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inside your business. today.

13. JG. NO. 1612

¤ 4,–

freitag/samstag/sonntag, 15.– 17. februaR 2013

TREVISION

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business weekend

ATV baut mit „Snapshot“ und „Signation Presenting“ Sonderwerbeformen aus Seite 8

medianet_46x15

27.10.2005

frauen lieben vorsorge

Wiener Städtische-Chef Robert Lasshofer setzt auf „Frauen“ und „Pension“ Seite 20

12:07 U

© Stephanie Strobl/BMG

© ATV

werbung wird interaktiv

© Petra Spiola

www.trevision.at nägel mit köpfen machen

Gesundheitsminister Alois Stöger zieht im Exklusivinterview eine Reformbilanz  Seite 33

Interview Spar-Präsident Gerhard Drexel über Bilanz, Eigenmarken, Aktionen und Investitionen 2013

„Die AK-Preisvergleiche sind methodisch falsch“

www.direkt.biz +43 (0) 1 / 66 177

tel.: +43-1-536 26-0 www.plakativ.at inhalt

prime news & market watch

© Panthermedia.net/123RF Limited

Turbo 2012 legte Öster­reichs LEH laut Marktforscher ­Nielsen 2,2 Prozent zu, plus 3,5 Prozent sind es bei Spar. Auch bei den Eigenmarken hat der Händler aus Salzburg längst den Turbo gezündet. Ärgern muss sich Spar-Chef Drexel nur über Vergleiche mit Deutschland Seite 2

> Feature: Wer hart arbeitet, will auch belohnt werden 4/5 marketing & media > „Gruppe am Park“ ist „disziplinlos aus Prinzip“  9 > „O Captain, my Captain!“: Meinungsmache im Web  11

> Gesteigerter Appetit auf Heumilchprodukte  14 > Eröffnung des „Vulcano Schinkenhimmel“ in Wien 18

Übergewicht oder Rückenbeschwerden? ... obwohl Sie schon lange wissen, dass Sie was tun sollten?

© Marriott

business weekend > Immobilien-Preise: Die Schere geht weiter auf  26 > Entropie und Statistik gegen Cyberkriminelle  38 > Das Neuwagengeschäft im Web zieht kräftig an  50

© Spar/Helge Kirchberger

© ARGE Heumilch

retail

> Studie: Hotelmarkt Wien als Chance für Hoteliers  62 P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien,  Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

INJOY Wien, Schnirchgasse 12, 1030 Wien, 01-799 03 90, www.injoy-wien.at, www.facebook.com/InjoyWien

Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft ist die Sozialversicherung für Unternehmerinnen und Unternehmer in Österreich. www.sva-gesundheitsversicherung.at


c ov e r

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Freitag, 15. Februar 2013

SPAR ÖST ERREICH - G r uppe / Str u k tu r date n

Spar Österreich Standorte (Spar, Europsar, Interspar, Maximarkt) Verkaufsfläche in m² Mitarbeiter davon Lehrlinge ASPIAG (Austria Spar International AG) Standorte Verkaufsfläche in m² Mitarbeiter Hervis Standorte Verkaufsfläche in m² Mitarbeiter davon Lehrlinge SES Spar European Shopping Centers Standorte Verpachtbare Fläche in m² Mitarbeiter Spar Österreich Gruppe Standorte Verkaufsfläche (Spar, Interspar, Hervis) Verpachtbare Fläche (Shopping Center) Mitarbeiter davon Lehrlinge

2011

2012

1.531 1.067.681 37.352 2.510

1.586 1.085.862 38.338 2.494

1.103 1.090.246 37.352

1.105 1.100.596 38.338

170 178.798 2.803 234

173 180.049 2.953 271

24 708.000 319

26 717.000 346

2.828 2.336.725 708.000 73.496 2.744

2.890 2.366.507 717.000 74.952 2.765

2012

Wachstum

4,94 Mrd. €

+3,6%

5,56 Mrd. € 4,87 Mrd. € 0,44 Mrd. €

+3,8% +3,6%* −0,2%

10,87 Mrd. €

+3,5%

2,53 Mrd. €

+2,4%

12,58 Mrd. €

+3,5%

2011 Spar Österreich 1a Spar Österreich Konzern; konsolidierter Umsatz brutto 4,77 Mrd. € 1b Spar-Organisation (inkl. Endumsätze/Kaufleute) Verkaufsumsatz brutto 5,36 Mrd. € ASPIAG 4,70 Mrd. € Hervis 0,45 Mrd. € Spar Österreich Gruppe (Summe aus 1a, 1b und Hervis) Verkaufsumsatz brutto 10,51 Mrd. € SES Spar European Shopping Centers Verkaufsumsatz brutto 2,47 Mrd. € Spar Österreich-Gruppe inkl. SES Verkaufsumsatz brutto 12,15 Mrd. €

Quelle: Spar Österreich AG * wechselkursbereinigt

© Spar/Helge Kirchberger

spar Ö st erreich - G r uppe / U m sä tze

Spar-Bilanz Spar-Präsident Gerhard Drexel nähert sich im Umsatzanteil der Eigenmarken der 40-Prozent-Schwelle

Drexel: „Ziele sind auch Grenzen im Denken“

Gerhar d Drexel Der Spar-Präsident ist zufrieden: Das Umsatzplus der Spar lag einmal mehr solide über dem Branchenwachstum. Besonders gut haben seine Eigenmarken performt: Sie legten um neun Prozent zu.

Die Spar-Organisation legt in Österreich um 3,6% zu und liegt damit erheblich über dem von ­Nielsen ausgewiesenen Branchenwachstum von 2,2%. 2013 sind 450 Mio. Euro für Investitionen budgetiert. christian novacek

Salzburg. Spar-Präsident Gerhard Drexel erläutert im medianetInterview, warum sich Spar-Manager keine Ziele setzen, und warum starke Eigenmarken nicht nur für Spar profitabel sind. medianet: Vor einer Woche hatten Sie Beamte der Wettbewerbsbehörde im Haus – wie angebracht fanden Sie das? Gerhard Drexel: Die Rewe wurde vor elf Monaten besucht, danach Sutterlüty und MPreis – und jetzt also auch unser Unternehmen. Die Untersuchung ist von beiden Seiten ohne negative Emotionen abgelaufen, insgesamt sehr konstruktiv und kooperativ. Nicht zuletzt liegt das auch daran, dass unsere Sortimentsmanager in Kartellrechtsfragen exzellent geschult sind. medianet: Ihr Mitbewerber klagte im gleichen Zusammenhang über Rufschädigung – das ist Ihrerseits demnach nicht zu erwarten? Drexel: Das steht für uns außer Frage. Inhaltlich darf ich allerdings zu einem laufenden Verfahren, wo wir frühestens im Frühjahr mit einem Ergebnis rechnen, nichts sagen. medianet: Kommen wir somit zum Anlass dieses Gesprächs: Der Spar-Bilanz 2012. Wie wird die sich diesmal auf die Marktanteile im LEH auswirken? Drexel: Wir konnten im Lebensmittelhandel unsere Umsätze um

3,8 Prozent steigern, während die Branche um 2,2 Prozent wuchs. Wir haben also auch 2012 wieder Marktanteil gewonnen. medianet: Dennoch fehlt in Ihrer Presseaussendung die Feststellung der Wachstumsführerschaft. Drexel: Wir wissen noch nicht, wer am meisten zugelegt hat; Nielsen gibt die Marktanteile erst im Mai bekannt. medianet: Maßgeblich zur Umsatzentwicklung haben Eigenmarken beigetragen. Welchen Umsatzanteil mit Eigenmarken streben Sie eigentlich an? Drexel: Wir haben von 25 Prozent in 2007 auf 37 Prozent in 2012 zugelegt – das ist ein Zuwachs, der in diesem Ausmaß nicht abzusehen war. Daher sagen wir heute auch nicht, dass unser Ziel zum Beispiel 40 Prozent Eigenmarkenanteil ist, denn derartige Ziele wären gleichzeitig Grenzen in unserem Denken und wir wollen uns diesbezüglich keine Grenzen setzen. Solange die Kunden unsere Eigenmarken derart stark begehren, werden wir Eigenmarken anbieten. medianet: Besonders erfolgreich ist angeblich der ‚S-Budget‘ Energydrink um 49 Cent. Wie stellt sich dieser Erfolg kalkulatorisch im Vergleich zu Red Bull dar? Drexel: 67 Prozent unserer verkauften Energydrinks in Dosen fielen 2012 auf S-Budget. Unser S-Budget Energydrink führt zu einer Winwin-win-Situation für den Produ-

zenten, die Spar und für die Kunden. Der Kunde spart sich Geld und er bekommt beste Qualität, was in mehreren Verkostungen bewiesen wurde. Hingegen ist die erzielte Durchschnitts-Marge bei Red Bull nicht befriedigend; wir fühlen uns wie deren Gratis-Distributeur.

„Die ­Preisvergleiche mit Deutschland sind unrichtig, weil ­methodisch falsch.“ Gerhard drexel, Präsident der spar österreich AG

medianet: Abgesehen von S-Budget fahren Sie ebenso mit Industrie-Marken einen preisaggressiven Kurs. Täuscht der Eindruck, dass die 25%-Warengruppenrabatte zugenommen haben? Drexel: Seit etwa eineinhalb Jahren finden Warengruppenrabatte nahezu wöchentlich statt. Dabei hat es keine nennenswerte Strategieänderung gegeben. medianet: In Anbetracht von SBudget, ‚1+1‘, ‚2+1 gratis‘ sowie Warengruppenrabatten – ärgert es Sie, dass die AK-Preisvergleiche nahelegen, Österreich wäre um ein Vielfaches teurer als Deutschland?

Drexel: Ich ärgere mich grundsätzlich nicht so schnell. Aber: Diese Preisvergleiche sind unrichtig, weil methodisch falsch. Es werden nur Kurantpreise verglichen, Aktionspreise werden komplett ignoriert. Aktionspreise wie 1+1 gratis, 50% billiger oder 25% Rabatt auf große Warengruppen spielen aber in Österreich eine außerordentlich große Rolle. Alleine bei uns werden ca. 25 Prozent des Umsatzes mit Aktionen gemacht. medianet: Wäre der preisaffine Konsument nicht ohnedies bei Hofer besser aufgehoben? Drexel: Keinesfalls, wir verfügen über 450 S-Budget Artikel, die preislich genau auf Diskontniveau liegen – der Kunde braucht also gar nicht erst zum Diskonter gehen. Die Diskonter sind in den letzten Jahren nicht stark gewachsen, während sich Vollsortimenter gut entwickelten. Bei uns als Vollsortimenter bekommen Sie alles: Diskontpreise und zusätzlich eine enorme Sortiments- und Markenvielfalt. Bei Interspar finden sie 20.000 Artikel allein im Food-Bereich, im SparSupermarkt etwa 8.000 – im Vergleich zu 1.000 beim Diskonter. medianet: Switchen wir vom Ladeninhalt zum Laden an sich: Wie sieht das Investitionsprogramm von Spar für 2013 aus? Drexel: Wir expandieren nachhaltig und kontinuierlich, d.h. wir investieren wie schon im Vorjahr 450 Mio. Euro. Die teilen sich je zur Hälfte auf Spar im Inland und

im Ausland auf. Wir haben übrigens in allen Ländern, in denen wir vertreten sind, 2012 zugelegt, im als besonders schwierig geltenden Ungarn überdeutlich mit acht Prozent. medianet: Was sind aus Ihrer Sicht die anstehenden großen Inlandsprojekte? Drexel: Im Shoppingcenter-Bereich haben wir einiges vor: Wir bauen den Fischapark in Wr. Neustadt von 21.000 auf 42.000 Quadratmeter aus. Das ‚huma Einkaufszentrum‘ in Simmering wird abgerissen und komplett neu auf 50.000 Quadratmetern angelegt. In Krems mutieren wir einen Interspar zum Einkaufszentrum und in Bregenz entsteht mit der ‚Seestadt‘ ein innerstädtisches Einkaufszentrum im Anschluss an die Fußgängerzone. medianet: Sie wollen überdies ein neues Lager für Wien in Ebergassing errichten. Scheitern Sie dort am Protest der Umweltschützer? Drexel: Das kann ich mir nicht vorstellen. Das Projekt ist mit dem Bürgermeister und dem Gemeinderat, die sich über 150 zusätzliche Arbeitsplätze freuen, abgesprochen, die Mehrheit der Ebergassinger ist für das Lager. Und dieses entspricht absolut dem nachhaltigen Aspekt: Wir rücken in der Belieferung unserer Wiener Filialen signifikant näher an die Hauptstadt heran und sparen somit jährlich 900.000 LkwKilometer im Vergleich zur bisherigen Lösung, nämlich der Belieferung von St. Pölten aus.


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Freitag, 15. Februar 2013

feature@medianet.at

Š Panthermedia.net/123RF Limited

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feature@medianet.at

Hauptsache, es lohnt sich Automatismus Wer hart arbeitet, will auch entsprechend dafür belohnt werden. Diese Regel wird offenbar im Gehirn von Menschen ­automatisch befolgt. Das haben Wissenschaftler des Center for Economics and Neuro­science (CENs) der Universität Bonn jetzt gezeigt und wider­ sprechen damit einer Reihe anderer Studien zum Thema Belohnung.

D

ie kreative Leistung von professionellen Künstlern nimmt ab, wenn man ihnen einen lukrativen Buch- oder Plattenvertrag in Aussicht stellt. Belohnung senkt die natürlich ausgeprägte Hilfsbereitschaft von Kindern. Und bei engagiert arbeitenden Erwachsenen kann eine Gehaltserhöhung sogar kontraproduktiv sein. Hinter diesen Aussagen steckt eine Erkenntnis: Belohnung schwächt die Eigenmotivation. Zu der kam allerdings nicht irgendwer, sondern eine Reihe anerkannter Forscher, wie etwa die Psychologin Teresa Amabile von der Harvard Business School, Edward Deci von der University of Rochester oder Mark Lepper, Psychologe an der Universität Stanford. Sie alle legten in den letzten Jahren Studien vor, die gegen Belohnungssysteme sprechen.

Äußerer Anreiz vs. Haltung Nicola Baumann von der Universität Trier nennt sogar die zugehörige Zahl: Über 100 Studien gäbe es zu diesem Thema, naturgemäß alle mit gleichlautendem Ergebnis: Belohnungen wie Geld, Urlaub oder Sonderzahlungen steigern die Leistungsbereitschaft nicht, im Gegenteil. Stanford-Forscher Lepper konstatiert dazu: Wer für seine Arbeit bezahlt werde, der folgere unwillkürlich, dass er nicht um der Sache selbst willen arbeite, sondern nur fürs Geld – und das sei eine fatale Umdeutung. In anderen Worten: Es dominiert dann nicht mehr das hehre innere Handlungsmotiv, sondern ein profaner äußerer Anreiz, der sich davorschiebt. Tatsächlich scheinen Projekte wie die Online-Enzyklopädie Wikipedia oder die Idee der Open Source Software zu bestätigen, dass motivierte Menschen imstande sind, abseits jeglichen Honorars Spitzenleistungen zu bringen. Die Fakten sprechen also dafür, dass das alte Geschäftsmodell, eine auf Zuckerbrot und Peitsche basierende Strategie der Leistungssteigerung, im 21. Jahrhundert zum Auslaufmodell geworden ist, wie auch Constantin Sander, promo-

vierter Biologe, Business-Coach und Trainer meint. Er hat dazu eine sehr klare Meinung: „Incentives, Boni und andere extrinsische Leistungsanreize funktionieren für die meisten Tätigkeiten nicht mehr – ja, mehr noch, sie richten großen Schaden an.“ Alles klar? Nein, denn Forscher der Universität Bonn haben gerade eine Studie präsentiert, deren Ergebnisse den bisherigen widersprechen.

Überlebensprinzip Die Quintessenz daraus lautet: Wer hart arbeitet, will auch entsprechend dafür belohnt werden. Und: Diese Regel wird offenbar im Gehirn des Menschen ganz automatisch befolgt. Herausgefunden haben das Wissenschaftler des Center for Economics and Neuroscience (CENs) der Universität Bonn. Im Zentrum ihrer Forschungen stand eine Frage, der nach Meinung der Wissenschaftler praktisch alle Lebewesen bei ihren Entscheidungen folgen: Stehen Aufwand und Ertrag im richtigen Verhältnis? „Ein Tier muss automatisch die Anforderung befolgen, nicht mehr Energie in die Futtersuche zu investieren, als Beute im Gegenwert zu erwarten ist – das ist schlicht ein Prinzip des Überlebens“, so CENs-Privatdozent Klaus Fließbach, der nun am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn forscht. Auch der Mensch folge erfahrungsgemäß dieser Regel, selbst wenn es nicht um Leben oder Tod gehe. Sprich: Wer sich im Job richtig anstrenge, werde sich in den wenigsten Fällen mit einem lauwarmen Händedruck als Belohnung zufriedengeben. Wie diese Entscheidungsprozesse aber im Gehirn ablaufen, testeten die Wissenschaftler zusammen mit Kollegen der Universität Düsseldorf an insgesamt 28 Probanden. Im Hirnscanner mussten sie mathematische Aufgaben lösen, die hinsichtlich ihres Schwierigkeitsgrads sehr unterschiedlich waren. Sobald die Aufgabe auf der Videobrille vor den Augen eingeblendet wurde, begannen die Testpersonen zu rechnen. Anschließend wurden verschiedene

Ergebnisse zur Auswahl angezeigt, die Testpersonen mussten binnen Sekunden das richtige auswählen. Im Erfolgsfall bekamen die Probanden eine Belohnung zwischen fünf und 35 €.

wieder abgezogen, war das Signal in der Inselrinde besonders groß; in dieser Hirnstruktur werden negative Emotionen und Frustrationen verarbeitet.

Frustration vorprogrammiert

Klaus F lies sbac h Center for Economics and ­Neuroscience, Universität Bonn

Die Krux an der Geschichte: „Die Belohnung wurde nicht dem Schwierigkeitsgrad der Rechenaufgabe angepasst, sondern rein zufällig gewählt“, so Katarina Kuss vom CENs, die zusammen mit Julien Hernandez-Lallement die Erstautorenschaft der Publikation übernommen hat. Damit wurden einerseits die Erwartungen der Testpersonen an die Belohnung teilweise enttäuscht. Andererseits konnte selbst, wer für vergleichsweise leichte Aufgaben sehr gut entlohnt wurde, noch leer ausgehen. Denn das Studienkonzept beinhaltete noch eine zweite Hürde: Die Probanden mussten zumindest einen Teil ihres Gewinns in Form einer unfreiwilligen „Spende“ wieder abgeben. „Auch die Spendenhöhe war jeweils zufällig gewählt“, sagt Kuss und fügt hinzu: „Das bedeutete im Maximalfall den Verzicht auf den kompletten Betrag, der bei einer Aufgabe eingenommen wurde.“

Aktive Belohnungszentren Die Wissenschaftler verfolgten während des Rechnens und Spendens mit dem funktionellen Magnetresonanztomografen die Aktivität der verschiedenen Areale in den Gehirnen der Probanden. „Dabei zeigte sich, dass die Höhe einer Belohnung umso wichtiger wird, je größer die Anstrengung bei der Rechenaufgabe war“, berichtet Fließbach. Hingegen sei die Höhe der Entlohnung bei zuvor geringem Aufwand nicht so entscheidend gewesen. Tatsächlich registrierten die Forscher insbesondere in den Belohnungszentren – dem anterioren cingulären Cortex und dem Nucleus accumbens – eine erhöhte Aktivität, wenn die Rechenaufgabe schwierig und die Belohnung hoch war. Wurde hingegen ein hoher Anteil des erworbenen Betrags in Form der erzwungenen „Spende“

© Rolf Müller/UKB

Alexandra Binder

banden sich anders verhalten, wenn sie Geld geschenkt bekommen, als wenn sie sich dafür anstrengen müssen.“ Und die Wirtschaft? Für das Wirtschaftsleben zeige das Experiment, dass mit Leistung auch klare Belohnungserwartungen verbunden sind. Wobei es sich dabei möglicherweise um kein erworbenes Verhalten handle. „Die Tatsache, dass sich dieser Effekt durch eine einfache Manipulation unmittelbar im Gehirn nachweisen lässt, legt nahe, dass dies ein grundlegender, automatisierter Mechanismus ist, der ohne bewusstes Nachdenken abläuft“, sagt der Wissenschaftler.

Keine lineare Beziehung

Unser Experiment zeigte: Mit Leistung sind klare Belohnungserwartungen verbunden. Wobei die Höhe der Belohnung umso wichtiger wird, je größer die Anstrengung war. Bei zuvor geringem Aufwand ist sie hin­ gegen nicht so ­entscheidend.“ Ihre Ergebnisse, zeigen sich die Forscher selbstbewusst, seien für Verhaltensökonomie und das Wirtschaftsleben wichtig. Fließbach im O-Ton: „In der verhaltensökonomischen Forschung muss bei Versuchsanordnungen berücksichtigt werden, dass Pro-

Dass die Belohnungssache allerdings auch nicht so einfach ist, sprich die Idee von einer simplen linearen Beziehung von Geld und Leistung nicht funktioniert, wies davor freilich schon ein Ökonom nach: Uri Gneezy von der University of California in San Diego, der den Arbeitseifer von Kindern untersuchte. 80 junge Probanden in drei Gruppen nahmen an seiner Studie teil und wurden in einer guten Sache aktiv, nämlich Geld für Krebskranke zu sammeln. Allerdings winkte nicht allen die selbe Belohnung für ihre Anstrengungen: Gruppe Nummer 1 sollte nach der Erklärung, wie wichtig ihr Engagement für den guten Zweck sei, ehrenamtlich sammeln. Will heißen: bekam keine Belohnung. Die zweite Gruppe bekam ein minimales Entgelt fürs Sammeln, die dritte sehr gutes. Was zeigte sich? Wie auch klassische Marktheoretiker erwarten würden, waren die Kinder am fleißigsten und erfolgreichsten, auf die die beste Entlohnung wartete. Allerdings gab es in dem Experiment auch eine Überraschung: Gruppe zwei, die Kinder, die eine niedrigere Belohnung erwarteten, waren noch weniger motiviert, als diejenigen, die zum Nulltarif arbeiteten. Gneezys Folgerung, die einiges im Wirtschaftleben über den Haufen werfen könnte: „Zahle genug oder zahle gar nichts.“


th e o p i n i o n

6 – medianet

Als allererstes die gute Nachricht: Nach dem knapp verpassten Weltuntergang per Maya-Kalender sind wir jetzt, wenn Sie diese Zeilen lesen, offensichtlich auch nicht dem Asteroiden 2012 DA14 zum Opfer gefallen. Der rast heute in einem Abstand von 27.700 Kilometern an der Erde vorbei – unter der Umlaufbahn der geostationären Satelliten. Der Mond ist etwa 380.000 Kilometer entfernt, wenn Sie eine ungefähre Relation herstellen wollen. „Close encounter of the very close kind“ nennt es der australische IT-Newschannel „ITWire“. Ein Tipp: Der Asteroid hat einen Durchmesser von etwa 50 Metern und sollte mit freiem Auge nicht sichtbar sein. Wenn Sie ihn dennoch sehen, dann haben sich die Astronomen verrechnet. Dann könnte es heikel werden. Was damit jedoch eindeutig belegt wäre, ist, dass der Mensch eher bereit ist, sich von mythischen Unschärfeprognosen à la Nostradamus einschüchtern zu lassen als von tatsächlichen Bedrohungen. Oder haben Sie gehört, dass irgendwelche obskuren Sekten sich wegen 2012 DA14 auf das Ende

m ak e r S n e t w o rk

medianet Leitartikel

Weltuntergang und Pferdelasagne Ein Wolf ist der Mensch dem Menschen, schrieb ­Plautus. Aber in Sachen Bosheit beschränken wir uns nicht auf die Artgenossen. Und: DA14 ist im Anflug. sabine bretschneider

aller Tage vorbereiten oder dass in den USA wegen ausartender Hamsterkäufe die Nationalgarde ausrückt? Eben.

Schweinderl statt Pferderl Auf ähnlichen psychologischen Grundlagen scheint sich derzeit auch

der Pferdelasagneskandal abzuspielen. Gentests für Rindfleisch sind die neueste Idee aus dem Fundus der Lebensmittelkontrolleure. Denn das Pferderl in der Conveniencemahlzeit ist dem Menschen nicht zumutbar, sehr wohl aber etwa das Aktionsschweinderl unbekannter Provenienz, das in der industriellen Aufzucht

und nach oft tagelangen Transporten im Schlachthof zu Tode gequält wurde. Und das, obwohl Schweine in Intelligenz und Sozialverhalten dem Lieblingshaustier Hund ähneln und inzwischen sogar in der tiergestützten Therapie eingesetzt werden. Vorteil: Sie kuscheln genauso gern und haben eine geringere Tendenz zum Bellen und Beißen ... Das schwäbische Tagblatt hat übrigens den mutmaßlichen Grund für die Lawine an rumänischem Pferdefaschiertem aufgedeckt: Eine Änderung der dortigen Verkehrsgesetze, die pferdegezogene Fuhrwerke von den Straßen verbannt. In Großbritanniens sozialen Netzwerken, so das Tagblatt weiter, kursiere die nicht so ernst gemeinte Meldung, wonach auch Fischgerichte aus den Regalen genommen werden mussten – „weil sie Seepferdchen enthielten“.

Gastkommentar Replik auf „Demokratie oder Diktatur?“ (Michael Hörl, 8.2.)

Krude Gedanken mit Schlagseite

zitat des ta g e s Max Frisch, Schweizer Schriftsteller und Architekt

Gemeinwohl Michael Hörl muss wohl ungemein darunter leiden, dass er seine kruden und stramm neokonservativen Thesen nicht in Kirchensälen oder Klassenzimmern verbreiten kann. Anders kann man seinen einseitigen und zudem historisch falschen Gastkommentar zur ‚Gemeinwohl-Ökonomie‘ von Christian Felber nicht deuten, ohne weniger freundliche Gründe zu unterstellen. Es ist keineswegs mein Ehrgeiz, Felbers Thesen zu stützen (die gehen mir in vielerlei Hinsicht in eine falsche Richtung) – aber selbstverständlich hat beispielsweise der Calvinismus einen wesentlichen Einfluss auf die Entstehung des modernen Kapitalismus ausgeübt. Wenn Hörl ‚Kreiskys Planwirt„Wenn man Konsumschaft in der Insolvenz des Konsum‘ münden sieht, dann muss man entweder wissenschaftliche Unredlichkeit oder genossenschaften als wirtschaftsgeschichtliche Unkenntnis annehmen. Der Konsum wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gegrün‚Vergesellschaftung‘ det und ging 1995 in Konkurs. Kreisky starb 1990, trat 1983 als Kanzler zurück und hat sich auch vorher eher anführt, dann müsste wenig mit dem Konsum beschäftigt – wie auch sonst mit Wirtschaft nicht. dies wohl auch für die Wenn Hörl die Ära Kreisky geißeln möchte, dann soll er auf die überzogene Arbeitsplatzsicherheit verweisen, die Raiffeisen-Genossenweite Teile der verstaatlichten Industrie an den Abgrund brachte. Und wenn man Konsumgenossenschaften als schaften gelten.“ ‚Vergesellschaftung‘ anführt, dann müsste dies wohl auch für die Raiffeisen-Genossenschaften gelten.

Eine Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. www.zitate . at

heute im business weekend

rudolf Mittendorfer, UWF

© Teach for Austria

ÖHV-G eneralse k r e t ä r ­Thomas Reisenz a h n , s . 6 3

„Es darf einfach nicht sein, dass ein Drittel der Gesellschaft aufgrund ihrer sozialen Herkunft abgehängt wird.“ Teach For Austr i a - Che f ­Walter Emberge r , s . 6 8

© Verag

© ÖHV/Florian Lechner

Die Folgen haben wir gesehen …

„Der Wettkampf um Saison-Mitarbeiter vor Winterbeginn ist immer härter geworden. Die Mitarbeiter-Offensive der ÖHV vom Vorjahr konnte das Schlimmste abfedern.“

Freitag, 15. Februar 2013

Konsum war auch keinesfalls Österreichs größte Insolvenz – sowohl in der Monarchie, in der Zwischenkriegszeit, als auch nach 1995 gab es größere Insolvenzen –, aber in Hörls Geisteshaltung wird offenbar alles ausgeblendet, was nicht in seine verblendete Gedankenwelt passt. Sei‘s drum – wenn nach den Ereignissen der letzten 20 Jahre ein wirtschaftlich denkender Mensch noch immer davon ausgeht, dass der Kapitalismus, wie er zuletzt gelebt wurde, für die Menschheit gut ist, dann soll er bei Josef Taus nachfragen, der vor wenigen Tagen ein bemerkenswertes und abgeklärtes Interview gegeben hat. Der Kommunismus hat eine bestechende Theorie – und ist allerortens in der Praxis grandios gescheitert; leider mit zig Millionen Opfern. Man könnte unzählige historische Beispiele für die verschiedensten Gesellschafts-und Wirtschaftsmodelle anführen und alle möglichen Parallelen herstellen. Alles graue Theorie. Die soziale Marktwirtschaft hat eine beachtliche Synthese von freier Wirtschaft und notwendigem Gemeinwohl geschaffen. Als mit dem Zusammenbruch des ‚real existierenden Sozialismus‘ kein politischer und militärischer Widerpart mehr vorhanden war, haben Neocons vom Schlage des Michael Hörl die Chance ergriffen, ihre Ideen umzusetzen, die Welt ‚beglückt‘, und einige wenige noch reicher gemacht, als sie schon waren. Die Folgen haben wir gesehen – und dafür wird die Welt in jeder Weise noch Jahrzehnte bluten. Für ein friedliche Zukunft der Welt braucht es aber Menschen, die an morgen und übermorgen denken.

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IMPRESSUM Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

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Rudolf Mittendorfer, Sprecher des Unabhängigen ­Wirtschaftsforum UWF; www.unabhaengigeswirtschaftsforum.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ­ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


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Social Media

Über 80.000 Facebook-Fans machten sich erfolgreich für Tschisi-Eis stark  Seite 9

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marketing & media werbestudie

journalistenpreis

Ökonometrisches Modelling mit wichtigen Erkenntnissen für Mediaplanung  Seite 11

Österreichs journalistische Elite bei Verleihung  Seite 12 © Der österreichische Journalist/APA-Fotoservice/Schedl

Sonderwerbeformen: ATV baut Angebot aus

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Michael Denoth will auch nach dem Zusammenschluss zweier Agenturen zur „Gruppe am Park“ dem Motto „Disziplinlos aus Prinzip“ treu bleiben. Die Agenturgruppe bietet disziplinübergreifende Lösungen, auf jene seit kurzem auch Swarovski Optik vertraut.  Seite 9

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© fotod./Rauchenberger

Marcin Kotlowski, Geschäftsführer WH-Medien GmbH, präsentierte die erste Plakatkampagne des Wiener Stadtsenders W24. Unter dem Leitspruch „Das neue Stadtfernsehen zeigt mein Wien“ zeigen prominente Wiener ihre Lieblingsplätze.  Seite 10

Michael Straberger, Präsident des Werberats, präsentierte den Jahresbericht 2012: 347 Beschwerden gingen insgesamt ein, 94 davon entfielen auf die Kategorie „Geschlechterdiskriminierende Werbung“ und behandelte unpassende Darstellungen von Frauen. Seite 10

Verantwortlich bei ATV: Ina Bauer, Leitung Abteilung Diversifikation, Martin Härtlein, Leiter Kreation, Constanze Trzebin, Produktmanagerin Sonderwerbeformen.

Neue Sonderwerbeformen Mittels „Snapshot“ und „Signation Presenting“ schickt ATV Botschaften seiner Werbekunden in direkter Interaktion mit Programm­ inhalten sowie mit effektiver Aufmerksamkeitssteigerung on air.  Seite 8

medianet tv heute

Personalia Leitet Vermarktung gesamter Verlagsgruppe

© Sky

News-Verlag holt Anett Hanck zurück

© A. Hanck

Sky erinnert Männer per Viralspot an den Valentinstag. click+>www.medianet.at

Anett Hanck kehrt als Geschäftsführung Vermarktung zur Verlagsgruppe zurück.

Wien. Anett Hanck wechselt spätestens zum 1. Juli 2013 zur Verlagsgruppe News nach Wien und übernimmt die Geschäftsführung der Vermarktung. Hanck agierte bisher als Geschäftsführerin des Prisma-Verlag in Düsseldorf, Leiterin der Anzeigen-Cooperation Nordrhein sowie Projektleiterin für das Medienhaus Deutschland, war bereits Anzeigenleiterin bei News und Woman und u.a. in führenden Positionen im Burda-Verlag München. Hanck zum Wechsel: „Die Herausforderung, mit meinem Team von News neue Akzente in der Vermarktung zu setzen, ist eine sehr spannende Aufgabe.“  (red)

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c ov e r s t o r y

8 – medianet

Freitag, 15. Februar 2013

Innovation Neuentwicklungen aus der ATV-Inhouse-Schmiede bringen Botschaften näher an Programm und Seher

Seiteneiwurf

Neue Sonderwerbeformen

Mischen Sie sich ein!

„Snapshot“ und „Signation Presenting“: Interaktion mit Programm und Aufmerksamkeitssteigerung. Wien. ATV baut in puncto Sonderwerbeformen weiter aus. Durch die enge Zusammenarbeit des ATV Diversivikation-Departments (Leitung Ina Bauer) mit der Kreativabteilung (Leitung Martin Härtlein) wurde das Portfolio der Sonderwerbeformen in den beiden letzten Jahren erfolgreich erweitert. „Unsere Sonderwerbeformen sollen nicht nur den Kunden repräsentieren, sondern auch den Zuseher unterhalten. Wir legen sehr viel Wert auf Authentizität und Unterhaltung”, so Bauer. Der Bereich wurde auch personell mit Produktmanagerin/Sonderwerbeformen Constanze Trzebin ausgebaut: „Unser Ziel ist es, positive Aufmerksamkeit für ein Produkt oder eine Marke zu schaffen, ohne den Programmfluss bzw. den Zuseher zu stören. Durch die stärkere Bündelung unserer Aktivitäten können wir unseren Kunden in Zukunft noch mehr maßgeschneiderte Konzepte anbieten.“

dinko fejzuli

V

ergangenen Dienstag zeichnete das Branchenmagazin Der Österreichische Journalist die besten unserer Zunft aus. Unter anderem für sein Lebenswerk und für seine engagierte Berichterstattung von den Kriegsschauplätzen dieser Welt geehrt wurde der langjährige ORF-Korrespondent Friedrich Orter. Tief bewegt und in offensichtlicher Dankbarkeit nahm Orter die Ehrung unter Standing Ovations der anwesenden Kollegenschaft entgegen. Und: Er nutze auch den Moment, um in seiner Dankesrede auf etwas hinzuweisen, was ich auf der Universität so nicht gelernt habe, aber was in der Art, wie es Orter meint, seine absolute Berechtigung hat. Eindringlich widersprach er der Meinung, Journalisten müssten ein abseits stehendes Neutrum sein. Er, so Orter, habe in seiner Arbeit – und diese hat ihn sicher zu vielen schrecklichen Schauplätzen dieser Welt geführt – immer Stellung bezogen. Und da fällt mir dann doch noch ein Satz von der Universität ein, der diese Parteilichkeit eigentlich gar nicht so schlecht festmacht. Denn wie hat der österreichische Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Soziologe, Philosoph und Autor Paul Watzlawick so schön gesagt: „Man kann nicht nicht kommunizieren“.

Werben nahe am Programm Entsprechend kommen ab sofort kommen zwei weitere Sonderwerbeformen aus der ATV-Schmiede zur Einbindung von Kunden und der Steigerung von Aufmerksamkeit für Marken und Produkte ohne Ausstrahlung eines klassischen Werbespots zum Einsatz. „Snapshot” und „Signation Presenting” erweitern die Möglichkeiten von individueller Platzierung von Botschaften außerhalb des gewöhnlichen Werbeblocks und garantieren die optimale Nutzung von Sendezeiten ohne Abzug von sehr limitierter Werbezeit und Werbeplätzen. Beim Einsatz des Snapshots wird die Marke oder das Produkt des Kunden als Blickfang mittels Logo oder Produktshot direkt in den Trailer integriert, d.h. dass eine Kombination aus klassischem

© ATV (4)

Maria Althajm

Beispiele für den Einsatz alternativer Werbeformen mit „Snapshot“ sowie „Signation Presenting“ rund um und in ATV-Sendungen.

Sponsoring und einem Product Placement im Programmtrailer stattfindet. Zusätzlich wird das Logo wie in der Standardvariante am Ende des Trailers in den letzten 5 bis 7 Sekunden platziert. Das Signation Presenting besteht aus einem Widmungshinweis ohne Ton, der in Form eines Rahmens gestaltet ist und rund um die jeweilige Sendungs-Signation platziert wird. Dieser kann bis zu 5 Sekunden dauern und ist individuell Kunden-gebranded. Buchbar ist das Signation Presenting derzeit rund um den Vorabend im ATV-Wetter, ATV-Sport oder beide Sendungen in Kombination. Die Neuentwicklungen garantiere durch erhöhte und direkte Interaktion mit dem Programminhalt in Verbindung mit gezielter Platzierung eine effektive und gleichzeitig unterhaltsame Aufmerksamkeitssteigerung beim Zuseher, so Bauer. „Durch ATV-Inhouse-Produktion der Sonderwerbeformen sparen sich Klein- und Mittelunternehmen teure Herstellungskosten für Wer-

bemittel. Neben den Mediakosten liegen Produktionskosten der Sonderwerbeformen aufwandsabhängig bei 300 bis 1.000 €“, so Trzebin.

Positives Kundenecho Positiv angenommen werden Sonderwerbeformen auch auf Kundenseite. „Wir setzen im gesamten Mediamix immer häufiger auf neue und innovative Ansätze“, so Myron Kohut, Leitung Werbung und Portalmanagement Österreichische Post AG, welche im Rahmen der Sendung „Bauer sucht Frau“ ein sogenanntes Insert Deluxe buchte – eine Verbindung aus Product Placement und werblichem Insert, das sich an die Programmhandlung anlehnt. „Durch das ‚Insert Deluxe‘ versprechen wir uns eine höhere Aufmerksamkeit bei der Zielgruppe.“ Auch die ausführende Mediaagentur „media.at“ zeigt sich angetan: „Diese innovative Werbeform unterstreicht den integrierten Ansatz, den wir mit unserem Partner leben.“

Mit einem horizontalen Insert zum Musical „Natürlich Blond“, eingeblendet parallel zum gleichnamigen Spielfilm, vertrauten auch die Vereinigten Bühnen Wien auf ATV-Sonderwerbeformen. „Wir waren auf der Suche nach Awarenessaufbau im affinen Umfeld. Das Insert hat sich für uns voll bewährt, die punktgenaue Platzierung war ein messbarer Erfolg“, freut sich Julia Ufer, Development & Marketing.

Crossmedia-Strategien Große Bedeutung haben auch crossmediale Kommunikationsstrategien. Durch parallele Schaltungen steige nicht nur die Werbewirksamkeit, sondern kann auch eine noch breitere Zielgruppe angesprochen werden. Bauer: „TV ist als Basismedium essenziell, aber Online trägt immer mehr zum Reichweitenaufbau bei. So ist z.B. die Buchung von Pre-Rolls auf ATV.at die einfache, aber effiziente Erweiterung der Nettoreichweite einer klassischen TV-Kampagne.“

Bilanz Im November übernahm eine neue Führung den IAB – Präsidentin Martina Zadina zieht, gemeinsam mit ihrem Vorstand, eine erste Bilanz

IAB-Motto: „Innovation, Integration und Information“ Wien. Seit November ist das neu gewählte Vorstandsteam des Internet Advertising Bureau (IAB) unter der Leitung von Präsidentin Martina Zadina & IAB GF Lilian Meyer-Janzek im Amt. Nun zieht der IAB-Vorstand eine erste Bilanz.

die ‚Brand Buzz‘, können IAB-Mitglieder auch 2013 weiter zählen. Ganz weit oben auf der Agenda des IAB steht ein eigenes Ausbildungsprogramm, das ab etwa Q3/2013 einem breiteren Publikum das Thema ‚Online-Werbung‘ näher bringen wird. Die Sponsorensuche läuft auf Hochtouren. Das detaillierte Programm wird voraussichtlich im April 2013 feststehen.

Etabliertes und viel Neues

Aktuell: Thema Datenschutz

© IAB

Unter der Leitung jeweils eines Vorstandsmitglieds haben sich zu einem Dutzend Themen Expertenteams zur Erarbeitung von Standards, Publikationen und Leitlinien formiert, zu deren Teilnahme alle IAB-Mitglieder eingeladen sind. „Wir sind von den Themen sehr breit aufgestellt, sodass sich jeder Bereich wiederfindet“, zeigt sich Neo-Vorstandsmitglied Sabine Auer (Mindshare) überzeugt vom Programm: Bereits erfolgreich etablierte Veranstaltungen werden fortgesetzt, wie beispielsweise die Fachveranstaltung ‚IAB Impulse‘, die aktive Mitgestaltung am Programm des ‚P.O.M.‘ (Point of Marketing, 22.5.2013) und selbstverständlich der ‚IAB webAD‘, die renom-

Herbert Pratter (Aegis), Karl Nagl (MEC), Karin Hammer (Freie Digitale), Niko Alm (Super-fi), Lilian Meyer-Janzek (IAB Austria), Roland Divos (OmnicomMediaGroup), Petra Höfer (ORF), Martina Zadina (adworx), Bernd Wollmann (Casinos Austria), Babsi Klinser (Fastbridge), Eugen Schmidt (About Media), Sabine Auer (Mindshare), Christopher Sima (UIM), Marion Stelzer-Zöchbauer (diepresse.com), Susanne Ostertag (Microsoft), Christian Eder (Redbullmedia House), Bettina Fattinger (Volksbank).

mierteste Auszeichnung der Onlinebranche, und wiederaufgenommen wurde die Tradition der ‚IAB get togethers‘. Neu ist eine große Kooperation mit ‚werbeplanung.at‘ die sowohl den Summit als auch die ‚Dmxeco‘, die größte Digitalmarketingmesse

Europas, umfasst und dem österreichischen Onlinemarkt bessere Sichtbarkeit bei den deutschen Nachbarn verleihen wird. Auf exklusive IAB-Marktstudien, wie die paneuropäische Nutzungsstudie ‚Mediascope‘ oder die nationale Social Media Benchmarkstu-

Es ist zwar spröde, aber von immenser Bedeutung für den Wirtschaftsfaktor digitale Werbung: das Thema der bevorstehenden EU Datenschutzverordnung, für die am 10. Jänner einer neuer Entwurf vorgelegt wurde. „So richtig die Harmonisierung des Schutzes von personenbezogenen Daten auf europäischer Ebene ist, so wichtig ist die Möglichkeit der Datenanwendung als USP für den Werbeträger Online“, lautet der Standpunkt des IAB. „Es muss eine Unterscheidung geben im Umgang mit persönlichen und pseudonymen Daten, sonst

wird vielen – vor allem den europäischen B2B Unternehmen – die Geschäftsgrundlage entzogen“, räsoniert Geschäftsführerin Lilian Meyer-Janzek, die gemeinsam mit Martina Zadina dazu auch mit Brüssel Kontakt pflegt. Dass der Markt fähig und willens ist für den verantwortungsvollen Umgang mit Daten, zeigt das Bekennen führender Unternehmen zum OBA (Online Behavioral Advertising) Selfregulation Framework. „Für den besonders sensiblen Bereich der verhaltensbasierten Werbung wurden auf Initiative des IAB bereits 2011 Selbstregulierungsmaßnahmen präsentiert, die der Transparenz und Entscheidungsfreiheit der Userinnen und User dienen“, erklärt Vorstandsmitglied Eugen Schmidt (About Media), der sich für die Umsetzung der Maßnahmen in Österreich engagiert. Die Initiative wird vom gesamten internationalen IAB-Netzwerk getragen und über den Verbandszusammenschluss EDAA (European Interactive Digital Advertising Alliance) von mehr als 5.000 Unternehmen unterstützt.  www.iab.at


M ar k e t i n g & M ed i e n

Freitag, 15. Februar 2013

medianet – 9

Gruppe am Park Linzer Agenturzusammenschluss will sich nicht kategorisieren lassen und schwört auf disziplinenübergreifende Lösungen

Motto: „Disziplinlos aus Prinzip“

Jubiläumssendung Sky

250. Talk & Tore Wien. Jubiläum zum Auftakt der Frühjahrssaison in der österreichischen tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile: Am 17. Februar sendet Sky die 250. Ausgabe des Formats „Talk und Tore“. In Summe wurden seit August 2004 mehr als 300 Stunden aus dem „Talk und Tore“-Studio gesendet, das sind knapp zwei Wochen Sendezeit, dazu rund 600 eingespielte Beiträge, Interviews und Analysen. Über 1.000 Gäste nahmen in den letzten Jahren auf der Sky-Diskussionscouch Platz. Im Fokus standen und stehen Diskussionen zum österreichischen Fußball mit Expertenmeinungen von Spielern, Trainern und Medienvertretern. Zum Jubiläum werden Hans Krankl, Herbert Prohaska und Heribert Weber zu Gast sein.  (hof)

Park-Geschäftsführer Bernhard Buchegger die Richtung vor. Beginnend mit der Zusammenarbeit für die Kulturhauptstadt Linz 09, starteten die Agenturen Buchegger, Denoth und Haslinger, Keck ihre gemeinsame Zusammenarbeit unter Gruppe am Park.

Disziplinenübergreifend „Es wächst zusammen, was zusammen gehört“, begründet Michael Denoth, gemeinsam mit Bernhard Buchegger und Reinhart Haslinger geschäftsführender Gesellschafter, den Zusammenschluss der beiden Agenturen. Dabei wol-

len die Linzer ihrem Motto „Disziplinlos aus Prinzip“ treu bleiben. Dieses Motto beschreibe „die Abkehr vom bisherigen, eindimensionalen Geschäftsmodell klassischer Werbeagenturen und eine Konzentration auf richtungsweisende, disziplinen- und medienübergreifenden Kommunikationslösungen“, in der Werbe-, Public Relations- und Online-Experten nahtlos zusammenarbeiten. Deshalb würden Kommunikationsagenturen, die auf aktuelle Herausforderungen disziplinenübergreifende und zukunftsweisen Antworten bieten, derzeit eine wahre Pionierzeit erleben.  (red)

Gruppe am Park: Reinhart Haslinger, Bernhard Buchegger und Michael Denoth (v.li.).



Linz. Die Gruppe am Park, Zusammenschluss der Agenturen Buchegger, Denoth und Haslinger, Keck, vermeldet einen weiteren Neukunden: Swarovski Optik vertraut in der Kommunikation auf die Expertise der Linzer Agentur, welche für Konzeption und Realisierung der internationalen Markenkampagne verantwortlich zeichnet. Ziel ist es, Erscheinungsbild und Corporate Design von Swarovski Optik weiterzuentwickeln und für digitale Anforderungen fit zu machen; traditionelle Grenzen sollen in der Kommunikation beim international agierenden Unternehmen überwunden werden; der Fokus liegt dabei auf der Verschränkung klassischer Medien mit neuen, dialogisch geprägten Kommunikationskanälen. „Wir wollen gemeinsam mit Swarovski Optik sukzessive von einer starken, analog geprägten Marke zu einer dynamischen digitalen Marke weiterentwickeln“, gibt Gruppe am

© Gruppe am Park

Swarovski Optik vertraut puncto Markenführung auf Gruppe am Park.

Wir machen das für Sie.

Reaktion Eis kehrt zurück

„Tschisi-Storm“

© www.facebook.com/TschisiFans

Wien. Es gibt Shitstorms, Lovestorms und seit Kurzem auch den „Tschisi-Storm“: Tausende Reaktionen brachten Eishersteller Eskimo dazu, den beliebten Eisklassiker Tschisi wieder ins Sortiment aufzunehmen. 1999 wurde die Produktion eingestellt, mehr als zehn Jahre später erfährt das Eis ein Revival. Seinen Beginn nahm der Wunsch nach einer Rückkehr mit einer Wette im Radio, was folgte, waren laut Produzent Eskimo Hunderte Telefonanrufe, E-Mails, aber auch eigens programmierte Spiele und Videoclips. Rebecca Widerin, Eskimo: „Wahnsinn, was da passiert und mit wie viel Herzblut die Fans sich für die Wiedereinführung stark machen. Das kann man einfach nicht ignorieren.“  (hof)

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medien

10 – medianet

short

Ankünder und „Kleine“: Rasanter Glückwunsch

Freitag, 15. Februar 2013

Wichtige Funktion „Nahversorger-TV“ hilft heimischer Wirtschaft, ihr Angebot erstmals auch im TV präsentieren zu können

1. Kampagne als visueller Impuls des Senders W24

Graz/Schladming. Beinahe so schnell wie Aksel Lund Svindal bei der Herrenabfahrt im Ziel waren auch die Glückwunschplakate von Ankünder und Kleine Zeitung affichiert. Ideale Standortsuche, Selektion der potenziellen Sieger mit der Sportredaktion der Kleinen Zeitung, perfekte Logistik mit der Druckerei PMT – Pro Media Trade, dem Plakatierungsteam bis hin zu den Fotografen bedurften umfangreicher Vorbereitung. „Da muss jeder Schritt passen und jedes Rad mit dem anderen optimal synchronisiert sein“, so Ankünder-CEO Dieter Weber.

Adidas bringt RunningKampagne in Österreich Wien. Ab 27. Februar wird der neue Adidas-Laufschuh „Energy Boost“ in Österreich erhältlich sein. Begleitet wird die Einführung mit der größten RunningKampagne von Adidas in Österreich. TV-Spots, Printanzeigen und eine Online- Kampagne sind die Basis der im März und April laufenden Kampagne. Verstärkt wird diese mit zahlreichen Medienkooperationen und Social Media-Aktivitäten. Darüber hinaus werden alle Händler mit innovativen PoS-Materialien wie multimedialem Touchscreen beliefert.

© Lowe GGK

Lowe GGK und OscarSieger für NÖM fasten

Die neue Kampagne beschreibt die Geschichte einer jungen Frau.

Wien/Baden. Unter dem Claim „Genussvoll Kalorien sparen. Nichts leichter als das!“ präsentiert Lowe GGK die neue Kommunikationslinie für „NÖM fasten“. Zum Beginn der Fastenzeit werden die ersten drei von insgesamt sieben Spots die Botschaft transportieren, begleitet werden diese von Printund Onlinemaßnahmen. Die Spots bestechen durch eine selbstironische Tagebuchstory in humorvoller Umsetzung unter der Leitung von Starregisseur und Oscargewinner Stefan Ruzowitzky.  (red)

© medianet/Szene1/Günther Langegger

Kurz nach Rennende waren die Plakate bereits großflächig affichiert.

Wien. Gestern, Donnerstag, enthüllte der Wiener Stadtsender W24 seine erste Wien-weite Werbekampagne. Passend zum Selbstverständnis des Senders zeigt man in Anzeigen und auf mehr als 230 Plakatflächen prominente Wienerinnen und Wiener auf ihren Lieblingsplätzen ihrer Hauptstadt. Auf den 24-Bogen-Plakaten zu sehen sind Josef Broukal und Diana Lueger, auf Anzeigensujets sind außerdem Edi Finger jun., Peter Stöger, Jazz Gitti und Fabienne Nadarajah zu sehen. Broukal etwa sitzt in seinem Lieblings-Caféhaus „Cafe Central“, während Lueger, Musikerin und Frontfrau der Band „Zweitfrau“ sowie des Musikprojekts „ZFMRX“, schon öfter in der roten Bar des Volkstheaters zu Gast war. Daneben präsentiert man auch die wichtigsten Gesichter von W24 selbst. „Wir präsentieren prominente Stars und die neuen Stars der Szene – unsere Moderatorinnen und Moderatoren“, so W24-Geschäftsführer Marcin Kotlowski bei der Enthüllung des Plakats.

Thomas Hintze (CEO UPC), Vize-BM Renate Brauner, Sigrid Oblak (GF Wien Holding), Marcin Kotlowski (GF WH-Medien GmbH).

auch im Fernsehen präsentieren zu können“, so Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner. Und für Wien HoldingGeschäftsführerin Sigrid Oblak entwickelt sich W24 „zu einem sehr wichtigen Standbein im Mediencluster der Wien Holding. Die lokale Wirtschaft reagiert zunächst sehr gut auf den neuen Kommunikationskanal; die neue Kampagne ist ein sichtbarer neuer Impuls des Senders.“ „W24 soll in der Stadt mit der Stadt leben. So nah wie wir kommt keiner an die Geschichten unserer Hauptstadt“, so W24-Marketingchefin Iringó Demeter. Parallel sieht man auch erstmals Dachwerbungen von W24 auf dem Wiener Europaplatz.

„Mein Wien“ auf dem Plakat „Das neue Stadtfernsehen zeigt mein Wien“, ist der Leitspruch der ersten Kampagne des Stadtfernsehens. Das rote W24-Band zieht sich seit dem Relaunch im April 2012 durch alle Projekte des Senders. Es symbolisiert die Verbindung zwischen dem Stadtfernsehen, seinen Formaten, der Stadt Wien, ihren Menschen und deren Geschichten. „Es freut mich, dass das neue Stadtfernsehen sich so gut entwickelt und jetzt auch erstmals das Stadtbild mitprägen wird. Neue Formate wie das ‚NahversorgerTV‘ helfen auch der heimischen Wirtschaft, ihr Angebot erstmals

Die Plakatkampagne selbst ist in enger Zusammenarbeit mit UPC Austria entstanden. „Wir freuen uns sehr über die Initiative des Senders, neue Seiten der Zusammenarbeit auf lokaler Ebene aufzuschlagen“, so Gerald Schwanzer, UPC-Marketingchef. „Wien ist groß bei Forschung und Entwicklung – vom kleinsten Start-up bis zu den großen Universitäten. Und Zukunft kommt immer mehr im Alltag an. Das auf W24 zeigen zu können, ist Freude und Herausforderung zugleich“, so Josef Broukal, Moderator des Technik- und Wissensmagazins „Zukunft im Alltag“. Ähnlich sieht es Testimonial und Bandfrontfrau Diana Lueger: „In keiner anderen Stadt lebt man

so gut wie in Wien. Das Angebot der Stadt ist zu jeder Jahreszeit spannend, und W24 zeigt unterschiedlichste Möglichkeiten der Lebensgestaltung in seinen Formaten auf und informiert gut. Das gefällt mir. Ein bunter Mix für jede Stimmung. Die Herangehensweise ist sehr persönlich gestaltet und reflektiert so das typisch Wienerische.“  (fej)  www.w24.at Credits: Auftraggeber W24 (Marcin Kotlowski, Markus Pöllhuber) Beratung Elephant Jump Communications (Dagmar Grimus-Leitgeb, Karin Golliasch) Agentur beyond (Michael Huber – Konzept/Text, Thomas Riegler – Artdirection) Illustration Vienna Paint Fotograf Chris Singer

„Hitliste“ Der ÖWR-Jahresbericht stellt u.a. die „Aufreger“, die „Stopps“ und die Top 3-Beschwerdegründe vor

Sex sells und regt gleichzeitig auch auf Wien. Nicht durch die Devise „Sex sells“, sondern leicht abgewandelt mit „Sex regt auf“ – so könnte man die Bilanz des Österreichischen Werberats für das Jahr 2012 zusammenfassen. Von insgesamt 347 Beschwerden von Medienkonsumenten über bestimmte Werbespots, Sujets und ander Werbeinhalte entfielen beachtliche 94 auf die Kategorie „Geschlechterdiskriminierende Werbung“ und weitere 92 auf „Ethik und Moral“, wobei es in der Regel um völlig unpassende Darstellungen von Frauen, meist auch ohne irgend einen Zusammenhang zum beworbenen Produkt, ging. Daneben handelte es sich bei den Beschwerden um Themen wie Gewalt, Alkohol, Gesundheit oder Verletzung von religiösen Gefühlen, wobei der Werberat bei rund der Hälfte der beanstandeten Fälle auch tatsächlich einschritt. Dabei fällte er 173 Entscheidungen und sprach davon insgesamt 13 Mal einen Stopp der entsprechenden Kampagne aus. Positiv zu bemerken hierbei ist: Von 13 Stopps wurden 12 von den betref-

© fotodienst/Anna Rauchenberger

© bigshot/R. Schöttl

© Chris Lang

Stadtsender startet erste Plakatkampagne. Leitspruch: „Das neue Stadtfernsehen zeigt mein Wien“.

Andrea Stoidl, Michael Straberger, Gabriele Stanek präsentieren Geschäftsbericht.

fenden Auftraggebern auch wirklich befolgt. „Der Werberat ist mittlerweile als Institution akzeptiert“, so Präsident Michael Straberger. Eine positive Bilanz zog man auch zum neu eingeführten „Pro Ethik Siegel“, welches an werbetreibende Unternehmen verliehen wird, die sich gewissen moralischen und ethischen Standards verpflichten. Mittlerweile wurde das Siegel 40 Mal verliehen, u.a. an Raiff-

eisen, Rewe, Deichmann, Casinos Austria oder an die ÖBB Werbung. Neben der Bilanz für 2012 stellt der Werberat auch seine Pläne für das heurige Jahr vor, und da hat man sich auch für 2013 einiges

vorgenommen. Auf der Agenda: Die Erarbeitung einer „Retusche-Ampel“ für Werbefotos oder das wichtige Thema der Selbstregulierung im Bereich Online-Werbung. Eine weitere wesentliche Änderung gibt es bei der Neointerpretation der Werberat-Kompetenz. Für parteipolitische und Wahlpolitische Werbung ist man auch künftig nicht zuständig, dafür aber für die professionelle Kommunikation und Information der Bürger durch öffentliche Stellen. Und: Man ist künftig für alle in Österreich veröffentlichten Werbemaßnahmen zuständig, unabhängig davon, wo das werbetreibende Unternehmen selbst seinen Sitz hat. Zu feiern gibt es auch etwas: Ende April 2013 wird es rund um das fünfjährige Werberat-Jubiläum etliche Aktivitäten geben.  (fej) Infos unter:  www.werberat.at

be sc hw erde- B ilanz werberat

Beschwerden gesamt Summe der Entscheidungen

2008 226 129

2009 213 144

2010 571 125

2011 278 139

2012 347 173


marketing & medien

Freitag, 15. Februar 2013

short

Werbevideos aus Fotos & Text erstellen

medianet – 11

Modelling Für Kunden Mars Austria ist diese Form der Forschung besonders interessant

short

Ursache & Wirkung

sport10.at launcht neue Fußball-App Wien. Rechtzeitig zum Start der österreichischen Fußball Bundesliga am 16. Februar bringt „sport10.at“ eine neue FußballApp für iOS und Android auf den Markt. So bleiben Fans auch unterwegs laufend am Ball und sind näher als je zuvor an ihrem Lieblingsverein. Neben den aktuellsten Spielplänen und Tabellen liefert die App vor allem exklusive Storys und Interviews sowie Hintergrundinformationen der heimischen wie auch internationalen Top-Ligen direkt aufs Smartphone. Über die Channels News, Spieltag und Tabelle gelangt man zu den wichtigsten aktuellen Informationen. Entwickelt wurde die App von den Tailored Apps. Die neue sport10.at Fußball-App ist ab sofort im Apple und Google Playstore erhältlich.

Wien. Nur drei Monate nach dem Launch in Deutschland bietet ClipVilla sein Portal zur Erstellung von professionellen Werbevideos ab sofort auch in Österreich und der Schweiz an. Unter „www.clipvilla.com“ können sich Unternehmen aus eigenen Texten, Bildern und Videomaterial in drei Schritten ein eigenes Werbevideo erstellen und in HD-Qualität direkt herunterladen. Vorkenntnisse oder eine spezielle Video-Software seien hierfür nicht erforderlich, so das Unternehmen in einer Aussendung. „Aus einer Vielzahl an professionell animierten Videovorlagen kann der Kunde eine passende auswählen und diese mit eigenem Bild- und Videomaterial individualisieren. Der Preis für ein Video beginnt bei 99 € und ermöglicht somit den Zugang zu professionellen Werbevideos vor allem für Unternehmen, die sich diesen bisher nicht leisten konnten“, heißt es weiter.  www.clipvilla.com

zeitig sollen Werbebudgets stetig optimiert werden, um den Konsumenten effizienter zu erreichen. Aktuell beschäftigen uns neue Werbeformen wie Online Streaming, Mobile, Search und natürlich auch Social Media.“ Die Wirkung von Werbung, aber auch der Preis, Promotions oder Saisonalitätseinflüsse werden in diesem Prozess genau analysiert. Um den aktuellen Status zu durchleuchten, werden Daten aus der Vergangenheit herangezogen. Das macht es dem Kunden möglich, genau zu identifizieren, welche Maßnahmen am besten auf die Saleszahlen wirken und welche noch Optimierungsbedarf haben. Einen Schritt weiter geht die Simulation, die auf Basis des erstellten Modells durchgeführt werden kann. Verschiedene Varianten (Mediamix,

Wie wirkt Werbung? Diese Fragen beschäftigen Kunden und Mediaplaner tagtäglich und die Antworten darauf liefert ein ökonometrisches Modelling. Christian Müller, Research & Development Manager der MediaCom: „Modellings haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, da immer mehr Einflüsse auf den Erfolg einer Marke wirken. Gleich-

Christian Müller, MediaCom Manager Research & Development.

Preis, etc.) werden gerechnet, um die effizienteste Kombination zu identifizieren Für den langjährigen MediaCom-Kunden Mars Austria ist diese Form der Forschung besonders interessant: „Mit den Resultaten aus dem Modelling kennen wir nun die Wirkungszusammenhänge und können diese Erkenntnisse optimal in unserer Media- und Budgetplanung umsetzen“, so Petra Nothdurfter, Marketing Director Chocolate & Food – Mars Austria OG. Aus den Ergebnissen des durchgeführten Modellings konnten klare Ableitungen für die Planung der einzelnen Kampagnen und Empfehlungen für den millionenschweren Media-Etat gegeben werden, um jeden Werbe-Euro exakt zu platzieren.  www.mediacom.at

© sport10.at

In nur drei Schritten zum eigenen Spot – für kleines Budget.

Wien. Wie wird das Media-Budget optimal eingesetzt? Wirken sich kostenintensive TV-Kampagnen positiv auf Verkaufszahlen aus? Wie viel Online ist notwendig? Welcher Werbedruck ist optimal? Und: Muss der Werbe-Auftritt wirklich nach neuen Trends wie Mobile, Social Media oder Performance Marketing ausgerichtet werden?

© MediaCom

© clipvilla.de

MediaCom: Modellings haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.

Digitale Unit der Styria Multi Media baut ihr App-Angebot weiter aus.

Gastkommentar Die Meinungsbildung im Web setzt neue Maßstäbe: Rezensionsplattformen sind bei Konsumenten Kult – und schaffen Helden

O Captain, my Captain!

