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freitag/samstag/sonntag, 14.– 16. september 2012

ORF-Programm: Zechner will mit jedem Format „die Goldmedaille gewinnen“ Seite 8

Bücher: ja, Gemüse: nein

Nielsen Global Survey: Lebensmittel   bleiben im Internet Ladenhüter  Seite 14

© Panthermedia/M. Lopes

mehr Österreich, mehr Info

© Panthermedia/Otnaydur

© ORF/T. Ramstorfer

business weekend

autokrise 2.0

Die ­Absatzkrise in Europa bringt Händler und Hersteller in Bedrängnis  Seite 20

Umbruch Die Wachablöse an der Firmenspitze ist erfolgt – jetzt werden neue Marktkonzepte getestet

Nah&Frisch expandiert in die Ballungszentren

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inhalt

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

prime news & market watch > Aktuellste Prognosen für die Weltwirtschaft 3 > Feature: Mehr Fernseher als Menschen auf der Welt  4/5 marketing & media > „Goldener Hahn“: 60 bunte Vögel für Award nominiert 9

© Die Grünen

Pilotprojekt Andreas Nentwich, neuer Geschäftsführer der Markant und der Nah&Frisch-Marketing, und sein Vorgänger Erwin Wichtl über das Vorhaben, die Kaufleute-Marke auch in die großen Ballungsräume zu bringen.  Seite 2 > Neue Kampagne der Grünen: „Bio statt korrupt“  10 retail > Spar AG holt sich 200 Mio. Euro via Spar-Anleihe  15

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> CSC/Angelini umschifft locker die Pharmaklippe  40 > App-Stores: Innovation versus mehr Sicherheit  46 hilft der Haut, sich selbst zu helfen

P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien,  Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

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22.04.11 11:13


c ov e r

Freitag, 14. September 2012

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

2 – medianet

generationen w ech sel

Frischer Wind Noch in diesem Jahr will der Nah&Frisch-Markant-Geschäftsführer neue Marktkonzepte testen

„Haben Überraschungen im vierten Quartal geplant“

Erwin Wichtl und Andreas Nentwich Seit 2001 leitet Wichtl (l.) die Geschicke der Markant Österreich, Anfang Juli hat er die Leitung der Geschäfte an seinen Nachfolger Nentwich übergeben. Dieser hat sich bereits einiges vorgenommen, etwa was die Weiterentwicklung der Kaufleute-Marke Nah&Frisch betrifft. Derzeit feilen Projektgruppen an neuen Geschäftskonzepten, im Winter sollen die ersten Ideen getestet werden.

Kaufleute legen im Halbjahr um 2,5 Prozent zu, Markant-Umsatz soll dank Zielpunkt zweistellig wachsen. Natalie Oberhollenzer

Wien. Anfang Juli gab es die offizielle Geschäftsübergabe: Der frühere Nestlé-Manager Andreas Nentwich übernahm den Posten als Geschäftsführer der Markant Österreich und der Nah&Frisch (Marketingservice) von Erwin Wichtl. Wichtl hat sich bereits aus dem operativen Tagesgeschäft zurückgezogen und steht seinem Nachfolger noch bis Jahresende beratend zur Seite. Über 35 Jahre hat der gebürtige Zwettler in der heimischen Handelsszene groß mitgemischt. Für Nentwich ist das Erbe Wichtls „definitiv der Höhepunkt meiner bisherigen Karriere“, wie er gegenüber medianet erklärt.

Der Tausendsassa „Es ist eine extrem attraktive Aufgabe, von denen es hierzulande nur mehr wenige gibt, weil heute viel an Kompetenz in D-ACH-Organisationen außerhalb Österreichs abwandert.“ Nebst der marketingtechnischen Betreuung der Nah&Frisch-Kaufleute, die gut ein Viertel seiner Arbeitszeit in Anspruch nimmt, leitet Nentwich den Kooperationsverbund Markant Österreich – ein Riese, der dafür sorgt, dass kleine und mittelständische Händler, aber auch Big Player, von den Synergien der Gruppe profitieren. Das Unternehmen dient als Schnittstelle zwischen Erzeugern

und Händlern, nimmt ihnen Arbeit in Sachen Warengeschäft und Datenmanagement ab. Weiters übernimmt es Verrechnungsaufgaben mit 100%iger Bürgschaft – ein Benefit, dessen Wichtigkeit sich zuletzt im Falle des ehemaligen Markant-Mitglieds, dem in die Pleite gerutschten Drogerieunternehmen Schlecker, gezeigt hat.

In die Ballungsräume Mit dem österreichischen Schlecker-Nachfolger dayli gibt es Wichtl zufolge keine Geschäftsbeziehung: „Mit Schlecker hat Markant die Zusammenarbeit eingestellt, mit ‚dayli‘ gibt es aktuell keine Gespräche.“ Dafür werden Verhandlungen mit anderen „sehr interessanten Partnern“ geführt. Dass das bis dato kolportierte Geschäftskonzept von dayli jenem der Nah&Frisch-Kaufleute ähnelt, stört Wichtl und Nentwich nicht. Konkurrenz hatten die Nah&Frischler immer schon genug. Außerdem gäbe es noch zu wenig Infos über die Einzelheiten der Strategie. Man sehe der dayli-Sache gelassen entgegen, vielmehr gelte es, sich Gedanken über die Zukunft von Nah&Frisch zu machen. Diesbezüglich hat sich der neue Mann an der Spitze viel vorgenommen. „Wir haben Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit künftigen Nah&Frisch-Modellen beschäftigen. Wir denken ganz offen in

alle Richtungen, es wird kein Themenbereich ausgelassen“, erklärt Nentwich, der Überraschungen im vierten Quartal ankündigt.

„Derzeit beschäftigen sich Arbeitsgruppen mit möglichen neuen ‚Nah&Frisch‘-Modellen. Es wird kein Themen­ bereich ausgelassen. Ende des Jahres beginnen wir ein bis zwei Konzepte zu testen.“ andreas nentwich

„Ende des Jahres werden wir beginnen, ein bis zwei nette Konzepte zu testen, dann entscheiden wir, was ausgerollt wird.“ Wie die Pilotprojekte genau ausschauen werden, will er nicht verraten, nur so viel: Als er angetreten ist, hat er sich vorgenommen, Nah&Frisch in die Städte zu bringen. Die sympathische Marke sollen Konsumenten künftig nicht nur am Land, son-

dern auch in großen Ballungsräumen finden, allerdings mit Bedacht auf ein adäquates Erscheinungsbild. Wichtl: „In schuhschachtelartige Fachmarktzentren passen wir nicht hinein.“ Spätestens am 15. Juni nächsten Jahres, wenn Nah&Frisch sein 30jähriges Jubiläum feiern wird, verspricht Nentwich eine Offenlegung der neuen Route des Unternehmens: „Mein Ziel ist es, an dem Tag nicht nur einen Rückblick, sondern einen Ausblick in die Zukunft zu geben.“ Mit der bisherigen Entwicklung von Markant und Nah&Frisch im aktuellen Geschäftsjahr sind die beiden jedenfalls zufrieden. Die Summe der Umsätze sämtlicher Markant-Mitglieder, die 2011 3,45 Mrd. € betrug, hat im Halbjahresvergleich um fünf Prozent zugelegt. Aufs Jahr gesehen rechnen die beiden wegen der seit dem Vorjahr bestehenden Partnerschaft mit der Lebensmittelkette Zielpunkt mit einem satten zweistelligen Plus im Verrechnungsumsatz.

Kaufleute über Schnitt Die selbstständigen Nah&FrischKaufleute verzeichnen zum Halbjahr ein Plus von 2,5 Prozent. „Wenn die Statistiken zu den bisherigen Umsätzen im heimischen Lebensmittelhandel stimmen, dann können wir hochzufrieden sein“, so Wichtl, der den Erfolg auch auf die neue Preiseinstiegsmarke „Jeden

Tag“ zurückführt: Die Entwicklung des Billig-Labels liegt über dem Plansoll. Es sei bereits gelungen, die verschiedenen Sortimente der mittlerweile über 300 Produkte zählenden Marke vertriebskanalmäßig vernünftig einzujustieren, sprich für jedes Geschäftsformat die passende Anzahl an „Jeden Tag-Produkten“ zu finden. Weitere Produkte der Marke kommen laufend dazu, von nun an aber in gemäßigterem Tempo.

der stille riese Markant Österreich, seit Juni in 100%igem Besitz der Markant AG mit Sitz im Schweizer Pfäffikon, ist ein unabhängiger Kooperationsverbund von selbstständigen Groß- und Einzelhändlern. Das Unternehmen übernimmt für seine Mitglieder Serviceleistungen in den Bereichen Warengeschäft, Datenmanagement sowie Finanzen (Zentralregulierung u.a.) und Sicherheit. Hierzulande umfasst das Unternehmen 38 operativ tätige Mitglieder, darunter die Nah&Frisch-Gesellschafter Kastner, Kiennast, Pfeiffer und Wedl, regionale Platzhirsche wie Mitglieder der Eurogast und Hausmann und große Ketten wie dm und Zielpunkt. In Summe erwirtschaften die Markant-Mitglieder in Österreich einen Umsatz von 3,45 Mrd. €. Auf gesamteuropäischer Ebene zählt die Markant über 100 Handelspartner und ein Brutto-Außenumsatzvolumen von 79 Mrd. €. Der über die Markant getätigte Verrechnungsumsatz betrug im Vorjahr 32,5 Mrd. €.


Prime News

Freitag, 14. September 2012

medianet – 3

Konjunkturprognosen OECD und UNCTAD erwarten weiteren Konjunkturabschwung oder bestenfalls Stagnation

SHORT

Keine Besserung in Sicht

Neue Zentrale für oö. Natursteinfirma Strasser

© Wolf Theiss

Wolf Theiss in 11 von 12 Kategorien ausgezeichnet

Erik Steger, Partner Wolf Theiss, und Benedikt Kommenda, Die Presse.

Wien. Die Wiener Wirtschaftsanwaltskanzlei Wolf Theiss wurde im Rahmen der Präsentation des „Handbuch Wirtschaftsanwälte“ am Mittwoch im Wiener Justizpalast als meistempfohlene Sozietät Österreichs – Platz 1 in elf von zwölf Kategorien – geehrt. Die Presse hat heuer erstmals ein Verzeichnis österreichischer Wirtschaftsanwälte herausgegeben.  (red)

Immobilien.net-Umfrage: Preise ziehen weiter an Wien. Die Nachfrage nach Grund und Boden steigt sprunghaft an. Seit Anfang 2009 hätten sich Grundstücke in Österreich im Schnitt um 18,5% verteuert, geht aus einer Erhebung von „Immobilien.net“ hervor. Am stärksten gestiegen sind die Preise in Oberösterreich (+ 30%), Steiermark (+28,5%) und Wien (+23%), am geringsten in Niederösterreich (+4,4%) und dem Burgenland (+6%).

„Griaß di“-Patentstreit: Markenrecht-Buchtipp

© LexisNexis

Neu im Verlag LexisNexis: „Markenrecht“ von Hans-Georg Koppensteiner.

Wien. Spätestens seit dem Streit um die Schutzwürdigkeit der Grußformel „Griaß di“ zwischen einem Tiroler Unternehmer und einer deutschen Firma, die diese als Wortmarke schützen hat lassen, ist Markenschutz in aller Munde. Passend zu diesem Thema und am neuesten Stand ist im Verlag LexisNexis soeben das Werk „Markenrecht“ von Hans-Georg Koppensteiner erschienen. Das Buch „Markenrecht“ kann telefonisch (+43-1-53452-0), via E-Mail (bestellung@lexisnexis.at) oder im Webshop (shop.lexisnexis. at) bestellt werden. Der Preis beträgt 75 € (ISBN: 978-3-7007-52448, 344 Seiten).

Eurozone: Indikatoren für Frankreich und Deutschland weisen auf anhaltend schwaches Wachstum hin.

© dpa/Angelika Warmuth

Linz. Der Natursteinverarbeiter Strasser mit Sitz in St. Martin (Bezirk Rohrbach) eröffnet seine neue Zentrale, in die das Unternehmen insgesamt 8,5 Mio. € investiert hat. Sie ist damit mit der Produktion im Ortsteil Erdmannsdorf vereint, hieß es in den Unterlagen zu einem Pressegespräch am Donnerstag in Linz. Die neue Fertigung soll Anfang 2013 in Betrieb gehen und die Kapazität verdoppeln. Nach 18,7 Mio. € im Vorjahr plant Strasser für heuer 20 Mio. € Umsatz.

Trotz ESM-Schirm: Auch in Europa noch kein Licht am Ende des des Tunnels.

Paris/Halle/Wien. Die Konjunktur wird in den meisten Volkswirtschaften in den kommenden Monaten weiter an Schwung verlieren. Darauf weisen die am Donnerstag in Paris veröffentlichten Frühindikatoren der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hin. Für die Eurozone wiesen die Indikatoren für Frankreich und Deutschland auf ein anhaltend schwaches Wachstum hin, schreibt die OECD. Japan und die USA dürften dagegen ein etwas stärkeres Wachstum aufweisen als der Trend. Laut einem UN-Bericht wird die Weltwirtschaft in diesem Jahr

voraussichtlich nur um 2,3% wachsen. Sie werde stagnieren, solange Regierungen an Sparplänen festhielten und die Löhne nicht stiegen, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Handelsund Entwicklungsbericht 2012 der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD). Auch das Institut für Wirtschaftsforschung im deutschen Halle (IWH) hat seine Konjunkturprognose für dieses und kommendes Jahr deutlich gesenkt. Die deutsche Wirtschaft wird 2012 um 0,9% und 2013 um 0,8% wachsen, teilte das Institut am Donnerstag mit; Gründe sind die Eurokrise und

eine Abschwächung der Weltwirtschaft.

Österreich: Rezession droht Für Österreich erwartet das Wifo, dass das heimische BIP voraussichtlich im dritten oder im vierten Quartal oder sogar in beiden Vierteljahren gegenüber dem Vorquartal schrumpfen könnte. Ende Juni ging das Institut für heuer noch von 0,6% und für 2013 von 1,3% Realwachstum aus. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge wird von einer Rezession gesprochen. Die neuen Zahlen von Wifo und IHS kommen am 28. Sept.  (APA/red)


f e at u r e

4 – medianet

Freitag, 14. September 2012

feature@medianet.at

sylvia tomek

© BBDO

V

Es ist daher nicht nur wichtig, was man sagt und wie man es sagt, sondern auch, auf welchem Bildschirm man es sagt. Botschaften werden wesentlich effektiver, wenn sie auf den Bildschirmtyp angepasst ­werden, auf dem sie erscheinen. “

or nicht all zu langer Zeit gab es einen Bildschirm in unserem Leben: das Fernsehgerät. Märchenonkel, Lagerfeuerersatz und wenn nicht Begleiter durch einsame Abende, dann umringt von Familie und Freunden, die zu festgelegten Zeiten Festgelegtes zu sehen bekamen. Heute werden wir umringt von Bildschirmen – auf unseren Tischen, in unseren Taschen, auf Flughäfen und Bahnhöfen, im Auto wie im Automaten. Sie informieren, unterhalten und verbinden uns, sie sind so allgegenwärtig, dass wir begonnen haben, sie kaum noch wahrzunehmen. Oder doch? Geht es nur um Glasscheiben, die etwas anzeigen? Oder ist da mehr? Haben Bildschirme gar eine Persönlichkeit? Reagieren und interagieren wir unterschiedlich, je nach Art des Bildschirms? Und was heißt das für das Marketing? „One

message fits all“ oder das genaue Gegenteil sorgfältig angepasster Botschaften?

Beziehung zum Bildschirm Genau diesen Fragen ging eine Studie von BBDO and Proximity nach. Simon Bond, Chief Marketing Officer bei BBDO in New York: „Es gibt bei Weitem mehr Bildschirme als Menschen. Man sollte daher annehmen, der Bereich

wäre ausreichend untersucht und verstanden. Tatsächlich ist unsere Untersuchung aber die erste ihrer Art.“ Konkret ging es darum, die Interaktion zwischen Mensch und Bildschirm näher zu beleuchten. Lassen sich kulturelle Unterschiede etwa zwischen West und Ost erkennen? Welche Rolle spielt das Alter dabei? Dazu wurden je 300 Personen zwischen 18 und 64 in den USA, Großbritannien, Saudi-Arabien, Russland und China befragt, begleitet von qualitativen,

teils sehr ausführlichen Interviews mit weiteren Probanden.

Archetypische Funktionen Im Hauptergebnis zeigt sich, dass Konsumenten Bildschirmen tatsächlich eindeutige Archetypen zuweisen und das ziemlich einheitlich innerhalb der Benutzergruppe eines jeweiligen Bildschirmtyps, unabhängig von sonstigen Einflussfaktoren. Dieser Archetyp verleiht der Botschaft, die ein Bildschirm vermittelt, zusätzlichen Kontext, der bislang kaum Berücksichtigung fand. Bond: „Es ist daher nicht nur wichtig, was man sagt und wie man es sagt, sondern auch, auf welchem Bildschirm man es sagt. Botschaften werden wesentlich effektiver, wenn sie auf den Bildschirmtyp angepasst werden, auf dem sie erscheinen.“ Womit natürlich nicht nur die technische Anpassung gemeint ist, quasi der Pflichtteil der Übung. Die Kür besteht darin, die feine Note des Kontexts zu erkennen und zu

Heutzutage gibt es mehr Bildschirme als Menschen auf dieser Welt Wir können mit ihnen arbeiten, spielen, kommunizieren und uns unterhalten – sie sind omnipräsent. Doch welche Beziehung entwickeln wir mit den unterschiedlichen Devices und welche Bedeutung hat das für das heutige Marketing?

© Panthermedia.net/Stefano Valle

Sim o n B o n d BBDO New York

Familie


f e at u r e

Freitag, 14. September 2012

medianet – 5

feature@medianet.at

nutzen. Das TV-Gerät etwa erfüllt zwei archetypische Funktionen: jene des Kumpels und jene des Hofnarren. Zum einen ist der Fernseher ein enger Vertrauter, mit dem man aufgewachsen ist, quasi ein Familienmitglied. Das zeigt sich etwa daran, dass wohl die wenigsten wissen, welche Waschmaschine im Haushalt ihrer Kindheit benutzt wurde. Kaum einer vergisst aber je, welcher Fernseher da stand. Zum anderen ist der TV-Schirm der mitteilsame Alleinunterhalter, der uns zum Lachen und zum Weinen bringt, der alles gesehen und erlebt hat und uns darüber erzählt. Wir sitzen da, glotzend, staunend, lauschend. Die Schlussfolgerung von Marketingprofi Bond: „Der Fernsehschirm eignet sich großartig dazu, Geschichten zu erzählen. Menschen lassen sich von ihm entführen, sind offen für Gefühle und bereit, eine emotionale Bindung einzugehen.“ Soweit der gemeinsame Nenner. Eine Ebene tiefer werden jedoch Unterschiede deutlich: Während Befragte aus der westlichen Hemisphäre dem Fernsehen nach wie vor großes Vertrauen entgegenbringen, ist die Haltung der Konsumenten in Ländern mit autokratischen Zügen wie Russland oder China deutlich kritischer. Umso mehr überwiegt dort die Hingabe zur und die Freude an der Unterhaltung, die der Fernsehschirm bietet. Auch altersbedingt bestätigt sich landläufig Vermutetes: Während Personen über 45 es bevorzugen, Bewegtbildinhalte auf dem TV-Gerät zu konsumieren, haben junge Konsumenten ein wesentlich ungebundeneres Verhältnis dazu.

Der weise Computer Davon profitiert der zweite große Bildschirmtyp, der PC. Er genießt unter den TV-kritischen oder zunehmend abgewandten Zielgruppen weit größeres Vertrauen. Das nicht zuletzt deshalb, weil er sich im Unterschied zum Fernseher steuern lässt. Content kann ausgewählt, Wissen abgefragt werden. Archetypisch ist der PC daher der Weise. „Er ist cleverer als wir. Jemand, zu dem man aufschauen kann. Ein bisschen wie ein älterer Bruder“, erläutert Simon Bond bildsprachlich. Optimale Botschaften machen sich den Umstand zunutze, dass Information am PC-Schirm im Vordergrund steht. Daher greift es viel zu kurz, sich bloß auf die passive Darstellung zu beschränken. Bond: „Bieten Sie Content an, der weiterbildet, der das Potenzial

der User anspricht. Fordern Sie sie heraus und zeigen Sie ihnen, was sie gelernt haben.“

Das Mobiltelefon als Lover Die Beobachtung mag fasziniert haben, in welcher Weise ein hoch technisches Gerät wie der PC in den vergangenen zwei Jahrzehnten unsere Haushalte eroberte. Dennoch ist das nichts im Vergleich zum Siegeszug der Smartphones über die letzten fünf Jahre. Das Handy ist der eindeutige Gewinner im Wettbewerb um unsere Aufmerksamkeit. Und um unsere Zuneigung. Es ist uns buchstäblich ans Herz gewachsen und spielt ganz vorn mit in der Liga der Eheringe, Armbanduhren und JesusKetterln. Somit lässt sich auch der Archetyp des Handy-Bildschirms zweifelsfrei zuordnen: der Liebhaber. Die Beziehung zu unserem besten Stück lässt sich nicht besser beschreiben als mit dem Adjektiv intim. Es enthält das Spiegelbild unseres Lebens, es wird verziert, gestaltet, eingekleidet. Wir begegnen ihm mit Leidenschaft und Nähe, wir können die Finger nicht davon lassen – ganz so, wie es für Liebende typisch ist. Und die Liebe ist frisch, jung, unverbraucht. Es gibt noch vieles zu entdecken, gemeinsam, und jeder Tag wartet mit einem neuen Abenteuer. Nicht wenige Menschen verbringen Tag und Nacht mit diesem Bildschirm. Es ist das Letzte, was sie anfassen, bevor sie einschlafen und das erste, wenn sie aufwachen, wo immer sie sind. Anders als bei PC und Fernsehen besteht dieses Vertrauen quer durch alle Altersgruppen, rund um den Globus. Aus genau diesem Grund ist die Skepsis gegenüber Werbung am Handy groß: Sie stört die Liebenden. Es nervt, wenn profaner Kommerz in die Beziehung eindringt. Was nicht heißt, dass generell keine Empfänglichkeit gegenüber Botschaften besteht. Raffines-

se zeigt, wer diese so gestalten kann, dass sie quasi vom Handy ausgehen. Schließlich weiß niemand besser, was gut für mich ist, als mein Liebhaber. BBDO-Mann Bond: „Massenkommunikation ist nicht der richtige Weg für Smartphone-Bildschirme. Sie müssen Ihren Kunden genau kennen und ihm echten Nutzen, echten Wert liefern.“ Idealerweise etwas, dass das im Handy gespiegelte Leben unterstützt und dabei hilft, weiterzukommen.

Das magische Tablet Formal und technisch sind wir damit in unmittelbarer Nähe von Apps und damit beim Rooky der Bildschirmfamilie: dem Tablet. Wer zum ersten Mal mit iPad, Galaxy, Kindle & Co arbeitet, kann sich kaum dem Zauber entziehen, den die intuitive Bedienung dieser Geräte versprüht. Völlig anders, archaisch nahe an unserer natürlichen Haptik und doch faszinierend futuristisch lässt sich der Archetyp des Tablet am besten beschreiben als ‚der Magier‘. Tablets können alles. Sie vereinen sämtliche Leistungsmerkmale

der älteren Bildschirmtypen in sich und werden nicht zufällig als Totengräber des PC gehandelt. Simon Bond relativiert jedoch, „dass die Tablet-Entwicklung noch im Entstehen begriffen ist und sich die Beziehung zum Konsumenten erst formen muss“. Entsprechend knapp nimmt sich auch sein Ratschlag an Marketiers aus: Im Prinzip sei alles erlaubt, so lange man flink und flexibel bleibt, um Botschaften jederzeit an die konkrete Nutzung eines Tablets – die höchst unterschiedlich sein kann – anzupassen. Unterm Strich erteilen die von BBDO ermittelten Befunde einem „One-fitsall“ im digitalen Marketing eine klare Absage. Bildschirmarchetypen sind ein Faktum, einer der seltenen gemeinsamen Nenner mit weltumspannender Gültigkeit. Und mit zunehmender Bedeutung in Anbetracht des Umstands, dass die Zahl der Bildschirme rund um uns weiter steigen wird. (Teile dieses Textes wurden in freier Übersetzung der BBDO Studie „Meet the Screens“ entnommen).

Wu ss ten Sie , dass

77% der Weltbevölkerung ein Handy besitzen 93% der Tablet-Besitzer bereits eine App heruntergeladen haben 99% der amerikanischen Haushalte mind. einen Fernseher besitzen Durchschnittlich 2,44 Fernseher in einem amerikanischen Haushalt sind

Schirm 89% der Westeuropäer und 72% der Russen einen PC besitzen.


t h e opi n i o n

6 – medianet

Die Einleitung ist unappetitlich. Es geht um die Rechtfertigung der Gastrosophie – und dazu muss man die Geschichte erst einmal schmackhaft machen: Fast dreißig Jahre ist es jetzt her, da entwickelten unsere mit Diethylenglykol mild gesüßten Weine plötzlich Absatzprobleme, weil ein Winzer das Frostschutzmittel von der Steuer absetzen wollte und keine vernünftige Erklärung für den hohen Verbrauch parat hatte. Dann erlebten wir ein paar Gammelfleischskandale, die dazu führten, dass auch die fertig gewürzten und fein folierten Cevapcici im Supermarkt etwas an Attraktivität verloren. Anschließend mussten wir erfahren, dass Hühner- und Schweinefleisch so stark mit Antibiotika verseucht war, dass man mit einem Schnitzerl eine Mittelohrentzündung kurieren konnte – man hatte die Tiere jahrelang mit medikamentös überversorgten, geriebenen Garnelen gefüttert. Und das wiederum rief in Erinnerung, dass wir eine Zeitlang befürchtet hatten, die gesamte zivilisierte Welt werde binnen kurzer Zeit BSE-bedingt den Verstand verlie-

m a ke r S n e tw o r k

medianet Leitartikel

Haben wir den Verstand verloren? Vom Frostschutzriesling zum Pink-Slime-Burger. Auftrieb und Ansporn für die kulturwissenschaftliche Erforschung von Ernährung und Gesellschaft. sabine bretschneider

ren, weil man den Rindern gemahlene Artgenossen vorgesetzt hatte. Weitere Stationen des Konsumenten Passionsgeschichte waren Mäusekot im Mozzarella, Ehec-Keime im Frischgemüse, mit Salmiakgeist gereinigte Schlachtabfälle im Hamburger ... und kürzlich „Fremdkörper“ im Dosengu-

lasch – Hufe? Goldbarren? –, zu denen, wie wir erfahren durften, das Unternehmen keine näheren Angaben machen möchte. Gut, Gastrosophie. Seit Jänner 2009 arbeitet das Interdisziplinäre Zentrum für Gastrosophie an der Universität Salzburg daran, die, so heißt es in der

Aussendung, „vielschichtigen und komplexen Themen rund um das Essen zu erforschen“. Gastrosophie definiert man demzufolge als „Zusammenwirken und fundiertes Nach- und ZusammenDenken aller natur- wie geisteswissenschaftlichen Fächer und Disziplinen, die sich auf Ernährung beziehen und damit beschäftigen“, kurz: die kulturwissenschaftliche Erforschung von Ernährung und Gesellschaft. Das Interessante daran: Aus diesem „Zusammenwirken und -denken“ soll nicht, wie man befürchten könnte, ein würziger Analogkäse samt stimmiger Markenphilosophie entstehen, der sich den Konsumenten friktionsfrei unterjubeln lässt, sondern ein bewusster, verantwortungs- wie genussvoller Umgang mit Lebensmitteln. Und das sollte man doch lobend erwähnen ...

Gastkommentar Individuelle Mobilität ist gefragt …

Wir brauchen mehr Autos!

zitat des ta g e s Bundeskanzler Werner Faymann zu seiner Nicht-Ladung im U-Ausschuss

www.zitate . at

sind, auch im Sinne

Die vielen Gesichter des Zeitgeists

© Munich Re

heute im business weekend

„Was passiert, wenn wir ei­ nen Kunden in einer ande­ ren Währung auszahlen müssen als die, in der die Versiche­ rungsbeiträge gezahlt ­wurden?“

© IBM

© car4you

Torsten Je w orr e k , Münchener Rüc k , s . 3 1

„Die CMOS der erfolg­ reichsten Unternehmen konzentrieren sich auf Beziehungen, nicht nur auf Trans­ aktionen.“ Petra Standl-Steinkellner , IBM Österreich, s. 47

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 abo@medianet.at | DW 2100 Anzeigen-Hotline Tel.: DW 2225 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at

Endlich war sie da, die Urlaubszeit – und mit ihr so viele gute Gründe für den eigenen SUV! Man braucht schließlich Platz, so viel sogar, dass man sich fragt, ob der schicke Weiße mit deutlich über zwei Tonnen – und dem stattlichen Verbrauch – nicht fast noch zu klein gegriffen war. Jeder stolze Fahrer von Cayenne, Q7, X5, RX, HSE o.ä. kennt das Problem richtig großer Boliden, die innen dann doch beschränkt sind, wenn man sich – nicht wie sonst allein – durch den Stau ins Büro quält, sondern für die Fahrt in den wohlverdienten Urlaub zu viert im Auto Platz nimmt, nachdem man zahlreiche Taschen, Koffer, Sportgeräte verladen oder gequetscht hat. Aber die Welt ist jedenfalls bei Antritt dieser Fahrt im Bezug auf die Wahl des Autos wieder völlig in Ordnung. „Wir brauchen verEs geht nicht – wie von Neidern unterstellt – um die Präsentation von sozialem Status, um das Herabschauen auf schiedene Formen der die vielen anderen, meist kleinere, Automobile oder gar um Ignoranz in Zeiten, wo alle über sparsame Autos oder individuellen Mobilität, Alternativ-Antriebe sprechen. Nein, allein der Platz und andere utilitaristische Vorzüge sprechen doch eindeutig damit wir gerüstet für den schweren Wagen, der nicht nur mehr, sondern dies auch sicherer und komfortabler bewegt.

Ich habe ja auch nicht gesagt: ­Lieber Herr Wolf, machen Sie ein Sommergespräch und laden mich ein.

Freitag, 14. September 2012

der Umwelt jeweils

Faktum bleibt aber auch: So ein SUV ist immer noch das adäquate Auto im Zeitgeist. Dieser aber hat bekanntlich auch viele Gesichter, unter anderem jenes, dass der moderne, in einem zu benutzen.“ reichen Land lebende Mensch seine Verantwortung im Sinne der Nachhaltigkeit kennen sollte. markus Auferbauer Und so gesehen hat der SUV auch in meiner Garage seicar4you.at ne Berechtigung. Nicht allerdings hat er diese – so ehrlich will ich sein – an 300 Tagen des Jahres, auf den täglichen kurzen Strecken in der Stadt oder in einem stadtnahen Carport, auf dem längst Fotozellen montiert sein sollten, um jenes kleine feine Elektro-Auto mit Strom zu versorgen, das die Umwelt nicht belastet, wenig Verkehrsfläche beansprucht, keinen Lärm macht und spätestens in ein bis zwei Jahren das wirklich ‚coole‘ soziale Statement abgibt: Hier ist jemand, der den Zeitgeist spürt, der positive Trends lebt. Während mancher Stadtpolitiker Parkräume reduzieren will und nicht müde wird, entgegen den Interessen des Autohandels – einem ziemlich tragenden Wirtschaftszweig des Landes – zu kommentieren, dass es zu viele Autos gebe, meine ich, es gibt noch viel zu wenige… Wir brauchen verschiedene Formen der individuellen Mobilität, damit wir gerüstet sind, auch im Sinne der Umwelt jeweils das adäquate Auto zu benutzen. Denn Komfort- und Sicherheitsverzicht sind weder notwendig noch zukunftstauglich für positive Trendwenden. Wir brauchen den Raum und die Toleranz, jeden entscheiden zu lassen, welches Auto für den Moment das richtige ist. Dazu brauchen wir aber auch die politische und breite Unterstützung für alternative Antriebe. Und wir brauchen Menschen, die bereit sind, sich ein zweites Auto zu leisten, damit sie am Weg auf der Kurzstrecke mittels sparsamen Kleinwagens ihren persönlichen ökologischen Beitrag leisten.

Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

Abo, Zustellungs- und Adress­änderungswünsche:

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tel. 01/919 20-2100 medianet prime news & market watch (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Redaktion: Alexandra Binder (ab), Sylvia ­Tomek (st) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/Medien) Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Natalie Ober­hollenzer (no – DW 2228) medianet specials & careernetwork (specials@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Jan Weinrich (jawe – DW 2163) Chef vom Dienst: ­Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet financenet & real:estate (financenet@medianet.at) Chefredakteure: Chris Radda, Gerald Stefan (gst) Chefin vom Dienst: Linda Kappel (lk) Ständige Mitarbeiter: Fritz Haslinger (fh), Kurt ­Sattlegger (ks), Thomas Hohenberger (th) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitende Redakteure: Chris Haderer (hc), Britta Biron (bb) medianet destination & destination austria (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Georg Biron (gb) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Jürgen Zacharias (jz) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) Foto­redakteur: Jürgen Kretten Lektorat: ­ Christoph Strolz ­ Grafisches Konzept: Verena Govoni Grafik/ Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­ Jonke Anzeigenproduktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell­service GMBH, ServiceHotline: 795 00-60, service­center-wien@redmail.at“ Erscheinungs­weise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­ nungsort: Wien Einzel­preis: 2,50 € (Di); 3,50 ¤ (Fr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Abo: 250,– € (Di & Fr); 150,– € (Fr) (Jahr) Auslands-Abo: 390,– € (Di & Fr); 199,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­zeitraums bei 6-wöchi­ ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­gemeinen Geschäfts­bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. medianet special erscheint unter Verantwortung der Anzeigenredaktion; Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken.

Markus Auferbauer, Geschäftsführer car4you.at und ­Begründer der eco-car4you.at; car4you.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

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freitag, 14. september 2012 – 7

Team von Kreativen verantwortlich für vorgestellte Plakatsujets der Grünen  Seite 10

Standort

Jubiläum

Puls 4 präsentiert neu für Champions League errichtetes TV-Studio  Seite 11

Winpin feiert Einjähriges in Wiener Innenstadt  Seite 12

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Kampagne

© Puls 4/Nick Albert

marketing & media ORF krempelt etliche Programmschienen um

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© DDFG/Oliver Gast

© ORF/Thomas Ramstorfer

Manfred Enzlmüller, Chef der niederösterreichischen Werber, präsentiert die 60 Nominierten aus zwölf Kategorien beim Landeskreativpreis „Goldener Hahn“. 342 eingereichte Arbeiten bedeuten absoluten Rekord; die Gewinner der Trophäen werden am 18. Oktober im Rahmen einer Gala bekannt gegeben.  Seite 9

Neues Gestern präsentierten ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und seine Programmchefin Kathrin Zechner das neue Herbstprogramm – die Information wird weiter ausgebaut, u.a. mit einer eigenproduzierten Mittagssendung.  Seite 8

Raffaele Arturo, bis März als CEO in Diensten der Publicis Group Austria, heuert bei Dirnberger de Felice Grüber an und ist der Überzeugung, sich bei DDFG einbringen zu können, um „gemeinsam noch stärker“ zu werden. Peter Dirnberger freut sich auf „fachliche und menschliche Bereicherung“.  Seite 11

Wechsel Bisher war Böhm GF beim Radiosender 88.6

Böhm: Neuer ORF-Enterprise COO

DDFG Für Orange TV-Spot unter dem Motto „Einer für Alle“. click+>www.medianet.at

© ORF/Thomas Ramstorfer

© Dirnberger de Felice Grüber

medianet tv heute

Oliver Böhm rückt in die Enterprise nach und soll Franz Prenner 2014 beerben.

Wien. Oliver Böhm rückt in 2013 in die Geschäftsführung der ORFEnterprise nach und verantwortet als COO alle Verkaufsaktivitäten im Bereich der ORF-Werbung. Franz Prenner ist als CEO weiterhin Sprecher der Geschäftsführung und für die grundsätzliche Ausrichtung und Strategie verantwortlich, Beatrice Riesenfelder wird als CFO weiterhin für die Finanzen, Programmverwertung und die Geschäftsfelder der ORF-Promotionund -Programmservice zuständig sein. Böhm folgt Franz Prenner in der Funktion als CEO nach einer Übergangsphase von einem Jahr nach.  (APA)


c ov e r

8 – medianet

Freitag, 14. September 2012

Programmangebote Wrabetz: Ausbau der Information von 340 auf 385 Minuten; Zechner will mit jedem Format „die Goldmedaille gewinnen“

„Noch mehr Österreich & noch mehr Information“, so das Motto Mehr Eigenproduktionen, vor allem im Informationsbereich, wird der ORF künftig bieten – u.a. in einem neuen Mittagsmagazin.

Das neue Magazin „heute mittag“ bekommt dabei programmliche Schützenhilfe aus den Landesstudios, die künftig pro Woche und Bundesland um die drei Beiträge liefern sollen. Wirkliche personelle Verstärkung gibt es für das zusätzliche Angebot nicht. Die Mehrleistung ist auch dem Generaldirektor klar, wie er feststellt: „Wir gehen hier sicher an die Leistungsgrenzen, aber es helfen uns dabei auch neue Technologien wie etwa ein mobiler Rucksack für Live-Einstiege.“

„Gewisse Verträge gehen bis Jahresende und werden dann verlängert oder nicht.“ Programmchefin Kathrin Zechner, gefragt nach der zukunft von „chili“

Zum inhaltlichen Aufbau des Mittags-Magazins meldet sich auch Brigitte Handlos, die Sendungsverantwortliche, zu Wort: „Das, was wir in ORF 2 im Hauptabend im Programm aufbieten, wollen wir ab Mittag sichtbar machen und in Gang bringen.“ Auch wenn die Themen eher im Soft-News-Bereich angesiedelt sind, soll „heute mittag“ „nicht belanglos sein“, wie Handlos erklärt. „Wir besuchen die Leute ja irgendwie in ihrem Wohnzimmer und wenn sie uns schon zuschauen, dann wollen wir ihnen das Gefühl geben, dass wir uns sehr genau überlegt haben, was wir ihnen präsentieren. Es soll nicht nur so nebenher vorbeiplätschern, sondern den Leuten auch einen Wissenszuwachs bringen und das Gefühl, gut über das Tagesgeschehen informiert zu sein.“ Anders als das RTL-Konkurrenzprodukt „Punkt 12“ soll „heute mittag“ mehr Live-Elemente und Studiogäste haben. Schon der Name der Sendungsleiste zeigt, dass man sich an aktuellen Ereignissen orientieren will „und an dem, worüber die Leute heute sprechen“.

© ORF/Roman Zach-Kiesling; ORF/Thomas Ramstorfer; ORF/Hans Leitner; ORF/Thimfilm/Lisa Resatz

Neue Mittags-Schiene

Noch mehr Information und noch mehr Lokales und Regionales durch die verstärkte programmliche Einbindung der ORF-Landesstudios in die neue Mittags-Schiene.

Weiter ausgebaut werden soll auch die Information auf ORF eins. Hier denkt man etwas an eine verlängerte „ZIB 20“, die dann schon um 19:45 Uhr beginnen könnte. Dabei solle es auch aus den Landesstudios Extrabeiträge „in überschaubarer Zahl“ auch für ORF eins geben. Neu geregelt werden auch die einzelnen Tage, dabei kommt es auch zu einigen Veränderungen beziehungsweise Verschiebungen. So wird etwa der Mittwoch-Hauptabend komplett runderneuert: Nach „SOKO Donau“ und ab 2013 der neuen authentischen PolizeiSerie „CopStories“ steht der Abend unter dem Motto „Ein Blick aufs Leben“.

Neue Comedy-Formate In einem neuen Format mit versteckter Kamera spielt Mirjam Weichselbraun Prominenten wie Karina Sarkissova oder Marc Pircher Streiche, wobei sie via Knopf im Ohr vom Kabarettisten und Schauspieler Werner Sobotka unterstützt wird. Danach kommt ein ebenfalls neues Format zum Einsatz: Im „Einser Team“ hilft Armin Assinger Menschen, die auf irgend eine Art

in Not geraten sind. Die Palette ist breit und so kann sich die Sendung nicht nur um Familien, sondern auch Gemeinden oder auch Insitutionen drehen, die Hilfe brauchen. Die Problemstellungen selbst reichen von sanierungsbedürftigen Wohnungen über Finanzhilfe bei Hochzeitsfeiern, Nachbarschaftsstreit bis hin zum Auftreiben von finanziellen Mitteln, um den örtlichen Kindergarten auf Vordermann zu bringen. Abgerundet wird der Abend von Mari Lang, die in der Reportagereihe „Mein Leben“ das Publikum in den Alltag spannender Österreicher entführt. Dabei blickt man auch bei Menschen hinter die Kulissen, die auf den ersten Blick ihre interessante Geschichte noch nicht offenbaren. Hart zur Sache geht es dann ab März 2013, wenn prominente Österreicher in einer fünfteiligen Real-Life-Doku-Reihe „Der härteste Job Österreichs“ in Berufe eintauchen, von denen sie bis dato noch nicht wussten, dass es sie gibt.

Donnerstag wird Dienstag Mehr zu lachen gibt es in der ebenfalls runderneuerten Dienstag

„Wir gehen hier sicher an die Leistungsgrenzen, aber es helfen uns dabei auch neue Techmobiler Rucksack für Live-Einstiege.“ aLEXANDER wRABETZ ÜBER DIE ZUSÄTZLICHE PROGRAMMLEISTUNG DER LANDESSTUDIOS

Nacht. Hier wandert die bewährte „Donnerstagnacht“ auf den zweiten Tage der Woche und wird zur „Die. Nacht“. Geboten werden Formate wie „Willkommen Österreich“, „Science Busters“, die neu aufgelegte „Sendung ohne Namen“ oder das ursprünglich für das Internet konzipierte außergewöhnliche Serienformat „Fauner Consulting“. Davor laufen im Dienstag-Hauptabend österreichische Produktionen wie David Schalkos kultige Groteske „Braunschlag“ oder „SOKO Kitzbühel“. Und am neuen Donnerstag wird es künftig vor allem viel Sport geben, vor allem die Europa League, für die der ORF die heimischen TVRechte hat. Auf die große Show wird im ORF künftig auch nicht verzichtet: Bereits seit vergangener Woche suchen Andi Knoll und Doris Golpashin nach bisher unentdeckten Talenten in der „Großen Chance“ und talentierte Witzbolde können sich danach in der „Großen Comedy Chance“ beweisen. Auch der Showklassiker „Dancing Stars“ darf im Frühjahr nicht fehlen. Im Oktober präsentiert Markus Lanz seine erste „Wetten, dass...?“-Ausgabe. Neu ist eine Hauptabendshow für „Stermann und Grissemann“, die die beiden selbst als „ungerechteste Show der Welt“ beschreiben, in der Arme gegen Reiche, Österreicher gegen Deutsche, Davids gegen Goliaths kämpfen. Die Show soll im Dezember einmalig ausprobiert werden, eine Fortsetzung bei entsprechendem Erfolg ist im kommende Jahr nicht ausgeschlossen.

Bewährte US-Ware

nologien wie etwa ein

© APA/Georg Hochmuth

Wien. Gestern Abend präsentierte der ORF sein neues Programm. Fazit des Dargebotenen: Das ORF-Programm soll in der kommenden Saison noch österreichischer und informativer werden. Mit insgesamt 33 neuen und erneuerten Formaten und Titeln biete der ORF „ein vielfältiges, österreichisches, in hohem Ausmaß eigenproduziertes und unverwechselbares Programm“, so Generaldirektor Alexander Wrabetz und Programmchefin Kathrin Zechner. Zu dieser Informationsoffensive beitragen soll vor allem die erneuerte Mittagsschiene, die ab 24. September jeweils um 13:15 Uhr auf ORF 2 on air gehen soll und mit deren Hilfe der Informationsanteil im ORF von 340 auf 385 Minuten täglich angehoben wird.

© ORF (3); ORF/Warner; ORF/Alliance; ORF/Hans Leitner; ORF/Thomas Ramstorfer; ORF/MR-Film/Petro Domenigg

dinko fejzuli

Bei den Serien setzt man neben bewährter US-Ware etwa auch auf die bereits angelaufende Koproduktion „Es kommt noch dicker“ mit Wolke Hegenbarth und Manuel Witting. Endlich zur Ausstrahlung kommen sollen „Die Steintaler“, bei denen Gregor Bloeb das Publikum in die raue Urzeit ent-

führt. Ein Wiedersehen gibt es mit „Vier Frauen und ein Todesfall“, den „SOKO“-Teams aus Wien und Kitzbühel sowie „Schnell ermittelt“, das im Filmformat erscheint. Eine Fortsetzung wird es auch rund um „Die Lottosieger“ geben. Das große Herbst-Serien-Ereignis wird aber wohl „Braunschlag“, wo Robert Palfrader und Nicholas Ofczarek über acht Folgen hinweg eine Marienerscheinung fingieren und das Waldviertel ins Chaos stürzen.

„Es soll nicht nur so nebenher vorbeiplätschern, sondern den Leuten auch einen Wissenszuwachs bringen.“ brigitte handlos, sendungsverantwortliche für „heute mittag“, zu den inhalten der neuen mittags-Sendung

Zusätzlich gibt es rot-weißrote Produktionen, unter anderem Wolfgang Murnbergers Komödie „Alles Schwindel“ sowie „Vatertag“ mit Alexander Pschill. Alexandra Neldel schlüpft in „Das Vermächtnis der Wanderhure“ zum wiederholten Mal in die Rolle des emanzipierten mittelalterlichen Sexsymbols. Mit „3faltig“, „Echte Wiener 2 – die Deppat‘n und die Gspritzt‘n“ und „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“ hat der ORF auch mehrere österreichische Kinohighlights im Programm. Wie es um die eine oder andere Eigenproduktion, etwas Chili steht, dazu wollte sich Programmchefin Zechner (noch) nicht äußern. Gewisse Verträge gehen bis Jahresende und werden dann verlängert oder nicht.  www.orf.at


A ge n t u r e n

Freitag, 14. September 2012

medianet – 9

Goldener Hahn Jury wählt aus 342 teilnehmenden Kreativen und Agenturen die Nominierten in zwölf Kategorien für den NÖ-Landeswerbepreis

Award: 60 „bunte Vögel“ nominiert Schwechat. „Es gibt viele bunte Vögel, aber nur einen Goldenen Hahn“ – unter diesem Motto sucht die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Niederösterreich, kurz WKNÖ, auch heuer wieder die besten Werber beim 35. Nieder­österreichischen Landes­ werbepreis. Dem Schritt vom „bunten Vogel“ zum „Goldenen Hahn“ sind einige Agenturen mit der gestrigen Bekanntgabe der ­Nominierungen durch die Jury nähergekommen.

342 teilnehmende Projekte

theform, Gugler sowie agentur werbereich. Drei Nominierungen erzielten folgende Agenturen: ghost.company – Werbeagentur Michael Mehler, Studio5 kommunikations Design & Werbeagentur, Embers Callcenter & Marketing, Dominici Werbeagentur, MBIT Solutions, Cayenne Marketingagentur, Heavystudios sowie kessler-werbung (sämtliche Nominierten auf www.medianet.at). Insgesamt 342 Projekte wurden von den niederösterreichischen Kreativen in zwölf Kategorien eingereicht, was einen absoluten Rekordwert bedeutet. Stolz zeigt sich daher auch Manfred Enzlmüller,

Chef der niederösterreichischen Werber: „Der NÖ Werbe-Grand Prix hat sich in den letzten Jahren zum größten Landespreis für Kreativität entwickelt.“ Bis sich einige Nominierte mit den goldenen Federn als beste Werber des Landes schmücken dürfen, ist noch etwas Geduld gefragt: Am 18. Oktober werden die Trophäen im Rahmen einer Gala in der Multifunktionshalle Multiversum in Schwechat vergeben, begleitet vom künstlerischen Rahmenprogramm mit Highlights aus der Artistenshow „Cirque Nouvel“. Infos und Kartenreservierungen unter  www.goldenerhahn.or.at

© medianet/Szene1/Philipp Hutter

Feierliche Preisverleihung des „Goldenen Hahn“ am 18. Oktober.

Manfred Enzlmüller zeigt sich über die Rekordteilnahme am „Goldenen Hahn“ erfreut.

Gute Chancen auf eine Prämierung mit dem „Goldenen Hahn“ dürfen sich dabei die Kreativen von Jeitler & Partner Werbeagenten ausrechnen: Die Badener verzeichneten mit fünf Nominierungen die meisten aller teilnehmenden Agenturen. Vier Mal nannte die Jury

Agentur Mind-Set punktet

Event für Opel

Wien. Die Wiener Eventagentur Mind-Set konnte sich im Rahmen einer Wettbewerbspräsentation um die Konzeption und Umsetzung des Events „150 Jahre Opel – 30 Jahre Opel-Werk in Österreich“ durchsetzen. Ausschlaggebend für Gewinn des Pitches war die Inszenierung der „Opel Zeitmaschine“, einem Programm rund um die Highlights aus der Marken- und Unternehmensgeschichte – mit Gewinnchancen für Mitarbeiter und Kunden, spannenden Einblicken in die Produktion, einer Oldtimerausstellung und Live-Musik. Die Eventagentur Mind-Set um Geschäftsführerin und Gründerin Elisabeth Hanser zeichnete für Idee, Planung, Organisation und Umsetzung des Events im Opel-Werk.  (red)

Spot Orange-Kampagne

„Einer für Alle“

© Dirnberger de Felice Grüber

Wien. Dirnberger de Felice Grüber zeichnen verantwortlich für die neue Kampagne des Mobilfunkanbieters Orange, die seit Kurzem on air ist. Unter dem Slogan „Einer für Alle“ zeigt die Kampagne den Tarif, der einer für jeden Österreicher sein soll. So sind es auch im TV-Spot Menschen aus ganz Österreich, die den Tarif präsentieren. Kommuniziert wird der neue Tarif mit TV-, Kino- und HF-Spots, Anzeigen, Plakaten, Citylights und am PoS.  (red)

Orange und Dirnberger de Felice Grüber bringen „Einer für Alle“ im TV-Spot. WKNOE_Service_US_216x288+3mm.indd 2

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m a r k eti n g/ s o c i a l m ed i a

10 – medianet

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Neuerungen bei „NÖN“ und „BVZ“

Freitag, 14. September 2012

Plakatkampagne Die Grünen präsentieren neue ihre neue Werbekampagne „Bio statt korrupt“

Grüne Themen im Herbst Saubere Politik in Österreich & Einsatz für Umwelt und Nachhaltigkeit sind die Kernthemen. Vor allem die Kommunikation zwischen Politikern und Bürgern sollte durch die Tour verstärkt werden. Für die österreichische Bevölkerung bestand in allen Bundesländern die Möglichkeit, beim Wandern, Grillen und Radfahren der Grünen-Politikerin und ihrem Team konkrete Fragen zu stellen und Ideen in sommerliche Atmosphäre einzubringen. Meinungen und Eindrücke wurden gesammelt und finden nun in der Werbekampagne und den thematischen Schwerpunkten ihren Platz.

Harald Knabl und Hans Peter Janisch mit dem NÖN-Maskottchen.

St. Pölten. Eine ganze Reihe an Neuerungen gibt es bei der NÖN und BVZ. Beide Zeitungen erhalten ein neues Layout und neue Inhalte. Außerdem wird es in Zukunft ein Heimatmagazin geben, das zehnmal jährlich erscheinen wird. „Wir haben uns auf unser Gespür verlassen und neben der Einbindung der vielen Mitarbeitermeinungen haben wir auch intensive Marktforschung mittels Fokusgruppen und Basisumfragen von Peter Hajek durchführen lassen“, so Harald Knabl, erster Chefredakteur der NÖN/BVZ. Neben dem Layout, den neuen Inhalten und dem Magazin „Heimat Niederösterreich“ für alle NÖN-Abonnenten gibt es auch eine neue Werbelinie. Die neuen Sujets stehen für Stammtisch, Business, Kultur, Sport und Chronik; begleitet werden die neuen Auftritte durch eine Promotiontour, die durch alle Bezirke führt, verbunden mit einem flächendeckenden Gewinnspiel.

Wien. 100% bio und 0% korrupt – damit werben die Grünen diesen Herbst in Anspielung auf aktuelle Debatten im Land und Themen, die bereits in den Sommermonaten aufgegriffen wurden und für hitzige Debatten sorgten. Nach der sechswöchigen grünen Sommertour unter dem Motto „Eva lädt ein“ mit Bundessprecherin und Klubobfrau Eva Glawischnig, die durch ganz Österreich führte, starten die Grünen mit einer neuen Plakatkampagne in den Herbst. Die Themen der Kampagne – „Saubere Politik für Österreich“ und „Einsatz für Umwelt und Nachhaltigkeit“ – waren bereits bei der Sommertour in aller Munde. Ebenso sind die Sujets mit Glawischnig im Rahmen der Rundfahrt durch Österreich entstanden.

Sauberkeit in jedem Bereich

Grüne Arbeitsgemeinschaft

© Die Grünen

© Erich Marschik

Julia guthan

„Sauberkeit in Politik und Umwelt sind die zentralen Anliegen der grünen Bewegung. Dass diese Themen die Menschen bewegen, haben wir auch auf der grünen Sommertour in Tausenden Gesprächen erfahren. Mit der aktuellen Plakatkampagne fokussieren wir weiter konsequent auf die grünen USPs als Umwelt- und Sauberkeitspartei und machen zuversichtlich klar, dass eine Veränderung in Österreich möglich ist“, so der Grü-

Die Plakatkampagne wurde am 10. September der Öffentlichkeit präsentiert.

ne Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner über die ab 17. September startende Plakatkampagne, die in ganz Österreich auf den Straßen zu sehen sein wird.

Sommertour adieau 45 Stationen in sechs Wochen, vom Neusiedlersee bis zum Bodensee, bewältigte Glawischnig bei der

grünen Sommertour souverän und brachte die Frage nach dem Bestand der österreichischen Zukunft unter die Leute. „Ich danke allen, die gekommen sind, mit dabei waren und Zeit mit uns verbracht haben. Danke!“, bedankt sich Glawischnig auf der eigens für die Sommertour eingerichteten Website bei allen Teilnehmern der Sommertour.

Die Partei wurden bei der Kampagne werblich von der Grünen Arbeitsgemeinschaft betreut. Diese Arbeitsgruppe besteht aus einem Team von Kreativen und Kundenberatern der Agenturen Jung von Matt/Donau und Czerny Plakolm, die sich agenturunabhängig getroffen haben, um als Privatpersonen Werbung für die Grünen zu machen. Mit dabei war beispielsweise Andreas Putz, Kreativdirektor von Jung von Matt/Donau. Fotografiert wurde die Kampagne vom österreichischen Fotografen Wolfgang Zajc, und für das neue Corporate Design war Christian Modik zuständig. Die Plakatkampagne wird ab nächster Woche flächendeckend in ganz Österreich zu sehen sein.  www.gruene.at

Gastkommentar Facebook bleibt in der Community Kult – demnächst sind weltweit eine Milliarde Menschen online, neue Werbewelten warten

Bleibt der Daumen weiter oben? Allen Unkenrufen zum Trotz baut das Soziale Netzwerk wohl seinen Vorsprung als Global Player weiter aus. Facebook liegt hier vor allen anderen Netzwerken unangefochten auf Platz eins.

bewerben und so die Reichweite von Beiträgen signifikant zu erhöhen. Das Ganze ist mit relativ geringem finanziellem Aufwand verbunden und erscheint nicht wie eine Werbeanzeige auf der rechten Seite, sondern wird in den Newsstream der Fans eingebunden. Als neuesten Clou kann man mit diesen Promoted Posts nun nicht nur die Fans einer Seite, sondern auch deren Freunde gezielt ansprechen.

Schon bald 1 Milliarde User

Wien. In den letzten Tagen und Wochen hört man verstärkt negative Meldungen über Facebook. Die Diskussion über den Datenschutz ist ja bereits allseits bekannt, flammt aber in regelmäßigen Abständen neu auf. Dazu kommen seit dem Sommer auch immer wieder Berichte über den sinkenden Wert der Facebook-Aktien sowie Meldungen, dass der Markt gesättigt und der Zenit somit erreicht sei. Fazit: Auf Wachstum folge Stagnation. So ganz können diese Meldungen aber nicht stimmen. Vergleicht man die Nutzerzahlen der aktiven Facebook-User in Österreich, so ist seit Jahresbeginn ein Nutzerzuwachs von knapp über 4% zu verzeichnen. Das klingt vielleicht nicht nach besonders viel, aber wir gehen hier bereits von einer sehr hohen Marktdurchdringung aus. In Österreich ist bereits mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung in Sozialen Netzwerken aktiv.

Dynamische Entwicklung

© panthermedia-Anatolii Babii

Eva Atzlinger

Zieht man auch die weltweiten Nutzerzahlen heran, ist zwar zu erkennen, dass in Europa und den USA die Mitgliederzahlen eher langsam wachsen; in Asien und Afrika hingegen können hohe Zuwächse verzeichnet werden. So sind allein im zweiten Quartal 2012 die monatlichen Nutzer im asiatischen Raum um fast 10% angestiegen. Es gilt also immer zu beachten, dass das Wachstum der Nutzerzahlen jeweils in Relation zur gesamten Facebook-Penetration des Landes oder Kontinents gesehen werden muss, um eine aussagekräftige Information geben zu können. Weltweit tummeln sich 955 Millionen Nutzer im größten aller Netzwerke, in Kürze wird der milliardste User begrüßt werden. Es gibt keine vergleichbare Plattform, die auch nur mit annähernd so hohen Nutzerzahlen und Annehmlichkeiten aufwarten kann. Der Erfolg von Facebook beruht vor allem auch darauf, weil es den Anschein hat, als ob jeder dort vertreten ist: Der Nachbar, der Freund, die Arbeitskollegen, die ehemaligen Mitschüler – mit jedem kann man plaudern, am Leben von jedem teilhaben. Generell investiert Facebook derzeit viel, um vor allem für Unter-

Hype ohne Ende: Der Erfolg von Facebook scheint aus heutiger Sicht unantastbar.

nehmen ein attraktives Umfeld zu schaffen. So gab es in den letzten Wochen und Monaten zahlreiche Neuerungen, die es Unternehmen nun ermöglichen, Zielgruppen spezifisch auszuwählen und auch anzusprechen; Facebook setzt dabei ganz stark auf Empfehlungsmarketing. Ist es doch schon lange erwiesen, dass Freunde und Verwandte starken Einfluss auf Kaufentscheidungen ausüben. So kann man bereits seit einiger Zeit bei jeder Werbeanzeige mitverfolgen, welchem Freund dieses Unternehmen denn gefällt. In man-

chen Fällen wirbt sogar das Konterfei des Freundes für die Marke. Der Nachteil ist jedoch, dass diese Anzeigen auf die rechte Spalte im Newsstream beschränkt und dadurch bei Nutzung durch Smartphone oder Tablet nicht sichtbar sind.

