele: portable Geräte mit GPRS, IP, WLAN-Technologie oder Bluetooth-Varianten. Zusätzlich ist die neueste Generation der Terminals mit der NFC-Technologie ausgestattet, sie entspricht also dem Trend hin zum kontaktlosen Bezahlen. (ag/hk)

Amex stellt auf SEPA um Wien. Das derzeitige Kontonummern- und Bankleitzahlensystem wird beim Kredtikartenanbieter American Express Anfang 2014, mit der Einführung von SEPA, durch IBAN und BIC ersetzt. Als Beitrag zur Schaffung des einheitlichen EuroZahlungsverkehrsraums stellt American Express auf das europaweit einheitliche SEPA-BasisLastschriftverfahren um. SEPA (Single Euro Payments Area) ist ein europaweites Projekt, mit dem ein einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum geschaffen wurde. Für Bankkunden bedeutet dies, dass es keine Unterschiede mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen gibt. Eine bereits erteilte Bankeinzugsermächtigung von AMEXKarteninhabern wird ab sofort als SEPA-Lastschriftmandat weitergenutzt. (red)

Heimo Hackel, card complete: starke Nachfrage bei mobilen Terminals.

Bankenabwicklung: Dem deutschen Finanzminister Schäuble geht’s zu schnell.

Haltung sei jedoch kaum praktikabel, heißt es in Finanzkreisen. Denn kein Euro-Land habe einen ausreichend dotierten Abwicklungsfonds, so wie die EZB das mit der gesamteuropäischen Lösung möchte.

Eurobankenaufsicht Der Rat der Zentralbank hat mit der Französin Danièle Nouy und den Niederländer Jan Sijbrand zwei Kandidaten für die Euro-

bankenaufsicht vorgeschlagen, aber keine Reihung vorgenommen. Beide sind derzeit die Chefs der Bankenaufsicht ihrer Herkunftsländer. Die EZB hat beide Kandidaten nominiert, doch die Französin Nouy scheint klare Favoritin für das neue Amt, gewählt auf fünf Jahre, heißt es im Europäischen Parlament. Dort wird der Personalvorschlag im zuständigen Ausschuss abgestimmt. (hk/ APA)

© Jens Wolf/EPA/picturedesk.com

© keinrath.com

Frankfurt. Die Europäische Zentralbank (EZB) stellt sich nun hinter die Pläne der EU-Kommission, für die künftige Abwicklung von Banken in Europa eine starke, zentrale Behörde einzurichten. „Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass die Koordination zwischen nationalen Abwicklungsinstitutionen bei den Entscheidungen, die bei einer Abwicklung zu treffen sind, nicht sinnvoll ist, aus zeitlichen und finanziellen Gründen. Das gilt insbesondere im grenzüberschreitenden Kontext“, meinte die EZB in einem Rechtsgutachten zum geplanten Abwicklungsmechanismus für Banken in Europa. Dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble geht das zu schnell bzw. zu weit. Schäuble will zunächst mit einem Netz der nationalen Bankenaufseher auskommen und erst in einem zweiten Schritt über eine begrenzte Änderung des EU-Vertrags eine Übertragung dieser Kompetenz an eine zentrale Behörde vorstellen. Die Notenbank stellt sich damit also klar gegen die Position des deutschen Finanzministers. Die EZB erklärte zudem, eine Änderung des EU-Vertrags sei dafür nicht nötig. Sie will außerdem, dass die Abwicklungsbehörde alle Abwicklungen von Banken in der Euro-Zone durchführt. Schäuble will das auf die großen und systemrelevanten Institute beschränken. Diese isolierte deutsche

© EPA/Wolfgang Kumm

Rat der Zentralbank schlägt Kandidaten für Eurobankenaufsicht vor.

Kommt Anfang 2014: europaweit einheitliches SEPA-Lastschriftverfahren.

Bankhaus Schelhammer & Schattera Der Spezialist für ethisch-nachhaltige Geldanlage mit neuem E-Banking-Produkt auf dem Markt

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banking

28 – financenet

Freitag, 15. November 2013

financenet@medianet.at

Hypo Alpe Adria Noch heuer müssen dem maroden Institut bis zu 1,3 Milliarden aus Steuergeld zugeführt werden – 700 Millionen reichten nicht

Fass ohne Boden braucht mehr Insgesamt wurden mehr als 3,8 Milliarden Euro versenkt – Wirtschaftsforscher Aiginger: „Das Schlimmste kommt noch.“ dadurch die Bonität der Republik gefährdet sein könnte. Und das könnte zukünftige Schuldenaufnahmen des Bundes verteuern.

Reinhard Krémer

Wien/Klagenfurt. Die unendliche Geschichte um die Hypo Alpe Adria geht in die nächste Runde: Wie bekannt wurde, dürfte die Bank noch vor Weihnachten um die 1,3 Milliarden Euro benötigen. Damit hat das Institut die österreichischen Steuerzahler mehr als 3,8 Milliarden Euro gekostet. Wenn man Zuschüsse des Landes Kärnten dazurechnet, waren es sogar vier Milliarden Euro.

Bedarf wenig überraschend Die Höhe des aktuellen Finanzbedarfs kommt bei genauerem Hinsehen wenig überraschend. Der Bund selbst hat in den Beihilfeverhandlungen mit Brüssel den Hypo-Kapitalbedarf für 2013 vorsorglich mit schlimmstenfalls drei Milliarden Euro beziffert. Damals war man allerdings noch davon überzeugt gewesen, diesen Rahmen nicht ausschöpfen zu müssen. Viele Beobachter des Dramas stellen sich die Frage, warum man die Bank nicht so wie Institute in Zypern einfach in die Insolvenz schickt. Doch im Fall der Hypo Alpe Adria liegt der Fall nicht so einfach: Sie wurde seinerzeit mit Haftungen des Landes Kärnten in

© Wikimedia

Kommt die „Bad Bank“?

Hauptsitz der Hypo Alpe Adria in Klagenfurt: Geld vernichten in großem Stil.

Bund müsste einspringen Wenn man nun weiß, dass die Gesamteinnahmen des Bundeslandes Kärnten heuer 2,15 Milliarden Euro betragen werden, kann man sich ausrechnen, wie dies enden würde – nämlich mit einer Insolvenz des Landes Kärnten, für die es keine rechtliche Basis gibt. Unterm Strich müsste daher wieder der Bund einspringen und die Haftung übernehmen, um das Vertrauen in den Finanzplatz Österreich nicht zu schädigen. Wirtschaftsforscher Karl Aiginger meinte, das große Problem wäre nicht heuer, sondern die Jahre ab 2014 ...

Tax Justice Network Auch Deutschland gehört weiterhin zu den weltweit zehn gefragtesten Steueroasen

short

Zürich/London. Trotz aller Zugeständnisse beim Bankgeheimnis führt die Schweiz laut eines aktuellen Berichts des Tax Justice Network (TJN), der alle zwei Jahre erscheint, weiter die Liste der Steueroasen an. Auf den Plätzen folgen Luxemburg, Hongkong, die Kaimaninseln und Singapur. Für die Studie zur weltweiten Schattenwirtschaft wird das Finanzgebaren in 82 Ländern und britischen Überseegebieten wie Jersey, den Jungfraueninseln oder Gibraltar herangezogen. Großbritannien sei mit diesen Gebieten die mit Abstand wichtigste Steueroase. Im Vergleich zu der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2011 „verbesserte“ sich die Bundesrepublik

Zürich. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) braucht wegen ihrer neuen Stellung als systemrelevante Bank in der Schweiz rund drei Mrd. CHF (2,44 Mrd. €) frisches Kapital. Die BaselIII-Vorschriften, die zusätzliche Verschärfung der Schweizer Eigenmittelverordnung und die festgestellte Systemrelevanz der Zürcher Kantonalbank erfordern die Kapitalaufstockung. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) stuft auch die Staatsbank ZKB seit dem 1. November als systemrelevant ein. Bisher befanden sich lediglich die beiden Großbanken Credit Suisse und UBS in dieser Kategorie. Die Aufseher wollen so verhindern, dass ein Kollaps der Bank gravierende Folgeschäden für die Schweizer Wirtschaft nach sich zieht. Die Zürcher Kantonalbank mit einer Bilanzsumme von 135 Mrd. CHF (ca. 110 Mrd. €) ist seit einigen Jahren auch in Österreich vertreten: Am 1. Februar 2010 wurde die Zürcher Kantonalbank 100%ige Eigentümerin der Privatinvest Bank AG.  (red/APA)

Deutschland um einen Rang von Platz 9 auf Platz 8. Von den großen Industrienationen belegen in der Negativliste außer Deutschland auch die USA auf Platz sechs und Japan einen Platz in der Spitzengruppe. Im Bezug auf die USA moniert TJN einige US-Gesetze, die ausländischen Investoren in gewissen Fragen Vertraulichkeit zusichern, womit ihnen ermöglicht werde, in ihrem Heimatland der Besteuerung zu entgehen. Newcomer in den Top Ten ist der Libanon. Die Organisation TJN bezeichnet die Schweiz als „Vorreiter der Steuerparadiese“, das weiterhin jede Kooperation mit den politisch „schwächeren“ und „verletzbareren“ Ländern im Süden verweigere.  (red)

© panthermedia.net/Dietmar Stübing

Großbritannien heimliche Nummer eins

ZKB ist in der Schweiz systemrelevant

Unterm Strich ist Großbritannien mit Überseegebieten Steuerparadies Nummer 1.

US-Hypothekenskandal Die Folgewirkungen der Krise kosten Banken Milliardensummen an Strafzahlungen

Bank of Amerika soll 864 Mio. Dollar zahlen Washington. Fünf Jahre nach dem Untergang der Investmentbank Lehman Brothers und dem folgenden Furiosum des US-Immobiliendebakels bittet Präsident Obama zur Kasse: Banken, die man für mitschuld an den Desaster hält, müssen enorme Strafen zahlen. Anfang 2012 stellte Präsident Barack Obama eine Sondereinheit zur Untersuchung der Misere

auf, die man für eigentlich recht zahnlos hielt. Nun zeigt sich, dass die „Task Force“ richtig ins Volle greift. So gab es im Oktober einen historischen Vergleich mit der USRegierung, der die Großbank JP Morgan Chase 13 Mrd. USD (rund 10 Mrd. €) kostete. Goldman Sachs musste bereits 2010 für einen Subprime-Vergleich mit der US-Börsenaufsicht SEC lediglich 500 Mio. € zahlen.

© Peter Foley/EPA/picturedesk.com

Firmenwert fast völlig abgeschrieben Rom. Die italienische Krisenbank Carige hat eine Abschreibung im Volumen von 1,65 Mrd. € auf ihren Firmenwert verbucht. Damit werde dieser nur noch bei 132 Mio. € angesetzt. Die Berichtigung sei vorgenommen worden, nachdem die Aufsichtsbehörde CONSOB den Wert einiger Investments in den Geschäftsbüchern von 2012 und 2013 hinterfragt habe. Dazu zähle auch ein Anteil an Italiens Zentralbank. Die Bank versucht nun mit einem 800 Mio. € schweren Verkaufsplan für Vermögenswerte ihre Kapitalbasis zu stärken.  (red/APA)

Hinter den Kulissen wird um eine Lösung des schwärenden Problems gerungen; die Schaffung einer „Bad Bank“, in die alle „toxischen Passiva” der Hypo Alpe Adria ausgelagert werden, rückt immer näher. Finanzministerin Maria Fekter hat sich gegen diese Lösung bisher gewehrt, weil sie fürchtet, dass

Höhe von rund 14 Milliarden Euro ausgestattet. Diese Haftungen würden im Insolvenzfall aber auf jeden Fall schlagend – das heißt, das Land Kärnten müsste 14 Milliarden zur Befriedigung der HypoGläubiger locker machen.

Die Bank of America muss für Verfehlungen von Countrywide geradestehen.

Jetzt ist die Bank of America (BofA) dran – sie soll knapp 864 Mio. USD (643,29 Mio. €) Schadenersatz zahlen. Der Hintergrund dazu: Die Bank hatte 2008 das Institut Countrywide übernommen. Dieses Institut wurde des Betrugs beim Verkauf von Hypothekenpapieren verdächtigt, für den nun die Bank of America als Eigentümer haftet. Ende Oktober befand nun eine New Yorker Gerichtsjury, dass Countrywide Fannie Mae und Freddie Mac tatsächlich beim Verkauf von Hypothekenpapieren betrogen hat. Daraufhin brachte die Regierung bei einem New Yorker Gericht einen Antrag auf Zahlung von 864 Mio. USD ein. Auch eine ebenfalls des Betrugs beim Verkauf von Hypothekenpapieren schuldig gesprochene Ex-Mitarbeiterin von Countrywide soll nun eine ihren finanziellen Möglichkeiten angemessene Strafe zahlen. Countrywide hat bereits Kosten für juristische und regulatorische Streitigkeiten in zweistelliger Milliardenhöhe verursacht.

Nach Berichten der Financial Times strebt Washington offenbar ähnliche Übereinkünfte mit neun weiteren Großbanken an, die in die Immobilienmisere verwickelt waren. Darunter befindet sich auch die Deutsche Bank.

Milliardenkosten kommen Aber die Subprime-Causa scheint nur einer von Dutzenden komplexen Fällen zu sein, welche die Behörden aktuell weltweit aufarbeiten. dazu gehören der LiborSkandal um manipulierte Zinssätze. In diesem Fall zahlte die Schweizer UBS zwei Mrd. USD (rund 1,5 Mrd. €), um sich weitere Untersuchungen vom Hals zu schaffen. Die holländische Rabobank legte eine Mrd. USD (750 Mio. €) auf den Tisch. Nach Schätzungen der Analysegesellschaft Bernstein Research dürften die diversen Vergleiche allein die größten US-Banken letztlich über 100 Mrd. USD kosten. Die Deutsche Bank allein bildete Rückstellungen für Prozessrisiken in Höhe von drei Mrd. €. (rk)


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Freitag, 15. November 2013

financenet – 29

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Versicherungsdschungel Viele unterschiedliche Bedingungen bei Haushaltsversicherung, warnt Versicherungsmakler-Vizeobfrau Brigitte Kreuzer

„Experten heranziehen wichtig“ Versicherungsmakler wollen den Weg durch die Tarif-Fallen weisen.

Achtung bei Kindern Die Besonderheit in den Bedingungen der Anbieter liege nun darin, dass es unterschiedliche Altersgrenzen gibt, warnt Kreuzer: Die Mehrheit schützt etwa Kinder nur bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres – einige Versicherer aber auch bis zum vollendeten 27. Lebensjahr. Eine weitere Voraussetzung ist, dass das „Kind“ (bzw. der junge Erwachsene) nicht über ein eigenes Einkommen verfügt. „Da wiederum gibt es auch ganz unterschiedliche Auslegungen der Versicherungen, was nun konkret als eigenes Einkommen des Kindes zählt“, warnt Kreuzer. Einige Versicherungsunternehmen werten beispielsweise eine Lehrlingsentschädigung oder geringfügige Beschäftigung bereits als Einkommen. Ebenso darf kein eigener Haushalt bestehen: Hat also z.B. ein Student eine kleine Wohnung, weil er zum

Swiss Life Management

Frost wird Chef

© Swiss Life/Stephan Knecht

Zürich. Der Schweizer Lebensversicherer Swiss Life, Mutterkonzern des früheren Finanzdienstleisters AWD (heute Swiss Life Select), bekommt einen neuen Chef. Nach zwölf Jahren beim Unternehmen will sich CEO Bruno Pfister beruflich neu orientieren und seine Funktion per 1. Juli 2014 an Patrick Frost weitergeben, heißt es. Frost gehört seit 2006 der Konzernleitung an und ist heute Investitionschef; davor war er u.a. Portfoliomanager bei Winterthur. (APA)

Patrick Frost wird neuer Chef der Ex-AWD-Mutter Swiss Life.

Studium nach Wien oder in eine andere Universitätsstadt abseits des Wohnorts der Eltern gekommen ist, dann hätte er die Voraussetzungen einer Mitversicherung nicht mehr erfüllt.

Viele Ausnahmeregeln Doch auch hier gibt es wieder Unterschiede: „Manche sehen einen Wohnsitz am Studienort nicht als eigenen Haushalt“, sagt Kreuzer: „Ein Versicherer z.B. sieht eine Mitversicherung bis zum 27. Lebensjahr vor und solange Kinderbeihilfe bezogen wird – da kann der Jugendliche durchaus

einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen und auch einen eigenen Haushalt haben.“

Vorsicht Personenschäden Aus diesen vielen Besonderheiten und Unterscheiden sei leicht ersichtlich, dass „es unbedingt ratsam ist, einen unabhängigen Experten heranzuziehen – also einen Versicherungsmakler“, betont Kreuzer: „Speziell die Absicherung im Bereich der Haftpflicht ist wichtig, denn eine Reihe von Ereignissen kann die finanzielle Existenz bedrohen – speziell bei Personenschäden wie Skiunfall, Radunfall, etc.“ (red)

© Foto Weinwurm

Wien. Wer einen Schaden erleidet oder verursacht, muss ihn grundsätzlich selbst tragen – es sei denn er hat die richtige Versicherung: Diese Grundregel gilt in Österreich wie anderswo. Doch es ist nicht leicht, sich richtig abzusichern – und der Rat eines unabhängigen Experten, nämlich eines Versicherungsmaklers, daher hilfreich, sagt die Wiener Versicherungsmaklerin Brigitte Kreuzer, Vizeobfrau der Makler in der Wirtschaftskammer Wien. Privatpersonen in Österreich sind meist über ihre Haushaltsversicherung (in der Praxis ein Paket aus verschiedener Schutzarten wie Feuer, Haftpflicht, usw.) geschützt: „Am österreichischen Versicherungsmarkt haben die Haushaltsprodukte auch die Privat- und Sporthaftpflicht inkludiert. Der mitversicherte Personenkreis erstreckt sich grundsätzlich auf den Versicherungsnehmer inklusive Ehepartner bzw. Lebensgefährte und inklusive minderjähriger Kinder“, so Kreuzer.

Versicherungsmaklerin Kreuzer: „Personenschäden können Existenz bedrohen.“


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Freitag, 15. November 2013

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Helvetia führt neue Kfz-Schaden-App ein

Zusammengelegt Uniqa IT Services GmbH ins Leben gerufen; Bockelmann, Grimm und Gartler als Geschäftsführer

Uniqa optimiert IT-Struktur

Kurt Molterer: „Auch professionelle Berater verdrängen das Thema.“

Wien. Eine von der Nürnberger Versicherung beauftragte Studie der Uni Salzburg ging der Frage nach, inwieweit es in der österreichischen Bevölkerung ein Bewusstsein für Krankheit und Pflege im Alter gibt. Die Ergebnisse sind ernüchternd. Bei bewusst ausgewählten Österreichern sowie zufällig ausgewählten Vertriebspartnern (Versicherungsmakler, Versicherungsagenten, Vermögensberater) wurden Grundstimmung als auch typische Vorstellungsmuster zum Thema erhoben. Das Interesse dafür sei kaum vorhanden, was zu keiner aktiven Informationssuche führe. „Selbst besorgte Menschen suchen nicht aktiv nach Informationen“, so die Studienleiterin Astrid Spatzier. Weiteres Detail: Mit der Pflege einer Person oder dem Eintreten eines Pflegefalls im unmittelbaren Umfeld geht nicht zwingend eine Sensibilisierung einher. Nahezu alle Befragten blenden Krankheiten im Alter oder mögliche negative Vorkommnisse aus. Aber auch bei den Beratern sei das Wissen dürftig. Nürnberger-Vorstand Kurt Molterer: „Wir wollen verstärkt informieren – mit dem Pflegeleitfaden, dem Pflegelückenrechner und unserer Pflege-App.“ (lk)

Gleichzeitig forciert die Uniqa die elektronische Kommunikation: Kunden können sich ihre Polizzen und andere Schriftstücke nach erfolgter Anmeldung online im Kundenportal myUNIQA ins Postfach zustellen lassen. So seien die Polizzen auch im Schadensfall, wenn es hektisch zugeht, griffbereit. (lk)

Bockelmann ist der neue Head of Group IT bei der neuen Uniqa-Einheit UITS GmbH.

Allianz Ergebnis in Schaden- und Unfallsparte trotz Großschäden in ersten neun Monaten um 6 Prozent gesteigert

„Ganzjahresausblick jetzt am oberen Ende“ Frankfurt. Europas größter Versicherer, Allianz, trotzt den Unwettern und der Zinsflaute. Im dritten Quartal sank das operative Ergebnis zwar um knapp ein Prozent auf 2,5 Mrd. Euro. Die Zuversicht für das Gesamtjahr trübt das aber nicht. „Angesichts der guten Entwicklung der Allianz Gruppe in den ersten neun Monaten erwarten wir jetzt ein operatives Ergebnis für das Gesamtjahr von leicht über 9,7 Mrd. Euro, dem oberen Ende unseres prognostizierten Zielkorridors“, erklärte Vorstandschef Michael Diekmann. Unterm Strich stand im abgelaufenen Quartal ein Gewinn von 1,4 Mr. Euro, 6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Zwar hatte es über die Sommermonate gerade in Europa eine

Reihe von Großschäden gegeben: Nach der Flut kamen in Deutschland die Hagelstürme. Doch die Allianz steckte die Nettobelastungen durch die Unwetter von insgesamt 464 Mio. Euro vergleichsweise locker weg und konnte ihr Ergebnis in der Schaden- und Unfallversicherung sogar um sechs Prozent auf über 1,2 Mrd. Euro steigern. Der Herbststurm „Christian“ verursache nur einen überschaubaren Schaden. Sorgenkind ist aber immer mehr die jahrelang boomende Vermögensverwaltung. In der Sparte (mit Pimco und Allianz Global Investors) brach das operative Ergebnis um elf Prozent auf 754 Mio. Euro ein. Kunden zogen Gelder in Höhe von 26,7 Mrd. Euro ab. (ag)

Diekmann: „Erwarten für 2013 operatives Ergebnis von leicht über 9,7 Mrd. Euro“.

Nicht-Leben-Geschäft „Großes Potenzial im Baltikum“

EU-Energiekommissar Oettinger will neue Absicherung

Wien/Tallin. Die börsenotierte Vienna Insurance Group (VIG) plant 2014 in Estland nun auch den Start im Nicht-Leben-Geschäft, berichtet das WirtschaftsBlatt. Weitere Details seien noch nicht spruchreif, hieß es dazu aus der VIG. Die VIG ist in Estland bereits im Lebensversicherungsgeschäft tätig und war dort im Vorjahr die Nummer vier am Markt. In beiden anderen baltischen Staaten Litauen und Lettland ist die VIG sowohl in der Lebensversicherung als auch in Nicht-Leben tätig.

Berlin/München. Frankreichs Atomkraftwerke sind nur bis 90 Millionen Euro versichert, in Deutschland immerhin bis zu zwei Milliarden Euro. Nun fordert EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) eine einheitliche Haftpflicht für Europas Meiler. Einen ähnlichen Vorstoß hatte er bereits vor einem Jahr angekündigt. Nun will Oettinger im Frühjahr einen Vorschlag vorlegen, um eine einheitliche Haftpflichtversicherung für alle Atomkraftwerke in Europa einzuführen. Dann würden die „wahren Kosten“ der Atomkraft transparent werden, zitiert ihn die Süddeutsche Zeitung.

VIG ab 2014 auch in Estland aktiv

In Lettland sei der Versicherungsmarkt insgesamt um 9,7 Prozent gewachsen, in Litauen um 5,2 Prozent – ein Wachstum, von dem man hierzulande nur träumen kann. Die Prämieneinnahmen der österreichischen Versicherungen sanken 2012 um 1,0 Prozent auf 16,3 Mrd. Euro. Die Pro-Kopf-Ausgaben für Versicherungen lägen laut Zeitung im Baltikum durchschnittlich bei 170 Euro, in Österreich seien es rund 1.920 Euro.  (ag/red)

Estnischer Markt wächst „Die Märkte bieten ein großes Potenzial. Man darf nicht vergessen, dass im Baltikum insgesamt mehr Menschen leben als in der Slowakei“, wird VIG-Chef Peter Hagen zitiert. Der estnische Versicherungsmarkt habe im Vorjahr einer Branchenpublikation zufolge ein Prämienplus von 10,6 Prozent auf 345 Mio. Euro verzeichnet. Lebensversicherungen seien um 5,7 Prozent gestiegen, andere Versicherungen um 12 Prozent.

Einheitliche Haftpflicht für Meiler

Bericht zufolge Atomkraftwerke in Frankreich nur bis 90 Mio. Euro versichert, in Bulgarien nur bis 49 Mio. Euro; in Deutschland sind es immerhin 2 Mrd. Euro. Die europaweit einheitliche Versicherungssumme müsse „so hoch wie möglich“ ausfallen, so Oettinger, und werde „sicher bei einer Milliarde Euro oder höher“ liegen. Was fehlt, ist die Zustimmung aller 28 Mitgliedsstaaten, daher sei ihm ein realistischer Betrag lieber. (APA)

„Extreme Unterschiede”

Hagen: „Im gesamten Baltikum leben mehr Menschen als in der Slowakei.“

Vor einem Jahr kündigte Oettinger einen Vorschlag für eine europaweite AKW-Pflichtversicherung an, den er eigentlich in diesem Frühjahr vorlegen wollte. Passiert ist seitdem aber nichts: Nach wie vor legt jeder Mitgliedsstaat die jeweilige Deckungssumme selbst fest – was zu extremen Unterschieden in der Absicherung von Atommeilern in der EU führt. So sind dem

© EPA

© Nürnberger Versicherung

Nürnberger: Menschen verdrängen Pflegethema

Polizzen überall griffbereit

© UNIQA

Wien. Nach einem Kfz-Unfall ist das korrekte Ausfüllen des Schadenberichts oft eine Herausforderung für die geschockten Beteiligten. Fehler bei der Schadenmeldung wirken sich aber nachteilig auf die Schadenregulierung aus, z.B. durch zeitliche Verzögerung. Die neue kostenlose App von Helvetia für iPhones soll dies verhindern helfen, indem sie Schritt für Schritt durch die Schadenmeldung führt. So werden etwa Datum und Uhrzeit automatisch erfasst, der Standort wird automatisch per GPS bestimmt, die Schadenart (Unfall, Wildschaden, Hagelschaden, etc.) lässt sich im Menü auswählen, auf einer vorgegebenen Skizze kann man den Schaden markieren, Fotos dürfen freilich nicht fehlen. Die fertig ausgefüllte Meldung wird digital direkt an die Versicherung geschickt.  (lk)

tig schneller und effektiver umsetzen.“ Der gebürtige Deutsche und promovierte Naturwissenschafter kann auf eine langjährige Erfahrung im IT-Bereich zurückgreifen. Er war u.a. als CIO der Fireman’s Fund Insurance Company in den USA tätig. Der diplomierte Betriebswirt Roland Grimm, 47, verstärkt seit 1. November 2013 als Mitglied der Geschäftsführung die UITS. Christian Gartler, 53, komplettiert das künftig dreiköpfige IT-Managment-Führungsteam.

© EPA

Die Schaden-App ersetzt aber nicht die behördliche Anzeigenpflicht.

Wien. Die Uniqa Group optimiert ihre IT-Struktur. Mit 1. Oktober 2013 wurden die IT-Einheiten von Uniqa Österreich Versicherungen AG und Uniqa International AG unter einem Dach zusammengeführt. Die neue Uniqa IT Services GmbH (UITS GmbH) ist direkt dem Vorstandsressort Thomas Münkel, COO der Uniqa Insurance Group AG, zugeordnet. Die ehemalige Uniqa Software-Service GmbH wird künftig unter der geänderten Firmenbezeichnung Uniqa IT Services GmbH geführt und bündelt zukünftig alle IT-Einheiten der Uniqa Group im In- und Ausland. Head of Group IT und Vorsitzender der UITS-Geschäftsführung ist Alexander Bockelmann, 39, er berichtet direkt an Münkel. Bockelmann: „Geschäftsprozesse und Produkte werden zunehmend regional oder konzernweit definiert. Mit einer gebündelten IT-Funktion können wir diese Anforderungen künf-

© Petra Spiola

© Helvetia

Polizzen und Schriftstücke nun online via Kundenportal abrufbar und somit jederzeit griffbereit.

Oettinger erwartet im Falle des Falles automatisch höhere Kosten für Endkunden.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 15. November 2013 – 31

wiener zinshäuser teurer

In 5 Jahren haben sich Zinshäuser in Wien im Schnitt um ein Drittel verteuert, so Otto Immobilien  Seite 33

© EHL Immobilien

© Panthermedia.net

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien www.ehl.at

büromarkt bleibt in wien stabil

Es wird weniger neu gebaut, darum bleibt der ­Leerstand auf Wiens Büromarkt bei sieben Prozent  Seite 34

Wir leben Immobilien.

Immobilien um 30,7 Mrd. Euro stehen zum Verkauf IMMO-AGS 6.–13. November 2013

IATX (13.11.) 184,07

0,26%

Wochentop CAI 1,71% Wochenflop Warimpex -4,62% CA Immobilien Anlagen  1,71% Immofinanz 0,30% conwert 0,00% Atrium -1,14% S Immo -3,35% Warimpex -4,62%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 13.11.) Monatstop ESPA Stock Europe 9,55% Monatsflop DBXT CSI300 -9,48%

© Gerald Stefan

Top 5 Immofonds ESPA Stock Europe-Prop. VT CZK 9,55% AXA Aedificandi I Cap 5,22% Dexia Equ.B European Prop. C 5,18% AXA WF Framlington Eur. RE  4,05% Wiener Privatb. Europ. Prop. T 3,99% Flop 5 Immofonds DBXT CSI300 R.E.1C -9,48% CS SICAV One(Lux)Eq.Glob. -6,59% iShares US Prop.Yi. UCITS ETF-2,78% Henderson As-Pac Prop.Equ. -2,74% WIP Global Real Estate Sec. A -2,45%

In Österreich inserierte Immobilien erfasst Mit den Daten­angeboten seiner Unternehmen Immounited und Imabis will Roland Schmid (mit Geschäftsführerin Anita Körbler) Immobilien-Profis den totalen Durchblick durch Österreichs Markt bieten: „Transparenz hebt die Qualität des Angebots.“  Seite 32

6.–13. November 2013

2 Prozent mehr Umsatz Trotz Flaute in der Baubranche CERX (13.11.) 506,02

Wienerberger erkämpft Zuwächse

-2,06%

inhalt

Immo:Markets > Mieter ziehen bald in Gerling Quartier ein 

32 33

34

People&Dates > Hilfe für die Opfer des Taifun Haiyan  37

© Wienerberger Ziegelindustrie GmbH

Immo:Capital > Atrium bremst die Gewinnerosion ein  > Baulobby fordert breite Offensive für Wohnbau 

Wienerberger-Chef Heimo Scheuch: auf widrigen Märkten Umsatz gesteigert.

Wien. Der Ziegelriese Wienerberger hat im 3. Quartal 2013 den Umsatz in der Gruppe um zwei Prozent auf 773,4 Mio. € gesteigert. Und das, obwohl „auf unseren wichtigsten Märkten heute weniger gebaut wird als im Krisenjahr 2009“, wie Wienerberger-Chef Heimo Scheuch anmerkt. Das operative EBITDA kletterte gleichzeitig um 4% auf 104,2 Mio. €. Hauptverantwortlich waren Ergebnisverbesserungen im westeuropäischen und US-Ziegelgeschäft sowie im osteuropäischen Rohrgeschäft, heißt es weiter. Die laufenden Restrukturierungsmaßnahmen brachten weitere 4 Mio. € Kosteneinsparungen. (red)

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i m m o : c ov e r

32 – financenetreal:estate

Freitag, 15. November 2013

financenet@medianet.at

short

© Parlamentsdirektion/Mike Ranz

Parlament: Plan für Sanierung läuft an

Immounited-Gründer Roland Schmid Immobilien-Datenbank erfasst alle Kaufverträge, alle inserierten Objekte

„Transparenz und Qualität auch bei Immos Trumpf“ Derzeit stehen in Österreich 83.000 Immobilien zum Verkauf, weitere 55.000 sind auf Miete zu haben.

Wien. Beim Projekt „Platform L – Lebensstationen” hat das Österreichische Siedlungswerk (ÖSW) im Sonnwendviertel, das sich innerhalb des neuen Stadtentwicklungsgebiets „Bahnhof Wien – Europa Mitte“ befindet, 92 geförderte Mietwohnungen, vier Home-Offices und zwei Lokalflächen errichtet. Am Montag fand die feierliche Übergabe statt. Vor Ort waren u.a. die ÖSW-Vorstände Wolfgang Wahlmüller und Michael Pech, Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner und Roman Delugan vom Architekturbüro Delugan Meissl Associated Architects. (red)

© EPA/Gary He

Neues World Trade Center hält US-Rekord

Die Immo-Transaktionen Gegründet wurde Immounited vor sechs Jahren, um den Zugang zu Grundbuch und anderen öffentlichen Dokumenten und -daten zu erleichtern. Die Usability stieß am Immobilienmarkt auf Anklang, der Fokus wurde bald ausschließlich auf Immobiliendaten gesetzt. 2009 kam die Erfassung der ImmoTransaktionen hinzu. „Wir bieten heute den Online-Zugang zu sämtlichen verbücherten Immobilienkaufverträgen in ganz Österreich“, so Anita Körbler, Geschäftsführerin der Immounited GmbH. Heuer werden bei Immounited drei Millionen Euro Umsatz erwartet; man hat inzwischen über 1.300 Kunden, auf die sich rund 5.000 User verteilen: Immobilienmakler, Immobilienbewerter, Banken, Bauträger, große Immobilienfirmen wie Eugen Otto, EHL, ÖRAG und andere; dazu weitere immobilieninteressierte Institutionen, die Statistik Austria u.v.m. „16 Mitarbeiter tun nichts anderes, als Verträge zu lesen und auszuwerten“, sagt Schmid: Jeder

Roland Schmid: Immounited für Kaufverträge, Imabis für den Blick in die Zukunft.

Kaufvertrag ist verschieden und wird inklusive Nebenbedingungen wie z.B. Schuldenübernahme individuell erfasst. „Ein großer Vorteil, den wir in Österreich haben, ist, dass unser Grundbuch öffentlich ist. Das ermöglicht eine Transparenz, um die uns unsere deutschen Nachbarn oft beneiden.“ Im Zuge der weiteren Entwicklung holte Schmid 2012 das technische Know-how ins eigene Haus und gründete die Schmid IT GmbH. Als Nebenaspekt bietet man nun auch IT-Dienstleistungen wie spezielle Software u.Ä. an und erstellt z.B. für die s Real gerade eine neue Website inklusive Immobiliensuchmaschine. „Wir verstehen die Abläufe in der Immobilienwirtschaft und bieten entsprechend Beratung,

Entwicklung und Betrieb als FullService-IT-Anbieter der Immobilienbranche“, so Schmid. Er rechnet heuer, also im zweiten Bestandsjahr, mit bereits 450.000 Euro Umsatz bei der Schmid IT GmbH, die im Moment auf acht Mitarbeiter kommt; die gesamte Roland Schmid-Firmengruppe zählt derzeit 42 Mitarbeiter.

Die neue Datenbank Jüngste Neugründung ist die Immo-Datenbank Imabis, die heuer im Jänner gestartet ist und bereits auf 320 Kunden und 500.000 Euro Umsatz kommt. Sie sammelt österreichweit die Immobilienangebote der größten Immo-Portale. „Wir verarbeiten knapp 500.000 Inserate

Nach neun Monaten 84,4 Millionen Euro Nettoertrag

Blue Buildings Umwelt-Produktdeklarationen im Fokus

Wien/Saint Helier. Die börsenotierte Immobilienfirma Atrium, ehemals Meinl European Land (MEL), hat den Gewinnrückgang nach neun Monaten eindämmen können. Im Halbjahr war der Nettogewinn im Jahresabstand noch um 32 Prozent niedriger gewesen, nach drei Quartalen lag er mit 84,4 Mio. Euro nur noch 21,1 Prozent unter Vorjahr.

Linz/Wien. Gemeinsam mit PE International lud die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft zur 3. EPDTagung ins Schloss Schönbrunn ein. Internationale Experten der Bau- und Immobilienwirtschaft erörterten am 29. Oktober den aktuellen Stand der Nachhaltigkeit bei Baustoffen und deren Verwendung bei Blue Buildings.

Atrium bremst Gewinnrückgang

Antenne dabei oder nicht? Beim neuen World Trade Center erlaubt.

Etwas mehr Miete

New York. Der Neubau des World Trade Centers in New York ist mit 541 m Höhe offiziell der höchste Wolkenkratzer der USA. Eine Expertenkommission des Rates für hohe Gebäude und städtischen Lebensraum (CTBUH) entschied am Dienstag, dass die 124 m lange Antenne mitgerechnet werden darf. Damit überragt der Wolkenkratzer den Willis Tower in Chicago, der bis 2009 den Namen Sears Tower trug und bei seiner Fertigstellung 1973 das höchste Gebäude der Welt war. Mit jenem Titel schmückt sich mittlerweile der Burj Chalifa in Dubai (830 m).  (APA)

Die Bruttomieterlöse lagen im Vorjahresvergleich nach neun Monaten mit 148,0 (142,9) Prozent um 3,6 Prozent höher, unbereinigt legten sie um 4,7 Prozent auf 151,4 (144,6) Mio. Euro zu, teilte Atrium mit. Die Nettomieterlöse wuchsen unbereinigt um 4,0 Prozent auf 143,0 (137,5) Mio. Euro, im Vorjahresvergleich um 3,7 Prozent auf 140,2 (135,2) Mio. Euro. Der Marktwert der vermieteten Immobilien legte im Jahresabstand um 8,4 Prozent auf 2,369 (2,185) Mrd. Euro zu, an Entwicklungsprojekten und Grundstücken gab es per 30.9. Marktwerte von 604 (538) Mio. Euro, um 12,2 Prozent mehr als Ende 2012. Die liquiden Mittel legten in

den neun Monaten um 59 Prozent auf 331 (208) Mio. Euro zu, und das Eigenkapital blieb stabil bei 2,304 (2,281) Mrd. Euro (+1,0 Prozent).

Mehr NAV Das Nettovermögen (NAV) je Aktie betrug zum 30.9. gemäß EPRA 6,54 Euro, nach 6,43 Euro Ende 2012. Nach den IFRS-Regeln lag der NAV je Aktie nun bei 6,15 (6,12) Euro. (red/APA)

Atrium-CEO Rachel Lavine hat die Mieterträge leicht erhöht.

EPD-Tagung: Nachhaltiges Bauen

ben die Methode und mit der neu gegründeten ECO-Platform sind wir auf dem Weg zu einer europäischen Harmonisierung.” Die Initiative ermöglicht es Baustoff-Herstellern, EPDs grenzüberschreitend zu verwenden und auf gleichen Standards aufzubauen. „Mit dieser Harmonisierung wird eine langjährige Forderung der Industrie nach verlässlichen Grundlagen erfüllt”, so Mitveranstalter Adolf Merl von PE International. (red)

Europa-Harmonisierung? Dabei standen Umwelt-Produktdeklarationen (Environmental Product Declaration, EPD) von Baustoffen im Mittelpunkt von Vorträgen, Diskussionen und Workshops. „Mit diesen EPDs haben wir nunmehr die Datengrundlage für die ökologische Gebäudebewertung nach den internationalen Normen (ISO 14025; ISO 14040ff) sowie der Europäischen EN 15804” so Burkhart Lehmann vom I.B.U. (Institut für Bauen und Umwelt, Berlin). Der Verein sieht sich als Vorreiter bei der Bewusstseinsbildung für die Nachhaltigkeit und hat mehr als 500 EPDs als Programmhalter veröffentlicht. Lehmann: „Wir ha-

© ÖGNI

Bahnhof Wien: Objekt von ÖSW übergeben

täglich“, so Schmid. Die Kunden sehen auf einen Blick, ob und bei wie vielen Maklern eine Immobilie bereits inseriert ist, ab wann und zu welchem Preis. Auch Senkungen der Angebotspreise lassen sich im Zeitablauf nachverfolgen, und die Objekte können mit anderen in ihrer Lage, Ausstattung und Qualität verglichen werden. Das ermöglicht einige Rückschlüsse auf den gesamten österreichischen Immobilienmarkt. So gibt es auf den 19 erfassten Plattformen derzeit rund 485.000 Immobilieninserate, die rund 135.000 Objekte betreffen: 83.000 Eigentums- und 55.000 Mietobjekte. Im Schnitt wird also jedes Objekt auf knapp vier Portalen inseriert, oft von mehreren Maklern. Die aktuell online gestellten Immobilienobjekte haben einen Gesamtpreis von 30,7 Milliarden Euro – das bedeutet nicht zuletzt auch rund 900 Millionen Euro an (potenziellem) Honorarvolumen für die Immobilienmakler, denen der Verkauf gelingt. „Meine Vision ist es, Qualität durch Transparenz zu fördern“, sagt Schmid. Er empfiehlt den Immobilienmaklern, sich weniger um dieselben, eng begrenzten städtischen Märkte zu streiten und stattdessen lieber Spezialisierungen zu suchen – zum Beispiel kleinere Gebiete, die sie dafür auch besser kennen als andere. Oder die Abwicklung von ImmobilienSuchaufträgen, die in Österreich noch wenig verbreitet sind. Letztlich seien auch ländliche Gebiete in Österreich noch viel weniger von Maklern bearbeitet als in anderen heimischen Gegenden. „Qualität setzt sich durch, davon bin ich überzeugt. Wer sie nicht lebt, wird möglicherweise langfristig scheitern“, meint Experte Schmid. (gst)

© Gerald Stefan

Wien. Für die politische Grundsatzentscheidung zur Sanierung des Parlaments in Wien wird es ernst. Bis Ende November erhalten die Fraktionen eine Projektinformation mit sechs Varianten inklusive Kostenschätzungen vorgelegt. Das Papier wurde vom Projektteam der Parlamentsdirektion in Zusammenarbeit mit der von den Ziviltechnikern Vasko+Partner gestellten Projektsteuerung ausgearbeitet, hieß es. Die Parlamentsfraktionen sollen auf dieser Grundlage eine Variante auswählen, die Entscheidung soll im ersten Quartal 2014 im Nationalrat fallen. Die Gesamtkosten könnten bis zu 500 Mio. Euro betragen; ev. weicht das Parlament zeitweise in die alte WU Wien aus. (APA)

© APA/Herbert Pfarrhofer

Die Sanierung des Nationalrats könnte bis zu 500 Mio. Euro kosten.

Wien. „Transparenz hebt die Qualität“, weiß Roland Schmid, Gründer und Eigentümer der Immobiliendatendienstleister Immounited, Imabis bzw. Schmid IT. Durch die Erhebung von Angebots- und Kaufvertragsdaten kann Schmid beispielsweise sagen, dass derzeit ziemlich genau 30,7 Milliarden Euro an Immobilienbestand in Österreich öffentlich zum Verkauf stehen und im vergangenen Jahr Immobilien in Höhe von rund 27 Mrd. Euro verkauft worden sind. „Grundlage dafür ist eine Datenbasis, mit der wir derzeit eine Alleinstellung haben“, so Unternehmer Schmid.

Wolfgang ­Scheibenpflug, Flughafen, mit Burkhart Lehmann, I.B.U. Berlin (v.l.n.r.).


i m m o :Ma r k e t s

Freitag, 15. November 2013

financenetreal:estate – 33

financenet@medianet.at

Ein Drittel teurer in fünf Jahren Gleichzeitig fielen die Renditen entsprechend, so Marktbericht von Otto Immobilien

short

Wiens Zinshäuser knapp

Buwog will weitere 18.000 Wohnungen Wien. Die Immofinanz-Wohnungstochter Buwog will ihr Portfolio in Deutschland kräftig vergrößern. Man habe über den Erwerb von 18.000 Wohneinheiten in den nördlichen Bundesländern Deutschlands Gespräche mit Solaia RE aufgenommen, so die Buwog. Mit einem Ausgang der Verhandlungen sei um den Jahreswechsel zu rechnen. Die Solaia ist ein Joint Venture der italienischen Immobiliengruppe Prelios und eines Investmentfonds, der von der Deutsche Asset & Wealth Management gemanagt wird. Die Buwog ist schon bisher im nördlichen Nachbarland auf Expansionskurs. So verfügt sie nach ihren jüngsten Zukäufen über rund 7.200 Wohnungen in Deutschland, 2014 will man den Bestand dort auf 15.000 bis 20.000 erhöhen. Die Immofinanz möchte sich von der Mehrheit an der Buwog trennen und diese nächstes Jahr an die Frankfurter Börse bringen. In Österreich hat die Buwog 27.000 Wohnungen im Portfolio. (red/ag)

Top-Lagen wurden weniger schnell teurer als Nachzügler – aktivste Gegend waren 10. und 11. Bezirk. Wien. Die Preise am Wiener Zinshausmarkt sind in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt um rund ein Drittel gestiegen, die Renditen dementsprechend kontinuierlich gefallen. Das geht aus dem aktuellen Zinshaus-Marktbericht der Wiener Otto Immobilien Gruppe hervor, der am Montag präsentiert wurde. Der Wiener Zinshausmarkt sei damit klarer „Gewinner” der Finanzkrise.

Wiens Zinshäuser sind deutlich teurer geworden, die erzielbaren Renditen fielen gleichzeitig in den Keller.

2 Prozent, seither sind sie auf 1,4 Prozent gesunken. Die höchsten erzielbaren Renditen betrugen im Herbst 2009 noch 7,6 Prozent, aktuell beträgt die Spitzenrendite 6 Prozent.

Maximal 6 Prozent Rendite Im ersten Halbjahr 2013 wurden auf dem Wiener Zinshaus-Markt nur knapp 199 Mio. € umgesetzt,

auch die Anzahl der Transaktionen sei geringer gewesen als in den Vorjahren. „Im Herbst allerdings hat die Nachfrage vor allem von Privatanlegern nach entwickelten Häusern wieder zugenommen”, sagte Markus Steinböck, Experte für Zinshäuser bei Otto Immobilien. Die aktivste Region waren in den vergangenen Jahren der 10. und der 11. Bezirk in Wien – dort wech-

selten 300 Häuser ihre Eigentümer. Die niedrigsten Preise lange dort bei 660 € pro m�. Otto Immobilien selbst hat vor wenigen Wochen im Rahmen der laut eigenen Angaben ersten Wiener Zinshaus-Aktion zwei Immobilien in zentraler Lage des 3. bzw. 4. Bezirks deutlich über dem Rufpreis versteigert, nämlich um 10,6 bzw. 11,8 Prozent über dem Ausrufungspreis. (red/APA)

© Immofinanz Group

Der Bericht erfasste sämtliche im Grundbuch registrierten Transaktionen vom Jänner 2008 bis zum Juni 2013. Dabei habe sich gezeigt, dass die Mindestpreise zum Teil deutlich gestiegen seien, heißt es in dem Bericht. Während man im Herbst 2009 in einigen Lagen für manche Objekte 300 € pro m� bezahlt habe, müsse man heute für vergleichbare Häuser zumindest 660 € pro m� aufwenden, also mehr als das Doppelte, erklärte Studienautorin Lene Kern. Geringer hingegen sei die Preissteigerung im Top-Segment: Lagen die Spitzenpreise für ein Gründerzeit-Zinshaus bzw. -Zinshausanteil im Herbst 2009 noch bei 5.000 € pro m�, so stieg dieser Wert bis zum Herbst 2013 auf 5.510 € pro m�, also um rund 10 Prozent. Genau umgekehrt entwickelten sich die Renditen: Vor fünf Jahren lagen die geringsten noch bei

© Panthermedia.net/Manfred Angermayr

Top-Segment gebremst

Buwog-Chef Daniel Riedl will in Deutschland weiter ausbauen.