Eva Atzlinger

Wien. Im vorangegangenen Gastkommentar meiner Kollegin wurde die wachsende Bedeutung von E-Commerce eindrucksvoll mit Zahlen belegt. Heute wollen wir uns noch intensiver mit Social Communities, die beim (Online-)Kauf eine Rolle spielen, beschäftigen. Das Internet ist als Berater vor dem Kauf nicht mehr wegzudenken. Es ist der stets am besten informierte Part unter all meinen Freunden – egal, was ich kaufen möchte, zu jedem Produkt stehen Berichte parat. Dabei ist es unerheblich, ob man mit einer neuen Zahnbürste liebäugelt oder nach einem guten Hotel am anderen Ende der Welt sucht. Für jedes Produkt und jede Dienstleistung hat sich bereits die passende Plattform etabliert. Rezensionen vom Auto bis zum Zeckenschutzmittel finden sich beispielsweise auf der Bewertungsplattform „Dooyoo“.

Der deutsche Ableger der Plattform freut sich derzeit über etwa 450.000 Mitglieder, die insgesamt 1,5 Mio. Testberichte verfasst haben. Im Schnitt verfasst also jedes Mitglied zwischen drei und vier Berichte. Noch lieber als geschrieben, werden Rezensionen aber gelesen. Kaum zu glauben, aber wahr – allein in den vergangenen sieben Tagen fanden sich Leser für 285.000 DooyooTest­berichte. Will man wissen, wo das Schnitzel besonders knusprig gebacken wird oder welcher Asiate besonders authentisch kocht, macht man sich am besten auf den Seiten von „Tupalo“ oder „Restauranttester“ schlau. Bei der Suche nach einem empfehlenswerten Hotel kommt keiner mehr an „Holidaycheck“ vorbei. Etwas weniger bekannt, aber nicht minder empfehlenswert ist „Booking.com“. Hier bekommt man Erfahrungsberichte aus erster Hand und ist gleichzeitig nur noch wenige Klicks von der Buchung seines Traumurlaubs entfernt.

Wir wollen uns mitteilen Oft höre ich die Frage, woher diese ganzen Bewertungen kommen? Wieso rezensieren so viele Menschen? Die Antwort darauf ist nicht so schwierig, wie man vielleicht glauben möchte. Sich mitzuteilen, ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Durch das Internet brechen wir aus dem kleinen Kreis unserer Freunde

© panthermedia.net/rudall30

Vom Traum, Kapitän zu werden, oder warum Bewertungsportale boomen.

Die Web-„Kapitäne“: hilfreich bei der Suche nach dem besten Service, Produkt & Co.

und Bekannten aus und haben plötzlich die Chance, unsere Meinung und Expertise einem großen Publikum zugänglich zu machen. Die Betreiber der Plattformen haben das erkannt, unterstützen diesen Wunsch und schaffen weitere Anreize für die Rezensenten. So werden bei „Amazon“ nicht nur die Top-Rezensenten mit Namen vorgestellt; in einer virtuellen Hall of Fame erscheinen auch die absoluten Spitzenrezensenten, die über Jahre hinweg zumeist Tausende – von der Community als sehr hilfreich empfundene – Bewertungen verfasst haben. Wer eine Anfrage für eine

Mitgliedschaft im Vine-Club von Amazon erhält, darf sich besonders geehrt fühlen, gehört er doch unter den Millionen Nutzern der Plattform zu den vertrauenswürdigsten Rezensenten und darf sich zukünftig über kostenlose Testprodukte freuen. Sofern diese Produkte von ihm rezensiert werden, kennzeichnet Amazon, dass es sich hier sozusagen um eine besonders hochwertige Bewertung handelt.

Prämien für Berichte Dooyoo schlägt in eine ähnliche Kerbe. User, die sehr aktiv sind und Testberichte verfassen, die vielfach

gelesen sowie als hilfreich bewertet werden, können sich „DooyooMeilen“ verdienen. Hat man eine bestimmte Summe erreicht, können diese gegen Prämien getauscht werden. Ähnlich wie bei Amazon werden auch hier Personen, die durch ihre Aktivität und ihre besonders hilfreichen Berichte hervorstechen, ausgezeichnet. Sie werden „Kapitäne“ genannt. Einmal ein Schiff zu steuern oder in die Hall of Fame aufgenommen zu werden – wer hat davon nicht zumindest schon geträumt? Bewertungsportale boomen und das auf zweierlei Weise. Zum einen gibt es den aufgeklärten Kunden, der ein Produkt nicht mehr ohne First-Hand-Erfahrungsberichte kauft und zum anderen die vielen fleißigen „Matrosen“, die anheuern, um später hoffentlich einmal Kapitän zu werden. Was das nun für Unternehmen bedeutet, darauf möchte ich in einem der nächsten Beiträge eingehen – wer darauf aber nicht warten möchte, kann sich auch gern direkt per Mail an uns wenden. Eva Atzlinger ist Online-PR Manager bei Modern Mind Marketing.  e.atzlinger@mhoch3.at  http://www.mhoch3.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.


B i z-ta l k C LA S S IC

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Freitag, 15. Februar 2013

die besten der eigenen zunft

© Der österreichische Journalist/APA-Fotoservice/Schedl (10); medianet/Szene1/Stefan Caspari

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10 1. Charles E. Ritterband (Neur Züricher Zeitung), Hannes Aigelsreiter (ORF), Fritz Dittlbacher (ORF); 2. ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner, Frido Hütter (Kl. Zeitung); 3. Hedi Schneid (Die Presse), Michael Nikbakhsh (profil); 4. Rudolf A. Cuturi (OÖN), Esther Mitterstieler (WiBl); 5. Paul Lendvai & Friedrich Orter; 6. Hubert Patterer (CR Kl. Zeitung), Gerlinde Hinterleitner (CR derstandard.at); 7. Anneliese Rohrer (Die Presse), Rainer Nikowitz (profil); 8. Clemens Fabry (Die Presse), Matthias Cremer (Der Standard); 9. Michael Jungwirth (Kl. Zeitung), Herbert Lackner (profil), Andreas Koller (SN); 10. Christian Uitch (Die Presse), Roland Adrowitzer (ORF).

Der Österreichische Journalist lud zur Wahl der besten Kollegen

Die besten Journalisten Am Dienstagabend fand die alljährliche feierliche Verleihung des von der Branchenzeitschrift Der Österreichische Journalist initiierten Preises statt, zu der sich wie immer die Hautevolee der Branche in Wien versammelte. „Chefredakteur des Jahres“ wurde einmal mehr Hubert Patterer von der Kleinen Zeitung.

ORF hat die „Redaktion des Jahres“ Als bester Außenpolitik-Journalist wurde Christian Ultsch von der Presse gewählt, in der Kategorie ‚Innenpolitik‘ landete Andreas Koller von den Salzburger Nachrichten auf Platz eins. In der Wirtschaft siegte Michael Nikbakhsh vom profil und im Sport Christian Hackl vom Standard. Die Kategorie ‚Kolumnisten‘ ging an Rainer Nikowitz vom profil, ‚Unterhaltung‘ an den für ORF und Kurier tätigen Karl Hohenlohe. Zum besten Fotografen wurde Matthias Cremer vom Standard gewählt. Die beste „Redaktion des Jahres“ war zum dritten Mal der ORF. Zum „Verleger des Jahres 2012“ wurde der Herausgeber der Oberösterreichischen Nachrichten, Rudolf Andreas Cuturi, gekürt und „Beste Journalistin des Jahres 2012“ wurde – passend zur aktuellen, von Skandalen und Korruptionsfällen geprägten Zeit – eine Aufdecker-Journalistin, nämlich Ulla Kramar-Schmid vom profil, die auch in der Kategorie „Investigation“ siegte. (fej)

Johann Oberauer mit der „Journalistin des Jahres“, Ulla Kramar-Schmid.

Information & Invitations gerne an: biztalk@medianet.at

Karriere & Menschen, über die man spricht

Einstieg Thomas May, erfolgreicher Werber und Berater in Österreich, dessen Arbeit vielfach national und international ausgezeichnet wurde, übernimmt die Leitung der Agentur sowie Kundenberatung und Strategie bei Gull + Company. Dabei bringt er die langjährige Erfahrung seiner Arbeit in renommierten Agenturen für das Who-is-Who der Wirtschaft ein, die er sich sowohl in der Beratung als auch als Geschäftsführer erwerben konnte. May doziert außerdem seit 1990 als Lehrbeauftragter an der Universität für angewandte Kunst in Wien und an der FH St. Pölten, wo er seine Spezialdisziplin Branding unterrichtet.

Heiko Haasler (40) löst den bisherigen Generaldirektor Max A. Weißensteiner bei EurotaxGlass’s Österreich ab. Haasler, gebürtiger Deutscher, ist seit über fünf Jahren für EurotaxGlass’s tätig und fungierte zuletzt als Chief Commercial Officer und Group Marketing Director.

F lo r i a n fe i g l , m i nd - se t

Florian Feigl, seit 2009 Projektmanager bei der Wiener Eventagentur MindSet, fungiert als Senior Account Manager der Agentur. Der 31-Jährige betreut Kunden wie Erste Bank und Sparkassen oder General Motors und leitete 2012 den Event anlässlich der Verleihung des „Nestroy“-Preises.

© Residenz Verlag

Die Reichl und Partner Werbeagentur hat ihr Kreativ-Team am Linzer Standort mit der Texterin und Konzeptionistin Stephanie Doms verstärkt. Die gebürtige Innviertlerin sammelte in den vergangenen Jahren umfassende Erfahrungen als Autorin, Texterin und Journalistin.

H e i ko H a as l e r , Eurotaxglass‘s © Mind-Set

Steph a n i e dom s , R e ic h l und par t n er

© EurotaxGlass’s/Rohrmoser

© Reichl und Partner

© Gull+Company

Thomas May, Gull + Company

Madame Strindberg Sie war mit August Strindberg verheiratet, die Mutter eines Sohnes von Frank Wedekind, „Schicksalsschwester“ von Franziska zu Reventlow, Freundin berühmter Männer wie Arthur Schnitzler. Im Berlin der Jahrhundertwende stürzt sie sich als Feuilletonistin in das wilde Leben der Boheme. Noch bevor sie 1943 in Salzburg stirbt, veröffentlicht sie ihre Memoiren. 26,90 €, Residenz Verlag, ISBN: 9783701732456. © adsandbrands

präsentiert von

anno dazumal

tipp des tages

Beiersdorf AG Die Traditionsmarke „Nivea“ kam bereits im Jahr 1905 auf den Markt. Während Anfang des 20. Jahrhunderts hauptsächlich Seifen produziert wurden, vertreibt das Unternehmen heute eine vielfältige Anzahl von Hautpflegeprodukten und Kosmetika. Der bekannteste Artikel ist noch immer die Nivea Creme, die seit 102 Jahren zum großen Erfolg der Marke beiträgt. Anzeige vom 20.10.1912.


retail Miese stimmung

Laut Nielsen ist die Angst der Österreicher vor der Rezession gestiegen  Seite 15

gesunde rezepte

Resch&Frisch Chef Josef Resch sucht nach neuen Wegen im Brotverkauf  Seite 16

© McDonald‘s

inside your business. today. 

© Resch & Frisch

© Arne Trautmann

medianet

Freitag 15. Februar 2013 – 13

© Lindt

süsses für die gute laune

Osterspezialitäten von Lindt und Sprüngli, Ritter Sport „Sorte des Jahres“. Seite 17

burger business

Andreas Schmidlechner wird Geschäftsführer von McDonald’s Österreich  Seite 18

Gesteigerter Appetit auf die Heumilchprodukte

© EPA

short

Fleisch/Wurst Schirnhofer-Chef Christian Laschet (Bild) folgt dem Trend zu von der Industrie in Eigenregie geführten Filialen und eröffnet einen neuen Feinkostmarkt in der Wiener Lugner City. Wie es mit der Zusammenarbeit mit der Handelskette Zielpunkt weitergeht, entscheidet sich in den nächsten drei Monaten. Seite 16

© Panthermedia.net/Prochasson Frederic

© Schirnhofer/Bill Lorenz

Zweistellig wachsen Für NestléFinanzchefin Wan Ling Martello (Bild) war 2012 kein Spaziergang, konnte letztlich aber mit einem satten Plus von 10,2% auf 74,8 Mrd. € absolviert werden. Wachstumstreiber waren einmal mehr die Schwellenländer, wo der Konzern vier Mal so schnell wächst wie in den Industrieländern. Seite 15

Absatz- und Wertsteigerung 100 Prozent der produzierten Heumilch gingen 2012 in die Verwertung. 500 Produkte kommen aus silofreier Landwirtschaft. Die Arge Heumilch freut sich über ein kräftiges Absatzplus.  Seite 14

Streitfrage Richard Lugner möchte mit dayli-Chef Richard Haberleitner gemeinsame Sache machen, dieser ist nicht abgeneigt, aber auf „keiner Kampflinie“

Wien. Lugner lässt nicht locker: Im Kampf für die Sonntagsöffnung im Handel glaubt der Baulöwe jetzt den Nahversorger dayli als Mitstreiter gefunden zu haben, der seine Filialen ebenfalls sonntags aufsperren will. Gespräch ist aber noch keines zustandegekommen, „weil meine Sekretärin ihn nicht erreicht hat“, so der Baumeister am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in der Lugner City. dayli-Chef Rudolf Haberleitner wäre dem nicht abgeneigt, betont aber, puncto Öffnungszeiten auf „keiner Kampflinie“ zu sein. „Wenn mich der Richie Lugner anruft,

rede ich mit ihm, das ist klar“, so Haberleitner. Standesvertreter und Politiker sollten „amikal“ eine Lösung finden.

Klage gegen Handelsriesen Die Anliegen der Unternehmer decken sich. „Wir wollen dieselben Rechte wie ein Merkur am Bahnhof“, sagte Haberleitner. Auch Richard Lugner pocht auf „gleiches Recht für alle“. Er schoss sich erneut auf den Handelsriesen Spar ein, der etwa am Wiener Getreidemarkt sowie am Flughafen sonntags offen haben darf. Für

Lugner stellt sich allerdings die Frage nach der rechtlichen Grundlage – habe „Spar Gourmet“ in der City zum Beispiel gesonderte Toiletten für das Personal, wie dies in der Arbeitsstättenverordnung festgeschrieben sei? Lugner-Anwalt Adrian Hollaender, Sprössling von Ex-Staatsoperndirektor Ioan Holender, hat den Flughafen-Spar bereits mit einer Anzeige eingedeckt und gegen den Spar am Getreidemarkt, der mit Gastrokonzession betrieben werde, eine Beschwerde beim zuständigen Bezirksamt eingebracht. Aus Sicht des Society-Löwen ist

einfach das Gesetz „schlampig formuliert“. Wobei er auch selbst die Schlupflöcher im Öffnungszeitendschungel nutzt. In seinem Haus haben etwa die Modegeschäfte „Miss Moda“ und „Mondiz“ am Sonntag offen – in beiden Geschäften, so die Argumentation Lugners, würden Waren verkauft, die einen Bezug zum Kino haben, außerdem befänden sich die Shops im Kinogebäude der Lugner City. Sollten die Läden angezeigt und abgestraft werden, zahlt Lugner, versicherte er. Die von der Gewerkschaft diesbezüglich angekündigte Anzeige sei noch nicht da.  (APA)

© APA/Herbert Pfarrhofer

Sonntagsöffnung: Lugner will dayli-Chef ins Boot holen

Baulöwe und EKZ-Betreiber Richard Lugner pocht auf gleiches Recht für alle.


titelstory

14 – medianet retail

Freitag, 15. Februar 2013

Zufri eden he it

© Arge Heumilch

Günstige Entwicklungen Während der Absatz von Molkereiprodukten im Vorjahr in Österreich um 0,5% zurückging, konnte die ARGE Heumilch – eine Vereinigung von rund 8.000 Heumilch-Lieferanten und 60 Vermarktern – sowohl die Absatzmenge als auch den Umsatz steigern. ARGE-Koordinator Andreas Geisler (li.) und Obmann Karl Neuhofer haben nicht nur die gesamte Heumilchmenge (400 Mio. kg, 2012) in die Vermarktung gebracht, sondern auch den Preis für die Bauern verbessern können. Dieser lag 2012 bei rund 4 ct pro kg und hat sich damit seit dem Start der Heumilch-Offensive im Jahr 2009 verdreifacht. Für die Bauern bedeute das einen jährlichen Mehrwert von 12 Mio. €, erklärt Neuhofer. 2013 soll die europaweit einzigartige Heumilchwirtschaft Österreichs in Europa weiter gestärkt werden.

Bilanz 8% Absatz- und 12,6% Wertsteigerung: Produzenten und Vermarkter hoffen auf eine Fortsetzung des Trends

Die Heumilch-Produkte blühen und gedeihen

Im Hinblick auf die Freigabe der EU-Milchquote soll die Heumilch im Premiummarkt positioniert werden. Christian horvath

Wien. „Heumilch-Produkte genießen ein großes Vertrauen beim Konsumenten“, betonte Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch, bei der Präsentation der Jahresbilanz. Es gebe einen „emotionalen Mehrwert“ für die Konsumenten, die Produkte sollen weiterhin als Premiummarke positioniert werden – vor allem auch im Hinblick auf den 1. April 2015. Zu diesem Zeitpunkt läuft die Milch-Quote in der EU aus, was allen Prognosen zufolge eine Ausweitung der Milchproduktion zur Folge haben wird. Die Heumilch-Produzenten und

Vermarkter hoffen deshalb, dass der Trend beim Absatz weiterhin anhält. 2012 stiegt der Absatz von Heumilch-Produkten in Österreich um fast acht Prozent auf 41.000 t, zog die ARGE Bilanz über das vergangene Jahr.

12,6% Wertsteigerung Ebenfalls um acht Prozent wuchs die Verarbeitung bei der weißen Palette, der Käsebereich stieg um ein Prozent. Andreas Geisler, Koordinator der ARGE Heumilch Österreich: „Damit entwickelte sich die Heumilch deutlich besser als der Gesamtmarkt. Der Absatz von Mol-

kereiprodukten insgesamt sank im Vorjahr um 0,5 Prozent. Beim Umsatz der Heumilch-Produkte betrug die Steigerung 12,6 Prozent. Etwa die Hälfte der Heumilch-Produkte geht in den Export.“ Als der mit Abstand wichtigste Auslandsmarkt für die Produkte aus silofreier Fütterung gilt Deutschland. Wobei es europaweit für die Heumilch noch einiges an Potenzial gibt: Laut der ARGE liegt der Anteil der Heumilch am österreichischen Markt bei rund 15%, während es kontinental gesehen nur 3% sind. Rund 500 Posten umfasst das Heumilch-Portfolio im österreichischen Handel, 100% der Heumilch – rund 400

Einstweilige Verfügung Gericht verbietet Slogan nach Unterlassungs-Antrag

Keine „reinste Milch“ in Heumilch-Kampagne

Innsbruck. Das Landesgericht Salzburg hat Ende Jänner eine einstweilige Verfügung gegen die ARGE Heumilch erlassen, die es ihr bis auf Weiteres verbietet, mit dem Werbespruch „die reinste Milch“ zu werben. Den Antrag auf Unterlassung hat der Tiroler Industrielle und Großbauer Fritz Egger aus St. Johann eingereicht, berichtete die ARGE Heumilch. Andreas Geisler, Koordinator der ARGE Heumilch Österreich, will in der Causa nun vor den Obersten Gerichtshof gehen. Er kündigte an, den Instanzenweg zu beschreiten und Revisionsrekurs zu erheben. „Wir werden im Sinne unserer mehr als 8.000 Heumilchbauern und rund 60 Lieferanten alle Rechtsmittel ausschöpfen.“ Aus dem Logo der Heumilch-Werber ist der Zusatz „die reinste Milch“ vorerst verschwunden. Auf Produzenten und Produkte habe das aber keine Auswirkung, erklärte die ARGE Heumilch, die in der Werbung argumentiert, dass die Heumilch „nicht ohne Grund als die reins­te Milch bezeichnet“ werde, „denn so naturnah und traditionell wird sonst keine Milch hergestellt“. Es gebe „massenweise“ Daten, die das belegen würden, betonte Geisler; Heumilch-Kühe bekommen im Gegensatz zu konventionell gefüttertem Vieh kein Silo-Futter, sondern ausschließlich Gräser, Heu oder Getreideschrot.  (APA)

Mio. kg – werden der Verwertung zugeführt, so Neuhofer. „Für unsere Bauern ist besonders die Entwicklung des Heumilch-Zuschlags erfreulich“, betont der Obmann. Dieser lag 2012 bei rund vier Cent pro Kilo und hat sich damit seit dem Start der Heumilch-Offensive im Jahr 2009 verdreifacht. „Für die Heumilch-Bauern bedeutet das einen jährlichen Mehrwert von 12 Millionen Euro“, so Neuhofer – und die ARGE will für die Bauern „noch mehr herausholen“, betonte der Obmann.

menden Generationen zu sichern.“ Außerdem werde man 2013 verstärkt thematisieren, wie die Heumilchbauern mit ihrer nachhaltigen Bewirtschaftung wertvolle Ressourcen schonen; Stichwort Wasserfußabdruck: „Für einen Liter Heumilch werden nur 100 Liter Wasser benötigt“, erklärt Geisler – „vom Futter über das Putzen des Stalls bis zum Tränken der Tiere. Bei der Milchproduktion in der industrialisierten Landwirtschaft sind es bis zu 400 Liter Wasser pro Liter Milch.“

Der innere Wert

Auszeichnungen

Für das Jahr 2013 hat sich die Vereinigung von rund 8.000 Heumilch-Lieferanten und 60 Verarbeitern vorgenommen, die Bekanntheit weiter zu steigern – die gestützte Bekanntheit der Heumilch liegt Geisler zufolge derzeit bei 85%. Außerdem stehen, so der ARGE-Koordinator, die „inneren Werte der Heumilch“ im Mittelpunkt: „Heumilchwirtschaft ist die ursprünglichste und traditionellste Form der Landwirtschaft.“ Das sei auch die Kernbotschaft der Kampagne 2013. Die ARGE will aufzeigen, wie nachhaltig die Heumilchwirtschaft in Österreich arbeitet. Geisler: „Auf Österreichs Wiesen, Weiden und Almen wachsen rund 1.000 Kräuter und Gräser. Die Heumilchwirtschaft trägt maßgeblich dazu bei, diese Artenvielfalt für die kom-

Das Niveau der Produkte wurde 2012 mit mehreren Preisen untermauert. Bei den ‚World Cheese Awards 2012‘ im englischen Birmingham wurde der Bergkäse der Sennerei Lutzenreute mit der begehrten ‚Super-Goldmedaille‘ ausgezeichnet. Die Sennerei Schnifis konnte eine Goldmedaille mit nach Hause nehmen, zudem gingen jeweils fünf Silber- und Bronzemedaillen an weitere Mitgliedsbetriebe der ARGE Heumilch. Aber auch in Österreich gab es Auszeichnungen: Rupp und die Sulzberger Käserebellen wurde für die besten heimischen Käsesorten mit dem Käse-Kaiser prämiert, ein Ehrenpreis ging an Gerhard Woerle für sein Lebenswerk. Bei der ‚Käsiade‘ holten die Heumilch-Betriebe sieben Gold-, sechs Silber- und fünf Bronzemedaillen.


Freitag, 15. Februar 2013

r e ta i l & p r o d u c e rs

medianet retail – 15

Nestlé-Bilanz Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern machte um satte 11,8% mehr Umsatz und reüssiert dabei in den Schwellenländern

„Kein Spaziergang für Nestlé“ Vevey. Verbraucher in den Schwellenländern haben dem weltgrößten Lebensmittelkonzern Nestlé 2012 erneut ein deutliches Umsatz- und Gewinnplus beschert. Unter dem Strich verdiente der Hersteller von Nescafe, Kitkat-Schokoriegeln und Maggi-Fertigsuppen 10,6 Mrd. CHF (8,57 Mrd. €) und damit 11,8% mehr als im Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 10,2% auf 92,2 Mrd. CHF (74,8 Mrd. €). Wachstumstreiber waren Afrika, China, der Nahe Osten und Indonesien, aber selbst in den europäischen Krisenländern Griechenland und Spanien setze der Konzern aus Vevey am Genfersee mehr um. „Das Jahr war kein Spaziergang“, sagte Finanzchefin Wan Ling Martello auf einer Investorenkonferenz. Auch für 2013 rechnet Nestlé mit einem schwierigen Umfeld. Trotzdem peilt das Unternehmen 2013 ein Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent an – unter Ausklam-

Studie Konsumklima trüb

Angst geht um

merung von Wechselkurseinflüssen und Firmenzukäufen.

Nr. 1 in Schwellenländern In den Schwellenländern wuchs Nestlé im Vorjahr mehr als vier Mal so schnell als in den Industrieländern. Die Konsumenten griffen vor allem bei Suppen und Soßen von Maggi, Getränken, Schokolade und Speiseeis zu; in diesen Ländern erwirtschaftet der Konzern inzwischen 43% des Gesamtumsatzes oder 39,3 Mrd. CHF (31,9 Mrd. €). „Das macht uns zum größten Anbieter in den Schwellenländern in der Branche“, beschreibt das

die Finanzchefin. Zum Vergleich: Bei Konkurrent Unilever entfallen sogar 55% auf diese Wachstumsmärkte. Der britisch-niederländische Lebensmittel- und Konsumgüterkonzern kam 2012 auf ein organisches Wachstum von 6,9%, bei Nestlé waren es mit 5,9% etwas weniger. Mehr Mühe haben Branchenvertreter wie die französische Danone, die stärker auf Europa ausgerichtet sind. Für Analysten liegt das organische Wachstum in der Region Asien, Ozeanien und Afrika etwas unter den Schätzungen. Nestlé bekundete in einzelnen Ländern Mühe, die Preise zu erhöhen. (APA)

© EPA

Wachstum in Afrika, China, Nahem Osten & Indonesien vier mal so hoch.

Nestlé-Finanzchefin Wan Ling Martello und CEO Paul Bulcke bei Bilanzpräsentation.

„Parken in Wien. Für mich ist Parken ja eigentlich fast kein Thema. Aber klar, machen sich die Leute Gedanken. Wohin mit der Kutsche? Oder immer Öffi? Für mich gilt: Entscheiden, Abstimmungsbogen ins Postkastel, weil: Ich bin Wien, und ich entscheide.“

Wien. In Österreich hat das Vertrauen der Bürger in ihre wirtschaftliche Situation Ende 2012 abgenommen. Dies ist das Ergebnis einer weltweiten Umfrage zum Thema „Verbrauchervertrauen und Einkaufsgewohnheiten“ von Marktforscher Nielsen. Der Studie zufolge hatten im vierten Quartal des vergangenen Jahres 60% der befragten Österreicher das Gefühl, ihr Land befinde sich in einer Rezession; in den drei Monaten zuvor waren es nur 53% gewesen.

Hohe Preise verunsichern Nur noch 41% empfanden die Jobperspektiven als gut oder exzellent – das waren 8% weniger als im dritten Quartal. 48% der Österreicher schätzte ihre persönliche finanzielle Situation negativ ein – um 7% mehr als im Vorquartal. Größte Sorge war die wirtschaftliche Lage. An zweiter und dritter Stelle der Sorgenliste standen steigende Preise für Energie und Lebensmittel. Insgesamt fiel der österreichische Verbrauchervertrauensindex von Nielsen im vierten Quartal 2012 im Vergleich zu den vorherigen drei Monaten um sieben Punkte von 93 auf 86. Angesichts des gefühlt schlechteren Wirtschaftsklimas hatten die Österreicher Ende 2012 weniger Lust zum Einkaufen. 17% der Studienteilnehmer gaben an, nach Abzug der Lebenshaltungskosten kein Geld mehr zum Shoppen zu haben – das waren 2% mehr als drei Monate zuvor. (red)

Wie soll die Parkplatzsituation und Lebensqualität für BezirksbewohnerInnen verbessert werden? A) Es sollen für jeden Wiener Bezirk Parkraumregelungen eingeführt werden. B) Es soll Lösungen für einzelne Bezirke geben (mit Berücksichtigung der Interessen der Nachbarbezirke)

© Panthermedia.net/Arne Trautmann

wien will’s wissen VOLKSBEFRAGUNG 7. bis 9. März 2013 Österreichs Konsumenten packt die Angst und sie geben weniger Geld aus.


short

Tierversuchsverbot bei Kosmetik tritt in Kraft Brüssel. Ab 11. März 2013 dürfen in der EU keine Kosmetika mehr verkauft werden, die in Tierversuchen getestet worden sind, auch der Import tiergetesteter Kosmetika wird verboten. Damit tritt gemäß der Kosmetikrichtlinie die dritte und letzte Stufe des Ausstiegs aus den Tierversuchen für Kosmetika in Kraft. Mit dem Gesetz wird auch die Auslagerung von Tierversuchen für die Entwicklung und Testung von Kosmetika in Drittländer verhindert.

© Wikimedia/CC Lizenz

Schweizer verkaufen weniger Süßwaren

r e ta i l & p r o d u c e r s

Freitag, 15. Februar 2013

Strategiewechsel Der steirische Fleischverarbeiter plant die Eröffnung von 50 Eigenfilialen mit Zusatzsortimenten

Schirnhofer macht’s selbst Flagship in der Lugner City, Zukunft mit Zielpunkt in Verhandlung, Feinkost-Theke soll abgeschafft werden. Wien. Startschuss für ein neues Schirnhofer-Flaggschiff in der Wiener Lugner City: Am gestrigen Donnerstag eröffnete Schirnhofer-Geschäftsführer Christian Laschet gemeinsam mit Hausherr und Blasmusikkapelle einen Verkaufsstand neuen Formats – mit Premiumfleischwaren wie dem Schirnhofer-Aushängeschild Almo Almochsenfleisch, Kaffee-Ecke, Brot- und Backwaren sowie einer ausgewählten Mopro-Range. Im 140 m2 großen Standort gibts bis 10 Uhr ein spezielles Frühstücksangebot, nachmittags Kaffee und Kuchen und auch vollwertige Menüs. Hintergrundgedanke ist, dem zunehmenden Trend zum Außer-Haus-Verzehr Rechnung zu tragen. „Wir planen die Eröffnung von 50 solcher Standorte in den nächsten drei bis fünf Jahren“, erklärt Laschet; noch heuer sollen es zehn neue werden, bevorzugt in Lagen mit hoher Fußfrequenz.

Über die künftige Zusammenarbeit mit dem neuen ZielpunktEigentümer Pfeiffer, sprich den Verbleib der Feinkost Shops in Shop-Formaten von Schirnhofer, wird gerade verhandelt. „Das wird sich in den nächsten zwei bis drei Monaten entscheiden“, erklärt Laschet. Zuletzt ließ Pfeiffer-Chef Erich Schönleitner kolportieren, das Geschäftskonzept in dieser Form beenden zu wollen. Fix ist aber, so Laschet gegenüber medianet, dass es auch weiterhin eine strategische Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen geben wird. Branchenkennern zufolge wurde schon unter dem ehemaligen ZielpunktChef Jan Satek über den Verbleib der Schirnhofer-Theken diskutiert, unter anderem darum, weil die Zielpunkt-Kundschaft zu wenig Interesse an Premiumsortimenten wie dem exzellent schmeckenden Almochsen zeigte.  (no)

© Schirnhofer/Bill Lorenz

16 – medianet retail

Schirnhofer-Chef C. Laschet vollzieht einen Schwenk in Vertriebsbelangen. Der Wegfall der Zielpunkt-Theken soll mit in Eigenregie geführten Märkten kompensiert werden.

Die Schweizer setzten 2012 weniger, dafür aber teurere Süßwaren ab.

© Nespresso/Robert Polster

Nespresso mit eigenem Kundenservice in Wien

Nespresso Österreich-Chef Dietmar Keuschnig: „Nähe zum Kunden“.

Wien. Nespresso verstärkt das Kundenservice-Team in Österreich und baut das bisher in Deutschland angesiedelte Service Center in Wien neu auf. Insgesamt werden damit 35 Arbeitsplätze neu geschaffen. Ab Mai dieses Jahres beantworten die Kaffeespezialisten des Unternehmens Kundenanfragen von Österreich aus. Mit der Expansion möchte Nespresso Österreich-Geschäftsführer Dietmar Keuschnig auf verstärkte Nähe zum Kunden und noch individuellere Serviceleistungen setzen.

Wien. Die Hauptmahlzeit eher am Abend, mehr Menschen, die sich Low Carb ernähren und Lebensmittelunverträglichkeiten: Das Essverhalten der Österreicher hat auch den Brotkonsum schrumpfen lassen. Während in den 1960erJahren der Pro-Kopf-Konsum monatlich noch 8 kg betrug, sind es heute nur noch 4,7 Kilogramm – fast die Hälfte. „Die Brotmahlzeit als Fixpunkt am Abend und das regelmäßige Frühstück mit Gebäck gibt es immer weniger“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Hanni Rützler bei einem Event des Welser Backwarenerzeugers Resch&Frisch. Besonders die Lebensmittelunverträglichkeiten verleiden den Österreichern die Lust darauf. Resch&Frisch hat seit

fünf Jahren untersucht, den Betroffenen weizenfreie, laktosefreie und glutenfreie Produkte zu bieten. Auch auf Eiweißbrot und -weckerl wurde das Augenmerk verstärkt gelegt. Bei einer vom Unternehmen beauftragten Umfrage haben nämlich 80% angegeben, sie würden sich ein spezielles Brot wünschen. „Wir Nahrungsmittelproduzenten sollten wieder enger mit den Apotheken zusammenarbeiten“, sagte Eigentümer und Geschäftsführer von Resch&Frisch, Josef Resch. Mit der Initiative „ErnährungsPlus“ will das oberösterreichische Unternehmen den Kunden nicht nur eine größere Produktpalette, sondern auch mehr Hintergrundinformationen über die Inhaltsstoffe bieten.  (no)

Resch&Frisch-Eigentümer Josef Resch: „Enger mit Apotheken zusammenarbeiten“.

Valentinstag Global 2000 kritisiert Pestizidverseuchung

Fette/Öle Umbau der Raffinerie und neue Hightechanlage

Wien. Keine gute Nachricht zum Valentinstag: Wer gestern Rosen geschenkt bekommen hat, hat gute Chancen, einen „Giftstrauß“ in Händen zu halten. Global 2000 hat im Vorfeld des „Tags der Liebenden“ mehr als 300 Schnittblumen aus verschiedenen Supermärkten auf Pestizidrückstände untersucht. Ergebnis: Ausgerechnet in Rosen, dem klassischen Valentinstag-Geschenk schlechthin, wurden bis zu 31 Pestizide nachgewiesen, wobei der Wert bis zum Hundertfachen über der in Obst und Gemüse üblichen Konzentrationen lag. Die untersuchten Rosen stammten allesamt aus Afrika. Unter den Sträußen wiesen einige das Fairtrade-Siegel auf, wobei diese im Bezug auf die Pestizid-Belastung nur unwesentlich besser abschnitten als konventionelle Rosen – für Global 2000 ein „erschreckendes“ Resultat, wie der Pestizid-Experte Helmut Burtscher darlegte: „Es ist das Gebot der Stunde, chemischsynthetische Pflanzenschutzmittel durch alternative Maßnahmen zu ersetzen. Der Handel ist gefordert, entsprechende Rahmenbedingungen und Anreize zu schaffen.“

Wels. Der oberösterreichische Spezialist für Fette und Öle, die Vereinigte Fettwarenindustrie (VFI), investiert in einen noch höheren Standard bei seiner Produktherstellung. Am Standort in Wels hat das Unternehmen ein unterirdisches Hightech-Tanklagersystem für Speiseöle errichtet. Damit will man in diesem stark umkämpften Markt mit einer entschiedenen Innovationsstrategie und neuen Produkten reüssieren. Nach dem Umbau der Raffinerie zu einer hochspezialisierten Anlage, die strenge Anforderungen, etwa der Babynahrungsindustrie erfüllt, wurde nun ein unterirdisches Tanklager zur Lagerung der Öl- und Fettspezialitäten geschaffen. Insgesamt 48 Tanks mit einer Gesamtkapazität von 2.000 t und ein ausgeklügeltes System von Leitungen und Pumpen zur elektronischen Ansteuerung der Tanks entstanden unter dem weitum sichtbaren neuen Verwaltungsgebäude. Über 7 Mio. € wurden in Summe in die Hand genommen. „Wir freuen uns, dass wir diese Investition in einem wirklich überschaubaren

„Giftrosen“: Appell an den Handel Die enorme Nachfrage nach Rosen in Europa bedingt in den Erzeugerländern Massenproduktion in Monokulturen. Diese sind anfällig für Schädlinge, die in den Plantagen zumeist mit Pestiziden bekämpft werden. Viele der gefundenen Pestizid-Wirkstoffe stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Andere gelten als erbgutverändernd, fruchtschädigend oder hormonell wirksam, zudem können sie haut-, augen- oder atemreizend wirken.

Global 2000 fand bis zu 31 Pestizide in Blumen aus heimischen Supermärkten.

VFI: 7 Mio. € für Spezialtanklager

Zeitrahmen durchführen konnten. Es ist uns gelungen, ein Projekt zu verwirklichen, das für die Zukunft der VFI entscheidend ist und uns neue Möglichkeiten im Ausbau unseres Exportsgeschäfts eröffnet“, sagt Florian Rauch, zuständiger Geschäftsführer und Gesellschafter bei VFI. Ihm zufolge gibt es derzeit in ganz Mitteleuropa kein Unternehmen, das die technischen Möglichkeiten hat, die mit dieser Investition geschaffen wurde.

© VFI

Northfield. Der Umsatz der Kraft-Nachfolgefirma Mondelez International schrumpfte im Schlussquartal um 2% auf umgerechnet 7,05 Mrd. €. Der Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36%.

Resch&Frisch sucht nach neuen Wegen

© Resch & Frisch

Mondelez mit Minus bei Umsatz und Gewinn

Studie Brotkonsum hat sich seit den 60ern halbiert, Resch&Frisch setzt dem Trend eine Infokampagne entgegen

© EPA

Bern. Die Schweizer Süßwarenindustrie hat 2012 im eigenen Land weniger abgesetzt. Weil gleichzeitig mehr Bonbons und andere Zuckerwaren exportiert werden konnten, stieg der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr trotzdem um 3% auf umgerechnet 262,8 Mio. €. Dies, obwohl der Gesamtabsatz um 0,8% auf 31.475 t Bonbons, Kaugummis, Dragees und andere Zuckerwaren sank, wie der Schweizer Verband Biscosuisse mitteilt. Rückläufig entwickelte sich der Absatz von Geleeund Gummibonbons (- 12,8%), während zuckerfreie Artikel zulegten (+ 7%).

VFI-Geschäftsführer Florian Rauch: „Neue Möglichkeiten im Export.“


bio & wellness

Freitag, 15. Februar 2013

medianet retail – 17

Balsam für Magen und Seele: Schoko-News im Frühlingsoutfit Product News Osterspezialitäten von Lindt und Sprüngli und Ritter Sport Kokos wird „Sorte des Jahres 2013“.

© Lindt & Sprüngli

Edelschokoladefabrikant Lindt präsentiert seine Osterspezialitäten – etwa die bekannten Goldhasen in entzückenden Geschenkverpackungen. Der Hase kommt im Häuschen und im Täschchen besonders goldig daher, Zuwachs bekommt er von putzigen Hennen. Die GackerKategorie Launch tierchen in bunten Farbengewändern Produkt Lindt Goldhase im Haus, Goldhase im Täschchen, bringen den Frühling und die Sonne Hennen-Range, Henne, wie von selbst ins Zuhause – auch Geschenkpackung und in einer Geschenkpackung mit köst Lindt Zabaione und Eierlikör Tafel lichen Eiern gemischt. Im Tafelsortiment gibts Neues für Liebhaber Preis 4,99 €, 6,49 €, 1,49 €, 7,99 €, 2,19 € mit anspruchsvollen Füllungen: Lindt Zabaione und Lindt Eierlikör Vertrieb Lindt & Sprüngli Austria GesmbH sind nun auch im stylishen SlimDistribution LEH Format erhältlich. Kontakt Lindt, Tel.: 01/60182-805

Ritter Sport Sorte 2013

Mit allen Sinnen Waldenbuch. Wo ist die Kokosnuss, wo ist die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss geklaut? Alle Kokosfans werden bei der Schokolademarke Ritter Sport fündig. Denn in diesem Jahr komplettiert die „Sorte des Jahres“ Kokos die bunte Sortenvielfalt. Der Hersteller aus dem deutschen Waldenbuch sorgt 2013 für die Quadratur der Kokosnuss und alle Schokoliebhaber können sich auf die tropische Note im neuen Jahr freuen.

Schon den ? t h c a m e g k e h Ökotsc eitbild: Aus dem Janetschek-L

n Qualitätsanforderunge le al e di r, he e iss gn „Wir stellen Druckerzeu träglich wie chzeitig so umweltver ei gl d un n lle fü er en tsystem unserer Kund litäts- und Managemen ua Q n te üf pr ge m ne ei möglich sind. Mit litätsanspruch sicher.“ stellen wir diesen Qua

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© Ritter Sport

Der Schokohersteller Ritter Sport kürt die Kokosversion zur Sorte des Jahres.

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s h o p ta l k

18 – medianet retail

Freitag, 15. Februar 2013

Eröffnung Vulcanothek Averna & Ferrero Rocher am Opernball

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© Vulcano

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© Averna, Nadine Poncioni

1. Franz Habel, GF Vulcano, mit Tochter Katharina Habel, GF Wien, und Ehefrau Bettina Habel, Assistentin der GF Vulcano; 2. Gewinner der Schinkenverlosung, Oliver G., beim Schinkenbrennen; 3. Franz Habel mit Besitzerurkunde.

Eröffnung einer neuen Feinschmeckerlocation in Wien 2

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1. Eduard Kranebitter, Frédéric Rouzaud mit Frau, Hubertine Underberg-Ruder; 2. Johann Lafer mit Ferrero ­Ambassadors; 3. Auch Schokofan: Toni Polster; 4. Marjan Shaki in einer Callisti-Robe und Lukas Perman.

So manches Unternehmen war am Opernball präsent

Süßes & Perlendes

Gäste am Opernball: ­Stefan Ruzowitzky und seine Frau Birgit Sturm.

Genussvoll Francesco Averna, CEO Fratelli Averna S.p.A, ist ein leidenschaftlicher Anhänger der klassischen Musik: „Für mich ist der Opernball ein Beispiel interkultureller Lebensfreude. Daher ist es für meine Familie eine besondere Ehre, auch heuer wieder den Künstlern und deren Gästen eine rauschende Ballnacht zu wünschen. Salute!“ Diesem Aufruf folgten u.a. Künstler wie Cecilia Bartoli, Lawrence Brownlee, Stefan Ruzowitzky, Harald Serafin und vom Vertriebspartner Top Spirit Eduard Kranebitter (Vorstandsvorsitzender Schlumberger AG) mit seiner Frau Bettina, Hubertine Underberg-Ruder (Verwaltungsratspräsidentin Underberg AG) und Florian Czink (Marketingleiter Vertriebsmarken bei Schlumberger). Ferrero Rocher versüßte bereits den Empfang, war während des Abends stets präsent und schließlich auch Teil der Damenspende für den Nachhauseweg. Beim Genießen der Ferrero Rocher-Kugeln beobachten konnte man daher viele Promis, u.a. Johann Lafer, Gitta Saxx, Melanie Scheriau, Carmen Kreuzer, Yvonne Rueff, Marjan Shaki, Lukas Perman, Harald Glööckler. (red) Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

die finstere brille

Lasagne, schenk mir ein Pferdchen! © Juwelier Heldwein

© McDonald‘s Österreich

Persönlich Im ersten „Wiener Vulcano Schinkenhimmel“, dem Reiferaum für Schinken im Palais Ferstel, können Gäste bei erworbenen Schinken den persönlichen Namen einbrennen und sie weiter in der Vulcanothek reifen lassen – für Feinschmecker auch eine außergewöhnliche Geschenkidee, die man allerdings zumindest 15 Monate im Voraus planen muss (bis zu 27 Monate Reifezeit sind sogar möglich). „Ein erstklassiges Markenprodukt aus einer der traditionsreichsten Regionen Europas, hergestellt mit liebevoller Sorgfalt, echtem handwerklichem Können und viel Fingerspitzengefühl“, erklärt Vulcano-Geschäftsführer Franz Habel den landesweiten Erfolg und die vielen Auszeichnungen seiner Produkte. Und weiter: „Die positive erste Bilanz zeigt uns, dass dieser Standort auf jeden Fall die richtige Wahl war. Mit dem ersten ‚Wiener Vulcano Schinkenhimmel‘ kön„Kulinaria und Vinum“ 2013. nen wir unseren Gästen nun Ort: Flughafen Dresden. überhaupt eine Dienstleistung Zeit: 1.–3. März; u.a. mit bieten, die es so in Österreich ­Showküche & fachlichem noch nicht gibt.“ Und das mit ­Austausch. Mehr auf: Familie: Tochter Katharina www.dresdner-kulinaria.de Habel ist Geschäftsführerin der Vulcanothek. (red)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Andreas Schmidlechner wird mit 1. März 2013 Managing Director von McDonald‘s Österreich. Er war bisher bereits Mitglied der Geschäftsführung und seit 2006 für den Bereich Marketing & Communications zuständig. Schmidlechner folgt Andreas Schwerla nach, der sich nach 28 Jahren im McDonald‘s System und fünf Jahren als Managing Director von McDonald‘s Österreich selbstständig macht. Schmidlechner: „Gemeinsam mit einem sehr guten Team und in Zusammenarbeit mit unseren Franchisepartnern werden wir den Erfolg von McDonald’s in Österreich auch in Zukunft mit vollem Engagement fortsetzen.“

Fastenzeit startet mit Schinkenhimmel

Vergesslich Für alle jene, die den Valentinstag vergessen haben und gerade deswegen noch das Besondere schenken wollen, gibt es das romantische „I Love You“-Silberarmband von Dodo. Dabei handelt es sich nicht um ein einfaches Schmuckstück; es ist vielmehr vergleichbar mit einer kleinen Geschichte, in der sich der Geist und die Zärtlichkeit von Dodo widerspiegeln. Das flexible Silberarmband mit Karabinerverschluss erzählt die Geschichte eines Paares mittels zweier Anhänger: Es ist das bekannte Liebespärchen Dodo und Lady Dodo, die sich einen Eskimokuss geben, zu denen sich ein bauchiges Herzchen und zwei Buchstaben gesellen: Preis: 350 € bei Juwelier Heldwein in Wien.

25.099

Christian Novacek

D

er Pferdefleischskandal zieht Kreise. Indirekt könnte er bereits einen Hinweis liefern, warum mir der Doppel-Whopper vom Pferd beim Burger King besser schmeckt als der Big Mac vom Rind bei McDonald‘s. Wiewohl: Da kann viel Fantasie mit an Bord sein. Denn bis dato ist zwar Deutschland, aber meines Wissens nicht Österreich betroffen. Einschränkung: „In Österreich gibt‘s so was nicht, weil hier im Land ist die Quality top!“ ... Diese Pose kam bislang nicht. Was halt auch wieder verdächtig ist. Sei‘s drum: So richtig zum Speiben ist der Pferdefleischskandal eh nicht. Eigentlich ist er mehr Deklarations- als Futterskandal: Es sollte drin sein, was drauf steht. Aber dass Convenience-Produkte nicht nur erlesene Heile Welt-Bio-Qualität enthalten, wissen nicht nur Eingeweihte. In dem Belang gilt für mich: Lieber esse ich Faschiertes vom Ross als Chemiepaste mit Aromen. Selbst bezüglich Deklaration regt mich ein E 202-Gekrakel mehr auf; E 202 steht für „Sorbitsäure“. Und Sorbit ist genau jener Stoff, der selbst meine wildesten allergischen Schübe nochmals beflügelt. Und dass das Herumkutschieren von Pferdefleisch durch Europa ohne Transportsteuer viel zu billig ist, wär halt auch noch ein Thema. c.novacek@medianet.at

Di e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Wer den Honig liebt Im Jahr 2012 gab es in Österreich 25.099 Imker, die insgesamt 376.485 Bienenvölker züchteten.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 15. Februar 2013 – 19

© DNB

Wachstum am Subkontinent ist nachhaltiger, so DNB Asset Management  Seite 21

6. Februar 2013–13. Februar 2013

2437,74

Wochentop Wochenflop

Neuer Flex React Fonds von Pioneer verbindet Konsumgüter-Aktien, Anleihen  Seite 22

victor prüfstein für die banken

Städtische-Chef setzt auf Frauen und Pension

ATX

ATX (13.2.)

neuer Konsumgüter-fonds

© Foto-Video-Weiss

loblied auf indien-fonds

© PIA/R. Herbst

financenet 2,40%

Palfinger 4,69% Kapsch -5,48%

Top 5 ATX Prime Palfinger Century Casinos Verbund Amag Zumtobel

4,69% 4,65% 4,59% 4,20% 3,17%

Flop 5 ATX Prime Kapsch TrafficCom Do&Co voestalpine AT&S Semperit AG Holding

-5,48% -2,36% -2,11% -1,40% -0,80%

DAX 6. Februar 2013–13. Februar 2013

7711,89

Heidelb. 9,26% Telekom -2,14%

Top 5 DAX HeidelbergCement E.On Daimler Lanxess Lufthansa

9,26% 6,05% 5,09% 4,89% 4,27%

Flop 5 DAX Deutsche Telekom Infineon Deutsche Bank Muenchener Rück Deutsche Post

-2,14% -1,44% -1,21% -1,10% 0,09%

Private Pensions- und Pflegevorsorge Altersvorsorge ist in Österreich heute viel mehr als früher ein Thema für weibliche Kunden, sagt Wiener Städtische-Chef Robert Lasshofer. Auch die betriebliche Kollektivversicherung hat sich die VIGTochter Städtische heuer als Arbeitsschwerpunkt vorgenommen.  Seite 20 Versicherungskonzern Schweizer verdienen 3% mehr

inhalt

Zürich trotzt Sandy, Deutschland

Capital:Markets > EU-Kommission schickt Finanzsteuer an den Start 20

Insurance:Watch > „Leben“-Riese FinanceLife mit neuen Chefs 24

© Zurich Insurance Group

Fonds:Park > Hermann Pfeifer ist der neue ETF-Chef bei Lyxor 21 > Volumen in Österreichs Investmentfonds legt zu 22 Banking > Skrill hat Übernahme von paysafecard finalisiert 23 > card complete und AirPlus verlängern ihren Pakt 23

Rückgänge im Jänner Wegen Schneechaos in Europa

Die Zürich-Gruppe hat beim Ertrag die Analystenerwartungen übertroffen.

Zürich. Der Versicherungskonzern Zurich Financial Services mit HQ in der Schweiz hat 2012 trotz hoher Schadenzahlungen für den Hurrikan „Sandy” und Wertberichtigungen in Deutschland besser verdient. Der Reingewinn stieg um drei Prozent auf 3,88 Mrd. USD (2,88 Mrd. €) und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende erhalten. Zurich will an seiner Strategie festhalten, das Geschäft in Wachstumsmärkten auszudehnen und zuverlässige Leistungen in gesättigten Märkten zu erbringen, erklärte Konzernchef Martin Senn. (APA)

Flughafen: Eingeschneite Zahlen

© APA/Robert Jäger

Wochentop Wochenflop

1,72%

© Petra Spiola

DAX (13.2.)

Flughafen Wien: Rückgänge von 1,7% bei Passagieren und 6,4% bei Fracht.

Wien. Der Flughafen Wien hat im Jänner weniger Passagiere und Fracht befördert. Die Zahl der Fluggäste verringerte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7% auf 1.374.156 Personen, das Cargo-aufkommen um 6,4% auf 17.953 t. Der Grund waren die heftigen Schneefälle am 17. Jänner und die europaweiten Einschränkungen im Luftverkehr durch die winterlichen Witterungsbedingungen. Die Zahl der Flugbewegungen sank um 5,2% auf 17.137. Bei Transferpassagieren verbuchte der Flughafen ein Minus von 2,4% auf 456.868, bei den Lokalpassagieren von 1,1% auf 915.790 Personen. (red/ag)


F o nds: par k

20 – financenet

Freitag, 15. Februar 2013

financenet@medianet.at

Wiener Städtische Schwerpunkte 2013 private Pensions- und Pflegevorsorge und betriebliche Kollektivversicherung

kolumne

„Frauen großes Anliegen“

Augenzeugen der Stunde null

Städtische-Chef Lasshofer: Zentrale Themen sind Kapitalmärkte-Entwicklung und Naturkatastrophen. reinhard Krémer

Wien. Das abgelaufene Geschäftsjahr war von Herausforderungen geprägt, sagt Robert Lasshofer, Generaldirektor der Wiener Städtischen Versicherung: „Das schwierige Konjunkturumfeld mit einem stagnierenden Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts hatte für die Versicherungsbranche und somit auch für uns starke Auswirkungen. Die Zurückhaltung der Menschen ist vor allem bei der Zukunftsvorsorge deutlich zu spüren.“ 2012 war außerdem ein sehr schadenintensives, so Lasshofer: „Allein letztes Jahr wurden in unserem Unternehmen rund 40.000 Naturkatastrophen-Schadenfälle registriert. Über 60 Mio. Euro wurden an die Kunden ausbezahlt.“

gerald stefan

W

Frauen mögen Vorsorge Die Städtische ist jedenfalls gut in das heurige Jahr gestartet, durchaus optimistisch und top

100%-Deal Deutschland

voestalpine kauft Eifeler

Sachversicherungsbereich: „Aus den vergangenen Jahren können wir hier einen positiven Trend erkennen und das vorhandene Potenzial versuchen wir daher bestmöglich auszunutzen“, so Lasshofer. Beim Thema ‚Veranlagung‘ will man der bewährten Linie treu bleiben: „Wir tragen die Verantwortung für das Geld unser Kunden, das wir konservativ, vorsichtig und damit auch sicher veranlagen.“ Im Kfz-Bereich führt die Wiener Städtische aktuell eine Produkt­ analyse und Neugestaltung durch, die mit Ende März abgeschlossen sein wird: „Die bewährte und erfolgreiche Kfz-Produktlinie wird jedoch beibehalten. Weitere Produktinnovationen, z.B. im Bereich Berufsunfähigkeit, folgen im Laufe des ersten Halbjahres 2013”, erläutert Lasshofer.

Sachsparte positiv Der zweite Schwerpunkt liege bei der betrieblichen Kollektivversicherung (BKV): „Seit 1. Jänner 2013 gibt es die Möglichkeit für einen Wechsel von der Pensionskasse in eine betriebliche Kollektivversicherung. Viele Firmen setzen sich bereits mit den Umstiegsvarianten auseinander. Die Nachfrage nach Garantieprodukten steigt aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise stetig und ist zusätzlich ein ideales Tool zur Mitarbeitermotivation“, meint der Generaldirektor der Wiener Städtischen. Einen weiterer Themenschwerpunkt liegt auch heuer auf dem

Zukunftsvorsorge gefördert

Robert Lasshofer, Wiener Städtische: “Zurückhaltung der Menschen vor allem bei der Zukunftsvorsorge zu spüren.”

Bei der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge hat die Städtische im Vorjahr im Rahmen einer Vorsorge-Förderinitiative die Prämienzahlungen um 3,5 Prozent erhöht: „Somit erreichte die gesamte Förderung mit 7,75 Prozent fast das Niveau vor der gesetzlichen Neuregelung; dies hat für Neu- und Bestandskunden gleichermaßen gegolten und fand einen großen Zuspruch.” Eine Gesetzesnovelle hat die rechtliche Basis für die Regelung von elektronischer Korrespondenz für die Versicherungswirtschaft geschaffen. Seit Anfang Jänner 2013 stellt das Unternehmen allen Kinden ihre Post – wie Polizzen, Versicherungsbedingungen, Gewinnbescheinigungen, Schadeninformationen – auf Wunsch elektronisch in ihrer kostenlosen persönlichen e-box zur Verfügung, sofern nicht rechtliche oder technische Gründe dagegen sprechen. Daten zur Inanspruchnahme und Ausnützung liegen aber noch nicht vor.

EU-Kommission konkretisiert Pläne Einnahmen von rund 34 Milliarden Euro pro Jahr

Absatz Weltweit verbessert

Coca-Cola mit 4% Umsatzplus

EU lässt die Finanzsteuer rollen erhoben. Produkte für Kleinanleger wie Hypotheken, Kredite und Versicherungsbeiträge sind nicht betroffen.

Stark in Zentraleuropa Insbesondere Deutschland und Frankreich hatten sich für die Börsensteuer eingesetzt. Sie gehören zu den Ländern, die nun voranschreiten. Den übrigen EU-

© EPA

Ein Beschichtungsprofi

Kommission will Wertpapiergeschäfte mit 0,1% besteuern, Derivate mit 0,01%.

Staaten steht es frei, sich später anzuschließen. Eine europäische Lösung war am Widerstand der Briten und Schweden gescheitert. Die Finanzsteuer soll nach den Plänen bereits im Jänner 2014 in Kraft treten. In Österreich werden die Pläne begrüßt.

Atlanta. Der US-Getränkekonzern Coca-Cola hat dank der Zuwächse in Nordamerika und den Schwellenländern im vierten Quartal 2012 zugelegt. Der Überschuss erhöhte sich um 13 Prozent auf 1,87 Mrd. USD (1,4 Mrd. €). Der Umsatz verbesserte sich um vier Prozent auf 11,5 Mrd. USD. Gefragt waren die Produkte weltweit, bloß in Europa gab es Rückgänge. (APA)

Furcht vor Abwanderung Die Abgabe soll grundsätzlich alle Finanzgeschäfte umfassen. Banken, Versicherungen und Investmentfonds müssten sie zahlen und sich damit an den Kosten der Krise beteiligen. Geschäfte mit Aktien und Anleihen sollen demnach mit 0,1 Prozent und solche mit spekulativen Finanzprodukten (etwa Derivate) mit 0,01 Prozent besteuert werden; dies hatte die EU-Kommission 2011 in ihrem ers-ten Entwurf für alle 27 EU-Länder vorgeschlagen. Die EU-Kommission weist darauf hin, dass sie die Verursacher der Finanzkrise zur Kasse bitten will. Kritiker warnen freilich bereits davor, dass Finanzgeschäfte in Länder ohne Steuer abwandern.  (red/APA)

© EPA

Brüssel. Nach jahrelanger Diskussion wollen elf EU-Länder ab 2014 eine europäische Finanzsteuer einführen. Diese würde jährlich geschätzte 34 Mrd. € Einnahmen bringen. Das geht aus einem überarbeiteten Gesetzesentwurf hervor, den die EU-Kommission vorgestellt hat. Die Abgabe würde wie eine Mehrwertsteuer auf Wertpapiergeschäfte zwischen Finanzinstituten

Linz. Der börsennotierte Linzer Stahlkonzern voestalpine übernimmt das deutsche Beschichtungsunternehmen Eifeler. Das Unternehmen voestalpine Edelstahl beabsichtige, im Wege eines Share-Deals sämtliche Geschäftsanteile an zehn Tochtergesellschaften der Eifeler Holding GmbH & Co. KG zu erwerben, teilte die Bundeswettbewerbsbehörde am Mittwoch in einer Aussendung mit.

Eifeler erzielte zuletzt nach eigenen Angaben mit über 600 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von über 75 Mio. €. Das Unternehmen zählt sich zu den weltweit führenden Unternehmen am Beschichtungsmarkt. Eifeler ist im Bereich Oberflächenbehandlung von Metallen und Werkzeugen tätig. Der Kauf des Beschichtungsunternehmens erweitere die Wertschöpfungskette, so voestalpine-Sprecher Peter Felsbach. (APA)

Daher ist die private Vorsorge auch heuer einer der Schwerpunkte: „Speziell Frauen, im privaten wie unternehmerischen Bereich, sind uns ein großes Anliegen; die Unisex-Richtlinie hat einige Vorteile für Frauen in vielen Produktbereichen gebracht.“

© Petra Spiola

ir Europäer von heute können später einmal sagen, wir sind dabei gewesen – sozusagen als Augenzeugen der Stunde null. Was wir erlebt haben? Das Jahr 2012 und damit die Geburtsstunde der politischen Einheit Europas. Oder auch den Anfang vom Ende der Europäischen Union! Eines sei jedenfalls sicher: So wie früher wird die EU nie wieder, meinte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der deutschen Dekbank, bei einem Wien-Besuch in der vergangenen Woche. Dafür haben die von den EU-Staaten getroffenen Maßnahmen in der Schuldenkrise nämlich gesorgt. Seine Überlegung: Der erste Baustein für ein gemeinsames, politisch vereinigtes Europa sei die Gründung der Bankenunion gewesen. Der nächste Schritt werde die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Südeuropas sein (müssen). Und dann werde das große Thema ‚Umverteilung‘ in dem alternden alten Kontinent folgen. Wobei Kater beileibe nicht davon ausgeht, dass die ökonomischen Unterschiede zwischen dem reichen Norden und dem armen Süden von heute auf morgen verschwinden werden. Was die Verschuldung betrifft, so sind derzeit vor allem die Sparer in der Zwickmühle: Die Zinsen bleiben bis auf Weiteres unter der Inflationsrate, Sparen kostet also real Geld. Hier sehen die Experten Chancen für Aktien.

motiviert, meint Lasshofer: „Unter anderem haben wir uns folgende Themenschwerpunkte gesetzt: Die private Pensions- und Pflegevorsorge liegt uns sehr am Herzen. Die demo- und soziografischen Daten belegen: Wir werden immer älter, sind länger in Pension und benötigen unter Umständen auch Hilfe bzw. Unterstützung im Alter.“ Durch den Wandel der Zeit habe hat sich auch die Finanzthematik und damit auch die private Vorsorge geändert: „Früher war dies eine klare ‚Männerdomäne‘, doch zuletzt ist es auch für Frauen ein zentrales Thema.“ Frauen tragen somit zu mehr Flexibilität und Unabhängigkeit auch in der Pension bei, ist Lasshofer überzeugt: „Wichtig ist vor allem – und ich kann es nicht oft genug wiederholen –, so früh wie möglich zu beginnen. Nur so kann ein zweites Standbein aufgebaut werden, um das Leben in der Pension auch planbarer zu machen. Dazu bedarf es keiner großen Mittel.“

Die Coca-Cola Company, ein BörseSchwergewicht, punktet auch in Asien.


f o n d s : pa r k

Freitag, 15. Februar 2013

financenet – 21

financenet@medianet.at

Emerging Markets Norwegische DNB Asset Management propagiert Indien-Fonds – „Indiens Demokratie der Börsen-Hausse nicht abträglich“

„Das Wachstum ist nachhaltiger“ Thomas Müller

Wien. Indien hat in vergangenen beiden Jahren etwas an Reiz für Investoren verloren. Hohe Inflation und hohe Zinsen waren die Sorgenkinder am Finanzmarkt, hinzukamen Korruptionsskandale in der Privatwirtschaft. Währenddessen glänzte die Regierung lange Zeit durch Untätigkeit. Doch in den letzten Monaten kam wieder Bewegung in den Subkontinent, war beim dritten „Vienna Round Table“ der norwegischen DNB Asset Management zu hören. Portfoliomanager Parameshwara Krishnan aus Chennai (früher Madras) gab Investoren und Medienvertretern einen Überblick über aktuelle Trends in Wirtschaft und Politik in seiner Heimat Indien. „Im ersten Teil werde ich Ihnen erklären, warum man in Indien nicht investieren sollte, und im zweiten Teil warum man gerade in Indien investieren sollte“, kündigte der Fondsmanager an.

trags. Krishnan verwies auf die „Dependency Ratio”, das demografische Verhältnis zwischen der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und jener außerhalb: „In den Industriestaaten und China wird sich dieses Verhältnis immer mehr über 50% bewegen, die Bevölkerung altert. In Indien werden selbst in 40 Jahren leicht weniger als 50% nicht erwerbsfähig sein.“ Und diese junge Bevölkerung ändert ihre Konsumgewohnheiten schneller als je zuvor: „Ein Paar der Mittelschicht in der Stadt verdient gemeinsam ca. 1.800 Euro im Monat, davon können sie 600 Euro für Konsum, Freizeit oder

„Die indische Regierung hat in den letzten 90 Tagen mehr Beschlüsse gefasst, als in den Jahren davor.“ Parameshwara Krishnan DNB Asset management

Unterhaltung ausgeben“, rechnet Krishnan vor. „Zu meiner Zeit hätte man das noch gespart, heute gibt man es aus, so einfach ist das. Zu Zeiten meines Vaters war dieses Geld gar nicht vorhanden.“ Der Kritik, dass Indiens zeitweise träge Demokratie einen Nachteil gegenüber China bedeute, kann der Fondsmanager nicht zustimmen: „Die indische Wachtumsgeschichte ist eine nachhaltigere und steht auf einer breiteren Basis. Das haben nicht zwölf Leute in einem Parteibüro beschlossen. Und die Demokratie hat Indiens Aktienmarkt jedenfalls nicht gehindert, besser zu performen als jener Chinas.“

© DNB Asset Management

Fondsmanager Krishnan sieht nicht nur wegen Indiens junger Bevölkerung langfristige Chancen.

