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inside your business. today.

12. JG. NO. 1547

¤ 3,50

freitag/samstag/sonntag, 13.– 15. april 2012

Inhaltlicher und optischer Relaunch des Wiener Stadtsenders W24  Seite 8

Frühstück bei Kellogg’s

Kellogg Österreich-Chef Volker Tratz kontert Cerealienschwund mit Müsli-Power Seite 16

© Harley-Davidson

Stadtfernsehen ganz neu

© Kellogg/Philip Michtner

© mn/Szene1/K. Schiffl

business weekend

born to be wild

Die US-Kultmarke Harley-Davidson ist in Österreich erfolgreich wie lange nicht Seite 28

Mobilkommunikation Telekom Austria-Vorstandschef Hannes Ametsreiter zog als FMK-Präsident Bilanz für 2011

Der Smartphone-Boom erschüttert die Branche

Das E-MaIL UND sMsMaRKETINGTOOL DER ZUKUNfT www.mailings2.at office@mailings2.at medianet_46x15 +43-664-315 10 52 27.10.2005

12:07 U

inhalt

prime news & market watch > vie-mobility-Symposium im Wiener Haus der Industrie  3

© fej

marketing & media

> Josef Almer, Goldbach Media Austria, im Gespräch 10 > Young & Rubicam macht für Danone Lust auf Süßes  11

© panthermedia (2); APA/Herbert Neubauer; APA/Helmut Fohringer (2); APA/Robert Jäger/Montage: B. Schmid

www.direkt.biz +43 (0) 1 / 66 177

Daten-Klau Im Vorjahr ist in Österreich die Menge der übertragenen Daten um drei Viertel auf 43,54 Mio. Gigabyte angewachsen. Allein: Zu Geld machen lässt sich die Datenexplosion nicht – Umsätze und Gewinne schrumpfen.  Seite 2/3

retail > Umsatzplus beim Eferdinger Sauergemüsehersteller efko17 business weekend > Venture-Millionen von Glaxo und Janssen 

22

Drachenboot events Spannende Rennen Teambuilding in ganz Österreich www.dra

CONCEPT-AGENT Ideenscreening, Produktund Konzepttests im Internet

chenboo

© Stuelpner/pixelio.de

te.at

> Ausverkauf in Venedig: Die Preise bröckeln  48 > Emirates Österreich-Chef Martin Gross im Portrait  72 info@marketagent.com – 02236/205 886

P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

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C OV E R

Freitag, 13. April 2012

© EPA

2 – medianet

Mobilfunk Umsatz und Gewinn schrumpfen: Die vier Marktteilnehmer zeichnen ein düsteres Bild einer Branche

Auf der Suche nach der ­nächsten Killerapplikation Eiserne Effizienz, weitere Frequenzen, Kooperationen – und nicht zuletzt ganz neue Ideen sollen das Dilemma lösen. sabine bretschneider

Wien. Der Ton bleibt harsch am heimischen Mobilfunkmarkt: „Blöd“ sei es eigentlich, ausgerechnet am österreichischen Markt als Mobilfunkanbieter tätig zu sein, ließ Orange-Chef Michael Krammer verlauten. „Wir sind feste Trottel“, hinterfragte er schon einmal selbstkritisch den Vertrieb hochsubventionierter Endgeräte. Allein bei den iPhone-Verträgen füttern die hei-

Druck geraten, sei auch für die Regulatoren eine Herausforderung, sagte Georg Serentschy, Geschäftsführer der heimischen Regulierungsbehörde RTR. „Das Geschäft der Telcos ändert sich massiv und ist im Umbruch, daher muss auch die Regulierung im Umbruch sein.“ Noch gelten jedoch sowohl die RTR als auch die auf EU-Ebene zuständige Kommissarin Nellie Kroes als hart im Umgang mit den Netzanbietern.

Umsatz- und Gewinneinbruch

„Der Wettbewerb wird intensiv bleiben. Wir werden uns weiter preis­ aggressiv verhalten.“ jan Trionow, „3“

mischen Netzanbieter den US-Produzenten Apple pro Gerät mit rund 400 USD. „Knochenarbeit“ nannte Telekom-CEO Hannes Ametsreiter seinen Job als A1-Verantwortlichen und mit „für die Kunden ein Paradies, aber für die Betreiber wie ein Fass ohne Boden“ umriss T-Mobile-Chef Robert Chvátal die düstere Lage am heimischen Markt. Dass die Telekom-Anbieter durch mächtige Marktteilnehmer wie Google, Facebook & Co. und deren Geschäftsmodelle verstärkt unter

Die Fakten: Während die Anzahl der angemeldeten SIM-Karten von 9,2 Mio. im Jahr 2006 auf über 13 Mio. im Jahr 2011 angestiegen ist, sind die Gesamtumsätze im gleichen Zeitraum um über 20% eingebrochen. Allein im Vergleich zum Vorjahr ging der Gesamtumsatz 2011 um 9,3% auf 4,35 Mrd. € zurück, das EBITDA brach um 4,8% auf 1,43 Mrd. € ein. Im Gegensatz dazu sind die Preise nach Berechnungen der RTR seit 2006 um 55% gefallen. Von der Sprachtelefonie könne man sich keine zusätzlichen Umsätze erwarten, erklärte die frischgebackene FMK-Geschäftsführerin Margit Kropik bei einem Pressegespräch am Mittwoch. Hier habe man mit 22,2 Mrd. Gesprächsminuten (+0,96%) die „Reiseflughöhe“ erreicht. Was weiter explosionsartig zunehmen wird, ist der Datenverkehr; wesentlicher Treiber dieser Entwicklung sind die Smartphones, durch die sich

das Nutzerverhalten der Handykunden völlig verändert hat. 2011 ist in Österreich die Menge der übertragenen Daten um drei Viertel auf 43,54 Mio. Gigabyte angewachsen – weltweit soll sich die Datenmenge bis 2015 versiebenfachen, so die Erwartung. Um diesen Bedarf decken zu können,

„Wir sind weiterhin in einer Branche, wo man in den Mühen der Ebene agieren muss; das ist echte ­Knochenarbeit.“ hannes Ametsreiter, A1

treibe die Mobilfunkbranche den Ausbau der vierten MobilfunkGeneration LTE voran, sagte Ametsreiter in seiner Funktion als Chef der Interessenvertretung Forum Mobilkommunikation (FMK). Allerdings kostet der Ausbau der Netzinfrastruktur Geld, viel Geld.

Man rückt zusammen … Abseits der Kassandrarufe arbeiten die – noch – vier Anbieter am heimischen Markt an Lösungen

für das Dilemma: Zuletzt haben sie ihre Zusammenarbeit intensiviert. So betreibt „3“ (Hutchison 3G Austria) seit Kurzem ein „National Roaming Abkommen“ mit T-Mobile. Ab Mitte 2012 helfen sich die Provider gegenseitig bei der Netzabdeckung im ländlichen Raum. „3“ kann das 2G-Mobilfunknetz von T-Mobile nutzen und T-Mobile das 3G-Netz von „3“. Eine weitere Kooperation gibt es seit April 2011 zwischen Orange und T-Mobile, die sich am Land Antennen und Kosten teilen. Nicht zuletzt soll die Übernahme von Orange durch „3“ den Markt lukrativer machen. Allerdings ist der Deal noch nicht in trockenen Tüchern: Die Unterlagen liegen bei der Bundeswettbewerbsbehörde und auch der Abnehmer der Diskontkunden von Orange (Yesss!), die Telekom Austria, führt derzeit mit der BWB „Anmeldevorgespräche“. Diese Unterlagen würden derzeit von der Behörde geprüft, eine formale Anmeldung des Zusammenschlusses sei noch nicht erfolgt, präzisierte Ametsreiter am Mittwoch. Die 750.000 Wertkartenkunden gelten als möglicher Stolperstein des geplanten Zusammenschlusses der Nummern Drei und Vier am österreichischen Mobilfunkmarkt. BWB-Chef Theodor Thanner hatte sich zuletzt darauf festgelegt, dass er sich die geplante Transaktion „so nicht vorstellen“ könne. Martin Reitenspieß, Vice Präsident der Abteilung CMT beim internationalen Berater Booz & Company, meinte

„Österreich ist noch immer ein Paradies für Mobilfunkkunden.“ robert Chvátal, t-mobile

im Gespräch mit der APA, Österreich sei jetzt schon im europäischen Vergleich ein Billig-TarifLand, mit oder ohne Übernahme wäre es ohnehin nicht mehr weit nach unten gegangen. Von dem Kauf würde jedenfalls der Wirtschaftsstandort Österreich profitieren, da nun mehr Geld für Investitionen ins Netz – wie zum Beispiel in die nächste Mobilfunkgeneration LTE („Long Term Evolution“, 4G) – vorhanden wäre.

„Need for Speed“ Karim Taga von Arthur D. Little, ein ausgewiesener Telekom-Experte, plädiert für vier mögliche Szenarien in Zeiten der Mittelverknappung, nämlich Synergien zwischen den Telekom-Playern, ContentPlayern und System-Playern und Kooperationen unter Netzbetreibern, um die laufenden Kosten zu minimieren. Dazu kommen Effizienzsteigerungen durch Kooperationen mit Geräteherstellern sowie die gemeinsame Entwicklung neuer Businessmodelle – auch durch die


Pr i me Ne ws

Freitag, 13. April 2012

vie-mobility Zweitägiges internationales Symposium am 18. und 19. April im Wiener Haus der Industrie

Mobilfunkmarkt 2011

Weg zur Nachhaltigkeit

per 31.12.2011 Umsatz in Mrd. Euro 2010 4,80 2011 4,35 EBITDA in Mrd. Euro 2010 2011

Veränderung in % –9,31

Diskussionsforum und Plattform für Entscheidungsträger aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.

Veränderung in %

1,50 1,43

–4,80

„Eigentlich ist es blöd, Mobilfunkanbieter in Österreich zu sein.“ michael krammer, orange

„Frequenzen, Technologie, Equipment“ bezeichnete Ametsreiter als das Fundment einer positiven Entwicklung – und Innovationen, die, so wie bei der Einführung der handlichen Tablets, Lust auf Zusatz-SIM-Karten wecken und zulassen, dass der „Need for Speed“ auch Renditen abwirft. Thema ist inzwischen auch die Vergabe der „Digitalen Dividende II“, die Nutzung des Frequenzbereichs unter 800 MHz. Die „Digitale Dividende I“ ist das 800-MHz-Band, das durch die Umstellung des analogen Fernsehens auf den digitalen Sendebetrieb frei geworden ist, bereits den Mobilfunker zugesprochen wurde und im Herbst versteigert werden soll. Dass die Branche nicht allein mit Kosteneinsparungen wieder rentabel werden kann, ist unbestritten. Prognosen dazu, wann es wieder zu Umsatzzuwächsen kommen könnte, wollte Ametsreiter bei der FMKJahresbilanz explizit nicht abgeben. Die Branche bleibe jedenfalls „spannend“, ließ sich der TelekomBoss nicht in die Karten schauen.

buchtipp Thema Netzneutralität Da die TelekomUnternehmen mit ihrem herkömmlichen Geschäftsmodellen unter Druck geraten, entstand zwischenzeitlich die Idee, unter­ schiedliche Serviceklassen zu bilden, „mit Goldkunden und Silberkunden und Bronze­ kunden“, wie RTR-Chef Georg Serentschy es nannte, und beim Bronzekunden, der weniger bezahle, sei es auch „egal, ob seine E-Mail fünf Sekunden später ankomme“. Eine der Fragen, die sich dabei stelle, ist jene der Transparenz gegenüber dem Endkunden. Im Fokus steht der Gedanke der Netzneutralität, die „wertneutrale Datenübertragung im In­ ternet“. Zur Thematik „Bewirtschaftung und Regulierung von Multimedia-Inhalten im Internet unter Berücksichtigung der Netz­ neutralität“ ist Ende März im Nomos-Verlag ein Buch erschienen: „Netzneutralität und Netzbewirtschaftung. Multimedia in Telekommunikationsnetzwerken“, Jan Krone/Tassilo Pellegrini (Hrsg.), 2012, 207 S., Broschiert, ISBN 978-3-8329-6882-3. Wir verlosen drei Exemplare! Zuschriften an primenews@medianet.at.

© Wiener Stadtwerke

Daten für Österreich/gesamt; Quelle: FMK

Zusammenarbeit mit Partnerfirmen beziehungsweise deren Akquise, um in Bereichen wie Cloud Computing, Machine-2-Machine oder eHealth Fuß fassen zu können. Die Telekom Austria beispielsweise hat schon im August 2011 eine Tochterfirma für das Geschäftsfeld M2M (Machine to Machine Communication) gegründet. „Wir stehen bei M2M am Anfang einer aussichtsreichen Entwicklung“, versprüht Ametsreiter Optimismus. „In einigen Jahren wird es selbstverständlich sein, dass Autos, Haushaltsgeräte und Serviceeinrichtungen online verbunden sind.“

medianet – 3

Projektleiter von vie-mobility ist Ralph Vallon, Geschäftsführer live relations.

Wien. Kick-off für die Veranstaltungsserie „vie-mobility“ war im Oktober 2011. Damals wurde mit vie-mobility eine Kommunikationsplattform für Wissenstransfer und Networking zum Thema E-Mobilität ins Leben gerufen. Heuer findet Teil zwei der Veranstaltungsserie vie-mobility bereits als zweitägiges internationales Symposium im Wiener Haus der Industrie statt. Ziel des Symposiums ist laut den Veranstaltern, Entscheidungsträgern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, ein Diskussionsforum für die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts – den Klimawandel – zu bieten. Das vie-mobi-

lity-Symposium bündelt internationales Fachwissen aus Wirtschaft, Forschung und Politik und präsentiert neue Ansätze und Inputs für den Weg zur „E-mobilen Stadt“. Die Themen 2012 sind u.a. „Verkehr 2020“, „Wirtschaftliche Machbarkeit von ökologischen Visionen“, „E-mobile Stadtentwicklung“ und die „Zukunft der Elektromobilität“. Keynotes halten u.a. Frank Hensel (Rewe), Hannes Androsch (AIT), Wolfgang Anzengruber (Verbund), BM Doris Bures (BMVIT), Sigrid Nikutta (Berliner Verkehrsbetriebe), Jörn Meier-Berberich (Stuttgarter Straßenbahnen), Gernot Lobenberg (Berliner Agentur für Elektromobi-

lität) und Axel Friedrich (Umweltund Verkehrsexperte).

vie-mobility „vie-mobility – intelligente Lösungen für intelligente Cities“ findet am Mittwoch, 18. April, und Donnerstag, 19. April, im Haus der Industrie in Wien statt. Mittwoch, 18. April, 18:30 Uhr: Networkingabend im Wiener Rathauskeller. Bürgermeister Michael Häupl lädt zu einem CocktailEmpfang in die Volkshalle. Anschließend: Club Cuvée im Rathauskeller. Anmeldung unter: www.vie-mobility.at/anmeldung. Wir verlosen 5 x 2 Freikarten! Zuschriften an: events@medianet.at


f e at u r e

4 – medianet

Freitag, 13. April 2012

© Panthermedia.net/James Steidl

feature@medianet.at

Markenbildung ... … beginnt im Selbst. Das sagen Markenführungsexperte Klaas Kramer und brandingmedia-Gründerin Ulrike Berlenbach. Das Duo erklärt, warum es glaubt, dass man auch selbst Marke bilden kann – ohne gleich Berater dazuzuschalten. Und: Sie erfahren, was ein branding-Booklet mit der Sache zu tun hat.

Ohne Markenberater? Ein branding-Booklet stellt Fragen. Schriftlich. Jeder kann die Fragen beantworten. Doch wozu stellt ein Buch Fragen; es kann die Antworten doch gar nicht hören? Ein Buch stellt Ihnen Fragen, die Sie sich womöglich selbst nie gestellt hätten. Nun müssen Sie aber antworten. Sie können nicht einfach sagen „Ich verstehe die Frage nicht“ oder auch gegenfragen „Ist die Frage jetzt so oder so gemeint?“ Ihre Antworten setzen einen Bewusstwerdungsprozess in Gang. Ihnen wird klar, warum Sie bestimmte Dinge so und nicht anders tun, wie Sie Ihren Markt, Ihre Kunden, Ihre Mitbewerber betrachten. Ihnen kann darüber klar werden, dass Sie Ihren Markt, Ihre Kunden

Motivation kommt von innen Das branding-Booklet ist so aufgebaut, dass Sie Schritt für Schritt mit Fragen geführt werden und im Anschluss an bewusst eingeplante „Ruhephasen“ über die Essenz Ihrer Antworten reflektieren. Die Essenzen bilden die Seele, den Kern der Marke. Wenn an diesem Punkt die Inhalte stimmig sind, d.h. Selbstbild, Fremdbild (Mitarbeiter und Kunden) und Wunschbild so weit wie möglich deckungsgleich sind, dann haben Sie die Basis einer starken Marke, die dann „nur noch“ in Materie transformiert werden muss: Produkte, Verpackungen, Dienstleistungsmodule, Vertriebswege, Design und mediale Kommunikation. Aus der Perspektive vieler Unternehmen und auch Agenturen ist das der Löwenanteil von Markenbildung und -führung. Wenn Sie Ihre „geistigen“ Hausaufgaben aber nicht ernsthaft genug gemacht haben, werden Sie auf der Ebene der Marken-Materialisierungen sehr viel Geld verlieren. Wer mit dem schnellsten und besten Auto in die falsche Richtung fährt, kommt trotzdem nicht an sein Ziel. Das Booklet „ermahnt“ Sie zur Beantwortung der Fragen und zum

lieren zwischen Denkarbeit und Umsetzung. Sie schauen sich die Ergebnisse an: Produktentwürfe, Vermarktungsstrategien, Designelemente. Und Sie nehmen Änderungen vor. So entsteht eine Marke – nicht am Reißbrett, sondern im Austausch mit näheren und ferneren Mitstreitern und mit unabhängigen Coaches oder Beratern. Je weiter Sie bei Ihrem Bewusstseinsprozess in der Markenbildung sind, desto schneller und wirkungsvoller kann Ihnen ein externer Berater helfen. Die Vorarbeit zu Beginn, das Schaffen von Klarheit über sich selbst und Ihr Unternehmen – das können Sie selbst mithilfe geeigneter Leitfragen, Übungen und Tools leisten. Wenn Sie mit diesem Entwicklungsstand an Berater oder Agenturen herantreten, können Sie um ein Vielfaches zielgerichteter vorgehen und sparen damit viel Zeit und Geld.

© BrandingMedia

Anwenden der Tools, Modelle und Planvorlagen. Wie ernsthaft und kritisch Sie das machen, liegt bei Ihnen. Das Booklet kann Ihnen kein Feedback auf Ihre Antworten geben. Und es kann Ihnen auch nicht sagen, ob Ihre herausgearbeiteten Markenwerte hohl und nichtssagend sind. Diese Leistung kann nur ein guter erfahrener Markenberater liefern. Ein Markenberater ist nicht etwa jemand, der Ihnen Ihre Markenidentität definiert, weil er als „Berater“ etwas weiß, was Sie nicht wissen. Ein Markenberater ist vielmehr ein Markenbegleiter. Er bildet nicht für Sie Ihre Marke, aber er öffnet Ihnen Türen, die Sie durchschreiten können, um ihre Marke zu entwickeln. Im Geiste. Denn Markenentwicklung beginnt mit der strategisch-geistigen Arbeit. Oft jedoch ist es kein rein linearer Prozess, sondern ein Weg, bei dem Sie zwei Schritte vor und einen zurückgehen. Sie oszil-

Je weiter jemand schon im Bewusstwerdungsprozess in der Markenbildung ist, desto wirkungsvoller kann ihm ein externer Berater helfen.“

N av i g at i o n HOTs ta mp i ng

Inhalte Fragen zur Unternehmensund Kundenkultur Fragen zur Unternehmensund Kundenkommunikation Fragen zur Positionierung aus verschiedenen Blickwinkeln Fragen zu den Taten des Unternehmens Fragen zu Leistungen des Unternehmens Fragen zur Erscheinung und zur Form des Unternehmens Markenmodell Markenführungsplan Kommunikationsplan

Nutzen Sie erfahren, wer Sie sind und was Ihr Unternehmen wirklich ausmacht Sie lernen die Seele Ihrer Kommunikation kennen und was bei Kunden wirklich davon ankommt Sie erfahren, wie Sie vom Kunden wahrgenommen, beschrieben und in welche Kategorie Sie gepackt werden Sie reflektieren über Ihr Tun und erkennen Handlungsbedarf Sie reflektieren über Ihr Geschäft und was für Ihre Kunden den Unterschied macht Sie betrachten Ihr Unternehmen mit den Augen Ihres Marktes und sehen, wie Ihr Auftritt konsistenter wird Sie destillieren die Kernelemente Ihrer Marke heraus Sie arbeiten heraus, was konkret in welcher Reihenfolge zu tun ist, um Ihre Marke zu stärken Sie arbeiten heraus, wie Ihre Marke wirkungsvoll und effizient kommuniziert.

© BrandingMedia

M

arke werden, Marke stärken – überall hört man diese Forderung. Agenturen und Berater bieten ihre Hilfe an. Und das ist gut so. Nur häufig heißt es bei Unternehmen: „Ja, wir wissen, dass wir uns klarer positionieren und unser Markenbild schärfen müssen. Wir wissen, dass das ganz wichtig ist. Aber lassen Sie uns zuerst unsere dringenden Aufgaben von der Agenda abarbeiten, dann setzten wir uns mit dem Thema Marke auseinander.“ Der erste Schritt in der Markenentwicklung muss übrigens kein Beraterauftrag sein. Wichtiger ist es, für sich und sein Unternehmen selbst erst einmal mehr Klarheit und Bewusstheit vom Markenpotenzial zu verschaffen; eine Möglichkeit dazu ist die Nutzung eines sogenannten branding-Booklets.

und Ihren Mitbewerber auch anders betrachten können, dass Sie einen Markt, eine Bedarfslage neu sehen, neue Geschäftschancen erkennen. Die Fragen spiegeln Ihre Projektionen zurück. Sie spiegeln möglicherweise auch zurück, dass Ihr Unternehmen ein diffuses Bild in der Öffentlichkeit, in den Augen Ihrer Kundschaft hat. Sie erkennen den Handlungsbedarf und der beginnt immer mit den ersten Gedanken und die Antwort auf die Frage „Was ist als Nächstes zu tun?“

© Frank Blum

Klaas Kramer Ulrike Berlenbach

Klaas Kra m er U lri ke Berle nb ach Markenführungsexperte brandingsmedia-Gründerin www.brandingmedia.de

Buchtipp K. Kramer/U. Berlenbach: Schritt für Schritt zur starken Marke – Ihr branding-Booklet. Amazon, Kindle Edition 2012, 2247 KB, 9,90 €, ASIN: B007JWIJKK medianet verlost 3 Exemplare! Zusendungen an: feature@medianet.at


m a r k e t watc h

Freitag, 13. April 2012

medianet – 5

Kommentar Neuerungen bei Facebook: Auch die Unternehmer stehen jetzt unter Zugzwang

short

Eine neue Zeit bricht an

Wien Energie fördert Umrüstung auf Öko-Taxis Wien. Seit zwei Monaten sind in Wiener Taxis Berufsdetektive undercover unterwegs. Sie sollen im Auftrag der Innung schwarze Schafe unter den Chauffeuren suchen, nachdem die Wiener Taxler in einem europaweiten Test schlecht abgeschnitten hatten. Auch in Sachen Umweltfreundlichkeit werden die Wiener Taxis auf Vordermann gebracht: Die für das Taxigewerbe zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger forciert die Umrüstung auf Öko-Taxis. Seit Ende 2011 gelten strengere Regelungen: Für das Taxi-Gewerbe neuzugelassene Fahrzeuge müssen seit 1. April 2012 den Emissionsgrenzwerten „Euro 5“ bzw. ab September 2015 „Euro 6“ entsprechen. Stadt Wien und Wien Energie fördern die Anschaffung von Erdgasautos; auch Taxiunternehmen können pro Jahr für zwei Erdgas-Fahrzeuge je 3.000 € Förderung in Anspruch nehmen. (red)

Mehr denn je sind jetzt gute Konzepte, spezieller Content und ausdrucksstarke Bilder gefragt.

In ein Korsett gezwängt Unternehmen stehen nun jedoch vor neuen Problemen; unter anderem muss das neue Design angepasst und eine Unternehmenschronik auf Facebook verfasst werden. Diese Neuerungen bringen die Facebook-Seite natürlich in die Nähe einer „richtigen“ Website – und sie sehen auch schick aus. Aber: Will man sich wirklich in dieses

von Facebook aufgezwungene Korsett zwängen lassen? Auf den ersten Blick scheint die neue Timeline nicht sehr übersichtlich, außerdem lassen sich nur vier Tabs auf der Hauptseite anzeigen, die anderen verschwinden hinter einem kleinen Pfeil, der auf weitere Tabs hinweist. Wie man schon erahnen kann, sind nicht alle mit dieser Umstellung einverstanden. Doch was sagt eigentlich die Community? Unsere MonitoringAbteilung hat die Meinungen der

Österreicher in allen relevanten (Online-)Kommunikationskanälen bewertet und eine Auswertung erstellt. Die Ergebnisse: Private Nutzer stehen den Neuerungen relativ neutral gegenüber, während vor allem Unternehmen – beziehungsweise PR-Berater und Agenturen – die Neuerungen kritisch beurteilen. Der Unübersichtlichkeit des neuen Designs steht zwar eine neue Eleganz und Modernität gegenüber, ein großer Teil der Nut-

zer kritisiert jedoch vor allem das Fehlen der Welcome Page – ein wichtiges Tool zur Generierung neuer „Fans“. Diese Neuerungen können jedoch auch völlig neue Ansatzpunkte für eine Arbeit mit Facebook sein: Abseits neuer Möglichkeiten, wie der Einbindung der Chronik in die Content-Planung, müssen sich die Betreiber nun vor allem darauf konzentrieren, ihren potenziellen Fans mit ihrer Seite einen deutlichen Mehrwert zu bieten, weil der erste Eindruck nun wesentlich mehr zählt. Mehr denn je ist jetzt die Zeit für gute Konzepte, speziellen Content und ausdrucksstarke Bilder gekommen. Marcel Falk ist Online-PR-Manager bei Modern Mind Marketing.  www.mhoch3.at

Donnerstag, 24. Mai 2012 mumok Wien www.mobilemarketinginnovationday.at http://www.facebook.com/mobilemarketinginnovationday

© Wien Energie/APA-Fotoservice/Hautzinger

Wien. Das sind sie also? Die angepriesenen Neuerungen von Facebook, das ja bekanntlich vor einem Jahrhundert-Börsengang steht und dessen Börsenwert mit bis zu 100 Mrd. USD bewertet wird. Doch ist die Timeline tatsächlich der Heilsbringer für die FacebookCommunity? Hierbei muss die ganze Sache aus zwei Blickwinkeln betrachtet werden – aus dem des Konsumenten und dem des Unternehmers. Für den „normalen“ Facebook-User ist dies sicherlich bis dato eine der größten Änderungen seines persönlichen Bereichs. Von einigen Seiten habe ich auch schon genervte Kommentare gehört; Tenor: Sie möchten keine Zeit in ihr Facebook-Profil stecken und am liebsten soll alles beim Alten bleiben. Alle anderen können sich jetzt in ihrem schon etwas angestaubten Profil austoben und die Neuerungen auskundschaften.

© Panthermedia.net/Basketman23

marcel falk

M. Hartmann (Taxi 40100), S. Frauenberger, W. Altmann (Wien Energie).


the opinion

6 – medianet

Toi toi toi Zur Optimierung der Allgemeinbildung: Die krankhafte Angst vor Freitag dem 13. wird „Paraskavedekatriaphobie“ genannt. Im Gegensatz zur landläufigen Annahme, dass die Freitagsfurcht historisch ähnlich verankert ist wie jene vor querenden schwarzen Katzen, Fußwege blockierenden Leitern oder Missgeschicken mit Spiegeln ist dieser Aberglaube, so die aktuellste Deutung, relativ jung – und noch dazu ein Import aus Übersee: Der Mythos sei um 1900 in den USA entstanden, behauptet der deutsche Volkskundler und Experte für Abergläubisches, Stephan Bachter, und erst nach dem Zweiten Weltkrieg in den deutschen Sprachraum vorgedrungen. „Erfinder“ des Unglücksdatums sei ein Finanzmanager aus Boston, der ein Buch über Börsenspekulationen geschrieben und diesem den Titel „Friday the 13th“ gegeben habe. Seriöse Psychologen hielten diese Phobie für eine Erfindung eines auf Phobien – und deren kostenpflichtige Behandlung – spezialisierten amerikanischen Psychologen, ergänzte Bachter gegenüber der Nachrichtenagentur dapd. Er könne sich nicht

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Manic Monday Freitag, der 13., ist durchaus ein Unglücksdatum, sofern man selektiv an die Sache herangeht. Die Angst davor, sagt ein Experte, ist allerdings eine Erfindung. sabine bretschneider

vorstellen, dass an einem Freitag, dem 13., jemand aus Furcht zu Hause bleibe – und „selbst dann kann ihm ja etwas passieren“, gab der Unglücksforscher zu erkennen, dass auch er selbst nicht ganz gefeit ist vor diesbezüglichen Ängsten. Am Freitag, dem 13. Jänner, feierten heuer die Schweden und Norweger, das

weiß man seit Ikea, den St. Knuts-Tag, den Tag des Christbaumabräumens, benannt nach Knut, König von Dänemark, der – so behaupten glaubwürdige Quellen – an einem 13. Jänner das Zeitliche segnete, wobei dieses Datum im fraglichen Jahr 1086 allerdings auf einen Mittwoch fiel.

In Thailand und Laos wird heute Songkran gefeiert – das traditionelle Neujahrsfest nach dem thailändischen Mondkalender. Ein interessantes Detail: Die traditionellen rituellen Waschungen, die man zu Songkran vornimmt, haben sich im Laufe der Zeit zu rabiaten Wasserschlachten entwickelt, bei denen in Verbindung mit Alkoholexzessen jedes Jahr rund 30.000 Personen verletzt werden und Hunderte zu Tode kommen. Dies alles nur als Beispiel dafür, dass man sich ein Datum durchaus schlechtreden kann, wenn man es denn drauf anlegt. Die Zürich Versicherung hat zuletzt eine Vergleichsanalyse hinsichtlich der Aufteilung der Schadensfälle auf die Wochentage durchgeführt. Ergebnis: Mit 17 Prozent führt der Montag das Schadensranking an. Der nächste Montag, der 13., steht uns im August bevor.

Gastkommentar Werbung im mobilen Internet

Damals und heute Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Handy? Ob Nokia, Sony Ericsson oder LG, all diese Geräte besaßen im Vergleich zu heutigen Standards nur rudimentäre Funktionen zum Telefonieren und SMS-Versand. Blicken wir nun auf das Jahr 2012, stellen wir fest, dass das Smartphone als weiterentwickeltes mobiles Telefon eine Vielzahl von Funktionen besitzt, die aus der täglichen Business- und Privatnutzung nicht mehr wegzudenken sind. Man kann durchaus behaupten, dass sich Smartphones inzwischen als eine Art digitales Schweizer Taschenmesser etabliert haben. Gewandelt hat sich darüber hinaus auch die Vielfalt „Bis vor wenigen der Werbung im mobilen Kanal. Bestand mobile Werbung bis vor wenigen Jahren lediglich aus nervigen WerbeJahren bestand mobile SMS oder statischer Bannerwerbung, können Werbebotschaften inzwischen durch intelligente Verknüpfungen Werbung lediglich aus mit den Geräte-Funktionen um eine wertvolle Komponente angereichert werden. Man sieht bereits eine Vielzahl von nervigen Werbe-SMS neuen, innovativen Werbeformaten im Markt, die einen bisher selten gesehenen Mehrwert für den Nutzer schafoder statischer Bannerfen und zudem interaktiv gestaltet sind.

Der Verbraucher ist nicht irgendein ­Idiot, sondern deine Frau. www.zitate . at

Intelligente Verknüpfungen

werbung.“

jascha samadi, apprupt

Werbetreibende Unternehmen aus Branchen mit beratungsintensiven Produkten, wie z.B. Finanzdienstleistungen, nutzen immer häufiger Click-to-Call, um eine direkte Kommunikationsaufnahme mit potenziellen Kunden zu ermöglichen. Die Methodik: Der Nutzer gelangt beim Surfen über den mobilen Browser oder während der Nutzung einer Applikation über den Klick auf ein Werbemittel zur mobilen Landingpage des Werbetreibenden, auf der sich neben detaillierten Informationen zum beworbenen Produkt ein Anruf-Button befindet. Nach Tipp auf den Button wird die Anruffunktion des Smartphones initialisiert, die den Nutzer mit dem Service-Center oder einer Kundenhotline verbindet – und so aus Sicht des Werbetreibenden den direkten Lead zum potenziellen Kunden herstellt. Eine ähnliche Herangehensweise bietet das Click-to-SMS-Verfahren, bei der eine SMS an eine Kurzwahlnummer gesendet wird. Eingesetzt wird das Format hauptsächlich bei Spendenkampagnen oder Gewinnspielen. Auch Click-to-Email oder Click-to-Call-Back erfreuen sich im Markt immer größerer Beliebtheit. Click-to-Calender verspricht sogar noch mehr: Dieses neuartige Werbeformat ermöglicht erinnerungsgestütztes Produkt-Branding. Hierbei kann der Nutzer, während er im mobilen Internet surft, mit nur wenigen Klicks Termine für Produktlaunches oder KinofilmPremieren auf dem eigenen SmartphoneKalender speichern. Besonderer Clou daran: Jascha Samadi, Die Nutzer werden über Push-Nachrichten Geschäftsführer im Vorfeld eines gespeicherten Termins an und Gründer das jeweilige beworbene Event erinnert. der apprupt GmbH (www. Click-to-Calender bietet somit einen echten apprupt.com). Mehrwert für den Nutzer. Samadi referiert Als sicher gilt: Die kommenden Monate am 24. Mai beim „medianet werden weitere innovative Entwicklungen Mobile Markehervorbringen, wie man Werbung im mobilen ting Innovation Web intelligent mit Smartphone-GerätefunktiDay“ im mumok onen verknüpfen kann. Vienna.

© Iron Mountain Europe

heute im business weekend

„Unternehmen müssen endlich aus ihrer Informationsapathie aufwachen und eine Unternehmenskultur der Informationsverantwortung etablieren.“

„Hätte ich eine Karriere als Golflehrer angestrebt, wäre meine Familie vermutlich bereits verhungert.“ E mirate s Ös terr e i c h -C h e f M artin G ross , s. 7 2

© apprupt

© Marco Urban/Emirates

M arc Duale , Iron M ountain, s. 5 1

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM

Digitale Schweizer Taschenmesser

zitat des ta g es David Ogilvy, britischer Werbetexter, Gründer von Ogilvy & Mather

Freitag, 13. April 2012

Die Gastkommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 abo@medianet.at | Fax: DW 2231 Anzeigen-Hotline Tel.: DW 2203 office@medianet.at | Fax: DW 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

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medianet

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freitag, 13. APRIL 2012 – 7

infect und Steiermark Tourismus feiern 40er mit virtuellem Baumschnitzen Seite 11

Vermarktung

Party

MairDumont Media vermarktet ab sofort skyscanner.at exklusiv  Seite 11

Wiener heißen erneuerten Sender willkommen  Seite 14

© Andreas Tischler

Jubiläum skyscanner.at

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marketing & media Stadtsender W24 feiert erfolgreichen Relaunch

© fej

short

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Josef Almer, neuer Geschäftsführer des Vermarkters Goldbach Media Austria, im Gespräch über Vorteile eines internationalen Netzwerks, multimediale Vermarktungsstrategien und -pakete, Contentkooperationen sowie künftige Trends.  Seite 10

© Rita Skof

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Gerhard Riedler sieht sich als Geschäftsführer von Vermarkter IP durch die Übernahme des Privatsenders Austria 9 durch die deutsche ProSiebenSat.1-Gruppe mit einem direkten Konkurrenten konfrontiert. Riedler will seinen Vertrag erfüllen.  Seite 13

Manuel Bräuhofer feiert als Geschäftsführer der DiversityMarketing-Agentur Brainworker das fünfjährige Bestehen. Zum Jubiläum kann der Spezialist im Bereich Ethnomarketing mit dem Österreichischen Roten Kreuz einen Neukunden präsentieren.  Seite 13

Programm Der Wiener Stadtsender W24 ändert seine strategische Positio­ nierung und startet mit komplett überarbeiteten Programminhalten neu durch. Künftig soll der Bezug zur Stadt Wien noch stärker ausfallen. Dabei setzt man auf altbewährte Gesichter sowie eine neue Livesendung.  Seite 8

medianet tv heute

Wechsel GF Walter Walz geht auf eigenen Wunsch

© Young & Rubicam

Dietmar Zikulnig neuer „Kleine“-GF

© Styria Media Group

Young & Rubicam macht Lust auf das neue Produkt von Danone. click+>www.medianet.at

Dietmar Zikulnig übernimmt ab sofort die Geschäftsführung der Kleinen Zeitung.

Graz. Nach dem Ausscheiden von Walter Walzl aus der Geschäftsführung der Kleinen Zeitung wurde mit sofortiger Wirkung Dietmar Zikulnig in die Geschäftsführung berufen. Dietmar Zikulnig gründete 1996 die Kärntner Woche und leitete bis 2005 die gesamten Wochenzeitungsaktivitäten der Styria-Gruppe. 2006 wurde Zikulnig in den Vorstand der neu gegründeten Styria Media International AG berufen. 2011 wechselte er in die Holding und managte neben anderen Projekten den Exit aus dem friulanischen Markt sowie das Magazin-Joint Venture mit der Moser Holding.  (red)

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8 – medianet

Freitag, 13. April 2012

Relaunch Stadtsender W24 positioniert sich strategisch neu und erneuert sein Programm inhaltlich wie optisch

Seiteneinwurf

W24: „So nah an die Stadt kommt in Wien keiner“

Freiheit oder „Freundschaft“?

Programm für Wiener mit altbekannten Gesichtern und neuen Formaten; Livesendung als Flaggschiff.

dinko fejzuli

Und, es gibt (in den Augen der Genossen) einen weiteren Schönheitsfehler, den sie übersehen haben könnten. Diese Mannschaft und vor allem ihre redaktionelle Führung hat schon angekündigt, sich die Butter nicht so leicht vom Brot nehmen zu lassen, sprich: Man wird natürlich den Stadtpolitikern und den Stadtunternehmen breiten Raum on air einräumen, aber in puncto Nachrichten agiere man unabhängig. W24-Chefredakteur Kurt Raunjak, lange Jahre bei Puls 4 und dort u.a. auch als kämpferischer Betriebsrat für die Redakteure bekannt, ist hoffentlich niemand, der sich in diesem Bereich etwas vorschreiben lässt. Zumindest angekündigt hat er es, und zu wünschen wäre es ihm und dem ganzen Sender. Insgesamt hatte man den Eindruck, dass die bunte und euphorische Mannschaft des jungen Senders schon viel weiter ist als die alteingesessenen und an eine Absolute gewöhnte Genossen, die wohl (irr)glauben, hier ‚ihren‘ Sender aus der Taufe gehoben zu haben.   d.fejzuli@medianet.at

Zahlreiche neue Formate aus den Bereichen Information, Service, Unterhaltung und Diskussion sollen die Zuseher vom erneuerten Stadtsender W24 überzeugen.

neuartigen Formats in Wien: „‚Live‘ ist die Königsdisziplin. Auf dieses Flaggschiff unseres Relaunchs haben wir intensiv hingearbeitet.“ Kristina Inhof und Peter Schreiber, bisher als Reporter hinter der Kamera im Einsatz, werden die Gesichter des neuen Magazins. Altbekannte Gesichter finden sich in den anderen Programmen von W24 wieder: Josef Broukal beschäftigt sich künftig in „Zukunft im Alltag“ mit technologischen

Jürgen Hofer

Wien. Der Wiener Stadtsender W24 hat sich einem Relaunch unterzogen und präsentiert sich sowohl in strategischer Positionierung als auch in inhaltlicher Gestaltung komplett neu. Bereits im September vergangenen Jahres wurde die Neuausrichtung mit dem erklärten Ziel der Positionierung als vollwertiger Sender im Bereich der Privaten sowie der Festigung der Führungsposition am Wiener Lokalfernsehmarkt in Angriff genommen. Strukturelle wie auch personelle Neuerungen sollen den Sender in seinem neuen Selbstverständnis tragen. So will W24 künftig der Sender für die Wiener Bevölkerung sein. „Ich glaube, mit ‚W24‘ tief in die Stadt eintauchen zu können“, gibt Sigrid Oblak, Geschäftsführerin der Wien Holding GmbH, die Marschroute vor. Marcin Kotlowski, Geschäftsführer der 100%-Tochter WH Medien GmbH, bekräftigt diesen Weg: „Wir bekennen uns zu dieser Stadt. So nah‘ dran wie wir ist keiner.“ 32 Formate wurden in den letzten Monaten von den Sendungsmachern überarbeitet, 14 Formate komplett neu konzipiert. „Unsere Programmgestaltung richtet sich nach dem Nutzungsverhalten der Konsumenten. Wir bieten Information, Service, Unterhaltung, Diskurs und Reportage“, skizziert Programmchef Michael Kofler die Inhalte des rundum erneuerten Stadtsenders. „Wir wollen Prozesse in Wien sichtbar, nachvollziehbar machen und kontextuieren.“

Flaggschiff Livesendung Kernstück des Programmrelaunchs ist dabei die Livesendung „Guten Abend Wien“, welche 45-minütig von Montag bis Freitag um 18:30 ausgestrahlt wird. Chefredakteur Kurt Raunjak betont die Bedeutung des laut Senders völlig

„Wir werden redaktionell unabhängig und journalistisch sauber berichten.“ Das Gesamtbudget des Senders, der 32 Mitarbeiter beschäftigt, beläuft sich auf 2,8 Mio. € pro Jahr. W24, empfangbar über UPC-Telekabel, ist aktuell der meistgesehene Wiener Stadtfernsehsender. W24 verweist auf 50.000 Seher täglich und hält einen Marktanteil von 4,5% im Wiener Kabelnetz. „Wir

„‚Live‘ ist die Königs­ disziplin und das Flaggschiff unseres Relaunchs. Darauf haben wir intensiv

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Die TV-Butter am Brot

© W24 (12)

R

underneuertes Stadt-TV am ‚roten Band‘ titelte Standard-Kollege Harald Fidler zum Start des komplett umgekrempelten Wiener Stadtsenders W24. Ähnlich hieß es bei der APA: ‚Bei der Präsentation des Programms war die Politikerdichte aus dem roten Teil der Wiener Regierungsmannschaft recht hoch, und auch sonst wird um die Repräsentanten und Unternehmungen der Stadt – wohl zwangsläufig – nicht unbedingt ein Bogen gemacht.‘ Und bei der abendlichen Lauch-Party von W24 ging es munter weiter: Wer nicht wusste, dass es sich um den Start eines neuen Senders handelte, und nur ein Auge darauf warf, wer denn auf und von der Bühne runter so als Gast begrüßt wurde, hätte nicht unbedingt den Eindruck ­gewinnen müssen, auf der Launch-Party eines TV-Senders zu sein. Die W24-Führung selbst sieht das Ganze sachlich und den Sender als, Zitat, ‚Dienstleister der Stadt Wien‘. Dafür spricht sicherlich – und das konnte man bei dem abendlichen Fest auch sehen – eine junge, dynamische und medienhungrige Mannschaft, die darauf wartet, bürgernahes und urbanes Fernsehen für die Bundeshauptstadt zu machen.

hingearbeitet.“ Kurt Raunjak, chefredakteur

Innovationen, Markus Pohanka gibt im Format „Bezirksblatt TV“ sein Comeback am Bildschirm, Michael Knöppel bittet bekannte Sportgrößen zum Talk in seine Sport­lounge. Zirka drei Stunden Programm werden laut Kotlowski täglich in Angriff genommen und produziert. Mit dem Frühstücksformat „Guten Morgen Wien“ will man bei W24 täglich ab 6 Uhr mit den ersten Nachrichten der Stadt Seher an sich binden. Objektivität in der Berichterstattung heftet sich W24 dabei an seine Fahnen: „Seinen Eigentümer kann man nicht negieren. Aber es wird keinen Skandal geben, über den wir nicht berichten werden“, spricht Kotlowski die Beziehung zum Eigentümer Stadt Wien offen an. Raunjak, von Puls 4 zu W24 geholt, stößt ins selbe Horn:

wollen keiner Quote nachjagen“, hält Kotlowski den Ball flach. Viel mehr wolle man die Verweildauer der Seher künftig steigern.

Partner in der Wirtschaft Ermöglichen sollen das – neben der inhaltlichen Neugestaltung – auf finanzieller Basis auch kommerzielle Partnerschaften in den verschiedenen Sendungsformaten: der Computerhändler DiTech, die Mietervereinigung „Wir Wiener Mieter“ oder das ZIT – Zentrum für Innovation und Technologie konnten bereits als Partner gewonnen werden. Kooperationen mit anderen Medien wie etwa der Tageszeitung Der Standard beim „Montagsgespräch“ oder den Wiener Bezirksblättern komplettieren die Zusammenarbeit.

Neben den inhaltlichen Änderungen wurde auch die Ausrüstung nachjustiert: Das Studio im 14. Wiener Gemeindebezirk wurde um mehrere Sets erweitert und auch technisch aufgerüstet.

Ausbau „Neue Medien“ Adaptionen und Erweiterungen wird es von W24 auch im Bereich der Neuen Medien geben. Die Website des Senders wird aktuell neu gestaltet, bietet den Usern aber bereits jetzt aktuelle Nachrichten sowie Informationen zum laufenden Programm. Neben der Möglichkeit, verpasste Sendungen in der TVThek nachzusehen, wartet W24 auch mit einem Live-Stream des aktuellen Programms auf. Dieser ist auch über Smartphones empfangbar. Um den Bedürfnissen der Internet-Community gerecht zu werden, interagiert W24 seit Kurzem auch auf Facebook mit seinen Sehern. Die Redaktion betreut den Kommunikationskanal und hält so den direkten Dialog mit den Menschen der Stadt. Mit dem vollzogenen Relaunch werde es aber auch künftig nicht ruhiger, so Kotlowski: „Wir werden am Sender jeden Tag arbeiten und versuchen, unsere Seher zu überraschen.“

Facts W24 befindet sich im Eigentum der WH ­ edien GmbH (ehemals Kabel-TV-Wien M GmbH), einer 100%-Tochter der Wien Holding GmbH. Die WH Medien GmbH hält fünf Prozent am Wiener Kabelfernseh-Anbieter UPC Telekabel Wien GmbH und ist seit Gründung dieses Unternehmens im Jahr 1977 die Programmgesellschaft dieses Unternehmens. Die WH Medien GmbH ist weiters zu 100% Eigentümerin der „Kabel-TV-Wien-Programmveranstaltungs- und Marketing Ges. m.b.H.“, in der der operative journalistische Bereich zusammengefasst ist, die „Salum Beteiligungsverwaltungs GmbH“ und die „KTV BeteiligungsgesmbH“.


medien

Freitag, 13. April 2012

medianet – 9

W24 Kritiker befürchten einen SPÖ-nahen Hauptstadtsender – die Macher wollen ein modernes, urbanes und bürgernahes Programm machen

„Erklären statt runtermachen“

Marcin Kotlowski im Talk: „Wir wollen Politik nicht runtermachen, sondern erklären und zeigen, was wirklich dahintersteckt.“ medianet: Manche Sendungen auf W24 wirken noch etwas selbstgestrickt, vor allem die Bild & Tonqualität lassen manchmal etwas zu wünschen übrig – wird sich hier etwas ändern?

dinko fejzuli

Wien. Mitte der Woche war der Start des komplett runderneuerten Wiener Stadtsenders W24 (s. Bericht links). medianet bat den Geschäftsführer Marcin Kotlowski zum Gespräch.

medianet: Für wen ist W24 als Werbepartner interessant? Kotlowski: W24 positioniert sich künftig als vollwertiger Lokalsender mit einem umfangreichen Programm und das rund um die Uhr. Wir sind überzeugt, dass wir ein attraktiver Werbepartner für Unternehmen und Organisationen sind – ob lokaler Kleinbetrieb oder in Wien agierender Konzern. Da wir

„Die Redaktion des Senders arbeitet unabhängig. Mit Kurt Raunjak als Chef­ redakteur kommt ein Vollprofi des privaten

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

medianet: In wenigen Worten: Wofür steht W24 künftig? Marcin Kotlowski, GF WH Medien GmbH: Wir stehen für zwei Stoßrichtungen. Zum einen – so nah an die Stadt wie wir kommt keiner. Kein anderer Fernsehender hat so viel Zeit und Platz für die kleinen und großen Geschichten aus Wien, für die Persönlichkeiten und die Heldinnen und Helden des Alltags hier in unserer Stadt. Zum anderen, wir wollen und werden der Fernsehsender sein, bei dem jede Wienerin und jeder Wiener ins Fernsehen kommen kann mit ihrer Geschichte oder Idee – als Studiogast, in einem der Formate oder sogar mit einer eigenen Sendungsidee.

­Fernsehens.“ marcin kotlowski gf WH medien

in der Bundeshauptstadt senden, hat der Begriff ‚Stadtfernsehen‘ eine andere Bedeutung. Wir setzen stark auf kommerzielle Partnerschaften bei den bestehenden und neu zu entwickelnden Sendungsformaten. So konnten bereits erste Kooperationen mit dem Wiener Computerhändler DiTech, kika, der Mietervereinigung oder dem ZIT Zentrum für Innovation und Technologie etabliert werden.

medianet: Wie sehen personell die einzelnen Ebenen aus? Kotlowski: Generell wie bei vielen anderen Sendern auch. Geschäftsführung mit Markus Pöllhuber und mir, Programmdirektion mit Michael Kofler, Chefredaktion mit Kurt Raunjak, Chefin Aktueller Dienst mit Annett Hudasch und vielen Sendungsverantwortlichen Redakteurinnen und Redakteuren. Insgesamt haben wir 32 Beschäftigte.

Kotlowski: Ja, daran arbeiten wir intensiv. Wir haben als ersten Schritt auf 16:9 umgestellt, um der neuen Flatscreen-Realität endlich gerecht werden zu können. Wir drehen in Full HD und werden mit Herbst auf eine neue Broadcastinglösung setzen. Schritt um Schritt arbeiten wir am Produkt. Das Redesign und die Programmentwicklung passieren parallel zum Infrastrukturausbau und zu neuer Technik.

medianet: Warum gibt es keine Sendung für Migranten? Kotlowski: Doch die gibt es, es ist ‚Superar‘ in Zusammenarbeit mit der Caritas Wien und dem Konzerthaus sowie den Wiener Sängerknaben. Wir haben hier mit Werner Binnenstein-Bachstein einen zuverlässigen und sehr glaubwürdigen Partner gewinnen können. Es wird dazu noch weitere Akzente geben, aber wir können ja nicht alles auf einmal schaffen. medianet: Kritiker sehen W24 im Verbund mit anderen Medienunternehmungen der Stadt z.B. via WH Medien GmbH bzw. Wien Holding als ‚roten Parteisender‘ und ‚weiteren Baustein im roten Medienimperium‘ der Wiener SPÖ. Was sagen Sie zu solchen Vorwürfen? Kotlowski: Die Redaktion des Senders arbeitet unabhängig. Mit Kurt Raunjak als Chefredakteur kommt ein Vollprofi des privaten Fernsehens. Er hat fünf Jahre bei Puls 4 das Geschehen mitbestimmt und Sendungen wie den ‚Stadtreport‘ verantwortet. Das zeigt, dass es uns ernst ist und wir einen professionellen Zugang haben. Gleichzeitig gilt für uns: Wir wollen Politik nicht runtermachen, sondern erklären und zeigen, was wirklich dahintersteckt. Langfassung des Interviews:  www.medianet.at

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marketing & agenturen

10 – medianet

Freitag, 13. April 2012

Personalie Der 39-jährige Josef Almer steigt zum Geschäftsführer des Vermarkters Goldbach Media Austria auf

short

Keine leere Worthülse: Crossmediale Lösungen

„Bezirksblätter“ suchen Rallye-Copiloten

© Josef Bollwein

Im Gespräch mit medianet über Erfolg, multimediale Vermarktungsstrategien und künftige Trends.

Wien. „Wir haben unsere Sender am Markt etablieren können und ein gutes Wachstum auf wirtschaftlicher Seite erzielt“, zieht Josef Almer im Gespräch mit medianet zufrieden Bilanz über das vergangene Jahr. Damals noch als Prokurist, wurde er vom Vermarktungsunternehmen Goldbach Media Austria in die Geschäftsführung der Offline-Vermarktungstochter Goldbach Media geholt, die er seit März 2012 bekleidet. Verantwortlich zeichnet Almer in seiner neuen Position für die Vermarktung der TV-Programme Viva Austria, Nickelodeon Austria und Comedy Central Austria, die Vermittlung von Werbeschaltungen auf diversen Teletext-Seiten sowie die Vermarktung der digitalen MediaWalls in Österreichs Bahnhöfen. Die von Josef Almer geführte Goldbach Media Austria ist Teil der Goldbach Austria. Diese wiederum ist eine Subholding der Schweizer Goldbach Group AG, welche Vermarktungspakete in der Schweiz realisiert: „In der Schweiz ist Goldbach de facto Monopolist. Diese paradiesischen Zustände hätte ich in Österreich auch gern, nur ist das schwierig“, wagt Almer keine Vergleiche der beiden unterschiedlichen Märkte zu ziehen. „Aber die Schweiz ist durchaus zufrieden mit unserer Performance in Österreich.“

St. Pölten. Beim heurigen „Opel Corsa Rallyecup“ nimmt auch ein „Bezirksblätter Racing Team“ teil. Für den Fahrer Wolfram Doberer sucht die Lokalzeitung einen Copiloten; bewerben können sich Interessierte auf www.meinbezirk. at/rallye. „Uns geht es nicht nur um Punkte und den Sieg – wir wollen unseren Lesern etwas bieten, was diese so nirgendwo anders bekommen: Sie können Teil eines Rallyeteams werden“, erklärt Markus Binder, Marketingleiter der Bezirksblätter Niederösterreich.

© Anker

Anker startet Qualitätsoffensive

Das neue Siegel soll Tradition und Qualität signalisieren.

Wien. Anker will seine 120jährige Backerfahrung ins Zentrum rücken. Die Jahreskampagne läuft daher unter der Botschaft: „Das Beste von Wien. Seit 1891“. Visuell unterstützt wird der Slogan durch ein neues „Qualitätssiegel“. Ab Mitte April wird die Qualitätsoffensive auf 16Bogen-Plakaten, Citylights, in Anzeigen, im Hörfunk, Online, Social Media und am PoS beworben. Die Kampagne wurde in Zusammenarbeit mit Gilbert Konrad umgesetzt.

Internationale Synergien Synergien aus diesem internationalen Netzwerk lässt Almer in die Betreuung und Beratung seiner österreichischen Kunden einfließen: „Wir können Know-how und Erfahrungswerte eines Unterneh-

Josef Almer, GF Goldbach Media Austria, baut auf crossmediale Vermarktungspakete.

mens, das in zehn Ländern tätig ist, nutzen. Von diesem Austausch profitieren wir und unsere Kunden enorm.“ Basis des Vermarktungsangebots in Österreich sind zwei eigenständige Online- und OfflineVermarktungsgesellschaften sowie mit Goldbach Interactive eine dritte Unit zur Umsetzung digitaler Marketinglösungen. In dieser Konstellation im Hintergrund sieht Almer einen zusätzlichen essenziellen Vorteil für seine Kunden: „Wir wollen crossmediale Gesamtpakete für unsere Kunden schnüren. Als single point of contact bieten wir gemeinsam mit unserem

Online-Schwesterunternehmen ein breites Vermarktungsspektrum für alle elektronischen und digitalen Kommunikationskanäle.“

Maßgeschneiderte Pakete Zusätzlicher positiver Aspekt für Werbekunden sei die Möglichkeit exakter Zielgruppenansprache: „Natürlich gibt es Sender mit einer größeren Reichweite als unsere, aber wir haben starke Brands, sind unique positioniert und bieten daher wenig Streuverlust. Außerdem bieten wir mit unserer Beratungstätigkeit, dem Know-how

in der Zielgruppenansprache und maßgeschneiderten Kooperationsformen weit mehr als reine Werbezeitenvermarktung.“ Über das 180 Pages starke Portfolio des Schwesterunternehmens Goldbach Audience werden TV-Kampagnen ins Internet verlängert. Interaktion und Dialog über Soziale Netzwerke runden die Vermarktungspakete ab und schaffen erhöhte Reichweiten. Um diese zu erreichen, müssen laut Almer auch die Inhalte abgestimmt werden: „Jeder Hersteller produziert um seine Produkte eine Welt herum, die sich am schönsten in Bewegtbildern darstellen lassen.“ Contentkooperationen in glaubwürdigen, redaktionellen TV-Formaten wie etwa dem ÖsterreichMagazin „Viva pur“ bieten den Zusehern Mehrwert und eröffnen neue Anknüpfungspunkte für beispielsweise Offlinepromotions. Für künftige Herausforderungen in der Vermarktung sucht Almer stets nach Alternativen: „‚Digital out of home‘ wird 2012 für uns ein großes Thema. Das ist ein Segment mit Zukunftspotenzial.“ Österreichweite Vermarktungsnetzwerke auf LED-Außenwänden wie auch digitale Plakatstellen im öffentlichen Bereich sollen in der Zukunft zusätzliche Optionen darstellen. Ebenfalls noch Zukunftsmusik ist für Almer der Bereich der TV-Hardware, die stetigen Erneuerungen unterliegt: „Wir sehen internetfähige TV-Geräte und andere Innovationen als spannende Themen für die Zukunft. Der Haken ist derzeit jedoch nach wie vor die Praktikabilität.“ Jedenfalls sieht Almer der Parallelnutzung von TV und Online gelassen entgegen: „Wir sind mit unserer Wertschöpfungskette perfekt aufgestellt: Reichweiten aus beiden Welten zu verbinden und kombinieren, ist unsere Aufgabe.“

ProSiebenSat.1 Austria Die Sendergruppe vereint ihre bisher fünf Standorte – ORF lässt noch auf sich warten

Umzug: Puls 4 zieht ins Media Quarter Marx

RRB-Jugendportal: von ghost.company

© RRB Mödling

Wien. Ob der ORF tatsächlich in das Media Quarter Marx (MQM) übersiedelt, weiß momentan noch keiner so genau. Fix ist dagegen der Umzug der ProSiebenSat. 1 Austria. Derzeit verteilt sich die Sendergruppe mit rund 300 Mitarbeitern auf fünf verschiedene Standorte in Wien: die SevenOne Media Austria in der Theobaldgasse, die Puls 4 Redaktion in der Mariahilferstraße, die Puls 4 Studios im MuseumsQuar-

© ProSiebenSat.1 Austria

3D-Kurzfilme zeigen Jugendlichen die Serviceleistungen der Bank.

Mödling. Zielgruppengerecht präsentiert sich das neue Jugendportal der Raiffeisen Regionalbank (RRB) Mödling auf www.rrbjugend.at. Konto-, Finanzierungs- und Vorsorgeleistungen werden kompakt dargestellt und von Kurzfilmen begleitet. Auch Entertainment- und Social MediaThemen werden den Jugendlichen geboten. Für Konzept, Design und die gesamte technische Realisierung zeichnet die Perchtoldsdorfer Werbeagentur ghost. company verantwortlich.

© fej

Dinko Fejzuli Jürgen hofer

Wer das Casting gewinnt, steigt mit Wolfram Doberer ins Rallyeauto.

tier, Sat.1 Österreich in der Schönbrunnerstraße und Austria 9 in den Rosenhügel Studios. Nach dem Umzug in das MQM werden diese Standorte erstmals vereint. Die Privatfernsehsender werden dann eine Gesamtfläche von rund 8.300 m� zur Verfügung haben, Herzstück soll eine Studio-umgebung im Umfang von 3.000 m� bilden. Darüber hinaus machen die unmittelbar anschließenden Büroräumlichkeiten eine

Expansion und Weiterentwicklung möglich. Damit wird die ProSiebenSat.1 Austria-Gruppe flächenmäßig der größte Mieter in Neu Marx sein. Bereits am 1. August sollen die neuen Studios an Puls 4 übergeben werden und im September folgt die erste Sendung, produziert im neuen Studio. Durch die neue Studio- und Bürostruktur sollen Arbeitsabläufe effizienter gestaltet, Innovation erleichtert und die Crossmedialität

300 Mitarbeiter, auf fünf Standorte verteilt; dieser Zustand gehört bald der Vergangenheit an. Im Herbst siedelt Puls 4 in die pink gekennzeichneten Räumlichkeiten.

weiter ausgebaut werden. „Der Umzug der ProSiebenSat.1 Austria Gruppe bestärkt uns in unserem Engagement in Neu Marx. Unser Angebot trifft auf erfolgreiche Unternehmen. Von der Vielfalt der ansässigen Medienschaffenden werden alle Beschäftigten und damit auch die Wiener Wirtschaft profitieren“, so Vizebürgermeisterin Renate Brauner.

„Umzug wichtiger Schritt“ Zufrieden zeigt sich auch Markus Breitenecker, Geschäftsführer ProsiebenSat.1 Austria: „Der Umzug in das ‚Media Quarter Marx‘ ist ein wichtiger Schritt für uns und zählt zu den bisher größten Investitionen. Mit dem Ausbau unserer Programmprojekte, der technischen Weiterentwicklung, der Integration neuer Medienplattformen und dem Erwerb von ‚Austria 9‘ brauchen wir eine Neuaufstellung unserer Organisation an einem zentralen Standort. Wir freuen uns darauf, als erstes TV-Unternehmen an dem neuen Wiener Medienstandort zu produzieren.“  (red)


Marketing & Agenturen

Freitag, 13. April 2012

TV-Spot Danone vertraut auf Produktneuheit DanVia und setzt auch in der Kommunikation neue Maßstäbe

SHORT

Y&R macht Lust auf Süßes

farmor steigt mit Social Media-Etat aufs Gas Wien. Im Rahmen einer internationalen Ausschreibung konnte farmor Wien den Social Media-Etat der Fiat Group Automobiles Austria für sich gewinnen. Ab sofort betreut farmor Wien Facebookpage, Twitteraccount und YouTubeChannel der Marken Fiat, Abarth, Alfa Romeo, Lancia und Jeep in Österreich.  (red)  www.farmor.at

Neuer TV-Spot von Young & Rubicam für Danone soll Konsumenten Entscheidung erleichtern.