Michael Jordans Villa ist zu ersteigern

15 Partner aus Bau- und Umweltbranche Gewerkschaft und Kammer wollen mehr bauen: Aufstockung verlangt

Baulobby fordert Offensive für Wohnbau bankchef Josef Schmidinger. In den sozialen Wohnbau soll eine Mrd. € pro Jahr zusätzlich fließen, so eine der Forderungen. Die Wohnbaufördergelder sollen künftig nicht mehr für die Finanzierung von Stadien oder Bahnhöfen bzw. zum Stopfen von Löchern in den Landesbudgets verwendet werden dürfen.

Mehr Geld fürs Wohnen Neben der zusätzlichen Milliarde soll der Initiative Umwelt + Bauen zufolge die Wohnbaufördersumme, die im Zuge des Finanzausgleichs aus dem Bundesbudget in die Bundesländer fließt, von 2,8 auf 3 Mrd.

€ aufgestockt werden; die Gelder für die thermische Sanierung müssten bis 2016 von 100 auf 300 Mio. € verdreifacht werden. Auch bei den Bundesgebäuden solle eine 3-Prozent-Sanierungsrate angestrebt werden. In Summe seien in Österreich der Initiative zufolge also 4 Mrd. € für Bau- und Sanierungsmaßnahmen notwendig – den Großteil machen dabei das jährlich erforderliche Investitionsvolumen für den Neubau (2 Mrd. €) und die Sanierung (500 Mio. €) aus. Zusätzlich zur Wohnbauförderung (knapp drei Mrd. €) fehlt demnach eine Mrd. €. (red/APA)

© APA/Helmut Fohringer

Wien. Mit zwei zentralen Forderungen bringt sich die Baulobby in die Koalitionsverhandlungen ein: Die Investitionen in den Neubau bzw. die Sanierung von Wohnungen und Gebäuden sollen deutlich steigen und die staatliche Wohnbauförderung soll wieder zweckgebunden werden. „Ziel muss es sein, dass die Wohnbaugelder wieder dort ankommen, wo sie ankommen sollen”, so Bau-HolzGewerkschaftchef Josef Muchitsch, der als Sprecher der „Initiative Umwelt + Bauen” fungiert. Hier bekommt er u.a. Schützenhilfe von Bau-Bundesinnungsmeister HansWerner Frömmel und s Wohnbau-

Highland Park. Basketballstar Michael Jordan versteigert sein drei Hektar großes Anwesen, weil sich bislang kein Käufer fand. Zur Villa in dem Städtchen Highland Park im US-Bundesstaat Illinois gehören u.a. 15 Badezimmer, neun Schlafzimmer – und natürlich ein Basketballplatz. Wohnfläche: gut 5.200 m�. Highland Park liegt nördlich der Millionenstadt Chicago, wo Jordan einst als Sportler seine größten Erfolge feierte. Die Villa ist den Kaufinteressenten allerdings bisher zu teuer: Jordan wollte zunächst 29 Mio. USD, dann senkte er auf 21 Mio. USD – erfolglos. (red)

Gewerkschafter Muchitsch: Wohnbaugelder zielgenauer verteilen.

Pensionsalter für Gründerzeithäuser angehoben?

PROMOTION

Frau Wirth, Sie haben bereits mehrfach Eigentümer von Gründerzeithäusern bei der Sanierung begleitet. Worauf kommt es bei der nachhaltigen Sanierung an? Doris Wirth: Ein Gründerzeithaus besteht bereits seit mehr als 120 Jahren und ist daher per se als nachhaltig gebaut anzusehen. Die Lebensdauer einer solchen Immobilie kann man durch eine hochwertige Sanierung um viele weitere Jahrzehnte verlängern. Bedenken muss man, dass ein unsachgemäßer Eingriff in die Substanz eines Gründerzeithauses massive Folgeschäden bewirken

kann, die die Investition wieder zunichtemachen können. Diesen technischen Anforderungen stehen die Bedürfnisse der Nutzer gegenüber. Wir müssen in alter Bausubstanz höchsten Wohnkomfort schaffen, damit Menschen weiterhin gern in diesen schönen Häusern wohnen und diese auch gern pflegen. Können Sie uns ein paar neuralgische Punkte nennen? Wirth: Ganz klar, die richtige Fensterlösung, eventuell in Kombination mit Wohnraumbelüftung; mehr Sensibilität für das ‚bauphysikalische System Gründerzeithaus‘, intelligente Dachgeschoßplanungen,

um späteres kostenintensives Kühlen zu vermeiden, sowie smarte und nutzerfreundliche haustechnische Anlagen. Letztendlich muss ein hoher Wohnkomfort garantiert werden. Warum sollen wir die gründerzeitlichen Bauten erhalten? Ist es nicht einfacher, auf der grünen Wiese moderne, smarte, coole Wohnungen zu errichten? Wirth: Die Entwicklung neuer Stadtquartiere ist für eine lebendige Stadt ebenso wichtig wie urbane Verdichtung und Modernisierung der Substanz. Wenn es uns gelingt, diese Immobilien nachhaltig

für die nächsten 100 Jahre zu sanieren, haben wir eine solide Basis für ein weiteres Tourismus-Jahrhundert in dieser Stadt. Diese Häuser haben schöne Fassaden, Wände aus Ziegeln, hohe Räume und ziehen daher Besucher, Bewohner und Bewohnerinnen magnetisch an. Dass unsere Gründerzeitviertel bewohnt und belebt bleiben – mit einem attraktiven, zeitgemäßen Wohnstandard –, ist auch sozialpolitisch wünschenswert und letztlich auch eine Kostenfrage: Hochwertiger Wohnraum im Herzen der Stadt hat keine Erschließungskosten, denn es ist ja alles da.

© BLUESAVE Ingenieure und Baumeister

Im Dialog mit Doris Wirth, Expertin für Energieeffizienz und Sanierung von Altbauten, GF von BLUESAVE Ingenieure und Baumeister.

Doris Wirth BLUESAVE Ingenieure und Baumeister, Amalienstraße 3, 1130 Wien, Tel: 876 31 90, Fax: 876 31 90 doris.wirth@bluesave.at,www.bluesave.at


immo:markets

34 – financenetreal:estate

Freitag, 15. November 2013

financenet@medianet.at

EHL Immobilien Büromarktbericht zeichnet stabiles Bild, wenngleich fehlendes Flächenwachstum keine großen Sprünge erwarten lässt

Wiener Markt als sicherer Hafen Leerstandsrate liegt im Jahresvergleich aufgrund weiter sinkender Neuflächenproduktion bei stabilen sieben Prozent. die Verschiebung innerhalb der einzelnen Marktsegmente: Während in den letzten Jahren ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis das wichtigste Entscheidungskriterium darstellte, konnten nun vermehrt Abschlüsse im mittel- und hochpreisigen Segment getätigt werden, auch abseits des Sonderfalls Innenstadt, wo die Spitzenmieten stabil bei 27 €/m2 liegen.

Fritz Haslinger

Wien. „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten zeigt sich, ob Erfolge aus den Phasen des Aufschwungs tatsächlich nachhaltig sind. Der Wiener Büromarkt hat den Härtetest, den Konjunkturflaute und Schuldenkrise für Europa darstellen, bis jetzt jedenfalls sehr gut bestanden“, erklärt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien GmbH.

… Rekordtief bei Neuflächen Die Neuflächenproduktion sinkt 2013 auf ein neues Rekordtief und wird rund 5% unter dem niedrigen Vorjahreswert liegen. Für das letzte Quartal rechnet EHL mit einem deutlich höheren Wert, der zum Großteil der Fertigstellung des DC Towers mit allein 43.000 m2 Bürofläche geschuldet ist. Da sich kein zusätzlicher Flächenbedarf durch Expansion oder Zuzug von Unternehmen abzeichnet, wird die

© EHL Immobilien

Positive Entwicklung, aber …

M. Ehlmaier: „Investoren schätzen Wiener Markt als soliden und sicheren Hafen.“

Zankapfel für Experten

Kein Flächenwachstum Die Nachfrage nach Büroflächen war von Übersiedlungen heimischer Unternehmen ohne Flächenwachstum geprägt. Neuansiedlungen von nicht in Wien ansässigen Unternehmen sowie Expansionen bestehender Standorte bleiben die Ausnahme. Gesucht werden vor allem qualitativ hochwertige Neubaubüros mit optimaler Verkehrsanbindung. 2014 soll, so EHL, die Neuflächenproduktion weiter zurückgehen und mit maximal 100.000 m2 den aktuellen Tiefstand nochmals unterbieten. Investoren schätzen den Wiener Markt als sicheren Hafen mit solider Entwicklung und stabilen Mietpreisen.

Immofinanz Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts im größten Eigenentwicklungsprojekt ist für 2014 geplant

Ist Passivhaus zu teuer?

© Elk Fertighaus

Wien/Köln. „Seit der vollständigen Übernahme des Gerling Quartiers durch die Immofinanz Group im September 2012 laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Die ersten Wohnungen werden bereits Anfang 2014 an die neuen Eigentümer übergeben, die Büromieter können ab dem Frühjahr 2014 einziehen“, sagt Immofinanz-CEO Eduard Zehetner. „Bislang haben wir knapp die Hälfte der 144 Wohnungen des ersten Abschnitts verkauft – zum überwiegenden Teil an Eigennutzer, die aus Köln und Umgebung stammen.“

Architektur und Technik Derzeit wird auf der Baustelle in zehn Gebäuden (denkmalge-

schützte Bestands- sowie Neubauten) gleichzeitig gearbeitet. Die Umwandlung des ehemaligen Sitzes des Gerling Versicherungskonzerns stellt nicht nur eine architektonische Herausforderung dar, sondern erfordert auch bautechnische Höchstleistungen. So wurde etwa das weithin sichtbare Wahrzeichen, das rund 60 m hohe Gerling Hochhaus, bis auf das Stahlskelett entkernt, bevor nun mit dem Wiederaufbau begonnen wird. Das Gerling Quartier wird im Endausbau eine Nutzfläche von rund 75.000 m2 aufweisen. Die Wohnkonzepte reichen von Penthouse über Loft bis zur Stadthauswohnung. Ein freier Blick auf den Dom erwartet die künftigen Wohnungseigentümer.  (fh)

© Panthermedia.net/Claudio Divizia

Mieter ziehen bald in Gerling Quartier ein

Expertenstreit um Kosteneffizienz von Passivhäusern eskaliert.

Freier Blick auf Kölner Dom ist Pluspunkt für die künftigen Wohnungseigentümer.

Kematen Standort eines der weltweit modernsten Kaltwalzzentren zur Herstellung von hochwertigem Bandstahl

voestalpine eröffnet neues Kaltwalzzentrum Wien/Linz. Der voestalpine-Konzern hat im niederösterreichischen Kematen/Ybbs eines der weltweit modernsten Kaltwalzzentren zur Herstellung von hochwertigem Bandstahl eröffnet.

113 Mio. Euro investiert Mit einer Investition von 113 Mio. € entstand in den letzten fünf Jahren auf 70.000 m� der bisher

größte Produktionsstandort der Böhler-Uddehom Precision Strip GmbH. Das neue Werk beschäftigt ab sofort 160 Mitarbeiter und produziert künftig 60.000 t Bandstahl pro Jahr für die Sägenproduktion in 70 Ländern weltweit. Im letzten Jahrzehnt investierte der voestalpine-Konzern rund 450 Mio. € in seine neun Gesellschaften in Niederösterreich, die damit auch für

die kommenden Jahre abgesichert werden.

Technologieführer Einmal mehr positioniert sich der voestalpine-Konzern als Technologieführer in seinem Segment und setzt im neuen Werk in Kematen auf die derzeit innovativsten Fertigungstechnologien weltweit. „Das hochmoderne Kaltwalzzentrum in Kematen ist ein Meilenstein für die weitere Entwicklung der Metal Forming Division. Wir stärken damit nicht nur unsere globale Führungsposition bei Bandstahlprodukten, sondern tragen außerdem zur Standortsicherung in Niederösterreich bei“, erklärt Herbert Eibensteiner, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Leiter der Metal Forming Division.

Standort Österreich © voestalpine

Wien. Das Passivhaus sei zu teuer, weil die Mehrkosten beim Bau durch Einsparungen im Betrieb nicht wettgemacht werden können, ist die Meinung von Gemeinnützigen Bauvereinigungen-Obmann Karl Wurm. Laut der hauseigenen Studie „Energieeffizienz und Wirtschaft“ ist ein gut gebautes Niedrigenergiehaus mit einem Heizwärmebedarf zwischen 30 und 40 kWh/m2/ Jahr das kosteneffizienteste Objekt. Niedrigstenergie- bzw. Passivhäuser sind laut Studie um rund 7% teurer als „WBF 2010“Objekte, was Baukosten und Nebenkosten betrifft. Absolut bedeutet dies einen Unterschied von rund 110 € pro m�, bezogen auf durchschnittliche Kosten der ab 2005 fertiggestellten Bauten von 1.689 €/m2 Wohnnutzfläche. Für „Passivhaus Austria“-Geschäftsführer Günter Lang beweist die Studie aber rein gar nichts: Die dafür herangezogenen Objekte sind ungeeignet, weil sie nur geplante Passivhäuser mit massiven Mängeln in der baulichen Umsetzung seien. Und Christian Krainer, Geschäftsführer des steirischen Wohnbauträgers ÖWG, will laut Der Standard nun den ultimativen Beweis antreten: Er will in Graz zwei idente Häuser bauen, einmal nur nach Bauordnung, einmal nach (strengerer) Wohnbauförderung. Auf das Ergebnis darf man gespannt sein.  (red/APA)

Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres konnte der Wiener Büromarkt im ersten Halbjahr 2013 um rund 20% zulegen. Für das laufende Gesamtjahr prognostizieren die EHL-Experten eine leicht steigende Gesamtvermietungsleistung von 260.000 m2 auf 270.000 m2. Ein weiteres positives Signal sei

geringe Neuflächenproduktion jedoch zu keiner signifikant sinkenden Leerstandsrate führen und liegt im Jahresvergleich bei sieben Prozent.

Kaltwalzwerk in Kematen soll weltweite Qualitäts- und Kostenführerschaft sichern.

Wenngleich voestalpine künftig primär in außereuropäischen Zukunftsmärkten wie Asien, Nordund Südamerika wachsen wird, sieht die langfristige Konzernstra-

tegie jedoch auch die Absicherung der technologischen Führerschaft der österreichischen Standorte vor. Bereits 2008 erfolgte im Wirtschaftspark Kematen der Spatenstich für den Bau des größten Produktionsstandorts der BöhlerUddeholm Precision Strip-Gruppe. Nun geht das Werk vom bisherigen Teil- in den Vollbetrieb über. Das Herzstück des Produktionsstandorts ist das neue Kaltwalzgerüst, das engste Dickenund Planheitstoleranzen bei einer gleichzeitig größtmöglichen Materialausbringung erreicht. Diese Voraussetzungen tragen künftig unter anderem zu einer 30%igen Erhöhung der jährlichen Walzkapazität auf rund 60.000 t bei. Mit der Großinvestition konzentriert die voestalpine ab sofort die gesamte Bandstahl- und Sägebandstahlproduktion in Kematen. „Wir haben die Fertigung an einem zentralen Standort vereint, um damit von Österreich aus die Qualitätsund Kostenführerschaft weltweit langfristig sicherzustellen“, bestätigt Eibensteiner. (red)


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P e op l e & Dat e s

36 – financenetreal:estate

Freitag, 15. November 2013

financenet@medianet.at

short

Versteigert: John Lennons Geburtshaus

Klimadatenbank Carbon Disclosure Project 2013 zeichnet österreichischen Stromerzeuger Verbund aus

Ein Top-Rating in Sachen Klimaschutzperformance

© dpa/Przybylla

Verbund gelingt 2013 das Triple: Country Leader, Industry Group Leader und Index Leader.

Liverpool. Das Haus, in dem die Beatles-Legende John Lennon seine frühe Kindheit verbrachte, wurde nun in Liverpool versteigert: 480.000 £ (560.000 €) wurden erzielt, fast das Doppelte des zuvor geschätzten Höchstpreises. Den Zuschlag erhielt ein anonymer Bieter aus den USA über Telefon. Schon bald verbreitete sich das Gerücht, dass Yoko Ono, John Lennons zweite Ehefrau, das Haus ersteigert haben könnte. Das unscheinbare Reihenhäuschen in der Nähe der durch einen Beatles-Song berühmt gewordenen Penny Lane wechselte weit über dem für diese Gegend üblichen Preis den Besitzer – dieser liegt bei ca. 150.000 £ für ähnliche Immobilien.  (red)

Eco Business legt bei Gewinn deutlich zu Wien. Der börsenotierte Immobilienkonzern Eco Business, der großteils im Besitz des Immobilienentwicklers conwert steht, hat in den ersten drei Quartalen 2013 mehr Gewinn geschrieben – allerdings aufgrund von Verkäufen weniger Mieten eingenommen. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg auf 17,3 Mio. nach 11,7 Mio. €, das Vorsteuerergebnis auf 7,6 nach 0,5 Mio. €. Der Konzerngewinn lag bei 5,9 Mio. nach 1,1 Mio. €.  (red)

Hochwasserschutz: Gespräche starten

Wien. Der heimische Stromriese Verbund wurde nun im Rahmen des „Carbon Disclosure Project 2013“ ausgezeichnet – als bestes österreichisches Unternehmen im Bereich transparente Berichterstattung von Emissionsdaten sowie Klimaschutzleistungen. Dabei überholt Verbund im D-A-CH-Report auch einige namhafte deutsche Energieunternehmen und wird bestes Unternehmen seiner Branche. „Als eines der klimafreundlichsten Stromunternehmen Europas genügt uns die Erfüllung gesetzlicher Mindestanforderungen nicht. Wir setzen selbst neue Maßstäbe durch Anwendung höchster technologischer Umweltstandards“, erzählt Wolfgang Anzengruber, VerbundVorstandsvorsitzender. „Die ausgezeichnete Bewertung im Carbon Disclosure Project 2013 bestätigt unsere Strategie.“

Klimawandel & Rendite

Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber freut sich über die ausgezeichnete Bewertung im Carbon Disclosure Project 2013.

Die ökonomische Relevanz des Klimawandels nimmt zu und hat immer stärkeren Einfluss auf die Performance von Unternehmen am Kapitalmarkt, denn Klimawandel und Rendite schließen einander nicht aus. 722 internationale Investoren mit einem Gesamtanlagevermögen von 87 Mrd. USD haben eine weltweite Klimadatenbank ins Leben gerufen: das Carbon Disclosure Project. Durch dieses Klima-Rating mit mehreren Indizes werden Investitionsmöglichkeiten transparenter, aber auch Chancen und Risiken der globalen Erderwärmung besser vergleichbar sowie Reduktionsmaßnahmen ersichtlich. 4.000 Unternehmen nehmen weltweit teil, die Ergebnisse werden global,

nach Regionen sowie nach Themenschwerpunkten, ausführlich dargelegt.

Dreimal an der Spitze Verbund erhielt die Auszeichnung für die erneute Qualifikation 2013 für den Carbon Disclosure Leadership Index (CDLI) und setzte sich in drei Bereichen an die Spitze: Country Leader, Industry Group Leader und Index Leader. Maximal 100 Punkte können erzielt werden, mit 94 Punkten hat der Stromerzeuger in Sachen Transparenz und Nutzbarkeit der verfügbaren Klimadaten sowie einer Klimaschutzleistung der Gruppe B eine Top-Performance hingelegt. Damit ist Verbund auch

Verbund berichtet seit 2006 Die Auszeichnung durch das Carbon Disclosure Project, an das Verbund seit 2006 berichtet, bestätigt den Weg, den Verbund eingeschlagen hat. Der Stromerzeuger hat sich zu einem verantwortungsvollen, nachhaltigen Umgang mit der Umwelt verpflichtet, wobei die Schonung der natürlichen Ressourcen durch die Optimierung der Stoff- und Energieflüsse im Vordergrund steht. Die Vermeidung von Umweltbeeinträchtigungen hat dabei Vorrang vor deren Verringerung.

Charity Re/Max verkauft Lebkuchen für Licht ins Dunkel

Wien. Die Kommunikation rund um Immobilienprojekte stand kürzlich bei der Veranstaltung des Vereins Intelligentes Wohnen (VIW) am Programm. Ingo Linke, Geschäftsführer der WISAG Gebäudetechnik und Vizepräsident VIW, eröffnete den Abend mit einem Impulsvortrag zum Thema „Der Gebäudekomfort aus der Sicht des Facility Managers und aus der Sicht des Benutzers“. Anschließend folgte die von Walter Senk moderierte Diskussion mit Helmut Floegl, Professor für Facility Management der Donau-Universität Krems, Ernst Kovacs (Raiffeisen evolution project development), Architekt Johannes Pesendorfer (pumar Pesendorfer & Machalek), Christian Wagner (Christian Wagner & Partner Real Estate) sowie Ingo Linke.

Amstetten. In vielen österreichischen Schulen lag tagelang Lebkuchenduft in der Luft, denn zahlreiche Schüler backten und verzierten eifrig und liebevoll „Knüsperhäuser“ für Licht ins Dunkel. Die köstlichen Kunstwerke werden nun online verkauft. Dass diese an die richtige Adresse gelangen, dafür sorgt das Re/Max-Netzwerk.

Das Resümee? Je früher die Kommunikation beginnt und je besser diese funktioniert, desto höher ist die Zufriedenheit des Endnutzers der Immobilie – ganz gleich, ob es sich dabei um ein privates oder gewerbliches Objekt handelt. Unter den Gästen: Erich Benischek (Blaue Lagune), Thomas Tischler (ÖRAG), Christian Pillwein (Beckhoff), Peter Fiedler (ASSA Objektservice), Bernhard Botlik (Mercuri Urval Austria), u.v.m.  (mst)

Höhere Zufriedenheit „Kommunikation ist einer der Bausteine, der zum intelligenten Bauen und Wohnen einen wichtigen Beitrag liefert und das Ergebnis wesentlich verbessern kann“, so VIW-Präsident Thomas Kozak.

© Thomas Kozak

© APA/Gert Eggenberger

Feistritz im Rosental. Das Hochwasser der Drau im vorigen Jahr ist noch vielen deutlich in Erinnerung. Das Land Kärnten und Verbund beginnen nun Gespräche für einen besseren Schutz der Marktgemeinde Lavamünd bei extremen Hochwassersituationen. Eine eigene Arbeitsgruppe wird ein Maßnahmenpaket ausarbeiten – unter Berücksichtigung der technischen, ökologischen und rechtlichen Rahmenbedingungen entlang des Flusses. Verbund bringt die mit der obersten Wasserrechtsbehörde abzustimmenden Vorschläge über eine angepasste Wehrbetriebsordnung ein und stellt ab alle Unterlagen und das Endgutachten zum Hochwasser ins Internet.  (red)

nehmen wie der Österreichischen Post, Raiffeisen Bank International, Strabag oder OMV.

VIW Intelligentes Bauen und Wohnen im Blick

Frühzeitige Kommunikation zählt

Lavamünd in Kärnten war 2012 besonders vom Hochwasser betroffen.

Country Leader, das mit Abstand beste österreichische Unternehmen, und liegt 35 Punkte über dem heimischen Schnitt. Obwohl die Bewertungsmethoden strenger waren, konnte man sich im Rating gegenüber dem Vorjahr überdurchschnittlich verbessern, speziell bei der Berichterstattung und beim Stakeholder-Engagement. Dabei wurde jeweils sogar die volle Punktezahl erzielt. Als einziger Energieversorger unter 36 Top-Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde der Stromproduzent Industry Group Leader. Im ATX-Vergleich ist Verbund der Index Leader, mit großem Abstand auf das durchschnittliche Scoring, und liegt damit vor Unter-

Für VIW-Präsident Thomas Kozak ist Kommunikation ein wichtiger Baustein.

Knüsperhäuser für guten Zweck

aber sicher auch als originelles Weihnachtsgeschenk viel Freude. Lebkuchen-Fans können auf remax.at/knüsperhäuser die einzelnen Häuser bewundern und den Schülern ihre Anerkennung ausdrücken, indem sie auf den „Gefällt mir“-Button drücken. Im Vorjahr kam die Aktion, die heuer zum zweiten Mal stattfindet, übrigens sehr gut an – insgesamt wurden mehr als 5.200 € an Licht ins Dunkel gespendet.  (mst)

Online-Kauf „Auch Knüsperhäuser aus Lebkuchen sind Häuser“, meint Bernhard Reikersdorfer, Chef von Re/ Max Austria. „Wir freuen uns, dass wir als größte Makler-Organisation Österreichs den tollen Einsatz der Lehrer und Schüler zugunsten von Licht ins Dunkel unterstützen dürfen. Sie haben uns mit dem Verkauf der vorweihnachtlichen Lebkuchen-Häuser beauftragt.“ Über www.remax.at/knusperhaus sollen die essbaren Kunstwerke nun bestmöglich verkauft werden, schließlich geht der gesamte Kaufpreis an Licht ins Dunkel. Jedes Haus ist ein Einzelstück und zaubert Weihnachtsstimmung ins eigene Heim oder Büro, bereitet

© RE/MAX

Über eine halbe Million Euro konnte John Lennons Geburtshaus erzielen.

© Verbund

michaela Stipsits

Die Lebkuchenhäuser gibt’s online, der Erlös geht komplett an Licht ins Dunkel.


p e o p l e & dat e s

Freitag, 15. November 2013

financenetreal:estate – 37

financenet@medianet.at

Bawag PSK Aufruf, auch bargeldlos monetäre Hilfe zu leisten, zum Beispiel ßber die Internet-Spendenplattform www.meinespende.at

Hilfe fĂźr Taifun Haiyan-Opfer Wien. Anlässlich der aktuellen Taifun-Katastrophe auf den Philippinen haben zahlreiche karitative Organisationen in Ă–sterreich zu Spendenaktionen zugunsten der Opfer aufgerufen. Die Bawag PSK wird diese Spendeaufrufe aktiv unterstĂźtzen, heiĂ&#x;t es.

Drei Wege der Hilfe Dazu hat das Institut drei Wege ausgewählt: In einer Sofort-Aktion hat die Bank der Caritas eine Hilfe in HĂśhe von 10.000 â‚Ź auf das Spendenkonto „Taifun Katastrophe“ zur VerfĂźgung gestellt, „damit an die Opfer rasch akute Ăœberlebenshilfe in Form von Nahrungsmitteln, Wasser und Decken geleistet werden kann“, wird betont. Des Weiteren verzichtet die Bawag PSK ab sofort auf die Einhebung des Entgelts fĂźr Bareinzahlungen zugunsten folgender Konten:

• Caritas: Bawag PSK 7.700.004 (BLZ: 60.000), Kennwort: Katastrophenfonds Caritas • UNICEF: Bawag PSK 1.516.500 (BLZ: 60.000), Kennwort: Kinder Philippinen • Kindernothilfe Österreich: Bawag PSK 92.144.077 (BLZ: 60.000), Kennwort: Kinder in Not.

Bargeldlos unkompliziert Die Bawag PSK legt Spendenerlagscheine der Caritas zugunsten der Taifunopfer in allen 500 Filialen in ganz Ă–sterreich auf, um damit einen weiteren Impuls fĂźr die Spendenbereitschaft der Ăśsterrei-

chischen BevĂślkerung zu setzen. Als Alternative zur Bareinzahlung empfiehlt die Bawag PSK die bargeldlose Ăœberweisung via eBanking, eBanking App, die Ăœberweisungsscanner in den SB-Zonen der Bank sowie die Spendenplattform www.meinespende.at, mit der jederzeit entgeltfrei auf sämtliche Spendenkonten, egal, bei welchem Institut, Geld Ăźberwiesen werden kann. Christoph Schweifer, Generalsekretär internationale Programme bei der Caritas, bringt in einer Aussendung seine Dankbarkeit fĂźr die „spontane und umfassende UnterstĂźtzung durch die Bawag PSK“ zum Ausdruck.  (lk)

Š EPA

Sofort-Spende von 10.000 Euro, Entgeltverzicht fĂźr diverse Spendenkonten.

Taifun Haiyan: Bawag PSK spendet und verzichtet auf Entgelt zugunsten der Opfer.

Otto diamond dogs|group

Web-Relaunch

Ratings Oligopol brechen

Neue Agentur

London. Ratingagenturen aus fĂźnf Ländern wollen mit einer neuen Gesellschaft Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch Konkurrenz machen. Die drei weltgrĂśĂ&#x;ten Ratingagenturen kommen gemeinsam auf einen Marktanteil von Ăźber 90%. ARC kritisierte, die drei Firmen bildeten eine Art Oligopol, seien amerikazentriert und fehleranfällig. FĂźr ARC haben sich CPR (Portugal), Care Rating (Indien), GCR (SĂźdafrika), Marc (Malaysia) und SR Rating (Brasilien) zusammengetan. (ag)

Taifun zerstĂśrt das Leben von Hunderttausenden auf den Philippinen!

Foto: Francis R. Malasig/ EPA

Wien. Ein Design mit starker Bildsprache, klarer Struktur und nĂźtzlichen Features wie semantische Volltextsuche, hinterlegt mit leistungsstarkem Content-Management (von Kentico) und die problemlose ZusammenfĂźhrung von bestehenden Datenbanken: All dies bildete die Basis der Online-Neuausrichtung der Otto Immobilien Gruppe, berichtet die heimische New Media-Agentur diamond: dogs|group. Die 1956 als Hausverwaltung gegrĂźndete Otto Immobilien Gruppe (www.otto.at) ist heute viertgrĂśĂ&#x;ter Makler des Landes. „Rundum-Service auf hĂśchstem Niveau“ war fĂźr Inhaber Eugen Otto auch im Online-Auftritt wichtig, daneben das „emotionale Erleben von Immobilien und der Kundennutzen“. (red)

Katastrophenfonds der Caritas. Wir helfen! Die Nothilfe der Caritas ist angelaufen. Bitte auch um Ihre UnterstĂźtzung! Ein Hilfspaket fĂźr Opfer der Taifun Katastrophe um 35 Euro beinhaltet: MI4GKUMIITĂ˜PG$QJPGPMI6TQEMGPĆ‚UEJ&QUGP5CTFKPGP 500 ml SpeiseĂśl, 1 kg Zucker, 1 StĂźck Waschseife, Wassercontainer (Gebinde), 5EJNCHWPVGTNCIG&GEMG

Š EPA/Justin Lane

Spendenkonto Erste Bank IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560 BIC: GIBAATWWXXX Kennwort: Katastrophenfonds

www.caritas.at/spenden

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medianet

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Freitag, 15. November 2013 – 39

© Wikimedia

d: delisting wird leichter

Deutsche BGH-Entscheidung macht Börsen­ rückzug oder -wechsel einfacher  Seite 40

© sxc/thenutz

advisory rumänien: mehr steuern

Der Rat der Auslandsinvestoren hält die Fiskalpolitik für „unberechenbar“  Seite 43

synergien 60.000 anleger verwaltet © König & Cie/Claudia Kempf

Steuern: Jetzt an den Stellschrauben drehen

short

© PHHV Rechtsanwälte

PHHV berät bei Verkauf der Chemson Gruppe

Kaspar: „Herausfordernde Transaktion als Auktionsprozess strukturiert”.

Wien. Ein Team um die M&APartner Rainer Kaspar und Stefan Prochaska hat die BuyOut Central Europe II Beteiligungs-Invest AG („Buy-Out“) beim Verkauf ihrer Anteile an der Chemson Gruppe, einem global agierenden Unternehmen mit Standorten in Australien, Brasilien, China, Deutschland, England, Holland, Österreich und den USA, das im Bereich der PVC-Additive und Glasadditive tätig ist, begleitet. Käufer der Chemson Gruppe ist Ordu Yardımlama Kurumu (OYAK), der Pensionsfonds des türkischen Militärs, der als große Industrieholding mit seiner Tochtergesellschaft Akdeniz Kimya ebenfalls in der Produktion von Kunststoff-Additiven tätig ist.  (lk)

© Mediendienst.com/Foto Wilke

© Deloitte; BDO Austria; Michaela Kopsch

Gemeindefinanzen: Einmaleffekt

Biwald: Schulden und Haftungen um in Summe 17,3 Mrd. in 2012.

Am 32. Dezember ist’s zu spät Experten wie oder Margit Widinski, Geschäftsführerin der BDO Austria (l.) oder Gernot Schuster, Partner von Deloitte Österreich, und die selbstständige Bilanzbuchhalterin Ingrid Göschl erklären, was ­Einnahmen-Ausgaben-Rechner und Unternehmer jetzt noch tun können. Seite 40 Bank Austria OGH-Urteil gibt im Madoff-Streit Recht

Ab 1. Jänner 2014 Papier nur mehr für Barzahlungen

Die Nachwehen der Causa Bernard Madoff sind noch lange nicht vorbei.

Wien. Die Bank Austria hat in der Causa um den US-Milliardenbetrüger Bernard Madoff in einem langjährigen Streitpunkt einen juristischen Erfolg errungen. Sie haftet nicht für die Verluste des von ihr vertriebenen Primeo-Fonds, dessen Gelder im Madoff-Schneeballsystem versickerten. Laut Urteil des Obersten Gerichtshofs (OGH) hat die Bank Austria ihre Prospektpflichten nicht verletzt. Geschädigte Anleger hatten der Bank vorgeworfen, die Angaben in den Prospekten seien unvollständig gewesen. Nun könnte es zu vielen Verfahren wegen Beratungsmängeln kommen. Seite 42

E-Rechnung für Bundesdienststellen

© APA/Georg Hochmuth

Prospektpflichten nicht verletzt

© EPA

Wien. Das Zentrum für Verwaltungsforschung (KDZ) sieht die Gemeindefinanzen laut Analyse deutlich weniger rosig als der Gemeindebund. Es gebe insgesamt „keine faktische Verbesserung“, heißt es in dem u.a. von KDZ-Geschäftsführer Peter Biwald erstellten Bericht. Zum Rückgang der Finanzschulden um 282 Mio. Euro (2,4% gegen-über 2011) wird angemerkt, dass sich gleichzeitig die Haftungen erhöht haben – um 320 Mio. Euro. Dabei handle es sich „in hohem Maße“ um Investitionen in ausgegliederte Gesellschaften – deren Schulden seien de facto von den Gemeinden zu bedecken. In Summe seien so die „faktischen Schulden“ der Gemeinden in 2012 gegenüber 2011 sogar leicht angestiegen, um 37 Mio. Die Steigerung beim Überschuss der laufenden Gebarung (von 1,52 Mrd. Euro auf 1,59 Mrd.) sei auf durch Verkauf von Anteilen am Gasversorger Begas zurückzuführen. (APA)

Finanzministerin Maria Fekter hofft auf Kosteneinsparung, mehr Effizienz.

Wien. Ab 1. Jänner 2014 ist die elektronische Übermittlung von Rechnungen an Bundesdienststellen verpflichtend. Papierrechnungen werden nicht mehr akzeptiert, außer es handelt sich um Barzahlungen. Wer noch nicht mit der Umstellung begonnen hat, sollte dies schleunigst tun, warnen KPMG und PwC. Das Finanzministerium erwartet sich durch den Wechsel von Papierrechnung zu e-Rechnung eine Einsparung der Verwaltungsarbeit und eine Optimierung der Rechnungsbearbeitung. Die Bundesbeschaffungsagentur stellt online eine Liste der Bundesdienststellen zur Verfügung. Seite 43


a dv i s o r y: C ov e r

40 – advisory

Freitag, 15. November 2013

financenet@medianet.at

Tipps Expertin Göschl: „Gewinnfreibetrag als eine der großzügigsten Regelungen unbedingt ausschöpfen“

short

Was Unternehmer bis Jahresende tun können

© APA/Hans Punz

Ex-Hypo-Vorstände ab Montag vor Gericht

Bei der Gruppenbesteuerung lassen sich auch Verluste von Auslandstöchtern anrechnen. Wien. Es gibt einiges, was noch auf der „To-do-Liste” von Unternehmern vor Jahresende stehen sollte, um steuerlich das Maximum herauszuholen. Durch die Gruppenbesteuerung können die innerhalb einer Unternehmensgruppe bei einzelnen in- oder ausländischen Kapitalgesellschaften angefallenen Verluste steueroptimal verwertet werden, macht etwa Margit Widinski, Partnerin und Geschäftsführerin der BDO Austria GmbH, aufmerksam. Für die Begründung einer steuerlichen Unternehmensgruppe sei neben der ab Beginn des Wirtschaftsjahrs erforderlichen finanziellen Verbindung (also Kapitalbeteiligung von mehr als 50% und Mehrheit der Stimmrechte) die Stellung eines Gruppenantrags beim Finanzamt erforderlich. Dieser muss freilich vor dem Bilanzstichtag der einzubeziehenden Gesellschaft jenes Jahres gestellt werden, für das er erstmals wirksam sein soll. Konkret heißt dies, dass „Kapitalgesellschaften, die auf den 31.12.2013 bilanzieren und die seit Beginn ihres Wirtschaftsjahrs wie erwähnt finanziell verbunden sind, bis zum 31.12.2013 noch für das gesamte Jahr 2013 eine steuerliche Unternehmensgruppe bilden oder in eine bestehende solche aufgenommen werden”, so Widinski.

Klagenfurt. Prominent besetzt ist ab kommenden Montag die Anklagebank im Schwurgerichtssaal des Klagenfurter Landesgerichts. Die Ex-Hypo-Chefs Wolfgang Kulterer, Siegfried Grigg und Tilo Berlin, dazu der ehemalige Hypo-Leasing-Vorstand Josef Kircher sowie die Flick-Stiftung als Aktienkäuferin sind angeklagt, die Hypo Alpe Adria-Bank um Millionen geschädigt zu haben. Es geht um ein Hypo-Vorzugsaktiengeschäft mit einem Volumen von rund 100 Mio. € von 2006. Die Manager sollen die Bank durch Rückkaufgarantien geschädigt haben. Den Käufern wurde in geheim gehaltenen Nebenvereinbarungen garantiert, dass die Bank die Papiere wieder zurückkaufen würde. Die Einnahmen hätten nicht als Eigenkapital in die Bilanz genommen werden dürfen.  (ag)

© EPA/Cecilia Puebla

Chevron soll fast 10 Mrd. Dollar zahlen

3.900 Euro einfach so Eine relativ großer Personenkreis, nämlich alle EinnahmenAusgaben-Recher, kann auch den Gewinnfreibetrag nutzen. Dieser wurde vor einigen Jahren als Ausgleich für das begünstigte 13. und

Strafe wegen Umweltverschmutzung wurde ca. auf die Hälfte reduziert.

Quito/San Francisco. Der Oberste Gerichtshof Ecuadors hat den US-Ölkonzern Chevron wegen schwerer Umweltverschmutzung im Amazonas-Gebiet zu einer Geldstrafe in Höhe von 9,51 Mrd. USD (7,07 Mrd. €) verurteilt. Das Gericht bestätigte die Urteile von 2011 und 2012, reduzierte die Geldstrafe aber um fast zehn Mrd. USD. Rund 30.000 Bewohner der Provinz Sucumbios hatten sich zu einer Opfervereinigung zusammengeschlossen und gegen die Verschmutzung des Regenwalds durch die Ölförderung der Firma Texaco 1993 geklagt. Texaco wurde 2001 von Chevron gekauft  (ag)

Auch für Umsatzsteuerbefreite können Steuerberater und Bilanzbuchhalter abschätzen, ob und welche Schritte noch nötig sind.

14. Monatsgehalt der Dienstnehmer sowie für die Möglichkeit der Begünstigung des nicht entnommenen Gewinnes für Bilanzierer eingeführt“, weiß Gudrun FercherGrüner von der Steuerberatungskanzlei Schebesta und Holzinger & Grüner. „Natürlichen Personen mit betrieblichen Einkünften steht bis zu einem steuerpflichtigen Gewinn von 30.000 Euro der Grundfreibetrag in Höhe von 13 Prozent, also 3.900 Euro zu”, erklärt Gernot Schuster, Partner bei Deloitte Österreich. Übersteigt der steuerpflichtige Gewinn die 30.000 €-Grenze, kann ein investitionsbedingter Gewinnfreibetrag geltend gemacht werden: durch Anschaffung bestimmter Wirtschaftsgüter (auch begünstigter Wertpapiere). Gestaffelt beträgt der Gewinnfreibetrag für die nächsten 145.000 € Gewinn 13%, für die nächsten 175.000 € 7% und

für weitere 230.000 € Gewinn 4,5%. Kleinstunternehmer sollten darauf achten, dass der Jahresumsatz die Umsatzgrenze nicht überschreitet, macht die selbstständige Bilanzbuchhalterin Ingrid Göschl aufmerksam. Unter Umständen sei es nötig, Zahlungseingänge in das Folgejahr zu verschieben. „Bei Überschreitung droht die Abführung der Um-

satzsteuer von allen Einkünften des entsprechenden Jahres, auch wenn Sie diese nicht verrechnet wurden”, so Göschl. Einmal in fünf Jahren könne die Umsatzgrenze von 30.000 € um 15% überschritten werden. Des weiteren seien Betriebsveranstaltungen (Weihnachtsfeiern etc.) bis zu 365 Euro je Arbeitnehmer und Jahr lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei.

die besten tipps BDO Durch Einbezug ausländischer Töch­ ter können in der Gruppenbesteuerung auch Auslandsverluste in Österreich verwertet werden. Aber: Der absetzbare Auslandsver­ lust ist nach österreichischen Gewinnermitt­ lungsvorschriften umzurechnen. Die Gruppen­ besteuerung kann auch zur steueroptimalen Verwertung von Finanzierungskosten bei Er­ werb von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft verwendet werden (außer die Anteile wurden

von einer Konzerngesellschaft oder einem Gesellschafter mit beherrschendem Einfluss erworben). Deloitte Österreich Einnahmen-AusgabenRechner sollten den Gewinnfreibetrag nutzen. Bis 30.000 € bleiben auch ohne Investitionen 13 Prozent des Gewinns steuerfrei. Ingrid Göschl Kleinstunternehmer müssen auf die Umsatzgrenze achten und eventuell Zah­ lungseingänge in das Folgejahr verschieben.

EU-Minister Österreich, Luxemburg haben Bedenken

Deutschland Auch Wechsel wird mit BGH-Urteil leichter

Brüssel. Der EU-Finanzministerrat versucht wieder einmal, eine Einigung bei der Reform der Zinsbesteuerungsrichtlinie zu erreichen. Allerdings gab es von Österreich und Luxemburg bis zuletzt Bedenken über eine Zersplitterung der Materie. Zwar hatten die beiden Staaten im Mai ihre Blockade eines Verhandlungsmandats an die EUKommission zu Gesprächen mit Drittstaaten wie der Schweiz aufgegeben, doch vor einer Auswei-

Karlsruhe. Deutsche Unternehmen können sich künftig einfacher von der Börse zurückziehen. Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) vom Dienstag muss den betroffenen Aktionären kein Angebot für eine Barabfindung mehr gemacht werden. Außerdem muss die Hauptversammlung dem Rückzug nicht mehr zustimmen. Die Eigentumsrechte der Aktionäre würden nicht verletzt, heißt es in dem Beschluss.

Neuer Anlauf zu Zinsbesteuerung

Auch die Mehrwertsteuer-Richtlinie wird im Finanzministerrat debattiert.

Rückzug von der Börse erleichtert

tung des Informationsaustauschs innerhalb der Union müssten zuerst gleiche Ausgangsbedingungen für alle geschaffen werden.

„Keine andere Wahl“ Die litauische EU-Ratspräsidentschaft hofft trotzdem auf eine politische Einigung. Es gebe keine andere Wahl, als es zu versuchen, hieß es in Ratskreisen in Brüssel. Beim Rat am Freitag sind sowohl Finanzministerin Maria Fekter (V) als auch ihr luxemburgischer Ressortkollege Luc Frieden vertreten. Auch Frieden dürfte allerdings nach den Wahlen der neuen Regierung nicht mehr angehören. Weitere Themen des EUFinanzministerrats sind ein Vorschlag der EU-Kommission für eine Mehrwertsteuerrichtlinie, die einfacher, effizienter und robuster gegen Steuerbetrug sein soll, ferner der Kampf gegen Geldwäsche und der europäische Bankenabwicklungs-Mechanismus bzw. damit zusammenhängend die geplante Bankenunion. Bei Letzterer wird es eine Bilanz der bisherigen Schritte geben. (ag)

Die Entscheidung betreffe sowohl den kompletten Rückzug von der Börse als auch den Wechsel in ein anderes qualifiziertes Segment des Freiverkehrs, sagt der Experte für Kapitalmarktrecht, Jonas Wittgens, von der Kanzlei Allen & Overy. Der Beschluss habe damit erhebliche Auswirkungen auf die Aktionäre. Damit gab der BGH überraschend seine bisherige Rechtssprechung auf. (ag)

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Mehr Frauen in den DAX-Aufsichtsräten Frankfurt. Der Frauenanteil an Spitzenpositionen in der deutschen Wirtschaft ist in diesem Jahr einer Studie zufolge nur leicht gestiegen. In den Aufsichtsräten der größten börsenotierten Unternehmen Deutschlands beläuft sich die Frauenquote in diesem Jahr auf rund 20%, so das Beratungsunternehmen Towers Watson. Damit erhöhte sich der Frauenanteil demnach gegenüber dem Vorjahr um drei Prozentpunkte. (ag)

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linda kappel

Drei der vier Chefs (im Bild: Kulterer) der Bilanzfälschung verdächtigt.

Nach Urteil des Bundesgerichtshofs: Zustimmung der Hauptversammlung entfällt.


A dv i s o r y: P r ac t i c e

Freitag, 15. November 2013

advisory – 41

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Horvåth & Partners-Studie Kaum Preisvorteile durch Nachhaltigkeit bei Logistik – fßr die Wettbewerbsfähigkeit ist sie jedoch entscheidend

Markt fĂźr Logistik im Umbruch Wien/Stuttgart. Nachhaltiges Wirtschaften wird heutzutage auch im Bereich der Logistik vorausgesetzt, zeigt eine aktuelle Studie von HorvĂĄth & Partners Management Consulting unter insgesamt 48 Unternehmen unterschiedlicher GrĂśĂ&#x;e. Dies gilt ganz besonders fĂźr die Transport- und Logistikbranche. „Trotzdem sind nachhaltige Leistungsangebote keineswegs ein Freibrief fĂźr hĂśhere Preise“, sagt Christian SchnĂśbel, Studienleiter einer aktuellen Branchen-Umfrage der Managementberater HorvĂĄth & Partners. Hinzukommt, dass Nachhaltigkeit zwar in vielen Einzelbereichen gelebt wird, aber sich in der Unternehmenssteuerung noch wenig widerspiegelt.