Fondsmanager Krishnan sieht bereits für 2013 einen BIP-Zuwachs von über 6%.

Junge Bevölkerung als Asset Wenig verlockend scheint tatsächlich die Ausgangslage zu sein: Das Wirtschaftswachstum blieb mit unter 6% hinter dem langjährigen Trend zurück, das Volumen der Neuinvestitionen reduzierte sich fast um die Hälfte und das rohstoffarme Land musste mehr als 10% des BIP für den Import von Rohöl (8,4%) und Gold (3,3%) ausgeben. Positive Überraschungen gab es hingegen vonseiten der Regierung, meint der Experte: „Die Regierung hat in den letzten 90 Tagen mehr Entscheidungen gefasst als in den Jahren davor. Es ist auch nicht zu erwarten, dass vorzeitig gewählt wird, d.h. nicht vor 2014.“ Für 2013 prognostiziert er ein Wachstum über 6%; gelingt das nicht, drohe der Regierung ein Debakel bei der nächsten Wahl. Viel langfristiger war da die Perspektive im zweiten Teil des Vor-

Sabine freut sich spontan. Am meisten über die vielen tollen Extras, die bei Hyundai ”all inklusive” sind.

Andrea freut sich über ihren Hyundai i20. Sie: Die Beste der Klasse. Er: Der Günstigste der Klasse.

Hyundai Fahrer haben’s besser!

Markus freut sich über seine clevere Entscheidung: ”Luxus & Design” kann sich jeder leisten!

Gerhard freut sich über die günstige Gelegenheit! Er fährt jetzt mit seinem neuen UpGrade Modell noch komfortabler!

Lyxor Auch für Österreich

Neuer ETF-Chef

Wien. Der französische Anbieter von Exchange Traded Funds (ETF), Lyxor Asset Management, hat für Lyxor ETF Germany, Austria & Eastern Europe einen neuen Head bestellt: Hermann Pfeifer soll in seiner Position die Geschäftsentwicklung in Deutschland, Österreich und Osteuropa weiter vorantreiben. Er begann seine Karriere 1998 im Aktienbereich und arbeitete dann bei BNP Paribas, der Deutschen Bank, bei db X-trackers und der Société Générale. (red)

Alex freut sich übermäßig: Er kann sich für innovative Technologien und stylisches Design begeistern! Sein neues Auto: Hyundai i30 Coupé!

Leo freut sich mit seiner Frau zum zweiten Mal auf Familien-Zuwachs! Dafür macht Hyundai im Leben Platz.

Wer sich jetzt für einen Hyundai entscheidet, hat gut lachen. Innovative Ideen, hochwertige Verarbeitung, mehr Komfort und Ausstattung erwarten Sie in der gesamten Modellpalette. Die Erfolgswagen i20, i30 und den ix35 sichern Sie sich jetzt in den ”Life” und ”Europe” Versionen mit Komplett-Ausstattung zum sensationell günstigen Preis. Und wenn Sie Lust auf mehr haben, entscheiden Sie sich für die attraktiven ”UpGrade“-Pakete. Damit gönnen Sie sich den Luxus zusätzlicher Ausstattung und sparen noch zusätzlich! Paul freut sich, weil er jetzt Freunde und Familie begeistern kann: KomplettAusstattung gab‘s noch nie so preiswert!

© Lyxor ETF

Iris freut sich 5 Jahre lang! Und zwar über die Hyundai 3-fach Garantie OHNE KILOMETERBESCHRÄNKUNG!

Hermann Pfeifer soll die Geschäftsentwicklung auch in CEE vorantreiben. 62425_HYUN_HFhb_216x288_ICv2.indd 1

Ingrid freut sich von Herzen. Über den sympathischen Hyundai-Partner. Wie sie sagt: ”Ganz in meiner Nähe!”

Viele interessante Antworten finden Sie auf www.hyundai.at und bei Ihrem Hyundai-Partner!

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F o n d s : pa r k

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Freitag, 15. Februar 2013

financenet@medianet.at

Pioneer Investments Neuer Mischfonds investiert gestreut in defensive und zyklische Aktien des Bereichs Konsumgüter sowie in Euro-Anleihen

Flexibel gemanagter Mischfonds

© Pioneer Investments Austria/RobertHerbst

Zeichnungsfrist läuft bis zum 27.3.2013; dynamisches Allokationsmodell steuert Aktien- und Anleihenquote; Laufzeit bis 2021.

PIA-Chef Kretschmer: „Für jene, die Aktienchance plus Bondanteil haben wollen“.

Wien. Produkte aus dem Bereich Konsumgüter begleiten und beeinflussen unser aller Leben Tag für Tag, von Lebensmitteln über Bekleidung, Körperpflege, Sportartikel, Haushalt bis zu elektronischen Geräten, Autos und vielem mehr. „Grundsätzlich ergeben sich für Konsumgüteraktien durch den permanenten Anstieg der Weltbevölkerung gute Chancen, weil die Nachfrage nach Konsumgütern steigt“, sagt Werner Kretschmer, CEO von Pioneer Investments Austria (PIA). Besondere Dynamik komme dabei derzeit aus den Wachstumsmärkten („Emerging Markets“), vor allem durch die Entstehung einer breiten Mittelschicht in diesen Märkten. „Davon können auch global aufgestellte Unternehmen der Industrieländer in hohem Ausmaß profitieren“, so Kretschmer. Innerhalb der Konsumgüter kann grob unterscheiden werden zwi-

schen defensiven Konsumgütern (Basiskonsumgüter) und zyklischen Konsumgütern (Nicht-Basiskonsumgüter). Der neue PIA Flex React 3/2021 verbinde auf flexible Art die Investition in Aktien aus den Bereichen defensive und zyklische Konsumgüter mit der Veranlagung in Euro-Anleihen.

Bis 50% Aktienanteil Unter den Basiskonsumgütern peilt das Fondsmanagement Nahrungsmittel-, Getränke- sowie Haushaltsartikel-Hersteller an. Des Weiteren finden sich zyklische Titel aus dem Bereich Auto, Bekleidung, Medien und ganz allgemein Luxusgüter. Der Aktienteil im PIA Flex React 3/2021 kann sich, abhängig von der Marktsituation, zwischen Null und 50% des Fondsvermögens bewegen. Die Veranlagung erfolgt über Aktienfonds und/oder direkt in Aktien.

Die Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen wird auf Basis eines dynamischen Allokationsmodells entsprechend der Marktsituation flexibel gesteuert. Auf der Anleihenseite wird in Euro-Anleihen guter Bonität investiert (AAA bis A-). Dabei wird in besicherten oder unbesicherten Bankanleihen, Unternehmensanleihen, Pfandbriefen, Kommunalbriefen, staatsgarantierten Anleihen oder Staatsanleihen oder anderen Schuldtiteln veranlagt, auch hier erfolgt die Veranlagung über Anleihenfonds und/oder direkt in Anleihen. Erklärtes Ziel des Fondsmanagements ist das Erreichen einer „attraktiven Rendite”. Zumindest soll aber – auch bei ungünstiger Entwicklung der Märkte – das ursprünglich eingesetzte Kapital zum Laufzeitende (März 2021) erhalten bleiben; es gibt darauf keinen Garantieanspruch. (lk)

Austro-Fonds Die heimische Investmentfondsbranche verzeichnet seit Jahresbeginn starke Zuwächse beim Volumen

short

Wien. Mit knapp mehr als einer Mrd. € verzeichnete der österreichische Fondsmarkt im Jänner die höchsten Nettomittelzuflüsse seit Dezember 2010. Dies geht aus den Statistiken der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) hervor. VÖIG-Präsident Heinz Bednar führt gegenüber dem Branchendienst ‚fondsprofessionell.at‘ die erfreulichen Zuwächse vor allem auf den „Zinsnotstand“ zurück – also auf das historisch niedrige Zinsniveau am Geldmarkt. Der seit Herbst des Vorjahres spürbare Rückenwind habe die Fondsbranche auch im Jänner vorangetrieben. Ausschlaggebend sei aber auch die „ausgezeichnete“ Performance der letzten Monate gewesen. 2012

London. Die britische Finanzmarktaufsicht FSA hat der Schweizer Großbank UBS eine Geldstrafe von 9,45 Mio. £ (ca. 11 Mio. €) auferlegt. Beim Verkauf des AIG Enhanced Variable Rate Fund habe die Bank die Kunden unnötigen Risiken ausgesetzt, heißt es. Erst im Dezember war UBS zu einer Buße von 1,4 Mrd. CHF wegen ihrer Verwicklungen bei der Manipulation des Referenzzinssatzes Libor verurteilt worden. (ag)

ARC mit neuem Geschäftsführer

konnten Anleger mit Investmentfonds einen durchschnittlichen Ertrag von mehr als 10% erzielen. „Das haben nun auch die Privatanleger mit ihren Depotauszügen bestätigt bekommen, nicht wenige haben diese Gelegenheit genutzt, um neue Fondspositionen zu eröffnen oder bestehende Veranlagungsvolumina aufzustocken“, wird Bednar zitiert. Privatanleger kauften im Jänner Fondsanteile im Wert von 603 Mio. € – das entspreche dem höchsten Nettoabsatz seit Juni 2010. Mit Nettozuflüssen von mehr als 544 Mio. € schnitten Aktienfonds am besten ab, dahinter folgen Mischfonds (368 Mio. €) und Rentenfonds (184 Mio. €). Leichte Abflüsse verzeichneten Geldmarktfonds. (lk)

© Erste Asset Management

Kräftiges Lebenszeichen zu Jahresbeginn

Bußgeld für UBS bei Fonds-Verkauf

Bednar: „Gegenüber Ende Jänner 2012 Volumsplus per 31.1.2013 von 7,6 Prozent“.

2013 verspricht gutes Aktienjahr zu werden Laut chinesischer Astrologie steht ein besonnenes Jahr ins Haus

© ARC

China im Zeichen der Wasserschlange Wien/Peking. Nach dem chinesischen Mondkalender hat im Februar das Jahr der Schwarzen Wasserschlange begonnen. Der chinesischen Astrologie nach steht die Schlange für Charaktereigenschaften wie Intelligenz, Anmut, Flexibilität und die Vorliebe für die schönen Dinge des Lebens. Und wenn es um die Entscheidungsfindung geht, können Schlangen sehr analytisch vorgehen, weshalb sie in der Regel nicht

Wien. Florian Gröschl wurde zum Geschäftsführer der Absolute Return Consulting GmbH (ARC) bestellt. Er ist Magister der Wirtschaftswissenschaften und hat den Lehrgang zum Certified Portfolio Manger absolviert. Er hat 15 Jahre Erfahrung im Bereich Assetmanagment und Managerselektion und war bereits seit Dezember 2011 als Head of Productmanagement für die ARC tätig. Davor war Gröschl bei der LGT Bank (Österreich) AG und der Bawag PSK Invest GmbH als Portfolio- und Fondsmanager beschäftigt. Zu seinen Aufgaben gehörte das Management von Absolute Return Fonds und Mandaten sowie die Beratung ausgewählter Kunden. ARC ist Österreichs führender Consulter im Bereich Absolute Return und Introducingpartner renommierter Fondsgesellschaften.  (lk)

© EPA

Gröschl: neuer GF der auf Absolute Return spezialisierten GmbH.

unbedacht in Situationen hineingeraten. Wasserschlagen sagt man auch nach, dass sie wandlungsfähig sind – ebenso wie die chinesische Wirtschaft in der jüngeren Vergangenheit, zieht das Investmenthaus Barings eine Parallele. Das Verhalten des chinesischen Aktienmarkts sollte 2013 vielen Anlegern entgegenkommen, anders als die Unberechenbarkeit, die letztes Jahr unter dem starren

Laut Chinas Kalender schreiben wir nun das Jahr der Schwarzen Wasserschlange.

Blick des Drachens wahrgenommen wurde, so Agnes Deng, Head of Hongkong China Equity bei Baring Asset Management in Hongkong.

Goldene Regel jetzt befolgen Der IWF prognostiziert für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ein BIP-Wachstum von 8,2% in diesem Jahr und 8,5% im nächsten Jahr. „Bei vielen Investoren ist China durch das Gerede über einen Konjunkturabschwung, Korruption und das politische Risiko zwischenzeitlich in Ungnade gefallen“, sagt Matthew Vaight, Fondsmanager des M&G Global Emerging Markets Fund – zu Unrecht und die Unternehmensbewertungen seien dadurch wieder auf ein attraktives Maß gesunken. Und so deutet der Aktienmarkt derzeit auf ein durchschnittliches künftiges Unternehmenswachstum von 4% p.a. hin. „Mit Blick auf die ‚Goldene Regel‘ für erfolgreiche Investments – nämlich nur dann Vermögenswerte zu erwerben, wenn diese auch preiswert sind –,

ist der Zeitpunkt unserer Meinung nach jetzt günstig, um einmal einen genaueren Blick auf chinesische Aktien zu werfen.“ Der Fondsmanager rät Anlegern, sich nicht nur auf die allgemeine Stimmung zu verlassen: „Wächst die chinesische Wirtschaft, dann jubeln die Anleger; schrumpft die Konjunktur, geraten die Märkte tendenziell ins Wanken.“ Der Wandel der Unternehmenskultur – Stichwort Corporate Governance – verbessert die Anlagechancen zudem, wiewohl chinesische Unternehmen hier noch nicht den besten Ruf genießen. „Trotz der guten Bewertung des chinesischen Markts gilt: Anleger müssen die gut geführten Unternehmen herausfiltern, die sich auf Profitabilität konzentrieren und für ihre Aktionäre hohe Erträge erwirtschaften. Einige chinesische Firmen greifen diese Ansätze allmählich auf; dies sind Unternehmen mit wirklich attraktiven Anlagechancen“, so Vaight. Ein vielversprechender Trend dabei sei der Aufstieg chinesischer Firmen in der Wertschöpfungskette.  (lk)


ba n k i n g

Freitag, 15. Februar 2013

financenet – 23

financenet@medianet.at

emotion banking Geschäftsführer Rauscher: „Weiterentwicklung resultiert aus dem ehrlichen Blick in einen Spiegel – dieser Spiegel ist ,victor‘“

Ertragspotenziale mit victor heben Baden bei Wien. 2013 verspricht ein herausforderndes Jahr für Banken und Sparkassen zu werden. „Budgethochrechnungen verursachen aktuell starke Kopfschmerzen, da die inverse Zinsstruktur massiv Löcher auf der Ertragsseite aufreißt“, erklärt Christian Rauscher, Geschäftsführer der auf BankenMarketing spezialisierten Firma emotion banking. Banken stünden unter enormem Kostendruck und befänden sich auf der intensiven Suche nach neuen Ertragspotenzialen. Diese müssen im Spannungsfeld zwischen immer höheren Anforderungen regulatorischer Natur und den gleichzeitig immer stärker seitens der Kunden geforderten Parameter „Transparenz” und „Dynamik” geschöpft werden. „Es gilt, Kunden langfristig zu binden, Mitarbeiter und Führungskräfte zu loyalen Mitstreitern zu machen und dabei noch eben er-

tragreich zu wirtschaften”, sagt Rauscher. Klare Antworten zur Strategiefindung liefere das Managementinstrument victor, das mit seiner 360° Logik seit mehr als zehn Jahren die Sichtweisen von Mitarbeitern, Führungskräften und Kunden mittels Befragungen auf die relevanten Managementthemen Strategie, Führung, Mitarbeiter, Kunde und Unternehmenskultur transparent mache und auch eventuell auftretende Wahrnehmungsunterschiede identifiziere. Rauscher: „‚victor‘ liefert also klare Antworten, wo intern wie extern Ertragspotenziale zu heben sind und wie diese möglichst rasch und effizient umgesetzt werden können. Damit ist victor weit mehr als eine klassische Marktforschung; es ist vielmehr ein Instrument, das Banken und Sparkassen hilft, ihr Geschäftsmodell auf einen neuen Level zu heben und die Sicherheit zu erlangen, dass möglichst res-

sourcenschonend an den richtigen Stellen angesetzt wird.” Darüber hinaus biete victor ein internationales Benchmarking und eine anerkannte Zertififizierung. Neben zahlreichen Modulen, die mit victor kombiniert werden können und durch die Aussagen auf Filial-, Regional-, Kundensegments-, Abteilungs-, etc. -ebene getroffen werden können, bietet victor seit einem Jahr einen interessanten Ansatz an, der erstmals den Zusammenhang zwischen immateriellen und materiellen Faktoren aufzeigt. Die victor Effizienzanalyse zeigt exakt auf, welcher und wie viel Input einzusetzen ist, um am Ende des Tages materiell erfolgreich zu sein. Auf Filialebene bedeutet das etwa, dass aufgezeigt wird, wie effizient die Filialen im Vergleich zueinander wirtschaften, wie jede einzelne Filiale zur besten Einheit des Kreditinstituts gemacht werden kann. (red)

© Foto-Video-Weiss

Die modulare Analyse ermöglicht auch, das Zusammenspiel aus immateriellen und materiellen Faktoren zu erkennen.

Rauscher: „Für Banken ist es wichtiger denn je, sich selbst Klarheit zu schaffen.“

Prepaid-Zahlungen Europas Marktführer ist nun offiziell Teil der Skrill Group; neue Märkte können erschlossen werden

short

Skrill schließt paysafecard-Übernahme ab 2012 bearbeitete das Unternehmen über 55 Mio. Transaktionen.

Das gemeinsame Angebot von Skrill und paysafecard wird eine End-to-End-Zahlungslösung mit einem sicheren Prepaid-Produkt beinhalten, das den bestehenden Zahlungsdienst von Skrill ergänzt. Durch paysafecards Offline-Vertriebsnetz werde Skrills bestehendes Online-Netz mit seinen mehr als 100 Zahlungsoptionen in 200 Ländern weltweit vergrößert. Der Schritt eröffne dem Unternehmen zudem neue Märkte, deren Bevölkerung nicht über hinreichenden Zugang zu Bankdienstleistungen verfügt.  (lk)

Siegfried Heimgaertner, Skrill-CEO: „Wollen erste Wahl bei online-Zahlungen werden“.

Umbau Filialreduktion

card complete und AirPlus Travel- und Expensemanagement leicht gemacht

Ideale Kombination

© Card Complete/Kurt Keinrath

Besonderes Augenmerk bei der Fortsetzung der Kooperation gelte

Heimo Hackel: „Sehen weiterhin großes Potenzial für die Visa Corporate Card“.

der Zielgruppe der österreichischen Top 500-Unternehmen. Man biete eine ideale Kombination aus Lodge Cards für die Abrechnung von Airline-Buchungen und aus Corporate Cards für jeden Mitarbeiter eines Unternehmens, das Reporting-System könne komplett darauf abgestimmt werden, sagt Heimo Hackel, Vorstandsvorsitzender von card complete. Die AirPlus Visa Corporate Card bietet Vorteile sowohl für Unternehmen wie für den geschäftsreisenden Mitarbeiter selbst. So können alle während der Reise anfallenden geschäftlichen Aufwendungen – zum Beispiel bei Autovermietern, in Hotels, Restaurants, etc. – bezahlt werden. Sie sei weltweit einsetzbar und verhelfe Travel Managern zu noch mehr Kontroll- und Auswertungsmöglichkeiten bei allen Reisekosten durch Einbindung in das Air Plus Management-Informationssystem. Mit einer zusätzlichen, kostenfreien Visa Privatkarte ließen sich außerdem private und betriebliche Ausgaben einfach trennen. (lk)

Amsterdam. Dem tiefgreifenden Umbau beim niederländischen Bankund Versicherungskonzern ING fallen weitere 2.400 Stellen zum Opfer. Betroffen ist diesmal das Filialgeschäft in Belgien und den Niederlanden und dort vor allem die Callcenter sowie die IT. „Die Kunden wandern in die digitale Welt ab, darauf müssen wir reagieren“, so Finanzchef Patrick Flynn.

© EPA

und die Tochtergesellschaft von Austrian Airlines und der Lufthansa AirPlus Servicekarten GmbH, gemeinsam die Visa Corporate Classic Card und Gold Card mit gratis Privatkarten als Bestandteil des AirPlus-Leistungsportfolios.

Der Abbau bei ING soll bis 2015 weitgehend abgeschlossen sein.

© APA/Hans Klaus Techt

ING streicht 2.400 Stellen

Partnerschaft wurde verlängert Wien. card complete, Österreichs Branchenführer am Kreditkartenmarkt, und AirPlus, führender internationaler Anbieter von Lösungen für das Business Travel Management, haben die seit 2001 bestehende, erfolgreiche Partnerschaft im Bereich Corporate Cards verlängert. Bereits seit 2001 vertreiben Österreichs einziger voll integrierter Karten-Komplettanbieter

Wien. Die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) soll sich einem Agenturbericht zufolge unter den Interessenten der zum Verkauf stehenden notverstaatlichten Kommunalkredit Austria AG befinden. Sowohl die OeKB als auch die Private Equity-Firma Apollo Global Management LLC befänden sich noch unter den Interessenten, berichtet Bloomberg. Die notverstaatlichte Kommunalkredit Austria AG, der „gute” Teil der ehemaligen Kommunalkredit, hätte eigentlich schon bis Jahresende 2012 wieder privatisiert werden sollen. Die Bank wurde vom Staat mit 250 Mio. € frischem Kapital ausgestattet und diesen Betrag sollte die Entstaatlichung auch wieder einspielen.

End-to-End-Lösung

© Skrill

London/Wien. Die Übernahme von paysafecard.com Wertkarten AG, dem österreichischen PrepaidZahlungsunternehmen, wurde am 8. Februar zum Abschluss gebracht. Skrill ist mehrheitlich im Besitz von Investcorp Technology Partners. Die Übernahme von paysafecard, dem europäischen Marktführer für Prepaid Online-Zahlungen, stellt für Skrill einen wichtigen Schritt dar und stärkt damit seine Position als einer der weltgrößten Digital-Wallet-Anbieter. Die Produkte von paysafecard ermöglichen Zahlungen ohne Kredit- bzw. Bankkarte in mehr als 4.000 Online-Shops und mehr als 450.000 Verkaufsstätten in 33 Ländern Europas, Nordamerikas und Südamerikas.

Kontrollbank bietet für die Kommunalkredit?

Zeitliche Verzögerung bei der ­Privatisierung der Kommunalkredit.

SocGen rutschte tief in die roten Zahlen Paris. Abschreibungen, Kosten für Rechtsstreitigkeiten und die Neubewertung eigener Schulden haben die zweitgrößte französische Bank Societe Generale zum Jahresende tief in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich sei wegen der vielen Sondereffekte im vierten Quartal ein Verlust von 476 Mio. €, im Jahr davor hatte die Bank im vierten Quartal noch 100 Mio. € verdient. Operativ gab es Ende 2012 Hoffnungszeichen. So stieg der Gewinn im Investmentbanking deutlich, auch sei dort der Abbau von Risiken abgeschlossen.


i n su r a n c e : watc h

24 – financenet

Freitag, 15. Februar 2013

financenet@medianet.at

Uniqa-Versicherungsgruppe Petra Schausz und Thomas Jaklin leiten drittgrößten Lebensversicherer Österreichs

short

FinanceLife: Neue Chefs

Norwegen-Zentralbank setzt auf voestalpine

voestalpine-Chef Wolfgang Eder hat Norges Bank bei Aktionären.

Wien/Linz/Oslo. Die norwegische Zentralbank hat ihre Anteile an dem börsennotierten Stahl- und Technologiekonzern voestalpine aufgestockt und die Meldeschwelle überschritten: Die Norges Bank hält nun 4,32 Prozent aller Stimmrechte. Konkret hält die Notenbank 7,446.958 Stückaktien und somit auch 7,446.958 Stimmrechte (per 31. Dezember 2012). Insgesamt hat die voestalpine 172.449.163 Stückaktien ausgegeben. Der Stahlriese hat in den ersten drei Quartalen 2012/13 etwas weniger Gewinn und Umsatz erzielt; so sank das Ergebnis nach Steuern um 10,2 Prozent auf 369,5 Mio. €. Derzeit läuft ein Kostensenkungsprogramm, die Kapazitäten sind voll ausgelastet. Anpassungen beim Personalstand erfolgen über die natürliche Fluktuation, so voestalpine-Chef Wolfgang Eder. (red/APA)

Wien. Der Versicherungsriese Uniqa hat die Vorstandsposten der Tochter FinanceLife neu besetzt. Petra Schausz und Thomas Jaklin lenken seit 1. Jänner 2013 die Geschicke der Spezialgesellschaft für fondsund indexgebundene Lebensversicherungen, „FinanceLife“.

Thomas Jaklin, 34, startete seine Karriere 2004 als Versicherungsmathematiker bei der Helvetia Versicherung, bis er Anfang 2012 als Bereichsleiter für Versicherungstechnik in der Lebensversicherung zu Uniqa wechselte. Jaklin ist verheiratet und hat einen Sohn.

Lange Karriere ...

Drittgrößter Player

Petra Schausz, 49, ist seit 2001 bei Uniqa beschäftigt. Die geprüfte Bilanzbuchhalterin hat sich bei „FinanceLife“ schon bisher um Bilanzierung, Budgetplanung, Fondsverwaltung oder Qualitätsmanagement gekümmert.

Die „FinanceLife“ Lebensversicherung AG ist mit einem Prämienvolumen 2011 von 623 Mio. € und einem verwalteten Vermögen von 3,5 Mrd. € der drittgrößter Anbieter von Lebensversicherungen und der größte Anbieter fondsgebundener Lebensversicherungen in Österreich. Als Kompetenz- und Know-how-Center entwickele die „FinanceLife“ seit 1995 innovative Produkte, die über Uniqa Österreich und Raiffeisen Versicherung vertrieben werden, heißt es weiter. (red)

... beim Versicherer Die gebürtige Oberösterreicherin hat privat großes Interesse an der Kultur in Südafrika und auch schon zahlreiche Reisen dorthin unternommen.

„Die Pensionsrisiken umfassend absichern“ Wien. Zu einer umfassenden privaten Altersvorsorge rät Kurt Molterer, Vorstand der Nürnberger Versicherung. Der Aufbau von Vermögen für die Zeit nach dem Erwerbsleben sei wichtig, aber nur ein Teil des Vorsorgepakets.

Fast zwei Drittel aller entdeckten Falschmünzen sind 2 Euro-Münzen.

Brüssel. Die Zahl der gefälschten Euro-Münzen ist 2012 im Vergleich zum Jahr davor um 17% gestiegen, so die EU-Kommission. Konkret wurden 184.000 nach 157.000 Falschmünzen entdeckt. Demnach kommt auf 100.000 echte Münzen eine Fälschung. Mit einem Anteil von fast zwei Dritteln wird die Zwei-Euro-Münze mit Abstand am häufigsten gefälscht. Weiters wurden 2012 rund 531.000 Banknoten aus dem Verkehr gezogen, ein Rückgang um 12,4%. Die EU-Kommission fordert nun europaweite Mindeststrafen für Fälscher. (APA)

© Ideenwerk

Berufsunfähigkeit, Pflege

Nürnberger-Vorstand Kurt Molterer: Risikoversicherung und Sparzielschutz wichtig.

Nachholbedarf gebe bei der Absicherung von biometrischen Risiken. Denn diese dient nicht nur dem Risikoschutz, sondern, etwa in Form von Risikozusatztarifen, auch der Sparzielsicherung. Das treffe insbesondere für das Thema Berufsunfähigkeit zu: Mit einer durchschnittlichen staatlichen Invaliditätspension von 1.100 € sei es oft schwer, die Altersvorsorge

wie geplant weiterzuführen. Auch im Pflegebereich herrscht Handlungsbedarf. Im Vergleich zu 1996 gab es 2010 um 42% mehr Bezieher von Bundespflegegeld, mit einer privaten Pflegevorsorge kann die Pflegelücke geschlossen werden. Was den langfristigen Kapitalaufbau für die Altersvorsorge betrifft, empfiehlt die Nürnberger einerseits Vermögensaufbau mit garantierter Rente und andererseits den dynamischen Vermögensaufbau mit Fondspolizzen. Produktlösungen für den Kapitalaufbau, die Berufunfähigkeitsvorsorge sowie die Pflegeversicherung sind bei der Nürnberger Versicherung unter der Bezeichnung „Dreifach-Vorsorge“ im Paket erhältlich. (red)

IVA Für Finanzexperten

Britische Großbank 1.800 Investmentbanker weniger

Slowenien 600–650 Mio. €

Wien. Der Interessenverband der Anleger (IVA) vergibt zwei Halbstipendien von je 3.400 € für den Zertifikatskurs „Ethical Finance”, der erstmals im Mai an der Uni Wien startet. Interessenten können sich bis 28. Februar bewerben. Hintergrund: Am 29. Jänner fand am Campus die Podiumsdiskussion zum Thema „Brauchen wir die Banken noch?” statt. Das Interesse war laut Veranstaltern überragend, die Aula bis auf den letzten Platz gefüllt. Dabei wurden auch die Halbstipendien angekündigt. Insgesamt stehen zwei Halbstipendien für den Zertifikatskurs „Ethical Finance”, der erstmals im Mai startet, zur Verfügung. Die Stipendien richten sich laut Aussendung an Interessenten, die sich dem ethischen Wirtschaften verbunden fühlen und eine Zusatzqualifikation in diesem Bereich anstreben, sich gleichzeitig aber in einer wirtschaftlichen und sozialen Situation befinden, die es ihnen nicht ohne Weiteres ermöglicht, die Kurskosten in voller Höhe selbst zu tragen; soziale wie wirtschaftliche Umstände seien dabei entscheidend. (red)

London. Die Großbank Barclays wird heuer mindestens 3.700 ihrer insgesamt 140.000 Mitarbeiter abbauen. Wie das britische Finanzinstitut mitteilte, sollen 1.800 Arbeitsplätze im Investmentbereich und 1.900 im europäischen Privat- und Geschäftskundensegment wegfallen. Im Zusammenhang mit dem Abbau rechnet die Bank mit Kosten in Höhe von etwa 500 Mio. £ (585,82 Mio. €) im ersten Quartal. Die Kündigungen sollen dazu bei-

Ljubljana. Der slowenische Bankensektor soll laut Wirtschaftszeitung Finance im Vorjahr einen Rekordverlust in der Höhe von 600 bis 650 Mio. € eingefahren haben, wie die Zeitung ausrechnete. Im Jahr 2011 lag der Vorsteuerverlust des Bankensektors bei 539 Mio. €. Die slowenische Notenbank hat noch keine offiziellen Zahlen zum Vorjahresergebnis der Banken veröffentlicht.

Ethik-Stipendium Barclays streicht fast 4.000 Jobs

tragen, die jährlichen Ausgaben um 1,7 Mrd. £ zu senken.

Sparkurs hat eingeschlagen Der bereinigte Vorsteuergewinn stieg im abgelaufenen Jahr um 26% auf knapp 7,05 Mrd. £ und lag damit leicht unter den durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Unbereinigt blieben vor Steuern nur 246 Mio. £ übrig. (APA)

Banken-Verluste

Wegen Risikovorsorgen

© EPA

© APA/Georg Hochmuth

Euro: Fälscher setzen verstärkt auf Münzen

Petra Schausz (49) und Thomas Jaklin (34) leiten jetzt die FinanceLife.

Nürnberger Versicherung Berufsunfähigkeit als unerwartete Gefahr für Altersvorsorge; auch Pflegekosten drohen

Helvetia: Meissnitzer Marken-Botschafterin Wien/Schladming. Ex-Skistar Alexandra Meissnitzer bloggt auf dem Helvetia Blog „Menschen. Themen. Hintergründe.“ Der Promotionsvertrag zwischen Meissnitzer und der Helvetia Versicherung startete in der Wintersaison 2011 und wurde 2012 auf ein weiteres Jahr verlängert. Neben den WM-Berichten aus Schladming gibt die Helvetia-Markenbotschafterin via Kurzvideos auf der Helvetia Seite auf Facebook und im Blog z. B. auch Ski- und FitnessTipps. (red)

© Uniqa Group (2)

© voestalpine

Uniqa besetzt Vorstandsposten der Tochter FinanceLife neu: Prämienvolumen 623 Millionen Euro.

Barclays will das klassische Privat- und Firmenkundengeschäft stärken.

Das Ergebnis war auch im Vorjahr von den Risikovorsorgen belastet worden. Slowenische Banken mussten 2012 Rückstellungen und Wertberichtigungen im Gesamtausmaß von 1,5 Mrd. € vornehmen, was um 30% mehr als im Jahr davor war, so die Zeitung. Der Jahresverlust des Bankensektors wäre laut der Zeitung noch höher ausgefallen, hätten nicht die einmaligen Effekte die Bankenbilanzen verschönert. Dazu zählen der vorzeitige Rückkauf von Hybridinstrumenten und der Verkauf von Unternehmensanteilen, berichtet die Zeitung. (APA)


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 15. Februar 2013 – 25

eurovegas krempelt spanien um

webster in uniqa-palais

Casino-Projekt nahe Madrid um 18 Mrd. Euro erinnert manche an die Zeiten der Immobilienblase  Seite 27

Internationale Privatuni Webster bezieht Palais ­Wenkheim im Besitz der Uniqa in Wien  Seite 28

www.ehl.at Wir leben Immobilien.

Immobilien-Preise: Die Schere geht weiter auf

HAUSPREISE IN ÖSTERREICH Bundesland Wien Salzburg Tirol Vorarlberg Oberösterreich Niederösterreich Steiermark Kärnten Burgenland

© UNIQA

© EPA

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien

€/m² Wfl. 3.540 3.037 2.964 2.317 1.901 1.833 1.641 1.517 1.408

Quelle:

IMMO-AGS 6. Februar 2013–13. Februar 2013

IATX (13.2.)

180,03

1,65%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 13.2.) Monatstop iShares FTSE A. 3,30% Monatsflop CS EF(L.) Eur. -3,68% Top 5 Immofonds iShares FTSE EPRA/N. Asien First State Global Property iShares FTSE EPRA/N. USA AB Global Real Estate DWS Invest RREEF

3,30% 3,28% 2,75% 2,59% 2,36%

Flop 5 Immofonds CS EF(Lux) European Prop. ComStage ETF Stoxx Eur. iShares Stoxx EU 600 AI European Reit Fund EasyETF FTSE EPRA Eur.

-3,68% -3,67% -3,62% -3,55% -3,42%

6. Februar 2013–13. Februar 2013

CERX (13.2.)

479,33

0,78%

inhalt Immo:Capital > Erste refinanziert CBC in Bratislava  26 > Strabag SE erwartet mehr operativen Ertrag  28 Immo:Markets > Meinl Bank plant neue ImmoProjekte in Osteuropa  28 Law&Order/People&Dates > Wolf Theiss berät H.I.G.  29 > Alpine punktet bei Asfinag 30

© medianet/Szene1/Günther Langegger; Panthermedia.net/Alexander Fischer

Wochentop Immofinanz 4,12% Wochenflop conwert -1,60% Immofinanz  4,12% Atrium 2,86% CA Immobilien Anlagen 1,76% Sparkassen Immobilien 1,48% Warimpex -0,44% conwert -1,60%

Immobilien.Net analysiert Trends Die ImmoDex-Marktanalyse zeigt steigende Preise für Wohneigentum in gefragten städtischen Lagen, sagt Immobilien.NetGeschäftsführer Alexander Ertler. „Randlagen und ländliche Regionen verlieren eher.“ Bei den Mieten zeigt sich nach Abzug der Inflation kein Anstieg.  Seite 26


i m m o : c ov e r

26 – financenetreal:estate

Freitag, 15. Februar 2013

financenet@medianet.at

short

EHL: „Der Aufschwung hält weiterhin an“

Immo-Preisentwicklung 2012 Städtische Bereiche legen zu, am Land brechen die Preise zum Teil kräftig ein

Preise laufen auseinander Mietpreise waren 2012 real rückläufig, in Wien um 0,6% – doch bald sollen sie wieder steigen. Bei den Mietpreisen gab es laut ImmoDEX eine Stagnation, inflationsbereinigt gar einen Rückgang um 0,9% (am stärksten in der Steiermark mit minus 9,9%, am geringsten in Tirol mit minus 0,2%). Dagegen stiegen die Mieten in den Landeshauptstädten wie Klagenfurt, Linz oder Salzburg stark.

EHL-Chef Michael Ehlmaier ortet Aufschwung bei Büroimmobilien.

Wien. Ein privater Investor aus Tirol hat Anfang 2013 das Bürohaus Rüdengasse 11 in Wien erworben. Verkäufer ist ein institutioneller österreichischer Investor, vermittelt wurde die Transaktion von EHL Immobilien. Das Objekt Rüdengasse umfasst 4.660 m� Bürofläche und ist zur Gänze langfristig an die Magistratsabteilung 11 (Amt für Jugend und Familie) vermietet. Der Verkauf dieses Objekts sei, so wie eine Vielzahl anderer Gewerbetransaktionen in den letzten Monaten, ein Indiz für den Aufschwung des österreichischen Immobilieninvestmentmarkts. „Auch für das 1. Halbjahr 2013 erwarten wir steigende Transaktionsvolumina“, so Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. „Die Privatinvestoren konzentrieren sich nicht mehr ausschließlich auf Wohnimmobilien, sondern haben auch die gewerblich genutzten Immobilien wiederentdeckt.“ (red)

Schweiz bekämpft die Immobilienblase

Wien. 2012 gab es am Immobilienmarkt starke Preisveränderungen: In Österreichs Städten ging es nach oben, der ländliche Raum stürzte zum Teil ab; das zeigt der aktuelle Immobilienpreisindex „ImmoDEX” von Immobilien.Net. In Wien gab es, entgegen der politischen Diskussion, keine Mietpreissteigerung – die werde aber noch kommen, meint Alexander Ertler, Geschäftsführer der Immobilienplattform.

Mieten blieben stabil Auch in Wien gab es 2012 real einen Rückgang bei den Mietkosten, nämlich um –0,6% (nominell gab es einen Zuwachs um 1,8%). „Wir können die Angstmacherei ,was die Mietpreise betrifft, daher in keiner Weise nachvollziehen“, meint Ertler. Mit 10 bis 11 € pro m�

Eigentum: Unterschiede Gebrauchte Eigentumswohnun­ gen wurden im Median österreich­ weit um 4,5% teurer, um die Inflation bereinigt bleiben 2,1%. Am stärksten holte das Burgenland auf (+12,1%), allerdings von einem sehr geringen Niveau auf nur 1.330 €/m�. Abgestürzt ist dagegen Kärnten: Inflationsbereinigt gaben die Preise gar um 2 % nach. Je nach Bezirk zeigen sich starke Unterschiede auch innerhalb eines Bundeslands. So legten die Preise in städtischen oder stadtnahen Gebieten wie Wels (+36%) oder LinzLand (+25%) stark zu, während ländliche Gebiete deutlich billiger wurden: etwa Villach-Land (-19%) oder Gmunden (–10%). Überall, wo es auch einen Bevöl-kerungsschwund gibt, die Arbeits-plätze weniger werden, brechen die Preise ein. Das Einzugsgebiet Wiens – und damit die steigenden Preise – weitet sich vermehrt nach Norden und Nortosten aus. Linz, Wels und Steyr werden mehr und mehr zu einer Region.

„Wir können die Angstmacherei, was die Mietpreise betrifft, 2012 sind sie in Wien real gesunken.“ a. ertler, Immobilien.net

Große Preisunterschiede zwischen Stadt und Land: Alexander Ertler, Immobilien.Net.

nerwaldbezirk) und die Leopoldstadt (+11,4%). Am kräftigsten sanken die Preise in Simmering: „Energetisch und planerisch schlechter Immobilienbestand findet keine Käufer“, erklärt Ertler. Beim Wohnungsneubau zeige sich in Wien ein Rückgang der Preise unter die 5.000 €-Marke: „Alle Bezirke, die 2011 darüber lagen, sind wieder darunter gefallen.“ Ausnahme bleibt der 1. Bezirk: „Dort gibt es keine Obergrenze.“ Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Einfamilienhäusern: Viele Bezirke Kärntens wurden sprunghaft

Neue Trendbezirke in Wien

© Panthermedia.net/Kheng Guan Toh

nicht nachvollziehen;

© medianet/Szene1/Günther Langegger

© EHL Immobilien

kurt Sattlegger

In Wien stieg der durchschnittliche Preis bei gebrauchten Eigentumswohnungen um 5,7%. Als neue Trendbezirke sieht Ertler die Brigittenau (+11,9% wegen der Zentrumsnähe), Hernals (+11,8% als Wie-

sei eine magische Grenze für Objekte innerhalb des Gürtels erreicht. Der Mietpreisrückgang sei auch damit erklärbar, dass immer mehr Mieter ihre Richtwertmieten überprüfen ließen und recht bekämen. Mittelfristig sei aber das Mietpreisgesetz nicht haltbar, meint Ertler, weil es den Markt nicht entspreche und neue Investitionen verhindere. Es gebe bereits den Trend, dass Investoren günstig Häuser mit Mietrechtsschutz kaufen und auf eine Änderung des Mietrechtsgesetzes innerhalb von 10 bis 15 Jahren spekulierten.

billiger (Wolfsberg –12%, Feldkirchen –10%). Dagegen stiegen die Preis in Steyr-Land um 20%. Österreichweit legte der Quadratmeterpreis im Median um 4,7% zu. Vorarlberg war mit einem Plus von 5% Spitzenreiter, Tirol brach um 7,5% ein – hier sei die „Grenze des Leistbaren“ erreicht worden, meint Ertler. Die Nachfrage nach Häusern ging generell etwas zurück und das, obwohl sie nach wie vor die beliebteste Wohnform außerhalb Wiens sind. Das Problem: Der bauliche Zustand entspricht vielfach nicht mehr den Anforderungen.

Genf hält Schweizer Rekord: 136 Prozent Preisanstieg in 10 Jahren.

Anstieg erwartet Heuer 260 Millionen Euro EBIT drin

Mit Partnern Gesamtvolumen knapp 65 Millionen Euro

Wien. Österreichs größter Baukonzern, die börsennotierte Strabag SE, hat ihr Ergebnisziel für 2012 zwar deutlich verfehlt, rechnet für das laufende Jahr 2013 aber nun mit einem Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) auf mindestens 260 Mio. €. Das gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt. Im Juli war das ursprüngliche EBITZiel für 2012 von 300 Mio. € auf 200 Mio. € massiv nach unten korrigiert worden.

Bratislava. Die Erste Group hat über eine slowakische Tochter das City Business Center (CBC) in Bratislava mit 34,5 Mio. € refinanziert. Der Komplex besteht aus fünf Büroobjekten mit 38.777 m� Mietfläche im Geschäftsviertel im Herzen Bratislavas; das gesamte Refinanzierungsvolumen beträgt 64,5 Mio. €. Die Büroflächen sind langfristig an renommierte Unternehmen (u.a. Swiss Re, Sony, AT&T, Kapsch und BMW) vermietet.

Strabag: Mehr operatives Ergebnis Erste refinanziert CBC in Bratislava Verkehrswegebauten in Rumänien ausgleichen konnten”, wird Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner in der Aussendung zitiert.

Stark in Deutschland „Deutschland ist derzeit für uns auch hinsichtlich neuer Großaufträge im Hochbau ein erfolgreicher Markt”, so Haselsteiner weiter. Für heuer rechnet er mit einer gleichen Leistung wie 2012.  (red/ag)

Neue Aussichten

stätigung dafür, dass Banken unverändert Interesse daran haben, Immobilienprojekte mit qualitativ hochwertigem Mieterportfolio zu finanzieren”, betonte Marián Herman, Leiter von investment management und Kapitalmärkte in der HB Reavis. HB Reavis Group ist ein internationaler Immobilienentwickler mit Sitz in Luxemburg, der in der Slowakei, Polen, Ungarn, Kroatien sowie Tschechien tätig ist.  (red)

Langjährige Partner

Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner: Rumänien und Deutschland halfen.

„CBC wurde von unserem langfristigen Partner HB Reavis entwickelt, mit dem wir im Laufe der letzten zehn Jahre bereits sechs Projekte durchgeführt haben”, so Richard Wilkinson, CEO der Erste Group Immorent. „Unsere starke Präsenz auf den Immobilienmärkten Zentral- und Osteuropas macht es uns möglich, Partner zu wählen, die selbst in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten ehrgeizige, aber dennoch realistische Immobilienprojekte verfolgen.” Die Refinanzierung sei „eine weitere Be-

© Erste Group

Die detaillierten Unternehmensergebnisse für 2012 wird die Strabag am 30. April präsentieren. Bereits in der vergangenen Woche wurde nun bekanntgegeben, dass die Leistung um zwei Prozent auf rund 14 Mrd. € gesunken ist. Der Auftragsbestand (per 31.12.2012) verringerte sich um 1 Prozent auf 13,2 Mrd. €. Die Belegschaft wurde um vier Prozent auf 74.010 Mitarbeiter reduziert. „In Polen haben wir wegen des Endes des Baubooms Rückgänge verzeichnet, die wir jedoch mit Zunahmen in Deutschland und

© APA/Hans Klaus Techt

Zürich. Die Schweizer Regierung will mit schärferen Kapitalanforderungen für Banken den überhitzten Schweizer Wohnungsmarkt abkühlen: Ab Ende September müssen die Institute für Wohnbauhypotheken ein Prozent mehr Eigenmittel als normalerweise halten. Insgesamt müssten die Banken 3 Mrd. CHF (2,4 Mrd. €) zusätzliches Kapital aufbringen, schätzt die Regierung. Beantragt wurde die Aktivierung des sogenannten antizyklischen Kapitalpuffers von der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die zu beurteilen hat, ob Bedarf für einen höheren Kapitalpolster herrscht. In den letzten Jahren habe das Wachstum der Kredite und Immobilienpreise zu Ungleichgewichten am Hypothekar- und Wohnungsimmobilien geführt, begründete die Notenbank die Maßnahme. In der zweiten Jahreshälfte 2012 habe sich die Situation verschärft. Die Immobilienpreise sind in der Schweiz in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich um 30% gestiegen, in Städten noch mehr. Den Rekord hält laut Wüest & Partner Genf mit einem Anstieg von 136%. (APA)

City Business Center: fünf Büroobjekte mit knapp 39.000 m² Nutzfläche.


immo:markets

Freitag, 15. Februar 2013

financenetreal:estate – 27

financenet@medianet.at

„Eurovegas“ kostet 18 Milliarden Euro US-Konzern Las Vegas Sands baut nahe Madrid; Kritiker sehen Rückkehr der Immobilienblasen-Projekte

Rekord-Bauprojekt für Spanien 12 Hotels mit 36.000 Zimmern, 6 Casinos, 3 Golfplätze, Shoppingcenter und Theater auf 750 Hektar. war unklar. Umweltschützer und viele Politiker waren der Meinung, Euro-Vegas zeige, dass Spanien nichts aus der Spekulations-Krise gelernt habe.

Sogar mit Raucherlaubnis Lange konnte sich auch die konservative Regionalregierung nicht dazu durchringen, die von Adelson geforderten Zugeständnisse zu akzeptieren wie Ausnahmeregelungen beim strikten spanischen Rauchverbot, Steuervergünstigungen und auch Sonderkonditionen bei Steuern, Arbeitsverträgen und Sozialabgaben. Schließlich nahm

die Madrider Regierung die Sonderwünsche der Amerikaner aber an. Die Investition von 18 Mrd. € bedeutet eine wirtschaftliche Erholung für die von Schulden geplagte Region, die – wie der Rest des Landes – mit einer Arbeitslosenquote von rund 25% zu kämpfen hat. Das Megaprojekt des amerikanischen Casino-Tycoons verspricht zudem die Schaffung von 250.000 neuen Arbeitsplätzen in der Region. 35% der Investitionskosten wird Las Vegas Sands aus ihrem eigenen Kapital bestreiten, die restlichen 65% werden über internationale Banken aus Asien und

den USA finanziert, so Michael Leven von Las Vegas Sands.

Start ab 2016 Nach Plänen der EurovegasBetreiber sollen die ersten Zocker bereits 2016 in die spanische Hauptstadt einfliegen. Man rechnet vor allem mit Gästen aus Russland, China, Indien und den Golfstaaten. „Heute ist ein ganz wichtiger Tag für Madrid und für Spanien”, erklärte Regionalpräsident Ignacio Gonzalez am Freitag mit Blick auf die Entscheidung, den Megapark schließlich in Alcorcon zu bauen. (APA)

© epa

Madrid. In der Madrider Vorstadt Alcorcon sollen noch vor Jahresende die Bauarbeiten zu einem gigantischen Casino-Komplex beginnen. Das kündigte Madrids Regionalpräsident Ignacio Gonzalez nach einem Treffen mit dem US-Unternehmen Las Vegas Sands an. Der über 750 ha große Casino-Freizeitkomplex namens „Eurovegas“ soll sechs Casinos mit 16.000 Spielautomaten und 1.065 Roulette-Tischen umfassen. Auf dem gigantischen Gelände sind zudem zwölf Hotels (36.000 Zimmer), drei Golfplätze, Einkaufszentren, Restaurants, ein Theater und ein Stadion mit 15.000 Sitzplätzen vorgesehen. Nach monatelangem Poker um den Standort des Vergnügungsparks Eurovegas hat sich Madrid gegen den Rivalen Barcelona durchgesetzt. Dennoch blieb das Projekt des amerikanischen Casino-Multimilliardärs Sheldon Adelson umstritten. Die Finanzierung

Ignacio Gonzalez (Madrid), Michael Leven (Sands) besiegeln Riesenprojekt.

Goldener Hahn 2013

Am Graben Google mietet

Bena baut aus

Wien. Die Bena Gruppe, nach eigenen Angaben Wiens größter Anbieter für servicierte Büros, erweitert das Innenstadtangebot. Ab sofort stehen in der Business Embassy am Graben rund 1.500 m� zur Verfügung, das entspreche rund einer Verdoppelung des Luxusstandorts. „Durch die hohe Nachfrage nach servicierten Büros in Toplagen haben wir uns entschlossen, die Möglichkeit einer Erweiterung des Standorts am ‚Graben‘ zu nutzen”, so Alexander Varendorff, Geschäftsführer der Bena Business Services GmbH. Die Hälfte der neuen Fläche hat bereits der Mieter der ersten Stunde, die Firma Google, für sich in Anspruch genommen, mit weiteren Interessenten sei man im Gespräch. Geboten werden u.a. Büros und Konferenzräume. (red)

Porr kauft in Vorarlberg

Neuer Zukauf

© APA/Barbara Gindl

Wien/Röthis. Die zum zweitgrößten österreichischen Baukonzern Porr zählende Teerag-Asdag plant die Übernahme des Teilbereichs „Hochbau” der Vorarlberger Nägelebau GmbH, Röthis. Das Zusammenschlussvorhaben, das über einen Asset Deal durch die bereits übernommene Nägele Tiefbau GmbH erfolgen soll, wurde bei der Bundeswettbewerbsbehörde angemeldet. Nägelebau hat laut Firmencompass mit 238 Mitarbeitern einen Umsatz von 45 Mio. € erzielt. (APA)

Porr-Tochter Teerag-Asdag kauft Hochbausparte von Vorarlberger Nägelebau.

Jetzt einreichen! Alle Infos auf: www.goldenerhahn.or.at


immo:markets

28 – financenetreal:estate

Freitag, 15. Februar 2013

financenet@medianet.at

Neuer Uni-Campus Historisches Palais Wenkheim in Uniqa Group-Besitz wird für bis zu 1.000 Studenten adaptiert

short

Webster mietet von Uniqa

China: Milliardenpaket für die Infrastruktur

Wien. Die Webster University Vienna übersiedelt im Herbst 2014 in das zentral gelegene Palais Wenkheim. Der klassizistische Bau aus dem Jahre 1826 befindet sich in der Nähe von Schwedenplatz, Urania und Uniqa Tower. Die 14,35 Milliarden Euro sollen vor allem in Straßen gesteckt werden.

In den modernst ausgestatteten Räumlichkeiten soll reichlich Platz für Projektarbeiten, Lehre und Forschung geboten werden und das amerikanische Campus-Feeling vermittelt werden. Nach Fertigstellung wird die Webster University im Palais Wenkheim bis zu 1.000 internationale Studenten aus- und weiterbilden können, so eine Aussendung. Webster University ist eine ­a merikanische Universität mit globaler Orientierung. Das Stammhaus wurde 1915 in St. Louis (­Missouri) gegründet; 1981 eröffnete die Webster University ihre Pforten in Wien und war damit nach eigenen Angaben erster Anbieter eines MBA in Österreich. Neben dem Headquarter in den USA und dem Campus in Wien verfügt die Webster University über fünf weitere Niederlassungen in China, der Schweiz, Thailand, den Niederlanden und England. (red)

Rund 5.000 Quadratmeter

Peking. Mit einem neuen Konjunkturpaket für die chinesische Infrastruktur will Peking laut einem Medienbericht die Wirtschaft unterstützen. 120 Mrd. Yuan (14,35 Mrd. €) sollen in diesem Jahr investiert werden, schreibt die Tageszeitung China Daily. Das Finanzministerium wolle das Geld zum größten Teil in Autobahnen und kleinere Straßen stecken. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Regierung gewaltige Investitionen in Infrastrukturprojekte gestartet. Allein in der zweiten Jahreshälfte des letzten Jahres seien nach dem Bericht Vorhaben von rund einer Billion Yuan genehmigt worden. Chinas Wirtschaftswachstum lag 2012 im Jahresvergleich bei 7,8 Prozent – dem niedrigsten Stand seit 1999.  (APA)

„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir für unsere Wiener Niederlassung diesen einzigartigen Standort gewinnen konnten. Mit der Unterzeichnung des Mietvertrags mit dem Eigentümer, der Uniqa Group, hat unsere fünfjährige Standortsuche nun ein erfolgreiches Ende gefunden“, so Arthur Hirsh, Direktor der Webster University Vienna. In den kommenden 18 Monaten werden die rund 5.000 m� durch weitere Adaptionen und Renovierungen den Bedürfnissen der Universität angepasst, heißt es weiter.

Meinl Bank plant neue Immobilien-Projekte Wien. Die skandalgeschüttelte Meinl Bank will ihre Vergangenheit hinter sich lassen und in Osteuropa expandieren. In Prag hat das Geldhaus eine kleine Bankfiliale gegründet und will dort auch Geschäfte mit Immobilien machen. In Sofia wurde zum Jahreswechsel eine Repräsentanz eröffnet. Am Hauptsitz Wien will sich die Meinl Bank noch stärker um Kunden aus der Ukraine und Russland kümmern; schon bisher hat das Geldhaus viele Kunden aus Osteuropa. Diese hätten in den vergangenen Jahren vor allem Treuhandleistungen und Unterstützung bei der Errichtung von Holdings nachgefragt, so Bankchef Peter Weinzierl. Auch in Prag lebten, ob des attraktiven Steuersystems, viele

Frankfurt. Deutschlands zweitgrößter Zementkonzern Dyckerhoff ist nach mehr als 77 Jahren an der Börse bald Geschichte. Der italienische Mehrheitseigentümer Buzzi Unicem stellte am Freitag den Antrag, die restlichen Dyckerhoff-Kleinaktionäre gegen eine Abfindung aus dem Unternehmen zu drängen. Die Italiener halten 96,6% der Anteile an dem Wiesbadener Unternehmen; mit 95% hat ein Anteilseigner das Recht zum „Squeeze-out”. Buzzi Unicem setzte im vergangenen Jahr 2,81 Mrd. € um. (APA)

© APA/Herbert Neubauer

Geschäftsleute aus Russland und der Ukraine; die Meinl Bank sieht hier Geschäftsmöglichkeiten und hat eine Bankfiliale mit Fokus auf Private Banking und Corporate Finance Advisory aufgemacht.

Offeriert werden sollen einerseits Fonds und andererseits direkte Beteiligungen in Form eines Eigentümer-Genossenschaftsmodells. In die Masse, wie seinerzeit mit der glücklosen Meinl European Land (MEL, jetzt Atrium) will man nicht gehen. PHI richte sich an „auserwählte Kunden”, Mindestinvestment ist 100.000 €, heißt es. Darüber hinaus versucht es die Bank in Russland – wie damals die MEL – mit Einkaufszentren. In der Stadt Ufa befindet sich laut Format bereits eines in Bau, geplanter Eröffnungstermin ist im vierten Quartal 2013. Abgewickelt werden die Projekte von einer Gesellschaft namens „Fulcrum Properties“, die im Einfluss der Familie Meinl steht.  (APA)

Neue Immo-Investments Reichen Privatkunden und institutionellen Anlegern aus Tschechien, Russland und der Ukraine will das Wiener Geldhaus insbesondere Treuhandlösungen, Immobilieninvestments und Beteiligungsprodukte anbieten. Auch im Immobilienbereich direkt will die Meinl Bank wieder tätig werden. In Prag wird heuer eine ImmoVerwaltungsgesellschaft namens Prag Home Invest (PHI) eröffnet.

Baugeschäft rückläufig Akquisitionspolitik läuft weiter

Bieterwettstreit Aus Österreich noch conwert im Rennen

Mannheim. Der deutsche Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger will seine weltweite Einkaufstour fortsetzen und das traditionsreiche Baugeschäft weiter zurückfahren. Die Akquisitionspolitik werde sich nicht ändern, kündigte Vorstandschef Roland Koch an. Seit Sommer 2011 hat der Konzern 21 Unternehmen übernommen.

Wien/München. Die börsenotierte Immofinanz macht beim Bieterrennen um die 32.000 Wohnungen der Münchener GBW nicht mehr mit. Man habe das unverbindliche Kaufangebot für die zum Erwerb stehenden Anteile an der GBW AG zurückgezogen und dies dem Verkäufer, der BayernLB, mitgeteilt, so die Immofinanz. „In der gegebenen Konstellation ist die Bildung eines deutsch-österreichischen börsennotierten Wohnimmobilienkonzerns in einem für uns akzeptablen Zeitrahmen nicht machbar“, erklärte Immofinanz-Chef Eduard Zehetner.

Bilfinger setzt auf Globalisierung

rend es in den Bereichen Industrie und Energie Zuwächse von 12 und 14% gab, sank die Leistung im Baubereich um ein Fünftel.

Neue Hauptsparten Das Baugeschäft trägt jetzt mit 1,4 Mrd. € nicht einmal mehr ein Sechstel zur Leistung von Bilfinger Berger bei. Stattdessen setzt man stärker auf Ingenieurstätigkeiten und Dienstleistungen. (APA)

Weniger Gewinn Im Jahr 2012 sank der Konzerngewinn unter dem Strich um 30% auf 275 Mio. €. Das Unternehmen verwies in diesem Zusammenhang allerdings darauf, dass im Vorjahr vor allem aus dem Verkauf der australischen Bau-Tochter ein Ergebnisbeitrag von 174 Mio. € den Gewinn aufgepumpt hatte. Das operative Ergebnis (EBITA) legte dagegen in der Berichtsperiode um 17% auf 466 Mio. € zu. Allerdings wurde auch dieser Wert durch Zu- und Verkäufe und Sondereffekte beeinflusst. Bereinigt betrug das Plus den Angaben zufolge noch fünf Prozent. Die Konzernleistung stieg um zwei Prozent auf 8,64 Mrd. €. Wäh-

Immofinanz will GBW nicht mehr

geschäft durch Zukäufe und Eigenentwicklungen in Deutschland zu stärken, bleibe unverändert aufrecht, betont Zehetner. Das gelte auch für die Option eines nachfolgenden Börseganges der Buwog. Nach dem Ausscheiden der Immofinanz sind neben einem kommunalen Konsortium der Städte München und Nürnberg noch das Augsburger Immo-Unternehmen Patrizia im Rennen sowie die österreichische conwert. (APA/red)

2,5 Mrd. Euro Kaufpreis

Bilfinger SE-Vorstandschef Roland Koch: Einkaufstour wird weitergehen.

Die Immofinanz wollte ihre mit 2,5 Mrd. Euro bewertete Wohnungsgesellschaft Buwog und die GBW-Wohnungen zusammenführen und diese im Jahr 2014 an die Börse in Frankfurt bringen. Das gesamte Wohnungspaket sollte dann 45.000 bis 50.000 Einheiten umfassen und ein Angebot an defensiv orientierte institutionelle Anleger darstellen. Das strategische Ziel, das bestehende Wohnimmobilien-

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Dyckerhoff ist Deutschlands ­zweitgrößter Zementhersteller.

Meinl Bank-Vorstand Peter Weinzierl.

© Bilfinger

© EPA

Buzzi Unicem nimmt Dyckerhoff von Börse

Der klassizistische Bau des Palais Wenkheim in Wien wurde 1826 fertiggestellt.