© Young & Rubicam

Steiermark: virtuelles Baumschnitzen zum 40er

Selbstbewusste Frauen als Werbeträger im neuen Danone TV-Spot.

© www.herzgeschichten.at

medianet – 11

Wien. Fruchtjoghurts und Molkedrinks ohne zugesetzten Zucker und künstlichen Süßstoff dank der Süße aus den Blättern der SteviaPflanze: Young & Rubicam präsentiert den süßen Genuss der Produktneuheit von Danone im dazugehörigen TV-Spot. Die realisierte Kampagne legt den Fokus auf den vollen Geschmack der Milchprodukte und soll den Konsumenten die Entscheidung für ein Erlebnis ohne Zuckerzusatz erleichtern. „Mit der Marke ‚DanVia‘ revolutionieren wir den Joghurt- und Molke Markt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, war es uns wichtig, auch neue Maßstäbe

in der Kommunikation zu setzen“, bringt Danone Marketing Director Thomas Redl die Intention hinter dem neuen Spot auf den Punkt. DanVia wurde speziell für den österreichischen Markt entwickelt. Fruchtjoghurts und Molkedrinks werden aus 100% gentechnikfreier Salzburger Alpenmilch hergestellt, beinhalten jedoch ausschließlich Süße der Stevia-Pflanze. Diese Eigenschaften sollen im neuen Spot der Zielgruppe kommuniziert und damit auch deren Bedürfnisse klar angesprochen werden: „Mit dem TV Spot ‚Revolution‘ zeigen wir wirkungsstark und schlagkräftig selbstbewusste Frauen, die vollen

Geschmack ohne zugesetzten Zucker und somit keine Kompromisse mehr wollen.“  (hof) Credits: Kunde Danone GmbH Marketing Director Thomas Redl Brand Manager Innovation Antonia Kerschbaumer Junior Brand Manager Dorina Zajicek Agentur Young & Rubicam Vienna GmbH Creative Director Hans Cepko Creative Supervisor/Copy Nikolaus Link Art Director Fanni Kovacs Account Director Barbara Hofschneider Produktion Daniela Rager Produktion Film Factory Regie Pascal Heiduk DOP Yoshi Heimrath Post Produktion Digital Light Factory Tonstudio Blautöne Media GmbH

Die Grazer Agentur infect realisierte das virtuelle Stammbuch zum Jubiläum.

Graz. Das Grüne Herz, Symbol und Markenträger des Bundeslands Steiermark, wird 40 Jahre alt. Aus diesem Anlass lädt Steiermark Tourismus Internetuser ein, ihre Liebe zur Steiermark auf einer eigens eingerichteten Homepage zu verewigen. Unter dem Motto „Herzgeschichten“ können ganz persönliche Liebesbotschaften an die Steiermark in den virtuellen Stammbaum geschnitzt und somit persönliche Erinnerungen verewigt werden. „Es macht richtig Freude, die unterschiedlichen herzerfrischenden Geschichten und Erinnerungen der Steiermarkfreunde zu lesen und sich selbst am Stammbaum zu verewigen“, so Georg Bliem, Geschäftsführer von Steiermark Tourismus. Verantwortlich für die Aktion zeichnet infect, Grazer Agentur für Dialogund Digitalmarketing.  (red)  www.herzgeschichten.at

© www.skyscanner.at

MairDumont Media vermarktet skyscanner.at

MairDumont Media: führender SpecialInterest-Vermarkter für skyscanner.at.

Stuttgart. Der Stuttgarter SpecialInterest-Vermarkter MairDumont Media übernimmt die exklusive Vermarktung der Reisesuchseite skyscanner.at. „Skyscanner ist eine exzellente Bereicherung für unser Portfolio. Wir bieten ­unseren Werbetreibenden aus den ­Branchen ‚Touristik‘ und ‚Reisebegleitende Produkte‘ damit ­thematisch passende Werbeumfelder“, ist Andre Mornhinweg, Head of Partner & Portfolio ­Management, von den Möglichkeiten überzeugt. Der Vermarkter für die Themen Outdoor, Reise und Automobil erweitert seit Ende 2011 sukzessive sein Portfolio in den Märkten Österreich und Schweiz und setzt auf die weitere Internationalisierung seines Portfolios.  (red)  www.skyscanner.at 0410_JuniorPage_CPM_2012_RZ-Pfade.indd 1

10.04.2012 16:55:10 Uhr


medien

12 – medianet

Freitag, 13. April 2012

Tests Die vier Internet TV-Guide-Plattformen tele, tvbutler, tvheute und tvmedia im Praxis-Vergleich: Wer hat die exaktesten und aktuellsten Programminfos?

Der totale Online-Fernseh-Guide Bis auf eine Ausnahme werden Radiohörer von den heimischen Programmguides im Internet nur unzureichend bedient. chris haderer

Wien. Wie einfach war doch ein gelungener Fernsehabend in den 1970er-Jahren, als es nur zwei Programme gab, die gegen Mitternacht mit der Bundeshymne zu Ende gingen. Mehrere ORF-Reformen später bemühen sich ein paar Hundert Sender via Kabel und Satellit um Zuschauer – für die es angesichts der Programmauswahl immer schwerer wird, den Überblick zu behalten. Während die physische Welt von etlichen TV-Zeitschriften bedient wird, ist in der Welt der elektronischen Programmguides, die via Internet abrufbar sind, aber noch Platz für Verbesserung. Zumindest entsteht dieser Eindruck beim Vergleich der österreichischen TV-Guide-Portale tele.at, tvbutler.at, tvheute.at und tvmedia.at (siehe Tabelle rechts).

ben, was bei der Auswahl von Tipps und Schwerpunkten angenehm auffällt. Dass der tvbutler außerdem (wie auch tele.at) den „Wave“-Test, der Webseiten auf Barrierefreiheit checkt, ohne Fehler übersteht, ist auf seine Herkunft als reines WebProdukt zurückzuführen.

Die Guides im Detail

Alle vier Guides blenden als Beiwerk zur Information auch verschiedenste Werbung ein, diese wurde im Test jedoch nicht als störend wahrgenommen. tele.at listet die meisten Sender, ist mit nur neun Radiosendern aber akustisch recht sparsam. Zusätzlich gibt es Gewinnspiele, die Verbindung zum Print wird über Rubriken aus dem Heft hergestellt (von dort stammen auch viele Texte und Fotos). Im Test waren die Texte für viele österreichische Sendungen, Magazine und Reportagen nicht aktuell. Tücke im Detail Der tvbutler.at ist in einer kleiAlle vier Portale bieten auf den ersnen Nische zu Hause. Er ist barriten Blick einen recht umfassenden erefrei aufgebaut und somit auch Überblick, unterscheiden sich aber für Menschen mit körperlichen voneinander – vor allem, wenn es Defiziten einfach zu bedienen. Er ins Detail geht: Was die Aktualität bietet ein im Gegensatz zu den anund den Umfang der Sendungsderen Anbietern horizontales Proinformationen angeht, schnitt der gramm-Tableau für guten Übertvbutler im Test am besten ab. blick; die Datenqualität stellte sich Er ist außerdem der einzige Guide, im Test als topaktuell und hochhinter dem kein Verlag mit einem wertig heraus. Neben einer eigenen ähnlichen Print-Produkt steht. TV- und Radiodatenbank werden Er muss daher auch nicht Markealle Mediatheken gelistet, es gibt s&m_ins 271x202_05 04 12 05.04.2012 12:46 Uhr Seite 1 ting für eine Printausgabe betreiein Senderlexikon, Wochen-Tipps,

o n l i n e- p r ogr a m m -g u i d e s i m ver gleich

Freie Sender Pay TV-Sender Radiosender Spartenprogramme Personalisierbarkeit Suchmöglichkeit Merkliste Daten-Aktualität Daten-Exaktheit Daten-Umfang Barrierefreiheit-Fehler Zusatzinfos

tele.at 71 38 9 11 Genre-Kategorien mit Such-Extras, tele-Ranking ja ja ja mittel ja, keine Bilder Kurztext und Foto 0 Showview, Merkliste, Like-Button

tvheute.at 36 76 0 8 Genre-Kategorien mit Listing nein Falsche Ergebnisse nein mittel ja, Darsteller ohne ­Rollennamen Verweis auf Infos im Internet 6 Like-Button, Tweed, weitere Sendetermine

tv-media.at 56 30 0 8 Genre-Kategorien mit Listing ja Falsche Ergebnisse nein gut ja, kein Hinweis auf neue Folgen Verweis auf Infos im Internet 12 nein

Tipps

5 Tagestipps, Filmarchiv

Liste mit Tagestipps, Top-Filme, Top-Serie, Top-Dokus, Sporthighlights, etc.

Verweis auf das Inhalts­ verzeichnis der Print­ ausgabe, Startratsch

Links

www.tele.at

www.tvheute.at

www.tv-media.at

Serien-Starts und auch Events. Darüber hinaus listet er sagenhafte 54 Radioprogramme. tvheute.at bietet neben dem TVauch noch ein österreichweites Eventprogramm, verzichtet aber auf Radio. Highlights aus allen Bereichen werden auf der Homepage vorgestellt, dort sind auch ein Ticketing-Service, Gewinnspiele und Social Media zu finden.

tvmedia.at merkt man im Internet seine Print-Ursprünge überdeutlich an, denn die Online-Präsenz dient offensichtlich vorwiegend zur Vermarktung des Print-Produkts. Im Test stellte sich die Datenqualität als sehr gut heraus, Radioprogramm wird aber leider keines geboten. Zusätzlich gibt es einen Shop, Horoskope und ein Kinoprogramm.

tv-butler.at 50 0 54 15 Genrekategorien mit Listing nein ja ja sehr gut ja, inklusive Slideshow und weiterführende Links Langtext, weiterführende Links 0 Slideshow, Merkliste, iCool, Outlook-Eintragung, etc. 6 Highlights rollierend, TV-Tipps als Wochenplaner, Serien-News, TV-Specials, Links zu barrierefreien Sendungen www.tvbutler.at

Ein Fazit mit Einschränkungen: Alle vier getesteten Online-Guides bieten umfassende Informationen, adressieren aber, oft in Über­einstimmung mit Printprodukten, verschiedene Zielgruppen. Das vermutlich umfassendste und aktuellste Informationsangebot rund um das TV- und Radiogeschehen bietet der tvbutler.


M e die n

Freitag, 13. April 2012

medianet – 13

IP & Seven One Neuer Eigentümer will selbst vermarkten – IP denkt aber nicht daran, den Vertrag vorzeitig zu lösen

„Haben bestehenden Vertrag“ Durch die Übernahme von Austria 9 durch ProSiebenSat.1 hat man nun Konkurrent IP als Vermarkter des Zukaufs im Haus.

medianet: Durch die Übernahme von Austria 9 durch die ProSiebenSat.1-Gruppe vermarktet plötzlich der RTL-Vermarkter IP einen Sender seines direkten Konkurrenten, der SevenOne. Sie haben angekün-

Inserate Ermittlungen

Faymann froh Wien. Werner Faymann beurteilt die Stellungnahme der Oberstaatsanwaltschaft Wien (OSta) in der Inseratenaffäre positiv, obwohl die Behörde das Verfahren gegen ihn in der Causa ÖBB-Inserate vorerst nicht eingestellt hatte. Dass sich die OSta aber in großen Teilen der Staatsanwaltschaft angeschlossen habe, die wiederum die Einstellung der Ermittlungen empfohlen haben soll, sehe er „als erfolgreich“ an. Im noch offenen Punkt „gehe ich davon aus, dass sich herausstellen wird, das ist rechtlich in Ordnung“. In einem Teilbereich hält die OStA nämlich weitere Erhebungen für notwendig und will mittels Sachverständigem ermitteln, ob den ÖBB durch 24 jeweils zweiseitige Inserate in der Krone finanzieller Schaden entstanden ist.  (APA)

Etat Brainworker feiern

Ehnomarketing

© Rita Skof

Wien. Zum fünfjährigen Firmenjubiläum kann die Diversity-Marketing Agentur „Brainworker – Community Marketing“ einen gewonnenen Etat vermelden: Das Österreichische Rote Kreuz zählt ab sofort zu den Kunden der Wiener Agentur. Gemeinsam mit der Abteilung „Migration“ wird die Aktionswoche „Blutspenden verbindet“ in relevanten ethnischen Communities konzipiert und realisiert. (red)

GF Manuel Bräuhofer freut sich über das fünfjährige Bestehen.

digt, dies auch weiterhin tun zu wollen. Aus welchen Gründen? Gerhard Riedler, GF IP: Wir haben einen bestehenden Vertrag bis Ende 2013 und den gedenke ich zu erfüllen. Sollte einer der Vertragspartner den Vertrag abändern oder vorzeitig beenden wollen, muss man darüber reden und ein Einverständnis herstellen. medianet: Austria 9 war ja kein mit Werbung überfluteter Sender. Geht es nicht nur darum, sich einfach von der SevenOne den Vertrag teuer abkaufen zu lassen? Riedler: Austria 9 hatte 2010 und 2011 einen Focusumsatz von je-

weils 3,5 Mio. Euro; das find ich ganz ordentlich. Wenn ich es mir aussuchen kann, erfülle ich den Vertrag gern bis zum Ende und sogar über die Laufzeit hinaus, aber das liegt nicht in meiner Entscheidungsgewalt. Ich habe mittlerweile in manchen Artikeln gelesen, ein Rechtstreit steht im Raum. Das ist völliger Unsinn. Ich habe in meiner ganzen Berufslaufbahn noch keinen einzigen Sachverhalt vom Gericht lösen lassen und gedenke das auch weiterhin nicht zu tun. medianet: Die SevenOne will ab Mai selbst vermarkten. Wie soll sich das ausgehen?

Riedler: Das muss die SevenOneMedia beantworten. Ich habe jedenfalls gebeten, für Klarheit zu sorgen, da es am Werbemarkt sonst zu Verwirrungen kommt – leider bislang ohne Reaktion. medianet: Etwas Ähnliches gab es am Radiosektor mit dem Werbeverbund Ö3 Plus (Ö3 + Private Radiosender) schon einmal – warum sind Konstellationen dieser Art nicht gewünscht? Riedler: Wie bereits erwähnt – ich habe kein Problem damit.  www.austria9.at  www.ip-oesterreich.at

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Wien. Kürzlich übernahm die deutsche ProSiebenSat.1-Gruppe den Privatsender Austria 9. Das Problem dabei: Austria 9 wird derzeit vom direkten Hauptkonkurrenten des neuen Eigentümers, der IP Österreich, vermarktet und dort denkt man nicht daran, den bis 2013 laufenden Vertrag vorzeitig zu beenden. Bei der SevenOne gibt man sich bedeckt und hat lediglich angekündigt, bereits ab Mai die Vermarktung von Austria 9 selbst übernehmen zu wollen – trotz bestehendem Vertrag zwischen Austria 9 und IP. medianet bat IP-Boss Gerhard Riedler um Licht im VermarkterDunkel:

Gerhard Riedler will Austria 9-Vertrag erfüllen – die SevenOne will das nicht.


B i z-ta l k C LA S S IC

14 – medianet

Freitag, 13. April 2012

unter freunden medial & urban

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© DMVÖ/Christian Ecker

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Peter Kreuz zu Gast bei DMVÖ Facts & Friends

(Quer-)Denken hilft

Launchparty für neuen Stadtsender

Gastgeber Marcin ­Kotlowski.

3, 2, 1 … W24

DMVÖ Der Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ) begab sich auf die Suche nach neuen Pfaden und profitablem Andersdenken. So lauschten zahlreiche Vertreter der heimischen KommunikationsBranche bei DMVÖ Facts & Friends den erfrischend neuen Zugängen von Management-Berater und Business-Querdenker Peter Kreuz. Beim Vortrag und anschließendem Networking im RaiffeisenForum blickten die Teilnehmer unter dem Motto „Think Different – ­Make Profit“ über den Tellerrand des Daily-Business. Unter den Gästen: Martin Wilfing (DMVÖ GF), Stefan Fabrizii (GF arvato), Robert Feichtenschlager (GF DHL Global Mail Österreich), Marius Fröch (Schober Information Group), Margit Kaluza-Baumrucker (Herold Business Data), Gabriele Leitner (creativ wirtschaft austria), Gabriele Liegler (WKO), Norbert Lustig (GF dialog<one>), Eva Mandl (GF Himmelhoch PR), Fiona Mahr (Verbund), Ramona Muik Goldbach Round Table mit dem (­Österreichische Post), Klaus Thema: „Performance für alle? Müller (Google Österreich), Für wen macht Performance Roland A. Pessenlehner (GF Marketing Sinn?“ Galerie Multibus), Harald Sattler (GF Westlicht, Di, 17.4., 9–12 Uhr; Sattler & Eichinger), Norbert event@goldbachaustria.at Swietly (Generali Bank), u.a.  (fej)

Sendungsbewusstsein Der Wiener Stadtfernsehsender W24 lud Donnerstagabend zur großen Relaunch-Feier ins Theater Odeon. Gezeigt wurden vor allem das neue Design und das neue Programmschema des Wiener Stadtsenders. Dazu gehört das neue Logo, bestehend aus einem großen „W“, das sich als Band durch die Stadt schlängelt. Es zieht sich auch durch den Sender, die Formate, die Stadt Wien, rund um die Menschen der Stadt und deren Geschichten. Und auch durch den Abend und durch das Odeon in Form eines überdimensionalen Bandes, das über den Köpfen der Gäste schwebte. Unter den Gästen gesehen: Nikolaus Pelinka, Peter Pelinka, Vizebgm. Renate Brauner, SPÖ-GF Laura Rudas, Markus Pohanka, Markus Breitenecker, Peter Wesely (Sprecher Raiffeisenbank Wien-NÖ), Johannes Kopf (Vorstand AMS Österreich), Michael Ludwig (Wohnbaustadtrat Wien), Harry Kopietz (Landtagspräsident Wien), Claus Hofer (ZIT-Geschäftsführer), Karl Ceplak (Landesjugendreferent Wien), Oliver Stribl (Chef PID) u.v.m.  (fej) Information & Invitations gerne an: biztalk@medianet.at

Auf & Davon

anno dazumal

Charity rockt! Unter diesem Motto veranstaltet der Verein „Mission Hoffnung“ ein Benefizkonzert: Am 3. Mai singt Entertainer Dennis Jale (Bild) in der Stiegl-Ambulanz im Alten AKH in Wien. Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr. Mit dem Kartenerlös unterstützt Mission Hoffnung Kinder in Österreich, die von Armut, Missbrauch, Verlust von Angehörigen oder schwersten Krankheiten betroffen sind. Alle Infos auf www.missionhoffnung.org

© Mission Hoffnung

Karriere präsentiert von

Maria Rennhofer, spielorte

© adsandbrands

© Vienna International Hotelmanagement

PROMOTION

TIPP DES TAGES

Frühjahrsseminar Klare Linien für klare Gedanken: Konferenzen und Tagungen im Martinspark Hotel Dornbirn. Österreichs erstes Architekturhotel, das Martinspark Hotel Dornbirn, verbindet Kunst und Architektur, Komfort und Lifestyle. Ausgewählte, natürliche Materialien und klare Linien prägen hier den originellen Stil. Lichterfüllte Konferenzräume schaffen eine freundliche Atmosphäre für Veranstaltungen aller Art. Eine architektonische Besonderheit ist das „Restaurant Martinspark“, das wie ein Luftschiff über dem Eingang schwebt. Qualitativ hochwertige Produkte der Region stehen im Vordergrund der Küche, die durch österreichische Weinvielfalt harmonisch ergänzt wird. tung mit Genießer-Frühstück. Raummiete, Ausstattung und Verpflegung. Mittags: saisonales 3-Gäng Menü mit 2 Hauptgerichten zur Wahl. Kostenlose Übernachtung mit Frühstück für den Trainer oder Referent. Buchbar ab 10 Personen bis 30. April. Buchungen: Martinspark Hotel Dornbirn, +43/5572/3760-103 oder veranstaltung@ martinspark.at, www.martinspark.at

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1. Hans-Peter Hofmann (Marketingleiter Sektkellerei Szigeti), Martin Wilfing (GF DMVÖ), Ramona Muik (Leitung Marketing/Division Brief Österreichische Post), Peter Kreuz (Förster & Kreuz) und Margit Kaluza-Baumrucker (Herold Business Data); 2. Norbert Lustig (GF dialog<one>), Karin Glatteis (GF Strictly People) und Barbara Sawka (GF marketing on demand); 3. Stefan Fabrizii (GF arvato), Marius Fröch (Schober Information Group) und Robert Feichtenschlager (GF DHL Global Mail Österreich).

1. Marcin Kotlowski, Sigrid Oblak (GF Wien Holding GmbH), Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Markus Pöll­huber; 2. SPÖ-GF Laura Rudas und Oliver Wagner (SPÖ Kommunikation); 3. Marcin Kotlowski & Niko Pelinka; 4. W24 Chef­ redakteur Kurt Raunjak mit Michael Stix (Gechäftsleitung SevenOneMedia).

Reiseinfos: Frühjahrs-Seminar „All inclusive“: pro Person/Tag 119 €, 1 Übernach-

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Austrian Airlines 1958, als Fliegen noch ein Erlebnis war und der Kapitän sich noch persönlich um das Wohlergehen seiner Passagiere kümmerte, warben die Austrian Airlines mit diesem Sujet. Unter dem Motto „the friendly airline“ war die Besatzung „unablässig bemüht“, die Reise so angenehm wie möglich zu machen. Anzeigentext: „Austrian Airlines – immer in freundlicher Atmosphäre“. Anzeige vom 1.12.1958.

Kultur Maria Rennhofer wird neue Chefredakteurin der spielorte, des Magazins der St. Pöltner Bühnen. Sie folgt damit Johannes Reichl nach, der die Redaktion seit der Gründung des Magazins Anfang 2011 geleitet hatte.

© Walter Asmus

© medianet/Szene1/Andreas Tischler

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retail inside your business. today. 

radl-radln

Jägermeister verkaufte im letzten Jahr über 80 Mio. Flaschen 

Seite 17

© Hervis

© Jägermeister

kräuterliköre

Hervis-Chef Alfred Eichblatt verbucht boomende Umsatze bei Fahrrädern  Seite 18

Freitag, 13. APRIL 2012 – 15

helferlein

© Styx

Chin Min aus dem Hause Styx Naturkosmetik unterstützt die Haut beim Sport und beim Frühlingserwachen. Seite 20

aufgestiegen

© Almdudler

medianet

Reinhard Korner ist neuer Verkaufsleiter Handel Österreich bei Almdudler  Seite 20

Kellogg snackt Pringles nicht nur zum Frühstück

© Rubra

short

Reduzierte Sportware 50.000 Artikel von 50 Top-Marken auf 2.500 m� – das sind die Eckdaten eines neuen Shopkonzepts im österreichischen Sportfachhandel: dem Sportmarken-Outlet von Sport 2000. Für Geschäftsführer Holger Schwarting (Bild) ist das neue Konzept eine weitere Stärkung des Unternehmens. Seite 18

© Kellogg/Philip Michtner

© Sportmarken-Outlet

Obst & Gemüse Der Vermarkter efko mit der Zentrale in Eferding in Oberösterreich hat den Umsatz 2011 von 115 auf 120 Mio. € gesteigert. 2012 wird ein Umsatzplus von drei Prozent angepeilt, wie Geschäftsführer Gerald Hackl (Bild) am Donnerstag in Linz bekanntgab. Er kündigte auch eine Preissteigerung an. Seite 17

Neue Potenziale Kellogg’s-Chef Volker Tratz bringt mit „All Bran“ Schwung   ins Cerealien-Regal und wird im Sommer mit der ehemaligen Procter-Marke   „Pringles“ neue Snack-Dimensionen in Angriff nehmen.  Seite 16

International Die Welthandelsorganisation (WTO) rechnet mit 3,7 Prozent Wachstum

© EPA

Welthandel wächst 2012 langsam

Der Welthandel wächst 2012 unter dem Durchschnittswert der letzten 20 Jahre.

Genf. Die europäische Schuldenkrise bremst den internationalen Handel. Sie ist laut Einschätzung von Experten mit Schuld, dass sich das Wachstum des Welthandels 2012 zum zweiten Mal in Folge deutlich verlangsamt. Nach einem kräftigen Rückschlag von 13,8 Prozent (2010) auf fünf Prozent 2011 werde für 2012 mit einem Wachstum von nur noch 3,7 Prozent gerechnet, teilte die Welthandelsorganisation (WTO) mit. Das Wachstum des Welthandels bleibe damit 2012 unter dem Durchschnittswert der letzten 20 Jahre von 5,4 Prozent. Neben der

Eurokrise gehörten eine Reihe von „Rückschlägen“ auch in anderen Wirtschaftsbereichen zu den Ursachen der Handelsverlangsamung. „Mehr als drei Jahre sind seit dem Handelskollaps von 2008/2009 vergangen, aber die Weltwirtschaft und der Welthandel bleiben sehr anfällig“, sagte WTO-Direktor Pascal Lamy. „Die erwartete weitere Verlangsamung im Jahr 2012 zeigt, dass das Abwärtsrisiko hoch bleibt. Wir sind längst noch nicht aus dem Schneider.“ Lamy beklagte, dass viele Länder auf Wirtschaftsprobleme mit protektionistischen Maßnahmen reagieren. (APA)


t i t e l st o r y

Freitag, 13. April 2012

© Kellog/Philip Michtner

16 – medianet retail

marktant eil i m Blick

Stabiler Markt Im 50 Mio. €-Markt der Cerealien und Müslis gibt es wenig Bewegung, aber nach wie vor hohes Potenzial

„Es gibt noch Platz im Frühstücks-Universum“

Kellogg Österreich-Chef Volker Tratz kann sich zwar über eine positive Marktanteilsentwicklung in 2011 freuen, Sorgen bereiten aber die aktuell rückläufigen Trends bei den Erwachsenen-Cerealien. Was die Einkehr der Snack-Marke „Pringles“ ins Kellogg‘s-Reich bringen wird, steht vorerst in den Sternen.

Kellogg Österreich-Geschäftsführer Volker Tratz kompensiert Rückgänge bei Cerealien mit Müsli-Power. Christian novacek

Wien. Auf ein sehr gutes Jahr 2011 mit einer kleinen Delle im Sommer blickt Kellogg ÖsterreichGeschäftsführer Volker Tratz zurück: „In den letzten drei Monaten haben wir den Turnaround geschafft; auf‘s Jahr gesehen haben wir die Marktführerschaft behauptet.“ Um diese Marktführerschaft im Bereich Cerealien und Müsli gibt es ein Kopf an Kopf-Rennen zwischen der amerikanischen Traditionsmarke und der Schweizer Müslikompetenz von Nestlé. Letzter Stand der Dinge: 26,7% für Kellogg und 26,6% für Nestlé. Tratz ist aber durchaus gewillt, den Run um Marktanteile entspannt zu sehen:

„Ich bin natürlich lieber die Nummer 1 als die Nummer 2“, sagt er, „aber wirklich wichtig ist uns, dass wir sowohl im Umsatz als auch im Ertrag wieder gewachsen sind.“

Umsatzsprung mit Pringles In welchem Ausmaß künftige Umsatzsprünge in Anbetracht der Übernahme der Procter-Marke Pringles ausfallen werden, darüber will der Kellogg-Chef heute nicht spekulieren. „Das wird erst im Sommer ein Thema“, lässt er große Dinge an sich herankommen – wohl wissend, dass es sich dabei um eine Global Brand handelt, der in nahezu 150 Ländern vertreten ist. Laut spontaner Überschlags-

rechnung gilt: Kellogg wird anhand der Pringles-Aufnahme ins Portfolio zum zweitgrößten Snackanbieter der Welt. Während also die Zukunft im positiven Sinn herausfordernd wird, ist es die Gegenwart nicht minder – allerdings mit anderem Vorzeichen. Aktuell – mit Stand der Woche 8 – schwächelt nämlich der Erwachsenen-CerealienMarkt mit einem Rückgang von 1,7 Prozent. Kurioserweise zu einem Zeitpunkt, wo sich das Thema „Gesund essen“ zur medialen Omnipräsenz aufschwingt. Tratz findet eine Erklärung: „Ich vermute, dass der Konsument von der gesunden Cerealie zum noch gesünderen Müsli switcht.“ Damit findet er für

Pringles-Deal Kellogg’s schafft sich ein neues Kompetenzfeld

Es kommt Bewegung ins Snackregal

Wien. „Wir sind überzeugt davon, dass Pringles unter der Führung von Kellogg‘s gedeihen wird“, kommentierte der Chef von Procter & Gamble, Bob McDonald, jenen Deal, der im Februar überraschende Neugewichtungen im Snackregal ankündigte. Für umgerechnet knapp 2,05 Mrd. € schluckt der Cerealienkönig Kellogg‘s die Chipsmarke „Pringles“ vom US-Konsumgüterriesen Procter & Gamble. Die Übernahme katapultiert die Kellogg Company mit einem Schlag auf die zweite Position bei den herzhaften Snacks weltweit.

Pringles, eine Traditionsmarke in mehr als 140 Ländern Pringles wird in mehr als 140 Ländern verkauft; die Stangenchips in der markanten runden Verpackung wurden in den USA bereits im Jahr 1967 gelauncht. In Deutschland und Österreich gibt es die Marke seit 1997.

die Company letztlich doch noch einen positiven Zugang. Allerdings mit Einschränkung: Die Kellogg‘sZuwächse im Müsligeschäft können nämlich den Einbruch der Cerealien nicht zur Gänze kompensieren.

Bedarf, die Dinge zu ändern Dabei wäre im Frühstücksuniversum durchaus Platz für die gediegene Erwachsenen-Cerealie. Der Pro Kopf-Verbrauch kommt hierzulande über die 1 KilogrammMarke kaum hinaus, während in England mehr als sieben, in Irland mehr als acht Kilo jährlich verknuspert werden. Tratz: „Die Cerealie spielt in Österreich nicht die Rolle wie in anderen Ländern.“ Studien zum Frühstücksverhalten zeigen, dass in der Gedankenwelt der Konsumenten Cerealien zwischen sechs und neun Uhr existieren; im Frühstücksverhalten am Wochenende werden sie an den Rand gedrängt. „Es gibt Bedarf, die Dinge zu ändern, denn Potenzial wäre genug da“, resümiert Tratz. Entsprechende Neugewichtungen werden bereits vorgenommen. Beispielsweise setzt Kellogg stärker auf den Gastronomie bzw. C+C-Bereich: „Wir machen beinahe 20 Prozent des Umsatzes in der Gastronomie; dort hat sich der Müslimarkt gut entwickelt. Ich glaube aber, da geht noch einiges mehr“, ist Tratz überzeugt – und bringt im wachsenden Markt die Choco Pops in der 1-Kilo-Foodservice-Packung.

Im Lebensmittelhandel steht der Cerealien- und Müsli-Markt laut Nielsen für ein Volumen von 52,3 Mio. €, wovon 32 auf die Cerealien entfallen. Handelsmarken sind in der Bedeutung bei rund acht Prozent Marktanteil stabil bis leicht rückläufig. Von Kellogg‘s kommen aktuell zwei Neuheiten: Erstens die pure Cerealie „All Bran“ – in den USA laut Tratz eine „Riesenmarke“, die es bis dato in Österreich nicht gab. Auf etwas jüngere Konsumenten zielt der „Tresor“, der nun in einer Milchschokoladeversion Kinderherzen ganz fest einschließen soll. Bei den Müslis sind die LEH-Eigenmarken mit rund zehn Prozent Anteil besser entwickelt. Generell ist der Müslimarkt strukturierter: Vitalis, Gittis und Bioquelle sind in dem Gefilde ebenfalls veritable Player. Und auch die Diskonter spielen eine wesentliche Rolle. Für beide Segmente, Cerealien und Müslis, gilt angenehmerweise: „Das sind keine Kategorien mit allzu dramatischen Preiskämpfen“, so Tratz.

Facts Cerealien- & Müslimarkt Im LEH werden 32 Mio. € mit Cerealien umgesetzt, weitere 20 Mio. € mit Müslis. Bezogen auf beide Märkte, ist Kellogg’s Marktführer mit 26,7%. Aktuell verlieren die ErwachsenenCerealien etwas an Umsatz, während die Müslis gewinnen.


r e ta i l & pro du c e r s

Freitag, 13. April 2012

medianet retail – 17

Obst & Gemüse Der oberösterreichische Verarbeiter schafft den Turnaround beim Umsatz und will heuer um weitere drei Prozent zulegen

efko macht wieder Umsatzplus Wien. Der Gemüse- und Obstvermarkter efko mit der Zentrale in Eferding hat den Umsatz 2011 von 115 auf 120 Mio. € gesteigert. 2012 wird ein weiteres Umsatzplus von drei Prozent angepeilt, wie Geschäftsführer Gerald Hackl bekannt gibt. Er kündigte dabei auch wegen erhöhter Kosten eine Preissteigerung an. efko verzeichnete 2009 einen Umsatz von 118 Mio. €. 2010 ging er auf 115 Mio. zurück – nicht zuletzt deshalb, weil die zu Jahresbeginn 2008 übernommene Vitana bei einem Großkunden ausgelistet wurde. 2011 stieg der Umsatz wieder – bei Vitana und auch in fast allen anderen Betrieben auf 120 Mio. €; davon entfielen 79 Mio. € (+2%) auf das Inland und 41 Mio. € (+12%) auf das Ausland. Wesentlich zu Letzterem beigetragen hat die deutsche Tochter Fischer in Simbach, die ihren Umsatz um 30% auf 25 Mio. € erhöht hat.

efko Tschechien legte vor allem im Markenbereich zu und steuerte zum Gesamtumsatz 14 Mio. € bei.

Suche nach Partner in CEE Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) bewegte sich von 4 Mio. € im Jahr 2009 über 4,2 im Jahr 2010 auf 4,6 Mio. € im abgelaufenen Jahr. Die Erträge sollen wieder zur Gänze im Unternehmen bleiben. Efko will heuer wie auch zuletzt 8 Mio. € investieren, davon 5 Mio. € in Eferding. Bis 2014 sollen insgesamt über 18 Mio. € in die Aufrüstung dieses Standorts gesteckt werden. Heuer habe

sich das erste Quartal sehr gut entwickelt und weise über die gesamte Gruppe ein Umsatzplus von rund fünf Prozent auf. Das werde aber so nicht anhalten, erwartet Hackl. Im 2. Halbjahr sei man zu einer Erhöhung der Verkaufspreise an den Handel gezwungen. Die Kostensteigerung bei Personal, Energie, Hilfsstoffen wie Zucker, Rohwaren und Verpackungsmaterial im Ausmaß von mehr als fünf Prozent könnte durch Senkung der internen Kosten nur zum Teil wettgemacht werden. Weiterhin betrieben wird die Suche nach einem Partner im CEE-Raum, Gespräche mit einem bulgarischen Partner haben sich zerschlagen.

© Rubra

GF Hackl: „Zur Erhöhung der Verkaufspreise an den Handel gezwungen.“

efko-Geschäftsführer Gerald Hackl plant Investitionen in der Höhe von acht Mio. €.

illkommen im Club

Zur Rose in Österreich

Umsatzsprung Frauenfeld/Wien. Die Schweizer Versandapotheke „zur Rose“ hat 2011 ihren Umsatz gehalten, den Gewinn aber mehr als verdoppelt. Zustande kam der Gewinnsprung durch einen Einmaleffekt bei den Steuern: Weil die Apotheke neu auf zwei Märkten operiert, sank die Steuerbelastung. Der Umsatz blieb mit umgerechnet 406 Mio. € auf Vorjahresniveau, der Gewinn stieg auf 7,2 Mio. €. Im Markt der EU machten sich Kostensenkungsprogramme im Gesundheitssektor bemerkbar. Der Umsatz gab beim Pharmadienstleister „zur Rose Pharma“ um 3% nach. Bei der Versandapotheke „VfG“ sank der Absatz um 1%. In Österreich hat der Medikamentenversand seinen Umsatz 2011 auf 5 Mio. € verdoppelt; Umsatztreiber war die Kooperation mit „dm“.

Tofu stark geräuchert Aufstrich natur

Seitanfilet Ei rei Aufstrich

Aufschnitt urst fein

Jägermeister Absatzrekord

Kräuter auf Kurs

Kren Karotte Aufstrich

Wien. Die Mast-Jägermeister SE konnte 2011 einen Absatzrekord erzielen: Das Unternehmen verkaufte 87,1 Mio. 0,7 l-Flaschen, 2010 waren es noch 84,6 Mio. In Österreich, wo Abfüllung und Vertrieb über die Destillerie Bauer in Graz erfolgen, werden rund 1 Mio. l pro Jahr verkauft. Besonders erfolgreich ist man in der Alpenrepublik mit den Kleinstflaschen – es werden jährlich über 30 Mio. 0,2 l-Fläschchen verkauft. Heuer will man sich stark im Eventbereich engagieren.

Heurigenaufstrich

Tofu natur

iener Schnitzel Kräuteraufstrich

Tofu geräuchert

Aufstrich natur Aufschnitt urst pikant Ei rei Aufstrich

leischkäse

© Jägermeister

Aufstrich natur

Jägermeister Likör wird hierzulande seit dem Jahr 1964 in Graz abgefüllt.

GIBT’S BEI:

Die vegane Eigenmarke der REWE International AG seit 2002


r e ta i l & p r o d u c e r s

18 – medianet retail

Sport 2000 Jagd auf Kunden mit 50.000 Sportartikeln, die um 30, 50 oder 70% preisreduziert angeboten werden

short

Marken zu Top-Preisen im neuen Sport 2000-Outlet

Bio-Dioxin-Skandal: 700.000 Eier vernichtet Essen. Der Biohof in Ostwestfalen, auf dem mit dem dioxinähnlichen polychlorierten Biphenyl belastete Eier entdeckt worden sind, muss wegen der Verunreinigung mehr als 700.000 Eier vernichten. Seit dem 7. März würden auf dem Hof jeden Tag 23.000 Bio-Eier produziert. Im Handel dürften nach Angaben des zuständigen Ministeriums keine belasteten Eier mehr zu finden sein, es könnten aber noch welche bei Privatpersonen auftauchen.

Bei Erfolg sind weitere Outlets geplant, was auch dem Image der Sport 2000-Händler zugutekommt. Wels/Wien. 50.000 Artikel von 50 Top-Marken auf 2.500 m� – das sind die Eckdaten eines neuen Shopkonzepts im österreichischen Sportfachhandel: dem Sportmarken-Outlet. Diese Waren aus der Vorsaison werden dann mit Abschlägen von minus 30%, minus 50% oder minus 70% auf den ursprünglichen Verkaufspreis angeboten. Für Holger Schwarting, Geschäftsführer der für das Sportmarken-Outlet neu gegründeten Sport Vertriebs GmbH und Outlet GmbH und Vorstand von Sport 2000, bedeutet das SportmarkenOutlet eine weitere Stärkung des Unternehmens: „Für uns als Genossenschaft steht der Händler klar im Zentrum unserer Überlegungen. Unsere Händler sind bekannt für Beratung und hohe Qualität. Damit sie auch stets mit frischer Ware von Top-Qualität in diese neue Saison starten können, brauchen sie Geld. Wir geben ihnen frisches Geld, indem wir ihnen die übriggebliebene Ware abkaufen.“

© Spar

Spar Tirol-Chef C. Rissbacher (2.v.li.) übergibt an das Marktleiter-Team.

Wörgl. Der neue Spar-Supermarkt samt Bistro beim Autohaus ÖFAG in der Innsbrucker Bundesstraße ist ein optischer Blickfang. „Ein echtes Schmuckstück, das sich gut in die bestehende Architektur einfügt und auf das wir wahrlich stolz sind“, kommentiert Christof Rissbacher, GF Spar Salzburg und Tirol, die Eröffnung. Die Halle beim Markt wurde Mitte der 70er gebaut und steht mittlerweile unter Denkmalschutz.

Bis zu 1,5% Rendite Im Detail heißt das: Die neu gegegründete Sport Vertriebs und Outlet GmbH kauft den Sport 2000-Fachhändlern die saisonalte Ware ab. „Der Gewinn entsteht im Geschäft“, weiß Schwarting. Im Durchschnitt bleibt etwa 15% der Ware liegen, rund 10% der Ware werden dem Händler nunmehr durch die Genossenschaft zum Einkaufspreis abgekauft. Der Händler kann die Regale sofort mit neuer Ware füllen, die er nunmehr zum regulären Preis verkauft, anstatt Ware in Aktionen abzugeben. „Das bedeutet nach unseren Berechnungen für den Händler eine etwa

Zurück zum Ursprung mit Rückverfolger-App Sattledt. Hofer hat bei seiner Biolinie „Zurück zum Ursprung“ eine Smartphone-App lanciert, die eine Rückverfolgbarkeit der Produkte bis zum Ursprung erlaubt. Neben dem Ursprung werden auch Details zu Nährwerten, Inhaltsstoffen und Herkunftsregion angezeigt. Die Bauern werden in Porträts vorgestellt.

© Sportmarken-Outlet

Jutta Maucher

Schmuckstück von Spar in Innsbruck eröffnet

Sport 2000-Vorstand Holger Schwarting sieht vor allem für die Facheinzelhändler einen Vorteil im neuen Outlet-Konzept.

ein Prozent bis 1,5 Prozent höhere Rendite, was für den Einzelhandel überaus viel ist“, erklärt der Sport 2000-Vorstand.

Outlet nur wenige Mitarbeiter gibt und Beratung kein Thema ist.

Ziel: Schwarze Null

Trotzdem: Durch das vielfältige Angebot soll gerade auch das Outlet dazu beitragen, dass das Image von Sport 2000 noch steigt. Die Vielfalt des Angebots ist durch zweierlei bedingt: Erstens wird rund ein Drittel der angebotenen Ware aus der Industrie zugekauft. Zweitens wird von Sport 2000Fachhändlern aus ganz Österreich zugekauft, bei denen jeweils andere Ware liegenbleibt, wie Schwarting betont. Derzeit finden sich im neuen Wiener Outlet vor allem Sommerwaren aus dem Vorjahr zu Themen wie Laufen, Outdoor, Tennis, Fahrradfahren und vieles

Für das Outlet gelten andere Maßstäbe oder wie Schwarting sagt: „Unser Bestreben ist es, mit dem Outlet eine Dienstleistung für unsere Händler zu etablieren und keine Konkurrenz aufzubauen. So gibt es für das Sportmarken-Outlet auch keine Gewinnziele, sondern lediglich das Finanzziel, mit einer schwarzen Null abzuschließen.“ Viel mehr sei auch nicht möglich angesichts der knapp kalkulierten Margen von höchstens 20%, von denen der Vorstand ausgeht. Das bedeutet im Detail auch, dass es im

© APA/Roland Schlager

Tchibo/Eduscho-Chef Harald J. ­Mayer treibt die Expansion voran.

mehr, den Ganzjahressport betreffend; Ende August/Anfang September wird dann die nicht verkaufte Winterware angeliefert.

Ware immer in der Saison

Weitere Outlets geplant Sport 2000 ist mit dem Sportmarken-Outlet einen neuen Schritt gegangen. Es muss zwar noch beobachtet werden, wie dieses Konzept angenommen wird, aber grundsätzlich ist Holger Schwarting optimistisch: „Österreich verträgt aufgrund der Einwohnerzahl drei, vielleicht vier SportartikelOutlets unseres Stils und wenn dieses erste Konzept erfolgreich ist, werden wir 2013 sicher ein weiteres eröffnen, entweder in Graz oder in Linz oder sogar im Süden von Wien.“

Sportfachhandel Boom bei Fahrrädern und Zubehör

Kaffee Premiumröster aus Italien will 5% Marktanteil

Wien. Bei der Sportfachmarkt-Kette Hervis herrscht ein regelrechtes Griss um Fahrräder. Aus einer ersten Bilanz nach den Osterfeiertagen geht hervor, dass das Geschäft mit den Drahteseln deutlich zugelegt hat, konkret um über 20% bei Fahrrädern und 15% im Bereich Zubehör und Ausstattung. „Wir sind mit diesem erfreulichen Ergebnis mehr als zufrieden und sehen dies als einen wichtigen Impuls pünktlich zum Start der

Wien. Der italienische Kaffeeröster illycaffé hat eine eigene Niederlassung in Österreich aufgemacht. Das Salzburger Privatunternehmen „Espresso Caffé Vertrieb“, das bislang die Geschäfte hierzulande getätigt hatte, hat sich zurückgezogen. illycaffé Österreich ist nun im 18. Bezirk in Wien angesiedelt und beschäftigt elf Mitarbeiter sowie zwei Handelsvertreter, die insgesamt über 1.000 Kunden betreuen. Verantwortlich sind Andrea Illy, CEO und Enkel des Gründers, sowie Prokurist Fréderic Ermacora. Das Ziel der beiden: Die Marktanteile der Premium-Kaffeemarke in Österreich sollen von derzeit knapp einem halben Prozent sukzessive auf drei und dann auf fünf Prozent steigen. Zum Vergleich: In Österreich werden im Jahr rund 60.000 t Kaffee vertrieben, der illy-Anteil beträgt 350 t.

Hervis: 20 Prozent Plus bei Bikes

Tchibo/Eduscho sperrt in bester Lage auf

Outdoor-Saison sowie als ein positives Vorzeichen für unser weiteres Jahr“, erklärt Hervis-Geschäftsführer Alfred Eichblatt. Ein großer Trend sind derzeit die sogenannten Twenty Niner, das sind Bikes mit 29“ Reifen, die Unebenheiten auf den Wegen angenehmer und mit weniger Kraftaufwand überrollen. Außerdem wird der Sicherheitsgedanke beim Radfahren immer stärker, der Absatz von Helmen boomt.

Illy eröffnet Austro-Niederlassung go-Fans illy genießen können. „Österreich ist nach wie vor ein Land der Kaffee- und Kaffeehaus-Kultur. Für eine Premium-Kaffeemarke wie ‚illy‘ ist hier großes Potenzial und ein guter Nährboden vorhanden“, kommentiert Andrea Illy, dessen Großvater Ungar war und vor seiner Triester Zeit in Altösterreich gelebt hat. „Die Familie Illy hat daher eine besondere Nahebeziehung zu Österreich“, so der Firmenchef.  (no)

Hervis-Chef Alfred Eichblatt: „Wichtiger Impuls zum Start der Outdoor-Saison“.

Künftig will das Unternehmen verstärkt auf Diversifizierung setzen. So sollen neben den Espressotrinkern die Liebhaber von Filterkaffee genauso wie Coffee to

© illycaffè

Nahverhältnis zu Österreich

© Hervis

Schwaz. Kaffeegenuss in bester Lage: Am 26. April eröffnet eine neue Tchibo/Eduscho-Filiale in den Stadtgalerien Schwaz. Der 120 m2 große Standort bietet eine großzügige Coffee Bar und einen angrenzenden Beratungsund Degustationsbereich. Cafissimo-Maschinen können getestet werden, eine Vielfalt an Kaffeesorten sowie attraktives Zubehör stehen zur Auswahl. Für all jene, die sich für die Textilien interessieren, gibt es eine bis dato für Tchibo-Verhältnisse nicht übliche Umkleidekabine.

Freitag, 13. April 2012

Illy-CEO Andrea Illy setzt in Österreich auf eine Diversifizierungs-Strategie.


BUSINESS PROMOTION

Freitag, 13. April 2012

medianet retail – 19

Hotspot für Mode und Kreativität Neunte Auflage des Ringstrassen-Galerien Designer Award. Um den Titel „schneidern“ acht Fashion-Finalisten

Couture-Show in der City-Mall: „Red Carpet meets GlamRock“

Ins Finale haben es 2012 acht Modemacher aus Österreich, Holland und Deutschland geschafft. Aus Wien sind gleich drei Nominees am Start: Das Designerduo Mark & Julia überzeugte mit einem multifunktionalen Outfit. Mit dabei ist auch Mariella Morgana Mayer mit ihrem jungen Label M3; die Designerin punktete bei der Jury mit ihrem Outfit aus Leder, Baumwolle und Seide. Dank extravagantem Design, stilvollem Glamour und Rock wurde auch Selina Regenfelder-Haas mit ihrem Label Semiramiss in den engeren Kreis der Sieganwärter aufgenommen. Salzburg wird durch Angelika Rosenlechner (diARmo) und ihre Kreation, die durch raffinierte Asymmetrie heraussticht, vertreten. Auch im Finale ist Markus Spatzier aus Tirol; Swarovski-Steine und Nieten machen das Outfit zum „ultimativen Rockstar von morgen“, wie der Mastermind der Manufaktur Herzblut über seinen AwardEntwurf meint. Unter die Top Acht reiht sich auch die Niederösterreicherin Tina Elisabeth Reiter ein, die eine Interpretation für den Mann präsentiert. Die internationalen Vertreter bilden Stefan Teske aus Deutsch-

Markus Spatzier (Manufaktur Herzblut).

Anouk Wipprecht.

Mariella Morgana Mayer.

Angelika Rosenlechner (diARmo).

Tina Elisabeth Reiter.

Stefan Teske.

Selina Regenfelder-Haas (Semiramiss).

land, der es zum zweiten Mal in die Finalistenrunde geschafft hat. Ebenfalls nominiert ist die Holländerin Anouk Wipprecht, die mit ihrem „Smoke Dress“ eine Mischung aus Design und Technologie abgeliefert hat.

Spätestens seit seinem RunwayDebüt 2009 oder der Shop-Eröffnung in seiner dänischen Heimat gilt er als fest etablierter Fixstern am Modehimmel.

Show im Skandinavien-Style

Neben der Mode prägt die Musik seit Anbeginn die Fashion-Welt. Nicht selten stehen den großen Designern Musen aus dem klangvollen Business zur Seite, die für den letzten künstlerischen Schliff sorgen. Kein Wunder, dass auch die AwardInitiatoren in die kreative Musikkiste greifen. Für die stilechte Unterhaltung werden heuer die Star-DJs Hunter und Dorfmeister sorgen. Rodney Hunter liefert den Sound zu den Fashionshows, beim DJ-Set von Richard Dorfmeister darf anschließend so richtig abgefeiert werden. „Es ist mir eine außerordentliche Ehre, so große Namen für unseren Event gewinnen zu können”, sagt Ringstrassen-Galerien Center Manager Rudolf Richter. „Diese beiden Künstler treffen genau den energiegeladenen und frischen Zeitgeist, den wir auch mit unseren jungen Talenten und deren Kollektionen einem modeaffinen Publikum vermitteln möchten.”

Fashion- und Musik-Event

Neben den Nachwuchskünstlern präsentiert der Kopenhagener StarDesigner Ole Yde Masterpieces aus seiner aktuellen Kollektion – und erweist damit den Veranstaltern des Ringstrassen-Galerien Designer Awards und dem Wiener SzenePublikum die Ehre. Der 32-jährige Mode-Maniac eilt heute mit seinem poetischen und femininen Label YDE am internationalen Prêt-à-Porter-Parkett von Erfolg zu Erfolg; für seine einzigartigen Kreationen, die von großen historischen Persönlichkeiten wie Maria Callas, Audrey Hepburn oder Marie Antoinette inspiriert sind, wurde er erstmals 2005 beim „Illum Design Award“ ausgezeichnet.

© Ole Yde

Die acht Finalisten

Mark (Baigent) & Julia (Rupertsberger).

© diARmo, jeanne_buchi_b-w, Selfmade, Semiramiss

Wien. Neues Mode-Motto, neunte Award-Chance für die nationale wie internationale Kreativ-Szene, die für den „Ringstrassen-Galerien Designer Award“ wieder zahlreich mit innovativen Entwürfen – heuer zum Thema „Red Carpet meets GlamRock“ – glänzt. Nunmehr sind die besten Talente gekürt; eine renommierte Fachjury hat nach den Kriterien „Themen-Umsetzung“, „Stoffauswahl“ und „Verarbeitung“ die Finalisten nominiert: Am 18. April 2012 werden die prämierten Outfits sowie ausgewählte Modelle aus bestehenden Kollektionen im Rahmen einer Modegala vorgeführt und der Sieger vor Ort ermittelt. Dem Gewinner oder der Gewinnerin winkt ein Preisgeld in der Höhe von 3.000 €, eine vom renommierten Schmuckdesigner AND_i gestaltete Trophäe sowie ein Portrait im Modemagazin flair. Bei der Fashion-Gala zu Gast: Skandinaviens Mode-Export Ole Yde und die internationalen DJAushängeschilder Rodney Hunter und Richard Dorfmeister.

© Philipp Jelenska, ManufakturHerzblut, richardbakker, Mariella Morgana Mayer

Was 2004 begann, ist heute Fixpunkt und Highlight im österreichischen Modejahr: der Ringstrassen-Galerien Designer Award. Am 18. April 2012 findet er seine Fortsetzung und gibt erneut jungen Talenten die Gelegenheit, ihr Kreativschaffen einem größeren Publikum zu präsentieren. Ebenfalls on stage: Modestar Ole Yde und die DJs Rodney Hunter und Richard Dorfmeister.

Award-Gast am Red Carpet: Kopenhagens Stardesigner Ole Yde zeigt Kollektion.

© R.G. Eckharter

Termin: 18. April 2012; Start der Veranstaltung ist um 20 Uhr in den Wiener Ringstrassen-Galerien. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

2011 holte die Berliner Designerin Kamilla Richter (im linken Bild rechts) die Trophäe.

Ort: Ringstrassen-Galerien, 1010 Wien, Kärntner Ring 5-7 und 9-13, Mahlerstraße 4 und 12. Info: www.ringstrassen-galerien.at

© Gstone, Oliver Jizda

rg dESIGNER aWARD

DJ Richard Dorfmeister liefert den Sound zur After-Show-Party.

Catwalk-Music: Rodney Hunter gibt dem Red Carpet die richtige Klangfarbe.


s h o p ta l k

20 – medianet retail

Freitag, 13. April 2012

Billa Osterei Wachauerschnitten-Event

© Billa

© Manner/Noll, medianet/Szene1/Katharina Schiffl

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Andrea Witz (Billa Vorstandsassistenz), Niki Heinelt (Integrationshaus), Gabriela Jansa (Billa Vertriebsmanagerin) und Charn-Liau Lai (Billa Regional­managerin).

Billa übergibt Riesenosterei an Wiener Integrationshaus 2

3

4

1. Christof Kastner, Alfred Schrott mit Kindern der Kindergruppe des Wachauer Trachten- und Heimatvereins Krems-Stein; 2.Ingeborg Rinke, Antonia und Christof Kastner; 3 Nadja Mader-Müller, Georg Blatnig, Heidrun Gruber-Größwang, Karin Höfferer; 4. Wolfgang Übl und Paul Leitenmüller.

Ein großes Fest für die wieder erhältliche Wachauerschnitte

Der 2. Geburtstag

Alfred Schrott, begeistert über die Wiedereinführung der Wachauerschnitte.

Heurigenschmaus Alfred Schrott, Vorstand für Vertrieb und Marketing der Josef Manner & Comp. AG, sowie Christof Kastner, Geschäftsführer der Firmengruppe Kastner, luden anlässlich der Wiederaufnahme der Produktion der Manner Wachauerschnitte nach Krems in die „Winzerkrems Sandgrube 13“. Die ORF-Moderatorin Nadja Mader-Müller führte durch den kurzweiligen Nachmittag mit traditionellen Wachauer Heurigenschmankerln und zum Abschluss – der Manner Wachauerschnitte. Rechtzeitig zum Saisonstart in die Heurigensaison feierten zahlreiche Gastronomen und Heurigenbesitzer aus der Wachau gemeinsam mit Vertretern der lokalen Politik und der Firmen Manner und Kastner die Wiedereinführung der traditionellen Wachauerschnitte. Der Nachmittag wurde aufgelockert durch Gesang und Tanz der Kindergruppe des Wachauer Trachten- und Heimatvereins Krems-Stein. Gekommen waren u.a. LAbg. Bürgermeisterin Ingeborg Rinke, Elfriede Mayerhofer (Bezirkshauptmann Krems), Bonbonball-Organisator Heinz Alphonsus, Manner-Verkaufsdirektorin Sabine Brandl.  (red) Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

7

© Styx

© Almdudler

Kaiserwetter Ostereier aus Schokolade in den unterschiedlichsten Variationen haben eine weit verbreitete Tradition und sind – sowohl bei Groß als auch bei Klein sehr beliebt – nicht mehr aus dem Osternest wegzudenken. Um auch den Bewohnern des Wiener Integrationshauses zum Osterfest eine süße Freude zu bereiten, hat sich Billa dieses Jahr eine ganz besondere Überraschung überlegt und überreichte im österlich dekorierten „Billa Corso“ im Herrnhuterhaus ein 5 Kilogramm schweres „Riesen-Osterei“ aus feinster dunkler Schokolade. Nikolaus Heinelt, Öffentlichkeitsarbeit des Wiener Integrationshauses, freut sich: „Ich habe noch nie so ein riesiges Osterei in Händen gehalten.“ Hergestellt wurde das Osterei von der Pasticceria Muzzi in Italien (Umbrien). Unterstützt wird die Aktion zudem auch von der Firma Lindt, die für die Kinder im Wiener Integrationshaus ebenfalls süße Osterware zur Verfügung gestellt hat. Vor Ort anwesend Oberösterreichischer Handelswaren von Billa unter andekongress, 17. April, 13:30 bis rem: Dalibor Savic (Markt18:00 Uhr im Palais Kaufmänmanager Herrnhuterhaus), nischer Verein, Linz. Nähere Andrea Witz (VorstandsInformationen: www.wko. assistenz), Gabriela Jansa at/ooe/handel (Vertriebsmanagerin), CharnLiau (Regionalmanagerin). (jm)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Reinhard Korner (29) ist neuer AlmdudlerVerkaufsleiter Handel Österreich. Der Niederösterreicher ist bereits seit zwei Jahren als Key Accounter im Familienunternehmen tätig. In seinem neuem Tätigkeitsbereich wird er für die Weiterentwicklung der Kundenbeziehungen im Handel verantwortlich sein und die Aktivierung der Marke Almdudler bei den Top-Kunden noch weiter vorantreiben. Vor seiner Tätigkeit bei Almdudler war Korner während mehrere Jahre bei Nestlé tätig. Korner studierte internationale Betriebswirtschaft an der WUWien sowie strategisches und internationales Management, unter anderem in Hongkong.

Schokoladegenuss für den guten Zweck

Dreifachsieg Für all jene, die nach den kalten Wintermonaten nun von der Frühlingssonne und den warmen Temperaturen wieder nach draußen gelockt werden, um an der frischen Luft sportlich aktiv zu werden, liefert Chin Min aus dem Hause Styx Naturcosmetic die ideale Starthilfe. Das Chin Min Sport Fluid zur Vorbereitung und der Chin Min Sport Spray zur Leistungssteigerung bilden nun gemeinsam mit dem bewährten Chin Min Balsam zur Muskelregeneration eine besonders wirkungsvolle Kombination für Hobby-, Amateurund Spitzensportler. Die Chin MinProdukte wurden in Zusammenarbeit mit Profisportlern entwickelt und wirken mit der Heilkraft der chinesischen Minze dreifach – sie senken das Verletzungsrisiko, steigern die Leistungsfähigkeit und therapieren Sportverletzungen. Erhältlich sind die Produkte im gut sortierten Fachhandel wie Apotheken, Drogerien, Reformhäusern, in eigenen Shops und im OnlineShop unter www.naturcosmetics.eu

die finstere brille

I am the slime Christian Novacek

D

er Code ging um in Österreich. Vorerst geruhte er an politischen Fersen zu haften. Infolge dräute die Gefahr, er würde in wirtschaftlichen Belangen sein Häuflein zum schlechteren Verständnis beitragen. Das ist mal ganz klar: Ein Ehrenkodex kann keine gesetzliche Regelung ersetzen. Korruption via Ehrenkodex verhindern ist ungefähr so, wie Nasenbohren beim Autoverfahren via Ehrenkodex zu untersagen. Funktioniert einfach nicht. Hinzu kommt noch die bedenklich braune Dimension von Ehre. Deswegen wurde wohl der Anglizismus ‚Code of Conduct‘ bemüht. Auf Deutsch würde das beständige Gesabbel von Ehre nämlich reichlich befremdlich wirken. Wohltuend war in diesem Kontext das Ö1-Interview von ReweChef Frank Hensel. Da wär‘s schon möglich gewesen, ein bissel was von Ehrenkodex als künftige Leitlinie gegen Preisabsprachen einzubringen. Stattdessen kam die Forderung nach klareren gesetzlichen Bestimmungen anstelle des vorhandenen Graubereichs. Fast bin ich versucht branchenüblich ‚Bravo!‘ oder ‚Großartig!‘ auszurufen. Indes: Man sollte auch nicht so tun, als wäre die Vernunft das Außergewöhnliche, wenn sie doch das Übliche sein muss. Insofern entscheide ich mich lieber für: ‚Respekt!‘ c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Immer ein hohes Niveau In Ozzy Osbournes Hochzeitstorte waren 7 Flaschen Hennessy-Whiskey verarbeitet.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 13. April 2012 – 21

© Boehringer

Vorrang

Boehringer Ingelheim hat in den Standort Wien kräftig investiert  Seite 22

© MedUni Wien

healtheconomy Vorlaut

Kärnten ist zwar wirtschaftlich nicht sehr erfolgreich, will aber eine Meduni  Seite 26

Vorsorge Oberhauser will  gesundE alte © Parlamentsdirektion/Wilke

Venture-Millionen von Glaxo und Janssen

© medianet

short

Forschung Das Venture-Capital-Unternehmen Index Ventures hat zusammen mit den Pharmariesen GlaxoSmithKline und Janssen einen Life Science-Fonds aufgelegt. ­Dotiert ist er mit 150 Mio. €. GSK hat bereits viel in Österreich investiert. Seite 22

inhalt www.cb12.at Healthcare > AUVA, ÖGB und WKO ­fördern gesunde Betriebe  23 > Ärztekammer sucht weiter nach neuem Boss  23 > Stöger reguliert künftig Schönheitsoperationen  24 Pharmareport und Lifescience > Auszeichnung für Wiener Forschungseinrichtungen 22 > Pharmafirmen haben Ärzte in Deutschland bestochen 24 > Roche kämpft weiter um US-Firma Illumina  24 Medizintechnik und eHealth > T-Mobile sieht Gesundheit als Wachstumsfeld  25

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Marketing 1.600 gesundheitsbezogene Werbeslogans für Lebensmittel sollen, wie berichtet, laut Ausschuss für Verbraucherschutz im EU-Parlament verboten werden; künftig sollen nur noch rund 220 Werbeaussagen erlaubt sein. Eine formale Absegnung der Listen soll bereits in wenigen Wochen erfolgen. Umso wichtiger werden künftig die „richtigen Medien“ für gesundheitsrelevante Werbebotschaften, ist Michael Richter, Geschäftsführer von y-doc Infotainment, überzeugt. Ein solches ist für ihn mit Sicherheit Wartezimmer-Fernsehen.  Seite 25

© panthermedia.net/darren baker

© y-doc

Klinische Studien Bis zu 90% der derzeit eingesetzten Medikamente sind für Kinder nicht zugelassen. Um zu einer adäquaten Dosierung zu kommen, müssen Ärzte die Empfehlungen für Erwachsene auf Kinder quasi herunterrechnen. „Ein großes Risiko“, warnten Experten bei einer Pressekonferenz des Pharmabranchenverbandes Pharmig. Ihre Forderung: Mehr klinische Studien, um die Zahl der für Kinder zugelassenen Arzneimittel zu erhöhen. Seit fünf Jahren gibt es eine EU-Verordnung, in Österreich fehle bisher aber ein Netzwerk. Seite 24


c ov e r

22 – healtheconomy

Kommentar

Gute Idee, schlecht gedacht

Freitag, 13. April 2012

Forschung I Pharmakonzerne dotieren Venture-Fonds für Investitionen im Life Science-Bereich

GSK und Janssen stecken 150 Mio. € in Life Science GlaxoSmithKline hat in Österreich bereits Kooperationen über 780 Mio. € abgeschlossen.