CO2-Emissionen, Energieverbrauch, Lärmimmissionen sowie Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit sind aktuell die wichtigsten Nachhaltigkeits-Stellschrauben. Der Grund: Aufgrund staatlicher Auflagen oder Kundenbindungseffekte haben diese Themen meist direkte Auswirkungen auf die Unternehmenskosten.

der Studienteilnehmer bieten nämlich nachhaltige Leistungen an oder haben ein nachhaltiges Geschäftsmodell, zwÜlf Prozent haben Nachhaltigkeit in die gesamte WertschÜpfungskette integriert; der Fokus liegt dabei auf den wirtschaftlichen Zielen.

Besser als Mindeststandards

Die Ăśkologische und soziale Optimierung scheint vor allem dann von Interesse zu sein, wenn damit das wirtschaftliche Ergebnis verbessert werden kann. In der Unternehmenssteuerung sind NachhaltigkeitsĂźberlegungen hingegen

Wie die Studie zeigt, werden soziale und Ăśkologische Mindeststandards von den meisten Unternehmen bereits heute weit Ăźbertroffen. Beinahe zwei Drittel

Konkrete Ziele fehlen noch

nur begrenzt zu finden. Hier fehlt es offenbar noch an konkreten Zielen, Messkriterien und Daten. Studienleiter SchnĂśbel: „Nachhaltigkeit ist fĂźr die Unternehmen zwar ein wichtiges Thema – vor allem, wenn es um die praktische Umsetzung und die Darstellung gegenĂźber den Kunden geht. Was die Unternehmenssteuerung betrifft, hinken viele aber noch hinterher.“ Hier sehen auch die Studienteilnehmer noch groĂ&#x;en Handlungsbedarf quer durch alle Bereiche, von der operativen Planung Ăźber das Risikomanagement bis hin zum Reporting, zeigt die HorvĂĄth & Partners-Studie.  (red)

Š fotodienst/Anna Rauchenberger

Sieben von zehn befragten Unternehmen sind bereits mit Anfragen bezĂźglich Nachhaltigkeit konfrontiert worden.

Stefan Bergsmann, Geschäftsfßhrer von Horvåth & Partners Österreich.

Der Markt fĂźr Transport- und Logistikdienstleistungen befindet sich aktuell im Umbruch, wie die Studie zeigt. Lange Zeit haben Kunden vor allem die Preise der Anbieter verglichen. Jetzt achten sie infolge des zunehmenden Umweltbewusstseins und der stärker ausgeprägten Sensibilisierung fĂźr gesellschaftliche Themen immer mehr auf Ăśkologische und soziale Faktoren, die mit der Leistungserstellung einhergehen. Aktuell bewertet knapp die Hälfte der Studienteilnehmer Nachhaltigkeit als entscheidenden Faktor fĂźr die eigene Wettbewerbsfähigkeit. ZukĂźnftig wird die Bedeutung weiter steigen, so das Ergebnis der Studie. 84% der Befragten glauben, dass das Thema „Nachhaltigkeit“ kĂźnftig eine hohe oder sehr hohe Bedeutung haben wird. Die Nachfrage steigt deutlich messbar. So waren sieben von zehn befragten Logistikern bereits mit Anfragen zu nachhaltigen Transport- und Logistikleistungen oder Leis-tungskomponenten konfrontiert.

2013

Markt im Umbruch

HĂśhere Preise am Markt?

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Corporate Social Responsibility

Jahrbuch fĂźr unternehmerische Verantwortung

2013 Das aktuelle Jahrbuch und Nachschlagewerk

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Buchpreis â‚Ź 27,50 zzgl. Versandspesen

Gelebte unternehmerische Verantwortung ‡%HVW3UDFWLFH%HLVSLHOH|VWHUU8QWHUQHKPHQ ‡*UR‰XQWHUQHKPHQYRQ$ELV= ‡.08VYRQ$Âą=XQGQDFK&656FKZHUSXQNWHQ Service ‡* WHVLHJHO1RUPHQXQG$ZDUGVYRQ$ELV=

Studienleiter Christian SchnĂśbel: Nachhaltigkeit in manchen Bereichen gelebt.

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Jahrbuch fĂźr unternehmerische Verantwortung

„Daraus ergeben sich zwar Chancen fĂźr die Positionierung im Markt“, erläutert Stefan Bergsmann, GeschäftsfĂźhrer von HorvĂĄth & Partners Ă–sterreich, „doch nur jeder dritte Studienteilnehmer gibt an, fĂźr ausgesuchte nachhaltige Leistungskomponenten auch hĂśhere Preise am Markt durchsetzen zu kĂśnnen.“ Die Mehrheit (51%) sieht nämlich dafĂźr kein Potenzial. Sollten Preisaufschläge mĂśglich sein, wĂźrden diese die Zwei-ProzentMarke nicht Ăźberschreiten, so der allgemeine Tenor.

DAS Ă–STERREICHISCHE CSR STANDARDWERK

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a dv i s o r y: l aw

42 – advisory

Freitag, 15. November 2013

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Haftungsstreit Bank haftet nicht für Verluste durch Primeo-Fonds, so das Höchstgericht; jetzt folgen weitere Klagen

short

Madoff: Bank Austria siegt

White & Case berät bei ATON-Gruppe-Anleihe

Geschädigte Anleger blitzten mit Vorwurf, Prospekt sei unvollständig gewesen, beim OGH ab.

© White & Case

Wien. Die Bank Austria hat in der Causa um den US-Milliardenbetrüger Bernard Madoff in einem langjährigen Streitpunkt einen juristischen Erfolg errungen. Das Institut haftet nicht für die Verluste des von ihr vertriebenen Primeo-Fonds, dessen Gelder im Madoffschen Schneeballsystem versickerten. Laut einem Urteil des Obersten Gerichtshof (OGH) hat die Bank Austria ihre Prospektpflichten nämlich nicht verletzt.

Teamleiter war White & CasePartner Jochen Artzinger-Bolten.

Zum Thema Beratungsmängel äußerte sich der OGH nicht. Damit müssten sich die Gerichte in jedem Einzelfall auseinandersetzen. Nun dürften zahlreiche weitere Anlegerverfahren zu möglichen Beratungsfehlern wieder aufgenommen werden. Diese waren bis zur Entscheidung des OGH über eine allfällige Prospekthaftung ruhend gestellt worden.  (APA)

Geschädigte Anleger hatten die Bank Austria mit Klagen eingedeckt. Der Vorwurf: Die Angaben in den Prospekten seien unvollständig gewesen; es sei nicht klar gewesen, dass die Primeo-Gelder alle bei Madoff landeten. Damit blitzten sie beim Höchstgericht ab: Den von der Bank Austria geprüften Prospekten sei „mit hinreichender

Bernard Madoff, US-Milliardenbetrüger, liefert Stoff für Verfahren, auch hierzulande.

Schadenersatzklage Investor wollte 8 Mrd. Dollar, jetzt muss er der Bank aber selbst Entschädigung zahlen

London. Die Deutsche Bank kann zumindest in einer ihrer unzähligen juristischen Auseinandersetzungen aufatmen: Ein Londoner Gericht wies die 8 Mrd. USD (6 Mrd. €) schwere Schadenersatzklage des norwegischen Investors Alexander Vik gegen das Geldhaus ab. Die Bank habe keine Vertragsverletzung begangen, befanden die Richter. Im Gegenteil: Ihr stehe sogar eine Entschädigung zu.

Erfundene Vorwürfe

© Airberlin

Die Deutsche Bank begrüßte die Entscheidung. Das Gericht habe zu Recht festgestellt, dass die Vorwürfe des Beklagten „erfunden und haltlos sind und auf konstruierten Belegen und falschen ZeugenausExperten empfehlen Fluglinien kunden­spezifische Paketangebote.

sagen basieren“, erklärte ein Sprecher. Bei dem Verfahren ging es um komplexe Handelsgeschäfte von Viks Firma Sebastian Holdings während der Finanzkrise. Vik machte nach eigener Darstellung hohe Verluste durch unautorisierte Transaktionen, die die Deutsche Bank als sein Broker nicht hätte verbuchen dürfen. Seine Schadenersatzklage war der Gegenangriff gegen eine Klage der Deutschen Bank, die von der Investmentgesellschaft 250 Mio. USD für unbezahlte Geschäfte verlangt hatte. Nach der Entscheidung des Gerichts muss Viks Investmentfirma der Deutschen Bank nun 235 Mio. USD (176 Mio. €) Entschädigung überweisen.  (APA)

© EPA

Klage gegen Deutsche Bank abgewiesen

Fluggesellschaften können profitabel sein

Die Deutsche Bank fährt bei einem Prozess in London einen Sieg ein.

Elbe- und König & Cie.-Fonds „Synergieeffekte heben“

Fachmarktzentren Für Nachbarin GO-Prüfung nicht genug

Hamburg. Der Hanseatische Treuhand Verbund hat seine Arbeit aufgenommen. Die Tochtergesellschaft der Elbe Vermögens Treuhand GmbH (EVT) und der König & Cie. Treuhand GmbH (KCT) verwaltet rund 120 Fonds mit 60.000 Anlegern. Der Hanseatische Treuhand Verbund wird über die Laufzeit aller Fondsgesellschaften als Dienstleisterin mit dem operativen Geschäft von KCT und EVT betraut. Neben

Wien. Eine Nachbarin eines geplanten Fachmarktzentrums mit einer Nutzfläche von 11.500 m� ist der Ansicht, dass für dieses Projekt nicht ein Verfahren nach der Gewerbeordnung (GO), sondern eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erforderlich gewesen sei. Die Behörde verwies in dem vor dem Verwaltungsgerichtshof bekämpften Genehmigungsbescheid auf den UVP-Feststellungsbescheid der Kärntner Landesregierung, dass keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen sei.

Treuhand-Verbund nimmt Arbeit auf EuGH entscheidet über UVP den Auszahlungen an die Anleger gehören dazu die Handelsregistereintragungen, die Vertrags- und Bestandsverwaltung sowie die komplette Anlegerkommunikation.

Bringt deutliche Synergien Tobias König, CEO von König & Cie.: „Die Gesellschaften halten so trotz der gestiegenen Anforderungen ihre Kosten durch Hebung von Synergien stabil.“  (red)

Rechtslage entgegensteht, nach der ein Bescheid, mit dem festgestellt wird, dass bei einem bestimmten Projekt keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist, Bindungswirkung auch für Nachbarn entfaltet, denen im vorangegangenen Feststellungsverfahren keine Parteistellung zukam. Sollte der EuGH bejahen, wird ergänzend nach den Auswirkungen auf das gegenständlich Verfahren gefragt.  (red)

Tobias König, CEO von König & Cie., sieht große Vorteile durch den Verbund.

Aber der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) hat in seinem Urteil vom 30. April 2009 („Mellor“) festgehalten, dass Dritte sich vergewissern können müssen, dass die zuständige Behörde nach den im nationalen Recht vorgesehenen Bestimmungen geprüft hat, ob eine UVP erforderlich ist. Um die richtige Anwendung des Unionsrechts zu gewährleisten, richtet der Verwaltungsgerichtshof an den EuGH die Frage, ob das Unionsrecht einer nationalen

© Gerichtshof der Europäischen Union/G. Fessy

EuGH wird befragt

© König&Cie/Claudia Kempf

Düsseldorf. Eine aktuelle Studie von A.T. Kearney analysiert die Top-7-Fluggesellschaften aus Europa und dem Nahen Osten und zeigt Erfolgsfaktoren auf. Durch das richtige Umsatzmanagement, mehr Kundennähe, verbesserte Markenstärke und größere Marktpräsenz können Airlines demnach dauerhaft wirtschaftlich erfolgreich sein. Vorbilder fänden sich innerhalb und außerhalb der Branche: Nachdem Billigflieger lange Zeit Innovationsimpulse lieferten, schritten im vergangenen Jahr vor allem die Low-Cost-Töchter der etablierten Airlines in puncto Kundennähe voran, indem sie ihre Services nicht wie Billigflieger einzeln, sondern zu Paketen gebündelt anbieten. Andere Branchen machten vor, wie Umsätze über Zusatzangebote beziehungsweise individualisierte Empfehlungen erzielt werden können. Fluggesellschaften könnten dazu auf die Fülle an verfügbaren Daten zurückgreifen und die (Paket-)Angebote noch kundenspezifischer gestalten, so die Schlüsse der Analyse der A.T. Kearney-Experten.  (red)

Weitere Verfahren kommen

Prospektpflicht erfüllt

© EPA

Frankfurt. Die internationale Anwaltssozietät White & Case hat die Deutsche Bank und Morgan Stanley bei der Debüt-Anleiheemission der ATON-Gruppe beraten. Die Anleihe mit einem Volumen von 200 Mio. € und einer Laufzeit von fünf Jahren ist mit einem Kupon von 3,875% ausgestattet und an der Frankfurter Börse zum Handel im geregelten Markt zugelassen. Die durch die Holdinggesellschaft ATON GmbH garantierte Anleihe wurde von der österreichischen Tochtergesellschaft ATON Group Finance GmbH begeben. Die Platzierung erfolgte in Deutschland, Luxemburg und Österreich. Das White & Case-Team wurde von Partner Jochen Artzinger-Bolten geleitet. Die ATON-Gruppe ist überwiegend an Unternehmen dreier Branchen beteiligt: Fahrzeugtechnik, Bergbaudienstleistungen und Medizintechnik. Mit mehr als 120 Tochtergesellschaften erwirtschaftete die Gruppe in den ersten sechs Monaten dieses Jahres rund 1,15 Mrd. € Umsatz.  (ks)

Deutlichkeit“ zu entnehmen gewesen, dass die veranlagten Gelder in den Hände eines einzelnen Managers zusammenlaufen und dass dieser die Verfügungsgewalt darüber hatte. Wobei der Prospektkontrollor gar nicht grundsätzlich für jede Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit der Angaben haftet, sondern nur für eine unvollständige oder unrichtige Kontrolle, wie der OGH feststellt.

Braucht das Fachmarktzentrum auch eine UVP? Der EuGH wurde befragt.


a dvis o r y: ta x

Freitag, 15. November 2013

advisory – 43

financenet@medianet.at

Rechnungen an Bundesdienststellen Mit Jahresbeginn 2014 gibt es nur noch elektronische Rechnungen

short

E-Rechnung ab 1.1. 2014

27. & 28. November: Compliance im Fokus Rust. Der Seminaranbieter Business Circle veranstaltet am 27. und 28. November 2013 das Jahresforum „Compliance now!“ in Rust am Neusiedler See. Unter der fachlichen Leitung von Alexander Petsche von der Anwaltssozietät Baker & McKenzie in Wien zeigen 27 in- und ausländische Praktiker und Fachexperten die besten Compliance-Beispiele zum Ausbau und zur Verfeinerung von Compliance Management Systemen.  (red)

Papierrechnungen werden dann nicht mehr akzeptiert, warnen Experten von KPMG und PwC. Wien. Ab 1. Jänner 2014 ist die elektronische Übermittlung von Rechnungen an Bundesdienststellen verpflichtend. Papierrechnungen werden nicht mehr akzeptiert, außer es handelt sich um Barzahlungen. Wer noch nicht mit der Umstellung begonnen hat, sollte dies schleunigst tun, warnen KPMG und PwC. Das Finanzministerium erwartet sich durch den Wechsel von Papierrechnung zu e-Rechnung eine Einsparung der Verwaltungsarbeit und eine Optimierung der Rechnungsbearbeitung. Um festzustellen, ob es sich bei einem Geschäftspartner um eine Bundesdienststelle handelt, empfiehlt es sich, den Geschäftspartner frühzeitig zu kontaktieren bzw. die von der Bundesbeschaffungsagentur online zur Verfügung gestellte Liste der Bundesdienststellen zu nutzen. Im Einzelfall (z.B. Bezirksschulrat, Stipendienstellen, Schulen, Uni-

versitätskliniken, etc.) kann die Abgrenzung schwierig sein, heißt es bei PwC. Neben dem Bund planen auch einige Bundesländer, in naher Zukunft auf die e-Rechnung umzusteigen.

In der Praxis

Finanzministerin Maria Fekter hofft auf weniger Verwaltungsarbeit, Kosteneinsparung.

© EPA

Italien: Debatte um Steuerbefreiungen

© APA/Georg Hochmuth

Die Übermittlung der Rechnung hat über das Unternehmensserviceportal (USP) oder die PeppolTransport-Infrastruktur zu erfolgen. Rechnungen, die per E-Mail als PDF versendet werden, werden nicht mehr angenommen. Um den Service des USP in Anspruch nehmen zu können, muss einmal pro Benutzerkonto eine sogenannte Personifizierung stattfinden. Die Registrierung kann mit der Bürgerkarte, einer Handysignatur oder den privaten FinanzOnlineZugangsdaten einer natürlichen Person mit Wohnsitz in Österreich erfolgen.  (ast)

Haushaltsentwurf wird heißt diskutiert: Italiens Premier Enrico Letta.

Steuererhöhungen in Rumänien Rat der ausländischen Investoren bezeichnet Fiskalpolitik als „unberechenbar“

Rom. Die parlamentarische Debatte über das in Italien entworfene Haushaltsgesetz für 2014 tritt in die entscheidende Phase. Mehr als 3.000 Revisionsanträge zu dem von der Regierung von Premier Enrico Letta verabschiedeten Haushaltsentwurf wurden bisher von den Parteien im Parlament eingereicht. „Wir werden alle Änderungsanträge genau überprüfen. Hauptsache ist, dass sich die Parlamentarier für eine Verbesserung des ursprünglichen Texts engagieren, ohne die finanziellen Grundlagen des Entwurfs zu verzerren“, erklärte Wirtschaftsminister Fabrizio Saccomanni. Heiß diskutiert wird die Steuerbefreiung für Italiener mit einem Einkommen unter 12.000 € pro Jahr. Bisher galt die Steuerbefreiung lediglich für Einkommen bis 8.000 €. 1,8 Mrd. € an fehlenden Einnahmen würden für die Staatskassen entstehen, sollte der Vorschlag in das Stabilitätsgesetz eingebaut werden.

Rumänien: Investoren drohen mit Rückzug Dies könne Investoren veranlassen, derzeitige und künftige Investitionen „in Rechtssysteme zu verlegen, die eine gewisse steuerliche Stabilität bieten“, heißt es in einer Mitteilung des FIC.

„Nicht moralisch” Es sei „weder moralisch noch korrekt“, dass die Unternehmen, „die bereits das Budget stützen“, durch neue Steuern und Gebühren „erstickt“ würden und die Behörden dies über die Medien bekannt geben würden. Der 1997 gegründete Dachverband FIC vereint 119 multinationale Unternehmen, die insgesamt fast zwei Drittel der ausländischen Investitionen in Rumänien tätigen.  (APA/red)

© sxc/thenutz

Bukarest: Ausländische Investoren könnten schon bald aus Rumänien abziehen.

EKZ Kredit für „SC 17“ von der Unicredit Bank Austria

EU Streit um Energieriesen

Hypo Noe Vorstand

Wien. Die internationale Anwaltskanzlei DLA Piper hat die UniCredit Bank Austria AG als Kreditgeber bei der 21 Mio. € Refinanzierung eines Fachmarktzentrums in Brunn am Gebirge beraten. Das unter dem Namen SC 17 bekannte Einkaufszentrum gegenüber der Shopping City Süd musste seine Verbindlichkeiten refinanzieren. Dies sollte über einen Kredit der UniCredit Bank Austria geschehen, welche die bestehenden Verbind-

Luxemburg. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat eine von der EU-Kommission verlangte Rückzahlung von millionenschweren staatlichen Beihilfen gegenüber dem ungarischen Energiekonzern Mol gekippt. Nach dem Beschluss der EUKommission hätte Ungarn von Mol für 2008 96,6 Mio. € und für 2009 6,6 Mio. € zurückfordern müssen, weil die EU-Behörde die Staatsbeihilfe für illegal erachtete.

St. Pölten. Nikolai de Arnoldi, Vorstandsmitglied der Hypo NoeGruppe, wurde von Justizministerin Beatrix Karl zum Laienrichter am Oberlandesgericht Wien auf 5 Jahre angelobt, mit dem auch die Verleihung des Titels Kommerzialrat verbunden ist. de Arnoldi wurde 1961 in München geboren, ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. 1990 schloss er sein Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien ab. (red)

DLA Piper berät Refinanzierung

lichkeiten gegenüber einem anderen Bankhaus übernahm.

Das Beratungsteam Die Transaktion wurde von Partner Christoph Urbanek gemeinsam mit Rechtsanwalt Lothar Farthofer federführend betreut. DLA Piper Weiss-Tessbach berät die UniCredit Bank Austria AG regelmäßig bei Immobilienfinanzierungsprojekten in Österreich und CEE.  (ast)

EuGH: Mol siegt Laienrichter

Christoph Urbanek, Partner in der Finanzierungs-Praxis bei DLA Piper in Wien.

Die Luxemburger EU-Richter stellten aber fest, dass die Prüfung der EU-Kommission nicht den Schluss zulasse, dass ein 2005 geschlossener Vertrag zwischen MOL und dem ungarischen Staat über die Förderung von Kohlenwasserstofffeldern dem ungarischen Mineralölkonzern wirtschaftliche Vorteile zulasten der Konkurrenz verschafft habe. Es gebe keinen Nachweis dafür, dass das Unternehmen hinsichtlich der Zahlung von Fördergebühren gegenüber seinen Wettbewerbern begünstigt wurde.  (APA/ast)

© Hypo Noe/Keinrath

© DLA Piper

„Es gibt keinen Nachweis“

Zum Laienrichter ernannt: Nikolai de Arnoldi, Vorstand der Hypo Noe.

ARS: die Änderungen bei der Umsatzsteuer

© WU Wien

Bukarest. Der Rat ausländischer Investoren in Rumänien (FIC) droht, die Investitionen in andere Länder zu verlegen, nachdem die Regierung die Vertretungen wirtschaftlicher Akteure von den Verhandlungen mit dem IWF ausgeschlossen und zusätzliche Steuerbelastungen vereinbart hatte. Wie bereits der Rat rumänischer Investoren und die US-amerikanische Handelskammer in Rumänien, zeigte sich nun auch der FIC äußerst besorgt über die Folgen der zusätzlichen steuerlichen Belastungen: Dass die Investoren nicht konsultiert wurden, bestätige die Meinung, dass die rumänische Fiskalpolitik akut „unberechenbar“ sei und eine lang- und mittelfristige Investitionsplanung vereitle.

Thomas Ecker: Vortrag über USt-Änderungen am 2. Dezember in Wien.

Wien. Zahlreiche Neuerungen erwarten uns im Bereich der Umsatzsteuer: Mit dem Wartungserlass wurden in die Umsatzsteuer-Richtlinien u.a. Aussagen zu den gesetzlichen Änderungen des Jahres 2012 sowie die aktuelle Judikatur der Höchstgerichte eingearbeitet. Auf Einladung der Akademie für Recht, Steuer und Wirtschaft (ARS) spricht am 2. Dezember in Wien Thomas Ecker (Finanzministerium) über die neuesten Änderungen bei der Umsatzsteuer.  (red)


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44 – advisory

Freitag, 15. November 2013

financenet@medianet.at

Mergers & Acquisitions Baloise Group verkauft kroatisches und serbisches Tochterunternehmen an Uniqa Gruppe

short

Wolf Theiss berät Baloise

CMS eröffnet ein neues Büro in Istanbul

Beim Verkauf des kroatischen Geschäftsbereichs wird die Baloise Group von Wolf Theiss beraten.

Führt die Expansion von CMS in die Türkei an: Döne Yalçin.

Wien/Istanbul. Wie bereits im Früh­jahr ange­kün­digt, hat die Anwalts­so­zie­tät CMS nun ein neues Büro in Istan­bul eröffnet. Döne Yalçin, die bis­her den Tur­kish Desk bei CMS in Wien lei­tete, und CMS CorporatePartner John Fitz­pa­trick, der in ver­schie­de­nen Schwel­len­län­ dern Euro­pas – ins­be­son­dere in SEE und der Tür­kei – für CMS tätig ist, füh­ren die Expan­sion in die Tür­kei an.  (red)

DLA Piper berät bei IPAG-Realisierung

Branche der letzten Jahre und ein gutes Zeichen für die wiederauflebende M&A-Aktivität des Banken- und Versicherungssektors in der Region”, erklärt Harald Stingl, Partner bei Wolf Theiss.

Das Beratungsteam Begleitet wurde die Übernahme der kroatischen Einheit von einem multinationalen Wolf Theiss-Team unter der Leitung der beiden Partner Harald Stingl (Wien) und Luka Tadic-Colic, der von Associate Silvije Cvjetko unterstützt wurde. Die Gesamtkoordination lag bei den Schweizer Anwälten von Baloise. Die Baloise Group mit Sitz in Basel, Schweiz, ist Anbieter von Versicherungs- und Vorsorgelösungen und beschäftigt rund 8.800 Mitarbeiter. Neben der Schweiz ist die Versicherung in Deutschland, Österreich, Belgien, Luxemburg und Liechtenstein vertreten. (red)

© Wolf Theiss (2)

© CMS/David Sailer

Wien/Zagreb. Wolf Theiss hat die Baloise Group, Muttergesellschaft der österreichischen Basler Versicherung, in Zusam­men­hang mit dem Ver­kauf ihrer kroa­ti­schen Gesell­ schaft an die Uniqa Gruppe beraten. Gemeinsam mit dem kroatischen Geschäftsbereich wurde auch die serbische Tochter veräußert. Am 21. Oktober wurde die Vereinbarung zur Übernahme unterzeichnet. Die österreichische Uniqa-Gruppe übernimmt damit Baloise osiguranje Zagreb und Basler osiguranja die kroatischen und serbischen Versicherungen der Baloise Group. Die beiden Tochtergesellschaften erzielten 2012 ein gemeinsames Geschäftsvolumen in Höhe von 55,5 Mio. €. Der Kauf­ preis beträgt rund 75 Mio. €. Vorbehaltlich der Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörden wird das Closing für Beginn 2014 erwartet. „Diese Transaktion ist eine der größten Übernahmen in der

Leiteten das Team bei Wolf Theiss: die Partner Luka Tadic-Colic und Harald Stingl.

Neue Kanzlei für Ehe- und Scheidungsrecht Clemens Gärner und Susanne Perl eröffnen gemeinsame Kanzlei

© DLA Piper

Gärner-Perl bündeln ihre Kompetenzen Wien. Rechtsanwalt Clemens Gärner (39) und Rechtsanwältin Susanna Perl (37) luden kürzlich zur feierlichen Eröffnung der neuen, auf Ehe- und Scheidungsrecht spezialisierten Anwaltskanzlei Kanzlei „Gärner-Perl” in der Baumannstraße im 3. Wiener Gemeindebezirk.

Sabine Fehringer, Partnerin bei DLA Piper Weiss-Tessbach in Wien.

Wien. Sabine Feh­rin­ger, Part­ne­ rin und Lei­te­rin der IPT-Praxis bei DLA Piper Weiss-Tessbach in Wien, hat als Projekt-Legal Coun­sel bei der Umset­zung des Online-Guide „Intel­lec­tual Pro­perty Agree­ment Guide“ (IPAG) beraten. Dieser umfasst kos­ten­lose Ver­trags­mus­ter, die bei F&E-Kooperationen zwi­schen For­schungs­ein­rich­ tun­gen und Unter­neh­men von Bedeu­tung sind. Dazu zäh­len bei­spiels­weise Mate­ri­al­über­las­ sungs­ver­träge, Lizenz­ver­träge, Patent­kauf­ver­träge und Koope­ ra­ti­ons­ver­träge.  (red)

leieröffnung. Durch die verteilte Geschlechterrolle bei Gärner-Perl haben die Mandanten die Wahl, sich von einem Anwalt oder einer Anwältin vertreten zu lassen. Dies sei gerade in Zusammenhang mit Scheidungen ein wichtiger Aspekt für die Mandanten: „Das bietet eine zusätzliche Stütze in einer der emotionalsten Lebenssituationen”, meint Susanna Perl. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung. Unter ihnen unter anderem: Markus Wollner (Raiffeisen Informatik), der ehemalige Justizminister Michael Krüger, die Schönheitschirurgen Artur Worseg und Stefan Gärner, Georg Diwok (Baker & McKenzie) und die Rechtsanwälte Simone Petsche-Demmel, Timo Gerersdorfer und Udo Elsner.  (red)

Auf Ehe- und Scheidungsrecht spezialisiert: Susanne Perl und Clemens Gärner.

„Kompetenzen gebündelt“ „Nach jahrelanger Selbstständigkeit haben wir nun unsere Kompetenzen in einer Kooperation gebündelt und uns auf Ehe- und Scheidungsrecht spezialisiert. Wir freuen uns, diesen Anlass gemeinsam mit unseren Gästen zu feiern”, erklärte Rechtsanwalt Clemens Gärner anlässlich der Kanz-

© Gärner Perl Rechtsanwälte

buch-tipp

Event Herbstfest von DLA Piper Weiss-Tessbach in Wien

Manager-Tool Mitarbeiter beurteilen Arbeitsumgebung

Wien. Unter dem Motto „Kunst und Kuli­na­rik“ lud die Anwaltskanzlei DLA Piper am 5. Novem­ber zum Herbst­fest ins Bank Aus­tria Kunst­ fo­rum. „Gerade weil wir als Rechts­ an­wälte oft mit sehr sen­si­blen und heik­len The­men kon­fron­tiert sind, war es uns wich­tig, ein­mal einen gemüt­li­chen Abend in ent­spann­ter Atmo­sphäre mit unse­ren Kli­en­ten zu ver­brin­gen“, erklärt Clau­dine Var­tian, Mana­ging Part­ne­rin bei DLA Piper Weiss-Tessbach. Unter

Wien. Ein neuartiges Werkzeug unterstützt Führungskräfte darin, die Effektivität ihrer Arbeitsumgebungen zu erhöhen. Die sogenannte Occupancy Study wurde von theLivingCore gemeinsam mit Univ.-Prof. Markus Peschl von der Universität Wien entwickelt und unterstützt Manager beim Aufbau von zukunftsfähigen und erfolgsfördernden Arbeitsräumen.

Warhol und Basquiat Höhe­punkt des Herbstfests von DLA Piper Weiss-Tessbach war eine Füh­rung durch eine Aus­stel­lung von Wer­ken von Andy War­hol und Jean-Michel Basquiat.  (red)

Feierlichkeit mit Kunst und Kulinarik: das Herbstfest von DLA Piper in Wien.

beitern bewertet, wie gut die bestehenden bzw. veränderten Räume die Arbeitsprozesse unterstützen. Die Umsetzung der Studie besteht aus mehreren Phasen: Einem Kickoff-Workshop, der Online-Umfrage, einem Report mit Handlungsempfehlungen und Prioritätenliste und einem Workshop zur Erarbeitung der nächsten Schritte. theLivingCore führt die Studien für Organisationen mit bis zu 500 Mitarbeitern durch.  (red)

„Oft unterschätzt” „Leider wird vom Management oft unterschätzt, wie gut oder wie schlecht Räume die Arbeitsprozesse beeinflussen. Mit unserer Occupancy Study stellen wir Unternehmen ein Management-Tool zur Verfügung, um in einem ersten Schritt Problemzonen sichtbar zu machen und dann Lösungen zur Verbesserung vorzuschlagen“, so Thomas Fundneider, Gründer und Geschäftsführer von theLivingCore. Die Occupancy Study kann einerseits im laufenden Betrieb oder nach einem Umzug eines Unternehmens durchgeführt werden. In beiden Fällen wird mittels einer Online-Umfrage von allen Mitar-

© theLivingCore

Praxisratgeber Immobilien-Kauf Wor­auf es bei Immobilien-Geschäften ankommt, erklärt der soeben im Ver­ lag Manz erschie­nene Praxis-Ratgeber „Erfolg­rei­cher Immo­bi­li­en­er­werb – Risi­ ken bei Immo­bi­li­en­ge­schäf­ten erken­nen und mini­mie­ren“ (ISBN: 978-3-21400706-5). Das Buch beant­wor­tet in der 3. aktua­li­sier­ten Auf­lage alle Fra­gen rund um den Erwerb von Immo­bi­lien, ent­hält alle aktu­el­len gesetz­li­chen Neue­run­gen. „Erfolgreicher Immobilienerwerb“ ist mit vielen Hinweisen, Tipps und Zusammenfassungen auch für juristische Laien ein verlässlicher Ratgeber. Das Buch ist auch als eBook (ePub ISBN: 978-3-21400708-9 und PDF ISBN: 978-3-21400707-2) erhältlich.

den rund 200 Gäs­ten fan­den sich u.a. Ver­tre­ter von Uni­Credit Bank Aus­tria, Pfi­zer, Meinl Bank, Wie­ner Börse, Porr, A1 Tele­kom Aus­tria und Erste Bank.

© www.annarauchenberger.com/Anna Rauchenberger

© Manz

DLA Piper lud zu Kunst & Kulinarik Arbeitsräume auf dem Prüfstand

Thomas Fundneider, Gründer und Geschäftsführer von theLivingCore.


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Freitag, 15. November 2013 – 45

Regeln gelten nicht

Die „Generation Y“ kümmert sich kaum um Sicherheitsregeln in Unternehmen  Seite 47

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technology Technologie & Visionen

Mehr als 10.000 Besucher kamen zum „Fujitsu Forum“ nach München  Seite 49

foto-freundin canon eos 100d im praxistest

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Business Intelligence: die nächste Generation

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short

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Wien. Im dritten Quartal 2013 erwirtschaftete das Karrierenetzwerk Xing einen Gesamtumsatz in Höhe von 21,6 Mio. € und damit 18% mehr als im Vorjahreszeitraum (18,3 Mio. €). Im ersten und zweiten Quartal dieses Jahres lag das Wachstum gegenüber Vorjahr bei 11 respektive 15%. Das operative Ergebnis EBITDA wuchs um 12 Prozent auf 6,2 Mio. € (5,5 Mio. €). Der Premium Club trug mit 13,7 Mio. € (12,7 Mio. €) am stärksten zum Gesamtumsatz bei und erzielte damit im dritten Quartal ein Wachstum von 7 Prozent.  www.xing.at

© Chris Haderer

Wien. Kapsch BusinessCom hat eine Videokonferenzlösung für 27 Klinikstandorte mit der NÖ Landeskliniken-Holding umgesetzt. Das verwendete Cisco Videokonferenz-System ermöglicht den Ärztinnen und Ärzten der Kliniken standortübergreifende, interdisziplinäre Besprechungen und erleichtert damit die Behandlung. „Die verwendete Lösung ermöglicht eine einfache und sehr flexible Einbindung interner und externer Teilnehmer und bietet auch hinsichtlich der zeitlichen und wirtschaftlichen Ressourcen Vorteile“, sagt Jochen Borenich, COO Kapsch BusinessCom (Bild).  www.kapschbusiness.com

Am Anfang war Business Analytics Dann kam Business Intelligence – und mit „Natural Analytics“ will der Software-Hersteller QlikTech ein weiteres Kapitel in der Geschichte der Verarbeitung von Unternehmensdaten aufschlagen.  Seite 46

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SQS Übernahme der Anteilsmehrheit an Softwaretester

Wien. Sony Computer Entertainment hat Details über das für Anfang Dezember angekündigte Rennspielhighlight „Gran Tourimo 6“ veröffentlicht. Demnach enthält das Game GT6 über 1.200 Fahrzeuge, darunter auch die aktuellen Rennwagen aus der „FIA GT3“Kategorie sowie 37 Orte und 100 Rennstrecken-Layouts. Auch neue Spielmodi, wie ein „Arcade“-Modus, werden enthalten sein.  www.gran-tourismo.com

© SQS

Portfolioausbau durch Akquisition

Diederik Vos, Chief Executive Officer der SQS AG: neue Akquisition.

Wien. Die SQS Software Quality Systems AG übernimmt die Anteilsmehrheit an Thinksoft Global Services Ltd, dem weltweit viertgrößten Softwaretester, und erweitert damit sein Portfolio. „Finanzdienstleister gehen bei unseren Managed Testing Services davon aus, dass wir die Geschäftsprozesse und Softwaresysteme der Branche genau kennen“, sagt Diederik Vos, Chief Executive Officer (CEO) der SQS AG. „Mit dem Einstieg bei Thinksoft können wir diese Erfahrung und dieses Wissen in großem Umfang erweitern – und dies für alle wichtigen Finanzmarktplätze.“  www.sqs.com


C ov e r

46 – medianet technology

Freitag, 15. November 2013

QlikTech Im Rahmen der Business Discovery World Tour wurden keine neuen Produkte geboten, sondern neue Konzepte

Kommentar

„Jeder Mitarbeiter kann zum Data-Analyst werden“

Wunderbirne mit Zukunft

Chris Haderer

Düsseldorf. Zuerst, Mitte der 90erJahre, war Business Intelligence. Dann kam Business Analytics, dann Business Discovery, und jetzt spricht man von „Natural Analytics“. Zumindest beim Softwarehersteller QlikTech ist das der Fall. Mangels einer neuen Version der Analysesoftware „QlikView“ stand der Halt der „Business Discovery World Tour“ in Düsseldorf unter diesem Motto. „Natural Analytics ist ein neuer Ansatz, mit Daten zu arbeiten“, sagt Wolfgang Kobek, CEO von QlikTech in der DA-CH-Region. Dieses Konzept, das den Anwender in den Mittelpunkt stellen soll, wird in „QlikView. Next“ einfließen. Der Rollout des QlikView 11-Nachfolgers, der von „Grund auf neu entwickelt wurde“, soll kommendes Jahr beginnen. Bis dahin sollen auch Schnittstellen zu SAP HANA marktreif sein und den Analysezugriff ermöglichen. Prominenter Anwender ist die Vaillant-Group, die QlikView als Frontend für SAP verwendet. Vertrieben wird QlikView vorwiegend über Partner, von denen Terna, Lerox, Heldentaten und Navax die wichtigsten in Österreich sind.

Chris Haderer

W

enn Experten dem Rest der Welt erklären wollen, was dieses ominöse „Internet der Dinge“ ist, dann malen sie bisweilen reicht einprägsame Vergleichsbilder. Beim Fujitsu-Forum hielt beispielsweise Joseph Reger vergangene Woche eine Glühbirne in die Luft und erntete Staunen. Natürlich war es keine von den Birnen, die schon einmal 100 Jahre brennen, hätte die EU sie aus Nachhaltigkeitsgründen nicht verboten, sondern eine hochwertige Züchtung, die von Edisons Erfindung mindestens so weit entfernt ist wie der Panama- vom Donaukanal. Ihre bislang einzige Profession, Licht abzugeben, ist für sie eigentlich nur noch Nebensache. Im Internet strahlt sie aber wie ein russischer Atomreaktor, der Datenströme beamt. Joseph Reger, der bei Fujitsu gern die futuristische Begleitmusik zur Hardware liefert, hat mit seiner Wunderbirne gezeigt, was ein Internet der Dinge tatsächlich sein könnte – nämlich ein Lebensbestandteil, der über bloß technologisch angehauchte Visionen hinausgeht. SmartMeter, Autos und Haartrockner mit SIM-Karten sind sehr gegenwartsbezogene Anwendungen – der Idee folgend, wird das Internet der Zukunft aber mit dem Licht kommen, was die Techno-Philosophen jetzt schon atemlos macht. Und im Dunkeln kann wieder überwachungsfrei gemunkelt werden ...

Natürliche Wahrnehmung Knapp 12 Mio. Bits pro Sekunde könne das menschliche Gehirn aufnehmen, beschreibt der Autor Carl Noughton die „technischen“ Grundlagen der Wahrnehmung. „Das Gehirn arbeitet musterorientiert. Diese Funktion kann man nicht abschalten. Das Gehirn versucht, in allem Muster zu erkennen und diese abzuspeichern“, sagt Noughton, der damit den wissenschaftlichen Hintergrund zu „Natural Analytics“ liefert. Der von QlikTech bereits

LG Handy mit Schwung

Wolfgang Kobek, Geschäftsführer für Deutschland, Österreich und der Schweiz von QlikTech: „Mit 1.000 Besuchern ist die Business Discovery World Tour in Düsseldorf unsere größte Veranstaltung im deutschsprachigen Raum.“

Der deutsch-englische Sach- und Fachbuchautor, Schauspieler, Dozent und ­Vortragsredner Carl Noughton beschreibt, wie das Gehirn die Welt wahrnimmt.

QlikView-Guru Donald Farmer.

Road-Show-Stopp in Düsseldorf.

Apple Im aktuellen Geschäftsjahr erzielte Apple um 3,51 Mrd. € weniger Gewinn – bei ständig steigenden Absätzen

Gesichtsformen

Gewinnverluste auf allerhöchstem Niveau

© LG

Wien. Stolze elf Prozent Gewinnrückgang innerhalb von zwölf Monaten – oder etwas griffiger ausgedrückt: Um knapp 3,51 Mrd. € fiel der Gewinn des Elektronikherstellers Apple im Geschäftsjahr 2013 geringer aus als im Jahr davor. Bonmont am Rande: Im Jahr 2007 erzielte Apple einen Gesamtgewinn von ‚nur‘ 2,62 Mrd. €, im Jahr 2008, als das iPhone auf den Markt kam, waren es bereits 4,58 Mrd. €. Damit handelt es sich zwar um einen „Verlust“ auf höchstem Niveau, Analysten gibt der Schwund aber zu den-

© Monica M. Davey/EPA/picturedesk.com

Das geschwungene Äußere führt zu besserer Sprachqualität des Geräts.

Wien. Mit dem „LG G Flex“ hat LG das weltweit erste gebogene Smartphone vorgestellt, das mit seiner Form der menschlichen Gesichtskontur folgt. Die geschwungene Form erhöht die Lautstärke um 3 dB im Vergleich zu den typischen, flachen Smartphone-Modellen. Ausgestattet ist das Gerät mit einem 6-ZollOLED-Display auf Polymerbasis (POLED). An Bord ist auch der kürzlich eingeführte Rear-Key zur Navigation, dessen LED, durch den Face Detection Indicator animiert, bei erfolgreicher Gesichtserkennung grün aufleuchtet. Unterstützt werden auch LTE-Netze.  www.lg.com/at

markengeschützte Ausdruck meint ein Konzept, das sich an dem orientiert, wie sich Anwender letztlich den Umgang mit Informationen vorstellen (oder wünschen). Wichtiger Konzeptbestandteil: Anwender müssen bei Analysen keinen vordefinierten Pfaden folgen, sondern können Anfragen an QlikView intuitiv stellen – im einfachsten Fall durch eine Art Baukastensystem, in dem Datenquellen, Abfragen, Filter und andere Parameter durch das Anordnen von Elementen auf einer Art Dashboard zu einer Analyse zusammengestellt werden. Basis ist die In-Memory-Technik, ein Kennzeichen von Business Analytics-Anwendungen, die Informationen aus einem dezidierten Data-Repository für den schnellen Zugriff holt. „Unnatürlich ist beispielsweise ein Verbotsschild im Park, nicht die Wiese zu betreten, sondern einem vorgegebenen Weg um sie herum zu folgen“, versucht Donald Farmer einen plastischen Vergleich. „Natural Analytics kennt solche starren Strukturen, wie sie in der klassischen Business Intelligence vorkommen, nicht.“ Im besten Fall soll durch QlikView jeder Mitarbeiter zum „Data-Analyst“ werden, wie es Farmer ausdrückt. Gemäß der Arbeitsweise des Gehirns sind daher Dinge wie die Erkennung von Mustern im Datenberg, Ausreißer-erkennung, Sortierung, Kategorisierung, Relevanzbestimmung und Assoziation wichtige Komponenten der Software. Farmer, der zuvor bei Microsoft tätig war, ist eine Leitfigur der QlikView-Entwicklung. Ihm untersteht unter anderem ein in London angesiedeltes Team, das mit der Entwicklung der Bedieneroberfläche und der Darstellung von Analysen befasst ist.  www.qliktech.com

© Chris Haderer (4)

QlikView-Ikone Donald Farmer präsentierte in Düsseldorf das „Natural Analytics“-Konzept des Herstellers.

ken: Apple steht unter Konkurrenzdruck durch preiswertere Anbieter und verliert dadurch Marktanteile auf dem mobilen Sektor. Gestiegene Entwicklungs- und Marketingkosten sowie veränderte Produktionsbedingungen werden als Gründe ins Feld geführt – obwohl die iPhoneund iPad-Absätze in permanentem Steigflug sind: 33,8 Mio. iPhones konnte das Unternehmen im 4. Quartal 2013 absetzen. Dennoch zeigt sich der Aktienmarkt nicht unbeschwert: Nach der Verlesung der aktuellen Geschäftsergebnisse sank der Wert der Aktie zunächst um etwa fünf Prozent – er ist mittlerweile aber wieder um etwa vier Prozent gestiegen. Enttäuscht sind viele Anleger vom schleppend anlaufenden China-Geschäft, das auch von Tim Cook nicht wirklich schöngeredet werden kann.

Mac aus Amerika

Steve Jobs: Als Apple-Chef verwandelte er einen Stein in einen Diamanten.

Obwohl Apple ganz oben auf der Liste der ertragreichsten Unternehmen steht, geben die Cupertiner nicht gern Geld für andere aus. Ende der 1990er-Jahre, als Steve

Jobs als alter/neuer Imperator zu Apple zurückkehrte, ließ er zunächst alle karitativen Programme des Unternehmens stoppen. Dieser Einstellung blieb er bis zu seinem Krebstod vor zwei Jahren treu. Er verwandelte zwar einen Stein in einen Diamanten, musste aber abseits seiner technologischen Visionen Kritik einstecken, weil das iPhone und andere Apple-Geräte bei Foxconn produziert wurden.