Neue Standorte in Zentral- und Osteuropa Betreuung von Immo-Projekten und EKZ in Russland ist im Visier

Österreich Baukosten um 2,5 Prozent höher Wien. Der Baupreisindex für den Hoch- und Tiefbau ist in Österreich 2012 im Jahresabstand um 2,5 Prozent angestiegen. Auch im Schlussquartal legte der Index in diesem Ausmaß zu, gegenüber dem Vorquartal stieg er um 0,4 Prozent, gab die Statistik Austria bekannt. Der Hochbau wies 2012 ein Plus von 2,6 Prozent im Jahresabstand auf, wobei sowohl der Wohnhaus- und Siedlungsbau als auch der Sonstige Hochbau in diesem Ausmaß zulegten. Im Tiefbau wurde ein Preisanstieg von ebenfalls 2,6 Prozent registriert. (red)

© Uniqa

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Die internationale Privatuniversität rüstet den Wiener Standort nach fünfjähriger Suche nun auf.

Allein in München hat die GBW mehr als 10.000 Wohnungen.


l aw & o r d e r

Freitag, 15. Februar 2013

financenetreal:estate – 29

financenet@medianet.at

Rechtsanwaltskammer 41. Europäische Präsidentenkonferenz der Rechtsanwaltsorganisationen in Wien

short

Europas Anwälte orten Gefahr für die Justiz

GCR 100: bpv Hügel, Freshfields, Schönherr London. Im aktu­el­len Kartell­ recht-Ranking „GCR 100“ des britischen Fach­ma­ga­zins Glo­bal Com­pe­ti­tion Review wer­den die Anwaltskanzleien bpv Hügel, Fresh­fields Bruck­haus Derin­ger und Schön­herr als die führen­ den Sozietäten in Österreich ge­ listet. Unter „Higly Recom­men­ ded“ fol­gen Bin­der Gröss­wang, CMS Reich-Rohrwig Hainz, DLA Piper Weiss-Tessbach, Dorda Brug­ger Jor­dis, Eisen­ber­ger & Her­zog, Pres­lmayr und Wolf Theiss. (red)

ÖRAK-Präsident Rupert Wolff kritisiert Budgetkürzungen und Gerichtsschließungen in Europa.

In vielen europäischen Staaten stehen die Justizsysteme als Fol­ ge des EU-Rettungsschirms unter massivem Druck: Es gab Budgetund Gehaltskürzungen von 20% und mehr in der Justiz in Portugal, Spanien, Slowakei, Irland, Litauen, Lettland, Rumänien und Griechen­ land. In anderen Ländern, wie z.B. Großbritannien und Polen, wurden die Richtergehälter eingefroren. „Derartige Eingriffe in die Gehäl­ ter von Richtern machen die un­ abhängige Rechtssprechung ver­ wundbar für Beeinflussung von au­ ßen“, kommentiert ÖRAK-Präsident Rupert Wolff diese Entwicklungen.

Teurer, aber weniger Außerdem wurden in einigen Mitgliedsstaaten die Gerichtsge­ bühren „drastisch“ angehoben, heißt es. Ziel derartiger Erhö­ hungen sei es „nicht nur, die leeren Staatskassen zu füllen, sondern

© CMS/Benedikt Loebell

Wieland Schmid-Schmidsfelden, neuer Partner bei CMS.

Rechtsanwaltskammer-Präsident Rupert Wolff: „Gerade in der Krise müssen die Grundrechte der Bürger gestärkt werden.“

damit zugleich auch den Akten­ anfall an den Gerichten zu redu­ zieren“, kritisiert Wolff. Darüber hinaus wurden Gerichte in Öster­ reich, Italien, Polen, Großbritan­ nien, den Niederlanden, in Belgien, Rumänien, Portugal, Griechenland und Irland geschlossen. Dadurch werde laut Wolff ei­ nerseits die Wirtschaft negativ beeinflusst, andererseits das Men­ schenrecht auf Zugang zum Recht verletzt. Dieser gleiche heute vie­ lerorts einer Reise im Mittelalter: „Pflastergeld, Chausseegeld, Wege­ zoll, Geleitsabgabe und Brücken­ gebühr“, so Wolff. Der Präsident der Rechtsanwaltskammer warnt davor, dass die Rechtsstaatlich­ keit nachhaltig geschwächt wer­ den könnte. Es dürfe nicht pas­

sieren, dass die Grundrechte der Bürger in Folge des europäischen Spar-zwangs „ausgehöhlt“ werden. Im Gegenteil: „Gerade in der Krise müssen die Grundrechte gestärkt werden“, so Wolff.

Österreich als Vorreiter „Österreichs Anspruch sollte es sein, in Europa die Vorreiterrolle im Bereich der Justiz einzuneh­ men“, erklärt Wolff. Die Rechtsan­ wälte seien „Virenscan“ und „Fire­ wall“ zugleich. Einerseits würden bestehende Defizite aufgezeigt und kritisiert, andererseits werde vor drohenden Fehlentwicklungen gewarnt, so Wolff. Um frühzeitig, nämlich bereits bei der Gesetzgebung, mögliche Grundrechtsver­

Private Equity St. Gilgen International School

letzungen zu erkennen und zu ver­ meiden, kündigt Wolff eine „Good Governance“-Initiative an. Als aktuelles Beispiel für „rechtsstaatliche Defizite“ bei der Gesetzgebung verweist Wolff auf das VerwaltungsgerichtsbarkeitsBegleitgesetz-Wehrrecht. Im Ent­ wurf sei eine gesetzliche Grund­ lage vorgesehen gewesen, die den Heeresnachrichtendiensten den Zugriff auf Vorratsdaten ermög­ licht hätte. „Derart weitreichende Eingriffe in die Grund- und Frei­ heitsrechte dürfen nicht in harm­ los scheinende Begleitgesetze ein­ gebettet werden, sondern müssen vielmehr offen und transparent diskutiert werden“, so Wolff in die­ sem Zusammenhang abschließend.  (ast)

Wien. Die Anwaltssozietät Wolf Theiss hat die Beteiligungsgesell­ schaft H.I.G. Europe bei ihrem Ein­ stieg in die St. Gil­gen Inter­na­tio­nal School, eine inter­na­tio­nale Tagesund Inter­nats­schule für die Schul­ stu­fen vier bis zwölf mit Sitz am Wolf­gang­see, bera­ten. Die St. Gil­gen Inter­na­tio­nal School soll Aus­gangs­basis für die neue Bil­dungs­platt­form Aca­de­mos Gruppe sein, über die H.I.G. beab­ sich­tigt, ein inter­na­tio­na­les Netz­

Wien. Die Anwaltssozietät DLA Piper Weiss-Tessbach hat die KML Linear Motion Tech­no­logy GmbH, ein österreichischer Her­stel­ler von Line­ar­mo­tor­sys­te­men, bei der Über­ nahme des Maschinenbau-Unter­ nehmens Rath­ge­ber beraten. Es wurde außer­dem ein Lizenz- und Ser­vice­ver­trag abge­schlos­sen und eine Gene­ral­ver­samm­lung abge­ hal­ten, in der der Fir­men­name in KML Pre­ci­sion Machi­ning GmbH umgeän­dert wurde. KML wurde

werk von Schu­len auf­zu­bauen, heißt es. Der Grün­der der Schule, Alex­an­der Serda, bleibe wei­ter­hin betei­ligt. H.I.G. wurde in der Ver­ gan­gen­heit bereits bei ande­ren Unter­neh­mens­er­wer­ben von Wolf Theiss beraten.

Das Beratungsteam

© DLA Piper

© Wolf Theiss

DLA Piper berät die Wiener KML

„Mit die­ser Inves­ti­tion stärkt unser Man­dant den inter­na­tio­nal ange­se­he­nen Lehr­stand­ort St. Gil­ gen und trägt so gleich­zei­tig zu einer wei­te­ren Auf­wer­tung der gesam­ten Region bei“, erklärt Wolf Theiss-Partner Cle­mens Phil­ipp Schind­ler, der das Bera­tungs­team gemein­sam mit Part­ner Mar­tin Abram leitete. Das Team von Wolf Theiss umfasste dabei die Part­ ner Cle­mens Phil­ipp Schind­ler (Feder­füh­rung, Cor­po­rate/M&A und Tax), Mar­tin Abram (Cor­po­ rate/M&A und Real Estate), Kurt Ret­ter (Public Law), Mat­thias Unter­rie­der (Employ­ment) und Ben­ja­min Twar­d­osz (Tax), die Coun­ sel Jochen Anwei­ler (Anti­trust) und Karl Bin­der (Real Estate) sowie Senior Asso­ciate Katha­rina Ber­tin­ ger (Cor­po­rate / M&A). (red)

Deloitte: Checkliste für neues Kontrollgesetz Wien. Am 1. Juli tritt in Öster­ reich das neue Rechnungsle­ gungs-Kontrollgesetz in Kraft. Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen De­ loitte Österreich hat in die­sem Zusam­men­hang nun einen Pra­ xis-Leitfaden mit dem Namen „Deloitte Enforce­ment Quick Check“ ent­wi­ckelt, der Unter­ neh­men auf die neue Situa­tion vor­be­rei­ten soll. (red)

M&A Antriebshersteller KML übernimmt Rathgeber

Wolf Theiss berät H.I.G. Europe

Cle­mens Phil­ipp Schind­ler und Mar­tin Abram, Partner bei Wolf Theiss.

Wien. Wie­land SchmidSchmidsfelden (53) ist neuer Part­ner bei der Anwaltssozietät CMS Reich-Rohrwig Hainz. Er ver­lässt nach drei Jah­ren die Kanz­lei Benn-Ibler Rechts­ an­wälte, die er im Jahr 2010 mit­ge­grün­det hatte. SchmidSchmidsfelden wird als Part­ner den Cor­po­rate TransactionsBereich von CMS ver­stär­ken; er ist spe­zia­li­siert auf M&A, Finan­ zie­rung, Kapi­tal­markt­recht und Privatisierungen. (red)

Chris­toph Mager, Part­ner bei DLA Piper Weiss-Tessbach in Wien.

1994 gegrün­det und ist auf Antriebs­ tech­no­lo­gie spe­zia­li­siert. Zum Kern­ ge­schäft des Wie­ner Unter­neh­mens zäh­len Engi­nee­ring, Mon­tage, Inbe­ trieb­nahme und Ser­vice. Der­zeit beschäf­tigt KML in Wien rund 45 Mit­ar­bei­ter, davon ein Drit­tel in der Kon­struk­tion und Ent­wick­lung. KML-Mit­be­grün­der und Mana­ging Direc­tor Andreas Wied­rich wurde zum neuen Geschäfts­füh­rer des Toch­ter­un­ter­neh­mens bestellt.

fwp berät Verkauf der Ankerbrot-Liegenschaft

© fwp

Kürzungen in der Justiz

Neuer Partner bei CMS Reich-Rohrwig Hainz

© Österreichischer Rechtsanwaltskammertag

Wien. Der Österreichische Rechts­ anwaltskammertag (ÖRAK) ver­ anstaltete zum 41. Mal die Euro­ päische Präsidentenkonferenz der Rechtsanwaltsorganisationen in Wien – die sogenannten Wiener Advokatengespräche. Was im Jahr 1973 in Wien als Überbrückung des Eisernen Vor­ hangs und Austausch zwischen Ost und West begann, ist 40 Jahre später zu einem Think Tank aus 200 Vertretern der Anwaltschaft und Justiz aus 35 Ländern ge­ worden. In diesem Jahr stand das Thema „Grundrechte in Bedräng­ nis“ im Mittelpunkt: Also aktuelle Entwicklungen, die im Schatten der Finanz- und Schuldenkrise die Grundrechte der Bürger betreffen könnten.

„Enger Zeitrahmen“

fwp-Partner Mar­kus Fell­ner und Rechts­an­walt Ste­fan Turic.

„Wir freuen uns, dass die Trans­ ak­tion erfolg­reich und plan­mä­ßig abge­schlos­sen wer­den konnte. Der äußerst enge Zeit­rah­men – Due Dili­gence, Ver­trags­er­rich­tung und Signing muss­ten inner­halb von zwei Wochen über die Bühne gehen – erfor­derte eine exakte Pla­nung und eine per­fekte Zusam­men­ar­beit unse­res Trans­ak­ti­ons­teams“, er­ klärt Chris­toph Mager, Part­ner und Lei­ter der Cor­po­rate Gruppe bei DLA Piper Weiss-Tessbach. Neben Partner Chris­toph Mager bestand das Bera­tungs­team wei­ters aus den Rechts­an­wäl­tin­nen Suzy Park und Johanna Höltl. (red)

Wien. Die Anwaltskanzlei Fell­ ner Wratz­feld & Part­ner (fwp) hat ein Kon­sor­tium von öster­ rei­chi­schen Ban­ken beim Rück­ kauf der Ankerbrot-Betriebs­ liegenschaft durch die A+B Lie­ gen­schafts GmbH beraten. Ein Jahr­zehnt, nach­dem die Ban­ ken die Betriebs­lie­gen­schaft über­nom­men haben, wurde die in den 1920er-Jahren erbaute Pro­duk­tion wie­der ver­äu­ßert. Der Ver­kauf der Betriebs­lie­gen­ schaft von Anker­brot wurde feder­füh­rend von fwp-Partner Mar­kus Fell­ner und Rechts­an­ walt Ste­fan Turic betreut. (red)


p e o p l e & dat e s

30 – financenetreal:estate

Freitag, 15. Februar 2013

financenet@medianet.at

M&A-Deal Constantia Industries AG verkauft Produktion von Möbeloberflächen an Investmentsfonds der Ipopema

short

DBJ: Verkauf von impress

Neue Datenbank von Austrian Standards Wien. Aus­trian Stan­dards hat eine neue Online-Datenbank mit dem Namen „meinNor­men­ Ra­dar“ ver­öf­fent­licht, in der registrierte User recher­chie­ren können, wel­che Norm-Vorhaben aktuell geplant sind oder wel­che Revi­sio­nen und Zurück­ zie­hun­gen anstehen. Bis 31. März kann das Service kostenlos getestet werden. Abruf­bar sind im Moment Dokumente ab dem Jahr 2000. Die OnlineDatenbank wird alle 14 Tage aktualisiert. (red)

Dorda Brugger Jordis berät den österreichischen Industriekonzern beim Verkauf der impress-Gruppe. Wien. Die Anwaltssozietät Dorda Brugger Jordis hat die Constantia Industries AG beim Verkauf ihres Konzernbereichs „impress“ an einen Investmentfonds der „Ipopema“ beraten. Die Constantia Industries Gruppe mit Hauptsitz in Wien, ein österreichischer Industriekonzern, erwirtschaftete 2011 mit etwa 4.000 Mitarbeitern sowie Produktions- und Vertriebsstandorten in 14 Ländern einen Umsatz von rund 870 Mio. €. Die impress-Gruppe ist auf die Produktion von Möbeloberflächen, wie Melaminimprägnate und ­Finishfolien, spezialisiert und beschäftigt rund 800 Mitarbeiter an acht Standorten. Das Closing der Transaktion wird für das erste Quartal 2013 erwartet. „Der Verkauf der ‚impress‘ Gruppe stellt für ‚Constantia Industries‘ eine erfolgreiche Portfoliobereinigung dar und erlaubt es, unsere Ressourcen künftig auf unsere

Mehrere Interessenten „Die impress Gruppe ist in den vergangenen Jahren entgegen allgemeiner Entwicklungen am Markt gewachsen. Daher nahm auch eine Reihe strategischer Interessenten und Finanzinvestoren am Verkaufsprozess teil. Ipopema überzeugte unsere Mandantin schließlich mit ihrem Zukunftskonzept und bekam daher den Zuschlag“, erklärt Martin Brodey, Partner bei Dorda Brugger Jordis. Das Beratungsteam bei Dorda Brugger Jordis bestand aus M&APartner Martin Brodey und den Rechtsanwälten Christian Mayer (Kartellrecht) und Christian Ritschka (Gesellschaftsrecht, M&A).(red)

© DORDA BRUGGER JORDIS

© panthermedia.net/Rupert Trischberger

bpv Hügel: 16. Wiener Juristengespräche

Kerngeschäftsfelder sowie auf attraktive neue Opportunitäten zu konzentrieren“, so Stanislaus Turnauer, CEO der Constantia Industries AG.

Chris­tian Mayer, Martin Bro­dey und Chris­tian Ritschka von Dorda Brugger Jordis.

„Juristengespräche“: Interne Untersuchungen über Grenzen hinweg.

Bei SEPA wird es zeitlich eng

Alpine mit Asfinag-Großauftrag Wals. Der Baukonzern Alpine steht vor dem nächsten Großprojekt: Die Asfinag teilt mit, die AlpineTochter Alpine BeMo Tunneling mit der Generalsanierung des Bosrucktunnels auf der A9 zu beauftragen. Das finanzielle Volumen dafür beträgt 55 Mio. €. Die Vergabe sei nach der gesetzlichen Stillhaltefrist von zehn Tagen gültig.

Wien. Obwohl Unternehmen die Umstellung auf den Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum SEPA (Single Euro Payments Area) bereits in einem Jahr abgeschlossen haben müssen, nämlich am 1. Februar 2014, sind bis heute lediglich 30% der Überweisungen und zwei Prozent der Lastschriften SEPA-konform, so das Ergebnis einer Untersuchung des Informationsdienstleisters Experian. In der Eurozone könnten daher Zusatzkosten in Höhe von etwa 20 Mrd. € anfallen. Diese vermeidbaren Kosten können durch Versäumnisse bei der Berichtigung von Datenbeständen und deren Validierung im Vorfeld der Migration entstehen, heißt es. (red)

Seit Ende 2009 errichtet der Salzburger Konzern die neue, zweite Röhre des Bosrucktunnels. Diese soll heuer im Sommer für den Verkehr freigegeben werden. Danach wird die bestehende Röhre generalsaniert. Die Arbeiten sollen 2015 abgeschlossen sein. (red)

Wien. Von 9. bis 17. März findet die Wohnmesse „Wohnen & Interieur“ in der Messe Wien statt. Rund 500 Aussteller aus dem In- und Ausland präsentieren dabei auf cirka 55.000 m� Ausstellungsfläche die aktuellen Trends in den Bereichen Wohnen, Design, Accessoires, Home Entertainment und Garten. (red)

© Wikimedia

Schon an der Arbeit

„Wohnen & Interieur“ Mitte März in Wien

Die Tunnelsparte der Alpine ist bereits seit 2009 beim Bosrucktunnel an der Arbeit.

ARGE Putzmarketing Produzenten werben für Putz

Studie Nachhaltigkeit

Bau Türen & Fenster

Wien. Mit dem Ziel, den Menschen die positiven Eigenschaften von Putz bewusst zu machen, haben sich die Putz-Produzenten Baumit Bad Ischl, Ernstbrunner Kalktechnik, Lasselsberger, Moldan, Röfix, Quarzolith, Saint-Gobain Weber Terranova, w&p Baustoffe und Wopfinger Baustoffindustrie zur ARGE Putzmarketing zusammengeschlossen. „Es war an der Zeit, die Bedeutung von ‚Putz‘ wieder in Erinne-

Hamburg. Das ökonomische Potenzial, das in einer „grünen“ Zusammenarbeit von Eigentümern und Gebäudenutzern steckt, wird in den Nachhaltigkeitsstrategien der europäischen Immobilieninvestoren noch zu wenig berücksichtigt. Während in Großbritannien und Frankreich neue Ansätze erprobt werden, um die Nutzerseite intensiver einzubinden, hinkt Deutschland der Entwicklung derzeit hinterher. Zu diesem Ergebnis kommen die Immobilienexperten von Union Investment in ihrer aktuellen Nachhaltigkeitsstudie, für die 165 Immobilienunternehmen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragt wurden.

Kopfing. Josko, Hersteller von Fenstern, Türen und Ganzglassystemen, startet mit einer Reihe von Produkten ins neue Jahr: Das Kunststoff/Alu-Fenster „Topas“ punktet dabei unter anderem mit einem attraktiven Preis. Die neuen Haustürenserien „Nevos“ und „Vitas“ erweitern laut Josko die Produktpalette durch ein frisches Design und fokusieren dabei zusätzlich die Aspekte Stabilität, Sicherheit und Wärmeschutz. (red)

Kampagne: „Putz drauf, gut drauf“ Green Leases

© PREFA/Marion Lafogler

Juventus-Stadion mit neuer Prefa-Fassade

Stadio delle Alpi: Das neue sogenannte „Juventus Stadion“ in Turin.

rung zu rufen”, erklärt Georg Bursik, Vorsitzender der ARGE Putzmarketing.

Humorvolle Kampagne Gemeinsam mit der Wiener Werbeagentur Demner, Merlicek & Bergmann hat die ARGE Putzmarketing nun eine Werbekampagne entwickelt, die auf humorvolle Weise die Vorzüge des Baustoffs Putz erklären soll. (red)

Neues bei Josko

Walter Pacher, Georg Bursik und Michael Beier, Vorsitzende ARGE Putzmarketing.

Während rund 40% der britischen und 70% der französischen Investoren in diesem Jahr „grüne Mietverträge“ im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie einsetzen wollen, messen in Deutschland nur 15% der Investoren diesem Instrument eine hohe Bedeutung bei, lautet das wichtigste Ergebnis der Studie. (red)

© Josko

Nur 15% in Deutschland

© ARGE Putzmarketing

Marktl/Lilienfeld. Turin beheimatet mit Juventus nicht nur einen der international erfolgreichsten Fußballklubs, sondern gleichzeitig den Rekordmeister Italiens. Im „Stadio delle Alpi” gewann Juventus viele italienische Meistertitel. Im Jahr 2009 wurde das Stadion abgerissen, um Platz für eine neue moderne Fußball-Arena zu machen; ein Großteil der Fassade des neuen Bauwerks wurde dabei mit dem zinkgrauen Prefalz-Produkt des österreichischen Herstellers Prefa eingedeckt. (red)

EU Zahlungsverkehr

Alpine BeMo Tunneling Um 55 Millionen Euro wird Bosrucktunnel generalsaniert

Wien. Die heuer zum 16. Mal von der Anwaltskanzlei bpv Hügel durchgeführten Wiener Juristengespräche behandelten diesmal das Thema „Internal Investigations in a Crossborder Environment“. Dabei diskutierten unter anderem bei einer Podiumsdiskussion Dominik Leiter, Stefan Gaug, Sonja Dürager von bpv in Wien und Arthur Braun von bpv Prag und Bratislava über die juristischen Herausforderungen bei internen Untersuchungen. (red)

Fenster- und Türhersteller Josko hat seine Produktpalette erneuert.


medianet

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Freitag, 15. FEbruar 2013 – 31

© feel image

Jubiläum

Wiener Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED) feierte 25. Geburtstag  Seite 36

© C. Sauermann

healtheconomy Vorsorge

Gesundheitsclub mediclass findet immer mehr Anhänger unter Unternehmen  Seite 35

Auszeichnung Feuerwehrorden für Kassen-Boss © Franz Resperger/NÖ Landesfeuerwehrverband

Reform: Stöger zieht positive Zwischenbilanz

© Anna Rauchenberger

short

© MEDA Pharma; mn; Montage: B. Schmid

Wettbewerbe Das Vorjahr war für die Pharmaindustrie nicht schlecht: Nach Einbußen durch Patentabläufe wurden erstmals seit Jahren, wie berichtet, wieder viele Neueinführungen gemeldet. Doch die Pipelines sollen weiter aufgefüllt werden, und so suchen viele Unternehmen nun auch außerhalb der eigenen Wände nach Ideen. GlaxoSmithKline, Boehringer Ingelheim, Sanofi, Janssen und andere schreiben Wettbewerbe und Wissenschaftspreise aus, um zu neuen Ideen zu kommen; im März wird der science2business-Award vergeben. Seite 32

© Stephanie Strobl/Bundesministerium für Gesundheit

Erfolgreiche Bilanz Es geht offenbar auch anders in der Pharmaindustrie. Während große Konzerne nach neuen Blockbustern suchen und unter dem Verlust anderer Umsatzbringer leiden, wachsen kleine Unternehmen, indem sie älteren Produkten neues Leben einhauchen und damit kräftig wachsen. Und es ist möglich, im stark umkämpften Markt der rezeptfreien, apothekenpflichtigen Produkte (OTC) zu wachsen. Die Österreich-Tochter des schwedischen Konzerns Meda zeigt, wie so ein Weg funktionieren kann: 93,9% Plus im dritten Quartal 2012 im OTC-Bereich. Seite 34

Interview Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) zieht im Exklusivinterview eine positive Bilanz der bisherigen Reformen. Doch er hat noch nicht genug   und kündigt vor allem bei der Prävention noch weitere Maßnahmen an.  Seite 33 eHealth IT-Riese mit Österreich-Standbein wuchs stark

inhalt

Sattes Plus für CompuGroup

Pharmareport und Lifescience > Forschungsserie: Wo es in der Grundlagenforschung noch hapert  32 > Nahrungsergänzung liegt voll im Trend  34 > Apomedica bringt neues Produkt auf den Markt  34 Medizintechnik und eHealth > TÜV für Wundzentren in Kärntner Spitälern 

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© CompuGroup

Healthcare > Kommentar: „Wahlkampf“ bedeutet auch kuriose Ideen – wir zeigen Beispiele 32 > Medizinuni Neu: Linz steht in den Startlöchern  33

CompuGroup-Chef Frank Gotthardt will auch künftig die Gewinne hoch halten.

Koblenz/Steyr. CompuGroup Medical, einer der weltweit führenden Anbieter von eHealth-Lösungen und mit einem starken Standbein in Österreich, hat 2012 den Umsatz um 13% auf 451 Mio. € gesteigert. Der Konzerngewinn EBITDA konnte von 73 Mio. € im Vorjahr auf 105 Mio. € erhöht werden. Dies entspricht einem Anstieg von 44%. Die operative Marge erhöhte sich von 18% auf 23%. Mit einem kräftigen Endspurt verbuchte das Segment Hospital Information Systems (HIS), in dem auch die österreichische Tochterfirma systema tätig ist, im Q4 ein kräftiges Plus, sagt Konzernchef Gotthardt. Seite 35


c ov e r

32 – healtheconomy

Freitag, 15. Februar 2013

Forschung Um zu neuen Projekten oder Kooperationen zu kommen, prämieren Unternehmen neue Konzepte

Kommentar

Wahlkampf mit gesunden Themen

Industrie sucht neue Ideen mit eigenen Wettbewerben GSK, Boehringer Ingelheim und Sanofi sponsern Life Science-Projekte weltweit.

G

esundheit, der Zugang zu Medizin, die Zukunft des Systems und Krankenversicherungen sind immer gern Themen im Wahlkampf. Und nicht nur Akteure wie die Ärztekammer haben in dieser Zeit besonders Interesse, Standpunkte zu positionieren. Wie hat schon Wolfgang Schüssel angesichts einer Gesundheitsreform einmal in Vorwahlkampfzeiten gesagt? Er wolle keinen Wahlkampf in Ordinationen, den könne man nur verlieren, weil das Thema zu emotional ist. Genau deshalb wird es auch gern aufgegriffen. Wir möchten das auch tun. Künftig gibt es auf dieser Seite, unter dem Leitartikel, eine Glosse zum Thema ‚Wahlkampf‘. Die Idee: Den dümms-ten oder auch den besten Input der vergangenen Woche in Sachen ‚Gesundheitsdebatte‘ vorzustellen. Vergangene Woche gab es gleich zwei dümmliche Kandidaten: Die erste kam vom Team Stronach; das wünscht sich, dass Diagnose und Therapie in verschiedene Hände gelegt werden, dann würde ein Zuviel an Therapien reduziert. Sehr clever in Zeiten von Ärztemangel, knappen Budgets und langen Wartezeiten ... Ebenfalls wenig gedacht haben dürfte Ärztekammerfunktionär Harald Mayer, der Amulanzgebühren forderte, um Wartezeiten zu senken. Ist sicher ein tolle Idee, wenn Kranke nicht zum Arzt gehen, weil es vielleicht Geld kostet...

GRAFIK DER WOCHE Todesursache Krebs 2010 gab es 19.757 Todesfälle durch Krebs

Lungenkrebs Brustkrebs

1.688 1.638 1.229

981

1985 1990

1995

2000

2005 2010

Quelle: APA/Statistik Austria; Grafik: Raimund Appl

der Wirtschaftskammer und dem Wirtschaftsministerium. Die Verleihung findet am 19. März in Wien statt (www.life-science.com).

Preise an den Medunis Die Sanofi Stiftung wiederum zeichnet jedes Jahr an den medizinischen Universitäten in Österreich hervorragende Forschungsleis-tungen auf dem Gebiet der Medizin aus. Den Medizinischen Universitäten von Graz, Innsbruck, Wien und Salzburg wird dabei jährlich laut Unternehmensaussendung ein „namhafter Betrag“ zur Verfügung gestellt. Jede Medizinische Universität ermittelt ihre Preisträger dann unabhängig für sich selbst.

Nach dem Aufwind folgt die Flaute

Zahlreiche Uni-Projekte

2.146

ging Business Models“. Die ausgezeichneten Projekte unterstützt Boehringer Ingelheim mit mehr als 80.000 USD (60.000 €) sowie Beratungsleistungen. Interessierte Personen, Organisationen und Vereine können bis 10. April an diesem Online-Wettbewerb teilnehmen. Nähere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter „www.changemakers.com/healthbiz“. Beim „science2business-Award 2013“ wiederum konnten Projekte aus Österreich bis 8. Februar eingereicht werden, bei denen es um erfolgreiche Kooperationsmodelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft geht. Die Preise, für die es zusammengenommen 16.000 € gibt, werden u.a. gesponsert von der Pharmafirma Janssen sowie

Serie Pharmaforschung – Teil 9 Grundlagenforschung verliert zunehmend an Boden

1.125

2.536 2.587

Hardo Fischer, Medical & Regulatory Direktor von GSK Österreich: „Wir freuen uns, wenn wir speziell in Österreich einen Beitrag zum wissenschaftlichen Arbeiten in der gynäkologischen Onkologie leisten können.“ Boehringer Ingelheim und Ashoka starten den zweiten weltweiten „Changemakers“-Wettbewerb, bei dem nach Geschäftsmodellen gesucht wird, die Lösungen für grundlegende Probleme im Gesundheitswesen bieten. Ashoka Changemakers ist eine weltweite Aktionsgemeinschaft von Sozialunternehmern zur gemeinsamen Ideenfindung, Inspiration und gegenseitigen Förderung. Das Motto des Wettbewerbs lautet „Transforming Health Systems: Gamechan-

GSK Pharma Österreich wiederum sponsert den diesjährigen „AGO-Austria Young Scientific Award“ zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Forschung in der gynäkologischen Onkologie und Senologie. Ausgezeichnet wird die beste Arbeit, die in einem peer-reviewed Journal veröffentlicht oder von diesem angenommen wurde. Der Award ist mit 10.000 € dotiert, einzureichen sind Arbeiten bis 15. März 2013 bei der AGO, der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie.

1.514

3.269

Forschungspreise boomen: Am 19. 3. werden – wie im Vorjahr – der „science2business“ und „Janssen Special Award“ vergeben.

Geld für Nachwuchs

Wien. „Vor einigen Jahren gab es einen Aufwind im Bereich der Grundlagenforschung, doch davon spüre ich leider nicht mehr sehr viel“, beklagt Josef Penninger, vielfach ausgezeichneter Genetiker und wissenschaftlicher Direktor des IMBA-Forschungsinstituts. „Dabei wäre es gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtig, in diese Zukunftsbereiche zu investieren, um später die Früchte ernten zu können. Andere Länder wie Deutschland, die Schweiz oder auch Skandinavien haben diese Bedeutung erkannt und investieren kräftiger in den Forschungs- und Biotechnologiebereich; sollten wir hier nicht aufschließen, werden sie uns bald weit voraus sein.“

Darmkrebs Prostatakrebs 3.652

3.153

Wien. Das Vorjahr war für die Pharmaindustrie nicht schlecht: Nach Einbußen durch Patentabläufe wurden erstmals seit Jahren wie berichtet wieder viele Neueinführungen gemeldet. Doch die Pipelines sollen weiter aufgefüllt werden, und so suchen viele Unternehmen nun auch außerhalb der eigenen Wände nach Ideen. Junge Unternehmen wie F-Star in Wien und ProtAffin aus Graz werden bereits seit Jahren von der Firma SR One finanziell unterstützt. Das Risikokapitalunternehmen des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK) hat jetzt gemeinsam mit Oxbridge Biotech Roundtable und Stevenage Bioscience Catalyst einen Wettbewerb für den besten Geschäftsplan im Bereich Biowissenschaften in Europa ausgeschrieben, dotiert mit 100.000 £ (117.000 €). Einreichen können Biowissenschaftler bis 35 Jahre, die in Europa arbeiten oder studieren, in vier Bereichen: Arzneimittelforschung, Medizintechnik, Diagnostik und Gesundheitstechnologie; Einreichfrist ist der 21. Februar.

Spieler auf dem Gebiet der Grundlagenforschung nach Arzneimitteln gibt es in Österreich viele, sagt Ernst Urban, Sprecher des Pharmaziezentrums der Universität Wien: „Universitäre Pharmaziezentren, Biozentren (z.B. Biozentrum Bohrgasse), fachver-

wandte Universitätseinrichtungen (Chemie, Technische Chemie, Biologie, etc.), Medizin-Unis, die Uni für Veterinärmedizin, Life Science Institute (z.B. BOKU Wien) und Pharmaforschungsinstitute der Pharmaindustrie, wie z.B. Baxter oder Boehringer. Ein Erfolgsrezept wäre eine verbesserte Koordination dieser Einrichtungen.“

Wie ist die Aufteilung zwischen den Playern einzuschätzen? Penninger: „Es ist klar, dass die Universitäten auch einen Bildungsauftrag zu erfüllen haben; insofern kann man nicht verlangen, dass die Forschung dort die gleiche Intensität erreicht, wie das etwa in einem Forschungsinstitut wie dem IMBA möglich ist.“

„Staatliche Mittel nötig“

© IMBA/Hans Krist

Martin Rümmele

© Anna Rauchenberger

Ina Karin Schriebl

Josef Penninger sieht Nachholbedarf in der Grundlagenforschung.

Auch in der Industrie werde viel geforscht, vor allem im anwendungsorientierten Bereich, was sehr verständlich und notwendig sei. „Anwendungsoffene Grundlagenforschung, wie wir sie betreiben, sorgt vor allem für das nötige Basiswissen, auf das später Innovationen aufgebaut werden können.“ Die Ergebnisse seien daher meist nicht unmittelbar vermarktbar. „Ich denke daher, dass diese Art der Forschung immer zu einem guten Teil vom Staat finanziert werden sollte, um unabhängig bleiben zu können; eine weitere Variante sind private Geldgeber wie in den USA, aber die Kultur der

Philantropie ist in Österreich leider noch nicht sehr etabliert.“ Private Finanzierung gibt es immerhin für das Research Institute of Molekular Pathology (IMP), das von Boehringer Ingelheim gesponsert wird. Doch auch von staatlicher Seite gibt es gute Fördermöglichkeiten. Johannes Pleiner-Duxneuner, Koordinator für klinische Forschung an der MedUni Wien: „Mit EU-Förderungen und nationalen Förderungen kann man ganz gute Projekte aufstellen, aber auf nationaler Ebene könnte es durchaus besser sein.“ Dennoch gebe es Positivbeispiele: „Wir haben den FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung), der ist ganz gut und wir haben den Wiener Wissenschafts-, Forschungs- u. Technologiefonds (WWFT). Ich glaube, ein Grundproblem ist, dass in der Bevölkerung das Ansehen für Forschung und Entwicklung sehr gering ist.“ Auch Josef Penninger stößt ins gleiche Horn: „Dabei könnte sich Österreich als reiches Land durchaus mehr Ausgaben für Forschung und Innovation leisten.“ (eb)


C ov e r

Freitag, 15. Februar 2013

healtheconomy – 33

Interview healtheconomy bittet zum Jahresanfang die Stakeholder im Gesundheitswesen zum Interview – Teil 5: Gesundheitsminister Alois Stöger

„Alle Partner sind eingebunden“ Martin RÜmmele

healtheconomy: Heuer ist Wahlkampf in einigen Bundesländern und im Bund – wie wird sich das auf gesundheitspolitische Vorhaben auswirken? Ist ein Stillstand zu erwarten? Alois Stöger: In der Gesundheitspolitik ist in den vergangenen Jahres sehr viel weitergegangen. Die Krankenkassen sind fast vollständig entschuldet, der niedergelassene Bereich wurde durch die Einführung der Gruppenpraxen aufgewertet. Im zweiten Halbjahr 2012 wurde die ELGA beschlossen und die Gesundheitsreform paktiert. Das kann sich wirklich sehen lassen. Jetzt steht die Umsetzung der Gesundheitsreform an. Da kann es natürlich unterschiedliche Geschwindigkeiten geben; da aber alle Partner der Reform zugestimmt haben, wird es auch im Wahljahr keinen Stillstand geben. healtheconomy: Die Spitalsreform scheint auf Schiene gebracht, die Ärzte kritisieren aber einige Punkte – wie sind die weiteren Pläne? Stöger: Jetzt folgen – wie immer bei einer 15a-Vereinbarung – die bundesgesetzliche Umsetzung und die notwendigen Beschlüsse in den Landtagen. Dabei sind natürlich alle Partner im Gesundheitsbereich eingebunden; dazu zählt auch die Ärztekammer. healtheconomy: In der Reform wurde auch der Einfluss der Ärztekammer bei der Bedarfsplanung von Arztstellen eingeschränkt – was wird die Folge sein? Stöger: Mir geht es nicht darum, Einflüsse einzuschränken, sondern darum, dass alle Partner im Gesundheitsbereich gemeinsam entscheiden, wie die beste Versorgung in der höchsten Qualität für die Patientinnen und Patienten geleistet werden kann. Das ist durch die neue gemeinsame Planung und Steuerung durch den Bund, die

Meduni Linz wird konkret

Neue Uni-Pläne Wien/Linz. Einen weiteren Schritt gibt es auf dem Weg zu einer medizinischen Fakultät in Linz. Eine Expertengruppe mit Vertretern von Land, Stadt und Universität sowie dem Wissenschafts- und dem Finanzministerium hat ihre Gespräche beendet. Aus dem Finanzministerium kommen positive Signale. In einem Pilotprojekt will man die Finanzierung von Lehre und Forschung auf eine neue Basis stellen, die sich vor allem bundesweit kostenneutral auswirken soll. Die wichtigsten Fortschritte seien die Abgleichung der Kalkulations- und Planungsgrundlagen und des Personalschlüssels. Man habe sich auf Grundlagen geeinigt, auf denen die Detailberechnungen angestellt werden, sagte Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP). Man habe die Organisationsstruktur abgestimmt und festgelegt, dass die Forschungsschwerpunkte im Einklang mit den bestehenden Forschungskonzepten der bestehenden Medizinuniversitäten ausgestaltet werden. „Man hat eine Arbeitsgruppe ‚Finanzierung‘ eingerichtet – ebenfalls auf Expertenebene“, sagt Pühringer. (red)

dSozialversicherung und die Ländern gewährleistet. healtheconomy: Wie geht es weiter mit ELGA und E-Medikation? Stöger: Heuer wird die technische Infrastruktur vorbereitet, ab 2014 wird ELGA schrittweise und wie geplant implementiert. Das erste Vollbetriebsjahr ist 2017. healtheconomy: Mit dem Wahlkampf geht auch eine Legislaturperiode zu Ende – wie ist Ihre (Zwischen)Bilanz? Stöger: Wie schon eingangs erwähnt, haben wir sehr viel erreicht. Reformen, die lange für unmöglich

gehalten wurden, sind auf dem Weg. Was mich mit Stolz erfüllt, ist, dass es selbst in Krisenzeiten gelungen ist, das Gesundheitssystem auszubauen und Leistungen zu erweitern; die neuen Kinderimpfungen und das breitere Leistungsangebot in den Zahnambulatorien sind dafür nur zwei Beispiele. healtheconomy: Welche Dinge möchten Sie noch vor der Wahl ändern bzw. voranbringen? Stöger: Die Gesundheitsreform gehört bundesgesetzlich umgesetzt. Und auch im Bereich der Prävention – etwa bei den Schulbuffets – gibt es noch Schwerpunkte.

© Carina Karlovits-HBF/Bundesministerium für Gesundheit

Gesundheitsminister zieht positive Bilanz und hat noch einige Pläne.

Gesundheitsminister Alois Stöger will in Sachen Prävention noch viel bewegen.


34 – healtheconomy

short

Bilanz I: Sanofi ­verdiente weniger

P h a r m a r epo r t: L i f e s c i e n c e

Freitag, 15. Februar 2013

Pharmaindustrie Neues Warzenmittel wird mit erwartetem Jahresumsatz beworben und soll Marktführer werden

Meda wächst mit neuen Produkten und Werbung

© sanofi-aventis

Österreich-Tochter von schwedischem Konzern wächst im OTC-Segment stärker als die Konkurrenz.

GlaxoSmithKline plant Einsparungen von 1,2 Mrd. € pro Jahr.

London. Nach einem schwierigen Jahr ist der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) wieder optimistisch. Für 2013 peilt der Pharmariese ein Gewinnwachstum zwischen 3 und 4% an. Wie GlaxoSmithKline mitteilte, soll auch der Umsatz mit einem Plus von etwa einem Prozent wieder leicht zulegen. Der Konzernumsatz sank 2012 um 3% auf 26,4 Mrd. £. In Europa ging er sogar um 7% zurück. Der operative Gewinn im Kerngeschäft schrumpfte um 5% auf 8,33 Mrd. £. Wegen anhaltend schwacher Geschäfte in Europa verschärft GSK seinen Sparkurs. Konzernchef Andrew Witty kündigte bei Vorlage der Jahresbilanz 2012 ein neues Maßnahmenbündel an, das auch einen Stellenabbau vorsieht; betroffen sind neben dem Europa-Geschäft die Forschungsabteilung sowie die Medikamenten-Produktion. Das Programm soll bis 2016 mindestens eine Mrd. £ (1,2 Mrd. €) im Jahr einsparen. Der Umbau diene dem Zweck, sich langfristig Zuwächse zu sichern, erklärte Witty. Konkrete Zahlen zum Stellenabbau nannte er nicht.

rade gestartet; wir nutzen dabei in Schweden zentral, aufwendig und professionell produzierte Spots“, erklärt der Geschäftsführer die Strategie und rechnet vor, dass er im ersten Jahr den gesamten zu erwartenden Jahresumsatz ins Marketing investiert. Das Ziel dabei ist klar: „Wir wollen auch hier Marktführer werden.“ Cseh will sich damit auch bei den Apothekern klar als Partner positionieren und zeigen, dass man Produkte bringe, mit denen eben auch der Pharmahandel gute Geschäfte machen kann. Das Beispiel „CB12“ hat gezeigt, wie das geht: „Wir wollten Apotheken ein bestens medizinisch getestetes Mundpflegemittel zum Exklusivvertrieb anbieten. Der USP ist die 12-Stunden-

Marktführer in einem Jahr Die Vorjahreseinführungen, wie das Mundhygieneprodukt „CB12“ und das Nagelpilzmittel „Naloc“, brachten kräftige Zuwächse, bei „CB12“ sei man bereits Marktführer, sagt Cseh. Ende Jänner hat Meda in Österreich das Warzenmittel „EndWarts“ auf den Markt gebracht und will auch damit kräftig punkten. „Die Fernsehwerbung hat ge-

Wirkung, die für das Produkt ‚CB12‘ einzigartig ist. Es ist ein Megaseller in Skandinavien. Allein in Schweden betrug der Umsatz 2011 etwa neun Mio. Euro“, sagt der ÖsterreichGeschäftsführer.

dukten nicht nur zu behaupten, sondern zu wachsen. Cseh rechnet in diesem Segment heuer mit einem Plus von 10%. Meda versucht dabei, einen Schritt weiterzugehen und Produkte in Phase 3 und 4 zu kaufen und selbst zu entwickeln. „Dymista“ kommt heuer auf den Markt und ist eine neuartige nasale Formulierung (Kombination von Azelastine und Fluticasone), die Patienten mit allergischer Rhinitis eine bessere Behandlungsoption bietet, als die gegenwärtige Standardtherapien. Es wirkt schneller und effektiver. Cseh hofft auf eine Erstattung durch die Krankenkassen, weil das Produkt klinisch sehr gute Daten liefere. Der Allergiemarkt ist ein weltweiter Markt von fünf Mrd. €.

Neues Allergie-Mittel Meda hat sich darauf spezialisiert, eingeführte Produkte zu kaufen, wenn ­diese vom Ursprungsunternehmen wegen rückläufiger Zahlen oder bei Überschneidungen im Fall von Fusionen abgegeben werden. „CB12“ kam durch die Akquisition der schwedischen OTC-Firma Antula zum Unternehmen. Parallel zum OTC-Bereich versucht man sich auch im Hauptmarkt mit rezeptpflichtigen Pro-

OTC I Zwei Drittel der Bevölkerung kaufen Zusatzmittel

OTC II Apomedica bringt „Dr. Böhm“-Cranberry-Complex

Wien. Zwei Drittel der Österreicher nehmen Nahrungsergänzungsmittel. 20% der Bevölkerung klagen über gesundheitliche Probleme. Das geht aus der Gesundheitsstudie 2013 des Linzer Meinungsforschungsinstituts „market“ hervor. market hat im Jänner 1.000 repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren ausgewählte Personen online befragt. Dabei erklärten 16%, regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen; 21% tun das ab und zu, 29% selten, 35% nie. Die gefragtesten Bereiche für die Präparate, die der Verein für Konsumenteninformation zuletzt als kaum notwendig bezeichnet hat, sind Erkältungen und das Immunsystem (58%) sowie Haut, Haare und Nägel (39%). Auf den Plätzen folgen Gewichtsregulierung, Knorpel-, Muskelaufbau und Schlaflosigkeit (jeweils 24%), Magen und Darm (23%) sowie Blutdruck und mentale Leistungsfähigkeit (je 20%). Den persönlichen Gesundheitszustand bezeichneten drei Prozent als nicht gut und berichteten von ernsthaften Problemen. 17% sprachen von einer weniger guten Verfassung mit einigen Schwierigkeiten.

Graz. Das steirische Pharmaunternehmen Apomedica bringt unter der Marke „Dr. Böhm“ mit „Cranberry complex“-Tabletten ein neues pflanzliches Produkt zur Behandlung von Harnwegsinfekten auf den Markt. Die Cranberry („Großfruchtige Moosbeere“), wird seit Langem bei der Behandlung von Harnwegserkrankungen angewendet. Die in den Cranberries vorkommenden Proanthocyanidine sollen ein Anhaften von Bakterien an der Blasenschleimhaut verhindern. Chronische Harnwegsinfekte betreffen hauptsächlich Frauen, doch auch Männer in höherem Alter sind gefährdet. Als sanfte Alternative zu den medikamentösen Langzeitbehandlungen wurden von „Dr. Böhm“ die „Cranberry complex“-Tabletten entwickelt, die auch über mehrere Monate eingenommen werden können. Zusätzlich zu den hoch dosierten Extrakten aus Cranberries enthalten die Tabletten noch weitere pflanzliche Stoffe: Brunnenkresse und Meerrettich dienen durch natürliche Wirkstoffe der Bakterienbekämpfung, die Vitamine C und D unterstützen das Immunsystem,

Nahrungsergänzung liegt im Trend Neues gegen Harnwegsinfekte 66% befinden sich laut eigenem Bekunden in einem guten Zustand mit vereinzelten Wehwehchen, 14% sind laut Selbstdiagnose in einer ausgezeichneten Verfassung. Die meisten Befragten setzen zur Förderung des eigenen Wohlbefindens auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Besonders beliebt sind auch aktives Entspannen, der Verzicht aufs Rauchen, kein bzw. wenig Alkohol, regelmäßiger Sport sowie Vorsorgeuntersuchungen. (iks)

Nahrungsergänzungsmittel sind als Vorsorgeprodukte sehr beliebt.

Biotin und Vitamin B2 tragen zu einer gesunden Blasenschleimhaut bei. Die Tabletten enthalten einen mehrfach standardisierten Cranberry-Extrakt. Mit dem hohen Gehalt von 67 mg an Proanthocyanidinen/PAC pro Tablette erfüllen die „Cranberry complex“-Tabletten die empfohlene Dosierung der Europäischen Gesellschaft für Urologie. Das Grazer Pharmaunternehmens Apomedica ist in Österreich die Nummer 3 im OTC-Markt.(mv)

© Apomedica/GettyImages / Montage: B. Schmid

© EPA

Bilanz II: GSK ­verschärft Sparkurs

Drei neue OTC-Produkte und Mut zur Werbung verhelfen Meda-Geschäftsführer Günther Cseh zu kräftigen Umsatzzuwächsen.

© panthermedia.net/Ruediger Rebmann

Paris. Umsatzeinbußen durch billigere Konkurrenzprodukte haben dem weltweit drittgrößten Pharmakonzern Sanofi im abgelaufenen Geschäftsjahr zugesetzt. Unter dem Strich sank der Gewinn um rund 13% auf 4,97 Mrd. €, wie das französische Unternehmen mitteilte.Konzernchef Christopher Viehbacher sieht sich mit der strikten Kostenkontrolle und dem Ausbau von Wachstumsfeldern wie dem Diabetesgeschäft aber auf gutem Weg, die Umsatzausfälle für Medikamente wie den Blutverdünner „Plavix“ hinter sich zu lassen. Der Konzern werde in den kommenden Jahren eine neue Wachstumsphase einläuten, gab sich der Deutsch-Kanadier zuversichtlich. 2012 stieg nach Unternehmensangaben der Umsatz wechselkursbereinigt um 0,5% auf 34,9 Mrd. €. Allerdings kann der Konzern in Europa auf mehr Geschäft mit Diabetes-Arzneien bauen. Die EUKommission gab dem Konzern grünes Licht für den Verkaufsstart seines neuen Medikaments Lyxumia.

Wien. Es geht offenbar auch anders in der Pharmaindustrie. Während große Konzerne nach neuen Blockbustern suchen und unter dem Verlust anderer Umsatzbringer leiden, wachsen kleine Unternehmen, indem sie übernommenen Produkten neues Leben einhauchen und damit kräftig wachsen. Und es ist sogar möglich, im stark umkämpften Markt der rezeptfreien, apothekenpflichtigen Produkte (OTC) zu wachsen. Die Österreich-Tochter des schwedischen Konzerns Meda zeigt, wie so ein Weg funktionieren kann: 93,9% Plus im dritten Quartal 2012 im OTC-Bereich, 86,4% Plus im zweiten Quartal. Damit war die Nummer 16 im heimischen OTCMarkt unangefochten die Nummer 1 in Sachen Wachstum. „Wir sind derzeit der Kleine unter den Großen, oder der Große unter den Kleinen. Aber wir haben trotz der schwierigen Rahmenbedingungen den Umsatz in den vergangenen sechs Jahren auf 33 Mio. Euro verdoppelt“, sagt Günther Cseh, Geschäftsführer von Meda Pharma Österreich, nicht ohne Stolz. Rund sieben Mio. € kommen aus dem OTC-Segment, in dem man noch gar nicht so lange tätig ist und in dem Cseh vor allem künftig weiter stark wachsen will.

© Meda Pharma; medianet / Montage: B. Schmid

Martin Rümmele

Sanofi will nach dem Konzernumbau bald wieder wachsen.

Neue Tabletten zur pflanzlichen Behandlung von Harnwegsinfekten.


M e d i z i n t e c h n i k : E- H e a lt h

Freitag, 15. Februar 2013

healtheconomy – 35

Informationstechnik eHealth-Anbieter nähert sich beim Umsatz der halben Milliarde Euro-Marke und will mehr

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Plus für CompuGroup

Screening-Programm für Brustkrebs startet Wien. Einen wesentlichen Schritt nach vorn dürfte Österreich in der Krebs-Früherkennung mit Herbst dieses Jahres machen: Dann soll, wie berichtet, endgültig das organisierte Brustkrebs-Screeningprogramm mit Einladungen an die infrage kommenden Frauen starten. „Das Projekt beginnt am 1. April“, sagte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) bei einer Pressekonferenz in Wien. NÖ-Patientenanwalt Gerald Bachinger bestätigte, dass mit der Versendung der ersten Einladungen im Oktober dieses Jahres zu rechnen sei. Die Etablierung eines geregelten Mammografie-Programms mit Einladung wurde von Onkologen seit Jahren gefordert.

Koblenz/Steyr. CompuGroup Medical, einer der weltweit führenden Anbieter von eHealth-Lösungen und mit einem starken Standbein in Österreich, hat 2012 den Umsatz um 13% auf 451 Mio. € gesteigert. Der Konzerngewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) konnte von 73 Mio. € im Vorjahr auf 105 Mio. € erhöht werden. Dies entspricht einem Anstieg von 44%. Die operative Marge erhöhte sich von 18% auf 23%.

das starke Schlussquartal in diesem Segment in den Ländern Polen, Österreich und Schweiz. „Wir haben unsere Ziele für 2012 erreicht; wir nähern uns der halben Milliarde Euro-Marke und erreichen mit einem deutlichen Profitabilitätsanstieg gleichzeitig die höchste operative Marge der vergangenen fünf Jahre“, erklärte Vorstandsvorsitzender Frank Gotthardt. Darüber hinaus habe man im vergangenen Jahr enorme systematische Vorarbeit für die Zukunft geleistet. „Unsere Organisation und auch unser Produktportfolio sind stärker als je zuvor; unser Fokus liegt auch im neuen Geschäftsjahr weiterhin auf Ertragskraft und ausgewogenem Wachstum.“ Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet CompuGroup Medical einen Umsatz zwischen 470 und 490 Mio. € und ein operatives Ergebnis (EBITDA) zwischen 115 und 125 Mio. €. (iks)

Stark in Österreich Mit einem kräftigen Jahresendspurt verbuchte das Segment „Hospital Information Systems (HIS)“, in dem auch die österreichische Tochterfirma „systema Human Information Systems“ tätig ist, im vierten Quartal ein rein organisches Umsatzwachstum von 12% zum Vorjahr. Besonders ausgeprägt war laut Konzernangeben

© CompuGroup Medical AG

Hospital Information Systems wuchs im vierten Quartal um 12% – vor allem in Österreich.

TILAK setzt auf Wartezonen-TV CompuGroup-Vorstand Frank Gotthardt will die Ertragskraft weiter ausbauen.

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Vorsorge Kommunikationsagentur setzt auf Vorsorge- und Betreuungskonzept in neuartigem Gesundheitsclub

ViennaCommunications geht zu mediclass

© C. Sauermann

Wien. Die Österreichische Bundesliga hat eine, die IC Facility Management GmbH hat eine und auch die Werbe- und Kommunikationsagentur ViennaCommunications hat eine – so unterschiedlich die Unternehmen, so vergleichbar ihr Ansatz in Sachen Mitarbeitergesundheit: Sie alle sind Mitglied beim Gesundheitsclub mediclass. „Die drei Unternehmen und etliche weitere setzen sich aktiv für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter ein und nutzen, was durch viele wissenschaftliche Ergebnisse belegt ist: Gesunde Mitarbeiter fühlen sich wohl und sind zufriedener mit ihrer Arbeit; sie sind weniger oft krank und stärker belastbar“, sagt mediclass-Geschäftsführer Christoph Sauermann. Mit dem ‚mediclass-

mediclass-Geschäftsführer Christoph Sauermann bietet schnellen Arztzugang.

Gesundheitsclub‘ biete man Unternehmen und ihren Mitarbeitern ein einzigartiges Konzept in Sachen Vorsorge und Betreuung. „Das große Interesse an unserem Angebot zeigt, dass betriebliches Gesundheitsmanagement bei immer mehr Firmen ein wichtiges Thema ist, das nicht nur mit unzusammenhängenden Einzelmaßnahmen abgehandelt wird“, erklärt Sauermann. Die Unternehmen würden dabei nach umfassenden, aber dennoch preiswerten Gesundheitsangeboten für ihre Mitarbeiter suchen. Über 35 private Fachärzte sowie erfahrene Komplementärmediziner und Therapeuten betreiben im mediclass-Zentrum ihre Ordinationen und Praxen. Die Unternehmen übernehmen für ihre Mitarbeiter den

TIKAk-Führung weihte eigenes Wartezoneninfofernsehen ein.

Mitgliedsbeitrag und ermöglichen ihnen damit den Zugang zu den mediclass-Privatärzten und die Inanspruchnahme der medizinischen bzw. komplementärmedizinischen und therapeutischen Leistungen zu besonders günstigen Konditionen. Das Nutzungsentgelt kann seitens des Unternehmens zudem steuerlich abgesetzt werden und ist für die Mitarbeiter steuerfrei. Andrea Drexler, Geschäftsführerin ViennaCommunications Consulting GmbH: „Die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist uns ein großes Anliegen. ‚mediclass‘ hat uns durch seinen schnellen Zugang zu Privatärzten und die für uns mit sehr kurzen Wegzeiten verbundene Adresse des Clubs überzeugt.“ www.mediclass.com

Innsbruck. Die TILAK, Träger der Landeskrankenhäuser in Tirol, hat sich entschieden, Wartezonen-Informationsfernsehen in den eigenen Häusern zu installieren. Projektleiterin Teresa Lackner hat in sechsmonatiger Zusammenarbeit mit A1 und der ScreenMediaGmbH (SMG), als Betreiber von Vita TV, das führende Online-Informationsfernsehen für Krankenhäuser auf den Bedarf der TILAK abgestimmt. Mitte November wurde dann dieser Informations-Service mit insgesamt 44 Bildschirmen in Betrieb genommen, teilte die TILAK nun mit.

Medizinprodukte Eigene Akademie für Branche mit 9.000 Beschäftigten in Österreich

Qualitätssicherung Kärntner Ambulanzen zertifiziert

Austromed bildet Berater aus

TÜV für Wundzentrum

Wien. Die Austromed-Akademie – das Aus- und Fortbildungsprogramm der Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen in Österreich – bietet nach eigenen Angaben auch heuer das ganze Jahr eine Vielzahl an Seminaren und Workshops für (angehende) Medizinprodukteberater zur Ergänzung von unternehmenseigenen Programmen der Hersteller. Die Ausbildungsseminare sollen die Absolventen dazu befähigen, die Anforderungen des Medizinproduktegesetzes hinsichtlich der rechtlichen Rahmenbedingungen und des medizinischen Basiswissens in vollem Umfang zu erfüllen. Neben Vorbereitungsseminaren für angehende Medizinprodukteberater bietet die Austromed-Akademie Seminare und Workshops zur Ergänzung unternehmenseigener Aus- und Fortbildungsmaßnahmen. „Dies ermöglicht eine kompetente Service- und Beratungsleistung, die in weiterer Folge den Anwendern und letztlich den Patienten – vor allem im Hinblick auf Sicherheit – zugutekommt“,

Klagenfurt. Die beiden Wundambulanzen im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit und im Elisabethinen Krankenhaus Klagenfurt sind seit Kurzem offiziell als „Wundzentren“ von TÜV Austria zertifiziert. Die beiden Häuser sind damit österreichweit die ersten Spitäler mit zertifizierten Wundzentren, gab Gesundheitsreferent Peter Kaiser (SPÖ) bei einer Pressekonferenz mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) anlässlich der Zertifikatsverleihung im KH St. Veit bekannt. „Die Anerkennung ist eine Bestätigung der sogar im Österreichvergleich hohen Qualität des Kärntner Gesundheitswesens“, sagte Kaiser. Gleichzeitig sei die Zertifizierung auch eine Verpflichtung zu Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität. Die Wundzentren sind den jeweiligen Abteilungen für Chirurgie zugeordnet und die einzigen in Kärnten. Mit dem steigenden Lebensalter der Bevölkerung nimmt laut Kaiser auch der Anteil von chronischen Wunden zu. „Der Leidensweg von Patienten mit chronischen Wunden führt zu einer erheblichen Ein-

Stark in Österreich

© Austromed

Austromed ist die Interessensvertretung der österreichischen Medizinprodukte-Unternehmen, die in der Entwicklung, der Pro-

duktion, der Aufbereitung und dem Handel von Medizinprodukten tätig sind. Medizinprodukte reichen vom Herzschrittmacher über das Hüftimplantat bis hin zum Pflaster. Die rund 100 Mitgliedsunternehmen der Austromed beschäftigen mehr als 9.000 Mitarbeiter und die Wertschöpfung beträgt über 1,6 Mrd. € im Jahr, rechnet Lindinger vor. www.austromed.org/akademie

Austromed-Geschäftsführer Philipp Lindinger forciert Branchenausbildung.

schränkung ihrer Lebensqualität und ist eine große Belastung für deren Angehörige.“ Die Behandlung, die Monate, oft auch Jahre dauere, erfolgt laut Kaiser durch ein interdisziplinäres Team und in enger Zusammenarbeit mit anderen Krankenhäusern und dem extramuralen Bereich. Das WZ(R)WundZentrum der Barmherzigen Brüder wird vom Kärntner Gesundheitsfonds gefördert.  (iks)

© Büro LHStv. Kaiser

sagt Austromed-Geschäftsführer Philipp Lindinger. Alle Referenten verfügen über ein breites Wissen und jahrelange Erfahrung in diesen Bereichen.

Gesundheitsreferent Kaiser ­und Minister Hundstorfer fördern Versorgung.


M E N S C H E N & KA R R I E R E N

36 – healtheconomy

Freitag, 15. Februar 2013

Wettbewerb Pharmaunternehmen CSC/Angelini befragte Apotheken zu Kundenservice und Verkaufsförderung

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Zufriedene Apotheken

Watzlawik-Ehrenring geht an Walter Thirring

© Stefan Seelig

Wien. Nach der Auswertung einer groß angelegten Kundenumfrage hat das Pharmaunternehmen CSC/ Angelini nun die besten Kundenanregungen prämiert; die drei Gewinner erhielten edle Tropfen aus den Weingütern der Familie Angelini. Seit 1994 betreibt das Familienunternehmen unter dem Namen „Tenimenti Angelini“ Qualitätsweinanbau und zählt zu den Top 50 Weinunternehmen in Italien.

Verleihung des Paul Watzlawick-Ehrenrings 2013 in der Ärztekammer.

Wien. Wie nur wenige andere habe er die Dimensionen seiner Disziplinen gesprengt und sei an die Grenzen der Physik gegangen, er sei ein Meta-Physiker und dekonstruierend im Sinne von Paul Watzlawick: Die Jury des „Paul WatzlawickEhrenrings“ der Ärztekammer für Wien hat Walter Thirring einstimmig zum Preisträger für 2013 gekürt. Thirring, geboren 1927 in Wien, zählt zu den bedeutendsten heimischenNaturwissenschaftern.