GRAFIK DER WOCHE N E U E S M A M M O G R A F I EPROGRAMM Brustkrebs in Österreich: rd. 5.000 Erkrankte, 1.600 Todesfälle jährlich Einladung

Alle 18 bzw. 24 Monate an Frauen zwischen 45 und 69 Jahren (40-45- und ab 70-jährige Frauen können eine Einladung anfordern)

Untersuchung

700.000 Untersuchungen pro Jahr erwartet

Mammografie Röntgenaufnahme

Ultraschall

Bei medizinischer Notwendigkeit

Doppel-Befundung

Begutachtung von zwei Radiologen

unauffällig

auffällig

Abklärung

Weiterführende Untersuchungen wie Magnetresonanztomografie, Biopsie, etc.

unauffällig

auffällig

Behandlung

Weitere therapeutische Maßnahmen Quelle: APA; Grafik: Raimund Appl

GSK sucht Partner

Forschung im frühen Stadium ist teuer und risikoreich; GSK und Janssen investieren dennoch kräftig.

GlaxoSmithKline ist auch in Österreich im Life Science-Bereich stark engagiert. Der Konzern hat wie berichtet in den vergangenen Jahren Kooperationsverträge mit den österreichischen Biotech-Unternehmen AFFiRiS, Intercell und Apeiron im Wert von über 780 Mio. € abgeschlossen. „Das Auslagern von Forschung und Entwicklung ermöglicht uns eine gute Diversifikation im wissenschaftlichen Bereich und einen Ausgleich zwischen Ausgaben und Risiken bei der Arzneimittelforschung. In Zukunft könnten bis zu 50 Prozent unserer Forschung von außerhalb kommen“, erklärte erst kürzlich Evelyn Schödl, General Manager von GSK Österreich, bei der life-science-success im Tech Gate Vienna.

Das „asset centric“-Modell von Index Ventures legt seinen Fokus auf Investitionen in aussichtsreiche Unternehmen mit nur einem oder zwei Projekten innerhalb von Europa, aber auch in den USA, first-in-class“ oder „best-in-class“Mechanismen und ungedecktem medizinischen Bedarf. Viele Moleküle, die in Index-finanzierten Labors entwickelt wurden, sind heute Teil von pharmazeutischen Pipelines im Endstadium. Francesco De Rubertis, Partner von Index Ventures: „Wir sind begeistert darüber, dass sich GlaxoSmithKline und Janssen zur Teilnahme am Fond entschlossen haben. Die Tatsache, dass diese zwei führenden globalen Pharmaunternehmen beträchtliche Ressourcen investieren, um durch ei-

nen reinen, klassischen Venture Capital Fond Chancen im frühen Forschungsstadium zu suchen, belegt die visionäre Führung beider Unternehmen.“

volle Pipeline mit Arzneimittelkandidaten zu schaffen.“ Paul Stoffels, globaler Vorstand der Pharmagruppe Johnson & Johnson, fügte bei der Präsentation des Fonds hinzu: „Neue und kreative Ansätze zur Finanzierung von Innovationen im Frühstadium sind ausschlaggebend für die Entwicklung von transformativer Medizin. Wir glauben, dass das Unterstützen und Gründen von Start-ups und das Fördern von Unternehmertum und Innovationen zum Vorteil der gesamten Industrie sein werden. Partnerschaften wie die mit Index Ventures und seiner ‚asset centric‘ Plattform verbessern unsere Chancen, Technologien im Frühstadium in Krankheitsgebieten mit hohem unbefriedigtem Bedarf zu identifizieren.“

Einzigartige Kooperation „Diese einzigartige Zusammenarbeit zeigt unsere Verpflichtung zum biotechnischen Ökosystem und dass wir ständig kreative neue Wege gehen, um den Zugang zu bahnbrechender neuer Wissenschaft zu finden“, sagt Moncef Slaoui, Vorsitzender von Forschung und Entwicklung bei GSK. „Wir glauben, dass Index mit dieser spezifischen Plattform von Unternehmen, die hinter gewinnorientierten Investitionsmodellen stehen, gut positioniert ist, um eine hoffnungs-

Forschung II Deutscher Pharmakonzern investierte kräftig

Forschung III IMBA und CeMM international erfolgreich

Wien/Ingelheim. Der deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hat seine Standorte für mikrobielle Technologie in Wien und für Zellkultur in Biberach weiter ausgebaut: Investitionen von etwa 17 Mio. € ermöglichten die Erweitung von Unternehmensbereichen, wie Verfahrensentwicklung und Qualitätskontrolle, mit neuesten Technologien. Damit bietet Boehringer Ingelheim seinen Kunden nach eigenen Angaben ein erweitertes Leistungsangebot entlang der gesamten biopharmazeutischen Prozesskette. Mit den neu geschaffenen Strukturen könne Boehringer Ingelheim höchst konkurrenzfähige Dienstleistungen anbieten. Im mikrobiellen Bereich werden die zusätzlichen Kapazitäten firmeneigene Technologien, wie die ertragsstarke und hochreine Plasmid-DNA-Plattform, stärken. Der Leiter der Biopharmazie Wien, Lothar Halmer, betonte: „Durch den Ausbau sind wir nun in der Lage, unseren Kunden ein wesentlich breiteres Spektrum an Leistungen in der Entwicklung und Produktion von

Wien. Die beiden Forschungsinstitute IMBA und CeMM der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sind unter den Top Drei der besten internationalen Arbeitsplätze für Postdoktoranden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des Fachmagazins The Scientist. Jedes Jahr erstellt das amerikanische Fachmagazin eine Rangliste der „Best Places to Work for Postdocs“. Gegliedert wird in die Kategorien „USA“ und „International“. Das IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie belegt den zweiten Platz und das CeMM – Forschungszentrum für Molekulare Medizin den dritten. Nur das Champalimaud Institut in Lissabon liegt vor den heimischen Instituten.

Boehringer Ingelheim baut in Wien Auszeichnung für Top-Institute Biopharmazeutika anzubieten.“ „Die Erweiterung wurde punktgenau abgestimmt, um die Bedürfnisse unserer Kunden im Bereich mikrobieller Verfahrensentwicklung und Zellkultur zu erfüllen, besonders für unser rasch wachsendes präklinisches Projektportfolio von Biotech-Unternehmen“, erläuterte Dorothee Ambrosius, Senior Vice President Biopharmaceuticals Global Process Science bei Boehringer Ingelheim. (iks)

bieten. Josef Penninger, wissenschaftlicher Direktor am IMBA: „Das Postdoktorat ist eine sensible Phase; man muss nicht nur wissenschaftlich erfolgreich sein, sondern auch lernen, danach ein Labor zu führen. Am IMBA gibt es dazu ein spezielles Ausbildungsprogramm, das auch vermittelt, wie man wissenschaftliche Publikationen verfasst, Förderungen einwirbt und vor Führungsqualitäten entwickelt.“ (iks)

Lernen und Leiten

Boehringer Ingelheim baute den ­Standort Wien erneut kräftig aus.

Gewählt wurde vom Fachpublikum der Zeitschrift nach Kriterien wie Qualität der Ausbildung, Möglichkeiten der Karriereentwicklung, Bezahlung, aber auch sozialen Aspekten, wie Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Job und Familienleben. In allen Kategorien haben die Wiener Institute viel zu

© IMBA

F

ür den ersten Krankenstandstag soll es kein Gehalt mehr geben, wenn es nach den Vorstellungen des VP-Wirtschaftsbunds geht. Er will damit Kurzkrankenstände eindämmen. Vorbild sei Schweden; dort werde der erste Krankenstandstag seit 1993 nicht bezahlt, daher seien die Krankenstände dadurch massiv zurückgegangen. In Österreich seien Krankenstände insgesamt in den vergangenen 20 Jahren leicht rückläufig gewesen – im Schnitt von 15,2 auf 12,9 Tage pro Arbeitnehmer in einem Jahr. Demgegenüber hätten sich die Kurzkrankenstände (bis zu drei Tage) in der Zeit verdoppelt. Der Wirtschaftsbund vergisst dabei zwei Dinge: Rund 90% der heimischen Unternehmen haben weniger als neun Mitarbeiter; die Administration der Forderung kostet wahrscheinlich mehr, als sie bringt. Geholfen ist also nur Großunternehmen. Ist zwar auch nicht schlecht, bringt aber dem Gros der Wirtschaft wenig. Das zweite Problem: Wenn sich Menschen krank ins Büro schleppen, ist keinem gedient und eine Krankheit verschlechtert sich. Nehmen wir einen grippalen Infekt, der vielleicht zuerst auf die leichte Schulter genommen wird; geht jemand damit am ersten Tag aus Sorge vor Einkommensverlust ins gut klimatisierte Büro, steckt er andere an ...

Wien. Index Ventures, ein global führendes Venture-CapitalUnternehmen, das seit 1996 aktiv in technologischen und biotechnologischen Risikoinvestitionen tätig ist, hat die Gründung des ersten Fonds ausschließlich für Investitionen im Life Science-Bereich bekannt gegeben. Neben IndexPartnern stecken die zwei Pharmaunternehmen, GlaxoSmithKline und Janssen (Pharmaunternehmen von Johnson & Johnson), 150 Mio. € in den Fonds. Die beiden globalen Pharmaunternehmen sind im neunköpfigen Scientific Advisory Board (SAB) des Fonds mit jeweils zwei Senior Executives vertreten. Durch dieses einzigartige Pharma/Venture-Partnerschaftsmodell sollen vielversprechende Innovationen in frühen Phasen der Forschung vorangetrieben werden.

© Irene Schanda/Boehringer Ingelheim

Martin Rümmele

© panthermedia/Alexander Raths

Martin Rümmele

Ausbildungsauszeichnung für Wiener Life Science-Einrichtungen.


H E A LT H : C A R E

Freitag, 13. April 2012

healtheconomy – 23

Serie Betriebliche Gesundheitsförderung – Teil 5 Unfallversicherung, ÖGB und Wirtschaftskammer wollen Kleinunternehmen helfen

Stresstest erhöht die Gesundheit InA Karin Schriebl

Wien. Stressprävention in der Arbeitswelt und betriebliche Gesundheitsförderung schaffen eine WinWin-Situation für Arbeitnehmer, Betriebe und Gesellschaft, sind sich Unfallversicherung, ÖGB und Wirtschaftskammer einig. Stressauslöser am Arbeitsplatz sind oft Faktoren, die im Interesse des Unternehmens und der Beschäftigten behoben werden könnten. Wo solche arbeitsbezogene Stressfaktoren liegen und wie Ressourcen genutzt werden können, lässt sich nun mithilfe des wissenschaftlichen „Impuls-Tests“ erheben, der von ÖGB, WKO und AUVA bei einer Tagung vorgestellt worden ist. „Der Test kann effizient zur Reduktion von Stress beitragen. Als Maßnahmen zur Prävention werden die Ursachen und Folgen ermittelt und sowohl die Arbeitsbedingungen als auch die Ar-

beitsumgebung, Arbeitsinhalte und sozialen Beziehungen am Arbeitsplatz berücksichtigt“, erklärte Renate Römer, Vizepräsidentin der WKO und AUVA-Obfrau. Rund 93% der Unternehmen in Österreich sind Kleinstbetriebe mit maximal neun Beschäftigten. Mit Unterstützung der AUVA werden vom Wifi geförderte Stress-Beratungen für Betriebe angeboten, die professionell begleitet werden. Ihr, Römer, liege es am Herzen, aufzuzeigen, dass die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen auch gerade in kleinen Unternehmen erfolgreich sein kann. Ins gleiche Horn stieß ÖGB-Präsident Erich Fogler: „Das Besonde-

re am Stresstest ist, dass er die Arbeitsbedingungen unter die Lupe nimmt.“ Durch die Befragung der Mitarbeiter und Führungskräfte zeigen sich dann auch Schwachstellen und Mängel in der Arbeitsorganisation, wie Ineffizienz bei den Arbeitsabläufen, die Stress verursachen. Die Evaluierung von elf betrieblichen Stressprojekten zeigt, dass es eher die kleinen Zeitfresser des Arbeitsalltags sind, die Arbeitnehmer das Leben schwer machen. Auch Unternehmen gewinnen, wenn Arbeitsabläufe effizienter organisiert sind: 85% der Vorschläge, die die Mitarbeiter und Führungskräfte im

Zuge der Stressprojekte entwickelt haben, sind mit keinen Investitionskosten verbunden. Unternehmensvertreter von Ankerbrot, ÖBB Personenverkehr und RHI berichteten bei der Präsentation über ihre konkrete Erfahrungen mit dem Test und die Umsetzung von gesundheitsfördernden und Präventivmaßnahmen. Ankerbrot-Personalentwickler Martin Brosig: „Das Projekt hat zu einem offenen Betriebsklima beigetragen und das Verständnis füreinander erhöht.“ Bei Ankerbrot wurde der Test bisher in den Filialen eingesetzt und führte dazu, dass die Mitarbeiter-Fluktuation deutlich reduziert wurde.

© panthermedia/Diego Cervo

Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Stressreduktion bedürfen meist geringer Investitionen.

Stress am Arbeitsplatz schädigt ­Mitarbeiter und die Unternehmen.

Politik Richtungsentscheid

Ärztewahl offen

Wien. Das Rennen um die Nachfolge von Ärztekammer-Präsident Walter Dorner ist weiter offen. Auch nach den Wahlen in acht von neun Landes-Ärztekammern hat sich noch kein klarer Favorit herauskristallisiert. Als seriöser Kandidat hat sich der bisherige Vizepräsident Artur Wechselberger mit einem klaren Erfolg und dem Erringen der absoluten Mehrheit in Tirol präsentiert. Aber auch für andere Kandidaten ist der Zug noch keineswegs abgefahren. Noch offen sind die Wahlen in Oberösterreich, die erst am 24. April stattfinden.

Finale am 22. Juni Gewählt wird die neue Führung der Ärztekammer am 22. Juni in der konstituierenden Vollversammlung. Dorners Nachfolger muss dabei aus dem Kreis der neun Präsidenten der Landeskammern kommen. Obwohl mit Ausnahme Oberösterreichs die Ärzte schon in allen anderen Bundesländern ihre Vertretungen gewählt haben, ist in den meisten Fällen noch unklar, wer die Präsidenten auf Landesebene sein werden. Die Entscheidungen werden in den konstituierenden Vollversammlungen fallen. In Vorarlberg und Tirol dürften die amtierenden Kandidaten im Amt bleiben, in der Steiermark zeichnet sich ein Wechsel ab. In den anderen Ländern stehen bis zu den Vollversammlungen z.T. noch schwierige Koalitionsverhandlungen an. (iks)

Führender Anbieter von Informationsund Beratungsdienstleistungen für die Healthcare-Branche in mehr als 100 Ländern weltweit. Wir sind seit mehr als 55 Jahren Marktführer und verbinden Branchenkompetenz und fortschrittliche Technologie, um präzise Darstellungen und Analysen der dynamischen Entwicklungen im Pharma- und Gesundheitsbereich zu erstellen. Unsere Kunden erhalten genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Informationen, die auf einem einzigartigen Datenbestand beruhen und die Grundlage konkreten Handelns bilden. Durch kontinuierliche Innovationen halten wir Schritt mit dem sich zunehmend komplexer gestaltenden und immer stärker von wechselseitigen Abhängigkeiten geprägten Pharma- und Gesundheitsumfeld. Unabhängig davon, ob unsere Kunden als Entscheidungsträger im Bereich Life Sciences fungieren oder Kostenträger, Ärzte und Krankenhäuser oder politische Entscheidungsträger sind – unsere analytischen Dienstleistungen und Consulting-Möglichkeiten sind ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.

KONTAKT:

© Österreichische Ärztekammer

IMS Health Mag. Erika Sander Senior Manager Business Operations, Austria Prokurist Europaplatz 3 / Stiege 4 / 6. Stock 1150 Wien Phone: +43 1 7800 2110 Mobile: +43 664 8000 2110 Fax: +43 1 7800 29 Email: esander@at.imshealth.com www.imshealth.com Tirols Ärztekammer-Chef Wechsel­berger hat Chancen auf Bundesposten.


24 – healtheconomy

short

Roche erhöht Angebot für US-Firma Illumina

P h a r m a r epo r t: L i f e s c i e n c e

Freitag, 13. April 2012

Forschung 90% der Medikamente sind für Erwachsene getestet und zugelassen; Studien für Kinder fehlen noch

Arzneimittel sind oft für Kinder zu wenig getestet

Auslagerung an einen externen Anbieter Berlin. Aufgrund einer schwankenden Auslastung der Probandenstationen erwägt Bayer, einen Teil seiner PharmaForschung und Entwicklung auszugliedern. Ein externer Spezialist könne die Tests effizienter betreiben, für die Probandenstationen in Berlin und Wuppertal würden bereits ­Betreiber gesucht. Bayer will sich stärker auf Krebsmedikamente konzentrieren, die nicht an Gesunden ausprobiert ­werden.

© EPA

Rückschlag mit Heuschnupfenmittel

Ein Gros der Umsätze kommt durch das Lungenmittel Tracleer herein.

Zürich. Das Medikament Setipiprant des Schweizer Biotechnologie-Unternehmens Actelion verfehlte den Wirkungsnachweis bei Heuschnupfen und Asthma. Actelion stoppt die Entwicklung des Mittels und will sich auf ein vielversprechendes Nachfolge-Präparat des sogenannten CRTH2-Antagonisten konzentrieren. Actelion versucht mit verschiedenen Strategien, seine Abhängigkeit vom Milliarden-Medikament Tracleer zu verringern.

Neuer Name für Abbott-Abspaltung Wien. Das Pharmaunternehmen Abbott kündigte Oktober 2011 seine Aufteilung in zwei börsenotierte Unternehmen an. Das neue, unabhängige forschende Unternehmen wird „AbbVie“ heißen und voraussichtlich Ende 2012 seine Tätigkeit aufnehmen. Das Medizinprodukte-Unternehmen wird den Namen Abbott beibehalten.

Kinderspezialist Christoph Male und Pharmig-General Jan Oliver Huber wünschen sich Netzwerk für Arnzeistudien für Kinder.

geeignete Infrastrukturen schaffen, die Pharmaindustrie muss Arzneimittelstudien auch bei Kindern planen, Kinderärzte müssen diese Studien im Rahmen der Behandlung ihrer Patienten durchführen und die Kinder und Eltern, aber auch die Gesellschaft, müssten erkennen, dass diese Studien notwendig seien, erklärt PharmigGeneralsekretär Jan Oliver Huber. Fix ist, dass bei neuen Medikamenten und Indikationserweiterungen Kinderstudien vorgelegt werden müssen. Dafür gibts auch ein Zuckerl in Form einer halbjährigen Patentsverländerung. Insgesamt seien die Rahmenbedingungen für die klinische Forschung in Österreich gut; um aber Studien an jungen Menschen

rasch und effizient durchführen zu können, setze sich die pharmazeutische Industrie in Anlehnung an internationale Modelle für eine Koordinationsstelle ein, sagt Huber. Damit werden kürzere Genehmigungsdauern, transparentere Prozesse, aber auch ein leichterer Einschluss von Patienten möglich.

werden bereits bisher bestehende Kinderimpfungen berücksichtigt. Das sind Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung, Keuchhusten, Haemophilus influenzae b, Hepatits B, Mumps, Masern, Röteln und Rotavirus – also Erreger, die schwerste Erkrankungen verursachen können. Neu ist, dass die Auffrischung gegen Diphtherie und Tetanus im Schulalter auf eine Dosis reduziert wurde, diese aber schon im Volkschulalter als Vierfachimpfung mit Keuchhusten- und Kinderlähmungskomponente verabreicht wird. Zusätzlich sieht der neue Impfplan erstmals eine Gratisimpfung gegen Pneumokokken für alle Säuglinge und Kleinkinder und gegen Meningokokken für Schulkinder vor.

Änderungen im Impfplan Bereits erledigt sind lange diskutierte Änderungen im Impfplan. Am meisten betroffen ist das Gratiskinderimpfprogramm, das vor mehr als zwei Jahrzehnten entwickelt wurde und allen Kindern bis zum 15. Lebensjahr einen kostenlosen Zugang zu wichtigen Schutzimpfungen ermöglicht. Nach wie vor

Kriminalität Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Krebsärzte

Gesetz Jugendliche sollen besser geschützt werden

Berlin. Deutschlandweit ermitteln Staatsanwälte gegen Krebsärzte wegen Bestechlichkeit. Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet, sind auch mindestens drei Pharmafirmen im Visier der Ermittler, die systematisch bestochen haben sollen. Die Unternehmen sollen Kassenärzten Geld gezahlt haben, wenn sie deren Krebspräparate bevorzugen. Auch gegen Dutzende Ärzte und einige Apotheker wird demnach ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat Anklage erhoben gegen einen Arzt und zwei Apotheker aus Thüringen. Der Arzt soll von den beiden Apothekern Vorteile und Zahlungen in einer Größenordnung von einigen 100.000 € erhalten haben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt. Der Thüringer Arzt soll dafür kassiert haben, dass er sogenannte Zytostatika bei diesen Apothekern bezog. Die Medikamente werden zur Chemotherapie bei Krebserkrankungen eingesetzt. Der Spiegel berichtet außerdem, dass die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen Verantwortliche einer regionalen Pharmafirma erheben

Wien. Ein neues Gesetz, das Schönheitsoperationen strenger regeln soll, dürfte noch vor der Sommerpause vom Parlament behandelt werden. Derzeit ist der Entwurf in Begutachtung. Die Begutachtungsfrist endet am 27. April, danach können noch eventuelle Änderungen einfließen. Mit dem neuen Gesetz sollen medizinisch nicht notwendige Schönheitsoperationen konkret geregelt werden, um dabei Standards sicherzustellen und Missbrauch bei Jugendlichen zu verhindern. Auch bei diesen Eingriffen kann es zu weitreichenden unerwünschten Nebenwirkungen und unerwartete Folgen bzw. Komplikationen kommen. Derzeit ist die Durchführung von Schönheitsoperationen nicht auf eine bestimmte Facharztausbildung beschränkt, und es sind auch keine sonstigen spezifischen Qualitätskriterien zu erfüllen. Bei Verstößen gegen das Gesetz wird eine Geldstrafe in der Höhe von 15.000 € fällig, im Wiederholungsfall oder bei einer schwerwiegenden Gefahr für Leben oder Gesundheit eines Menschen eine Geldstrafe von bis zu 25.000 €.

Ärzte in Deutschland bestochen

wolle. Die Leipziger Firma soll den Krebsärzten mehrere Hundert Euro pro Patient gezahlt haben, wenn die Mediziner ihre Präparate bevorzugten. In München hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bestechung gegen den Geschäftsführer einer weiteren Firma eingeleitet. In Hamburg ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Verantwortliche eines weiteren Krebsmittelherstellers. (APA/iks)

In Deutschland sollen mindestens drei Pharmafirmen Ärzte bestochen haben.

Stöger regelt Schönheits-OPs

Die Kernpunkte des Gesetzes: In Zukunft werden Jugendliche besonders geschützt. Bei 16- bis 18-Jährigen dürfen Schönheitsoperationen nur durchgeführt werden, wenn eine psychologische Beratung erfolgt ist, die Einwilligung durch die Erziehungsberechtigten und die Einwilligung durch den Patient vorliegt sowie eine Wartefrist von acht Wochen zwischen Einwilligung und Operation eingehalten wurde. (iks)

© APA/Roland Schlager

Zürich. Nach der Ablehnung des Angebots von Roche an den US-amerikanischen Gentechnikspezialisten Illumina erhöhte der Schweizer Konzern das Gebot um eine Mrd. USD auf 6,7 Mrd. USD, das sind umgerechnet 5 Mrd. €. „In unseren Diskussionen mit Illumina-Aktionären haben wir festgestellt, dass ein Interesse daran besteht, den Übernahmeprozess zu beschleunigen“, erklärte Roche-Konzernchef Severin Schwan die Strategie von Roche.

Wien. Bis zu 90% der derzeit eingesetzten Medikamente sind für Kinder nicht zugelassen. Um zu einer adäquaten Dosierung zu kommen, müssen Ärzte die Empfehlungen für Erwachsene auf Kinder quasi herunterrechnen. „Ein großes Risiko“, warnten Experten bei einer Pressekonferenz des Pharmabranchenverbands Pharmig. Ihre Forderung: Mehr klinische Studien, um die Zahl der für Kinder zugelassenen Arzneimittel zu erhöhen. Seit fünf Jahren gibt es eine EUVerordnung, die Arzneimittelzulassungen für Kinder unter strengen Vorlagen zwingend vorschreibt. Das Problem dabei: „Studien dazu sind nicht nur extrem aufwendig und teuer“, sagt Christoph Male, Leiter der Gerinnungsambulanz der Universitätsklinik für Kinder und Jugendheilkunde. In der Gesellschaft gebe es immer noch ethisch-moralische Bedenken und in Österreich fehle es zudem an der geeigneten Infrastruktur. In Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden und Finnland habe man sich bereits vor Einführung dieser Verordnung über Koordinationsstellen Gedanken gemacht; in Österreich fehle bisher ein Netzwerk. „Studien an Kindern sind notwendig“, denn die Verteilung von Arzneimitteln im Körper, ihre Wirkung und Sicherheit bei den Kleinen, abhängig vom Alter, seien aufgrund der Unreife ihrer Organe anders. Die Risiken reichen „von zu geringer Wirkung bis zur Überdosierung und dem Auftreten von unerwünschen Nebenwirkungen“, erklärt Male. Bisher habe man sich nur auf Erfahrungsaustausch unter den Medizinern verlassen können. Um die seit 2007 in Kraft getretene EU-Verordnung umzusetzen, bedarf es der Zusammenarbeit aller Betroffenen. Die Politik müsse

© medianet

Die Fronten zwischen den beiden Firmen sind seit Januar verhärtet.

© dpa/A3817 Tobias Hase

© EPA

Der „Impfplan-Neu“ sieht weitreichende Änderungen bei Gratisimpfungen für Kinder vor.

Schönheitsoperationen sollen künftig an bestimmte Standards geknüpft werden.


M e d i z i n t e c h n i k : E- H e a lt h

Freitag, 13. April 2012

healtheconomy – 25

Marketing y-doc Infotainment erhält in aktueller Umfrage ausgezeichnete Ergebnisse bei der Werbewirkung

short

Studie zu Wartezimmer-TV

Konzernstrategie Gesundheit bei T-Mobile

Wien. 1.600 gesundheitsbezogene Werbeslogans für Lebensmittel sollen wie berichtet laut Ausschuss für Verbraucherschutz im EU-Parlament verboten werden; künftig sollen nur noch rund 220 Werbeaussagen erlaubt sein. Eine formale Absegnung der Listen soll bereits in wenigen Wochen erfolgen. Umso wichtiger werden künftig die „richtigen Medien“ für gesundheitsrelevante Werbebotschaften, ist Michael Richter, Geschäftsführer von y-doc Infotainment, überzeugt. Ein solches ist für ihn mit Sicherheit Wartezimmer-Fernsehen.

Produkt gesehen zu haben. Getoppt wurde dieser Wert durch das Produkt Mexa Vit C von ratiopharm: 67% der Befragten konnten sich erinnern, dieses Präparat im Wartezimmer-TV gesehen zu haben (gestützte Abfrage, ungestützt 31%).

Kaufverhalten beeinflussen

Dies sieht er auch durch eine jüngst durchgeführte Erhebung bei knapp 800 Patientinnen und Patienten bestätigt: „y-doc Infotainment, Österreichs führendes Wartezimmer-TV, bietet Werbekunden nicht nur eine enorme Reichweite, sondern auch qualitativ hochwertige Kontakte.“ 160 Gynäkologen und 108 hausapothekenführende Allgemeinmediziner mit y-doc Infotainment im Wartezimmer wurden im Februar 2012 von y-doc eingeladen, an einer Patientenbefragung teilzunehmen; 772 Patienten aus insgesamt 53 Ordinationen folgten dem Aufruf und füllten einen Fragebogen zum Thema „Medien im Arztwartezimmer“ aus. Ergebnis: Der Bildschirm im Arztwartezim-

© y-doc

Enorme Reichweite

y-doc Infotainment-Chef Michael Richter freut sich über Umfrageergebnisse.

mer wurde von den Patienten mit einer Durchschnittsnote von 1,46 bewertet. Geschäftsführer Richter: „y-doc Infotainment kommt somit im Vergleich zu anderen Medien im Wartezimmer am besten an. Dies schlägt sich auch in der Aufmerksamkeit gegenüber WartezimmerTV nieder: 95 Prozent der Befragten führten an, dass sie den Bildschirm im Wartezimmer verfolgen, 57 Prozent davon ‚sehr aufmerksam’ oder ‚aufmerksam’.“

Die Patienten wurden bei der Umfrage sowohl gestützt als auch ungestützt nach aktuellen Werbespots im Programm von y-doc gefragt. Ein Beispiel dazu beschreibt Richter so: 48% der Befragten der hausapothekenführenden Allgemeinmediziner konnten sich ohne Erinnerungshilfe an einen automatischen Seifenspender von Reckitt Benckiser erinnern. Nach Vorlage eines Spotausschnitts führten 53% der befragten Patienten an, das

Damit ist für den Geschäftsführer klar, dass mit einem Werbespot bei y-doc Infotainment nicht nur der Bekanntheitsgrad eines Produktes erhöht wird, sondern auch das Kaufverhalten der Patienten beeinflusst werden kann. „29 Prozent der Befragten gaben an, aufgrund eines Beitrags im Wartezimmer-TV bereits Produkte gekauft zu haben.“ Für Richter sind die Ergebnisse eine Bestätigung: „Es beweist neuerlich, dass unser WartezimmerTV funktioniert, Werbebotschaften bei den Rezipienten ankommen – und die gewünschten Impulse, wie Kaufnachfrage, geweckt werden. Wir nennen das ‚werben, wo‘s wirkt’.“ Neben der Kontaktqualität punktet das Wartezimmer-TV von y-doc auch mit Top-Reichweiten. Laut Reichweitenstudie AmbientMeter erzielt das Medium WartezimmerTV (alle Anbieter) eine monatliche Reichweite von 58% bei allen Arztbesuchern. Etwa 50% davon dürften auf y-doc (www.y-doc.at) entfallen. (red)

Gemeinsam bringen wir Ihre Idee zur Umsetzung! Ihre Arbeit im Gesundheitswesen gibt vielfach Anstoß für Innovationen in Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen. Gerade Sie als Personen, die täglich mit und am Patienten arbeiten, können am besten einen Bedarf aufdecken und so verstecktes Potenzial für Entwicklungen und Optimierungen am medizinischen und medizintechnischen Markt aufzeigen.

© Medisana

EU-Bremse für gesundheitsbezogene Lebensmittelwerbung erhöht Bedarf an Treffsicherheit.

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Wien. E-Health ist ein wichtiges Wachstumsfeld von T-Mobile. Anlässlich des Weltgesundheitstags bot das Unternehmen mobile Gesundheitsmessgeräte wie Blutdruckmesser, Waage und Thermometer um minus 10% an. Die „VitaDock-Messmodule“ werden an das iPhone, iPad oder den iPod touch angedockt und mit einer zentralen Software, der VitaDock-App, kombiniert. „Das Thema ‚Gesundheit‘ ist eines der neuen Wachstumsfelder unserer Konzernstrategie“, erklärt Robert Chvátal, CEO von T-Mobile Austria. Außerdem setzt sich der IT- und Mobilfunkbetreiber breit gefächert für die Mitarbeitergesundheit ein. Neben umfangreichen Gesundheitsmaßnahmen, wie kostenlose Vorsorgeuntersuchungen, Impfservices bis zu Gymnastikkursen im Haus, bietet das Unternehmen seit 2004 einen Betriebskindergarten für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie an.

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M E N S C H E N & KA R R I E R E N

26 – healtheconomy

Freitag, 13. April 2012

Bildungsprojekt Psychotherapie-Privatuni will Medizinuniversität in Kärnten aufbauen – Pläne sind umstritten

short

Jedem seine Medizin-Uni

FH Krems bietet neues Pflegestudium an

Andreas feiertag

FH Joanneum räumt bei Health-Awards ab

MedAustron Erster Teststrahl war in Genf erfolgreich

Gesundheitswesen Stöger drängt auf Veränderung

Genf. Auf dem Gelände der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN in Genf hat Niederösterreichs Landeshauptmann

Wien. „Wir werden eine österreichweite Befragung durchführen, die sowohl im Krankenhaus als auch im niedergelassenen Bereich die Zufriedenheit und Bedürfnisse der Patienten erheben wird.“ Das erklärte Gesundheitsminister Alois Stöger beim 9. Forum Hospital Management, das kürzlich im Wiener Studio 44 stattgefunden hat. Stöger betonte, dass Österreich dringend eine Gesundheitsreform brauche – dabei müssen vor allem die Bedürfnisse der Patienten im Mittelpunkt stehen. Die Reform des österreichischen Gesundheitswesens stand im Mittelpunkt der Veranstaltung, die von der Vinzenz Gruppe, dem Wiener AKH und der WU gemeinsam organisiert wurde. Stöger forderte insbesondere eine gemeinsame

© FH Joanneum

Pröll drückte den Knopf in CERN

© NLK Filzwieser

Die besten Master-Arbeiten an Fachhochschulen wurden ausgezeichnet.

Graz. 2012 wurde erstmals der „Health Research Award“ für die besten Master-Arbeiten der FH-Gesundheitsstudiengänge in Österreich in den Kategorien „Gesundheitsversorgung“, „Management im Gesundheitswesen“, „E-Health“ und „Gesundheitsförderung“ vergeben. Unter den zehn Preisträgerinnen befinden sich mit Tanja Rappel und Manuela Pirker auch zwei Master-Absolventinnen der FH Joanneum.

LH Erwin Pröll drückte in Genf auf das Teilchenbeschleuniger-Knöpfchen.

Hans-Ulrich Grimm: Vom Verzehr wird ab­ geraten. Verlagsgruppe Droemer Knaur, 319 Seiten, 18,50 €, ISBN-10: 3-426-27556-2

Verantwortung für Steuerung, Planung und Finanzierung sowie gemeinsame Ziele und das Einbinden aller Beteiligten ein. (fei)

Minister Alois Stöger fordert gemeinsames Vorgehen bei Reform ein.

Menschen, über die man spricht

© Parlamentsdirektion/Wilke

Sabine Oberhauser plädiert für eine effiziente Prävention

©APA Fotoservice/Schedl

Gefahr gesunde Ernährung Wir wollen uns gut ernähren und gesunde Lebensmittel zu uns nehmen – und greifen im guten Glauben zu den falschen Produkten: Ernährungsexperte Hans-Ulrich Grimm hat neueste Untersuchungen ausgewertet, die sich mit industriell veränderten, aufgepumpten Produkten beschäftigen, dem sogenannten Functional Food. Was der Handel will, haltbare, stapelbare Lebensmittel mit konstantem Geschmack, kann nicht die Landwirtschaft, sondern muss die Industrie liefern. Und das hat Nebenwirkungen: Biologisch, also ökologisch erzeugte Nahrung ist anderer gesundheitlich zwar überlegen, doch dies gilt nur bis zum Tor des Nahrungsmittelherstellers; industriell veränderte Nahrung auf Basis biologisch erzeugter Rohstoffe besitzt keine Vorzüge mehr. Fazit: Wer Vitaminpillen nimmt, stirbt eher an Krebs, zusätzliches Kalzium kann vielleicht einen Knochenbruch verhindern, aber auch einen Herzinfarkt bewirken. (fei)

Patientenbefragung für Reform

Erwin Pröll (ÖVP) kürzlich gemeinsam mit CERN-Generaldirektor Rolf Heuer und dem Vorsitzenden des MedAustron-Aufsichtsrats, Klaus Schneeberger, den Startknopf für den MedAustron-Teststrahl gedrückt und dabei von einem „historischen und bewegenden Moment“ gesprochen: Die Inbetriebnahme des Teststrahls sei ein wichtiger Schritt für die Umsetzung von MedAustron und für eine hoffnungsvolle Zukunft Tausender Menschen, die an Krebs leiden. „Der Strahl ist ein wichtiges Werkzeug im Kampf gegen Krebs“, sagte Pröll. 50 Personen bereiten seit rund vier Jahren bei CERN den Aufbau der Teilchenbeschleuniger-Anlage für MedAustron vor. Anfang 2013 soll dann die Anlage nach Wr. Neustadt übersiedeln.

buch-tipp

© Droemer Knaur

Kärnten soll eine Meduni bekommen. Das wünschen sich zumindest die Politiker.

© Bundesministerium für Gesundheit

Krems. Mit einem neuen sechssemestrigen Bachelorstudium „Gesundheits- und Krankenpflege“ ergänzt die IMC FH Krems ab Herbst ihr Bildungsangebot im Gesundheitsbereich. Insgesamt stehen 36 Studienplätze zur Verfügung, wobei die Kremser Fachhochschule neben einer interdisziplinären und zukunftsorientierten Ausbildung auch Praktikumsplätze garantiert. Anmeldungen sind ab sofort möglich: www.fh-krems.ac.at

Wien. „Die demografische Entwicklung stellt Österreich in den kommenden Jahrzehnten vor einige Herausforderungen in der Gesundheitsförderung und Prävention“, sagte SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser anlässlich des Weltgesundheitstages, den die WHO heuer unter das Motto „Altern und Gesundheit: Gesundheit erfüllt die Jahre mit Leben“ gestellt hatte. Bei der Prävention gehe es nicht nur um Verhaltensprävention, sondern vor allem auch um Verhältnisprävention. Das betreffe eine gesunde Ernährung, die für alle leistbar sein muss, ein gesundes Wohnumfeld, Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz und eine Schule, die auch Bewegung und gesunde Ernährung bietet, betonte Oberhauser und verwies auf diesbezügliche Anstrengungen des Gesundheistministeriums.

Michael ­Landau, Caritas ­Ö sterreich

Caritas-Direktor Michael Landau drängt darauf, die Hospiz- und Palliativversorgung in die öffentliche Regelfinanzierung zu übernehmen. Weiters fordert er, Versorgungslücken umgehend zu schließen; im stationären Bereich gebe es noch immer zu wenig Hospizbetten, um sterbenskranke Menschen über einen längeren Zeitraum zu betreuen. Österreichweit würden 100 solche Betten fehlen, meinte Landau: „Der beste Plan nützt nichts, wenn der politische Wille zur Umsetzung fehlt.“

othmar ­karas, Präsident Hilfswerk

Hilfswerk-Präsident Othmar Karas forderte anlässlich des Weltgesundheitstags alle maßgebenden Entscheidungsträger auf, den Arbeitskräftemangel im Sozial- und Gesundheitsbereich mit höchster Priorität zu behandeln: „Einzelmaßnahmen werden bei der Lösung des Problems bei Weitem nicht reichen. Allein in der mobilen Pflege braucht Österreich 2020 zusätzlich etwa 9.000 Pflegekräfte. Das ist mit der bisherigen Ausbildungsstruktur in Österreich unmöglich zu schaffen“, warnte Karas.

© Barmh. Schwestern Linz

IMC FH Krems baut das eigene Studienangebot weiter aus.

© Hilfswerk Österreich

© IMC FH Krems

Klagenfurt. Private Universitäten scheinen derzeit im Trend zu liegen und besonders mit der Medizin scheinen sich einige Länder schmücken zu wollen. In Klagenfurt etwa soll nun auch eine private Medizinuniversität entstehen. Das haben Vertreter der „Sigmund Freud Privat Universität“, des Klinikum Klagenfurt und Bildungsreferent Uwe Scheuch (FPK) angekündigt. Die Wiener Privatuni, die sich bisher mit psychotherapeutischer Ausbildung befasste, begibt sich damit auf neues Terrain. Die Genehmigung der neuen Universität durch den Bund könnte bis Herbst 2013 erfolgen, schon im Wintersemester 2013/14 will man 80 bis 100 Erstsemestrige aufnehmen. Das Land Kärnten wird laut Scheuch zehn bis zwölf Mio. € „Anschubfinanzierung“ zur Verfügung stellen – unter anderem um die

Infrastruktur am alten KlinikumGelände anzupassen. Planungskonzepte dafür sind bereits in Arbeit. Aufgrund des ambitionierten Zeitplans werden bauliche Anpassungen und damit Investitionen des Landes schon vor Ende des Akkreditierungsverfahrens und der Genehmigung der Universität durch den Bund notwendig sein – was zu einigen Konflikten führen könnte. Die laufenden Kosten – eine Beteiligung des Landes an diesen schloss Scheuch dezidiert aus – werden wie bei der Sigmund Freud Privat Universität aus Studienbeiträgen und Forschungsgeldern bestritten, kündigte der Rektor der Wiener Privatuniversität, Alfred Pritz, an. An seiner Uni werden für Studierende pro Jahr immerhin 12.000 € an Gebühren fällig. Lehre und Forschung werden laut Plan die Primarärzte und habilitierten Oberärzte des Klinikum Klagenfurt übernehmen.

© MedUni Wien

„Sigmund Freud Privat Universität“ auf neuem Terrain – Start der Lehre im Wintersemester 2013.

christian lampl , Barmh. Schwestern

Seit Anfang April verstärkt Christian Lampl neben Walter Kneidinger als zweiter Geschäftsführer die Leitung des Linzer Ordenskrankenhauses. Mit der Berufung eines medizinischen Geschäftsführers trägt man den durch die Spitalsreform gewachsenen Anforderungen im Hinblick auf Reorganisations- und Kooperationsprojekte Rechnung. Lampl ist Facharzt für Neurologie und wechselte 2006 nach 15-jähriger Tätigkeit am AKH Linz in das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern.


medianet

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Freitag, 13. April 2012 – 27

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Automobilhersteller suchen mit immer neuen Vertriebswegen den Erfolg  Seite 29

Garanta-Hauptbevollmächtigter Kurt ­Molterer im Gespräch mit medianet Seite 33

© Garanta

© hyundai-shop.at

automotivebusiness VW UP! Kleinstwagen ganz gross

© VW

„Cabrio und Luxusreise sind unsere Konkurrenz“

© Panthermedia.net/Christian-Philipp Worring

short

© PSA Peugeot Citroen

Wien. Die Zahl der Kfz-Neu­ zulassungen ist im März laut Angaben der Statistik Austria um 6,4% gewachsen. Damit ergibt sich im ersten Quartal ein Plus von 1,4% auf 111.078 Fahrzeuge. Bei den Pkw betrug der Zuwachs 1% auf 88.764 Fahrzeuge, die Zahl der Leicht­ motorräder steig um 17,8% und die der Motorräder um 5,1%. Rückläufig war die Ent­ wicklung bei Motorfahrrädern (minus 3,3%) und schweren Lkw über 3,5 t höchstzuläs­ sigem Gesamtgewicht (minus 10%).  www.statistik.at

© Harley-Davidson

Paris. Die französische Auto­ bauer PSA Peugeot Citroen greift zu ungewöhnlichen Mitteln: Um seinen Schulden­ berg etwas abzubauen und frisches Kapital zu lukrieren, hat der Hersteller sein Pariser Hauptquartier in der Nähe des Champs-Elysees für 245,5 Mio. € an den kanadischen Investor „Caisse de depot et placement du Quebec“ ver­ kauft. PSA verbleibt allerdings vorerst im Gebäude und hat es für die kommenden neun Jahre zurückgeleast.  www.psa-  peugeot-citroen.com

Lincoln US-Hersteller Ford will seine Nobelmarke aufwerten

Stuttgart. Porsche startet mit Vollgas in den Frühling. Im März lieferte der Stuttgarter Autobauer nach eigenen Anga­ ben 12.094 Fahrzeuge aus, ein Plus von 21,2% binnen Jahres­ frist. Besonders kräftig gaben chinesische Porschefahrer Gas; dort schossen die Auslie­ ferungen im Jahresvergleich um 63,3% auf 2.572 Einheiten in die Höhe. Schwächer verlief das Geschäft in den USA, wo der Absatz um 4,9% auf 2.460 Auslieferungen sackte. Porsche erklärte das mit Modellwech­ seln beim 911er- und Boxster.  www.porsche.de

© Sam VarnHagen/Ford

Zurück in eine glorreiche Zukunft

Lincoln MKZ: Aktuell auf der „New York International Auto Show“ zu sehen.

New York. Sie waren einst Präsi­ dentenfahrzeuge, hatten weltweit Anhänger und strahlten Prestige, Macht und Stärke aus: Fahrzeuge der Marke Lincoln waren über Jahre hinweg der amerikanische Inbegriff von Noblesse und Luxus, in den vergangenen Jahren ist da­ von aber nicht viel geblieben. Nun wollen die Amerikaner aber zurück zu alter Stärke, Hersteller Ford präsentiert auf der „New York In­ ternational Auto Show“ den neuen „Lincoln MKZ“ und hofft, damit vor allem junge Kunden zurück­ zugewinnen. Bis 2015 soll zudem die komplette Modellpalette über­ arbeitet werden.  www.ford.com

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Harley-Davidson Die imageträchtige US-Marke ist hierzulande erfolgreich wie lange nicht. Welche Faktoren dafür verantwortlich sind, verrät Herbert Koller, zuständig für Marketing & Dealer-Development in Österreich, im Gespräch mit medianet. Seite 28

www.ditech.at/business


C ov e r

28 – automotivebusiness

Kommentar

Der Preis entscheidet

Freitag, 13. April 2012

Harley-Davidson Austria Austro-Bilanz 2011: Insgesamt wurden 974 Fahrzeuge verkauft, davon 890 zugelassen

Lifestyle, Lebensgefühl und Marken-Identifikation Derzeit acht Händler in Österreich; Eröffnung eines 9. Standorts in Wien-Nord Ende 2012 geplant. Bestseller war die „Seventytwo“ mit einem Preis von fast 13.000 €, dicht gefolgt von der Top-Tourerin „Road King“ am oberen Ende der Preislatte (ab 26.600 €). Und überhaupt: „Bei uns steht nicht unbedingt das Fahrzeug im Vordergrund.“ Mit einer HarleyDavidson kaufe man sich nicht bloß ein Motorrad, vielmehr verschaffe man sich man Lifestyle, Lebensgefühl, Familienzugehörigkeit, Image und auch ein Stück Identität. Mit hohem Werterhalt im Vergleich zu nicht allen, aber etlichen anderen Fabrikaten. Koller: „Es klingt vielleicht hochnäsig: Unsere Konkurrenz sind nicht andere Marken, sondern das Cabrio, das Zweitauto, die Luxusreise.“

Beatrix Keckeis-Hiller

Porsche Holding Erfolg

© Porsche Austria

Absatzrekord

Die Porsche Holding Salzburg konnte im Vorjahr 484.621 Autos verkaufen.

Salzburgt. Die Porsche Holding Salzburg, das seit einem Jahr unter dem Dach des VW-Konzerns befindliche größte Autohandelsunternehmen Europas, hat im Vorjahr insgesamt 484.621 Neuwagen verkauft und damit einen Absatzrekord erzielt. Das Unternehmen erwirtschaftete damit einen konsolidierten Umsatz von 11,3 Mrd. € nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), was eigenen Angaben zufolge ebenfalls ein Rekordergebnis darstellt, wie das Unternehmen in einer aktuellen Aussendung mitteilte.  www.porsche-holding.com

Harley-Niederlassung Wien Obwohl die Tausender-Latte noch nicht ganz erreicht war, erfolgte, als erster Schritt, bereits im Juli 2011 die Gründung der Harley-Davidson-Niederlassung Wien. Im Herbst fand die offizielle Eröffnung des Büros in Wien-Meidling, im Europlaza-Komplex, statt – mit einigen Bossen, zum Beispiel Scott Miller, Director of Parts and Accessory Marketing. Sein in Österreich für Marketing und Dealer Development zuständige Kollege, Herbert Koller, zum Erfolg von Harley-Davidson in Österreich vor dem Hintergrund eines analog zur Wirtschaftssituation schwierigen Zweiradmarkts: „Es gibt dafür mehrere Faktoren.“ Man könne es mit dem Automarkt vergleichen, der sich derzeit wie eine Sanduhr darstelle: Das mittlere Segment geht zurück, die günstigen und hochpreisigen legen zu. „Wenn man das auf den Motorradmarkt umlegt, sind wir eine Premiummarke, wenn nicht die Motorrad-Premiummarke überhaupt.“ Man könne sagen, dass Harley-Davidson unter der Krise nicht wahnsinnig gelitten hätte, auch nicht (mehr) im Ursprungsland Amerika. Nach der Tief-Phase

Neuer Standort im Norden

© Harley-Davidson

Ö

sterreicher sehen die Zukunft der Elektro-Mobilität positiv. So das (wenig überraschende) Ergebnis einer vor wenigen Tagen veröffentlichten Umfrage von EurotaxMarketResearch. Grün ist eben in, und zwar derart, dass Unternehmen bisweilen sogar in derzeit noch völlig überteuerte Strom-Vehikel investieren, um sich ein grünes Image zu erkaufen und Kunden Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein zu demonstrieren. Was in der Wirtschaft oftmals tatsächlich Früchte trägt, entfällt bei Otto-Normalverbraucher aber als Argument. Der sieht nämlich nur den hohen Preis, setzt (verständlicherweise) die Scheuklappen auf und greift lieber zu den kostengünstigeren Benzinern und Dieseln. Auch das ist eine der (wiederum wenig überraschenden) Kernaussagen der Eurotax-Umfrage, die im Preis den entscheidenden Faktor zur Umsetzung der Elektromobilität sieht. Hersteller sind also gezwungen, ihre Stromer und da vor allem Lithium-IonenAkkus billiger herzustellen, um sie auch an den Mann oder die Frau zu bringen. Rudolf Krebs, Elektroauto-Chef des Volkswagenkonzerns, hält dafür einen Preis von 100 Euro pro Kilowattstunde Kapazität des Akkus notwendig und rechnet damit, dass diese Grenze schon sehr bald erreicht sein könnte. Ob er sich da zu sehr in Zweckoptimismus verirrt?

Harley-Davidson V-Rod 10th Anniversary Edition: Der wassergekühlte V-Twin aus Milwaukee feiert heuer seinen 10. Geburtstag.

in den Jahren 2008/2009 wurde in Milwaukee begonnen, den Fokus stärker auf Europa zu richten. Und: „Es geht aufwärts.“ Die GesamtJahresproduktion beträgt derzeit 240.000 Fahrzeuge. Die weiteren Aussichten sieht Koller positiv: „Leute, die Geld haben, haben auch in Krisenzeiten

Geld. Sie geben es dann vielleicht ein wenig leichter aus, statt es auf der Bank zu lassen.“ Das hohe Image von Harley-Davidson geht nicht über den niedrigen Preis. Beispiel: 2011 war das meist verkaufte Modell nicht die mit knapp unter 10.000 € günstigste (Einsteiger-) „Sportster 883“;

Um dem Erfolg in Österreich weiterhin eine solide Basis zu bieten, wird das Händlernetz mit derzeit acht Partnern verstärkt (für den neunten Standort in Vorarlberg ist mit Ende 2011 der Vertrag einvernehmlich nicht verlängert worden). Im Osten. Denn gut 60 bis 65% des Harley-Umsatzes gehen über den Osten Österreichs. Zielgebiet für einen neunten Standort ist der Norden Wiens: „Da brauchen wir einen weiteren Partner. Im Süden von Wien sind wir ja durch Fischer abgedeckt.“ Die Verhandlungen mit diesem neuen Partner („der muss außer dem nötigen finanziellen Background auch ganz einfach die richtige Persönlichkeit für HarleyDavidson-mitbringen“) sind laut Herbert Koller bereits weit fortgeschritten: „Wir sind zuversichtlich, dass wir bereits zum kommenden Jahreswechsel den zweiten WienStandort eröffnen können.“  www.harley-davidson.at

Daimler Der deutsche Premiumhersteller will mit neuen Rekordzahlen auf die Konkurrenz im Segment aufholen

Zetsche sieht Daimler auf Weg zur Bestform Berlin. Daimler setzt nach einem starken Jahresauftakt zur Aufholjagd auf die Erzrivalen BMW und Audi an. „Unser Unternehmen ist auf dem Weg zur Bestform, aber noch nicht am Ziel“, sagte Vorstandschef Dieter Zetsche vor wenigen Tagen bei der Hauptversammlung des Autobauers in Berlin. „Wir trauen uns noch mehr zu; das gilt auch für den Aktienkurs.“

Audi gibt pünktlich zur DaimlerHauptversammlung einen Absatzrekord in China bekannt: Im ersten Quartal stiegen die Verkäufe im wichtigen Wachstumsmarkt um 40% auf 90.063 Autos. Im Gerangel um die Nummer 1Position am Premiummarkt geht es auch um Zetsches Zukunft. Sein Vertrag als Vorstandschef läuft im kommenden Jahr aus. Im Konzern ist es üblich, frühzeitig Personal-

entscheidungen zu treffen. Der 58 Jahre alte Manager steht seit 2006 an der Daimler-Spitze. In diesem Zeitraum hat sich der Aktienkurs um rund vier Prozent verbessert, der von BMW dagegen um 80%.

Verlorenes Terrain aufholen Aktionärsvertreter lasen dem Vorstand deshalb bei der Hauptversammlung die Leviten. Sie be-

Kampf um Zetsches Zukunft Trotz neuer Rekordzahlen im ersten Quartal fahren die Schwaben zum Ärger der Aktionäre seit Jahren der Konkurrenz im Premiumsegment hinterher. Mit einer ganzen Serie von neuen Modellen wollen sie deshalb die Vormachtstellung bis 2020 zurückerobern. Allerdings hat auch BMW im ersten Quartal einen Rekordabsatz gefeiert. „Mit insgesamt über 400.000 weltweit verkauften Fahrzeugen der Marken BMW, Mini und RollsRoyce haben wir das beste erste Quartal in der Unternehmensgeschichte eingefahren“, sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson. Und

© EPA

Jürgen Zacharias

Wien. Im Herbst 2008 hatte Christian Arnezeder, Geschäftsführer von Harley-Davidson Deutschland und Österreich, angekündigt, ab 1.000 umgesetzten Fahrzeugen pro Jahr über eine eigene Austro-Importgesellschaft nachzudenken. Das Jahr 2011 war für die USMarke in Österreich ein gutes und erfolgreiches – mit insgesamt 974 verkauften Fahrzeugen, von denen 890 zugelassen wurden.

Daimler-Chef Dieter Zetsche kämpft auch um einen neuen Vertrag als Vorstandschef.

mängelten, dass die Konkurrenten Daimler auch bei Innovationen, Schadstoffreduzierung und Profitabilität überholt hätten. Wer Premiumpreise verlange, müsse auch Spitzenprodukte liefern, sagte etwa Deka-Fondsmanager Thomas Meier. „Der Stern verblasst im Schatten der Wettbewerber, die den Turbo gezündet haben“, erklärte Fondsmanager Ingo Speich von Union Investment. Das letzte Jahrzehnt sei ein verlorenes für den Konzern; er traue dem Management aber zu, eine neue Ära zu beginnen. Zetsche bekräftigte den Führungsanspruch: „Wo immer wir antreten, wollen wir ganz nach vorn – auf Dauer. Wo wir nicht die Nummer eins sind, wollen wir es werden.“ Bei der Profitabilität fährt der Konzern den Rivalen BMW und Audi aber weiter hinterher. Daran wird sich auch in diesem Jahr nichts ändern. Zwar sollen Absatz und Umsatz neue Rekorde erreichen, das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft wird aber wegen hoher Investitionen wohl bei rund 9 Mrd. € stagnieren.  www.daimler.com


Freitag, 13. April 2012

Hersteller & Zulieferer

automotivebusiness – 29

Neue Vertriebswege Neue, kreative Vertriebswege machen auch im Autohandel Schule – Fluch oder Segen für den klassischen Autohändler?

Autohandel im Wandel der Zeit Gregor Josel

Wien. Der moderne und gut informierte Neuwagenkunde ist kritischer denn je. Die Zeiten, in denen ein guter Neuwagenverkäufer die Liste der Extras im Verkaufsgespräch verdoppeln konnte, sind vorbei. Heute konfiguriert sich der Interessent das Objekt der Begierde vorab im Internet, der Händler kommt in vielen Fällen erst bei echter Kaufabsicht ins Spiel. Der südkoreanische Autohersteller Hyundai geht nun einen Schritt weiter und bietet mit dem „i10 Click“ ein Modell an, das ausschließlich über einen eigenen Online-Shop (www. hyundai-shop.at) zu bekommen ist. Via Online-Registrierung kann man sich das passende Fahrzeug aussuchen und sieht prompt, ob selbiges gerade lagernd ist. Anschließend unterzeichnet man den Kaufvertrag, schickt diesen per Post an die Denzelbank und bereits zwei Wochen später kann man sich das Fahrzeug beim nächstgelegenen Hyundai-Partner abholen, der auch das Auslieferservice für das Fahrzeug übernimmt.

über das gewünschte Fahrzeug, die komplette Online-Kaufabwicklung ist der logische nächste Schritt. Professionelle und markenunabhängige Verkaufsberater der Onlineplattformen unterstützen den Autokäufer in beratender Funktion bis hin zum Kauf des gewünschten Fahrzeugs beim gewählten Vertragshändler.

Was sagt der Handel? Der klassische Autohandel sieht diese Entwicklung teils hoffnungsvoll, teils eher skeptisch. Zukünftig wird nur der Erfolg haben, der für neue Wege bereit ist und sich ver-

mehrt dem Thema Kundenservice widmet. Denn auch hier ist die Konkurrenz durch die freien Werkstattketten auf der Überholspur. Kleine Vertragswerkstätten haben jetzt schon das Nachsehen, speziell im städtischen Bereich werden langfristig nur große Betriebe erfolgreich bleiben können. Für den Endkunden hat diese Entwicklung jedoch enorme Vorteile. Nicht nur der Preisdruck auf die Hersteller wird größer, auch die Modellvielfalt wird weiter zunehmen, denn im World Wide Web zählt der erste optische Eindruck noch mehr als in natura – die Konkurrenz ist nur einen Mausklick entfernt.

© Hyundai

Hyundai bietet als erster Hersteller ein Fahrzeug nur im Internet-Shop an.

Hyundai eröffnet mit dem „i10 Click“ das Online-Zeitalter im Neuwagen-Handel.

Zukunft im Internet Mit diesem neuen Vertriebskanal geht Hyundai als erster Hersteller einen entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft, und es ist damit zu rechnen, dass in absehbarer Zeit ein erheblicher Teil des Neuwagenverkaufs online abgewickelt werden wird. Damit folgt auch der Automobilhandel der generellen Entwicklung in Sachen OnlineShopping, denn in den letzten zwölf Monaten hat bereits nahezu jeder zweite Österreicher einen Artikel über das Internet erworben. Der Aufbau einer funktionierenden Internetplattform und nachhaltige Aktivitäten auf diversen Social Media-Plattformen werden zukünftig für die einzelnen Händler immer wichtiger werden, der klassische Inhouse-Verkauf wird laut Prognosen bis zum Jahr 2020 drastisch zurückgehen. Diese Entwicklung ist nicht wirklich überraschend, denn der Handel mit Neuwagen wird von vielen kleineren Betrieben heutzutage oft nur noch als reiner Luxus empfunden; die Umsatzrenditen für liegen oft nur noch bei 0,2 bis 0,5 Prozent. Dem gegenüber stehen immer weiter steigende Kosten für Personal, Schauräume und Infrastruktur. In Deutschland wurden im Vorjahr bereits mehr als 35.000 Neufahrzeuge über Internetportale wie „www.meinauto.de“ oder „www. pkw.de“ verkauft und dieser Trend könnte demnächst auch in Österreich Schule machen. Schon jetzt informieren sich mehr als 70% der heimischen Autokäufer im Internet

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modell & handel

32 – automotivebusiness

Subaru BRZ-Rekord

© Subaru Austria

Erfolgskurs

Freitag, 13. April 2012

VW up! Der Kleinstwagen von VW überzeugt durch agiles Handling, enorm viel Platz und einen gesunden Preis

Innen größer als außen ist durchaus machbar Auf kleinstem Raum bietet der neue up! Platzverhältnisse, die ihresgleichen suchen.

Subarus neuer Sportwagen BRZ übertrifft alle Erwartungen.