Foxconn kommt wegen seiner extrem schlechten Arbeitsbedingungen bis heute nicht aus den Schlagzeilen. Jobs-Nachfolger Tim Cook hat hingegen eine kleine Flucht nach vorn angetreten: Apple unterstützt nun Kontrollprogramme in den Foxconn-Werken, außerdem werden Computerprodukte wie der iMac seit heuer wieder in den USA hergestellt.   www.apple.at


I d e e & s t r at egi e

Freitag, 15. November 2013

medianet technology – 47

Fortinet Ein großer Teil der jungen „Information Workers“ setzt sich beim Einsatz von Privatgeräten im Unternehmen über Nutzungsregeln hinweg

Generation Y kennt keine Regeln Chris haderer

Wien. Von Regeln, im Geschäftsleben auch Policies genannt, scheint die „Generation Y“ nicht allzu viel zu halten. Wenn es um den Einsatz von mitgebrachten Privatgeräten im Unternehmensumfeld geht, ist sie sich selbst näher als den Sicherheitsbedenken ihres Arbeitgebers. In Unternehmen, die sich noch immer keine Spielregeln für den Umgang mit dem Bring Your Own Device-Thema zugelegt haben, mag das eine logische Konsequenz sein – ansonsten handelt die Generation Y gern nach eigenem Ermessen. Laut einer vom NetzwerkeSicherheitsanbieter Fortinet veröffentlichten Studie ist die Bereitschaft, Nutzungsregeln zu missachten, global um 45 Prozent gestiegen (verglichen mit einer ähnlichen Fortinet-Studie aus dem vergangenen Jahr). Obwohl diese Maßnahmen Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer schützen sollen, sind Mitarbeiter auch in anderen Bereichen der persönlichen ITNutzung geneigt, diese Regeln zu umgehen. 36 Prozent der Befragten nutzen ihre eigenen Cloud StorageAccounts wie Dropbox oder iCloud für berufliche Zwecke und geben an, dass sie alle Richtlinien missachten würden, die ihnen derartiges untersagen.

Private Cloud-Accounts 89 Prozent der für die Fortinet-Studie befragten Personen besitzen einen persönlichen Account für mindestens einen Cloud Storage-Dienst (davon nützen 47 Prozent die Dropbox). Stolze 70 Prozent der Befragten haben ihre privaten Cloud-Accounts bereits für berufliche Zwecke verwendet, zwölf Prozent geben zu, mithilfe der Accounts Passwörter ihres Unternehmens aufzubewahren. 16 Prozent der Befragten sichern Finanzinformationen auf ihren Cloud-Accounts. Etwa ein Fünftel der Teilnehmer, 22 Prozent, legt kritische private Dokumente wie Verträge und Businesspläne auf ihren Cloud-Speichern ab. Ein Drittel gibt zu, dass sie auf diesem Weg Unternehmensdaten abspeichern. Trotz des NSA-Skandals leiden laut der Fortinet-Studie global nur sechs Prozent an einem Vertrauensverlust gegenüber der Cloud.

reich bei Fortinet, die Zahlen: „Ebenso beunruhigend ist die wachsende Anzahl von ‚Generation Y’-Nutzern, die Opfer von Cyberkriminalität wurden. Auf der anderen Seite akzeptieren jedoch 85 Prozent aller Befragten, dass es ihre Verpflichtung ist, die Sicherheitsrisiken zu kennen, die durch ihre eigenen Geräte verursacht werden. Die Schulung von Mitarbeitern zu Bedrohungslandschaften und ihren möglichen Auswirkungen ist ein weiterer wesentlicher Aspekt, der eine verlässliche IT-Security von Unternehmen gewährleistet.“ Aufklärung scheint für die Generation Y tatsächlich unerlässlich zu

sein – denn immerhin 14 Prozent der Befragten würden gegenüber ihrem Arbeitgeber einen Cyberangriff auf ein dienstlich genütztes Privatgerät verschweigen. Von Angriffen auf ihre Smartphones berichten immerhin 19 Prozent der befragten Mitarbeiter. Ähnliche Resultate zeigten sich auch bei Angriffen auf Tablets, von denen global 19 Prozent berichteten. Allerdings waren die Angriffe mit stärkeren Konsequenzen verbunden, denn stolze 61 Prozent dieser Angriffe resultierten in einer maßgeblichen Beeinträchtigung des Geräts.  www.fortinet.com

© panthermedia.net/Kurhan

70 Prozent haben ihre privaten Cloud Accounts für berufliche Zwecke genutzt.

Für den Einsatz von Privatgeräten im Unternehmen sind Regeln dringend erforderlich.

Erwarten Sie mehr von Ihrem Festnetz-Telefon Beste Sprachqualität und die Welt der Apps von Google Play™ Das neue Gigaset SL930A mit Android™

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Uhr

Telefon YouTube™

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„Es ist beunruhigend, zu sehen, wie verbreitet die Missachtung von Unternehmensregeln bereits ist und wie schnell sie ansteigt“, kommentiert Franz Kaiser, Regional Director Schweiz und Öster-

Sound Recorder Google Play™

© Fortinet/B+L Verlag

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Franz Kaiser, Regional Director Schweiz und Österreich bei Fortinet.

Intuitive, einfache Bedienung per Touch Telefonieren über Festnetz oder per Internet über Skype Schneller Internetzugang über WLAN Betriebssystem Android™ 4.0 Ice Cream Sandwich Zugriff auf 975.000 Apps im Google Play Store™

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Fa c t s & f i g u r e s

48 – medianet technology

Freitag, 15. November 2013

Panasonic Der Elektronikkonzern stellt die Produktion von TV-Geräten auf Basis von Plasmatechnologie ein

short

Plasma-TV-Technologie wird zum Auslaufmodell

© Deutsche Telekom

Gartner: T-Systems ist „führender Anbieter“

Neuer Fokus auf Ultra High Definition-Geräte und die Weiterentwicklung von OLED-Bildschirmen. Hagen Rickmann, CEO T-Systems.

paybox-Kunden können nun ­zwischen zwei Modellen wählen.

Wien. Kommendes Jahr wird paybox zwei neue Produkte anbieten. Die neuen Angebote heißen „paybox starter“ und „paybox premium“. paybox starter ist für die Kunden aller Mobilfunkanbieter kostenlos. Das monatliche TransaktionsLimit beträgt 30 € und kann zum Handy-Parken in Wien genutzt werden. Mit paybox premium steht grundsätzlich ein Transaktionslimit von 200 € täglich/monatlich zur Verfügung. Dieses Limit kann auf Kundenwunsch beliebig angepasst werden – in Abhängigkeit von der Bonität. paybox premium kostet 1,49 € pro Monat. Das bisherige Tarifschema wird dadurch etwas vereinfacht.  www.paybox.at

begründet. Wir bedauern diesen Schritt sehr, da wir die Plasmatechnologie wie kein anderer Hersteller geprägt haben und von der Bildqualität immer sehr überzeugt waren und auch noch sind.“ Armando Romagnolo, General Manager und Head of Product Marketing Audio Video & Trainig CE bei Panasonic Deutschland.

mando Romagnolo, General Manager und Head of Product Marketing Audio Video & Training CE bei Panasonic Deutschland, ausdrückt. „Seit der Einführung der ersten Flachbildfernseher mit Plasmatechnologie vor gut zehn Jahren hat Panasonic das Heimkinoerlebnis Jahr für Jahr auf ein neues Level gehoben und den TV-Markt maßgeblich geprägt. Das Auslaufen der Plasmadisplay-Produktion erfolgt dementsprechend nicht technologiebedingt, sondern liegt in den veränderten Marktbedingungen und den generellen Neustrukturierungsprozessen des Unternehmens

chris haderer

Hamburg/Wien. Angesichts der großen Marktpräsenz von Displays auf LED- und OLED-Basis scheint die Plasmatechnologie, die für Großbild-TV-Geräte und Displays verwendet wird, zum Auslaufmodell zu werden. Dieser Ansicht ist zumindest der Panasonic-Konzern, der die Produktion von Plasmageräten einstellen möchte. Das Unternehmen will den Fokus stattdessen auf Fernseher mit LED-LCDTechnologie legen und „auch die Entwicklung der OLED Technologie weiter vorantreiben“, wie es Ar-

Fokus auf OLED Panasonics 2013er „NeoPlasma“Modelle der Serien ZT60, VTW60, GTW60 und STW60 (in Bildschirmgrößen zwischen 106 cm und 165 cm), die sich noch in der Pipeline des Handels befinden, werden mit doppelter Garantiezeit (vier Jahre) ausgestattet. Mit dem „Ultra HD LED-LCD TV TX-L65WT600E“, einem 4K-Fernseher mit 50/60p-Zuspielung will Panasonic außerdem im noch jungen UHD-Segment einen Fuß auf den Boden bekommen. Das Gerät kann ohne externen (via HDMI 2.0 verbundenen) Computer 4K-Videos via USB, SD-Karte oder aus dem Internet wiedergeben – so sich dort entsprechendes Material

findet. Analysten rechnen damit, dass Inhalte in der vierfachen HDAuflösung erst in etwa vier bis fünf Jahren auf breiter Basis angeboten werden. Bis dahin rechnet das Gerät konventionelle HD-Inhalte per Algorithmus auf die neue Auflösung hoch. „Darüber hinaus wird Panasonic die Entwicklung der OLED-Technologie weiter vorantreiben“, sagt Romagnolo. „Mit der Präsentation von Ultra HD OLED Prototypen aus gänzlich eigener Fertigung auf der IFA 2013 in Berlin haben wir gezeigt, dass wir diese neue Technologie bereits mit beeindruckendem Ergebnis beherrschen. Das spektakulär dünne Design und die grandiose Bildqualität mit der vierfachen Full HD-Auflösung hebt den Fernseher in eine vollkommen neue Dimension.“ Wann Panasonic das erste TV-Gerät auf OLED-Basis auf den Markt bringen wird, kann Romagnolo derzeit jedoch noch nicht sagen.  www.panasonic.net

Citrix Laut einer aktuellen Studie haben 53% der Unternehmen keine Richtlinien für den Umgang mit mobilen Geräten

Private Mobilgeräte im Unternehmenseinsatz Wien. Die Einbindung von mobilen Endgeräten in die UnternehmensIT und die dahinterliegenden Prozesse scheint viele Firmen vor Probleme zu stellen. Laut einer Studie des IT-Anbieters Citrix sehen 71 Prozent der IT-Verantwortlichen die Einbindung mobiler Endgeräte zwar als eine zentrale strategische Herausforderung für die Zukunft. Dennoch räumt gut die Hälfte der Befragten (53 Prozent) ein, noch keine formalen Richtlinien für den Umgang mit Handy, Tablet oder Laptop eingeführt zu haben. Angesichts der explosionsartigen Verbreitung solcher Geräte über die letzten Jahre hinweg ist der Mangel an Strategien und Richtlinien ein handfestes Versäumnis der zuständigen Abteilungen.

Kontrollierte Nutzung Laut eigenen Angaben haben 48 Prozent der Firmen eine Form von Mobile Device Management im Einsatz. Nahezu die gleiche Anzahl von 47 Prozent der IT-Abteilungen organisiert und kontrolliert darüber hinaus auch die Nutzung

von mobilen Anwendungen. Mit 41 Prozent sieht außerdem ein relativ großer Teil der Befragten die Notwendigkeit, seinen Mitarbeitern künftig bestimmte Windowsund Desktop-Anwendungen auf mobilen Endgeräten anzubieten. Weltweit können sich 40 Prozent der Unternehmen auch vorstellen,

komplette Arbeitsplätze mittels Virtualisierung mobil bereitzustellen. Die Nutzung von FilesharingDiensten planen ebenfalls 40 Prozent der Teilnehmer. Insgesamt gibt nur in etwa die Hälfte der Firmen (51 Prozent) an, im Zuge der besseren Verwaltung mobiler Geräte auch ihre Manage-

© panthermedia.net/Anatolii Babii

© paybox.at

paybox bringt zwei neue Produkte auf den Markt

NeoPlasma-Modelle von Panasonic erleben heuer ihr letztes Weihnachtsgeschäft.

© Panasonic (2)

Bonn/Wien. Das Analystenhaus Gartner hat den EndnutzerService von 18 Dienstleistern im europäischen Markt unter die Lupe genommen. Im Ranking der aktuellen Leistungsfähigkeit und der zukünftigen Ausrichtung der Angebote wird T-Systems von Gartner als führender Anbieter klassifiziert. Das Unternehmen ging mit „Future Workplace“ ins Rennen. Dieser Service kommt aus der Cloud und trennt Hardware von Anwendungen. Damit lassen sich Arbeitsplätze flexibel und kurzfristig auf die jeweiligen Erfordernisse zuschneiden. Der Nutzer greift online auf die Software von T-Systems oder des eigenen Unternehmens zu. Da alles über die Cloud bereitsteht, zeigen die Endgeräte nur noch Daten an und haben keine Verarbeitungsfunktion mehr. „Wir haben bei unserem IT-Arbeitsplatz-Angebot massiv in Innovationen investiert“, sagt Hagen Rickmann, Geschäftsführer von T-Systems und weltweit verantwortlich für den Vertrieb und das Portfolio des Dienstleisters. „Heute sind wir in der Lage, einen ITArbeitsplatz anzubieten, der sich automatisch an die jeweilige Rolle des Nutzers anpasst; damit erreichen wir gegenüber früher eine enorme Flexibilität und Geschwindigkeit.“ Das erklärte Ziel des Future Workplace sei es, jedem „Nutzer eines Unternehmens innerhalb von fünf Minuten einen vollwertigen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen“, beschreibt Rickmann.  www.t-systems.at

Vielen Unternehmen fehlt eine Strategie zur Einbindung privater Mobilgeräte.

mentprozesse überdenken zu wollen. Bei der Erfolgsmessung ihrer mobilen Strategie konzentrieren sich Unternehmen in erster Linie auf die Aspekte Produktivität (54 Prozent) und Mitarbeitermotivation (45 Prozent).

Eigene App-Entwicklung Zu den von Mitarbeitern am stärksten nachgefragten mobilen Anwendungen gehören die mit Sales-, CRM- oder Datenbankbezug (48 Prozent), gefolgt von Apps für firmeninterne Plattformen mit 46 Prozent. Messenger wie Skype oder WhatsApp sind mit 43 Prozent fast genauso stark gefragt. Gleiches gilt auch für Social Media-Plattformen wie Facebook, Twitter oder LinkedIn: Die Hälfte der IT-Verantwortlichen setzt auf eine Mischung aus Eigenentwicklungen und kommerziell verfügbaren Angeboten, während 25 Prozent auf In-HouseLösungen komplett verzichten. 17 Prozent) wollen sicherheitshalber sogar grundsätzlich nur intern entwickelte Apps zulassen.  www.citrix.com


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 15. November 2013

medianet technology – 49

Fujitsu Forum 2013 10.000 Besucher machen die Veranstaltung zur größten IT-Hausmesse eines Unternehmens in Europa

short

Hardware, Software und viele neue IT-Strategien

© Paragon Software

Fujitsu stellte eine Reihe von neuen Hardwarekomponenten und eine Cloud Integration-Plattform vor.

Datenverlust trifft KMUs besonders empfindlich

Miro Milos, Paragon Software.

© Chris Haderer (4)

Wien. Eine nicht ganz uneigennützige, weil im Hinblick auf eigene Produkte durchgeführte, Umfrage von Paragon Software weist vielen Klein- und Mittelbetrieben Probleme beim regelmäßigen Backup nach. 22% aller befragten KMUs sagten aus, dass ihnen vor Anschaffung von Paragons „Festplatten Manager 12 Business“ mitunter wichtige Daten verloren gingen – mit signifikanten Auswirkungen auf ihr Unternehmen. Unzureichende oder gar nicht vorhandene Backup-Strategien wurden verantwortlich gemacht für Ertragseinbußen und Schädigungen in den Beziehungen zu Partnern und Kunden sowie an der Unternehmensmarke. 70% aller kleinen Unternehmen, die einen größeren Datenverlust erleiden, scheitern innerhalb eines Jahres nach dieser IT-Katastrophe, so ein Studie von PricewaterhouseCoopers. Der Grund des Scheiterns liegt nicht etwa im angebotenen Produkt oder der Dienstleistung, sondern im mangelhaften IT-Management. „Die Paragon-Umfrage bekräftigt, dass 41,18% aller kleineren Unternehmen kein eigenes IT-Personal haben“, sagt Miro Milos, Director Channel Sales bei Paragon Software. „Für die Datenträgerverwaltung sowie Sicherung und Wiederherstellung bietet Paragon Softwarelösungen, welche sich dank ihrer einfachen Installation und Benutzerfreundlichkeit auch für Unternehmen eignen, die mit wenig oder ohne IT-Personal auskommen müssen.“  www.paragon-software.com

IT-Leistungsschau in München: neue Produkte und Technologien zum Ausprobieren. chris haderer

München. Mit annähernd 10.000 Besuchern ist das Fujitsu Forum eine der wichtigsten europäischen Kunden- und Partnerveranstaltungen des japanischen Technologiekonzerns. Für Jörg Brünig, Senior Director Channel Managed Accounts, ist die größte Hausmesse einer einzelnen IT-Firma im deutschsprachigen Raum „wichtiger als die CeBIT“. Die Leistungsschau ging vergangene Woche am ICM-Gelände in München über die Bühne und bot eine themensortierte Mischung aus aktuellen Technologien und Produkten sowie ins Interessentenvolk gestreuten Visionen. Eine solche Vision, die gerade damit begonnen hat, sich selbst zu erfüllen, ist das „Internet der Dinge“. Joseph Reger, Chief Technology Officer of Fujitsu Technology Solutions and Central Europe Middle East and Africa und bei Veranstaltungen wie dem „Fujitsu Forum“ ein bisschen fürs Spekulative zuständig, erklärt den Stand der Dinge im Globalen Dorf mit einer Glühbirne: Ihr Licht kann Daten in einem endlosen Strom ver-

senden, der das Internet überall dorthin bringt, wo kein Schatten ist. Die Technologie gibt es bereits. Im Internet of Things, so die Botschaft, werden Geräte und Maschinen miteinander kommunizieren und Daten austauschen – Sensoren jeglicher Art werden die Big Data-Lawine in Schwung halten. Die dazu notwendige Hardware würde Fujitsu gern anliefern.

Neue Hardwareprodukte Zu den handfesten ProduktNovitäten, die in München vorgestellt wurden, gehört unter anderem eine neue Generation der „Eternus DX-Plattenspeicher“. Laut Fujitsu sind es branchenweit die ersten Systeme, bei denen betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten gegenüber reinen Datenspeichervorgängen vorrangig behandelt werden können. Die Systeme ermöglichen außerdem erstmalig eine Systemauslastung von bis zu 90%. Damit wird die Faustregel außer Kraft gesetzt, wonach die Systemauslastung maximal 50% betragen sollte, um kurze Antwortzeiten zu gewährleisten.

Joseph Reger, CTO bei Fujitsu, erklärt das „Internet of Things“ mit einer Glühbirne.

Eine Neuvorstellung ist die „Data Protection Appliance Eternus CS8000“, die eine umfassende Konsolidierung in den Bereichen Unified Data Backup und Datenarchivierung ermöglichen soll. Bei der neuen Version der Eternus CS8000 wurden die Online-Backup-Kapazitäten auf Basis von Festplatten auf 15 Petabyte erweitert. Dazu kommt ein nahezu unbegrenztes Near-Line-Datensicherungsvolumen, basierend auf Tapes als Speichermedium. „Unternehmen, die all ihre Backup- und Archivierungs-Daten auf einer zentralen Appliance wie der Eternus CS8000 speichern und verwalten, steht

Bankomat-Vision mit Video-Funktionen.

eine Lösung zur Verfügung, die hochsicher, aber dennoch flexibel und kostengünstig ist“, rührt HansDieter Wysuwa, Executive Vice President of Products, Systems, Technology and Channel, Fujitsu, die Werbetrommel für die Neuausgabe. Neu an den Start ging auch die Fujitsu Cloud Integration-Plattform zur einheitlichen Verwaltung verschiedenster Cloud Services; über eine einzige Konsole bietet sie alles, was CIOs zu „Cloud Enablern“ machen soll, die im Unternehmen Cloud Services nach Bedarf einfach und schnell anbieten können.  www.fujitsu.com/at

Die größte IT-Hausmesse in Europa.

Infor Der Enterprise-Softwarehersteller konnte im Vorjahr einen globalen Umsatz von knapp 2,09 Mrd. € einfahren

Vertikale Spezialisierung als Erfolgsmodell

Stephan Scholl, President des Enterprise-Software-Anbieters Infor in Mannheim.

Stephan Scholl im Rahmen der „Infor on the Road 2013“-Show, die vergangene Woche im Mannheimer Rosengarten stattfand. „Wir haben etwa drei Millionen Cloud-Abonnenten und konnten im Vorjahr 3.048 neue Kunden gewinnen.“

Look and Feel Infor ist auf industriespezifische Unternehmenssoftware spezialisiert, die auf Middleware-Technologien basiert, wobei die Spezialisierung auf vertikale Micro-Suites für spezifische Einsatzbereiche (etwa Tischlerei, Schuhhersteller, etc.) eine „der Stärken des Unternehmens darstellt“, sagt Scholl. Eine weitere tragende Säule der Unternehmensphilosophie ist die Orientierung der Produkte an den im Internet üblichen Architekturen. Drittes Standbein ist das Design der Softwarelösungen, das „ansprechende User-Erlebnisse“ bieten soll. Für dementsprechend gestaltete Bedieneroberflächen sorgt die zu Infor gehörende Agentur „Hook & Look“, eine „next generation digital design agency“, die vor

etwa einem Jahr gegründet wurde. Akquisitionen sind ein Teil der Infor-Politik: Seit dem Jahr 2010 hat sich das Softwarehaus knapp 50 Unternternehmen einverleibt – weniger als Konzerne wie Adobe, aber dennoch eine beachtliche Zahl, betrachtet man den dahinterstehenden Migrationsaufwand.

Upgrade in die Cloud Im Rahmen der Infor on the Road-Show präsentierte das Unternehmen eine Reihe von Software-Neuerungen und Updates, darunter „UpgradeX“, ein Weg, mit dem On-Premise-Applikationen in die Infor Business Cloud gebracht werden können. Anders als viele andere Software-Anbieter mit unterschiedlichen Lösungen für die Cloud und für den Betrieb im eigenen Rechenzentrum, ermöglicht Infor Kunden mit UpgradeX, bestehende Investitionen in die Cloud zu übertragen und dort auf Basis von Infor 10x weiterzuführen. Einen Zwang zur Cloud gibt es nicht: On-Premise-Lösungen bestehen weiter.  www.infor.at

© intel.com

rend, schreibt das Unternehmen einen Jahresumsatz von knapp 2,8 Mrd. USD (ca. 2,09 Mrd. €). Der Hauptsitz liegt in der New Yorker „Silicon Alley“, der Ostküstenversion des kalifornischen Silicon Valley. „Wir sind zur drittgrößten Enterprise-Software-Company gewachsen“, sagte Infor President

© Chris Haderer

Mannheim. Sie wollten den Enterprise-Softwaremarkt kräftig aufschütteln – und irgendwie scheint Infor das tatsächlich ein bisschen geglückt zu sein. Ursprünglich im Jahr 2002 als Agilisys gegründet und seit dem Aufkauf der deutschen infor business solutions AG unter dem heutigen Namen agie-

Intel Parallel ­Computing Center Programm

Intel präsentiert 14 neue Programme.

Nizza/Wien. Im Rahmen der Intel European Research and Innovation Conference (ERIC) hat der Mikrochiphersteller 14 neue Forschungsprojekte mit Fokus auf intelligenten Städten, Häusern und Büros sowie neuen Möglichkeiten der Kommunikation vorgestellt. Gleichzeitig hat Intel auch das „Parallel Computing Center-Programm“ präsentiert, in dem Institutionen wie das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik in Berlin gemeinsam an neuen Möglichkeiten der Parallelisierung und Skalierbarkeit einzelner Anwendungen arbeiten. Durch das neue Programm sollen signifikante Leistungssteigerungen erreicht werden.  www.intel.com


T o ols & se rv i c es

50 – medianet technology

Freitag, 15. November 2013

Test Die Canon Eos 100D ist zwar nicht billig, überzeugt aber durch kompaktes Format und hervorragende Bilder

short

Gelungene DSLR-Kamera mit Video-Funktionalität

All-in-One-Computer auf Android 4.2-Basis

Android statt Windows: Das System kommt auch auf PCs zum Einsatz.

x 1.080 Pixel), HD (1.280 x 720 Pixel) oder VGA (640 x 480 Pixel) mit 30 oder 60 Bildern pro Sek. auf. Auffälliges Detail: Die Bildqualität ist hervorragend, der Autofokus funktioniert (eingeschränkt) auch im Videomodus, ebenso stehen die meisten Belichtungsprogramme auch dort zur Verfügung. Das Bedienkonzept entspricht (ebenso wie die Programmauswahl) dem klassischen Canon-Prinzip. Für den Videobetrieb ist ein 3-ZollDisplay mit Touchscreen auf der Geräterückseite hinzugekommen. Damit können Funktionen auch per Berührung ausgewählt werden – leider ist das Display aber nicht neigbar, sodass die Aufnahmehaltung nicht immer gesund für das Kreuz ist. Mit im Set enthalten ist übrigens auch das neue Objektiv „EF-S 18-55/3.5-5.6 IS STM“, das im Zusammenspiel mit dem Body für einen schnellen Autofokus sorgen soll. Im Fotomodus funktioniert er auch tatsächlich recht schnell, bei Videoaufnahmen kommt allerdings Andachtsstimmung auf.

Chris haderer

Wien. Ein Makel ist nur schwer zu finden: Die Canon Eos 100D präsentiert sich als gelungenes Einstiegsmodell in die DSLR-Fotowelt – und kann auch Profis durchaus dienlich sein. Mit einem Preis von 799 € ist sie zwar nicht extrem preisgünstig, dafür bekommt man aber ein kompaktes Gerät mit einem 18-Megapixel APS-C Hybrid CMOS AF IISensor, der bis zu einer Empfindlichkeit von 1.600 ISO rauschfreie Bilder liefert. Videos zeichnet die Eos 100D als MOV in Full HD (1.920

Wien. Mit dem neuen Acer DA241HL (439 €) stellt Acer seinen ersten All-in-One-PC auf Android-Basis mit dem Betriebssystem Android Jelly Bean 4.2 vor. Für die nötige Power sorgt die Nvidia Tegra 3-Plattform mit einem Quad Core-Prozessor. Der Acer DA241HL ermöglicht über den integrierten Mobile High-Definition Link (MHL) die direkte Übertragung von Inhalten mobiler Endgeräte, wie beispielsweise Smartphones und Tablets, auf den Monitor, ohne dass ein weiteres Gerät dazwischengeschaltet werden muss. Weiterhin kann es über HDMI und USB an jeden Windows 8-PC angeschlossen, als herkömmliches Display betrieben und über die integrierte 2 Punkt Touch-Steuerung bedient werden.    www.acer.at

Minuspunkte

Messaging-Service für die Anbindung an SAP Wien. Retarus hat den weltweit ersten Managed Service vorgestellt, der über nur eine Schnittstelle eine sichere und reibungslose Kommunikation per E-Mail, Fax und SMS direkt aus SAP heraus ermöglicht. Damit machen sich Unternehmen unabhängig von bestehenden Kommunikations-Infrastrukturen. Die Retarus Messaging Services for SAP sind schnell implementiert, die Anbindung an die Messaging-Infrastruktur von Retarus erfolgt verschlüsselt via VPN und optional über das verschlüsselte Protokoll TLS. Veränderungen an den SAP-Systemen sind nicht notwendig.  www.retarus.com

Wesentliche Funktionen können via PC voreingestellt und ausgelöst werden.

Wartung und Fernsteuerung der Kamera. Leider ist das „Eos Utility“ ein extrem instabiles Stück Software, das auf manchen WindowsSystemen funktioniert, auf anderen nicht. Ein Schema ist nicht ersichtlich, und auch Canon bietet keinen Lösungsansatz zu diesem Problem, das im Internet bereits von vielen Usern aufgezeigt wurde. Im Test funktionierte das Eos Utility auf einem

Windows 7 Professional- System (64 Bit) nur im Kompatibilitätsmodus (getarnt als Windows XP, Servicepack 3). Den Ärger, der mit der holprigen Stoftware zwangsläufig aufkommt, hat die Eos 100D allerdings nicht verdient – sie ist eine solide DSLRKamera, die in ihrer Preiskategorie eine gute Figur gegenüber dem Mitbewerb macht. Sie bietet sehr gute Bildqualität, einfaches Handling, geringes Gewicht – und hinterlässt auch mit ihren Video-features Eindruck. Am Gehäuse wurde zwar gespart, was am Kunststoff erkennbar ist, die Eos 100D liegt dennoch griffig in der Hand. Wunder darf man sich keine erwarten, aber doch ein wunderbares Fotoerlebnis.  www.canon.at Die Canon Eos 100D: eine der kompaktesten DSLR-Kameras am Markt.

Because Software Das Unternehmen hat neues Release mit komplettierten Funktionen für den HR-Bereich vorgestellt

Neues Feature-Update für Agentur-Software Wien. Das letzte große Release der Agentursoftware „easyJob“ liegt kaum ein halbes Jahr zurück, dennoch präsentiert Hersteller Because Software jetzt ein neues Update. Zu den Novitäten der aktuellen Version gehört unter anderem, dass die HR-Funktionen im Bereich Urlaubsverwaltung komplettiert wurden. Der Workflow zur Freigabe des Urlaubs durch die Gruppen- und Geschäftsleiter wird nun in einem Modul verwaltet. Der geplante Urlaub wird vom Mitarbeiter als Wunsch-Termin eingetragen und dann als Urlaubsantrag eingereicht. Dabei können auch Vertreter zugeordnet werden. Nach der Freigabe durch die berechtigten Personen wird der Urlaub fixiert und der Mitarbeiter bekommt eine entsprechende Information.

Die individuellen Dashboards wurden optimiert und um zusätzliche Funktionalitäten ergänzt. Auch Widgets wurden überarbeitet. Ganz neu ist das Urlaubswidget: Auf der Startseite zeigt es den Urlaubsanspruch, den geplanten Urlaub und den Resturlaub des eingeloggten Mitarbeiters an. Ein

großer Gewinn für die Übersichtlichkeit und Usability der Startseite sind die modernen Icons, mit denen häufig verwendete Funktionen nun auch plakativ darstellt werden können. Das erweiterte Trackingsystem, eine Verknüpfung von Notizen und Kalender-Tasks mit Tickets, stellt sicher, dass keine

Nachricht verloren geht und jederzeit ein Gesamtüberblick über die zu bearbeitenden Vorgänge möglich ist. easyJob wird in 17 Ländern genutzt. Inzwischen setzen über 500 Agenturen und Marketingabteilungen mit mehr als 10.000 Anwendern die Lösung ein.  www.because-software.com

Erweiterte Funktionen Dieser Workflow eignet sich auch für die Freigabe von anderen Terminen und Ressourcen, z.B. für die Reservierung von Firmenwagen. In den nächsten Releases sind weitere Freigabeprozesse geplant.

© Because Software

© NEC

Wien. NEC Display Solutions Europe hat seine MD-Serie an medizinischen Displays für die Befundung um den Farb-Bildschirm MD242C2 CAT-A erweitert. Mit 24,1Zoll Bildschirmdiagonale und LED-Hintergrundbeleuchtung eignet er sich besonders für die Befundung und Betrachtung von Digitalaufnahmen in Farbe und Graustufe in der derzeit höchsten Befund-Kategorie A. Der MD242C2 CAT-A erfüllt sämtliche Anforderungen der EU-Richtlinie 93/42EC.  www.  nec-display-solutions.com

Die eigenwillige „Eos Utility“-Software: Wenn sie funktioniert, überträgt sie Bilder und dient zur Steuerung der Kamera. Leider fällt sie oft ohne Grund aus.

© Canon

Medizinische Displays für Befund-Kategorie A

NEC-Monitore: neues Portfolio für den medizinischen Einsatz.

Es gibt aber auch Mankos. Eines davon ist die Position des Akku-Schachts. Aufgrund der Abmessungen der Kamera ist er so positioniert, dass er von einer angebrachten Stativplatte abgedeckt wird. Beim Akkuwechsel (der nach etwa 60 Min. Videoaufnahme vakant wird) muss also auch die Platte abgenommen werden, was zu unnötigem Zeitverlust führt. Gravierender sind aber einige Sonderheiten der „Eos Utility“-Software, die jeder Kamera beiliegt. Mit ihr können aufgenommene Bilder automatisch in wählbare Zielverzeichnisse übertragen werden. Darüber hinaus erlaubt sie die

© Chris Haderer (2)

© Acer

Kleine Mankos, wie die launenhafte „Eos Utility“-Software, trüben den positiven Gesamteindruck etwas.

easyJob: Freigabeprozesse bei Urlaubsanträgen können einfach auf der schlichten Bedieneroberfläche abgebildet werden.


medianet

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freitag, 15. november 2013 – 51

Mehr Investitionen

voestalpine lässt sich ihre Expansionspläne heuer eine Milliarde Euro kosten  Seite 53

© mn/Szene1/C. Mikes

© APA/Hans Klaus Techt

industrialtechnology zero emission cities

Politik und Wirtschaft müssen die Technik noch mehr unterstützen  Seite 55

grenzenlos Neues Netz für Europa © EPA/Julien Warnand

Eine Branche zeigt sich in ihrer besten Form

© Semperit Group

short

Wien. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte die Semperit Holding die gute Entwicklung auch im dritten Quartal fortsetzen und steigerte den Umsatz bisher um 11,2% auf 684,4 Mio. €. „Auch im Sektor Industrie macht sich unser Einsatz bezahlt. Mit neuen Produkten und Vertriebserfolgen in bestehenden wie neuen Märkten gewinnen wir sukzessive Marktanteile”, so Vorstandsvorsitzender Thomas Fahnemann (Bild), der auch für die nächste Zeit mit einer guten Auslastung rechnet.  semperitgroup.com

EuroMold 2013 Die Leitmesse für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produkt­ entwicklung feiert heuer 20jähriges Jubiläum. Einer der großen Schwerpunkte ist die 3D-Drucktechnik, die jetzt fit für den ­industriellen Einsatz ist.  Seite 52

© Borealis

© Demat

Wien. In Österreich festigt sich die Aussicht auf eine Belebung der Wirtschaft. Der aktuelle Wifo-Konjunkturtest deutet eine allmähliche Erholung der Industriekonjunktur hin. Ebenso verbesserte sich der Wifo-Frühindikator zum dritten Mal. Auch in Europa zeigt sich eine Besserung. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) stieg in der Eurozone um 0,9 Punkte auf 97,8 und in der EU um 1,1 Punkte auf 101,8. Auch der Welthandel expandiert stabil, wobei die Dynamik wieder stärker von den Industrieländern (insbesondere den USA und Japan) als von den Schwellenländern getragen wird.  www.wifo.ac.at

Klinger Fluid Control Betrieblicher Klimaschutz

J. Nahringbauer (GF Klinger Fluid Control GmbH) & G. Eichinger (TÜV Austria).

Wien/Gumpolskirchen. „Als Hersteller von hochqualitativen Industriearmaturen ist es für uns wichtig, mit den Umweltressourcen so schonend wie möglich umzugehen. Daher war es für uns nur logisch, ein Umweltmanagementsystem gemäß der EMAS-Verordnung des Rates der Europäischen Union sowie der Norm EN ISO 14001:2004 einzuführen“, so Josef Nahring­bauer, GF der Klinger Fluid Control. Die hohen Qualitätsstandards seien wichtig, um sich erfolgreich am Markt behaupten zu können und den Standort Gumpoldskirchen langfristig zu sichern.  www.tuv.at

© iStockphoto.com/RichVintage

Zertifizierung von TÜV Austria

© TÜV Austria

Wien. Borealis verzeichnete im dritten Quartal 2013 einen Nettogewinn von 131 Mio. € (2012: 129 Mio. €). Zu der Steigerung hat vor allem die gute Entwicklung bei Basischemikalien sowie im Polyolefinbereich beigetragen. „Wir werden weiterhin an der Optimierung unseres europäischen Polyolefingeschäfts und unserer Anlagen arbeiten, um in diesen volatilen Märkten weiter zu wachsen“, so Mark Garrett, Borealis-Vorstandsvorsitzender (Bild). Das aktuell leicht rückläufige Pflanzennährstoffgeschäft soll optimiert werden.  www.borealis.com

InnovatIon ... ... sichert Wohlstand!

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c ov e r

52 – industrialtechnology

kommentar

Trickserei bei Rohstoffpreisen

Freitag, 15. November 2013

EuroMold 2013 Das große Zukunftsthema 3D-Druck ist einer der Schwerpunkte zum 20jährigen Jubiläum

Produktentwicklung und Werkzeugbau in Bestform Gastland der heuer vom 3. bis 6. Dezember in Frankfurt stattfindenden Weltleitmesse ist Italien. ring with Italian Design” an allen Messetagen verschiedene Hersteller das Thema 3D-Drucktechnik im Bezug auf italienisches Design präsentieren.

britta biron

3M SecureFit-Brille

© 3M/Michael Lieurance

Eine für alle

Die neue Schutzbrille von 3M passt sich automatisch jeder Kopfform an.

Wien. Arbeitsschutz kann auch bequem sein, wie der Multitechnologie-Konzern 3M mit seiner neuen SecureFit-Schutzbrille zeigt. Sie kommt ohne bewegliche Teile aus und die Brillenbügeln passen sich automatisch Form und Größe des Kopfes an. Dahinter steckt jahrelange Forschung, bei der unter anderem mithilfe von digitalen Modellen über 600 Berührungspunkte am Kopf ermittelt wurden. Ein weiterer Vorteil ist das geringe Gewicht (gerade 18 g) und die hohe Absorbtionsrate (99% der UVAund UVB-Strahlen).  http://solutions.3maustria.at

Fach-Konferenz Dem 3D-Druck, bzw. Investitionen in diese Technologie, widmet sich auch die Terry Wohlers Konferenz, die heuer zum 15. Mal im Rahmen der EuroMold (am 5. Dezember von 9:30 bis 17:00 im Portalhaus, Raum Frequenz2, Halle 11) stattfindet. Behandelt werden von den insgesamt neun internationalen Referenten konkrete Produktbeispiele sowie ausgewählte Märkte wie etwa China oder die USA. Außerdem erhalten Besucher genauen Einblick in Entwicklungen und Tendenzen der 3D-Drucktechnik im medizinisch-technischen Bereich. Auch das Thema geistiges Eigentum im Bezug auf Investitionen in die neuartige Technologie wird diskutiert. Die Gebiete Forschung und Investitionen der öffentlichen Hand runden das Programm ab.

„Das Potenzial und der zukünftige Einfluss der 3D-Druck-Techno­ logie auf die gesamte Prozesskette werden enorm sein.“ Eberhard Döring GF der EuroMold

Neue Möglichkeiten „Die Technik des 3D-Drucks befindet sich derzeit in einer Übergangsphase von einer Technologie, die zum Herstellen von Prototypen verwendet wird, hin zu einer Technologie, die Endprodukte produziert. Unsere Branche erlebt diese außergewöhnliche und spannende Veränderung ganz konkret“, so Döring. Schon jetzt lasse sich sagen, dass das Potenzial und der zukünftige Einfluss des Verfahrens auf die gesamte Prozesskette enorm sein werden. „Die unzähligen Möglichkeiten werden mittlerweile nicht mehr nur in tech-

gesamte Branche. Italienische Aussteller werden auch dieses Jahr wieder vielfältige und qualitativ hochwertige Produkte präsentieren und erneut eine ausgesprochene Bereicherung für die Messe darstellen.“ Insgesamt werden heuer über 50 Aussteller aus Italien erwartet, 20 davon werden das erste Mal teilnehmen, und im Rahmen eines Themen-Forums in der Messehalle 9 Neuigkeiten und Sonderexponate ausstellen. Beispielsweise werden zum Thema „Personal Manufactu-

© Arburg

D

er Grundsatz, dass allein Angebot und Nachfrage den Preis eines Produkts oder einer Dienstleistung entscheiden, gilt quasi als in Stein gemeißelt und diente daher auch immer wieder als Argument, vor allem um Preissteigerungen zu rechtfertigen. Und es klang ja durchaus einleuchtend. „Seltene Erden“, da impliziert ja schon der Name, dass es sich da um rare Güter handelt. Und wenn mehr Nachfrage nach Rohöl, Aluminium oder Kupfer herrscht, die Mengen aber nicht gleichzeitig steigen, tun dies halt die Preise. Offenbar folgen die Preise aber nicht so sehr den Gesetzen des Marktes als vielmehr dem Willen von Spekulanten. Einer kürzlich in den USA eingereich- ten Klage zufolge sollen einige Ölkonzerne, die Großbank Morgan Stanley und ein Energiehandelshaus die Spotpreise der Nordseeölsorte Brent Crude Oil durch falsche, ungenaue oder irreführende Trades manipuliert haben. Daneben stehen auch einige Finanzinstitute, die über große eigene Aluminium-Lager verfügen, im Verdacht, mit ­Liefertricks das Angebot künstlich verknappt und den Preis so in die Höhe getrieben zu haben. Behörden in den USA ermitteln bereits und auch die EUKommission will den Rohstoffmärkten künftig genauer auf die Finger schauen. Gut so!

Frankfurt. Eberhard Döring, Messeleiter der EuroMold: „Mit seiner Ausstellervielfalt beweist Italien Jahr für Jahr seine Innovationskraft und Stärke. Deshalb ist es uns eine große Freude, dem Land anlässlich unseres Messejubiläums eine adäquate Plattform bieten zu dürfen. Außerdem unterstreicht das diesjährige Gastland unseren internationalen Ansatz und würdigt die herausragende Stellung italienischer Unternehmen für die

Der neue Freeformer von Arburg macht 3D-Druck wirtschaftlich.

nischen und wissenschaftlichen Kreisen erkannt, vielmehr investieren immer mehr der größten Unternehmen und Marken der Welt in diese Technologie.”

Freiheit bei der Form Ein Beispiel dafür ist der deutsche Spritzgießmaschinenbauer und Kunststoffverarbeitungsexperte Arburg, der sich mit der additiven Fertigung von Kunststoffteilen eingehend beschäftigt hat. Dabei herausgekommen ist sowohl eine neuartige Maschine, der Freeformer, als auch ein neues, bereits patentiertes Verfahren, das ArburgKunststoff-Freiformen (AKF). Beim AKF werden 3D-CAD-Daten vom Freeformer direkt aufbereitet,

Standard-Kunststoffgranulat wie beim Spritzgießen integriert aufgeschmolzen, aus der flüssigen Schmelze Tröpfchen erzeugt und daraus ohne Werkzeug das voll funktionsfähige Bauteil aufgebaut. Damit ist die individuelle Teilefertigung ganz ohne Spritzgießwerkzeug ab Losgröße eins wirtschaftlich möglich. Ein weiterer Vorteil ist, dass mit diesem Verfahren Geometrien möglich sind, die sich im Spritzgießverfahren nicht realisieren lassen und die Bauteile ohne Nacharbeit sofort einsatzbereit sind. Auf dem Messestand werden zwei Freeformer komplexe Kunststoffteile aus ein bzw. zwei Komponenten produzieren.  www.euromold.com

SPS IPC Drives Messe und Kongress präsentieren gesamtes Spektrum der elektrischen Automatisierung

Beobachten, bedienen & kommunizieren Nürnberg. Der Countdown zur diesjährigen SPS IPC Drives läuft. Mehr als 1.500 nationale und internationale Unternehmen werden heuer erwartet. Neue Softwarelösungen, weiterentwickelte Komponenten und optimierte Lösungen für mobile Anwendungen präsentiert Baumüller, darunter etwa das dezentrale Antriebskonzept „b maXX 2500“. Die Ethernet Powerling Standardization Group (EPSG) stellt ihren Messeaufttritt unter das Motto „Ein Netzwerk für alle(s)“. „An einer reich bestückten Multi-VendorWand am EPSG-Stand zeigen wir, dass Powerlink in der Wertung der Echtzeit-Kommunikationssysteme ganz vorn liegt“, verspricht EPSGGF Stefan Schönegger.

Umfassende Infos Am Stand von Rockwell Automation können Besucher nicht nur via Life-Präsentationen, interaktiven Displays und Hardware-Demos die neuesten Produkte und Technologien näher kennenlernen, sondern sich darüber hinaus auch über Marktchancen in den USA in-

– alle Aufgabenstellungen sind vertreten“, so Patrick Schwarzkopf, Leiter VDMA Industrielle Bildverarbeitung. Auch die Vision, Internationale Fachmesse der Bildverar-

„Fachbesucher fin­ den auf unserem Gemeinschafts­ stand das gesamte Angebots­spektrum

© VDMA

britta biron

Schwerpunkt der diesjährigen Fachmesse ist die industrielle Bildverarbeitung.

der Bildverarbeitungs­

formieren. Dafür ist ein Vertreter von SelectUSA, dem offiziellen Investitionsförderprogramm der USRegierung, anwesend.

technologie.“

Produktion im Bild Besonderer Schwerpunkt ist heuer die industrielle Bild-verarbeitung. Neben zahlreichen Einzelausstellern präsentiert der

VDMA einen Gemeinschaftsstand mit 23 Ausstellern (Halle 7A, Stand 636/720). „Fachbesucher finden hier das gesamte Angebotsspektrum der Bildverarbeitungstechnologie. Es reicht von Software, Optiken, Beleuchtung, Frame-Grabbern und Kameras bis zu den Komplettsystemen. 2D, 3D, Farbbildverarbeitung, Qualitätssicherung, Identifikation oder die Steuerung von Maschinen

patrick schwarzkopf, vdma

beitung, wird hier mit einem Infostand vor Ort sein. Zusätzlich wird täglich eine Podiumsdiskussion zum Thema Bildverarbeitung stattfinden.  www.mesago.de/de/SPS


I n n ovat io n & U n t e r n e h m e n

Freitag, 15. November 2013

industrialtechnology – 53

Stahlharte Strategie voestalpine lässt sich ihre globalen Expansionspläne im laufenden Geschäftsjahr gut eine Milliarde Euro kosten

Wachstum in Ost und West norbert berger

Linz. Zwar hat die voestalpine im ersten Halbjahr weniger Umsatz und Gewinn als im Vorjahr gemacht, das ist für den Konzern allerdings kein Grund, seine langfristigen Pläne über den Haufen zu werden. Im Gegenteil wird die Expansion und Internationalisierung noch kräftiger vorangetrieben.

Mehr Investitionen Bereits im ersten Halbjahr 2013/14 hat das Unternehmen seine Investitionen dafür um 44,2%auf 434,1 Mio. € erhöht, bis zum Ende des Geschäftsjahrs soll es 1 Mrd. € werden, eine weitere Milliarde wird dann im kommenden Jahr folgen. Der Fokus liegt vor allem auf den technologisch anspruchsvollen Wachstumsbranchen Mobilität und Energie, geografisch klar au-

ßerhalb Europas mit den Schwerpunkten USA und Asien. Einer der größten Brocken mit einem Investitionsvolumen von 550 Mio. € ist die neue Direktreduktionsanlage in Texas, zu der die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen. Der Baubeginn soll dann im Frühling 2014 sein.

was einem Anteil von rund sechs bis zehn Prozent entsprechen wird. Derzeit hat die voestalpine in Asien 64 Standorte mit 3.600 Mitarbeitern, „zumindest 15 neue Werke“ sollen laut Eder in den nächsten Jahren dazukommen.