Idee: Promotionstage An der Umfrage zur Kundenzufriedenheit nahmen insgesamt 217 Apotheken teil. Der Gewinner war die Steinbock Apotheke in Wels, gefolgt von der Central Apotheke in Wiener Neudorf und der Apotheke zum Heiligen Josef in Wien. Der Gewinner des Wettbewerbs, Jürgen Grasl, schlug die Einführung von Promotionstagen vor – eine Idee, die dem holistischen

Linzer Ordensspital wurde ausgezeichnet

Ansatz von CSC/Angelini am besten entsprach. Die Apotheker wurden zur Betreuung durch CSC/Angelini, zum Kundenservice sowie zur Marketing- und Verkaufsförderung befragt. In der Außendienstbetreuung zeigten sich mehr als zwei Drittel mit dem Service von CSC/Angelini sehr zufrieden. Die fachliche Beratung wurde von 98% der Befragten als gut oder sehr gut bezeichnet. Die Absicht der Umfrage bestand darin, die Leistungen des Unternehmens bei Apothekern stärker ins Bewusstsein zu rufen sowie Kooperation und Serviceleistung von CSC/Angelini zu vertiefen. Dabei stellt sich CSC/Angelini laufend Wettbewerben wie etwa „Österreichs kundenorientiertester Dienstleister“. Peter Wimmer, Country Manager bei CSC/Angelini, über die Motive: „Wir sind immer bestrebt, die Kundenbedürfnisse zu erfassen und bestmöglich zu erfüllen.“ (mv)

© CSC/Angelini

Beste Kundenanregungen wurden ausgewählt und mit Wein aus familieneigenem Weingut belohnt.

Stefan Schmuck-Horninger (li.), OTC-Repräsentant in Westösterreich, übergab CSC/Angelini-Auszeichnung an Mag. Pharm. Jürgen Grasl (Steinbock Apotheke).

Ganzheitsmedizin Nachfrage der Bevölkerung wächst

Jubiläum Finanzielle Hilfe für medizinische Härtefälle

Wien. Bis zu 80% der Bevölkerung bevorzugen eine Kombination aus Schul- und Komplementärmedizin. Sie wünschen sich, von ganzheits-

Wien. Laut Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) sei es eine „österreichische Erfolgsgeschichte“: Seit zehn Jahren gibt es Bundesländer-Entschädigungsfonds für Härtefälle nach medizinischer Behandlung im Krankenhaus. Seither wurden rund 56 Mio. € ausgezahlt. Patienten soll damit vor allem dann geholfen werden, wenn das Haftungsrecht nicht greift. Diese Regelung ist in Europa bisher ein Vorbild geblieben. „In jedem Gesundheitswesen der Welt können Schäden entstehen“, sagte Stöger. Es gelte, niederschwellig Hilfe anzubieten. Die auf Bundesländerebene eingerichteten Fonds, die aus dem PatientenSelbstbehalt mit 0,73 € pro Spitalstag finanziert werden, greifen: Pro Jahr werden an die Patientenan-

Präsident Wolfgang Marktl feiert heuer 25 Jahre GAMED.

Das vierte Lebensalter Prominente wie Rudi Assauer, Tilman Jens und Arno Geiger haben die Öffentlichkeit wachgerüttelt – nun liefert Reimer Gronemeyer den Hintergrund zu einer längst überfälligen Debatte: Sein Buch „Das vierte Lebensalter“ beschreibt den schwierigen Alltag dementer Menschen und ihrer Angehörigen und prophezeit eine soziale Kernschmelze: In unserer alternden Gesellschaft werden immer mehr Menschen dement, ihre Familien sind immer weniger in der Lage, diese Menschen aufzufangen, und die Kosten für ihre Betreuung explodieren. Gronemeyer fordert einen Perspektivwechsel. Die These des Theologen und Soziologen aus Deutschland: Mit medizinischer Forschung werden wir das Problem nicht lösen! Was wir brauchen, ist eine Strategie gegen die sozialen Folgen von ­Demenz. Denn wir wissen nicht, wodurch Demenz ausgelöst wird – aber wir wissen, dass es jeden treffen kann. (fei) Reimer Gronemeyer: Das 4. Lebensalter – Demenz ist keine Krankheit. 304 Seiten, 19,99 €. ISBN 3629130100

© Bundesministerium für Gesundheit

Patientenanwalt Bachinger nennt Entschädigungsfonds „Erfolgsgeschichte“.

Menschen, über die man spricht

Gerhard Hutter wurde von der NÖ Feuerwehr geehrt St. Pölten. Hohe Auszeichnung für Gerhard Hutter, Obmann der NÖ Gebietskrankenkasse: Am 30. Jänner erhielt er vom NÖ Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta die Floriani-Plakette für seinen jahrelangen Einsatz für die niederösterreichische Feuerwehr. Die Plakette ist die höchste Auszeichnung, mit der eine Zivilperson geehrt werden kann. „Meine Unterstützung der Feuerwehren bei Gesundheitsfragen ist mir ein Herzensanliegen“, betonte Obmann Hutter bei der Ehrung, „schließlich opfern diese Männer und Frauen viele Stunden ihrer Freizeit unentgeltlich im Dienst für die Allgemeinheit.“ Hutter hat sich einerseits für im Einsatz verletzte Einzelpersonen engagiert und andererseits auch im Bereich von Vorsorge und Gesundheitsschutz Verbesserungen erwirkt.  (fei)

© Franz Resperger/NÖ Landesfeuerwehrverband

© APA/Georg Hochmuth

r © Pattloch/Droemer Knau

buch-tipp

waltschaften rund 1.000 Fälle herangetragen. 80 bis 85% bekommen Geld, im Schnitt zwischen 8.000 und 9.000 €.  (fei)

W i l hel m ­M arho l d, g eneral d irekt o r wiener kav

Für Primarärzte gibt es ab heuer im Wiener Krankenanstaltenverbund einen Managementlehrgang, der zehn Module umfasst. Führungskräfte werden optimal für steigende Anforderungen im Gesundheitswesen und für ihre Managementaufgaben ausgebildet. „Wir wollen Führungskräfte in ihren wirtschaftlichen Skills stärken und ihnen dafür möglichst viele Instrumente zur Verfügung stellen“, so Wilhelm Marhold, Generaldirektor des Wiener KAV und Initiator des Lehrgangs.

Pet ra Wolfgan g, pfl egeche fin KH loren z bö h ler

Petra Wolfgang aus Matzendorf (NÖ) ist neue Pflegedienstleiterin im AUVA-Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler. Ihre Vorgängerin Irene Walgram geht in Pension. „Die raschen Fortschritte und Veränderungen im Gesundheitswesen machen die Pflegedienstleitung besonders spannend. Die Weiterentwicklung der Pflege sowie die Unterstützung, Förderung und Weiterbildung meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ein wichtiger Teil meiner Arbeit sein“, sagte sie.

© LKH-Univ. Klinikum Graz

Linz. Krankenhäuser, an denen Studierende den praktisch-medizinischen Teil ihrer Ausbildung absolvieren, werden von der Medizin-Uni Innsbruck regelmäßig evaluiert. Beim jährlichen Curriculums-Tag wurde das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz (Vinzenz Gruppe) ausgezeichnet, die Urkunde an Andreas Petzer übergeben. Das Ordensspital ist auch Lehrkrankenhaus für die Meduni Graz.

© feel image - Fotografie e.U.Felicitas Matern

Erhielt Auszeichnung für das Linzer Ordensspital: Andreas Petzer (2.v.li).

medizinisch kompetenten Ärzten sowohl in Gesundheitsvorsorge als auch im Krankheitsfall beraten, begleitet und behandelt zu werden. In diesem Anliegen wird die Bevölkerung seit 25 Jahren durch die „GAMED – Wiener Internationale Akademie für Ganzheitsmedizin“ unterstützt. Das Konzept dahinter erklärt GAMED-Präsident Wolfgang Marktl so: „Jeder Mensch sollte sich bei Bedarf an einen Arzt mit ganzheitsmedizinischer Ausbildung wenden können, der neben der klassischen Schulmedizin auch ein breites Spektrum an komplementärmedizinischen Methoden beherrscht.“ In den nächsten Jahren will sich die GAMED noch stärker als Kompetenzzentrum für Ganzheitsmedizin etablieren.  (fei)

© AUVA/Rainer Gryc

© MedUni Innsbruck

GAMED begeht den 25. Geburtstag Zehn Jahre Entschädigungsfonds

Lars -PEt er Kamolz , ne uer abt eilu ng s che f l kh graz

Nach Verbrennungen, Unfällen mit abgetrennten Gliedmaßen und anderem gilt es, Form und gestörte Körperfunktionen wiederherzustellen. 3.000 solcher Eingriffe werden jährlich an der Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie am LKH-Uniklinikum Graz durchgeführt. Mit Lars-Peter Kamolz tritt ein Spezialist für chirurgische Brandverletzten-Behandlung die Nachfolge von Erwin Scharnagl, an. Kamolz war zuvor am AKH Wien.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 15. Februar 2013 – 37

beständig vorwärts

Eine Studie ortet sechs Nutzer-Typen unter den Mobilfunk-Anwendern  Seite 40

Laut Deloitte sind am IT-Markt heuer keine Sensationen zu erwarten  Seite 41

tablet Microsoft Surface im test

© Microsoft

referenz-

Neuer Typen-schein © Deloitte

IQ Mobile

technology Entropie und Statistik gegen Cyber-Kriminelle

© Web Dynamite

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© Spotify

Linz/Wien. WebDynamite wurde als erstes Softwarehaus in Oberösterreich für sein Gesundheitsprogramm „wd. vital“ mit dem Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung („BGF“) ausgezeichnet (Bild: Verleihung im Rahmen eines Events der OÖ Krankenkasse). „Mit unserem Programm ‚wd.vital‘ können wir auf vielfältige Art und Weise zeigen, dass Gesundheitsaktivitäten auch Spaß machen können“, sagt WebDynamiteGeschäftsführer Rainer Lischka über die für drei Jahre verliehene Auszeichnung.  www.webdynamite.com

© Chris Haderer

Wien. Spotify hat seinen volllizensierten Musik-StreamingService in Italien, Polen und Portugal gestartet. Somit erhöht sich die Gesamtzahl der Spotify-Märkte auf 20 (USA, UK, Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark, Frankreich, Schweiz, Deutschland, Österreich, Belgien, die Niederlande, Spanien, Australien, Neuseeland, Irland, Luxemburg, Italien, Polen und Portugal). Spotify hat mehr als 20 Mio. aktive User und über fünf Mio. zahlende Mitglieder. Seit dem Launch in Schweden 2008 hat Spotify mehr als eine halbe Mrd. USD an Rechteinhaber abgeführt.  www.spotify.com

Was für den Laien wie ein Mandala aussieht, ist ein mit entropischen Statistikverfahren aufgearbeitetes Abbild möglicher neuer Malware-Bedrohungen.

Es ist ein Kampf gegen Windmühlen Die Abwehr von Angriffen aus dem ­Cyberspace ist zur Wissenschaft geworden. Denn: Sicherheitsprogramme ­müssen auch vor noch gar nicht entdeckten Cyber-Erregern schützen.  Seite 38 Polarion Software Preisträger der Software Quality Days

Sage Softwarehaus gründet einen Technologie-Beitrag

Timothy Ströbele, Professional Services Manager bei Polarion Software.

Stuttgart/Wien. Polarion Software, Anbieter von Lösungen für Anforderungsmanagement, Test Management und Application Lifecycle Management, hat die „Tool Challenge“ auf den „Software Quality Days“ in Wien gewonnen und Konkurrenten, wie Microsoft, IBM und Micro Focus geschlagen. „Was mich besonders stolz macht, ist die Tatsache, dass die Entscheidung bei der ‚Tool Challenge‘ stark vom Konferenzpublikum abhängig ist und wir somit einen ‚Publikumspreis‘ erhalten haben“, sagt Timothy Ströbele, Professional Services Manager bei Polarion Software.  software-quality-lab.com

Eine Quelle unabhängigen Denkens

© Sage

Wien. Evernote, Anbieter von Wissens-ManagementLösungen, bietet „Evernote Business“ ab sofort in der gesamten EU sowie in Norwegen und Island an. „Mit mehr als 70 Prozent Evernote-Nutzern in Ländern außerhalb der Vereinigten Staaten bietet der globale Markt für kleine und mittelständische Unternehmen großes Wachstumspotenzial für Evernote Business“, sagt CEO Ken Gullicksen (Bild).  www.evernote.com/business

© Software Quality Lab/Pepo Schuster

© Evernote

Auszeichnung für Software-Tools

Guy Berruyer, CEO der Sage Gruppe: neues Gremium für neues Denken.

Wien. Die Sage-Gruppe, Anbieter von betriebswirtschaftlicher Software für kleine und mittelständische Unternehmen, hat einen TechnologieBeirat, die sogenannte Technology Advisory Group (TAG), gegründet. Dem Gremium gehören Spezialisten der IT-Industrie sowie interne Experten an. „Es soll Innovationsmotor und Quelle des unabhängigen Denkens im Bereich ‚Technologie‘ sein“, sagt Guy Berruyer, CEO der Sage Gruppe, über das Gremium: „Das Wissen und der Weitblick des neuen Gremiums werden unsere Technologiestrategie voranbringen und unsere Fähigkeiten intern stärken.“  www.sage.at


C ove r

38 – medianet technology

Freitag, 15. Februar 2013

AVG Gute Performance und einfache Bedienbarkeit sind wesentliche Kriterien für erfolgreiche Virenschutz-Software

Kommentar

Der neuen PC-Malware mit Statistik auf den Fersen

Aus der Cloud statt aus der Schachtel

Am Schwarzmarkt können Spam- und andere Angriffe von Laien wie im Geschäft bestellt werden. Brno. Von Hektik ist keine Spur. Niemand hastet mit wichtigen Depeschen durch die Gänge, und es gibt auch keine überdimensionalen Displays, auf denen rote Flächenbrände jene Regionen zeigen, die schon von Skynet übernommen wurden. Stattdessen sehen die Arbeitsplätze der Virenkämpfer im „AVG Threat Lab“ in Brno aus wie jedes andere Büro, in dem Programmierer sitzen: funktionell, schmucklos und mit Unterlagen vollgestopft. „Nichts, was an CSI erinnert“, meint Tony Anscombe, Senior Security-Evangelist beim Virenschutzhersteller AVG. Obwohl: Auf einem Bildschirm ist eine Grafik zu sehen, die ein wenig an das Interieur der forensischen Superhelden aus dem Fernsehen erinnert, und für die auch Jiri Bracek, Engineering Director bei AVG, keinen Namen hat (siehe Foto). „Sie erinnert ein bisschen an eine Iris“, beschreibt Bracek das Bild, das eine wesentliche Rolle beim Ausforschen neu-

Chris Haderer

W

as die Einführung neuer Lizenzmodelle angeht, gehören Adobe und Microsoft gerade zu den Vorreitern am Markt. Beide haben ihre Vorzeigesuiten in den letzten Monaten relativ unaufgeregt in die Cloud katapultiert. An Kinderkrankheiten leidet Microsoft mit „Office 365“ genauso wie Adobe mit seiner „Creative Cloud“, dennoch sind es interessante Distributionsmodelle. Anwendungen werden nicht mehr auf Datenträgern gekauft, sondern aus der Wolke gemietet (und von dort gegebenenfalls auf der eigenen Platte installiert). Der Vorteil: Man hat Werkzeug und Daten immer verfügbar, und alles ist auf dem letzten Stand. Vielleicht ein Nachteil: Als Anwender besitzt man seine Software – seine Werkzeuge – nicht mehr, man borgt sie sich gegen Geld. Zwar sind von Microsoft- und Adobe-Produkten noch Kaufversionen verfügbar, aber es könnten die letzten sein. Dieser Paradigmenwechsel wird sich über alle Bereiche der IT-Industrie ziehen, weil er das Geld in Umlauf hält, statt es in einmaligen Investitionen zu binden. Nebenbei entledigt sich die Softwareindustrie durch die Koppelung von Cloud-Anwendungen an User-Accounts auch ein bisschen der RaubkopienProblematik. Schwer wird es für den Einzelhandel werden, denn wer kauft im Geschäft noch eine Schachtel, wenn eh alles aus der Cloud ins Zimmer kommt?

Pavel Krcma, VirusLabs Senior Architect beim tschechischen Antivirushersteller AVG.

er Malware spielt. Basierend auf entropischen Statistikverfahren, repräsentieren die Linien die Häufigkeit eines bestimmten Verhaltens einer Software. Was für den Laien wie ein Mandala aussieht, gibt den Experten im AVG Threat Lab Aufschluss über potenzielle neue Bedrohungen.

Basisschutz für Einsteiger

Blick ins Reich der Programmierer mit entropischer Malware-Sicht.

Atos Neuer Trend-Report

Die Magie ist bei allen Virenschutzherstellern mehr oder weniger gleich, aber die Zaubersprüche sind anders. Ein Highlight ist für AVG beispielsweise „die gesteigerte Performance unserer aktuellen Internet Security-Versionen“, sagt Bracek und berichtet von einer Office-Installation, die mit installiertem AVG-Schutz schneller lief als mit der Microsoft-Firewall

Jiri Bracek, Engineering Director bei AVG: Neue Versionen mit besserer Performance.

und dem zu Windows gehörenden Bitdefender. In etwa 176 Ländern kämen AVG-Produkte derzeit zum Einsatz, wobei das ursprünglich aus Tschechien stammende Unternehmen auch abgespeckte Gratisversionen seiner Schutzprodukte anbietet. „Sie bieten einen Basisschutz, der für normale Anwender ausreichend ist, die kein ‚gefährliches‘ Surfverhalten zeigen“, sagt Pavel Krcma, VirusLabs Senior Architect. Wer mehr Features (wie etwa Identity Protection und Fernadministrierbarkeit im Unternehmen) möchte, muss zu den kommerziellen Versionen greifen (AVG Internet Security 2013 und AVG Internet Security 2013 Business, medianet technology berichtete). Die Bedrohungsszenarien, die Krcma für die nächsten Monate in Aussicht stellt, sind nicht allzu

neu – mehr mobile Bedrohungen, Cloud, etc. –, allerdings seien nun handfeste kommerzielle Interessen im Spiel.

Zugänglicher Schwarzmarkt „Kampagnen werden am Schwarzmarkt angeboten wie ganz gewöhnliche Waren“, sagt Krcma. Besondere Fachkenntnisse seien beim Auftraggeber beispielsweise einer Spam-Attacke nicht erforderlich – die bringt der „Dienstleister“ ein. Dementsprechend ist auch die Abwehr zu einer Wissenschaft geworden – weil Angriffe oft erst erkannt werden, wenn sich die Malware bereits ausgebreitet hat. Die Arbeit in einem Virus-Labor sei ein bisschen vergleichbar mit einem Wettrüsten, aber ohne lethale Folgen ...    www.avg.com

Microsoft Der Softwarehersteller legt bei den Umsätzen zu, verzeichnet aber seit fünf Quartalen rückläufige Gewinne

Veränderungen

Ein Gewinnrückgang auf höchstem Niveau

© Wikimedia

Wien. Der Blick auf die Umsatzentwicklung der letzten zehn Jahre macht noch keine Gänsehaut im Nacken: Von 28,37 Mrd. USD Gesamtumsatz im Jahr 2002 ist der Softwarekonzern Microsoft auf ein Bruttogewicht von respektablen 73,72 Mrd. USD gewachsen (siehe Infografik). Die solide Dorfhügelschräge beschert den Redmondern konstante Umsatzzuwächse, die allerdings von einem kleinen Makel getrübt werden: Trotz steigender Umsätze sind die Gewinne des Softwarekonzerns schon seit fünf Quartalen rückläufig. So konnten die Windows-Erfinder im letzten Geschäftsquartal zwar den Umsatz um 2,7% auf 21,5

© EPA

Thierry Breton, Chairman und CEO des IT-Dienstleisters Atos.

Wien. Der IT-Dienstleistungsanbieter Atos zeigt in seinem Trendbericht „Ascent Journey 2016“ aktuelle Trends und Herausforderungen, die Wirtschaft und Gesellschaft bis 2016 prägen und verändern sollen. Dazu gehören die „Total Data“-Wirtschaft, die bargeldlose Gesellschaft sowie gesellschaftliche und gemeinsam genutzte Innovationen. „Der Bericht zeigt auf, dass der Weg aus der Konjunkturkrise über wirtschaftlich nachhaltige Beziehungen führt, die auf Vertrauen basieren“, fasst Thierry Breton, Chairman und CEO von Atos, die Ergebnisse mit einem Satz zusammen.  www.atos.net

© Chris Haderer (3)

Chris Haderer

Microsoft-Gründer Bill Gates: nur noch peripher an Windows interessiert.

Mrd. USD (16,4 Mrd. €) steigern – allerdings sank gleichzeitig auch der Gewinn um 3,7% auf 6,4 Mrd. USD (4,77 Mrd. €). Allerdings: In der Liste der vom Gewinn her im vierten Quartal 2012 erfolgreichsten Unternehmen rangiert Microsoft erst auf Platz vier. Davor kommen Chevron mit 7,2 Mrd. USD (ca. 5,37 Mrd. €), Exxon Mobil mit zehn Mrd. USD (7,46 Mrd. €) und weit in Führung Apple mit 13,1 Mrd. USD (9,78 Mrd. €). Unter den Top Ten ist überhaupt nur ein einziger weiterer IT-Konzern vertreten, nämlich IBM mit

5,8 Mrd. USD (4,33 Mrd. €); vor Big Blue kommt noch der blaue Wunderpillenhersteller Pfizer mit 6,3 Mrd. USD (4,7 Mrd. €) auf Platz fünf. Wenn Microsoft-Geschäftsführer Steve Ballmer Umsatzrückgänge vermelden muss, dann ist das Wehklagen auf höchstem Niveau, denn Microsoft ist ein ertragreiches Unternehmen. Dass sich die Zahlen zurzeit ein wenig im Pilgerschritt entwickeln, mag mit der Einführung von „Windows 8“ zu tun haben. Mit dem neuen Betriebssystem (dessen Einführung

mit einer neuen Office-Version sowie der Vorstellung des neuen „Surface“-Tablets einhergeht, siehe Seite 42), kämpft Microsoft an mehreren Fronten. Einerseits soll Windows in diversen Variationen Endgeräte von Smartphones bis zu Tablets und konventionelle Rechner abdecken, was den Versuch darstellt, ein umfassendes Ökosystem zu etablieren. Auf der anderen Seite vollzieht Microsoft gerade einen Paradigmenwechsel, der seinen Niederschlag nicht zuletzt in Miet- statt Kauflizenzen findet.  www.microsoft.at


I d e e & st rat e gi e

Freitag, 15. Februar 2013

medianet technology – 39

Studie Ein Drittel der Finanzdienstleister hat in den letzten sechs Monaten mindestens einmal wegen einer falschen Computerentscheidung Geld verloren

Auch Computer können sich irren chris haderer

Wien. Im Ranking der spektakulärsten Softwarefehler des Jahres 2012 ist von einem amerikanischen Börsenhändler die Rede, den ein Softwarefehler innerhalb von 45 Min. satte 440 Mio. USD kostete (medianet technology berichtete). Vor allen anderen sei es insbeson-

erzielt. 86% gaben an, dass die Interaktion von Mensch und Technologie dann nutzbringend ist, wenn die Prozesse, die sie mit­einander verbinden, kreativer sind. Allerdings sind Führungs­ kräfte oft der fälschlichen Ansicht, dass menschliches Eingreifen bei ­C omputerprozessen nur selten ­nötig sei.

Schnelles Handeln

„Am Finanzdienstleistungssektor ist nun schnelles Handeln

„Trotz der Herausforderungen betrachtet der Finanzdienstleistungssektor die Vorteile der Technologie nach wie vor positiv“, sagt Carsten Bruhn, Executive Vice

President von Ricoh Europe. Laut der Studie glauben 41% der Befragten, die besten Innovationen ihres Teams hätten in den letzten drei Jahren nicht ohne unterstützende Technologie umgesetzt werden können. Ein gutes Drittel (30%) meint, diese Innovationen wären ohne diese Technologie gar nicht erst auf den Tisch gekommen. Weitere 78% geben an, dass ihnen Technologie zu mehr Produktivität verhilft. Auf den Punkt gebracht, so Bruhn, sei bei den ­Finanzdienstleistern nun „schnelles Handeln vonnöten“.  www.sqs.com  www.ricoh-europe.com

© SQS Software Quality Systems

Die Mehrheit glaubt, dass mehr Technologie zu mehr Produktivität verhilft.

Phil Codd, Managing Director bei SQS Software Quality Systems: Absturz-Ranking.

wirklich notwendig.“ Carsten Bruhn, Ricoh europe

dere die Finanzbranche, die mit Systemfehlern zu kämpfen habe, meint Phil Codd, Managing Director bei SQS Software Quality Systems, dem Urheber der „Absturz Top Ten“. Denn: die „Software-Pannen dieser Branche dominierten die Top Ten-Listen aller vergangenen drei Jahre. 2012 kamen fünf der Top Ten-Fehler aus dem Bereich der Finanzdienstleistung.“ Ein Hauptgrund, so Codd, seien schlecht gewartete Altsysteme bei Banken und Börsenunternehmen.

Für tausende Kinder in Osteuropa ist das Leben kein Spiel.

Finanzieller Schaden Es müssen nicht gleich Systemabstürtze sein – es reicht, wenn Maschinen falsche Entscheidungen treffen. Laut der von der Economist Intelligence Unit durchgeführten und von Ricoh gesponserten Studie „Humans and Machines“, die die Auswirkungen von Technologie auf die menschliche Kreativität und Intuition untersucht, hatte eine automatisierte Entscheidung bei mehr als einem Drittel (37%) der Organisationen auf dem Finanzdienstleistungssektor mindestens einmal in den letzten sechs Monaten finanzielle Folgen. Darüber hinaus gab fast ein Drittel (31%) an, im gleichen Zeitraum Kunden wegen einer Computerentscheidung verloren zu haben.

Bedeutung der Prozesse Über eines scheinen sich die Führungskräfte am Finanzdienstleistungssektor allerdings einig zu sein: Die neueste Technologie ist nicht immer der einzige Weg für eine erfolgreiche Zukunft. Drei Viertel (71%) der Teilnehmer sind der Ansicht, dass Technologie allein, ohne einen Prozess, der sie verknüpft, wenig Wertschöpfung

schenken ein Zuhause. Mit 30 € Pate werden: www.caritas.at PSK: 7.700.004, Erste Bank: 012-34560

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Fa c t s & f i g u r e s

40 – medianet technology

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Auszeichnung für beste Learning-Software 2013

Freitag, 15. Februar 2013

IQ mobile Laut einer Studie lassen sich Smart- und Mobilfunkuser anhand ihres Nutzerverhaltens in sechs Gruppen teilen

Die sechs Nutzertypen der heimischen Mobilfunker Smartphones ist für sie nur eine Frage der Zeit. Und die größte Gruppe, die Traditionalists (33,7%), verwendet ihr Handy ausschließlich zum Telefonieren. „Die massenhafte mobile Reichweite, die Tausenden Apps, Hunderten mobilen Portale und zig Werbeformen, die es mobil nach diversen Targeting-Kriterien zu buchen gibt, brauchen eine intelligente Planung und Umsetzung“, sagt Harald Winkelhofer. „‚Mobi-

chris haderer

Wien. Im Bildungsforum der „Learntec“ (Kongress und Leitmesse für digitales Lernen in der D-A-CH-Region) beurteilen namhafte Unternehmen und Organisationen ihre Auftragnehmer. Die besten Bewertungen in der Kategorie „Individuelle Contentproduktion“ hat die Wiener Webducation GmbH erhalten und wurde somit als „Anbieter des Jahres 2013“ ausgezeichnet. Das 2001 gegründete Unternehmen hat jüngst auch seine Fühler in die USA ausgestreckt und entwickelt aktuell gemeinsam mit dem „Cambridge Healthtech Institute“ hochqualitatives E-Learning im Bereich „Medical Training“ und „Compliance“.  www.webducation.cc

Projektmanagement mit Social Web-Komponente Frankfurt/Wien. Bereits mehr als 800.00 Anwender nutzen den „Projectplace“ zur Abwicklung von Projekten. Projectplace ist einer der ersten Cloudanbieter und stellt seinen webbasierten Service seit 1998 im Internet bereit. „Als ‚Projectplace‘ damals sein webbasiertes Collaboration-Tool startete, wurde dieses Angebot durchaus kritisch beäugt“, sagt Johan Zetterström, CEO Projectplace. „Heute kennen und schätzen die Menschen die Vorteile solcher Services und immer mehr Unternehmen und Organisationen wickeln ihre Projekte in der Cloud ab.“ Allein in den letzten zwölf Monaten sind 100.000 Neuregistrierungen dazugekommen und die Anzahl der Projekte, die über Projectplace abgewickelt werden, ist um 40% gestiegen.  www.projectplace.de

© Epson

Kurzdistanzprojektoren als didacta-Attraktion

Schaffen bis zu 100˝-Bilddiagonale: Epson Kurzdistanzprojektoren.

Wien. Epson will auf der Bildungsmesse „didacta 2013“ (19.–23.2. in Köln, Halle 4.2, Stand C20) erstmals die neuen Kurzdistanzprojektoren der Serie „EB-14xxWi“ zeigen. Die Systeme sind Projektor, interaktives Whiteboard und Flipchart in einem, was sie zum idealen Bestandteil eines multimedialen Unterrichts macht. Einen Schwerpunkt bilden neben interaktiven Nahbereichslösungen auch mobile Epson-Projektoren, die in nachempfundenen Schulungsräumen agieren.  www.epson.at

Wien. Sechs Archetypen sind es, in die sich die heimischen Mobilfunknutzer kategorisieren lassen sollen, ausgehend von einem Sample mit 3.000 Befragten zwischen 15 und 64 Jahren. Es sind dies Convenience Seeker, Light User, Generation M, Business Performer, Smart Candidates und Traditionalists. Anhand dieser Nutzertypen soll die von der Mobile MarketingAgentur IQ mobile in Zusammenarbeit mit Aegis Media erhobene „Typologie der österreichischen Mobil- und Smartphone-Nutzer” eine punktgenaue Planung und Gestaltung von mobilen Werbekampagnen ermöglichen.

„Die mobilen Nutzertypen sind der letzte Puzzlestein zur

Die User im Detail

Entschlüsselung der

„Werbetreibende können so die Potenziale einzelner Zielgruppen voll ausschöpfen und Streuverluste vermieden werden“, sagt Harald Winkelhofer, Gründer und CEO vom IQ mobile. Während das Smartphone für Convenience Seeker (18,6%) einen nützlichen Begleiter darstellt, der sie im Alltag mit zahlreichen Informationen unterstützt, sind Light User (25,7%) kaum mit der Funktionsfülle ihres Mobiltelefons vertraut. Für Vertreter der Generation M (9,2%) ist ihr Smartphone fixer Bestandteil des Lebens. Im Unterschied zu den Convenience Seekers steht für sie jedoch Unterhaltung im Vordergrund. Bei den Business Performers (6,7%) überwiegt die berufliche Nutzung mit Schwerpunkt auf Informationsbeschaffung. Im Gegenzug dazu schöpfen Smart Candidates (6,0%) die Funktionen ihres konventionellen Handys (Featurephones) noch voll und ganz aus. Die Anschaffung eines

Mediennutzung der Konsumenten.“ Georg gartlgruber aegis media austria

Harald Winkelhofer, Gründer und CEO von IQ mobile Austria: Anwenderstudie.

le‘ als Spezialdisziplin ist dazu ein perfekter Baustein. Unsere aktuelle Typologien-Studie ist ein optimales Werkzeug, um diesen Baustein noch passgenauer zu fertigen.” In eine ähnliche Richtung denkt auch Georg Gartlgruber, Head of Business Intelligence der Aegis Media Austria: „Die mobilen Nutzertypen sind eine sinnvolle, logische Ergänzung zum Gesamtnutzungsbild“, sagt er: „Der letzte Puzzlestein zur Entschlüsselung der Mediennutzung der Konsumenten.“  www.iq-mobile.at  www.aegis-media.at  bit.ly/WxEFwL

Oracle Eine Studie des Datenbankers konstatiert Unternehmen Umsatzeinbußen durch marktferne Kundenorientierung

Neue Kundenbindungsprogramme nötig Wien. Manche Unternehmen haben es schwer – und kämpfen jenseits des Wettbewerbs schon bei der Selbstorganisation an mehreren Fronten. Wie zwei Studien des Datenbank-Herstellers Oracle herausgefunden haben, wissen viele Unternehmen einerseits kaum um die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter Bescheid und setzen diese daher nicht so effektiv wie möglich ein. Aber auch zum Kunden ist der Weg oft steinig: Laut der von Oracle in Auftrag gegebenen Studie „Global Insights on Succeeding in the Customer Experience Era“ sind die Unternehmen der Ansicht, dass der durchschnittliche Umsatzverlust durch eine schlechte, inkonsistente und markenferne Kundenorientierung 18% beträgt. Allerdings haben wiederum nur 36% der Unternehmen Aktionen zur Intensivierung ihrer Kundenbindungsprogramme gestartet.

Geplante Zukunft Ein relativ geringer Anteil von nur 20% der Unternehmen schätzt seine Initiativen für mehr Kunden-

orientierung als zukunftsträchtig ein. Dabei kommen verschiedene Konzepte und Methoden zur Anwendung. Viele Unternehmen setzen zuerst auf eine Verbesserung der Cross-Channel- (23%) und Online-Kundenunterstützung (15%) sowie des Einkaufserlebnisses (14%). Dazu sind meist Investitionen in

die IT-Infrastruktur (oder in die Erstellung und Pflege eines umfassendes Webauftritts) notwendig. Hier gaben die Befragten an, ihre Ausgaben für Technologien zur Kundenorientierung im Durchschnitt um rund 15% in den nächsten beiden Jahren steigern zu wollen. Zu den wichtigsten Lösungen,

in die investiert werden soll, gehören Technologien, die das Kundenverhalten über alle Kanäle hinweg untersuchen (28%), Lösungen für Analysen von Geschäft und Kunden (27%) sowie KundenbindungsSysteme (26%). Die Stolpersteine auf dem Weg zum Geschäftserfolg: zu geringes Budget (31%), nicht integrierte Organisation (25%) und die Schwierigkeit, Kundenrückmeldungen nachzuverfolgen (24%). Der technische Aspekt spielt also nach wie vor eine nicht unbeträchtliche Rolle.

Gelungene Projekte

© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd

Winning Team: preisgekrönte „Webducation“ schaut nach Amerika.

© IQ Mobile

© Webducation

Eine genaue Typologie der Mobilfunkanwender kann bei der Planung von Kampagnen hilfreich sein.

Vom Callcenter bis zum Webauftritt: Kundenbindungstechnologien sind wichtig.

Blauer Himmel ist aber in Sicht. Unternehmen konnten erfolgreich das Engagement ihrer Mitarbeiter steigern, indem sie spezielle Technologien eingeführt haben, um die Kundenorientierung zu steigern (31%), Ausbildungsprogramme und Belohnungen für gute Kundenorientierung ihrer Mitarbeiter eingeführt haben (28%) und auch Service Level Agreements für jeden Kundenkontakt vereinbart haben (27%).   www.oracle.at


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 15. Februar 2013

medianet technology – 41

Deloitte Laut den „TMT Predictions 2013“ wird die LTE-Mobilfunktechnologie heuer einen Wachstumsschub bekommen

short

2013: Keine Durchbrüche, aber Weiterentwicklungen chris haderer

Strategischer Heimvorteil: das Fujitsu PC-Werk in Augsburg.

Wien. Freudentaumel ist es keiner, der Fujitsu wanken lässt. Im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen plant Fujitsu Technology Solutions, die Kostenbasis um 150 Mio. € zu reduzieren, was bereits Gespräche über Entlassungen in den Regionen CEMEA&I bewirkt hat. Um die Profitabilität zu erhöhen, wird Fujitsu Technology Solutions das Produktportfolio straffen und ausbalancieren. Zudem ist geplant, die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie die Produktions- und Lieferketten noch nahtloser mit denen der japanischen Muttergesellschaft zu verzahnen.  www.fujitsu.com/at © Deloitte

Steyr. Nicht immer wird von Studien grundlegend Neues mit Potenzial zum Staunen zutage gefördert – oft ist es mehr oder weniger die weitere Vertiefung schon ausgetretener Pfade. Mit den aktuellen „TMT Predictions 2013“ folgt der Marktforscher Deloitte bei seinem 12. Ausblick auf die Trends und Entwicklungen im Technologie-, Medien- und Telekommunikationsmarkt (TMT) bereits im Vorjahr angekündigten Ereignissen. Im Jahr 2013, so die Studie, werden weltweit erstmals mehr als eine Milliarde Smartphones verkauft. „Mobilität und Konnektivität stehen 2013 im Zentrum der Entwicklung“, kommentiert Andreas Gentner, Partner und Leiter TMT EMEA bei Deloitte. „Dabei wird es nicht unbedingt zum entscheidenden Durchbruch in vielen Bereichen kommen, die Entwicklung wird aber maßgeblich vorangetrieben – wie zum Beispiel bei LTE-Netzen. Zudem zeigt sich, dass Totgesagte wie der PC länger leben, als gedacht. Nicht zuletzt machen neue Tarife den Telekommarkt vielseitiger und für viele Verbraucher auch attraktiver.“

© Chris Haderer

Neue Tarifangebote, die auch den Kauf von Apps einschließen, sollen den Markt interessanter machen.

Fujitsu spart an allen Ecken und Enden

Neuer Geschäftsbereich für den Mittelstand

Andreas Gentner, Partner und Leiter TMT EMEA bei Deloitte: „Die zentrale Rolle des PC bei der Internetnutzung ist nicht gefährdet; ausschlaggebend sind Displaygrößen und sein überlegendes Leistungspotenzial.“

Anders als bisher soll sich die neue Netzwerktechnologie LTE (Long Term Evolution) deutlich stärker am Markt durchsetzen. LTE-spezifische Anwendungsszenarien sind jedoch auch 2013 Mangelware. Einen kräftigen Schub soll es dennoch geben: Mehr Endgeräte sind verfügbar, und gezielte Werbeaktionen haben den Bekanntheitsgrad von LTE erheblich gesteigert. LTE wird die mobile Internetnutzung nicht maßgeblich verändern, aber die User Experience durch schnellere Datenübertragung deutlich verbessern. Bis Ende des Jahres sollen mehr als 200 Mobilfunkanbieter in 75

„All-you-can-App”-Tarif „Anbieter von Smartphone-spezifischen Diensten werden sich darauf einstellen müssen, dass sich die Zielgruppe deutlicher differenziert“, sagt Gentner. „Vor allem für kostenbewusste Nutzer, die der mobilen Datennutzung bisher skeptisch gegenüberstanden, wird eine neue Tarifoption interessant: ein ‚All-you-can-App‘-Tarif, eine Flatrate für eine spezifische mobile Anwendung.“

„Mobilität und Konnektivität stehen im Jahr 2013 in jeder Hinsicht im Mittelpunkt – bei den Konsumenten und bei den Anbietern.“ Andreas Gentner Deloitte

Wien. Die britische Sage Group plc hat einen neuen, gesamteuropäischen Geschäftsbereich für ihr Mittelstandsgeschäft gegründet. Mit dieser Entscheidung will Sage ein noch stärkeres Wachstum seines MidMarket-Segments in Europa erreichen. Den Kern der neuen Geschäftseinheit bildet Sage ERP X3, ergänzt um weitere, lokale Angebote für mittelgroße Unternehmen (in Deutschland und Österreich durch Sage ERP b7 und Sage Wincarat im ERP-Bereich sowie im österreichischen Geschäftsbereich (HRSoftware mit den Lösungen dpw und Sage HR).  www.sage.at

Ländern LTE-Netzwerke in Betrieb genommen haben (allerdings nicht flächendeckend). „Bleiben wird der PC: Seine zentrale Position im Bezug auf die Internetnutzung ist nicht gefährdet, ausschlaggebend sind Displaygröße und sein überlegenes Leistungspotenzial. Nicht zuletzt bringt das Jahr 2013 auch beim Thema ‚Passwortsicherheit‘ neue Entwicklungen – immer raffiniertere Diebstahlmethoden erfordern entsprechende Maßnahmen bei sensiblen Passwörtern.“ Womit Tablets vorerst nach wie vor ein Randprodukt bleiben werden.  www.deloitte.com

Citrix meldet solides Umsatzwachstum

SEC Der Arbeitsplatz der Zukunft soll sich durch flexible Zeitgestaltung und technologische Ausstattung auszeichnen

Neue Bedürfnisse Die gemeinsam mit Siemens Enterprise Communications präsentierte Markt- und Trendanalyse bestätigt den Trend hin zu mobilen Arbeitsformen. So geben 61%

ter von Kommunikationslösungen auf der einen und Studierende als Nutzer auf der anderen Seite; die Studie macht dabei deutlich, dass wir mit unserem Unified Communications-Ansatz heute schon auf dem richtigen Weg sind, die Bedürfnisse von morgen bestmöglich zu erfüllen.“ Mehr als 71% der befragten Unternehmen sehen in der Implementierung von UCLösungen bereits einen dringenden Handlungsbedarf.

© Siemens Enterprise Communications

Wien. Über den Arbeitsplatz der Zukunft ist schon viel spekuliert worden und die Visionen haben in der Regel vor allem ein Wort gemeinsam: Der Arbeitsplatz kommender Generationen muss „flexibel“ sein. Darunter kann man natürlich eine Menge verstehen, was daran liegt, dass nicht jeder Arbeitsplatz die gleichen Gestaltungsanforderungen mit sich bringt – von der Arbeitszeit bis zur IT- bzw. Kommunikationsausstattung. Für die Studierenden des Masterstudiengangs „Kommunikationsmanagement“ am Institut für Kommunikation, Marketing & Sales der FHWien der WKW zeichnet sich ein „Next Generation Workplace“ durch eine flexible Arbeitszeitgestaltung (72%) sowie eine moderne technologische Ausstattung des Arbeitsplatzes (71%) aus.

Weiblich dominiert

Levin Merl, Marketingleiter von Siemens Enterprise Communications Österreich.

der Befragten an, auch außerhalb konventioneller Bürozeiten für den Dienstgeber erreichbar zu sein, und 70% der Studierenden erachten es für ihre spätere Tätigkeit als wichtig, abseits des Arbeitsplatzes Zugriff auf berufliche Daten zu erhalten – unter welchen Sicherheitsaspekten auch immer.

„Die Ergebnisse der Studie ‚Next Generation Workplace‘ sind für unser Unternehmen von großer Bedeutung“, sagt Levin Merl, Marketingleiter von Siemens Enterprise Communications Österreich. „Besonders interessant ist hierbei für uns die Gegenüberstellung zwischen Unternehmen als Anbie-

„Die Studie zeigt, dass gerade in wirtschaftswissenschaftlichen Berufen vor allem Frauen Nutzer dieser Kommunikationstechnologien sein werden“, sagt Merl. Mit stolzen 68,9% der Befragten ist der „Next Generation Workplace“ daher fest in weiblicher Hand; parallel dazu sind 88,1% der befragten Zuständigen auf Unternehmensseite männlich. Neben Studierenden richtete sich die Untersuchung vorweigend an Unternehmen im KMU-Bereich.  www.siemens-enterprise.com

© citrix.com

Ein Arbeitsplatz für kommende Generationen

Citrix kann sich über ein konstantes Wachstum freuen.

Wien. Im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2012 hat Citrix Systems einen Umsatz von 740 Mio. US-Dollar (552,36 Mio. €) erwirtschaftet, verglichen mit 619 Mio. US-Dollar (462 Mio. €) im selben Quartal des Vorjahres. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 19%. Für das Geschäftsjahr 2012 hat Citrix einen jährlichen Umsatz von 2,59 Mrd. US-Dollar (1,65 Mrd. €) bekannt gegeben. Im Vorjahr waren es 2,21 Mrd. US-Dollar (1,93 Mrd. €), das entspricht einem Wachstum von 17%. Der Reingewinn im vierten Quartal 2012 betrug 114 Mio. US-Dollar (85,1 Mio. €) oder 0,60 US-Dollar (0,45 €) pro Aktie.  www.citrix.com


T o o ls & se r v i c es

42 – medianet technology

Freitag, 15. Februar 2013

Hands-on Seit gestern ist das von Microsoft entwickelte Windows-Referenz-Tablet „Surface“ im Handel erhältlich

short

Microsoft Surface: alles andere als oberflächlich

Big Data und Cloud auch für den Mittelstand

© ibm.at

Solide Verarbeitung, gutes Design, vorinstallierte Office-Software – aber kein Modell mit 3G/LTE-Funktion. Das Surface RT-Tablet mit Type Cover: Die Abdeckung wird magnetisch mit dem Tablet verbunden und bietet eine vollwertige Windows-Tastatur. Jeder Anschlag wird mit einem Ton bestätigt. Vom Schreibgefühl her ist das Type ­Cover zwar nicht mit einer ­„echten“ Tastatur zu vergleichen, aber schon sehr nah daran.

Wien. Solide 679 € kostet Microsofts Tablet-Erstling „Surface“ in der 64 Gigabyte-Version mit Touch Cover und seit gestern, Donnerstag, liegt er bei ausgewählten Händlern im Regal. In Österreich sind das die Media- und Cosmos-Märkte sowie der Computerfachhändler DiTech. Stefan Sennebogen, Product Manager bei Microsoft, versteht das „Surface“ als „Referenzgerät dafür, wie sich Microsoft ein Windows 8 Tablet vorstellt“, sagt er. Was das Formale angeht, haben die Designer gute Arbeit geleistet: Das Surface macht von der Verarbeitung her einen grundsoliden Eindruck – was nicht zuletzt an der „VaporMg“ genannten Magnesiumschmelzlegierung liegt, die etwa 70% leichter ist als Aluminium. Dass Microsoft eine eigene Fabrik zur Gehäusefertigung errichtet hat, soll „die Beständigkeit des

Wien. Mit der Einführung von acht neuen Power-Server-Systemen, drei neuen hochintegrierten PureSystems-Modellen und neuen Speicher-Systemen will IBM mittelständischen Unternehmen die Nutzung von Big Data- und Cloud-Infrastrukturen erleichtern. Der Mittelstand, der mit 99 Mrd. € rund 58% der Bruttowertschöpfung in Österreich ausmacht, hatte bisher vielfach aufgrund von Kosten und nicht ausreichendem Know-how mit Schwierigkeiten bei der Nutzung von Big Data-Lösungen und cloudbasierten Infrastrukturen zu kämpfen. Mit der Ankündigung will IBM auch kleineren Unternehmen eine mit Großbetrieben vergleichbare technische Basis zur Verfügung stellen.  www.ibm.at

„Einsteiger“-Cloud für den KMU-Bereich Wien. Der Integrator NextiraOne erweitert sein Portfolio an Cloud-Lösungen mit „ExpressPod“ um eine vorgefertigte, konfigurierte und getestete Lösung, basierend auf einem Storage-System der Einstiegsklasse von NetApp sowie einem Cisco Server und Switches, verbunden mit einem umfassenden Serviceangebot. Das neue Angebot richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen, die gerade beginnen, ihre IT-Umgebungen zu virtualisieren, und ist in 15 Ländern verfügbar.  www.nextiraone.eu

© Chris Haderer (2)

Chris haderer

IBM widmet sich verstärkt kleinen und mittelständischen Unternehmen.

‚Surface‘ zum Ausdruck bringen“, meint Sennebogen: Das mit einem Nvidia Tegra 3-Chip ausgestattete Tablet soll nicht von heute auf morgen wieder aus den Läden verschwinden. Auch das Display (10,6“ in HD-Auflösung) überzeugt – insgesamt ist das „Surface“ knapp 9,3 mm dick und 676 g schwer und liegt gut in der Hand.

limitierter Lizenz). Im App Store sind laut Microsoft derzeit etwa 200 Anwendungen verfügbar – wobei der tatsächliche Nutzwert des Tablets mit den erhältlichen Apps steigt und fällt: Die mitgelieferte Software deckt zwar diverseste Ansprüche ab, stößt aber bald an ihre Grenzen. Weiteres Manko: WLAN ist zwar an Bord, eine 3G/ LTE-Version ist derzeit laut Stefan Sennebogen nicht im Gespräch.

Kleines Windows RT

Stefan Sennebogen, Product-Manager bei Microsoft, präsentiert das Surface RT.

SEPA, SAP und neue Gesetzesrichtlinien

Die vorinstallierte WindowsVersion sieht zwar aus wie Windows 8, es handelt sich allerdings um das für ARM-Chips entwickelte Windows RT (für „Runtime“). Das heißt: Es können ausschließlich Programme aus dem Windows 8 App Store von Microsoft installiert werden. Konventionelle WindowsSoftware (auch solche für ältere Versionen) läuft auf dem Tablet nicht. Vom Start weg mit an Bord ist übrigens eine Home & Student-Version des Office 2013-Pakets (mit zeitlich un-

Eingebautes Standbein Hervorhebenswert sind auch der in die Rückwand integrierte Standfuß und die deshalb um 22 Grad

Das 16:9-Display in HD-Auflösung bietet einen großen Betrachtungswinkel. Der integrierte Standfuß sorgt für ­angenehme Arbeitsausrichtung. © Microsoft (2)

Kurztest Die GoPro Hero3 überzeugt mit guten Bildern

Kurztest Plantronics BackBeat Go mit Freisprechmikrofon

Scharfe Schnellfeuer-Kamera

Kabelloses Headset mit Nachhall

© scc.at

Wien. Seit der Mondlandung, bei der ein Plantronics-Headset mit an Bord war, versteht sich das Unternehmen als Kompetenzzentrum für Sprachlösungen. Jenseits etablierter Geräte für Vieltelefonierer (wie etwa dem „Voyager Legend Pro“) hat Plantronics auch Lösungen im Sortiment, die bestens zum Musikhören geeignet sind.

Hilfestellung in Sachen SEPA-Knowhow bietet die scc EDV-Beratung.

Basslastiger Sound

Kompakt und bis zu 60 Meter wasserdicht: die Action-Cam GoPro Hero3 Silver.

Wien. Die „HD Hero3” ist eine Reihe von Action-Cams, die bereits Kultstatus erreicht hat. Trotz der minimalistischen Bauform liefert die Kamera ausgezeichnete Bilder – und dank eines (teils optional erhältlichen) Sortiments an Halterungen kann sie auch so gut wie überall befestigt werden (also auch an Helmen, Surfbrettern oder selbst Kleidungsstücken).

Gute Bildqualität Die „GoPro Hero3 Silver Edition“ (ab ca. 300 €) schafft Videos mit bis

zu 1080p bei 30 Frames per Second (fps). Weitere Modi sind 960p/48, 720p/60 sowie WVGY mit 120 fps. Die Fotoauflösung beträgt 11 Megapixel, wobei bis zu zehn Aufnahmen pro Sekunde verarbeitet werden. Außerdem steht ein Protune Mode zur Verfügung, der für eine verbesserte Qualität bei widrigen Lichtverhältnissen sorgen soll. Besonderes Gadget: Die Kamera kann via integriertem WLAN von Tablets oder Smartphones ferngesteuert werden, wobei die Übertragung allerdings ein wenig langsam ausfällt.  www.gopro.com

Der schnurlose „BackBeat Go“ (79,99 €) überzeugt in mehrfacher Hinsicht. Er wird per Bluetooth mit

einem Smartphone oder Tablet gekoppelt und bietet mit gepolsterten und isolierten Ohrenstöpseln (werden in drei Größen mitgeliefert) ausgezeichneten Klang. Gespräche können einfach übernommen werden, wobei die Inline-Lautstärkenregelung recht nützlich ist. Linker und rechter Stöpsel sind über ein Kabel verbunden, in dem auch die Lautstärkenregelung und das Mikrofon untergebracht sind. Geladen wird der „BackBeat Go“ via USB, eine Füllung reicht für etwa 4,5 Stunden basslastige Klänge.  www.plantronics.com

© Plantronics

© GoPro

Wien. Die durch die Europäische Union gesetzlich festgelegte Umsetzung des einheitlichen europäischen Zahlungsraums (SEPA) bis Ende 2013 führt zu erheblichen Änderungen der Finanzsysteme von Unternehmen. Das SEPA-Packet von SAP beinhaltet verschiedene Funktionen, um auf diese Änderungen vorbereitet zu sein. Die notwenigen Umstellungen werden durch SAP abgedeckt, das für die IT-Abteilung notwendige Know-how will die scc EDV-Beratung bereitstellen und bietet Workshops, die alle wesentlichen Arbeitsschritte von der Technik bis hin zum Customizing erläutern.  www.scc.at

geneigte Kamera an der Rückwand. Ein echtes Novum ist allerdings das „Type Cover“. Dabei handelt es sich um ein 3 mm dickes Cover für das Gerät, das von einem Magnetclip gehalten wird. Anders als beim iPad von Apple ist das Cover aber eine vollwertige Tastatur mit integriertem Touchpad, sodass auch längere Texte einfach eingegeben werden können (alternativ können auch andere Bluetooth-Tastaturen gekoppelt werden). In der Pipeline befindet sich übrigens auch eine (bereits in den USA und Kanada erhältliche) ProVersion des „Surface“; diese behält zwar den Formfaktor bei, ist aber bereits ein vollwertiges Notebook mit Windows 8 Pro an Bord – und gehört damit einer anderen Produktkategorie an. Mit dem „Surface mit Windows RT“ hat Microsoft auf jeden Fall eine interessante Tablet-Variation abgeliefert, die teilweise echte Notebookfunktionalität bietet.  www.microsoft.at

Drahtloser Kopfhörer mit Stil und Freisprecheinrichtung: nicht nur für iPhone-User.


medianet

inside your business. today.

freitag, 15. februar 2013 – 43

Die mobilen Brecher der Linzer Rubble Master sind weltweit im Einsatz  Seite 44

20-jahres-Jubliläum

Russische Unger Steel-Tochter bringt ­bereits 30% des Konzernumsatzes  Seite 47

© Kern-Data

Schutt als Erfolgsbasis

© Unger Steel Group

© Rubble Master

industrialtechnology mk-series mehr tempo beim kuvertieren

Österreich ist ein guter Boden für Innovationen

© Siemens

short

Wien. Das seit Juni 2012 im Elektrostahlwerk von Riva SAM in Neuves Maisons laufende Pilotprojekt zum neuen Schrottchargiersystem „Simetal EAF Chargeopt“ von Siemens ist nun erfolgreich abgeschlossen. Mit Simetal EAF Chargeopt können Kranbewegungen beim Chargieren optimiert und automatisiert werden. Das verkürzt die Chargierzyklen, reduziert den Instandhaltungsbedarf und erhöht die Betriebssicherheit. Auch die Arbeitssicherheit wird deutlich verbessert.  www.siemens.at

© panathermedia.net/Alexander Raths

Leoben. Die Montanuniversität Leoben vernetzt im Auftrag der Europäischen Kommission Hochschulen und energieintensive Industrieunternehmen zu einer sogenannten Wissensallianz (Knowledge Alliance). Mit dem Netzwerk soll das Wissen über Energieeinsparungspotenziale in der Industrie weitergegeben, das gegenseitige Lernen gefördert werden und ein Ausbildungsnetzwerkk für energieintensive Branchen wie die Eisen- und Stahl- oder Papier- und Zell­ stoffindustrie aufgebaut werden Der Wissensallianz „Enspiration” gehören elf Gründungspartner aus Österreich Schweden, Deutschland und der Slowakei an.  www.unileoben.ac.at

© WEG Germany

Ausbau Laut einer aktuellen Studie des AIT Austrian Institute of Technology und dem Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) investieren ­immer mehr ausländische Unternehmen in F&E in Österreich.  Seite 44 Fill Maschinenbau Übernahmen und Expansion

Fill-GF Andreas Fill: erster Abschnitt des Ausbauprogramms ist fertiggestellt.

Gurten. 2012 war für den oberösterreichischen Maschinenbauer das bisher erfolgreichste Jahr und auch die Zukunftsaussichten sind positiv. Durch zahlreiche zukunftsträchtige Entwicklungen (z.B. der „speedlayer 800“ für die Fertigung von Rotorblättern) und Kooperationen (etwa der Einstieg bei der amTec GmbH) wurde das Portfolio und Kernkompetenzen erweitert. Der Ausbau des Fill-Technologieparks in Gurten im Rahmen des Projektes „Fill 2020“ läuft planmäßig. Eine Logistik- und zwei neue Betriebshallen wurden bereits fertiggestellt.  www.fill.co.at

© Andritz

Erweiterung der Zentrale in Gurten Ausbau der Metall-Kompetenzen

© Fill Maschinenbau

Kerpen-Türnich. Der Motorenhersteller WEG wurde von Frost & Sullivan mit dem „European Electric Motors for Water and Waste Water Customer Value Enhancement Award 2012“ ausgezeichnet. Russel Maccabe, der die Auszeichnung entgegen nahm, dazu: „Wir freuen uns, dass unsere Bemühungen auf dem Gebiet der energieeffizienten Antriebslösungen für die Wasser- und Abwasserbranche und für den Markt insgesamt anerkannt werden. Diese Auszeichnung bestätigt den Mehrwert, den unsere Produkte für unsere Kunden bieten.”  www.weg.net

Andritz Übernahme der Schuler AG wurde genehmigt

Andritz vergrößert mit der Übernahme der Schuler AG sein Metall-Portfolio.

Graz. Der Technologiekonzern Andritz hat nun von den zuständigen Kartellbehörden die Freigabe zur Übernahme der deutschen Schuler AG, Weltmarktführer in der Umformtechnik, erhalten. Schuler fertigt Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, VerfahrensKnow-how und Dienstleistungen für die gesamte Metall verarbeitende Industrie. Mit dieser Akquisition verbreitert Andritz sein Produkt- und Serviceangebot im Geschäftsbereich „Metall“. Die Erstkonsolidierung von Schuler in die Andritz-Konzern-Bilanz wird ab 1. März erfolgen.  www.andritz.com


c ov er

44 – industrialtechnology

Freitag, 15. Februar 2013

Aktuelle Studie Unternehmen gehen bei F&E immer öfter über die Grenzen, kleine Staaten profitieren besonders

kommentar

Österreich ist attraktiver Forschungsstandort

„Industrie“ ist kein Schimpfwort

Mehr als die Hälfte der F&E-Ausgaben in Österreich kommt von Unternehmen aus dem Ausland. Wien. Laut einer aktuellen Studie des AIT Austrian Institute of Technology und dem Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) verstärken die Unternehmen ihre F&E-Maßnahmen außerhalb ihrer Heimatländer. Auch wenn China und Indien in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben, ist Europa nach wie vor das beliebteste Innovations-Pflaster. So haben etwa US-Firmen ihre F&E-Ausgaben in der EU von 7,4 Mrd. € im Jahr 1998 auf fast 17 Mrd. € im Jahr 2008 mehr als verdoppelt (das entspricht rund 10% gesamten F&EAusgaben von Unternehmen in der EU), die Investitionen dieser Firmen in China und Indien belaufen sich nur auf rund 1,7 Mrd. €.

britta biron

W

© APA/Barbara Gindl

Patentanträge

Friedrich Rödler, Präsident des Österreichischen Patentamts.

Wien. Patentamtspräsident Friedrich Rödler und Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl fürchten, dass Österreich bei Innovationen ins Hintertreffen gelangen könnte. Denn während weltweit die Zahlen der Patentanmeldungen stark steigen – vor allem aus dem asiatischen Raum –, bleiben jene der heimische Erfindungen seit Jahren auf gleichbleibendem Niveau. Beim Europäischen Patentamt gingen vorläufigen Berechnungen zufolge im Vorjahr um 5,7% mehr Anträge ein, das Plus der Einreichungen aus Österreich betrug allerdings nur zwei Prozent.  www.patentamt.at

sowie Österreich in den letzten Jahren von dieser Internationalisierung profitieren konnten“, so Projektleiter und AIT Senior Scientist Bernhard Dachs. Ausländische Unternehmen sind in diesen Ländern für einen

Europäische Drehscheibe für F&E ist natürlich Deutschland, allerdings holen kleine Staaten stark auf. „In der Studie wird deutlich, dass vor allem Schweden, Belgien, die Tschechische Republik, Irland

ist Europa für US-Firmen

wesentlichen Teil der F&E-Quote verantwortlich. In Österreich machen die F&E-Ausgaben von Unternehmen im ausländischen Besitz mittlerweile bereits mehr als die Hälfte der gesamten F&E-Ausgaben des Unternehmenssektors aus. Im internationalen Vergleich ist das ein außerordentlich hoher Wert, der als Beweis für die steigende Attraktivität des Landes als F&E-Standort für ausländische Unternehmen gesehen werden kann (in Frankreich, Deutschland oder Spanien liegt der Wert nur bei etwa 20%).

der wichtigste auslän-

Intensiver Austausch

dische F&E-Standort.“

Auffallend gut schneidet Österreich auch hinsichtlich des F&ELevels ab. Denn die F&E der ausländischen Unternehmen konzentrieren sich hier fast ausschließlich auf die Bereiche Hightech und

„Trotz steigender Bedeutung Chinas und Indiens

Bernhard Dachs, AIT

Medium-Hightech. „Die Internationalisierung von F&E stärkt somit die globale Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen“, sagt Dachs. Allerdings ist die Internationalisierung keine Einbahnstraße, denn europäische Firmen verstärken ebenfalls ihre F&E. Die Analyse zeigt, dass diese Aktivitäten eine Ergänzung und kein Ersatz für Forschung an den heimischen Standorten sind und zu keiner Reduktion der F&E in den Heimatländern führen. Wichtigstes Gastland für europäische Unternehmen sind die USA, ansonsten konzentriert man sich vor allem auf die Nachbarländer bzw. auf historisch gewachsene Verbindungen. Die europäische Forschungshochburg Deutschland ist vor allem in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden aktiv.    www.ait.ac.at

Rubble Master Geräte zum mobilen Bauschutt-Recycling sind weltweit im Einsatz

Nachhaltigkeit mit Innovationen Linz. Ob es darum geht, einen aufgelassenen Flughafen in Bauland zu verwandeln (Projekt „aspern Die Seestadt Wiens“), die Arbeit in Schotterwerken effizienter zu gestalten oder Bauplätze in schwierigem Terrain (etwa in alpinen Regionen oder im innerstädtischen Bereich) aufzubereiten – bei vielen dieser Projekte sind die mobilen Brecher der Linzer Rubble Master HMH im Einsatz.

Programm ist. Der internationale Durchbruch kam im Jahr 2000 mit dem RM80. Erfolgreich ist das Unternehmen heute sowohl in Zentraleuropa (im Oktober 2012 wurde eine neue Niederlassung in der Schweiz gegründet) und Nordamerika als auch Lateinamerika und Asien. Zuletzt nutzte Rubble Master die weltgrößte Baumaschinenmes-

se, die ‚bauma Shanghai‘, um die Kontakte im asiatisch-pazifischen Raum zu intensivieren.