Gregor Josel

Wien. Mit dem „up!“ greift der VWKonzern seit einigen Monaten im Segment der Kleinstwagen an. Ein Segment, das hart umkämpft ist und bei immer höheren Spritpreisen und permanenter Parkplatznot den Herstellern auch in Zukunft hohe Gewinne bringen wird, da immer mehr Menschen zu kleineren Fahrzeugen tendieren. Mit dem neuen up! bringt VW den Chic in diese Fahrzeugklasse. Das erstaunlichste am neuen up! ist jedoch das überdurchschnittliche Platzangebot, das man dem kleinen VW rein außenoptisch nicht zutrauen würde. Es scheint wirklich so, als ob der up! innen größer ist als außen – ein Zauberkunststück, das selbst einen Copperfield vor Neid erblassen lässt. Wie die Ingenieure von Volkwagen dieses Meisterstück hinbekommen haben, ist uns auch nach intensivem Grübeln ein Rätsel.

Hyundai Santa Fe

Renault Twingo 1,2 16V 75 eco Sparsame Einstiegsmotorisierung für den aufgefrischten Bestseller von Renault

Der neue Santa Fe feiert auf der „New York Auto Show“ Weltpremiere.

New York. Hyundai erneuert seine Modellpalette durch die Enthüllung der nächsten Generation des Santa Fe auf der „New York International Auto Show“. In seiner neuesten Form wurde das beliebte SUV innen und außen der neuen Designsprache „Fluidic Sculpture“ angepasst, mit neuen Funktionen und Technologien ausgestattet und um einen verbesserten Wirkungsgrad zu erzielen, die Motoren gänzlich überarbeitet. Drei Antriebsvarianten werden in Europa zur Verfügung stehen, darunter ein neuer, 2,0 l Common Rail Dieselmotor mit 150 PS.  www.hyundai.at

Eigenständige Optik

Der VW up! ist größer als er aussieht, leistet in der Einstiegsversion 60 PS und ist ab wirklich fairen 9.990 Euro zu haben.

Die Optik stimmt. Wo bei manch anderen Herstellern Klapprigkeit und liebloses Design überwiegen, haben die VW-Designer in die hauseigene Trickkiste gegriffen und den up! mit vielen liebevollen Details und einer charmanten Gesamtoptik ausgestattet. Die Front baut kompakt, aber gehaltvoll. Auf große Kühlöffnungen kann der up! mit seinen kleinen Benzin- und Erdgasmotoren respektive dem später folgenden Elektromotor verzichten. Das Heck des up! ist geprägt von den unverwechselbaren Heckleuchten und der großen Heckklappe, die bis zur Stoßstange reicht. Das gesamte äußere Erscheinungsbild des up! wirkt formvollendet und schlüssig – ein wertiger Kleinwagen mit dem ge-

wissen, optischen Etwas, das den neuen kleinen VW vom Mitbewerb unterscheidet.

Ganz schön groß Auf gerade mal 3,54 m Länge und 1,64 m Breite erwartet man üblicherweise leicht beengte Platzverhältnisse. Nicht so beim up!. Selbst für sehr große Menschen bietet der up! in erster Reihe sensationell viel Platz und Komfort. Trotzdem bleibt auch im Fond noch ausreichend Beinfreiheit für die HeckPassagiere, so kann man auch zu viert durchaus auf längere Fahrten gehen. Auch bei voller Besetzung verfügt der up! noch über ein Kofferraumvolumen von 251 l, bei umgelegter Rückbank sind sogar

951 l möglich. Ebenfalls äußerst praktisch sind die zahlreichen Ablagen und Staufächer des up!. Neben einem großen Ablagefach in der Mittelkonsole und dem Handschuhkasten gibt es in den beiden Türen große Ablageflächen und Flaschenhalter (bis 1,0 l Größe), 3 Cupholder im Fond sowie zwei Taschenhaken und optional einen variablen Ladeboden im Kofferraum. Edel und pfiffig zugleich wirkt die Instrumentierung des kleinen VW. Das Kombiinstrument besteht aus drei analogen Anzeigen und einem digitalen Display. Das größte der drei runden Analoginstrumente ist der mittig angeordnete Tacho mit der hier als Sonderausstattung integrierten, digitalen Multifunktionsanzeige, in der auch

Signale der City-Notbremsfunktion oder aus dem Start-Stopp-Betrieb angezeigt werden. Die abnehmbare Informations-, Entertainment- und Navigationseinheit „maps+more“ befindet sich gut ablesbar mittig auf dem Armaturenbrett.

Durchzugsstark Der 1,0 l Dreizylinder Motor des Testwagens leistet 60 PS und sorgt für ausreichende Fahrleistungen. Will man den up! eher sportlich bewegen, bedarf es eines entsprechenden Gasfußes, das regt allerdings auch den Durst des kleinen VW an und der Durchschnittsverbrauch klettert auf 7,2 l. Im Normalbetrieb verbraucht der up! nur 6,2 l.  www.volkswagen.at

Dauerbrenner geht in die nächste Runde Wien. Der „Renault Twingo“ ist eines der meistverkauften Modelle im Renault-Portfolio. Nach dem Ur-Twingo, den Renault 1993 auf den Markt brachte und damit große Erfolge feierte, folgte 2007 die zweite Generation des französischen Erfolgsmodells, das optisch nicht ganz an die Eigenständigkeit des ersten Twingo herankam. Insgesamt konnte der Twingo in Österreich seit seiner Einführung 2003 mehr als 28.000 Mal verkauft werden. Auch für die neue Generation des Twingo bietet Renault den sparsamen EinstiegsBenzin-Motor mit 75 PS für den französischen Kompakten an.

zeugs betont. Als weitere Stilelemente verleihen neu gestaltete Hauptscheinwerfer und großformatige runde Nebelleuchten dem populären Kompaktwagen eine noch ausdrucksvollere Erscheinung. In neuer Optik präsentiert sich auch der große Lufteinlass in der Frontschürze. Im Innenraum verfügt der neue Twingo über ein verbessertes Platzangebot, auch für groß

gewachsene Menschen bietet der Twingo mit einer Innenraumhöhe ab der Sitzfläche von 897 mm viel Komfort. Optional stehen für den Twingo als Alternative zur einteiligen Rücksitzbank in den Ausstattungen „Trend“ und „Dynamique“ zwei Einzelsitze zur Verfügung, die sich separat bis zu 220 mm in Längsrichtung verschieben lassen und bis zu 878 mm Innenraumhöhe ab der Sitzfläche ermögli-

Neues Marken-Gesicht Dem kleinen Twingo wird die Ehre zuteil, als erstes Modell das neue Renault-Markengesicht zu tragen und damit die neue Designlinie der Franzosen zu repräsentieren. Kennzeichen ist der große, aufrecht stehende Renault-Rhombus vor dunklem Hintergrund, der sich zwischen den Scheinwerfern erstreckt und die Breite des Fahr-

© Renault

© Hyundai Austria

SUV-Update

© Porsche Austria

Salzburg. Das neue Sportcoupé aus dem Hause Subaru, der BRZ (wobei BRZ programmgemäß für „Boxer Engine, Rear Wheel Drive und Zenith“ steht) ist seit Anfang Februar 2012 in Japan verfügbar und übertrifft schon jetzt alle Erwartungen. Fuji Heavy Industries (FHI), der Hersteller von Subaru-Automobilen, hat bekannt gegeben, dass vom neuen Subaru-Sportwagen von 3. Februar bis 27. März 2012 bereits 3.551 Einheiten verkauft wurden, womit der tatsächliche Absatz beinahe vervierfacht wurde. Der BRZ bietet ein sportliches Gesamtpaket mit Technik auf höchstem Niveau, klassischen Coupé-Proportionen und funktionellen Attributen. Der Preis hingegen liegt dennoch deutlich unter dem Angebot der etablierten Sportwagenmarken. Das Herzstück des BRZ ist ein drehfreudiger Boxer-Benzinmotor mit Direkteinspritzung, die Kraft wird direkt an die Hinterachse weitergegeben. Diese Kombination ist eine technische Raffinesse und am Markt einzigartig. Der BRZ ist ein authentischer Sportwagen mit optimaler Gewichtsverteilung von annähernd 50:50 (Vorderachse:Hinterachse), dem tiefstmöglichen Schwerpunkt – dank Boxer-Bauprinzips – und verspricht allein schon wegen der technischen Eckdaten puren Fahrspaß: 200 PS, aus einem Boxer-Motor nach dem Hochdrehzahlprinzip mit bis zu max. 7.500 U/min., treffen aufgrund konsequenter Leichtbauweise auf nur 1.200 kg Eigengewicht.  www.subaru.at

Der neue Renault Twingo zeigt das aktuelle Renault-Markengesicht. Ab 9.390 Euro.

chen. Das Kofferraumvolumen liegt beim Twingo mit verschiebbaren Fond-Einzelsitzen in vorderster Stellung bei 285 l, mit der einteiligen Rückbank immerhin noch bei 230 l. Der 75 PS starke 1,2 l Benzinmotor des Twingo ist ein alter Bekannter, der bereits seit vielen Jahren im Twingo zum Einsatz kommt. Zwar verfügt der Motor über einen Leichtmetall-Zylinderkopf und 107 Nm Drehmoment bei 4.250 Umdrehungen, wirkt aber speziell bei Beladung oder voller Besetzung leicht überfordert mit dem rund 300 kg schwerer gewordenen Twingo. Für den Stadtverkehr ist der kleine Benziner jedoch allemal ausgezeichnet geeignet. Das Fünfgang-Getriebe ist gut abgestuft, doch durch den „fehlenden“ sechsten Gang wird der Durchschnittverbrauch etwas nach oben geschraubt und liegt im Testbetrieb bei rund 6,7 l auf 100 km. Durchwegs angenehm fallen Fahrkomfort und Handling aus. Der neue Twingo ist in der Ausstattunglinie Trend ab 9.390 € zu haben.  (gj)  www.renault.at


R u n d u m s au t o

Freitag, 13. April 2012

automotivebusiness – 33

Garanta Österreich Das Versicherungsunternehmen sieht in One-Stopp-Autohäusern großes Potenzial für die Zukunft

short

„Der heimische Markt ist sehr wettbewerbsintensiv“

Zweite Generation für den Travego

dung: Wenn ein Autohauspartner seinen Kunden ein solches Service anbietet, wird er automatisch zum One-Stopp-Autohaus ...

medianet: Herr Molterer, der heimische Automarkt muss nach dem vergangenen Rekordjahr aktuell leichte Rückgänge hinnehmen. Wie präsentiert sich der Versicherungsmarkt? Kurt Molterer: Wir erleben den heimischen Versicherungsmarkt derzeit als sehr wettbewerbsintensiv, wobei die Strategien der Versicherer teilweise stark auseinandergehen. Während die einen auf niedrigen Prämien setzen, was in der Regel auch mit schlechteren Leistungen einhergeht, legen andere größeren Wert auf angebotene Leistungen. Zu letzterer Gruppe zählt sicher auch die ‚Garanta‘, wobei wir neben unseren ausgezeichneten Produkt- und Serviceangeboten vor allem durch unsere Branchenkenntnis punkten. medianet: Sind abseits dieser Strategien neue Trends und Entwicklungen zu erkennen? Molterer: Was die Kundennachfrage im Kfz-Bereich betrifft, so wird sich der derzeit schon erkennbare Trend ‚Mehr Sicherheit, mehr Komfort und stärkere Motorisierung‘ weiter fortsetzen. Daneben wird aufgrund des gestiegenen Umweltbewusstseins der Konsumenten das Thema ‚Energieeffizienz und Nachhaltigkeit‘ die Kaufentschei-

© Garanta

Wien. Die Garanta Österreich Versicherungs-AG ist seit über 20 Jahren am heimischen Markt tätig und gilt als der Branchenversicherer des österreichischen Kfz-Gewerbes. Künftig will das Unternehmen sein Angebot an Kfz-Versicherungslösungen weiter ausbauen, wie Hauptbevollmächtigter Kurt Molterer im Interview mit medianet automotive bestätigt.

Garanta Österreich Versicherungs-AG-Hauptbevollmächtigter Kurt Molterer.

dung wesentlich stärker beeinflussen als bisher. Dies wird vor allem in Hinblick auf abgasreduzierte und verbrauchsärmere Motoren und auf Hybridfahrzeuge eine Rolle spielen. medianet: Wie steht es um Angebote für Elektroautos? Molterer: Eine ideal auf das E-Mobil‘ abgestimmte Versicherung muss sich mit den Besonderheiten des Produkts auseinandersetzen. Beispielsweise können die Ursachen ‚Brand‘, ‚Explosion‘ und ‚Schmorschäden an der Verkabelung‘ häufiger auftreten und beziehungsweise oder zu viel größeren Schäden am E-Mobil führen, als dies bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor der Fall ist. Die Garanta ist mit ihrem ‚E-Mobil-Tarif‘ für die speziellen Bedürfnisse und Anforderungen der neuen Technologie bestens gerüstet und bietet sowohl Autohauspartnern, als auch E-Mobil-Besitzern einen um-

fassenden und maßgeschneiderten Versicherungsschutz. medianet: Sie haben zuvor gesagt, dass die Garanta auf Qualität im Angebot setzt. Wie lässt sich das mit dem steigenden Kostendruck vereinbaren? Molterer: Unser Motto lautet ‚Ausgereifte Versicherungslösungen zu einem fairen Preis‘. Dabei spielt das Autohaus als Point of Sale für uns eine wichtige Rolle. Nach unserem Verständnis ist das Autohaus Experte und erster Ansprechpartner in Sachen Mobilität. Betriebe, die diese Philosophie leben, werden den Kunden lebensphasenbegleitend in allen Fragen der Mobilität beratend zur Seite stehen. Dazu gehören neben dem Verkauf des Kfz, dem Service, der Wartung und der Reparatur auch Dienstleistungen wie die Finanzierung, die Versicherung und die Abwicklung von Schadensfällen. Ein weiterer Punkt ist die Kfz-Anmel-

medianet: Mit welchen Angeboten soll das gelingen? Molterer: Wir wollen das Konzept des ‚One-Stopp-Shopping‘ im Autohaus bei möglichst vielen KfzBetrieben etablieren; ein wichtiger Punkt dabei ist die Kfz-Anmeldung. Daher wollen wir den Ausbau unserer Zulassungsstellen weiter vorantreiben.  www.garanta.at

Steigende Beliebtheit: Leasing im Vormarsch

Viele ‚Wiederholungstäter‘ Als Grund für den Anstieg im Vorjahr führte VÖL-Präsident Michael Steiner bei einer Pressekonferenz die Leasingtreue der Kunden an. Über 90% würden er-

neut einen Leasingvertrag abschließen. „Ohne Finanzierung läuft im Autogeschäft nichts mehr“, ergänzte sein Vize, Hannes Maurer. In der Krise hätten die Österreicher ihre Autos bar bezahlt, jetzt würden sie wieder eher Leasingverträge abschließen und auch Unternehmen investieren wieder verstärkt in ihre Fuhrparks. Für sie sei Leasing attraktiv, weil es die Eigenkapitalquote in der Bilanz erhöht.

Im Bundesländervergleich liegt Vorarlberg mit einer Kfz-Leasingquote von 40,2% um 0,2% knapp vor Wien. Die geringste Leasingquote weisen das Burgenland mit 27,4% und Oberösterreich mit 27,1% auf. Die nationale gewerbliche Leasingquote für Kfz liegt bei 61,7%. Hohe Zuwachsraten hat es 2011 beim Fuhrparkmanagement gegeben. Das Neugeschäftsvolumen erhöhte sich um 36,5% auf 632

Stuttgart. Mercedes-Benz führt im „Travego“ die zweite Generation des „Active Brake Assist“ ein. Der Notbrems-Assistent erkennt in der neuen Generation jetzt auch stehende Hindernisse und leitet ein Bremsmanöver ein, beispielsweise bei einem überraschenden Stau auf der Autobahn. Mit dem neuen Active Brake Assist will der deutsche Fahrzeughersteller einen weiteren Schritt zur Umsetzung der Vision vom unfallfreien Fahren setzen. Bisher leitete das Sicherheitssystem bei akuter Gefahr eines Auffahrunfalls auf ein langsamer vorausfahrendes Fahrzeug, nach abgestuften Warnhinweisen, automatisch eine Vollbremsung ein, sofern der Fahrer nicht selbst gebremst hat.  www.mercedes-benz.com

medianet: Welche weiteren Zielsetzungen verfolgen Sie? Molterer: Gemeinsam mit dem österreichischen Kfz-Gewerbe wollen wir unser Angebot an Kfz-Versicherungslösungen weiter ausbauen. Auch das Serviceangebot wollen wir weiter verstärken.

Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften Kfz-Leasing-Geschäft wächst 2011 stärker als Neuwagenmarkt

Wien. Immer mehr Autos, Busse und Lkws werden geleast. Das KfzLeasinggeschäft wächst laut dem Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL) stärker als der österreichische Automarkt: 2011 wurden demnach 166.285 Leasingverträge unterzeichnet, ein Plus von 10,3%. Vom Volumen her war das Wachstum mit 15,7% auf 3,8 Mrd. € noch stärker. Im Vergleich dazu: 2011 wurden 9% mehr Kfz neu zugelassen. Somit sei auch die monetäre Leasingquote um einen knappen Prozentpunkt auf 34,2% gestiegen. Lediglich 2008 waren die abgeschlossenen Leasingverträge im Vergleich zu den Neuzulassungen höher. Von den 393.000 neu zugelassenen Kfz auf Österreichs Straßen wurden im Jahr 2011 166.000 geleast.

Noch sicherer unterwegs: Mit dem „Active Break Assist“ von Mercedes.

medianet: ... und damit zu einem guten Vertriebspartner für die Garanta? Molterer: Aus einer repräsentativen Umfrage, die wir gemeinsam mit dem Market-Institut durchgeführt haben, wissen wir, dass es für 51 Prozent der Befragten wichtig ist, wenn sie neben dem Kauf auch die Finanzierung, Versicherung und Schadenabwicklung ihres Fahrzeugs direkt in ihrem Autohaus durchführen können. Kunden schätzen es, wenn sie für alle Themen rund um ihr Auto nur einen Ansprechpartner haben, nämlich ihren Berater im Autohaus. Allerdings gehört der Abschluss einer Kfz-Versicherung im Autohaus bei den Kunden noch nicht zur Selbstverständlichkeit. Hier sehen wir ein großes Potenzial für die Zukunft und wollen die Autohauskunden und auch die Autohauspartner verstärkt auf diese Möglichkeit hinweisen.

Mio. €. In den letzten Jahren hätte vor allem die öffentliche Hand begonnen, ihre Fuhrparks auszulagern.

Leichtes Wachstum geplant Das Kfz-Leasing war für die Branche mit einem Anteil von 59,5% erneut die umsatzstärkste Sparte. Die beiden anderen Geschäftsbereiche Mobilien- und ImmobilienLeasing hatten einen Anteil von 23,7% beziehungsweise 16,8%. Insgesamt hat die Leasingbranche das Neugeschäft um 10,5% auf 6,3 Mrd. € gesteigert. Mit 183.111 neu abgeschlossenen Verträgen legten die 44 österreichischen Leasingunternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 7,6% zu. Für 2012 rechnet der Verband mit einem „leichten Wachstum“. Ziel sei es, die Kfz-Leasingquote von 35% zu knacken; das hänge aber stark vom Automarkt ab. Ein Hoffnungsmarkt seien ansonsten noch Investitionen in alternative Energieformen; Windparks etwa würden laut Steiner sehr oft durch Leasing finanziert.  www.leasingverband.at

Wenige Stärken, aber viele Schwächen

© ÖAMTC

Jürgen Zacharias

© Mercedes-Benz

Hauptbevollmächtigter Kurt Molterer will den Ausbau von Zulassungsstellen weiter vorantreiben.

Der ÖAMTC nahm insgesamt fünf Camping-Navis unter die Testlupe.

Wien. Beim Durchfahren einer engen Gasse mit dem Wohnmobil stecken bleiben – der absolute Albtraum eines jeden Urlaubers und Wohnwagenbesitzers. Damit so ein Szenario nicht passiert, gibt es speziell auf Caravan und Anhängerbetrieb zugeschnittene Navigationsgeräte. Diese sollen vor Problemstellen warnen und eine problemlose Camping­ navigation ermöglichen. Fünf solche Geräte hat nun der ÖAMTC in einem Test unter die Lupe genommen: Das „A-Rival PNC 70 Active Camping“, das „Becker Active Transit 43“, das „Garmin dezl 569 LT“, das „Navgear Streetmate GTX-60 Camping“ sowie das „­Snooper S7000“. „Wirklich brilliert hat keines der Geräte“, nimmt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl gleich vorweg. „Zwar hat jedes Gerät seine Stärken, das richtige Gesamtpaket war jedoch nicht dabei.“ Als Testsieger ging mit der Note „Gut“ das „Becker Active Transit 43“ aus dem Test hervor. Bei einem mittleren Anschaffungspreis von 259 € überzeugte das Gerät den Autofahrerclub durch einfache Handhabung und auf den Fahrzeugtyp abgestimmte Routenberechnung.  www.oeamtc.at


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freitag, 13. april 2012 – 35

©/Dariusz Kuzminski

financenet kleine, feine produktrange

Studie zeigt auf, dass Nachhaltigkeitsfonds häufig Rüstungsaktien etc. besitzen Seite 37

© Foto Wilke

nachhaltige fonds

Capturn GmbH positioniert sich als ­Türöffner und exklusive Produkt-Boutique  Seite 38

pflege nürnberger setzt schwerpunkt © Hubert Auer

Überraschend gute Signale für die Börsen

ATX 4. April 2012 - 11. April 2012

ATX (Schluss 11.4.) 2.052,31 -1,90% Wochentop Wochenflop

Warimpex 4,60% Intercell -10,21%

Top 5 ATX Prime Warimpex Uniqa Flughafen Wien Zumtobel conwert Flop 5 ATX Prime Intercell Palfinger Schoeller-Bleckmann S Immobilien Strabag

4,60% 3,64% 2,63% 2,49% 1,52% -10,21% -8,32% -5,54% -4,63% -3,90%

DAX 4. April 2012 - 11. April 2012

DAX (Schluss 11.4.) 6.673,15 -1,63%

Flop 5 DAX Daimler Metro Merck Fresenius Infineon

0,63% 0,40% 0,23% 0,07% 0,06%

Finanzmarktexperten wittern Morgenluft Hans Engel, Stratege bei der Erste Group, sieht seit November 2011 überraschend gute Signale, für RBI-Chefanalyst Peter Brezinschek ist CEE weiter die Wachstumsregion und RCB-Experten raten zur Immofinanz, Amag, OMV, Erste, Flughafen und Mayr-Melnhof.  Seite 36

-7,24% -5,74% -4,32% -4,23% -3,74%

D.A.S. Standard & Poor‘s würdigt solide Gesamtleistung

inhalt

Wieder mit „A-Rating“ bewertet

Fonds:Park > DekaBank stoppt Wetten auf Grundnahrungsmittel 38 > Schroders setzt KIID schon jetzt um  38 > Mikrofinanz ist gefragt  38

© gst

Banking > Experte: Banken bewerten Kundenbedürfnisse falsch 39 > Tchibo und Bawag: Seit 11. April gemeinsame Sache  39 Insurance:Watch > VAV versichert Hochzeiten 40 > Prisma mit aktuellem ­Branchenausblick  40 > Uniqa mit vier neuen Kfz-Lösungen  40

Aufsichtsrätin Nachfolge für Generali-Manager Balbinot

D.A.S.-Chef Johannes Loinger: „Sind stabil auch in stürmischen Zeiten“.

Wien. Der Spezial-Rechtsschutzversicherer D.A.S. Rechtsschutz wurde heuer bereits zum dritten Mal in Folge mit einem stabilen „A“-Rating durch die international anerkannte Ratingagentur Standard & Poor‘s (S&P) bewertet. S&P hat besonders die solide Gesamtleistung von D.A.S. am österreichischen Rechtsschutzmarkt sowie die starke Kapitalausstattung und die strategische Bedeutung für die Münchner Rückversicherung hervorgehoben. Ende 2009 hat D.A.S. Österreich die Rückversicherung für ihre koreanische Schwestergesellschaft übernommen; seitdem stellt sie sich jährlich einem Rating.

Commerzbank holt Tumpel-Gugerell

© medianet/Szene1/Philipp Hutter

Top 5 DAX BMW Dt. Lufthansa Volkswagen Münchener Rück Dt. Post

0,63% -7,24%

© Erste Bank; K. Keinrath; AMAG

Wochentop BMW Wochenflop Daimler

Ex-EZB-Direktorin Tumpel-Gugerell ist Wunschkandidatin der Commzerbank.

Wien/Frankfurt. Die deutsche Commerzbank will die ehemalige EZB-Direktorin Gertrude TumpelGugerell in ihren Aufsichtsrat holen. Bei der Hauptversammlung am 23. Mai soll die Österreicherin in das Kontrollgremium des teilverstaatlichten DAX-Konzerns gewählt werden. Das geht aus der veröffentlichten Tagesordnung für das Aktionärstreffen hervor. Tumpel-Gugerell (59) war bei der Europäischen Zentralbank bis zu ihrem turnusgemäßen Ausscheiden in 2011 für Personal zuständig. Im Commerzbank-Aufsichtsrat soll sie – zunächst bis 2013 – Generali-Manager Sergio Balbinot ersetzen.


c ap i ta l : ma r ke t s

36 – financenet

Freitag, 13. April 2012

financenet@medianet.at

Ausblick Kapitalmärkte Analysten von RCB und Erste Group sehen Anzeichen für eine Wende zum Besseren

short

Vorsichtiger Optimismus

Verbund sind Rating und Gearing wichtig Wien. Der Verbund-Konzern wird nach den Worten von Generaldirektor Wolfgang Anzengruber weiter auf eine möglichst gute Einstufung durch die Rating-Agenturen und eine niedrige Nettoverschuldung achten. Beim Rating durch Moody‘s und S&P befinde sich der Verbund im besten Drittel europaweit, und das im Vorjahr auf 82% verbesserte Gearing wolle man im Zyklus unter 100% halten. Für heimische Stromkunden bekräftigte er die Preisgarantie bis 2014, die Endkundenzahl von derzeit 255.000 (fünf Prozent Anteil) soll auf 500.000 verdoppelt werden. An Investitionen plant man in den nächsten fünf Jahren ein Volumen von 2,4 Mrd. €, die zu zwei Drittel in Österreich und in Bayern gesteckt werden sollen. Ein Börsegang der Übertragungsnetztochter Austrian Power Grid (APG) – rechtlich könnten bis zu 49% privatisiert werden – sei derzeit nicht geplant (siehe dazu Seite 45), hieß es bei der Aktionärsversammlung am Donnerstag. (ag/lk)

CEE bleibt Wachstumsregion, Aktien sind weiterhin günstig und attraktiver als Anleihen. kurt sattlegger/APA

Wien. Vorsichtige Entwarnung für die Kapitalmärkte geben Analysten der Erste Group und der Raiffeisen Centrobank (RCB) in der Vorschau auf das 2. Quartal 2012. Eine Rezession scheint unwahrscheinlich, die Maßnahmen der EZB haben auch im CEE-Raum geholfen und die Aktienmärkte zeigen sich weiter attraktiv. Allerdings bleibt das Thema „Schuldenkrise“ virulent – wenngleich es auch hier einzelne Pflänzchen der Hoffnung gibt, so die Finanzexperten der Banken.

Seit November 2011 hat es global gesehen positive Überraschungen von börsenotierten Unternehmen gegeben, meint Hans Engel, Stratege Internationale Aktien in der Erste Group. So sind die Umsatzund Gewinnrevisionen insbesondere in den USA überraschend positiv ausgefallen. Auch in den Schwellenländern – mit Ausnahme Chinas – zeigt sich dieser Trend. „Das sind gute Frühindikatoren für Aktienpreise“, meint Engel und findet noch mehr Argumente für ein Aktieninvestment: Aktien sind gegenüber Anleihen günstig – ihre Rendite liegt über denen von Bonds. Die Unternehmensergebnisse des 1. Quartals fielen generell gut aus

© APA/Herbert Pfarrhofer

voestalpine forciert die Internationalisierung

© K. Keinrath, Andi Bruckner

Favorable Frühindikatoren

Brezinschek, Chefanalyst der RBI, glaubt weiter an CEE; Engel von der Erste Group beklagt das mangelnde Umsatzvolumen.

Negativ für den Aktienmarkt könnten sich der steigende Ölpreis und ein neuerlicher Anstieg der Zinsen für Anleihen der Euro-Krisenländer auswirken. Und für einen sicheren Aufschwung fehlen

noch 3,74 Mrd. € um 52,5% tiefer als im März 2011. Im gesamten ersten Quartal 2012 machten sie nur 11,185 Mrd. € aus (-40,7%). Vor fünf Jahren, im ersten Quartal 2007, habe das Umsatzvolumen noch 48,7 Mrd. € erreicht.

CEE ist Wachstumsregion

„Wir sind für Österreich optimistisch, das Eder: „Wollen in den nächsten 20 Monaten 75 Mio. Euro investieren.“

wir aber bei 2.450 Punkten.“ stefan Maxian, Rcb

RCB

Wien. Der heimische Stahlriese voestalpine ist in Österreich an seine Wachstumsgrenzen gestoßen und treibt daher die Internationalisierung voran. Vor allem der Automotive-Bereich entwickelt sich dynamisch weiter – weltweit werden neue Werke errichtet bzw. ausgebaut. In den kommenden 20 Monaten fließen Investitionen in Höhe von 75 Mio. € in drei neue Bauteile-Produktionsstätten in China, Südafrika und den USA sowie 25 Mio. € in eine Werkserweiterung in Rumänien, sagt Unternehmenschef Wolfgang Eder. Der Output erhöhe sich dadurch „um etwa das Dreifache“. (APA)

ATX-Kursziel belassen

und auch technische Aufwärtstrends sind in den Charts (etwa des Standard & Poor‘s 500-Index) ersichtlich. Für US-Aktien und den CEE-Bereich sieht er daher im neuen Quartal ein Potenzial von +5%.

noch die großen Umsätze an den Börsen; die gingen gegenüber 2011 deutlich zurück. Dies dürfte insbesondere auch die Börse Wien betreffen: Laut Medienberichten waren die Umsätze in Wien mit nur

Auch Peter Brezinschek, Chefanalyst der Raiffeisen Bank International, sieht die Lage vorsichtig optimistisch. In den Kernländern der Euro-Zone habe es „eine Wende zum Besseren gegeben“, auch in CEE hätten sich die Unternehmenseinschätzungen verbessert: „Der Optimismus nimmt zu und wir sehen Zentral- und Osteuropa nach wie vor auch in turbulenten Zeiten als Wachstumsregion.“ Die expansive Geldpolitik der EZB habe bis nach CEE ausgestrahlt, eine Kreditklemme sei nicht zu sehen. Besonders interessant findet Brezinschek Polen und Russland. Für CEE-Aktien sieht Brezinschek ein Aufwärtspotenzial von sechs bis 11% in den nächsten drei bis sechs Monaten. In Südosteuropa

Aktienrückkauf Gründe und Motive für Aktienrückkauf können vielfältig sein

UniCredit Leasing 2011 mit starkem Plus

13 dürfen; 4 davon tun es

Wien. Die UniCredit Leasing Austria ist 2011 stark gewachsen. Das Neugeschäftsvolumen sei um 23,6% auf 943 Mio. € gestiegen (Österreichs Leasingmarkt insgesamt: 10,5%). Die Marktführerschaft sei damit auf 14,9% ausgebaut worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Nettogewinn lag bei 38,9 Mio. €, das Bestandsvolumen beträgt rund 3,3 Mrd. €. Im Bereich Mobilien-Leasing (Neugeschäft 594,6 Mio. €) sei der Marktanteil um das 1,4Fache auf 39,7% gestiegen. Im Kfz-Markt (201,6 Mio. €) liege der Marktanteil stabil bei fünf Prozent, auf Immobilien entfielen 146,6 Mio. €. (ag/lk)

Wien. An der Wiener Börse verzeichnet man den Trend, dass sich das Management börsenotierter Unternehmen von der Hauptversammlung die Erlaubnis geben lässt, Aktien rückzukaufen; 13 der 20 ATX-Unternehmen haben entsprechende Hauptversammlungs-Beschlüsse, aber nur vier machen tatsächlich davon Gebrauch. Auch etliche andere (nicht-ATX) Titel an der Börse Wien werden vom Unternehmen selbst gekauft. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich, es locken insbesondere die historisch tiefen Kurse. Bis zu 10% der eigenen Aktien darf ein Unternehmen halten, Immofinanz hat diese Marke bereits erreicht. Andere kaufen weiter und haben der Börse gegenüber dafür verschiedene Gründe angegeben: Andritz und RHI kaufen demnach für das Stock-Option-Programm des Managements; Strabag hat als Grund „Akquisitionswährung“ angegeben, auch conwert kauft weiterhin. Das Rückkaufprogramm bereits abgeschlossen hat neben der Immofinanz, die damit Wandelschuldverschreibungen bedienen will, auch Wienerberger („als Transaktionswährung“). Aus dem ATX-Prime kauft weiters die S Immobilien AG eigene Aktien ein – man wolle durch den niedrigen aktuellen Kurs bei einem Wiederverkauf gewinnen und auch sehe man die Papiere als Transaktionswährung. Möglich wäre es auch, die Anteile überhaupt einzuziehen, womit das Kapital herabgesetzt würde. Darüber denkt BWT nach: Das Aktienrückkaufprogramm läuft mit Mai aus, als Grund wurde angegeben „Rückführung von Kapital“. Ob ein Rückkaufprogramm ein gutes Signal für Anleger ist, hängt laut Experten vom jeweiligen Einzelfall und den Motiven dahinter ab. Allgemein wird häufig seitens des Managements argumentiert, man glaube an das eigene Unternehmen und kaufe daher zurück. (ks)

mache sich dagegen eine Stagnation breit – beeinflusst von Europas Südflanke: Griechenland und Italien.

Schuldenflanke Die Schuldenflanke bleibt also offen, aber auch hier gibt es erste Lichtstrahlen. Die EZB-Politik brachte Entspannung, so Mildred Hager von der Erste Group. In Griechenland zeigt sich seit 2010 ein starker Knick nach unten bei den Lohnstückkosten, es fehle allerdings das Wachstum. Die Zinsen sollten in der Eurozone langfristig niedrig bleiben.

Kauf: OMV, Erste, Amag Auch für Österreich zeigt sich die RCB optimistisch. Ab dem 2. Quartal sollte es ein Wirtschaftswachstum von 0,1 bis 0,25% geben. Für die ATX-Werte zeigt sich Stefan Maxian von der RCB zuversichtlich: OMV, Erste Group und Verbund sollten besonders hervorstechen, das ATX-Kursziel wird aber bei 2.450 Punkten belassen. Insgesamt sieht Maxian die Ausblicke der ATX-Unternehmen gut. Ihre Gewinne seien 2011 wegen Einmaleffekten bei Erste, Telekom und Verbund nominell um 27% gesunken. Rechnet man das heraus, seien sie 2011 auf dem Niveau von 2010 gelegen, für 2012 sollte es einen nominellen Anstieg gegenüber 2011 von 50% geben. KGV und Dividendenrenditen seien historisch günstig. Auf der Kernempfehlungsliste hat die RCB derzeit Immofinanz, Amag, OMV, Erste, Flughafen und Mayr-Melnhof.

fact box Ein Aktienrückkaufprogramm (engl: „buyback”) ermächtigt eine AG zum Erwerb eigener Aktien über die Börse. Dies muss von der Hauptversammlung genehmigt werden und ist mit maximal zehn Prozent des Grundkapitals limitiert. Die Gründe dafür sind unterschiedlichster Natur (Anlage liquider Mittel, Schaffung einer Übernahmewährung). Werden die eigenen Aktien nach dem Rückkauf eingezogen, hat dies wegen der sinkenden Aktienzahl positive Effekte auf wesentliche Kennzahlen – daher steigt dann oft der Kurs.


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Freitag, 13. April 2012

financenet – 37

financenet@medianet.at

Neue Studie Das Sample ist mit zehn Aktienfonds zwar gering, aber jeder dieser Fonds enthielt auch „Pfui-Aktien”

short

Nachhaltigkeitsfonds: Oft außen hui, innen pfui

Europas Fondsmarkt auf Schrumpfkurs Frankfurt. Der europäische Markt für Investmentfonds schrumpft einer Studie des Analysehauses Lipper zufolge. Das Jahr 2010, als das Fondsangebot unter dem Strich nach Jahren wieder leicht zugenommen hatte, war somit ein Ausreißer. Im Jahr 2011 kamen Lipper zufolge europaweit 2.749 neue Publikumsfonds, die an jedermann vertrieben werden können, auf den europäischen Markt – die niedrigste Zahl seit gut fünf Jahren. Im selben Zeitraum haben die Anbieter 2.028 Fonds aufgelöst und 1.443 verschmolzen, sodass das Angebot unter dem Strich um 722 Fonds auf 31.690 Produkte schrumpfte. (APA)

Aber internationale Standards zum Nachhaltigkeitsresearch beginnen sich langsam zu etablieren. Linda kappel/apa

Jeder der zehn untersuchten Aktienfonds habe in den Bereich Öl und Gas investiert, heißt es in der Studie des Wirtschafts- und Finanzjournalisten Jochen Bettzieche im Auftrag der Grünen. Bei diesen Investitionen sei die komplette Bandbreite der Öl- und Gasproduktion und -vermarktung abgedeckt worden: Tiefseebohrungen, die Förderung von Ölsanden sowie der Bau von Kraftwerken bis hin zur Versorgung von Endkunden. Für an Nachhaltigkeit orientierte Anleger sei es ein Problem, dass heute „kein einheitlicher Mindeststandard“ gelte, was bei Geldanlagen unter nachhaltig zu verstehen ist, heißt es in der Studie.

Unübersichtliches Angebot Zudem sei das Angebot entsprechend beworbener Fonds groß und „äußerst unübersichtlich“. Da es keinen Standard für Nachhaltigkeit bei Geldanlagen gebe, bleibe Anlegern „nichts anderes übrig, als jeden Fonds selbst genau anzu-

© Bankhaus Spängler

Öl- und Gasinvestments

IQAM und Spängler KAG rücken noch näher © Panthermedia.net/Dariusz Kuzminski

Wien/Berlin/Hannover. Sogenannte Nachhaltige Fonds investieren Geld von Privatanlegern einer Studie zufolge häufig auch in allgemein nicht als ökologisch, sozial oder ethisch akzeptierte Kapitalanlagen. Neun von zehn untersuchten Nachhaltigen Fonds hätten Geld von Anlegern etwa „direkt oder indirekt“ auch bei Rüstungsfirmen investiert, heißt es in einer am Dienstag in Berlin von der GrünenBundestagsfraktion veröffentlichten Untersuchung. Ein Fonds werbe mit dem Verzicht auf Investitionen in Kernkraft, habe aber Geld in einen Konzern gesteckt, der an einem Atomstrom-Produzenten beteiligt sei.

Am 26. April findet wieder der Finance & Ethics Kongress statt, den die software-systems at. Finanzdatenservice GmbH ausrichtet.

schauen“. Dies bedeute aufgrund des großen Angebots einen hohen Zeitaufwand. Der Begriff der Nachhaltigkeit ist nicht wirklich geschützt und daher beliebig verwendbar. Die Grünen im Nachbarland orten jedoch wachsendes Interesse von Menschen an Nachhaltigen Geldanlagen und daher müsse das Vertrauen in solche Investitionen gestärkt werden. Es gibt auch Lichtblicke, wie das Beispiel der DekaBank unlängst zeigte (siehe auch Seite 38).

Qualitätsstandards Und es gibt immer wieder Initiativen und Vorstöße für eine sinnvolle Bewertung oder Zertifizierung. Vor rund drei Jahren wurde ein freiwilliger internationaler Standard vom Verband der unab-

hängigen Nachhaltigkeits-RatingAgenturen (Association for Independent Corporate Sustainability and Responsibility Research – AI CSRR) entwickelt. Das freiwillige Auditierungssystem hat das Ziel, hohe Qualitätsmaßstäbe bei der Recherche und Analyse von Nachhaltigkeit und unternehmerischer Verantwortung zu sichern und deren Weiterentwicklung zu fördern, ohne jedoch die genauen Researchergebnisse vorzugeben. Die deutschen Agenturen „imug“ und „oekom research“ sind erfolgreich zertifiziert worden. Die Einführung des neuen Qualitätsstandards erfolgte nach einem dreijährigen, von der Europäischen Kommission geförderten Entwicklungsprozess. Unter Leitung der AI CSRR wurden u.a. auch Experten aus den Bereichen Kapitalmarkt,

Zivilgesellschaft und Nachhaltiges Investment in die Entwicklung des Standards mit einbezogen. Per 17. März haben zehn Research-Institute ein entsprechendes Zertifikat erhalten. Die genaue Liste findet sich im Internet unter: http://csrr-qs.org/content/ the_audits_certificates.html. In Österreich ist der Finanzdienstleister software-systems. at Finanzdatenservice GmbH seit 1994 damit engagiert, Transparenz in Anlageprodukte zu bringen. Demnächst findet auch wieder der „Finance & Ethics Kongress“ statt: Am 26. April zum zehnten Mal, im Reitersaal der Oesterreichischen Kontrollbank; das diesjährige Thema lautet: „FER 3D Länder-Screening – eine Ergänzung zu Länderratings?“ Anmeldung unter: pirker@software-systems.at. (lk)

Das Bankhaus Spängler hält 37,57% an der Spängler IQAM Invest.

Wien. Die Carl Spängler KAG und die Institut für Quantitatives Asset Management GmbH (IQAM) wurden auch eigentumsrechtlich zusammengeführt. Spängler und IQAM treten bereits seit zwei Jahren unter der Dachmarke „Spängler IQAM Invest“ auf. Im Zuge der Neustrukturierung wurde die Carl Spängler Kapitalanlagegesellschaft zur Spängler IQAM Invest GmbH. Die Institut für Quantitatives Asset Management GmbH heißt nun Spängler IQAM Invest Asset Management GmbH und ist jetzt eine 100%-Tochter der Spängler IQAM Invest. Die Geschäftsführung der Spängler IQAM Invest besteht aus Werner Eder, Markus Ploner und Thomas Steinberger.

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Freitag, 13. April 2012

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Finanzdienstleistung Die Capturn GmbH möchte Produktgebern mit besonderen Konzepten den Einstieg in den österreichischen Markt erleichtern

Neue All-Asset-Classes-Boutique

© Foto Wilke

Intensives Produkt-Screening. Capturn positioniert sich als lokaler Vertriebsspezialist für Premium-Investments.

Halbschmidt hat nach einigen Jahren bei MPC Capital die neue Berufung gefunden.

Wien. Ein neuer Finanzdienstleister mit hohem Anspruch hat dieser Tage die Gewerbeberechtigung als Vermögensberater erlangt: Die Capturn GmbH. Der Geschäftsführer ist kein Unbekannter. Peter Halbschmidt war lange Zeit Vorstand der MPC Capital Austria AG. Der Certified Financial Planner (CFP) verfügt über rund 20 Jahre Erfahrung im Wertpapiergeschäft. Mit im Boot als Gesellschafter sind darüber hinaus Alexander Langgruber und Nikolaus Pjeta, beide daneben geschäftsführende Gesellschafter bei Yield Public Relations. Auch die deutsche Lacuna AG, in Österreich hauptsächlich für ihre Healthcare-Fondspalette bekannt, hält Anteile. Es geht Capturn vor allem darum, Produktanbietern, die hierzulande noch über keine starke Basis oder kein eigenes Österreich-Office verfügen, die geeigneten Vertriebswege zur Verfügung zu stellen. So

könnten die Anbieter sich Zeit und Geld ersparen. Dieses Geschäftsmodell soll jedoch keinesfalls als Einbahnstrasse verstanden werden: „Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit heimischen Investoren und Vertriebspartnern. Das ermöglicht es uns zu erkennen, welche Kriterien für unsere Partner bei der Produktauswahl aktuell wichtig sind. Darüber hinaus begeben wir uns auch im Auftrag österreichischer Investoren gezielt auf die Suche nach spannenden Anlagemöglichkeiten, die in der Form hier noch nicht angeboten werden.“

Der richtige Vertriebskanal Immens wichtig sei es generell, betont Halbschmidt, die „richtigen” Produkte auszuwählen und diese zum richtigen Vertriebsweg zuzuteilen. „Es geht nicht darum, den 300. Fonds anzubieten, der den MSCI-Weltaktienindex abbildet“, so

Halbschmidt. „Wir wollen Produkte bringen, die andere nicht haben“. Dies bedeute aber nicht, dass sich ein besonderes Produkt in Österreich auch automatisch gut vertrieben lasse. „Für Capturn ist es immens wichtig, das angebotene Produktportfolio mit den Bedürfnissen der Marktteilnehmer in Einklang zu bringen“, betont Halbschmidt. Im Visier hat man dabei neben Retail-Vertriebspartnern auch Institutionelle Investoren wie Pensionskassen und Versicherungen. Erste Kooperationen mit Produktgebern wurden bereits fixiert. Neben der Lacuna AG arbeitet Capturn etwa auch mit Liechtenstein Life, einer international operierenden, unabhängigen und privaten Versicherung mit Hauptsitz im Fürstentum Liechtenstein, und einem renommierten Private-Equity-Fonds zusammen. Weitere Partnerschaften werden derzeit verhandelt und bald bekannt gegeben. (lk)

Jahresbericht VÖIG: „Privatanleger flüchteten in als sicherer empfundene Anlagen wie Spareinlagen“

short

Wien. Die heimischen Investmentfonds haben 2011 Kursverluste in Höhe von knapp 3,8 Mrd. € erlitten, das Fondsvolumen verringerte sich gar um 7,3 Prozent oder 10,7 Mrd. € auf 134,6 Mrd. €. Dies geht aus dem Jahresbericht der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) hervor. 2011 wurden Anteile im Wert von 4,7 Mrd. € aufgelöst, 2,2 Mrd. € entfielen auf Ausschüttungen an Anteilsscheininhaber. Ende 2010 hatten die 2.159 Wertpapierfonds noch einen Wert von 145,3 Mrd. € gehabt.

Frankfurt. Als einer der ersten Vermögensverwalter ersetzt Schroders seine vereinfachten Verkaufsprospekte ab dem 14. Mai durch die Key Investor Information Documents (KIIDs) für die gesamte Fondspalette. Damit setzt Schroders die OGAW IV-Richtlinie der Europäischen Union bereits sechs Wochen vor Fristablauf am 1. Juli um. In Österreich hat Schroders 93 Fonds für den Vertrieb registriert.  (lk)

Deutlicher Kurssturz

Bedarf und Angebot an Infos zu Mikrofinanz

Während im Rentenbereich die Euro-Rentenfonds mit 3,07 Prozent und die Geldmarkt-

fonds (1,20 Prozent) leicht positiv performt haben, war nach dem Kurssturz die Performance im Aktienbereich deutlich negativ: Österreichische Aktienfonds verloren im letzten Jahr 32%, Euroland-Aktienfonds 19,52%, US-Aktienfonds drei Prozent. „Durch die Turbulenzen auf den Aktien- und Währungsmärkten wurden die Privatanleger im Jahresverlauf zusehends verunsichert und haben ihre Veranlagungen in Spareinlagen gedreht“, schreiben die Fondsanbieter. „Gleichzeitig haben die Banken, die derartige Einlagen zur Refinanzierung ihres Geschäftes mehr denn je benötigen, die Retailkunden durch entsprechende Angebote zusätzlich ‚motiviert‘.“ (ag/lk)

© Panthermedia.net/Hieng Ling Tie

Austro-Fonds verloren 2011 10,7 Mrd. Euro

Schroders passt Prospekte an KIID an

Infolge der Wertverluste sind Anleger vermehrt auf Spareinlagen umgestiegen.

Ethik Keine Wetten auf Grundnahrungsmittel in den Fonds

Source/Nomura Nomura Voltage Short-Term Source ETF

Frankfurt. Die DekaBank steigt aus der Spekulation mit Grundnahrungsmitteln aus. In einem Brief an die Verbraucherorganisation foodwatch kündigte die Fondsgesellschaft der deutschen Sparkassen an, die im Fonds „Deka-Commodities“ angebotenen Wetten auf wichtige Agrarrohstoffe bis zum Jahresende aus dem Portfolio zu streichen. Künftig werde „auf die Abbildung der Preisentwicklung von Grundnahrungsmitteln, wie

London. Source und Nomura listen heute den Nomura Voltage ShortTerm Source ETF an der London Stock Exchange. Der neue Fonds bildet die Wertentwicklung des Nomura Voltage Strategy ShortTerm 30-day USD TR Index ab und kann Anlegern damit als ein reaktionsschnelles taktisches Instrument für Investments in die Anlageklasse „Volatilität“ dienen. Der Basisindex versucht in hektischen Marktphasen, den Volatili-

Diex. software-systems.at hat die im Rahmen ihrer Suchmaschine servicierten Informationen zu Mikrofinanzprodukten weiter ausgebaut, weil großes Interesse nach inhaltlicher Aufbereitung der Anbieter bestehe, so Geschäftsführer Richard Lernbass. Viele Anleger seien aufgrund von Medienberichten verunsichert und auf der Suche nach verlässlichen Quellen. Mit wenigen Mausklicks können Berater und Anleger jene Mikrofinanzprodukte ausfindig machen, die ihren Präferenzen entsprechen. Vom Dachfonds über Einzelfonds bis zur Beteiligung an Genossenschaften oder Public Private Partnerships können sich Berater/Anleger z.B. nach dem „Social Impact“, der bisherigen Rendite sowie Renditevergleich vs. Benchmark, aber auch des Risikos in Relation zu anderen Finanzprodukten, orientieren. (lk)

© dpa/Patrick Seeger

Lernbass weitet die Informationen zu Mikrofinanzprodukten aus.

Im foodwatch-Report „Die Hunger­ macher“ werden Banken angeprangert.

zum Beispiel Weizen, Soja oder Vieh, verzichtet“, heißt es im Schreiben der Bank an foodwatch.

Vorsorge-Prinzip Die DekaBank begründete ihre Entscheidung damit, dass sie zwar die Auswirkung ihrer Anlagen auf Nahrungsmittelpreise nicht als „hinreichend und abschließend belegt“ sieht, es aber auch „keine eindeutige Entwarnung“ gebe. foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode: „Die ‚DekaBank‘ wendet das Vorsorgeprinzip an, das auch anderen Banken als Maßstab dienen sollte: Angesichts aller Hinweise auf die Schädlichkeit ihrer Nahrungsmittel-Wetten sollten sie von diesen Anlagen Abstand nehmen, solange sie deren Unschädlichkeit nicht beweisen können.“ Für‘s Erste umfasst der Ausstieg der DekaBank aus der Spekulation mit Grundnahrungsmitteln nur die eigenen Fonds-Produkte, Rohstofffonds anderer Banken sollen jedoch weiter vertrieben werden. Geht es nach foodwatch, sollten auch Ölpreis-Spekulation beendet werden.  (lk)

© Panthermedia.net/Andres Rodriguez

© Software Systems

DekaBank erhält Lob von foodwatch Weiterer Volatilitäts-ETF verfügbar

Exchange Traded Funds, die auf Volatilität setzen, sind derzeit groß in Mode.

tätsanstieg zu möglichst geringen Kosten zu erfassen.

Gute Nachfrage Der erste ETF aus der Serie, der im April 2011 aufgelegte Nomura Voltage Mid-Term Source ETF, bildet den Nomura Voltage Strategy Mid-Term 30-day USD TR Index ab und konnte seit Auflage das verwaltete Vermögen auf mehr als 542 Mio. USD steigern. Häufig werden Terminkontrakte (Futures) auf den CBOE Volatility Index (VIX) als Instrument bei der Positionierung in der Assetklasse Volatilität eingesetzt. Allerdings kann der Einsatz von Volatilitätsinstrumenten langfristig sehr kostspielig sein; die Nomura-Fonds stellten dazu eine effiziente Alternative dar, heißt es. Der Index erreicht die Positionierung in Volatilität mithilfe des S&P 500 VIX Short-Term Futures Index TR. Die Allokation in die Terminkontrakte liegt, je nach Marktphase, zwischen null und 100% und basiert auf der von Nomura entwickelten VoltageStrategie. (lk)


banking

Freitag, 13. April 2012

financenet – 39

financenet@medianet.at

Falscher Umgang mit Kundenbedürfnissen Kreditinstitute setzen immer noch zu sehr auf Zahlenspiele, statt Nutzen in Mittelpunkt zu rücken

Banken lassen Gefühl vermissen Frankfurt/Main. Banken wollen Geld verdienen, ihre Kunden auch – trotzdem sind die Interessen häufig nicht deckungsgleich, und die Geldhäuser haben im Umgang mit ihren Kunden noch nicht genug gelernt, kritisieren Experten. „Banken und ihre Kunden reden oft aneinander vorbei”, sagt Dominik Georgi, Professor für Retail Banking und Dienstleistungsmanagement an der Frankfurt School of Finance & Management.

Fakten statt Feeling Der Autor einer Studie mit dem Titel „Kundennutzen von Bankprodukten” führt im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur aus: „Banken tun sich teilweise schwer damit, sich am Kundennutzen zu orientieren.” In der kürzlich veröffentlichten Studie kommen Georgi und CoAutor Moritz Mink nach Kundenin-

terviews, Gesprächen mit Experten und der Auswertung von Marktstudien unter anderem zu dem Schluss: „Auch wenn es originär die Grundfunktion von Beratung ist, den Kunden über Anlagemöglichkeiten und insbesondere die Dimensionen ‚Rendite, Risiko und Liquidität‘ aufzuklären, scheint dies im Beratungsalltag nicht selbstverständlich zu sein.” Vorsorgeprodukte etwa seien „für viele Kunden wenig transparent”. Georgi erinnert an die schlechten Erfahrungen vieler Verbraucher in der Finanzkrise – etwa als die auch von deutschen Sparkassen vertriebenen Lehman-

Zertifikate nach der Pleite der USInvestmentbank Lehman Brothers plötzlich fast wertlos waren. „Kunden sind misstrauischer geworden, die Banken haben jetzt die Chance, den Kundennutzen stärker in den Fokus zu rücken”, mahnt Georgi. „Häufig werden Kunden aber nur über Lockangebote gewonnen.”

Krabbelecke bringt’s nicht Honorarberatung statt Verkauf von Produkten auf Provisionsbasis wäre aus Sicht des Experten ein Schritt in die richtige Richtung. „Kunden sind durchaus bereit, für Service mehr zu bezahlen. Mich

wundert, dass Banken nicht eher mit einem Servicegedanken an die Sache herangehen, sondern oft nur mit Gebühren und Zinsen geworben wird.” In der Studie stellt Georgi aber auch klar, Kundennutzen heiße nicht immer Kundenzufriedenheit und umgekehrt: „Um einmal plakativ zu sprechen: Freundliche Berater und eine Krabbelecke schaffen keinen Kundennutzen beispielsweise im finanziellen Sinne.” Der Kunde müsse das Gefühl bekommen, dass er „gut informiert wird und selbst die Entscheidung treffen kann, was für ihn das beste Produkt ist“. (APA/gst)

© Panthermedia.net/Gina Sanders

Lockangebote und Zinsen-Werbung dominieren auch nach Finanzkrise den Markt, so Bankexperte.

Bankkunde soll fühlen: Bin gut informiert worden, kann selbst entscheiden.

Tchibo Neue Kooperation

Mit Bawag PSK

Basel III Fed-Chef spricht

Bernanke streng Stone Mountain. US-Notenbankchef Ben Bernanke pocht auf strengere Eigenkapitalvorschriften für Banken. „Wir brauchen mehr Kapital, und das ist es, was Basel III macht”, so der Fed-Chef vor kurzem. „Das ist entscheidend für ein stabiles Finanzsystem.” Bernanke äußerte sich am selben Tag, an dem sich der Internationale Bankenverband IIF für eine Pause bei der Regulierung der Branche aussprach. Basel III soll den Banken mehr Eigenkapital verordnen. (APA)

London 2012 Olympische Spiele mit Visa

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Wien. Wie vor vier Jahren die Erste Bank hat nun die Bawag eine befristete Vertriebskooperation mit der Kaffeeröster- und Handelsfirma Tchibo abgeschlossen: Von 11. April bis 8. Mai verkaufen Tchibo/Eduscho in ihren 140 Filialen in Österreich das „KontoBox Gold“-Paket der Bawag PSK. Es soll Neukunden ansprechen, betont die Bank. Wer in einer Kaffeefiliale eine KontoBox für 14,95 € kauft, erhält ein Paket mit einem Tchibo/ Eduscho-Einkaufsgutschein über 20 € und einem Gutschein für einen 1-Gramm-Goldbarren sowie Infos über das Bankprodukt. In den Bankfilialen werden die Gutscheine aktiviert. Der winzige Goldbarren wird neuen Konto-Box-Kunden nach dreimaligem Gehalts- oder Pensionseingang zugesandt. (ag)

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Freitag, 13. April 2012

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Pflegerentenversicherungen Die Nürnberger Versicherung rechnet mit zunehmendem Bedarf: Pflegegeld betrug 2010 im Schnitt 450 € monatlich

Nürnberger mit eigener Lösung Salzburg. Die Nürnberger Versicherung bietet ab sofort eine neue Pflegerentenversicherung an. Bei der Nürnberger ist man überzeugt vom Potenzial des neuen Produkts. „Wir stehen heute in der Pflege da, wo wir in der Altersvorsorge vor 30 Jahren gestanden sind. Gemeinsam mit unseren Vertriebspartnern wollen wir in den kommenden Monaten verstärkt daran arbeiten, die Kunden für das wichtige Thema der privaten Pflegevorsorge zu sensibilisieren“, erklärt die zuständige Produktmanagerin Barbara Neumayr. Im Jänner 2012 waren in Österreich rund 432.000 Menschen Bezieher eines Pflegegelds. Das durchschnittliche monatliche Pflegegeld betrug im Jahr 2010 rund 450 €. „In der Regel wird das staatliche Pflegegeld aber nicht ausreichen, um die mit einer Pflege verbundenen Kosten zu decken. Wir haben uns daher entschieden, ein

eigenes Pflegeprodukt anzubieten, das die finanziellen Folgen im Pflegefall abfedert’, so Neumayr.

bieten im Leistungsfall die volle Befreiung von der Prämienzahlungspflicht und eine garantierte monatliche Rente. Beim Pflegerenten-Zusatztarif wird im Pflegefall der Zusatztarif selbst von der Prämienzahlungspflicht befreit und eine garantierte monatliche Rente gezahlt. Die Prämienbefreiung sowie die Rentenzahlung erfolgen für die Dauer der Pflegebedürftigkeit, maximal lebenslang. Die Rentenhöhe richtet sich nach dem Ausmaß der Pflegebedürftigkeit, der daran geknüpften Leistungsstufe und dem vereinbarten Leistungsprozentsatz für diese Leistungsstufe. „Das Ausmaß der Pflegebedürftigkeit kann auf zwei Arten bestimmt werden: nach einem Punktesystem für alltägliche Verrichtungen und nach den gesetzlichen Pflegestufen. Auch Autonomieverlust durch Demenz ist unter bestimmten Voraussetzungen mitversichert“, so Neumayr.  (ast)

Preisgünstiger Einstieg Angeboten werden drei Haupttarife und ein Zusatztarif. „Besonders interessant sind die Tarife mit verminderter Anfangsprämie. Sie sollen einen preisgünstigen Einstieg in die Pflegeabsicherung ermöglichen“, so die Produktmanagerin. Weiters werden ein Tarif mit konstanten Prämien und ein Tarif mit Wartezeit in Verbindung mit vereinfachten Gesundheitsfragen angeboten. Der Versicherungsschutz besteht weltweit. Gewinne können in Investmentfonds angelegt oder verzinslich angesammelt werden. Zudem gibt es Nachversicherungsoptionen und die Möglichkeit, eine Karenzzeit zu vereinbaren. Die Pflegerenten-Haupttarife

B. Neumayr, Nürnberger: „Auch Autonomieverlust bei Demenz ist versicherbar.“

Analyse Wachstum in den Schwellenländern, Export im Moment einziger Wachstumstreiber in Europa

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Prisma liefert aktuellen Branchenausblick

Vontobel gründet die Österreich-Tochter neu

© Foto Wilke

Salzburg. Die in Salzburg ansässige Österreich-Tochter der Schweizer Privatbank Vontobel wird ihren Bankbetrieb rückwirkend zum 31.12.2011 in eine neu zu gründende Gesellschaft abspalten. Die Bank Vontobel Österreich AG werde unter neuer Firma weiter bestehen, so das Finanzinstitut. Die Maßnahme sei eine rein technische Optimierung der Konzernstruktur ohne Auswirkungen auf das laufende Geschäft.  (APA/red)

Jobs: Krisenstimmung im Finanzsektor

© Hubert Auer

Gemeinsam mit den Vertriebspartnern will man die Versicherungskunden für die Wichtigkeit von Pflegevorsorge sensibilisieren.

B. Selden, Prisma: „Österreichs Exporteure sollen vor allem nach Deutschland liefern.“

Wien. Die Prisma Kreditversicherung und der weltweit führende Kreditversicherer Euler Hermes haben am Mittwoch ihren aktuellen Branchenausblick 2012 veröffentlicht. Darin orten die beiden Unternehmen wieder verstärkt Wachstum, der Schauplatz seien dabei die Emerging Markets. „Wachstum findet zwar wieder statt, aber vor allem in den Schwellenländern. Exporte sind derzeit Europas einziger Wachstumstreiber“, meint Bettina Selden, Vorstand bei der Prisma Kreditversicherung. Neben einer schwachen Binnennachfrage und hoher Arbeitslosigkeit sei die Performance der Handelsbranche und der Flug-

Kfz-Versicherungen Vier Produktneuheiten; u.a. Jugend-, Spar- und Neuwagenpolizze

Kienbaum-Chefin Cornelia Zinn­Zinnenburg: „Auswirkung der Krise“.