Sorgenkind Europa

Fokus auf USA & Asien „In Nordamerika streben wir drei Mrd. Euro Umsatz an, also eine noch deutlichere Erhöhung als in Asien“, so voestalpine-CEO Wolfgang Eder. Die Umsätze in Asien sollen sich von derzeit rund 700 Mio. € bis 2020 verdreifachen,

In Europa hat die Festigung der Markt-, Qualitäts- und Technologieführerschaft in den Kernbereichen Priorität. Eine nachhaltige Verbesserung der Situation sieht der voestalpine-Chef im Gegensatz zur globalen Entwicklung, wo er eine deutliche Kon-

junkturbelebung und auch eine Erholung der Stahlpreise erwartet, nicht: „Der Stahlindustrie in Europa dürfte nach Jahren rückläufiger Nachfrage nichts anderes übrig bleiben, als sich mit dauerhaft niedrigeren Auslastungsniveaus abzufinden.“ Neben der ungelösten Frage der Bereinigung der massiven Überkapazitäten am europäischen Markt als existenzielles branchenspezifisches Problem sieht Eder auch in einer generell industriefeindlichen Wirtschaftspolitik der EU die ­Ursachen für die weiter angespannte Situation.  www.voestalpine.com

© APA/Hans Klaus Techt

Nordamerika und Asien bergen derzeit das größte Potenzial, in Europa hat die Sicherung des Status Quo Priorität.

voestalpine-CEO Wolfgang Eder: „Das ­Wachstum liegt außerhalb von Europa.“

Bilfinger Neue Broschüre

Brandschutz

> Minimale Streuverluste

EINKOMM ES

R

VIP

NG

EN

© Bilfinger Industrial Services

> Zielgruppe: Hohes Einkommen oder hohe Bildung

ODE

In der neuen Broschüre „Vorbeugender baulicher Brandschutz“ zeigt Bilfinger Industrial Services , welche Bauteile von Industrieanlagen besonders gefährdet sind und wie sie durch individuelle Brandschutzkonzepte geschützt werden können. Dazu zählen etwa spezielle Brandschutzputze oder Brandschutzisolierungen, die verhindern, dass die Statik von Stahl- und Betonkonstruktionen bei hohen Temperaturen beschädigt wird oder Teile des Gebäudes sogar zusammenbrechen. Auch Elektroinstallation und diverse Rohrleitungen, die oft entlang von Fluchtwegen verlaufen, sowie Entrauchungs- und Lüftungsanlagen, Abschottungen, Raumabschlüsse oder Standzargen benötigen einen für diese Bauteile jeweils maßgeschneiderten Brandschutz. Die Broschüre steht online zum kostenlosen Download bereit.  www.is.bilfinger.com

> 110.000 Haushalte in Wien und Umgebung

DU

Detaillierte Infos

> Unadressierte Zustellung

HOH

München. Wie Unternehmen ihre Industrieanlagen und Mitarbeiter vor Feuer und Rauchgas schützen müssen, ist gesetzlich geregelt. Aber die Sicherheit von Mitarbeitern, Anlagen und Produktionsprozessen kann durch vorbeugenden oder passiven Brandschutz noch weiter erhöht werden, wodurch teure Ausfallzeiten oder Kosten für Schadensbehebungen vermieden bzw. zumindest reduziert werden.

HOHE BIL

www.redmail.at Brandschutzisolierung von Stahlträgern sichert Rettungs- und Fluchtwege.


t r a n s p o r t & lo g i s t i k

54 – industrialtechnology

Freitag, 15. November 2013

Fraunhofer-Analyse Dritte Auflage der Studie „Logistikimmobilien – Markt und Standorte 2013“

short

Entwicklung der LogistikRegionen in Europa

© TGW Logistics Group

TGW automatisiert Lager von Fricke

Aufgezeigt werden unter anderem Strategien gegen die wachsende Flächenknappheit. Analyse: „Die Neubauaktivitäten haben in den vergangenen zwei Jahren in Deutschland stark zugenommen. Besonders der boomende Onlinehandel hat mit großen Ansiedlungen von Standorten in der Peripherie zu Erfolgen verholfen.” Die steigende Nachfrage hat aber auch Schattenseiten und die Logistikbranche bereits in Ballungszentren mit immer knapperen Flächen zu kämpfen. Die Umwandlung von brachliegenden Industrieflächen oder aufgelassenen Kasernenan-

Nürnberg. Diesen Herbst hat Fraunhofer SCS wieder mehrere logistikrelevante Studien veröffentlicht. So erschien kürzlich die aktuelle Ausgabe der „Top 100“ – dieses Mal in der englischen, auf Europa fokussierten Fassung als „Top 100 in European Transport and Logistics Services“, die alle wichtigen Kennzahlen zur Entwicklung des europäischen Logistikmarkts enthält. Außerdem geht das Standardwerk der Logistikimmobilienbranche mit der Studie „Logistikimmobilien – Markt und Standorte 2013“ in die dritte Runde. In dieser aktualisierten und erweiterten Fassung wurden neben Deutschland, Österreich und der Schweiz auch Belgien und die Niederlande in die Untersuchung mit einbezogen und zusätzlich der Handel als einer der wichtigsten Logistik-Treiber ausführlich analysiert. Ebenfalls neu ist der Potenzialindex, der die zu erwartende Entwicklung der deutschen Logistik-regionen in den nächsten drei bis fünf Jahren analysiert. Die Bewertung berücksichtigt dabei Faktoren wie Beschäftigungs- und Flä-

Wels. Die Fricke-Gruppe mit Sitz im norddeutschen Heeslingen zählt zu den größten privaten Akteuren im europäischen Landtechnikhandel und wird aufgrund steigenden Nachfrage ihr Zentrallager in Heeslingen vergrößern und modernisieren. Bei der Automatisierungslösung entschied sich Fricke für TGW Systems, vor allem auch wegen der langfristigen Perspektive. Fricke-GF Holger Wachholtz dazu: „Für uns war schon bei der Auswahl des Projektpartners klar, das ist jetzt eine Technik, die man sich für die nächsten 20 Jahre hinstellt.“  www.tgw-group.com

Ausbau der Shared Logistics Center Essen/Berlin. DB Schenker Logistics plant in den kommenden fünf Jahren die Eröffnung von weltweit mehr als 30 sogenannten Shared Logistics Centers (SLC). Die Anlagen sind an strategischen Standorten in der Nähe wichtiger Güterverkehrs-Drehscheiben sowie in Regionen geplant, in denen mittelfristig mit stärkerer Kundennachfrage zu rechnen ist. „Damit bieten wir unseren Kunden die Flexibilität, die sie brauchen, um den wechselnden Anforderungen ihres Geschäfts zu entsprechen“, so Rob ­Walpole, Head of Logistics/ Supply Chain Development, DB ­Schenker.  www.dbschenker.de

„Der neue PotenziHamburg ist eine der Logistikregionen mit besonders gutem Entwicklungspotenzial.

chenpotenzial, Neubauaktivitäten, Infrasturmaßnahmen, Bevölkerungsentwicklung und Zukunftsbranchen.

Knappe Flächen Die besten Entwicklungschancen haben der Analyse zufolge die Regionen Niederrhein, Hamburg, Rhein-Main, Berlin und das öst-

liche Ruhrgebiet. Schlusslichter sind die Donauregion und das Saarland. Die Studie untersucht auch die Neubauaktivitäten von 2011 bis Mitte 2013 in den Top-20Logistikregionen auf. Mit knapp 600.000 m� Neubaufläche führt die Region Rhein-Main vor Duisburg/ Niederrhein, Hannover, Stuttgart und Erfurt Uwe Veres-Homm, Mitautor der

alindex zeigt jene deutschen Regionen, die zukünftig von einer hohen Neubaudynamik geprägt sein werden.“ uwe veres-homm, Arbeits­ bereich Supply Chain Services

lagen sei, so Veres-Homm, eine geeignete Gegenstragegie. Weiters enthält die Studie detaillierte Profile der Top-Logistikregionen Europas, die die jeweiligen Stärken und Schwächen aufzeigen sowie die gegenwärtigen Entwicklungen in den lokalen Teilmärkten und liefert damit für Projektentwickler, Makler, Berater, Investoren bis zum kommunalen Flächenanbieter wichtige Daten. Die Studie kann ab dem 20.11. beim Fraunhofer Verlag für 235 € unter der ISBN 978-3-8396-0613-1 bezogen werden).  www.scs.fraunhofer.de

Der Kranich trotzt dem schwierigen Markt

Große Pläne 26 Mrd. Euro sollen in die Schaffung eines trans­europäischen Verkehrsnetzes investiert werden

EU will die Infrastruktur neu organisieren

© FRA F/CI, Lufthansa Cargo

Brüssel. Auch wenn die Grenzen in Europa gefallen sind, von grenzenlosem Personen- und Güterverkehr kann nach wie vor nicht die Rede sein. Noch immer existieren Schwachstellen und Hindernisse, fehlen wichtige Verbindungen zwischen Transportrouten oder Anbindungen großer Verkehrsknoten. Auch veraltete Infrastruktur sorgt vielerorts für einen kost-

Drei Boing 777-Frachtflugzeuge ­wurden kürzlich in Dienst gestellt.

spieligen und zeitraubenden Stau. Damit soll jetzt Schluss sei. Als ihr bisher radikalstes Verkehrsprojekt bezeichnete die EU-Kommission daher die kürzlich veröffentlichten Pläne zur Schaffung einer neuen europäischen Infrastruktur. Der für Verkehr zuständige Vizepräsident der Kommission, Siim Kallas, erklärte dazu: „Der Verkehr ist ein entscheidender Faktor für

die europäische Wirtschaft – ohne gute Verkehrsverbindungen wird Europa nicht wachsen und gedeihen.“ Geplant ist ein Kernverkehrsnetz aus neun Hauptkorridoren – zwei von Nord nach Süd, drei von Ostnach West und vier diagonal verlaufende –, von denen jeder mindestens drei Verkehrsträger, drei Mitgliedsstaaten und zwei grenzübergreifende Abschnitte umfasst. Insgesamt sollen dadurch 94 wichtige Häfen und 38 Großflughäfen an das Schienen- und Straßenverkehrsnetz angebunden werden. Ergänzt wird das Kernnetz durch Zubringer­straßen auf regionaler und nationaler Ebene.

Viele Großprojekte

© EPA/Julien Warnand

Frankfurt. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs konnte die Lufthansa Cargo AG die Auslastung ihrer Flugzeuge auf 69,3% steigern, die Menge der beförderten Fracht ging allerdings um 2,2% auf rund 1,3 Mio. t zurück. Trotz der nach wie vor schwierigen Marktbedingungen wird aber weiter in neue Flugzeuge (drei neue Boeing 777Frachter wurden im September in Dienst gestellt) und in den Ausbau des Streckennetzes investiert. Nach dem Vorbild der Star Alliance denkt man auch über die Gründung eines Bündnisses im Bereich des Luftfrachtverkehrs nach.  www.lufthansa-cargo.com

© dpa/A3390 Kay Nietfeld

britta Biron

76 Stingray-Shuttles bedienen die insgesamt 9.120 Stellplätze.

Siim Kallas, Vizepräsident der EU-Kommission: Verkehr ist wichtig für Wachstum.

„Dieses Kernnetz wird Ost und West miteinander verbinden und den heutigen Flickenteppich im Verkehrsbereich durch ein echtes europäisches Netz ersetzen“, so Kallas weiter. Die 26 Mrd. €, die im Rahmen von „Connecting Europe“ (CEF) des MFR für den Verkehr bereitgestellt

werden, dienen der Anschubfinanzierung und sollen weitere Investitionen der Mitgliedsstaaten nach sich ziehen. Die Gesamtkosten der ersten Finanzierungsphase des Kernnetzes

„Grundprinzip ist, dass jedes Land vom Zugang zu einem leistungsfähigen europäischen Kernverkehrsnetz profitiert.“ Siim kallas, EU-Vizepräsident für verkehr

im Zeitraum 2014 bis 2020 werden auf 250 Mrd. € geschätzt. Das Kernnetz soll, so der ambitionierte Plan, bis zum Jahr 2030 fertig­gestellt sein.  http://europa.eu


e n e r g i e & r e s s o u r ce n

Freitag, 15. November 2013

industrialtechnology – 55

Zero Emission Cities Fachreferate und Diskussionen beleuchteten die verschiedenen Aspekte der Energiewende

short

Mehr Energie notwendig

80 Mio. Euro für grünen Strom in Graz

Herausforderung ist nicht die Technik, sondern wirtschaftliche & politische Rahmenbedingungen.

Hochkarätige Referate

© Energie Steiermark

Das neue Kraftwerk liefert 85 Mio. KWh umweltfreundlichen Strom.

Graz. Vor wenigen Tagen wurde das Wasserkraftwerk Kalsdorf offiziell eröffnet. Errichtet wurde die Anlage, die den Energiebedarf von 22.000 Haushalten deckt und mehr als 50.000 t CO2 spart, von Energie Steiermark in Kooperation mit Verbund. „Damit wird der Energiemix der Steiermark noch grüner und wir setzen in Sachen Ökologie europaweit höchste Standards“, freut sich Christian Purrer, Vorstandssprecher der Energie Steiermark. Parallel dazu wurde das angrenzende Gebiet entlang der Mur durch zahlreiche Freizeitmaßnahmen aufgewertet. „Der Dialog mit allen Beteiligten ist bei diesem Projekt überaus positiv verlaufen, wir haben in allen Projektphasen auf eine starke Unterstützung aus der Bevölkerung bauen können“, so Olaf Kieser, Vorstandsdirektor des steirischen Energie-Dienstleisters.  www.e-steiermark.com  www.verbund.com

„Die Smart City wird zwar weniger fossile Brennstoffe benötigen, aber dafür wird sie insgesamt mehr Strom brauchen.“ v.l.n.r.: Peter Molnar (GF Klimabündnis), Roman Weigl (Fachgruppenobmann der Ingenieurbüros WK Wien), Moderatorin Claudia Reiterer, Marc H. Hall (Vorstand Wiener Stadtwerke), Wolfgang Anzengruber (Vorstandsvors. Verbund AG).

sich unter anderem mit in Beton vergossenen Metallrohren. Die Pilotanlage der DLR speichert eine Leistung von 100 kW, die Temperatur beträgt rund 400 Grad.

Wirtschaftliche Faktoren Den ökonomischen Aspekten ökologischer Energiekonzepte widmete sich Harald Proidl von der E-Control Austria in seinem Referat und wies vor allem darauf

hin, dass zahlreiche Aspekte, wie etwa Marktmodelle, Förderungen, Preisbildung, Energieinfrastruktur, Konsumenten- und Datenschutz, bisher nicht zu Ende gedacht seien. Er gab zu bedenken, dass die Smart City zwar weniger fossile Brennstoffe, aber insgesamt mehr Strom brauchen werde. Verkehr, Verkehrsregelung, usw. würden künftig energieintensiver sein als bisherige Systeme. Auf jeden Fall

Harald Proidl, e-Control

chende Ziele zu definieren. Jene des Klimaschutzes auf EUEbene seien aber, so Peter Traupmann, GF der Österreichischen Energieagentur, zu hoch gesteckt bzw. würden die spezifische Situation in Österreich nicht ausreichend berücksichtigen. Er fordert daher eine eigene österreichische Energie-Roadmap und eine parallel zur Energiewende laufende Verkehrswende.  www.zeroemissioncities.at

Demner, Merlicek & Bergmann

Wolf-Dieter Steinmann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart präsentierte die Projekte des Instituts für Technische Thermodynamik/Thermische Prozesstechnik. Dort arbeitet man an Möglichkeiten, Energie in Form von Hitze (100 bis 1.000 Grad Celsius) zu speichern. Aktuell beschäftigt er

müsse noch an „einigen Ecken und Enden, unter anderem Netze, Zählund Messwesen bei Strom, Gas und Wärme, den Wettbewerb unter den Dienstleistern, Konsumenten- und Datenschutz, Cybersecurity, geschraubt werden“, sagt Proidl und forderte die Politik auf, entspre-

© medianet/Szene1/Christian Mikes

Wien. Zum vierten Mal fand heuer der Umwelt- und Energiekongress „Zero Emission Cities“ im Wiener Rathaus statt. Das diesjährige Motto des von der Fachgruppe Ingenieurbüros sowie der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Wien initiierten Events lautete „Alternativ wird Mainstream – der Siegeszug der erneuerbaren Energie“. Die Themen reichten von Photovoltaik über Windenergie bis hin zu innovativen Stromspeichern und Fragen rund um die Energiewende. Dazu standen Vorgräge und Diskussionen mit hochkarätigen nationalen und internationalen Experten auf dem Programm, darunter „Empfehlungen zum Einsatz kleiner Windenergieanlagen im urbanen Raum“ von Jan Liersch, GF der Key Wind Energy GmbH aus Berlin, oder „Innovative Beleuchtungslösungen als Chance für Smart Cities“ von Philips Austria-Chef J. Robert Pfarrwaller.

Was man jemandem sagt, der alles verloren hat? Zuerst mal „hallo“.

t h e n e x t g e n e r at i o n l aw f i r m .

Weder Baumkraxeln noch Schießerei. Auch nicht Fußball, Ausreißen oder Spinatspucken. Ich war ein besonnenes Kind. Das hat von außen nicht aufregend gewirkt. Ganz anders in mir – da war ich Enthusiast. Bloß für andere Dinge: Abenteuer im Kopf, Reisen durch Gedankengebäude und kombinatorische Systeme. Ich spielte mein inneres Glasperlenspiel. So erklärt sich auch meine frühreife Karriere im Bridge mit der Oma. Bei feinen Teetassen, Schinkenkipferln und Salzgebäck. Acht Jahre war ich alt, ein geborener Bridge-Meister. Regelsysteme von hoher Komplexität ziehen mich an, bis heute. Auch das Energierecht ist ja genau genommen ein Glasperlenspiel… Dr. Thomas Starlinger . Energierecht

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie uns, obdachlosen Menschen Menschlichkeit und Obdach zu bieten. Danke für Ihre Unterstützung. Spendenkonto: 51413 533 033, BLZ 12000 www.VinziRast.at

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Stromkennzeichnung gem. § 78 Abs.1 und 2 ElWOG 2010 und Stromkennzeichnungs-VO 2011 für den Zeitraum 1.1.2012 bis 31.12.2012. Durch den vorliegenden Versorgermix fallen weder CO2-Emissionen noch radioaktive Abfälle an.100 % der Nachweise stammen aus Österreich.

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healtheconomy Ungesunde Studien

Krankenhausmanager diskutierten Gesundheit von Beschäftigen und Patienten Seite 62

Š Ükopharm

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Gesunde Spitäler

Nicht jede Studie, die wahr ist, ist auch sinnvoll, sagt Pharmazeut Fuchs Seite 58

Wechsel Neue Obfrau fßr STGKK Š APA/Peter Palme

Studie zeigt: Wartezeiten extrem unterschiedlich

Š panthermedia.net/Mikhail Lavrenov

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Š Plattform MeineRaumluft.at /APA-Fotoservice

Forschung Manche Menschen sind morgens aktiv, andere blĂźhen am Abend auf, weil die innere Uhr bei jedem anders tickt. Mediziner haben nun herausgefunden, dass Chemotherapie-Medikamente effektiver sind und weniger Nebenwirkungen haben, wenn man sie den Patienten nach dem individuellen Biorhythmus zur richtigen Tageszeit verabreicht, erklärte Francis Levi vom Hopital Paul Brousse in Villejuif (Frankreich) am Rande des Symposiums „Time – how nature sets the clock“ (Zeit - wie die Natur die Uhr stellt) am Vienna Biocenter.  Seite 60

Š panthermedia.net/Cathy Yeulet

Dicke Luft Mehr als 360 Bßros wurden bei einer Üsterreichweiten Erhebung auf wesentliche Indikatoren fßr gesunde Raumluftqualität untersucht. Die unabhängige Plattform MeineRaumluft.at präsentierte nun Ergebnisse, die zum Nachdenken bringen. In fast allen Bßros wurden während des Messzeitraums Richtwerte fßr gesunde Raumluft zumindest punktuell ßber- bzw. unterschritten. Arbeitsmediziner geben die Folgen fßr den Einzelnen und die Wirtschaft zu bedenken: Ermßdung, Kopfschmerzen, Schwindelgefßhl sowie Leistungsabfall und Krankenstände. Seite 61

Krankenhaus-Wartezeiten Seit heuer mßssen die Spitäler Operationswartezeiten transparent machen. Noch zieren sie sich, eine Untersuchung des IHS belegt aber deutliche Unterschiede und Bevorzugungen von Privatpatienten.  Seite 59

inhalt

Healthcare > Ärzte diskutieren erneut Ambulanzgebßhr  > Wirtschaftskammer zeigt Lieferpotenziale  Pharmareport und Lifescience > Biotechfirma arbeitet an Impfstoff gegen ­Tropenkrankheit  > Start-up entwickelt Gel zur Behandlung chronischer Wunden 

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Medizintechnik und eHealth > Humanomed-IT bietet neue Pflege-Software an  61 > Kapsch vernetzt NÖ Krankenhäuser  61

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hilft der Haut, sich selbst zu helfen

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22.04.11 11:13

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c ov e r

58 – healtheconomy

Freitag, 15. November 2013

Prävention und Früherkennung Bis zu 645.000 Menschen in Österreich sind von Diabetes betroffen, viele unwissend

Kommentar

Weltdiabetestag: Zahl der Betroffenen wächst stark

Wenn die Krise krank macht

Krankenkassen, Diabetesinitiaitve und MSD machten mit Veranstaltungen auf Problem aufmerksam.

D

ie anhaltende Krise in Europas Volkswirtschaften und der in vielen Ländern in der Folge eingeschlagene Sparkurs bei Gesundheits- und Sozialabgaben haben negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, berichten Experten beim Kongress der WeltPsychiatriegesellschaft kürzlich in Wien. Doch gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten seien Investitionen in Prävention, Früherkennung und Behandlung psychischer Erkrankungen wichtig – und rechnen sich auch. Inzwischen weisen immer mehr Studien nach, welche unmittelbaren negativen Auswirkungen Krise und Sparprogramme auf den psychischen Gesundheitszustand der Menschen haben. So bestätigt sich die Erfahrung, die mit vorangegangenen Krisen gemacht wurde, zum Beispiel in dramatischer Weise beim Thema Suizide. Die Zahl der Selbsttötungen in der Altersgruppe unter 65 Jahren ist seit 2007 EU-weit angestiegen – in Griechenland sogar um 60 Prozent, in Irland von 2010 bis 2011 um sieben Prozent. „Steigt die Arbeitslosenrate um mehr als drei Prozent, steigt die Suizidrate bei Menschen unter 65 Jahren um 4,45 Prozent, die Zahl der alkoholbedingten Todesfälle steigt um 28 Prozent.“ Zahlen, die die Regierung beachten sollte, wenn sie versucht, das Budgetloch zu stopfen ...

GRAFIK DER WOCHE LEBENSERWARTUNG Durchschnittlich verbleibende Jahre nach Alter, in Jahren männlich

weiblich 78,0

0 Jahre ø 80,7

83,3 63,4

15 Jahre ø 66,1

68,6 48,9

30 Jahre ø 51,5

53,8 34,6

45 Jahre ø 37,0

39,2 21,6

60 Jahre ø 23,6 75 Jahre ø 12,1

25,4 10,8 12,9

90 Jahre ø 4,2

3,8

100 Jahre ø 2,0

1,8

4,3

2,0

ø = Gesamtschnitt Quelle: APA/Stat; Grafik: R. Appl

Wien. Diabetes ist wohl jene Zivilisationskrankheit, die aufgrund der Zunahme älterer Patientinnen und Patienten sowie junger Übergewichtiger in den kommenden Jahren am stärksten zunehmen wird. In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM) und der Österreichischen Diabetes-Gesellschaft (ÖDG) hat die Sozialversicherung anlässlich es Weltdiabetestags am 14. November den Diabetes-Pass neu aufgelegt. Der Diabetes-Pass ist ein wichtiges Hilfsmittel für einen effizienten und erfolgreichen Umgang mit dieser Volkskrankheit und unterstützt zudem das Disease Management-Programm „Therapie Aktiv – Diabetes im Griff“. Erst kürzlich präsentierte Gesundheitsminister Alois Stöger den „Österreichischen DiabetesBericht 2013“, wonach die Gruppe der Diabetiker derzeit in Österreich auf 573.000 bis 645.000 Menschen geschätzt wird. Davon sind ungefähr 143.000 bis 215.000 Personen undiagnostiziert. Zudem nimmt die Zahl der Diabetiker stetig zu. Und vor allem: Von der früher salopp als „Alterszucker“ bezeichneten Krankheit sind immer mehr Kinder und Jugendliche betroffen.

Übergewicht ist ein Riskofaktor für Diabetes: Experten fordern gezieltere Maßnahmen zur Prävention und Früherkennung.

hormone, aber auch der Einfluss von Gesellschaft, Kultur und Geschlechterrollen zu beachten. Ein niedriger Sozialstatus und schlechte Bildung sind vor allem bei Frauen mit einem höheren Risiko für Adipositas und Diabetes verbunden. Mit der Awareness-Kampagne „Seven Days for Diabetes“ hat die Initiative in der vergangenen Woche durch verschiedene Aktionen versucht, auf der Problem aufmerksam zu machen. Das Pharmaunternehmen MSD in Österreich widmete dem Thema rund um den Welt-Diabetes-Tag ebenfalls österreichweit eine Reihe von Initiativen, denn: Typ-2-Diabetes mellitus etwa bleibt von den Betroffenen in vielen Fällen lang unbemerkt. Dabei ist es verhältnis-

Sozialstatus macht krank Das Geschlecht beeinflusst zudem die Entwicklung und den Verlauf aller Diabetes-Formen, teilt die Diabetesinitiative Österreich mit. Neben den biologischen Unterschieden spielen psychosoziale Faktoren bei der Prävention, Diagnose und Therapie des Diabetes eine wichtige Rolle. Dabei sind der Einfluss der Gene und Sexual-

mäßig einfach, über eine Messung des „Langzeit-Blutzuckerwerts“, des sogenannten HbA1c-Werts, einen klaren Hinweis auf eine Diabetes-Erkrankung zu erhalten. Wer bei einer solchen Messung einen auffälligen Wert aufweist, sollte sich ehest möglich in ärztliche Behandlung begeben.

Breite Informationen „MSD setzt sich dafür ein, das Wissen in der Bevölkerung zum Thema Diabetes – als besonderen Aspekt der Gesundheitskompetenz – breitestmöglich zu fördern. Uns geht es einerseits darum, die Menschen zu informieren, wie man präventiv gegen Diabetes vorgehen kann. Auf der anderen Seite ist es

von größter Wichtigkeit, dass Diabetes früh erkannt wird, damit die notwendigen Schritte gesetzt werden können“, erklärte Gabriele Grom, Geschäftsführerin von MSD in Österreich. Rund um den 14. November fanden zahlreiche Aktivitäten statt. So gab es neben vielen anderen Aktionen am Weltdiabetestag im Foyer des Euro Plaza Business Parks am Wienerberg HbA1c-Messungen für Interessierte. Weiters fanden Vorträge zum Thema statt. In St. Pölten gab es im Ekazent Traisenpark ebenfalls HbA1c-Messungen. Und in Innsbruck fand in Zusammenarbeit mit Gesundheitslandesrat Herbert Tilg der Tiroler Diabetestag im Congress Innsbruck statt.

Hintergrund Pharmazeut und Nahrungsexperte Norbert Fuchs informierte Apotheker über publizierte Studien

Auch wahre Studien können falsch sein Wien. In regelmäßigen Abständen erschienen während der vergangenen Jahre Publikationen, die den Sinn des therapeutischen Einsatzes von Vitaminen, Mineralstoffen oder Spurenelementen relativierten und gar infrage stellten. Leser von Fach- und Verbrauchermedien glaubten manchmal, ihren Augen und Ohren nicht mehr vertrauen zu können. Berichtete etwa Anfang der 1990er-Jahre eine seriöse wissenschaftliche Publikation darüber, dass die Einnahme einer Kombination aus Beta-Carotin, Vitamin E und Selen bei annähernd 30.000 Chinesen die Gesamtmortalität und Krebsmortalität statistisch signifikant senken konnte, wurde zwei Jahre später eine ebenso große Studie in Finnland abgebrochen, weil sich die Lungenkrebs-Sterblichkeit jener männlichen Versuchspersonen, die Beta-Carotin eingenommen hatten, um 18% erhöht hatte. Sind Vitamine nun Heilsbringer oder Krebsbeschleuniger? „Kein Wunder, dass Medien wie Spiegel, Stern, profil, Krone und Co entsprechend polarisierende Beiträge

bringen, wo sich doch nicht einmal die Fachwelt einig ist in der Bewertung von Vitaminen und anderen Mikronährstoffen“, kritisierte am vergangenen Donnerstag der Deutsche Apotheker Uwe Gröber bei einer Informationsveranstaltung für Apotheker. Zusammen mit dem Pharmazeuten Norbert Fuchs (Ökopharm) trat er erstmals gemeinsam vehement gegen den „Nonsens methodisch falsch an-

gelegter Vitaminstudien“ auf, egal, ob diese nun Pro- oder Contra-Ergebnisse zum Wert dieser Biomoleküle brachten. Der Aussagewert einer Studie hänge nicht von der Anzahl der untersuchten Teilnehmer ab, sondern vom Studienansatz und vom methodischen Design. Dies wurde exemplarisch anhand ausgewählter Studien aufgezeigt. Gerade Vitaminstudien dürften nicht nach

pharmakologischen Parametern angesetzt werden. Fuchs: „Ein Blick in die Lehrbücher der Biochemie genügt, um die gravierenden Unterschiede pharmakologischer und physiologischer Abläufe in unserem Stoffwechsel zu erkennen.“ Man könne einer Person mit Eisenmangel Eisen zuführen und dennoch ändere sich nichts. Der Grund liege dann vielleicht darin, dass die betroffenen Person Eisen nicht verstoffwechseln könne, weil ihr Vitamin C fehle.

Unkritische Medien

© ökopharm

Martin Rümmele

© dpa/David Ebener

Ina Karin SChriebl

Pharmazeut Norbert Fuchs kritisierte undifferenzierte Analysen von Studien.

So effizient und lebensrettend die kurativen Effekte von Pharmaka in unserem medizinischen Alltag sind, so kontraproduktiv und irreführend sei die Beurteilung von Nährstoffen nach pharmakologischen Kriterien. Fuchs und Gröber sprachen sich vehement gegen die Verunsicherung von Patienten durch irreführende Studien und die Berichterstattung darüber aus. Ihr Rat an Journalisten: Studien im Original besorgen und genau hinterfragen. (rüm)


H E A LT H : C A R E

Freitag, 15. November 2013

healtheconomy – 59

Untersuchung Institut für Höhere Studien ortet deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern – Daten werden spärlich veröffentlicht

Wartezeiten werden transparent Wien. Niederösterreich und das Burgenland publizieren Warte­ zeiten offen im Internet oder im Geschäftsbericht, die anderen Län­ ger müssen sie seit heuer zumin­ dest dem Gesundheitsministerium melden. Das Institut für Höhere Studien mit Thomas Czypionka als Erstautor hat nun die Warte­ listen in einigen Bereichen mittels Patientenbefragungen untersucht. Ergebnis: Wer privatversichert ist oder vor der Operation in eine Privatordination geht, kommt frü­ her dran. Regional gibt es generell einige Unterschiede. „In Österreich warten Patienten im Mittel 2,1 Monate auf eine Hüft­ gelenksoperation und 2,5 Monate auf eine Kniegelenksoperation, wie unsere retrospektive Patienten­ befragung zeigte. Eine Befragung der Krankenanstaltenbetriebsgesellschaften stellte starke Un­ terschiede bei der Wartezeit so­ wohl zwischen als auch innerhalb

der einzelnen Bundesländer fest. So variiert die Wartezeit auf ortho­ pädische Operationen zwischen unter einem Monat und acht Mo­ naten, die auf ophthalmologische Operationen zwischen unter einem Monat und fast zwölf Monaten“, stellten die Experten fest. Die im schlechten Fall „typisch österreichische Seite“ der Ange­ legenheit: „Mithilfe der Patien­ tenbefragung konnte die von den Patientenvertretern geäußerte Annahme, dass eine private Kran­ kenzusatzversicherung bzw. eine private Zuzahlung bzw. ein Besuch einer Privatordination die Warte­ zeit verkürzen, bestätigt werden.“

Patienten mit einer privaten Kran­ kenzusatzversicherung haben in öffentlichen Krankenhäusern eine signifikant kürzere Wartezeit als Patienten ohne private Krankenzu­ satzversicherung. Die Autoren zu ihrer Patienten­ befragung mit 447 Teilnehmern: „6,5 Prozent der befragten Pati­ enten wurde angeboten, die Warte­ zeit durch eine private Zuzahlung zu verkürzen und 7,4 Prozent der befragten Patienten wurde ange­ boten, die Wartezeit durch den Besuch der Privatordination zu ver­ ringern.“ Wie so oft in Österreich im Ge­ sundheitswesen entscheidet of­

fenbar der Wohnort, wie lang man auf eine Operation warten muss. In der Orthopädie (Hüft-, Knie- und Schultergelenksoperation) sind es im Burgenland rund 24 Wochen, in Kärnten unter vier Wochen. Die NÖ-Landesholding führt für Knie­ gelenksoperationen acht bis 29,7 Wochen an, die oberösterreichische gespag für die orthopädischen Ein­ griffe insgesamt 6,6 bis 52 Wochen. In Vorarlberg wurden rund 16 Wo­ chen angegeben, in Wien beim KAV zehn bis 16 Wochen für Kniege­ lenksoperationen, bei der VinzenzGruppe 8,6 bis 35,7 Wochen, in der Steiermark beim Knie zwischen 1,9 und 21,4 Wochen.  (APA/iks)

© BKA/Andy Wenzel

Studie belegt erneut Bevorzugung von privatversicherten Patienten durch Spitäler.

Gesundheitsminister Alois Stöger versucht Transparenz in Spitäler zu bringen.

Lieferanten WKO informiert

Gesprächsrunde

Wien. Unternehmen sind mit ihren Produkten und Dienstleistungen immer auf der Suche nach neu­ en Absatzmöglichkeiten auf dem Gesundheitsmarkt. Am 2. Dezem­ ber bringt die WKÖ öffentliche Beschaffer aus dem Gesundheitsbereich und innovative Unterneh­ mer zusammen, um über neue Ent­ wicklungen zu sprechen.

Gesundheitsplattform Öffentliche Auftraggeber können sich auf der Plattform HAPPI (Heal­ thy Ageing Public Procurement of Innovations) über innovative Ange­ bote im Zusammenhang mit Pfle­ ge, Mobilität, Essen, persönlicher Hygiene und den Arbeitsbedin­ gungen für Angestellte im Gesund­ heitswesen informieren.  (um)

Ärztekammer Disput

Wien. Mit seinem Vorschlag, die vor einigen Jahren abgeschaffte Am­ bulanzgebühr wieder einzuführen, entfachte der Obmann der ange­ stellten Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer, Harald Mayer, einen Streit in den eigenen Reihen. Mayer hat diese als Möglichkeit mangels besserer Ideen genannt, um den Zugang zu den überlau­ fenen Spitalsambulanzen zu limi­ tieren, so die Kammer. „Ob von den Patienten wieder eine Gebühr bei einem Ambulanz­ besuch verlangt wird, ist einzig und allein eine Entscheidung der politischen Verantwortlichen“, konterte Hermann Leitner, Vize­ präsident der Wiener Kammer. Er fordert eine andere Lösung zur Entlastung der Ambulanzen, etwa ein besseres Angebot im niedergelassenen Bereich mit zusätz­ lichen Kassenstellen. Ebenfalls für einen Ausbau des niedergelassenen Bereichs mit mehr Gruppenpraxen, neuen For­ men der Zusammenarbeit zwischen Ärzten und anderen Gesundheits­ berufen sprach sich die Gesund­ heitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein, aus.  (um)

90 Jahre Erfahrung in Diabetes machen Innovationen möglich!

031307

Ambulanzgebühr


60 – healtheconomy

short

Merck baut Sparte Consumer Health aus

P h a r m a r epo r t: l i f e s c i e n c e

Freitag, 15. November 2013

Symposium Biotech-Forscher diskutierten Bedeutung moderner Chronomedizin beim Einsatz von Krebsmedikamenten

Zeit und Rhythmus sind für Therapien wichtig

© Merck

Experte: „Richtiger Zeitpunkt kann Wirkung von Medikamenten deutlich verbessern.“

Personalisierte Krebsmedizin Wien. Pro Jahr erkranken etwa 4.000 Menschen an Lungenkrebs. Die personalisierte Krebsmedizin ist in der Lage, Patientengruppen mit bestimmten genetischen Tumormerkmalen zu identifizieren und eine gezielte personalisierte Therapie zur Verfügung zu stellen, teilt der Pharmakonzern Pfizer mit. Vier von sieben von der EMA (European Medicines Agency) zugelassenen Substanzen erfüllen die Kriterien der personaliserten Medizin. Auch Pfizer setzte bereits neue Standards in der Krebstherapie. Weitere Medikamente zur personalisierten Behandlung von ­Lungenkrebs werden derzeit in klinischen Studien untersucht.

© Karin Bergmann

EU-Projekt: Geld für Impfstoff Myasterix

Forscher Fritz Andreae freut sich um Mittel für Kooperation.

Graz. Die Grazer piChem Forschungs- und Entwicklungs Gmbh entwickelt mit drei Partnern im Rahmen des EU-Projekts Myasterix einen therapeutischen Impfstoff zur Behandlung von Myasthenia gravis (MG), einer neurologischen Erkrankung, die zu einer gestörten Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel führt. piChem ist für die Wirkstoffherstellung und -Produktion verantwortlich.

Stoffwechsel im Rhythmus „Jede Zelle in unserem Körper hat eine eigene Uhr, die aus Genen und Eiweißstoffen aufgebaut ist und im 24-Stunden-Rhythmus Prozesse wie den Stoffwechsel und die Zellteilung regelt“, sagte Levi. Diese Uhren werden von einem Zeitgeber im Hirn, dem erbsenkleinen Suprachiasmatischen Nucleus gesteuert, der wiederum durch Licht, die persönlichen Gewohnheiten, die Ernährung und andere Umweltfaktoren beeinflusst wird, erklärte der Mediziner. Viele Medikamente in der Krebstherapie greifen Zellen an, die sich gerade teilen. Erwischt man sie zum richtigen Zeitpunkt, wenn sie zum Beispiel gerade ihr Erbgut verdoppeln, sind sie viel verletzlicher und die Medikamente wirken besser, erklärt Levi. Außerdem beeinflusst der Stoffwechsel-Status in den Zellen und Organen ihre Effektivität und wie stark die Nebenwirkungen sind, sagte er. „Wir haben beim Vergleich von klinischen Studien herausgefunden,

Im Schlaf laufen enorme Prozesse in unserem Körper ab. Ist er gestört, kann das auch zur Entstehung von Krankheiten führen.

dass die sogenannte Chronotherapie im Vergleich zur Standard-Chemotherapie die Überlebensraten bei Männern mit Darmkrebs um das Dreifache erhöht“, so der Mediziner. Bei Frauen habe man aber keinen Vorteil gesehen. „Deswegen müssen wir die Therapie bei jedem einzelnen Patienten auf die persönliche innere Uhr abstimmen“, sagte er. Doch derzeit könne man die beste Zeit für die Einnahme von Medikamenten nur nach dem Bevölkerungsdurchschnitt abschätzen. Darum untersuchen die Mediziner nun sogenannte Biomarker. Bei Mäusen haben sie herausgefunden, dass man nur die Aktivität von zwei Genen, die zur inneren Uhr gehören, beobachten muss, um den optimalen Zeitpunkt zu finden, an dem Medikamente verabreicht

werden sollten, so Levy. Er unterschied sich je nach dem Geschlecht und dem genetischen Hintergrund der Tiere um bis zu acht Stunden.

klärte Levi. Im Hopital Paul Brousse würde man derzeit 20 bis 30 Patienten pro Woche mit der Chronotherapie behandeln, insgesamt habe man nun schon knapp 3.000 Menschen auf diese Art therapiert. In Europa gäbe es die Chronotherapie an etwa 15 Krankenhäusern, in Österreich wisse er keines. Umgekehrt ist Österreich allerdings in der chronbiologischen Forschung aktiv. Wichtige Erkenntnisse wurden hier beim Austromir-Projekt gewonnen, die wiederum große Fortschritte etwa bei der Messung der Herzratenvariabilität hatten. Eingesetzt wird es in der Herzinfrakt-Therapie und der Burnout-Behandlung. Untersuchungen haben auch gezeigt, dass ein gestörter Rhythmus Krankheiten verursachen kann.

Einsatz in Spitälern „Die Chronotherapie ist noch nicht sehr verbreitet, weil viele Leute skeptisch waren, dass der Zeitpunkt der Verabreichung so viel ausmacht“, erklärte er. Außerdem brauche man spezielle Geräte, um den Biorhythmus der Patienten bestimmen zu können. Die Kosten dafür würden sich aber bald rentieren, weil die Chronotherapie bei mehr als sechs ChemotherapieZyklen günstiger ist, als die konventionelle Verabreichung. „Die Patienten müssen weniger lang im Krankenhaus versorgt werden“, er-

Forschung Standard-Impfstoff gegen Masern als Basis

Biotech Beschleunigte Heilung chronischer Wunden

Wien. Der Schwerpunkt des Wiener Biotech-Unternehmens Themis Bioscience ist die Entwicklung von Impfstoffen gegen tropische Infektionskrankheiten. Kürzlich startete einer klinische Studie der Phase I des Impfstoffs gegen Chikungunyafieber. Die durch Moskitos übertragene Infektionskrankheit verbreitet sich zunehmend in Afrika und Asien und wird durch Fernreisen auch nach Europa und nach Nordamerika eingeschleppt. Der Impfstoff-Kandidat basiert auf einem Standard-Impfstoff gegen Masern auf der firmeneigenen ThemaxynPlattform. Diese verfügt über einen besonderen Vorteil: Es lassen sich ungewöhnlich große Gensequenzen einbauen, wodurch mit einem einzigen Impfstoff Immunreaktionen gegen mehrere Strukturen von Erregerzellen hervorgerufen werden können, was etwa für den zweiten derzeit von Themis entwickelten Impfstoff gegen das Denguefieber interessant ist. „Dank der Möglichkeit zur Insertion langer Gensequenzen können gleichzeitig vier Epitope – einer von jedem Serotyp – exprimiert werden“, sagt CEO und Themis-

Wien. Über 350 Mio. Menschen weltweit sind an Diabetes Typ 2 erkrankt. Experten rechnen damit, dass rund 50 Mio. davon aufgrund der schlechten Durchblutung der Extremitäten eine chronische Wunde, den sog. Diabetischen Fuß, entwickeln. Das österreichische Biotech-Unternehmen Tissue Med Biosciences hat ein Hydrogel mit einem hochwirksamen menschlichen Protein entwickelt, das durch eine Reihe von positiven Reaktionen in der Haut den Wundverschluss fördern soll. Am Allgemeinen Krankenhaus Wien wird nun erstmals der Wirkstoff in einer klinischen Studie der Phase I an Probanden getestet. Der Wirkstoff TMBP-3 regt die Zellteilung von menschlichen Hautzellen an und fördert damit einen deutlich rascheren Wundverschluss. Durch die Bildung neuer Blutgefäße wird die Durchblutung des Wundareals verbessert, und die Aktivierung des Immunsystems wirkt einer Wundinfektion entgegen. Der Tissue Med BiosciencesGründer und CEO des Unternehmens, Rudolf Berger, sagt: „Die

Impfstoff gegen Tropenkrankheiten Neues Hydrogel von Tissue Med Gründer Erich Tauber, „und ermöglichen eine tetravalente Vakzine. So entsteht ein effizienter Impfstoff, der gegen alle bekannten Serotypen gleichzeitig schützt.“

Weitere Tropenkrankheiten Themis will weiters Impfstoffe gegen Gelbfieber, Japanische Enzephalitis und West-Nile-Fieber auf Basis der Themaxyn-Plattform entwickeln. (um)

Erich Tauber, Themis-CEO: „Studien im Wiener AKH laufen.“

erfolgreiche Behandlung so vielfältiger Wunden mit nur einem Wirkstoff öffnet attraktive Marktchancen. Das haben jene Inves-toren bereits erkannt, die uns in den letzten Monaten ihr Vertrauen aussprachen und die weitere Entwicklung von Tissue Med Bioscience mitfinanzieren.“ Aufgrund der überzeugenden präklinischen Daten konnte das Unternehmen die Anzahl seiner Mitarbeiter in den vergangenen Monaten mehr als verdoppeln.  (um)

© TMB

Spittal/Drau. Rund 9 Mio. € will Merck in den Neubau seines analytischen Labors und die Erweiterung der Verpackungsanlage am Produktionsstandort in Spittal an der Drau investieren. „Merck Spittal gehört nun zur Sparte Consumer Health und spielt damit eine noch wichtigere Rolle für unser weltweites Produktions- und Vertriebsnetzwerk, insbesondere angesichts der Tatsache, dass über 90 Prozent der in Spittal produzierten OTC- und Vitaminpräparate in alle Welt geliefert werden“, sagt Udit Batra, CEO und Präsident der Sparte Consumer Health.

Wien. Manche Menschen sind früh morgens aktiv, andere blühen erst am Abend auf, weil die innere Uhr bei jedem anders tickt. Mediziner haben nun herausgefunden, dass Chemotherapie-Medikamente effektiver sind und weniger Nebenwirkungen haben, wenn man sie den Patienten nach dem individuellen Biorhythmus zur richtigen Tageszeit verabreicht, erklärte Francis Levi vom Hopital Paul Brousse in Villejuif (Frankreich) am Rande des Symposiums „Time – how nature sets the clock“ (Zeit – wie die Natur die Uhr stellt) am Campus Vienna Biocenter.

© Themis/Oleksandr Hnatenko

Merck Spittal wird zum wichtigsten Produktionsstandort ausgebaut.

© panthermedia.net/Mikhail Lavrenov

Andreas Feiertag

Rudolf Berger: „Chronische Wunden könnten behandelt werden.“


M e d i z i n t e c h n i k : E- H e a lt h

Freitag, 15. November 2013

healtheconomy – 61

Untersuchung Unabhängige Plattform MeineRaumluft.at analysierte Büros und Unternehmen auf Raumluftqualität

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„Dicke Luft“ in Betrieben

Siemens bringt bessere Hörgeräte Nürnberg. Auf dem 58. Internationalen HörgeräteakustikerKongress EUHA in Nürnberg präsentiert Siemens erstmals die neuen Modelle seines leistungsstärksten Hörgeräts Nitro für Menschen mit hochgradigem Hörverlust. Das neue Nitro gibt es als Hinter-demOhr-(HdO) und In-dem-Ohr(IdO)-Gerät. Das HdO ist um fast ein Drittel kleiner als das Vorgängermodell und sitzt damit diskreter und komfortabler hinter dem Ohr.