Trotz oder gerade aufgrund des sinkenden Aktienkurses feilt Facebook unübersehbar weiter an neuen Entwicklungen. So hat das Netzwerk erst kürzlich für den mobilen User eine neue App gelauncht, die weitaus schneller als die Vorgängerversion ist und noch mit einigen weiteren Features punkten kann. Gespannt kann man auch bleiben, welche neuen Entwicklungen Facebook noch für Unternehmen plant. Ein Stillstand ist in jedem Fall nicht in Sicht – die Daumen bleiben weiterhin oben.

Neuer Werbeturbo

Eva Atzlinger ist Online PR-Manager bei Modern Mind Marketing.  e.atzlinger@mhoch3.at  http://www.mhoch3.at

Dank der Promoted Posts erschließen sich nun ganz neue Welten für den Werber. So ist es jetzt möglich, einzelne Posts intensiver bei den Fans einer Seite zu

Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.


Medien

Freitag, 14. September 2012

medianet – 11

Standort Puls 4 präsentierte das neu errichtete Studio für die Übertragung der UEFA Champions League am Standort Media Quarter Marx

Königsklasse in neuem Studio Jürgen Hofer

Wien. Nach dem räumlichen Zusammenschluss der ProSiebenSat.1 Puls 4 am neuen Standort Media Quarter Marx präsentierte die Gruppe Donnerstagvormittag nun auch den Austragungsort des Aushängeschilds von Puls 4: Das neu errichtete TV-Studio für die Übertragung der UEFA Champions League.

„Signifikante“ Aufwände Als einen „kleinen Schritt für die Menschheit, aber einen großen für Puls 4“ bezeichnete Geschäftsführer Markus Breitenecker das neue Studio, welches neben dem Rahmenprogramm zur Übertragung der Champions League – welche im österreichischen Free-TV ja bekanntlich exklusiv bei Puls 4 ausgestrahlt wird – auch andere Sportarten wie beispielsweise die

Personalia Agentur

Arturo zu DDFG

NFL beheimaten, aber auch Diskussionsformaten wie „Pro und Contra“ ein Zuhause bieten soll. „Es wird ein noch nie dagewesenes Fußball-Erlebnis“, merkte man Sportchef Christian Nehiba die Vorfreude über das neue Studio sowie auf den Start am Dienstag mit dem Kracher Real Madrid vs. Manchester City förmlich an. Er und Christian Baier präsentieren das Format, welches neben klassischer Vorberichterstattung ab 20:15 Uhr auf die Expertise des – vom ORF abgeworbenen – Frenkie Schinkels baut und auch komödiantisch-unterhaltende Elemente beinhalten soll. Bei jedem Livespiel

wird Puls 4 mit Moderator und eigenem Kamerateam plus Reporter vor Ort sein. Ergänzend bringt das Sportteam Zusammenfassungen der restlichen Begegnungen. Von „signifikanten“ Aufwänden sprach Breitenecker – ohne exakte Zahlen nennen zu wollen – hinsichtlich Neubau des Studios und Erwerb der Übertragunsrechte; ebenso nicht exakt festlegen wollte sich der Senderboss bei der Quotenfrage; Ziel sei es jedenfalls, die Rekordmarke der vergangenen Europa League-Übertragungen mit 383.000 Zusehern an einem Spieltag innerhalb der nächsten drei Jahre zu toppen.

© Puls 4/Nick Albert

Senderchef Markus Breitenecker spricht von „großem Schritt für Puls 4“.

Neuer Glanz für sportliche Höhepunkte: das neu errichtete Puls 4-Studio in St. Marx.

Goldener Hahn

3.5

Werbegala am 18. Oktober 2012 © DDFG/Oliver Gast

Jetzt Karten kaufen! Raffaele Arturo: „Dirnberger de Felice Grüber ist genau das, was ich jetzt will.“

Alle Infos auf: www.goldenerhahn.or.at

Wien. Prominenter Neuzugang bei Dirnberger de Felice Grüber: Raffaele Arturo, im März als CEO der Publicis Group Austria verabschiedet, verstärkt die Agentur. Zum zehnjährigen Jubiläum holt sich DDFG damit einen der renommiertesten Namen am österreichischen Werbemarkt mit 24-jähriger Erfahrung als Verstärkung an Bord.  (red)

Gratismedium Inserat

Durchgerutscht Wien. Wer gestern die Tageszeitung Heute aufgeschlagen hat, dürfte sich eventuell gewundert haben: Macht doch das Gratisblatt unfreiwillig via ein Media Markt-Inserat Werbung für den Konkurrenten Österreich. Konkret geht es um die von der Mediengruppe Österreich herausgegebene CD „Best of Österreich“, die unter anderem in einem doppelseitigen Inserat des Elektronikretailers als Musikschmankerl beworben wurde.  (red)

© Heute

Seltenheitswert: Öster­reich erscheint im Inserat bei Konkurrent Heute.

, l e g ö V e t n e bu l e i v t b i ahn g h s n E e n e d l n Go e n i e r u n aber


B i z-ta l k C LA S S IC

12 – medianet

Freitag, 14. September 2012

Sommerausklang Über den Dächern Wiens

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© SPS Marketing

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1. Julia Popp (Winpin), Heimo Hammer (GF kraftwerk), Simone Kraft (GF Winpin), Bernhard Hofer (kraftwerk) und Melanie Prinzinger (Junior Client Service); 2. Birgit Schredl (Home Digital) und Hannes Maurer-Stroh (Demner, Merlicek & Bergmann); 3. Marketing-Ladies von Henkel; 4. Marketingteam von Kraft Foods.

Winpin: 60 Kunden mit 100 Kampagnen in einem Jahr

Ein Jahr Winpin 25 hours Das erfolgreiche erste Jahr von Winpin wurde im kleinen Rahmen, mit etwa 40 Gästen, am Dachboden des 25hours Hotel gefeiert. Winpin bietet seit dem Vorjahr Dialogkampagnen im Online-, Mobil oder Social Media-Bereich, die bis zu 30.000 Teilnehmer pro Kampagne verzeichneten. Winpin funktioniert als reine OnlineKampagne, die aber auch mit anderen Mediakanälen kombiniert werden kann. Die Gäste der Ein-Jahres-Feier wurden bei traumhaften Blick über die Stadt mit Drinks und Fingerfood empfangen. Zu den geladenen Gästen zählten Kunden, Medienvertreter und Mitarbeiter. Die Dachterrasse wurde an einem spätsommerlichen Abend zum Branchentreffpunkt für Gäste aus den Häusern Milka, Henkel, Deichmann, AMA, DMB und vielen mehr. Für die richtigen Beats sorgte „DJane Ümit“ und so wurde in entspannter Atmosphäre das einjährige Jubiläum von Winpin mit „Hugo“, dem In-Getränk dieses Sommers, gefeiert, allerdings nur so lange, bis der Bar die Minze für die Drinks ausging.  (jg) Information & Invitations gerne an: biztalk@medianet.at

Karriere

anno dazumal

© adsandbrands

Doris Lenhardt Himmelhoch PR

© Himmelhoch

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1. Gerhard Preslmayer (Geschäftsführer SPS Marketing), Filip Miermans (Leiter Corporate Communications & Marketing MIBA), Norbert Schrangl (Geschäftsführer SPS Marketing); 2. Christian Gratzl (Marketing Leiter Linz AG), Norbert Schrangl (Geschäftsführer SPS Marketing); 3. Doris Berghuber (Seher + Partner), Elisabeth Kerl (Bosch Rexroth), Ludwig Reinegger (GF Bosch Rexroth).

Die B2B-Agentur feierte mit viel PS & Saxofonklängen

SPS Marketing Linzer Tabakwerke Unter dem Motto: „Auf den Spuren des Mythos Porsche“ hatten die Geschäftsführer der B2B-Agentur SPS Marketing, Gerhard Preslmayer und Norbert Schrangl, vergangenen Freitag zum Sommerfest der Agentur geladen. Es kamen rund 200 Gäste der Marketing- und Wirtschaftsszene zum Sommerausklang in die alte Linzer Tabakfabrik. Die geladenen Gäste konnten bei einer Exklusivführung durch die aktuell laufende Porsche-Ausstellung des Landes Oberösterreich mehr über die Auto-Kultmarke aus Stuttgart erfahren und Raritäten entdecken.

Eine ganze Menge Pferdestärke „Da wir die Werbekampagne für die Porsche-Ausstellung des Landes Oberösterreich entwickelt und umgesetzt haben, war es naheliegend, dass wir als Veranstaltungs-Location die Tabakfabrik wählen“, so Preslmayer. Für einen rasanten Abend sorgten röhrende Motoren im Innenhof der Tabakwerke. Auch die Möglichkeit einer Spritztour durch die Linzer Innenstadt ließen sich viele der Partygäste nicht entgehen. Musikalisch untermalt wurde der Abend mit Klängen der Live Band „Pro 7“, DJ Aydi mit Trommler Mario und Saxofon-Künstler „Saxy mf“.  (jg)

Gastkommentar Prospekte als unverzichtbares Medium im Marketingmix

Ein Werbemedium im Wandel

präsentiert von

Wechsel Die gebürtige Steirerin Doris Lenhardt wird Senior Consultant bei Himmelhoch und Kunden wie OMV und twyn group mit ihrem Fachwissen betreuen. Zuvor war die 38Jährige bei Wolf Theiss tätig.

Heimo Hammer (kraftwerk-GF) in chilliger Atmosphäre.

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Daimler AG Mit diesem Werbeslogan bewarb Mercedes Benz ab 1955 über mehrere Jahrzehnte seine Autos. Im Jahr 1995 ließ sich die Daimler-Benz AG die Wortmarke „Mercedes-Benz – Ihr guter Stern“ schützen. Der Mercedes-Stern zählt zu den bekanntesten Markenzeichen der Welt. Anzeigentext:: „Mercedes-Benz · Ihr guter Stern auf allen Straßen (Sujet „Schnee“).“ Anzeige vom 1.1.1955.

Prospekt 2.0 Wer denkt, dass das Flugblatt in Zeiten der Digitalisierung unserer Kommunikationsmittel durch Smartphones und Tablets seinen Stellenwert verliert, irrt. Wie der im Mai 2012 veröffentlichte „Direct Media Report“ zeigt, sind Prospekte nach wie vor ein beliebtes Informationsmedium. Die Lesequote ist besser als ihr Ruf: 65,5% der Befragten gaben an, Prospekte zumindest flüchtig durchzusehen, 21,6% sehen sich diese in der Regel sogar genauer an. Aber auch das Prospekt selbst befindet sich im Wandel und muss sich anpassen, darf dabei aber nicht die Kunden aus den Augen verlieren. Ikea zeigt das gerade mit dem neuen Katalog vor, der digitale Features enthält. Sicher werden kreative, interaktive Ideen künftig auch beim Flugblatt Einzug halten. Das Rezept für das erfolgreiche Prospekt lautet: Interessante Warengruppen mit Vergünstigungen/Gutscheinen zu kombinieren. Zielgruppenorientierter Versand ist auch bei nichtadressierter Werbepost ein weiterer Erfolgsfaktor. Prospekte werden von 45,3% gelesen, wenn die darin beworbene Warengruppe interessant ist. Um keine Streuverluste zu riskieren, sollte man nicht dem Gießkannenprinzip folgen, sondern mittels Geomarketing die Zielgruppe nach geografischen Daten sowie soziodemografischen und sozioökonomischen Merkmalen selektieren. Das Prospekt eignet sich damit für große Händler und kleine Unternehmen gleichermaßen. Mehr Wissenswertes zur Prospektnutzung kann man den laufenden Branchentracking-Umfragen entnehmen. Ramona Muik ist Marketingleiterin der Division Brief, Werbepost & Filialen der ­Österreichischen Post AG. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung  des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

© Österreichische Post

© Winpin (3); Christian Mikes

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Das Uno Einkaufszentrum in Linz-Leonding investiert 60 Mio. â‚Ź in den Neustart Seite 15

Š medianet/Szene1/Christian Mikes

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billy-business

Freitag, 14. September 2010 – 13

gut verpackt

Felix Selection Gulaschneuheiten, Pfanner Bio Gemßse und Milford Bio-Kräutertees aus Österreich. Seite 17

Data Queen

Ikea Ă–sterreich-Chefin Giny Boer verbucht fĂźnf Prozent Umsatzplus  Seite 16

Š RegioData

new deal

Š ikea/keinrath.com

Š UNO Shopping

inside your business. today.

Š Felix

retail medianet

Jennifer Graf ist neue Marketingmanagerin bei RegioData Research  Seite 18

Ă–sterreicher skeptisch bei Online-Lebensmitteln

Š Service&More/Enrico Fabiani

Moneymaker Vorstand Hans K. Reisch fßllt die Expansionskasse der Spar mit 200 Mio. ₏, welche die nunmehr 4. Anleihe in die Kassen spßlen soll. Damit sei man fßr Eventualitäten am Markt gerßstet und auch die Routine-Investitionen mit bis zu 35 neuen Standorten jährlich laufen dieserart wie geschmiert. Seite 15

Local Heroes Die kleinen und mittelständischen Einrichtungshändler unter dem Dach von Garant-MÜbel Austria und Wohnunion gehÜren zu den heurigen Gewinnern. Der Einkaufsumsatz werde 2012 um rund zehn Prozent steigen, prognostiziert Christian Wimmer (Bild), Geschäftsfßhrer von Service&More. Seite 16

Š Panthermedia.net/Otnaydur

Studie Laut einer Nielsen-Erhebung wollen 26% der weltweiten Web-User  Lebensmittel im Internet kaufen. Die Österreicher bleiben zurßckhaltend   – nur 6% hierzulande planen, Obst und Gemßse via Mausklick zu bestellen. Seite 14

Š Panthermedia.net/Erwin Wodicka

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LATEST NEWS Lebensmittel laut AK in Wien weiterhin teurer als in Berlin +++ Wild hat bei AGM immer Saison +++ Kaffeekonsum in Ă–sterreich steigt +++ Goldregen fĂźr Tann WĂśrgl ++++ GroĂ&#x;handelspreise in Deutschland steigen rapide +++ Rewe Stakeholderforum 2012 unter  www.medianet.at/retail

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Freitag, 14. September 2012

© Panthermedia.net/Adam Ward

14 – medianet retail

Onlin ekäufe

Bücher ja, Gemüse eher nicht Mangelndes Vertrauen ist der Hauptgrund für die bisherige Zurückhaltung beim Online-Lebensmittelhandel, betonen ­Experten: 70% der Befragten bestellen demnach keine Lebensmittel über das Internet, da sie die Produkte nicht sehen und fühlen können, 62% haben Bedenken bei der Produktqualität. Die Bemühungen des Lebensmittelhandels ­verlaufen damit im Sande. Zusätzlicher Nachteil in Österreich wie auch in Deutschland: Die Preise der hart kalkulierenden Diskonter ließen sich nicht ohne Verluste ins Internet übertragen, damit bleibe den Händlern wenig ­Spielraum. Auswahl, Verpackung und Transport, die im stationären Handel wegfallen, müssten die Anbieter online auf eigene Rechnung leisten – ein Geschäft, das bislang nicht aufgeht. Laut Experten wird dies auch noch länger so bleiben.

Nielsen Global Survey 26% der Online-User weltweit wollen Lebensmittel im Web bestellen, in Ö gerade mal 6%

Lebensmittel bleiben im Internet Ladenhüter

Skepsis beim Konsumenten, die hohe Filialdichte und fehlende Positionierung im Netz als Gründe. Christian horvath

Wien. Der Interneteinkauf wird weltweit immer beliebter. Bücher, Veranstaltungstickets, Reisen, Textilien, Elektrogeräte – was immer möglich ist, wird online bestellt. Die Lebensmittelbestellung via Mausklick bleibt jedoch nach wie vor ein Nischenmarkt, wenigstens in unseren Breiten. Während laut der aktuellen Nielsen-Global Survey „Digital Influence on Grocery Shopping“ 26% der weltweit mehr als 28.000 Internetnutzer in 56 Ländern angaben, künftig mehr Lebensmittel online

zu kaufen, stimmten dem von den 500 in Österreich Befragten nur 6% zu. Das selbe Niveau zu dieser Frage wurde auch für Deutschland erhoben; dort planen 7% der User, Lebensmittel und Getränke im Web zu bestellen.

0,5% des Gesamtmarkts In Deutschland wurden im Jahr 2011 gerade einmal rund 200 Mio. € mit Lebensmittel-Webshops umgesetzt; das entspricht einem Pro-Kopf-Umsatz von etwas mehr als 2 €. Zum Vergleich: In Großbritannien gaben die Verbraucher

pro Kopf durchschnittlich 82 € für online bestellte Lebensmittel aus. Bei unserem Nachbarn entspricht der Online-Anteil gerade mal 0,5% des gesamten Lebensmittelmarkts. Und dieses halbe Prozent inkludiert zusätzlich starke Online-Produkte wie Wein.

Die Preisfrage „Aufgrund des hohen Preisdrucks im deutschen Einzelhandel haben Händler in den vergangenen Jahren ihre Preise häufig eher gesenkt, anstatt Differenzierungsmerkmale und Services weiterzuentwickeln“,

Bücher, Zeitungs-Abos Mit 32 Prozent meistgenannter Online-Einkauf

Viel Potenzial für Lebensmittelkauf im Web

Wien. Mehr als ein Viertel der in der Nielsen Global Survey „Digital Influence on Grocery Shopping“ Befragten weltweit gab an, im Laufe der nächsten drei bis sechs Monate Lebensmittel und Getränke über ein Gerät mit Internet-Zugang kaufen zu wollen. In Österreich sind diese Kaufabsichten deutlich geringer ausgeprägt; hier planen nach eigenen Angaben nur sechs Prozent der befragten Internetnutzer, Lebensmittel und Getränke im nächsten halben Jahr online zu kaufen. Bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln planen fünf Prozent einen Onlinekauf. Immerhin zehn Prozent der Befragten in Österreich möchten Hautpflege und Kosmetikprodukte online kaufen. Demgegenüber hat ein knappes Drittel (32%) der Befragten in Österreich vor, Bücher und Zeitschriftenabonnements und Veranstaltungstickets online zu kaufen. Als Informationsquelle für den Lebensmittelkauf hat sich das Internet schon deutlich stärker etabliert: 61% der weltweit Befragten nutzen nach eigenen Angaben das Internet, um zum Beispiel Preise herauszufinden oder Online-Rezensionen anderer Verbraucher zu lesen. Bei diesem Aspekt liegt Österreich mit 52% deutlich näher am internationalen Durchschnitt. 46% der Befragten in Österreich geben zudem an, online nach Sonderangeboten gesucht zu haben, 41% recherchierten nach Produktinformationen.

erklärte dazu Mirko Warschun, Partner bei A.T. Kearney und Leiter des Beratungsbereichs Konsumgüterindustrie und Handel in Deutschland, Österreich und der Schweiz, anlässlich der Präsentation einer ähnlichen Studie im vergangenen Frühjahr. Diesmal klingen die Erklärungen ähnlich: „In anderen Ländern gibt es keinen Preisunterschied zwischen online und im Laden gekauften Lebensmitteln“, sagt Thomas Roeb, Professor mit Schwerpunkt Einzelhandel an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, zur aktuellen Nielsen-Studie gegenüber der Financial Times Deutschland. „Aber die Preise eines Discounters lassen sich im Moment einfach nicht online darstellen.“

Fehlender Seh-Test Ein zusätzlicher Grund ist die Skepsis der Verbraucher bei Online-Einkäufen von Frischeprodukten: „Mangelndes Vertrauen ist der Hauptgrund für die bisherige Zurückhaltung beim OnlineLebensmittelhandel“, erklärte Warschun: „70 Prozent der Befragten bestellen nicht über das Internet, weil sie die Lebensmittel nicht sehen und fühlen können, 62 Prozent haben Bedenken bei der Produktqualität.“ Die Bemühungen des Lebensmittelhandels verlaufen damit im Sande. Seit Amazon im Juli 2010 mit der Lieferung von Kartoffelchips und Haferflocken begonnen hat,

sind auch die deutschen Supermarktketten im Netz aktiv. Rewe (in Österreich ist via Billa Onlineshop ein Einkauf mit der Zustellung am folgenden Tag möglich), mit Einschränkungen auch Real und auch Edeka, versuchen, eine ordentliche Position zu erreichen. Bislang geht das Angebot jedoch ins Leere: Die Nachfrage ist schlicht nicht vorhanden. Experten zufolge werden noch Jahre ins Land ziehen, bis der Online-Lebensmittelhandel – in Österreich ebenso wie in Deutschland – den Rückstand auf die fleißigen Einkäufer von den britischen Inseln verkleinert hat. Damit wird deutlich: OnlineShopping bietet den Käufern zwar wichtige Aspekte wie Bequemlichkeit, günstige Preise und Auswahl, die konkreten Erfolgsaussichten hängen jedoch stark von der Produktkategorie ab. Bei Büchern oder Veranstaltungstickets ist die Kaufabsicht über Online-Kanäle in Österreich am weitesten verbreitet. Ein erheblicher Einfluss der digitalen Welt auf den Einkauf von Gütern des täglichen Bedarfs (Consumer Packaged Goods) ist jedoch bereits vorhanden. Für erfolgreiches Marketing müssen Hersteller, Handel und Werbewirtschaft wissen, welche Käufergruppen sich in besonderem Maße digital orientieren, um die richtigen Zielgruppen mit den richtigen digitalen Strategien anzusprechen, heißt es in der Nielsen-Studie abschließend.


r e ta i l & o u t l e ts

Freitag, 14. September 2012

medianet retail – 15

Expansionsturbo Spar AG holt sich 200 Mio. € via Spar-Anleihe und rüstet sich für potenzielle Expansionen am nationalen und internationalen Markt

„Stück des Erfolgs mitnaschen“ Wien. Spar holt sich frisches Geld, um sich derart „Bewegungsfreiheit“ für die Expansionen zu verschaffen und emittiert die vierte Anleihe der Unternehmensgeschichte. „Wir möchten einfach jedes

Kunden am Erfolg der

Wie konkret nun die 200 Mio. € investiert werden, darüber hält sich Reisch bedeckt bzw. umschreibt er es damit, „für alle Eventualitäten gerüstet“ sein zu wollen. Abgesehen von möglichen Übernahmen ist auch das Routine-Expansionsprogramm bei Spar ambitioniert: „Wir investieren kontinuierlich zwischen 400 und 500 Mio. Euro im Jahr“, sagt ­Reisch, „und das nur, um am Stand zu bleiben.“

‚Spar‘ teilhaben las-

Bis zu 35 neue Standorte

sen. Und wir wollen

Am Stand bleiben bedeutet in Spar-Diktion: 30 bis 35 neue Standorte pro Jahr sowie zehn Prozent

„Wir möchten unsere

für Eventualitäten am

der bestehenden Outlets (1.531 gesamt) „in irgendeiner Form angreifen“. Letztlich sollen alle Maßnahmen in einem Wachstum über dem Markt resultieren. Dieses ist laut Reisch in 2012 einmal mehr gegeben, like for like ebenso wie in Marktanteilen gemessen, welche von 29,2 auf 29,6% geklettert sind. Das steht übrigens für die „Wachstumsführerschaft“, die zusehends auf Kosten der Diskonter passiert. Die gesamte Spar-Gruppe (Vertriebslinien: Spar, Eurospar, Interspar, Spar Gourmet, Food in the City) setzte im Vorjahr 12,15 Mrd. € um, davon entfielen 5,4 Mrd. auf Österreich. (nov)

© medianet/Szene1/Christian Mikes

Die vierte Spar-Unternehmensanleihe ist mit 3,5% auf fünf Jahre verzinst.

Spar-VD Hans K. Reisch: flexibel am Kapitalmarkt & gut gerüstet für Übernahmen.

Markt gerüstet sein.“ Spar-VD Hans K. Reisch

Finanzierungsinstrument nützen“, kommentiert VD Hans K. Reisch, „und natürlich möchten wir auch unsere Kunden am Erfolg des Unternehmens teilhaben lassen.“ 200 Mio. € holt sich Spar via Unternehmens-Anleihen; insbesondere SparKaufleute seien an dieser Form der Geldanalage interessiert.

Naturlich.

Niedrigere Verzinsung Die Verzinsung liegt allerdings mit 3,5 Prozent unter jener der letzten Emission aus dem Jahr 2009 – damals waren es glatt fünf Prozent. Willibald Cernko, Vorstandsvorsitzender der Unicredit Bank Austria, die neben der Raiffeisenbank International die Herausgabe der in 1.000er-Einheiten gestückelten Corporate Bonds begleitet, charakterisiert den niedrigen Zinssatz: „Das spricht für die hohe Akzeptanz der ‚Spar‘ heute und spiegelt die aktuelle Situation am Kapitalmarkt wider.“ Die Zeichnungsfrist für private Anleger läuft von 17. bis 19. September. Der Emissionskurs beträgt 101,4%.

Gell Bauer, in Bio kann uns niemand die Jausn reichen!

EKZ 60 Mio. € investiert

Uno vor Umbau

© Uno Shopping Einkaufszentrum

Linz. Das derzeit großteils leerstehende Einkaufszentrum UnoShopping in Linz-Leonding soll bis 2014 um 60 Mio. € umgebaut werden. Dabei wird das Uno-Shopping völlig neu gestaltet und von 40.000 auf 54.000 m� Verkaufsfläche erweitert. Baubeginn ist für das erste Quartal 2013 geplant. Die künftigen Schwerpunkte des Einkaufszentrums sollen Sport, Mode und Unterhaltung sein. Die nahe gelegene PlusCity wolle man nicht frontal angreifen. (APA)

Natürlich die Besten in Bio: Weil nichts wichtiger ist, als eine gesunde Bio-Jause für die Pause. Ob Apfel, Käse, Milch oder Brot – bei über 1.100 Ja! Natürlich Produkten ist einfach für jeden etwas dabei. Aber am besten schmeckt Bio, weil so vieles nicht drin ist: keine Pestizide, keine Geschmacksverstärker, keine künstlichen Aromen und keine synthetischen Farb- und Süßstoffe. Und deshalb sind Lebensmittel von Ja! Natürlich genau das Richtige für die gesunde Bio-Jause!

Mehr unter www.janatuerlich.at Das Leondinger Uno Einkaufszentrum sucht sich eine neue Positionierung.

GIBT’S BEI:


r e ta i l & o u t l e t s

16 – medianet retail

short

Goldenes Quartier: Als erster sperrt Armani auf Wien. Der Termin für die Eröffnung des ersten Shops auf der von Rene Benkos Signa Holding entwickelten Luxusmeile „Goldenes Quartier“ in der Wiener Innenstadt steht fest: Am Abend des 8. November sperrt Emporio Armani an der Adresse Tuchlauben 7a auf. Das neue Luxusareal erstreckt sich vom Hof bis zur Tuchlauben. Im Rahmen des Projekts werden die Bogner- wie auch die Seitzergasse bis Ende 2013 in eine Fußgängerzone umgewandelt.

Elektrohandel freut sich über Größenwahn

Freitag, 14. September 2012

Möbel/Einrichtung I Die Mitglieder der Verbundgruppe Service&More knacken heuer die 10%-Grenze beim Markanteil

Kleine Einrichter erobern sich Marktanteile zurück

Die Herausforderungen: Sinkende Zahlungsmoral der öffentlichern Hand, Preis immer mehr im Fokus. Natalie Oberhollenzer

Wien. Die kleinen und mittelständischen Einrichtungshändler unter dem Dach der Garant-Möbel Austria und Wohnunion sind nach einigen mageren Jahren wieder auf die Überholspur geraten. Der Einkaufsumsatz aller Mitglieder werde heuer um rund zehn Prozent

„Wir konnten durchaus etwas vom Umsatz der Großen wegnehmen.

Wien. Der Boom zu immer größeren TV-Geräten hält unvermindert an. Die Durchschnittsgröße der in den vergangenen zwölf Monaten im Fachhandel verkauften Fernseher lag bei 42 Zoll (106 cm), den mit Abstand größten Zuwachs gab es bei 60 Zoll-Schirmen, hier wurde ein Plus von 350% verzeichnet. Bei den Fernsehern unter 20 Zoll brach der Absatz um 50% ein. 60% der Haushalte besitzen zwei oder mehr Fernseher.

Conrad Electronic mit neuem Geschäftsführer Wels. Conrad Electronic Österreich hat einen neuen Geschäftsführer: Thomas Schöfmann (53), seit 2007 Marketing- und Vertriebsleiter, folgt auf Johannes Kofler. Dieser konzentriere sich nun voll und ganz auf seine Tätigkeit als Geschäftsführer des ElektronikVersandhauses Conrad International, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

© EPA

Neckermann: Hoffnung auf Rettung schwindet

Der Neckermann-Insolvenzverwalter gibt sich noch bis Monatsende Zeit.

Düsseldorf. Der Insolvenzverwalter macht den mehr als 2.000 Beschäftigten von Neckermann kaum mehr Hoffnung auf eine Rettung. Die Suche nach Investoren habe in den vergangenen acht Wochen gezeigt, „dass für viele (...) die Herausforderungen bei einer Übernahme von Neckermann zu komplex erscheinen“, erklärte Michael Frege bei einer Mitarbeiterversammlung. Er gibt sich noch bis Ende des Monats Zeit, um einen Investor zu finden. Am 1. Oktober will das Amtsgericht Frankfurt das Insolvenzverfahren eröffnen.

situation ist eine ganz andere geworden.“ Christian Wimmer

© Service&More/Enrico Fabiani

TV-Geräte mit 60 Zoll-Schirmen verbuchen die größten Zuwächse.

Christian Wimmer, Geschäftsführer der Garant Möbel Austria: „Unsere Local Heroes gewinnen wieder an Bedeutung.“

steigen, wie Verbandgruppen-Chef Christian Wimmer bei einem Pressegespräch in Wien erklärt. „Während der Branchenumsatz real im ersten Halbjahr 2012 um 1,5 Prozent zurückging, bringen es unsere Betriebe auf ein Plus von 10,1 Prozent von Jänner bis August 2012.“ Fürs Gesamtjahr rechnet Wimmer, dass der Außenumsatz aller Betriebe von 397 Mio. € im Vorjahr auf 435 Mio. € steigt. Damit, so Wimmer, legt auch der Marktanteil zu – von 9,5 Prozent im Jahr 2011 auf über zehn Prozent. „Wir konnten durchaus etwas von den Großen wegnehmen. Außerdem ist nicht nur der Umsatz gestiegen. Auch die Ergebnissituation ist eine ganz andere gewor-

den“, erklärt der Geschäftsführer. Beispiel Garant: 2005 betrug das Ergebnis der Mitglieder unterm Strich -1,8 Prozent, im Vorjahr war man mit einem Plus von 2,5 Prozent in den schwarzen Zahlen.

Ärger mit unechten Rabatten Als aktuell große Herausforderung für seine Mitgliedsbetriebe macht Wimmer die sinkende Zahlungsmoral aus. Vor allem bei Aufträgen der öffentlichen Hand würden die höchsten Ausstände verbucht. Außerdem werde generell im Einrichtungsgeschäft immer mehr Wert auf den Preis gelegt und immer weniger auf die Nachhaltigkeit, was auch dazu führe, dass die Vielfalt der heimischen Möbelher-

steller sinkt – so ist etwa Ende 2011 niederösterreichische Firma I.Q. Möbel in die Pleite gerutscht. Eher unwirsch steht der Geschäftsführer des Verbunds den Preispraktiken der Großflächen gegenüber. „Die Herrschaften machen einfach eine falsche Preisliste, schreiben Küchen und Co. teurer an und gewähren dann 25 Prozent Rabatt; das ist auch eine gewisse Art von Betrug“, ärgert sich Wimmer. Doch obwohl die Umstände in der Branche mitunter recht widrig sind, prognostiziert Wimmer seinen kleinen und mittleren Playern eine erfolgreiche Zukunft: „Die Local Heroes gewinnen wieder an Bedeutung. Auch die Hersteller besinnen sich wieder stärker des Einrichtungsfachhandels.“

facts Service&More Dienstleistung für Kooperationen und Handel Gmbh Verkaufsumsatz ’12 435 Mio. € (+10%) Mitglieder 237 davon Garant-Möbel Austria 129 Wohnunion 108 Ausland 12 (Italien 7, Tschechien 1, Slowakei 1, Slowenien 1, Kroatien 1, Montenegro 1) Ausstellungsfläche ca. 165.000 m² Mitarbeiter ca. 3.000 Jahresleistungen der Handelspartner 500.000 m² verlegter Parkettboden, 6.000 verkaufte Küchen Lieferantenpartner ca. 350, davon 68 Kernlieferanten

Möbel/Einrichtung II Der Billy-Konzern setzte 2011/12 in Österreich 635,4 Mio. € um; mehr Besucher, mehr Einkäufe

Ikea Österreich mit fünf Prozent Umsatzplus Wien. Der schwedische Möbelriese Ikea setzte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 (per Ende August) mit 635,4 Mio. € in Österreich um 5,5 Prozent mehr um als im Jahr davor – auf gleicher Fläche und bei gesunkenen Preisen. Ikea-Österreich-Chefin Giny Boer sprach am Donnerstag bei der Jahrespressekonferenz in Vösendorf von einem „schwierigen Jahr in einem schwierigen Umfeld“. Noch merke man aber nichts von einer Konsumflaute. „Wir haben mehr Besucher, die auch mehr kaufen“, sagte die gebürtige Niederländerin. Sie hoffe sehr, dass auch 2012/13 ein Wachstum möglich sei.

sich Boer bedeckt. Vorerst müssen sich die österreichischen Kunden mit Umbauten und Renovierungen zufriedengeben: In Haid wurde Anfang des Jahres das gesamte Erdgeschoß vom Stiegenabgang bis zum Selbstbedienungslager umgebaut, in Wien Nord investierte der Möbelhändler 6,4 Mio. € in ein Facelift. Restaurant, Bistro und der Kundenservicebereich wurden erneuert. In Summe investierte

Ikea im vergangenen Jahr 10 Mio. € in seine sieben Häuser. Je 1 Mio. € steckt das Unternehmen demnächst in den Umbau der Hallen in Graz und Salzburg. Mittlerweile beschäftigt Ikea hierzulande rund 2.500 Mitarbeiter. Im abgelaufenen Geschäftsjahr strömten 12,45 Mio. Besucher bzw. 6,39 Mio. Kunden in die heimischen Ikea-Filialen. Am stärksten wuchs das Segment Küchen. Servicelei-

stungen wie Transport, Einkaufshilfen, Lieferung und Montage seien immer gefragter, vor allem in Wien, weil hier viele über kein Auto verfügten. Das Online-Geschäft hingegen spiele noch eine geringe Rolle, „aber es wird daran gearbeitet“. Eine Neuerung gibt es für Öffi-Fahrer: Kunden, die mit der Badner Bahn anreisen, müssen ab Herbst kein zusätzliches Ticket für die zwei Stationen kaufen, die nicht mehr innerhalb der Kernzone liegen. Voraussetzung ist der Besitz einer Ikea-Kundenkarte. Der Ikea-Bus, der bisher immer von der Wiener Oper am Ring wegfuhr, wird im Oktober eingestellt.

Größtes Plus bei Küchen

Marktanteil: 13,9 Prozent

Zur Frage nach einer weiteren Österreich-Filiale sagte Boer: „Natürlich wollen wir expandieren, aber wir wissen noch nicht, wann und wo.“ Ikea ist mit sieben Standorten in Österreich vertreten, die letzte Neueröffnung war vor vier Jahren in Klagenfurt. Zu Expansionsplänen anderer Länder – in Zagreb ist ein neues Haus im Gespräch – hielt

Österreichs Möbelhandel wächst nicht mehr ungebremst. 2011 legte die Branche nur noch um 1,7 Prozent zu, für heuer wird ein Umsatzzuwachs von lediglich 1,5 Prozent auf 4,4 Mrd. € erwartet. Die beiden Großen, Lutz und Leiner, verlieren Marktanteile, Ikea stagniert als Nummer drei bei einem Anteil von 13,9 Prozent.  (red)

© ikea/keinrath.com

© EPA

Auch unsere Ergebnis-

Ikea-Austrochefin Giny Boer: „Wollen expandieren, wissen noch nicht, wann und wo.“


product news

Freitag, 14. September 2012

medianet retail – 17

Bio-Gemüse in der Flasche, Premiumgulasch aus der Dose Product News Felix Selection Rindsgulasch, Hirschgulasch und Wildschweingulasch, Pfanner Bio Gemüse und Milford Bio-Kräutertees aus Österreich.

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Herbstzeit ist Gulaschzeit und Herbstzeit ist auch Wildzeit – das nimmt Felix zum Anlass, um die Österreicher mit drei neuen und einzigartigen Gulaschsorten zu verwöhnen. Egal ob Hirsch-, Wild- oder Rindsgulasch – alle drei Sorten lassen die Herzen der Gulaschgourmets höher schlagen. Jahrelange Erfahrung des Unternehmens, ausgewählte Zutaten und besonders hochwertige Rezepturen garantieren Produkte von guter Qualität. So wird etwa das Fleisch für Kategorie Launch das Hirsch- als auch für das Produkt Felix Selection Rindsgulasch, Hirschgulasch und Wildschweingulasch hand Wildschweingulasch selektiert. Außerdem verwendet Felix ausschließlich Packung 400 g Wild aus freier Wildbahn und Vertrieb Felix Austria Ges.m.b.H. Rindfleisch, das zu 100% Distribution LEH aus Österreich kommt. Kontakt Felix, Tel.: 02626/610-36

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s h o p ta l k

18 – medianet retail

Freitag, 14. September 2012

100 Jahre Hornig Weinlese 2012 bei Strobl

© Hornig

© Cityfoto/Wolfgang Furtlehner/Michael Lehner

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Landeshauptmann-Stv. Hermann Schützenhöfer, Konsul Johannes und Konsulin Edith Hornig, Johannes Hornig und Bürgermeister Siegfried Nagl.

Geschmackvolles Fest für den Genuss rund um Kaffee 2

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1. Günther Unger, Roman Rafreider, Kathrin Schmittner, Fritz Radinger und Clemens Strobl; 2. Coca-Cola/burn Marketingmanager Erik Hofstädter, Weinhostess Sara und Michi Konsel; 3. Weinhostessen Vivienne und Sophie und Winzer des Jahres, Heinz Velich; 4. Weinhostess Sara, Ernst Kulhavy mit Gattin Emmy und Harry Kriegner.

Genuss bei Wein und guten Gesprächen in Feuersbrunn

Weinlese: „hicks“ Trinkgenuss Die Weinlese 2012 kann beginnen, freut sich der Feuersbrunner Winzer Clemens Strobl. Nun lud er rechtzeitig vor der Weinlese Hunderte Wegbegleiter und Freunde in seinen Keller, inmitten der Freuersbrunner Weinberge, ein. Zusätzlich zu Toni Mörwalds BBQ-Station wurden die Gäste mit Lunchpaketen ausgestattet, um die Region bei einem Picknick in den Weingärten zu erkunden. Eine außergewöhnliche Auszeit genossen unter anderem: Friends of Wagram-Präsident Roman Rafreider mit seiner Cathy Zimmermann, die Tormann-Legende Michi Konsel, Ex-Nationalteamkicker Markus Weissenberger, Marketing-Papst Ernest Kulhavy, Werbeguru Harry Kriegner, Eventprofi Walter Ilk, niederösterreichs Kultur-Zampano Paul Gessl, Baustoff-Händler Siegi Egger, Bauhütte-Leitl Chef Andreas Gibus, Coca-Cola/burn Marketingmanager Erik Hofstädter, Casa Moda-Eigentümer Willi Wetzl, Pizza & Baguette-Profi Günter Reisinger, Skandia-Manager Andreas Gass, Catering-Profi Markus Millidorfer, Niederösterreichs Weinbaupräsident Franz Backknecht, Bau & Boden-Boss Andreas Ortner. (red)

Winzer Clemens Strobl.

Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

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die finstere brille

Schiffe versenken in Karachi Christian Novacek

© Dyson

© RegioData Research

Familienfeier Ein „Auszeichnungsregen“ ging über die Unternehmerfamilie Hornig nieder, die in der Alten Universität in Graz „100 Jahre Hornig“ feierte. Landeshauptmann-Stv. Hermann Schützenhofer stellte sich mit dem steirischen Landeswappen ein, Bürgermeister Siegfried Nagl mit dem Grazer Stadtwappen. WKO-Präsident Christoph Leitl zeichnete Konsul Johannes Hornig mit der „Goldene Ehrennadel der Wirtschaftskammer Österreich“ aus. Neben dem Blick in die Vergangenheit wurde auch in die Zukunft geschaut: Johannes Hornig jun. wird das Traditionsunternehmen in vierter Generation führen – Anlass genug für rund 300 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, einen geselligen Abend für alle Sinne zu genießen. Unter den vielen Festgästen sah man neben anderen auch Weihbischof Egon Kapellari, Landeshauptmann a.D. Josef Krainer, Angelika und Otto Kresch, Öl-Unternehmer Rudi Roth, Hubert Neuper, Der Verband der Brauereien Landespolizeidirektor Peter feiert den „Brausilvester“ am Klamminger, Gerhard Franz 17. September ab 18 Uhr im (vertritt das Königreich BelLe Palais Sans Souci, Wiedner gien in der Steiermark) und die Hauptstraße 57, 1040 Wien; Botschafter von Finnland und mit Sigi Menz u.a. Sri Lanka, Marjatta Rasi und Abdul Azeez.  (red)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Jennifer Graf (24) ist neue Marketingmanagerin bei RegioData Research. Die Wirtschaftsuniabsolventin mit Affinitität zu Konsum- und Marktforschung unterstützt das Team bei der Akquisition von international tätigen Einzelhändlern. Bereits während ihres Studiums der Wirtschaftsberatung und Unternehmensführung an der Fachhochschule Wiener Neustadt hat sich Graf auf die Marktforschung spezialisiert; ihre Abschlussarbeit widmete sie dem Thema multisensuales Marketing im Einzelhandel und zeigte auf, wie stark unsere Kaufentscheidungen von der sinnlichen Wahrnehmung beeinflusst werden.

Aromatische Kultur in der Steiermark

Leichtgewichte Der neue „Dyson Digital Slim DC45“ ist ein leichter, kabelloser Staubsauger mit höchster Saugleistung. Das Aluminium-Saugrohr erreicht Boden und Decke und kann bei Bedarf, beispielsweise beim Saugen im Auto, einfach abgenommen werden. Mit gerade einmal 2,3 kg und dabei ausgeglichener Gewichtsverteilung eignet sich der Digital Slim für das Staubsaugen vom Boden bis zur Decke sowie in schwer erreichbaren Ecken und Ritzen. Dabei rotiert der kleine Motor bis zu drei mal schneller als herkömmliche Motoren. Eine neue Akkutechnologie sorgt für 20 Min. Betriebsdauer mit konstant hoher Saugkraft. Bei hartnäckigem Schmutz lässt sich die Saugkraft auf Tastendruck für eine maximale Laufzeit von acht Min. zusätzlich erhöhen. Zwei Modelle sind erhältlich: DC45 Animalpro (UVP 349 €), DC45 Up Top (UVP: 329 €).

U

nter Nerds kennt man Karachi vom Schifferl versenken. In meinen Studententagen war vor Oil Imperium das Amiga-Game ‚Ports of Call‘ die Wirtschaftssimulation schlechthin. Dabei ging es darum, profitable Schifffahrtsrouten aufzumachen. Deren profitableste war Karachi. Die Route nach Karachi wählte man als Spieler, wenn sich die Chancen, zu gewinnen, gegen Null neigten. Karachi konnte einen ganz schön rausreißen – sofern die Fracht nicht von Piraten gekapert wurde. Die Piraten erwischten einen allerdings immer. Das war das Problem mit Karachi. Conclusio: Von ernsthaften Geschäftsverbindungen dorthin war abzuraten. Daran hat sich nicht viel geändert. Es mögen westliche Textilhändler Audits abhalten und darauf bestehen, dass es in den Fabriken Feuerlöscher gibt. Wenn in der Textilfabrik in Karachi die Fenster vergittert (!) sind, ist es im Brandfall trotzdem nicht leicht, rauszukommen. Der Nachhaltigkeitsquatsch in Sachen Textilien, die im Ausland produziert werden, führt sich anhand eines Großbrands, bei dem unnötigerweise über 250 Menschen ums Leben kommen, ad absurdum. Aber vielleicht haben Manager der Textilbranche zu Studienzeiten zu brav gelernt und zu wenig Ports of Call gespielt ... c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Zeit des Erwachens 70 Prozent der Deutschen müssen an einem normalen Arbeitstag vor 6 Uhr aufstehen.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 14. September 2012 – 19

automotivebusiness globaler absatz-boom

Trotz Minus in Europa ist weltweiter Automarkt weiter auf Rekordkurs  Seite 20

© Volkswagen

© dpa/Bernd Thissen

© Stockwerk Racing Team

neue strukturen

Volkswagen definiert neue Schwerpunkte und trifft Personalentscheidungen  Seite 21

cayenne diesel Porsche-SUV ganz sparsam

Autokrise schlägt nun auch auf Händler durch

© Panthermedia.net/Christian Philipp Worring

short

© EPA

Wien. Die Zahl der Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen ist im August auf Jahressicht um 3,4 Prozent auf 33.664 gesunken. Gegenüber dem Vormonat Juli brachen die Neuzulassungen um 14,5% ein, wie die Statistik Austria bekannt gab. Die Zahl der Neuzulassungen von Personenkraftwagen (Pkw) nahm gegenüber August 2011 um 5,1 Prozent ab. Auch am Lkw-Markt wurde ein Rückgang verzeichnet, die Zahl der Sattelzugfahrzeuge ging etwa um 37,7 Prozent zurück.  www.statistik.at

© Panthermedia.net/Mario Lopes

Salzburg. Skoda feiert dieses Jahr seine 20jähriges Jubiläum in Österreich und hat gleich mehrere Gründe zu feiern. So erreicht die zum VW-Konzern gehörende Marke den achten Monat in Folge den zweiten Platz im heimischen Markenranking und durfte sich mit 15.724 Neuzulassungen von Jänner bis August über das beste Ergebnis in Österreich freuen. Zudem gibt es Geburtstagseditionen von Fabia, Roomster Twenty+ und Family+ sowie Octavia und ­Yeti Twenty.  www.skoda.at

Roland Berger Laut einer aktuellen Studie der Strategieberatung gefährdet die ­aktuelle Absatzkrise in Europa zunehmend den Fortbestand vieler Automobil­händler und damit in weiterer Folge auch die Verkaufszahlen der Hersteller.  Seite 20 Renault Hersteller spendet neue Fahrzeuge für den Papst

Daimler Verkaufszahlen ziehen im August wieder an

Papst Benedikt XVI. in seinem neuen umgebauten Renault Kangoo Maxi Z.E.

Vatikan. Papst Benedikt XVI. darf in seinem Fuhrpark neue Elektroautos begrüßen: Renault hat in Zusammenarbeit mit dem französischen Karosseriespezialisten Gruau zwei rein elektrisch betriebene Kangoo Maxi Z.E. für die Anforderungen des katholischen Kirchenoberhaupts umgebaut. Für den nahezu lautlosen Vortrieb der neuen Papamobile sorgt der Elektromotor mit 44 kW/60 PS, der aus einer modernen Lithiumionen-Batterie gespeist wird. Konzernchef Carlos Ghosn übergab die beiden Fahrzeuge als Spende in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo.  www.renault.com

Juli bleibt einmaliger Ausrutscher

© Daimler

Rüsselsheim. Der neue Opel-Finanzchef Michael Lohscheller (Bild) drückt bei der Sanierung der GM-Tochter aufs Tempo. Die jetzige Geschwindigkeit reiche ihm nicht aus, um Opel und Vauxhall neues Leben einzuhauchen, damit sie GM nicht mehr auf der Tasche liegen. „Da werden wir noch ein Schippchen drauflegen“, kündigte Lohscheller in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters an. Wie Opel zurück auf die Erfolgsspur finden will, lesen Sie in der kommenden Woche in medianet automotive.  www.opel.de

© Renault

© GM

Papst bekommt Elektro-Papamobil

Im August konnte Daimler weltweit insgesamt 97.337 Fahrzeuge verkaufen.

Stuttgart. Nach dem Absatzrückgang im Juli (dem ersten seit drei Jahren ununterbrochenen Wachstums) hat der Autobauer Daimler zurück in die Spur gefunden und im August wieder mehr Fahrzeuge verkauft. Mit 97.337 abgesetzten Autos der Pkw-Marken Mercedes-Benz, smart, AMG und der inzwischen eingestellten Marke Maybach stiegen die Verkäufe laut Unternehmen im Vergleich zum August 2011 um 4,5 Prozent. Von Jänner bis August erreichte der Absatz mit 911.303 Wagen einen neuen Höchstwert und stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,1 Prozent.  www.daimler.com


C ov e r

20 – automotivebusiness

Kommentar

Wiens Verkehr wird grüner

Freitag, 14. September 2012

Roland Berger Die Strategieberater sehen in einer aktuellen Studie bei 20 Prozent aller Autohändler finanzielle Engpässe

Schwächelnder Automarkt setzt Händler unter Druck Hersteller müssen sich daher nicht nur auf Verkaufsrückgänge, sondern auch Händlerausfälle vorbereiten. den Hersteller zum einen wirtschaftlich entscheidend sind, deren finanzielle Stabilität zum anderen aber bedroht sein könnte. Die hierfür relevanten Kennzahlen werden in einer Händler-Risikomatrix zusammengeführt, mit der eine erste Fokussierung sichergestellt wird. „Viele Händler überschätzen ihre künftige finanzielle Stärke, wodurch auch für Hersteller das Gefährdungspotenzial pro Händler und für das Gesamtnetzwerk nicht transparent ist“, sagt Petry. Daher sei es zwingend erforderlich, für die gefährdeten Händler eine szenarienbasierte Cashflow-Vorhersage zu machen, um rechtzeitig Steuerungsmaßnahmen einleiten zu können, die den Händler bedarfsgerecht stützen.

Jürgen Zacharias

Chevrolet Verkaufsrekord

© General Motors

Volt erfolgreich

Im August konnte Chevrolet 2.500 Autos seines Modells „Volt“ absetzen.

Detroit. Im August hat Chevrolet das bisher beste Verkaufsergebnis für sein Elektro-Fahrzeug „Volt“ erzielt. Rund 2.500 Fahrzeuge seien im vergangenen Monat verkauft worden sein, meldete jetzt General Motors (GM) und wehrte sich damit gegen Gerüchte, die Produktion des Volt werde eingestellt. Man plane, die Produktion vom 17. September bis 15. Oktober zu unterbrechen, um das Werk in Detroit-Hamtramck, in dem auch der Volt produziert wird, auf den neuen „Chevrolet Impala“ vorzubereiten.  www.chevrolet.com

Auch kein Jubel in Österreich Laut der aktuell veröffentlichten Studie „Automotive Retail Business“ von Roland Berger sind durch die anhaltende Schuldenkrise rund 20% der Autohändler finanziell unter Druck und somit auch ein Großteil des PkwAbsatzes in Gefahr. „Die derzeit rückläufigen Pkw-Absatzzahlen in Europa und der anhaltende Druck an den Finanzmärkten bereiten vielen Händlern signifikante Probleme im Tagesgeschäft“, erläutert Rupert Petry, Partner und Automobilexperte von Roland Berger. „Die Automobilhersteller müssen daher umgehend reagieren, um die Profitabilität der Händler und somit auch die Funktionsfähigkeit ihres Vertriebsnetzwerks nachhaltig sicherzustellen“, so Petry. Sinkendes Verbrauchervertrauen und die anhaltende Unsicherheit hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung haben die Absatzzahlen europäischer Automobilhändler in den ver-

© dpa/Bernd Thissen

M

an kann zu den Grünen stehen wie man will, fix scheint: Sie halten ihr Wort. Waren sie mit der Prämisse in den Wahlkampf gezogen, Wiens Verkehrslandschaft deutlich grüner zu gestalten, folgen nun erste Taten. So scheint die Teil-Verfußgängerzonisierung der Mariahilferstraße nun endlich durchdiskutiert, wurden die Öffis-Jahrestickets deutlich verbilligt und damit neue Verkaufsrekorde erzielt und wird jetzt auch das Thema Carsharing kräftig angeschoben. Die Idee dahinter ist ebenso simpel, wie zukunftsträchtig: Ein Anbieter stellt seinen Kunden gegen Entgelt zur jederzeitigen Nutzung Fahrzeuge zur Verfügung, die mithilfe einer Karte zu öffnen sind und deren Kosten nur nach persönlicher Nutzung abgerechnet werden. Lästige und teure WerkstattTermine? Fehlanzeige. Kosten für Versicherung und Autobahnvignette? Fallen nicht an. Regelmäßig das Auto voll tanken? Nicht notwendig. Parkplatz suchen? Wird nun auch deutlich leichter. Bis jetzt konnte man Fahrzeuge etwa des heimischen Anbieters ‚carsharing. at‘ nur an bestimmten Stellplätzen abholen und retounieren, in Zukunft stehen dafür – dank einer Initiative der Stadtväter – auch reservierte Parkplätze in der Stadt zur Verfügung. Carsharing wird damit massentauglich und die Grünen zeigen, dass sie auch beim Auto ihrer grünen Linie treu bleiben

Wien. Nach einem Hoch folgt bekanntlich meist ein Tief und so darf es nicht verwundern, dass nach den letztjährigen Verkaufsrekorden der europäische Automarkt dieses Jahr im Argen liegt. Derzeit sei der Markt laut den Experten von Ernst & Young um sieben Prozent unter dem Vorjahreswert, die Strategieberatung Roland Berger ist in ihrer Prognose etwas vorsichtiger und geht von einem Minus von sechs Prozent für das Gesamtjahr aus. Miserabel sind beide Zahlen und fest steht damit: Der Markt schrumpft. Und das bereitet neben den Herstellern zunehmend auch den Händlern Probleme.

Risikopotenzial einschätzen Händlerausfälle könnten in Zukunft auch die Pkw-Absatzzahlen weiter reduzieren.

gangenen Jahren negativ beeinflusst. Deutschland und Frankreich verzeichnen Rückgänge von durchschnittlich 1,4 bzw. 0,7 Prozent jährlich, Italien und Spanien haben mit im Durchschnitt 7,3 und 13,4 Prozent jährlich den stärksten Rückgang zu verzeichnen. „Hierzulande ist der Autoabsatz im ersten Halbjahr 2012 vergleichsweise stabil geblieben, starke Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern zeigen aber, dass auch der heimische Autohandel keinen Grund zum Jubeln hat“, kommentiert Petry die Situation in Österreich.

Drei Schritte zum Erfolg Die europaweit rückläufigen Absatzzahlen der Händler würden laut Petry die Automobilhersteller unter Druck setzen. Hinzukomme,

dass die finanzielle Situation der einzelnen Händler für die meisten Hersteller nicht ausreichend transparent sei. Zur Absicherung ihrer Absatz- und Ertragsziele sollten Hersteller daher mithilfe eines dreistufigen Vorgehens die gegenwärtigen Herausforderungen ihrer Händler analysieren. In einem ersten Schritt gehe es dabei um die Bewertung des aktuellen Risikos des einzelnen Händlers. In einem nächsten Schritt soll anhand von Szenarien der mögliche künftige Liquiditätsengpass ermittelt werden und daraus abgeleitet die individuellen Maßnahmen- und Umsetzungspläne zur Minimierung des Gefährdungspotential aufseiten der Händler. Für die Risikobewertung sei es dann laut Petry erforderlich, die Händler zu identifizieren, die für

Um das gesamte Risikopotenzial in einem Markt zu quantifizieren, werden daher im zweiten Schritt alle identifizierten Händler in einem Liquiditäts-Cockpit zusammengeführt. Schlussendlich sei es wichtig, dass die Hersteller einen detaillierten Maßnahmenplan für jeden identifizierten Händler entwickeln und stringent umsetzen. So werden die finanziellen Schwierigkeiten von strategisch wichtigen Händlern überbrückt und profitables Wachstum unterstützt. Dieser Plan muss neben strukturellen Maßnahmen auch Aktivitäten auf Händler- und auf Hersteller-Ebene adressieren, wie etwa Lagerbestandsoptimierung oder angepasste Kreditlinien und -bedingungen. „Die kontinuierliche Erfolgsmessung und Feinsteuerung sind dabei im wahrsten Sinne des Wortes existenziell“, fasst Petry abschließend zusammen.  www.rolandberger.com

Ernst & Young Die Beratungsgesellschaft sieht die weltweite Automobilindustrie im Auf- und in Europa im Abwind

Globaler Erfolg überstrahlt Krise in Europa Stuttgart/Frankfurt. Die Krise in Europa kann den weltweiten Boom der Autoindustrie nicht stoppen. Nach einer Studie der Prüfungsund Beratungsgesellschaft Ernst & Young verkauften die 17 größten Autokonzerne der Welt im zweiten Quartal deutlich mehr Fahrzeuge als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Absatz stieg um insgesamt 13 Prozent auf 17,1 Mio. Fahrzeuge, der Umsatz kletterte um 23% auf 338,5 Mrd. €, wie es in einer kürzlich veröffentlichten Studie heißt.

Während vor allem die japanischen, aber auch die deutschen Autobauer zum Teil mit deutlichen Umsatzzuwächsen glänzten, machten andere weniger Geschäft: Verlierer sind die drei Autokonzerne PSA (Peugeot-Citroen), Renault und Fiat sowie zwei der drei US-Konzerne. Die schwächelnden Herstel-

ler konnten nicht von der starken Entwicklung in den USA und in China profitierten, wo der Absatz jeweils um ein Fünftel stieg. Die betroffenen Hersteller müssten daher in Europa einen noch härteren Sparkurs einschlagen, sagte Peter Fuß, Partner bei Ernst & Young: „Werksschlie-

ßungen in Europa sind überfällig – das ist sehr hart für die Mitarbeiter, aber angesichts der anhaltend schlechten Konjunkturentwicklung in Europa sind solche strukturellen

„Werksschließungen sind für krisengeplagte Hersteller die einzige Möglichkeit, wieder

Europa weiter im Minus

Boden unter die Füße

In Europa schwächelt der Automarkt allerdings, Licht am Ende des Tunnels sei nicht in Sicht. „Die Absatzkrise in Europa dürfte sich in den kommenden Monaten weiter verschärfen und zu Kurzarbeit, Stellenstreichungen und sogar Werksschließungen führen“, erklärten die Experten von Ernst & Young. In Westeuropa lagen die Verkäufe nach den Angaben um sieben Prozent unter dem Niveau des zweiten Quartals 2011.

zu bekommen.“ Peter Fuss, Ernst & young

© dpa/Armin Weigel

Jürgen Zacharias

Während der Markt global boomt, ging er in Europa zuletzt um sieben Prozent zurück.