Wien/Zürich. Fast die Hälfte der Banken in Österreich, Deutschland und der Schweiz rechnet mit sinkenden Beschäftigungszahlen. Laut einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens Kienbaum haben das 44% der Personalabteilungen in Banken angegeben. Bei den Banken in der Schweiz waren Ende März laut dem Index der Internetportale Finews und Jobdirectory 1.144 Stellen ausgeschrieben, das sind 35,2% weniger als im Jahr davor. Bei den Schweizer Versicherungen nahm die Zahl der offenen Stellen um vier Prozent auf 1.176 ab. Insgesamt waren auf den Webseiten der rund 1.400 Schweizer Banken, Versicherungen und anderen Finanzfirmen 3.430 Stellen ausgeschrieben – die Branche bot dmait 20,5% weniger freie Arbeitsplätze an  (ag/red)

Wien. Die Uniqa Versicherung bringt vier Neuheiten bei den KfzProdukten: Beim sogenannten Uniqa Neuwagenschutz bietet der Versicherer für einen Prämienzuschlag zur Vollkaskoversicherung in den ersten 2 Jahren einen Neuwagentausch. Sollten die Reparaturkosten nach einem Kaskoschaden in diesem Zeitraum 50% des Kaufpreises übersteigen, vermittelt die Uniqa einen Käufer für das beschädigte Fahrzeug und ersetzt abzüglich Selbstbehalt die Differenz auf den Kaufpreis. Das Jugendprodukt YoungDrive besteht aus Kfz-Haftpflicht, dem Assistance-Paket „Auto Plus24service“ und dem „Uniqa Lenkerschutz“. Das Package wurde speziell für die Bedürfnisse von jungen Lenkern unter 25 Jahren entwickelt. „Das Produkt ist schnell erklärt: Fixe Prämie, fixe Versicherungssumme, keine Bonus-/Malus-Stufen”, erklärt ­Robert Wasner, Vorstand der Uniqa Österreich. Die fixe monatliche Prämie beträgt 62,20 € inklusive Versicherungssteuer bei einer Versicherungssumme von 15 Mio.

€. Eine schadenfreie YoungDrive Versicherungszeit können sich Kunden später bei einem Folgevertrag anrechnen lassen. Für preisbewusste Kunden bietet Uniqa neue Eco-Varianten an: Bei Vereinbarung eines Schadenersatzbeitrags bei der Haftpflicht und durch höhere Selbstbehalte bei der Kaskoversicherung gibt es Prämienrabatte. Besonders interessant seien die Eco-Varianten für

Autofahrer, die unfallfrei unterwegs sind, heißt es. Das „Auto Plus24service“ wird in einem neuen Tarif auch für Krafträder angeboten. Bei KleinLkws ist das Service ab einer Versicherungssumme von 10 Mio. € inklusive. 14 Assistance-Leistungen wie z.B. Unfall-/Notfallhilfe, Abschleppen oder Krankenrücktransport, stehen europaweit rund um die Uhr zur Verfügung.  (ast)

© Uniqa

© Foto Wilke

Uniqa: Neues im Kfz-Bereich

Robert Wasner, Vorstand der Uniqa Österreich: „Neuer Tarif auch für Krafträder“.

gesellschaften besonders schwach. Erstere kämpfe mit schwachem privaten Konsum, letztere mit hohen Ölpreisen. „Einzig die Autozulieferindustrie, die Chemieindustrie sowie die Flugzeughersteller entwickeln sich in Europa gut“, so Selden.

Italien kritisch Österreichischen Exporteuren empfiehlt Prisma-Vorstand Bettina Selden, die Chancen im größten Abnehmerland Deutschland zu nutzen. Im Gegenzug sieht sie aber Italienexporte eher kritisch: „Waren aus Österreich haben dort einen hohen Stellenwert, aber außer der Lebensmittelbranche gibt es wenig Lichtblicke.”  (ast)

Hochzeiten Risikoschutz

VAV versichert Hochzeiten

Wien. Die VAV Versicherungs-AG bietet ab sofort eine Absicherung, sollte bei einer geplanten Hochzeit etwas schiefgehen: Eine neue Hochzeitsversicherung deckt den finanziellen Schaden, wenn die Vermählung aus unvorhersehbaren Gründen platzt. Norbert Griesmayr, Generaldirektor der VAV Versicherungs-AG: „Als Brautvater weiß ich, welches Engagement und welche Kosten in die Planung dieses ganz persönlichen Festes fließen. Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, dass die VAV jenen Paaren beisteht, deren Feier nicht problemlos über die Bühne geht.“ Sowohl Eheschließungen als auch Feierlichkeiten anlässlich der Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften sowie Veranstaltungen zum 25. und 50. Hochzeitstag können versichert werden. Die VAV springt bei unerwarteten Geschehnissen ein, beispielsweise bei Koomplikationen wegen ernsthafter Erkrankung, eines schweren Unfalls oder dem Versterben des Lebenspartners oder von Angehörigen.  (ast)


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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

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financenetreal:estate us-immos reizen wieder

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Experte: „Potenzial ist da, aber uneinheitliche Regelungen als Hemmschuh“ Seite 43

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reits in europa

Institutionelle setzen auf Wieder­ auferstehung des US-Häusermarkts Seite 44

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© panthermedia/Aleksandrs Jermakovichs; EPA; Benetton Group/Montage: B. Qelaj

4. April 2012 - 11. April 2012

IATX (Schluss 11.4.) 148,92 -1,25% Warimpex 4,60% S Immo -4,63%

Warimpex conwert Atrium Immofinanz CA Immobilien Anlagen S Immobilien

4,60% 1,52% 0,14% -0,72% -3,62% -4,63%

IMMO-FONDS

Immobilien-Anlagen in der Lagunenstadt Venedig verscherbelt Objekte aus öffentlichem Besitz, um seine Schulden in den Griff zu bekommen. Prada-Chef Patrizio Bertelli und Luciano Benetton (li.) haben schon zugeschlagen. Aber auch „Normalanlegern“ bieten sich derzeit gar nicht so teure Schnäppchen.  Seite 42

1-Monats-Performance (per 11.4.) Monatstop Europa Immo Inv. 4,31% Monatsflop ING (L) Inv. Eur. -3,16% Top 5 Immofonds Europa Immobilien Invest iShares FTSE EPRA/Nareit Meinl Global Property AXA Aedificandi C Cap DWS Invest RREEF Gl. Real

4,31% 3,39% 3,18% 2,20% 2,07%

25 Mrd. USD Fünf Banken, 49 Staaten vergleichen sich

Hypothekarvergleich genehmigt

Flop 5 Immofonds ING (L) Invest Europ. Real Estate -3,16% Invesco Asia Pacific Real Estate-2,97% AB Global Real Estate Sec.  -2,96% CS SICAV One (Lux) Eq. Gl.  -2,94% Henderson Asia-Pacific P -2,74%

© EPA

4. April 2012 - 11. April 2012

CERX (Schluss 11.4.) 413,84 -1,84%

Aviso Zeta In Causa Immofinanz-Vertrieb durch AWD

Shaun Donovan, US-Minister für Wohnungsbau und städtische Entwicklung.

Washington. Ein US-Gericht hat einen vielfach kritisierten Hypothekenvergleich über 25 Mrd. USD (19,1 Mrd. €) genehmigt. Ally Financial, Bank of America, Citigroup, JPMorgan Chase und Wells Fargo bezahlen demnach jeweils fünf Mrd. an 49 Bundesstaaten sowie die Regierung in Washington, um den Vorwurf von Verfahrensfehlern bei der Zwangsversteigerung überschuldeter Häuser auszuräumen. Zudem verzichten die Institute auf einen Teil der Hypotheken und sind zu günstigeren Kreditkonditionen bereit. Der Vergleich erfasst aber nur einen Teil der von Verlusten betroffenen Investoren.

Berufung gegen Anlage-Urteil

© APA/Barbara Gindl

Wochentop Wochenflop

Handelsrichter haben einen „AWD-Fehler” Constantia Privatbank zugerechnet.

Wien. Die der Immofinanz gehörende Aviso Zeta, die als „Bad Bank“ aus der ehemaligen Constantia Privatbank (CPB) hervorgegangen ist, wird gegen ein erstinstanzliches Urteil in einem Anlegerprozess berufen. Nach dem Spruch der Handelsrichter wurde erstmals in Österreich ein Fehler des Finanzdienstleisters AWD bei der Vermittlung von Immofinanz-Aktien der CPB zugerechnet. Sollte die Meinung Bestand haben, hieße dies, „dass der arbeitsteilige Vertrieb von Finanzinstrumenten durch konzessionierte Wertpapierdienstleister (...) nicht mehr durchführbar wäre“.  (ag/lk)


i m m o : c ov e r

42 – financenetreal:estate

Freitag, 13. April 2012

financenet@medianet.at

Makler der Woche: Peter Wuk GmbH Die IMMOBILIEN.NET-User haben abgestimmt: Das Immobilienbüro Peter Wuk GesmbH in 1020 Wien, Heinestraße 1, ist der neue „Makler der Woche“! Wir danken unseren Interessenten für diese so positiven Bewertungen!

Venedig-Immos Die „Serenissima” ist zwar noch immer teuer, doch die Stadt ist in der Krise und die Preise bröckeln

Dolce Vita war auf Pump, jetzt muss bezahlt werden Der Ausverkauf lockt nicht nur Großinvestoren wie Prada oder Benetton; Mestre bleibt weiter günstig.

www.immowuk.at

Verdacht Absprachen?

Alpine, Strabag werden geprüft

53 Millionen für ein Palais

Venedig lockt nicht nur Touristen mit einem einzigartigem Ambiente – auch Immo-Investoren schätzen die Stadt von Casanova.

Und so hat sich Prada für rund 40 Mio. € für die städtische Ca‘ Corner della Regina, ein reich geschmücktes, spätbarockes Prachtstück ebendort, gesichert. Die Nobel-Bekleidungsfirma Benetton hat der italienischen Post die ehemals deutsche Handelsniederlassung, das „Fondaco dei Tedeschi“, für 53 Mio. € abgekauft. Der im Jahr 1508 nach einem Brand neu errichtete Gebäudekomplex war einst das Zentrum des Welthandels und die Schaltzentrale des regen Handels der nordeuropäischen Hansestädte mit der Boomtown am Mittelmeer. Das Gebäude liegt direkt am Rialto und soll in einen Megastore umgebaut werden – mit Bürgerlisten wird bereits mobil gegen das Projekt gemacht.

Wer jetzt gleich nicht ganz so viel Geld in die Hand nehmen möchte, hat durchaus die Wahl: So wird eine 170 m�-Wohnung mit vier Zimmern und zwei Bädern nahe San Marco/San Samuele um 1,5 Mio. € angeboten. Ein neu renoviertes Apartment, 192 m� groß, in einem Palast aus dem 16. Jahrhundert mit Garten, Terrasse und 360-Grad-Rundumblick über die Dächer von Venedig steht um 1,4 Mio. € auf dem Verkaufs-Block. Die Wohnfläche mit zwei Schlafzimmern und zwei Bädern erstreckt sich über die dritte und vierte Etage des Gebäudes. Deutlich günstiger wird‘s dann am Lido, zehn Bootsminuten vom Markusplatz entfernt: Hier steht

Mestre ist erschwinglich Wirklich erschwinglich und mit besten Verkehrsanschlüssen wird es im Stadteil Mestre am Festland, nur fünf Bahnminuten von der Lagune entfernt: „Für eine neu renovierte Zwei-Zimmer-Wohnung, Baujahr 1965 mit Garage und 90 Quadratmetern, will der Eigentümer 155.000 Euro“, macht Bastianutto aufmerksam.

Start im Juli Immobilienvermögen von 28 Mrd. €

Wien. Die Immofinanz Group, die Mitte Mai die restlichen 50% des Moskauer Einkaufszentrums „Golden Babylon Rostokino“ übernehmen wird, bekommt für die Refinanzierung des Developments von der russischen Sberbank einen Kredit in Höhe von bis zu 715 Mio. USD (594 Mio. €), teilte das börsenotierte Unternehmen am Mittwoch mit. „Die über zehn Jahre laufende Finanzierung wird von der Projektentwicklungsgesellschaft zum überwiegenden Teil für die Rückführung der Developmentfinanzierung des Einkaufszentrums ‚Golden Babylon Rostokino‘ an die Konzernmutter verwendet“, heißt es. Das Moskauer Shopping Center Golden Babylon Rostokino wurde als Joint Venture mit dem lokalen Entwickler Patero errichtet und im November 2009 eröffnet. Der Erwerb der restlichen 50% von Patero wurde per 21. März vereinbart, kartellrechtliche Genehmigungen stehen aber noch aus. Immofinanz-Vorstandsvorsitzender Eduard Zehetner bezeichnete die Immobilie als das „ertragreichste Einkaufszentrum“ im

Rom. Der italienische Versicherungskonzern Generali arbeitet an der Gründung seiner Immobilientochter, die ab dem 1. Juli mit dem Namen „Generali Real Estate“ startet. Der Versicherer will somit sein gesamtes Immobilienimperium in eine einzige Gesellschaft bündeln, die unter Aufsicht des italienischen Managers Raffaele Agrusti gestellt wird.

Portfolio der Gruppe. „Mit den frei gewordenen liquiden Mitteln werden wir unseren Wachstumskurs weiter fortsetzen und vor allem in osteuropäischen Märkten, in denen zweistellige Renditen erwirtschaftet werden können, neue Entwicklungsprojekte realisieren.“ Der Vermietungsgrad liege derzeit bei rund 95%. Den Kaufpreis für den Hälfteanteil gibt Immofinanz nicht bekannt,auch nicht die Kreditkonditionen. (ag/lk)

© APA/Helmut Fohringer

© APA/Harald Schneider

Bukarest. Rumäniens Wettbewerbshüter haben Untersuchungen gegen mehrere Unternehmen im Straßenbausektor eingeleitet; unter die Lupe wurden auch die rumänischen Töchter der Strabag und der Alpine genommen. Drei Aufträge zwischen 2008 und 2010 mit einem Gesamtwert von knapp 190 Mio. € werden geprüft, bei denen Absprachen vermutet werden. Die zwei Austro-Firmen haben an den Ausschreibungen für diese Projekte teilgenommen, berichtete das WirtschaftsBlatt. Die Alpine bewarb sich für einen Straßensanierungsauftrag im Verwaltungsbezirk Teleorman. Ein Alpine-Sprecher bestätigte der APA gegenüber die Untersuchungen in den Räumlichkeiten der rumänischen Tochter. Bei der Strabag heißt es, man sei nicht direkt von den Untersuchungen betroffen. (ag)

Österreicher nicht mehr ganz so schmerzhaft wie vor zehn Jahren. Auf der Insel Burano, abseits der lauten Touristenpfade, kann man eine unrenovierte Wohnung mit 55 m� und vier Zimmern, an einem kleinen Platz gelegen, schon um 135.000 € erstehen.

Immofinanz Refinanzierung von bis zu 715 Mio. USD

Großkredit für russisches EKZ Laut Medien werden drei Aufträge im Wert von in Summe 190 Mio. geprüft.

eine vollklimatisierte 115 m�Wohnung mit fünf Zimmern und ebenfalls zwei Bädern im zweiten Stock mit Lift um 425.000 € zum Verkauf. „Die Wohnung hat eine Terrasse mit direktem Meerblick und eine Garage“, erzählt Alessandra Bastianutto vom Immobilienmaklerring professionecasa. Am östlichen Ende der Stadt, in der Nähe des Arsenals im Sestiere Castello, wird eine 70 m�-Wohnung im dritten Stock angeboten. Die Immobilie kommt auf für die Lagunenstadt günstige 250.000 €. „Wir haben aber auch Studios ab 150.000 Euro ab 30 Quadratmeter im Angebot“, erläutert die Maklerin. Einkaufen ist übrigens dank inzwischen vier Billa-Läden für

Zehetner: „Mit den frei gewordenen Mitteln wird Wachstumskurs fortgesetzt.“

Generali gründet Immobilientochter Erfahrung wird in die Gesellschaft einsteigen. Die Gesellschaft wird ein Immobilienvermögen im Wert von 28 Mrd. € verwalten. Ziel ist es, das Vermögen bis 2016 auf 36 Mrd. € auszudehnen. Dies entspricht einem Wachstum von sechs Prozent p.a. Mit dem Fokus auf sein Immobiliengeschäft will Generali verstärkt auf Diversifizierung setzen, um den konjunkturellen Unbilden besser standzuhalten. (APA/lk)

Auch in Österreich präsent Dieser übernimmt das Amt des Präsidenten und Generaldirektors der neuen Immobiliengesellschaft, während Giancarlo Scotti zum Geschäftsführer aufrückt. Im Aufsichtsrat der Immobilientochter wird auch Generalis Geschäftsführer Giovanni Perissinotto sitzen, berichteten Medien am Mittwoch. Generali Real Estate wird in elf Ländern, darunter in Österreich und in Osteuropa, präsent sein. Anwesend ist die Gesellschaft neben der Heimat Italien auch in Frankreich, Deutschland, Spanien, Belgien, Niederlanden, der Schweiz Israel und Asien. Ein Team aus 600 Personen mit internationaler

© Generali

Promotion

Seit jetzt 30 Jahren sind wir erfolgreich als Hausverwaltung und Immobilienmakler in Wien und Umgebung für Sie tätig. Zahlreiche zufriedene Kunden haben wir seitdem beim Mieten und Vermieten, Kaufen und Verkaufen von Immobilien als der persönliche Immobilienfachmann mit Sachkenntnis und langjähriger Markterfahrung begleiten dürfen. Unser Angebot reicht von Mietwohnungen und Eigentumswohnungen über Büros, Geschäftslokale, Häuser und Grundstücke hin bis zu Anlageobjekten im Großraum Wien.

Venedig. Satte 24 Mio. Touristen lockt die 60.000-Einwohner-Stadt in der Lagune Jahr für Jahr. Die hohe Nachfrage, während der letzten Jahre auch aus China, hat „La Serenissima“, wie sie die Italiener nennen, einen einzigartigen Immobilien-Boom beschert. Doch der geht jetzt zu Ende – und die Stadt selbst ist in der Krise; „la dolce vita“ wurde auf Pump finanziert. Venedig muss sehen, wie es mit den rund 350 Mio. € Schulden zurecht kommt. Und so wird jetzt alles verscherbelt, was Bargeld verspricht – auch Immobilien aus öffentlichem Besitz zählen dazu. Da kommt es höchst gelegen, dass sich viele Großinvestoren einen besonders schönen Palazzo, wenn möglich gleich am Canale Grande, zulegen möchten.

© Stuelpner/pixelio.de

Reinhard Krémer

Generali-Geschäftsführer Perissinotto: bald Aufsichtsrat von Generali RE.


i m m o : c a p i ta l

Freitag, 13. April 2012

financenetreal:estate – 43

financenet@medianet.at

Real Estate Investment Trusts Potenzial wäre da, unterschiedliche Regelungen in europäischen Ländern behindern aber ihre Entwicklung

REITs haben es in der EU schwer Immo-Aktiengesellschaften mit Steuerfreiheit sind stark in den USA.

Steuerliche Sonderregeln

rechnen: Bestehende Unterschiede würden voraussichtlich zu einem für die Praxis untauglichen Kompromiss führen, der die Entwicklung der REIT-Märkte zusätzlich hemmt“, so Hartauer.

Unterschiedliche Gesetze Wie in den USA stellen REITs in Europa keine eigene Rechtsform dar. So müssen Unternehmen gewöhnlich als Aktiengesellschaft operieren, um als REIT klassifiziert zu werden. Des Weiteren muss in allen europäischen Staaten ein bestimmtes Grundkapital vorhanden sein. Dies variiert von der Hö-

he jedoch deutlich: Deutsche und französische Anforderungen liegen hier mit 15.000 € deutlich am unteren Rand; an der Spitze finden sich hier belgische Unternehmen, die mindestens über 1,25 Mio. € Grundkapital verfügen müssen.

USA bleiben interessanter Bis heute kommen die europäischen REIT-Märkte auch in der Summe nicht an die Bedeutung der USA heran. „Aufgrund dieser nach wie vor ungeklärten Situation in Europa investieren wir in das Mutterland der Real Estate Investment Trusts“, sagt Hartauer.  (ks)

REITs haben ihren Ursprung in den USA. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass Gewinne auf Unternehmensebene unversteuert bleiben. Dafür müssen 80 bis 100% des Gewinns an die Anteilseigner ausgeschüttet werden, die dann natürlich steuerpflichtig sind. In Europa etablierte sich diese Investmentform erst innerhalb der letzten 15 Jahre. Als Ausnahme gelten die Niederlande, die als europäischer Vorreiter schon 1969 ein nationales REIT-Gesetz verabschiedet haben.

Quantitativ schon stark Bis Anfang des Jahres 2010 ratifizierten elf Staaten der Europäischen Union entsprechende Gesetze, darunter auch Frankreich (2003), Deutschland (2007) und Großbritannien (2007). Hierin liegt allerdings auch eine große Schwäche, meint man bei Lacuna: Es gibt keine einheitliche rechtliche Basis und somit einen stark zersplitterten Markt. So kann dieser mit dem homogenen amerikanischen Markt nicht konkurrieren – und das, obwohl das europäische REITUmfeld rein quantitativ bereits auf zwei Drittel der Trusts kommt, die es in den USA gibt. „Auch mittelfristig ist nicht mit einer EU-weiten Regelung zu

Immo-Fonds Scope

Mehr Risiko

© Panthermedia.net/Lukas Zürcher

Berlin. Anbieter von Geschlossenen Immobilienfonds planen 2012 wieder risikoreichere Investments. Die Vertriebe hingegen verharren in ihrer risikoaversen Haltung. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Marktbefragung der Ratingagentur Scope. Die Emissionshäuser planen demnach wieder mehr Fonds in den risikoreicheren Immobilienklassen. Allerdings dürften die veränderten Pläne vor allem auf die gestiegenen Preise im Core-Segment zurückzuführen sein.  (red)

Jetzt wollen Immo-Fonds wieder in etwas riskantere Objekte investieren.

1230 WIEN - Mauer Kanitzgasse 14-16 - 22 reizende Eigentumsappartements - 60 bis 130 m² Wohnfläche - Sonnige Grünlage - Großzügige Freiflächen - Tiefgarage - Fertigstellung Herbst 2012

1160 WIEN - Wilhelminenberg Paulinensteig 27-31 - 3 Wohnhäuser in absoluter Toplage - Gesamt 29 Appartements teils mit herrlichem Panoramablick - 45 bis 165 m2 Wohnfläche - Sonnige Freiflächen - Tiefgarage - Bezugsfertig!

1170 WIEN Neuwaldeggerstraße 23 - 43 x Wohnqualität in Neuwaldegg - 46 bis 138 m2 Wohnfläche - Attraktive Lage am Waldrand - Alle Wohnungen mit Freiflächen - Tiefgarage - Fertigstellung Dezember 2012 - Auch Kleinwohnungen für Kapitalanleger!

© Lacuna

Regensburg. Real Estate Investment Trusts (REITs) wären für Europa durchaus eine interessante Anlageform, entwickeln sich aber eher langsam: Nationale Unterschiede führen zu kleinen Marktvolumina und damit geringer Liquidität. Das meint Thomas Hartauer, Vorstand beim Investmenthaus Lacuna AG. Hartauer: „REITs verfügen langfristig aber auch in Europa über erhebliches Potenzial. Da es bislang keinen homogenen Markt gibt, bleiben sie bis heute aber hinter ihren Möglichkeiten zurück.“

Thomas Hartauer, Lacuna AG: „REITs hätten großes Potenzial in Europa.“


immo:markets

44 – financenetreal:estate

Freitag, 13. April 2012

financenet@medianet.at

Goldman Sachs & Consorten Wieder Wetten auf die Wiederbelebung des US-amerikanischen Häusermarkts

short

US-Immobilien weiterhin zweischneidiges Schwert

Strabag Deutschland hebt Warnung auf Köln/Wien. Laut dem Kölner Baukonzern Strabag AG wurde die im November 2011 publizierte Gewinnwarnung aufgehoben. Das Geschäftsjahr 2011 werde man mit einem leicht über dem Vorjahresergebnis liegenden EBIT von rund 124 Mio. € (2010: 119,5 €) abschließen. Die Bilanz sei jedoch noch nicht testiert. Endgültige Zahlen folgen erst am 7. Mai.  (APA/fh)

Bis auf Weiteres bleibt der US-Immobilienmarkt die Achillesferse der amerikanischen Wirtschaft. New York/Frankfurt/Wien. Der Investmentgigant Goldman Sachs – einer der wenigen Profiteure des Immobilien-Crashs vor fünf Jahren – rührt gemeinsam mit einigen Hedgefonds-Managern bei Großanlegern die Werbetrommel für einen neuen Fonds, der auf die Erholung des US-Häusermarkts setzt, obwohl der Häusermarkt nach dem Kollaps noch immer einem Patienten in Schockstarre gleicht.

Engel & Völkers steigert Umsatz im Quartal

© Engel&Völkers

Seit den Spitzenzeiten in 2006 sind die Häuserpreise um mehr als 30% gefallen und selbst in 2011 haben sie um vier Prozent nachgegeben. Damit stehen die Hausbesitzer unter anhaltendem Druck: Darlehen im Volumen von mehr als 150 Mrd. USD (114,8 Mrd. €) konnten letztes Jahr nicht pünktlich zurückgezahlt werden und über zehn Mio. Schuldner stehen mit Summen in der Kreide, die den Wert ihrer Immobilien übersteigen. Vor diesem Hintergrund muten die „attraktiven Investitionsmöglichkeiten“, mit denen Goldman Sachs für seinen neuen Fonds „U.S. Housing Recovery“ wirbt, etwas euphemistisch an, meint die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg, die einen Blick in den Verkaufsprospekt erhaschen hat können.

C. Völkers: „In allen Bereichen werden Qualitätsobjekte gesucht.“

Hamburg/Wien. Die Völkers Gruppe konnte im 1. Quartal 2012 das bereits hohe Umsatzniveau des Vorjahres noch einmal toppen, berichtet das Unternehmen. Der Markencourtageumsatz sei im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund fünf Prozent auf 44,8 Mio. € gestiegen. Den höchsten Zuwachs habe man auf den Wohnimmobilienmärkten im Ausland erzielt. „Unser Wachstum wird vor allem von der unverändert hohen Nachfrage nach Immobilien getragen“, erklärt Christian Völkers, Vorstandsvorsitzender der Engel & Völkers AG. „In allen Bereichen werden Qualitätsimmobilien gesucht, ob zur Eigennutzung oder zur Kapitalanlage.“

Kritiken nicht verstummt Goldman habe vor dem Platzen der US-Immobilienblase 2007 in großem Stil auf sinkende Häuserpreise gesetzt – und damit viel Geld verdient. Kritiker werfen dem Unternehmen allerdings vor, die Gewinne auf Kosten ihrer Kunden gemacht zu haben. Die Bank soll ihren Kunden noch verbriefte

Cerberus mit Corpus Sireo verbündet

© Panthermedia.net/Andy Dean

Hausbesitzer unter Druck

Neue Fonds, wie etwa der U.S. Housing Recovery von Goldman Sachs, setzen wieder voll auf den amerikanischen Häusermarkt.

Hypothekenkredite angedient haben, als sie selbst schon lange das Vertrauen in diese Anlageform verloren hat. Davon zumindest sind mehrere US-Senatoren und die Börsenaufsicht SEC überzeugt. Als Tippgeber und Partner mit im Boot sei damals der New Yorker Hedgefonds-Manager John Paulson gewesen. Auch er sammelt schon länger wieder die mit Hypotheken hinterlegten Wertpapiere ein, die in der Finanzkrise so viele AnlagePortfolios vergiftet und die Märkte an den Rand des Kollaps gebracht haben. Komplettiert wird die Riege der „Totengräber“, die inzwischen auf die Wiederauferstehung des US-Häusermarkts setzt, durch den texanischen Hedgefonds-Mana-

© SDIC

Verbündeter Fed fraglich Bei ihrer Wette auf die Renaissance des Immobilienmarkts wähnen die Spekulanten einen mächtigen Verbündeten an ihrer Seite: die US-Notenbank (Federal Reserve/Fed). Sie wendet seit 2008 Milliarden auf, um den Markt durch Ankäufe hypothekenbesicherter Wertpapiere zu beleben. Andererseits könnte die Fed ihr Engagement aber eher zurückfahren. Die ultralockere Geldpolitik, zu der auch der Ankauf von Immobilienanleihen zählt, soll nämlich bis auf Weiteres

Scope Analysis Ausschüttungen für 2011 untersucht

Mannhein/Wien. Ab 2014 sollen 450 Mitarbeiter von Bilfinger Berger auf der Insel Gryfia nahe Stettin Fundamente für Anlagen in Wassertiefen über 30 m fertigen. Diese für Windkraftanlagen auf offener See konzipierten Stahlfundamente will der Baukonzern laut Eigenangaben künftig mit polnischen Partnern produzieren. „Damit ist Bilfinger Berger in der Lage, Stahlfundamente nicht nur auf offener See zu installieren, sondern sie im Vorfeld auch selbst

Berlin/Wien. Nicht alle Offene Immobilienfonds stecken in der Krise. Allerdings gelte dies laut Scope nur für ein gutes Drittel der Fonds. Die Scope-Analyse untersuchte jene Fonds, die weder abgewickelt noch geschlossen werden und unterzog elf Fonds, die sich hauptsächlich an Privatanleger richten und für ein Fondsvolumen von rund 50 Mrd. € oder rund 60% der Branche verantwortlich zeichnen, einer genauen Betrachtung.

zu fertigen“, erklärt IngenieurbauVorstand Joachim Enenkel.

Wettbewerbsvorteil erhofft Dieser Schritt soll den Mannheimern einen Wettbewerbsvorteil und ein Produktionsvolumen von 80 solcher Fundamente per annum sichern. Die Investition betrage 50 Mio. €. „Für den Ingenieurbau ist diese Entwicklung ein weiterer Schritt im Bereich Energie und Mobilität, so Enenkel. (ag/fh)

Immofonds: Nicht überall Schatten Mio. und UniImmo: Europa mit 270 Mio. €. Diese Fonds stellen die größten Produkte der Branche dar, kommentieren die Scope-Experten. Die Ausschüttungen dürfe man allerdings nicht mit der vom BVI ausgewiesenen Rendite verwechseln, da ein Fonds auch Ausschüttungen leisten könne, wenn er eine negative Rendite ausweise. Dies kann beispielsweise bei Abwertungen auf den Objektbestand der Fall sein. (fh)

Enenkel hofft auf ein Produktionsvolumen von 80 Stück Stahlfundamenten jährlich.

Laut Scope hätten die Fonds im Verhältnis zum Fondsvermögen 3,47 Prozent ausgeschüttet und somit einen Rückfluss an die Anleger von 1,7 Mrd. € generiert, wobei die Fonds der vier großen Kapitalanlagegesellschaften Commerz Real, Deka Immobilien, RREEF und Union Investment zum Teil dreistellige Millionenbeträge ausgeschüttet hätten. Die höchste Gesamtausschüttung – in absoluten Zahlen – habe der hausInvest mit rund 421 Mio. € geleistet, gefolgt von der Deka-ImmobilienEuropa mit 336

© Panthermedia.net/Joerg Mikus

1,7 Mrd. € Ausschüttung

© Bilfinger Berger

Frankfurt/Wien. Laut Branchenkreisen soll Bawag-Eigentümer Cerberus an insgesamt 22.000 Wohnungen der angeschlagenen britischen Gesellschaft Speymill interessiert sein. Analysten schätzen den Deal auf 800 bis 900 Mio. €. Dabei habe sich Cerberus mit dem Immobilienverwalter Corpus Sireo verbündet, so die Financial Times Deutschland. Nach dem Verkauf von 20.000 LBBW-Wohnungen an die Augsburger Patrizia Immobilien und Co-Investoren sowie den rund 25.000 Wohnungen, welche die BayernLB mit ihrem Verkauf der ostdeutschen Tochter DKB Immobilien an den Hamburger Investor TAG abwickelte, wäre das CerberusEngagement bereits der dritte große Immobilienverkauf in 2012 in Deutschland. (APA/fh)

nicht ausgeweitet werden, schreibt Hannes Breustedt in seinem von der Agentur dpa-AFX veröffentlichten Artikel. Ob der Markt von selbst wieder auf die Beine komme, sei ungewiss. Dass der NAHB-Index, ein von der nationalen Organisation der Wohnungsbauunternehmen ermitteltes Stimmungsbarometer, inzwischen den besten Wert seit Juni 2007 erreicht habe, beeindrucke Experten wenig. „Die negative Dynamik lässt nach – mehr nicht“, wird Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank, zitiert. Die Skepsis ist angebracht: Der bis März 2012 deutlich gestiegene Index steht bei 28 Punkten, aber erst ein Stand ab 50 Zählern gilt als Aufschwungssignal. (ag/fh)

Bilfinger Berger Verstärkte Offshore-Windkraft-Aktivitäten

Stahlfundamente im Eigenbau

Eine große Transaktion in Deutschland steht wieder bevor.

ger Kyle Bass und den ehemaligen Deutsche-Bank-Star-Händler Greg Lippmann.

Die untersuchten Fonds haben 3,47 Prozent an die Anleger ausgeschüttet.


l aw & o r d e r

Freitag, 13. April 2012

financenetreal:estate – 45

financenet@medianet.at

Stromnetz-Ausbau Anpassungen für Aufkommen stark schwankender Strommengen aus Wind-, Solarerzeugung

short

Herausforderungen durch Erneuerbare Energien

Gemeinden-Plattform amtstafel.at verstärkt Wien. Vor einem Jahr ging die Internetplattform „amtstafel. at“, die kostenlose InternetPlattform für den Informationsaustausch von Städten und Gemeinden, online; nun wurde sie auf Version 2.0 upgegradet: Neue Features sind u.a. ein Bereich für gemeindeninterne sowie interkommunale Projektabwicklung und ein GruppenBereich, in dem die Gruppenmitglieder auf gemeinsame Dokumente rascher zugreifen können. (red)

APG steckt zwei Milliarden Euro in Österreichs Haupt-Stromnetz; auch regional wird viel passieren.

Fachbuch zum Recht in der Außenwirtschaft Wien. Das Fachbuch „Das österreichische Außenwirtschaftsrecht“ von Markus Fellner und Wolfgang Gappmayer will eine praxisnahe Auseinandersetzung mit allen relevanten Kernbestimmungen des Außenwirtschaftsrechts bieten. Das im Kitzler Verlag erschienene Buch wendet sich an Rechtsexperten und Wirtschaftspraktiker. (red)

© Austrian Power Grid

Heinz Kaupa, Vorstandssprecher des Netzbetreibers APG, kommandiert das Hochleistungs-Stromnetz Österreichs.

beträgt 9.000 MW). Und am 28. März entstand nach einem Wetterumschwung viel Windstrom, der zu einer unerwarteten „aktuellen Stresssituation” im deutschen Netz führte. „Das hat auch für uns das Risiko erhöht”, so Kaupa. Die APG, die sowohl den Stromtransit als auch die Versorgung der lokalen Verteilungsnetze managen muss, hat keine technischen Möglichkeiten, zu viel Strom umzuleiten, kann aber beispielsweise den Stromhandel einschränken. Sowohl zu viel als auch zu wenig Elektrizität führt zu veränderten Frequenzen, die ihrerseits automatische Abschaltungen auslösen können. Beides gefährdet damit potenziell die Stabilität des Netzes. Ein ähnliches Managementproblem

Neue Belastungen In den ersten beiden Monaten 2012 habe es in Österreich zwei kritische Situationen gegeben, die die Netze an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit geführt hätten, sagt Kaupa. Beide hatten mit starken Nord-Südflüssen aus dem Windkraftgebiet im Norden Europas zu tun. An einem kalten Tag im Februar wurden 6.200 Megawatt (MW) importiert, ein historischer Höchstwert bei den Einfuhrmengen (Österreichs Gesamtverbrauch

Bundes-Asylamt Gesetz vorgestellt, Start 2014 geplant

wie bei Wind gebe es grundsätzlich auch in jenen Gebieten, wo viel Fotovoltaik installiert sei: „Wenn sich der Morgennebel hebt, sind dann gleich einige Tausend MW mehr auf dem Netz”, heißt es. Die Sonnenstrom-Spitzen müssen aber vor allem die Betreiber der regionalen Verteilnetze bewältigen. „Wenn sich die installierte Windkraftkapazität in Norddeutschland wie geplant verdreifacht, wird das für die Übertragungsnetze kein kleines Problem.” Es gebe keine Patentlösung dafür, aber mehrere Ansätze – beispielsweise Gleichstromnetze für die Übertragung der dezentralen Stromproduktion in entfernte Ballungszentren oder die Methanisierung vor Ort. Während der Ausbau der Erneuerbaren

Energien speziell in Deutschland schnell gehe, halte der notwendige Leitungsbau nicht Schritt, meint Kaupa: „Es gibt auch hier ein Europa der zwei Geschwindigkeiten.” In Österreich will APG bis 2020 2 Mrd. € in das Netz stecken, die Hälfte in Leitungen, die andere in Umspannanlagen. Etliches sei bereits für zusätzlichen Windstrom aus dem Nordburgenland geflossen, viel müsse noch investiert werden, um die geplanten neuen Kapazitäten im Weinviertel einspeisen zu können. Für Ostösterreich habe APG noch 150 Mio. € Investitionen vorgesehen. Der umkämpfte zweite Abschnitt der Salzburgleitung soll Mitte des Jahres zur UVP eingereicht werden, die Trasse stehe fest. (gst/APA)

Constantia Packaging Öffentliches Kaufangebot

Neues bei der Verwaltungsreform

Anwalt bietet für Constantia-Aktien

Wien. Das Innenministerium hat den Begutachtungsentwurf für eines der größten Prestigeobjekte der Verwaltungsreform ausgeschickt: Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl steht vor seiner Verwirklichung. Die neue, dem Innenressort zugeordnete Behörde wird jährlich mehr als 15.000 asylrechtliche Entscheidungen, rund 13.500 fremdenrechtliche Bescheidverfahren und etwa 5.200 Verfahren zur Erteilung von Aufenthaltstiteln aus berücksichtigungswürdigen Gründen zu bewältigen haben, lautet der Plan.

Wien. Ein Wiener Rechtsanwalt macht den Inhabern von Ansprüchen auf eine eventuelle Nachzahlung für die im Squeeze-out auf den Hauptaktionär übergegangenen Aktien der Constantia Packaging AG ein freiwilliges öffentliches Kaufangebot. Für einen Nachzahlungsanspruch werden 2,50 € geboten. Rechtsanwalt Christian Boyer wollte auf APA-Anfrage nicht sagen, ob er das Angebot in eigenem Namen oder im Auftrag mache.

auch die „Rot-Weiß-Rot-Card“, wo die Bezirkshauptmannschaften ihre Zuständigkeit behalten. Ebenfalls nicht in die Kompetenz des Bundesamts fallen Grenzkontrollen, die Durchführung von Abschiebungen sowie Polizeianhaltezentren, also Schubhaft. Zuständig ist das Bundesamt hingegen für das gesamte Asylverfahren in erster Instanz und damit für die Gewährung von Asyl und subsidiärem Schutz. (red/APA)

Zuge der Verhandlungen nach der Immofinanz-Affäre um rund 430 Mio. € mehrheitlich zu 91,5% an den US-Finanzinvestor OEP (One Equity Partners) verkauft. Verkäufer war die zur Turnauer Stiftung gehörende Constantia Packaging BV. Der Squeeze-out (Gesellschafterausschluss des Streubesitzes) wurde am 6. Oktober 2010 wirksam. Die Streubesitz-Aktionäre erhielten damals 47 € je Aktie.  (red/APA)

© APA/Georg Hochmuth

Innenministerium will mit Verwaltungsreform jetzt Ernst machen.

Das Angebot gilt jedoch nur für mindestens 50 Ansprüche je Abwicklung, wobei Depotbanken auch kleinere Stückzahlen gesammelt abwickeln können, geht aus einer Bekanntmachung in der Wiener Zeitung (Dienstagausgabe) hervor. Das Angebot erstreckt sich auf 100.000 Ansprüche. Sollten mehr Ansprüche zum Kauf angeboten werden, erfolgt die Annahme in der Reihenfolge des Eingangs der Verkaufsangebote. Die Frist endet spätestens am 11. Mai, 17 Uhr. Die CPAG wurde im Oktober 2009 im

© Wiener Börse

Für 100.000 Ansprüche

Neue Zuständigkeiten Das heißt, das Bundesamt ist de facto für alles zuständig, was mit Aufenthalt im Asylbereich zu tun hat, auch für den humanitären Aufenthalt, den jene gut integrierten Zuwanderer erhalten können, die im Asylverfahren gescheitert sind. Allerdings umfasst das Bundesamt bei Weitem nicht den gesamten Fremdenbereich. Denn das gesamte Feld der Ausländerbeschäftigung wird ausgeklammert, damit

Schönherr: Lawyering Club für Nachwuchs

Fast zwei Jahre nach Squeeze-out neues Interesse an der CPAG.

© Schönherr

Wien. Viele Immobilienbesitzer setzen auf Erneuerbare Energien in Form von Solarzellen oder Windrädern. Die zum Abtransport des Stroms nötigen Leitungen sind viel weniger beliebt. Doch der Ausbau der Windstromerzeugung in Nordeuropa und die zentrale Lage Österreichs in Europa machen das Management des Stromübertragungsnetzes zunehmend schwer, so der Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid (APG). Ausbau bzw. Anpassung des Leitungsnetzes seien eine wichtige Aufgabe der nahen Zukunft. 2011 hat die APG 2.500 Mal stabilisierend in das Übertragungsnetz eingreifen müssen: 50,6 Stunden lang stand ihr Warnsystem auf gelb („kritisch“) und 4,5 Stunden auf rot („sehr kritisch“), so Heinz Kaupa, Chef der mittlerweile organisatorisch vom Mutterkonzern getrennten Verbund-Netztochter APG. Nachdem Ende 2011 das Management der bisher separaten Regelzone Vorarlberg dazugekommen ist, ist die APG nun als einziger „Unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber” (ITO) Österreichs zertifiziert worden und hat die Federführung im überregionalen Stromnetz.

Schönherr-Seniorpartner Guido Kucsko lud ein.

Wien. Die Anwaltssozietät Schönherr lud zur offiziellen Eröffnung des „schönherr lawyering club – Netzwerk und Coaching für die Umsetzung von juristischem Fachwissen in beruflichen Erfolg“ nach Wien. Im Rahmen des Lawyering Clubs bietet die Kanzlei u.a. Trainings und persönliches Karrierecoaching und stellt jedem Clubmitglied einen Juristen als Ansprechpartner zur Seite. Außerdem können Clubmitglieder die SchönherrFachbibliothek mit rund 24.000 Publikationen nutzen. Rund 50 Clubmitglieder folgten der Einladung von Initiator Guido Kucsko, Seniorpartner bei Schönherr, heißt es. (red)

CMS veröffentlicht Arbitration-Guide Wien. Die Anwaltssozietät CMS hat die vierte, aktualisierte Ausgabe des „CMS Guide to Arbitration“ veröffentlicht. Der zweibändige Leitfaden bietet einen Überblick über Gesetzeslage und Praxis in 32 Ländern sowie Informationen und Unterlagen zur Schiedsgerichtsbarkeit. Der Guide ist kostenlos auf der Homepage der Sozietät downloadbar und soll demnächst auch als App für TabletPCs zur Verfügung stehen. Die vierte Auflage wurde bei einem Empfang von CMS und dem Chartered Institute of Arbitrators (CIArb) in der Residenz des britischen Botschafters in Wien vorgestellt. Die Anzahl der Schiedsgerichtsverfahren steigt weiter, erinnert CMS. (red)


p e o p l e & dat e s

46 – financenetreal:estate

Freitag, 13. April 2012

financenet@medianet.at

Skurriles rund um Immobilien Irischer Künstler baut ein Haus aus zerschredderten ehemaligen Euroscheinen

short

Ein Haus, aus Geld gebaut

Nominierungen für EHL Center Management Wien. Das EHL Center Manage­ ment wurde vom International Council of Shopping Centers (ICSC) zwei Mal für die „Solal Awards“, internationale Aus­ zeichnung für Marketingkam­ pagnen für Shopping Center, nominiert: In der Kategorie „Grand Opening, Expansion & Renovation“ für ihre Kampagne zur Eröffnung eines Bauteils im Silesia City Center (Kattowitz) und in der Rubrik „Public Rela­ tions“ für „Elvis Live“ im Polus City Center in Bratislava. (ast)

Künstler möchte mit seinem Projekt Debatte über die schwächelnde irische Wirtschaft auslösen. Dublin. Auf eine sehr ungewöhnliche Idee hat die Wirtschaftskrise in seinem Land einen irischen Künst­ ler gebracht: Aus zerschredderten Euro-Scheinen im Wert von ehe­ mals 1,4 Mrd. € baute sich Frank Buckley ein Haus in Dublin, in dem er nun Touristen empfängt. Das er­ klärte Ziel des Künstlers ist dabei, eine Debatte über die schwächeln­ de irische Wirtschaft zu fördern, so Buckley. Die von der Immobilienkrise geplagten Bewohner von Dublin scheinen sich jedenfalls damit iden­ tifizieren zu können, dass ein Haus mehr als eine Milliarde Euro ver­ schlungen habe, als Immobilie aber vollkommen wertlos sei, berichtet die Austria Presse Agentur. Die irische Wirtschaft leidet an den Folgen eines Zusammenbruchs des Immobilienmarkts, einer ho­ hen Staatsverschuldung und hoher Arbeitslosigkeit. Im Novem­ ber 2010 erhielt das Land Hil­

© ÖVI/Immobilien Akademie

Seminar zu ImmobilienBewertungsgutachten

Symposium am 17.4. in Wien und Expertenhandbuch zum Thema.

Wien. „Bewertungsgutachten auf dem Prüfstand“ ist der Schwerpunkt des Immobilien­ bewertungssymposiums der ImmoZert GmbH, das erstmals in Kooperation mit RICS und ImmQu stattfindet. Termin ist der 17. April ab 13:30 Uhr. Das Seminar findet im Forum Mozartplatz in Wien statt. Aus Aktualitätsgründen werden aber auch zwei weitere Spezialthemen und deren mögliche Auswirkungen auf die Bewertung erörtert, die derzeit alle Experten in der Branche bewegen: „Grundbuch Neu” und „Immobilienbesteuerung ab dem 1.4.2012”. Die Moderation übernimmt CIS ImmoZert und Vorstand des Österreichischen Verbands der Immobilientreuhänder (ÖVI), Andreas Wollein. Gleichzeitig kann das Ex­ pertenhandbuch „Immobili­ enbewertung Österreich“ zum Symposiums-Sonderpreis von 80 € (inkl. 10% USt) bestellt werden – Abholung direkt beim Symposium. Anmeldung per Mail unter: office@immozert.at.  (lk)

Krise bringt so manchen auf seltsame Ideen; über die Sinnhaftigkeit lässt sich streiten.

Gerade mal 35 Euro gekostet Bereits im Jänner stellte Buckley seine Drei-Zimmer-Wohnung fertig, vor Kurzem feierte er Eröffnung. Zum Bau seines Künstlerheims – in einem leer stehenden Geschäftsge­ bäude – brauchte Buckley rund drei Monate. Als Baumaterial genügten ihm die von der irischen Zentral­ bank zur Verfügung gestellten al­ ten Euroscheine, gespendetes Holz sowie eine Tür und ein Fenster, die er von einem Freund erhielt. Der Eigenanteil für den Bau lag bei ge­ rademal 35 € für den Kleister für die Wände. Über den kommerzi­ ellen Erfolg seines Kunstprojekts erklärt der Künstler: „Ich nehme keinen Eintritt, bitte aber um Spenden, und ich habe etwa 80 Bil­ der, die die Leute kaufen können.”

Gesundheitszentrum Auftrag über Real Estate und Facility Management, Erfahrung als Komplettanbieter entscheidend

Uniqa-Auftrag für first facility in St. Pölten Wien/St. Pölten. Die Uniqa Real Es­ tate Management GmbH hat first facility mit dem Real Estate und Facility Management des Gesund­ heitszentrum (GSZ) in St. Pölten beauftragt. Mit einer Gesamtnutzfläche von rund 40.500 m� und einer ver­ bauten Fläche von rund 10.000 m� ist das GSZ das größte, zu 100% vermietete, Objekt der Uniqa Real Estate Management GmbH. In St. Pölten betreut first faci­ lity neben dem GSZ auch das von der Uniqa vermietete Büro- und Geschäftsgebäude „Tor zum Land­ haus“. „first facility betreut seit Jahren unsere größten Flächen. Wir wis­ sen, dass wir hier einen Partner haben, der über die notwendigen

Kapazitäten und die Erfahrung für eine ganzheitliche und wirtschaft­ liche Betreuung unserer Objekte verfügt“, erklärt dazu Ernst Mor­ genbesser, Geschäftsführer der Uniqa Real Estate Management GmbH. Wichtiges Entscheidungskrite­ rium für die erneute Entscheidung für first facility sei deren Ausrich­ tung als Komplettanbieter über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie gewesen, heißt es.

Kooperieren seit 20 Jahren Mit der Entscheidung über das Gesundheitszentrum in St. Pölten setzt Uniqa eine rund 20 Jahre bestehende Zusammenarbeit mit first facility fort.  (red)

© Leo Hagen/first facility

Wien. Mit der Novelle der Bauordnung für Wien, LGBl für Wien Nr. 25/2009, wurde ein neues System für Abwei­ chungen von den Bebauungs­ bestimmungen eingeführt. Das soeben im Verlag Linde neu erschienene Werk „Abweichung von Bebauungsvorschriften“ zeigt die in der Regelung bestehenden Möglichkeiten und Grenzen auf, um das neue System bei Planungen ­entsprechend zu berücksich­ tigen. (red)

© Melvin Brennan

Neuerscheinung: „Abweichung von Bebauungsvorschriften“ bei Linde.

Ernst Morgenbesser, Uniqa Real Estate Management, Susanne Schindler, first facility.

Gemeinnütziger Wohnbau Alpenländische Heimstätte startet mit neuer Wohnanlage

Grundsteinlegung in Hohenems Bregenz/Hohenems. Der Grund­ stein zu einem Bauvorhaben im gemeinnützigen Wohnbau wurde diese Woche in Hohenems gelegt: Im Pirminweg (Stadtteil Witzke) wird in den kommenden Monaten die Wohnanlage V122 mit zwei Baukörpern und insgesamt 20 Wohnungen realisiert. Mit dem Projekt trage man dem hohen Bedarf an gemeinnützigen Wohnungen in Hohenems Rech­ nung, so die für den Neubau ver­ antwortliche Bauträgergesellschaft Alpenländische Heimstätte.

Projekts V118 entstehen. Für die Architektur zeichnet auch hier das Hohenemser Architekturbüro Rein­ hard Drexel verantwortlich. Realisiert wird das Projekt von der Rhomberg Bau GmbH als Generalunternehmer. „Wir sind stolz, die Wohnanlage V122 als Partner der Alpenländische Heim­ stätte umzusetzen – das ambitio­ nierte Projekt unterstreicht einmal mehr die Bedeutung einer sinn­

vollen, qualitativ hochwertigen und ansprechenden Umsetzung von gemeinnützigem Wohnbau“, so Christian Jauk, Geschäftsfeld­ leiter GU-Wohnbau der Rhom­ berg Bau. Und Wilhelm Muzy­ czyn ergänzt: „Die ansprechende Architektur und die nachhaltige Bauweise garantieren, dass die Stadt Hohenems und ihre Bürger an dem neuen Projekt viele Jahre lang Freude haben werden.“

Rhomberg Bau setzt um „Wir freuen uns sehr, die Stadt Hohenems dabei unterstützen zu können, attraktive, erschwingliche und vor allem bewohnerfreund­ liche Lösungen für ihre Bürger anzubieten – hier wird Wohnraum in höchster Qualität geschaffen“, sagt Wilhelm Muzyczyn, Leiter der Geschäftsstelle Vorarlberg der Alpenländische Heimstätte. Die neue barrierefreie PassivhausWohnanlage V122 wird in unmittel­ barer Nähe des bereits umgesetzten

© Walser

© Linde Verlag

Linde: Abweichung bei Bebauungsvorschriften

fen von EU und Internationalem Währungsfonds in Höhe von 85 Mrd. €.

Grundsteinlegung der Wohnanlage V122 im Stadtteil Witzke in Hohenems.

Umfrage 59 Prozent

Deutsche ziehen Eigenheim vor Frankfurt am Main. Laut einer Um­ frage der Commerzbank wohnen derzeit 59% aller Deutschen im ei­ genen Haus oder einer Eigentums­ wohnung. Bei der ersten Umfrage 2010 waren es noch 55% gewesen. In den vergangenen zwei Jahren sank der durchschnittliche Zins für Immobilienfinanzierungen mit zehnjähriger Bindung den Angaben zufolge um rund ein Prozent. Viele Mieter nutzten das aktuell nied­ rige Zinsniveau, um eine Immobi­ lie zu erwerben, erklärt Michael Mandel, Bereichsvorstand Private Kunden bei der Commerzbank. Der Energieverbrauch sei für die große Mehrheit der Befragten (73%) ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für ein Objekt. Zugleich gaben 49% der rund 1.000 Befragten an, eine bereits bestehende Immobilie zu bevor­ zugen. Die in der Regel energieeffizienteren Neubauten sanken dagegen in der Gunst: Nur 32% der Mieter würden ihr künftiges Eigenheim am liebsten neu bau­ en; vor zwei Jahren waren es noch 38%.  (APA/ast)


medianet

inside your business. today.

Freitag, 13. April 2012 – 47

Drive-by-downloads

Hacker verwenden renommierte Websites zur Malware-Verbreitung  Seite 49

© Iron Mountain Europe

© youtube.com

technology keine datensicherheit

Eine Studie bescheinigt Unternehmen Leichtsinn beim Datenschutz  Seite 51

sprachgewandt duden-apps im test

© Duden

Stabiles Wachstum in neuen Marktsegmenten

© Chris Haderer

short

© oracle.com

Wien. Die Vienna Symphonic Library (Bild: CEO Herbert Tucmandl) veranstaltet in Kooperation mit ihrem euro­ päischen Vertriebspartner Best Service (www.bestservice.de) vom 13. bis 24. April eine kostenlose „Hands On“-Tour mit sieben 90-minütigen Work­ shops. Produktspezialist Paul Steinbauer demonstriert die Integration der Software-Pro­ dukte in den Studiobetrieb. Die Workshops finden in Wien (13.4.), Köln (16.4.), Hamburg (17.4.), Berlin (18.4.), München (19.4), Winterthur (23.4.) und Niederlenz (24.4.) statt.  www.vsl.co.at

© DiTech

Redwood Shores/Wien. Der Da­ tenbanker Oracle veranstaltet am 29. und 30 September die „MySQL Connect Conference“ in San Francisco. Teilnehmer haben dort die einzigartige Möglichkeit, die neuesten MySQL-Features kennenzu­ lernen, Produkt-Roadmaps zu diskutieren und die Entwickler der jüngsten MySQL-Codes persönlich zu treffen. Mitglieder der MySQL-Com­ munity, Anwender, Kunden und MySQL-Entwickler von Oracle werden zahlreiche ­technische Vorträge und Workshops, Hands-on Labs und Birds of a Feather (BOF)Sessions halten.  www.oracle.com

Nichts als Computer – und ein paar Extras Im Vorjahr erweiterte der ­ComputerFachhändler DiTech sein Sortiment um Smartphones und Apple-Produkte. CEO Damian Izdebski hat damit Bewegung in den Markt gebracht.  Seite 48 Facebook Mark Zuckerberg erwirbt den Instagram-Service

Google Der Facebook-Konkurrent hat eine Million User

Der Planet Zuckerberg ist um den virtuellen Bilderdienst „Instagram“ reicher.

Wien. Kurz vor dem bevorstehen­ den Gang an die Börse macht die Sozialplattform Facebook noch mit einem anderen Deal von sich reden. Für umgerechnet knapp 670 Mio. € erwirbt Facebook den virtuellen Bilderdienst Instagram, der laut Firmenangaben rund 30 Mio. Anwender hat. Mit dem Ins­ tagram-Plugin lassen sich Fotos am Smartphone unter anderem mit speziellen Effekten versehen. „Wir können nun noch enger mit dem Instagram-Team zusammenarbei­ ten”, bestätigte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg den Neuerwerb mit einem Eintrag in seinem Face­ book-Profil.  www.facebook.com

Google+ auf stillem Angriffskurs

© Google

Wien. Trend Micro hat eine An­ griffswelle auf Unternehmen in Indien und Japan sowie Ti­ bet-Aktivisten analysiert. Da­ bei handelt es sich um 90 ge­ zielte Angriffe, die zumindest teilweise von Hackern in China ausgehen. Insgesamt wurden 233 Rechner von Firmen und Einrichtungen aus dem militä­ rischen Bereich und Branchen wie Luft- und Raumfahrt, En­ ergiewirtschaft, Fertigung und Schiffsbau infiziert.  www.trendmicro.de

© EPA

© www.trendmicro.de

Sozialplattform kauft Bilderdienst

Larry Page ist von der „Tiefe“ der Google+ Diskussionen beeindruckt.

Wien. Auf den ersten Blick ist es ein Kampf gegen Windmühlen, trotzdem ist Google-Chef Larry Page zuversichtlich, was die Zu­ kunft seines Social-Web-Diens­ tes „Google+“ anbelangt. In einer Nachricht an Investoren verkün­ dete Page, dass Google+ nun offi­ ziell mehr als eine Mio. User habe (Facebook bringt es auf mehr als 700 Mio., von denen aber viele Kar­ teileichen sind). Page zeigte sich in der Aussendung vor allem von der Qualität der Google+ Postings be­ eindruckt: „Die Diskussionen ha­ ben eine sehr interessante Tiefe“, meint der Google-Gründer.  www.google.at


C over

48 – medianet technology

Kommentar

Sicherheitsgefühl, vierlagig

Freitag, 13. April 2012

DiTech Der Computerfachhändler peilt für das heurige Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von etwa 20 Prozent an

Umsatzwachstum mit Smartphones und Apple

Neu ins Sortiment aufgenommene Smartphones und Apple-Produkte beleben auch das B2B-Geschäft.

E

s gibt sie kaum zwei Wochen, und dennoch sind sich die Parteien einig wie seit der Gründung der Republik nicht mehr: Die Vorratsdatenspeicherung ist ein bahnbrechender Erfolg. In einem Geheimdokument des Innenministeriums werden erste Siege dokumentiert. So wurden beispielsweise in Grammatneusiedel elf Hauptschüler bei Handy-Absprachen über das böswillige Vortäuschen ansteckender Krankheiten dingfest gemacht (wurde in der Ära vor Mikl-Leitner oft als ‚Schuleschwänzen‘ bagatellisiert). Dank der Handyortung wurden in Graz des Weiteren 13 Autofahrer ausgeforscht, die grußlos am Bürgermeister vorbeigefahren sind, sowie in Wien-Simmering 91 Pensionisten bei terroristischen Blockadeaktionen von Zebrastreifen (bis zur ärztlichen Feststellung ihrer Gehbehinderung gilt die Unschuldsvermutung). Diese ersten Erfolge, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zweifellos enorm gestärkt haben, würden eine neue Ära einleiten: Erstmals in der Kriminalgeschichte könne nun schon beim kleinsten Schaas das betreffende Lercherl ermittelt werden – und nicht erst, wenn schon die GPS-Koordinaten der Parlamentskantine an die Al Qaida durchgekabelt werden. Übrigens: Geschrieben wurde das Geheimdokument auf feinstem Recycling-Bütten; vierlagig, mit Vanilleduft.

Sony Mobile Kampagne

© sonymobile.de

Fantasie-Werk

Sony Mobile Communications ist offiziell Teil der Sony Corporation.

Wien. Seit Ende Februar ist Sony Mobile Communications offiziell Teil der Sony Corporation. „Wir haben die Übergangsphase mit großer Geschwindigkeit bewältigt“, sagt Björn Bourdin, Director Marketing CU Central Europe bei Sony Mobile Communications. „Mit der Kampagne ‚made of imagination‘ zeigen wir den Konsumenten die grenzenlosen Möglichkeiten auf, die unsere noch engere Verbindung zu Sony bietet.“ Der Kampagnenzeitraum erstreckt sich bis Ende Mai, wobei der Fokus auf dem Xperia S liegt. Die Kampagne wird von PR, Social Media- und PoS-Maßnahmen begleitet.  www.sonymobile.de

Wien. „Jeder Geschäftsführer ist auch ein Privatmensch“, sagt Damian Izdebski, selbst Geschäftsführer des Computerfachhändlers DiTech. Dieser Privatmensch könnte den Ausschlag geben, dass aus einem Kunden ein Business-Kunde wird. „Wenn er privat zufrieden ist, wird vielleicht auch seine Firma bei uns einkaufen“, umreißt Izdebski einen Teil der Strategie, sich verstärkt dem Business-Markt zuzuwenden. Gemeint sind damit Unternehmen von einem bis zweihundert Mitarbeiter (im darüber liegenden Enterprise-Segment fühlt sich DiTech nicht zu Hause). „Unser Schwerpunkt ist fundierte Beratung“, sagt Izdebski. Die ist auch im Business gefragt, denn knapp die Hälfte seines Umsatzes erzielt DiTech mittlerweile mit Geschäftskunden. 125 bis 130 Mio. € peilt Damian Izdebski für das heurige Geschäftsjahr an, was einem Mehr von 25% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Wachstumsbringer sollen dabei vor allem neue Produktlinien sein, mit denen DiTech im Vorjahr sein Sortiment aufgefettet hat.

Damian Izdebski, Geschäftsführer und Gründer von DiTech, im Gespräch über die Zukunftspläne des Computer-Fachhändlers.

sehr gut aufgenommen. Es besteht ein Bedarf an vertragsfreien Smartphones und Tablets.“ Bei letzteren liegt die Android-Plattform im DiTech-Ranking an der Spitze, gefolgt von Apples iOS.