Wien. Mehr als 360 Büros wurden bei einer österreichweiten Erhebung auf wesentliche Indikatoren für gesunde Raumluftqualität untersucht. die unabhängige Plattform MeineRaumluft.at präsentierte nun Ergebnisse, die zum Nachdenken bringen. In fast allen Büros wurden während des Messzeitraums Richtwerte für gesunde Raumluft zumindest punktuell über- bzw. unterschritten. Arbeitsmediziner geben die Folgen für den Einzelnen und die Wirtschaft zu bedenken: Ermüdung, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl sowie Leistungsabfall und Krankenstände. Als konsequenten, nächsten Schritt zur Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit, der Politik und v.a. der Betroffenen selbst unterschrieben namhafte Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft den MeineRaumluft-Appell

© Siemens-Pressebild

„Gesunde Raumluft. Mehr Lebensqualität“. Seit Winter vergangenen Jahres – und noch bis einschließlich 30. März 2014 – führt die Plattform österreichweit Erhebungen zur Raumluftqualität in Büros durch. Dabei fanden zwei Untersuchungsreihen statt. Einerseits gab es mehr als 230 Spontan-Untersuchungen in Büros, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Hoffmann & Forcher im Auftrag der Plattform. Andererseits wurden in Folge Raumluftdaten in weiteren 130 Büros jeweils eine Woche lang durch Mitarbeiter der Betriebe oder Betriebsärzte selbst erhoben. Gemessen wurden zentrale Indikatoren für gesunde Raumluft: Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur, Luftaustauschrate, CO2-Gehalt sowie die Anzahl der Luftionen, die in Sondermessungen mit einem speziellen Ionen-Messgerät ermittelt wurden.

Ina Karin Schriebl

© Plattform MeineRaumluft.at/APA-Fotoservice/Preiss

Messungen belegen, dass schlechtes Raumklima Konzentration schwächt und krank macht.

Mehr Leistung aus kleineren ­Geräten, verspricht Siemens. Vertreter von Unternehmen und Wissenschafter analysieren Raumluft in Büros.

Software IT-Tochter von Spitalsgruppe bietet Dokumentation von Pflegeleistungen direkt am „Point of Care“

Humanomed entwickelt Pflegemodul

© Humanomed

Klagenfurt. Ein neues Pflegemodul der Humanomed IT Solutions – erst kürzlich hat die Humanomed Consult ihre EDV-Abteilung in eine eigene Firma ausgegliedert – ermöglicht die Dokumentation der Pflegeleistungen auch direkt am „Point of Care“. Damit erhöhen sich in erster Linie die Flexibilität der Arbeitsabläufe sowie die Mobilität der Pflegemitarbeiter, teilt das Unternehmen mit. Verfügbar ist die Software für alle Berufsgruppen wie Ärzte, Physiotherapeuten oder Diätologen und ermöglicht Auswertungen und Statistiken für die Personalplanung, Risiko- und Diagnosehäufungen. Entwickelt wurde die Software während des laufenden Betriebs in der Privatklinik Villach und ist

Die Dokumentation des gesamten ­Pflegeprozesses wird immer wichtiger.

aufgrund des praktischen Bezugs optimal auf die Anforderungen der Mitarbeiter in der Pflege und die tägliche Praxis abgestimmt. Die im KIS (Krankenhaus Informations System) erfassten Patientendaten werden in die Pflegedokumentation übermittelt und stellen die Basis für die weitere Dokumentation in der Pflege dar. Das Pflege-Modul der Humanomed IT Solutions bildet den gesamten Pflegeprozess ab und umfasst Anamnese, Diagnose, Standardpflegepläne und Pflegeplanung, Risikoerhebung, OP-Checkliste, Verlaufsübersicht mit Durchführungsnachweis, Pflegestandards, Pflegebericht und Pflegebrief sowie Entlassungsmanagement. Die per Definition abrufbaren

Pflegediagnosen können bereits während der Anamneseerhebung ausgewählt werden, insofern das Problem zu diesem Zeitpunkt eindeutig ist. Jede Pflegediagnose ist mit einem eindeutigen Zahlencode verknüpft. Die Suche nach der jeweils benötigten Diagnose erfolgt mittels Code- oder Begriffseingabe. Je nach Diagnose erscheinen weitere Pflichtfelder zum Befüllen. Das soll die vollständige Eingabe gewährleisten und Lücken in der Dokumentation vorbeugen. Die in der Anamnese erfassten Daten werden automatisch auch in weitere elektronische Formulare, wie z.B. den Entlassungsbrief, übernommen; damit wird einer Doppeldokumentation vorgebeugt.  (iks)

Implantate, die sich nach OP auflösen Graz. 25% aller Unfälle im Kindesalter haben einen Knochenbruch zur Folge. Einige können mit einem Gips konservativ behandelt werden, andere – nämlich bei stark verschobenen Knochen – müssen operiert werden. Das im Jahr 2009 an der Medizin Universität Graz eingerichtete Laura Bassi Centre of Expertise „BioResorbable Implants for Children“ (BRIC) wurde von einer internationalen Jury erfolgreich evaluiert und wird daher für weitere drei Jahre aus Mitteln der öffentlichen Hand gefördert. Das Ziel des von Annelie-Martina Weinberg geleiteten Zentrums liegt darin, sich selbst auflösende Implantate zur Behandlung von Knochenfrakturen bei Kindern zu erforschen. Dadurch sollen der Klinikaufenthalt kurz gehalten und weitere Operationen vermieden werden.

Kommunikation NÖ-Spitäler nutzen Videokonferenzen

Beleuchtung Philips entwickelt mit Partnern spezielle Lichtsteuerung für Krankenhäuser

Kapsch vernetzt

Neues Licht für Intensivstation

St. Pölten. Mit der Umsetzung einer Videokonferenzlösung für 27 Klinikstandorte stärkt Kapsch BusinessCom die langjährige Kooperation mit der NÖ-LandesklinikenHolding. Das verwendete Cisco Videokonferenz-System ermöglicht den Ärzten der Kliniken standortübergreifende, interdisziplinäre Besprechungen, die die optimale Behandlung und Versorgung vor allem von Tumorpatienten vereinfachen. Kapsch hat die Einführung von der Bedarfserhebung und Beratung bis zur Installation begleitet und ist nun für Wartung und teilweise auch für die Betriebsführung verantwortlich.

Wien/Berlin. Jedes Jahr werden in Deutschland über zwei Millionen Aufenthalte auf Intensivstationen registriert. Oft befinden sich die Patienten in einem lebensbedrohlichen Zustand vor oder nach einer Operation. In dieser kritischen Phase nehmen sie die Umgebung nicht selten als irritierend und feindselig wahr. Die klinische Forschung hat gezeigt, dass Faktoren wie laute Geräusche, schlicht funktionale Beleuchtung und soziale Isolation das Risiko erhöhen, auf einer Intensivstation in einen schockähnlichen Zustand zu fallen. Das sogenannte Delirium kann den Krankenhausaufenthalt der Patienten erheblich verlängern und auch danach die emotionale und psychologische Verfassung weiter belasten. Zur Lösung dieser Herausforderung hat sich eine Reihe unterschiedlicher Partner zusammengefunden: Das Architektenbüro Graft, die Designagentur Art+Com und die Charité Berlin haben ein Verbundprojekt initiiert und Fördermittel vom deutschen Bundeswirtschaftsministerium (AiF) gesichert. Philips hat das

„Die Einführung des Videokonferenz-Systems hilft der NÖ Landeskliniken-Holding, ihren Patienten die optimale Behandlung zur Verfügung zu stellen. Die verwendete Lösung ermöglicht eine einfache und sehr flexible Einbindung interner und externer Teilnehmer und bietet auch hinsichtlich der zeitlichen und wirtschaftlichen Ressourcen

© Kapsch AG/APA-Fotoservice/Rastegar

Wirtschaftliche Vorteile

Georg Kapsch vernetzt 27 niederösterreichische Kliniken für Videokonferenzen.

Konzept maßgeblich mitrealisiert. Der erste Prototyp ist nun im klinischen Einsatz. In den neuen Räumlichkeiten der Station 8i der Charité verschwinden die medizinischen Geräte, und die Geräuschbelastung wird reduziert. Ein weiteres tragendes Element ist der großformatige, medial bespielbare Decken- und Wand-Screen von Philips. Der behandelnde Arzt gibt auf einer Tablet-Oberfläche Parameter

zum aktuellen Gesundheitszustand ein. Eine speziell entwickelte Programmierung von Art+Com steuert den Screen so, dass der Patient eine auf ihn abgestimmte Licht- und Stimmungssituation erhält. Unter anderem werden Live-Daten vom Deutschen Wetterdienst verwendet, um diesen Prozess zu unterstützen. Die Lichtdecke mit 15.400 LEDs erstreckt sich von Kopf bis Fuß des Patienten.  (iks)

© Philips

Vorteile“, erklärt Jochen Borenich, COO Kapsch BusinessCom. Für die optimale Anbindung und Videoübertragung kommt eine Cisco Tandberg Videokonferenzlösung mit Samsung-Bildschirmen zum Einsatz. An 27 Klinikstandorten wurden flächendeckend Videoendpunkte installiert. Die Buchung des Systems erfolgt über Outlook, und ein zentrales Management stellt den reibungslosen Ablauf sicher.

Licht und Lärm belasten gerade Intensivpatienten bei der Genesung.


M E N S C H E N & KA R R I E R E N

62 – healtheconomy

Freitag, 15. November 2013

Tagung 18. Konferenz des Netzwerks Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen

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Psyche geht auf Talfahrt

Roche erneut geehrt als bester Recruiter

lastungen wie der Bevölkerungsschnitt. Und die Zunahme psychischer Erkrankungen erfordert neue Konzepte der Primärprävention, Früherkennung und Behandlung. Mit ihrer Expertise können Ausübende der Gesundheitsberufe nicht zuletzt wesentlich zur Öffentlichkeitsarbeit und Entstigmatisierung beitragen. Ein steigender Anteil an Invaliditätspensionen ist auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. In den medizinischen und pflegerischen Berufen stellt der zu frühe Abgang qualifizierter Kräfte in Verbindung mit zunehmenden Nachwuchsproblemen große Herausforderungen an den Erhalt der Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens. Die Förderung der seelischen Gesundheit der Mitarbeiter sei daher ein Gebot der Stunde, lautete der Tenor der zahlreichen Vorträge und Diskussionsrunden.

Sanofi Stiftung ehrt Grazer Forscher

Weitläufiges Problem Von dieser Entwicklung sind Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen mehrfach betroffen: Ihre Mitarbeiter leiden im selben Ausmaß unter psychischen Be-

Auf der Tagung wurden etliche Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen geehrt.

Humanität Rote Nasen starteten Krisenintervention

Lounge Agentur Welldone lud zum Gedankenaustausch

Wien. Die Clowndoctors von Rote Nasen bringen ein Lachen ab sofort auch in jene Gebiete der Welt, in denen es überhaupt nicht vermutet, aber dringend gebraucht wird. Dafür sorgt das neue Kriseninterventionsprogramm Emergency Smile. Speziell ausgebildete Clowns der Rote Nasen-Partnerorganisationen begeben sich in enger Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen in Krisen- und Katastrophengebiete und setzen hier die Kraft des Humors ein, um Momente des Aufatmens und der Hoffnung zu ermöglichen. Der erste Einsatz führte das Rote Nasen Emergency Smile-Team nach Akonolinga in Kamerun. „Schon ein kurzer Blick in die Nachrichten genügt, um zu sehen, wie viel Traurigkeit, Leid, und Hoffnungs-

Wien. Die Welldone Werbung und PR GmbH lud kürzlich zur Lounge unter dem Motto „Erlesenes erleben“ in die Österreichische Nationalbibliothek – der Einladung von Robert Riedl, Welldone-Geschäftsführer, folgten zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen. Der Präsident der Österreichischen Industriellenvereinigung, Georg Kapsch, fungierte als Keynote-Speaker. Nach einleitenden Worten von Birgit Bernhard referierte Kapsch über die Bedeutung des Wirtschaftssektors Gesundheit am Standort Österreich. Er betonte den hohen Stellenwert von Bildung im Zusammenhang mit Gesundheitsvorsorge. „Prävention funktioniert maßgeblich durch Bildung. Je höher das Bildungsniveau ist, desto

Preisträger und Repräsentanten der Universität mit Roman Gamerith (re).

Graz. Die „Sanofi Stiftung“ zur Förderung der medizinischen Forschung in Österreich ehrte im Rahmen einer akademischen Feier nun Forscherinnen und Forscher der Medizinischen Universität Graz. Der Preis wurde von Sanofi-Geschäftsführer Roman Gamerith übergeben. Ausgezeichnet wurden Felix Hohendanner (Kardiologie), Martin Pichler (Onkologie) und Miriam Sedej (Experimentelle und Klinische Pharmakologie).

losigkeit es auf unserer Erde gibt; hier möchten wir helfen“, erklärte Monica Culen, CEO der Clowndoctors International.  (fei)

Emergenxy Smile: rasche Lachhilfe der Clowndoktoren in Krisengebieten.

buch-tipp

Martina Leibovici-Mühlberger: Die Burnout Lüge. 192 Seiten, 19,95 €. ISBN: 978-3-99001-062-4

höher ist der Gesundheitsgrad.“ Das heimische Gesundheitssystem sei aus Sicht der IV aber stark kurativ und wenig präventiv.  (fei)

Bei der Lounge: Georg Kapsch und Robert Riedl (v.l.).

Menschen, über die man spricht

© APA/Peter Palme

Verena Nussbaum ist die neue Obfrau der STGKK

© pixelkinder.com/P. Kollroß

Bloß keine Angst vor Burnout Angst vor Burnout? Schnell ein Urlaub und zwischendurch ins Spa? Es ist anders, als wir denken, meint die Ärztin, Psychotherapeutin und Unternehmensberaterin Martina Leibovici-Mühlberger in ihrem neuen Buch „Die Burnout Lüge“: Die Art von Burnout, die unser Gesundheitssystem immer öfter diagnostiziert, gibt es gar nicht. Sie dient bloß der Gesundheitsund Wellnessindustrie, die damit viel Geld verdient, und uns allen, weil wir uns so nicht dem wahren Problem stellen müssen. In Wirklichkeit sind weder persönliche Überlastung noch schlechte Arbeitsplätze schuld an der um sich greifenden Schwäche, sondern eine Gesellschaft, die schon viel zu lang statt auf Vertrauen auf Reglementierung und Kontrolle setzt. Das, was Leben ausmacht, haben wir wegrationalisiert. Burnout-Patienten sind ‚Vorreiter‘ eines Systemcrashs, doch wir sehen die Warnung nicht. Statt Pause machen arbeiten – aber das richtige, rät sie. (fei)

System ist viel zu wenig präventiv

© Rote Nasen Clowndoctors

© Sanofi

„Emergency Smile“ für Kamerun

© Welldone/Katharina Schiffl

Wien. Zum vierten Mal in Folge wurde Roche in Österreich (Roche Austria und Roche Diagnostics) als „Best Recruiter“ vom Karriereführer Career gemeinsam ausgezeichnet: Das Pharmaunternehmen hat somit wieder den 1. Platz in der Branche Pharma & Biotechnologie und den 7. Gesamtplatz von insgesamt 520 getesteten Unternehmen belegt. Gesamtsieger und damit bester Recruiter Österreichs quer durch alle Branchen ist voestalpine AG.

Graz. Die Steiermärkische Gebietskrankenkasse steht unter neuer Leitung: Verena Nussbaum ist einstimmig zur neuen Obfrau gewählt worden. Die 43-jährige Juristin folgt damit Josef Pesserl nach, der nach elf Jahren an der Spitze der STGKK zum neuen steirischen Arbeiterkammer-Präsidenten gekürt worden ist. Mit Verena Nussbaum stehen erstmals zwei Frauen an der Spitze eines österreichischen Sozialversicherungsträgers: Als leitende Angestellte lenkt Generaldirektorin Andrea Hirschenberger bereits seit 2009 die Geschicke des Unternehmens. Verena Nussbaum war seit 1998 als Rechtsreferentin in der Gewerkschaft der Privatangestellten für Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) tätig.  (fei)

P hil ipp W i t tmann , g es u nd heit smanager d es m onat s

Die Wirtschaftskammer Österreich wählt monatlich Persönlichkeiten aus dem Bereich Gesundheit zum „Gesundheitsmanager des Monats“. Für November ist der Scharnsteiner Philipp Wittmann, Manager des Gesundheits-Clusters (Clusterland Oberösterreich GmbH) ausgezeichnet worden. Nach dem Medizintechnik-Studium an der FH Linz war Wittmann als Projektmanager im Gesundheits-Cluster tätig, bevor er Anfang 2012 die Funktion des Cluster-Managers übernahm.

Jo hann H artner , verwa ltu n gsche f ­kl inik ra gni tz

Spitalsmanager Johann Hartner ist neuer Verwaltungsdirektor der Privatklinik Graz-Ragnitz. In dieser Funktion folgt der Grazer Silvia Stainer, die die Marketingleitung der PremiQaMed Group in Wien übernommen hat. Hartner war zuvor Geschäftsführer der Privatklinik der Kreuzschwestern in Graz und davor als Prokurist im Management bei der Merkur Versicherung. Hartner: „Mein Fokus wird auf Maßnahmen zur weiteren Qualitätssteigerung des Hauses liegen.“

© R.Reichhart/AUVA

Der Karriereführer „Career“ ­zeichnete führende Firmen aus.

Klagenfurt. Das Österreichische Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (ONGKG) und das Klinikum Klagenfurt am Wörthersee widmeten sich im Rahmen der ONGKG-Jahreskonferenz in der Vorwoche aktuellen Herausforderungen der Förderung der seelischen Gesundheit in und durch Einrichtungen der Krankenbehandlung. Der Grund ist einleuchtend: Nach Daten der WHO werden Depressionen und Angststörungen bis zum Jahr 2020 zu den häufigsten Krankheiten zählen.

© Privat

© EPA/Stefen Schmidt

andreas feiertag

© KABEG

Forderung: Seelische Gesundheit von Patienten, Mitarbeitern und regionaler Bevölkerung fördern.

Geo rg eff enb er ger , neu er Abt eilu n gsl ei t er der AUVA

Am 1. November übernahm Georg Effenberger die Leitung der Abteilung Prävention in der Hauptstelle der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt. Er folgt Karl Körpert nach, der sich in die Pension verabschiedete. Der zweifache Vater studierte Maschinenbau an der TU Wien und ist seit 1996 in der AUVA tätig, seit 2007 als stellvertretender Leiter der Abteilung Prävention in der Hauptstelle. Effenberger koordiniert damit einen der vier Kerngeschäftsbereiche.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 15. NOVEMber 2013 – 63

verkaufsrekord bei BMW

Trotz Absatz-Plus kommen Umsatz und Ertrag nicht von der Stelle  Seite 65

© Beatrix Keckeis-Hiller

© EPA/Joanna Scheffel

automotivebusiness absatzminus bei mopeds

Heimischer 50 cm³-Markt hinkt den ­Vorjahreszahlen deutlich hinterher  Seite 68

sport combi Der neue mazda6 im dauertest © Mazda

Neue Plattform vertritt Autofahrer-Interessen

© APA/Markus Leodolter

short

© Panthermedia.net/Stefan Redel

Graz. Für Magna International ist das dritte Quartal 2013 in Österreich deutlich besser gelaufen als vor einem Jahr. Am Grazer Standort, wo die Tochter Magna Steyr Autos u.a. für BMW und Peugeot produziert, legte der Umsatz um 10 Prozent auf 504 Mio. € zu; die Stückzahl stieg um 16% auf 33.818 Fahrzeuge. Zurückzuführen ist dieser Anstieg laut Magna vor allem auf den Produktionsstart des Mini Paceman im vierten Quartal 2012 und den starken Euro-Kurs.  www.magna.com

© Panthermedia.net/Bernd Leitner

Brüssel. Im Ringen um Klimavorgaben für Autos will das EU-Parlament bei den Strafzahlungen für Autobauer Milde walten lassen. Das sagte der Vorsitzende des Umweltausschusses, Matthias Groote, vor wenigen Tagen in Brüssel. Allerdings beharren die Volksvertreter weiter auf dem Zielwert von 95 g Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer im Jahr 2020. Deutschland hatte in der Vergangenheit vorgeschlagen, diese Zielmarke nach hinten zu verschieben.  www.europarl.europa.eu

© Frank-Jürgen Richter

Ambitionierte Ziele Mit der neuen Interessensplattform „Mobilität.Freiheit. Umwelt“ fordern die heimischen Fahrzeughändler und Autoimporteure Steuer­ erleichterungen und mehr Respekt für heimische Autofahrer.  Seite 64 VCÖ Mobilitätswende gut für die Beschäftigungssituation

Porsche Drei Weltpremieren in Los Angeles und Tokio

VCÖ-Experte Markus Gansterer sieht in Österreich eine Mobilitätswende.

Wien. „Die Mobilitätswende hat schon begonnen. Seit 2003 stagniert die mit dem Privat-Pkw gefahrene Kilometerleistung, zuletzt war sie sogar rückläufig.“ Mit diesen Worten präsentierte VCÖExperte Markus Gansterer vor wenigen Tagen aktuelle Zahlen bei einem Pressetermin in Wien. Diese Tatsache wirke sich positiv auf die Beschäftigung aus, denn Autos würden einen hohen Export-anteil und einen geringen Arbeitskraftanteil an der Produktion haben. Auf den Arbeitsmarkt würden sich Investitionen in den Konsum und Wohnbau weit positiver aus­ wirken.  www.vcoe.at

© Porsche/Richard Monning

Toljatti. Mit Bo Andersson (Bild) wird erstmals in der Unternehmensgeschichte ein Ausländer Chef des russischen Automobilkonzerns AvtoVaz. Der frühere Einkaufschef von General Motors wird am 1. Jänner sein Amt antreten und soll v.a. die Internationalisierung des Lada-Mutterkonzerns vorantreiben. Anderssons Vorgänger bei AvtoVaz, Igor Komarov, wird neuer stellvertretender Chef der russischen Raumfahrtbehörde, der Schwede Andersson ist aktuell erfolgreich als Chef des russischen Herstellers GAZ tätig.  www.lada.ru

© VCÖ/Dieter Nagl

Private Kilometerleistung stagniert Macan erblickt in LA Licht der Welt

Noch ist vom Macan nicht viel zu sehen – in wenigen Tagen soll sich das ändern.

Los Angeles/Tokio. Gleich drei neue Modelle stellt Porsche auf der Los Angeles Auto Show und der Tokyo Motor Show (beide 20.11. –1.12.2013) vor. Der Stuttgarter Sportwagenhersteller zeigt in den USA sein kompaktes SUV Macan bereits am Vorabend der Messe. Erstmals werden dort auch das 911 Turbo Cabriolet und das 911 Turbo S Cabriolet präsentiert. Der doppelt aufgeladene 3,8 l-Sechszylinder leistet 383 kW/520 PS (383 kW) im offenen 911 Turbo und im S-Modell 412 kW/560 PS (412 kW). In Tokio erleben der Panamera Turbo S und der Turbo S Executive ihr Debüt.  www.porsche.com


C ove r

64 – automotivebusiness

Kommentar

E-Overkill als Sicherheitsrisiko?

Freitag, 15. November 2013

Forum „Mobilität.Freiheit.Umwelt“ Neue Interessensplattform von Fahrzeughändlern und Automobilimporteuren

„Autofahrer sind nicht ­länger die Buhmenschen“ Damit sollen die Anliegen der Automobilwirtschaft und der heimischen Autofahrer vertreten werden.

D

as Ausparken in engen Parkgaragen war früher oft ein wildes Hin und Her: Vorn eng, hinten eng, von Übersicht keine Spur und zu allem Überfluss stressten auch noch nervöse Parkplatzsucher, die auf die eben freiwerdende Lücke schielten. Ein kleiner Rempler gegen die Betonsäule war da die schon fast logische Folge. Heute ist das beinahe ausgeschlossen, denn vorn und hinten piepst und bimmelt es während der Ausparkerei unaufhörlich, um uns davor zu warnen, dass auch noch andere Autos in der Parkgarage stehen. Und natürlich Betonsäulen. Auch wenn das Piepsen nervt: Die Hilfe nehmen wir gern an. Anders als bei der folgenden Piepersei, die – obwohl weit und breit keine Betonsäule zu sehen ist – unvermindert anhält; Spurwechsel-, Totwinkel- und Abstandswarnassistenten melden sich zu Wort und zwischendurch warnt das Navi vor den heimtückischen Geldeintreibeboxen am Straßenrand. Was sich bequem und sicher anhört, ist spätestens nach ein paar Minuten Fahrt aber durchaus nervig. Und vielleicht – eine gewagte Theorie – nicht ganz so ein großes Sicherheitsplus, wie Hersteller oft Glauben machen wollen. Schließlich lenkt der elektronische Overkill durchaus den Blick vom Verkehrsgeschehen ab. Und den kann derzeit noch kein elektronischer Assistent ersetzen. Noch nicht.

Eberspächer Jubiläum

© Eberspächer

100-Jahr-Feier

GF Leonhard Vilser ist stolz auf die 100-jährige Historie seines Hauses.

Wiener Neudorf. Vom Glasbauunternehmen zum Autozulieferer: Die Eberspächer GmbH mit Sitz in Wiener Neudorf feierte vor wenigen Tagen mit einem Festakt ihr 100-jähriges Bestehen. „Das ist eine große Leistung, denn es gibt in unserer schnelllebigen Zeit nicht viele Unternehmen, die so lange am Markt bestehen“, sagte Geschäftsführer Leonhard Vilser in der Festrede. „Unsere Stärke ist, dass wir Marktanforderungen immer frühzeitig erkannt haben und mit der Zeit gegangen sind. Dabei ist es uns immer gelungen, uns neu zu erfinden und gleichzeitig zuverlässig zu wirtschaften.“  www.eberspaecher.com

Wien. Interessensplattformen haben in den vergangenen Jahren einen unglaublichen Aufschwung erfahren. Gegen alles und jeden und für alle möglichen Interessen und Absichten werden mittlerweile derartige Lobbying-Organisationen gegründet. Auch in der Automobilindustrie, wo die jüngste Neugründung vor wenigen Tagen als Forum „Mobilität.Freiheit.Umwelt“ (MFU) das Licht der Welt erblickte. Dahinter stehen Burkhard Ernst, Obmann der heimischen Fahrzeughändler, und die heimischen Automobilimporteure, die sich auf ihre Forderungsagenda in erster Linie Steuererleichterungen für die heimischen Autofahrer geheftet haben. Ziel ist es außerdem, in der Öffentlichkeit Stimmung für die Anliegen der Automobilwirtschaft zu machen. „Autofahrer sollen nicht länger als Buhmenschen der Nation hingestellt werden“, sagte Burkhard Ernst vor wenigen Tagen bei der Präsentation der Interessensplattform in Wien.

Burkhard Ernst (Obmann der Fahrzeughändler) und Felix Clary (Sprecher der Automobilimporteure) bei der MFU-Präsentation.

in der Branche Beschäftigten entstehen, sei man 2011 auf 30 Mrd. € Bruttowertschöpfung gekommen. Somit trage die Automobilwirtschaft 10,9 Prozent zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei.

Wirtschaftliche Bedeutung Zu diesem Zweck präsentierte das MFU eine Studie von Industriellen-Chefökonom Christian Helmenstein zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Automobilwirtschaft in Österreich. Demnach arbeiten mehr als 250.000 Personen oder sechs Prozent der Erwerbs-tätigen in der heimischen Automobilwirtschaft, inklusive der indirekt mit der Branche verbundenen Jobs seien es 450.000 Arbeitsplätze. Der Wertschöpfungseffekt der Automobilwirtschaft betrage laut der Studie 15 Mrd. €. Rechne man auch Effekte hinzu, die durch Zulieferbetriebe und Konsumausgaben der

Hohe Steuerbelastungen Helmensteins Forschungsinstitut Economica weist weiters auf den Steuerbeitrag des Autoverkehrs hin; dieser liege bei 15 Mrd. € im Jahr, und zwar ohne Körperschaftssteuer. Ein großer Teil der Abgaben entfällt der Studie zufolge auf die Mineralölsteuer (MÖSt) mit 4,21 Mrd. €, gefolgt von der motorbezogenen Versicherungssteuer (1,66 Mrd. €) und der Lkw-Maut (1,06 Mrd. €). Auch durch die Vignette und die Normverbrauchs-

abgabe (NoVA) fließen jährlich Hunderte Millionen ins Budget. Letztere, die NoVA, will das neue Forum reformiert und „ökologisiert“ haben. „Die ist in ihrer heutigen Form zu kompliziert und in der Abwicklung zu teuer“, sagte Felix Clary, Sprecher der heimischen Automobilimporteure. Wobei er nicht unbedingt auf eine Senkung aus ist. Sehr wohl Erleichterungen wünscht sich die Plattform aber beim Vorsteuerabzug für betrieblich genutzte Fahrzeuge: „Auch kleinere Autos sollen in den Genuss kommen“, fordert Ernst. Weiters urgiert das MFU eine Anhebung der sogenannten Luxustangente bei der Anschaffung von Pkw von 40.000 auf 50.000 €. Auch in puncto Standortpolitik müsse sich die neue Regierung ins Zeug legen, damit sich Österreichs

Industrie weiter im internationalen Wettbewerb behaupten kann.

Innovationen im Fokus Laut Helmenstein ist „völlig offen, ob auf den derzeitigen Impuls aus dem Export ein investitionsgetragener Aufschwung folgt“. In der Autobranche sei die Krise jedenfalls noch präsent. Da die Nachfrage nach Luxusautos heute vor allem aus China und anderen Schwellenländern komme, werde sich auch die Produktion in diese Länder verlagern. Aus europäischer Sicht sei daher entscheidend, bei der Innovation hochwertiger Produkte am Ball zu bleiben, anstatt nur auf Menge zu setzen. „Der Markt ist woanders, was die Dynamik angeht“, konstatiert der Ökonom. www.economica.at

Volkswagen Der deutsche Automobilhersteller entwickelt sich weiter gut, auch wenn nicht alles so läuft wie geplant

Kleine Rückschläge auf dem Weg nach oben Wolfsburg. Trotz guter Verkaufszahlen läuft für Volkswagen derzeit nicht alles nach Plan. So musste der deutsche Automobilhersteller zuletzt vor allem am eigentlich boomenden US-Markt einige Rückschläge hinnehmen; im Oktober fielen die Verkäufe dort erneut um 18% gegenüber dem Vorjahr. Damit ist der Oktober der siebente Monat in Folge, in dem die Wolfsburger ein Absatzminus in den USA zu verzeichnen haben. Das ist besonders problematisch, weil VW bis 2018 zur Nummer eins weltweit aufsteigen will und die Vereinigten Staaten dabei eine Schlüsselrolle spielen. Weiterhin schwierig stellt sich auch die Situation in Europa dar – bei der Präsentation der Quartalszahlen war von einem „anhaltend schwierigen Marktumfeld“ die Rede, dem sich der Konzern nicht entziehen könne.

Unter den Erwartungen Auch deshalb will Volkswagen auf einen klaren Sparkurs einschwenken und stärker denn je alle Ausgaben auf den Prüfstand stel-

len. „Unser Fokus liegt auf einer konsequenten Kosten- und Investitionsdisziplin“, sagte Finanzchef Hans Dieter Pötsch. Zu den Aussagen passen die neuesten Zahlen, wonach der VW-Konzern zuletzt im dritten Quartal operativ zwar zulegte, den Planungen auf Jahressicht aber leicht hinterherhinkt. Mit nunmehr 8,56 Mrd. € Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für die ersten neun Monate

muss sich VW zum Jahresende strecken, um das 2013-Ziel von 11,5 Mrd. € zu erreichen. Das Loch ist rund 300 Mio. € groß. VW-Chef Martin Winterkorn warnte laut einer VW-Mitteilung: „In dem überaus harten wirtschaftlichen Umfeld sind die Ziele, die wir uns für das laufende Geschäftsjahr gesetzt haben, sehr ambitioniert.“ Zwischen Juli und Ende September verbuchte der DAX-Riese

2,78 Mrd. € EBIT. Das ist im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal ein Plus von 20%. Der Umsatz sank im selben Zeitraum leicht auf 47 Mrd. €, was auch an Wechselkursen liegt. Unterm Strich gab es Einbrüche, was jedoch mit buchhalterischen Effekten aus der Porsche-Übernahme im Vorjahr zu tun hat. Der Überschuss im dritten Quartal sank um 83% auf 1,91 Mrd. €.

EBIT-Plus trotz Umsatzminus

© EPA/Sebastian Kahnert

Jürgen Zacharias

© Forum Mobilität.Freiheit.Umwelt/APA-Fotoservice/Hinterramskogler

Jürgen Zacharias

In den ersten neun Monaten 2013 hat VW ein EBIT von 8,56 Mrd. Euro eingefahren.

Dass die Wolfsburger nach drei Quartalen mit 145,7 Mrd. € Umsatz leicht über Vorjahreswert ­ liegen, verdanken sie ihrer jüngsten Tochter Porsche. Die Sport­wagenschmiede, die erst seit August 2012 komplett unter dem Konzerndach steht, steuerte in den ersten neun Monaten 9,65 Mrd. € Erlöse bei. Für die ersten drei Quartale 2012 hatte Porsche – da zunächst ja noch nicht einbezogen – nur im August und September insgesamt 2,03 Mrd. € Umsatz geliefert.  www.volkswagen.de


H e r s te l l e r & Zu l i e f e r e r

Freitag, 15. November 2013

automotivebusiness – 65

BMW Der deutsche Premiumhersteller darf sich über neue Verkaufsrekorde freuen – Umsatz und Ertrag können mit den guten Zahlen aber nicht mithalten

Umsatz & Ertrag hinken hinterher Moritz Kolar

München. Es klingt skurril, ist aber so: Obwohl BMW so viele Autos verkauft wie noch nie zuvor, tritt der deutsche Autobauer bei Umsatz und Ergebnis auf der Stelle. Mehr noch, lag der Umsatz der Münchner – trotz eines Verkaufsplus von 10,7 Prozent – im dritten Quartal mit knapp 18,8 Mrd. Euro sogar leicht unter dem Wert des dritten Jahresviertels 2012. Konzernchef Norbert Reithofer sieht sein Unternehmen trotzdem auf Kurs: „Wir sind nach dem guten dritten Quartal auf einem guten Weg, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen.“ Die lauten: neuer Absatzrekord und ein Vorsteuergewinn auf dem Niveau von 2012. Beides scheint durchaus realistisch: Angesichts hoher Ausgaben für neue Produkte und gewachsener Personalkosten schrumpfte das Ergebnis vor Steuern und Zin-

sen (EBIT) im vorletzten Jahresabschnitt zwar um fast vier Prozent auf gut 1,9 Mrd. Euro, unter dem Strich allerdings legte BMW beim Gewinn um etwas mehr als drei Prozent auf gut 1,3 Mrd. Euro zu – vor allem eine geringere Steuerlast machte sich hier bemerkbar.

Hohe Investitionen Es sind nicht nur negative Effekte, die dem Konzern auf die Bilanz drücken: Ähnlich wie Audi (das derzeit bei steigenden Verkaufszahlen mit ähnlichen Umsatzund Ertragsproblemen zu kämpfen hat) gibt BMW derzeit viel Geld für

den Ausbau seiner Fabriken, für neue Technologien und Produkte aus. Diese Investitionen sollen sich später auszahlen und angesichts der brummenden Automärkte vor allem in Fernost und den USA kann sich das BMW ebenso wie Audi das auch leisten. Doch auch andere Effekte machen sich in den Bilanzen bemerkbar, etwa der Euro: Die ungünstigen Wechselkurse hatten schon Europas größtem Autobauer Volkswagen zuletzt einen Umsatzrückgang eingebrockt. Durch die starke Heimatwährung steuern selbst beste Verkaufszahlen außerhalb der Eurozone weniger zum Umsatz bei. www.bmwgroup.com

© EPA/Joanna Scheffel

Während der Ertrag zumindest leicht zulegte, ging der Umsatz sogar zurück.

BMW konnte im dritten Quartal seine Verkaufszahlen um 10,7 Prozent steigern.

Opel Verluste eingedämmt

Quartalsergebnis Rüsselsheim. Noch ist Opel nicht am Ziel. Doch auf dem schwierigen Weg aus der Verlustzone ist der Autobauer im dritten Quartal immerhin erneut einen Schritt vorangekommen. Von Juli bis Oktober schrieb der US-Mutterkonzern General Motors (GM) in Europa ein operatives Minus von rund 200 Mio. USD (145,3 Mio. Euro) nach einem Verlust von knapp einer halben Milliarde Dollar (363,3 Mio. Euro) im Vorjahreszeitraum. Erstmals seit Langem stiegen im Jahresvergleich auch die Quartalsumsätze im Europageschäft von Opel: von 4,7 Mrd. USD im Vorjahr (3,4 Mrd. Euro) auf nun 4,86 Mrd. USD (3,5 Mrd. Euro). Der Absatz erhöhte sich um 5.000 auf 249.000 Neuwagen der Marken Opel und Vauxhall.  www.opel.de

Das Wichtigste im Fokus.

Honda Verkaufsplus in USA

Gute Entwicklung

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Tokio. Ein kräftiges Absatzplus von 13 Prozent im dritten Quartal in den USA hat dem drittgrößten japanischen Autobauer Honda einen Gewinnsprung von 46 Prozent beschert. Mit umgerechnet rund 890 Mio. Euro lag das Ergebnis im abgelaufenen Quartal trotzdem etwas unter den Erwartungen des Herstellers. Die USA sind für Honda der wichtigste Markt, der japanische Konzern ist dort die Nummer fünf der Branche.  www.world.honda.com

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Modell & Handel

66 – automotivebusiness

Freitag, 15. November 2013

Mercedes-Benz Vito Mit dem Kombi schlägt die Sternenflotte eine Brücke zwischen Transporter und dem Viano

short

Ein Sternen-Kombi für alle Transport-Eventualitäten

Die zweite Generation des Topsellers kommt

© Nissan

Pluspunkte sammelt das Fahrzeug u.a. mit seiner Größe, seiner Alltagstauglichkeit und seiner Übersicht. Jürgen Zacharias

In London feierte der neue Nissan Qashqai seine Weltpremiere.

London. Die zweite Generation des Bestsellers ist 49 mm länger sowie geringfügig flacher und breiter als der Vorgänger. Trotz des leicht gestreckteren Erscheinungsbilds bleiben die typischen Crossover-Proportionen ebenso gewahrt wie der kompakte Grundriss und die leicht erhöhte Sitzposition. Die unverwechselbare DesignDNA des Qashqai blieb ebenfalls intakt, dabei verleihen starke Design-Statements wie die bis in die Kotflügel übergreifende Motorhaube dem neuen Modell eine zusätzliche Premium-Note. Wie jede Nissan Neuvorstellung geizt auch der neue Qashqai nicht mit technischen Innovationen. Dabei haben seine geistigen Väter jeden Aspekt des Autofahreralltags berücksichtigt. Beispiel Nissan Safety Shield: Er erhöht mit dem autonomen Notbrems-Assistenten, dem Übermüdungswarner und der Verkehrszeichenerkennung sowie weiteren Assistenzsystemen den Insassenschutz erheblich. Derweil erleichtert ein Einpark-Assistent das Rangieren in engen Parklücken. Innovation hieß auch das Schlagwort bei den Motoren. Deren Palette wurde um einen neuen Einstiegsmotor ergänzt, insgesamt noch breiter aufgestellt und auf effizientesten Umgang mit Benzin- und Diesel-Kraftstoff getrimmt. Der Verkaufsstart für den neuen Qashqai erfolgt bereits im Jänner.  www.nissan.at

Viel Platz & Ablageflächen Gehen wir in die Details und da am besten gleich zum Laderaum, der mit 0,43 m� Volumen auch bei voller Bestuhlung ordentlich Platz bietet. Unsere Reisetaschen, Fußballschals und Fantrikots sowie diverse Knabber- und Trinkereien sind jedenfalls rasch verstaut, ebenso waren wir auf den bequem ausstaffierten Sitzen/Bänken hinten und der Fahrer in der ersten Reihe fußfrei. Was auffällt, sind neben der guten Aussicht die vielen praktischen (und großzügig dimensionierten) Ablageflächen. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist die umfangreiche Serienausstattung mit u.a. mehrfach verstellbarem Fahrer- und Beifahrersitz, in Höhe und Neigung verstellbarem Lenkrad, elektrischem Fensterheber vorn, Heizungs- und Belüftungsanlage, Wartungsrechner

Neuer Skoda-SUV ab sofort bestellbar

© Daimler

Wien. Die südbelgische Stadt Genk ist für den durchschnittlichen Österreicher keine Reise wert. Viel Industrie und trotzdem kein Chique, die Innenstadt als solche kaum erkennbar und auch die Landschaft lädt nicht wirklich zum Verweilen ein. Macht aber nichts, wir sind schließlich als Fußballfans hier und hatten während der rund 1.000 km langen Fahrt nicht nur ausreichend Gelegenheit, uns auf das Spiel einzustimmen, sondern auch den Mercedes-Benz Vito Kombi auf seine Fahrtauglichkeit zu testen. Das grün-weiß gefärbte Fazit: Ohne großes Klimbim erweist sich der SternenflottenTransporter als solider Alleskönner, der auch optisch zu gefallen, aber vor allem mit inneren Werten zu überzeugen weiß.

Obwohl der Schwerpunkt auf innere Werte gelegt wurde, weiß der Mercedes-Benz Vito auch äußerlich durchaus zu gefallen.

Assyst, Front-Airbag für Fahrer und Beifahrer, Scheinwerfer in Klarglastechnik, beheizbaren Außenspiegeln, 5-Gang-Automatikgetriebe und Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung.

Individuell anpassbar Kommen wir zur Fahrperformance, die für den mehr als 2-Tonner (inkl. Zuladung wohl knapp 3 Tonnen) durchaus zu überzeugen weiß. Bewegt das 70 kW-Einstiegs-Triebwerk den Vito wohl noch etwas zaghaft, erweist sich unser Test-Mobil mit 136 Pferden (100 kW) als gerade recht motorisiert, und versprechen die 190 kW Spitzen-Kraft richtigen Fahrspaß. Dabei hält der Vito in der Kurve

fein die Balance, gibt sich überaus laufruhig, easy in der Haptik und in der Beschleunigung alles andere als kleinlaut. Bevor sich hier jetzt aber zu große Hoffnungen Bahn brechen: Trotz seiner Antriebsfähigkeiten ist der Vito kein Sportler. Will er aber auch nicht sein, Mercedes hat mit dem 9-Sitzer schließlich eine ganz andere Zielgruppe im Visier und die reicht von Fußball-Aficionados wie uns bis hin zu Familien, Fuhrpark-Betreibern und anderen Unternehmen. Um dabei stets seine Stärken ausspielen zu können, ist der Vito so konstruiert, dass er sich einfach an individuelle Bedürfnisse anpassen lässt. Das Vito-Programm erlaubt von „Kompakt“ bis hin zu „Extralang“ zahlreiche Konfigu-

rationen, mit denen unterschiedliche Beförderungsaufgaben und Ladesituationen bewältigt werden können. Gemein ist ihnen allen der Pragmatismus, den Mercedes bei der Konzeption des Vito groß geschrieben haben dürfte. Auf überflüssiges Schickimicki haben die Stuttgarter wohl tunlichst verzichtet, im Fokus standen Funktionalität, Übersicht und Praxistauglichkeit. Dass die Optik dabei nicht auf der Strecke blieb, versteht sich bei Mercedes wohl von selbst. Damit sind wir beim Ende dieses Testberichts: Der KRC Genk und Rapid Wien spielten 1:1 unentschieden, Genk ist also auch für den durchschnittlichen österreichischen Fußballfan keine Reise wert.  www.mercedes-benz.at

Dauertest: Mazda6 Sport Combi Nach rund 22.000 Kilometern glänzt der Mazda nicht nur mit moderatem Durst

Die Liebe auf den zweiten und dritten Blick © Skoda

Wien. Das mit den Autos ist doch ganz ähnlich wie mit dem menschlichen Beziehungsverhalten. Ganz am Anfang ist immer alles prickelnd, beide Seiten bemühen sich nachhaltig, man kann sich nicht sattsehen an seinem Gegenüber. Dann, nach einiger Zeit, wird das Gefühl der Sensation schwächer. Die Passion nimmt ab, statt Leidenschaft zieht der Alltag ein. Bei

Neuer Yeti von Skoda ist in zwei ­verschiedenen Versionen erhältlich.

davon ist jedenfalls der neue Mazda6 Sport Combi. Nach nunmehr acht Monaten im harten Dauertest-einsatz und rund 22.000 km kennt man sich schon recht gut. Doch dieser Kombi ist speziell. Selbst nach gefühlten 10.000 Mal des Verlassens des Autos dreht man sich nach diesem Mazda immer noch gern mal um. Denn er ist schlicht und ergreifend, auch nach dem Tausendsten Hinschauen, nach wie vor gutaussehend. Diese Tugend trägt der neue Mazda6 mit Stolz in sich, denn einzigartiges Design hat bei Mazda Tradition: Vor genau 50 Jahren ließ Mazda mit dem Modell „Luce“ aufhorchen, das vom italienischen Stardesigner Bertone gestaltet wurde und mit dem Mazda erstmals ins Mittelklassesegment einstieg.

Nur kein Neid! © Stockwerk Racing Team

Salzburg. Der neue Skoda Yeti kann ab sofort geordert werden, die Markteinführung erfolgt in Österreich Mitte Jänner 2014. Mit dem Yeti und dem Yeti Outdoor stehen zwei, den Nutzeransprüchen entsprechende, Fahrzeuge zur Wahl, die in vier Ausstattungsvarianten – Active, GreenLine, Ambition, Elegance – erhältlich sind. Der neue Yeti hält insgesamt sieben sparsame EU-5-Motoren mit einem Leistungsspektrum von 77 kW/105 PS bis 125 kW/ 170 PS bereit. Alle 2.0 TDI-Motoren sowie der 1.8 TSI-Motor lassen sich mit Allradantrieb kombinieren. Der 105 PS TSI sowie der 140 PS TDI lassen sich außerdem mit dem DSG-Automatikgetriebe bestellen.  www.skoda.at

Autos ist dieses menschliche Verhalten ebenfalls die Regel. Denn hat man den heißbegehrten fahrbaren Untersatz erstmals in der Garage stehen, bewegt ihn tagtäglich zur Arbeit und sieht all seine Vorzüge als selbstverständlich an, dann verliert man meist auch die Emotion. Es gibt allerdings einige wenige Ausnahmen in der Autowelt. Eine

Der Mazda 6 Sport Combi in der Ausstattung CD175 Revolution: ab 40.290 Euro.