Maßnahmen für die krisengeplagten Hersteller die einzige Möglichkeit, wieder Boden unter die Füße zu bekommen.“ Die Chance der Hersteller bestehe darin, auf niedrigem Niveau durch die Krise zu kommen.  www.ey.com/AT/de/Home


Freitag, 14. September 2012

H e r s t e l l e r & Zu l i e f er e r

automotivebusiness – 21

Umstrukturierung Mit neuen Kräften und neuen Schwerpunkten will der VW-Konzern den Kampf um die Welt-Marktfßhrerschaft weiter vorantreiben

Volkswagen baut intern kräftig um Moritz Kolar

Wolfsburg. Anfang Juni hatte Volkswagen groĂ&#x;e Umwälzungen im Konzern angekĂźndigt, nun ist es so weit: Um auf dem Weg an die Weltspitze nicht an Schlagkraft und Tempo zu verlieren, verordnet sich der deutsche Massenhersteller ab diesem Monat dem grĂśĂ&#x;ten Umbau seiner FĂźhrung in der Konzerngeschichte. Dabei wurden und werden mehr als 30 Top-Positionen getauscht und diverse Geschäftsbereiche neu bewertet. So wertet Europas grĂśĂ&#x;ter Autobauer im Zuge der Umstrukturierung unter anderem sein ChinaGeschäft kräftig auf, ordnet seine Lastwagensparte neu und baut den Audi-Vorstand um. Stichtag war bereits der 1. September, aber auch in den kommenden Wochen und Monaten ist mit aus den nun getroffenen Entscheidungen resultierenden, weiteren Personalwechseln zu rechnen.

Jochem Heizmann das neu geschaffene China-Ressort. Es ist fĂźr Volkswagen einer der grĂśĂ&#x;ten und wichtigsten Märkte weltweit. Auch das Lkw-Geschäft wird umgebaut, vor allem, um die bisher eher zäh laufende Zusammenarbeit zwischen den TĂśchtern Scania und MAN voranzutreiben.

Nutz-Sparte gebßndelt Der bisherige Chef der schwedischen Tochter Scania, Leif Östling, wechselt in den VW-Vorstand und wird dort das gesamte Nutzfahrzeuggeschäft verantworten, MAN-Chef Georg Pachta-Rey-

hofen zieht in die Konzernleitung, in den erweiterten Vorstand, ein und wird dort das Industriegeschäft mit ­Motoren konzernweit koordinieren. Neuer Scania-Chef wird der bisherige Verkaufsvorstand Martin Lundstedt. Auch die VW-Sparte Nutzfahrzeuge bekommt einen neuen Chef, den Posten Ăźbernimmt der bisherige Entwicklungschef Eckard Scholz. „Wir haben eine klare Vorstellung davon, wie wir Synergien heben wollen“, sagte Winterkorn, der bis 2018 VW zum grĂśĂ&#x;te Autokonzern der Welt formen will.  www.volkswagen.com

wie wir Synergien heben wollen. Nun bekommen wir neue ­Schubkraft.“ Martin winterkorn, VS VW-AG

Porsche und der Motorradhersteller Ducati. „Damit haben wir mittlerweile fast 40.000 Entwickler, die stehen jeden Morgen auf und wollen was Neues konstruieren; wir mĂźssen dafĂźr sorgen, dass dies zielgerichtet den Konzern als Ganzes voranbringt“, wird der Vorstandsvorsitzende in dem Interview zitiert. „Damit bekommen wir neue Schubkraft.“

China wird aufgewertet Bei dem Umbau ßbernimmt etwa der bisher fßr das Nutzfahrzeuggeschäft zuständige Vorstand

Neuer Mann fĂźr China: Jochem Heizmann ist ein Gewinner des VW-Umbaus.

ist

ichfr e r n i der E !! g n u ger 012! n 2 ä l r r e e V Oktob . 5 0 bis

Konzernchef Martin Winterkorn hatte die Umbesetzung vor wenigen Tagen im Handelsblatt mit der internen Zusammenarbeit des Weltkonzerns begrĂźndet. Neben der Kernmarke VW gehĂśren zu dem Konzern auch die Marken VWNutzfahrzeuge, die Lkw-Hersteller MAN und Scania, Audi, Seat, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini,

Vorstellung davon,

Konzernchef Martin Winterkorn will VW mit dem Umbau an die Weltspitze bringen.

16. AUSTRIAN EVENT AWARD

Den Konzern voranbringen

„Wir haben eine klare

Š Volkswagen (2)

U.a. wird das China-Geschäft aufgewertet und die Lkw-Sparte neu geordnet.

Verleihung:

Abendveranstaltung am Dienstag, 04.12.2012, im Design Center Linz, Europaplatz 1, 4020 Linz Online-Anmeldung und Infos unter: wwww.eventaward.at

„Eventmarketing ist eines der wichtigsten Tools im Marketing. Markenoder Produktbotschaften, die unter BerĂźcksichtigung von Neuromarketing inszeniert werden, bleiben nachhaltig im Kopf. Die besten Beispiele aus der Branche zeigt jährlich der Event Award. Ich freue mich auf die zahlreichen Einreichungen“ sagt Walter Ilk, GeschäftsfĂźhrer der Eventwerkstatt und Veranstalter des Austrian Event Award. Heuer bestimmt die Fachjury in 11 Kategorien jeweils bis zu 5 Nominees und je einen Preisträger in Gold. Zusätzlich wird der Sonderpreis fĂźr Green Events vergeben. FĂźr Einreicher ist es mĂśglich, auch ein bereits in einer der 11 Kategorien eingereichtes Event zusätzlich fĂźr den Sonderpreis einzureichen. Die Preisträger werden bei der Verleihung präsentiert und Ăźber unsere Medienpartner und unsere Website verĂśffentlicht.

Veranstaltet vonwww.eventwerkstatt.at Tagsßber findet im Design Center Linz der 3. Eventmanager Congress Österreich statt. Ein Highlight des diesjährigen Congresses ist das Thema 3D – präsentiert durch das AEC Linz gemeinsam mit der Technik-Firma Kabaus. Informationen unter www.reglist24.com/eventmanager Am Tag darauf, 05.12.2012, findet eine organisierte Location-Tour in Linz statt. Infos unter www.linz.at/tourismus

Kategorien: s s s s s s s s s s s s

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Modell & Handel

24 – automotivebusiness

short

© Porsche Austria

Neue Cabrio-Modell für die exklusive DS-Linie

Freitag, 14. September 2012

Porsche Cayenne Diesel Wer an Porsche denkt, hat üblicherweise keinen Dieselantrieb im Sinn – ein Fehler!

Sports-Utility-Vehicle mal beim Namen genommen Der Cayenne Diesel vereint klassische Porsche-Assets mit geringen Verbrauchswerten.

Wien. Die siebte Generation des Golf wird am 8. November in Österreich ihre Markteinführung feiern und bereits am 13. September startet der Vorverkauf. Der Einstieg in die neue GolfKlasse erfolgt mit einem 85 PS TSI-Motor, der das bisherige 80 PS-Benzin-Triebwerk als Einstiegsmotor ersetzt. Das neu entwickelte TSI-Aggregat mit 85 PS sorgt beim neuen Golf bereits in der Basis für mehr Leistung, bei zugleich deutlich niedrigerem Verbrauch. So glänzt der Motor mit einem Durchschnittsverbrauch von lediglich 4,9 l/100 km bzw. 113 g/ km CO2 – 0,6 l weniger als beim entsprechenden Vorgänger mit der selben Leistung. Der Einstiegspreis für den neuen Golf 1.2 TSI 85 PS beträgt in Österreich 18.290,- €. Damit liegt der Neue um ganze 740,- € unter dem bisherigen Preis für diese Motorisierung, bei gleichzeitig umfangreicher Serienausstattung. Bereits in der Einstiegsvariante „Trendline“ verfügt der neue Golf serienmäßig über ESP, Klimaanlage, Radio mit serienmäßigem Touchscreen, elektronische Parkbremse inkl. Auto-Hold-Funktion, variablen Ladeboden sowie Differenzialsperre XDS, 7 Airbags und die neue Multikollisionsbremse. Das macht den neuen Golf noch sicherer und komfortabler.  www.volkswagen.at

Sechs Leasingraten geschenkt bis 22.9.

Wien. Was musste sich die deutsche Traditions-Sportwagenmarke Porsche nicht alles anhören, als man vor genau zehn Jahren mit dem „Cayenne“ das erste SUV-Modell der Marke vorstellte. Frevel und Heuchelei sagte man den Zuffenhausenern damals nach, doch selbst die ärgsten Zweifler wurden im Laufe der Jahre eines Besseren belehrt, denn der Cayenne erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit am Premium-SUV-Markt und hat auch in der neuesten Generation, die 2009 vorgestellt wurde, nichts an Porsche-typischer Eigenständigkeit verloren. Doch dann schockierte Porsche mit der nächsten Majestätsbeleidigung und brachte den Cayenne auch mit einem V6-Dieseltriebwerk auf den Markt – für den Konsumenten ein logischer und verheißungsvoller Schritt, für den echten PorscheFan ein bitterer Beigeschmack. Doch dass sich Sportlichkeit und vergleichsweise moderater Verbrauch nicht ausschließen müssen, beweist das Fahrerlebnis mit dem Cayenne Diesel.

© Stockwerk Racing Team

Gregor Josel

Der neue Golf feiert in siebenter Generation seine Österreich-Premiere.

Der „Porsche Cayenne Diesel“ ist trotz Selbstzündens ein echter Porsche geblieben. Der Einstieg gelingt ab 71.940 Euro.

zum Ausdruck. Selbstbewusstsein demonstrieren auch die deutlicher ausgeprägten und gegenüber der Motorhaube überhöhten Kotflügel. Die stärkere Betonung der Motorhaube von vorn wird durch den Powerdome und die neue Porschetypische V-förmige Haubenform deutlich.

Design vom Feinsten Im Vergleich zur ersten CayenneGeneration wurde der PorscheSUV in der zweiten Auflage noch formvollendeter. Die Rundungen wurden perfektioniert, das ganze Bodywork des Cayenne wirkt noch mehr aus einem Guss als beim Erstmodell. Typisch ist der große mittlere Lufteinlass im Bugteil, der von zwei kleineren Lufteinlässen flankiert wird. Die neu gestalteten Lufteinlässe unterstreichen die sportliche Eleganz und bringen dabei das Leistungsversprechen aller Cayenne-Modelle selbstbewusst

Perfekter Arbeitsplatz Typisch Porsche ist auch der Innenraum: Die perfekt konturierten und justierbaren Sitze bieten ein Optimum aus Komfort und Halt. Die Verarbeitung der wertigen Materialien ist auf allerhöchstem Niveau. Im Kombiinstrument des Cayenne findet sich ein 4,8“ großes, hochauflösendes TFT-Farbdisplay.

Dieses ist in der zweiten Tube von rechts integriert. Die Bedienung erfolgt entweder über den rechten Lenkstock-Hebel oder über die rechte Lenkrad-Drehwalze des optionalen Multifunktionslenkrads. Im TFT-Farbdisplay stehen umfassende Anzeigemöglichkeiten in den Bereichen Fahrzeugeinstellungen, Audio, Telefon, Navigation, Kartendarstellung, Trip, Reifendruckkontrolle und Abstandsregeltempomat zur Verfügung.

Sportliches Vorankommen Wer den Cayenne noch nicht in der Dieselversion gefahren hat, wird äußerst überrascht sein vom potenten und sportlichen Antriebskonzept des selbstzündenden Por-

sche-SUV. Der 3,3 l V6-Diesel leistet in der aktuellen Version 245 PS. Den enormen Antritt aus dem Drehzahlkeller verdankt der Cayenne Diesel allerdings vor allem dem Drehmoment von 550 Newtonmeter, das bereits ab 1.750 Umdrehungen pro Min. verfügbar ist. Für die perfekte Übertragung der Kraft auf den permanenten Allradantrieb sorgt das AchtgangTiptronic-S-Getriebe, das in der sportlichen Justierung für allumfassenden Fahrspaß sorgt. Durch effektives Motormanagement und das serienmäßige Start-Stopp-System wurde der Verbrauch des Cayenne Diesel auf beachtliche 7,2 l (Werksagabe) gedrückt. Im echten Leben begnügt er sich mit 8,6 l.  www.porsche.at

Citroen C4 Aircross Der neue C4 Aircross erweitert das Modellportfolio von Citroen um einen kompakten SUV

Mit attraktiven Leasingangeboten geht Renault in die Herbstsaison.

Wien. Renault schenkt Neuwagenkäufern sechs Leasingraten. Das attraktive Angebot gilt für alle Pkw-Modelle der Marke und bis zum „Tag der offenen Tür“, der am 22. September unter dem Motto „Die unglaublichen Tage bei Renault“ stattfindet. Bei einer Laufzeit von 60 Monaten schenkt Renault seinen Kunden die ersten sechs und bei 48 Monaten die ersten vier Leasingraten. Für beide Laufzeiten beträgt der Zinssatz 4,9% nominal und ist über die gesamte Laufzeit fix. Noch lohnender wird der Pkw-Neuwagenkauf bei Renault durch die Ausstattung nahezu aller Fahrzeuge mit Alu-Winterkompletträdern, was einem zusätzlichen Kundenvorteil von bis zu 1.704 € entspricht.  www.renault.at

Wien. Mit dem neuen „C4 Aircross“ rundet Citroen das Portfolio um einen kompakten SUV ab. Von vorn setzt der breite Kühlergrill die Doppelwinkel perfekt in Szene, die dem Fahrzeug eine starke Markenidentität verleihen. Das Design der großen 18“-Felgen sowie die Rückleuchten sind von der Limousine Citroën C4 und vom Concept Car Hypnos inspiriert und wurden für eine verbesserte Aerodynamik sowie eine Verringerung des CO2– Ausstoßes konzipiert. Das gelungene Design lässt den C4 Aircross deutlich größer wirken, als er mit seinen 4,34 m Länge und 1,8 m Breite eigentlich ist

nicht verstecken muss. Mit dem umfangreichen und zentralen Infotainment-System ausgestattet, bietet der C4 Aircross auch in Sachen Peripherie eine perfekte Ausstattung. Die Interaktion zwischen Bluetooth, Ipod-Anschluss und dem Navigationssystem funktioniert perfekt. Einzig das Pairing der Bluetooth-Geräte ist rein über das Sprachsteuersystem verfügbar und wirkt im Vergleich zu üblichen

Touch-Systemen etwas umständlich. Auf hohem Niveau ist die Geräuschdämmung im neuen Citroen SUV; selbst bei hoher Autobahngeschwindigkeit bleibt der C4 Aircross recht leise im Inneren.

Wählbarer Allradantrieb Der Citroën C4 Aircross verfügt wahlweise über einen reinen Frontantrieb, der mit einem Diesel

Umfangreiche Ausstattung Der Innenraum des neuen kompakten SUV ist ebenfalls Citroen pur: Viel Komfort, hochwertige Verarbeitung und eine Vielzahl an praktischen und innovativen Details prägen das Interieur des C4 Aircross. Im Gepäcksfach finden zwischen 442 l und 1.193 l Gepäck Platz – ebenfalls ein Wert, mit dem sich der kleine Franzose

© Citroen Austria

© Renault Austria

Kompakter Franzose mit längeren Beinen

Als 2WD ist der C4 Aircross ab 22.390 Euro und mit Allrad ab 28.890 Euro zu haben.

(114 PS) oder einem Benzinmotor (117 PS) kombinierbar ist. Die beiden Dieselmodelle mit 114 und 150 PS verfügen über einen variablen Allradantrieb neuester Bauart. Diese Technologie, die gleichermaßen die Anforderungen des Fahrers, den Straßenzustand und die Fahrzeuggeschwindigkeit berücksichtigt, ermöglicht eine optimale Drehmomentverteilung auf Vorderund Hinterräder. Der Allradantrieb (4WD) verteilt automatisch die Kraft auf Vorder- und Hinterachse. Bei schwierigeren Bedingungen werden automatisch bis zu 50% des Drehmoments an die Hinterräder weitergeleitet. Der Modus „LOCK” liefert ein Maximum an Traktion bei schwierigen Bedingungen, indem permanent 50% des Drehmoments an die Hinterräder geschickt werden. Somit werden vom Start weg – unabhängig vom Untergrund – beide Achsen angetrieben. Der Zweirad-Modus (2WD) minimiert den Kraftstoffverbrauch, indem lediglich die Vorderräder angetrieben werden. Im Test verbrauchte der SUV rund 8,9 l.  www.citroen.at


r u n d u m s au t o

Freitag, 14. September 2012

automotivebusiness – 25

Automechanika Die international hoch angesehene Fachmesse feiert in diesem Jahr einen neuen Ausstellerrekord

short

Fachmesse soll Kfz-Handel neuen Schwung verleihen Moritz Kolar

© carsharing.at

In Summe präsentieren sich 4.593 Aussteller dem Publikum; im Rampenlicht steht die Elektromobilität.

Carsharing wird nun noch urbaner

Zu Beginn stehen Carsharing-Anbietern 40 Parkplätze zur Verfügung.

Frankfurt/Main. Die weltweit größte Fachmesse der Automobilwirtschaft soll dem schwächelnden Automarkt neue Impulse geben. Darauf hofft das deutschsprachige Kfz-Gewerbe rund um die „Automechanika“ in Frankfurt/Main. Noch bis Sonntag (16. September) präsentieren dort 4.593 Aussteller aus 74 Ländern auf rund 305.000 m� Fläche ihre Produkte: „Das ist eine neue Rekordmarke für die ‚Automechanika‘ nach 4.471 Ausstellern

für die ‚Automechanika‘. Mehr geht nicht, mehr kriegen wir hier in Frankfurt nicht unter.“ Detlef braun messe frankfurt

vor zwei Jahren. Mehr geht nicht, mehr kriegen wir hier auf der Messe Frankfurt nicht unter“, sagte der Geschäftsführer der Messe Frankfurt, Detlef Braun. Erwartet werden rund 160.000 Fachbesucher, 10.000 mehr als vor zwei Jahren.

Elektromobilität im Fokus Die Leitmesse der Automobilwirtschaft zeigt Produkte in den Bereichen Autoteile, Werkstattund Tankstellenausrüstung, IT und Management, Fahrzeug-

CO2 soll Klimaanlagen bald grüner machen

Auf der „Automechanika“ präsentieren sich dieser Tage Tausende Aussteller in der Messe Frankfurt rund 160.000 Fachbesuchern.

wäsche, Zubehör und Tuning. Hinter der Automechanika stehe mit den inländischen Teile- und Zubehörherstellern eine Branche mit einem Nettoumsatz von 96 Mrd. € im vergangenen Jahr, sagte Braun. Zudem würden im Handel 19 Mrd. € umgesetzt und mit der Reparatur weitere 4 Mrd. €. Der Schwerpunkt der Messe ist das Thema ‚Elektromobilität‘. Zu sehen sind Lösungen aus den Bereichen Erstausrüstung, Umrüstung, Fahrzeug-und Ladezubehör, Entsorgung und Recycling. Mitgliedsunternehmen des Bundesverbands für Elektromobilität präsentieren Neuerungen bei der Ladetechnik sowie Elektroautos und -zweiräder. Die Messe Frankfurt verspricht, dass

Aussteller etwa das schnellste E-Kart der Welt mit qualmenden Reifen vorführen.

Handel kämpft mit Minus Der deutsche Kfz-Handel klagte kurz vor der Automechanika über das schwache Geschäft und eine tobende Rabattschlacht. Mit 2,1 Mio. Neuzulassungen wurden von Jänner bis August 0,6 Prozent Autos weniger verkauft als im Vorjahr. Nach Angaben des Zentralverbands Deutsches Kraftgewerbe haben Händler und Hersteller fast 29% davon selbst zugelassen. Diese Eigenzulassungen drängten mit hohen Nachlässen auf den Markt. Das bringe das Preisniveau für Neu- und Gebrauchtwagen sowie

für Leasing-Rückläufer durcheinander. In Österreich ist die Situation ähnlich, wenn auch nicht ganz so extrem ausgeprägt: Im Juli gingen die Neuzulassungen im Jahresvergleich um 3,5 Prozent zurück, von Jänner bis Juli wurden damit um 0,8 Prozent weniger Pkw neu zum Verkehr zugelassen, als noch in den ersten sieben Monaten des vergangenen Jahres. Geht es nach dem deutschen Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer, wird sich der Trend aber auch nicht mehr so schnell ins Positive verkehren. In dem kommenden Jahren sei – ganz im Gegenteil – mit einem deutlichen Nachlassen der Verkaufszahlen zu rechnen, so Dudenhöffer.  www.automechanika.de

5. Allradmesse 2012 Trotz des Regenwetters und eines leichten Besucherrückgangs waren die Veranstalter zufrieden

© Allradmesse (2)

Zufriedenheit trotz schwieriger Bedingungen

Profis gefragt: Auf der Demonstrationsstrecke herrschten schwierigste Bedinungen.

Wiesenpflege: Auch Vorführungen von 4x4-Gerät gehörte zum Messe-Programm.

Gaaden bei Wien. Wegen des Regenwetters am Freitag und Sonntagabend durfte Österreichs größte Allradnesse „4x4“ auf dem Landgut Zwei Eichen in Gaaden Anfang September mit rund 6.500 Besuchern weniger als noch vor zwei Jahren begrüßen. Trotzdem waren die Veranstalter zufrieden, auch weil die Veranstaltung in ihrer fünften Auflage mittlerweile über die

weniger schwierigen Strecke sowie einem anspruchsvollen Geländewagen-Parcours für Probefahrten zur Verfügung.

Grenzen hinaus bekannt ist, auch aus den deutschsprachigen Nachbarländern kamen Gäste. Mehr als 50 Firmen präsentierten am Wochenende auf einem mehr als 40 ha großen Gelände ihr breit gefächertes Angebot. Mit 21 Automobilmarken waren nahezu alle für den 4x4-Markt wesentlichen Automobilmarken vertreten. 50 Fahrzeuge standen auf einer

Schwierige Demostrecke Wer miterleben wollte, was moderne Fahrzeuge mit entsprechend ausgebildeten Fahrern wirklich können, durfte eine selektive Test-

strecke als Beifahrer eines Profi-Instruktors absolvieren. Trotz schwierigster Bedingungen auf der Demonstrationsstrecke – nicht selten mussten manche Sektionen öfter angefahren werden, um sie erfolgreich zu absolvieren –, hielten sich die Einsätze der Bergungstruppe in Grenzen. In Summe wurden über 3.500 Probefahrten gezählt.  www.allradmesse.at

© GTÜ/pixelio.de

eine neue Rekordmarke

© Messe Frankfurt Exhibition/Jens Liebchen

„4.593 Aussteller sind

Wien. Carsharing erobert den öffentlichen Raum: Seit wenigen Tagen sind in Wien Straßenparkplätze eigens für geteilte Autos reserviert. Vorerst stehen davon 40 zur Verfügung, wie der Verkehrssprecher der Wiener Grünen, Rüdiger Maresch, sagt. Die Plätze sind entsprechend – mittels Verkehrszeichen und Bodenmarkierungen – gekennzeichnet und für Anbieter in den ersten drei Jahren kostenlos. Danach sind pro Parkplatz 1.200 € pro Jahr zu bezahlen. Schon jetzt mit von der Partie ist Zipcar, das kürzlich den heimischen Anbieter carsharing.at übernommen hat.  www.carsharing.at

Geht es nach dem VCÖ, soll CO2 in Klimaanalgen zum Einsatz kommen.

Wien. Der VCÖ plädiert für die Verwendung von CO2 als Kältemittel in Auto-Klimaanlagen: Dieses arbeite effizient, sei kostengünstiger und nicht brennbar, hieß es bei einer Pressekonferenz in Wien, bei der deutsche Experten eindringlich vor dem von der EU-Kommission für Neuwagen vorgeschriebenem Kältemittel R1234yf warnten. Vorerst wird R1234yf nur marginal eingesetzt, wie Patrick Huth von der Deutschen Umwelthilfe sagte. Vorläufig wird meist noch 134a verwendet, das 1.430 Mal so klimaschädlich ist wie CO2. Daher hat die EU für Kältemittel in Auto-Klimaanlagen einen Grenzwert festgesetzt: Sie dürfen nicht mehr als 150 Mal so klimaschädlich sein wie CO2. R1234yf schafft diese Hürde zwar locker, allerdings entsteht im Brandfall Fluorwasserstoff, der mit Wasser Flusssäure bildet; diese wirkt ätzend auf Haut, Schleimhäute und Bindehaut. Laut dem deutschen Verkehrsberater Axel Friedrich könnte CO2, unter hohem Druck als Kältemittel verwendbar, neben seiner Kühlfunktion im Sommer, im Winter auch zum Beheizen des Fahrzeugs verwendet werden. „Wir können daher nicht nachvollziehen, dass eine solche Lösung nicht genommen wird“, sagte der Fachmann. Eine Klimaanlage mit CO2 würde rund 50 € mehr kosten, der Verbrauch würde nach seinen Angaben um 30% sinken.  www.vcoe.at


I n n ovat i o n & u m w e lt

26 – automotivebusiness

Freitag, 14. September 2012

Gefahr Mit der zunehmenden digitalen Vernetzung unserer Umwelt steigt auch die Gefahr des digitalen Autoklaus

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Hacker haben es nun auch auf Fahrzeuge abgesehen

Innovations Awards für Bosch und Volkswagen

Hacker beeinflussen die On-Board-Diagnostik der Fahrzeuge und öffnen auf Knopfdruck die Türen.

© Bosch

Berlin. Daten von fremden Computern sind für Hacker seit eh und je eine feine Sache. Doch mit dem Triumphzug der Smartphones haben sie jetzt noch attraktivere Ziele ausgemacht: Die internetfähigen Handys sammeln nämlich mehr und vor allem interessantere Daten als herkömmliche Laptops, schließlich kommunizieren die Benutzer mit den Geräten nicht nur schriftlich, sondern telefonieren auch und hinterlassen so via Navigationssystem Spuren auf Stadtplänen und Landkarten. Mit der zunehmenden Vernetzung von Autos rücken immer öfter aber auch Fahrzeuge auf das Radar von Hacker.

PSA verwendet den Hybrid4-Antrieb u.a. im 508, 3008 und Citroen DS5.

Frankfurt/Main. Der Hybrid4-Antrieb, den Bosch in Kooperation mit PSA Peugeot Citroën entwickelt hat, wurde auf der derzeit laufenden „Automechanika“ mit dem „Innovation Award 2012“ in der Kategorie „OE Products & Services“ ausgezeichnet. Der weltweit erste in Großserie gefertigte Full-HybridDiesel-Antrieb verbindet einen Verbrennungsmotor, der die Vorderräder antreibt, und einen E-Motor, der die Hinterräder beschleunigt. Das Zusammenspiel der Motoren erfolgt entweder vollautomatisch oder wird vom Fahrer über einen Drehschalter mit vier Fahrmodi vorgewählt; je nach Situation kann er rein elektrisch fahren, nur den Verbrennungsmotor nutzen oder mit beiden zusammen alle Räder antreiben. Der Verbrauchsvorteil gegenüber Autos mit vergleichbarer Leistung beträgt dabei bis zu 35%. Weitere Preisträger: In der Kategorie „Repair/Diagnostics“ ging der Preis an Volkswagen für das neu entwickelte Hochvoltmessmodul VAS 6558A. Das Messinstrument ist speziell für das Prüfen von Spannungen an Elektrofahrzeugen geeignet und wurde zusammen mit dem heimischen ­Unternehmen AVL DiTest ­entwickelt. Weitere Preise gingen an Steelmate, Delphi, NTN-SNR Roulments, Autogasanlagenhersteller Prins, Hunter Engineering und Applico Data.  www.automechanika.de

Autoknacker mit Computer Datenfüchse, die auf Schwachstellen moderner Elektronik spezialisiert sind, verlegen sich immer öfter auf das Knacken von Autos – ganz ohne Gewalt. Im Internet kursiert ein Video, dass eine Gruppe Männer beim Aufbrechen eines BMWs in England zeigt. Angeblich soll der Mitschnitt einer Überwachungskamera belegen, dass die Täter die elektronische Schnittstelle des Wagens nutzen, um ihn starten zu können. Auf dem Band ist zwar zu sehen, wie die Gauner mit einem Schnittstellengerät hantieren, sein erfolgreicher Einsatz ist darauf aber nicht belegt. Ein BMW-Sprecher räumt ein, dass die Diebstahlrate in England gestiegen ist, mit der Software des Wagens habe das allerdings nichts zu tun. Die Autos seien für Diebe schlicht attraktiv. IT-Experte Raimund Genes (Technikchef der japanischen AntiVirensoftwarefirma Trend Micro) hält es für durchaus möglich, dass

© Panthermedia.net/Yuanyuan Xie

Moritz Kolar

Digitale Zukunft: Hacker haben es zusehends auf Autos abgesehen und knacken mithilfe von Software die Schlüsselsysteme.

Gangster Autos mit Software zum Laufen gebracht haben. Fahrzeuge würden offenbar gekapert, ohne dass die Alarmanlage angegangen sei. „Und dann haben die Jungs ein kleines elektronisches Gerät, dass eindeutig in die On-BoardDiagnostik reingeht und binnen drei Minuten haben sie den Schlüssel und fahren das Auto weg.“

Android bei Hackern beliebt Abseits von Autos haben es die Hacker vor allem auf das inzwischen weit verbreitete Google-Handybetriebssystem Android abgesehen. „Aus den Hunderten AndroidBedrohungen von Mitte 2011 sind in diesem Jahr Tausende geworden“, heißt es in einem Bericht der Intel-Tochter McAfee. Ende März

seien 7.000 Arten von Schad-Software gegen das Betriebssystem gerichtet gewesen. Bis Jahresende dürfte die Zahl auf knapp 130.000 anschwellen, prophezeit Trend Micro. Lukrative Geschäftsmodelle für die IT-Ganoven bestehen längst. In Japan erpresste ein Hacker-Ring mit einer Porno-App im Durchschnitt 2.000 USD von seinen Opfern, bevor er aufflog, berichtet Technikchef Raimund Genes von Trend Micro. Die Täter schleusten ein fernsteuerbares Kleinprogramm auf die Smartphones der Betroffenen und drohten damit, die anzüglichen Bilder an alle Telefonbuch-Kontakte der Nutzer zu verschicken. Insgesamt hat es seit vergangenem Jahr rund 25.000 IT-

USA Präsident Barack Obama will in den kommenden 13 Jahren den Spritverbrauch der US-Fahrzeuge halbieren

Strenge Spritlimits für die US-Autoindustrie

Toyota: Kooperation mit Umicore geplant © Toyota

Washington. Amerikanische Neuwagen sollen nach dem Willen der US-Regierung vom Jahr 2025

an nur noch halb so viel Benzin verbrauchen wie heute. Präsident Barack Obama kündigte vor we-

nigen Tagen neue Regeln an, nach denen Autos und Kleintransporter dann durchschnittlich mit rund

Toyota will seine Lithium-Ionen-Batterien mit Umicore sinnvoll recyclen.

4,3 l pro 100 km auskommen müssen – dieser Schritt ist allerdings weniger umweltpolitisch, als geostrategisch motiviert „Diese Standards für den Treibstoffverbrauch sind der wichtigste Schritt, den wir jemals unternommen haben, um unabhängig vom ausländischen Öl zu werden“, kommentierte Obama laut einer offiziellen Aussendung des Weißen Hauses die geplante neue Regelung.

Hersteller mit im Boot

© EPA

Tokio. Toyota Europa strebt eine Zusammenarbeit mit dem belgischen Unternehmen Umicore beim Recycling von LithiumIonen-Batterien an. Ziel ist das sichere und nachhaltige Recycling von Lithium-IonenBatterien, die in zwei neuen Toyota Modellen zum Einsatz kommen: dem 7-sitzigen Toyota Prius+ und dem Toyota Prius Plug-in Hybrid. Umicore nutzt zum Batterie-Recycling eine patentierte Ultrahochtemperatur-Schmelztechnolgie, die eine kosteneffiziente und umweltverträgliche Wiedergewinnung wertvoller Batteriebestandteile wie Kobalt oder Nickel erlaubt.  www.toyota.com

Angriffe auf die neuen Alleskönner gegeben. Neben gezielten Attacken sind auch gewöhnliche SchadProgramme (Malware) im Umlauf. „Im ersten Quartal entwickelten Malware-Autoren einen der ersten zerstörerischen Android-Trojaner“, erklärt McAfee. Für professionelle Hacker sind Attacken auf einzelne Smartphones aber oft viel interessanter. Sie täuschen dem Nutzer etwa vor, das Handy müsse seine Software aktualisieren – und lotsen so eine Spionage-App auf das Gerät. Manche dieser Malwares verwandeln das Smartphone in einen Daten-Zombie, der Gespräche mitschneidet, EMails oder Telefonbücher kopiert und die Ortsdaten übermittelt, ohne dass es der Besitzer merkt.  www.trendmicro.com

Aktuell verbrauchen Autos und Kleintransporter in den USA rund 8,6 Liter pro 100 Kilometer, 2025 soll es die Hälfte sein.

Unterstütztung bekommt Obama dabei von ungewohnter Seite: 13 Autohersteller, die zusammen einen Marktanteil von 90% in den USA haben, unterstützen nach Angaben des Weißen Hauses die neuen Standards. Die Konsumenten würden durch die größere Effizienz der Wagen laut der Aussendung insgesamt rund 1,7 Billionen USD (1,35 Billionen €) Spritkosten sparen. Der Ausstoß klimaschädliche Treibhausgase solle durch das Programm um 6 Mrd. t sinken.  www.usa.gov


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 14. september 2012 – 27

ipos in der pipeline © EPA

Talanx hat zwar neuerlich verschoben, es kommen aber demnächst IPOs  Seite 28

© Panthermedia

financenet aufwärtstrend hält an

Der starke Sektor Biotechnologie erlebt dank Demografie weiteren Auftrieb  Seite 29

ablöse neuer maklerobmann für wien © Simone Attisani

9/12 – ein erfreulicher Tag für die Eurozone

ATX 5. bis 12. September 2012

ATX (Schluss 12.9.) 2.149,08 Wochentop Wochenflop

5,80%

Erste Group 14,08% Bene -2,46%

Top 5 ATX Prime Erste Group voestalpine Zumtobel Semperit Immofinanz

14,08% 10,55% 9,88% 8,32% 6,93%

Flop 5 ATX Prime Bene Lenzing Wolford Agrana Strabag

-2,46% -1,03% -0,48% -0,08% -0,06%

DAX 5. bis 12. September 2012

DAX (Schluss 12.9.) 7.343,53

5,44%

Top 5 DAX Commerzbank Dt. Bank ThyssenKrupp Dt. Lufthansa Infineon

27,12% 18,58% 12,92% 12,23% 10,30%

Flop 5 DAX Beiersdorf Dt. Post K+S Fresenius Med. Care Henkel

-1,54% -1,19% -0,56% -0,39% -0,11%

© EPA

Wochentop Commerzbank 27,12% Wochenflop Beiersdorf -1,54%

Karlsruher ESM-Urteil Selten hat ein Rechtsspruch derart große Auswirkungen für die Handelsplätze gezeitigt, wie jener des deutschen Bundesverfassungs­ gerichtshofs über den Euro-Schutzschirm ESM. Es gab Luftsprünge an den ­Börsen, für den Euro, Anleihen der Euro-Krisenländer und Rohstoffe. Seite 28 Nach Prüfung „Vollfusion wirtschaftlich nicht vernünftig“

inhalt

Capital:Markets >Uniqa-AR genehmigt neue Aktien

Deka und LBB verschmelzen nicht 28

Fonds:Park > Experten: Die BiotechRallye geht weiter 29 > DJE-Fonds feiert 25-jähriges Jubiläum 29 > BlackRock verzeichnet reges Plus bei Indexfonds 29

30

Insurance:Watch > Ärzte: Oft unterversichert 31 > arithmetica: Risiken ­quantitativ einschätzen 31

© LBB

Banking > Deutsche Bank spart

LBB-Geschäftsmodell mit Fokus auf Immobilienkredite ist zu unterschiedlich.

Frankfurt. Der deutsche Fondsdienstleister Deka und die Landesbank Berlin (LBB) werden nicht verschmolzen. Die Sparkassen, denen beide Finanzinstitute gehören, haben sich nach einer Überprüfung durch die Unternehmensberatung Roland Berger gegen eine Zusammenlegung entschieden, sagte Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon der Nachrichtenagentur Reuters. „Eine Vollfusion von LBB und Deka halten wir wirtschaftlich nicht für vernünftig.“ Das Geschäftsmodell der LBB als Berliner Großsparkasse unterscheide sich zu stark von jenem der Deka als großem Fondsdienstleister. (lk/ag)

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28 – financenet

Freitag, 14. September 2012

financenet@medianet.at

ESM-Urteil Deutscher Spruch zum Euro-Schutzschirm löste schon im Vorfeld Euphorie an den Handelsplätzen aus

kolumne

Richter treiben Börsen an

Hoffentlich gut versichert!

Auch Euro, Anleihen der Euro-Krisenländer und Rohstoffpreise profitierten; Bundesanleihen fallen. europäische Einheitswährung um fast einen Cent gestiegen. Mit 1,30 USD rückt nun die nächste runde Marke für den Euro in Reichweite.

reinhard krémer/apa

Karlsruhe. Es kommt nicht oft vor, dass ein Rechtsspruch Auswirkungen auf Handelsplätze hat. Das Urteil, das der deutsche Bundesverfassungsgerichtshof über den Euro-Schutzschirm ESM fällte, schlug jedenfalls alle Rekorde. Denn schon im Vorfeld hatten Spekulanten knallhart auf einen positiven Entscheid gesetzt – das führte dazu, dass seit der Vorwoche so gut wie alle Börsen von New York bis Wien zulegten. Und sie wurden nicht enttäuscht: Als die Richter unter Präsident Andreas Voßkuhle Punkt 10 Uhr an ihr Pult traten, um das Urteil zu verkünden, war die Stimmung in den Handelsräumen zum Zerreissen gespannt. Sobald die Märkte das Juristendeutsch dann schließlich in Reinschrift übersetzt hatten, brach die Hölle los. Die Karlsruher Richter haben den Beitritt Deutschlands zum Euro-Rettungsschirm ESM genehmigt – allerdings innerhalb bestimmter Grenzen: Es muss nämlich sichergestellt werden, dass die Haftung Deutschlands auf die vereinbarten 190 Mrd. € beschränkt bleibt.

D

ie Finanzmärkte sind tot – es leben die Finanzmärkte! Allerorts gab es am Dienstag Aufatmen. Die dringend herbeigesehnte Rückkehr zur Normalität – wenn auch nur als ganz kleiner Schritt auf einem immer noch langen Marsch – nahm mit dem ESMUrteil ein wenig konkretere Formen an. Es darf daher auch wieder ein wenig gelacht werden: Es gibt immer wieder sehr skurrile Möglichkeiten, sich wirklich gut auf den Ernstfall vorzubereiten. Harald Martenstein, Kolumnist der Zeit, erwähnte neulich eine Art Versicherung, mit der fundamentalistische Christen für ihre geliebten animalischen Begleiter auf Erden Vorsorge treffen können: Eine Firma namens Eternal EarthBound Pets biete Herrchen und/oder Frauchen an, dass sich nach deren Himmelfahrt garantierte Atheisten für 135 US-Dollar um Hund, Katz & Co. kümmern. Leider jedoch ist die Nachfrage anscheinend nicht wirklich in eine respektable Größe gelangt – der Dienst wurde wieder aufgelassen. Aber – haben Sie schon eine WUV-Polizze? Im Internet kursiert folgender Text: Gegenstand der WeltUntergangsVersicherung ist der Weltuntergang am 21.12.2012. Bei Eintritt des Schadensfalls erhält jeder Versicherte 10 Millionen Samsara-Dollar auf dem persönlichen Nirvana-Konto gutgeschrieben ...

DAX, Euro mit Luftsprung … Der deutsche Akltienindex DAX stieg daraufhin um 1,2% auf 7.397 Punkte. Mit 7.410 wurde kurzfristig sogar ein neues Jahreshoch markiert, zugleich war dies auch der höchste Stand seit dem Juli des Vorjahres. Der Euro-Stoxx-50 legte um 1,3% auf 2.590 Punkte zu. Der ATX verbesserte sich um fast 1% auf 2.145 Zähler. Zu den Gewinnern gehörten neben SchoellerBleckmann auch Immofinanz und Aktien der voestalpine. In einer ersten Reaktion meinte Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek, die Entscheidung des deutschen Verfassungsgerichts, den Start des permanenten Euro-

Neue Märkte Erfolge

Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek: formal wichtige Entscheidung.

Rettungsschirms ESM nicht zu blockieren, sei „formal eine wichtige Entscheidung für die Eurozone“. Ein Stolperstein sei somit aus dem Weg geräumt. Materiell habe sich nun aber „alles zur EZB verlagert“, weil die Zentralbank nun unabhängig am Markt agieren könne. „Das ist ein guter Tag für die Euro-Zone. Sie erhält jetzt einen zweiten wichtiger Stützpfeiler in ihrer Architektur – mit dem ESM und Fiskalpakt auf der einen Seite sowie den EZB-Anleihenkäufen auf der anderen Seite. Viele Krisen-

länder erhalten jetzt Zeit, um ihre Reformen voranzubringen”, kommentierte fast euphorisch Andreas Rees, Deutschland-Chefvolkswirt der UniCredit. Jörg Krämer, Commerzbank-Chefvolskwirt, stößt in ein ähnliches Horn: „Der ESM kann an den Start gehen. Die EZB wird im großem Stil Staatsanleihen kaufen. Wir bekommen eine Haftungsunion, die den Charakter der Währungsunion ändern wird.” Der Euro erfuhr ebenfalls eine Frischzellenkur und stieg in den Bereich von mehr als 1,29 zum USD. Schon am Dienstag war die

IPO-Fantasien Rund um den Globus gehen neue Börsen-Player an den Start

Coface: Plus im Halbjahr

Direct Line, Japan Air, Al Habtoor London/Frankfurt/Dubai/Tokio. Der zur verstaatlichten Royal Bank of Scotland (RBS) gehörende Kfz-Versicherer Direct Line macht mit seinen Börsenplänen ernst. Analysten gehen davon aus, dass das Versicherungsgeschäft mit mehr als 3 Mrd. £ (3,76 Mrd. €) bewertet werden könnte. RBS ist zu 82% in Staatshand und muss im Gegenzug für Finanzhilfen bis 2013 die Mehrheit an Direct Line abgeben.

Direct Line vertreibt die Marken Churchill und Green Flag und ist drittgrößter Auto-Direktversicherer in Deutschland. Nach dem Börsengang will man profitabler arbeiten. In Deutschland gab es zuletzt Gerüchte, wonach die drittgrößte deutsche Versicherungsgruppe, Talanx, kurz vor dem IPO stehe. Am Donnerstag jedoch kam der Rückzieher: „Wir haben für

© EPA

Paris/Wien. „In einem verschlechterten wirtschaftlichen Umfeld ist es Coface im Halbjahr 2012 gelungen, sowohl das eigene Wachstum fortzusetzen als auch die Kunden mit einem optimierten Risikomanagement zu unterstützen“, kommentiert Coface-CEO Jean-Marc Pillu. Der Konzernumsatz erreichte 808 Mio. € (+5,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum), das Kerngeschäft sei dabei um 7,2% gestiegen. Die Expansionsbestrebungen wurden durch Wachstumsraten im zweistelligen Bereich bestätigt: +22,7% im Raum Asien und Pazifik, +29,6% in Lateinamerika, +24,7% in Nordamerika und +14,4% in Zentraleuropa. In traditionellen Märkten (hauptsächlich Europa) waren die Zuwächse weniger stark. Der laufende operative Gewinn beträgt 97 Mio. € (+25,8%), ohne Berücksichtigung von Restrukturierungskosten im ersten Halbjahr 2011 +13,1%. Der Nettogewinn liegt bei 68 Mio. €.

© K. Keinrath

linda kappel

… Staatsanleihen im Minus

Japan Airlines sind nach Insolvenz und folgender Rosskur nun wieder interessant.

die nächsten sechs Monate keine Pläne in der Schublade“, so eine Konzern-Sprecherin, damit sei der Weg an die Börse aber keinesfalls ad acta gelegt. Zuvor hieß es, der Konzern, zu dem u.a. HDI und der Rückversicherer Hannover Rück gehören, wolle rasch in den MDax aufsteigen und langfristig auch in den DAX.

Neuer Schwung in den VAE Aber auch in Fernost und in Asien werden Börsenpläne gewälzt: Ein Börsen-Comeback will Japan Airlines feiern; die Fluglinie peilt Einnahmen von umgerechnet 6,6 Mrd. € an und steuert damit auf den nach Facebook weltweit zweitgrößten Börsengang des Jahres zu. Für etwas später, nämlich 2013, hat das Dubaier Konglomerat Al Habtoor den milliardenschweren Börsengang angesetzt, mit dem es bis zu 1,6 Mrd. USD (1,25 Mrd. €) erlösen will. Es sollen neue Aktien im Wert von 25% des Kapitals begeben werden, was eine Unternehmensberwertung von mehr als sechs Mrd. USD ergibt.  (lk/ag)

Die zunehmende Vergemeinschaftung der Risiken untergrabe aber zunehmend den Ruf des deutschen Anleihenmarkts als „sicheren Hafen”, meinen Marktinsider, daher steigen viele Investoren aus deutschen Bundesanleihen aus. Auch die Anleihen anderer Kernländer wie Österreich, Frankreich und der Niederlande gerieten unter Druck. Bankenwerte gehörten zu den großen Gewinnern des Karlsruher Urteils: Sie waren nach dem ESMUrteil stark gefragt und legten in Europa im Schnitt um 2,2% zu. Die Branche ist nämlich einer der Hauptprofiteure einer Entspannung der Schuldenkrise in der Eurozone. Commerzbank-Aktien explodierten förmlich und legten gleich um 7% auf 1,57 € zu, für DeutscheBank-Papiere ging es 1,6% auf 33,69 € nach oben. In Frankreich gewann die Société-Générale-Aktie 3,7% auf 25,60 €. Asiatische Börsen haben am Mittwoch schon im Vorfeld – sie waren zum Zeitpunkt des Wahrspruchs geschlossen – höher notiert. Man hatte einen positiven Ausgang erwartet. Für gute Stimmung hatten zusätzlich auch Aussagen von Chinas Premier Wen Jiabao gesorgt; er hatte erklärt, dass die Regierung genügend konjunkturpolitische Mittel zur Verfügung habe, um ihre Wachstumsziele zu erreichen.

Licht und Schatten Kein Licht ohne Schatten (für die Konsumenten): Es profitierten auch die Öl- und Rohstoffpreise. So stieg der Preis für ein Barrel (159 l) der Nordseesorte Brent im Vergleich zum Vortag um 0,9 USD auf 116,30 USD.

Uniqa Straffe Struktur

Re-IPO rückt ­immer näher

Wien. Die Uniqa Group bereitet sich konsequent auf den geplanten Börsegang (Re-IPO) vor. Folgende weitere Schritte wurden gesetzt, um die Konzernstruktur börsefreundlicher zu gestalten: Uniqa Sachversicherung AG und Call Direct Versicherung AG werden mit Uniqa Personenversicherung AG als aufnehmender Gesellschaft verschmolzen und diese gleichzeitig in Uniac Österreich Versicherungen AG umbenannt. Im Vorfeld bringen Austria Privatstiftung und Collegialität ihre direkten Beteiligungen an der Uniqa Personenversicherung AG (gemeinsam 36,61%) in die börsennotierte Holding ein. Damit wird die künftige Uniqa Österreich Versicherungen AG zu einer 100%Tochter der Holding; ihr Ergebnis wird damit im vollen Umfang im Konzernergebnis der Uniqa Group enthalten sein. Genehmigt wurde die Ausgabe von 23.643.635 neuer Aktien und damit die Erhöhung des Grundkapitals der Uniqa Versicherungen AG auf 214.247.900 €. (red)


f o n d s : pa r k

Freitag, 14. September 2012

financenet – 29

financenet@medianet.at

Diabetes „Gelingt die Zulassung des Diabetes-Präparats, kann das Unternehmen hohe Gewinne machen“, so Dexia

short

Experten: Der BiotechSektor legt weiter zu

DJE-Fonds feiert 25-jähriges Jubiläum

© DJE

Gesundheitsmarkt wächst wegen Überalterung stark, vor allem in den USA; Deutschland schwächelt. Wien/Regensburg. Der Gesundheitsmarkt dürfte sich auch weiterhin gut entwickeln, meint Thomas Hartauer, Vorstand der Regensburger Lacuna AG, die sich auf diesen Bereich spezialisiert hat. Vor allem der Bereich ‚Biotech‘ könnte nach einem starken Jahr erneut deutliche Zuwächse verzeichnen, so Hartauer. Nach einem soliden ersten Halbjahr zeige sich die globale Gesundheitsbranche weiter im Aufwärtstrend. Die generell gute Entwicklung lasse sich auch an der Performance von Biotechnologie-Fonds ableiten, diese Fonds legen seit gut einem Jahr eine Spitzenperformance hin.

ist oft langwierig; dies kann zu hohem Verlust der eingesetzten Forschungsmittel führen.“ rudi van den eynde, dexia

In seinem Ausblick für das dritte Quartal gibt Hartauer Einblick in die Strategien der Lacuna-Healthcare-Fonds. „Einer der treibenden Fatkoren ist weiterhin der Trend zur Überalterung“, so der Experte. Dies könnte den Bedarf nach Arthritismedikamenten ankurbeln, eine neue derartige Arznei hat das US-Biotech-Unternehmen Amgen entwickelt, das mit 8,3% zu den Top-Positionen des Lacuna-Biotech-Fonds zählt. Aufgrund der sehr guten Absatzzahlen konnte Amgen seine Umsätze steigern und erhöhte infolgedessen die Jahres-

BlackRock: Rekorde bei passiven Indexfonds

Die Behandlung von Diabetes wird noch ein riesiger Markt, aber auch ein großes weltweites Problem werden.

prognose für 2012. Qiagen – ebenfalls ein US-Unternehmen – gab ebenfalls kürzlich höhere Umsatzerwartung für 2012 bekannt. Schwer hat es dagegen der deutsche Biotech-Markt. Die deutsche Agennix etwa hat einen Rückschlag erlitten, das neue Medikament blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Und so sind im Lacuna – Biotech Fonds fast 100% US-amerikanische Titel enthalten (per 31. Juli).

Indien könnte gut laufen Der asiatisch-pazifische Markt böte noch kaum profitable BiotechFirmen, der gesamte asiatische Gesundheitsmarkt jedoch erhole sich weiter. Hartauer sieht die Gründe etwa in den Fortschritten in der Umsetzung der chinesischen Ge-

sundheitsreform. Chinas Anteil im Portfolio des Lacuna-Adamant Asia Pacific Health Fonds liegt demnach bei 13,87%. Gute Investitionschancen sieht Lacuna auch in Indien, dessen starker Generika-Markt die Gewichtung im Fonds von 21,90% bedingt. Der Löwenanteil entfällt regional jedoch auf Japan (24,74%).

Diabetes als Zukunftsmarkt Rudi Van den Eynde, Fondsmanager des Dexia Equities L Biotechnology, sieht aufgrund der Fortschritte in der Forschung zur Bekämpfung von Diabetes gute Chancen im Biotechnologie-Sektor. Ein im Juni 2011 von der angesehenen medizinischen Fachzeitschrift The Lancet online veröffentlichter Bericht sieht einen Anstieg

der weltweiten Diabeteserkrankungen von 153 Mio. im Jahr 1980 auf heute 347 Mio. Patienten. Die Prävalenz unter Frauen (d.h. die Verbreitung der Krankheit) ist in diesem Zeitraum am deutlichsten gestiegen, nämlich von 7,5 auf 9,2% der erwachsenen Bevölkerung. Bis zum Jahr 2030 könnte die Patientenzahl weltweit auf unglaubliche 552 Mio. ansteigen. In der Biotechnologie-Branche wird daher fieberhaft an neuen Medikamenten und Behandlungsmöglichkeiten gearbeitet. Es gibt gute Fortschritte, aber man muss wohl davon ausgehen, dass die Krankheit Diabetes unheilbar bleiben wird – die Patienten benötigen daher wohl lebenslange Behandlung. Der Weg zu neuen Präparaten ist oft langwierig – und auch teuer.

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Diabetes-Präparaten

Pullach/München. Folge dem Trend und tue das Gegenteil von dem, was andere tun. Getreu diesem Motto legte Jens Ehrhardt als erster Vermögensverwalter in Deutschland einen Fonds auf und steuerte sein Flaggschiff in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten durch alle stürmischen Börsenzeiten. Der FMM-Fonds (ISIN DE0008478116) hat seit seiner Auflegung 1987 durchschnittlich 8,4% Rendite pro Jahr erzielt. Damit übertraf er den Vergleichsindex MSCI World deutlich. Mit dem hauseigenen systematischen Ansatz habe man großen Risiken ausweichen können, so Ehrhardt. Erstmals Verluste gab es erst 1994. (lk)

© Panthermedia.net/Tyler Olson

„Der Weg zu neuen

Jens Ehrhardt, Chef DJE Kapital AG, zählt als einer der Fondsveteranen.

BlackRock: Rahmenbedingungen verleiteten zur passiven Anlage.

New York. Passive Index-Fonds steigen immer weiter in der Gunst der Anleger; dies meldet die amerikanische Investmentgesellschaft BlackRock. Der Markt für börsengehandelte Fonds und Rohstoffinvestments (ETPs oder Exchange Traded Products) registrierte im August weltweit Nettozuflüsse von 12,1 Mrd. USD.

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30 – financenet

b a n k i n g/ i n s u r a n c e : watc h

Freitag, 14. September 2012

financenet@medianet.at

Deutsche Bank will sparen und umbauen Frankfurt. Das neue Führungsduo der Deutschen Bank, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, wollen das Geldhaus mit einem verschärften Sparkurs und einem radikalen Umbau fit halten. Bis 2015 werden jährliche Einsparungen von 4,5 Mrd. € angepeilt. Die Finanzkrise habe auch bei der Deutschen Bank Spuren hinterlassen, erklärte Fitschen. Das erfordere Antworten, die teilweise schmerzhaft sein werden.  (APA/red)

Bank Austria: Bernkopf wird Vorstand

Versicherungsmakler Neuer Fachgruppenobmann für Wien kämpft gegen Bestimmungen der neuen EU-Richtlinie an

„Gehaltsstriptease droht“ Aus- und Weiterbildung soll verbessert, private Kunden besser erschlossen werden. Wien. Helmut Mojescick ist neuer Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler. Der Geschäftsführer der K&L Vermögensberatung und Riskmanagement GmbH übernimmt das Amt als Nachfolger von Rudolf Mittendorfer in nicht unspannenden Zeiten: Die Pläne zur neuen EU-Richtlinie (Regeln für die Versicherungsvermittlung IMD2) verursachen Kopfzerbrechen, das Berufsbild wandelt sich. Im Interview mit financenet präsentiert er seine Sichtweise und Ziele.

Wien. Mit 2013 kommt es zu Änderungen im Vorstand der Bank Austria. Die Bank legt jetzt die Privat- und Firmenkundensparte zusammen. Dafür wird Helmut Bernkopf verantwortlich. Der bisherige Bank Austria-Privatkundenvorstand Rainer Hauser wird innerhalb der UniCredit-Gruppe eine neue Funktion wahrnehmen.  (red)

financenet: Makler werden von Betrieben rege genutzt. Welche Optionen sehen Sie, sich auch bei privaten Kunden stärker zu verankern? Mojescick: Im Gewerbe und auch bei Freiberuflern ist der Makler als Bundesgenosse des Kunden bekannt. Im Privatbereich unterscheidet die breite Masse der Kunden noch nicht zwischen den Erfüllungsgehilfen von Versicherungen

© Bank Austria

Helmut Bernkopf wird Vorstand für Privat- und Firmenkunden.

financenet: Welche Schwerpunkte sehen Sie für Ihre neue Funktion? Helmut Mojescick: Als besonderen Schwerpunkt sehe ich die weitere Verbesserung der Ausbildung – und vor allem eine verpflichtende Weiterbildung sowie die Verbesserung der Beziehung der Berufsgruppen Makler, Agent und Finanzdienstleister, bei gleichzeitiger klarer sachlicher und fachlicher Trennung der Berufsgruppen.

striptease als Transparenz zu verkaufen, ist hingegen der falsche Weg, denn damit schafft man Intransparenz und belohnt Umgehungskonstruktionen. Viele Funktionäre in der Fachgruppe und im Fachverband arbeiten hart daran, dass diese Regeln nicht wie im derzeitigen Entwurf geplant kommen. Ein gemeinsames Auftreten von VVO, Versicherungen, Vermögensberatern und Maklern ist sehr deutlich zu erkennen. Die Haltung der Agenten sehe ich derzeit leider noch nicht geklärt.

© Simone Attisani

short

Helmut Mojescick, Fachgruppenobmann der Wiener Makler seit Anfang September.

und dem unabhängigen Makler. Viele Makler haben sich seit Jahren auf bestimmte Geschäftsfelder fokussiert; die Spezialisierung auf Privatkunden wird zunehmend stärker.