Exklusive Produkte Ein großer Bedarf an vertragsfreien Smartphones scheint tatsächlich zu bestehen, denn „wir verkaufen monatlich Tausende Geräte in der Preisklasse von 500 Euro“. Als positive Begleiterscheinung der Smartphone-Ambitionen von DiTech wertet Damian Izdebski auch mehr Auswahl für die Kunden. „Bei den Providern sind oft nur ein paar Modelle eines Herstellers zu bekommen“, sagt Izdebski. „Wir haben auch die Möglichkeit, vertragsfreie Modelle exklusiv nach Österreich zu bringen, wenn sie von den Kunden gewünscht werden.“

Smartphone-Sortiment Bis zum Vorjahr war das DiTechPortfolio strikt auf Computer und Zubehör ausgerichtet. Dann änderte sich das Selbstverständnis des Mobilmarktes und Izdebski nahm zuerst Smartphones und Tablets, danach auch Apple-Produkte ins Portfolio. „Ich glaube, dass die klassische Definition des Begriffs ‚Computer‘ heute so nicht mehr gelebt wird“, sagt Izdebski. „Smartphones sind genau genommen kleine Computer. Unsere Kunden haben die Sortimentserweiterung auch

Seit vergangenen Herbst ist DiTech außerdem als autorisierter Apple-Händler tätig. „Wir haben vor, heuer zehn Prozent unseres Gesamtumsatzes mit Apple-Produkten zu erzielen“, sagt Damian Izdebski. Am heimischen AppleMarkt, der originär über den Verkauf von iPhones und iPads hinausgeht, hat DiTech zumindest für ein kleines Beben gesorgt. In Österreich erfolgte der Handel mit Macintosh & Co. bislang entweder über den Online-Store von Apple oder über eine Handvoll lizensierter Apple-Händler. Da die Margen im Apple-Bereich relativ gering sind und Gewinne vor allem mit Service und Peripherie eingefahren werden, könnten sie die DiTech-Präsenz am stärksten spüren. Das aus 19 Filialen bestehende Netz sowie der DiTech OnlineStore sind am heimischen AppleMarkt einzigartig und sorgen auch

für mehr Diversität zwischen den Systemwelten. „DiTech-Stammkunden, die einen Teil ihres Budgets schon immer für Apple ausgegeben haben, das aber nicht bei uns tun konnten, können wir jetzt komplett bedienen“, sagt Izdebski. Für das heurige Herbstgeschäft hofft Damian Izdebski auf „Windos 8“: Das neue MicrosoftBetriebssystem soll für Belebung am PC-Markt sorgen. Überlegt wird außerdem die Eröffnung eines weiteren neuen Standorts in Wien. „Wir sehen hier noch Bedarf“, sagt Izdebski, „nicht zuletzt durch die neuen Produktlinien. Details geben wir aber noch nicht bekannt.“ Im Hinterkopf hat Izdebski auch die Expansion ins Ausland – das sei allerdings eher ein ferner Langzeitplan. „Unsere Hauptaufgabe ist es, uns auf den Heimatmarkt zu konzentrieren.“  www.ditech.at

ARGE Daten Die Privacy-Vereinigung startet eine Initiative, die Kunden zur Nachfrage bei ihren Providern anregen soll

Unwissenheit über Vorratsdatenspeicherung Wien. Die seit 1. April durchgeführte Vorratsdatenspeicherung stößt in breiten Kreisen nicht nur auf Ablehnung, sie hinterlässt auch ein seltsames Gefühl, weil ihre Richtlinien oft auch Providern von Internet-Diensten nicht bekannt sind. „Es gibt eine Reihe von Kriterien, durch die Provider von der Vorratsdatenspeicherpflicht ausgenommen sind“, sagt Hans Zeger, Vorstand der ARGE Daten. „Leider sind sich aber manche Provider nicht huntertprozentig sicher, was sie müssen und was nicht.“ Sie sollen auf die schlechte Informationslage ihrer Kunden durch Anfragen aufmerksam gemacht werden. „Wir haben die Aktion ‚BügerInnen achten auf ihre Daten‘ gestartet und bieten Musterschreiben, mit denen man bei seinem Provider anfragen kann, was er speichert.“

Permanente Nachfrage Zeger will diese Aktion auch Unternehmen nahebringen, da auch diese auf Zugangsprovider angewiesen sind – speziell die vielen EPU und Kleinunternehmen

die Speicherpflicht gehört. Welche Provider ihr übrigens nicht unterliegen, steht „in einer Liste, die vom Innenministerium derzeit aber nicht freigegeben wird“, sagt Zeger. Dem Bürger bleibe also gar keine andere Möglichkeit, als mit großem bürokratischen Aufwand nachzufragen.

Weitere Initiativen

© Chris Haderer

Chris Haderer

© Chris Haderer

Chris Haderer

Hans Zeger, Vorstand der ARGE Daten, fordert Anwender zum Nachfragen auf.

im Wiener Raum. „Für sie ist es nicht uninteressant zu erfahren, ob ihr Internet-Zugangsanbieter im Sinne der Vorratsdatenspeicherung mitprotokolliert oder nicht.“ Die entsprechenden Formulare sind auf der Homepage der ­ARGE Daten zu finden und müssen nur mit eigenen Angaben ergänzt werden. Diese Auskunft im Sinne des Datenschutzgesetzes ist für den

Antragsteller kostenlos und muss vom Provider innerhalb von acht Wochen erledigt werden. „Im Prinzip sollte jeder Bürger und jedes Unternehmen einmal pro Jahr beim Provider anfragen, was an Vorratsdaten angefallen ist“, sagt Zeger. Dass der dahinterstehende bürokratische Aufwand enorm ist, weiß Zeger recht genau – was auch ein wenig zum Protest gegen

Zwei weitere Aktionen befassen sich ebenfalls mit der Vorratsdatenspeicherung: Die Plattform Verfassungsklage.at, eine Initiative vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und dem grünen Justizsprecher Albert Steinhauser, will eine Verfassungsklage gegen die Datenspeicherung einbringen. Eine Online-Zustimmung reicht hier allerdings nicht; die Website bietet ein Formular, das zur Unterstützung ausgedruckt werden muss. Eine Online-Pedition bietet auch die AKVorrat auf ihrer Website, zum direkten Signieren.  www.argedaten.at  www.verfassungsklage.at  www.zeichnemit.at


I d e e & S t rat egi e

Freitag, 13. April 2012

medianet technology – 49

Barracuda Networks Laut einer aktuellen Studie des Security-Lösungsanbieters steigt die Zahl der „Drive-by-Downloads“ derzeit sprunghaft an

„Gute“ Websites auf Abwegen Gehackte Websites mit Top-Ranking-Positionen verbreiten gezielt Malware. Christoph fellmer

Wien. Malware wird über die verschiedensten Kanäle in die digitale Welt gebracht, und einer davon sind die sogenannten Drive-by-Downloads. Bei dieser Methode nutzen Cyber kriminelle vertrauenswürdige Webseiten, um Schadprogramme zu verbreiten. Über den „Driveby-Download“-Mechanismus, mit dem das automatischen Herunterladen von schädlichen Codes von Webseiten gemeint ist, verbreiteten im Februar jeden Tag im Schnitt zwei der 25.000 weltweit beliebtesten Webseiten Malware an ahnungslose Besucher. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie Studie „Good Websites Gone Bad“ (Gute Webseiten werden zu schlechten Webseiten) des Security-Lösungsanbieters Barracuda Networks. Die untersuchten Webseiten wurden über „Alexa“ ausgewählt, ein Internetdienst, der ermittelt, welche Webseiten weltweit am häufigsten besucht werden, und außerdem noch eine Reihe weiterer WebAnalysedienste und Suchmaschinenoptimierung bietet. Der Tenor der Untersuchung: Die Betreiber von Webseiten stehen in der Pflicht, den Schutz ihrer User zur obersten Priorität zu machen.

Grenzenlos kriminell Zwar finden sich im Spitzenfeld des Alexa-Rankings keine betroffenen Websites, in der Gesamtwertung sieht es aber anders aus. Die 25.000 beliebtesten Domains enthielten im Februar an insgesamt 23 Tagen schädliche Inhalte. „Das Problem ist also kein isolierter Einzelfall, sondern ein durchgängiges Phänomen“, kommentiert Paul Judge, Chief Research Officer von Barracuda Networks, die Untersuchungsergebnisse – die auch verdeutlichen, dass es sich bei Cybercrime um kein regionales Problem handelt, sondern um eines ohne Grenzen: Die Domains mit schädlichen Inhalten verteilten sich nämlich auf 18 verschiedene Länder. Auch die Zeit spielt eine wesentliche Rolle, denn offenbar

setzen Cyberkriminelle bei der Auswahl ihrer Ziele auf ‚Nachhaltigkeit‘. 97% aller Sites, auf denen den Besuchern schädliche Programme untergeschoben wurden, waren mehr als ein Jahr lang in Betrieb, die Hälfte war bereits mehr als fünf Jahre alt. Die Angreifer benutzen also gut etablierte Webseiten mit einer langen Bestandszeit für ihre Drive-byDownload-Attacken.

Ernstes Problem „Der Fokus der Websicherheit hat sich verschoben“, sagt Judge, Chief Research Officer

von Barracuda Networks. „Wer eine beliebte Website betreibt oder ein erfolgreiches Unternehmen führt, dessen Anwender geraten ins Visier von Kriminellen. Dass gute Webseiten sozusagen auf Abwege geraten, ist ein ernst zu nehmendes Problem. Zwar müssen User selbst beim Besuch von Seiten, denen sie schon seit Langem vertrauen, Vorsicht walten lassen. Vor allem aber müssen die Betreiber von Webseiten dringend Maßnahmen ergreifen, damit ihre Besucher endlich vor dem Missbrauch durch Dritte sicher sind.“  www.barracudanetworks.com

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Fa cts & F i g u r e s

50 – medianet technology

Karlsruhe/Wien. Die asknet AG, ein Anbieter von globalen eCommerce-Lösungen für Softwarehersteller, hat ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2011 bekannt gegeben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft auf Konzernebene Umsatzerlöse von 65,4 Mio. € und damit rund zehn Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die für das Wachstum der Unternehmensgruppe aussagekräftigeren Roherträge lagen mit 10,1 Mio. € rund fünf Prozent unterhalb des Vorjahreswerts, wovon 7,0 Mio. € auf den Geschäftsbereich eDistribution und 3,1 Mio. € auf den Geschäftsbereich ePortals entfielen. Die Rohertrags­marge des Konzerns verbesserte sich im Jahresverlauf von 14,5 auf 15,4%. Die Mitarbeiterzahl im Konzern wurde auf insgesamt 86 Mitarbeiter verringert; im Zuge dieser Restrukturierung wurde der Vorstand von drei auf zwei Mitglieder verkleinert und der Aufsichtsrat von sechs auf drei Mitglieder reduziert.  www.asknet.de

Comparex versorgt BBG mit Microsoft-Lizenzen

CRM-Lösung hilft beim Löschfahrzeuge-Service Microsoft ­Dynamics CRM sorgt für ­einen klaren Blick auf alle weltweiten ­Kunden­beziehungen. Christoph fellmer

Wien. Wollten Sie als Kind Feuerwehrmann werden? Dann haben Sie jetzt die Gelegenheit, sich dem Jugendtraum von einer anderen Seite zu nähern – nicht vom Brandherd aus, sondern von der Logistik. Der FeuerwehrfahrzeugeHersteller Rosenbauer International AG wird nämlich seit Kurzem von FWI Information Technology datentechnisch betreut. Die internationale Serviceabteilung des Weltkonzerns erhält von FWI eine Reihe von CRM-Services, durch die Rosenbauer sein „Kundenservice effizienter abwickeln und sowohl Geräte als auch Kunden auf der ganzen Welt immer im Blick behalten“ kann, sagt Josef Pastl, Leiter Service International bei der Rosenbauer International AG. „Gemeinsam mit FWI ist es uns gelungen, ein System zu schaffen, das die Anforderungen eines international agierenden ServiceDepartments optimal erfüllt.“

Moderne Löschfahrzeuge von Rosenbauer gehören zu international sehr erfolgreichen und gern eingesetzten Produkten.

für den Zuschlag war letztlich aber der eigens für Rosenbauer entwickelte CRM-Prototyp: „Der von FWI vorab entwickelte Prototyp überzeugte uns davon, dass unsere Anforderungen mit Microsoft Dynamics CRM abgedeckt werden können“, sagt Franz Rechberger, Projektleiter Informationssysteme bei der Rosenbauer International AG. Mit seinen Spezielprodukten erzielt Rosenbauer einen Umsatz von weltweit etwa 600 Mio. €.

Microsoft-Chef Georg Obermeier: langjährige Comparex-Partnerschaft.

Wien. Comparex Austria hat die Ausschreibung der Bundesbeschaffung GmbH (BBG) zur Beschaffung von MicrosoftLizenzen für sich entscheiden können. Für die nächsten drei Jahre ist Comparex Austria somit Partner im Microsoft Enterprise-Geschäft des öffentlichen Bereichs in Österreich. Die BBG stellt rund 250.000 Produkte aus zwölf Produktfamilien – von IT über Büroausstattung bis hin zu Müllentsorgung – für alle öffentlichen Auftraggeber bereit. Comparex Austria ist Lizenzierungsspezialist und sorgt für ein ganzheitliches Lizenzmanagement und die Betreuung entlang des gesamten IT-Lebenszyklus. Als Microsoft-Partner verfügt Comparex Austria zudem über Know-how und Kompetenzen im Bereich der MicrosoftTechnologien. „Comparex und Microsoft verbindet eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene“, weiß Georg Obermeier, seit März neuer Geschäftsführer Microsoft Österreich. „Das Unternehmen zählt zu unseren erfolgreichsten Partnern in den Bereichen Software Asset Management und Lizenzierungen. Dass es sich bei Comparex Austria um einen Experten mit First-Class-Service handelt, beweist nun auch die gewonnene Ausschreibung der BBG.“ Fairer Wettbewerb, Transparenz und Nachhaltigkeit gehören zu den geschäftlichen Grundanforderungen der BBG.   www.comparex.at

„Wir freuen uns, dass wir mit Kompetenz und hervorragenden Referenzen punkten und diesen sehr interessanten Auftrag gewinnen konnten“, sagt Manuel Möser, Geschäftsführer der FWI Information Technology GmbH. Die angesprochenen Punkte konnte FWI läut Möser durch Professionalität, Erfahrung und Referenzen in vergleichbaren Projekten im Servicebereich, wie beispielsweise KTM Fahrrad, erzielen. Ausschlaggebend

Rundumsicht der Dinge Microsoft Dynamics CRM erfüllt nun sowohl interne als auch externe Aufgaben bei Rosenbauer: Einer-

Manuel Möser, Geschäftsführer der FWI Information Technology GmbH.

Citrix Systems Das Unternehmen hat seine „CloudStack“-Lösung jetzt bei der Apache Software Foundation eingereicht

Neue Cloud-Lösung auf Open-Source-Basis Wien. Wo vor eineinhalb Jahren noch Konzepte fehlten, entrollt nun ein Hersteller nach dem anderen ganze Strategienkonvolute. Der jüngste Beitrag in Sachen „Cloud-Strategie“ stammt vom ITLösungsanbieter Citrix Systems und ist nicht uninteressant. Mit „CloudStack“ hat das Unternehmen nämlich die branchenweit erste Cloud-Plattform bei der Apache Software Foundation eingereicht. Mit CloudStack als komplett quelloffenem Apache-Projekt steht eine leistungsfähige, hypervisoragnostische Plattform bereit. Auf Basis der Lösung können Unternehmen Clouds nach dem Vorbild von Amazon aufbauen.

der eingereichten Apache CloudStack-Distribution mit kostenpflichtigem Support heraus. Sie bildet das Kernstück des CloudInfrastrukturportfolios.

Breite Anbieterbasis CloudStack ist interoperabel; diese Eigenschaft fließt auch in

das jetzt eingereichte Apache CloudStack-Projekt mit ein. Bei diesem Vorhaben wird Citrix von mehr als 50 Softwareanbietern, Providern und Technologiepartnern unterstützt, darunter Intel, NetApp und TrendMicro. „Andere Anbieter im EnterpriseSegment versuchen, cloudartige Management Layer auf ihre beste-

Strategisches Standbein Mit CloudStack bekommt Apache mehr als 30.000 CommunityMitglieder, mehrere Tausend zertifizierte Apps und einige Hundert Production Clouds. Insgesamt generieren einige der größten Unternehmen der Branche damit rund eine Mrd. USD an Umsatz. Citrix bringt parallel dazu eine Version

© Citrix Systems

© Chris Haderer

Zuschlag für Prototyp

seits kann die interne Serviceabteilung jetzt die in alle Welt reichenden Kundenbeziehungen besser überblicken, andererseits bekommen auch Partner die Möglichkeit, sich extern über ein Portal über den Status der von ihnen betreuten Fahrzeuge zu informieren. Das neue CRM-System ermöglicht Rosenbauer nun eine 360 Grad-Sicht – sowohl zum Kunden als auch zum Gerät. Alle gerätespezifischen Servicevorgänge je Kunde werden dokumentiert und alle Daten, auch aus verschiedenen Vorsystemen, zusammengeführt. Dadurch entsteht ein „Informations-Hotspot“, der den Blick auf das Wesentliche konzentriert.  www.fwi.at

© FWI

Umstrukturierungen und weniger Mitarbeiter

FWI Information Technology Der IT-Lösungsanbieter hat den Feuerwehrfahrzeuge-Hersteller Rosenbauer ausgestattet

© Rosenbauer

short

Freitag, 13. April 2012

Sameer Dholaka, Group Vice President und General Manager Cloud-Plattformen.

henden proprietären Virtualisierungsprodukte für Rechenzentren zu legen“, sagt Sameer Dholaka, Group Vice President und General Manager Cloud Plattformen bei Citrix. „Wir hingehen glauben, dass sich im Cloud-Zeitalter diejenigen Clouds am besten durchsetzen, deren Plattformen von Grund auf nach dem Vorbild von Amazon aufgebaut sind. Sie haben sich in großem Maßstab unter realen Produktionsbedingungen bewährt, sind mit der Amazon-Architektur kompatibel und setzen auf Open Source. Der Schwung, den CloudStack im vergangenen Jahr aufnehmen konnte, macht es zur einzigen Plattform auf dem Markt, die diese Anforderungen annähernd erfüllt. Mit unserem Beitritt zur ‚Apache Software Foundation‘ stellen wir uns voll hinter das Thema ‚Open Source‘. Dadurch bekommt eine große Community von Entwicklern und Anwendern die Möglichkeit, Innovationen zu entwickeln, Industriestandards voranzubringen sowie Interoperabilität und Offenheit in der Cloud zu fördern.“  www.citrix.at


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 13. April 2012

medianet technology – 51

Iron Mountain Eine aktuelle Studie stellt Unternehmen ein extrem schlechtes Zeugnis in Datenschutzbelangen aus

short

Ein lauter Warnschuss für europäische Unternehmen

Oracle erneuert seine „Business Analytics“ Tokio/Wien. Im Rahmen der Fachmesse „OpenWorld Tokio 2012“ hat der Softwarekonzern Oracle (der zurzeit auch wegen seiner Java-Patente in den Medien ist) neue Erweiterungen für das Produktangebot im Bereich „Business Analytics“ sowie die zugrundeliegende Strategie vorgestellt bzw. angekündigt. So sprach Mark Hurd, President von Oracle, über die Explosion von Datenvolumina und die wirtschaftliche Notwendigkeit, IT zu vereinfachen. Schon jetzt seien 65% der weltweiten Unternehmensdaten in Oracle-Datenbanken gespeichert und Business Analytics in Echtzeit gehöre zu den wichtigsten Herausforderungen für C-Level-Manager. Oracle Business Analytics ist die umfangreichste, integrierte Produktfamilie in diesem Bereich und umfasst mehr als 80 Business Intelligence- und Performance Management-Anwendungen, grundlegende Business Intelligence- und moderne AnalyseTechnologien sowie Engineered Systems von Oracle.  www.oracle.at

59 Prozent der Unternehmen reagieren auf Datenschutzverletzungen mit der Installation neuer Hardware.

Irreparable Imageschäden Überraschend schlecht schneidet dabei Deutschland ab: Bei dem auf der Erhebung resultierenden europäischen Vergleichsindex (Information Risk Maturity Index) landeten deutsche Unternehmen im Vergleich mit fünf europäischen Ländern nur im hinteren Mittelfeld. Nur etwa die Hälfte der befragten mittelständischen Unternehmen zählt den Verlust sensibler Informationen zu den drei größten Unternehmensrisiken. Nicht einmal ein Viertel wusste, ob in ihrem Unternehmen in den letzten drei Jahren überhaupt eine Datenschutzverletzung stattgefunden hat. Marc Duale, President of International bei Iron Mountain, bezeichnet die Ergebnisse der Studie als „Warnschuss für europäische

Unternehmen“, die endlich „aus ihrer Informationsapathie aufwachen und eine Unternehmenskultur der Informationsverantwortung etablieren müssen. Wer jetzt nicht handelt, setzt nicht nur die Informationen seiner Kunden ernstzunehmenden Risiken aus, sondern fügt dadurch möglicherweise auch seinem eigenen Unternehmen irreparable Imageschäden zu“, warnt Duale.

Erschreckende Details Ein Detailblick auf die Ergebnisse der Studie macht zumindest nachdenklich: Nur etwa die Hälfte der mittelständischen Unternehmen zählt den Verlust geschäfts-

kritischer Informationen zu den drei größten Unternehmensrisiken. Gerade einmal 24% der Befragten wussten, ob es in den letzten drei Jahren in ihrem Unternehmen einen Datenschutzvorfall gab. Nur ein Prozent der Studienteilnehmer ist der Auffassung, dass alle Mitarbeiter eines Unternehmens mitverantwortlich für Informationssicherheit sind, 60% hingegen konnten keine Auskunft darüber geben, ob ihren Mitarbeitern das richtige Wissen oder die richtigen Mittel zum Schutz von Informationen zur Verfügung stehen. Nur 13 Prozent der befragten Unternehmen meinen, dass Informationssicherheit Angelegenheit des Vorstands sein sollte. Dagegen

sehen 35% die Zuständigkeit für Informationssicherheit – sowohl für papierbasierte als auch für digitale Informationen – ausschließlich bei der IT-Abteilung. Die Einschätzung von Informationsrisiken als reines IT-Problem ist weit verbreitet: Wuchtige 59% der Unternehmen reagieren auf eine Datenschutzverletzung reflexartig mit der Installation zusätzlicher IT-Lösungen. Nützliche Maßnahmen sind beim Schutz von Unternehmensdaten offenbar eine Seltenheit: Nur magere 36% der Befragten haben die Verantwortung für die Informationssicherheit einem bestimmten Team übertragen und evaluieren dessen Effektivität regelmäßig.  www.ironmountain.de

Kapsch CarrierCom Das Unternehmen integriert den „Openet Policy Manager“ für sechs Telekom-Betriebsgesellschaften

© Kapsch CarrierCom

Investitionen in ein besseres Mobilerlebnis Wien. Die Telekom Austria Group wird den „Openet Policy Manager“ in sechs Betriebsgesellschaften in Osteuropa integrieren. Durchgeführt wird das Vorhaben von Kapsch CarrierCom, deren Mitarbeiter den ­Deal eingeleitet haben, die als Systemintegrator fungieren und außerdem ergänzende regionale Dienste und Unterstützung für die Lösung bereitstellen werden. Die sechs Netzwerkbetreiber (in Österreich, Bulgarien, Kroatien, Weißrussland, Serbien und Slowenien) sollen von der Erkennung von Spam-Attacken, von der flexiblen Bill Shock Prevention sowie der Implementierung von Voraussetzungen für Roaming-Regulierung profitieren.

Konica Minolta stärkt seine Position am Markt

Marc Duale, President of International beim Security-Lösungsanbieter Iron Mountain, präsentierte eine neue Datenschutz-Studie.

Flexibilität und Leistung

Thomas Schöpf von Kapsch Carrier Com freut sich auf eine große Aufgabe.

Der PCRF-Anbieter (Policy Control and Charging Rules Function) Openet stellt der Telekom Austria Group bestehende Anwendungsfälle zur Verfügung, wodurch Entwicklungszeit und -aufwand reduziert werden sollen. Nach dem GoLive des Policy Manager-Produkts von Openet, der für 2012 geplant

ist, sollen etwa 19 Mio. Mobilabonnenten in den Genuss eines verbesserten Services gelangen. „Der ‚Policy Manager‘ von Openet bietet eine hervorragende Leistung und Flexibilität und ist eine ideale Lösung, um den Betriebsgesellschaften der Telekom Austria Group ein sicheres Mobilerlebnis

zu ermöglichen“, sagt Thomas Schöpf, COO von Kapsch CarrierCom. „Angesichts der Tatsache, dass Mobilgeräte immer leistungsfähiger werden und immer mehr Daten verarbeiten, gewinnt für die Konsumenten das Thema ‚Sicherheit‘ bei der Verwendung mobiler Services an Bedeutung.”

Erfreut über die Wahl der Telekom Austria zeigt sich naturgemäß auch Michael Manzo, CMO von Openet: „Durch die Zusammenarbeit mit der Telekom Austria Group konnten wir unsere Präsenz in den schnell wachsenden Märkten Zentral- und Osteuropa stärken“, sagt er. „Durch die Implementierung des Policy Manager können unsere Betriebsgesellschaften ein stärker personalisiertes Erlebnis anbieten, das direkt auf die Kunden und auf ihre eigenen Netzwerkanforderungen zugeschnitten ist. Der Einsatz wird ein Höchstmaß an Kundenzufriedenheit und Netzwerkeffizienz mit sich bringen.” Auch bei der Telekom Austria herrscht Zuversicht: „Openet hat es uns erleichtert, unseren Betriebsgesellschaften innerhalb der Telekom Austria Group flexible und sichere Policy und Billing-Lösungen zur Verfügung zu stellen, die die Smartphone-Revolution unterstützen“, sagt Johann Pichler, CTO der Telekom Austria Group.  www.kapschcarrier.com  www.telekomaustria.com  www.openet.com

© Fotodienst/Anna Rauchenberger

Wien. Wasser predigen und Wein trinken – nach diesem Prinzip scheint der Datenschutz bei europäischen Unternehmen zu funktionieren. Während auf der einen Seite öffentlich immer wieder betont wird, wie sorgsam mit sensiblen Unternehmensdaten umgegangen werden müsse (zu solchen gehören unter anderem auch Stammdaten von Kunden und Ähnliches), zeigen Studien andererseits wiederum gravierende Defizite in der gelebten Praxis. Laut der Studie „Beyond cyber threats: Europe’s First Information Risk Maturity Index“ des IT-Security-Lösungsanbieters Iron Mountain und PwC geht der Großteil der europäischen Unternehmen fahrlässig mit dem Schutz seiner Informationen um und setzt sich so überflüssigen Unternehmensrisiken durch Datenverluste aus.

© Iron Mountain Europe

chris haderer

Johannes Bischof, Geschäftsführer von Konica Minolta Österreich.

Wien. Konica Minolta konnte seine Position am österreichischen Printing-Markt behaupten bzw. ausbauen. Im Bereich „Production Devices, Cut Sheet Color“ ist das Unternehmen mit 40,7% Marktführer in Österreich. Besonders erfreulich für Johannes Bischof, Geschäftsführer Konica Minolta Austria, ist die Performance im Bereich „Copier/Print Color Cut Sheet“: Konica Minolta erreicht mit einem Plus von 20,3% einen Marktanteil von knapp 60%. Ähnlich erfolgreich ist das Unternehmen im Segment „Production Devices/Color Press“ mit dem in Österreich meistgekauften System „bizhub Press C8000“ und einer Steigerung des Marktanteils um 15,1%. Starke Zuwächse verzeichnet Konica Minolta auch im Bereich der Multifunktionssysteme (MFP). Mit 21,7% ist Konica Minolta wieder Marktführer im für KMUs wichtigsten Farb-Office-Segment bis 50 Seiten. Der „bizhub C220“ ist das meistverkaufte A3-MFP-System in Österreich. „Wir konnten unsere Marktanteile auf dem österreichischen Drucker-Markt in allen Segmenten konstant steigern“, sagt Bischof. „Unsere Erfahrung zeigt, dass neben der Hardware vor allem die Servicekomponente entscheidend ist. Wir bauen unser Angebot an IT-Services, wie zum Beispiel Optimized Print Services, deshalb stetig aus und konnten auch hier im Jahr 2011 wesentliche Erfolge erzielen.“  www.konicaminolta.at


Tools & serv i ces

52 – medianet technology

Test Sechs neue Apps machen Duden-Sprachkompetenz auch auf allen vier wesentlichen Mobilplattformen verfügbar

© Netgear

Wireless-Adapter für beliebige USB-Geräte

Wien. Netgear hat seinen ersten N900 Wireless Dualband USBAdapter (59 €) vorgestellt. Der Adapter bindet Computer oder Notebooks mit einer drahtlosen Geschwindigkeit von bis zu 900 Mbit/s ein. Der DualbandBetrieb sorgt dabei für hohe Performance ohne Interferenzen und liefert Übertragungsraten, die für datenintensive Anwendungen wie HD VideoStreaming oder Online Gaming geeignet sind. Für die einfache Einrichtung per Tastendruck sorgen Netgears Push ‚N’ Connect und die grafische Benutzeroberfläche Netgear Genie. Die Verbindung wird per WPA oder WPA2-PSK verschlüsselt.  www.netgear.at

Neue Steuerzentrale für Oracle Enterprise Wien. Oracle hat den Oracle Enterprise Manager „Ops Center 12c“ angekündigt. Durch ein umfassendes, zentrales Management für Oracle Engineered Systems, Oracle Sparc Server, Oracle x86 Server, Oracle Solaris, Oracle Linux, Oracle Sun ZFS Storage Appliance, Sun Server Networking und Oracle Virtualization ist Oracle Enterprise Manager Ops Center 12c die bestmögliche Lösung für die Verwaltung aller ­Oracle-Systeme, die in ­konventionellen, virtualisierten und Cloud-Umgebungen ­eingesetzt werden.  www.oracle.at

Komplett-Werkzeugkasten für mobile Spracharbeiter

Vorteile gegenüber den Printausgaben sind einfache Bedienung und praktisch kein Transportaufwand. Verlag nun recht eindrucksvoll seine Claims auch am mobilen Markt abzustecken. Es sind dies die Titel „Die deutsche Rechtschreibung“, „Deutsches Universalwörterbuch“, „Das Synonymwörterbuch“, „Das Fremdwörterbuch“, „Das Bedeutungswörterbuch“ und „Das Stilwörterbuch”.

Chris haderer

Wien. Als Kompetenz-Center für die deutsche Sprache versteht sich der Duden als Fels in der Brandung neudeutscher Sprachverwirrungen – auch wenn die Aufnahme von Unsäglichkeiten wie „simsen“ manchmal stille Zweifel an ihm aufkommen lässt. Wer mit Schreiben zu tun hat, egal ob journalistisch, belletristisch oder egoistisch, wird um den einen oder anderen DudenBand nicht herumkommen. Und mit gleich sechs neuen bzw. auf Letztstand gebrachten Apps (à 19,99 €) für die Mobilplattformen Android, iOS, BlackBerry und Symbian versucht der Duden-

Umfassende Leistung Die Preise von vielen beliebten Apps bewegen sich zwischen 0,79 und 4,99 €. Was darüber liegt, wird von vielen Tablet- und Smartphone-Anwendern als teuer empfunden. Warum sollte man also eine Duden-App käuflich erwerben, wenn es im Internet von diversen Gratisangeboten nur so wimmelt? Die Antwort ist in diesem Fall einfach: Während viele Gratisangebote nur Teillösungen anbieten oder bisweilen eher spärliche Ergebnisse liefern, kann man sich auf den Duden so gut wie immer ohne zweiten Blick verlassen. Im Praxistest erwiesen sich die sechs Titel als stabile, absturzfreie Apps, die sich durch ihre einfache Bedienung und den Funktionsumfang sowohl an professionelle Sprachkünstler als auch an Lernende (durch ein integriertes Wissensspiel) richten. Alle Apps sind mit dem Wissen ihrer gedruckten Vorbilder ausgestattet – aber um einiges handlicher und komfortabler zu bedienen. Hervorhebenswert sind Suchen nach ähnlichen Wörtern, die Verwendung von Platzhaltern oder die Anagrammsuche. Die Ton-Wiedergaben stammen von ARD-Sprechern und zeichnen sich durch klare Aussprache aus, was die sechs neuen Duden-Apps zu ausgesprochen nützlichen Werkzeugen macht – quasi zur Grundausstattung für Wortarbeiter.

Neue duden-apps Die deutsche Rechtschreibung 25. Auflage: ca. 140.000 Stichwörter, über 500.000 Beispiele, Bedeutungserklärungen und Angaben zu Worttrennung, Aussprache, Grammatik, Stilebenen und Etymologie. Zusätzlich sind 15.000 Vertonungen zur korrekten Aussprache enthalten. Deutsches Universalwörterbuch 7. Auflage: ca. 500.000 Stichwörter, Bedeutungsangaben und Anwendungsbeispiele, ca. 250.000 zusätzliche Angaben zu Rechtschreibung, Aussprache, Herkunft, Grammatik und Stil, plus 12.000 Vertonungen. Das Bedeutungswörterbuch 4. Auflage: enthält ca. 20.000 Wörter des deutschen Grundwortschatzes. Das Synonymwörterbuch 5. Auflage: komplexes Synonymverzeichnis. Das Fremdwörterbuch 10. Auflage: ca. 60.000 Fremd- und Fachwörter mit über 400.000 Angaben zu Bedeutung, Aussprache, Grammatik, Herkunft, Schreibvarianten und Worttrennungen. Das Stilwörterbuch 9. Auflage: ca. 100.000 feststehende Wortverbindungen, Redensarten, Sprichwörter und Beispielsätze.  www.duden.de

Xing bringt seine Apps auf den Letztstand

Die übersichtliche Bedieneroberfläche ist in allen Duden-Komponenten (hier ein Screen aus dem „Stilwörterbuch“ am iPad) ident. Im Menü links befinden sich Buchstaben oder Stichworte, darüber sind die Suchfunktionen auswählbar. Worte mit akustischer Wiedergabe sind durch ein blaues Lautsprechersymbol gekennzeichnet. Alle anderen Basisfunktionen sind über die Menüleiste am unteren Rand oder in der Kopfzeile rechts oben anwählbar.

© Duden

short

Schaltet USB-Geräte ins Netzwerk: N900 Wirless Dualband USB.

Freitag, 13. April 2012

Das Grundeinstellungsmenü ist bei allen Duden-Komponenten relativ einfach und übersichtlich gehalten. Farbschemata und Schriftgrößen können den eigenen Bedürftnissen entsprechend ausgewählt werden. Auch die Hervorhebungsmerkmale von Worten innerhalb von Texten sind vom Anwender bestimmbar.

HP Der Drucker-Hersteller hat seine Office-Modelle um einige Geräte für kleine Arbeitsgruppen bis acht Personen erweitert

Xing-Netz, von iOS aus betrachtet.

Wien. Das Business-Netzwerk Xing hat seine Apps für iOS und Android überarbeitet (kostenlos in den jeweiligen App-Stores). Highlight der neuen Android-App ist die Einbindung von QR-Codes. Diese Funktion ist neben dem mobilen Handshake eine weitere Möglichkeit zur mobilen Vernetzung. Der QR-Code jedes Xing-Profils lässt sich über den Menü-Button anzeigen und kann direkt von einem anderen Android-Gerät aus gelesen werden. Bereits rund 25% des XingTraffics stammt von mobilen Endgeräten.  www.xing.at

Wien. HP hat zwei neue LaserJetSerien vorgestellt: Die HP LaserJet Pro 300 und 400 Color SingleFunction-Modelle eignen sich für Arbeitsgruppen mit bis zu acht Personen. Zusätzlich hat HP auch drei neue Multifunktions-Drucker (MFPs) ins Portfolio aufgenommen. Die Modelle der HP LaserJet Pro 400 Color und MFP-Serien können empfohlene Druckvolumina von bis zu 2.000 Seiten pro Monat verarbeiten. Für Effizienz am Arbeitsplatz sind die neuen Geräte mit Duplex-Funktion ausgestattet – beim HP LaserJet Pro 400 Color M451nw manuell, bei den Modellen HP LaserJet Pro 400 Color M451dn und dw sowie M475dn und dw automatisch. Die beiden Multifunktions-Drucker HP LaserJet Pro 400 Color MFP M457dn und dw verfügen außerdem über ein 3,5 “ großes Touch-Display.

nötigen Funktionen für Arbeitsgruppen. Mit bis zu 18 Ausdrucken pro Min. in Schwarz/Weiß und Farbe und einem empfohlenen monatlichen Druckvolumen von bis zu 1.500 Seiten sind sie für den Gebrauch im Unternehmen geeignet. Die Drucker unterstützen alle gängigen Drucksprachen und können Medien bis zu A4 und 220g/m�

Große Modellbreite Die beiden Modelle der HP LaserJet Pro 300 Color Mono- sowie der MFP-Serie sind als Einsteigergeräte konzipiert und bieten alle

© HP

© Xing

Neue Laserjet-Reihen für den Office-Einsatz verarbeiten. Durch ihr kompaktes Design finden sie auch auf kleinem Raum Platz. Der HP LaserJet Pro 300 Color MFP M375nw verfügt darüber hinaus noch über Kopier-, Scan- und Fax-Funktion. Dank der Auto-off-Technologie sparen die Drucker Energie, da sie bei Nichtgebrauch automatisch in den Schlafmodus fallen. Die Instant-on-Technologie garantiert dann einen schnellen Start: Bereits nach knapp 17 Sek. liegt der erste Ausdruck im Papierausgabefach. Zudem

sind alle Geräte mit dem „Energy Star“ zertifiziert. Alle neuen LaserJet-Modelle sind weiters mit Smart Install-Technologie ausgestattet, mit der die Drucker ohne CD oder Internetzugriff installiert werden können. Die HP Smart Technologie und die neuen HP ColorSphere Toner, die aus kleineren und runderen Tonerkügelchen als bislang bestehen, sorgen für brillante Farben und eine scharfe Linienführung. Die intelligente Technologie in der Kassette verbessert zusätzlich die Druckqualität und warnt die Benutzer rechtzeitig, bevor die Kartusche leer wird. Eine interaktive Kommunikation zwischen Tonerkassette und Drucker ermöglicht Feineinstellungen zur Optimierung der Druckqualität.  www.hp.com/at Die neuen Laser Jet Pro 300 und 400 ­Color Single Function-Modelle von HP.


medianet

inside your business. today.

freitag, 13. april 2012 – 53

Unsicherheiten im Export bremsen die Erwartungen der Industrie  Seite 55

Bogner Edelstahl

Der neu formierte Strategiebeirat soll das Wachstum weiter pushen  Seite 56

adept gleich drei neuheiten

© Adept Technology

getrübte aussichten

© Bogner Edelstahl

© Christian Husar

industrialtechnology Einfacher wird es für die Industrie nicht

© www.kaindl-hoenig.com

short

Salzburg. High Tech und Low Weight – das sind die zentralen Themen der „HiLight 2013“, Österreichs einziger Messe für Leichtbau und innovative Technik, die erstmals vom 30. Jänner bis 1. Februar 2013 im Messezentrum Salzburg stattfinden wird. Im Mittelpunkt stehen Materialien wie Aluminium, Magnesium, Stahl oder Carbon, die Verarbeitung sowie die Produktion von Leichtbaulösungen und Fügetechnologien. Abgerundet wird das Messeprogramm durch verschiedene Fachsymposien.  www.messezentrum-  salzburg.at

© Panthermedia.net/Norma Cornes

Frankfurt. Trotz der äußerst schlechten Flachs-Ernte im letzten Jahr kam es nach Aussage des Arbeitskreises Naturfaserverstärkte Kunststoffe der AVK – Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. zu keinen Lieferengpässen bei Naturfaser-Verbundwerkstoffen, die besonders im Leichtbau und in der Automobilindustrie (etwa für Türverkleidungen und als Dämmmaterialien) eine immer wichtigere Rolle spielen. Grund dafür sei, dass die Hersteller rechtzeitig ihren Materialmix angepasst haben und alternative Naturfasern, etwa Jute und Kenaf aus Asien oder Hanf aus Europa, eingesetzt haben.  www.avk-tv.de

© Greiner Packaging International

Aktuelle Umfrage Nicht unbedingt komplizierter, aber auf jeden Fall komplexer sieht die produzierende Industrie ihre Zukunft. Vor allem interne Prozesse und die IT müssen an die neuen Anforderungen dringend angepasst werden.  Seite 54 Engel Austria Neues Joint Venture mit Plastisud

Vollelektrische Engel e-cap 3440/420 Spritzgießmaschine.

Schwertberg. Um die spezifischen Anforderungen des chinesischen Marktes in Zukunft noch besser erfüllen zu können, haben der Werkzeugbauer Plastisud und Spritzgießmaschinenbauer Engel Austria ein Joint Venture gegründet. Unter dem Namen „Green Cap“ bieten sie gemeinsam Turn-key-Lösungen für die Herstellung von Verschlusskappen für Wasser und Softdrinks in China an. Auf der diesjährigen „Chinaplas“ vom 18. bis 21. April in Shanghai werden die beiden Unternehmen ihr neues Konzept erstmals dem Fachpublikum vorstellen.  www.engelglobal.com

LD-Verfahren feiert 60. Geburtstag

© voestalpine

Großer Markt für kleine Kappen

© Engel

Kremsmünster. Greiner Packaging International setzt seinen Expansionskurs in Südosteuropa fort und hat kürzlich über seine Tochtergesellschaft Greiner Packaging Serbien einen Teil des serbischen Industriekonglomerats Hipol übernommen. „Wir übernehmen einen Bereich mit 60 Mitarbeitern und technischen Einrichtungen für Extrusion, Tiefziehen, Druck und Spritzguss. In den kommenden drei Jahren wollen wir den Mitarbeiterstand in Odzaci auf 150 anheben“, so Willi Eibner, CEO von Greiner Packaging International (Bild).  www.greiner-gpi.com

voestalpine Ausstellung ehrt das revolutionäre Verfahren

Ausstellung „60 Jahre LD-Verfahren – eine Innovation verändert die Welt“.

Linz. Am 27. November 1952 nahm in Linz das erste LD-Stahlwerk der Welt die Produktion auf. Diese österreichische Innovation hat die Stahlindustrie auf der ganzen Welt nachhaltig beeinflusst. Noch heute werden rund zwei Drittel der weltweiten Stahlproduktion nach diesem Verfahren hergestellt. Die voestalpine widmet dem Verfahren seit dem 12. April in der „Stahlwelt“ eine eigene Ausstellung. Im Rahmen von Sonderführungen, zu denen man sich online anmelden kann, steht auch die Besichtigung des LD-Stahlwerks 3 auf dem Programm.  www.voestalpine-stahlwelt


c ov e r

54 – industrialtechnology

kommentar

Forschung macht Schule

Freitag, 13. April 2012

Aktuelle Studie Differenziertere Märkte und neue Technologien stellen die Industrie vor große Herausforderungen

Die Komplexität in der Fertigung nimmt zu

Geschäftsprozesse und IT halten schon mit der aktuellen Entwicklung kaum noch Schritt. britta biron

F

orschung und Entwicklung sind – da herrscht weitgehend Einigkeit – die Dreh- und Angelpunkte für erfolgreiche Unternehmen und eine stabile Volkswirtschaft. Wesentlich dafür ist, dass Wissenschaft und Wirtschaft Hand in Hand arbeiten. Das wurde auch beim 6. Forschungsforum der Fachhochschulen, das vor wenigen Tagen an der FH Joanneum in Graz stattfand, betont. Nach Meinung von Helmut Holzinger, Präsident der Österreichischen Fachhochschul-Konferenz, erfüllen Fachhochschulen diese wichtige Brückenfunktion zwischen Wissenschaft  und Wirtschaft. Generell seien die Fachhochschulen bei der Teilnahme an Ausschreibungen von Forschungsförderungsprogrammen, die auf einen kooperativen Ansatz hin zur Wirtschaft abstellen bzw. auf einen Innovationstransfer hin zur Wirtschaft ausgerichtet sind, sogar besonders erfolgreich. Allerdings werden sie gegenüber den Universitäten bei der Basisfinanzierung noch immer benachteiligt. Vor allem im Hinblick auf die dringend notwendige Beseitigung der im jüngsten Innovationsbericht der EU georteten Schwächen der österreichischen Forschung ist ja auch wirklich nicht einzusehen, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Sparen könnte man vermutlich an anderer Stelle.

Festo Hermes Award

© Festo

ExoHand

Neue Handlungsspielräume ­zwischen Mensch und Maschine.

Esslingen. Die ExoHand von Festo ist für den renommierten Industriepreis „Hermes Award” der Deutschen Messe AG nominiert worden. Entwickelt wurde die bionische Hand, die erstmals auf der diesjährigen „Hannover Messe“ vorgestellt wird, um den Handlungsspielraum des Menschen in der Produktion zu erweitern und neue Anwendungen in der Servicerobotik sowie bei persönlichen Assistenzsystemen zu erschließen. Die pneumatischen Komponenten ermöglichen eine besonders nachgiebige und ergonomische Ansteuerung der einzelnen Fingerglieder.  www.festo.de

München. Die Komplexität in der Fertigung ist in den vergangenen fünf Jahren gestiegen und wird in den kommenden drei Jahren voraussichtlich weiter zunehmen. Das zeigt eine weltweite Umfrage unter 378 Herstellern in der Automobil-, Luftfahrt-, Hightech-Elektronik und industriellen Ausrüstungsindustrie, die IDC Manufacturing Insights – untertützt vom Geschäftssoftware und ServicesAnbieter Infor – durchgeführt hat. 57% der Befragten gehen von einer steigenden Komplexität aus, der Rest rechnet damit, dass sie auf dem aktuellen Niveau bleiben wird; ein Abnahme der Komplexität erwartet niemand. Wenig überraschend ist, dass alle Branchen die stärkste Zunahme in ihren eigenen Märkten erwarten, dicht gefolgt von der Komplexität interner Prozesse. Luft- und Raumfahrt, Maschinen- und Hightech-Elektronik-Industrie sehen die Technologie als einen dritten Bereich, der wahrscheinlich immer komplexer werden wird. Für Unternehmen in der Automobilindustrie steht dagegen die Lieferkette an dritter Stelle.

Unterschiedliche Strategien „Ähnlich wie bei der Umfrage von 2010 bleibt hohe Komplexität weiterhin ganz oben auf der Liste der Prioritäten für Hersteller – vor allem für jene, deren Produktauswahl und differenzierte Services zusätzlich betriebliche Komplexität und versteckte Kosten bedeuten”, erklärt Andrew Kinder, Director Product Marketing, Infor. Die Strategien, mit denen die Unternehmen diesen Herausforderung begegnen, variieren stark

„Ähnlich wie bei der Umfrage 2010 bleibt hohe Komplexität ­weiterhin ganz oben auf der Prioritätenliste für die Hersteller.“ Andrew Kinder, Director Product Marketing, Infor

Komplikationen reduzieren, indem sie konsistente Prozesse schaffen, die Mitarbeiter besser informieren und eine offene Kommunikation ermöglichen”, so Pierfrancesco Manenti, Leiter von IDC Manufacturing Insights, Europa, Mittlerer

Osten & Afrika. „Es gibt einen großen Bedarf an modernen Instrumenten, die neue, anwenderorientierte Betriebsmodelle unterstützen, um Herstellern Innovation und profitables Wachstum zu ermöglichen.”  www.infor.com

Zwei Drittel der Unternehmen gaben an, dass ihre Geschäftsprozesse und IT-Systeme schon dem derzeitigen Niveau an Komplexität kaum gewachsen sind und bemängeln das Fehlen entsprechender Instrumente. So seien etwa die IT-Systeme zu wenig flexibel, um mit den Entwicklungen Schritt zu halten. „Hersteller auf der ganzen Welt müssen strenge Regeln in ihrer Betriebsführung einhalten, um ihre Profitabilität zu verbessern. Gleichzeitig müssen sie interne

Erema Der OÖ Spezialist für Kunststoffrecycling-Anlagen baut seine führende Markstellung weiter aus

PET-Recyclingtechnik der Zukunft Ansfelden. „Seit der Gründung der Firma Erema vor 29 Jahren konzentrieren wir uns darauf, unseren Kunden immer bessere und leistungsfähigere Technologien anbieten zu können. Das treibt uns an und hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind: die Nr.1 im Kunststoffrecycling-Anlagenbau“, ist Erema-CEO Manfred Hackl zu Recht stolz. Der österreichische Recyclinganlagenhersteller erzielte von April 2011 bis März 2012 einen Rekord­umsatz von 115 Mio. € (+40%), das bisher beste Geschäftsjahr.

Flexibles Recycling Spezialisiert ist das Unternehmen auf Kunststoffrecyclingsysteme zum In-house-Recycling von Produktionsabfällen ebenso wie für stark kontaminierte Post Consumer-Abfälle; die Technologie von Erema hat sich hier als weltweit führender Standard durchgesetzt. „Die Kombination aus Schneidverdichter und Extruder ist das Herzstück der klassischen Ermema-Anlagen und bietet die groß-

artige Möglichkeit, dass diese je nach Ausführung für die unterschiedlichsten Recyclingaufgaben und Anwendungen eingesetzt werden kann“, so Hackl. Das innovative Ver­ fahren verzeichnet ­steigende Markt­ anteile in Europa und USA.

Das patentierte Vacurema-Verfahren hat sich seit seiner Markt­ einführung 2010 zur erfolgreichsten PET-Recyclingtechnologie entwickelt. Mehr als 140 Systeme sind weltweit schon im Einsatz. Rund 1 Mio. t PET-Flakes werden in Europa jährlich recycelt – mehr als ein Drittel bereits mit der neuen Technologie. Das neue Anlagenkonzept ist eine kompakte und platzsparende „All in one“-Lösung. Der Anwender kann je nach Bedarf zwischen drei verschiedenen Betriebsmodi wählen. Produktion von 100% r-PET Granulat, Produktion von 100% r-PET Flakes

oder simultane Erzeugung von r-PET Flakes + r-PET Granulat. Auf diese Weise können Anwender das aufbereitete r-PET in verschiedenen physikalischen Formen und den aktuellen Markterforder-

„Seit der Firmen­ gründung ist es unser Ziel, unseren Kunden immer bessere und leistungsfähigere Tech­ nologien zu bieten.“ manfred hackl ceo von erema

© Erema

britta biron

nach Branchen und industriespezifischen Faktoren. Automobil- und Luftfahrtindustrie etwa konzentrieren sich auf eine verbesserte Bedarfsplanung (60% bzw. 57%), um die betriebliche Effizienz zu erhöhen. In der Hightech-Elektronik setzt man vor allem auf Beschaffung aus Niedrigpreisländern (49%) und eine verbesserte Ausrichtung der IT (49%). Hersteller von Industriemaschinen halten ein genaueres Eingehen auf Kundenwünsche (53%) für zielführend.

nissen entsprechend zur Verfügung stellen und erhalten damit die Möglichkeit, sich sehr flexibel auf die sich ändernden Markterfordernisse anzupassen.  www.erema.at


Freitag, 13. April 2012

i n n ovat io n & u n t e r n e h m e n

industrialtechnology – 55

Konjunkturbefragung USA und Asien bleiben Hoffnungsmärkte, eher skeptisch sieht die Industrie die Geschäftsentwicklung in Europa

Die Grenzen des Wachstums Erfreulich ist die steigende Anzahl der Lehranfänger mit plus 10,8 Prozent.

Große Unsicherheiten In der Einschätzung der Auslandsaufträge zeige die Befragung, so Engelmann, für die nächsten Monate mehr oder weniger große Unsicherheiten. Während die USA und Asien, in die immerhin je sechs Prozent der österreichischen Exporte gehen, nach wie vor als Hoffnungsmärkte angesehen werden können, sind die Unternehmen hin-

sichtlich der Exportaufträge aus Italien, Spanien, Portugal, Ungarn und Griechenland eher skeptisch. 2011 stiegen die Exporte zwar um 6,8% auf 62,4 Mrd. €, die Dynamik verlangsamte sich aber im Jahresverlauf deutlich und im 4. Quartal brach sie dann überhaupt um 6,7% ein (November -7%, Dezember -15,6%). Auch die Inlandsaufträge, die seit Mitte 2011 schon schleppend verliefen, waren zu Jahresende leicht rückläufig. Durch die in der Zwischenzeit mit dem Stabilitätsgesetz 2012 beschlossenen Budget-einsparungsmaßnahmen rechnen die Unternehmen daher auch

in diesem Bereich für heuer mit wenig Besserung.

Mehr Lehranfänger Ein deutliches Plus von 10,8% konnte bei den Lehranfängern verzeichnet werden. „Eine wesentliche Herausforderung in der Zukunft ist die Sicherstellung des Fachkräftebedarfs insbesondere in technisch-handwerklichen bzw. technisch-naturwissenschaftlichen Berufen. Deshalb haben wir unsere Anstrengungen verstärkt, um das Fachkräftepotenzial von morgen zu heben”, so Engelmann.  www.wko.at

© Christian Husar

Wien. „Wir haben es aktuell mit einer schwierigen Situation zu tun. Gesamtwirtschaftlich gesehen wird mit einem Wachstum von bis zu 0,8 Prozent für 2012 gerechnet. Für die Eurozone selbst, in der sich die größten Exportpartner der Industrie befinden, wird aber kein Wachstum prognostiziert”, fasst Manfred Engelmann, GF der Bundessparte Industrie der WKO, die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturbefragung zusammen.

Manfred Engelmann, GF der Bundessparte Industrie in der Wirtschaftskammer.

IV Klima & Zeitarbeit

Krisengebiete Wien. Auch wenn die Kyoto-Ziele Österreichs nach Ansicht der Industriellenvereinigung milde ausgedrückt etwas zu ambitioniert sind, „bekennen wir uns dazu, die eingegangenen Verpflichtungen auch zu erfüllen”, so IV-Vizegeneralsekretär Peter Koren. Daher unterstütze man den Plan des Umweltministers, die aktuell günstigen Preise für die CO2-Zertifikate zu nutzen. Kontroproduktiv sei es dagegen, jetzt über höhere Klimaziele nachzudenken. Sauer stößt der IV auch die Diskussion um die geplante Einschränkung der Zeitarbeit auf. Die vorgeschlagene Novelle setze das bestehende System – das österreichische Modell gelte europaweit als Vorbild – außer Kraft und schaffe Rechtsunsicherheit, so Koren. So wäre die Definition der Rahmenbedingungen für überlassene Arbeitskräfte durch Kollektivverträge nur mehr unter stark einschränkenden Voraussetzungen möglich. Insbesondere die Rücksichtnahme auf die bereits bestehende Kollektivvertragssituation, die laut EU-Leiharbeitsrichtlinie ausdrücklich ermöglicht ist, sei nicht ausreichend vorgesehen. Zusätzlich würde die Administration der Arbeitskräfteüberlassung durch verstärkte Mitteilungs- und Meldepflichten erschwert. „Dieser Entwurf würde für Österreich Wettbewerbsnachteile im europäischen Vergleich bedeuten”, betont Koren.  www.iv-net.at

jetzt den l e m n a Starten Sie mit Ihrem Team beim medianet Drachenboot Cup, Österreichs größtem Teambuilding-Incentive! • 20 Paddlerinnen und Paddler • ein 12 Meter langes Drachenboot • kein aufwändiges Training erforderlich • sportliche Fitness von Vorteil, doch

• der Teamgeist führt Sie zum Sieg!

Termine medianet Drachenboot Cup OST

Wien, Samstag, 16. Juni 2012

medianet Drachenboot Cup SÜD

Graz, Samstag, 23. Juni 2012

medianet Drachenboot Cup WEST

Zell am See, Samstag, 14. Juli 2012

Tipp: Wussten Sie, dass Sie jährlich 365 ¤ pro Mitarbeiter für Betriebsausflüge und ähnliche Aktivitäten – so auch für den „medianet Drachenboot Cup“ – steuerlich geltend machen können? Weitere Informationen und Anmeldung auf www.drachenboot.at oder auf unserer Facebook-Seite.

© Andi Bruckner/IV

Organisiert und umgesetzt von www.teamfactory.at

Peter Koren, IV-Vizegeneralsekretär, kritisiert weitere Belastungen.


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

56 – industrialtechnology

Freitag, 13. April 2012

Bogner Edelstahl Ausbau der Governancestruktur als wichtiger Faktor für geplantes Wachstum

short

© Ormazabal

Transformatorenstation als flexibles Modul

Neuer Strategiebeirat nimmt die Arbeit auf

Mandat von Martin Bergler verlängert, Thomas Lang und Alexander Schoeller neu bestellt. norbert berger

Krefeld. Bislang ist das Einrichten einer Ortsnetzstation für Anlagenbauer mit viel Aufwand und Planungsrisiken verbunden; alle Komponenten der Anlage – von der Mittelspannung über den Transformator bis zur Niederspannung – müssen einzeln ausgewählt und aufeinander abgestimmt werden. Mit der Produktstudie „Ormaflex“ stellt der Mittelspannungsexperte Ormazabal ein Konzept vor, das die Planungsarbeiten in Zukunft erleichtert und dazu einen Beitrag zum Umweltschutz leistet. Herzstück der neuen Anlage ist ein OrganicTransformator mit biologisch abbaubarem Öl. Der besonders effiziente ­Trafo ist eingestuft in die niedrigste Verlustklasse Bk A0 und bietet in dieser Anwendung ­eine Leistung von 400 bis zu 1.250 kVA. Das eingesetzte Bio-Öl hat Ormazabal in enger Kooperation mit Repsol, dem spanischen Marktführer in der Petro­chemie, entwickelt. Es ist auch nach Jahrzehnten im Betrieb noch vollständig abbaubar und schont damit die Umwelt. Eine Auffangwanne ist in der Anlage deshalb nicht erforderlich. Die Mittelspannungsanlage ist störlichtbogengeprüft gemäß IEC 62271-200 (VDE 0671 Teil 200). Ihre kompakte Bauweise erlaubt den Einsatz auch auf beengtem Raum.  www.ormazabal.de

Kapazitätserweiterung bei BASF Deutschland

Wien. Seit über 60 Jahren zählt Bogner Edelstahl zu den erfolgreichsten Edelstahlhändlern und -verarbeitern in Österreich und im CEE-Raum. Diese Position will man in Zukunft nicht nur halten, sondern auch ausbauen und hat

„Der neue Beirat aus externen Experten stellt eine wirksame und unabhängige Arbeitsweise der Geschäftsführung sicher.“ Peter Ostermann, CEO ­Bogner Edelstahl Holding

© Bogner Edelstahl

Die Studie „Ormaflex“ wird erstmals auf der Hannover Messe gezeigt.

Die Bogner Edelstahl-Eigentürmer Georg, Friedrich sen. und Fritz Bogner (v.l.n.r.) stellen die Weichen für weiteres Wachstum.

dafür im letzten Jahr die Strategie „Best 300” gestartet. Dazu gehört auch der Ausbau der Governancestruktur der Bogner Gruppe, für den Anfang 2012, zusätzlich zur Generalversammlung, der seit 2009 bestehende Beirat in einen monatlich tagenden Eigentümerrat und einen quartalsweise tagenden, mit externen Experten besetzten, Strategieberat umorganisiert wurde. Der Eigentümerrat steht seit Anfang 2012 unter der Leitung von Fritz Bogner; Friedrich Bogner und Georg Bogner sind die weiteren Mitglieder und vertreten gemeinsam die Interessen des Eigen­tümers. Die neu bestellte Geschäfts­führung, bestehend aus Peter Ostermann (CEO)

und Robert Broermann (CFO), berichtet dem Eigentümerrat monatlich.

Behandlung von komplexen Sachverhalten umfasst. Konkret werden die Berichte der Geschäftsführung diskutiert und Empfehlungen an Eigentümerrat und Geschäftsführung bezüglich Marktbearbeitung, Kunden, Strategie, Wertschöpfung, Finanzierung, Personal, Organisation, IT, Standorten & Reorganisation gegeben und die Umsetzung dieser Empfehlungen begleitet.

„Best 300“-Strategie Wesentliche Aufgabe des Eigentümerrats ist die Unterstützung der Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens, etwa bei Entscheidungen bezüglich Strategie, Planung und Budget, Gewinnverwendung, Verlustabdeckung, Investitionen, Finanzierung, Um/ Neu-Gründung, M&A-Transaktionen sowie eine allgemeine Kontrollfunktion. Der neu geschaffene Strategiebeirat ist ein Gremium, dessen Aufgabe die Steigerung der Effizienz der Eigentümerrats und die

Externes Know-how Der Strategiebeirat steht unter der Leitung von Fritz Bogner. Martin Bergler (COO der rpGlobal renewable power), der seit 2009 Beiratsmitglied war, wechselt in den Strategiebeirat, Thomas Lan (Geschäftsführender Gesellschaf-

ter der LAP) und Alexander Schoeller (Anwalt in der Kanzlei Jaksch Schoeller & Riel), wurden neu bestellt. Die Bestellungen erfolgten für zwei Jahre. „Der neue Strategiebeirat setzt sich aus erfahrenen Experten zusammen, die unter Berücksichtigung des Österreichischen Corporate Governance Kodex agieren und dadurch eine wirksame und unabhängige Arbeitsweise sicherstellen. Es soll gewährleistet werden, dass das Wachstumsprogramm ,Best 300‘ der Bogner Gruppe erfolgreich umgesetzt wird und Bogner Edelstahl auch in den kommenden Jahren auf Erfolgskurs bleibt“, so Peter Ostermann, CEO der Bogner Edelstahl Holding.  www.bogner.co.at

Auf Expansionskurs Der neue Autoklav wird die größte Fertigungsanlage im neuen Werk sein

Feierliche Eröffnung der neuen Produktionsanlage in Ludwigshafen.

Ludwigshafen. Die BASF hat Anfang April in Ludwigshafen eine neue Anlage zur Herstellung von oxidierten Polyethylen­ wachsen in Betrieb genommen, die Wachsoxidate von hoher Qualität nach einem BASF-eigenen Verfahren produziert. „Gleichzeitig haben wir auch in die Modernisierung der bestehenden Anlage für PE-Wachse investiert“, sagt Stefan Beckmann, Senior Vice President Home Care & Formulation Technologies Europe. Bei Kunststoffen steige auch die Nachfrage nach hochwertigen Wachsen und Wachsoxidaten“, so Beckmann weiter. „Mit der Inbetriebnahme der neuen Oxidationsanlage für Wachse in Ludwigshafen können wir den steigenden Marktbedarf jetzt besser befriedigen.“  www.basf.de

Ried. Im Zuge eines groß angelegten Investitionsprogramms baut die FACC AG ihre oberösterreichischen Standorte weiter aus. Das starke Wachstum, bedingt vor allem durch die erweiterten Flug-

des Unternehmens

Der Startschuss für die Bauaktivitäten war Anfang April die Einbringung des Autoklavs, der mit einer Länge von 22,5 m und einem Durchmesser von 6,1 m die größte Fertigungsanlage in der neu zu errichtenden Werkshalle sein wird. Der Autoklav wird zur Fertigung von Triebwerkskomponenten zum Einsatz kommen. Die Flugzeugbauteile aus Faserverbundmaterialien werden in dem Kessel unter hohem Druck und Wärme ausgehärtet. Im Anschluss daran wurde der Bau der Produktionsstätte fortgesetzt. Die Fertigstellung der Werkshalle ist für Ende Juli dieses Jahres geplant.

unterstützen.“

Sattes Umsatzplus

„Das umfangreiche Investitionsprogramm wird den eingeschlagenen Wachstumskurs

robert machtlinger

zeugprogramme Airbus A380 und Boeing 787, erfordert neben der Errichtung einer F&E-Zentrale auch eine Ausweitung der bestehenden Fertigungskapazitäten im Werk 4 für Engines & Nacelles.