International im Einsatz „Die ‚RM80‘ war ein richtiger Star auf der Messe und wir konnten drei neue Mitglieder in unserer Rubble Master-Familie gewinnen“, freut sich Hanisch, für den Nach-

haltigkeit kein Schlagwort, sondern Basis des Erfolgs ist. „Es ist beeindruckend, wie sich das Unternehmen ein weltweites Vertriebsnetz aufgebaut hat und mit einer bahnbrechenden Idee wie dem mobilen

„Nachhaltigkeit ist bei uns keine leere Wort-

Schutt als Erfolgsbasis

hülse, sondern wird in

1991 startete Gerald Hanisch als Ein-Mann-Betrieb mit einem technischen Consulting-Unternehmen und der Vision, eine kompakte und mobile Recycling-Anlage zu entwickeln, mit der die auf Baustellen anfallenden Stein- und Schuttmassen gleich direkt vor Ort aufbereitet werden können. „Mir war klar, dass Recycling auch in dieser Branche eine immer größere Bedeutung bekommen wird“, so Hanisch. Ein Jahr später war die Konzeption des mobilen Brechers fertig, 1997 startete die Serienfertigung des RM60, der bis heute im

Fertigung und Vertrieb tagtäglich von allen gelebt.“ gerald hanisch, gründer und gf rubble master hmh

© Rubble Master

Österreich Stagnation

Die Globalisierung ist auch längst in F&E angekommen, negative Auswirkungen auf heimische Investitionen gibt es nicht.

Kleine haben Nase vorn

© krischanz.zeiller./AIT

ie die Germ im Teig hochgegangen sind kürzlich Gerhard und Robert Ströck, Inhaber der Bäckerei Ströck. Grund dafür war allerdings keine herbe Kritik an der Qualität ihrer Backwaren, sondern schlicht die Aussage von Gewerkschaftsseite, das Unternehmen sei  ein Industriebetrieb. Auf Schärfste wiesen die beiden Oberbäcker diesen Vorwurf in einer geharnischten Presseerklärung von sich, verwiesen auf die handwerkliche Tradition, die arbeitsintensive Produktion, die hohe Qualität der Produkte und vergaßen auch nicht zu erwähnen, dass man schließlich ein österreichischer Biopionier sei; man wolle sich daher auf keinen Fall als Industriebetrieb  abstempeln lassen. Aber hallo! Seit wann, bitteschön, ist ‚Industrie‘ ein Ausdruck, der Satisfaktion verlangt? Seit wann ist denn ­Qualität das Kriterium, das einen Handwerks- von einem Industriebetrieb unterscheidet, und wo steht, dass der Handwerker dabei bessere Arbeit liefert? Zum Gegenbeweis sei auf die Luxusindustrie hingewiesen, die mit dieser Bezeichnung  offenbar keine Berührungsängste hat. Wie üblich geht’s aber nicht um das Wort an sich, sondern ums Geld, wie der Hinweis, man wolle beim Bäcker-Kollektivvertrag bleiben, zeigt.

© panthermedia.net/Alexander Raths

britta biron

Die mobilen Brecher aus Linz räumen auf Baustellen rund um den Globus auf.

Bauschutt-Recycling von Linz aus auf der ganzen Welt erfolgreich ist“, lobt Rudolf Trauner, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich.  www.rubblemaster.com


Freitag, 15. Februar 2013

I n n ovat io n & u n t e r n e h m e n

industrialtechnology – 45

Aktuelle Studie Deutscher Software-Cluster untersuchte Status und künftige Trends in der internationalen Rekrutierung von IT-Fachkräften

Verlagerung von Ost nach Süd Gefragt sind vor allem Spezialisten im Bereich Forschung und Entwicklung. Darmstadt. Über die tatsächlichen Ausmaße des drohenden Fachkräftemangels herrscht zwar keine Einigkeit, dass es für Unternehmen aber zunehmend schwer wird, freie Stellen – vor allem im technischen Bereich – zu besetzen, liegt schon allein aufgrund des demografischen Wandels in den alten Industrieländern nahe.

„Unternehmen wünschen sich vor allem bessere Vermitt-

Die Verfügbarkeit von geeigneten Bewerbern ist mit Abstand das wichtigste Kriterium, sich für ein bestimmtes Rekrutierungsland zu entscheiden. An zweiter und dritter Stelle stehen englische und deutsche Sprachkenntnisse, an vierter Stelle das niedrigere Verdienstniveau und an fünfter die Tatsache, dass bereits andere Mitarbeiter im Unternehmen die jeweilige Sprache sprechen. Ein ähnliches Qualifikationssystem in den Rekrutierungsländern oder ähnliche kulturelle Werte scheinen dagegen kaum eine Rolle zu spielen. Beratung, Projektmanagement, Implementierung sowie F&E sind

die wichtigsten Aufgabenbereiche, für die gesucht wird. Wenig Bedarf besteht für Personalwesen, Einkauf oder Controlling. Größtes Hindernis bei der grenzüberschreitenden Personalsuche sind Sprachbarrieren beim ausländischen Arbeitnehmer und Unsicherheit bei Rechtsfragen sowie bei der Einschätzung ausländischer Bildungsabschlüsse und der hohe Zeitaufwand. Nur wenig ins Gewicht fallen dagegen fehlende Integrationsservices in Unternehmen und Kommunen oder fehlendes Know-how bei der internationalen Rekrutierung.  www.software-cluster.org

Nur knapp ein Viertel der Unternehmen sucht Mitarbeiter international.

lung von Kontakten zu ausländischen ­Hochschulen.“ Andrea dirsch-weigand, ihk

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Als Gegenmaßnahme intensivieren viele Industriebetriebe ihr internes Aus- und Weiterbildungsprogramm oder gehen Kooperationen mit Bildungseinrichtungen ein. Eine weitere Quelle für IT-Fachkräfte wird allerdings noch vergleichsweise wenig genutzt – das Rekruiting im Ausland, wie eine Studie des deutschen SoftwareClusters und der Industrie- und Handelskammer Darmstadt (IHK) jetzt ermittelt hat. Erst ein Drittel der deutschen IT-Unternehmen geht bei der Mitarbeitersuche über die Grenzen. Allerdings beschränkt man sich dabei vor allem auf die osteuropäischen Länder, mit Abstand folgen Österreich, die Schweiz, Großbritannien, Frankreich und die Beneluxstaaten.

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

Südeuropa im Fokus „Diese Länder werden in Zukunft aber an Attraktivität verlieren”, so Andrea Dirsch-Weigand von der IHK. „Nach Einschätzung der Befragten werden vor allem Spanien, Polen und Italien sowie Griechenland die aktuellen Favoriten ablösen.“ Die USA und Kanada sowie Indien besetzen gegenwärtig und in Zukunft nur einen mittleren Rang bei den Rekrutierungsländern, zu dem auch die skandinavischen und baltischen Staaten und die Türkei aufschließen werden. Die geringe Rekrutierungstätigkeit in China, Nordafrika und den arabischen Ländern wird in Zukunft nach den Erwartungen der Umfrageteilnehmer noch weiter zurückgehen.

© IHK Darmstadt

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien Studienherausgeberin Andrea Dirsch-Weigand, IHK Darmstadt. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

17.03.2010 16:20:14 Uhr


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

46 – industrialtechnology

Freitag, 15. Februar 2013

Keba Die Auftragsbücher des Automatisierungsspezialisten sind voll, die Produktion wurde daher erweitert

short

Zweites Werk in Betrieb

Virtuelles Labor für Hartmetallfertigung

das ideale Objekt gefunden und beschlossen, die gesamte Sparte Automatenbau vom Standort Ge­ werbepark in die Industriezeile zu verlegen. In nur drei Monaten wurde das Gebäude auf einen baulichen und technischen Standard gebracht, der einer modernen Fertigung ent­ spricht. Rund ein halbe Mio Euro betrug das Investitionsvolumen inklusive Eigenleistungen in den zusätzlichen Produktionsstandort, der Anfang des Jahres seinen Be­ trieb aufgenommen hat. Durch die Übersiedlung der Sparte „Automatenbau“, die in Rekordzeit von nur zweieinhalb Tagen erledigt wurde, konnten auch am Standort Gewerbepark, der nun ausschließlich den Be­ reich Elektronikfertigung be­ herbergt, die Voraussetzungen zur notwendigen Expansion geschaffen werden.  www.keba.com

herbert strasser

Linz. Der weltweit tätige Automatisierungsspezialist ist weiter auf Erfolgskurs. Für das laufende Ge­ schäftsjahr 2012/2013 wird ein Umsatz von rund 145 Mio. € erwar­ tet. Das bedeutet, dass das Plus wie schon im Vorjahr auch heuer wieder im zweistelligen Prozent­ bereich liegen wird.

Simulation liefert zuverlässige Informationen über Materialverhalten.

Mamer. Da Hartmetalle auch sensibel reagieren können, muss schon beim Konzipieren eines neuen Produkts einkalku­ liert werden, wie es während der Fertigung und im Einsatz mechanisch, thermisch und chemisch belastet wird. Um die komplexen Einzel­ faktoren und deren Wirkung besser verstehen zu können, ­berechnet Ceratizit alle Vari­ ablen mittels der Finite-Ele­ mente-Methode (FEM). „Mit diesem mathematischen Ver­ fahren können wir komplexe mechanische und thermische Belastungen lösen“, erklärt Michael Magin, Entwicklungs­ leiter Verschleißschutz bei ­Ceratizit. „Unser virtuelles ­Labor verkürzt die Entwick­ lungszeit neuer Produkte enorm.“ Neben der Simulation werden auch reale, praxisnahe Expe­ rimente durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass bei­ spielsweise bei Sägezähnen die beobachteten Rissmuster und die berechneten Effekte sehr genau übereinstimmen. „Mit den derzeitigen Systemen ist eine Simulation aller Prozesse zuverlässig und aussagekräftig möglich; sie trägt entscheidend zu einer schnellen und pass­ genauen Entwicklung von Hart­ metalllösungen bei”, so Magin.  www.ceratizit.at

Weitere Expansion Das kontinuierliche Wachstum und der gute Auftragsstand mach­ ten es daher notwendig, die Produk­ tionsflächen zu erweitern.Speziell der Automatenbau ist sehr flächen­ intensiv. Für einen optimalen Mon­ tagefluss und für die reibungslose Produktionslogistik ist es außerdem wesentlich, dass auf einer Ebene gefertigt werden kann. Mit dem ehemaligen QuelleGebäude hatte man dann auch

© Keba

© Ceratizit

Für die Sparte Automatenbau wurde das ehemalige Quelle-Gebäude im Gewerbepark umgebaut.

Die neue Produktionshalle für den Bereich „Automatenbau“ ist in Betrieb.

Geoplast Neuentwickelte Kanalschächte aus Kunststoff überzeugen durch hohe Dichtheit und rasche Montage

© Geoplast

Umweltschutz mit Kunststoff und Metall

Das Geoplast-Schacht-Sortiment ist ein flexibles und modulares Baukastensystem.

Theresienfeld. „Unser Anliegen ist es, Produkte zu entwickeln, die die Umwelt schützen. Dieses Ziel kön­ nen wir mit Tanks und Schächten aus Kunststoff sehr gut erreichen. Dieser Werkstoff ist äußerst be­ ständig und dicht und verhindert daher das Einsickern von Flüs­ sigkeiten in das Grundwasser, die nicht dorthin gehören”, erklärt GF Friedrich Schöls die Firmenphilo­ sophie. Für die laufende Entwicklung und Verbesserung der Geoplast Produkte ist ein Team von zehn Mitarbeitern zuständig, deren neu­ este Entwicklung Kanalrohre aus Kunststoff sind. Als Kunststoff wird Polyethy­ len im Rotations- oder Schleuder­ guss verarbeitet sowie Metalle im

Kaltverfahren durch CNC-Stan­ zen und CNC-Biegen bearbeitet. „Wir haben zwar 1995 als reiner Kunststoffverarbeiter begonnen, haben aber inzwischen auch Me­ talle als Ergänzung dazugenom­ men, da mache Vorgaben damit besser umzusetzen sind.” Das Produktportfolio, das zu fast zwei Drittel in den Export geht, vor allem nach Deutsch­ land, Frankreich, Italien, Schweiz und Spanien, umfasst Regen- und Industrietanks, Pelletsbehälter, Schächte sowie kundenspezifische Sonderanfertigungen. 2012 hat das Unternehmen, das 55 Mitarbeiter beschäftigt einen Umsatz von 6,8 Mio. € erzielt, das ist ein Plus von gut 20%.  www.geoplast.com

Engel & Fraunhofer Neues Verfahren zur industriellen Herstellung von endlosfaserverstärkten Verbundwerkstoffen

Beratung in allen technischen Fragen Leobendorf. „Beratungsdienst­ leistungen rund um technische Fragestellungen werden immer stärker nachgefragt”, ist Günter Zowa überzeugt – und hat da­ her ein darauf spezialisiertes Unternehmen gegründet. Die ‚ZTEC e.U.‘ bietet ein breites Spektrum von Dienst­ leistungen, vom Sachverstän­ digengutachten im Bereich ‚Fördertechnik‘ über die Ausar­ beitung von Portfolioanalysen bis zur Geschäftsprozessop­ timierung und Strategiebera­ tung. Dabei will man sich nicht nur auf den heimischem Markt beschränken: „Wir haben schon Anfragen aus Abu Dhabi und werden bei Zusage eine Markt­ studie für die Etablierung von Prüfstellen für diese Region ausarbeiten”, sagt Zowa.  www.ztec.at

Schwertberg/Karlsruhe. Bisher war es sehr aufwendig, endlosfaser­ verstärkte Verbundwerkstoffe, die etwa im Automobilbau verstärkt zum Einsatz kommen, mit einer thermoplastischen Matrix in großen Stückzahlen herzustellen. Eine wirtschaftlich rentable Produkti­ onstechnik für große Bauteilserien haben jetzt der österreichische Spritzgussmaschinenbauer Engel und das Fraunhofer Institut für Chemische Technologie ICT ent­ wickelt.

Werkstoff in das Formwerkzeug injiziert. Dort findet auch die Poly­ merisation (in-situ) nach der Infil­ tration der textilen Verstärkungs­ strukturen statt. „Wir haben eine robuste, kom­ pakte und vollautomatisierte An­ lagentechnik zur Serienfertigung entwickelt, die gleichzeitig flexi­ bel und schnell ist; genau diese Technologie fehlte der Automobil­

branche bisher für endlosfaserver­ stärkte thermoplastische Verbund­ strukturen. Der Prozess, der vorher auf mehrere Anlagen verteilt war, ist jetzt auf einer möglich“, so Peter Egger, Leiter des Technologiezen­ trums für Leichtbau-Composites bei Engel. Ihre Feuertaufe hat die e-victo­ ry bereits in zweifacher Hinsicht bestanden: Für den Automobil-

„Genau diese Technologie fehlte der endlosfaserverstärkte

Schnell & flexibel „Mittels des Spritzgießverfahrens können Bauteile mit einem hohen Faservolumengehalt und daher exzellenten mechanischen Eigen­ schaften effizient in Serie herge­ stellt werden“, erklärt Lars Fredrik Berg, wissenschaftlicher Mitarbei­ ter und Projektleiter am ICT. Die gemeinsam entwickelte En­ gel ‚e-victory 120‘ kann alle not­ wendigen Arbeitsschritte des Her­ stellungsprozesses erledigen. Die reaktiven Komponenten werden aufbereitet und vermischt und der

zulieferer ‚ZF Friedrichshafen‘ wurde ein Bremspedal-Einleger aus glasfaserverstärktem Polyamid gefertigt und die Industrievereini­ gung ‚Verstärkte Kunststoffe (AVK)‘

Automobilbranche für thermoplastische Verbundstrukturen.“ Peter Egger, Leiter leichtbau-composites bei engel

© Engel

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Engel e-mac ist auf Tour durch Europa

Die Engel e-victory 120 für die Fertigung von Faserverbundwerkstoffen in Großserie.

hat die neue Technologie im Okto­ ber mit einem AVK Innovations­ preis in der Kategorie „Verfahren“ ­ausgezeichnet.  www.engel-global.com  www.fraunhofer.de


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

Unger Steel 20 erfolgreiche Jahre in Russland

Unger ist big in Russia Russland erwirtschaftet 30% des Umsatzes.

industrialtechnology – 47

| BS12-02G |

Freitag, 15. Februar 2013

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology.

© Unger Steel Group

Motion Servoverstärker Servomotoren

IPC Christian Gabriel, Leiter der Russland-Niederlassung der Unger Steel Group. herbert strasser

Oberwart. Seit ihrer Gründung im Jahr 1992 hat sich die OOO Unger Steel, Tochter des österreichischen Stahlbauers, fest im russischen Markt verankert und erwirtschaftete 2012 bereits ein Drittel des Umsatzes der ganzen Gruppe. „Unsere großen Stärken sind das branchenübergreifende Know-how in der Bauindustrie und unsere ausgeprägte Länderkompetenz“, so Josef Unger, CEO der Unger Steel Group. „Wir wissen, wie man Projekte im Ausland umsetzt und verfügen über ein breites, internationales Zulieferer-Netzwerk und stabile Partnerschaften, die bei der ­Umsetzung einzelner Projekte wesentlich unterstützen“, ergänzt Christian

Gabriel, Niederlassungsleiter Russland. Aufträge erhält man sowohl von internationalen als auch russischen Unternehmen. So wurde die Unger Gruppe bei der Errichtung eines rund 20.500 m� großen Zementwerks für Holcim nahe Moskau mit der gesamten Stahlkonstruktion, den Dachverkleidungen und Fassaden betraut. Neben Anlagen-, Hallen-, Industrie- und Bürobau zählen auch Einkaufszentren, Kraftwerke oder Sport-, Freizeit- und Mehrzweckbauten sowie Messe- und Veranstaltungsbauten, Autohäuser (etwa für die Marken Toyota und Lexus der Rolf Gruppe in Moskau), Flughäfen, Parkhäuser sowie Hotel- und Wohnbauten zum Portfolio der Unger Gruppe.  www.ungersteel.com

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Neuer Technopol Technologiezentrum Wieselburg

NÖ expandiert bei der Forschung St. Pölten. Niederösterreichs Technopol-Achse Krems–Tulln–Wiener Neustadt wird zu einem Ring erweitert: Wieselburg wird zum vierten Standort weiterentwickelt. Schwerpunkte des neuen Standorts sind Agrarwissenschaft, Landund Lebensmitteltechnik sowie Biotechnologie. Seit dem Start der NÖ Technologieoffensive im Jahr 2004 wurden laut LH Erwin Pröll insgesamt 70 Mio. € in die vier Tech-

nopole investiert, 121 Projekte mit 145 Mio. € initiiert. „Investitionen in die Technologie rechnen sich vielfach, indem etwa nachhaltige Arbeitsplätze geschaffen und Unternehmen angezogen werden.” An den vier Standorten sind derzeit rund 2.000 Personen beschäftigt, insgesamt arbeiten in NÖ 7.000 Wissenschafter und Forscher, in zehn Jahren soll sich diese Zahl verdoppeln.  www.ecoplus.at

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

IPC I/O Motion

© Eco Plus

Automation

In dem künftigen „Technopol Wieselburg“ dreht sich alles um die Bioenergie.


i n n ovati o n & u n t e r n e hm e n

48 – industrialtechnology

Freitag, 15. Februar 2012

Fronius Für den Einsatz in rauen Umgebungen wurde ein neuer Drahtvorschub für die TransSteel-Serie entwickelt

short

Kompakt, robust & mobil

Mehr Transparenz entlang der Lieferkette Graz. Enso Detego, führender Anbieter von RFID-Produkten und -Lösungen für den Bekleidungshandel und die Lebensmittelindustrie, stellt auf der Fachmesse „LogiMAT“ eine Asset-Management-Lösung vor, die ein transparentes Nachverfolgen von Mehrwegtransporteinheiten (RTI) über verschiedene Erfassungspunkte der Lieferkette erlaubt. „Eine Reduzierung des RTIBestands, niedrigere Transportkosten und geringerer Schwund sind einige der Vorteile, die der Einsatz unserer RFID-gestützten Lösung bietet“, so Matjaz Novak, Marketing Director bei Enso Detego.  www.enso-detego.com

Innenliegende Anschlüsse schützen VR 5000 Case zuverlässig vor Verschmutzung. Pettenbach. Schweißgeräte und deren Peripherie müssen gerade in rauen Umgebungen wie etwa im Schiffbau, im Offshore-Bereich oder im Schienenfahrzeugbau großen mechanischen Beanspruchungen standhalten. Tagtäglich sind sie tropischem Regen, hoher Luftfeuchtigkeit, Salzwasser und einer erhöhten Konzentration leitfähiger Verschmutzung ausgesetzt.

Für den harten Einsatz Umso mehr hat Fronius bei dem für die TransSteel-Serie entwickelten Drahtvorschub VR 5000 Case (für Drahtspulen D 200) großen Wert auf Temperaturbeständigkeit, Stoßfestigkeit, Robustheit und Mobilität gelegt. Neu sind hier die innenliegenden Anschlüsse, die zuverlässig vor

Preiswerte MessingVerschraubungen

möglicher Verschmutzung und Beschädigungen geschützt sind. Eine durchdachte Lösung bieten auch die beidseitig aufklappbaren Seitendeckel, die einen optimalen Zugang zur Drahtspule, zur Motorplatte sowie den Anschlüssen des Verbindungsschlauchpakets gewährleisten.

Ab Februar erhältlich Durch das geringe Gewicht und die kompakten Abmessungen des Geräts wird das Arbeiten überall dort erleichtert, wo Platzmangel herrscht. Der Drahtvorschub passt dadurch auch mühelos durch jedes Mannloch bis 350 mm, was vor allem im Schiffbau oft gefordert ist. Durch die in den Seitendeckeln integrierten Gleitkurven wird ein optimaler Einsatz sowohl in stehender als auch in liegender Position ermöglicht.  www.fronius.com

© Fronius

herbert strasser

Der neue VR 5000 Case ist temperaturbeständig, stoßfest und sehr mobil.

© Gogatec

Schunk Programm wurde um ein kompaktes Drehmodul mit Pneumatik- und Elektrikdurchführung erweitert

Mehr intelligente Mechatronikmodule

Die Messingverschraubung ist nach VDE und UL zugelassen.

Das Dreh­modul ERS DDF leitet sowohl ­elektrische Signale als auch Fluids.

Wien. Gogatec hat sein Sortiment um eine neue preiswerte Messingverschraubung erweitert. Gogafix MS-ECO ist mit metrischen Norm-Anschlussgewinden von M12 bis M63 lieferbar und deckt einen Klemmbereich von 3 bis 44 mm ab. Die innenliegende Zugentlastung entspricht der EN50262 Ausführung A. Ein Lamelleneinsatz aus Polyamid und ein Dichtring aus Chloroprene CR sorgen für eine durchgehend elektrische Isolierung und für eine Schutzart von IP68 mit 5 bar. Der Einsatz-Temperaturbereich reicht von -40°C bis +100°C. Die Messingverschraubung ist nach VDE und UL zugelassen. Für Metallverschraubungen verrechnet Gogatec als einer der wenigen Marktteilnehmer keinen Messingzu­ schlag MTZ. www.gogatec.com

Zwei Modellvarianten © Schunk

Wien. „Die ‚MK-Series Inserting Machine‘ ist ein ‚All-in-one‘Kuvertierer, der ein großes Spektrum an Kuvertformaten bedient und sämtliche Kuvertieraufträge schnell und flexibel abwickelt“, so Tobias Ackermann, GF der KernData Gmbh. „Sie ist derzeit die schnellste Multiformat-Maschine und die zweitschnellste Kuvertiermaschine auf dem Markt.” Innerhalb einer Stunde können bis zu 28.000 Briefsendungen der Größen B6 bis C5 befüllt, verklebt und ausgelenkt werden. Bei den Formaten C4 bis B4 liegt die Verarbeitungsrate immerhin noch bei 12.000 Kuverts pro Stunde. In entsprechender Geschwindigkeit können auch die Zuführmodule codegesteuert Dokumente zusammenführen und dem Kuvertiersystem übergeben.

Hohe Flexibilität Neben der hohen Geschwindigkeit und der Bandbreite an Formaten, die verarbeitet werden können, zeichnet den „All-in-one“Kuvertierer auch seine einfache

© Kern-Data

MK-Series macht Tempo beim Kuvertieren © Phoenix Contact

Blomberg. Die neuen, dezentralen Motorstarter der Baureihe ELR 50xx IP PN von Phoenix Contact punkten mit einem kompakten und robusten Aufbau, einem Edelstahlgehäuse in Schutzart IP54, einer einfachen Inbetriebnahme sowie hoher Wartungsfreundlichkeit. Als Ein- oder Zwei-Motorenwendestarter gibt es sie in den Leistungsgrößen 0,06-1,5 KW und 1,5-3,0 KW. Antriebe mit Drehstrom-Asynchronmotoren können über Profinet gesteuert werden.  www.phoenixcontact.de

ERS DDF kann mit bis zu 250 1/min endlos drehend beliebige Zwischenpositionen mit einer hohen Wiederholgenauigkeit von 0,01° anfahren. Eine auf Wunsch integrierbare pneumatische Haltebremse stellt sicher, dass sich einzelne Positionen auch zuverlässig fixieren lassen.

Kombiniert wird das Drehmodul mit einer pneumatisch-elektrischen Durchführung, die via Schleifring bzw. Luftkanal die Durchleitung von bis zu acht elektrischen Signalen (24 V DC/2 A) sowie einem Fluid mit einem Druck von bis zu 8 bar ermöglicht. Für die Durchleitung höherer Ströme und Spannungen können Schleifringe auf Wunsch auch kombiniert werden. Das ERS DDF gibt es in zwei Baugrößen mit Aussendurchmessern von 170 und 210 mm. Für größtmögliche Flexibilität bei Steuer- und Regelungsstrategie kann es mit dem Schunk Motion Controller MCS12 (48 V DC) oder einem Bosch bzw. Siemens Standardregler (560 V DC) betrieben werden.  www.schunk.com

Kern-Data Neue Kuvertiermaschine überzeugt mit breitem Einsatzspektrum und einfacher Bedienung

Motoren ganz einfach dezentral starten

Der neue setzt auf der Technik des Hybrid-Motorstarters Contactron auf.

Olching. Basierend auf dem flachen Drehmodul ERS, das mit einem Torquemotor mit Hohlwelle ausgestattet ist, hat Schunk sein Schwenkeinheiten-Programm nun um den ERS DDF ergänzt, das derzeit kompakteste elektrische Drehmodul mit kombinierter Pneumatik- und Elektrikdurchführung am Markt.

Je nach den zu verarbeitenden Formaten können mit der Anlage bis zu 28.000 Brief­ sendungen pro Stunde zusammen­ gestellt, kuvertiert und verschlossen werden.

schwindigkeit zeichnet

Bedienbarkeit aus: Das intuitive Drei-Tasten-System sowie eine optimale Bedienhöhe erleichtern dem Anwender den Umgang mit der Maschine.

unseren neuen ‚All-in-

Viel Leistung

„Neben der hohen Ge-

One‘-Kuvertierer vor allem seine leichte Bedienbarkeit aus.“ tobias ackermann gf kern-data

Weitere Vorteile sind der geringe Platzbedarf, die kurzen Umrüstzeiten und die hohe Flexibilität. Entwickelt wurde die Maschine für Anwendungen, in denen große Mengen an Briefsendungen in unterschiedlichen Formaten anfallen, wie etwa bei Direct-Mail-Unternehmen und Utility Provider,

bei Versicherungen, Banken sowie Post- oder Dienstleistungsunternehmen. Je nach Bedarf lassen sich der MK-Series Inserting Machine andere Produkte aus dem Kern-DataPortfolio vorschalten, wie etwa der Endlosformularschneider MK33 mit Smartology-Technologie. Präsentiert wird die MK-Series Inserting Machine dem internationalen Markt im Rahmen der „Hunkeler Innovationdays“, die vom 11. bis 15. Februar in Luzern stattfinden. Verfügbar wird das GErät voraussichtlich ab dem 3. Quartal 2013 sein.  www.kern-data.com


medianet

inside your business. today.

Freitag, 15. Februar 2013 – 49

frischzellenkur

KTM-Chef Pierer ergänzt Portfolio nach KTM und Husaberg nun um Husqvarna  Seite 51

Varta geht mit neuem Logo, Slogan und großer Medienkampagne ins neue Jahr  Seite 53

kia sorento koreaner holen im suv-segment auf

© Kia

Mehrmarkenstrategie © Varta

© KTM

automotivebusiness Das Neuwagengeschäft im Web zieht kräftig an

© TomTom

short

© EPA

Amsterdam. Die schwache Auto-Nachfrage in Europa setzt auch TomTom zu: Der niederländische Anbieter von Navigeräten rechnet in diesem Jahr – auch weil sich Gratis-Dienste von Konkurrenten immer mehr am Markt etablieren – mit weniger Umsatz und einem Gewinneinbruch. Der um Sonderlasten bereinigte Gewinn werde sich 2013 auf 20 ct je Aktie halbieren. Der Umsatz dürfte sich auf 900 bis 950 Mio. € summieren, nachdem es 2012 1,06 Mrd. € waren.    www.tomtom.com

© Panthermedia.net/Vichaya Kiatying-Angsulee

Paris. Der angeschlagene französische Autohersteller PSA Peugeot Citroen hat 2012 mit 5 Mrd. € den höchsten Nettoverlust seiner Geschichte geschrieben. Dies sei auf die Abhängigkeit vom schwierigen europäischen Markt sowie Abschreibungen in Höhe von 4,7 Mrd. € zurückzuführen, teilte das Unternehmen bei der Vorstellung seiner Jahresbilanz mit. Im Jahr davor hatte der Autobauer noch einen Nettogewinn von 588 Mio. € erzielt.  www.psa-peugeot  -citroen.com

Boom steht bevor Aktuell werden weltweit rund 5.000 Neufahrzeuge pro Jahr ausschließlich online gekauft; laut einer aktuellen Studie der Unternehmens­ beratung Frost & Sullivan könnten es 2020 aber bereits 4,5 Millionen sein. Seite 50 Volkswagen Hersteller liefert 491.900 Pkw im Jänner aus

Mazda Geschäftsjahr bislang 251 Mio. Euro im Plus

Minus 6,8 Prozent: Schwierigste Region bei VW war auch im Jänner Europa.

Wolfsburg. Volkswagen hat im Jänner weltweit 491.900 Pkw ausgeliefert und damit 17,4% mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders in der Region Asien-Pazifik verzeichnete der Hersteller, bedingt durch die Verschiebung des Chinese New Year, einen erheblichen Zuwachs. Die Gesamtsituation in Europa hingegen bleibt schwierig. Hier gingen die Auslieferungen im ersten Monat des Jahres auf 116.900 Fahrzeuge (-6,8%) zurück, zulegen konnte das Unternehmen hingegen in der Region Zentral- und Osteuropa, wo 18.200 Kunden ein Plus von 8,8 Prozent bedeuteten.  www.volkswagen.com

© EPA

Kawasaki. Die Daimler-Tochter Fuso hat 2012 ihren LkwAbsatz um 18% gesteigert. Weltweit setzte das Unternehmen insgesamt 174.600 Fahrzeuge ab. Das entspricht einem Absatzplus von 15%. Wichtiger Absatztreiber war das anhaltende Wachstum in Südostasien, dem größten Exportmarkt der Marke, sowie im Nahen und Mittleren Osten und in Afrika. Insbesondere Indonesien etablierte sich mit rund 68.000 abgesetzten Fahrzeugen als ein bedeutender Wachstumsmarkt für Fuso.  www.mitsubishi-fuso.com

© dpa/Jochen Lübke

© Daimler

Absatzplus: Guter Start ins neue Jahr Comeback in der Gewinnzone

Im laufenden Geschäftsjahr verkaufte Mazda bislang weltweit 893.000 Autos.

Tokio. Mazda hat in den ersten drei Quartalen des am 31. März 2013 endenden Geschäftsjahrs 2012 einen Umsatz von 15,1 Mrd. € und einen Nettogewinn von 251 Mio. € erzielt. Aufgrund steigender Absatzzahlen, eines verbesserten Produktmixes sowie erfolgreicher Umstrukturierungen und Kostenreduzierungen kehrte Mazda damit laut eigenen Angaben in allen wirtschaftlichen Bereichen in die Gewinnzone zurück. Der konsolidierte Betriebsgewinn summierte sich auf 192 Mio. €, während das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 210 Mio. € betrug.  www.mazda.com


C ov e r

50 – automotivebusiness

Kommentar

Was sich die EU alles einfallen lässt

Freitag, 15. Februar 2013

Frost & Sullivan Die Unternehmensberatung prophezeit dem Online-Neuwagengeschäft steigende Absatzzahlen

Webpräsenz der Hersteller wird zum Geschäftsmodell Bis 2020 könnten laut Studie vier Prozent aller Neuwagen (4,5 Mio. Fahrzeuge) online verkauft werden.

Renault-Nissan Erfolg

© dpa/Abaca/B3588 Abaca Giancarlo Gorassini

Verkaufsrekord

2012 verkauften Renault und Nissan zusammen 8,1 Mio. Fahrzeuge.

Paris/Tokio. Die Allianz aus den Autobauern Renault und Nissan hat 2012 mehr Fahrzeuge verkauft als je zuvor. Dank der Stärke des japanischen Partners kam das Bündnis auf einen Absatz von 8,1 Mio. Wagen. Dies entspreche dem vierten Rekord in Folge und einem weltweiten Marktanteil bei Neuwagen von etwa zehn Prozent, teilten die Unternehmen mit. Im Vergleich zu 2011 habe man den Absatz um ein Prozent gesteigert, trotzdem liegt man in Summe deutlich hinter dem Branchengrößus Toyota sowie General Motors und Volkswagen zurück.  www.renault.com  www.nissan-global.com

Aktuell wird im Web informiert, in den kommenden Jahren wird der Onlinehandel für Hersteller aber zum wichtigen Geschäftsfeld.

lich über seine Online-Verkaufskanäle in den britischen Markt eingedrungen und nutzt die Autohäuser als Back-up-Lösungen. Darüber hinaus dürfte auch der rasche Erfolg von Subaru, Fiat, smart und Volkswagen mit automatisierten Online-Kanälen (z.B. eBay, Taobao, Jindong, Alibaba, Gilt.com) den Weg in die Zukunft ebnen. Dabei zeigt sich auch, dass die Hersteller bei ihrem Gang ins Web durchaus nicht nur auf sich gestellt sind, sondern auch mit unabhängigen Plattformen zusammenarbeiten, um ihre Produkte abzusetzen. Ebenfalls denkbar ist eine Kombination aus digitalen und mobilen Kanälen, indem das Verkaufspersonal beispielsweise zu Kunden fährt, um die Fahrzeuge

Erste Player schreiten voran Gründe für den nun anstehenden Wandel sind laut Frost & Sullivan nicht nur Lehren, die man aus der Digitalisierung anderer Handelsbereiche gezogen hat, sondern auch erste Erfolge von Herstellern im Web, denen es nun nachzueifern gilt. Neue Autohersteller wie Tesla (für die Modelle S, X) und Fisker (für das Modell Atlantic) ermöglichen bereits durchgängig online abgewickelte Kaufprozesse und unterstützen ihre Kunden in verschiedenen Regionen, Ford UK verkauft Neuwagen über seine Website; auch Dacia ist hauptsäch-

digital zu präsentieren. Die Automobilunternehmen planen laut Frost & Sullivan zudem, künftig auch Fashion Merchandising online einzusetzen, wie etwa Fiat500byGucci und Fiat500byDiesel zeigen. Dieser Trend ist auch bei OEMs der Premiumklasse erkennbar. So will Jaguar die ersten 30 Modelle des XJL Ultimate über den Online-Handel verkaufen.

scheinlich sowohl stationäre Autohäuser wie auch Ausstellungsräume auf Online-/Mobilbasis betreiben, wobei die beiden Bereiche voneinander getrennt bleiben; Hauptziel ist, den Verkäufer im Autohaus durch ein Online-System zu ersetzen. Die Auslieferung des Fahrzeugs soll bei den Händlern stattfinden. Der Omni-Channel-Ansatz setzt auf einen vereinheitlichten, integrierten „Brick and Clicks“-Kanal, wo alle Kaufprozesse online (mobil und stationär) durchgeführt und die Finanzierungs- wie Versicherungsverträge abgeschlossen werden. Bei diesem Modell besteht künftig nur noch minimaler – oder möglicherweise gar kein – Bedarf, niedergelassene Autohäuser einzubeziehen.  www.frost.com

Evolutionär oder revolutionär Die OEMs müssen sich bei all diesen Punkten entweder für den evolutionären Ansatz oder den revolutionären „Omni-Channel“Ansatz entscheiden. Beim evolutionären „Bricks and Clicks“-Ansatz werden die Autohändler wahr-

Fiat Der italienische Autobauer kommt nicht auf die Beine

Daimler Der Hersteller legt im Jänner in China um 15,4% zu

Turin/Detroit. Der italienische Automobilhersteller Fiat häuft wegen der Absatzkrise in Europa weiter Schulden an und wird immer abhängiger vom Wachstum seiner US-Tochter Chrysler. Im abgelaufenen Jahr stieg die Verschuldung um rund eine Mrd. € und auch der Handelsgewinn für das vierte Quartal blieb mit 987 Mio. € hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Für 2012 soll daher keine Dividende gezahlt werden.

Stuttgart. Der deutsche Autobauer Daimler hat zum Jahresstart auf dem wichtigen Wachstumsmarkt China Boden gut gemacht und damit seinen Absatz beflügelt. Im Jänner verkaufte Daimlers PkwSparte mit den Marken Mercedes, AMG, smart und Maybach 102.180 Autos – ein Plus von 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Hersteller mitteilte.

Abhängigkeit von Chrysler wächst

tos verkauft werden. Das Ergebnis werde im Jahr 2013 nicht drastisch anders ausfallen als im abgelaufenen Jahr. Sowohl der italienische als auch der europäische Automarkt befänden sich weiterhin im freien Fall. Zugleich bekräftigt er das Ziel einer Rückkehr in die Gewinnzone zur Mitte des Jahrzehnts. Die Nettoverschuldung ist um 18% auf 6,54 Mrd. € gestiegen. Das ist ein besseres Ergebnis, als es von den meisten Analysten erwartet wurde.  www.fiat.it

Nettoverschuldung steigt Chrysler hingegen wird immer mehr zum Ertragsbringer: Die Amerikaner steigerten ihren Netto-Gewinn um 68% auf 378 Mio. USD (281,40 Mio. €). Vorstandschef Sergio Marchionne zeigte sich deshalb offen für einen Börsengang von Chrysler, sollte es Fiat nicht gelingen, die restlichen 41% direkt zu übernehmen. Im Schlussquartal 2012 konnte Fiat seinen Verlust verringern. Marchionne sieht für das laufende Jahr jedoch keine gravierende Verbesserung, weil in den Krisenstaaten Süd­ europas weiterhin kaum neue Au-

Fiat-Boss Sergio Marchionne rechnet auch 2013 mit einem Minus in Europa.

China-Geschäft sorgt für Wachstum Dieter Zetsche mit dem bisherigen Lkw-Manager Hubertus Troska ein Vorstandsmitglied ernannt, das ausschließlich für China zuständig ist. Zuvor waren zwei bisher getrennt arbeitende Vertriebsgesellschaften in China unter einem Dach zusammengelegt worden. Ziel ist es, mit einem starken China-Markt bis spätestens 2020 an den Rivalen Audi und BMW vorbeizuziehen, aktuell fährt Mercedes den beiden aber noch weit hinterher.  www.daimler.com

Bester Jänner bisher in China Getrieben wurde das Absatzplus vor allem vom bisherigen Sorgenkind China; dort verkaufte Daimler im Jänner 16.695 Mercedes-Benz, was einem deutlichen Zuwachs von 15,4% und dem bisher stärksten Jänner-Absatz in dem Riesenreich entspricht. Im Dezember hatten die Schwaben, die dort der Konkurrenz hinterherfahren, in China noch ein dickes Minus verbucht. Um das Geschäft voranzutreiben, hatte Daimler im Reich der Mitte jüngst wichtige Weichen gestellt: Erst in der vergangenen Woche waren die Stuttgarter bei ihrem chinesischen Partner BAIC eingestiegen. Zudem hatte Daimler-Chef

© dpa/Bernd Weissbrod

V

orweg: Ich gehöre nicht zum Heer der Euro-Kritiker. Ganz im Gegenteil, ich kann der EU viel Positives abgewinnen, freue mich über grenzenlose Reisefreiheit und die Vorteile, die mir die kontinentale Einheitswährung bringt. Natürlich ist nicht alles Gold, was in meinen Augen glänzt, aber im Grunde bin ich mit der europäischen Gemeinschaft durchaus zufrieden – im Grunde, denn dann und wann treiben im EU-Parlament durchaus auch originelle Blüten, wie jüngst etwa die diskutierten neuen Lärmpegel für Autos. Während die gewünschte, stufenweise ‚Verleiserung‘ von Personenwagen und Nutzfahrzeugen durchaus noch nachvollziehbar ist, erschließt sich mir die Ausrüstung von Hybrid-und Elektrofahrzeugen mit zusätzlichen Geräuschquellen nicht wirklich. Die Technik macht weitgehend lautlose Fahrzeuge möglich (das Abrollgeräusch ist auch durch den Elektromotor nicht wegzubekommen) und dann will man sie künstlich in Lärmquellen verwandeln? Aus Sicherheitsgründen, wird argumentiert, aber ist das schlau? Während jetzt die Gewöhnung an lautlose Fahrzeuge fließend mit deren Verbreitung passieren würde, nehmen wir alternativ in Kauf, dass wir in ferner Zukunft zwar nur mehr lautlose Fahrzeuge auf den Straßen haben, diese aber trotzdem weiter vor sich hinlärmen dürfen?

Wien. In den vergangenen Jahren sind beträchtliche Geschäftsbereiche verschiedener Handelssparten in den Onlinebereich abgewandert. Während der Buch- und Musikhandel, die Bekleidungsindustrie oder etwa der Videospielmarkt ohne eine tiefgreifende Online-Kompetenz längst nicht mehr konkurrenzfähig wären, beschränkt sich der Web-Anteil des Automobilgeschäfts bislang vordergründig auf Information und Präsentation sowie den Gebrauchtwagenhandel; Neufahrzeuge gehen im Web kaum über den digitalen Ladentisch. Dies soll sich in den kommenden Jahren laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan zwar nicht fundamental, aber doch messbar ändern: Etwa vier Prozent aller Neuwagenverkäufe, was etwa 4,5 Mio. Fahrzeugen entspricht, könnten laut der Untersuchung bis 2020 komplett im Web abgewickelt werden (zum Vergleich: Im Jahr 2011 wurden etwa 5.000 Neuwagen ausschließlich online verkauft).

© EPA

Jürgen Zacharias

© www.fiat.at; www.ford.co.uk; www.jaguar.com; www.subaru.at

Jürgen Zacharias

Insgesamt konnte Daimler im Jänner in China 16.695 Fahrzeuge verkaufen.


Freitag, 15. Februar 2013

H e r st e l l e r & Z u l i e f er e r

automotivebusiness – 51

KTM Der oberösterreichische Hersteller konzentriert mit der Übernahme Husqvarnas die europäische Hard Enduro-Kompetenz in Österreich

Mattighofen überholt München Beatrix keckeis-hiller

Mattighofen. KTM fährt auf der Erfolgsstraße. 2012 setzte der heimische Motorradhersteller 107.142 Fahrzeuge ab, während BMW auf „nur“ 104.286 Einheiten kam. Damit haben die Mattighofener die Münchner überholt, doch der Überholvorgang ist noch nicht abgeschlossen: KTM-Boss Stefan Pierer übernimmt jetzt – um einen nicht spezifizierten Preis – von BMW Husqvarna, jene ursprünglich schwedische Marke, die 1987 durch den Kauf seitens Cagivas und später MV Agustas italienisch geworden ist, danach, 2007, mit der Übernahme durch die Motorrad-Abteilung der Bayern auch noch deutsch. BMW wollte damit eigentlich die Offroad-Orientierung um den Sektor „Hard Enduro“ und weitere Segmente erweitern. Ob das nicht wunschgemäß gelaufen ist, oder

man es sich anders überlegt hat, was „strategische Neuausrichtung“ genannt wird, ist Gegenstand von Spekulationen. Keine Spekulation ist, dass Pierer nun verstärkt auf eine Mehrmarken-Strategie setzt, auf Synergien bei Entwicklung und Technik (eventuell auch Design).

Produktion bleibt in Italien Bereits seit 1995 firmiert der Zweirad-Produzent Husaberg – ein 1988 in Schweden neu gegründeter Teil von Husqvarna – als KTMTochter. Mit der zusätzlichen Marke Husqvarna bündeln die Mattighofener nun unter anderem die

europäische Kompetenz im Einzylinder- und im sportlich überaus erfolgreichen Hard Enduro-Segment in Österreich. Die Herstellung von Husqvarna soll jedoch (vorerst) in Italien verbleiben, die Marke als eigenständiges Label mit eigenen Händlern weitergeführt werden. Wie auch immer – für Husqvarna ist zu hoffen, dass man endlich über einen längeren Zeitraum vor Anker gehen kann. Pierer jedenfalls gedenkt, den Absatz der Marke in den kommenden fünf Jahren zu verdoppeln; das wären dann rund 22.000 Fahrzeuge jährlich (Absatz 2012: 10.751 Fahrzeuge).  www.ktm.com

© KTM

Die ursprünglich schwedische Marke wird weiter als eigene weitergeführt.

KTM-Boss Stefan Pierer setzt mit Husqvarna auf eine Mehrmarkenstrategie.

Honda Nr. 2 in Österreich

Zurück zur Spitze Wiener Neudorf. Honda war lange Zeit die Nummer eins in Österreichs Motorrad-Zulassungsstatistiken. In den aktuell wirtschaftlich schwierigen Zeiten und angesichts einer zeitweilig nicht ganz zeitgemäßen Modellpolitik ging diese Top-Position verloren. Mit einer Verbreiterung der Produktpalette in Richtung Roller (u.a. Vision, SH), Mittelklasse- und Einsteiger-Bikes (v.a. NC700- und CB500-Baureihe) sowie Reise-Eisen (z.B. Crosstourer) ist der größte japanische Hersteller motorisierter Zweiräder aber nun wieder auf dem Weg zur obersten Spitze.

Neue Modelle in der Pipeline Der von 2010 auf 2011 signifikant ausgefallene Aufwärtstrend – plus 13,71 Prozent Neuzulassungen – konnte 2012 nicht nur fortgesetzt, sondern auch verstärkt werden: Mit 3.500 Einheiten ‚Roller & Motorräder‘ bilanziert Honda Österreich mit einer Steigerung um 498 Stück (+ 16,59%) und der Hersteller-Position Nummer zwei. Ziel ist es, wieder die Nummer eins zu werden. Dafür bietet Honda eine breit angelegte Palette neuer Modelle für 2013 auf: einerseits die neu aufgelegte CB500-Baureihe mit drei Modellvarianten (R, F und X), das Retro-Naked Bike CB1100, die gestrippte Luxus-Tourerin Gold Wing F6B Interstate sowie die überarbeitete Mittelklasse-Supersportlerin CBR600RR, andererseits neue bzw. neu gemachte Roller wie Forza 300 ABS. Ergänzt wird dieses Angebot durch die MSX125, ein trendiges, und mit 10 PS vernünftiges Fun-Eisen um 2.990 €.  www.honda.at

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© Honda

Wissen, Begeisterung und Komplettservice sind für uns die Basis herausragender B2B-Kommunikation. Um alles über Ihre Marke zu erfahren, gehen wir tief rein: in Ihre Produktion, in Ihre Reinräume und Labore oder auf Ihre Teststrecke und in Ihren Windkanal. So wird Komplexes einfach. So wird ein Versprechen für die Zielgruppe relevant. So wird B2B-Kommunikation überraschend und aufmerksamkeitsstark. Das alles macht uns zu dem, was wir für unsere Kunden sind: Die treibende Kra� der B2B-Kommunikation. Honda MSX125: brandneues Leicht­Motorrad mit extra hohem Spaß-Faktor.

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Modell & Handel

52 – automotivebusiness

Freitag, 15. Februar 2013

Kia Sorento 2,2CRDi 4WD Der Sorento von Kia bietet feinste SUV-Assets zu äußerst verlockenden Preisen

short

Auch im SUV-Segment auf der Überholspur

Verkaufsstart für die neue Hybrid-Limousine

© Porsche

Der größere der beiden Kia-SUV überzeugt durch coole Optik, top Ausstattung und viel Komfort. Gregor Josel

Der neue Jetta Hybrid ist ab sofort und ab 30.160 Euro zu bestellen.

Wien. Es ist ja mittlerweile schon eine alte Leier – die Koreaner holen auf! Das ist nun schon lange kein Geheimnis mehr. Vor Jahren noch belächelt und unterschätzt, haben die europäischen Hersteller mittlerweile alle Hände voll zu tun, um mit dem Modellfeuerwerk aus Südkorea schrittzuhalten und auch in Sachen Design, Ausstattung, Verarbeitung und einer umfangreichen Dienstleistungs-Strategie, wie der Siebenjahresgarantie, nicht plötzlich überholt zu werden. Der „Kia Sorento“ ist ein gutes Beispiel für den Weg, den die Marke in den letzten Jahren beschritten hat und zeigt, auf welch hohem Niveau man heute bei Kia Automobile baut.

Salzburg. Volkswagen startet in Österreich den Vorverkauf des neuen Jetta Hybrid. Mit dem neuen Jetta Hybrid debütiert nun ein Modell, das auf einen kraftvollen Verbund aus aufgeladenen TSI-Benzindirekteinspritzer (110 kW/150 PS) und Elektromotor (20 kW) setzt. Der 110 kW/150 PS starke TSI-Motor erreicht mit der zusätzlichen Kraft des Elektroantriebs bis zu 125 kW/170 PS. Dennoch verzeichnet der neue Jetta Hybrid einen äußerst niedrigen Verbrauch von lediglich 4,1 l auf 100 km. Die bis zu 210 km/h schnelle Limousine verbraucht damit rund 20% weniger Kraftstoff als ein konventionelles Fahrzeug vergleichbarer Größe und Leistung. Per Knopfdruck kann der neue Jetta Hybrid auch, bewusst vom Fahrer gesteuert, bis zu einer Geschwindigkeit von 70 km/h und einer Distanz von bis zu zwei Kilometern rein elektrisch gefahren werden. Darüber hinaus wechselt das Hybridsystem, wann immer möglich, automatisch in den emissionsfreien Elektromodus. Der neue Jetta Hybrid feiert Mitte Juni 2013 in Österreich seine Markteinführung und ist in den zwei Ausstattungsversionen Comfortline und Highline. ab 30.160 € erhältlich.  www.volkswagen.at

Peter Schreyer, der ja unlängst in die Präsidenten-Etage von Kia gewechselt ist, hat bei Kia das Design-Zepter seit einigen Jahren in der Hand. Das macht sich bezahlt, denn vom ehemaligen Kasten-Outfit fernöstlicher SUVs hat der Sorento nichts mehr. Ganz europäisch, sehr schwungvoll und ansehnlich kommt der neue große Kia-SUV daher, als ob es die leichteste Übung der Welt wäre, dem europäischen Publikum zu gefallen. Zu den auffälligsten Neuerungen im Außendesign gehören die veränderten Stoßfänger vorn und hinten, die auffälligen, hochkantigen Nebelscheinwerfer, der modifizierte Kühlergrill, die Scheinwerfer mit integriertem LED-Tagfahrlicht sowie eine veränderte Heckklappe und neu designte LED-Heckleuchten. Neben 17- und 18“-Leichtmetallfelgen sind für die Facelift-Version des Sorento zudem neue 19“-Leicht-

Generationswechsel im Van-Segment

© Kia

Weg vom Kasten-Denken

Mit Vollausstattung ist die Topversion um rund 50.000 Euro im Vergleich zur Konkurrenz ein echtes Schnäppchen.

metallfelgen (optional) verfügbar. In der Topausstattung „Active Pro“ sind die 19-Zöller jedoch bereits serienmäßig mit dabei.

Komfortabler Platz Die gediegene Außenoptik setzt sich auch im Innenraum fort. Alle Materialien, auch die dort und da verbauten Plastikapplikationen, sind hochwertig und top verarbeitet. Ein feines Feature ist das Display in der Mitte des Kombiinstruments, das einerseits einen animierten Tacho, dessen Ziffern auch in der Größe verstellbar sind, zeigt und darüber hinaus dem Fahrer schön dargestellte Fahrzeuginformationen und Einstellungsmöglichkeiten anbietet.

Das Multifunktionslenkrad ist beheizbar. Die Lenkungsunterstützung ist dreistufig wählbar, im Komfortmodus parkt man den Sorento mit der Kraft des kleinen Fingers ein oder überlässt diesen Vorgang überhaupt dem Einparkassistenten, der mittels Knopfdruck eine passende Lücke findet und dann das Lenken übernimmt. Der Einschlag des großen Kia ist beeindruckend. Die Sitze sind amerikanisch gehalten und bieten den Komfort eines Fernsehsessels. Ein wenig mehr Seitenhalt würde nicht schaden. Im Kofferraum finden 1.047 bis 2.052 l Platz, so man die Sitze umlegt und nicht die Siebensitzer-Variante des Sorento gewählt hat. Die Aufpreisliste für den TestSorento ist kurz, einzig das Kom-

fortpaket (bestehend aus adaptivem Frontscheinwerfersystem, automatischer Niveauregulierung, Sitzheizung hinten, Lenkradheizung, elektrisch verstellbarer Beifahrersitz, Fahrersitz mit Memoryfunktion, BSDS – Blind Spot Detection System und LDWS – Fahrspurwarner) und das Panoramadach stehen als Option zur Verfügung.

Sinnvoller Antrieb Der Top-Diesel mit Allradantrieb leistet 197 PS und verfügt über ein komfortables 6-Gang-Automatikgetriebe. Der Verbrauch bleibt trotz Allrad und viel Power unter 9 l auf 100 km und der Einstiegspreis für den Sorento liegt bei 32.990 €.  www.kia.at

Nissan Juke Nismo Was „AMG“ bei Mercedes und „M“ bei BMW heißt, nennt man bei Nissan „Nismo“

© Citroen

Sportliche Marke kommt auch nach Europa Barcelona Motorsport hat bei Nissan eine lange Tradition. In Asien und den USA sehr bekannt, ist der sportliche Ableger Nissans, „Nismo“, hierzulande noch weitgehend unbekannt – es sei denn, man nennt eine Sony Playstation sein Eigen und ist des Öfteren mittels Rennsimulator „GT5“ auf den virtuellen Rennstrecken der Welt unterwegs. Dann ist man wohl schon öfter in einem der schnellen

Die neue Van-Generation von Citroen ist erstmals in Genf zu sehen.

Topseller mit viel scharf Als erstes Nismo-Modell für Europa wählte man keinen Exoten, sondern nahm sich mit dem Juke

einen echten Topseller zur Brust, der im Zeichen des Nismo umfangreich angeschärft wurde. Wer nun glaubt, es handle sich dabei um einen etwas aufgemotzten SerienJuke, der irrt gewaltig, denn der Juke Nismo hat es faustdick hinter den Ohren und macht bereits auf den ersten paar Metern klar, dass Nismo seinen Ursprung im echten Motorsport fand.

Modifikationen en masse

© Nissan

Genf. Mit dem Xsara Picasso, C4 Picasso, Grand C4 Picasso und C3 Picasso hat die Marke Citroën eine wahre Erfolgsgeschichte geschrieben. Mit fast drei Millionen verkauften Einheiten seit 1999 zählt Citroën zu den führenden Herstellern im Bereich der Kompaktvans. Nun enthüllt Citroën auf dem Genfer Automobilsalon 2013 mit seinem Concept Car „Citroën Technospace“ eine neue Van-Generation. Das Concept Car gibt einen Vorgeschmack auf einen neuen Kompaktvan, der im zweiten Halbjahr 2013 auf den Markt kommen wird. Neue Abmessungen vereinen Kompaktheit (Länge: 4,43 m/ Breite: 1,83 m/Höhe: 1,61 m), Geräumigkeit und ein Kofferraumvolumen von 573 l. Das Design ist ausdrucksstark und dynamisch gehalten.  www.citroen.at

Nismo-GT-Rs oder 370Zs hinterm Steuer gesessen. Nun wagt Nissan mit Nismo auch in der realen Welt den Sprung nach Europa und präsentiert das erste Modell für den europäischen Markt.

Der erste Nismo für Europa: Der neue Nissan Juke Nismo mit satten 200 PS.

Im Gegensatz zu den Serienmodellen verfügt der Juke Nismo über deutliche Modifikationen am Exterieur, Interieur und in der Technik. Die Leistung seines Turbomotors mit Direkteinspritzung wurde auf 200 PS gesteigert. Damit beschleunigt der Juke nun in 7,8 Sek. auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h. In Verbindung mit dem ebenfalls erhältlichen All Mode 4x4-i und stufenloser CVT-Automatik sprintet er in 8,2 Sek. auf 100 km/h und erreicht 200 km/h. Für Sportfahrer ist jedenfalls das knackige Schaltgetriebe zu emp-

fehlen, das in Verbindung mit dem drehfreudigen Motor für Spaß an jeder Ampel und in jeder Kurve sorgt. In bestem Einklang dazu präsentiert sich das Fahrwerk des Juke Nismo, das deutlich straffer abgestimmt wurde. Die Lenkung ist merklich direkter als beim Serien-Juke. Ein Bodykit sorgt für aerodynamischen Feinschliff und den exklusiven Auftritt, der dem Status dieses neuen Topmodells angemessen ist. Eine MetallicLackierung sowie imposante 18“Leichtmetallfelgen sind im Ausstattungsumfang bereits enthalten. Im Innenraum des Juke Nismo findet man unter anderem Nismo-SportSchalensitze mit Lederbezügen und roten Kontrastnähten. Auch das mit griffigem Alcantara bezogene Lenkrad stammt aus der Welt des Motorsports. Ebenfalls an Bord befindet sich das Nissan Dynamic Control System, mit dem sich viele Parameter und damit das Fahrverhalten beeinflussen lassen. Sehr sportliches Fahrvergnügen wird mit dem Nismo auch preiswert. Einstiegspreis: 27.890 €.  (gj)  www.nissan.at


R u n d u m s au t o

Freitag, 15. Februar 2013

automotivebusiness â&#x20AC;&#x201C; 53

short

Online-Auktionen nun wie im Real Life

Š Varta

Neuss/Deutschland. Der Full-Service-Dienstleister und Fahrzeugvermarktungs-Spezialist BCA forciert seine Online-Kompetenz: â&#x20AC;&#x17E;BCA LiveBidâ&#x20AC;&#x153; heiĂ&#x;t ein neuartiger Verkaufskanal, Ăźber den BCA Online-Auktionen mit Auktionator veranstaltet. Die Bieter sehen und hĂśren via Livestream Fahrzeuge und den Auktionator und kĂśnnen direkt mit ihm in Kontakt treten. Der Auktionator sitzt in einem Sendestudio in der Neusser BCAZentrale und spricht von dort aus direkt zu den zugeschalteten Händlern. Er beschreibt die Fahrzeuge detailliert wie auf einer Vor-Ort-Auktion, gibt den Zuschlag aber mit einem virtuellen Hammer. Auktionsteilnehmer sehen dank eines â&#x20AC;&#x17E;Splitscreensâ&#x20AC;&#x153; sowohl den Auktionator als auch das aktuell zur Auktion stehende Fahrzeug sowie ausfĂźhrliche Zustandsbeschreibungen und kĂśnnen unter mehreren Gebotsschritten wählen.  www.bca-europe.com

Varta will sich in Zukunft optisch deutlicher von Konkurrenzmarken abheben und seine Produkte besser unterscheidbar machen.

Johnson Controls Der internationale Batteriespezialist verpasst seiner Marke Varta eine umfassende Frischzellenkur

Runderneuerung fĂźr Varta Moritz Kolar

Hannover. Alles neu bei Varta. Der internationale Batteriespezialist Johnson Controls verpasst seiner Marke ein neues Logo, einen neuen Slogan und ein neues Produktdesign sowie eine komplett neuentwickelte Onlinepräsenz. Das neue Erscheinungsbild wird zudem in der europaweiten Kampagne â&#x20AC;&#x17E;It all starts with Vartaâ&#x20AC;&#x153; präsentiert. â&#x20AC;&#x17E;Wir wollen die Marke â&#x20AC;&#x161;Vartaâ&#x20AC;&#x2DC; damit noch besser positionieren und zeigen, dass unsere Technologien richtungsweisend fĂźr die Branche sindâ&#x20AC;&#x153;, sagt Peter Szutta, Country Manager bei Johnson Controls. â&#x20AC;&#x17E;Die Kampagne soll unsere GroĂ&#x;händler und Werkstätten bestärken, Qualitätsprodukte und Services von Varta anzubieten.â&#x20AC;&#x153; â&#x20AC;&#x17E;Aufgrund der Ăźber 125-jährigen Erfahrung sowie zahlreicher

Testsiege wie im kĂźrzlich verĂśffentlichten Batterietest von ADAC und â&#x20AC;&#x161;Stiftung Warentestâ&#x20AC;&#x2DC; genieĂ&#x;t Varta ein hohes Vertrauen â&#x20AC;&#x201C; bei ErstausrĂźstern sowie im Ersatzteilgeschäftâ&#x20AC;&#x153;, sagt Szutta. â&#x20AC;&#x17E;Der Name Varta steht fĂźr fĂźhrende Technologien und hohe Zuverlässigkeit; dies wollen wir auch mit dem neuen Logo und dem Slogan zeigen.â&#x20AC;&#x153;

Klares Signal am Markt Die Mediakampagne ist die umfangreichste in der gesamten Unternehmensgeschichte; sie ist seit Mitte Jänner europaweit in 20 Ländern präsent und wird in Summe Ăźber 5 Mio. Nutzer erreichen. â&#x20AC;&#x17E;Zudem sind unsere Batterien jetzt noch besser voneinander zu unterscheiden, noch einfacher

â&#x20AC;&#x17E;Wir wollen die Marke â&#x20AC;&#x161;Vartaâ&#x20AC;&#x2DC; noch besser positionieren und zeigen, dass unsere Technologien richtungsweisend fĂźr die Branche sind.â&#x20AC;&#x153; Peter Szutta

wiederzuerkennen. Das PowerFrame-Logo auf den Batterien versichert den Kunden, dass sie beste Qualität kaufenâ&#x20AC;&#x153;, so Szutta. Auf der komplett neuentwickelten Varta-Website spiegelt sich nun

die globale Markenausrichtung wider. Der neue Online-Auftritt ist suchmaschinenoptimiert und bietet eine schnelle und einfache Navigation sowie umfassende Inhalte zu allen Produkten und Services. â&#x20AC;&#x17E;Wir senden damit ein klares Signal: Varta bietet Batterien sowie dazu passende Services anâ&#x20AC;&#x153;, erklärt Peter Szutta. So unterstĂźtzt die Marke beispielsweise mit dem â&#x20AC;&#x161;Varta Start-Stopp-Service-Programm (VSSP)â&#x20AC;&#x2DC; insbesondere freie Werkstätten beim Austausch von Start-Stopp-Batterien, denn Einbau und Austausch dieser Akkumulatoren spielen eine immer wichtigere Rolle. Mit der StartStopp-AGM-Technologie und dem in den Batterien integrierten PowerFrame-Grid bietet Varta hier innovative LĂśsungen.  www.varta-automotive.de

Š BCA Europe

Neu sind unter anderem das Logo, der Slogan, das Produktdesign sowie der Online- und Medienauftritt.