IMD2 ist brennende Aufgabe financenet: IMD2, die Novelle zur Versicherungsvermittlungsrichtlinie, bringt einige Bestimmungen, mit denen die Branche gut leben

kann, aber auch einige Probleme wie die geforderte Transparenz bei den Provisionen ... Mojescick: IMD2 ist die aktuell brennendste Aufgabe. Vor allem stört mich die Interpretation des Worts ‚Transparenz‘ aus Brüssel, und teilweise auch in Österreich. Wir sind für transparente Produkte, ein transparentes Gewerberecht, sauberen Wettbewerb und strengen Berufszugang. Einen falsch verstandenen Einkommens-

financenet: Das Image von Lebensversicherungen hat stark gelitten. Was ist zu tun? Mojescick: In der Lebensversicherung gibt es mit Sicherheit ein Problem. Dies ist aber kein vorrangiges Maklergeschäft. Die Zurückhaltung bei Abschlüssen ist verständlich, hat man doch die letzten 25 Jahre die klassische LV gegen eine Fondsgebundene ausgetauscht, diese gegen eine Zukunftsvorsorge mit staatlicher Prämie und jetzt rudern wir wieder zurück zum Start. Da kann man Unmut und Unsicherheit verstehen. Der Verkauf von ertragreichen Sparprogrammen gehört schon seit Jahren der Vergangenheit an. In Zukunft wird man das Langlebigkeitsrisiko versichern, das ist ein richtiges Versicherungs- und Maklerprodukt.  (ks)

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Freitag, 14. September 2012

financenet – 31

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Monte Carlo-Treffen Die Preise der Rückversicherer werden wohl steigen – Naturkatastrophen, geringe Finanzergebnisse sprechen dafür

Rückversicherer: Harte Zeiten Vorbereitung für ein eventuelles Auseinderbrechen des Euro; gezahlt wird dann in „der Währung Deutschlands“. sei aber nur sehr zum Teil möglich, so Mumenthaler, schon wegen der Tendenz zu strengeren Solvenzanforderungen. Auch beim Marktführer Münchener Rück sieht man massive Probleme bei der Geldveranlagung. Vorstand Torsten Jeworrek: „Die entscheidende Frage wird sein, wie schnell und in welchem Ausmaß es den Erst- und Rückversicherern gelingen wird, das niedrige Zinsniveau in ihre Preisberechnungen einzubeziehen.“ Die Rückversicherer wollen neben extrem hohen Naturkatastrophenlasten im Jahr 2011 dieses Argument für Preiserhöhungen nutzen. Risiko-Szenarien wie der Austritt eines Euro-Landes, Staatspleiten oder eine sprunghaft steigende Inflation müssten auch Berücksichtigung finden, heißt es. Auch Hannover-Rück-Vorstandschef Ulrich Wallin meint beim Branchentreffen: „Insgesamt soll-

Geringe Eigenkapitalrenditen „Der Aufwärtsdruck bei Rückund Versicherungspreisen wird voraussichtlich zunehmen“, davon geht der Chef der Swiss Re, Christian Mumenthaler, aus; Grund dafür seien die tiefen Zinssätze und daraus folgende schmale Eigenkapitalrenditen. Zwar verfügen die Rückversicherer über beträchtliche Reserven, deren Auflösung

ten weitere Preissteigerungen erzielt werden.“

Falls der Euro fällt … Dazu kommen Szenarien wie die Umstellung auf eine neue Währung und die Frage, ob die Liquidität in einem solchen Fall ausreiche. Kundenverträge würden bereits auf Währungsklauseln hin überprüft, so Jeworrek. „Was passiert, wenn wir einen Kunden in einer anderen Währung auszahlen müssen als die, in der die Versicherungsbeiträge gezahlt wurden?“ Ein Vertreter der Branche sagte, zahlreiche Verträge würden bereits umformuliert. So heiße es etwa, das Geld werde im Versicherungsfall „in der Währung Deutschlands“ ausbezahlt. Der Chef des französischen Rückversicherers Scor, Denis Kessler, meinte: „Wenn der Euro auseinanderbricht, dann wollen wir vorbereitet sein.“  (APA/ks)

© Munich Re

Monte Carlo. Wie jedes Jahr geht es bei den Gesprächen in Monte Carlo zwischen Rückversicherungen und deren Kunden, den Erstversicherern, wieder um mögliche Preiserhöhungen. Heuer gibt es ein Bündel an Argumenten, die die Konditionen für die Versicherer verändern könnten: vermehrte Kosten für Naturkatstrophen, schwache Ergebnisse an den Finanzmärkten – und auch das: Vorbereitungen auf ein Ende des Euro.

Torsten Jeworrek, Münchener Rück: Niedriges Zinsniveau bringt Probleme.

Versicherungsschutz Strafrechtliche Anzeigen können für Ärzte existenzbedrohend sein, meint Arge Med

„Ärzte bei Strafanzeigen unterversichert“

Strafrechtlich gefährdet „Die medizinische Leistung des Arztes findet in Österreich ständig im strafrechtlichen Gefahren-

bereich statt“, meint Marcel Mittendorfer, Obmann der Arge Med. „Wir haben schon alles gehabt: Mordvorwürfe gegen Not- oder Hospiz-Ärzte, die beiden gefährdetsten Gruppen überhaupt, oder behauptete Körperverletzung durch den Zahnarzt.“

Haftplicht reicht nicht aus Strafrechtliche Haftung beziehe sich immer auf die Person, die Kosten trage immer der Arzt. Nur eine maßgeschneiderte Versicherungslösung biete Schutz. Aber viel zu wenige Ärzte seien für den Fall einer Strafanzeige überhaupt versichert. Die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung decke Strafverfahren nicht ab.  (red)

© panthermedia.net/Sergey Mironov

Wien. Der Ärztebeterater Arge Med weist darauf hin, dass viele Ärzte keinen umfassenden Versicherungsschutz haben – das könne existenzbedrohend sein. Denn anders als in anderen Rechtssystemen sei jeder ärztliche Eingriff in Österreich zunächst eine Körperverletzung. Wenn sich Ärzte an bestimmte Regeln nicht halten – etwa den Patienten mangelhaft über den Eingriff aufklären – unterscheide das Strafrecht kaum noch zwischen einer ärztlichen und einer normalen Körperverletzung.

Ärztliche Leistungen als Körperverletzung? Kann schnell passieren ...

Wechsel Wemmer/Bäte

Stresstests Zu wenige Firmen wissen über außergewöhnliche relevante Risiken Bescheid

Führungstausch bei der Allianz

Risiken im Voraus berechnen Wien. Nur rund ein Drittel der Unternehmen wissen über außergewöhnliche Risiken für ihr Unternehmen Bescheid, meint Christoph Krischanitz, Chef der Beratungsfirma arithmetica. Außerdem habe nur rund ein Fünftel der Unternehmen ein professionelles Risikomnagement eingerichtet. Das Bewusstsein dafür wachse zwar langsam, aber gerade Mittelbetriebe würden noch immer

darauf verzichten oder es nicht ernsthaft betreiben. Neben einem herkömmlichen Coaching, bei dem Risiken identifiziert und Maßnahmen zu deren Reduktion erarbeitet werden, gebe es jetzt auch die Möglichkeit, quantative Analysen durchzuführen, so Krischanitz. Dabei handelt es sich etwa um Stresstests, ähnlich denen, die bei Atomkraftwerken gemacht wurden. Dabei werden alle möglichen

Risikofaktoren für das Unternehmen (vom Rohstoffpreis über die Mitarbeiterfluktuation bis zur Börsenentwicklung) nicht nur identifiziert, sondern auch quantifiziert. Ein Computerprogramm kann dann auch vielerlei Szenarien durchrechnen – ein aufwendiger Prozess, so Krischanitz, der mindestens ein halbes Jahr dauert, dann aber ein sehr differenziertes Bild liefert.

Berlin. Beim Versicherer Allianz deuten sich Änderungen bei der Führungsspitze an. Nach einem Zeitungsbericht soll Dieter Wemmer (bisher zuständig für Süd- und Westeuropa) den Zuständigkeitsbereich mit Oliver Bäte (bislang Finanzchef) tauschen. Bäte gilt als möglicher Nachfolger von Konzernchef Michael Diekmann, der 2015 zurücktreten könnte.  (APA)

Christoph Krischanitz, arithmetica: „Stresstests geben wertvolle Informationen.“

Daraus lässt sich nicht nur eine Krisenvorsorge ableiten, es ergibt sich auch erheblicher Mehrwert, so Krischanitz: besseres Verständnis der inneren Zusammenhänge im Unternehmen und auch eine gute Gesprächsbasis für die Verhandlungen mit dem Versicherer. Gerade mittlere Unternehmen würden auch endogene Risiken oft unterschätzen: etwa in personalintensiven Branchen die Auswirkungen von Mitarbeiterfluktuation – all dies ließe sich mit quantitativen Analysen berechnen, meint Krischanitz.  (ks)

© Allianz

© Arithmetica

Mehrwert der Analyse

Oliver Bäte werden Chancen auf den Chefsessel bei der Allianz gegeben.

short

UniCredit-Chef sieht Ende der Krise Rom. UniCredit-Chef Federico Ghizzoni ist zuversichtlich, dass es in einigen Monaten zu einem Ende der schweren Rezession in Italien kommen wird. „In den nächsten sechs Monaten wird es noch hart sein. Doch es gibt Signale der Reaktion auf das allgemeine Klima und die Haltung Europas ist für ein Ende der Krise günstiger geworden“, sagte der Bankenchef in einem Zeitungsinterview.  (APA)

USA verkaufen AIGAktien um 18 Mrd. $ New York. Mit einem weiteren Verkauf von AIG-Aktien nähert sich die dramatischste und teuerste Rettungsaktion der Finanzkrise ihrem Ende. In der Nacht zu Dienstag konnten die USA ihren Anteil an dem Versicherer von 53% auf 22% senken und halten damit erstmals seit der Finanzkrise nicht mehr die Mehrheit an dem Konzern. Der aktuelle Verkauf von knapp 554 Mio. Aktien spülte dem Staat 18 Mrd. USD (14,1 Mrd. €) in die Kasse. Damit haben die USA mit der Rettungsaktion nun Geld verdient. (APA)

erratum Helvetia Versicherungen Die Helvetia konnte im ersten Halbjahr 2012 (nicht wie irrtümlich im medianet der Vorwoche vom 7.9.2012 berichtet im Gesamtjahr 2011) mit Gesamtprämieneinnahmen von 124,3 Mio. € (inkl. Transportversicherungsgeschäft) das Geschäftsaufkommen in etwa auf dem Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahrs halten (- 0,9%). Damit hat man besser als der Gesamtmarkt abgeschnitten. Das Lebengeschäft der Helvetia Versicherung erwies sich mit Prämieneinnahmen von 42,7 Mio. € im ersten Halbjahr 2012 (- 5,2%) ebenfalls robuster als der Markt. Bei den Fondspolizzen war der Zuwachs mit +45% auf 6,5 Mio. € sehr ausgeprägt.


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medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 14. september 2012 – 33

© EPA

Die spanischen Geldinstitute geben ihre Immobilien zum Spottpreis her  Seite 35

infrastruktur im fokus © Wikimedia

„sale“ bei spaniens banken

KPMG stellt in einem Report 100 attraktive urbane Infrastrukturprojekte vor  Seite 37

fma künftig mit mehr (produkt-)biss

© FMA

financenetreal:estate Bundesimmo-Firma BIG als Gewerbe-Player IMMO-AGS 5.–12. September 2012

IATX (Schluss 12.9.) 151,06 4,79% Wochentop Wochenflop

Immofinanz 6,93% Warimpex 0,00%

Immofinanz  conwert Immobilien SE Atrium Europ. Real Est. CA Immobilien Anlagen S Immobilien Warimpex

6,93% 4,41% 4,39% 3,95% 0,86% 0,00%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 12.9.)

Top 5 Immofonds DWS Inv. RREEF As. Pac. R E  3,47% FF - Gl. Prop. Fund A Acc USD 3,25% Aberdeen Gl. As. Prop. Share 3,24% Invesco Gl. Real Estate Sec. A 2,82% JPM Gl. R E Sec USD C acc 2,18% Flop 5 Immofonds ESPA Stock Europ-Prop. VT CZK -4,41% Advanced Properties Alpha T -3,71% ESPA St. As.-Pac. Prop. T -3,55% iShares FTSE/EPRA Eur. Prop. -3,37% First State Gl. Prop. Sec. A EUR-2,71% 5.–12. September 2012

© Richard Tanzer (2); Harald A. Jahn

Monatstop DWS Inv. RREEF  3,47% Monatsflop ESPA St. Eur. CZK-4,41%

Neue Tochter ARE Die beiden Geschäftsführer der Bundesimmobilien Gesellschaft BIG, Wolfgang Gleissner (re.) und Hans-Peter Weiss, starten mit der Austrian Real Estate GmbH (ARE) einen zwei Milliarden Euro schweren Anbieter von Gewerbeimmobilien. Seite 34 BIP_Medianet_gl_Layout 1 11.09.12 11:20 Seite 1

Gewohnte Werte. CERX (Schluss 12.9.) 349,31 5,04%

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inhalt

Immo:Capital > Event: Tipps rund um Kauf und Verkauf von Immos 34 Immo:Markets > EHL: Leerstandsrate in Wien wird steigen

34

Law&Order > Immofinanz wehrt sich ­gegen Anlegervorwürfe

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34 – financenetreal:estate

Freitag, 14. September 2012

financenet@medianet.at

Bundesimmobiliengesellschaft Neue Tochter Austrian Real Estate (ARE) hat 1,8 Millionen m² großes Immo-Reich

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BIG startet mit ARE den größten Gewerbe-Player

D: Neuer ImmobilienDachverband Berlin. In der deutschen Immobilienbranche soll einem Zeitungsbericht zufolge ein neuer Großverband entstehen. Acht Organisationen wollen am 8. Oktober in München die Bundesarbeitsgemeinschaft der Immobilienwirtschaft Deutschlands (BID) präsentieren. Der neue Verband vereine die bisherige Bundesvereinigung der Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und den Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA). Er werde rund 12.800 Unternehmen vertreten, von Maklern über Wohnungsgesellschaften und Projektentwicklern bis hin zu Hypothekenbanken und Fondsanbietern. Die Mitglieder bewirtschafteten sechs Mio. Wohnungen.

Rechnerisch liegt man in Österreich ganz an der Spitze, doch 94–95% der Mieten zahlt noch Staat. Wien. Die Bundesimmobilien-Verwaltungsfirma BIG gründet mit der neuen Austrian Real Estate GmbH (ARE) einen neuen Player auf dem Immobiliensektor: Die ARE wird beim Start 2013 der größte Anbieter von gewerblichen Immobilien in Österreich sein: mit rund 1,8 Mio. m� Nutzfläche, verteilt auf 600 Objekte (zur Hälfte in Wien). Diese Immobilien kommen durch die Ausgliederung der marktgängigen Objekte aus dem Immo-Reich der BIG zusammen; rund 25% des BIG-Immobilienvermögens sind das, mit einem rechnerischen Wert von rund zwei Mrd. €.

Aberdeen-Fonds kauft Olen Shopping Park

© Cushman&Wakefield

Nach dem Willen von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner soll die ARE ihre Immobilien nicht wie die BIG „nur verwalten, sondern aktiv bewirtschaften“. Dazu gehört Trading: Die BIG-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss und Wolfgang Gleissner, die in Personalunion auch die ARE leiten werden, wollen aktiv am Markt teilnehmen und auch einkaufen – sowohl Büro- wie Wohnimmobilien. Die ARE könnte hier neben Privaten auch bei Gemeinden, die Liquidität brauchen, Verkaufswillige finden, heißt es. Dann will man die Immobilien am freien Markt vermieten – zu Gewerbe- und zu Wohnzwecken (etwa für Betreutes Wohnen). „Wir wollen das Portfolio der ARE optimieren“, so Weiss. Das sei bei den ARE-Objekten (v.a. Bürogebäude, die vom Finanz-, Innen- und Justizministerium genutzt werden) möglich, bei den bei der BIG verbleibenden Objekten (z.B. Universitäten) nicht – zu groß sei die Angst vor Quersubventionierung. Mitterlehner erhofft sich von der neuen Konstruktion

Einzelhandel ist im Aberdeen Fonds mit 62% vertreten (im Bild Olen EKZ).

Olen. Der Aberdeen European Balanced Property Fund (aktuelles Volumen von 535 Mio. €) hat den Olen Shopping Park in Olen, Belgien, in der Nähe von Antwerpen erworben. Das neu errichtete Fachmarktzentrum verfügt über rund 38.000 m� moderne Einzelhandelsfläche und rund 1.500 Parkplätze. Hauptmieter des Objekts ist der Sportartikelhändler Decathlon, Verkäufer des Objekts ist der belgische Projektentwickler VLAECO.  (lk)

Neues „familiäres“ Luxushotel in Wien

© BMWFJ/Hopi-Media/Bernhard J. Holzner

„Aktiv bewirtschaften“

BIG-Chefs Hans-Peter Weiss und Wolfgang Gleissner mit Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner: mehr private Mieter gesucht.

höhere Erträge; bei der Umgründung wird die bisher steuerbefreite BIG 200 Mio. € an Steuern und Sonderdividenden an den Staat überweisen. Außerdem gibt es eine fixe jährliche Sonderausschüttung von 20 Mio. €. Und man sei für einen etwaigen Börsegang besser aufgestellt, so Mitterlehner. Derzeit ist die Situation auf dem Büromarkt zwar wegen der Wirtschaftslage gedrückt, die ARE wird aber dennoch viel Potenzial haben, so Weiss: Momentan stammen 2,7% der Einnahmen der BIG von Drittmietern; bei der ARE, wo die Marktimmobilien gebündelt werden, dürften es sofort fünf bis sechs Prozent sein; dieser Anteil soll noch deutlich gesteigert werden.  (gst)

facts: „big“ und „are“ Immobilien der Öffentlichen Hand Die Immobilien aus der Hoheitsverwaltung der Republik waren im Jahr 2000 ausgegliedert und an die BundesimmobiliengmbH (BIG) übergeben worden, um deren Management effizienter und flexibler gestalten zu können. Die Big bezahlte damals 30 Mrd. öS (2,4 Mrd. €) dafür; der heutige Wert des gesamten BIG-Portfolios beträgt nach aktuellen Angaben rund 9 Mrd. €.

liefert Dienstleistungen wie die Verwaltung zu. Gleichzeitig wird man mit einem Eigenkapitalanteil von mehr als 50% an den Start gehen, was dem neuen Unternehmen auch „ganz bequem“ Zukäufe neuer Immobilien ermöglicht, wie es heißt. Gut für die rechnerische Staatsverschuldung Derzeit hat die BIG Schulden von insgesamt 3,6 Mrd. €, die im Augenblick noch der Staatsverschuldung nach MaastrichtKriterien zugerechnet werden müssen; das ist laut den Experten aber künftig wahrscheinlich nicht mehr nötig, wenn die ARE einmal mehr Geschäft mit Privaten machen wird. Die Rechnungsgrundlagen seitens des EU-Statistikamts Eurostat sind aber noch nicht fixiert.

Die neue Tochter Austrian Real Estate Die neue ARE soll rund 25% der BIG-Immobilien erhalten, am 1. Jänner 2013 ausgegliedert sein und mit einer sehr schlanken Struktur auskommen. Die Geschäftsführer ist mit der der BIG identisch, der Mutterkonzern

Event Schantl ITH lädt ein

Büromarkt in Österreich Die Leerstandsrate wird in Wien heuer ansteigen

Tipps rund um die Immobilie

EHL: „Schere geht weiter auf“

Wien. Nach der Eröffnung des Fünf-Sterne-Hotels „The Ritz-Carlton Vienna“ am Schubertring bekommt das Luxussegment in Wien Zuwachs: Im kommenden Frühjahr ist die Eröffnung eines KempinskiHotels am Schottenring geplant und in Albertina-Nähe entsteht bis Herbst 2013 das „The Guest House“ mit nur 39 Zimmern, familiärem Flair und Fünf-SterneService; designierter Direktor ist der ehemalige Hotel-TriestChef Manfred Stallmajer. Die Bauarbeiten sind bereits im vollen Gang, bestätigten die beiden Eigentümer Daniel Jelitzka, Geschäftsführer von JP Immobilien, und Georg Muzicant, Geschäftsführer von Colliers International, die Gesamtkosten für das Projekt werden 19 Mio. € betragen.  (lk/APA)

© gst

Georg Muzicant und Daniel Jelitzka (im Bild) sind Eigentümer des Hotels.

Büromarkt in Wien – auch wenn dieser weiterhin deutlich besser dasteht als andere europäische Städte. Das hat auch Auswirkungen auf die Kehrseite der Medaille, die Immobilien-Investoren: Nicht nur dass private Anleger liebend gern Geld in Steine (Wohnimmobilien) wandeln, die institutionellen Anleger zeigen sehr wohl Interesse daran, sich attraktive Gewerbeimmobilien zuzulegen – doch Letztere im

EHL-Geschäftsführer Franz Pöltl: Top-Objekte teurer, schlechtere unter Druck.

Gegensatz zu Wohnimmobilien nur dann, wenn diese an solide Mieter längerfristig vermietet sind. Dies sei etwa für Immobilienfonds ein wichtiges Kriterium. „Die Schere geht weiter auf: Während sehr gute Objekte sogar noch leicht steigende Preise erzielen können, wird es für die schlechteren immer schwerer.“

Wien/Graz. Das Grazer Unternehmen Schantl Immobilientreuhand veranstaltet am 27. September den „Immo-Event Vienna 2012“. Impulsreferate von Immobilien- und Rechtsexperten (u.a. Daniel Richter, Kanzlei Dorda Brugger Jordis, Georg Aichelburg-Rumerskirch, Wr. Privatbank) bilden den Kern des Events: Ab 16 Uhr im Business Center Nineteen in Wien 1190. (lk)

Die Immo-Wunschliste Zu den wichtigen Kriterien für ein Bürogebäude zählt neben der Vermietung die gute Lage, die in Wien U-Bahn-Nähe sowie eventuell einen Autobahnzubringer bieten muss. Auch die Zertifizierung nach Nachhaltigkeitsstandards (u.a. Energieeinsparung für die Mieter) ist essenziell. Daher ist immer öfter ein neuer Trend am Werk, sagt Pöltl: „Büros werden in Wohnungen umgewandelt.“ Wenn der Mieter eines älteren Bürogebäudes auszieht, um in ein neues OfficeProjekt zu übersiedeln, dann wird Nutzfläche frei – und diese wird in letzter Zeit gern in Wohnfläche umgewandelt, die preislich in Wien hochbegehrt und -bezahlt ist. (gst)

© ITH Schantl Immobilientreuhand

© JP Immobilien

Wien. Wiens Büromarkt ist solide, doch die Vermietung im gewerblichen Bereich nichtsdestotrotz wegen der angespannten Wirtschaftslage derzeit herausfordernd, sagt Franz Pöltl, Geschäftsführer beim Immobiliendienstleister EHL Investment Consulting, einem der großen Player auf seinem Gebiet. Pöltl rechnet generell mit leicht steigenden Leerstandsraten am

Maria Schantl: praktischer Nutzen für die Event-Besucher im Vordergrund.


immo:markets

Freitag, 14. September 2012

financenetreal:estate – 35

financenet@medianet.at

Immomarkt Spanien Kaufen können fast nur noch Ausländer – Banken verkaufen ihre Immobilien zu Spottpreisen

„Toxische“ Immobilien Benalmadena. Mit Kampfpreisen versucht die spanische Sparkasse Cajamar ihre Luxuswohnungen an der Costa del Sol doch noch loszuwerden. 400.000 € kostete ein ZweiZimmer-Apartment in der Anlage Mirador de Benalmadena nahe Malaga einst – mit Meerblick und Zugang zu einem riesigen, zwischen Gärten gelegenen Pool. Dasselbe gibt es heute schon für 250.000 € und oben drauf bis zu 30% Rabatt, wie Immobilienmakler Joaquin Luque erzählt. Die Hälfte der Wohnungen stehe dennoch leer. Wie eine Bleikugel hängen vielen spanischen Banken die Immobilien am Hals, die schon für ihre Schuldner die Pleite bedeutet haben. Viele Bauunternehmer konnten ihre Kredite nicht mehr bedienen, als die Immobilienblase auch in Spanien platzte. Ihre Apartmentkomplexe und Feriensiedlungen fielen an die Banken. Um sich zu retten, versuchen die Kreditinstitute nun selbst, möglichst schnell zu verkaufen – zu Spottpreisen.

Problematisch für Banken Mit bis zu 70% Rabatt sollen Käufer angelockt werden. Und die Preise fallen weiter. Das wird zum Problem für die spanischen Banken, die bereits mit 100 Mrd. € von der EU gestützt werden müssen. Spaniens größte Bank Santan-

der hat angekündigt, bis 2013 alle toxischen Immobilien abzustoßen – also alle, die schwer oder sehr schwer zu verkaufen sind; die BBVA, die zweitgrößte Bank des Landes, gibt sich dafür 18 bis 21 Monate. Aber die Spanier selbst können auch zu Billigpreisen kaum noch kaufen. Bei einer Arbeitslosenquote von 24,6% vergeben die Banken immer weniger Kredite. Zielgruppe sind also vor allem Ausländer, besonders in den Tourismusregionen. Dort steht auch ein Drittel der 676.000 neuen Immobilien, die derzeit angeboten werden. „Wir schauen auf die Länder der Europäischen Union, aber auch auf Schwellenländer wie Russland und China“, sagt der Präsident des spanischen Verbands der Bauträger, Jose Manuel Galindo.

Es wird weiter gebaut Sein Verband kooperiert mit der spanischen Regierung, um die Immobilien des Landes auch anderswo anzupreisen. Besonders mit dem Außenministerium arbeite der Verband zusammen, erläutert er, „um die Verwaltungsvorgänge zu vereinfachen“. Auch der Zugang zu Visa soll erleichtert und der Kapitaltransfer gesichert werden. „Natürlich ist alles nachvollziehbar, um Geldwäsche auszuschließen.“

© epa

Luxuswohnungen mit Meerblick gibt es nun ­häufig um die Hälfte billiger oder noch günstiger.

In manchen Regionen Spaniens wird das Gelände wieder der Natur überlassen.

Paradoxerweise gehört zur Strategie der Banken auch, weitere Appartements zu bauen. Der Forschungsbeauftragte des Internet-Immobilienportals Idealista, Fernando Encinar, begründet das so: „Es gibt Banken, die Bauland besitzen, auf dem derzeit niemand investiert. Und wenn dieses Land in reichen Städten liegt oder sie wissen, dass sie billige Appartements verkaufen könnten, fangen sie an zu bauen.“ Trotzdem entstehen in Spanien bei Weitem nicht so

Wien/Berlin. Am 11. September wurde der Rohbau des künftigen Sitzes von Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland (MBVD) in Berlin-Friedrichshain fertiggestellt. Erst im November 2011 war der Grundstein gelegt worden, Mitte 2013 soll das Gebäude fertig sein. „Rund 18.100 m2 Beton und 3.500 Tonnen Stahl wurden in diesem Zeitraum verbaut“, sagt CA Immo-Vorstand Bruno Ettenauer. Um den Zeitplan einzuhalten, setzten Bauherr und Investor CA Immo die auf Baumanagement spezialisierte Tochter-Gesellschaft omniCon zur Steuerung des Bauvorhabens ein. Der Entwurf des „Green Buildings“ stammt von dem Berliner Architekturbüro Gewers & Pudewill. Es entsteht auf einer Fläche von insgesamt rund 4.100 m2 mit einer Mietfläche von ca. 26.000 m2 in direkter Nachbarschaft der ‚O2 World‘ und ist in einer Kammstruktur mit einem Hochpunkt angelegt.

Abrissbirne im Einsatz Und wenn alles nichts mehr hilft, dann werden inzwischen auch neue Häuser wieder abgerissen. Denn es gibt Objekte, etwa in Malaga, die nicht mal zu Ende gebaut wurden. Die werde nie jemand kaufen, weiß Immo-Experte Encinar.  (lk/ag)

Vertrauen bei Immobiliensuche sehr wichtig

© immobilien.net

CA Immo stellt Benz-Rohbau fertig

viele neue Gebäude wie noch 2006; damals stampften Bauunternehmer 737.186 Wohnungen aus dem Boden. 2011 waren es nur 76.005.

Immobilien.net Umfrage: Seriöse, aktuelle Angebote auf Such-Plattform für über 95% der Österreicher entscheidend

Eine Immobilien-Suchplattform muss vor allem eines sein: vertrauenswürdig.

short

Wien. Wohnungen sollen groß und hell sein und in einer ruhigen, zentralen Gegend liegen. So zeichnen Experten das idealtypische Bild einer Immobilie. Bei der Wohnungssuche gelten andere Kriterien: Laut einer der Immobilienplattform Immobilien.net sind für 97% der Österreicher ein aktuelles und vielfältiges Angebot am wichtigsten. Dicht darauf folgt das Kriterium Vertrauenswürdigkeit: 96% der Befragten geben an, die Seriosität der Angebotsplattform sei entscheidend für die Auswahl der Suchmaschine. „Gerade in den vergangenen Monaten wurde verstärkt über Betrugsfälle bei Online-Plattformen

berichtet. Immobilien kosten viel Geld, deshalb ist hier das Bedürfnis nach vertrauenswürdigen Portalen besonders hoch“, sagt Immobilien.net-Geschäftsführer Markus Ertler. Die einfache Bedienbarkeit und Nutzerfreundlichkeit runden mit ebenfalls 96% Zustimmung das optimale Immobilienportal ab. Wichtig sind Wohnraumsuchenden auch noch der Grundriss des Objekts im Netz sowie Fotos und Skizzen, daneben einfache Anfragemöglichkeiten und rasche Antworten. Die Befragung wurde vom Marktforschungsinstitut Nielsen durchgeführt, Immobilien.net habe jeweils Bestnoten erzielt. (lk)

Bruno Ettenauer, CA Immo: „Neuer MBVD-Sitz wird Mitte 2013 fertig.”

Baumit verstärkt das Engagement in Ukraine Kiew/Wopfing. Baumit setzt verstärkt auf die Expansion in der Ukraine: Im Bezirk Brovary, 25 km von Kiew entfernt, wurde das erste Baumit-Trockenmörtelwerk der Ukraine eröffnet. Die zur Schmid Industrieholding gehörende Baumit Ukraina investierte rund 10 Mio. € in die Errichtung des Trockenmörtelwerks, das über eine Jahreskapazität von 120.000 t verfügt. Am Rande der 3 Mio. Einwohner-Metropole, die in ihrem Einzugsgebiet über 40% der gesamten Bautätigkeit des Landes vereint, werden nun Trockenmörtel, händisch und maschinell verarbeitbare Außen- und Innenputze, Estriche, Fliesenkleber, Spachtelmassen und mineralische Edelputze in Baumit Qualität produziert.  (lk)

PROMOTION

Wien/Neuwaldegg . In einer der attraktivsten Gegenden des 17. Bezirks befindet sich ein weiteres SÜBA-Projekt im Endspurt. „Vivaldi“, so der Projektname, wird Ende Dezember an die Eigentümer übergeben. Die Anlage bietet 43 mal Wohnqualität in zwei Gebäuden; eines davon liegt am Waldrand – mit Blick in die Natur. In „Vivaldi“ (Bild) findet man sowohl Familienwohnungen (100–130 m2) als auch „Vorsorgewohnungen“ mit rund 50 m2. „Derzeit ist der Run auf Wohnungen bis 70 m2 als Kapitalanlage besonders stark“, betont SÜBA-Vorstand Heinz Fletzberger.

Die schlechte Performance aller anderen seriösen Anlagemöglichkeiten veranlasse viele, nunmehr ausschließlich in Immobilien zu investieren. Aber auch der Verkauf großer Einheiten mit drei oder vier Zimmern läuft sehr gut, heißt es seitens des Immobilienentwicklers. Bis dato ist bereits mehr als die Hälfte aller Wohnungen verkauft. SÜBA-Projekte punkten nicht nur durch deren Standort, sondern auch durch sehr gute Bauqualität und gehobene Ausstattung; verantwortlich dafür: die Wahl der renommiertesten Baufirmen. So konnten in den letzten Jahren viele Top-Projekte in Bestlagen

(Wien 16 und Wien 17) realisiert werden. „Dort waren Grundstücke in der jüngsten Vergangenheit noch halbwegs erschwinglich“, sagt Fletzberger, der beim Einkauf von Liegenschaften vor allem auf realistische Vermarktbarkeit der zukünftigen Wohnungen Wert legt. Mittlerweile seien die Liegenschaftspreise aber teilweise dermaßen überzogen, dass das Verwertungsrisiko trotz steigender Verkaufspreise enorm gestiegen sei. „In den Cottagelagen konnten wir aber ein wirklich gutes Preis/Leistungsverhältnis für die Käufer schaffen“, so die Bilanz des Vorstandes.

© SÜBA

Viva „Vivaldi“ & Co SÜBA-PROJEKTE & REFERENZEN IN BESTLAGEN •Aktuell: Hertlgasse 8–10, 1160 Wien; absolute Grünruhelage, Fertigstellung Ende 2012; noch 3 Wohungen verfügbar •Aktuell: Paulinensteig 31, 1160 Wien; 2 Penthouse-Wohnungen mit Panoramablick, kurzfristig beziehbar • Referenzprojekte in Wien-Ottakring und Wien-Hernals in den letzten drei Jahren:

Pschorngasse 62, Wilheminenstraße 203, Baumeistergasse 36–40, Andergasse 46, Rosenackerstraße 58. Weitere aktuelle Bauvorhaben befinden sich in Wien 23 (Mauer) und Klosterneuburg. Kontakt/Infos: Tel: +43 (0)1/580 10 20 www.sueba.at


36 – financenetreal:estate

l aw & o r d e r / p e o p l e &Dat es

Freitag, 14. September 2012

financenet@medianet.at

Regulierung Verbot intransparenter oder hochspekulativer Finanzprodukte bei Gefahr der Blasenbildung oder sonstiger Gefahr für Retail-Kunden

FMA: Ab 2015 mit Bannrecht

Ettl: „Hätten Fremdwährungskredite mit Tilgungsträgern so schon früher bekämpfen können“ – künftig Untersagungsbescheide.

© FMA

Wien. Bisher können die Finanzmarkt-Aufseher in Europa nur in einer Art Krisenintervention zeitlich befristete Verbote über bestimmte Finanzprodukte verhängen. Nun will man einen Schritt weiter gehen – nationale Aufseher sollen in Abstimmung mit den europäischen Behörden dauerhafte „Bannrechte“ bekommen, was Eingriffe in nationale Gesetze bedeutet. Die nationalen Aufseher sollen ab 2015 hochspekulative, für Normalverbraucher intransparente oder eine Blasenbildung begünstigende oder sonstwie gefährliche Finanzprodukte verbieten können. „Bei Gefahr für den Retail-Kunden werden die Aufseher in bestimmten Zeiten bestimmte Produkte verbannen können“, kündigte der Chef der Finanzmarktaufsicht (FMA), Helmut Ettl, an. „Mit den neuen Regeln hätten wir sicher die Fremdwährungskredite mit Tilgungsträgern weit früher bekämpfen können.“

Ettl: „Produktverbot ist Bruch in der bisherigen Regulierungsphilosophie in Europa.”

Wien. Caroline Schmiegelow, 28, verstärkt das Vergaberechtsteam um Senior-Partner Michael Breitenfeld bei der Wiener Wirtschaftskanzlei Siemer-Siegl-Füreder & Partner, Rechtsanwälte. Die gebürtige Hessin ist eine europäische, niedergelassene Rechtsanwältin und ist auf das deutsche Vergaberecht, öffentliches Wirtschaftsrecht, Vertrags- und Bauvertragsrecht sowie Beihilfenrecht spezialisiert. (lk)

Allianz: Neue Leiterin für Recht, Compliance

„Keine Falschangaben an die Aktionäre“ Wien. Die börsenotierte Immofinanz-Gruppe weist die von Tausenden Ex-Aktionären in diversen Schadenersatzklagen erhobenen Vorwürfe zur Geschäftsgebarung im vergangenen Jahrzehnt zurück. Es habe seitens Immofinanz, Immoeast und Constantia Privatbank (CPB) keine unrichtigen oder irreführenden öffentlichen Darstellungen gegeben und es seien nie falsche Angaben gegenüber den Anlegern gemacht worden, erklärten IF-Vorstandschef Eduard Zehetner und Josef Mayer, der Leiter der Rechtsabteilung der Gruppe.

geleitete Immofinanz/ImmoeastGruppe betreffend Mittelaufbringung und Mittelverwendung und angebliche Kursmanipulation sowie angebliche Aktienspekulation und Prospektmängeln seien unzutreffend. Der am Handelsgericht Wien erfolgten Zusammenlegung von Anlegerklagen zu einem Sammelverfahren (GZ 49 Cg 173/11z) steht man ablehnend gegenüber: Die seinerzeitigen Anleger-Entscheidungen seien immer individuelle gewesen. Die Investitionsentscheidungen des „alten“ Managements hält der jetzige Konzernchef, im Amt seit November 2008, für nachvollziehbar. Wenn damals alles in CEE investiert worden wäre, „wären wir pleite gegangen“. (APA)

Gegen Sammelklage Die Vorwürfe gegen die bis Herbst 2008 von Karl Petrikovics

Wolford mit neuem Finanzvorstand Wien. Thomas Melzer (42) ist neuer Vorstand für Finanzen, Investor Relations, Recht, Human Resources und IT beim Vorarlberger Wäschekonzern Wolford. Der studierte Betriebswirt war zwischen 2008 und 2011 als Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei der Brain Force Holding AG und davor in leitenden Funktionen bei Wienerberger tätig.  (lk)

Zehetner: Gut, dass nicht Gesamterlös der Immoeast-Kapitalerhöhung nach CEE ging.

Alu-Fenster Gemeinschaftsmarke seit 25 Jahren aktiv

Meinl Zu Dividende 2008

Unger Stahl Folgeauftrag

Wien. Laut einer IMAS-Studie verbinden die Österreicher mit Aluminiumfenstern, die die Gemeinschaftsmarke Alu-Fenster führen, hohe Qualität, Langlebigkeit, Modernität und Stabilität. Die Marke genieße Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Kompetenz in der österreichischen Immobilienbranche, wobei der Bekanntheitsgrad bei 84% liege, heißt es seitens des Aluminium Fenster Instituts (AFI). Bei Bauherren liegt der Bekanntheitsgrad bei 74 und bei Architekten bei beeindruckenden 93%. Das AFI wurde 1987 gegründet; Ziel war, das Image für qualitativ hochwertige Konstruktionen aus Aluminium – vom Fenster über den Wintergarten bis hin zur Gebäudefassade – zu verbessern. Konfrontiert war das Institut mit Vorurteilen beim Aluminiumfenster: schlechte Wärmedämmung, nur Silber, wenig Design. Fragte man 1988 Herrn und Frau Österreicher nach Aluminiumfenstern, so waren diese bei weniger als 20% im Bewusstsein. Im Jahr 2011 wurde mit einer IMAS-Studie festgestellt, dass das Alufenster-Bewusstsein in Öster-

Wien. Die Staatsanwaltschaft Wien hat am Dienstag erstmals seit gut drei Jahren Julius Meinl V und andere Organe seiner Bank einvernommen und sich dabei auf eine 2009 erfolgte, große Dividendenausschüttung der Meinl Bank konzentriert, gibt die Bank bekannt. Die Untersuchung ist ein Seitenarm der sich seit Jahren hinziehenden Ermittlungen wegen möglicher Betrugshandlungen gegen Kleinanleger der damaligen Meinl European Land (MEL). Die Meinl Bank weist alle Vorwürfe zurück und wirft ihrerseits der Staatsanwaltschaft fortgesetzten Rechtsbruch und Schädigung der Bank vor.

Telfs. Die Unger Steel Group hat vom der Tiroler Thöni Holding GmbH einen Folgeauftrag erhalten und realisiert nun die neue Millenniumshalle II. Die Thöni-Gruppe ist auf die Bereiche Aluminium, Umwelt- und Energietechnik, Anlagenbau, Schlauchproduktion und Manufacturing spezialisiert und expandiert; daher wird in eine neue mehrschiffige Rahmenhalle (Millenniumshalle II) mit 7.000 m� am Firmenhauptsitz in Telfs investiert.

reich stark angestiegen ist. Aluminiumfenster werden mittlerweile von jedem zweiten Österreicher als Fensterwerkstoff spontan genannt. Auch die Sympathiewerte bestätigen den positiven Wandel. Bei der gesamten österreichischen Bevölkerung bekundet jeder Dritte Sympathien für Aluminiumfenster. Hervorzuheben sind die Sympathiewerte vor allem bei Architekten: rund 70%. (lk)

Einvernahme

Millenniumshalle

Vermögensschmälerung? © www.alufenster.at/APA-Fotoservice/Sched

© Allianz

Wien. Eva Pöttler, LL.M., ist neue Leiterin des Bereichs „Recht und Compliance“ in der Allianz Gruppe in Österreich, zu der rund 20 Unternehmen gehören. Sie folgt damit Inge Schulz, die die Leitung des Bereichs „Human Resources“ übernommen hat. (lk)

In Österreich hat die FMA wegen der hierzulande bedenklich umfangreich gewordenen Vergabe von Krediten in Fremdwährung (bevorzugt im Schweizer Franken) „die Keule der de facto-Untersagung“ hervorgeholt. Im Herbst 2008 sprach sie wegen der damaligen mangelnden Liquidität in fremder Währung ein de facto-Fremdwährungskreditvergabeverbot aus, in

Immofinanz In der Offensive gegen Kleinanleger-Klagen – Investment in CEE war „aus damaliger Sicht ganz normal“

Erfolgreicher Imagewandel Eva Pöttler: Zuvor tätig für Bawag PSK, Telekom Austria und Kapsch.

Verbot auf direktem Weg

Von Anfang an dabei: AFI-Geschäfts­ führer Harald Greger.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Bankorganen vor, durch die Ausschüttung das Vermögen der Bank geschmälert zu haben, womit der Tatbestand der Untreue und betrügerischen Krida erfüllt sei. Laut OeNB-Bericht betrug die Ausschüttung damals ungewöhnlich hohe 225 Mio. €, die Eigenkapitalquote sei so um etwa 25 Prozentpunkte auf heute 17% gesenkt worden.

© Unger Steel

Siemer-Siegl-Füreder mit Verstärkung

der Folge wurde die Neuvergabe an sehr strikte Kriterien beknüpft, und die Banken wurden angehalten, die aushaftenden Volumina zu reduzieren. Voraussichtlich ab 2015 wäre ein solches Vertriebsverbot auf direktem Weg machbar, per Verwaltungsakt und entsprechend direkt sanktionierbar, so Ettl. Man müsse als Behörde aber objektive Kriterien entwickeln. Einen Appell an die Verbreiterung des Wissenstands sowohl an Endkunden als auch an Berater richtete in diesem Zusammenhang Otto Lucius, Vorsitzender des Vorstands des Österreichischen Verbands Financial Planners (AFP). „Kunden, die objektive Beratung haben wollen, sind bei einem Honorarberater am besten aufgehoben“, so Lucius. In weiten Teilen üblich ist immer noch die provisionsbasierte Beratung, das dürfte sich nicht so bald ändern.  (lkAPA)

© APA/Helmut Fohringer

short

Eingreifen würde die Aufsicht dann, wenn sich in ihrem Zuständigkeitsgebiet bestimmte Finanzprodukte oder Finanzpraktiken als systemisch kritisch herausstellen oder für eine bestimmte Konsumentengruppe – in der Regel Endverbraucher – nicht mehr nachvollziehbar sind. Oder wenn sich die Märkte für bestimmte Produktkategorien eben in eine gefährliche Richtung bewegen.

Stahlbauexperte Unger hat für Thöni bereits mehrere Projekte realisiert.


p e o p l e & dat e s

Freitag, 14. September 2012

financenetreal:estate – 37

financenet@medianet.at

Internationale Studie über städtische Infrastrukturen KPMG durchleuchtet in „Infrastructure 100: World Cities Edition“ 100 innovative Projekte

Urbane Infrastrukturen im Fokus Wien. Die Entwicklung einer nachhaltigen städtischen Infrastruktur ist eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Da bereits mehr als die Hälfte der weltweiten Bevölkerung auf engem Raum in Städten lebt, die zusammengenommen weniger als zwei Prozent der Landfläche unseres Planeten ausmachen, unterliegt die städtische Infrastruktur einer noch nie dagewesenen Belastung. Diese weltweite Nachfrage nach Infrastruktur macht in den nächsten vier Jahrzehnten voraussichtlich die Investition von etlichen Billionen Dollar erforderlich, um nachhaltige städtische Gebiete mit hoher Lebensqualität zu schaffen und zu erhalten, in denen den Bedürfnissen der Bevölkerung, der Wirtschaft und der Umwelt gleichermaßen Rechnung getragen wird. Der neue Bericht „Infrastructure 100: World Cities Edition“ des Wirtschaftsprüfungs- und Bera-

tungsunternehmens KPMG befasst sich mit den Herausforderungen, denen Städte in aller Welt gegenüberstehen, und stellt 100 innovative Infrastruktur-Projekte vor.

dustrial Corridor (Globale Anbindungen, Indien), Tianjin Eco City (Neue und erweiterte Städte, China), East Side Access (Städtische Mobilität, USA), Oresund Regional Development (Städtische Erneuerung, Dänemark/Schweden), Tuas II Desalination Plant (Wasser, Singapur), Cidade Inteligente Búzios (Städtische Energie, Brasilien), Deep Tunnel Sewerage-System (Recycling und Abfall-Management, Singapur), The BRICS Cable (Kommunikations-Infrastruktur, Südafrika). Aus Österreich findet sich in dem Bericht kein Infrastruktur-Projekt. „Die aktuellen Wirtschaftsbedingungen und Sparmaßnahmen machen es jedoch auch in Österreich erforderlich, dass innovative Infrastrukturlösungen gefunden werden, damit die benötigten Investitionen finanziert und getätigt werden können“, erklärt KPMG Partner Erich Thewanger.  (ast)

„Dringende Revitalisierung“ „Die bestehende städtische Infrastruktur braucht unbedingt eine Revitalisierung, und auch die Nachfrage nach neuer Infrastruktur, die die Grundbedürfnisse der wachsenden Bevölkerungen deckt, ist sprunghaft angestiegen. Bereits mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten und diese Zahl soll bis 2050 um mehr als drei Milliarden ansteigen“, erklärt Klaus Mittermair, Partner bei KPMG. Zu den ausgewählten Projekten zählen: Princess Nora Bint AbdulRahman University for women (Bildungswesen, Saudi-Arabien), Royal London Hospital (Gesundheitswesen, GB), Delhi-Mumbai In-

© Wikimedia

Bedarf nach Revitalisierung und neuen Infrastrukturen nimmt durch demografischen Wandel Richtung Städte drastisch zu.

Das Royal London Hospital ist nur eines der ausgewählten Projekte.

Facility Management Beratungsunternehmen immomovement feiert mit 100 geladenen Gästen das Firmenjubiläum

short

immovement feiert 10-jährigen Geburtstag Gebäudeverwalter und -betreiber und deren Organisationen.

Wien. Der Online-Immobilienmarktplatz ImmobilienScout24 holt sich Verstärkung für sein Team in Österreich: Hannes Jirec und Snezana Prvulovic unterstützen ab sofort Vertriebsleiter Nikolaus Menches in der Kundenbetreuung. „Das starke Wachstum im ersten Jahr erfordert, dass wir uns für die Betreuung unserer Maklerkunden noch besser aufstellen“, erklärt Patrick Schenner, Geschäftsführer in Österreich.  (ast)

Feier in Laxenburg Das achtköpfige immovementTeam setzt sich aus Experten unterschiedlicher Disziplinen zusammen: Facility Management, Betriebswirtschaft, Architektur, Projektmanagement und Organisationsentwicklung. Steinberger selbst ist Geschäftsführer von immovement und darüber hinaus seit August wieder aktiv im Vorstand der FMA (Facility Management Austria) tätig. Die offizielle Geburtstagsfeier findet am 13. September mit 100 geladenen Gästen im Laxenburger Kaiserbahnhof Gallo Rosso statt. (red)

© immovement

immovement-Gründer und Geschäftsführer Harry Steinberger, wieder bei FMA aktiv.

Windenergie Neue Anlage im burgenländischen Kittsee

Alpine U-Bahn Singapur

Kroatien Einkaufszentrum

Kittsee. Die oekostrom AG eröffnete letzte Woche im Burgenland einen Windpark: In Kittsee gehen zwei Anlagen des Typs Vestas V100 mit 100 m Rotordurchmesser und einer Nabenhöhe von ebenfalls 100 m ans Netz. Die neuen Windräder sollen jährlich rund zehn Mio. Kilowattstunden (kWh) Strom produzieren. Zwei Windparks auf der Parndorfer Platte sowie eine Anlage in der Wiener Freudenau lieferten bisher Strom für rund

Salzburg/Singapur. Der zur spanischen FCC-Gruppe gehörende Baukonzern Alpine mit Sitz in Salzburg hat den ersten von sechs beauftragten Tunnel der „Downtown Line” des wachsenden UBahn-Netzes in Singapur fertiggestellt. Der aktuelle Auftrag umfasst zusätzlich zu den sechs Tunneln auch die Errichtung von drei UBahn-Stationen und beläuft sich auf ein Volumen von insgesamt 400 Mio. €. (APA/red)

Rijeka. Die Bank-Austria-Tochter Universale International Realitäten GmbH hat ein Einkaufszentrum in der kroatischen Hafenstadt Rijeka eröffnet. Die Investition für das „Einkaufszentrum im Westen” (ZTC) betrug 50 Mio. €, meldet die kroatische Nachrichtenagentur Hina. Das Shoppingcenter soll eine Verkaufsfläche von 20.000 m� haben, errichtet wurde es von der Baufirma Alpine als Generalunternehmer.  (APA/red)

Tunnel fertig

oekostrom AG eröffnet Windpark

14.000 Haushalte; mit dem Bau der Windräder in Kittsee kommen nun weitere 4.000 hinzu.

Großes Potenzial „Zusammen mit Niederösterreich gibt es im Burgenland das größte Potenzial für weitere Anlagen”, so E-Control-Vorstand Martin Graf. Rund ein Drittel des heimischen Ökostroms stamme bereits aus der Windenergie.  (APA/red)

RICS ehrt Porr-Chef Karl-Heinz Strauss

Universale: EKZ

© Porr

Mödling. Das Facility ManagementBeratungsunternehmen immovement feiert sein zehnjähriges Bestehen. Das 2002 gegründete Unternehmen mit Sitz in Mödling hat in der Zeit seines Bestehens rund 800.000 m� Nutzfläche mittels integraler Planung begleitet. „Der Ansatz, schon bei der Planung die Nutzungsphase zu antizipieren, wird erst jetzt mit dem Einzug der Nachhaltigkeit zur Normalität“, erklärt immovement-Gründer Harry Steinberger. „Vor zehn Jahren gab es noch wenige Bauherren, die mit dieser Sichtweise etwas anfingen.“ Das Unternehmen ist heute in Österreich, Deutschland und CEE tätig. Zu seinen Kunden zählen Immobilienprojekt-Entwickler, Investoren, Immobiliennutzer,

ImmobilienScout24 verstärkt Team

Porr-Generaldirektor Karl-Heinz Strauss ist nun ein „Eminent“.

Wien. Die weltweite Berufsvereinigung von Immobilienexperten, „Royal Institution of Chartered Surveyors“ (RICS), verleiht Porr-Generaldirektor Karl-Heinz Strauss aufgrund seiner Verdienste um die heimische Immobilienwirtschaft die RICS-Mitgliedschaft als „Eminent“. In Österreich ist Strauss damit der erste neue Eminent seit rund fünf Jahren.  (red)

Insgesamt 4.000 Haushalte wird der neue Windpark in Kittsee mit Strom beliefern.

© ATP

© oekostrom AG

© Alpine Bau

Thermische Sanierung: Erste Zwischenbilanz

Das Bau-Team bei den Grabungen für die sechs U-Bahn-Tunnel in Singapur.

Visualisierung des neuen Einkaufszentrums in Rijeka mit 20.000 m2 Fläche.

Wien. Zwischenbilanz über die Förderung der Thermischen Sanierung: Die für private Häuser zur Verfügung stehenden 70 Mio. € sind zu mehr als der Hälfte ausgeschöpft. Von den Betrieben sind bereits 14 der angebotenen 30 Mio. € abgerufen worden.  (APA/red)


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CSC/Angelini umschifft locker die Pharmaklippe

© panthermedia.net/Marc Dietrich

short

Bundesländer-Serie Die Bundesländer geben zu viel für ihre Krankenhäuser aus, die Defizite steigen. Die Gesundheitsreform schreibt den Ländern nun mit den Krankenversicherungen Lösungen für eine gemeinsame Steuerung von niedergelassenem und stationärem Bereich vor. In einer Serie geht health:economy der Frage nach, welche Reformansätze die Länder verfolgen und wo sie im Benchmark mit den anderen Bundesländern liegen. Den Auftakt bildet das Land Kärnten: Gesundheitsreferent und Landeshauptmannstellvertreter Peter Kaiser setzt auf mehr Transparenz. Seite 42

© CSC Pharmaceuticals

© cc/Zacke82

Vorsorge Gleich mehrere Studien zeigen derzeit die wachsende Bedeutung des Themas Gesundheitsvorsorge. Über 90% der Österreicher wollen laut einer aktuellen ÖkonsultUmfrage, dass im Gesundheitswesen mehr Geld für Prävention aufgewendet wird und über 70% fordern einen Paradigmenwechsel und eine Abkehr von der reinen Reparturmedizin. Und 66% wünschen sich mehr Eigenverantwortung. Eine Karmasin-Studie für Rewe zeigt allerdings, dass 43% zu bequem sind, selbst wirklich etwas zu tun.  Seite 40

Portrait Die Österreich-Tochter des italienischen Familienkonzerns CSC/Angelini ist im Bereich „established products“ das am stärksten wachsende Pharmaunternehmen des Landes. Country Manager Peter Wimmer schildert, wie das geht. Seite 41

inhalt

Healthcare > Kommentar: Wie Panik die Gesundheitspolitik treibt  40 > Rauchen: Österreich liegt EU-weit deutlich zurück  40 > Ärzte diskutierten ELGA in anderen Ländern  44 > Japanisches TV-Team besucht die Therme Wien  44 Pharmareport und Lifescience > Merck investiert 3,8 Mio. € in Labors in Kärnten  43 > Novartis: Patentstreit in Indien  43 > HIV-Joint Venture ViiV sucht Kindermittel  43 > Astellas präsentiert kindgerechte Infos  44

Das Wichtigste ist die Gesundheit!


H e a lt h : c a r e

40 – healtheconomy

Kommentar

Gesundheitspolitik in Panik

Freitag, 14. September 2012

Vorsorge I 90% der Österreicher wollen mehr Geld für Prävention und fordern mehr Eigenverantwortung

Umfrage: Vorsorge ja, aber nur bei den anderen Karmasin-Studie für Rewe zeigt, dass 43% aus Bequemlichkeit wenig für ihre Gesundheit tun. Ina Karin Schriebl

Wenig Wissen Wie das funktionieren soll, ist allerdings unklar, wie eine andere aktuelle Untersuchung belegt. Das Wissen über gesundes Leben ist der Motivforscherin Sophie Karmasin zufolge in Österreich „definitiv ausbaubar“. Bei der Studie „So gesund is(s)t Österreich“, die von dem Lebensmittelkonzern Rewe in Auftrag gegeben worden ist, gaben zwar 25% an, sich oft bis sehr oft Vorsätze zu gesundem Essverhalten gemacht zu haben, „aber mehr als die Hälfte davon konnte diese nicht länger als einen Monat durchhalten“, sagte Karmasin bei einer Pressekonferenz in Wien. Durchschnittlich investieren die Österreicher auch nur 49 Min. pro Tag in eine gesunde Lebensweise, wie das Zubereiten von hochwertigen Mahlzeiten oder Sport. „Offensichtlich gehen Wunsch und Wirklichkeit hier weit auseinander“, sagte Karmasin. Überraschend ehrliche 43% gaben an, „aus Bequemlichkeit“ nicht mehr für ihre Gesundheit zu tun, 33% meinten, sie hätten nicht ausreichend Zeit dafür. Die Spitzenreiter der nicht umgesetzten Vorsätze sind „häufiger Konsum von Obst und Gemü-

Angestrebt, aber derzeit nicht ausreichend umgesetzt … Viel Obst und Gemüse essen

25

Weniger Mahlzeiten zwischendurch

21

Weniger Alkohol trinken

20

Ausgewogene Ernährung

19

Kalorienarme Ernährung

19

Möglichst oft frisch kochen

18

Wenig/keine Fertiggerichte Häufig frisch einkaufen

16

Reduktion von Zucker, Fett etc.

15

Viel Fisch essen

15

Warum tun Sie nicht mehr für Ihre Gesundheit? 29%

33%

Zu teuer

Zu wenig Zeit

Jugend sorgt nicht vor Die Argumente gegen den jährlichen Gesundheitscheck sind vielseitig: 36% fühlen sich gesund und sehen deshalb keine Notwendigkeit, prophylaktisch zum Arzt zu gehen. Ganz ähnlich argumen-

9%

Wien/Brüssel. Jedes Jahr sterben fast 700.000 Europäerinnen und Europäer an den Folgen von Tabakkonsum. Rauchen fordert damit nicht nur eine untragbare Zahl an Leben, sondern ist die wichtigste vermeidbare Krankheits- und Todesursache.

für ein rauchfreies Europa beim ersten „Wiener Lungen Lauf“. Als Höhepunkt des ERS-Kongresses wird der Lungen Lauf von der European Respiratory Society (ERS) und der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) unter dem Motto „Move Your Lungs” veranstaltet. Die Kampagne „Ex-Raucher sind nicht aufzuhalten“ unterstützt diese Initiative und deren Devise, dass Herz-Kreis-

Österreich liegt zurück

17

12%

der kostenlosen Vorsorgeuntersuchung geht in Österreich mit dem Alter Hand in Hand. Während nur 19% der unter 30-Jährigen das Angebot der Krankenkassen einmal jährlich in Anspruch nehmen, nutzen es laut einer Umfrage des Makam-Instituts 37% der über 60Jährigen. Insgesamt jeder Fünfte nimmt die kostenlose Vorsorgeuntersuchung zumindest alle zwei bis drei Jahre wahr.

tieren 19% mit ihrem gesunden Lebensstil, der keinen Gesundheitscheck erforderlich macht, teilen die Krankenkassen mit. 20% gehen nur zum Arzt, wenn es irgendwo schmerzt. Fehlende Zeit ist für 16% ein Grund, nicht zur Vorsorgeuntersuchung zugehen. 28% der unter 30-Jährigen sehen aufgrund ihrer Jugend keine Notwendigkeit einer jährlichen Vorsorgeuntersuchung. Sieben Prozent glauben nicht, dass sie eine jährliche Vorsorgeuntersuchung vor schweren Krankheiten schützt und sehen somit keinen persönlichen Nutzen. Die öffentliche Hand hält sich noch zurück: Von einem jährlichen Gesundheitsbudget von weit über 30 Mrd. € werden nur 2% für Prävention investiert.

Kampagne gegen das Rauchen

GE S U N D E E R N Ä H R U N G – D E R G E I S T I S T WILLIG …

Bequemlichkeit

se“ (25%), „regelmäßige Hauptmahlzeiten“ (21%) und „Verzicht bzw. die Reduktion von Alkohol“ (20%). Beim Wissen über gesunde Ernährung gaben sich die Befragten nur durchschnittliche Noten, allerdings haben 47% in den vergangenen Jahren mehr über das Thema ‚Gesundheit‘ erfahren. Vor allem bei regionalen Lebensmitteln (28%), gesunder Ernährung (25%) und bei den Bausteinen der Körpers, wie zum Beispiel Vitamine und Ballaststoffe (23%), ist der Wunsch nach mehr Information gegeben. Eine weitere Untersuchung zeigt, dass sich vor allem ältere Menschen für Vorsorge interessieren, das Thema in der Jugend aber weniger zählt. Die Inanspruchnahme

Vorsorge II Österreich liegt in der Raucherstatistik 33% über dem EU-Durchschnitt

GRAFIK DER WOCHE

43%

Übergewicht und ungesunde Lebensweise kosten das Gesundheitswesen Unsummen, getan wird wenig dagegen.