„Im abgelaufen Geschäftsjahr ist unser Umsatz um 31 Prozent gestiegen. Ein weiterer Umsatzanstieg um 15 Prozent oder mehr wird für das laufende Geschäftsjahr 2012/13 erwartet“, so Robert Machtlinger, Vorstand Technik der FACC AG. „FACC wird aus diesem Grund an den Standorten in Oberösterreich erheblich investieren.

Dieser Heißluftofen ist der zweite in dieser Größe bei FACC und wird maßgeblich zur Kapazitätsausweitung der zehn bereits bestehenden Heißluftöfen beitragen.“

Neue Mitarbeiter gesucht Auch personell wird aufgestockt. Die Anzahl der Mitarbeiter ist bereits in den letzten Monaten

stark gestiegen. „Verschiedene Positionen sind noch zu besetzen und wir suchen technikversierte und innovative Persönlichkeiten, die Interesse an einem abwechslungsreichen und zukunftssicheren Arbeitsplatz in einem weltweit tätigen Unternehmen der Wachstumsbranche Luftfahrt haben“, so Machtlinger.  www.facc.at

© FACC

© BASF

Der Ausbau der Fertigung geht zügig voran

Der Autoklav wird die größte Anlage in der neuen Fertigungshalle sein.


i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

TÜV Austria 11. Aufzugstag findet am 17. April statt

Sicher hoch hinaus Neuerungen bei Technik, Brandschutz & Co.

industrialtechnology – 57

| BS12-02G |

Freitag, 13. April 2012

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology. Motion Servoverstärker Servomotoren

© Goldschmidt

IPC Gottfried Jung leitet den Bereich Aufzüge beim TÜV Austria. herbert strasser

Wien. „Der Stand der Technik und die Anforderungen an Aufzüge ändern sich permanent und bringen neue Herausforderungen“, weiß Gottfried Jung, Leiter des Bereichs „Aufzüge“ beim TÜV Austria. Mit dem „Aufzugstag“ – heuer findet er am 17. April im Wiener Rathaus statt – bietet man Herstellern und Betreibern von Aufzugsanlagen, Sachverständigen von Unternehmen und Behörden, Facility Managern und Mitarbeitern von Instandhaltungsunternehmen, Gebäude- und Haustechnikplanern, Bauingenieuren und Architekten, Immobilienbesitzern und -verwaltern – kurz allen, die direkt oder indirekt mit dem Thema „Aufzug“ zu tun haben, eine Möglichkeit, sich

umfassend über alle Neuheiten im Bereich Technik, Sicherheit und Vorschriften zu informieren. Auf dem Programm stehen heuer unter anderem die Themen „Intelligente Aufzüge“, „Stahlkonstruktionen und Neuerungen durch die EN 1090“, rechtliche Folgen fehlender Nachrüstung sowie Neuerungen beim Brandschutz. Als Vortragende fungieren TÜV-Experten sowie externe Experten, wie etwa Thomas Madreiter (Leiter der MA 18, Stadtentwicklung und Stadtplanung) oder Wolfgang Steinkellner (Prüfstelle für Brandschutztechnik des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbands). Zur Auflockerung präsentiert dann ­Kabarettist Reinhard Nowak einen humorigen „Aufzugs-Knigge“.  www.tuev.at

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Neue Konzepte Badminton-Roboter von FMTC

Sportliches Forschungsprojekt Langenfeld. Keine simple Spielerei, sondern ein Demonstrationsobjekt, an dem neue mechatronische Konzepte getestet werden, das ist der Badminton-Roboter „Jada” des belgischen Forschungsinstituts FMTC. Der Roboter beschleunigt mit dem Dreifachen der Erdgeschwindigkeit und ist damit schneller als ein Formel-1-Bolide. Zwei Kameras fungieren als Augen, drei Motoren als Muskeln und drei Rechner steu-

ern die „Hand-Auge-Koordination”. Der Badmintonschläger ist in einer um zwei Achsen drehbaren Hand montiert, die auf einem Schlitten in der Horizontalen hin- und herfährt. „Auf drei Achsen frei beweglich und absolut akkurat arbeitend, sind eigene Fehler von ‚Jada‘ so gut wie ausgeschlossen”, so Joe De Waele, Business Development Manager des FMTC.  www.fmtc.be

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

IPC I/O Motion

© ACE Stoßdämpfer

Automation

Roboter „Jada“ beschleuningt schneller als ein Rennwagen in der Formel 1.


p r o d u k t i o n & au t o m at i s i e r u n g

58 – industrialtechnology

Freitag, 13. April 2012

Adept Technology Drei Produktneuheiten werden auf der diesjährigen „Automatica“ in München vorgestellt

short

Einfach automatisieren

Watt Drive erweitert Inveor-Palette Markt Piesting. Nach erfolgreicher Markteinführung des dezentralen Antriebsreglers „Inveor“ im letzten Jahr sind ab sofort auch die einphasigen Ausführungen für die Leistungsklassen 0,37 bis 1,1kW erhältlich. Weiters wurde die Produktpalette auch nach oben im dreiphasigen Bereich um eine weitere Baugröße ergänzt. Hier steht nun mit der DBaugröße ein Leistungsbereich von 11 bis 22kW zur Verfügung.  www.wattdrive.com

Zuführlösung Adept Flexibowl, Adept ePLC-Produktreihe und Europapremiere des Adept Courier. Dortmund. Adept präsentiert auf der diesjährigen „Automatica“ in München gleich drei Produktneuheiten. „Adept Courier“ ist ein intelligentes fahrerloses Transportsystem mit einer Nutzlast von bis zu 20 kg. Durch die Verbindung von mobiler Basis und integrierter, bewegungsfähiger Steuerung sowie einer Software für die automatische Kartengenerierung und Wegführung navigiert der Adept Courier innerhalb des definierten Arbeitsbereichs absolut autonom und sicher. Seine Anwendungsgebiete sind Krankenhäuser, Pharma-, Medizin-, Automobil- und Logistik-Industrie. Die zweite Innovation ist der „Adept Flexibowl Feeder“, der im Zusammenspiel mit jedem Adept-Roboter und der Bildverarbeitung „AdeptSight“ eine Vielzahl

© Beckhoff

Kommuniziert in allen Standards

Der „Adept Courier“ transportiert autonom und sicher Lasten bis zu 20 kg.

© Adept Technology

verschiedenster Teile – selbst filigrane und zerbrechliche – sicher zuführen kann. Auch das Handling von zylindrischen, geölten oder verhedderten Teilen ist für ihn kein Problem; die runde Form ermöglicht automatisch das Rückwenden der Teile und ein bequemes Integrieren von kleineren Robotern. Dank seines direkt angetriebenen Motors ist er sehr zuverlässig, geräuscharm und einfach zu bedienen. Eine kreisförmige Bandverfolgung erlaubt die Entnahme von Teilen während der Bewegung und ermöglicht so einen hohen Durchsatz. Dritter Innovationsstreich ist die neue „Adept ePLC“-Produktreihe. Bewegungsführung und Positionen des Roboters werden von der Simatic S7-Steuerung verwaltet und ausgeführt, Spezialkenntnisse sind zur Programmierung nicht erforderlich.  www.adept.de

herbert strasser

Erfasst und verarbeitet eine hohe Zahl verschiedener Prozessdaten.

Maplan Die neuen edition-Horizontalmaschinen bieten auf 30% weniger Stellfläche deutlich mehr Leistung

Verl. Beckhoff präsentiert auf der „IFAT Entsorga“ (7. bis 11. Mai in München) seine PC-basierte Steuerungstechnik für die Wasser- und Abwasserwirtschaft: Die offene Automatisierungslösung unterstützt alle gängigen Kommunikationsstandards zur Anbindung der Prozess- und Feldebene. Es unterstützt alle gängigen Kommunikationsstandards und erlaubt, eine hohe Anzahl von Prozessdaten zu erfassen und zu verarbeiten. Durch die direkte Anreihung der Busklemmen lassen sich alle gängigen Sensoren und Aktoren zur präzisen Erfassung der Prozessparameter, wie z.B. Temperatur, Vibration, Druck oder Volumenstrom, nahtlos in die Steuerung integrieren.

Sprung vorwärts beim Gummi-Spritzguss

© Maplan

Ternitz. Der österreichische Elastomer-Spritzgießmaschinenhersteller Maplan hat seine „edition“-Serie um eine neue Horizontalmaschinenbaureihe in zwei Antriebsvarianten erweitert. Die Basisausführung ist mit drehzahlkonstantem Asynchonmotor, variabler Pumpe und proportionaler Druck-/Mengenregelung ausgerüstet, die edition-S-Baureihe mit Cool Drive II wird über einen hochdynamischen, drehzahlvariablen Servo-Synchronmotor in Kombination mit einer Innenzahnradpumpe angetrieben. Cool Drive II bietet durch schnellere Bewegungen Zykluszeitvorteile und ermöglicht im Vergleich mit einem Standardantrieb eine Energieeinsparung von bis zu 65%.

Kompakte Bauweise mit übersichtlicher ­Anordnung aller Systemkomponenten.

Neuer Kalibrator bis Minus 55 Grad Celsius

Beide Baureihen sind mit den bewährten FIFO-Gummispritzeinheiten in Maplan-spezifischer Bauart ausgerüstet, die sich durch eine besonders kurz bauende, permanent gekühlte Düse für höchste Spritzdrücke am Werkzeugeintritt auszeichnet.

Breites Typenprogramm Ein weiterer Pluspunkt der edition-Horizontal ist die gegenüber der Vorgängerbaureihe um bis zu 30% verkleinerte Stellfläche, darüber hinaus die deutlichen Verbesserungen bei den Leistungsdaten, der Servicefreundlichkeit und nicht zuletzt beim Preis-/ Leistungsverhältnis.  www.maplan.at

Der neue Trockenblockkalibrator CTD9100-Cool.

Klingenberg. Im Bereich Kalibriertechnik für die Messgröße „Temperatur“ hat WIKA in der Produktgruppe der portablen Regelgeräte einige Neuerungen eingeführt. Das Portfolio wird künftig durch den Trockenblockkalibrator CTD9100-Cool für ein breites Einsatzspektrum ergänzt. Mit diesem Gerät lassen sich schnell und präzise sogar Temperaturen bis -55 °C erreichen (Obergrenze: 200 °C). Um mehr Thermometer gleichzeitig kalibrieren zu können, ist der Typ CTD9100-165 ab sofort mit einem größeren Hülsendurchmesser (60 mm) lieferbar. Vorteil der Trockenblockkalibrierung: Der Prüfling kommt mit keinem Medium in Berührung, d.h. die sonst notwendige Reinigung des Fühlers entfällt.  www.wika.de

Neue Dimension fließt im Engineering ein Amstetten. Eplan präsentiert zur „Hannover Messe“ eine erweiterte Fluid-Software, die auch in den MCAD-Workflow integriert werden kann. In „Eplan Fluid Professional“ sind 3D-Daten, Fluid-Symbole und elektrische Ansteuerung künftig direkt mit der Stückliste und den technischen Daten der Geräte verbunden. Anwender profitieren vom interdisziplinären Engineering und sinkendem Projektierungs- und Dokumentationsaufwand. Zugleich steigt die Kompetenz des Fluidtechnikers im Gesamtprojekt.

ermöglicht so den einfachen und schnellen Aufbau von Fluidschaltungen. Zentrale Neuerung ist die Integration in den bestehenden Workflow der Mechanik-Konstruktion. Während das 3D-Modell in einem beliebigen MCAD-System (Beispiel Autodesk Inventor) konstruiert wird, kann dort für die pneumatischen Komponenten und deren zentrale Drucklufteinspeisung ein Bauraum definiert und per Step-Schnittstelle an Eplan

Fluid Professional exportiert werden. Der Fluidtechniker projektiert in Folge die Auswahl der Komponenten und deren Verschaltung mit direkter Verbindung zur Elektrotechnik. Sofort stehen automatisch generierte Stücklisten und Schlauchleitungslisten zur Verfügung. Importiert der Fluidtechniker beispielsweise eine Montageplatte, so kann er die im Schaltplan projektierten Komponenten per Drag & Drop im vorgesehenen Bauraum

Geregelter Workflow Eplan Fluid Professional kombiniert bewährte fluidtechnische Projektierung mit neuer 3D-Technologie. Einmal im Fluid-Schaltplan platzierte Komponenten wie Ventile oder Zylinder können mit einer einfachen Methode – vergleichbar dem Lego-Prinzip – in 3D zusammengebaut und auf Montageflächen platziert werden. Die Eplan eTouch-Technologie liefert automatisch erzeugte Anfasspunkte für jedes Bauteil und

© Eplan

© www.Foto-Ziemlich.de

Eplan Erweiterte Fluid-Software kann jetzt auch in den MCAD-Workflow integriert werden

3D-Abbildungen entstehen automatisch als Teil der Dokumentation.

platzieren und direkt in 3D zusammenbauen. Mittels Bemaßungen werden die Fertigungsinformationen erstellt, beispielsweise für die Befestigungsschellen der pneumatischen Wartungseinheit. Das Ergebnis übergibt der Fluidtechniker wiederum per Step zurück an das Inventor-Modell der Gesamtmaschine – inklusive Bauteilnummerierungen.

Drag & Drop Der Fluidtechniker kann mit Eplan Fluid Professional seine Projektierung standardisieren und oft verwendete Teilsysteme in Form von Makros direkt in der Projektierung speichern und wiederverwenden; Spezialwissen wird so gesichert und ist jederzeit abrufbar. Das beschleunigt die Projektierung und sichert die Qualität disziplinübergreifend. Weiterhin bietet der Workflow gemeinsam mit der Elektroprojektierung die Chance der Fehlervermeidung, gerade bei zunehmender Komplexität der mechatronischen Komponenten wie Ventilinseln.  www.eplan.at


medianet

inside your business. today. 

Freitag, 13. APRIL 2012 – 59

airlines in der krise

e-Magazin „Hapim@g“

Reisebüroverband schlägt Alarm wegen insolventer Fluggesellschaften  Seite 60

Online-Magazin der Hapimag AG erhält Oscar der Tourismusbranche  Seite 61

© Hapimag

© EPA

destinationworld ANIMOD Reisevermittler stärkt Vertrieb © Animod

Frankreich investiert, um Platz Eins zu halten

© Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

short

Lausanne. Neue BusinessZimmer mit viel Komfort und überraschendem Design im Mövenpick Hotel Lausanne: Offene Badezimmer, RegenDuschen, Kopfkissen-Auswahl, technische Finessen und ein mutiges Design sind auf anspruchsvolle Geschäftsreisende zugeschnitten. „Wer aus beruflichen Gründen viel reist, ist anspruchsvoll. Es ist für ein Hotel entscheidend, nicht nur die Bedürfnisse für mobiles Arbeiten zu erfüllen, sondern auch Erlebnisse zu bieten, die in Erinnerung bleiben“, so Christian Kramer, GM des Hotels.  moevenpick-hotels.com

© Panthermedia.net/Ari Wasabi

© Mövenpick Hotels & Resorts

Hamburg. Am vergangenen Montag, dem 9. April, wurde die Schiffsübernahme besiegelt: Hapag-Lloyd Kreuzfahrten hat die „Insignia“ der US Reederei Oceania Cruises als „Columbus 2“ in die eigene Flotte aufgenommen. Sebastian Ahrens (li.), Sprecher der GF, und Robin Lindsey, Executive Vice President bei Oceania Cruises, haben den Vertrag unterzeichnet, Kapitän Jörn Gottschalk (re. im Bild) übernimmt ab sofort das Steuer. Die Übergabe fand während des siebentägigen Werftaufenthalts in Barcelona statt.  www.hlkf.de

Tourismus-Weltmeister Der Tourismus ist einer der wichtigsten Sektoren in der französischen Wirtschaft: Das Hotelgewerbe, der Handel und der Freizeitbereich erwirtschaften heuer Einnahmen in Höhe von mehr als 35 Mrd. Euro.  Seite 60 Pride Week New York Citys erstes Hotel für Homosexuelle eröffnet in Hell’s Kitchen; Pride Parade am 24. Juni

Köln. Seit 12. April wird der Flugplan für die Wintersaison 2012/13 bei Germanwings mit jeder Menge Günstig-Angeboten zur Buchung freigegeben. Für die drei Standorte Köln/ Bonn, Stuttgart und Dortmund sind auch neue Strecken dabei. Ebenso gibt es optimierte Flugzeiten und zusätzliche Frequenzen auf vielen Routen mit dem A319.  www.germanwings.com

New York. Das Hotel „The Out NYC“ ist das erste Hotel der Stadt, das auf homosexuelle Besucher abzielt. Das heterofreundliche Boutiquehotel mit dem Motto „Stay. Play.Eat.Chill.Revive.“ wird durch ein Nachtrestaurant namens „Kitchin“ unter der Leitung des Teams des berühmten Eatery, durch ein Konferenzzentrum und ein Wellnesscenter ergänzt. Die 105 Zimmer des Hotels sind in einem gehobenen, Chic DécorStil gehalten und kosten ab 250 USD (etwa 188 €) aufwärts. Zur Standardausstattung gehören WLAN, Flatscreen-Fernseher,

MP3 Docking-Stationen, Parkservice, ein Arbeitsbereich und eine Mini-Bar. The Out NYC verfügt über verschiedene Arten von Veranstaltungsräumen und bietet damit Platz für jede Art von Event, von intimen Abendessen bis zu großen Hochzeiten. Das Gebäude liegt inmitten von drei Höfen mit einem über 465 m� großen Wellnessbereich. „Die Zeit für diese Idee ist gekommen. Der Komfort und die maßgeschneiderte Ausstattung machen das ‚The Out NYC‘ zu einem gefragten Hotel für die homo- und heterosexuelle Gemeinschaft“,

so Ian Reisner, Managing Partner von Parkview Developers. „The Out NYC wird zu einem Muss für homosexuelle Touristen und zum Epizentrum für New Yorks LGBT-Gemeinschaft werden. Durch die Gesetzesänderung in New York freuen wir uns nicht nur darauf, zahlreiche homosexuelle Paare zu begrüßen, sondern auch auf deren Vermählung.“ Zahlreiche Besucher (wie z.B. Cyndi Lauper) werden für die „Pride Week“ und die „­Pride Parade“ am 24. Juni dieses Jahres erwartet.  www.theoutnyc.com

© The Out NYC

© Germanwings

„The Out“ Hotel wird zum Insidertipp im Juni

Das Hotel „The Out NYC“ hat homo­ sexuelle New York-Touristen im Fokus.


c ov e r

60 – destinationworld

Freitag, 13. April 2012

Frankreich Tourismus Frankreich steht im Ranking der beliebtesten Tourismusdestinationen wieder auf Platz eins

Kommentar

„Grande Nation“ möchte beim Service besser sein

Last-Minute-App für Hotels weltweit

Touristiker wollen mit neuen Konzepten die Tourismuseinnahmen von 35 Mrd. Euro wachsen lassen. Wien. In der März-Ausgabe des UNWTO Barometers werden die internationalen Ankünfte 2011 bestätigt und erste Schätzungen der internationalen Tourismuseinnahmen 2011 vorgenommen. Verlässlichere Daten zu den internationalen Tourismuseinnahmen 2011 werden für den UNWTO Barometer Ende April erwartet. Ebenso gibt es in der März-Ausgabe Daten zum Flugverkehr 2011, Hotelauslastungen weltweit 2011 und für internationale Ankünfte im Jänner 2012. Nach derzeitiger Datenlage befindet sich Österreich weltweit auf Rang 10 bei den internationalen Touristenankünften (2010 Platz 11); die Top 3 bilden weiterhin Frankreich, USA und China.

georg biron

B

ooking.com bringt die erste globale Last-MinuteApp für Hotels auf den Markt: ‚Booking.com Tonight‘. Bei der Buchung eines Hotelzimmers noch für die gleiche Nacht sind Sonderrabatte von bis zu 50% gegenüber den herkömmlichen Zimmerpreisen verfügbar. Dabei erhalten Interessenten Zugriff auf die größte Auswahl an Unterkünften der Welt, die zudem jederzeit buchbar sind – und zwar garantiert immer zum niedrigsten Preis. Die App ist leicht zu bedienen: Ein Tipp auf den Bildschirm genügt, und schon ruft die App alle verfügbaren Hotels in unmittelbarer Umgebung, einschließlich der speziellen Last-Minute-Angebote, auf. Die Hotelreservierung erfolgt über einen direkten Buchungsprozess in nur zwei Schritten. Dabei vereinfacht die App die Hotelanmeldung, da sie die Buchungsbestätigung automatisch im Endgerät des Benutzers speichert und sofort mit dem Hotel in Kontakt tritt. Außerdem bietet sie nützliches Kartenmaterial, mit dessen Hilfe Touristen von ihrem aktuellen Standort problemlos zum Hotel finden. Mit 15 Jahren Branchenerfahrung und über 3.500 Mitarbeitern in 70 weltweiten Niederlassungen ist Booking.com das führende Unternehmen für Online-Hotelreservierungen mit monatlich über 30 Mio. Einzelzugriffen.

35 Mrd. Euro Einnahmen Der Tourismus ist wichtig für die französische Wirtschaft: Hotelgewerbe, Handel und Freizeitbereich erwirtschaften jährlich Einnahmen in Höhe von 35 Mrd. €. Der Fremdenverkehr trägt zur Dynamik bei und generiert fast eine Mio. Arbeitsplätze, darunter zahlreiche Stellen für junge Leute. Seit den 1990er-Jahren zieht Frankreich weltweit gesehen die meisten Touristen an, vor den USA oder Spanien. Was die Einnahmen betrifft, so liegt Frankreich jedoch hinter diesen beiden Ländern. Die Produktivität im Fremdenverkehr (84,7 Mrd. €) und der Anteil an der Wertschöpfung im BIP (2,4%) sind enorm und übertreffen die Ergebnisse von Schlüsselsektoren der Wirtschaft wie den Energiebereich, die Landwirtschaft oder die Automobilbranche. Frankreichs Tourismus verzeichnete 2010 wieder ein Plus bei den

Amadeus Accor Hotels

Frankreich zieht die meisten Touristen der ganzen Welt an, doch in Sachen Service herrscht dringend Handlungsbedarf.

Nächtigungen. Während die europäischen Touristen weiterhin den Großteil (73%) der Besucher ausmachen, beeindruckt der Zuwachs aus asiatischen Quellmärkten (+15,7%), insbesondere der VR China (+44,8%).

Neue Wachstumsstrategien Die Regierung möchte die Tourismuseinnahmen von zuletzt 35 Mrd. € stärker anheben. Die Tourismuswerber von Atout France prognostizieren für das laufende Jahrzehnt durchschnittliche Zuwachsraten um 3,5% pro Jahr. Frankreich setzt seit 2008 auf eine nationale Tourismusstrategie, die neue Besuchersegmente, beispielsweise aus dem Mittleren Os-

ten und Asien, anziehen soll; dafür wurde in Hotelmodernisierungen, die Überarbeitung der Hotelklassifizierungen und in internationale Marketingaktivitäten investiert. Erstaunlich ist der touristische Erfolg der „Grande Nation“ aber trotzdem. Europaweite Werbekampagnen halten sich in Grenzen, die Pressearbeit der Ländervertretungen ist bescheiden, und Urlaubsgäste fühlen sich manchmal sogar schlecht behandelt. Eine neue Studie des Instituts TCI Research hat das FrankreichBild vieler Touristen bestätigt: Reisende werden in Frankreich eher unfreundlich aufgenommen. „Die Art und Weise des Empfangs ist eine unserer Hauptsorgen“, so Frankreichs Tourismus-Staatsse-

kretär Frédéric Lefebvre, der ergänzt: „Wir müssen vor allem beim Service besser werden.“

Unfreundliche Gastgeber Grundsätzlich schätzen die Ausländer Frankreichs Vielfalt, Küche und Kultur, sie vermissen aber freundliche Franzosen; besonders schlecht schnitten Taxifahrer ab. Ein Fauxpas ‚gelang‘ den französischen Tourismuswerbern im März in England: Anzeigen, die Lust auf Urlaub in Nordfrankreich machen sollten, zeigten nicht die Bretagne, sondern einen Strand in Südafrika. Die Kampagne kostete das französische Fremdenverkehrsamt 600.000 € Strafe.   http://at.franceguide.com

Kundengeldabsicherung Österreichischer Reisebüroverband schlägt Alarm wegen kriselnder Fluggesellschaften

Neuer ZehnJahres-Vertrag

Mit weiteren Konkursen ist zu rechnen Wien. Die spektakulären Konkurse von acht Fluggesellschaften, darunter auch bekannte Airlines wie Spanair und Malév (speziell in den Heimmärkten), verlangen nach dringenden Maßnahmen, um die Reisenden besser zu schützen. Der Österreichische Reisebüroverband fordert bei der IATA (International Air Transport Association) Sofortmaßnahmen für kriselnde Fluggesellschaften.

Nach Ansicht des Österreichischen Reisebüroverbands (ÖRV) ist die Einführung einer Kundengeldabsicherung für Airlines unabdingbar, weil gemäß Flugexperten in naher Zukunft mit weiteren Konkursen zu rechnen ist. Einen entsprechenden Vorstoß hat der europäische Dachverband ECTAA bei der EU zwar lanciert, aber viele Airlines wehren sich gegen eine Versicherungslösung.

Ihre Vereinigung IATA (International Air Transport Association) hat sich trotz der Häufung von Konkursen bisher passiv verhalten. Der ÖRV stört sich an der Ungleichbehandlung im touristischen Wettbewerb. Während Veranstalter und Reisebüros per Gesetz dazu verpflichtet sind, Pauschalreisen mittels einer Versicherung für den Fall einer Insolvenz abzusichern, gibt es für die Fluggesellschaften keine solchen Regelungen.

Gelder auf Sperrkonten

© EPA

Wien. Amadeus und Accor, weltweit führender Hotelbetreiber und europäischer Marktführer, erweitern ihre Partnerschaft beim Revenue Management. Im Rahmen der neuen Vereinbarung werden die Unternehmen daran arbeiten, die Anwendungsquote der Lösung „Amadeus Revenue Management“ zu erhöhen, sodass Accor sachkundigere Entscheidungen fällen, die Zimmerauslastung optimieren und das Umsatzwachstum vorantreiben kann. „In den zehn Jahren der Zusammenarbeit hat sich Amadeus als wichtiger Partner erwiesen und uns bei der Einrichtung einer Revenue-Management-Lösung in unserer Organisation unterstützt“, sagt Jean-Luc Chrétien, Ececutive Vice President Sales, Distribution bei Accor. Accor, weltweit führender Hotelbetreiber und europäischer Marktführer, ist in 90 Ländern mit 4.400 Hotels und über 530.000 Zimmern präsent.  www.amadeus.com

© Air France/Claire-Lise Havet

michael bär

Für Fluggesellschaften gibt es bei Insolvenz keine Regelungen wie für Veranstalter.

Die Folge: Bei Zahlungsunfähigkeit einer Airline überlässt es die IATA dem Kunden oder dem Reisebüro, seine Forderung beim jeweiligen Insolvenzverwalter im Herkunftsland geltend zu machen. „Bei der ungarischen Airline ‚Malév‘ müssen die Rückforderungen etwa in Budapest gegen Vorauszahlung einer Gebühr eingereicht werden, mit fast null Aussicht auf Rückerstattung der Ticketpreise“, sagt Norbert Draskovits, Präsident des ÖRV. Da die EU-Kommission noch nicht erkennen lässt, inwie-

fern sie die Konsumenten besserstellen will, fordert der ÖRV die IATA als Sofortmaßnahme für kriselnde Fluggesellschaften auf, dass die vom Passagier über das Reisebüro geleisteten Zahlungen auf einem Sperrkonto zurückbehalten werden. „Das Geld soll erst überwiesen werden, wenn der Kunde die Leistung in Anspruch genommen hat“, erklärt Draskovits.  www.oerv.at

„Bei der Malév müssen die Rückforderungen gegen Vorauszahlung einer Gebühr eingereicht werden – mit nahezu null Aussicht.“ Norbert Draskovits Präsident ÖRV


b u s i n e s s & m a r k e ts

Freitag, 13. April 2012

destinationworld – 61

„Hapim@g“ Online-Magazin der Hapimag AG wurde mit dem „Bronzenen Oscar“ der Tourismusbranche in der Kategorie „Website“ ausgezeichnet

e-Magazin mit Tourismus-Oscar Dino silvestre

Baar. „Das Licht, der Duft, die Natur, die Menschen vor Ort – Reisen ist immer ein Erlebnis für alle Sinne. Mit dem neuen ‚Hapim@ g‘ Magazin möchten wir dieses Gefühl erlebbar machen“, erklärt Andreas Manhart, Head of Marketing Services, die Grundidee für das e-Magazin, das die Vorteile eines klassischen Magazins mit den interaktiven Möglichkeiten des Internets verbindet. Das Magazin erscheint in sechs Sprachen und ist mit durchdachten MultimediaElementen ausgestattet. Eine internationale Expertenjury, bestehend aus 45 Fachleuten vielfältiger Branchen, war vor allem von der interaktiven Verknüpfung sowie vom praktischen Mehrwert des e-Magazins überzeugt. Der Film- und Multimedia-Wettbewerb „The Golden Citygate“ ist ein internationaler Print- und Me-

dien Award der Tourismusbranche. In diesem Jahr wurde der Award bereits zum 11. Mal an innovative Produktionen aus den Bereichen Film, Print und Musik vergeben. Nach einem erfolgreichen zweiten Platz für die Produktion „StyleTV“ im Vorjahr freut sich das Unternehmen, auch heuer wieder unter den Gewinnern zu sein. Dynamische Bilder, gesprochene Zitate und Themenfilme zu den Bereichen Gastronomie, Wellness, Kultur und Sport beziehen Hapimag-Mitarbeiter mit ein und gewähren dem Leser so einen umfassenden Einblick in die Welt von Hapimag.

checkfelix.com Service

App für iPhone

© Checkfelix

Media Partner

Wien. Checkfelix.com bietet für alle Reisehungrigen und Urlaubsreifen kostenlos die neue checkfelix.comiPhone-App. Binnen Sekunden werden die Preise von Hunderten Fluglinien, wie zum Beispiel Austrian Airlines, Niki oder Germanwings, verglichen. Dazu kommen die Angebote von Online-Reiseportalen wie TUI Reisecenter, ebookers oder Restplatzbörse. Dazu John-Lee Saez, Managing Director von checkfelix.com: „In einer mobilen Gesellschaft erledigen die Menschen ihre Einkäufe zunehmend von unterwegs. Jetzt können iPhone-User auch mobil nach Flügen für den nächsten Urlaub oder die anstehende Geschäftsreise suchen. Schon vor dem Start der Promotion rund um die App erreichte sie im Apple Store eine Platzierung in den Top 20 in der Kategorie ‚Reise‘ – ein toller Start, der unsere Strategie bestätigt.“ Bildergalerien sowie detaillierte Hotelbewertungen veranschaulichen die Angebote; die Suchergebnisse können per Mail an Freunde oder Geschäftspartner weitergeleitet werden. Wer es ganz eilig hat, kann den Flug auch sofort vom iPhone aus online oder telefonisch beim Anbieter buchen. So steht einem perfekten und gleichzeitig preiswerten Urlaub nichts mehr im Weg. Gegründet 2005 von Hannes Jagerhofer, betreibt das weltweit größte touristische Metasuchportal Kayak checkfelix.com seit April 2011 als eigenständige Marke.  www.checkfelix.com/iphone

Neue iPhoneApp für den schnellen Preisvergleich von Flügen und Hotels.

Eine interaktive Karte zeigt alle Standorte der Hapimag Resorts und Residenzen, die mit einem Klick nicht nur detaillierte Informationen zum Resort, sondern unter anderem auch Insiderwissen des jeweiligen Resort Managers abrufbar machen. Wer dabei Lust auf mehr bekommt, der kann per Online-Kalkulator ausrechnen, wie sich eine Hapimag-Investition individuell lohnen kann. Konzipiert und umgesetzt wurde das Magazin von der Hamburger Internetagentur „Sitegeist“, die auch für „StyleTV“ verantwortlich ist.  www.hapimag.com

© Hapimag

Feierlichkeit im Rahmen des Multimediawettbewerbs „The Golden Citygate“.

Prämiertes e-Magazin „Hapim@g“ erzeugt bei der Zielgruppe interaktives Fernweh.


b u s i n e s s & m a r k et s

62 – destinationworld

short

InterSky ab Sommer auf Expansionskurs

Freitag, 13. April 2012

animod Der Spezialist für Hotel- und Reise-Gutscheine erweitert sein Angebot um neue internationale Destinationen

Reisevermittler verstärkt seinen weltweiten Vertrieb

© InterSky

Immer mehr Hotels nutzen Hotelgutscheine als Marketinginstrument zur Optimierung der Auslastung. michael bär

Bregenz. Die Bodensee-Airline InterSky setzt klar auf Expansion. Deutlich verstärkt werden die Flüge diesen Juli und August zwischen dem BodenseeAirport Friedrichshafen und der italienischen Insel Elba. Die bisherigen Flüge am Mittwoch und Samstag werden durch zwei zusätzliche Rotationen am Freitagnachmittag und Sonntagabend ergänzt. Erstmalig in der Geschichte der Bodensee-Airline InterSky findet eine Expansion auch innerhalb Italiens statt. Ab Mailand (Bergamo) werden im Juli und August 2012 zwei Mal wöchentlich – freitags und sonntags – Flüge nach Elba stattfinden. Ebenfalls neu verkehren sonntags Flüge zwischen Genf und Elba. Genf ist bereits der zweite Schweizer Flughafen, der von InterSky bedient wird. Beflogen wird selbstverständlich weiterhin die Strecke zwischen Elba und Zürich. „Auch Genf und Zürich profitieren von der deutlichen Expansion“, so Roger Hohl, Verkaufsleiter der InterSky.  www.intersky.biz

ÖAMTC: Mehr als 50 Fahrverbotszonen Wien. In vielen europäischen Städten sind Umwelt- und Fahrverbotszonen Realität; eine europaweit einheitliche Regelung gibt es allerdings nicht. Allein in Deutschland gibt es mehr als 50 Umweltzonen. In Städten wie Berlin, Frankfurt am Main, Köln, Stuttgart oder München dürfen nur Kfz mit einer Umweltplakette ins Zentrum hineinfahren. Infos:  www.oeamtc.at/reiseratgeber

© Best Western

Touristikmessen 2012: BWCE sehr attraktiv

Köln. Rabattgutscheine – insbesondere Online-Rabattgutscheine – sind im Vormarsch, auch in der Hotellerie. Denn die Tourismusindustrie vertreibt ihre Angebote mittlerweile verstärkt auch über Gutscheinplattformen im Internet. Dadurch erreichen die Häuser zusätzliche Zielgruppen und potenzielle Gäste. Diese wiederum haben die Möglichkeit, in den jeweiligen Hotels zu besonders attraktiven Preisen zu übernachten.

Langfristige Partnerschaft Doch nicht jeder Anbieter von Hotelgutscheinen hält, was er verspricht. Daher ist es für Hotels und Kunden wichtig, bei Gutscheinplattformen genau auf Qualität, Zuverlässigkeit und Service zu achten. Der Kölner Reisevermittler animod punktet bei Partnern und Kunden durch seine Marktpräsenz. Mit seiner mehr als zehnjährigen Erfahrung besitzt das Unternehmen das notwendige Know-how, um seine über 800 Hotelpartner in 23 Ländern weltweit zielgruppengenau und gewinnbringend zu vermarkten. „Wir legen hohen Wert auf eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Hotelpartnern und stehen daher im ständigen persönlichen Kontakt“, sagt Ira Hielscher, Gründerin und Eigentümerin von animod. „Bei unseren Kunden sind wir für unsere hohe Serviceorientierung und vor allem auch für die Seriosität bekannt und geschätzt“, so Hielscher. Gegründet 2001 von der Kölnerin Ira Hielscher, vertreibt animod seit 2002 als Reisevermittler Hotel- und

© Animod

Neue Flüge: Friedrichshafen–Mailand, Elba–Mailand und Elba–Genf.

Ira Hielscher, Gründerin und Eigentümerin der animod: „Unsere Serviceorientierung und die Seriosität wird sehr geschätzt.“

Reisegutscheine über den eigenen Webshop sowie über zahlreiche Onlineplattformen. Aktuell vermittelt das Kölner Unternehmen unter der Leitung von Harald Hielscher und Korbinian G. Penzkofer Gutscheine von über 800 Hotels und hat 17 nationale sowie internationale Kooperationen für den Online- und Offline-Vertrieb.

Auf dem US-Markt präsent Mit zwei weiteren Unternehmen ist animod auf dem US-amerikanischen Markt präsent; auf diesem Markt wird der Vertrieb über www.animod.com vorangetrieben. Über Vertriebskooperationen in Belgien, den Niederlanden, Polen, Tschechien und Ungarn bietet

man Gutscheine speziell für diese Märkte an. Angebote der Hotelpartner werden über den eigenen Webshop sowie über 17 nationale und internationale Vertriebskooperationen im In- und Ausland angeboten.

Kooperationen in CEE „Neben einer Verstärkung des Vertriebs in Deutschland werden wir künftig auch den internationalen Vertrieb forcieren“, erklärt dazu Harald Hielscher, GF der animod. Die neuen Kooperationen betreffen unter anderem Plattformen in Österreich, der Schweiz, Spanien und Frankreich. „Wir sehen ein großes Interesse

Das Unternehmen erweitert sein Portfolio um zahlreiche internationale Destinationen – vor allem mit 4*- und 5*-Häusern. Der Schwerpunkt liegt aber auf dem deutschsprachigen Raum.  www.animod.de

Fokussierung auf die Geschäftskunden Luton/Berlin. Easyjet konnte für März 2012 eine Zunahme der Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 4,4% verzeichnen und beförderte 4,63 Mio. Passagiere. Die Auslastung verbesserte sich um 1,9 Prozentpunkte auf 88,8%.

„Die Netzwerkgesellschaften passen ihr Angebot an und orientieren sich dabei zunehmend an den Low-Cost-Carriern“, erklärt Luftfahrtanalyst Pieper. Erst kürzlich erhielt beispielsweise die Lufthansa mit dem Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen eine Hiobsbotschaft; vor allem die Cargo-Tochter dürfte unter dem Verbot leiden.

„Seit Monaten gibt es eine Tendenz zu mehr Preisbewusstsein. Die Konsumenten werden aufgrund der aktuellen Konjunkturängste sparsamer; davon profitieren auch die Billigfluggesellschaften“, meint Jürgen Pieper, Analyst des Frankfurter Bankhauses Metzler. Über die vergangenen zwölf Monate konnte Easyjet mit Sitz im britischen Luton 55,793 Mio. Fluggäste (plus 8,9%) an Bord ihrer Verkehrsflugzeuge begrüßen. Die Airline hat zu Jahresbeginn positive Quartalsergebnisse präsentiert: Der Umsatz kletterte von Oktober bis Ende Dezember 2011 um fast 17% auf 763 Mio. £ (920 Mio. €). Schon im vergangenen Jahr konnte der Ryanair-Konkurrent

Selten auf den Drehkreuzen

© EPA

Wien. Best Western war auch dieses Jahr auf den wichtigsten Tourismus-Messen für Business (ITB Berlin, ACTB Wien, VisitUSA Linz, IFT Belgrade), auf den Publikumsshows von „FerienMesse Wien“ und IFT sowie bei den Workshops der ÖW in Bukarest und Ljubljana. Hauptinteressen betrafen neben Businessdestinationen das Gruppengeschäft, Skifahren, City Breaks, Balkan-Trips, Jagen im Donaudelta und die Betreunung kleiner VIP-Gruppen aus Rumänien oder Bulgarien.  www.bestwestern-ce.com

Schwerpunkt ist D-A-CH

Easyjet Die britische Billigfluggesellschaft hat für März 2012 eine Zunahme ihrer Passagierzahlen bekannt gegeben

Passagier-Plus von 8,9% Best Western Central Europe Hotels: weiterhin starke Nachfrage.

vor allem aus den südeuropäischen Ländern, in denen Gutscheine als Marketinginstrument noch nicht etabliert scheinen“, führt Korbinian G. Penzkofer, zweiter GF der animod, aus. „Wir freuen uns sehr, unseren Kunden bald erheblich mehr Destinationen anbieten zu können und dadurch unsere führende Marktstellung noch weiter auszubauen.“

Zahl der beförderten Passagiere stieg im Vergleich zu 2011 auf 4,63 Mio. Fluggäste.

trotz schwierigem Marktumfeld punkten und seinen Gewinn steigern. Profitiert hat die Billig-Airline sowohl durch einen rigiden Sparkurs als auch durch die Fokussierung auf Geschäftskunden.

Rückschläge für airberlin airberlin hingegen hat im März einen Rückgang bei ihren Passagierzahlen erlitten.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl der Fluggäste um 1,1% auf 2,56 Mio. Zugleich verringerte die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft das Sitzplatzangebot, deshalb stieg die Auslastung der Maschinen auf fast 80%. In Europa herrscht vor allem auf Kurzstrecken ein intensiver Preiswettbewerb zwischen den Billigfluggesellschaften und den etablierten Carriern.

Dazu Pieper: „Die europäischen Billigfluggesellschaften werden nicht so stark vom Nachtflugverbot betroffen sein wie die Netzwerkgesellschaften. Low-Cost-Carrier fliegen eher Nebenflughäfen und weniger Drehkreuze wie Frankfurt am Main an.“ Für Verunsicherung sorgte Anfang Oktober 2011 die Ankündigung des Unternehmensgründers Stelios Haji-Ioannou, durch die Gründung einer neuen Airline Easyjet Konkurrenz machen zu wollen, doch der Markt ist mit Easyjet und Ryanair gesättigt.  http://easyjet.com


t r av e l & v oya g e

Freitag, 13. April 2012

destinationworld – 63

alltours Frühbucher haben noch bis zum 30. April 2012 Zeit, um sich den Wunschurlaub zum Vorteilspreis zu sichern

Im April bis zu 76% sparen Dino silvestre

Duisburg. „Unsere Gäste sind preisbewusst und deshalb haben in diesem Jahr erneut mehr Frühbucher unsere Reisen für den Sommer gebucht, als im Vorjahr. Rund 70 Prozent unseres Angebots sind bereits abverkauft, allein im Jänner haben wir rund 300.000 Buchungen für die Sommersaison entgegengenommen. Deshalb weiten wir die Kontingente aus“, macht alltoursChef Willi Verhuven deutlich, dass sich der Trend des vergangenen Jahres verstärkt. Nach dem Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, nutzen viele alltours-Gäste die Möglichkeit, Wunschhotel und Wunschtermin zu günstigsten Preisen zu buchen. Finanziell lohnt sich auch heuer wieder eine frühe Buchung, denn bis Ende April können sich Kunden Preisabschläge von bis zu 76% gegenüber dem Normalpreis sichern.

„Wer in diesem Jahr erst ab Juli seine Flugreise plant, für den wird es nicht nur teurer als im vergangenen Jahr, er wird auch aus einem wesentlich kleineren Angebot auswählen können. Der Grund dafür ist einfach: Die interessantesten Angebote der Hochsaison werden zunehmend knapp“, sagt Verhuven. Aufgrund von Nachverhandlungen mit Hoteliers und einer Neukalkulation haben Frühbucher die größten Sparmöglichkeiten für den Sommer zurzeit auf Mallorca. Auf der Balearen-Insel sind bis zu 76% Rabatt möglich. Frühbucherrabatte von 42% können

Durch Nachverhandlungen mit Hotels sind auf Mallorca bis zu 76% Rabatt möglich.

ROBINSON. Geadelt SeIt HUBeRtUS.

DomRep Themen-Reise

Hardrock Hotel Wien. Der Veranstalter Gulet bietet die Möglichkeit für eine ungewöhnliche Themen-Reise: Das „Hard Rock Hotel & Casino Punta Cana“ in der Dominikanischen Republik zählt im aktuellen Gulet Touristik Sommerprogramm 2012 zu den Aushängeschildern. Die luxuriöse Anlage ist das einzige Themenhotel der Dominikanischen Republik und hat sich voll und ganz der Musik verschrieben. Es ist eine Hommage an die großen Stars der Vergangenheit und Gegenwart. Das Luxus-Hotel liegt an einem traumhaften Strand und zeichnet sich vor allem durch ein umfangreiches All-inclusive-Angebot aus. Die weitläufige Fünf-Sterne-Anlage bietet ingesamt acht Spezialitätenrestaurants und verfügt über 1.787 Suiten im Hardrock Design. Der 18-Loch-ChampionshipGolfplatz liegt direkt neben dem großzügigen Resort. Bei einem Mindestaufenthalt von fünf bis acht Nächten bzw. neun bis elf Nächten erhalten Urlaubsgäste ein Resort-Guthaben, das für folgende Leistungen innerhalb des Hard Rock Hotel & Casino Punta Cana gültig ist: Spa/ Beautysalon, Golf, exklusive Weinauswahl, romantische Abendessen (mit Hummer & französischem Champagner, Zimmer-Upgrades, usw.). Eine Woche pro Person im DZ Caribbean Suite mit AI ab 1.717 €; Abflug 23. August mit Edelweiss Air (Abflug wöchentlich jeden Donnerstag).  www.gulet.at

Kunden bei alltours bis 30. April auch in der Türkei nutzen. Die einwöchige Flugreise kostet beispielsweise im Hotel Side Prenses 4+* (AI/DZ) pro Person 476 € statt 676 €. Ebenfalls mehr als 40% Frühbucherrabatt sind auf den Kanaren (Lanzarote) möglich. Wer mit dem Urlaub auf Rhodos oder Fuerteventura liebäugelt, für den sind Preisnachlässe bis Ende April von mehr als 30% drin. Für Ägypten, Teneriffa, Gran Canaria und Tunesien sind ebenfalls Frühbucherrabatte im zweistelligen Prozentbereich buchbar.  www.alltours.de

© Manfred Walker/pixelio.de

alltours und BYE.bye präsentieren die dritte Stufe der Frühbucher-Rabatte.

CluB PamfIlya TÜRKEI, ALL INCLUSIVE ab

€ 1.154

CluB KalImeRa KRItI KRETA, VOLLpENSION ab

*

€ 1.207

*

* Diese Angebote gelten am 07.09.2012 bzw. 09.06.2012 für 1 Woche, inkl. Flug ab/bis Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck, im Doppelzimmer, pro person und solange der Vorrat reicht.

Hubertus von Hohenlohe hat ROBINSON für Österreich getestet – und für Sie! Traumhafte Locations mit bezauberndem Ambiente, Genussmomente der besonderen Art und abwechslungsreiche Aktivitäten wie Golf, Yoga, Tennis – oder einfach mal nichts tun: Hier ist für jeden das Richtige dabei. Sein Fazit: So ein Urlaub verdient einen Adelstitel! © TUI

Mehr Infos zu ROBINSON und den aktuellen Katalog erhalten Sie in jedem guten Reisebüro und unter www.robinson.com

Neu: „Hard Rock Hotel & Casino Punta Cana“ in der Dominikanischen Republik. 01_ROB_Medianet_216x288mm_04-2012.indd 1

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guest & service

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© Niederl. Büro für Tourismus & Convention

„Hostelle“ nur für die Frauen in Amsterdam

Männer dürfen im „Hostelle“ in Amsterdam nicht übernachten.

Amsterdam. Unter dem Motto „Von Frauen, für Frauen“ hat im März in Amsterdam ein Hostel speziell für weibliche Gäste eröffnet. „Hostelle“ wurde von Frauen entworfen sowie gestaltet und ist für Männer nicht zugänglich. Laut ­Inhaberin handelt es sich um die erste Unterkunft in der niederländischen Hauptstadt, die eine schicke, gemütliche und zugleich sichere Herberge ­sowohl für Touristinnen als auch Geschäftsfrauen darstellt. Im Frühstücksraum sind die Regeln nicht ganz so streng, denn hier dürfen sich auch männliche Gäste aufhalten. Die Zimmer des Hostels sind individuell nach verschiedenen Themen eingerichtet. Bei der Gestaltung des Hauses, das sich etwa 15 Min. entfernt vom Zentrum befindet, haben u.a. Amsterdamer Künstler­ innen mitgewirkt.  www.hostelle.com

© Princess Cruises

Princess Cruises baut Japan-Angebot aus

Die „Sun Princess“ wird im nächsten Jahr von Tokio und Kobe auslaufen.

München. Die amerikanische Reederei Princess Cruises erweitert ihr Japan-Angebot und bietet nun neun Kreuzfahrten auf sieben verschiedenen Routen. Zwischen April und Juli des kommenden Jahres wird die „Sun Princess“ von Tokio und Kobe aus verschiedene Häfen der japanischen Inseln sowie in Korea und Taiwan ansteuern. Die neuen Kreuzfahrten dauern zwischen neun und zwölf Tagen sind ab 16. April buchbar.  www.princesscruises.at

Das „Pullman Eindhoven Cocagne“ soll Geschäfts- und Freizeitreisende gleichermaßen anlocken. Caroline Nussdorfer

Eindhoven. Nach einer zweijährigen Renovierungsphase und nach der Eröffnung des „Pullman Munich“ im Jänner dieses Jahres wurde nun auch das „Pullman Eindhoven Cocagne“ in Betrieb genommen. Es handelt sich dabei um das erste Hotel der Premium-Hotelmarke von Accor in den Niederlanden. Damit setzt Accor seinen Expansionkurs in großen Städten sowie Geschäftszentren fort und verfügt nun über insgesamt 27 Hotels in Europa. Bei den Umbauarbeiten des neuen Mitglieds standen Gastlichkeit und Wohlbefinden der Hotelgäste im Vordergrund. Das Haus befindet sich im Stadtzentrum und verfügt über 320 Zimmer, darunter 20 Suiten sowie 43 Appartments. Ein großzügig gestalteter Wellnessbereich, der neben Sauna, Türkischem Bad, Fitnessgeräten auch einen Pool und einen Schönheitssalon bietet, sorgt für die Entspannung. Um das leibliche Wohl der Gäste kümmert sich Küchenchef Hans Melis im Restaurant „Vestdijk 47“, das sowohl mit internationalen Gerichten als auch moderner französischer Küche kulinarisch verwöhnt.

Das neue „Pullman Eindhoven Cocagne“ befindet sich im Stadtzentrum und bietet 320 Zimmer sowie einen Wellnessbereich.

Für den Business-Aufenthalt bieten 18 modulare Veranstaltungsräume Platz für zehn bis 400 Event-Teilnehmer. Eine WLANInternetverbindung steht im ganzen Hotel kostenlos zur Verfügung, auch in der „Connectivity Lounge“, die in Zusammenarbeit mit Microsoft konzipiert wurde. Dort profitieren die Gäste zudem von neuesten Geräten sowie aktueller Software und können ungestört arbeiten, im Internet surfen oder auch Dokumente ausdrucken.

18 Veranstaltungsräume Das Pullman Eindhoven Cocagne soll nicht nur Freizeittouristen, sondern auch Geschäftsreisende anlocken. Eindhoven im Süden der Niederlande gilt in Sachen Design als eine der führenden Städte Europas und war 2006 „Europäische Designhauptstadt“. Im Rahmen der „Dutch Design Week”, als deren Gastgeber Eindhoven fungiert, präsentieren junge Talente ihre Werke in der ganzen Stadt.

Expansionsfokus Europa Zum Europa-Portfolio von Pullman gehören derzeit 27 Hotels in folgenden sechs Ländern: Frankreich, Deutschland, Italien, Spani-

en, Rumänien und in den Niederlanden. Dies umfasst beinahe die Hälfte des gesamten weltweiten Markennetzwerks. „Die beiden neuen Hotels in Eindhoven und München erweitern die Auswahl für unsere anspruchsvollen Gäste und spiegeln den wachsenden Erfolg der Marke wider“, erläutert Xavier Louyot, Vice President Global Marketing Pullman. „Unser Ziel ist es, in den wichtigsten Geschäftszentren Europas und weltweit vertreten zu sein. 2012 werden wir zehn weitere Häuser eröffnen und damit unser Netzwerk auf über 70 Häuser bis Ende des Jahres erweitern. In den Jahren 2015 bis 2020 soll das Pullman Netzwerk auf 150 Häuser weltweit anwachsen“, so Louyot weiter.

Als Premium-Hotelmarke von Accor wurde Pullman für die Bedürfnisse anspruchsvoller Geschäfts- und Tagungsreisender entwickelt. Die Hotels sind in den großen Metropolen angesiedelt und bieten neben maßgeschneiderten Dienstleistungen und modernen Technologien jetzt auch das neue „Co-Meeting“-Konzept (eine Organisationsstruktur für Meetings, Seminare und Incentives). Ein persönlicher Rund-um-dieUhr-Service rundet das Angebot ab. Geschäftsreisende können zudem bei Pullman vollständig unabhängig arbeiten oder sich von den Pullman-Teams unterstützen lassen.  www.pullmanhotels.com

Business-Hotel Das „Grand Mumbai“ soll 2014 eröffnen

Best Deals Attraktive Packages in ausgewählten Hotels

Zürich. Die Schweizer Hotelgruppe Swissôtel Hotels & Resorts hat kürzlich einen Management-Vertrag für ein Flaggschiff-Projekt unterzeichnet und wird voraussichtlich 2014 das „Swissôtel Grand Mumbai“ eröffnen. Nach der Inbetriebnahme des „Swissôtel Kolkata“ im Juli 2010 ist es das zweite Haus der Marke in Indien, ein weiteres Deluxe Hotel in Bangalore ist zudem im Aufbau. „Dieses spannende Projekt im Herzen von Mumbais Geschäftsviertel wird unsere Expansion im vielversprechenden indischen Markt vorantreiben”, so Meinhard Huck, President Swissôtel Hotels & Resorts.

Graz. Ob romantischer Kurztrip nach Paris, Wellnessurlaub in einer Therme oder kulinarisches Schlemmen im Zwei-Hauben-Restaurant: Lifestylehotels bietet ab sofort „Best Deals“-Gutscheine mit bis zu 55% Ermäßigung in ausgewählten City- und Wellnesshotels. Die neuen Gutscheine zum Selbstausdrucken beinhalten Arrangements für zwei Personen und stehen in der Einführungsphase in den Varianten „A Touch of Pleasure“ für die an der Aktion beteiligten Wellnesshotels sowie „Urban Affairs“ für Cityhotels zur Auswahl.

Swissôtel expandiert in Indien

Im Business- und In-Viertel an der Andheri Kurla Road im Norden von Mumbai und nahe des internationalen Flughafens wird das FünfSterne-Business-Hotel seinen Gästen 300 Zimmer, Executive-Zimmer und Suiten sowie ein Spa & Sport Center bieten. Zudem verfügt das Swissôtel Grand Mumbai über Konferenz- und Banketträumlichkeiten mit einer Fläche von ca. 1.600 m2 inklusive 500 m2-Ballsaal.  www.swissotel.com

ideales Geschenk in letzter Minute dar und können zudem auch mit einer persönlichen Widmung versehen werden. Je nach Variante kann der Beschenkte unter den beteiligten Lifestylehotels, darunter u.a. das Post Hotel Weggis in der Schweiz, das Albert Premier Hotel in Frankreich oder das Hotel Yasmin in Tschechien, auswählen. Weitere Informationen sowie Gutschein-Bestellung unter:  www.lifestylehotels.net

Packages für 2 Personen

Großes Potenzial für Marke „Gerade auch die steigenden Zahlen im lokalen Geschäftsreisemarkt haben einen großen Einfluss auf die Hotelindustrie. In diesem Umfeld sehen wir ein großes Potenzial für unsere Hotelgruppe und freuen uns, in der Litolier Group einen renommierten Partner gefunden zu haben, der unsere Schweizer Werte schätzt“, so Huck weiter.

Gutschein-Aktion bei Lifestylehotels

Die Eröffnung des neuen „Swissôtel Grand Mumbai“ ist für 2014 geplant.

Ein Best Deals-Gutschein berechtigt zwei Personen zu einem Aufenthalt von ein bis zwei Nächten in einem der teilnehmenden Hotels inklusive Zusatzleistungen wie z.B. Weinverkostung, Candle-LightDinner oder Spa-Behandlungen. Die Voucher zum Einheitspreis von je 199 € für zwei Personen können im Online-Shop bestellt und bequem zuhause ausgedruckt werden. Somit stellen sie auch ein

© Lifestylehotels

Wien/Dubai. Die Fluglinie Emirates Airline verlängert ihre Frühlingsaktion und bietet attraktive Tarife zu ausgewählten Destinationen wie z.B. Dubai ab 510 €, Hongkong ab 685 € oder Jakarta ab 830 € (Preise inklusive Steuern und Treibstoffzuschläge). Die Tarife gelten ab Wien bei Buchung bis 22. April, Reisezeitraum ist bis 31. Oktober, allerdings sind die Termine in der Hochsaison ausgenommen. Weitere Details sowie Reiseziele gibt‘s direkt bei Emirates unter der Telefonnummer 01 206 091 999 oder unter:  www.emirates.at

Pullman öffnet das erste Haus in den Niederlanden

© Pullmann Eindhoven

Emirates verlängert Frühlingsangebote

Wachstum Nach Eröffnung des Pullman Munich im Jänner 2012 erweitert die Accor-Hotelmarke ihr Portfolio in Europa

© Swissôtel Hotels & Resorts

short

Freitag, 13. April 2012

Die „Best Deals“-Gutscheine lassen sich bequem zuhause ausdrucken.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 13. April 2012 – 65

tourismus community

Digitale Vernetzung der Produkte bringt mehr Gäste und mehr Umsatz  Seite 66

© Dinner in the Sky

© Haus der Musik

destinationaustria „dinner in the sky“ in wien

Kulinarische Event-Reihe macht in Wien mit Spitzengastronomie Station  Seite 69

sattlerhof ferien für echte männer © Gerd Kressl

Urlaub am Bauernhof hat noch viel Potential

© istockphoto/ IT-Innerebner

short

Wien. Seit etwas mehr als 100 Tagen ist die „WESTbahn“ auf der Strecke Wien–Linz–Salzburg für ihre Kunden unterwegs. Trotz dieser jungen Geschichte gilt die Pünktlichkeit des Privatanbieters schon heute europaweit als vorbildhaft. „Mit diesen Werten können wir alle Zweifler, die uns keinen stabilen Bahnverkehr zugetraut haben, eindrucksvoll widerlegen“, so WESTbahn-GF Stefan Wehinger. „Kunden, die die ‚WESTbahn‘ wählen, können mit einer sehr, sehr hohen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, pünktlich am Ziel anzukommen.“  www.westbahn.at

© Urlaub am Bauernhof im SalzburgerLand

© Westbahn

Innsbruck. „Die Nachfrage nach kostenfreien, mobilen Internetzugängen in Gaststätten, Restaurants und Bars steigt stetig und wird die Gäste zukünftig auch bei der Wahl ihres Lokals beeinflussen. ‚free-key‘ als innovative WLAN-Lösung ermöglicht es, diesen Service kostenlos anzubieten“, so Walter Innerebner, GF der IT-Innerebner GmbH. „Das Angebot beschränkt sich nicht nur auf die Gastronomie; wir beabsichtigen, free-key auch auf öffentlichen Plätzen, Parks, usw. anzubieten“, so Innerebner.  www.innerebner.eu

Kleinstbetriebe Eine eigenständige Online-Plattform sowie ein neues, speziell für „Urlaub am Bauernhof“ entwickeltes Online-Channel-Management bringt viele neue Vermarktungsmöglichkeiten und den Regionen starke Impulse.  Seite 66 „Clever Pricing“ Die Hoteliers sollten agieren, wenn gleiche Produkte mit unterschiedlichen Preisen bewertet werden

München. Die mehrfach ausgezeichnete Münchner TouristikPR-Agentur uschi liebl pr baut ihr Hotelportfolio weiter aus und übernimmt die Pressearbeit für das 4-Sterne-Superior Hotel „Goldener Berg“ in Oberlech am Arlberg, das in einzigartiger Berglage und Natur auf einer Höhe von 1.706 m liegt. uschi liebl pr betreut die Märkte Deutschland, Österreich und Schweiz. www.liebl-pr.de

Linz/Wien. „Neueste Erkenntnisse der Preispsychologie widerlegen die Gesetzmäßigkeit von rationalen Kundenkaufentscheidungen. ‚Preis mal Menge‘ ist nicht mehr der bestimmende Faktor. Der Gast agiert ‚hybrid‘, d.h. er bewertet gleiche Produkte je nach Preis unterschiedlich“, erläutert Manuela Wiesinger, Consultant der con.os tourismus. consulting gmbh das aktuelle Konsumverhalten. Statt touristische Produkte nur für unterschiedliche Zielgruppen mit Namen wie „Romantik, Freundinnen-, Gourmet-, oder Golfpakete“ zu schnüren, bedarf

es zusätzlich neuer Preisstrategien für „Verlustaversive“, „dynamisch Preisbereite“ oder „Schnäppchenjäger“. Erstere sind mit Qualitäts- und Garantieversprechen anzulocken. Dynamisch Preisbereite, die regelmäßig ihre definierte Zahlungsbereitschaft überziehen, erwarten Premiumangebote. Schnäppchenjäger reagieren stark auf einen gewährten Rabatt, selbst wenn der am Ende bezahlte Preis immer noch ein hoher ist. Wiesinger dazu: „Aktuelle Preisstrategien setzen daher auf einen Wandel vom Preis- zum Leistungs-

wettbewerb. Ein Preis erhält erst seinen Wert, wenn er mit einer Leistung in Zusammenhang steht. Reine Diskont- und Tiefpreisstrategien disqualifizieren sich aufgrund der Nachfragesteigerung von selbst.“ Der hybride Gast wird in nachfrageschwachen Zeiten durch „smarte“ Angebote überrascht und zur Buchung animiert. Details und Hintergründe einer überlegten Preisbildung sowie zur Anwendung von Preisstrategien werden im con.os-Seminar „Clever Pricing“ vermittelt.  www.conos.co.at

© Weinfranz

© Hotel Goldener Berg Oberlech

„Smarte“ Preise für „hybride“ Urlaubsgäste

Manuela Wiesinger, con.os-Consultant, setzt auf einen Leistungswettbewerb.


c ov e r

66 – destinationaustria

Freitag, 13. April 2012

Urlaub am Bauernhof Seit 18 Jahren erfolgreiche grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Netzwerkpartner

Kommentar

Die Urlaubsbauernhöfe im ländlichen Raum boomen

Leidenschaftliche Gastgeber

Europaweit einzigartiges Channel-Management für 2.600 touristische Kleinstbetriebe ist überzeugend. dino silvestre

Salzburg. Bereits auf 18 Jahre grenzüberschreitende Zusammenarbeit blicken die Netzwerkpartner bei „Urlaub am Bauernhof“ zurück. Nun wurde im Rahmen dieser Zusammenarbeit das jüngste wegweisende Förderprojekt für die bäuerlichen Vermieter abgeschlossen. Die Laufzeit des Projekts war vom 1. Jänner 2009 bis zum 31. März 2012, es gab ein Fördervolumen von 150.000 €, davon gab es 60% Förderung von der europäischen Union und 40% aus beteiligten Tourismusorganisationen und Anbietergemeinschaften.

georg biron

S

ehr persönlichen Begegnungen sind es, die Gäste zum Wiederkommen bewegen. Mit internationalen Standards kann man niemanden mehr so richtig beeindrucken. WLAN, RoomService und Minibar sind Selbstverständlichkeiten. Aber ein warmherziger Empfang beim Eintreffen, persönliche Ausflugs- und Lokaltipps (nicht nur die üblichen Prospektständer an der Rezeption), ein Kellner, dem man ansieht, dass der Job ihm Freude macht, und Unterstützung, wenn man es gerade dringend braucht, sind Features, mit denen Hoteliers bei den Gästen punkten können. Vielleicht einen Babysitter, ein spätes Frühstück, Organisation eines Arztes, wenn man selbst oder das Kind erkrankt ist, eine Konzertkarte – es gibt viele Möglichkeiten, um die Aufmerksamkeit und den Service, den ein Gast in einer ihm oftmals fremden Umgebung braucht, mit Kompetenz und Herzlichkeit zu vermitteln. Beim ÖHV-Praktikerseminar ‚Emotion sells‘ (www.oehv.at/ seminare) erfahren die Teilnehmer, wie man als leidenschaftlicher Gastgeber seine Gäste überzeugt und begeistert. Nicht jeder ist von Natur aus kontaktfreudig oder geht offenherzig auf andere zu. Doch es gibt hilfreiche Tipps und Techniken, die man sich in kürzester Zeit aneignen kann. Leidenschaft ist gefragt.