Doch wollen wir auch diversen Lebensratgebern glauben, die uns ja immer wieder predigen, dass es ja hauptsächlich auch um die inneren Werte geht. Doch auch in dieser Hinsicht gibt sich unser

Dauertester keinerlei Blöße. Vor allem in Sachen Verbrauch geht der Sportcombi mit gutem Beispiel voran: Der Durchschnittswert liegt nach insgesamt 22.667 km bei wirklich beeindruckenden 6,8 l, wobei erwähnt sein muss, dass mit unserem Dauertest meist nicht besonders zimperlich in Sachen Gaspedal umgegangen wird. Auf lange Sicht und schonenderer Fahrweise ist ein Wert von 6,0 l durchaus realistisch. Und das steht im krassen Gegensatz zur durchaus ausufernden Leistung von 175 PS. Interessantes Detail am Rande: Die Anzeige des Start-Stopp-Systems verrät uns, dass wir während dieser 22.667 km insgesamt bereits mehr als 13 Stunden an roten Ampeln oder im Stau verbracht haben, während das System aktiv und der Motor aus war. Die härteste Zeit des Jahres steht uns nun aber ja noch ins Haus, doch auch in den kommenden kalten Monaten wird uns unser Mazda6 Sport Combi nicht im Stich lassen und auf verschneiten Straßen mit Rad und Tat zur Seite stehen.  www.mazda.at


Der beste Mitarbeiter.

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10.10.13 17:12


R u n d u m s au t o

68 – automotivebusiness

Freitag, 15. November 2013

Motorradmarkt Mopeds stark rückläufig, 125er leicht steigend, Leicht-Bikes im Aufwind, Big Bikes bilanzieren mäßig

short

Zweirad-Trend: Breitere Mitte, schmalere Spitze

Autohandel: weniger Käufer, höherer Druck

© Mazda Rainer/www.lukasbeck.com

Motorradmesse EICMA Milano: Im Fokus der internationalen Hersteller steht die Nachwuchsförderung. Mailand. Nach einem wetterbedingt schwierigen Saisonstart hat sich das Zweiradgeschäft in Österreich im Laufe der heurigen Saison zwar erholt, dennoch ergibt sich nach drei Quartalen gegenüber dem Vorjahres-Vergleichszeitraum ein Neuzulassungsrückgang von 5,75% über den Gesamtmarkt gerechnet. (40.843 : 43.334 Fzg). Zuzurechnen ist dieses Ergebnis in erster Linie der Kategorie der 50 cm�-Gefährte (Mopeds), mit minus 19,21% (15.778 : 19.530 Fzg). Eine leichte Steigerung verzeichnet mit plus 1,74% das Achtelliter-Segment (8.934 : 8.781 Fzg). Prozentuell starken Aufwind zeigt die Mittelklasse, Leichtmotorräder oberhalb der 125 cm�. Hier konnte um 26,96% zugelegt werden (7.172 : 5.649 Fzg). Das Ergebnis für die Klassifizierung L3 (Motorräder) weist ein Minus von 4,43 5 auf (8.959 : 9.374 Fzg).

Burkhard Ernst sieht trotz magerer Renditen kein Autohändler-Sterben.

Frankfurt. Große Veränderungen prognostiziert eine Studie für den deutschen Autohandel. Laut PwC, Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft, sowie NTT Data werde die Zahl der potenziellen Käufer bis 2020 um 1,5 Mio. zurückgehen. Die Gründe dafür seien unter anderem alternative Mobilitätskonzepte, vor allem in den wachsenden Ballungszentren, und der zunehmende Direktvertrieb. Die Folge werde ein drastischer Rückgang der Betriebe sein, von momentan 7.800 auf 4.500 Händler bis ins Jahr 2020. Für Österreich sieht Burkhard Ernst, Obmann des Bundesgremiums für den Fahrzeughandel, trotz magerer Umsatzrenditen – im Schnitt derzeit 0,7 Prozent, – die Entwicklung nicht so dramatisch. Er ortet „kein Massensterben“ der Betriebe, meint jedoch: „Aber es wird sicher nicht mehr Autohändler geben.“  www.pwc.de

Attraktivitäts-Manko Die österreichischen ZweiradImporteure (und Hersteller) führen den starken Rückgang bei Mopeds einerseits auf geburtenschwache Jahrgänge zurück, andererseits auf die Tatsache, dass das Thema Zweirad bei Jugendlichen stark an Attraktivität verloren hat, auch, weil es an entsprechenden Modellen fehlt beziehungsweise gefehlt hat. Der heimische Produzent KTM setzte dieser Entwicklung bereits 2011 und 2012 mit einer Reihe von Fahrzeugen in der Einsteiger-Hubraumklasse entgegen, anhand der 125, 200 und 390 Duke – mit Erfolg. Als eine der wenigen Marken konnten sich die Mattighofener heuer stark steigern, um 35,67% (3.233 : 2.383 Fzg). Das Portfolio

© Opel

Opel-Nutzfahrzeuge: Thema mit Variationen

KTM präsentierte unter anderem mit dem MSC – Motorcycle Stability Control – ein neues Zweirad-Fahrassistenz-System.

wird in der kommenden Saison um RC-, um Racing-Varianten in den genannten Hubraumbereichen erweitert. Damit hat KTM die kleine und die mittlere Klasse weiter verbreitert. Diese neuen Modelle standen im Rahmen der Mailänder Motorradmesse EICMA auf der Präsentationsbühne, gemeinsam mit der neuen, nun serienfertigen 1290 Super Duke und der upgedateten 1190 Adventure. Diese hat, als Premiere in der Welt des Motorrads, ein neues FahrassistenzSystem zu bieten: MSC (Motorcycle Stability Control von Bosch), eine Stabilitätskontrolle für einspurige Fahrzeuge. Die internationalen Hersteller konzentrieren sich mit wenigen

Ausnahmen in der Leistungs-Spitzenklasse – siehe Ducati Monster 1200, siehe BMW S 1000 R, siehe Kawasaki Z1000 – auf Roller und das mittlere Hubraumsegment. Kawasaki offeriert mit dem J300 erstmals einen Scooter für Europa, ein Kooperationsprodukt mit dem koreanischen Produzenten Kymco. Vespa liefert mit der Primavera ein neues Small BodyModell mit Stilelementen der 946, mit 50 beziehungsweise 125 cm�. Honda erweitert das Portfolio der Parallel-Twin-Modelle, die NCFamilie, unter anderem mit dem Cruiser CTX700N sowie der NC750S und definiert die Vierzylinder-Mittelklasse neu, mit der CB650F und CBR650F.

Die US-Zweiradschmiede Harley-Davidson liefert eine Sensation anhand einer neuen Cruiser-Baureihe namens Street, die in Indien gefertigt wird (500 und 750 cm� Hubraum). Ergänzt wurde darüber hinaus das Segment der großen Reise-Enduros um die neue Suzuki V-Strom 1000 und die AdventureVersion der im Vorjahr neu vorgestellren BMW R 1200 GS. Der deutsche Hersteller markiert zudem sein 90-Jahr-Jubiläum mit einem Sonder-Derivat der 1200erRoadster, der NineT. Triumph überarbeitet die komplette Klassikund Cruiser-Abteilung und Yamaha überrascht nach der MT-09 mit der neuen MT-07.  www.datafact.com

Goodyear Dunlop Der Reifenhersteller zieht eine durchaus positive Bilanz über ein Jahr Reifenpickerl

Opel bietet im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge große Modellvielfalt.

Die Hauptziele: Sicherheit & Umweltschutz Brüssel. Seit dem 1. November des Vorjahrs ist die Reifenlabel-Regelung in Kraft. Damit hat die EU jedem neuen Kfz-Pneu – für Pkw und leichte sowie schwere Nutzfahrzeuge – eine Kennzeichnungspflicht verordnet. Auf diesem „Pickerl“ muss über die Verbrauchseffizienz, die Nassbremsleistung und das externe Abrollgeräusch in sieben Kategorien, von A bis G (gut

bis weniger gut), Auskunft gegeben werden. Im Rahmen eines Roundtable-Gesprächs in der EU-Verwaltungshauptstadt Brüssel wurde nun öffentlich über das erste Jahr des Reifen-Aufklebers Bilanz gezogen. Das Resümee des Herstellers Goodyear Dunlop ist positiv. Das Pickerl wird als probate Kaufentscheidungshilfe gelobt. Doch es

wird auch Kritik geübt – unter anderem an der Tatsache, dass der Starttermin mit dem Beginn der kalten Jahreszeit erfolgt ist und, daraus folgend, dass die Aufkleber-Vorschrift keinen Unterschied zwischen Sommer- und Winterreifen mache. Nicht nur Experten bemängeln, dass vor allem in Zusammenhang mit der Bremsleistung nicht auf unterschiedliche Anforderungen – Hitze/Kälte – Bezug genommen wird. Dabei sei (Brems-)Sicherheit eines der Hauptziele der AufkleberVerordnung und damit ausschlaggebend für die Kaufentscheidung, ebenso wie die Bewertung des Treibstoffverbrauchs im Sinne des Umweltschutzes.

Mehr Kategorien nötig © Goodyear Dunlop/Craig Ecleston

Eisenerz. Vielseitig besetzt ist bei Opel die Sparte der leichten Nutzfahrzeuge (bis zu einem Gesamtgewicht bis zu 4,5 t). Die Produkte der Palette, bestehend aus dem Combo, dem Vivaro und dem Movano, sind in mehr als 300 Konfigurationen – mit unterschiedlichen Längen, Radständen, Fahrgestellen und Dachhöhen – ab Werk bestellbar. Das bestehende Portfolio wird weiter diversifiziert durch Sonder-Umbauten, für Behörden (Polizei) und öffentliche Organisationen (Rettung, Feuerwehr), aber auch für private Nutzer (Wohnmobile). Rund 95% der ausgelieferten Nutzfahrzeuge sind bereits individuelle Versionen, die Tendenz dazu ist weiter steigend. Opel kooperiert deshalb seit dem Vorjahr mit einer Reihe zertifizierter Umbau-Spezialisten. Und mit einer neuen Allrad-Variante des größten der Leicht-Nützlinge, des Movano, bieten die Rüsselsheimer nun eine weitere Individualisierungsmöglichkeit an.  www.opel.at

© Beatrix Keckeis-Hiller

Beatrix keckeis-hiller

Reifenpickerl-Bilanz nach einem Jahr: Im Prinzip gut, aber optimierungsbedürftig.

Kritik wird auch geübt an der Auswahl der einzelnen Beurteilungskriterien. Experten von Mobilitätsclubs (ADAC & Co.) stellen etwa die Wichtigkeit des Noise Index, des Abrollgeräuschs, infrage. Und sie verweisen darauf, dass sie für die Erstellung von einschlä-

gigen Tests nicht drei, sondern 15 Beurteilungskriterien heranziehen. Es sollte das Reifenlabel zusätzlich zum Beispiel um die Klassifizierung von Aquaplaningverhalten und Kurvenhaftung – im Sinne der Sicherheit – ergänzt werden. Eine von Kunden häufig gestellte Forderung beziehe sich auf eine Angabe zur Laufleistung eines Reifens. Das sei jedoch ein hochkomplexes Thema, das von zu vielen Einzelfaktoren wie Asphalt, Fahrweise und Gewicht beeinflusst ist, um schlüssige Angaben darüber liefern zu können. Die Conclusio lautet: Das Pickerl sei gut, im Detail aber noch optimierungsbedürftig. Nach einem Jahr seien jedoch noch nicht ausreichende Daten gesammelt worden, um daraus eine Auswirkung in Form einer Modifikation abzuleiten. Für die folgenden beiden Jahre steht aber eine Evaluierung des Reifen-Pickerls auf dem Programm. Erst dann könne eine Neubewertung erfolgen – und damit eine Erweiterung der Kennzeichnungs-Kategorien.  www.goodyear.at


medianet

inside your business. today.

Freitag, 15. November 2013 – 69

destination Günter Fritz Fred Fettner

SKI GUIDE2014 AUSTRIA

TUI Österreich startet kräftig in den Sommer

Unbenannt-1 1

24.10.13 12:31

© Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg

short

© elements.at

Starnberg. Neue Auszeichnungen für das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg: Das Vier Sterne Superior-Hotel punktet mit vorbildlichem Umweltkonzept und gehört zu den besten Business- und Konferenzhotels Deutschlands. Das Hotel gehört zu den Top-Adressen für Geschäftsreisende. Das bestätigen drei neue Preise, mit denen der Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) die zertifizierten Business- und Tagungshotels auszeichnete; 1.600 Experten voteten.  www.vier-jahreszeiten starnberg.de

© Panthermedia.net/Buchachon Petthanya

Graz. Seit letzter Woche präsentiert sich der InternetAuftritt von Graz Tourismus in völlig neuem Kleid. Aber nicht nur das optische Erscheinungsbild wurde völlig umgebaut. Der neue Auftritt wurde mit zusätzlichen Funktionen, neuen technischen Errungenschaften sowie mit vielen neuen Bildern und Videos an die aktuellen Herausforderungen angepasst. Darüber hinaus wurden auch die Websites von „adventingraz“, „Tourismusregion Graz“ und „Genuss Hauptstadt Graz“ neu aufgebaut.  www.graztourismus.at

TUI Österreich Für den Sommer 2014 erwartet der Reiseveranstalter dank einer attraktiven Preisentwicklung und des konsequenten Ausbaus des Angebots   an exklusiven Hotels und Packages ein moderates Wachstum.  Seite 70 Messe Wien Fotomesse & Erlebnisreisen-Spezialmesse

Genua/Wien. Im Zuge der Investitionen in Qualität und Nachhaltigkeit werden jetzt drei Costa-Schiffe in Genua erwartet: Costa Voyager, Costa neoRiviera und Costa Classica werden in der Werft San Giorgio del Porto planmäßig gewartet. Costa investiert insgesamt mehr als 10 Mio. €. Die Wartungsarbeiten beschäftigen mehr als 100 Personen.  www.costakreuzfahrten.at

© Martina Draper

© Costa Cruises

Photo+Adventure 2013 in Wien

Am 16. und 17. November findet in der Messe Wien die Photo+Adventure statt.

Wien. Schon im Vorfeld konnten die Veranstalter mit 267 Ausstellern und Marken, davon 61 Neuaussteller aus den Bereichen Fotografie, Reisen und Outdoor, einen neuen Rekord verkünden. Nach 204 Ausstellern in 2011 bedeutet das eine Steigerung von mehr als 25%. Die Reisekomponente der Messe profitiert von dem Wachstum der Messe und kann mit rund 90 Ausstellern eine beachtliche Größe erzielen und ihre Position als einzige Spezialmesse im Bereich Individualreisen festigen. Mit der Anmietung der Halle B wurde zusätzlicher Raum lukriert.  www.photoadventure.at

BahnCity-Hit Winter

Information und Buchung in ausgewählten Reisebüros, telefonisch unter 01/899 30-80 sowie auf railtours.oebb.at

Bahnfahren und mehr.

Bahnfahrt & Hotel, Angebote gültig von 07.01.-31.03.14


c ov e r

70 – medianet destination

Kommentar

feratel-Premiere auf dem TV-Sektor

Freitag, 15. November 2013

Mit TUI in den Sommer 2014 27 Kataloge bieten 8.200 Hotels, mehr als 500 Rundreisen und 146 Flusskreuzfahrten

Sieben verschiedene TUI Reisewelten im Angebot

Auch im Sommer 2014 gibt es wieder Senioren-Ermäßigung und attraktive Langzeitermäßigungen.

A

b sofort können Destinationen ihre digitale Visiten­karte über Smart TV einem Millionenpublikum weltweit rund um die Uhr präsentieren. Möglich macht das ein brandaktuelles Upgrade der App feratel PanoramaTV. Auf authentische Live-Eindrücke mit gästerelevanten Contents setzen in- und ausländische Top-Destinationen am liebsten. Hochauflösende Live-Videos auf der Destinations-Homepage sowie die Ausstrahlung der Panoramabilder via TV-, Online- und Mobile Kanäle sorgen für ein internationales Publikum. Bei Smart TV handelt es sich um einen Fernseher mit Internet-Anschluss, bei dem Apps die zentralen Elemente des TVMenüs bilden. Per Tastendruck auf die Fernbedienung verschwindet das Fernsehbild, und eine AppGalerie kommt zum Vorschein. Über die Steuerungsoberfläche wählt der Anwender die App feratel PanoramaTV aus und steuert über eine geografisch basierende Navigation das Bild seiner Wahl an. Mit einem Tastendruck wird über das Internet das aktuelle Video als Livestream auf das TV-Gerät übertragen. Zuseher können so Panoramabilder in HD-Qualität auf einem großen Bildschirm genießen und schaffen sich damit ihr ganz individuelles Fernseherlebnis. Und vielleicht bekommen sie ja auch Lust auf einen Urlaub.

„TUI hält die Preise für die Sommersaison 2014 insgesamt stabil und ermöglicht bei

Margit Ebner, Produktverantwortliche für die Marke TUI in Österreich.

preiswerteren Urlaub.“

Nature“ zeichnen sich durch besondere Nähe zur Natur aus: Unterkünfte mit landestypischem Flair mit ruhiger Lage inmitten schöner Landschaften sowie regionalen Speisen. Die Hotels von „TUI Scene“ liegen zentral in der Nähe von angesagten Bars, Restaurants und Shops, bieten gratis WLAN im Hotel und Langschläfer-Frühstück oder ein Frühstücks-Café um die Ecke.

Margit Ebner, TUI Österreich

„TUI Classic“ steht für komfortable Qualitätshotels mit kurzen Wegen, deutschsprachigem Service und medizinischer Betreuung. Alle Hotels der Reisewelt „TUI Beach“ befinden sich direkt an einem Sandstrand und verfügen über kostenlose Liegen und Sonnenschirme. „TUI Lifestyle“ ist für Urlauber gedacht, denen designorientierte Hotels, gratis WLAN in der gesamten Anlage und hochwertige Spaund Fitnessbereiche wichtig sind. Die Hotels der Reisewelt „TUI

Außergewöhnliche Reisen Individualität beim Reisen wird den Urlaubern immer wichtiger – und deshalb hat man bei TUI nach besonderen Produkten Ausschau gehalten: Übernachten am Kraterrand eines aktiven Vulkans,

Jung, weiblich und mit Potenzial

Kaprun. Für das 3. Forum Zukunft Winter im Tauern Spa Kaprun gelang es Franz Schenner als Sprecher der „Allianz Zukunft Winter“, die führenden Repräsentanten des Wintersports zusammenzutrommeln. Die GF der Österreich Werbung, Petra Stolba, nutzte die Gelegenheit, um die neue Werbeaktion für „Wiedereinsteiger“ in den Skisport zu präsentieren. „In einer bislang einzigartigen Koop ist es gelungen, ein neues Produkt zu entwickeln und gemeinsam zu vermarkten“, erklärte Stolba über die Kampagne „Wieder Ski fahren. Willlkommen zurück“. Angesichts des breiten Zusammenspiels der Leistungsträger nimmt sich das Gesamtbudget von 300.000 € eher bescheiden aus.

Das Potenzial fürs Pisten-Comeback liegt allein bei 4,4 Mio. Deutschen, weitere 7,3 Mio. können sich vorstellen, neu einzusteigen. In zwölf europäischen Staaten summiert sich das Interesse auf 40 Mio. Menschen, zusätzlich zu aktuell 55 Mio. Skisportlern. Das zeigte bereits eine 2011 von Manova durchgeführte Studie, die jüngst um spannende Aspekte erweitert wurde.

„Skifahren ist unverändert jung. Wenn in Deutschland behauptet wird, ein Drittel der Skifahrer sei über 60 Jahre, ist das absurd“, erklärt Manova-GF Klaus Grabler. Vor allem junge, urbane Frauen drängt es aktuell auf die Pisten; immer wichtiger wird dabei das Erlebnis Winter, sprich die Atmosphäre – ob draußen im Schnee oder drinnen in den Hütten. Wobei Bewegung in der Natur wichtiger

ist als Trubel. Im Ablauf muss es „easy“ gehen. Angesichts der hohen Kosten erwartet man sich in jeder Hinsicht Komfort. 61% wollen im Skiurlaub jeden Tag auf die Piste, nur jeden Fünften drängt es zu alternativen Wintersportaktivitäten. Während Snowboarder angaben, ihren Sport aufgrund des coolen Images begonnen zu haben, dominieren beim alpinen Skilauf Familie, Cliquen, Schulskikurse und Spaß an der Bewegung. „Der Preis prägt weniger die Auswahl der Destination, als die Entscheidung, ob man überhaupt auf Skiurlaub geht“, analysiert Grabler.

Ski Guide Austria

© APA/EXPA/Johann Groder

© Ski amadé/Claudia Ziegler

mit dem Elektro-Fahrrad um den Gardasee oder beim Party-Marathon auf Mallorca abfeiern. Das erste Hard Rock Hotel Europas liegt auf Ibiza. Es eröffnet im Frühjahr 2014 und bietet alles, was sich Rockmusik-Fans wünschen; in der Hotelbar treten regelmäßig Live-Bands auf, die Lobby ist mit Instrumenten geschmückt, und der Hotel Shop ist gut gefüllt. Das passende Urlaubsgefühl liefert der Strand Playa d‘en Bossa direkt vor der Tür. Für Familien ist das Fünf SterneHotel ebenfalls geeignet: Während die Eltern entspannen, spielen die Nachwuchsrocker im Kids Club oder in der Teen Lounge. Eine Woche inklusive Frühstück und Flug ab/bis Wien ist ab 1.099 € pro

Ein neues Sensimar Hotel und gleich vier „TUI best Family Hotels“ erweitern das Portfolio. Insgesamt sind damit 77 Hotels der Marken „Sensimar“, „Puravida Resorts“, „TUI best Family“, „Viverde“ und „Robinson“ buchbar. Bei den Gästebefragungen erzielen die Hotels regelmäßig überdurchschnittliche Zufriedenheitswerte von weit über 90%. In 35 Hotels gibt es ab einer Reisedauer von vier Wochen, teilweise sogar schon früher, günstige Preise für Langzeitaufenthalte mit einer maximalen Ersparnis von bis zu 25% – z.B. in Ägypten im Mövenpick Resort El Quseir oder im LTI Grand Azure. Besonders viele Langzeit-Ermäßigungen (und Senioren-Rabatte) gibt es in der Türkei, in Ägypten und auf den Kanaren.  www.tui.at

3. Forum Zukunft Winter 40 Mio. Europäer könnten sich für den Skisport begeistern

Erfolgreiche Saison 2012

Ski amadé hat das Angebot für die Wintersportgäste stetig erweitert.

TUI Hotelmarken: Zuwachs

vielen Zielen sogar

Ski amadé Innovationen

Radstadt. Ski amadé, Österreichs größter Ski-Verbund, verzeichnete eine erfolgreiche Saison 2012/13 mit einem Umsatzplus von 4,12% auf 198,35 Mio. €. In diesem Winter sollen Erlebnisse und Attraktionen abseits der Pisten alle Sinne der Gäste ansprechen. „Mit unserem Projekt ‚5 Sinne in Ski amadé’ möchten wir das tolle Skierlebnis in Ski amadé zusätzlich bereichern und noch emotionaler gestalten“, erläutert Christoph Eisinger, Managing Director von Ski amadé.  www.skiamade.com

Person im Doppelzimmer buchbar. Außerdem geht die TUI Fernreisen-Offensive weiter: Zum Reisesommer 2014 sind im Katalog „USA und Kanada“ fast 500 Hotels, knapp 60 Rundreisen sowie 600 Ausflüge und Bausteinprogramme zu finden. Inklusive Online-Angebote können Urlauber mittlerweile aus mehr als 2.000 Hotels wählen. Damit wurde das Angebot nochmals um zehn Prozent erweitert. Mit diesem massiven Ausbau unterstreicht TUI die Bedeutung dieses Reiselands. Die USA werden das Trendziel im kommenden Sommer, vor allem auch aufgrund des günstigen Wechselkurses. Der Ausbau der TUI Reisewelten auf insgesamt 14 US-Rundreisen und 55 US-Hotels sorgt für eine noch stärkere Differenzierung.

© TUI/Flo Albert

georg biron

Wien. Die sieben aktuellen TUI Reisewelten „Vital“, „Premium“, „Classic“, „Beach“, „Lifestyle“, „Nature“ und „Scene“ spiegeln die wichtigsten Kundenbedürfnisse wider. „TUI Vital“ steht für spezialisierte Wellness-Hotels mit gesunden, abwechslungsreichen Speisen und kostenlosen Spa- oder WellnessCentern. „TUI Premium“ bietet besonders hochwertige Hotels mit stilvollem Ambiente ab vier Sternen aufwärts, bei denen Extras wie Blumen, Obst und Getränke auf dem Zimmer bereits inklusive sind.

Für 34 Prozent der Österreicher sind Skirennen ein Grund, selber Ski zu fahren.

Was Anfänger animiert Was aktuelle und künftige Pistenfans am Winter lieben, finden Interessierte im neuen „Ski Guide Austria 2014“. Österreichs erstes „Weißbuch“ erscheint Ende November bei medianet in seiner fünften Jahresausgabe. Der neue Ski Guide Austria zeigt den heimischen Wintersport in all seinen Facetten.


ko m m & b l e i b

Freitag, 15. November 2013

medianet destination – 71

Kleine Historische Städte Bei der Generalversammlung in Mariazell wurden neue Marketingstrategien besprochen

Dachstein Liftbetrieb

KHS zu Gast in Mariazell

Start der SkiSaison sicher Schladming. Der Start der SkiSaison ist in der Urlaubsregion Schladming-Dachstein gesichert. Am Samstag, 16. November, öffnet die Märchenwiesenbahn auf der Planai die Pforten – Reiteralm und Hauser Kaibling folgen am 22. November. Am Freitag, dem 29.11., findet das große Ski-Opening 2013 mit der Berliner Band SEEED statt. Dafür werden günstige Packages angeboten, z.B. zwei Übernachtungen plus Skipass, zwei Gutscheine zum Essen beim Hüttenwirt und das Opening-Ticket ab 194 € p.P. Die Alpine Ski-WM 2013 hat in der gesamten Region zusätzlichen Schwung gebracht und ermöglicht jetzt viele sinnvolle Investitionen, von denen alle Winterurlauber profitieren. „Wir können unseren Gästen dadurch noch mehr Komfort bieten“, so der neue Tourismuschef Mathias Schattleitner.  www.schladming-  dachstein.at/saisonstart

Schmuckstücke in ganz Österreich bieten Geschichte, Ambiente, Tafelfreuden und Gastfreundschaft. • KHS Advent – besonderes Feeling an besonderen Orten • KHS Reiseführer und Routenfaltplan in Koop mit dem Berliner Verlag Grebennikov (ab Jänner 2014 im Buchhandel)

dino silvestre

Steyr/Mariazell. „Wir sind sehr froh darüber, und es freut mich auch ganz persönlich für das Mariazeller Land“, so Johann Kuss, Bürgermeister von Mariazell, über die neue Kooperation mit den Kleinen Historischen Städten (KHS). „Der Beitritt zu diesem Marketingverbund wird einen weiteren Aufschwung unseres touristisches Standbeins bewirken.“

„Der Beitritt zu diesem Marketingverbund

Erste GV in Mariazell

wird einen weiteren

Erstmals trafen sich die Vertreter der Kleinen Historischen Städte zu ihrer Generalversammlung in der neuen Mitgliedsstadt Mariazell. Robert Herzog, KHS Präsident, bedankte sich herzlich bei Johann Kleinhofer (GF Mariazeller Land), Bernhard Schwischei (Vorsitzender Tourismusverband Mariazeller Land) und natürlich bei Bürgermeister Kuss für die großzügige Einladung und die aktiven Beiträge für die zukünftige Zusammenarbeit. Getagt wurde im „Aktivhotel Weißer Hirsch“, das mit seinem Ambiente und dem neuesten Standard die touristischen Vertreter der Mitgliedsstädte verwöhnte. Die Lage des Hauses im Zentrum von Mariazell ermöglicht auch in Tagungspausen einen Blick auf und in die weltberühmte Basilika. Nur einige Schritte vom Stadtplatz entfernt ist die Mariazeller Schwebebahnen GmbH zu finden, deren

Aufschwung unseres touristisches Standbeins bewirken.“

Generalversammlung in der neuen Mitgliedsstadt Mariazell (von li.): KHS-Präsident Robert Herzog, KHS-GF Eva Pötzl und Mariazells Bürgermeister Johann Kuss.

Bahn die Gruppe zum Abendessen ins Panoramastüberl des Berggasthofs brachte. KHS-Vertreter besuchten auch die Schaubäckerei und Lebzelterei Pirker. Während der zweitägigen Generalversammlung kam es erneut zum intensiven Gedankenaustausch und ein umfangreicher Marketingplan für das Jahr 2014

wurde dabei erarbeitet. Attraktive Angebote werden im kommenden Jahr intensiv beworben.

Tagung im „Weißen Hirsch“ Der Fokus liegt auf folgenden Angeboten: • Schlafguthaben – das KHS Hotelschecksystem

• K HS Reiserouten vermitteln Kulturelles und Kulinarisches – z.B. gibt Sonderbotschafter Harald Serafin spezielle Tipps ab • Bearbeitung des Markts Italien in Kooperation mit der Öster­reich Werbung • KHS-Internetauftritt mit direkten Buchungsmöglichkeiten in den Hotelpartnerbetrieben • Onlinewerbeaktionen in Öster­ reich und Deutschland.  www.khs.info

© Tom Lamm/ikarus.cc

© www.khs.info

Johann Kuss Bürgermeister Mariazell

Start der neuen Ski-Saison 2013/14 in der Urlaubsregion ­Schladming-Dachstein.

CHAMPIONS SPORTS BAR IM VIENNA MARRIOTT HOTEL

Ideal für n Pressekonferenze

Good Food

Herzhafte Burger, gesunde Salate, köstliche Quesadillas, scharfes Chili, saftige Steaks und viele weitere Spezialitäten der amerikanischen Küche auf höchstem Niveau.

Good Times

Wir servieren Ihnen täglich unsere Early Birds. Von 17 bis 18 Uhr erhalten Sie ausgewählte Speisen zum halben Preis.

Good Sports

Auf zahlreichen Flat Screens und einer Großbildleinwand werden täglich die aktuellsten Sportevents LIVE und in HD übertragen. Parkring 12a · 1010 Wien · im Vienna Marriott Hotel Mo - Do 17:00 - 0:00 Uhr, Fr 17:00 - 01:00 Uhr, Sa 13:00 - 01:00 Uhr, So 13:00 - 0:00 Uhr champions.vienna@marriotthotels.com, www.champions.at Tischreservierungen werden unter Tel: 0043 1 515 18 - 6800 oder 8900 erbeten.

www.facebook.com/ViennaMarriottHotel


au f & dav o n

72 – medianet destination

Freitag, 15. November 2013

Im Land des ewigen Eises Starke Naturerlebnisse und Begegnungen im hohen Norden

short

Mit Albatros Travel auf Polar-Expedition

© TUI Deutschland/Wyrwa

TUI sucht für SommerSaison Animateure

Polarreisen finden auf Luxus-Expeditionsschiffen Sea Explorer und Sea Spirit statt. Frankfurt/M. Einmal im Leben an einen der entlegensten Orte der Welt reisen, das ewige Eis der Arktis sehen und Eisbären in freier Natur beobachten: Albatros Travel, der deutsche Erlebnisreisen-Veranstalter mit Hauptsitz in Kopenhagen, bietet außergewöhnliche Naturerlebnisse und unvergessliche Begegnungen mit den menschlichen und den tierischen Bewohnern des hohen Nordens. Die Reisen „Luxuskreuzfahrt in Grönland“, „Große SpitzbergenPolarkreuzfahrt“ und „Die letzten Könige von Thule“ führen in eine magische Welt voller schimmernder Gletscher, malerischer Buchten, zauberhafter Fjord-Landschaften und spannender Tierbegegnungen.

Spitzbergen-Kreuzfahrt Die aus mehr als 400 Inseln und Schären bestehende norwegische Inselgruppe Spitzbergen befindet sich jenseits des Polarkreises und bildet die nördlichste Grenze für Naturliebhaber. Das Abenteuer beginnt im Hauptort Spitzbergens, Longyearbyen. Von hier geht es an Bord des luxuriösen Expeditionsschiffs Sea Spirit hinaus auf die See. Vorbei am Magdalenefjord, die Überbleibsel einer alten Walfangstation und Walrosskolonien, reisen die Gäste zur nördlichsten Stadt der Welt, Ny Ålesund, bevor über den Fjord Bellesund die Rückfahrt nach Longyearbyen angetreten wird. Nach einem Aufenthalt in Kopenhagen, wo die Urlauber zum Abschluss eine Kanalfahrt vorbei an Wahrzeichen wie der Kleinen Meerjungfrau und Schloss Christiansburg erwartet, endet die Reise

Mit Emirates-Specials der Kälte entfliehen Dubai. Mit täglichen Flügen ab Wien bietet Emirates hervorragende Anschlüsse an das weltweite Netzwerk der Airline. Ab sofort sind Tickets in der Economy Class zu einigen ausgewählten Destinationen besonders günstig zu haben. Z.B. nach Delhi, Mumbai, Ho Chi Minh Stadt, Clark und Nairobi kann ab 555 € geflogen werden, nach Peking und Shanghai ab 590 € und nach Johannesburg ab 599 €. Tickets auf die Malediven, nach Mauritius und auf die Seychellen sind ab 777 € zu haben. Die Angebote gelten für Buchungen bis 26. November 2013 und für Abflüge ab Wien bis zum 30. April 2014.  www.emirates.at

schließlich am Ausgangsort Frankfurt. Die zehntägige ExpeditionsKreuzfahrt findet vom 26.8. bis 4.9.2014 statt und ist pro Person ab 3.948 € buchbar.

Die Könige von Thule Seit der Antike gilt Thule als der nördlichste Ort der Welt. Schon der dänische Polarforscher Knud Rasmussen wählte den Namen für seine Handelsstation in Nordwesten Grönlands, bevor die dortigen Eskimos nach einer Zwangsumsiedlung als „die letzten Könige von Thule“ in die Geschichte eingingen. Mit Albatros können Reisende auf einer 15-tägigen Kreuzfahrt das mythische Thule im Schein der Mitternachtssonne kennenlernen

© Verkehrsbüro Group/Marina Ignatova – Fotolia

der die Reisenden die Höhepunkte rund um die Diskobucht sowie den Eqi-Gletscher und Illulissat erleben. Nach einem ersten Stopp in Sisimiut, Grönlands nördlichstem eisfreien Hafen, stehen unter anderem ein traditioneller Kaffeemik bei grönländischen Familien, ein Besuch der Uummannaq-Bucht mit ihren schneebedeckten Gipfeln und die Siedlung Sarfannguit auf dem Programm, bevor es per Flugzeug über Kopenhagen zurück nach Frankfurt geht. Alle Reisen beinhalten Flug, Übernachtungen in Kopenhagen sowie die Kreuzfahrt in der Außenkabine mit Vollpension, allen Transfers und Ausflügen sowie deutschsprachiger Reiseleitung.  www.albatros-travel.de

Luxusreise nach Grönland Die neuntägige Luxuskreuzfahrt in Grönland vom 2. bis 10.7.2014 gibt es ab 3.298 € p.P. in der Außenkabine der Sea Explorer. Diese Reise ist die ideale Einsteiger-Kreuzfahrt nach Grönland, bei

Disneyland Paris Helden aus neuestem Animationsfilm

Bethesda. Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zwischen Marriott International, Inc. und der Protea Hospitality Holding Kapstadt hat der Marriott-Konzern den Weg geebnet für die Übernahme der Marken und Managementbzw. Franchiseverträge der Protea Hotels. Diese betreiben unter drei verschiedenen Brands 116 Häuser mit 10.184 Zimmern in Südafrika und sechs weiteren Subsahara-Län-

Paris. Die Weihnachtszeit im Disneyland Paris hat in diesem Jahr bereits am 10. November begonnen, wenn Besucher dort drei Helden aus Disneys neuestem Animationsfilm „Die Eiskönigin – völlig unverfroren“ noch vor dem offiziellen Kinostart (am 28. November in den deutschen Kinos) kennenlernen dürfen.

© EPA/Keith Bedford

Kopenhagen: Städtereisen erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit.

und entlang der grönländischen Westküste das unerschlossene Land der Eskimos erkunden. Nach dem Flug von Frankfurt nach Kangerlussuaq folgt die Einschiffung auf dem eisverstärkten Fünf Sterne-Kreuzfahrtschiff Sea Explorer, das auf der Westseite Grönlands gen Norden schippert. Die 16-tägige Kreuzfahrt findet vom 16. bis 31.7.2014 statt und kostet ab 6.498 € pro Person.

Marriott International Bald größte Hotelgruppe in Afrika

Protea Hotel Group übernommen

Ruefa: die schönsten Metropolen Europas

Wien. Über belebte Boulevards flanieren, kulturelle Vielfalt entdecken und Shoppen auf Bazaren oder in riesigen Einkaufs-Malls: Die großen Metropolen haben viel zu bieten. Was die Beliebtheit der Städtereiseziele angeht, rangieren Berlin, Rom und Paris ganz vorn. Ruefa lädt Besucher mittels Tagesflug oder mehrtägigen Aufenthalten ein, die Metropolen zu entdecken. Infos und Buchung in allen Ruefa Reisebüros unter Tel. 0810 200 400 sowie unter:  www.ruefa.at

Auf Kreuzfahrten ins Polarmeer bietet der deutsche Erlebnisreisen-Spezialist auch atemberaubende Landschaften in Grönland.

Arne Sorenson, President & Chief Executive Officer von Marriott International.

dern. Das Angebot von Marriott auf dem Wachstumsmarkt Afrika würde dadurch auf über 23.000 Zimmer anwachsen – ein großer Wurf im Rahmen der ambitionierten Expansionsstrategie des Konzerns.

Wachstumsmarkt Afrika Arne Sorenson, Präsident und Chief Executive Officer von Marriott International: „Afrika verfügt über ein bedeutendes, noch unerschlossenes Potenzial für die Reiseund Tourismusbranche, sowohl als Destination als auch als weltweiter Quellmarkt. Das Bruttoinlandsprodukt des afrikanischen Kontinents wird in den kommenden Jahren voraussichtlich um mehr als fünf Prozent jährlich wachsen und damit hoffentlich auch die aufstrebende Mittelschicht.“ Alex Kyriakidis, Präsident von Marriott International für den Nahen Osten und Afrika, ergänzt: „Durch den Zusammenschluss mit Protea Hotels könnte Marriott International mit einem einzigen Schritt Fuß fassen und starke Präsenz in Afrika zeigen.“  www.proteahotels.com

Eine fantastische neue Show

in Europa (16 Mio. Besucher im Jahr 2012). Zum Resort gehören zwei einzigartige Themenparks, Disneyland Park und Walt Disney Studios Park, sieben Disney-Themen-Hotels mit etwa 5.800 Zimmern sowie 2.400 Zimmer in Partner-Hotels, zwei Convention Center mit modernster Technik und ein 27-Loch-Golfplatz. 58 Themenrestaurants sorgen für unvergessliche Erinnerungen  www.disneylandparis.com

Festlicher Zauber bis 2014 Elsa und Anna ziehen als Teil der berühmten Weihnachtsparade durch den prächtig geschmückten Park, und der lustige Schneemann Olaf hat in der brandneuen Abendshow „Disney Dreams of Christmas“ seinen großen Auftritt, wenn er das eindrucksvolle Orchester aus Lichtprojektionen, Fontänen, Special Effects und Feuerwerken dirigiert. Die Show sorgt neben einem 24 m hohen Weihnachtsbaum und zahlreichen weiteren Highlights bis einschließlich 6. Jänner 2014 für festlichen Zauber. Mit über 265 Mio. Besuchern seit seiner Eröffnung 1992 ist Disneyland Paris das führende Reiseziel

© Disney

Wien. Wer eine abwechslungsreiche Herausforderung unter südlicher Sonne sucht, ist bei TUI an der richtigen Adresse. Aktuell sucht der Veranstalter rund 450 Animateure für die Hotels und Clubs der Marken TUI und 1-2-Fly. Einsatzzeitraum ist die Sommersaison 2014, die im April beginnt. Teamfähigkeit, Flexibilität, Belastbarkeit und Eigenverantwortung sind wichtige Tools eines Animateurs. In Wien finden die „Animations JobDays“, bei denen man sich bewerben kann, heuer am 15. November und 20. Dezember, nächstes Jahr am 29. Jänner, 27. Februar und am 28. März statt; in München am 10. Dezember 2013. Alle Termine und Orte sind online abrufbar.  www.tui-animation.de

© Albatros Travel/Søren Rasmussen

alice hefner

Die Bewerber für den Job sollten zwischen 18 und 35 Jahre alt sein.

Hübsche Disney-Figuren: Prinzessinnen Elsa und Anna aus „Die Eiskönigin“.


au f & davo n

Freitag, 15. November 2013

medianet destination – 73

American Express Global Business Travel Forecast 2014 Wachstum Chinas wirkt sich auf Preisgestaltung aus

Airport Vienna Bremen

Biz-Reisen werden teurer

Neu: Germania fliegt ab Wien

weiterhin zu einem attraktiven Geschäftsstandort, was wahrscheinlich zu einer höheren Nachfrage und demzufolge auch zu höheren Preisen führen wird. Die Hotelpreise in den Vereinigten Arabischen Emiraten werden aufgrund des an die zunehmende Nachfrage angepassten, erweiterten Angebots steigen, da die Region auch weiterhin ein attraktiver Geschäftsstandort bleibt.

Deutschland ist stark „Aufgrund der zu erwartenden Entwicklungen empfehlen wir Travel-Managern, sich auf den Zugang zu relevanten Daten und Berichten zu konzentrieren, um ihr Geschäftsreiseprogramm besser planen zu können. Auf diese Weise können die Beziehungen zu Lieferanten verbessert und bestehende Konformitätslücken in bestimmten Geschäftsbereichen oder Regionen erkannt werden. So können sich Travel-Manager flexibel und schnell an Veränderungen im Reise- und Geschäftsumfeld anpassen“, so Partelow.

„WIR BEGEISTERN FÜR ÖSTERREICH“ Die Österreich Werbung (ÖW) ist seit 1955 Österreichs nationale Tourismusorganisation mit dem Hauptziel, das Urlaubsland Österreich zu bewerben. Zentrales Anliegen der ÖW ist es, gemeinsam mit allen österreichischen Tourismuspartnern für den Erhalt bzw. den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismuslandes Österreich zu sorgen. Damit leistet die ÖW einen essenziellen Beitrag zur Steigerung der Wertschöpfung für die österreichische Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Kernaufgaben der ÖW • Führung der Marke „Urlaub in Österreich“: Die Marke macht Österreich als Urlaubsland unterscheidbar und vermittelt den emotionalen Mehrwert eines Österreich-Aufenthalts. • Bearbeitung der international erfolgversprechendsten Märkte mit innovativem, zeitgemäßem Marketing. • Partner der österreichischen Tourismusbetriebe und wesentlicher Netzwerkknoten im Tourismus: Die Branche profitiert vom stets aktuellen und fundierten Wissen der ÖW über Gäste und Märkte.

PROMOTION

220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen weltweit über 1.500 Marketingaktivitäten pro Jahr durch. 2013 konzentriert sich die ÖW dabei auf drei Regionen: Westeuropa, CEE und Übersee. Die darin bearbeiteten Märkte decken etwa 96% aller Nächtigungen ab und weisen das größte Potenzial für den heimischen Tourismus auf.

China bleibt preisstabil

Geschäftsreisen im Jahr 2014: Preisänderungen nach oben werden erwartet.

„Deutschland steht aufgrund seiner starken Wirtschaft im europäischen Vergleich gut da – für 2014 wird ein Wirtschaftswachstum zwischen ein und zwei Prozent erwartet“, so Anton Lill, GM Global Business Travel bei AmEx. In Deutschland werden die Flugpreise auf der Lang- und auf der Kurzstrecke steigen. Für die Business Class wird mit einer Preissteigerung zwischen zwei und fünf Prozent gerechnet. In der Economy Class werden die Preise weniger stark anziehen (bis zu 3,5%). In puncto Übernachtungszahlen profitiert Deutschland von seiner Position als stärkster Wirtschaftsstandort und zieht Geschäftsreisende und Touristen an.

Die Hotelpreise werden sich im Jahr 2014 in nahezu allen Ländern und Regionen erhöhen. Das gilt vor allem für die mittleren und gehobenen Hotelkategorien. Außerhalb Europas nimmt die Nachfrage nach Geschäftsreisen in Südafrika und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu. Fluggesellschaften im Mittleren Osten und besonders in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die weiterhin ein stetiges Wirtschaftswachstum verzeichnen, ergänzen ihre Kapazitäten und erschließen neue weltweite Ziele. Aus diesen Gründen wird ein Rückgang der Flugpreise für Kurzund Langstrecken erwartet. Südafrika entwickelt sich auch

Angesichts des langsameren, aber stabilisierten Wachstums in China wird für den asiatischpazifischen Raum (APAC-Region) in den meisten Kategorien mit einem Preisanstieg gerechnet. Die Prognosen für die einzelnen Länder sind tendenziell positiv, doch werden hier, wie auch in anderen Regionen, ebenfalls erhebliche regionale Unterschiede erwartet. Die Hotelpreise werden in der APAC-Region steigen, da hier die Wirtschaft weiterhin wächst und das Angebot die Nachfrage wahrscheinlich nicht übertreffen wird. Als Ausnahme gilt Indien, da hier ein leichter Rückgang erwartet wird. Für China wird ebenfalls ein die Nachfrage übertreffendes Angebot prognostiziert, sodass die Preise hier 2014 relativ unverändert bleiben werden.  www.americanexpress.com

Neu in Wien: Paul Scodellaro (ganz links), Strecken Manager Austria bei Germania, mit Germania-Crew.

Wien. Ab sofort verbindet die deutsche Fluglinie Germania den Flughafen Wien mit Bremen (D). Zwei Mal pro Woche hebt die Airline in die deutsche Hansestadt ab. Eröffnet wurde die neue Strecke mit einem Ribbon Cutting des Erstflugs durch Paul Scodellaro, Strecken Manager Austria bei Germania, und Belina Neumann, Leitung Aviation Marketing & Business Development der Flughafen Wien AG, direkt am Airport. Germania hebt jeden Donnerstag und Sonntag jeweils um 20:55 Uhr in Wien ab und landet um 22:30 Uhr in Bremen. Zum Einsatz kommt ein Airbus A319. Mit der neuen Verbindung ist die deutsche Hansestadt direkt ab Wien erreichbar. Germania wurde 1986 gegründet und bietet Linien- und Charterflüge zu über 50 internationalen Destinationen in Europa, Nord- und Westafrika und dem Nahen Osten.  www.viennaairport.com

Österreich Werbung Kreative Marketingaktivitäten für österreichischen Tourismus

Winterzauber an der Themse ÖW verwandelte herbstliches London in eine schneereiche Winterlandschaft. Wien/London. Die Österreich Werbung (ÖW) begeistert für Urlaub in Österreich und setzt dabei auf kreative Marketingmaßnahmen. Der Marketingmix reicht von klassischer Werbung über Direct Marketing und E-Marketing bis hin zu integrierten Themenkampagnen. Je nach Markt, Zielgruppe und Strategie werden stimmige Maßnahmenpakete geschnürt und eingesetzt. Um Lust auf einen Winterurlaub in Österreich zu machen, überraschte die Österreich Werbung Mitte Oktober die Londoner mit einem frühzeitigen Wintereinbruch: Inmitten der „City“, dem Bankenviertel Londons, wurde ein rot-weiß-roter Buzzer platziert. Sobald der erste Neugierige diesen gedrückt hatte, wurde aus dem grauen Platz im herbstlichen London innerhalb weniger Minuten ein österreichisches Wintererlebnis.