Nicht notwendig

Zu wenig Wissen

Umfrage: 1.000 Befragte, Angaben in % (Mehrfachnennungen, Auswahl). Quelle: APA/Karmasin; Grafik: Raimund Appl

Eine europaweite Studie der Europäischen Kommission für Gesundheit und Verbraucher zeigt, dass Österreich in der Raucherstatistik mit 33% klar über dem europäischen Durchschnitt von 28% liegt. Europaweit wollten bereits 61% der Raucher ihre Sucht aufgeben, nur 39% haben es noch nicht versucht. Auch hier ist Österreich weit vom Durchschnitt entfernt: Nur 37% der österreichischen Raucher haben bereits versucht, den Glimmstängel loszuwerden. Gesundheitsminister Alois Stöger und Martin Seychell, Leiter der EU Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucher, präsentierten die Kampagne „Ex-Raucher sind nicht aufzuhalten“ und ihre Bedeutung

© sxc/Martin Walls

Z

um Schutz vor der 2006 grassierenden Vogelgrippe wurde unter der früheren Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) offenbar nicht nur eine zu große Menge an Grippemasken bestellt, 7,7 Mio. Stück wurden ja schließlich nicht verkauft. Aus einer Anfragebeantwortung durch den heutigen Ressortchef Alois Stöger (SPÖ) geht hervor, dass auch der damalige Vorvertrag für 16 Mio. Dosen Impfstoff – aus heutiger Sicht – „unrealistisch“ ist. Im Unterschied zur damaligen Situation geht das Gesundheitsressort nach den Erfahrungen mit der „Schweinegrippe“ 2009 heute aber davon aus, dass die damals von Wissenschaftern empfohlene und daher auch von der Politik getroffene Annahme, 16 Mio. Impfdosen zu benötigen, zu hoch ist. „Man muss nicht die ganze Bevölkerung durchimpfen“, viel eher gehe es darum, bestimmte Gruppen zu definieren, so das Ministerium heute. Der Vorvertrag wurde daher adaptiert und die Dimension „zurückgefahren“: Im Bedarfsfall verfügt Österreich nun über 1,2 Mio. Dosen Impfstoff. Die Sache zeigt: Die öffentliche Panik vor der Grippewelle verleitete die Politik zu allen möglichen Maßnahmen, die weit über das Ziel hinausgingen. Die Frage ist, wie das künftig verhindert werden kann.

Wien. Gleich mehrere Studien zeigen derzeit die wachsende Bedeutung des Themas Gesundheitsvorsorge. Über 90% der Österreicher wollen laut einer aktuellen Ökonsult-Umfrage, dass im Gesundheitswesen mehr Geld für Prävention aufgewendet wird und über 70% fordern einen Paradigmenwechsel und eine Abkehr von der reinen Reparturmedizin. Und 66% wünschen sich mehr Eigenverantwortung.

© panthermedia.net/Marc Dietrich

Martin Rümmele

Der Anteil jugendlicher Raucher ist in Österreich besonders hoch.

lauf-Training eine tragende Rolle in der Vorbeugung von Lungenkrankheiten spielt. „Mit ‚Ex-Raucher sind nicht aufzuhalten’ tun wir alles, um einen Wandel zu einem gesünderen Europa zu bewirken. Wir sind stolz darauf, dass sich seit Beginn der Kampagne fast 250.000 Menschen in Europa für den iCoach angemeldet haben, um die Reise hin zu einem rauchfreien Leben zu beginnen“, erklärt Seychell die Anliegen der Kampagne. Das offizielle Gesicht der ExSmokers-Kampagne in Österreich, Elisabeth Liu, wird beim Lungen Lauf mitlaufen; so wie 28 Mio. andere Raucher in Europa hat Liu ihre Sucht mithilfe des iCoach aufgegeben. Die Kampagne wurde im Jahr 2011 von der EU-Kommission für Gesundheit und Verbraucher gestartet, um vor allem junge Raucherinnen und Raucher zu unterstützen, ihre Sucht aufzugeben und in ihrem Leben „unaufhaltbar“ zu werden; Unterstützung bekommen sie durch „www.exsmokers.eu“ und Social Media-Plattformen. (iks)


H E A LT H : C A R E

Freitag, 14. September 2012

healtheconomy – 41

Portrait CSC/Angelini ist im Bereich „established products“ das am stärksten wachsende Pharmaunternehmen in Österreich

Wachstum gegen den Trend Österreich-Tochter von italienischem Konzern punktet mit eigener Forschung, Fokus auf Kunden und konkurrenzfähigen Preisen. Wien. Der in Bisamberg im Weinviertel angesiedelte Hidden Champion der Pharmabranche, CSC/Angelini, erzielt durch klares Portfolio-Management, effiziente Logistik und eine hohe Außendienstquote ein kräftiges Wachstum. Unter der Leitung von Country-Manager Peter Wimmer wurde 2010/11 das Portfolio der Österreich-Tochter des römischen Familienkonzerns bereinigt und auf fünf strategische Bereiche konzentriert: Erkältung (mit dem Zugpferd Tantum Verde); Neurologie/Psychiatrie, Schmerz/ Infektiologie und Wundheilung; Gynäkologie sowie schließlich Onkologie. Die durch die Bereinigung verursachten Umsatzrückgänge wurden vom Wachstum des verbliebenen Portfolios mehr als kompensiert. Gemeinsam mit Baxter war CSC/ Angelini 2011 das am stärksten wachsende Pharmaunternehmen im Markt „established products“ in Österreich (siehe Tabelle).

Streben nach Qualität Ein wesentlicher Grund für den Erfolg liegt in der Firmenstruktur: Die Organisation des Unternehmens wurde von Grund auf dem österreichischen Markt angepasst. Peter Wimmer zu dessen Besonderheit: „Unserer Arbeit liegt das konsequente Streben nach Qualität und Regionalität zugrunde. Regionalität bedeutet für uns als italienisches Familienunternehmen in privater Hand die persönliche und kompetente Betreuung unserer strategischen Kunden, Arzt und Apotheker, durch unseren Außendienst.“ Das Pharmaunternehmen agiert dabei azyklisch zum Branchentrend: Die Logistik wurde nicht ausgelagert, sondern im Gegenteil ausgebaut und perfektioniert. Diese Strategie scheint CSC/Angelini recht zu geben, wie die jüngsten Wachstumszahlen belegen. Eine aktuelle Umfrage zu Kundenzufriedenheit belegt den Erfolgskurs: von 217 befragten Apothekern gaben 77% in puncto Zufriedenheit mit der Betreuung vor Ort die Schulnote 1, die fachliche Beratung ergab fast 100% (siehe Grafik). „Wenn man beachtet, dass die Ansprüche in diesem Bereich immer höher werden, sind das außergewöhnliche Resultate.“ Laut Wimmer sind die Ergebnisse auf die gute Zusammenarbeit mit allen Systempartnern Arzt-Apotheker-Sozialversicherung/Krankenkassen sowie Patient/Angehöriger im Sinne eines nachhaltig orientierten DiseaseManagement zurückzuführen. Die berüchtigte „patent cliff“ ist

auch für CSC/Angelini eine Herausforderung. Wimmer: „Mit unserem Geschäftsmodell konkurrieren wir erfolgreich mit generischen Produkten.“ Auf die angespannte Wirtschaftslage reagiert CSC/Angelini mit bewährter Strategie: „Eigene Forschung in Santa Palomba südlich von Rom, Fokus auf Kunden und konkurrenzfähige Preise“. Das Unternehmen bringt laufend neue Produkte auf den Markt. Das vor Kurzem auf dem heimischen Markt lancierte Tantum Protect Nasengel sowie -spray ist schon gut etabliert. Durch die Einführung neuer Produkte erwartet man ein Wachstum von drei bis vier Prozent jährlich.

Mar kt fü r esta b lis he d pr oduct s* (etablierte OTC -Produkte in Österreich)

Wachstum Unternehmen 2011 CSC Pharmaceutical 32% Baxter AG 32% Johnson & Johnson 13% Meda Pharma 12% Fresenius Kabi 12% Biotest 4% Pfizer 3% Boehringer Ingelheim 3% Gebro Pharma 3% Merck 2%

Wachstum 2010 14% 5% 20% 4% 4% 2% 2% 2% 12% 1%

*) Originalprodukte (6-30 Jahre post LOE, keine Generika); Quelle: medianet/CSC © medianet

Mathieu Völker

CSC/Angelini-Country Manager Peter Wimmer freut sich über Lob von Apothekern.

Wachstum 2009 8% -22% 8% 5% 18% 3% -7% 3% 14% 2%


P h a r m a r epo r t: L i f e s c i e n c e

42 – healtheconomy

Freitag, 14. September 2012

Serie Gesundheitsreform in den Ländern – Teil 1: Kärnten Zu viele Krankenhäuser kosten zu viel Geld

GastKommentar

Transparenz soll helfen, Spitäler besser zu steuern

MitarbeiterGesundheit fördern

Wartezeiten-Management kommt auch in Kärnten. Streit um Spitalsgesellschaft Kabeg beendet. Klagenfurt. Die Wartezeiten für Operationen werden in Kärnten transparent. Dafür sorgt ein am 1. September in Kraft getretenes Gesetz. „Dieses verpflichtet die Krankenhäuser dazu, ein transparentes Wartelistensystem in anonymisierter Form für geplante Operationen mit einer Wartezeit von mehr als vier Wochen einzurichten“, sagt Gesundheitsreferent und Landeshauptmannstellvertreter Peter Kaiser. Besonderes Augenmerk wird auf die Augenheilkunde und Optometrie, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie sowie Neurochirurgie gelegt. „Mit den transparenten OP-Wartezeiten schaffen wir ein objektives System, das Gerechtigkeit und Fairness für alle Patienten mit sich bringt“, so Kaiser. Er betonte, dass als Kriterien für die Reihung der Wartezeiten neben dem Anmeldezeitpunkt nur medizinische und soziale Gründe herangezogen werden dürfen. Aus der Warteliste hat die Gesamtzahl der pro Abteilung für den Eingriff Vorgemerkten ersichtlich zu sein.

Christoph Sauermann

B

Christoph Sauermann ist ­Geschäftsführer der mediclass ­Gesundheitsclub GmbH.

Lange Krankenhaus-Debatte Nach monatelangen Debatten über die Führung der Spitalsgesellschaft Kabeg und inhaltliche Ausrichtungen zwischen dem SPGesundheitsreferent auf der einen Seite und FKP-Kabeg-Aufsichtsratschef Kurt Scheuch hat sich die Spitalsgesellschft nun beruhigt. Die Kärntner Parteien beschlossen eine eigene Gesundheitscharta. Als wichtigen Meilenstein bezeichnet Kaiser den einstimmig gefassten Beschluss im Kärntner Landtag, die Gesundheitspolitik in Kärnten

In der Kärntner Gesundheitspolitik war lange Zeit der Wurm drin. Nun haben sich die Parteien zusammengerauft.

politisch außer Streit und den freien Zugang der Bevölkerung zu den besten medizinischen Leistungen in mit entsprechendem Personal ausgestatteten, leistungsdifferenzierten Kärntner Spitälern sicherzustellen. Vor wenigen Tagen wurde auch der Aufsichtsrat neu bestellt. Damit wird einem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs, dass die bisher tätige Expertenkommission nicht die Aufgaben des Aufsichtsrats übernehmen hätte dürfen, Genüge getan. „Die Gesundheitscharta mit der neuen Zusammenarbeit der Parteien und neuen Rechtsgrundlagen für die Landesspitäler wird nur funktionieren, wenn Kärnten seine Standortqualitäten für Ärzte verbessert“, erklärt der Präsident der Kärnt-

ner Ärztekammer, Josef Huber. Er warnt aber vor einem Ärztemangel. „Eine bundesweite Erhebung deutet an, dass bereits ab 2015 gebietsweise und in bestimmten Fachgruppen ein Ärztemangel droht. Wir müssen aufpassen, dass Kärnten dabei nicht zu einem Brennpunkt wird.“

Es gebe leider Anzeichen, die darauf hindeuten, dass Kärnten mehr als andere Regionen in Österreich betroffen sein könnte. „Der Gesundheitsfonds, der neu aufgestellt wird, muss sich mit diesem Thema endlich beschäftigen“, fordert Huber.

Sp itä ler im Landesver gl eich

Bezeichnung Veränderung/Spitalsbetten Stationäre Aufnahmen Pflegepersonal Spitalsärzte Ausgaben für Personal Pfegepersonal/Bett Betten/Arzt Aufnahmen/Bett Einwohner/Bett

Kärnten -1,46% +2,20% -1,50% -0,90 +0,05% 1,49 2,87 48,44 227,10

Österreich -0,40 +3,50 +0,90% +3,60% +2,70% 1,41 2,81 50,16 261,80

Bestes Bundesland -1,95 (Sbg) -0,80 (Nö) -1,90% (Bgld) -0,90 (Ktn) +0,50 (Ktn) 0,94 (Vlbg) 2,43 (Nö) 44,20 (W) 196,10 (W)

Quelle: medianet/Statistik Austria

Resundheitsreform Ministerium sieht Gespräche mit Ärzten beendet und will Umsetzung wie geplant Mitte 2013 starten

Gesundheitsakte: Es bewegt sich doch was Wien. Im Gesundheitsministerium lässt man die Kritik der Ärztekammer nach den Verhandlungen zur geplanten Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) auf ExpertenEbene nicht stehen. Die Gespräche seien sehr wohl „konstruktiv“ gewesen, hieß es am Mittwoch aus dem Büro von Ressortchef Alois Stöger (SPÖ). Weitere Verhandlungen mit den Ärzten werde es aber keine mehr geben. Nächster

Ansprechpartner Stögers sind nun das koalitionäre „Spiegelressort“ und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Am Zeitplan, ELGA Mitte 2013 zu starten, hält das Ministerium fest. Einig sei man sich mit den Ärzten hinsichtlich der Forderung nach einer umfassenden „Usability“, sagte eine Sprecherin Stögers. Der Forderung der Ärztekammer, schon zu Beginn nur Dokumente auf einem

© APA/Barbara Gindl

etriebliche Gesundheitsleistungen werden in Zukunft einen festen Platz in österreichischen Unternehmen einnehmen. Das ist eines der Ergebnisse der Mercer Studie „Mercer Pan European Health and Benefits Survey“, die zeigt, dass Betriebliches Gesundheitsmanagement einen klaren Mehrwert für Unternehmen schafft. Und zwar nicht nur im Hinblick auf den harten Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Unternehmen, die die Gesundheit ihrer Mitarbeiter aktiv fördern, steigern die Arbeitszufriedenheit und Leistungsfähigkeit. Sie erzielen eine höhere Produktivität und Qualität und gewinnen in Sachen Innovation und Image. Und nicht zuletzt profitieren diese Unternehmen von sinkenden Fehlzeiten, weniger Unfällen und geringerer Fluktuation. Dass betriebliche Gesundheitsmaßnahmen einem Unternehmen Vorteile bringen, steht also außer Zweifel. Die Frage ist, für welche der am Markt angebotenen Lösungen lohnt sich eine Investition tatsächlich? Nun, für all jene, die nicht nur einmalige Einzelmaßnahmen umfassen. Beim ‚mediclass Gesundheitsclub‘ etwa greifen Vorsorgemedizin und Facharztbetreuung nahtlos ineinander; das Rund-um-Gesundheitsservice des Clubs ist auf nachhaltige Gesundheitsvorsorge und -betreuung ausgerichtet. So können Mitarbeiter von Unternehmen mit einer mediclass Firmenvereinbarung jährlich einen umfassenden Gesundheitscheck (16 Teil-Untersuchungen) im Wert von 400 Euro durchführen und sich bei Bedarf durch die privaten Fachärzte, die im mediclass Zentrum ihre Ordinationen betreiben, zu günstigen Konditionen (bis zu 80% Ersparnis) betreuen lassen. Das mediclass Zentrum ist modern ausgestattet, bietet ein erstklassiges Service (schnelle Termine, lange Öffnungszeiten, mediclass übernimmt auch auf Wunsch das Einreichen der Arzthonorare bei der Krankenkasse des Mitarbeiters) und ist durch seine zentrale Lage bestens erreichbar. Durch optimierte Prozesse im Zentrum haben die Ärzte auch viel mehr Zeit für ihre Patienten. mediclass bietet eine Win-Win-Lösung für Unternehmen und Mitarbeiter. Die Mitarbeiter erhalten Zugang zu hochwertiger Vorsorge und Privatmedizin, die Kosten für das Unternehmen aber bleiben überschaubar und sind außerdem steuerlich absetzbar. Eine sinnvolle Investition in die Mitarbeiter-Gesundheit.

© cc/Zacke82

Martin RÜmmele

Gesundheitsminister Alois Stöger will Elektronische Gesundheitsakte voranbringen.

hohen Such-Level ins System einzuspeisen (die auch nach Stichworten durchsuchbar sind und weitere umfassende Suchfunktionen aufweisen), erteilt man im Ministerium aber eine Absage: „Wir sind für den schrittweisen Aufbau, ELGA soll kein Fass ohne Boden sein.“ Man könne nicht immer noch mehr Dinge ins System einbringen. Kein Verständnis hat man für die Forderung der Ärzte, die Teilnahme an ELGA auch den Ärzten freizustellen; internationale Vergleiche hätten gezeigt, dass ein solches System nur Sinn mache, wenn alle Anbieter daran verpflichtend teilnehmen. Die Freiwilligkeit („Opting Out“) könne es nur für die Patienten geben. Zur Kritik der Kammer, die Finanzierung sei nicht gesichert, hieß es im Ministerium, den Ärzten werde eine Anschubfinanzierung zugestanden und das wüsste die Kammer auch. Keine Notwendigkeit sieht man im Büro Stögers für die von Ärzten geforderte Probephase. Erstens gebe es ohnehin einen stufenweisen Aufbau des Systems ELGA und zweitens könne

man auf die Erfahrungen aus der E-Medikation zurückgreifen. Nächster Schritt ist aus Sicht des Ministeriums der Beschluss im Ministerrat (nach den Verhandlungen mit Mitterlehner). Danach soll noch heuer der Beschluss im Nationalrat erfolgen und das System dann Mitte 2013 in Betrieb gehen.

Kritik an Gegenkampagne Die Ärztekammer will indes weiter an ihrer Unterschriftensammlung gegen ELGA in den Ordinationen festhalten, selbst ein Volksbegehren steht im Raum. Sinn der Aktion sei es, die Patienten vor allem über den nicht ausreichenden Datenschutz sowie die enormen Kosten für die Steuerzahler aufzuklären, erklärt der Vizepräsident der österreichischen Ärztekammer, Johannes Steinhart. Wie diese Aufklärung funktioniert, wenn die Ordinationen voll sind und die Ärzte generell über zu wenig Zeit für die Patienten klagen? „Na, wir haben im Wartezimmer das Kistl mit den Drucksorten und Informationen dazu aufgelegt.“ (iks)


Freitag, 14. September 2012

P h a r m a r epo r t: l i f e s c i e n c e

Expansion Pharmakonzern steckt 3,8 Mio. € in Ausbau von Labors in Kärnten

Merck baut aus Merck Spittal bietet auch Nischentechnologien. Wien. Mercks Labor platzt dank des verdreifachten Produktionsvolumens aus allen Nähten, deshalb investiert das deutsche Unternehmen 3,8 Mio. € in den Neubau eines analytischen Labors am Produktionsstandort in Spittal an der Drau. Der Neubau soll Juli 2013 fertiggestellt werden und auf drei Stockwerken 1.000 m� Laborarbeitsfläche für bis zu 36 Analytiker bereitstellen.

Produktpalette Merck Spittal hat im vergangenen Jahr über eine Mrd. Tabletten und etwa 600 t Salben und Cremen in 200 verschiedenen Rezepturen in über 1.000 verschiedenen Packungsarten hergestellt. Der heimische Sitz beschäftigt zurzeit 280 Mitarbeiter. Als Lohnhersteller für Bulk- und Fertigprodukte produ-

Kost Hyposensibilisierung

Allergietherapie

Wien. Unbehandelte Allergiker stellene eine finanzielle Last dar: Eine Studie des biopharmazeutischen Unternehmens Stallergene und Economica, Institut für Wirtschaftsforschung, wartet mit Zahlen auf. Die Symptombehandlung von Allergien kostet die Krankenkassen und die Betroffenen rund 300 Mio. €, mindestens 85 Mio. € entfallen davon auf die Gruppe der 6- bis 25-Jährigen. Der krankenstansbedingte Produktivitätsverlust bei den 16- bis 25Jährigen macht etwa 3 Mio. € aus.

ziert und verpackt Merck Spittal feste, halbfeste und flüssige Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel für Merck Serono, aber auch für andere Kunden. Merck Spittal zählt zu den fünf wichtigsten Produktionsstätten des deutschen Pharmakonzerns. „Diese Investition zeigt, dass der Standort Spittal einen wichtigen Teil des internationalen Produktionsnetzwerks von Merck darstellt“, erklärt dazu Geschäftsführer Klaus Raunegger. „‚Merck Spittal‘ kann durch diese Investition seine Stellung als wichtigster industrieller Arbeitgeber in Spittal weiter ausbauen.“

Patentstreit Novartis geht in die dritte Instanz

Kampf mit globalen Auswirkungen Bern. In etwa einem Monat wird mit einem abschließenden Urteil in dritter Instanz im Fall Novartis gegen das indische Patentamt gerechnet. Es geht dabei um das Novartis-Krebsmedikament Glivec, bei dessen Wirkstoff Imatinib es sich nicht um eine Neuerfindung handle, wie das indische Patentamt argumentiert, sondern um eine neue Version eines bereits bestehenden Wirkstoffs.

Verheerende Wirkungen

© Merck

ulli moschen

Merck beschäftigt 40.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2011 10,3 Mrd Euro.

healtheconomy – 43

„Ein solcher Entscheid könnte eine verheerende Wirkung auf Indiens Generikaindustrie haben“, erklärt Andrea Isenegger, Pharmazeutin bei der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF). Sollte der indische Supreme Court Novartis Recht zusprechen, könnte dies in einer Ver-

längerung der Patente auch anderer Pharmakonzerne gipfeln und ein stärkerer rechtlicher Schutz für die Patente etablierter internationaler Pharmakonzerne würde besonders den ärmeren Teil der indischen Bevölkerung treffen. Indische Generikaversionen von Glivec kosten rund 2.500 USD pro Jahr, in den USA bis zu 100.000 USD. Ähnlich verhält es sich bei den HIV/Aids- oder Tuberkulosemitteln. Da Indien der weltweit größte Exporteur von Generika ist, würde der Entscheid auch Millionen von Menschen in anderen Schwellenländern und Drittweltstaaten betreffen. Novartis‘ Jahresumsatz mit Glivec betrug 2011 4,66 Mrd. USD. MSF etwa bezieht rund 80% der HIV-Medikamente für weltweit 170.000 Patienten von Generikaherstellern in Indien. (um)

Gesundes Vertrauen in die Nr. 1 Gewählt zur vertrauenswürdigsten Versicherung.

Einsparungspotenzial Rechnet man alle Faktoren zusammen, liegt in der Hyposensibilisierungstherapie ein Einsparungspotenzial von bis zu 11 Mio. € jährlich.

HIV-Initiative Pädiatrie

Lücken füllen

Wien. ViiV Healthcare, ein Joint Venture von Pfizer und GlaxoSmithKline, hat sich mit dem erklärten Ziel, Lücken in der pädiatrischen HIV-Forschung, Pflege und Behandlung zu schließen, mit Clinton Health Access Initiative (CHAI) & Mylan Pharmaceuticals zusammengetan, um eine pädiatrische Kombinationstherapie für HIVBehandlung bereitzustellen. Einer der größten Herausforderungen in der Behandlung von Kindern, die mit HIV leben, sei es, Formulierungen zu finden, die von Kindern leicht eingenommen und leicht von nichtspezialisierten Versorgern an Kinder mit unterschiedlichem Gewicht und Alter verschrieben werden können, etwa kinderfreundliche antiretrovirale Medikamente in Form von Sirupen, Pulvern, Brause- oder Lutschtabletten. Fünf Partnerorganisationen werden von ViiV Healthcare gefördert und fokussieren sich auf eine einzigartige Aktivität oder geografische Region. Diese Bemühungen sollen Barrieren niederreißen, die den Zugang von Kindern zur HIV-Medikation und Pflege verhindern.

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44 – healtheconomy

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© Pflegeeinrichtung Haus der Barmherzigkeit

Erinnerung an morgen: Neue Pflegekampagne

Freitag, 14. September 2012

Elektronische Gesundheitsakte Wiener Ärztekammer blickt auf internationale ELGA-Erfahrungen

Eine für alle, alle für ELGA dent Thomas Szekeres hat das Projekt zuletzt wiederholt kritisiert. Er initiierte unter anderem eine Kampagne in den Ordinationen der Mitglieder. Hingewiesen wurde damit vor allem auf die Datenschutzexperten. Aber auch die Kosten und der Zeitaufwand für das System werden von den Ärzten als problematisch erachtet. Bei der Veranstaltung referierte unter anderem Adrian Schmid, der Leiter von „eHealth Suisse“, eines Koordinationsorgans zwischen Bund und Kantonen. Er berichtete etwa über die Etablierung des elektronischen Patientendossiers in der Schweiz. E-Anwendungen – und die bisher bekannten Probleme in der Praxis – thematisierte auch Ute Taube, Vorstandsmitglied der Sächsischen Landesärztekammer. Und der dänische Mediziner Jens Christian Ehlers schilderte die Entwicklung der Digitalisierung im Gesundheitsbereich.

andreas feiertag

© Christian Fürthner/PID

Gesundheits-Bim in Wien in neuem Kleid

Die Gesundheits-Straßenbahn hat ein neues Design erhalten.

Wien. Schon seit 2007 ist die „Wissen macht gesund“-Bim in Wien unterwegs. Heuer präsentiert sie sich in einem neuen Design und mit einem neuen Slogan. Unter dem Motto „Heute Gesundheit von morgen leben“ wird der Niederflurwagen der Wiener Linien – kurz ULF – für ein gesamtes Jahr auf die Bedeutung von Ernährung und Bewegung als wesentlichen Teil der Gesundheitsprävention hinweisen. Die österreichische Malerin Jolanta Richter hat eigens für diesen Zweck ein großformatiges Kunstwerk mit Titel „Connected“ geschaffen, dass den ULF sowie einen Bus bis zum nächsten September einhüllen wird.

Hochkarätig besetzte Enquete zur Elektronischen Gesundheitsakte in Wien.

Neurodermitis Astellas präsentiert kindgerechte Infos

Therme Wien Besuch von japanischem TV-Team

Wien. Oft geht es den Kindern nicht anders als ihren Eltern: Sie verstehen nicht genau, was mit und in ihnen vorgeht, wenn sie unter atoptischer Dermatitis – bekannter als Neurodermitis – leiden. „Alex, kratzt dich nicht“, ein Ratgeber von Astellas Pharma speziell für Kinder geschrieben, erklärt die Symptome und wie sich „Auslöser“ reduzieren oder ganz vermeiden lassen können. In kindgerechter Sprache werden Ursache und Verlauf der Krankheit geschildert; Abbildungen runden den Text ab. Zusätzlich zur Broschüre stellt Astellas auch einen Kurzfilm mit dem gleichnamigen Titel zur Verfügung. In der unterhaltsamen und gleichsam lehrreichen Fantasiegeschichte gehen Alex und die Figur, Gufi, auf Entdeckungsreise. Sie erfahren u.a., wie atopische Haut beschaffen ist, wie man sie pflegen soll und wie man erneute Ausbrüche vermeiden kann. Broschüre und Kurzfilm können auf der Homepage von Astellas (www. astellas.at) angesehen werden. Die Broschüre und der Kurzfilm (als DVD) werden den Kinderärzten und Dermatologen zur Abgabe zur Verfügung gestellt.

Wien. Der japanische Fernsehsender BS Nippon TV porträtiert in der japanischen Dokumentarserie „Sekai Onsen Isan“, auf Deutsch etwa „Bäder in aller Welt“, die schönsten Thermalbäder weltweit. Die Therme Wien wird nun im Rahmen einer 60-minütigen Folge, die derzeit in Produktion ist, präsentiert. Die populäre Sendereihe „Sekai Onsen Isan“ – die wöchentlich ausgestrahlt und regelmäßig von mehr als 25 Mio. Zusehern verfolgt wird – stellt Bäder von internationalem Format vor; unter anderem wurden schon die italienische „Terme di Saturnia“, das spanische „Alhama de Granada Spa Resort“ und in der Türkei die Thermalquellen von Pamukkale vorgestellt. Noboru Tatsumi aus dem Redaktionsteam: „Die Therme Wien haben wir ausgewählt, weil sie eine der modernsten Thermen in Österreich und Europa ist; da sie erst 2010 eröffnet wurde einerseits und durch das städtische Umfeld andererseits unterscheidet sie sich positiv von vielen traditionellen, ländlichen Kurorten.“ Edmund Friedl, Geschäftsführer der Therme Wien: „Wir sind stolz, dass das japanische Fernsehteam

Ratgeber: „Alex, kratz dich nicht“ „Mit der Broschüre und DVD wollen wir Kinder und deren Eltern darüber aufklären beziehungsweise Hilfestellung leisten, was den richtigen Umgang mit Neurodermitis betrifft. Eine erfolgreiche Therapie setzt voraus, dass auch Kinder die Krankheit verstehen“, betont Berthold Cvach, Geschäftsführer Astellas. „Die meisten Informationen zum Thema Neurodermitis richten sich aber an Erwachsene oder Jugendliche jenseits des Volksschulalters; für Kinder gab es bislang kaum Geeignetes.“ (fei)

Astellas-Manager Berthold Cvach präsentierte die neue Broschüre und DVD.

Bad mit globaler Aufmerksamkeit die Therme Wien als Highlight für diese Sendereihe ausgewählt hat. Das zeigt uns, dass wir nicht nur im Inland, sondern sogar bis in den Fernen Osten positiv wahrgenommen werden.“ Die Therme ist Teil des Gesundheitskonzerns Vamed, der sich seit 1995 im Thermen- und Wellnessbereich engagiert. Unter der Dachmarke ‚Vamed Vitality World‘ betreibt die Vamed derzeit acht der beliebtesten heimischen Thermenund Gesundheitsresorts, darunter auch die Therme Wien. (fei)

© Therme Wien/APA-Fotoservice/Preiss

Wien. Bewohner des Hauses der Barmherzigkeit rahmen sich selbst mit alten Bilderrahmen ein – gleichsam als Kontrapunkt zur einer Kampagne, die innovative Zukunftsprojekte des Hauses präsentiert. Devise: Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern. Die Palette der präsentierten Projekte reicht von der Idee eines GenerationenCampus über einen Dienstleistungs-Assistenten bis hin zu Versuchen mit Emotional Speech Recognition. Geschaltet werden großformatige Tageszeitungsanzeigen in Verbindung mit einem Onlineauftritt.

© medianet

Sich selbst in den Rahmen gesetzt: Neue Kampagne des Pflegeheims.

Wien. In der Wiener Ärztekammer stand eine international besetzte Enquete zu einem umstrittenen Thema auf dem Programm: Im Rahmen der Enquete „ELGA international“ wurde über Erfahrungen anderer Länder mit der elektronischen Gesundheitsakte beziehungsweise ähnlichen Projekten diskutiert. Geladen waren Fachleute unter anderem aus Deutschland, der Schweiz und Dänemark. „Wir haben in den Beiträgen nützliche Erfahrungsberichte für die zukünftige Entwicklung von ELGA in Österreich erhalten“, wurde in der Wiener Ärztekammer der, wie es hieß, „Blick über den Tellerrand“ begründet. Doch auch heimische Redner waren geladen. So erläuterte ein Datenschutzexperte den Status quo des aktuellen ELGA-Entwurfs. Der Wiener Ärztekammerpräsi-

© Ärztekammer Wien

Enquete mit Gästen aus Deutschland, der Schweiz und Dänemark zeigt Entwicklung in anderen Ländern.

Geschäftsführer Edmund Friedl freut sich über den japanischen Besuch.

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Freitag, 14. september 2012 – 45

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Neu aufgestellt

Gigaset hat sich mit „Home Networks“ ein neues Standbein zugelegt  Seite 48

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Kaspersky Lab ortet neue Gefahren beim Online-Banking per Smartphone  Seite 49

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© Unifield Color

App-Stores: Innovation versus mehr Sicherheit

© TOC Development

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© Microsoft

Wien. Angesichts der jüngsten Enthüllungen in Sachen Apple/ Foxxconn wächst das Interesse an ethischen Produktionsweisen im IT-Sektor. Nun hat etwa TCO Development die Verfügbarkeit erster Monitore angekündigt, die der neuesten Nachhaltigkeits-Zertifizierung „TCO Certified“ entsprechen. Diese beinhaltet Faktoren der Corporate-Social-Responsibility (CSR) sowie Anforderungen an Umweltverträglichkeit und Gebrauchstauglichkeit, die es IT-Einkäufern ermöglichen, die Produktionsbedingungen zu berücksichtigen.  tcodevelopment.com

© panthermedia.net/iqoncept

Wien. Microsoft will über 50.000 Kindern den Zugang zum „Schlaumäuse“-Programm ermöglichen. Von der bereits 2006 gestarteten Initiative profitieren Kinder mit Sprachdefiziten oder Migrationshintergrund. „Wir sind mit ausgewählten Kindergärten in Linz gestartet, heute können Kinder in ganz Österreich die ‚Schlaumäuse‘ Software nutzen“, sagt MS-Österreich CEO Georg Obermeier (im Bild links mit Staatssekretär Sebastian Kurz). Mittels einer speziellen Lernsoftware sollen Kinder spielerisch lernen und dabei ihre verschiedenen Sprachdefizite ausgleichen.  www.  idv.edu/schlau/schlau1.ssi

Zensur oder ein erhöhtes Sicherheitsrisiko Geschlossene App-Store-Systeme bieten mehr Sicherheit gegen Cybercrime. Oftmals stehen die Geschäftspraktiken allerdings innovativen Softwareneuheiten im Weg oder verhindern sie.  Seite 46 Raiffeisen Informatik An der Spitze vor der Telekom Austria

Wien. Am 10. Oktober lädt ELO Digital Office bereits zum achten Mal in Folge zum ECM-Fachkongress, dieses Mal im Vienna Marriott Hotel in Wien, ein. Das diesjährige Motto lautet „Erfolgreich in die Zukunft“. Den Mehrwert von ECM für Unternehmen will ELO-Geschäftsführer Karl Heinz Mosbach (Bild) zu Beginn des Kongresses allen Teilnehmern ausführlich mit Beispielen erläutern.  www.elo.com

© Raiffeisen Informatik

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Erster im heimischen IKT-Ranking

Wilfried Pruschak, Geschäftsführer von Raiffeisen Informatik.

Wien. Im IKT-Ranking der Zeitschrift Computerwelt war der Raiffeisen Informatik-Konzern mit einem Umsatz von rund 1,4 Mrd. € im Jahr 2011 nach der Telekom Austria Group führendes Unternehmen in der IKT-Branche. „Wir können mit unserem Angebot sowohl die klassischen IT-Dienstleistungen wie etwa Outsourcing abdecken, als auch neue Lösungen wie Cloud Computing bereitstellen“, sagt Wilfried Pruschak, Geschäftsführer von Raiffeisen Informatik. „Unser Leistungsangebot hinsichtlich Cloud-Diensten ist flexibel und skalierbar.“  raiffeiseninformatik.at

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46 – medianet technology

Freitag, 14. September 2012

App-Stores Geschlossene Öko-Systeme sorgen für mehr Sicherheit, schließen aber oft innovative Produkte aus

Kommentar

Zensurierte Inhalte ­gegen offene AppStore-Konzepte

Faulheit schützt vor Diebstahl nicht

Vier Prozent der im Umlauf befindlichen Malware hat das Google-Betriebssystem Android als Angriffsziel. ware gehört am PC-Sektor zu den besten Player-Anwendungen am Markt. Eine iOS-Fassung war für kurze Zeit zu haben, dann wurde sie aus lizenzrechtlichen Gründen nachträglich entfernt. Der Grund: Das offene Lizenzmodell des VLC Mediaplayer sieht die Möglichkeit einer freien Weitergabe von User zu User vor – was konträr zu den AppStore-Richtlinien ist. Eine sehr innovative Lösung fiel damit den AGBs zum Opfer.

Chris Haderer

F

aulheit ist keine Schande, notierte vor langer Zeit ein Philosoph, dessen Name mir aktuell entfallen ist, und hatte sehr recht damit. Wenn sie kontemplativen Zwecken dient, ist sie und das damit verbundene Nichtstun ein extrem erfreulicher Lebensmoment. Neuzeitliche Methoden der Faulheit dienen allerdings immer weniger der Entspannung als vielmehr der Vereinfachung. Zum Beispiel: Zuerst kam die Fernbedienung, um beim Kanalwechsel keinen Fahrtwind im Wohnzimmer zu erzeugen, dann die „Smart Remote Control“, um ein Dutzend Geräte mit nur einer einzigen Fingerbewegung zu herumzukommandieren, einschließlich Hund und Hauskatze. Einen ähnlichen Komfort wollen diverse Banken ihren Kunden mit dem OnlineBanking via Smartphone und App bieten. Wozu in seelenlosen Automaten-Filialen herumstehen, wenn alles auch vom Ohrensessel aus machbar ist? Megaeinfach und – vor allem! – megabequem. Und die Sicherheit? Die steht, wenn man einmal gemütlich sitzt, nicht ganz oben auf dem Gesprächsplan. Laut Virenschützern hat die dunkle Seite des Internet aber längst ein Auge aufs Smartphone-Banking geworfen und produziert bereits dementsprechende Malware – während die Banken ihren Kunden das Risiko nicht einmal ansatzweise kommunizieren. Man fragt sich: aus Faulheit oder warum?

Sicherheit durch Kontrolle Apples iOS, auf der anderen Seite, ist sicherer – allerdings auf Kos-ten der schon von Benjamin Franklin zitierten Freiheit. Software für iOSGeräte wird auf legalem Weg ausschließlich über den iTunes AppStore vertrieben (andere Quellen sind nur möglich, wenn das Gerät softwareseitig gehackt wird – was unter anderem das Energiemanagement der Geräte beeinträchtigt).

Jede App wird vor ihrer kommerziellen Freigabe von Apple geprüft – nicht nur auf ihre technische Qualität, sondern auch in inhaltlicher Hinsicht. Waren anfangs Dinge wie pornografische Inhalte ein Ausschlussgrund, so hat Apple vorige Woche durch die Ablehnung einer „Drohnen App“ für politische Aufregung gesorgt. Ein US-Student wollte eine App ins Volk bringen, die (offizielle) Einsätze von US-Drohnen zeigt – zur Bewusstseinsbildung gegen den Krieg. Apple lehnte ab und trat damit die Frage los, ob inhaltliche – und möglicherweise politisch motivierte – Zensur nicht vielleicht eine Innovationsbremse für die Entwickler darstellt. Tatsächlich ist die Apple Store-Politik hinsichtlich einer technischen Weiterentwicklung leicht umwölkt. So darf es für iOS beispielsweise keine Apps geben, die System-Apps ersetzen – obwohl sich viele User einen besseren MailClient oder ein ausgereifteres SMSModul wünschen. Interessant ist auch der Fall des „VLC Mediaplayers“: Die Free-

Apps sind dennoch ein vielversprechendes Geschäft, zumal auch die PC-Branche den Begriff und auch die Methodik von Apps bereits adoptiert hat. Wo viel Licht ist, gibt es aber auch einen dementsprechenden Schatten. Beim iTunes-Story ist es der, das man als Anwender etwa gezwungen wird, die sprichwörtliche Katze im Sack zu kaufen: iOS-Apps können nicht – wie im Google Play-Store – kurz ausprobiert werden, bevor Geld fließt. In der Praxis kommt es dadurch immer wieder zu Schwierigkeiten, da Apple nicht garantiert, dass Apps tatsächlich störungsfrei auf einem iOS-Gerät laufen. Für professionelle Anwender, die ihre erworbenen Produkte auch kommerziell einsetzen wollen, ist das ein sehr unbefriedigender Ablauf. Detail am Rande: In Apples AppStore erworbene Anwendungen sind genau genommen nur gemietet (über die Lebensdauer des iTunesAccounts, der mit dem Tod des Inhabers endet und nicht übertragen werden kann) und dürften, nähme man die AGBs aus Cupertino ein bisschen ernst, überhaupt nicht kommerziell eingesetzt werden.  www.apple.at  www.google.com

Ingram Micro Der IT-Distributor feiert heuer seinen 20sten Geburtstag in Form einer „IM.Top“-Jubiläumsveranstaltung

Hardware, neue Trends und Entertainment Wien. Es gibt Jahre, in denen häufen sich die Jubiläen – und ein schon recht rundes feiert der heuer 20jährige IT-Distributor Ingram Micro. Die alljährlich stattfindende Fachhandelsmesse „IM.Top“ (20. September in der Congress CenterPyramide Vösendorf) wird daher dementsprechend zur Jubiläumsmesse umgestaltet. Besucher aus Fachhandel und Retail können sich am Messetag von 10 bis 19 Uhr über die aktuellsten Entwicklungen bei Ingram Micro informieren. Auch in diesem Jahr sind wieder zahlreiche Hersteller der IT-Branche vertreten.

Entertainment inklusive Nach der Umstrukturierung von Ingram Micro stellen – neben dem Broadline-Kerngeschäft – die jetzt neu positionierten Bereiche Value, Digital Signage, Education, Telekommunikation, Data Capture/PoS sowie Unified Communication die Schwerpunkte der diesjährigen IM.Top. Wie in den vergangenen Jahren gibt es auch heuer wieder ein recht breit gehaltenes Ange-

Verlosung beteiligen können. Die Ziehung findet im Anschluss an die Messe statt. Die Jubiläumsveranstaltung in der Congress Center Pyramide Vösendorf wird übrigens mehr oder weniger prominent moderiert: Ö3-Radiostar Elke Lichtenegger führt durch den Tag und am Abend wartet ein Revival der „Großen Zehn“ mit Ex-Ö3-Berufsjugendlichen Udo Huber.

Operative Daten

© Ingram Micro

© Apple

Wien. Wie erwartet, hat der Lifestyle-Elektronikhersteller Apple am Mittwochabend eine Reihe von neuen Geräten vorgestellt, darunter zwei iPod-Modelle sowie das iPhone 5. Laut Hersteller arbeitet die LTE-Funktion (im Gegensatz zum aktuellen iPad) auch in europäischen Netzen. Das iPhone 5 ist dünner, hat ein 4“-Retina-Display und durch iOS6 etwa 200 neue Features, darunter auch neue Features der Sprachsoftware Siri. Ansonsten entspricht die Ausstattung des Mobiltelefones den im gehobenen Marktsegment üblichen Standards. Das Gerät soll am 28. 9. in Österreich zu haben sein.  www.apple.at

nen grundlegenden Unterschied: die Offenheit der Systeme. Android, auf der einen Seite, erlaubt die Installation von Apps aus praktisch jeder Quelle, vom Google-Store bis zur Website von Drittanbietern. Da die Software dadurch nicht auf ihre Sicherheit überprüft wird, steht einer Verbreitung von Malware, wie wir sie auch vom PC-Bereich her kennen, nichts mehr im Wege. Laut einer Statistik von Kaspersky Lab (siehe auch Seite 41) zielen knapp vier Prozent der aktuell verbreiteten Malware auf Android; bei Apple liegt die Gefahr bei etwa 0,1 Prozent.

Zwischen den beiden derzeit dominierenden Stores – Apples iTuns AppStore und Googles Play, wobei andere Plattformen vorerst noch vernachlässigbar sind – gibt es ei-

Geräte-Update

Apfelkinder: iPhone 5, iPad, der neue iPod Touch und iOS6.

Apples AppStore für iOS-Geräte: Verkauft wird nur, was auch in Cupertino gefällt.

Verschiedene Ansätze

Apple iPhone 5 mit iOS6

Innovation gegen AGBs

© Chris Haderer

Wien. „Big things have small beginnings“ heißt es in Regisseur Ridley Scotts heurigem SommerThriller „Prometheus“ – viel besser könnte man auch den Werdegang der diversen App-Stores im Internet nicht beschreiben. Was der im sonnigen Sillicon Valley angesiedelte Lifestyle-Elektronikhersteller Apple zunächst bescheiden mit Mini-Programmen für das iPhone und später das iPad begann, hat mittlerweile wirtschaftlich relevante Dimensionen erreicht. Als erster am neuen Parkett dominierte Apple anfangs den Markt. Laut IHS Screen Digest February 2011 hatte Apple im Jahr 2010 einen AppMarktaneil von 82,7%. An zweiter Stelle lag der BlackBerry/RIM mit 7,7%, danach kamen Nokias Ovi Store mit 4,9% und Googles PlayStore (damals noch Android Market) mit 4,7% Marktanteil. Mittlerweile haben sich die Perspektiven etwas verschoben: Im dritten Quartal 2011 erzielte Google schon knapp 53% Marktanteil, bei steigender Tendenz. Laut dem Analysten Gene Munster von Piper Jaffray waren 2011 etwa 1,3% der Android-Apps und 13,5% der iOS-Applikationen kostenpflichtig. An Geldern soll Apple bis zum Vorjahr rund 3,5 Mrd. USD (2,7 Mrd. €) an Entwickler ausgeschüttet haben – Google-Programmierer erhielten laut Munster nur rund 240 Mio. USD (185 Mio. €) ausbezahlt.

Chris Haderer

Anmeldungen zur „IM.top 2012“ sind über die bunt gestaltete Website möglich.

bot aus allen Sparten des Ingram Micro-Portfolios. Workshops und Vorträge bieten unter anderem Adobe, HP, IBM, LSI, Netapp, Symantec, Synology und Quantum. Vor-OrtAttraktionen wie die BlueBox-Fotografie am Microsoft-Stand, Xbox Kinect von APC und IBM sollen das Fachprogramm auch in Richtung Entertainment abrunden. In dieser

Hinsicht sind auch verschiedene Gewinnspiele eingeplant. Für vertiefende Gespräche soll wieder die beliebte „Messe-Bar“ mit kulinarischen Schmankerln Platz bieten. Ein Highlight der Messe ist die Verlosung eines Autos: Ein brandneuer „Mini One“ sucht einen fahrtauglichen Besitzer. Per SMS wird man sich stündlich an der

Ingram Micro Österreich ist die Tochtergesellschaft von Ingram Micro Inc., Santa Ana/USA. Im Portfolio finden sich Produkte von mehr als 350 IT-Lieferanten sowie Dienstleistungen in den Bereichen E-Commerce, Finanzen, Marketing und Logistik. Das Unternehmen liefert in 150 Länder und ist der einzige global operierende IT-Distributor mit Niederlassungen in Asien. Das Unternehmen rangiert auf Platz 75 der Fortune 500-Liste und erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 36,3 Mrd. USD (27,99 Mrd. €).  www.ingrammicro.at/imtop


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Freitag, 14. September 2012

medianet technology – 47

IBM Laut verschiedenen Studien des Unternehmens werden CMOS in den nächsten Jahren verstärkt in IT-Entscheidungsprozesse eingebunden

CMOs treffen IT-Entscheidungen christoph fellmer

Wien. Gute 90% der heute verfügbaren Daten wurden erst innerhalb der letzten zwei Jahre geschaffen – und neue Dienste, wie beispielsweise Social Media-Plattformen, haben einen wesentlichen Teil dazu beigetragen. Letztere sind auch für einen gravierenden Umsturz im Marketing-Universum verantwortlich. Durch die Kommunikation der Konsumenten untereinander haben nicht zuletzt die klassischen Marketingkanäle an Bedeutung verloren. Unternehmen müssen auf die neuen Kommunikationsmechanismen reagieren, die dort generierten Kundendaten auswerten und in ihre Marketing- und Vertriebsaktivitäten einbinden. Und das bedeutet Veränderung: „Prozesse, Systeme, Informationen und Kanäle müssen nicht nur leistungsfähiger, sondern vor allem intelligenter werden“, sagt Petra Standl-Steinkellner, Marketingleiterin IBM Österreich. Dieser Geschäftsansatz, so Thomas Baumgärtner, Smarter Commerce Experte bei IBM Österreich, stelle „den Kunden in den Mittelpunkt aller Maßnahmen, analysiert wichtige Kunden- und Geschäftsinformationen – vom Einkaufsverhalten über mehrere Vertriebskanäle bis zu Social Media-Inhalten – und etabliert Geschäftsprozesse, die Unternehmen beim Einkauf, Marketing, Verkauf und Service in der kompletten Versorgungskette unterstützen. Geschäftspartner, Lieferanten und Händler werden miteinander vernetzt, sodass alle an der Wertschöpfungskette Beteiligten die Kundenanforderungen vorhersehen können, anstatt nur zu reagieren.“

Rolle des CMOs innerhalb des Unternehmens: Marketingverantwortliche werden immer wichtigere Mitentscheider in Technologiefragen. Künftig entscheidet nicht mehr nur der CIO (Chief Information Officer), welche IT eingesetzt wird. Eine Studie von Gartner geht ebenfalls davon aus, dass der CMO im Jahr 2017 mehr für IT ausgeben wird als der CIO.

Noch nicht vorbereitet Laut einer von IBM durchgeführten Studie fühlt sich die überwiegende Mehrheit der CMOs allerdings eher schlecht als recht

auf die Anforderungen der neuen Marketingwelt vorbereitet. Bei den Befragungen haben sich drei wichtige Bereiche für Verbesserungen herauskristallisiert: „CMOs müssen ihre Kunden besser verstehen und ihnen einen konkreten Nutzen bieten“, sagt Standl-Steinkellner. „Sie müssen dauerhafte Beziehungen aufbauen und den Beitrag, den das Marketing zum Erfolg des Unternehmens leistet, in relevanten, quantifizierbaren Zahlen messen können.“ Die proaktivsten CMOs versuchen dabei, die einzelnen Kunden und Märkte gleichermaßen zu ver­stehen. „Neben traditionellen

Informationsquellen wie Marktforschung und Wettbewerbsvergleichen verwenden sie auch neue digitale Datenquellen, um herauszufinden, was einzelne Kunden und Bürger wollen“, zieht Petra Standl-Steinkellner ein erstes Resümee aus den veränderten Umständen. „Die CMOS der erfolgreichsten Unternehmen konzentrieren sich auf Beziehungen, nicht nur auf Transaktionen; sie benutzen Daten in sehr viel größerem Umfang, um Interesse an den Angeboten ihres Unternehmens zu wecken und auch enge Kunden­ beziehungen aufzubauen.“  www.ibm.at

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Die Mehrheit der CMOS fühlt sich nur schlecht auf die Anforderungen der neuen Marketingwelt vorbereitet.

Petra Standl-Steinkellner, Marketing­ leiterin IBM Österreich.

Neue Informationsquellen Mit dem veränderten Kommunikations- und Konsumverhalten befindet sich auch die Rolle des CMOs (Chief Marketing Officers) in einem massiven Umbruch: Marketingverantwortliche werden immer wichtigere Mitentscheider in Technologiefragen. „CMOs haben nun die Chance, mit Kunden und Interessierten direkt ins Gespräch zu kommen, um zu erfahren, wie sie eine Marke einschätzen, wie ihre Bedürfnisse und Vorlieben aussehen; Zuhören ist also eine wichtige Voraussetzung“, sagt Petra StandlSteinkellner. Aus diesen Daten, die zu 90% unstrukturiert sind, müssen durch neue Systeme allerdings erst einmal die essenziellen Informationen herausgefiltert werden. Die damit verbundene Entwicklung, nämlich weg von der Standard-Software und hin zu intelligenten Analysemethoden, verändert auch die

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Fa c t s & f i g u r e s

48 – medianet technology

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Deutscher ­Datenlöscher feiert 15. Geburtstag

Freitag, 14. September 2012

Gigaset Communications Mit „Home Networks“ hat sich der DECT-Marktführer ein neues Standbein zugelegt

„Smart Homes“ werden zum neuen Geschäftsfeld

© blancco.com

Das Unternehmen will bei seinen Endgeräten in Zukunft auf das Google-Betriebssystem Android setzen.

Devolo verkauft mehr als 15 Millionen Produkte Aachen/Wien. Zwei „Meilensteine“ protokolliert der deutsche Netzwerker Devolo. Erstens feiert das Unternehmen sein zehnjähriges Jubiläum. Seit dem Jahr 2009 ist Devolo Marktführer auf dem PowerLine-Sektor, der Internetzugänge per Stromsteckdose ermöglicht. Meilenstein Nummer zwei sind dazupassend über 15 Mio. verkaufte Produkte weltweit. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Devolo einen Jahresumsatz von ca. 122 Mio. € und gehört laut manager magazin auf die Liste der „1.000 deutschen Weltmarktführer“.  www.devolo.at

© mediendienst.com/Foto Wilke

Hitachi Data Systems: OEM-Deal mit VMware

Mark Winkler, Channel & Marketing Director, HDS Österreich.

Wien. Hitachi Data Systems hat eine erweiterte OEM-Vereinbarung mit VMware getroffen, in deren Rahmen Hitachi VMware-Software für Cloud-Infrastrukturen als Paket anbieten und individuelle Software-Lizenzen verkaufen wird. „Unternehmen erhalten so die Zuverlässigkeit und Expertise, die sie von HDS und VMware seit Jahren kennen”, begründet Mark Winkler, Channel & Marketing Director, Hitachi Data Systems Österreich, den Deal.  www.hds.com/at

„Es geht darum, die aktuelle Marktposition zu halten“ – Eduard Schmidhofer, CEO der Gigaset Communications Austria GmbH.

IP-Plattform setzen.“ Auf der einen Seite will Gigaset weiterhin auf den bewährten DECT-Standard setzen, zusätzlich geräteseitig aber vor allem das Google-Betriebssystem Android forcieren. Das soll die Möglichkeiten der Endgeräte drastisch erweitern und den Anwendern den Umgang mit der Technik erleichtern.

Neue Geschäftsfelder Die neue Strategie definiert drei Geschäftsfelder, an denen sich Gigaset in Zukunft ausrichten will. Bekannt ist der etablierte Bereich Consumer Products, in „dem wir gute Geschäfte machen“, sagt Schmidhofer. „Neu sind die Wachstumsfelder ‚Business Consumers‘ und ‚Home Networks‘. In allen Bereichen werden wir weiterhin konsequent auf eine offene, modulare

Smart Home-Initiative Jüngstes Mitglied der strategischen Dreifaltigkeit ist das Segment „Home Networks“, mit dem Gigaset ein wenig in Richtung des „Smart Home“-Sektors vorprescht. Typische Anwendungen, wie etwa die Kontrolle des Raumklimas oder das Öffnen und Versperren von

Türen aus der Ferne, will Gigaset durch ein sensorbasiertes IP-System erledigen. Die dazu passende Produktlinie nennt sich „Gigaset elements“ und soll ab dem zweiten Quartal 2013 verfügbar sein. Auf Basis diverser Sensoren, die mit einer internetfähigen DECT ULE-Basis und einem sicheren Web-Server verknüpft werden, soll das häusliche Umfeld fernsteuerbar werden. „Prototypen haben gezeigt, wie ‚Gigaset elements‘ erkennt, ob etwa eine Wohnungstür gewaltsam geöffnet wird, eine Waschmaschine ausläuft, ein Fenster offen steht oder ob das Raumklima stimmt“, sagt Schmidhofer. Eine Smartphone-App informiert dann den Nutzer und gibt ihm die Möglichkeit zu handeln.

Weitere denkbare Anwendungsgebiete ergeben sich für „Gigaset elements“ unter anderem in den Bereichen Sicherheit, Pflege und Energie-Management. Was die Telefonie angeht, will Gigaset im Sommer 2013 mit dem „SL 930“ das erste Full-Touch-Telefon auf Basis von Android veröffentlichen. Es soll als erstes Festnetztelefon Zugriff auf den Google Play-Store mit über 600.000 Apps bieten. Den Soho- und KMU-Markt will Gigaset ab Ende 2013 mit dem androidbasierenden „Maxwell“ bedienen. Es soll Voice-over-IPTelefonate über das SIP-Protokoll sowie Videokonferenzen ermöglichen und wird mit einem 10.1“ Multi-Touch-Display ausgestattet sein.  www.gigaset.at

Plantronics Unified Communications soll die Arbeitslandschaft verändern, setzt aber moderne Audio-Hardware voraus

Moderne Headsets verändern Arbeitsweisen Wien. Als Neil Armstrong am 21. Juli 1969 sein berühmtes G‘stanzerl vom Mond zur Erde funkte, benutzte er dazu ein Headset von Plantronics – genauso wie 43 Jahre später das Kontrollteam der Marssonde „Curiosity“. Gute 50 Jahre Erfahrung mit Sprachkommunikation kann das in Österreich durch den Handelspartner Eltex Electronics repräsentierte Unternehmen Gigaset für sich verbuchen. Die Anforderungen sind allerdings seit den Gründertagen andere geworden: Zwar steht immer noch die Sprachkommunikation im Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie, es sind aber Schlagworte wie „Acoustic Shielding“ und „Unified Communications“, die das Tagesgeschehen beherrschen.

Technische Mängel „Das traditionelle Arbeitsumfeld verändert sich zunehmend“, sagt Philip Vanhoutte, Managing Director Europe & Africa bei Plantronics. „Office Professionals benötigen die richtigen Tools, die auf ihre Bedürfnisse abgestimmt

Communications bedeutet in der Unternehmensphilosophie, dass die Plantronics-Headsets mit verschiedenen Quellen gekoppelt werden können (Smartphones, Skype am PC, etc.) und über eine gewisse „Intelligenz“ verfügen, die Gesprächsabwicklungen regelt. Auch die aktuelle Verfügbarkeit von Gesprächspartnern sollte kommuniziert werden. Ein neues Headset schlummert gerade in der Pipeline und soll in wenigen Wochen zum Flaggschiff-Produkt werden (medianet.technology wird es mit einem Test vorstellen).

© Chris Haderer (2)

Ludwigsburg/Wien. Blancco, ein Pionier der professionellen Datenlöschung, feiert sein 15-jähriges Jubiläum. Die Unternehmensgeschichte begann mit einem ausrangierten Krankenhauscomputer in Joensuu (Finnland), dessen Festplatte sich dann als doch nicht ganz leer herausstellte und noch sensible Daten von 3.000 Patienten enthielt. Daraus entstand die Idee, eine Software zu entwickeln, die eine wirkliche, nicht wieder herstellbare ­Löschung der Festplatte zur Folge hat. Daraus ist Blancco geworden: In Deutschland löschen fast jedes zweite DAX-Unternehmen sowie alle führenden Banken, Pharmafirmen, Versicherungen und IT-Unternehmen mit Blancco. Das Unternehmenswachstum beträgt laut eigener Aussage 25 bis 30% pro Jahr.  www.blancco.com

Wien. Bis nach Österreich sind die Wogen, die das deutsche Mutterhaus der Gigaset Communications in den letzten fünf Jahren zu umschiffen hatte, nicht wirklich gelangt. Die Österreich-Präsenz des zu 100% im Besitz der deutschen Gigaset AG stehenden Unternehmens ist mit einem Anteil von 68% lokaler Marktführer im Bereich der DECT-Telefonie. „Das ist seit 20 Jahren mehr oder weniger unverändert“, sagt Eduard Schmidhofer, CEO der Gigaset Communications Austria GmbH „Seit es Gigaset in Österreich gibt, sind wir Marktführer.“ Obwohl im letzten Geschäftsjahr in der Region ein Plus von zehn Prozent erreicht wurde, gab es in Österreich einen leichten Rücklauf um zwei Prozent. Schmidhofer ist dennoch zufrieden: „Es geht nicht darum, den Marktanteil auf 75 Prozent auszubauen, das wäre teuer. Vielmehr geht es darum, die aktuelle Position zu halten und auch neue Produkte zu etablieren.“ Mit „Gigaset 2015“ hat sich das Unternehmen nun eine neue Strategie sowie ein erweitertes Produktportfolio verordnet, das vergangene Woche beim „Gigaset Day“ in Wien vorgestellt wurde.