Als Partner fanden sich – wie schon in den bisherigen Projekten – die Tourismus- und Urlaub am Bauernhof (UaB)-Organisationen des SalzburgerLandes und der bayerischen Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein unter dem EuRegio-Dach zusammen. Leadpartner war der Chiemgau Tourismus e.V. Die weiteren Partner sind SalzburgerLand Tourismus GmbH, Berchtesgadener Land Tourismus GmbH, Landesverein Urlaub am Bauernhof im SalzburgerLand, die beiden Anbietergemeinschaften RupertiwinkelBerchtesgaden und Chiemgau. Ziel des Projekts ist die Sicherung von Arbeitsplätzen und touristischer Umsätze durch bessere Bettenauslastung und Steigerung der Wertschöpfung. Die wichtigsten Maßnahmen sind die Optimierung des grenzüberschreitenden Internetportals www.traumbauernhof.com sowie ein gemeinsames Webmarketingkonzept und Vor-Ort-Beratungen auf 161 Höfen.

Heiße Luft Präsentation

Urlaub am Bauernhof (UaB) ist in der EuRegion ein wichtiger touristischer Faktor. In dem primär ländlich strukturierten Raum liegen ca. 2.400 Bauernhöfe mit Vermietung; zusammen bieten sie etwa 35.000 Gästebetten an und erzielen ca. eine Mio. Übernachtungen pro Jahr. Wirtschaftlich macht sich dies mit einem Umsatz zw. 140 und 180 Mio. € im Jahr bemerkbar, wovon eine Hälfte den Höfen direkt und die andere dem umgebenden ländlichen Raum verbleibt. Darüber hinaus sichert UaB 3.500 Arbeitsplätze im EuRegio-Gebiet.

Dazu Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich: „Urlaub am Bauernhof investiert in die Zukunft, ist ein Wachstumsimpuls für den ländlichen Raum. Bei der Neuausgestaltung der europäischen Agrarpolitik werden wir uns daher weiter dafür einsetzen auch in Zukunft Chancen für die bäuerlichen Kleinbetriebe zu schaffen“, so Berlakovich. „Urlaub am Bauernhof macht Lust aufs Land und ist als Brücke zwischen Stadt und Land vor allem für Kinder ein wertvoller Botschafter der bäuerlichen Welt, der sich bestens auf dem Markt bewährt.“

Im Vorjahr wurden eine eigenständige Online-Plattform sowie ein neues, speziell für Urlaub am Bauernhof entwickeltes ChannelManagement eingeführt: Die Betriebe suchen sich jene Kanäle aus, über die wir buchbar sein wollen.

Channel-Management „Mit dieser Online-Lösung bleiben wir wettbewerbsfähig und können den Lebensraum Bauernhof für Familien und Gäste erhalten“, so UaB-Obmann Klaus Vitzthum,  www.traumbauernhof.com  www.urlaubambauernhof.at

Vernetzte Produkte sind viel mehr wert Wien. Unter dem Titel „Beyond Booking – vernetzte Produkte sind mehr wert“ sucht die Tourismus Community Austria (TCA) am Mittwoch, 2. Mai, um 19 Uhr, im Haus der Musik nach Synergien und Potenzialen, um den österreichischen Tourismus mitsamt seinen Regionen, Marken und Produkten zu stärken. Die Chance, Gäste und Umsatz steigernden Mehrwert zu erzeugen, liegt in der digitalen Vernetzung der Produkte.

Besonders für die Tourismusbranche, die am laufenden Band Glücksmomente und Erlebnisse produziert, bietet die intelligente, kommunikative Vernetzung von Produkten neue Chancen, um Gäste zu binden, aber auch, um den Umsatz zu erhöhen. Was zwischen Buchung und Weiterempfehlung passiert, ob die digitale Vernetzung tatsächlich Mehrwerte schafft und damit zur Alleinstellung von Anbietern, Mar-

© Haus der Musik

Langenlois. Die Wein- und Gartenstadt im südlichen Kamptal macht mit einer Attraktion von sich reden und hebt ab. Gemeinde- und Tourismusverantwortliche laden zur Präsentation des Heißluftballons „Ein guter Boden.Langenlois“ vor die „Loisium Weinerlebniswelt“ ein. Der Ballon ist am Flugplatz Krems-Langenlois stationiert.  www.langenlois.at

© Robert Herbst

Präsentation der „Urlaub am Bauernhof“-Neuheiten (v.li.): GF Hans Embacher und Obmann Klaus Vitzthum (Urlaub am Bauernhof Österreich), BM Nikolaus Berlakovich, Barbara Aschbacher-Gartner (Kürbishof Fehring), Klaus Niederacher (Firma Seekda).

Tourismus Community Austria Suche nach Synergien und Potenzialen, um österreichischen Tourismus zu stärken

Langenlois steigt auf

Die Präsentation des Heißluftballons findet am 14. April um 16 Uhr statt.

© Urlaub am Bauernhof Österreich

Gemeinsamer Web-Auftritt

„Beyond Booking“ am 2. Mai ab 18:30 Uhr im Wiener Haus der Musik.

ken und Regionen beiträgt oder ob Erlebnisse durch Vernetzung einzigartiger werden, ist Inhalt der Veranstaltung.

Mehrwerte kreieren Die Markenartikelindustrie hat diese Möglichkeiten bereits erkannt und setzt sie in Form von spannenden Projekten um. Peter Post, GF von Scholz & Volkmer, Deutschlands größter inhabergeführter Multimediaagentur, wird in seinem Einleitungsstatement Beispiele erfolgreicher Vernetzung von Produkten und Erlebnissen skizzieren. Ein Laufschuh mit eingebautem Chip speichert beispielsweise Daten über Laufstrecken, im Internet werden diese Daten verglichen, Erfahrungen mit Produkten „rund ums Laufen“ ausgetauscht, es bilden sich Communities. Damit entsteht, über das simple Produkt „Laufschuh“ hinaus, ein Mehrwert – in Form von Erlebnissen, Beziehungen, Emotionen. Während der anschließenden Podiumsdiskussion mit nam-

haften Vertretern der Tourismuswirtschaft werden Möglichkeiten ausgelotet, die sich daraus für das „Tourismusprodukt“ in Österreich ergeben.

Professionelle Plattform Die TCA ist eine unabhängige professionelle Plattform für innovativ denkende und handelnde Touristiker. Im Rahmen der Initiative können die Teilnehmer und Partner umfassenden Gedankenaustausch pflegen, Netzwerkkontakte knüpfen und sich mit Zukunftsthemen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft auseinandersetzen. Die Tourismus Community Austria ist ein Projekt der APA-OTS Tourismuspresse und der pro.media kommunikation. Die Partner der TCA sind die Österreichische Hoteliervereinigung, Österreich Werbung, Kohl & Partner, Tirol Werbung sowie die WKO-Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft. Anmeldungen:  tourismuspresse@apa.at  www.tourismuscommunity.at


i d e e & s t r at e g i e

Freitag, 13. April 2012

destinationaustria – 67

„Hotel of the Future“ Fact Finding-Diskussionen über ausgefallene Konzepte beim Jahresmeeting des Verbands der Europäischen Hotelmanager

Experten-Tagung über Zukunft

Internationale Expertenrunde diskutierte in Wien über die Zukunft der Gastlichkeit im Luxus-Segment österreichischer Hotels. dino silvestre

© Michael Huber 

Wien. Das 39. Jahresmeeting der European Hotel Manager Association (EHMA – Verband der Europäischen Hotelmanager) unter der organisatorischen Leitung von Verena Forstinger widmete sich in

„Schon die ersten

Alpen-Karawanserai Time Design Hotel in Saalbach-Hinterglemm.

Höhlenmalereien sind ein Zeugnis vom dürfnis der Menschheit

warum es in Zukunft wichtiger wird, gute Erlebnispunkte mit ausgefallenen Konzepten zu entwickeln (eine Videofallstudie dazu ist im Internet auf www.planb.at/ak zu begutachten).

nach Geschichten.“

Professionelle Manager

© Sulzer

grundlegenden Be-

Gregor Jasch, CEO planB Werbeagentur Wien

Die EHMA wurde 1974 in Rom als eine Non-Profit-Vereinigung professioneller Hotelmanager gegründet, deren grundsätzliches Anliegen es ist, ihre Standards, ihr Ambiente und ihre Serviceleistungen stetig zu verbessern. Heute verfügt die EHMA über etwa 450 Mitglieder, darunter Geschäftsführer der renommiertesten Hotels in 28 europäischen Ländern. Der Verein dient als Forum für Diskussionen und Reflexionen über die Zukunft der internationalen ­Hotellerie.  www.planb.eu

„Between fashion and mega trends – how to navigate to success“ – Diskussionspanel mit (v.li.n.re.) Gregor Jasch (CEO planB Werbeagentur Wien), R.J.M. Hornman (Managing Director Worldhotels), Ted Teng (CEO Leading Hotels of the World), Bill Carroll (Cornell University School and CEO Marketing Economics), Chris Härle (CEO Jones Land LaSalle).

Wien dem vielschichtigen Thema „Hotel of the Future“. Die zahlreichen Teilnehmer folgten den Ausführungen und Diskussionen der Keynote Speaker Ted Teng (CEO Leading Hotels of the World), Bill Carroll (Cornell University School and CEO Marketing Economics), R.J.M. Hornman (Managing Director Worldhotels), Gregor Jasch (CEO planB Werbe-agentur Wien) und Chris Här-

le (CEO Jones Land LaSalle) über neue Anforderungen und exklusives Service durch innovative Technologien im Hotel der Zukunft.

Differenzierungsmerkmale Besonderen Anklang fand der Vortrag „The art of storytelling as a hotel brand experience“ von HotelBranding-Experte Gregor Jasch. „Schon die ersten Höhlenmale-

reien sind ein Zeugnis vom grundlegenden Bedürfnis der Menschheit nach Geschichten“, glaubt Jasch. „Das Hotel der Zukunft ist ein Ort, an dem die Marke und die Differenzierungsmerkmale tatsächlich mit allen Sinnen erlebt werden können.“ Jasch präsentierte in diesem Zusammenhang Beispiele von internationalen Hotelketten, nicht-eigentümergeführten sowie eigentümergeführten Hotels und

demonstrierte die wachsende Bedeutung einer durchgängigen Markengeschichte als roter Faden für das Hotelerlebnis aus Sicht des Gastes.

Alpen-Karawanserai Hotel Das Beispiel des Alpen-Karawanserai Time Design Hotels in Saalbach-Hinterglemm rief allgemeine Begeisterung hervor und zeigte,

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68 – destinationaustria

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© Fuschlsee Tourismus/Erber

Fuschlsee-Region mit Schwerpunktwoche

Freitag, 13. April 2012

Gletscherbericht des Alpenvereins 2010/2011 Das letzte Jahr hat den österreichischen Gletschern stark zugesetzt

Österreichische Gletscher sind auf dem Rückzug

Erstmals ist Gletschermitte der Pasterze in der Großglocknergruppe von Zerfallserscheinungen betroffen.

Fuschl am See. Die Orte Fuschl, Faistenau, Hof bei Salzburg, Ebenau, Koppl, Hintersee und Thalgau laden vom 5. bis 13. Mai zu zahlreichen Events zu den Themen Natur-Erleben, Kultur und Kulinarik ein. Hildegund Schirlbauer, GF der Fuschlsee Tourismus, freut sich, dass „die Aufblüh-Veranstaltung immer größere Formen annimmt und dieses Jahr schon neun Tage durchgehend den Gästen angeboten wird. Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle und wird durch einen Tag Gratis E-Bike-Testen unterstützt.“ Zwei Übernachtungen mit HP im ***Hotel gibt es in diesem Zeitraum schon ab 109 € p.P. im DZ. Viele Veranstaltungen sind kostenlos, eine Voranmeldung ist jedoch zum Teil erforderlich.  www.fuschlseeregion.com

ADAC Wanderführer für Bayern und Österreich München. Zu Beginn der Wandersaison hat der ADAC einen grenzüberschreitenden Wanderführer aufgelegt: Zwischen Deutschland und Österreich bietet der Wanderführer Oberallgäu/Kleinwalsertal die Wahl unter 40 Touren, die mit ausführlicher Beschreibung und detailliertem Kartenmaterial versehen sind. Der Wanderführer ist zum Preis von 11,95 € im Buchhandel, in den ADAC Geschäftsstellen sowie im Internet unter www.adac-shop.de oder unter der Bestellhotline 01805/ 101112 erhältlich.  www.adac.de

© WTG Salzkammergut

Im Salzkammergut ins schöne Glück wandern

Innsbruck. „Seit bereits 121 Jahren führt der Alpenverein Messungen an Österreichs Gletschern durch. Damit verfügen wir über eine einzigartige Datensammlung, die es uns ermöglicht, einen Langzeitvergleich anzustellen und zukünftige Entwicklungen abzulesen“, unterstreicht Alpenvereinsvizepräsident Walter Wegscheider die Bedeutung der Gletscherberichte. Das Gletschermess-Team steht seit 2010 unter der Leitung von Andrea Fischer, tätig am Institut für Meteorologie und Geophysik der Universität Innsbruck und am Institut für Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Zurzeit sind 20 ehrenamtliche „Gletscherknechte“ und zahlreiche Helfer für den Bericht im Einsatz.

Bis zu 64,5 m Längenverlust

© Andrea Fischer

alice hefner

Wandern am Fuschlsee: Im Mai 2012 startet die Region in die Saison.

Das Jahr 2011 hat den österreichischen Gletschern stark zugesetzt – das machen die Ergebnisse des aktuellen Gletscherberichts deutlich. 97% der Eisriesen sind im vergangenen Jahr zurückgeschmolzen, drei Prozent wurden als stationär eingestuft. Kein einziger der 95 beobachteten Gletscher konnte 2011 einen Vorstoß verzeichnen. Bei 15 Gletschern sind sogar Längenverluste von mehr als 30 m registriert worden. Der größte Rückgang wurde auf dem Firmisan Ferner im Ötztaler Niedertal verzeichnet, der um 64,5 m zurückgeschmolzen ist. Dieser Gletscher ist neu im Messprogramm und wurde daher in den Durchschnittsberechnungen noch nicht berücksichtigt. Von jenen Fernern, die bereits seit Jahren be-

Touristische Attraktionen sind in Gefahr: 97% der Eisriesen sind im vergangenen Jahr deutlich zurückgeschmolzen.

obachtet werden, sind Simony Kees (-56,0 m) und Viltragen Kees (-54,0 m) im Venedigergebiet am stärksten zurückgegangen. Das ebenfalls in der Venediger Gruppe gelegene Obersulzbach Kees (-50,5 m) und die im Ötztaler Rofental gelegenen Vernagt (-47,1 m) und Kesselwand Ferner (-43,8 m) gehören wie auch schon im Vorjahr zu den Gletschern mit den größten Rückgängen.

Rückgang der Pasterze Beim wohl bekanntesten Gletscher Österreichs, der Pasterze, wurde diesmal ein noch stärkerer Rückgang als im Vorjahr gemessen. So ist die Gletscherzunge in der Großglocknergruppe um 40,3

m zurückgeschmolzen (-24,7 m im Vorjahr). Die Eisoberfläche sank um 4,4 m ein (1,4 m mehr als 2010), und auch die Fließgeschwindigkeit des Eises hat sich um etwa 0,8 m im Jahr verlangsamt; erstmals war auch die Gletschermitte von Zerfallserscheinungen betroffen. Aus dem fortschreitenden Rückzug der Gletscher lassen sich laut Datensammlerin Fischer trotzdem noch keine verheerenden Katastrophenszenarien ablesen. „Die Veränderung unserer Gletscherlandschaft mag zwar derzeit beträchtlich sein, aus den gesammelten Werten lässt sich dennoch nicht ableiten, dass die Gletscher eines Tages vollständig verschwinden werden. Es ist gut möglich, dass sie nach dem Rückgang wie-

Für den Tourismus haben die schmelzenden Gletscher einstweilen sogar positive Einflüsse. „Die Leute kommen, um sich das Naturschauspiel anzuschauen, Fotos und Videos zu machen und die Gletscher ihren Kindern zu zeigen, bevor das Eis in ein paar Jahren ganz weg ist“, so ein Touristiker der Ötztaler Alpen, der nicht namentlich genannt werden will.  www.alpenverein.at

Poysdorf eröffnet die Kellergassen-Saison Poysdorf. Längst sind die malerischen Kellergassen zum Wahrzeichen der Stadt geworden. Ab sofort ist die heurige Saison mit einem vielfältigen Führungsangebot in und um die Weinstadt Poysdorf wieder eröffnet.

tor teil, und 1.000 Besucher buchten eine Kellergassenführung.

Erfreuliche Steigerungen

Vom Zentrum aus drängen sie sich – Presshaus an Presshaus eng aneinandergeschmiegt – in Hohlwege, klettern Hügel hoch und führen den Besucher hinaus zu den weitläufigen Weingärten. Die Exkursionen mit einem bestens geschulten Kellergassenführer sind ein Streifzug durch die Geschichte des Weins und der Winzer, durch Architektur, Kunst und Weinwirtschaft heute. „Je öfter ich durch die Kellergassen Poysdorfs führe, desto faszinierender werden diese auch für mich selbst“, erzählt Emmerich Haimer, seit Beginn der Kellergassenführungen vor zehn Jahren mit dabei. „Die Gäste sind es, die mir als Einheimischem die Augen öffnen

© Weinstadt Poysdorf/Michael Himml

Salzburg. Jetzt ist der neue Wanderführer „Wandern ins Glück“ vom Verlag Schubert & Franzke im Handel. Glückswanderin Maria Schoiswohl listet darin über 200 Glücksplätze im Salzkammergut auf und stellt die 20 schönsten Glücksplätze im Salzkammergut im Detail vor. Neben persönlichen Beschreibungen gibt es jeweils Kartenmaterial, Fotos sowie Tipps und wichtige Infos zur Wanderung. Auch „bewegende“ Sagen- und Sakralplätze sind im Salzkammergut-Glücksplätzeführer dargestellt.  www.salzkammergut.at

Der Tourismus profitiert

Genuss-Weintouren Bis November werden Kellergassenführungen zu Fuß oder Traktorrundfahrten angeboten

Fokus auf Genießer Neuer Lesestoff: SalzkammergutGlücksplätze auf 120 Seiten.

der in eine Balance finden und einen stabilen Zustand erreichen“, so die Gletscherforscherin. Die Ergebnisse im Detail sind im aktuellen Alpenvereinsmagazin Bergauf nachzulesen.

Führungen durch die Kellergassen können zu reizvollen Erlebnissen werden.

für die Schönheiten unserer Region, und ich bin stolz, ihnen darüber Wissenswertes weitergeben zu können.“ Kellergassenführungen zu Fuß oder im Rahmen von Traktorrundfahrten werden ab sofort bis November zu Fixzeiten und gegen Voranmeldung angeboten. Im Rahmen der „Weintour Weinviertel“ am 14. und 15. April stehen neben den Führungen weitere ge-

nussvolle Angebote – vom Frühlingskulinarium und Sektführungen bis zu Wein-Touren zu Poysdorfs Weingütern und Vinotheken – am Programm. Die Tourismusvereinsobfrau Monika Taubenschuss kann über erfreuliche Steigerungen im Vorjahr berichten. Gezählt wurden bereits 33.700 Nächtigungen, 2.000 Gäste nahmen an Stadtrundfahrten mit dem Trak-

Mit dem Verkauf von 87.300 Bouteillen Poysdorfer Qualitätsweinen gab es eine ähnlich positive Entwicklung im Weinmarkt. Jetzt steht auch der von Poysdorfern und Gästen gleichermaßen mit Spannung erwartete „Stadtwein 2012“ fest. Bei den Weißweinen ist dies der Grüne Veltliner – selbstverständlich ein Weinviertel DAC – des Weinguts Karl Neustifter. Bei den Rotweinen wurde ein St. Laurent vom Weingut Lorenz und Karin Strobl zum „Poysdorfer Stadtwein 2012“ ausgewählt. „Dieser Wein bestätigt, einmal mehr, dass sich Poysdorf zu Recht Weinhauptstadt nennt, und der ‚Stadtwein 2012‘ wird wieder als Botschafter für Poysdorf und Umgebung in aller Welt unterwegs sein“, ist Karl Neustifter, Obmann der IG der Winzer im Weinmarkt Poysdorf, überzeugt.  www.poysdorf.at


gast & wirt

Freitag, 13. April 2012

destinationaustria – 69

Dinner in the Sky Von 14. bis 20. Mai sorgt die Veranstaltungsreihe auch in Wien für kulinarische Höhenflüge

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Kulinarische Höhenflüge über den Dächern Wiens alice hefner

© Das Schick

Die Technik basiert auf Sicherheitsnorm DIN 4112 und steht unter Rheinland TÜV-Sicherheitskontrolle.

Gaumenfreuden aus Österreich & Spanien

„Das Schick“: perfekte Verschmelzung kulinarischer Genüsse in Wien.

Wien. Exquisite Gaumenfreuden, zubereitet von ausgezeichneten nationalen und internationalen Starköchen und das mitten im Zentrum der Stadt über den Dächern Wiens – „Dinner in the Sky“ macht das im Mai möglich.

Wien. Im 12. Stock des Hotels Am Parkring verführt „Das Schick“ mit einem Zusammenspiel österreichischer und ­spanischer Spitzenprodukte. Und das nicht ohne Erfolg: Mit einer Gault Millau-Haube und einer Bewertung von ­14 Punkten erreichte das Restaurant eine mehr als ­respektable Anerkennung der ­Gourmetwelt. „Wir wollen uns aber jetzt nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen“, so Peter Buocz, Direktor der Schick Hotels. Mit der Degustationsmenü-Reihe „Mit Aussicht auf Genuss“ läutet Das Schick eine neue Runde der Gaumenfreuden ein. Aperitif, 6-gängiges Menü, Weinbegleitung (pro Gang je ein österreichischer und ein spanischer Wein), Mineralwasser und Kaffee, pro Person um 81 €. Termine: Dienstag, 8. Mai, Montag, 11. Juni, Montag, 9. Juli.  www.das-schick.at

Internationale Star-Köche Die exklusive Veranstaltungsreihe, die bereits Metropolen wie London, Toronto oder Las Vegas kulinarische Höhenflüge (im wahrsten Sinne des Wortes) bescherte, bezieht von 14. bis 20. Mai ihr Quartier auf der Kaiserwiese im Wiener Prater.

„Jeden Tag zeichnet ein anderer Koch für lich – und präsentiert es abends persönlich

© Dinner in the Sky

das Menü verantwort-

Ob Frühstück, Mittagessen, ein Champagner-Date oder ein komplettes Dinner – serviert und genossen wird in 50 Metern Höhe.

in 50 Metern Höhe.“

Yves Mattagne, der dem Brüsseler „Sea Grill Restaurant“ zwei Michelin-Sterne bescherte, und der finnische „Chez Dominique“Chef Hans Välimäki, der sein Restaurant unter die besten 50 Lokale weltweit katapultierte, sorgen für internationales Flair. „‚Dinner in the Sky‘ kombiniert zwei außergewöhnliche Erlebnisse“, so Uldis Kalnins, der GF von Dinner in the Sky. „Einerseits bieten wir Premium-Küche, zubereitet von den besten Köchen der Welt, andererseits das Erlebnis,

Uldis Kalnins GF Dinner in the Sky

50 Meter hoch zieht ein Kran die Dinner in the Sky-Plattform, die Platz für 22 Personen bietet. Im Gepäck hat das exklusive Event dabei nationale und internationale Starköche. So übernehmen Hauben-Koch Toni Mörwald und Gault Millau „Aufsteiger des Jahres 2010“ Stefan Lastin die österreichische Patronanz.

das Ganze über den Dächern der Stadt zu genießen.“ Und das im direkten Gespräch mit den Küchenstars: Denn jeden Tag zeichnet ein anderer Starkoch für das Menü verantwortlich – und präsentiert dieses abends persönlich in 50 Metern Höhe.

Amedia Hotel Wien: „rainman’s home“

Wer bei dem Gedanken an den Höhenflug skeptisch wird, kann beruhigt werden, denn die Sicherheit ist bei Dinner in the Sky von oberster Priorität. Die Technik der Eventreihe basiert auf der deutschen Sicherheitsnorm DIN 4112 und steht unter der Sicherheitskontrolle von Rheinland TÜV. Tickets für das ungewöhnliche Erlebnis sind über Ö-Ticket (www. oeticket.com) erhältlich. Alle weiteren Informationen gibt‘s im Internet unter:  www.dinnerinthesky.at

Plaudern mit dem Koch „Das ist ein weiteres Highlight von Dinner in the Sky – denn wo sonst kann man persönlich mit dem Chef plaudern?“, so Kalnins.

Europäischer Hof Saniertes Luxushotel mit neuem GM

Sattlerhof Special Packages für verwöhnte Männer

Bad Gastein. Das First-Class-Hotel Europäischer Hof**** strahlt nach einer Qualitätsoffensive in neuem Glanz. Schon beim Betreten des Foyers spürt man die räumliche Großzügigkeit, die das Hotel auszeichnet und die sich auch in den mindestens 32 m� großen, mit Vollholzmöbeln eingerichteten Wohlfühlzimmern widerspiegelt.

Gamlitz. „Weil Männer vielfältiger sind als sie oft selbst glauben, haben das Genießerhotel und Wirtshaus wie auch das Weingut Sattlerhof das richtige Programm parat für Naturforscher, Weinberg-Ranger, Wildtier-Bändiger, Fischerkönige, Genussexperten und verspielte Jungs“, sagt Hannes Sattler. „Ein paar Tage lang schmeckt die Südsteiermark nicht nur nach Backhendl, Welschriesling und Kernöl, sondern auch nach Abenteuer.“

Wien. Das neue Amedia Hotel Wien zeigt Kunstwerke autistischer Jugendlicher und Erwachsener. Die Kooperation von Amedia mit der Initiative „rainman’s home“ macht es möglich, dass die Werke gezeigt werden können. 187 Designzimmer in moderner Rot-Schwarz-Kombination, fünf Konferenzräume, ein Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad und Ruheraum, eine Tiefgarage, Café Lounge und Lobby Bar (24 Stunden geöffnet) lassen keine Wünsche offen.  www.amediahotels.com

Dietmar Wernitznig neuer Direktor Südsteiermark für echte Männer

Tennis, Golf, Wellness

Dietmar Wernitznig (45) leitet jetzt das Vorzeigehotel im Gasteiner Tal.

Quartier gemacht wird im kleinen exquisiten Genießerhotel mit beheiztem Pool inmitten der Weingärten, und genau dort wird auch auf Hannes Sattlers Haubenniveau aufgekocht – oder eben mit dem Feuer gespielt: Beim sommerlichen Gourmet BBQ jeden Donnerstag (Juni bis August) vom Küchenchef oder zum selber Grillen. Das Paket „Sattlerhof Genießerwoche“ bedeutet: 7 x ausschlafen und regional frühstücken, Wanderkarte für landschaftliche Erkundungen, ein 6-gängiges

© Josef Krassnig

Südsteiermark-Genuss

© Europäischer Hof

Das Hotel liegt mit dem Nationalpark Hohe Tauern in einer der schönsten Berglandschaften Europas sowie am 18 Loch-Golfplatz des GC Gastein und bietet eine WTA-erprobte Tennisanlage: Die Top-Sandplätze des Hotels bilden den Center-Court des WTADamen-Tennisturniers, welches das Tal im Sommer ins Zentrum der internationalen Tenniswelt rückt; das Haus ist in dieser Zeit offizielles Quartier der Tennisspielerinnen. Ob Sonnenskilauf und Tennis im Frühjahr, Golfen, Wandern und Mountainbiken vom Frühsommer bis in den Herbst, Skifahren, Langlaufen, Rodeln und Schneeschuhwandern im Winter – die Gäste

Genießermenü mit Weinbegleitung, ein 4-gängiges Menü „Sattlerhof Klassik“, ein 3-gängiges Menü à la Carte und ein 4-gängiges Überraschungsmenü, ein Buschenschank-Besuch mit Jause und 1/2 Flasche Wein beim Buschenschank mit Taxitransfer, 1/2 Backhenderl mit Kernöl-Salat im Wirtshaus ab 633 € p.P. im Genießerzimmer. Das Arrangement ist mit einem Fliegenfischkurs kombinierbar.  www.sattlerhof.at

Genießerhotel, Restaurant & Wirtshaus von Hannes Sattler bietet Fisch&Wein.

Barbecue im Imperial Renaissance Hotel

© Imperial Renaissance Hotel

finden hier das ganze Jahr über unzählige Urlaubsvarianten. Dietmar Wernitznig leitet das Hotel. Der 45-Jährige ist bereits Jahrzehnte im Gasteiner Tal beheimatet. Er unterrichtete an der Tourismusschule in Bad Hofgastein u.a. Hotelmanagement. Weiters blickt er auf eine langjährige Karriere in renommierten Betrieben der First-Class-Hotellerie in Bad Gastein zurück.  www.europaeischerhof.at

Neu ist heuer der „City Barbecue Sunday Brunch“ jeden Sonntag.

Wien. Am 25. April startet die City Barbecue-Saison im City Garden des „Imperial Riding School Renaissance Vienna Hotel“. Im Hotelgarten können dann feine Köstlichkeiten frisch vom Rost genossen werden. Am Buffet warten Steaks, Geflügel und Fisch, dazu vielfältige Beilagen, knackiger Salat, Dips und Saucen sowie knuspriges Gebäck. Zudem können Gäste auf Wunsch ihr Grillgut selbst am Kugelgrill zubereiten – mit Grill-Tipps von Chefkoch Markus Trocki.  www.marriott.com


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Viele Beschäftigte fühlen sich ausgelaugt und nicht wertgeschätzt  Seite 74

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Die WU Executive Academy startet ihr neues Master of Legal Studies-Programm  Seite 75

Aufsteiger ULF Zehetner, KPMG

© KPMG

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„Ich habe immer die Welt sehen wollen“ Weltenbummler Der Chef von Emirates in Österreich, Martin Gross, ist Globetrotter mit Leib und Seele.  Alltagssorgen Die HR-Abteilungen leiden unter Effizienzdruck, besagt der HR Klima Index 2012 von Kienbaum. 

Seite 72

© APA/Helmut Fohringer

© B. Thorn/pixelio.de

careernetwork

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Die heimische Gewerkschaftsjugend fordert eine Fachkräftemilliarde, um die Ausbildungsqualität für Lehrlinge zu steigern.  Seite 73

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Career portrait

72 – careernetwork

Freitag, 13. April 2012

Warum er keine 60 Stunden im Büro verbringen will, wie er sich mit dem ­Tourismusvirus infizierte und warum das Golfhandicap nicht alles ist, verrät ­Emirates ÖsterreichChef Martin Gross im Gespräch.

„Die Wichtigkeit des Jobs hat nichts mit der Arbeitszeit zu tun“ 10 Fragen An Martin Gros s

Als Kind wollte ich immer … Lehrer werden. Mein Lebensmotto ist … „Schau immer nach vorne – nicht zurück!“ Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … Reisen. Darüber kann ich lachen … sehr vieles. Vor allem über gutes politisches Kabarett. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „Sarah‘s Key“ von Tatiana de Rosnay. In 20 Jahren werde ich … hoffentlich gesund als Rentner in einem Haus an einem kanadischen See den Sommer genießen. Davor habe ich Angst … gesundheitlich nicht mehr auf der Höhe zu sein.

Wien. Wenn man den Begriff „Internationalität“ an einer Person festmachen müsste, wäre man mit Martin Gross durchaus gut bedient: Der gebürtige Deutsche ist mit einer Französin verheiratet; hat Kinder, die in Deutschland, Kanada und den USA auf die Welt gekommen sind und leitet die österreichische Niederlassung einer arabischen Fluglinie: „Die Luftfahrt und Tourismuswelt hat mich schon immer aufgrund ihrer internationalen Ausrichtung fasziniert“, verrät der Österreich-Direktor von Emirates im Gespräch, dass er schon während seiner Ausbildung in München ein Faible für die Reisebranche entwickelte. „Ich wollte zwar als Kind Lehrer werden und habe eigentlich Betriebswirtschaft studiert. Mein Traum war aber schon nach den ersten Ferialpraktika, Airliner zu werden“, so Gross. „Ich habe in den Ferien für Reisebüros gearbeitet und auch als Animateur in Griechenland gejobbt. Da habe ich mich wohl mit dem Tourismusvirus infiziert.“ Und diese „Infektion“ sollte ihn seine gesamte bisherige Karriere

nicht mehr loslassen: Nach dem Abschluss des Studiums an der LMU München zog es Gross nach Frankfurt („hier spielt sich im deutschen Flugverkehr einfach alles ab“), wo er sich bei Canadian Airlines bis zum Verkaufsleiter für Zentraleuropa hocharbeitete. 1992 wechselte er zu Northwest Airlines, wo er im Lauf von zwölf Jahren die Stationen Frankfurt, als Direktor Deutschland, Manila, als General Manager für Philippinen und Mikronesien, sowie Toronto, als Regional Director Canada bei Northwest und KLM, abklapperte. 2004 übernahm er dann bei der neu gegründeten Österreich-Niederlassung von Emirates das Ruder.

Eine Frage der Einteilung „Ich bin mit dem bisher Erreichten sehr zufrieden“, kommentiert Gross in der Retrospektive: „Ich habe immer die Welt sehen wollen – das habe ich geschafft. Und ich wollte nach meinen Überseeengagements auch wieder einmal zu meinen Wurzeln zurückkehren. Das ist mir mit der jetzigen Positi-

on auch gelungen“, sieht er keinen Grund, sich mit „Was-hätte-ichbisher-anders-machen-können“Spielchen auseinanderzusetzen. „In meiner Jugend habe ich natürlich sehr viel Zeit in die Arbeit investiert. Aber man muss Flexibilität und Engagement beweisen, um weiterzukommen“, so die nüchterne Analyse. „Mittlerweile habe ich aber den Schnitt gemacht und arbeite sicher keine 60 Stunden die Woche. Die Wichtigkeit des Jobs hat sicher nichts mit der Arbeitszeit zu tun. Es ist vielmehr eine Frage, wie man sich die Arbeit richtig einteilt“, so Gross. „Eine meiner Stärken ist, dass ich gut delegieren kann. Außerdem kann ich mich sehr gut auf meine vier Abteilungsleiter verlassen und die Verantwortung aufteilen. Ich muss nicht alles selbst machen – auch wenn ich mich manchmal dabei ertappe, immer noch zu oft selbst eingreifen zu wollen“, sieht er sich in erster Linie als Facilitator und Unterstützer eines „äußerst fähigen Teams“. „Ich mag die Menschen in der Luftfahrt. Sie beweisen ein enormes Ausmaß an Flexibilität

und zeigen Spaß an ihrer Aufgabe. Überhaupt ist die Branche viel lockerer als so manch andere.“

Familiensinn Ob er sich eine andere Branche als Broterwerb vorstellen könnte? „Ich glaube, ich würde gern in der freien Natur arbeiten; etwa als Raftingunternehmer ein Floß lenken“, zieht es ihn regelrecht ins Grüne. Privat lebt er diese Leidenschaft bei Urlauben in Kanada – „ich liebe die Weite und die Vielfalt dieses Landes“ – und als passionierter Läufer und Golfer aus. Als überehrgeizig würde er sich nicht bezeichnen: „Ich bin sehr familienorientiert und möchte nicht die kostbare Zeit mit meiner Familie dafür opfern, jeden Sonntag sechs Stunden bei einem Golfturnier bei jedem Wetter an meinem Handicap zu schrauben“, stellt er seine Prioritäten klar. „Hätte ich eine Karriere als Golflehrer angestrebt, wäre meine Familie vermutlich bereits verhungert. Dafür fehlt mir schlichtweg das Talent“, so die zusammenfassende StärkenSchwächen-Analyse.  (jawe)

1955–1981

1982–1999

2000–Heute

1955 in München geboren, wächst Martin Gross in der bayrischen Landeshauptstadt auf und absolviert in Folge auch dort das Betriebswirtschaftsstudium an der LMU München.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums zog Gross nach Frankfurt, wo er in Folge zehn Jahre bei Canadian Airlines im Verkauf tätig war und bis zur Position Verkaufsleiter CEE aufstieg. 1992 wechselte er als Direktor für Deutschland zu Northwest Airlines und 1997 übernahm er als General Manager für die Philippinen und Mikronesien den Standort Manila.

2000 übersiedelte Gross als Regional Director Canada bei Northwest und KLM nach Toronto. 2004 kehrte er dann nach Europa zurück und übernahm den Posten des Direktors für Österreich, Tschechische Republik, Slowakei und Ungarn bei Emirates, den er bis dato innehat.

Das ist meine größte Stärke … Spontanität und Offenheit. Das ist meine größte Schwäche … unangenehme Dinge aufzuschieben. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … mit einem Stationsarzt im Krankenhaus. Es ist unglaublich, was da alles abläuft.


p e rso n a l m a n a g e m en t

Freitag, 13. April 2012

careernetwork – 73

HR Klima Index 2012 Arbeitgeberattraktivität und das Rekrutieren der richtigen Mitarbeiter sind die Themen in der HR-Welt

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

HR unter Effizienzdruck

Der Faktor Personal gewinnt bei den Unternehmen an Bedeutung – mit Ressourcen wird aber geknausert. Wien. Wie Unternehmen als Arbeitgeber attraktiver werden und wie sie die richtigen Mitarbeiter für sich gewinnen können – das sind in diesem Jahr die Topthemen in den Personalabteilungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wenn es nach dem HR Klima Index 2012 der Beratergruppe Kienbaum geht. Ebenso ganz oben auf der Prioritätenliste sehen die Personaler die Steigerung der Führungs- und Managementqualität sowie das Thema Rekrutierung. „Die Agenden von Österreichs Personalern werden damit immer stärker von den zukünftig zu erwartenden Engpässen am Arbeitsmarkt geprägt“, sagt Cornelia Zinn-Zinnenburg, Geschäftsführerin von Kienbaum in Wien.

Vor allem im Bereich Produktion überwiegt aufgrund der positiven Erwartungen zur Geschäftsentwicklung der Optimismus: Immerhin 62% der Unternehmen gehen von einem Beschäftigungszuwachs aus. Das konträre Bild zeichnet sich in der Finanzwelt ab. Hier rechnen 37% der Unternehmen, dass sich die Anzahl ihrer Mitarbeiter reduziert: „Während die Banken noch deutlich die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen, hat die Industrie bereits zu ihrer alten Stärke zurückgefunden und blickt weitgehend optimistisch nach vorn“, kommentiert Zinn-Zinnenburg die Ergebnisse der Befragung.

Wachsende Relevanz

Cornelia Zinn-Zinnenburg, Kienbaum: „Die Agenden von Österreichs Personalern werden immer stärker von den zu erwartenden Engpässen am Arbeitsmarkt geprägt.“

Optimistische Signale

Deutlich werde laut der Kienbaum-Geschäftsführerin auch die wachsende Relevanz von HRThemen in den Unternehmen: Die Firmen seien sich mittlerweile bewusst, dass die demografische Entwicklung und der zunehmende Fachkräftemangel die Personalbereiche vor die herausfordernde Aufgabe stellen, die notwendigen personellen Ressourcen zu be-

schaffen, zu entwickeln und zu halten. So erwarten 42%, dass die Relevanz von HR-Themen steigt. Obwohl viele Unternehmen aber erkennen, dass der Faktor Personal in Zeiten enger und fordernder Arbeitsmärkte immer wichtiger wird, setzen sie diese Prioritäten nicht um, kritisiert man seitens Kienbaum. So hinke man seit Jahren hinterher, wenn es um die Aus-

stattung der HR-Bereiche mit Personal- und Finanzressourcen gehe: „Es lastet ein großer Effizienzdruck auf den HR-Abteilungen. Operative Themen bestimmen das Geschäft und eine optimale Vorbereitung auf die langfristigen Herausforderungen im Personalbereich ist mit den momentanen Mitteln oft schwer umzusetzen“, erklärt ZinnZinnenburg abschließend.  (red)

Lehrlinge Ausbildungsqualität müsse gesteigert werden

Statistik Industrie

Bewerbung Aussehen

Wien. Die große Zahl an Jugendlichen, die bei der Lehrabschlussprüfung durchfallen, lässt bei der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) die Alarmglocken schrillen und die Forderung nach einer „Fachkräftemilliarde“ laut werden. Wie ÖGJ-Vorsitzender Jürgen Michlmayr letzte Woche erklärte, gelte es, die Ausbildungsqualität bei Lehrberufen zu steigern. Und das Geld dafür soll von den heimischen Unternehmen kommen: „Wenn ein Glaser-Lehrling bei der Lehrabschlussprüfung das erste Mal eine Fräsmaschine sieht“, läuft für Michlmayr etwas falsch.

Wien. Die Sicherstellung des Fachkräftebedarfs – insbesondere in technisch-handwerklichen bzw. technisch-naturwissenschaftlichen Berufen – sei eine der wesentlichen Herausforderungen in der Zukunft, heißt es seitens der heimischen Industriellen Vereinigung. Umso mehr freue man sich, dass die Zahl der Lehranfänger zum zweiten Mal in Folge gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnte – heuer um exakt 10,8%.

Jerusalem. Gut aussehende Frauen, die ein attraktives Foto auf ihren Lebenslauf pappen, werden seltener zu Vorstellungsgesprächen eingeladen als Frauen, die gar kein Bild oder ein mittelmäßiges einsenden. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie der Ben-Gurion- und der Ariel-Universität. Als Grund nennen die Forscher, dass Neid und Angst vor Rivalinnen die Personalchefs vor der Einstellung abschrecke.

Bezüglich der Beschäftigungsentwicklung ortet man seitens Kienbaum aber auch 2012 halbwegs optimistische Signale. So gehen 53% der befragten Unternehmen in Österreich von einer stagnierenden Anzahl der Beschäftigten aus und gut ein Drittel plant, ihre Belegschaft aufzustocken.

Reality-Check „Karriere“ © mediendienst.com/Foto Wilke

ÖGJ fordert Fachkräftemilliarde

Mehr Lehrlinge

in einen Topf einzahlen, aus dem dann die Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, gefördert werden sollen. Derzeit bilden laut Gewerkschaft 20% der Firmen aus. Durch den Vorschlag würde die gesamte Wirtschaft solidarisch zur Fachkräfte-Ausbildung beitragen. Mit dem Geld sollen auch die überbetrieblichen Lehrwerkstätten finanziert werden. Der Bund bzw. das AMS würde sich mit dem Modell pro Jahr 150 Mio. € sparen.  (APA)

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

© APA/Helmut Fohringer

Heidi Hauer

Heidi Hauer (30) übernahm mit 2. April die Leitung der Unternehmenskommunikation für Kraft Foods Öster- reich. Sie folgt auf Barbara Blohberger (40), die zur Leiterin Unternehmenskommunikation  D-A-CH bestellt wurde.

R. Kefaloudi-Walli Grünspar

© Grünspar

Kraft Foods © Kraft Foods

Ulf Zehetner (39) ist seit 1. April als neuer Tax Partner Mitglied der Geschäftsleitung von KPMG. Zu seinen Branchenschwerpunkten zählen v.a. Versicherungen, Pensionskassen, Handels- und Dienstleistungsunternehmen.

Promotion

Ulf Zehetner

Zu schön für die Arbeitswelt: Hübsche Bewerberinnen haben es schwer.

Roland Kefaloudi-Walli (39) ist seit  1. März Country Manager Österreich der in Deutschland und Österreich agierenden Grünspar GmbH. Zuletzt war er fünf Jahre für den Handwerker-Marktplatz MyHammer in Öster-

Joachim Trickl Colt

© Colt

© sxc/Zielnet

Einige Kfz-Lehrlinge lernen gerade mal den Reifenwechsel, kritisiert der ÖGJ.

Über alle Wirtschaftssparten hinweg beträgt die Gesamtzahl der Lehrlinge laut Lehrlingsstatistik der WKO (Stichtag 31.12.2011) 128.078 – das ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 1,3%. Zurück gegangen ist auch die Gesamtzahl der Lehranfänger um etwa 0,7%. Ausnahme von dieser Entwicklung ist die Sparte Industrie mit einem Zuwachs von 10,8%, gefolgt von Handel (+3,6%) und Gewerbe (+1,1%). Den größten Rückgang bei den Lehranfängern verzeichneten die Überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen (ÜBA) mit fast 18%.

KPMG

© KPMG

job

Schlechte Karten

Industrie vor Handel

Schwarz und weiß Das Problem sei, dass Lehrlinge in manchen Betrieben Hilfsarbeitertätigkeiten ausüben müssten, anstatt fachliche Kompetenz aufzubauen. Andererseits werden österreichische Lehrlinge auch Berufsweltmeister, relativierte Michlmayr. Mit der Fachkräftemilliarde will die Gewerkschaftsjugend mehr Geld für die Ausbildung. Alle österreichischen Unternehmen sollen ein Prozent der Bruttolöhne

„Wer jung ist, dem stehen alle Wege offen.“ Ein Satz, den man als Jugendlicher oft hört – gerade von wohlmeinenden, älteren Ratgebern. Oft verbunden mit dem Rat, die Ausbildung ernst zu nehmen und nach Möglichkeit alle Chancen zu nützen. Gott sei Dank stimmt es grundsätzlich auch, dass man hierzulande vieles werden kann, vorausgesetzt die privaten, finanziellen und persönlichen Voraussetzungen sind gegeben. Wie denken aber Studenten über ihre eigenen Karriereaussichten? Die deutsche Student Survey 2012, „Karriere, Familie & Co“, ist diesem Thema gewidmet und fördert interessante Ergebnisse zutage – zeigt aber auch große Unterschiede zwischen den Geschlechtern auf. So glauben beispielweise drei von vier männlichen befragten Studierenden, in ihrem kommenden Berufsleben einmal eine Führungsposition einzunehmen – eine Perspektive, die nur zwei Drittel aller Frauen für realistisch halten. Jede zweite befragte Studentin ist darüber hinaus davon überzeugt, trotz gleicher Qualifikation schlechtere Berufschancen zu haben wie männliche Kollegen. Drei von vier Männern (77 Prozent) glauben hingegen, dass sich Beruf und Familie einmal leicht vereinbaren lassen. Welche Schlüsse lassen sich aus den Ergebnissen ziehen? Wahrscheinlich jene: Studierende sind insgesamt zum größten Teil optimistisch, was ihre noch kommenden Karrieren betrifft. Leider zeigt sich aber auch, dass gerade junge Frauen gesellschaftliche Realitäten wie mangelhafte Kinderbetreuungseinrichtungen für sich relevanter einschätzen als junge Männer.

Joachim Trickl (52) ist neuer Director Sales Central Region bei Colt. In dieser Funktion verantwortet Trickl künftig den Vertrieb in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zuletzt war er als Chief Operating Officer bei der QSC AG tätig.


M i ta r b e i t e r g e s u n dh e i t

74 – careernetwork

Freitag, 13. April 2012

Ermüdung Viele Beschäftigte fühlen sich zunehmend ausgelaugt und nicht wertgeschätzt, die Qualität der Arbeit sinkt dadurch

Arbeitnehmer wollen mehr Lob

© Benjamin Thorn/pixelio.de

Studie: Leistungs- und Zeitdruck führt bei vielen Arbeitskräften zu Erschöpfung und Überforderung.

Erschöpfung am Arbeitsplatz: Manche sind mit Leistungsdruck überfordert.

Chemnitz/Frankfurt. Dass sich steigende Arbeitsbelastung negativ auf die Gesundheit auswirkt, ist keine neue Erkenntnis. In welchem Ausmaß Überforderung und Erschöpfung aber auch die Arbeitsqualität und Professionalität verschlechtern und was Unternehmen dagegen tun können, das haben Soziologen der TU Chemnitz und des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt jetzt herausgefunden. Die Befragung der Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Supervision ergab, dass dauerhafter Zeitund Leistungsdruck, regelmäßige Überstunden, geringe Entscheidungsspielräume bei gleichzeitig

fehlender Anerkennung und Unterstützung durch Führungskräfte Arbeitnehmer zunehmend belastet und nicht selten auch überfordert. Das resultiert nicht nur in Krankheiten, sondern wirkt sich in hohem Maß auf die Qualität der Arbeit aus: Arbeitnehmer machen nur mehr „Dienst nach Vorschrift“, die Professionalität sinkt.

Tendenz steigend Gaben 2008 noch 80% der Befragten an, dass Beschäftigte unter dauerhaftem Leistungsdruck stehen, waren es 2011 bereits 90%. Fast 70% der Experten sehen die

wachsenden Konflikte zwischen Management und Mitarbeitern als problematischen Aspekt. Günter Voß, Leiter der Studie, erklärt die Problematik folgendermaßen: „Das Ziel professionellen Handelns liegt aus Sicht der Organisationen insbesondere darin, den eigenen ökonomischen Erfolg zu sichern. Für die Beschäftigten ist professionelles Arbeiten hingegen vor allem mit Sinnhaftigkeit, klar erkennbarer Wirksamkeit und fachlicher Qualität verbunden.“ Den Sinn der geleisteten Arbeit zu erkennen, falle den Beschäftigten immer schwerer: „Das kann zu einer erheblichen Entfremdung

von der eigenen Tätigkeit führen, die ein bisher wenig beachteter Grund für die derzeit weithin beobachtete Zunahme psychischer Belastungen sein könnte“, erklärt Voß.

„Probleme ansprechen“ 65% der Befragten gaben an, dass ihre Supervisanden Angst hätten, Konflikte und Belastung vor ihrem Chef zur Sprache zu bringen. Arbeitgeber können laut Studie aber etwas gegen die Erschöpfung ihrer Mitarbeiter tun: „Ein hoher Arbeitseinsatz sollte deutlich wertgeschätzt werden. Außerdem braucht es ein Klima, in dem Vorgesetzte die Mitarbeiter vor Überlastungen und nicht zuletzt vor Selbstausbeutung schützen sowie dazu beitragen, dass Probleme angesprochen werden und sich Kollegen solidarisch verhalten“, empfiehlt Voß.  (lw)

Studie Berufseinsteiger

Weiterbildung

Berlin. Wie wichtig berufliche Weiterbildung vor allem für junge Arbeitnehmer ist, das zeigt eine Studie der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW). 60% aller Erwerbstätigen zwischen 25 und 35 Jahren sehen Weiterbildungsmöglichkeiten sogar als ausschlaggebend für die Jobwahl. „Unternehmen müssen ihre Personalentwicklungs-Strategien auf attraktive Weiterbildungsangebote überprüfen, wenn sie Nachwuchskräfte gewinnen, motivieren und langfristig binden wollen“, erklärt Ada Pellert, Präsidentin der DUW. Die Studie brachte außerdem zutage, dass Weiterbildung mit zunehmendem Alter an Bedeutung verliert: Nur 30% der Arbeitnehmer über 35 Jahren halten sie für „sehr wichtig“.

Messe Vereinbarkeit

Beruf und Baby

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Wien. Eltern können sich am 19. und 20. April bei der Messe „Beruf Baby Bildung“ der Arbeiterkammer Wien Tipps zum beruflichen Wiedereinstieg holen. Arbeits- und sozialrechtliche Fragen werden geklärt und Kinderbetreuungsmöglichkeiten vorgestellt. Die Wiener Volkshochschulen informieren über spezielle Angebote für Eltern in Karenz. Bei Workshops können Interessierte etwa Zeitmanagement, Networking oder Bewerbungsstrategien lernen.

Universitätslehrgang Werbung & Verkauf Unsere absolventinnen sind aufsteigerinnen Heidi Nather-Eggeling von C&A Mode ist erfolgreiche Absolventin unseres Universitätslehrganges. Nach Stationen in den Werbeagenturen Young & rubicam und JWt wechselte sie als Werbeleiterin und Mode Pr-Sprecherin zu C&a Mode Österreich. Zu Beginn für Österreich und tschechien verantwortlich, begleitete sie die starke expansion des Modehauses. heute liegt die Werbeleitung für acht Cee-länder in ihrem Verantwortungsbereich. aufbauend auf den Universitätslehrgang Werbung & Verkauf absolvierte sie parallel zu ihrer beruflichen Karriere den Professional MBA Marketing & Sales an der WU executive academy.

© sxc

werbung.verkauf@wu.ac.at, +43-1-31336-4612, www.werbelehrgang.at Berufsbegleitende Universitätslehrgänge der WU executive academy. Familie und Beruf unter einen Hut bringen – Tipps dazu gibts von der AK. 216x288 WU-Sujet Nather eggeliNg 11-025_UL-WV_Medianet-216x288_Nather_KW43.indd

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Aus - u n d W e i t erbi l d u n g

Freitag, 13. April 2012

careernetwork – 75

WU Executive Academy Ab Herbst startet mit dem Master of Legal Studies das bereits dritte Rechtsprogramm

short

Rein rechtlich betrachtet

FH Technikum: Master Day und Karriere Talk

Zielgruppe des neuen Masterlehrgangs sind explizit Nicht-Juristen, betont die WU Exec. Academy. Arbeitsrecht, Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht, Zivilrecht, sowie Öffentliches Wirtschaftsrechts und Europarecht legt. Kodek: „Im Vordergrund steht jedoch nicht ausschließlich die Vermittlung dieser rechtlichen Fachgebiete, sondern auch die Schulung des juristischen Denkens und der juristischen Arbeitsmethodik, um sich rasch in Rechtsgebiete und Rechtsfragen einzuarbeiten und diese kritisch zu behandeln und zu hinterfragen.“

„Fundierte Rechtskenntnisse sind heute für Führungskräfte nicht mehr eine Zusatzqualifikation, sondern oft die notwendige Basis, um komplexe Aufgabenstellungen erfolgreich lösen zu können“, ist Michael Müller, Mitglied des Vorstands der paysafecard group, überzeugt. „Vor allem Kleinund Mittelunternehmen ohne eigene Rechtsabteilung profitieren von Mitarbeitern, die über ihre vorrangige Qualifikation hinaus juristische Kenntnisse mitbringen können“, bricht er eine Lanze für den neuen Lehrgang, der die juristische Schwerpunktausbildung in den Bereichen Steuerrecht,

Am 18.4. stellt sich die FH Technikum Wien der breiten Öffentlichkeit vor.

16 Lehreinheiten Als Zielgruppe des auf 16 – jeweils von Freitag bis Sonntag laufenden – Lehreinheiten angesetzten und im Herbst startenden Lehrgangs definiert Kodek „aktive oder zukünftige Führungskräfte in Führungspositionen, die häufig mit Rechtsfragen konfrontiert sind“. Weitere Infos:  www.executiveacademy.at

Georg E. Kodek, ist der akademische Leiter des Master of Legal Studies.

Bildungsinvestitionen Sechs Prozent mehr Einkommen

Suchmaschine Überblick in der Welt von MBA, MSc ...

Wien. Jedes Jahr, das eine Österreicherin länger in der Schule, im Studium oder in der Berufsausbildung bleibt, bringt ihr später fast sechs Prozent mehr Einkommen. Damit profitiert sie etwas mehr von Bildung als ein männlicher Kollege, bei dem die sogenannte Bildungsrendite – der finanzielle Ertrag von Investitionen in Bildung – bei fünf Prozent liegt. Das ergibt die Berechnung des deutschen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Österreich steht mit diesem

Ergebnis nicht alleine da: Laut IAB lohnt sich die Investition in Bildung in neun von zwölf untersuchten europäischen Ländern für Frauen finanziell mehr als für Männer. Nur in Schweden, Deutschland und den Niederlanden ist die Bildungsrendite von Frauen niedriger.

Salzburg. Die „Orientierung im Master- und MBA-Dschungel“, das will künftig MBA.de – laut Eigendefinition das „Zielgruppenportal für Deutschland, Österreich und die Schweiz zum Thema MBA- und Masterausbildungen“ – liefern.

Lohnunterschied nimmt ab

Hintergrundinformationen

Politische Rahmenbedingungen – wie Steuersysteme oder familienpolitische Maßnahmen – spielen dabei ebenso eine Rolle wie geschlechtsspezifische Unterschiede bei Einkommen und der Erwerbsbeteiligung. Hochqualifizierte Frauen würden im Durchschnitt zwar weniger verdienen als hochqualifizierte Männer – mit steigendem Bildungsniveau nehme der geschlechtsspezifische Lohnunterschied aber zumindest ab. Wer aus den Ergebnissen den Schluss zieht, möglichst viele Jahre in seiner Ausbildung anzusammeln, irrt jedoch: „Bummelstudenten verdienen nicht mehr als die anderen Studierenden“, betonen die Studienautoren, Sitzenbleiber nicht mehr als Muster­schüler.  (APA)

Vor allem Hintergrundinformationen zu Teilzeit, Vollzeit und Executive MBA- und Master-

Frauen haben bei der Rentabilität von Bildungsinvestitionen die Nase vorn.

Survival-Guide für Berufseinsteiger

programmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sollen künftig auf der Website abrufbar sein: „Die Motivation lag darin, eine Informationsplattform für den deutschsprachigen Großraum zu schaffen, die in einem einheitlichen Standard Informationen und harte vergleichbare Daten der jeweiligen MBA-und Master-Programme vermittelt“, begründet man seitens der Verantwortlichen den Relaunch des bereits 2005 gestarteten Projekts. Thilo Baum/Martin Laschkolnig: Die Bildungslücke. 304 Seiten, Verlag Börsenmedien AG, ISBN: 9783942888967

© mba.or.at

© S. Hofschläger/pixelio.de

Höhere Bildungsrendite für Frauen Durch den Master-Dschungel

Wien. Um Jobs und Karrierechancen mit einem technischen Masterstudium geht es beim ersten „Master Day“ mit Karriere Talk, am 18. April an der FH Technikum Wien. Ab 16 Uhr diskutieren Absolventen der FH mit HR-Verantwortlichen von Beko und der Frequentis AG sowie dem Vizerektor der FH Technikum Wien, Christian Kollmitzer. Im Anschluss präsentieren sich die Master-Studiengänge der FH Technikum Wien in vier parallelen Sessions. www.technikum-wien.at/masterday.

© www.boersenmedien.de

„Notwendige Basis“

© Irene Schanda

sind“, im Vordergrund: „Darüber hinaus werden umfangreiche analytische Fähigkeiten sowie Sozialkompetenzen vermittelt“, so Kodek.

© WU Executive Academy/Stephan Huger

Wien. „Die stets zunehmende Normenflut auf nationaler und internationaler Ebene bringt mit sich, dass auch Nicht-Juristen immer häufiger mit rechtlichen Fragestellungen konfrontiert sind.“ Das sei laut Georg E. Kodek, Richter am Obersten Gerichtshof und Lehrgangsleiter an der WU Executive Academy, einer der Gründe, warum man mit dem Master of Legal Studies neben dem LL.M. (International Tax Law) und dem Master of Business Law (MBL) nun ein weiteres LawProgramm in den Kanon der Masterprogramme der WU Executive Academy aufgenommen habe. In dem auf 15 Monate ausgelegten Universitätslehrgang stehe vor allem die Vermittlung aller erforderlichen juristischen Kenntnisse, „die für eine erfolgreiche Führungskraft sowohl in der Privatwirtschaft als auch in der öffentlichen Wirtschaft und bei NonProfit-Organisationen notwendig

Teilzeit, Vollzeit und Executive: Masterprogramme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden auf MBA.de gelistet und nach diversen Kriterien bewertet.

Berlin. „Vergessen Sie alles, was Sie in der Schule gelernt haben“ hören Jobeinsteiger häufig. Für die Autoren von „Die Bildungslücke“ liegt der Grund auf der Hand: Zwischen dem, was das Bildungssystem liefert und dem, was im Leben zählt, klafft eine riesige Lücke. Und diese versuchen 20 Experten in dem Buch nun zu füllen, indem sie „das Wissen nachliefern, das man braucht, um im Berufsleben zu bestehen“.



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