Alles auf einen Blick: Auktionator, AngebotshĂśhe und Verkaufsobjekt.

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I n n ovat i o n & U m w e lt

54 – automotivebusiness

Freitag, 15. Februar 2013

Untersuchung Laut dem europäischen Umweltschutz-Dachverband Transport & Environment sinken die CO2-Emissionen von Europas Autos

Grüne Zukunft für Europas Autos Dieser Rückgang ist auch erforderlich, um 2015 die Emissionsziele zu erreichen.

© Fiat

Moritz Kolar

Grüne Flotte: Fiat-Autos emittieren in Europa durchschnittlich 119,4Seite g CO12/km. bey.transit.medianet216x288/15.2.13_Layout 1 12.02.13 12:22

Brüssel. Der CO2-Ausstoß neuzugelassener Fahrzeuge ist seit Jahren im Mittelpunkt europäischer Diskussionen; wird meist geschimpft und kritisiert, gibt es nun auch Grund zu loben, denn bei beinahe allen Herstellern sanken im Jahr 2011 laut des europäischen Umweltschutz-Dachverbands „Transport & Environment“ die CO 2Emissionen ihrer Flotten in Europa, und zwar um 3,3 Prozent im Durchschnitt gegenüber 2010 auf 135,8 g CO2/km. Am fleißigsten dabei war der ohnehin schon ‚grüne‘ italienische

Automobilhersteller Fiat, der seine Spitzenposition aus 2010 ausbauen und seine CO2-Emissionen um weitere 5,1 Prozent von 125,8 auf 119,4 g CO2/km senken konnte. Auf den Plätzen landeten Toyota (126,8 g CO2/km, minus 2,2 Prozent gegenüber 2010), Peugeot-Citroen (127,4 g CO 2 /km, minus 2,9 Prozent), Renault (131,4 g CO2/km, minus 3,3 Prozent) und Suzuki (131,6 g CO2/km, minus 3,7 Prozent). Weit abgeschlagen die Premiumhersteller BMW (144,8 g CO2/km, minus 1,9 Prozent) und Daimler (153,5 g CO2/km, minus 4,6 Prozent), ebenfalls Nachholbedarf

weisen Mazda (146,6 g CO2/km, minus 1,8 Prozent) und Volvo (151,4 g CO2/km, minus 3,5 Prozent) auf.

Grenzwerte 2015 als Hürde Der CO2-Ausstoß für die Marken ist wichtig, da die EU bis 2015 einen europäischen Grenzwert von durchschnittlich 130 g CO2/km festschreibt. Bis 2020 muss der Wert dann auf 95 g CO2/km reduziert werden. Schaffen das die Hersteller nicht, drohen Geldbußen und davon könnten nach aktuellem Stand der Dinge eine ganze Reihe von Herstellern betroffen sein: Nimmt man 2011 als Maßstab, würden aktuell nur Peugeot-Citroen und Toyota die Limits erreichen, Fiat verpasst sein 2015-Ziel von aktuell 119,1 g CO2/ km um lediglich 0,3 Prozent. Weit von den EU-Zielen entfernt zeigen sich vor allem Mazda (12,5 Prozent) und Daimler (9,9 Prozent).  www.transportenvironment.org

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Skoda Alternativer Citigo

CNG Green Tec

Unterab nehmerpreis

Wolfsburg. Skoda hat mit dem „Citigo CNG Green Tec“ erstmals ein Fahrzeug mit Erdgasantrieb im Angebot. Die Bezeichnung CNG im Modellnamen steht für „Compressed Natural Gas“ und kennzeichnet somit den Erdgasantrieb, der Zusatz „Green Tec“ weist aus, dass der Citigo zudem serienmäßig über Start/Stopp-Automatik und Bremsenergierückgewinnung verfügt.

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MVEG 6,7 l/100 km CO2-Emission 178 g/km

Flotten-Emissionen senken

Rufen Sie mich an, ich berate Sie gerne: Christian Leisch Firmen- und Großkundenbetreuer, Tel.: 0664/133 06 05

Bei der Erdgasvariante arbeitet das von den Otto-Motoren des Citigo bekannte 1,0 l-Dreizylinderaggregat, das speziell auf den Betrieb mit Erdgas optimiert wurde; die Leistung beträgt 50 kW/68 PS. Der Citigo kommt mit 2,9 kg Erdgas (entspricht 4,4 m�) auf 100 km aus. Dabei emittiert er 79 g CO2/km. Die kombinierte Reichweite des Citigo CNG Green Tec liegt bei rund 550 km und setzt sich aus etwa 350 km CNG-Reichweite und dem 10 l-Benzinreservetank zusammen, der eine Fahrstrecke von bis zu 200 km ermöglicht. Eine Tankfüllung ist bereits für circa 15 € realisierbar.

Der neue FORD TRANSIT Tourneo Custom L1H1 „Trend“ 100 PS, Diesel

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Neben den Green Tec- und Green-Line-Varianten bietet Skoda mit dem Citigo CNG Green Tec eine alternative Antriebsmöglichkeit, die dazu beiträgt, den CO2Ausstoß der Fahrzeugflotte der Marke weiter zu senken. Mit dem Octavia CNG wird gegen Ende des Jahres 2013 das Angebot erdgasangetriebener Fahrzeuge ausgebaut.  www.skoda-auto.com

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MVEG 6,5 l/100 km CO2-Emission 172 g/km

1190 Wien, Muthgasse 52, T 01/370 15 40 www.beyschlag.at

© Skoda

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Freitag, 15. Februar 2013 – 55

fähren nach griechenland

reiseland deutschland

Ruefa bietet Fährverbindungen mehrmals pro Woche nach Griechenland an  Seite 56

Deutsche Zentrale für Tourismus feiert mehr als 400 Mio. Übernachtungen  Seite 58

© DZT

© Minoan Lines

destinationworld städtereisen österreicher entdecken rom © dpa/Boris Roessler

Tourismus in Südtirol übertrifft Erwartungen

© GTA-Sky-Ways

short

Wien. Kostenlose AustralienReiseplanungsvorträge, Australien-Multivisionsvorträge und kostenlose Australien-Reiseberatung – das sind die drei Optionen für die Besucher der „Australia Days“ beim „Alles Leinwand Festival“ am 23. und 24. Februar im Alten AKH in Wien. Gäste können sich bei AAT Kings, WayOutback, Emirates Airlines, Tourism Western Australia und South Australia Tourism Commission sowie bei den Mitarbeitern des Innsbrucker Veranstalters COCO zu speziellen Angeboten kompetent beraten lassen.  www.coco-tours.at

© Tourismusverein Lana und Umgebung/Helmuth Rier

© Panthermedia.net/Tim Brach

Wien. Der österreichische Reiseveranstalter GTA-Sky-Ways bringt Gäste zwischen 5. Juli und 30. August mit Non-StoppSonderflügen ab 1.299 € von Wien, Graz und Linz nach Schottland. Im Arrangement sind der Besuch der Insel Skye, ein Ausflug nach Loch Ness sowie die Besichtigung von Edinburgh inkludiert. Im August steht die Abendveranstaltung „Military Tattoo“, das größte Musikfestival Schottlands, auf dem Programm. Der Rückflug von Glasgow nach Österreich erfolgt am letzten Tag der Reise.  www.gta-sky-ways.at

Ganzjahresdestination Südtirol hat sich ähnlich wie Österreich aufgestellt und punktet mit perfekter Infrastruktur für den Winterurlaub und mit schmackhaften Sommergenüssen. Gefeiert werden jetzt 28 Mio. Übernachtungen.  Seite 56

© Markus Koljonen/Wikimedia/CC Lizenz

„Mein Schiff 3“ Sowohl beim Wohnen als auch bei der Kulinarik geht TUI Cruises jetzt auf individuelle Bedürfnisse ein

Brüssel. Am Samstag, 2. März, geht die 6. Auflage der „Brüsseler Museumsnacht“ über die Bühne. 23 Museen nehmen an dieser Veranstaltung teil und öffnen ihre Türen bis 1 Uhr nachts. Im Anschluss an die Museumsnacht findet in der „Brussels Event Brewery“ die Afterparty statt. Auf sechs Podien werden DJs die Partygäste zum Tanzen verführen.  www.flandern.at

Wien. Am 4. Februar startete in Piikkiö bei STX Finland Cabins OY, einer Tochtergesellschaft von STX Finland, die Produktion der Kabinen der „Mein Schiff 3“. Mit über 80% Balkonkabinen bietet das Kreuzfahrtunternehmen den Gästen die Möglichkeit für viele private Wohlfühlstunden auf dem eigenen Balkon. Auf dem dritten Wohlfühlschiff wurde das Angebot an Kabinenkategorien erweitert, um noch besser auf die individuellen Bedürfnisse der Gäste einzugehen. Mit drei verschiedenen Familienkabinen bietet TUI Cruises Familien eine große Auswahl für den

Wohlfühlurlaub. Angefangen bei der „Familienkabine außen“ über die „Familienkabine Balkon“ bis hin zur „Familienkabine Veranda Deluxe“ – hier ist für jede Familie das Richtige dabei. Auf der Mein Schiff 3 erwartet die Gäste hohe kulinarische Vielfalt. Dabei hat TUI Cruises das Konzept der Wohlfühlschiffe um einige Highlights erweitert. Gleichzeitig werden Restauranttrends von Land an Bord geholt. So finden sich auf der Mein Schiff 3 Restaurants mit eurasischer, mediterraner sowie japanischer Küche. Spezialitäten aus Japan erwar-

tet die Kreuzfahrer im „Restaurant Hanami“; zeitgemäßes Design trifft auf außergewöhnliche kulinarische Köstlichkeiten. Die Speisen und Getränke sind im Hanami gegen Aufpreis erhältlich., eine weitere Neuerung ist die Backstube, die ans Buffet-Restaurant „Anckelmannsplatz“ angrenzt. Für alle Nachtschwärmer hat TUI Cruises an Bord der Mein Schiff 3 ebenfalls das richtige Angebot: Im „Tag & Nacht Bistro“ werden rund um die Uhr regionale sowie Snacks und Spezialitäten für den kleinen und großen Hunger angeboten.  www.tui.at

© TUI

Kulinarische Reise mit Restaurant-Vielfalt

In der Backstube werden frische Brötchen, Panini und Törtchen angeboten.


c ov e r

56 – destinationworld

Kommentar

Österreich auf den Kreuzfahrten

Freitag, 15. Februar 2013

Südtirol Tourismus Sommer 2012 brachte sowohl bei Ankünften als auch bei Übernachtungen ein deutliches Plus

Ein wichtiger Bereich in der Südtiroler Wirtschaft

Mehr als 5 Mio. Ankünfte und 28 Mio. Übernachtungen in Südtirol bringen jährlich mehr als 3 Mrd. €. oder bei einer Wanderung zum hoteleigenen Berggasthof samt Bauernmuseum das FrühlingsNaturschauspiel zu genießen. Daneben stehen Radtouren und Blütenwanderungen durch das Etschtal, der „Weinstraße Südtirols“, Weinverkostungen, Musikabende, Golfen und Yoga-Meditationsübungen auf dem Programm. Wer den Fuß vor die Tür des Alpenwellnesshotels „St. Veit“ setzt, ist mittendrin im Winterwanderparadies, bewacht vom Spalier der Drei Zinnen, dem beeindruckendsten Bergmassiv im UNESCO-Weltnaturerbe Dolomiten. Die Winterwanderwege eignen sich bestens für ausgedehnte Spaziergänge und kurze Ausflüge. Der Neuschnee wird geräumt, um die Wege für lufthungrige Menschen begehbar zu halten.  www.suedtirol.info

D

ie internationalen Kreuz­ fahrten sind keine öster­ reichische Kernkompe­ tenz, doch neuerdings schleicht sich immerhin österreichische Lebensart auf den großen Schiffen von Hapag Lloyd ein: Ganz im kulinarischen Zeichen der Alpenrepublik steht die Reise der ‚Columbus 2‘ von Monte Carlo nach Dubrov-nik diesen April. Sternekoch Sascha Kemmerer verwöhnt die Gäste bei einem Heurigen-Abend mit österreichischen Spezialitäten. Weitere Gourmetexperten Österreichs, wie z.B. der Wein­ spezialist Anton Viehauser und der Fernsehpatissier Peter Scharff, weihen die Passagiere in die Geheimnisse ihrer Koch­ künste ein. Und am 9. Juni gehen nicht nur am Nachthimmel vor Antwerpen, sondern auch – kulinarisch gesehen – die Sterne auf. Zum jährlich statt­ findenden Gourmetevent ‚Europas Beste‘ kommen mehr als 30 Stars unter Europas Köchen, Winzern, Fromagiers, Pâtissiers und Chocolatiers zusammen, um die Gäste mit ihren raffinierten Kreationen zu verwöhnen. ‚MS Europa‘Küchenchef Stefan Wilke heißt die Gourmet-Elite an Bord des Flaggschiffs von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten willkommen, um ein Fest der Sinne zu starten. Als Botschafterin Österreichs mit dabei: Johanna Maier, zwei Michelin-Sterne, drei Gault-Millau-Hauben. Guten Appetit!

2014/2015 Kreuzfahrten

Buchungsstart für AIDA 2014

Rostock. Buchungsstart für die Reisen aus dem AIDA Katalog 2014/2015: Zu haben sind 462 Reisen zu 160 Destinationen weltweit im Zeitraum März 2014 bis April 2015. Neben ausführlichen Beschreibungen zu den Reisezielen finden Kreuzfahrtinteressierte viele nützliche Informationen zum Bordangebot im neuen AIDA Katalog. Neuland entdecken Gäste auf der neuen Schmetterlingsroute von AIDAvita: Ausgangspunkt der Karibikreisen ist Miami. Auf der einen Route stehen Port Canaveral, Puerto Rico, Tortola, Samana in der DomRep und die Bahamas auf dem Programm. Auf der zweiten Route werden Tampa in Florida, New Orleans (hier bleibt AIDAvita über Nacht), das mexikanische Cozumel und Key West angesteuert. AIDA bietet in der Adria erstmals mehrere Starts; Gäste können ihre Reise sowohl in Venedig als auch in Antalya oder in Triest beginnen.  www.aida-cruises.at

Bozen. Südtirol ist multikulti: Deutsche, Italiener und Ladiner leben hier mit- und nebeneinander. Alpine und mediterrane Lebensart, aber auch Bräuche und Gewohnheiten verflechten zusehends und werden zu Neuem verknüpft. Auch die heterogene Landschaft trägt zum Lebensgefühl im SüdtirolUrlaub bei. Von der schönsten Freilichtbühne der Alpen – den Südtiroler Dolomiten, die wegen ihrer einzigartigen Schönheit von der UNESCO zum Weltnaturerbe gekrönt worden sind –, ganz zu schweigen. Ähnlich wie in Österreich ist der Tourismus der letzten Jahre in Südtirol eine Erfolgsgeschichte geworden, was vor allem auf die positiven Entwicklungen in der Sommersaison zurückzuführen ist. Den stärksten Übernachtungsanstieg verbuchten die bundesdeutschen Gäste; besonders auffallend ist der kontinuierliche Übernachtungsanstieg der Gäste aus den „Nischenmärkten“ Schweiz, U.K., Tschechische Republik, Polen und Russland.

„Blütenfesttage Lana“: Die Südtiroler Apfelgemeinde badet im Blütenmeer und feiert ein großes Fest zum Frühlingsbeginn.

Das Veranstaltungsprogramm der Blütenfesttage ist randvoll mit Wanderungen und Radtouren durch das Blütenmeer, mit Veranstaltungen und Festen. Ein kulinarischer Fixpunkt, der die Feinschmecker aus nah und fern anlockt, ist seit Jahren die „Bäuerliche Genussmeile“ (6. April) im historischen Ortszentrum von Lana. Einheimische und Gäste kommen zusammen, um sich an den Bauern- und Gastronomieständen Köstlichkeiten schmecken zu lassen; buchstäblich mitten hinein in Küche und Keller führt das Blütenhöfefest am 14. April. Auf einer Wanderung durch die blühende Frühlingslandschaft kommen Interessierte zu histo-

Blütenfesttage in Lana Südtirol positioniert sich – ähnlich wie Österreich – als Wintersportdestination und im Sommer als Wander-, Wellness und Genussregion. Bereits im März finden Winterflüchtlinge und Sonnenhungrige in der klimatisch begünstigten Region rund um Lana milde Temperaturen und eine frühlinghafte Natur für erste Freiluftaktivitäten in farbenprächtiger Kulisse vor. Die „Blütenfesttage“ gehören zum Frühling wie das Läuten der Glocken zu Ostern – die 18. Ausgabe steht unmittelbar bevor.

rischen Südtiroler Höfen, wo bäuerliche Köstlichkeiten „an der Quelle“ probiert werden können.

Wandern, Golf und Yoga In Schenna steht der April seit jeher im Zeichen der Apfelblüte: Wenn es in den Tälern zu sprießen beginnt und die warme Südtiroler Sonne die letzten Schneereste vertreibt, verwandelt sich die Natur in ein Meer zart duftender Blüten. Z.B. das familiengeführte „Hotel Hohenwart“ zelebriert diese Zeit auf ganz besondere Weise und lädt mit seinem Arrangement „Wandern zur Apfelblüte“ Urlauber dazu ein, auf romantischen Schlössertouren, entspannten Spaziergängen

Entwicklung im Tourismus September 2012 Das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) teilt mit, dass im Zeitraum September/Oktober 2012 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres leichte Steigerungen bei den Ankünften (+0,2%) und bei den Übernachtungen von (+0,5%) registriert wurden. Sommerhalbjahr 2012 Von Mai bis Oktober 2012 wurden gegenüber demselben Vorjahreszeitraum hervorragende Werte sowohl bei den Ankünften (+3,2%) als auch bei den Übernachtungen (+1,6%) registriert. Winterhalbjahr 2011/2012 Im vorigen Winter wurde ein Plus von 1,0% bei den Ankünften und ein schwaches Minus von 0,1% bei den Übernachtungen gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres registriert. Einen starken Rückgang verzeichnen die italienischen Urlauber.

Sommer 2013 Frühbucherbonus: Mit Anek Lines und Minoan Lines ab Triest, Venedig und Ancona nach Patras

Ruefa: Fähre von Italien nach Griechenland Wien. Das Ruefa Bahn- & Fährencenter lässt mit den Fähren der Anek Lines und Minoan Lines die schönsten Seiten Italiens und Griechenlands erkunden: Mit vier Abfahrten wöchentlich ist die Reederei Anek Lines stärkster Anbieter auf der Venedig-Route und punktet mit dem praktischen „Camping an Bord“. Die luxuriösen „Cruise Europa“ und „Cruise Olympia“ der Minoan Lines laufen ab sofort drei Mal pro Woche eine neue Route an, die von der norditalienischen Hafenstadt Triest zu den griechischen Häfen Igoumenitsa und Patras führt.

Für die vier wöchentlichen Abfahrten (Di/Mi/Sa/So) wechseln sich drei Schiffe ab: Neben der „Kriti I“ kommen die schönen Flotten-Neuzugänge „FB Coraggio“ und „FB Forza“ zum Einsatz. Auf allen Anek Lines-Fähren ab Venedig und Ancona genießen die Passagiere während der Überfahrt den Komfort ihres eigenen Wohnmobils und profitieren von allen Einrichtungen der Schiffe.

Neben Camping an Bord und täglichen Abfahrtsterminen findet sich im Programm von Anek Lines auch eine 30%-Ermäßigung auf alle innergriechischen Verbindungen. Mit der Reederei lassen sich mehr als 40 griechische Häfen erreichen. Ab Ancona bietet AnekSuperfast tägliche Verbindungen nach Griechenland, die von Juni bis September an drei Wochentagen durch eine zweite Abfahrt

Entspannte Schiffsreise An Bord von Anek Lines erwartet die Gäste hervorragendes Service, mediterrane Speisen sowie ein vielfältiges Unterhaltungs- und Shoppingangebot. Die modernen Fähren bieten Platz für 900 bzw. 1.000 Passagiere und versprechen eine angenehme Überfahrt in weiten, hellen Salons mit Piano-Bar, Restaurant und Geschäften an Bord.

© Minoan Lines

georg biron

© Tourismusverein Lana und Umgebung/Helmuth Rier

alice hefner

Mit Minoan Lines drei Mal pro Woche ab Triest über Ancona nach Griechenland.

verstärkt werden. Dazu zählen Fährverbindungen nach Santorin, auf die Kykladen, den Dodekanes bis nach Rhodos, in die Nordostägäis oder nach Kreta.

20% für Frühbucher Auf dieser Route erhalten Mitglieder von Automobil- und Campingclubs eine 25%-Ermäßigung auf alle Fahrzeugtarife. Der Frühbucherrabatt von 20 % gilt noch bis Ende Februar. Außerhalb der Hauptreisezeiten bietet Anek Lines ab Venedig ein „Camper Spezial“-Angebot mit Stromanschluss für das Fahrzeug und dem Kabinenaufenthalt zum günstigen Deckpassagepreis. Ab sofort bietet die Reederei Minoan Lines eine neue Route an: Drei Mal die Woche geht es von Triest über Ancona nach Igoumenitsa und Patras. Zusätzlich verkehrt die Reederei sechs Mal wöchentlich ab Ancona Richtung Igoumenitsa und Patras. Beide Routen werden von den Cruise Europa, Cruise Olympia und Europalink bedient.  www.faehren.at


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Freitag, 15. Februar 2013

destinationworld – 57

Städtereisen London, Rom und Barcelona sind die Spitzenreiter bei den beliebtesten City-Destinationen; auch Amsterdam und Dublin sind gefragt

Die Österreicher entdecken Rom alice hefner

Wien. Nach den Ferienmessen und den Semesterferien präsentiert das Online-Reisebüro „travel.at“ eine Übersicht der begehrtesten Reiseziele der Österreicher, zu denen auch 2013 wieder einige Klassiker des Städtetourismus gehören.

Kurzreisen sind im Trend Das belegt ein aktuelles Buchungsranking des Online-Reisebüros travel.at. Die neue Nummer 1 der Österreicher ist London, an zweiter Stelle folgt neu Rom, das massiv an Popularität gewonnen hat. Ein Evergreen der Städtereisenden bleibt das drittplatzierte Barcelona, auch wenn die Spitzenposition aus dem Vorjahr verloren gegangen ist. Bereits in den Monaten vor Weihnachten wurden unzählige Arrangements in Metropolen rund

um den Globus gebucht. Zwischen September 2012 und Jänner 2013 hat travel.at genau Buch geführt und präsentiert nun die aktuelle Hitliste. „Grandiose Ereignisse wie die Olympischen Spiele oder die pompöse Hochzeit von William und Kate haben offenbar bei vielen Österreichern neue Lust auf eine Reise an die Themse geweckt“, vermutet Michaela Watz, GF von travel.at. London lag anlässlich der letztjährigen Erhebung noch auf dem zweiten Rang. Zurzeit liegt der Buchungsstand jedoch satte 30% über dem Niveau von Anfang 2012. Bei der italienischen Hauptstadt

Rom hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt der Buchungsstand bei travel.at verdreifacht.

Whisky-Genuss und Natur Die kurze Flugzeit, das Nachtleben sowie der ausgeprägte „Italian Style“ überzeugen. Auch die Preise sind attraktiv: Für den Frühling können bei travel.at zwei Übernachtungen im Drei Sterne Hotel inkl. Flug bereits ab 250 € gebucht werden. Der letztjährige Spitzenreiter Barcelona in Spanien steht auf Platz 3 und verzeichnet ein stabiles Buchungsniveau.

Weitere Aufsteiger im Cityranking sind Amsterdam (die Buchungen haben sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt) und Dublin, das neu in den Top 10 vertreten ist. Die irische Hauptstadt hat bei den Österreichern mächtig Punkte gesammelt. „Neben dem WhiskyGenuss auf hohem Niveau überzeugt Dublin mit der Möglichkeit, eine Städtereise mit SightseeingTouren durch die umliegenden grünen Landschaften zu kombinieren“, so GF Watz. travel.at gehört zu 100% der Schweizer travelwindow AG.  www.travel.at

© travelwindow

Aktuelles Buchungsranking des Online-Reisebüros travel.at dokumentiert die gefragtesten City-Trips.

Destination London: tolle Museen, große Shopping-Malls, fantastische Events.

DERTOUR Irland DERTOUR ItalienDERTOUR

TransOcean Charter

Auslagerung

München/Bremen. Die Premicon AG hat das Hochseekreuzfahrtschiff „MS Astor“ für die kommenden drei Winter an den englischen Kreuzfahrtanbieter Cruise & Maritime Voyages (CMV) verchartert. Das renommierte Londoner Unternehmen wird das klassische Kreuzfahrtschiff in Australien einsetzen. Im Sommer bleibt die Astor Flaggschiff von TransOcean. Für diese Reisen können ab sofort die Vermarktungsaktivitäten gebündelt und intensiviert werden. Aber auch die Astor-Winterreisen von CMV können deutsche Gäste zukünftig über TransOcean buchen. Der Sommerfahrplan erfreut sich großer Beliebtheit; der Verkauf der Winterreisen dagegen gestaltet sich ungleich schwieriger.  www.transocean.de

AIDA Cruises Mitarbeiter

AIDAstella-Taufe

Mit DERTOUR bestimmen Sie selbst, wie Sie die schönste Zeit des Jahres verbringen. Sie haben die freie Wahl bei der Gestaltung Ihrer An- und Abreise, Ihres Hotelaufenthaltes und auch Ihrer Vor-Ort-Aktivitäten. Bei DERTOUR kann Ihr

Rostock. AIDAstella, das zehnte Flottenmitglied von AIDA Cruises, wird am 16. März in Rostock getauft. Die Tauffeier an Bord wird im Zeichen der Mitarbeiter stehen. „Dieses Ereignis vor unserer Haustür bietet uns Gelegenheit, allen Mitarbeitern herzlich Danke zu sagen“, so Michael Ungerer, President AIDA Cruises. „Sie haben mit Enthusiasmus, Engagement und dem sprichwörtlichen AIDA-Lächeln das Unternehmen aufgebaut.“  www.aida.de

Traumurlaub für den Sommer 2013 ganz individuell nach Ihren eigenen Wünschen zusammengestellt werden.

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Renoviertes, gut geführtes Haus, nur wenige Gehminuten vom Sandstrand entfernt. 4 Nächte im DZ mit Frühstück Anreise z.B. am 1./8. und 17.5.13

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Komfortables Haus, idyllisch, unterhalb der Uferstraße, direkt am See gelegen. 4 Nächte im DZ-Bergseite mit Frühstück Anreise z.B. täglich, 2.-18.6.13

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Preis pro Person, eigene Anreise º

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Das AIDA-Lächeln begleitet das erfolgreiche Unternehmen seit Sommer 1996.

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© AIDA Cruises

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58 – destinationworld

short

Villen, Schlösser, Boote und sogar Baumhäuser

Freitag, 15. Februar 2013

Jahreskonferenz Internationale Hotelgruppe stellt auf ihrer Jahreskonferenz neues Kundenbindungsprogramm vor

Worldhotels: neue Sales und Marketing Initiativen

© Airbnb

Die neuen Maßnahmen für 2013 konzentrieren sich auf Sales-, Marketing- & E-Commerce-Aktivitäten. michael bär

Frankfurt/M. Für die Lufthansa Group ist Ressourceneffizienz wichtig. Beispiel Papiernutzung: Gedruckt wird stets auf Recyclingpapier mit dem Prädikat „Blauer Engel“. Das spart jährlich 91 t CO2 und mehr als 16 Mio. l Wasser. Auch für das LH Bordmagazin sowie den Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht kommt Recyclingpapier zum Einsatz. Viele Prozesse erfolgen papierlos – von elektronischen Bordkarten bis hin zum „papierlosen Cockpit“. Dort, wo Papier noch genutzt wird, soll die Recyclingpapierquote weiter erhöht werden. Als Gründungsmitglied der Initiative „Pro Recyclingpapier (IPR)“ nimmt die LH Group auch an der Ressourcenschutz-Kampagne „CEOs pro Recyclingpapier“ teil.  ceos-pro-recyclingpapier.de

© Etihad Airways

Etihad Airways stärkt Air France-KLM Koop

In seiner Rede widmete sich Paulo Salvador, Vice President Global Marketing und Sales bei Worldhotels, der wachsenden Abhängigkeit von Vertriebspartnern und wie man diese verhindern könne: „Unsere Hotels gehören einer international agierenden Hotelgruppe an und sie können daraus volles Potenzial schöpfen. Nur Hotelgruppen bieten eine starke Verhandlungsbasis und verfügen über die modernste Technologie und die

Das neueste Worldhotel – das Sir Albert in Amsterdam – hat soeben mit 90 Zimmern, Suiten und Residenzen eröffnet.

Expertise, um Kunden dauerhaft an sich zu binden.“

Eigenes Trainingsangebot

„Nur Hotelgruppen

Die Maßnahmen für 2013 konzentrieren sich auf innovative und segmentierte Sales-, Marketingund E-Commerce-Aktivitäten. Sie beinhalten zielgerichtete Initiativen für Luxus- und Leisure-Gäste – diese sollen mithilfe von Social Media und Werbekampagnen besser erreicht werden. Die Marke Worldhotels zu stärken, ist ein weiterer Pfeiler der Gruppenstrategie. Um dies zu erreichen, hat Worldhotels in Zusammenarbeit mit seiner Schwesterfirma IFH Institute for Hospitality

bieten eine starke Verhandlungsbasis und verfügen über die Technologie, um Kunden zu binden.“ Paulo Salvador Global Marketing & Sales Worldhotels

Management sein Trainingsangebot überarbeitet. Das neue Schulungsangebot soll den Worldhotels-Häusern helfen, ihren Service zu verbessern und damit auch ihre Bewertungen noch weiter zu verbessern. Zu guter Letzt hat die Gruppe ein eigenes Kundenbindungsprogramm für 2013 angekündigt: Ein Kundenbindungsprogramm ist die beste Ressource, wenn es darum geht, eine direkte Beziehung zum Gast aufzubauen und zu verhindern, dass er über Dritte bucht“, erklärt Salvador. „Wir freuen uns, unseren Hotels einen umfassenden Maßnahmenkatalog für das Jahr 2013 anbieten zu können“, fügt Robert Hornman,

Managing Director bei Worldhotels, hinzu.

Miles & More-Bonus „Wir möchten sicherstellen, dass unsere Hotels wettbewerbsfähig bleiben, indem sie auf mehrere Vertriebskanäle setzen“, so Hornman abschließend. Worldhotels ist eine der weltweit führenden Hotelgruppen für individuelle und unabhängige Hotels und in mehr als 250 Destinationen vertreten. Hotelgäste, die beim Check-in eine Miles & More-Karte vorlegen, erhalten für jeden Hotelaufenthalt 500 Meilen gutgeschrieben.  www.worldhotels.com

Deutschland-Tourismus Incoming als Wirtschaftsfaktor

Frankfurt Zuwächse bei der Fracht, weniger Passagiere

Frankfurt/M. Das Reiseland Deutschland bleibt weiter auf Erfolgskurs, und insbesondere die Entwicklung bei den internationalen Übernachtungen sorgt für einen Wachstumsschub. 2012 sind laut Angaben des Statistischen Bundesamts über 68,8 Mio. ausländische Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben mit zehn und mehr Betten gezählt worden, rund acht Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Frankfurt/M. Im Jänner 2013 haben knapp 3,9 Mio. Passagiere den Frankfurter Flughafen genutzt, der Wert liegt um 4,9% unter den Fluggastzahlen des Vorjahresmonats. Dieser Rückgang war in erster Linie bedingt durch die Angebotsreduzierungen, die viele Fluggesellschaften im Winterflugplan vorgenommen haben. Darüber hinaus wirkten sich extreme Witterungsbedingungen – vor allem starker Eisregen zur Monatsmitte – auf das Fluggastaufkommen aus.

400 Mio.-Marke in 2012 geknackt

Durch das Codeshare-Abkommen baut Etihad das Streckennetz aus.

Deutschland ist attraktiv

Berlin. Etihad Airways, führende Fluggesellschaft der V.A.E., stärkt ihre Partnerschaft mit Air France-KLM und hat vom 15. Mai bis 30. November eine Wet-Lease-Vereinbarung für einen Air France-Airbus A340300 auf der Strecke Paris–Abu Dhabi geschlossen. Kevin Knight, Chief Strategy und Planning Officer Etihad Airways: „Das Abkommen zeigt, wie aus der Zusammenarbeit mit Air France-KLM Möglichkeiten entstehen, von denen wir gemeinsam profitieren.“  www.etihadairways.com

„Wir haben die prognostizierte Zahl von 400 Mio. Übernachtungen aus dem In- und Ausland deutlich übertroffen; dies unterstreicht eindrucksvoll die große Beliebtheit des Reiselandes Deutschland, das auch für ausländische Besucher immer attraktiver wird“, so Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Staatssekretär beim BM für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus. Mit 68,8 Mio. Übernachtungen aus dem Ausland verzeichnet das Statistische Bundesamt für 2012 ein Plus von acht Prozent.

„Besonders der europäische Quellmarkt und die BRIC-Staaten entwickeln sich positiv und haben einen großen Anteil an diesem erneuten Rekordergebnis. Bei einer weiterhin dynamischen Entwicklung in den Quellmärkten steuern wir bis 2020 die 80 Mio.-Marke bei internationalen Übernachtungen an“, so Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstands der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT).  www.germany.travel

Fraport-Verkehrszahlen im Jänner

mit Fraport-Mehrheitsbeteiligung im vergangenen Jänner rund 5,7 Mio. Fluggäste (minus 1,5%). Anhaltend positiv entwickelt sich der Flughafen Lima (Peru), der fast 1,2 Mio. Passagiere abgefertigt hat. Gut eine halbe Mio. Fluggäste verzeichnete der Flughafen im türkischen Antalya, während es an den Flughäfen Varna und Burgas an der bulgarischen Schwarzmeerküste rund 28.500 waren.  www.fraport.de

Mehrheitsbeteiligungen

Petra Hedorfer, CEO der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT).

Ohne die Witterungseinflüsse wäre das Monatsergebnis um gut zwei Prozentpunkte besser ausgefallen. Leicht positiv entwickelt hat sich dagegen das Cargo-Aufkommen: Es lag im Berichtsmonat bei rund 150.000 t und hat im Vergleich zum Jänner des Vorjahrs mit einem Plus von 1,3% abgeschlossen. Die Zahl der Flugbewegungen ist insgesamt um 6,8% auf rund 35.100 zurückgegangen. Insgesamt zählten die Flughäfen

© Fraport

Lufthansa Group setzt auf Recyclingpapier

Luxus- und Leisure-Gäste

© Worldhotels/Ewout Huibers

Wien. Airbnb, der CommunityMarktplatz für außergewöhnliche Unterkünfte rund um den Globus, gibt Rekordzahlen bekannt. Insgesamt haben bereits 4 Mio. Gäste in einer Airbnb-Unterkunft übernachtet (allein 3 Mio im Jahr 2012). In Österreich konnte Airbnb einen Gästezuwachs von 466% von 2011 auf 2012 verzeichnen, die Gäste kamen dabei aus über 100 Ländern weltweit. Die Anzahl der Unterkünfte, die über Airbnb gebucht wurden, ist seit Beginn 2012 von 120.000 auf über 300.000 angestiegen, darunter sind 11.000 Villen, 500 Schlösser, 1.000 Boote oder 200 Baumhäuser.  www.airbnb.com

Barcelona. Worldhotels, eine der führenden Hotelgruppen für unabhängige Hotels, lud 400 Hoteliers, Mitarbeiter und Partner zu einer Jahreskonferenz nach Barcelona. Die Gruppe stellte dabei ein umfangreiches Maßnahmenpaket vor, das die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Hotels steigern soll. Dazu gehören verschiedene Sales- und Marketinginitiativen sowie ein eigens ausgearbeitetes Kundenbindungsprogramm.

© DZT

Airbnb bietet erfolgreich einzigartige Unterkünfte auf der ganzen Welt.

Am Flughafen Frankfurt kam es durch schlechtes Wetter zu einem Minus.


tr av e l & v oya g e

Freitag, 15. Februar 2013

destinationworld – 59

KTM Motorradreisen Das Reisebüro „Bunte Urlaubswelt“ bietet spannende organisierte Motorradreisen in ganz Europa

On the road mit KTM Bikes Kooperation mit Bike-Event-Management garantiert Motorradreisen mit neuen Modellen von KTM. Schörfling. „Ab sofort können Abenteuerliebhaber geführte Motorradtouren in den schönsten Regionen Europas buchen – und das mit nigelnagelneuen Maschinen von KTM“, so Harald Schobesberger, GF des Reisebüros „Bunte Urlaubswelt“ in Schörfling am Attersee.

Perfekte Straßen In Kooperation mit dem Unternehmen ‚Bike-Event-Management‘ wurden ansprechende Touren in vier Destinationen ausgearbeitet. Schobesberger: „Mit den neuen KTM Bikes geht es zuerst nach Sardinien, das wegen seiner griffigen Straßen bei den meisten Motorradfahrern sehr beliebt ist; die Region Trentino mit dem Gardasee sowie die Dolomiten und Nordtirol stehen anschließend auf dem attraktiven Programm.“

airtours Luxusreisemarke

Burg & Schloss

© airtours

Wien. Burgen und Schlösser sind als Wohn- und Regierungssitze des Adels wertvolle Zeitzeugen vergangener Epochen. Mit airtours, der Luxusreisemarke der TUI, erleben Gäste diese exklusiven Häuser hautnah – wie einst nur die Schlossherren selbst. Über der Bucht von Saint-Tropez liegt das Château de la Messardière. Das Hotel ist bis heute Ausstellungsort für Künstler. Zum Entspannen laden das 465 m� große Spa sowie die Sonnenterrasse mit Panoramablick über die Weinberge von Ramatuelle ein. Das Château ist exklusiv bei airtours buchbar. Eine Nacht im DZ Superior mit Frühstück kostet ab 195 € p.P. Nur wenige Kilometer von Köln liegt Schloss Lerbach – erbaut für den Papierfabrikanten Richard Zanders und Anna von Siemens. Das Herrenhaus erinnert an ein englisches Jagdschloss. Hinter den Gemäuern verbirgt sich ein moderner Wellnessbereich mit exklusiven Angeboten. Der Gaumen wird im hoteleigenen GourmetRestaurant verwöhnt: Sternekoch Nils Henkel setzt dabei auf Nachhaltigkeit und verwendet Kräuter aus dem eigenen Garten sowie regionale Erzeugnisse. Eine Nacht im Althoff Schlosshotel Lerbach im Schlosszimmer Komfort kostet mit Frühstück ab 106 € p.P. airtours-Gäste erhalten einen Late Check-out am Sonntag sowie Getränke aus der Minibar inklusive und Extra-Nights in ausgewählten Zeiträumen.  www.airtours.at

Pro Ziel stehen mehrere Termine zur Wahl, die zwei bis sechs Fahrtage umfassen. Spannend dabei: Man braucht kein eigenes Bike.

Ohne eigenes Motorrad Die Reisen wurden speziell für Motorradbegeisterte konzipiert, die entweder selbst kein Motorrad besitzen oder bereits mit dem Gedanken spielen, sich ein KTM-Bike zu kaufen. „In jedem Fall wird neben dem Motorradfahren natürlich auch der Spaß und die Unterhaltung nicht zu kurz kommen; dafür sorgen die beiden Guides, die die befahrenen

Gegenden wie ihre Westentasche kennen“, so Schobesberger. Die entsprechenden Motorrad-Angebote der Bunten Urlaubswelt sind vielfältig und kostengünstig.

Kurztrip ab 445 Euro Einen Kurztrip zum Beispiel ins Trentino gibt es bereits ab 445 € pro Person inkl. zwei Fahrtagen sowie Unterbringung mit Halbpension in einem ausgezeichneten Viersternehotel mit Wellness. Die Motorräder sind selbstverständlich vollkaskoversichert.  www.urlaubswelt.at  www.bike-event-management.at

© Bunte Urlaubswelt

michael bär

Bikerträume werden im Trentino sowie in den Dolomiten und in Nordtirol wahr.

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guest & service

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Premiumtarife für First und Business Class

Freitag, 15. Februar 2013

Zuwachs Nach 18-monatiger Bauzeit wurde das „angelo Munich Westpark“ unter der Führung der VI Hotels eröffnet

München hat seit Jänner ein zweites angelo Hotel

© Emirates Airline

Konglomerat: Das 207 Zimmer umfassende Vier-Sterne-Hotel ist Teil des Life-Work-Stay-Komplexes.

Wien. Emirates Airline hat Premiumtarife für First Class sowie Business Class aufgelegt und bietet z.B. Flüge nach Indien ab 2.075 € in der Business Class oder nach Asien ab 3.690 € in der First Class. Die Tarife gelten ab Wien für Buchungen bis zum 28. Februar und für Abflüge zwischen 8. und 14. März sowie zwischen 1. April und 30. Juni 2013. Die Freigepäckgrenze beträgt in der Business Class 40 und in der First Class 50 kg.  www.emirates.at

Etihad kooperiert mit Luxushotelkette Abu Dhabi. Constance Hotels & Resorts und Etihad Airlines machen gemeinsame Sache: Die Luxushotelkette im Indischen Ozean ist eine Partnerschaft mit dem Vielfliegerprogramm „Etihad Guest“ eingegangen. Ab sofort können Mitglieder von Etihad Guest in allen Constance Hotels & Resorts Meilen sammeln und profitieren zudem von Ermäßigungen auf Konsumationen während ihres Aufenthalts. Zum Start der Kooperation erhalten alle Mitglieder, die in einem der drei Ultimate Hotels der Constance-Marke auf Mauritius, den Seychellen und den Malediven urlauben, doppelte Meilen. Das Special gilt bis 22. Dezember bei Buchung von mindestens drei Nächten bis zum 31. März.  www.constancehotels.com  www.etihadairways.com

© RIU Hotels & Resorts

Nach Umbau eröffnet Riu Nautilus im März

Die Renovierung umfasste u.a. Zimmer, Restaurants & Gartenanlagen.

Palma de Mallorca. Nach einer umfassenden Renovierung wird das „Riu Nautilus“ in Andalusien am 1. März wieder eröffnen. Das Hotel in Torremolinos bietet nun u.a. 293 moderne Zimmer, umgestaltete Gemeinschaftsbereiche sowie einen neuen Pool. Auch das gastronomische Angebot wurde mit dem Restaurant „Olé“, in dem u.a. andalusische Küche serviert wird, ausgebaut. Ab April wird das Rui Nautilus, neben dem „Riu Don Miguel“ auf Gran Canaria und dem „Riu Palace Macao“ in Punta Cana, zudem das „Adults Only”-Portfolio der Hotelkette erweitern.  www.riu.com

München/Wien. Nach einer Bauzeit von 18 Monaten eröffnete am 9. Jänner das angelo Hotel Munich Westpark unter der Führung der Vienna International Hotelmanagament AG seine Pforten. Das neue, 207 Zimmer umfassende Vier-Sterne-Hotel befindet sich im Stadtteil Sendling und ist bereits das zweite Hotel der Marke in der bayerischen Metropole. Genauso wie das 2008 in Betrieb genommene angelo Hotel am Leuchtenbergring wurde es von der österreichischen UBM Realitätenentwicklung AG und ihrer Tochter Münchner Grund Immobilien Bauträger AG entwickelt. „Nach dem großen Erfolg des angelo Hotels am Leuchtenbergring sind wir froh, nun endlich ein zweites Hotel unserer etablierten Designhotel-Marke mit den langjährigen Partnern UBM und Münchner Grund realisiert zu haben und wir sind bereits auf der Suche nach einem dritten Standort hier in München, um die große Nachfrage nach unserem angeloProdukt bedienen zu können“, ist Andreas Karsten, CEO Vienna International Hotelmanagement AG, erfreut.

Das bunte, geradlinige Design und die lichtdurchflutete Architektur sollen Business- wie Städtereisende gleichermaßen anlocken.

auch Marcel Koburger, Hoteldirektor beider angelo Hotels: „Bereits drei Wochen nach Eröffnung wurden mehr als 3.333 Betten belegt – diese Zahl stimmt mich optimistisch für die Zukunft.“ Das angelo Hotel Munich Westpark wurde im Rahmen des Live-Work-Stay-Komplexes entwickelt, der ebenso Wohnungen, Büros sowie Handelsflächen umfasst. Die Investitionskosten des Komplexes, der im Sommer fertiggestellt sein soll, belaufen sich auf ca. 50 Mio. € „Diese Mischung aus Hotel, Büro und Wohnen stellt eine nachhaltige und ideal zum Standort passende Nutzung des rund 9.500 m� großen Grundstücks dar“, erklärt UBM-Vorstandsmitglied Martin Löcker die

Hotel, Büro & Wohnen Vom Standort des neuen Hotels ist auch Thomas Maier, Vorstand der Münchner Grund Immobilien Bauträger AG, überzeugt: „Der Münchner Süden mit dem Einzugsgebiet des Biotech Clusters Martinsried und der benachbarten Großunternehmen wie z.B. Siemens und IWIS Ketten benötigt ein großes, modernes Hotel mit einem größeren Tagungsangebot.“ Durchwegs positiv in die Zukunft blickt

Verwertungsstrategie. Die multifunktionale Nutzung soll zudem die Freizeitqualität verbessern. So profitieren Hotelgäste, Büronutzer und Wohnungseigentümer vom 2.700 m� großen Stadtgarten, der an die Rückseite des angelo und an die Südseite der Wohnungen anschließt.

Farbenfrohes Design Ob Prag, Bukarest oder Ekaterinburg, die angelo Hotels kennzeichnet ein anspruchsvolles und farbenreiches Design, das besonders Fans moderner Architektur anzieht. Mit dem neuen angelo am Münchner Westpark, das zugleich das siebte Haus der Marke in Europa ist, soll an den Erfolg der Vor-

gängerprojekte angeschlossen werden. So präsentiert sich auch das angelo Hotel Munich Westpark farbenfroh. Sein geradliniges Designkonzept und die lichtdurchflutete Architektur sollen Businessgäste und Konferenzteilnehmer genauso ansprechen wie Städtereisende. Der Konferenzbereich bietet Platz für bis zu 350 Personen sowie Tageslicht in allen Räumen und hat eine angeschlossene Terrasse. Ein fixer Bestandteil aller angelo-Hotels ist das Restaurant „Sunlight“ sowie die Lobby-Bar „Jazz“ mit Schwarz-Weiß-Fotografien namhafter Jazzgrößen. Wer Grund zum Feiern hat, dem steht außerdem ein Private Dining-Bereich für 35 Gäste zur Verfügung.  www.vi-hotels.com

Norwegian Cruise Line Schnellentschlossene sparen bei der US-amerikanischen Reederei bis zu 500 € pro Kabine

„Frühlingsaktion“ noch bis Ende Februar Wiesbaden. Die US-amerikanische Reederei Norwegian Cruise Line läutet bereits jetzt den Frühling ein und gewährt bei Buchung bis zum 28. Februar Rabatte auf Europa- oder Transatlantikkreuzfahrten in der Saison 2013/2014. Vom „Frühlings-Bonusfestival“ profitieren Schnellentschlossene v.a. bei Abfahrten von April bis Juni diesen Jahres, denn dann gibt‘s eine Ersparnis von bis zu 500 € pro Kabine. Wer sich hingegen für eine Route im Reisezeitraum Juli 2013 bis April 2014 entscheidet, erhält bis zu 250 € Nachlass pro Kabine. Das Angebot gilt bei Doppelbelegung der Kabine.

ins westliche Mittelmeer ab/bis Barcelona, können bis zu 200 € bei der Balkonkabine und bei Buchung einer Suite sogar bis zu 240 € gespart werden. Im Winter werden zwei der Freestyle Cruising Resorts im Mittelmeer im Einsatz sein. Ab/bis Barcelona oder Málaga in Richtung Kanaren geht‘s auf der Norwegian Spirit, wobei erstmals ein Stopp in Casablanca auf dem Programm

steht. Die neuen Routen der Norwegian Jade dagegen führen ab/ bis Civitavecchia ins östliche bzw. westliche Mittelmeer.

Mehrfach ausgezeichnet Ebenso im „Frühlings-Bonusfestival“ inkludiert ist die erste Sieben-Nächte-Transatlantikkreuzfahrt des Neubaus „Norwegian Breakaway“ von Southampton nach

4 Freestyle Cruising Resorts In den Sommermonaten werden mit der „Norwegian Epic“, „Norwegian Jade“ sowie der „Norwegian Star“ und „Norwegian Spirit“ vier so genannte Freestyle Cruising Resorts zwischen dem Mittelmeer und der Ostsee unterwegs sein. Fällt die Wahl beispielsweise auf eine Fahrt mit der Norwegian Epic

© Norwegian Cruise Line

Wer exklusiv reisen will, kann sich über die Emirates-Specials freuen.

© UBM/Franz Moser

caroline nussdorfer

Die „Norwegian Epic“ wird in den Sommermonaten im Mittelmeer unterwegs sein.

New York am 30. April 2013. Norwegian Cruise Line ist eine international agierende Kreuzfahrtreederei und hat ihren Hauptsitz in Miami. Mit London und Wiesbaden besitzt das Unternehmen außerdem zwei Niederlassungen für den europäischen Markt. Im Jahr 2000 wurde die Marke „Freestyle Cruising“ eingeführt, die Passagieren ein Maximum an Individualität, Freiheit und Flexibilität an Bord ermöglichen soll. Unter dem Motto „Cruise like a Norwegian“ verbringen die Reisenden einen entspannten Urlaub auf den derzeit elf auf Freestyle Cruising ausgerichteten Kreuzfahrt-Resorts. Im vergangenen Oktober wurde Norwegian Cruise Line bereits zum fünften Mal in Folge mit dem World Travel Award als „Europe’s Leading Cruise Line” ausgezeichnet. Zudem durfte sich die Reederei im Dezember 2012 über die Ernennung zur „World’s Leading Large Ship Cruise Line“ freuen. Informationen über das Kreuzfahrtprogramm der Saison 2013/14 sowie Details zur Frühlingsaktion unter:  www.ncl.at


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Freitag, 15. februar 2013 – 61

„Spannend wie Afrika“

„Pannonische Natur-Erlebnis-Tage“ im April bieten außergewöhnliche Touren Seite 62

© Tirol Werbung

© Sacher Gruppe

destinationaustria tirolberg zur ski wm 2013

B2B-Bühne für namhafte österreichische Firmen bewährt sich in Schladming Seite 64

erfolgreich ÖHV-mitarbeiteroffensive © ÖHV/Florian Lechner

Hotelmarkt Wien als Chance für Hoteliers

© naturarena.com

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© Sacher Gruppe/Hotel Bristol Wien

Nassfeld-Hermagor. Zum Gleiten auf den langen Latten laden im Naturpark Weissensee Doppelspur- und Skating-Loipen auf rund 60 km ein. Zusätzlich dürfen sich die Freunde des Wintersports heuer auf Biathlon-Schnuppern freuen. Steile Anstiege und schnittige Abfahrten weist die Gitschtaler Wanderloipe auf, die auf 11 km die Orte Hermagor und Weißbriach verbindet. Dass alle Loipen bestens gespurt und präpariert sind, bestätigt ihre regelmäßige Auszeichnung mit dem „Kärntner Loipengütesiegel“.  www.nassfeld.at

© Marriott

Wien. Seit Frühjahr 2012 wird das Hotel Bristol, a Luxury Collection Hotel Wien, in mehreren Phasen restauriert und umgebaut; in der ersten Phase wurde die Bankettetage revitalisiert und zum sogenannten Garden Floor mit fünf Banketträumen im Stile der Jahrhundertwende erweitert. In der zweiten Phase wurden nun zehn neue Zimmer und Suiten, darunter die luxuriösen ,„Bristol Suiten“, fertiggestellt. Das neue Bristol trägt die Handschrift des Star-Architekten Pierre Yves Rochon, der den Art Déco-Stil zeitgemäß neu interpretiert hat.   www.bristolvienna.com

Kohl & Partner Eine aktuelle Studie bestätigt: Neue Wiener Hotels ziehen zum einen neue Gästeschichten an, setzen aber die bestehenden, nicht positionierten Hotels unter Druck. Das kann eine Chance für die Hoteliers sein. Seite 62 Ranking Weinregion am Donauabschnitt Niederösterreichs wird zu besten Weinreisedestinationen der Welt gezählt

Ischgl. Am 17. und 18. April laden Ischgl und Champagne Laurent-Perrier zur 5. Ski WM der Gastronomie. Statt im Restaurant oder in der Küche zeigt die Gastronomie- und Hotellerie-Branche ihr Talent auf Ischgls Pisten. Beim Riesenslalom kämpfen Hoteliers, Sommeliers, Kellner und Co. auf Ski und Snowboard um den WM-Titel.  www.ischgl.com

© NLK/Reinberger

© TVB Paznaun - Ischgl

Toller Platz 2 für die NÖ Weinregion Donau

Bernhard Schröder, GF Donau NÖ Tourismus, und Petra Bohuslav.

St. Pölten. Bernhard Schröder, GF der Donau Niederösterreich Tourismus GmbH, und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav können sich freuen: Das weit verbreitete amerikanische Zielgruppenmedium für Weininteressierte, wine enthusiast magazine, veröffentlichte einen Artikel über die Weinanbaugebiete an der Donau, in dem die Landschaft in Verbindung mit den hervorragenden Weinen der niederösterreichischen Donauregion gelobt wurden. Die Redakteurin des Magazins besichtigte verschiedene Winzer in der Wachau, erlebte die Faszination einer Donau-

Schifffahrt und informierte sich über andere vinophile Hotspots an der Donau in den Weinbaugebieten Kremstal und Wagram. In der gleichen Ausgabe des Magazins wurden die zehn besten Weinreisedestinationen der Welt präsentiert, wobei sich die Weinregionen an der Donau nach dem spanischen Weinbaugebiet Rioja über den zweiten Platz freuen dürfen; auf Platz drei folgen North & South Forks Long Island, New York und Stellenbosch in Südafrika. Kalifornien mit Monterey County und das brasilianische Vale dos Vinhedos erreichen die Ränge

4 und 5, Platz 9 und 10 der TopWeinreisedestinationen können das Douro Valley in Portugal und das italienische Apulien für sich beanspruchen. Gegründet wurde das wine enthusiast magazine 1988, heute ist die Publikation die größte, ausschließlich dem Thema Wein und Spirituosen gewidmete Zeitschrift. Kultivierter Weingenuss ist in den USA heute beliebter denn je und somit erfreut sich auch das Magazin einer großen Leserschaft; die Auflage von 100.000 ist für ein Fachmagazin sehr beachtlich. www.winemag.com


c ov e r

62 – destinationaustria

Freitag, 15. Februar 2013

Hotelmarkt Wien Auch heuer veröffentlicht die Hotel- und Tourismusberatung Kohl & Partner wieder ihren Fachreport

Kommentar

Entwicklung am Markt ist Chance für alle Hoteliers

Österreich: Hotels unter den Top 3

Angesichts der Kapazitätszuwächse wird der Fokus auf die Herausforderungen der Branche gelegt. dino silvestre

Wien. Nachfrageseitig gab es in Wien 2012 ein weiteres Rekordjahr. 12,3 Mio. Nächtigungen entsprechen einem Plus von 7,5% im Vergleich zum Vorjahr (seit 2009 ein Plus von 20%). Diese überaus positive Entwicklung, die auch in den wichtigsten deutschsprachigen Metropolen wie Hamburg, Berlin oder München zu erkennen ist, macht Wien für Projektentwickler, Investoren und Betreiber interessant.

georg biron

G

ute Nachrichten für den touristischen Standort: Wichtig im Urlaub ist ein freundlicher und kompetenter Service, der den Gast über das eine oder andere Minus bei einer Reise gern hinwegsehen lässt. Eine Untersuchung der Gästebewertungen des WebPortals ‚hotel.info‘ zeigt, wie es um den Hotelservice in Österreich steht. Im Vergleich der fünf größten Städte Österreichs konnte insbesondere das Hotelpersonal von Graz punkten. Die Buchungskunden votierten die Landeshauptstadt der Steiermark mit einer Bewertung von 8,53 (von 10 möglichen) auf Platz 1. Mit 8,37 Punkten folgt Innsbruck auf Rang 2. Linz ist mit einer Bewertung von 8,35 Punkten noch unter den besten Drei. In Wien zeigten sich die Buchungskunden etwas weniger zufrieden mit der Freundlichkeit und Kompetenz des Hotelpersonals; die Bundeshauptstadt bildet zwar das Schlusslicht beim Vergleich der fünf größten Städte in Österreich, verfügt aber mit 8,20 Punkten noch immer über eine gute Bewertung. Im Vergleich der Länder Europas nehmen Finnland und Deutschland mit jeweils 8,36 Punkten (von 10 möglichen) die Spitzenpositionen ein. Aber Österreich wird mit 8,35 Punkten ebenfalls eine sehr gute Servicequalität bescheinigt. Das reicht für eine hübsch polierte Bronze-Medaille ...

Dementsprechend hat sich der Hotelmarkt in den letzten Jahren angebotsseitig stark entwickelt (Zuwachs von 4.300 Betten in 2011 und weiteren 2.200 Betten in 2012). „Bis Ende 2014 sind weitere 7.000 Betten in Bau bzw. in Planung. Nach einem Boom der Luxushotellerie wird es vor allem im BudgetSegment in den nächsten beiden Jahren ein deutliches Wachstum geben“ sagt Matthias Hautli, GF Kohl & Partner Hotel- und Tourismusberatung Wien. Die Kapazitäten erhöhen sich hier von 2010 bis 2014 um 100%. Der Nettoumsatz pro Nächtigung konnte in 2012 lediglich um 2,4% (44,02 € von Jänner bis November 2012) gesteigert werden. Inflationsbereinigt muss man sogar von einem Nullwachstum sprechen. Ein Hotelzimmer kostete im Jahr 2012 durchschnittlich 92,32 € netto (ohne USt., Frühstück und Ortstaxe), bei der Auslastung musste aufgrund der gestiegenen Kapazitäten ein Minus von 1% verzeichnet werden (Quelle: STR Global – rund 60% aller Wiener Hotels sind erfasst).

Jubiläum 10 Jahre

Das Hotel Bristol, a Luxury Collection Hotel, hat Charme und Charisma seit 1892 und muss sich nicht vor neuen Hotels fürchten.

Die Liste der Neuprojekte in Wien für die nächsten Jahre ist lang: „Neue Hotels ziehen zum einen neue Gästeschichten an, setzen aber gleichzeitig bestehende, nicht positionierte Hotels unter Druck“, betätigt Hautli. „Aufgrund der Austauschbarkeit der Produkte gelingt eine Differenzierung lediglich über den Preis. Das gilt mitunter auch für neu eröffnete Hotels und ist nicht einzig und allein ein Phänomen bestehender oder kleiner, eigentümergeführter Hotels.“ Hautli sieht für diese Betriebe nach wie vor Chancen, dass sie sich trotz der Neuentwicklungen

in den nächsten Jahren erfolgreich am umkämpften Markt etablieren können.

Die Nachfrage ist gegeben „Die Nachfrage nach Betten ist gegeben; eine klare Positionierung, langfristige Strategie sowie professionelle Marketing- und Vertriebsstrukturen sind allerdings die Voraussetzung, um die Gäste zu gewinnen.“ Reinvestitionen in bestehende Hotelimmobilien sind ebenso notwendig, um am hart umkämpften Markt bestehen zu können.

„Gäste schauen heutzutage nicht nur auf den Preis. Für gute Produkte sind sie durchaus bereit, auch tiefer in die Tasche zu greifen“. Kohl & Partner sieht trotz der starken Kapazitätszuwächse noch Potenzial für neue Projekte, sofern diese nicht dem klassischen „Standard“-Hotel entsprechen. Dazu zählen Nischen Produkte insbesondere im lifestyle- und designorientierten Segment, unabhängig von der Kategorie. Den Bericht von Kohl & Partner gibt es kostenlos im Netz unter:  www.kohl.at

Burgenland Tourismus Die „Pannonischen Natur-Erlebnis-Tage“ von 25. bis 28. April präsentieren Unbekanntes

access 2013 im Oktober

Das Burgenland ist „spannend wie Afrika“ Eisenstadt. Ob Birdwatching, eine Kanutour, Kräuter sammeln oder Fledermäuse beobachten – das Burgenland bietet Naturerlebnisse auf Schritt und Tritt. Und keiner kennt diese beeindruckenden Naturschätze besser als die Guides und Naturexperten des Nationalparks und der sechs Naturparke. Sie stehen mit Erfahrung und Wissen bereit für die Besucher der „Pannonischen Natur-ErlebnisTage“ vom 25. bis 28. April.

„Jeder Ostösterreicher glaubt, den Neusiedler See wie seine Westentasche zu kennen“, so Alois Lang, im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel für Öffentlichkeitsarbeit und Ökotourismus zuständig und Leiter des Nationalparkzentrums. „In Wahrheit aber basiert dieses ‚Wissen’ auf Klischees und Halbwahrheiten. Mit den übrigen österreichischen Seen hat der Neusiedler See rein gar nichts gemeinsam – außer Wasser vielleicht.“

© Neusiedler See Tourismus

Wien. Die Trägerorganisationen der access (abcn austrian business and convention network (abcn) – Österreich Werbung, ACB – Austrian Convention Bureau, RTK – Round Table Konferenzhotels, Austrian Airlines und Vienna Convention Bureau) haben den Termin für 2013 festgelegt. Am 7. und 8. Oktober wird die Hofburg Vienna zum zehnten Mal Austragungsort der größten und wichtigsten Plattform der österreichischen Tagungs- und Eventwirtschaft. „Mit unserem bisher erfolgreich angestrebten Ziel von mehr Qualität und Quantität bei Fachbesuchern, dem erfreulichen Ergebnis der ‚access 2012‘ und der gelungenen Erweiterung des Ausstellerportfolios um die Eventbranche sehen wir der ‚Jubiläums‘-access 2013 schon jetzt mit Freude entgegen“, sagt Alexander Kery vom abcn der Österreich Werbung. Nähere Informationen unter: www.access-austria.at

© Sacher Gruppe/Hotel Bristol Wien

4.300 Betten mehr in 2011

Im April präsentiert sich das Burgenland den Gästen von seiner schönsten Seite.