© Gigaset

chris haderer

Mit Blancco-Software löschen 40 Prozent der DAX-Unternehmen.

Kompatibilität im Fokus Oliver Jungklaus, Marketing Manager D-A-CH Plantronics, und Fritz Hermann (Eltax).

sind. Das hat mehrere Vorteile: Die Produktivität wird gesteigert, Innovationen werden gefördert und die Kommunikation wird verbessert.“ Abgesehen davon, dass laut Vanhoutte etwa acht Prozent der Heimarbeiter beim BusinessTelefon nicht vollständig angezogen sind, ist Lärm eines der größten Probleme der modernen

Arbeitswelt – egal ob im Büro oder auf der Waltz. Plantronics begegnet diesem Umstand unter anderem mit einer Shielding-Technologie, bei der beispielsweise mehrere Mikrofone zum Einsatz kommen, die schon im Headset Störgeräusche ausfiltern, führt Oliver Jungklaus, Leiter Marketing D-ACH bei Plantronics, aus. Unified

„Wir ermöglichen heute schon das Büro von morgen“, sagt Fritz Hermann, Business Manager von EltaxPlantronics in Wien. „Dafür ist es wichtig, dass das Headset mit dem Festnetztelefon, dem Smart Phone oder dem Computer kompatibel ist. Die Qualität der Kommunikation ist dann immer gegeben – egal, ob ich am Schreibtisch, unterwegs oder im Home Office bin.“  www.plantronics.de


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 14. September 2012

medianet technology – 49

Kaspersky Lab 1994 verzeichnete der Virenschützer einen neuen Schädling pro Stunde – heute sind es 1,5 pro Sekunde

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125.000 Angreifer pro Tag

Airbus-Absturz: Attingo stellt Daten wieder her

Der Smartphone-Boom bewirkt verstärkte Aktivitäten von Cyberkriminellen im Online-Banking-Bereich. Wien. Ein Morgen, fast wie jeder andere: Sie kommen zum Schreibtisch, fahren den Rechner hoch – und plötzlich lächelt Ihnen anstelle des gewohnten WindowsDesktops eine Nachricht des Bundeskriminalamts entgegen; die IP Ihres Rechners sei Gegenstand eines Raubkopien-Ermittlungsverfahrens, weshalb vorerst die Benutzung des Computers gesperrt werde. Aber: Gegen einen kleinen Obolus, anonym per PayPal überwiesen, könne man alles ungeschehen machen ...

© Attingo

Natürlich steckt hinter der Meldung nicht wirklich das deutsche Bundeskriminalamt sondern sogenannte Ransomware. Das ist Schadsoftware, die den Rechner blockiert und die über infizierte Websites „vertrieben“ wird. Ransomware ist Teil des neuen Geschäftsmodells, mit dem Cyberkriminelle ihre Kriegskassen auffüllen. „Auf keinen Fall Geld bezahlen“, sagt Christian Funk, Chief Virus Analyst bei Kaspersky Lab. „Eher schon den gesunden Menschenverstand und ein Virenschutzprogramm einsetzen.“

Chris haderer

Attingo-CEO Nicolas Ehrschwendner.

Wirtschaftsfaktor Malware facts & figures

© Chris Haderer

Kaspersky Internet Security 2013 (für Windows, 39, 95 €) bietet eine Reihe von neuen Schutzfunktionen: Die neue „Safe Money“-Technologie soll für sicheres Online-Shopping und -BankingTransaktionen durch einen automatischen „Safe Browser“-Modus sorgen. Eine neue Technologie für automatischen Exploit-Schutz richtet sich gegen Bedrohungen, die es auf Schwachstellen in Software-Programmen abgesehen haben. Eine neue Anti-Virus-Engine soll eine höhere Entdeckunsquote bieten. Ein Anti-Spam-Modul soll vor unerwünschten E-Mails schützen. Eine gesteigerte Performance in Schlüsselsituationen soll für längere Akkulaufzeit bei mobilen Computern sorgen.  www.kaspersky.at

Cyberkrime ist – abgesehen vom geheimdienstlichen Bereich, der von Malware wie Flame und Stuxnet/Duqu bespielt wird – zum Geschäftsmodell geworden. Das re-

Christian Funk, Chief Virus Analyst, und Stefan Kremel, B2C Product Marketing.

flektiert sich nicht zuletzt im dramatisch gestiegenen Schadwareaufkommen. Im Jahr 1994 „haben wir einen Schädling pro Stunde registriert“, sagt Funk. „Im Jahr 2006 war es bereits ein Schädling pro Minute.“ Heute, nur sechs Jahre später, sind es bereits 1,5 neue Schädlinge pro Sekunde – für die Virenschutzhersteller bedeutet das etwa 125.000 Samples pro Tag. Hauptangriffsziel (siehe Infografik) sind dabei Schwachstellen in Adobe Acrobat und Java. Auch wenn die wenigsten Bedrohungen große Verbreitung finden, so illustriert die Zahl zumindest die wirtschaftliche Bedeutung der digitalen Kriminalität. Denn hinter jeder Malware steht eine Absicht:

sei es die Daten des Rechners zu verschlüsseln und für die Herausgabe Geld zu erpressen (siehe Ransomware) oder Onlinebanking-Codes abzufangen. Sicheres Online-Banking ist Anwendern laut einer Kaspersky-Umfrage ohnehin ein großes Anliegen: „60 Prozent fürchten sich vor dem Verlust von Banking-Daten, 40 Prozent vor Schwierigkeiten beim OnlineShopping“, sagt Stefan Kremel, B2C Product Marketing Manager. Im jährlichen Update des „Internet Security“-Pakets wurde deshalb ein neuer Online-Banking-Modus eingebaut. „In diesem Bereich ist, nicht zuletzt durch Smartphones, mit einem Anwachsen der Bedrohungen zu rechnen“, sagt Kremel.

Wien. Nach dem Airbus-Absturz von Tripolis vor knapp zwei Jahren wurden die dabei zerstörten Kameras und Laptops nun sukzessive an die Angehörigen ausgehändigt. Im Zuge dessen hat sich das Datenrettungsunternehmen Attingo bereit erklärt, die auf den beschädigten Datenträgern eingeschlossenen Fotos, Filme und Dokumente kostenfrei wiederherzustellen. „Betroffene können sich an unsere Reinraumlabore in Wien, Hamburg und Amsterdam wenden“, sagt AttingoGeschäftsführer Nicolas Ehrschwendner. Die ersten Datenträger konnten bereits rekonstruiert werden, darunter stark beschädigte Flash-Speicher aus Digitalkameras und Camcordern sowie Festplatten von Laptops. Insgesamt wurden rund 60.000 Dokumente und mehrere 1.000 Fotos wiederhergestellt.  www.attingo.at

Smarte Lösungen im Trend Analyse: Big Data gerät immer mehr in den Blickpunkt der IT-Verantwortlichen – auch hierzulande steigt das Interesse

T-Systems und TNS Infratest-Studie zu Big Data

trale Rolle in der Data-Management-Strategie. Zudem verweisen 90% derjenigen ICT-Entscheider, die In-Memory bereits nutzen, auf gute bis sehr gute Erfahrungen. Die Studie habe gezeigt, dass das Thema Big Data an Fahrt gewinnt. Neben der Analyse riesiger Datenmengen werden mit dieser Technologie Verbesserungen auch bei Arbeitsabläufen und betrieblichen Prozessen verbunden sein, heißt es seitens T-Systems. Die Österreich-Experten sehen auf diesem Gebiet Innovationspotenzial, das neue Geschäftsfelder und -anwendungen erst möglich mache.

© T-Systems Austria (2)

Wien. Das Thema „Big Data“ steht immer stärker im Fokus der ICTEntscheider. Das ergibt eine neue Online-Studie, die T-Systems und TNS Infratest unter mehr als 1.000 IT- und Fachentscheidern durchgeführt haben. Das Ergebnis zeigt, dass Big Data bereits Themen wie Outsourcing oder Collaboration in ihrer Relevanz überholt hat. Erhoben wurde die Studie in insgesamt neun Ländern in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Vertreten waren vor allem Branchen, die besonders stark mit Big Data konfrontiert sind, darunter Manufacturing, Automotive, Versorger, Handel, Telekommunikation/IT, Banken und Versicherungen, unternehmensbezogene Dienstleistungen, öffentlicher Sektor u.v.m. Steigende Datenmengen, Erhöhung der Verarbeitungsgeschwindigkeit und zunehmende Vielfalt

an Datenquellen und -typen stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Big Data gerät immer mehr in den Blickpunkt der IT-Ver-

„So viel ist sicher: ‚Big Data‘ wird in den nächsten Jahren ein Top-Thema der

PROMOTION

ICT-Branche sein.“ MARTIN KATZER VORSITZENDER DER GESCHÄFTSFÜHRUNG T-SYSTEMS

antwortlichen – sowohl wegen der rasant wachsenden Datenmengen in den Unternehmen als auch der Notwendigkeit, diese in Echtzeit zu analysieren und auszuwerten. Um dem Datenberg an Informationen, die Unternehmen anhäufen, gerecht zu werden, finden smarte Lösungen auch in Österreich, besonders bei mittleren und großen Unternehmen, Anklang. Mit SAP HANA, einer In-Memory-Lösung, die von T-Systems gehostet wird, können Analysen in Echtzeit durchgeführt werden.

Big Data: auf dem Weg zum Megatrend Laut IDC überschritt die weltweite Gesamtmenge an Informationen 2011 die Zettabyte-Marke,

was einer Milliarde Terabyte entspricht. Um die Geschäftsprozesse bestmöglich zu unterstützen und zu steuern, müssen Unternehmen die anfallenden Informationen spontan verarbeiten können, auch wenn diese aus den unterschiedlichsten Datenquellen stammen und teilweise, schwach oder gar nicht strukturiert sind. Die Studie zeigt ein deutliches Problembewusstsein für das Thema und bescheinigt In-MemoryTechnologien großes Potenzial zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen: Bereits heute setzen 16% der befragten Unternehmen In-Memory-Technologien für die Verarbeitung ihrer Daten ein, 31% planen einen Einsatz. Für über die Hälfte der Unternehmen spielen In-Memory-Technologien eine zen-

T-Systems ist die Großkundensparte der Deutschen Telekom. Auf Basis einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen betreibt das Unternehmen Informations- und Kommunikationstechnik (engl. kurz ICT) für multinationale Konzerne und öffentliche Institutionen. Mit Niederlassungen in über 20 Ländern und globaler Lieferfähigkeit betreut T-Systems Unternehmen aus allen Branchen – von der Automobilindustrie über Telekommunikation, den Finanzsektor, Handel, Dienstleistungen, Medien, Energie und Fertigungsindustrie bis zur öffentlichen Verwaltung und dem Gesundheitswesen. Rund 47.600 Mitarbeiter weltweit setzen sich mit ihrer Branchenkompetenz und ihrem ICT-Know-how für höchste Servicequalität ein. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte die Großkundensparte einen Umsatz von rund 9,2 Mrd. €.


T o o ls & se r v i c es

50 – medianet technology

Freitag, 14. September 2012

Test Per Browser PlugIn und Datenfilterung blockiert ID|Gard von Uniscon den Informationshunger neugieriger Websites

© Canon

A3-Flachbetteinheit für Canon imageFormula

Wie man neugierige WebSites einfach aussperrt …

Die im Web weitergegebenen Daten können einfach an die jeweiligen Erfordernisse angepasst werden. ID|Gard Passwörter und andere Zugangsdaten verwalten und mit Geschäftspartnern, Kollegen oder Freunden via sogenannte Privacy Boxes vertrauliche Daten austauschen. Der Dienst kann zwei Wochen kostenlos ausprobiert werden, danach gibt es für die Nutzung gestaffelte Preise, beginnend bei 4,95 € pro Monat bis zu 39,95 € pro Jahr. Für Unternehmen gibt es drei Varianten, nämlich das SmallOffice-Paket für 59,95 € pro Monat (ein Admin + zehn Einzellizenzen), das MediumOffice-Paket für 179,95 € pro Monat (zwei Admin + 25 Einzellizenzen) und das EnterpriseOffice-Paket für stolze 749,95 € pro Monat (vier Admin +. 100 Einzellizenzen).

Chris haderer

Macht aus den imageFormula­Scannern eine A3-Einheit.

Wien. Als Ergänzung zu seinen imageFormula-Scannern hat Canon die imageFormula Flachbettscanner-Einheit 201 (1.005 €) für die flexible High-Speed-Erfassung von A3-Dokumenten vorgestellt. Die Flachbettscanner-Einheit erfasst ein vollständiges A3Dokument in 3,5 Sek. und bietet eine Reihe von Bildverarbeitungsfunktionen, wie etwa die Schräglagenkorrektur, eine automatische Formatanpassung sowie die gleichzeitige Ausgabe von Bildern.  www.canon.at

Nokia stellt seine ersten Windows 8-Handys vor Wien. Nokia hat seine ersten Geräte mit Windows Phone 8 an Bord angekündigt: das Nokia Lumia 920 und das Nokia Lumia 820. Das Nokia Lumia 920 (mit 4,5“-Touch-Display) versteht sich als Flaggschiff der neuen Windows Phone 8- Smartphones und hat die Nokia PureView-Technologie an Bord. Mit seiner hochmodernen Floating-Lens-Technologie zur Bildstabilisierung während der Aufnahme kann die Kamera fünfmal so viel Licht aufnehmen wie herkömmliche SmartphoneKameras. Preise sind noch nicht bekannt. www.nokia.at

High-End-Smartphone mit 12 Megapixel-Cam

Wien. Wer sich im Internet bewegt, hinterlässt zwangsläufig Spuren. Das ist kein Geheimnis, sondern fast schon ein Geschäftsmodell, wenn man die Aktivitäten von Unternehmen wie Facebook oder Google betrachtet. Beide leben mehr oder weniger von Anzeigen und vom Verkauf von User-Daten an Unternehmen. Google verfolgt beispielsweise User mit Cookies und anderen Methoden über verschiedene Websites hinweg, um daraus Nutzerprofile abzuleiten. In der Werbewirtschaft sind diese Methoden sehr beliebt – vielen Anwendern und Datenschützern ist die permanente Bespitzelung ihrer Aktivitäten allerdings ein Dorn im Auge. Für Unternehmen, deren Mitarbeiter im Web recherchieren, kann die Überwachung sogar fatale Folgen haben, denn aus den durchgeführten Suchen lassen sich durchaus auch Rückschlüsse über Unternehmensprojekte schließen. Da ist es eigentlich nicht mehr weit bis zur Industriespionage.

Umfangreiche Funktionen Anders als bei Anonymisiertools (wie etwa das TOR-Netzwerk, das eine Zuordnung von Webzugriffen zu IP-Adressen verhindert) sind die Informationen bei ID|Gard anpassbar. Im Test wurden beispielsweise Verfolgungen durch die Google Analytics-Software zuverlässig verhindert. Im Protokoll ist darüber hinaus ersichtlich, welche angesurften Sites Informationen anfordern. Interessant ist auch die One-Klick-Funktion, die ein sicheres Anmelden bei Websites garantieren soll. Insgesamt erhält man mit ID|Gard einen leistungsfähigen Dienst, der allerdings nicht gerade billig ist. Für den SmallOffice-Bereich gibt es preiswertere (wenn auch nicht ganz so leistungsfähige) Alternativen. ID|Gard wird sich also eine Anwenderschicht suchen müssen, deren Surfverhalten tatsächlich Rückschlüsse auf sensible Projekte erlaubt – andernfalls ist die Lösung schnell „overdressed.”  www.idgard.de

Sechs Packages Nachdem das User-Tracking nicht zuletzt durch den von der US-Regierung geforderten „Do Not Track“-Button ins Gerede gekommen ist, bieten mehrere Unternehmen Methoden, Dienste und Programme an, mit denen man seine mehr oder weniger freiwillig via Browser zur Verfügung gestellten Daten kontrollieren kann. Die von Uniscon entwickelte Lösung „ID|Gard” basiert auf einem Browser PlugIn, das jeglichen WebTraffic zum ID|Gard-Datenzentrum umleitet, wo das Sammeln von Informationen auf Wunsch blockiert. Außerdem kann der Nutzer über

Die Grundfunktionen der Software sind in übersichtlichen Menüs anwählbar.

© idgard.itsmyprivacy.de

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Alle angewählten Websites werden auf ihr Tracking-Verhalten analysiert.

Xperia ion und miro; ein NCFChip ist ebenfalls vorhanden.

Wien. Sony Mobile Communications hat drei neue XperiaModelle vorgestellt, das HighEnd-Smartphone Xperia ion (549 €) und die beiden Einsteiger-Smartphones Xperia miro (219 €) und Xperia tipo (169 €). Die Audiotechnologien Clear Audio und xLound von Sony sollen bei allen Modellen klaren Sound garantieren. Das Xperia ion präsentiert sich außerdem in einem Aluminiumgehäuse mit einem 1,5 GHz-Dual-Core Prozessor, zusammen mit dem Android-Betriebssystem Ice Cream Sandwich. Mit der 12 Megapixel-Kamera des Xperia ion und dem Schnellstartmodus dauert es circa 1,5 Sek. aus dem Standby bis zum geschossenen Foto, das auf dem 11,7 cm (4,6“) großen HD Reality-Display mit Mobile Bravia Engine dargestellt wird. Ebenfalls an Bord sind ein NFC-Chip, 16 GB internem Speicher und 50 GB CloudSpeicher.  www.sonymobile.de

HDR-Fotos ohne typische Farbverzerrungen Wien. Auf den ersten Blick ist „HDR Expose 2“ ein Stück Software, das sich vor allem an die Liebhaber bunter Ansichtskarten mit Sonnenuntergang richtet. Schaut man aber ein bisschen genauer hin, dann empfiehlt sich das Programm von Unified Color vor allem Fotografen, die Motive mit großem Kontrastumfang zu bewältigen haben – wie dies beispielsweise in der Architekturfotografie der Fall ist. HDR steht für High Dynamic Range und meint Fotos, die einen extrem großen Kontrastumfang haben, der sich ohne Nachbearbeitung auf natürlichem Weg kaum abbilden lässt. Grundsätzliche Methoden zur HDR-Erzeugung sind etwa das Zusammenrechnen von Reihenaufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung oder die Auswertung von RAW-Daten.

zige HDR-Software am Markt, mit durchgängig farbneutraler Bearbeitung mit 32 Bit Farbtiefe und Ergebnissen in Echtzeit. Möglich wird das durch die patentierte Farbraum-Technologie Beyond RGB, die Helligkeits- von Farbinformationen trennt. Damit werden die für HDR-Bilder typischen

Farbverschiebungen vollständig eliminiert. „HDR ist der am häufigsten missbrauchte Begriff der letzten Jahre in der Fotografie“ sagt John Omvik, VP Marketing Unified Color, über seine Software. „‚HDR Expose 2‘ und ‚HDR Express‘ liefern echte HDR-Bilder, indem nur

Patentierte Technologie Laut eigener Aussage bietet Unified Color mit „HDR Expose 2“ (119,95 €; in der „Express-Version“ mit reduziertem Funktionsumfang für Einsteiger um 59,95 €) die ein-

© Chris Haderer

© Sony Mobile

Kurztest „HDR Expose 2“ von Unified Color verspricht High Dynamic Range-Bilder mit unkomplizierter Bedienerführung

HDR Expose 2 im Praxiseinsatz: In der rechten Bildhälfte ist das Originalfoto (RAWFormat) zu sehen, in der linken das bearbeitete Bild mit einer größeren Ton-Breite.

die Daten der Schatten- und Lichtdetails verarbeitet werden, ohne die Farbinformationen der Bilddatei zu verfälschen.“

Kleine Schönheitsfehler Im Praxistest präsentierte sich HDR Expose 2 mit einem simplen, leicht verständlichen Bedienerinterface. Die erstellten HDRImages hatten eine ausgezeichnete Qualität – allerdings lässt der „Ghosting“-Filter bei bewegten Motiven zu wünschen übrig. Auch die versprochene „Bearbeitung in Echtzeit“ ist leider nur ein Lippenbekenntnis, denn auch auf schnellen Quadcore-Rechnern kommt es bei Änderungen zu kleinen Wartezeiten. Einschränkungen gibt es auch bei der Pinselgröße. Hervorhebenswert sind die Möglichkeit der Stapel-Verarbeitung von Images sowie die Ausgabe als 36Bit-TIFF zur Weiterverarbeitung in anderen Programmen. Eine interessante Lösung als Photosho- oder Lightroom-Ergänzung, die aber noch nicht am Ende ihrer Entwicklung steht.  www.unifiedcolor.de


medianet

inside your business. today.

freitag, 14. september 2012 – 51

Kunststoffbranche setzt verstärkt auf Verbesserung bei Ökologie und Image  Seite 53

Leuchtendes Beispiel

Neues ZKW-Werk ist nicht der einzige Lichtblick für NÖ-Standortpolitik  Seite 54

glasklar neuheiten der arnold-gruppe

© Arnold Gruppe

© MOA

Besser als ihr ruf

© ecoplus/Thule G. Jug

industrialtechnology Österreich muss mehr Tempo machen © Festo

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Wien. Für das Handling hochsensibler Werkstücke hat Festo den neuen, kontaktarmen Greifer OGGB auf Basis des Bernoulli-Prinzips entwickelt. Dabei wird Druckluft durch einen winzigen Spalt auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt, wodurch an der Unterseite ein leistungsstarkes Vakuum entsteht. Dieses lässt sich durch den Betriebsdruck regeln. Ein weiterer Vorteil gegenüber herkömmlichen Vakuum-Saugern ist, dass kein Staub entsteht und daher auf aufwendigen Filtersysteme verzichtet werden kann.  www.festo.at

© Fakuma

Frankfurt. Einer Reihe innovativen Materialien, die in vielen Industriebereichen, wie etwa Maschinensteuerungen, Laserund Sensortechnik oder mobile Kommunikation, verwendet werden, droht im Rahmen des neuen Chemikalienrechts aktuell ein Verwendungsverbot. Um dies zu verhindertn, hat der Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenhersteller (VDMA) eine Arbeitsgemeinschaft gebildet. „Ein Verlust dieser Stoffe und der daraus resultierenden Bauteile wäre eine Katastrophe von derzeit nicht abzuschätzendem Ausmaß“, erklärt Naemi Denz, Leiterin der Arbeitsgemeinschaft und der VDMA-Abteilung Technik und Umwelt.  www.vdma.org

Innovation made in A Österreich ist ein guter Boden für Forschung & Entwicklung; bei der wirtschaftlichen Umsetzung der neuen Ideen hapert es aber noch. Vor allem die Geschwindigkeit und Effizienz müssen verbessert werden. Seite 52 © TU Wien

VDI Wissensforum Innovative Beleuchtung mit LED

LED-Technologie präsentiert sich auf der Fachtagung im besten Licht.

Düsseldorf. Als leuchtendes Vorbild in der aktuellen Diskussion um die Beleuchtung der Zukunft rückt die LED-Technologie immer stärker in den Fokus. Das VDI Wissensforum veranstaltet am 8. und 9. November in Düsseldorf die Fachtagung „Innovative Beleuchtung mit LED”. Behandelt werden unter anderem die globale Marktentwicklung, Förderprogramme zur industriegeführten Verbundforschung, Fragen von Design und Wartung, Umsetzung von Normen und Standards sowie praktische Anwendungsbeispiele aus verschiedenen Bereichen.  www.vdi.de

© iStockphoto.com/RichVintage

Ein erhellendes Fachforum

© VDI Wissensforum

Wien. Am 10. und 11. Oktober findet im Rahmen der „vienna-tec“ der „Wiener Produktionstechnik Kongress” statt. Gemeinsam mit namhaften Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft stellt das IFT der TU Wien neueste Entwicklungen und Konzepte vor. Vorträge zu aktuellen Trends werden ergänzt durch vertiefende Blöcke zu den Themen Fertigungsverfahren, Automatisierung und Werkzeugmaschinen. Weitere Einblicke in die Fabriken von morgen bietet die Sonderschau „Die Zukunft der Fertigungstechnik”.  www.tu-wien.ac.at

INNOVATION ... ... sichert Wohlstand!


c ov e r

52 – industrialtechnology

kommentar

Standort macht ­keine Schule

Freitag, 14. September 2012

Aktuelle Studie Österreich holt im internationalen Vergleich bei Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft auf

Innovationen müssen schneller auf den Markt

Abflauende Konjunktur könnte sich dämpfend auf den Innovationseifer der Unternehmen auswirken. britta biron

EU Wettbewerbsstudie

© APA/Andreas Pessenlehner

Gute Noten

WKO-Präsident Christoph Leitl: erfreuliche Verbesserungen.

Wien. „Deutlich positiv“ wertet WKO-Präsident Christoph Leitl, die aktuelle Wettbewerbsstudie des Weltwirtschaftsforums: „Österreich hat sich vom 19. auf den 16. Rang geschoben; das ist eine erfreuliche Verbesserung der heimischen Wettbewerbsfähigkeit und Beweis, dass wir auf dem richtigen Kurs sind.” Allerdings zeige der Bericht auch einige Bereiche auf, die noch verbesserungswürdig sind, wie etwa der Schulsektor. Bei der betrieblichen Ausbildung schneidet Österreich mit dem dritten Platz unter den insgesamt 144 Staaten bereits sehr gut ab.  www.wko.at

„Durch Innovationen, die nicht umgesetzt

© Petra Spiola

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ass man im Zusammenhang mit Themen rund um die Industrie über kurz oder lang in der Schule landet, liegt auf der Hand. Wie und vor allem wie gut die nächste Generation ausgebildet wird, hat ja keine unwesentlichen Auswirkungen darauf, wie Österreich wirtschaftlich in Zukunft dasteht. Vertreter verschiedener Interessensverbände sowie Politiker aller Couleurs werden denn auch nicht müde, dieses Thema aufs Tapet zu bringen. Passiert ist in den letzten Jahren freilich wenig, die sattsam bekannten Probleme zu beseitigen. Kürzlich erst hat uns die OECD mit der Studie „Education at a Glance 2012“ ausrichten lassen, dass es mit dem rot-weiß-roten ­Bildungswesen nicht zum  Besten steht. Rund 9.500 Euro lässt sich das Land rein statistisch jeden Schüler und Studenten kosten – viel Geld, das aber vor allem am falschen Platz ankommt und z.B. in einer unübersichtlichen Schulverwaltungsstruktur versickert; 28% der Schüler fallen etwa durch Leseschwäche negativ auf und die Abschlussquote an den heimischen Universitäten liegt bei dürftigen 26%. Effizienz sieht auf jeden Fall anders aus, Qualität ebenfalls. Würde ein Unternehmen auch nur annähernd so wirtschaften, wäre es schon längst weg vom Fenster.

Wien. Österreichs gutes Abschneiden bei der Wettbewerbsstudie des Weltwirtschaftsforum kann als Zeichen dafür gewertet werden, dass der Weg grundsätzlich richtig ist. Dank der groß angelegter Maßnahmen und Förderprogrammen von Regierung und den Unternehmen konnte Österreich in Sachen Innovationskraft wieder aufholen.

FFG-GF Henrietta Egerth: Die bisherigen Förderprogramme zeigen Wirkung.

werden, gehen Unter-

„Österreich ist bei Forschung und Entwicklung sehr gut aufgestellt. Wir konnten gemeinsam mit unseren Eigentümerressorts, dem Innovations- und dem Wirtschaftsministerium, die Anzahl der forschungsaktiven Unternehmen in den letzten Jahren deutlich erhöhen“, so Egerth. Eine Reihe von Unternehmen hat sich als Technologie- oder Marktführer erfolgreich am Weltmarkt etabliert. „Die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft läuft hervorragend.“ Österreich ist auch nach internationaler Expertenmeinung gut im Forschen, allerdings münden noch zu wenig Forschungserfolge in marktfähigen Produkten. Die wirtschaftliche Umsetzung ist im internationalen Vergleich zu langsam und zu wenig effektiv. WIFO-Chef Karl Aiginger: „Nicht umgesetzte Innovationen kosten Wachstum und Arbeitsplätze.” Wie Forschungsergebnisse künftig rascher in erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden und wie der Innovations-

nehmensinvestitionen und Fördergelder verloren.“ Karl aiginger, wifo

„Die Anstrengungen, die Österreich bei Forschung und Entwicklung unternimmt, zeigen Wirkung“, so die beiden FFG-GF Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. Besonders gute Werte wurden in den Unterkategorien „Kapazität für Innovationen“ mit Rang 9 (Rang 12 im letzten Bericht) sowie „Unternehmensausgaben für Forschung und Entwicklung“ mit Rang 13 (zuletzt Rang 17) erzielt. Auch in der neu eingeführten Subkategorie „Internationale (PCT-) Patentanmeldungen“ hat Österreich mit dem 10. Platz eine sehr erfreuliche Leistung geschafft. In der Gesamtwertung ist sich immerhin Platz 20 ausgegangen.

standort Österreich seine Attraktivität bewahren und weiter ausbauen kann, war daher diese Woche Thema eines hochkarätig besetzten FFG-Forums.

Getzner Werkstoffe Innovative Hightech-Lösungen für die Schwingungsisolierung

Wolkenkratzer auf „Wolken“ gebettet Bürs/New York. „The Touraine” ist ein 15stöckiges Luxuswohnhaus mit 22 exklusiven Wohnungen an der legendären Upper East Side in Manhattan. In unmittelbarer Nähe verlaufen allerdings drei U-Bahnlinien, über die täglich bis zu 1.000 Züge donnern. Die dadurch entstehen Schwingungen und Lärmbelästigungen wollte man den Bewohnern der Nobel-Appartments, die bis zu 20 Mio. USD kosten, natürlich ersparen. Die Lösung dafür fand das zuständige Bauunternehmen in Vorarlberg, bei Getzner Werkstoffe, einem Spezialisten für Schwingungsisolierungen, der bereits Erfahrung mit ähnlichen Projekten voweisen konnte.

übernahmen die Vorarlberger die Gesamtkoordination aller beteiligten Unternehmen und begleiteten das Luxus-Projekt von der Planung bis zur Umsetzung. „Das gelieferte Material war perfekt auf die Anforderungen abgestimmt, wodurch es sich rasch und problemlos einbauen ließ. Und der Effekt ist wirklich erstaunlich: Im Gebäudeinneren sind keinerlei

Vibrationen wahrnehmbar”, fasst Joseph Clark, Senior Project Manager des Generalbauunternehmens Falcon Construction LLC, zusammen und fügt hinzu: „Getzner konnte als einziges Unternehmen eine machbare und wirtschaftliche Lösung anbieten.” „The Touraine” erhielt nicht nur als erstes Bauwerk in New York City eine vollflächige, elastische

Getzner erarbeitete mit Sylodyn, einem selbst entwickelten und produzierten Hightech-Werkstoff (ein geschlossenzelliges Elastomer, das kein Wasser aufnimmt), eine neuartige und umfassende Gebäudelagerung mit elastische Boden- und Wandlagern. Zudem

Gebäudelagerung auf Sylodyn, sondern ist auch das bis dato einzige, vollflächig entkoppelte Gebäude in den USA.

Internationales Renommee Gemeinsam mit AKRF, einem führenden Beratungsunternehmen für Umwelt-, Planungs- und Baufragen mit Sitz in New York, hielt Getzner Ende August auf der „InterNoise 2012“ in New York City einen Fachvortrag über die elastische Lagerung des Luxuswohnhauses. Mit mehr als 1.700 Konferenzteilnehmern war dies die bisher größte internationale Akustiker-Fachtagung.

Weitere Einsatzgebiete

Luxus ohne Lärm

© Getzner Werkstoffe

britta biron

Laut einem WIFO-Bericht vom Frühling plant die heimische Industrie heuer Investitionen in neue Werke, neue Anlagen oder neue Produkte in Höhe von 5.390 Mio. € (+8,8% gegenüber 2011). Wie viel aber tatsächlich umgesetzt wird, hängt nicht zuletzt von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung ab – die Schätzungen beruhen immerhin auf der Annahme, dass die Umsätze heuer um knapp drei Prozent steigen werden. Der aktuelle Konjunkturtest der Maschinen- und Metallwarenbranche, einem wichtigen Pfeiler der heimischen Industrie, lässt allerdings fraglich erscheinen, ob sich die Realität an diese Prognosen halten wird. Die Unternehmen rechnen mit einer schwächeren Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten und einer gesamtwirt­schaf­ tliche Rezession.  www.ffg.at  www.wifo.at

„The Touraine“ ist jetzt effektiv vor U-Bahn-Lärm und Erschütterungen geschützt.

Neben dem Baubereich kommen die Lösungen und Materialien von Getzner auch bei Bahnlinien zum Einsatz. Hier wurde kürzlich die neue Streckenführung des ­U NESCO-Welterbes „Rhätische Bahn” in der Schweiz schwingungstechnisch entkoppelt.  www.getzner.com


P r o d u k t i o n & Au t o m at i s i e r u n g

Freitag, 14. September 2012

industrialtechnology – 53

Große Herausforderungen Mit verschiedenen Initiativen will die Kunststoffbranche ihr Image verbessern

short

Kunststoffe sind oft besser als ihr Ruf

Technik-Nachwuchs hat viel Aufwind

© FACC

Qualität der Recycling-Kunststoffe ist wichtiger Faktor für ihren langfristigen Erfolg am Markt. herbert strasser

Das FACC-Ausbildnerteam mit den neuen Lehrlingen.

Bad Homburg/Linz. Die Eurokrise und deren wirtschaftliche Auswirkungen, der wachsende Fachkräftemangel sowie das nach wie vor verbesserungswürdige Image in der Öffentlichkeit sind die größten Herausforderungen, denen sich die Kunststoffindustrie aktuell stellen muss. Ende August trafen sich

Ried i. Innkreis. Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahrs haben 15 neue Lehrlinge beim Luftfahrtzulieferer FACC ihren Berufsweg gestartet, als Kunststofftechniker, Metalltechniker, Informationstechnologen oder Konstrukteur. Insgesamt bildet das Unternehmen derzeit 44 Jugendliche – 25 Burschen und 19 Mädchen – aus. Neben dem fachlichen Know-how legt FACC bei der Ausbildung viel Wert auf Sprachen, soziale Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung.  www.facc.com

„Wiederverwertung hat sich als wichtiger Bestandteil der Kunststoffbranche etabliert. Die Deponie spielt

Nachwuchsprogramm bei 1zu1-Prototypen

peter orth, gf bkv

© MOA

keine Rolle mehr.“

hochrangige Vertreter der Kunststoffindustrie aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zur Jahrestagung, um diese Themen grenzüberschreitend zu diskutieren und Lösungen zu finden. So wurde etwa beschlossen, künftig bei Maßnahmen zur Kommunikation nachhaltiger Kunststoffanwendungen gegenüber der Öffentlichkeit enger zusammenzuarbeiten.

Mehr Imagearbeit Laut einer aktuellen, im Auftrag von BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung, PlasticsEurope Deutschland e.V., dem Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse), dem Fachverband Kunststoff und Gummimaschinen im VDMA sowie der Industrievereinigung Kunststoff-

verpackungen (IK) erstellten Studie werden in Deutschland bereits 99% der jährlich anfallenden Kunststoff-Abfälle (2011 waren das 5,45 Mio. t) wiederverwertet (42% werkstofflich, ein Prozent rohstofflich und 56% energetisch).

Kunststoff-Recycling „Kunststoffverwertung hat sich heute als ein wichtiger Bestandteil und Wirtschaftsfaktor der Kunststoffbranche etabliert”, kommentiert BKV-GF Peter Orth die Ergebnisse. Sekundärrohstoffe müssen aber nicht nur ökologisch überzeugen, sondern vor allem auch die Qualitätsanforderungen der Kunden in der Industrie erfüllen, um sich langfristig am Markt zu etablieren. Und hier herrscht, so das Fazit

eines Kunststoff-Kolloquiums von BKV und dem Fraunhofer Institut, noch Verbesserungspotenzial. Welche positiven Auswirkungen Polymere beim Schutz der Reccource Wasser haben, darüber informiert PlasticsEurope in der neuen Broschüre „Kunststoffe schützen Wasser” (online auch in Deutsch abrufbar auf www.plasticeurope.org), weiters ist ein aktuelles Video über Kunststoff-Recycling auf YouTube verfügbar.

Wichtige Branchentreffs In wenigen Tagen findet mit der „Polytalk“ ein weiterer wichtiger Kunststoff-Event statt, bei dem hochrangige Vertreter aus Industrie, Politik, Wissenschaft, Forschung, NGOs und Medien die wirtschaftliche und ökologische

LESS IS BETTER

Rolle von Kunststoffen diskutieren. Unter sich bleibt die KunststoffBranche dann bei der „Fakuma“ (16. bis 20. Oktober im Messezentrum Friedrichshafen); aktuell haben sich mehr als 1.600 Aussteller aus 35 Ländern angemeldet. Spritzgießen, Thermo-Umformen, Extrusionstechnik, Werkzeuge, Werkstoffe, Zulieferteile, Dienstleistungen – die Fachmesse zeigt die ganze Welt der Kunststofftechnik in allen Bereichen. Ausgehend von Technologien für die Be- und Verarbeitung von Kunststoffen, werden dem Fachpublikum sowohl Teilsystem- und Komplett-Lösungen als auch Peripherie-Bausteine zur wirtschaftlichen imd qualitativen Herstellung von Kunststoff-Produkten präsentiert.  www.plasticseurope.org  www.fakuma-messe.de

© 1zu1 Prototypen

Deutschland, Österreich und die Schweiz wollen Infos zu nachhaltigen Kunststoffanwendungen künftig verstärken.

Ausbildner M. Godec (li.) und D. Schäffler mit den neuen Lehrlingen.

Dornbirn. Neun Lehrlinge starteten im September ihre Karriere bei 1zu1 Prototypen. Durch ein qualifiziertes Ausbildungsprogramm (dem Nachwuchs steht sogar ein eigener CNC-Ausbildner zur Verfügung) sichert sich das Hightech-Unternehmen seine Fachkräfte von morgen. „Gut ausgebildete Mitarbeiter sichern unsere Produktqualität und ­Wettbewerbsfähigkeit“, erklärt GF Hannes Hämmerle.  www.1zu1.eu

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i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

54 – industrialtechnology

Freitag, 14. September 2012

ecoplus Die niederösterreichischen Technopole überzeugen heimische und ausländische Unternehmen

short

Niederösterreich hat einen guten Stand

Kaba lässt hinter die Kulissen blicken

© Kaba

Baubeginn für das neue ZKW-Werk in Wr. Neustadt – Fokus auf internationale Beziehungen. norbert berger

Kaba lädt anlässlich des Firmen­ jubiläums zum Tag der offenen Tür.

Wiesenburg/Wr. Neustadt. Das Interesse am Wirtschaftsstandort Niederösterreich ist groß. Seit Beginn des Jahres haben sich fast 40 Unternehmen im Wirtschaftspark Wr. Neustadt neu angesiedelt bzw. den Betrieb erweitert, 440 Arbeitsplätze wurden geschaffen und gesichert. Auch die ZKW-Group, Österreichs größter Automobilzulieferer für Beleuchtungssysteme, hat sich für diesen Standort und errichtet hier ein neues Werk. „In Wr. Neustadt entwickeln und produzie-

Herzogenburg. 1862 gründete Franz Bauer in Zürich die Bauer Cassen AG, eine Produktionsstätte für Banksafes, die sich im Laufe der Jahre unter dem Namen „Kaba“ zu einem Technologieführer in der globalen Sicherheitsindustrie entwickelt hat. Anlässlich des diesjährigen 150-Jahres-Jubiläums veranstaltet die Österreich-Niederlassung am 21. September einen Tag der offenen Tür. Neben interessanten Einblicken in moderne Fertigungstechniken von Zylinder- und Türschlössern gibt es für Schüler und Studenten auch umfangreiche Informationen über die verschiedenen Berufsmöglichkeiten bei dem Sicherheitsspezialisten.  www.kaba.at

Standort Wiener Neustadt ist die Ansiedlung der ZKW-Group ein wirtschaftlicher

Doppelmayr verbindet La Paz mit El Alto

Meilenstein. “ petra bohuslav wirtschaftslandesrätin NÖ

© Doppelmayr

ren wir ab Anfang des nächsten Jahres Elektronikplatinen und Module für LED-Scheinwerfer“, erklärt Hubert Schuhleitner, CEO der ZKW Group. In einer ersten Stufe werden 60 hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen, eine Erweiterung auf bis zu 220 ist später möglich. Insgesamt investiert das Unternehmen bis 2016 etwa 20 Mio. € in seinen neuen Standort, für den vor wenigen Tagen der feierliche

Evo Morales (2.v.li.) unterzeichnet den Vertrag mit Doppelmayr.

Hubert Schuhleitner (CEO ZKW Group), Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, LAbg. Klaus Schneeberger (AR ecoplus; v.li.)

Spatenstich erfolgte. Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav: „Unsere Wirtschaftsagentur ‚ecoplus‘ hat ZKW in Richtung weitere Expansion begleitet und dem Unternehmen unterschiedliche Betriebsstandorte in Niederösterreich vorgeschlagen; der Wirtschaftspark Wr. Neustadt hat sich als beste Lösung herauskristallisiert.“

Koops über die Grenzen Neben heimischen Betrieben will Bohuslav aber auch einer internationalen Klientel die Betriebsansiedlung in Niederösterreich schmackhaft machen bzw. niederösterreichische Unternehmen bei grenzüberschreitenden Geschäften unterstützten.

Nachdem sie im Mai bei einem Arbeitsbesuch in Prag den Wirtschaftsstandort Niederösterreich präsentierte, informierte sich Anfang September eine tschechische Delegation unter der Leitung von Milan Hovorka, Vizeminister für Wirtschaft & Handel, bei einem Besuch der Technopol-Standorte Krems (Forschungsschwerpunkt Biotechnologie) und Tulln (Schwerpunkt Agrar- und Umwelttechnologie) über die Möglichkeiten vor Ort.

Erfolgreiche Strategie Rund 150 NÖ-Unternehmen haben bereits Niederlassungen im nördlichen Nachbarland und nach dem vorläufigen Ergebnis der

Exportstatistik aus dem Jahr 2010 liegt Tschechien mit 6,73% zum ersten Mal an zweiter Stelle der Top Ten-Exportmärkte Niederösterreichs – für die Wirtschaftslandesrätin ein Beweis, dass die Strategie, im Zuge der EU-Osterweiterung, besonders auf die CEE-Märkte zu setzen, richtig war. „Für beide Länder ergeben sich durch Kooperationen starke Netzwerke, die beide Regionen im internationalen Wettbewerb weiter nach vorn bringen”, ist Bohuslav überzeugt und sieht vor allem bei Energie- und Umwelttechnik sowie Agrar- und Biotechnologie noch viel Potenzial für niederösterreichische Unternehmen, die in Tschechien Fuß fassen wollen.  www.ecoplus.at

Automotive Mehr als 100 Mio. Euro investiert der Technologie-Konzern in den weltweiten Ausbau der Sparte

voestalpine gibt bei der Expansion Gas Linz. Der voestalpine-Konzern treibt seine Internationalisierung im Automotive-Bereich weiter voran. Für die Produktion in unmittelbarer Nähe zu den Produktionsstätten namhafter Premiumhersteller werden derzeit Standorte in China, USA, Südafrika, Rumänien und Deutschland erweitert bzw. neue Werke errichtet. „Wir folgen den Automobilher-

stellern, speziell aus Europa, in die Zukunftsmärkte und bauen dort unsere Präsenz massiv aus“, erklärt Vorstandsvorsitzender Wolfgang Eder. „Auf Basis neuer Werkstoffe können wir Komponenten erzeugen, die auch global absolute Alleinstellungsmerkmale haben.” Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 hat der voestalpine-Konzern rund 44% seines Umsatzes von

© voestalpine

Wolfurt. Vor wenigen Tagen unterzeichnete der bolivianische Präsident Evo Morales einen Vertrag mit der Doppelmayr/Garaventa Gruppe über den Bau von drei urbanen Seilbahnen in La Paz. Die kuppelbaren Bahnen mit Kabinen für je zehn Personen verbinden die bolivianischen Großstädte La Paz und El Alto. Auf einer Meereshöhe von 3.600 m bis 4.000 m werden die Bahnen mit einer Gesamtlänge von knapp elf km und elf Stationen den Pendlerverkehr zwischen den beiden Großstädten erleichtern und insgesamt bis zu 9.000 Personen pro Stunde und Richtung transportieren. Der Baubeginn für diesen ersten DoppelmayrAuftrag in Bolivien ist für Ende 2012, die Fertigstellung und Inbetriebnahme für Ende 2014 geplant. Bei der Auftragsvergabe konnte Doppelmayr durch sein fundiertes Seilbahn Know-how, hohe Qualitätsstandards sowie seine weltweite Erfahrung mit Großprojekten überzeugen. Als Technologieführer bei Seilbahnen hat Doppelmayr bereits zahlreiche Weltneuheiten realisiert. Das letzte von Doppelmayr realisierte Projekt – in London über die Themse – hat weltweit für Furore gesorgt und bereits zwei Monate nach Eröffnung mehr als eine Mio. Passagiere komfortabel und schnell von den Vorteilen einer Seilbahn als Transportmittel im städtischen Verkehr überzeugt.  www.doppelmayr.com

© ecoplus/Thule G. Jug

„Für den Technopol-

Der Automotive-Bereich der Metal Forming Division wird verstärkt ausgebaut.

12,1 Mrd. € im Bereich Mobilität erwirtschaftet, rund zwei Drittel davon in der Automobilindustrie. „In China, den USA und Südafrika ziehen wir in den nächsten 24 Monaten neue Automotive-Aktivitäten hoch. Wir haben mehrere Großaufträge für anspruchsvolle Automobilkomponenten renommierter Hersteller an Land gezogen. Das Geschäft im hochqualitativen Bereich läuft unverändert auf sehr hohem Niveau“, so voestalpine-Vorstandsmitglied und Metal Forming-Chef Herbert Eibensteiner.

durch die voestalpine-Aktivitäten einen weiteren Schub. Georgias Gouverneur Nathan Deal freut sich über den Technologie-Vorreiter aus Europa: „Wir garantieren voestalpine volle Unterstüt-

„Wir haben ­mehrere Großaufträge für anspruchsvolle Auto­ mobilkomponenten

Gute Geschäfte

renommierter Herstel-

Das erste Werk außerhalb Europas wird nun um 50 Mio. € im USBundesstaat Georgia errichtet. Produziert wird in Cartersville bereits ab Mitte 2013. „Cartersville liegt zentral im südlichen Automobilcluster in der Nähe unserer Kunden; in der Vollausbaustufe werden wir 220 Mitarbeiter beschäftigen“, so Eibensteiner. Cartersville errichtet gerade einen Industriepark und erhofft sich

ler an Land gezogen.“ Herbert Eibensteiner voestalpine-vorstAND

zung, hervorragende Infrastruktur und gut ausgebildete Mitarbeiter. Wir sind stolz auf die neue Partnerschaft.“  www.voestalpine.com


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

UPM 390 Mio. Euro für das Werk in Changshu

Expansion in Asien Jährliche Wachstumsrate von 8% erwartet.

industrialtechnology – 55

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Freitag, 14. September 2012

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology. Motion Servoverstärker Servomotoren

© UPM

IPC In zwei Jahren soll die neue UPM-Papierfabrik in Changshu, China, in Betrieb gehen. herbert strasser

Helsinki. Der finnische Bio- und Forstindustrie-Konzern UPM expandiert in Asien und wird für sein chinesisches Werk in Changshu eine neue Papiermaschine für holzfreies, ungestrichenes Spezialpapier bauen. Die neue Anlage wird Ende des Jahres 2014 in Betrieb gehen. Darüber hinaus schließt UPM Changshu derzeit eine Investition in eine neue Produktionslinie mit einer Kapazität von 100.000 t an Formatpapieren ab, mit der die Führungs­position des Unternehmens bei Büro­papieren in China gestärkt werden soll. Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen für die Erweiterung des chinesischen Werks, die neben

modernster Technik auch umfangreiche Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt, beträgt 390 Mio. €. „Erstmals werden rund 70 Prozent der Investition in chinesischer Währung getätigt werden. Unser Ziel ist ein maximaler Einsatz chinesischer Vertragspartner”, so Jyrki Ovaska, President der UPMPaper Business Group.

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Gute Wachstumschancen Sowohl für Etikettenpapiere als auch für ungestrichene, holzfreie Papiere sind die Nachfrageprognosen in China gut. Für UPMs Etikettenpapiermix wird in Asien eine jährliche Wachstumsrate von acht Prozent erwartet, weltweit liegt das jährliche Plus dagegen bei nur vier Prozent.  www.upm.com

Fachveranstaltung Zukunft der Kommunikation

Erster „OPC Day“ in Österreich Linz. Am 4. Oktober veranstatet Certec gemeinsam mit Partnerunternehmen in Linz erstmals den „OPC Day Austria“, um über die neuesten OPC- und im Besonderen OPC UA-Technologie-Updates zu informieren. Das Programm umfasst Vorträge international anerkannte Experten über OPC UA und seine Einsatzmöglichkeiten, die neuesten Entwicklungen auf diesem Gebiet, neue OPC UA-Produkte und die

Trends bei diesem Kommunikationsstandard. OPC Österreich-Präsident und Certec-GF Michael Haas dazu: „Erstmals findet in Österreich ein derart hochkarätiges Forum zum Thema OPC und OPC UA statt. Den Besuchern bietet sich die einmalige Gelegenheit, direkt mit den Spezialisten in Kontakt zu treten und sich aus erster Hand auf den neuesten Stand dieser Technologie zu bringen.“  www.certec.at

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

IPC I/O Motion

© Certec

Automation

Michael Haas, Präsident OPC Foundation Österreich und GF der Certec EDV GmbH.


p r o d u k t i o n & au t o m at i s i e r u n g

56 – industrialtechnology

Arnold Gruppe Spezialist für thermische Glasbearbeitung stellt auf der „glasstec“ neues Laser-Verfahren vor

short

Neue Anlagen für die Fertigung von Glasrohren

Neue Lösung für Multi-Tasking

Laserstrahl fügt, formt und trennt Glasrohre und sorgt für mehr Wirtschaftlichkeit. Weilburg. Auf der diesjährigen „glasstec“ (23. bis 26. Oktober in Düsseldorf) demonstriert die Arnold Gruppe, Spezialist und Anbieter von thermischen Glasbearbeitungsmaschinen, neue kompakte Fertigungszellen zum Fügen, Formen und Trennen von Glasrohren unterschiedlichster Größen per Laserstrahl. Die Bearbeitung mit Laser überzeugt durch kurze Prozesszeiten und extrem hohe Reproduzierbarkeit des Erwärmungsprozesses. Dabei wirken sich die hohe Fertigungsqualität und sehr gute Automatisierbarkeit nicht nur vorteilhaft auf die Produktion aus, sondern reduzieren deutlich die Kosten.

Ludwigsburg. Analoge Signale erfassen, einen Schrittmotor ansteuern und Werte einer Waage oder eines Barcodelesers übernehmen – für diese unterschiedlichen Aufgaben benötigt der Anwender in der Regel mehrere Peripheriemodule. Die Jetter AG hat nun ihren JX3-Systembaukasten um das JX3-MIX2-Modul, in dem all diese Funktionalitäten integriert sind. Neben einem Ausgang zur Ansteuerung eines Schrittmotors, einer frei programmierbaren seriellen Schnittstelle und drei analogen Eingängen verfügt es über einen Analogausgang und vier digitale universelle Ein- und Ausgänge. Das neue JX3-MIX2Modul ist für die Erweiterung aller JetControl-Steuerungen geeignet.  www.jetter.de

Kurze Prozesszeiten Die von Arnold Gruppe speziell zum Laserfügen von Glasrohren weiterentwickelte Präzisions-Glasdrehmaschine vom Typ „P1040 Laser” bildet den Schwerpunkt der Messeaktivitäten und eignet sich besonders für Laseranwendungen in der Labor- und Lampenglasindustrie. Das eingesetzte CO 2-laserbasierte Rohrglasfügeverfahren wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für die industrielle Nutzung erfolgreich erprobt. In hoher Taktzahl konnten bereits Glasröhren mit einer Wandstärke bis zu 3 mm und einem Durchmesser bis 120 mm bearbeitet werden. Laut LZH zeichnet sich das Verfahren durch gute Regelbarkeit des Lasers, kombiniert mit der hohen Absorption der Strahlung am Rohrglas, aus. Dies ermöglicht vollautomatische und effizi-

© Telegärtner Karl Gärtner

Koaxialkabel schnell und einfach verbinden

Neuer feldmontierbarer Steckverbinder für verlustarme Koaxialkabel.

Steinenbronn. Telegärtner stellt einen Steckverbinder für verlustarme Koaxialkabel vor. Der feldmontierbare Stecker mit geringen Übertragungsverlusten kann ohne Sonderwerkzeug und ohne großen Aufwand einfach vor Ort montiert werden, auch Crimpen und Löten ist nicht notwendig. Das Neuprodukt erweitert die Steckerfamilie der Baureihe und passt für viele Kabelarten.  www.telegaertner.com

Die Präzisions-Glasdrehmaschinen der Serie „P1040 Laser“ eignen sich besonders für Solar-, Labor- und ­Lampenindustrie.

© Arnold Gruppe

norbert berger

© Jörg Eberl/www.eberl-photo.de

ente Fügeprozesse, beispielsweise bei typischen GlasGlas- oder auch Glas-Metall-Verbindungen, wo eine Zeiteinsparung bis zirka 80% gegenüber üblichen Fügeverfahren möglich ist. Abhängig vom Rohrglasdurchmesser und der Wandstärke, kann der Energieverbrauch um bis zu 70% reduziert werden.

Glasklare Vorteile Ausgelegt ist die Anlage für Werkstücke mit einer Länge bis 750 mm und einem Durchmesser bis 40 mm bei einer Spindeldrehzahl bis zu 600 Umdrehungen pro Min. Das Lasersystem kann bei einer Nennleistung von 400 Watt (op-

Watt. Beide Anlagenkonzepte können wahlweise entweder manuell oder auch vollautomatisiert, beispielsweise unterstützt durch einen Industrieroboter mit einem automatisch Be- und Ent-ladungssystem, betrieben werden. Zur weiteren Steigerung der Wirtschaftlichkeit ist beispielsweise ein Mehrmaschinenbetrieb mit nur einem Lasersystem von Vorteil. Dabei wird der Laserstrahl über Strahlweichen automatisch an die jeweils im Prozess befindliche Anlage geleitet.  www.arnold-gruppe.de

Weniger Energieverbrauch Für Laseranwendungen von größeren, rohrförmigen Bauteilen, wie sie etwa in der Solarindustrie oder im chemischen Apparatebau benötigt werden, bietet Arnold Gruppe die neue, kompakte Laserzelle NC56/28.17 Laser an. Sie ist für

CMC Maschinenbau Neue Easyline-Maschinenserie

Idstein. Glyn Jones hat sein Sortiment elektronischer Bauelemente um den neuen Mikroschritt-Treiber für Schrittmotoren TB6600HG von Toshiba erweitert. Dieser wurde speziell für hohe Ströme und Anwendungen, die einen genauen, wiederholbaren und wartungsfreien Betrieb erfordern, entwickelt TB6600HG verfügt über einstellbare Auflösung und hohe Spannungsfestigkeit von bis zu

Frankenthal. Auch wenn das Grundprinzip dahinter das selbe ist, zwischen Lochern und Schneidegeräten im Büro und einer Stanzmaschine in der Industrie liegen in der Regel trotzdem Welten. Hinsichtlich der Einfachheit der Handhabung hat die CMC Maschinenbau diese Unterschiede nun deutlich verkleinert. Denn die Maschinenserie „Easyline”, die auf der „Bondexpo 2012“ in Stuttgart (8.–11. Oktober) präsentiert wird, zeichnet sich durch ein äußerst einfaches Handling aus. Daneben überzeugt die Serie auch durch hohe Wirtschaftlichkeit, da sich die geringen Anschaffungskosten rasch amortisieren.

© Atlas Copco

50 V. Das Gerät enthält die gesamte PWM-Erzeugung und Codierschaltungen auf einem Chip. Somit ist nur ein einziges Taktsignal zur automatischen Generierung des sinusförmigen Mikroschritt-Signals erforderlich. Das Bauteil wird im HZIP25-Gehäuse geliefert. Die Steuereingänge des Treibers verfügen über PullDown-Widerstände.  www.glyn.de

Das geringe Gewicht erleichtert das Anheben und die Bedienung.

Einfach wie ein Bürolocher

Die Flachstanze Easline-F350 ist eine sehr kompakte und platzsparende Anlage und kann Materialien bis zu 600 gr/m� stanzen, schneiden und zudem auch laminieren. Es können günstige und sehr flexible Bandstahlschnittwerkzeuge eingesetzt werden, die gerade auch bei kleinen Auflagen einen schnellen Auftragswechsel ermöglichen. Trotzdem können bei bis zu 120 Hüben pro Min. auch Großaufträge gefertigt werden.  www.cmc.de

Geringe Investitionen

© Glyn Jones

Essen. Mit nur 18 kg ist der neue LPD-LD-Pfahltreiber von Atlas Copco zwar ein Leichtgewicht, bietet mit einer Höchstleistung von 20 l/Min. aber die Power, um Erdstäbe, Anker oder Stahlrohre bis zu einem Durchmesser von 65 mm schnell und sicher im Boden zu verankern.  www.atlascopco.com

tional auch 800 Watt) mehr als 16.000 Betriebsstunden ohne einen einzigen Gaswechsel betrieben werden. Mit den ermittelten Prozessdaten lässt sich eine Produktivitätssteigerung von bis zu 75% errechnen.

Toshiba Neuester Mikroschritt-Treiber für Schrittmotoren

Viel Leistung, wenig Wartung

Geringes Gewicht und hohe Leistung

Werkstücklängen von bis 1.100 mm mit einem Durchmesser von bis 160 mm bei einer Spindeldrehzahl bis zu 500 Umdrehungen pro Min. ausgelegt. Die Laserleistung beträgt je nach Aufgabenstellung zwischen 1.000 und 4.000

Der TB6600HG liefert Phasenströme von bis zu 3,5 A (rms) bzw. 5,0 Apeak.

Die Umroll- und Schneidmaschine Easyline-US320 zum Beispiel erlaubt das gleichzeitige Umrollen und Schneiden von Bahnware bis 320 mm Breite. Damit ist sie ideal für die Verarbeitung von im Mehrfachnutzen gefertigten Etikettenrollen, die vereinzelt werden sollen.

© CMC Klebetechnik

Peripherie­ modul JX3-MIX2: Spezialist für gemischte Automatisierung.

Freitag, 14. September 2012

Die neue Easyline-Serie: einfaches Handling und hohe Wirtschaftlichkeit.


medianet

inside your business. today. 