Austrian Winter Wonderland Drei Musiker tauchten auf und sorgten für die nötige Stimmung. Eine verschneite Skihütte, schneebedeckte Bäume sowie ein Schneemann erschienen wie aus dem Nichts. Ein charmanter Skilehrer begrüßte die überraschten Gäste und lud sie ein, in die Winterlandschaft einzutreten. Gemeinsam nahmen sie in gemütlichen Liegestühlen vor der Skihütte Platz und beobachteten bei Glühwein und Jause das Schauspiel. So fanden

„Mit dieser Aktion haben wir den Briten einen kleinen Vorgeschmack auf die kommende Wintersaison gegeben.“ © Tom Hanslien

Berlin. „Angesichts der prognostizierten regionalen Schwankungen müssen Unternehmen künftig in der Lage sein, besser zu erkennen, in welchen Bereichen und Regionen die größten Preisveränderungen zu erwarten sind. Denn nur so können sie ihre Planung für 2014 optimieren und sicherstellen, dass die Zuteilung der Reisebudgets das Erreichen der allgemeinen Geschäftsziele unterstützt“, so Patricia Partelow, Senior Vice President und General Manager American Express (AmEx) Global Business Consulting & Solutions, anlässslich der Präsentation der Studie „American Express Global Business Travel Forecast 2014“.

© Panthermedia.net/rAtchanida Thippayos

michael bär

© Pepo Schuster

Leichte Preiserhöhungen bei den Geschäftsreisen stehen 2014 in verschiedenen Regionen ins Haus.

HERWIG KOLZER, ÖW-REGION MANAGER GROSSBRITANNIEN, DÄNEMARK UND SCHWEDEN

Ganz in weiß: Österreichischer Wintereinbruch in der britischen Hauptstadt.

sich Ski- und Snowboardfahrer vor der Hütte ein und schwärmten von der letzten Abfahrt. Ein Urlauberpaar bei einer Winterwanderung machte auf das Urlaubserlebnis abseits der Piste aufmerksam.

Schneefall bei 20 Grad Als Höhepunkt ließ es die ÖW auch tatsächlich schneien! Nach zehn Minuten gab es noch ein Polaroid-Foto als Erinnerung für die Gäste, bevor die Winterlandschaft wieder verschwand – bis der nächste Passant den Buzzer drückte... Hunderte Passanten verfolgten die Szenen aufmerksam, applaudierten und teilten ihre spontan geschossenen Fotos auf

ihren Sozialen Netzwerken. „Mit dieser Aktion haben wir den Briten einen kleinen Vorgeschmack auf die kommende Wintersaison gegeben“, so Herwig Kolzer, Region Manager Großbritannien, Dänemark und Schweden. „Mit den dargestellten Szenen – von der Winterurlaubskompetenz, der typischen österreichischen Gastlichkeit bis hin zu den kulinarischen Köstlichkeiten – konnten wir auf überraschende und unterhaltsame Weise unsere Vorzüge gegenüber unseren Mitbewerbern herausstreichen.“

Stimmungsvolles Video Begleitend zu dieser Aktion, die im Rahmen der Winterkampagne

„Ein Winter voller Lebensfreude“ umgesetzt wurde, verteilten ÖWHostessen während der gesamten Zeit 1.500 Flyer mit attraktiven, buchbaren Winterurlaubsideen und Päckchen mit Glühweingewürz an Passanten. Den österreichischen Winterzauber zum Nacherleben gibt es auch auf Video, das auf dem britischen ÖW-Youtube-Channel http://www.youtube.com/ user/austriaUK und auf anderen wichtigen Social Media-Kanälen zu sehen ist. Das Video sorgte für große Begeisterung im Netz und erzielte bereits nach einer Woche über 100.000 Views. www.austriatourism.com


gast & wirt

74 – medianet destination

The New York Tasting 2013 Österreich Wein Marketing (ÖWM) lud Experten in New York zur GrüVe-Weinverkostung

Aufgetischt

Unser Grüner Veltliner wird international geschätzt

© Elisabeth Paulitsch

Don’t cry, be happy!

Österreichs Paraderebsorte ist damit ein Platz in der Reihe der internationalen „noble grapes“ sicher.

Nicht zum Weinen, dafür ein heiteres Haus: die Weinerei in Bruck.

michael bär

Bruck an der Mur. Direkt an der Mur gelegen, geht die Weinerei in Bruck im Kern auf das Hochmittelalter zurück. Sie verfügt neben einer wechselvollen Geschichte auch über einen pittoresken Keller, der wie geschaffen ist für Wein. Dafür wird er heute ausgiebig genutzt. Mehr als 200 klug gewählte Positionen aus aller Welt umfasst die Weinkarte, das glasweise Angebot wechselt wöchentlich wie die Speisekarte. Wichtig ist für Patron und Sommelier Harald Trummer auch in der Küche der Blick über den Tellerrand. Nur sechs Vor- und Hauptspeisen werden angeboten, momentan etwa Kürbis­ tascherl, Gamsbraten, aber auch rotes Thai-Curry oder Schweinsfischerl mit Lemongrass und Ingwer. Mittags gibt‘s auch einen günstigen „schnellen Teller“. So gut wie alle Produkte stammen aus der Region (selbst der Kaffee wird in Bruck geröstet). „Hausgemacht“ ist hier kein Schlagwort.

„Es gibt nur wenige Rebsorten, die in der

© ÖWM / David Plakke

Wien/New York. Im höchstbewerteten Restaurant der Stadt New York, im „Le Bernadin“, gibt sich die Crème de la Crème der internationalen Weinszene die sprichwörtliche Klinke in die Hand. „Austrian Monuments: Four Decades of Great Grüner Veltliner“, lautet das Motto einer Vertikalverkostung von 31 Grünen Veltlinern mit einem hochkarätige Panel, bestehend aus Jancis Robinson MW (Financial Times), David Schildknecht (The Wine Advocate), Aldo Sohm (Le Bernardin) und Terry Theise (Michael Skurnik Wines), moderiert von Willi Klinger, Geschäftsführer der ÖWM.

Kombination mit den

Weinverkostung in den USA (von li.): Aldo Sohm, Jancis Robinson, Willi Klinger, David Schildknecht und Terry Theise.

verschiedensten Kü-

treter der Jahrgänge von 2000 bis 2011. Ganz klar ging dabei hervor, dass diese Weine sowohl in den warmen als auch kühleren Jahrgängen hervorragend sein können, wobei warme Jahrgänge besonders von der längeren Flaschenreife profitieren.

chen so ausnehmend gut einzusetzen sind.“

Weinerei, Schiffländ 15, 8600 Bruck an der Mur, Tel.: 03862/56 325

Aldo Sohm restaurant „Le Bernardin“

www.weinerei-baderhaus.at

Konkurrenzlos günstig Präsentiert wurden nach zwei klassischen Weinen zum Einstieg zunächst drei Flights mit je drei großen Reserve-Veltlinern der Jahrgänge 1971–1999. Diese zeigten mit ihrer Komplexität, Frische und Klarheit das hohe Reifepotenzial des GrüVe. Die zweite Gruppe bestand aus zwölf Weinen mit je einem Ver-

Eingeschenkt

Veltliner und Lage Langenlois. Alwin Jurtschitsch und seine „bessere Hälfte“ Stefanie Hasselbach haben sich beim Studium in Geisenheim kennen und lieben gelernt. Mittlerweile haben sie den traditionsreichen Sonnhof ziemlich „umgekrempelt“, nach dem Motto „Weniger ist mehr“ sogar die Rebfläche verkleinert. „Unser Arbeitgeber ist die Natur“, so die beiden. Sie wirtschaften biodynamisch und kennen jeden Stock und jede Lage quasi beim Vornamen. Loiserberg, das ist Kraft und Eleganz, die westlichste Erhebung von Langenlois Richtung Waldviertel mit einem ganz besonderen Mikroklima. Während die exponierten Terrassen als Hitzepol gelten, werden die Reben gleichzeitig von Winden aus dem Norden gekühlt. Perfekt antrinkbar mit Potenzial für viele Jahre.

Zwischen den Flights war Platz für angeregte Diskussionen des Panels, die durch zahlreiche Fragen und Wortmeldungen aus dem Publikum ergänzt wurden. Terry Theise, der Pionier unter den US-Importeuren von Grüner Veltliner-Weinen, wies darauf hin, dass große Grüne Veltliner nicht nur zu den großen Weiß-

weinen der Welt zählen, sondern dabei auch konkurrenzlos günstig sind. David Schildknecht bewies tiefe Fachkenntnisse über die Weine, sowohl was deren Produktionsart als auch deren Terroir betrifft. Der Doyen der New Yorker Weinjournalisten, Howard Goldberg (The New York Times), fand nur positive Worte über die Weine. Sowohl Terry Theise, als auch Jancis Robinson hatten Österreichs Weine über den Riesling näher kennengelernt, zeigten sich aber in der Folge auch von der Komplexität und Kraft des Grünen Veltliner stark beeindruckt. Jancis Robinson erinnerte an das legendäre „London Tasting von 2002“ und unterstrich, dass Grüner

Veltliner in Großbritannien bereits als „noble Rebsorte“ angesehen ist. Grüner Veltliner sei keine Modeerscheinung, sondern ein fixer Stern am Firmament der international anerkannten Rebsorten. Willi Klinger dazu: „Für mich war es elementar, ein Statement für die Weine der Reserve-Kategorie des Grünen Veltliner zu setzen, um der Gefahr einer Reduzierung unserer Paradesorte auf die Billigschiene entgegenzuwirken.“ Das Team des „Le Bernardin“ servierte zum Abschluss drei von Küchenchef Eric Ripert gemeinsam mit Chef-Sommelier Aldo Sohm perfekt auf die Weine abgestimmte Kreationen aus dem Repertoire des anerkannt besten Fischrestaurants der USA. www.oesterreichwein.at

Wien Museum Zur Eröffnung der Ausstellung über die „k.k. Riviera“ präsentierte sich die Region Kvarner kulinarisch

Kvarner Gourmet-Restaurants im Museum Wien. Ganz nach dem Motto „Essen ist ein Bedürfnis, genießen ist eine Kunst“ von Francois VI. Duc de La Rochefoucauld begeistern Köche aus acht „Kvarner Gourmet“-Restaurants die Gäste des Festauftakts zur Ausstellungseröffnung von „k.k. Riviera“ (noch bis 30. März 2014 im Wien Museum am Karlsplatz) mit kulinarischen Köstlichkeiten und typischem Fingerfood der Region Kvarner.

Ob Restaurant Rivica in Njivice, Villa Barbat in Rab, Restaurant Le Mandrac in Opatija, Villa Kapetanovic in Opatija, Restaurant Kukuriku in Kastav, Restaurant Sabbia in Crikvenica, Restaurant Draga di Lovrana in Lovran oder Restaurant Stanger in Lovran – alle acht Lokale haben sich international unter Feinschmeckern einen klingenden Namen erworben, sei es als Mitglieder der Elitevereinigung „Jeu-

© Sergio Lussino

Kamptal DAC Reserve Grüner Veltliner Loiserberg 1. ÖTW 2012, Jurtschitsch. ­Gastropreis: 11 €. Erhältlich bei Kolarik & Leeb.

© Del Fabro

Freitag, 15. November 2013

Wie vor 100 Jahren: Feinschmecker schätzen die Gourmet-Region Kvarner.

nes Restaurateurs d’Europe“ oder durch Auszeichnungen in diversen Restaurantführern wie dem Guide Gault Millau. Nicht minder überzeugend sind die wunderbaren Zlahtina-Weine der kleinen, feinen Weinregion auf der Ferieninsel Krk.

Der Adel in Abbazia Die „Österreichische Riviera“ erlebte ihre erste Blütezeit zwischen 1890 und 1914, also gerade einmal ein knappes Vierteljahrhundert. Zu ihren Zentren zählten Orte wie Abbazia (heute Opatija) , Triest und Grado, aber auch südliche Küstenstädte wie Split und Dubrovnik. Den Destinationen entsprachen verschiedene Konzepte von Tourismus: Während am Anfang Kuraufenthalte standen, entwickelte sich in der Folge ein familientauglicher Massenbetrieb oder Entdeckertourismus. Heute spielt die Kulinarik eine große Rolle. Abbazia ist ein Paradebeispiel für die gezielte touristische Erschließung von Wien aus. 1889 vom Kaiser zum ersten heilklima-

tischen Kurort an der k. k. Küste erhoben, profitierte es – wie viele Orte in der Region – vom Bau der Südbahnstrecke nach Rijeka, die nahe Abbazia vorbeiführte. Das noble Seebad mit historistischen Hotels, den Promenaden und Parks lockte Mitglieder der Kaiserfamilie, Adelige aus ganz Europa und das Großbürgertum an. Unter seinem kroatischen Namen Opatija knüpft das Seebad heute als lebendiges k.k. Museum mit historischen Villen, Grandhotels und prächtigen Parks wieder an diese glanzvollen Zeiten an. Der Ausstellungparcours im Wien Museum folgt dem Prinzip einer Rundreise, wobei Regionen in den Fokus rücken, wenn sie in der Entwicklung des Adria-Tourismus eine wichtige Rolle einnehmen. Gezeigt werden etwa 450 Objekte, darunter Fotografien aus Istrien, dem heutigen Kvarner und Dalmatien, zeitgenössische Fremdenverkehrswerbung sowie Kunstwerke, u.a. von Egon Schiele, Rudolf von Alt oder Albin Egger-Lienz.  www.wienmuseum.at  www.kvarner.hr


medianet

inside your business. today.

Freitag, 15. NOVEMber 2013 – 75

randstad in Ăśsterreich

Global erfolgreich agierender PersonalDienstleister ist in Ă–sterreich aktiv  Seite 77

Š CORE smartwork

Š Randstad Holding nv

careernetwork core smartwork tools

Multifunktionales Kommunikations-Tool fĂźr Mitarbeiter-Beziehungsmanagement Seite 78

SAMSUNG MARTINA FRIEDL: CSV-Managerin Š Samsung Electronics Austria

Stadtfernsehen Gerhard Koller positioniert W24 als TV-­Sender fĂźr Leute, denen Wien am Herzen liegt.  voestalpine AG ­Das heimische Unter­ nehmen kommt in der neuen „Best ­Recruiters“-Studie ein-­ deutig auf Platz 1. 

Seite 76

Š BFI Wien/Marko Zlousic

„Man braucht das innere Feuer, wenn man gut sein will im Job!“

BFI WIEN

Vorzeigeprojekt in der ßberbetrieblichen ­Lehrausbildung abseits von Geschlechter­ klischees.  Seite 79

Seite 78

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Career portrait

Der erfolgreiche Medienprofi ­Gerhard Koller (46) hat gerade erst seinen Vertrag beim Wiener Stadt­ fernsehen W24 ver­ längert und bereitet nun eine Samstag­ abend-Show vor.

Freitag, 15. November 2013

© Georg Biron (2)

76 – careernetwork

„Ohne Leidenschaft wird nichts draus!“ georg biron

Wien. „Wir haben hier eine unglaublich geile Arbeitsatmosphäre“, sagt Gerhard Koller beim Empfang im Stadtfernsehsender W24, der sein Programm ins Wiener Kabelnetz einspeist. Im geräumigen stylishen Loft in der Missindorfstraße in WienPenzing sind TV-Studios, Schnittplätze, Regieräume und viel Platz für Techniker, Redakteure und

„Wir rücken mit W24 dank der technischen Möglichkeiten immer näher zum Kunden. Ich will Innovation, die etwas bringt.“ gerhard koller

Sendungsmacher untergebracht – nicht zu vergessen die bequemen bunten Meeting-Points. Koller ist seit 2009 Geschäftsführer der W24 Produktion GmbH (vormals Webworks Content GmbH). Er hat die operative Führung des Produktionsbereichs übernommen und zeichnet damit produktionsseitig für den Wiener Stadtsender W24 und die Internetplattform www.w24.at.verantwortlich. Darüber hinaus treibt er sehr

erfolgreich die operative Weiterentwicklung der Bereiche Web-TV, Internet und Text-Redaktion voran: „Mit einem Budget von drei Millionen Euro kann man allerdings keine Riesensprünge machen“, so Koller, „aber der Content zeichnet uns aus, denn jeder, der diese Stadt liebt oder an ihr interessiert ist, findet bei W24 viele ebenso spannende wie informative Beiträge.“

Erfahrener Medienmensch Kollers bisherige Karriere führte ihn durch alle Sparten journalistischen Schaffens und unternehmerischer Verantwortung. Er war vier Jahre lang Sendungsgestalter und Reporter bei Gotthard Riegers „Radio CD International“ (1990–1993), danach in der Geschäftsführung der Radda & Dressler Verlagsgruppe (1995– 2004) und schließlich in der Geschäftsführung der Verlagsgruppe News (Abo und Vertrieb). Die Tageszeitung Österreich setzte Koller als Projekt-Consulter ein. Er begleitete den Aufbau des Abo-Geschäfts in der Gründungsphase. Die Medien der Kabel TV Wien GmbH – vom Teletextprogramm Wiener Kabel Text über die OnlinePlattform bis hin zum TV-Kanal – wurden von Koller gemeinsam mit Thomas Holzinger entwickelt. „Die Grundkosten des Fernsehens werden immer geringer“, freut sich Koller. Und das Medium kommt auf verschiedensten Schienen zu den Konsumenten – über den klassischen Fernsehapparat „ebenso wie über Smart-TV-Geräte, Note-

books, Smartphones oder Tablets“. 2.700 Produktionen (im Schnitt rund 13 pro Werktag) stellt man bei W24 jährlich her – und diese Inhalte sind für das Publikum auf allen Vertriebswegen zu den gewünschten Zeiten abrufbar. Im Jahr 2012 wurde der Sender – der ursprünglich als reiner Nachrichtdienst an den Start ging – mit einem gründlich veränderten Erscheinungsbild als neuer Wiener Stadtsender positioniert.

„Ich habe einen eigenen TV-Talk und lade VIPs aus Kultur, Medien, Politik, etc. dazu ein, mit mir über ihr Leben zu sprechen.“ gerhard koller

„Wir haben bisher eher kurze Beiträge mit einer Länge von 15 Minuten gesendet, nun produzieren wir aber auch längere Sendungsformate mit bis zu eineinhalb Stunden“, so Koller. Abgesehen davon plant er eine Show für den Samstagabend: „Wir möchten die Zuseher stärker an uns binden und werden noch attraktiver werden.“ Eigentümer ist die WH Medien GmbH, ein Tochterunternehmen

der Wien Holding. Das Unternehmen steht im Zentrum des Medienclusters der Wien Holding und kümmert sich um die strategische Weiterentwicklung dieses Standbeins des Konzerns. Gerhard Koller ist übrigens nicht nur hinter den Kulissen als leidenschaftlicher Entwickler beim Stadtfernsehen tätig: Er hat jeden Sonntag um 20 Uhr seine eigene TV-Talkshow und lädt interessante Persönlichkeiten aus Kultur, Medien, Politik, Sport oder Wissenschaft dazu ein, in einem offenen Gespräch über ihr Leben zu sprechen – mit allen „Ups and Downs“. Egal ob Rainhard Fendrich, Christina Stürmer, Conchita Wurst, Christian Clerici oder Otto Schenk – in intimen 15 Minuten zeigt er die Promis unzensiert und von einer ganz anderen Seite. In angenehmer, sehr privater Gesprächsatmosphäre ergründet Koller, was die Prominenten bewegt, was sich in ihrem Leben verändert und wie ihr Leben jenseits der Blitzlichter aussieht.

Sechs Wiederholungen Nach der Erstaustrahlung an Sonntagen wird die Sendung montags um 22:35, mittwochs um 13:05, donnerstags um 16:15, freitags um 11:45, samstags um 20:00 und sonntags um 13:00 Uhr wiederholt. Probleme, Talk-Gäste zu bekommen, hat Koller nicht. Sogar ORF-General Alexander Wrabetz kam ins W24-Studio und stellte sich gern den Fragen ...  www.w24.at

10 Fragen An gerhard koller

Wie wichtig ist eine intakte Familie? Sehr wichtig. Ich bin seit 27 Jahren mit meiner Frau zusammen, habe zwei Töchter, dadurch bin ich sehr geerdet. Was ist das Wichtigste für einen guten Karrierestart? Man braucht eine sehr breit aufgestellte Allgemeinbildung und muss genau wissen, was man machen will. Wie wichtig ist Geld für Sie? Es wäre kokett zu sagen, dass es nicht wichtig ist, aber wegen des Geldes mache ich meine Arbeit sicherlich nicht. Sie reisen gern – wohin am liebsten? Es gibt so viele starke Orte auf der Welt – auch in Österreich. Alles ist möglich. Welches Buch ist für Sie wichtig? Ich interessiere mich für Geschichte und liebe historische Romane wie z.B. „38 – auch das war Wien“ von Friedrich Torberg. Sind Sie abergläubisch? Ich bin nicht sehr empfänglich für Esoterik, aber Horoskope sind oft erstaunlich. Wie definieren Sie Erfolg? Wenn man einen Job machen kann, für den man so richtig brennen kann. Was ist Ihr Hobby? Ich habe eine Gartenmodelleisenbahn. Wie sehen Sie die Zukunft des TV? TV, Internet und Pay TV wirken parallel; es ist ja eine relativ billige Technologie. Welche Pläne haben Sie mit W24? Wir haben meistens kurze Beiträge; ich plane eine lange Samstabend-Show.


p e r s o n a l & m a n a g e me n t

Freitag, 15. November 2013

careernetwork – 77

Randstad Weltweit zweitgrößter Personal-Dienstleister mit Umsatz von 17,1 Mrd. Euro betritt österreichischen Markt

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Markteintritt in Österreich Zehn Standorte in Österreich, 65 interne Mitarbeiter und 1.500 an Kunden überlassene Mitarbeiter.

zierung der Arbeitnehmer (in Österreich: 41%) bzw. arbeiten viele Arbeitnehmer in anderen als den erlernten Berufen (in Österreich: 26%). Dies führt zu einem Produktivitätsverlust und letztlich zu einem geringeren Wirtschaftswachstum. Im Ausblick auf die künftigen Jahre kommen v.a. durch zunehmende Automatisierung mittlere Ausbildungen in Bedrängnis. Der Bedarf an hochqualifizierten Mitarbeitern steigt, die Nachfrage nach weniger qualifizierten Ausbildungen bleibt jedoch vorhanden.

© Randstad Holding nv/Studio Carin Verbruggen & Ferry Drenthem Soesman

Wien. Randstad ist auf ZeitarbeitsLösungen und PersonalserviceKonzepte spezialisiert. Neben der klassischen Zeitarbeit gehören zum Portfolio von Randstad unter anderem Outsourcing und Personalberatung sowie Inhouse-Services zum Personalmanagement von Großprojekten im Kundenunternehmen. Die Randstad-Gruppe ist einer der weltweit größten Personaldienstleister mit Top-3-Positionen in Argentinien, Belgien & Luxemburg, Canada, Chile, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Indien, Mexiko, den Niederlanden, Polen, Portugal, Spanien, Schweiz, UK, den USA und mit bedeutenden Positionen in Australien und Japan.

Stellenanzeigen sind Werbung!

Kein Anstieg der Zeitarbeit

Internationale Trends

Leo Lindelauf, Member of the Executive Board Ranstad Holding nv.

Randstad präsentiert in Österreich erstmals den Jahresbericht „Flexibility@work“ über flexible Arbeit und Beschäftigung, durchgeführt von SEO Economic Research, Teil der Amsterdamer Universität, im Auftrag von Randstad. Der Bericht bietet einen umfassenden Überblick über internationale Beschäftigungstrends auf dem flexiblen Arbeitsmarkt. Thematisiert werden insbesondere die globalen Trends im Bezug auf die flexiblen Arbeitsbeziehungen, d.h. befristete Arbeitsverträge, Zeitarbeit und Selbstständigkeit. „Flexibility@work 2013 zeigt, dass die Art und Weise, in der sich flexible Arbeitsbeziehungen

entwickeln, von den konkreten Anforderungen der verschiedenen nationalen Arbeitsmärkte abhängt und daher stark variiert. Diese Anforderungen können beispielsweise mit dem Innovationsbedarf, dem Aufstieg oder Abstieg bestimmter wirtschaftlicher Sektoren oder dem Wirtschaftszyklus zusammenhängen. Das gilt insbesondere für Zeitarbeit, die weiterhin nur einen geringen Anteil der flexiblen Arbeitsbeziehungen ausmacht“, betont Leo Lindelauf, Member of the Executive Board der Randstad Holding nv. „Im europäischen Kontext gibt es keinen Hinweis dafür, dass der starke Anstieg des Anteils flexibler Arbeitsformen in der jüngsten Peri-

Arbeitsflexibilität wird von der Wirtschaft weiter benötigt und ermöglicht Arbeitnehmern von der Ausbildung, von der Arbeitslosigkeit und von der Nichterwerbstätigkeit in die Erwerbstätigkeit überzugehen. Auf Basis der Trends in hochentwickelten Zeitarbeitsmärkten wie z.B. den Niederlanden, UK oder USA ist kein signifikanter Anstieg der Zeitarbeit in Österreich zu erwarten. „Unsere Mission ‚Shaping the world of work‘ verpflichtet Randstad, die Arbeitsmärkte zu kennen und darauf aufbauend HR-Dienstleistungen für Bewerber und Kunden anzubieten. Temporäre Mitarbeiter steigern nachweislich die Produktivität und erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit“, so Michael Wottawa, Managing Director der Randstad Austria GmbH.  www.randstad.at

ode vor der Finanzkrise auf Kosten herkömmlicher unbefristeter Arbeitsverträge geht. Der Zuwachs im Bereich flexibler Arbeit schwankt zwischen den einzelnen Ländern und Perioden zu sehr, als dass eine solche Schlussfolgerung zulässig wäre“, konstatiert Ben Noteboom, CEO der Randstad Holding nv.

Produktivitätsverluste Bis 2050 fehlen in Europa aufgrund von demografischen Veränderungen voraussichtlich 35 Mio. Arbeitskräfte. Der professionellen Rekrutierung kommt immer mehr Bedeutung zu. Viele aktuelle Positionen sind fehlbesetzt – entweder durch Über- oder Unterqualifi-

Zeitarbeit In Österreich bietet die Branche Arbeit für 73.800 Menschen – das sind 2,2% aller Beschäftigten

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Klaus Lercher, Präsident des VZa, freut sich über die ausgewerteten Daten.

Ab sofort übernimmt Georg Effenberger (47) die Leitung der Abteilung Prävention in der Hauptstelle der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt. Er folgt damit Karl Körpert nach, der sich in die wohlverdiente ­Pension verabschiedet.

Ferromatik Milacron © Ferromatik Milacron

AUVA-Prävention

Stefan Sonnhalter

Jetzt ist Stefan Sonnhalter (47) Leiter des Vertriebs für Deutschland und Österreich bei Ferromatik Milacron. Sonnhalter (verheiratet, zwei Kinder) setzt sich das Ziel, die Potenziale des Unternehmens im Vertrieb stärker umzusetzen.

Veronika Marek SQS Österreich

Veronika Marek (30) ist neue HRLeiterin bei SQS Software Quality Systems in Österreich, dem führenden Anbieter für SoftwareQualität. Zu ihren Schwerpunkten zählen hauptsächlich die ­Recruitingaktivitäten.

© Samsung Electronics Austria

Georg Effenberger

© SQS/Franz Helmreich

© R. Reichhart/AUVA

job

Beschäftigungshöchststand zu verzeichnen. Lercher: „Zeitarbeitnehmer sind immerhin 2,2 Prozent der Beschäftigten. Dabei ist Zeitarbeit ein ‚junges‘ Thema.“ Denn 54% der Zeitarbeitnehmer sind unter 35 Jahre, im Vergleich dazu sind 40% aller Beschäftigten unter 35 Jahre. „Wir erleben das in der Praxis: Zeitarbeit ist gerade für junge Menschen eine wesentliche Möglichkeit zum Berufseinstieg“, beschreibt Lercher diese „Schuhlöffelfunktion“ der Zeitarbeitsunternehmen. Dies ist auch im europäischen Vergleich klar ersichtlich. Dort, wo Zeitarbeit stark reguliert ist, wie z.B. in Spanien, ist auch die Jugendarbeitslosigkeit höher.  www.vza.at

© Petra Spiola

Wien. Der Österreichische Verband Zeitarbeit und Arbeitsvermittlung, VZa, stellte im Rahmen einer Pressekonferenz die neuesten Daten und Fakten zur Bedeutung der Zeitarbeitsunternehmen für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft vor. „Anhand dieser Zahlen können wir nun erstmalig die Funktion von Zeitarbeit für den Arbeitsmarkt klar belegen. Beispielsweise ist Zeitarbeit ein Sprungbrett in die Stammbelegschaft: 52% der Zeitarbeitnehmer wechseln in die Stammbelegschaft eines Unternehmens“, so Klaus Lercher, Präsident des VZa. Zeitarbeitsunternehmen bieten in Österreich 73.800 Menschen Arbeit. Im Jahr 2013 hatte Österreich mit 3,3 Mio. Menschen einen

Promotion

Flexibilität ist wichtige Säule für Österreich

Sie ist das Rückgrat im österreichischen Recruiting: die Online-Stellenanzeige. Simpel, relativ leicht aufzusetzen und effektiv. Doch das Potenzial dieser „Standard“-Maßnahme ist weitaus größer, als von vielen Stellen ausschreibenden Unternehmen angenommen. Wie der aktuelle Report „Best Recruiters“ aufzeigt, schöpfen nämlich bei Weitem nicht alle untersuchten Unternehmen in ihren Jobanzeigen alle Möglichkeiten aus. So wird bei Stellenanzeigen oftmals der Fokus nur auf die vakante Stelle gelegt und völlig darauf vergessen, dass das Stückchen Internet, das man damit gestaltet, das gesamte Unternehmen attraktiver, aber auch langweiliger erscheinen lassen kann. Fast alle getesteten Stellen ausschreibenden Betriebe geben etwa die Stellenbezeichnung oder das Anforderungsprofil an. Geht es aber um die praktischen Details oder auch um die Möglichkeit für Interessenten, sich näher über das Unternehmen und die dort herrschende Arbeits- und Firmenkultur zu informieren, dann wird die Suppe für die Bewerber schon deutlich dünner. Nur jedes zweite Unternehmen führt eine Ansprechperson inklusive Kontaktmöglichkeit an, 39% nennen die Rahmenbedingungen zum Job. Noch weniger Recruiters machen Facts wie den Eintrittstermin (21%), Infos zu Benefits (18%) oder geforderten Unterlagen (17%) im Inserat öffentlich. Vergessen wird oft: Stellenanzeigen sind Werbung! Und diese funktioniert am besten, wenn sie neugierig macht und zu weiteren Aktionen der Kunden (=Kandidaten) anspornt.

Martina Friedl Samsung

Martina Friedl (38) ist Corporate Social Responsibility (CSV)-Managerin bei Samsung Electronics Austria. Aktuell schreibt die Expertin für Public Affairs und CSR an ihrer rechtswissenschaftlichen Dissertation zum Thema Korruptionsprävention.


personal & management

78 – careernetwork

Freitag, 15. November 2013

„Best Recruiters“ Studieninitiator Markus Gruber und WU-Professor Wolfgang Elsik präsentierten die Ergebnisse

short

voestalpine bei der „Best Recruiters“-Studie Nr. 1

Anpassungs-Intelligenz für erfolgreiche Zukunft

© e&k/Tadros

Die Studie zeichnet überdurchschnittliche Recruiting-Qualitäten unter den Top-500-Arbeitgebern aus. dino silvestre

(von li.) v.l. Herbert Rieser, Martin Schaffenrath, Sepp Ebenbichler, Andreas Reiter, Christian Jäger.

Wien. Im Rahmen der „Personal Austria“ präsentierten Studieninitiator Markus Gruber und WU-Professor Wolfgang Elsik die aktuellen Ergebnisse der jährlich durchgeführten „Best-Recruiters“-Studie. Dabei wird die Recruiting-Performance von insgesamt 520 Arbeitgebern geprüft. Die Bandbreite der Methoden reicht von Blindbewerbungen über Testanrufe bis zur Analyse der Online-Präsenz. Arbeitgeber erhalten damit ein fundiertes Gesamtbild ihres Recruiting-Potenzials.

Wien. „Alles fließt – das war gestern. Heute springt alles. Einen gesellschaftlichen Wandel und Veränderungen aufgrund der demografischen Entwicklung gab es immer, doch die heutige Zeit ist geprägt von Brüchen und Umbrüchen.“ Mit diesen Worten eröffnete Zukunftsforscher Andreas Reiter die Veranstaltung des Club Tirol. Heute würde es keinen Sinn mehr machen, wie zu DDR-Zeiten einen Fünfjahresplan zu erstellen, denn unvorhergesehene Störungen gehörten derzeit zum Normalfall. Fachwissen sei in drei Jahren veraltet, das allgemeine Wissen innerhalb von fünf Jahren. Es sei daher kritisch, auf das Wissen und die Erfahrungen der Vergangenheit aufzubauen. Es sei gefragt, aus der Zukunft zu lernen. Auch das Vergessen sollte bewusst erlernt und angewendet werden. „Denn über den Erfolg eines Individuums oder eines Unternehmens entscheidet v.a. die AnpassungsIntelligenz“, so Reiter.  www.clubtirol.net

Bester Recruiter ist heuer die voestalpine AG. Der stahlbasierte Technologie- und Industriegüterkonzern punktet vor allem mit seinem professionellen und wertschätzenden Umgang mit den einzelnen Bewerbern. „Die Auszeichnung für voestalpine macht uns stolz. Insbesondere im Online und Social Media Bereich haben wir unsere Präsenz ausgebaut und berücksichtigen dabei sowohl Bewerberbedürfnisse als auch Trends im Recruiting – wie etwa die mobile Darstellung unser Onlinekanäle“, bilanziert Karin Kronsteiner, verantwortlich für das Employer Branding bei der voestalpine AG. Dass bei vielen Unternehmen noch viel Luft nach oben ist, um besser bei künftigen Mitarbeitern zu punkten, ist ein zentrales Ergebnis der Studie. Dies wird in unterschiedlichen Zusammenhängen deutlich: • So ermöglichen 94% der Arbeitgeber Bewerbern die direkte Jobsuche über einen eigenen WebsiteBereich für Stellenangebote. Doch

Große Auszeichnung für Hörbuch-Seminar Wien. Sechs Wochen auf dem Markt, mehr als 1.200 verkaufte Exemplare – und kurz nach Erscheinen schon preisgekrönt: Die angesehene Oskar-PatzeltStiftung kürte „Das HörbuchSeminar“ zum besten Mittelstands-Buch des Jahres. Die Audio-Box bietet auf zehn CDs drei Bestseller Roger Rankels und Hunderte Tipps für Umsatz und Kunden.  www.roger-rankel.de

„Best Recuiters“ Feierstunde (von li.): Markus Gruber (Studieninitiator), Christian Reiterer (Frequentis – Human Resources Business Partner), Karin Kronsteiner (Corporate Human Resources – voestalpine AG), Bernhard Haider (GF Zweigniederlassung Stockerau – Hofer KG) sowie Karin Schumeth (Personalentwicklung Zweigniederlassung Stockerau – Hofer KG).

nur 36% weisen für generelle Bewerbungs-Anfragen auf eine allgemeine HR-Kontaktperson hin. • Während 62% der Betriebe Absolventen adressieren, stellen nur 26% der Unternehmen und Institutionen auf Professionals ab. Personen mit Berufserfahrung stellen jedoch eine der wichtigen Zielgruppe für Unternehmen dar. • In jedem Unternehmen werden Werte gelebt, aber nur 44% der getesteten Unternehmen kommunizieren diese auch auf der eigenen Karriere-Website. Attraktive Werte sind ein entscheidender Erfolgsfaktor für den Unternehmenserfolg. • Social Web wird in der Wirtschaftswelt immer wichtiger,

aber die unterschiedlichen Kanäle werden von den österreichischen Arbeitgebern noch zurückhaltend genutzt: Nur 26% ziehen Facebook als zusätzlichen Recruiting-Kanal heran, 22% setzen auf YouTube und 11% auf Xing.

Vorarlberg liegt vor Wien Auch mobile Karriereseiten sind noch eine Seltenheit. Bloß acht Prozent der Unternehmen und Institutionen stellen mobile Services bereit – Aufgrund der Verbreitung von mobiler Internet-Nutzung können Unternehmen künftig die Bereitstellung von mobilen Services nicht mehr außer Acht lassen.

„Die Bewerber müssen dort erreicht werden, wo sie zu finden sind. Den Unternehmen steht dabei noch ein erhebliches Potenzial an Kanälen zur Verfügung, die rechtzeitig und richtig genutzt werden sollten“, so WU-Professor Elsik. Ein klarer Trend zeichnet sich in der Branchen-Analyse ab: Die Unternehmensberater belegen zum dritten Mal in Serie den ersten Rang in der Studie. Die Ränge 2 und 3 belegen die Banken und Finanzdienstleister sowie der Lebensmittel- und Drogeriefachhandel. Im Bundesländervergleich gewinnt Vorarlberg vor Wien und Oberösterreich.  www.careersbestrecruiters.com

CORE smartwork Multifunktionales Kommunikationsinstrument ermöglicht, das Leitbild in Arbeitsabläufen zu leben

Mitarbeiter-Beziehungsmanagement

Webdesign bei Monster vereinfacht Jobsuche

© Monster

Linz/Wien. Auf der Fachmesse für Personalwesen – „Personal Austria“ – überzeugte CORE smartwork mit neuen Ansätzen für Unternehmen und Organisationen, um die richtigen Mitarbeiter zu finden und an den Arbeitgeber zu binden. „Wir konnten einen regelrechten Besucheransturm verzeichnen. Besonders erfreulich sind das ausnahmslos positive Feedback und die vielen konkreten Kundenanfra-

gen“, berichtet Michaela Janschek, Geschäftsleiterin bei der in Oberösterreich ansässigen Firma CORE smartwork. Das Unternehmen hat ein einzigartiges Kommunikationswerkzeug entwickelt. Damit werden sämtliche Anforderungen des modernen Personalmanagements, der Organisationentwicklung und der Unternehmensführung umgesetzt. „Es wird immer wichtiger für

© CORE smartwork

Barbara Riedl-Wiesinger, Country Manager & Sales Director Monster.

Wien. „Unsere jetzt gelaunchte mobile Webseite bietet Arbeitgebern wie auch Jobsuchenden die gewohnt inhaltlich und optisch hohe Qualität unserer Stellenanzeigen – egal mit welchem Endgerät sie die Services nutzen“, erklärt Barbara RiedlWiesinger, Country Manager & Sales Director Monster Worldwide Austria GmbH. Monster rechnet, dass der Einsatz von Smartphones bei der Jobsuche drastisch ansteigen wird: Drei Viertel aller Österreicher haben eins.  www.monster.at

© GPK/APA-Fotoservice/Schedl

Social Web wird wichtiger

CORE smartwork bündelt Funktionen des Mitarbeiter-Beziehungsmanagements.

Unternehmen, sich am Arbeitsmarkt als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Dabei geht es um den strategischen Aufbau und die zielgerichtete Kommunikation einer Arbeitgebermarke“, so Janschek.

Motivierte Mitarbeiter Basis für erfolgreiches ERM sind die Unternehmensleitsätze. Die Module von CORE smartwork helfen, diese Leitsätze in die täglichen Arbeitsabläufe zu integrieren und tatsächlich zu leben. Sämtliche Bereiche, wie Aufbauund Ablauforganisation, Zieleverwaltung, betriebliches Gesundheitswesen, interne Servicefunktionen, Bewerbungsmanagement sowie Wissens- und Schulungsmanagement, werden abgedeckt. Die Grundlage für motivierte Mitarbeiter und ein gutes Arbeitsklima ist die Verfügbarkeit von Informationen. CORE smartwork ist der schnelle Weg zu Informationen über den Markt, das eigene Unternehmen und das Team. Es bündelt als sin-

guläres Kommunikationsinstrument zentrale Funktionen und Aufgaben der Kommunikation, Organisation, Gesundheitsförderung und Mitarbeiterentwicklung. Neben dem tatsächlichen Informationstransfer ist auch das Gefühl, über alles informiert sein zu können, ein wichtiger Wohlfühlindikator für Mitarbeiter.

Zehn Jahre im Probelauf „Vernetz die Mitarbeiter! Stifte Sinn!“ – lautet die Leitidee des Unternehmens. Das Werkzeug für MitarbeiterBeziehungsmanagement wurde mehr als zehn Jahre praxiserprobt, bevor es nun innovationsorientierten Unternehmen und Organisationen zur Verfügung gestellt wird. Die CORE smartwork GmbH wurde vom geschäftsführenden Gesellschafter Andreas Fill und dem Kommunikationsexperten Martin A. Schoiswohl ins Leben gerufen. Das Linzer Unternehmen Catalysts bringt seine langjährige Softwarekompetenz ein.  www.core-smartwork.com


au s - & W e i t e rbil d u n g

Freitag, 15. November 2013

careernetwork – 79

Lehrlingsausbildung Ein Vorzeigeprojekt in der überbetrieblichen Lehrausbildung: „Smarte Mädchen im BFI Wien – wider die Geschlechterklischees“

„Benzinschwestern“ im BFI Wien Franz-Josef Lackinger: „Erfolg dieser Ausbildung ist statistisch belegbar.“ Der runderneuerte smart fungiert künftig als mobiler Werbeträger. Als erster Kooperationspartner wurde das Bank Austria Kunstforum Wien mit der aktuellen Ausstellung „Warhol/Basquiat“ gewonnen. Eine spektakuläre Beklebung und Graffitibesprayung des Künstlers Mathias Seemann, die in Kooperation mit der Levin Statzer Foundation entstanden ist, wirbt in den nächsten Wochen für die Werkschau.

„Männerdomäne“ Kunst „Das Bank Austria Kunstforum Wien setzt sich seit vielen Jahren für Chancengleichheit ein“, erklärt

Direktorin Ingried Brugger das Engagement. Auch die Kunst sei ja lange Zeit eine Männer-Domäne gewesen.  (sb)

factbox Das BFI Wien ist eine von 15 Ausbildungseinrichtungen, die im Auftrag des Arbeitsmarktservice Wien und mit Co-Finanzierung durch den Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) in Wien überbetriebliche Lehrausbildungen durchführt. Derzeit werden 459 Jugendliche in 18 Berufen ausgebildet. Zusätzlich besuchen 106 Jugendliche integrative Ausbildungen. Die Ausbildung wird aus Mitteln von AMS Wien und waff gefördert.

© BFI Wien/Marko Zlousic (2)

Wien „Vor 15 Jahren als Provisorium für Lehrlinge ohne Arbeitsplatz gestartet, ist die überbetriebliche Lehrlingsausbildung heute ein fixer Bestandteil der Lehrlingsausbildung“, erzählte BFI WienGeschäftsführer Franz-Josef Lackinger bei der Präsentation des Projekts „Smarte Mädchen im BFI Wien“ in der BFI-Lehrwerkstätte Göllnergasse. Der Erfolg dieser Form der Ausbildung sei statistisch belegbar: Die Erfolgsquote bei der Lehrabschlussprüfung liege derzeit „zwischen 85 und 90 Prozent“. Der Hintergrund: Im Rahmen des „Smart-Projekts“ machten vier weibliche Kfz-Lehrlinge des BFI Wien in wochenlanger Detailarbeit aus einem Smart mit Motor-Totalschaden wieder ein funktionstüchtiges Fahrzeug.

Petra Draxl (AMS Wien), Franz-Josef Lackinger (BFI Wien), Tanja Wehsely (waff).

Vorurteile ausräumen „Dieses Projekt verdeutlicht nicht nur, dass die Stereotype in Sachen ‚Frauen und Autos‘ falsch sind“, so Lackinger bei der Präsentation. „Es zeigt auch die Stärke der überbetrieblichen Lehrausbildung: Anstatt den defekten Motor lediglich zu tauschen, hatten die vier Mädchen bei uns die Möglichkeit, die Diagnose, Kostenaufstellung und Reparatur eines Motors von Grund auf zu erlernen.“ Der Frauenanteil im Lehrberuf Kraftfahrzeugtechniker lag laut Lehrlingsstatistik der WKO im Jahr 2012 bei nur 3,1%. Fast 50% der weiblichen Lehrlinge entscheiden sich in Österreich nach wie vor für die drei immer gleichen Lehrberufe Einzelhandelskauffrau, Bürokauffrau und Frisörin. Für AMS Wien-Geschäftsführerin Petra Draxl ist das ein entscheidender Punkt: „Wir wollen Mädchen Mut machen, sich für einen handwerklichen oder technischen Beruf zu entscheiden, weil diese Bereiche fast immer bessere Bezahlung und bessere Karrierechancen bieten als viele klassische Frauenberufe.“

„Mädchen Mut machen“ „Mädchen eine Ausbildung jenseits traditioneller Rollenmuster zu ermöglichen, ist in Wien kein Schlagwort, sondern Programm“, ergänzte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des waff (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds), Tanja Wehsely. „Im Rahmen der Wiener Ausbildungsgarantie stellen wir daher von Anfang an sicher, dass Mädchen unter für sie passenden Rahmenbedingungen die Chance haben, Berufe wie Kfz-Technikerin, Mechatronikerin oder IT-Technikerin kennenzulernen.“ Bund und Stadt Wien stellten im Ausbildungsjahr 2013/14 insgesamt 54 Mio. € für die überbetriebliche Lehrausbildung zur Verfügung.

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Universitätslehrgang Werbung & Verkauf Unsere absolventen sind aufsteiger Harald J. Mayer von Tchibo/Eduscho ist erfolgreicher Absolvent unseres Universitätslehrganges. Nach Beendigung seines Studiums startete er seine Karriere bei american express und war anschließend als Verkaufsdirektor bei Black & Decker tätig. als region Manager bei Duracell, mit Hauptverantwortung für Österreich, Zentraleuropa und die Türkei, sammelte er internationale erfahrung. Heute ist Harald J. Mayer Geschäftsführer von Tchibo/eduscho Österreich mit zusätzlicher Länderverantwortung für Südosteuropa.

werbung.verkauf@wu.ac.at, +43-1-313 36-4612, werbelehrgang.at Berufsbegleitende Universitätslehrgänge der WU executive academy. Mathias Seemann bei der „Endbearbeitung“. (Video: www.bfi-wien.at/smart/) 216x288 WU-Sujet Mayer 13-040_UL-WV_Medianet-216x288_Mayer_KW37.indd 1

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