Alpine, pannonische, asiatische, mediterrane und nordischen Einflüsse prägen die einzelnen Naturräume des Burgenlands und bedingen eine extrem hohe Artenvielfalt. Der Neusiedler See ist der westliche Steppensee Europas, das Seebecken umfasst 320 km�, 180 davon sind der Schilfgürtel.

UNESCO Welterbe-Region Der Nationalpark Neusiedler See–Seewinkel und die Naturparke (eine UNESCO Welterbe-Region) bieten ein breites, professionell betreutes Exkursionsprogramm mit rund 700 Gruppen-Terminen quer durchs Burgenland; zusätzlich können individuelle Touren gebucht werden. „Spannend wie Afrika“, findet die Autorin Gertrude Glanzer das Angebot und schreibt in einer Reportage für das Portal ‚burgenland. info‘: „Im Nationalpark muss man das Schauen neu lernen. Manche sagen immer noch, dieser pannonische Teil Österreichs sei langweilig. Sie haben sicherlich noch nie genau beobachtet, denn hier

offenbaren sich echte Naturwunder. Professionelle Anleitung, alles zu entdecken, bietet das umfangreiche Exkursions- und Naturerlebnisprogramm des Nationalparks sowie der insgesamt sechs Naturparke. Rund um den Neusiedler See treffen Pflanzen- und Tierarten aus alpinen, pannonischen, asiatischen, mediterranen und nordischen Gebieten aufeinander. Das ergibt einen ‚Fleckerlteppich‘ verschiedenster Lebensräume und eine extrem mannigfaltigen Tierwelt.“  www.naturerlebnistage.at  www.burgenland.info

facts Voranmeldung Zu den Naturerlebnisangeboten ist eine persönliche Anmeldung online unter info@naturerlebnistage.at oder telefonisch unter +43/2682/633 84-22 unbedingt erforderlich. Tickets Eintrittskarten sind ab sofort verfügbar. Preis: 10 € (pro Tag), Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Mit dem Kauf des Tickets wird der Schutz der Zwergohreule im Naturpark Rosalia-Kogelberg unterstützt.


i d e e & st rat e g i e

Freitag, 15. Februar 2013

destinationaustria – 63

ÖHV-Mitarbeiteroffensive Beschäftigte aus Spanien und Griechenland helfen dabei, neue Kollegen für die rasant wachsende Branche zu finden

Viel mehr Spanier in Hotellerie Dino silvestre

Wien. „Der Wettkampf um SaisonMitarbeiter vor Winterbeginn ist immer härter geworden. Die Mitarbeiteroffensive der ÖHV vom Vorjahr konnte das Schlimmste abfedern“, verweist Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), auf die Zunahme spanischer Mitarbeiter in Österreichs Hotellerie um 65% im Dezember 2012 gegenüber Dezember 2011.

Arbeitsmarkt beruhigt Die ÖHV-Kampagne war dabei so konzipiert, dass die Mitarbeiter mit Beginn der Wintersaison in Österreich eingesetzt werden konnten. Die Zahl der offenen Stellen lag im Dezember 2012 um 22,6% unter dem Vergleichswert von 2011. „Unsere Mitarbeiteroffensive in Spanien hat dazu genauso beige-

tragen wie die zweite Initiative in Griechenland, die zu einer Zunahme von griechischen Mitarbeitern um 33 Prozent führte“, so Reisenzahn. Im Dezember des Vorjahrs waren 1.125 Griechen und Spanier im Tourismus beschäftigt. Zum Vergleich: Das von Sozialminister Hundstorfer verordnete Saisonierkontingent beläuft sich auf 1.710 Arbeitskräfte. „Das Interesse war enorm, via ‚www.oportunidad-austria.es‘ melden sich immer noch junge Spanier, die beim Tourismusweltmeister Erfahrung sammeln wollen“, erklärt Reisenzahn. Für die Hoteliers

hat sich die Aktion der ÖHV damit ausgezahlt. Reisenzahn betont, „dass wir noch offene Stellen haben. Wer etwas Erfahrung im Tourismus und Deutschkenntnisse nachweisen kann, hat alle Chancen ...“

Tourismus: Jobmotor Nr. 1 Eine aktuelle Auswertung des Arbeitsmarktservice bestätigt: 2012 waren die österreichweit meistgesuchten Jobs Kellner, Gaststättenköche und Reinigungskräfte – drei Berufe aus dem Tourismus. Im Vorjahr wurden beim AMS auf diesen Posten mehr als 63.000 offene Stellen ausgeschrieben.

„Wir sind eine Branche mit vielen sicheren Arbeitsplätzen für Bewerber aller Ausbildungsniveaus. Wichtigste Voraussetzung sind Engagement und ein paar Grundkenntnisse der deutschen Sprache“, so Reisenzahn. Offene Stellen finden Interessierte aus ganz Europa übrigens unter ‚www.hogastjob.com‘. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor allein im Geschäftsjahr 2011 über direkte und indirekte Wertschöpfung 14,6% des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz im Land.  www.oehv.at

© ÖHV/Florian Lechner

ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn: „Der Wettkampf um die Winter-Saison-Mitarbeiter ist hart.“

Thomas Reisenzahn, Generalsekretär Österreichische Hoteliervereinigung.

AMS Neue Tourismusjobs

Die Spitzenreiter

Know-How & die perfekte Location Veranstaltungen in Niederösterreich

Wien. Die Nachfrage nach Arbeitskräften blieb im Vorjahr trotz geringerer wirtschaftlicher Dynamik auf hohem Niveau. 2012 wurden dem AMS insgesamt 408.285 freie Stellen gemeldet, das waren um 8.283 oder zwei Prozent weniger als im Jahr 2011. „Tourismusjobs waren die Spitzenreiter der 2012 am stärksten nachgefragten Berufe“, erklärte Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS) Österreich. „Die Besetzung der Stellen erfolgte in der Regel sehr rasch. 72 Prozent der Stellen konnten bereits innerhalb eines Monats besetzt werden“, so Kopf. 23% der Stellenbesetzungen erfolgten in drei Monaten, bei vier Prozent dauerte die Besetzung bis zu sechs Monate.  www.ams.at

Neue Firma H. Wiesinger

Wien. Herbert Wiesinger macht sich selbstständig. Der gebürtige Oberösterreicher und Hotel-Profi schickt seine eigene Firma „h.wiesinger + unternehmensberatung“ an den Start. Der Spezialist für Kennzahlen, Reporting und Kostenkontrolle – vor allem im Hotel und Tourismusumfeld – hat sich bisher in Managementpositionen unter anderem bei Marriott Int. sowie bei Falkensteiner Hotels einen Namen gemacht.  www.hwiesinger.at

Schloss Laxenburg, Foto: Lois Lammerhuber

Beratungsprofi

© h.wiesinger + unternehmensberatung

Von der modernen Open-Air-Bühne bis zum barocken Schloss � Niederösterreichs Locations bieten eine beeindruckende Vielfalt an Größen und Stilen. Mit moderner Infrastruktur, guter Erreichbarkeit, aufmerksamem Service und attraktiven Rahmenprogrammen werden Sie auch Ihre Gäste beeindrucken.

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64 – destinationaustria

Freitag, 15. Februar 2013

Schladming Rund 80 Unternehmen nutzen Event-Zone während der Ski WM als hochwertige Hospitality-Plattform

short

TirolBerg bewährt sich als Bühne für die Wirtschaft

© Seehotel Jägerwirt

Hotel ist Homebase der steirischen Skilehrer

TirolBerg fungiert erfolgreich als B2B-Bühne für eine ganze Reihe namhafter Firmen aus Österreich. dino silvestre

50 Skilehrer werden jährlich im ­Seehotel Jägerwirt ausgebildet.

Schladming/Innsbruck. Die Leistungen auf der Piste bei der Ski WM in Schladming trüben nicht die gute Laune: Von Seilbahn-Weltmarktführer Doppelmayr, der als Premium-Partner fungiert, über Schokoladeproduzent Milka, die Fluglinie Austrian Airlines bis hin zum Speckhersteller Handl treten rund 80 Unternehmen in der B2B-Area „TirolBerg“ auf. Die Kombination aus Gastlichkeit, Kulinarik und Businessumfeld trifft den Nerv der Zeit, wie das große Interesse aufseiten der Unternehmer zeigt.

Turracher Höhe. Seit 1993 stellt das Vier Sterne Superior „Seehotel Jägerwirt“ einen wichtigen Stützpunkt der steirischen Skilehrer-Ausbildung dar. „Die Infrastruktur ist topmodern, die Atmosphäre freundschaftlich und trotz der intensiven Ausbildung entspannt, und die Turracher Höhe bietet vom Pistenangebot die perfekten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung“, meint der Präsident des Steiermärkischen Skilehrerverbands, Alfred Schwab. Einen gewichtigen Beitrag zum Erfolg der Ausbildungen trägt das Seehotel Jägerwirt selbst – mit Hotelier Sigi Brandstätter, der als Vizepräsident im Skilehrerverband aktiv ist und im Hotel den Kandidaten ein perfektes Umfeld für die Ausbildung bietet: „Es freut mich, zu Winterbeginn so viele wissensdurstige Menschen im Hotel zu haben, die am Beginn einer der interessantesten Berufswege stehen, die es bei uns im Winter gibt: Skilehrer.“  www.seehotel-jaegerwirt.at

Seit der Premiere anlässlich der Ski WM 2001 in St. Anton ist der TirolBerg zum unverzichtbaren Treffpunkt im Rahmen Alpiner Skiweltmeisterschaften geworden. Auch in Schladming ist die beliebte B2B-Plattform der Tirol Werbung wieder eine beliebte Drehscheibe für Wirtschaftstreibende. Viele Unternehmen nützen das gemütliche Ambiente am Rande des Sportgroßereignisses, um Geschäftskontakte zu pflegen und neue Aufträge zu lukrieren. Das TirolBerg-Team sorgt dafür, dass es den Gästen an nichts mangelt: von Tiroler Schmankerln bis hin zur weltberühmten Gastfreundschaft. Abendliche Dinner-Veranstaltungen bieten großen Partnern die einzigartige Möglichkeit, im Zuge der Ski WM ihren eigenen Galaempfang zu zelebrieren. Die Liste an TirolBerg-Partnern umfasst in Schladming namhafte Unternehmen. Und die kommen längst nicht mehr nur aus Tirol, was vom exzellenten Ruf der B2BPlattform weit über die Landes-

Begegnung von Kultur und Religion in Tirol Wattens. Das Osterfestival Tirol zählt zu den renommiertesten Osterfestspielen. Heuer feiert es sein 25. Jubiläum und lädt vom 15. bis 31. März unter dem Titel „massiv.ich“ ein. Das Festival thematisiert 2013 den immer stärker werdenden Egoismus des Einzelnen, die Rücksichtslosigkeit auf der einen Seite und die Konformität, Gleichschaltung der Masse auf der anderen Seite.  www.osterfestival.at

In Schladming ist die beliebte B2B-Plattform der Tirol Werbung zum Treffpunkt für VIPs aus Wirtschaft und Sport geworden.

grenzen hinaus zeugt. So fungiert etwa der Seilbahn-Weltmarktführer Doppelmayr als Premium Partner im TirolBerg 2013. Als Regionenpartner fungieren Kitzbühel, Ischgl und St. Anton, die auch je einen eigenen Abend gestaltet haben. Schladming ist keine Premiere: Schon im „Austria House Tirol“, das im Sommer 2012 während der Olympischen Sommerspiele von London für Furore sorgte, war Doppelmayr mit an Bord. Und 2014, so Doppelmayr, soll diese Erfolgsgeschichte bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi fortgeschrieben werden: Doppelmayr baut in Sotschi 40 Anlagen, die zu einem Teil bereits fertiggestellt sind.

Für Josef Margreiter, GF der Tirol Werbung, ist die Partnerschaft mit Doppelmayr die Bestätigung des besonderen Stellenwerts, den die Marke Tirol über die Grenzen des Tourismus hinaus genießt: „Dass der führende Seilbahnhersteller der Welt auf Tirol als Partner setzt, zeigt sehr deutlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

„Der Platz für Weltmeister“ „Die Themenabende versprechen einiges, aber auch das internationale Publikum – wir erwarten auch Gäste aus Finnland – schätzt die Plattform zum Austausch und zur Anbahnung neuer Geschäfte“, erklärt Vorstandsvorsitzender Michael Doppelmayr die Hinter-

gründe der Kooperation. Der Seilbahnhersteller mit 120-jähriger Geschichte konnte 2011/2012 die Umsätze um zehn Mio. auf 628 Mio. € erhöhen. Die Mitarbeiterzahl stieg weltweit auf 2.297, davon sind 1.161 in Österreich beschäftigt. Seit mehr als zehn Jahren ist der TirolBerg beliebter Treffpunkt zum Austausch und Netzwerken für Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft, Medien, Kultur und Politik im Rahmen der FIS Alpinen Ski Weltmeisterschaften. Von 4. bis 17. Februar ist der TirolBerg zu Gast bei der Alpinen Ski WM in Schladming: Unter dem Motto „Der Platz für ­Weltmeister“ präsentiert sich Tirol einem breiten Publikum.  www.tirolberg.at

Quellenhotel & Spa**** Hotel in der Heiltherme Bad Waltersdorf startet vor dem Sommer eine Qualitätsoffensive

Große Projekte werden 2013 realisiert

Snowpark Dachstein West und Gaudipisten © Skiregion Dachstein West-Russbach

Bad Waltersdorf. Im Laufe des Jahres 2013, spätestens bis zum Sommer, wird das Quellenhotel & Spa**** mit einem Zu- und Umbau der beiden Hotelrestaurants den nächsten Schritt zur Qualitätssteigerung gehen. Im Sonnenrestaurant entsteht ein Restaurantbereich mit mehreren Stuben, die den Gast in unterschiedliche Themenwelten führen. Neben den bekannten Buffets wird es ab Sommer auch ein „Front

Cooking“ geben, bei dem direkt vor dem Gast die Speisen zubereitet werden. Zutaten aus der unmittelbaren Nachbarschaft spielen dabei natürlich eine große Rolle. Selbst gemachtes Brot aus einer neu entstehenden hauseigenen Bäckerei, Biofleisch vom Sonnenschwein oder Milchprodukte der Hofmolkerei sind nur einige der Leckerbissen, die die Gaumen verwöhnen.

© Heiltherme Bad Waltersdorf

Der „Snowpark Dachstein West“ gehört zu den Highlights der Skiregion.

Russbach. Die Skiregion Dachstein West Gosau, Russbach, Annaberg wird dem Hauptclaim „Gaudi pur – auf und neben der Spur“ gleich in mehreren Angelegenheiten gerecht. Zum einen bieten zahlreich versteckte Geocaches, die in der ganzen Region mit GPS gefunden werden können, Spaß abseits der Piste, zum anderen sorgen der Snowpark und die Pisten für den Adrenalinkick. Das Skivergnügen kann sofort mit allen Freunden bei den Free WLAN-Hotspots geteilt werden.  www.dachstein.at

© Tirol Werbung

Namhafte Unternehmen

Heuer werden in der Heiltherme Bad Waltersdorf ehrgeizige Projekte realisiert.

Auch im Quellenrestaurant wird es eine große Veränderung geben; hier werden ab Sommer auch Hörund Sehsinne auf ihre Rechnung kommen.

vier Sauna-Ruheräume komplett neu gestaltet. Naturholzmöbel, Wasserbetten, Schwebeliegen und Panoramaglasflächen bringen den Gästen mehr Komfort.

Wellness mit Entertainment Leseabende, Konzerte, Kabaretts, Musicals oder andere private Feierlichkeiten finden ab August im neuen Bereich für Veranstaltungen mit Bühne und Bar statt. Das Quellenhotel & Spa**** garantiert echtes Wohlgefühl, gepaart mit Unterhaltung. Unter dem Motto: „Ein schöner Urlaub beginnt mit einer angenehmen Anreise“ wird die Hotelzufahrt erneuert. Der Zufahrtsbereich wird komplett abgetragen und neu aufgebaut. Eine unterirdische Tiefgarageneinfahrt und ein erweitertes Platzangebot sorgen für sicheres Parken. Durch eine Überdachung des Vorplatzes wird eine komfortable und wetterunabhängige Anreise möglich gemacht. Bereits Ende 2012 wurden in der Heiltherme Bad Waltersdorf die

„Wir sind bestrebt, das Bauvorhaben zügig voranzutreiben, damit unsere Gäste in ihrem Urlaub dadurch nicht gestört werden.“ Gernot Deutsch GF Quellenhotel & Spa Heiltherme Bad Waltersdorf

„Alle Einrichtungen sind trotz Umbaus vollständig einsatzbereit und zu 100 Prozent nutzbar“, verspricht Gernot Deutsch, GF der Heiltherme und des Quellenhotel & Spa**** Bad Waltersdorf.  www.heiltherme.at


gast & wirt

Freitag, 15. Februar 2013

destinationaustria – 65

Europäischer Hof Beim „Snow Jazz Festival“ von 15. bis 24. März dreht sich alles um italienisches Lebensgefühl

Eat & Meet Genuss.Pur.

Bella Italia in Bad Gastein

Kulinarik-Fest im März 2013

Salzburg. Einen ganzen Monat lang steht bei über 80 Veranstaltungen in rund 30 verschiedenen Locations Essen, Trinken und gemütliches Beisammensein im Mittelpunkt. Egal ob ein explosives Frühstück mit Magic Chemistry Show, ein Marktrundgang mit dem Haubenkoch, oder ein Blick hinter die Kulissen eines Gourmetrestaurants – das Programm ist immer interessant. Bereits nach der feierlichen Eröffnung durch Bürgermeister Heinz Schaden am 28. Februar ist ein abwechslungsreiches Programm garantiert; alle Infos auf der Homepage (siehe unten). Einen Höhepunkt des Festivals bildet der „Genuss.Pur.Markt“, bei dem ausgewählte Produzenten hochwertige Öle und Essige, erstklassigen Käse, regionale Kräuterprodukte, biologische Blütensirupe sowie Pestos, Chutneys und Konfitüren aus heimischen und exotischen Zutaten präsentieren.  www.salzburg-altstadt.at

5-Sterne-Hotel im Gasteinertal gehört zu den sechs besten Ferienunterkünften im Salzburger Land.

Sonnenskilauf-Package So manche Liebeserklärung an unser populäres Nachbarland ist garantiert. Die musikalische Gratwanderung auf „höchster Ebene“, eingebettet zwischen Thermenund Skivergnügen, ist ein Erlebnis für Sonnenskiläufer, Wellnessurlauber und Musikfreunde. Wer beim Snow Jazz Festival 2013 live dabei sein will, kann das in der Zeit vom 15. bis 24. März mit dem fünftägigen SonnenskilaufPackage im „Hotel Europäischer Hof“ tun. Das Arrangement inkludiert vier Nächte mit Gourmet-Halbpension, 3-Tage Skipass für die Skiwelt Amadé und ist ab 532 € pro Person buchbar. Zwischen Ski- und Musikgenuss bleibt den Gästen noch genügend Zeit, sich in der hoteleigenen

© Europaeischer Hof Bad Gastein

Bad Gastein. Das in der Gebirgslandschaft und im Gasteinertal fest verankerte Festival „Snow Jazz Gastein“ steht im zwölften Jahr seines erfolgreichen Bestehens unter dem Motto „Bella Italia“. Hochkarätige Musiker kommen von 15. bis 24. März ins Gasteinertal im Salzburger Land und spielen tagsüber und bei freiem Eintritt in den Hütten in den Bergen und abends in ausgesuchten Konzertsälen.

Das „Carlo Actis Dato Quartett“ tritt beim diesjährigen Festival Snow Jazz Gastein auf.

Internationale Küche

Gasteiner Therme mit lichtdurchflutetem Thermalhallenbad (Größe 16 x 7 m, 31 Grad Wassertemperatur), Saunaparadies und Beauty- und Wellnessabteilung zu entspannen und sich Wohlfühlbehandlungen zu gönnen.

Das luxuriöse Hotel gehört zu den sechs besten Ferienunterkünften im Salzburger Land. Schon beim Betreten des Foyers spürt man die räumliche Großzügigkeit, die das Haus auszeichnet, und die sich auch in den mindestens 32 m� großen, mit Vollholzmöbeln stilvoll eingerichteten Wohlfühlzimmern (insgesamt 111 Zimmer und Suiten) widerspiegelt. Küchenchef Franz Schönegger verwöhnt Gourmets im Hotelrestaurant, in Schubert‘s Café und in der Gasteiner Klause mit Salzburger Spezialitäten und internationalen Gerichten.  www.europaeischerhof.at

Jazz-Klänge vom Feinsten Das Hotel, übrigens das einzige Fünf Sterne-Hotel in Bad Gastein, ist auch dieses Jahr wieder Partner und Austragungsort des Snow Jazz Festivals. Snow Jazz Gastein ist ein einzigartiges Beispiel für die gelungene Koop von Tourismus und Kultur.

WENN

Was in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit von der Gasteinertal Tourismus Gesellschaft, den Gasteiner Bergbahnen, vielen Hotels und dem Kulturverein Jazz im Sägewerk geschaffen wurde, ist wegweisend. Das Festival fasziniert alljährlich mit höchster Qualität und hat weit über die Grenzen hinaus Freunde gefunden. Am Donnerstag, 21. März, gastiert das „Carlo Actis Dato Quartett“ um 20.30 Uhr im eleganten Haus und präsentiert Jazz-Klänge vom Feinsten. Neben dem 1952 in Turin geborenen Bandleader Carlo Actis Dato

© Wildbild

(saxophones & bass clarinet) spielen noch Beppe Di Filippo (alto & soprano saxes), Matteo Ravizza (bass) und Daniele Bertone (drums, percussion) auf. Die seit 1987 bestehende Formation hat mehr als ein Dutzend CDs veröffentlicht und Konzerte auf der ganzen Welt veranstaltet. International ist auch die Musik, die sich aus Jazz, Ethno, Afrofunk, orientalischen Klängen bis hin zu Popsongs zusammensetzt. All das wird von Carlo Actis Dato mit viel Humor gemixt bzw. dazuimprovisiert. Der Musiker feiert am 21. März seinen 61. Geburtstag – Feststimmung ist also garantiert. (mehr Infos: www.actisdato.it).

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Haubenkoch Sepp Schellhorn empfängt Gäste im „Salon Weitblick“.

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Bis 28. Februar 2013 Spiegelpalast am Messeturm Tickets und Gutscheine: 0800 - 01 77 66 www.palazzo.org


gast & wirt

66 – destinationaustria

short

© Hotel Guglwald

Wohnen in der urigen Kräutergarten-Hütte

Freitag, 15. Februar 2013

Wahrzeichen Der 1964 eröffnete Donauturm ist Österreichs höchstes Gebäude und bietet kulinarische Höhepunkte

Donauturm-Restaurant ist Wein & Gourmet Location Nach umfassender Renovierung wird das sich drehende Restaurant am 1. März wieder eröffnet. georg Biron

Stans. Das Küchenteam des „Hotel Schwarzbrunn“ zaubert kulinarische Genüsse der besonderen Art. Das All-Inclusive-Gourmet-Angebot beginnt mit einem reichhaltigen, vitalen Frühstücksbuffet. Von 12 bis 15 Uhr ist das Mittagsbuffet voller Köstlichkeiten – vom Salat über Hauptgerichte bis zu frischen Früchten, hausgemachten Kuchen, Eis u.v.m. Wer mittags unterwegs ist, nimmt sich sein Lunchpaket mit. Wintersportler, die am späteren Nachmittag ins Hotel kommen, werden mit dem Nachmittagsbuffet empfangen. Abends schmeckt das Vier- bis Fünf-Gänge-Wahlmenü.  www.schwarzbrunn.at

© Arcotel Hotels

Tagungs- und SeminarSpecials von Arcotel

Arcotel: perfekter „Rund um die Tagung“-Service mit neuen Angeboten.

Wien. Die Arcotel Hotelgruppe ist ein Top-Player in der Business- und Städtehotellerie: „Vom kleinen Businessmeeting in Suiten über Tagungen und Konferenzen bis hin zur Großveranstaltung mit 900 Teilnehmern – je nach Destination und Art des Events ist fast alles möglich“, so Manfred Mayer, Alleinvorstand. Bei Buchung einer Übernachtung sowie Tagungspauschale ab zehn Teilnehmern erhält der Referent die Übernachtung und das Frühstück kostenfrei.  www.arcotelhotels.com

kostungen und Themenabende sowie eine hervorragende Küche mit einem atemberau-

Bert Copar: „Im ersten Jahr nach der Eröffnung 1964 kamen 900.000 Besucher; diese Zahlen wollen wir wieder erreichen, derzeit liegen wir in etwa bei der Hälfte.“

benden Blick auf Wien

für unser Publikum neu interpretieren“, so Copar. „Gemeinsam mit dem Weinhändler Del Fabro und ausgesuchten Winzern werden wir auch Verkostungen bieten.“

aus 170 m Höhe.“ bert copar, general operations manager donauturm

Event-Location hinter Glas Nach einer umfassenden Renovierung wird am 1. März das Restaurant am Turm wieder eröffnet, und der General Operations Manager Bert Copar möchte mit attraktiven Angeboten in luftiger Höhe einen Hotspot für Gourmets und Weinliebhaber schaffen. „Wir werden neben unserem neuen Küchenteam internationale Spitzenköche als Gäste haben, die regionale und nachhaltige Menüs

Weiterhin wird es die Möglichkeit geben, auf dem Turm zu heiraten, besondere Anlässe zu feiern, Geburtstagskinder hochleben zu lassen, Vollmond-Specials zu genießen bzw. kulturelle Events mit 80 km Weitblick zu erleben. Die verglaste Aussichtsterrasse ist wie ein beheizter Wintergarten und kann für Biz-Events oder Produktpräsentationen inklusive Catering angemietet werden.

Der Donauturm ist (außer auf der offenen Terrasse) eine Nichtraucher-Zone. Geöffnet ist Mo–So von 10:00– 24:00 Uhr. Das Restaurant am Turm hat Mo–So von 11:30–16:00 Uhr und von 18:00–24:00 Uhr geöffnet, das Caféhaus hat Mo–So von 10:00–24:00 Uhr geöffnet. Die Fahrt mit dem Expresslift zu Aussichtsterrasse, Caféhaus und Restaurant (und wieder hinunter) kostet für Erwachsene 7,40 €, für Senioren & Studenten 5,90 €, für Kinder von 6 bis 14 Jahren 5,20 €. Informationen über Gruppentarife und Kombitickets (z.B. Donauturm & Donau-Schifffahrt) findet man auf der Homepage:  www.donauturm.at

© donauturm.at (2)

All-Inclusive-Urlaub im Hotel Schwarzbrunn

„Wir bieten Weinver-

2014 wird der 252 m hohe Turm im Wiener Donaupark seinen 50er feiern.

Zitrusgarten Michael Ceron und seine Zitrusfrüchte

PuchasPlus**** Ruhe, Erholung und Entspannung pur

Faak am See. In Kärnten ist Österreichs größter Zitrusgarten zu finden: Mit 212 Sorten auf 5.000 m� hat Michael Ceron Gärten in Italien und Spanien an Sortenreichtum überflügelt. Den selbst entwickelten Biodünger exportiert er nach ganz Europa. Seine Leidenschaft für Zitrusfrüchte verdankt der Kärntner Gärtner seiner Kindehiet: „Wir haben oft Urlaub im Süden gemacht, und als Kind einer Gärtnerfamilie faszinierten mich Zitronen & Co. einfach. Vor allem, weil sie ständig blühen und Früchte tragen – das ist eine Eigenschaft, die in der Natur einzigartig ist.“

Stegersbach. Das kleine, aber feine Thermenhotel PuchasPlus**** mit seinen 50 Hotelzimmern bietet Gästen einen Aufenthalt auf internationalem Topniveau. Bereits zum zweiten Mal in Folge wurde das Hotel mit dem „HolidayCheck Award 2013“ belohnt.

Unter Zitronenbäumen und Palmen Gewinner des HolidayCheck Award der neu kreierte Zitroneneistee verkostet werden kann, der wirklich unvergleichlich schmeckt und mit Industrieware nichts gemein hat. Der Zitrusgarten kann übrigens auch für Events und Business-Seminare gemietet werden. Die Tagesmiete beträgt je 100 Personen 800 € + 20% MwSt (mit Heizung 900 € + 20% MwSt) inkl. Endreinigung und Gesamtnutzung des mediterranen Gartens.  www.zitrusgarten.com

Events und Seminare Cerons Zitrusgarten, bestückt mit Kuriositäten, überrascht den Gast mit Pflanzensammlungen entlang von Fußwegen, Sitzplätzen, Teichen und Terracotta-Waren. Einerseits kann man dort Waren kaufen – was mittlerweile auch einige Spitzengastronomen tun –, andererseits ist der duftende Garten auch ein sinnliches Ausflugsziel mit einem Café, in dem z.B. auch

Zitrus-Experte Michael Ceron: „Kärnten ist das Land, wo die Zitronen blühn.“

Top ausgestattete Fahrräder und E-Bikes stehen im Haus des engagierten Hoteliers Josef Puchas für Ausflüge in die sanft hügelige Umgebung zur Verfügung. Das hoteleigene HeilmassageTherapiezentrum überzeugt mit Naturprodukten und einem hochqualifiziertem Therapeutenteam. Besonderes Augenmerk wird auf die Behandlung von Rückenbeschwerden gelegt.  www.stegersbach.at

Natürliches & Therapeuten Die großen Antiallergie-Wohlfühlzimmer mit 36 m�, ausgestattet mit komfortablen Zirbenvollholzbetten, garantieren einen tiefen und gesunden Schlaf. Einen genussreichen Start in den Tag verspricht das reichhaltige Schmankerlfrühstücksbuffet mit regionalen Spezialitäten im Panoramawintergarten. In die Thermenwelt Stegersbach gelangen Gäste, ausgestattet mit einer persönlichen Badetasche (Bademantel und Saunatuch inklusive) durch den farbenfrohen Regenbogengang. 14 Thermal-Innen- und Außenbecken, eine großzügige Saunalandschaft, Luxus-Komfortruheräume sowie ein Dampfbad und Infrarotkabinen laden zum wohltuenden Wellnessgenuss.

© Golf- und Thermenregion Stegersbach

Guglwald. Das Vier Sterne Superior Hotel Guglwald im oberösterreichischen Mühlviertel führt die Spitze der österreichischen Wellness- und Gesundheitshotels an. Seit wenigen Tagen ist das zertifizierte Biohotel um eine Attraktion reicher: Der „Troadkasten“ wurde zum Kräutergartenhäuschen ausgebaut – ein designtes Ferienchalet zum Ausspannen in privater Idylle. Die Gastgeberfamilie Pilsl legt großen Wert auf extravagantes Wohnen; das beweisen ihre facettenreichen Zimmer. Ebenfalls neu sind die luxuriösen Guglwald-Spa-Suiten. Mit den noblen Residenz-Zimmern, den urigen Leiterwagen-Suiten und den modernen SchlösslZimmern wohnen Gäste in einzigartigem Ambiente.  www.guglwald.at

Wien. Vor allem im kulinarischen Bereich wird sich auf dem Donauturm schon bald einiges tun. Die außergewöhnliche Location, die dem Besucher nach einer rasanten Fahrt mit dem Lift mehrere Terrassen, ein Caféhaus und ein Restaurant bietet, wird im Jahr 2014 ihren 50. Geburtstag feiern. Die Donauturm Aussichtsturm und Restaurantbetriebsgesellschaft m.b.H. möchte diesen Event entsprechend feiern und positioniert sich bereits jetzt neu.

© mediendienst.com/Fotostudio Sissi Furgler

Das OÖ Wellnessjuwel Guglwald ist jetzt um eine Attraktion reicher.

Das verhältnismäßig kleine Hotel hat viele Annehmlichkeiten zu bieten.


medianet

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Freitag, 15. Februar 2013 – 67

Informations-Klau

Fast die Hälfte aller Angestellten stiehlt sen­ sible Daten und denkt nichts dabei  Seite 69

© willhaben.at

© panthermediat/blasbike

careernetwork Arbeitsmarkt-Trends

Teleworking und Online-Recruiting sind nur zwei der Trends für 2013 Seite 71

Aufsteiger Wilhelm Doupnik, Raiffeisen © Thomas Topf

Idealist Walter ­Emberger wollte nicht länger untätig zuse­ hen und gründete kurzerhand Teach For Austria.  Sparefroh Laut Aon Hewitt gei­ zen ­Österreichs ­Firmen 2013 bei den Lohn­ erhöhungen. 

Seite 68

© John Morris

„Ich hatte die Reformdebatten im Bildungswesen satt“

Gastkommentar

Performance-Manager Lambert Gneisz über die zeitgemäße technische Unterstützung in Füh­ rungsfragen. Seite 70

Seite 69

© Teach for Austria

Wien. Beim Geschäft hört sich der Spaß auf? Weit gefehlt! Wie die richtige Portion Humor Unternehme(r)n positiv beeinflussen und erfolgreich machen kann, das weiß Dr. Roman F. Szeliga. Sein Credo: Mit intelligentem Frohsinn die ernsten Dinge des Berufslebens neu beleuchten und positiv verändern. Dass man mit der Kraft und Wirkung des Lachens den Business-Alltag bestmöglich meistern kann, um in problematischen Situationen nicht in die Stressfalle zu tappen, demonstriert er diesen März in einem seiner seltenen, offenen Seminare.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die ihre persönlichen und beruflichen Ziele mit der Kraft des Humors effizienter und kreativer erreichen möchten. Beim interaktiven Erlebnisseminar werden Verkaufs- & Marketing-Gurus, Karrieremänner und Powerfrauen herausfinden, dass sich Kompetenz und Humor perfekt ergänzen können – wenn Zeitpunkt und Dosis stimmen.

Workshop & Impulsgewitter Am Spaß-Stundenplan: Unter anderem die Förderung alternativer Lösungen durch humorvolles Füh-

ren – ohne sich dabei allzu wichtig zu nehmen –, Argumentationshilfen, Tipps und Tricks aus der Praxis für die Praxis. Authentischer Humor wirkt anziehend, kann motivieren und begeistern. Fazit: Vom Fun-Faktor profitieren Verkäufer, die Botschaften und Produkte emotional und nachhaltig besser an den Mann und die Frau bringen. Ebenfalls auf der Agenda: Gelassenheit und Unbeschwertheit in schwierigen Geschäftssituationen, lebendige Präsentations- und Meeting-Kultur, charmante Improvisation, Erinnerungsarbeit und fröhlicher Teamgeist.

ANMELDUNG/INFO Termin: 21.03.2013, 09:00–17:00 Uhr Ort: roomz vienna, Paragonstr. 1, 1110 Wien Anmeldung: Fax: +43 (0)1/236 59 34-9, E-Mail: management@roman-szeliga.com Kontakt: Tel: +43 (0)664/382 74 01, www.HumorAG.at All-Inclusive-Preis: 490 € (+20% USt.)

© Szeliga

PROMOTION

Erfolgsfaktor Humor

Seminar: Humor – der Powerfaktor im Business. Roman F. Szeliga verspricht Spaß statt Stress.

All-Inclusive-Special: Teilnahmegebühr für 1 Person, Mittagslunch, 2 Kaffee- und Smile-Pausen; alle AF-Getränke während des Seminars, 1 Kartenset für Selbstmotivation; zur Wahl: 1 Buch „Erst der Spaß, dann das Vergnügen“ von Dr. Roman F. Szeliga oder 1 Smilepackage mit vielen Humorgadgets.


Career portrait

68 – careernetwork

Freitag, 15. Februar 2013

© Teach for Austria (4); privat

Warum er die Bildungs­reform­ debatten satt hatte, er die Industrie un­ terschätzt hat und er unterprivilegier­ ten Jugendlichen eine Chance bieten ­möchte, verrät ­Teach For Austria-Chef ­Walter Emberger im ­Gespräch.

„Meine Aufgabe ist es, das große Bild vor Augen zu behalten“ Wien/Salzburg. Zwei „Dreier“ in einem Volksschulzeugnis im Jahr 1968 hätten beinahe verhindert, dass heute 25 herausragende Absolventen von Fächern wie Quantenphysik, Molekularbiologie oder Afrikanistik ihr Wissen und vor allem ihre Begeisterung für Fächer wie Mathematik, Englisch oder Physik an Schüler von Hauptschulen, Neuen Mittelschulen und Polytechnischen Schulen in Wien und Salzburg weitergeben: „Meine Eltern sind damals eigentlich gar nicht glücklich gewesen, als ihnen mein Volksschullehrer vorgeschlagen hat, mich trotz der beiden ‚Befriedigend‘ im Zeugnis ins Gymnasium zu schicken“, erinnert sich ‚Teach For Austria‘-Gründer und Geschäftsführer Walter Emberger im Gespräch mit medianet. „Acht Jahre Gymnasium bedeuteten acht Jahre zusätzliche Kosten für meine Eltern; sie haben dann aber doch eingewilligt und mir ermöglicht, als erster in der Familie zu maturieren.“ Mehr noch: Nach einem Jahr freiwillig beim Heer („Ich habe als Oberleutnant der Reserve abgerüs-

tet und heuer für das Berufsheer abgestimmt“) beschließt Emberger, an der Wirtschaftsuniversität in Wien zu studieren: „Trotz finanzieller Engpässe haben mir das meine Eltern auch noch ermöglicht.“

„Nichts ist unmöglich“ Emberger dankt ihnen das Vertrauen, indem er in fünf Jahren seinen Magister absolviert und innerhalb zweier Jahre noch die Promotion nachschickt: „Rückblickend war das Doktorat aber eine Fleißaufgabe.“ 1989 geht er für ein Jahr an das INSEAD im französischen Fontainebleau – ein Schritt, der ihm sehr viel für die Zukunft gebracht habe: „Dieser MBA-Lehrgang hat mir gezeigt, dass nichts unmöglich ist – genauso wie die Wahl von Ronald Reagan zum USPräsidenten“, erzählt er mit einem Augenzwinkern. Zwischenzeitlich hat Emberger auch begonnen, als Consultant zu arbeiten: „Ich habe einige interessante Angebote aus der Industrie abgelehnt, weil ich sie fälschlicherweise für langweilig gehalten habe;

1958–1984

1958 in Kärnten geboren, wächst Walter Emberger in Salzburg auf und maturiert im Bundesrealgymnasium Salzburg. Nach dem Bundesheer studiert er Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien und promoviert 1984.

der Glitzer der Banken und Consultants war einfach stärker“, erzählt er mit einer gewissen Selbstironie. Wie er dann Jahre später in das Bildungswesen gerutscht sei? „Ich bin schon immer von der Bildungsbranche fasziniert gewesen und vor neun Jahren zuerst als Berater für die Bologna-Umstellung und dann als Studiengangsleiter in eine der Schlüsselbranchen des Landes gekommen“, so Emberger. „Es ist dann der Zeitpunkt gekommen, wo ich aber all die Reformdebatten im Bildungswesen satt hatte. Und da wollte ich selbst etwas für unterprivilegierte junge Menschen tun“, so der studierte Volkswirt weiter: „Ich habe viel recherchiert und in einem Artikel des Economist ein System entdeckt, das genau dort ansetzt, wo gesellschaftlich Schlimmes passiert. Es darf einfach nicht sein, dass ein Drittel der Gesellschaft aufgrund ihrer sozialen Herkunft abgehängt wird.“ Nach einigen Verhandlungen mit der Trägerorganisation ‚Teach For All‘ gründete Emberger 2011

1984–2009

Nach Stationen bei der Salzburger Sparkasse, bei der Voest und beim Management Zentrum St. Gallen macht sich Emberger 1995 als Berater selbstständig und gründet Emberger + Partner Managementberatung GmbH. 2006 fungiert er zusätzlich als Studiengangsleiter Betriebswirtschaft an der FH Salzburg.

schließlich Teach For Austria: Woher das große Interesse an Wissensvermittlung stammt? „Es ist einfach unglaublich erfüllend, Katalysator bei der Entwicklung anderer Menschen zu sein. Es ist toll, wenn man sieht, wie Dinge wachsen und man jungen Menschen Perspektiven geben kann.“ Seine heutige Rolle definiert er als die des Visionärs: „Meine Aufgabe ist es, das große Bild vor Augen zu haben und es für andere zu malen“, erzählt Emberger: „Ich gebe die Richtung und die Leitplanken vor – und bin quasi der Hüter der Kultur, der seinen Mitarbeitern vertraut und ihnen nicht jeden Tag sagen muss, was zu tun ist.“ Und dieser Zugang funktioniere „weit über den Erwartungen“, wie er stolz erzählt: „Mein Team ist großartig und mein in sie gestecktes Vertrauen wird gut gebraucht – aber nie missbraucht“, blickt Emberger zuversichtlich in die Zukunft: „In 20 Jahren würde ich gern die Eröffnungsrede vom Teach For Austria-Jahrgang 2033 halten, hoffentlich werde ich dann auch eingeladen.“  (jawe)

2009–Heute

2009 wird er Vizerektor an der Privatuniversität Schloss Seeburg und zieht in den Aufsichtsrat des Flughafen Salzburg ein; 2011 gründet Emberger „Teach For Austria“ und leitet die gemeinnützige Bildungseinrichtung seither als Geschäftsführer. Er ist nicht verheiratet und hat zwei Kinder.

10 Fragen An Walter EMberger

Als Kind wollte ich immer … wissen, was auf den Sternen los ist, die ich von meinem Bett aus sehen konnte. Mein Lebensmotto ist … „Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest!“ Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … eine Reise mit meiner Partnerin Andrea nach Indonesien. Darüber kann ich lachen … die Überbewertung von Fußball in Europa. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „At Home“ von Bill Bryson. In 20 Jahren werde ich … die Eröffnungsrede vom „Teach For Austria“-Jahrgang 2033 halten; hoffentlich bin ich dann auch eingeladen;-) Davor habe ich Angst … wenn die Menschen das Vertrauen in das Wirtschaftsund Politsystem verlieren. Das ist meine größte Stärke … mit Druck und Unsicherheit umzugehen. Das ist meine größte Schwäche … mir fällt es schwer, Wertschätzung für Menschen zu empfinden, die ich für unethisch halte. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … Mit einem unserer Fellows. Ich hätte gern einmal diese Lern-, Entwicklungs- und Wirkungschance am eigenen Leib verspürt.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 15. Februar 2013

careernetwork – 69

Studie Fast die Hälfte aller Angestellten „stiehlt“ sensible Daten – und ist sich dabei keiner Schuld bewusst

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Der Feind im eigenen Büro 56% der Befragten denken, dass es legal sei, geheime Informationen des letzten Arbeitgebers zu nutzen. gar vor, die Daten auch bei ihrem neuen Arbeitgeber zu nutzen. Und das Schuldbewusstsein der „Täter“ scheint sich in Grenzen zu halten. So gehe das Gros der Angestellten davon aus, dass es in Ordnung ist, geistiges Eigentum weiterzuverwenden, wenn sie das Unternehmen wechseln. Außerdem glauben sie, ihre Arbeitgeber würden sich dafür nicht interessieren: Nur 47% gaben an, ihre Firmen würden aktiv, wenn ein Mitarbeiter sensible Unternehmensdaten missbräuchlich verwendet. 68% gaben an, ihre Betriebe unternähmen auch nichts dagegen, dass vertrauliche wettbewerbsrelevante Informationen von Dritten durch eigene Angestellte genutzt werden.

Denn sie wissen nicht ... Brisant ist nicht nur die Tatsache, dass ein sogenannter LowLevel-Mitarbeiter (Anm. kein leitender Angestellter) die DatenIntegrität eines IT-Multis wie Intel in ein schiefes Licht rücken kann, sondern auch die Tatsache, dass es weltweit so einige Panis geben dürfte – auch wenn kaum ein Unternehmen gern darüber spricht. So waren laut einer amerikanischen Studie 2012 eigene Mitarbeiter für 21% aller elektronischen Verbrechen verantwortlich – die Dunkelziffer dürfte noch höher sein. Und wie eine aktuelle weltweite Symantec-Umfrage ergab, hat die Hälfte aller Mitarbeiter, die in den letzten zwölf Monaten ihren Arbeitsplatz wechselten oder ihre Stelle verloren haben, schon einmal vertrauliche Unternehmensdaten behalten. 40% dieser Gruppe haben laut Studie so-

... was sie tun

Der Lockruf der Benefits Dass Österreichs Arbeitnehmer nicht die mobilsten sind, davon singen Wirtschaftsvertreter seit Jahren ein Klagelied. Aber Hand aufs Herz: Würden Sie für einen Job übersiedeln? Alle Zelte abbrechen und wegen einer neuen, spannenden Aufgabe den Wohnort wechseln? Ganz klar: Die meisten würden sagen „Kommt auf den Job und den Ort an …“ karriere.at befragte zu diesem Thema seine User. Mit überraschendem Ergebnis: Der größte Teil der 668 Umfrageteilnehmer gab an, grundsätzlich schon für einen Job übersiedeln zu wollen – Nachsatz: Es kommt auf den Ort an. Nur 12 Prozent würden jederzeit und überall hin ziehen, 46 Prozent geben zwar an, mobil zu sein, allerdings wollen sie nur an bestimmte Arbeitsorte wechseln. Jeder Vierte (24 Prozent) würde eher pendeln und für 18 Prozent kommt ein Umzug überhaupt nicht infrage. Das Ergebnis lässt sich klar interpretieren: Ein guter Job ist meist auch ein guter Übersiedelungsgrund für Arbeitnehmer. Klar ist aber auch, dass vor allem Unternehmen in ländlichen, strukturschwachen Gebieten größere Probleme beim Recruiting haben als Leitbetriebe in Ballungszentren, die allein schon durch ihren Standort für viele attraktiv sind. Aber: Jedes Unternehmen hat seine Benefits, die potenzielle Kandidaten auch ansprechen – vom Firmenwagen über den Fitnessclub im Haus bis hin zum familiären Arbeitsklima. Die Frage ist nur: Wissen die Betriebe eigentlich über ihre eigenen Vorzüge Bescheid? Und wenn ja: Kommunizieren sie diese auch den potenziellen Bewerbern?

© panthermedia.net/blasbike

Wien. August 2012: Biswamohan Pani wird zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 17.500 USD verurteilt. Was auf dem ersten Blick wie eine Allerwelts-Chronikmeldung klingt, birgt auf dem zweiten Blick ziemliche Brisanz: Pani hatte 2008 bei Intel seine Kündigung eingereicht und eineinhalb Wochen Urlaub genommen. Anstatt diese Zeit aber zur Erholung zu nutzen, sammelte er Handelsgeheimnisse im Wert von über 200 Mio. USD und nahm sie kurzerhand zu seinem neuen Arbeitgeber AMD mit.

„Firmen verstehen es nicht, eine Kultur des verantwortlichen Umgangs mit geistigem Eigentum unter ihren Mitarbeitern zu etablieren“, hält Symantec-Sicherheitsexperte Thomas Hemker fest. Das zeige sich u.a. darin, dass 62% der Befragten sich nichts dabei denken, wenn sie sensible Arbeitsdokumente auf privaten Computern, Smartphones, Tablets oder online auf Filesharing-Anwendungen ablegen. Auch hielten es die meisten Angestellten nicht für falsch, Wettbewerberdaten von einem früheren Arbeitgeber weiter zu nutzen. „56 Prozent denken sogar, es ist legal, die geheimen Informationen eines Mitbewerbers zu nutzen“, so Hemker weiter. Einer der Gründe für diese Haltung

Sensible Daten auf den Privatrechner zu kopieren, halten nur wenige für verwerflich.

sei laut Symantec, dass Angestellte geistiges Eigentum oft nicht der Firma, sondern der Person, die es geschaffen hat, zuschreiben: „Für 44 Prozent hat beispielsweise ein Software-Entwickler, der einen Quellcode schreibt, Anteil am Eigentum seiner Arbeit oder Erfindung; für 42 Prozent ist es auch kein Verbrechen, diesen Quellcode ohne Erlaubnis in Projekten für andere Unternehmen einzusetzen“, so Hemker. Um das Unternehmen besser vor Datendiebstahl und Informationsabfluss schützen zu können, müssen die Firmen ihren Mitarbeitern klar machen, dass es falsch ist, ver-

trauliche Informationen zu entwenden, so der Security-Experte. „Das Bewusstsein dafür zu schaffen, sollte Kernbestandteil von Sicherheitstrainings sein.“ Darüber hinaus müssten die Unternehmen ihre Vertraulichkeitsvereinbarungen (Non-Disclosure Agreements, NDA) auch durchsetzen: Bei fast der Hälfte aller Datendiebstähle durch Insider hatte das Unternehmen laut Studie eine Vereinbarung für geistiges ­Eigentum mit dem Mitarbeiter. Doch die bloße Existenz von Regeln sei sinnlos, wenn Mitarbeiter sie nicht verstehen und sie nicht umgesetzt werden, so Hemker abschließend.  (red)

Prognose Laut Salary Increase Survey von Aon Hewitt wird es durchschnittlich nur noch drei Prozent mehr Lohn geben

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Wilhelm Doupnik (46), Vorsitzender der Geschäftsführung der Raiffeisen Software Solution und Service GmbH, wurde nun auch zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der Raiffeisen Informatik GmbH bestellt.

© McDonald’s Österreich

Wilhelm Doupnik Raiffeisen Informatik

© Thomas Topf

job

mung wirkt sich unmittelbar auf die Budgetverteilung aus.“ Damit müssten auch die ursprünglichen Prognosen nach unten korrigiert werden: Statt 3,3 werde es durchschnittlich nur noch drei Prozent mehr Lohn für österreichische Arbeitnehmer geben, so Lötsch.

Stellenabbau geplant

Andreas Schmidlechner

Andreas Schmidlechner (48) übernimmt mit 1. März die Geschäftsführung bei McDonald‘s Österreich. Er folgt als Managing Director auf Andreas Schwerla, der Franchisenehmer von McDonald‘s in Niederösterreich wird.

Petra Schausz FinanceLife

McDonald’s

Promotion

Für 2013 planen zwölf Prozent der befragten Unternehmen fix mit einem Stellenabbau, weitere sechs Prozent ziehen einen Jobabbau zumindest in Betracht. Auf der anderen Seite wollen mehr als zwei Drittel ihre bestehenden Rekrutierungsaktivitäten wie bisher fortführen oder sogar verstärken (6%), heißt es abschließend.  (red)

Petra Schausz (49, Bild) lenkt seit 1. Jänner gemeinsam mit Thomas Jaklin (34) die Geschicke der UniqaTochter „FinanceLife“. Die geprüfte Bilanzbuchhalterin Schausz ist seit mittlerweile 2001 bei Uniqa beschäftigt.

© EurotaxGlass’s/Rohrmoser

Jeder vierte Betrieb hat sein Gehaltsbudget in den letzten sechs Monaten gekürzt.

Wien. Österreichische Firmen wollen bei Löhnen und Gehältern heuer deutlich auf die Kostenbremse steigen – trotz des derzeitigen positiven Geschäftsklimaindex: Nach einer Umfrage des Personalberaters Aon Hewitt hat jeder vierte Betrieb sein Gehaltsbudget in den vergangenen sechs Monaten gekürzt – mehr als sechs Prozent planen demnach sogar eine Nulllohnrunde. „Die Mehrheit der Unternehmen orientiert sich bei der Festlegung der Gehaltserhöhungsbudgets eher am Markt, als an den tatsächlichen Inflationsraten“, erläutert Gregor Lötsch, Berater im Bereich Performance, Reward & Talent D-A-CH bei Aon Hewitt, diese Entwicklung. „Die derzeitige verhaltene Stim-

© Uniqa

© panthermedia.net/hamik

Österreichs Firmen geizen bei den Löhnen

Heiko Haasler EurotaxGlass’s

Heiko Haasler (40) löst den bisherigen Generaldirektor Max A. Weißensteiner bei EurotaxGlass’s Österreich ab. Haasler ist seit über fünf Jahren für EurotaxGlass’s tätig und fungierte zuletzt als Chief Commercial Officer und Group Marketing Director.


L e a d e r s h i p-Sk i lls

70 – careernetwork

Freitag, 15. Februar 2013

Gastkommentar Performance-Manager Lambert Gneisz über die zeitgemäße technische Unterstützung in Führungsfragen

Entlastung für die Entscheider

© John Morris

„Führungskräfte haben zu wenig zuverlässige Informationen über interne Situationen und Trends.“

Lambert Gneisz: „Manager finden in der Alltags-IT nicht die ersehnten Daten.“

Wien. Studien beweisen und Umfragen bestätigen es, dass Führungskräfte aufgrund von wachsendem Tempo und einer Vervielfachung an Belastungen zu wenig zuverlässige Informationen über aktuelle interne Situationen und Trends haben. Welche Führungsfehler bergen die größten Risiken für Geschäftsführer? Wie kann man sich davor schützen? Welche überraschend großen kaufmännischen Optimierungspotenziale haben gute Leadership-Leistungen? Manager finden in der AlltagsIT nicht die ersehnten Daten zur Entscheidungsunterstützung. Sie sind gezwungen, mit ‚Hausmitteln‘

fertig zu werden, verlassen sich auf ihre Intuition und beginnen häufig erst über Änderungen nachzudenken, wenn der Schaden für jedermann sichtbar geworden ist. Eine zeitgemäße Unterstützung, die dem Manager die Navigation erleichtert, wird oft vermisst.

Wichtigster Taktgeber Die Führungskraft sollte als wichtigster Taktgeber Motivation und Leistung forcieren können, doch im Reporting von Organisationen fehlen dafür die Kennzahlen. Und dennoch lässt sich dieser wichtigste Erfolgsfaktor, wie der

Herzschlag eines Menschen, methodisch zuverlässig messen, darstellen und dann gezielt stärken. Durch kurze, klar zielgerichtete und wiederkehrende Feedbacks aus der gesamten Organisation entsteht eine Führungs-Landkarte, die begleitend aktualisiert wird. Trends werden sichtbar und der Chef sieht, was ansonsten verborgen geblieben wäre. So kann Führungsarbeit bei Bedarf mit mehr Konsequenz erfolgen. Ungesunder Stress aufgrund von Kursabweichungen oder wachsender Widerstände weicht Schritt für Schritt einer von Vertrauen geprägten Führungskultur. Ein aktuelles Ur-

teil österreichischer Höchstrichter, ausgelöst durch einen MobbyingFall, zeigt die Dringlichkeit auf, mit der sich die Geschäftsführung dieser Verantwortung bewusst werden muss, um im Schadensfall vorgesorgt zu haben. Zuverlässige Informationssysteme über interne Entwicklungen scheinen also immer unerlässlicher zu werden.

Managementtools gefordert Gefordert sind Managementinstrumente, die eine individuelle Führung unterstützen, wie ein Sensor Abweichungen und verborgenen Handlungsbedarf frühzeitig sichtbar macht, und damit kürzere Reaktionszeiten ermöglichen. Die Kennzahlen liefern, um objektiv zu dokumentieren, um rechtzeitig und nachvollziehbar auf Krisen reagieren zu können. Die sich daraus ergebenden Effekte werden von Praktikern unterschiedlich genutzt: Verbesserung der Reaktionszeiten, Zusatzinformationen zur Entscheidungsfindung oder die Verringerung von Schnittstellenproblemen, deren Bedeutung als „Trouble-Maker“ übrigens vielfach unterschätzt wird. Als besonders wertvoll wird die Unterstützung von Führungstätigkeit mit einem Managementprogramm dieser Art bei Änderungsprozessen unter Zeitdruck, wie etwa bei Fusionen, empfunden. Klassische Auslöser sind starker Wandel der Strukturen durch Wachstum oder Ausgliederungen und die Neuordnung von Führungskompetenzen. So ein Unternehmensradar für Führungskräfte ermöglicht, Managementleistung individuell zu steuern. Das entlastet vor allem, aber nicht nur, die oder den Entscheidungsträger und verbessert Ergebnisse auf kurzem Weg.

JOBTICKER Marketing & Sales Assistent/in DHL Global Forwarding Austria Dienstsitz: Wien

Social Media-Kampagnen Manager/in

Lambert Gneisz, Gründer, Eigentümer, Geschäftsführer der Performer Management Instruments Dr. Gneisz GmbH

Httpool Online Marketing GmbH Dienstsitz: Wien

Hofburg 14. März 2013

5. BildungsTag Wien. Anlässlich des 55-jährigen Jubiläums des Kongresszentrum Hofburg findet heuer am 14. März der bereits 5. „BildungsTag“ in der Hofburg Vienna statt. „Ziel ist es, jungen und interessierten Menschen einen praxisnahen Einblick in die faszinierenden Berufswelten der Kongress- und Eventbranche sowie der ‚Hofburg Vienna‘ zu geben“, erklärt Geschäftsführerin Renate Danler, die mit rund 500 Schülern und Studenten rechnet. Neben dem BildungsTag unterstützt die Hofburg Vienna auch Bachelor- und Masterarbeiten und stellt Praktikumsplätze zur Verfügung. Anmeldungen sind ab sofort auf ‚www.hofburg.com/BildungsTag‘ bis 6. März möglich.

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ISG Personalmanagement GmbH Dienstsitz: Salzburg

© Hofburg Vienna

Diese und mehr als 4.000 Jobs der Online-Jobbörse monster.at, finden Sie auch mit den kostenlosen Apps für Android, iPhone & iPad!

Das Team um Renate Danler (re.) rechnet mit 500 Schülern und Studenten.


J o bwatc h

Freitag, 15. Februar 2013

careernetwork â&#x20AC;&#x201C; 71

Jobtrends Bei der Jobsuche und im Recruiting spielen Online-Angebote eine immer grĂśĂ&#x;ere Rolle, unternehmerisches Denken ist gefragt

Arbeitsmarkt: Das bringt 2013 BĂźro war gestern: Telearbeit ist im Kommen, der Arbeitsplatz verlagert sich zunehmend ins Web.

Online ist das neue Schwarz So hält der Aufwärtstrend fĂźr Bewerbungs-Tools im Web an, wie Markus Zink, Leiter des KarriereBereichs von willhaben.at, bestätigt. Und: Immer beliebter werden mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones fĂźr die Jobsuche. â&#x20AC;&#x17E;Mit einer Steigerung von 79 Prozent bei den mobilen Zugriffen im Vergleich zum Vorjahr wird deutlich, wie wichtig mobile Endgeräte als Einstiegsquelle in der Jobsuche geworden sind. Bei der Nutzung

Lehrlinge Statistik

Trauriger Rekord Wien. Jeder fĂźnfte Wiener Lehrling fällt bei seiner AbschlussprĂźfung durch. Diese Zahlen bringt eine aktuelle PrĂźfungsstatistik der Wirtschaftskammer hervor. FĂźr die Gewerkschaft ein klares Zeichen, dass sich in der Lehrlingsausbildung etwas ändern muss: â&#x20AC;&#x17E;Wenn berufsfremde Tätigkeiten wie Wurstsemmel holen oder die Schwerpunkte in der Lehre Kaffee kochen, kopieren oder aufkehren sind, dann mĂźssen alle Alarmglocken läutenâ&#x20AC;&#x153;, appelliert Christoph Peschek, Jugendsekretär der GPA, an die Lehrlingsausbilder. Besonders die Sparten â&#x20AC;&#x17E;Gewerbe & Handelâ&#x20AC;&#x153; sowie â&#x20AC;&#x17E;Bank & Versicherungâ&#x20AC;&#x153; will sich die Gewerkschaft näher ansehen, denn dort seien die meisten negativen Ergebnisse zu verzeichnen.

von Online-Medien fĂźr die Jobsuche verbuchen wir eine Steigerung von 48 Prozent im Jahresvergleichâ&#x20AC;&#x153;. Bei Online-Bewerbungen werde auch immer häufiger die Funktion genutzt, einen Lebenslauf gleich online hochzuladen, erklärt Zink. So nutzten 2012 doppelt so viele willhaben.at-User diese Funktion wie 2011. Gerade in Zeiten von Finanzkrise und Konjunkturschwächen legen viele Unternehmen groĂ&#x;en Wert darauf, dass auch die Mitarbeiter unternehmerisch denken. Zink: â&#x20AC;&#x17E;Diese Stärke wird vermehrt von den Arbeitgebern eingefordert und bringt mitunter zwar längere

Arbeitstage, aber auch mehr Flexibilität, Verantwortung und MitgestaltungsmĂśglichkeiten mit sich.â&#x20AC;&#x153;

Minijobs â&#x20AC;&#x17E;en vogueâ&#x20AC;&#x153; Verbunden mit der grĂśĂ&#x;eren Flexibilität von Arbeitnehmern und der Verschiebung ins Web ist auch der Telearbeitsplatz wieder im Kommen. Mit einem Breitband-InternetAnschluss und einem Handy kann man von Ăźberall aus arbeiten. Die dadurch eingesparte Zeit nutzt man dann fĂźr ein oder mehrere Nebenjobs. â&#x20AC;&#x17E;Viele Menschen bauen sich neben ihrem Hauptberuf

ein zweites Standbein auf oder beziehen mehrere Einkommen aus sogenannten Minijobs. Das Stichwort â&#x20AC;&#x161;Teilzeitâ&#x20AC;&#x2DC; ist einer der am häufigsten verwendeten Suchbegriffe auf unserer Plattformâ&#x20AC;&#x153;, begrĂźndet Zink seine Aussagen.

Trendsetter Handwerk Traditionsberufe im Bereich â&#x20AC;&#x161;Handwerkâ&#x20AC;&#x2DC; erleben in Ă&#x2013;sterreich eine wahre Renaissance: So findet sich die Sparte Handwerk/Produktion im Top Ten-Ranking der gefragtesten Berufsfelder noch vor Technik und Handel, so Zink abschlieĂ&#x;end.  (lw)

Š willhaben.at

Wien. Nicht nur die Mode unterliegt Trends, auch der Arbeitsmarkt. Vorsichtiger Optimismus ist laut Arbeitsmarktexperten zwar angebracht; doch es ist nicht nur die wirtschaftliche Situation, die die Jobwelt beeinflusst. Auch gesellschaftliche und technologische Innovationen bestimmen die Trends am Arbeitsmarkt.

Markus Zink kennt die wichtigsten Job-Trends fĂźr die nahe Zukunft.

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Š TU Austria

Wien. Die drei technischen Unis, subsummiert unter der Initiative â&#x20AC;&#x17E;TU Austriaâ&#x20AC;&#x153;, haben immenses WertschĂśpfungspotenzial. Das sagt eine Studie des Economica Instituts. Demnach bezahlt ein TUAbsolvent im ersten Jahr seiner Beschäftigung im Schnitt 20.550 â&#x201A;Ź an Steuern und Sozialversicherungsabgaben â&#x20AC;&#x201C; um 6600 â&#x201A;Ź mehr als ein durchschnittlicher Uni-Absolvent. Techniker sind zudem am Arbeitsmarkt sehr gefragt: 83% der Absolventen der MU Leoben, 76% der TU Graz und 74% der TU Wien bekamen 2010 einen Job, während das im Durchschnitt auf nur 55% der Absolventen anderer Studienrichtungen zutraf.

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