Freitag, 14. September 2012 – 57

© Vienna Int.

Le Palais Hotel Prag

5 Sterne-Hotel, Schmuckstück im VI Hotels Portfolio, feiert 10. Geburtstag Seite 59

© Gulet Touristik

destinationworld malediven specials

Gulet Touristik bietet attraktive einwöchige Urlaube im Indischen Ozean an Seite 61

interhome mit smartphone  suchen& buchen © Panthermedia.net/A. Rodriguez

Weltweit steigen die Hotelpreise wieder an

© EPA

short

© FMTG

Dublin. Der Präsident von Valencia, Alberto Fabra, fordert die spanischen Regierungsangestellten dazu auf, Steuergelder nicht länger durch teure Flugreisen zu verschweden und stattdessen mit Ryanair zu fliegen. Stephen McNamara, Head of Communication bei Ryanair, dazu: „Da das Augenmerk jedes EU-Staats auf Sparpolitik und Budgetstraffung liegt, ist es höchste Zeit, dass mehr Regierungen in Europa dem Vorbild des Präsidenten von Valencia folgen und mit ‚Ryanair‘ ihe Businessflüge absolvieren.“  www.ryanair.com

© Hotels.com

Wien/Belgrad. Anfang November 2012 eröffnet das erste Falkensteiner Hotel in Belgrad. Bei der Pressekonferenz in der serbischen Hauptstadt konnte die Falkensteiner Michaeler Tourism Group AG den nächsten Coup in Serbien präsentieren – das Falkensteiner Hotel Stara Planina im Balkangebirge. Neben dem City-Hotel in Belgrad erweitert dieses Hotel das Family-Produktportfolio der Gruppe auf dem Balkan. GF Otmar Michaeler freut sich über die Eröffnung in Belgrad und das Engagement in Stara Planina: „Serbien hat eine touristische Zukunft!“  www.falkensteiner.com

David Roche, Chef der internationalen Bookingplattform hotels.com, lässt regelmäßig die Preisänderungen in weltweit 140.000 Hotels erheben.

Hotel Price Index Wirtschaftliche und politische Ereignisse haben in den vergan­ genen Jahren die Entwicklung der Hotelpreise stark beeinflusst. 2012 gibt es offen­ bar weniger negative Auswirkungen auf die internationalen Hotelpreise. Seite 58 AIDA Cruises Kreuzfahrtveranstalter hat Auszeichnung

Denham. Ab sofort kooperiert InterContinental Hotels & Resort mit Amerikas ältestem und größtem Hersteller für exklusive Duft- und Kosmetikprodukte und stattet bis Jänner 2013 seine 169 Hotels mit „Agraria Beauty“-Produkten aus. Gäste des InterContinental Wien können die Kosmetiklinie in der Duftrichtung „Lemon Verbena“ schon jetzt genießen.  www.intercontinental.com

© Aida Cruises

© InterContinental

Gäste haben Vertrauen in Marke

AIDA kombiniert Kreuzfahrten mit ­Erlebnisvielfalt, Erholung und Genuss.

Rostock. AIDA Cruises ist bei einer europaweiten Umfrage des Magazins Reader’s Digest von Verbrauchern in Deutschland bereits zum zweiten Mal in Folge und in Österreich erstmalig zum „Most Trusted Brand“, zur vertrauenswürdigsten Marke, in der Kategorie „Kreuzfahrten“ gewählt worden. „Für uns ist diese Auszeichnung aber Ansporn und Verpflichtung zugleich, auch in Zukunft hohe Maßstäbe in Sachen Produktqualität, Sicherheit, Service sowie nachhaltigen Wirtschaftens zu setzen“, sagt Michael Ungerer, der Präsident von AIDA Cruises.  www.aida.de


c ov e r

58 – destinationworld

Kommentar

US-Restaurants spionieren

Freitag, 14. September 2012

Hotel Price Index (HPI) Buchungsportal „hotels.com“ analysiert zweimal jährlich die Zimmerpreise in 140.000 Hotels

Seit langer Zeit steigen die Hotelpreise wieder an

„Euro“-Gastgeber Kiew hatte mit einer Steigerung von 27% auf 127 Euro den höchsten Preisanstieg.

W

ir registrieren, ob ein Gast koscher isst oder keine Meeresfrüchte mag“, zitiert die New York Times Ed Schoenfeld, den Besitzer des RedFarm-Restaurants im Stadtteil West Village. „Wir haben auch jene Kunden gespeichert, die bei ihrem letzten Besuch sechseinhalb Stunden auf ihrem Platz gesessen sind, damit wir ihnen beim nächsten Mal einen unkomfortablen Sitzplatz zuweisen können“, so Schoenfeld. Andere Lokale wie die der Altamarea Group gehen sogar noch weiter und merken sich beispielsweise neben dem bevorzugten Sitzplatz auch die letzten Rechnungsstände sowie die Höhe der ausgestellten Trinkgelder. Große Aufregung in den USA! Das Sammeln von Daten kann sich genau so zur Sucht entwickeln wie das Verweisen auf Datenschutzverletzungen. Um die Daten optimal verwerten zu können, haben einige US-Restaurants eigene Kürzel entwickelt, die es Fremden unmöglich machen, die Bedeutung nachzuvollziehen. So werden wichtige Gäste oft als „PX“ („Person Extraordinaire“) gekennzeichnet. Aber auch „HSM“ („Heavyset Man“) für korpulente und „HWC“ („Handle With Care“) für schwierige Kunden sind gebräuchlich. Mir ist das wurscht. Der Gastwirt meines Vertrauens weiß, was ich schätze und was nicht ... und das ist gut so!

Flughafen Wien August

Plus bei den Passagieren

Wien. Die Anzahl der abgefertigten Passagiere stieg im August 2012 im Vergleich zum August 2011 um 3,0% auf insgesamt 2.138.588 Fluggäste an. Osteuropa hatte ein Plus von 3,7%, Westeuropa ein Plus von 2,6%. Der Nahe und Mittlere Osten hatte einen Passagierzuwachs von 14,2%.  www.viennaairport.com

London/Berlin. Seit acht Jahren veröffentlicht hotels.com in 31 Länderausgaben den „Hotel Price Index“, eine prämierte, halbjährliche Studie zur Entwicklung der Hotelpreise weltweit. Jetzt wurden die Ergebnisse der ersten sechs Monate des Jahres 2012 mit dem gleichen Zeitraum des Jahres 2011 verglichen. In den vergangenen Jahren haben politische und wirtschaftliche Ereignisse die Entwicklung der Hotelpreise stark beeinflusst. Derartige externe Einflüsse schienen 2012 weniger Auswirkungen auf die Hotelpreise zu nehmen. Trotz Schuldenkrise, Naturkatastrophen und politischen Unruhen stiegen in sämtlichen Regionen, die im aktuellen HPI erfasst sind, die Hotelpreise an.

Australien und USA teuer Die starke Wirtschaft in der Pazifik-Region war erneut für den höchsten prozentualen Anstieg (sechs Prozent) verantwortlich. So mussten Reisende aus der Eurozone in Sydney deutlich tiefer in die Tasche greifen, denn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Hotelpreise um zwölf Prozent auf 123 € pro Zimmer und Nacht. Den zweitstärksten Anstieg verzeichnete Nordamerika; hier wurden Urlauber aus der EU bei den Übernachtungskosten mit einer Steigerung von fünf Prozent konfrontiert, da der Euro gegenüber dem Dollar an Wert verlor. So blieb New York weiterhin in den Top Drei der teuersten Reiseziele weltweit, mit Zimmerpreisen von 178 €, eine Steigerung von vier Prozent im Vergleich zu 2011.

© Flughafen Wien

Auch in Asien erholten sich die Preise vom Rückgang im ersten Halbjahr 2011, und vor allem Japans Aufschwung nach Erbeben, Tsunami und Nuklearkatastrophe ließ die durchschnittlichen Hotelpreise in Asien um vier Prozent ansteigen. In Tokio kletterten die Übernachtungskosten um zehn Prozent auf 104 € im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in Lateinamerika dagegen fiel die Preissteigerung verhaltener aus. Auch wenn einzelne Volkswirtschaften ein Wachstum verzeichnen konnten, verlangsamte sich das Wachstum in der Region – und der Durchschnittspreis stieg um nur ein Prozent. In einzelnen Destinationen mussten Urlauber stär-

kere Preisschwankungen in Kauf nehmen. Rio de Janeiro avancierte im ersten Halbjahr 2012 zum zweitteuersten Reiseziel im HPI, mit einem Preissprung um 24 % auf 210 € im Durchschnitt.

Preissturz in Athen Die Eurokrise hinterließ in vielen Destinationen ihre Spuren, wie der Preissturz in Athen um acht Prozent auf 73 € pro Zimmer und Nacht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigt. Auch in Spanien konnten Urlauber von günstigeren Zimmerpreisen profitieren. In Marbella sank das Preisniveau um elf Prozent auf 102 €. Im Gegensatz dazu stiegen die Preise in den Reisezielen, die

im ersten Halbjahr 2012 als Veranstaltungsort für große Sportereignisse fungierten. So zeigte Kiew mit einer Steigerung von 27% auf 127 € als Gastgeber der „Euro 2012“ den höchsten Preisanstieg in Europa. In Österreich fielen die Preise im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent auf durchschnittlich 98 € pro Zimmer und Nacht. In Wien beeinflussten aggressive Eröffnungsangebote neuer VierSterne-Hotels das Preisniveau, sodass die Preise um vier Prozent auf durchschnittlich 96 € pro Zimmer und Nacht zurückgingen. Auch in Innsbruck fielen die Preise um vier Prozent auf 89 €.  www.hotels.com

Mövenpick Hotels & Resorts Drittes Hotel der Schweizer Hotelgruppe nach Istanbul und Izmir in Ankara eröffnet

Ankara als internationaler Business-Hub Ankara. „Der Erfolg von Ankara als internationaler Business-Standort trägt wesentlich zum Image der Türkei als globalem wirtschaftlichen Motor bei“, so Ola Ivarsson, Chief Operating Officer von Mövenpick Hotels & Resorts in Europa. „Die Stadt ist, nach unseren Hoteleröffnungen in Istanbul und Izmir, der perfekte Standort für unser drittes Haus in der Türkei. Unser Vertrauen in unser internationales Wachstum wird damit deutlich unter Beweis gestellt.“ Das moderne Mövenpick Hotel Ankara mit 176 Zimmern befindet sich inmitten des dynamischen Sögütözü-Wirtschaftsviertels der türkischen Hauptstadt. Nur 30 km vom internationalen Flughafen entfernt, entwickelt sich das Viertel rasant zu einer Wirtschaftsbasis für globale Unternehmen wie EON, BP und Oracle.

Neben Kongresszentrum

Der Flughafen Wien hatte im August 2012 Passagier-Plus zu verzeichnen.

Wie bereits im Vorjahreszeitraum, ist Capri das teuerste Reiseziel weltweit; hier kletterten die Hotelpreise um 15% auf 239 Euro.

Zugleich haben türkische Ministerien hier ihren Sitz, ebenso wie führende medizinische Einrichtungen und diverse Medienun-

ternehmen. Ankaras exklusivstes Wohnviertel ist ebenfalls ganz in der Nähe. Das Hotel ist nur 500 m vom größten Kongress- und Ausstellungszentrum Ankaras, dem neu eröffneten und 80.000 m� großen „Congresium“, entfernt. Es liegt zudem in direkter Nachbarschaft zur prestigeträchtigen Armada Shopping Mall, die auf fünf Stockwerken mit 155 Läden aufwartet.

Das International Council of Shopping Centres hat das Einkaufsparadies zur „Best Shopping Mall of the Year” gewählt. „Die Kombination eines guten Standorts mit dem Ruf der Mövenpick Hotels & Resorts – Verlässlichkeit, Sorgfalt und Gastfreundschaft – ist eine gute Basis für einen Erfolg”, so Enis Pekuysal, Präsident von Varan Otelcilik, dem Eignerunternehmen des Hauses.

© Mövenpick Hotels & Resorts

georg biron

© Panthermedia.net/Hans-Joachim Terasa

dino silvestre

Mövenpick eröffnet Hotel im aufstrebenden neuen Wirtschaftsviertel von Ankara.

Seine Lage macht das Hotel zum idealen Ort für Meetings, Seminare oder Konferenzen. Mit neun Veranstaltungsräumen, darunter dem stilvollen, 390 m� großen Ballsaal Bern, bietet das Mövenpick Hotel Ankara flexible Funktionsräume, die sich für kleine Tagungen mit nur wenigen Personen ebenso nutzen lassen wie für große Veranstaltungen mit bis zu 450 Gästen. Mövenpick Hotels & Resorts hat ein spezielles Angebot aufgelegt, mit dem Gäste des neuen Hotels die Besonderheiten Ankaras kennenlernen. „Discover Ankara” kombiniert bekannte Sehenswürdigkeiten mit Shopping auf Weltklasseniveau und traditionellen Erlebnissen wie türkische Massagen und lokal inspirierte Küche. Das Package zum Preis ab 399 € pro Person umfasst zwei Nächte für zwei Personen in einem Zimmer der Superior-Kategorie mit Frühstücksbuffet sowie die Transfers zum Hethitermuseum und dem Cengelhan Rahmi M. Koç Museum.  www.moevenpick-ankara.com


Freitag, 14. September 2012

b u si n e s s & m ar k e ts

destinationworld – 59

Vienna International Hotels Das 5-Sterne Le Palais Hotel Prag, das Schmuckstßck unter den Prager Hotels, feiert sein zehnjähriges Bestehen

Rendezvous im Le Palais Hotel alice Hefner

Wien/Prag. Bei der stimmungsvollen Feier am Donnerstag, dem 6. September, die unter dem Motto „Rendezvous im Le Palais Hotel Prag“ stand, konnten 100 geladene Gäste ganz in den Luxus und den Glanz des tschechischen 5-Sterne-Refugiums eintauchen.

„Besonderer Beliebtheit erfreut sich das Hotel bei Reisenden

Das Interieur trägt die Designhandschrift von Veronika Jurkowitsch, der bei der Gestaltung der Innenräume eine Symbiose von historischer Eleganz und modernster Ausstattung gelungen ist. Seit seiner ErĂśffnung gilt das Le Palais als das schĂśnste Belle-Époque-Hotel Prags, was auch zahlreiche Auszeichnungen bestätigen, darunter im Jahr 2011 die Auszeichnung als „Best City Boutique Spa“ und die Verleihung des „Certificate of Excellence“ durch TripAdvisor, in den Jahren 2008 und 2009 die Ehrung als „Czech Republic’s Leading Boutique Hotel“, die Reihung unter die zehn

besten Luxushotels Europas und die 100 besten Luxushotels der Welt im Jahr 2008 sowie der von den Leading Hotels of the World verliehene „Leaders Club Gold Award“.

Konferenzräumlichkeiten Das exklusive Hotelrestaurant Le Papillon ist eine der Spitzenadressen in der Prager Gastronomieszene. Das Gourmetlokal interpretiert die bĂśhmische KĂźche auf innovative Weise neu und behält dabei immer die internationale Haute Cuisine im Blick. Die Lobby-Bar, die bei den „Czech Bar Awards 2010“ als bes-

te Hotelbar ausgezeichnet wurde, und die elegante Bibliothek sind zu jeder Tageszeit beliebte Treffpunkte. Die Konferenzräumlichkeiten des Hotels eignen sich perfekt fßr Meetings und Events. Mit seinem familiären, intimen Ambiente bietet sich das Hotel auch fßr Verlobungen, Hochzeiten, Flitterwochen und Familienfeiern an – begleitet von einem Sightseeing-Programm, das vom Hotelteam arrangiert und auf die Wßnsche der Gäste abgestimmt wird. Das Le Palais Hotel Prag verfßgt ßber 60 Zimmer und zwÜlf Suiten, zwei davon mit offenem Kamin.

Š Vienna International (2)

Das Jubiläum mit Top-Kunden, Partnern, Prominenz und Medien bei einer luxuriÜsen Feier begangen.

2002 wurde das Prager Palais in ein luxuriĂśses 5-Sterne-Hotel verwandelt.

aus den USA, die seine ruhige und luxuriĂśse Atmosphäre schätzen.“ Andreas Karsten CEO VI Hotels & Resorts

Traumurlaub!

Nach einem Champagner-Empfang genossen die Gäste einen wundervollen Spätsommerabend auf der Terrasse des Hotels, der vom KĂźchenchef mit kunstvollen KĂśstlichkeiten abgerundet wurde. GM Jana Jeschek freute sich, zu sehen, dass die Gäste den Esprit des Boutiquehotels so richtig genossen: „Es ist eine groĂ&#x;e Ehre fĂźr mich, Managerin des ‚Le Palais Hotels Prag‘ zu sein. Ich kenne dieses romantische Hotel schon seit seiner ErĂśffnung vor zehn Jahren und fĂźr mich war dieser Ort schon immer wie ein Diamant.“

Hohe Servicequalität FĂźr Andreas Karsten, den Vorstandsvorsitzenden der Hotelmanagementgruppe Vienna International Hotels & Resorts, ist das Le Palais Hotel Prag auch ein Aushängeschild fĂźr das gesamte Unternehmen: „Das Le Palais Hotel Prag, eines unserer neun Hotels in der Tschechischen Republik, ist weithin bekannt bei Politikern und Prominenten, auf der lokalen wie auf der internationalen Ebene. Besonderer Beliebtheit erfreut sich das Hotel bei Reisenden aus den USA, die seine romantische, ruhige und luxuriĂśse Atmosphäre schätzen. Ich bin stolz auf das gute Image des Hotels und seine hohe Servicequalität, die unser gesamtes Unternehmen kennzeichnet.“ Vor zehn Jahren wurde das Le Palais Hotel Prag vĂśllig renoviert, bevor es schlieĂ&#x;lich im Oktober 2002 als Mitglied der Hotelgruppe Vienna International Hotels & Resorts seine Pforten Ăśffnete.

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b usi n ess & m a r k et s

60 – destinationworld

Lufthansa Award in USA

Nachhaltig engagiert

Freitag, 14. September 2012

Ferienhaussuche Neuer eShop ist speziell auf die Bedürfnisse von reisenden Smartphone-Benutzern zugeschnitten

Interhome lanciert eShop

Kunden können jetzt Ferienwohnungen vergleichen und ihr Wunschobjekt via Mobiltelefon buchen. lierte Objektangaben, eine Bildergalerie sowie Bewertungen sollen bei der Entscheidungsfindung helfen. Wer erst zu einem späteren Zeitpunkt buchen möchte, hat die Möglichkeit, sich ein Wunschobjekt per E-Mail zusenden zu lassen. Der mobile eShop ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Holländisch und Polnisch sowie in den Währungen Euro, Schweizer Franken, US-Dollar und Polnischer Zloty verfügbar.

Frankfurt/M. Die Lufthansa Group ist für ihr Engagement im Bereich „Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet worden. Zum zweiten Mal in Folge erzielte der Konzern den ersten Platz in der Rubrik „Doing it All“ bei den World Saver Awards des US-Reisemagazins Condé Nast Traveler. „Es ist eine große Ehre für uns, vom Condé Nast Traveler für das Umwelt-Management und das Engagement im Bereich ‚Soziale Verantwortung‘ ausgezeichnet zu werden“, sagt Christoph Franz, CEO der Deutsche Lufthansa AG. „Wir leben Nachhaltigkeit durch unsere Investitionen in eine treibstoffeffiziente Flotte – etwa die neuen Airbus A380 und Boeing 747-8 – sowie durch die humanitären Anstrengungen der Help Alliance, einer Hilfsorganisation von Lufthansa-Mitarbeitern oder auch in unserem als ‚green building‘ zertifizierten Verwaltungsgebäude in Frankfurt, um nur einige Beispiele zu nennen.“  www.lufthansa.com

„WIR BEGEISTERN FÜR ÖSTERREICH“ Die Österreich Werbung (ÖW) ist seit 1955 Österreichs nationale Tourismusorganisation mit dem Hauptziel, das Urlaubsland Österreich zu bewerben. Zentrales Anliegen der ÖW ist es, gemeinsam mit allen österreichischen Tourismuspartnern für den Erhalt bzw. den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismuslandes Österreich zu sorgen. Damit leistet die ÖW einen essenziellen Beitrag zur Steigerung des österreichischen Marktanteils am internationalen Tourismus. Kernaufgaben der ÖW • Führung der Marke „Urlaub in Österreich“: Die Marke macht Österreich als Urlaubsland unterscheidbar und vermittelt den emotionalen Mehrwert eines Österreich-Aufenthalts. • Bearbeitung der international erfolgversprechendsten Märkte mit innovativem, zeitgemäßem Marketing. • Partner der österreichischen Tourismusbetriebe und wesentlicher Netzwerkknoten im Tourismus: Die Branche profitiert vom stets aktuellen und fundierten Wissen der ÖW über Gäste und Märkte.

PROMOTION

220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen weltweit über 1.500 Marketingaktivitäten pro Jahr durch. 2012 konzentriert sich die ÖW dabei auf drei Regionen: Westeuropa, CEE und Übersee. Die darin bearbeiteten Märkte decken etwa 95% aller Nächtigungen ab und weisen das größte Potenzial für den heimischen Tourismus auf.

Neue Standardfunktionen Rund neun Prozent aller Interhome-Kunden greifen aktuell über ihr Handy oder ihr iPad auf den eShop von Interhome zu. Dieser Wert hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Der steigenden Nachfrage nach smartphonekompatibleren Webseiten kommt Interhome nun entgegen. „Mit dem neuen mobilen eShop reagieren wir auf das wachsende Kundenbedürfnis, auch von unterwegs mit dem Mobiltelefon nach Ferienunterkünften zu suchen und diese online direkt zu buchen, ab“, erklärt Interhome-CEO Simon Lehmann. Der mobile eShop wurde aufgrund des mobilen User-Verhaltens komplett neu sowie noch be-

„Mit dem neuen mobilen eShop reagieren

© Panthermedia.net/Brad Calkins

Christoph Franz, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Lufthansa AG.

Zürich/Wien. Die Interhome AG ist auf die Vermittlung eines weltweiten Angebots mit mehr als 32.000 Ferienwohnungen, Ferienhäusern und Chalets in 29 Ländern spezialisiert. Der Qualitätsanbieter vermittelte 2011 rund 535.000 Feriengäste. Die Dachgesellschaft Interhome AG, beheimatet in Glattbrugg/Zürich, wird zu 100% von der Hotelplan Holding AG gehalten. Diese wiederum ist zu 100% im Besitz der Migros, der größten Detailhandelsorganisation der Schweiz mit Sitz in Zürich.

wir auf das wachsende Kundenbedürfnis, Kunden können künftig noch einfacher unterwegs nach Ferienhäusern und ­Ferienwohnungen suchen und diese auch direkt via Mobiltelefon buchen.

nutzerfreundlicher aufgebaut und ergänzt den bisherigen eShop von Interhome. Der mobile eShop ist sowohl für alle Kunden geeignet, die bereits genau wissen, wohin es gehen soll, aber auch für alle, die sich gern zuerst inspirieren lassen möchten. Für die Lancierung des mobilen eShops wurden die einzelnen Funktionen bewusst einfach und überschaubar gehalten. Derzeit

werden Standardfunktionen wie Suche, Filter, Kartenansicht, Kontaktmöglichkeit und direkte online Buchungsmöglichkeit per Kreditkarte oder auf Rechnung angeboten; der mobile eShop wird zudem laufend mit weiteren Funktionen angereichert. Interhome-Kunden können nach einzelnen Themen, wie beispielsweise Villen mit Pool, Skiurlaub oder Städtereisen, filtern. Detail-

mit dem Smartphone buchen zu können.“ Simon LehmaNn CEO Interhome

Er ist für das iPhone sowie für Android-Geräte, wie das Samsung Galaxy und HTC Desire, optimiert. Zugang zum mobilen eShop (über Smartphones): http://m.interhome. com. Mehr Informationen unter:  www.interhome.at/mobile

Österreich Werbung Kreative Marketingaktivitäten für österreichischen Tourismus

New York im Dirndl-Fieber 40 Dirndl-Botschafter der ÖW sorgen mit Tracht und Charme für Aufmerksamkeit. Wien/New York. Die Österreich Werbung (ÖW) begeistert für Urlaub in Österreich und setzt dabei auf kreative Marketingmaßnahmen. Der Marketingmix reicht von klassischer Werbung über Direct Marketing und E-Marketing bis hin zu integrierten Themenkampagnen. Je nach Markt, Zielgruppe und Strategie werden stimmige Maßnahmenpakete geschnürt und eingesetzt.

Casting vor prominenter Jury Mitte Juni lud die Österreich Werbung in den Manhattan-Studios der renommierten Alvin Ailey Dance Company zum Casting-Event. Gesucht wurden 40 charmante Dirndl-Botschafter, die einen Sommer lang bei mehreren Veranstaltungen das Urlaubsland Österreich bewerben sollten. In der Jury: neben Michael Gigl, ÖW-Region Manager USA & Australien, der Musiker Hubert von Goisern, Fashion-Model Barbara Dürrer und der österreichische Generalkonsul in New York, Dr. ErnstPeter Brezovszky. Einen Nachmittag lang bewerteten die Juroren sowohl Gesangs- und Tanz-Talente als auch umfassendes ÖsterreichWissen der in Dirndl und Lederhosen eingekleideten Kandidaten.

Austrian. Dirndl Temptation Seither bringt die Österreich Werbung New York gemeinsam

ten auf New Yorks Time Square – die farbenfrohe Tracht sorgt für Aufmerksamkeit. Bei der Tanzveranstaltung „MoMA’s PS1 Warm Up“ im Museum of Modern Art in Queens war das junge Pu© Austrian Tourist Office, Foto Morgan PaarNomadic Frames

© EPA

dino silvestre

„Das Dirndl steht in all seinen Facetten für das Einzigartige am Urlaubsland Österreich.“ MICHAEL GIGL REGION MANAGER ÖW USA & AUSTRALIEN

Tracht goes Manhattan: Dirndl-Botschafter am New Yorker Times Square.

mit ihren 40 Dirndl-Botschaftern heimisches Brauchtum unter die Leute. Neben dem Besuch ausgewählter Events machen begleitende Social Media-Maßnahmen, zahlreiche Dirndl-Videos sowie ein Gewinnspiel USA-weit Lust auf Urlaub in Österreich. Getreu dem Motto der Aktion, „Austrian. Dirndl Temptation – Dare to Flirt Back“, versprühen die Dirndl-Botschafter bei ihren Auftritten österreichischen Charme und machen so auf österreichische Traditionen aufmerksam. „Das Dirndl steht in all seinen Facetten für das Einzigartige am Urlaubsland Österreich: für die spannende Kombination von überliefertem

Brauchtum und modernem Design und vor allem für die Lebensfreude und Gastfreundschaft, die Besucher immer wiederkehren lässt“, freut sich Gigl.

Facettenreiche Auftritte Die Palette der besuchten Veranstaltungen ist dabei genauso facettenreich wie die Dirndl und Lederhosen, die von den Firmen Rastl, Gösser und Lanz produziert wurden. Sei es beim Besuch eines Konzerts im Central Park oder der Klimt-Ausstellung in der Neuen Galerie, bei einer Circle LineBootsfahrt rund um Manhattan oder bei einem Fotoshooting mit-

blikum von den Dirndln so begeistert, dass die Österreich-Botschafter den ganzen Nachmittag lang über für Hobby-Fotografen Modell standen. Bis Ende September werden die Dirndl-Botschafter noch in New York unterwegs sein. Wer die Auftritte nicht live erlebt, kann diese auf www.facebook. com/austriatravelinfo verfolgen. Auf der Website http://dirndltemptation.austria.info sowie im ÖW Youtube Channel unter http://www.youtube.com/austria stehen alle Videos rund um die Dirndl-Aktion zum Abruf bereit. www.austriatourism.com


tr av e l & v oya ge

Freitag, 14. September 2012

destinationworld – 61

Gulet Touristik Bei Abflug ab Wien am 7. November 2012 werden einige sehr verlockende Urlaubspakete angeboten

Malediven sind Luxus pur michael Bär

Wien. Spätestens nach dem ersten Fußabdruck am feinen, weißen Sandstrand wird einem klar, dass man anscheinend in einem der letzten Paradiese dieser Welt gelandet ist. Unberührte Natur, weiße Sandstrände und atemberaubende Sonnenuntergänge machen die Malediven zu einem großartigen Schauplatz für einen unvergleichlichen Urlaub. Außerdem: Mit den farbenfrohen Korallenbänken und dem großen Fischreichtum zählt die Inselkette im Indischen Ozean auch zu den wohl schönsten Tauchgründen dieser Welt. Gulet Touristik hat ab sofort einige verlockende Angebote im Programm: Einer besonders starken Nachfrage erfreut sich die ideal gelegene Luxusanlage „Constance Moofushi Resort“. Das sportliche und elegante Fünf-Sterne-Resort vermit-

telt echtes Robinson-Crusoe-Feeling und verspricht entspannte Momente in der Sonne.

Austrian Airlines-Flüge Die 110 strohgedeckten Beachund Wasser-Villen verfügen alle über einen atemberaubenden Meerblick. Das Hausriff ist nur knapp 15 m vom Strand entfernt und bietet außerdem hervorragende Schnorchelbedingungen. Eine Woche in der Beach-Villa gibt es Alles inklusive mit Abflug ab Wien mit Austrian Airlines am 7. November 2012 ab 3.675 € pro Person.

Das Fünf-Sterne Royal Island Resort liegt im östlichen Teil des Baa-Atolls und hat 150 Zimmer, zahlreiche Restaurants und Bars sowie einen Pool mit extra Kinderbecken. Eine Woche pro Person in der Beach-Villa bietet ­Gulet Touristik mit Halbpension ab 2.165 € mit Abflug ab Wien mit Austrian Airlines am 7. November an. Und eine Woche p.P. in der VierSterne-Anlage Sun Island Resort mit Halbpension gibt es ab 1.725 € im Beach Bungalow. Ab 1.939 € ist man eine Woche im Holiday Inn Resort Kandooma gut untergebracht.  www.gulet.at

© Gulet Touristik

Eine Woche p.P. in der Vier-Sterne-Anlage Sun Island Resort ab 1.725 Euro.

Die Malediven bieten die perfekte Kulisse für einen erholsamen Urlaub im Winter.

Top Trails Wanderwege

Mieses Wetter

Füssen. Auf den Top Trails of Germany erleben Wanderer die Natur in diesem Herbst von ihrer aufregenden Seite. Bei „Wildwetter-Touren“ zeigen Wanderprofis, was die schönsten Wege Deutschlands abseits von Sonne und blauem Himmel zu bieten haben. Bei Windstärken von bis zu 60 km/h wird gewandert, dabei tost der Sturm, die Bäume biegen sich, der Lärm zehrt, man bekommt schlecht Luft, und die gefühlte Temperatur sinkt. Doch gerade das macht die Wanderung aus, bei der mit Sicherheit jeder den Kopf frei bekommt. Diese Extremtour findet unter Leitung einer erfahrenen Bergführerin von November bis Februar statt und kostet 9.90 €. Infos unter Telefon: +49/6654/918340.  www.toptrails.de

Weiser Büffel rät: Fliegen Sie mit dem rot-weiß-roten Vogel. Fliegen Sie mit Austrian Airlines nonstop und bequem in die USA und nach Kanada.

Lille3000 „Fantastic-2012“

Im Kulturrausch

© Samuel Dhote

Lille. 2004 war die französische Stadt „Europäische Kulturhauptstadt“ – und wie kaum eine andere hat sie es verstanden, seither kulturell am Ball zu bleiben. „Lille3000“ ist die Fortsetzung dieser Kulturinitiative, die der Region im Bezug auf Tourismus zu mehr Aufmerksamkeit verholfen hat. Seit 2006 findet alle drei Jahre ein spezielles Kulturprogramm statt. Vom 6. Oktober 2012 bis 13. Jänner 2013 lautet das Motto „Fantastic-2012“.  www.lilletourism.com

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Lille lockt auch heuer wieder interessier­ te Urlauber aus der ganzen Welt an. 332102_aua_LS_ex_AT_Amerika2_Medianet_216x288_MN.indd 1

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guest & service

62 – destinationworld

© Airtours

airtours verstärkt das Kreuzfahrtprogramm

Die Schiffe von „Compagnie du Ponant“ steuern 2013 polare Ziele an.

Hannover. „Compagnie du Ponant“ heißt der Neuzugang im Kreuzfahrtsegment von airtours, eine Marke der TUI Deutschland. Der französische Yacht-Kreuzfahrtenveranstalter ist mit gleich drei Schiffen im Angebot des Reiseveranstalters vertreten: „Le Boréal“, „L’Austral“ und „Le Soléal“, ein Neubau, der im Sommer 2013 in See stechen wird. Ausgestattet mit 132 modern eingerichteten Außenkabinen und Suiten, werden die Schiffe polare Regionen ansteuern. Fast alle Kabinen verfügen über einen Balkon mit Meerblick. Dank des Konzepts der „offenen Brücke“ sind sowohl Kapitän als auch Crew jederzeit ansprechbar. Infos zu Routen und Preisen gibt‘s unter:  www.airtours.de

© A&O Hotels and Hostels

A&O Hostel Hamburg vorzeitig fertiggestellt

Über 20.000 m² Bürofläche wurden in ein modernes Hostel umgebaut.

Hamburg. Früher als geplant und nach nur zwölfeinhalb ­­Monaten Bauzeit wurde der zweite Bauabschnitt des A&O Hamburg City Süd fertig­ gestellt. Damit blieb man deutlich unter den veranschlagten 20 Monaten Bauzeit und auch das Budget von 28 Mio. € ­wurde unterschritten. „Nun stehen 2.000 Betten für unsere Gäste zur Verfügung. Damit ist das ‚A&O Hamburg City Süd‘ das größte Hostel der Welt“, so General Manager Oliver Winter. Erwartet werden rund 400.000 Übernachtungen jährlich.  www.aohostels.com

Gloria Serenity Resort: Eine Woche in der Spa-Villa ist ab 5.250 € für bis zu vier Personen buchbar. caroline nussdorfer

Belek/Frankfurt. Wer Sonne statt Schnee bevorzugt und der kalten Jahreszeit entfliehen will, findet in den Fünf-Sterne-Anlagen der Gloria Hotels & Resorts im ganzjährig sonnenverwöhnten Belek ein geeignetes Reiseziel. Mit durchschnittlich 18 Grad Celsius sind die milden Wintermonate die ideale Reisezeit nicht nur für einen entspannenden Wellnessaufenthalt, sondern auch für ausgiebige Besichtigungstouren an der Türkischen Riviera. Ob Golfurlaub oder fernöstliche Spa-Anwendungen, die Gloria Hotels & Resorts bieten, nur 30 km vom Flughafen Antalya entfernt, ein Urlaubskonzept für verschiedene Zielgruppen. Auch außergewöhnliche Gourmeterlebnisse und ein vielfältiges Freizeitangebot für die ganze Familie zählen zum Angebot. Das Unternehmen, das zur Özaltin Tourism Group mit Sitz in Ankara gehört, umfasst auf insgesamt 212 ha Fläche die drei Hotels Gloria Golf Resort, Gloria Verde Resort und Gloria Serenity Resort sowie den Gloria Golf Club, der mit 45 Löchern als der größte Golfplatz seiner Art in der Türkei gilt.

Die Spa-Villa ist 140 Quadratmeter groß und bietet Platz für maximal vier Personen sowie eine komplette Wellnessausstattung.

pool, Swimmingpool sowie zwei Massageliegen. Auf der Terrasse im Garten der Spa-Villa laden weiters zwei große Liegen zum Relaxen ein. Im Zimmerpreis ab 750 € pro Nacht in der Wintersaison sind neben Halbpension auch verschiedenste Anwendungen wie z.B. ein Körperpeeling, eine Pasha- oder eine Hamambehandlung inbegriffen. Eine Woche Winter-Wellness ist ab 5.250 € für bis zu vier Personen buchbar.

Spa-Villa für vier Personen Gäste, die in ihrem Winterurlaub Wellness mit Luxus-Service kombinieren wollen, kommen vor allem im 369 Zimmer beherbergenden Gloria Serenity Resort auf ihre Kosten. Die 140 m� große SpaVilla bietet beispielsweise Platz für maximal vier Personen und verfügt neben Wohn- und Schlafzimmer mit Kingsize-Bett auch über eine komplette Wellness-Ausstattung inklusive Dampfbad, Sauna, Whirl-

Noch mehr Wellness & Luxus Mit noch mehr Luxus wartet die Präsidentenvilla des Gloria Serenity Resorts auf: Sie hat eine Außenfläche von 4.000 m� und einen 1.200 m� großen Wohnbereich inklusi-

ve Spa, Vergnügungsbereich mit Billiardtisch, Bar und Spielzimmer sowie Wohn- und Arbeitszimmer, zwei Räume für Bedienstete sowie eine Küche. Ein Fitnessraum und ein offener Swimmingpool im Außenbereich runden das Angebot ab. Etwas intimer geht es hingegen in der VIP-Villa zu. Im zweistöckigen Gebäude sind auf 400 m� vier Schlafzimmer und ebenso zwei Zimmer für Bedienstete untergebracht. Darüber hinaus gibt‘s neben einem Studien- auch ein großes Wohnzimmer mit Bar, eine Küche, einen Fitnessraum mit Whirlpool, ein Dampfbad und eine Sauna sowie eine Terrasse und einen Swimmingpool.  www.gloria.com.tr

Die Resorts Gloria Serenity Resort 369 Zimmer u.a. mit Whirlpools, Terrassen, Gärten und Panoramablick. Außergewöhnliche Architektur, edles Design und persönliche Atmosphäre sollen individuelles Urlaubsvergnügen garantieren. Gloria Golf Resort Direkt am 500 m langen Strand gelegen, der aus dem Zusammenlauf von Fluss Acisu und Mittelmeer entstanden ist. Das 515 Zimmer-Hotel ist vor allem für Familien geeignet. Gloria Verde Resort Es hat 293 Zimmer und liegt inmitten eines Pinienwalds. Verschiedene Wellness- und Beautyanwendungen mit Meerwasser erwarten die Urlaubsgäste im Asklépion Spa & Thalasso.

airberlin Bei Buchung bis 30.9. gibt’s doppelte Punkte

Myanmar Orient-Express kündigt Flusskreuzfahrtschiff an

Berlin. Bereits 2010 hat airberlin das Corporate-Programm „business points“ für kleine und mittelständische Unternehmen eingeführt, an dem mittlerweile mehr als 10.000 Firmen teilnehmen. Dabei sammeln alle Mitarbeiter auf Flügen mit airberlin und zahlreichen Codeshareverbindungen mit Etihad Airways Punkte für den Betrieb. So können z.B. 300 business points gegen einen innerdeutschen Prämienflug eingelöst werden. Die Punkte können aber auch für Prämienflüge in der Business Class mit airberlin auf USA-Flügen nach Los Angeles, Las Vegas oder New York oder mit Etihad Airways nach Asien, Australien, Südafrika oder in die Golfstaaten genutzt werden.

Hamilton. Mit der „Orcaella“ hat Orient-Express Ltd. für die Sommersaison 2013 ein neues Flusskreuzfahrtschiff für Myanmar angekündigt. Das Schiff, das derzeit in Yangon gebaut wird, soll ab Juli des kommenden Jahres 50 Passagiere befördern. Die Reisen auf dem Ayeyarwady und einem seiner Nebenflüsse, dem Chindwin, dauern zwischen sieben und elf Tagen. Geführte Exkursionen sind ebenso Teil des Programms. Damit ergänzt Orient-Express sein bestehendes Angebot in Myanmar, das neben dem Boutiquehotel Governor’s Residence in Yangon auch das Flusskreuzfahrtschiff „Road To Mandalay“ umfasst.

KMUs sparen mit Bonusprogramm „Orcaella“ ab Juli 2013 im Einsatz gebucht, schreibt airberlin einmalig zusätzliche 100 Punkte gut. Die business points sind zudem mit dem „topbonus“-Vielfliegerprogramm kombinierbar. Auch hier erhalten Reisende für alle im September gebuchten Flüge doppelte Prämienmeilen, die ebenfalls in einen Prämienflug eingelöst werden können. Der Reisezeitraum ist bis 31. Dezember 2012. Infos unter:  www.airberlin.com/topbonus  airberlin.com/businesspoints

25 Kabinen auf vier Decks

Vorteile für Vielflieger Doppelt profitieren können teilnehmende KMUs bei der Planung von Reisen bis 31. Dezember 2012, denn auf alle bis 30. September gebuchten Flüge im deutschen und europäischen business pointsStreckennetz gibt es die zweifache Punkteanzahl. Werden im Aktionszeitraum mindestens zehn Flüge

schiebetüren sowie einen eigenen Balkon. Eine Lounge und Bar, die ganztägig Drinks, Snacks und diverse Mahlzeiten servieren, gehören ebenso zur Ausstattung wie Poolbereich, Fitnesscenter, zwei Boutiquen und ein Restaurant mit großen Panoramafenstern auf dem Hauptdeck. Die siebentägige Kreuzfahrt ist ab 3.880 € pro Person in einer DeLuxe-Doppelkabine buchbar.  www.orcaella.net

Für 300 gesammelte Punkte kann ein innerdeutscher Flug eingelöst werden.

Die Orcaella ist ein kleines, wendiges Schiff im landestypischen, kolonialen Stil. Rund 40 Mitarbeiter werden sich um das Wohl der Gäste kümmern. Auf insgesamt vier Decks sind 25 geräumige Kabinen untergebracht, darunter zwei große Balcony Suites, die sich im Bug des Hauptdecks befinden. Alle Kabinen besitzen große Glas-

© Orient Express/Zaw Min Yu

Frankfurt. Ab 7. November wird LAN Airlines auch Chiloé, die zweitgrößte Insel Chiles, viermal wöchentlich von Santiago über Puerto Montt anfliegen. Es ist das 16. Reiseziel der Fluglinie im südamerikanischen Staat. Mit A320-Airbussen geht es in 35 Min. von Puerto Montt zum Flughafen Mocopulli auf Chiloé. Tickets kosten ab 69 € für die Strecke Santiago–Chiloé bzw. ab 13 € für die Strecke Puerto Montt–Chiloé (jeweils exklusive Steuern und Gebühren) und sind in allen LANVerkaufsstellen sowie auf der Website erhältlich.  www.lan.com

Wellness-Villen-Urlaub an der Türkischen Riviera

© Gloira Hotels & Resorts Belek

LAN erweitert sein Flugangebot in Chile

Winterurlaub In den Fünf-Sterne-Anlagen der Gloria Hotels & Resorts in Belek finden Sonnenhungrige Erholung

© airberlin

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Freitag, 14. September 2012

Auf dem Chindwin fährt die „Orcaella“ bis ins nordwestliche Myanmar hinein.


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Bei den Paralympics präsentierte sich die WM-Region 2013 als Destination  Seite 64

Eddy Merckx Classic

Das SalzburgerLand steht im Fokus einer radsportbegeisterten Zielgruppe  Seite 66

petit tirolia steve karlsch  in kitzbühel

© Grand Tirolia

schladming in london

© SalzburgerLand

© Schladming

destinationaustria Erfolgreiche Hoteliers fürchten die Krise nicht

© Genuss Region Österreich

short

© Mountain Resort Feuerberg

Wien. Die Genuss Region Österreich organisierte das erste Mal eine nationale Wildprämierung: Die Sieger und ihre Produkte wurden beim „Metnitztaler Wildfest“ mit Gold, Silber und Bronze prämiert. Für die Qualität des Wildbrets ist vor allem eine stressfreie Lebensweise in der freien Natur, Bewegungsfreiheit und abwechslungsreiche Nahrung sehr wichtig. Bei der Prämierung wurden alle eingereichten Produkte anonym verkostet. Eine Fach-Jury bewertete jedes Produkt nach einem normierten Bewerbungsschema.  www.genuss-region.at

© Marriott

Gerlitzen Alpe. Eine WellnessInsel im Meer aus Wolken mit Panoramablick und grandiosinnovativem Wohlfühlangebot ist das Mountain Resort Feuerberg. Getragen wird das Resort vom „Feuerberg-Spirit“, der individuellen Philosophie der Eigentümerfamilie Isabella und Erwin Berger. Seit dem Sommer 2007 ist in vielen kleinen und größeren Schritten und mit einem Investitionsaufwand von insgesamt 12 Mio. € ein Wellness-Bergresort entstanden, das beinahe ganzjährig die Besucher begeistert. Zwei Drittel der Gäste sind Stammgäste.  www.hotel-feuerberg.at

Hotel Market Sentiment Survey Österreich Die Horwath Tourismus Consulting Austria-Gesellschaft präsentiert eine aktuelle Umfrage als Stimmungsbarometer der Hotellerie mit überraschenden Fakten zum Thema Krise.  Seite 64 Hotel „Das Central“ Marc Girardelli als Profi-Skilehrer

Wien. Im Sommer 2012 wurde die 755 m2 große Bankett-Etage des Vienna Marriott Hotel komplett renoviert. Elf Bankett-Räume erstrahlen im neuen Design und sind der beste Rahmen für Veranstaltungen auf höchstem Niveau. Dieter Fenz, GM: „Unser Haus investiert laufend in die Verbesserung des Angebots und somit auch in unsere Gäste.“  www.viennamarriott.com

© Das Central/Isidor Nösig

© Vienna Marriott

Sportliche Stunden am Gletscher

Ex-Skirennfahrer Marc Girardelli gibt auf dem Gletscher praktische Tipps.

Sölden. Ein professioneller Start in die Skisaison, gepaart mit genussvollen und kulinarischen Momenten auf höchstem Niveau: Vom 18. is 21. Oktober gibt der ehemalige Weltklasseskifahrer Marc Girardelli beim exklusiven Training am Rettenbachgletscher in Sölden Tipps zum Thema ‚Technik und Fahrpräzision‘. Gemeinsam bezwingt man u.a. auch den Weltcuphang, auf dem sich eine Woche später beim legendären Weltcup-Opening die internationale Ski-Elite misst. Gewohnt wird im Hotel „Das Central“, drei Nächte ab 880,50 € p.P.  www.central-soelden.at


c ov e r

64 – destinationaustria

Freitag, 14. September 2012

Umfrage Horwath HTL, Beratungsgruppe für Hotellerie, Tourismus und Freizeitwirtschaft, befragt die Experten

Kommentar

Österreichs Hoteliers sind optimistisch im Geschäft

Tiroler Winter in Polen präsentiert

Wichtige Einschätzung zum Thema „Entwicklung der Branche“ wurde in 41 Ländern durchgeführt. dino silvestre

Salzburg. Es ist einiges in Bewegung auf dem Hotelmarkt. Bereits zum sechsten Mal wurden weltweit Experten aus der Hotellerie von Horwath HTL über deren Einschätzung zum Thema „Entwicklung der Branche“ befragt.

georg biron

D

ie polnische Hauptstadt Warschau stand am vergangenen Wochenende ganz im Zeichen des Winters. Die Tirol Werbung inszenierte zusammen mit den fünf  Tiroler Gletschern sowie Ötztal Tourismus im Zentrum der Millionenmetropole den aufsehenerregenden Auftakt ihrer neuen Kampagne „Bergwinter Tirol“. Mit Schneespielplatz, Eisskulpturen und zahlreichen Attraktionen wurden die polnischen Gäste auf einen Winterurlaub in Tirol eingestimmt. Tausende Besucher nutzten die Gelegenheit, sich vom Urlaubsangebot der führenden Winterdestination der Alpen zu überzeugen. Zudem informierte die Tirol Werbung polnische Reiseveranstalter und Journalisten über Neuheiten und Trends im Tiroler  Wintertourismus. Um den Bergwinter für die Besucher erlebbar zu machen, stand den Besuchern ein Schneespielplatz zur Verfügung, wo sich zahlreiche Familien vergnügten und gleichzeitig tolle Gewinne auf die Teilnehmer warteten. Die polnischen Weltmeister im Eisschnitzen gestalteten vergängliche Skulpturen, und sogar ein echtes Schneeiglu wurde errichtet. Am Abend stand in der „Tirol Schneekugel“, einem großen, aufblasbaren Zelt, eine exklusive Chill-out-Party am Programm.

„Die weltweite Wirtschaftskrise ist und bleibt ein wichtiges Thema in diesem Jahr, auch bei den österreichischen Hoteliers.“ zitat aus dem Horwath HTL „Global Hotel Market Sentiment Survey“

In Österreich beteiligten sich diesmal 41 Hotelbetriebe bzw. ketten. Der Enthusiasmus, der zu Beginn des Jahres 2012 in vielen Ländern zu spüren war, wurde in der Folge ein weiteres Mal durch die globalen Wirtschaftsunsicherheiten getrübt.

Vorsichtige Prognosen Für Europa und Ozeanien hat die Befragung negative Gesamteinschätzungen in der Hotelbranche im Bezug auf Zimmerauslastung (OCC), durchschnittlichen Zimmerpreis (ADR) und Logiserlöse pro Zimmer (RevPar) ergeben. Nichtsdestotrotz lassen sich die österreichischen Hoteliers nicht auf diese Abwärtsspirale ein; sie

Mamilade Ausflugstipps

zeigen sich mit ihren Prognosen eher vorsichtig, aber realistisch, und können so positivere Ergebnisse als gedacht ernten. Jeweils mehr als die Hälfte der teilnehmenden Hoteliers erzielte im ersten Halbjahr 2012 eine gleichbleibende oder bessere Zimmerauslastung, gesteigerte Zimmerpreise sowie höhere Gesamterlöse als erwartet.

Schwächere Auslastung Während bei der Frage nach der zukünftigen Entwicklung zu Beginn des Jahres lediglich 18% der Befragten in Österreich die Entwicklungen für 2012 als negativ einschätzten, haben sich diese Werte erhöht. Tatsächlich waren bei knapp 15% der Hoteliers die Auslastung bei rund 30% von ihnen schwächer als erwartet und ebenso der durchschnittliche Zimmerpreis bei ca. 20% der Logiserlöse pro Zimmer.

Auch die Prognosen für das zweite Halbjahr zeigen ein ähnliches Muster. So erwartet rund die Hälfte der befragten Hoteliers eine bessere Auslastung sowie einen höheren Logiserlös pro Zimmer und etwa 44% eine steigende durchschnittliche Zimmerrate.

Relativ stabiler Markt Im Gegensatz zu den Ergebnissen innerhalb von Europa bewegen sich die österreichischen Hoteliers auf der optimistischen Seite. Der Markt kann trotz leichtem Rückgang als verhältnismäßig stabil eingestuft werden. Die Wirtschaftskrise ist und bleibt ein großes Thema, auch unter den österreichischen Hoteliers. Obwohl mehr als die Hälfte der heimischen Hoteliers sicher im Umgang mit Krisenprognosen ist, waren einige nicht in der Lage, diesen Einfluss auf die Nachfrage im richtigen Ausmaß einzuschätzen.

Österreich steht hier nicht allein da; in Italien, der Schweiz, den Niederlanden und Frankreich zeigten sich stärkere Auswirkungen der Krise auf die touristische Nachfrage in den Ländern. Der Horwath HTL „Global Hotel Market Sentiment Survey“ wurde in 41 Ländern durchgeführt und erhielt 1.557 Rückmeldungen.

Horwath HTL Austria 55% der Antworten kamen aus Europa, 34% aus Asien, 7% aus Afrika und dem Mittleren Osten, 2% aus Australien/Pazifik und 2% aus Süd- und Nordamerika. Horwath HTL (Hotel, Tourism and Leisure) ist mit 50 Büros in 39 Ländern die weltweit größte Beratungsgruppe in der Hotellerie und im Tourismus. Die Horwath HTL Austria) ist v.a. in Österreich und den CEE- und CIS-Ländern in Projektentwicklungen tätig.  www.HorwathHTL.at

Marketing Region der Ski WM 2013 und Special Olympics 2017 vor internationalen Gästen erfolgreich präsentiert

Web-Portal mit vielen Infos

Schladming präsentierte sich in London Schladming/London. Die Urlaubsregion Schladming-Dachstein hat sich erfolgreich bei den Paralympics in London präsentiert. Im Rahmen eines gemütlichen Abends im Österreich-Haus am Trinity Square machten sich neben dem österreichischen Botschafter Emil Brix rund 150 internationale Gäste ein Bild über die Region der Ski WM 2013 und Special Olympics 2017. Die Schladminger setzten ein sympathisches Zeichen im

Bereich der Integration von Menschen mit Handicap. Um das zu verdeutlichen, wurde eine britische Familie für eine Woche nach Schladming zur Alpinen Ski WM eingeladen. Neben Hermann Kröll, Präsident von Special Olympics Österreich, und Hermann Gruber, Tourismuschef der Urlaubsregion Schladming-Dachstein, rührten namhafte Touristiker aus Schladming die Werbetrommel für die Region.

© Schladming-Dachstein

Wien. Martin Staudinger, zuletzt GF der Online-Vermarktung Purpur Media, hat in die GF von Mamilade Ausflugstipps gewechselt; gemeinsam mit Thomas Böhm leitet er nun die Geschäfte des größten Familienportals im deutschsprachigen Internet. „Ich freue mich, mit dem zwölfköpfigen Team am weiteren Ausbau des Angebots zu arbeiten und die Website noch mehr bei der Zielgruppe zu verankern“, so Staudinger. Mamilade Ausflugstipps ist das umfangreichste, redaktionell betreute Online-FamilienFreizeitmagazin im D-A-CHRaum. Mit rund 14.000 topaktuellen Tipps finden Eltern auf dieser Webseite die unterschiedlichsten Freizeitaktivitäten. Seit 2011 gibt es eine Mamilade App für Smartphones, mit der alle Freizeitangebote griffbereit sind. Bei jedem Freizeit-Tipp sind genaue Adresse, Öffnungszeiten, Preise und das passende Kinderalter angegeben.  www.mamilade.net

„Global Hotel Market Sentiment Survey“ zeigt: Im Vergleich zu anderen Ländern stehen die Hoteliers in Österreich gut da.

GF Hermann Gruber (li.) und Obmann Kurt Pfleger (re.) übergeben einen Urlaubsgutschein an Craig Carscadden vom European Paralympic Comitte.

Sie luden Journalisten, Reiseveranstalter, Handelsdelegierte sowie die Paralympischen und Special Olympics Komitees aus Großbritannien ins Trinity House, das schon während der Olympischen Sommerspiele als beliebter Stützpunkt der Österreicher diente.

Eine Vorzeigedestination Die Urlaubsregion SchladmingDachstein überzeugte an dem gemütlichen Abend mit österreichisch-steirischer Gastfreundschaft und vielen kulinarischen Spezialitäten. Im Anschluss an einen stimmungsvollen Film über die Region wurden die Austragungsorte der beiden anstehenden Sportevents in Schladming präsentiert. Nach der Ski WM im kommenden Jahr finden in Schladming im Jahr 2017 ja auch die Winter Special Olympics in zahlreichen sportlichen Disziplinen für Jugendliche und Erwachsene mit einer mentalen Behinderung statt. Ein Höhepunkt war die Übergabe eines Reise-Gutscheins an eine

britische Familie mit einer behinderten zwölfjährigen Tochter, die an einer Störung des Muskelsystems leidet. Die Briten werden zur Ski WM 2013 eingeladen.. „Es war ein toller Abend”, freut sich Schladming-Dachstein-GF Hermann Gruber. „Alle Gäste zeigten sich von unserer Infrastruktur und unseren Aktivitäten restlos begeistert. Wir konnten hier viele internationale Medienund Tourismusvertreter von der hohen Attraktivität unserer Region überzeugen.“ Die Region Schladming-Dachstein bietet ausgezeichnete Urlaubsvoraussetzungen für Menschen mit Behinderung und entwickelt sich zunehmend zu einer Vorzeigedestination. Immer mehr Betriebe versuchen, ihre Leistungspalette entsprechend um- und auszubauen. Mit dem Verein „Freizeit ParaSpecial-Outdoorsports“ (FreizeitPSO) hat sich zudem ein starker Organisator etabliert, der zeigt, wie auch Menschen mit Handicap ihre Ferien verbringen können.  www.schladming-dachstein.at


i dee & s t r at e g ie

Freitag, 14. September 2012

destinationaustria – 65

Wifi Wien Am 1. Oktober findet der „Weinherbst“ statt, bei dem sich die Wirtschaft trifft und junge Sommeliers antreten

Europäische Network

Genuss- und Networking

BurgenlandBike in Rust

branche“, erklärt Sonja Pfann, P.R. Wifi Wien. „Der Praxisbezug steht auch bei diesen Ausbildungen des Wifi Wien, wie bei allen anderen Bereichen, an erster Stelle. Die hohe Qualität der Ausbildung und ihr erlerntes Können präsentieren Absolventen der Wifi-Sommelierausbildungen im Rahmen des Wiener

michael bär

Wien. Auch heuer wieder findet im Wifi Wien der „Weinherbst“ statt, bei dem sich die Wirtschaft trifft und die Absolventen der Sommelier-Ausbildungen vor Publikum ihr Können vorführen. Eröffnet wird der Abend von Wifi Wien-Kurator Anton Gerald Ofner, dem Obmann der Sparte Tourismus der Wirtschaftskammer Wien, Josef Bitzinger und dem Vizepräsidenten des Wiener Sommeliervereins, Walter Kutscher.

„Der Event informiert auch über das Aus-

Netzwerken & genießen

und Weiterbildungsan-

„Die Zusammenarbeit mit der Sparte Tourismus und dem Wiener Sommelierverein, dessen Vizepräsident Walter Kutscher auch die Sommelier-Ausbildungen am Wifi Wien leitet, ermöglicht uns jedes Jahr, diesen Event zu veranstalten, der Profis aus der heimischen Wirtschaft mit den ausgebildeten Fachkräften zusammenführt“, berichtet Florian Hager, der Eventverantwortliche der Wifi Wien. Den Mittelpunkt der Veranstaltung bilden die ‚Weininseln‘ von Winzervereinigungen wie Cercle Ruster Ausbruch, Neusiedlersee DAC, NÖ Landesweingüter Hollabrunn-Krems-Mistelbach-Retz, Orchideen-Winzer Wien, Burgundermacher und Ursprung/Großriedenthal. Die Weininseln laden zum Degustieren und Philosophie-

gebot für die Wiener © Wifi Wien/Philipp Enders

Gastro-, Hotel- und Tourismusbranche.“ Sonja Pfann, P. R. WIFI Wien

„Wifi Weinherbst“: Ausbildungsqualität zum Angreifen und Winzervereinigungen.

ren über Österreichs Weine ein. Den Abschluss findet der Abend mit einer Weinversteigerung, durchgeführt vom Wiener Dorotheum, bei der die Teilnehmer Weine günstig ersteigern können. „Im letzten Jahr gut angekommen und daher heuer nochmals auf dem Programm steht die Verkostungsmöglichkeit von Österreichs ‚Sturm‘-Vielfalt“, so Kutscher.

Weiters am Programm steht ein Weinaromatest mit vielen Preisen. Für das leibliche Wohl sorgen die Schlumberger-Sektbar, ein Käse-Buffet von Schärdinger, Wurstschmankerln von Radatz sowie ein Brot-Buffet der Bäckerei Geier und die Römerquelle-Wasserbar. „Der Event informiert auch über das Aus- und Weiterbildungsangebot des Wifi Wien für die Wiener Gastro-, Hotel- und Tourismus-

Sommelier/Sommelière-Wettbewerbs.“ Termin: Montag, 1. Oktober, Einlass ab 17 Uhr (Eröffnung ca. um 18 Uhr) im Wifi Wien am wko campus wien, Währinger Gürtel 97, 1180 Wien. Eintrittspreis: 15 € (ist bar und vor Ort zu entrichten). Um Anmeldung bei Frau Sigrid Schrammel 01/ 476 77-5523 oder weinherbst@ wifiwien.at wird ersucht.  www.wifiwien.at

© Europäische Reiseversicherung

„Wifi Wien Weinherbst“ hat sich in Tourismus- und Gastroszene etabliert und ist Branchentreffpunkt.

Tolle Stimmung beim „3. Touristik. Treff.Burgenland-Bike“ in Rust.

Rust. Bei herrlichen, sommerlichen Temperaturen trafen sich auf Einladung von Andreas Humpolec und Franz Tesar von der Europäischen Reiseversicherung 29 Teilnehmer (Touristik-Profis mit Begleitung und/ oder Kindern) am Neusiedler See zum „3. Touristik.Treff.Burgenland-Bike“. Als Partner mit dabei waren Sebastian Walther (Travi Austria), Alexandra Raab-Frostl (Tourismuswerbung FlandernBrüssel), Christian Pramberger (R.E.S. Touristik), Atila Zeytinoglu (Jumbo Touristik) und Daniela Entler-Bugnone (Rad & Reisen). Letztere stellte allen, die kein eigenes Transportmittel hatten, kostenlos ein Top-Rad für den Tag zur Verfügung. Von Rust ausgehend, nahmen die Touristiker eine etwa 50 km lange Strecke in Angriff, die sie über Oggau, Donnerskirchen, Purbach, Breitenbrunn, Winden, Jois, Neusiedl am See und Weiden nach Podersdorf führte. www.europaeische.at

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s ta d t & l a n d

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short

Ein Erlebnisprogramm für die ganze Familie

Freitag, 14. September 2012

SalzburgerLand „Rad an Rad mit Eddy Merckx“ lautet das Motto am 23. September im Salzburger Seengebiet

Eddy Merckx Classic RadMarathon in Salzburg

© Schloss Hof

International etabliertes Radrennen führt durch eine der schönsten Regionen des SalzburgerLandes.

Langenlois: Musik und Literatur vom Feinsten Langenlois. Mit Dichtern wie Josef Winkler, Anna Mitgutsch und Hans Kumpfmüller kann die Langenloiser Literaturveranstaltung „Septemberlese“am 22. September mit einer hochklassigen Besetzung aufwarten. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt – sowohl im Weingut Loimer als auch im Ursin Haus; Weine werden an allen Lese-Orten zu genießen sein.  www.langenloiskultur.at

© Arge-Natur Nockberge

Funkelnde Steine auf Kärntner Wanderwegen

Neue Route für Einsteiger

Freuen sich auf die 6. Auflage des Radmarathons (von li.): Jan Leschinski (Ley Events, Organisator der Eddy Merckx Classic), Florian Beer (Obmann TVB Eugendorf), Leo Bauernberger (GF SLTG), Christoph Bachleitner (Raiffeisenverband Salzburg).

Eddy Merckx – Namensgeber des Radmarathons – ist ein ehemaliger belgischer Rennradfahrer und bekennender Liebhaber des SalzburgerLandes. Er gilt mit über 530 Siegen bei internationalen Radrennen als der weltbeste Rennradfahrer aller Zeiten. Der abwechslungsreiche und landschaftlich reizvolle Rundkurs mit Start und Ziel in Eugendorf führte bisher auf zwei Streckenvarianten durch das Salzburger Seengebiet. In diesem Jahr wartet auf die Teilnehmer erstmals eine zusätzliche dritte Streckenvariante. „Die neue, 60 km lange Radstrecke ist vor allem für ambitionierte Einsteiger und jene Rennradfah-

rer gedacht, die erstmals Rennluft schnuppern möchten. Die Eddy Merckx Classic 2012 wird somit ihrem Ruf als ‚Radmarathon für Jedermann‘ absolut gerecht“, so GF Bauernberger über die neue Einsteigerstrecke. Hauptsponsor der 6. Eddy Merckx Classic ist der Raiffeisenverband Salzburg, der sich seit Jahren im Sportsponsoring engagiert. „Der Radtourismus gewinnt als nachhaltige Tourismusform an Stellenwert, Radeln wird immer beliebter – auch in Salzburg. Die Salzburger Raiffeisenbanken haben einen beträchtlichen Marktanteil in der Finanzierung des Tourismus in Salzburg und damit eine sehr hohe Verantwortung. Raiff-

Millstatt. Als herbstliche Genusstour für alle Sinne erweist sich eine Wanderung unter dem Motto „Der Granat – Feuerstein der Liebe“ auf der zweiten Etappe des Millstätter SeeHöhensteigs. Als Höhepunkt der dreieinhalbstündigen Wanderung wartet hoch oben das imposante Granattor; dieser mächtige, mit Granatsteinen gefüllte Durchgang markiert auch den Punkt, der die Aussicht über den Millstätter See in seiner Gesamtheit freigibt.  www.millstaettersee.com

Bieranstich & Schmankerln Auch für ein Rahmenprogramm ist gesorgt: Neben der Siegerehrung mit Ehrengästen und Bieranstich durch Eddy Merckx runden kulinarische Spezialitäten, eine große Expo-Area mit Ausstellern aus dem Sportbereich, eine Fahrradausstellung und ein Kinder-Fahrradparcours die Veranstaltung ab.

Die Eddy Merckx Classic ist nicht nur für Einzelfahrer ein Erlebnis, auch bei Firmen- und Vereinsteams erfreut sich der Rad-Event großer Beliebtheit. Zahlreiche Radteams sind 2011 in der Team-Spezialwertung an den Start gegangen. In die Wertung kommen die drei besten Finisher der Teams. „Für den Alpencup als dreiteilige Rennserie mit spektakulären wie vielfältigen Strecken ist die Eddy Merckx Classic eine gelungene Ergänzung. Zudem ist es für die Teilnehmer ein Highlight, mit einer Rad-Legende den Saisonabschluss zu bestreiten“, kommentiert Jan Leschinski von der Agentur Ley Events GmbH aus Hamburg.  www.eddy-merckx-classic.com

Tagesausflug Eine Oase der Entspannung an den letzten Sonnentagen mit Wassertemperaturen von 21 bis 26 Grad

Bad Vöslau: Noch bis 30. September offen Bad Vöslau. Während viele Bäder in der nahen Bundeshauptstadt Wien bereits Badeschluss gemeldet haben, bietet das Thermalbad Vöslau an der Südautobahn noch bis 30. September volles Badevergnügen für alle, die den Spätsommer schwimmend genießen möchten.

1.000 m� großes Becken Der Millstätter See: Wandern mit Aussicht im Reich der Granatsteine.

eisen Salzburg sieht in der Unterstützung des Sports, insbesondere des Jugend- und Breitensports, eine Verpflichtung, weil hier soziale Werte vermittelt werden, die für die Lebensgestaltung von Nutzen sind“, so Christoph Bachleitner vom Raiffeisenverband Salzburg.

Inmitten des historischen Ambientes im 45.000 m� großen Areal schwimmen die Badegäste in purem Mineralwasser aus der Vöslauer Ursprungsquelle und entspannen in der weitläufigen Parklandschaft. Das quellfrische Mineralwasser entspringt hier mit 21°C und sorgt im „Grünen Becken“ für reines Badevergnügen. Wer es etwas wärmer mag, der zieht das Blaue Becken mit seinen 26°C Wassertemperatur vor. Das über 1.000 m� große Badebecken bietet jede Menge Platz für Sport und Spiel. Nur wenige Meter vom Blauen Becken entfernt liegt das Kinderbecken. Hier können die kleinen

Gäste nach Herzenslust plantschen und spielen oder die riesigen Sandkisten erobern. Ganzjährig steht den Besuchern die „Saunawelt“ zur Verfügung, die mit Sole-Dampfbad, finnischer Sauna, Biosauna, Infrarotkabinen und Hamam Geist und Seele in Einklang bringt. Ein besonderes Highlight sind die Erlebnisaufgusstage mit einzigartigen Aromen, die jeden ersten Sonntag im Monat stattfinden. Kosmetik, Fußpflege sowie Massagebehandlungen runden das Programm ab.

Badeteich im Föhrenwald Eine besondere Idylle inmitten des schattigen Föhrenwalds verspricht auch das neu revitalisierte Waldbecken. Auch in diesem klaren Kleinbadeteich schwimmen die Badegäste in reinem Vöslauer Mineralwasser. Das Thermalbad Vöslau gehört zur Vöslauer Mineralwasser AG und befindet sich zu 100% in Privateigentum.  www.thermalbad-voeslau.at

© Vöslauer

Schlosshof. Der barocke Gutshof von Schloss Hof bildet den perfekten Rahmen für das Herbstfest rund um Obst, Gemüse, Wein und Getreide. Um 9:30 Uhr wird in einer Feldmesse, die musikalisch vom Chor Auklang gestaltet wird, für die diesjährige Ernte gedankt. Schwungvoll geht es weiter, wenn die Volkstanzgruppe aus Marchfeld und die „Stodltaunza“ zum Tanz um die Erntekrone bitten und damit zum fröhlich-genussvollen Teil des Tages überleiten. Passend zu einem bäuerlichen Fest sind Oldtimer-Traktoren zu bewundern, die für diesen Anlass aufpoliert und geschmückt ihre Runden durch den barocken Gutshof drehen. Am 29. und 30. September ist „Slow Food Weinviertel“ zu Gast im Restaurant „Zum weißen Pfau“ auf Schloss Hof. Bei Workshops zu Wildobst und barocken Suppen wird bewusstes und regionales Essen von der Auswahl der Zutaten über die Herstellung bis hin zum Verzehr zelebriert.  www.schlosshof.at

Salzburg. Die Eddy Merckx Classic ist in der nationalen und internationalen Radszene als fulminantes Abschlussrennen einer spannenden Radmarathon-Saison im SalzburgerLand bekannt. Mehr als 1.000 Starter sind bereits für das Rennen gemeldet, das Teilnehmerfeld ist dabei international: Neben zahlreichen Österreichern werden Rennradsportler aus 23 Nationen – darunter auch „Rad-Exoten“ aus Australien, USA, Norwegen, Türkei, oder Rumänien – starten. „Nach der ‚Österreich Rundfahrt‘, dem ‚Ironman 70.3‘ und der ‚UCI Mountainbike & Trials WM‘ steht das SalzburgerLand mit der ‚Eddy Merckx Classic‘ erneut im Blickpunkt einer sportbegeisterten internationalen Zielgruppe“, freut sich Leo Bauernberger, GF der SalzburgerLand Tourismus GmbH (SLTG), über die internationale Strahlkraft des Radmarathons.

© SalzburgerLand

michael bär

Am 23. September lockt ein bunter Herbstreigen mit Musik und Tanz.

Im „Grünen Becken“ schwimmen die Gäste im stillen Vöslauer Mineralwasser.


ga s t & w i r t

Freitag, 14. September 2012

destinationaustria – 67

Petit Tirolia Restaurant des Grand Tirolia Kitzbühel, Alpen-Resort der Extraklasse, überzeugt jetzt auch kulinarisch

Genusstipps Exklusiv

Spannender Küchenchef

Im kleinsten Dorf Tirols

Geschmacksnuancen durch das Zusammenspiel mit Marille und Jasmin entwickelt.

alice hefner

Kitzbühel. „Neugierig, zielstrebig und fokussiert“ – so beschreibt sich Steve Karlsch, der neue Küchenchef des „Petit Tirolia“. Ab sofort zeichnet der gebürtige Berliner für die gesamten kulinarischen Geschicke und das gastronomische Konzept des mit drei Hauben ausgezeichneten Restaurants im Hotel Grand Tirolia Kitzbühel verantwortlich. Karlsch legt großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Erzeugern und auf höchste Produktqualität: Süßwasserfische aus österreichischen und oberbayerischen Seen, Gemüse und Kartoffeln lokaler Bauern oder Fleisch aus dem Umland.

Durch die kreative Einbindung asiatischer Gewürze und Zubereitungstechniken verleiht er seinen Gerichten zudem eine ganz persönliche Handschrift. Und das ist kein Zufall, denn Karlsch hat in den vergangenen acht Jahren unter der Regie des Berliner Sternekochs Tim Raue gewirkt und in dieser Zeit eine ausgeprägte Faszination für Asien, insbesondere für den Purismus und die Reduziertheit der japanischen Küche, entwickelt. Darüber hinaus hat ihn die ständige Suche nach Inspiration und außergewöhnliche Aromen in den vergangenen Jahren quer über den

© Grand Tirolia

Genuss-Trips durch Asien

Alpen-Gourmet-Szene

Steve Karlsch, der neue Küchenchef im Petit Tirolia, bringt orientalischen Touch.

asiatischen Kontinent geführt – von der kleinen thailändischen Garküche am Straßenrand bis hin zum Sterne-Restaurant in Tokio. Genau diese Erfahrungen und die daraus resultierende Küchenphilosophie fließen nun auch in die Entwicklung seiner Menüs im Petit Tirolia ein. Karlschs Gerichte zeichnen sich durch die Konzentration auf das Wesentliche und damit durch besonders ausdrucksstarke Aromen

aus. Darüber hinaus spielen auch Farben und Formen eine große Rolle bei der Gestaltung der kulinarischen Kunstwerke.

Bachforelle mit Nüssen Heimische Bachforelle kombiniert er beispielsweise mit Miso und Haselnüssen, während der Kalbsbries eine Verbindung mit Salbei und Almdudler eingeht und die Entenleber ihre besonderen

Mit dieser Küchenphilosophie möchte Karlsch an die Erfolge des Petit Tirolia anknüpfen und das mehrfach ausgezeichnete Restaurant auch in Zukunft an der Spitze der alpenländischen Gourmetszene positionieren. Das Restaurant Petit Tirolia ist Teil des Grand Tirolia Kitzbühel, einem Alpen-Resort der Extraklasse, eingebettet in eine der schönsten Golfanlagen Europas. Das Ski und Golf Resort auf FünfSterne-Niveau kombiniert Moderne, Exklusivität und Luxus mit Bodenständigkeit und Regionalität. Die Philosophie des Hauses spiegelt sich auch im Petit Tirolia wider. So erwartet die Gäste im Restaurant eine gelungene Mischung aus Tradition und Moderne: Warme Rot-Töne, ein großzügiger Kamin und das für die Alpenregion typisch verwendete Holz vermitteln eine intime Atmosphäre, die mit Werken der Künstlerin Freddy Reitz und modernen Schieferelementen aufgelockert wird. Absolute Besonderheit des Restaurants ist der einzigartige Blick von der Terrasse über den Golfplatz auf Hahnenkamm und Wilden Kaiser. www.grand-tirolia.com

© Hotel Alpina Kössen

30-jähriger Berliner präsentiert junge, moderne Küche mit hochwertigen Produkten aus der Region.

Der Restaurantbereich „Alt Tyrol“ wurde als Tiroler Dorf konzipiert.

Kössen. Der Restaurantbereich „Alt Tyrol“ im Fitness & Spa Resort Alpina in Kössen wurde als Tiroler Dorf konzipiert und besteht aus sieben unterschiedlichen Almhütten. Je nach Lust und Laune werden kulinarische Menüs serviert oder Spezialitäten vom Buffet genossen. Den Dorfplatz bildet die großzügige Hotelbar. Und weil zu jedem Dorf eine Kirche gehört, darf diese auch hier nicht fehlen. In der Marienkapelle können sich Verliebte das Jawort geben. Günstige Herbstpauschalen: „Wandern im Tiroler Herbstlaub“ beinhaltet vier Übernachtungen im DZ mit Genießerpension, einer Flasche Prosecco, kostenlosem Verleih von Wanderstöcken sowie fünf geführten Wanderungen – buchbar bis 4. November ab 332 € pro Person. „Wellnessherbst“ beinhaltet drei Nächte im DZ mit Genießerpension, einer Flasche Prosecco, einer Rückenmassage u.v.m. bereits ab 313 € pro Person.  www.hotel-alpina.at

AM PULS DER ZEIT Bankettetage erstrahlt seit August im neuen Glanz

Ob berufliche Tagungen, Seminare, Konferenzen oder Bankette - das Vienna Marriott Hotel gibt jedem Anlass den passenden Rahmen. Professionelle Planung, Betreuung und Durchführung Ihrer Events. Vienna Marriott Hotel - Meetings im Herzen von Wien

Vienna Marriott Hotel, Parkring 12a , 1010 Wien, Tel: 0043 1 515 18 - 0, Fax: 0043 1 515 18 - 6736, E-Mail: vienna.marriott.info@marriotthotels.com, www.viennamarriott.at


gast & wirt

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short

© Agrana/Gerhard Deutsch

Köche des Jahrzehnts 2004 bis 2013 gekürt

Freitag, 14. September 2012

Hotel Geyer Mitten in der Klagenfurter Altstadt liegt ein privat geführtes Hotel mit attraktivem Interieur und viel Service

Kärntner Globetrotterin hat eigene Homebase

Astrid Zlami und ihr Team kümmern sich mit viel persönlichem Einsatz um die Wünsche ihre Gäste. alice hefner

SOKO Donau ermittelt jetzt im Aviva Hotel St. Stefan im Walde. Das Aviva, „Europas Lebenswelt für Singles und Freunde“, war der Drehort für die neueste Folge der achten Staffel der TV Serie „SOKO Donau“, die im Herbst 2012 ausgestrahlt wird. Neben den Hauptdarstellern Stefan Jürgens, Lilian Klebow, Gregor Seberg und Dietrich Siegl sorgte ein Filmteam von 45 Personen eine Woche lang für Action mit Promifaktor. Die Stammgäste und all jene, die bis dahin im Aviva ihren Urlaub verbringen, werden am Bildschirm einige Locations wiedererkennen – vielleicht sogar ihr eigenes Zimmer.  www.hotel-aviva.at

© Hotel Hochschober

Küchen-Profis stimmen Speisen individuell ab

„Eine Besonderheit des Hotels ist auch die beeindruckende Sammlung subtropischer Pflanzen auf der Frühstücksterrasse.“ Astrid Zlami, hotelchefin

Im neu renovierten Hotel Geyer in Klagenfurt wird Deutsch, Englisch, Italienisch oder Französisch gesprochen.

Zentrum von Klagenfurt für weltoffene Impressionen. Die etwa 200 Meter entfernte historische Altstadt mit ihren wunderschönen Renaissance-Gebäuden und unzähligen romantischen Arkadenhöfen aus dem 16. Jh. sind einen ausgiebigen Spaziergang wert.

Sogar Fahrräder kann man hier ausleihen. Hotel-Gäste haben die Möglichkeit, unentgeltlich die Angebote des Fitnessstudios „Injoy“ zu nutzen, das direkt an das Hotel angrenzt. Das gilt für Gerätetraining ebenso wie für alle Kurse, darunter Yoga, Pilates oder „Iron Workout“. „Eine weitere Besonderheit sind der großzügige Sauna-Bereich mit Dampfbad sowie die beeindruckende Sammlung subtropischer Pflanzen auf der Frühstücksterrasse. Diese fühlen sich in dem Mikroklima des Hotels ebenso wohl wie die Gäste“, so die Hotelchefin. Der großzügige hoteleigene Saunabereich bietet von finnischer Sauna über Solarium ganz unterschiedliche Möglichkeiten; er ist

Yoga, Pilates, Iron Workout Neben den üblichen Annehmlichkeiten eines gut geführten Hotels bemüht man sich im Geyer um ein besonders individuelles Service.Dieses reicht, je nach Wunsch, von der Buchung von Konzert-karten über Ausgehtipps bis hin zur Empfehlung abwechslungsreicher Laufstrecken.

Erstklassige Matratzen Im Hotel Geyer wird besonderer Wert auf ein gutes, abwechslungsreiches Frühstück gelegt. Die Gäste können täglich aus einem vielfältigen Buffet wählen. Frisches Gebäck, Marmeladen, hausgemachte Aufstriche, feine Wurst- und Käsespezialitäten, Müsli, frisches Obst, Säfte oder Cerealien schmecken

Naturel Hoteldorf Schönleitn Feine Herbst-Specials

Achenkirch. „Wir erwarten von Mitarbeitern viel und sind deshalb auch bereit, viel zu geben“: Das sagt Karl C. Reiter, Chef von „Reiter’s Posthotel Achenkirch“, dem laut Österreichischer Hoteliersvereinigung „besten Fünfsterne-Wellnesshotel in Österreich“.

Oberaichwald/Latschach. In Kärnten am Faaker See kann der nächste Urlaub kommen, die beiden Naturel Hoteldörfer haben auch im Herbst besondere Angebote für die Gäste – noch bis zum 28. Oktober ab 509 € pro Person im Naturel Hoteldorf Schönleitn.

Vorreiter bei Mitarbeiterführung

kat „Ausgezeichneter Lehrbetrieb 2005–2010“ verliehen. Es gibt eine Mitarbeiter-Akademie, die Schulungen organisiert. Auch Mitarbeiterreisen werden organisiert, etwa nach Hongkong, Las Vegas, Maui, Rom, Istanbul, Dubai – und sogar eine Kreuzfahrt in die Karibik. Seit 30 Jahren wird das Posthotel von Familie Reiter geführt, 2004 übernahm Karl C. Reiter in vierter Generation die Leitung.  www.posthotel.at

Diesen Worten hat der erst 32-jährige Hotelchef jüngst Taten folgen lassen: In Form eines neuen, exklusiven Mitarbeiterhauses um sieben Mio. € für die rund 180 Mitarbeiter. Unter den 69 Wohneinheiten des „Posthotel Mitarbeiter Refugiums“ gibt es 30 m� große Einzelzimmer, Doppelzimmer (55–60 m�), Familien-Start-up-Wohnungen (66–70 m�) und ein 110 m� großes Penthouse. Jede Wohneinheit hat ein Bad, einen Küchenblock, einen Essplatz und einen Internetanschluss. Außerdem gibt es eine Gemeinschaftsküche mit Lounge und Flatscreen-TV, einen Grillplatz im Freien und Tiefgaragenplätze. Die Tiroler Wirtschaftskammer hat dem Posthotel das Zertifi-

© Reiter‘s Posthotel Achenkirch

Turracher Höhe. Die Buffets im Hochschober sind für ihre Opulenz bekannt, ebenso für ihre Vielfalt. Genießer verwöhnt das üppige Frühstücksbuffet vorwiegend mit regionalen Spezialitäten, Gesundheitsbewusste mit einem ausgewählten Sortiment an besonders gut bekömmlichen Lebensmitteln. Auf Gästewunsch servieren die Küchenchefs zahlreiche Speisen laktose-, gluten-, histamin- und fruktosefrei oder ersetzen unverträgliche Zutaten durch verträgliche Produkte.  www.hochschober.com

immer – und am allerbesten an warmen Tagen, auf der begrünten, überdachten Terrasse des Hotels. Bei der kürzlich erfolgten Renovierung der Gästezimmer hat Astrid Zlami jedes Zimmer persönlich ausgestattet. Wichtig war ihr dabei ein „freundliches, modernes, aber dennoch gemütliches Ambiente“. Dazu gehören farbenfrohe Vorhänge und Tagesdecken ebenso wie erstklassige Matratzen und eine Ausstattung mit Internet und SatTV. Gäste, die ihren Laptop einmal nicht dabei haben, können sich im Internet-Terminal bei der Rezeption einloggen. Einzelzimmer kosten 70 € bis 88 €, Doppelzimmer 102 € bis 135 €, inklusive Privatparkplatz für Hotelgäste.  http://hotelgeyer.com

Reiter’s Posthotel***** Ausgezeichneter Lehrbetrieb

Neue Gemeinschaftsküche Laktosefrei? Glutenfrei? Das ist im Hotel Hochschober kein Problem.

ebenerdig angelegt. Das bedeutet bei schönem Wetter Sonnenstrahlen und die Möglichkeit, nach einem Sauna- oder DampfbadBesuch gleich im Garten weiter zu entspannen. Ein Masseur kommt auf Wunsch ins Hotel; Gäste buchen selbst unter „www.dermasseur.at“ oder wenden sich an die Rezeption.

Neues Haus um sieben Mio. Euro für die rund 180 Mitarbeiter des Hotels.

Zwei kleine Hoteldörfer ohne Autos der Stammbaum ist charakterstark verwurzelt. Dort können die Gäste in sehr eigenwilliger Weise Urlaub nach ihrem Geschmack machen. Das Spa im Hotel bietet Hallenbad, Kinderbecken, Finnische Sauna, Kräuter Sauna, Infrarotkabine, Ruherräume, etc. Die „Kärnten Golf Card“ (ab 190 €) bietet die Möglichkeit, auf bis zu zehn Golfplätzen im ganzen Bundesland zu spielen.  www.naturelhotels.com

Wohnliche Apartments Jedes Naturel Hoteldorf kann auf seine Art mit Höhepunkten aufwarten. Das Hoteldorf Schönleitn bietet Entspannung auf 684 m Seehöhe. Die wohnlichen Apartments überraschen mit viel Platz für Urlaub im Familienformat oder in trauter Zweisamkeit. Tradition ist Geschmackssache, deswegen kommt alles vom Bauern ins Dorf und dann auf den Tisch. Die Küchenchefs haben sich Regionalität, frische und saisonale Produkte auf den Menüplan geschrieben. Das Genussland Kärnten hat viel zu bieten. „Schön, wenn wir sind, was Sie mögen“, sagt GF Michaela WidnigTiefenbacher. Seeleitn & Schönleitn: Das sind in der Region wohlklingende Namen,

© Naturel Hotels & Resorts

Werfen. Karl und Rudolf Obauer definieren die Werte Tradition, Kontinuität und Verlässlichkeit in der Spitzengastronomie. Im „Gault&Millau 2012“ erreichte das Köche-Duo 19 von 20 Punkten. Erstmalig dürfen sich jetzt Österreichs beste Küchenchefs mit dem Titel „Köche des Jahrzehnts“ schmücken. „Karl und Rudolf Obauer sind unsere längstdienenden ‚VierHauben‘-Köche; sie verfolgen konsequent eine extrem intelligente Form der Kreativität. Was sie sich ausdenken, hat Hand und Fuß, ist nachvollziehbar und trotzdem immer wieder verblüffend. Ihr Ideenreichtum ist beeindruckend. All das würdigen wir heuer mit dem Titel ‚Köche des Jahrzehnts‘“, so die Herausgeber des Gault&Millau, Martina und Karl Hohenlohe.  www.obauer.com

Klagenfurt. Der Reiselust der Inhaberin Astrid Zlami begegnet den Gästen im ganzen Haus – in Form von sorgfältig ausgewählten Erinnerungsstücken aus aller Welt. Hier hat sich eine Globetrotterin viel Mühe gemacht und sorgt mit ihrem hübschen „Hotel Geyer“ im

© Hotel Geyer/Ferdinand Neumüller (4)

Von links und in Weiß: ausgezeichnete Köche Karl und Rudolf Obauer.

In Kärnten am Faaker See bieten zwei Hoteldörfer im Herbst viel Ruhe.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 14. September 2012 – 69

Emotional

Klaus Doppler referierte beim bfi Wien­ExpertenClub zum Thema Wandel  Seite 71

© H. Souza/pixelio.de

© bfi Wien/APA/Schedl

careernetwork Emanzipiert

Weibliche Arbeitnehmer fühlen sich immer noch stiefmütterlich behandelt  Seite 72

Aufsteigerin Silke Kurtz, Iventa © Foto Weinwurm

Zielstrebig Clemens ­Kaiser wollte schon als Kind in die Wirtschaft und leitet nun die Geschicke von William Hill Österreich.  Ausgezeichnet Der medianet-Stipendiat für das Studium zum Akademischen Diplom Betriebswirt an der WU Executive Academy ist gefunden. 

Seite 70

© Foto Wilke

„Mich hat fasziniert, wogegen man Geld tauschen kann“

Lust statt Frust

Mit „interim management woman“ will Peter Spieß dafür sorgen, dass die Geburt eines Kindes nicht zum Karrierekiller wird.  Seite 73

© jawe

Seite 71

Beschäftigungsausblick Manpower prognostiziert leichtes Nettoplus von vier Prozent

© Manpower

Arbeitsmarkt trotzt der Eurokrise

Erich Pichorner, Manpower: „Die richtigen Mitarbeiter werden weiter benötigt.“

Wien. Die Vorzeichen am heimischen Arbeitsmarkt sind bescheiden positiv, wenn es nach den Zahlen des Personaldienstleisters Manpower geht. Demnach gaben acht Prozent der heimischen Personalchefs an, ihren Mitarbeiterstamm zu erhöhen, während vier Prozent vorhaben, ihren Personalstand zu reduzieren. Das ergibt einen positiven Netto-Beschäftigungsausblick von +4%. „Die Ergebnisse des Beschäftigungsausblicks für das kommende Quartal zeigen deutlich, dass der österreichische Arbeitsmarkt momentan von der niedrigen Arbeitslosenrate und dem Bedarf

an Fachkräften profitiert“, so Erich Pichorner, Geschäftsführer ManpowerGroup Österreich. „Trotz des geringen Wirtschaftswachstums benötigen Personalchefs auch kommendes Quartal noch die richtigen Mitarbeiter mit den richtigen Fähigkeiten in Österreich.“ Der Sektorenvergleich liegt der Bereich „Finanz & Dienstleistungen“ mit +12% wieder an erster Stelle, verliert aber im Vergleich zum Vorquartal 12%. Der Sektor Handel ist mit +8% auf Rang zwei. Am schlechtesten schneidet der Sektor Energieversorgung mit einem Minus von 11% ab.  (red)

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Career portrait

Warum er im Gymnasium einer der ersten Finanzblasen aufgesessen ist, ihm ein älterer Herr beim Wienmarathon den letzten Kick gegeben hat und wo er sich in 20 Jahren sieht, verrät der ÖsterreichChef von William Hill, Clemens Kaiser, im Gespräch.

Freitag, 14. September 2012

© jawe (2)

70 – careernetwork

„Wenn man etwas einfordert, muss man es selbst vorleben“ Wien. Auch wenn er sie als seine größte Schwäche wertet – die Sturheit hat Clemens Kaiser bereits das eine oder andere Mal durchaus weitergebracht: „Eines der prägendsten Erlebnisse meines bisherigen Lebens ist sicher die Teilnahme am ‚Vienna City Marathon‘ im Jahr 1997 gewesen“, so der Österreich-Chef des britischen Sportwettenanbieters William Hill Online. „Ab Kilometer 20 hat mir das Knie schon sehr weh getan. Und auf der Hauptallee mitansehen zu müssen, wie einem die schnelleren Läufer schon entgegenkommen, senkt die Motivation deutlich“, schildert er die Tortur. „Vor mir ist aber ein bereits älterer Herr gelaufen – samt einer Anfeuerungstruppe, die wie Satelliten um ihn gekreist ist. Da habe ich die Zähne zusammengebissen und bin den Marathon fertiggelaufen“, so Kaiser stolz über seine Laufzeit von 4 Stunden 30. Der Sport verfolgt Kaiser nicht nur im Privatleben („neben dem Laufen bin ich auch passionierter Skifahrer“), sondern seit 2004 zumindest in passiver Form auch im Beruf: „Die Wettbranche per se hat

mich zwar nicht magisch angezogen. Ich habe aber das Produkt und die Technik dahinter absolut spannend gefunden“, schildert er, wie er in die Sportwettenbranche „rutschte“. „Bei der Webagentur, bei der ich beschäftigt gewesen bin, hat es aufgrund der Größe keine Aufstiegsmöglichkeiten gegeben. Und weil ich in ein IT-lastiges Unternehmen wollte und ‚bwin‘ als junge und innovative IT-Kaderschmiede gegolten hat, bin ich gewechselt.“

„Onliner of the Year“ Ein Schritt, der sich als erfolgreich entpuppen sollte. So stieg er binnen zweier Jahre zum Country Marketing Manager Austria auf und zeichnete in dieser Funktion sowohl für die Umsetzung der lokalen Kampagne zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland als auch zur Heim-Europameisterschaft 2008 verantwortlich: „Die WM-Kampagne in Österreich wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Da sind wir im großen Stil in den Markt gegangen und relativ gesehen ist es die erfolgreichste im

weltweiten Konzern gewesen“, so Kaiser stolz. Im Jahr 2009 wurde der Marketer von „Werbeplanung. at“ dann in der Kategorie „Auftraggeber“ als „Onliner of the Year” ausgezeichnet: „Ich bin eitel genug, um mich über diese Auszeichnung sehr zu freuen; de facto gehört sie aber dem ganzen Team“, so Kaiser gegenüber medianet. „Im Grunde genommen ist sie ein Zeichen dafür, dass man mit Menschen gute Geschäftsbeziehungen aufbauen kann – und trotz harter Verhandlungen ein kreatives Endergebnis erzielt.“ Der Schritt in die Wirtschaft hat sich in Kaisers Leben schon früh angekündigt: „Als Kind hatte ich zwar keinen Traumberuf – aber ich wollte immer etwas mit Wirtschaft, Geschichte oder Recht machen.“ Prägend sei diesbezüglich sicher auch sein Vater, ein Banker, gewesen: „Mich hat fasziniert, gegen was man Geld eintauschen kann. Und schon im Gymnasium habe ich meine ersten Dollar gekauft“, erinnert er sich. „Das ganze ist aber ein großer Flop gewesen, weil der Dollarkurs sehr rasch von 22 auf 12 gesunken ist. Ich bin also einer der

ersten Finanzblasen aufgesessen“, amüsiert er sich rückblickend über seinen jugendlichen Überschwang. Auf die WU fiel dann die Wahl, weil „mir die Wirtschaft facettenreicher als Jus“ erschien und eine Anstellung als Lehrer „nicht gerade mein Traum“ war. Das Interesse an der Juristerei hat er dennoch nicht abgelegt, und so könnte er sich als Alternative zu seinem aktuellen Brotberuf einen Wechsel ins Rechtsfach rein hypothetisch vorstellen, „vermutlich ist dieser Zug aber aus Altersgründen bereits abgefahren“. Ob er den Schritt in die Wirtschaft bereut? „Ich möchte das Rad der Zeit definitiv nicht zurückdrehen. Die Angst ist viel zu groß, nicht wieder dort hin zu kommen, wo ich jetzt bin“, so Kaiser nüchtern. In zwanzig Jahren sieht sich der selbsterklärte Familienmensch – „die Zeit mit meinen Eltern, meinem Bruder und seinen Kindern ist ein wichtiger Teil meines Lebens“ – als verheirateten Mann. Auch wenn die Partnerin derzeit noch fehlt: „In 20 Jahren kann aber noch viel geschehen“, so Kaiser vielsagend.  (jawe)

10 Fragen An Clemens Kaiser

Als Kind wollte ich immer … Geld haben. Mein Vater hat in der Bank gearbeitet und mich hat fasziniert, wogegen man Geld tauschen kann. Mein Lebensmotto ist … ���Nicht aufgeben!“ Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … meine Familie. Darüber kann ich lachen … mich selbst. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „Cold Vengeance“ von Douglas Preston und Lincoln Child. In 20 Jahren werde ich … verheiratet sein. Davor habe ich Angst … krank zu werden. Das ist meine größte Stärke … Loyalität. Das ist meine größte Schwäche … Sturheit. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … mit Werner Faymann.

1975–1997

1997–2004

2004–Heute

1975 in Wien geboren, studiert Clemens Kaiser nach dem Gymnasium und der Ableistung des Präsenzdienstes („Ich war Sanitäter und wurde trotz meiner Größe in die Garde einberufen“) Handelswissenschaften an der WU Wien, inklusive Auslandssemester an der Université Louis Pasteur in Strasbourg.

Erste berufliche Erfahrungen sammelt er bereits während des Studiums als Agent bei call us assistance und ab 2001 als Projektmanager bei der Webagentur C21 New Media Design.

2004 wechselt er zur bwin Interactive Entertainment AG und avanciert 2006 zum Country Marketing Manager Austria. Im September 2010 wagt er den Sprung in die Selbstständigkeit („ich wollte nicht mehr in einem linearen Abhängigkeitsverhältnis stehen“) und führt mit seiner Agentur seither die Österreich-Geschäfte des britischen Sportwettenanbieters William Hill Online.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 14. September 2012

careernetwork – 71

WU Executive Academy Im Oktober feiert der Lehrgang zum „Akademischen Diplom Betriebswirt“ Premiere

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

The Winner takes it all

Das von WU Executive Academy und medianet vergebene Stipendium geht an Thomas Betz. Wien. „Ich weiß gar nicht was ich sagen soll“ – einfach „nur überwältigt“ nahm Thomas Betz vergangen Woche die Nachricht entgegen, dass er als medianet-Stipendiat das im Oktober erstmals startende Studium zum „Akademischen Diplom Betriebswirt“ an der WU Executive Academy in Angriff nehmen wird. „2011 habe ich schon den Universitätslehrgang für Versicherungswirtschaft absolviert und habe mich damals wahnsinnig über den Abschluss gefreut; diese Bestätigung, etwas erreicht zu haben, jetzt nochmals erleben zu dürfen, ist ein wunderschönes Gefühl für mich“, so Betz.

wirt“. „Bei Thomas Betz sehen wir dieses ‚absolute Wollen‘ und das Potenzial. Er hat schon im ‚Universitätslehrgang Versicherungswirtschaft‘ eine ganz tolle persönliche Entwicklung gezeigt und sich trotz einer schweren Erkrankung nicht vom Weg abbringen lassen“, so Scharitzer weiter.

Teamchef, übernehmen Sie! Ein Sprichwort besagt, dass es nirgendwo so einsam ist wie an der Spitze. Was auch logisch ist: Eine Person muss letztendlich die Verantwortung tragen. Punkt. Die Arbeitswelt zeigt allerdings, dass es auch in untergeordneten Hierarchieebenen bisweilen ganz schön einsam werden kann. Fast jeder Arbeitnehmer kennt die Situation, eine Aufgabe überantwortet zu bekommen, die zumindest im ersten Moment oftmals überfordert. Dann ist guter Rat und Unterstützung (von oben) teuer – man wünscht, dass sich ein „Coach“ einschaltet und jenen zündenden Input einbringt, der Klarheit schafft. Ein Thema, dem sich eine Studie des Personaldienstleisters Robert Half widmet: 88 Prozent der befragten Arbeitnehmer halten es für wichtig, dass Führungskräfte gleichzeitig gute KarriereCoaches sind. Für viele bleibt es beim Wunsch: Vier von zehn (42 Prozent) sagen, dass ihr Chef diesbezüglich nur wenig Qualitäten an den Tag legt, ein Drittel gibt an, nie ein Karriere-Coaching zu bekommen. 28 Prozent kommen nur höchstens einmal im Jahr in den Genuss von Feedback. Dabei sind die meisten Arbeitnehmer durchaus davon überzeugt, dass Unterstützung von oben sowohl Produktivität (77 Prozent) als auch Motivation (67 Prozent) steigert. Die Message an Führungskräfte ist eindeutig: Mitarbeiter wollen Feedback von oben – sei es in Form von Mitarbeitergesprächen, in Projektgruppenmeetings oder Face-to-Face. Das hilft nicht nur inhaltlich weiter, es zeigt auch, dass sich der Chef für die Arbeit des Einzelnen und nicht nur für das Ergebnis interessiert.

Betz leidet seit einem schweren Sportunfall vor einigen Jahren an Epilepsie: „Die letzten Jahre sind schon eine große Prüfung für mich gewesen, vor allem deshalb, weil ich die Stigmatisierung von Menschen in unserem Sozialsystem am eigenen Leib erleben musste.“ Aufgegeben hat er aber nicht: „Geleitet durch meinen Traum und meine beruflichen Ziele, ist mir ein Aufgeben nie in den Sinn gekommen – auch wenn nur wenige an meine Chancen geglaubt haben“, sagt der Neo-Stipendiat. Wie er das im Studium vermittelte Wissen in die Praxis umsetzen will? „Seit langer Zeit möchte ich im Marketingbereich einer sozialen Organisation arbeiten – oder mich im Non-Profit-Bereich selbstständig machen; das nötige Know-how hat mir aber

„Sehr gute Chancen“ Der 33-jährige Niederösterreicher setzte sich gegen zahlreiche hochkarätige Kandidaten durch und punktete vor allem mit seiner Entschlossenheit: „Natürlich haben wir einen Kandidaten gesucht, der nicht nur teilnehmen will, sondern auch sehr gute Chancen hat, das Studium erfolgreich abzuschließen“, erklärt Dieter Scharitzer, Lehrgangsleiter an der WU Executive Academy und Mastermind des „Akademischen Diplom Betriebs-

© medianet/Szene1/Christian Mikes

„Stigmatisierung“

Jan Weinrich (medianet), Thomas Betz und Dieter Scharitzer (WU Executive Acad.).

medianet und WU Executive Academy gratulieren Thomas Betz und bedanken sich bei allen Bewerbern für die interessanten und vielfältigen Zuschriften! Informationen zum Programm:  www.diplombetriebswirt.at

bisher gefehlt“, skizziert er seine Pläne. „Ich bin ein sozial denkender Mensch und möchte der Gesellschaft etwas von dem zurückgeben, was ich in letzter Zeit an Unterstützung bekommen habe“, begründet er seine Pläne.

Change Management Klaus Doppler referierte beim bfi Wien-ExpertenClub über „Gefühlswelten“ in Zeiten des Wandels

von Entmündigung.“ Und Entmündigung sei genau die falsche Richtung, sollen doch die Menschen im Wandel zu mehr selbstverantwortlichem Handeln ermutigt werden, so Doppler.

© bfi Wien/APA-Fotoservice/Schedl

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Nedzad Fajic Infor

© Infor

Iventa © Foto Weinwurm

job

Silke Kurtz

Silke Kurtz (34) ist mit 1. September innerhalb der Iventa Personalanzeigen GmbH vom Senior Consultant zum Manager Employer Branding befördert worden. Vor ihrem Eintritt bei Iventa 2011 war sie bei Monster Austria tätig.

„Keine falschen Versprechen“

Valerie Höllinger (bfi Wien) und Change-Experte Klaus Doppler beim Expertenclub.

Ein häufiger Fehler bei der Kommunikation eines Change-Prozesses sei jedenfalls das Versprechen von Sicherheit, die die Führungskräfte nicht geben könnten – damit rüttelten sie an ihrer so notwendigen Glaubwürdigkeit. Vielmehr müssten die Hintergründe eines Changes klar kommuniziert werden und den Mitarbeitern klar gemacht werden, „was sie und das Unternehmen verlieren, wenn die nötige Veränderung nicht kommt; dabei darf auch bewusst mit Ängsten gearbeitet werden“, so Doppler, der sogar empfiehlt, die Mitarbeiter im Zweifel frühzeitig zur Suche nach Jobalternativen anzuhalten, wenn die Zukunft des Unternehmens nicht absehbar ist. Im Idealfall werde man maxi-

mal ein Drittel der Belegschaft im Fall von wirklich großen Veränderungen sofort auf seiner Seite haben; ein weiteres Drittel könne man bald an Bord holen – der Change-Prozess müsse zu diesem Zeitpunkt aber schon längst im Laufen sein, so Doppler: „Alle in ein Boot holen zu wollen, um dann zu starten, wäre ein Fehler“, resümiert der Experte. Für Valerie Höllinger, kaufmännische Geschäftsführerin des bfi Wien, sei es jedenfalls essenziell, dass gerade Führungskräfte, die einem „Change“ entgegensehen oder mittendrin stecken „Gefühle und Stimmungslagen des Umfelds wahrnehmen und richtig deuten, beziehungsweise mit den passenden Steuerungswerkzeugen darauf reagieren“. Nur so sei ein positiver Projekterfolg erzielbar. Das Rüstzeug für den Wandel will die bfi Wien Akademie u.a. beim Diplomlehrgang Management- und Führungskompetenz vermitteln. Der Lehrgang startet am 16. November, ein kostenloser Informationsabend findet am 11. Oktober statt.

Infor ernennt Nedzad Fajic mit sofortiger Wirkung zum Regional Vice President D-A-CH & CEE. Bevor er 2011 zu Infor kam, war Fajic Vice President Indirect Channel für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei SAP in Walldorf.

Sabrina Rachor Canon

Sabrina Rachor (29) steigt bei Canon als Verantwortliche für den Bereich „B2C Events, Campaign and PR Professional“ ein. Vor ihrem Einstieg bei Canon Austria sammelte sie Erfahrungen auf Agenturseite bei Accedo Austria.

Albert Moder WKO

© WKO/Martin Wieser

erklärte Doppler im Rahmen des letztwöchigen ExpertenClub des bfi Wien. Die Gründe für diese Reaktionen lägen dabei auf der Hand: Ein gelingender „Change“, eine Neuorganisation des Unternehmens, verlange immer den Abschied vom klassischen Führungsprinzip und starren Hierarchien. Denn: „Jede Führung ist eine Form

© Canon

Wien. Wer den Wandel anstrebt, muss mit Emotionsregungen rechnen, ist Klaus Doppler, Experte für Change Management überzeugt: „Man ist unweigerlich mit verschiedensten Gefühlen konfrontiert – von Ängsten und Bedenken über Widerwillen, Argwohn und Wut bis zu vorsichtiger Zustimmung, Freude und Begeisterung“,

Promotion

„Führung ist eine Form der Entmündigung“

Albert Moder (49), Obmann der Fachgruppe Güterbeförderungsgewerbe in der WKO Steiermark, wurde offiziell zum neuen Obmann-Stellvertreter des Fachverbandes Güterbeförderungsgewerbe in der WKO Österreich bestellt.


Personalmanagement

72 – careernetwork

Freitag, 14. September 2012

Arbeitsklima-Index Speziell im Handel herrscht Unzufriedenheit: 70 Prozent kommen mir ihrem Lohn nicht oder nur knapp Ăźber die Runden

Frauen stiefmĂźtterlich behandelt

Š Helene Souza/pixelio.de

Weibliche Arbeitnehmer fĂźhlen sich noch immer diskriminiert und haben schlechte Aufstiegschancen.

Die Kosten fĂźr Kinderbetreuung belasten Frauen im Arbeitsleben stark.

Linz. In Sachen Gleichberechtigung scheint sich – nimmt man die Ergebnisse des Arbeitsklima-Indexes genau unter die Lupe – in letzter Zeit nur wenig getan zu haben. Denn die letzte Auswertung der Arbeiterkammer OberÜsterreich hat ergeben, dass sich Frauen in Österreich noch immer stark diskriminiert fßhlen – vor allem, was Einkommen und Aufstiegschancen betrifft.

Schlechte Noten fĂźr Handel 42% der Frauen sehen sich beim Einkommen als benachteiligt. Dass dieses subjektive Empfin-

den nicht unberechtigt ist, wird besonders am Beispiel der Sparte „Handel“ deutlich; hier sind 70% der Beschäftigten Frauen, die Durchschnittsgehälter liegen um rund 300 â‚Ź unter anderen Branchen. Damit kommen 70% der Befragten – unabhängig vom Geschlecht – nicht oder nur sehr knapp aus. Bei BefĂśrderungen sieht sich ein Drittel der befragten Frauen ebenfalls Ăźbergangen, 27% schon bei der Jobvergabe und 24% bei der Ăœbertragung von Arbeit. Obwohl im Handel der Frauenanteil Ăźberdurchschnittlich hoch ist, haben nur sieben Prozent der im Handel

beschäftigten Frauen leitende Positionen inne.

betreuung ein groĂ&#x;es Problem fĂźr Frauen im Arbeitsleben dar. Nur 15% der Frauen sind mit dem Kinderbetreuungsangebot zufrieden, 45% der Frauen nutzen Betreuungsangebote wie Kindergarten, Horte oder TagesmĂźtter regelmäĂ&#x;ig, bei Alleinerziehenden sind es sogar 53%. Der Kostenfaktor ist dabei fĂźr Frauen nach eigenen Angaben sehr belastend. Unabhängig vom Geschlecht zeigt der Arbeitsklima-Index auch das Verhältnis von Freizeit und Arbeit auf: Die Entgrenzung – das Verschwimmen von Arbeit und Freizeit, etwa durch das Lesen von E-Mails nach Feierabend am Smartphone – ist in Ă–sterreich noch kein Massenphänomen. Nur sieben Prozent der Arbeitnehmer geben an, dass sie sich durch arbeitsbedingte Unterbrechungen in ihrer Freizeit gestĂśrt fĂźhlen. Bei FĂźhrungskräften ist der Prozentsatz naturgemäĂ&#x; hĂśher: 22%.  (red)

Betreuung zu teuer Diskriminierung am Arbeitsplatz ist fßr einige Frauen lange noch nicht passÊ: Ein Viertel der Befragten hat schon einmal abfällige Bemerkungen aufgrund des Geschlechts erlebt, acht Prozent der Frauen wurden sogar schon einmal sexuell belästigt. Belästigt fßhlen sich sechs Prozent der Frauen etwa von sexistischen Kalendern ihrer männlichen Kollegen, die im Bßro aufgehängt werden. Nach wie vor stellt die Kinder-

Brutto-Netto Rechner

Grenzenlos

Linz. Wer sich Ăźberlegt, in Deutschland oder der Schweiz zu arbeiten, hat jetzt ein besonderes OnlineService zur VerfĂźgung. Die Personalberatung „www.epunkt.net“ bietet einen Gehaltsrechner fĂźr Deutschland, Ă–sterreich und die Schweiz an. Mit wenigen Mausklicks kann man so herausfinden, wie viele Steuern und Abgaben zu leisten sind und was vom Gehalt de facto netto Ăźbrig bleibt. Besonders fĂźr Arbeitnehmer, die sich Ăźberlegen, in der Schweiz zu arbeiten, kann der „grenzĂźbergreifende“ Gehaltsrechner helfen. Denn in der Schweiz kann sich die Quellensteuer jährlich ändern und jeder kann in der Schweiz seine Krankenversicherung selbst zusammenstellen. Auch die Berechnung in Euro und Franken ist mĂśglich.

Studie Jungunternehmer

Franchise-Erfolg

Universitätslehrgang

Salzburg/Berlin. Laut einer Studie der Universität MĂźnster bietet Franchising fĂźr Jungunternehmer bessere Chancen als der klassische Start mit einer eigenen Firma. Das gelte auch fĂźr Ă–sterreich, erklärt Waltraud Martius vom Beraterteam Syncon. Hierzulande erwirtschaften 420 Franchise-Systeme einen Gesamtumsatz von 7,9 Mrd. â‚Ź. „Zwei Jahre nach der NeugrĂźndung sind noch 90 Prozent der Franchise-Unternehmer im Geschäft“, weiĂ&#x; die Expertin.

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J o bwatc h

Freitag, 14. September 2012

careernetwork – 73

Babypause Mit „interim management woman“ will Peter Spieß dafür sorgen, dass die Geburt eines Kindes nicht zum Karrierekiller wird

„Dieses Tabu wird verschwinden“ Wien. „Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner meint zum Thema Kinderbetreuungsgeld: ‚Kinder bereichern das Leben ihrer Eltern‘“, so Peter Spieß anlässlich der Gründung der neuen ideas consulting-Unit „interim management woman“: „Ich behaupte: Kinder bereichern das Leben von Führungskräften und haben damit direkten Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens.“ Auch Wolf Hartig-Girardoni, Chef von Hartig & Partners, sieht in Kindern keinen Grund für „schlechte Performance“: „In unserem Feld sind die erfolgreichsten Frauen Mütter mit Kindern“, beruft er sich auf Zahlen aus dem Beratungsbusiness. Die Gesellschaft sitze immer noch einem großen Irrtum auf, ist Spieß überzeugt: „Derzeit ist es so, dass viele Führungskräfte – Männer wie Frauen – Angst davor haben, offen mit ihrem Arbeitgeber über ihren Kinderwunsch oder die etwaige

Geburt ihres Kindes zu sprechen.“ Aus Angst davor, ihre Karriere zu unterbrechen, werde dieses Thema tabuisiert. „Damit wollen wir aber aufräumen“, so Spieß. „Es ist immer noch so, dass Arbeitgeber in der Geburt eines Kindes nur sehen, dass die Führungskraft nicht mehr von 7:00 bis 19:30 Uhr ohne Wenn und Aber der Firma zur Verfügung steht. Dabei übersehen sie, dass Jungväter und -Mütter glücklicher und mit einem breiteren Erfahrungshorizont an die Arbeit herangehen und so neue Potenziale für den Unternehmer schaffen.“

„Win-Win-Situation“ In der Füllung dieser Wissenslücken sieht Spieß seine Aufgabe: „Führungskräfte mit Kinderwunsch, die das Gespräch mit ihrem Arbeitgeber scheuen, können sich an uns wenden. Wir übernehmen als externer Partner das Gespräch und legen

dem Unternehmen dar, welche Potenziale Eltern in Führungspositionen mitbringen“, so Spieß. Auch für etwaige Ausfallszeiten der jungen Eltern habe der ideas consulting-Chef eine Lösung: „Das Schlagwort heißt ‚Jobsharing‘. Das heißt der Jungvater oder die Jungmutter reduziert die eigene Arbeitszeit auf beispielsweise 30 Stunden; die Differenz zu den 40 Stunden übernimmt ein intern aufgebauter Kollege oder etwa ein extern gebuchter Interims Manager. Das Gehalt wird natürlich nach einem fairen Verteilungsschlüssel aufgeteilt“, so Spieß. „Für die jungen Eltern gibt es keinen Karriereknick und das Unternehmen profitiert weiterhin von der Expertise seiner bisherigen Führungskräfte“, sieht er eine Win-Win-Situation. Darüberhinaus mache sich der Arbeitgeber für künftige Mitarbeiter attraktiver, „und Employer Branding wird bekanntlich wichtiger“.  (red)

© Foto Wilke

Spieß: „Kinder bereichern das Leben von Führungskräften und haben direkten Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens.“

Peter Spieß, ideas consulting: „Männer wie Frauen in Führungspositionen scheuen sich immer noch davor, mit dem Chef über ihren Kinderwunsch zu sprechen.“

Bildung 2025 Nur auf Höchstqualifizierte zu setzen, ist nicht der Königsweg

Akademikerquote Keine „Aufwärtsmobilität“ in Österreich

„It’s all in the Mix“, ist die Devise Bildung wird vererbt soll nach Ansicht Aigingers investiert werden: „Es muss auch einen Sektor geben, der von Kürzungen ausgenommen ist.“ Die Bildung sei für die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend, auch das Innovationssystem sei darauf angewissen, „von hochqualifizierten Arbeitskräften gefüttert zu werden“. Studienautorin Julia Bock-Schappelwein betonte, dass Personen, die höchstens einen Pflichtschulab-

In den vergangenen Jahren habe es laut Wifo-Chef Karl Aiginger in Österreich durchaus ein „Upgrading der Skills“ gegeben: „Es gibt keinen Stillstand.“ Das Bildungssystem müsse aber gewährleisten, dass es auch so weitergeht. Bedenklich sei, dass ein Fünftel der Pflichtschulabgänger nicht sinnerfassend lesen könne. „Bildung ist eine Baustelle, die sich bewegt, keine, die stillsteht.“ In diese Baustelle

© APA/Herbert Pfarrhofer

„Kein Stillstand“

Wifo-Chef Karl Aiginger: „Bildung ist eine Baustelle, die sich bewegt.“

schluss aufweisen, viel geringer am Arbeitsmarkt integriert seien. 2011 habe die Arbeitslosigkeit österreichweit 6,7% betragen – bei Hochqualifizierten lag der Wert bei zwei Prozent bei Geringqualifizierten bei 18%. Gleichzeitig zeige sich, dass die formale Ausbildung zwar eine wichtige Grundvoraussetzung für die Qualifikation sei – nötig sei jedoch, bestimmte Grundkenntnisse wie Sprachen oder Computerkenntnisse, die nicht direkt auf einen bestimmten Beruf bezogen sind, zu vermitteln. Immer wichtiger werde es auch, soziale Kompetenzen wie Kommunikations- und Teamfähigkeit auf den aktuellsten Stand zu bringen. Deshalb gelte es gerade auch aufgrund der demografischen Entwicklung, die Weiterbildung der Älteren zu stärken. Unterrichtsministerin Claudia Schmied will dementsprechend den hohen Wert des berufsbildenden Schulsystems festigen. Gleichzeitig gelte es, Basiskompetenzen abzusichern und das Basisrüstzeug in der allgemeinen Bildung sowie Sozialkompetenzen zu vermitteln. „Das ist kein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch.“  (APA)

Wien. Der Bildungslevel scheint in Österreich weiterhin eine Form von Erblast sein: Hierzulande erreichen nur 26% aller 25- bis 34-Jährigen einen höheren Bildungsstand als ihre Eltern. Österreich rangiert damit in der OECD (Schnitt: 37%) an siebentletzter Stelle, wie die Studie „Bildung auf einen Blick“ verdeutlicht: Die größten Chancen auf einen Bildungsaufstieg gibt es in Polen und Irland, wo 64 bzw. 57%

© dpa/A2942 Ingo Wagner

Wien. Nur höchstausgebildete Menschen sind zu wenig für ein funktionierendes Wirtschaftssystem – das ist das Ergebnis der am Dienstag präsentierten WifoStudie „Bildung 2025“. Vielmehr brauche man weiter einen „Mix an Qualifikationen“. Zwar entwickle sich die Wirtschaft derzeit in eine Richtung, die primär höhere und berufsübergreifende Qualifikationen benötige – gleichzeitig dürfe man aber die Ausbildung für den berufsspezifischen bzw. mittleren Sektor nicht zurückfahren, empfehlen die Forscher des Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo).

Kinder ohne Akademiker im Elternhaus können seltener ihren Abschluss feiern.

einen höheren Bildungsstand als die Eltern erreichen. Die geringste „Aufwärtsmobilität“ weisen Estland (16%), die Slowakei (18%) und Deutschland (20%) auf. Den gleichen Bildungsstand wie die Eltern schaffen in Österreich übrigens 59% (OECD: 50%), abwärts geht es für 14% (OECD: 13%).

Vorletzter in der OECD Deutlich abgeschlagen präsentiert sich Österreich bei der Akademikerquote: Die Akademikerquote (Anteil der 25- bis 64-Jährigen mit Hochschulabschluss) liegt in Österreich bei 19% (OECD-Schnitt: 31%). Noch bedenklicher sieht es bei den Jungen aus: Nur 21% der 25- bis 34-Jährigen in Österreich verfügen über einen Hochschulabschluss – schlechter liegt in der OECD (Schnitt: 38%) nur die Türkei (17%). Die OECD ortet in dieser Entwicklung für Österreich eine „besonders deutliche nachteilige Situation“. Während hierzulande 16% aller 55- bis 64-Jährigen einen Hochschulabschluss haben, sind es bei den 25- bis 34-Jährigen mit 21% nur geringfügig mehr.  (red/Ag.)

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